N«. 70. HtonntmentS'Bedlnsons«!!: MomiementZ> Preis prSnumeranio, »ierteljährl. z.zo Mk, monatl. 1,10 Mr., wöchenIIiÄ 23 Pfg. frei inZ Haus. Einzelne Nunwier S Psg. Sonntags. »unimer mit illustrierter Sonntags. Beilage.Die Neue Well- 10 Psg. Post» Abonnement: 1.10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Post-Zeitungs. Breisliste. Unter Kreuzband iür Deutschland und Oeslerrcich. Ungarn 2 Marl, für das übrige Ausland 3 Marl pro Monat. BostabonnemeMZ nehmen an: Belgien, Dänemarl, Holland. Italien, Luxemburg. Portugal, LiumSmen. Schweden und die Schwei» CrMtint tialiit loitr nsotau. SS. Jahrg. Verlinev Vollrsblcttk. Die Mertions-GebüDf beträgt für die sechsgespaltene Kolonel« geile oder deren Raum eo Pfg., für politische und gewerlschaftliche Vereins- und Versammlungs-Anzeigen 30 Psg. „Uleine Snoeigen", das erste(fett» gedruckte) Wort 20 Pfg, jedes weitere Wort 10 Psg. Stellengesuche und Schlaf. stellen-Anzeigen das erste Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort K Pfg. 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Dieser Satz, 1851 geschrieben,»vurde be- stätigt und unterstrichen auch durch die Entwickelung nach 1851, und in der Tat ist die handelspolitische Einigung, seit deren entscheidenden Abschlüssen am 23. März 75 Jahre verflossen sind, derart von Bedeutung, daß man die deutsche Geschichte des neunzehnten Jahrhunderts mit Fug durch die Gründung des Zollvereins 1833 und die Revolution von oben 1866/67 in drei fast genau gleich lange Zeitabschnitte ein- teilen kann. Nun haben stets die Geschichtsschreiber, die nur zur höheren Ehre der Hohenzollernlegende die Feder rühren, viel Wesen von der wichtigen Rolle gemacht, die Preußen bei diesem Werke gespielt habe— schon damals sei Preußen auf seinen„deutschen Beruf" gekommen. Die Behauptung ist just so richtig oder just so falsch wie die andere, daß Preußen aller Lorbeer für die politische Einigung Deutschlands in den Jahren 1864—1871 gebühre. In beiden Fällen nämlich zeigte sich der„deutsche Beruf" Preußens in deni Bestreben, das übrige Deutschland nicht viel anders zu verspeisen als man vordem mit dem Beistand Rußlands und Oesterreichs Polen verspeist hatte. Der Zollverein bedeutete die ökonomische Verpreußung Deutschlands ebenso, wie die Aufrichtung des Deutschen Reiches in Versailles fast vier Jahrzehnte später die politische Verpreußung Deutschlands bedeutete. Nur der Umstand, daß, wiederum in beiden Fällen, die Befriedigung hohenzollern scher Eroberungsgelüste sich deckte mit der Befriedigung der bouv geoisen Wirtschaftsinteressen, erklärt es, daß Preußen, von allen deutschen Staaten keineswegs der ökonomisch entwickeltste, in der ideologischen Geschichtsschreibung an der Spitze eines Werkes stehen kann, das ganz zweifellos auf dem Wege der wirtschaftlichen Entwickelung lag. Selbstverständlich war es aber nicht die Sehnsucht, ihre Machtsphäre auszudehnen, an sich, die die Hohenzollern in genialer Intuition eine ganz neue Zollpolitik aus dem Boden stampfen ließ, sondern die harte Pression, die Finanznot trieb Preußen auf diese Bahnen— neben der ökonomischen Notwendigkeit im allgemeinen. Will man die Wurzeln des Zollvereins bloßlegen, so muß man bis auf den Anfang des neunzehnten Jahrhunderts zurückgehen. Zu einer Zeit, da die zwei bürgerlichen Mächte England und Frankreich ihren Riesenkamps um den Weltmarkt aussochten und dabei so ziemlich alle europäischen Mächte zur Heeresfolge preßten, lag Deutschland noch in der idyllischen Ruhe seiner feudalen Waldursprünglichkeit. Preußen machte keine Ausnahme. Einzelne Gebietsteile, namentlich die am Rhein gelegenen Grafschaften Mark und Ravensberg, nährten eine einiger maßen entwickelte Industrie, aber Feld und Wald, die Agrarproduktion überwog bei weitem. Daß die Industrie vollständig in den Kinderschuhen stecken blieb, hatte seine Gründe in der politischen Zersplitterung Deutsche lands in Hunderte von Staaten, Städtchen und Staatsspiel schachteln, die samt und sonders durch Zollschranken von einander getrennt waren und den Handel vollständig lahm legten. Die Deutschen verkehrten, witzelte ein geistreicher französischer Zeitgenosse, wie durch Gitterstäbe miteinander. Diese gegenseitige Absperrung durch Zölle, die in der Haupt- fache nur Finanzzwecken dienten, fand aber nicht nur von „Ausland" zu„Ausland", sondern, wie in Preußen, auch im Inland, von Provinz zu Provinz und innerhalb der Pro- vinzen von Distrikt zu Distrikt statt, ganz abgesehen davon, daß einzelne Teile der preußischen Monarchie, wie die ermähnten industriellen Gebiete am Rhein und Schlesien vollständig als Zollausland betrachtet wurden. Mit dem Zollsystem im engsten Zusammenhang stand das Akzisesystem, das noch zu Anfang des neunzehnten Jahrhunderts 57 Tarife mit über 2000 Warenklassen aufwies. Es war also kein Wunder, daß die durch das brüchige Merkantilsystem Friedrichs II. künstlich gezüchtete Industrie derart dem Verfall nahe war, daß man sich schon wieder mit der Produktion von Rohstoffen begnügen wollte und daß die englische Konkurrenz auf wenigen Staaten so drückend lastete wie auf Preußen. Die bürgerliche Revolution, von Frankreich ausgehend, revolutionierte auch die Verhältnisse im feudalen Osten Europa, das gewaltige Kampfmittel gegen England, die Kontinentalsperre, sowie die Bedürfnisse der Riesenarmeen, die Napoleons Machtwort durch Deutschland hin- und herschob, erzeugten auch hier neue Industrien und beflügelten die bereits vorhandenen und das streng schutzzöllnerische Zollsystem Frankreichs, das sich von der Nordsee bis über die Alpen erstreckte, zeigte die Möglich- keit. ein großes Gebiet«ls Wirtschaftsgebiet einheit- lich zusammenzufassen. Im Zusammenhang mit der Kontinentalsperre gingen denn auch einige der von Napoleon gegründeten Monarchien, wie Bayern und Württemberg, zu Grenzzollsystemen unter Beseitigung der Binnenmauten über. Die eigentliche Wirkung der Kontinentalsperre aber zeigte sich erst nach dem Zusammenbruch Napoleons, der an dem Plan, ein Weltreich im Stile Philipps II. von Spanien zu schaffen, scheiterte. Nach Vernichtung der letzten französischen Flotte bei Trafalgar war es England gelungen, alle seine industriellen Nebenbuhler von ihren Kolonialmärkten abzu- schneiden und gleichzeitig diese Märkte gewaltsam seinem Handel zu öffnen. Dazu kam die Losreißung der südameri- kanischen Kolonien von ihren europäischen Mutterländern, die Eroberung der französischen und holländischen Kolonien durch England, die allmähliche Unterjochung Indiens, Ereignisse, durch die alle diese Länder in Kunden für die englische Industrie verwandelt und die Monopolisierung des Welthandels in den Händen Britanniens gesichert wurde. Dem Wiener Kongreß gelang es nicht und wollte es nicht gelingen, eine deutsche Zolleinheit in Angriff zu nehmen, und so überschwemmte sofort nach dem Friedensschluß von 1815 England mit seinen billigen Waren die deutschen Märkte, damit der Industrie, die während der und durch die Kontinentalsperre aufgeblüht war, einen' heftigen Stoß versetzend. Gleichzeitig sperrten Frankreich und Holland im Westen und Rußland im Osten ihre Märkte durch hohe Schutzzollmauern. Besonders schwer wurde Preußen getroffen. Seine aus- wärtigen Märkte hatte es eingebüßt, seine Leinenindustrie. für die England früher ein guter Absatzmarkt gewesen war, sah sich fast vollständig ruiniert, die Handelsbeziehungen, die der preußische Osten durch Getreide- und Holzausfuhr nach England unterhalten hatte, stockten seit der Einleitung der englischen Kornschutzzollpolitik im Jahre 1815, dazu war das preußische Staatsgebiet langgestreckt und durch Hannover und Braunschweig vollständig zerrissen, ferner durch die Er- Werbung der Rheinprovinz um einen industriell sehr fort- geschrittenen Landstrich vermehrt, und endlich brannte die Finanznot— der Staatsbankrott stand in den Jahren nach 1815 vor der Türe— den preußischen Machthabern wie höllisches Feuer auf den Nägeln. So zwang kommerzielle und finanzielle Notwendigkeit gleichermaßen, sowohl der Industrie einen inneren Markt als auch dem Staat neue Geldquellen zu erschließen. Allerdings war das preußische Zollgesetz vom 26. Mai 1818, dessen Schöpfer von Adam Smith beeinflußte Beamte wie der Finanzminister B ü l 0 w und mehr noch die Geheimräte Maaßen, Hoffmann, M 0 tz, K u n t h und V e u t h waren, weit weniger auf den Schutz der Industrie zugeschnitten, als die Zollsysteme irgendeines anderen Fest- landsstaates. Das hatte seine guten Gründe. Einmal war die herrschende Klasse Preußens, das Junkertum, wegen seines Gctreideerportes freihändlerisch bis auf die Knochen. Dann aber sahen die Schöpfer des Gesetzes die Lage wesentlich vom Standpunkt der industrieärmeren alten Provinzen an, und ebenfalls wies die geographische Gestaltung Preußens, der langgestreckte, von fremden Gebietsteilen unterbrochene Staatenkörper, von Natur auf Zwischenhandel und Transit- verkehr hin. Endlich aber hätte man die deutschen Klein- staaten, auf die man doch mit Inbrunst rechnete, unter der Bedingung eines hohen und deshalb in seinen Erträgnissen unsicheren Schutzzolltarifs nie zum Anschluß gebracht. So war der Tarif, wenngleich er einen Zoll bis zu zehn Prozent des Wertes auf die Einfuhr fremder Fabrikate und Manufakturen zuließ, nach dem Ausdruck von Engels„ein wahres Muster von Freihandel". Von einer Reihe von Fabrikanten deshalb angefeindet. wirkte er doch, trotz des Fehlens eines Kreditsystems und moderner Verkehrsmittel, im Sinne der wirtschaftlichen Ent- Wickelung und trieb die preußische Industrie rasch vorwärts. Der Anschluß der deutschen Klein- und Mittelstaaten konnte nur eine Frage der Zeit sein, denn was vermochten sie, die. vom Weltmarkt und Weltmeer, wie auch von dem öfter- reichischen Markte durch eine chinesische Zollmauer ab- geschnitten waren, wirtschaftlich allein zu bedeuten! Wie konnten sie gegen England, das nach wie vor seine Monopol- stcllung zum Schaden der deutschen Industrie weidlich aus- nutzte, wirksame Repressivmaßregeln ergreifen! Aber auf der anderen Seite erhoben sich schwere Bedenken gegen den Ein- tritt in das preußische Zollsystem, das sie zudem, solange sie draußen standen, schwer schädigte und deshalb an sich verhaßt war. Daß der ökonomische Anschluß an Preußen den Verzicht auf eine selbständige Politik bedeutete, darüber waren sich die meisten der Klein- und Mittelstaaten vollständig im klaren, und diese Erwägung, wie der souveräne Hochmut aller der Potentaten in Westentaschenformat, die der Wiener Kongreß eben wieder bestätigt hatte, legten der handelspolitischen Eini- gung Deutschlands lange Jahre eine Schranke vor. Daß Kaufleute und Industrielle dagegen sich 1319 zu- sammentaten und in Friedrich L i st, der eine feurige agita- torische Kraft, aber auf nationalökonomischem Felde kaum mehr als ein Dilettant war, einen gewandten Fürsprecher fanden, wollte wenig besagen, denn das Bürgertum galt noch als Kanaille, die nur Steuern zu zahlen und den Mund zu baltcn hatte. Auch die Bestrebungen von N e b e n i u s waren eigentlich nur im Schoß der badischen Regierung wirksam. So kamen denn zunächst allein die Staaten, für die es unmittel- bare Notwendigkeit war. wie Schwarzburg-Sondershausen, Schwarzburg-Rudolstadt und Sachsen-Weimar in den Jahren 1819 bis 1822 zu Preußen. Tann dauerte es sechs Lahre. bis der erste größere Staat, das Großherzogtum Hessen, durch die ökonomische Schwerkraft nach Norddeutschland als dem Absatzmarkt seiner Produkte getrieben, dem preußischen Zoll» system beitrat, während Bayern und Württemberg sich in dem» selben Jahre 1828 zum Süddeutschen Zollverein. Hannover, das Königreich Sachsen, die thüringischen Staaten, Hessen-Homburg, Hessen-Kassel, Oldenburg, Brauuschweig, Nassau, Bremen und Frankfurt a. M. zum Mitteldeutschen Zollverein zusammentaten. Schwebte der erste schon wirtschaftlich in der Luft, da er weder im Norden noch iin Süden Absatzmöglichkeiten hatte, so war der zweite vollends ein wirtschastspolitisches Unding uiid wurde nur durch den gemeinsamen Haß gegen Preußen, nicht durch gemeinsame Wirtschaftsintercssen der einzelnen Staaten zusammen- gehalten. Wer die wirtschaftliche Entwickelung ließ ihrer nicht spotten, und vor allem weckte die stete und profunde Finanz» klemme, in der die süd- und mitteldeutschen Staaten steckten, den Wunsch, an dem Zolldukatenregen teilzunehmen, der nach der Kopfzahl der Einwohner monatlich auf die ein- zelnen Zollbundesstaaten niederging. So schloß sich denn das Kurfürstentum Hessen-Kassel schon im August 1831 dem nord- deutschen Zollverein an, und am 23. März 1833, vor fünf» undsiebzig Jahren, vollzog sich auch der Eintritt des Süd» deutschen Zollvereins in den Norddeutschen. DerDeutsche Zollverein war damit begründet, da wenige Tage später auch Sachsen und die thüringischen Staaten—- der Mitteldeutsche Zollverein war längst verlaufen— nachfolgten. In den nächsten zwei Jahren schlössen sich auch Baden, Nassau und Frankfurt a. M. an, und ließen damit das Gebiet des Zollvereins auf 8523 Quadratmeilen mit 25 Millionen Einwohnern anwachsen, während die Hansestädte und Hannover sich sorgfältig fernhielten. Durch den Zoll- verein war es zuwege gebracht worden, daß das Gebiet des Deutschen Bundes nicht mehr in ein paar Dutzend Staaten auseinanderklappte, sondern sich in drei Interessensphären, Oesterreich, den Zollverein und Hannover mit seinen An- hängseln teilte. Mit Recht ließ Heine ironisch im 2. Kapitel! von„Deutschland" den Reisenden vor dem preußischen Zoll« verein,„der großen Douanenkette", bemerken: Er gibt die äußere Einheit uns, Die sogenannte materielle; Die geistige Einheit gibt unS die Zensur— Die wahrhaft ideelle. Wer gerade die durch den Zollverein beschleunigte Enk« Wickelung Deutschlands zum Kapitalismus— seine Industrie gedieh im Verhältnis schneller als die Englands— und die wirtschaftliche Erstarkung seiner Bourgeoisie bewirkte, daß die „geistige Einheit" der Zensur, d. h. das bureaukratisch-feudale Regierungssystem, durch eine revolutionäre Explosion er- schüttelt wurde. Das andere Datum, dessen dieser Tage gc« dacht wurde, der 18. März 1848, steht in einem nicht ent- kernten Zusammenhang mit dem 23. März 1833. Sei' freiiinn am Schandpfahl. Der Freisinn, oder besser gesagt die freisinnige FraktionSpresse bemüht sich krampfhaft, ein unbefangenes Gesicht zu zeigen, zu tun, als sei der Verrat beim Reichsvereinsgesctz etwas ganz Harmloses oder gar noch ein Verdienst um die Vereins- und VersammlungS- freiheit und um die Polen. Wohl ist dem Freisinn freilich bei dieser Komödie nicht. Er weiß, daß er ein Verbrechen begeht an den Grundsätzen, von denen er das Recht auf seinen Nanien herleitet. Er weiß, daß er alle seine Wähler, die sich noch einen Rest wirk- lichen Freisinns bewahrt haben, aufs äußerste empören muß. Aber die anderen Gründe, die für den Verrat sprechen, sind stärker. Die Herren freisinnigen Abgeordneten wissen, was sie dem größten Teil ihrer Wählerschaft zumuten dürfen, und sie wissen, waS sie unbedingt tun müsien, um sich die Gunst der Börsenherren zu erhalten. Die Interessen der freisinnigen Kapitalisten wiegen schwerer als die der ohnehin spärlich gesäten freisinnigen Arbeiter und Intellektuellen. Und von diesen letzteren Schichten, so hofft die Führerschaft, wird ein Teil durch die Teilnahme an der Blockpolitik schon genügend korrumpiert sein, um sich auch mit dem Bruch des Grundsatzes:„Kein Ausnahmegesetz!" abzufinden. Es gilt nur, ihnen den Umfall als einen ganz kleinen harmlosen Umfall hin- zustellen, einen Umfall, bei dem nur ein Teilchen eines Grundsatzes, nur ein kleiner Prozentsatz eines Prinzips verletzt wird. Und so stellt sich der Freisinn wie jene kluge Jungfrau, die ihre Jungfernschaft bewahrt zu haben beteuert, da sie ja nur ein kleines, ein ganz kleines Kind gehabt hat. Wie faul es um diese Beschönigungen steht, das zeigen Aeußev rungen, die von revoltierenden Elementen im Freistnnslager selbst kommen.„... Der Block hat die Geister entsetzlich korrumpiert. In Amerika hat die schlimmste Wahlclique, die der Tammanyklubs, das, was die freisinnige Gemeinschaft jetzt ge- leistet hat, nicht fertig gebracht. Und da? will doch etwas heißen!..." So hat Dr. B a r t h dem Berliner Korrespondenten der„Leipziger Abendzeitung" gesagt und eine andere Stelle dieses Interviews lautet:'„Wir sind in Deutschland auf einem T i e f st a n d freiheitlich-politischer Energie' angekommen, der nicht mehr überboten werden kann. Wir kommen zu politischen Zu- ständen, die den russischen verzweifelt ähnlich werden. Wie muß diese freisinnige Nachgiebigkeit auf das Ausland wirken! Alle Länder werden auf Deutschland herabsehen." Ueber die praktische Wirkung der famosen Prozentmilderung, die die Freisinnigen beim Sprachenparagraphen.durchgesetzt' habe», urteilt Dr. Barth: «Jetzt ist das Schlimmste eingetreten, was nur passieren konnte: Man hat die Rechtsgleichheit nach Pro- z e n t e n bemessen! Wo die Polen in einem Kreise über 60 Proz. der Bevölkerung ausmachen, da dürfen sie öffentlich polnisch reden, wo sie aber nach der Berechnung eines preußischen Landrats nur noch nennundfünfzig Prozent bilden, da sind sie eines der wichtigsten Grundrechte, des ungehinderten Gebrauchs ihrer Muttersprache, beraubt. Dabei soll die Prozentoerechmmg nach Kreisen stattfinden. Auch wenn in einem Dorfe oder in einer Stadt nur Polen leben, die die deutsche Sprache kaum verstehen(was sehr häufig der Fall ist). so sollen fie doch in öffentlichen Versammlungen nur Deutsch sprechen, sobald der in dieser Beziehung gewiß sehr rechnen- gewandte preußische Landrat herausgefunden hat, daß in dem Kreise eine deutsche Minorität von sl Prozent vorhanden ist. Solche Kreise gibt es selbst in den fast reinpolnischen Landesteilen sehr viele. Denn die Polen haben sich mit den Deutschen stark gemischt..." In derselben bitteren Weise hat sich dieser freisinnige Eingänger auch zu einem Ausfrager der„Berk. Morgenpost" geäußert. Mit blutigem Hohn antwortete er auf die Frage, ob er annehme, daß die Börsengesetznovelle jetzt gesichert sei:„Ich kann mir denken, daß die Agrarier sich ein besonderes Vergnügen daraus machen werden, die Zustimmung zur Börsengesetznovelle an die Bedingung zuknöpfen, daß die Freisinnigen auch in der Finanzfrage noch ein paar Grund- sätze über Bord werfen. Vielleicht bieten fie auch nur eine Er- niäßigung der auf das Verbrechen des Termingeschäfts gesetzten Geldstrafe von 10000 auf 6000 M. an. Diese Ermäßigung aus 60 Prozent würde den 60 Prozent beim Sprachenverbot gut an- gepaßt sein." So wird der seine Grundsätze verratende Freisinn von einem der wenigen Verteidiger dieser Grundsätze an den Schandpfahl zestellt, und wie der Gezüchtigte sich auch drehen und wenden mag. um den Eindruck zu erwecken, als mache ihm diese Prozedur nichts aus— er kommt vom Pfahle nicht los. Und wer im freisinnigen Lager noch Augen hat zu sehen, Augen, die noch nicht vom Block- kleister verklebt find, der muß und toird den Schandpfahl sehen und wird sich beeilen, aus der Gemeinschaft mit der gezeichneten Gesell- schaft so schnell wie möglich herauszukommen. Auf die Frage, ob wirklich nahezu alle freisinnigen Abgeordneten für das Kompromiß eintreten, gab Barth zur Antwort, daß die Zahl derjenigen, die sich nicht löblich unterwerfen, sehr gering sei. Das „Berk. Tagebl." schreibt zu diesem Thema: „Es ist in parlamentarischen Kreisen kein Geheimnis, baß zahl- reiche freisinnige Abgeordnete der drei Fraktionen nur mit äußerstem Widerstreben und nur, um einen offenen Konflikt innerhalb der freisinnigen Parteien zu vermeiden, dem Kompromiß in der Sprachen- frage zugestimmt haben. Wie wir hören, ist auch die Zahl der- zemgen, die entschlossen sind, der sogenannten Fraktionsdiszipltn zum Trotz, bei der Abstimmung im Plennni gegen das Kompromiß zu stimmen, im Wachsen begriffen. Bisher erklärten nur zwei Abgeordnete, nämlich Konrad Haußmann und D o h r n. daß sie bei der Durchdrückung des§ 7 nicht mit« wirken würden. Jetzt hohen sich mehrere andere freisinnige Ab- geordnete diesen zwei„Sezefsionisten" angeschlossen, und so ist es wahrscheinlich, daß der parlamentarische Freisinn nicht vollzählig für das Ausnahmegesetz eintreten wird." Wie wir erfahren, sind die„mehreren anderen" die Abgeordneten Neumann-Hofer und P o t t h o f f. Ob Herr Naumann sich besserer Vergangenheit erinnern wird, steht noch dahin. Nach den Proben von Wandlungsfähigkeit, die der Herr in letzter Zeit gegeben hat, ist nicht ausgeschlossen, daß er sich von den Dohr», Haußmann usw. beschämen läßt. Herr v. Payer und die„Tante Boß" find in dem einleitend von unS gezeichneten Bemühen, den Verrat als harmlos hinzustellen, die eifrigsten. Der„heimliche Führer" des geeinten Linksliberalismus beweist mit staatsmännisch gefurchter Stirn, daß ohne den Kompromiß das ganze schöne„freiheitliche" Reichsvereinsgesetz zum Teufel gewesen wäre und daß die Polen hernach von der preußischen Landes- gefetzgebung noch ganz anders geschunden worden wären, als durch das Kompromiß. Wozu nur zu sagen ist, daß eine „entschieden liberale Partei" unter keinen Umständen einem Ausnahmegesetze zustimmen darf und selbst lim den Preis eines übrigens sehr ungenügend freiheitlichen ReichsvereinSgesetzeS nicht der preußischen Reaktion einen Teil der Verantwortung für die Polenunter- drückungspolitik abnehmen darf. Wenn die Freisinnigen glaubten, daß die preußische Regierung den Sprachenzwang durch die Landesgesetzgebung würde dekretieren lassen, wenn sich ihr die Reichsgesetzgebung versagte, so hätten sie es darauf ankommen lassen müssen. Je toller der Sprachenzwang gestaltet worden wäre, um so eher hätte sich seine UnHaltbarkeit herausgestellt, wie die Nückständigkeit der einzclstaatlichcn Vereinsgcsctze ja auch schon den bürgerlichen Parteien unbequem geworden war. Käme das Reichs- Vereinsgesetz um des§ 7 willen nicht zustande— die Reichsvereins- gesetzreform wäre deshalb nicht tot. Aber die Blockpolitik und die Börsenrcform wären unter den Trümmern begraben worden und das war'S, was den Freisinn zum Verrat bestimmte. Und des- halb steht er am Schandpfahl und kommt nicht davon los.— Der Deutsche Ihandelstag und der Drbeltskaimnergeietzentwarf. Der Deutsche Handelstag, der heute hier in Berlin seine zweite und letzte Sitzung abhielt, beschäftigte sich in dieser ziemlich weitläufig mit den« Arbeitskammergesetzentwurf der Regierung und der Frage, ob die Arbeiter zur Ver- tretung ihrer In teressetl die Errichtung be- fonderer Arbeits« oder Arbeitcrkammern gebrauchen. In dem„Deutschen Handelstag", be- kanntlich ein 1861 in Heidelberg gegründeter freier Ver- band der Handelskammern und anderer zur Ver- tretuna von Handel und Industrie gesetzlich eingesetzter kaufmannischer und industrieller Korporationen, haben seit längerer Zeit mehr und mehr die Interessen der Groß- industriellen, und zwar vornehmlich der Exportindustriellen. die Oberhand erlangt. So ist eS verständlich. daß in der Versammlung die Frage, ob die Arbeiter einer besonderen Interessenvertretung in cinergesetzlich begründeten Organisation bedürfen, von der großen Mehrheit der Teilnehmer rundweg verneint wurde. Falls aber die Errichtung solcher Ver- tretungen sich nicht mehr umgehen läßt, sind die Herren weit mehr für Arbeiterkammern als für pari« tä tische Arbeitskammern— natürlich nicht aus dem Streben heraus, den Arbeitern selbständige einheitliche Interessenvertretungen zu verschaffen, sondern um diese Ver- tretungen zu isolieren und sie durch möglichste Einschränkung ihrer Kompetenzen zu Gebilden zu gestalten, die gegenüber den Handels- und Gewerbekammern an Bedeutung und Ein- sluß eine traurige Rolle spielen. Deshalb sordern die Herren, die Aufgaben dieser Kammern müßten auf Fragen beschränkt bleiben, die das Arbeitsverhältnis betreffen; und ferner sollen, wenn die Arbeitcrkammern mit der Erstattung von Gutachten betraut werden, stets die Handelskammern zu Gegengutachten auf- gefordert werden; auch sollen niemals die Be- Horden irgend lvel che Anträge von Arbeits- kammern genehmigen, bevor nicht die Unternehmerorganisationen um Rat gefragt worden sind und ihr Urteil abgegeben haben. Deutlich kamen diese arbeiterfeindlichen Bestrebungen in der heutigen Sitzung zum Ausdruck. Bezeichnend ist hierfür schon die vom Referenten Dr. Brandt- Düsseldorf gestellte und befürwortete Resolution. Ihre Hauptsätze lauten: „Der Deutsche Handelstag hat nichts dagegen einzuwenden, daß den Arbeitern eine Interessenvertretung auf gesetzlicher Grund- läge gegeben wird, für deren Form aus dem kaiserlichen Erlaß vom 4. Februar 1830 kein Anhalt zu nehmen ist. Er lehnt aber den Grundgedanken des im„Deutschen Reichsanzeiger" vorn 4. Februar 1908 veröffentlichten Entwurf eines Gesetzes über Arbeitskammern mit Entschiedenheit ab, weil die Errichtung von Körperschaften mit gemeinsamer Vertretung der Unternehmer und Arbeiter die erstrebte Förderung des Friedens zwischen beiden Teilen nicht bewirken und die bestehenden Handels- kammern, die zum Teil dieselben Aufgaben haben, empfindlich beeinträchtigen würde. Die Interessenvertretung der Arbeiter soll daher die Arbeiter- kammer sein, die nur aus Arbeitern zusammen- gesetzt ist. Betriebsbeamte, Werkmeister und Techniker sind nicht in die allgemeinen Arbeitervertretungen einzubeziehen." Aber diese Arbeiterkammern dürfen, so wird dann weiter verlangt, nur eine geringe, nebensächliche Bedeutung haben: .. Die Ausgaben der Arbeitervertretungen sind auf Fragen zu beschränken, die das Arbeits- Verhältnis und die Ausbildung der Arbeiter betreffen. Soweit die Arbeitervertretungen von den Be- Hörden mit Erhebungen und der Erstattung von Gutachten betraut werden, sind auch die Handelskammern dafür in Anspruch zu nehmen. Desgleichen sind die Handelskammern zu hören, bevor die Behörden Anträgen von Arbeitervcrtretungen entsprechen. Den Gewerbegerichten und Kaufmannsgerichten ist die Ver- pflichtung zu Gutachten und die Berechtigung zu Anträgen zu nehmen." Der Mehrheit der Versammlung war indes selbst dieser Vorschlag, obgleich der Referent sich heftig gegen die Gewerk- schasten wandte, noch viel zu arbeiterfreundlich, und so stellte auf ihre Veranlassung Herr S t u m p f- Osnabrück einen Gegenantrag folgenden Inhalts: „Der Deutsche Handelstag teilt die Hoffnung nicht, daß der im„Deutschen Reichsanzeiger" vom 4. Februar 1308 veröffent- lichte Entwurf eines Gesetzes über Arbeitskammern den sozialen Frieden fördern oder volkswirtschaftlichen Stutzen stiften wird, und muß sich daher mit Entschiedenheit gegen die Einführung von Arbeits kammern aus- sprechen." Und dieser Antrag wurde mit 233 gegen 70 Stimmen unter stürmischem Beifall an- genommen, nachdem Herr Vogel- Chemnitz ausgeführt hatte, daß die Arbeitskammern weiter nichts sein würden als eine gewerkschaftliche Ablage der Sozialdemokratie. Solche Entwürfe, wie der Arbeitskammer-Gesetzentwurf, entständen nur, weil die Herren im Reichstage Hintermänner für die Wahlen brauchten. Der Reichsschatzsekretär sollte nur eine Steuer auf das Einbringen von Gesetzentwürfen einführen. Es würde eine wahre Hetze veranstaltet, um. die Gunst der Massen zu bekommen. Herrn Hardens flache. In der letzten Nummer der„Zukunft" erzählt Herr Haiden noch einiges über feinen Prozeß. Seine Verurteilung hat ihn rebellisch gemacht und seine Meinung über die deutsche Justiz klingt nicht gerade sehr begeistert. Von dem Landgerichtsdirektor Lehmann, dem Vorsitzenden in seinem zweiten Prozeß, berichtet er. daß dieser schon im November in einer Gesellschaft erklärt habe:„Der Kerl muß ver- urteilt werden." Auch sonst entwirft er von der Objektivität dieses Richters kein sehr schmeichelhaftes Bild. Nur muß ge- sagt werden, daß gerade Herr Harden nicht der Be- rufenste zur Klage ist. Wir erinnern uns nicht, daß er die offen zutage tretenden Schäden der deutschen Justiz, die Unzahl von Urteilen, die mit dem Rechtsbewußtsein des Volkes im schärfsten Widerspruch stehen, je abfällig kritisiert hätte. Wir erinnern uns nicht, daß er gegen die fortgesetzte politische Beinflussung der preußischen Rechtsprechung durch die Herren Schönstedt oder Beseler protestiert hätte. Stets war die„Zukunft" ein Organ, das allen Raubtierinstinkten der herrschenden Klasse, allen Machtgelüsten einer herrschsüchtigen Burcaukratie eifrig gedient hat. Und Herr Harden, der für alle Gesetze der Humanität nur Hohn und Spott übrig hat. der die Erziehung der herrschenden Schichten zur Bestialität so eifrig gefördert hat, wie höchstens noch die Mitarbeiter des Herrn Scherl im„Tag", ist sicher der letzte, dem man die Entrüstung über eine Justiz, die politischen Zwecken dient, glauben wird. Gewiß, die Kreise, denen Herr Harden dient, waren gegen ihn sehr undankbar. Aber die Maximen, die sie dabei befolgt haben, sind dieselben, die Herr Harden sie gelehrt hat. So wird der Kampf, den Herr Harden gegen das Unrecht führt, nicht zu einem Kampf gegen das Unrecht überhaupt, sondern bleibt die kleinliche und persönliche Angelegenheit eineS Menschen, der, wenn er stritt, noch stets für baS politische und soziale Unrecht gestritten hat. Aber wenn die Höflinge streiten, kann daS Voll manches lernen. Und Herrn HardenS Bekenntnisse bleiben nicht minder wahr. wenn auch ihre Motive andere sind, als die, die er uns glauben machen möchte. Unter den Herren, die sich um einen Vergleich be« müht haben, war auch, wie seinerzeit gemeldet wurde. Herr D e r n» bürg. Dernburg widersprach aber dieser Meldung. Herr Harden ist darüber sehr erbittert und rächt sich mit folgender Charakteristik: „Dernburg wird im Amt„der Radler" genannt(„oben krummer Rücken; unten tritt er"). Der Gedanke, ich könne von dem Herrn Bernhard Dernburg„Verwendung" wünschen, muß jelden, der ihn und mich zusammensah, heiter stimmen. AlS er, der sich, nach heute noch unheilvoll nachwirkenden Irrungen, an der Spitze der Darm- ftädter Bank nicht länger halten konnte, zum Kolonial- direkwr ernannt wurde, sagte ich so viel Gutes über ihn, wie die Ueberzeugung erlaubte. An den luror protcstanticus, mit dem er in der Wahlzeit auf Walze ging, habe ich nie geglaubt; aber gehofft, er werde das Kolonialgeschäft mit dem putzlosen Ernst des soliden Kaufmannes betreiben, nach Höflingswonnen. Höflings- künsten niemals haschen und mit Bewußtsein auf der erkletterten Stufe stehen bleiben. Die Statistikmätzchen, die üblen Wanderreden: Das mochte hingehen. Kaum noch die Selb st anzeige der Großmannssucht:„Kaufmann hin. Kaufmann her; als Genie ward ich aus diesen Platz erhöht; «wähnt nur ja nicht, daß em anderer Kaufmann mir gleicht." Die Reise nach Ostafrika. Äfft einer Preßclaque, einer StaatSsekretärSflagge. einer weißen Uniform und EpauletteS aus Goldslittern. Telegraphierte Devotion. An allen Ecken Reklameartikel, Reklamebildcr. Wir mußten sehen, wie der Herr, dem die Erben noch heute d i e ganze Misere der Darmstädter Bank zuschreiben, die Front von Ehrenkotnpagnie» abschritt, Truppen inspizierte, Sultane empfing, mit ExpertenMick auf Schießübungen schaute. Unter dem grauen Gchrock ein breites Ordensband, drüber ein Stern. Mußten hören, wann er im Netzhemd, wann mit dem Achselflittcr erschienen sei; wen aus dem Gefolge er in seine Nähe gezogen und welchen Boy er huldvoll anzureden geruht habe. Ein ekles Possenspiel. Ueber das Militär und Zivil lachte. Von einer so gefahrlosen, so bequeme:. Reise ließe ein britischer Kolonialsekretär kein Wort verlauten." Harden erzählt dann, Dernburg hätte ihn früher immer „Meister" tituliert und auch als Staatssekretär ihm ein„beinahe freundschaftliches Vertrauen" bewiesen, ihn öfters um seine politische Meinung gefragt, sein Verhalten in der Eulenburg- fache patriotisch gefunden. Dann habe er, als der Wind oben umschlug, ihn verleugnet. Zum Schluß kommt der Racheschwur: „Ich kann nur bedauern, daß ich ihm und seinesgleichen je meine Tür geöffnet habe. Und versprechen, daß ich, wenn ce sich wieder erdreistet, mit noch heller brennendem Licht ihm Hein,- leuchten werde." Dazwischen verstreut noch ein paar pikante Details über das angeblich lächerliche Benehmen bei Hofe, das Protzen mit Orden und was dergleichen HöslingSiratsch mehr ist. Aber Herr Harden— und daS macht seine Rache widerlich— verbindet die Leidenschaft eines Angriffs mit schlauer Berechnung. Man weiß, daß Herr Dernburg wegen seiner Auffassung der Eingeborenenfrage die mächtige Kolonialclique, welche die völlige Versklavung der Neger fordert, gegen sich aufgebracht hat. Und so wütet Herr Harden gegen diese Eingeborenenpolitll in der Absicht, die Gunst dieser mächtigen Clique sich wieder zu erobern. Und so wird gerade der höchst fragwürdige Charakter dieses Menschen offenbar. Was Herr Harden sonst von Dernburg sagt, ist zum großen Teile wahr. Dernburg war ein schlechter Bankdirektor und die kürzlich erschienene Bilanz der Darmstädter Bank beweist eS aufs neue. Die Prospektreden und Phantasiebilanzen waren demagogische Wahlkniffe, wie sie bisher von amtlicher Stelle in Deutschland unbekannt waren. Damals schwieg Harden, damals sagte er„soviel Gutes" über ihn. Jetzt, wo er sich persönlich verletzt fühlt, findet er die Sprache. Man sieht, Herr Harden und seine Gegner, Herr Harden und seine Freunde sind einander wert._ IBarckko. Die französische Regierung will anscheinend dazu übergehen, aus dem Sultan Abdul Asis ein direktes Werkzeug ihrer Politik zu machen. So hieß eS kürzlich, daß die Regierung beschlossen habe, um den Waffenschmuggel zu unterbinden, die Häfen Azemur und Saffi zu besetzen. Das wurde gleich darauf dementiert. Aber dem Dementi wird hinzugesetzt: Wenn Sultan Abdul Asis nach einiger Zeit versuchen sollte, mit eigenen Truppen die Stadt zu besetzen, so würde er damit nur sein gutes' Recht behaupten. Und eine letzte Meldung lautet: Tanger, 21. März. Gutem Vernehmen nach dürfte die fran- zöfische Regierung dem Sultan Abdul Asis den eindringlichen Rat erteilen, bei den von ihm geplanten militärischen Unternehmungen zur Besetzung von Saffi und Azemur mit möglichster Vorsicht und Zurückhaltung vorzugehen und Ruhestörungen, insbesondere eine Gefährdung und Schädigung der europäischen Kaufleute zu ver- meiden. Abdul Asis ist nun zweifellos ohne französische Hülfe gar nicht imstande, einen Zug nach diesen beiden Städten zu unternehmen. Wenn er sie besetzt, so wird er es als von Frankreich Vorgescho- bener, für Frankreich Handelnder tun. Vor einiger Zeit hieß es, er weide nach Fez vorstoßen und dabei französische Hülfe finden. Die Pariser Presse mußte das damals dementieren und sie tat das in der Form einer Mitteilung, wonach nur einige in Diensten des Sultans stehende französische Offiziere seine Truppen begleiten würden. Was vorläufig genug sagt. Ueber die Lage Mulah Hafids verbreiten die Franzosen des öfteren Nachrichten, wonach ihm die Truppen und die Anhänger davonlaufen oder davonlaufen wollen. Aus anderen Quellen hört man meist das Gegenteil. Ob die Friedensangebote, die der Gegensultan neuerlich wieder dem französischen Befehlshaber machen ließ, ernst gemeint sind, muß die Zeit ergeben. Vorläufig geht der„glorreiche Feldzug" blutig weiter. Von einer fürchterlichen Metzelei, bei der Frauen und Kinder nicht ge- schont wurden, berichtet die folgende Meldung: Paris, 21. März. Der Spezialkorrcspondcnt des„Matin" meldet aus Dar-uled-fatima vom 15. d. M., daß in einem an diesem Tage stattgehabten Kampfe mehrere Zeltlager des Schauja-Stammcö auf einer Entfernung von 8 Kilometern mit Schrapnells zusammengeschossen wurden und daß dabei 1500 Marokkaner, darunter Weiber und Kinder» getötet worden seien. Die französische Regierung hat das Bedürfnis gefühlt, sich gegen diese Darstellung— aus französischer Quelle!— zu verwahren. Ihr Dementi lautet: Paris, 21. März. Eine amtliche Mitteilung erklärt dir Meldung des„Matin", der zufolge beim Kampf vorn 13. März seitens der französischen Truppen grausame Aus- schreitungcn begangen und sogar Weiber und Kinder nieder- gemacht worden seien, als durchaus unrichtig. General d'Amadc sei im Gegenteil stets mit der größten Mäßigkeit und Menschlichkeit vorgegangen. Ob das amtliche Dementi die Meldung des französischen BlatteS entkräften kann, ist zweifelhaft. Wir wissen jedenfalls. daß Kolonialkriege mit furchtbaren Greueln verknüpft zu sein pflegen und daß die Fremdenlegwnäre und Senegalschützen, die Frankreich dort für die Interessen der Marokkointcresscntcn bluten läßt, nicht gerade Vorkämpfer der Humanität sind. politilcbe Cleberficht. Berlin, den 21. März 1808. Herr Müller aus Mciningen. Die bemitleidenswerte Rolle. die Herr Müller aus Meiningen im Journalistenstreik spielt, erscheint nach jeder neuen Meldung immer kläglicher. Herr Müller aus Meiningen, dieser Kulturkampf- pauker, ist eS danach nicht nur gewesen, der den I ournalisten die Aeußerung Gröbers, die nur von einigen wenigen Ab- geordneten gehört worden war, brühwar, n zutrug, um sich dann unmittelbar darauf nicht etwa über Herrn Gröber, sondern über den Lacher auf der I o u r n a l i st e n t r i b ü n e sittlich zu entrüsten; sondern nach der Darstellung der Zentrumspresse ist eS auch Herr Müller aus Meiningen gewesen, der den Zorn des Zentrums übertrumpft erst auf die Journalisten- tribüne ablenkte! Danach wäre die Sache so: Herr Müller aus Meiningen denunziert zuerst die Journalisten dein Zentrum als unberufene Störer der Verhandlungen, daraus denunziert er Herrn Gröber bei den Journalisten, und zum dritten und letzten denunziert er dam, dem Hause und den I o u r n a l i st e n den angeblich einen Journalisten, der das Verbrechen begangen haben soll, über daS Pathos des Herrn Srzberger zu lachen! Eine dreifache Denunziation— mehr ließ sich keim Kesten Willen an ZwischentrZgerei und gegenseitiger Verhetzung nicht leisten!—_ Der Journalistenstreik. Der Streik der Reichstagsjournalisten dauerte auch am Sonnabend fort. Die Verhandlungen, die mit dem Präsidenten Grafen Stolberg in Gegenwart des Abg. v. Hertling und des Abg. v. Normann geführt worden waren, zerschlugen sich. Der Freiherr V. Hertling, der bekannte Zentrumsdiplomat, machte den Vorschlag, die Journalisten möchten zunächst Herrn Gröber gegenüber ihr Bedauern über die auf der Tribüne vorgekommenen Störungen ausdrücken, danach und zwar in dieser chronologischen Reihenfolge— würde Herr Gröber erklären, daß cr unter dem Ausdruck des Bedauerns seine beleidigende Aeußerung zurückziehe. Dieser Vorschlag der Pressevertreter wurde in einer Zusammenkunst der Journalisten mit 84 gegen 2 Stimmen abgelehnt. Eine aus drei Mitgliedern bestehende Kommission wurde ferner ermächtigt, in neue Verhandlungen einzutreten, in der Richtung, daß Herr Gröber zunächst seine Worte öffentlich mit dem Ausdruck des Bedauerns zurück- nimmt; danach würden die Journalisten sich gern bereit er- klären, zu versichern, daß niemand sein und seiner Freunde religiöse Gefühle habe verletzen wollen. Vom kolonialen Kriegsschauplatz. Ueber die Expedition gegen Simon Copper wird noch offiziös gemeldet, daß sich Copper feit Jahresfrist mit 200 bis 300 Mann Gefolgschaft in der Kalahari festgesetzt habe. Da er eine dauernde Gefahr für die am Westrand der Kalahari liegenden Farmen bilde, sei es notwendig gewesen, gegen ihn vor- zugehen. Nach umständlichen Vorbereitungen sei dann eine Expedition von 700 Mann mit 700 Kamelen gegen ihn aufgebrochen. Trotzdem es unmöglich gewesen sei, infolge des Wassermangels eine Einkreisung vorzunehmen, habe das letzte Gefecht Simon Copper offenbar sehr schwer getroffen. W i e schwer er ge- schädigt sein müsse, gehe schon aus seinen Verlusten an Toten hervor. Ein Verlust von SS Toten sei bei einem Gefecht gegen Hottentotten bisher kaum je zu verzeichnen gewesen. Nach einem Telegramm des Gouverneurs von Südwestafrika werde die Wirkung des Sieges noch höher eingeschätzt, als sie nach den bisherigen Nachrichten erscheine. Es hätte nichts geschadet, wenn dies Telegramm des Gouver- neurS mitgeteilt worden wäre. Im übrigen ist zu rügen, daß auch heute noch keine Nachrichten über die Namen der ge- fallenen und verwundeten Mannschaften borliegen. Hoffentlich wird das baldigst nachgeholt, und hoffentlich wird auch unsere Frage nach dem Verbleib der ver- wundsten Hottentotten beantwortet! » Auch in Kamerun, wo die Kriegszüge ja eigentlich nie abreißen, ist eS wieder zu Zusammenstößen gekommen. Amtlich wird gemeldet: „Um die bevorstehenden Arbeiten der Grenzkommisflon an der deutsch-englischen Westgrenze Kameruns zu ermöglichen, mußten die dort wohnenden kriegerischen Stämme zur Anerkennung der Oberhoheit des Deutschen Reiches gebracht werden. Infolgedessen war Major Puder, der Kommandeur der Schutztruppe für Kamerun, auf Befehl des Gouverneurs am 28. Oktober 1907 mit der 6. Kompagnie von der Küste aufgebrochen, um im Verein nnt der 2. und 4. Kompagnie sBamenda und Banjo) die Gebiete längs der deutsch-englischen Grenze zu durch- queren nnd zu bestieden.(!) Das Häuptlingsdorf von Allasim wurde am 19. Dezember ohne Kampf besetzt; dann erhielt die 4. Kompagnie, welche aus dem Verband der Expedition ausschied, den Auftrag, das Alkafimgebiet und die nördlich und nordwestlich davon im Banjobezirk liegenden Gebiete unter Verwaltung(I) zu nehmen. Die(5. und 2. Kompagnie setzten die Expedition in das west- liche Grenzgebiet am Kaisens fort. Hierbei ist am S. März nach siegreichem Gefecht gegen die Muntschis Haupt- mann G l a u n i n g, der Führer der 2. Kompagnie und Chef des Bezirks Bamcnda, gefallen." Diese ewigen UnterwerfungS« und„BesteiungZ"-Züge, Straf- expeditionen usw. werden es auch in Kamerum noch so weit bringen, daß allgemeine Erhebungen ausbrechen! Das wird dann trotz aller strategischen Bahnen ein hübsches Stück Geld kosten! Die Nachwahl im Wahlkreise Emden-Norden. Zum Wahlergebnis schreibt das»Norddeutsche Volks- b l a t t zu Bant-Wilhelmshaven: „... Der Verlust der Sozialdemokratie ist wohl auf die schlechte Geschäftslage in den großen Städten Ostftieslands zurückzuführen, wodurch viele Arbeiter zur Abwanderung gezwungen worden sind. Die Zunahme der Freisinnigen dürste der Person ihres Kandidaten zuzuschreiben sein, der als eingesessener Ostfriese und Landmann der noch sehr lokalpatriotisch empfindenden Bevölkerung näher stand als der Hamburger Großkaufmann... Der Wahlrechtskampf ttt Sachsen. Leipzig, 20. März. Eine mächtige Demonstration gegen die Verschleppung der Wahlrechtsreform im sächsischen Landtage veranstalteten heute abend die Leipziger Arbeiter. In neun Versammlungen, die von etwa 13 000 Personen besucht waren, protestierten sie gegen die Machenschaften in der Dunkellammer der Wahlrcchtödeputatton, in der zwischen Nationalliberalen und Konser- vativen in kleinlichster Weise um die Mandate geschachert wurde, um schließlich einen Wechselbalg von Pluralwahlrecht zu produzieren. Ueberall wurde eine Resolution angenommen, die dies Verhalten der bürgerlichen Parteien verurteilt und energisch das allge- ine,ne gleiche und direkte Wahlrecht fordert. Die sonst so großmäuligen„Nationalen" hatten sich nicht hervorgewagt. Dresden, 20. März. Heute beschäftigte sich die Arbeiterschaft Dresdens in neun großen Volksversammlungen mit der Wahlrechtsfrage. Sämtliche Versammlungen waren überfüllt. Es mögen 30 000 Personen auf den Beinen gewesen sein, doch fanden nicht alle Einlaß in den Lokalen, die zum Teil abgesperrt waren. Eine gleichlautende Protestresolution wurde in allen Versammlungen angenommen. Trotz eines großen Polizeiaufgebots verlief die Demonstration ohne Zwischenfälle. Strafen gegen Wahlrechtskämpfer. Solingen, 21. März.(Privatdepesche des„Vorwärts".) Das hiesige Schöffengericht verhandelte heute gegen 22 Wahl- cechtsdemonstranten vom 12. Januar wegen„Aufforderung zur Teilnahme an nichtgenehmigtem Umzug" respektive wegen Teilnahme und groben Unfugs. 19 Angeklagte erhielten S bis 21 M. Geldstrafe, einige Gefängnisstrafe von einer bis zwei Wochen, drei wurden freigesprochen._ Lehrer als Viehzähler. Essen, 20. März. Große Entrüstung herrscht in Lehrerkreisen über einen ihnen soeben bekanntgegebenen Beschluß der königlichen Regierung in Düffeldorf. Anläßlich der am 1. Dezember v. I. statt» gefundenen Viehzählung waren allerorts die Lehrer ersucht worden, das Ehrenamt eines Zählers zu übernehmen. Viele Lehrer hatten sich dessen geweigert, worauf sie von der Regierung in Düsseldorf aufgefordert wurden, in einem besonderen schriftlichen Bericht die Gründe ihrer Weigerung anzugeben. Vor einigen Tagen sind nun die in Frage kommenden Lehrer vor ihre Kreis- schulinspektoren zitiert und diese eröffneten den„Uebel- tätern", daß sie in Zukunft infolge ihres Ver- Haltens das besondere Wohlwollen der Behörden nicht mehr zu erwarten hätten.— Die Lehrer sind allgemein der Ansicht, daß sie, wenn sie ihre Pflicht tun, auch ohne besonderes Wohlwollen auskommen.-» Nur korrigiert! Das Kriegsgericht der 11. Division in Breslau hatte den Unteroffizier Theodor Frank vom Grenadier-Regiment Nr. 10 in Schweidnitz zu acht Tagen gelinden Arrest, dem Mindeststrafmaß, verurteilt, weil er den Rekruten Mies beim Zielüben mit dem Knie in den Unterleib gestoßen hatte. In der Berufung betonte der Korporal, er hätte den Mann nur korrigiert, damit cr den Bauch einziehe. Der Anklagevertreter des ObcrkricgsgerichtS beantragte, wegen vorschriftswidriger Behandlung auf drei Tage gelinden Arrest zu erkennen. Das Oberkriegsgericht aber erkannte schließlich gar nur auf zwei Tage. Militärische Solidarität. Aus Halle a. S. berichtet man uns: DaS Obcrkriegsgericht von Magdeburg trat heute hier zusammen, um gegen den Vize- Wachtmeister Zimmermann von der 2. Batterie des Artillerie- Regiments Nr. 70 zu verhandeln. Zimmermann hat in der Nacht vom 12. Juli v. I. ohne besonderen Anlaß die Ehefrau Reinhardt auf der Straße am Halse gewürgt und dann deren hinzueilenden Mann, unbescholtene harmlose Leute, mit dem Säbel über den Kopf geschlagen. Der Verletzte erhielt eine sieben Zenti- metcr lange Wunde und brach eine Rippe, da er auch gewaltsam zu Boden geworfen war. Der Gerichtsoffizicr, dem über den Vorfall Anzeige erstattet worden war. hatte versucht, die Sache durch Vergleich zu erledigen. was aber nicht gelungen war. Mit Rücksicht auf die ungeheuerliche Roheit mußte er schließlich den Tatbericht einreichen. Zimmer- mann wurde dann vom Halleschen Kriegsgericht zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Er ist bereits wegen eines gleichen Roheitsaktes, begangen mit der Waffe, mit 43 Taßen Gefängnis vorbestraft. Der letzte Prozeß ging durch Revision bis an das Reichs-Militärgericht und wurde von dort an die Vorinstanz zurückgewiesen, da aus dem Protokoll nicht zu er- sehen gewesen war, weshalb einige Zeugen nicht vereidigt worden sind. In der erneuten Verhandlung brachte nun das Ge- richt durch einstimmigen Beschluß zum Ausdruck, daß unter anderem die an dem Fall beteiligten und interessierten Artilleriesergeanten Kallenberg und Dehne, die für Z. günstig ausgesagt hatten, wegen Unglaubwürdigkeit nicht zu vereidigen sind. Das Oberkricgsgencht setzte aber trotzdem die Strafe auf sieben Wochen Gefängnis herab, da der Angeklagte sich nicht klar gewesen sei, mit welchem ge- fährlichen Instrument«r umging.— Auch ein Grund. Oepterreick-vlngarn. Unermüdliche Kämpfer. Budapest, 21. März. Gestem abend fanden 50 Arbeiter- Versammlungen für das allgemeine Wahlrecht statt. denen viele tausend Personen beiwohnten. Die Polizei war in Massen aufgeboten und an LenHäüp!-' punkten der Stadt Militär. Die Versammlungen, ver- liefen ruhig._«««.««m Das Ministerium Gessmiiitns.' Wen, 21. März. Ter christlichsvziale Minister--Gcß- mann erhielt das neuerrichtete Ministerium für öffentliche Arbeiten. Dieses umfaßt die Bauangelegenheiten, daS Bergwesen, Gewerbeförderung und den Fremdenverkehr. Gegen die magyarische Herrschast. Budapest, 21. März. Dreiundsünfzig Mitglieder der Koalitions- Partei des kroatischen Landtages, unter ihnen der frühere Banus Graf Theodor PejacSevicS, haben an die kroatische Nation einen Aufruf gerichtet, in dem sie das gegenwärtige Regime als verfassungswidrig bezeichnen. Sie richten an das kroatische Volk die Aufforderung, die Einigkeit zwischen den Kroaten und Serben aufrechtzuerhalten und die Mitglieder deS gegenwärtigen Regimes gesellschaftlich zu b o y k o t t i e r e n, und ferner, keinerlei Ruhestörungen zu begehen, damit der Regierung kein Vor- wand zu Ausnahmemaßregeln geboten werde. Schweiz. Anö Bismarcks Verlassenschaft. Aus Bern wird uns geschrieben: Die Erinneruitg an die be- rüchtigte Wohlgemuthaffäre von 1839 wird wieder wach durch die Mitteilung, daß die deutsche Regierung eine Revision des deutsch. schweizerischen Niederlassungsvertrages beantragt hat. Als Grundlage für die neue Uebereinkunft soll der zwischen Deutschland und den Niederlanden abgeschlossene NiederlaffungS» vertrag von 1904 gelten. Der deutschen Regierung sind auS der Verpflichtung der deutschen Staatsbürger, bei ihrer Niederlassung in der Schweiz ein Zeugnis über ihre Staatsangehörigkeit und ein Leumundszeugnis von der Gesandtschaft bei- zubringen, Schwierigkeiten entstanden und namentlich die Gesandt- schaft in Bern wurde bei dem regen Verkehr mit unnützer Schreib- arbeit überlastet. Durch diese Zeugnisse sollte den deutschen Sozia- listen der Ausenthalt in der Schweiz erschwert oder verunmöglicht werden. Bismarck hatte ans Wut über die deutsche Blamage in der Wohlgemuth-Affäre am 20. Juli 1889 den NlederlaffungSvertrag mit der Schweiz gekündigt, um in den neuen Vertrag die schikanöse Bestimmung hineinzubringen. Ehe eS aber dazu kam. lvar Bismarck schon gestürzt und eS hatte nun sein Nachfolger Caprivi das zweifelhafte Vergnügen, die von Bismarck eingebrockte Suppe auszueffen. Der neue Vertrag trat am 20. Juli 1890 in Kraft. Jetzt verschwindet endlich dieses BiZmarckfche Erbe, ein Stück dummer und kurzsichtiger Reaktion, die die Sozialdemokratie nicht vernichten konnte, aber alle Deutschen in der Schweiz mit Einschluß der deutschen Gesandtschaft in Bern in unsinniger Weise belästigte und vielleicht einzig den schweizerischen Polizeiseelen ein Vergnügen gewährte. Frankreich. Die Armee und der erste Mai. Paris, 21. März.(Eig. Ber.) Das Organ der Arbeitskonföderation„Voix du Peuple" veröffentlicht ein geheimes Rundschreiben des Kriegs- Ministers an die Korpskommandanten über die am 1. Mai zu treffenden militärischen„Vorsichtsmaßregeln". Man erfährt daraus. daß die Truppen mit allen Offizieren, die Generale ,nit ihrem Stabe vonöUhrfrühanin ihren Quartieren konsigniert bleiben sollen. Die Truppen sind marschbereit zu halten, in Feldausrüstung mit zwei Paketen Patronen für den Mann in der Infanterie. Die Dragoner sollen die Lanze nicht mit- führen(d. h. sie sollen nur mit dem Säbel operieren). Die Offiziere haben womöglich die Instruktion über das Requisitionsrecht der bewaffneten Macht bei sich zu führen. Die Konsignierung soll nur nach Anweisung der Zivilbehörde beendigt werden. Der Minister ist von allen wichtigen Vorkommnissen telegraphisch zu be- nachrichtigen._ Die moralische Kammer. Paris, 20. März. Die Deputiertenkammer nah«: den vom Senat bereits votierten Gesetzentwurf gegen die Ver- letzung der guten Sitten durch Veröffentlichungen unsitt- lichen Inhalts an. Kelgten. Die Kougovorlage. Brüssel, 20. März. Der Siebzehn erauSschuß beriet heute das Kolonialgesetz und nahm die ersten elf Artikel an. Im Laufe der Beratung ersuchte der Staats minister Bernaert, die Rechte der Ei it geborenen zu erweitern. Er verlangte einen besonderen Ausschuß,, welcher damit beauftragt werden soll, über den Schutz der Eingeborenen zu wachen. Der Siebzehner- auSschuß vertagte sich hierauf auf nächsten DienStag. Eine Volksabstimmung. Brüssel, 20. März. Der Brüsseler Senator Haurez wird im Senat einen Gesetzentwurf einbringen dahingehend, eine Volks- abstimmung über die Annektion des Kongostaates abzu- halten. Dänemark. Ordensschacher. Zwei dänische Amtsblätter—„Aalborg"- und„Aarhus-Stifts- tidende"— brachten in der vorigen Woche Enthüllungen über einen Schacher mit Orden und Titeln, die eine neue Seite der unter dem Justizminister Alberti herrschenden Korruption grell beleuchten. Ein„Professor" und Kammerassessor H. Saabye bietet Leuten, die es bezahlen können, den Orden der DanebrogSritter für 10 000, den EtatSratstitcl für 20 000 bis 30 000 Kronen an. Der Beschul- digte behauptet nun in einer Erklärung, daß cr das Geschäft zu- gunsten einer Wohltätigkeitsgcsellschaft betreibe, und daß er auch init dem Justizminister darüber gesprochen habe. Alberti habe es jedoch abgelehnt, Leuten» die jener Gesellschaft Geldsummen spenden wollen, Titel oder Orden in Aussicht zu stellen. Unterrichtet war also der Minister von dem Geschäft. Saabyes eigene Titel haben übrigens mit irgendwelcher Wissenschaft nichts zu tun; den„Pro- fessor" hat er sich in Italien, den anderen Titel in Dänemark machen lassen. Im übrigen handelt cr mit Bruchbändern und Suspensorien. Die Sozialdemokratie im dänischen Reichstag verlangt be- kanntlich seit Jahren immer von neuem Abschaffung des Titcl- und Ordenswescns, was ein alter Programmpunkt der Linken- Partei ist, unter deren Regierung jetzt die Ordens- und Titel- Verleihungen einen nie gesehenen Umfang angenommen hat. l�uKlancl. Die Semstworeform. In wenigen Tagen wird auf der Tagesordnung der dritten Duma der von den Okto bristen eingebrachte Gesetzentwurf über die Reform der Sem st wover waltung stehen. Der Entwurf trägt einen ausgesprochen reaktionären Klassen- charakter und zielt darauf ab, dem Großgrundbesitz und der Groß- industrie das Uebcrgcwicht in den Semstwos zu sichern. In der Tat: das Wahlrecht ist an die Entrichtung von Grundsteuern von nicht unter 4 Rubel gebunden, lvas bei der geltenden Besteuerung einem Grundbesitz von zirka 10 Dcssjatin(zirka 12 Hektar) gleich- kommt; eine große Masse demokratischer Elemente bleibt daher wahlrechtslos. Am. charakteristischsten für die Oktobriften ist aber die Teilung der Wähler in Kurien uniTblc Verteilung der zu wählenden Abgeordneten zwischen ihnen: die ersten zwei Kurien lfflden Großgrundbesitzer und- Großindustrielle der Städte und der ländlichen Gegenden jedes Kreises, welche mindestens 40 Rubel Grundsteuern entrichten, d. h� utindestens lOO Dessj. besitzen; die dritte und vierte Kurie umfaßt diejenigen Grundbesitzer und Unternehmer(städtische und ländliche), die zwischen 4 Rubel und 40 Rubel Steuern zahlen. Die fünfte Kurie ist die bäuerliche; es sind jedoch nicht die einzelnen Bauern selbst, sondern die Bauern- gemeinden wahlberechtigt. Bemerkenswert ist es. daß in bezug auf die Steuersätze die Okwbristen an Liberalismus sogar der Regierung nachstehen: diese hat in ihrem vorjährigen Gesetz- cntwurf das Minimum der Steuerleistung auf 2 Rubel festgesetzt, und für die beiden ersten Kurien sollte es 20 Rubel betragen. Die Verteilung der Abgeordneten unter den fünf Kurien ist die folgende: die Bauern, die zahlreichste Wählerschicht, wählen ein Drittel der Abgeordneten, d. h. sie behalten ungefähr ihre jetzige überaus be- scheidcne Vertretung; die beiden Kurien der kleinen Grundbesitzer und Unternehmer erhalten eine Scheinvertretung von mindestens — je einem Abgeordneten. Dafür aber dürfen die an Zahl schwächsten Kurien der Großgrundbesitzer und Großindustriellen nicht unter einem Drittel der Abgeordneten wählen; eS können aber natürlich auch mehr sein, denn eine Maximalgrenze ist nicht festgesetzt. Auf diese Weise wird dem Großgrundbesitz und den Jndustriemagnaten die Herrschaft in den Semstwos übergeben.»- So sieht die erste„positive Reform" der Oktobriften auS.-» Rai«. Rettung der Geflüchtete«. Port au Prince, 20. März. Die Einschiffung der nach den Gesandtschaften Geflüchteten vollzieht sich ohne Zwischen- fall. Bisher ist die Ruhe nicht gestört worden. Hinerika. Gegen die Trusts. Washington, 21. März. Senator Lafollette hat eine Gesetz«»« Vorlage eingebracht, durch welche eine Tarifkommission geschaffen werden soll und die zollfreie Einfuhr von Artikeln vorgesehen wird, welche zurzeit von Korporationen oder einzelnen Personen kontrolliert werden.— Der demokratische Präsidentschaftskandidat. Chicago, 21. März. B r y a n hielt gestern vor einer Versamm- lung von 10 000 Personen einen Vortrag, worin er seine Gegen- kandidaten um die Präsidentschaft einer scharfen Kritik unterzog und sichgegendieTrustS wandte. Die Flotte in Japan. Washington, 20. März. Die Regierung nahm die Einladung Japans, die amerikanische Schlachtflotte möge japanische Häfen anlaufen, a». Die amerikanische Flotte dürfte voraussichtlich Dokohama besuchen._ GcwcrfefcbaftUcbc#*. Streikbrecher- Abonnement. Der in Berliner Bauarbeitcrkreisen genugsam bekannte Maurermeister Otto Genske- Berlin, bis vor kurzem noch Mitglied des Verbandes der Baugeschäfte von Berlin und den Vororten, bietet in verlockenden Zirkularen seinen Kollegen in Deutschland arbeitswillige Ware an. Das Schreiben lautet wörtlich: 4 „Bureau für Beschaffung von Arbeitswilligen aller Gewer!- fchaftcu Deutschlands. Berlin d W. 21, Emdener Straße 85. Telegr.-Adr.:„Wird besorgt", Berlin. Arbeitsnachweis: Otto Gensle, Maurermeister. Zweigbureaus: Niederflhreiberhau im Riefengebirge. Zeitz in Sachsen, Hagenau i. Elf., Ostrowo in Posen. Sehr geehrter Kollege I Durch die heutige Lage und das Borgehen der organisierieu Arbeiterschaft betreffs SlreikZ und Aussperrungen bin ich in der Lage, Ihnen Nichtorganisierte Arbeiter nach Auftrag in 3 Tagen jede gewünschte Zahl zu schicken. Mein Bestreben ist eS, in kürzester Zeit die O r g a n i- sation zu unterdrücken und Ihnen ruhige und tüchtige Leute zu besorgen und zwar zu Ihren Bedingungen. Sollten Sie Berliner Leute wünschen, so empfehle ich Ihnen Mkordmanrer. Zimmerer, Putzer und Arbeiter. Sie sparen Kranken- geld und Jnbaliditätsbeiträge; auch wird der Bau in kürzester Zeit gefördert. Das Preisverzeichnis für Akkordarbeiten liegt bei Fassadenputz wird nach Matzgabe der auszuführenden Fassaden berechnet, und sparen Sie schon Geld, wenn Sie die Arbeiten von direkten Fassaden- Putzern(Spezialisten) ausführen lassen. Ich beanspruche für meine Tätigkeit pro Mann M. 5 und freie Reise. Bei Abonnement pro Jahr?M. SCf, welcher Betrag von M. 13 sofort und M. 13 am 1. Juli jeden Jahres zu zahlen ist, erhalten Sie jede gewünschte Zahl Leute ohne jegliche Nachzahlung, jedoch müssen Sie das Fahrgeld vorher einschicken, welches später vom Lohn abgezogen werden kann. Sie sparen viel Geld. z. B. es würde ein Streik oder eine Aussperrung� stattfinden, so entstehen Ihnen doch bedeutende Uu- kosten. Diesen Nebeln kann dadurch abgeholfen werden, indem Sie in obiges Abonnement einwilligen. Ein besseres Entgegenkommen dürfte Ihnen zu Ihren Gunsten vielleicht nicht geboten werden, und mir würde dadurch die Art des Betriebes erleichtert werden. Nach Einsendung des Betrages von M. 13 sind Sie berechtigt, soviel Leute zu fordern, als Sie für Ihren Betrieb gebrauchen; ich bin bemüht, alle an mich gestellten Anforderungen mit grötzter Pünktlichkeit zu Ihren: Wohlwollen zu fördern und mit bestem Einvernehmen gegenseitig unsere Arbeit in Sicherheit zur Ausführung gelangen zu lassen. Bei Gebrauch bitte ich die nächsten Zweigbureaus in Anspruch zu nehmen. Nach Einsendung des Betrages erhalten Sie Be- scheinigung. Zahlungsort ist„Berlin". Auch mutz für sicheres Nachtlogis gesorgt werden. Sollten in einem Orte mehrere Kolonnen Maurer, Putzer usw. gebraucht werden, so bitte mir selbiges mitzuteilen, um die rechtzeitige Einteilung der Kolonnenführer vor- nehmen zu können. Sämtliche Leute bringe ich selber dorthin. Sollten Sie geneigt sein, meine Bureaus in Anspruch zu nehmen, so bitte um gütige Aufträge. Bei Auftragerteilung bitte um Vorschutzeinsenduug und Fahr- geld der Leute, welches später vom Lohn, wie oben erwähnt, ab- gezogen wird. Anbei Empfehlungsschreiben und Akkordvertrag. Mit kollegialem Gmtz usw. Herrn Genske kann man es nicht verdenken, wenn er die„Konjunktur", die die Scharfmacher geschaffen haben, ebenso ausnutzt wie diese selbst. Wir fürchten nur, daß er die nötige Zahl Lumpen nicht auftreibt, die geivillt sind, ihren Kollegen in den Rücken zu fallen. Mancher Bauunternehmer wird da um die hoffnungsvoll gespendeten Vorschußsilberlinge kommen. Berlin und Umgegend. Achtung, Metallarbeiter! Die Werkzeugmacher der Firma F l o h r, Chausseestratze, sind ausgesperrt, lieber den Betrieb ist die Sperre verhängt. Wir er- suchen, den Betrieb streng zu meiden. Der Grund der Differenz ist ein etwas außergewöhnlicher. Als der Betriebsleiter Sonnabend durch den Betrieb ging, soll ihm ein Stück Eisen an den Kopf geflogen sein. Ob und von wem dasselbe etwa geworfen wurde, ist nicht festgestellt. Da aber die in dem betreffenden Räume beschäftigten Werkzeugmacher niemand als Täter angeben konnten, sind alle entlassen worden. Deutscher Metallarbeiterverband. Ortsverwaltung Berlin. Bauhülfsarbeiter! Der Zusammenschluß der Freien Vereinigung der Bau- arbeiter Deutschlands mit dem Verband der bau- gewerblichen Hülfsarbeiter Deutschlands ist am 1. März er. vollzogen worden. Die Einigungsbedingungen resp. Uebertrittsbedingungen sind in der dritten Konferenz der Freien Vereinigung mit Majorität angenommen. Diesen Beschluß erkannten auch die Vereine von Berlin, Köpenick und Friedrichs- Hägen, die, nebenbei bemerkt, zum Lohngebiet Groß Berlin gehören, an. Auch die Organisation der Staaker von Berlin machte diesen Beschluß zu dem ihrigen. Kollegen! Wir glauben nun, und damit ein jeder Kollege seiner Rechte an die Organisation nicht verlustig geht. auf den Passus 2 der Uebertrittsbedingungen aufmerksam machen zu müssen, wonach der Umtausch der Mitgliedsbücher innerhalb sechs Wochen erfolgt sein muß. Wir ersuchen deshalb nicht nur die Berliner, sondern auch die auswärtigen Kollegen, unverzüglich ihre Mitgliedsbücher in Ordnung zu bringen und der bisherigen Geschäftsleitung(Bureau S t e i u st r. 39 I) zun: Umtausch zu übermitteln. Dort er- hält jeder Kollege eine Karte ausgestellt, die so lange Gültig- keit hat, bis ihm das Verbandsbuch ausgehändigt wird. Versäume deshalb niemand den Anschluß an den Ver» band der baugewerblichen Hülfsarbeiter Deutschlands zu vollziehen. Die bisherige Mitgliedschaft in der Freien Vereinigung wird voll angerechnet. Wer also seiner Rechte nicht ver- lustig gehen will, muß den Uebertritt bis zum 15. April vollzogen haben. Mit kollegialischem Gruß Die bisherige Geschäftsleitung. Achtung, Hausfrauen! Eine allgemeine Kontrolle derjenigen Bäckereien, die während des Bäckerstreiks den Tarif unterschrieben haben, hat der Bäcker« verband in der Zeit vom 9. März an vorgenommen. Diese Kontrolle. die sich hauptsächlich auf die Durchführung deS Vertrages und daneben noch aus Löhne, Zahl der Gesellen und Lehrlinge erstreckt, ist noch nicht völlig abgeschlossen. Das Resultat derselben wird seinerzeit bekanntgegeben werden. Soviel steht aber schon heute fest, daß der Vertrag von der übergroßen Mehrheit der Meister, die ihn be« willigten, eingehalten wird. Nur ein geringer Bruchteil hat denselben durchbrochen. Zweifellos glaubten diese' Verächter des Tarifs, in der ungünstigen Zeit deS Winters, wo die Gesellen nicht so widerstandsfähig sind als im Sommer, uns unbemerkt hintergehen zu können. Ein Teil ehemaliger Tarifbäckereien ist in andere Hände über- gegangen; die Nachfolger der früheren Besitzer wollen den Tarif nicht anerkennen. Diese sowie die. welche den Tarif bis jetzt durchbrochen oder zurückgezogen baben, werden im heutigen Inseratenteil des „Vorwärts" veröffentlicht, und bitten wir das konsumierende Publikum. darauf ganz besonders zu achten und den Tariffeinden fein ganz be- sonderes Interesse zuzuwenden. Die allgemeine Liste derjenigen Bäckereien, die bisher den Ver- Kerantw. Redakt.: Georg Davidjohn, Berlin. Inseratenteil verantw. trag eingehalten haben, erscheint am ersten Sountag iin April, woraus wir schon heute hinweisen wollen. Ortsverwaltung Berlin des Deutschen Bäcker- und Konditorenverbandes. Eine sonderbare Maßregelung. Die in der Deutschen Bioskop-Gesellschaft, Friedrichstr. 236, beschäftigten Mechaniker hatten für die Märzgefallenen einen Kranz gespendet und drei ihrer Kollegen hatten denselben am 18. März niedergelegt. Deswegen wurden zwei derselben sofort entlassen und dem dritten gekündigt. Die Bioscop-Gesellschaft scheint sich bei den Behörden in empfehlende Erinnerung bringen zu wollen, um Toleranz für die Darstellungen ihrer Apparate zu erwirken. Achtung, Töpfer! Der Bau Amsterdamerstr. 18, ausgeführt vom Töpfermeister Otto Neubert, ist als gesperrt zu betrachten, weil Neubert immer noch verschiedenen Kollegen zirka 318 Mark Lohn schuldet. Da es ihm nun nicht mehr möglich ist, Gesellen zu bekommen, weil er nun auch von seilen der Hirsche gesperrt ist, welche erst unsere Sperre nicht respektierten, nun aber auch noch 309 Mark Lohn zu erhalten haben, hat er die Arbeit an Karl G r o t h, welcher bisher Polier bei ihm war und noch ist, übertragen, um dadurch Gesellen zu erhalten und somit die Sperre illusorisch zu machen. Per- schiedene Verbandskollegen, auch solche vom Lokalverein, sind nun auf die Annonce, welche Groth in der„Morgenpost" losgelassen hat, hineingefallen und auf dem Bau in Arbeit getreten. Die Bei- bandskollegen sind verpflichtet, die Arbeit wieder niederzulegen, denn es ist sicher, daß es kein Geld gibt. Wir warnen überhaupt die Kollegen davor, auf derartige Annoncen in bürgerlichen Zeitungen hin in Arbeit zu treten. ES ist notwendig, daß sich erst jeder Kollege im Verbandsbureau über derartige Firmen Auskunst holt. Meistens liegen bei diesen Firmen Differenzen vor oder man verlangt Gesellen, die unter dem Tarif arbeiten sollen._ Die Verbandsleitung. I» der Wiclefstraße, Moabit, sieht es in der Umgegend von Hartungs Fabrik jeden Nachmittag aus, als herrsche dort der Be- lagcrungszustand. Doppelte Schutzmannsposten in kurzen Abständen nach rechts und links, und sobald das Signal gegeben wird, daß die Arbeitswilligen Feierabend machen, ziehen Berittene auf und dann vergrößert sich die Menschenmenge zusehends. Die Arbeitswilligeu machen täglich zu einer anderen Zeit Feierabend, von 4 bis nach 6 Uhr. Gestern, Sonnabend, wurden sie gegen 5 Uhr entlassen, wie immer begleitet von der Polizei und beobachtet von einer zahlreichen Menge, die sich nicht vertreiben läßt, wenn man nicht die ganze Straße absperren und den Verkehr dort vollständig aufheben will, was sich die-dortigen Anwohner und Geschäftsleute auch nicht ge- duldig gefallen lasten können. Die Polizei blieb gestern ruhiger und kühler und daher kam es auch nicht zu Ausschreitungen von feiten der Menge. Nachdem die Fabrik längst geschlossen war, blieben die Schutzmannspatrouillen in der Wiclefstraße immer noch auf ihren Posten und boten der Menge Stoff zu Betrachtungen über die große Tätigkeit, welche die Polizei regelmäßig entfaltet, sobald cS -den Schutz der Unternehmerinteressen gilt. Da wird immer zuviel, niemals zu wenig getan. Diese Tatsache wird täglich vor Hartungs Fabrik sehr eindringlich gelehrt, besonders aber, wenn der schnell berüchtigt gewordene Zug der Arbeitswilligen erscheint. Die geeinten Zimmerer. Am Freitag fand in Mendts Jndustriesälen, Beuthstraße 20, eine Versammlung aller derjenigen Zimmerer statt, welche gemäß den auf der 7. Konferenz gefaßten Beschlüssen den Uebertritt in den Zentralverband vollzogen haben. Wie der Referent, Th. Fischer, welcher zum ersten Punkt der Tagesordnung das Wort nahm, ausführte, sei ein geschlossenes Uebertreten dank der Opposition, welche ein kleiner Kreis von Leuten, die sich als Gegner einer Verschmelzung aufspielen, nicht möglich gewesen. Immerhin sei die Zahl der Uebergetretenen jetzt schon so groß, daß man mit dem Resultat zufrieden sein könne, und werden sicherlich auch die noch Fernstehenden zu der Einsicht kommen müssen, daß ein Zusammen- gehen nur im Interesse der Zimmerer liege. Es sei vielfach die Frage aufgestellt worden, was mit dem noch vorhandenen Vereins- vermögen geschehen werde, da der übergroße Teil der Ueber- getretenen langjährige Mitglieder waren und berechtigten Anspruch an eine gleichmäßige Verteilung des Vermögens erheben, zumal die Berliner Vereinsleitung unberechtigterweise die Gelder der einzelnen ländlichen Zahlstellen einzieht und man jetzt, um allem die Krone aufzusetzen, sogar versucht, die Gelder der Geschäfts- leitung eventuell auf gerichtlichem Wege an sich zu reißen. Er könne erklären, daß niemand von den Uebergetretenen für ein gleiches Vorgehen zu haben sei. Es müsse in friedlicher Weise versucht werden, einen Ausgleich in dieser Beziehung herbei« zuführen. Er empfahl der Versammlung folgenden Antrag: „Die am 20. März in Wendis Jndustriesälen, Beuthstraße 20, tagende Versammlung aller derjenigen Zimmerer, welche bisher schon den Uebertritt in den Zentralverband vollzogen haben, vertritt den Standpunkt, daß das vorhandene Vereinsvermögen nach den Beschlüssen der Konferenz hätte verteilt werden müssen. Da jedoch der verbleibende Teil der Vereinsmitglieder in diese Verteilung nicht willigt, sondern das Vermögen widerrechtlich an sich behält, so verlangen wir, daß wenigstens eine prozentuale Verteilung stattfindet. Die Versammlung wählt zur Wahrung ihrer Rechte eine Kommission von drei Mitgliedern und be- auftragt dieselben, diese Angelegenheit weiter zu verfolgen und einer späteren Versammlung darüber Bericht zu erstatten." Hierauf wurden die Wahlen von drei Funktionären in die Verbandsleitung vorgenommen. Als zweiter Vorsitzender wurde Jonny H i n r i ch s e n, als Kontrolleur Max Lehmann und als Delegierter zur Gewerkschaftskommission Theodor Fischer gewählt. Gleichzeitig wurden die drei Gewählten beauftragt, im Sinne des angenommenen Antrages zu handeln. Nach einigen an- feuernden Worten des Versammlungsleiters, nunmehr im Sinne der geeinten Organisation zu arbeiten, wurde die Versammlung geschlossen._ Passive Resistenz der Butodroschkenfahrer? Privat-, Geschäfts- und Droschkenautomobilfohrer waren in der Nacht zum Sonntag in den Musikcrsälen, Kaiser-Wilhelm- straße, äußerst zahlreich versammelt, um zu den hohen Polizei- strafen Stellung zu nehmen. Wie hier der Referent Syndikus Rechtsanwalt Dr. Gutfeld ausführte, stehen die Autodroschken- kutscher in einem Ausnahmezustande. Ihren und der Pferde- droschkenkutscher Beruf könne man als den einzigen bezeichnen, der unter Polizeiaufficht stehe und zu welchem eine unbestrafte Ver- gangenheit nachgewiesen werden müsse. Nach den polizeilichen Vorschriften solle die äußerste Geschwindigkeit die eines schnell- trabenden Pferdes— zirka 15 Kilometer also pro Stunde— betragen. Mit dieser geringen Geschwindigkeit werde den Fahrgästen nicht gedient. Jeder, der ein Auto benutzt, rechne auf schleunige Beförderung. Dadurch, daß der Fahrer dem Wunsche des Fahrgastes nachkomme, erfolge in den meisten Fällen eine Polizcistrafe. Diese Strafe habe jetzt eine geradezu exorbitante Höhe erreicht. Bisher nicht bestrafte Fahrer werden mit 30 und 60 Mark(bisher 5 und 10 Mark) Strafe bedacht, die bei Vorstrafen bis auf 100 Mark und darüber sich steigern. Jede dagegen angestrengte Klage und Berufung verlaufe zuungunsten des Klägers. Das komme daher, weil die Aussagen des Schutz- mannes und seiner Zeugen in der Regel den Ausschlag geben und alle technischen und sachlichen Verteidigungen des Angeklagten, der :Th. Glocke. Berlin. Druck».Verlag: Vorwärts Buchdr.u.VerlagSanMt selten Zeugen für seine Behaupiungen beibringen könne, tflflt Richter aus Unkenntnis der technischen Verhältnisse nicht gewürdigt werden. Autobusse und elektrische Straßenbahnen, die häufig ein viel schnelleres Tempo erreichen, gingen straflos aus. Als einziges Mittel, hier Wandel zu schaffen, müsse die Durchführung der bereits dem Reichstage unterbreiteten Forderungen gelten und ferner die Einrichtung von besonderen Gerichtshöfen für den öffentlichen Verkehr, wie z. B. die Seemannsgerichte. Sollten diese Wünsche nicht erfüllt werden, so bleibe ihnen nur die Selbsthülfe übrig, und diese werden darin bestehen, sich strengstens nach den polizeilichen Vorschriften zu richten, wie die Geschwindigkeit von 13 Kilometern die Stunde niemals zu überschreiten, hinter der elektrischen Straßenbahn die festgesetzte Entfernung innehalten, über Straßenkreuzungen recht langsam zu fahren usw.: das ist die passive Resistenz. Ein derartiges Vorgehen werde sicher binnen kurzem dazu führen, die veraltete Fahrverkehrs- ordnung zu revidieren.— Die Versammelten nahmen nach leb- hafter, sich bis nach Mitternacht hinziehender Debatte einstimmig eine dahingehende Resolution an. Deutlcbes Reich. Die Verschmelzung mit dem Maurerverbanbe haben in einer vom 23. Februar bis 8. März vorgenommenen Urabstimmung die Dachdecker abgelehnt. Von 6671 Mitgliedern gaben nur 2811, gleich 42 Proz., ihr Votum ab. Davon stimmten für den Anschluß 1297, gegen denselben 1407 Mitglieder. Nachdem auch die Stukkateure vor kurzem die Verschmelzung abgelehnt haben, dürfte auf längere Zeit die Verschmelzungsfrage im Bau- gewerbe erledigt sein. Holzarbeiteraussperrung. In Wiesbaden kündigten die Mitglieder des Arbeitgeberschutzverbandes für die Holzindustrie den bei ihnen beschäftigten Arbeitern, die 14tägige Kündigung haben. Am 1. April soll die Aussperrung beginnen. Wird sie perfekt, werden in Wiesbaden ungefähr 300 Holzarbeiter von ihr betroffen. Die Lohnbewegung der Schneider Solingens ist mit einem durchschlagenden Erfolge für dieselben beendet. Diese Errungen- schaff bedeutet für die Gehülfen einen großen Erfolg, ist doch der neue Tarif einer der besten in RHeinIand-Westfalen, und man kann sehen, was gute Organisationen zu leisten imstande sind. Zur Tarifbewegung im Malergewerve Mittel- und Süddeutschlands. Die Zentralleitung des Süddeutschen Maler- und Tüncher» mcistcrverbandes versandte dieser Tage an ihre Mitglieder ein Zirkular, in dem zu einer Versammlung am 22. März in Mann- heim eingeladen wird. Diese Versammlung soll, so heißt es in dem Zirkular, als Demonstration wirken, im Falle die Gl- hülfen ihrem Generaltarif nicht zustimmen. Die Absichten der Unternehmer zu den Verhandlungen am 21. März werden dadurch treffend gekennzeichnet. Sie rechnen sehr damit, daß ihr General- tarif von den Gehülfenvertretern abgelehnt wird. Wie notwendig es ist, daß die Gehilfen gegen die geplanten Lohnverschlechterungen sich wehren, zeigt eine Statistik über das durchschnittliche Jahreseinkommen der Malergehülfen in einigen in Betracht kommenden Vertragsorten. Nach dieser Statistik, die von dem Malerverbande ausgearbeitet wurde, und an der sich 3320 Malergehülfen beteiligten, ergeben sich folgende durchschnittliche Jahreseinkommen: In Frankfurt a. M. 1203 M., in Offenbach 1126 M., in Höchst 1120 M.. in Darmstadt 1667 M, in Homburg 998 M., in Wiesbaden 1078 M., in Hanau 984 M» und in Friedberg gar nur 938 M. Und dabei sollen die Löhne in Offenbach, Höchst und Wiesbaden noch reduziert werden! / Mannheim, 21. März.(Privattelegramm des„Vorwärts".) Die nach Mannheim anberaumten Verhandlungen über einen Tarif« vertrag im Maler- und Tünchergewerbe für Süddeutschland sind als gescheitert zu betrachten. Die seitens der Unternehmer hinzu- gezogenen Vertreter der Gelben(I). Hirsch-Dunckerschen, christlichen und freien Arbeiterorganisationen konnten sich über gleichberechtigte Zulassung als Bertragskontrahenten nicht einige». Während die Unternehmer volle gegenseitige Anerkennung verlangten, erklärten die Vertreter des freien Verbandes, unter solchen Bedingungen nicht ver- handeln zu können. Mannheim, 21'. März, abends 9 Uhr.(Privatdepcsche des„Vorwärts".) Die heutigen Verhandlungen im Maler, gewerbe sind gescheitert._ Letzte I�achncbtcn und Depefcben. Die Pariser Bauhyänen. Paris, 21. März.(B. H.) Eine wichtige Delegiertenversamm- lung der Bauunternehmer und der im Ausstande befindlichen Maurer hat heute stattgefunden. Die Unternehmer sind ent- schlössen, falls sich die Lage nicht ändert, eine allgemeine Aussperrung anzuordnen; zirka 100 060 Arbeiter würden dann ohne Arbeit sein. Die Syndikatskammern der Bauarbeiter haben sich mit den Maurern solidarisch erklärt. Kaiserlicher als Wilhelm II. Paris, 21. März.(W. T. B.) Auf Veranlassung des Unter- staaissekretärs der schönen Künste Dujardin-Beaumetz ordnete die Polizeipräfektur an, daß mehrere von einem polnischen Maler in dem gestern eröffneten Salon der Unabhängigen ausgestellte ab- geschmackte Zerrbilder des Kaisers Wilhelm und des Zaren Nikolaus entfernt werden. Dieser Anordnung wurde gestern abend Folge gegeben. -» Wie Nikolaus über diesen Zensurstreich„denken' mag, maßen wir uns nicht an zu beurteilen. Wilhelm II. wird sicher mit der Entfernung der Bilder, falls er von ihr erfahren sollte, nicht einverstanden sein. Hat er doch dem bekannten ffanzösischen Herausgeber von Karikaturen-Sammelwerken John Grand- Carteret die Veranstaltung der Sammlung„Oui"(„Er") durchaus nicht übel genommen, und diese Sammlung enthält nicht mehr und nicht weniger als 348 Karikaturen— Wilhelms II.! Der ängstliche Herr Dujardin-Beaumetz ist also kaiserlicher als der Kaiser. Ueber die betroffenen Bilder des Künstlers Boleslaw BiegaS, der als guter Bildhauer bezeichnet wird und dessen male- rische Phantasien zwar durch Exzentrizität, aber auch durch freie und sichere Zeichnung auffallen sollen, wird dem„Berliner Tage- blatt" aus Paris gemeldet: „Von den neuen Bildern deS Salons mögen noch einige Arbeiten des Polen Boleslaw Biegas erwähnt sein, die alle Kaiser Wilhelm den Zweiten zum Gegenstand sehr sonderbarer Allegorien machen.... Auf allen ist der Kaiser im Kostüm Adams vor dem Sündenfall dargestellt..._ Eisenbahner-Schicksal. Mannheim, 21. März.(B. H.) Von einem aus Station Friedrichsfeld gestern abend ausfahrenden Güterzuge riß sich der Schluß los. Als der Zugführer den Zug darauf zum Stehen brachte, rannten die noch im Rollen befindlichen abgerissenen Wagen von hinten auf und wurden teilweise zertrümmert. Ein Bremser wurde schwer verletzt. Steh' ich in finst'rer Mitternacht... Freiburg i. Br., 21. März.(B. H.) Auf den Militärposten am Landesgefängnis wurden nachts, wahrscheinlich von früheren Gefangenen, 6 Schüsse abgegeben. Häul Singer& Co., Berlin SW,. Hierzu 5 Beilagen. Dr. 70. 25. IahrMg. l. Ktilaze des.Amiiris- Kerlim WlksdlR ZomtGZ�MiirzlM Sss englische ssarlnment uncl der ilchMundentzg. London, 19. März. Unsere Genossen von der Arbeiterfraktion haben den 18. März dadurch gefeiert, indem sie im Unterhause eine Diskussion über die gesetzliche Einführung des Achtstundentages hervorriefen. Genosse Elynes, Arbeiterabgeordneter für Nord- Manchester, begründete folgende Resolution: »Das Haus ist der Ansicht, daß die Zeit herangekommen sei, im Interesse der Arbeiter im allgemeinen und der Arbeitslosen im besonderen den Arbeitstag in allen Industrien und Gewerben aus höchstens acht Stunden zu beschränken." Clynes sagte, die Resolution habe die Unterstützung aller or- ganisierten Arbeiter des Landes. Angesichts der Tatsache, daß die ge- werbliche Arbeit der wichtigste Dienst sei, der der Gemeinschaft geleistet werde, sei es notwendig, daß die Arbeiter nicht so lange beschäftigt und nicht so schlecht belohnt und behandelt werden, wie dies jetzt geschehe. Es gebe jetzt in England eine Anzahl von Arbeitgebern, die den Achtstundentag eingeführt haben, ohne dadurch von ihrer Konkurrenz- fähigkeit etwas eingebüßt zu haben. Der Staat beschäftigt 49 009 Arbeiter nach dem System des Achtstundentages; bei der Einführung dieses Systems rechnete man, daß fich die Gesundheits- Verhältnisse der Arbeiter bessern und ihre Produktionsfähigkeiten heben werden. Wie die Veröffentlichungen des Kriegsministers zeigen, seien die Erwartungen eingetroffen. Die Produktionskosten haben sich nicht erhöht und die Ausbeute sei nicht geringer geworden. Clynes sagte dann weiter:.Die Regierung ist jetzt daran, eine Achtstundenbill für die Bergleute durchzusetzen. Die Arbeiterfraktion wird selbstredend alles tun, die Bill zu fördern undl die Gegen- argumente zu erschüttern. Nicht minder notwendig ist ein Achtstundentag für die Textilarbeiter, die sich schon vor einigen Jahren durch eine Urabstinimung für die gesetzliche Einführung des Achtstunden- tageS mit großer Mehrheit ausgesprochen haben. Dann kommen die Eisenbahner, von denen viele 13, 14, 16 und sogar 18 Stunden täglich arbeiten, in manchen ihrer Arbeitszweige ist die Unfalls- und Sterblichkeitsziffer höher als bei den Bergleuten. Die Angestellten der Brauereien, Schnapsbrennereien, Hotels, Schankwirtschasten und Restaurants haben eine skandalös lange Arbeitszeit. Eine Besserung kann nicht durch Tarifreform hervorgebracht werden, da in schütz- zöllnerischen Ländern der Arbeitsverhältnisse ebenso schlecht sind. Schließlich ist der Einwurf, die Einführung des Achtstundentages würde die Konkurrenzfähigkeit Englands beeinträchtigen, nicht haltbar. Das beste Mittel, die Konkurrenzfähigkeit eines Landes zu heben, ist die Besserstellung der Arbeiter." Unterstützt wurde die Resolution durch den Arbeiterabgeordneten K e l l e y sSüdwest-Manchester), der erklärte, daß acht Stunden Arbeit unter den gegenwärtig herrschenden maschinellen Verhältnissen ebensoviel Lebenskraft aus den Arbeitern herauspressen als 10—12 Stunden Arbeit vor 10 oder 16 Jahren. Ein Acht- stundentag würde auch die Zahl der Arbeitslosen vermindern. Er keime eine Gewerkschaft von 36 000 Mitgliedern, die 14 000 Be- schäftigungslose zählt, während die beschäftigten Mitglieder von 9—11 Stunden täglich arbeiten. Er kenne Finnen, die eine Arbeitswoche von 43 Stunden haben und hohe Löhne zahlen, und dennoch erfolgreich gegen Firmen konkurrieren, die eine Arbeitswoche von 00—62 Stunden haben. Der Arbeiterabgeordnete Macpherson meinte, ohne einen gesetzlichen Achtstundentag würde sich die soziale Lage der Arbeiter nicht bessern lassen. Seine Gewerkschaft(Stahlschmelzer) machte den Unteniehmern den Vorschlag, den Achtstundentag einzuführen und demgemäß auch die Löhne zu reduzieren, um dadurch die Zahl der Arbeitslosen zu verringern. Aber die Unternehmer lehnten den Vor- schlag kurzerhand ab. Gegen die Resolution sprach im Namen der Regierung der Unterstaatssekretär de? Innern Herbert Samuel, der den Ackitstundentag nur für die Bergleute als notwendig be- trachtete. Nachdem noch mehrere liberale und konservative Redner gegen die Resolution gesprochen hatten, ergriff Henderson, der Führer der Arbeiterfraktion, das Wort:„Die Kritiker des Achtstundentages I vergessen, daß es sich hier vorläufig nur um eine Resolution und glicht um ein Gesetz handelt. Sie werfen uns vor, die Resolution r sei zu umfassend, aber der Präsident der Lokalregierung lJohn ' Burns) hat im Jahre 1893 eine Bill für einen allgemeinen Achtstundentag eingebracht, die mindestens ebenso umfassend war wie unsere Resolution. Unser Zweck war nur, eine allgemeine Diskussion über den Achtstundentag hervorzurufen. Die Rede des Unterstaatssekretärs offenbarte die Absicht der Regierung, den Bergleuten den Acht stunden- t a g zu gewähren. Diese Absicht erfüllt die Anhänger der Resolution mit Genugtuung. Die Regierung darf darauf rechnen, daß sie in der Durchführung dieser Maßregel die Unterstützung der Arbeiter- Partei haben wird." Ueber die Resolution ClyneS kam eS zu keiner Abstimmung. Die Diskussion wurde vertagt, was eine Ablehnung der Resolution bedeutet. Dlef rauenhandidaturen für die Landtage von Böhmen und Galizien. In der„Zeitschrift für Frauenstimmrecht"(Beilage der „Frauenbewegung") wird die„Gleichheit" beschimpft wegen ihres die„Wahrheit aufs äußerste vergewaltigenden Jnformations- dienstes". Die„Gleichheit" wird beschuldigt, sie habe in ihrem Be- richt über die Kandidatur der Genossin Mach in Prag die „Initiative gebende Anteilnahme" des bürgerlichen Frauenwahl- rechtsausschusses und die Kandidatur von 2 Frauen für bürgerliche Parteien völlig totgeschwiegen. Die„Zeitschrift für Frauenstimm- recht" schließt ihre„Feststellungen"(?) damit, daß es nur zwei Möglichkeiten gebe: entweder die„Gleichheit" verfügt über einen so„unglaublich mangelhaften Nachrichtendienst, daß ihr diese Tat- fachen, welche seit Ende v. M in der gesamten in- und aus- ländischen Presse die Spatzen von den Dächern pfeifen(!), wirklich unbekannt geblieben sind", oder—„sie kennt die Wahrheit und sagt sie nicht...." Vor allem ist es mit dem„Pfeifen" der gesamten Presse nicht gar so arg, als die„Zeitschrift für Frauenstimmrecht" tut, die Wiener Presse hat beispielsweise sehr wenig darüber gepfiffen. Einmal, als die Nachricht kam, daß für die Realfftenpartei eine Frau kandidieren werde, haben sich die Zeitungen zu einer Er- örterung der Angelegenheit aufgeschwungen; eine ausführliche all- gemein beachtete Beweisführung, daß die Frauen zum böhmischen Landtag wählbar sind, hat nur die Wiener sozialdemo- kratische„Arbeiterzeitung" gebracht. Das„Verbrechen", das„Initiative gebende Fraucnwahlrechtskomitce" übersehen zu haben, hat die gesamte Presse begangen. Tatsächlich wurde die erste bürgerliche Kandidatur— die Frau des Prof. Masaryk— nicht aufrecht erhalten. Ganz verkehrt ist es, die Angelegenheit so darzustellen, als wäre die Entdeckung von der Wählbarkeit der Frauen erst von dem bürgerlichen Frauenwahlrechtskomitee ge- macht worden. Die tschechische Sozialdemokratie, die immer unein- geschränkt für das Fraucnstimmrecht eingetreten ist, konnte sich schon auf Grund ihrer Fähigkeit, Gesetze zu lesen, von der Gleich- berechtiguna der Frauen in den Paragraphen der böhmischen Wahl- ordnung überzeugen. Sie hat auch nicht gezögert, einer Genossin eine Kandidatur zu übertragen. Wie ging es aber dem bürgerlichen Frauenwahl- rechtsausschuß? Die Frauenwahlrechtlerinnen gingen zu allen tschechischen Parteien, zu den Alt- und Jungtschechen, zu den Liberalen, den Agrariern, zu Radikalen und Staatsrcchtlern, mit der Bitte, eine Frau kandidieren zu lassen und Frauenkandida- turen zu unterstützen. Es ist das ein Weg voller Enttäuschungen geworden, denn fast alle Parteien haben die Zumutung, eine Frau kandidieren zu lassen, rundweg abgelehnt. Die Radikalen haben bedingungsweise ihre Unterstützung zugesagt und nur die R e a listen(Masarikpartei) haben sich frauenwahlrechtsfreundlich ge- zeigt. Während Genossin Mach Kandidatin der sozialdemokratischen Partei war, auf die von 2622 Stimmen 491 abgegeben wurden. so daß sie unter 10 Kandidaten an vierter Stelle stand, kandidierte Lehrerin Fräulein Tinna auf das Programm der Frauenrecht- lerinnen und erhielt von 1206 Stimmen 199. In diesem Wahl- kreis verteilten sich die Stimmen nur auf vier Kandidaten. Welch anerkennenswerten Erfolg die Kandidatur der Genossin Mach be deutet, erkennt man erst dann, wenn man weiß, daß das Wahl recht zum böhmischen Landtag an eine Stcuerleistung von 8 Kronen oder an einen Bildungsnachweis(Doktorinnen, Lehrerinnen usw.) gebunden ist. Zudem ist der Teil des Wahlkreises, in dem Genossin Mach kandidierte, klerikal, was die auf sie entfallende kleines feuilleton. Zola ber Moralist. Ein neuer Band Zola-Briefe wird, wie aus Paris berichtet wird, demnächst bei Fasquelle erscheinen. Während der erste Band die Jugendbriefe enthielt, trägt der zweite den Titel: „Die Literatur und die Künste" und bringt in der Hauptsache Briefe an Schriftsteller über literarische und künstlerische Fragen. Der dritte und letzte Band, der im nächsten Winter herauskommen soll, wird ausschließlich Brief enthalten, die mit der Drevfuß-Asfärc in Zusammenliang stehen. Der. neue Briefband, der gerade in den Tagen erscheint, da der Streit um Zolas Kunst anläßlich der nun beschlossenen Ueberführung ins Pantheon am 2. April von neuem entfacht ist, wirkt wie eine Selbstverteidigung des Künstlers gegen die Angriffe, die auch jetzt wieder gegen die Maral seiner Werke erhoben werden. Immer von neuem wehrt er sich gegen den Vor- Wurf der„Obszönität", der Pornographie, den Barres ja auch in der Kammer wiederholte, und bezeichnet sich selbst als Moralisten. Den Anfang des Bandes bilden die Briefe an den Dichter Antonh Balabreguc, die Zola im Beginn seiner Laufbahn geschrieben hat. Und gleich in diesen ersten Briefen steht die Kunsttheorie, die Zola später entwickelte, in ihren Grundlagen fest.„Ich glaube," schreibt der Vierundzwanzigjährige,„daß im Studium der Natur, so >v i e s i e i st, eine große Quelle der Poesie liegt; ich glaube, daß ein Dichter, der mit einem gewissen Temperament geboren ist, in künftigen Jahrhunderten neue Wirkungen finden können wird, indem er sich auf das exakte Wissen stützt... Und wenn es tausend Arten der Poesie gibt und ich eine neue erfinde, so können Sie, der Verteidiger der anderen Arten, die ich nicht angreife, mich doch nicht tadeln, weil ich das schon so umfassende Feld vergrößert habe, und mir ein Verbrechen daraus machen, daß ich den einen Pfad wähle statt eines anderen." In einem langen, schon bekannt gewordenen Briefe setzt Zola dann dem Freunde seine Theorie aus- einander, nach der„jedes Kunstwerk gleichsam ein Fenster ist, das auf die Schöpfung geöffnet wird" und daß in diesem Fenster ein „transparenter Schirm" angebracht sei, der bei dem Realisten, dem Romantiker, dem Klassiker eine verschiedene Färbung habe und eine Veränderung in der Auffassung der Tinge bewirke. Seine Vorliebe gehört natürlich deni„realistischen Schirm". In den späteren Briefen sieht Zola sich oft genötigt, die Tendenz seiner Romane zu erklären und seine Moral zu verteidigen. Am 9. September 1872 schreibt er an Louis Ulbach, der ihn auch als „obszön" hingestellt hatte:„Ich werde Sie morgen aufsuchen, damit Sie mich als einen, der aus dem Lupanar(Bordell).ntwichen ist, behandeln können Sie wissen ja, daß ich mein Leben in Orgien hinbringe und meine Zeitgenossen durch mein liederliches Leben in Empörung versetze. Man sieht mich ja nur an den Orten der Aus- schweijungen. Nein, hören Sie, Ihr„obszön" brückt mir das Herz ab. Sie hätten es nicht schreiben sollen, der Sie mich kennen und wissen, daß ich moralisch höher stehe als diese ganze Clique der Schachköpfe und Schufte." Am 3. September 1876 schreibt er an Albert Millaud, der ihn in einem Artikel scharf angegriffen hatte: „L'Assomoir"(„Der Mörder") erscheint jetzt eben, und niemand könnte heute die moralische Tendenz des Werkes beurteilen. Ich der- sichere, daß die darin erteilte Lektion schrecklich sein wird, und daß niemals ein Roman im strengsten Sinne anständigere Absichten gehabt hat." Und über dasselbe Thema schrieb er am 13. Februar 1877 an den Herausgeber des„Bien pudlic", der den Roman im Feuilleton gebracht hatte:„„L'Assomoir" kann in diesen Worten zu- sammengcfaßt werden: Schließt die Kneipen, eröffnet Schulen. Die Trunksucht verzehrt das Volk. Befragt die Statistik, geht in die Krankenhäuser, macht eine Enquete, und Ihr werdet sehen, ob ich lüge. Der Mann, der die Trunksucht vernichtete, würde mehr für Frankreich tun, als 5larl der Große und Napoleon."„Nur die Un- wissenheit oder die Unehrlichkeit," so schrieb Zola am 9. Februar 1882 an A. de Cyon.„rann leugnen, daß in mir der Wille des Moralisten lebendig ist." Musik. Daß es gar so arg werden würde mit der neuesten Operette, mochte man selbst aus trüben Vorzeichen nicht ahnen.„Der Mann mit den drei Frauen" von Franz Lehär, nach dem Texte von Julius Bauer, zuerst aufgeführt am 21. Januar d. I. zu Wien und nun am letzten Freitag in Berlin vor- geführt, zeigt wieder, wohin zwei Autoren dadurch geraten, daß sie ihr unzweifelhaftes Können von ihrem Mangel an Geschmack und Selbstkritik sowie den Gelüsten des Unterhaltungspublikums in die Irre führen lassen. Wenn wir vom Texte berichten, daß ein Eisenbahnbeamter eine Frau in Wien und zwei Geliebte in Paris und London hat, so wird man uns den Bericht über die weiteren Schicksale des „Don Juans der Häuslichkeit" bis zu dem Schlußterzett der drei ihn einschläfernden Frauen gern erlassen. Eher schon möchten wir verweilen bei dem mannigfaltigen Reize, den der Komponist seinem Orchester zu geben versteht, und den er ein oder das andere Mal auch auf ulkige Gesangssätze zu übertragen wagt. Das sind aber nicht etwa dramatische Aufbauten, vielmehr nur ebenso abgerissene Stückchen wie das übrige. Victor Palfis„Neues Opcrctten-Theater" hat sich dieser Novität als der ersten Neuaufführung in seinem jetzigen Gebäude angenommen. Daß der Komponist persönlich dirigierte und unter Blumenhuldigungen dankte, konnte den anscheinend üblen Eindruck, den das Werk wohl auf den größten Teil selbst dieses Publikums machte, verdecken. Wär' es die tvirbelnde Posse oder der duftig-blühende Blödsinn, so würden wir wenigstens nicht vier Stunden der Langeweile zu verzeichnen haben. Dazu des Komponisten Borliebe für langsame Tempi in seinem gar so Stimmenanzahl beeinträchtigen mußte. Die Agitation war eine ungemein lebhafte, die Versammlungen, in welchen Genossin Mach das sozialdemokratische Programm entwickelte, erfreuten sich eines massenhaften Besuches. Me deutschen Sozialdemokraten in Böhmen hatten keine Frau aufgestellt. Die dcutschböhmische Landesexekution hat davon abge- sehen, weil die Landtagskandidaturen in den deutschen Wahlkreisen noch weit aussichtsloser waren, als in den tschechischen, und da versprachen sich die Genossen von der Kandidatur einer Genossin keine besondere Wirkung. Die Wählerinnen waren natürlich sehr umworben, nationale, agrarische, konservative und fortschrittliche Parteien schickten ihre Agitatoren zu den„geschätzten Wählerinnen", und manch heitere Episode spielte sich dabei ab. Viele Frauen nahmen Gelegenheit zu beweisen, daß sie nicht geneigt sind, sich als gedankenloses„Stimmvieh" behandeln zu lassen. So wurde eine Genossin von einem deutschnationalen Wähler im Wagen abgeholt, um natürlich für den deutschnationalen Kandidaten zu stimmen. Die Genossin weigerte sich mitzufahren, da aber der eifrige Herr nicht fortzubringen war, bestieg die Genossin er- gebungsvoll den Fiaker und gab im Wahllokal ihre Stimme natür- lich für den sozialdemokratischen Kandidaten ab.— Solcher Episoden gab es eine Menge. Nun aber, nachdem die Wahl vorüber ist und wieder bewiesen wurde, wie unhaltbar dieses Wählrecht ist, das der stärksten Partei im Lande keine Vertretung im Landtag ermöglicht, wird es bei der Agitation für die Landtagswahlreform auch aller Widerstandskraft bedürfen, um zu verhindern, daß den Frauen das Wahlrecht geraubt wird. Denn darüber besteht kein Zweifel, daß den Frauen Böhmens das Wahlrecht nicht gegeben wurde aus irgendwelchen freiheitlichen Motiven, sie haben das Wahlrecht nur, weil man übersehen hat, sie ausdrücklich auszuschließen. Der entscheidende Paragraph in der böhmischen Landtagswahlordnung spricht von Personen, ohne das männliche Geschlecht hervorzuheben. Nun'hat die aufstrebende Frauenbewegung dieses nicht ausdrücklich verliehene aber doch bestehende Recht aber doch in Anspruch ge- nommen, und es muß wohl als ausgeschlossen gelten, daß die Frauen sich einer geplanten Entrechtung fügen würden. Aehnlich steht es in Galizien. Auch dort sind die Frauen vom Wahlrecht nicht ausgeschlossen, und es hat auch in diesem Laude zum erstenmal eine Frau kandidiert. Keine Sozialdemokratin. Eine Frauenrechtlerin, Frl. Dulemba, Malerin von Beruf, hat sich— allerdings vergeblich, um ein Mandat beworben. Obwohl sie der polnischen Volkspartei politisch am nächsten steht, wurde ihre Kandidatur doch nicht offiziell von dieser unter- stützt. Das Organ der polnischen Volkspartci hat zwar aus der Feder der bekannten Dichterin Konopnicka eine Empfehlung der Kandidatur gebracht, die Volkspartei selber verhielt sich passiv. Von 6009 abgegebenen Stimmen sind 500 auf Fräulein Dulemba entfallen. Die Wahlkommissionen erklärten die Stimmen für u n- gültig, trotzdem sie sie zählten. Tatsächlich hatte man auch in der galizischen Presse angenommen, daß den Frauen das passive Wählrecht zukomme, da sie in der Wahlordnung vom passiven Wahlrecht nicht ausgeschlossen sind. Das aktive Wahlrecht üben die Frauen in Galizien durch Bevollmächtigte aus, was den Wahlschwindel wesentlich erleichtert. Wenn die Frauen über die Bedeutung des Wahlrechts unaufgeklärt sind, listet ihnen eben der die Stimme ab, der sich auf diese Kunst am besten versteht und der zuerst kommt. So haben die bürgerlichen Parteien mit Hülfe der Fraucnvollmachten auch bei Gemeinderats- wählen schon manchen Sieg„erfochten".— Eins darf man als sicher annehmen: diese ersten Frauenkandidaturen haben agitatorisch für das Frauenwahlrecht gewirkt, und der Kampf um die politische Gleichberechtigung der Frauen hat dadurch eine neue wirkungsvolle Waffe erhalten. Mancher, der in seinem Gemüt zusammen- schauderte bei dem Gedanken an den Stimmzettel in Frauen- Händen, hat nun wohl erfahren, daß die Bande der Familie da- durch nicht gesprengt werden und daß der Kochtopf durch den Gang zur Wahlurne nicht mehr vernachlässigt wird, als durch stunden» Amtliche StreiKMfliK in Dentschlnnd nnd im Auslände. Die Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands hat schon mehrfach nachgewiesen, daß in der vom Kaiserlich Statistischen Amt bearbeiteten deutschen Streikstatistik jährlich mehrere hundert Streiks fehlen. Anspruch auf Vollständigkeit und Zuverlässigkeit kann daher die offizielle deutsche Streikstatistik nicht erheben. An- läßlich der Debatte über den Etatstitel„Statistisches Amt" hat der Abg. Legten, Vorsitzender der Generalkommission der Gewerk- schaffen Deutschlands, dem neuen Staatssekretär von Beth- m a n N- H o l l w e g die zunehmende Unzuverlässigkeit der amt- lichen Streikstatistik vorgehalten und erklärt, wenn der vom Statistischen Amt herausgegebene Fragebogen dahin abgeändert larmohanten Stückchen, zumal in den nachgerade unerträglich ein- förmigen Duetten, und der großenteils schleppende Gang der Regie! Da hilft auch eine blumig-prunkende Szenerie nichts, und ebenso- wenig die von den meisten Mitwirkenden aufgebotene mimische Geschicklichkeit. Bekannte UnVollkommenheiten im Singen, aus- genommen einige Stammkräfte des Theaters und etwa auch den Chor, kommen noch überdies dazu. Nennen wir mit Dank für viel heitere Schauspielerei die Darstellerinnen der drei Frauen: Phila W o l f f, M i z z i Wirth, Poldi Llugustin, und bezeugen wir summarisch unsere Achtung vor den übrigen Sängern, so haben wir wohl das Beste angedeutet, was aus dem gesamten Abend zu gewinnen war. sz. Notizen. — Theaterchronik. Das Trianon-Th eater sie« reitet als nächste Novität„Seine erste Frau" von Souliö und Thorel und„Fastnacht in Nizza" von H. Bervny mit Char- lotte Wichö als Gast vor.— Karl Böttchers neues Stück „Freiheit", ein politisches Schauspiel in vier Aufzügen, wurde von der Berliner Theaterzensur für Berlin ohne jede Streichung freigegeben.» — Edisons Probleme. Der amerikanische Erfinder, der von einer Erkrankung eben genesen ist, arbeitet zurzeit an zwei Problemen. Beide beziehen sich auf das Automobil. Er glaubt. daß der Stahl, dessen man sich zur Herstellung der einzelnen Maschinenteile bedient, nicht widerstandsfähig und hart, genug ist, und sucht ein ideales Metall, das dem Mechanismus der Wagen jene Kraft und Stärke gibt, die ihm heute noch fehlen. Ferner möchte er die Elektrizität in noch viel größerem Maße in den Dienst des Automobils stellen. Er arbeitet an einer Batterie, die bei kleinster Dimension und geringstem Gewicht den Wagen die höchste Energie und Schnelligkeit verleihen soll. Schon seit sieben Jahren arbeitet er daran und gewisse Resultate sind auch schon erzielt. Edison experimentiert dabei mit 6000 Batterien. — Die Ausgrabung von Memphis. An das englische Publikum wird ein Appell gerichtet, die nötigen Fonds aufzubringen, um Profestor Flinders Petrie, den Leiter der Britischen Archäologischen Schule in Aegypten, in den Stand zu setzen, das ge- wältige Untenrehmen einer Ausgrabung der alten Stadt Memphis am Nil zu beginnen. Memphis war eine der größten Hauptstädte der alten Welt, aber es liegt seit langem unter dem Sande be- graben. Das meiste Land, das die ehemalige Stadt bedeckt, wird jetzt bebaut, und die Bewohner des Dorfes Mitrahineh, die das Land besitzen, iverden an einer anderen Stelle angesiedelt werden müssen. Die Freilegung von Memphis soll allmählich vor sich gehen; etiva 60 000 M. jährlich werden lö Jahre lang erforderlich sein, um die Tempelstätten auszugraben. feürb� daß er lediglich zur Aufnahme einer Streik- und nicht nebenbei noch der Kriminalstatistik diene, so würden die GeWerk- schaften auch bezüglich der Streikstatistik dem Amt behülflich sein können. Die Antwort des Staatssekretärs atmete den Polizeigeist, dem sich anscheinend kein preustisch-deutscher Minister entziehen kann, selbst wenn er so vorurteilsfrei ist, wie Posadowskys Nachfolger von sich behauptet. Bethmann-Hollweg erkannte unumwunden die großen Mäng.el unserer amtlichen Streikstatistik und die hohe Be- deutung gerade' dieser Erhebung cm. Aber er blieb, wie sein Vor- gänger, dabei, müßten in dem Fragebogen auch die Fragen nach Kontraktbruch, Belästigung von Arbeitswilligen und dcrgl. gestellt, kurzum polizei-kriminalistische Recherchen unternommen werden. In Wirklichkeit haben solche Fragen mit einer Streik- sta t i st i k nichts zu tun. Diese soll nur die Zahl und Dauer, den Umfang, die Ursachen und den Ausgang der Streiks, ihre Ver- tcilujig auf die Erwerbszweige und Landesteile erfassen. Es kenn- zeichnet recht gut die Art der deutschen Sozialstatistik, daß selbst in sozialpolitisch weit hinter uns zurückgebliebenen Ländern die offi- zielte Streikstatistik vorurteilsfreier erhoben wird als bei uns. In Deutschland macht man es noch immer durch die Art der Frage- stellung den Arbeiterorganisationen leider unmöglich, der offiziellen Streikstatistik Unterlagen zu liefern: diese Ermittelungen werden bei uns von— den Polizeibehörden angestellt. Selbst in Spanien bedient sich das offizielle„Institut der sozialen Re- formen" zwecks Aufstellung der Streikstatistik in erster Linie der Prodinpial- und Ortsjuntas. Das sind die durch das Gesetz vom 13. März 1900 vorgesehenen sozialen Ausschüsse, zusammengesetzt aus Arbeiter- und Unternehmcrvertretern, ergänzt durch Ver- treter der Geistlichkeit und der Zivilverwaltung. Die von den Juntas auf Verlangen des„Instituts" ausgefüllten Fragebogen sind vor ihrer Absenkung den Arbeiter- und den Unternehmer- delegierten zur event. Korrektur oder Ergänzung vorzulegen, da- mit etwaige Unrichtigkeiten ausgeglichen werden. Es wird zwar auch gefragt nach den„freiwillig oder gezwungen Streikenden", indessen ist den Arbeitervertretern Gelegenheit gegeben, sich zu verteidigen. Früher hat auch die„Generaldirektion für Statistik" in Italien sich vorzüglich der Polizeibehörden für die streit- statistischen Erhebungen bedient. Das von den Sozialisten ge- forderte, auf Grund des Gesetzes vom 29. Juni 1902 errichtete „Arbeitsamt" ist den besseren Weg gegangen. Es wendet sich direkt an die beteiligten Kreise. Arbeiter und Unternehmer, bezw. deren Organisationen, erhalten die streikstatistischen Bogen, die keine kriminalstatistischen Fragen enthalten, zur Ausfüllung. Erst wenn diese direkte Befragung kein Material liefert, oder nebenher, werden die betreffenden Gemeindevorstände, bei Grubenstreiks die Aufsichtsbeamten befragt. Das niederländische„Zentralburcau für Statistik" wendet sich gemäß den Verordnungen von 1906 an die Arbeits- kammern um Angabe der Adressen der an dem betreffenden Streik beteiligten Arbeiter- und Unternehmcrverbände oder der Arbeits- sührer. Der Arbeitskammersekretär ist gesetzlich verpflichtet, die Adressen zu ermitteln und dem„Zentralbureau" anzugeben. Dieses wendet sich direkt an die Streikbeteiligten, erfragt aber keine kriminalistischen„Nebenumstände" und wird deshalb fast immer von den Arbeitern unterstützt. Wenn eben möglich, sucht das „Zentralbureau" ohne Hülfe der Polizeibehörden auszukommen. In den skandinavischen Ländern(Schweden, Norwegen, Dänemark) ist man auch nicht der Meinung, eine offizielle Streik- statistik müsse„nebenbei" polizeilichen Recherchen dienstbar gemacht werden. Das schwedische arbeitsstatistische Amt wendet sich direkt an die Arbeiter- und Unternchmerorganisationen. Diffe- rieren die erhaltenen Auskünfte, so sucht sich das Amt durch un- mittelbaren Schriftwechsel oder durch seine Ortsvertreter aufzu- klären. Außerdem wird die Fachpresse als Auskunftsmittel benutzt. Das norwegische statistische„Zentralbureau" entnimmt sein streikstatistisches Material den Berichten der Arbciterfachvereine, den Arbeitsmarktberichten und den Unternehmerzeitschriften. Im „Statistischen Bureau" für Dänemark verschafft man sich durch unmittelbare Befragung der beteiligten Zentralverbände der Ar- beiter und Unternehmer das Grundmaterial für die Streikstatistik; erst nach Versagung dieser Quellen wendet man sich event. an andere Auskunstspersonen. Aehnlich organisiert sind die bekannteren streikstatistischen Auf- nahmen in England, Frankreich, Belgien und O e st e r- reich, wo sich die arbeitsstatistischen Aemter unmittelbar mit Fragebogen an die Berufsorganisationen wenden bezw. durch eigenS angestellte Korrespondenten das Urmaterial sammeln lassen oder " die Gewerkvereinsberichte benutzen. Zu polizcilich-kriminalistischen Zwecken wird die offizielle Streikstatistik mißbraucht in— Ungarn und Rußland! Auf diese trübselige Gemeinschaft kann sich das„Land der Sozial- reform" wirklich nichts einbilden. In Ungarn sind die unteren Polizei- und gewerblichen Aufsichtsbehörden von amtswegen ver- pflichtet worden, den Gewerbeinspckwren von allen Arbeitsstreitig- leiten Nachricht zu geben, einen von der Gewerbeinspektion aus- gegebenen Fragebogen auszufüllen, der dann an die„Abteilung für Gewerbefördcrung" im Handelsministerium gelangt. Die dort bearbeitete Statistik erfaßt auch die„Einschüchterung Arbeits- williger": in welchem Betracht, dafür bürgen die berichterstattenden Polizeibehörden. Die russischen Fabrikinspektoren haben die Anweisung, über jeden in ihrem Jnspektionsbezirke befindlichen und der In- spektion unterstellten Betriebe eine Zählkarte auszufüllen. Das so gewonnene, naturgemäß sehr mangelhafte Material wird in der „Jndustrieabteilung" des Gewcrbeministerium verarbeitet, wobei dem„Terrorismus gegen Arbeitswillige", den„Kontraktbrüchigen" ebenfalls nachgegangen wird, wie in Deutschland. Die Ansicht, eine Streikstatistik müsse auch zur Sammlung von polizei-kriminalistischen Daten benutzt werden, teilt demnach Herr von Bethmann-Hollweg mit seinen Fachkollegen in Spanien, Ungarn und Rußland. Es ist gewiß kein Zufall, daß in diesen drei Ländern die breite Masse des gcwerbstätigen Volkes keinen faktischen Einfluß auf die Regierung des Landes hat. In dieser Hinsicht gesellt sich der preußische Staat würdevoll zu ihnen."Da bekanntlich die reichsdeutsckje Sozialpolitik bestimmend von dem preußischen„Vorstaat" bcinflutzt wird, so ist hinreichend erklärt, warum zum großen Schaden der Statistik gerade in Preußen- Deutschland wie in Spanien, Ungarn und Nußland mit den offiziellen streikstatistischen Erhebungen solche Ermittelungen verkoppelt sind, die den Gewerkschastsfeinden Waffen liefern sollen. Solange hierin kein Wandel geschaffen wird, kann man den Gewerkschaften nicht verdenken, daß sie sich weigern, mitzuhelfen an der„Materialsammlung" für ein von den zentralindustriellen Scharfmachern gewünschtes Erdrosselungsgcsetz gegen die Gewerk- schaften. Solange bleibt die amtliche deutsche Streikstatistik aber auch in beklagenswerter Weise so unvollständig und unzuverlässig wjx bisher._ Hus der parte!* Gemeindewahlsiege in Schlesien. In Klein-Krauschen wurde in der dritten Abteilung ein Genosse wiedergewählt, bei erstmaliger Wahlbeteiligung errangen die Sozialdemokraten in Lolwitz zwei und in Groß-Walditz drei Sitze. Aus den Organisationen. Der Sozialdemokratische Verein zu Görlitz beschloß, den Monatsbeitrag von 30 Pf. auf 40 Pf. zu erhöhen.__ Die Marxfeier der deutschen Arbeiter in Brüssel. Der Deutsche Arbeiterverein" inBrüssek, wie stets jedes Ereignis der deutschen Sozialdemokratie mitfühlend und initfnernd, war auch diesmal, gleich den Organisationen der deutschen Länder, mit am Platze, das Andenken Karl Marxens zu seiern. Diesmal freilich hatte der Berein auch noch seinen be» sonderen Grund zur ErinnerungTfeier für den großen sozialistischen Denker, dessen Name mit dem„Deutschen Arbeiterverein" selbst ver- knüpft ist. Ist eS doch der Ruhm und der Stolz des Vereins, daß Karl Marx sein Begründer war.— Die Ansprache des Genossen H u y s m a n, des Sekretärs des Internationalen sozio- listiichen Bureaus, mit der der Festabend im„Weißen Saale" oes „Maison du Peuple" eröffnet wurde, spiegelte auch diesen Doppel- sinn der Marrfeier für den„Deutschen Arbeiterverein" wider. Huysman hob auch den ollgemeinen Einfluß der deutschen Theoretiker und Führer auf die belgische Sozialdemokratie hervor. Für sie wie für die übrige sozialistische Welt wird auch weiterhin trotz aller bürgerlichen und„revisionistischen" Einflüsse der Name von Karl Marx ein führender bleiben.— Nach der Festrede des Genosse» Brach Witz, eines alten Mitgliedes und treuen Kämpen, gaben noch die Gesangsvorträge der Deutschen Gesangsseklion dem Fest- abend einen wirksamen und gemütvollen Abschluß. Im Brüsseler„Peuple", unserem belgischen Bruderorgan, würdigten am Sonntag in interessanten Beiträgen die Gen. Louis B e r t r a n d— der gründliche Kenner der belgischen Arbeiter- bewegung—, Vandervelde und Huysman den 25 jährigen Todestag Marxens. Zwei Bilder veranschaulichten die Häuser,"die Marx während seines Brüsseler Aufenthalts in der Vorstadt St. Josse und auf dem Platz St. Gudule bewohnt hat.— Der Artikel Huysmans, der sich auf die Erinnerungen des 48 er Stefan Born bezieht, bringt in Erinnerung, daß unter einem libe- ralen belgischen Minister Karl Marx aus Brüssel und aus Belgien ausgewiesen worden sei. Hus Industrie und Kandel. Die Lage im sächsisch-thüringischen Webcrbezirk. Die Lage der Arbeiter in den Webereien im sächsisch-thüringischen Textilbezirk ist trostloser denn je. Die Weber müssen jetzt tagelang auf Schuß und Kette warten. Eine große Zahl ist gezwungen, auf nur einem Stuhl zu arbeiten. Es wird minderwertiges Material verarbeitet, das alle Augenblicke reißt usw. Schon diese Tatsachen lassen ahnen, daß die Lohnverhältnisse tief- traurig sind. Natürlich resultiert daraus eine Unterernährung der Webereibevölkernng. Fleisch und Butter sind Seltenheiten auf deren Tüche. Meist kann nur ein bißchen Fett auf das Brot gekratzt werden, und in vielen Fällen auch das nicht. Unter diesen Um- ständen ist es kein Wunder, daß die Krankenziffern rapid in die Höhe schnellen. Beispielsweise hatten die drei Geraer Kassen(Ortskranken- lasse der Stadt, Ortskrankenkasse der Landgemeinden und die Texlil- betriebskrankenkasse) in der vergangenen Woche einen Krankenzufluß von weit über 300. Bei der Ortskrankenkasse der Stadt erfolgten an einem einzigen Tage 50 Krankmeldungen. Der Texttlarbeiier- Verband halte im Gau Gera im letzten Jahre rund 40 000 Mark Krankenzuschuß zu leisten, fast ebenso viel wie die übrigen Unterstützungen(für Streiks, Gemäß- regelte, usw.) zusammen ausmachten. Außerdem hatte der Verband im Gau Gera rund 15 000 M. Sterbegeld zu bezahlen. Das sind geradezu beängstigende Zahlen. Einen Beweis dafür, daß auch eine große Arbeitslosigkeit herrscht, kann man in der großen Zahl der leerstehenden Stühle finden. In Ronneburg(S.-A) waren am Sonnabend voriger Woche zum Beispiel bei der Firma Kraschwitz u. Zetzsch? von 286 vorhandenen Webstühlen nur 72 mit Arbeit belegt. Noch schlimmer liegen die Dinge in der Rönne- burger Wollenweberei- Aktien- Gesellschaft. Dort sind von den über 200 Stühlen gar nur 36 bezogen gewesen, und ähnlich liegen die Verhältnisse an vielen anderen Orten. Gera er- freut sich auch des traurigen Ruhms, die größte Kindersterblichkeit der Welt aufzuweisen, linser Genosse Lewcn beantragte im Ge- meinderat, energische Gegenmaßregeln zu ergreifen, und waS tat das städtische Gesundheitsamt? Es beschloß, die Mütter durch be- iehrende Broschüren zum Selbststillen zu veranlassen l— Das wird sich natürlich als SyiiphuSarbeit erweisen, denn einmal müssen die Arbeitermütter baldmöglichst wieder in die Fabrik laufen, um Mehrwert zu schaffen, und andererseits ist es doch auch beim besten Willen unmöglich, aus den durch Degeneration ausgemergelten Leibern der Arbeiterinnen gute Milch zu ziehen. Wahrlich es fehlt nicht mehr viel und das schlesische Weberelend vor sechzig Jahren er- hält sein Gegenstück._ Gewerkschaft Tremonia, Dortmund. Daß trotz Lohnerhöhung im letzten Jahre noch eine erkleckliche Steigerung des UcberschusseS möglich war. zeigt auch der Geschäfts- abschluß des Bergwerks Tremonia. Es betrug: 1906 1907 die Kohlenförderung in Tonnen.. 265 507 294 173 'die Kokserzeugung,„.. 43 817 44 370 die Zahl der Arbeiter..... 1 059 1 140 der Reingewinn(Mark)...,. 428 253 601 764 mithin pro Arbeiter: Kohlenförderung in Tonnen... 250,7 258,0 Reingewinn in Mark...... 404,4 519,0 Bei solchen Resultaten müssen die Klagen der Kohlenmagnaten über die hohen Lohnlasten doch eigenartig berühren. Schutz der nationalen Arbeit. In der am Sonnabend abgehaltenen Generalversammlung der Hamburg-Amerikanischen Paletfahrt-Aktiengesellschaft wurde aus- geführt, daß das Unternehmen sich den englischen Kohlen zuwenden müsse, da die deutschen Preise nicht den herrschenden Verhältnissen angepaßt werden.— Die Kohlenmagnaten pfeife» darauf! Ludwig Löwe«. Co., Mtiengesellschaft in Berlin. Nach dem Rechenschaftsbericht der Direktion für das Geschäftsjahr 1907 erzielte die Gesellschaft einen Bruttogewinn von 3 124 922 M.(im Vorjahre 2758473 M.) Aus dem mit 1349844 M.(im Vorjahre 1374197 M.) verbleibenden Neingewinn soll bekanntlich eine Dividende von 16 Proz,(wie im Vorjahre) auf das Aktienkapital von 7 500 000 M. ausgeschüttet werden. Norddeutscher Lloyd. Im letzten Jahre erzielte daS Unternehmen einen Neingewinn von 6 034 316 Mark(i. V. 12 786 579 Mark), aus dem, wie bereits mitgeteilt, eine Dividende von 4'/- Prozent auf das ganze Aktienkapital von 125 Millionen Mark ausgeschüttet werde» soll, während im Vorjahre 3'/, Prozent Dividende zur Ver- teilung gelangten, wovon 100 Millionen Marl voll. 25 Millionen Mark aber nur mit 25 Prozent Einzahlung für drei Monate teil- nahmen._ Die deutsche Mehlansfnhr und die schweizerischen Müller. Man schreibt uns: Seit dem 1. Juli 1906 hat sich der Mehlexport Deutschlands nach der Schweiz rapid gesteigert. Während im ersten Halbjahr 1906 nur 14 525 Doppelzentner deutsches Mehl in die Schweiz eingeführt wurden, betrug die Einfuhr im zweiten Halbjahr des gleichen Jahres schon 69 144 Doppelzentner, um sich im Jahre 1907 auf 341 454 Doppelzentner zu erhöhen. Der Grund dieser Zunahme liegt in der Ausfuhrprämie, die Deutschland den deutschen Mehlen, und ganz besonders den feinen Weizenmehlen gewährt. Deutschland legt bei der Zollrnckvergütuna durch Gewährung von Einfuhrscheinen das Mahlergebnis von 75 Kilogramm Mehl auf 100 Kilogramm Weizen zugrunde, und zwar je 30 Kilogramm Mehl 1. Klasse(im Handel mit Nummer 00 und 0 bezeichnet), je 40 Kilo- gramm Mehl 2. Klasse(Handelsiiummer 1. 2, 3) und je 5 Kilo- gramm 3. Klasse(Nummer 4 und 5), und gewährt bei der Aus- fuhr von: 100 kg Mehl 1. Klasse einen Einfuhrschein auf 160 Kg Weizen 100„„ 2.„„„„ llT'/j«„ 100 1,„■ o, ff„„„ 100 ff„ so baß der Wert eines solchen EinfuhrscheineS auf Grund deS deutschen Getteidezolles von 6,50 M. pro 100 Kilogramm beträgt: bei Mehl 1. Klasse 8.80 3fr. „„ 2. ff 6,46 ff ,„ 8. v 5,50« Nun behaupten die schweizerischen Müller, es sei eine ganz Willkür» liche Annahme, daß 100 Kilogramm Mehl erster Klasse einem Weizen- quantum von 160 Kilogramm enlsprechen, während 100 Kilogramm Mehl zweiter Klasse bloß 117Vz Kilogramm Weizen und 100 Kilo- grainm Mehl dritter Klasse gar nur einer Einfuhrmenge von 100 Kilogramm Weizen gleichkommen sollen. In Wirklichkeit ergeben 100 Kilogramm Weizen 80 Kilogramm Mehl und 20 Kilogramm Kleie. Wenn nun die Kleie beim BeredelungSverkehr unberücksichtigt bleiben soll, so wäre für die Zollrückvergüiung das Verhältnis 80: 100 oder 100: 125 zu akzeptieren. Für 100 Kilogramm Mehl wäre daher ein Einfuhrschein auf 125 Kilogramm Weizen zu verabfolgen. Die Erteilung eines EinfuhrscheineS auf 160 Kilogramm Weizen im Werte von 8,80 M. für je 100 Kilogramm Mehl erster Klasse überstiege aber das natürliche Produktionsverhältnis um 35 Kilo- gramm. Diese 35 Kilogramm im Zollwerte von 1.»2>/z M, bilden also eine Extraprämie auf die ivkehle erster Klasse, die für die Einfuhr in die Schweiz ausschließlich in Frage kommen. Dagegen bleiben die Viehle 2. Klasse um 7>/z Kilogramm oder 41'/« Pf-, die Mehle 3. Klasse aber um 25 Kilogramm oder 1,37'/z M. unter der vollen Rückvergütung. In der Tat findet diese verschleierte Exportprämie einen präg» nanten Ausdruck in den jeweiligen deutschen Mehlpreisnoiierungen. Im Dezember 1906 kostete in Mannheim: Preis ab Mannheim Nettopreis für für Jnlandkonsum Export Mehl Nr. 0.... 26,35 M. 17.55 M. „ 1.... 24.85 18,39„ .„ 2.... 23,85„ 17,39. per 100 Kilogramm inkl. Sack. Das Mehl Nr. 0, das infolge seiner weißeren und besseren Onalität für den Konsumenten in Deutschland 1,50 M. mehr kostet als Mehl Nr. 1, stellt sich für den Export ins Ausland nicht nur nicht höher, sondern sogar noch um 84 Pf. billiger als das geringere Mehl Nr. 1. Das Mehl Nr. 2. das in Deutschland 2,50 M. weniger kostet als das Mehl Nr. 0, stellt sich für den Export nur um 16 Pf. niedriger als Mehl Nr. 0. Es ist daher begreiflich, daß der deutsche Exporteur nicht Mehl Nr. 2 zur Ausfuhr bringt, sondern nur Mehl Nr. 0, das ihm zum Ankauf für den Export nicht mehr kostet als Mehl Nr. 2. im Auslande aber einen viel höheren Verlaufswert hat als jenes. Die Vorgänge zeigen wieder mal charakteristijch. wie dem deutschen Volke zugunsten seiner Agrarier das Fell über die Ohren gezogen wird. Ist es nicht geradezu unerhört, daß man im Inland sür die gleiche Sorte Mehl 8,80 M. und 6,46 M. pro 100 Kilo- gramm mehr zahlen muß als das Ausland?— Ebenso bezeichnend ist es aber, wie der Getreidezoll voll im Jnlandpreise zum Ausdruck kommt, und die Behauptung, daß der Zoll vom Ausland getragen wird, sich wieder einmal als Märchen erweist. Gegen diese Differenzierung der Zollrückvergütung nach der Feine und Weiße des Mehles, die kein anderes Land als Deutsch- land kennt, machen nun die schweizerischen Müller mobil. Sie fordern daher, die Einsuhr von deutschem Mehl erster Klasse so lange mit einem Zollzuschlage zu belegen, als Deutschland diesem Mehl eine Exportprämie gewährt. Zur Zeit hatte dieser Zollzuschlag pro 2,40— l,921/j Mark pro hundert Kilogramm be- tragen. Der schweizerische Bundesrat hat sich natürlich beeilt, mit der deutschen Regierung Verhandlungen zugunsten der schweizerischen Unternehmerinteressen anzukämpfen. Die deutsche Regierung hat es jedoch abgelehnt, ihren Müllern daS Geschäft zu versalzen und be- streitet, daß die von ihr beliebte Differenzierung der Ausfuhr- Vergütung den Charakter einer verschleierten Exportprämie habe. _ Einschränkung der Roheisenerzeugung. Die Friedrich-Alftedhütte Aktiengesellschaft, die der Firma Krupp gehört, wird einen Hochofen vom 1. April ab wegen Arbeitsmangels ausblasen. Das Ausblasen eines Hochofens ist gleichbedeutend mit dem Außerbetriebsetzen einer ganzen Reihe anderer Schmelz- und Wärmeöfen. Der englische ArbeitSmarkt. Nach der„Labour Gazetie' vom 15. d. M. zeigte der Arbeitsmarkt im Monat Februar eine bedeutende Verschlechterung gegen den Parallelmonat des Jahres 1907. Die 268 berichtenden Trades-UnionS, die eine Gesamtmitgliedschaft von 639 073 haben, wiesen eine Arbeitslosigkeit von 6,4 Prozent auf gegen 3,9 im Februar 1907. Jedoch scheint ein Teil dieser Arbeits- losigkeit den gewerblichen Konflikten der Mechaniker und Schiffbauer an der Nordoslküste geschuldet zu sein, da sie eine Anzahl von Arbeitern in Nebenbeschäftigungen in Mitleidenschaft zogen. Dänische Arbeitgeber boykottieren eine Stadt. Der Haupt- vorstand der Dänischen Arbeitgcbervercinigung hat an die Mitgliedr im ganzen Lande die Aufforderung gerichtet. für die Stadtgcmeinde Esbjerg bis auf werteres keine Arbeiten oder Lieferungen irgendwelcher Art zu übernehmen. Die Arbeitgeberschaft von ESbjerg hatte schon vor einigen Monaten einen solchen allgemeinen Boykott ihrer Heimatgemeindc durchzuführen versucht, aber offenbar ohne den gewünschten Erfolg. Nun hat die Landcszentrale der dänischen Untcrnehmerorganisation die Sache in die Hand genommen. Der Grund ihres Vorgehens ist, daß die Stadt mit ihrer sozialdemokratischen Mehrheit im Ge- meinderat der unverschämten Uebcrvorteilung durch die Meister- ringe im Maurer- und Zimmerergewcrbe überdrüssig geworden ist und nun ihre Bauarbeiten in eigener Regie ausftihren läßt. Bei Submission städtischer Arbeiten pflegten die Unternehmer so hohe Forderungen zu stellen, daß nicht nur der, der den Zuschlag erhielt, einen wucherischen Profit herausschlug, sondern auch seine Kollegen, die nichts mit der Arbeit zu schaffen hatten, ein ansehn- liches Abstandsgeld erhielten, was man als„Meisterschwein" bc- zeichnet. Die Forderungen der Herren waren so unverschämt, daß der städtische Architekt bei einem solchen Angebot ganz entrüstet ausrief:„Das ist aber doch zu verrückt!" Die Wirkung des Boykotts wird sicherlich keine andere sein, als daß der Kommunalsozialismus schnellere Fortschritte macht. Soziales. Gibt es keine Klassenjustiz? Aus Halle a. S. berichtet man uns vom 21. Märzt In der letzten Zeit erfolgten vom hiesigen Schöffengericht auf Grund von Anzeigen seitens der Polizei während des GaSarbeiterstreikL wegen Streikpostenstehens mehrere Freisprechungen, die damit begründet wurden, daß die Polizei kein Recht habe. Streikposten ohne weiteres von der Straße wegzuweisen. Heute kamen nun bei anderer Bc- setzung des Gerichts zwei Fälle zur Verhandlung, die genau ebenso lagen wie die früheren, aber zu Verurteilungen führten. Und das kam so: Als Schöffen wirkten ein Malermeister und der Maurer- meistcr Rcichardt, der als Borsitzender des BauarbeitgcberverbandeS in den Kreisen der Arbeiter als ein Scharfmacher schlimmster Sorte bekannt ist. Schon» in dem ersten Fall griff Herr Reichardt in auffälliger Weise in die Verhandlung ein. erinnerte unter anderem den Zeugen, Polizisten Julius, au Verkehrsstörungen während des Bauhandwcrkcrstreiks usw. Das Gericht kam zur Verurteilung des Arbeiters Lasch mit der Begründung: So sollte unsere Polizei hinkommen, wenn ihr bei Anordnungen nicht unbedingter Ge- horsam geleistet wird? Schon wenn ein Polizist glaubt, die Sicherheit ist gefährdet, hat er ein Recht zum Einschreiten. Als darauf im zweiten Falle gegen den Arbeiter Kcrstcn verhandelt werden sollte, bat der Verteidiger der Angeklagten, Rechtsanwalt Tittcnbergcr. den Schöffen Rcichardt als befangenen Richter ab- zu lehnen. Herr Reichardt sei Vorsitzender des Unternehmer- Verbandes und er habe als Stadtverordneter auch gegen die Wünsche der städtischen Arbeiter Stellung genommen. Das Ge- xicht erklärte aber den Schöffen Reichardt sür nicht befangen und berurteilte dann auch Kersten, der am Mittwoch in einem gleichen| Formularen zum Austritt aus der Landeskirche ankündigen. Diesen 1 Der zweite Straffenat bes Rammergerichts gab beiben Rebi Falle freigesprochen worden war, zu 5 M. Geldstrafe, Was ist gewerblicher Arbeiter"? Beschluß stellten mehrere Kriminalschuhleute Fiedler zu und verfionen am Freitag statt, hob das Urteil in vollem Umfange auf und langten das Platat aus seinem Fenster. Wegen des Widerspruchs verwies die Sache zu nochmaliger Verhandlung an das Landgericht im Inhalt des im Beschluß erwähnten und des wirklich aushängen zurück: Die Beschlagnahme von Breßerzeugnissen, also auch von Das baherische Amtsgericht in Weibenberg( Oberfranken) hat den Platats holten sie aber erst die Meinung ihrer vorgefeßten Be- Blataten, tönne nicht durch die Polizei, sondern nur durch GerichtsDas bayerische Amtsgericht in Weidenberg( Oberfranken) hat auch über gewerbliche Rechtsstreitigkeiten zu entscheiden, weil am hörde ein. Sie erhielten den Befehl, das aushängende Blafat unter beschluß erfolgen. Das ergebe sich aus dem Preßgesek. Weder aus auch über gewerbliche Rechtsstreitigkeiten zu entscheiden, weil am allen Umständen zu beschlagnahmen. Bei der Ausführung des Be- dem Landesverwaltungsgeset, noch sonstwo sei die Polizei als solche dortigen Ort ein Gewerbegericht nicht besteht. Es hat nun dieser fehls am 4. Oftober 1906 fam es zu Zusammenstößen mit Fiedler, berechtigt, Beschlagnahme von Breßerzeugnissen vorzunehmen. Nur Tage in der Fortinterpretation des Begriffes gewerblicher Arbeiter" die in Handgreiflichkeiten ausarteten. ein Meisterstück geliefert. Zwei Taglöhner wurden von einem solcher Plakate aushingen, erschienen am 24. Oftober ein Kriminal- sichtlich des Falles vom 24. Oktober, wo Verurteilung wegen WiderAls dann wieder vier als ausführende Behörde könne fie hier in Betracht kommen. HinUnternehmer beim Ausbau einer neueingerichteten Blechwaren wachtmeister, vier Kriminalschußleute und zwei Uniformierte, fie standes eintrat, müsse darum das Urteil aufgehoben werden, denn fabrik verwendet und ohne Kündigung entlassen. Sie beanspruchten wegzuholen und etwaiges Eindringen von Publikum, das sich an- das Urteil lasse in dem Falle nicht erkennen, ob es hier nur mit gemäß§ 122 der Gewerbeordnung Entschädigung für 12 Arbeitstage. sammle, zu verhindern. Der Ausgang dieses Kriegszuges gegen einer polizeilichen Präventivmaßnahme oder auch mit einem zurüdDas Amtsgericht wies aber ihre Klage mit folgender Begründung das fürchterliche Platat war der, daß Fiedler schließlich völlig er- greifen auf den gerichtlichen Beschlagnahmebeschluß rechne. Aber ob:„ Kläger traten zum Beklagten in ein Dienstverhältnis als Tage- schöpft und mit einer klaffenden Kopfwunde im Hausflur lag und auch die Revision der Staatsanwaltschaft in dem Falle vom 4. Oklöhner im Sinne der§§ 611 und folgende des Bürgerlichen Gesetz- ein Schlosser die von Frau F. verschlossene Bureautür öffnete. Mit tober, wo freigesprochen war, müsse Erfolg haben, obwohl der an buchs. Der§ 122 der Gewerbeordnung greift im vorliegenden Falle den Plakaten in der Tasche und dem Revolver in der Hand bahnten dem Tage vorgelegte Gerichtsbeschluß sich auf ein Plakat mit der nicht Platz. Die Gewerbeordnung regelt in diesem und in den fol- fich die Beamten ihren Weg durch die angesammelte Menge. Empfehlung unentgeltlicher Formulare zum Stirchenaustritt bezog, genden Paragraphen die Verhältnisse der gewerblichen Arbeiter. Fiedler wurde demnächst vom Landgericht wegen Widerstandes gegen während das ausgehängte Platat Formulare für einen Bfennig Bu solchen gehören Taglöhner, die mit gewöhnlichen, auch außerhalb bie Staatsgewalt in einem Falle und wegen Beamtenbeleidigung ausbot. Die Polizeibehörde sei an sich örtlich und fachlich zuständig, des Gewerbes vorkommenden Arbeiten beschäftigt werden, nicht(!). au 2 Monaten Gefängnis verurteilt. Das Gericht erachtete für feft- gerichtliche Beschlagnahmen ausführen zu lassen. Die obere Bolizeia Es können daher nur die Bestimmungen der§§ 620 und 611 des gestellt, daß F. sowohl am 4. Oftober als am 24. Oktober gewaltsam behörde habe sich allerdings über den Inhalt des Gerichtsbeschlusses Bürgerlichen Gesetzbuchs in Betracht kommen. Da die Vergütung Widerstand geleistet habe und daß die Beamten gegen ihn nicht mehr geirrt. Dadurch werde an ihrer fachlichen Zuständigkeit nichts genach Tagen bemessen war, so konnte Beklagter die Kläger jederzeit Gewalt angewendet hätten, als zum Brechen seines Widerstandes ändert. Wenn sie die Schuhleute beauftragte, den Gerichtsbeschluß für den folgenden Tag entlassen." nötig gewesen sei. indem er mit dem Kopfe gegen eine Tür gehauen habe. Der 4. Ot- Amtes, denn sie erfüllten nur einen Befehl ihrer örtlich und fachlich Die Kopfwunde habe er selbst herbeigeführt, auszuführen, so handelten diese in rechtmäßiger Ausübung ihres tober müsse jedoch hinsichtlich des Widerstandes ausscheiden. Die Be zuständigen Vorgesezten. Aus diesen Gründen mache sich die amten feien an dem Tage nicht in rechtmäßiger Ausübung ihres Aufhebung des ganzen Urteils und entsprechende Zurückverweisung Amtes"(§ 113 Reichsstrafgesetzbuch) gewesen, weil der Beschlag an die Vorinstanz notwendig. nahmebeschluß des Amtsgerichts, auf den sie sich am 4. Oktober allein stüßten, ein anderes als das ausgehängte plakat betraf, nämlich ein Angebot unentgeltlicher Formulare. Dagegen seien die Beamten am 24. Oktober in berechtigter Ausübung ihres Amtes gewesen, weil sie diesmal den Auftrag hatten, und den Angeklagten auch davon verständigt hätten, daß die Plakate in polizeiliche Berwahrung genommen werden sollten. Dazu sei die Polizei schon auf Grund ihrer allgemeinen Aufgaben und des Landesverwaltungsgefeßes befugt gewesen. Die Beleidigung wurde in einigen orten gefunden, die F. das erstemal beim Hülferufen ausstieß. Staatsanwaltschaft und Angeklagter legten Revision ein. Den Angeklagten vertrat Rechtsanwalt Wolfgang Heine in eingehenden Rechtsausführungen. Das Urteil geht völlig fehl und ist ein Beweis für die Notwendigkeit der obligatorischen Errichtung von Gewerbegerichten an allen Orten, sowie einer gefeßlichen Klarstellung, daß ein gewerb licher Arbeiter gewerblicher Arbeiter auch dann bleibt, wenn er nebenbei andere Arbeiten berrichtet. Gerichts- Zeitung. Bom Kampf gegen das Stirchenaustrittsplakat. Der Parteigenosse Fiedler in Berlin hatte im Fenster seines im Parterre belegenen Rechtsbureaus das bekannte Kirchenaustrittsplatat des Aktionsausschusses der Freireligiösen Gemeinde ausgehängt, und zwar hatte er mit Rüdficht auf§ 9 des preußischen Brezgesetzes die durch das Plakat angebotenen Formulare nicht unentgeltlich, sondern gegen einen Pfennig pro Stüd angeboten. Es war nun ein Beschlagnahmebeschluß des Amtsgerichts ergangen, der fich aber auf Platate bezog, welche die unentgeltliche Abgabe von 666666666666666 Unserem Freund und alten Parteigenossen Heinrich Müncheberg zu seinem heu tigen Wiegenfefte ein dreimal bonnernd Hoch! Fleischhammel. Melzer. Lange. Todes- Anzeige. Haben wir erst am 11. d. M. uniern teueren Genossen, Kollegen und Vereinsmitglied Hermann Panzram zur legten Ruhe begleitet, so fällt uns heute die schwere Pflicht zu, bekanntzugeben, bag am 20. März, nachmittags 1,2 Uhr, im Strantenhause zu Brit deffen brave Ehefrau Anna Panzram ebenfalls gestorben ist. am Die Beerdigung findet Dienstagnachmittag 4 Uhr von der Leichenhalle des Adlershofer Gemeinde- Friedhofes aus statt. Die Genossen, Kollegen und Bereinsmitglieder werden ersucht, auch der Dahingeschiedenen die letzte Ehre zu erweisen und sich recht zahlreich an der Beerdigung zu beteiligen. 285/5 Jm Namen bes Sozialdemokratischen Wahlvereins von Adlershof, des Verbandes der Fabrik, Land-, Hülfsarbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands Zahlstelle Adlershof und des Rauchklubs„ Sieben roocht" Gustav Tempel. Verband der Buch- und Steindruckerei- Hülfsarbeiter u. Arbeiterinnen Deutschlands. Ortsverwaltung Berlin. Zahlstelle II.( Hülfsarbeiter.) Todes- Anzeige. Am Donnerstag, den 19. März, starb nach langem Leiden unser Mitglied und Kollege Oskar Weiß im 36. Lebensjahre. 27/4 Ein ehrendes Andenken bewahrt dem Verstorbenen Die Zahlstelle II Berlin. Die Beerdigung findet am Montag, den 23. März, nachmittags 2 Uhr, vom Strantenhause am Urban aus auf dem Jerufalemer Friedhof, Rigdorf, Hermannftrage, ftatt. Um rege Beteiligung wird ersucht. Hierdurch die traurige Nachricht, daß mein lieber Sohn, unfer guter Bruder, Schwager, Dntel und treuer Freund, der Metallbreher 8775 den Ernst Knobelsdorf nach furzem schwerem Stranfenlager Donnerstag. am 20. März, fanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Dienstag, den 24. März, nachmittags 3, Uhr, von der Leichen. halle des Zentral- Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. am Eckerts Sarg- Magazin Beerdigungs- Juftitut Zionsfirchplatz 3 57465* IIIa, 8189. Lieferung nach allen Krankenhäusern sowie nach außerhalb. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Todes- Anzeige. Am Freitag, den 20. März, bers starb unser Mitglied, der Schloffer August Lohrberg Beusselstr. 44. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 23. März, nachmittags 3, Uhr, von der Leichenhalle des städtischen Friedhofes in der Müllerstraße, Ede See straße, aus statt. 226/2 Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Vorstand. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein inniggeliebter Mann, und guter Bater, der Schloffer [ 8965 August Lohrberg am 20. März, nachmittags 2 Uhr, nach langem, schwerem Leiden im Alter von 48 Jahren verstorben ist. Dies zeigen tiefbetrübt an Witwe Berta Lohrberg und Kind. Die Beerdigung findet Montag, den 23. März, nachmittags 32 Uhr, von der Leichenhalle des städtischen Friedhofs, Müllerstr. 44, aus statt. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeigen. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Rohrleger August Prill geftorben ist. Ehre seinem Audenken! Die Beerdigung findet heute Sonntag, den 22. März, nachmittags 3 Uhr, von der Leichen halle des Bius- Kirchhofes in Wilhelmsberg aus statt. Rege Beteiligung wird erwartet. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Schloffer August Lohrberg gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 28. März, nachm. 3 Uhr, von der Leichenhalle des städtischen Friedhofes in der Müllerstraße aus statt. Rege Beteiligung wird erwartet. Nachruf. Den Kollegen zur Nachricht, daß unsere Mitglieder, der Schloffer Otto Liehr und der Anschläger Hermann Uthke gestorben find. Ehre ihrem Andenken! 114/1 Die Ortsverwaltung. Danksagung. Sage allen Verwandten, Freunden und Bekannten sowie dem Deutschen Zentralverband der Böttcher und Hülfsarbeiter für die herzliche Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unseres ftets forgenden Baters unseren herzlichsten Dank. 21. Emma Brätsch geb. Hesse 8955 nebst Kindern. Todes- Anzeige. Am 20. März 1908 verstarb meine liebe Frau Elisabeth Schulz geb. Moßz 23752 an Schlaganfall. Die Beerdigung findet am Dienstagnachmittag 1 Uhr bon der Halle des Luisen- Kirchhofes am Fürstenbrunner Weg aus statt. Der trauernde Gatte Paul Schulz, Charlottenburg, Gueritestraße 36. Allen Bekannten zur Nachricht, daß am 19. März meine liebe Frau Klara Jurkscheit geb. Griesbach im 31. Lebensjahre verschieden ist. Die Beerdigung findet heute nachmittag 3 Uhr auf dem Rigdorfer Gemeinde Friedhofe am Marien859b dorfer Weg statt. N Hugo Jurkscheit nebit Angehörigen. Deutscher Transportarbeiter- Verband. Hiermit diene den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser treues Mitglied, der Möbeltransportarbeiter Paul Böhlke am 18. d. Mts. im Alter von 38 Jahren an Herzschlag plöglich verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 22. März, nachm. 5 Uhr, von der Leichenhalle ber St. Simeons Gemeinde, Briz, aus statt. 68/4 Um zahlreiche Beteiligung ersucht Die Verwaltung 2. Deutscher Tabakarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin.) Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unsere Kollegin Marie Stoffmehl am Donnerstag, den 19. März, verstorben ist. Ehre ihrem Andenken: Die Beerdigung findet am Sonntag, den 22. März, nachm. 4 Uhr, von der Halle des Georgen- Kirchhofes in Beißensee aus statt. 187/3 Um zahlreiche Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung, Zentral- Verband der Maurer Deutschlands. Zweigverein Berlin, Sektion der Putzer. Unseren sowie den Mitgliedern des Gesangvereins zur Nachricht, daß unser Mitglied August Buchholz im Alter von 63 Jahren am 21. März an Lungenentzündung berstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Dienstag nachmittags 4 Uhr vom Trauerhause Schulstraße 56 aus auf dem neuen Paul- Kirchhof in Plögensee statt. Um rege Beteiligung ersucht 133/11 Der Vorstand. Sozialdemokratisch. Wahlverein Rixdorf. Todes Anzeige. Den Parteigenoffen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Nahmenmacher Richard Teicher ( 4. Bezirk) verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet morgen Montag, nachmittags 3 Uhr, bon der Leichenhalle des neuen Rir dorfer Friedhofes( Mariendorfer Weg) aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 234/14 Der Vorstand. ( E.§. 29 Hamburg), Filiale Berlin 10: Heute vormittag 10 Uhr bei Faber, Stephanstr. 11. Filiale Wildau: Heute vormittag 10 Uhr bei Schumann, Wildauer Hof. Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter Allgemeine Familien- Sterbekaffe. Heute Babltag Aderftr. 123 bei Wiesenthal und Mariannenstr. 48 bei Liebehenschel( von 3-6 Uhr). Zentral- Kranken- und Begräbniskaffe für Frauen und Mädchen ( G. 5. 26). Verwaltungsstelle Berlin III; Morgen( Montag), abends 10 Uhr, bei Schuldt, Butbuser Straße 25. Deffentliche polnische Versammlung heute nachmittag 2 Uhr in Rigdorf, Jägerstr. 3( bei Maltowski). Tagesordnung: Die preußische Regierung und das polnische Volt". Referent: St. Tuszynski- Bochum. Zentralverband der Schuhmacher Deutschlands. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege Buschneider Hermann Schaare am 20. März gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Dienstag nachmittag 4 Uhr bon der Leichenhalle des BartholomäusKirchhofes, Faltenberger Chauffee, aus statt. 169/5 Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Empfehlen den Genossen und Kollegen unser Zentral- Verband der Maurer Beerdigungsinstitut, Solidi". Bezirk Deutschlands. Zweigverein Berlin. Moabit. Am 18. März verstarb unser Mitglied Albert Schmidt im Alter von 40 Jahren an Lungenentzündung. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntag, den 22. März, nachmittags 4, Uhr von der Leichenhalle des Virchow Strantenhauses aus nach dem Heilands- Kirchhof, Plößensee statt. Um rege Beteiligung ersucht H. Fischer& Kreutzberger, Rixdorf, Pflügerstraße 70, Ede Friedelstraße. Amt Rigdorf 946 Die Harnleiden tbre Gefahren, Verhütung und Beseitigung von Dr. med. Schaper, BERLIN Preis 1 Mark. stes Causend Verlag Max Richter Srankfurt( Oder) Buschmühl- Chaussea 187/3 Die Verbandsleitung. Dr. Schünemann Deutscher Senefelder- Bund. ( Filiale II) Chemigraphen. 14752 Spezial- Arzt für Haut- und Harnleiden, Frauenkrankheiten. Friedrichstr. 203, Ede Schüßenstr 10-2, 5-7, Sonnt. 10-12 Uhr Den Mitgliebern zur Nachricht, Dr. Simmel daß unser Kollege Karl Rehfeld Aezer, verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Sonntag, den 22. März, nachmittags 4 Uhr, auf dem Gemeindefriedhof in Stegli statt. Treffpunkt der Kollegen um 3 Uhr am Rathaus Steglik. Rege Beteiligung erwartet 8895 Der Vorstand. Todes Anzeige. Nach langem, schwerem Leiden verstarb am 20. März, abends 10% Uhr, mein lieber Mann, der Eigentümer [ 23702 Hermann Sasse. Die Einäscherung der Leiche erfolgt am Mittwoch mittag 1 Uhr in Hamburg. Margarete Sasse geb. Bauer, Nirborf, Kopf- Straße 40. Nachruf. Am 14. März wurde inmitten feines Berufes mein Kutscher Reinhold Müller durch Unfall aus dem Leben geriffen. 8385 Der Dahingeschiedene war sechs Jahre als treuer und gewissens hafter Arbeiter bei mir tätig und empfinde ich dessen Verlust sehr. Gustav Pagel, Berlin SO., Stalizerstr. 9. Bon Gr.Frankfurt. Str. 53. verzog. nach Ede Gr. Frankfurter Str. 101. strautstr. Dr. med. Ed. Flatow. 119/ 7* Sprechzelt verlegt auf 9-10 u. 4-6. Spezial- Arzt für Haut- und Harnleiden. Prinzenstr. 41, Moritzplatz, 10-2, 5-7. Sonntags 10-12, 2-4. Preise Zahn- Klinik. beliebige Teil. zahlung. InvalidenOlga Jacobson, straße 145. W. Hermann Müller, Berlin, Magazinstr. 14. No. 5927. 1906er Märker, lose Blätter, a 73 Pf. No. 6049.Mexiko- Einlage, SN würzig. Leicht, a 1,25 Mr. Billige Rohtabake. Max Jacoby, Strelitzerstr. 52. Heinrich Franck Berlin, Brunnenstr. 185 Sumatra, ganz hell No. 1400, 250 Pf. Vollbl.: Geschäftsschluß 7 Uhr. 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Man faltulierte: Wenn die Konservativen für eine uns günstige Fassung der Börsengefebnovelle gekauft werden sollen, dann muß der Freifinn den Sprachenparagraphen des Vereinsgefeßes opfern. Und da der Freijinn ohne unsere goldspendende Freundschaft nicht leben tanu, er an politischer Ehre nichts mehr zu verlieren hat, wird er weiter feine Schwierigkeiten machen und troh der feierlichsten Erklärungen seiner Standhaftigkeit doch den Bauchrutsch vor den Konservativen vollziehen. Die altulation war richtig! Der heutige Freifinn ist frei von allem politischen Sinn. Bei den Konservativen erwirbt er sich den Ruhm des schofelsten, charakterlosesten Ueberläufers, den man benutzt und verachtet, und was in den Reihen des Bürgertums noch an Gradheit und politischer und geistiger Integrität vorhanden ist, das wendet sich von der mißratenen Sippe aus dem eigenen Lager mit Ekel ab. Die Börje, weil sie richtig faltuliert hat, ist in relativ guter Stimmung, die sie sich durch andere unerfreuliche Meldungen wenig stören läßt. Ob aber die Konservativen nachher auch wirklich den Verräterlohn zahlen, ist doch noch sehr fraglich. Es ist nicht ausgeschlossen, daß man die Börfianer trotz ihrer ficheren Einschäßung freisinniger Charakterlosigkeit doch noch in der Rolle des Lohgerbers sieht, dem die schönsten teueren Felle fortschwimmen. Soweit über eine Veränderung der Lage auf dem Arbeitsmarkt in den letzten Wochen berichtet werden kann, muß leider eine weitere Verschlechterung fonstatiert werden. Die Abschwächung erstredt sich auf fast alle Industrien und Gewerbe. Die vom rheinisch- westfälischen Kohlensyndikat beschlossene Fördereinschränkung von 10 Broz. scheint schon jetzt überschritten zu werden. In der ersten Hälfte des März ist nämlich die Zahl der von den Zechen angeforderten Wagen bereits um über 10 Proz. hinter der in der gleichen Zeit des Monats Februar pro Tag beanspruchten Wagenzahl zurüdgeblieben. Für 12 Tage ergibt sich damit ein Minderversand von rund 300 000 Tonnen. Man rechnet mit einer weiteren Fördereinschräntung durch das Syndikat. In der Gestaltung der Verhältnisse am Kohlenmarkt spiegelt sich die Lage der Roheisenwerte und der weiterverarbeitenden Industrie. Der Kampf der Werke um die wenigen an den Markt kom menden Aufträge hat sich noch verschärft. Natürlich geht es dabei nicht ohne Preisfonzessionen ab, während andererseits die Weiterverarbeiter an die ihnen vom Kohlensyndikat und dem Stahlverband aufgenötigten hohen Preise gebunden bleiben. Den auf sie aus geübten Drud suchen die Rohmaterialientäufer für sich durch Lohnfürzungen nach Möglichkeit zu mildern. Immer wieder sind es die Arbeiter, die die Folgen der Syndikatspolitik austosten müssen. Wenn bisher die Unternehmer davon abgesehen haben, durch Arbeiterentlassungen und Einlegung von Feierschichten ihre Produktivkräfte vollständig mit den Arbeitsaufträgen in Einklang zu bringen, so scheint die Grenze dieser Zurückhaltung erreicht zu sein. Ja, teilweise haben die ge- und befürchteten Maßregeln bereits in scharfer Weise eingeseßt. Es ist wenig tröstlich, wenn z. B. das Hasper Eisen- und Stahlwert mitteilen läßt, es habe eine Lohnkürzung von nur 6-7 Broz. und nicht in Höhe von 15 Broz. vorgenommen. Neben der direkten Lohnreduktion sind auch noch vermehrt Feierschichten eingelegt, so daß durch die beiden Maßnahmen BS ( BS BS ( BS ( BS) BAN BAGAN ( BS) BS BAS 30 BS BAN ( BS) BAN ( BS Der Haupt- Katalog Nr. 34 mit neuesten Moden und der Livrée- Katalog Nr. 33 auf Wunsch kostenlos und portofrel zusammen die Lohnberminderung eher über 15 Broz. hinausgeht, als weiß in wie weite Ferne gerüdt, weil Geld fehlt. Unter solchen dahinter zurückbleibt. Und ähnlich wie auf dem Hasper Wert Umständen sollte man erwarten dürfen, daß die von Zöllen und haben sich schon auf einer ganzen Reihe Eisenwerte die Berhält Liebesgaben begnadeten Agrarier wenigstens eine kleine Geneigtnisse gestaltet. heit zeigen würden, einen Teil der notwendigen neuen Steuerlaften Aber auch in anderen Gewerben hat die Einschränkung der Er- auf ihre starken Schultern zu nehmen. Wer so rechnet, hat sich verzeugung weitere Fortschritte gemacht. Das gilt besonders von rechnet. Wenn die Agrarier unter sich sind, gestehen sie einander, daß einem Teile der Webereien und fast ganz allgemein von der Kon- die Redereien von der Not der Landwirtschaft demagogische Manöver fektionsindustrie. Hier erhöhen widersprechende und sich kreuzende sind, daß die Notleidenden das ordinäre Brot verachten, weil sie Intereffen die Schwierigkeit der Lage. Umfangreiche Abnahmever- sich an Fleisch sattessen fönnen. Und mit dem Essen erhöht sich ihr pflichtungen auf der einen Seite und keine Aussicht, selbst zu re- Appetit. Nicht nur fordert man nun noch Zölle auf alle möglichen duzierten Preisen verkaufen zu können, treiben zu Katastrophen; noch nicht zollgeschüßten Artikel, wie Milch, Rahm, Eier, Butter während andererseits die Hoffnung, bald noch billiger kaufen zu usw., sie halten auch Umschau nach anderen Mittelchen, die einmal können, bei den Eindeckungen nicht über das Allernotwendigste ihnen erhöhte Einnahmen garantieren, weiter aber auch, unter hinausgehen läßt. Schonung ihrer Schultern, den Wermsten der Armen die neuen Steuerlaften aufwälzen, die der gähnenden Leere in der fiskalischen Kasse ein Ende bereiten sollen. Für die Lieferanten von Baumaterialien haben sich die Ausfichten nicht gebessert. Zwar ist nicht zu berkennen, daß die Bauunternehmer doch wohl etwas weniger agressiv vorgehen, als nach Zu den Plänen, Tabak und Bier in erhöhtem Maße als Steuerihren Broklamationen erwartet werden konnte. Aber dafür, daß fie objekte zu verwenden, tritt nun auch der Vorschlag, die Butter der es nicht zu einem Konflikt treiben wollen, liegen doch noch keine Proletarier, die Margarine, zu besteuern. Diesem Vorschlage irgendwie bemerkenswerten Anzeichen vor. Die langersehnte Geld- liegt die bekannte agrarische Spekulation zugrunde: Wird die erleichterung auf dem Geldmarkt, die die Baulust beleben sollte, Steuer eingeführt, dann trägt natürlich nicht der Fabrikant die scheint jetzt einzutreten. Die Bant von England hat am Donners- Lasten, in irgendeiner Form werden sie auf den Konsum abgetag ihren Diskont wiederum, und zwar auf 3 Proz. ermäßigt. wälzt; der Preis der Margarine schnellt hinauf. Diese getvollte Und da wird auch wohl die Reichsbant bald mit einer weiteren Wirkung ermöglicht es den Agrariern, auch den Preis der Butter Diskontherabsehung nachfolgen. Nun aber kommt das Bauunter hinaufzuschrauben. Der Konsum der geringeren, d. h. der von der nehmertum her und verhindert durch Kampfandrohung und Re- am wenigsten steuerfähigen Bevölkerung gekauften Sorte Margapressalien gegen die Arbeiter eine umfangreiche Bautätigkeit. rine steigt. Die Armen sind es, die dann tatsächlich die Steuer zahlen. Im Wasserstands- Nachrichten der Landesanstalt für Gewässerfunde, mitgeteilt vom Berliner Wetterbureau. Trop der ablehnenden Haltung des Kohlensynditats hat man in beteiligten Kreisen doch immer noch mit einer Preisermäßigung Für die große Masse der auf Margarinetonfum angewiesenen für Brennmaterialien gerechnet. Das Syndikat läßt nun aber in- Arbeiter bedeutet das agrarische Plänchen ein weitere Verschlechte= direkt nochmals erklären, daß an eine Reduktion der festgelegten rung der Lebenshaltung; den Juntern garantiert es höhere Preise Richtpreise nicht gedacht werde, schon darum nicht, weil das nach und der Fiskus bekommt Geld in den Beutel. So macht man in den Statuten unzulässig sei. Selbst wenn das richtig wäre, braucht Preußen- Deutschland Sozialpolitit, so hebt man die Lebenshaltung man nicht zu befürchten, daß die Abnehmer sich wegen Statutver- der Minderbemittelten. Bei Würdigung des Attentates auf die legung beschweren werden, wenn ihnen allgemein ein Preisnachlaß Margarine darf man nicht vergessen, daß die Produktion schon gewährt wird. Und niemand hindert das Syndikat daran, auch wesentlich verteuert worden ist durch die Belastung mit Zöllen, die diejenigen Konsumenten, mit denen Verträge abgeschlossen worden auf Rohmaterialien zu zahlen sind. Und den Margarinefabrikanten sind, an einer Preisreduktion partizipieren zu laffen. Die Er ist ein Entgegenkommen gezeigt durch die Erhöhung des Zolles flärung des Syndikats hat das Bündlerorgan, die Deutsche Tages- auf Margarine von 16 auf 20 M. So wird dem Volfe ein Surzeitung", in Harnisch gebracht. Es droht mit Maßnahmen, durch rogat verteuert, zu dem es notgedrungen seine Zuflucht nimmt, welche es dem Synditat vor seiner„ Götterähnlichkeit bange" werden weil es das natürliche Nahrungsmittel nicht erschwingen kann. D. fönnte. Jedenfalls denkt das Agrarierblatt dabei an Verstaatlichung des Kohlenbergbaues. Charakteristisch ist, daß das Kohlenmagnatentum seine Erklärung losläßt, unmittelbar nachdem die Entschließung des Eisenbahnrates in der Tariffrage bekannt geworden ist. Für die Kohleneinfuhr ist der Rohstofftarif bewilligt worden. übrigen hat der Eisenbahnrat sich auf den Standpunkt gestellt, es sei nicht tunlich, abgesehen von einigen nicht ins Gewicht fallenden Ausnahmen, den Kohlenexporteuren den Vorteil der Exporttarife zu entziehen. Von dieser Seite hat das Syndikat also keine Hinder- Memel, Tilfit nisse zu befürchten und lehnt deshalb jede Breistonzession ab. Die Bregel, Justerburg Deutsche Tageszeitung" nennt das Rechett. Sachlich ist das eichsel, Thorn zweifellos berechtigt. Über die Agrarier haben am allerwenigsten Dber, Ratibor Ursache, sich über Rücksichtslosigkeiten anderer Raffer zu beschweren, Atroffen gerade sie find beständig auf der Suche nach neuen Plündermitteln. Barthe, Schrimm Bezeichnend für die wirtschaftspolitische Atmosphäre ist das Auftreten der Agrarier. Die neuen Handelsverträge mit ihren erhöhten Zollfäßen haben den Juntern ungezählte Millionen Mehreinnahmen verschafft, die infolge günstiger Ernteverhältnisse noch weitere Steigerung erfuhren. Nicht zuletzt der verkehrten, im Interesse der Junker dittierten Wirtschaftspolitik verdanken wir die Finanztalamitäten im Staat und Reich. Die den Beamten vor 1)+ bedeutet Wuchs, Jahr und Tag zugesagte Gehaltsaufbesserung ist wiederum wer 9) Grundeis, heute vormittag 426 cm. RAEP RAEP Frühjahrs- Anzüge Vollendet schöne Auswahl in aparten reichhaltigen Mustern. Hochmoderne Stoffe und Fassons. 60,- 55,- 50,- 45, 40.- 36.- 33,- 30.27-24- 21.- 18.15M. Paletots und Ulster 50.unübertroffene Ausmusterungen vornehmster Moden und Stoffe. :: Schönste Farbenstellungen, 45.- 40.36.- 30.- 2724- 21.- 18.15 M. Viele Tausende Exemplare. Nur eigene Erzeugnisse. Jedes Stück ist eine Empfehlung. Feine Maß- Arbeit aus erstklassigen Stoffen zu mäßigen Preisen. 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Donnerstag, abends 8 Uhr: Ertra borstellung in den Mufitersälen: Kammermusik- Abend. Berliner Theater. Zagl. 8 Uhr: Gastspiel Hansi Niesi: Die Förster- Christl. Neues Theater. Anfang 8 Uhr. Meißner Porzellan. ringen: WeltIwan Padoubny, meister, Rußland, gegen v. Rußland. Wachtorow, Champion Champion Gambier II, Belgien, Antonitch, gegen Schiller- Theater. Schiller- Theater 0.( Wallner- beater). Sonntag, nach m. 3 Uhr: Der Kaiserjäger. Komödie in 3 Aufzügen von Hans Brennert und H. Dftwald. Sonntag, abends 8 11 br: Der Weg zum Herzen. Lustspiel in 4 Aften v. Adolf L'Arronge. Montag, abends 8 Ubr: Der Weg zum Herzen. Dienstag, abends 8 Uhr: Der Weg zum Herzen. Schiller- Theater Charlottenburg. Sonntag, nach m. 3 Uhr: Das vierte Gebot. Boltsstüd in 4 Akten v. 2. Anzengruber. Sonntag, abends 8 ll br: Weh' dem, der lügt. Lustspiel in 5 Aufzügen von Franz Grillparzer. Montag, abends 8 Uhr: Auf der Sonnenseite. Dienstag, abends 8 Uhr: Kaiser und Galiläer. 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Reichshallen- Theater. Vorverkauf Sonntags 10-1 Uhr. Montag: Der Hypochonder. Montag, 13. April: Benefiz für Lina u. Karl Moeller: Unschuldig verurteilt. Deutsche Konzerthallen An der Spandauer Brücke 3. Täglich Deutsch- Amerikanischer Urbock- Trubel. größter Borussia- Festsäle Ackerstraße 6/7 Soldat Josef Schippers der lange Kerl. Kunsttaucher Kapt. Gröbl m. s. Riesenbass. Sicilian. Briganten- Kapelle. Ohne Extra- Entree! Eintr. 50 Pf. Kind. u. Sold. 25 Pf. Metropol- Theater Nachmittags Uhr: Inh. J. Leschkowski. Jeden Sonntag u. Donnerstag: Großer Ball. Vier Säle ( 100 bis 800 Personen) für Vereine, Hochzeiten, Versammlungen unter fulantesten Bedingungen. Drei Vereinszimmer einige Tage frei. Berlin 20.98 Markgrafen- Säle" Amt 7, 4277. Inh. Hermann Scholtz, Markgrafendamm 34, a. d. Stralauer Allee. 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Otto Ullrich, Borsitzender. Innungs- Kranten tasse der Tischler- Innung. Montag, 30. März, abends 7 Uhr, im„ Gewerkschaftshause", Engelufer 15: General- Versammlung der Vertreter der Kaffenmitglieder und der Jnnungsmitglieder. Tages- Ordnung: 1. Bericht des Borstandes. 2. Abnahme der Jahresabrechnung pro 1907 und Bericht der Revisoren. 3. Er höhung der Kassenbeiträge. 4. Rege lung der Anstellungsbedingungen der Angestellten nach den Düsseldorfer Beschlüssen. 5. Wahl zweier Angestellten. 6. Berschiedenes. Der Vorstand. J.B Schwarzer Friedrichsberg Adler Frankfurter Chaussee 5 ( früher 120). Stadtbahnstation Frankf. Allee. Inh.: Gebr. Arnhold. Fernspr. Friedrichsberg No. 8. Jeden Sonntag im Königsaale: Großer Ball Anfang 4 Uhr. unter Leitung des Herrn O. Bürger. Anfang 4 Uhr. Jeden Montag: 1518L* Soiree der Apollo- Sänger. 1999 Anfang 8 Uhr. Gee Nach der Vorstellung: Familen- Kränzchen. 00000000000 Arbeiter- Bildungsschule Berlin Sonntag, den 22. März, abends 7 Uhr, im gr. Saale des Gewerkschaftshauses, Engelufer 15: Robert Schumann- Abend Vortrag mit pianistischen und gesanglichen Erläuterungen von Dr. Leopold Hirschberg, Dozent für Musikgeschichte an der Humboldt- Akademie Nach dem Vortrag: TANZ. Eintritt 30 Pf. Billetts sind vorher an den bekannten Stellen zu haben. Garderobe frei! whowmeed Allerbilligste, Anton Boekers Ball- Salon. Streng Habe noch Sonnabends und Sonntags Säle zu vergeben, auch sind Bereinszimmer in der Woche frei. Anton Boeker Weberstr. 17, Z.- A.: VII, Nr. 13414. Ich liefere auf Credit an Jedermann Möbel Polsterwaren Compl. Wohnungsund Kücheneinrichtungen Betten, Steppdecken Teppiche Gardinen, Portièren Bilder, Uhren Gas- und PetroleumKronen Sport- und Kinderwagen ev. ohne Anzahlung bei kleinster Abzahlung Möbel- u. Waren- Credit- Haus S. DORN Alte Schönhauserstr. 3 am Tor. J. Baer Ecke Balstr.26, Prinz- Allee Herren- und KnabenModen, Berufskleidung, Eleg. Paletots, Einsegnungs- Anz. Gr. 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Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sontag, 22. März 1908. fäumigen Schuhmann zu 10 M. Geldstrafe( event. 2 Tagen Haft) Der sechste Gautag des Arbeiter- Radfahrer- Bundes sowie zur Tragung der durch sein Ausbleiben entstandenen Kosten. Solidarität (( Gau 9, Provinz Brandenburg) fuurde im Berliner Gewerkschaftshaus abgehalten. Nach Begrüßung durch einige Lieder seitens der Gesangsabteilung des Berliner Radfahrervereins hieß der Gauvorsteher, Genosse Lambeck, die Delegierten wie auch die Bezirksleiter willkommen und erstattete den Gauvorstandsbericht, dem wir folgendes entnehmen: des Bundes. -O Biel Lärm um Nichts. Sonn Wochen- Spielplan der Berliner Theater. Königl. Opernhaus. Sonntag: Geschlossen. Montag: Die Hugenotten.( Anfang 8 Uhr.) Dienstag: Der Evangelimann. Mittwoch: Die Differenzen, welche im Laufe des Entwickelungsganges der Sonnabend: Hänsel und Gretel. Tannhäuser. Donnerstag: Die Hugenotten. Freitag: Sinfoniekonzert. Vermögensverwaltungsstelle für Offiziere und Beamte zwischen( Anfang 8 Uhr.) Montag: Die Hugenotten. Die Puppenfee. Sonntag: Salome. schon mehrfach die Gerichte beschäftigt haben, beschäftigten vor- Rabensteinerin. einzelnen Gruppen der leitenden Instanzen entstanden sind und Königl. Schauspielhans. Sonntag: Geschlossen. Montag: Die gestern wieder in ausgiebiger Weise das Schöffengericht Berlin- helm. Donnerstag: Die Rabensteinerin. Freitag: Klein Dorrit. Dienstag: Das große Licht. Mittwoch: Minna von Barn mitte. Diesmal handelte es sich um eine Privatklage des General- abend: Die Jungfrau von Orleans. Sonntag: Die Rabensteinerin. Montag: majors 3. D. v. Koblinski gegen den Rechtsanwalt Dr. Aßmann, Vermögens- und Gründungsverhältnisse sowie eine durchgreifende Kompagnon. Dienstag: Die Räuber. Mittwoch: Was ihr wollt. Donners. Nenes königl. Opern Theater. Sonntag: Geschlossen. der seinerzeit die Kommanditisten vertrat, die eine Klarstellung der Deutsches Theater. Sonntag: Was ihr wollt. Montag: Der Aenderung in der Verwaltung für notwendig erachteten. Gegen tag und Freitag: Die Räuber. Dr. Aßmann sette auf der anderen Seite eine lebhafte Opposition Die Räuber. Montag: Was ihr wollt. ein, welche nach Ansicht des Dr. A. hauptsächlich vom jebigen ribattläger geleitet sein soll. Gegen diesen richtete sich infolgedessen in erster Reihe ein Schriftstück des Dr. A., welches mehrere formale Beleidigungen und u. a. auch den Vorwurf der Urkundenfälschung in der Form falscher Angaben vor dem Registerrichter enthielt. Das Ergebnis der fast die ganze Sigung füllenden Beweisaufnahme war, daß der Beklagte zu 450 Mark Geldstrafe event. 30 Tagen Gefängnis verurteilt wurde. " " Augenwohl- Schwindel. Sonnabend: Was ihr wollt. Sonntag: Deutsches Theater( Kammerspiele). Lysistrata. Dienstag: Frühlings Erwachen. sistrata. Freitag: Gyges und sein Ring. fiftrata. Montag: Der Tor und der Tod. Sonntag und Montag: Mittwoch und Donnerstag Sonnabend und Sonntag: Berliner Theater. Allabendlich: Förster- Christel. Lessing- Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Rosenmontag. Abends: John Gabriel Borkman. Montag: Nora. Dienstag: Das Tal des Lebens. Mittwoch und Donnerstag: Der Teufel.( Anfang 7%, Uhr.) Freitag: Das Tal des Lebens. Sonnabend: Der Teufel. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Rosenmontag. Abends: Der Teufel. Montag: John Gabriel Borkman. Neues Theater. Sonntag bis Mittwoch: Meißner Porzellan. Donnerstag: Simson. Freitag bis Montag: Meißner Porzellan. Neues Schauspielhaus. Sonntag und Montag: Der Dummkopf. Dienstag: Judith. Mittwoch: Der Dummtopf. Donnerstag: Alt- Heidelberg. ( njang 7 Uhr.) Freitag bis Montag: Der Dummkopf. Trianon- Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Fräulein Josette meine Frau. Allabendlich: Baron Toto. Sonntag, den 29. März, nachmittags 3 Uhr: Fräulein Josette meine Frau. abendlich: 2 × 2= 5. Sonntag, den 29. März, nachmittags 3 Uhr: Kleines Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Mandragola. AlEin idealer Gatte. Abends und Montag: 2 × 2= 5. Komische Oper. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Carmen. Abends: Tiefland. Montag: Die Fledermaus. Dienstag und Mittwoch: Tiefland. Donnerstag: Die Fledermaus. Freitag: Ein Wastenball.( Anf. 7%, Uhr.) Sonnabend: Tiefland. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Hoffmanns Erzählungen. Abends:: Ein Maskenball. Montag: Tiefland. Witwe. Allabendlich: Ein Walzertraum. Sonntag, den 29. März, nachTheater des Westens. Sonntagnachmittag 3, Uhr: Die lustige mittags 3, Uhr: Die lustige Witwe. Lustspielhaus. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Ein toller Einfall. Abend bis Donnerstag: Banne. Freitag und Sonnabend: Bei uns da drüben. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Ein toller Einfall. Abends und Montag: Bei uns da due Abends: Der Weg zum Herzen. Montag und Dienstag: Der Weg zum Schiller- Theater O. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Kaiserjäger. Herzen. Mittwoch: Herenteffel. Immergrün. Donnerstag: Maria Stuart. Freitag: College Crampton. Sonnabend: Kaiser und Galiläer. Sonntag nachmittag 3 hr: Das Glück im Winkel. Abends: Monna Banna. Montag: Kaiser und Galiläer. Schiller Theater Charlottenburg. Sonnenseite. Dienstag und Mittwoch: Staiser und Galiläer. Donnerstag: Sonntagnachmittag 3 Uhr: Das vierte Gebot. Abends: Weh dem, der lügt. Montag: Auf der Stein unter Steinen. Freitag: Der rote Leutnant. Sonnabendnachmittag 3 Uhr: Wilhelm Tell. Abends: Stein unter Steinen. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Das vierte Gebot. Abends: Stein unter Steinen. Montag: Der Sonnabend und Siegfrieds Tod. 3 Uhr: Nachtasyl Abends: Hasemanns Töchter. und Montag: Die Ranpau Donnerstag und Freitag: Die Rangau und die Bogwisch. Sonnabendabend die Bogwisch Dienstag und Mittwoch: Hafemanns Töchter. und Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der gehörnte Siegfried. verzollen? Allabendlich: Der Floh im Dhr. Nächsten Sonntagnachmittag Abends: Madame Sans Gene. Montag: Die Nanzau und die Bogwisch. Uhr: Haben Sie nichts zu verzollen? Residenz Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr Haben Sie nichts zu Abends: Der Verschwender. Montag bis Freitag: Immer oben auf. Thalia- Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die gelbe Gefahr. Sonnabend: Doktor Klapperſtorch. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Ihr Sechsuhr- Onkel. Abends und Montag: Doktor Klapperstorch. Vor zwei Jahren zählte der Gau rund 5000 Wäitglieder, heute find bereits 10 000 Mitglieder vorhanden. Dabei ist der Gau sogar von anderen Gauen noch überflügelt worden, was ein Ansporn sein foll, die Agitation intensiver aufzunehmen. Redner stellte fest, daß alle Befürchtungen, die Zentralisation würde Schaden in die Arbeiter- Radfahrerbewegung bringen, in das gerade Gegenteil umgeschlagen sind. Wie schon der Münchener Bundestag fonstatieren konnte, ist der Bund an die Spize aller radsportlichen Vereine gerüdt, er zählte damals 60 000 Mitglieder, und hat heute nahezu 100 000 Mitglieder. Ein Uebelstand sei noch das Restantenunwesen. Das Jahr 1907 begann mit der Agitation für die Reichstagswahl. Die Tätigkeit der Arbeiter- Radfahrer hat uns Achtung bei der politischen Partei verschafft, und ersuchte Redner als Vertrauensmann, daß jeder Arbeiterradler auch bei der herannahenden Landtagswahl überall seinen Mann stellen möge. Auch die Gauausfahrten hätten einen agitatorischen Wert. Guben sei der beste Beweis, dort habe Unter der Anklage des Betruges stand vorgestern der Direktor sich jetzt ein reges Leben entwickelt und ist zu hoffen, daß die im der Gesellschaft Augenwohl", Kaufmann Arthur Haering, vor Jahre 1909 nach Luckenwalde stattfindende Gauausfahrt der vier der sechsten Straffammer des Landgerichts I. Die Gesellschaft, ſtärksten Gaue( 9, 14, 15 und 17) Aufklärung durch die zu durch deren Geschäftsführer der Angeklagte ist, vertreibt ein Witter fahrenden Länderstreden tragen möge. Auch die Genossenschafts- Augenwohl", das in großen Reklamen in bürgerlichen Zeitungen frage sei für die Arbeiter- Radfahrerbewegung von nicht zu unter- als unvergleichlich kräftigend und wohltuend für schwache und schäßendem Wert. Die Genossenschaft Voran II fing im Kleinen überanstrengte Augen angepriesen wird. In den Reklamen werden an und hat jetzt in Berlin drei Verkaufsstellen, in Leipzig eine 6000 Flaschen Augenwohl gratis" ausgeboten und die EigenFiliale, die vor kurzer Zeit eröffnet wurde. Im weiteren präzi- schaften des Mittels dahin kundgegeben: es stärke die Schkraft so, fierte der Gauvorsitzende seine Stellungnahme zu der Bundes- daß sie so vollkommen wird, wie sie von Natur aus sein sollte; es fißverlegung von Chemnih nach Offenbach a. M. Die Schwierig bewahre auch in Zukunft die Augen vor Schwäche und bringe dieteiten des sächsischen Vereinsgesetzes htäten ihn dazu veranlaßt, wie jenigen, die es benutzen, in die Lage, ihre Augengläser vegzuauch eine Rücksprache mit dem Genossen Dr. Karl Liebknecht. Raus iverfen. Das Mittel stehe einzig und unvergleichlich da, sei ein aus Sachfen!" war die Parole. Eine Einigung mit dem Rad- reelles Präparat zur Stärkung der Augennerven usw. usw. Das fahrerbund Freiheit" scheiterte an der Halsstarrigkeit der Führer Polizeipräsidium sah sich seinerzeit veranlaßt, eine öffentliche des Freiheitsbundes. Durch das Anwachsen des Gaues ist eine Warnung gegen die marktschreierische Weise der Ankündigung des Berson im Nebenamt nicht mehr imstande, die Arbeit zu bewältigen.„ Augenwohls" zu erlassen und mitzuteilen, daß das Präparat aus Es müsse daher in die Wege geleitet werden, daß Gaue mit 10 000 pflanzlichen Ertraften, Borsäure, Glycerin, Kochsalz, Zucker und Mitgliedern einen besoldeten Verwalter anstellen, um so der Agi- Alkohol bestehe und etwas gefärbt und parfümiert sei. Nach sachtation besser dienen zu können. Der Kassenbericht des verständiger Ansicht hat das Mittel für Stärkung der Sehnerven Gaues balanziert mit 3163,03 m.( An Einnahmen waren: 15 Broz. feine andere Wirkung als einfaches klares Wasser. Das Präparat aus der Bundestaffe 1907 2419 M., für Flugblätter 204 M., Vor- wird in Flaschen a 3 M. und 5 m. verkauft, der reelle Wert der schuß aus der Bundeskasse 50 M., aus der Gaufesttasse geliehen Flaschen soll etwa 50 Pf. und nach der Apothekertage etwa 1 M. 40,03 M. Ausgaben: Defizit 1906 548,33 M., Vorschuß zurückgezahlt betragen. Der Angeklagte wird beschuldigt, dieses Mittel, als gute 300 M., Agitation usw. 973,45 M., Prozente an die Bezirksleiter Erfolge versprechend, einem armen Jungen angepriesen und ver847,50 M., Bezirkstage 343,75 Mt., Vorschuß zur Gauausfahrt nach kauft zu haben, der am grünen Staar litt und inzwischen völlig Guben 150 M. usw.) Die Gaufesttasse hat einen Barbestand erblindet ist. Der 16jährige Arbeitsbursche E. war von der Augenbon 1640,67. zu verzeichnen.. Die Mandatsprüfungskommission frankheit befallen worden, die ihm mehr und mehr das Augenlicht teilt mit, daß 11 Bezirksleiter, 40 Delegierte und zwei Mitglieder raubte. Seine Mutter las von den Anpreisungen des Augen- Beg zum Herzen. des Gauvorstandes anwesen sind. Drei Bezirksleiter und ein Dele- wohls" in den Zeitungen und ließ zunächst eine Probeflasche Hebbel- Theater. Sonntag und Montag: Vorm Tode. Der Stärkere. gierter fehlen, die sich aber teilweise beim Gauvorstand entschuldigt kommen. Alsdann begab sich der Knabe auf das Kontor der Mit dem Feuer spielen. Dienstag: Frau Barrens Gewerbe. Mittwoch: haben. Alsdann wurde das Bezirksstatut mit den dazu gestellten Augenwohl"-Gesellschaft und verhandelte mit dem Angeklagten Maria Magdalene. Donnerstag: Borm Tode. Der Stärkere. Mit dem Anträgen durchberaten. über die voraussichtliche Heilkraft des Mittels. Der Junge foll Feuer spielen. Freitag: Frau Warrens Gewerbe. beraten, als deren hauptsächlichster Punkt die Neueinteilung der nur tappend in dem Verkaufslokale zurechtfinden konnte und nach Nach der Mittagspause wurden zuerst allgemeine Anträge durch schon bei diesem Besuch so augenleidend gewesen sein, daß er sich Sonnag: Fräulein Freschbolzen. Liebe. Montag: Unbeſtiment. Friedrich Wilhelmstädtisches Schauspielhaus. Sonntagnachmittag Bezirte von 14 auf 27 eine lebhafte Diskussion hervorrief, aber im Ansicht der Anklage dem Angeklagten sofort flar geworden sein Interesse der weiteren Agitation gutgeheißen wurde. Sodann kam mußte, daß er einen dem Erblinden nahen Patienten vor sich habe, man zu den Anträgen des Bundestages, der diesmal zu Pfingsten der sofort hätte augenärztliche Hülfe in Anspruch nehmen müssen Sämtliche Bundesvereine gelten vom 1. Juli 1908 ab als Bahlstellen angepriesen und ihm anempfohlen haben, es ein Jahr lang zu in Berlin stattfindet. Es wurden u. a. folgende Anträge gestellt: Trotzdem soll der Angeklagte dem Jungen sein Präparat bestens Das Einschreibegeld foll 75 Bf. betragen; der monat- gebrauchen, dann würde es gewiß geholfen haben. Der arme liche Beitrag 30 Pf. wovon 5 Pf. den Zahlstellen verbleiben, außer- Junge brauchte auch hoffnungsfreudig 7 Flaschen des Wunder- 3 dem tann ein Ortsbeitrag von 20 Pf. mit Zustimmung des Gau- mittels, seine Augen wurden aber immer schlechter und schließlich und Bundesvorstandes erhoben werden. In Gauen von 10 000 Mitgliedern ist ein besolbeter Beamter auf Kosten des Bundes an- riet ihm der Angeklagte selbst, schleunigst einen Augenarzt aufzuzustellen. Auch kann der Bundesvorstand in Gauen, welche die Mit- fuchen. Als der Patient nun zum Prof. Dr. Fröhlich kam, war er auf beiden Augen schon fast ganz erblindet. Prof. Fröhlich nahm gliederzahl von 10 000 noch nicht erreicht haben, aber dieses als not- eine Operation vor, diese hatte aber feinen Erfolg mehr, der Knabe wendig erscheint, die Anstellung eines befoldeten Beamten gewähren. ist vielmehr jetzt völlig des Augenlichtes beraubt. Der SachverDie Unterstützungsfäße bei Radunfällen sollen ebenfalls eine ständige Prof. F. bezeichnete das Augenwohl" als ein völlig inErweiterung erfahren, und zwar in Abstufungen von 13-26 Wochen differentes Mittel gegen Augenübel. Das Schöffengericht hatte in und von 6-12 m. pro Woche Das Abrechnungsformular soll ver- dem Vorgehen des Angeklagten die Kriterien des Betruges erblickt einfacht werden usw. Die Genossenschaftsfrage wurde durch ein kurzes Referat des Genossen Wittig erläutert. Redner und ihn zu 100 Mark Geldstrafe event. 20 Tagen Gefängnis verurteilt. Hiergegen hatte der Angeklagte Berufung eingelegt. Der zeigte an der Hand statistischen Materials, wie sich das Unternehmen erblindete junge Zeuge bekundete, daß ihm das Mittel als erfolg bon den kleinsten Anfängen der Genossenschaft Boran II in einer Privatwohnung zu einer offenen Handelsgesellschaft( Solidaritäts- reich angepriesen worden war. Das Berufungsgericht fah keine Fahrrad- Industrie) mit drei offenen Verkaufsstellen in Berlin und Beranlassung, an dem ersten Urteil, welches es für sehr miloe einer fürzlich eröffneten Filiale in Leipzig entwickelt habe. Er gab hält, etwas zu ändern. Die Berufung wurde verworfen. den Umsatz bekannt, der sich von Jahr zu Jahr verdoppelt habe. Es könne nur zum Nußen für die Arbeiterradfahrer sein, wenn diese ihren Bedarf hier deckten. Verschiedene Firmen hätten aber auch der Gesellschaft einen Strich gemacht, so u. a. eine große Firma in Brandenburg, die die Waren nicht liefern wollen, wenn zu derartigen Preisen mit 10 Broz. Rabatt an die Arbeiter abgegeben würde. In 33 Orten hätte die Gesellschaft Anschluß und Ein Schadenersatzanspruch gegen die parteilose" oder bürger. weitere Anträge mit Bareinlagen lägen vor. Die Konsumgenossen- liche Zeitung, durch deren Inserat die Mutter des Erblindeten zum schaft wächst und die Bundesgenossen hätten den Vorteil. Der Kauf des Augenwohls und Verzögerung der Operation veranlaßt Antrag: Das Solidaritäts- Fahrradhaus in Regie des Bundes zu wurde, dürfte am Plaze und nicht aussichtslos fein. übernehmen, wurde dann mit großer Mehrheit angenommen. Alsdann wurden 22 Kandidaten zum Bundestag nominiert, wovon jedoch nur 13 zu wählen sind. Unfall beim Verweilen in einem Abbruch. Zum Gauvorsitzenden wurde Genosse Ad. Petruschte- Berlin gewählt, da Genosse Lambed eine Wieder- Der Vorarbeiter Albert Hute in Jiversgehofen hatte von dem wahl ablehnte. Genosse Ritter ersuchte die Sportsgenossen, die Fest Bauunternehmer H. in Erfurt einen Ofen und Türen des im tommission zum Bundestag tatkräftiger zu unterſtüßen betreffend Abbruch befindlichen Lindnerschen Hauses zu Erfurt gekauft. Als Reigenfahren, auch mögen sich alle am Bundestag teilnehmenden er diese Gegenstände mit seinem Bruder am Tage darauf abholen Genossen baldigst melden, damit für sie auch genügend Quartiere be- wollte und beide in dem Erdgeschoßraum verweilten, wo sich diese Gebr. Herrnfeld Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Es lebe sorgt werden können. Durch den Vertrauensmann wurden sodann Sachen befanden, stürzte die Decke des im Abbruch befindlichen das Nachtleben. Allabendlich: Papa und Genossen. Salomonisches Urteil. die Arbeiterradfahrer von Beeskow und Umgegend aufgefordert, Hauses ein und wurden beide von den Schuttmassen berschüttet Nächsten Sonntagnachmittag 3 liht: Es lebe das Nachtleben. ihre Pflicht zu tun behufs Gewinnung eines Versammlungslotals, und erheblich verlegt. Für die Folgen des Unfalles machen fie frau von Orleans. Abends: Hofgunst. Montag: Flachsmann als Erzieher: Bürgerl. Schauspielhaus. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Jungs sich auch eventuell zur Agitation bereitzuhalten. Hierauf wurde den Bauunternehmer H. verantwortlich und haben neben Schaden- Dienstag: Anne- Liese. Mittwoch: Die Geyer- Wally. Donnerstag: Strieg der Gautag mit einem dreifachen Frisch auf!" geschlossen. erfazansprüchen wegen Beschädigung ihrer Kleider und wegen im Frieben. Freitag: Das Evangelium. Sonnabend: Bar und ZimmerMinderung wegen ihrer Erwerbsfähigkeit Renten gefordert und mann. Nächsten Sonntagnachmittag 3 Uhr: Unbestimmt, Montag, den auch die Verurteilung des Beklagten zum Ersag aller weiteren 30. März: Haus Lonei. Schäden begehrt. Parodie Theater. Sonntagnachmittag 3%, Uhr: Nero. Tann Allababendlich: Die Rabensteinerin oder: Ein Das Landgericht Erfurt erkannte den Klageanspruch dem häuser. Rosenmontag. Grunde nach für gerechtfertigt an. Die Berufung des Beklagten 3%, Uhr: Nero. Tannhäuser. Rosenmontag. Anfang 8%, Uhr. Sonntags Walzertraum. Nachtasyl. Rosenmontag. Nächsten Sonntagnachmittag wurde von dem Oberlandesgericht Raumburg zurüdgewiesen. 8 Uhr. Ein Schuhmann als Opfer der Wahlrechtsdemonftrationen. Beide Borinstanzen lassen dahingestellt, ob der Beklagte für die Am Sonnabend sollte die 150. Schöffenabteilung Amtsgericht Handlungsweise seines Vorarbeiters gemäß§ 831 des Bürgerlichen Berlin- Mitte entscheiden über ein polizeiliches Strafmandat, durch Gesetzbuches verantwortlich ist, indem sie annehmen, daß den Bedas dem Sattler Schrader die übliche eine Woche Haft zudittiert flagten ein eigenes Verschulden nach§ 823 des Bürgerlichen Gesetzworden war, weil er am Abend des 9. Januar nach Schluß der buches trifft. Dieses Verschulden findet das Oberlandesgericht Wahlrechtsversammlungen sich an einer Straßendemonstration be- darin, daß der Beklagte, obgleich ihm der durch die Arbeiten des teiligt, durch lautes Schreien ruhestörenden Lärm erregt, den An- Vorarbeiters herbeigeführte äußerst gefährliche Zustand der dann Spezialitäten. Allabendlich: Madame Hanako. Spezialitäten. eingestürzten Giebelwand bekannt war, dennoch die Kläger etwa ordnungen der Polizeibeamten nicht Folge geleistet habe, und so 10 Minuten lang in dem gefährdeten Raum verweilen ließ, an= weiter. Ginstweilen wurde aber nicht der Angeklagte abgeurteilt, statt sie sofort hinauszuweisen. Auch hätte er, wie das Ober- Mal sondern der Schutzmann, der ihn an jenem Abend festgenommen landesgericht ausführt, die verkauften Gegenstände an einem und ihm das Strafmandat besorgt hatte; derfelbe war als Beuge sicheren Orte unterbringen müssen. Ein Verschulden der Kläger 7 br. geladen worden, doch hatte er sich nicht zum Termin eingefunden, berneint das Oberlandesgericht, da der fortgeschrittene Zustand Folies Bergère. Allabendlich: Guerrero u. a. Spezialitäten.( An obwohl die festgesette Zeit längst vorüber war. Zunächst wurde in des Abbruchs, insbesondere die Wegnahme der Fußböden und der fang 8 Uhr.) die Verhandlung eingetreten. Da aber dieser Beuge auch in- gefährliche Zustand der Giebelwand von außen nicht erkennbar waren. Auch nimmt das Gericht an, daß die Kläger darauf verzwischen nicht tam, so wurde von dem Amtsanwalt, der den Schutz- trauen durften, daß eine Gefahr ausgeschlossen sei, weil der Baumann nicht entbehren zu können meinte, beantragt, die Sache zu meister selbst mit ihnen in dem Hause weilte. bertagen und dem Ausgebliebenen eine Geldstrafe von 10 M. auf- Die vom Beklagten eingelegte Revision wurde vom 6. Rivilguerlegen. Das Gericht beschloß Bertagung und berurteilte den senat des Reichsgerichts zurüdgewiesen. Gerichts- Zeitung. Wegen desselben Mittels ist der Angeklagte, wie unsere Leser sich entsinnen werden, wegen Verstoßes gegen eine recht bedentliche sächsische Polizeiverordnung, die übermäßige Reklame unter Strafe stellt, kürzlich in Sachsen verurteilt. Wir hatten damals darauf hingewiesen, daß eine Verurteilung wegen Betruges zutreffender gewesen wäre. Neues Operetten Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Opernball. Allabendlich: Der Mann mit den drei Frauen. Nächsten Sonntag nachmittag 3 Uhr: Der Opernball. Säckingen. Abends: Fra Diavolo. Montag: Die Zauberflöte. Dienstag: Lorking Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Trompeter von Martha. Mittwoch: Figaros Hochzeit. Donnerstag: Fra Diavolo. Freitag: Figaros Hochzeit. Sonnabend: Fidelio. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Undine. Abends: Der Wildschüz. Montag: Unbestimmt. mege. Abends: Der Pfarrer von Kirchfeld. Montag: Die Spree- Athener. Luisen- Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Des Mädchens LebensMittwoch: Des Mädchens Lebenswege. Dienstag: Unsere Don Juans. Donnerstag: Unsere Don Juans. Freitag: Robinsons Eiland. Sonnabendnachmittag 4 Uhr: Klein- Däumling. Abends: Unser Dokter. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. Abends und Montag: unsere Don Juans. Zentral Theater. Allabendlich: Ein seltsamer Fall. Bernhard Rose- Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Heiratsfalle. Abends und Montag: Ontel Toms Hütte. Dienstag: Die Heiratsfalle. Mittwoch: Der Beilchentreffer. Donnerstag: Romeo und Julia. Freitag: Dntel Toms Hütte. Sonnabendnachmittag 4 Uhr: Rotkäppchen. Abends: Dntel Toms Hütte. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Romeo und Julia. Abends und Montag: Onkel Toms Hütte. Theater an der Spree. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Unter Spiritisten. abends und Montag: Ein Verbrecher. Dienstag: Unter Spiritisten. Mittwoch und Donnerstag: Ein Verbrecher. Freitag: Unter Spiritisten. Sonnabend: Ein Verbrecher. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Unter Spiritisten. Abends und Montag: Ein Verbrecher. Metropol Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Neuestes Allerneuestes, abendlich: Das muß man seh'n! Nächsten Sonntagnachmittag 3 Uhr: Neuestes Allerneuestes. Casino Theater. Sonntagnachmittag 4 Uhr: Die Freuden der Säuslichkeit. Allabendlich: Ein Dorfroman. Nächsten Sonntagnachmittag 4 Uhr: Die Freuden der Häuslichkeit. M Figaro Theater. Allabendlich: Paris. Die Klaue. Unterm Bett. Apollo Theater. Heute und nächsten Sonntagnachmittag 3%, Uhr: Familienvorstellung. Allabendlich: Yvette Guilbert. Mitislaw der Moderne. Spezialitäten. Walhalla- Theater. Spezialitäten. Passage- Theater. Heute und nächsten Sonntagnachmittag 3 Uhr: Wintergarten. Allabendlich: Spezialitäten. Reichshallen Theater. Allabendlich: Stettiner Sänger. Folies Caprice. Allabendlich: Jeunesse dorée. Paragraph 343. was andres. Carl Saverland- Theater. Spezialitäten. Anf. 8 Uhr. Sonntags Urania- Theater. Taubenstraße 48/49. Sonntag, Dienstag, Donnerstag, zweiten Katarakt. Montag, Mittwoch und Freitag: Kairo und die Pyramiden. Mittwochnachmittag 4 Uhr: Frühlingstage an der Riviera. Sonn abendnachmittag 4 Uhr: Ueber den Brenner nach Venedig. Sternwarte, Invalidenstr. 57-62. Sonnabend, den 28. und Sonntag, den 29. März: Tine Nülfahrt bis zum 5. Berliner Wahlkreis. Verband der Schneider und Schneiderinnen. Achtung! Herrenmaßschneider! Achtung! Sonntag, den 22. März, abends 6 Uhr, in den ,, Union- Sälen", Greifswalder Straße Nr. 217/218 Konfektionsschneider u. Schneiderinnen sämtl. Brancken ( Großer Saal): Versammlung mit Frauen. Zages Ordnung: Sonntag, den 22. März 1908, vormittags 11 Uhr, in der ,, Brauerei Friedrichshain", Am Friedrichshain: Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genoffen Julian Borchardt: Warum sind wir arm?". Die Situation in der Herrenmaßbranche und die Aufgaben der Organiſation. 2. Diskussion. Sieraus: Geselliges Beisammensein und Tanz. Bahlreiches Erscheinen erwartet 221/ 5* Der Vorstand. Referent: Sollege Kunze. 2. Die Gewerbeordnungsnovelle im Deutschen Reichstage. Bahlreichen Befuch erwartet 6. Wahlkreis( Schönhauser Vorstadt). Verband Sonntag, den 22. März, abends 6 Uhr: Versammlung für Männer und Frauen 226/1 in den Berolina- Festfälen", Schönhauser Mee Nr. 28. Zages Drbnung: 1. Bortrag bes Paul John aber: Märzstürme". 2. Disfusion. Genossen Nach der Versammlung: Gemütliches Beisammensein mit Zanz. Der Vorstand. Achtung! Metallarbeiter. Achtung! Montag, den 23. März 1908, abends 6½ Uhr: Öffentliche Metallarbeiterversammlungen in folgenden Lotalen: 1. Freyers Feftfälen, früher Keller, Koppenstraße 29. 2. Gewerkschaftshaus, Engelufer 15. 3. Bockbrauerei, Chauffeestraße 64. 4. Moabiter Gesellschaftshaus, Wiclefstraße 24. 5. Ballschmieders Gesellschaftshaus, Badstraße 16, 6. Obiglos Festfälen, Schwedter Straße 23. 7. Zühlkes Festsälen, Dennewitzstraße 13. 8. Rigdorf, Thiels Festsälen, Bergstraße 152. 9. Tegel, Borfigwalder Festfäle, Spandauer Straße. 10. Ober- Schöneweide, Wilhelminenhof, Wilhelminenhofstraße 82. 11. Weißensee, Zum Prälaten, Lehderstraße 122. Zages Drdnung: Der 18. März, die Metallindustriellen und das Landtagswahlrecht für Preußen.com bougie Referenten find die Kollegen: Bahn, Behrend, Eggert, Handke, Hartmann, Jakobsen, Mahle, Maus, Wuschick, Wücke und Cohen. Der Einberufer. 162/13 der Maler, Lackierer, Anstreicher s. Melchiorstraße 28. Filiale Berlin. usw. Fernsprecher Amt IV Nr. 4787, Montag, den 23. März, abends 8%, Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- User 15, gr. Saal: Mitglieder- Versammlung. Zages Drdnung: 1. Kulturfragen im Malergewerbe. Referent: Kollege H. Sillig Hamburg. 2. Diskussion 3. Berbandsangelegenheiten. Die Ortsverwaltung. Achtung! Maler! Achtung! Zwischen der Kommission der lokalorganisierten Maler und dem Vorstand des Verbandes der Maler wurde vereinbart, daß für alle die Kollegen, die bis zum 15. April 1908 ihren Beitritt zum Verbande erklären, bie vereinbarten Uebertrittsbedingungenplatz greifen.( Siehe unter Gewerkschaftlichem.) Die Kollegen, die nach dem 15. April übertreten, tönnen nur als neue Mitglieder aufgenommen werden. Die Kollegen, die zum Uebertritt geneigt find, versammeln sich am Sonntag, den 22. März, vormittags 10 Uhr, bei Hahn, Stralauer Straße 48. Die Ortsverwaltung des Verbandes der Maler. Die Kommission der Gewerkschaft der Maler. Zentralverband der Maurer Deutschlands. Zweigverein Berlin. Mittwoch, den 25. März d. J., abends 8%, Uhr, bei Freyer, Koppenstraße 29: General- Versammlung= aller zum Zweigverein gehörigen Zahlstellen und Bezirke. Zages Ordnung: 1. Gefchäfts- und Kaffenbericht vom Jahre 1907. 2. Das Anerbieten der Unternehmer. 3. Resultat der Wahl des Zweigvereinsvorstandes. 4. Gewerkschaftliches. Mitgliedsbuch legitimiert, ohne dasselbe kein Zutritt. Der Zweigvereinsvorstand. Kollegen und Kolleginnen! Erscheint alle in diesen Versammlungen, um Stellung zu nehmen zu dem Beschluß der Kühnemänner, die uns nicht nur unser Koalitionsrecht streitig machen, sondern Bugleich ersuchen toir die Kollegen, alle aus der Bibliothek des gweigvereins entliehenen Bücher auch verhindern möchten, daß wir uns unfere politischen Rechte als preußische Staatsbürger und zurüdzugeben, da infolge des Umbaues der Bureauräume die Ausgabe von Büchern unterbrochen werden muß Stenerzahler erringen tönnen. Der Einberufer: A. Cohen, Charitéstraße 3. und gleichzeitig eine Inventur vorgenommen werden soll. D. O. Zentralverband der Schuhmacher Deutschlands Parteigenossen! Hausfrauen! Arbeiter! Achtung! Ballschuhmacher! Achtung! Montag, den 23. März, abends 8%, Uhr, in Boekers Festfälen, fl. Saal, Weberstr. 17: Oeffentliche Ballichuhmacher- Verfammlung. Zages Drbnung: 1. Die Arbeiterverbände und die Sazungen der Berliner Ballschuhe abrikanten- Bereinigung. 2. Die Lohnreduktionen in der lezten Zeit. 3. Diskussion. 4. Berschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Einberufer. Achtung! Bäckerliste! Diese Aenderungen zu der großen Quartals- Lifte vom 12. Januar. bitte in folgendem zu beachten. Achtung! Bäckerliste! In die bewilligte Liste sind nachzutragen: Aderftr. 114, Marquardt Adolfftr. 19, Wendt. Allensteinerstr. 11, B. Hanke. 15, Cisluch. Bellermannftr. 84, Hante. Boechstr. 46, Hartmann. Bremerstr. 60, Baher. Buggenhagenerftr. 3, Niepel Dieffenbachstr. 27, Steinborn. Driesenerstr. 11, Schüße. 15, Gronau. Fennstr. 48, Drescher. Friedrichsfelderstr. 17, Schön. 39, Quandt. Mittwoch, den 25. März, abends 8, Uhr, in Boekers eftfälen, Chauffeeftr. 115, D. Hante. Weberstr. 17: Außerordentliche General- Versammlung. Zages Drdnung: 1. Statutenberatung.( Anträge zur General- Bersammlung des Gesamtberbandes. 2. Anträge zur Gautonferenz. 3. Wahl der Delegierten zur General Bersammlung und zu Gaukonferenz. 4. Verschiedenes. Bollzähliges Erscheinen der Mitglieder ist erforderlich. 162/4 Mitgliedsbuch legitimiert. Die Ortsverwaltung. Zentralverband der Sehmiede Zahlstelle Berlin. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Mittwoch, den 25. März 1908, abends 8%, Uhr pünktlich: Gemeinsame Mitglieder- Versammlung der in beiden Verbänden organisierten Schmiede in Dräsels Festfälen, Neue Friedrichstraße 35. Zages Drbnung: Fortsehung der Debatte über die Verschmelzungsfrage. Kollegen beider Organisationen, wir richten an Euch das dringende Ersuchen, auch für einen guten Besuch dieser Versammlung zu agitieren. Die Bertrauensleute haben die Pflicht, alle Kollegen zum Besuch dieser 130/20 Bersammlung anzuhalten. Sorgt für vollzähliges Erscheinen. Mitgliedsbuch legitimiert. Ohne dasselbe hat kein Kollege Zutritt. Der Ortsverwaltung des Verbandes der Schmiede. 3. A.: Wilhelm Siering. Die Ortsverwaltung des Deutschen Metallarbeiter Verbandes. 3..: Adolf Cohen. Fürstenstr. 8, Listen. Grimmstr. 1, Busch. Seidenfeldstr. 21, Haag. Janfaftr. 2, Werner. Kopenhagenerstr. 67, B. Hante. Landsberger Allee 123, B. Hante. Landsbergerstr. 1/2, P. Hante. Liebenwalderstr. 10, Biedermann. Malplaquetstr. 16, Laddach. Neue Hochstr. 18, Mat. Achtung! Nostizstr. 9, Berger. Dranienstr. 38, Risten. Bankstr. 14b, Eberhardt. Banfftr. 46a, Göllert. Persiusstr. 1, Fromm. Putbuserstr. 46. Blod. Büdlerstr. 8, Kamps. Reinidendorferstr. 121, Eberhardt. Rhinowerstr. 7, Wuttke. Schönfließerftr. 21, Schüße. Schwedterstr. 48, 2öchel. Seeftr. 68a, Wallner. Staligerstr. 124, Göllmik. Stettinerstr. 7, P. Hanke. Stolpischestr. 51, Stibbe. Tegelerstr. 11, Lenzner. Türkenstr. 22, schetsch. Boltaftr. 32, Friedrich. Wilhelm- Stolzeftr. 15, Schmidt. 32, Maichte. Bollinerstr. 58, Scholtnfed. Zionsfirchftr. 13, Bobel. Adlershof. Nadideftr. 37, Noad. Friedenau. Rheinstr. 32/33, Stramer. Charlottenburg. Chriftstr. 18 Cauerstr. 27 Bleibtreustr. 2 Tauroggenerstr. 10, Botsdamerstr. 12, Weimarerstr. 29, Genossenschaft Produktion". Emferstr. 47, Janacewsli. Hermannstr. 175, Arnold. Juliusstr. 22. Haupt.( Bare von det Genossenschaft Nigdorf.) Bannierstr. 27, Bülow. Reuterstr. 94, Figen. Teupigerstr. 109, Bittner. Weichselstr. 13, Gassenhuber. Weiseftr. 28, Winde. Wilmersdorferstr. 27 tonfumberein. Beferftr. 30, Jentfch. Hohen- Schönhausen. Duizowftr. 2, Behr. Lichtenberg. Dorfftr. 82, Mägdefrau. Pfarrstr. 36, Hößler. Nieder- Schönhausen. Beuthstr. 19, Böttcher. Ober- Schöneweide. Deulftr. 9, Budchnsti. Rixdorf. Bodeftr. 16, Beher. Elbeftr. 6, März. Zurückgezogene Bäckereien. 47, Streil. Bietenstr. 57, Simmer. Schöneberg. Ebersstr. 42, 8Beit. Sachsendamm 43, Hübener. Steglitz. Schloßftr. 116, Schwarzlose. Tempelhof. Moltleftr. 16, Streich. Weißensee. Straßburgftr. 20, George. Wilmersdorf. Sigmaringenftr. 8, Frost. Achtung! Der Berband hat, dem Wunsch vieler Parteigenossen Rechnung tragend, eine gründliche Kontrolle aller bewilligten Bäckereien vorgenommen. Untenstehende Liste ist das vorläufige Ergebnis derselben: alle folgende Bäckereien find demnach als durchbrochen zu betrachten. Chorinerftr. 46/47, Arien. Genterstraße 3, Bawlid. Greifenhagenerftr. 15, Nillasch. Lorgingstr. 6, Nößler. Noch von früher her zurückgezogen: Lynarstr. 14, Bawlid. Markusstr. 38, Davideit. Markusstr. 41, Schneeberger. Mirbachstr. 46, Pfeiffer. Wollinerstr. 38, Fuhrmann. Charlottenburg. Stanalstr. 7, Leiftner. Pestalozziftr. 42, Leistner. Franz.- Buchholz Bankowerstr. 28, Ulrich. Wilmersdorf. Brandenburgischestr. 9/10, Tammert. Auf Grund obiger Kontrolle als zurückgezogen zu betrachten: Admiralstr. 37, Biefenthal. Bergstr. 2, Hönide. Beuffelstr. 56, Pohl. Brigerstr. 7. Tarrgatsch Nachfolger. Brunnenstr. 154, Herrmann. Dieffenbachstr. 70, Bod. Streußigerstr. 1, Stiehn. Landsberger Allee 43, Strellmann. Lichtenbergerstr. 6, Scheel. Mirbachstr. 29/30, Gorgas. Mühlenstr. 46a, Frante. Muladftr. 10, Grundmann. Romintenerstr. 41, Andrä. Samariterftr. 11, Fr. Hanke. Samoaftr. 22, Steege. Scheererstr. 1, Gärtner. Swinemünderstr. 58, Müller. Tiedstr. 16, Reiners. Waldstr. 46, Bohl. Lichtenberg. Jungftr. 14, Weiß. Stronprinzenstr. 1. St. Qante. Rummelsburg. Bollinerstr. 50, Remus( Boltsbrot Weserstr. 22, Janz. Borwärts".) Friedenau. Lauterftr. 35, Slein. Neue Prinz Albertstr. 3, Böhme, 30, Hahn. B Parteigenossen, achtet auch auf die redaktionelle Mitteilung in der heutigen Nummer des Vorwärts". Der Vertrauensmann. Rixdorf! Dienstag, den 24. März, abends 8%, Uhr: Verband der Sattler. Achtung! Portefeuiller Achtung! Achtung! Täschner und Portefeuiller Berlins! Achtung! Mittwoch, den 25. März, abends 8%, Uhr: Volksversammlung Außerordentl. Branchen- Verſammlung. bei Hoppe, Hermannstr. 49. Zages Drdnung: E Zages Drbnung: 1. Die Wahlrechtsfrage und die Frauen. Referentin: Frau nehmen wir dazu ein? 2. Berschiedenes. Plum- Effen. 2. Distuffion 1/13 Die Einberuferin. 1. Der Ablauf des bestehenden Tarifvertrages, und welche Stellung 156/13 Das Erscheinen sämtlicher in Taschenbetrieben beschäftigten Personen Die Branchenleitung. ertvartet Deutscher Holzarbeiter- Verband. Dienstag, den 24. März, abends 8 Uhr: Außerordentliche General- Versammlung in der Brauerei ,, Friedrichshain", am Friedrichshain. Zages Drdnung: 1. Wahl eines Bureauhülfsarbeiters( Stichwahh. 2. Beratung und Beschlußfassung über Anträge zum Verbandstage in Stettin. 3. Aufstellung der Delegiertenkandidaten zum Verbandstage und zum Gewerkschaftskongreß. 4. Verbandsangelegenheiten. Eintritt nur mit Mitgliedsbuch. Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ersucht Die Ortsverwaltung. Die Bureaus Engel- Ufer 15 und Engel- Ufer 19 sind am Donnerstag, den 26. März, wegen Umzuges gefchloffen. Vom Freitag, den 27. März ab, befinden sich die Bureaus Engel- Ufer 14, parterre, in folgenden Zimmern: Hauptkaffierer: Zimmer 1.- Kaffe und Auszahlung von Unterstügungen: Zimmer 2. Krankenabfertigung und Bibliothek: Zimmer 3. Arbeitsnachweis der bisher im Gewerkschaftshause vermittelten Branchen: Zimmer 4.- Verwaltung: Zimmer 5. Die Bibliothek bleibt bis auf weiteres geschlossen. Musikinstrumenten- Perlmutt-, Horn- und Steinnußarbeiter! Arbeiter. Montag, den 23. März, abends 8%, Uhr: Branchen- Verfammlung im Gewerkschaftshause, Engel- Ulfer 15, Saal 1. Zages Drdnung: 1. Vortrag des Schriftstellers J. Kaliski über: Trusts, Kartelle und Krife". 2. Branchen- und Verbandsangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Bahlreichen Besuch erwartet Die Branchenkommission. Bodenleger. Mittwoch, den 25. März, abends 8 1hr, im Gewerkschafts. hause, Engel- Ufer 15, Saal 1: Versammlung. Zages Drbnung: 1. Bericht der Kommission und Wahl des Obmanns und steler Kommissionsmitglieder sowie Beitragssammler. 2. Branchenangelegenheiten. 3. Berschiedenes. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, zu erscheinen. Tegitimiert. Mitgliedsbuch Die Kommission. Drechsler. Montag, den 23. März, abends 8%, Uhr, bei Boeker, Weberstraße 17: Branchen- Versammlung für Berlin und Vororte. Zages Drdnung: Donnerstag, den 26. März, abends 7 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal 5: Branchen- Verfammlung. Zages Drdnung: Wahlrechts. 1. Bortrag des Redakteurs Genossen Düwell über fampf und Gewerkschaft". 2. Distusfion. 83. Branchen- und Werkstatt angelegenheiten. 4. Berschiedenes. Wegen der Wichtigkeit der Tages- Drbnung ist es Pflicht eines jeden Kollegen, in dieser Berjammlung zu erscheinen. Die Kommission. Modell- und FabrikTischler sowie Modelldrechsler. Donnerstag, den 26. März, abends 8%, 1hr, bei Schmidt, Gartenstr. 6: Branchen- Versammlung Tages Drdnung: 1. Bortrag des Ingenieurs P. M. Grempe über: Modernes Bertehrswesen". 2. Verbands- und Branchenangelegenheiten. 3. Berschiedenes. Die Kollegen werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Möbelpolierer. Donnerstag, den 26. März, abends 8 Uhr, in den Andreas: & eftfälen, Andreasstr. 21: Branchen- Versammlung der 1. Der Abschluß des Bertrages mit der Freien Bereinigung der Möbel- und Stuhlpolierer sowie Magazinarbeiter. Drechslermeister". Referent: Nollege Dahlke." 2. Diskussion. 3. Wie gestalten wir unsere Agitation in der Zukunft? 4. Berbands- und Branchen Angelegenheiten. Zages Ordnung: 1. Die Tattil der russischen Gewerfichaften. Referent: Gen. Stuhr. Kollegen! Da es von sehr großer Bichtigkeit ift, über den 1. und 2. Diskussion. 3. Bericht vom Gautag. 4. Verbands- und Branchen3. Punkt der Tages- Ordnung Klarheit in die Reihen der Kollegen zu angelegenheiten. Die Ausgabe und Abstempelung der Stontrollscheine bringen, ist das Erscheinen aller, auch der unorganisierten Stollegen, not findet auch in dieser Bersammlung statt. wendig. Die Branchenkommission. Bürsten- u. Pinselmacher usw.hnbardi u. Go., Langeftr. 63, Berlins und Umgegend. Montag, den 23. März, abends 8%, Uhr: Branchen- Verfammlung bei Preuß( ilsebein.Aufchant), Holzmarktstr. 65. Zages Drbnung: 1.„ Die deutschen Arbeiter und die nationalpolitische Welt. auschauung". Referent: Kollege Späthe. 2. Diskussion. 3. BranchenAngelegenheiten. Die Branchenkommission. Korbmacher. Montag, den 23. März, abends 8 Uhr, im Gewerkschafts. hause, Engel- fer 15: Versammlung. Zages Ordnung: 1. Bortrag. 2. Berbandsangelegenheiten. 3. Berschiedenes. Um pünktlichen und zahlreichen Besuch bittet Die Kommiffion. Kammacher. Donnerstag, den 26. März, abends 8, Uhr, bei Boeker, Weberstraße 17: Branchen- Versammlung Zages Drdnung: Die Kollegen aus folgenden Werkstellen werden ersucht, in dieser Bersammlung zu erscheinen. Die Tischler bitten wir, die Polierer darauf aufmerfiam zu machen: Schufter u. Böhm, Beidenweg 36. Weinland, Fruchtstr. 32. Bengler u. Mohrmann, Barschauer ftraße 58. Werner, Frankfurterftr. 13. Die Branchenleitung. Fräntel, Borhagenerstr. 16a. Gurisch, Gr. Frankfurterstr. 16. Sante u. Stäber, Memelerstr. 13. Richter, Friedrichsberg, Scharnweber. straße 32. Küchenmöbel- Branche. Montag, den 23. März, abeub3 8 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstraße 270: Branchen- Versammlung für die in der Küchenmöbel- Branche beschäftigten Tischler, Maler und Maschinenarbeiter Berlins und Vororte. Pflicht jedes in der Branche beschäftigten Stollegen ist es, in dieser Ver. fammlung zu erscheinen. Die Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gegeben. Die Kommission. Stockarbeiter. 400 Berlins und Umgegend! Dienstag, den 24. März, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaufe, Engelufer 15, großer Saal: Oeffentliche Versammlung aller in der Portefeuiller- Industrie beschäftigten Arbeiter u. Arbeiterinnen. Tages Drdnung: 1. Bericht über die gemeinschaftliche Konferenz der Vertreter Portefeuiller und Sattlerverbandes in Berlin am 23. März d. J. der Lederwarenfabrikanten Deutschlands und der Vertreter des 2. Soll am 31. März d. J. der im Jahre 1905 abgeschlossene Tarifvertrag gekündigt werden? 3. Wahl einer Lohnkommission. Kollegen und Kolleginnen! Es soll in dieser Versammlung beraten und beschlossen werden, wie sich Arbeitszeit und Arbeitslöhne in den nächsten Jahren in der Bortefeuiller- Industrie zu gestalten haben. 109/2 Erscheint also in Massen in dieser Versammlung. Der Einberufer. Bau- und Erwerbsgenossenschaft Vorwärts". Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Aktiva An Bank- Konto Haus- Konto Gas- Kautions- Konto Staffa Konto. Debet Passiva Kreditoren- Konto Referbefonds- Konto. . D 2576,40 Per Geschäftsanteil- Konto. 2526,68 3928,30 O 800, . • 100, 286,77 367,15 D Dividenden Konto 66,74 B Gewinn. 327,66 Mart 5489,85 • • Mart 5489,85 Gewinn: n. Verluft- Rechnung. An Untoften- Konto 368,53 Per Zinsen- Konto Haus- Instandhalt. Stonto 352,51. ietsertrag Konto. Abschreibung Gewinn · 1000, 327,66 Mart 2048,70 Kredit 76,40 . 1972,30 Mart 2048,70 Mitgliederftand am 1. Januar 1907: 118 Genossen; ausgeschieden sechs Genossen; neu eingetreten 29 Genossen; mithin: 141 Genossen. Das Ges schäftsguthaben der Genossen hat sich im Geschäftsjahr um 1750 M., bie Gesamthaftsumme der Genossen ebenfalls um 1750 M. erhöht. Lektere belief fich am 31. Dezember 1907 auf 7950 M. Stralau, den 31. Dezember 1907. May Schuldig. Paul Stügelmeier. Karl Behrend. Arbeiter- Bildungsschule Berlin. Schullokal: Grenadierstr. 37, Hof geradezu 1 Tr. Lehrplan für das 2. Quartal 1908. 8515 Montag: Gesetzeskunde.( Die Entwickelung des neueren deutschen Rechts. Bis zur Gründung des Deutschen Reichs.) 1. Der Ausbau der landesherrrlichen Gewalt. Verfall des Rittertums. Die Landstände. Reichsgewalt und Landesfürsten. 2. Die Unterdrückung des Bauernstandes. Bauernaufstände. Die Einführung der Leibeigenschaft. 3. Das römische Recht. Aufkommen des Berufsbeamtentums und der stehenden Heere. 4. Die Kirchenrevolution. Enteignung der Kirche. Staatskirchentum. 5. Niedergang der Städtefreiheit. Verfall der Zünfte. Die Gesetzgebung gegen die Arbeiter. 6. Der Höhepunkt des Despotismus. Aufgeklärter Absolutismus. preußische Landrecht. 7. Der Zerfall des Reiches. wirkungen der französischen Revolution: Selbstverwaltung" und Bauernbefreiung". 8. Die staatlichen Umwälzungen von 1803-1866. 9. Der Sieg der bürgerlichen Gesellschaft: Gewerbefreiheit und Konstitution. 10. Die Kämpfe um das Kirchenrecht. Partikularismus und Rechtseinheit. Vortragender: Simon Katzenstein. Das EinMontag: Geschichte.( Aus der Geschichte der politischen Parteien in Deutschland.) Die konservative, nationalliberale, Zentrums- und freisinnige Partei in ihrem aktiven Verhalten gegenüber der praktischen Politik seit der Gründung des Deutschen Reiches. Rückblick auf die Geschichte dieser Parteien in Preußen seit 1848. Die Programme und theoretischen Grundsätze der bürgerlichen Parteien. Vortragender: Julian Borohardt.( Dieser Kursus findet in Steglitz bei Schellhase, Ahornstr. 15a, statt.) Dienstag: Rednerschule. 1. Die Bedeutung und Notwendigkeit der freien Rede. Die Grenzen der natürlichen Beredsamkeit. Die Redekunst. Die Rede nach Form und Inhalt. Dispositionslehre. 2. Technische Hülfsmittel: Die Registratur. Die Nachschlage- Bibliothek. Das Manuskript. 3. Praktische Uebungen im Reden und Diskutieren. Vortragender: Max Grunwald. Donnerstag: Nationalökonomie.( Theorie und Methode der Statistik.) Die 1. Begriff und Inhalt der Statistik als Wissenschaft. Gesetzmäßigkeit gesellschaftlicher Massenerscheinungen. 2. Die Technik des statistischen Verfahrens. Zeit- und Kostenanschläge. Das Zählungsverfahren. Die Beobachtungen bei Zählungen und ihre Fixierung. Die Zusammenstellung. Die Darstellung der Ergebnisse. 3. Geschichte der amtlichen deutschen Statistik, insbesondere der Arbeiterstatistik. 4. Statistische Leistungen und Aufgaben der gewerkschaftlichen und politischen Arbeiterorganisationen. Vortragender: Max Grunwald Sonnabend: Geschichte.( Geschichte des Wahlrechts und der Wahlrechtsbewegungen.) 1. Das englische Wahlrecht vom Mittelalter bis zur englischen Revolution. 2. Das Wahlrecht in England und Amerika während des 18. Jahrhunderts. 3. Die französische Revolution und das Wahlrecht bis zum Jahre 1792. 4. Das französische Wahlrecht von der ersten Republik bis zur Julirevolution. 5. Der Kampf um die Parlamentsreform in England. 6. Chartistenbewegung. 7. Französische Reformbewegung und Februarrevolution. 8. Das deutsche Reichstagswahlrecht seit 1848. 9. Geschichte des preußischen Wahlrechts. 10. Wahlrecht und Wahlrechtskämpfe in den letzten Jahrzehnten. Vortragender: Dr. A. Conrady. In Berlin beginnt der Unterricht in Gesetzeskunde: Montag, den 6. April; Rednerschule: Dienstag, den 7. April; Nationalökonomie: Donnerstag, den 9. April; Geschichte: Sonnabend, den 11. April; Geschichte in Steglitz: Montag, den 6. April. Jeder Kursus erstreckt sich auf zehn Abende und beginnt pünktlich um 9 Uhr und endet pünktlich um 11 Uhr. Die reichhaltige Bibliothek ist an diesen Abenden von 8-9 Uhr geöffnet. Der Mitgliedsbeitrag beträgt pro Monat 25 Pf.; das Unterrichtsgeld für jedes Fach beträgt pro Kursus 1 Mark und ist spätestens am zweiten Abend zu zahlen. Die Aufnahme neuer Mitglieder und Schüler erfolgt am besten bei Beginn jedes Kursus im Schullokal Grenadierstraße 37, Hof geradezu 1 Treppe, und in nachstehenden Zahlstellen: Lortzingstr. 37; Fahrow, Ravenéstr. 6; Horsch, Engelufer 15; Schelfhase, Steglitz, Ahornstr. 15a. Montag, den 23. März, abends 6 1hr, in Feuersteins Festfälen Gottfr. Schulz, Admiralstr. 40a; Reul, Barnimstr. 42; Vogel, ( Inh. Kube), Alte Jakobstr. 75: Brauchen- Versammlung. Zages- Ordnung: Alle Zuschriften sind an den Vorsitzenden Otto Geithner, Berlin NO. 18, Friedenstraße 70 III, rechts, Geld. heide 56, zu senden. 1. Bortrag des Kollegen R. Leopold über: Die wirtschaftliche 1. Bericht der Branchen und Bentraltommiffion. 2. Neuwahl der sendungen an den Kassierer H. Königs, Berlin 8. 59, HasenEntwickelung und unsere Aufgaben". 2. Berbandsangelegenheiten. Kommiffion. 3. Berkstattangelegenheiten. 4. Berschiedenes. 3. Werkstatt und Branchenangelegenheiten Der Obmann. Der Vorstand. R.M.MARSSENC Deutschlands größtes Spezial- Haus für Damen-, Mädchen-, Pelz- und Sport- Konfektion. Kostüm ,, Hanako" reizend garniert aus la. engl. Stoff 42 M. Höchste Leistungsfähigkeit Englische durch Selbstfabrikation in größtem Stile. Jackett- Kostüme 13.- 16.- 18.- 21.- 24.- 120 M. Bordüren- Röcke 8,50 10.50 12.- 13.- 15,- 45 M. Anlieg. Jacketts Th Tuch u. Rips Tuch- Jackett- Kostüme 40.- 44.- 52.- 58.- 65.- 135 M. Englische Paletots. 9,50 10.50 12.- 15.- 18.- 21.- 60 M. Tuch- Theater- Mäntel Garnierte Kleider 18.- 20.- 22.- 26.- 30.- 110 M. Frauen- Paletots mit Stickerei 25.- 28,- 32.- 38,- 40.- 68 M. Mädchen- Konfektion 14.- 16.- 19.- 22.- 26.- 60 M. 42,- 46,- 54.- 60.- 68.- 275 M. vom Baby bis zum Backfisch Wollene und seidene Blusen in unerreichter Auswahl. BERLIN S. Hochbahn- Station: Kottbuser Tor und Prinzenstraße Straßenbahn: Nr. 47, 48, 28, 29, 30, 11, 12, 93, 95, 98. 2 L. Kahnt Dampfschiffs- Reederei und Schiffswerft. Stralau: Tunnelstraße 34, Teleph.: Amt VII 580. 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Klein-Besten: 2 Uhr, Lokal Schmidt, Klein■ Besten. Referent: Otto Franke. Marienfelde: 4 Uhr, Lokal Oberschmidt, Berlinerstr. 34. Referent: D a v i d s o h n. Mittcnwalde: 3 Uhr, Lokal Kranich. Referent: Julius Cohn. Schenkendorf: 3 Uhr, Lokal Patsch. Referent: Schöning- Emden. Senzig: 4 Uhr, Lokal Kurth. Referent: Fromke. Steglitz: 1 Uhr mittags im Birkeuwäldchcu. Referent: Berten- Düsseldorf. Storkow: 3 Uhr, Rathaushotel, Marktplatz. Referent: M a r ch i o n i n i- Königsberg. Teltow: 3 Uhr, Lokal Preuß. Referent: Ströbel. Zehlendorf: 3 Uhr, Gescllschaftshaus, Karlstr. 12. Referent: P a g e l s. Zossen: 4 Uhr, Lokal Schimke, Baruther Straße. Referent: K u b i g. Tagesordnung in allen Versammlungen: Preußen 1848—1908. Für Massenbesuch bitten wir zu sorge«. Die Einborufer. Partei- Angelegenheiten. Zweiter Wahlkreis. Achtung! Fricdrichstadt, Hallesches Tor usw.! Sonntag, den 22. März, abends 5% Uhr. findet im Lokale von E. Schmidt, Lindenstr. 3, 2. Hof, eine Versammlung mit grauen statt, in welcher Genosse W o l d t einen Vortrag hält über:„Geschichtliches zur Landtagswahl". Nach der Versammlung: Gemütliches Beisammensein. Ter Vorstand. Dritter Wahlkreis. Heute, abends 6 Uhr, findet in den A r m i n h a I l c ii, K o m m a n d a n t e n st r. f)8/og, eine Ver- sammlnng mit Frauen statt. Genossin Frau Klara Wehl sspricht über: Warum must sich die Frau mit Politik beschäftigen? Nach der Versammlung: Gemütliches Beisammensein. Entree inklusive Garderobe 20 Pf. Tanz frei. Fünfter Wahlkreis. Achtung! Heute, Sonntag, den 22. März, abends 0 Uhr: Versammlung mit Frauen in den„Union-Sälen", Greifswaldcr Straße 217/218. sGroßer Saal.) Vortrag des Genossen Julian Borchardt über:„Warum wir arm sind." Nach dem Vortrag: Ge° sclligesBeisammenseinundTanz. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Charlottcuburg. Für die Parteigenossen der 2. Gruppe findet am Montag, den 23. März, abends S Uhr, im Lokal von H. Harnisch, Windscheidstr. 24—25. ein gemeinsamer Extrazahlabend statt. Tages- ordnung:„Die Technik der Landtagswahle»." Um zahlreiche Be- teiligung ersucht Der Vorstand. Lankwitz. Die Mitgliederversammlung des Wahlvcreins findet am Mittwochabend 8l/2 Uhr bei Nettger, Calandrellistr. 22 29, statt. Auf der Tagesordnung steht unter andcrm ein Bortrag des Genossen H e i n i g und Stellungnahme zur Maifeier. Treptow-Banmschulenweg. Am kommenden Dienstag, den 24. März, abends 8% Uhr, findet für den 1. und 4. Bezirk im Re- staurant„Zur Rennbahn", und für den 2. und 3. Bezirk im Re- staurant„Zum Stichkanal", Kicfholz- Ecke Marienthaler Straße, je eine Versammlung statt. Tagesordnung: Die Technik der Land- tagswahl. Unsere Maifeier. Mitgliedsbuch legitimiert. Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. Tempelhof. Dienstag, den 24. März, abends 8Vj Uhr, im Restaurant„Wilhelmsgarten", Berliner Straße 9, Mitgliederver- sammlung des Wahlvereins. Tagesordnung: Vortrag über:„Das Landtagswahlrecht", Diskussion. Bericht von der Verbandsgeneral- Versammlung und Vercinsangelegenheitcn. Zahlreiches Erscheinen erwartet Ter Vorstand. Mahlsdorf a. Ostbahn. Heute, Sonntag, abends 7 Uhr, findet bei Schliefe, Hönower Straße 6, eine öffentliche Versammlung für Frauen und Männer statt, in welcher der Genosse W e g e n e r aus Kassel über:„Die Wahlrcchtsfrage und die Frauen" referieren wird. Die Genossen und Genossinnen werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Reinickenborf-West. Am heutigen Sonntag, früh 8 Uhr, findet bon den bekannten Stellen aus Flugblattverbreitung statt.— Am Montagabend findet im Lokal von Kreuz. Eichbornstraße, eine öffentliche Versammlung statt, mit der Tagesordnung:„Das heutige Wahlresultat und die morgigen Wahlen." Referent: Genosse Ohl. Französisch-Buchholz. Mittwoch, den 25. März, abends 8% Uhr, findet bei Kähne, Berliner Straße 39, ein Extra-Zahlabend statt. Tagesordnung:„Welche Lehren ziehen wir aus der Gemeiwdever- treterwahl", Stellungnahme zur bevorstehenden Landtagswahl, un- sere Maifeier und Verschiedenes. Vollzähliges Erscheinen ist wegen der Wichtigen Tagesordnung notwendig Der Vorstand. Berliner JMachncbten. Bestrafte Ehrlichkeit. Der Polizeiminister von Honolulu war auf einer europäischen Spritztour auch nach Berlin gekommen, um sich den großen„Wasserkopf an der Spree" mal anzusehen und (nebenbei seinen zivilisierten Kollegen, von deren außerordent- licher Findigkeit er schon so viel gehört hatte, etwas ab- zugucken. Als der exotische Polizeigewaltige in einer Taxa durch die Puppenallee fuhr, ging ihm der Anblick der langen Gespensterreihe dermaßen in die Glieder, daß er seine Schnupf- tabakdose zwischen die Wagenpolster fallen ließ. Zu spät be- merkte er den Schaden. Das alte Ding hatte zwar keinen Dreier wert, aber er wollte es wieder haben, besonders in einem Lande, in dem es nach, der Sage nur große Spitz- buben geben soll. Flugs eilte er diesmal auf Schusters Rappen nach derPolizei, und verlangte mit seiner ganzen Minister- Wichtigkeit, daß man ihm die Schnupftabakdose wiederschaffe und den unehrlichen Finder am höchsten Baume des Tier- gartens aufhänge. Das war so etwas für Frau Hermandads j Berliner Filiale, um ihre geniale Findigkeit zu beweisen Das ' Telephon blieb in einem Bimmeln, die Telegramme jagten sich nur so. Hunderte von Schutzleuten durchstöberten die Droschkenkutscherkneipen und Rosinantenställe. Endlich, nach tagclangem Suchen, wurde ein alter Mummelgreis vom Bock entdeckt, als er gerade aus dem alten Ding eine Prise nahm. Natürlich jagte man ihm die kostbare Minister- dose, die für ihn keinen Dreier wert war, ab und schleppte ihn zur nächsten Polizeiwache. Und als ihm dort der Herr Polizeiwachtmeister einige gesalzene und gepfefferte Liebenswürdigkeiten sagte, die selbst in einem Honoluluschen Konversationslexikon nicht zu finden sind, ge- stattete er sich, laut aufzulachen, und antwortete in derselben Tonart auf gut berlinisch. Das war nun ein Kapital- verbrechen, denn die Polizei soll man nicht auslachen, auch wenn sie die tollsten Bocksprünge macht. Unfer Droschkenmann bekam also dafür, daß er die Schnupftabakdose nicht„in den Dreck geworfen" hatte, eine Polizeinase, die nicht von Pappe war. Vier schwerer Verbrechen hatte er sich schuldig gemacht. Er hatte erwiesenermaßen seinen Wagen nicht sofort durchsucht und die später zufällig gefundene lumpige Dose ebensowenig abgeliefert, wie man selbstverständlich nicht jeden verlorenen Hosenknopf nach der Polizeiwache trägt. Das war ein Verstoß gegen die Droschkenordnung und zudem Fundunterschlagung. Er hatte ferner über die Liebenswürdig- leiten des Wachtmeisters nicht mit einem tiefen Bückling quittiert. Das war Achtungsverletzung und Beleidigung. Er hatte sich endlich erfrecht, aus der Schnupftabakdose eines leib- haftigen Ministers eine Prise zu nehmen. Das war Diebstahl. Welche Strafen es darauf in unserem„Rechtsstaate" gibt, das mag sich jeder nach Lust denken.... Diese Geschichte ist— beinahe so passiert. Der Berliner Droschkenkutscher Gustav Meyer übernahm eine Fahrt nach Steglitz. Auf dem Rückwege erhielt er einen neuen Fahrgast, der am Boden derDroschke einen kleinen, offenbar kurz vorher ver- lorenen Muff fand. In Berlin angelangt, gab M. den Fund- gegenständ sofort pflichtschuldigst und mit der fast sprichwört- lichen Ehrlichkeit seines Standes auf der Polizeiwache ab, rasselte aber dabei mit dem Wachtmeister zusammen, weil er harmlos erzählte, wie und wann der Fund gemacht worden ist. Was ist die Folge seiner Ehrlichkeit? Eine Strafverfügung über 29 M. wegen Verstoßes gegen dieDroschkenordnung und wegen ungebührlichen Berhaltens auf der Polizeiwache. Selbstredend legte M. Berufung ein und erzielte einen glatten Freispruch. Das Gericht schloß sich der Erklärung des Verteidigers an, daß durch derartige Strafanzeigen die Ehrlichkeit der Droschken- kutschcr nicht gefördert werde. Auch mußte der Wachtmeister die Belehrung einstecken, daß der Droschkenkutscher ein Recht gehabt hahe, über den gänzlich unangebrachten Kasernenhofton auf der Polizeiwache entrüstet zu sein und Worte zu gebrauchen, die er sonst sicher vermieden hätte. Von besonderer Wichttgkeit aber ist es, daß der Genchtshof auf die veraltete Bestimmung, der Droschkenkutscher müsse unmittelbar nach jeder Fahrt seinen Wagen genau revidieren, keinen Wert gelegt hat. In der Tat ist es, was erst gar keines weiteren Beweises bedarf, im heutigen Berkehrswesen nicht immer möglich, diese Vorschrift zu be- folgen. Vor Theatern, Bahnhöfen und an sonstigen Stellen mit starkflutendem Verkehr würde der Droschkenführer sofort mit der Polizei in Konflikt geraten, wenn er unmittelbar nach dem Verlassen des Wagens seitens der Fahrgäste nicht schnellstens den Platz räumen wollte. Die Polizei hat also im vorliegenden Falle wieder mal „grüne Tisch"-Arbeit vom reinsten Wasser geliefert. Anstatt stolz zu sein aus die anerkannte Ehrlichkeit eines Standes, der täglich in Versuchung kommt, sich an fremdem Gute zu bereichern, wird mit engherzigstem Bureaukrattsmus eine ehr- liche Handlung noch obendrein bestraft. Vor wenigen Wochen belohnte eine Gutsbesitzerin aus einem Berliner Vorort einen Droschkenkutscher, der ihr den ebenfalls verlorenen Muff prompt zugehen ließ, mit fünfzig Mark! Es war, wie die Dame ausdrücklich hervorhob, der Lohn nicht für die Sache an sich, sondern für die Ehrlichkeit. An dieser noblen Ge- sinnung mag unsere Polizei recht viel lernen. Genußreiche Stunden. Sonntagnachmittag. Wir überschreiten den Lustgarten und wenden uns dem Museum zu. Mit innigem Genüsse lassen wir unfern Blick auf dem schönen, ernsten Bau ruhen, dessen imposante Treppenanlagen den erhabenen Gesamt- eindruck wirkungsvoll erhöhten. Vor uns und hinter uns folgen einzeln, paar- und gruppenweise andere, Beamte, Hand- werker, Kaufleute, Soldaten, alles Leute, denen nur die paar Sonntagsstunden diesen edlen Genuß gestatten. In den hohen, gewölbten Räumen herrscht eine feierliche, wohl- tuende Ruhe. Durch die Fenster bricht das Sonnenlicht, grelle Reflexe sieht man an den Wänden und sie lassen die heinilichen, traulichen Nischen um so dunkler erscheinen, aus diesem Dunkel heben sich in blendender Schönheit die weißen Marmorgestalten und Gruppen ab. In stummer Bewunde- rung weiden wir uns an ihrem Anblick, an den feinen Kon- turen, den klassischen Formen, den prächtigen Männer- gestalten, an deren Körperbau man das Spiel der Muskeln zu beobachten wähnt. Der Knabe mit der Gans hat die Aufmerksamkeit eines kleinen Jungen gefesselt:„Vater, warum trägt denn der Junge die Gans?" Da aber der Vater augenscheinlich selbst keine Erklärung dafür hat, nreint er lächelnd:„Er will sie verkaufen!" Jetzt aber verstummt der fragenreiche Mund des Kindes erst recht nicht mehr. Warum, an wen, wieso, examiniert es den Mann, der dadurch wirklich in die Enge getrieben wird.„Junge, Du fragst mir noch'n Loch in'n Kopp!" ruft er unwirsch und geht weiter, um eine andere Statue in Augenschein zu nehmen. Der kleine, aufgeweckte Knabe aber blickt mit großen, verwunderten Augen bald seinen Vater, bald den Gegenstand seines Interesses an. Dann trippelt er mit betrübter Miene davon. Auch ein Vater, denken wir unwillkürlich, dem das elementarste Ver- ständnis für Pädagogik abgeht, der nicht versteht, in der Seele eines Kindes zu lesen. Vor der Ringergruppe stehen ein paar Provinzler, Männer und Frauen in ländlicher Tracht. Verständnislos und gleichgültig wenden sie sich ab. Den Borghesischen Fechter betrachten zwei stramme Infanteristen:„Möchtest Du's mit dem aufnehmen, Fritze?"„Nee, nich in die Hand!" lautet die Antwort. Um die wunderbare, ergreifende Gruppe Laokoon hat sich eine größere Familie aufgestellt und der Vater, ein älterer Herr, erklärt die Darstellung in kunstverständiger und äußerst fesselnder Weise. Und die Kinder hängen mit glänzenden, wißbegierigen Augen an dem Munde des Sprechers und folgen mit gespannter Aufmerksamkeit seinen bezeichnenden Armbewegungen. Später treffen wir diese Familie Ivieder in derselben Situation vor dem„Stil". Ach, wir wünschten allen Kindern einen solchen Vater. Da es erst 4 Uhr ist, verlassen wir das Gebäude und lenken unsere Schritte an der schönen Amazone vorüber, nach der National- Galerie. Hier empfängt uns die entzückende Marmorgruppe Dionysos und Eros. Weiter drüben finden wir den ster- benden Achilles, ein Kunstwerk, das die tiefsten Empfin- düngen der Bewunderung auslöst. Von hier wenden wir uns nun den Erzeugnissen der Sammtjackenkünstler zu, deren große und kleine Gemälde die hohen Wände bedecken. So vieles reizt hier unsere Aufmerksamkeit, daß die eine Stunde, die uns noch zur Verfügung steht, bei weitem nicht ausreicht, um uns ganz in den Anblick selbst der hervorragendsten Werke zu versenken. Auf einen Stuhl gestützt, in nonchalanter, unnachahm- licher Pose, steht ein blasser Jüngling, mit dunklen, koketten Weltschmerzlocken auf der Stirn, mit Uebermenschenmiene und genial geschlungener Krawatte, die„Talentwindel" malerisch um die Schultern geworfen. In tiefster Weltver- gessenheit blickt er regungslos auf Böcklins Selbstbildnis mit dem geigenden Tod. In einem anderen Saal sitzt ein junges Pärchen Hand in Hand, stumm und träumerisch ein großes Bild betrachtend, das einen Grunewaldsee sehr stimmungs- voll wiedergibt. In den Augen der beiden Liebenden leuchtet es so wonnig, so heiter, wer weiß, vielleicht ruft die schimmernde Wasserfläche mit dem dunklen, verschwiegenen Tannensaum süße, selige Erinnerungen wach.— Wer weiß.— Der Gummiknllppelhelb. Unter der zerlumpten Schar bon Jammergestalten, die in der neunten Abendstunde durch die Berliner Elendsgasse schleichen, durch die Fröbelstraße, fällt dem an solche Eindrücke gewöhnten Auge ein Mann auf, der in sein Kleid der Armut offenbar nicht recht hineingehört. Er geht so stramm und selbstherrlich, als ob er, wie einstmals Harun al Raschid, bei Tage vom goldenen Teller ißt und in der Nacht das„Volk studiert". Auch im Obdach erregt die sonderbare Gestalt einige Verwunderung. Leise tuscheln die Bediensteten:„Donnerwetter, wo haben wir den Kerl schon mal gesehen? Der muß hier schon in anderer Schale gewesen sein!" Und blinzelnd fügt einer hinzu:„Wenn's etwa wieder so'n der- dammter Zeitungsschreiber ist, der hier bloß spionieren will,— den decken wir heute ordentlich zu!" Unter der Bluse zieht der freundliche Hausgeist einen halbmeterlangen Gummiknüppel her- vor und schlägt klatschend gegen die Wand, daß es weit über den Korridor hallt. Inzwischen ist unser Mann mit hundert anderen Obdachlosen in jenen stinkigen Raum gewiesen worden, wo nach dem neueste», ebenso drastischen als menschenfreundlichen Aus- spruch das Berliner Elend„summarisch" behandelt wird. Pfui Deibel... so hat er sich die Geschichte doch nicht vorgestellt. In Wirklichkeit sieht's wahrhaftig anders aus als am grünen Amts- tisch. Ob er rasch wieder umkehren soll? Aber nein— Herr Heijermans, der resolute Schriftsteller, hat die Schose durch- gemacht, also muß er als verkappter Magistratsmann sich doch auch mal überzeugen, was an dem Rummel dran ist. Aus der Rocktasche zieht er ein seines, parfümiertes Taschentuch, um sich den Angstschweiß zu trocknen, und steckt es erschrocken wieder ein, als sein entsetzlich nach Fusel duftender Nebenmann grinsend fragt, wo er den„elejanten Fummel geklaut" habe. Eine halbe Stunde später ist der Aermste wie gerädert. Seine Lumpen sind aus- gebrannt worden, den„Fraß", den die anderen heißhungrig ver- schlingen, hat er glücklicherweise nicht erst zu sehen bekommen. Pfui Deibel... ihn schüttelt's. Frierend sitzt er auf der elenden Pritsche und denkt darüber nach, was doch für eine kolossale Selbst- Verleugnung dazu. gehöre, sich in solche Gesellschaft zu begeben, nur um die Wahrheit zu erforschen und die Lage der Armut zu verbessern. Und dann springt er wild auf, donnert mit den Fäusten gegen die Tür und verlangt sofort den Inspektor zu sprechen. Nein— er hält's nicht länger aus, diese verpestete Umgebung. Die Lkehle ist ihm wie zugeschnürt. Er verliert sein bißchen Verstand, wenn er mit diesen scheußlichen Gestalten eine ganze Nacht zu- bringen soll. Endlich erscheint infolge des Radaus ein Aufseher. „Machen Se hier nich so'n Krach, Sie Strolch! Sonst jiebt's was aus de Armenkasse, aber nich zu knapp." Und wohlgefällig fuchtelt er ihm mit dem Gummiknüppel unter der Nase herum.„Führen Sie mich sofort zum Inspektor," brüllt der Obdachlose. Und als es nicht gleich geschieht, schiebt er den Aufscher beiseite. Na, auf solchen Gewaltakt haben die hier nur gewartet.„Wat will der Lausekerl? Hier noch frech werden?" Krachend fällt die Tür ins Schloß. Und draußen auf dem Korridor tanzt der Gummiknüppel auf dem Rücken eines Obdachlosen, der nicht parieren wollte. Dann flog der Gcmaßregelte wie ein Ball wieder in den Saal hinein. Aber am anderen Morgen kam's anders. Der windelweich Geprügelte hatte sich im Bureau demaskiert. Er hatte Farbe be- kannt, wer er in Wirklichkeit war, und daß er mal selbst nach dem Rechten sehen wollte. Doch achselzuckend erwiderte, das Lachen verbeißend, der Inspektor:„Herr Stadtrat, es tut mir in der Seele weh, daß ich Sie in solcher Gesellschaft' seh'." Der prügelnde Auf- scher wurde sofort entlassen. Es nutzte ihm nichts, daß er sich zornbebend entschuldigte:„Was wollen Sie denn, Herr Stadtrat? Sie haben doch nur die Suppe ausgelöffelt, die Sie anderen Un- glücklichen einbrockten." Wütend schrie der Stadtrat nach einem Bogen Papier und schrieb an Ort und Stelle die Verfügung nieder, daß fortan der Gummiknüppel, der sich nicht bewährt habe, wieder außer Kurs gesetzt werde. Man solle sie dem Märkischen Museum überweisen als verfehlte Wahrzeichen Berlinischer Klassenjustiz im Jahrhundert der Humanität... Wollen Sie es nicht mal probieren, Herr Stadirat Fischbcck, wi« es tqh wen.n der eigene hochwohstöbliche Rücken unter der von Ahnen eingeführten Obdachfolter zusammenzuckt? Wer sodiel tRut haben Sie ja gar nicht. Fern vom Schuß mittelalterliche Strafverfügungen treffen und vom hohen Kothurn herab einen großen Mund haben— das ist leichter und bequemer, als selbst die Nase in die Krippe der Armut zu stecken und die Wahrheit zu ergründen. Zur Frage der Abzüge bei der Steuerberaulagung. Zu den Abzügen gehört nach der Rechtsprechung des Obervcrwaltungsgerichts insbesondere auch: 1. Aus dem Lohn zu bestreitende Ausgaben für Bc- schaffung von Werkzeugen oder Rohmaterialien. Namentlich die Beschaffung und Herhaltung der Werkzeuge spielt in einigen Berufen, z. B. bei den Bauarbeitern, eine größere Rolle. 2. Angemessene Beträge für die Abnutzung des vom Arbeiter herzuhaltenden Werkzeugs und der Arbeiter Heidung. 3. Fahrten zu und von der Arbeitsstätte, was insbesondere unter unserer großstädtischen Arbeiterbevölkerung einen Abzug von jährlich 20—50 M. und darüber nicht selten rechtfertigen dürfte._____ ÄeschaftSmaximcn von Abzahlungsfirmcn. � Abzahlungsgeschäfte bezw. Geschäfte, in denen Waren auf Teilzahlung entnommen werden können, sind heutzutage eine wirb fchaftliche Notwendigkeit. Gerade die minderbemittelte Be- völteruitg ist vielfach auf solche Geschäfte angewiesen, handelt es sich nun um Entnahme von Möbeln, Betten, Kleidungsstücken oder Nähmaschinen. Man weiß zlvar allgemein, daß solche Geschäfte erhebliche Aufschläge für ihre Waren berechnen und daß in vielen Fällen das Doppelte und Dreifach« für die auf Abzahlung oder Teilzahlung entnommenen Gegenstände angerechnet wird; allein trotz aller dieser.Geschäftsgrundsätze" der Abzahlungsfirmen können zahlreiche minderbemittelte Leute die Inanspruchnahme solcher Geschäfte oft nicht umgehen. Weil eben viele Leute nicht in der Lage sind, ihre Möbeln und dergl. sofort bezahlen zu können, müssen sie Gelegenheit suchen, da zu kaufen, Ivo sie in kleinen Raten zahlen können, auch auf die Gefahr hin, mächtig geschröpft zu werden. Nun gibt es unter den Abzahlungsgeschäften wiederum Firmen, die ihren Kunden gegenüber sehr loyal sind im Gegensatz zu anderen, die in der rücksichtslosesten Weise sich auf den Buchstaben ihres Vertrages stützen. Die letztere Kategorie ist in ziemlich umfangreichem Mvße vertreten. Bleibt etwa ein Kunde ein oder einige Male mit den festgesetzten Ratenzahlungen im Rückstände, so wird sofort von der Abzahlungsfirma das Gericht in Anspruch genommen und das Ende vom Liede ist. daß der betreffende Kunde sehen muß. wie all' sein schon angewandtes Geld flöten geht; er wird die Sachen los, geht seines schon ge- zahlten Geldes verlustig und mutz oft noch Gerichtskosten zuzahlen. Die Verhandlungen vor den Amtsgerichten liefern in dieser Be- ziehung tagtäglich Beweise. Und wie schnell kann gerade ctn Arbeiter in die Lage kommen, einmal eine festgesetzte Rate nicht zahlen zu können. Arbeitslosigkeit, Krankheit, Unglück in der Familie und dergl. setzen oft einen Arbeiter außerstande, seinen übernommenen Verpflichtungen nachzukommen. Das ist oft der Moment, den gewisse Abzohlungsfirmen nur abwarten, um„ihr Recht" geltend zu machen. Uns sind im Laufe des letzten Winters eine ganze Anzahl solcher Klagen zugegangen, in denen gewisse Geschäfte die Not ihrer Kunden für sich ausgebeutet haben. Ein besonders krasser Fall wurde uns erst dieser Tage vor- getragen. Der in Steglitz wohnende Uhrmacher S. entnahm von der Firma Danütt in der Rosenthaler Straße Ende Juni 1906 verschiedene Möbel auf Abzahlung. Die Gesamtsumme belief sich auf 134 M. Gleich, als dem S. die Sachen abgeliefert wurden, machte er darauf aufmerksam, daß ein Schrank mehrere Fehler zeigte und verständigte sich mit dem Geschäft, daß ein anderer Schrank für den beanstandeten gelegentlich ausgetauscht werden sollte. S. zahlte regelmäßig seine Raten, aber das Geschäft von Damitt kam seinem Versprechen auf Umtausch nicht nach. Schließ- lich, nachdem S. schon 66 M. bezahlt hatte, ging ihm die Geduld aus und er erklärte, nicht eher mehr zahlen zu wollen, bis er einen anderen Schrank habe. Damitt machte kurzen Prozeß; er klagte. Der Termin verfiel der Vertagung, weil in einem zweiten Termin Beweisaufnahme stattfinden sollte. Der Amtsrichter gab dem S. aber den Rat, sich doch lieber mit Damitt zu einigen. Das geschah und zwar unter der Bedingung, daß S. weiter Zahlung leisten solle, wogegen Damitt die Kosten für eine an dem be- treffenden Schrank sich notwendig machende Reparatur übernahm und außerdem die Klage zurücknehmen sollte. Nach dieser Ab- machung zahlte S. ruhig weiter. Da plötzlich im Laufe voriger Woche kommt ein Wagen vor seiner Wohnung vovgefahren. Ein Gerichtsvollzieher meldet sich, zeigt ein gegen S. ergangenes V c r- säu in nis urteil vor und läßt sämtliche von Damitt ent- nommene Möbel wieder aufladen. Und zwar von Rechts wegen! Damitt hatte sein Versprechen auf Zurücknahme der Klage nicht eingelöst, obwohl sich S. darauf verlassen hatte und, da S. in dem seiner Meinung nach aufgehobenen Termin nicht anwesend war. ein Versäumnisurteil erwirkt. Und nun höre man, waS ein solches Geschäft für Rechnungen aufsetzen kann. Es berechnet: l. Für gehabte Mühewaltung und für Einrichtung der Kontis, der Kontraltbiicher. Verträge usw..... 2,— 2, Jnlafsofpefen 6, 8. Für Hintransport............. 5,— 4. Für Rücktransport............. 5,— 5. Für Benutzung der Sachen und 6. Entwertung derselben während der Zeit der Benutzung zwischen alten und neuen Sachen, 66 Wochen a 1 M. 66,— zeichner, 2 Schlosser, 1 Student, f Tapezierer, 16 Tischler, 1 Zeichner, 1 Zimmerer und 2 Bewerber ohne Angabe des Berufes. Aus der städtische» Wasserwrrksverwaltung. Wie in anderen Betrieben der Stadt Berlin wurden bisher auch in der Wasserwerksverwalwng Ucberstunden als solche mit einem bestimmten Zuschlage nur bezahlt, wenn sie erst um 8 Uhr abends begannen, während bereits um 6 oder 6 Uhr nachmittags die übliche Arbeitszeit beendet war. Auf Vorschlag des Genossen Dr. Wehl wurde die Direktion beauftragt eine Regelung der Be- Zahlung der Ueberslunden der nächsten Sitzung der Deputation vorzuschlagen. Es ist nunmehr in dieser Frage der folgende Beschluß gefaßt worden: Ueberstunden sind nur auf Anweisung der Bauleitung zu machen; sie müssen in jedem Fall bescheinigt werden. Von 6—8 Uhr abends werden sie mit 25 Proz. Aufschlag, von 8 Uhr abends bis 7 Uhr früh, wie auch Sonntagsarbeit, mit 60 Proz. Aufschlag auf den Lohn, ausschließlich Zulagen, vergütet. Ausgenommen sind angefangene Reparaturarbeiten, für die bis 3 Uhr abends nur der übliche Tagesstundenlohn ohne Zuschlag bezahlt wird. Dieser Beschluß tritt vom 1. April ab in Kraft. Dem Verein zur Speisung armer Kinder und Notleidender hat der Berliner Magistrat weitere 4000 M. bewilligt. Die Wärmehallen am Alexandcrplatz, die im vergangenen Winter bei der strengen Kälte vielen Tausenden von Obdach- und Wohnungslosen Unterkunft gewährt haben, sind am Freitag wieder geschlossen worden._ Schlüpfrige Fragen. Der Briefkasten gewisser Familienblätter dient in vielen Fällen dazu. Klatsch und Tratsch Tür und Tor zu öffnen. Was da oft alles gedruckt wird, ist kalun zu sagen. Eingeweihten ist natürlich bekannt, daß manche Fragen besonders fabriziert werden, um die Leser zu veranlassen, ja aufzupassen, wann die Antwort erfolgt; ein in diesen Zeitschriften nicht mehr ungewöhnliches Mittel, Abonnenten zu behalten oder zu ergattern. Eine recht schlüpfrige Frage enthält beispielsweise die l-chte Nummer der»Berliner Hausfrau". Wir lesen da: „Ratlose Braut":„Habe mich zu Weihnachten mit einem ordentlichen jungen Mann, den ich schon zwei Jahre vorher kannte. verlobt. Vor kurzer Zeit stellte mir mein Bräutigam Anträge, welche ich als anständiges und gebildetes Mädchen energisch zurückweisen n�ißte. Seit dieser Zeit hat sich das Wesen meines Bräutigams verändert. Könnte mir eine erfahrene Leserin Rat erteilen, wie ich mich jetzt verhalten soll. Zum Bruch möchte ich es nicht kommen lassen. Im voraus besten Dank." Eine sonderbare Braut muß es schon sein, die ihre eigensten Angelegenheiten auf offenem Markte auskramen läßt. M. 84.— M Dagegen sind gezahlt 67 M.. mithin rechnet die Firma aus, daß sie noch 17 M. zu erhalten hat außer Herausgabe der Sachen; außerdem hat S. noch die Kosten des Verfahrens zu tragen. In Wirklichkeit hat S. 74,50 M. bezahlt, obwohl er seit November arbeitslos mar. Das Ende vom Lied ist also: S. ist seine 74,50 M. los, hat leine Sachen mehr und muß noch 17 M. und die Kosten des Verfahrens zahlen., Noch dem Buchstaben des Vertrages ist die Firma Damitt noch obendrein im Recht; in moralischer Beziehung unterscheidet sich ein solches Geschäftsgebaren von dem der Halsabschneider in keiner Weise._ Aus der Stiftung der Berliner Gcwerbeausstellung im Jahre 1879 find von dem Kuratorium der Stiftung für das Verwaltungs- jähr 1907/08 an 76 Bewerber Stipendien als Beilhülfe zum Be- suche hiesiger gewerblicher und kunstgewerblicher Unterrichtsanstalten bewilligt worden. Auch wurde beschloflen, daß die von der Stiftung den Bewerbern gewährten Beihülfen niemals den Charakter der Armcnunterstützung oder der Abhülfe gegen eine augenblickliche wirtschaftliche Notlage an sich tragen sollen. Die Beihülfen, welche die Stiftung gewährt, sollen lediglich dazu dienen, dem Lernenden in Industrie und Handwerk in seinem Streben nach gediegener gewcrbstechnischer und kunstgewerblicher Ausbildung eine Hülfe und einen Antrieb zu gewähren. Die Summe der diesmal bewilligten Stipendien betrug 13 470 Mark, welche an die 76 Stipendiaten in Portionen von 100 bis 300 M. gezahlt werden sollen. Auf jeden Bewerber fallen also durchschnittlich rund 177 M. Unter den mit Stipendien bedachten jungen Leute» befanden sich: 2 Baugetverkschüler, 7 Bildhauer, 1 EIcttrotcchniler, 1 Graveur, 2 Klempner, 1 Kupferradierer, 2 Lithographen. B Maler, 4 Maschinenbauer, 7 Maurer, 2 Mechaniker, 1 Muster� Ins Irrenhaus abgeschoben! Wie rasch man dazu kommen kann, in ein Irrenhaus gesteckt zu werden, das hat dieser Tage eine hülflosc Greisin durch eigene bittere Erfahrung kennen gelernt. Eine Witwe Frau W., die im vicrundsiebzigsten LebenS- jähre steht und bei ihrer verheirateten Tochter Frau L. wohnt, leidet seit langem an körperlichen Beschwerden, wie das Alter sie bringt. Nachdem ihr Zustand sich verschlimmert hatte, sollte sie schließlich in ein Krankenhaus gebracht werden. Ein Arzt, der ste seit Jahren behandelt, bescheinigte der Frau L., daß er die Aufnahme der Frau W. in ein Krankenhaus„dringend empfehlen" müsse. Da aber Frau W. eine kleine Armenunterstützung bezieht, so ordnete der Armenvorsteher an, daß sie zuvor noch vom Armen arzt untersucht werde. Dieser meinte, die alte Frau gehöre nicht in ein Krankenhaus, sondern ins S i c ch e n h a u s. Ueber das Ergebnis seiner Untersuchung stellte er ein Zeugnis aus, in dein er den Krankheitszustand als Altersschwäche und Abzehrung sowie Lähmung der Füße bezeichnete. Vom Armenvorsteher mußte Frau L. zur Armendirektion gehen. Dort übergab man ihr einen verschlossenen Brief und wies sie an, einen Krankenwagen zu besorgen. Nachmittags um 3 Uhr fuhr der Krankenwagen vor, Frau L. übergab dem Führer den Brief, die alte Frau W. wurde in den Wagen hineingeschafft, Frau L. stieg mit ein, und die Fahrt ging los. Als das Ziel er- reicht war, sah Frau L. zu ihrer großen Ueberrasck>ung, daß man die Mutter nicht an ein Siechenhaus, sondern an das Obdach überwiesen hatte. Sie hatte zwar auf dem Briefumschlag die Angabe„Fröbelstraße" gelesen, hatte aber gemeint, dort liege das Siechenhaus. Im Obdach wurde die Greisin in ein Zimmer gebracht, in dem sich fünf Frauen und sechs Kinder befanden. Die Einrichtung be stand hauptsächlich aus sechs eisernen Bettstellen und zwei Kinder- wagen sowie aus einer Kollektion von Windeln, die zum Trocknen aufgehängt waren. Frau L. blieb bei ihrer Mutter im Obdach. Sie verlangte von einer Aufseherin sowie im Bureau mehrfach, daß ein Arzt sich um ihre Mutter kümmern möge, doch wurde ihr geantwortet, der sei nur vormittags da. Auf ihre immer wiederholten Klagen schickte man sie schließlich hinüber zum nebenan gelegenen Sichenhaus, damit sie dort ihre Angelegenheit vortrage. Der Oberinspektor antwortete achseb zuckend, zur Aufnahme ins Siechenhaus müsse erst ein anderer Schein besorgt werden. Frau L. ging zurück nach dem Obdach und setzte hier endlich durch, daß am Abend ein Arzt sich der alten Hülflosen Frau annahm. Dieser erklärte, Frau W. werde nach Herzberge gebracht, da sei sie wohl aufgehoben. Hcrzberge ist bekanntermaßen eine Irrenanstalt. Noch an demselben Abend fuhr ein Wagen vor, Frau W. wurde hinein- geschafft, Frau L. stieg mit ein, als dritter gesellte sich zu ihnen ein Transporteur, und der Wagen setzte sich in Bewegung. Gegen- über dem Arzt hatte Frau L. in ihrer Bestürzung keine Widerrede gewagt, dem Begleiter aber trug sie die Bitte vor, entweder sie und die Mutter nach ihrer Wohnung zu fahren oder anzuhalten, damit sie sich eine Droschke nehmen könnten. Als das abgeschlagen wurde, öffnete Frau L. das Fenster des Wagens und rief um Hülfe. Der Begleiter suchte sie daran zu hindern; er soll dabei so forsch vorgegangen sein, daß Frau L. Strafantrag gegen ihn stellen will. Passanten liefen herbei, ein Schutzmann kam dazu. Frau L. mußte aussteigen,, die Mutter wurde zurück- behalten und allei'n nach Herzberge gebra chl. Auf den Rat von Augenzeugen fuhr Frau L. sofort zur Re- daktion des„Vorwärts". Am anderen Tage begab sie sich zu einem sozialdemokratischen Stadtverordneten, und durch dessen Vermittelung wurde sie auf dem Rathausc dem Stadtrat Dr. Straßmann zugeführt, der dann telephonisch die sofortige Entlassung der Mutter anordnete. Frau L. fuhr nach Herz- berge, wurde aber zurückgeschickt, um für die alte Frau frische Wäsche und auf eigene Kosten einen Wagen zu besorgen— in Herzberge scheint man beides nicht drüber gehabt zu baben—, und dann durfte sie endlich ihre Mutter nach Hause schaffen. Frau L. gibt uns diese Darstellung und versichert, sie ent- spreche der Wahrheit. Die alte Frau W-, die wir in ihrer Wohnung aufsuchten, versichert dasselbe. Vorgelegt wurde uns auch der von Herzberge ausgefertigte Entlassungsschein, der den eintägigen Aufenihalt nachweist. Wir hätten wirklich nicht ge- glaubt, daß einem der Weg aus dem Obdach ins Irrenhaus so leicht gemacht werden kann. Im Ob- dach scheint man ja über diesen Punkt sehr merkwürdige An- schauungen zu haben. Unter recht merkwürdigen Umständen hat vorgestern der 52 Jahre alte Schmied Johannes M. aus der Kolberger Straße 19 Selbstmord verübt. Vorgestern vormittag starb ein Nachbar des M. und die Frau bat nun M., er möge ihr doch dabei behülflich sein, die Leiche ihres Mannes umzubetten. M. kam auch diesem Wunsche nach. Dabei äußerte er, er beneide den Toten und er wcpde ihm in des TÄ>.nachfolgen. Sß sei hierbei bemerkt« daß ' M. schon seit längerer Zeit arbeitslos loa?. Bei dem Anblick der Leiche kam ihm dann plötzlich der Gedanke, sich das Leben zu nehmen. Er ging mittags nach döm Boden hinauf und kehrte nicht wieder zurück. Als er sich auch bis zum Abend nicht sehen ließ, suchten seine Angehörigen nach ihm. M. hatte sich an einer Wasch- leine erhängt. Mord oder Selbstmord? Freitag abend gegen O'/s Uhr meldete der Ritterstr. 116 wohnhafte Barbier Friedrich im Bureau des 42. Polizeireviers, daß der frühere Verwalter des genannten Hauses. der Schuhmacher und Arbeiter Hermann Dombrowski. der seit den, 5. Februar d. I. von seiner Frau getrennt lebt, in den Wohnkeller der Ehefrau, ebenfalls Ritterstr. 116, gedrungen sei und einen sürchter- lichcn Lärm vollführte. Um den schon bekannten D. zu beruhigen, schickte das Revier einen Beamten nach der Wohnung der Frau D. Der Schutzmann fand nun den Dombrowski tot im Keller vor. Er lag mit angezogenen Beinen auf dem Rücken. Unter dem Kopfe befand sich eine große Blutlache, über dem linken Auge eine große blutunter- laufene Beule. Da Dombrowski häufig mit Bewohnern des Hauses Streitigkeiten und Schlägereien angefangen hatte, die Lage der Leiche auch eine sehr außergewöhnliche war, so wurde angenommen, daß Dombrowski im Streit erschlagen worden sei. Deshalb wurde so- leich die Konunilsion für Kapitalverbrechen benachrichtigt, die auch �ald erschien. Der Gerichtsarzt stellte fest, daß an der rechten hinteren Schläfenseite eine kleinere und eine größere Wunde, die den starken Bluterguß erzeugt hatten, vorhanden waren. Die größere Wunde sah aus. als ob sie durch einen Schuß erzengt sei. Beim Absuchen des Kellers wurde, etwa l�/s Meter von der Leiche entfernt, in einer mit Blumentöpfen bestellten Fensternische ein Revolver ge- funden, in dessen Trommel sich drei abgeschossene Hülsen befanden. Der Schußkaual geht anscheinend von hinten rechts nach vorn links und der bei der Leiche vorgefundene Hut hat Kugellöcher. Es konnte nicht festgestellt werden, ob Selbstmord oder ein Mord vorliege. Erst zahlen, bann ärztliche Behandlung. Diesen Grundsatz be- tätigte um Montag der Proskauerstr. 22 wohnhafte Arzt Dr. Hauschiier gegen einen Arbeiter, der ihn zur Behandlung seines kranken Kindes in Anspruch nehmen wollte. Dem Arbeiter K. er- krankte am Sonntag ein Kind und er ging am Montag früh zu dem genannten Arzt, damit dieser nach der Wohnung kommen sollte. Die Aufwärterin erteilte den Bescheid, daß der Herr Doktor gleich nach 10 Uhr konnnen werde. Als der Arzt bis 2 Uhr noch nicht da war, ging K. wieder zum Arzt. Da erteilte dieselbe Auftvärterin des Arztes die Antwort, K. solle dem Herrn Doktor erst einen Taler 'chicken, dann käme er. sonst nicht. Der Arbeiter hat natürlich nunmehr aus diese ärztliche Hülfe verzichtet. Wie wir in einer Aussprache mit dem Arzte festgestellt haben, ist der sonderbare Bescheid, wenn auch vielleicht nicht in so schroffer Form, mit Wissen und Willen Dr. Hauschners erteilt worden. s ist das. gelinde gesagt, ein recht sonderbares Benehmen eines Arztes, erst Bescheid zu erteilen, daß er dem Rufe nach Leistung ärztlicher Hülfe Folge zu leisten bereit sei, und dann nicht zu erscheinen. Die Person, die Hülfe nachsucht, verläßt sich doch auf das Kommen des Arztes, und cS ist sehr leicht möglich, daß durch eine Verzögerung der Hülfelcistung Komplikationen ein- treten können. Noch sonderbarer aber ist, daß der Arbeiter, nach- dem er bis 2 Uhr vergeblich auf das Erscheinen des Arztes ge- wartet hat, bei seinem zweiten Gange nach demselben Arzt den Bescheid erhielt, er solle erst Vorschutz zahlen, ehe ärztliche Hülfe geleistet würde. Diese Antwort ist um so eigentümlicher, als der Arbeiter K. dem betreffenden Arzt nichts schuldet und auch bereit war, nach der Konsultation sofort zu zahlen. Ein recht dreister Ladenraub ist vorgestern auf dem Gesund- brunnen verübt worden. In dem in der Pankstratze 7a belegenen igarrengeschäft von K. erschien ein Mann, der von der Frau des adeninhabers eine Zigarre forderte, zu deren Herbeischaffung Frau K. nach einem Stebenraum gehen mußte. Diesen kurzen Augenblick benutzte der Fremde dazu,«im die Kasse aus dem Laden- tisch herauszureißen und damit das Weite zu suchen. Als die Ge- 'chäftsinhaberin kurz daraus nach dem Laden zurücktehrte, sah sie noch, wie der dreiste Dieb mit der Kasse davoneilte. Sie rannte ihm nach und machte auf der Straße durch Zurufe die Passanten auf den Flüchtling aufmerksam. Es entspann sich jetzt eine wilde Jagd hinter dem Kassenräuber. Er wurde auch gestellt und festgenommen. Auf der nahen Polizeiwache entpuppte er sich als der wohnungs- lose 25jährige„Schlosser" Gabriel Zeitze. Z. wurde dem Polizei, Präsidium zugeführt. Arbeiter-Bildungöschule Lcrliu. Wir machen noch ganz besonders auf den im großen Saale des GewerlschaftshauseS stattfindenden Schumann-Abend aufmerksam. Das reichhaltige Progrcunm, das des Komponisten künstlerische Vielseitigkeit und Eigenart nach jeder Richtung hin zur Geltung bringt, dürfte jede,» Teilnehmer einen lehr- und genußreichen Abend garantieren. Außerdem verweisen wir noch aus den in der gestrigen und heutigen Nummer des„Vorwärts" veröffentlichten Lehrplan für aS zweite Ouartal 1908. Ganz besonders machen wir auf den frühen Anfang der Kurse aufmerksam, die. den besonderen Verhältnissen entgegenkommend, schon am 6. April ihren Anfang nehmen. Das Kassno-Theater hat sich ein vollständig neues Repertoire, zugelegt. Diesmal hat die Direktion das Wagnis unternommen. eine dramatisierte Arbeit des so gern gelesenen Erzählers Erkmann», Chatrian auf die Bühne zu bringen.„Ein Dorfroman" betitelt sich das vieraktige Schauspiel, das den Hauplteil des Abends ausmacht., „ivei Brüder mit Namen Rantzan liegen in bitlerer Fehde; Johann ist starrköpfiger als Jakob. Die Tochter Johanns liebt aber den Sohn Jakobs und umgekehrt; sie beide aber sollen sich nicht sürS Leben angehören dürfen; chließlich aber gelingt es, den Starrsinn der beiden Alten zu brechen und zum Schluß sinken sich Ellern und Kinder gerührt m die Arme. Die Liebe hat gesiegt, der Bruderzwist ist beendet. Gespielt wurde ganz annehmbar. Herr Timm und Direktor Berg brachten die hartleibigen Brüder recht treu zum Ausdruck, während Fritz Schäfer den Schullehrer als getreuen Maller ausgezeichnet spielte. Gertrud Hmzer und Heinrich Schmuck waren als Liebes- paar vortrefflich. Daneben gab es noch einen interessanten bunten Teil, in welchem Robert Nesemann mit seinen neuesten Schlagern wahre Lachstürme hervorrief. Die Billetts zur Treptower Sternwarte Nr. 28 610 bis 28 625. zusammen 16 Eintrittskarten, sind einem Parteigenossen verloren gegangen. Der Finder wird gebeten, die Billetts beim Genoffen Paschen, Charilöstr. 3, im Restaurant abzugeben oder an den Genannten ein- zusenden. Feuerwehrbericht. Gestern früh um 7'/z Uhr mußte in der Choriner Straße 19 ein Bodenbrand gelöscht werden. Der Brand konnte auf den Inhalt der Bodenverschläge beschränkt werden. Gleich- zeitig hatte der 30. Zug in der Niederwallslr. 14 zu tun. wo das Zwischengebälk, Fußböden usw. um 6 Uhr brannten. Um Mitter- nacht kam in der Linienstr. 247 Feuer anS. Dort brannten bei An- kunft der Feuerwehr im dritten Stock des OuergebäudcS rechts Petroleum, Terpentin. Lederfette, Türen, Türrahmen und anderes. Ferner hatte die Feuerwehr in der Bärwaldstr. 15 und Friedenstr. 46 zu tun. Der übliche Dachstuhlbrand wurde gestern mittag um 12 Uhr aus der Dresdener Straße 52/53 gemeldet. Dort stand das City- Hotel an der Annen- und Dresdener Straße in Flammen. Die Feuerwehr, fast gleichzeitig von mehreren Seiten alarmiert, war schnell in großer Stärke zur Stelle.-Ein Teil konnte, um die Wachen nicht zu entblößen und in Erwartung ncner Feuermeldunaen. gleich wwder abrücken. Vorort- Nachrichten. Zur Gemeindewahlbewegung. Gemeindewahlen finden morgen Montag statt in Reinickendorf nachmittags von 4-8 Uhr, in Wittenau Borsigwalde von mittags 12 bis abends 8 Uhr und in Schöneiche vormittags von 9-11 Uhr. Groß- Lichterfelde. Wahlergebnille. Weißenfee. Bei der Wahl der 2. Abteilung zur Gemeindevertretung erhielten von 227 abgegebenen Stimmen unsere Standidaten 40 Stimmen. Die Wahlbeteiligung war eine sehr flaue. Charlottenburg. wurde durch einen Lehrling verursacht, der mit einem Spiritustocher unvorsichtig umging.. 20jähriger lediger Schreiner Konrad Willner eine ledige Arbeiterin Die Liebe. In Fürth hat, Nürnberger Meldung zufolge, ein aus Eifersucht erstochen. Benzinexplosion. Aus Debreczin wird gemeldet: Durch den Ausbruch eines Feuers in einem im Kasinogebäude befindlichen KaufDie Delegiertenfibung der Charlottenburget Gewerkschafts- mannsladen erplodierten mehrere Fässer Benzin, wodurch das Ges fommission beschäftigte sich zunächst mit den Differenzen, die bäude zum größten Teil zerstört wurde. Da im Keller noch eine Anzwischen der Organisation der Schuhmacher und dem Schuhmacher- zahl Fässer Benzin lagern und das Feuer noch nicht gelöscht ist, Die Stichwahl im Wahlbezirk Westen, die Mittwoch, den 25. März. Der Vertreter des Schuhmacherverbandes, Genosse Bannier, wurden bei den Löscharbeiten verlegt. meister H. Walter, Schillerstr. 92, vor kurzem ausgebrochen sind. werden weitere Explosionen befürchtet. Mehrere Feuerwehrleute stattfindet, wird siegreich für uns ausfallen, wenn alle Lässigen und schilderte die Entstehungsgeschichte des Falles und teilte hierbei Lauen aufgerüttelt und an ihre Wahlpflicht energisch erinnert werden. mit, daß eine Anzahl Schuhmachermeister, welche früher dem Ge- wurde der ungarische Graf Nikolaus Banffy und dessen Chauffeur Gefährliche Automobilisten. Wie aus Florenz berichtet wird. Gerade aus den Kreisen der Arbeiterschaft hat eine sehr große Zahl fellenberbande angehörten, eine Vereinigung gegründet haben, die verhaftet, tveil sie mit ihrem Automobil bei Bajano ein Kind überWähler bei der Hauptwahl gefehlt. Es ist daher eine umfangreiche ben 3wed verfolgt, den bestehenden Tarif im Schuhmachergewerbe fahren und tödlich verletzt hatten. und intensive Agitation am Stichwahltage selbst die unerläßliche zu durchbrechen. Walter, der ebenfalls Mitglied dieser Vereinigung Boraussetzung für den fiegreichen Ausgang des proletarischen Wahl ist, habe. nun den Anfang gemacht. Berhandlungen seitens des Farmans neue Flugmaschine. Wie aus Paris berichtet kampfes. Wir fordern daher alle Barteigenoffen auf, fich möglichst Verbandes sind an der schroffen Haltung dieses Herrn gescheitert. wird, wird Farman, der Gewinner des 40 000 Mark- Preiſes tampfes. Wir fordern daher alle Barteigenossen auf, sich möglichst Diesem Herrn, der in der Hauptsache von Arbeiterfundschaft lebt, und mit einem 50pferdigen Antoinette- Motor ausrüsten laſſen. frühzeitig dem Wahlfomitee zur Verfügung zu stellen. Dasselbe müsse gezeigt werden, daß der im Gewerbe bestehende Lohniarif Der neue Apparat besteht aus einem langen Rahmenwerk, das eine für den Einfilometer Preisflug, seine Flugmaschine umbauen tagt am Mittwoch im Restaurant Diege, Manteuffel- auch innegehalten werden müsse. straße 11. Maschine neuesten Typs, die der Schraube eine Umdrehung von des Sizes, ist der Motor angebracht, eine 50 Pferdekraft starke Länge von insgesamt 46 Fuß aufweist. In der Mitte, in der Nähe 1100 Touren in der Minute geben wird. Bu beiden Seiten sind je brei große Schwingen angebracht, die eine Spannweite von 20%, Fuß kleinere Schwingen von etwa 15 Fuß Länge, mit deren Hülfe die zeigen. Am hinteren Ende des Apparates befinden sich zwei Paar Auf- und Abwärtsbewegung der Flugmaschine bewerkstelligt wird. Am Schwanze des umfangreichen Apparates, der in seiner Form an einen riesigen fliegenden Fisch gemahnt und auch so genannt werden foll, befindet sich ein Steuer, das die Seitenbewegungen ermöglicht. Beide Steuerungen werden durch ein einziges Steuerrad gehandhabt. Das Aeroplan läuft, so lange es sich am Boden befindet, auf Pneumatikrädern; bei einer Schnelligkeit von 60 Kilometern erhebt fich der Apparat vom Boden. Die Flugschnelligkeit soll bis zu 90 Kilometer in der Stunde gebracht werden. Auch an die Genoffen in den benachbarten Drten Steglig und Pankwiz richten wir das Ersuchen, uns, soweit möglich, Hülfskräfte ür den Wahltag zur Verfügung zu stellen. Die Wahlzeit ist von vormittags 10 Uhr bis abends 7 Uhr. Wahllokal: Borcherts Kafino, Kyllmannstraße( Viktoriaplay). Zehlendorf. zu schärferen Maßregeln herangehen wolle, vom Ausschuß der GeMan wurde sich dahin einig, daß als letter Versuch, ehe man wertschaftskommission Einigungsverhandlungen in die Wege zu leiten seien. Ueber die Vorkehrungen aur kommenden Maifeier, die in diesem Jahre in derselben würdigen Weise wie in den Vorjahren gefeiert werden soll, sprach der Genosse Flemming. Da der Kommission diesmal bei Schulz in der Kaiser Friedrichstraße ein Zu einer interessanten Auseinandersehung zwischen unseren Ge- zweiter Saal zur Verfügung steht, so sollen am Vormittag des noffen und den hiesigen Bürgerlichen fam es in einer bon dem 1. Mai vier Versammlungen abgehalten werden, und zwar je zwei bürgerlichen Wahlausichuß nach dem„ Kaiferhof" einberufenen im Volkshause und bei Schulz. Die Gewerkschaften sollen sich dann Kommunalwähler- Versammlung der dritten Klasse. Als Kandidaten wie folgt versammeln: Maurer, Pußer und Zimmerer im oberen wurde den Versammelten Herr Hofrat Kunow für den Süden und Saal des Voltshauses; Bauhülfsarbeiter, Maler, Steinseßer und Herr Ingenieur Brutschke für den Norden empfohlen. Beide Töpfer im unteren Saale des Voltshauses; Bäcker, Holzarbeiter, Standidaten entwickelten dann auch ihr Programm, das in der Schneider, Schuhmacher und Transportarbeiter im oberen Saale Theorie nicht viel vom sozialdemokratischen zu unterscheiden war. bei Schulz; Buchdruder, Fabrikarbeiter, Metallarbeiter, PorzellanDer Kandidat Brutschke begab sich am Schluß seiner Ansprache auf arbeiter, Schmiede und die übrigen Gewerkschaften im unteren das Gebiet der hohen Politik und verstieg sich zu der lächerlichen Saale bei Schulz. Als Ausweis der Arbeitsruhe am 1. Mai gibt Behauptung, die Sozialdemokratie wolle das Kind der Mutter von die Gewerkschaftskommission wiederum Maimarken heraus. Am Kandidat Genosse Wilh. Im erbat sich hierauf das Wort und ebenfalls in den beiden Lokalitäten, Boltshaus und bei Schulz, der Brust reißen und damit das Familienleben zerstören. Unser Nachmittage und Abend finden die Festlichkeiten von der Partei wies in einer dreiviertelstündigen gefchidten Rede unter Herbor- ftatt. hebung unferes Programms die Anwürfe des bürgerlichen Kandidaten treffend zurück. Hierauf meldete sich Genosse Eduard Fuchs zum Wort, der den Gegnern zu verstehen gab, daß unser Kampf nicht um Personen, sondern um das Prinzip geführt werde. Des weiteren machte Redner den bürgerlichen Kandidaten klar, daß sie als Angehörige der bürgerlichen Klaſſe ihre Versprechungen gar nicht erfüllen fönnen, tveil sie sonst bei ihren Klassengenoffen auf heftigen Widerstand stoßen würden. Das abgedroschene Gerede vom Zerstören des Familienlebens durch die Sozialdemokratie, tennzeichnete Genoffe Fuchs in gebührender Weise. An der weiteren Diskussion beteiligten sich der Rektor der Gemeindeschule und der unvermeidliche Herr Thornton sowie auch die Genossen Ulm, Fuchs und Weber. ganze Verlauf der Versammlung bewies schlagend, daß die bürgerlichen Redner auch nicht im entferntesten unseren Genossen in der Debatte zu folgen vermochten. Wir können daher mit dem Ergebnis at dieser Auseinandersetzungen zufrieden sein. Aufgabe der Arbeiter schaft muß es nun sein, bis zum 24. März, dem Tage der Wahl, nach Kräften für die Wahl unserer Genossen Wilhelm Ulm und Eduard Scheler au agitieren. Friedrichsfelde. Der Die diesjährigen Gemeindewahlen sind bisher noch nicht ausgeschrieben. Anscheinend ist dies darauf zurückzuführen, daß gegen die Verteilung der Mandate auf die Bezirke Friedrichsfelde und Karlshorst Einspruch beim Kreisausschuß erhoben ist. Nach der jebigen Verteilung würde in der 3. Abteilung nur in Karlshorst zu wählen sein. Für die 1. Abteilung ist besonders charakteristisch Sie Kandidatur des Rittergutsbesitzers, früheren Landrats von Tresdow. Derselbe Mann, der bei der Entwässerung des sogenannten Oberfeldes gegenüber den Bauern allzusehr sein person. liches Interesse in den Vordergrund gerüdt hatte, wird jetzt bon feinen früheren Gegnern wieder auf den Schild gehoben. Es scheint jedoch eine starke Gegenströmung vorhanden zu sein, so daß wir Das Schauspiel erleben werden, daß auch um die Mandate der 1. Wählerklasse ein Kampf entbrennen wird. Reinickendorf. Die Gemeindevertreterwahl findet morgen, Montag, in der Zeit von 4-8 Uhr nachmittags statt. Kandidaten sind für den 1. Bezirk Robert Maleita, für den 2. Bezirk Karl Köhn und für den 8. Bezirk Ernst Gründer. Die in Reinickendorf wohnenden Mitglieder des Metallarbeiter. verbandes werden ersucht, vor dem Besuch der öffentlichen Metallarbeiterversammlungen ihr Wahlrecht auszuüben. Es wird er wartet, daß die sozialdemokratischen Kandidaten mit einer imposanten Stimmenzahl gewählt werden. Nieder- Schönhausen. In einer öffentlichen Wählerversammlung referierte Genosse Besper über das Thema:" Sind die Arbeiter unerwünschte Bevölte rungselemente". Veranlassung, dieses Thema auf die Tagesordnung zu setzen, gab ein bon bürgerlicher Seite zur Ergänzungswahl verbreitetes Flugblatt, in welchem die Arbeiter, wie oben angedeutet, bezeichnet wurden. Der Referent zerpflückte arg die in dem er wähnten Flugblatt aufgestellten Behauptungen, und beleuchtete in treffender Weise den Kuhhandel der bürgerlichen Parteien bei Aufstellung ihrer Kandidaten. Genosse Besper schloß mit der Aufforderung, für diese Beschimpfung der Arbeiter am 27. März bei der Erfahwahl die Quittung zu erteilen, indem jeder dafür Sorge trägt, daß der Kandidat der Sozialdemokratie mit übergroßer Majorität aus der Wahl als Sieger hervorgeht. Jm Sinne des Referenten sprachen die Genossen Schünemann, Hellrich und Nißmann. Folgende Resolution fand einstimmige Annahme:" Die heute im Lotal von Ulih Versammelten protestieren ganz energisch gegen die Beschimpfungen der hiesigen Arbeiterschaft durch die bürgerlichen Parteien. Sie verpflichten sich, am 27. März hierauf die richtige Antwort zu geben, indem sie dafür sorgen, daß der Kandidat der Sozialdemokratie zum Siege gelangt." Für den Genossen Karl Huth, welcher abgelehnt hat, zu tandidieren, wurde Genosse Gastwirt Georg Bunow aufgestellt. Genosse Bäkold forderte die Anwesenden auf, sich rege an der am Mittwoch, den 25. März stattfindenden Flugblattverbreitung Wann anzutreten, um den Gegnern zu zeigen, daß sich die Arbeiter zu beteiligen, und am Freitag, den 27. Mara, Mann für nicht ungestraft beleidigen lassen. Schöneiche. Morgen Montag in der Zeit von 9-11 hr bormittags finden die Gemeindewahlen statt. Da die Wahlzeit für die Arbeiter schaft eine sehr ungünstige ist und die Gegner die unglaublichsten Anstrengungen machen, wird jeder Genoffe auf dem Bosten sein müssen. Besonders werden die Berliner Genossen ersucht, etwaige Kollegen aus Schöneiche auf ihre Pflicht aufmerksam zu machen. Lichtenrade. Mit den vorgetragenen Blänen erklärten sich die Versammelten ebenfalls einverstanden. Einen etwas breiteren Raum nahm die Besprechung über unsere Boltshausfrage ein. Den Ausführungen des Referenten, Genossen Flemming, der eine intensivere Agitation für das Voltshaus in den einzelnen Gewerkschaften befürwortete und einige andere Fälle besprach, folgte eine längere Debatte, an der sich wiederholt die Genossen Ahrens, Kropf, Knobloch, Schepke u. a. beteiligten. Anschließend hieran wurden die Genossen Haat, Mitsching und Scheppte als Vertreter der Gewerkschaftskommission in den Volkshaus- Ausschuß gewählt. Einem Antrage des hiesigen Städtischen Statistischen Amtes folgend, beschloß man, sich an der Ausfüllung von Haushaltungsbüchern zu beteiligen. Des weiteren wurde auf die am 4. Mai cr. ins Leben tretenden Sommerkurse der Freien Fortbildungskurse für Arbeiter", inszeniert von der Wildenschaft der Königl. Tech. nischen Hochschule zu. Berlin, hingewiesen. Desgleichen wurde auf die am Sonntag, den 12. April, nachm. 6½ Uhr, im Volkshause stattfindende Dienstbotenversammlung verwiesen. Unentschuldigt fehlten die Delegierten der Bäder, Buchbinder und Steinsetzer. Freie Volksbühne Charlottenburg. Die Märzvorstellung des Vereins findet für die 1. und 2. Abteilung gemeinsam am Freitag. den 27. März, abends 8 Uhr, im Schiller- Theater Charlottenburg statt. Zur Aufführung gelangt das interessante Schauspiel bon Goldbed und Kienzl Der rote Leutnant". Alle Vereinsmitglieder müssen spätestens am Donnerstag, den 26., in den Bahlstellen geklebt haben; die neuen Jahresfarten fönnen aber schon vom 22. an in den Bahlstellen eingetauscht werden. Friedrichsfelde. Am Freitag und Sonnabend hat Farman, wie dem„ Lok.- Anz." depeschiert wird, mit dem neuen Apparat auf einem Manöverfelde bei Paris Flugversuche unternommen, die glänzend gelangen. Er selbst geschaffene Rekord ist also bereits weit überholt worden. legte in einem Zuge 2700 Meter und ein anderes Mal in 4 Minuten 9 Sekunden 4500 Meter in drei Kreisflügen zurück. Der von Farman Briefkaften der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Lindenstraße Nr. 3, weiter Geöffnet 7 1hr Sof, britter Eingang, bier Treppen, wochentäglich abends von 7 bis 9% Uhr statt. Sonnabends beginnt die Sprechstunde um 6 Uhr. Jeder Anfrage ift ein Buchstabe und eine Zahl als Werkzeichen beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. Steuernummer die Steuern per Boſt an die Annahmestelle. Artur M., Dieffenbachstr. 65. Schiden Sie unter Angabe Ihrer Ja. wird P. O. 914. F. Sch. 11. Scheidungsgrund würde das von Ihnen angeführte nicht beachtet werden. 2. 2. 1. Sie sind verpflichtet, für den Unterhalt zu sorgen, als Alter Abonnent. 1. Fordern Sie den Töpfer noch einmal unter Segung einer angemessenen Frist auf, die Sache in Ordnung zu bringen, drohen Sie ihm an, daß Sie nach fruchtlosem Berlauf der Frist auf seine Stosten die Arbeit durch einen anderen vornehmen lassen würden und führen Sie die Drohung aus. 2. und 3. Nein. R. 3. 1. In der Regel, wenn alufenhaltsort hat zunächst einzutreten. Der Aufenthaltsgemeinde hat die er außerhalb Deutschlands ist, in zehn Jahren. 2. Nein. 3. Ja. 4. Der Gemeinde die Aufwendung zu ersetzen, in der der Betreffende den Unterstügungswohnsiz erworben hat. Der Unterstützungswohnsitz durch zweijährigen Aufenthalt erworben, wenn in dieser Zeit feine Unterstügung stattgefunden hat. Tausend. Nein. stölner Borstand, nicht der dortige Vertreter) Ihrer Frau vor Ihrer RüdG. 2. Vor der Stasse ist zu warnen. Hat der Vorstand( das ist der trittserklärung nicht mitgeteilt, daß fie aufgenommen ist oder die Aufnahme noch nicht befchloffen, so ist Ihre Frau nicht Mitglied geworden und tann es auf eine Stlage antommen laffen. Zweifelhaft ist, ob aus der Bes Stimmung, daß der Mann einzuwilligen hat, für Ihre Frau günſtige Schlüsse gezogen werden können. Ist fie Mitglied geworden, so würde sie§ 5 zu beachten und den Rücktritt dem Vorstand( nicht dem dortigen Vertreter) innerhalb der dort gestellten Frist zu erklären haben. Bahlen müßte fie in diesem Falle. M. K. 77. Ja, Ihre Frau müßte aber Vollmacht erteilen. Ginnahme und Ausgabe in der Ordentlichen Verwaltung mit zukommen. Der Voranschlag des Gemeindeetats für 1908 schließt ab in A. B. 100. Sie fönnen, brauchen aber nicht der Aufforderung nach 1759 014,72.( 1907: 710 300 m.). Auf die einzelnen Ver- das Statut nicht bekannt. Nehmen Sie mit dem Vorstand der Kasse Rüdsprache. A. S. 7. Das muß sich aus dem Statut ergeben, uns ist waltungszweige verteilt, ergibt sich folgendes: Ueberschuß aus BorM. 2. 15. Ja. 7. A. 14. 1. Zu Lebzeiten fönnen die Großjahren 55 000 W.( 51 200 M.), Ausgaben für Grundstücke und Ge. eltern mit ihrem Vermögen machen, was sie wollen. Jm Testament bäude 8459 M.( 3928,50 M.), Buschuß 6225,75 M., Kapital- und würden fie die übrigen Entel berücksichtigen müssen. 2. Der Austritt kostet Mart, Allgemeine Verwaltung 159 491,33 M.( 86 900 m.), Zuschuß den Direktor der hiesigen Handwerkerschule. Schuldenverwaltung 295 342,25 W.( 232 900 M.), Buschuß 52 081,93 pro Stopf 3 M., in Ihrem Falle ist er zulässig, aber nicht notwendig. 2. S. 28. Wenden Sie sich direkt an die Handwerkskammer oder an 151 346,33 M., Polizeiverwaltung 52 157 50 m.( 50 100 m.), Buy. 200. 1. Ste müßten sich an einen zuverlässigen Uhrmacher wenden. 2. 5. 15. Nein. schuß 39 227,50 M., Fleischschauamt 13 900 2.( 11 300 M.), Schul- 2. Eine Eine Grenze besteht nicht. R. H. 38. Leider würde da verwaltung 206 599,37.( 179 213,25 M.), Zuschuß 149 279,37 m.), nur die Armentommission eintreten können. G. P. 72. Nein. Armenverwaltung 33 949,75 M.( 28 171,75 M.), Zuschuß 28 324,75 E. 42. 1. und 2. Möglich" ist es, aber ratsam" nur bei guter Bor 104 679,55 M.), Feuerlöschwesen 10 367,55 M.( 5616,25 M.), Ein- Chambregarnisten, die monatlich Miete zahlen, haben bis am 15. zum Mark, Straßenverwaltung 123 969 m.( 104 352 M.), Zuschuß bildung im Deutschen. Beffer mündlich.( Fortbildungsschule, Berlik School oder dergl.) 3. Die L.schen Briese sind gut. nahmen nicht vorhanden, Steuerverwaltung 74 345,67 M.( 50 800 Schluß des Monats zu tündigen. Fällt der 15. auf einen Sonntag, so ist Mart), Ueberschuß 486 532,73 M., Fortbildungsschule 3860 2. spätestens am darauffolgenden Montag zu fündigen. R. 23. 88. ( 4585,50 M.), Rieselgut Münchehofe 58 975,25 m.( 45 000 m.) und 1. Ja. 2. Hinze, Prinzenstr. 66. Th. K. 3. Lediglich das Fahrgeld Betrieb der Kanalisation 717 398,05 M. Die Außerordentliche wird als abzugsfähig erachtet werden. R. S. 36. 1. und 2. Sie Verwaltung schließt ab mit 1899 267 m.( gegen 1245 740 M. im leben auch ohne ausdrüdlichen Vertrag außer Gütergemeinschaft, indessen ist Vorjahre). Den Hauptteil dieser Summe machen die Restbautosten es zwedmäßig, vor der Heirat notariell oder gerichtlich einen Vertrag zu der Kanalisation in Höhe von 950 607 M. aus. Ferner figurieren schließen, in welchem Sie das Vermögen Ihrer Frau ausdrücklich anerkennen hierunter 350 000 m. für ein neues Schulhaus im Ortsteil Karls Beitritt des Baters ist erforderlich. und auf Ihr Verwaltungs- und Nießbrauchsrecht verzichten. 8. Der horst, 90 000 M. Beitrag für den Bau eines Krankenhauses usw. Friederice, Südende, Mittelstr. 3. Alter Abonnent, Bremerhaven. M. M. 19. Ja. S. 1. Nein. Die Gemeinde hat an Attiva 6 869 822,47 M. und Passiva Verein 200. Borsigender und Schriftführer haben zu unter4 707 791,90 M., so daß ein Vermögensüberschuß von 2 162 030,57 M. zeichnen. 21. R. 41. 1. Ja. 2. Das beruht auf§ 23 des verbleibt. Für das kommende Rechnungsjahr sollen wiederum Einkommensteuergesetzes. 3. Ja. Der Artikel enthält alle Abzüge. 120 Broz. Buschläge zur Einkommensteuer erhoben werden. Ferner. G. 77. Nein. 2. P. 1908. Ein Grund für den Nat ist uns 2,40 M. Grundwertsteuer pro Mille des gemeinen Wertes, 180 Broz. nicht erfindlich. Fragen Sie doch den Arzt nach seinem Grund. Zuschlag zur Gewerbesteuer, 25 Proz. Zuschlag zur Betriebssteuer. Söllnischen Part) mit dem Antrage, zu entscheiden, ob in Them Falle Wenden Sie sich an die Versicherungsanstalt( Am Als Umsatzsteuer kommen 1 Broz, für bebaute und 1% Proz. für Bersicherungspflicht vorliegt. unbebaute Grundstüde zur Erhebung. Der Wert der bebauten hätten Sie uns vorher Nachricht geben sollen. 3. In Berlin von 900 M. Grundstücke beträgt schäßungsweise 36 Millionen M.( 1907: 28% an. 4. Eine allgemeine Regel läßt sich darüber nicht aufstellen.- E. St. Millionen). Der unbebaute Grundbesitz wird berechnet auf 500. Boraussetzung zur Erlangung einer Invalidenrente ist, daß 27 Millionen Mart( 1907: 25 Millionen). Der eigentliche Wert mindestens 200 Marken geklebt sind und Invalidität im Sinne des Ver d. h. Verkaufswert für unbebaute Grundstüde dürfte ficherungsgesezes vorliegt. Den Antrag stellen Sie schriftlich oder mündlich mindestens das Doppelte des angesetzten Wertes betragen. bei dem dortigen Magistrat. 2. 57. Sie würden mit Aussicht auf Die ortsanwesende Bevölkerung betrug am 1. Ottober 1907 Erfolg reflamieren können. 5. W. 100. Die Konzession kann aus den 16 672 Personen. Hiervon entfielen auf den Ortsteil Karlshorst on Shnen angeführten Gründen versagt werden. 8182 Seelen. Das langjährige Drängen der Sozialdemokraten hat es bewirkt, daß zum erstenmal im diesjährigen Etat 800 M. für zwei Schulärzte eingesetzt worden sind, und zwar für jeden Ortsteil einen. Vor einem Jahre wurde diese Forderung noch als Modefache" usw. bezeichnet. Wir wollen hoffen, daß mit der Einfeßung dieser Summe in den Etat die Angelegenheit nicht erledigt ist. des Fonds zur Bekämpfung der Kindersterblichkeit und der Für Einen Rüdschritt auf sozialem Gebiete bedeutet die Herabsehung forge für Lungentrante. Berschiedentlich ist seitens unserer Genoffen in der Gemeindevertretung sowie auch an dieser Stelle die verkehrte Handhabung bei Verwendung dieses Fonds kritisiert worden. Jest hat man die früher 3000 M. betragende Summe auf 1500 M. Herabgefst mit der Begründung:„ Es wird nicht mehr gebraucht". Die Berwaltung wartet, bis sie mit der Nafe auf einen Fall gestoßen wird, wo sie einschreiten muß.. Vermischtes. Kadau. 1. und 2. Von den Terminen den Großhandel in den Zentral- Markthallen. Wearktlage: Fleisch: Amtlicher Marktbericht der städtischen Markthallen Direktion über Bufuhr schwach, Geschäft still, Preise unverändert. Bild: Bufuhr knapp, Geschäft still, Breise gut. Geflügel: Zufuhr genügend, Geschäft etwas reger, Breise hoch. Fische: Bufuhr genügend, Geschäft ruhig, Preise wenig verändert. Butter und säse: Geschäft ruhig, Preise für Butter Ia Geschäft still, Preiſe fast unverändert. nachgebend. Gemüse, Obst und Südfrügte: Zufuhr reichlich, Witterungsübersicht vom 21. März 1908, morgens 8 Uhr. Stationen Swinembe 764 SD Hamburg 763 DND Berlin 763 55 Franti.a.M 762 ND München 761 23 Better Staffonen 4'beiter Barometer. Bind. 8 Haparanda 7726 4 Petersburg 780 SD Bun Bindstarle Better 4bedeat Temp. n. G. 5 Scilly 4 Aberdeen Baris 1 wolfenl- 10 759 SGD 4 mollig 761 Still heiter 763 SD 1 wollen! 5 2 Dunst 1 mollig 1 bedeckt 3 Rebel 1763 GD 2 bedeckt Wetterprognose für Sonntag, den 22. März 1908. füdöstlichen Winden; feine erheblichen Niederschläge. Beitweise nebelig, vielfach heiter, am Tage ziemlich warm bei mäßiges Berliner Wetterbureau. Am Dienstag, den 24. März, nachmittags von 5-8 Uhr findet Großfeuer. Gestern vormittag brach, wie aus Breslau be die Stichwahl zwischen unserm Genossen No tigt und dem bürger- richtet wird, an der Ecke der Reusche und Herrenstraße in der Bien lichen Kandidaten Reisel statt. Angesichts der fieberhaften An- Blumenblätterfabrit Meidners Nachfolger ein Feuer aus, das sich strengungen der Bürgerlichen erwächst der Arbeiterschaft die dringende über das ganze Haus so schnell verbreitete, daß die in der Fabrit Pflicht, mit allen Sträften für die Wahl unseres Kandidaten Star! beschäftigten Mädchen über die große Feuerwehrleiter gerettet werden Rowigt zu agitieren. mußten. Das Feuer, welches auch das Nachbarhaus ergriffen hat, DX D Kaufhaus Der Verkauf der aus der Franz Sonntagschen Konkursmasse herrührenden Waren beginnt Montag, den 23. März, 9 Uhr Leipziger Straße 75-76 75-76- Dönhoffplatz Verkaufszeit 9-1 und 3-8 Uhr. 000000000000000 Es werden nur aus der Masse stammende Waren verkauft. ooc 國 Arbeiter, 22332* die ein Bigarrengeschäft einzurichten beabsichtigen, wollen nicht berfäumen, mein reichhaltiges Kommissionslager und Agenturgeschäft zu besichtigen. Besonders mache ich auf die Spezialmarken: Malinda" und Lady Godiva" welche in hunderten Geschäften eingeführt sind, aufmerksam. S. Rund, Gin Berlin 0., Marfilinsstr. 23 für Zigarren, Möbel u. Polsterwaren fauft man am reellsten bei 20362* Gerichtstr. 10 Theodor Knorn,( Bla). Reichhaltigstes Lager in 1 u. 2 Zimmer- Einrichtungen, kompl. Küchen von 50 M. an. Fünfjährige Garantie. 35 Grösstes Kredithaus des Ostens Richard Krummbeck Frankfurter Allee 35 OOOOOO Möbel und komplette Lieferung auf Kredit Frele Einrichtungen Prima Waren Solide Preise Teppiche, Portieren, Betten, Bilder, Uhren. Langj. Garantie Garderobe für Damen u. Herren. Streng Komplette Schlafzimmer. 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Eine nähere Vera Umgegend nimmt Kenntnis von dem Vorgehen der Unternehmer- bindung der letzten beiden Verbände wurde in erster Linie als freise, die bestrebt sind, die Arbeiter bei der jetzt herrschenden notwendig erkannt, hat sich aber trop mancherlei Bemühungen noch Krise zu unterdrücken und durch Lohnabzüge sowie durch Ver- nicht herstellen lassen. Die Diskussion wurde so ausgedehnt, daß längerung der Arbeitszeit ganze Familien dem Glend preis- sie der vorgerückten Zeit wegen vertagt werden mußte. zugeben. Die Versammelten erklären dagegen, daß sie an den Die Neuwahl eines Gauleiters war notivendig geworden bisher errungenen Lohn- und Arbeitsverhältnissen im Buber- und fiel auf den Kollegen Inger. An die Mitglieder wurde gewerbe festhalten und jede Anmaßung der Unternehmer, die die Mahnung gerichtet, die Beiträge pünktlicher wie bisher zu zur Verschlechterung der Arbeitsbedingungen beiträgt, entschieden bezahlen. Von der Zahlstelle Berlin des Metallarbeiterverbandes erhalten Sie erklären ferner, daß nur im Anschluß an die moderne wir folgende Zuschrift: Arbeiterorganisation im Bußergewerbe der Zentralverband Jm Bericht über die Generalversammlung der Berivaltungsder Maurer Deutschlands die Erringung besserer Lohn- und stelle Berlin des Deutschen Metallarbeiterverbandes ist eine Arbeitsverhältnisse möglich ist. Um dem Ausbeutertum ge- Wendung enthalten, die eine Erklärung notwendig macht. Sie schlossen entgegentreten zu können, geloben die Versammelten, schreiben in der mittleren Spalte, vorlegter Absatz:„ Ein Mit. foweit sie noch nicht Mitglieder des Zentralverbandes sind, sich gliederverlust in dem Umfange, wie ihn die dem Verbande anzuschließen und so gemeinsam für die Inter- Gegner als Folge der schlechten Stonjunttur er essen ihrer Arbeitsbrüder einzutreten. Die Versammelten ge- warteten, ist nicht eingetreten." loben ferner, alle eifrig daran mitzuarbeiten, daß die noch fern= Das hört sich an, als ob überhaupt ein Mitgliederverluft zu stehenden Kollegen der Organisation zugeführt werden." verzeichnen wäre. Dies trifft aber durchaus nicht zu, denn wir hatten Ende 1906 insgesamt 61 834 Mitglieder und Ende 1907 63 109 Mitalieder. Also eine kleine Zunahme. Adolf Cohen Eingegangene Druckfchriften. Eine öffentliche Buzerversammlung füllte am Donnerstag den großen Saal von Freher in der Koppenstraße. Auf der Tagesordnung stand ein Vortrag des Arbeitersekretärs Gugen Brückner: Aus der Geschichte der Arbeiter bewegung. Der Redner schilderte Arbeitsverhältnisse und Arbeitsniederlegungen der Handwerksgesellen in früheren Jahrhunderten und dann die Entwickelung der Arbeiterbewegung in unserer Zeit. Er machte darauf aufmerksam, wie gerade jetzt, wo die Unternehmer sich in starken Verbänden gegen die Arbeiterklasse zusammengeschlossen haben, einheitliche und starke Arbeiterorganisationen umsomehr notwendig sind, vor allem auch im Baugewerbe, dessen Unternehmertum ja nun alle seine Kraft aufbietet, dic Lohn- und Arbeitsbedingungen aufs äußerste zu verschlechtern. Dem Vortrag, der lebhaften Beifall fand, folgte eine Diskussion, in der die Entrüftung autage trat, die das Vorgehen des Bauunternehmertums allgemein in der Arbeiterschaft hervorgerufen hat. Man meinte, daß den Unternehmern die Schamröte ins Gesicht steigen müsse, wenn sie nur einen Funken von Gefühl und Verständnis dafür hätten, wie schändlich es gehandelt ist, jest, bei Die Sattler versammelten sich am Donnerstagabend in den dem Mangel an Arbeitsgelegenheit, bei der unerträglichen Arminhallen". Die Verschmelzungsfrage aller in der LederTeuerung, die Löhne der Arbeiter fürzen zu wollen, die Arbeiter bearbeitung tätigen Berufsgenossen resp. ihrer Verbände wurde der Verelendung auszusehen und damit auch alle die schwer zu lebhaft diskutiert. Eine frühere Versammlung hatte sich schon schädigen, die, sei es als Geschäftsleute, sei es als Gewerbe- damit beschäftigt, nachdem ein Vortrag über das Thema vorauftreibende, von dem Einkommen und der Kaufkraft der Arbeiter- gegangen war. Die meisten Redner behandelten die Frage in sehr fchaft abhängig sind. Auch im Pußergewerbe zeigt sich das Be- sympathischer Weise. Direkte Opposition wurde nicht gemacht, streben der Unternehmer, die Lohnverhältnisse zu verschlechtern. wenn auch manche Bedenken laut wurden, ob die Schwierigkeiten, Mehrere Redner machten darauf aufmerksam, daß jeder Buber die einer Verschmelzung entgegenstehen, nicht zu groß seien für fowohl in feinem eigenen wie im Interesse der Gesamtheit die gegenwärtige Zeit und ob die Frage überhaupt schon spruchreif D. Arbeitsverträge, die irgendwelche Verschlechterung enthalten, un- sei. Diesen Bedenken wurde mit manchen Gründen entgegen bedingt ablehnen muß. Zu entscheiden, welche Mittel die Organi- getreten und von der Verbandsleitung sowohl als auch von der fation gegen das Vorgehen des Unternehmertums anwenden wird, Fachzeitung verlangte man, daß mehr Propaganda für eine VerGoldwaren- Industrie Belmonte& Co Königstrasse 46. Bitte genau auf Hausnummer 46 zu achten, da häufig Verwechslungen vorgekommen. 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