Nr. 73. Abonnements- Bedingungen: bonnements. Breis pranumerando Bierteljährl. 8,30 Mt., monatl. 1.10 M., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage Die Neue Belt" 10 Bfg. Bost. Abonnement: 1,10 Mark pro Monat Eingetragen in die Post- Zeitungs. Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Bostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. B Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 25. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel zeile oder beren Raum 50 Bfg., für bolitische und gewerkschaftliche Bereins und Bersammlungs- Anzeigen 30 Bfg. ..Kleine Anzeigen", das erste( fett gedruckte) Wort 20 Bfg., jebes weitere Bort 10 Bfg. Stellengesuche und Schlaf Stellen- Anzeigen das erste Wort 10 Bfg., jebes weitere Bort 5 Bfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Borte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition i bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm- Adresse: ..Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Donnerstag, den 26. März 1908. Recht auf den Gebrauch ihrer Muttersprache in Verfammlungen bis zum Jahre 1928 behalten, aber sorgsam unterläßt hinzuzufügen, in wieviel Streifen mit starter polnischer Die ,, größte politische Errungen der Bevölkerung fie es nicht haben werden. Es find schaft seit Dezennien". 9 Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. zwar bermittelst einer stärkeren Zusammensetzung mit Kupfer etwa bon 600/1000 oder 750/1000 berhältnismäßig größer und schwerer ges staltet werden( bei 600/1000 2,083 Gramm, bei 750/1000 1,667 Gramm). Da sie jedoch in ihrer Form fleiner werden müßte als das Fünfzigpfennigftück mit einem Durchmesser von 20 Millimeter und das Fünfpfennigstüd bereits einen solchen von 18 Millimeter befigt, so tönnte wegen der Gefahr von Verwechselungen mit ersterer Geldforte ein Durchmesser von 19 Millimeter nicht in Betracht gezogen tverden. Die Rücksicht auf das Fünfpfennigftüd würde einen Durchmesser von nur 17 Millimeter bedingen, der zur Folge hätte, daß die Münze, welche im Kleinverkehr häufig durch rauhe Hände laufen soll, trotz der gesteigerten Gewichtsmenge doch zu flein und daher mit einem ähnlichen Mangel behaftet wäre wie früher das filberne Zwanzig pfennigstüd. Häufige Berluste türden die Münzgattung selbst bald unbeliebt machen. Es erscheint mithin nicht wohl vertretbar, ein so gestaltetes Fünfundzwanzigpfennigstüd dem Verkehr zu übergeben. Hiernach bleibt nur übrig, Ridel als das Prägemetall zu wählen. Der Vorgang Desterreich Ungarns, Frankreichs, Italiens und der Schweiz weist auf Rein nidel hin. Dieses erfordert allerdings höhere Metallanschaffungs toften, gewährleistet aber dafür eine längere Haltbarkeit des Gepräges. Auch würde ein aus Reinnidel hergestelltes Fünfundzwanzigpfennigftüd wegen des abweichenden Aussehens die Unterscheidung von dem Zehnpfennigstück und dem Einmartstück erLeichtern." befanntlich nicht weniger als 16 Streise der Provinz Posen und 5 im polnischen Westpreußen. Darunter Streise, in denen die Polen die Mehrheit der Bevölkerung ausmachen! Der Also nennt seine Wichtigkeit der Herr Müller- Meiningen nach der offiziellen Statistit fogar in der Hauptstadt der Kuryer Poznansti" hat dieser Tage darauf hingewiesen, daß in einer Apologie des freisinnigen Verrats in der Neuen Provinz Posen den Polen der Gebrauch ihrer Muttersprache Badischen Landeszeitung" das Reichsvereins geset. in Bersammlungen verboten sein würde, da sie nur 57,1 Proz. Die unangenehme Lage des Freisinns entschuldigt polnische Bevölkerung herausrechnet, während nach der manches aber Herr Müller Meiningen sollte doch Meinung der Polen sie mehr als 70 Broz. beträgt. Was nicht völlig vergessen, daß allzu große Uebertreibung übrigens gleich einen Vorgeschmad geben kann von den Verlediglich das Gegenteil der beabsichtigten Wirkung erzielt. waltungstünsten, mit denen fünftig die Statistik der NatioIndes, Herr Müller- Meiningen mag von seinem unveräußernalitäten in diesen Bezirken frisiert" werden mag. lichen Menschenrecht, sich zu blamieren, so gut er tann, so viel und so oft Gebrauch machen, wie er will wir wollen ihn rechtung der polnischen Bevölkerung in den Bezirken des Ueber die Tatsache, daß der berbesserte"§ 7 die Entdarin- nicht stören. Nicht durchgehen lassen aber fönnen wir Beſtens in keiner Weise mildert, daß die Arbeiterbewegung es, wenn er durch falsche tatsächliche Angaben die reaktionären Rheinland- Westfalens in erheblicher Weise geschädigt, das und ausnahmegeseglichen Zücken des Reichsvereinsgefegentwurfs, Stoalitionsrecht der Arbeiterschaft in starkem Maße berwie ihn die Kommission gestaltet hat, der Deffentlichkeit zu ber- fümmert, ihr der Kampf gegen die Ausbeutungs- und Unterbergen sucht. Und das tut der Macher des Verrats, wenn er in drückungspraris der ohnehin mächtigen Kohlen- und Eisenfeinem Verteidigungsartikel schreibt: Im übrigen darf niemals vergessen werden, daß das Verbot barone des westlichen Industrierebiers beträchtlich erschwert Von der von einigen Seiten vorgeschlagenen Durchlochung nur für öffentliche Versammlungen gilt. In den Ver- wird, gleitet Herr Müller- Meiningen stumm hinweg. Und der Fünfundzwanzigpfennigftüde ist in der Begründung nirgends die fammlungen der Vereine als solchen darf nach wie vor in fremder die Verantwortung dafür, daß die Polen in zwanzig Jahren Rede. Diese dumme Idee scheint also völlig aufgegeben zu sein. Sprache verhandelt werden, wenn sie teine öffentlichen sind. Des den Sprachenzwang in brutalfter Weise zu spüren bekommen Der Artikel 2 bestimmt, wie schon erwähnt, daß der Silberhalb erschien mir stets die ganze Bestimmung unzwedmäßig. werden, sucht der Herr von sich abzuwälzen, indem er schreibt: umlauf von 15 auf 20 m. pro Kopf der deutschen Bevölkerung Auch heute noch stehe ich auf dem Standpunkte, daß die Sache der preußischen Regierung wird es sein, die erhöht wird. Durch das Gesetz vom 1. Juni 1900 sei zwar, heißt Regierung mit der Maßregel des§ 7, wenn weitgesteckte und in der Gesetzgebung gewiß merkwürdige Frist nicht die intensivste Kulturarbeit in der Schule zu gleicher Zeit einfegt, die Polen lediglich in die Sotolbewegung hineintreibt, in deren geschlossenen Bersammlungen in polnischer Sprache verhandelt werden kann und darf. Aber das ist nunmehr die Sorge Preußens..." zu benüßen, um durch eine großzügige Schulpolitit es in der Begründung, der für den Kopf der Bevölkerung auszus auch die Bolen in den Stand zu sehen, die deutsche Sprache zu prägende Gesamtbetrag der Reichssilbermünzen bis auf weiteres verstehen und zu sprechen, so daß die Härte des Sprachenverbots von 10 auf 15 M. erhöht worden und feit dem 1. Juli 1900 bis vom Jahre 1928 an. durch die Schaffung der Möglichkeit der zum 31. Januar 1908 feien denn auch in Reichssilbermünzen rund Anpassung auf ein Minimum reduziert wird 441,5 Millionen Mart zur Ausprägung gelangt, aber trotzdem habe fich am 31. Dezember 1907 der im Mängumlauf auf den Kopf der Bevölkerung von 1905 entfallende Betrag an Fünf-, Zwei- und Einmarkstüden nur auf etwa 10,8 m, am 31. Januar 1908 auf 10,4 m. gestellt. Eine solche Vermehrung der Silbermünzen müsse aber als ungulang fich betrachtet werden, denn der Bedarf des Verkehrs an Silbermünzen fei seit 1900 stetig gewachsen. 17° Preußen und seine großzügige Schulpolitik! Preußische Diese Darstellung ist falsch und die preußische Re- Polenpolitik und Germanisation! Herr Müller- Meiningen gierung braucht um die Wirkung des Sprachenberbots absolut muß sein Publikum wirklich für sehr naiv halten, wenn er feine Bange zu haben. Das weiß Herr Müller Meiningen glaubt, durch solche Schaumschlägerei Eindruck zu machen. auch, denn als Vertreter feiner Partei in der Vereinsgeset Aber diese Leistung ist noch nicht die größte Jämmerlich fommission muß er den Entwurf der Reichsregierung und die feit, die der Artikel enthält. Die schöne freifinnige Seele Begründung gelesen haben. Und in dieser steht auf Seite 30 enthüllt sich in ihrer ganzen Erbärmlichkeit in jenem AbAuch dieser Ansicht, daß eine Vergrößerung des Silberumlaufs groß und deutlich das Folgende: schnitt, wo Herr Müller- Meiningen den Ausschluß der Jugend- zum Zwecke der Berkehrserleichterung nötig ist, fann man zustimmen, Unter öffentlichen" Bersammlungen will lichen unter 18 Jahren aus politischen Bereinen und Ver- nur brüdt uns eine Steigerung der Quote um 5 M., also um der Entwurf nicht nur diejenigen verstanden wissen, welche als fammlungen beschönigen will. Dort heißt es u. a.: 33. Prog. als allzu reichlich bemeffen. Die Hälfte täte es auch. solche veranstaltet werden, sondern im Gegensaße zu den eigent Ich will dabei ganz offen gestehen, daß auch in frei Das scheint auch die Regierung zu meinen; denn vorläufig will fie lichen gefchloffenen Versammlungen entsprechend der geltenden finnigen Kreisen eine starte Strömung dahin drängte, die Ber- die Quote nur um 3 Mart erhöhen, wodurch in zirka fünf Jahren Rechtsprechung insbesondere auch die Versammlungen solcher Ver- wendung unreifer Burschen als Sprengtolonnen in nichtsozialein Silbermünzumlauf von 1163 Millionen Mark erreicht würde, eine, die nach der räumlichen Ausdehnung des Gebiets, das fie demokratischen Versammlungen für die Zukunft zu verhindern." umfassen, wie nach der Bahl ihrer Mitglieder so groß sind, deren Drganisation eine so lofe, bei denen Erwerb und Verlust der Mit Reichslügenverbandes herabgekommen ist, wie dies offene um 5 M. As Antwort auf diese Frage gibt die offizielle BeDaß man von einem Freisinn, der auf das Niveau des der in jeder Hinsicht als ausreichend gelten könne. Warum aber dann die Forderung einer Erhöhung der Quote gliedschaft an so geringe Voraussetzung gebunden und so wechselnd ist, daß von ihnen nicht gesagt werden kann, ihre Mitglieder bilden Geständnis einer schönen Freisinnsseele deutlich genug zeigt, um 5 M. Als Antwort auf diese Frage gibt die offizielle Beeinen in sich geschlossenen, bestimmt abgegrenzten Streis von innerlich Wahrung von Grundfäßen billigerweise nicht verlangen fann, gründung die Auskunft, daß gleich 5 M. gefordert würden, damit unter sich verbundenen Bersonen".( Entsch. d. Reichsgerichts in liegt auf der Hand. Er fann nach seiner ganzen Geistes auf diesem Wege die Möglichkeit geschaffen Straff. 21, S. 256.) Für die rechtliche Beurteilung macht es berfassung gar kein Berständnis dafür haben. Um so be- wird, auch einem größeren außerordentlichen daher keinen Unterschieb, ob eine Bersammlung eine Vereins- rufener ist er dann freilich, die Größe„ politischer Errungen- Bedarf an Silbermünzen ohne neue gefehliche Ermächtigung versammlung ist oder nicht. Vielmehr ist auch eine Vereins- schaften" zu tarieren. Genüge zu leisten. zufammenkunft, wenn sie die Merkmale einer öffentlichen Verfammlung an sich trägt, als solche zu behandeln." Herr Müller- Meiningen und seine Parteigenossen haben in der Kommission nichts getan, um den Polizeibehörden die Fruktifizierung dieses Reichsgerichtsurteils durch eine weiterDie Münzgefetznovelle. Dem Reichstag ist ein Gesetzentwurf zugegangen, dessen erster gehende Definierung des Begriffs Vereinsversammlung im Artikel die Ausprägung von Fünfundzwanzigpfennigstüden anordnet, Gesetz unmöglich zu machen und er weiß daher, daß während der zweite bestimmt, daß die auf den Kopf der deutschen Bees der Polizei allezeit möglich sein wird, jede Versammlung völkerung entfallende Quote an Silbermünzen von 15 auf 20 Mart eines politischen Vereins, Vereins, selbst wenn Nichtmitglieder erhöht wird. B 19 Die Regierung verlangt also gleich eine Erhöhung um 5 M., damit sie später, ohne den Reichstag fragen zu müssen, ganz nach ihrem Belieben beziehungsweise nach dem Wunsch der, agrarischen Dopelwährungspolitiker ber. fahren lann. Das ist eine starke Zumutung, die hoffentlich der Reichstag fehr energisch zurückweisen wird. Hier ist Rhodus, hier tanze! 11 " von ihr aufs strengste ferngehalten werden, für eine Aus Industriekreisen ist wiederholt der Ruf nach Einführung öffentliche zu erklären. Denn der politische Verein, eines Fünfundzwanzigpfennigftüds laut getvorden und als beshalb Wir haben bereits gestern nach dem Communiqué des der nicht eine einflußlose Stammtischgesellschaft bleiben, im Jahre 1906 die Handelstammer zu Osnabrüd an den Ausschusses der Reichstagsjournalisten über die Maßregelung sondern Einfluß auf politische Angelegenheiten gewinnen will, Reichstag eine Betition richtete, in der die Ausprägung einer solchen des Redakteurs Harnisch durch die Rheinisch- West f. fann nicht verzichten auf große Mitgliederzahl, noch darf er Münze vorgeschlagen wurde, überwies der Reichstag diese Petition 8tg." berichtet. Das wildnationalliberale Blatt der rheinischerhebliche Voraussetzungen für den Erwerb und den Verlust dem Reichskanzler zur Erwägung. Seitdem haben sich auch andere vestfälischen Schlotjunker hatte seinem Parlamentsjournalisten der Mitgliedschaft aufstellen. Und somit wird er die Mert- Handelstammern und verschiedene landwirtschaftliche Korporationen zugemutet, ihm nach wie vor Berichte und Stimmungsbilder male aufweisen, die nach der Entscheidung des Reichsgerichts dem Wunsch nach einem Fünfundzwanzigpfennigftüd angeschloffen, zu senden, trotzdem dieser Mitarbeiter die Redaktion von dem seine Mitgliederversammlungen zu öffentlichen Versammlungen meist mit der Begründung, daß eine solche Münzgattung wesentlich Streit und seiner Teilnahme am Streit unterrichtet hatte! machen. Daß die preußische Regierung etwa gegenüber den zu einer Vereinfachung des Zahlungsivefens namentlich im Klein- Die Redaktion mutete also einem externen Mitgliede der Repolnischen Vereinen von dieser Waffe keinen Gebrauch verlehr beitragen würde, da häufig Zahlungen mit den Beträgen daktion zu, daß es auf den ersten Wink hin die Solidarität machen wird, das glaubt Herr Müller Meiningen ficherlich von 25 und 75 Bf. vorlämen und in diesen Fällen das Fünfund- mit seinen Kollegen preisgebe und sein berpfändetes Wort nicht. Die Bertröftung der Bolen auf die nicht dem Sprachen zwanzigpfennigftüd drei Nidelmünzen erjeten tönne, mithin das breche! Und als dem Organ der Panzerplattenindustriellen paragraphen unterliegenden Vereinsversammlungen, der Ver- weitläufige Umtvechseln von Müngen erübrige oder wenigstens er gar zu Dhren tam, daß sein parlamentarischer Mitarbeiter fuch, die Deffentlichkeit glauben zu machen, den Polen sei der leichtere. Dieses Verlangen glaubte die Regierung, wie fie in der eine Notiz der Rheinisch- Westf. 3tg." über den Pressestreit Gebrauch ihrer Muttersprache in Vereinsversammlungen ge- Begründung der Vorlage ausführt, befriedigen zu sollen, und zwar nicht decken zu können erklärt hatte, erfolgte sofort in der währleistet, ist deshalb eine dreiste Verzerrung des Tatumsomehr, als die in anderen Ländern gemachten Erfahrungen er brüsfesten Form die Maßregelung! bestandes. tennen ließen, daß eine derartige Zwischenmünze einem wirklichen Von der Redaktion eines Organs der rheinisch- westUebrigens hat die ehrenwerte Boffische Zeitung" schon Berkehrsbedürfnis entspräche. fälischen Großindustriellen und Scharfmacher braucht das ja vor Herrn Müller ihr Publikum auf diesen Jrrpfad geführt In Frage kam, ob die neue Münze im Werte von 25 Pfennigen nicht weiter wunder zu nehmen. Wohl aber tönnte es und es für unwahr erklärt, daß die Vereinsfreiheit ver- in Silber oder in Nidel ausgeprägt werden folle. Die politisch ahnungslose Gemüter in Erstaunen versehen, daß schachert" sei, daß die polnischen Arbeiter sich nicht organi- Regierung hat sich für Nidel( Rein- Nidel) entschieden; vor dieselbe bürgerliche Presse, die während des Streits fieren tönnen. Die Polen tönnten so viel Vereine bilden, wie nehmlich, wie die Begründung ausführt, aus folgenden Er- täglich ganze Spalten lang über die Standesehre der sie wollen und darin nach Belieben polnisch reden, ohne vom wägungen: Journalisten deklamiert hatte, von der Maßregelung des ReGesetz daran behindert zu werden. Aber selbst wenn jene reichsgefegliche Auslegung des Begriffes Vereinsversammlung nicht bestände, so wäre das ein sehr mäßiger Troft für die Polen, denn starke Drganisationen haben zu ihrer Voraussetzung die Möglichkeit der Mitgliederwerbung in öffentlichen, für jedermann zugänglichen Versammlungen. Lächerliche Spiegelfechterei ist es, wenn Herr Müller in feinem Artikel zwar anführt, daß in nicht weniger als 42 Streifen des preußischen Ostens" die Polen das " Die geringe Beliebtheit der( früheren) Zwanzigpfennigftüde batteurs Harnisch entweder nur kurz Notiz nimmt oder sie aus Silber und aus Ridel beruhte wesentlich auf ihrer mangel- überhaupt gar nicht erwähnt. haften Gestaltung. Das filberne Zwanzigpfennigftüd war zu flein Als es gegen Gröber ging, als es sich um eine Verbal und au leicht, das Zwanzigpfennigstüd aus Ridel hatte injurie handelte, die etwas zu laut gedacht war, da hallte es ein wenig gefälliges Aussehen. Bon besonderer Wichtig in der bürgerlichen Presse tausendfältig feit ist ferner die leichte Unterscheidbarkeit von den gelten bezeugungen für die schwer beleidigten Journalisten, denen von Sympathicden Münzgattungen, damit nachteilige Verwechselungen bermieden werden. Aus diesen Erwägungen wird ein ausreichende Sühne verschafft werden müsse. Nunt es sich jetzt Fünfundzwanzigpfennigftüd aus Silber nicht aber um eine ungleich schwerere kränkung der in Aussicht zu nehmen sein. Eine folche Münze fönnte journalistischen Standes ehre handelt, nämlich um ehrenrührigste Zumutungen der Redaktion eines großen liberalen Blattes an einen Mitarbeiter und um die schnöde Maßregelung des Ungefügigen, da wird der Fall einfach registriert oder auch völlig totgeschwiegen! Und zwar von denselben Blättern, die noch am Tag zuvor die Backen nicht voll genug aufblasen konnten in Verfechtung der journalistischen Standesehre! Wenn es die bürgerliche Presse mit der Wahrung derStandes- ehre denn wirklich so ernst nimmt, so sollte sie alle Mittel aufbieten, um dem(Äemaßregelten Genugtuung zu ver- schaffen! Das wäre umso dringender geboten, als es sich hier in der Tat um den Konflikt eines Journalisten mit seinem kapitalistischen Arbeitgeber handelte, bei dem die Journalisten zeigen konnten, daß sie nicht gewillt sind, durch ein materielles Abhängigkeitsverhältnis die Ehre ihrer Ueber- zeugung antasten zu lassen! Hier ist Rhodus, hier sollten die Journalisten zeigen, wie ernst es ihnen mit der Wahrnehmung ihrer Standesehre ist! poUtifcbc dcbcrlicbt Berlin, den 25. März 1908. Journalisten- und Arbeitersolidarität. Die„Kölnische Zeitung" knüpft an eine Darstellung des Kon- fliktes zwischen Reichstag und Journalistentribüne folgende De- merlung: „Das Verhalten der Zentrumspresse, die bekanntlich allein Berichte über die Verhandlungen veröffentlicht, dürste Voraussicht- lich diese recht erwünschte Beschleunigung der Einigungsverhand- lungen nicht aufhalten. Bedauerlich ist, daß mit diesem Ab- fall eines Teiles der deutschen Journalistik die hier gebotene Solidarität der Presse erschüttert tvorden ist; aber dieser Präzedenzfall wird am meisten das Ansehen einer Jonr- nalistik schädigen, die die Pflichten deS Standes- bewußtseins dem Parteifanatismus auch da zum Opfer bringt, wo Parteiinteressen gar nicht in Frage stehen." DaS steht zu lesen in der„Kölnischen Zeitung", die nicht unter- läßt, bei einem Ausstand der Arbeiter die„sozialdemokratische Ver« hetzung" als Ursache festzustellen, die„nationale Arbeitervereine" und „gelbe Gewerkschaften" liebevoll begönnert, die den Streikbrecher für ein besonders nühlichcö Glied der Gesellschaft hält. Sollte der Journalistenstreik im Reichstag das nationalliberale Blatt zu der Erkenntnis von der Ehrenpflicht der Soldarität gebracht haben, die sich durch keinen„ParleifanatiSmus" stören lassen darf, so wäre das immerhin ein Fortschritt. Man darf nur neugierig sein, ob die Er- kenntnis bis zum nächsten Ausstand von Arbeitern vorhält. Wir zweifeln daran.—_ Sozialdemokratische Kandidaten für die preustischen Landtagswahlen. Die vereinigten Vorstände und Vertrauensleute der fozialdemo- kratischen Parteiorganisationen deS 8., 10. und 19. preußischen LandtagswahlkreiseS geben bekannt, daß sie folgende Genossen als Kandidaten aufstellen: Für den 8. Wahlkreis: Stadtkreis Altona mit Einschluß des Stadtteils Ottensen: Dr. Leo A r o n s- Berlin. Für den 10. Wahlkreis: Stadt Wandsbek und Kreis Stormarn: R. v. Rosbitzki- Wandsbek. Für den 19. Wahlkreis: Herzogtum Lauenburg: Friedrich Tesche- Hamburg.'-___-••- 1 Ein wenig Nachhülfe im Denken. Die„Voss. Ztg." schreibt:-— „Der„Vorwärts" benutzt die Auseinandersetzungen zwischen Presse und Parlament zu Angriffen auf die Block- Parteien. Sie„ließen die Dinge ruhig ihren Gang gehen; der Streik beeinträchtigte weder ihre Partei-, noch ihre privaten Unternehmcrinteressen; die Herren Zeitungsverleger verdienten im Gegenteil daran". Es wird dann weiter von „kapitalistischen Interessen" geredet und behauptet,„daß die bürgerlichen Journalisten die abhängigsten Menschen von der Welt sind." Es genügt, diese Bemerkungen wieder- zugeben und daran zu erinnern, wie groß die Unabhängigkeit der„edlen Sechs" vom„Vorwärts" war, die Knall und Fall auf die Straße gesetzt wurden." Die„Voss. Z t g.". die einst einen Redakteur maß- regelte, weil er Jude war, wäre warhaftig dab letzte Blatt, das von der Unabhängigkeit der Journalisten sprechen sollte l Im übrigen aber sollte die„Voss. Ztg." doch wirklich begreifen, daß zwischen der brutalen Willkür- Herrschaft von Zeitungskapitalisten respektive politisch einflußreichen Kapitalistencliquen und dem Kontrollrecht einer demokratisch orga- nisierten Partei über ihr Organ immerhin ein kleiner Unterschied besteht. Eine Unabhängigkeit sozialdemokratischer Journalisten im Sinne souveränen, persönlichen Beliebens gibt es selbstverständlich nicht und kann es nie- mals geben. Und gerade wir wären, um ein Beispiel zu wühlen, die letzten, die sich über„Maßregelung von Journa- listen" entrüsten würden, wenn sich die Masse der Anhänger der Freisinnigen Volkspartei eine Aufsichtsinstanz über ihre Presse schüfe, die den Müller- Sagan, K o p s ch und Wiemer in der„Freis. Ztg." das Handwerk legte. Eine Partei hat das unanfechtbare Recht, ihre Organe im Sinne der Anschauungen der Mehrheit leiten zu lassen. Und wenn den Blockhelden der„Freis. Ztg." ihr Handwerk nicht gelegt wird. so liegt das einfach daran, daß die Freisinnige Volkspartei um kein Haar besser ist als das Redaktions-Trifolium der »Freis. Ztg."! Wenn aber ein Kapitalist oder eine kleine Kapitalistenclique das Recht hat, einen Journalisten auf's Straßenpflaster zu werfen, weil er nicht so schreibt, wie sie es wünschen, so wird dadurch der Journalist zum abhängigen Lohnsklaven des Kapitalismus entwürdigt.— Volksschulfragen im sächsischen Landtage. Durch zwei Anträge, einer von den Nationalliberalen, der andere von den Freisinnigen herrührend, wurde am Montag in der Zweiten Kammer deS Landtages eine lebhafte Debatte über das Volksschulwesen entfacht. Die beiden Anträge forderten Beseitigung der geistlichen Schulaufsicht, Einheitsschule. Einschränkung des Re- ligionZunterrichtes und Herabsetzung der Klassenfcequenz. Daneben wurden noch Forderungen nach Reform des Seminarunterrichtes und besondere Wünsche der Lehrer geltend gemacht. Die national- liberale Begründung zu diesen Forderungen, die der Dresdener Landgerichtsdirektor Hettner gab, war ein rechter Eier- tanz um jene Forderungen, aber nichts weniger als ein entschiedenes Eintreten dafür. Betonte er doch von vornherein, daß man an der religiösen Grundlage für die Volksschule, ja nicht einmal an deren konfessionellen Charakter rütteln wolle. Auch seine Neigung für die Einheitsschule war recht platonisch. Vor allem wollte«nichts von einer baldigen Einführung der Einheits- schule wissen: nur ganz allmählich solle man dazu übergehen. mit dem System der dreiteiligen Volksschule, wie sie jetzt in Sachsen besteht, zu brechen. Der freisinnige Redner vertrat dieselben Forde- rungen in etwas entschiedener, aber ebenfalls unzulänglicher Weise. Die Konservativen ließen durch den Bürgermeister Dr. Schanz au? Oclsnitz erklären, daß sie von einer Einheitsschule so wenig wissen wollten, wie von einer Einschränkung des Religionsunterrichts, nicht einmal das Einpauken von Bibelsprüchen und Gesangbuch- Versen wollen fie einschränken, damit der Arbeiter in Zeiten der Not einen Schatz in den eingepaukten Sprüchen habe, der ihnen Trost gewähre. Allgemein war man gespannt auf die Siellungnahme des neuen Kultusminister S Beck, deS früheren Oberbürgermeisters von Chemnitz. Er übertraf die Nationalliberalen noch im Eiertanz; er tat. wie Genosse Goldstein treffend hervorhob. einen Schritt nach vorwärts, um gleich anderthalb nach rückwärts zu tun. Er will weder von der Einheitsschule noch von der Einschränkung des Religionsunterrichts etwas wissen. Durch die Einheitsschule werde— man höre und staune— das Bildungsniveau herabgedrückt und die Bildung von privaten Standesschulen gefördert. Genosse G o l d st e i n ging scharf vor gegen diese Volks- s ch u l r e a k t i o n. Er entwarf ein Bild der jetzigen Unzulänglich- keit der sächsischen Volksschulen, die überfüllte Klaffen und andere Mängel aufweisen. Unbarmherzig geißelte er die frömmelnde Schul- Politik der bürgerlichen Parteien und die Knauserigkeit in Bolksschul- fragen. Für alle Dinge habe man Geld, nur für die Volksschulen nicht. Schließlich wies der sozialdemolratische Redner darauf hin, daß in den beiden Anträgen die wichtigsten Forderungen fehlten, nämlich Beseitigung des Schulgeldes, Unentgeltlichkeit der Lernmittel und Aufhebung des Züchtigungsrechtes. Die Debatte, die Dienstag fortgesetzt wird, wird voranSfichtlich mit Ueberweisung der Anträge an die PetitionS- und Beschwerde- deputation enden._ Oberschlefische Kultur. Im vberschlesischen Jndustriebezirl machen sich mancherlei Leute den geistigen Tiefstand der Bevölkerung zunutze. Zahllose Winkelschreiber beuten die Unwissenheit der Leute in unerhörter Weise aus. Am sichersten kommen die Beutelschneider zum Ziele, wenn sie die Frömmigkeit der vberschlesischen Arbeiter, besonders der Arbeiterfrauen, für ihre Betrügereien benutzen. Gewaltige Summen werden den Armen jährlich abgenommen für allerlei völlig wertlosen„religiösen" Tand,„heilige" Bilder, Figuren, Bücher. Amulette usw. Die unglaubliche Unkultur der Bevölkerung wie die grenzen- lose Frechheit solcher Betrüger charakterisiert eine Verhandlung, die kürzlich vor der Strafkammer des Landgerichts Bcuthcn statt- fand. Dort hatte sich ein Grubenarbeiter Johann Leschczinski wegen Betruges zu verantworten. Dieser, ein vielfach, auch mit Zuchthaus, bestrafter Dieb, hat in einem vberschlesischen Industrie» dorf Chropaczow, einem Ort von etwa 9000 Einwohnern, längere Zeit den Geistlichen gespielt. Er bedeckte die Wände seines Zimmers mit heiligen Bildern, errichtete sich einen Altar im Zimmer und verrichtete seine„Andachten" stets so laut, daß bald die Weiber und später auch die Männer zusammenliefen, um den„heiligen Mann" zu bewundern und zu verehren. Es war ihm nun leicht, in die Wohnungen der Arbeiter zu kommen, um dort„Andachten" mit den Hausbewohnern zu veranstalten und. was der Zweck seiner „Frömmigkeit" war, die Dummen um ihr sauer verdientes Geld zu erleichtern. Er erzählte den gläubig horchenden Leuten, daß er lange Jahre in französischen Klöstern als Geistlicher gelebt habe, der Verfolgungen der Kirche wegen aber fliehen mußte. .Seine„Gebete" verrichtete er nieist in einem unverständlichen Kauderwelsch, das aber den Respekt vor dem frommen Manne noch erhöhte. Zlach seiner Behauptung hatten seine Gebete für Ver- torbeue ganz besondere Kraft und deshalb war er bald bei den Leuten, in deren Familie Todesstille vorgekommen,- besonders beliebt. Für die Antworten, die er den Leuten von verstorbenen Lieben überbrachte, ließ er sich mit jedem erreichbaren Betrage bezahlen. Er nahm für einzelne„Antworten" auf Fragen an Verstorbene bis zu 00 M. Bor Gericht suchte er die Rolle deS„Heiligen" weiter zu spielen, behauptete, nicht geboren, sondern auö dem Grabe aus- erstanden zu sein und ermahnte auch den Vorsitzenden zur Büß- fertigkeit. Er verlangte ein Jahr Gefängnis, um für die sündigen Menschen recht lange Buße tun zu können. Das Urteil lautete auf acht Monate Gefängnis. Außerdem wird sich dieser„Seelsorger" noch wegen anderer Taten vor Gericht zu verantworten haben. Er nahm nämlich auch Beichten ab und legte den Frauen höchst sonderbare Bußen ans. Einer„Sünderin" gebot er z. B., sieben Salzheringe hintereinander zu essen und das gehorsame Beichtkind folgte dem Gebot und erkrankte infolgedessen schwer. Jüngeren weiblichen Beichtkindern legte er dagegen Bußen aus, die ihm die gerichtliche Verfolgung wegen Sittlichkeitsdelikten zuziehen. Trotz alledem schwören heute noch viele Leute in Chropaczow auf den„heiligen Mvnn".— Oberschlefische Kulturl— Ein Dämpfer. Jüngst brachte die„Kölnische VolkSzeitung" eine Notiz ans Bayern, worin über die Fortschritte des k a t b o l i s ch e n Volks Vereins innerhalb der Grenzen der blanweißen Pfähle viel Rühmenswertes gesagt wurde. In der Notiz war auch der Satz enthalten:„Auf dem Lande vermochten die Genossen bisher wenig oder gar nichts auszurichten." Ein Mitarbeiter des genannten ZentrumsblatteS, der ohne Zweifel die Veihältnisse etwas besser kennt, bezeichnet diesen Satz als unzutreffend und schreibt dann: „Es tut uns wirklich leid, diese Illusion zerstören zu müssen. Wir, die wir Tag für Tag hinausgehen ans das Land und dort unter den Arbeitern unsere Tätigkeit entfalten, müssen das gerade Gegenteil berichten. Es gibt kaum noch ein Dörflein, in welchem die Sozialdemokraten nickt wenigsten ideelle Ansätze haben. Und eS gibt wohl kaum einen einzigen Ort mit über 0000 Einwohnern, in dem nickt eine sozialdemokratische Organisation Fuß geiaßt hat. In Bayern ersteht aus dem Lande vielfach«ine kleine Industrie. Fast in jeder derartigen Fabrik sitzen offene oder ver- kappte„Genossen". Es muß auch konstatiert werden. daß eine ganze Reihe katholischer Arbeitervereine nicht genügend, oft gar nicht Front gegen die freien Gewerkschaften machen. Vor allem aber sei betont, daß die bayerische Presse zum Teil der christlichen Arbeiterbewegung sich nicht ausreichend annimmt." Nach der Ansicht dieses Mannes haben demnach die katholischen Arbeitervereine von vornherein die Pflicht, die freien Gewerkschaften zu be» kämpfen— zur höheren Ebre deS Zentrums! Ob die freien Gewerkschaften ihre Ausgabe, die Interessen der Ar- beiter zu vertreten erfüllen, daS gilt als Nebensache, und wenn sie sich noch so große Verdienste um die Arbeitersache erworben haben— tut nichts, der Jude wird verbrannt I Das nemit sich dann klerikale .Arbeiterfreundlichleit". Im übrigen darf man dem Manne gönnen. daß er durch die Tatsachen belehrt wird, wie vergeblich e« ist. der Sozialdemokratie den Weg zu den Arbeitern auch m den schwärzesten Gegenden verlegen zu wollen. Jnnungsmeister gegen die Jugendorganisationen. Einen Vorstoß gegen die freien Jugendorganisationen unter- nehmen— zweifellos einem Anstoß von außen folgend— die Skofi oder Innungen. In dem Protokoll der ersten ordent- lichen Generalversammlung Rostocker Innungen jeiner Art Jnnungskartcll) findet sich am Schlüsse cinc Aufforderung an die Mitglieder, die wir im Nachstehenden wörtlich folgen lassen: „Ten Innungen wird noch ausgegeben bei Abschluß von Lehrverträgen den Vermerk hineinzuschreiben, daß Lehrlinge nur mit Zustimmung Ihres Lehrmeisters Vereinen an- gehören noch deren Versammlungen besuchen dürfen. Bei Zuwiderhandeln tritt eine Strafe von M..... ein. sDer Vorstand schlägt 50 M. vor, und bleibt es jeder Innung überlassen, dies zu bestimmen. In den Vertrag muß es aber gleich hinein)." Selbstverständlich wird den Lehrlingen die Zugehörigkeit zu Vereinen, in denen sie christlich und patriotisch zurcchtgeknetct werden, gern gestattet. Die Freie Jugendorganisation dagegen ist den Herren Meistern ein Greuel, weil in ihnen die Lehrlinge aufgeklärt und insbesondere auf ein höheres geistiges Niveau gebracht werden, als es das Deutsch des Jnnungs- Protokolls verrät.— Die Opfer. Endlich ist die offizielle Meldung eingetroffen, aus der die Namen der„Gemeinen" und der„Subalternen" zu er- sehen sind, die am 16. d. M. in Südwestafrika ihr Leben oder ihre Gesundheit„fürs Vaterland" lassen mußten. Die Meldung lautet: In dem Gefecht bei Geinab am 16. März gegen Simon Coppcr sind außer Hauptmann v. Erckcrt und Leutnant Ebinger gefallen: Gefreiter Eugen Wendel, früher Dragoner 25, Bauchschuß; Gefreiter Ewald Bern eiser, früher Infanterie 116, Brustschuß; Gefreiter Paul Du deck, früher Grenadier 2, Kopfschutz; Gefreiter Friedrich Kubbutat, früher Jnsan- terie 43. Kopfschuß; Gefreiter Heinrich Laschet, früher Dra- goncr 15, Brustschuß: Gefreiter Friedrich Mohr, früher Ulanen 7, Kopfschutz: Gefreiter Otto Rohkohl, früher Dragoner 15, Halsschutz; Reiter Bernhard Thimm, früher Canadier 1, Brustschuß: Gefreiter Friedrich W i l a t o w s k i, früher Hu- saren 1, Brustschuß; Reiter Gustav Brothagen, früher In- santerie 35, Brust-, Bauch- und Armschuß. Sämtlich 1. Kom- pagnie. Den Wunben find erlegen: am 17. März: Gefreiter Mar Zeibig, früher Jäger 13, Kopfschuß, l. Kompagnie; am 18. März: Reiter Otto Franz, früher Gardefüsilier. Schuß rechte Lunge und Kinn, 10. Kompagnie. Schwer verwundet tvnrden: Sanitätsuntcrossizier Albert Messer schmidt, früher Landwehrbezirk Berlin III. Lungenschuß links. Fleischschuß Oberarm links, 7. Kompagnie; Sergeant August Schicke bat, früher Feldartillerie 15, Bauch- schütz links; Gefreiter Walter Krause, früher Landwchr- bezirk Brandenburg a. H., Knochenschuß linker Oberschenkel, linker Fuß, vier Beinschüsse; Reiter Franz Meyer, früher Landwehrbezirl Siegen, Schuß Hodensack; Gefreiter Paul Steinbring, früher Füsilier 33, Streifschuß linkes Knie, Knochensckmß linker Fuß, Fleischschuß rechte Schulter; Leutnant Walter von TschirnhauS, früher Infanterie 154, Fleisch- schütz beide Schultern. Sämtlich 13. Kompagnie. Reiter Rudolf Wegner, früher Grenadier 1, Schuß Unterkiefer, linke Brust; Reiter Rudolf Baumert, früher Pionier 5, Untcrleibschuß. Beide Maschincngewehrzug 2. Leicht verwundet sind: Oberleutnant Eduard Kraut- Wald, früher Fcldartillerie 1, Streifschuß rechte Hüfte, erste Kompagnie; Gefreiter Rudolf Malz er, früher Landwehrbezirl Stettin, Fleischschuh rechter Oberschenkel, 7. Kompagnie; Gefreite'.- Johann D c i n l e i n, früher Landwchrbczirk Nürnberg, Schuß linker Oberschenkel, 10. Kompagnie; Gefreiter Ludwig F i s ch e r. früher datier. Feldartillerie 3, Schuß rechter Oberschenkel, sechste Batterie; Gefreiter Otto Hesse, früher Gardcgrenadier 2, Schuß linker Oberarm; Gefreiter Otto Haase, früher Gardcgrenadier 4, Prellschuß rechter Oberschenkel; Oberleutnant Pau! Petter, früher Grenadier b, Oberscheiikelfchußz. Sämtlich Maschinengrwchrzug 2._ Ein zerstörtes Menschenleben. DaS Prügeln in der Kaserne hat wieder einmal ein junges Menschenleben ruiniert. Vor dem Kriegsgericht der 33. Division in Erfurt stand vor einigen Tagen der 20 Jahre alte Jäger zu Pferde Walter K ö r b s von der 5. Eskadron deS 2. Jägerregiments zu Pferde in Langensalza, angellagt wegen Fahnenflucht und einiger anderer damit zusammenhängender Delikte. Der freiwillig iin Herbst 1900 eingetretene Angeklagte wurde von zwei als Zeugen vernommenen Kameraden als ein ungeschickter Rekrut bezeichnet, der. wie jeder andere,„leicht ge- ch lagen" worden sei, Ohrfeigen und Rippen- st ö ß e erhalten habe. Am 14. Mai 1907 nahm er unberechtigterwcise auS dem offenen Spinde eines Kameraden etwas Schmalz, wofür er gemeldet wurde und außerdem Prügel mit einem Stocke über den Kopf erhielt. Das brachte in ihm den Beschluß zur Reife zu deser- tieren, zumal er auch noch schwere Strafe lvegcn des Diebstahls befürchtete. Acht Monate lang hielt er sich in einem Orte in Sckwarzburg- Rudolstadt verborgen, bis er im Januar dieses Jahres als Fahnenflüchtiger entdeckt und verhaftet wurde. Als die Verhandlung bereits angesetzt war, erlitt er einen chweren hysterischen.Anfall, der ihn voll- tändig der Sprache beraubte. Bis heute ist er noch völlig stumm. Gegen zwei inzwischen vom Militär ent- lassene Prügelhelden, unter denen sich auch der Stubenälteste des Angellagten befand, ist ein Strafverfahren wegen gemeiuschastlichcr Körperverletzung vor dem Zivilgericht eingeleitet. Der Verhandlungs- führer bezeichnete das Prügeln von Kameraden als eine, allerdings unerlaubte. Gewohuheit beim Militär, die als„Erziehungsmethode" angewendet werde, aber es sei auch feige von den Geprügelte». wen» sie auS Furcht vor weiteren Prügeln— wie im vorliegenden Falle— die Mißhandlung nicht melden. Der Angeklagte ist aller Straftaten geständig. Der von der Verteidigung als Sach- verständiger geladene Stabsarzt, der den Angeklagten im Lazarett behandelt, hegt nach seiner persönlichen Ansicht keinen Zweifel, daß hier eine angeborene krankhafte Veranlagung zu Hysterie vorliege; infolge der durch den An- fall eingetretenen vollständigen Kehlkopf lähmung sei der An- geklagte als dien st unbrauchbar zu betrachten. Ein Psychiater würde ganz bestimmt sagen, daß der Angeklagte nicht für seine Tar verantwortlich zu machen sei. Gleichwohl halte er nicht den ß 5t Stt.-G.-B. tVcrneüiung der freien Willensbestimmung) weder bei Begehung der Tat noch bei der gerichtlichen Verhandlung für zu- treffend. Der VerhandlungSsührer, KriegSgerichtSrat Seim, betont gegenüber dem ärztlichen Sachverständigen, daß in der Rechtspflege das Bestreben bestehe, sich von dem Urteile des Psychiaters freizumachen, denn wohl für jede Tak eines Angellagten lasse sich irgend ein geistiger Defekt geltend machen. Es könne demnach über- Haupt niemand mehr verurteilt werden. Ein Antrag der Ver« t e i d i g u n g, die Verhandlung zu vertagen und den Angeklagten in der Landesheilanstalt in Jena auf feinen Geisteszustand unter- suchen zu lassen, wurde abgelehnt. Der Verteidiger führte alSdan» ferner auS, daß der Angellagte während seiner früheren Dienstzeit körperlich und geistig wenig angestrengt worden sei; die neuen Ein- drücke beim Militär seien daher mit Macht auf ihn eingestürmt, und ein nicht zu überwindendes A n g st g e f ü h l sei die Folge gewesen. daS seinen Höhepunkt erreichte, als er wegen der Lapalie der Weg- nähme von etwas Schmalz eine hohe Strafe befürchtete. Diele Angst habe ihn in Verbindung mit den Mißhandlungen zur Fahnen« flucht getrieben. Deshalb sei Freisprechung geboten. Das Urteil lautete entsprechend dem Antrage auf sieben Monate Gefängnis, Versetzung in die zweite Klasse und drei Tage Hast. Die Art der Verbüßung der Strafe, zu deren Antritt der Angeklagte sich bereit erklärte, wird dem Ermessen der Aerzte über- lasse».—_ Der Breslauer Polizeiprozeh in Stuttgart. Die Verhandlung vor der Stuttgarter Straflammer gegen den Redakteur des.Wahren Jakob", über die wir kurz berichtet haben, hat ihre Wirkung nicht verfehlt. Mit solchen Prozessen also glaubt man nördlich der Mainlinie„moralische Eroberungen" in Süddeutschland machen zu können!„So etwas lassen sich die Preußen gefallen?" meinte empört ein Zuhörer nach der Verlesung der Zeugenaussagen über die Taten der Breslauer Polizei.„Aas, halt die Fresse, ich hau' dich mitten entzwei!" schimpft der eine Breslauer Polizist.„tvaS machen Sie noch hier, Sie dickwampige Sau!" schreit der andere eine schwangere Frau an. Ein Bote, der den Arzt zu einem schwer blutenden Manne holen soll, wird nicht zum Haus hinaus- gelassen. Ein Arzt sagt aus:„Der größte Teil der Verletzungen befand sich auf dem Nacken. Dies erregte die Verwunderung der Aerzte." Und dann der„Fall Biewald"! Der Oberstaatsanwalt Faber, den das Unglück getroffen, die Klage der Breslauer Polizei vertreten zu muffen, beniühte sich redlich, von der Anklage zu retten, waS nicht zu retten war. Aber die BreSlauer Polizeitaten auf sein staatsanwaltliches Gewissen zu nehmen, das brachte auch er nicht fertig. Um so schärfer gingen die Verteidiger mit den BreSlauer Ordnungshüter» ins Gericht.„Der Wahrheitsbeweis für die geübte Kritik ist gelungen", sagte der eine; der andere erklärte:„Ein Teil der Polizei ist gegen Wehrlose vorgegangen in einer alles»nenschliche Gefühl ver- letzenden Weise. In einer ganzen Reihe von Fällen ist der Beweis dafür erbracht. Es ist der Nachweis erbracht, daß die Schutzmann- schaft zum Teil vom Geist der Roheit und Gewalttätigkeit beseelt gcivesen ist." Der Oberstaatsanwalt erkannte diese Kritik still- schweigend als berechtigt an. Nur dagegen wehrte er sich in einer kurzen Schlußbemerkung, daß der Richter, der die Zeugenvernehmung in Breslau vorgenommen hat, in einseitiger und parteiischer Weise seines Amtes gewaltet habe. Ein Akt der Kollegialität, vom Juristen dem Juristen geleistet. Der Eindruck der Enthüllungen iiber die Ceschäftspraxis des Breslauer Richters konnte der Ober- staatsanwalt mit seiner Beinerkung aber nicht im geringsten ab- schwächen. Die schneidende Kritik der Verteidiger an den Taten der BreSlauer Polizei mußte er unerwidert lassen. Hier wäre jedes Wort vergeblich gewesen. Das fühlte er wohl. Darum schwieg er. Das Urteil steht noch aus. Für den nominell Angeklagten, den Genossen Heymann, ist eS auch ziemlich gleichgültig, ob die Richter auf eine Geldstrafe erkennen oder nicht. Für die Breslauer Polizei auch. Denn die fürchterliche moralische Niederlage, die sie sich vor dem Stuttgarter Gericht geholt hat, ist durch kein Gerichtsurteil mehr zu wenden. Das Urteil über Kritiker und Kläger spricht die Oeffent- lichkeit, das Volk. Und dieses Urteil ist bereits gefällt. Unwider- ruflich.—_ Eine kleine Rufsenheke scheint die Stuttgarter Polizei inszenieren zu wollen. Unwider- sprachen gebliebenen Alättermeldungen zufolge sind den Russen in Stuttgart die Pässe zivecks Revision abverlangt worden. Zwei Russen, die schon längere Zeit in Stuttgart in Arbeit standen, sollen ersucht worden sein, Württemberg zu verlassen. Die öffentliche Meinung geht dahin, daß preußische Einflüffe im Spiel sind.— Evangelist Binde. In Aplerbeck, einem'Städtchen in Westfalen, weilt gegen- wärtig der E v a n g e l i st B i n d e. der dort vom 2ö.— 3t. März religiöse Vorträge hält, und zwar über folgende Themata: Schicke dich an. deinem Gott zu begegnen! Wie enthüllt sich das Geheimnis Christi? Wonach lohnt es sich zu ringen? Wie findet man Jesum? Zu spätes Suchen, vergebliches Suchen! Unentrinn- bar! usw. Außerdem wird Herr Binde an jedem Wochentage nach- mittags 4 Uhr im Saale des Blaukreuzhauses eine B i b e l st u n d e halten. In den Ankündigungen wird der Redner als der„ehe- malige Soziali st und Anarchist und nunmehrige Evangelist Fritz Binde aus Siegen" bezeichnet. Binde stand allerdings im Rheinlande einige Zeit der Sozialdemokratie nahe; er zog sich dann als Anarchist von der Oeffentlichkeit zurück, führte in Vohwinkel längere Jahre ein stilles Dasein, bis er dann auf einmal als Redner im Dienste der Frommen auftauchte. Der Umstand, daß er für sein jetziges Austreten sich aus seine frühere politische Stellung als„Sozialist und Anarchist" beruft, beweist, daß man auch im Reiche der Frommen die Reklame zum Gimpelfang zu schätzen weiß.—_ Ocfterreid). Freiheit der Wissenschaft. T er Fall des Jnnsbruckcr Professors für Kirchenrecht, Wahr- r Teilnahme von Vereinen an Leichenbegängnissen immer mündlich erteilt worden sei. Das würde I. selbst dann nicht schützen, wenn die Polizei dabei der Meinung gewesen wäre, es genüge die mündliche Erlaubnis. Gewalttätigkeiten Arbeitswilliger vor Gericht. Während deS vorjährigen Streiks in der Sauermannsche» Wurstfabrik in Kulmbach hatten die Arbeitswilligen Wunncr, Ehrensberger, Harras und Hümmer den ausständigen Metzger Kehr überfallen und mißhandelt. Dafür wurden die drei erstgenannten vom Schöffengericht Kulmbach zu je 6 Tagen Gefängnis verurteilt, während Hümmer freigesprochen wurde. Auf die Berufung deö Amtsanwalts wurde vom Landgericht Bahreuth auch Hümmer für schuldig erkannt und zu drei Tagen Gefängnis verurteilt. Schutz vor Schutzleuten. Vom Landgerichte Kiel ist am 17. Dezember v. I. der frühere Schutzmann, jetzige Werftarbeiter August Henke wegen Körperver- letzung im Amte, Beleidigung und widerrechtlicher Festnahme zu ö Monaten Gefängnis verurteilt worden. Er hatte am Abend des zweiten Pfingsttagcs 1907 Tanzpatrouille und blieb nach Bc- endigung seines Dienstes bis 2 Uhr im Kolosseum. Als dann ein gewisser S. mit der Dienstmagd D. fortging, stieg er hinter beiden her und belästigte das tWädchen. Als S. sagte, er solle zum Militär gehen und Anstand lernen, verhaftete er S., schlug ihn an den Kopf, beschimpfte ihn mehrfach und stieß ihn mit der' Faust ins Wachtlokal. Schließlich warf er ihn wieder hinaus, wobei der Regenschirm des S. zerbrach. Am nächsten Tage suchte et sich mit S. zu einigen. Er war bereit, S00 M. Entschädigung zu zahlen, aber er war dazu außerstande, weil er schon am 1. Juli aus seinem Amte entlassen wurde. In der Verhandlung machte der Angeklagte geltend, er sei sinnlos betrunken gewesen, aber das Gericht nahm an, daß er noch seiner Sinne mächtig gewesen sei. Die Revision des Angeklagten wurde am Montag vom Reichs- geeicht verworfen. Etos der Frauenbewegung. Weibliche Fabrikinfpektio». �HMil der auf Veranlassung der Sozialdemokratie im Groß- Herzogtum Sachfen-Weimar im Jahre 1897 eingeführten weiblichen Fabrikinspektion hatte man sehr gute Erfahrungen gemacht. Die Bericht erstattenden Beamten konnten nicht umhin, anzuerkennen, daß die beiden amtierenden Jnspektorinnen in großem Maße das Vertrauen der Arbeiterinnen genössen. Seit 1905 hört die lobende Erwähnung auf. Die Beamtinnen sollen kaltgestellt werden. Der „Gleichheit wird darüber berichtet: „Am 1. Juli 1905 trat der damalige Gewerbeaussichtsbeamte in den Ruhestand, und eine jüngere Kraft kam an feine Stelle. Da fiel es der Regierung plötzlich ein, demselben Beamten auch noch die Landesbranddirektion zu übertragen... Die lobenden Hinweise auf die Tätigkeit der Assistentinnen lind aus den Jahresberichten von 1905 und 1900 verschwunden. Nur ganz nebensächlich wurde darauf hingewiesen, daß für die Gewerbeaufsicht auch weibliche Hülfskrast vorhanden sec. Die eine der beiden in Frage kommen- den Damen soll bald nach dem Amtsantritt des jetzigen Gewerbe- inspektors freiwillig von ihrer Tätigkeit zurückgetreten sein. Die andere aber wurde weiterhin zu einer größeren Zahl von Rcvi- sionen zugezogen und waltete ihrer Aufgaben mit Verständnis. Im Vertrauen der Arbeiterinnen zu ihr ist in all dieser Zeit kein Wandel eingetreten. Trotzdem ist seit August v. I. die Assistentin nicht mehr zu den Revisionen zugezogen worden. Das Mlinisterium hat dem Gewerbeinspektor mitgeteilt, daß die Erfahrungen, die seither mit der Tätigkeit der Assistentinnen gemacht ivorden sind, eine Beibehaltung solcher weiblichen HülsS- kräfte nicht als zweckmäßig erscheinen lassen. Der Gewerbeinspektor wurde dann ermächtigt, von ihrer Zuziehung im allgemeinen abzu- sehen. Nur wenn es ihm wünschenswert erscheint, kann er in einzelnen Fällen Revisionen unter Zuziehung der Assistentin vor- nehmen... Die weibliche HülfSkrast der Gewerbeinspektion wird einfach kaltgestellt. Offenbar hat man darauf gerechnet, daß dieser Plan nicht schon vorzeitig bekannt wird. Man hat sich den Rücken gedeckt, indem man es dem Getverbeaufsichtsbeamien überließ, in einzelnen Fällen, wo es ihm wünschenswert erscheint, die Assistentin mr Revision zuzuziehen. Das wird aber, wie die Erfahrung feit •lugust v. I. bereits gezeigt hat. äußerst selten einmal geschehen und— so ist tatsächlich die weibliche Gewerbeaufsicht im allgemeinen in Wegfall gekommen. Der Landtag wird sich ja demnächst mit dieser Angelegenheit zu beschäftigen haben. Es wird sich da für die sozialdemokratischen Abgeordneten reichlich Gelegenheit bieten. diese Art praktischen Arbeiterinnenschutzes gebührend zu beleuchten. Anstatt eine weibliche Hülfstraft für die Gewerbeaufsicht fest anzu- stellen, da doch auch im Großherzogtum Sachsen die Zahl der in Fabrik- und ähnlichen Betrieben beschäftigten Arbeiterinnen zu- nimmt, schiebt man die Assistentin einfach beiseite. Dieser Vorgang zeigt einmal wieder, was die Arbeiterinnen von der praktischen Fürsorge der Regierung zu erwarten haben. Kann jede Hausfrau mit ihrem Dienstmädchen eine» „freien Arbeitsvertrag" abschließen? Die ungünstige Lage der Dienstboten in wirtschaftlicher und rechtlicher Beziehung, dazu die Aussichtslosigkeit, in nächster Zeit von dem Ausnahmegesetz, der Gesindeordnuna. befreit zu werden, zwingt zur Selbsthülfe, die darin besteht, daß die Dienenden vor Annahme einer Stellung den Abschluß eines freien ArbeitSver- träges verlangen. Die Dienstboten entbehren, solange sie unter der Gesindeordnung stehen, des Anspruches auf geregelte Arbeitszeit, jedwede freie Zeit und persönliche Freiheit. Durch den, vom Verein für die Interessen der Hauöange st eilten propagierten Vertrag können diese jedem Arbeitenden zustehenden Rechte auch für die Dienstboten er- langt werden. Der Vertrag enthält als wichtigste Forderungen: Eine auf 12 Stunden beschränkte Arbeitszeit, die in der Regel nicht bor 6 Uhr morgens beginnen und nicht über 10 Uhr abends hinaus ausgedehnt werden soll. Eine Nachtruhe von 8 Stunden; die nötige Ruhe und Sitzgelegenheit beim Einnehmen der Mahlzeiten und während des Tages eine zweistündige Ruhepause nach Verein- barung. Für die Dienstboten ist einmal am Tage eine längere Pause notwendig, damit sie sich erholen und eventuell reinigen können, einen kleinen Spaziergang zu machen Gelegenheit haben oder Ii« ihre Kleider usw. in Ordnung zu bringen. Jn 12 Glunden fann in einem geordneten Saushalt fchen recht fügen, fobald es durch Zahlung der im Vertrage angegebenen Stel getan werden. Summe der Schadenersahpflicht genügt hat. Jeder Arbeiter hat heute durch Gefeß dasselbe Recht, und auch die Hausfrau besitzt ein gleiches Recht durch die Gesindeordnung. Die§§ 160 und 161 der Gesindeordnung lauten: Sine Herrschaft, die aus anderen als gefebmäßigen Ursachen das Gesinde vor Ablauf der Dienstzeit entläßt, muß von der Obrigkeit dasselbe wieder anzunehmen und den Dienstvertrag fortzuseßen angehalten werden." Weigert sie sich( die Herrschaft) dessen beharrlich, so muß fie dem Dienstboten Lohn und Livree auf die noch rückständige Dienstzeit entrichten." Will also eine Herrschaft sich eines Mädchens entledigen, so hat sie nur nötig, Lohn und Kostgeld zu zahlen, und das Mädchen muß zu jeder Zeit das Haus sofort verlassen, ohne daß die Herrschaft zur Angabe von Gründen verpflichtet ist. Für das Mädchen gilt dagegen§ 167 der Gefindeordnung, der da lautet: " Gesinde, welches vor Ablauf der Dienstzeit ohne gefeßmäßige Ursache den Dienst verläßt, muß durch zwangs mittel au dessen Fortsehung angehalten werden." -PO Im Kampf um die Sonntagsruhe von Baul Ebert. 78 Selten Berlag: G. Schlößmann in Hamburg. Unsere Gerichte und ihre Reform. Von Professor Dr. W. Kisch. ( Bissenschaft und Bildung. Bd. 36.) Geheftet 1 M., Leinenband 1,25 M. Elettrochemie. Von Prof. Dr. Bermbach.( Wissenschaft und Bildung. Bd. 20.) Geheftet 1 M., Leinenband 1,25 Katholizismus und Protestantismus in Geschichte, Religion, Boitit und Stultur. Bon Prof. Dr. Karl Sell. Geheftet 4,40 M., Leinenband 4,80 M. Die Weisheit Israels in Spruch, Sage und Dichtung. Von Prof. Dr. J. Meinhold. Geheftet 4,40 M., Leinenband 4,80. Die neueren Forschungen auf Bon Professor dem Gebiete der Elektrizität und ihre Anwendungen. Dr. Kalähne. Geheftet 4,40 M., Leinenband 4,80 M. Berlag von Quelle u. Meher in Leipzig. Dernburgs Programm. Ein Bendepunkt im Schicksal DeutschOftafrifas. Bon Africanus minoc". 1 M. Berlag: M. Oldenbourg, Berlin. Jahresbericht über das Geschäftsjahr 1907 der Charlottenburger Gewerkschaftskommiffion. 63 Seiten. Verlag: Joh. Scheible, Charlottenburg, Kaiser- Friedrich- Straße 28. Theodor Wolff, Bariser Tagebuch. Geh. 3 M., geb. 4 M. Berlag von. Langen in München. Berlag von Ulrich Kracht, Berlin, Belle- Alliance- Platz 6a. Korfu und das Achilleion. Von Therese Kracht. Geb. 2,50 M. Verlag: F. Harnisch u. Co., Berlin W. 35. Der Pastorsjohn, Schauspiel von Ferdinand Bonn. Brosch. 1,50 M. Als weiterer wichtiger Punkt des Bertrages gilt die Forderung cines heizbaren, verschließbaren 3immers mit einem nach außen liegenden Fenster und den nötigen Gebrauchsgegenständen. Die befannten Mädchenstuben" genügen fast niemals. Dem Mädchen sollte die Möglichkeit gegeben werden, den Raum, der ihm gu gedacht ist, als sein Heim" betrachten zu können, in dem es auch einmal eine freie Stunde in Ruhe, ohne zu irgendwelcher Dienst. leistung gerufen zu werden, zubringen tann. Das Mädchen wird nach einer fleinen Ausspannung mit viel größerem Eifer bei der Arbeit sein, als wenn man ihm diese fleine Erfrischung nicht gönnt. Dazu gehört auch die Heizbarkeit des Raumes. Ebenso billig sollte es jeder Hausfrau erscheinen, dem Mädchen alle 14 Tage Sonn tags von 3 Uhr ab freie Zeit zu gewähren und ihm den Haus schlüffel zu überlassen. Ein Mädchen kann ohne Hausschlüssel mindestens ebenso gut auf Abwege geraten, als mit dem Türöffner. Gerade das Verbot loät zur Uebertretung der Grenzen. Weiter ist in dem Vertrage in jeder Woche ein freier Nachmittag von 4 Uhr ab vorgesehen. Die Mädchen haben kaum einmal im Jahre einen ganzen freien Tag. Jeden zweiten Sonntag haben sie 3var frei, aber doch nur wenige Stunden. Da muß es wohl als recht und billig erscheinen, ihnen einmal in der Woche freie Beit zu geben. Mit etwas gutem Willen gewöhnt sich bald jede Hausfrau daran, daß sie einmal in der Woche ihr Mädchen nicht zur Verfügung hat. Ferner ist noch festzulegen das freie Verfügungsrecht über die eigene Berfon. Die Gefindeordnung raubt dem Mädchen jede persönliche Freiheit. An den Dies sind die wichtigsten Punkte des so viel besprochenen und diesbezüglichen Baragraphen des Vertrages haben schon viele Haus- oft angegriffenen freien Arbeitsvertrages". Es ist wohl als frauen Anstoß genommen. Er heißt: ficher anzunehmen, daß in vielen Häusern den Mädchen schon heute ohne Vertrag ähnliche Zugeständnisse gemacht werden. Trotzdem möchten wir hiermit allen Hausfrauen empfehlen, diesen Vertrag mit ihrem Mädchen abzuschließen. Von ihrer Organisation sollen die Mädchen über Wert und Inhalt des Vertrages aufgeklärt werden. fenden. Wir sind gern bereit, Vertragsformulare auf Wunsch zu über.berg Verein für die Interessen der Hausangestellten. Jda Baar, Vorsitzende, Wilmersdorf, Kaiserplatz 17. Eingegangene Druckfchriften. 8. Der Hausangestellten steht außerdem das Recht frei, jederzeit den Dienft zu berlassen. Doch ist fie verpflichtet, einen Schadenersaz bon. Mart( nicht über die Hälfte des monat lichen Lohns) zu zahlen, falls fein Grund vorliegt, der sie nach Absatz 10 berechtigt, den Vertrag ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist aufzuheben. Die Hausfrauen glauben zunächst, daß sie mit Anerkennung diefer Forderung ständig der Gefahr ausgefeht seien, das Mädchen plöblich zu verlieren. In der Praxis ist diese Gefahr nur sehr minimal. Zunächst verläßt tein Mädchen ohne Grund einen Dienst. Es tann sich bei dem Recht, was ihm gegeben werden soll, nur darum handeln, 1. ob es den Grund, warum die Stellung aufgegeben wird, angeben will, und 2. ob ihm geglaubt wird, daß der Grund ein triftiger ist, weil es nicht in der Lage ist( aus Scham oder aus anderen Gründen), die Beweise zu erbringen. Ziegt ein Grund vor, der das Mädchen veranlaßt, sofort das Haus zu verlaffen, dann soll man es auch nicht zwingen fönnen, zu bleiben, sondern soll ihm das Recht geben, über seine eigene Berfon zu berFür den Inhalt der 3erate Theater des Westens. übernimmt die Nedaktion dem Wublikum gegenüber feinerlei 8 Uhr: Ein Walzertraum. Verantwortung. Sonntag nachm. 3, Uhr halbe Breife: Die lustige Witwe. Theater. Donnerstag, den 26. mars. Anfang 7%, Uhr. Rönigl. Opernhaus. Die Hugenotten. Königl. Schauspielhaus. Die Rabensteinerin. Deutiches. Die Räuber. Stammerspiele. Lyfiftrata.( Un fang 8 Uhr.) Neues Schauspielhaus. Heidelberg. Anfang 8 Uhr. alt Friedrich- Wilhelmstädtisches Schauspielhaus. Die Rantzau und die Pogwisch. Anfang 8 Uhr. Freitag: Die Rantau und die Bogwisch Sonnabend: Der gehörnte Sieg fried. Siegfrieds Tod. Lortzing- Oper. Belle- Alliance- Straße 7/8. Abends 8 Uhr: Neues Operetten. Der Mann mit Fra Diavolo. den drei Frauen. Leffing. Der Teufel Neues. Simson Lorning. Fra Diavolo. Berliner. Förster- Chriftl Lustspielhaus. Banne. Schiller 0. Neues Operetten- Theater Schiffbauerdamm 25. Abends 8 Uhr zum 7. Male: Der Mann mit den drei Frauen. Stöniggräger uner Theater.) Hebbel- Theater, t. 57/58. Macia Stuart. Schiller Charlottenburg. Stein unter Steinen. Theater an der Spree. Ein Ber breder. Komische Oper. Die Fledermaus. Kleines. 2X25. Friedrich Wilhelmstädt. Schau spielhaus. Die Rangau und bie Bogwisch Sebbel. Bom Zobe. Der Stärkere. Mit dem Feuer spielen. Westen. Ein Walzertraum. Reübenz. Der Floh im Dhr. Zentral. Ein seltsamer Fall. Luisen. Unsere Don Juans. Thalia. Jmmer oben auf. Trianon. Baron Toto. Bernhard Rose. Romeo und Julia. Metropol. Das muß man jeh'n. Apollo. Mitislaw der Moderne. Spezialitäten. Folies Caprice. Mal was andres. Gebr. Herrnfeld. Papa und Genoffen. Salomonisches Urteil. Bürgerl. Schauspielhaus. Krieg im Frieden. Kafino. Ein Dorfroman. Parodie. Die Rabensteinerin oder: Abends 8 Uhr: Vorm Tode. Die Stärkere. Mit dem Feuer spielen. Drei Einafter von August Strindberg. GGO Lustspielhaus. Abends& Uhr: Panne. Residenz- Theater. Direttion: Richard Alexander. Anfang 8 Uhr. Der Floh im Ohr. Schwant in drei Atten von Georges Feydeau. Deutsch von Wolff Jacoby. Sonntag nachmittag 8 Uhr: Saben Sie nichts zu verzollen? Zentral- Theater. Alte Jakobftraße 30. Bum 122. Dale: Ein Balzertraum. Nachtayt Ein feltsamer Fall Rosenmontag. Wintergarten. Spezialitäten. Passage. Madame Hanato. Spes zialitäten. Reichsballen. Stettiner Sånger. Gustav Behrens. Spezialitäten. Carl Haverland. Spezialitäten. 2alhalla. Spezialitäten. Folies Bergère. Guerrero u. a. Spezialitäten. Palast. Ringkampf- Stonkurrenz. Spe gialitäten. Uranta. Zaubenstraße 48/49. Abends 8 Uhr: Eine Nilfahrt bis zum zweiten Rataralt. Sternwarte, Invalidenftr. 57/62. Berliner Theater. Tägi. 8 Uhr: Gaftspiel Hansi Niese: Die Förster- Christl. Neues Theater. Anjang 8 Uhr. Simson. Morgen und folgende Tage: Meißner Porzellan. Kleines Theater. Donnerstag, den 26. März: 2 mal 2= 5. Anfang 8 Uhr. Freitag, Sonnabend: 2 mal 2= 5. mit Alwin Neuß. Kaffeneröffnung 7 Uhr. Anf. 8, Uhr. Morgen und folgende Lage: Ein seltsamer Fall. Das ist offenbar zweierlei Recht. Dem Mädchen die Möglichkeit zu geben, ein Haus, in welchem es vielleicht durch unfittliche Angriffe oder andere Ehrberlegungen beleidigt ist, sofort verlassen zu können, soll ihm durch Vertrag zugesichert, die Bestimmung der Gesindeordnung unwirksam gemacht werden. Neben dem freien Vertrag sollen die Bestimmungen des Bürgerlichen Gefehbuches gelten. Beiträge zur Methodit des biologischen Unterrichts. Herausgegeben von G. R. Bieber, Lehrer. Geh. 1,50. Natur- Paradore. Zum Studium von Erscheinungen, die mit der täglichen Erfahrung in Widerspruch zu stehen scheinen. Von Dr. C. Schäffer. Geb. 3, M. Zwölf Blätter aus der Mappe eines Glüdlichen. Bon Richard Jahnke. Geb. 1,60 M. Berlag von B. G. Teubner in Leipzig. Geschäftsbericht der Rütgerswerke, A.-G., Charlottenburg 1907. Schiller- Theater. Schiller- Theater O.( Wallner- beater).! Schiller- Theater Charlottenburg. Donnerstag, abends8Uhr: Donnerstag, abends 8 Uhr: Maria Stuart. Zum ersten Male: Stein unter Steinen. Trauerspiel in 5 Aften v. Fr. Schiller. Schauspiel in 4 Aft. v.. Sudermann. Freitag, abends 8 Uhr: College Crampton. Sonnabenb, abends 8 Ubr: Kaiser und Galiläer. Freitag, abends 8 Ubr: Der rote Leutnant. Sonnabend, nach m. 3 Uhr: Wilhelm Tell. Sonnabend, abends 8 Uhr: Stein unter Steinen. Schiller- Saal( Schiller- Theater) Charlottenburg Freitag 9 Uhr: Vortrag von Dr. Max Burkhardt: Nichard Strauk. Zirkus Schumann Heute 8 Uhr abends: Gr. außergewöhnl. Vorstellung. Die größte Sensation Berlins! Der menschl. Chimpanse. Konful Peter, das größte Naturwunder. Die große fenfationelle Ans. stattungspantomime Amerika mit eigens da 120 farzen Bu engagierten Leuten. Des enormen Erfolges weg. prol.: Resisto, bas eletriſche Rätsel Das Programm besteht aus 12 erstklassigen Nummern. Sonntag nachm. a. allgemeinen Wunsch: Amerifa, d. erst. 3 Atte. Metropol- Theater Abends 8 Uhr: Das muß man seh'n!! Gr. Revue in 4 Akten( 12 Bildern) gesetzt von J. Freund. Musik von Viktor von Direktor Richard Schultz Bender, Giampietro, Josephi, Thielscher, Darmand, Massary. Rauchen überall gestattet. Luisen- Theater. Sonntag, 20. März, nachm. 3 Uhr: Reichenbergerftr. 34. Abends 8 Uhr: Unsere Don Juans. Freitag: Gastspiel M. Stift: Robinfons Giland. Sonnabend nahm. 4 Uhr: Klein Däumling. Abends: Unser Dottor. Gonntag nachm. 3 Uhr: Der Pfarrer von Stirchfeld. Abends: Unsere Don Juans. Montag: Unsere Don Juans. DERNHARD ROSE THEATED Sr. Frankfurterite 132 Romeo and Julia. Anjang 8 Uhr. Wochentagspreise. Freitag: Die Heiratstalle. Theater an der Spree Köpenider Straße 68. Gastspiel Magnus Stift. Abends 8 Uhr: Ein Verbrecher. Morgen: Water Spiritisten. Schluß der Saison am 2. April. Zirkus Busch Donnerstag, ab. präzise 7, Uhr: Gala- Abend. !! Mons. Gadbin!! der tollkühne Springer. Die auftral. Holzfäller. Szenen a. dem auftral. Busch. Herr Stom missionsrat Gustav Stensheck, Direftor des Berl. Tattersall, a. Gast. Jokoda- Truppe! $ 12 Personen, Original Japaner. Um zirka 101: Auf der Hallig! Große Ausst.- Bant. in 4 Bildern. Borher: Gala- Programm. WINDSTARTEN 765 Ol Jörgen. Bon Andreas Haukland. York- Verlag, Berlin SW. 47. Prag, Roman von Zul. Kraus. Brosch. 3 M., geb. 4 M. Verlag: Brüder Suschitky. Bien X. Süddeutsche Monatshefte. Aprilhelft. Einzelheft 1,50 M., pro Jahr 15 M. Berlag: Süddeutsche Monatshefte in München. Fasig, F., Aerzte und Priester, die Herren Deutschlands Berlag: F. Fafig, Sprendlingen( Rheinh). 2,40. Erläutert von Dr. Franz Höniger. Verlag: Berliner Union. 60 Bf. Die neue Berliner Gemeinde- Grundsteuerordnung. Die wirtschaftliche Lage der Arbeiter von Hannover, Linden und Umgegend. Ergebnisse einer vom Gewerkschaftssekretariat daselbst im Jahre 1907 crhobenen Statistit. 1,75 M. Selbstverlag des Sekretariats in Hannover- Linden. Systemlehre für allgemeine Reform- Stenographie nach Faulmann, Babelsberger und Stolze von St. Seibt. Buchhandlung J. Müller, Reichen( Böhmen). Bericht über die Verwaltung und den Stand der Gemeindeangelegenheiten der Stadt Charlottenburg für das Berwaltungsjahr 1906. Bearbeitet vom Statistischen Amt. 412 Seiten. Berlag: Karl Ülrich u. Co. in Charlottenburg. Protokoll der 16. Konferenz 1907 der Freien Vereinigung der Maurer Deutschlands. 69 Seiten. Verlag: J. Gehl, Berlin C. 54. Zu den Waffen! Beck und Mahnrufe an die deutschen Demokraten von. Neumann. 60 Pf. Verlag: H. Rau, Charlottenburg, Stantstr. 103. jeden Monats. Halbjahr 3 kr. Verlag: Wien I, Franz- Josephs- Stai 43. Das Forum. Herausgeber: Dr. G. Morgenstern. Erscheint am 15. Koalitionszwang und Erpressung im gewerblichen Lohnkampfe von Dr. v. Tischendorf. 40 Pf. N. v. Deders Verlag, Berlin SW. 19. Geschäftsbericht der Ortskrankentoffe der Maler zu Berlin für das Jahr 1907. 62 Seiten. Selbstverlag. Freie Volksbühne Am Freitag dieser Woche Luisen- Theater 21.( 1.) Abendabteilung: Robinsons Eiland. Lortzing- Theater 23.( III.) Abendabteilung: Figaros Hochzeit. Gastkarten a 1 M. sind in allen Zahlstellen zu haben. Sonntag, den 29. März, nachm. 3 Uhr: Berliner Theater 11./12. Abteilung: Das Wunder des heilig. Antonius. Der Arzt seiner Ehre. Urania. Wissenschaftliches Theater. Taubenstr. 48/49. Abends 8 Uhr: Eine Nilfahrt bis zum zweiten Katarakt. Rixdorfer Theater Bürgerfäle, Bergstraße Nr. 147. Genaro u. Theol, Equilibrist. Der Biograph. Die vier Sonntag, den 29. März 1908: Bracks, Akrobaten.- Hania Die Kinder der Exzellenz. de Vert, Sängerin. De Dio, Phantasietänzerin. Truly Luftspiel in 4 Aften v. G. v. Bolzogen. Anfang 7 Uhr. Shattuck, Sängerin.-Marquis Dassie, dressierte Ponys. Die Tiller Girls, Tanztruppe. Neues Schauspielhaus 2./3. Abteilung: Die Kralle. Walhalla Variete- Theater Weinbergsweg 19/20, Rosenthaler Tor. Abends 8 Uhr: Das große März Programm. Die heiligen Chinesen in ihren Gauller- und Zauberspielen. Kofta der Mann mit dem drehund die übrigen baren Kopf internationalen Stünstler. Tunnel: Bockbierfest, Reg.- Stapelle, Sänger, italienisches Drchester. Theaterbesucher freier Eintritt. Paul Jalich, Humorist Palast- Theater Gebr. HerrnfeldGr. Ringkampf- Konkurrenz Endkämpfe: Um den großen Preis ringen: Burgstr. 21. Bhf. Börse. Ringkampf!!! Preis: 10000 M. Entscheidungskampt: Laurent le Beaucairois Ritzler, Buttemberg, gegen Daumas, Weltmeister, Frankreich, gegen Frankreich. Ferner: Michael Hitzler, Bayern. Pohl- Abs II. Deutschland, gegen KorNeuestes! Allerneuestes! Ahmed Madrali, a Türkei, ma, Infel Stuba, gegen Paxon, pollo Cheater Abends 8 Uhr: Die unerreichten Attraktionen. Paul Spadoni, in fein. Neuheiten. Josef Modl, Wiens popul. Humor. The black Diamonds. Die vier Athlétas Dazu: Mitislaw der Moderne mit Mia Werber a. G. Petzte Woche! Letzte Woche! Stadt- Theater Moabit. Alt- Moabit 47-49. Donnerstag, den 26. März 1908: Der Hypochonder. Lustspiel in 4 atten( 5 Bildern) von G. b. Moser. Nach der Vorstellung: Großer Ball. Raffeneröffnung 7 Uhr. Anj. 8 Uhr. gegen Wachtorow, natzki, Bolen. Champ. Champion v. Rußland, Um den Trostpreis ringen: Amerita. Ogli, Turteftan, geg. Strange, Berlin. Beginn der Kämpfe 9 Uhr. Bambula, West- Indien, gegen W. Noacks Theater Oskar Schneider, Sachsen. Altmann, Berlin, gegen Noèl le Bordelais, Frankr. 8 Cheater 8 Uhr Folies Caprice hr Menschen. Pantomime in drei Bildern. Paragraph 343. Mal was Anderes. Kasino- Theater. Lothringer Straße 37. Täglich 8 Uhr: Ein Dorf- Roman. Schausp. i. 4 Att. b. Erdmann- Chatrian. Borher der durchweg ersillasfige bunte Teil. Sonntag 4 Uhr: Die Freuden der Häuslichkeit. Direktion: Rob. Dill. Sammenftr. 16. Trene Liebe. Schauspiel in 5 Atten v. C. Devrient. Anfang& Uhr. Entree 30 Bf. Sonnabend große Egtravorstellung: Der Flüchtling. Schauspiel. Passage- Panoptikum. Nur noch kurze Zeit! Deutschlands größter Soldat Josef Schippers der lange Kerl. Kunsttancher Kapt. Gröbl m. s. Riesenbass. Sicilian. Briganten- Kapelle. Ohne Extra- Entree! Eintr. 50 Pf. Kind. u. Sold. 25 Pf. Theater. Anfang 8 Uhr. Borvert. 11-2 Uhr. Nur noch bis Freitag! Papa und Genossen und Salomonisches Urteil. Sonnabend, den 28. März: Serrufeld- Zyflus I. Certe. 8 5: Hausierer Jockele. 9 5: Endlich allein. 10 15: Klabrias- Partie. Billetts hierfür schon heute. Sonntag 3 Uhr: Es lebe das Nachtleben. Sonntag 8 Uhr: Serrufeld- Zyklus I. Serie. Reichshallen- Theater. Stettiner Sänger. Zum Schluß: Hufaren- Streiche. Anf. wochent Count. 7 U. ReichshallenRestaurant: MilitärKonzert. Passage- Theater. Abends 8-11 Uhr. Letzte Woche! Hanako Japans größte Tragödin mit ihrem Ensemble und das glänzende März- Programm. Kottbuser Sanssouci, Straße 6. Direttion: Wilhelm Reimer. Heute Donnerstag: Neues TanzProgr. Elitesoiree Kränzch. v.Hoffmanns Nordd.Sänger Jubelnder Beifall! Stutendenstreiche. offe Aft. Neues Soiree- Programm. Beg. Sonnt. 5, wochent. 81. Sonnabend, 28. März: Othello. Tanzkränzchen. Buggenhagen Moritzplatz im Theatersaal täglich Albert Böhme und das großartige März- Programm. Anfang 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pf. Sonnt. reserv. 1 M. Entree 50 Pf. Familienbill. a 40 Pf. Jm unteren Konzertsaal täglich bie allerersten MilitärKapellen: Beder, Przywarsti, Görisch, Neumann, Offeneh, Lüttich. Happoldt's Neuer Konzertsaal Jeden Sonntag, Dienstag und Donnerstag: Großes Militär- Konzert. Deutsche Konzerthallen An der Spandauer Brücke 3. Täglich Deutsch- Amerikanischer Urbock- Trubel. Trianon- Theater. 8 Uhr. Baron Toto. 8 uhr. Sonntag nachm. 3 Uhr: Fräulein Josette meine Frau. Gardinen, Portieren, Decken, Federbetten, Bettwäsche, Bilder, breu auf Teilzahlung. Nur Post tarte erbeten. Berlin, L. Matzner, Auguftstraße 50. Abgerissen u. unmodern an Garderobe brauchen Sie bei unseren Preisen nicht zu gehen. Wir empfehlen getragene Monatsgarderobe in feinsten Werkstätten gearbeitet, von Herrschaften, Doktoren. 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Dieser beträgt 30 Mart." § 13: Ordentliche General: Ver. sammlungen müssen fünf Monate." § 28:„ Der Vorstand hält die Ges schäfte der Genossenschaft in ordnungsmäßigem Gange, entscheidet über Barenbezug und Barenverkauf; er hat für vollständige und übersichtliche Buchführung, Aufstellung der Bilanz und deren Beröffentlichung innerhalb fünf Monaten." § 37:„ Das laufende Geschäftsjahr endet am 30. Juni 1908. Jedes darauf folgende beginnt mit dem 1. Juli und endet am 30. Juni des folgenden Jahres. Der Rechnungs- Abschluß ist bom Borstande innerhalb fünf Monaten." Adlershof, den 6. März 1908. Der Vorstand. Hermann Hildebrandt. Wilhelm Kohl Baul Baumann. Ich liefere auf Credit an Jedermann Möbel Polsterwaren Compl. Wohnungsund Kücheneinrichtungen Betten, Steppdecken Teppiche ' Gardinen, Portièren Leib- und Bettwäsche Bilder, Uhren Gas- und PetroleumKronen Sport- und Kinderwagen ev. ohne Anzahlung bei kleinster Abzahlung Möbel- u. Waren- Credit- Haus S. DORN Alte Schönhauserstr. 3 am Tor. 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Herausgegeben von Max Martersteig. Zirka 80 Reproduktionen. Preis statt 5.- Mart nur 2.50 M. Expedition des„ Vorwärts", Berlin SW. 68, Lindenstr. 69, Laden. 19. im Rathause zu Danzig -Lotterie Geld... zur Herstellung und Ausschmückung der Marienburg 240 000 Lose 8339 Geldgewinne Mark 300000 Hauptgewinno bar ohne Abzug Mark: 60000 40000 30000 20000 10000 4 à Mk. 2500-10000 10 à Mk. 1000-10000 20 à Mk. 500 10000 100 à Mk. 100-10000 200 à Mk. 50-10000 1000 à Mk. 20-20000 7000 à Mk. 10.70000 Marienburger Lose à M. 3, Zentralverband d. Lederarbeiter Filiale I Berlin. Todes: Anzeige. Allen Kollegen zur Nachricht, daß das Mitglied Otto Lüdtke aus Berlin im Alter von 22 Jahren an Milzbrand plötzlich verstorben ist. der Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute naomittag 5 Uhr bon Leichenhalle des neuen PaulsKirchhofs in Plößensee statt. Bahlreiches Geleit erwartet Der Vorstand. Nowawes. Todes- Anzeige. Nach langem schweren Krankenlager verstarb am Dienstag, den 24. März, früh 72 Uhr, mein lieber Mann, unfer guter Vater und Bruder, der Webermeister Albert Wolter im noch nicht bollendeten 58. Lebensjahre. Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet am Freitag, den 27. März, nachmittags 5 Uhr, vom Trauerhause Wilhelmstraße 53 aus statt. Danksagung. Für die Beweise herzlicher Teilnahme und die zahlreichen Kranzspenden bei der Beerdigung meiner leider zu früh dahingeschiedenen lieben Frau Elisabeth Jakob sage allen Verwandten, Freunden als auch Bekannten, sowie meinen Kollegen der Freien Gastwirte meinen 9695 aufrichtigsten Dant. Richard Jakob. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis. ( Görlitzer Viertel.) Bezirk 222. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse, der Tischler' Louis Pohl Reichenbergerstr. 74a gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 26. März, nachmittags 4, Uhr, von der Leichenhalle des Emmaus- Kirchhofes in Brizz aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband Den Mitgliedern zur Nachricht. daß der Kollege, Tischler Louis Pohl am 23. März gestorben ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Donnerstag, den 26. März, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Emmaus- Stirchhofes in Rigdorf, Hermannstraße, aus statt. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege, Tischler Gustav Schröter am 23. März gestorben ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Donnerstag, den 26 März, nachmittag 4, Uhr, von der Leichenhalle des neuen Rigdorfer Gemeinde Friedhofes am Mariendorfer Weg aus statt. 82/6 Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. 0 Dr. Simmel Tischler- Verein zu Berlin Spezial- Arzt für Haut- und Harnleiden. Prinzenstr. 41, Moritzplatz, 10-2, 5-7. Sonntags 10-12, 2-4. Bekanntmachung. Aus der Zahl der Vertreter der Krankenkassenmitglieder in der Generalversammlung find durch Aufhören der die Mitgliedschaft begründeten Beschäftigung 43 Bertreter aus der Zahl der Arbeitnehmer und 5 Vertreter aus der Zahl der Arbeitgeber ausgeschieden und haben für diese nach der Bestimmung im§ 51a des E. H. No. 89. Hierdurch die traurige Mitteilung, daß unser langjähriges Mitglied Louis Pohl Reichenberger Straße 74a wohn hajt, am 23. März im Alter von 44 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 26. März, nachmittags 42 Uhr, von der Halle des Emmaus- Kirchhofes aus tatt. 198/7 Der Vorstand. Kaffenstatuts Ersakwahlen ftatt Sozialdemokratisch. Wahlverein zufinden. Es find zu wählen: A. Von den Arbeitnehmern: für Abteilung I, Fabritbetriebe II, Baubetriebe. B O 19 Vertreter 5 。 2 " 4 " 4 12 IV, Transportgewerbe V, Handelsgewerbe VI, alle Handwerke. VII, sonstige Betriebe d. ftehend. Gewerbes 6 X, die in Kommunal betrieben und im Kommunaldienst beschäft. Personen 1 XII, freiwill. Mitglieder 2 " " 43 Vertreter B. Von den Arbeitgebern 5 Vertreter. Zur Vornahme dieser Wahlen ist folge Borstandsbeschlusses Wahltermin im Sadauschen Restaurant, Residenzstraße 124, auf Montag, den 6. April 1908, abends von 5-8 Uhr Abt. I. Fabrifbetriebe, 8-82 XII, freim. Mitglieder, 812-9 V, Handelsgewerbe. Dienstag, den 7. April 1908, abends von B " 62-7 Uhr Abt. II, Baubetriebe, 7-7 VI, alle Handwerke, 7-8 8-82 " " IV, Transportgem., DR VII, sonstige Betriebe Mittwoch, den 8. April 1908, abends von 7-8 Uhr, Abt. X, Kommunalbetriebe und im Kommunaldienst beschäftigte Personen, abends von 8-9 Uhr: Wahl von 5 Bertretern aus der Zahl der Arbeitgeber. Bu diesen angesetzten Wahlterminen werden die wahlberechtigten Kassenmitglieder der obengenannten Abteilungen mit dem Ersuchen um zahlreiches und pünktliches Erscheinen hierdurch eingeladen. Wahlberechtigt und Wähler sind nur solche Personen, die das 21. Lebensjahr überschritten haben und sich im Besize der bürgerlichen Ehrenrechte befinden. Sollte die genügende Anzahl von Bertretern aus der Zahl der Arbeitnehmer nicht gewählt werden, so muß angenommen werden, daß die Wahl verweigert wird, worauf dann gemäß § 51a Abs. 3 des Kassenstatuts die Ernennung der noch fehlenden Bertreter durch die Aufsichtsbehörde erfolgen wird. Wird die Wahl von den Arbeitgebern verweigert, so ruht deren Lud. Müller& Co., lung für die betreffende Wahlzeit. Vertretung in der GeneralversammPorto und Liste 30 Pfg extra. Generaldebit: Bankgeschäft Berlin C., Breitestr. 5. Teleg. Adresse: Glücksmüller. Lose auch zu haben in allen Lotteriegeschäft. u. den durch Plakate kenntl. Verkaufstellen. Rixdorf. Todes- Anzeige. Den Parteigenossen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Tischler Gustav Schröder ( 5. Bezirk) plöglich verstorben ist. ant Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Donnerstag nachmittags 4%, Uhr von der Leichenhalle des Rigdorfer Friedhofs, Mariendorfer Weg, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 234/17 Der Vorstand. 114/7 Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Rohrleger Max Krause am 23. März gestorben ist. Ehre feinem Andenken! Die Beerdigung findet am Freitag, den 27. März, nachmittags 4 Uhr, von der Wohnung, Boyenstr. 14, nach dem Gnaden Kirchhofe, Barfußstraße, aus statt. Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. Todes- Anzeige. Montag nachmittag verstarb nach kurzem, schwerem Leiden unsere innig geliebte Tochter Clementine. Die Beerdigung findet am Freitag, den 27. März, nach, mittags 32 Uhr, von der Leichenhalle des Stegliter Friedbofes aus ftatt. 9776 Dies zeigt tiefbetrübt an Familie Borchart. Stegli, Herderstr. 7. Dauffagung. 19785 Sage allen Verwandten, Bekannten und Freunden, sowie dein Zentral berband der Schuhmacher Deutschlands, Die wählenden Kaffenmitglieder auch den ehemaligen Kollegen, für die haben zu ihrer Legitimation die Herzliche Teilnahme bei der Beerdi Staffenbücher mitzubringen. 271/2 gung meines lieben unvergeßlichen Reinickendorf, den 28. März 1908. Mannes meinen herzlichsten Dank. Der Vorstand der Ortskrankenkasse. Ww. Marie Schaare geb. Feider. Schemmel, Vorsitzender. Berantwortlicher Redakteur: Georg Davidsohn, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 73. 25. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 26. März 1908. Zur Flugblattverbreitung in Groß- Berlin werden die Genossen ersucht, sich heute abend zahlreich in ihren Bezirkslokalen einzufinden. Straßendurchbrüche oder Tunnelbahnen? Stadtbaurat Krause hat eine Anzahl Pläne ausgearbeitet zweds Herstellung neuer Verkehrswege zur Entlastung stark belasteter Straßen und Plätze in Berlin. Nach diesen Plänen machen sich eine Anzahl Straßendurchbrüche, der Bau von Tunnels und Brücken notwendig, die aber vor den bekannten Tunnelprojelten den Vorzug aufweisen, erstens den Zwed nämlich die Entlastung start belasteter Straßen und Blaze sicherer erreichen und dann das Publikum verschonen mit der bei Ausführung der Projekte sicher eintretenden Tariferhöhung. Gegen diese Pläne wendet sich im Berliner Tageblatt" eine Buschrift von fachver ständiger Seite", die wegen ihrer einseitigen Stellungnahme ge gen die Entwürfe Krauses und für die Tunnelentwürfe der großen Berliner Straßenbahn. der Schiefheit vieler Behaup tungen und des Verschweigens wichtiger Tatsachen eine Zurüdweisung verdient. " Die Zuschrift geht von jener bekannten Behauptung der Großen Berliner Straßenbahn aus, daß das Berliner Publikum eben durch die Leipziger Straße fahren will, während in Wahr heit das Publikum zurzeit( und fünftig noch mehr) fünstlich in der Leipziger Straße zusammengepreßt wird. Wie falsch diese immer wiederholte Behauptung ist, durch die die Große Berliner ihre Konzentrationsbestrebungen zu verteidigen sucht, geht schon daraus hervor, daß nach den eigenen Angaben der Gesellschaft von dem derzeitigen Verkehr der Leipziger Straße 30 Proz. Durchgangsberkehr ist. Für diesen ist es natürlich ganz gleichgültig, wenn er durch eine andere Straße geleitet wird. Er kann höchstens durch diefe andere Leitung nur gewinnen, weil der Verkehr sich in den anderen Straßen faneller abspielen tann, für viele Verkehrsbeziehungen auch eine Wegberfürzung erzielt wird. und Blum nichts zu erwidern versucht, sondern sich bisher auf eine bereits gründlich widerlegte Entgegnung Kemmanns beschränkt. Dieses Schweigen ist auch recht bezeichnend. Partei- Angelegenheiten. W., dann noch Schokolade und schoben einige Pralinces zwischen die Lippen, während die Herren noch ein„ Pilsener" schlürften. Mir aber wollte das blasse polnische Weib nicht aus dem Gedanken kommen, das jetzt ehrerbietig zu den„ vornehmen Herrschaften" hinüberschaute • Der Umzugstermin Charlottenburg. Nachstehende Sammellisten für den örtlichen naht wieder heran. Da geht es bei denjenigen Leuten, die Wahlfonds find verloren gegangen: Nr. 3 leer, 46 gesammelt 16,65 M., eine andere Wohnung beziehen, oft drunter und drüber und 115 2., 283 1,80 M. Wir ersuchen, bei Vorzeigung dieselben manches Wichtige wird dabei vergessen. Und da möchten wir Der Vorstand des Wahlvereins. darauf aufmerksam machen, daß diejenigen, die ihren anzuhalten. Wilmersdorf- Halensee. Heute abend 8 Uhr findet von den neuen Wohnort wechseln, also von Berlin nach außer oder bon außerhalb nach Bezirkslokalen aus eine allgemeine Flugblattverbreitung statt. Es halb Berlin verziehen, ift Pflicht der Parteigenoffen, vollzählig zu erscheinen. ihre Abmeldungen bei den Behörden rechtzeitig und Gleichzeitig zur Kenntnis, daß die nächste Wahlvereins- Ver forreft erledigen. Es genügt nicht, es nur bei der polizeifammlung am Dienstag, den 31. d. M., im„ Luisenpark" stattfindet. lichen Abmeldung bewenden zu lassen, sondern auch dem Der Vorstand. Gemeindevorstand muß der Verzug mitgeteilt werden. Wer Friedenau. Die Flugblattverbreitung findet am Sonntag früh von Berlin nach auswärts zieht, muß seine Abmeldung an 8 Uhr von den Bezirkslokalen aus statt. Rege Beteiligung erwartet die Polizei und eine solche an den Magistrat richten. Es Der Vorstand. kommt sehr oft vor, daß die polizeiliche Abmeldung erst nach Treptow- Baumschulenweg. Den Genossen zur Nachricht, daß auch im hiesigen Orte heute abend von den bekannten Lokalen aus die Beginn des neuen Monats in die Hände der Steuerverwaltung Flugblattverbreitung stattfindet. Es wird daher um vollzähliges kommt; in diesem Falle sind zahlreiche Personen genötigt Erscheinen ersucht. worden, für diesen angefangenen Monat noch in der bisherigen Wohngemeinde Stenern zu entrichten, ohne davon verschont zu bleiben, auch in der neuen Wohngemeinde für dieselbe Zeit Steuern zu bezahlen. Diese Doppelbesteuerung ist gesetzlich zulässig, und nur derjenige kann derselben entgehen, der bei seinem Verzug vom Orte auch der Gemeindebehörde rechtzeitig Mitteilung macht. erscheinen. Der Vorstand. Der Vorstand. " Stralan. Heute abend 8 Uhr Flugblattverbreitung in allen Bezirken. Die Genossen werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu Nieder Schöneweide. Die Parteigenossen treffen sich heute Donnerstag, abends 8 Uhr, in ihren Bezirkslokalen zur Flugblattverbreitung. Der wichtigen Sache wegen ist es erwünscht, daß ein Der Vorstand. jeder pünktlich zur Stelle ist. Grünau. Heute abend um 7 Uhr findet von der Grünen Ecke" Die übrigen 70 Broz. ora I vertebr", also Reisende, die aus eine Flugblattverbreitung statt. Um zahlreiche Beteiligung er in der Leipziger Straße ein und aussteigen, haben aber fucht Der Vorstand. durchaus nicht alle nur in der Leipziger Straße zu tun. Diese Bankow. Heute abend von 7 Uhr ab Flugblattverbreitung von Annahme bezw. Behauptung ist einfach unrichtig. Sind denn die den bekannten Stellen aus. Zahlreiche Beteiligung ist dringend Parallelstraßen und die freuzenden Straßen ganz tod? Wieviel notwendig. Verkehr bringt allein die Friedrichstraße der Leipziger Straße nur deshalb, weil lettere bisher der einzige Weg der Ostwestrichtung ist? Ebenso unrichtig ist die Behauptung, daß sich das geschäftliche und das Vergnügungsleben Berlins in der Leipziger und Botsdamer Straße tonzentriert. Sollte die Friedrichstraße nicht mindestens im Vergnügungsverkehr eine wichtigere Rolle spielen? Sind die Verkehrsgebiete der Französischen-, der Zimmerstraße, des Hauvogteiplates denn gar nichts mehr, von dem wichtigen Stadtteil östlich des Spittelmarktes ganz zu schweigen. Der Vorstand. Berliner Nachrichten. Ein Bahnhofsbild. Bei dieser Gelegenheit müssen wir unsere Leser auch darauf hinweisen, baldigst dem Spediteur die neue Wohnung mitzuteilen, damit in der Zustellung der Zeitung feine Unterbrechung eintritt. In dieser Mitteilung ist genaue Angabe der Lage der Wohnung, ob Vorderhaus, Seitenflügel, Quergebäude, wieviel Treppen, ob rechts oder links dringend erwünscht. Diese genauen Angaben sind um so notwendiger, um den Zeitungsboten die Auffindung der neuen Wohnung nicht zu erschwerent. Endlich wollen die verziehenden Mitglieder der Wahlvereine von ihrem Verzug ihre Bezirksführer rechtzeitig unterrichten. Auf den Berliner Bahnhöfen ist es für den guten Beobachter immer interessant. Namentlich abends, wenn das lung beschloß in ihrer letzten Sigung, die Stadt Berlin für das Berlin soll zahlen. Die Lichtenberger Stadtverordnetenversamm elektrische Licht die großen Hallen taghell überflutet. Die Jahe 1907 auf 92 000 m. Schullastenbeiträge zu verflagen Wenn man nun aber den tatsächlichen" Lokalverkehr der vielen Menschen, das Lärmen und Treiben, das unaufhörliche und für die vergangenen sechs Jahre die Klagen aufrechtzuerhalten, Leipziger Straße auch als Hälfte der angegebenen 70 Broz. annimmt, so ist er doch nur rund ein Drittel des Gesamtverkehrs. Kommen und Gehen regen an. Da sinnt man und läßt die so daß Berlin an Lichtenberg rund 500 000 W. Schullaftenbeiträge Soll man den beiden anderen Dritteln, die jezt nur wegen des Ueberfülle von Eindrücken auf sich wirken. Ganze Bände zahlen soll. Oberbürgermeister Ziethen teilte mit, daß der Berliner Magistrat jegt die größten Schwierigkeiten bei der Klageungünstigen Straßenneges notgedrungen durch die Leipziger Straße könnte man davon füllen. geschleppt werden, nicht neue Wege anweifen, die nicht nur dem Diesmal war es Spätnachmittag, als ich den Bahnhof begründung mache und über jedes einzelne in Betracht kommende Straßenbahn, sondern vielmehr dem Gesamtverkehr zugute kommen, Friedrichstraße betrat. Ich begab mich in den Wartesaal Schulkind einen genauen Nachweis der Gründe verlange, aus die für die hier in Frage kommenden Verkehrsbeziehungen schneller, dritter und vierter Klasse. Ganz hinten am letzten Ecktische neuerdings auch die Wahrscheinlichkeitsberechnung zu, und so sei auf denen die Eltern nach dem Vorort zogen. Das Gericht lasse jedoch bequemer, fürzer sind, die noch nicht 30 000 000 M. erfordern, der großen Halle saß ein junges blaffes Mädchen von slavischem einen baldigen Abschluß der Klagen zu rechnen. Stadtv. Düwell während die Tunnelentwürfe 100 000 000 m. verschlingen und mit Typus. Dem Alter nach fast noch ein Kind, das aber( Soz.) stellte den Antrag, die Klage gegen Berlin zurückzunehmen. ciner erheblichen Tariferhöhung verbunden find. Vor ihr Lichtenberg sollte ein gutes Verhältnis mit Berlin anbahnen und Die Einwendungen zeigen, daß die„ sachverständige Seite" fchon recht abgehärmt und abgezehrt aussah. die verkehrspolitische Bedeutung der geplanten Straßendurchbrüche auf dem Tische lag ein Bündel. Dumpf vor sich hinbrütend, alles unterlassen, was den Eingemeindungsgedanken beeinträchtigen nicht verstanden und gleichzeitig die verkehrspolitischen Nachteile die Arme auf den Tisch gestemmt und den mit einem bunten fönnte. Ein Antrag des Stadtv. Nechtsanwalts Schachtes, die Klage der Tunnelentwürfe der Großen Berliner vollkommen über- Zuche bedeckten Kopf in die Handflächen gestützt, die Augen zu erheben, weil dadurch die verworrenen Verhältnisse Groß- Berlins sehen hat. immer auf einen Bunft gerichtet, saß das ärmlich aber sauber fraß beleuchtet und die Eingemeindnng gefördert werde, wurde Bon schädlichen Ablenkungen des Verkehrs fann gar gekleidete Weib vor mir. Das Bündel barg vielleicht ihre schließlich angenommen. nicht die Rede sein. Das Prinzip ist doch vielmehr: einzige Habe. und füdlich der Leipziger Straße. 1. Durch die Köthener Brüde und noch mehr durch die Da drang leises Wimmern an mein Dhr. Ich schaute Unterführung des Potsdamer Außenbahnhofs burg usw.) neue dirette wesentlich fürzere Verbin. erhält ganz Berlin W.( mit Schöneberg, Wilmersdorf, Charlotten dungen mit dem ganzen Stadtgebiet östlich der Anhalter Bahn 2. Durch die verlängerte Boßstraße erhält ganz Berlin W. westlich der Potsdamer Straße einen neuen direkten, bis zu 200 Meter fürzeren Weg in das ganze Gebiet nördlich der LeipBiger Straße. 3. Die neuen Straßen bilden außerdem neue Wege für den ganzen Durchgangsverkehr( 30 Broz. des Gesamtverkehrs!) zwischen ganz Berlin W. und dem ganzen Stadtgebiet östlich des SpittelDie Therese Leßmannsche Stiftung bezweckt, in Berlin ortsangehörigen Witwen und unverheirateten Personen weiblichen Gelichen Lebenswandel führen, Unterstübungen zu gewähren. Die Werleihung der für die Zeit vom 1. Juli 1908 bis 30. Juni 1909 schlechts, welche keinen Ernährer haben und einen tadelfreien, fitizur Verfügung stehenden Unterstützungen findet am 10. Juli d. J. statt. Die einzelnen Unterstützungen betragen 180 M. und werden vierteljährlich pränumerando mit 45 M. gezahlt. werberinnen haben ihre Gesuche mit Angabe der Vor- und Zunamen bezw. Geburtsnamen, des Tages und Ortes der Geburt an das Bureau der Stiftung, Poststraße 16, bis 31. März d. I. Hälfte der verfügbaren Mittel an christliche, zur anderen Hälfte einzureichen. Da bestimmungsgemäß die Unterstübungen zur an jüdische Personen zu verteilen sind, muß in den Gesuchen auch die Religion angegeben werden. Gesuche, welche die erforderlichen Angaben nicht enthalten oder welche von Personen ausgehen, die Stopfrissen, in das ein Säugling eingewickelt war. Fast apatisch näher hin und erkannte im Halbdunkel in dem Bündel ein saß die junge Mutter vor ihrem lebenden Sproß. Tränen perlten in ihren Augen. Mehrere Tropfen fielen auf den Tisch. Das Kind wurde heftig und brach schließlich in einen Schreitrampf aus. Die junge Mutter nestelte ihre Taille auf und reichte dem Kleinen die Brust. Aber auch beim Trinken murrte und quätte das Kindchen. Endlich schlief der Säugling an der Bruft ein. Behutsam rückte ihn die Mutter auf den Schoß und knöpfte sich die Bluſe wieder zu. Die Tränen versiegten in den rotgeweinten Augen. Lange betrachtete ich das Mädchen Und dies alles für Droschten, Omnibusse, Fußgänger, von der Seite. Ein schönes Dulderprofil. Plöglich hob sie Autos ebenso gut wie für die Straßenbahnen; aber für 70 000 000 ihren Kopf und schaute mich an. In dem den Bolen eigen von der Armendirektion unterstützt werden, bleiben unberücksichtigt. Mart weniger und ohne Tariferhöhung! Ist das wirklich gegen tümlichen Deutsch fragte sie mich, wann der Zug nach Posen das Verkehrsbedürfnis? fahre und wie viel wohl die Fahrt vierter Klasse dahin kosten marktes. Vom Schuhmann aufgeschrieben. Von einem Echußmann aufgeschrieben zu werden, dazu kann Straße Hunderte von Uebertretungen aller möglichen und unmöglichen Vorschriften von den Polizisten festgestellt. Sie werden protokolliert mit einer Wichtigkeit, wie wenn es sich um das Verhör eines endlich entdeckten Mörders handelte. Und hinterher gibts dann das übliche Strafmandat: eine Geldstrafe von 5 Mart, 10 Mart, 20 Mart usw., in schlimmeren Fällen eine Haftstrafe, die oft bis eine Woche, ja bis 14 Tage hinaufreicht. Aber selbst für den eigentlichen 2okalverkehr der werde. Ich blätterte im Kursbuch und gab ihr Auskunft. Leipziger Straße sind die Straßendurchbrüche für viele Dann fragte ich, woher sie komme. Nur wenige Worte er- man in Berlin sehr leicht kommen. Täglich werden auf der Punkte günstiger, denn bei der Tunnelstraßenbahn fällt ja was bollkommen verschwiegen ist ein großer Teil der Haltestellen hielt ich zur Antwort, aber aus ihnen ward mir alles klar. Sie war eben aus einer Entbindungsanstalt entlassen fort, so daß viele Stellen der Leipziger Straße von den Haltestellen der Bahnen in der Mohrenstraße aus rascher zu erreichen worden. Auf einem größeren Rittergute, irgendwo um Berlin find. Und dann liegen die Stationen mindestens 6 Meter unter herum, hatte man sie zu Fall gebracht. Dem Inspektor hatte dem Pflaster! ihr hübsches Gesicht gefallen. Aus seinen Händen war sie auf Aus diesem Gesichtspunkt sind auch die Bestrebungen der Ge- den Verwalter übergegangen. Dann machten sich junge Arschäfte der Leipziger Straße gegen die Straßendurchbrüche zu be- beiter an sie heran. So war niemand zu fassen. Manche beruhigen sich bei solchen Strafmandaten. Sie zahlen trachten. Die Inhaber scheinen sich die nachteiligen Folgen der Jezt wußte das Mädchen nicht wohin. Zunächst wollte ohne weiteres oder fißen ab, weil sie der Meinung sind, daß sie Tunnelstraßenbahn und die Vorteile der Durchbrüche doch nicht sie nach der Heimat zu Eltern und Geschwistern und dort vor Gericht ja doch nicht Recht kriegen würden. Andere aber, die flar gemacht zu haben, ganz abgesehen von ihren Einbußen während nochmals um Aufnahme bitten- wenigstens für ihr Kind ihr Heil von einer richterlichen Entscheidung erwarten, erheben der zwei bis drei Jahre dauernden Basausführung. Dabei ist auch ein wichtiger Punkt nicht zu übersehen: Wenn obwohl sie vor der Entbindung nicht nach Hause gedurft hatte. Widerspruch. Tag für Tag haben die Schöffengerichte über Sachen dieser Art zu urteilen. Tag für Tag stehen auf den Storridoren Im Verkehr zwischen Berlin W. und Berlin Mitte nicht bald Und wieder kamen ihr die Tränen.. der Gerichtsgebäude zahlreiche Polizisten umher, die als Zeugen Am Nebentische hatte ein, anscheinend vom Urlaub geladen sind, um unter dem Gide auszusagen, wes wirkliche Abhülfe geschaffen wird, nimmt die trennende Tendenz rasch zu, d. h. das faufträftige Berlin W. reißt sich kommender Feldwebel mit einer blühenden Frau Platz ge- halb fie dem und dem ein Strafmandat besorgt von der Leipziger Straße usw. los und baut sich seine eigenen nommen. Zwei blondgelockte Kinder schauten luftig in die haben. Nur zu oft endet die Gerichtsverhandlung wirklich so, daß Geschäfte, Warenhäuser, Bergnügungs- und Bildungsstätten; Welt. Milch, Obst, Schokolade, Schinken und Wurst wurden nicht der Angeklagte recht behält. Der Schußmann macht feine wir sind schon recht weit mit dieser Losreizung; ihr kann aber der ausgepackt und eine Schmauserei begann, die mir selbst das Aussage, und der Angeklagte wird verurteilt und muß noch die leistungsunfähige, gefahrvolle Straßenbahntunnel mit seiner Wasser im Munde zusammenlaufen ließ. Und sehnsüchtig Kosten hinterherwerfen. Manchmal aber ist der Verlauf doch anders. Tariferhöhung nicht entgegenarbeiten. Mit den Straßenbahndurchbrüchen lassen sich aber alle Teile von Berlin W. mit schaute das polnische Mädchen auf die glückliche Familie. 3u Nuß und Frommen aller, die es angeht, möchten wir hier ein Beispiel mitteilen. allen Teilen von Berlin Mitte bequem, leistungsfähig und billig Welcher Kontrast! Ein Arbeiter J. Hatte cin Strafmandat gekriegt, weil er§ 101 -, mit direkten Straßenbahnen( und Omnibussen) verbinden, von Ich erhob mich und trat hinaus. Am Billettschalter beleibte der Straßenordnung für Berlin übertreten haben sollte. einem Verlieren birefter Linien tann bei eratter Herren und vier üppige, pompöse Damen mit Brillantschmuck, Dieser Paragraph verbietet unter anderem„ das Stehen weiterer Durcharbeitung nicht die Rede sein. Direkte Linien gehen die wohlgemut ihre Körperfülle zur Schau trugen. Brust und von Personen auf den Granitbahnen". Ein Schußz nur durch die Straßenbahntunnels berloren, was mehrfach nach- Rücken dekolletiert. Leichte Seidengaze füllte die Einschnitte mann hatte es als ungehörig empfunden, daß J. auf der„ Granitgewiesen ist, ohne daß die Große Berliner eine Entkräftung ber- am Kleide. bahn" eines Bürgersteiges stehen geblieben war. Gegen das Straffucht hat. " Zweiter Wiesbaden" hörte ich rufen. Verächtlich mandat erhob J. Widerspruch, und so tam die Sache vor die Alles über die Tunnelentwürfe der Großen Berliner Gesagte rümpften sie die nicht allzu kleinen Nasen, wenn ein Passagier Schöffen des Amtsgerichts Berlin- Mitte( 141. Abteilung). Der hat nur theoretischen Wert, denn nach den bisherigen Entwürfen find die Tunnels wegen ihrer betriebs- und verkehrstechnischen Un- bierter Güte" an ihrem Seidenkostüm vorbeistreifte. Ge- Angeklagte führte zu seiner Verteidigung aus, er sei vom Lehrter Bahnhof nach Hause gegangen, unterwegs habe er auf dem Platz anöglichkeiten einfach nicht ausführbar, weil die Betriebssicherheit wichtigen Schrittes pusteten sie sich die Treppe zum Bahnsteig vor dem Neuen Tor einige Männer mit kleinen Hunden bemerkt, an vielen Stellen nicht gewahrt ist. Die Große Berliner hat be- empor. Mit feinen parfümierten Battisttaschentüchern trock- da sei er stehen geblieben und habe dem Treiben der munteren tanntlich gegen die Klarlegung dieser Gefahrsquellen durch Cauer neten sie den Schweiß von der Stirn. Am Riost tauften fie Tiere zugeschaut. Mehr hatte er nicht verbrochen. Mehr konnte gegen ihn auch der Schuhmann nicht aussagen, der als Beuge ge- I geborenen Kindes vorfand. Der tote törper war in eine hiesige[ eine Bezirks Boltsbibliothet mit Lesehjalle noch in laden war. Der Hundefreund hatte auf der Granitbahn gestanden, Tageszeitung vom 9. März eingehüllt. Die Leiche wurde nach dem diesem Jahre einzurichten; ferner soll eine solche auch im Friedenauer das war alles. Die anderen waren von dem Schuhmann bereits Schauhause gebracht, damit dort festgestellt werde, ob hier ein Ortsteil möglichst bald geschaffen werden. aufgefordert worden, weiterzugehen. Aber sie hatten dieser Kindesmord borliegt, oder ob der Säugling eines natürlichen Todes Längere Zeit beschäftigte sich dann die Versammlung mit dem Mahnung nicht so geschwind Folge geleistet, wie ein Berliner gestorben ist. Bericht des Ausschusses, der zur Beratung des neuen Lehrplanes für Schuhmann das verlangen zu dürfen meint. Als J. dazukam und Der Tod im Obdach. Im städtischen Obdach vom Tod über die Mittelschule eingefegt war. Der Ausschuß konnte sich in stehen blieb, hatte er keine Ahnung davon, daß bereits ein Schuh- rascht wurde der 43 Jahre alter Former Ferdinand Rent. R., der feiner Mehrheit mit der Ausgestaltung der Mittelschule nach dem mannsauge Anstoß an der Hundeparade genommen hatte. Aber wohnungs- und arbeitslos war, hatte im städtischen Obdach zu neuen Lehrplane nicht einverstanden erklären, weil der Lehrplan für wenn Unkenntnis des Gesezes Dich nicht vor Strafe schüßt, so flucht gesucht. Dort wurde er plößlich vom Tod heimgesucht. Seine die untersten Klassen nicht dem der Voltsschule angepasßt sei. Der braucht auch Unkenntnis eines Schuhmannsbefehls Ausschuß beantragte deshalb die Auflösung der drei untersten Dich nicht davor zu schüßen, daß Du aufgeschrieben wirst. Leiche wurde dem Schauhause zugeführt. Klassen der Mittelschule in der Weise, daß alljährlich eine Klasse J. wurde, wie die anderen, aufgeschrieben- und kriegte, wie die Die Rettungswache des Schwimmklubs" Vorwärts" rettete einen eingeht. Stadtv. Kunze( Unabhängige Vereinigung) wendet sich anderen, sein Strafmandat. Vor Gericht mußte der Schubam Sonntag abend von der Landungsbrücke an der Abtei in gegen den Beschluß des Ausschusses. Die Mittelschule auf die Volksmann zugeben, es sei ja möglich, daß J. nur zufällig Treptow ins Wasser gefallenen Mann vom Tode des Ertrinkens. schule aufzubauen, heißt sie vernichten. Die wahre Absicht der da hineingekommen" sei. Und auf die Frage, ob er denn Im Gebrüder Herrnfeld- Theater beginnt am Sonnabend die Mehrheit des Ausschusses sei eben nicht die Mittelschule zu reforauch J. zum Weitergehen aufgefordert habe, mußte er eingestehen, das wisse er nicht. Daraufhin blieb dem Amts- erfie Serie eines Herrnfeld- Zyklus. Das Abendprogramm dieser mieren, sondern ihr den Garaus zu machen. Redner empfiehlt die anwalt nur übrig, selber die Freisprechung zu beantragen. Das Anfangsserie umfaßt die hervorragendsten Schlager des gesamten Fraktion verteidigen den Standpunkt des Ausschusses. Bei AufGericht beschloß so und legte der Staatskasse die Kosten auf. Besser wäre es gewesen, wenn das Gericht die Kosten dem auffchreibeeifrigen Schußmann hätte auferlegen können, der dem Hundefreundlichen Arbeiter das Strafmandat besorgt hatte und dann unter seinem Eide nichts gegen J. vorzubringen wußte, was diesen irgendwie belasten konnte. Leider ist ein Schuhmann sicher davor, daß in solchem Falle er selber die Kosten tragen muß. Während der freigesprochene Angeklagte immer noch genug des Verdrusses über die ihm bereitete Schererei mit nach Hause nimmt und durch die Gerichtsverhandlung auch den Arbeitslohn eines halben Arbeitstages einbüßte, darf der Schuhmann vergnügt nach Hause gehen. Ihm tann feiner! Er ist der Herr der Straße, er schreibt seelenruhig auf und besorgt Strafmandate- und wenn er vor Gericht unter seinem Eide nichts Belastendes auszusagen vermag, so wagt es kein Richter, ihm die Frage vorzulegen, warum denn das Publikum überhaupt mit solchen raschfertigen Strafmandaten belästigt wird. Wahrscheinlich braucht so ein Schußmann nicht mal seinem Vorgesetzten zu berichten, welche Rolle er selber vor Gericht gespielt hat. Bon der jetzigen Steuerwut bleibt auch nichts verschont. Gestern wurde uns eine Steuerveranlagung vorgelegt, nach der ein noch schulpflichtiger Knabe( Bernhard G., Bankstraße 17), mit 6 M. Einkommensteuer veranlagt ist, obwohl er nicht einen Pfennig berdient. allein" und Hausierer Jockele". Brände auf Dachböden kamen auch gestern aus u. a. ein solcher in der Michaelfirchstraße. Einen Brandstifter wollen Leute in der Gleimstraße gesehen haben; derfelbe soll über die Dächer gelaufen fein. Es scheint bei der Suche nach den Brandstiftern genau so zu gehen, wie seinerzeit die Jagd nach Hennig, den man auch überall gesehen haben wollte. Arbeiter Samariter- Rolonne. Heute abend 9 Uhr im Dresdener Garten: Monatssigung der diensttuenden Abteilung. Da wichtige Besprechungen vorliegen, ist das Erscheinen eines jeden Mitgliedes notwendig. Feuerwehrbericht. Gestern mittag wurde die 2. Kompagnie nach dem Engelbecken gerufen. Dort brannten Bodenverschläge des Hauses Michaelfirchstr. 24. Es gelang die Flammen bald zu löschen. Lumpen u. a. brannten in der Stallschreiberstr. 60 und Schönhauser Allee 175 Kleider usw. Wegen eines Ladenbrandes erfolgte ein Alarm nach der Andreasstr. 63. Bigarren und Kisten waren dort in Brand geraten. Ein Schaldeckenbrand beschäftigte die Wehr in der Dresdener Straße 116. In der Deffauer Straße 34 hatte der 9. Bug zu tun. Dort brannten Treppenstufen und Balten im Treppenhause neben Schornsteinwangen. Außerdem hatte die Wehr noch an verschiedenen anderen Stellen zu tun, wo in Wohnungen Feuer ansgekommen war. Tegel. Vorort- Nachrichten. Zur Gemeindewahlbewegung. Wahlergebniffe. Die Redner der liberalen ein Bedürfnis ist. Auch Stadtv. Moltenbuhr tritt namens der sozialdemokratischen Fraktion für die Aufhebung der Vorschulklassen ein. Ein erheblicher Teil der Schüler dieser Vorschulklassen bleibt der Mittelschule gar nicht erhalten, sondern geht in die Realschule oder in das Gymnasium über. Daß die Sozialdemokratie bestrebt fei, den höheren Schulen den Garaus zu machen, ist nicht zutreffend. Im Gegenteil: Die Sozialdemokratie ist von jeher dafür gewesen, daß den Schülern ein höheres Wissen mit allen nur verfügbaren Mitteln beigebracht wird. Die Sozialdemokratie steht aber auf dem Boden der Einheitsschule. Deshalb begrüßt sie es mit Freuden, wenn bei der Mittelschule schon ein Schritt auf diesem Wege durch Aufhebung der Borschule getan wird. Die sozialdemokratische Fraktion werde deshalb für den Ausschußantrag stimmen. Nachdem noch einige Redner der Unabhängigen Vereinigung" den Ausschußantrag betämpften, wird derselbe in namentlicher AbStimmung mit 27 gegen 19 Stimmen angenommen. Dafür stimmten neben der sozialdemokratischen und liberalen Fraktion auch einige Mitglieder der liberalen Vereinigung. Die Grenzregulierungsangelegenheit mit Wilmersdorf wird für die geheime Sigung vertagt. Juristische Auseinandersetzungen gab es anläßlich des Berichtes des Wahlprüfungsausiusses über die Wahl des Stadtberordneten Eisenberg( 2. Abteilung). Derselbe ist mit einer Stimme Majorität gewählt worden. Unter feinen Wählern befand sich aber ein Ausländer. Während von einem Juristen die einmal abgeschlossene Wählerliste für die Wahlberechtigung als maßgebend gehalten wurde, bertraten zwei andere Juristen den entgegengesezten Standpunkt und hielten es für ungefeßlich, wenn ein Ausländer sich an der Wahl beteiligt. Die Wahl des Stadtverordneten Eisenberg wurde schließ lich für gültig erklärt. Bei der Neuwahl einiger Armenpfleger wird an den Magistrat das Erfuchen gerichtet, die Armendirektion anzuweisen, bei den Vorschlägen für Ersatzwahlen von Armenpflegern auch Damen und die Arbeiterschaft zu berücksichtigen. Rigdorf. Die Sprechstunde der Anskunfts- und Fürsorgestelle für Lungenfranke, Richardstr. 5. fällt am Freitag, den 27. März, aus. Vom 31. März ab befindet sich die Fürsorgestelle im Hause Richardstr. 118, Quergebäude 1 Treppe. Wilmersdorf. Ihrem Manne in den Tod gefolgt. Die in der Oberspree aufgefundene Leiche einer älteren Frau ist nunmehr als diejenige der Bitwe Krüger aus Ketschendorf erkannt worden, die schon seit mehreren Wochen vermißt wurde. Jm vorigen Jahre stürzte ihr Mann, der auf einem Regierungsbagger beschäftigt war, von einem Brahm in die Spree und ertrant. Den Tod ihres Gatten hatte sich die Frau derartig zu Herzen genommen, daß sie geistesfrank wurde und zu Bekannten wiederholt äußerte, daß ihr Mann Am morgigen Freitag finden in der Zeit von vormittags 11 bis fie fortgesetzt rufe. Zweifellos ist die Unglüdliche in die Spree abends 8 Uhr die Gemeindewahlen in der dritten Klasse statt. Das gesprungen und ihre Leiche durch eine Zille stromabwärts gewahllotal ist Hauptstr. 14 im„ Alten Krug". schleppt worden. Der Wahlkampf verspricht, nach den Anstrengungen der Gegner Zwei verhängnisvolle Zusammenstöße im Straßenbahnverkehr Eine Familientragödie ereignete sich vorgestern im Hause Jägerfanden am gestrigen Morgen in der Invaliden- refp. Rosenthaler 8 urteilen, ganz besonders heftig zu werden. Hat doch ein BürgerStraße statt. Gegen 2 Uhr morgens fuhr ein von Moabit licher bereits allen Ernstes behauptet, daß die Gefängnisauffeher Straße 55. Dort wohnt seit dem 18. Januar d. J. der 27 Jahre alte Maschinist Richard Minnig mit seiner 24 Jahre alten Frau und So einem Kinde im ersten Stod eines Quergebäudes. Vorgestern nachtommender Straßenbahnzug der Linie 11 vor dem Stettiner mobil gemacht und an den Wahltisch beordert werden sollen. Bahnhof in die jedenfalls von böswilliger Hand umgestellte falsche wenig wir geneigt find anzunehmen, daß sich diese Beamten als mittag wurde Minnig, der erst um 2%, ühr zum Mittagessen tant, Weiche und stieß gegen einen aus entgegengesetter Richtung Stimmvieh gebrauchen lassen, so zeigt eine solche Aeußerung doch, eine schreckliche Heberraschung zu teil. Er fand feinen Einlaß und tommenden Straßenbahnzug derselben Linie. Der Anprall erfolgte daß man im Lager der Gegner kein Mittel unversucht lassen will. mußte, nichts Gutes ahnend, die Wohnung durch einen Schlosser mit solcher Gewalt, daß die Fahrgäster beider Züge von ihren Das Beispiel in anderen Drten hat ja gezeigt, daß die bürgerlichen öffnen laffen. Seine junge Frau lag halb entkleidet auf dem Bett, Sißen geschleudert wurden. Nicht weniger als zwölf Personen Parteien alle abhängigen Leute für ihre Interessen zu verwenden das Kind in der. Wiege. Sie hatte dem Kleinen Morphium gegeben melbeten sich bei den Schaffnern als verunglüdt. Sie flagten über sich nicht gescheut haben. und ihm die Pulsader durchgeschnitten und dann versucht, sich selbst Kopf resp. Rüdenschmerzen, hatten jedoch äußere Verlegungen nicht erlitten und konnten sich nach ihren Wohnungen begeben. Das muß den Genossen ein Ausporn sein, alles aufzubieten, durch Deffnen der Pulsader der linken Hand das Leben zu nehmen. Ein zweiter Unfall, bei welchem drei Personen erheblicher ver- daß unsere Kandidaten Gerhard Halfes und Mag Robel Sausbewohner mit feiner Frau ebenfalls dorthin. Diese wurde joDie Genossen, die dann nach dem städtischen Krankenhause gebracht, sein Söhnchen Iebt wurden, ereignete fich gegen 7 Uhr an der Ede der Rosen- mit impofanter Stimmenzahl gewählt werden. thaler und Linienstraße. Das dem Schlächtermeister Schulze aus am Freitag Zeit haben, werden ersucht, sich um 10 Uhr vormittags nahm Minnig wieder mit nach Hause. Dort starb es abends unt der Heidenfeldstraße 4 gehörige Gespann war in der Brunnen- bei Halfes, Brunowstr. 23, zur Verfügung zu stellen. Gehe jeder 9 Uhr. Die Ursache des traurigen Vorganges ist nicht genau straße scheu geworden und, da der Kutscher die Herrschaft über das so früh wie möglich zur Wahl, momöglich schon nachmittags, da bekannt. Tier verloren hatte, raste es über das Rosenthaler Tor hinipeg das Wahllokal Punkt 8 Uhr geschlossen wird. Wer später kommt, und jagte an der Ecke der Linienstraße auf die Hinterplattform des Anhängewagens eines Straßenbahnzuges der Linie 22. Der An- geht seines Wahlrechts verlustig. prall erfolgte mit solcher Gewalt, daß das Pferd auf der Stelle tot zusammenstürzte. Der Kutscher Meinhardt sowie der auf dem Fleischerwagen fibende Schüler Willi Günzel wurden auf den Fahrdamm geschleudert und erlitten eine Verlegung am Arm Zehlendorf. Auch bei den diesjährigen Gemeindetvahlen find Ein wohlberechneter Schlaf. Ueber eine Woche hat es gebauert, resp. eine erhebliche Quetschung des linken Unterschenkels. Der unsere Kandidaten unterlegen. Die Gegner haben die ungerechtig ehe das hiesige Ortsblättchen, die Wilmersdorfer Zeitung", die Schaffner des Anhängewagens, Belz, trug eine Quetschwunde am feit des ganzen Wahlsystems am besten wieder dadurch demonstriert, Oberschenkel und Verlegungen der Weichteile davon. Die beiden daß sie in beiden Bezirken mit hunderten von Papierstimmen an- Sprache wiedergefunden hat. Bekanntlich hatte genanntes Blättchen ersteren wurden nach der föniglichen Klinik in der Ziegelstraße ge- rüdten. Ohne die Papierstimmen wären wir in beiden Bezirken in sich die Dreistigfeit erlaubt, uns mit einer Reihe Fragen zu bebracht, Belz nach dem Nixdorfer Krankenhause übergeführt. Der aussichtsreiche Stichwahl gekommen. Im Nordbezirt ist außerdem stürmen, so unter anderem: Wo und wie es unsaubere Neklame start beschädigte Anhänger mußte aus dem Betrieb gezogen ein Trid gemacht worden, bei dem man das Gefühl hatte, daß die getrieben, two und wie es vom Reichsverband Schwindel- und Verwerden. Gemeindevertretung selbst dahinter steht. In letzter Stunde prä lcumdungsnotizen bezogen hat, und wo wir anständige und gewissenEin Sittlichkeitsattentat ist gestern vormittag von einem jungen fentierte der neugegründete Beamtenverein den Lehrer Herrn hafte Publizistan mit Ernst behandelt hätten. Wir haben die Fragen Lange und eigentümlicherweise traten auch alle die Gemeinde. Menschen in der Notizstraße gegen ein breijähriges Kind ausgeführt beamten für diese Standidatur ein, trozdem die in der Wähler- beantwortet und die Tatsache, daß das Blatt über eine Woche nichts worden. Vor dem Hause Noftizſtr. 5 spielte die kleine Herta Proffog bersammlung am 19. März zahlreich vertretenen Beamten augen zu erwidern wußte, versetzte uns in den Glauben, daß wir es mit einigen anderen Kindern auf dem Trottoir. Blöglich tam ein scheinlich hiervon noch keine Ahnung hatten. Es gelang, durch diesen befriedigt hätten. Doch wir haben uns getäuscht. Wir werden fünfzehn bis achtzehnjähriger junger Mensch auf die Kleine zu, Trick den Herrn in aussichtsvolle Stichwahl mit dem Hausbefizer- fogar als Falfchspieler bezeichnet, weil wir den von der„ Wilmerslodte das Mädchen unter einem Vorwande in den Hausflur und tandidaten zu bringen. Es wird also auch in Zukunft dafür gesorgt dorfer Zeitung" ausgespielten Trumpf nicht richtig bedient hätten. bersuchte, bas Stind zu vergewaltigen. Auf das laute Schreien der Kleinen eilten die anderen Kinder und einige Frauen berbei; der sein, daß den reichen Bürgern die zu ihrer Arbeit notwendige stille Doch es weist uns nicht nach, inwiefern wir falsch gespielt haben. Täter sah infolgedessen von seinem Plan ab und benutzte die all- Burückgezogenheit in unserem Drt durch gerechte Forderungen von Genügt es der Wilmersdorfer Zeitung" noch nicht, wenn wir gemeine Verwirrung, um die Flucht zu ergreifen. Man verfolgte bezirk unser Genosse 28 ilhelm Ulm 137 Stimmen, die Gegner, widerliche Marttschreierei treibt? Genügt es nicht, daß wir bereits Arbeitervertretern nicht unnötig gestört wird. Es erhielten im Nord- ihr zeigen, daß sie nicht nur unsaubere Reklame, sondern fogar ihn durch die Baruther und Bellealliancestraße, wo es ihm gelang, inklusive der Papierstimmen: Lehrer Lange 234, Ingenieur Bruticht widerliche Marktschreierei treibt? Genügt es nicht, daß wir bereits zu verschwinden. Der Täter fonnte bis jetzt noch nicht ermittelt werden. Das Kind zeigt am Unterleib einige Wunden, die aber 162 Stimmen, zwischen den letzten beiden ist also eine Stichwahl wiederholt nachgewiesen haben, daß das Blatt eine Reihe offensicht nicht von einem scharfen Instrument herrühren, sondern Kragwunden vorzunehmen. Im Südbezirk erhielt unser Genosse Scheeler 184, licher Schwindel und Verleumdungen gegen die Sozialdemokratie der Gegner Hofrat Cunom 243 Stimmen. veröffentlicht hat, die tagelang vorher bereits durch die übrige au sein scheinen. bürgerliche Preffe gingen und die den Stempel der ReichsverbandsWer das fertig bringt, der wird auch mache an der Stirn trugen? mit der Zeit von der„ Quelle" solcher Lügennotizen bedient. Doch wir wollen mit einer Presse nicht mehr länger streiten, der es mehr barauf antommt, aus dem Beitungsbetrieb ein lukratives Geschäft machen, anstatt Bildner und Wahrheitsapostel des Volkes zu fein. Wir find zu sehr davon überzeugt, daß es dem Blatt bei der Wiederholung der an uns gestellten Fragen nur darauf ankommt, Sand in die Augen seiner Abonnenten zu streuen. Brit- Buckow. Der Mörder" vor dem Gewerbegericht. Im Kassenraum des Waidmannsluft. In der Stichwahl am Dienstag, den 24. d. m., Gewerbegerichts in der Bimmerstraße hat sich Dienstag nachmittag gaben 260 von 429 eingeschriebenen Wählern ihre Stimme ab. der sonderbare Fall ereignet, daß ein junger Mann infolge einer Unfer Genosse Luscher erhielt 114, der Landwirt Faust 146 Stimmen. Personenverwechselung unter dem Verdacht des versuchten Mordes Faust ist also gewählt. verhaftet wurde. Als sich der Irrtum herausstellte, wurde der an- Fallenhagen. Bei der Gemeindewahl in der dritten Klaffe er gebliche Mörder wieder freigelassen. Es geht dem Berl. Tagebl." hielt unser Genosse Bod 19 und zwei Bürgerliche zusammen über den Fall nachstehender Bericht zu: 57 Stimmen. Letztere kommen in Stichwahl. Stadtverordnetenversammlung. zu Die lette Gemeindewahl und ihre Lehren besprach Genoffe ändel in der am Sonntag stattgefundenen Volksverfammlung. Redner meinte, daß die Gegner nicht Ursache hätten, über die Niederlage der Sozialdemokratie bei der letzten Gemeindewahl zu triumphieren. Der 19jährige Hausdiener Otto T., der gestern mit einem Schantwirt, bei dem er beschäftigt war, in einer Klagesache zum Termin geladen wurde, erschien pünktlich vor dem Gewerbegericht. Schöneberg. Hier wurde ihm jedoch mitgeteilt, daß der Termin wegen Ausbleibens des Wirtes ausfallen müsse. In dem Glauben, daß ihm Nachdem in der Montagsfigung um 12 Uhr nachts die Deffent. die streitige Geldsumme jetzt ausgezahlt werden müsse, begab sich lichkeit wiederhergestellt und die dritte Beratung des Etats zu Ende der junge Mann in den Raum der Gerichtskaffe. Dort wurde er geführt wurde, war zur Erledigung der übrigen Punkte für Dienstag bereits sehnsüchtig erwartet, denn bon feiten des Schankwirtes war eine außerordentliche Sigung angesetzt worden. der Verdacht ausgesprochen worden, daß T. mit dem Manne Hier war zunächst vom Magistrat beantragt worden, das Schulidentisch sei, der am Morgen des 23. Februar d. I. im Hause geld für auswärtige Schüler an den höheren Schulen in der Weise Unter Berücksichtigung der bei der Wahl angewandten schoflen Mittel fei Königsberger Straße 34 die 32 Jahre alte Auguste Schirrmeister zu erhöhen, daß dasselbe den Berliner Sägen gleichkommt. Troyes fogar ein unehrlicher Sieg. Alle abhängigen Leute, welche im mit einem spitzen Messer zu ermorden versucht habe. Der dienst- bem die beantragte Erhöhung des Schulgeldes in der Debatte wenig Innern Gegner der Bürgerlichen sind, habe man unter dem Zwange habende Magistratssekretär sah sich, da eine Vergleichung mit dem Gegenliebe fand, wurde derfelben doch zugestimmt. Jedoch wurde der öffentlichen Stimmabgabe geradezu an den Wahltisch heranNationale und Signalement des mutmaßlichen Täters ganz auf der Magistrat ersucht, sich mit Berlin und den Vorortgemeinden in geschleppt. Außerdem seien 141 Forenfen herangeholt werden. Der fallend übereinstimmte, gezwungen, einzugreifen. Ein Schußmann Verbindung zu setzen, um eine gleichmäßige Festießung des Schul- Lehrer Engel allein habe sich mit 45 Papierstimmen an den Wahllegte den angeblichen Täter sicherheitshalber an die Handkette und geldes unter Herabsetzung der bestehenden Säge herbeizuführen. tisch gedrängt zu einer Zeit, too hunderte Arbeiter auf ihre Abbrachte ihn nach dem Polizeibureau in der Kochstraße. Der Ver- Den abgeänderten Sagungen der Sparkasse, wonach die fertigung warteten. Neben ihm seien es noch die Lehrer Probst, haftete schnitt die sonderbarsten Grimassen und protestierte nicht Einlagen von dem auf die Einzahlung folgenden Werktage ab und Biebahrt und Wiesecke gewesen, welche die Geschäfte der Bürgerlichen einmal gegen seine Festnahme. So wurde der Verdacht gegen ihn bis zu dem der Rückzahlung voraufgehenden Werktage gutgeschrieben besorgt haben. Diese Bekämpfung der Sozialdemokratie durch Lehrer noch verschärft. Aber der Aermste war unschuldig. Die Kriminal- werden. wird zugestimmt. fei um so eigentümlicher, als gerade die Sozialdemokratie ständig polizei stellte bald fest, daß der Verhaftete für den fraglichen Mord- Große Debatten mit längeren Reden brachte der Antrag des für Gehaltserhöhung der Lehrer eingetreten sei. So habe auch der anschlag nicht in Betracht tomme, und ließ ihn wieder frei." Es wäre wünschenswert, festzustellen, auf Grund welcher Tat. Magistrats, der neugebauten Realschule den Namen„ Comenius- Lehrer Engel einmal in einem Briefe an unseren verstorbenen Genossen fachen der Schankwirt zu seiner Verdächtigung gekommen ist. Schule" und der höheren Töchterschule den Namen„ Chamissofchule" Weniger inständigst gebeten, in der Gemeindevertretung ein gutes Wort für die Behrer einzulegen, damit sie ihre Gehaltserhöhung erhalten. Es kann doch nicht angehen, so ohne weiteres einen ihm unbequemen beizulegen. Dem Antrage wurde schließlich zugestimmt. Die Deputation des städtischen Arbeitsnachweises, der Durch die den bürgerlichen Parteien geleisteten Handlangerdienste Menschen in einen schweren Berdacht zu bringen. eine Reihe von sozialpolitischen Gegenständen überwiesen worden ist, haben sie sich selbst einen Schlag ins Gesicht versetzt. Den Lehrern Einen schaurigen Fund machte vorgestern ein Bewohner des wird um ein Magistratsmitglied und vier Stadtverordnete verstärkt. sollte der Anstand es verbieten, sich in so strupellofer Weise einer Hauses Beuthstr. 8. Auf einem Treppenpodest des Korridors ent Angenommen wird sodann ein Antrag, worin der Magistrat er in Wirklichkeit ihren Interessen feindlichen Partei zur Verfügung zu bedte er ein Batet, in dem er beim Oeffnen die Seiche eines neu- fucht wird, im Berliner Ortsteil in der Gegend des Barbarossoplazes stellen und die Sozialdemokratie mit bekämpfen au belfen. Roch worden wären. fchlimmer aber würde die Sache, wenn gar ein von befagtem Lehrer Schachte noch gestiegen ist. Auf der gegenwärtigen Höhe hofft man des Lohns verlangen, weil es nicht nur als Dienstmädchen, sondern auch Engel geschriebenes Flugblatt Männer in die Gemeindevertretung das Wasser zu halten und hat mit den Sumpfarbeiten begonnen. als Gewerbegebülfin des Restaurateurs angenommen ist. Wäre es nur verlange, die Rüdgrat befigen. Damit hätten fich die Bürgerlichen Dienstmädchen, so müßte es bis zum 1. Dftober aushalten, kann aber auch selbst beschuldigt, rüdgratlos zu sein. Des weiteren gedachte Nebner Flüchtig geworden ist, wie die„ Chemnizer Allgemeine Beitung" in diesem Falle Herausgabe der abgenommenen Weihnachtsgeschenke vermit gebührender Schärfe der für die Arbeiterschaft ungünstigen Fest- meldet, der Rechtsanwalt Seiler von Burgstädt nach Unterschlagung langen. 2. G. 16. Ihre Mutter müßte dann erneut einenz fetzung der Wahlzeit von 2-6 Uhr nachmittags. Es sei eine Rüd- bon über 20 000 m. Der Staatsanwalt hat hinter dem Flüchtigen Antrag auf Invalidenrente stellen. Charlottenburg. 1. und 2. Nein. fichtslosigkeit fondergleichen, der Arbeiterschaft, die gerade unter der einen Steckbrief erlaffen. E. R. 21. Eine Klage gegen den Garderobenpächter und gegen die gegenwärtigen Krise zu leiden babe, so wenig Entgegenkommen zu Direttion hätte Aussicht auf Erfolg. Ihnen läge aber der Beweis dafür zeigen. Auffallend sei auch, daß die Gegner diesmal es mit der der bekannte Dompteur Mister Johnson seine Braut, die Drechslers- 2. und 3. Nein. Eine Eifersuchtsszene. Nach einer Meldung aus Iglau hat ob, daß Sie den geforderten Preis bezahlt haben. E. Th. 1. Ja. 23. 100. Sie find im Srrtum, Sie haben für den Belegung des Bureaus so eilig hatten. Sie glaubten, daß, wenn tochter Julie Weiser, nach einer Eifersuchtsszene durch zwei Revolver- bollen Monat zu zahlen, falls nicht etwa der neue Mieter auch für den die Arbeiter dasselbe besetzen, eine Anzahl Papierstimmen abgewiefen schüsse lebensgefährlich verlegt und sich dann von einer 30 Meter sekung und auf Einreichung eines Vermögensverzeichnisses an das AmtsMärz zahlt... 81. 1. Sie müßten den Antrag auf AuseinanderWeiter sei auffällig, daß unsere Kontrolleure, hohen Felsenwand herabgestürzt, wobei er sich lebensgefährlich gericht in Stöln richten. Wenn eine gütliche Auseinandersezung beim Amtsdie sonst höchstens eine Differenz von 1 oder 2 Stimmen hatten, verlegte. diesmal eine Differenz von 33 Stimmen mit der amtlichen Auszählung feststellten. Die Richtigkeit der amtlichen Auszählung sei au Erdbeben. Nach einer Meldung aus Roland wurde gestern bezweifeln, weshalb Protest gegen die Wahl eingelegt ist. Troß nacht um 2 Uhr 50 Min. in dortiger Gegend nach vorherigem des ungünstigen Resultats müssen jedoch die Genossen erneut an die unterirdischem Getöse ein Erdbeben verspürt, durch das viele Häuser Arbeit gehen und für Organisation und Presse nach Möglichkeit Risse erhielten. agitieren. In der Diskussion sprachen noch die Genossen Beuthmann, Jonas und Prenzlow. Trotz der Aufforderung des Vorfizenden an die anwesenden Gegner, das Wort zu nehmen, hüllten sich dieselben in tiefes Schweigen. Weißensee. Ein Unwetter. Durch einen Sturm find, einer Meldung aus Baffe- Terre zufolge, auf den Inseln Saint Martin und Saint Barthélemy große Verheerungen verursacht worden. Gouverneur Ballot hat Hülfe abgesandt. Bühnenbrand in einem Londoner Theater. Aus London wird vom gestrigen Tage gemeldet: Die Bühne des Drury Lane- Theaters wurde heute morgen durch Feuer zerstört. Durch Herablassen des eisernen Vorhanges wurde der Zuschauerraum gerettet. Aus der Gemeindevertretung. Bei Gewährung von Freistellen an den höheren Schulen wurde beschlossen, daß wenn drei Kinder aus einer Familie eine der höheren Lehranstalten besuchen, auf Antrag der Eltern das älteste Kind schulgeldfrei aufgenommen wird. Der Aufhebung eines Beschlusses vom Jahre 1901 wurde zugestimmt, der vorgestrigen Uebungen eines Bataillons des 8. InfanterieRache. Wie aus Boulogne sur mer berichtet wird, fielen während wonach die Ueberschüsse der Umsatzsteuer einem Schulhausbaufonds regiments zwei Schüsse, wodurch ein Offizier und ein Soldat verzugewiesen werden; es solleu nunmehr etwaige Ueberschüsse zur all- wundet wurden. Die sofort eingeleitete Untersuchung führte zur gemeinen Verwendung fommen. Die Neuwahl der gesamten Armen Verhaftung eines Soldaten. Man vermutet, daß dieser aus Rache Tommissionsmitglieder fand nach den gemachten Vorschlägen An nahme. Das Projekt der maschinellen Anlage für die neue Bump gegen die beiden Verwundeten geschoffen hat. station wurde einem Berliner Ingenieur zur Ausarbeitung über geben. Buch. Verfammlungen. Die Explosion in der Pulverfabril. Amtlicher Mitteilung aus Santiago de Chile zufolge beschränkt sich der durch die Explosion in der Pulverfabrit in Batuco angerichtete Schaden auf die gänzliche Berstörung diefer Fabril. Bei der Explosion wurden vier Personen getötet und dreizehn verlegt. Die benachbarten Dörfer erlitten nur leichten Schaden. Briefkaften der Redaktion. gericht nicht stattfindet, würden Sie Klage zu erheben haben. OffenTermin anzuberaumen zieds Leistung des Offenbarungseides. Dem barung 13. Sie würden jekt lediglich beantragen tönnen, einen neuen Antrag fann, muß aber nicht entsprochen werden. Silage auf Rückzahlung hätte Aussicht auf Erfolg, indessen müssen 2. R. 11. Eine Sie die Vereinbarungen beweisen. Es tame also eventuell auf das Zeugnis Ihrer Frau und auf einen Eid des Vertfäufers an. flagen, die Klage ist zunächst an die Gewerbedeputation, Stralauerstr. 1-3 D. N. 14. Gic tonnen nicht gegen den Chef, aber gegen die Staffe einzureichen. Eines Anwaltes bedürfen Sie nicht. F. M. Wiebels. firchen. Sie find im Recht. Keineswegs würde das Kirchenvermögen den Ausgetretenen zufallen. unterschriebenes sowie datiertes Teftament; dasselbe tann der Erblasser selbst G. G. 21. Es genügt ein eigenhändig ge- und aufbewahren, kann es aber auch bei dem Amtsgericht feines Wohnortes niederlegen. 2. Eine Frist hierfür ist nicht vorgeschrieben. Kepper. Leider nein 21. S. 55. Die aufgestellte Rechnung entspricht der Tare; fie müßten fie also zahlen. M. M. Manteuffelstraße. Nein. Amtsgericht lagen. 3. N. 26. Die Frau soll auf Herausgabe und auf Schadenersatz beim der Miete verpflichtet sein. .. 7851. Ihre Mutter würde zur Zahlung 2. Im Wege der Zivillage: ja. Die lage gegen die Gesellschaft erscheint Strafbefehl 238. Gin Einspruch gegen den aussichtsvoller. Strafbefehl hätte feine Aussicht auf Erfolg. 1. 1. Ebertyftraße. 1. Ja. 2. V. 6. Einer Ortskrantenfasse tritt man dadurch bet, daß man in verficherungspflichtige Beschäftigung tritt. Tritt man aus der Beschäftigung aus, so bleibt man Mitglied, wenn man weiter zahlt. Ohne die Absicht, Selbstzahler bleiben zu wollen, mitgeteilt zu haben, fann man Beschäftigung und ohne sofort nach Austritt aus der Beschäftigung der Stasse nicht Mitglied einer Ortsfrankenfaffe werden. Wielden Sie sich als Mitglieb bei der Offenbacher Stranten- und Begräbnistaffe für Frauen und Mädchen, Prinzenstr. 66 bei Hing. Ein eigenartiger Bahnunfall ereignete sich auf der Station Buch an der Vorortstrede Berlin- Bernau. Als der um 4 Uhr auf dem 2. 100. 1. Jeder Anwalt tann beim Schöffengericht verteidigen. Stettiner Bahnhof fällige Schnellzug von Stettin die Station durch2. Eine Uebertretung ist mit Geldstrafe oder Haft bis zu sechs Wochen, ein fuhr, löfte fich von einem auf einem Nebengleis stehenden GüterBergehen in der Regel mit Gefängnisstrafe bedroht. 3. Etwa 10 M.: die vagen eine Eisenstange, deren Spipe gegen die Wand des SpeiseHöhe richtet sich nach der erkannten Strafe. E. B. 51. In jedem Fall wagens des vorbeifahrenden Zuges schlug und mehrere Fenster zer müßten die beiden zahlen. Genoffe 100. 1. Bierzehn Tage. 2. Der trümmerte. Durch die umherfliegenden Glassplitter wurden drei Sof, Die juristische Sprechstunde findet Lindenstraße Nr. 3, gweiter Abzug in höherem Betrage vom Lohn ist unzulässig. 23. M. 1000. britter Eingang, bier Treppen, Fahrgäste, die sich in dem Speisewagen befanden, verlegt. Ein sich wochentäglich abende von 7 bis 9% Uhr statt. Fahrstuhl EB 1. bis 3. Ja. G. 22. Das Standesamt ist im Recht. Sie müßten Geöffnet 7hr sich einen anderen Geburtsschein besorgen. zufällig ebenfalls in diesem Wagen aufhaltender Arzt aus Ebers- Sonnabende beginnt die Sprechstunde um 6 Uhr. Jeder Anfrage ist ein 2. Benden Sie sich an den Unionflub, Schabowftr. 8. Jockei 41. 1. Nein. 2. 5. 2. 1. Das walde legte den Verwundeten Verbände an. Die Verlegungen waren Buchstabe und eine Zahl als werkzeichen beizufügen. Briefliche Antwort ist nicht angängig: das Stind gilt als ehelich und der erste Mann so lange alüdlicherweise nur leichter Natur. wird nicht erteilt. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde bor. als sein Bater, als er auf. Unehelichkeitserklärung gegen das Kind geklagt 5. R. 100. Besten Dant. Bon einer Aufnahme sehen wir vor bat. 2. Die Belbringung ist erforderlich; Ersatz für die verloren gegangene läufig ab, jedoch wollen wir dasselbe aufbewahren. Starte tann bei der Polizeibehörde beantragt werden. M. M. 10. Sa. B. K. 13. 3ft vom Gesinde über die Kündigungsfrist nichts vereinbart, fo gilt die sechswöchige Kündigungsfrist zum Ersten des Quartals. Ihre Schwester würde also den Dienst zum 1. April verlassen tönnen. Schw. 7. Nur Ihre Frau, nicht Sie hätten zu haften. Der Holzarbeiterverband hielt am Dienstag eine außerordent. Leider ja. A. W. 1000. D. 6. 6. Zur Zahlung der Summe find Sie verpflichtet. liche Generalversammlung der Berliner Mitgliedschaft ab. Dieselbe Der Birt fann aber nicht pfänden lassen, ohne vorher geklagt zu haben. beschäftigte sich hauptsächlich mit dem bevorstehenden Verbandstag... 63. 1. Rein. 2. Ja. 3. Ungerechtfertigte Bereicherung. Eine Reihe von Anträgen wurden angenommen, die dem Ver-.. 65. 1. Ja, der unschuldige Ehegatte wird befragt. 2. Beispielsbandstage borgelegt werden sollen. Sie beziehen sich auf Aende- Sie sich an den Gewerbeinfpeftor. Die Möglichkeit, daß die von Ihnen gerungen in der Verwaltung und Leitung der Organisation. Die schilderte Beschäftigung eine erlaubte ist, liegt bor. hauptsächlichsten dieser Anträge besagen folgendes: Die örtlichen Mitgliedschaften sollen nicht mehr Bahlstellen, sondern Zweig vereine genannt werden. Die Bestätigung der örtlichen Vorstände durch den Hauptvorstand soll fortfallen. In großen Zahlstellen können die Generalversammlungen aus Delegierten gebildet und bestimmte Aufgaben der Generalversammlung den Werkstattvertrauensmännerversammlungen übertragen werden. Bei Lohnbewegungen sollen die wichtigen Beschlüsse durch gemeinsame Verhandlungen der Zweigbereine desselben Lohngebietes gefaßt werden. Die Wahl der Gauleiter soll durch den Verbandstag erfolgen, nur Die erstmalige Anstellung derselben bleibt dem Hauptvorstande überlaffen. Der Sitz des Hauptvorstandes soll von Stuttgart nach Berlin, der Sitz des Ausschusses von Berlin nach Hamburg verlegt werden. Ein erweiterter Borstand, bestehend aus dem Hauptvorstande, den Gauvorstehern und einer Vertretung Berlins foll die Taktif bei Lohnbewegungen und andere gemeinsame Angelegen heiten beraten. -Aus der Stichwahl zum Bosten eines Hülfsarbeiters im Verbandsbureau ging Langhammer hervor. Schließlich stellte die Versammlung eine Kandidatenliste auf für die am 12. April ftattfindende Wahl von 25 Delegierten zum Verbandstage und einen Delegierten zum Gewerkschaftskongreg. später das alte Jahrhundert verflossen ist. weise in England. 3. Die Ehe wäre ungültig. E. M. 35. Benden 1 werden. A. W. 1851. Kirchner. Leider würden Sie zunächst nur den Weg der Beschwerde einschlagen tönnen. Haben die Polizeibeamten, wie es scheint, völlig zu Unrecht Sie sistiert, so würden Sie, vollen Schadenersatz zu beanspruchent haben. P. 3. 1. Deutscher Sozialdemokratischer Leseklub, Nue de Walois 9. 2. Das ist nicht erforderlich. O. Sch. 20. 1. und 2. Nein. Strom berg. Die Adreffe für die Freie Voltsbühne ist: Winkler, Rirdorf, Kirchhof straße 46, für die Neue Freie Boltsbühne: Neft, Bremerstr. 54/55. Gütergo. Man pflegt den Beginn des neuen Jahrhunderts auf den 1. Januar 1900 zu leben, wenngleich mathematisch genau erst ein Jahr Alexander M. 67. Ja. Holländer 100. 1. An den Regierungspräsidenten. 2. 50 Mart. 1. Uns nicht bekannt. 2. Der König von Preußen bezieht 15 719 296 M. 3 Nachher. 4. In vollem Umfange so lange wie ein Deutscher. jährlich. bann gültig, wenn dem Gesuch nicht stattgegeben wird. 3. Der Präsident von Frankreich erhält 1360 000... Stralau. 1. Ja. 2. Die Reklamation hätte wenig Aussicht auf D. S. Sie tönnen Stundung beantragen. Der Austritt bleibt auch Erfolg. Robinson. Ja. G. 5. 34/35. 1. Ja. 2. Nein. 9.37. in Ihrem Wietsvertrage nicht das Gegenteil, so ist der Wirt zum Ersatz der fender wird zu ermitteln gesucht und ihm eventuell ber Brief zugestellt. A. 2. 31. Steht 1. Eine gefegliche Frist besteht nicht in der Regel 14 Tage. 2. Der Ab Scheibe verpflichtet. Das Mädchen und deren Eltern haften für den Schaden Unwiffend 38. Für die Steuerveranlagung ist es ganz unerheblich, ob nicht. G. G. 70. Nein, nur das Gemeindewahlrecht. Robbau fertig.- A. 25. Die Klage hat Aussicht auf Erfolg. Armenrecht nichts vereinbart ist, so leben Sie außer Gütergemeinschaft. 000. Nur im Sie in oder außer der Gütergemeinschaft leben. Wenn zwischen Ihnen fönnte bewilligt werden. W. N. 30. Das Schreiben des Vaters war P. G. 17a. 1.- 4. Ja. 5.- 7. Wenden Sie sich direkt an einen Bahntechniker. in der" Post", ber, Deutschen Tageszeitung" und im Reichsboten" veröffentlicht. 23. 25. Dhne Kenntnis des Statuts der betreffenden Staffe ist Ihre behaltung berechtigt, wenn ihm eine Forderung gegen die Mieter zufteht. M. R. 1000. Klagen Sie auf Herausgabe. Der Birt ist zur Zurüd Frage nicht zu beantworten. Das Statut erhalten Sie von der betreffenden St. T. 21. Wenden Sie sich an das Berliner Wetterbureau, Französischeftr. 9. 2. Die Stoften tönnten je 50 M. betragen. Behörde. W. D. 37. 1. Eine Reflamation hätte Aussicht auf Erfolg. Rigdorf, am Stammtisch. Bertrages dem nicht entgegensteht, ja.. 1. Neben dem Friedhof der getreten, die Verbrennung ist behördlich untersagt. 2. Nein. 3. Wird mit 2. R. 100. 1. Nein. 2. Falls der Inhalt des uns nicht befannten 1. In Friedrichsfelde, der Verbrennungsofen ist aber noch nicht in Tätigkeit Semeinde in Starlsborst. Sobald die Genehmigung der Regierung vorliegt. berbrannt. R. W. 78. Wie wiederholt bon uns dargelegt ist, haben Wahrscheinlich im Herbst d. J. Bezüglich anderer Gemeinden nichts alle ausländischen Arbeiter, auch diejenigen, welche vor dem 1. Februar in bekannt. Peter und Paul. Nein. W. B. 35 1. Heibeftr. 15/16 Deutschland fich aufhielten, eine Legitimationstarte fich zu beschaffen. und Reinickendorfer Straße 113. 2. 3ft wegen Ehebruchs die Ehe ge- Wolff. Eine Beschwerde wäre angebracht und hätte Aussicht auf Erfolg. Außer den beantragten Statutenänderungen wurden noch Landgericht, das die Ehe geschieden hat, Dispens von diesem gejeglichen Benutzung der Flächen nicht zulässig. schieden, so dürfen die Ehebrecher fich nicht heiraten. Auf Antrag fann das 2. J. 36. Ohne Zustimmung der Mobistin und bes Wirts wäre die folgende Anträge dem Verbandstage unterbreitet: Die Frage Cheverbot erteilen. 23. S. 24. 1. Ja. 2. Nein. des Generalstreits soll auf die Tagesordnung gesetzt werden. C. G. 15. Soweit ersichtlich, tönnen Sie mit B. S. 777. 1, Nein. 2. Das ist von Fall zu Fall vom Gericht zur Aussicht auf Erfolg auf ungültigkeit des Vertrages mit der Brauerei Ihnen entscheiden. 2. 86. 1. Is Vater des unehelichen Stindes gilt, wer der Bei Abschluß von Tarifverträgen hat in letter Linie die General- gegenüber flagen und dann die Sachen pfänden lassen. Mühle 55. Mutter innerhalb der Empfängniszeit beigewohnt hat. Empfängniszeit ist versammlung des Ortes zu entscheiden, für den der Tarif abge- Liehr, Berlin, Weinstraße 3. 2. D. 397. Sie haben unrecht. Die Zeit vom 181. bis 302. Tage vor dem Tage der Geburt mit Einschluß schlossen wird. An den gewerkschaftlichen Unterrichtskursen sollen C. S. Wegen diefes Grundes lann nach herrschender Rechtsanschauung des 181. und 302. Tages. Hat die Mutter innerhalb dieser Zeit auch mit nur solche Lehrer unterrichten, welche auf dem Boden der modernen die Ehe innerhalb sechs Wochen nach Kenntnis der Tatsache angefochten einem anderen verkehrt, so hat weder sie noch das sind einen Anspruch. Arbeiterbewegung stehen. B. 90. Zu der Forderung ist der Arzt nicht berechtigt. Für Der Einwand fann aber nicht erhoben werden, wenn ber fonft Alimentations Dieser Antrag wurde vom Antrag den Fall, daß geflagt werden sollte, teilen Sie uns die Klage und den verpflichtete seine Baterschaft zu öffentlicher Urkunde 8. B. zum gerichtlichen steller damit begründet, daß Georg Bernhard, der aus der Partei Termin mit. austrat, als sein Ausschluß bevorstand, in den gewerkschaftlichen Versicherungsbedingungen ist Ihre Frage nicht zu beantworten. D. 2. 1891. Ohne Einsicht in die Police und in die Protokoll anerkannt bat. Ist das sind am 1. Januar geboren, so gilt als Empfängniszeit die Zeit vom 5. März bis 4. Junt. 2. Etwa 100 m. Unterrichtskursen als Lehrer fungiert und diese Gelegenheit benußt, E. Sch. 885. 1. Brodhaus. 2. Wenden Sie sich an den Borfizenden 3. Warten Sie ab, ob Sie verklagt werden. 4. Etwa 20-25 M. monatlich. um die Sozialdemokratie zu bekämpfen. Auch Calwer habe in des Wahlvereins. 3. Wir halten das Werk nicht für empfehlenswert. Jba 106. Wenn Sie nicht durch Urfunden beweisen können, daß auch Unterrichtsturjus Anschauungen vorgetragen, die sich mit den C. G. 17. 1. und 2. Rein. P. M. B. 69. Benden Sie sich an das die Schwester anerkannt hat, Schuldnerin zu sein, so würden Sie sozialdemokratischen nicht vertragen. Auswärtige Amt. 2. 2. 17. Der Hauswirt hat ohne weiteres bas fich nur an den Nachlaß des Schwagers halten können. 6. O. Nein. Burückbehaltungsrecht. M. W. 5000. Das ist entschieden zu wenig. D. F. 53. Nein. A. W. 21. Etwa 300 Mart müßten Sie in Amerika vorweisen fönnen. Gine Stellung daselbst zu erlangen, ist schwierig. Begen freler Fahrt müßten Sie sich an die Dampiergesellschaft wenden. G. St. 32. Ja. Das zu erforschen, würde mehrere Tage Arbeit erfordern. G. 130. 2. 23. 61. 1. Es fönnte wegen fahrlässigen Meineids auf Antrag, der an die Staatsanwaltschaft zu richten ist, eingeschritten werden. 2. Sie müßten sich an Die regelmäßige Mitgliederversammlung des Verbandes der Ihren Anwalt menden; es wird ein neuer Termin anberaumt. 3. Ja. Kupferschmiede nahm Stellung zur Bildung eines Extrafonds für Al 24. 1. und 2. Rein. 3. Ja. Th. 19. 1. Beides ist zulässig. den 1. Agitationsbezirt. Aus diesem Fonds sollen pro Woche und 2. Ja. 3. Beantragen Sie bei der Berufsgenossenschaft, Ihnen eine Rente Mitglied 3 M. als Zuschuß zu der statutengemäßen Streit und mietet haben, so fönnen Sie vom Wirt verlangen, daß die baupolizeilichen zu gewähren. R. K. 1. Wenn Sie die Räume als Restauration ge Maßregelungsunterstüßung gezahlt werden. Zu dem Zweck Borschriften für eine solche erfüllt werden, und können, wenn das Ber führen die 14 Filialen des Bezirkes Brandenburg und Posen an langen nicht erfüllt wird, Schadenersat verlangen. 9. 8. Leider nein. den Bezirksleiter 3 Proz. ihrer Bruttoeinnahme ab. Die Ersatz-. K. 115. Wenn der Nachfolger die Miete gezahlt hat, ja. wahl eines Revisoren ergab die Wahl des Kollegen J. Beher. S. 2. 100. 1. Sie tömmen Aufhebung der Fürsorgeei ziehung bei dem Aus der Mitte der Versammlung erging an den Vorstand die Bericht beantragen. 2. Der Abzug vom Lohn ist ungerechtfertigt. Klagen Anfrage, welche Bewandtnis es mit der Notiz im„ Vorwärts" vom Sie gegen die Behörde, welche die Beschlagnahme ausgebracht hat, auf Auf3. März 1908 habe, da nichts bekannt sei, daß das frühere Mit- des Bertrages geben. Ift die Abrede nur mündlich getroffen, so wäre eine hebung der Beschlagnahme. E. 23. 38. 1. Laffen Sie sich Abschrift glied Frizz in einer Kupferschmiedeversammlung als Vertreter der lage muglos. 2. Leider nein. bededt F. F. 21. Eine Rüdforderung hätte Kupferschmiede in die Agitationsfommission der Rohrleger gewählt teine Aussicht auf Erfolg. Sie hätten nicht zahlen, sondern es auf eine fei. Der Vorstand gab ebenfalls seiner Verwunderung darüber stlage antommen lassen sollen.- 5000. Für die Seite wird 10 Pfennig Ausdruck und bedauerte, daß im Rahmen eines Versammlungs- berechnet.-H. 50. Nach der herrschenden Rechtsprechung, ja.-O.. Ja. berichtes eine derartige Notiz in die Presse lanciert wurde, die E. W. 35. 1. und 2. Nein. 3. Nach Einreichung werden 10 M. als auf eine Frreführung hinausläuft weit über die Kreise der Berufs- Borschuß erfordert. 4. Zeugen find für ein Testament nicht erforderlich. angehörigen, um so mehr, als Frik nicht als Vertreter der Kupfer igrieben ist. Beispiele und Anleitung zu einem solchen Testament finden Ein Teftament ist gültig, wenn es datiert und eigenhändig ge- und unterschmiede in Betracht kommen fann. Sie auf den legten Seiten des dem Arbeiterrecht" beigefügten Führers. Konditoren und verwandte Berufsgenoffen. Heute abend 8, Uhr Das Buch liegt in den öffentlichen Bibliotheken aus. K. 2. 10. Uns in den Arminhallen", Stommandantenftr. 58/59: Deffentliche Versammlung. nicht bekannt. Konsum Jastrow. Die Klage hätte feine Aussicht auf Zentralverband, Gewerkvereine und Sonstiges.( Fortsetzung der Ber- Erfolg. Jnvalidität 1908. Ihre Schwester fönnte lediglich den Antrag fammlung vom 12. d. Mis.) Erscheinen aller Mitglieder ist Ehrenpflicht. auf Invalidenrente stellen; erforderlich wäre, daß 200 Marten für sie geVerband der Friseurgehülfen Deutschlands. Heute abend 91%, Uhr: flebt find. R. St. 79. Wegen Alimentenforderung ist das Gehalt Brotestversammlung in den Arminhallen", Kommandantenstraße 58/59. beschlagnahmefähig. Moabit. 1. Leider haftet die Herrschaft nur für die Referent Reichstagsabgeordneter Brey. Verband deutscher Barbiere, Dauer von 6 Wochen. 2. Nein. 3. u. 4. Ja. E. H. 31. Auf einen Sonntag. Friseure und Perückenmacher- Gehülfen. R. 35. 1. und 2. Ja. Heute abend 10 Uhr: 5. 18. Wenn Sie annahmen, die beGeneralversammlung, Dirdjenftr. 46. Ohne Mitgliedsbuch fein Zutritt. treffenden Möbel seien Ihr Eigentum, also nicht wußen, daß ein Eigentumsvorbehalt nicht vorliegt, so würde eine strafbare Handlung nicht vor liegen. G. 48. Das Handwertszeug ist unpfändbar. Erscheinen Sie zum Offenbarungseidestermin nicht, jo fann Haft beantragt werden. P. 222. 1. Das Einkommen für 1907 wird zugrunde gelegt. 2. An den Borsitzenden der Veranlagungsfommission. 2. K. 22. Der Kläger, der die Klage zurüdgenommen hat, hat auch die Kosten des Anwalts des Zu dem Unglück in der Grube Glückauf bei Bölpko ist nach den Beklagten zu tragen. Wegen der übrigen Dinge fann mit Erfolg nicht vor. Braunschw. N. N." noch zu melden, daß die Bumpmaschinen zum Darlehnsannoncen dringend gewarnt. Ste tönnen den Fall der Staatswerden. R. S. 47. Wir haben wiederholt vor derartigen Ausschöpfen des Wassers mit ersoffen find. Die Auspumpung des anwaltschaft unterbreiten, vielleicht erhebt dieje Antlage wegen Betrugs. Schachtes wird mit den zur Verfügung stehenden Hülfsmaschinen 8. 28. Eine Ueberschreibung des Kindes als eigen an die Großeltern vorgenommen, doch ist an eine Bergung der acht Toten vorläufig ist nicht zulässig. Bohl aber kann das Erziehungsrecht unter Zustimmung nicht zu denken. Höhere Bergbeamte aus Halle und Magdeburg Dumm 158. 1. 1. Januar bis 31. Dezember. 2. und 3. Ja. Berdes Vaters und der Mutter den Großeltern übertragen werden. find an der Unfallstelle anwesend. Heute, Mittwochmorgen, wurde gleiche den Artikel im Vorwärts" vom 20. März. R. H. Das Mädchen 5)+ bedeutet Wuchs, leider konstatiert, daß das Wasser seit gestern nachmittag in dem fann zum 1. April ziehen; Rückgabe der Weihnachtsgeschente fund Bahlung 9 Grundeis, heute vormittag 362 cm. Vermischtes. Amtlicher Marktbericht der städtischen Markthallen Direktion über ben Großhandel in den Zentral- Markthallen. Marktlage: Fleisch: Geschäft flau, Breise unverändert. Bild: Bufuhr ohne Bedeutung, Preise unverändert. Geschäft still. Geflügel: Zufuhr zum Zeil genügend, Preise giemlich hoch, Geschäft wenig rege. Fiiche: Bufuhr genügend, Geschäft schleppend, Preise wenig verändert. Butter und Käse: Geschäft ruhig, Butterpreise niedriger. Gemüse, Obst und Südfrüchte: Bufuhr genügend, Geschäft still, Preise wenig verändert. Witterungsübersicht vom 25. März 1908, morgens 8 Uhr. Stationen Barometer. Stinembe 773 DSD hamburg 772 D Frantj.a M 768 ND Berlin München Wien 772 SD Better Stationen 2wollent- 0 Barometer and mam Bind citung Windstarte aparanda 774 Stil Better 765 SSD 1 bebedt Temp. n. C. 8 7 51 2 wolfen! 0 Petersburg 775 N 1 bedeckt 3 halb bd. 1 Scilly 766 NNW 5 wolfig 1 heiter Aberdeen 765 SGD 2 Regen 768 NO 3 heiter-3 Baris 768 NNW 1 halb bd.- 0 Wetterprognose für Donnerstag, den 26. März 1908. Troden und ziemlich heiter, nachts leichter Frost, am Tage etwas wärmer bei mäßigen östlichen Winden. Berliner Betterbureau. Wafferstands- Nachrichten der Landesanstalt für Gewässerfunde, mitgeteilt bom Berliner Wetterbureau. Wasserstand Memel, Zilfit Bregel, Insterburg Weichsel, Thorn Dder, Ratibor Krossen Barthe, Schrimm Frankfurt Landsberg 232 Bordamm Nee, cm cm) 202 +4 am feit am feit 24. 3. 23. 3. Wafferstand 24. 3. 23. 3. em cm) 496) +2 Gaale, Grochlik 1764) 23 Havel, Spandau) 156 3765) -14 Rathenow) 184 223 0 Spree, Spremberg) 110 214 9 Beeskow 198 219 -10 efer, Münden 37 200 -14 Minden 123 -7 Rhein, Marimiliansau 351 87-11 Staub 189 83+15 Stöln 237 Dresden Barby Magdeburg 207 -36 +12 Nedar, Heilbronn 124 246 -1 Main, Wertheim 193 0 Mosel, Trier T 116 Fall, 5) Unterpegel,*) Eisstand, Ibe, Reitmerit ! IV. Wahlkreis| Deutfcher Metallarbeiter- Verband. Gardinen- Baus Frankfurter Viertel. Sonntag, den 29. März, abends 6 Uhr: Arbeitsnachweis: Verwaltungsstelle Berlin. Haupt- Bureau: Hof I. Amt III. 1239. Charitéstraße 3. Hot III. Amt III. 1987. Versammlung für Männer und Frauen Sonntag, den 29. März, vormittags 10 Uhr, in der„ Neuen Welt", in Anton Boeters Festsälen, Weberstr. 17. Tages Drdnung: 1. Bortrag der Genoffin Frau Emma Ihrer über: Die Frauen and die Landtagswahlen." 2. Diskussion. Hierauf: Geselliges Beisammensein und Tanz. Zahlreiches Erscheinen erwartet 217/ 11+ Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband. -Zahlstelle Berlin. Stellmacher. Donnerstag, den 26. März, abends 8%, Uhr, im Rosenthaler Hof, Rosenthaler Straße 11-12: Branchen- Verfammlung. Zagesordnung: 1. Bortrag des Kollegen Wilhelm Nitsche über: Welche Bedeutung hat die Genossenschaftsbewegung für den wirtschafts lichen Kampf?" 2. Distusfion. 3. Branchenangelegenheiten. 4. Ber. fchiedenes. bringend nötig. Zu dieser Versammlung ist das Erscheinen aller Kollegen 82/4 Perlmutt, Horn- und Steinnußarbeiter! Donnerstag, den 26. März, abends 7 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal 5: Branchen- Verfammlung. Zages Drdnung: 1. Bortrag des Redakteurs Genossen Düwell über Wahlrechts. kampf und Gewerkschaft". 2. Disfuffion. 3. Branchen- und Werkstattangelegenheiten. 4. Berschiedenes. Wegen der Wichtigkeit der Tages- Ordnung ist es Pflicht eines jeden Kollegen, in dieser Bersammlung zu erscheinen. Die Kommission. Modell- und FabrikTischler sowie Modelldrechsler. Donnerstag, den 26. März, abends 8, Uhr, bei Schmidt, Gartenstr. 6: Branchen- Versammlung Zages Drdnung: 1. Bortrag des Ingenieurs P. M. Grempe über: Modernes Ber tehrswesen. 2. Berbands- und Branchenangelegenheiten. 3. Berschiedenes. Die Kollegen werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Möbelpolierer. Donnerstag, den 26. März, abends 8 Uhr, in den Andr Festsälen, Andreasstr. 21: Branchen- Versammlung der Möbel- und Stuhlpolierer sowie Magazinarbeiter. Zages Drdnung: 1. Die Zattit der russischen Gewerkschaften. Referent: Gen. Stuhr. 2. Diskussion. 3. Bericht vom Gautag. 4. Verbands. und Branchenangelegenheiten. Die Ausgabe und Abstempelung der Kontrollscheine findet auch in dieser Versammlung statt. Die Kollegen aus folgenden Wertstellen werden ersucht, in dieser Ver fammlung zu erscheinen. Die Tischler bitten wir, bie Polierer darauf aufmerksam zu machen: Dehnhardt u. Co., Langeftr. 63. Fräntel, Boghagenerstr. 16a. Gurisch, Gr. Frankfurterstr. 16. Hanfe u. Stäber, Memelerstr. 13. Richter, Friedrichsberg, Scharnwebertraße 32. Schufter u. Böhm, Beibenweg 36. Beinland, Fruchtstr. 32. Bengler u. Mohrmann, Warschauerftraße 58. Werner, Frankfurterstr. 13. Die Branchenleitung. Kammacher. Donnerstag, den 26. März, abends 8, Uhr, bei Boeker, Weberstraße 17: Branchen- Versammlung Zages Drdnung: 1. Bortrag des Kollegen R. Leopold über: Die wirtschaftliche Entwickelung und unsere Aufgaben". 2. Verbandsangelegenheiten. 3. Berkstatt- und Branchenangelegenheiten. Zentralverband der Steinarbeiter Deutschlands Sonntag, den 29. März, nachm. 5 Uhr, in der Lebensquelle, Kommandantenstr. 20: " Kombinierte öffentliche Versammlung beider Filialen mit Frauen. Zages Ordnung: Vortrag der Genoffin Jda Altmann über:" Die Liebe ist des Gesetzes Erfüllung". Nach dem Bortrage: Gemütliches Beisammensein und Tanz. 171/ 9* Bahlreiches Erscheinen, insonderheit der Frauen, erwarten Die Ortsverwaltungen. Berlin I und II. 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Zahlreichen Besuch erwartet 114/6 Die Ortsverwaltung. Leopold Kommandantenstraße 17. Verkauf der renommierten Vogtländischen Fabrikate. Gardinen u. Stores, Portieren, Decken, Teppiche zu den denkbar billigsten Preisen. Bei Resten von 1 bis 3 Fenster bedeutende Preisermäßigung.[ 24002* Gardinen Stores, Steppdecken wer. den wegen Erbschaftsregulierung preiswert ausverkauft 22422 Grüner Weg 80, parterre. Warnung! Falsche Garbáty! In letzter Zeit sind speziell in Gastwirtschaften grosse Mengen von minderwertigen Nachahmungen meiner bekannten Cigarettenmarke ,, Königin von Saba" ohne Steuerbanderole gefunden worden. Ich bitte daher Händler und Restaurateure in ihrem eigenen Interesse dringend, beim Einkauf meiner Cigaretten die Echtheit derselben sowie die Unverletztheit der Banderole genau zu prüfen und sich über die Bezugsquellen genau zu orientieren, da derartige Falsifikate hauptsächlich von sogenannten fliegenden Händlern, die ihren richtigen Namen verschweigen, angeboten werden. 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Verlag: Vorwärts Buchdruderei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 73. 25. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 26. März 1908. Aus Induftrie und Dandel. worden. Der Mülheimer Bergwerksverein erzielte im legten Jahre einen Betriebsgewinn von 2931 463 M. gegen 2468 870. im Jahre 1906. Um den Mehrertrag wurden die Abschreibungen höher bemessen, so daß sich ein gleicher Reingewinn wie im Vorjahre ergibt. Aus der Textilindustrie. Der Geschäftsgang in der niederrheinischen Spinnerei und Weberei gestaltete sich bei der vorwiegend rüdgängigen Preisbewegung an den Baumwollmärkten äußerst ruhig. Das gilt vor allem von baumwollenen Gespinsten, aber auch von anderen. Im Glauchau- Meeraner Bezirk ist der erwartete ,, Schlager" der Sommersaison, der regelmäßig in der ersten Märzhälfte auf der Bildfläche erscheint und für zwei bis drei Monate Beschäftigung brachte, ausgeblieben. Viel Lagerware hat sich infole des milden Wetters um Weihnachten angehäuft und ist nur zu Berlustpreisen absetzbar. Nachbestellungen für Sommerwaren sind nicht ein getroffen. Aus den Verhandlungen der Arbeitgeber sollten die Arbeiter lernen, daß alle Eigenbrödelei und alle Zersplitterung die Arbeiterbewegung in schwerer Weise schädigt. Internationale Baumwollstatistik. Bericht über den Baumwollverbrauch und den Vorrat an diesem Das amerikanische Zensusbureau bringt soeben einen statistischen Artikel heraus, in dessen Anhang sich internationale Daten über den den Baumwollhandel im Weltverbrauch an Baumwolle und Jahre 1906 finden. Die wichtigsten dieser Angaben seien hier zu sammengestellt. Verbrauch der Spinnereien Ballen Zahl der Spindeln 26 375 191 Gerichts- Zeitung. Erhöhung der Produktionseinschränkung. Die Lage im fächsisch- thüringischen Weberbezirk. In unserem in Wie die Köln. Boltsztg." meldet, wird sich das Rhein- Westf. Nummer 70 des Vorwärts" unter dieser Spigmarke gebrachten Ein Markthallenaufseher vor Gericht. Rohlensyndikat in seiner nächsten Sigung mit dem Antrage be- Artikel sind die vom Textilarbeiter- Verband gezahlten Unterstützungs- um die vermeintliche Veruntreuung eines Beamten in Höhe von Eine fast vier Jahre schwebende Angelegenheit, bei der es sich schäftigen, die Einschränkung für die Kokserzeugung auf 40 Prozent gelder zu hoch angegeben. Der Krankenzuschuß erforderte 32 000 M. 3 m. handelt, kam gestern vor dem Schwurgericht des Landgerichts I ad für die Kohlenförderung auf 20 Prozent festzuses en. Wegen und das Sterbegeld betrug mur rund 5000 M. Die angegebenen in krimineller Beziehung zum Abschluß. Unter der Anklage der Mangel an Absatz sind bereits zahlreiche Feierschichten eingelegt Bahlen waren einem Bericht über die Textilarbeiterkonferenz in Urkundenfälschung und des Amtsvergehens stand der MarkthallenPößneck entnommen. auffeher Otto Traffe vor den Geschworenen. Der Angeklagte war Der Rochette- Skandal. Paris, den 25. März. Der mit der vom Magistrat als Markthallenaufseher der Markthalle I angestellt Untersuchung gegen den Finanzmann Rochette betraute Richter und hatte in dieser Eigenschaft auch die Tagesstandgeldmarken an beschlagnahmte die Summe von neun Millionen Francs, die in ver- die Standinhaber abzugeben und darüber die nötigen Buchungen schiedenen Banken hinterlegt war. Heute wurden drei neue Klagen zu machen. Im August 1904 soll er nun an diesen Standgeldern eingereicht. Die Aktiven der von Rochette gegründeten Unter- 3 Ma veruntreut und falsche Eintragungen in die Listen gemacht nehmungen werden von den Blättern auf 14 Millionen, die Passiven haben. Er war auch anfänglich geständig und entschuldigte sich dagegen auf mindestens 100 Millionen Francs geschätzt. damit, daß er einige Standgeldmarken verloren und sich schadlos habe halten wollen. Als dann mit der Strafanzeige das Strafvers fahren eingeleitet wurde, frat er mit der Behauptung hervor, daß er von der ganzen Sache nichts wisse und etwaige Unregelmäßigzuführen sei. Er machte geltend, daß er seinerzeit als Wachtmeister feiten auf seinen nervösen Zustand und schwere Neurasthenie zurückder Kürassiere gedient, die Meute auf Parforcejagden geführt und dabei wiederholt heftige Sturzunfälle gehabt habe. Der schwere Dienst in der Markthalle und die dort herrschende große Hitze hätten dann ihr übriges getan, um ihn völlig nervenkrant zu machen. Er stand damals in Behandlung des Dr. W. Zimmermann, der bald darauf nach China ging und sein Gutachten dahin abgab, daß der Angeklagte für die ihm zur Last gelegte Tat nicht verantwortlich gemacht werden könne, da§ 51 des Strafgesetzbuchs Plat greife. Nach längerem Hin und Her wurde der Angeklagte am 15. März 1905 durch Beschluß der Strafkammer außer Berfolgung gesetzt. Nun griff aber das Disziplinarverfahren ein. Während dessen Verlauf war Dr. Zimmermann aus China wieder zurückgekehrt und konnte hier sein Gutachten abgeben. Während dieses wiederum auf Anwendbarkeit des§ 51 lautete, gab Geh. Medizinalrat Dr. Straßmann seine Ueberzeugung dahin kund, daß nur schwere Neurasthenie borliege, aber kein genügender Anhalt zur Anwendung des§ 51 gegeben sei. Geh. Medizinalrat Dr. Schulz, der Vertrauensarzt des Magistrats, bestritt, daß der Angeklagte die Tat im Zustand der Willensunfreiheit begangen habe. Der Bezirksausschuß verhängte über den Angeklagten eine Strafe von 140 M. Die Sache ist noch nicht beendet, schwebt vielmehr noch beim Oberverwaltungsgericht. Auf Grund der im Disziplinarverfahren abgegebenen neuen ärztlichen Gutachten beantragte der Staatsanwalt die Aufhebung des Einstellungsbeschlusses, und am 16. November 1907- wurde die Wiederaufnahme des Verfahrens angeordnet. Inzwischen ist Dr. Zimmermann wieder nach China übergesiedelt. Er hat daselbst auf drei Jahre Aufenthalt genommen und ist zurzeit Arzt der Schantung- Bergbau- und Schantung- Eisenbahngesellschaft. Er hat dem Angeklagten ein Attest zugestellt, in welchem er bei seiner festen Ueberzeugung bleibt, daß der Angeklagte zur Zeit der Tat unter einer ernsten geistigen Störung gelitten habe. Die Geheimen Medizinalräte Dr. Straßmann und Dr. Schulz begutachteten dagegen, daß von einer eigentlichen Geistesstörung nicht gesprochen werden könne. Nach längerer Beweisaufnahme verneinten die Geschworenen die Schuldfragen und es erfolgte die Freisprechung des Angeklagten. Vom oft und norddeutschen Holzmarkt. Die ostderitschen Sägewerfe machen nicht entfernt die Umsäge wie 1907. Sie waren daher im Einkauf äußerst vorsichtig und die letzten Verkauf! termine ver liefen recht flau. Viele Lose fanden überhaupt keine Beachtung und mußten bis zum nächsten Termin zurüdgestellt werden. er preußische Forstfistus erlitt infolgedessen einen bedeutenden Ausfall. Man beabsichtigt übrigens durch Einstellung der Betriebe ein ge ringeres Angebot in Ramm- und Zapfbrettern herbeizuführen. Dem gemäß sollen Sie ostdeutschen Wasserschneidemühlen vom 1. April d. J. die Betriebe stillfezen. Man hofft auf diese Weise trop der vergrüßerten Einfuhr ruffischer Hölzer wenigstens eine allmähliche Räumung der Lagerbestände herbeizuführen. Zusammenschluß der Maschinenbauanstalten. Auf der letzten Versammlung des Vereins deutscher Maschinenbauanstalten wurde nach einem diesbezüglichen Vortrag dem Zusammenschluss der Maschinenfabriken zu Interessengemeinschaften das Wort geredet, ähnlich dem Borgang in einem Teil der chemischen Industrie und bei czelnen Großbanken. Wie sich aus Referat und Diskussion ergab, denkt man dabei an die Bereinigung solcher Maschinenfabriken, die entweder durch ihre geographische Lage oder durch Gattung und Art ihrer Erzeugnisse gemeinsame Zuteressen haben. Die Gründung solcher Interessengemeinschaften würde in Deutschland den Verbands edanken wesentlich fördern und eine Verständigung des gesamten deutsch en Maschinenbaues wesentlich erleichtern. Speziell für den Großmaschinenbau mit den damit verbundenen Kesselfabriken und Konstrukti onswerkstätten empfiehlt sich die Bildung einiger weniger, dafür aber umfassender Verbandsgruppen, innerhalb deren af Grund der bisherigen Umsätze Beteiligungsziffern festgestellt werten sollen. In diesem Sinne hat ein jeder Zusammenschluß den Erfolg, die Unkosten zu verringern und bei einer Beschränkung in der Produltion wirtschaft licher zu arbeiten". 1708L* Nur einmal jährlich! Zum InventurExtrapreis! Divan decken Eine Partio große auf beiden Seiten benutzbar Mk. 4,356,75 Buntpersische doppelseitige Divandecken Wert MK. 7,50-8,75( 12-15 Mk. Mocquet- Plüsch- Divandecken Wert Größe 150/300 cm 28,50( 33 Mk.) Partie Divan rückwände Eine 85 Wert reichgestickt 3.( 8,50 M.) 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Kanada Alle übrigen Länder Zusammen. 185 000 200 000 123 332 971 19 493 441 Die Zahl der laufenden Baumwollspindeln beträgt auf der ganzen Erde mithin rund 123 333 000, und die Menge der von ihnen verarbeiteten Baumwolle 19 493 441 Ballen, der Ballen zu 500 Pfund gerechnet. 1900 liefen erst 105 608 000 Spindeln, die 13 639 340 Ballen pro Jahr verarbeiteten. Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Blitz Konkursmassen- Ausverkauf. Die gesamten Läger der in ganz Berlin und Umgebung allbekannten Herrenund Knaben- Konfektions- Firma Blitz kommen zti unglaublich billigen Preisen zum Verkauf. Eröffnung des Ausverkaufs: Sonnabend, den 28. März, vormittags ½11 Uhr. NF Streng feste Preise. Seltene Gelegenheit. Kein Kaufzwang. Riesige Auswahl. Sehen u. staunen. Ein Teil der Konkursmasse kommt auch in Schöneberg, Hauptstr. 10 in dem Konfektionshaus„ Blitz", Inh. Paul Süßkind, mit zum Verkauf. Nur Serienpreise von 0-12. Auszug aus dem Preiskurant. Serie O. Herren- Anzug 65 Serie 1. 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