Nr. 28. Erscheint täglich außer Montags. Brets pränumerando: Vierteljährlich 8,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage, Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochens tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Sernsprech- Anschluß Amt I, Hr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Donnerstag, den 2. Februar 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Freihinnig- agrarische. pflichtet sind, die ihren Arbeitern„ Einlaßgroschen" vom Lohn ist. Ihr fehlt jegliches Verſtändniß für die Hauptfragen Beelenverwandtschaft. treiben, als der ländliche Bandeljude; die dabei sechs Mal nicht verhüllen, und es wäre nur die volle Konsequenz dieser Vom italienischen Panama. II. abziehen und mit dieser Einrichtung viel ärgeren Wucher der Zeit, für die sozialen, alle Freiheitsphrasen können dies weniger Steuern zahlen, als der arme Bauer, und heute in Entwickelung, wenn sie im Wahlkreise Liegnitz von den Ein Kabinetbildchen kapitalistischer Seelenverwandt den Dörfern noch als Schreckmittel die Halseisen an den ländlichen Wählern ebenso heimgeschickt würde, wie in schaft zwischen Konservativen und Freisinnigen, wie es Linden hängen lassen, in welche vor wenigen Jahrzehnten Friedeberg- Aruswalde. rührender nicht gedacht werden kann, lieferte die Situng jeder widerspänstige Bauer eingeschlossen wurde. Mitdes preußischen Abgeordnetenhauses vom letzten Sonnabend theilun gen über die schauderhafte Bezahlung der Arbeiter ( 28. Januar). Da die Kenntniß einiger Einzelheiten aus auf den ländlichen Gütern, die in vielen Fällen jährlich den Coulissen der freisinnigen Partei zur richtigen Würdi- 400 M. nicht übersteigt, über die elende Lebensweise dieser gung des Bildchens gehört, entging die Bedeutung desselben Leute und ihre jeder Kultur hohusprechenden Wohnungen weiteren Kreisen. Es wäre aber jammerschade, wenn dem vervollständigen das Bild, welches das freisinnige Reichsfreisinnigen Volksheldenthum die Episode geschenkt würde, blatt" von der Arbeiterlage auf dem flachen Lande gab Und doch war jedes Wort wahr, das Colajanni gesagt und, bei der es in seinem vollen Glanze strahlte. selbstverständlich nur zur Wahlzeit, wo es galt, die Stimmen es war faum der dritte Theil dessen, was der UntersuchungsIn jener Sigung des preußischen Abgeordnetenhauses der Leute für den freisinnigen Kandidaten zu fangen; bericht enthielt. Der Gouverneur Tanlongo, der Hauptkasstrer fam es zu einem nachträglichen Gefecht wegen der Arns- seitdem gähnen die Spalten des Blattes wieder von man- Lazzaroni, und der Präsident des Aufsichtsraths, Torlonia, hatten walder Wahl zwischen Freifinnigen und Ronservativen. chesterlicher Dede. fich in aller Gemüthlichkeit Vorschüsse bis zu neun Millionen be wurde die Bant patriarcalmente Einer der Letzteren, Herr von Ploeg, machte seinem Groll willigt. Gemüthlich" Das waren die„ Unanständigkeiten" des freisinnigen überhaupt nach Tanlongo's Aussage verwaltet; fo gemütlich, über die freifinnige Agitation unter den Bauern des Wahl Organs, über welche sich Herr von Ploetz im Abgeordneten- daß die Fonds, die dem Handel und der Industrie Kredits kreises Luft und beschwerte sich bitter über das sonst in hause entrüstete. Ein Kreiseingesessener", offenbar ein erleichterungen gewähren sollten, auf schlechte, praktisch unkünd harmloser Verborgenheit blühende freisinnige Reichsblatt", Gutsbesizer, hatte schon vorher in einer besonderen Broschüre bare Hypotheken ausgeliehen oder an Leute, die von der Induſtrie welches sich zur Arnswalder Wahl mit Artikeln für die und in der Kreuz- Zeitung" Feuer und Flamme gegen die nur das Ritterthum tannten, gegen stets verlängerte Wechsel oder bäuerliche Bevölkerung besonders angeftrengt hatte, mit Einsender der sozialpolitischen Schilderungen im Reichs- gar in offener laufender Rechnung verpumpt wurden. So ge welchem Erfolge, weiß man ja! Der feudale Herr von blatt" gespien. Er hatte aber feine einzige Mittheilung müthlich, daß nach und nach fast alle Journalisten und nicht hundertfünfzig Mitglieder ber und zu sagte u. a.:" Herr Rickert sollte dem Reichsblatt" thatsächlich entkräften können. Beiläufig die Blödheit weniger als großentheils empfehlen, anständiger vorzugehen. Es wird dadurch der freisinnigen Preffe brachte es mit sich, daß über diese gegenwärtigen Deputirtenkammer, notorisch zahlungsunfähige, oder gar nur von Schulden lebende die Stimmung vergiftet und der kleine Be Dinge, die bei der ganzen ländlichen Agitation als wirth- Beute, als Schuldner in den Büchern der Bank figurirten. Die sizer und Arbeiter gegen den Großgrundschaftlicher und sozialer Hintergrund die Hauptrolle spielen, Lifte dieser Kunden lag ebenfalls bei dem Bericht Alvist's, es befizer aufgehezt." Worauf bezog sich dieser so gut wie nichts in die größere Deffentlichkeit drang. figuriren darauf, neben nur einem Deputirten der Rechten, agrarische Ausfall? Das freifinnige Reichsblatt" Herr Rickert, unter dessen Oberaufsicht das Reichsblatt" Arbib, fast alle Schattirungen der Linten mit Summen von hatte während der Wahlzeit, bei der ja den bürger- redigirt wird, war also genau unterrichtet und wußte, 5-600 000 Frts. auf den Kopf. Auch ein Träger eines in der lichen Parteien alle Mittel recht sind, ein paar Mal seine welche grauenhaften sozialen Zustände der Wahlkampf in ganzen Welt hochverehrten Namens ist darunter, desgleichen Grimaldi und manchesterlichen Grundsäze vergessen und Mittheilungen Friedeberg- Arnswalde aufgedeckt hatte. Er wußte, daß wei der gegenwärtigen Minister Martini; Grimaldi ist sogar einer der Rechtskonsulenten der über ländliche Zustände im Wahlkreise aufgenommen, die nicht non ,, Unanständigkeiten“ und„ Aufheßereien", sondern Bant mit 25 000 Frts. Jahresgehalt. Das ist schon ganz hübsch, wenigstens eine Spur von sozialem Verständniß für die Lage von feudaler Unterdrückung und von einer Willkürherrschaft aber das war 1889, das war erst der Anfang, das war noch der kleinen Leute zeigten. Da wurde mitgetheilt, daß ein der Gutsbesizer im Reichsblatt" gesprochen worden war, nicht einmal ein Panamino, es war nur eben ein Panaminetto, Bauer wegen Beleidigung des Landrathes bestraft worden deren Folge die traurige materielle und geistige Verkommen ein ganz, ganz kleines Panama. mar, weil er die Betheiligung an einer Sammlung zwecks heit der Landbevölkerung ist. Und was erwiderte der frei- Diese Sächelchen und andere, darunter auch selbstverständs Beschaffung eines Geschenkes für den Landrath abgelehnt sinnige Rickert, dieser Volks- und Bildungsapostel, auf die lich übertriebene Gerüchte, tamen stückweise allmälig unter's hatte. " oft und ihre Noten mit MißDa wurde ein Geistlicher an den Pranger ge- Anzapfung durch Herrn von Ploeg? Er sprach ruhig Publikum, nachdem Colajannis Rede einmal den Anstoß gegeben. gestellt, der dem Schantwirth seines seines Ortes den und gelassen: Man macht mich verantwortlich Das Publikum fing an, seine Depofiten aus der Banca Romana Schnapsausschank an Arbeiter und ihre Familien für das Reichsblatt." Ich habe diese Ver= 3u ziehen-- in wenigen Tagen bis über 9 Millionen aus im 14 Millionen Depositen ganzen untersagen wollte, dabei aber sehr treffend mit dem Hin- antwortlichkeit genug abgelehnt, trauen aufzunehmen. Die Regierung fühlte, daß jetzt gehandelt meis abgefertigt wurde, daß er ja selbst täglich weil ich bas Blatt oft Wochen lang werden müsse. Was seit Jahren ein Ministerium dem anderen Rothwein trinke, dabei arme Kinder nicht taufe, für welche nicht zu Gesicht bekomme. So lehut ein Frei- augeschoben hatte die Regelung der Banten und des Papier das Taufgeld nicht bezahlt werden könne, und daß man sinniger" die Verantwortlichkeit" für die Schilderungen geldes das sollte jest Hals über Kopf abgemacht werden. Es noch nichts davon gehört habe, daß er seinem Gutsbesizer ab, die sich in sein Blatt verirrt hatten und endlich einmal wurden Anfang Januar Verhandlungen eingeleitet zur Ver wegen der Schnapsbrennerei Vorwürfe mache. Ferner wies einen schwachen Begriff von den sozialen Zuständen auf schmelzung der beiden römischen und der beiden toskanischen das Reichsblatt" in verschiedenen Korrespondenzen auf die dem Lande geben, deren Vorfrucht Ahlwardt und Genossen Banken zu einem einzigen großen Kreditinstitut, und gleichzeitig Bedrückung der Bauern durch die Gutsbesizer hin, die sich sind. Feudaler Gutsbesizer und freisinniger Volksheld Arm eine neue Inspektion der Banken vom Minifterium angeordnet. bilden sollte, durch Auflauf von Bauerngütern Siz und Stimme im Gein Arm, Bruſt an Brust gegen die kleinen Leute, ist Die Banca Nazionale, die den Kern des neuen Instituts weigerte fich bie natürlich, Sünden meinderath verschaffen, frei denkende Gemeindevorsteher ein das nicht ein rührendes Kabinetsbildchen? Banca Romana unbesehen ชิน übernehmen; fie Dieser an und für sich unbedeutende, in seiner Ver- machte und fach nicht bestätigen lassen, die Schulen, deren, Patron" sie sind, Schwierigkeiten Alles niedrige Angebote. in dem jämmerlichsten Zustand halten und die Bezahlung von knüpfung mit anderen Thatsachen aber sehr bezeichnende das tam unter die Leute; das Mißtrauen steigerte sich zur Panit. Reparaturen verweigern, zu deren Leistung sie gefeßlich ver- Vorfall beweist, daß die freifinnige Partei eine todte Partei Die Stadt Rom entzog der Banca Romana ihr Guthaben von Feuilleton. Nachbruc verboten.) [ 4 gewicht und suchte mit erschrecktem Gegacker eine Zuflucht in der entgegengesetzten Ecke. der " Schmul hielt zögernd inne und rieb sich die linke Nasenseite, während er David fragend ins Gesicht blickte. Was nun?" fragte der andere aufblickend. Der junge Mann durchschritt schnell den Raum, in welchem seine Gegenwart eine solche Verwirrung angerichtet " Nun, die Zeiten sind hart, wie Sie wissen, und die hatte, und trat in einen dunklen Korridor. Er zündete ein Soldaten sehr gierig! Ich hatte so viel Mühe, ach, so viel Die Laufbahn eines Nihilisten. Kleines Wachsholz an und nahm seinen Weg zu einem Mühe, um sie herumzubringen," ſagte Schmul, pathetiſch kleinen und schmutzigen Hinterzimmer, in welchem der rothe die Augen zur Decke erhebend, und ich mußte ihnen mehr Schmul seine wichtigsten Geschäfte abzuwickeln pflegte; dieser bezahlen, als" Wenn dem so ist, so haben Sie Unrecht, Schmul, war auch schon da. Er wollte einen solchen Kunden nicht lange warten und einen großen Fehler begangen," sagte David nachWarum? Ist es ein Fehler, wenn man bemüht ist, lassen, und hatte sich beeilt, den Posten hinter dem LadeuIhnen schnell zu dienen?" tisch seiner Frau abzutreten. Von S. Stepniat. Autorisirte Uebersehung. Frei ins Deutsche übertragen von Bertha Braun. Er wäre in der That der letzte gewesen, auf den sich ein Verdacht hätte lenten können. Dieser ärmlich gekleidete junge Jude, der nichtssagend ins Leere blickte, mit der geduldigen Miene eines Kunden, der nur über bescheidene jüdischem Jargon. Mittel verfügte und keine Eile hatte, einen angenehmen Ort so bald?" und angenehme Gesellschaft zu verlassen. lässig. " Wie geht es Ihnen, Schmul?" sagte David in " Sicherlich nicht. Sie müssen sich aber an feste Preise Sie erwarteten mich wohl nicht halten, das ist Geschäftsregel. Je mehr Sie geben, desto mehr werden die anderen verlangen. Beherzigen Sie dies, Ich erwartete Sie überhaupt nicht mehr, Herr David, mein Freund, und halten Sie an Ihren üblichen Bedingungen heute, meine ich. Ich dachte, Sie würden morgen fest. Das ist Geschäftsregel." Er war ein kleiner, breitschultriger Mann von ungefähr tommen." Es steht Ihnen wohl an, so zu sprechen, Herr David!" fünfundzwanzig Jahren mit einem anziehenden regelmäßigen Ich hatte etwas zu besorgen," sagte der junge Mann, rief der Schmuggler hämisch aus, zu der Rolle der be Gesichte von martirt jüdischem Typus und großen, freund- indem er sich in einen an der Wand stehenden Lehn- leidigten Tugend sich erwärmend. Aber wie fonnte ich lichen, melancholisch in die Welt blickenden dunkeln Augen. stuhl von zweifelhafter Farbe und schmutzigem Aussehen denn anders? Die Soldaten sind die Herren, nicht ich!" Schmul setzte ihm einen Krug Bier vor und beachtete jezte. „ Ein kluger Mann muß es verstehen, sie zum Nach ihn nicht weiter. Der junge Mann bezahlte für seinen geben zu bringen," sagte David unerschütterlich.„ Nehmen Trunk und nachdem er ihn gemächlich ausgeschlürft hatte, Sie an," fügte er mit einem Anfluge von Humor in seinen ging er ebenso ruhig, wie er gekommen war, von dannen. großen Augen hinzu," Sie bäten mich, Ihnen mehr zu bes Sobald David aber auf der Straße war, bog er um zahlen als gewöhnlich. Ich sage nicht, daß Sie es thun wollen, ich nehme nur an, Sie thäten es. Nun, ich würde die Ecke des Hauses und trat durch eine Hinterthüre in die Küche. Bei dem spärlichen Lichte der Talgkerze stolperte er Alle drei. Zwei Herren und eine Dame. antworten, daß der Fisch dahin geht, wo das Waffer tiefer, über etwas Weiches, es war ein junges Bickchen, welches sie bei Foma. Wir müssen morgen früh auf der und der Käufer, wo die Waare billiger ist. Geschäft bleibt Geschäft. Die Grenze ist lang und Saldaten giebt es viele. aufsprang und zwischen Davids Beinen hindurch seinen Seite sein. Sie haben, hoffe ich, alles geordnet?" Rückzug antrat. Eine Henne, welche auf dem Küchenregal" Jawohl. Sie werden ohne Zweifel morgen um acht Wenn ein Mann bei dem festgesetzten Preise nicht bleiben will, weshalb sollst Du bei ihm bleiben? Nicht wahr?" saß, verlor, aus dem Schlafe aufgescheucht, das Gleich- Uhr auf der anderen Seite sein. Aber-" Der magere und lange Schmul hockte sich auf einen hohen Holzstuhl nieder, dem ein Fuß fehlte. " Sind Ihre Freunde bei Ihnen?" frug er. Alle drei?" a." Ich ließ anderen über einer Million, ebenso nahm die Sparbank ihr Depositum wie im preußischen Abgeordnetenhaus, wiederholt sich aber Reiterunternehmungen im Rücken der feindlichen Armeen von über 500 000 Fr. zurück. Die Attien der Banca Romana, allerwärts sonst in unserem mit Parlamenten reich gesegneten lehrt uns der Sezessionskrieg, Panzer und Thurmschiff benach Colajanni's Rede auf 670 gefallen, standen am 15. Januar Deutschland. Nicht eine einzige„ Volksvertretung" eines stehen im selben Kriege ihre Feuerprobe und mit rauchnur noch auf 504 Fr. für 1000 Fr. Nominalwerth. Im Norden der deutschen Duodezfürstenthümer," die dem Zahn der Zeit schwachem Pulver und Mehrladern sehen wir in Chili zum des Landes fing man an, die Noten dieser Bank zurückzuweisen. bisher noch widerstanden haben, weist das jammervolle ersten Male Schlachten schlagen. Nun aber drangen Gerüchte ins Publikum über die noch des Ministers Grimaldi M erstaunlicheren Resultate der neuen Inspektion der Banca Schauspiel auf, das der deutsche Reichstag Jahr für Das, was der Artikelschreiber als eigenthümliche Er Romana. Allerdings hatte Fürst Giulio Torlonia seine Schuld Jahr in seiner dauernden Beschlußunfähigkeit bietet. scheinung" bezeichnet, kann eben nur dem militärischen abgezahlt: am 13. Januar 4 Millionen, am 14. weitere Freilich ist nicht die geringste Aussicht vorhanden, daß an Zopfe das sein. Wo dieser Zopf nicht herrscht, und das ist 600 000 Fr., am 15. den Rest von 2 Millionen. Allerdings diesem Zustande in nächster Zeit etwas geändert werde. eben in dem Milizheere der Fall, da hat der Drill die hatten der Gouverneur Tanlongo und der Kassirer Lazzaroni Wenn man in den maßgebenden Kreisen sich auch mittler freie Selbstbestimmung und Entscheidung des einzelnen gegen ihre Schulden der Bank ihr ganzes großes Vermögen verweile davon überzeugt hat, daß die ursprüngliche Absicht, Mannes nicht erstickt und deshalb die nicht eigenthümliche, schrieben. Allerdings hatte eine sehr hochgestellte Person" durch die Verweigerung der Diäten, die Sozialdemokraten sondern eigentlich selbstverständliche Erscheinung, daß nicht der„ Corriere di Napoli" wies mit dem Scheunenthor auf den ferne zu halten, nicht erreicht werden kann, so bewahrt man die Bopf- und Drill Seere, sondern die freien MilizKönig hin- die Bankschuld hing und feiner Familienglieder bezahlt. Allerdings hatte der sich die Gewährung von Diäten doch als Konzession für armeen die Quelle für die militärischen Fortschritte sind.— fonstitutionell radikale Deputirte Fortis erklären lassen, den Moment auf, wo man glaubt, es wagen zu können, der ihm eröffnete Kredit sei ihm bewilligt in seiner die lang gehegte Absicht der Beseitigung des allgemeinen, Gegen die Militärvorlage sprechen alle offiziösen Eigenschaft als Rechtskonsulent der Bank. Was bedeutete gleichen und geheimen Wahlrechtes zu verwirklichen. Rundgebungen, welche sich für die Militärvorlage ins Zeug das alles gegen die Nachricht, die neue Inspektion habe ergeben, um diesen Herzenswunsch aller Reaktionäre durchzuführen, legen. Alle Kundgebungen stellen unsere Lage so dar, als daß die Banca Romana die 70 Millionen Banknoten ausgeben dazu sollen seinerzeit die Diäten mithelfen. Ob dieser ob die deutsche Armee, wie sie gegenwärtig besteht, so hindurfte, deren 133 Millionen in Kurs gefest; daß, Plan freilich sich jemals wird durchführen lassen, das steht fällig wäre, daß sie beim ersten Anprall von außen zuum dies zu verdecken, bis zum Betrag von 49 Millionen gefälschte Gläubiger in den Büchern figurirten, und daß der Gou- auf einem anderen Blatte. Ohne einen kleinen Staats- fammenstürzen müßte. Die Militärvorlage soll uns davor verneur Tanlongo gegen eine erst vom 3. Januar 1893 datirte streich wird sich die Beseitigung, des dem deutschen Bolke schützen und uns eine Armee schaffen, die nach zwölf Jahren einfache Quittung 25 Millionen entnommen habe.( Secolo" immer theurer werdenden allgemeinen Wahlrechts, nicht fräftig genug sei, um allen Eventualitäten gewachsen zu 21.- 22. Januar.) Ja es wurde noch weiter gemunkelt, daß die erreichen lassen. Staatsstreiche sind aber auch zweischneidige sein. Glücklicherweise sind die offiziösen Auseinandersehungen Goldreserve zwar in Ordnung befunden worden sei, aber nur weil Schwerter und es könnte sich fügen, daß die Staats- der reinste Schwindel, denn andernfalls würden alle Gegner Baron Michele Lazzaroni, Jeſſe des Hauptkaffirers, ſich eigens streichler ſelbſt mit ihrer Unternehmung recht unliebsame des Deutschen Reiches nicht die Gelegenheit berabfäumen, ein paar Tage diverse Millionen Erfahrungen machen. lieber als morgen über un uns herzufallen. Die mili in Baar bei schweizer Geschäftsfreunden geborgt, unter Dem Versprechen, sie nach erfolgter Inspektion sofort Aus dem Verlaufe der gestrigen Verhandlungen ver- tärische Lage und die äußere Sicherheit des Deutschen in natura zurückzuerſtatten; was freilich einige Mühe fosten dient hervorgehoben zu werden, daß, als unser Genosse Bock Reiches ist heute noch so fest begründet, daß weder Stumm wird, da die Regierung inzwischen alle Fonds der Banca die bereits in einer der letzten Nummern des Vorwärts" noch Krupp oder Baare und Genossen sie für so bedroht Romana mit Beschlag belegt hat. Und nun raffelte es Ent- zum Abdruck gebrachte Aeußerung der sächsischen Regierung halten, das Verlangen zu stellen, daß ihnen und ihren Kreiſen hüllungen an allen Eden und Enden, nun zirkulirten die Namen über die Unzulänglichkeit der von den Zünften und um der Sicherheit des Staats willen besondere Opfer aufder 150 Deputirten mit mehr oder weniger Genauigkeit und Ge- Innungen beliebten Meisterprüfungen vorbrachte, Herr Acker- erlegt werden. Politische Lebersicht. Berlin, den 1. Februar. " wißheit, nun war es nicht mehr zu leugnen, daß mindestens die mann die Stirne hatte, die Existenz einer solchen Aeußerung drei letzten Ministerien um die ganze Sache gewußt, daß sie die abzuleugnen. Unter schallendem Gelächter der linken Seite( von 10 Uhr Vormittags bis 1 Uhr Nachmittags) wurde In der heutigen Sigung der Budgetkommission Gelder der Bank regelmäßig und massenhaft zu Wahlzwecken ihren Anhängern zur Verfügung gestellt, daß sie die Unterschleife des Hauses mußte sich der geschätzte Herr darauf belehren die Berathung des Marine- Etats fortgesetzt. Die 17 Mill. oft im Ministerrathe besprochen und sie in voller Erkenntniß lassen, daß der Bericht, dem die Auslaffung entnommen ist, Mart, welche die Regierung für zwei Trockendocks in Riel ihrer dadurch übernommenen Verantwortlichkeit absichtlich ver sich unter den Akten befindet, welche den Abgeordneten der forderte- erste Rate 550 000 Mart- wurden abgeheimlicht also ihre Forteristenz genehmigt hatten. sächsischen Kammer zugegangen sind, derselben Kammer, lehnt. Wie blaß erschien dagegen der Bericht Biagini's, der nun welche den allerdings nicht gerade beneidenswerthen Vorzug im Corriere di Napoli", 19.- 20. Januar, veröffentlicht wurde. Hat, Herrn Ackermann zum ersten Präsidenten zu besitzen. Caprivi in Schwulitäten. Durch die Blätter ging Der Panamino war da. Die Majorität des Reichstags drückte ihre Werthschäßung dieser Tage die seltsame Nachricht, die deutsche Regierung für die Ackermann'schen Anträge dadurch aus, daß sie die habe einen General von Los nach Rom geschickt, um Loë felben nicht einmal für werth hielt, sie an eine Kommission des Vatikans Hilfe für Durchführung der Militärvorlage zu verweisen. zu erlangen. Die verzweifelten" Anstrengungen seien aber ,, vergeblich" geblieben. Die Norddeutsche Allgemeine Mangel an moralischem Muth, richtiger und kürzer Zeitung" steht sich heute bemüßigt, das schwerste Geschüt ausgedrückt: moralische Feigheit nennt es Herr Pindter, offiziöser Dementirung gegen diese- Ente aufzufahren und wenn die Reichstags- Abgeordneten nicht auch gegen den abzufeuern. Daß die Schwulitäten des Herrn von Caprivi Willen ihrer Wähler für die Militärvorlage stimmen. Die so große sind, das hatten wir allerdings nicht vermuthet. Aus dem Reichstag. Dauernd beschlußunfähig, das Wähler mögen sich das merken, und wenn sie nicht wollen, ist die Signatur des Reichstags. Vorgestern waren am daß sie von ihren Abgeordneten genasführt werden, mögen ,, Von hochgeschätzter Seite" was sonst gleichSchluffe der Sigung noch 145 Mitglieder anwesend, wäh- sie bei der nächsten Wahl jeden Kandidaten, den Pindter bedeutend war mit von Reptilien- Seiten"- bringt die rend gestern die Auszählung nur 125 anwesende Abgeordnete und dessen Hintermänner ihnen empfehlen, sofort zum Teufel Düsseldorfer Beitung" eine Berliner Mittheilung, wonach ergab. Daß von diesen Fünfviertelhundert während der jagen. Die Logik des Pindter ist übrigens nicht neufie vor der letzten Entscheidung über die Militärvorlage im Berhandlung selbst kaum die Hälfte im Saale anwesend stammt aus der Bismarck'schen Schule, und hat sich in der Reichstage Se. Majestät der Kaiser noch ein letztes einwaren, während die andere Hälfte sich im Foyer oder in Wahlfreiheit des von Landrath und Gendarmen zur Wahl- dringliches Wort der Aufklärung in Form einer an die den Lesezimmern, wenn nicht gar in der Restauration auf- urne eskortirten Wählers seiner Zeit glänzend offenbart. Voltsvertretung gerichteten kaiserlichen Botschaft hielt, sei nur nebenher erwähnt. Die unerhörte Theilnahm- Auch in diesem kleinen Zug sehen wir, wie vollständig richten" werde. Doch habe diese Absicht die amtlichen Kreiſe losigkeit der Abgeordneten an den Verhandlungen hängt einerlei„ der alte Kurs" des Herrn Caprivi und der des noch nicht beschäftigt". zweifellos zum Theile mit den Gegenständen zusammen, ersten Reichskanzlers ist, und wie selbst die kleinen Form welche auf der Tagesordnung stehen. Nicht jeder unterschiede verschwinden, die eine Zeit lang zu finden waren hat eben Neigung und Lust, die schon duzend wenigstens gefunden wurden. Mal wiederholten Deklamationen der Herren Acer mann, Biehl und Hike gegen Abzahlungsgeschäfte, Wander- Ein recht interessantes Urtheil über die militärische lager, Wanderauktionen, Hausirhandel u. s. w. immer wieder Bedeutung der Milizheere finden wir in der Nr. 9 des ficht die Kreuz- Zeitung" in der gestrigen Reichstags- VerWieder eine Niederlage der Sozialdemokratie zu hören, besonders wenn das Geschick, einen Gegenstand Militär- Wochenblatt" vom gestrigen Tage. Dort befindet handlung, weil sich unsere Partei noch immer nicht bazu herbeimöglichst langweilig zu behandeln, bei den Antragstellern sich im nicht amtlichen" Theile ein Artikel:" Betrachtung läßt, den Faseleien des Abg. Mehnert und den Lobreden in dem Maße ausgebildet ist, wie bei dem Abg. Ackermann. über den Infanterie- Angriff", dessen Tendenz dahin geht, des Abg. v. Bachem auf die Eugen Richter'schen Frr Dieser Herr würde auch einen mit Diäten gesegneten Reichs in Rücksicht auf die Gefahr der Munitions- Verschleuderung Lehren" mit einem Bilde des sozialdemokratischen Zukunftstag leer reden, um so eher gelingt es ihm natürlich gegen vor der Feuer- Eröffnung auf mittlere oder weite Entstaates entgegenzutreten, sondern sich damit begnügt, in der über den diätenlosen Abgeordneten. Daß übrigens die fernungen zu warnen. Diätenlosigkeit doch der einzige wirkliche Grund für die Wie verhängnißvoll diese Uebelstände einer vorzeitigen v: Bachem und des deutschfreisinnigen Eugen Richter den Umarmung des konservativen Mehnert, des ultramontanen permanente Beschlußunfähigkeit ist, tritt immer flarer zu Feuer- Eröffnung werden können, zeigen uns die Kämpfe im Berfall der gesammten kapitalistischen Gesellschaft zu konTage. Ein Vergleich zwischen den beiden Parlamenten, letzten chilenischen Bürgerkriege. welche in der Leipzigerstraße tagen, zeigt dies zur Evidenz. statiren, auf deren Trümmern eine neue Gesellschaft empor Es ist eine eigenthümliche Erscheinung, daß wir im wächst. Die neue Gesellschaft wächst empor, ohne sich um Oder, welchen Grund, wenn nicht die Diätenlosigkeit, will Erdtheile der Milizen so oft die modernsten Kampfesformen die Kritik jener Fäulnißobjekte zu kümmern, die ihr zum man zur Erklärung der Thatsache anführen, daß das von nd Kampfesmittel ihre Feuerprobe bestehen sehen. So Dünger dienen. Diäten beziehenden Abgeordneten beseßte Abgeordnetenhaus kommt das heutige Schüßengefecht, der Schützenschwarm, ftets gefüllt ist, während der diätenlose Reichstag an per- zuerst im Befreiungskriege der Vereinigten Staaten von Wo soll das Heine Denkmal hin? Die liberale manenter Beschlußunfähigkeit leidet? Dieselbe Erscheinung, Nordamerika zur Anwendung, die Möglichkeit großer Bourgeoisie hatte längst ihren Liberalismus begraben, aber Nachricht, augenscheinlich in der Absicht, der sonst wohl von Die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" dementirt diese feinem Menschen beachteten Nachricht größere Berbreitung zu geben. fie trug seinen Sarg, wie feiner Zeit die christlichen Spanier David lächelte gut gelaunt und begann, seine kleine" Ja. Merken Sie sich aber, Sie dürfen nichts von den des todten Cid, noch immer in der Schlacht voran. Holzpfeife zu ſtopfen. Er wußte natürlich sofort, worauf ihnen nehmen; nur eine fleine Notiz auf ein Stückchen Immer mehr lichteten sich die Schaaren der Sargträger, Schmul hinzielte und war fest entschlossen, sich auf keinen Papier, damit ich sehe, daß sie sicher hinüber gekommen und der todte Cid war längst vergessen von dem großen Hotuspotus einzulassen. Sparsamkeit in der Verausgabung sind." Haufen derer, die aus Ueberlieferung noch glaubten seinen der Parteigelder war in seinen Augen die geheiligte Pflicht Schmul nickte in melancholischem Schweigen. Dies war Namen hochhalten zu müssen, obwohl sie selbst längst mit eines Revolutionärs. Es war aber nicht seine Gewohnheit, ein anderer Grund, weshalb er dem jungen Mann grollte. seinen Gegnern gemeinsame Sache gemacht hatten. Und so mit Leuten unfreundlich zu verhandeln, so lange er es ver- David war sehr strenge und in diefer Beziehung sogar meiden konnte. Und wie geht es Ihrer Familie? Ich vergaß, Gie banach zu fragen," fuhr er fort.„ Es ist doch hoffentlich Alles wohl?" " Gauz wohl, dante," antwortete Schmul verdrießlich, über eine beffere Angriffsart nachsinuend. Er wollte eine gute Gelegenheit nicht unbenutzt vorübergehen lassen. „ Nichts Neues im Dorfe?" fuhr David fort, unbetümmert die Pfeife weiter rauchend. grausam. Schmul wußte es nur zu gut. hatte in der liberalen Bourgeoisie sich noch ein Häuflein gefunden, die dem todten Cid, Heinrich Heine, ein Denkmal Der beleidigte Schmuggler schüttelte die langen Locken errichten wollten, in der guten Stadt Düsseldorf, dem über seinen Ohren und fragte schnell, um den Lauf seiner Geburtsorte Heine's, allwo die deutsche Malerzunft eine trüben Gedanken zu hemmen, was für Wetter in Sankt vornehmliche Heimstätte hatte. Die Stadt Düsseldorf hatte Petersburg wäre. Seine schlechte Laune verwandelte sich denn auch drei Pläge zur Auswahl für das Denkmal aber in freudige Hoffnung, als David ihn fragte, ob er zur Verfügung gestellt, obwohl die Gegner des noch einen Monat an seinem Posten sein würde. Cid bereits mehr und mehr die Oberhand gewannen. " Ich gehe auf die andere Seite," erklärte der junge Wiederum aber verstrichen einige Jahre und als Magistrat Mann, und werde viel einzuführen haben." und Stadtverordnete an ihre Zusage erinnert wurden, da sank ihnen das Herz ob ihres Versprechens in die Hosen und angesichts der veränderten Verhältnisse" beschlossen sie einstimmig, nimmermehr zuzugeben, daß ein Platz in Düsseldorf durch das Denkmal des Cid entweiht werden dürfe. Haben Sie davon gehört, daß Ihig zurückgekehrt ist?" Die veränderten Verhältnisse!" Hat sich etwa der todte fragte David, eine dicke Rauchwolfe von sich blasend. Sie werden mich hoffentlich nicht vergessen," sagte Cid, alias Heinrich Heine verändert? Verändert hat sich Schmul sank der Muth. Isig oder sat Perlenglanz Schmul. nur die Bourgeoisie, oder vielmehr ihr Fäulnißprozeß hat war ein sehr verschmitter Schmuggler, welcher bei den Ge- Nein, ich werde es nicht. Sie müssen nur am Blake fich beschleunigt. Die Kreuz- Beitung" spottet mit Recht nossen in gutem Ansehen stand. Gelegentlich machte David sein. Ich werde Ihnen schreiben, damit Sie Zeit haben, einige Geschäfte mit big, und Schmul argwöhnte immer, fich dorthin zu begeben." daß der letztere danach strebte, ihn auszubeißen. Da ist schon was Neues," antwortete der Schmuggler mürrisch und gab seinem Besuch einige furze Nachrichten zu hören, welche den ernsten Stand der Dinge an der Grenze bewiesen. " Ist er zurückgekommen?" fragte der Schmuggler zaghaft, ich wüßte es nicht!" Er warf einen fragenden Blick auf sein Gegenüber; aber David sah ganz sorglos aus. Foma erzählte es mir. Das ist alles, was ich weiß," fagte er. " Da ist keine Hoffnung," dachte Schmul,„ der ist gut unterrichtet und versteht sein Spiel." Haben Ihre Leute viel Bagage?" fragte Schmul in einem Zone fortfahrend, als ob nie eine Spur von Mißhelligkeit zwischen ihnen vorgekommen wäre. „ Einige Bündel. Ihr Junge kann alles holen." Dann werde ich ihn morgen zu Foma senden. Das Geld erhalte ich auf der andern Seite?" Schmul schnalzte mit der Zunge. Dies war ein Ersatz für das Fehlschlagen seiner gegenwärtigen Hoffnungen. Er richtete teine Frage an ihn; David liebte dies nicht und wollte, daß kein Mensch mehr wisse, als er für gut hielt zu erzählen. #t Dann ließen sie sich in eine Diskussion über die Transportmittel ein und jetzt gab Schmul tein Zeichen des Widerstandes mehr von sich. Sie verabschiedeten sich sehr freundschaftlich. Der Schmuggler schwankte zwischen Bewunberung für des anderen Geschicklichkeit und Enttäuschung über die Bereitelung seines eigenen Anschlages. „ Ein pfiffiger Bursche, das läßt sich nicht abstreiten," sagte er in Selbstgespräch, indem er die Thüren und Fenster der Schenke zuriegelte. Nur unser Vater Jakob könnte ihn unterkriegen. Doch könnte er ein wenig sanfter mit einem feines Volkes umgehen, besonders wenn derselbe Familienvater ist, dem es so schwer fällt, auf ehrliche Weise eine Kopete zu verdienen." ( Fortsetzung folgt). " 1 " über die beschämende Thatsache", und schreibt: Wie die„ National- Beitung" versichert, findet der Beschluß ( der Düsseldorfer Stadtvertretung) nach Maßgabe verschiedener Zuschriften, die ihr aus Düsseldorf zugegangen sind, in der Bürgerschaft eine sehr getheilte Beurtheilung". Die Frankfurter Beitung" aber meint, daß sich genug andere rheinische Städte finden werden, die sich eine Ehre daraus machen, sich mit dem Denkmal zu schmücken, und daß auch die Stadt Frankfurt, die so vielfach in die Lebensschicksale Heine's hineinspielt, an der Bewerbung um das Denkmal freudig theilnehmen würde. Die„ Bolts- Zeitung" hat Berlin vorgeschlagen. Wir haben nichts bagegen, daß die Juden ihr Heine- Dentmal an bieten, wo sie tonnen. Der Erfolg wird überall derselbe sein. Bei dem heutigen Stande der öffentlichen Meinung in Deutsch land wird mit jedem Versuche dieser Art lediglich dem Antisemitismus in die Hände gearbeitet. Wenn dessen Gegner glauben, dies ohne Schaden für sich selbst thun zu tönnen nur au!" geworden. * " Die Kreuz- Zeitung" hat gut höhnen; sind doch die Versammlung in letzterem Orte nahm noch eine Resolution an, Weise geschädigten Leute, teine Notiz genommen hat. Als die Gargträger des todten Cid längst in ihr eigenes Lager in welcher gewünscht wird, der Parteivorstand möge einen Refe Alliirten im Januar 1814 Köln in Besitz genommen hatten, übergegangen und möchten selbst gerne dessen Leiche los renten nach Oberhessen entfenden und das Flugblatt gegen den haben mehrere angebliche Patrioten den Grundstein des von einwerden. Erschreckt sie doch selbst noch seine Leiche ebenso Militarismus recht bald zur Verbreitung gelangen lassen. heimischen Arbeitern unter Leitung eines genialen Franzosen wie feine offenen Gegner. Was hat die Bourgeoisie mit errichteten Hafens, der mit einer französischen und deutschen InHeinrich Heine zu thun? Sie hat seinen lebenslustigen 29. Januar nach einem Vortrage des Redakteurs D. 3ielowski nach dem Schindanger gefahren. Das war- gelinde ausParteiorganisation. In Achern( Baden) wurde am schrift versehen war, herausgewühlt und auf einem Dreckkarren Liedern gelauscht, hat gejubelt über seine Karnevalsscherze aus Offenburg die Gründung eines sozialdemokratischen Arbeiter- gedrückt eine Dummheit, die jedoch keinen Nachtheil im Geund hat nicht beachtet, daß er mitten unter seine Mond- Wahlvereins beschlossen, zu dem sich bereits in der Bersammlung folge hatte, wie der Schwabenstreich derjenigen Kölner Behörde, scheinseufzer und Harlekinsstreiche das Mene Tekel der 43 Personen als Mitglieder meldeten. ganzen Bourgeoisgesellschaft schrieb. die den Sicherheitshafen zuwerfen ließ, ehe sie genügende UnterDie Bourgeoisie feierte und vergötterte Heinrich Heine, ohne in ihm des vorigen Jahres 321 Mitglieder. Die Jahreseinnahme be- rafchten Schiffe geschaffen hatte. Wenn der diesmalige Frost Der sozialdemokratische Verein in Breslau hatte am Ende funft für die in Köln beim Aus- und Einladen vom Eise überden Dichter des Proletariats zu ahnen. Jekt trug 940 m., die Ausgaben 815 M. Dem Berufe nach feben nicht so gelinde abgezogen wäre, würden die am Ufer liegenden hat das Proletariat ihr ihr die Möglichkeit dieser sich die Mitglieder wie folgt zusammen: Arbeiter 45, Bigarren- Schiffe fast unzweifelhaft erdrückt worden sein! Gestern wurden Selbsttäuschung geraubt, und wäre selbst Heine nicht als 15, Strohhutarbeiter 15, Maler 10, Schneider 8, Schmiede 7, Nachen) von dem 16 Stunden oberhalb Deutz gelegenen Neuwied macher 39, Tischler 32, Schlosser 19, Schuhmacher 15, Hutmacher hier mehrere Menschen, die in einer Schalde( einem großen Jude geboren, die Stadt möchten wir sehen, die das Wag- Böttcher 7, Drechsler 7, Former 6, Lacirer 5, Buschneider 5, an im Gife getrieben waren und nicht landen konnten, von den niß übernehmen wollte, seinem Denkmal eine Stätte einzu- Zapezirer 5, Korkenschneider 5, Kaufleute 5, räumen. Fände sich aber eine solche Stadt, dann müßte in macher 5, Klempner 4, Maschinisten 4, Töpfer 3, Metallschleifer 3, eigenen Gefahren und Aufopferung gerettet. Handschuh- kleinen Dampfern Volapük“ und„ Germania" unter großen ihr die Arbeiterschaft zu solcher Geltung gelangt sein, daß Instrumentenbauer 3, Anstreicher 3, Bildhauer 3, Haushälter 3, die hohe Regierung gewiß einem solchen Unternehmen ein Buchdrucker 3, Leistenschneider 2, Stellmacher 2, Müller 2, Knopf- Todtenliste der Partei. In Gengenbach ist der Ge Bein stellen würde. Heinrich Heine ist längst für die macher 2, Bäcker 2, Kistenmacher 2, Buchbinder 2, Zimmerleute 2, noffe Gustav Ketterer, ein überzeugter und opferbereiter Bourgeoisie gestorben, seitdem er im Volke selbst lebendig fteller 1, Steinschleiser 1, Produktenhändler 1, Kutscher 1, Ber- wie der Offenburger Voltsfreund" berichtet, im Jahre 1877 Kellner 2, Emaillbrenner 1, Eisendreher 1, Ausschänker 1, Schrift- Anhänger der sozialdemokratischen Partei, gestorben. Er wurde, golder 1, Gastwirth 1, Anschläger 1, Hobler 1, Glafer 1, Stein- brotlos, weil er damals als überzeugter Katholischer zur ultraDer Panamaskandal wird nächstens seinen 3 weiten Berein hat im Jahre 1892 zehn Agitationstouren in die Um eine ihm von den Ultramontanen besorgte Schmiede, konnte aber, megen 1, Kürschner 1, Sattler 1, Musiker 1, Uhrmacher 1. Der montanen Partei hielt. Der schwarze Schmied" Ketterer bezog Monstreprozeß haben. Der erste, Der erste, augenblicklich noch gebung von Breslau unternommen; die Betheiligung daran ließ da das Geschäft seinen Meister nicht nährte, die Zinsen nicht schwebende Panamaprozeß ist gegen die Gründer der nach der„ Volkswacht" leider viel zu wünschen übrig. Panamagesellschaft, insbesondere gegen die beiden bezahlen, und nun war die ultramontane Freundschaft am Ende. Lesseps, Fontane, Gottu und Eiffel, wegen Betruges Man versteigerte ihm Haus und Werkstatt; nun, da er auf der Ueber die letzte Barteikonferenz der Sozialdemokratie des Straße saß, tannte ihn das ultramontane Christenthum nicht gerichtet. Der zweite, der demnächst zur Verhandlung 14. hannoverschen Wahlkreises Fallersleben- Gifhorn, die am mehr. Er wurde Tagelöhner und machte die Erfahrung, daß gelangen soll, richtet sich gegen Charles de Lesseps, Henri 15. Januar in Peine stattfand, wird uns noch mitgetheilt: der Arbeiter seine Intereffen am besten bei der sozialdemokratiCottu und Marius Fontane, dann gegen Rouvier( Maurice), Bei der Besprechung über die Agitation hob man allerseits her- schen Partei vertreten findet. Für sie agitirte er bis zum letzten Abgeordneten, früheren Finanzminister; Proust( Antonin), ist. Der Kreis erfiredt sich seinem größten Theile nach über die 1887 beschäftigt war, und wo man feinen Arbeiter wegen seiner vor, daß diese wegen der Größe des Wahlkreises sehr schwierig themzuge. Die Arbeiter der Adrion'schen Hutfabrit, wo er feit Abgeordneten und früheren Minister der schönen Künste; Lüneburger Haide. Außer in vier Landstädtchen, deren Be- Gesinnung verfolgt, waren bei der Beerdigung Retterer's vers Devès, Senator; Renault( Leon), Senator; Grévy( Albert), völkerung fich meist vom Ackerbau nährt, werden in nicht weniger treten und ehrten ihn durch Spendung eines schönen Kranzes mit Lebenslänglichen Senator; Beral Senator; Dugué de la als 214 Dörfern Wahlurnen aufgestellt. Zu einer Urne gehören rother Schleife und Widmung. Fauconnerie, Abgeordneten; Baihaut, ehemaligen Abgeord- stellenweise 3-4 Dörfer, so daß wir mit Ba hundert Dörfern zu neten und Minister der öffentlichen Arbeiten; Sans- Zeron, rechnen haben. Trotz der Schwierigkeit der Agitation macht der früheren Abgeordneten; Gobron, früheren Abgeordneten; tamen wir 1058 Stimmen, bei der Nachwahl 1878 und bei der dort giltigen sogenannten Vereins- und Versammlungsrechts" Sozialismus doch gute Fortschritte. Bei der 1887er Wahl beDas Sozialistengesetz wird in Sachsen in der Form des Blondin, Beamten im Kredit Lyonnais- und zwar wegen 1890er Wahl schon 3216 Stimmen. Jegt fürchten die Gegner flott weiter prattizirt. Bersammlungsverbote und ähnliche Atte, Best echung und Beihilfe zur Beste chung. Ein bereits, daß wir das nächste mal unseren Kandidaten in die Stichwahl bie merkwürdigerweise faft immer nur Arbeiter treffen, find etwas dritter Prozeß steht außerdem noch bevor, ja voraussichtlich bringen werden. Möge sich das erfüllen! Biel wird, so hoffen wir, Gewöhnliches. So hat die Dresdener Amtshauptmannschaft, wie nech mehrere. Denn die Nachforschungen führen täglich dazu die Monatsausgabe des Hannoverschen„ Boltswillen"-die der Wähler" meldet, jetzt eine für Döhlen angemeldet ge zur Entdeckung von neuen Schuldigen. Wie es heißt, ist" Rundschau"-beitragen, die regelmäßig in einigen tausend Erem- wesene Versammlung verboten, weil darin der Genoffe Wetter Sie französische Polizei dem Abenteurer Arton auf der plaren unter der Landbevölkerung des Kreises vertheilt wird. über einen Prozeß, den die Amtshauptmannschaft gegen ihn an Spur, der eine ähnliche Rolle gespielt hat wie Cornelius Wie sehr dieses so recht verständlich geschriebene Blatt beim Bauer gestrengt hat, und über die Konzessionsangelegenheit der den Ar Herz. Dieser ist todikrank oder stellt sich wenigstens anspricht, hat der Vorwärts" schon erwähnt. Die Aussichten beitern zur Verfügung stehenden Rothen Schänke sprechen wollte. so, und es hat ganz den Anschein, als würde es ihm ge bort einzusehen beginnen, daß es mit dem wieder hannöverisch die Behörden in Mißachtung gebracht werden könnten. Also unferer Partei find im 14. Wahlkreise um so bessere, als die Welfen Sie befürchtet, daß Rechtsverdrehungen ausgesprochen und lingen, fich der Auslieferung zu entziehen was für viele werden doch nichts wird; fie fangen jetzt an, an ihre wirthschaft auf die nebelhafte Möglichkeit hin, daß etwas Gefehwidriges einflußreiche Leute in Frankreich eine Lebensfrage ist. liche Lage zu denken, und wir werden es nicht an Agitation vorkommen tönnte, wird in Sachsen dem„ freien deutschen Die Finanztorruption, wie sie sich in dem fehlen lassen, um sie auf dieser richtigen Bahn zu erhalten. Daß Mann" das Versammlungsrecht illusorisch gemacht. Wie lange Panama- Skandal offenbart hat, führt logischerweise auch die Konferenz den altbewährten Genossen Zimmermann Friedrich gedenkt man denn, in dieser grundfalschen Weise fortzuarbeiten? zur politischen Korruption und Reaktion. Ein Blick Warnete einstimmig zum Kandidaten für den Reichstag aufstellte, Glauben die herrschenden Klassen Sachsens der Zukunft wirklich auf die gestrige Kammerdebatte zeigt das so recht deutlich. hat der Vorwärts" schon mitgetheilt. Grwähnt sei noch, daß so sicher zu sein, daß fie die Sozialdemokraten ftets und ständig Wer vor einem halben Jahre gesagt hätte, eine radikale der Lokalvertrauensmann für elle, Ernst Misselhorn, als Ver- als Staatsbürger zweiter Klasse behandeln können? französische Regierung würde ein Gesetz vorschlagen, welches trauensmann für den Wahlkreis bestätigt und für eine der die Kritik des französischen Sparkassenwesens mit 2 Monaten Mit dem Versprechen, recht fleißig für die Sozialdemokratie thätig Genoffe Kawalewsky zum Vertrauensmann gewählt wurde. bis 2 Jahren Gefängniß belegt, wäre für verrückt er zu fein, gingen die Genossen auseinander. Sie wohnen zum Theil klärt worden. Und ein solches Gesetz ist thatsächlich in entlegenen ländlichen Orten und hatten sich selbst durch die eingebracht worden. Und 326 gegen 178 Abge- schneeverwehten Wege nicht vom Besuche der Konferenz abordnete haben für dieses monströse Gesetz gestimmt. schrecken lassen. Wer da noch leugnen will, daß durch die jetzige Regierung der Republik alle Grundsätze und Grundlagen der Republik untergraben und zerstört werden, der ist blind und taub gegen die greifbarsten und schreiendsten Thatsachen. : In Leipzig- Connetvis ertlärte sich am Montag eine Boltsversammlung nach dem Referate des Reichstags Abgeordneten Alb. Schmidt einstimmig mit der Stellung einverstanden, welche die fozialdemokratische Fraktion des Reichstags zur Nothstands La Grande Bataille. Gegen die Boulangisten Erwartung aus, daß die Fraktion bei der Besprechung der debatte eingenommen hat. Die Versammlung sprach noch die gründete Lissagaray, der Verfasser des bekannten Fabrikinspektoren Berichte die Hilfe des Reiches für Wertes über die" Commune", Ende der 80er Jahre eine die Arbeitslosen erneut fordern werde. Kampfzeitung, unter dem Namen„ Bataille"( Die Schlacht). * Polizeiliches, Gerichtliches ze. Vinzo Soziale Uebersicht. An die Mitglieder der Orts- Krankenkaffe der Drechsler und Berufsgenoffen Berlins. Mitglieder! In der am 28. Dezember vorigen Jahres ftattgefundenen Versammlung zur Wahl der Delegirten obiger Kaffe wurde von verschiedenen Seiten der Meinung Ausdruck gegeben, daß mit aller Entschiedenheit für darüber klar zu werden, in wie weit wir Bestimmungen zu gunsten Einführung der freien Arztwahl" einzutreten sei. Um uns nun der Mitglieder einführen können, ist es nothwendig, daß Ihr Eure Meinung den Delegirten unterbreitet. Zu diesem Zwecke findet am Sonntag, den 5. Februar, Vormittags 101 Uhr, eine öffentliche Mitgliederversammlung in den Concordiasälen, Andreas Die Bataille", welche gegen das boulangistische Gesindel Aus Königsberg i. Pr. wird uns geschrieben: Lokal vortreffliche Dienste that, mußte im Laufe des vorigen mangels halber fonnte feit langer Zeit hier keine große Ber- Straße 64, mit der Tagesordnung statt: Welche Vortheile bietet Jahres eingehen. Jetzt ist sie, mit Beginn des Jahres, fammlung abgehalten werden. Endlich gelang es uns, einen uns die freie Arztwahl" gegenüber dem bisherigen System der neu auferstanden unter dem erweiterten Titel: Grande Saal zu bekommen, der allerdings vor den Thoren der Stadt Swangsärzte, und wie stellen sich die Mitglieder obiger Kaffe zu Bataille" Große Schlacht, und hat sich die Aufgabe bie trotz des weiten Wege3 von ca. 1500 Personen besucht war. Pflicht eines jeden Mitgliedes ist es, für regen Besuch der Verlag. So fand denn am Sonntag eine Volksversammlung statt, der Frage? Referenten: Herr Dr. Mugdan und Herr Aßmann. gestellt, die Feinde der Republik: Boulangisten, Antisemiten, Reichstags- Abgeordneter Schulze referirte unter großem Beifall fammlung zu agitiren. Legitimation nicht erforderlich. Sonstige Banamitarden, Monarchisten u. s. w. unbarmherzig über die Nothstandsinterpellation und die Militärvorlage. Zwei zu bekämpfen und zu verfolgen. Bravo! Protestrefolutionen, von denen die eine die Militärvorlage, die andere Achtung, Metallarbeiter! Um die engste Fühlung mit den den Nothstand und die bekannten Ausführungen des Staats- Rollegen der einzelnen Werkstätten zu erhalten und die Agitation Mit einem Hoch auf die internationale Sozialdemokratie und geführt. Immer noch stehen indessen eine ganze Anzahl von ministers von Bötticher betraf, wurden einnimmig angenommen. so intensiv als möglich betreiben zu können, haben wir das Syſtem der Werkstatt Vertrauensmänner in unserer Organisation eins unter dem Gesang der Marseillaise endete die imposante Versamm Werkstätten aus, welche einen solchen Vertrauensmann noch nicht lung. Diesmal ist also bas Bemühen, uns den Saal abzu besigen. Es ergeht daher nochmals die Aufforderung an sämmttreiben, vergeblich gewesen. Am Nachmittag desselben Tages liche Kollegen, dafür Gorge zu tragen, daß feine Werkstatt mehr fand noch, zum ersten Male und zwar im Lokale des Senoffen Schulze eine Versammlung für Frauen und für jeden Gaal ein solcher vorhanden ist. Die Versammlungen ohne Vertrauensmann bleibt, und daß in den großen Fabriken Mädchen statt. Der Andrang war ein so starter, daß der Vertrauensmänner finden regelmäßig statt: im Norden jeden war ein so starter, daß werden konnte. Der Vortrag des Genossen Braun über die Straße 52); im Süden jeden Sonnabend nach dem 15. jeden Monats für den überwachenden Beamten Play geschafft ersten Sonnabend im Monat( am 4. Februar bei Müller, Garten. Stellung der Frau zur Politik und die Ausführungen der übri- Straße 52); im Süden jeden Sonnabend nach dem 15. jeden Monats gen Rebner sowie der Rednerinnen wurden mit großem Inter Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. bei Siegemund, Eisenbahnstraße 20. Der Verband aller in der eise und lebhaftem Beifall aufgenommen; alles in allem hat die Otto Näther, N., Fehrbellinerstr. 24, Borsigender. Bersammlung bewiesen, daß auch die Königsberg er Frauen von einem vortrefflichen Geiste beseelt find. die liberale Presse auch in Deutschland so viel Reklame geDie Gladstone'schen Reformmaßregeln, für welche macht hat, sind, bei Lichte besehen, ziemlich bedeutungslos. Das sogenannte„ Arbeiterprogramm", von dem die bürgerlichen Zeitungen zu reden wissen, läuft, von etlichen Kleinigfeiten abgefehen, auf die Umgestaltung des Arbeits- Amtes hinaus, von der noch niemand eine bestimmte Vorstellung hat. Die selbständigen englischen Arbeiter erwarten sehr wenig davon, und viele halten die ganze Reform für Schwindel. Aber selbst wenn alle Versprechungen erfüllt würden, so hätten wir es doch nur mit einer einfach bürgerlichen Maßregel zu thun, die mit Sozialismus nicht das Geringste zu schaffen hat, und das kapitalistische Arbeitsverhältniß gar nicht berührt. Mit der in der Thronrede angekündigten Wahlreform verhält es sich nicht beffer- fie betrifft nur nebensächliche Punkte. Die Hauptmängel des englischen Wahlsystems bestehen darin, daß ein großer Theil des Volks vom Wahlrecht ausgeschlossen, und daß die Eintheilung der Wahlkreise eine sehr ungleiche ist. Diesen Mängeln abzuhelfen: der unsinnigen Trennung von ländlichen und städtischen Wahlkreisen ein Ende zu machen, die Wahlkreise nach der Kopfzahl gleichmäßig abzutheilen, und das allgemeine gleiche Wahlrecht einzuführen daran denkt Herr Gladstone gar nicht. Im wesentlichen soll alles beim Alten bleiben. Auch die verheißene Abkürzung der Legislaturperioden- jetzt 7 Jahre will wenig besagen. Und die ganze Ohnmacht des Libe ralismus kommt uns zu flarem Berständniß, wenn wir bes denken, daß die Chartisten schon vor mehr denn einem halben Jahrhundert die berühmten fünf Punkte der Charter" das allgemeine Wahlrecht, jährliche Parlamente, gleiche Wahlkreise, Zagegelder für die Mitglieder und geheime Abstimmung gefordert haben. Von diesen fünf Punkten ist nur der letzte verwirklicht, und die übrigen zu verwirklichen, das kommt dem großen alten Mann" nicht in den Sinn.aum Achtung, Vergolder! Bei der Firma Langhagen in Hamburg, Bergstr. 13, haben drei Kollegen die Arbeit niederdes Wertführers und des Buchhalters. Außerdem stellte man gelegt. Es geschah dies wegen ungehöriger Behandlung seitens an die Kollegen die Anforderung, des Sonntags bis 6 Uhr Abends zu arbeiten. Zur Charakteristik möge noch dienen, daß in dieser Werkstatt, wo durchschnittlich 8-4 Gehilfen beschäftigt waren, im Verlauf der letzten 3 Jahre 28 Kollegen arbeiteten. Aus oben angeführten Gründen wird deshalb eindringlichst ge warnt, bei genannter Firm in Arbeit zu treten. Mit kollegialem Gruß Karl Böhm. bürgermeister von Köln sind sich bekanntlich darin einig, daß von Aus Köln wird uns geschrieben: Gemeinderath und Obereiner außergewöhnlichen Arbeitslosigkeit und einem daraus reful tirenden Rothstande in unserer Stadt und ihren Vorstädten nichts zu merten ist. Dieser im schlimmsten Sinne des Wortes ftief Stadtväterliche Standpunkt wird nicht allein in Arbeiterkreisen, sondern auch in anderen Schichten der Bevölkerung ganz ent schieden verurtheilt. Der große Gürzenichsaal ist für Konzerte der oberen Zehntausend und für Karnevalsfreuden der so jedoch im städtischen Saale über die Noth und die Leiden der genannten besseren Gesellschaft zu jeder Stunde zu haben, wenn unteren Voltstlaffen berathen werden soll, dann lehnen liberale 31. Januar:" Bur Frage der Arbeitslosigkeit- so schreibt Die Germania" berichtet aus Harburg unterm und ultramontane Gemeinderäthe bald aus diesen, bald aus man dem hiesigen Anzeiger- dürfte ein Vorgang bezeichnend jenen nichtssagenden Gründen den Saal ab. Es sieht fast aus, sein, der sich hier ereignete: Die Firma Hüfer u. Co. ist hier als ob den Leitern unseres Gemeinwesens der Sinn für die wirt mit der Ausführung von Zement- Beton- Arbeiten beschäftigt: diese lichen Bedürfnisse der Stadt ganz abhanden gekommen sind, wenn Arbeit muß in einem Zuge ausgeführt werden, damit der Zement man folgendes in Betracht zieht. Die Stadt Köln hat nämlich neue nicht abbindet. Die Firma läßt in gewärmten Räumen 11 dessen Vollendung auch beim allergünstigsten Wasserstande noch schwer ist, 28 Pfennige. Sie hatte eine Anzahl hiesiger Arbeiter, große Hafenanlagen geplant und deren Bau in Angriff genommen, Stunden arbeiten und zahlt für die Stunde, da die Arbeit nicht Jahre in Anspruch nehmen wird. Ein unter Napoleon I. von fogar mehr als eigentlich nothwendig waren, auf Bitten der dem Kapitän des Genieforps M. Mossé erbauter Hafen, welcher felben eingestellt. Gestern erklärten nun die Arbeiter, daß es vielen Schiffen gegen Eisgang absolute Sicherheit bot, hier nicht Mode sei, 11 Stunden zu arbeiten, sondern höchstens wird nunmehr vernichtet und ausgefüllt. Wir haben weder gegen 10, und legten, da der Unternehmer nicht darauf einging, die den Bau des neuen noch die Vernichtung des alten Hafens etwas Arbeit nieder." einzuwenden. Man sollte aber nun meinen, man würde mit der Die Germania" druckt diese Mittheilung ohne Bemerkung Buschüttung des alten Hafens gewartet haben, bis der neue Bau ab, demnach hält sie es auch für bezeichnend", daß die Har der Hafenanlage soweit gebiehen war, daß die in Köln vom Eise burger Arbeitslosen trog ihrer Noth doch lieber weiter hungern, feftgehaltenen Schiffe in demselben Unterkunft finden konnten. als den anderen Arbeitern durch Verlängerung des Arbeitstages Aber nein! Der alte Hafen ist bereits so weit vernichtet, daß das Brot wegzunehmen. Bezeichnend ist es vielmehr für die nur noch ein Dußend größerer Schiffe darin Platz finden tonnten, Arbeiterfreundlichkeit" des Berliner Hauptblatts der katholischen Bei der Gemeinderaths. Wahl in Langelsheim flegten fo daß viele Schiffe im offenen Rhein der Gefahr ausgesezt sind, Kirche, daß es den Harburger Arbeitslosen das Lob versagt, das in der dritten Wählerklasse drei Kandidaten der Arbeiterpartei. beim Eisgange erbrückt zu werden. Die Schiffer, deren Hab und ihnen für ihre uneigennützige Handlung gebührt. Gut so aufs Spiel gesetzt ist, sind natürlich in hochgradiger AufParteinachrichten. Den Berliner Parteitags- Beschlüssen stimmten auch die regung, zumal die Presse Don dem Schwabenstreiche Parteigenossen in Pyriz und Vilbel( Oberheffen) zu. Die der hiesigen Behörde, und der dadurch in empfindlicher " Für den Inhalt der Juferate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Donnerstag, den 2. Februar. Opernhaus. Bajazzi. Vorher: Die Jahreszeiten. Circus Renz. ( Karlstraße.) Donnerstag, den 2. Februar 1893, Abends 71/4 Uhr: Unserin Freunde und Genossen vom 5. Wahlverein, Ernst Wittchow, ein dreimal donnerndes Hoch, daß der ganze Bilderladen" wackelt. 11755 " " Der Stamm". Freie Volksbühne. Am Sonntag, den 5. Februar, Nachmittags 2/2 Uhr, findet für die 3. Abtheilung eine Vorstellung im National- Theater statt. Bur Gala- Sport- Vorstellung. uns. Reminiscenz- Budiker Wittchow Aufführung gelangt das Schauspiel von Paul Bader: Novität! Ein Künstlerfest. Novität! Große Ausstattungs- Pantomime vom Hofballetmeister A. Siems. Mit überraschenden Licht- und Wassereffecten. Auf das Glänzendste in Szene gesetzt vom Direktor Fr. Renz. Grosser Blumen- Corso. Ballet von 100 Damen. Schauspielhaus. Kriemhilde. Deutsches Theater. Die Jüdin von Toledo. Berliner Theater. Der Komödiant. Lessing Theater. Gine Palast revolution. Wallner- Theater. Der Probepfeil. Kroll's Theater. Bar und Zimmer- Direttor Fr. Renz. mann. Außerdem besonders gewähltes Programm; u. a. Mr. James Fillis mit dem Schulpferde Germinal. E Grande Quadrille de la haute équitation, geritten von 6 Damen und 6 Herren. edelsten Vollblutpferde vorgeführt vom Hippologischer Kongress von 36 der Morgen, Freitag: Wiederholung der Viktoria- Theater. Die Reise um Festvorstellung. die Welt in achtzig Tagen. Residenz- Theater. Gläubiger. Familie Pont- Biquet. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Fürstin Ninetta. Adolph Gruß- Theater. Modernes Babylon. Thomas- Theater. Der Distanzritt. Neues Theater. Zwingende Gewalten. National- Theater. Moderne Men schen. Sonntag: 2 große Vorstellungen um 4 Uhr( 1 Kind frei) und um 72 Uhr. Billet- Vorverkauf an der Zirkuskasse u. beim„ Invalidendant", Markgrafenstraße 51a. Fr. Renz, Direktor. Feen- Palast Alexanderplatz- Theater. Die Burgstraße, neben der Börse. Königstochter als Bettlerin. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Theater der Reichshallen. Spezia litäten- Vorstellung. Kanfmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Heute: zum Geburtstage die besten Wünsche. Die Gummibrüder. 11726 Als Verlobte empfehlen sich Elise Betenstädt, Otto Groß Berlin. Todes- Anzeige. 1170b Am Dienstag, den 31. Januar, Morgens 9 Uhr, verschied nach längerem schwerem Leiden unser lieber Kollege, der Metalldreher Paul Splitt. Sein follegiales Wesen und sein biederer Charakter sichern ihm ein dauerndes Andenken. Andere Beiten. Am Sonntag, den 12. Februar, Nachm. 2%, Uhr, wird das Schauspiel für die IV. Abtheilung( braune Karten) wiederholt. Mitglieder für die IV. Abtheilung werden in allen Bahlstellen vom Freitag, den 3. d. M., ab aufgenommen. Am Sonntag, den 19. Februar, findet für die I., am Sonntag, den 26. Februar für die II. Abtheilung je eine Vorstellung im Lessing- Theater statt. Zur Aufführung gelangt an beiden Tagen Das vierte Gebot. von Ludwig Anzengruber. Der Vorstand macht die Mitglieder noch einmal darauf aufmerksam, daß nur eine beschränkte Anzahl von Billets zum Winterfest ausgegeben find und daß vom 5. Februar an diese Billets à 30 Pf. auch an Nichtmitglieder verkauft werden. 389/1 Die Beerbiguna finbat Gonntag Verein Borm. 10 Uhr, dem EmmausKirchhof statt. Die Kollegen der Fabrik Bukke& Co. Freunden und Genossen zur Nachricht, daß meine Frau Cäcilie, geb. Schiefer, am 31. Januar entschlafen ist. 1174b H. Malchert. Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß meine Frau Marie, 2 Der Vorstand der Freien Volksbühne. J. A.: Julius Türk, SW., Golmsstr. 24. Berliner Buchdrucker und Schriftgiesser. Wiener Masken- Bälle am Sonnabend, den 4. Februar 1893, Gr. Spezialitäten- Vorstellung. geb. Muth, am 31. Januar ge- in den Räumen der Berliner Bockbrauerei und in denen Anf. Wochent. 72 Uhr, Sonnt. 6 hr. Kaffeneröffnung 1 Std. vorher. Entree 50 Pf. Gebrüder Richter's Variété. Spe zialitäten- Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Vor- Morigstellung. Adolph Ernst- Theater. Bum 40. Male: Modernes Babylon. Gesangspoffe in 3 Atten v. Ed. Jacobson Moritz Etablissement Blas. Buggenhagen. Plaz. Täglich: Juftrumental- Konzert. storben ist. 1173b Die Beerdigung findet Freitag Nachmittag 3 Uhr von der Leichenhalle des Zions- Kirchhofs aus statt. Großer Frühstücks- u. Mittags- aus W. Lorenz, Schwedterstr. 254a. Danksagung. Den Kollegen meines verstorbenen Mannes, des Schlossers Robert Hall, den Werkstätten G. Wehr, tifd. Spezial- Ausschant von Pahen- Gebr. Nagelo, Groß u. Graf, hofer Lagerbier, hell und dunkel. sowie den Freunden desselben, sage für An Sonnder Sälen statt. fen- und Festtagen die Kranzspenden und Betheiligung bei der Brauerei Friedrichshain. 283/2 Billets à 50 Pf. sind bei den Herren Stolle, Oranienstr. 126 II., und Graumann, Wörtherstr. 21, H. II., zu haben; außerdem werden solche für die Brauerei Friedrichshain von Hrn. H. Röhn, Memelerstr. 50 III., und solche für die Berliner Bockbrauerei von den Herren A. Maffini, Bellealliancestr. 66, Hof III., und Karl Möhle, Bellealliancestr. 11, Quergeb. I., vorräthig gehalten. Anfang 9 Uhr. Die Kommission. Um recht regen Zuspruch ersucht Deutsch. Tischlerverband ( Bahlstelle Berlin). findet das Konzert in den oberen Dank. Jusbesondere sage auch Herrn Sonnabend, den 4. Februar 1893, in den Konkordiaund W. Mannstädt. Couplets theilweise von G. Görss. Musik von G. Steffens. Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Pf. Prediger Beierhofer für die trostreichen In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Säle für Bersammlungen, Rommerse, Worte am Grabe meinen Dant. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. American- Theater. Novität! Novität! Der Dussel ( Nulpus) Parodistisch- realistischer Vorgang in der Dachtammer, frei nach Ibsen und Tolstoi von Oscar Wagner. ( Klemm Ede.. Martin Bendix.) Alfred Bender in seinem neuesten Originalvortrag Der Volksmund in Berlin. Blank, der beste Bauchredner. Anhaltender Erfolg. Die Trockenwohner. Castan's Panoptikum. Festlichkeiten 2c. Gratweil's Bierhallen Kommandantenstraße 77-79. Täglich: Germania- Konzert- u. Kouplet- Sänger. Kinder 10 Pf. Wochentags frei. Sonntags 30 Pfennig. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. Zwei Säle zu Versammlungen und Vergnügungen. fowie 6 Billards und 3 Kegelbahnen, F. Sodtke. 11716 Festfälen", Andreasstr. 64: Wwe. Hall. Grosser Wiener Masken- Ball. Danksagung. Für die liebevolle Theilnahme bei 4 Anfang 8, Uhr. Billets à 50 Pf. sind auf allen Bahlstellen, sowie bei den Borstandsder Beerdigung meines unvergeßlichen mitgliedern zu haben. Hierzu ladet Freunde und Kollegen ein Batten Carl Andersch, Werkzeug- 316/20 macher in der Sentter'schen Fabrit, sage ich der Direktion sowie den Herren Meistern, Kollegen und Mitarbeitern, Vorläufige Anzeige! Achtung! Freunden und Bekannten, sowie dem Hrn. Prediger Stage für die trostreichen Spenden von Nah und Fern herzlichsten Worte und für die zahlreichen BlumenDank. Die Ortsverwaltung. Vorläufige Anzeige! Genossen Berlins! Am Sonntag, den 19. März d. J., findet anläßlich des 10. Zodes1178b tages von Carl Marx eine vom Leseklub ,, Carl Mare" veranstaltete Wittwe Andersch nebst Sohn. Quittung. Nebelin's Bierhaus Von der Gewerkschaftskommission Langestraße 108. Brandenburg wurden mir heute 20 M. Mein kleiner Saal mehrere Tage für die gemaßregelten Arbeiter der ( auch Sonnabend) noch frei. 3598L Firma H. E. Schniewind, zugeschickt, worüber ich hiermit dankend Vereinszimmer, Simeonstr.23, Flick. quittire. Stockfische, Klippfische vorräthig in der Markthalle Ackerstraße. Maskengarderobe. Neu, f. Herren u. Damen, preiswerth. Hochzeitskleider, Gesellschafts, Ballkleider. Neander47/9 Hagenbeck's gr. zoolog. Wunder: traße 34. Lili. Lili. fleinst. lebend. Elefant d. Welt, 90 Zentimeter hoch, 110 Bentimeter lang, 78 Kilo schwer. Tai- za- Wunder- IllusionenTheater. Grosses Künstler- Konzert. Sämmtlich ohne Extra- Entree. Damen- Maskengarderobe verleiht G. Jacobi, Lausigerstr. 39.[ 1093b* Maskenstiefel und Ballschuhe in gr. Ausw. verleiht bill. J. Pieper, Schuhmachermeister, Anklamerstr. 22. Lieferant des Konsumvereins Norden". Geist. Waffen, Staub- Pantoffeln, Welfenfonds- und Panama- Mützen ( als zeitgemäße humoristische Kopfbed.), sowie den Moloch als Maske empf. M. Kessler, Yorkstr. 5, Erfurt. Gardinen- Reste 36202 Haan, den 25. Januar 1893, Carl Küpper. Bevollmächtigter der Filiale Haan des Textilarbeiter- Verbandes. Zentral- Krankenkasse Gedächtniß- Feier = in den Gesammträumen des Feen- Palastes statt, verbunden mit Festrede, Votal- und Instrumental- Konzert nebst lebenden Bildern. 198/18 J. A.: Der Vorstand. Heute, Donnerstag, den 2. Februar, Abends 9 Uhr, bei Buggenhagen, Morigplatz: 1169b Große öffentliche Versammlung aller im Handelsgewerbe angestellten Personen, wie Handlungsgehilfen,-Gehilfinnen, Hausdiener, Packer, in der gegen die Absicht der Regierung protestirt werden soll, die sonntäglichen Arbeitsstunden auf den Nachmittag zu verlegen. Zu dieser Versammlung laden Die Einberufer. der Maurer, Gipser( Weiss- Die Kollegen dringend ein binder) und Stuckateure " Deutschlands. Grundstein zur Einigkeit". Oertliche Verwaltungsstelle Berlin. Sonntag, den 5. Februar 1893: Außerordentliche Mitglieder- Versammlung in Scheffer's Salon, Inselstr. 10 II. Tagesordnung: 1. Bekanntmachung der wichtigsten Punkte der neuen Einrichtungen, betr. Aerzte- und Apotheker- Frage. 2. Diskussion. NB. Den Mitgliedern zur Kenntniß, PassagePanopticum. 1-4 Fenstern passend, spottbilligst in daß das Kaffenlokal an diesem Sonntag Fabrir Grüner Weg 80, vom Flur: 255/4 Die örtliche Verwaltung. Neu! Das unerklärliche Verschwinden eines frei in der Luft hängend. Mädchens. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Bollständig neues Programm. 13 neue Nummern. Im Theater ist durch die neue Heizanlage eine angenehme warme Temperatur. Anfang Wochentags 8 Uhr. Entree 50 Pf. zu Betten, feiner Stand, neu, sofort 22 M. zu verf. Brizerstr. 10, v. part. Größtes LagerBerlins Kinderwagen. Andreast.23. Sp. Kanarienroller 5 M., Weibchen 1,50 M., Heckbauer 2,50 M. 36082* Schuelle, Stalizerstr. 132. Arbeitsmarkt. 1 Ges. auf Roffer, verl. Mundt, Fruchtstr. 36. Nach außerhalb 1177b Ein grosser Posten schadhafter Steppdecken mit fleinen Steppfehlern! à 3, 4, 5. 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Der Gastwirth Gustav Spiekerman in Berlin als Geschäftsführer, 2. Der Gastwirth Adolf Engel in Berlin als Kassirer. Die Generalversammlung wird in kürzester Frist einberufen werden. Genossenschafts- Bäckerei für Berlin und Umgegend. Der Aufsichtsrath: Gustav Spiekermann. Echter Langensalza'er Kantabak 31062 von Gebrüder Adler. Meine illustrirte Preisliste über Hoch- Zu haben in den meisten Tabakhandlungen Berlins und Umgegend. wird für eine gut eingerichtete Petro- seine Stepp- und Schlafdecken gratis Cigarren Engroslager in den Preislagen von M. 25,- bis M. 100,-; leum- Brenner- Fabrik ein erfahrener und franko. 3558L Klempner- weiter gesucht, Steppdecken- Emil Lefèvre, Haupt- Niederlage: Jüdenstrasse 20. Hierdurch zur Mittheilung, welcher in der Zusammensetzung von Berlin S., Oranienstraße 158. Brennern erfahren, möglichst auch Polir- und Gürtler- Arbeiten selb Homöopathische Klinik, Brunnen1163b bei Hirschhorn, Röpniderstr. 149.* straße 40. Spr. 11-12, 4-5. Stg. 9-10.1 Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthitraße 2. daß ich auch in Rixdorf, Bergstraße 123, von 12-2 Uhr täglich Sprechstunden abhalte. Vereinszimmer, 50 Perf. fassend, mehrere Tage frei. Stallschreiber- ständig zu leiten im Stande ist. Näheres Straße 29, Schöning. J. Semmel, prakt. Zahnarzt. Hierzu eine Beilage Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volfsblatt. Nr. 28. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. Donnerstag, den 2. Februar 1893. 10. Jahrg. und damit steten Anlaß zu Unzufriedenheit und Beschwerden Das Recht zu haufiren muß jenen Leuten gewährt werden, welche geben seitens derer, die das Privilegium nicht erlangen tönnen. sich auf andere Weise nicht ernähren können, denen, die Waaren Zu dieser Bestimmung scheint doch wohl die Verlegenheit der selbst erzeugen, dann den Invaliden, den Arbeitsunfähigen, endlich Antragsteller wegen einer gesetzlichen Formulirung der Sache ge- den Bewohnern armer Gegenden, wie des Westerwaldes 2c. Im führt zu haben: Wenn man nicht weiß, was man mit einer übrigen aber muß gegen die Hausirer aufs schärffte vorgegangen Sache machen soll, dann überweist man sie dem Bundesrath werden, so gegen alle diejenigen, welche das Gewerbe aus an( Heiterkeit), wie es auch beim Befähigungsnachweis geschehen geborenem Hange zum Handel und aus angeborenem Abscheu vor ist. Hiernach scheint mir die Vorlage für alle dabei in förperlicher Arbeit betreiben. Diese sind thatsächlich zur LandBetracht kommenden Theile, Haufirer wie Konsumenten, un- plage geworden; es sind dieselben, die mit Band handeln, da annehmbar. Gegen Kommissionsberathung wollen wir nichts neben aber Viehhandel und Geldgeschäfte betreiben und für weite einwenden, obwohl etwas weiteres als schäzbares Material nicht Bezirke unseres Baterlandes ein wahres Unglück geworden sind. dabei herauskommen wird. In dem Antrage des Zentrums sei hauptsächlich die Vorschrift Abg. von Strombeck( 3.) hält es für sehr bedenklich, wegen zu schüßen, daß Hausirer Häuser und Geschäfte nicht betreten einzelner Auswüchse, die sich beim Hausirgewerbe gezeigt haben, bürfen, bei welchen ihnen das Betreten durch Anschlag verboten generelle Maßregeln zur Abhilfe durch die Gesetzgebung vor- ist. Redner würde empfehlen, den Paffus dahin zu erweitern, zuschlagen. Denselben Fehler, den die Urheber der vielfachen daß das Verbot speziell auf jüdische Hausirer ausgedehnt würde; Petitionen an den Reichstag gemacht hätten, mache auch die er werde sogar gern bereit sein, Bettel mit der Aufschrift: große Mehrheit des Zentrums. Er als Angehöriger der Minder- Jüdischen Haufirern ist der Zutritt verboten! auf seine Kosten heit habe den Antrag nicht unterschrieben und könne seine An- drucken zu lassen und gratis zum Ankleben zu vertheilen. Redner wendet sich dann gegen die Ausführungen des Abg. Bock und 34. Sigung vom 1. Februar 1893. 1 Uhr. Am Tische des Bundesraths: von Bötticher. Der erste Staatsanwalt in Straßburg läßt durch den Statt halter der Reichslande beim Reichstage die Ermächtigung zur ftrafrechtlichen Verfolgung des Abg. Dr. North wegen Vergebens gegen Artikel 209 des Handelsgesetzbuches nachsuchen. Das betreffende Schreiben geht an die Geschäftsordnungstommiffion. Zur Berathung stehen die Anträge Adermann und Ge nossen, welche einen erweiterten Schutz des Handwerks bezwecken, und zwar zunächst diejenigen Punkte dieser Anträge, welche die Vorlegung von Gefeßentwürfen zur Beschränkung der Abzahlungsgeschäfte, zur Einschränkung des Hausirhandels und zum Verbot desselben durch Detailreisende, sowie zum Verbot der Wanderlager und Waarenauktionen verlangen. Gleichzeitig zur Debatte gestellt werden die auf den Hausir- nahme nicht empfehlen. handel bezüglichen Anträge des Zentrums auf Abänderung der Gewerbe- Ordnung. wurden Wenn Abg. Holtmanu( ntl.): Das Verbot des Haufirhandels in legt dann die Gefährlichkeit des Hausirhandels mit Vieh näher. der bisherigen Form würde eine Reihe von Ortschaften in in- dar. Gerade durch diesen Handel werde die Maul- und KlauenAbg. Ackermann( dk.) begründet die vorerwähnten Anträge. dustriearmen Gegenden vollständig ruiniren. Der ganze Inhalt feuche und die Perlsucht unter dem deutschen Viehstand ver Von den Abzahlungsgeschäften wolle er heute nicht sprechen, da aller der Petitionen, welche gegen den Haufirhandel eingehen, ist breitet. Den Kredit für das Handwert müsse eine umgestaltete der inzwischen von den verbündeten Regierungen vorgelegte Ge- der: Schafft mir einen unbequemen Konkurrenten vom Hals! Reichsbank liefern, in dieser Richtung bedürfe der Antrag einer sebentwurf bereits kommissarischer Berathung unterliege. Wander- Die Hausirer sind keineswegs die eigentliche Konkurrenz des feß- Ergänzung, wenn er wirklich wirksam sein solle. lager und Waarenauktionen seien feine wirthschaftliche Nothwendig haften Gewerbes. Der Zentrumsantrag will auch den Frauen Abg. Biehl( 3.) weist in ausführlicher Darlegung auf einige feit. Der Haufirhandel sei meistens ein Krebsschaden für das stehende den Gewerbebetrieb im Umherziehen verbieten. Damit würde geradezu schwindelhafte Praktiken der Abzahlungsgeschäfte und Gewerbe und für die Bevölkerung, welche von den Haufirern eine ganz enorme Schädigung der betreffenden Erwerbskreise das von ihnen betriebene Reflame- Unwesen hin und hält eine heimgesucht worden, ein direkter Nachtheil. Abgesehen von herbeigeführt werden. Die Steuer für den Wander- Gewerbeschein Einschränkung des Hausirhandels vor allem deswegen für nöthig, etwaigen durch das Bedürfniß des Verkehrs unerläßlich gebotenen ist schon heute nicht gering; soll der Haufirer nun für jeden Re- weil die Haufirer fast nur den größten Schund an den Ausnahmen müsse er verboten oder wenigstens unter eine viel gierungsbezirk einen besonderen Schein lösen, so wird diese Mann brächten, der auf andere Weise gar nicht mehr Die Geschäftsstrengere Kontrolle als bisher gestellt werden. So befaßten sich Steuerlaft für ihn unerträglich werden. Im sächsischen Erz- ins Bublifum gebracht werden könnte. zahlreiche Hausirer mit einem wirklichen Großbetriebe. Sie gebirge hat gerade der Haufirhandel ungemein bildend und die thätigkeit der Detailreisenden müsse absolut verboten werden. tämen mit 2 oder noch mehr Gespannen in den Ort und legten Intelligenz fördernd auf die Bevölkerung eingewirkt. Leben und Die große Maffe der Hauſirer sei überall gefürchtet und ge durch ihr Auftreten den ganzen legitimen Handel lahm. Sie leben lassen ist im Gewerbebetriebe der oberste Grundsatz; der mieden, namentlich alle diejenigen, welche, wenn das Hauſiren betrieben auch vielfach die Besorgung von Reparaturen, was sollte auch hier beachtet werden. nicht mehr genüge, sich auf's Betteln würfen. Erfreulich sei, daß doch unmöglich unter den Begriff von Handel fallen könne. Abg. Bock( Soz.): Die Hausirer sind keineswegs immer selbst ein Nationalliberaler schon dazu komme, wie heute Herr Abg. Schädler( 3): Wir erblicken in dem um sich greifenden Leute, die mit Wagen und Pferden auf das Land fahren. Clemm, diese Bustände als reformbedürftig anzuerkennen. Die Hausirhandel ebenso eine Schädigung der Industrie wie der Tausende und hunderttausende von Hausirern gehen mit einem Konsumvereine feien überhaupt nicht existenzberechtigt. Boltsmoral. Es handelt sich bei dem von uns vorgelegten Gesetz- 3/4 Zentner schweren Reff Morgens bis Abends von einem Ort Abg. Stolle( So.): Wenn man Ihre Reden( rechts) hört, entwurf durchaus nicht um ein absolutes Verbot des Hausir zum andern und mühen sich redlich ab. Sie nüßen mit Ihrem möchte man glauben, daß das deutsche Volk zum größten Theil handels, wohl aber treten wir ein für eine Beschränkung des Antrag nicht nur nichts, Sie sind auch inkonsequent. Die großen aus Gaunern und nichtsnuhigen Elementen besteht. Das ist aber selben und für Beseitigung der ihm anhängenden Auswüchse. Haufirer sind viel gefährlicher als die fleinen. Wollen Sie etwa zum Glück nicht der Fall. Man hat behauptet, daß das HaufirWir haben auch nicht etwa, wie man früher behauptet die großen Versandgeschäfte von Rudolf Herzog und Men gewerbe die Existenz des seßhaften Gewerbes bedrohe; dem hat, sämmtliche Hausirer als schlechte Kerle hingestellt. u. Edlich auch mit einem Gesetze treffen? Herr Rudolf Herzog widerspricht die amtliche Statistit des Königreichs Sachsen, woWeiter wollen wir durch diesen Gefeßentwurf den Schutz des überschwemmt mit seinen Katalogen ganz Deutschland und bietet nach die Zahl der Hausirer von 1885-1890 von 279 574 auf fleinen feßhaften Raufmanns und Handwerkers, ohne deshalb das feine Waaren zu billigeren Preisen, als daß stehende Gewerbe 279 496 zurückgegangen ist. Daraus erhellt ganz deutlich, daß Interesse des berechtigten Hausirgewerbes zu schädigen. Es muß am Orte es fann, zum Kaufe an. Rudolf Herzog steht Ihnen eine Erweiterung des Hausirgewerbes wenigstens in Sachsen dem Mißstand ein Ende gemacht werden, daß gewisse Hausirer freilich viel näher, als diese fleinen Haufirer, die von Ort zu nicht stattgefunden hat. Auch die Behauptung, daß mit 10-12 Gehilfen die ganze Gegend, innerhalb derer fie ihren Ort ziehen, um Schuhwaaren zu flicken. Wenn die Anträge so mit dem Hausirhandel die Bettelei fich ausgedehnt Wohnsiz haben, überschwemmen und damit sowohl dem stehenden weit gehen, diesen Leuten, die am untersten Rande des Lebens habe, ist unwahr. Im Königreich Sachfen Gewerbe als dem ehrlichen Hausirer eine ruinöse Konkurrenz angekommen sind, das Hausirgewerbe zu verbieten, so ist doch im Jahre 1880 14 066 Personen wegen Bettelei bestraft, machen. Ferner erweitert unser Entwurf den Begriff des das ein starkes Stück von Interessenpolitit. In Thüringen giebt im Jahre 1890 nur 8566. Ebenso ist der Beweis nicht erbracht, Haufirhandels auch dahin, daß unter ihn das Waarenfeilbieten es Gegenden, die von dem Hausirhandel leben müssen, da es daß die Waaren der Haufirer Schundwaaren seien. Wir haben und das Waarenbestellungsaufsuchen am Orte fallen soll. Ver- meist so hochgelegene Orte sind, daß Ackerbau und Handwerk in Sachsen eine große Zahl von Fabriken für Schuhwaaren, bieten wollen wir sodann den Hausirhandel mit Zigarren und dort gar nicht betrieben werden können. Wenn Sie die Be- Manufaktur- und andere Waaren, welche an Haufirer verkaufen. Tabat, mit Buzzwaaren und Luxusartiteln, sowie mit Uhren stimmung im Gesetz aufnehmen, daß Manufakturwaaren nicht Man erhebt also die Anklage gegen unsere Fabriken, daß sie Wohl aber aller Art, endlich mit Hintertreppenromanen in Lieferungen. In mehr hausirt werden dürfen, so schneiden Sie damit einem großen Schwundwaaren liefern. Das ist nicht wahr. der Regel ausgeschlossen soll auch sein der Hauftrhandel mit Theile von Arbeitern und kleinen Leuten den einzigen Ernährungs- ist es vorgekommen, daß Innungsmeister Gipstöpfe ver Kolonial und Materialwaaren, Manufakturwaaren und mit zweig ab. Sehr eigenthümlich ist es, daß der Zentrumsantrag golden, an denen das Gold nicht festhält.( Heiterkeit.) handwerksmäßig angefertigten Waaren mit Ausnahme der vom die Ertheilung des Hausirscheines nur an mindestens 25jährige Nach der Reichs- Gewerbe- Ordnung ist der WandergewerbeVerkäufer selbst angefertigten. Entsprechende verschärfte Bestim Männer zulassen will. Soldat werden muß der Mann scheint nur unbescholtenen Personen zu ertheilen. mungen schlägt unser Entwurf bezüglich der Ertheilung des schon mit dem 20. Jahre; aber haufiren gehen soll er erst, wenn also die Hausirer so gefährliche Leute sind, dann müßte man Wandergewerbescheines vor und demgemäß verschärfte Straf- er 25 Jahre alt geworden ist! Unter den Hausirern befinden sich fragen: Was sind das für deutsche Behörden, die einer ganzen bestimmungen. Den Angehörigen derjenigen Gemeinden, welche eine große Menge von kleinen Unfall rentnern, die nebenbei durch großen Anzahl solcher Subjekte den Hausirgewerbeschein gegeben zur Gewinnung ihres Lebensunterhalts auf den Gewerbebetrieb den Hausirhandel ihre Existenz zu fristen suchen. Ich bin fest haben? Richten Sie( rechts) Ihre Anflagen also gegen die Verim Umherziehen angewiesen sind, soll nach unserm Entwurf der überzeugt, daß unter dem beabsichtigten Gesetz der Hausirhandel waltungsbehörden! Ich bin überzeugt, daß die deutschen Bes Betrieb im bisherigen Umfange gestattet bleiben. Jedenfalls darf gar nicht mehr aufkommen kann, und das ist wohl auch der hörden ein wachsames Auge auf diese Elemente haben. In den der Reichstag angesichts der Schäden, welche sich auf dem in Wunsch der Antragsteller. Daß die Hausirer in Petitionen ohne Petitionen find die Gefahren des Hausirhandels namentlich Rede stehenden Gebiet offenbart haben, nicht länger hinterm Namensnennung als eine wahre Landplage dargestellt werden, von den Herren aber für aus Schwaben geschildert, Ofen fizen bleiben. Ich beantrage, die Anträge einer Kom- durch welche Ehrlichkeit, Solidität und Moralität gefährdet sei, nichts ist der Beweis erbracht. Ich muß alle diese mission, etwa der für die Abzahlungsgeschäfte zu überweisen. wenn man einem ganzen Stande so jede Ehre abschneidet, Antlagen einfach als Redensarten erklären, auf die nichts In letter Zeit ist eine Notiz durch die Presse gegangen, wonach so muß ich dagegen protestiren. Natürlich sind auch unter den zu geben ist. In anderen Ländern ist der Hausirhandel nicht dem Reichstage in der nächsten Seffion eine Novelle zur Ge- Haufirern solche Elemente, aber deshalb darf man nicht den beschränkt, nur in Desterreich, wo ja auch der Zunftzwang existirt. werbe- Ordnung vorgelegt werden soll. Das muß mißtrauisch ganzen Stand verunglimpfen. Sie von der Rechten, die Sie Auch bei uns sind die Beschränkungen des Hausirhandels neueren machen, dem von dem Antrage Bayerns wegen des Haufirhandels immer vorgeben, die Landwirthschaft schützen zu wollen, schüßen Datums. Ihre Anträge laufen nur darauf hinaus, den Leuten hat man schon geraume Zeit nichts mehr gehört und von einem sie mit diesen Bestimmungen teineswegs. Denn mancher fleine zu verbieten, sich ihr Brot durch den Hausirhandel zu verdienen. anderen Antrage Bayerns schon seit 2 Jahren nichts mehr. Ich Bauer und Landarbeiter würde nicht in die Stadt gehen, wenn Die Bestimmung der Gewerbe Ordnung, daß selbstgefertigte hoffe, daß der Reichstag sich nicht damit abfinden lassen wird. ihm die Waaren durch Hausirer ins Haus gebracht werden. Ich Waaren nur im Umkreis von 15 Kilometern haufirt werden Abg. Schneider- Nordhausen( dfr.): Die hochgradige Ab- vermiffe übrigens die Konsequenz in diesen Bestimmungen, man tönnen, ist viel zu eng. In manchen Gegenden ist die Industrie neigung des Herrn Ackermann gegen Wanderlager und Waaren- müßte doch folgerichtig auch den Hausirhandel mit Giern und auf eine bestimmte Branche angewiesen, fann die Erzeugnisse auftionen läßt ihn das nüßliche dieser Einrichtungen vollständig Butter verbieten. Dieser Handel schädigt doch die seßhaften derselben aber nicht in diesem Umkreise absetzen. Dieser Umfreis verkennen. Der Sentrumsantrag stellt in feinem ersten Theile ländlichen Gewerbetreibenden auch. Sie wollen den Haufirhandel muß wenigstens auf mehrere Regierungsbezirke ausgedehnt auch die Konsumvereine, die nur an Mitglieder verkaufen, be- mit Schundliteratur verbieten. Dann müßten Sie doch erst fest- werden. Die Beschränkung des Haufirhandels würde viele Leute züglich des Kleinhandels mit Branntwein und Spirituosen unter stellen, was Schundliteratur ist, also eine Benfur einführen, und der Armenunterstützung der Gemeinden anheimfallen lassen, weil die Konzessionspflicht. Gegen diese gelegentliche Durchbrechung damit wären wir ja dann wohl ein herrliches Stück rückwärts. Sie fie anders als durch den Hausirhandel sich ihr Brot nicht ver des Prinzips der Gewerbe- Ordnung müssen wir protestiren. Für beweisen mit Ihren Anträgen nur die völlige Hilflosigkeit des kleinen dienen können. Und diesen Handel wollen Sie bekämpfen und Preußen hat jedenfalls das Oberverwaltungsgericht anerkannt, Handwerkerstandes, dem Sie mit solchen Mittelchen helfen wollen, unterbinden. Damit werden Sie gerade den ehrlichen Mann daß die komsumvereine, die nur an Mitglieder verlaufen, nicht aber nicht helfen können. Wenn wir eine Politik der Bosheit Tonzeffionspflichtig sind, weil sie eben nicht als Gewerbetreibende trieben, müßten wir wie beim Befähigungsnachweis so auch hier anzusehen seien! Ein besonderes Ausnahmegesez für sie ein- wünschen, daß diese Vorschläge Gesetz würden. Dann würde flar zuführen, dazu liege kein Bedürfniß vor. Die vorgeschlagenen vor Aller Augen bewiesen sein, daß es auf diesem Weg mit der Beschränkungen des Hausirhandels sollen nach der Befundung Hilfe nicht geht. Wenn der Abg. Schädler hofft, daß die Regierung der Antragsteller den legitimen Haufirhandel durchaus nicht geneigt sein würde, auf diese Wünsche einzugehen, so glaube ich, unterdrücken. Es ist aber die Ausführung dieser Absicht daß er damit wenig Glück haben wird; denn Sie befinden sich in den vorgeschlagenen Abänderungen absolut nicht zu erkennen. mit diesen Vorschlägen im Widerspruch mit der Regierung. Die Das Zentrum will ja ebenso wie die Konservativen den Mittel- Regierung selbst ist einsichtiger als das Zentrum und die Rechte. stand stützen und schützen. Der Hausirhandel gehört ebenso zum Wir können also nicht glauben, daß diese Anträge ernst zu Mittelstand wie der von diesen Parteien so bevorzugte ansässige nehmen sein sollen, und bitten deshalb, sie abzulehnen. Handel. Wenn Sie nach der vorgeschlagenen Abänderung des Abg. Clemm- Ludwigshafen( ntl.): So wie er ist, kann der § 60 der Gewerbe- Ordnung den Hausirhandel auf den Bezirk Antrag des Zentrums wohl nicht Gesetz werden; dazu enthält er Derjenigen Behörde, welche den Schein ertheilt hat, und für den zu viel Untlarbeiten. Der Passus von den handwerks mäßig herGewerbebetrieb in einem anderen Bezirk die Ausdehnung des gestellten Arbeiten ist vollständig unhaltbar; ebenso der AusWandergewerbescheins durch die entsprechende zuständige Behörde schluß der Frauen. Kommissionsberathung ist durchaus ervorschreiben, zugleich aber die Versagung zulassen, wenn ein Be- forderlich. dürfniß für die Ausdehnung nach Ansicht der betreffenden Be- Abg. Böckel( Antisemit) ist erfreut, daß endlich nach Jahre hörde nicht besteht, so fann darin eine Schonung der berechtigten langen Bemühungen auch seiner Freunde etwas von Seiten der Interessen des Hausirhandels nicht mehr gefunden werden. Die Regierung wenigstens gegen die Abzahlungsgeschäfte geschehen Einschränkung des Kreises der zu vertreibenden Waaren fällt soll. Ein Charakteristikum und auch das Gefährliche des AbDamit schließt die Diskussion. Nach dem Schlußworte des unter ganz denselben Gesichtspunkt; dabei ist der Begriff Luxus- zahlungsgeschäfts sehen wir in dem Umstand, daß in diesen Geartikel sehr dehnbar und in der Praxis die Ursache der bösesten schäften nicht bestimmte Artikel, sondern alle möglichen Wirth- Abg. Ackermann werden in der Abstimmung infolge der ver Chikane. Unter die verbotenen Lieferungswerte tönnen sehr schafts-, Gebrauchs- und Handwerksgegenstände zu haben sind. hältnißmäßig stärkeren Besetzung der linken Seite des Hauses leicht auch unsere Klassiker und Konversationslegita fallen. Die Gründlich lahm legen läßt sich dieses Geschäft allerdings nur, wenn die die Anträge Ackermann abgelehnt. Der vom Zentrum eins felbe Unflarheit bieten die Ausdrücke Manufakturwaaren und gegenwärtigen Grundsäge der Gewerbeordnung gänzlich aufgegeben gebrachte Gesetzentwurf wird an die Kommission für die Abhandwerksmäßig angefertigte Waaren; die legtere Bestimmung werden. Handwerkserzeugnisse darf nur verkaufen, wer die Befähi- zahlungsgeschäfte verwiesen. ist vollständig buntel. Eine grundsätzliche Umwand- gung, das betreffendeHandwerk zu betreiben, nachgewiesen hat. Darauf Darauf wird die Berathung über den Antrag Ackermann Tung des Haufirhandels ganzen muß Dor allem die beruhte die Blüthe der früheren Zünfte, darauf wird sich auch betreffend das Verbot des Verkaufs von Waaren seitens der Aufwerfung der Bedürfnißfrage zur Folge haben. Ein eine neue Blüthe des Handwerks aufbauen. Die Wanderlager Konsumvereine an Nichtmitglieder und die Festsetzung einer Pflaster auf die Wunden, welche alle diese Beschränkungen sind durchaus noch keine Seltenheit geworden und das Einschreiten Strafbestimmung gegen die Uebertretung dieses Verbots, sowie schlagen, stellt§ 56b dar, welcher den Angehörigen der auf gegen sie ist nach wie vor ein dringendes Erforderniß. Nicht über den entsprechenden Gesetzentwurf des Zentrums fortDie Debatte war am vorigen Mittwoch geschlossen Haufirhandel angewiesenen Gemeinden die bisherigen Beblos den Wanderlagern, sondern auch den Ausverkäufen mit gefeßt. rechtigungen beläßt. Mit dieser Bestimmung ist aber nichts ge- ihren schwindelhaften Reklamen und falschen Angaben über un- worden. Die Schlußworte der Antragsteller und die Abstimmungen monnen; fie schafft lediglich zwei Kategorien von Haufirhandel, geheure Vorräthe muß ein viel schärferes Augenmerk seitens der stehen noch aus. Abg. Ackermann wendet sich gegen die früheren Auseinen alten, befestigten mit alten Vorrechten, und einen neueu, Polizei zugewendet werden, desgleichen den Inseraten selbst, die allen diesen Beschränkungen unterworfenen. Bei alledem soll sich vielleicht, wenn wieder einmal für Reichszwecke Gelb ge- führungen der Abgg. Stolle und Bock und bittet um, Annahme auch noch der Bundesrath die näheren Bestimmungen erlassen braucht wird, für eine Reklamesteuer sehr gut eignen würden. I seines Antrages. schädigen, das ist die Frucht Ihrer Anträge. Damit treiben Sie die größte Unzufriedenheit auch in die Kreise der seßhaften Ge werbetreibenden, denn diese müssen zur Armenunterstützung der brotlosen Haufirer mit beitragen. Und alle die, welche Herr Biehl jezt auf seiner Seite glaubt, werden bald auf unserer Seite stehen.( Beifall bei den Sozialdemokraten.) Abg. Schrader( dfr.): Alles was der Reichstag auf diesem Gebiet früher versucht und erreicht hat, hat sich als vollkommen nutzlos erwiesen. Die Versuche sollen jetzt nach einer anderen Richtung gemacht werden; Sie wollen jetzt nicht mehr auf den tleineren Hausirer, sondern den Detailreisenden schlagen, der nach Herrn Biehl der gefährlichste ist. Es ist nicht mehr möglich, heute noch zu Einrichtungen zurückzukehren, die in unsere Zeit nicht mehr passen; dazu gehört Prüfung der Bedürfnißfrage. Der Hausirhandel hätte doch den jetzigen Umfang nicht angenommen, wenn die Nothwendigkeit dazu nicht vorhanden gewesen wäre. Der Wechsel in unsern gewerblichen Verhältnissen hat gewisse Leute geschädigt, und die Vorschläge, welche man macht, um die Gesezgebung zu ihren Gunsten zu ändern, fönnen in ihnen nur die falsche Meinung erwecken, als ob die Gesetzgebung dazu im Stande wäre. Schluß 5½ Uhr. Nächste Sigung Freitag 1 Uhr.( Etat.) Ministers weist Abgeordnetenhaus. 25. Sigung vom 1. Februar, 11 Uhr. Am Ministertische: von Heyden, Miquel und Rommissarien. Das Haus genehmigt zunächst die einmaligen Ausgaben des Kriegsministerium3 und geht dann über zum Etat der Landwirthschafts- Berwaltung. Beim Gehalt des Abg. Lotichins darauf hin, daß die Reblaus bei uns noch nicht so vorherrschend gewirkt habe, wie in andern Ländern, namentlich hat sie den Rheingau verschont. Es find aber doch immerhin 45-50 000 gesunde Rebstöcke mitverbrannt worden. Dieses Verbrennen wird man wohl beibehalten müssen, bis ein besseres Mittel gesunden sei. Aber es heißt jetzt, daß die Reblaus nicht durch Ansteckung übertragen werde, sondern aus Mangel an Kalt im Boden entstehe. Redner bittet den Minister diese Sache ja untersuchen zu lassen; vielleicht lasse sich durch eine geeignete Düngung der Weinberge die Reblaus vernichten. Geheimrath Wenzel erklärt, daß Versuche mit dieser Düngung schon gemacht, aber noch nicht zum Abschluß geTommen seien. meiden. bleibt. Die Abstimmung über den Antrag bleibt zweifelhaft. Es werden sollen, hat die Staatsregierung beschäftigt, aber sie ist freilich nicht zu. Der Umstand, daß die Volksschule von der be wird zur Auszählung geschritten und dabei die Beschlußunfähig von dem Standpunkt ausgegangen, daß, wenn privates Land an- sigenden Klasse als eine ausschließlich für das niedere" Bolk keit des Hauses konstatirt. Anwesend sind nur 125 Mitglieder, geboten wird, diefes zuerst in Rentengüter verwandelt werden bestimmte Schule angesehen und erachtet wird, bewirkt es, daß von welchen 58 mit ja, 67 mit nein stimmen. Die Sigung muß foll. Die Thätigkeit der Generalfommissionen wird eine dauernde auf den Kathedern der höheren Schulen mancher Lehrer sigt, der abgebrochen werden. fein. Die Verhältnisse drängen darauf hin, namentlich im Osten ganz anderswo hingehört, und auf den Bänken manches Rindeinen Stand bäuerlicher Besitzer zu schaffen. Auf die Bildung vieh von Schüler sich flegelt, weil beiden der Besiz hierzu den großer Gemeinden durch Neubildung oder Anschluß an bestehende Butritt verschafft hat. Daher mag es denn auch zuweilen vor Gemeinden wird immer der größte Werth gelegt werden. Die kommen, daß auf den höheren Schulen selbst bei dieser bedeutend Bildung eines grundbesitzenden Proletariats ist aber zu ver- geringeren Schülerzahl ein Rindvieh immer nur ein Rindvich Abg. Dünckelberg( nil.) tadelt die große Höhe der Generalfosten und bemängelt die Ausbildung der Kulturtechniker, die Nixdorf hat seinen Nothstand ebenso wie Spandau und nicht mehr wie früher beim Abgang von der landwirthschaftlichen Charlottenburg, nur in Berlin lebt nach Ansicht des Schule ein Examen bestehen. Magistrats unserer Haupt- und Residenzstadt alles herrlich und Geh. Oberregierungsrath Sterneberg erklärt, daß die Kultur- in Freuden. Der Gemeindevorstand von Rigdorf hat sich techniker ihr Examen erst machen, nachdem sie Gelegenheit gehabt wenigstens die Mühe genommen, eine Statistit über die Zahl haben, sich drei Jahre in der Praxis zu bewähren. Bezüglich der der Arbeitslosen zu veranstalten und hat ermittelt, daß etwa Roften muß unterschieden werden zwischen den Regulirungskosten 2500 Einwohner des Drtes, darunter gegen 1000 Fabritarbeiter und den Generalkosten; die lekteren mögen für den Staat ziem- arbeitslos feien. Das wirklich unter der ärmeren Bevölkerung lich hoch sein; für die Interessenten bleiben sie sich vollständig ein Rothstand herrsche, bemerkte die Ortsbehörde auch daran, gleich; denn es werden Bauschsäge erhoben, die allerdings erhöht, daß Pfändungen wegen rückständiger Steuern in diesem Jahre aber auch ermäßigt werden können. doppelt so viel wie in früheren Jahren fruchtlos ausgefallen Abg. Sombart( nl.) empfiehlt, die Spezialfommissare länger sind. In der letzten Sigung der Gemeindevertretung berichtete auf ihren Posten zu lassen, und um sie dazu zu bewegen, ihnen der Gemeindevorsteher über die von der Gemeinde veranstaltete Bulagen zu gewähren. Die Vermehrung der Zahl der Ver- Statistik und gab der Meinung Ausdruck, daß es sich jedenfalls messungsbeamten begrüßt er mit Freuden. Daß im Osten eine nur um einen vorübergehenden Nothstand" handele, der durch so große Fläche zur Bildung von Rentengütern angeboten ist, Brivathilfe erfolgreich befämpft werden könne. Erweise sich das beweist, daß die Besitzer sich ihrer großen Verschuldung wegen als nnmöglich, dann täme Rigdorf mit seinem Armenbudget von in Verlegenheit befinden. Die Güter sind zum Theil auf Spetu- 80 000 m. in diesem Jahre lange nicht aus. lation zu hohen Preisen gekauft, zum Theil tam dazu die Steige- In der Besprechung wurde namentlich hervorgehoben, daß ein rung der Arbeitslöhne. wohlhabender Fabrikbesitzer des Ortes, um für niedrigeren Abg. v. Bokelberg( tons.) wünscht, daß die Rentenguts. 2ohn arbeiten laffen zu fönnen, eine neue Fabrik in einer Bildungen fich weiter entwideln mögen; er wolle nur einige ganz entfernten Gegend, wo die Arbeiter mit billigeren Löhnen Klagen vorbringen, die sich dabei herausgestellt haben, die zufrieden sind, erbaut habe; dadurch seien zahlreiche Arbeiter in vielleicht auf dem Wege der Instruktion beseitigt werden können. Nigdorf arbeitslos geworden. Der Fabrikbefizer ist übrigens Dazu gehört der Umstand, daß die Schranken, welche das An- felbft Mitglied der Gemeinde- Bertretung! Siedlungsgesetz von 1876 der Bildung neuer Ansiedlungen gesetzt Die Versammlung gelangte auch zur Annahme einiger habe zu gunsten der Anlieger, durch das Rentengüter- Gesez fait positiver Anträge. Zunächst wurde beschlossen, den Fonds für ganz beseitigt zu sein scheine. Ferner müsse man darauf sehen, die Straßenreinigung um einen Extrazuschuß von 1500 M. zu daß nur leistungsfähige Rentengüter geschaffen werden, damit erhöhen. Ferner soll dem„ Verein gegen Berarmung" ein Betrag nicht das ländliche Proletariat vermehrt werde. von 1000 m., der an dem Fonds für Bau- Ausgaben erspart Minister v. Heyden erklärt, daß er nach seinen früheren worden ist, überwiesen werden. Bom Gemeindevorsteher wurde Ausführungen in bezug auf den letzten Punkt mit dem Vorredner noch mitgetheilt, daß in Fällen, wo die Steuern wegen vollständig übereinstimme. Bezüglich der Neu- Ansiedlungen find Arbeitslosigkeit nicht entrichtet werden können, auf Andie Generalfommissionen bei den Rentengütern allein zuständig. trag der Betreffenden Stundung gewährt werden soll. Unterstaatssekretär Meinecke macht darauf aufmerksam, daß Auch mit der Einziehung der jetzt fälligen Grundes bedenklich sei, die Erhöhung der Gehälter einer einzelnen befizer- Beiträge zu den Kosten der Bürgersteig Regulirung Beamtenklaffe anzuregen in einem Augenblice, wo eine allgemeine in den meist von Arbeitern bewohnten Straßen soll mit Rücksicht Aufbesserung dieser Gehälter wegen der Finanzlage fich als un- auf die gegenwärtige ungünstige Geschäftslage erst am 1. April cr. möglich herausgestellt hat. begonnen werden. Abg. Brandenburg( 3.): Ich habe im vorigen Jahre die Hoffnung ausgesprochen, daß bei der Verlegung der unteren Kanalstrecke des Dortmund- Ems- Kanals ins Emsbett die Intereffen der Landwirthschaft gewahrt werden würden. Das scheint aber nach dem Urtheil von Sachverständigen nicht der Fall zu fein. Ich bitte den Minister, darauf sein Augenmert zu richten. Nach dem Etat soll der Süd- Nord- Kanal im nächsten Jahre fertiggestellt werden. Minister v. Heyden: Ich kann wohl behaupten, daß die Interessen der Landwirthschaft bei der Verlegung des Kanalbettes in die Ems vollauf berücksichtigt worden sind. Der SüdNordkanal wird in diesem Jahre fertig gestellt werden, so daß er für die Schifffahrt benutzt werden kann, wenngleich natürlich immer noch einzelne Arbeiten zu erledigen bleiben. Abg. Schult- Lupit( freit.) spricht seine Befriedigung darüber aus, daß für die landwirthschaftlichen Mittelschulen mehr Mittel ausgeworfen, und daß sie dem Unterrichtsministerium unterstellt sind. Abg. Gerlich( frkons.) hält es für möglich, daß Deutschland bei richtigem Schutz der Landwirthschaft seinen Bedarf an Getreide selbst baut. Dazu brauche nur auf jeden Heftar eine Kleinigkeit mehr gebaut zu werden. Abg. v. Minnigerode( t.) trägt eine lange Litanei über die verderbliche Wirkung der Handelsverträge vor und droht schließ lich damit, daß die staatsstüßenden Agrarier entweder eine neue Oppositionspartei bilden oder wenn alle Stränge reißen, mit Mann und Maus auswandern werden. Dann, wenn die Opposition deren Besit offupirt habe, würden der verblendeten Infolge der Einführung der Dienstaltersstufen und der VerRegierung erst die Augen über die verderbliche Wirkung der Handelsverträge aufgehen. Abg. Knebel( ntl.) weist auf die Bedeutung des Eichenschäl waldes namentlich für die kleinen Besitzer hin und empfiehlt der Regierung die Begünstigung desselben. minderung der Zahl der Diätarien find 60 neue Stellen für Vermessungsbeamte und 30 für 3eichner in den Etat eingestellt, wofür Abg. Mies( 3.) der Regierung dankt; es feien aber immer noch viele Diätarien, die schon mehr als 7 Jahre im Dienst seien, vorhanden, die auf eine etatsmäßige Anstellung warten. Bei den Ausgaben für die pomologischen Institute in Proskau und Geisenheim spricht Abg. Seelig( dfr.) seine Befriedigung daruber aus, daß die Regierung für den Obstbau und Weinbau fürsorgend eintrete; er weist darauf hin, daß in bezug auf den Weinbau vielleicht eine Verjüngung der Reben nothwendig sei. Ebenso wie die Landwirthe beim Kartoffelbau sich der Büchtigung neuer Kartoffeln zugewendet hätten, müßten auch die alten Rebstocke, die von den Römern nach Deutschland gebracht seien, durch junge Rebstöcke ersetzt werden. Darauf wird um 4 Uhr die weitere Berathung bis Sonnabend um 11 Uhr vertagt. Lokales. Wenn auch Niemand wird behaupten wollen, daß die Ausführung dieser Beschlüsse aus Rixdorf den Nothstand bannen wird, so zeugt doch das Vorgehen der Gemeindevertretung für ein gewisses Berständniß für die thatsächliche Lage. Ob die Anficht des Vorstehers, daß die Privatwohlthätigkeit genügen werde, den Nothstand wirksam zu bekämpfen, die richtige ist, wird die Bukunft lehren, wir glauben natürlich nicht daran. Immerhin aber legt man wenigstens in Rixdorf nicht die Hände in den Schooß, während sich in Berlin absolut nichts rührt. Hier walten der Steuererheber und der Gerichtsvollzieher nach wie vor ihres Amtes, wer nicht zahlen kann, wird gepfändet und wer nichts mehr zu pfänden hat, muß den Offenbarungseid leisten. So wird in Berlin der Nothstand bekämpft"! Das Denunziantenthum macht sich wieder einmal mächtig breit. Wenn der Schußmann während seiner Dienstzeit mit dem Notizbuch in der Hand da steht und notirt den einen bösartigen Verbrecher nach dem andern, so gehört das eben zum„ Geschäft". Wenn aber ein ganz gewöhnlicher Nichtbeamter wie ein Spizel umberläuft und sieht, wen er denunzirt, so hört es auf, schön zu fein. Einen solchen edlen Charakter lernten wir jüngst während einer Gerichtsverhandlung in Moabit fennen. Der Herr" war Kaufmann und Zigarrenfabrikant; ihn plagte nur der eine edle Gedanke, er wollte Material zu einer Strafanzeige fammeln. Hören wir, wie flug dieser Denunziant zu Werke ging: Er begab sich in ein Schanklokal, ließ sich ein Glas Bier vorsehen und verlangte 5 3igarren. Die Wirthin trug teine Bedenken, ihm das Gewünschte zu verabfolgen. Der Zigarrenhändler nahm feine Zigarren und stellte gegen die Wirthin Strafantrag wegen Uebertretung des Gesetzes bezügl. der Sonntagsruhe. Die Verhandlung vor dem Schöffengericht brachte dem Denunzianten nicht das gewünschte Resultat. Die Angeklagte wurde freigesprochen. Damit war aber it side Minister v. Heyden: Ich werde mich mit der Anregung des Vorredners beschäftigen, kann aber eine Erklärung über den Erfolg meiner Bemühungen noch nicht abgeben. Bezüglich des Etats der landwirthschaftlichen Verwaltung kann ich dem Finanzminister dankbar sein für die Zuwendungen, die er derfelben gemacht hat. Meine Wünsche gingen viel weiter, und ich hoffe, daß sie demnächst befriedigt werden können. Die Ausgaben der Landwirthschaftlichen Verwaltung sind verhältnißmäßig gering. Sie betragen nur 4,3 Pfennig für das Hektar, während sie in Elsaß- Lothringen 30, in Baden 20 und in Württemberg 16 Pfg. betragen. Danach kann bei uns noch sehr viel geschehen. In Der Ausbildung der landwirthschaftlichen Schulen wird der Staat feine Pflicht erfüllen. Die landwirthschaftlichen Winterschulen find allerdings durch das Dotationsgeseh den Provinzen überwiesen; aber der Staat kann diesen Schulen Wanderlehrer zur Verfügung stellen. Gerade auf diesem Gebiete könnten die Landwirthe sich mehr selber helfen, und die Mahnung daran ist nicht verfehlt, wenngleich ich mehrfach einer spöttischen Bemerkung darüber begegnet bin. Die Landwirthe lönnen in ihren Provinzen auf die Förderung dieser Dinge binwirken. Ich habe schon früher ausgesprochen, daß ich den Ernst der Lage voll- Neber die zulässige Höchstzahl der Schuffinder in einer ständig erkenne. Ich will hinzufügen, daß keiner von Ihnen mit Klasse hat die Schuldeputation eine sehr interessante Verfügung größerem Ernste die Sachlage ansieht. Wenn ich bei früherer erlassen. Schon der Umstand, daß sie überhaupt eine solche Ver- die Amtsanwaltschaft nicht zufrieden, fie legte Berufung Gelegenheit in eine Diskussion über die Handelsverträge mich fügung für nöthig gehalten hat, ist recht bemerkenswerth. Ent- ein. In der Straflammer- Verhandlung führte der Vertheidiger eingelaffen habe, so ist das geschehen, insoweit Desterreich in Frage weder ist man an maßgebender Stelle endlich zur Einsicht ge- an, daß die Schantwirthe nach einem ministeriellen Erlasse befugt stand, weil die Sache abgeschlossen ist; ich habe mich aber nicht kommen, daß die Ueberfüllung der Klassen in den Volksschulen, seien, Gegenstände, die zu ihrem Betriebe gehörten, auch über darauf eingelassen, soweit Rußland in Frage stand, weil die die wir oft genug nachgewiesen haben, doch nicht weiter be- die Straße zu verkaufen, daß aber ganz besonders bei Zigarren Sache in den Reichstag gehört. Dabei bleibe ich auch heute stehen. stehen kann, ohne die Gesundheit der Schulkinder und die Lehr- dies der Fall sein müsse, da ja ein Schantwirth nicht wissen Wenn Herr von Minnigerode sich darüber beklagt, daß ich von erfolge fchiver zu beeinträchtigen, oder aber die vom Stadt- tönne, ob der Gast sie nicht in seinem Lokale rauchen wolle. Der Uebertreibung gesprochen, so kann ich das Haus zum Zeugen schulrath Bertram stets als ungefährlich bezeichnete Ueberfüllung Gerichtshof schloß sich diesen Ausführungen an und erkannte auf dafür anrufen, daß der Eindruck erweckt werden mußte aus den ist an einzelnen Schulen schließlich so ausgeartet, daß sie Freisprechung. Verhandlungen, daß von den meisten Rednern die Handels- wenigstens hier selbst dem weniger Einsichtigen als bedentlich er Der Denunziat hat also seinen 3wed nicht erreicht, er ist verträge als Grund der schlechten Lage angeführt wurden. Da- scheinen mußte. Wie dem auch sein mag, genug, daß die hineingefallen. Dieser sogenannte„ moralische" Mißerfolg ist allergegen glaube ich Widerspruch erheben zu müssen. Nach den Schuldeputation beschlossen hat, für die niederen Knaben und dings auch die einzige Strafe. Wenn es sich wenigstens hätte Preisen, die wir jetzt haben, tann man eine solche Behauptung Mädchenschulen, d. h. also für die Gemeindeschulen, in den oberen machen laffen, den Mann in die Kosten zu verurtheilen, dann aber nicht aufrecht erhalten. Klaffen fünftig nicht mehr als 60, in den unteren nicht mehr als hätte er doch wenigstens einen Lohn. Aber leider ist das nach Abg. Tannen( natl.) empfiehlt eine Begünstigung der Moor- 70 Schulkinder zuzulassen. Darin liegt eine Bestätigung dafür, den gesetzlichen Bestimmungen nicht möglich. Hoffentlich wird fultur nach dem holländischen Muster. Redner empfiehlt eben- daß bisher in vielen Klassen der Gemeindeschulen mehr als dem Angeber infolge des ersten Mißerfolges die Luft vergangen falls die Forderung der Winterschulen, die für die Landwirthe 70 Schulkinder haben zusammenfigen müssen. Das ist sein, noch weiterhin sein edles Gewerbe auszuüben. wichtiger feien, als die landwirthschaftlichen Mittelschulen. Abg. Damink( tonf.) dankt dem Minister für die freundliche teressant und lehrreich ist. Der dritte ist der, daß sie Bur Roakskorbfrage. Schon lange fämpfen Töpfer und Erklärung in bezug auf die Anregung des Abg. Brandenburg für die mittleren und höheren Schulen geringere Marimal Stucateure für Abschaffung der offenen Roatsfeuer in Räumen, bezüglich des Dortmund- Emstanals. zahlen festsetzt als für die Gemeindeschulen, nämlich für mittlere in denen sie zu arbeiten gezwungen sind; mit welchem Erfolge, Das Gehalt des Ministers wird genehmigt. Auf Antrag der und höhere Knabenschulen in den unteren Klassen nicht über 60, das zeigen die offenen Koatsfeuer in den Rohbauen, welche nach Budgetkommission wird das geforderte Gehalt für einen Unter- in den oberen nicht über 50, für die mittleren und höheren wie vor die Gesundheit der Arbeiter in hohem Maße schädigen. staatssekretärs bewilligt in der Form: Unterstaatssekretär oder ein Mädchenschulen in den unteren Klassen nicht über 50, in den Auf eine im vorigen Jahre an den Regierungspräsidenten der Ministerialdirektor. oberen nicht über 40. Die„ Bossische Zeitung", der wir diese Provinz Brandenburg gerichtete Anfrage, dahingehend, ob eine Bei den Generaltommissionen sind mehr gefordert Mittheilungen entnehmen, fordert im Anschluß daran, daß die Verordnung bestehe, grund welcher die Benutzung offener Roats die Ausgaben für drei Räthe, deren Bewilligung die Budget genannten Bestimmungen auch für die nicht der Schul- feuer in Räumen, in denen Arbeiter beschäftigt sind, verboten sei, tommission beantragt. deputation unterstellten höheren Schulen mit nennjährigem Kursus erging der Bescheid, daß sich in dieser Hinsicht noch kein BeMinister von Heyden giebt eine Uebersicht über die Thätig gelten sollen, da sich auch an solchen Anstalten eine größere An- dürfniß herausgestellt habe zum Erlasse einer derartigen Ver feit der Generalfommission bei der Bildung von Rentengütern. zahl von überfüllten Klassen sinde. Diese Behauptung ist jedoch fügung. Wie groß indessen ein derartiges Bedürfniß ist, beweisen Es ist vollständig abgeschlossen die Bildung von 572 Renten für die höheren Schulen in ihrer Gesammtheit gänzlich unzubie zahlreichen Fälle von Arbeitererkrankungen, die auf die schädliche gütern, bei welchen ein Kaufpreis in Renten von 169 533 treffend. Ueberfüllte Klassen sind an höheren Lehranstalten in Einwirtung der offenen Koatsfeuer zurückzuführen sind und die Mart und in Kapital von 974 615 Mark verabredet Berlin nur eine ganz vereinzelte Erscheinung, falls man leider viel zu wenig in die Oeffentlichkeit gelangen. Charafist. Von den letzteren Beträgen find bereits 829 111 M. abgezahlt. nämlich den bei den Volksschulen beliebten Maßstab für die teristisch zur Beurtheilung der Koatsforb- Frage ist ein Schreiben Für die erste Einrichtung haben die Rentenbanken 192 000 9. Ueberfüllung anlegt. Aber das will und meint die Vossische eines auf einem Bau in Groß- Lichterfelde( Göbenstraße) beschäfhergegeben. Auf die einzelnen Provinzen vertheilen fich die Beitung" augenscheinlich ebenso wenig wie die städtische Schul- tigten Töpfers, welches derselbe an den Vorsitzenden des Vereins Rentengüter wie folgt: Schleswig- Holstein 3, Hannover 2, deputation und Herr Beriram. Wie gewaltig der Unterschied zur Regelung der gewerblichen Interessen der Töpfer Berlins Westfalen 11, Schlesien 20, Ostpreußen 141, Westpreußen 151, zwischen höheren und niederen Lehranstalten hinsichtlich der Zahl und Umgegend gerichtet hat, in welchem es u. a. heißt: Posen 100, Pommern 88. Von den angebotenen 24 548 Hettaren der Schulkinder ist, ergiebt sich aus dem 1892 er Jahrgang.. Ich kann es nicht unterlassen, Dir einige Fälle, die find 6550 in Rentengüter verwandelt, der Rest steht noch aus. des Statistischen Jahrbuchs deutscher Städte". Nach deffen Roatstorb Frage betreffend, die auf unserem Bau vorgekommen in dem mit Ostern 1890 abschließenden sind, mitzutheilen. Alle, die wir hier beschäftigt sind es sind Die Rentengüter umfassen 55 über 25 hektar, 125: 10-25 Angaben famen in dem mit Ostern 1890 Seltar, 108: 71/ 2-10 Settar, 132: 5-7/ 2 Heftar, 115: 2/ 2-5 Semester in Berlin auf je eine Schule bei den höheren 21 Rollegen!- müffen bei Roats- Lumen arbeiten, denn eiserne Heftar und 87 weniger als 21/2 Hektar. Auf die Generalfom- Lehranstalten im Durchschnitt 341, bei den Boltsschulen Defen existiren hier nicht. Da tam vor 3 Wochen der erste Fall vor. mission in Bromberg entfallen 392, auf Frankfurt 144, auf 821 Schulkinder, auf je eine Klasse bei den höheren Schulen 35, G3 ertranfte ein Kollege. Der Arzt fonstatirte, Bauchfellentzündung". Breslau 20 Rentenguts- Bildungen. E3 sind weiter gebildet bei den Volksschulen 55 Kinder, auf je einen Lehrer bei den Der Betreffende ist noch nicht gefund. Nun ereignete sich vor 14 Tagen Rentengüter, über welche die Punftationen vollständig ab- höheren Schulen 19, bei den Volksschulen 46 Kinder. Die höheren ein zweiter Fall. Ein Kollege erkrankte. Der Arzt konstatirte gefchloffen sind: 2496 Rentengüter, davon in Ostpreußen 586, in Schulen und die besitzende Klasse, für die diese fast ausschließlich Lungenentzündung". Der Betreffende ist gleichfalls noch nicht Westpreußen 1018, in Poſen 554, in Pommern 275, in Branden- eservirt sind, haben sich also wirklich nicht über Benachtheiligung wieder arbeitsfähig. Am Mittwoch voriger Woche passirte der burg 10, in Schlesien 55. Es handelt sich dabei um 23 069 Heftar zu beklagen. Oder will man etwa behaupten, daß der Unter- dritte Fall. Wir hatten alle Feierabend gemacht. Ein Kollege, zu Breifen von 15 Millionen Mart. Auf Bromberg entfallen richt an den höheren Schulen nicht nur ein anderer, sondern der sich etwas verspätet hatte, mußte allein den Heimweg' an dabei 1858, auf Frankfurt 888, auf Breslau 255 Rentengüter. auch ein schwererer sei und eine eingehendere Beschäftigung treten. Da geschah es, daß derselbe auf der Landstraße umfiel, an den Boltsschulen liegen blieb und erst nach geraumer Zeit von zufällig Vorüber110 000 Heftar stehen noch zur Verfügung. Es ist bedauerlich, mit dem Schüler erfordere als daß nicht schneller vorgegangen werden kann, aber die Beamten der Vorausgesetzt, daß die Lehrer für ihre Lehraufgabe und die gehenden in bewußtlofem Zustande aufgefunden wurde. Diefelben Generalfommissionen verdienen für ihre hingebende Thätigkeit den Schüler für ihre Lernaufgabe hinreichend befähigt sind, erbarmten sich seiner und schafften ihn nach dem nahe belegenen vollsten Dant. Es liegt das hauptsächlich an dem Mangel an Land- ist der Unterricht in Sprachen und Mathematit genau so leicht, Restaurant" Bum Linden- Part", woselbst es erst nach einundeins messern. Die Frage, ob auch die Domänen in Rentengüter verwandelt wie in Lesen und Schreiben. Aber diese Vorausseßung trifft halbstündigen Bemühungen gelang, ihn ins Leben zurück der zweite Grund, aus welchem die Verfügung in " einem zurufen. Ein Gendarm war auch zur Stelle, welcher alles zu Die Sardinen waren durch die übliche Stichprobe als durch-) Abth. I.( 8.0, und S.), Sonntag, den 5. Februar, Vorm. Protokoll genommen hat. Auch ist am folgenden Tage auf aus gut befunden und 23 Fässer waren verkauft worden, ohne von 10-12 Uhr, Naunynste. 27, bei Behse; zu wählen sind anderen Neubau ein Feuer ausgebrochen, welches daß Seitens der Abnehmer eine Beschwerde über die Qualität 81 Delegirte. das Eingreifen der Feuerwehr erforderlich machte. Auch dieses eingegangen wäre. Da erhielt der Delikateßhändler Fechner Abth. II.( S.W., W. und C.), Sonntag, den 5. Februar, Feuer soll durch eine Koats- Lume entstanden sein..." Wie einen Posten dieser Sardinen, er beanstandete sie und ließ sie Vorm. von 10-12 Uhr, Sebaftianstr. 39, bei Brochnow; zu gefagt, dieses Schreiben spricht für sich selbst wie auch für das durch die Thierärzte der Zentralmarkthalle untersuchen. Diese wählen sind 84 Delegirte. vorhandene Bedürfniß zum Erlaß eines behördlichen Verbotes erklärten die Sardinen für verdorben, ordneten eine Unterfuchung der Benutzung von offenen Roatsfeuern in Räumen, in denen der gesammten noch vorhandenen 248 Faß an und erklärten den von 10-12 Uhr, Brunnenstr. 34, bei Lothmann; zu wählen sind Abth. III.( N.W. und N.), Sonntag, den 5. Februar, Vorm. Arbeiter beschäftigt sind. Aus freien Stücken lassen die Unter- Inbalt der ganzen Sendung für verdorben, so daß sämmtliche 50 Delegirte. nehmer feine Aenderung eintreten, trozdem die Aufstellung Fässer mit Beschlag belegt wurden. Herr Partenheimer, der An- Abth. IV.( N.O. und O.), Sonntag, den 5. Februar, Borm. eiferner Defen für die Unternehmer vortheilhafter, für die Ar gestellte des jetzt wegen fahrlässigen Verkaufs verdorbener Nah- von 10-12 Uhr, Weberstr. 17, bei Nieft; zu wählen sind 53 Debeiter gefahrlofer wäre. Doch die Töpfer und Stuckateure werden rungsmittel angeklagten Herrn Andreas war in Verzweiflung. legirte. nicht eher ruhen, als bis ihre diesbezügliche Forderung bei den Er stürmte sofort sofort zum Chemiker Dr. Bischoff, damit Behörden Geltung gefunden hat. Darum ergeht an alle Fach- derfelbe Abth. V.( Einzelzahlende), Freitag, den 3. Februar, in der Kontrollstation der Zentral Markthalle Abends von 8-10 Uhr, bei Seefeld, Grenadierstr. 38; au genossen die Aufforderung, den Fachorganisationen beizutreten sich von der Güte der Sardinen überzeugen sollte, Herrn Bischoff wählen find 30 Delegirte. und in denselben mitzuwirken zur endlichen Beseitigung der wurde aber diese Prüfung nicht gestattet. Als die Fässer polizeioffenen Roatsfeuer. Die Wahl ist geheim, d. h. durch Stimmzettel zu vollziehen. lich abgeholt wurden, tostete ein Delikateßhändler und viele Dieselbe geschieht nach der Arbeitsstätte; in dem Bezirk, in andere Personen die Sardinen nnd erklärten sie für ganz un- welchem diese liegt, geht man wählen. Hundert Mark Belohnung seht ein Herr Wödicke auf die verdorben. Zufällig erhielt Herr Partenheimer noch nach- Stimmzetteln nicht mehr Namen verzeichnet fein, als Kandidaten Es dürfen auf den Ermittelung von Dieben aus, die am Abend des 27. vor. Mts. träglich von Herrn Fechner zwei Fässer derselben Sendung zu wählen sind. Wahlberechtigt und wählbar ist jedes Mitglied fast eine ganze Wohnungseinrichtung aus dem Hause Nettelbeck zurück. Das eine brachte er zu einem Fischhändler und gericht( männlich und weiblich), die 21 Jahre alt und im Besiz der bürgerftraße 7/8 gestohlen haben. Die Anzeige, die der Kriminal- lichen Sachverständigen, der ihm die Güte der Waare bescheinigte. lichen Ehrenrechte ist. Mitgliedsbuch legitimirt. Stimmzettel Polizei über den Vorfall erstattet worden ist, behauptet mit Be- das andere Faß erhielt der Gerichtschemiter Dr. Paul Jefe werden vor dem Wahllokal vertheilt. Indem wir die Mitglieder stimmtheit den Thatbestand eines Diebstahls. Der Baron K. v. H. rich, welcher bei seiner Untersuchung nichts Berdächtiges vor ersuchen, nur den Stimmzettel, welchen sie von uns erhalten, abhat das Haus Nettelbeckstraße 7/8 für sich erbauen, seine Ein- fand, sondern die Sardinen für gänzlich unverdorben und zugeben, rufen wir ihnen nochmals zu, für die Einführung der richtung aus der früheren am Holsteiner Ufer belegenen Wohnung gutschmeckend erklärte. Auf der anderen Seite blieben die Thier freien Arztwahl bei der Wahl am Plaß zu sein. Die Krankenschon am 1. Oftober v. J. in das noch unfertige Gebäude ärzte Höhnow, Claus und der Departementsthierarzt Wolff tassen- Kommission gewerblicher Arbeiter und Arbeiterinnen. schaffen und hier im dritten Stock des Hinterhaufes vorläufig auf Grund ihres Geschmacks und der( nach Ansicht der Gerichts- J. A.: Otto Bleich, Sorauerstr. 5, 2 r. unterbringen laffen. Die Aufsicht darüber war einem in der chemiker unzuverlässigen) Salmiakprobe bei der Behauptung, daß englischen Botschaft bediensteten Pförtner Wilmers über- in sämmtlichen Fässern die Sardinen verdorben waren. Bei Die Steinbildhaner- Gehilfen Leipzigs, die früher die. tragen worden, der auch mit seiner Familie in den Neubau dem unvereinbaren Gegensage in den Gutachten der Sachver Affordarbeit abgeschafft, sie später aber wieder eingeführt haben, gezogen war. An dem genannten Abend waren die Wilmers- ständigen erkannte das Schöffengericht auf Freisprechung, beschlossen, nach Fertigstellung der begonnenen Affordarbeit nur schen Eheleute nicht zu Hause, nur ein achtzehn Jahre alter welche der Staatsanwalt selbst in Antrag gebracht noch im Zaglohn, und zwar nicht unter 6 M. zu arbeiten. Reffe war anwesend. Kurz nach acht Uhr fuhren ein zwei hatte. Trotzdem hatte nun die Staatsanwaltschaft spänniger und ein einspänniger Möbelwagen vor das Haus, und die Berufung eingelegt(!) und ihr Vertreter beantragte, obgleich tragt, beim Magiftrat un sofortige Inangriffnahme der ErdDie Mainzer Arbeitslosen hatten eine Deputation beaufe ein bisher nicht ermittelter Mann mit schwarzem Vollbart und die neue Verhandlung genau dieselben diametralen Gegensäge in braunem Winterüberzieher erklärte dem jungen Manne, daß die den Gutachten zeitigte, 50 M. Geldbuße. Der Gerichtshof ließ arbeiten zum neuen Schlachthausbau vorstellig zu werden. Die Möbel des Barons in dem neuen Hause nicht sicher genug unter- es dahin gestellt, welche Gutachten die richtigen seien und ertannte Deputation ging zum Oberbürgermeister Dr. Dechsner und begebracht worden seien und daher nach einem Speicher in Moabit wiederum auf Freisprechung, da er eine Fahrlässigkeit des Ange: Stadtverordneten schon vor Monaten 195 000 Mt. dafür bewilligt dauerte, daß die Arbeiten noch immer brach liegen, trotzdem die gebracht werden sollten. Der junge Mann fand darin nichts flagten ganz und gar nicht für erwiesen erachtete. Auffallendes, gab den Zutritt zu den Sachen frei und haben; weiter tadelte fie, daß die Stadt diese Arbeiten, anstatt Ieuchtete den Arbeitern bei dem Fortschaffen des Mo- Eine kleine lehrreiche Geschichte, welche glückliche in eigene Regie zu nehmen, auf Submission vergeben hat. Der biliars. eichene Einrichtung des Eßzimmers, deren 2otterie Gewinner zur Vorsicht mahnt, lieferte eine An- Oberbürgermeister erwiderte, er erkenne den Nothstand an und Stühle das H.'sche Wappen tragen, eine Salongarnitur, flage wegen versuchten Betruges, welche das Schöffen- werde, so viel als ihm möglich sei, die Inangriffnahme der Risten mit Porzellan, Gardinen, Teppiche, Betten und was gericht gestern gegen den Handlungskommis Robert M. ver- Arbeiten beschleunigen; auch er bedauere, daß die Arbeit an sonst zu dem Hausrath gehörte, hatte bald die beiden Wagen handelte. Der Angeklagte war in einem hiesigen großen Lotterie- Private vergeben worden ist, er habe mit seiner Meinung gegen gefüllt, der junge Mann erhielt für das Leuchten ein Trinkgeld, geschäft, dessen Laden den Tag über einem Taubenhauſe gleicht, den städtischen Bauausschuß nicht aufkommen können. und man fuhr davon. Soweit der Inhalt der Anzeige. Die als Rassirer angestellt. Eines Tages trat eine Frau Hoffmann, Nachforschungen eines Berichterstatters haben nun noch ergeben, welche in einer Wohlthätigkeitslotterie spielt, in den Laden, um daß der Baron v. H., der sich mit seiner Gattin, einer reichen sich zu erkundigen, ob sie etwa gewonnen habe. Der betreffende Hamburgerin, auf Reisen im Auslande befindet, früher eine Gold- junge Mann sah eine Liste nach und stellte fest, daß auf das leistenfabrik betrieb, das Geschäft aber wegen eingetretener Loos allerdings ein Gewinn gefallen sei. Auf weiteres Befragen fand eine von etwa 2000 Personen besuchte Versammlung von Dresden, 1. Februar. Am gestrigen Spätnachmittage Zahlungsstockungen aufgeben mußte. Ein Theil der angeblich erklärte der junge Mann der Dame, daß es ein Gewinn im Arbeitslosen statt, welche polizeilich aufgelöst wurde, als einer gestohlenen Sachen war durch einen Gerichtsvollzieher unter Werthe von 10 M. fei, er schlug ein großes Register auf und der Redner für Diebstahl plaidirte, falls auf anderem Wege nicht Siegel gelegt worden, dieser aber hat die Abholung nicht bewirkt. offenbarte, daß der Gewinn aus einem Manschettenknopf bestände. geholfen werde. Abends sammelten sich die Arbeitslosen auf Möglich ist indeß, daß sich ein Gläubiger des Barons eigen- Er erklärte sich bereit, den Gewinnst zurückzukaufen, die Unter dem Postplate und dem Altmarkt und zogen unter dem Sang mächtig in den Besitz von Pfandobjekten gesetzt hat, da er wußte, handlungen hatten aber fein Ergebniß, da für den Behnmark- Gewinn der Marseillaise durch die innere Stadt. Die Gendarmerie daß die Sachen der Baronin gehören, die wegen der Pfändung nur 2 M. geboten wurden. Bald darauf taufte ein Verwandter zerstreute die Menge. Militär und Polizei waren in der Nacht die Interventionstlage angestellt hat. der Dame eine Lotterieliste und stellte fest, daß darin der Werth konfignirt. des Gewinnes mit 30 m. verzeichnet war. Von der Zentralstelle Zwei Leichen wurden gestern fast an derselben Stelle an aus wurde denn auch ein Etui mit filbernen Butter- und Käseder Echöneberger Bride aus dem Landwehrkanal gezogen. meffern der Gewinnerin zugestellt. Letztere erstattete von dem Gegen 11 Uhr Vormittags war die Feuerwehr dabei behilflich. Vorfalle Anzeige und gegen den Angeklagten, den sie als den Toote führte auf einen Druckschriftenhändler Pielke lautende Dieser leugnete entschieden, etwas von dem Vorfalle zu wissen etwa 45 Jahre alten Mannes zu landen. Der betreffenden jungen Mann bezeichnete, wurde die Anklage erhoben. Papiere bei sich. Gegen 4 Uhr Nachmittags tauchte an derselben und machte event. einen im Drange der Geschäfte begangenen Stelle die Leiche eines 40jährigen Mannes empor, der in einer Ferthum geltend. Der Staatsanwalt erachtete einen solchen für Tasche eine große Blechscheere trug, wie solche von Klempnern ausgeschlossen und beantragte 150 M. Gelbbuße, der Gerichtsgebraucht werden. Aeußere Verlegungen sind an den Todten, hof hielt aber mit dem Rechtsanwalt Dr. Leopold Fried Die beide etwa 14 Tage lang im Wasser gelegen haben mögen, mann die Möglichkeit eines Jrrthums doch für gegeben und nicht wahrzunehmen. sprach den Angeklagten frei. die Leiche B Arbeitslosen Versammlungen sind weiter abgehalten morden in Dresden, Breslau, London. Die Tele graphen- Bureaus melden darüber: sammlung der Arbeitslosen zogen heute Nachmittag um 5 Uhr Breslau, 31. Januar. Die Theilnehmer an der Ber geschlossen auf den Ring, Hunger! rufend. Der Versuch, ins Rathhaus zu bringen, wurde vereitelt und die Menge zerstreut. Die Polizei machte von der Waffe Gebrauch. lung auch dort. mittag abgehaltene Versammlung von Arbeitslosen nahm eine London, 31. Januar. Eine auf Tower- Hill heute NachResolution an, in welcher die Entrüstung darüber ausgesprochen wird, daß die liberale Regierung sich weigert, einen friedlichen Aufzug der Arbeitslosen zu gestatten; ferner werden in der Resolution die Arbeiterverbände aufgefordert, baldigst einen Massen aufzug zu veranstalten. Die Arbeitslosen zogen hierauf in einer Marktpreise in Berlin am 31. Januar, nach Ermitte Der reingefallene Dennnziant. Eine zu gleicher Beit des Abrathens der Arbeiterführer von Tower Hill durch die City Stärte von etwa 2000 Mann troß des polizeilichen Verbots und Ingen des Polizeipräsidiums. Weizen per 100 Rg. guter von vor der I. Straftammer verhandelte Anklage wegen Majestäts15,80-15,20 m., mittlerer von 15,10-14,60 m., geringer von beleidigung hatte ein überraschendes Ergebniß. Angeklagt nach dem Parlamentsgebäude. Die Polizei zerstreute die Mani14,50-14,00 M. Roggen per 100 kg. guter von 13,70-13,30 M., war der Bimmerer in 3, welcher mit seinem Hauswirth, dem feftanten und nahm mehrere Verhaftungen vor; es tam wiedermittlerer von 13,20-12,80 m., geringerer von 12,70-12,80 m. Töpfermeister und Eigenthümer Paul Müller, Frankfurter bolt zu einem Handgemenge. Die Menge 30g alsdann nach Gerste per 100 kg. gute von 17,50-16,30 M., mittlere von Allee 34, in 3miftigkeiten lebte, aus dem Hause hinausgeworfen Trafalgar Square; die Polizei verhinderte jedoch die Ansamm16,20-15,10 M., geringe von 15,00-13,80 W. Safer per 100 Kg. worden war und einen Hausfriedensbruch begangen haben soll. guter von 15,80-15,10 M., mittlerer von 15,00-14,30. Der Eigenthümer Müller behauptete, daß sich Hinz bei dieser geringer von 14,20-13,50 M., Stroh, Richt per 100 Kg. von Gelegenheit einer Majestätsbeleidigung schuldig gemacht habe und Bürgerrepräsentation den Antrag des sozialdemokratischen Bundes In Kopenhagen hat, wie das Bureau Herold meldet, bie 4,65-4,00 m. Seu per 100 Kilogr. von 7-5 M. Erbsen berief sich auf eine Anzahl von Hausbewohnern, welche seine und der sozialdemokratischen Fachvereine wegen Unterstügung per 100 g. von 40,00-25,00 M. Speisebohnen, weiße per Behauptung befräftigten. Der Angeklagte bestritt seinerseits mehrerer wohlthätiger Inftitutionen und wegen Gratisvertheilung 100 g. von 50,00-20,00 2. Linsen per 100 kg. von 80,00 die Beschuldigung, die er als einen Racheaft darstellt und berief von Brennmaterial, auf den Antrag des Magistrats, der dadurch bis 30,00 M. Kartoffeln per 100 g. von 7,00-4,50 m. Rind- fich auf eine Gruppe anderer Beugen, welche den anderen eine Schwächung der großen privaten Wohlo fleisch von der Keule per 1 Kg. von 1,60-1,20 m. Bauchfleisch diametral gegenüber standen. Die Aufgabe des Gerichtshofes thätigteit befürchtet,(!) einstimmig abgelehnt. per 1 Kg. von 1,30-0,90 M. Schweinefleisch per 1 Kg. von angesichts dieser Widersprüche war feine leichte. Er kam nach 1,50-1,10 M. Ralbfleisch per 1 Kg. von 1,60-0,90 m. Hammel mehrstündiger Verhandlung doch zu einem Schuldigspruche, verhaltige Gründe gegen das Vorhandensein eines Nothstandes Ein sprechenderer Beweis dafür, wie schwer es fällt, stich fleisch ver 1 Kg. von 1,50-0,90 m. Butter per 1 Kg. von 2,80 urtheilte den Angeklagten aber nur zu drei Monate ins Feld zu führen, hätte wahrlich taum erbracht werden können. bis 1,80 m. Gier per 60 Stück von 7,00-3,60 m. Fische per Festungshaft und wegen des Hausfriedensbruches zu 1 Kg.: Rarpfen von 2,40-1,20 m. Male von 8,00-1,00 2. 10 Mart Gelobuße. Für den Hauseigenthümer Müller ge Bander von 2,40-0,80 m. Hechte von 1,80-0,80 M. Barsche ftaltete sich die Verhandlung viel verhängnißvoller. Der Gerichts- geschrieben: In Westervit( Schweden) brannte vor girta Aus Ystadt in Schweben wird uns von einem Genossen von 1,80-0,70 M. Schleie von 2,40-0,60 m. Bleie von 1,40 hof gewann die Ueberzeugung, daß dieser einen Mein- 2 Wochen eine der größten Fabrifen schwedischer Zündhölzer ab. bis 0,70 M. Krebse per 60 Stück von 9,00-2,00 m. eid geleistet habe und beschloß, ihn sofort in Die Fabrik hatte noch sehr bedeutende Aufträge und übertrug Polizeibericht. Am 31. v. M. Vormittags wurde ein Ar- Haft zu nehmen. deren Lieferung der Fabrik in Jönköping und der Fabrik in beiter in seiner Wohnung im Grünen Weg erhängt vorgefunden. Der Rechtsbegriff der putativen Nothwehr" fam Arbeiter von beiden Fabriten je zur Hälfte übernommen würden. Tidaholm mit der Bedingung, daß ihre 150 brotlos gewordenen Im Landwehrkanal bei der Schönebergerbrücke wurde Vor- gestern vor der fünften Straffammer des Landgerichts I in einer Das ist denn auch geschehen. Der Genosse nennt dies eine höchst mittags die Leiche eines unbekannten, etwa 50 Jahre alten Berufungs- Strafsache zu Ehren. Der Arbeiter Sandow war anerkennenswerthe That der brei schwedischen Unternehmer, und Mannes und Nachmittags die Leiche eines etwa 40 jährigen wegen Körperverlegung mittels eines gefährlichen Werkzeuges er hat recht. Mannes angeschwemmt. In der Thurmstraße, gegenüber dem vom Schöffengerichte zu sechs Wochen Gefängniß verurtheilt städtischen Krankenhause, fiel Abends eine Frau beim unvor worden. Er hatte einen anderen Arbeiter, von welchem feine ähnlichen Falle verfuhr. Die Berliner Unternehmer Loges u. Dabei fällt uns ein, wie eine deutsche Firma in einem fichtigen Absteigen von einem dort haltenden Pferdebahnwagen Frau ohne Veranlassung beschimpft worden war, zunächst mit 28 ernide, Roblenufer 4, haben im Sommer vorigen Jahres in zur Erde und zog sich dadurch Verletzungen am Kopfe und an einem Stode gezüchtigt. In dem darob entbrannten Streit hatte me a Imö( Schweden) eine Schäftefabrik errichtet, für welche Unterschenkel zu, so daß sie nach dem Krankenhause Moabit ge- jemand dem Angeklagten zugerufen, zugerufen, daß er fich in fie bracht werden mußte. In der Nacht zum 1. d. M. fanden Acht fünf und zu Weihnachten noch zwei nehmen solle, da der. Andere ein Messer deutsche Arbeiter engagirten. in der Spreestr. 7 und Lindenstr. 26 kleine Brände statt. Sämmtlichen Arbeitern war oder sonst einen Gegenstand in der Hand habe. Darüber gesagt worden, daß sie auch für die Beit bezahlt würden, gerieth der Angeklagte in eine solche Aufregung, daß er während welcher sie, Hindernisse halber, in Malmö nicht feinen Hausschlüssel aus der Tasche zog und damit seinem Geg- arbeiten könnten. Dieser Fall ist während der starken Kälte im ner, der thatsächlich nichts in der Hand hatte, mehrere nicht ganz Monat Januar eingetreten. Da die Schäfte in Berlin zus unerhebliche Wunden beibrachte. Gegen das erste Erkenntniß geschnitten und tistenweise nach Malmö geschickt werden, während legte die Staatsanwaltschaft Berufung ein und ihr Wertreter be- der starken Kälte aber Güter nach Schweden nicht befördert wer im Sommer Dabei blieb es. Die Malmöer Arbeiter warnen jetzt Gerichts- Beitung. antragte gestern neun Monate Gefängniß. Der Ge- den fonnten, so waren die Arbeiter der Fabrit in Malmö über Die schwierige Stellung der Verkaufsvermittler zeigte richtshof nahm aber mit dem Rechtsanwalt Dr. Rofen stod 14 Tage arbeitslos. Den Arbeitern wurde nun ohne Weiteres fich wiederum in einer Berhandlung, die gestern vor der achten an, daß hier putative Nothwehr vorliege. Der Angeklagte sei in erklärt, daß sie für den Arbeitsverlust nicht entschädigt werden den Irrthum versetzt worden, daß ihm sein Gegner mit einem würden. Ende September vorigen Jahres erhielt der städtische Verkaufsvermittler Schüne- Messer zu Leibe wollte und habe in dieser irrthümlichen Meinung die deutschen Arbeiter, in der dortigen Fabrik der Berliner Firma mann von auswärts gegen 2000 Hasen zugesandt, um dieselben our Nothwehr gegriffen. Der Gerichtshof hielt aber die Grenzen Loges u. Wernicke in' Arbeit zu treten, da sie selber feine Arbeit zu versteigern. Bei der Untersuchung durch den Thierarzt stellte der Nothwehr aus Bestürzung für überschritten und verurtheilte haben und ihnen von der Firma die schwedischen Verhältnisse in sich heraus, daß zwei der Hasen so sehr in Fäulniß übergegangen deshalb den Angeklagten zu 40 m. Geldbuße. günstigerem Lichte geschildert wurden, als sie sind. waren, daß sie als ungenießbar bezeichnet werden mußten. Noch einmal die„ todte Kate". Leipzig, 30. Januar. Schünemann erhielt deshalb ein Strafmandat über 70 M., da Das Reichsgericht hob" heute das am 14. Oftober vom Zand: er bereits wegen ähnlicher Uebertretungen Borstraßen erlitten gericht Nürnberg gefällte Urtheil auf, durch welches der Brauhatte. Das Schöffengericht bestätigte das Strafmandat. Schünemeister Georg Wagner von der Anflage der Verletzung des mann versuchte es mit der Berufungsinstanz. Der Vertheidiger wies viahrungsmittelgefeges freigesprochen wurde. Wagner hatte im darauf hin, daß es ganz unmöglich fei, jeden der 2000 Hasen zu unter- Bier eine todte Katze mitgefocht. Das Landgericht hatte anfuchen, der Thierarzt habe allein mehrere Stunden gebraucht, um genommen, daß hierin keine Verfälschung" des Bieres liege. etwa 150 Stück zu untersuchen. Der Gerichtshof hielt diesen Einwand nicht für stichhaltig, in erster Linie müsse das Publikum geschützt werden, und wenn die Verkaufsvermittler so umfangreiche Geschäfte machten, so müßten sie solche Vorrichtungen treffen, daß sie mit dem Gesetze nicht in Widerspruch kämen. Noch mehr traten die angedeuteten Schwierigkeiten, mit denen die Verkaufsvermittler zu kämpfen haben, bei der Auflagefache zu Tage, welche die Vlll. Straftammer gegen den Verkaufsvermittler Andreas verhandelte. Deniselben waren von einer renommirten Hamburger Firma 278 Faß russische Car dinen zum Bertaufe in der Zentral- Martthalle zugestellt worden. " Soziale teberlicht. An die Mitglieder der Allgemeinen Orte- Krankenkaffe gewerblicher Arbeiter und Arbeiterinnen( fr. Meyer'sche). Unterzeichnete Kommission macht hierdurch noch einmal auf die Delegírtenwahl aufmerksam; dieselbe findet statt: Vielleicht machen die Herren Loges u. Wernice ihren Fehler nachträglich wieder gut, indem sie sich an ihren drei schwedischen Klaffengenossen ein Beispiel nehmen. schen Departement des Innern zugegangenen Berichten find im Auswanderung aus Schweden. Nach den dem schwedis Jahre 1892 aus und über Schweden 38 206 Personen nach fremden Welttheilen ausgewandert, wovon 88 240 Schweden und 4966 Ausländer waren. Im Jahre 1891 betrug die Anzahl der Auswanderer 39 763, movon 32 454 aus Schweden und 7809 aus anderen Ländern stammten. Die Zimmerleute Sydney's in Australien agitiren für die Herabfegung der jett 48 stündigen wöchentlichen Arbeitszeit auf 44 Stunden. Die Arbeiter Deutschlands müssen sich, wie z. B. die Müller, noch bis zu 18 Stunden täglich schinden und quälen, und haben dabei noch nicht einmal soviel Lohn, daß sie und ihre Angehörigen ohne Darben das Leben fristen tönnen. Vermischtes: In Brooklyn( New- York) streiken die Maler um Er1 Kommission, ausgeschlossen werden, auch wurden die Mitglieder höhung des Lohnes und Einführung des Achtstundentages; in ersucht, etwaige Beschwerden den Nachweis betreffend, sofort der New- York die Glaser um Verkürzung der Arbeitszeit auf Kommission zu melden und nicht wie geschehen, erst durch verwöchentlich 50 Stunden. Halle a. S., den 1. Februar. In der Frrenanstalt Niet schiedene andere Hände gehen zu lassen. Zum Kassirer für den leben ist gestern eine Erkrankung und ein Todesfall vor Süden Berlins wurde der Kollege Beer, Waldemarstr. 15, ge- gekommen. Im Ganzen sind bis jetzt 114 Personen erkrankt, wählt. Der Antrag, den Kassirern Mankogelder zu be 45 gestorben. willigen, wurde von der Versammlung abgelehnt. Die Versammlungen. Kollegen Voges, Dill und Kuhl wurden als Beisiger Matrosen durch die dänische Bark„ Herman" wird dem„ HamFurchtbares Seemannsleiden. Ueber die Rettung dreier in den Vorstand und die Kollegen Kaiser, Beyer, Holzburger Fremdenblatt" aus Guxhaven geschrieben:" Die gestern schmid, Kuttnit, Freudenreich und Fliegener als Abend hier einbugfirte dänische Bark Herman", Kapt. Andersen, Fachkommissionsmitglieder bestätigt. In die Rechtsschutz- Rom- landete hier drei Matrosen des norwegischen Vollschiffes Tekla" In einer Arbeitslosen Versammlung aller in der mission wurden die Kollegen Hamann und Grau gewählt, aus Tönsberg. Diese, Ole Andersen aus Lönsberg, Christian Nahrungsmittelbranche Beschäftigten, welche am Mittwoch in die Bibliothek- Kommission für den Süden Dzina, ein: Sjalmar Jacobson aus Christiansund, Alexander Johanneson aus Morgen in den Konkordia- Festsälen stattfand, sprach der Bäckerlich, für den Norden Janke, Pflugener, Schuld, und Fisherbecksfjild, berichten:„ Tekla" befand sich auf der Reise von Schlüter über die Ursachen und Wirkungen der Arbeitslosig- für den Westen der Kollege Mücke. Die Veröffentlichung Philadelphia nach Havre mit einer Ladung Petroleum, unser teit. Redner legte klar, wie die maschinelle Entwickelung immer des Berichtes über das Ergebniß der aufgenommenen Schiff wurde durch schwere Stürme schwer leck und trieb nur noch größere Arbeitermassen brotlos mache, ging dann auf die Ver- Statistik wurde bis auf weiteres dem Vorstand überhältnisse der Nahrungsmittel- Industrie ein, wo noch die längste lassen. Eine weitere Regelung der Bibliothek- Angelegenheit beschlossen wurde, daß Schiff zu verlassen. Dem Kapitän und auf der Ladung, das Deck war beständig unter Wasser, so daß Arbeitszeit herrsche, überhaupt nach jeder Richtung hin die schlechtesten übertrug man den Kollegen Nät her, 3emlin und Ungefugt ersten Steuermann nebst acht Mann glückte es, in einem Boote Arbeitsbedingungen obwalten. Das einzige Mittel, in der gegen- Den zureisenden Verbandskollegen, welche drei Monate organisirt, das Schiff zu verlassen, die anderen Boote sind beim Aussehen wärtigen Geſellſchaftsordnung für die Arbeiter etwas zu erreichen, sei wie auch bereits ausgesteuerten Kollegen soll in Zukunft die erste zerschlagen, so daß 9 Mann an Bord blieben, die sich in die eine gute Organisation. Ein Antrag, eine Deputation an den Schlafmarke unentgeltlich verabfolgt werden. Einem in Noth Masten retteten ohne jegliche Nahrung, 5 Matrosen sind nach Minister v. Berlepsch zu entfenden, wurde von allen nachfolgenden gerathenen Kollegen bewilligte die Versammlung 50 M. Unter- und nach im Wahnsinn über Bord gesprungen. Die hier GeRednern bekämpft. Hohlfeld( Konditor) und Gaßmann stügung und den gemaßregelten Bergarbeitern 500 M. Ferner landeten und ein holländischer Matrose haben vom 22. Dezember ( Schlächter) sprechen hauptsächlich über das Kommissionär- wurde zum Schluß bekannt gemacht, daß die Vertrauensmänner- bis 7. Januar im Mast gesessen, nur den Thau von den Raaen unwesen, wie es bei den verschiedensten Branchen der Nahrungs- konferenzen im Norden jeden ersten Sonnabend, im Süden jeden leckend als einzige Nahrung, bis sich am dreizehnten Tage der mittelindustrie besteht und betonen, daß dies unbedingt beseitigt Sonnabend nach dem 15. im Monat, und zwar im Norden am werden müsse. Pötzsch( Kellner) schließt sich dem an, er hält Sonnabend, den 4. Februar, bei Müller, Gartenstr. 52, statt- Holländer erbot, sein Leben für sie zu lassen, damit sie ihn verzehren könnten, jedoch ist dann zwei Mal das Loos gezogen die Thatsache, daß der Stellenwucher in einem solchen Umfange finden. worden, aber beide Male traf es den Holländer, der dann gerade nur bei den Kellnern, Bäckern, Schlächtern u. s. w. bes getödtet wurde. Sein Blut wurde in einer trieben wird, für einen Beweis, daß jene Berufe noch sehr Die freie Vereinigung selbständiger Barbiere, Fri- sofort von dem Blut, das sofort schlecht organisirt sind, sonst würden sie die Vermittlung ihrer eure und Perrückenmacher hielt am 16. Januar ihre Theerpüße aufgefangen und Holländers Arbeitskraft längst selbst in die Hand genommen haben. Es sei Generalversammlung ab. Nachdem die Berichte der Vorstands- begierig getrunken, sowie dem Fleische des Diese zurückgebliebenheit aber auch erklärlich aus den besonderen mitglieder erstattet worden waren, entspann sich über die beab- haben diese Unglücklichen gelebt, bis sie am 7. Januar Verhältnissen, unter denen die betreffenden Arbeiter zu leiden sichtigte Gründung einer Kranken- Unterstüßungstasse eine längere die dänische Bart erblickten, welche sie im Boot abholen haben, eine lange Arbeitszeit, das patriarchalische Regiment" Debatte. Nach Schluß derselben erklärten durch Einzeichnung ließ. Die" Tekla" war vollkommen wrad, nur der Fockmast, in des Meisters u. f. w. Redner geißelt sodann die Art und Weise, sämmtliche Anwesenden ihren Beitritt zu dieser Kasse. Eine dem die Geretteten saßen, stand noch. Das Schiff wurde von wie ein preußischer Minister Deputationen aus dem Volke Kommission wurde mit den nöthigen Vorarbeiten betraut. Die Herman" auf 390 29 n. Br. und 320 46' w. 2. angetroffen. empfange; der verhältnißmäßig schwache Besuch sei wohl dahin Versammlung wählte sodann den Kollegen Freyer zum Wie der Kapitän des Herman" berichtet, waren alle Drei halb aufzufassen, daß die großen Massen nach den letzten Vorgängen bereits zweiten Schriftführer; ferner bewilligte man für die ausständigen wahnsinnig, außerdem nur nothdürftig bekleidet, der Eine ist noch nicht zurechnungsfähig." Golchen wahrhaft höllischen Qualen alles Vertrauen zu der Regierung und zu den kommunalen Behörden Bergarbeiter die Summe von 5 M. sind natürlich die Aktionäre und Theilhaber der Schiffs- Rhedereien verloren hätten. Bäcker Kretschmann spricht sich ebennicht ausgesetzt, welche mit dem Profit durch die Latten gehen falls gegen die Entfendung einer Deputation aus; von den und die Seeleute mit einem Jammerlohn abspeisen. herrschenden Klassen sei nichts zu erivarten, das Losungswort müsse sein: Aufklärung der Maffen. Die Ausführungen des nachfolgenden Redners Busch( Bäcker), welcher Lassalle's Worte von dem Herannahen der Arbeiterbataillone" zitirte, dünkten dem überwachenden Beamten Veranlassung genug, die Versamm lung auf Grund des Vereinsgesetzes aufzulösen. Ein Hoch auf die Sozialdemokratie und das Absingen der Arbeitermarseillaise seitens der Abziehenden konnte er indeß nicht verhindern. " Ueberschuß von 10 M. 34 P., dazu kam der Ueberschup RolIn Charlottenburg tagte am Sonntag eine öffentliche Bersammlung der Holzarbeiter. Genosse Timm hielt in der felben einen ausführlichen Vortrag über die Militärvorlage. Sodann berieth die Versammlung über die Wahl einer Agitationsfommission, ein diesbezüglicher Antrag wurde jedoch abgelehnt. Lehrkursus der Berliner Arbeiter und Arbeiterinnen zur erste Silfe bei Unglücksfällen. Donnerstag, den 2. Februar, Abends 8 Uhr, bei Bol, Alte Jakobftr. 75: Vortrag des Herrn Dr. Christeller. Arbeiter- Bildungsschule. Donnerstag Abends 8%-10% Uhr: SüdSchule: Hagelsbergerstraße 43: Unterricht in Deutsch( oberes). Südost= Schule, Reichenbergerstr. 133: Geschichte( mittl.), Kaufmännisches Rechnen, Wechselrecht und Korrespondenz: Dst- Schule, Martusstr. 31: Unterricht in Physiologie; Nord- Schule, Müllerstr. 179a; Unterricht in Chemie, Buchführung und oberes Rechnen. In allen Unterrichtsfächern, mit Aus: nahme Mathematit und Buchführung, fönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch jetzt, im Laufe des Semesters, eintreten. 27 bet Schröder, Wiesenstr. 39. Lese- u. Diskutirklubs. Donnerstag. Dießgen, Abends 8% Uhr, Klub Neue Zeit, Abends 8 Uhr, Bonenstr. 40, bei Süd- Ost, bei Zolfsdorf, Gorauer- und Görligerstraßen Ede. bei der Freunde" Gnadt, Swinemünderstraße 120. Abends 8 Uhr, Manteuffelstr. 60. " " Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Effen a. d. Ruhr, 1. Februar. Wie die Rheinisch- Wesi fälische Zeitung" meldet, fand heute früh auf der Zeche" General Blumenthal" bei Recklinghausen eine Explosion schlagender Wetter statt durch welche 17 Personen sofort getödtet, 18 verwundet wurden; eine der letteren ist bereits im Krankenhause gestorben. Der Verband der im Vergoldergewerbe beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen, Filiale Berlin, hielt am 23. Januar eine Generalversammlung ab, in welcher die Kollegen Lißte und Sprenger den Vorstandsbericht vom verflossenen Jahr erstatteten. Sodann verlas der Kassirer folgenden Kassenbericht: Die Einnahmen an Beitragsmarken Gieshoit. Peft, 31. Januar. Eine Deputation der streifenden Arbeiter betrugen 315 M. 75 Pf., die Extra- Einnahme der Filiale 187 M. der ungarischen Gewehr- und Maschinenfabrik willigte heute in 40 Pf., an die Hauptkasse sind 70 pet. gleich 221 W. 3 Pf. ab- august Geib, Donnerstag bet subeil, Naunynstraße 86, Abends die Herabsetzung des Lohnes für die Attordarbeit ein und ver9 Uhr.- Hafenelever, Abends 8½ Uhr, Restaurant Bischof, Baumschulen sprach, für die Wiederaufnahme der Arbeit einzutreten. Man geliefert. Die Filiale hatte eine Einnahme von 282 M. 12 Pf. weg Treptow. manzipation, Abends 8% Uhr bei Spät, Weinstr. 29 und eine Ausgabe von 271 M. 78 Pf., es verblieb mithin ein Distutirklub der Hausdiener, Abends 9 Uhr bei Sommer, erwartet, daß ein großer Theil der Arbeiter morgen zu streifen der Grünftr. 21: Sitzung.- Sozialistischer Lese- und Distutirtlub; aufhört. Matinee im Betrage von 134 M. 40 Pf. Hiervon wurden Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Alle Aenderungen im ( Die Wolff'schen Streitdepeschen sind bekanntlich mit afterTegen Herzkowsky 30 M. und zur Vergrößerung der Bibliothek Bereinstalender sind zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 70. größter Vorsicht aufzunehmen. D. R.) 35 M. bewilligt. Die Entlastung des Kassirers konnte nicht er- Tonnerstag. Uebungsstunde Abends 9 Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. ( Depeschen des Bureau Herold.) St. Urban, Annenstr. 9, bei Prog. folgen, da noch 62 Billets ausstehen. Die Kollegen, welche die wuttte.- Frühling sluit, Bülowstr. 59, bei Werner. Brezelschluß, Stockholm, 1. Februar. In der zweiten Rammer bes selben noch in Händen haben, sollen energisch zur Abrechnung Annenstr. 16, bet teßner.- Weiße Rose, Reinickendorf, Seeschlößchen bei antragten 19 Abgeordnete, die Regierung zu einer Untersuchung aufgefordert werden. Nachdem Kollege Mehring über eine statt: Böttcher. Morgenroth 1, Rummelsburg, Berlinerstraße 9, bet Friefecte.Dorfglödlein, Wilmersdorf, Berliner- und Auguststr.- Ecke bei Schulz. aufzufordern, bis wann die Fabritation und der Verkauf von gefundene Gewerkschaftssigung Bericht erstattet hatte, wurde einigteit( Sutmacher), Pappel- Allee 3/4, b. A. Meinhardt. Harmonte, deftillirten, alkoholhaltigen Flüssigkeiten für andere als medidaran erinnert, daß die Mitglieder pro Quartal eine 5 Pfennig- Tempelhof, Dorffir. 10, bei Gerth. Zutu nft 2, Nieder- Schönhausen, Buch- zinische und technische Zwecke ganz verboten werden könne. Ost- und Westpreußischer Männer= Marke der Generalfommission entnehmen müssen. Hierauf be- holzerstraße bei Hempel. Gesangverein, Holzmarttstr. 3, bei Deter. Edelweiß, Melchiorwilliate die Versammlung für die ausgesperrten Bergarbeiter fraße 15, b. Stehmann. Borax, Wienerftr. 31 b. Drügemüller. Mat 30 Mart. glöckchen 2, Süd- Ost, Reichen bergerstr. 16 b. Pägold. Ginigteit 2, Groß- Lichterfelde, Amalienstraße, b. Hann. Freie Sänger, Strautstr. 6, Rudolf. 8utunft 3, Belten, bei W. Grunow. Kreuz Kornblume, Blumenstr. 54, bet 1 Kastanien Allee 28 bei Maiwald. Forsterstraßen=- Ecke, bei Spindler. Liedertafel Westend, Blumenthal" Briefkaffen der Redaktion. Weilburg. Das Böckel'sche Flugblatt gegen Lassalle ver dient teinerlei Beachtung. N. S., Weißensee. Ihre Entgegnung bringt zur Sache selber nichts Neues; wir halten daher die Angelegenheit für erledigt. R. W. Derartige Widersprüche, wie im Vogtl. Anz.", finden Sie jetzt in jedem offiziösen und regierungsfreundlichen Blatt bis zum fleinsten Kreisblättlein. Eine öffentliche Wählerversammlung für Schöneberger armonie, Fichteftraße 29, bet kräsche. Nordstern, berg fand daselbst am 28. Januar statt. In derselben hielt müllerstr. 7 bei Reichardt. Morgengrauen,( Bäder), 3 bis 5 Uhr Steinfeger Sängerch or Genosse Bruns aus Berlin einen längeren, durch reichen Beifall Nachmittags, Gipsstraße 3 bei Pyrtec. Stedes Echo, Reichenberger- und belohnten Vortrag über die Bedeutung und den Zweck der bevorDer Redner schilderte in flarer traße 5 bei Behrendt. stehenden Gemeindewahlen. - Bor wärts 9, Charlottenburg, Schillerstr. 102 Weise, wie sich die Sozialdemokratie nach und nach organisirte bei Stahl. Gesangverein Freundschaft 1, Brunnenstr. 114 bet Oswald Berliner. Gesangverein Abendroth in Deutsch- Wilmersdorf bei und welche Resultate durch das Eindringen der sozialdemo Mölter. Gesangverein der Stuckate ure Berlins und Umgegend, Seydel fratischen Vertreter in die Verwaltungs- Körperschaften erzielt straße 30 bei Preußer.- Arbeiter- Gesangv. Spandau Lynarstraße Restaurant worden sind. Hierbei streifte der Redner auch die Nothstands- Nieters. Gesangverein Vorwärts 2" Schönhauser Allee 28, bei Kuhlfrage und Arbeiter- Gesangverein 2yra 2, Charlottenburg, Gaurstr. 23, bei richtete sodann an die wahlberechtigten Ge- mey. Lange. Gefangverein Felsenfest( Gemt. Chor), Badstr. 12, Victoriagarten. nossen Verband der Holzarbeiter 2c. Uns ist kein Bericht zu namentlich in Anbetracht des Gesangverein Collegia 2( freie Bereinigung der Zivil- Berufsmuſiter), Neue die Aufforderung, namentlich bedeutend in diesem Jahre höher geschraubten Wahl- Friedrichstr. 44, bei Stöllig. Gesangverein der Kürschner, teue Fried- gegangen. Gesangverein Proletariat( gem. Chor). richstraße 44 bei Röllig. zensus, im E. B. 37. 1. Der Vormund hat für Führung der Vorvollsten Umfange ihrem von Wahlrechte Böchftr. 8, bei A. Moewes. Gesangverein Arion in Wittenberge, bei Gebrauch zu Kräften dazu bei Goring. machen und nach Gesangv.rein Glodenrein( gem. Chor) Kastanien- Allee 95/96. mundschaft Vergütung nicht zu beanspruchen. 2. Das Sparob das zutragen, daß der Sieg der sozialdemokratischen Seite anheimSangerrunde, Rottbuserstr. 7, faffenbuch, das für das Mündel außer Kurs gesetzt ist Alpenrose, Grenzfir. 16 bei Seidel. Frohsinn 2, der Fall ist, ergiebt sich aus der Eintragung im Sparkassenbuch falle. An der Diskussion betheiligten sich ca. 20 Genossen. Die Cafee Braun. Friedrichsberg- Lichtenberg, Frankfurter Chaussee bet Müller. Treu und tann nur vom Richter wieder in Kurs gesetzt werden. mannigfachen Darlegungen der erbärmlichen Straßenverhältnisse est, Lebuserstr. 5 bet Stemit. des Millionärdorfes erregten allgemeine Heiterfeit, wenn auch nur im Sinne des Galgenhumors. Eine Resolution, welche auf die mangelhafte Ausführung der Wählerlisten hinwies, und Verlängerung des Ausliegens derselben forderte, fand einstimmige Annahme. Mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie schloß der Vorsitzende die von ca. 250 Genossen besuchte Versammlung. vom 9 Steinnelte, Röslinerstr. 17. Krautstr. 48. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Aue Buschriften den Bund betreffend sind zu richten an:.entet, Graue Wolte, Bergmannstr. 21, Sof 3 Tr. Donnerstag: Rauchtlub Wiusitverein Osiris, bet Roll, Adalbertstr 21. Geselliger Berein Grüne Eiche( vor dem Halle'schen Thor), bei Kazorke, Solmsftraße 1.- Vergnügungsverein Alpen veilchen 2, Straußbergerstr. 3 bei Birts. Zimmer- Schützenverein Fein Korn bei Klatt, Boechstr. 51. Regel Klub, Suftige 13", präzise 8 Uhr, bei Boll, Wiener Straße 1. Humorinischer Verein Pautenschwenget, Stallschreiberstraße 58. Bergnügungsverein Bruderbund, bei Noll, Andreasstr. 8. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. MännerGesangverein Alt- Dessau, Abends 9 Uhr, bet kind, Wrangelstr. 91. Gesangsabteilung des sozialdemokratischen Arbeitervereins für Weißensee und Umgegend. Donnerstags und Sonnabends Abends bei Müller( Pfeifenmüller), Königs Chauffee. Männer Gesangverein Tyrolienne, Abends 9 Uhr bei Faufmann, Reichenbergerstr. 78a. Gesangverein Glodenrein, gemischter Chor, jeden Donnerstag von 9 bis 11 Uhr bei Senapp, Kastanien- Allee 95/96. alten Geselliger 1000 Reichenbergerstraße. Erben des Sohnes sind die falls tein Mutter und die beiden Brüder zu gleichen Theilen Testament vorliegt und keine anderen Erben vorhanden sind. K. L., Minden. Das von Ihnen gemeinte Urtheil befaßt sich nicht mit der hier allein relevanten Frage: darf ein Verein in Preußen ohne polizeiliche Genehmigung ein Vergnügen veranstalten, zu dem Nichtmitglieder Zutritt haben? Diese Frage ist zu verneinen. Nur auf den Kreis der Mitglieder beschränkte Veranstaltungen bedürfen feiner Genehmigung. Genoffin 122. Das ist Scheidungsgrund. Ihre Anwaltstosten würden etwa einhundert Mark betragen. N. 48 a. Einbehaltene Gegenstände dürfen nur auf Grund eines zur Zahlung verurtheilenden gerichtlichen Erkenntnisses verfauft werden. Sie müßten also erst klagen und dann pfänden lassen. Ueberlegen Sie sich, ob nicht die Kosten höher werden, als der Erlös. Die ordentliche Generalversammlung des Verbandes aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend" wurde am 29. Januar abgehalten. Vor Eintritt in die Tagesordnung wurde unseres verstorbenen Kollegen Stachowiat gedacht, das Andenken desselben ehrte die Versammlung in der üblichen Weise. Der vierteljährliche Kassenbericht wurde hierauf vom Rendanten erstattet. Die Einnahmen betrugen vom 1. Oktober bis 31. Dezember 1892 infl. des vorMusikverein Frisch Auf, Annenstr. 14, bei Ehrenberg. Privat- Theaterverein Fideler Geist 2", Abends 9 Uhr, im Märkischen handenen Bestandes vom legten Quartal 9471,99 M., die Aus- Theater- Verein, Bultanta 2" 9% Uhr, Vorstädtisches J. P. 1867. Als was sind Sie beschäftigt? Von wem gaben in denselben Monaten 2598,03 W.; es verblieb also Ende Sof, Admiralstr. 18.Kasino, Ackerstr. 144. Unter welchen Bedingungen? Von der Beant Dezember ein Bestand von 6873,96 M. Die Revisoren erklärten, Turuveein Gesundbrunnen( Lehrlings- Abtheilung) turnt Montag engagirt? Rasse und Bücher in bester Ordnung besunden zu haben, der und Donnerstag Abend von 8-10 Uhr, in der Turnhalle, Pantstr. 26. wortung dieser Fragen hängt die Entscheidung ab. Geselliger Berein Freiheit, Abends 9 Uhr, bet Thierbach, Schwedter W. 99. 1. Wenden Sie sich an die Kirchenbehörde, die Rendant wurde demzufolge entlastet. Die Fachkommission erstraße 44. Geselliger Klub Blau- Weilchen, abends 9 Uhr, Annenfir. 9 bet Verein stattete hierauf zur Zufriedenheit der Versammlung Bericht G. Prob. ehemaliger 22. Gemeindeschüler, punti Kosten sind jedenfalls nicht sehr erheblich. 2. Vermiether und über ihre Thätigkeit. Die Rechtsschutz Kommission hielt 9 Uhr bei Schröder, Stegligerstr. 18. Pfropfenverein Wedding, Abends Miether haften für unterlassene Stempelung. 8% Uhr, bei Helterhoff, Antonstr. 5. Mai bis ab; Vergnügungs- Verein Renata 9 Uhr, 15 Sigungen derselben Januar Druckfehlerberichtigung. In dem gestrigen Bericht über Abends im Restaurant Göz, Oranienstr. 153. Sithert lub Gleichheit, lagen 36 Anträge um Gewährung Rechtsschuß abend 9 Uhr, bei Hohn, Bionstirchplay 11a. Gesangverein Proletariai die öffentliche Schneider Versammlung vom 30. Januar lese Geselliger Berein man auf Zeile 22 von oben Wandsburger statt Landsvor, von denen 26 bewilligt wurden. Von den bewilligten An-( gem.Chor) Abd. 9 Uhr, Uebungsstunde b. Möwes, Böckhir. 8.berger. trägen wurden 17 Klagen gewonnen und 4 verloren; 5 find noch universum, Sizung mit Damen Abends 9 Uhr b. Hagemann, Lothringerstraße 81. Vorträge, Fidelitas. Geselliger klub ber unerledigt. Außerdem wurden noch verschiedene Klagen in moabiter, Stephanstr. 23, bei Littto, jeden Donnerstag um 8% Uhr und Krankenkassen- und Unfallsachen, sowie auch Gerichtskosten- Gin- jeden Donnerstag nach dem 15. im Monat Sigung mit Damen. ziehungen erledigt. Bedauert wurde, daß einzelne Mitglieder der Verein univerfum, Sigung Abends 9½ Uhr, im Restaurant Neumann, Linienftr. 19: Vorträge, Fidelitas. Verein Gemüthlichkeit und Klub Kommission gegenüber verabsäumten, das Resultat der geführten Sumor, Abends 9% Uhr, Lothringerstr. 105: Geselliges Beisammensein mit, Männergesangverein Gangesfreunde Prozesse mitzutheilen, andere wiederum verabsäumten die Wahr- Damen, Fidelitas und Tanz. 2 Cowboys 1,50. Arbeiter- Gesangverein„ Harmonie", Tem nehmung von Terminen. Die Bibliothekkommission hielt von Abends 9-11 Uhr, Pazenhofer Ausschant, Landsbergerstr. 82. Rauchklub Kollegia, Abends 9 Uhr, in Bernhardt's Destillation, Mai bis Januar 9 Sigungen ab, der Gesammtbestand der Stalizerjir. 41. Rauchflub Waldesgrün, Abends 8% Uhr, Restaurant pelhof 8,50. Gesammelt durch amerit. Auktion„ Singerkette" bei Bibliothek beträgt 789 Bände, davon sind im Süden 299, ima. Gaspar, Reichenbergerstr. 113a.- Rauchtlub Ohnesorge, Abends 9 Uhr Nemit 3,40. Beerdigung in Adlershof 1,70. Lisette H., BeusselRauchtlub Kernipige, Abends Straße 54 2,-. Gesammelt vom Personal d. M. Schrinner'schen Norden 285 und im Westen 205 Bände vorhanden. Gelesen Restaurant Buder, Gräfestraße 18. 8% Uhr, bei A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. Rauchklub Arabi Pascha, wurden insgesammt 2882 Bände. Leihgelder wurden eingezogen Abends 9 Uhr, bei Berndt, Perlebergerstr. 17. Klub Ohneftreit, Buchdruckerei 3,10. Gesammelt Sattler, Französischestraße 1,50. der Bücher wie vorgeschrieben Abend 9 Uhr im Restaurant Böhmer, Brizerstraße 32. Rauchtlub Rauchklub Blaue Quaste" 3,-. Pianofabrik Pflock u. Prill durch längeres Behalten 68,10 M. Theaterverein Wai 7,40. Verband der im Vergolder- und verwandten Gewerben Die dritte neu eingerichtete Bibliothek befindet Südwest, Abends 9 Uhr, Simeonstr. 23 bei Flid. glöckchen, Englischer Hof, Neue Roßstr. 3. Rauchklub Brüderlich Verbesch. Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands( Filiale Berlin) sich bei Noh, Dreyse und Rathenowerstraßen- Ecfe. # feit, von 9 bis 11 Uhr bei Lehmann, Kaiser Franz- Grenadier- Platz 7. schiedene Werke find durch folgende Kollegen abbanden Rauchtlub Nordstern, jeden Donnerstag nach dem 15. im Monat bet durch Sprenger 30,-. Unterweißig. Von den Bergarbeitern Rauchtlub Eldorado, des Plauenschen Grundes( Bergrevier Dresden) 130,- Stock gekommen: Jakob Friedrich, Julius Layser, P. Höfig, C. E. Seinice, Friedrich- Karlstr. 11, Friedrichsberg. Rauchtlub Su= fabrit Gebr. von Kallinowski 3,55. Weißensee, gesammelt durch Wahlib"; sollten die Mitglieder deren Adressen wissen, so ist abends 8 Uhr, Restaurant W. Schulze, Ostbahnhof 7. matra, Abends 8 Uhr, im Restaurant Krause, Gitschinerstr. 93. Die Arbeitsnachweis- Statflub Tournee, Abends 8% Uhr, bei Ullrich, Wrangelstr. 84.- Stat Klahr bei Pfeiffenmüller 2,25. Verein Freundschaft" durch dieses der Kommission mitzutheilen. Miether 4,10. Geburtstagsfeier Riydorfer Rohrspaß 3,80. Ueberwachungskommission theilte mit, daß die Führung des flub Rückwärts, Abends 8 Uhr bei Arndt Pallifabenstr. 47. Ruderverein Vorwärts. Sigung Abends 8 Uhr, bei Bodenburg, Summa 205,80, Nachweises eine forrette sei; 4 Mitglieder mußten von Benugung Kommandantenstr. 10-11. Gäste willkommen. Bereits quittirt 8421,90 m.; in Summa Schießtlub tell, 8627,70. des Arbeitsnachweises, nach Prüfung der Sachlage durch die Abends 8 Uhr bei Nitolci, Elisabethkirchstr. 17. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Briefhaffen der Expedition. Für die Bergarbeiter gingen ferner ein: