Mr. 84. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 fg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags nummer mit illustrierter Sonntags Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pig. Bost Abonnement: 1,10 Mark pro Monat Eingetragen in die Post- Zeitungs. Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Bostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 25. Jahrg. I Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Stolonel. geile oder deren Naum 50 Big., für politische und gewerfichaftliche Vereins. und Bersammlungs- Anzeigen 30 Big. ,, Kleine Anzeigen", das erste( fettgedruckte) Wort 20 Bfg., jedes weitere Bort 10 Bfg. Stellengesuche und Schlafstellen- Anzeigen das erste Wort 10 Bfg.. jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Borte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 1hr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramın Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutfchlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Wahlentrechtung und nationale Phrase. Mittwoch, den 8. April 1908. " Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Nettoüberschuß aus den Staatsbetrieben, Eisenbahnen-, Bergbau- Das Haus der Abgeordneten wolle beschließen: die königliche Betrieben, Salinen usw. zirka 690 Millionen Mark. Es ver- Staatsregierung zu ersuchen, für den Fall, daß ein Reichs. steht sich von selbst, daß die Staatsbetriebe das in ihnen verbereinsgesetz in der vom Reichstag in zweiter Lesung förperte Anlage- und Betriebskapital angemessen verzinsen beschlossenen Fassung zustande kommt, auf Grund der darin müssen. Eine solche Verzinsung wäre aber noch reichlich enthaltenen Ermächtigungen schleunigst durch Vorlegung eines Landesgefezes oder im Wege allgemeiner Anweisung genug vorhanden, wenn die unteren Beamten und Staatsan die nachgeordneten Behörden dafür Sorge zu tragen, daß die arbeiter an ständig bezahlt würden. Aber die Staatsfremdsprachigen Teile der Arbeiterschaft nicht durch AnDie Tatsache, daß die Wortbrüchigkeit der Regierung hin- betriebe müssen die milchende Kuh abgeben, weil die besitzende wendung der Bestimmungen des§ 7 in der Verfolgung ge. sichtlich der Gehaltsaufbesserung der Beamten auch in den lasse sich vom Steuerzahlen drückt. Im sezlich zulässiger Bestrebungen auf dem Ge. im allgemeinen so loyalen Beamtenkreisen so große Erbitte- Deutschen Reiche werden von der befizenden Klasse biete der Lohn- und Arbeitsbedingungen sowie rung ausgelöst hat, wie sie sich in dem von uns vor einigen an diretten Steuern in Gestalt der Erbschafts- und der sonstiger Berufsangelegenheiten gehindert werden. Tagen wiedergegebenen Artikel der„ Berliner Beamtenzeitung" Tantiemensteuer ganze 48 Millionen Mark aufgebracht. Und Der Antrag ist ein jämmerlicher Versuch, der Deffentlichkeit und widerspiegelte, hat den reaktionären Parteien und Wahlrechts- in Preußen beläuft sich das Erträgnis aus direkten vor allen Dingen der Arbeiterschaft Sand in die Augen zu streuen. feinden begreifliche Besorgnis eingeflößt. Man versucht alles, um Steuern auch nur auf 270 Millionen. Da ist es kein Wunder, Gegen die Ausbeutung des§ 10a wider die Gewerkschaften unterdie Empörung der Beamten zu beschwichtigen, ihnen vorzuspiegeln, daß im Reiche der Ertrag aus 8 öllen und Vernimmt der Freifinn nichts. Und durch den Antrag im preußischen daß es gleichwohl ihre nationale" Pflicht sei, bei der Land- brauchsabgaben in zwanzig Jahren mehr Dreiklassenparlament, die Gewerkschaften vor den Fußangeln des tagswahl für die Gegner des allgemeinen als verdoppelt worden ist und gegenwärtig die$ 87, dem Sprachenparagraphen, sicherzustellen, erkennt und gleichen Wahlrechts und gegen die Sozial- Höhe von 1009 Millionen Mark erreicht hat! Und diese der Freifinn lediglich an, daß durch diese Bestimmung in jetziger demokratie, die einzige zuverlässige Ver- indirekten Steuern werden zur Hauptsache von der nicht- form die gewerkschaftliche Bewegung, der Lohnkampf der Arbeiter treterin des allgemeinen und gleichen Wahl- besitzenden Klasse aufgebracht, sie werden nicht mur gefährdet wird. Daß die Sicherung, die der Freisinn durch einen rechts, zu stimmen. Die Erbitterung der Beamten, die von den Arbeitern, sondern auch von den Beamten Antrag herbeizuführen gewillt zu sein vorgibt, auf dem Wege über um eine wirkliche Gehaltsaufbesserung geprellt worden sind, in Form eines Zuschlages auf die Lebensmittel- das preußische Dreiklassenparlament oder die preu. versucht man zunächst dadurch zu dämpfen, daß schleunigst die preise erhoben! Kein Wunder ferner, daß bei der Steuerscheu Bische Regierung nicht zu haben ist, weiß der Freifinn ebensoverheißenen Teuerungszulagen bewilligt werden der Besigenden die Staatsbetriebe so rücksichtslos zur Ueber- gut! Denn er weiß, daß im Reichstage von einem der freisinnigen sollen, die man noch im Laufe der Karwoche auszahlen schußwirtschaft mißbraucht werden, daß den unteren Beamten Dissidenten versucht wurde, eine Ausnahmebestimmung für die Gewill. Diese Teuerungszulagen bedeuten in keiner Weise und den Arbeitern nur die jämmerlichsten Gehälter werkschaften beim§ 7 zustande zu bringen und daß die Reichsregierung diesem Bestreben entschieden entgegenarbeitete! Was die einen Ersaz der ausgebliebenen Gehalts- und Löhne bezahlt werden! erhöhung! Aber man glaubt, daß sie wenigstens eine Welch freches Gaufelspiel, wenn die reaktionären, Reichsregierung, die Filiale der preußischen ReBeruhigungspille für die Beamten sein werden. Man hofft, wenn die bürgerlichen Parteien, wie sie auch heißen gierung, nicht wollte, das will die preußische Regierung, daß die Enttäuschung und der Unmut der Beamten wenigstens mögen, den Beamten einreden wollen, daß der Inbegriff des das wollen die preußischen Junter gewiß nicht! Der Anfür's erste so weit abgeschwächt wird, daß sie sich bei der Nationalismus in einer finnlosen Geldverschleuderung für eine trag ist aber für die Kab und der Freifinn weiß das. Er weiß Landtagswahl als Stimmvieh der Blockbrüderschaft mißbrauchen weltpolitische Abenteuerpolitik, in der fiskalischen Plusmacherei, ferner und er erkennt es ja durch das Einbringen des Antrages Tassen werden. Und um die Beamten ganz sicher zu födern, in der Steuerdrückebergerei der besitzenden Klassen, in der ausdrücklich an, daß die beruhigende Erklärung des Staatssetretärs, bersucht man ihnen einzureden, daß es ihre nationale" elenden Entlohnung der unteren Beamten und Arbeiter und in der§ 7 solle der Gewerkschaftsbewegung feine Schwierigkeiten be Pflicht sei, unter allen Umständen gegen die Sozial. der ungeheuren Steuerschröpfung der großen minderbejizenden reiten, feine Sicherheit schafft. Er weiß, daß er diese demokratie zu ftimmen. Die Staatsbürger- Masse des Volkes bestehe! Daß darin und in nichts lediglich durch Einfügung einer Ausnahmebestim Zeitung" sowohl wie die Konservative Storrespondeng" anderem aber die von den bürgerlichen Parteien mung in das Reichsgefeb schaffen könnte. Und das zu tun. arbeiten bereits mit der nationalen Phrase, und die ganze verfochtene nationale" Politit besteht, haben wir ja auf das einzige, was wirklich helfen tönnte, weigert er sich, weil er fürchtet, dadurch das Vereinsgesez und vor allen Lingen das reaktionäre Presse wird ihnen in den nächsten Monaten Grund der neuesten amtlichen Zahlen nachgewiesen! Börsengesetz zu gefährden. Er begnügt sich damit, eine Platfolgen. Auch die klassenbewußte Arbeiterschaft, auch die Sozial- patrone abzufeuern, wo ihm scharfe Patronen zur Verfügung Nichts wäre nun törichter von den Beamten, als wenn demokratie ist national, freilich in vernünftigem, anstehen, er denkt die Arbeiter durch eine Scheinattion sie sich wiederum durch das Trinkgeld der Zeuerungsständigen Sinne! Für sie bilden nicht die drei oder vier au täuschen. zulage und, nationalen" Redensarten für die Prozent der Bevölkerung die Nation, deren Einkommen Der Antrag der Freisinnigen im preußischen Dreiklassenhause Reaktion einfangen ließen! Als ob es nicht eine über 6000 m. beträgt, sondern die mindestens 90 Prozent der ist eine würdelose Farce- diese verlotterten Politiker haben nicht nationale Ehrenpflicht wäre, gerade die unteren Bevölkerung, die, sei es als Arbeiter in Stadt und Land, jei einmal mehr den Mut, ehrlich die Konsequenzen ihres Handelns und mittleren Beamten angemessen zu besolden! Aber in es als Sleingewerbetreibende, Kleinbauern, kleine Beamte usw. auf sich zu nehmen! dieser Beziehung geht es den mittleren und unteren Beamten unter der gegenwärtigen politischen und sozialen Mißwirtschaft Die Sozialdemokratie wird den Freisinn bei der 8. Lesung genau so wie den in Reichs- und Staatsbetrieben beschäftigten leiden. Die Sozialdemokratie ist in dem Sinne national, daß noch einmal nötigen, Farbe zu bekennen. Sie stellt Anträge zu Arbeitern: sie leiden unter überlanger Arbeitszeit und sie wünscht, daß die Lage dieser großen Masse der Bevölkerung den§§ 7 und 10a, die bezwecken, die Gewerkschaften vor den elender Bezahlung, weil man aus den fiskalischen Be- möglichst gebeffert wird! Das ist aber nicht möglich, Fußangeln dieser Paragraphen zu bewahren. trieben übermäßig hohe Ueberschüsse herauszuwirtschaften so lange jene Schichten der Nichtbesitzenden und Aussucht! Der Rein Ueberschuß aus den Reichspost gebeuteten, wie die Unterbeamten, den reaktionären und Eisenbahn Betrieben beträgt 130 Millionen, der Parteien Heeresfolge leisten, weil sie sich Nettoüberschuß aus den preußischen Eisenbahnen im Jahr 1908 durch die plumpen Schlagwörter eines verlogenen Nationalisgar 600 Millionen Mark! Und warum betreiben das Neich sowohl mus" födern lassen! Die ganze voltsfeindliche Politik als Preußen eine so rücksichtslose Plusmacherei auf Kosten der der herrschenden Klassen, dieser paar Prozent der unteren Beamten und Arbeiter? Einmal weil das Reich gesamten Bevölkerung, kann nur dadurch gebrochen werden, durch seine uferlose Flotten- und Weltpolitik daß sich das ausgebeutete Volt seine politischen Vom Landgericht Königsberg ist am 4. Januar der Redakteut unerschwingliche Summen erfordert, und Rechte erobert! Nantentlich gilt es, den Hort aller der Königsberger Bolts- Beitung" Genosse Hans Mardwald be3weitens, weil gerade die besigenden Klassen Reaktion, das preußische Junker- und Geldjacksparlament, durch fanntlich wegen Beleidigung des Kaisers und des Memeler Dent im Reiche sowohl als in Preußen nur einen Einführung des gleichen und allgemeinen Wahlrechts in eine fängnis verurteilt worden. Es handelte sich um den Artikel:„ Die malskomitees in zwei Fällen zu einem Jahre drei Monaten Gewinzigen Zeil der Staatslasten in Gestalt wirkliche Boltsvertretung umzuwandeln! Alle Unterbeamten, Schandsäule in Memel", der am 21. September 1907 in der„ tönigs= direkter Steuern aufbringen, das Steuer die sich durch gleisnerisches Zureden oder durch brutalen berger Wolfs- Zeitung" und eine Woche später in der Halbmonats zahlen vielmehr den ärmeren Schichten des Druck zu einer Unterstügung der Blockparteien verleiten lassen, schrift Ostpreußischer Landbote" erschienen ist. Der von dem AnBoltes überlassen! versündigen sich nicht nur gegen die wahren nationalen Juter- geklagten verfaßte Artikel knüpft an die Tatsache an, daß das effen, sondern auch gegen ihre eigensten persönlichen Interessen! Denkmal zwei Tage später enthüllt werden sollte, und tritt dann in eine politisch- kritische Würdigung der Berhältnisse vor 100 Jahren ein. Dabei erscheint unter anderem die Königin Quise in einem ganz anderen Bilde, als sie z. B. in Schulbüchern sonst dem Volte geschildert wird. Der Artikel, so heißt es im Urteil, verfolgt nicht den Zwed, zur Klärung wirtschaftlicher Streitfragen beizutragen. Bielmehr sollten historische Ereignisse- ob wahr, ob unwahr dargestellt werden nur zu dem Zwed, um dem zu verleihen. Deshalb ist auch der Antrag, den Profeffor Krauste darüber zu vernehmen, ob gewiffe Briefe Friedrich Wilhelms III. und der Königin Luise echt sind. Schon durch die Ueberschrift sollten die Leser darauf hingewiesen werden, daß eine Schandsäule errichtet werde. Es sollte zum Ausdruck gebracht werden, daß nicht etwa, wie irregeführte Personen glauben könnten, es sich um eine nationale Tat handele, sondern um eine schändliche. Der ganze Artikel verfolge den Zweck, die Veranstaltung in Memel und ihre Teilnehmer und Förderer zu schmähen und herabzuwürdigen. Das ergebe sich mit Gewißheit aus dem Ausbrude Tragikomödie". Wenn der Angeklagte sich gerade den 21. September aussuchte, so habe er damit einen ganz besonderen Zwed verfolgt. Sein Vorsatz, die an der Denkmalserrichtung Beteiligten zu schmähen, habe sich in erster Linie gegen die Person des Kaisers und dessen Tätigkeit bei der Denkmalsenthüllung gerichtet. Gerade die Be teiligung des Kaisers sollte in wegwerfender und verächtlicher Weise gekennzeichnet werden. Die Leser wußten aus früheren Veröffentlichungen, daß der Kaiser deswegen nach Memel fam; eines be= sonderen Hinweises hierauf bedurfte es also nicht. Der Ange= lagte habe diesen Hinweis auch absichtlich unterlassen, um auf diese Weise leichter einer Verfolgung wegen Majestätsbeleidigung zu Straftat selbst aber keineswegs gescheut. Daß er sich des ehren. entgehen. Er habe die strafrechtlichen Folgen meiden wollen, die fräntenden Charakters des Artikels bewußt war, bedarf bei der Bildung des Angeklagten und der Tatsache, daß er seit vielen Jahren schriftstellerisch in Redaktionen tätig ist, feiner Darlegung. War jomit die Kundgebung für die Leser des Blattes erkennbar, so habe Freifinniges Geständnis. Der Schandfäulenprozeß vor dem " Reichsgericht. Erst kürzlich haben wir nachgewiesen, daß Militarismus, Marinismus und Solonialpolitik dem Reiche im Jahre 1908 nicht weniger als 1560 Millionen Mark fosten, das heißt mehr, als alle wirklichen Staatseinnahmen betragen! Die Folge davon ist ein Defizit, das in diesem Jahre bereits 400 Millionen beträgt, durch die neue Marine- Am Vorabend des Tages, da der Verrat des Freisinns am vorlage aber auf 500 Millionen anwachsen wird. Käme Grundsatz der Rechtsgleichheit, am Recht der Nationalität und am dazu noch die Gehaltsaufbesserung der Beamten, so Recht der Koalition besiegelt werden soll durch die Verabschiedung beleidigenden Inhalte und der Ueberschrift einen Schein des Rechts würde das Defizit gar auf 600 Millionen Mark auschwellen! des Reichsvereinsgesetzes, gesteht der Freifinn ein, zu wissen, daß er Die Gehaltsaufbesserung der Beamten im die Gewerkschaften tnebeln hilft durch die Zustimmung Reiche und in Preußen ist denn ja auch von der Rezu der Vorlage. Bekanntlich hat am Montag der Staatssekretär gierung mit der Motivierung abgelehnt worden, daß erst des Innern geschwiegen, als er beim§ 10a des Entwurfs, dem beeinmal durch Schaffung neuer Steuern die rüchtigten Jugendparagraphen, von einem freisinnigen Redner geDeckung für das tolossale Defizit des Reiches, beten wurde, doch zu erklären, daß nicht beabsichtigt werde, diesen das ja auch die Finanzen Preußens in Mitleidenschaft zieht, Baragraphen auf die Gewerkschaften anzuwenden. Das war das offene gewährleistet sein müsse. Daß aber 600 Millionen neuer Gingeständnis mindestens der preußischen Regierung und ihr gleich Steuern nicht so leicht aufgebracht werden können, versteht wertiger reaktionärer Bundesstaatsregierungen, daß sie den§ 10 a fich von selbst. Wenn sich also die Beamten auch fernerhin benutzen wollen, um den Gewerkschaften Schwierigkeiten zu bereiten, daß durch„ nationale" Schlagwörter betölpeln lassen und die sie ihnen den Nachwuchs nehmen wollen, indem sie sie für politische reaktionären Parteien und damit die uferlose Welt- Vereine erklären, denen Jugendliche unter 18 Jahren nicht an politik und die Gegner eines demokratischen gehören dürfen. Troy alledem hat der Freifinn für den Paragraphen Wahlrechts unterstügen, so tragen sie selbst dazu gestimmt. Er bewilligte ihn, obgleich er weiß, daß aus ihm Ketten bei, eine ernsthafte Gehaltsaufbesserung für die Beamten auf für die Gewerkschaften, Fußangeln für den Lohnkampf geschmiedet unabsehbare Zeit hinauszuschieben! werden sollen. Er mußte auch diesen Verrat am Koalitionsrecht Die Flotten- und Weltpolitit, die eine ungeheure Steige- begehen, wenn er die Börsengeseyreform nicht in Gefahr rung der Zölle und Verbrauchsabgaben im Gefolge gehabt bringen wollte. Er wird deshalb auch in dritter Lesung nicht hat, schädigt nicht nur die Beamten als Konsumenten, anders stimmen. Aber er möchte sich doch vor der Arbeiterschaft, indem sie außerordentlich zur Zeuerung aller deren Interessen er so schmählich den Jntereffen der Börse opfert, Lebensmittelpreise beigetragen hat, sondern eine Deckung bauen und so unternimmt er noch jetzt eine Schein sie macht auch, wie schon oben dargetan, die rücksichts- altion, um sich von dem Vorwurf des Verrats reinzutvaschen. Die loseste Ausbeutung der Unterbeamten und beiden freisinnigen Fraktionen des Abgeordneten Arbeiter notwendig. Allein in Preußen beträgt der Hauses haben folgenden Antrag eingebracht: sich der Angeklagte einer Beleidigung des Kaisers. der zugleich sein Landesherr ist, schuldig gemacht. Bezeichnenderweise wird von der agrarischen Ausnahme Geprellte Loygerbet. wiederum eine agrarische Extraausnahme gemacht. Für Die Freisinnigen haben, um die Zustimmung der Konservativen Die Revision des Angeklagten wurde vor dem Reichsgericht Leute, die mit Korn und Mühlenprodukten berufsmäßig zu für die Börsengesehänderung zu erlangen, bei der Beratung bes von Rechtsanwalf Dr. Hübler( Leipzig) vertreten. Er führte in tun haben, ist die Berechtigung, Termingeschäfte in ihren Reichsvereinsgesetzes nach und nach ihre wichtigsten„ liberalen" der Hauptsache folgendes aus: Zu Unrecht sind zwei verschiedene Handlungen angenommen worden, denn der Landbote ist nur ein Produkten zu machen, wieder vorbehalten. Prinzipien geopfert. Dennoch ist noch immer zweifelhaft, ob das Sonderabdruck der wichtigsten Artikel der„ Bolkszeitung". Dennoch Mit einem heitern, einem nassen Aug' haben die Frei Börsentompromis die Mehrheit der Stimmen im Reichstag erhält. ist für den Wiederabdruc im„ Landboten" die exorbitant hohe finnnigen und Nationalliberalen diesem Kompromiß zuge Außer den sechs Mitgliedern der Deutschen Reformpartei( AntiStrafe von 9 Monaten ausgeworfen worden. Durch das Aus stimmt. So fand sich der Block wiederum zusammen. Das femiten) haben auch verschiedene Mitglieder der Wirtschaftlichen Ver scheiten des sonstigen Inhaltes ist dem Angeklagten unrecht info- Sentrum ist aus agrarischen Rücksichten gegen das Gesetz, die einigung wenig Neigung, an dem freifinnig- konservativen Schacherfern geschehen, als es als unerheblich bezeichnet worden ist, ob die Sozialdemokratie im Gegenteil, weil die Agrarier Ausnahme- geschäft teilzunehmen; zum mindesten möchten sie gerne vorher dem historische Kritik zutreffend ist oder nicht. Ein Blatt braucht nicht rechte bekommen haben. Das machte in der Debatte Genosse Freisin einen Teil der so schwer erlauften Beute wieder abzwaden. ein historisches zu sein, um die Ergebnisse historischer Forschungen Frank geltend. Dann gab es noch einen erbitterten Stampf So hat dent Dr. Böhme folgenden, von allen Mitgliedern ber mitzuteilen. Der Begriff der Beleidigung ist von der Straftammer in einer solchen Weise ausgedehnt worden, daß, es schlechter- zwischen dem Zentrumsagrarier Herold und dem block Fraktion unterstüßten Antrag gestellt: dings nicht mehr erträglich ist. Wenn diese Auffassung forrett ist, treuen fonfervativen Bündler Roeside. Schließlich wurden verliert der Begriff der Beleidigung den objektiven' Boden und wird alle Artikel in der Kommissionsfassung vom Block ansozusagen verinnerlichyt. Festgestellt ist, daß der Kaiser in dem genommen. ganzen Artikel nicht erwähnt ist. Dennoch wird gesagt, der Angeklagte habe gewußt, daß der Kaiser sich für das Denkmal inter effiere. Diese Tatsache, die er nicht erwähnt, genügt dem Gerichte in Verbindung mit der abfälligen historischen Kritik zur Annahine einer Majestätsbeleidigung. Diese" uffassung führt zu ganz unhaltbaren Konsequenzen. Der Reichsanwalt beantragte unter gesetzt. Siniveis auf die tatsächlichen Feststellungen die Verwerfung der Revision. Das Urteil wird heute mittag 1 Uhr berkündet werden. Morgen soll versucht werden, mit den Geschäften zu Ende zu kommen, damit die Osterferien beginnen fönnen. Deshalb wurde sowohl die dritte Lesung des Vereins gesetzes wie des Börsen gesetzes auf die Tagesordnung Krokodilstränenflut im Dreiklaffenhause. Der Reichstag wolle beschließen: Jm§ 51 der Kommissionsbeschlüsse hinter Absatz 1 folgenden Satz hinzuzufügen: Personei, deren Gewerbebetrieb über den Umfang des Kleingewerbes nicht hinausgeht, gehören, auch wenn sie in das Handelsregister ein getragen sind, nicht zu den Kaufleuten im Sinne dieser Vorschrift. " Wie die„ Staatsbürger- 3tg." zu diesem Antrage bemerkt, ist die Wirtschaftliche Vereinigung fest entschloffen, bei Ablehnung ihres Autrages das Gesetz scheitern zu lassen." Nehmen dagegen die Freisimmigen diesen Antrag an, so will die Wirtschaftliche Bereinigung für das Börsenkompromiß stimmen. Da die Wirtschaftliche Ver Die zweite Abteilung der sogenannten preußischen Volks- einigung 19 Mitglieder zählt, fällt sie bei der Abstimmung ins Ge beschäftigte sich am Dienstag mit den Teue- wicht, die Freifinnigen werden sich also beeilen müssen, wenn sie Das Pofticheckgeietz vor der Budget- rungszulagen, durch die die Beamten einigermaßen nicht die Geprellten sein wollen, auch diefe Forderung zu erfüllen. Kommiffion. Die rheinisch- westfälischen Scharfmacher und der§ 7 des Reichsvereinsgesetzes. Das Blatt der Scharfmacher in Westen, die„ heinisch. estfälische Zeitung", ist besorgt, daß die Landesgesezgebung in Preußen doch noch Ausnahmen bezüglich des§ 7 des eichsvereinsgefeges zulaffen föite. Das sei besonders wichtig für den rheinisch- westfälischen Industriebezirk: „ Die Zahl der Polen im rheinisch- westfälischen Industriebezirk ist so ungehener groß. ihre politische Betätigung so intensiv, daß die schärfite lleberwachung im deutich nationalen Interesse dringend geboten ist. Die zur Verfügung stehenden Bolizeiorgane find durchaus ungenügend, selbst polnisch sprechende Beamte der Aufgabe nicht gewachsen, die zahlreichen Versammlungen zu überwachen, die an den verschiedensten, räumlich weit auseinanderliegenden Orten, dazu noch meist zu gleicher Zeit abgehalten werden. Im Jahre 1906 wurden im Judustriebezirk über 8000 polnische Versammlungen abgehalten. Es fanden z. B. stat: in Ruhrort 700, in Duisburg 500, in Essen 377, in Mülheim- Ruhr 130, in Oberhausen 225 angemeldete Versammlungen. Diese wenigen Zahlen besagen mehr als genug. Nur der Gebrauch der deutschen Sprache ermöglicht eine ansreichende lleberwachung des polnischen Elementes. Schlimm genug, daß die Wahlzeiten eine bedenkliche Ausnahme bilden. Aus diesen Gründen müssen Ree gierung und Landtag hart bleiben: teine weiteren Ausnahmen!" Das Blatt beruft sich dabei auf das nationale Intereife". über die ausgebliebenen Aufbesserungen getröstet werden sollten. Der Bissen ist sehr mager ausgefallen und das biß( Sigung vom 7. April 1908.) chen Butter, das die Kommission darauf geschmiert hat, will Zur Beratung kommt der Nachtragsetat, der sich notwendig auch nicht viel besagen. Zudem sind es in erster Linie die erwiefen hat infolge der beabsichtigten Einführung des Post besser gestellten mittleren Beamten, denen die kleinen Komschedverkehrs. Wie aus der ersten Lesung im Plenum missionsverbesserungen zugute fommen. Die Regierung ließ betannt ist, handelt sich hierbei um Wiederaufnahme einer durch Rheinbaben schneidig erklären, daß alles, was über Absicht, die schon vor acht Jahren einmal den Reichstag beschäftigte, die Kommissionsbeschlüsse hinausgehe, für sie unannehmbar ohne daß es damals zu einem Ergebnis tant. Es sollen jezt in sei. Die Wahlen stehen vor der Tür und so traten nenn großen Städten des Reiches Scheckämter bei der Bost ein- denn der Reihe nach alle Parteiführer auf und weinten mit gerichtet werden; dort kann jeder gegen Einlage von mindestens einer Intensität, die den ältesten Krokodilen alle Ehre machen 100 m. ein Stonto eröffnen und nun seine Geldempfänge, wie würde, ihren Schmerz darüber aus, daß sie den armen Zahlungen durch das Scheckamit gehen lassen. Es ist geplant, die in jeder Höhe zugelassenen Geldeinlagen nicht zu verzinsen, jede Beamten nicht mehr zuschanzen können. Je weiter nach links Einzahlung mit 5 Pi, jede Rückzahlung mit 5 Pf. und hin, desto mehr näherte sich dies Vergießen von Krokodils8 Promille und jede Buchung mit 3 Pf. Gebühren tränen einem Land- und Platzregen. Herr Kopsch vollends zit belasten. Demgegenüber beantragt die sozialdemokratische Fraftion wurde beinahe von seinen eigenen Tränen weggeschwemmt. Gebührenfreiheit und Verzinsung der 100 M. übersteigenden Ein- Hinterher gab es noch eine Portion Ost markenlagen mit 1 Broz. Außerdem aber soll die Reichstanzler- Berge wäsch, wozu die Beratung der Denkschrift über die ordung, welche den Bostscheckverkehr regeln will, dem Reichstag zur Tätigkeit der Ansiedlungskommission den Vorwand. lieferte. Genehmigung vorgelegt werden. Abg. Beck( natt.) bespricht als Referent die geplante Einrichtung. Die Regierung erleuchten und zur Umkehr von ihrem BülowDer Zentrumsgraf Praschma betete zum Himmel, daß er Ihm sind die von der Regierung in Aussicht genommenen Gebühren ichen Bergewaltungspfade bewegen möge und der Freisinnige auch zu hoch, für Gebührenfreiheit aber ist er nicht zu haben. Der Norreferent Mommsen steht auf einem ähnlichen Standpunkt, Wolff aus Liffa hielt eine Rede gegen dieselbe Polenpolitik, vor allem wendet sieser sich gegen den Regierungsvorschlag, mir für die das Freisinnsgelichter im Reichstage gegen den klingenden die ersten 600 Stontobuchungen je 3 Pf. Gebühr, für die über- Judaslohn der Freigabe der Industriepapierchen durch die Das„ nationale Intereffe" sagt man und das Geldfadinteresse meint schießenden aber je 7 Bf. zu erheben. Er hätte lieber nur eine Annahme eines infamen Ausnahmeparagraphen unterstigt einzige Scheckstelle in Berlin gesehen. hat. Am Mittwoch steht ein Schock kleiner Vorlagen zur Beratung, darunter der bekannte Antrag amp, der die Wahlmänner der drei Klassen der Notwendigkeit überheben will, ihre Eisenbahnfahrt zum Wahlorte aus eigener Raffe zu bezahlen. Aus dem Herrenhaus. Staatssekretär Kraette erklärt, die Post wolle kein Geschäft mit der Einrichtung machen, aber sie wolle auch keine Opfer bringen. Es sei zweifelhaft, ob Sie Gebühren richtig bemessen feien, es folle aber jedenfalls verhindert werden, daß man später die Gebühren erhöhen müsse. Das Zentrum beantragt eine geringe Herabjegung der von der Regierung vorgeschlagenen Gebührensäße und will ste im Etat festgelegt sehen. Ferner soll die bis 1914 vorgesehene Probezeit um: Das Herrenhaus nahm am Dienstag die Eisenbahnvorlage Man weiß, was dieses Wort im Munde der Scharfmacher bedeutet. man. Die rheinisch- westfälischen Industrieherren rufen die Polen als billige Arbeitskräfte ins Land- das geht nicht wider bas nationale Intereffe"; wenn aber die Polen von dem Rechte der Muttersprache Gebrauch machen, um sich politisch und wirtschaftlich ihrer Haut zu wehren, dann ist das nationale Interesse" bedroht und es muß ihnen der Maulforb angelegt werden. Die Freifinnigen fönnen stolz sein auf die Handlaugerdienste, die sie den ärgsten Arbeiterfeinden, den rheinisch- tvestfälischen Kohlen und Eisen industriellen erwiesen haben. Freifinnige Zurückhaltung. wie stoło Berlin W., Datum des Poststempels. Köthener Straße 48. Sehr geehrter Herr! 2. Jahre verkürzt werden. Abg. Nacken begründet diese Anträge. in der Gestalt an, die ihm das Dreillassenhaus gegeben hat. BerAha. Eichhorn begründet die sozialdemokratischen Anträge Wenu gebens versuchte der freisinnige Danziger Oberbürgermeister Ehlers iammer betont wird, daß die Einrichtung Teinen fiskaliſchen Chatter ble von der Zweiten, Stammer gestrichenen 50 Wridionen wieder in Der Freifinir versendet Birkulare mit der Aufforderungu teagen soll, dann sei and Gebührenfreiheit aur Plaze, umſomehr bas Gesey hereinzubringen. Im übrigen war die Verhandlung so ihn beim Wahlkampf zu unterſtügen. Die Zirkulare, deren als die Post sich das Material. Hebermejiungsfarten widechefte langweilig jule: möglich und das einzig- interessante Moment war, Unterschriften fatfimiliert sind, seben so aus: Die Kosten der Verwaltung würden reichextra bezahlen lajie. lich gedeckt durch die Zinserträgnisse aus den Warmitteln, daß der Staatsreichsgraf von Sorquitten, Mirbach, die Stirn die die Post durch den Verkehr in die Hände bekommt. Sollten hatte, über die Höhe der Eisenbahnarbeiterlöhne zu jammern. Am aber wirklich Schwierigkeiten entstehen, so sei nach Ablauf der vier- Mittwoch will das Haus der borussischen Lords seine tiefgründige, jährigen Probezeit noch immer Gelegenheit. der Gebührenerhebung von Siegfried Heckscher so bewunderte Weisheit an der schwierigen näher zu treten. Einem raschen Wiederabfluß der sich aufammeln Materie des Quellenschutzgesetzes erproben und sodann das den Barbestäude beuge man vor durch die von der sozialdemo- Boligcitoftengeje y staatsphilosophisch beleuchten. fratischen Fraktion beantragte mäßige Berzinsung. Im Sime der auch vom Zentrum gewünschten gesetzlichen Festlegung der Gebührenfrage liege der andere Anfrag, der für die Rechtsgültigkeit der Reichsfanzler- Verordnung die Genehmigung des Reichstages als Erfordernis aufstellt. Kraette glaubt, daß die Einrichtung wieder nicht zustande komme, wenn Gebührenfreiheit beschlossen würde. Eine fpätere Gebühren erhöhung bringe nur Nackenschläge für die Abgeordnetent, diese wolle er ihnen ersparen. Abg. Kaempf beantragt für alle Ein- und Rückzahlungen und Buchungen eine Gebühr von 3 Pf. festzusehen. In Desterreich sei auch alles gebührenfrei. Die Stontoinhaber befämen noch Bu schreibungen aus den Ueberschüssen. Er stimmt Eichhorn darin bei, daß Herabjegung der Gebühren nicht eintreten werde, wenn man einmal Ueberschüsse aus der Einrichtung ziehe. Bei guter Entwickelung werde der geringere Bedarf an Barmitteln sicher auch auf den Bankdiskont im Sinne einer Ermäßigung einwirken und so Rugen für die Allgemeinheit schaffen. Kreth und Raab wollen feine Gebührenfreiheit, damit den Genoffenschaftsbanten teine Konkurrenz durch die Post erwacje. Raab spricht sich außerdem gegen Sentralijation in ein Bostiched amt aus. Nachdem noch zwei Regierungsvertreter die Vorschläge der Regierung in längeren Reden verteidigt und die Versicherung von dem einen abgegeben worden ist, daß die Posticheckämter sich nicht zu Postiparkassen auswachsen sollen, wird die Weiterberatung auf Mittwoch vertagt. Politische Ueberficht. Der bittende Freisinn. Der Abgeordnete Schrader veröffentlicht in der Liberalen Korrespondenz" folgende Buschrift: " Da es mir und meinen Kollegen von der freisinnigen Bereinigung nicht möglich war, allen denen persönlich zu antworten, die uns aufforderten, gegen das Vereinsgeseh Stellung zu nehmen, so danken wir allen denen, die uns ihre Meinung kundgegeben haben, und versichern, daß wir uns zwar wohl bewußt waren, zahlreiche eng mit uns verbundene Parteigenossen nicht befriedigen zu können, daß wir aber trotzdem nach bestem Wissen und Ge= to issen das tun mußten, was wir sowohl für das Vaterland wie für den gesamten Liberalismus als das beste ansahen. Wir bitten, die Gemeinschaft des politischen Ar= beitens mit uns aufrecht zu erhalten. S. Schrader." Eine kläglichere Kundgebung hat wohl noch nie eine politische Partei erlassen. So sprechen arme Sünder, die um mildernde Umstände betteln, aber nicht Männer, die getan haben, was sie tun mußten. Diese freisinnigen Helden bringen es nicht mehr zu einer fachlichen Verteidigung ihrer Handfungsweise, sie appellieren nicht an den Verstand, sondern an das Vertrauen, das ihnen ihre jetzt opponierenden Parteigenossen bis dahin geschenkt haben, um eben jenes Vertrauen, das sie durch ihre Handlungsweise verscherzt haben. Sie verlangen blindes Vertrauen, weil Sehende ihre Taten nicht billigen fönnen. Diese Jammerfundgebung ist eins der Dokumente, die den Untergang des Freisinns bezeugen. lautete: Berlin, den 7. April 1908. Des Blockgeschäfts zweiter Termin. Der Reichstag erledigte heute das Blockgeschäft im giveiten Die Windthorstbündler und das Wahlrecht. Lermin. Am Montag lieferte der Freifinn das Vereinsgefes, Am Somitag tagte in Köln- Ehrenfeld der Delegiertentag am Dienstag heimste es das Börsengesetz ein. So wäscht des Rhein- Sieg- Gauvereins der Windthorsteine Hand die andere. Und was das Schönste dabei ist, die bunde. Es wurde dort eine Resolution zur preußischen Freifinnigen haben durchaus recht mit ihren Behauptungen, Wahlrechtsfrage augenommen, die folgendermaßen daß diese gegenseitigen Liebesdienste der Blockbrüder nicht etva auf ausdrückliche Abmachungen beruhen. Sie sind viel niehr ohne irgendwelche Abrede gegenseitig geleistet worden. Aus der Verschleppungstaktik der Konservativen in der Börsengesetzkommission ging für jedermann mit hinreichender Deutlichkeit hervor, daß die Freifinnigen für weitgehende Zugeständnisse beim Vereinsgefeß mürbe gentacht werden follten. Das bewährte Juntermittel hat gewirkt. Da zerstreute sich mit einem Male das Gewölk, das das Börsengesetz umlagerte.. Die Sonne agrarischer Gunst beschien die Börse und den Freifinn wenigstens mit einigen dürftigen Strahlen. Das reicht aber für befcheidene Gemüter. Der Delegiertentag des Rhein- Sieg- Gautverbandes erklärt fich vorbehaltlos für das allgemeine, gleiche, geheime und direfte Wahlrecht zum preußischen Abgeordnetenhause. Der Gauverband spricht seine Genugtuung über die in dieser Frage seitens der Zentrumsfraktion des Reichs- und Landtages in Vergangenheit und Gegenwart eingenomunene forrefte Stellung aus und ver spricht, mit aller Energie für die Einführung des allgemeinen, gleichen, geheimen und direkten Wahlrechtes für das preußische Abgeordnetenhaus zu wirken und einzutreten." Der unterzeichnete Freisinnige Wahlrechtsausschus gibt sich die Ehre, bei Ihnen anzufragen, ob Sie bereit sind, für den Kampf gegen das jebige preußische Wahlrecht finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen. Es ist selbstverständlich, daß eine größere Bewegung gegen dieses Wahlrecht ohne tatkräftige intera stüßung nicht hervorgebracht werden kann, weil das Austeilen von aufklärenden Schriften und das Aussenden von Rednern, sobald es in größerem Maßstabe geschieht, bedeutende Ansprüche an unsere Kasse erhebt. Es wird nicht nötig fein, über die Schäden des vorhandenen preußischen Wahlrechtes mit Ausführlichkeit zu reden. Wir machen Sie aber darauf aufmerksam, wie einseitig die bisherige preußische Bolfsvertretung zusammengesett ist. Es siten beispielsweise int preußischen Landtage 111 Großgrundbefizer und 50 Bertreter der bäuerlichen Landwirtschaft, aber nur 12 Kaufleute und 25 Industrielle. Der Handwerkerstand hat nur 7 Bertreter und der Arbeiterstand ist überhaupt nicht vertreten. Höhere Beamte und Offiziere a. D. machen für sich allein 114 Mitglieder des preußischen Abgeordnetenhauses aus. Auch ist der Prozentsatz der Adligen innerhalb dieser Volksvertretung ein ungeheuer hoher. Wir nehmen an, daß Sie unsere Bestrebungen, dieses Wahlrecht energisch zu betämpfen, Ihrerseits billigen. Für den Fall, daß wir uns in diefer Annahme getäuscht haben, bitten wir Sie, uns auf beiliegender Postkarte eine furze Nachricht zukommen zu laffen, damit unser Bureau nicht aus Unkenntnis weitere Drud fachen an Sie versendet. Sollte aber unsere Annahme richtig fein, daß Sie die Bestrebungen des Freisinnigen Wahlrechtsausschusses billigen, so bitten wir Sie, uns eine Ihren Berhält. nissen und der Größe der Aufgabe entsprechende Summe an die Bank für Handel und Industrie auf das Konto Wahlrechtsfonds anweisen zu wollen oder einen Beitrag an den Freifinnigen Wahlrechtsausschuß 3. H. des Abg. Dr. Müller- Sagan, Köthener Straße 48 11, zu senden. Die Umgestaltung des preußischen Wahlrechtes ist für das deutsche Bürgertum von ausschlaggebender Bedeutung. Wir erwarten, daß dieses Bürgertum für seine und die allgemeinen politischen Zwede nicht weniger opfertvillig ist, als es bie Agrarier bisher für die ihrigen gewesen sind. Mit vorzügl. Hochachtung ergebenst 1 Postkarte 1 Postanweisung. Der Freifinnige Wahlrechtsausschuß Fischbed. Karl Goldschmidt. F. Hoff. Julius Kopsch. D. Fr. Naumann. Dr. Bachnide. Dr. Heinrich Nößler. Albert Traeger. Dr. E. Wiemer. Dr. Müller- Eagan, Vorsigender. Karl Schumacher, Geschäftsführer. Eigentümlich ist es, daß der Freifinn in diesem Bettelbrief es nicht einmal für nötig erachtet, feine Stellung zur Landtagswahlreform klar zu präzifieren! Er spricht von der allzu schwachen Vertretung der Kauflente, Industriellen, Die„ forrette Stellung", die das Zentrum in der preußi- Handwerker und Arbeiter, weist auf die Begünstigung der fchen Wahlrechtsfrage eingenommen hat, besteht darin, daß es Agrarier, Adligen usw. hin, aber fagt mit feinem Wort, daß feit 1873, also feit dreieinhalb Jahrzehnten, sich vollständig er das Reichstagswahlrecht an die Stelle des zur In der zweiten Lesung der Kommission wurden die über untätig verhalten und keinen Finger gerührt hat, un der Beit bestehenden Wahlrechts seven will. agrarischen Beschlüsse erster Lesung völlig umgefrempelt. Nach preußischen Dreiflassenschmach ein Ende zu machen. Daß es Das ist zweifellos fein 3ufat!! Der Freifinn rechnet der neuen Fassung soll der Terminhandel im Effektengeschäft Leute gibt, die einer Partei für ein derartiges Verhalten noch vielmehr auf die Unterstügung auch solcher Preise des begestattet sein, aber nicht im Broduktengeschäft. Da bezweden ihren Dank aussprechen, ist ein Beweis für die politische Rücksitzenden Vürgertums, die zwar das gegenwärtige preußische die Agrarier durch die Ausnahmestellung des Produkten- ständigkeit im Zentrumslager. Wahlrecht als Benachteiligung der Bourgeoisie empfinden, geschäfts eine Hochhaltung der Preise in Agrarprodukten. von allgemeinen und gleichen Wahlrecht aber ebenso wenig wissen mögen! Deshalb schweigt sich das freisinnige! Gine Umfrage auch bei nichtsozialdemokratischen Mitgliedern Birkular über seine programmatische" Wahlrechtsforderung der Kommission hat übrigens ergeben, daß auch bis jetzt noch keinem einzigen Mitgliede auch nur eine einzige Zeile Korrekturabzug von vollständig aus! dem angeblich längst fertig" gestellten Bericht zugegangen ist. Demokratie und Reichsvereinsgeseh. der Regierung Harre, was sie zur Beilegung der Krise zu tun gedente. Die Antwort auf die Frage Jansons, ob denn die Kleri falen vor den Wahlen solche Angst haben, daß Gegen das Reichsvereinsgesetz und die Arbeitskammern. sie die Kongoangelegenheit, noch ehe das Land über die grund Eine Konferenz der Gewerkschaftsfartelle legenden Fragen informiert ist, vor den Wahlen erledigen lassen des Herzogtums Sachfen Altenburg, die am Sonntag In einer Volksversammlung, die am Sonntagvormittag in müsse, hat sich der Ministerpräsident sehr bequem gemacht: man in Altenburg stattfand, beschäftigte sich nach einem Referate des Stuttgart tagte, hielt Genosse Dr. Quard- Frankfurt scharfe solle doch um Gottes willen aus der Kongoangelegenheit teine Reichstagsabgeordneten. Genoffen Stüdlen über„ Arbeitskammern Abrechnung mit der bürgerlichen Demokratie" und ihrer Haltung" politische Frage" machen. Die Regierung bergißt, daß die Kongo. und Arbeiterkammern" mit dem Entwurf des neuen Gesezes über zum Reichsvereinsgefey. Folgende Resolution wurde angenommen: annexion nicht für alle Leute ein Geschäft iſt. Auf einem Arbeitskammern. Es waren gegen 100 Delegierte anwesend, die Die Versammlung erblickt in dem vom Block gewalttätig anderen Punkt, die Annexionsvorlage vor dem Kolonialgesch zu rund 16 000 gewerkschaftlich organisierte Industriearbeiter vertraten. ein Ausnahmegesetz gegen die In der Diskussion sprach sich die Mehrheit der Delegierten gegen den neuen Gesezentwurf aus. Man forderte Arbeiterkammern auf der Grundlage des allgemeinent, gleichen und direkten Wahlrechts. Am Schusse wurde folgende Resolution angenommen: " " Die heutige Stonferenz der Gewerkschaftskartelle des Herzogtums Sachsen- Altenburg, in der 15 850 Mitglieder vertreten find, berurteilt ganz entschieden den im Reichsanzeiger" veröffentlichten Entwurf eines Gesezes über Arbeitskammern. Die Konferenz fann nur in Erfüllung der auf dem Kölner Gewerkschaftsfongreß aufgestellten Forderungen eine befriedigende Vertretung der Arbeiterinteressen erbliden." 8u gleicher Beit tagte in Altenburg eine starkbesuchte Protest beriammlung gegen das reaktionäre Reichsvereinsgefeh, in der namentlich der Arbeiterverrat der Freisimmigen scharf gegeißelt tourde. durchgesetzten Reichsvereinsgeler Sprachenparagraph und der erledigen, scheint die Regierung nicht beharren zu wollen. Ausschluß der Jugendlichen von politischen Vereinen und Ber- Alles in allem zeigte der Regierung schon diese kurze Einleitung sammlungen führt zur schweren Schädigung der Arbeiterinter- zur Kongofrage, daß die Aufforderung zu Mäßigung und essen. Das Vereinsgeses überträgt die preußische Politik der Patriotismus fein genügend wirksames Mittel ist, um die OppoSchifanierung und Unterdrückung der freien Arbeiterbewegung fition zu zähmen. Spanien. Der Prozeß Run. aufs ganze Reich und raubt dem fortgeschrittenen Süden, insbesondere Württemberg, wertvolle freiheitliche Errungenschaften. Das Gesez stellt eine Verhöhnung wirklich demokratischer Staatsauffassung dar; die Zustimmung der württembergischen VolksMadrid, 7. April. Die Zeugenbernehmung im Barcelonaer partei zu diesem Gesetz bedeutet die Preisgabe der fundamen Bomben prozesse brachte die mit Spannung erwartete erneute talsten Grundsäge der Demokratie. Die Versammlung ersucht Aussage des Polizeiinspektors Trosselt über die Hintermänner die Arbeiter des ganzen Landes, mit aller Schärfe den Kampf der terroristischen Anschläge. Treffolt erklärte im Gegenfab au gegen die Blodparteien, namentlich gegen die zum Schildhalter seinen früheren privaten Aussagen, er könne teine konkreten An Ses preußischen Junkertums herabgejunkene Volkspartei fort- schuldigungen gegen bestimmte Persönlichkeiten richten. Bujeßen." Schweiz. Portugal. Die Wahlen. Die Resolution wurde von der Versammlung einstimmig anGegen eine Umsatzsteuer in Sachsen. genommen. In Reutlingen, der Hauptstadt" des WahlJm Königreich Sachsen lauern die Mittelstandsretter schon lange treises des Herrn v. Payer, rechnete Genosse Heymann mit der Der Regierungsdruck und der Wahlschwindel der Monarchisten Beutegierig auf eine landesgefegliche Umsatzsteuer zur Erbrosse Bayerschen Politik der Grundfablosigkeit ab. In der öffentlichen lung der Arbeitertonfumbereine. Nachdem im Laufe teidigen. In Ludwigsburg, Gmünd und an einer Reihe während die republikanische Organisation sehr stark ist, sind die Versammlung wagte tein Anhänger Bayers dessen Politik zu ber- scheint diesmal ganz besonders unverschämt gewesen zu sein. der Jahre die Einbringung einer solchen Vorlage von der Regierung anderer Orte fanden gleichfalls Protestversammlungen gegen den Republikaner bei den Wahlen, oder besser gesagt, bei den von den wiederholt abgelehnt worden und den Gemeinden überlassen wurde, Verrat der Volkspartei statt. Von der Sozialdemokratie hat die diese Sonderbesteuerung der Armen lofalweise zu beforgent, hat Volkspartei Gnade nicht mehr zu erwarten. Lieber der offene Regierungsorganen festgestellten Wahlresultaten fast völlig unterneuerdings ein vom konservativen Abg. Spieß in der Zweiten Reaktionär als der demokratisch mastierte Boltsverräter!" erklärte legen". Denn nach den offiziellen Meldungen wird die Deputierten Stammer gestellter Antrag auf eine Umsatzsteuer in der 8 weiten in der Stuttgarter Versammlung Genosse Quard unter tosendem lammer einschließlich der Vertreter der Kolonien sich folgendermaßen zusammensetzen: Regeneratoren 62, Progressisten 59, Unabhängige 17, Rammer Annahme gefunden, und die Gefahr ist Beifall der Versammlung. bei der Mittelstands- Popularitätshascherei der Regierung akut Nationalisten 2, Republikaner 5, Francisten 3, dissidierende geworden. Zur Abwehr dieses Attentats auf die Ersparnisse der Progressiften 7 Site. minder bemittelten Bevölkerung hatten die Genossenschaften am MonEs ist auch ganz sicher, daß die Regierung die Folgen ihrer unerhörten Wahlfälschung vorausgesehen und deshalb sorgfältig tag nachmittag eine Brotest versammlung in Dresden arrangiert, um den herrschenden Klassen noch einmal die ganze über die von füddeutschen Staaten gegen die Schweiz größeren Umfang angenommen zu haben, deren Ausdehmung Bern, 7. April. Im Nationalrat wurde die Interpellation Polizei und Militär vorbereitet hat. Trotzdem scheinen die Unruhen Ingerechtigkeit, aber auch die ganze Wirkungslosigkeit einer der verhängte Wichsperre verhandelt. Rebmann- Bern er allerdings die spärlichen offiziellen Depeschen verschweigen, während artigen volkswirtschaftlich und sozial unsinnigen Sondersteuer vor flärte, die Sperre bedeute für die schweizerischen Bichzüchter eine Augen zu führen. Die Versammlung verfammelte die Vertreter der schwere Schädigung und sei ganz ungerechtfertigt, da die eine ſtrenge Depeschenzenfur Privatmeldungen nicht durchläßt. Genossenschaften aus ganz Sachfen. Zirka 150 Vereine waren durch Schweiz fast ganz und insbesondere der Kanton Bern voll. Dies geht schon aus der Tatsache hervor, daß die Unruhen trop der etwa 500 Delegierte vertreten. Die Regierung und die Kommunen ständig seuchenfrei sei. Der Chef des Landwirtschafts- blutigen Unterdrückung sich gestern wiederholt haben und zu waren eingeladen worden, insbesondere auch der Vater des neuesten departements, Bundesrat Deucher, erklärte, der Bundesrat er- nenen blutigen Zusammenstößen in Lissabon geführt haben. In der Umfaysteuerantrages, Abg. Spieß- Pirita. Die Regierung war durch schweizerischen Handelsvertrages; er habe in Ber- Waffe Gebrauch; brei Personen wurden getötet, mehrere ver Umsatzsteuerantrages, Abg. Spieß- Pirna. Die Regierung war durchblicke in der Sperre eine Verlegung des deutsch- Nähe der Kirche von San Dimongo machte die Polizei von der den Regierungsrat Dr. Langsch vertreten. Von den Abgeordneten der fin energisch dagegen protestiert und den Reichskanzler er tett. Zweiten Kammer wenn die Abgg. Behrens( fonf.). 8ipher sucht, bei ben süddeutschen Staaten die sofortige Aufwähler einen anderen Gegen die deutsche Viehsperre. Ju einem Wahllokal im Vorort Alcantara erftach ein während eines Streites, der in ( nat. lib.), Bur und Günther( freis.) erscheinen. Der Umsatzsteuer- he bun Gange, die bisherige Antwort keineswegs be. weiterer Folge zu einem Angriff der Menge gegen Polizei und Ein Absinthverbot. Vortrage noch einmal alle Argumente vom Standpunkte der Ge- friedigend; doch sei eine Verständigung zu erhoffen rechtigkeit, der Volkswirtschaft und von der sozialen Seite zusammen und bewies durch Ausführungen aus bürgerlichen, Streifen die hohe moralische Bewertung der Genossenschaftsarbeit. Trotz Aufforderung von seiten des Vorsitzenden nahm kein Gegner das Wort, auch die Gäste vom Landtag und der Regierungsvertreter schwieg. Es wurde dann folgende Resolution einstimmig angenomment: " Bern, 7. April. Der Nationalrat hat nach biertägiger Debatte mit 82 gegen 53 Stimmen beschlossen, dem durch Boltsabstimmung geforderten Verbot von Fabritation, Einfuhr, Durchfuhr und Verkauf des Absinth- Liköre zuzustimmen. frankreich. Die Regierungspolitik. 110 Personen wurden verhaftet. Jn. republikanischen Streisen herrscht große Aufregung über die Tat, wie die Regierung ihr Versprechen freier und reiner Wahlen erfüllt hat. Die Hoffnung, auf rein parlamentarischem Wege zur Macht zu kommen, ist geschwunden und das Land geht vielleicht ncuen Erschütterungen entgegen. England. Konstitutionelles Empfinden. Rußland. Die Amurbahn. Die am 6, April 1909 in Meinholds. Sälen in Dresden bersammelten Vertreter fächsischer Konjum und ähnlicher Genossen= schaften protestieren energisch gegen die Bestrebungen auf haffung einer Landesgefeliceolatoka boutmobie Baris, 6. April. Jin Verlauf seiner Rede warf Jaurès der Beden bie mfaviteter, berhaupt, wie sie zurzeit in einzelnen Regierung vor, sie habe eine der in ihren Brogramm entem Ränis, uerdacht, daß er bei der gegenwärtigen London, 7. April. In liberalen Kreisen wird es Gemeindey in Sachsen besteht und dort vornehmlich die Steignaftenen Reformen ausgeführt und jogataeinigeboue ben schon Strije nicht im Lande ist. Das Daily Chronicle" vereine trifft. Lor der jetzigen Legislaturperiode beschlossenen zu veröffentlichen Diefe infaſtener ist nicht nur äußerst intgerechtfie ist unterlassen. Elemenceau erwiderte, die Regierung habe das meint, dies sei der erste Berstoß in der ununterbrochen auch fortschritts und entwickelungsfeindlich. Besonders ungerecht Trennungsgeset trotz des empfindlichen Widerstandes aus. erfolgreichen Regierung. Die Kommentars der liberalen aber wirkt sie den Sonfumvereinen gegenüber, die die Vor- geführt. Der Rücklauf der Westbahn sei auf dem besten Wege, Blätter über den Ministerwechsel flingen gepreßt. heile des Groß- und Barcinkaufs von Lebensmitteln und sonstigen bank den Bemühungen der Regierung, die übrigens dem Senat Die Engländer scheinen also feinen Reisekönig wichtigen Bedarfartikeln ganz speziell den breiten Schichten feine Befchle erteilen könne. Die Regierung sei auch bemüht ge- zu wünschen. Uns dünkt dies eine Ueberschäzung der Wichtigdes Voltes zugute fommen lassen. wesen, das Gesetz über den wöchentlichen Ruhetag auszuführen feit monarchischer Anwesenheit in einem Lande zu sein. Die Konfumvereine müssen ibre Ueberschüsse zur Bezahlung und die Lage der Eisenbahnangestellten zu verbessern. Wenn die dieser Steuer hergeben. Diese lleberschüsse sind aber die Er- Rammer weniger reden wollte, könnte sie mehr Reformen zustande sparuisse der Kon umvereinsmitglieder, die in Sachsen zu 90 Broz. bringen, z. B. die Einkommensteuer, für deren Annahme das ben ärmsten Bevölkerungsttaisen angehören. Kabinett solidarisch eintrete. Die Beratung über den Rückauj Die Umfasstener hat bis jetzt ihren Zweck, die Koufum der Westbahn werde im Senat nach den Osterferien beginnen, wovereine einzuschränken und die Lage der Kleinhändler aufzubessern, bei das Kabinett die Vertrauensfrage stellen werde. Die Regieverfehlt. Sie wird auch in Zukunft diesen Zweck verfehlen, weil rung werde auch das Einkommensteuergeset alsbald nach der Gedie Mitglieder treit zu den Soniumvereinen halten und infolge- nehmigung durch die Kammer im Senat verteidigen. Zum Schlusse dessen die Kleinhändler keinen einzigen Kunden mehr erhalten. fuchte Clemenceau nachzuweisen, welche Gefahr man liefe, wenn Im Gegenteil wird, wo die Konsumvereine durch die Umsatzsteuer man ein gemäßigtes Ministerium zur Regierung kommen. ließe, eingeschränkt oder verdrängt werden sollten, sich das Kapital des und daß man um jeden Preis die Reaktion vermeiden müsse.( LebKleinhandels bemächtigen und hierdurch dessen Lage noch mehr hafter Beifall links.) gefährdet. Jaurès sprach darauf von neuem gegen die Aussperrung Die Versammelten ersuchen die königl. Staatsregierung, ben auf den Bauten und versicherte, daß der Haß des Sosialis diesbezüglichen Wünschen der Mittelstandsvereinigung auf Ein- mus eine Gefahr für die Regierung und für die Republik führung einer staatlichen Umfasstener nicht stattgugeben, sondern sein würde. Die Kammer nahm darauf mit 319 gegen 86 Stimmen den Konsumvereinen gleich freie Bahn zu lassen wie den Genossen- eine Tagesordnung an, in der sie der Regierung ihr Vertrauen schaften der anderen Bevölkerungs- und Berufsklaffen. Der soziale erklärt und der Zuversicht Ausdruck gibt, daß die Regierung den Frieden wird hierdurch mehr gefördert werden, als durch die Rückauf der Westbahn, die Altersversicherung der ArUnterstützung einer einseitigen Jateressenpolitit eines Bruchteils beiter und die Einkommensteuer zur Durchführung bringen Der Kleinhändler, denen es ja unbentomnien ist, ihre wirtschaft und sich dabei einzig und allein auf die Mehrheit stützen werde, lichen Interessen ebenfalls durch genossenschaftlichen Zusammen- die diese Reformen wünsche. schluß zu fördern. Das Bureau der Versammlung wird beauftragt, diefe Reso lution der sächsischen Staatsregierung zu überreichen." Belgien. Präludium. Brüssel, 6. April. Petersburg, 6. April. In der heutigen Sibung der Reichs. uma wurde über den Bau der Amureisenbahn berhandelt. Der Verkehrsminister wies auf die Wichtigkeit des Bahnbaues für die Hebung der Kultur und des materiellen Wohlstandes der Bevölkerung sowie für die Kolonisation des Amurgebietes hin. Der Gehülfe des Kriegsministers hob die strategische Be deutung der Amurbahn für den ganzen fernen Osten hervor. 78 Redner, von denen heute bier sprachen, meldeten sich zum Wort. Lerow( Progressist) sagte, er sei gegen die Gesetzesvorlage. Die angeführten Daten über die Naturreichtümer des Amurgebietes halte er für unbewiesen und daher den Erfolg des Bahnbaues für problematisch. Graf ivarow( Oftobrist) erklärte, er stehe auf dem Standpunkte, daß das Amuurgebiet als Territorium Rußlands jedenfalls verteidigt und in jeder Hinsicht gehoben werden müsse. Das sei aber nur durch den Bahnbau möglich. Schingareto( Kadett) wies darauf hin, daß die finanzielle Lage Rußlands eine derartige Aufgabe berbiete. Bobrinsky( gemäßigte Rechte) vere teidigte die Gesetzesvorlage vom strategischen, nationalen und wirtschaftlichen Standpunkte. Darauf wurde die Sigung auf Donnerstag vertagt. Cürkei. Ein faulenzender Abgeordneter. ( Eig. Ber.) Die mazedonischen Reformen. Die Freitagsfibung der Stammer hat der bevorstehenden Ein Telegramım der Kölnischen Zeitung" aus Berlin melbet: Unsere Feststellungen in der Nr. 79, wonach der antisemitische Abgeordnete Schad die Vorlegung des Kommissionsberichts be- Rongodebatte charatteristisch genug präludiert. Die furze, höfliche, England hat die russische Denkschrift über die maze= treffend die Aenderung des§ 63 des Handelsgesehbuchs verbummelt teils auf einen verdächtig versöhnlichen, teils auf den„ patriotischen" donischen Reformen jegt eingehend beantwortet und scheint im habe, sucht das ihm nahestehende„ Neich" mit der Behauptung zu Ton gestimmte Rede Schollaerts läßt alle die Momente wesentlichen die russischen Vorschläge anzunehmen. Insbes entkräften, der Bericht sei schon wenige Tage nach der letzten Kom- hervortreten, die dem Kampfe zwischen den Annegionisten um sondere scheint die britische Regierung die russischen Vorschläge zu miffionssihung fertig gewesen, mit Ausnahme einiger Erflärungen jeden Preis und der Opposition das Gepräge geben werden. der Stellung des Generalinspekteurs und wegen der Uebernahme eines Regierungsvertreters, die schriftlich zum Bericht gegeben In selben Atemzuge, in dem der Ministerpräsident die der Reformbeamten in türkische Dienste zu billigen und dement werden follten. Warum dieser Regierungsvertreter Herrn Schad Wünsche der Regierung ausgesprochen, hat er zugleich einen sprechend auf seinem Vorschlag der Ernennung eines Generalsolange auf seine Erklärungen warten läßt, weiß das„ Neich" Appell an das Haus gerichtet, die Beratung in den Grenzen der England darauf zu legen, daß die Einnahmen aus dem Haushalt gouverneurs nicht mehr zu beharren. Besonderen Wert scheint auch anzugeben. Denn erstens ist der betreffende Herr gleich nach der legten Sigung ertranft und nach Wiederherstellung seiner Ge- Mäßigkeit und der Leidenschaftslosigkeit zu führen... Leider ber mazedonischen Provinzen in erster Linie zur Deckung der sundheit sei er mit Arbeiten für die Börsenfommission außer aber muß der Hauptwunsch der Regierung, die Beratung und Ab- Kosten der Reformen herangezogen werden, so daß für militärische ordentlich überlastet gewesen. Also gleich zwei Entschuldigungen: Stimmung über die Annexionsvorlage und das Kolonialgesetz noch Bedürfnisse nur etwaige Restbeträge zu verwenden sind. eine für den Herr Schad, die andere für den Regierungsver- vor den im Mai stattfindenden Wahlen durchzusehen, von vorn- Auch in der französischen Kammer kam die mazedonische Frage treter. herein den leidenschaftlichsten Widerstand nicht nur der Sozialisten, heute zur Sprache. Denys Cochin befragte den Minister bes Herrn Schad ist aber nicht unbekannt, daß die Regierungs- sondern auch der ganzen Linken hervorrufen. Denn das Band ist Aeußern Bichon über die Lage in Mazedonien und über die bertreter sich gegen die von der Kommission beschlossene Verbesserung von der Regierung vor eine Aufgabe gestellt, deren Lösung in Saltung Frankreichs. Er erinnerte an die brudermörderischen Behandlung der Angelegenheit von vornherein zu befürchten; ihr fein anderes Ereignis. gewandt haben und von ihrem Standpunkt aus war eine dilatorische das Geschick des Landes in einer Weise eingreift, wie seit 1830 Stämpfe der Griechen und Bulgaren, gegen welche die bisher an gewendeten Mittel unwirksam getvesen seien und fragte, ob Frankmußte es erwünscht sein, die ganze gesebgeberische Aktion im Sande reich entschlossen sei, der Türkei gegenüber, die Europa schon Die Redner der Opposition, die Genossen Demblon und ermüde, energisch zu handeln.( Beifall.) Bichon ant verlaufen zu lassen. Das mußte Herr Schad begreifen und er hätte auf die Abgabe der versprochenen Erklärungen drängen und even- Anseele wie der Nadikale Janson haben denn auch dieser wortete, daß Frankreich auf seine wirtschaftlichen Interessen und tuell seinen Bericht auch ohne diese erstatten müssen. Wenn Taktik dr Lösung der Kongofrage den Krieg erklärt. Die Re- feinen Einfluß in der Türkei bedacht sei und sich der Politik der twas zu befürchten steht die Vorlage nicht mehr zur Berabschie- gierung hat es derart cilig mit dem Unterdachbringen der Kongo- in Mazedonien unmittelbar beteiligten Mächte anschließe, die mit dung kommt, da die Regierung nicht nachgeben und mit den Block vorlage, daß sie selbst die Karwoche willig den Geschäften und ihm befreundet oder verbündet seien. Hierbei sei es von dem Be parteien, die sich sämtlich für die Annahme der Vorlage engagiert dem Geschäft widmen will. Ja, wenn das einer von den streben geleitet, alles zu vermeiden, was dem Frieden Europas haben, auch wegen dieser Sache nicht in Differenzen geraten will, Atheisten" der Linken für irgend eine andere Beratung verlangt fchaden könnte. Der Minister fügte hinzu, Frankreich fönne ben so trägt Herr Schatt seinen Teil Schuld an den enttäuschten Hoff- hätte!... Anseele hat denn auch das zu so außerordentlichem gewünschten Bahnbauten feinen Widerstand entgegensetzen, nungen der Handlungsgehülfen, weil er Gott einen guten Mann benn es seien Werkzeuge des Einflusses und des Fortschrittes. fein ließ, und mit bewundernswerter Seelenruhe wartete und Fleiß für das Kongogeschäft aufgerufene Haus daran er- Frankreich vereinige fich mit den Regierungen von Petersburg wartete auf eine Regierungserklärung, welche diefelbe, wie auch in innert, daß die Arbeiterschaft weniger auf die Diskussion und Rom, um auf die Pforte einen Drud auszuüben, daß ste vielen anderen Fällen, auch im Plenum des Reichstage hätte ab der Kolonialfrage, als auf die die Krise betreffende Serbien in der Donau- Adriabahn zufrieden stelle. geben tönnen. Interpellation der Sozialdemokraten und auf die Antwort Minister Pichon gab Aufklärung über die in Mazedonien boll zogenen Reformen. Oesterreich- Ungarn und Rußland hätten Rat- 1 Berhandlung selbst wurde festgestellt, daß russische Polizeibeamte sich| Fabrikfore wurden sie von abermals zwei Gendarmen in Empfang schläge gegeben, um der Bildung von Banden entgegenzutreten. im Königshütter Polizeigefängnis einfanden, um die Identität eines genommen. Soziales. England habe die Ernennung eines von den Mächten gewählten wegen politischer Vergehen verfolgten Russen 8. festzustellen. Die Die Streifenden wünschen, daß von dieser Sorte noch et Gouverneurs, wie im Libanon, vorgeschlagen. Der russische Vor- gegen das Urteil eingelegte Revision wurde am Dienstag vom liche Hundert den Betrieb schmücken, dann wird die Betriebsschlag sei etwas abweichend. Die französische Regierung habe von Reichsgericht verworfen. Leitung den Unterschied zwischen dem alten Stamm ihrer ArAnfang an erklärt, daß sie die russischen Vorschläge unterstüße, fic beiter und den jezigen Rausreißern bald erkennen lernen. billige die Initiative der alliierten Macht, die in wesentlichen Punkten mit derjenigen Englands übereinstimme und von den Deutsches Reich. Mächten gut aufgenommen zu sein scheine. Frankreich strebe die Einigung der Mächte an, weil diese den Frieden Europas ge= währleiste und die Vorbedingung für das Gelingen der mazedonischen Reformen sei. Frankreich werde keine Anstrengungen scheuen, um der mazedonischen Bevölkerung ihr Recht zu verschaffen. Der Rede des Ministers folgte einmütiger Beifall. Cochin dankte dem Minister und sprach die Hoffnung aus, daß man bald einen Expreßzug Paris- Athen haben werde. meldet: Marokko. Mulah Hafids Aussichten steigen. Selbst die Franzosen können nicht mehr verschweigen, daß er Erfolge hat. So wird geParis, 7. April. Aus Casablanca wird berichtet, daß atvei Mahallas des Gegenſultans Mulay Hafid Settat und Zauia el Mokri besetzt haben. Es geschieht nunmehr zum dritten Male, daß die Truppen Mulay Hafids das von den Franzosen geräumte Settat besetzen. Tanger, 5. April.( Meldung des Reuterschen Bureaus.) Sier aus dem Innern eingetroffene Briefe melden, daß eine Mahalla unter Mulah Zwyn, einem Bruder Abdul Asis', die sich auf dem Marsche von Rabat nach Fez befand, bei ihrer Ankunft in dem Gebiet der Semmur umzingelt und durch Leute des Semmurstammes gefangen genommen wurde. " Amerika. Eine unabhängige Arbeiterpartei. Das B. T." bringt folgendes Kabeltelegramm aus New York: Nach einer telegraphischen Meldung aus Chicago haben eine Anzahl von Arbeiterorganisationen, die 600 000 Stimmen hinter sich haben, ganz unerwartet ihren Austritt aus der„ American federation of labour" erklärt. Dieses Vorgehen einer immerhin beträchtlichen Minorität ist auf die Unzufriedenheit zurückzuführen, die in weiten Kreisen der organisierten Arbeiterschaft der Vereinigten Staaten über den Beschluß der Federation" entstanden ist, von der Gründung einer selbständigen politischen Arbeiterpartei einstweilen Abstand zu nehmen. Auf den 1. Juli ist ein Kongreß einberufen worden, in dem, wie man erwartet, die Vertreter der unzufriedenen Elemente ihren Anschluß an die sozia listische Bewegung erklären werden, die dann etwa 1 500 000 Arbeiter unter ihren Fahnen vereinigen würde. Die so ver stärkte sozialistische Partei soll dann mit allen Mitteln die Wahl eigener Kandidaten für den Kongreß betreiben, und man hofft, diesen Plan in einer Weise durchführen zu können, daß im nächsten Kongreß die Sozialisten die ausschlaggebende Partei bilden werden. Aus der Partei. Gemeindewahlerfolge. Eine nicht gesundheitsschädliche Backstube. Schneiderbewegung. Trotz aller Bemühungen der Schneiders organisation in Schwerin haben sich die Unternehmer nicht be müßigt gesehen, einen Tarif einzugehen. Deshalb ersuchen die Schweriner Schneider, den Zuzug von Schneidern nach dort fern zuhalten. Die Es ist erstaunlich, was für Bocksprünge manchmal in einem ärztlichen Gutachten gemacht werden, wenn es sich„ nur" um die Interessen eines Arbeiters handelt, der sein Recht vor Gericht geltend macht. Anläßlich eines Rechtsstreites, den ein Bäckergeselle mit einem Die Lohnbewegung der Schneider in Köln hat zu einem bes Bäckermeister Techel in Brunshaupten führte, forderte das deutenden Erfolge geführt. Mit den beiden Unternehmerver= Gericht bon einem Dr. med. Peters ein Gutachten bänden wurde ein Tarif abgeschlossen, der den Gehülfen eine darüber, ob die Beschaffenheit der Badstube Lohnerhöhung von 6 bis 8 Proz., in einer Anzahl großer Ge die Gesundheit des Gesellen gefährden könne. fchäfte eine solche von 15 bis 20 Proz. bringt. Bier große Ge Dr. Peters nahm die Backstube in Augenschein. Er beschreibt sie in schäfte( Einmahl u. Co., Esders u. Dyckhoff, Jos. Michels und Jos. seinem Gutachsen so: Die Badstube liegt direkt über dem Meyer) weigern sich noch, den Tarif anzuerkennen. Bei ihnen Backofen Man gelangt zu ihr auf einer schmalen Treppe, welche haben die Gehülfen die Arbeit eingestellt. Es finder aus dem vor dem Badofen belegenen Raum zur Badstube empor- Verhandlungen vor dem Gewerbegericht statt. führt. Die Backstube ist annähernd zwei Meter hoch, etwas über drei Meter lang und breit. In der Außenwand befindet sich ein Die Aussperrung der Gipser in Heidelberg ist aufgehoben. Fenster. Außerdem sind zwei Türen vorhanden, von denen die eine Der Plan der Unternehmer, Lohnreduktionen durchzuführen, in ein Nebengelaß, die andere nach der erwähnten Treppe führt. ist vereitelt worden. Bei einer zweiten Verhandlung, die wieder Der Fußboden der Backstube ist mit Ziegelsteinen gepflastert. bom Bürgermeister Wielandt geleitet wurde, legte man folgende Nach der eidlichen Aussage eines Zeugen herrschte in der Back- Friedenspräliminarien fest, die nachher von einer Versammlung stube oft solche Hive, daß man kaum mit Pantoffeln auf den heißen dr Ausgesperrten gutgeheißen wurden. Die Arbeit wird sofort Steinen des Fußbodens stehen konnte. Und in diesem Raum mußten wieder aufgenommen. Maßregelungen finden nicht statt. die Gesellen von 10 oder 11 Uhr abends bis 1 bez w. Ausgesperrten nehmen nach Möglichkeit ihre alten Pläte wieder 123 Uhr nachmittags arbeiten. Die Arbeitszeit wurde ein. Die geplanten Lohnreduktionen finden nicht statt. Dagegen durch eine Pause zwischen 8 und 10 Uhr vormittags unterbrochen. bleibt der jezige Tarif dieses Jahr in Kraft mit der Maßgabe, daß Das ärztliche Gutachten fagt zwar, im all ein neuer Tarif abgeschlossen wird mit erhöhten Lohnfäßen, der gemeinen sei es zu bejahen, daß die Gesundheit bis zum 1. April 1910 Geltung hat. Für das Jahr 1909 erhöht eines Menschen durch den Aufenthalt in der niedrigen, engen sich der Lohn von 55 auf 56 Pf., und für Stuffateure von 60 und überhigten Badstube gefährdet werden kann, dann aber auf 62 Pf. Die dritte Lohnklasse mit 47 Pf. Stundenlohn fällt fommt der Gutachter zu dem sonderbaren logischen Bock- aus; für Minderleistungsfähige Lohn nach Vereinbarung. Afford sprung, daß der Aufenthalt in dieser in dieser fürchterlichen Bad- arbeit ist zulässig, darf jedoch nicht erzwungen werden. Die Artube gar nicht gesundheitsschädlich sei, denn der beitszeit bleibt dieselbe, mittags 1 Stunde Pause. Eine Aende menschliche Organismus passe sich den Verhältnissen an, rung tritt nur insofern ein, als in der Zeit vom 1. Dezember bis auch könnte durch Deffnen des Fensters die Hize herabgemindert und 15. Januar statt 8 nur 7 Stunden gearbeitet werden soll. die Luft erneuert werden und in der Pause könnten ja die Gesellen auch nicht alle Forderungen der Arbeiter erfüllt worden, so ist doch hinuntergehen, und sich vor dem Backofen aufhalten, wo ja eine der Plan der Unternehmer, die Arbeiterschaft ganz in die Knecht niedrigere Temperatur herrsche wie über den Backofen. schaft des Scharfmachertums zu zwingen, verhindert worden. Wenn der gelehrte Herr Doktor auch nur eine Nacht mit den Bädergesellen in dem höllischen Loche über dem Backofen sich aufhalten müßte und wenn er sich auch während der Pause zur Abkühlung vor den Backofen sett so würde die Erfahrung am eigenen Leibe wohl sein wissenschaftliches" Gutachten als une haltbar erweisen. Probieren geht über studieren. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. An die Mitglieder der bisherigen Freien Vereinigung der Maurer! Sind Die Errichtung einer Arbeitslosenversicherung will das Gewerkschaftskartell in Fürth i. B. beim dortigen Stadt magistrat beantragen. Wie wichtig diese Frage für die Arbeiter. schaft ist, geht aus den Summen hervor, die die Gewerkschaften für Unterstügung Arbeitsloser aufwenden. So haben die Gewerkschaften oben genannter Stadt, von denen 18 die Arbeitslosenunterstützung eingeführt haben, in den vier Jahren von 1904 bis jetzt für diesen Unterstügungszweig rund 97 000 Mark ausgegeben. Ein Appell der Arbeitslosen Die Neunstundenbewegung in der Schuhindustrie zu Nürn. berg ist nun vollständig zugunsten der Arbeiter durchgeführt. Gben hat der größte Betrieb, die Vereinigten Fränkischen SchuhAuf Grund der am 27. November 1907 zwischen dem fabriken, die neunstündige Arbeitszeit mit Lohnausgleich der ZeitBei den Gemeindevertreterwahlen im Berbreitungsbezirke der Sentralverbande der Maurer und der Freien Vereinigung Lohnarbeiter, sowie Aufbesserung einiger Lohnsätze in mehreren Märkischen Voltsstimme" zu Sottbus haben in diesem der Maurer vereinbarten Ginigungsbedingungen erhalten die Sparten, wodurch auch der Lohnausgleich der Affordarbeiter ers Jahre unsere Genossen sehr gute Erfolge erzielt. Soweit die Resultate Mitglieder der Freien Vereinigung ihre in der alten Organi- möglicht wird, zugestanden. Der endgültige Tarifabschluß auf die Dauer von zwei Jahren wird in den nächsten Tagen erfolgen. Das bekannt geworden sind, wurden wurden im Regierungsbezirt fation erworbene Mitgliedschaft voll angerechnet, wenn die mit ist in allen Schuhfabriken Nürnbergs der Neunstundentag durch Frantfut a. D. in 15 Orten 34 Sozialdemokraten gewählt; in felben bis zum 11. April ihre bisherigen Bücher zum Umtausch geführt. Nur in den Schäftebetrieben herrscht noch die 56- bezw. fechs Orten fonnten wir keine Mandate erobern. Von den an die Organisation abliefern. 56½stündige Arbeitszeit. 34 Mandaten find 24 neu erobert, 2 behauptet, während von Mit wenigen Ausnahmen sind die Berliner Kollegen der 8 Mandaten nichts Näheres bekannt wurde. Von den Man- Freien Vereinigung dem Beschluß ihrer Generalversammlung, vaten entfallen auf Diffenchen 1, Kochsdorf 2 Slamon eine einheitliche Maurerorganisation zu schaffen, beigetreten. wurde vom Gewerkschaftskartell in Fürth veranstaltet, indem alle Madlow 1, Contdorf 1, Groß- Budow 1, Sachsendorf 4, Kohne 5, Scheung 1 Geifersdorf 2 Müdenberg S, Nehes Diejenigen, welche noch unschlüssig über ihr ferneres Ver- Arbeitslofen zu einer Bersammlung eingeladen wurden. Jedem ers 1, 3 es dorf 3, Blattow 2, ult- Drewig 2, Lichterfeld 2. In Royne halten find, fordern wir auf, unverzüglich ihre Bücher ab- schienen Arbeitslosen wurden 50 Pfennig ausbezahlt. Es meldeten und Sachsendorf siegten unsere Genossen in allen drei zugeben und nicht durch nachlässiges Verhalten ihrer bisAbteilungen. Gemeindevertreter hatten wir bisher schon in folgenden Orten: Blatkow( jetzt die ganze dritte Abteilung), Nehes- Des weiteren sei darauf aufmerksam gemacht, daß am bor( jezt 9 von 18 Mandaten), Koyne, Kochsdorf( bisher 4), Seifers- Sonnabend, den 11. April, das bisherige Bureau in der dorf( jetzt 3), Slamen( bisher 8), Madlow( bisher 1), Noßdorf Steinstraße geschlossen wird. ( bisher 1), Contdorf( bisher 3), Groß- Buckow( 1), Alt- Drewitz( jetzt 4), Alle Anfragen und Bestellungen sind vom Montag, den Sachsendorf( bisher 4), Dissenchen, Eulo. Im Kreise Teltow Beestow eroberten unsere Genossen 13. April, ab nur noch nach dem Gewerkschaftshause, Engelin Ketschendorf 2( jezt 3), in Markgrafpieste 2( jegt 7), in Lange- ufer 15, Zimmer 53, zu richten. wahl zwei Mandate in der dritten Abteilung. In Sauen ist wegen Dortselbst können auch die in dem alten Bureau Steinder Quertreibereien der Bergarbeiter, die eigene Gegenkandidaten straße abgegebenen Mitgliedsbücher in Empfang genommen aufstellten, eine Nachwahl in der dritten Abteilung nötig. 8wei werden. Mandate wären uns sonst sicher gewesen. V herigen Mitgliedschaft verlustig zu gehen. J. A.: Otto Hanke. Gustav 8eglin. Achtung, Schuhmacher! Nochmals die Abstimmung der sozialdemokratischen Landtagsfraktion Oldenburgs bei der Wahlrechtsreform. Am Sonntag beIn der Fabrik von Lipschütz, Schillingstr. 12, haben sämtfchäftigten sich die Genossen des 1. oldenburgischen Reichstags- liche Sollegen wegen Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt. Die Ortsverwaltung. genommen: Achtung, Barbiere! fich 280 Arbeitslose, während durch eine vor 14 Tagen vorgenommene Bählung 390 festgestellt wurden. Die Versammlung gab der Kartell verwaltung den Auftrag, an den Stadtmagistrat eine Eingabe zu richten, baldmöglichst städtische Arbeiten in Angriff zu nehmen, da mit die Arbeitslosen Beschäftigung finden. Wir haben bereits früher uns dahin ausgesprochen, daß wir solchen Zählungen durch freiwillige Meldung der Arbeitslosen keinen großen Wert beizulegen vermögen. Je öfter sie wiederholt werden, desto weniger Arbeitslose werden sich melden. Wirklichen Wert haben nur Biffern, die durch Zählung von Haushalt zu Haushalt gewonnen werden in der Form, wie sie unsere Berliner Genossen in der Stadtverordnetenversammlung beantragten, natürlich, um damit eine Ablehnung seitens der freisinnigen Majorität zu erzielen. Husland. wahlkreises in Oldenburg mit der Abstimmung der Landtagsfraktion bei der Wahlrechtsreform. Die Fraktion war eingeladen und vertreten, die Nedaktion des„ Norddeutschen Volksblattes" nicht. Nach mehrstündiger Debatte wurde folgende Resolution an- mit, daß der Arbeits nachweis der unterzeichneten, der Freien Bezugnehmend auf Anfragen einzelner Arbeitgeber teilen wir „ Die kombinierte Versammlung des sozialdemokratischen Bereinigung deutscher Gewerkschaften angeschlossenen Organi- barin bestand, einen Teil der Arbeiter durch vage Versprechungen Wahlvereins von Oldenburg und Umgegend erklärt sich mit der Haltung der sozialdemokratischen Frattion des Landtages zu der Wahlreform einverstanden, weil die Vorteile eines zu fünftigen Wahlgefezes nach dem jezigen Stand der Reform größer find als die Verschlechterungen, wie sie die Verlängerung der Wahlperiode und die dreijährige Karenzzeit darstellen." Die Parteigenossen Rüstringens, von denen drei der vier Landtagsabgeordneten gewählt sind, haben sich bekanntlich mit der Abstimmung nicht einverstanden erklärt. fation baulicher Veränderungen halber verlegt worden ist. Der selbe ist nicht mehr Dircksenstraße 46, sondern befindet sich von jetzt 10 bis 1 Uhr und wird in dieser Zeit durch den Nachweisvorsteher ab Steinstraße 2 bei Polley. Die Nachweisstunden sind von Baumgart bezugnehmend auf Verbandsangelegenheiten auf alle Anfragen Auskunft erteilt. Im übrigen ist ferner noch darauf zu achten, daß die Kontrollkarten der Gehülfen nur ihre Gültigkeit haben, wenn die laufende Woche gestempelt ist. Die Aussperrung im Pariser Baugewerbe, Am Sonnabend ist die Aussperrung im Pariser Baugewerbe erfolgt, nachdem von den Urternehmern vorher noch einmal der Keil zwischen sie hineinzutreiben. Diese durchsichtige Taktik, die Versuch gemacht worden war, die Arbeiter zu täuschen und einen anzuloden, ist erfolglos geblieben, und so ordnete Herr Villemin, der Führer der Unternehmerschaft, die Aussperrung an. Genaue 45 000 Arbeiter davon betroffen sein. Selbstverständlich werden in Es dürften aber schon jetzt zirka Zahlen liegen noch nicht vor. furzer Zeit neben den Maurern, Zimmerern und Bauhülfsarbeitern auch die übrigen Kategorien der Bauhandwerker in den Kampf mit hineingezogen werden. Die kleineren Baumeister werden von den großen mit in den Kampf hineingezivungen; es ist dem Unternehmersyndikat gelungen, die Lieferanten von Mörtel, Gips und anderen Rohmaterialien zu bewegen, ihre Preise während des Konflikts um 15 bis 20 Broz. zu erhöhen. Die Unternehmerverbände der verwandten Berufe( Tischler, Schlosser, Klempner, Der Streit in der Akkumulatorenfabrik in Oberschöneweide Maler usiv.) haben sich mit den Baumeistern solidarisch erklärt. dauert fort. Alle Versuche, Verhandlungen herbeizuführen, scheiter: Dasselbe tun aber auf der anderen Seite auch die übrigen ArDie sozialistische Parlamentsfraktion hat in gemeinsamer Sigung ten an dem Starrsinn der Firma. Wie bei allen Kämpfen spielt beiter im Baugewerbe, so daß alles auf einen schweren Kampf hine mit dem Exekutivkomitee des Parteivorstandes über ihre Stellung auch hier die Polizei und Gendarmerie die altbekannte Rolle. Jeden beutet. Nimmt der Kampf die erwarteten Dimensionen an, so nahme zum Generalstreit beraten. Da teine Einigung erzielt werden konnte, zogen sich die Mitglieder des Partei- Morgen um 6½ Uhr gesellen sich zu den vier Streikposten vier oder werden zirka 150 000 Arbeiter mit hineingezogen werden. Die fünf Gendarmen und zwei Polizisten und versuchen, den Posten tapitalistische Presse, wie der" Temps" und" Debats" suchen Polizei vorstandes, die dem Generalstreit nicht widerraten wollten, die unnötigkeit ihres Stehens klar zu machen durch die Worte: und Regierung gegen die ausgesperrten Arbeiter scharf zu machen, Die Fraktion beschloß darauf einstimmig, in einer Machen Sie, daß Sie wegtommen. Der Streit ist aufgehoben!!!" fie schreien nach Ausnahmegesetzen gegen die Aufwiegler". Depesche an die Konföderation der Arbeit sich gegen die Während natürlich die Streikenden an eine Aufhebung des Streikes Ausdehnung des Generalstreits in ganz Italien auszusprechen. nicht denken, trotz der Bekanntmachung der Firma. Als am gestrigen t Die sozialdemokratische Fraktion der italienischen Kammer gegen den zurüd. Generalstreit. Rom, 4. April( Eig. Ber.) Verband deutscher Barbier, Friseur- und Perüdenmachergehülfen Berlins. Bureau: Steinstraße 2. Tel.: Amt 38, 4040. Der Vorstand. J. A.: Baumgart.. dieUnsere Genoſſen im Barlament scheinen es nicht zu empfinden. Tage eine Kommission um Verhandlungen nachsuchte, erhielt bie Letzte Nachrichten und Depeschen. daß gegenüber der ruchlosen Gewalttat, die im Namen der Macht- felbe den telephonischen Bescheid:„ Berhandlungen find nicht nötig. haber vollführt wird und die die Regierung und die Mehrheit beider Gin Anschlag, welcher in einer Stunde erscheint, besagt Ihnen alles!" Kammern nicht nur mit ihrer Verantwortlichkeit decken, sondern und er fam. Er lautet( man höre und staune!): geradezu berherrlichen, daß gegenüber dieser Greueltat die Brotestaltion des Proletariats heilige Pflicht ist, geradezu Pflicht moralischer Selbsterhaltung. Polizeiliches, Gerichtliches ufw. Straffonto der Arbeiterbewegung. Gegen in der modernen Arbeiterbewegung tätige Genossen wurden von deutschen Gerichten im Monat März 1908 an Strafen erkannt: Ein Jahr, zehn Monate, drei Wochen, drei Tage Gefängnis und 4065 Mart Geldstrafe. " Bekanntmachung. Entsprechend dem geringen Beschäftigungsstande im Werke wollen wir nach unserer Wahl von dem bisherigen Arbeiterstand zirka 160 Leute weiter beschäftigen. Diejenigen von unseren früheren Arbeitern, welche bis Mittwoch, den 8. April, vormittags 9 Uhr, ihre Arbeit nicht wieder aufgenommen haben, sind entlassen. Von diesem Tage ab erfolgen Einstellungen nur durch den Arbeitsnachweis des Bundes der gelben Arbeitervereine, Berlin, Chausseestraße 9. Die Direktion. gez. Kraushaar. Polizei- Statistit! Paris, 7. April.( B. H.) Einer Statistik der Polizeipräfektur zufolge wird auf 552 von 746 Bauplägen gestreift. Auf den 552 Bauplägen wurden bisher etwa 20 000 Arbeiter beschäftigt. Sechs Opfer. Charleroi, 7. April.( B. H.) Auf der Zeche„ Sebastopol" in Chatelineau stürzte ein mit mehreren Arbeitern besetzter Förderkorb infolge eines falschen Manövers in die Tiefe. Sechs Arbeiter wurden schwer verletzt, davon zwei tödlich. Neun Opfer. Die Presse vor der Revisionsinstanz. Wegen Beleidigung des Als Rettungsanter also die Gelben! Eine Probesendung derBürgermeisters Stolle aus Königshütte wurde am 21. Januar Ge- selben tam auch bereits am Montagnachmittag in einem besonderen Auffig, 7. April.( 8. S.) Im hiesigen Bahnhofe stießen noffe Hans Weber vom Vorwärts" zu sechs Wochen Wagen der Elektrischen vom Bahnhof. Zwei Gendarmen, der Herr infolge falscher Weichenstellung eine Lokomotive und ein Personen. Gefängnis verurteilt. Das Delift wurde in einer Notiz des Obermeister und zirka 25 bis 30 dieser nüßlichen Elemente füllten zug zusammen. Beide Maschinen wurden schwer beschädigt. Drei Vorwärts" gefunden, überschrieben:„ Deutsche Schande". In der das Gefährt. Aber man frage nur nicht, wie sie aussahen! Am Eisenbahnangestellte wurden lebensgefährlich, neun leichter verlebt. Berantw. Redakt.: Georg Davidsohn, Berlin. Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdr.u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsbl. Nr. 84. 25. Jahrgang. Reichstag. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. 142. Sigung vom Dienstag, den 7. April 1908, mittags 12 Uhr. Am Bundesratstische: Delbrück. gesetzes. genommen. Mittwody, 8. April 1908. gemeinheit Ordnungsstrafen zur Sicherung der Durchführung der Jm Abschnitt 4a sollen zur Wahrung des Interesses der AllAnsicht, daß das Interesse der Algemeinheit viel besser gewahrt Bestimmungen dieses Gesezes eingeführt werden. Wir sind der Ansicht, daß das Interesse der Allgemeinheit viel besser gewahrt sein würde, wenn für würde das deutsche Nationalvermögen große Verluste erleiden. Effektenbörse ihr volle Zärtlichkeit ausgegossen Auf das lebhafteste gesträubt haben wir uns gegen die Auf- und ihre ganze Schärfe gegen die Produttenbörse ge nahme der Bestimmungen, die sich mit den Rechtsfolgen des wendet hat.( Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Die verbotenen Termingeschäfts beschäftigen. Während bei ver Bedeutung der Effektenbörse ist aber nicht im Steigen, botenen Börsentermingeschäften das auf Grund des Geschäfts Ge- sondern in Sinten. Die Konzentration des Großbankenwesens, die leistete nicht zurückgefordert werden darf, kann es bei solchen Ge- mit veranlaßt worden ist durch das Börsengesez von 1896( Sehr schäften in Getreide zurückgefordert werden und noch dazu unter wahr! bei den Sozialdemokraten) hat dahin geführt, daß die einzelnen Auf der Tagesordnung steht die zweite Lesung des Börsen- erschwerenden Bedingungen. Zu dieser Ausnahmestellung des Ge großen Firmen gar nicht mehr auf die Börse angewiefen sind. Sie Börsen- treides ist kein Grund vorhanden. Der Grund, den Herr haben so viele Aufträge aus der Provinz für Kauf und Verkauf, Noesicke angeführt hat, daß es sich um das wichtigste Volks- daß sie sie in sich kompensieren können, und die Börse ihnen vielDer redaktionelle Artikel 1 wird zurückgestellt und die Beratung nahrungsmittel handelt, würde viel eher dafür ins Feld zu fach entbehrlich ist. Hingegen ist an den Bestimmungen mit Artikel 2 begonnen, der von der Zulassung der Wertpapiere zum führen sein, daß das Getreide vom Zoll befreit wird.( Sehr über die Produktenbörse und ant ihrer zukünftigen Gestaltung Börsenhandel handelt. Die wichtigste Bestimmung des Artikels ist, richtig! links.) Außerordentlich drakonisch sind die Straf die große Masse des Wolfes und der Arbeiterschaft lebhaft daß Reichs, Staats- und Kommunalanleihen auf Anordnung der bestimmungen des Gesetzes. Eine Ordnungsstrafe von 10 000 m. ist interessiert. Wir sind überzeugt, daß der Börsentermine betreffenden Landesregierung ohne Prospekt zugelassen werden müssen. feine Ordnungsstrafe mehr, sondern eine Vermögenstonfistation. handel in Getreide und Mühlenfabritaten Der Artikel wird nach unwesentlicher Debatte einstimmig an-( Sehr richtig! links.) Im Rückfall findet auch eine friminelle Be- weifellos geeignet ist, auf den Preis bes strafung statt. Ich erkenne an, daß die Regierungsvertreter sich sehr Brotes sentend einzuwirken. In der Wissenschaft ist Die Art. 3, 3a und 4 werden in der Diskussion verbunden. um die Milderung dieser Strafen bemüht haben.( hört! hört! die Frage strittig. Aber für uns ist der schlüssigste Beweis für Hierbei ist von Bedeutung, daß nach§ 48 die Zulassung von Waren rechte.) Hoffentlich macht der Bundesrat von seiner Befugnis, unsere Auffassung, daß die Agrarier sich so sehr gegen oder Wertpapieren zum Börsenterminhandel durch den Börsen die Wahl der Beisitzer des Ordnungshofes zu regeln, in der den Terminhandel in Getreide sträuben, denn die Herren vorstand gemäß der Börsenordnung erfolgt. Vor der Zulassung sind Richtung Gebrauch, daß er der Börse selbst einen möglichst tennen ihr Interesse genau! Nun machen Sie Bertreter der beteiligten Gewerbefreise gutachtlich zu hören. Das großen Einfluß auf die Rechtsprechung des Ordnungshofes zur Verfechtung Ihres Standpunftes geltend, daß es es nicht Ergebnis ist dem Reichskanzler mitzuteilen; dieser hat zu erklären, daß einräumt. Sogar die erlaubten Lieferungsgeschäfte mit dem schon im Interesse der nationalen Boltswirtschaft läge, den Preis des er zu weiteren Ermittelungen keinen Anlaß finde. Notwendig ist, daß der genannten Berliner Schlußschein sind mit krimineller Bestrafung be- Getreides und den Lohn des Bauern abhängig zu machen von dem Nennwert der zugelassenen Gesellschaften mindestens 20 Millionen Mark droht. In den Kreisen der Beteiligten hat es eine große Erregung zufälligen Stande der Börse. Aber indem Sie den Terminhandel in betrage und diese die Zustimmung erteilen. Ferner wird in diesen hervorgerufen, daß der Getreidehandel unter andere Bedingungen Deutschland verbieten, haben Sie noch nicht den Terminhandel aus Artikeln, die die§§ 48-68 und 77 des bestehenden Börsengejeges gestellt wird, als der Handel mit anderen Gegenständen. Die vor der Welt geschafft. Es ist ja bekannt, daß die deutschen Imumfassen, die Aufrechterhaltung des Verbotes des Terminhandels in gesehenen Strafbestimmungen degradieren nach unserer Ansicht den portente in stlavischer Abhängigkeit von den ausGetreide und Mühlenfabrikaten ausgesprochen, dagegen werden Getreidehandel zu einem Geschäft zweiten Ranges. Es liegt aber ländischen Märkten leben.( Sehr wahr! b. d. Soz.) Der Termingeschäfte in Anteilen von Bergwerfs- und Fabriksgar feine Veranlassung vor, den ehrenwerten, volkswirtschaftlich so Terminhandel in Paris und London bestimmt den Preis des Getreides unternehmungen, die früher verboten waren, gestattet, aber nur mit wichtigen Getreidehandel derart zu degradieren. Hoffentlich ist die genau so, wie es der Terminhandel in Berlin täte. Selbstverständ Zustimmung des Bundesrats. Ferner wird der Begriff der soge- Beit nicht fern, in der der Getreidehandel endlich die verdiente An- lich haben Sie auch bei den Bestimmungen dieses Gesezentwurfes nannten handelsrechtlichen Lieferungsgeschäfte präzisiert und der erkennung findet.( Lebhafter Beifall bei den Liberalen.) das große Kapital gegenüber dem kleinen begünstigt. Bei dem Kreis der Personen, die Börsentermingeschäfte machen dürfen, genau Abg. Dr. Weber( natl): Die Beseitigung des Börsenregisters Massageschäft in Getreide, daß Sie jest legalisieren, werden die großen festgestellt. Die Regierungsvorlage wollte Handwerker und Klein- war eine absolute Notwendigkeit, die ja auch Herr Roeſide an- Stapitalinhaber ganz leicht in der Lage sein, ein Monopol für fich gewerbetreibende von den Börsentermingeschäften ausschließen; die erkennt hat. Das Register hatte seinen Zweck völlig verfehlt. Wir zu schaffen. Sie bewirken also den gleichen Prozeß, den Sie 1896. Kommission hat jedoch diesen Bassus gestrichen. Ferner werden stimmen dem Antrag Dr. Böhme zu, die ursprüngliche Bestimmung bei der Effektenbörse eingeleitet haben, jezt auch bei der ProduktenOrdnungsstrafen und Kriminalstrafen festgesetzt. der Regierungsvorlage wiederherzustellen und Kleingewerbtreibende, börse.( hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Abg. Dr. Bitter( 3.) beklagt, daß die Novelle das Börsenregister auch wenn sie in das Handelsregister eingetragen sind, vom Börsenaufhebt. Ich begreife nicht, wie das Börsenregister eine Degradierung terminhandel auszuschließen. Das bisherige Börsengesetz hat sehr bedeuten soll. Wenn das Börsenspiel nicht degradiert, fann doch viel zu dem hohen Diskont beigetragen. Die Ordnungsstrafen feine Stundmachung nicht degradieren.( Lebhaftes Sehr wahr im haben wir ungern hereingenommen, um der Rechten das Stinumen Zentrum.) Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Börse und des für das Gesetz zu ermöglichen, für das meine Partei einstimmig einTerminhandels erkennen wir gern an, wir müssen aber den Mittelstand treten wird. Unsere Börse muß endlich wieder befreit werden von der und das Kleingewerbe vor dem Terminhandel schüßen. Unbegreiflich drückenden Abhängigkeit vom Ausland.( Lebh. Beifall b. d. Natl.) volle Deffentlichkeit ist der Umfall der Konservativen. Die Bestimmung, daß alle TerminAbg. Dr. Frank( Soz.): gesorgt würde; wenn dafür gesorgt würde, daß die unabhängige geschäfte in den termingeschäftsfähigen Gegenständen für rechtsPresse unter allen Umständen zur Börse au= verbindlich erklärt werden, sobald der Formvorschrift, der SicherheitsDer Abg. Dr. Roeside hat eine interessante Entschuldigungsrede g'e lassen wird. Wir haben die Erscheinungen beobachtet, die leistung, genügt ist, macht für uns das Gesetz unannehmbar. Wenn gehalten. Als Motto möchte ich ihm den Stoßseufzer Gretchens aus die Befürchtung rechtfertigen, daß die unabhängigen Journalisten, sich unter den Börsengesetzen Mißstände herausgestellt haben, so Faust empfehlen: Wie fount' ich sonst so tapfer wenn sie unangenehm werden, von der Börse ausgeschlossen werden möge man diese abstellen; man soll aber nicht deshalb ein volfschmälen und bin jezt selbst der Sünde sollen. Ich erinnere an den bekannten Fall des Journalisten wirtschaftlich gerechtfertigtes Verbot aufheben. Wir beantragen also, bloß."( Große Heiterfeit.) Entweder hat sich seit der ersten Buchwald an der Berliner Börse, dem die Ausweisung das Verbot des Terminhandels auch in Vergwerks- und Fabrit Lesung der Charakter der Börse sehr gebessert( heiterkeit) oder Herr angedroht wurde. Gegenüber solchen Maßregeln des Börsenanteilen aufrecht zu erhalten. Dehnt sich die Börse über den be- Roesicke und die anderen Agrarier haben den sehr verstandes halten wir die Sicherstellung der unabhängigen Presse rechtigten Streis von Teilnehmern aus, so wird sie zur Giftpflanze, langen Verhandlungen der Börsengefeßkommission etwas ge- für dringend notwendig. Wochenlang tonnten wir aus Anlaß gedie am Marke des ganzen deutschen Volkes zehrt.( Lebhafter Beifall lernt.( Heiterkeit.) Befriedigt hat uns die Arbeit der Kommission wisser Vorkommnisse in den Zeitungen von der Bestechlichkeit der durchaus nicht.( Lachen und Aha- Rufe beim Block.) Wir hätten zum Börsenberichterstatter lesen. Ich hörte kürzlich, daß einzelne jest Abg. Dr. Nöfice( f.) spricht sich für die Kommissionsbeschlüsse mindesten erwartet, daß man den Kreis der zum Terminhandel zu schon so wenig nähmen, daß es an Unbestechlichkeit grenzte.( Große aus, wenn sie auch in vielen Punkten den Konservativen nicht weit gelassenen Personen weiter eingeschränkt hätte: Wir wundern allgemeine Heiterkeit.) Um so notwendiger ist es, die ungenug gehen. Das wichtigste Voltsnahrungsmittel darf nicht zum uns, daß man nicht den Jugendlichen unter acht- abhängige Presse gegen Schikanen zu schüßen.( Sehr wahr! Gegenstand des Börsenspiels werden. Die Aufrechterhaltung des zehn Jahren verboten hat, die Börse zu besuchen. bei den Sozialdemokraten.) Auch die Konservativen unterſtüßen Verbots des Termingeschäfts in Getreide war für uns die un Große Heiterkeit bei den Sozialdemokraten, Unruhe beim Blod, diese Forderung im Intereffe einer objettiven und umfassenden ungängliche Wörbedingung interer Bustinming zu einer Menderung Burufe: Börsenordnung) Wir sind erstaunt, daß die Herren mit Börsenberichterstatting. Entweder ist die Börse eine geschlossene des Börsengesetzes. Es lag durchaus im Sinne des bisherigen ihren pädagogischen Liebhabereien im Gebiet des öffentlichen Rechts Gesellschaft, dann darf sie feinerlei Vorzüge beanspruchen, oder sie Gesetzes, daß die in ihm fehlenden Strafbestimmungen in das veue den Aufenthalt an der Börse für weniger nach ist ein offener Markt, dann darf sie auch keine Ge heimnisse haben, und die Presse muß bor der. Gefeyz eingefügt werden. Auch in dieser Hinsicht begrüßen wir die tektig Batten als den Besuch bifentlige Kommissionsbeschlüsse. Wir wünschen durchaus, daß fleine Leute iammlungen.( Erneute Heiterkeit bei den Sozialdemo- Willkür des Börsenvorstandes geschübt werden", von Geschäften ferngehalten werden, von denen sie nichts ver- fraten.) Im Ernst scheint die Börsenkommission zu Unrecht so stand in Nr. 79 der Kreuz- 8eitung" vom 19. Februar Handwerker und Kleingewerbetreibenden 1908 zu lesen.( Sört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Die hier stehen.( Sehr richtig! rechts.) Aber wenn einer mit Gewalt den Ausschluß der fein Geld los werden will, so kann man ihn nicht daran hindern. vom Terminhandel abgelehnt zu haben. Das Handelsregister ge- vorgeschlagenen Strafen haben in juristischer Beziehung viele ( Heiterkeit.) Wir haben die Aufhebung des Termingeschäftes in währt doch keinen genügenden Anhalt dafür, wer als Vollkaufmann Eigenheiten. Es ist etwas Neues, in der Gefeßestechnik noch nicht Fabrik und Bergwvertsanteilen nicht gewünscht; wenn aber die Re- zu gelten hat. Die Einwendungen, die in diefer Beziehung von Dagewesenes, daß Kriminalstrafen aufgebaut werden auf die gierung die Verantwortung tragen zu können glaubt, so wollen wir fachkundiger Seite gemacht worden sind, waren durchaus berechtigt. vorangehenden Disziplinarstrafen eines einzelnen Standes. Hier daß viele fleine Handwerker und haben wir ein Beispiel davon: erst dann, wenn das Ehrengericht an dieser Bestimmung das Gesetz nicht scheitern lassen. Wir geben wir wissen, dem Geſetz auch deshalb unsere Zustimmung, weil wir auf die Gewerbetreibende, um ihren Kredit zu heben, zweimal die Ordnungsstrafe ausgesprochen hat, kann der ordentfoliden Elemente an der Börse hoffen. Wird unsere Hoffnung ge- sich in das Handelsregister eintragen in das Handelsregister eintragen lassen. liche Richter die kriminelle Strafe, die Gefängnisstrafe, austäuscht, dann wird im Volfe ein Sturm des Unwillens entstehen, Diese müssen geschüßt sein vor den Gefahren sprechen. Wenn auch nur der Berdacht des Abschlusses verbotener bon der sie nichts verstehen. Geschäfte entsteht, kann der Staatskommissar die Vorlegung der welcher eine neue Aenderung erzwingen wird.( Lebhaftes Bravo! des Terminhandels, rechts.) Unter diesem neuen Börsengesetz werden noch mehr fleine Bantiers Bücher von dem Börsenbesucher verlangen. Man hat das als NonDas bringt die Gefahr zession an den Gedanken des Deklarationszwanges bezeichnet; aber Abg. Kaempf( frf. Bp.) wendet sich zunächst gegen die Aus- durch Reisende ihr Geschäft machen. führungen des Dr. Bitter. Das Verbot des Terminhandels trägt einer lebervorteilung der kleinen und mitt es ist sein Berrbild.( Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) bedeutend Schuld an der allgemein und namentlich auch vom leren Gewerbetreibenden mit sich und deshalb sind wir Ueber den Deklarationszwang tann man sehr wohl reden, er ist Zentrum beklagten Kalamität der Geldteuerung. Man entrüstet sich bereit, dem Antrage Dr. Böhme zuzustimmen. Im übrigen machen ein sehr vernünftiger Gedanke, und hat den Effekt, daß man bei jeder Art von Börse nachprüfen kann, welchen inneren Wert die moralisch über Spekulanten; aber gäbe es keine Spekulation, so die Arbeiten der Kommission den Eindruck, daß sie über die im Zentrum.) Tommt. Kleines feuilleton. " I aus An dem Fall ist nichts besonderes. Er gehört ins System. Toren sind die Künstler und die Kunstfreunde, die anderes erwarten. Wie kann denn in einem absolutistischen Staate, wie Preußen, die Kunst frei sein? Humor und Satire. 27 General Stöffel mußte nach seiner Einlieferung in die Festung seine sämtlichen Orden dem Kriegsminister aushändigen. Der darunter befindliche Orden Pour le mérite wurde von der Preußische Kunstpolitik. Mit einer soliden Rücksichtslosigkeit wird russischen Regierung dem deutschen Botschafter wieder zurückgegeben. in Preußen unter Ausschaltung aller einschränkenden Faktoren die Eine Veteranin der Luftschiffahrt. Frau Poittevin, die in der Wer soll ihn nun tragen? Der Orden ist frei, denn tvenn auch offizielle Kunstpolitik betrieben. Als ob es sich um ein wissenschaft- Geschichte der Luftschiffahrt des vorigen Jahrhunderts eine große Stöffel begnadigt werden sollte, so wird er ihn nicht wieder bes liches Experiment handelte, das denen, die noch sehen wollen, flar Rolle spielt, ist im Alter von 90 Jahren in Meudon bei Paris ge- tommen. Man dachte an Meyerbeer für seine Hugenotten; aber es zu machen hätte, daß die Kunst keine anderen Aufgaben hat, als storben. Nicht weniger als 571 mal ist diese merkwürdige Frau in stellte sich heraus, daß Meyerbeer schon tot ist. Nun wird der tapfere dem Willen der Herrschenden zu dienen. Verherrlichung der Dynastie, die Luft geflogen! Nachdem ihr erster Gatte das Zeitliche gefegnet General d'Amade als Kandidat genannt. Uebrigens will man sich Erweckung untertänlicher Tugenden, barbarischer Prunt, stilvolle hatte, heiratete sie als Witwe von 25 Jahren Boittevin, der sich Beit bei der nächsten Friedenstonferenz im Haag über ein internationales Stillosigkeit, patriotischer Radau und marktschreierische Reklame, das seines Lebens mit der Lösung des Problems des lenkbaren Lufts Abkommen einigen, betreffend die Formen der Rückgabe ausländischer sind Ziele und Zwecke, die mit Bewußtsein verfolgt werden. fchiffes beschäftigte und den sie bei allen seinen Luftfahrten be- Ordensdekorationen folcher Personen, die nach der Dekoration zum Wer sich nicht fügt, fliegt. Tschudi, der den Mut gehabt hat, gleitete. Auf ihre Veranlassung wurden die merkwürdigen Luftritte Tode oder zur Zuchthausstrafe verurteilt worden sind. wider den Stachel zu löcken, ist wie ein unartiger Schulbube veranstaltet Luftritte ist das richtige Wort, denn der Luftschiffer- Ein Hindernis. Wie, Herr Graf, Ihre Gattin ist vor die Tür gestellt worden. Bruno Paul, dessen Zufallsberufung an nahm Pferde mit, auf welchen Frau Boittevin es sich wie eine nicht hoffähig?"„ Leider nein, sie hat einen großen Leberfleck die Kunstgewerbeschule unzeitgemäße Hoffnungen erwedte, ist längst Walfire bequem machte, zum größten Entsegen der Zuschauer, die in unter der Büste." Jugend.") in Ungnade gefallen. Und Messel? Die Ihne und andere ständiger Angst waren, daß die Amazone der Lüfte beim ersten Windstoß.- Vor dem Amtsgericht einer Kleinen Garnisonsstadt sollten historische Stillünstler werden schon dafür sorgen, daß er nicht auf- aus den Steigbügeln fallen tönnte. Die größte Aufregung aber ein Lehrer und ein Leutnant als Zeugen vernommen werden. Der herrschte im Publikum, als sie eines schönen Tages mehrere hundert Amtsrichter mußte nach Gefeßesvorschrift die Zeugen in angemessener Da die Stärke des preußischen Staatsmechanismus neben der Meter über dem Niveau des Marsfeldes aus dem Luftschiff sprang Weise auf die Wichtigkeit des Eides hinweisen. Mit vornehmer allgemeinen Talentlosigkeit die Disziplin ist, macht sich derselbe und mit dem Fallschirm zur Erde niedergondelte. Man jah zuerst Burüdhaltung wandte er sich an den Offizier mit den Worten: Kunsteifer von oben bis unten in allen Ressorts einmütiglich geltend. ein Etwas aus rotem Satin, das wie ein geschlossener Regenschirm Sie, Herr Leutnant, brauche ich ja selbstverständlich nicht auf die Ein tolles Stückchen hat die preußische Justizverwaltung eben wieder aussah; am Griff dieses Schirmes, der mit rasender Geschwindigkeit Bedeutung des Eides aufmerksam zu machen. Dann fuhr er, gegen beigesteuert. Sie hatte, wie im eben erschienenen sechsten Heft der hinunterfauste, befand sich eine Art Muschel, in welcher die Luft- den anderen Zengen sich wendend, plöglich mit dröhnender Stimme Beitschrift„ Kunst und Künstler" berichtet wird, einen Künstler mit schifferin saß. Allmählich öffnete sich der Schirm, machte einige fort:„ Aber Sie, Herr Lehrer, muß ich wissen lassen, daß, wer einen der Ausmalung eines nicht für öffentliche Verhandlungen harmlose Bewegungen in der Luft und brachte die mutige Frau Eid wissentlich falsch schwört, mit Zuchthaus bis zu zehn Jahren bestimmten Sigungssaales in einem Landgerichtsgebäude fanft und gemütlich auf die Erde. Nach dem Tode ihres Mannes beauftragt, ohne ihm bestimmte Aufgaben zu stellen. Neben machte Frau Poittevin ihre Luftfahrten allein und war nur ein bestraft wird. Merken Sie sich das." anderen Ausschmückungen fami eine bildliche Darstellung in einziges Mal in wirklicher Gefahr. Das war im Januar 1867. Frage. Der Künstler wählte die Szene der Handwaschung, wie Sie war von der Prado- Promenade in Marseille aus aufgestiegen Pontius Pilatus sich vor dem Volt Wasser reichen läßt:" Ich bin und wurde von einem Windstoß nach dem Meere hin gePlöglich begann der unschuldig am Blute dieses Gerechten, fehet ihr zu"( vgl. Ev. Matth. trieben. sich Ballon entleeren ชน Kap. 27). Der Künstler glaubte ein eben für einen Gerichtssaal sehr und rasch zu finken; aber der Kapitän eines Schiffes, bedeutungsvolles, ernstes und schönes Motiv gefunden zu haben und das sich auf dem Meere befand, manövrierte so gut, daß die Luftführte es, im Einbernehmen mit dem Architekten, mit wenigen Figuren, schifferin im fritischen Moment an Bord genommen werden konnte, streng gehalten und aus Inapp beleuchteter Nische wenig hervortretend, während der Ballon von den Wellen verschlungen wurde. Nach dem aus. Die Justizverwaltung hat bei Besichtigung des Saales, ohne gegen Tode ihres Mannes hatte Frau Poittevin die Bekanntschaft des Luft die künstlerische Ausführung irgendwelche Einwendungen zu erheben, schiffers Sivel gemacht und ihm, um ihn an sich zu fetten, die Hand in dem Motiv von vornherein eine Schmähung und Beleidigung des ihrer Tochter gegeben. Dieser Sivel nahm am 15. April 1875, mit Richterstandes erblicken zu müssen geglaubt. Sie hat, ohne auf die Crocé- Spinelli und Gaston Tissandier an dem verhängnisvollen Aufvon anderer Seite lebhaft unterstügten Gegenausführungen des auf stieg des Ballons" Zenith" teil. Der Ballon stieg so hoch, daß die derartige Einwendungen gegen seinen Gedanken allerdings nicht Luftschiffer infolge der start verdünnten Luft nicht mehr atmen vorbereiteten und äußerst betroffenen Künstlers irgendwelches Ge- fonnten. Sivel und Crocé- Spinelli, denen das Blut aus allen Boren wicht zu legen, die sofortige Beseitigung des Bildes aus dem Saale drang, kamen ums Leben, während Tissandier gerettet wurde. Dieses verlangt, weil dieser mit solcher Darstellung für die Benutzung durch tragische Ereignis schien den Tatendrang der Frau Poittevin gestillt Juristen durchaus unmöglich sei. au haben: sie zog sich von da ab zurück. Notizen. ( Simplicissimus.") Theaterchronit. Jm Lessing Theater werben Die Stügen der Gesellschaft" am nächsten Sonntag zum ersten Male in einer Nachmittagsvorstellung aufgeführt. Waldemar Runge, der Oberregisseur des Hebbel- Theaters, übernimmt für die Sommermonate pachtweise das Neue Theater. D. E. Hartlebens Briefe follen zum Herbst herausgegeben werden. Alle, die Briefe und andere schriftliche Mitteilungen Hartlebens in Händen haben, werden gebeten, die Originale, die in fürzester Frist unbeschädigt zurückgestellt werden, zur Abschrift an den Berlag S. Fischer, Berlin W., Bülowstr. 90, zu übersenden. Ein fossiles Riefentier. Das größte aller bisher gefundenen fosfilen Tiere ist der Diplodoccos, den Carnegie für das Museum von Pittsburg erworben hat. Nach einer französischen Meldung hat Carnegie von dem Miesenstelett Abgüsse machen lassen, bon denen auch ein Eremplar nach Berlin lommen soll. Der Abauß ist 25 Meter lang und 6 Meter hoch. Surse haben, ob ein einzelnes Geschäft in sechs Wochen sie hai alle diese Faktoren umgefallen. Das ist doch unerhört in der parla 1Iieber gehabt als das lidwerk, zu dem die Städte steigen oder sinken lassen, oder ob wirkliche Umfäße vorliegen. mentarischen Geschichte.( Sehr wahr! im Zentrum.) Dem Block nur durch die Not der Zeit sich gezivungen sehen. Wir wünschen Die zitierte Bestimmung des§ 74b ist aber feine Konzession an zu Liebe soll jezt die Landwirtschaft geopfert werden.( Unruhe eine baldige Besoldungserhöhung nicht nur für die Beamten, sons diesen Gedanken, sondern öffnet nur dem Denunziantentum Tor rechts.) Wir aber wollen das Wohl der Landwirtschaft nicht von dern auch für die Lehrerschaft, und zwar unter Rücksichtnahme auf und Tür. Jeder Konkurrent tann einen unliebsamen Geschäfts- der politischen Konstellation abhängig machen. Die Liberalen haben die geänderten Berhältnisse derjerigen Kommunalverwaltungen, freund verdächtig machen, und ihn dadurch zur Vorlegung seiner Konzessionen auf dem Gebiete der Volksfreiheit gemacht, weil die schon jetzt den veränderten Lebensbedingungen gemäß mit Ge Bücher zwingen. Wir werden gegen den§ 74b und gegen das sie hier Konzessionen bekommen.( Lebhafter Widerspruch bei den haltserhöhungen vorgegangen sind.( Lebhafter Beifall links.) Ich ganze Gefez stimmen. Das Börsengesez hat in der Liberalen.) Wir wollen Zen Giftbaum der Börse nicht noch hegen möchte an die Regierung die Bitte richten, daß die BesoldungsKommission. eine Gestaltung gefunden, wie io und pflegen.( Rebhafter Beifall im Zentrum.) erhöhung so gestaltet werde, daß nicht nur die Herabdrückung des viele Geseze des lezten Jahres, es begünstigt Handelsminister Delbrück: Ich habe in der Kommission den Lebensniveaus der Beamtenschaft ausgeglichen, sondern den Staatsdas Großkapital, und richtet seine Spige gegen Antrag Böhme durchaus nicht abgelehnt, sondern nur gesagt, daß beamten die Stellung gewährleistet wird, die ihnen gebührt als die Kleinen, gegen die Konsumenten, gegen die ich um dieser untergeordneten Zweckmäßigkeitsfrage willen mich Träger der Autorität.( Lebhafter Beifall links.) Arbeiter.( Lebhafter Beifall bei den Sozialdemokraten.) nnt mit den Mehrheitsparteien überwerfen würde, und daß die Abg. Freiherr v. Zedlik( ft.): Wir werden mit allen Kräften Regierung im Interesse des Zustandekommens der Vorlage schwerere dahin wirken, daß die berechtigten Wünsche der Beamten im Herbst Opfer gebracht hat, als das Nachgeben bei dieser Kleinigkeit.( Sehr erfüllt werden. vahr! rechts.) Abg. Broemel( frs. Bg.): Wir haben mit großem Bedauern Abg. Dr. Roeside( f.): Das Zentrum hat den Milchzoll und den gesehen, daß in der Vorlage soviel berechtigte Wünsche unerfüllt Gerstenzoll abgelehnt, und im Börsengesetz den Deklarationszwang. geblieben sind. Die Streichung der 4200 M.- Grenze wird leider Das Zentrum fann uns also keine Vorwürfe machen. So schwach wieder verschlechtert durch die Bestimmung bezüglich wie das Zentrum, je nach der politischen Konstellation, sind wir des höheren Wohnungsgeldzuschusses. Im Vornoch lange nicht. Wir sind der Meinung, daß wir etwas Gutes für jahre sind bei den Zulagen die preußischen Beamten zum Teil die Landwirtschaft tun, wenn wir diesem Gesez zustimmen.( Lautes schlechter wegkommen, als die Reichsbeamten. Halls das wieder Lachen im Zentrum.) borkommen sollte, halten wir die Einbringung eines neuen Notgesetzes zum Ausgleich für nötig. Abg. Herold erklärt die Begeisterung des Zentrums für Gersten3oll und Milchzoll und hebt das Verdienst des Zentrums um die neuen Handelsverträge hervor. Die Deutsche Tageszeitung" habe die Börsengefeßnovelle zuerst bekämpft, dann geduldet, und jetzt rühme sie sie als großen Erfolg.( Buruf im Zentrum: Die Frei finnige Beitung" auch! Heiterkeit im Zentrum.) In den Berhandlungen hinter den Kulissen sind die Konservativen umgefallen. ( Sehr wahr! im Zentrum.) Ein Antrag auf Schluß der allgemeinen Besprechung wird angenommen. § 1 wird in der Kommissionsfassung angenommen. Zu§ 2 gibt der Kultusminister Holle eine Erklärung ab, daß die Regierung nicht in der Lage sei, der Resolution der Budgetkommission wegen Ginbringung einer Vorlage über die Erhöhung der Bezüge der Geistlichen noch in dieser Session stattzugeben. Es handelt sich um zwei bedeutsame Staatsgeseße, das eine für die evangelische, das andere für die katholische Geistlichkeit. Das erste umfaßt noch die Regelung der Ruhegehaltsklassen. Die königlichen Instanzen haben in dankenswerter Weise ihre Mitwirkung an der Levorstehenden Regelung in Aussicht gestellt. Durch die Verzögerung der Vorlage werden jedenfalls Nachteile für die Geistlichen nicht entstehen. Es ist Vorsorge getroffen worden, den geistlichen Bedürfnisfällen eine Vorschußzahlung auf die Gehaltsaufbesserung zu leisten. Auch hine fichtlich der katholischen Kirche wird die Aufbesserung dank dem Wohlwollen der Bischöfe zu gleicher Zeit erfolgen können. Abg. Schulz( Rp.): Minderjährige sind durch die Börsenordnung vom Börsenbesuch ausgeschlossen. Bei der hohen Meinung, die die Sozialdemokratie von der Börse hat, wird sie uns also fünftig den§ 10 a des Vereinsgesehes nicht mehr so übelnehmen. ( Heiterkeit.) Mit dem Block hat die Reform des Börsengeseßes nichts zu tun. Aus unserem Entgegenkommen an die Effektenbörse fann uns das Zentrum feinen Vorwurf machen, ist es doch selbst in der Kommission von 1904 der Effektenbörse noch viel weiter entgegengekommen. Mit den Kautelen, die mir getroffen haben, fönnen wir den Terminhandel ruhig freigeben, es wird den deutschen Kursen zugute kommen, wenn der Spieltrieb nicht mehr in faulen ausländischen Papieren austoben muß. Was die Produktenbörse anlangt, so hat Dr. Frank es fertig bekommen, uns von zwei Eeiten anzugreifen. Er hat einmal den allgemeinen Deklarations awang gefordert und sich dann wieder dagegen gewehrt, daß wir im einzelnen Falle, wenn Verdachtsgründe vorliegen, die Deflaration der Geschäfte verlangen. Das ist doch nicht logisch. Die Strafvorschriften, über die sich die Berliner Börse so aufregt, sind doch netwendig, um Spiel und übermäßiger Spekulation einen Abg. Dr. Noeside( t.): Das Zentrum war 1906 gegen jede Damm entgegenzusetzen.( Bravo! rechts.) Nüdforderung aus Börjentermingeschäften. Wir erstreben immer Vizepräsident Kaempf teilt mit, daß das Bentrum na ment- nur das Erreichbare, und wenn wir den Milchzoll machen wollen, liche Abstimmung über§ 65 beantragt. machen wir ihn mit Ihnen, Herr Herold, das verspreche ich Ihnen. Abg. Dr. Böhme( Wirt. Ver.): Wir wollen die großen( Große Heiterkeit.) Sie werfen uns langsame-Vorbereitung eines Shwankungen beseitigen, die durch den Terminhandel in Getreide- Umfalles vor.( Abg. Trimborn( 3.): Spiegelberg, wir kennen und Mühlenfabrikaten zum Nachteil der Landwirtschaft, aber auch dich! Große Heiterfeit.) Wir haben uns an Verhandlungen bezum Nachteil der Arbeiterschaft herbeigeführt werden würden. Unser teiligt, die das Geseb zu einem guten gemacht haben, so daß auch Antrag, der die Kleingewerbetreibenden, auch wenn sie ins Han- das Zentrum dafür stimmen könnte.( Bravo! rechts.) delsregister eingetragen sind, vom Börsenterminhandel ausgeschlossen Abg. Herold( 3.): Dann frage ich Dr. Roefice, warum er bei haben will, ist eine unbedingt notwendige Ergänzung des Gesezes. der ersten Lesung sich gegen das Gesez erklärt hat.( Sehr gut! Hoffentlich wird er angenommen werden. Dann können wir auch im Zentrum.) dem Gesetz unsere Zustimmung erteilen.( Beifall rechts.) Ein Antrag auf Schluß der Debatte wird angenommen. Handelsminister Delbrüd: Es ist richtig, daß infolge einer Bersönlich bemerkt weitherzigen Auffassung des§ 4 des Handelsgesetzbuchs ins Abg. Dr. Frank( Soz.): Ich habe mich nicht gegen den Deklarations Abg. Kopsch( frs. Vp.) fragt den Minister, ob die Zulagen Handelsregister tatsächlich Personen eingetragen sind, die nicht als avang ausgesprochen, wie Abg. Schultz gejagt hat, vielmehr habe ich Vollkaufleute angesehen werden können. Unter diesem Gesichts- ausgeführt, daß seine Joce mir sympathisch ist und daß ich ihn steuerpflichtig seien und ob die zurückgestellten militärdiensttaugpunkt ist es gerechtfertigt, daß solche nur nebenher in das Handels- fogar auf die Effektenbörse ausgedehnt sehen möchte, überhaupt auf lichen Lehrer ebenfalls in den Besitz der Zulage lommen sollen. register hineingeratene Personen vom Börsenterminhandel ausge- alle Geschäfte, auch auf solche, die durch ehrliche Matler im poli- Schließlich, ob den Hauptlehrern die Funktionszulage auf das Grundgehalt anzurechnen sei. Durch die Teuerungsgesehe im Reiche schlossen werden. Die verbündeten Regierungen haben daher gegen tischen Leben abgeschlossen werden.( Große Heiterfeit.) den Antrag Dr. Böhme nichts einzuwenden. Dagegen ist der AnBei der Abstimmung werden die Anträge des Zentrums ab- haben nun gerade die Industriestädte, die großen Gemeinden, am trag Bitter, das Verbot des Terminhandels auch in Bergwerks- und gelehnt, der Antrag Böhme zu§ 51 wird angenommen. meisten zu leiden gehabt, Jetzt bürdet man ihnen auch die Folgen Fabrikanteilen aufrecht zu erhalten, unannehmbar. Was die Be- Sämtliche Paragraphen der Artikel 3, 3a, 4 werden ange- diefer Teuerungspolitik auf. stimmungen des Entwurfs über die Sicherung des handelsrechtlichen om men,§ 65 in namentlicher Abstimmung mit 240 gegen Schulhäuser zu bauen, gibt ihnen aber nicht das Verfügungsrecht 124 Stimmen. Die übrigen Teile des Gesetzes verden debattelos darüber.( Abg. Busch: Das gehört nicht hierher!) Nicht einmal Lieferungsgeschäftes in Getreide- und Mühlenfabrikaten anlangt, der Oberbürgermeister von Berlin hat das Recht, einen Besuch aus so ist Ihre Stommission auch hier im großen und ganzen der Re- angenommen. Damit ist die Tagesordnung erschöpft. der Ferne in die städtischen Schulen einzuführen. Aber auch für gierungsvorlage gefolgt. Nun hat man eingewendet, daß die Beftimmungen des neuen§ 65 auch mißbraucht werden könnten zu Vereinsgesetzes und des Börsengesetzes.) Nächste Sizung: Mittwoch, 11 hr.( Dritte Beratung des die Gemeinden gibt es eine Grenze der Leistungsfähigkeit, und wenn sie nicht imstande sind, die berechtigten Forderungen der Spekulationsgeschäften an der Börse. Aber das soll ja§ 66 verSchluß 6% Uhr. Lehrer zu befriedigen, muß Unfriede zwischen der Kommune und hüten. Wir sind der Ansicht, daß wirtschaftlich berechtigte Geder Lehrerschaft eintreten. Ich hoffe, daß im Herbst den wohlschäfte durch diesen§ 66 nicht alteriert werden sollen, daß nur wollenden Worten auch wohlwollende Taten folgen werden. wirtschaftlich unberechtigte Spielgeschäfte von ihm betroffen werden follen. Auch in der Kommissionsfassung wird die Vorlage eine wesentliche Verbesserung gegenüber dem bestehenden Zustand bringen. Ich freue mich, daß die Parteien der verschiedenen Richtungen fich zu solcher erfolgreichen Arbeit zusammengefunden haben.( Bravo! beim Blod.) Abgeordnetenbaus. 70. Giung vom Dienstag, 7. April, 11 Uhr. Am Ministertisch: Freiherr b. Rheinbaben, Dr. Solle. Auf der Tagesordnung steht zunächst die zweite Beratung des Machtragsetats für die Teuerungszulagen an die Beamten und Lehrer. Die Kommission beantragt, diesen Antrag abzulehnen. Finanzminister Freiherr v. Rheinbaben: Auf Antrag des Abg. Freiherrn v. Zeblik wird die Resolution an die Budgett̃ommission zurüdverwiesen.§ 3 wird erledigt. Sodann wird der Antrag Bachmann und Genossen abgelehnt. Die borliegenden Petitionen werden für erledigt erklärt. Es folgt sofort die dritte Beratung. Man überläßt es den Gemeinden, Damit schließt die Besprechung. Die einzelnen Paragraphen werden ohne Debatte angenommen, ebenso Ueberschrift und Einleitung, darauf einstimmig das Gesetz im ganzen. Es folgt die Beratung der Dentschrift über die Ausführung des Asiedelungsgesetzes von 1886. Abg. Graf Praschma( 8.) betont die Notwendigkeit, die Ansiedelungskommission durchgreifend zu ireorganisieren und führt aus, daß die Ansiedelungspolitik teinen Erfolg gehabt habe. Heute jei man führen, weiter entfernt als je. jei man, von führen, weiterem Ziele, den Frieden in den Oſtmarken herbeizuAbg. v. Wentzel( f.): Wir verlangen im Interesse des Deutschtums eine starte, energische Ostmarkenpolitit. Wünschenswert ist die größere Berücksichtigung der Söhne der Ansiedler bei der Bergebung von Ansiedelungen. Bitten möchte ich um baldige Reor ganisation der Ansiedelungskommission. Abg. Dr. v. Dziembowski( Bole) erklärt, daß das Ostmarkenproblem lediglich durch Gerechtigkeit auf deutscher Seite gelöst werden könne. Landwirtschaftsminister v. Arnim verteidigt die Maßnahmen der Ansiedelungskommission. Abg. Lusensky( natl.): Die Berhebung in den Ostmarken ist von den Polen den Deutschen gegenüber geübt worden, durch eine nichtswürdige Bresse sind unwahre Behauptungen in des Publikum gebracht worden.( Beifall.) Sehr zu beklagen ist, daß die Beamten bielfach einen gewissen Sa ste ngeist betätigen; sie bilden eine Clique für sich und ziehen sich von der Bürgerschaft zurück. Abg. Wolff- Lissa( frs. g.): Soweit die Ansiedelungstätigkeit eine politische Waffe sein soll, müssen wir uns dagegen erklären. Dem kleinen Kaufmann und Händler wird durch die staatlich unternicht halten kann, er wandert ab. Das Haus vertagt sich. Nächste Sizung: Mittwoch, 11 Uhr.( Entwurf betreffend die Griveiterung des Stadtkreises Kiel, Antrag Gamp betreffend Freifahrt für Wahlmänner. Fortsetzung der heute abgebrochenen Berhandlung über die Ansiedelungsdenkshriften. Vorlage betreffend die Haftpflicht der Beamten.) Schluß 4% Uhr. 3. Verbandstag der Steinarbeiter Deutschlands. Abg. Mommsen( fas BaGemiß hätten wir gern mehr er reicht, als uns in den Kammissionsbeschlüssen gegeben worden ist. Wir haben den Entwurf in mancher Hinsicht so erheblich verdie Budgetkommission hat die Grenze von 4200 M. Gehalt, fehlechtert, daß wir uns die ernste Fragen haben borlegen müffon, Bis zu der die mittleren Beamten Zulagen erhalten sollen, gestrichen, Die Budgetkommission hat die Grenze von 4200 m. Gehalt, ob wir nicht lieber die ganze Reform scheitern lassen sollen, als das so daß alle mittleren Beamten sie erhalten sollen, wenn sie nicht zu der die mittleren Beamten Zulagen erhalten sollen, gestrichen, jekt Erreichbare anzunehmen. Wir haben uns für das Lettere den Wohnungsgeldzuschuß der höheren Beamten beziehen. Weiter entschieden, weil wir sonst auf jeden neuen Versuch einer Börsen sollen nach dem Kommissionsbeschluß alle Lehrer mit bis zu 1200 reform wohl recht lange warten müßten und weil zweitens doch Mark und alle Lehrerinnen bis zu 900 M. Grundgehalt berücksichtigt manche bedeutungsvolle Verbesserung erzielt worden ist. Diese werden. Die Zulage für Lehrerinnen ist von 100 auf 125 M. liegen vor allem auf dem Gebiete der Rechtssicherheit. Manches erhöht worden. Beträgt das Grundgehalt der Lehrer mehr als Vorurteil der früheren Zeiten ist im Schwinden begriffen und die 1200 Mt., aber weniger als 1350 m, das der Lehrerinnen mehr Erkenntnis in immer weitere Streise gedrungen, daß eine gesunde als 900 m., aber weniger als 1025 M., so ist die Zulage in Höhe Börse und ein gesunder Börsenterminhandel durchaus notwendig des Betrages zu gewähren, um welchen das Grundgehalt bei find. Die Kommission hat eine flare Grenze des Personenkreises Lehrern unter 1350 M. und bei Lehrerinnen unter 1025 M. bleibt. geschaffen, der zu Börsengeschäften berechtigt ist. Der Antrag Gleichzeitig steht mit zur Beratung der Antrag Bachmann Böhme verwischt diese Grenze zwar etwas, aber wir werden ihm( natl.) und Genossen auf pro3entuale Erhöhung aller doch zustimmen, schon damit man uns nicht nachsagt, wir wollten Beamtengehälter. die kleinen Gewerbetreibenden in den Börsenhandel hineinziehen. Daß auch der Getreideterminhandel notwendig und für die Volksernährung von ungeheurer Bedeutung ist, wird jezt von feiner Seite mehr bestritten. In dieser Hinsicht stimme ich dem Kollegen Frank Die Staatsregierung hat die Kommissionsbeschlüsse eingehend bei. Auch ich halte die Wiedereinführung des Getreideterminhandels der Brüfung unterzogen und mich beauftragt, zu erklären, daß der für volkswirtschaftlich notwendig. Noch ein Wort über die Straf- Beschluß der Kommission, allen mittleren Beamten ohne Rücksicht bestimmungen. Es ist bedenklich, für geschäftliche Handlungen zu auf das Höchstgehalt von 4200 m. die Zulage von 150 M. zu gefügten Genossenschaften solche Konkurrenz gemacht, daß er sich den zivilrechtlichen Folgen noch friminelle Bestrafung eintreten zu währen, nicht unbedenklich ist. Um aber Entgegenkommen laffen. Auch wir wollen nicht, daß verbotene Geschäfte an der Börse zu zeigen, ist die Regierung bereit, diesem Beschluß zuzugemacht werden sollen. Nach dem Gesetz macht nicht der Tatbestand it im men. Sie bittet aber, von allen weitergehenden eines verbotswidrigen Börsengeschäftes als solcher strafbar, sondern Beschlüssen über den Beschluß der Kommission hinaus ab nur die Wiederholung derartiger Geschäfte unter gewissen Vorauszusehen, da diese von ihr als unannehmbar bezeichnet werden fegungen. Die Strafe trifft die sogenannten Schwänzer, und müßten. Die Staatsregierung hat den dringenden Wunsch, die jeder anständige Kaufmann wird mir zugeben, daß es kein Unglüd Beamten ungesäumt in den Besitz der Zulagen zu setzen. ist, wenn sold, ein Schwänzer ins Loch fommt. Schön ist ja nicht Kultusminister Dr. Holle: Namens der Staatsregierung habe die kleine Strafprozeßordnung, die wir jetzt in das Börsengeset be- ich zu erklären, daß sie den Beschlüssen der Kommission in bezug tommen sollen, aber Dr. Frank kann es schon ruhig der Börse auf die an die Behrer zu zahlenden Zulagen augustimmen überlassen, sich damit abzufinden.§ 74b gibt zudem der un fich entschlossen hat. Dagegen bin ich auch ermächtigt, weiter schuldig Berdächtigten die Handhabe, sofort ihre Unschuld nachzu gehende Anträge als unannehmbar zu bezeichnen. Insbe weisen.( Abg. inger( Soz.) ruft: Warum führen Sie sie nicht fondere tönnten wir der in der Stommission aufgetretenen Fordeauch für die Effektenbörse ein?) Das ist nicht notwendig, weil rung nicht zustimmen, allen Behrern eine Zulage zu gewähren, dort tatsächlich verbotene Geschäfte nicht gemacht werden. Nach da dies Sache der Gemeinden ist, und wir mit der Gewährung von ciner Reihe von Jahren wird sich auch herausstellen, daß das Miß solchen Zulagen an alle Lehrer die Freiheit der Gemeinden betrauen gegen die Produktenbörse, aus dem die Strafbestimmungen schränken würden. Es wird aber nichts die Gemeinden hindern, geboren find, unberechtigt ist.- Da das Gesetz das endliche Auf ihren Lehrern Zulagen zu gewähren. hören unerträglicher Zustände gewährleistet, werden wir einstimmig Abg. Dr. v. Heydebrand( f.): Wir wollen die Verantwortung für für die Kommissionsfaffung stimmen.( Bustimmung beim Block.) das Scheitern der Vorlage nicht übernehmen und werden ihr zu ergänzt der Vorsitzende Starke- Leipzig. Redner führt aus, Handelsminister Delbrück erklärt, daß der Reichskanzler bei den stimmen. Die Lücken, die jetzt noch vorhanden sind, werden wir daß die Hoffnungen, die man sich in Nürnberg bei Anstellung der berbündeten Regierungen auf stritte Anwendung der Bestimmung uns im Herbst bemühen, auszufüllen.( Beifall rechts.) Gauleiter betreffs Steigerung der Mitgliederzahl gemacht hat, des§ 4 des Handelsgefeßbuchs wirken werde. Abg. Dr. Friedberg( natl.): Die Kommissionsbeschlüsse zeigen sich während des Jahres 1906 erfüllt haben, während im Jahre Abg. Dr. Spahn( 3.): Der§ 51 der jebigen Borlage bedeutet gewisse Verbesserungen der Vorlage. Unser Antrag ist in der 1907 sich schon die bedenklichsten Wetterzeichen einer heranbrecheneine verhängnisvolle Erweiterung des Spielerkreises.( Sehr wahr! Kommission abgelehnt worden, er wird aber doch bei der Besol- den Strise bemerkbar machten. Ein Zeichen des Niederganges sei es im Zentrum.) Die Aufpfropfung von Kriminalstrafen auf Ord- dungsausbesserung im Herbst wiederkommen. Ich möchte an den ohne Zweifel, daß die Unternehmer alle noch zu Recht bestehenden nungsstrafen, die dies Gesetz vorsicht, kommt sonst nur bei gewerbs- Minister die Frage richten, ob er im Herbst die Besol- Tarifverträge fündigen, um mit Hülfe ihrer den Arbeitern nachmäßiger Unzucht vor.( Lebhaftes Hört! hört!) dungsvorlage bestimmt einbringen will, und er- geahmten Organisation die Arbeiter wirtschaftlich herabzudrücken. Abg. Dr. Ritter( 3.) erklärt, daß er nicht jedes Börsentermin- warte eine flipp und klare Antwort.( Bravo! bei den National- Wenn aber auch die Hoffnungen betreffs Steigen der Mitgliedergeschäft als Spiel und Spekulation ansehe und daß auch er das liberalen.) zahl sich nicht ganz erfüllt haben, so sei doch die Institution der Handelsregister dem Börsenregister vorziehe. Finanzminister Freiherr v. Rheinbaben: Ich fann die Er- Gauleiter eine fegenbringende für den Verband, die sich besonders Abg. Dove( fri. Vg.): Der Terminhandel schädigt nicht die flärung abgeben, daß die Vorlage selbstverständlich be bei der inneren Entwidelung des Verbandes bewährt habe und Arbeiterinteressen. Er führt nicht Schwankungen herbei, sondern stimmt im Herbsteingebracht werden wird.( Bravo!) bei Abschluß von Tarifen schier unentbehrlich genannt werden gleicht umgekehrt Schwankungen aus. Wir sind überzeugt, daß der Abg. Dr. v. Savigny( 3.) bedauert, daß es nicht möglich war, müsse. Die Mitgliederzahl ist von 18 402 im Jahre 1906 auf 19 175 Bundesrat die ihm übertragenen Befugnisse verständig ausüben über die Kommissionsbeschlüsse hinaus etwas zu erreichen. im Jahre 1907 gestiegen. ein Mehr von 773 gleich 4,2 Proz. Im wird. Mit der Umgrenzung des Personenkreises für Terminge- Abg. Dr. Müller- Berlin( frs. Bp.): Die ablehnende Haltung Berichtsjahre wurden 77 neue Zahlstellen gegründet, eingegangen schäfte sind wir einverstanden und wir akzeptieren auch den Antrag des Finanzministers gegenüber etwa noch zu stellenden Anträgen sind 58, andere haben sich verschmolzen, so daß zurzeit der Verband Böhme. Der Herr Abg. Dr. Frank hat einige Bemerkungen über die ist tief bedauerlich. Schuld an der Verschleppung der Besoldungs- 337 Bahlstellen zählt, gegen 320 im Jahre 1906. Durch die EinBörsenberichterstattung gemacht, von denen ich nicht recht weiß, vorlage hat allein die Regierung. Daß die Finanzreform auch im führung der Krantenzuschußkasse ist die Fluktuation der Mitglieder was sie mit dem Gesez zu tun haben. Wenn es eine" Revolver- Herbite noch nicht erledigt ist, davon sind wir alle überzeugt. Ich eingedämmt. Im Verbande bestehen zurzeit und auf Grund der preffe" gibt, jo hängt das mit der Zulassung zur Börse nicht zu- muß daher die Behauptung, daß die Schuld für die Verzögerung Erhebungen festgestellt 154 Tarife und vier mündliche Abmachungen fammen. Ich hoffe, daß wir mit diesem Gesek endlich zu guten am Reiche liege, entschieden zurückweisen.( Sehr richtig! links.) über Lohn- und Arbeitsbedingungen. Bon den mündlichen Abs Rechtszuständen tommen.( Beifall bei den Freisinnigen.) Die zarte Rüdsichtnahme, die jetzt auf die Selbstverwaltung ge- madjungen wird berichtet, daß sie bisher von den in Frage fommen Abg. Herold( 3.): Der Antrag Böhme war ursprünglich von nemmen wird, wäre ja sehr schön, wenn sie nicht beschränkt bliebe den Unternehmern eingehalten wurden. Sehen wir von den mündmeine Freunden in der Kommission gestellt und wurde damals von auf solche Finanzfragen, bei denen der Fiskus Vorteile zu erlangen lichen Vereinbarungen ab, so werden durch die jetzt bestehenden allen Parteien und auch von der Regierung bekämpft. Jest sind hofft. Wir hätten selbstverständlich eine Gesegesvorlage Tarife die Sohn- und Arbeitsbedingungen in 150 Rahlstellen des Kassel, 6. April 1908. Erster Verhandlungstag. Im stolzen Prachtbau der Kasseler Arbeiterschaft, im Gewerk schaftshause, tagt der 3. Verbandstag der Steinarbeiter. Den gedruckt vorliegenden Geschäftsbericht Verbandes geregelt. Dadurch haben die Sandsteinmeßen in technische und volkswirtschaftliche Literatur besonders berücksichtigt. J Die Waggonfabrik Gebrüder Hoffmann schlägt bei Abschreibungen, 93 Orten, die Granitsteinmezen in 56, Marmorsteinmeßen in 29, Betont sei, daß die Preßkommission unseren diesbezüglichen welche von der Verwaltung als bedeutend bezeichnet werden, eine Granitschleifer in 31, Marmorschleifer in 26, Brecher in 27 und Wünschen in der loyalsten Weise zustimmte. Dividende von 35 Prozent( im Vorjahre 22) vor. Pflastersteinmacher in 11 Orten geregelte Lohn- und Arbeits- Die Berichterstattung der Versammlungsschriftführer ist im bedingungen. Also alle Berufsgruppen werden durch die bestehen- allgemeinen eine fixere geworden. Wenn noch nicht alles lappt, den Tarife mehr oder minder berührt. Durch den glücklichen so liegt das daran, daß die Schriftführer oft recht schnell gesonnen Ausfall eines Streits im Fichtelgebirge wurde dort ebenfalls ein find, ihre Bosten sofort niederzulegen. So glaubt die Redaktion Bezirkstarif erzielt, der für die dortigen Steinarbeiter enorme alles getan zu haben, um das Organ der Steinarbeiter so ausBorteile bringt. Redner schilderte sodann eine Lohnbewegung in zubauen, daß es jederzeit als führendes Organ in der modernen Strehlen und Ströbeln, wo sich so recht herausgestellt habe, wie Arbeiterbewegung Geltung hat. Der die Wohlfahrtseinrichtungen, Wohnhäuser usw. lähmend auf die Bericht des Ausschusses Arbeiter wirken und direkt zur Fessel für dieselben werden. Die bietet nur interne Verbandsangelegenheiten, wie Ablehnung von Arbeitgeber in der Steinindustrie gehen äußerst scharf vor, wie Gemaßregeltenunterstüßung, Rechtsschus usw., die für die breite ein Beispiel aus Meißen lehrt. Der dortige Unternehmer Köhler Oeffentlichkeit fein Interesse haben, dadurch erübrigt sich eine tann als Hauptscharfmacher bezeichnet werden, der den Ruhm für Wiedergabe. sich in Anspruch nehmen darf, unter den Steinarbeitern die erste Bentralvorstand und Ausschuß in vier Sizungen gemeinsamt. Abgehalten wurden 94 Sizungen, davon fagten gelbe Gewerkschaft gegründet zu haben. Er beschäftigt keine freiKollege Eulit erstattet den organisierten Arbeiter und lehnt jede Verhandlung mit der Wer bandsleitung ab. Bericht der Mandatsprüfungskommission. Besonders hart war auch der Kampf, der für den Abschluß E3 find 84 Deles 84 Delegierte, Vorstands- und Ausschußmitglieder, der bon Tarifverträgen im Muscheltaltgebiet geführt werden mußte, Redakteur des Verbandsorgane, Genosse Knoll als Vertreter der indem dort die kleinen Unternehmer, bei denen Streitbrecher stehen Generalfommission und Gäste aus Wien, Kopenhagen und geblieben waren, die Arbeit für die größeren Firmen anfertigten. Budapest anwesend. Beide Jahre sind reich an Kämpfen für den Verband gewesen, wobei Nachdem die ausländischen Gäste zur furzen Begrüßung das Derselbe öfter beweisen konnte, daß der Steinarbeiterverband seinen Wort erhielten, erfolgt die Kampfescharakter durch die Unterstüßungseinrichtungen durchaus nicht eingebüßt hat. Debatte über den Vorstandsbericht. Die Gehr u. Co. A.-G. in Dresden bringt 14 Prozent Dividende heraus, gegen 18 Prozent im Vorjahre. Die gleiche Dividende wie im Vorjahre, nämlich 8 Prozent er halten die Aktionäre der Rotung A.-G. in Duisburg. Die Dividende der A.-G. für Eisenbahnwagenbau in Breslau wurde auf 20 Prozent festgesetzt. 12 Prozent schüttet die Fabrik für Nähmaschinen- Stahlapparate in Berlin aus. Die Aktionäre der A.-G. für Gas- und Elektrizität in Köln er halten wiederum 6 Prozent. Wie im Vorjahre, 10 Prozent, bringt die Deutsche Portland zementfabrik„ Adler" heraus. Segen der Agrarzälle. Der Kaufmann Weile in Hammerstein hat das zirka 1700 Morgen große Gut Hütte, das er kurz vorher für 250 000 W. erwarb, mit einem Aufschlag von 53 000 m. weiter verkauft. hat seine Befizung, die er vor drei Jahren für 450 000 m. erstand, Rittergutsbesitzer Neumann in Klein- Heinrichsdorf bei Meseriz für 600 000. verkauft. Neberproduktion. Die Borräte von Kots nehmen, wie die Sölnische Volkszeitung" schreibt, immer mehr zu und haben auf einigen größeren Lagerpläßen des Kohlensynditats bereits bedeutenden Umfang angenommen. Auch auf dem großen Lagerplay in der Nähe des Dortmunder Hafens sollen, wie vor mehreren Jahren, wieder Kotsvorräte angesammelt werden, ebenso auf dem bei Emden gelegenen Lagerplay. Lagerung von Stols genötigt, weil sie über ihre Beteiligung beim Außerdem sind mehrere Hüttenzechen zur Kohlensyndikat hinaus erzeugen und ihr Selbstverbrauch zurückgegangen ist. Dieselbe wird äußerst lebhaft geführt. Baumgarten Berlin Bon Grenzstreitigkeiten mit anderen Verbänden wußte Starle glaubt dem Wunsche des Vorstandes nach früherer Anmeldung der nichts zu berichten, sondern er betonte, daß durch Abschluß der Streits damit begegnen zu können, daß er wünscht, auch der VorKartellverträge die Verbände im besten Einvernehmen zusammen- stand möge etwas schneller arbeiten und seine Entschlüsse den Zahlarbeiten. stellen figer mitteilen. Nach seiner Meinung arbeitet der Vorstand Ueber die Unterrichtskurse der Generalfommission sprach recht bureaukratisch. Wunderlich Chemnitz beschwert sich über Redner fich lobend aus und gab seiner Freude Ausdruck, daß auch die Kürzung der Berichte im Fachorgan. Seidel- Dresden gibt die Steinarbeiter trotz ihrer rauhen und harten Arbeit für Bilder Meinung Ausdruck, daß die ganze Arbeitskraft der Gauleiter dungsbestrebungen empfänglich sind, und daß dem Wunsche der durch die Lohnbewegung absorbiert werde und daß aus diesem Mitglieder, diese Kurse der Allgemeinheit nubbar zu machen, mög- Grunde die Erfolge in der Agitation im letzten Jahre hätten beffere ersten Monaten dieses Jahres haben nicht weniger als 109 151 ZwischenFortdaner der amerikanischen Rückwanderung. In den beiden licht stattgegeben werden soll. sein können. Dem Kassierer gibt er den Rat, sich mehr Einfluß in Borstand zu sichern und hartherziger im Punkte Bewilligung der dedpassagiere von atlantischen Häfen aus die Rückreise nach Europa Streifgelder zu sein. Bei Erhebung von Extrasteuern will Redner angetreten, während im ganzen 32 260 Passagiere der gleichen Klasse einen Einheitsfab für alle Klassen haben. Zur Presse äußert der gelandet find. Im Borjahre wurden während des gleichen Zeitselbe den Wunsch, daß der Kollege Staudinger mehr lehrreiche Taumes 88 131 Ginwanderer gezählt, so daß die Einwanderung heuer Artikel bringe, damit die Kollegen auf dem platten Lande sich beffer um 55 371 hinter jener der Monate Januar und Februar des verbilden fönnen. Ferner ist derselbe der Meinung, daß die Alarm- flossenen Jahres zurückgeblieben ist. Das Bild stellt sich dar, wenn artikel im Fachorgan über die Erfolge der Steinarbeiter feinen man den Auswanderertransport über Hamburg betrachtet. Er betrug 3wed haben und den Unternehmern nur unnük die Augen öffnen. im Januar Februar: Mittenmeyer- Würzburg gibt dem Vorstand den guten Rat, Ueberhaupt Deutsche allein selbst genau auf Innehaltung der statutarischen Bestimmungen zu achten und den groben Ton, den Vorsitzender und Redakteur zuweilen gegen die Mitglieder anschlagen, sich abzugewöhnen. Die Ausführungen des Kollegen Starke flangen aus in der Forderung, nunmehr Kritik zu üben, damit die Richtlinien für den Berband wiederum scharf gezogen werden im Interesse der gesamten Arbeiterschaft. Arnold Kaiserslautern wünscht eine Aenderung der Taktik und größere Vorsicht bei Streiks, da dadurch dem Verband viel Geld gespart werden könne. = Dem schriftlich vorliegenden Vorstandsbericht ist weiter zu entnehmen, daß im Jahre 1906 35 Angriffstreiks, an denen 50 Orte mit 212 Betrieben beteiligt waren, stattgefunden haben. Die Urfachen zu diesen Streits waren Forderungen auf Berkürzung der Arbeitszeit, Lohnerhöhungen resp. Tarifabschlüsse. Diese Streits verursachten eine Ausgabe von 133 498 M. Davon entfallen auf die Zentraltasse 127 579 M. In sechs Orten mußten Abwehrstreits geführt werden, die Ursachen waren Maßregelungen und Lohnreduktionen. Die Kosten beliefen sich auf 7214 M., davon zahlte die Hauptkasse 7075 M. In fünf Fällen verhängten die Unternehmer die Sperre über die organisierten Steinarbeiter. Die fürzeste Dauer war 24, die längste Dauer 85 Tage. Die Kosten Rothe Rüders wünscht, daß die Gauleiter, die den Kursus beliefen sich auf 31 382 M. Davon zahlte die Hauptkasse 25 930 M. besucht haben, selbst in ihren Bezirken Kleine belehrende Vorträge Die Beteiligung an Streits anderer Berufe erforderte die Summe aur Seranbildung der Mitglieder halten. Auch auf die Sperrtafel bon 730 M. Im Jahre 1907 hatte der Verband 53 Lohnkämpfe zu im Fachorgan müsse mehr Rücksicht genommen werden. führen; für diese wurden von der Zentralfasse 159 859 M. und Tennbusch- Düsseldorf schildert, wie in Rheinland und aus den Lokalkaffen rund 15 400 m. verausgabt. Es wurden 34 An- Westfalen belgische Arbeiter samt ihren Frauen zur Arbeit hergriffstreits in 41 Orten mit 116 Betrieben geführt. An denselben geholt werden. Ueber die Umgangsgepflogenheiten des Vorsitzenden waren zum ersten Male auch 21 Frauen, welche nicht organisiert werden noch weitere Wünsche laut. Durch die ganze Debatte zieht waren, beteiligt. Ursachen der Streits waren Forderungen auf sich wie ein roter Faden das Bestreben, den Verband groß und start Bohnerhöhung, Beseitigung mißliebiger Personen, Verweigerung zu machen, damit er seinen Mitgliedern Schuß und Schirm zu bon Streifarbeit, geregelte Lohnzahlung und Aufrechterhaltung des bieten vermag. Tarifs. Auch Aussperrungen wurden in sechs Fällen verhängt. Dieselben fosteten dem Verbande 19 384 M. Lohnbewegungen ohne Streits fanden im letzten Jahre 58 statt. Das Resultat der Lohnbewegungen war eine Gesamtarbeitszeitverkürzung pro Woche um 6710 Stunden, welche 1765 Kollegen zugute fam, ebenfalls find Erhöhungen der Stundenlöhne von 2 bis 10 f. zu verzeichnen; die Erhöhungen der Akkordtariffäße bewegen sich zwischen 2 bis 25 Prog 1899 6868 1073 1900 10828 1269 1901 6869 1076 1902 16221 1788 1903 17431 2303 1904 14925 1900 1905 19620 1484 1906 22461 2195 1907 26169 2421 1908 8009 2282 Die letzten drei Jahre der Hochtonjunktur treien plastisch herbor und lassen erkennen, daß sie in Nordamerika noch stärker war als sonstwo und infolgedessen große Massen an sich zog. Nunmehr beginnt die Abwanderung sogar den amerikanischen Kapitalisten beSentlich zu werden und sie stimmen jetzt das Lamento an, das ihre europäischen Kollegen die ganze Zeit her so unermüdlich ableierten: bas Lamento über den Arbeitermangel. Die amerikanischen Kapitalisten hoffen nämlich noch immer auf eine baldige Beendigung der Krise. Das Arbeitsvermögen unserer Wasserläufe. der Frage der Ausnutzung der Wasserkräfte unserer Flußläufe fi Mehrere Ingenieurvereinigungen haben sich in Tester Zeit mit Sie Boltswirtschaft befaßt. Der Stadtingenieur F. Meyer- Chemis hat das ausnutzbare Arbeitsvermögen der größeren Flüſſe des önigreichs Sachsen auf 1878.000 PS) berechnet. Davon werden bis jetzt nur einige Tausend PS ausgenugt. Knoll, Bertreter der Generalfommission meint, daß nie und nimmer das Vorgehen der Arbeitgeber durch die Schreibweise uno Haltung des Fachorgans bestimmt werde. Es liege nicht im Interesse des Verbandes, Leisetreterei zu betreiben, die tatsächlichen Verhältnisse im Verbande müßten objettiv fargelegt werden. Zunt Gauleitersystem übergehend, meint Redner, daß die Arbeitgeber organisationen heute ihre besten Kräfte, ig jogar, jesuitisch toeschte promote Leute an die Spitze stellten, denen der einfache Arbeiter nicht ge Infolge der bielen Lohnbewegungen fonnte die Agitation nicht wachsen sei. Bei Lohnbewegungen dokumentiere fich der Vorteil fo intenfib betrieben werden toie notwendig. Bemerit fei jedoch, tüchtiger Gauleiter. Im Steinarbeiterberus, wo die Zahlstellen bis day die hauptsächlichsten Gebiete bearbeitet sind und größere Massen in die entlegensten Winkel zerstreut sind, wo die Leute gewisserdem Verbande nicht mehr fernstehen. Die Sandsteinarbeiter find maßen an die Scholle gefesselt sind, ist das Bauleitersystem einfach mäßig geringen Mehrkosten Die Nutzbarmachung der Wasserläufe hätte mit verhältnisborzüglich organisiert. Die Hauptaufgabe war und ist, die Granit unentbehrlich. Redner warnt davor, auf die Gewerkschaftsschule werden lönnen, wo Flußtorrettionen und Kanalisierungen ausgeführt schon überall da borgenomnien bezirke zu bearbeiten. Einige hundert Granitarbeiter wurden im Kollegen zu schicken, die nur das ABC der Bewegung kennen. Die lezten Jahre besonders in Striegau und Hälicht dem Verbande zu besten und tüchtigsten sollten dort teilnehmen, um ihr Wissen und worden, find. Ein Ingenieur Prüßmann berechnet, daß bei der geführt. Aus den entlegensten Gebirgsdörfern müssen die Stein Stönnen in theoretischer Form zu vergrößern. arbeiter größtenteils ihre neuen Mitglieder holen. Abgeschlossen Nach Verlesung einiger Begrüßungstelegramme wird der erste bon allen übrigen Klassengenossen, gewöhnlich in ficherer Obhut der Verhandlungstag geschlossen. Geistlichkeit, sind diese Kollegen ein schwer zugängliches Menschenmaterial. Vorurteil und Böswilligkeit, geschürt und gestärkt von den Unternehmern selbst, erstiden jeden Organisationsgedanken bereits im Reime, Der Kassierer Geist gibt den Raffenbericht. Die Gesamteinnahme stieg von 304 575,20 m. im Jahre 1907 auf 409 649,20 m. Dies ist eine Steigerung von 34,4 Broz. gegen das Borjahr. Die Gesamtausgabe betrug 571 228,38 M. Das Wer bandsvermögen betrug am 1. April 1908 365 096,01 M. Unter der Ausgabe befindet sich allein die Summe von 34 457,71 M. für Agitation, dies macht pro Kopf der Mitglieder eine Ausgabe von 1,80 M., ein Beweis von der rührigen Agitation, die betrieben worden ist. Die Ausgaben für Streits sind nur um rund 200 M. Höher als 1906, während für Gemaßregeltenunterstützung rund 8000 M. weniger verausgabi wurden. Die Reiseunterstübung hat sich um rund 4500 M., die Ausgabe für Rechtsschuß und Prozeßkosten um zirka 2000 M. erhöht. Von der Unterstüßung in besonderen Notfällen entfällt der größte Teil auf die Familien der durch den Landfriedensbruchprozeß( Goßmannsdorf) zu Gefängnisstrafen verurteilten Kollegen. Den Aus Induftrie und Handel. Deutschlands Außenhandel. Jm März 1908 betrug im Vergleich mit dem März 1997 für die 13 Positionen der vorläufigen Ausweise des Statistischen Amites in Doppelzentnern: Ausfuhr 1908 41 687 Baumwolle Flachs, gebrochen, geschwungen usw.. Sanf, desgl.. Jute und Jutelverg Mexikowolle i.Schweiß Kreuzzuchtwolle im Schweiß Eisenerze Steinkohlen Braunkohlen. Erdöl, gereinigt Chilefalpeter. Roheisen Kupfer. . Einfuhr 1908 474 142 67 008 27 653 181 116 95 180 1907 433 045 66 423 40586 222 840 93 392 5 674 8319 3.969 1 673 80 670 125 147 776 5 284 789 9 947 715 8876 174 9 195 243 2 604 484 8 055 892 17 905 748 7.767 273 906 797 826 854 1 084 025 900 958 242 362 149 426 243 175 87 890 20 255 321 44855 211 916 5469 1907 33 895 17 810 -jezt beinahe beendeten. Weserkorrektion 54 200 PS hätten geGewinn von 3 Millionen Mark jährlich darstellen würde. Eine durch wonnen werden können, was im Mittel einen nationalökonomischen Wasserkraft gewonnene PS soll sich um jährlich 82 M. billiger stellen, als eine PS durch Dampf erzielte. Natürlich hätten die erforder lichen Bauten und Einrichtungen gleichzeitig mit der Flußkorrektion hergestellt werden müssen. Bei den jetzt neuerdings gebauten Talsperren sind Einrichtungen vorgesehen, durch welche die Kraft des abfließenden Wassers in elektrische Energie umgewandelt und durch Kabel nach oft weit ents fernten Verwendungsstellen geleitet wird. Die größte Entfernung, auf welche elettrische Energie, die durch Wasser erzeugt ist, übertragen wird, beträgt 650 Kilometer. Neuerdings wird die Ausnutzung der Wasserkräfte der Viktoriafälle am Zambesi beabsichtigt. Einer Gesellschaft ist die Entnahme von 250 000 PS erlaubt worden. Beabsichtigt wird, die gewonnene elektrische Energie bis auf 1000 Kilometer Entfernung und mit 9 853 150 000 Bolt Spannung nach den Bergwerken Transvaals zu leiten. In Bergwerken verwendet man jezt schon vielfach Wasser zur 141 Arbeitsleistung, indem das Wasser eines Gebirgsbaches teilweise 324 oder auch ganz mittels Rinnen oder Röhren nach dem Bergwerk ge- N leitet und dort zu Gesteinsbohrungen verwendet wird. Je höher 790 der Fall des Wassers ist, desto größer die Arbeitsleistung. Im 3 396 221 Jonasschacht bei Freiburg i. B. arbeitet ein Wassersäulengezeug mit 15 803 849 acht Liter Zuführung in der Sekunde. Diese geringe Wassermenge 12 858 entwickelt bei einem Fall von 270 Meter eine Kraft von 25 PS. 398 35 601 *) Diejenige Kraft, die 1 Kilogramm in einer Setunde 1,0 Meter 296 486 hochhebt, wird als 1 Pferdekraft, PS bezeichnet. 5 275 Bericht über die Presse erstattet der Redakteur Staudinger. Die Auflage des Verbandsorgans schwankte 1907 zwischen 23 000 und 24 000 Exemplaren. Daraus geht schon hervor, daß mit Agitationsmaterial nicht gefnaufert worden ist. Außerdem ist der L'Operario Italiano" ber= Die stärkste Verschiebung zeigt sich bei Eisenerz. Die Einfuhr breitet worden. Besonderes Augenmerk ist im Berichtsjahre den ist um annähernd 4 Millionen Tonnen, gleidh 40 Broz. gesunken; gewerbegerichtlichen Entscheidungen entgegengebracht worden. Den in der Ausfuhr ergibt sich ein Rüdgang um/ Migionen Tonnen, Steinarbeitern dürfte diese laufende Berichterstattung fehr will gleich 22 Proz. Auch die Roheisenzufuhr ist um 28 Proz. zurüd tommen sein. Das Entgegengesetzte dürfte bei den Unternehmern gegangen. zutreffen, denn es ist einigen davon doch nicht ganz gleichgültig, wenn ihre Tarifumgehung öffentlich gebrandmarkt wird. Unsere Kollegen tun auch fernerhin gut, bei Gewerbegerichtsstreitigkeiten, wo insbesondere Tarifverstöße durch die Unternehmer zum Austrag tommen, sofort einen sachlichen Bericht an die Redaktion einzusenden. Diese Berichterstattung wird in zweifacher Hinsicht Erfolge zeitigen. 1. Wird das Gewissen der Unternehmer geschärft, indem fie die tariflichen Bestimmungen besser einhalten, und 2. unsere Kollegen, die bei vielen Lohnkürzungen ein Auge zudrüden, werden aufgemuntert, mehr als wie bisher ihre Rechte wahrzunehmen. Im Jahre 1907 ist die Redaktion erfreulicherweise nicht mit der Staatsanwaltschaft in Kollision geraten. Dividendensegen. Wasserstands- Nachrichten der Landesanstalt für Gewässerfunde, mitgeteilt bom Berliner Wetterbureau. Wasserstand Memel, Tilsit Bregel, Insterburg Die Bergbau- Gesellschaft Konkordia" verteilt für das letzte Jahr ei hiel, Thorn wiederum 22 Proz. Dividende. Dder, Ratibor Strossen Frankfurt Barthe, Schrimm Landsberg eye, Bordamm EIbe, Zeitmeriz 8 Prozent, wie im Vorjahre, erhalten die Aktionäre der DeutschBöhmischen Vrikettwerke in Dresden. Der Aufsichtsrat der Stettiner Maschinenbau- Aktiengesellschaft Bultan" beschloß, der Generalversammlung eine Dividende von 14 Prozent, wie im Vorjahre, vorzuschlagen. Nur 14 Prozent, gegen 16 Prozent im Vorjahre, fließen den Aktionären der Steinzeugwarenfabrik und chemischen Fabrit in Friedrichsfeld( Baden) zu. Eine bedeutende Bergrößerung erfuhr im Berichtsjahre die Redaktionsbibliothek. Das Geld für diese Ausgaben ist sehr zins- Wiederum 19 Prozent schüttet die Stettiner Chamottefabril tragend angelegt. Bei der Anschaffung von Büchern wurde die A.-G. aus. Schutz gegen Influenza! Dresden Barby Magdeburg 1)+ bedeutet Wuchs, morgens 579 cm. Wasserstand Saale, Grochlik Havel, Spandau) Rathenow³) Spree, Spremberg) 102 Beeskow oeser, Münden 2 Rhein, Marimiliansan 428 am fcit am feit 6.4. 5.4. cm cm³) 5753)+7 397 -8 308+10 6. 4. 5.4. cm cm) 220 8 141+4 179-1 207 +2 177 +5 178 176 104 +2 Minden 89+3 130+2 142 4-3 93 Kaub 247+4 97 ++- 4 -6--4 Nedar, Heilbronn 272 10 Main, Wertheim Stöln 281+9 148 208 2 228 8 Mojel, Trier Fall,-) Unterpegel,) heute um 6 1hr Die Influenza ergreift nur diejenigen, deren Blut rosp. Blutkörperchon nicht stark genug sind, um siegreich den Kampf gegen die eindringendon InfluenzaBazillen aufzunehmen, Dio Wallung des Blutes muss stärker sein, die Herztätigkeit erhöht werden; deshalb trinke man% Stando vor jeder Mahlzeit, also vor dem 2ten Frühstück, vor dem Mittag- und Abendessen jo Glas Santa Lucia Kraft- Rotwein. Derselbe wirkt heilsam auf den ganzen menschlichon Organismus. Verband der freien Gast- und Schankwirte Deutscher Holzarbeiter- Verband. Deutschlands.( Zahlstelle Berlin.) Bezirksversammlungen: Bezirk 1.onnerstag, den 9. April, nachmittags 5 Uhr, 99 F beim Kollegen Ernst Funke, Triftstr. 41. Bortrag des Redakteurs Genossen Karl Schulz. 2. Freitag, den 10. April, nachmittags 5 1hr, beim Kollegen Frisch, Babstr. 12. 3. Freitag, den 10. April, nachmittags 5 Uhr, betm Kollegen Sauer, Schönhauser Allee 134a. 1345 Donnerstag, den 9. April, nachmittags 5 uhr, der beim Kollegen August Zich, Barschauer Straße 61. 4. 5. 99 Donnerstag, den 9. Avril, nachmittags 99 or, eines 5 beim Kollegen J. Meyer, Oranienstr. 103. Vortrag. 6. Freitag, den 10. April, nachmittags 5 Uhr, beim Kollegen Julius Meier, Sebastianstr. 39. Die Ortsverwaltung. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Schöneberg. Ortsverwaltung Berlín. Sonntag, den 12. April, vormittags 10 Uhr bis 2 Uhr nachmittags finden die Wahlen 82/14 Delegierten zum Verbandstage in Stettin und Zentral- Verband der Maurer Deutschlands. Zweigverein Berlin. Bezirk Moabit. Am 6. April verstarb nach furzem Leiden im Alter von 31 Jahren unser Mitglied Wilhelm Heilscher an Lungenentzündung. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Donners tag, den 9. April, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des aus statt. Delegierten zum Gewerkschaftskongreß eilands Stirchhofes, Blōgenſce in folgenden Lokalen statt: Habel, Bergmannstr. 5-7.| Boeker, Weberstr. 17. Möhring, Admiralstr. 18c. Obiglo, Schwedterstr. 23. Muhs, Manteuffelstr. 95. Raabe, Kolbergerstr. 23. Litfin, Memelerstraße 67. Ahrens, Turmstr. 25-26. Die Stimmzettel werden am Eingang zu den Wahllokalen verteilt. Jeder Kollege fann in dem Lokal wählen, welches für ihn am beMitgliedsbuch legitimiert. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Die Werkstätten- Bertrauensleute werden ersucht, ihren Kollegen die Die Ortsverwaltung. Donnerstag, den 9. April 1908, abends 8%, Uhr, in den neuen quemiten zu erreichen ist. Nathanssälen, Meininger Straße 8: General- Versammlung. titgliedsbücher auszuhändigen. Tages Ordnung: 1. Stassenbericht vom ersten Quartal. 2. Anträge zum Verbandstag. 3. Verbandsangelegenheiten. 82/15 Bahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. Allen Genossen, Freunden und BeAchtung! tannten zur Mitteilung, daß ich das Achtung! Lokal des Genossen Rupprecht, Bismarckstr. 6, übernommen habe. Bitte das Vertrauen, welches mein Vorgänger gehabt hat, meiner Person übertragen zu wollen. Es wird mein Bestreben sein, für gute Speisen und Spandau, Getränke bestens Albert Mette, Bismarckstr. 6. Sorge zu tragen. UL Zollamt Neue Modelle treffen täglich ein 90113 Westmann Berlin Mohren str 370 42434 SWestmann Pariser Modelle Am 12. April: Urania- Vorstellung. Eröffnung vormittags 10 Uhr. Vorstellung 11 Uhr: Kairo und die Pyramiden. Billelts sind auf dem Bureau Engelufer 14/15 zu haben. Die Billetts zum 20. April sind vergriffen. 3. A.: Die Ortsverwaltung. Dr. Simmel Erfinder! Spezial- Arzt für Haut- und Harnleiden. Prinzenstr. 41, dicht am Moritzplatz, 10-2, 5-7. Sonntags 10-12, 2-4. Batente billigst, ev. Finanzierung. 1235b* Ratenzahlung gestattet. Patentbureau Lindner& Co., Berlin, Großbeerenstraße 25. Sonntags 12-1. Damen, wenn Sie nicht sofort kommen, ist es zu spät! Sie wissen, daß im Haupt Berlin W., Mohrenstr. 37a, geschäft onfektionshaus Westmann, Berlin NO. Gr. Frankfurterstr.116, u. Eckhaus Kolonnaden, 2. Haus a. der Andreasstr., die schönsten der fast täglich eingehenden Modelle sofort vergriffen sind!! Frühjahrs- u. 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Um stille Teilnahme bitten Die tieftrauernden Hinterbliebenen Frau Auguste Jäger, geb. Konig nebst 4 Kindern. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 9. d. M., nachmittags 4 Uhr, vom Trauerhause. Emdener Straße 32, aus statt. Todes: Anzeige. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß meine liebe Frau, Tochter, Schwester und 26262 Schwägerin Emma Steiniger geb. Ewald nach furzem sehr schmerzvollem Leiden verstorben ist. Die Beerdigung findet heute nachmittag 12 1hr von der Leichenhalle des städtischen Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. Der trauernde Gatte Osk. Steiniger nebst Zochter, Königsberger Straße 17. Familie Ewald. Danksagung. Allen lieben Freunden und Befannten sowie insbesondere den Vorgesezten und Kollegen aus der A. E.-G. sagen wir hierdurch für die überaus zahlreiche Beteiligung wie auch für die prachtvollen Kranzspenden anläßlich der Beerdigung meines lieben Mannes, Baters, Bruders und Schwagers, des Arbeiters Isi Berthold Dickschat unsern herzlichsten Dank. 18045 Die trauernden Hinterbliebenen Martha Dickschat, geb. Ramsch. Danksagung. Für die am Silberhochzeitstage erwiesenen Aufmerksamkeiten und Glückwünsche bedanken sich hierdurch Ludwig Rolasinsky nebst Frau. Danksagung. 12945 Für die vielen Beweise der Tellnahme und für die Kranzspenden bei der Beerdigung des Bauarbeiters Albert Draeger fagen wir allen Beteiligten unseren 12876 herzlichsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die großartigen Kranzspenden bei der Beerdigung meines leider so plötzlich dahingeschiedenen lieben Mannes, unseres guten Baters, des Schloffers Adolf Jentsch sagen wir allen Verwandten, Freunden als auch Bekannten sowie feinen Kollegen der 2. E.-G., Kleiner Motorenbau auf diesem Wege unseren herzlichsten Dant. Witwe Elise Jentsch nebst Söhnen. Danksagung. 12956 Für die herzliche Teilnahme und die zahlreichen Stranzspenden bei der Beerdigung unserer lieben Tochter und Schwester Frieda Petigk jagen wir allen Berwandten, Freunden, Freundinnen und Bekannten, dem Besangverein Moabiter Liederkranz" fowie dem Deutschen Metallarbeiter Berband unseren herzlichsten Dank. Die trauernden Eltern und 12865 Geschwister. Allen Verwandten und Bekannten sagen wir hiermit für die vielen Be weise herzlicher Teilnahine sowie für die reichen Kranzspenden bei der Beerdigung unserer lieben Mutter unseren herzlichen Dant. 12415 Georg Matthes und Frau. Anna Gersdorff nebst Familie. Dem geehrten Borstande sowie den Herren Beamten und Mit gliedern der Drtstrantenlasse der Maschinenbauarbeiter und verw. Gewerbe zu Berlin und des Zentralvereins der Bureau- Angestellten Deutschlands, Mitgliedschaft Berlin, sagen wir für die bielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Hinscheiden meines lieben Mannes, unseres guten Baters herzlichen Dant. 271/12 Emilie Gaßmann und Kinder. Haben Sie Stoff? Ich fertige davon Anzug od. Paletot nach Mass, schick, dauerh. Zutaten, von 20 Mark an. Moritz Laband, Neue Promenades, II.( Stdtb.Börse). Todes- Anzeige. Nach langem, schwerem Leiden verstarb am 5. April, abends 72 Ubr, mein lieber Mann, der Büchsenmacher [ 1293b Paul Schubert. Berlin, Rostoder Straße. Johanna Schubert geborene Wittke. Die Beerdigung erfolgt am Donnerstag, nachmittags 4, Uhr, auf dem Zentral Friedhofe in Friedrichsfelde. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Todes- Anzeige. Am 6. April verstarb unser Mit glied, der Seifenhändler Heinrich Brandt Ackerstraße 48. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung., findet Donnerstag, den 9. April, nach mittags 22 Uhr, von der Leichen halle des Städtischen Friedshofs in Friedrichsfelde aus statt. Am 6. April verstarb unser Mitglied, der Metallarbeiter Paul Schubert am Nostoderstraße 21. Ehre seinem Andenken Die Beerdigung findet Donnerstag, den 9. April, nachmittags 4, br, von der Leichen. halle des Städtischen Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Vorstand. 226/7 Arbeiter- Gesangverein„ Nord“. Hiermit die traurige Nachricht, daß unser langjähriger Sanges. bruder, der Seifenhändler Heinrich Brandt am Montag, den 6. d. M., nach furzem Leiden fauft entschlafen ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 9. d. M., nachmittags 2, Uhr, von der Halle des städtischen Friedhofes in Friedrichs. felde aus statt. Der Vorstand. Am Montag, den 6. d. M., entschlief fanft nach kurzem, schwerem Leiden mein lieber Bater, unser Schwiegervater und Onkel, der Seifenhändler Heinrich Brandt im 44. Lebensjahre. Dies zeigen mit der Bitte um stille Teilnahme ticfbetrübt an Erna Schulz geb. Brandt. Gustav Schnlz. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 9. d. M., nach mittags 22 Uhr, non der Leichen halle des städtischen Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. Deutscher Metallarbeiter- Verband Berwaltungsstelle Berlin. Todes Anzeigen. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Metallarbeiter Paul Schubert gestorben ist. Ehre seinem Audenken! Die Beerdigung findet morgen Donnerstag, den 9. April, nach mittags 4%, Uhr, von der Leichenhalle des Zentral- Friedhofes in Friedrichsselde aus statt. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Dreher Emil Symmanck gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet morgen Donnerstag, den 9. April, nach mittags 3 Uhr, vom Trauerhause in Rummelsburg, Sonntagstr. 5, nach dem Rummelsburger Kirch hof, Prinz- Albrecht- Straße, aus statt. 114/20 Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. Segelklub„ Fraternitas". Hierdurch zur Nachricht, daß unser langjähriges Mitglied und Sportgenosse Oswald Ernst am Montag, den 6. April, nadj mittags, verstorben ist. Die Beerdigung findet am Frei tag, den 10. April, nachmittags 4 Uhr, nom Trauerhause, Stralau, Liebesinjel, aus statt. Um zahlreiche Beteiligung er fucht Der Vorstand. Rerantwortlicher Redakteur: Georg Davidjohn, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. r. 84. 25. Jahrgang 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwody, 8. April 1908. Heute Tittwoch findet für Berlin und Vororte der Zahlabend itatt. Partei- Angelegenheiten. Sechster Wahlkreis. Den Parteigenossen diene zur Nachricht, daß das Bureau des Kreises jetzt eingerichtet ist. Alle Zuschriften, die den Wahlverein betreffen, sind zu richten an Theodor Fischer, Berlin N. 39, Ravenéstr. 6. Alle Geldsendungen an Hermann Müller, Berlin N. 39, Ravené str. 6. Fernsprecher: Amt III 2137. Bureauzeit von 9-1 und von 3-8 Uhr. Der Vorstand. ausgestellt sind, die von der Jugend gekauft und mit Heißlich 1½ Million M. für eine eventuelle allgemeine Gehaltshunger verschlungen werden. Man sehe sich einmal eine aufbesserung schon in den neuen Etat eingestellt hat. bürgerliche Buchhandhlung an und vergleiche damit die Vor- Der von der Stadt Berlin geplante Geländeanlauf in Heiligensce wärtsauslage, so tritt der Unterschied wie Tag und Nacht ist Montagabend vom Stadtverordnetenausschuß nach eingehenden vor Augen. Troßdem wird man weiter zetern über die Ver- Beratungen, die sechs Sigungen in Anspruch nahmen, abgelehnt wilderung der Jugend, an der der Materialismus schuld worden. Es wurde vielmehr der von den sozialdemokratischen Mitsein soll, obgleich die Religion und das Christentum lange gliedern des Ausschusses gestellte Antrag mit 10 gegen 5 Stimmen genug Zeit gehabt haben, etwas für die Menschen zu tun. Die angenommen:" Die Versammlung lehnt die Vorlage ab und ersucht moderne Arbeiterbewegung hat für Sitte, Moral und Kultur zwischen noch eingelaufenen Offerten auf ihre Leistungsfähigkeit und den Magistrat, durch die Wasseriverksverwaltung schleunigst die inin den wenigen Jahrzehnten hundertmal mehr geleistet, als Ergiebigkeit zur Errichtung eines Grundwasserwerks prüfen zu faffent. die Kirche in 2000 Jahren. Sie erwartet demnächst eine neue Vorlage." Die Schulnot auf dem Wedding Schulkinder, Friedenau. Für die Genossen des dritten Bezirks findet der heuTagesordnung für die Sigung der Stadtverordneten- Berjamm lung am Donnerstag, den 9. April d. J., nachmittags 5 1hr: Be tige Zahlabend bei Hegert, Rönnebergstraße, Ecke Handjeristraße, ist im Vorwärts" mehrfach erörtert worden. Sie hat zu Beginn richterstattung über die Vorlagen betreffend: den Ankauf von statt. diefes Sommerhalbjahrs, das für die Gemeindeschulen bereits eröffnet Rändereien im Gemeindebezirk Heiligensee zum Zwecke der Anlage Treptow- Baumschulenweg. Der Zahlabend im 4a- Bezirt, welcher worden ist, sich noch stärker als bisher fühlbar geneuer Wasserwerke und die Zustimmung zu den Grundfähen begrenzt wird vom Dammweg, der Stiefholzstraße und der Straße 8 macht. Auf dem Wedding sind in den letzten Jahren zahlreiche für die Anstellung, Annahme und Besoldung des Lehrpersonals ( Barallelstraße zwischen Boucheſtraße und Lohmühlenstraße) tagt im Restaurant Schmidt, Kiefbolzstraße 22. Der 4b- Bezirt, begrenzt von neue Häuſer erbaut worden, besonders im Seestraßenviertel, und die an den Fach- und Fortbildungsschulen von Berlin. Borlagen der Straße 8 und der Kiefholzstraße, tagt im Restaurant Ringel- Dinge einigermaßen fennt, fonnte seit etlichen Jahren genau Waisenhauses in der Alten Jakobstraße- den Borentwurf aum Reſtaurant Schmidt, Kiefholzstraße 22. Der 4b- Bezirt, begrenzt von Bevölkerung hat da draußen rasch zugenommen. Jeder, der diese betreffend: die Bewilligung weiterer Mittel zur Speisung armer Mehrkosten für die Aufzüge beim Neubau des taube, Lohmühlenstraße, Ecke Gräzstraße. Nieder- Schöneweide. Der heutige Zahlabend fällt aus. Dafür wissen, welche Entwicklung der Stadtteil demnächst nehmen würde. Erweiterungsbau der Boltsbadeanstalt an der Schillingsbrüde findet abends 8 Uhr eine außerordentliche Generalversammlung Aber die Schulverwaltung unserer Stadt soll es nicht gewußt den Verkauf eines Grundstücks von etwa 4800 Quadratmeter in im Lokal von Baul Fichtner, Hasselwerder und Fennstraßen- Ede haben. Wenigstens hat sie, wenn über Schulnot geklagt wurde, Treptow an die dortige Gemeinde die Gewährung einer Beistatt. Tagesordnung: 1. Wahl des ersten und zweiten Vorsitzenden. wiederholt versichert, daß sie so etwas nicht voraussehen könne. hülfe von 240 M. an die Kirche zu Malchowo zu den Kosten für die 2. Landtagswahlen. 3. Berschiedenes. Der wichtigen Tagesordnung Ein Vater, der in der Lüderigstraße wohnt, schildert uns die Anlage einer Gasbeleuchtung und Gasheizung die Bewilligung wegen ist es erwünscht, daß ein jeder Genosse zur Stelle ist. Wirkung, die aus dieser Verbummelung der bon Mitteln zur Instandseßung der Badeanstalt und aller BauDer Vorstand. Schulenvermehrung sich für den Weddingstadt- lichkeiten des städtischen Restaurationsgrundstüde Residenzstr. 49 zu Reinickendorf, sowie die Verpachtung dieses Grundstüds einschließ Wahlverein Eichwalde und Umgegend. Die Parteigenossen teil ergeben hat. Sein Junge besuchte die 86. Gemeinde lich des Schäfersees auf sechs Jahre die Vergrößerung der werden ersucht, zu dem heute stattfindenden Zahlabend in den schule, die auf dem Grundstüd Müllerstr. 48 in der Nähe des Paul- Maschinen- und Kesselanlage auf der Pumpstation des Radialeinzelnen Bezirken pünktlich und zahlreich zu erscheinen. Gerhardt- Stiftes untergebracht ist. Zu Beginn des neuen Schul- systems IX der Kanalisationswerte die Beschlüsse der gemischten Der Vorstand. jahres war hier der Andrang von Schulkindern so arg, daß man Deputation zur Beratung über Mittel und Wege zur planmäßigen fich nicht anders als durch eine Massenumschulung zu helfen und rechtzeitigen Beschaffung von Schulgrundstücken und Schul wußte. Um Plaz zu schaffen für die große Zahl der neu ein- bauten und die Herstellung eines Fußgängertunnels unter dem zuschulenden Kinder, die auf dem Hofe mit ihren Eltern berben Erlaß einer neuen Ordnung für die Erhebung einer GeGörlizer Bahnhof. Berichterstattung über die Vorlage betreffend sammelt waren, wurden die Klassen nach dem Schulmeindesteuer bei dem Erwerbe von Grundstüden im Bezirke der Als vor Weihnachten von unserer Seite, wie alljährlich, bause an der Ede der Schul- und der Reinickendorfer Straße Stadt Berlin. Vorlagen betreffend: die gemischte Deputation im Gewerkschaftshaus eine Bücherausstellung arrangiert war, umgeschult. Hierüber herrscht große Entrüstung unter den Eltern zur Beratung über geeignete Maßnahmen zur Abwehr der durch die den Zweck hatte, der Jugend, und zwar ganz den ver- der von dieser Maßregel betroffenen Kinder. Viele der Kinder Einführung nur außerhalb Berlins tierärztlich untersuchten schiedener Altersstufen angepaßt, eine gesunde, natürliche müffen fortan einen beträchtlich weiteren Schulweg Fleisches drohenden Gefahren die Bewilligung eines Stoftengeistige Kost zu bieten, die geeignet ist, das junge, kindliche als bisher machen, fogar Kinder aus der Schöning- und der beitrages von 82 000 M. für das zur Erlangung eines BebauungsGemüt zu bilden, zu belehren und zu beredeln, um den jugend- Ofener Straße sind nach dem Schulhause Reinickendorfer Straße planes für Groß- Berlin zu veranstaltende Preisausschreiben die Verwendung eines städtischen Grundstücks an der Ecke der Ruheplatz- und Antonstraße für eine Gemeindeschule lichen Menschenpflanzen einen sittlichen und moralischen Halt überwiesen worden. fürs Leben zu verleihen, da war es für den aufmerksamen die Bewilligung von Mitteln für die Vornahme von VerkehrsBeobachter eine reine Herzensfreude, zu sehen, auf welch guten zählungen. und dankbaren Boden die ausgestreute Saat fiel. Scharenweise kamen die Genossen mit ihren Frauen, um ihren fleinen Lieblingen zum Weihnachtsfeste ein wirklich brauchbares und nüßliches Geschenk zu machen. Berliner Nachrichten. Wer hemmt die Jugendbildung? und Man sagt, es handle sich nur um ein Provisorium, das so lange dauern soll, bis die neuen Schulbaracken an der Seestraße benutzungsfertig werden. Aber es versteht sich von selber, daß auch diese Eröffnung einer neuen Autolinie. Die Eröffnung der neuen Baraden gegenüber der dort herrschenden Schulnot nicht mehr bedeuten Automobillinie 46, Oranienburger Tor- Nixdorf, ist von der Alals ein Tropfen, der auf einen heißen Stein fällt. Auch durch die gemeinen Omnibus- Gesellschaft soeben auf nächsten Freitag, den neuen Schulhäuser, die dort gebaut werden sollen, fann nicht 10. April, festgesezt worden. Die Linie verbindet insbesondere viel gebessert werden deshalb nicht, weil zu der geit, wo sie auch den Bahnhof Friedrichstraße mit dem Südosten und Rigdorf. fertig sein werden, die Zahl der Schullinderschon wieder um einige Tausende zugenommen haben ir dotBur: erivarten find borläufig eine Doppelsäntle in der Lütticher Straße, eine Doppelschule in der Schöningstraße, eine Doppelschule in der Tegeler Straße. Aber zu fehen ist von diesen file sechs Schulen bestimmten Häusern noch nichts: mit dem Bau des Hauses in der Lütticher Straße soll begommen werden, die Häuser in der Schöningstraße und in der Tegeler Straße sind noch nicht über die Entwürfe hinaus. Sie geht vom Tor durch die Friedrichstraße. über die Weidendammer Brüde, durch die Charlottenstraße, Leipziger Straße, über den Dönhoffplak die Kommandantenstraße, Morib und Oranienplay, das Nottbuser Tor, die Kottbuser Brüde und den Kottbuser Dammt bis zum Hermannplay in Rigdorf. Die Wagen folgen sich in Abtänden vor 50 Minitten. Werktags geht der erste Wagen vont Oranienburger Tor 6,05, von Rirdorf 5,30 Uhr. Der lezte Wagen geht vom Tor 1,00, von Rirdorf 12,25 Uhr. Sonntags dauert der Betrieb ab Oranienburger Tor 7,34 bis 1,52 Uhr, ab Rigdorf 7,00 bis 1,18 Uhr. Teilstreden zu 10 Pf. werden Oranienburger Tor Ecke der Kommandanten- und Alten Jakobstraße, Weidendammer Brücke- Morißplay, Ede der Charlotten- und Französischen Straße- Kottbuser Tor und Dönhoffplatz- Hermannplay. Mit Rat und Tat wurde ihnen seitens der Leiterinnen der Veranstaltung zur Seite gestanden, ihnen Auskunft erteilt und ihnen die Schönheit und künstlerische Bedeutung Der einzelnen Werke erklärt.anBon berufenen und fachver ständigen Männern und Frauen, von Genossen, die mit fitt lichem Ernst, feinem Empfinden und weitblickender Auf fassung, alles Eigenschaften, die nur ein glühender Idealismus, eine hohe, edle Weltanschauung verleiht, an die verant wortungsreiche Arbeit herangingen, wurden die einzelnen Werke geprüft und das schönste und beste ausgesucht. Hier hatte man wirklich das Glück und die Zukunft der jungen Um so reicher ist jener Teil des Wedding an Mietsschulen. Generation im Auge, hier ist man praktisch bestrebt, die 8u diefem traurigen Notbehelf muß die Schulverwaltung überall da Jugend zu bilden, zu stärken, mit reinem, fittlichem Geis: greifen, wo sie es versäumt hat, rechtzeitig für die Vermehrung Die Entforstung der Umgebung Berlins macht weitere Fortzu durchdringen, ohne mit öltriefenden, falbadernden Predigten der eigenen Schulhäuser zu jorgen. Das Haus Lütticher Straße 5 über die Verrohung und Verwilderung der Jugend vom Kern beherbergt zwei Mietsschulen, in denen im Winterhalbjahr 1907/08 schritte. Dieser Lage ist ein 3000 Morgen großes Waldgelände, das sich vom Rüdersdorfer Forst bis zu dem Dorfe Kagel erstrect, der Sache abzuschwenken. Mit Heucheln, Augenverdrehen zusammen 2200 Stinder steckten. Um den Zuwachs aufzunehmen, an ein Berliner Konsortium aufgelaffen worden. Das Terrain foll und Fraßenschneiden sucht man sich über die Sache hinweg den das Sommerhalbjahr 1908 bringt, sind in dem Hause parzelliert werden und auf demselben eine Villenkolonie entstehen. zusehen, mit Klagen und Lamentationen über die Schlechtig Lütticher Straße 7 Näume hinzugemietet worden, in denen Mit der Abholzung wird bereits in diesem Jahre begonnen. keit der Jugend, der Arbeiterjugend selbstverständlich, will eine Filiale" eingerichtet wird. Wietsschulen befinden sich auch Städtische Boltsbibliotheken befigt Berlin außer der Stadtman nur den reaktionären, verdummenden, frömmelnden und in der Tegeler Straße, in der Seestraße, in der Müllerstraße bibliothel in der Zimmerstraße noch in den verschiedensten Stadtpatriotischen Bestrebungen dienen, und der Zweck heiligt auch( Grundstück Nr. 126a und b), in der Amsterdamer Straße. Dazu gegenden; es sind deren 28. Sie sind geöffnet Mittwochs und hier die Mittel. Nirgends sieht man von jener Seite ein fommen noch die schon bestehende Baradenschule am Leopoldplay Sonnabends von 12-2 Uhr, Sonntags von 11-1 Uhr. Die 4., tatkräftiges Eingreifen zur Hebung und Bildung der unteren und die neue Baradenschule an der Seestraße. Es müßten alfo 8., 10. und 14. Voltsbibliothek und die mit Leschallen verbundencu Schichten, um so energischer handeln sie aber, alle die christ- auf diesem eng begrenzten Stadtteil von Rechts wegen schon jetzt Boltsbibliotheken Nr. 1, 7, 9, 13, 15, 16, 17, 20, 21, 24, 26, 28 lichen" und„ tugendfamen" Leutchen, wenn es gilt, Bildungs- acht Schulhäuser mehr vorhanden sein als dort bisher vor- werden zu denselben Stunden wie die Lesehallen offen gehalten. Es befindet sich die Volksbibliothek 1. W. 8, Mohrenstr. 41; bestrebungen der modernen Arbeiterschaft zu unterdrücken. handen sind. 2. NO. 43, Georgenfirchplatz 18; 3. C. 22, Gipsstr. 23a; 4. S. 14, Die Schulverwaltung hat, wie gefagt, zu ihrer Berteidigung Stallschreiberstr. 54a; 5. SW. 48, Wilhelmstr. 117; 6. N. 28, Rup Die Aufhebung des Charlottenburger Kindergartens brennt noch als unvergängliches Schandmal auf der Stirn der angeführt, fie fei infähig, rechtzeitig das Schulen- piner Straße 48; 7. O. 34, Straßmannitr. 6/8; 8. W. 35, DerffGeneralpächter der christlichen Liebe und Duldsamkeit, und bedürfnis vorauszusehen, das in einem Stadtteil auftreten lingerstr. 18a; 9. S. 53, 2ilmsstr. 10; 10. N. 20, Banjir. 23; die Verfolgung der Arbeiterturnlchrer, die der Proletarier fann. Offen gestanden: wir glauben nicht recht an diese Unfähig 11. NW. 40, Scharnhorststr. 9; 12. NW. 21, Turmstr. 86; 13. SO. 20, jugend staatsgefährliche Klimmzüge beibringen, wird täglich feit. Wäre der gute Wille dazu vorhanden, die Schulen und Waldemarstr. 77; 14. SW. 29, Baruther Straße 20; 15. O. 84, durch behördliche Eingriffe wirksam demonstriert. Was die Schulhäuser rasch genug zu vermehren, dann würde auch die Fähigkeit Rigaer Straße 81/82; 16. N. 31, Wattstr. 16; 17. NO. 55, Gsmarchfreien Jugendorganisationen zu erdulden haben, ist bekannt. zur Voraussicht nichts zu wünschen übrig lassen. Leider kann aber auch straße 18; 18. W. 57, Surfürstenstr. 160; 10. N. 37, Choriner; Statt sich zu freuen, daß die jungen Leute sich ernsten und der Bauverwaltung der Vorwurf nicht erspart werden, daß Straße 74; 20. N. 39, Ravenéstr. 12; 21. N. 58, Dunderstr. 65/66; 22. S. 59, Dieffenbachstr. 60/61; 23. NO. 18, Olibaer Straße 19; bildenden Bestrebungen hingeben, verfolgt man sie mit den sie, wenn endlich die Schulverwaltung ihre Wünsche kundgegeben 24. SO. 36, Glogauer Straße 12/13; 25. O. 17, Fruchtstr. 38; kleinsten und kleinlichsten Nadelstichen. hat und die erforderlichen Grundstücke beschafft worden sind, 26. O. 17, Chrenbergstr. 24; 27. NO. 55, Prenzlauer Allee 227/228 Wie weit dies geht, zeigen zwei aus der großen Fülle nun auch noch die Aufstellung der Entwürfe verzögert und die Aus 28. NW. 87, Rostoder Straße 32/38. herausgegriffene Beispiele. Eine Abteilung der Jugendlichen führung der Bauarbeiten in die Länge zieht. Zur Milderung der Eine tragische Aufklärung hat das Verschwinden des 21jährigen hatte fürzlich eine sonntägliche Zusammenkunft. Prompt Arbeitslosigkeit soll durch Beschleunigung der Bauten mehr Ar- Cand. phil. Lothar Lüd gefunden, des Sohnes des Gymnasialstellte sich zur Stunde ein Leutnant mit einem Untergebenen beitsgelegenheit geschaffen werden. Wir empfehlen da be- direktors 2. in Steglik, der seit dem 23. Januar vermißt wurde, ein, um die nicht angemeldete Versammlung zu vereiteln. Der sonders die Schulbauten des Weddingstadtteils zur Berücksichtigung Der junge Mann hatte sich damals aus der elterlichen Wohnung Einberufer erklärte den beiden Bickelhauben, daß keine Ver- ihre Beschleunigung würde nicht nur die Arbeitsgelegenheit mehren entfernt, in der Absicht, Schlittschuh zu laufen, und war seitdem nicht mehr gesehen worden. Die Befürchtung, daß der Student sammlung, sondern nur ein gemütliches Beisammensein statt- sondern zugleich die dortige Schulnot mildern. das Opfer eines Unglüdsfalles geworden ist, hat nunmehr ihre traurige Bestätigung gefunden. Vorgestern bemerkten die In fassen eines Ruderbootes, die die Havel zwischen Pfaueninsel und Kladow befuhren, den Leichnam eines Mannes, an dessen Füßen Schlittschuhe angeschnallt waren. Die Leiche wurde nach Potsdam gebracht und dort wurde sie gestern als diejenige des Lothar Lüd refognosziert. Der Verstorbene wurde noch im Laufe des gestrigen Tages nach Steglik übergeführt. finde. Sie können mir ja viel erzählen!" schnarrte der " " 1 Leutnant. Na, Sie können ja hier bleiben!" erwiderte der Die Uebersicht der Wahlmänner und Urwahlbezirke für Einberufer mit feinem Spott. Das werde ich auch, dazu die nächste Landtagswahl für Berlin ist festgestellt worden. brauche ich Ihre Anregung gar nicht!" klang es schneidig Bei den letzten Landtagswahlen vor 5 Jahren war Berlin zurück. Er selbst ging aber bald und ließ den Schuhmann in den bisherigen vier Landtagswahlkreisen in 1291 Urwahl in dem Lokal Plat nehmen. Der Aermite mußte sich nun bezirke eingeteilt, in denen 6823 Wahlmänner gewählt worden Damit begnügen, zuzusehen, wie die verdorbene" Jugend find. Bei den nächsten Landtagswahlen tritt zum ersten Mal Sozialistentöier, die sich um die Gunst der Sozialdemokraten sich mit Scherz, Spiel und Gesang amüsierte. Nach drei die neue Wahlkreiseinteilung in Kraft, wonach Berlin aus Stunden wurde er durch einen Kollegen abgelöst. Das war 12 Landtagswahlkreisen besteht. Diese zwölf Landtagswahl- bewerben, wenn es etwas zu verdienen gibt, gibt es in Berlin überum 5 Uhr nachmittags. Nach weiteren drei Stunden fam freise sind eingeteilt worden in 1425 Urwahlbezirfe, in denen genug. Wie oft fann man ihren Namen unter sozialistenfeindlichen die nächste Ablösung, und hätten die Fröhlichen nicht endlich 7677 Wahlmänner zu wählen sind. Im einzelnen beträgt Flugblättern lesen, in welchen der„ Kampf gegen die Todfeinde" ein Erbarmen gehabt, so wäre zuletzt wohl noch so ein Un- die Zahl der Wahlmänner im ersten Wahlbezirk 514( in gepredigt wird. Aber ebenso oft muß man feststellen, daß die 97 Urwahlbezirken), im zweiten 541( in 104 Urwahlbezirken), Leutchen ganz gern das Geld der Sozialdemokraten nehmen. Wir glücksmensch gekommen. Ferner hat sich die Jugend ein Liederbuch drucken lassen, im dritten 488( in 95 Urwahlbezirken), im vierten 490( in laffen gerne auch unseren Gegnern ihre Meinung; wenn aber dieser in dem auch das fürchterliche Lied:" Wir sind die Arbeits- 89 Urwahlbezirken), im fünften 541( in 101 Urwahlbezirken), Stampf niederträchtigste, gehässigste Formen im Stile des Reichsmänner..." steht. Flugs wurden die gefährlichen Bücher im sechsten 742( in 139 Urwahlbezirken), im siebenten 677 verbandes annimmt, so gilt es doch sehr zu überlegen, ob noch tvirtschaftlich gestärkt zu beschlagnahmt, 25 000 Stiid, und raus nach der Plöße"( in 124 Urwahlbezirken), im achten 925( in 173 Urwahl diefe Art Gegner wert sind, Genossen aus der Schönhauser Vorstadt machen uns gegeben, wo die Gefangenen einen schwarzen Pinselstrich über bezirken), inr neunten 592( in 108 Urwahlbezirken), im werden. das Lied ziehen mußten. Wieviel rote Bazillen mögen da zehnten 967( in 177 Urwahlbezirken), in elften 486( in darauf anfmerksam, daß auf einem vor einiger Zeit in im Gefängnis geblieben sein? 89 Urwahlbezirken), im zwölften 714( in 129 Urwahlbezirken). Norden Berlins zugunsten eines Nordvereins" verbreiteten, Die städtischen Beamten haben sich wegen Bewilligung einer von uns beim Erscheinen bereits besprochenen recht gehäjjigen FlugZeuerungszulage an den Berliner Magistrat gewandt, der bekannt- blattes gegen die Sozialdemokratie auch der Name des Kunstgärtners 11 Aber die bürgerliche Gesellschaft hat nichts dagegen, daß in ihren Buchhandlungen die rohesten, bluttriefensten Schriften Vichel in der Danziger Straße 88 prangt, desselben Herrn Vichel, t dessen Laden erst ganz fürzlich zahlreiche Kränze mit roten Kranzschleifen für die Toten des 18. März bestimmt ausgehängt waren. Befagter Wichel hat diese Kränze ganz gern angefertigt, ob wohl er sonst durch seine Unterschrift auf besagtem Flugblatte dafür plädierte, daß in erster Linie der Kampf gegen die Sozialdemokratie geführt werden müsse. Auch bei ihm scheint der Grundfag zu gelten: Non olet! Geld riecht nicht! r Dem gleichen Grundsatz scheint auch ein Grünauer Straße wohnende Herr E. Friedewald zu huldigen. Am Sonntag vor acht Tagen unterzogen sich unsere Genossen der Mühe, bei den Landtagswählern ihrer Bezirke nachzufragen, ob die Betreffenden etwa zum 1. April verziehen. Diese Nachfrage bezweckte, die zukünftige Wohnung der verziehenden Wähler zu erfahren, um fo eine geordnete Wählerliste zu erhalten. Bei dieser Arbeit kamen Genossen auch zu Friedewald, der seines Beichens Tischler sein soll. Nachdem unser Genosse in höflicher Weise seine Frage vorgetragen hatte, fragte F. von wem der Genosse eigentlich käme. Bon der sozialdemokratischen Partei, wurde dem Herrn geantwortet. Ach so meinte F. " Da bleiben Sie mir vom Halse. Mit der Saubaude will ich nichts zu tun haben." Unsere Genossen haben festgestellt, daß Friedewald Inhaber des Zigarrengeschäfts Schönleinstraße 17 ist. Es ist noch nicht bekannt geworden, daß Friedewald Leute, die mit der Saubande identisch sind, schon aus seinem Bigarrenladen hinausgeworfen hat. Hoffentlich kommt er nicht in diese Verlegenheit. Eine Verkehrsstörung herbeigeführt durch den Zusammenstoß zweier Straßenbahnwagen ereignete sich gestern nachmittag um 3 Uhr am Spittelmarkt. Dort sprang der Anhängewagen 2512 der Linie 58( Bentralviehhof- Rigdorf) aus dem Geleise und stieß mit einem entgegenkommenden Triebwagen der Linie 76( Halenjce- Borhagen Rummelsburg) zusammen. Die Fahrgäste berließen boller Schreden eiligst die Wagen. Erst nachdem der entgleiste Anhängewagen wieder in das Gleis gebracht worden war, konnten die Wagen ihre Fahrt fortseßen. Auf beiden Gleisen hatten sich inawischen große Wagenburgen angesammelt. Mutter und Kind in den Tod. Eine entsetzliche Ueberraschung wurde dem Arbeiter Adolf Schönknecht zuteil, als er gestern gegen 9 Uhr abends seine Wohnung im Hause Ackerstraße 20 betrat. Er fand seine 32 Jahre alte Frau mit durchschnittener Pulsader der linken Hand am Bettpfosten hängen. Neben der Frau lag das drei Monate alte Töchterchen Margarete tot in seiner Wiege. Spuren äußerer Gewalt waren an der Leiche nicht wahrnehmbar. Das Sind hatte in den letzten Tagen oft geschrien. Vielleicht ist es zu fällig zusammen mit der Mutter gestorben, möglich ist es aber auch, daß die Mutter, um dem Kinde Ruhe zu verschaffen, ihm von der zur Beruhigung verordneten Medizin zu viel gegeben hat. Die Leichen von Mutter und Kind wurden von der Revierpolizei beschlagnahmt und zur gerichtsärztlichen Deffnung nach dem Schauhause gebracht. Das Walhalla- Variété- Theater steht den übrigen Variétés im neuen Programm in feiner Weise nach. Staunenswerte Kraftproduktionen am Trapez und an Ringen vollführt. Senies la. Nazier. Es geht an die Nerven, wenn man sieht, wie diese Dame, in der Luft hängend, am Zopfe ein Zweirad befestigt und ein Radler sich abmüht, dieses Rad in der Luft in Bewegung zu setzen. Als form vollendete Kunſtſchützen produzieren sich Alice und Henry Bayler Carver, Künstler, die auch auf dem Gebiete der Equilibristit zu Hause sind. Viele Besucher zerbrachen sich den Stopf über Brögerpine Ment mit feiner Jllusion: Der geheimnisvolle Geldschrant. Ein Unitum auf dem Gebiete des Hunors ist Richard Hungar, der durch deine im sächsischen Dialett vorgetragenen Schlager gewaltige Anforde= rungen an die Lachmuskeln des Publikums stellte, ganz im Gegensay zu dem faden Gewäsch, das die beliebte Berliner Soubrette" Grete Gallus zum besten gab. " Vorort- Nachrichten. Nieder- Schönhausen. Wie bie Stenfteine Fin Raudmord. Hunde bie stjäbrige Wie die Allensteiner Zeitung" meldet, wurde die 81jährige Lehrerwiiwe Katharina Dembski vorgestern abend in ihrer Wohnung Die Gemeindeftichwahl zwischen unserem Genossen Luno w und ermordet aufgefunden. Die Ermordete bewohnte ein ihr gehöriges dem bürgerlichen Kandidaten findet am heutigen Mittwoch aus allein. Der Mord ist anscheinend gegen 7 Uhr abends mit bon 12 vormittags bis 8 Uhr abends statt. Partei einer Art oder einem Beil verübt worden. Es handelt sich um genossen! Ihr wißt, daß uns bei der Hauptwahl nur drei Stimmen einen Raubmord; Schränke und Behältnisse sind durchwühlt. Wie an der Majorität fehlten. Wollt Ihr, daß zu dem ersten sozial- groß die dem Täter in die Hände gefallene Beute ist, steht noch demokratischen Gemeindevertreter der zweite hinzukommt, so müßt nicht fest. Von dem Mörder fehlt bis jetzt jede Spur. 3hr mit allen Kräften für die Wahl agitieren. Der Kampf wird Rattengift in der Suppe. Infolge versehentlicher Verwendung von den Bürgerlichen mit aller Energie geführt. Es ist daher auch von Rattengift bei Zubereitung einer Suppe sind, einer Meldung die Pflicht der am 1. April verzogenen Genossen, sich am heutigen aus Gmünd zufolge, dort in einer Familie acht Personen erkrankt. Tage in Nieder- Schönhausen zur Wahl einzufinden. Die Berliner Eine davon, eine 75jährige Frau, ist gestern abend gestorben. Die Barteigenossen, welche mit Nieder Schönhausenern zusammen- anderen befinden sich auf dem Wege der Besserung. arbeiten, ersuchen wir, diese an ihre Pflicht zu erinnern. Durch Das Geständnis eines Mörders. In Bensberg bei Köln wurde Kampf zum Sieg! im Jahre 1902 die Leiche eines Mannes verscharrt aufgefunden, ohne daß es bisher gelang, den Mörder ausfindig zu machen. Nunt mehr hat, wie aus Köln gemeldet wird, ein Untersuchungsgefangener in Celle das Geständnis abgelegt, daß er mit zwei anderen Personen, als sie beim Diebstahl überrascht wurden, den Mann erschlagen und die Leiche verscharrt habe. Die Eingemeindung von Schönholz in Nieder- Schönhausen dürfte noch im Laufe dieses Jahres erfolgen. Die Verhandlungen zwischen der Regierung zu Potsdam, dem Forstfiskus als den Besitzer der zur Bauspekulation bestimmten Schönholzer Heide und dem Gemeinde vorstand von Nieder- Schönhausen sind im wesentlichen abgeschlossen. Bei den noch bestehenden Differenzen soll es sich auch um die Aufhebung eines Vorrechts der Stadt Berlin bei Rohrverlegungen Handeln. Die Kolonie Schönholz selbst hat nur wenige hundert Einwohner, doch ist ihr Besiz für Nieder- Schönhausen infolge des Durch gangsverkehrs von Berlin und der Parzellierung der Schönholzer Heide, bei welcher wesentliche Umsatzsteuern zu zahlen sind, von großer Bedeutung. Lichtenberg. meindewerke Einbrud in eine Festungskasse. Hierüber wird aus Peterwarbein vom gestrigen Tage berichtet: Unbekannte Täter haben borgestern nacht die Staffe des hiesigen Festungsartilleriebataillons erbrochen und die darin befindliche große Geldsumme sowie auch eine Anzahl wichtiger die Verteidigungswerke betreffende Dokumente gestohlen. Schachtbrand. Nach einer Meldung aus Brüg wütet im Richardschacht ein Brand, dem bereits ein Menschenleben zum Opfer gefallen ist. Briefkaften der Redaktion. Hechte per Der erste Haushaltsplan der Stadt Lichtenberg sieht an voraussichtlichen Einnahmen und Ausgaben im Jahre 1908 8 141 650. vor. Anscheinend durch die Mehrarbeit bei der Einrichtung der städtischen Verwaltung ist den Stadtverordneten der Etatsentwurf Die juristische Sprechstunde findet Lindenstraße Nr. 8, weiter erst jetzt zugegangen. Die Stadtverordnetenversammlung hatte auf sof, dritter Eingang, vier Treppen, Fahrstuhl Antrag des Magistrats schon in ihrer legten Sigung beschlossen, daß wochentäglich abende von 7 bis 9½ 1hr statt. Geöffnet 7 1hr in Boraussicht dieser Verspätung zunächst die Gehälter usw. dem Sonnabends beginnt die Sprechstunde um 6 Uhr. Jeder Anfrage iſt ein Etat des Jahres 1907 entsprechend gezahlt werden, auch die für Buchstabe und eine Zahl als Werkzeichen beizufügen. Briefliche Antwort 1908 vorgesehenen Stellen in der Verwaltung besetzt werden. Der wird nicht erteilt. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. G. M. 38. 1. Ja. 2. Bis zum 1. Juli müßten Sie die Miete Entwurf weist in seinen Vorbemerkungen darauf hin, daß Lichten Adlershof 999. berg bei der Volkszählung im Jahre 1905 eine Einwohnerzahl zahlen. 3. Eine vorhergehende Klage ist erforderlich. bon 55365 hatte, bei der Personenstandsaufnahme am 1. De- lagefchritte, würden in diesem Falle nicht zu Ihren Gunſte, a pinbe fönnen. W. R. C. Wenn die Bestimmung vereinbart wird, so würde zember 1907 aber schon 68953 ortsanwesende Seelen A. fie aus allgemeinen Gründen schwerlich angefochten werden können. musterte. Inzwischen dürfte die Bahl 80 000 überschritten sein. s. 40. 1. und 2. Das Kalenderjahr 1907 wird zu Grunde gelegt. Die ordentliche Verwaltung schließt ab mit 2 821 700 m. Hiervon Demnach scheint Shre Beschwerde teine Aussicht auf Erfolg zu Herr werden aufgebracht durch eigene Einnahmen an Gebühren, Staats- haben. 3. Die Beschwerde fann schriftlich eingereicht werden. beiträgen usw. 138 870 m., während durch Steuern 1483 000 m.linger. 1.- 3. Sie erhalten auf Antrag von der Staatsanwaltschaft Auskunft. 2. 10. 1. und 2. Die Abzüge sind nur dann berechtigt, einkommen sollen. Um den berühmten Steuersaz 100 Proz. zur Einkommensteuer aufrecht erhalten zu können, oder besser gesagt zu wenn ein Verschulden des Dienstmädchens nachgewiesen wird. 3. Der tat zu viel Abgezogene fann im Wege der Zivilllage zurückgezogen werden. Rig erzwingen, sind hier aus den lleberschüssen der Vorjahre nicht lächliche Mehraufwand der Herrschaft kann abgezogen werden. 4. Nein, das weniger als 59 900 M. in den Etat eingestellt. Die direkten dorf W. Die Antwort kann Ihre Tochter ablehnen, aber nicht, wenn sie zur Steuern sollen ein Mehr von 138 000 m. erbringen, wohl wesentlich Leistung des Offenbarungseides geladen wird. F. Sch. 1-3 Tage Arrest. dem freisinnigen Antrage( Dr. Gerschel) auf Deklarationszwang des P. R. 100. Ohne Einsicht in die Statuten sind Ihre Fragen nicht zu Verdienstes der Arbeiter durch die Arbeitgeber zu verdanken. Wie beantworten. Führe, Johannisthal. Wenn Sie die Vereinbarung, fich die Privilegierten der Steuerpflicht entziehen, zeigt deren Ver- daß der Betreffende noch bestimmt Bescheid bekommt, eventuell durch das halten der drohenden Wertzuwachssteuer gegenüber. Terraingesell- Telephon, beweisen, so wird voraussichtlich seine Klage abgewiesen. J. R. 888. 1. und 2. Ja.- A. K. 57. 1. und 2. Bei dem Landschaften und Spekulanten wechseln ihre Firmen, verkaufen" ihre gericht ist in Bivilsachen eine Bertretung durch einen Anwalt notwendig. Terrains an die„ Nachfolger" und glauben so dem Wertzuwachs zu In der Sache selbst ist der Wirt im Recht. 3. und 4. Die Zurüdnahme entgehen. Die indirekten Steuern sollen 103 563 M. mehr der Berufung wäre zu empfehlen. 5. Die Beugen können Sie einbringen. Hier ist der Löwenanteil des Plus der Umsatzsteuer selbst laden, müssen aber dem Gericht Mitteilung machen und M. M. 100. Ja. Aber auch das Bier auch angeben, was sie aussagen sollen. 6. Ja. mit 95 000 M. Mehreinnahme zugedacht. fol 4000 M. und die Hundesteuer 4500 m. mehr bringen. Die Ge Gas, Wasser, Elektrizität schließen mit Berliner Marktpreise. Aus dem amtlichen Bericht der städtischen 2571 101 M. ab. Die gewerblichen Anlagen der Stadt sind bei der Markthallen Direktion.( Großhandel.) Ofenfleisch Ia 68-70 br. 100 Bid.. Bátanziering des Hauptetats mit einem Buſchuß auf die Stadtkaise a 62-67, e 54-57 Bullenfleisch Ta 63-68, IIa 52-62., Stube, lett in Höhe von 390 000 m., das ist ein Mehr von 65 000 m. gegen 46-56, do. mager 34-42, reffer 48-56, Bullen, dänische 40-261. sell 100 proz. Buschlag zur Einkommensteuer Gewerbesteuer 150 Bros. lämmer 71-74, Hammel la 65-67, IIa 57-62, ungar. 0,00; thdre das Borjahr beteiligt. Au Steuern follen erhoben werden; außer Gate, Doppellender 105-125, aftaler Ia 83-90, 11a 72-79, Mälberger. gen.39750465, boll. 50-55. Hammelfleisch Mast Rotwild, ber fb. 0,56, Wild( 106 500 M.), Grundwertsteuer 2,60 vom Tausend= 230 Bro3. 42-55. Schweinefleich 50-5 Kaninchen, Stüd 0,60-0,80. SchneeBuschlag zur staatlich veranlagten Grund- und Gebäudesteuer schweine, per Pfd. 0,50-0,64. Birkhennen, Std. 0,00. ( 507 000 M.). Die Betriebssteuer foll 7000 m. bringen. Die Bier- hühner, Std. 0,90. Birthähne, Std. 0,00. do. IIa 0,00. Fasanenhähne, junge, steuer mit 65 Pf. vom Heftoliter eingeführten Bier ist mit 55 000 M. Schnepfen, Ia Stüd 3,50, do. alte 0,00. Hübner, Ia ber Stüd 1,40 bis veranschlagt, während die Hundesteuer mit 20 m. pro Hund Std. 1,85-3,00, Hams Einen schweren Verlust hat am Sonnabend ein Arbeiter erlitten, 22 500 m. bringen soll. Die Umsatzsteuer wird mit 1 Broz. vom 2,40, bito a Stud 0,80-1,30, dito Bolga-, Stüd 1,50-1,75. indem er seinen Wochenlohn in Höhe von 24 M. in der Gegend des bebauten und mit 2% Proz. vom unbebauten Besitz erhoben und burger Stüfen, Stüd 1,20, Boulets 0,80-1,35. Kapaunen, deutsche, per Stüd 0,00. Tauben, junge, Stüd 0,35-0,75, bito alte 0,00, Alexanderplates, vermutlich an einer dortigen Haltestelle verlor. ist mit 255 000 m. eingestellt. Die außerordentliche Verwaltung hat bito italienische 0,00. Enten, per Pfund 0,00, dito per Stüd Das Geld befand sich in einem rotbraunen Lederportemonnaie. Den eine Einnahme und Ausgabe von 2848 857 M. zu verzeichnen. 0,00, dito Hamburger, per Stüd 3,25-4,50. Banie, gefroren, per Arbeiter trifft der Verlust um so schiverer, als er am Freitag arbeitsDie königliche Polizeiverwaltung kommt nimmehr unsrer An- fb. 0,00, 6o. russische 0,40-0,50, do. junge Hamburger 0,90-1,10. los geworden war; er bittet den Finder um Abgabe an Wenzel, regung auf Veröffentlichung des Straßentableaus mit der Einteilung 100 Buten Ia per Bib. 0,70-0,78, bo. IIa. u. alte 0,65. 1eregung auf Veröffentlichung des Straßentableaus mit der Einteilung Bohenstraße 11 bei Böttcher. do. matt 0,00. Bander, mittel, matt 152-154, do. groß 0,00, do. großAm 31. März, abends 1/ 411-411 ist auf dem Wege Zionskirch- der Polizeireviere nach. Leider geschieht die Veröffentlichung nur in 100 Bid. 93-94, bo. mittel 93-100, do. groß 0,00, do. groß- mittel 0,00, Schleie, groß 0,00, do. uns. IIa 0,00, dito flein IIa 0,00. Play- Kaftanienallee- Danziger Straße von einem Möbelwagen ein dem hiesigen Ortsblatte, einer jener Blattenzeitungen", die im mittel 0,00. Winterüberzieher verloren gegangen, in dem sich ein Holzarbeiter Engrosbetriebe hergestellt, ihr Dasein in der Regel unter den Aus- ale, flein 80-87, do. mittel 125, do. groß 0,00. Starpfen 30-35er 0,00, 0,00, do. 50er Laufizer 0,00, Roddow 0,00. Verbandsbuch, Almanach 1907 vom Holzarbeiter Verband nebst schluß der Deffentlichkeit fristen. Wenn die Polizeiverwaltung schon bo. 40er 60-63, do. 50-60er Blozen 0,00, dito flein 31-38. Wels 0,00. Alland 0,00. Duappen, flein 0,00. Bunte Fische, flein 0,00, 10 M.- Schein und eine Zigarrentasche gezeichnet W. W. befand. nicht die am Orte in vielen Tausenden von Eremplaren verbreiteten do. 70er 0,00. Ter Verlierer W. Wutstract, Elbinger Straße 28, Querg. I Treppe großen Berliner Zeitungen benutzen wollte, so dürfte es sich doch do. 35-49. Barje, gr. 66, do. flein 0,00. Bleie, tein 0,00. Bleifische 0,00. empfehlen, die örtlichen Anschlagsäulen zu benüßen; anderenfalls starauschen 0,00. Winter- Rheinlachs, p. 100 Pfd. 0,00, Amerikan. Vachs la, bittet eventuelle Finder um Retournierung. dürfte die große Masse der Einwohner, die das Ortsblatt garnicht p. 100 Pfund 110-130, bo. Ila 90-100. Seelachs, p. 100 Pjund lesen, von den Beröffentlichungen nichts erfahren. 15-25. Flundern, Kieler, Stiege Ia 2-6. do. mittel, Stifte 0,00, do. Hamb. Stiege 3-6, halbe Stifte 2-3, pomm. Ia Schod 1-1,75, IIa 0,00. Büdlinge, Kieler per Wall 0,00, schwedische 0,00, englische 0,00, Schöneberg. Stralsunder 3-3,50. Sprotten, Danziger, Stiste 0,40, do. Rügenwalder, Nifte 0,00. Aale, grop per fb. 1,10-1,50, do. mittelgroß 0.80-1,10, flein 0,60-0,80.eringe ber Schod 5,00-9,00. Schellfische, Stifte Sardellen. 1902 er per Anter. 98, 1904er 98, 1905er 98, 1906er 85-90. 4,00-5,00, dito/ Stifte 2-2,50. Schottische Bollheringe 1905 0,00, large 40-44, full. 38-40, med. 36-42, deutsche 30-40. Heringe, neue Matjes, per ½ To. 0,00. Sardinen, rus, Fab 1,50-1,60. Bratheringe Faß 1,20-1,40, do. Büchse( 4 Liter) 1,40-1,70 Renaugen, Schocfaj 8, do. fleine 4-5, do. Niesen- 10. Streble per Schod. 0,00, große 0.00, do. mittelgroße 0,00, dito fleine 9-12 cm 0,00, do. unsortiert 0,00, Galizier, groß 0,00. Seemuscheln 100 St. 1,00. Gier, Land, unsortiert per Schod 3,10-3,40, bo. große 3,50-4,00. Butter per 100 fb. la 119--121, Ila 116-120, Illa 110-116, abiadene 105-110. Saure Gurten Schod 4,50-5. Bieffergurten Schock 4,50-5. per 100 Biund Dabersche 3,00-3,25, weiße runde mag. bon. 2,75--3,25. Borrec, per Schod 0,75-1,50. Meerrettich, Schoo Spinat per 100 Pfund 5-15. Sellerie, per Schock 6-16, 8-14. Petersilie, grün. do. pomm. 0,00. 3wiebeln per 100 Bid. 4,00-5,00. Schockbund 1,20-1,50. Rettich bayrischer, per Stüd 0,08-0,12, per Stüd 0,25. Mohrrüben, 100 Pfund 2,50-3,00. starotten, per 100 Bjund 12-25. 100 Sfüd 0,00, do. Erfurter 0,00, do. italienischer 100 Std 35-50, Wirsinglohl, holl. b. Schod 18-22. Rotkohl, Schod 10-14. Weißtohl p. 100 Bid. 4-5. Blumenkohl, hiesiger bo. in störben 18 Stüd 2,75-3,00. Nosentohl, franz., per 100 Pfund 40. Grünkohl 0,00. Kohlrüben, Schod 2,00-4,00. Petersilienwurzelit, p. 100 fb. 4,50-5,00, Schodbund 5-6. Schnittlauch, Töpfe Duhend 2,25-2,50. Tomaten, fanarische, per Siste 1,25-3,00. Rote Rüben, Zum Niederbaruimer Kreisausschuß hat infolge des Ausscheidens per 100 fund 6,00-7,00. Rhabarber 100 Bund 7-12. Rabunzen 20 bis der Stadt Lichtenberg eine Neuwahl stattgefunden. An Stelle des Rübchen 12-18. Estarol, 100 Std. 0,00. Endivien, 100 Std. 0,00. Radieschen, Schock 2,25-2,50. Waldmeister, Mandel 1,20-1,35. Bürgermeisters Biethen- Lichtenberg wählte der Kreistag mit 28 bon Morcheln 0,00. Sproßfohl, 100 Bid. 18-20. Birnen, Sochbirnen 46 abgegebenen Stimmen den hiesigen Bürgermeister Kuhr in den hiesige, per 100 Bid. 6-10,00, Tafelbirnen la 14-32, do. Ila Um 6 Uhr nachmittags tam im Berliner Meßpalast in der Kreisausschuß. 11 Stimmen fielen auf den Bürgermeister Wilde 6-17, 3taliener Ia 25-28, bo. IIa 18-20. Mepfel, per 100 Pfund, Alerandrinenitr. 110 Feuer aus. Im vierten Stock des rechten Reinidendorf, 7 auf den Bürgermeister Dr. Woeld- Weißensee. Tiroler Ia 20-28, do. IIa 22, do. loje, per 100 Pfund 0,00, do. Seitenflügels auf dem ersten Hofe befindet sich das chemische in Kisten 120 Bjb. 30-50, Most, bies., 100 Bid. 3-12, Stoch 5-14, Tafeläpfel Ia 15-23, do. Ila 8-16, Amerikaner, per Faß 15-28, Laboratorium von Dr. W. Majert, während die unteren Italiener, lose, 100 Bjb. 8-18, do. in Körben per 100 Pid. 10-16, do. in Stodwerke von der Rotophotgesellschaft besetzt sind. Nach ArbeitsKisten 10-25. Weintrauben, Almeria, per Faß 15-21. Ananas I, per schluß waren in dem Laboratorium noch drei Arbeiter zurück Bjund 0,80-0,85, do. II 0,65--0,70. Banauen, kanar., per 100 jd. geblieben, um Ueberstunden zu machen. Kurz vor 6 Uhr erfolgte 23-27, Jamaica 22,00-24,00. Maronen, italienische, per 100 Pfund 0,00. mun im Dachgeschoß des rechten Seitenflügels eine heftige Feigen, Kranz- per 100 Pfd. 22-25, do. Trommel- per 100 pfd. 40, Explosion und gleichzeitig draugen dichte Rauchwolken durch das Traubenrofinen per 100 Pfd. 0,00, 8itronen, Die sozialdemokratische" Petition. Die Wilsnader Stadtbäter do. in Stiften 22-58. Dach. Die Arbeiter ergriffen schleunigst die Flucht und alarmierten scheinen ein sehr ängstliches, aber desto patriotischeres Gewissen zu Messina, 300 Stüd 6,50-9,50, do. 360 Stüd 7-10, do. 200 Stüd do. 150 Stüd 0,00. Apfelsinen, Murcia, 200 Stüd 7,50-10,00 die Feuerwehr. Bald waren sechs Löschzüge zur Stelle. Ueber givei haben. Kürzlich sollte dort im Stadtparlament über eine Petition 0,00, mechanische Leitern hinweg drangen die Rohrführer gegen den Brand- beraten werden, in der um eine Erhöhung der Gehälter städtischer do. 300 Stüd 8,00-12,00, bo. Blut 200 St. 8,50-12,00, bo. Blut 300 herd vor. Von Zeit zu Zeit wurden laute Detonationen hörbar, die Beamten ersucht wurde. Einige der Stadtväter bezeichneten in Er- Stüd 10,00-13,00, do. Balencia 420 Stüd 12,00-18,00, do. 714 Stüd von Explosionen herrührten. Glücklicherweise tamen aber Bersonen mangelung des richtigen sozialen Verständnisses und unter Verbo. 300 Stüd 10-13,00, bo. Blut 100 Siüid 7-8,00, do. 150 Stud nicht zu Schaden. Nach fast einstündiger Löschtätigkeit war jede femmung des Ausdrucks Sozial" die Petition als sozialdemokratisch 7-8,00, do. 80 Std 6,50-7,00, do. 160 Std 12-15, bo. 200 Stück Gefahr beseitigt. Ein Teil des Dachstuhls und der vierten Efage und lehnten deshalb das wohlbegründete Begehren der sozial- 12-15, do. Stalif. 16-17,00. Datteln, per 100 start. 40-42, do. per 10 Pfd. ist zerstört. Auch eine wertvolle Bibliothek hat stark gelitten. I demokratischen" städtischen Beamten ab. 5.50-6,00, do. Salif. 100 Pfund 23-56. Die Bestätigung versagt hat die Regierung zu Potsdam dem Genossen Moltenbuhr als Mitglied der städtischen Schuldeputation. Es bleibt nun abzuwarten, ob die Stadtverordneten bersammlung auf der Wahl Mollenbuhrs bestehen wird. Charlottenburg. Feuerwehrbericht. Gestern früh um 8 Uhr ist schon wieder eine Brandstiftung verübt worden. Auf dem Boden des Hauses Charlottenstraße 83a, Ede der Französischen Straße, im Besiß der Grundstücks- Attiengesellschaft, hatte der Brandstifter den Hausrat der Mieter angezündet. Die Gefahr war aber noch rechtseitig bemerkt worden, so daß es der 5. Stompagnie gelang, den Brand auf den Boden zu beschränken. Der Täter ist nicht ermittelt. In der vorlegten Nacht um 10 Uhr tam auf dem Tummelplak, Urbanstraße 79, ein größeres Feuer aus. Dort brannte unter anderem das Zelt eines Kinematographen- Theaters mit dem Elternverein für freie Erziehung.( Verein Freier Kindergarten.) gesamten Inhalt. Die Feuerwehr mußte mit zwei Schlauchleitungen Donnerstag, den 9. April, findet abends präzise 9 Uhr, im Bolts Wasser geben, um die Flammen zu löschen, die durch Entflammung hause, Rojinenftr. 3, die regelmäßige Generalversammlung des von Films entstanden sein sollen. Im Mitternacht wurde die Vereins statt. Tagesordnung: 1. Geschäftsbericht. 2. Kaffenbericht. Wehr nach der Straßburger Straße 35 alamiert... Dort war im 3. Neuwahl des Vorstandes und Ausschusses. 4. Verschiedenes. 4. Stock Feuer ausgekommen. Petroleum, Betten, Möbel, Fußböden und anderes brannten dort. Die unberehelichte Anna Rönigs- Wusterhausen. Sedach hatte Brandverlegungen an beiden Füßen und der rechten Eisenbahnerlos. Zwischen den Buffern hat der 35 Jahre alte Hand erlitten, die ihre Ueberführung nach den Krankenhause am cxpedierende Weichensteller Paul Havenstein den Tod gefunden. H. Friedrichshain notwendig machten. Grober Unfug lag einer Feuer- war auf dem hiesigen Bahnhof beschäftigt gewesen. Beim Rangieren meldung nach der Boyenstraße zugrunde. Der Täter ist entkommen. eines Güterzuges geriet er zwischen die Buffer eines Waggons und Am Spittelmarkt 12 brannte das Schaufenster des Konfitüren der Lokomotive und zwar so unglücklich, daß ihm der Brust geschäfts von Günther. Der Brand wurde von den vorübergehenden Feuermännern Wulf und Woltmann gelöscht. Ferner fasten vollständig eingedrückt wurde. Der Verunglückte war auf der hatte die Wehr in der Elßholzstraße 4, am Molkenmartt, Wilhelm- Stelle tot. straße 3a, Greifswalder Straße 11 und an anderen Stellen zu tun. Ein neuer Dachstuhlbrand wurde gestern aus der Briger Straße 33, nahe der Admiralstraße, gemeldet und nach kurzer Zeit von der alarmierten Feuerwehr unterdrückt. Pankow. Vermischtes. AT 25. 19-25,00, do. Messina 160 Stüd 8-13,00, Startoffeln 2,50-3,00, do. 200 Stüd 8-12,50, Für den Juhalt der Juierate bernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber teinerlei Berantwortung. Theater. Mittwoch, den 8. April. Anfang 7 Uhr. Königl. Opernhaus. Die Huge notten. Königl. Schauspielhaus. Minna von Barnhelm. Deutiches. Was ihr wollt. Kammerspiele. Der Tor und der Tod. Nju.( Anfang 8 Uhr.) Anfang 8 Uhr. Urania. Wissenschaftliches Theater. Taubenstr. 48/49. Nachmittags 4 Uhr: Ueber den Brenner nach Venedig. 8 Uhr: Prof. W. V. MetschnikoffParis( VI. Vortragsabend des Wissenschaftl. Vereins): Ueber die Zerstörung der Krankheitserreger durch Blutkörperchen als Abwehrmittel des Organismus gegen Infektionskrankheiten. Residenz- Theater. Direktion: Richard Alexander. Anfang 8 Uhr. Neues Schauspielhaus. Judith. Der Floh im Ohr. Nenes Operetten. Der Mann mit den drei Frauen. Leffing. Der Teufel. Nenes. La Città morta. Lorking. Zar und Zimmermann. Berliner. Der Dorfpfarrer. Schwank in drei Alten von( Seorges Feydeau. Deutsch von Wolff- Jacoby. Sonntag, 12. April, nachm. 3 Uhr: Haben Sie nichts zu verzollen? Schiller. Baner beater.) Lustspielhaus. O. Auf der Sonnenseite. B Schiller Charlottenburg. Stein unter Steinen. Theater an der Spree. Ungültig. Komische Oper. Tiefland. Lustspielhaus. Bei uns da drüben. Kleines. 2X2= 5. Friedrich Wilhelmstädt. Schau: spielhaus. Der Privatdozent. Hebbel. Liebe. Westen. Ein Walzertraum. Residenz. Der Floh im Dhr. Zentral. Ein seltsamer Fall. Lutsen. Unsere Don Juans. Thalia. Doktor Klapperſtorch. Trianon. Seine erste Frau. Die Hand. Bernhard Nose. Die zärtlichen Ber wandten. Metropol. Das muß man seh'n. Apollo. Der fleine Chevalier. Spezialitäten. Gebr. Herrnfeld. Hausierer Jodele. Alabrias- Partie. Endlich allein. Kajino. Ein Dorfroman. Bürgerl. Schauspielhaus. AnnaLise. Parodie. Nachtasyl. Die Nabensteinerin oder: Ein Balzertraum. Rosenmontag.( Anfang 82 Uhr.) Wintergarten. Spezialitäten. Abends 8 Uhr: Bei uns da drüben. Luisen- Theater. Abends 8 Uhr: Unsere Don Juans. Donnerstag: Benefiz Herm. Bartels: Der wilde Reutlingen. Freitag: Gastspiel M. Stift: Robinsons Eiland. Sonnabend: Unsere Don Juans. Sonntag nachm.: Cameliendame. Abends: Der wilde Reutlingen. Montag: Der wilde Reutlingen. Theater an der Spree Köpenider Straße 68. Albends 8 Uhr: Ungültig. Morgen: Der Onkel aus Rottbus. Metropol- Theater Schiller- Theater. Schiller- Theater 0.( Wallner- beater). Mittwoch, abends 8 11 br: Auf der Sonnenseite. Lustspiel in 3 Aufzügen von Dstar Blumenthal u. Gustav Kadelburg. Donnerstag, abend38 Uhr: Kaiser und Galiläer. Freitag, abends 8 11 br: Auf der Sonnenseite. Schiller- Theater Charlottenburg. Mittwoch, abends 8 Uhr: Stein unter Steinen. Schauspiel in 4 Att. v. H. Sudermann. Donnerstag, abends 8 Uhr: Der Weg zum Herzen. Freitag, abends 8 Uhr: Stein unter Steinen. ( Schiller- Theater Schiller- Saal( Charlottenburg) Mittwoch 8 Uhr: Dr. H. Mackowsky: Tizian. Zirkus Schumann Heute 18 Uhr abends: und Publikum. Große Vorstellung. Glänzend beurteilt von Preſſe Der menschl. Chimpanse Konful Peter, das gr. Naturwunder d. Gegent. Nur noch kurze Zeit: Resisto, das elektrische Rätsel, und weitere 10 erstl. Nummern. Die große Ausstattungs- Pantomime Amerika mit eigens dazu engag. 120 schwarzen Leuten. Palast- Theater Passage- Panoptikum. Zum erstenmal in Berlin! Die lange Dora. Das junge Riesenkind Gesamtgröße 2 Meter 19. Kunsttaucher Kapitän Gröbl Riesenbassin. in seinem Experimente mit der 4. Dimension. Neapolit. Briganten- Kapelle. Eintr. 50 Pf. Kind. u. Sold. 25 Pf. W. Noacks Theater Direktion: Rob. Dill. Brummenftr. 16. Letzte Woche: Der Flüchtling. Anjang 8 Uhr. Entree 30 Bf. Donnerstag: Benefiz Anna Nochow: Kabale und Liebe. Sonnabend: Der Goldbauer. Kasino- Theater. Lothringer Straße 37. Täglich 8 1hr: Neu! Das glänzende April Progr. Burgstr. 24. Bhf. Börse. Schönburg, Sumorist. Terra Brothers Gymnastikakt. Anton Sattler, AstralSänger. The 3 Cornells musik. Comedians. Gr. Erfolg! Stürm. Beifall! 2 W Entscheidungs- Kämpfe: Basiage. Dia Gugi. Spezialitäten. Das muß man seh'n! De Wolf Revue in 12 Bild. mit Ges. u. Tanz. Anf. 8 Uhr. Rauchen gestattet. Belgien. Kornatzki Bolen. 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Er bestreitet, daß die Menge, wie die Verteidiger gebenen Gutfernung eine Kugel auf den Schuhmann abzufeuern, ben Schiffbauerdamm wie in eine Mausefalle hineingedrängt worden gegangen wäre. Die Berteidigung bestreitet dies. Rechtsanwalt sei. Er habe nicht länger das Schreien und Johlen dulden können, Dr. Rosenfeld formuliert einen Antrag dahin, dem Sachverständigen da habe er das Kommando zum Blantziehen gegeben. Darüber. Barella aufzugeben, durch entsprechende Schußversuche die Frage ob irgend welcher Widerstand geleistet worden sei, wußte er nichts zu flären. Der Staatsanwalt widerspricht diesem Antrage. SachPositives zu bekunden. verständiger Barella erklärt, daß er es für möglich halte, daß die Polizeileutnant Guschall hatte das Kommando an aus der angegebenen Entfernung aus dem Revolver abgegebene der Marschallbrüde. Die Menge habe Bluthunde" geschimpft und Kugel nur die hier sich zeigende Durchschlagskraft gehabt habe. mit Steinen geworfen, und schließlich sei ein Schuß gefallen. Da Weitere Schußversuche halte er für nublos. Der Gerichtshof lehnt erst habe er blantziehen lassen. lleber diesen Schuß wird die Ver- den Antrag ab. Rechtsanwalt Rosenfeld beantragt nunmehr, den mutung ausgesprochen, daß er vielleicht von einem Spikel abgegeben Direktor Hoenisch von den Deutschen Munitionswerken zu laden worden sei. Der Herr Polizeileutnant weist das zurück, indem er und als Sachverständigen zu vernehmen, da der Sachverständige Das große Wort gelassen ausspricht: Barella sich zu unbestimmt und widerspruchsvoll ausgedrückt habe. ,, Es gibt keine Spigel bei der Polizeibehörde!" Auch diesen Antrag lehnt das Gericht ab. Die Polizeiattacke gegen die Arbeitslofen. Dr. Rosenfeld und Dr. Herzfeld festzustellen ſuchen, absichtlich in ohne daß diese durch den Mantel des Schußmannes hindurchDie Borgänge vom 21. Januar d. J., die sich nach Schluß der Arbeitslofenversammlungen ereigneten und in der Schlacht am Schiffbauerdamm gipfelten, tamen am Dienstag vor der ersten Straffammer des Landgerichts I unter Vorsitz des Landgerichtsdirektors Blandmeister zur Verhandlung. Angellagt sind der Arbeiter Otto Albrecht, der Tischler geselle Starl illge, der Bäckergeselle Joseph Matuschek, der Bauarbeiter August Piester, der Metalldreher Artur Elsner, der Schmiedegeselle Hugo Böhmer, der Möbel polierer Paul Höhne, der Schneidergeselle Karl Engler. Die Anflage lautet gegen Albrecht, Lillge, Matuschet auf Aufruhr, gegen Biesfer auf Widerstand unter Bedrohung mit Gewalt, Während einer Beratungspause hatte ein Zuhörer, der hinter gegen Engler und Höhne auf Beleidigung von Bolizisten, gegen Es folgte dann die Vernehmung des Polizeihaupt dem Polizeihauptmann Schmidt saß, sich abfällig über den Zeugen Elsner, Böhmer, Engler auf lebertretung der Straßenordnung. manns Paul Schmidt, eines sehr temperamentvollen Herrn, Kaufmann Schulze sowie über die Polizei geäußert. Der Herr Höhne ist frant und nicht erschienen; Albrecht, Lillge, Matuschek, der einen lebhafteren Ton in die Verhandlung hineintrug. Der Herr Hauptmann ging zum Staatsanwalt und dieser beantragte gegen Piester, Böhmer werden aus der Untersuchungshaft vorgeführt. Die Hauptmann sprach von den sogenannten Arbeitslosenverjamm- den Kritiker einen Tag saft wegen Ungebühr. Herr Schmidt beAnklage wird vertreten durch Staatsanwalt Zoepffer, die lungen", von einer anrückenden„ Rotte" usw. Er schilderte, wie er fundete, der Beuge sei täfefdjulze" genannt worden, das sei beVerteidigung wird geführt von den Rechtsanwälten Dr. Heinemann, am Schiffbauerdamm schon um 2½ Uhr einen ersten Trupp zer- leidigend. Daß auch Polizeibeamte durch jenen Mann beleidigt Dr. Herzfeld, Dr. Kurt Rosenfeld und Referendar Plonsker. Von streut habe, wie er um 4 Uhr dazu gerufen worden sei, als der sein könnten, wolle er nicht sagen, so etwas reiche ja gar nicht an der Staatsanwaltschaft find 27 Zeugen geladen, darunter zwanzig zweite Trupp zurückgeschlagen werden mußte. Schon in dem ersten bie Beamten heran. Der Zuhörer wurde vorgerufen, und es wurde Polizeibeamte, deren Einmarsch in den Gerichtssaal wie eine Fall seien vom Bau Schimpfworte gekommen und Steine geworfen eine Geldstrafe von 30 M. sowie Ausweisung aus dem Saal über lebendige Jllustration zum Polizeistaat Preußen wirft. Die Ver- worden. Er habe den Polier rufen lassen und im Wiederholungs- ihn verhängt. felber war vom Polier vor dem Neubau aufgestellt worden, um ihn zu bewachen; er follte keinen aus der Menge hineinlassen. Er sagte aus, auch ihn habe die Polizei noch verdreschen" wollen. Maurer Höme, der als Polier fungierte, bekundete, die Menge fei nur dadurch in den Neubau hineingedrängt worden, daß die Polizel mannschaften an der Marschallbrüde einschidenkten und den Schiffbauerdamm absperrten. Hiermit war die Bernehmung der von der Anklage geladenen Beugen beendet. Die weitere Verhandlung wurde auf heute 10 Uhr vertagt; sie wird zunächst die Vernehmung der von der Berteidigung geladenen Beugen bringen. Hus der Frauenbewegung. teidigung hat zur Entlastung der Angeklagten vierzig falle mit Räumung gedroht. Trotzdem sei in dem zweiten Fall Es wurden sodann noch mehrere Schuhleute vernommen, darZeugen laden laffen. Verhandelt wird mit Rücksicht auf diese wieder geschimpft worden und ein wahrer Steinhagel sei auf die unter ein paar, die durch Steinwürfe verwundet worden waren. Beugenschar im großen Schwurgerichtssaale des alten Justiz- Beamten niedergeregnet. Da sei er mit seinen Leuten in den Bau Sie erklärten, es sei erst eingehauen worden, nachdem mit Steinen palastes". geeilt, um ihn zu räumen. Man habe ihm entgegengerufen: geworfen worden und der Schuß gefallen fei. Ein Arbeiter HirschDie Bernehmung der Angeklagten beginnt mit den Schlagt das Nas tot!" auch habe man einen Spaten nach ihm gedrei„ Aufrührern". Am 21. Januar hatte nach Schluß der oorfen, da habe er dann mit dem Säbel zugeschlagen. Im ganzen Arbeitslosenversammlungen sich in der Umgebung des Sellerschen sei er aber mit den Leuten ziemlich glimpflich umgegangen". Etablissements( Koppenstraße) eine Gruppe von Personen zusammen Die weitere Zeugenvernehmung brachte unter anderem die gefunden, die anscheinend nach dem Innern der Stadt wollte, Aussage des Schumanns Dorloff, gegen den Piesker den unterwegs immer mehr anwuchs, an mehreren Stellen immer wieder Spaten geschwungen haben sollte. Ein Schußmann Nenner, der durch die Polizei abgedrängt wurde und auf Umwegen schließlich dem Dorloff zu Hülfe tam, erklärte, daß er Piester über den in die Gegend des Schiffbauerdammes gelangte. Dort fänberte" Haufen geschossen" hätte, wenn er nicht den Spaten hätte sinken dann die Polizei mit ihren Säbeln die Straßen. Die Anllage laſſen. Berittener Schußmann Branson ist von dem Schuß gebehauptet, das sei erst geschehen, Die Kugel hat den Zeugen nicht verwundet, sie nachdem auf die Polizei- troffen worden. mannschaften bor dem Neubau des Operettentheaters mit blieb vielmehr zwischen Wattierung und Rockkragen steden. Wie Steinen geworfen worden und auch ein Schuß gefallen sei, Bolizeihauptmann Schmidt hinzufügt, ist der Revolver am der einem Berittenenen in den Mantelfragen ging. Der erstver- nächsten Tage in einer Nische des Neubaues von einem Bauarbeiter nommene Angeklagte Ibrecht gibt an, er habe Arbeit gesucht. aufgefunden und bei dem Bauführer abgegeben worden. Der BauDer Vorsitzende fragte verwundert: Gerade an dem Tage führer hat dies aber verheimlicht und die Tatsache ist erst durch die fuchten Sie Arbeit?" Dabei sei er zufällig mit dem Zug zu Frau eines Maurers bekannt geworden. In dem Revolver befammen getroffen, habe sich ihm angeschlossen, jei am Schiffbauer- fanden sich noch fünf scharfe Batronen und eine Hülse. damm vor der von beiden Seiten attadierenden Polizei in den Neubau des Operettentheaters geflüchtet, habe sich dort versteckt und sei später, als alles ruhig war und er sich wieder herauswagte, von der Polizei festgenommen worden. Lillge erklärt, er habe au der Versammlung in Kellers Saal teilgenommen, sei mit dem Zug nach dem Schiffbauerdamm gelangt, habe sich gleichfalls vor den Polizeifäbeln in den Neubau hineinretten müssen, habe sich versteckt und sei erst festgenommen worden, als er sich wieder herauswagte. Matuschet hatte nach dem Arbeitsnachweis gehen wollen der Borsigende bezeichnete es als„ wunderbar", daß gerade an dem Tage alle nach dem Arbeitsnachweis wollten"," dabei traf er den Zug und schloß sich ihm an, und es erging ihm dann genau so, wie den beiden anderen Aufrührern". Alle drei bestritten, irgendwelchen Widerstand geleistet oder irgend eine Aufforderung der Beamten zum Weitergehen gehört zu haben. 1 " " die Der Kaufmann Schulz ist am 21. Januar durch den Lärm am Schiffbauerdamm aus seinem Mittagsschläfchen gestört werden und hat einen Teil des Handgemenges mit angesehen. Die Berteidiger stellen durch Befragen des Zeugen fest, daß sowohl von der Kronprinzenbrüde als auch von der Marschallbrücke Schuyleute mit gezogenen Säbeln der Menschenmenge entgegentraten, so daß die Menge zwischen zwei Säbelreihen sich befand. Die Menschenmenge habe sich sehr turbulent gegen die Schußleute betragen; nach seiner Meinung sei von den Schuhleuten erst geschlagen worden, nachdem irgend etwas gegen sie geworfen worden sei. Er ist ferner der Meinung, daß die Leute sich durch die Meihen der Schuylente hindurch hätten entfernen können. Ein Schneider Schulze hat beobachtet, daß ein reitender Schuß mann von der Kronprinzenbrüde her die Terrorismus. Wenn man unsere Gegner hört, dann weiß man manchmal nicht: spricht aus ihnen bedauernswerte Unwissenheit oder heucheln sie eine Gutgläubigkeit, hinter der sich Bosheit, Haß und Tüde verbirgt? Wenn die Privilegierten etwas von Wahlrechtsdemonstra tion hören, dann lodert aus ihnen Begeisterung zum Stampfe für Erhaltung der geheiligten Plünderordnung. Wie nach junkerlicher Behauptung hinter jedem Streik auch dem Journalisten streik, der Bülows Sympathie sich erfreute? die Hydra der Revolution lauert, so imputieren die Scharfmacher aller Grade jeder In Wahlrechtsdemonstration die Absicht gewaltsamer Erhebung. dem sie das zu glauben vorgeben, haben sie die Begründung für das brutalste Vorgehen gegen jedes freiheitliche Streben, für blutige Niederwerfung jeder friedlichen Demonstration. Darin besteht Menschen mit Säbelhieben vor sich hertrieb. nämlich lebten Endes die Begeisterung der Gölen, daß sie Polizei Der Angeklagte Biester ist einer der Arbeiter, die auf dem Ein junger Mann habe einen Schlag über den Kopf bekommen, und Militär auf das Bolt heben. Aber dieselben Ordnungshüter, Neubau des Operetten Theaters ant diffbauerfo bag er taumelte und später nach der Charité gebracht werden die angeblich an die Gewaltpolitik der Sozialdemokratie glauben, damm beschäftigt waren. Als die Polizei den Fliehenden mußte. Der Beuge behauptet, daß die Schuhleute erst eingehauen erhoben türzlich ein großes Geschrei, als fei wer weiß was genahjezte und den Neubau stürmte, fol Biester, so behauptet die haben und dann erst die Steinwürfe und der Schuß erfolgt jelen. fchehen als das Zisinlar der Genessin Baader betreffend Kontrolle ffage über einem gestolperten Schußmann den Spaten erhoben Der Zeuge hat auch den Schuß wahrgenommen, er ist aber der bei der nächsten Bandtagswahl in der Oeffentlichkeit bekannt wurde. und gerufen haben:" Ihr verfluchten Hunde, wir sind bloß arme Meinung, daß die Richtung gar nicht so war, daß die Kugel den Man muß staunen: die Leute, die angeblich davon überzeugt sind, Arbeiter!" Piester bestreitet das. Er habe auf der Straße, Schuhmann hätte treffen können. wo er Schutt lud, mit dem Säbel cins über den Arm die Sozialdemokratie warte nur darauf, eine blutige Revolution zu entfesseln, zeigen sich furchtbar entrüftet, weil die Sozialdemokratic in nur ganz schwacher Form nun auch mal das Kampfmittel be nuken will, das insere Gegner seit jeher in rücksichtslosester Weise handhaben. Glaubt man an die uns unterstellte Gewaltpolitit, dann sollte man doch nicht so albern sein, sich schon darüber zu entrüsten, weil wir ein bißchen Terrorismus ausüben wollen. Die Gegner der Wahlreform wollen die öffentliche Stimmabgabe nicht preisgeben, damit sie jeden Wähler kontrollieren und auf seine Entscheidung dadurch einen Drud ausüben können. Wir werden also tun, was dem Zwecke der öffentlichen Stimmabgabe entspricht. Paßt das den Herrschaften nicht, gut, dann mögen sie die geheime Wahl einführen! gekriegt, den Spaten habe er bei sich gehabt, weil er ihn bei der Arbeit brauchte, im Junern des Neubaues sei er durch Schuyleute beiseite gestoßen worden. Der Angeklagte Elsner hatte an der Versammlung in Kliems Saal( Hasenheide) teilgenommen. Durch den Menschenstrom wurde er mitfortgerissen, als dann in der Großbeerenstraße die Polizei zum Angriff vorrückte, soll Elsner gerufen haben: Haut ihn!" Er bestreitet das, er habe nur einem Polizeileutnant zugerufen, daß er nicht zu den Demonstranten gehöre. Böhmer, der in gar teiner Versammlung gewesen war und Arbeit suchte, geriet in denselben Menschenstrom. Er soll die Aufforderung zum Weitergehen nicht rasch genug befolgt haben. Dem Angeklagten Engler wird zur Last gelegt, daß er während der Schlacht am Schiffbauerdamm vom jenseitigen Ilfer herübergerufen habe: aut fie!" Er erklärt, damit habe er sagen wollen, die Schußleute sollten die Arbeiter hauen. Beweisanträge. Nachdem die Vernehmung der Angeklagten beendet ist, bean tragt Rechtsanwalt Dr. Heinemann die Ladung noch einiger Zeugen, die bekunden sollen, daß in der Nachbarschaft des Schiff bauerdamus, unter anderem auch im Bureau des Metallarbeiter berbaudes( Charitéstraße) auf ruhig dastehende Leute von Schutleuten mit dem Säbel eingeschlagen worden sei. Ein Grünkramhändler se rüger werde bekunden, daß auch er geschlagen worden sei, als er feinen Seram in den Laden hineinretten wollte; er habe geflagt: Der Zeitungskorrespondent Wilcog, hiesiger Korrespondent für Der Zeitungskorrespondent Wilcox, hiesiger Korrespondent für englische Blätter, hat von seinem Wohnungsfenster aus einen Zeil der Borgänge am Schiffbauerdamm mit angesehen. Er bestätigt, daß die Menge nach seiner Ansicht zwischen zwei Schuhmannsketten eingeklemmt war. Nach seiner Wahrnehmung haben die Schuhleute eingehauen, bevor der Schuß gefallen war. Die Menge habe bedrohlichen Charakter angenommen, schon ehe die Schußleute zu schlagen anfingen. Der Zeuge hat auch gesehen, daß ein Stein geworfen wurde und zwar von einem Manne, der zu den Demonstranten nicht zu den Bauarbeitern gehörte. Er bat ferner gesehen, wie plöglich ein Mann in die Tasche griff und anscheinend nach einem berittenen Schußmann schoß. Der Zeuge hat nicht den Eindruck, daß die Menge den Gharakter eines unter einem Theater oder Versammlungsort herausströmende Menscheneinem Führer stehenden Buges" batte; sie sah aus wie eine aus menge. In der Menge waren viele halbwüchsige Knaben. Rechtsanwalt Dr. Hersfeld: Haben Sie einmal eine Arbeitslesendemonstration in London gesehen? Beuge: Ja! Bertei biger: Haben Sie da auch gesehen, daß Polizisten auf die Leute eingehauen haben? Der Staatsanwalt beanstandet diese Frage. Präs.: Was will der Verteidiger mit dieser Frage bezwecken? Werteidiger: Ich will darauf hinaus, daß bei ruhiger Abschäßung der Situation ein Grund zum Einhauen nicht gegeben war. Gerichtshof lehut die Fragestellung ab: Was in London passiert sei, würde für diese Verhandlung ohne Interesse sein. Der Schriftsteller Max Warwar bekundet: Er habe den Beugen an der Kronprinzenbrüde gesehen, wo sie unter den Rufen; Hoch das Wahlrecht! Nieder mit Bülow!" vorbeigezogen. Dann seien fie in den Schiffbauerdammi eingebogen. Die Schuyleute seien hinterher so wüst sei es 1870 nicht zugegangen. gefolgt. Er selbst habe sich den Leuten aus Neugier angeschlossen. Die Reichstagsabgeordneten Singer und Dr. Frank, die Alls er dreißig Schritte im Schiffbauerdamm war, seien die SchuhReferenten in den Versammlungen bei Steller und bei Kiliem, würden leute mit gezogenen Säbeln hinterher gestürmt. Da sei er mit den befunden, daß sie ausdrücklich vor Demonstrationszügen gewarnt Flüchtenden auf den Bau gerannt und habe haben. Durch Vernehmung von Eugen Ernst, Wels und Böste Not gehabt, fich vor Säbelhieben zu schügen. werde bewiesen werden, daß die Versammlungsredner vorher ersucht Nach seiner Meinung seien die Steine erst in der Notwehr geworfen worden sind, diese Warnung an die Versammelten zu richten. leber worden. Er habe auch den Schuß wahrgenommen, es sei ihm aber diese Beweisanträge soll erst im Laufe der weiteren Verhandlung gar nicht so vorgekommen, als ob es ein Schuß war, weit cher sei beschlossen werden. es ihm vorgekommen, als ob unter dem Pferde bezw. unter dem Mantel des berittenen Schuhmannes etwas explodiert wäre. Nach den Bekundungen des Arbeiters Groth und des Bauführers Heinrichs ist der Revolver am nächsten Tage in einer Nische des Neubaues vorgefunden worden. Er stach zur Hälfte in dem Mauerwerk drin, so daß er nicht flüchtig weggeworfen sein konnte, sondern hineingestedt sein mußte. Die Ladung von Singer, Frant, Ernst, Wels, Boeste wurde abgelehnt, weil als wahr unterstellt wurde, daß eine solche Warnung ergangen sei. Heinemann stellte auch noch in Ausficht, daß er die Vorlegung von Aften beantragen werde, um nach zuweisen, daß Polizeihauptmann Schmidt sich bei den fraglichen Vorgängen in einem Zustand befand, in dem er reale Dinge gar nicht mehr richtig beobachten tonnte. Die Beweiserhebung erfiredte sich zunächst auf die Der Beuge reifender Schußmanni Gramjow muß hierauf auf Wunsch des Gerichtshofes den Mantel ausziehen und zeigt die Stelle, wo die Kugel den Mantel durchlöchert hat und wo sie steckengeblieben ist. nehmen, daß nicht Entfernung von 1%-2 daran, jedes gesetzliche Mittel anzuwenden, um eine Reform deb Und die Frauen haben ein ganz besonders großes Interesse daß Wahlrechts zu erzwingen, ihnen gegenüber haben Junker und Scharfmacher aun wenigsten Ursache, sich zu beklagen. Nußen doch diese Leute ihre Macht aus, um der Frau die vollen Staatsbürgerrechte vorzuenthalten. Man fomme uns nicht mit der trivialen Rebensart, daß geschehe aus Hochachtung vor dem Weibe, aus idealen Gründen. Die Hochachtung geht nicht so weit, daß man auf die Ausbeutung der Frau in Bergwerken, Fabriken, auf Bauten usto., in den schmutzigsten, gesundheitsschädlichsten Betrieben versichtet, die Hochachtung erlaubt, daß man die weiblichen Dienstboten der entwürdigenden, Menschen zu Haussflaben machenden Gefindeordnung unterstellt. Und wo stedt die Idealisierung des Weibes, wenn man diesem Freiheiten versagt, die der Herr der Echöpfung zügellos genießt und, um sie genießen zu können, sich Liebe kauft und das Weib zwingt, den Verkauf der Liebe, in und außerhalb der Ehe, geschäftsmäßig zu betreiben? Nicht aus Hochachtung, sondern aus krassem, engherzigstem Egoismus machten die herrschenden Machthaber das Weib zur Dienerin, zur Hörigen des Mannes, zur Unmündigen, der alle Staatsbürgerrechte vorent halten sind, die nur Pflichten hat und Lasten, riesengroße! Die Frauen wollen endlich aus der Welt des falschen Scheines hinaus, der brutalen Unterdrückung und Entrechtung sich erwehren, aus der Rolle der Dienerin sich befreien, zu der der vollen Menschenwürde sich bewußten Persönlichkeit. hinaufwachsen. Unb int Kampfe gegen rücksichtslosen geistigen und wirtschaftlichen Terrorismus, für das hohe Ziel der Gleichberechtigung, verschmähen die Frauen auch das Mittelchen der Wahlkontrolle nicht. Die Zivilehe in Schweden. Bis vor wenigen Jahrzehnten galt die Forderung der Zivilche in Schweden noch für einen höchst radikalen Anspruch, der eigentlich nur von Feinden der ſittlichen Weltordnung erhoben werden könnte. Nun haben jedoch beide Stammern des schwedischen Reichstags ein Gesetz angenommen, das es allen Heiratslustigen freistellt, sich kirchlich oder bürgerlich trauen fonnte man sich allerdings noch nicht aufschwingen, weil, wie man fagte, in den Landgemeinden zur Vollziehung der bürgerlichen Eheschließung Einrichtungen nicht vorhanden und nicht ohne große Sosten zu beschaffen feien. 2101918 foüchenmacher Barella hat den ihm vont Polizeipräsidium Schlacht am Schiffbauerbamm. übergebenen Revolver untersucht. Er enthielt noch fünf scharfe Als erster Zeuge wird vernommen Polizeimajor Klein. Er Patronen und eine Hülfe. Die ihm übergebene Kugel passe in den weiß wenig aus eigener Anschauung, nach dem Schiffbauerdamm Revolver genau hinein und er habe die Ueberzeugung, daß diese wurde er erst gerufen, als die Schlacht fast vorüber war. Er cifte Kugel aus diesem Revolver abgeschaffen ſet. But their zu laſſen. Zur Einführung der obligatorischen Zivilche fönne sein, daß Beritfene von der Kronprinzenbrüde angerüdt wie der Zeuge Wilcog annehme abgeschossen sein dürfte, denn feien und gleichzeitig die Querchaine an der Marschallbrüde eine aus einer so geringen Entfernung würde sie wohl eine größere Schiventung gemacht habe, um sie da zusammenzudrüden". Es sei Durchschlagskraft gehabt haben. Auf Befragen erklärt der Schußaber nicht, so versicherte er hinterher, ein vorgefaßter Plan gewesen, mann Gramsow, daß er eine Beule am Halse gehabt habe. Die die Menschenmenge in den Schiffbauerdamm hineinzudrängen, um Sugel sei auch aus größerer Entfernung abgeschossen worden. Der fie zusammenzuhauen. Von Striminalbeamten, die den Zug bes berittene Schuhmann Krug schäßt die Entfernung auf 5-8 Meter. gleitet hätten, oder gar von Spizeln, die darin gewesen wären, weiß Es erhebt sich eine längere Erörterung zwischen den VerBeuge nichts. Polizeileutnant Maurer stand mit zwölf teidigern und dem Sachverständigen Barella über die Frage, ob Schußleuten an der Kronprinzenbrüde, als der Zug von der Alien es überhaupt möglich sei, aus diesem Nevolver aus der angeWilmersdorf. Versammlungen Veranstaltungen. Donnerstag, den 9. April, im Luifenpart, Wilhelmsaue 112, Vortrag. Genossin Wurm:„ Die Aufgaben der Gemeinde". Weißenfee. Donnerstag, den 9. April, 8% Uhr, im Lokal des Herrn Ullrich, Röldestraße 20, Ede Pistoriusstraße. Vortrag des Herrn Kar! Giebel:" Die Frauen und das Wahlrecht". Schöneberg. Montag, den 13. April, bei Obst, Meininger Straße 8. Vortrag. Genosse Heinrich Schulz: Kindererziehung". Charlottenburg. Mittwoch, den 22. April, 8½ Uhr, im„ Boltshaus", Rosinenstraße 3. Vortrag und Rezitation. Frau Johanna Meher- Charlottenburg: Bom Kinde und für das Kind". Gerichts- Zeitung. Ein verständiges Urteil. Die Breslauer Straftammer sprach gestern einen yandwerksburschen von der Anklage der Majestätsbeleidigung frei. Der An geschuldigte hatte scherzhaft geäußert, der Kaiser sei der größte Sozialdemokrat, da er nie zufrieden sei. Der Angeklagte hatte längere Zeit in Untersuchungshaft verbringen müssen. Der Schuhmann als Schläger. eine schwere Ausschreitung eines Schußmannes lag einem Strafprozeß zugrunde, der gestern unter Borjizz des Landgerichtsdirektors Klufemann vor der 2. Straftammer des Landgerichts III. zur Berhandlung kam. Wegen Körperverlegung mittels gefährlichen Werkzeuges war der 38jährige Schußmann Wilhelm Warnke angeklagt. Der zurzeit noch im Dienst befindliche Angeschuldigte war am Mittag des 29. Oktober v. J. dienstfrei geworden. Am Nachmittage spielte er in einem Lokal im Norden Berlins Billard, wobei er mehrere Glas Bier trant. Hieran schloß sich noch eine fleine Bierreise. Gegen 12% Uhr nachts erschien der Angeklagte in etwas angetrunkenem Zustande vor dem Lokal des Schankwirts Albert Gladosch in der Gerichtstraße 56 und verlangte noch ein Glas Bier. Der Schankwirt bedeutete ihm, daß er sein Lokal wegen der eingetretenen Polizeistunde schließen müsse und er deshalb kein Bier mehr einschente. Da der Angeklagte trotzdem wieder ein Glas Bier verlangte, forderte ihn Gladosch auf, das Lokal zu verlassen. Warnte ging nunmehr auch, kehrte jedoch nach wenigen Minuten zurück, da er gesehen hatte, wie zwei Frauenspersonen in Begleitung eines Mannes nach ihm in das Lokal hineingingen. Während der Schankwirt auch diese drei Leute abwies, erschien Warnke wieder in dem Restaurant. In dem Augenblick, als Gladosch die Tür öffnete, um den Angeklagten hinaus zuweisen, ergriff dieser seinen Spazierstock und verscyte dem G. mit der schweren Hornträde einen wuchtigen Schlug auf den Kopf. Dieser Schlag war mit solcher Wucht ausgeführt, daß die eine in der Nähe stehende Frauensperson mit Blut besprizt wurde. Glabosch mußte in Begleitung des Schneiders Richter die Infallstation aufsuchen ,. bon wo que man ihn sofort W ie follen wir upire Hinder ohne Prügel erziehen? Bon J. Borchardt Preis 30 Pfennig Der Verfasser geht von dem Gedanken aus, daß das Prügeln in der Schule zu verwerfen fet, daß aber auch das Prügeln der Kinder im Hause für die körperliche und geistige Entwickelung des Kindes verderblich ist. Er gibt vielfache Antegungen, wie die Eltern ihre Kinder ohne Priigel erziehen können. Buchhandlung Vorwärts Berlin SW. 68. Englischen Unterricht, einzeln und im Bickel, erteilt 36372* Gertrud Swienty, Schöneberg, Sedanstraße 57, III. Mörder oder Wahnsinniger? nach dem Birchow- strankenhause schaffte. Hier verschlimmerte als die Sache mit der Wirtschafterin bei ihm nicht vorgekommen immer mehr. Er mußte schließlich sei. Aber gemeint sei er doch. sich der Zustand Dem Gericht genügte das nicht. in eine Jrrenanstalt übergeführt werden, wo er am 11. November Es gab dem Kläger auf, nachzuweisen, daß nur er und fein anderer verstarb. Die von dem Oberarzt Dr. Bernhard vorgenommene der Zielpunkt des Preisrätsels sei. Dieser Nachweis soll erbracht Autopsie des Verstorbenen ergab, daß der eingetretene Tod nicht werden durch eine Auskunft des Polizeipräsidiums darüber, ob in eine unmittelbare folge des erlittenen Schlages war. Die Staats- der Nähe des Michaelkirchplages und des Gewerkschaftshauſes außer anivaltschaft, die erst ein Berfahren wegett versuchten Totschlages Herrn Hartmann fein anderer Druckereibesiger wohnt, der Jungeingeleitet hatte, erhob deshalb nur Anklage wegen Körper geselle und etwa 50 Jahre alt ist. verlegung mittels gefährlichen Werkzeuges.- Staatsanwalt Herzog hielt es bei dem Ergebnis der Beweisaufnahme für angebracht, dem Angeklagten mildernde Umstände zuzubilligen, da Das Schwurgericht in Erfurt verurteilte gestern den Arbeiter dieser ein bisher völlig unbescholtener und sonst nüchterner Mensch Heiling aus Mühlhausen zum Tode. Er hatte seinen eigenen sei, den nur der Alfohol zu dieser Ausschreitung, die nach dem dreijährigen Sohn erschlagen und in einen Teich geworfen. Sachverständigengutachten mit dem Tode des Gladosch in keinerlei Verbindung stehe, verleitet habe. Der Antrag des Staatsanwalts lautete deshalb auf nur 150 M. Geldstrafe. Das Gericht stellte in erster Linie fest, daß die Todesursache nicht in dem Schlage des Angeklagten zu finden sei. Bei der Abmessung des Strafmaßes habe das Gericht von einer Bubilligung mildernder Umstände Abstand genommen, da sich der Angeklagte eines schweren Exzesses schuldig gemacht habe. Gerade er als Schußmann habe wissen müssen, wie er sich zu benehmen hatte, statt dessen habe er, als sich der Schankwirt weigerte, eine Polizeikontravention zu begehen, einfach auf ihn losgeschlagen. Die Strafkammer erkannte deshalb auf zwei Monate Gefängnis. Eine gewiß noch recht milde Strafe. Ein Breisrätfel vor Gericht. " Eingegangene Druckfchriften. H " Simplicissimus Nr. 1 des 13. Jahrganges Svezialnummer unter dem Titel Ansichtskarten- Sammlung". Der Simpliciffimus fostet pro Nummer 30 Pf. Die Zentralstelle für Vollswohlfahrt. Ihre Drganisation und ihr Tätigkeitsbereich. 42 Seiten. Verlag C Heymann, Berlin W. 8. 7. Jahresbericht des Arbeitersekretariats und Gewerkschaftskartells in Lübed. 93 Seiten. Selbstverlag. Architektur: Kouturrenzen. Bd. III, Heft 4 u. 5. Herausgeber H. Scheurembrandt. Jährlich 12 Hefte 15 M. Der Städtebau. Heft 4. Erscheint am 1. jeden Monats. Pro Jahr 20 M. Berlag Ernst Wasmuth A.-G. Berlin W. 8. Bierteljährlich 4 M. Witterungsübersicht vom 7. April 1908, morgens 8 Uhr. Stationen Garometer. fland im 三 段 Outside Windstärke Better 红豆 Temp. 11. 6° C. 4° Stationen Barometer. Hand imm Bu 豆腐 Windstärke Better Temp. 1. C. ده ها Natur und Kunst. Heft 1. Monatlich 2 Hefte. Der„ Weckruf", das Organ der Berliner Mitgliedschaft des Einzelheft 1 M. Berlag G. Lammers in Berlin. Bäckerverbandes, veröffentlichte ein„ Preisrätsel", worin den Lesern „ Gewerbe und Kaufmannsgericht", Nr. 7. Monatsschrift des aufgegeben wurde, zu raten, wer wohl der Druckereibefizer sei, der Verbandes Deutscher Gewerbe- und Kaufmannsgerichte. Herausgeber in der Nähe des Altmeisters Müller, nicht weit vom Gewerkschafts- Dr. J. Jastrow, v. Schulz, Dr. Flesch. Verlag von Georg Reimer in hause und vom Michaelfirchplay, wohne, und, obwohl er ein etwa Berlin W. 35. 50 Jahre alter Junggeselle sei, allmonatlich eine Wirtschafterin suche und nur hübsche junge Bewerberinnen für diesen Posten zulasse. Auch das Verbandsorgan, die Bäder- und Konditorenzeitung" in Hamburg, druckte das Preisrätsel" ab. Ob von den Verbandsmitgliedern jemand das Preisrätsel gelöst hat, ist uns nicht bekannt. Indes erfuhren wir am Dienstag vor dem Schöffengericht, daß Buchdruckereibesizer Hartmann, der im Lager der gelben Bäckergesellen eine hervorragende Rolle spielt, des Rätsels Lösung gefunden zu haben glaubt. Hartmann behauptet nämlich, er selbst sei es, auf den das Preisrätsel" zielt, und weil er sich dadurch beleidigt fühlt, so hat er den Redakteur des„ Weckruf", Schneider- Berlin und den Herausgeber der„ Bäcker- und Kondi torenzeitung", Allmann- Hamburg, verklagt. Da in dem Rätsel niemand genannt ist, sondern die Person des Beschriebenen erst erraten werden soll, so schien cs dem Gerichtsvorsitzenden zweifelhaft, ob Hartmann überhaupt zur Klage berechtigt ist, um so mehr, da Hartmann selbst sagt, das Rätsel passe insofern nicht auf ihn, " April 4 wolfen! 3 bedeckt Swinemde 769 DND 3 heiter gamburg 769 NND Berlin 768 ND Franti.a M 762 NO Bien München 3 bedeckt 3 Haparanda 772 Still 5 Betersburg 772 Still Scilly wollen! 5 wolfen!-1 1 halb bd. 774 ND 6 Aberdeen 3 Regen 1 Baris 773 SSW 762 NND 1 wolfenl 6 bedeckt 1 Regen 7 36 759 SD 761 ND Wetterprognose für Mittwoch, den 8. April 1908. Kühl und vorherrschend wolkig mit geringen Regenfällen und frischen östlichen Winden. 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