Nr. 30. Erscheint täglich außer Montags. Brets pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Boft- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgefpaltene Petitzeile oder beren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächfte Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expeditton ift an Wochens tagen bis 7 1hr Abends, an Sonnund Fefttagen bis 9 Uhr Bormittags geöffnet. Sevusprech- Anschlu Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Das Rheinisch- Westfälische Kohlensyndikat. Sonnabend, den 4. Februar 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Koalition zu erwarten haben; und was die Groß- Rartellleute beunruhigen, noch in die Lehre vom Schuh Eisenindustrie betrifft, welche sich nach dem Ausspruch der der nationalen Arbeit"-( geber) Bresche legen. Warum Kölnischen Zeitung" über das Kohlenfartell freuen müßte, denn sagte der Staatssekretär nicht:„ Mit Kartellen, so wird Herr Stumm ohne Zweifel die nöthige Antwort Syndikaten und Verkaufsvereinigungen unterhandle ich Nach langen schweren Nöthen ist das gemeinschädlichste ertheilen. überhaupt nicht?" Warum sagte er z. B. nicht, daß er aller bisherigen Kartellgebilde in Deutschland, das 93 pet. Uebrigens fann man unverhohlener gar nicht aus- das Interesse der Kohlen verbraucher nicht geringer der Gesammtförderung einschließende Kohlenkartell, endlich drücken, was man beabsichtige, als es Herr Bergwerks- fchäße, als das der Produzenten? geboren worden. In der Versammlung von Zechenver- direktor Kleine aus Dortmund in jener Versammlung that. Weil er fühlte, daß die Kartelle echte und rechte tretern am legten Sonnabend zu Dortmund wurden die Er sagte: Was Einigkeit und zielbewußtes Handeln ver- Kinder des herrschenden Kapitalismus find. Eine Wirth monatelangen Bestrebungen der Bechenbesitzer durch Grün- möge, zeige das Beispiel von Saarbrücken( die fiskalischen schaftsordnung, welche sich auf systematische Ausraubung dung des Rheinisch- Westfälischen Kohlensyndikats zum Ab- Gruben), wo in etwa 25 Jahren 280 Millionen Mark des wirthschaftlich Schwachen durch den Mächtigeren stützt, schluß gebracht. Zu erledigen bleiben hiernach nur noch reiner Ueberschuß gleich durchschnittlich 2,53 M. pro. Tonne muß folgerichtig zu solch widernatürlichen Gebilden führen, nebensächliche Formalitäten, und am 16. Februar wird das erzielt wurden. Also seien wir einig." In flarem Deutsch wie wir sie in den Riesentrusts vor uns sehen. Eyndikat endgiltig aus der Taufe gehoben werden. ausgedrückt heißt das: So wie wir einig sind, liegt es in Auch der jetzige Ring wird auseinanderfallen, wie seine Darob herrscht eitel Freude unter den nothleidenden unserer Hand, den anderen das Fell über die Ohren zu schmarohenden Vorgänger. Auf seinen Trümmern aber wird Bechenbesitzern, welche, wie wir unlängst rechnerisch nach- ziehen. Und sie waren einig. Von 33 706 244 Tonnen Ge- fich vermuthlich zunächst ein neuer noch mächtigerer Sting gewiesen haben, sich im letzten Geschäftsjahre mit dem Ent- fammtförderung des Oberbergamts- Bezirks Dortmund traten erheben. Die Anarchie in der kapitalistischen Gütererzeugung behrungslohn von knapp 9½ pCt. Profit haben begnügen sofort 30 951 369 Tonnen in das Sydikat ein. ift bereits so weit gediehen, daß eben nur noch die allermüssen. Der schamlosen Ausbeutung, welcher die fohlen- größten Unternehmerverbände, die sich mit ungeheurem Druck Die Rheinisch- Westfälische Zeitung, jenes Progenorgan, brauchenden Industrien nunmehr unrettbar verfallen müssen, in den Wirthschaftskörper der Nation einzwängen, in dem dessen Zynismus den streikenden Bergleuten gegen einen Riegel vorzuschieben, ist die heutige Gesellschaft nicht allgemeinen Chaos die Bedingungen zur Lebensfähigkeit über wir wiederholt festgenagelt haben, berichtet über diese fähig. Basirt doch der gesammte Wirthschaftsorganismus vorfinden. Dieses Vampyrspiel mit der Volkskraft geht so Versammlung, die eine so unerwartet günstige Wendung auf der Ausraubung des Schwachen durch den Starten. Lange es geht. Das Ende muß der Zusammenbruch des genommen habe, daß die Zechenvertreter sich vor Rührung Ein Gefeß, welches an den Grundmauern des heutigen Wirthschaftskörpers sein, der schließlich nichts mehr hergegenseitig angehocht hätten und dann auseinandergegangen Wirthschaftsbaus rütteln wollte, würde im Vorstadium be- giebt, gleich dem dem Acker gewisser Majorate, auf seien in der frohen Stimmung, daß das endliche reits an dem Unwillen der staatserhaltenden, bochumernden welchem Generationen von Egoisten ihren RaubZustandekommen des Kartells am 16. Februar nunmehr Gesellschaftsstüßen scheitern. Wie im Mittelalter, als das bau getrieben haben. Liegt doch in der Hast, mit unzweifelhaft gesichert sei. Derselben Meinung ist auch das Fauftrecht galt, der plündernde Raubritter es als Ver- welcher ein Kohlenring dem anderen folgt, das sicherste Zua Blatt der Baare und Genossen, die Kölnische Wetterfahne. legung seiner heiligsten Besitzrechte betrachtet haben würde, geständniß, daß die Kapitalistenherrschaft gründlich abDieses edle Unternehmerorgan macht die tollsten Freuden- wenn der Landesfürst gewagt hätte, das Raubgesindel in gewirthschaftet hat und sich im Zustande hilflosester Agonie sprünge und preist den Raubbund der Kohlenbarone als seine Höhlen zurückzutreiben, so würde heute der moderne befindet. eine Kulturthat ohne Gleichen, welche einen hohen Auf- Industrielle es als einen Eingriff in verbriefte Besitzrechte Mögen die Herren Kapitalisten ruhig den Weg weiter schwung des Kohlenbaues und in weiterer Folge auch des ansehen, wenn der Staat ihm bei Ausraubung der wandeln, den sie mit ihrer Kartellwirthschaft betreten. Er gesammten Wirthschaftslebens unseres Landes anbahnen produzirenden Menschheit in den Arm fallen wollte. Aehnliche führt ins Lager der Sozialdemokratie und zum Uebergang Gründe, welche damals das Staatsoberhaupt abhielten, der akkumulirten Privat in eine sozialistische und demoWenn die Bergwerksbesizer in dem Riefenkartell eine dem verbrecherischen Treiben des adligen Staubgesindels in tratische Gemeinwirthschaft. Jedes neue Kartell bedeutet gemeinnüßige Veranstaltung sehen, so ist das verständlich. den Weg zu treten, hat auch der moderne Staat den einen Schritt vorwärts auf dieser Bahn. Deshalb stimmen Wenn aber deren Lakaienpresse, wie die genannten beiden nationalliberalen Maulwürfen der Volkskraft und des Bolts- auch wir in das„ Glückauf" ein, das die Kohleninteressenten Unternehmerorgane, die Unverfrorenheit hat, der Welt wohlstandes gegenüber zu respektiren. dem neuen Syndikat begeistert entgegenriefen. weißmachen zu wollen, daß das Syndikat die Aufgabe habe, Wie weit diese Ohnmacht der Regierung den Kapitalspreisregelnd nach oben und unten" zu wirken und daher proßen im Rheinland gegenüber geht, dafür haben unnicht nur die Groß- Eisenindustrie fördern werde, sondern längst erst die Verhandlungen in der Reichstags- Budgetauch die Znfriedenheit der Arbeiter, indem es eine größere tommission ein ebenso lehrreiches wie drastisches Beispiel werde.. Stetigkeit in die Lohnverhältnisse bringen werde, ſo iſt geliefert, als einer der Häuptlinge der Kartellpatrioten, Politische Webersicht. Berlin, den 3. Februar. Reichstag. Die heutige Sigung gehörte den Sozials das, 14 Tage nach einem den verzweifelnden Arbeitern Herr Hammacher, den Staatssekretär des Marine- Amts aufgedrungenen Streit, eine Unverschämtheit, wie sie wegen eines geringen Kohlenbezugs aus England herunternur in der Luft cloaca maxima, der am Rhein ge- tanzelte. Die Antwort, die Herr Hollmann auf die unverdeihen kann. Daß das Unternehmen keinen anderen schämte Zumuthung des ehemaligen Vorsißenden der demokraten dank der vorgestrigen Kapuzinade des Herrn Zweck hat, als die Kohlenpreise künstlich zu steigern und Grubenbeißer Vereinigung hatte, glich in ihrer Zahmheit Bachem, dem wir aufrichtig Dank dafür wissen, wenn er die Lohndrückerei den Arbeitern gegenüber mit mehr eher einer Abbitte als einer Zurückweisung. Denn wenn auch etwas furzweiliger hätte sein können. Bebel be Erfolg als bei vereinzeltem Vorgehen durchzusetzen, weiß man rund und nett erklärt, ich kaufe die Waare dort, wo antwortete in 1stündiger glänzender Rede die Frage jedes Kind. sie am billigsten ist, und dabei auf die heroische That hin- nach dem Zukunftsstaat, so wie sie beantwortet werden M Den Arbeitern, welche foeben aus Selbsterhaltungstrieb weist, ganze 27 000 Tonnen englische Kohlen für die Marine muß- als die Frage eines Mannes, der vom Wesen der in einen aussichtslosen Streik traten, brauchen traten, brauchen wir zu einem um 4,26 M. billigeren Preise bezogen zu haben, geschichtlichen Entwickelungsgesetze und des Sozialismus es nicht erst zu sagen, was sie von einer derartigen so wird man mit einem solchen Schreckschuß weder die keinen Begriff hat. König Stumm fonnte natürlich die Feuilleton. Nadbrud verboten.) [ 6 " sehung hatte, bestand darauf; aber David, wenngleich ergötzt über des Freundes Unbehagen, trat vermittelnd ein. „ Es schadet durchaus nichts," sagte er, Sie werden es selbst sehen." Safepin zuckte mit den Schultern. Wie er für eine überstieg sein Begriffsvermögen, aber da David eingeweiht war, nahm er an, daß alles seinen rechten Gang ginge. gefügiges flaches Fährboot schwamm wie ein breiter, alter Pantoffel auf dem gelben Wasser. Ein grauhaariger, strengblickender Polizeisergeant mit geröthetem Gesichte stand, den Säbel an der Seite, Schildwache. Die Laufbahn eines Nihilisten. Wittwe von vierzig Jahren gehalten werden konnte, das leert war, sprangen unsere Reiſenden auf ein Zeichen des Von S. Stepniat. Autorisirte Uebersehung. Frei ins Deutsche übertragen von Bertha Braun. Ei, welchen Plunder haben Sie mir da angehängt!" schrie er den Schmuggler laut an. Es ist ja der Paß einer Frau." " Jawohl," sagte der Schmuggler; welche Nachtheile soll das haben?" Neugierig und erstaunt näherten sich Sasepin's beide Gefährten, um sich von der Wahrheit zu überzeugen. Die Reisenden rüsteten sich zum Aufbruche. Sie mußten mit leeren Händen gehen, denn es war an der Grenze Regel, Menschen und Waaren gesondert zu schmuggeln. Für Waare, die verkäuflich ist, wird ein viel höherer Preis gezahlt, als für menschliche Wesen, die keinen Marktpreis haben. Ostrogorsky, der etwas Handgepäck und ein Bündel Manuskripte hatte, durfte selbst diese nicht mitnehmen. David nahm alles in Verwahrung. Er wollte es auf einem anderen Wege bringen und versprach, sich binnen turzer Zeit auf der anderen Seite wieder zu ihnen gesellen. Sobald das Fährboot das Ufer berührt hatte und geFührers hinein. Ihnen folgten ein Dugend Männer und Frauen, die einander so drängten, daß sie sich fast über Bord warfen. ,, Genug!" legte sich der Polizeibeamte ins Mittel und stieß die Menge zurück. Sich zu denen im Fahrzeuge wendend, sagte er in befehlendem Tone: Eure Pässe!" Dies also war die Grenze. Das linte Ufer des schmuzigen Baches war Rußland, das rechte Deutschland. Die Pässe wurden pflichtschuldigst vorgezogen und auf einem Haufen dieser Säule des Gesetzes und der Ordnung ausEs war fein Zweifel. Auf dem Basse war mit großen gehändigt. Den Finger in der Luft zählte er die Zahl der Buchstaben geschrieben: Sarah Halper, Wittwe Simon Am Thore trafen sie einen Sprößling von Schmul, Köpfe und der Dokumente. Da beides übereinstimmte, Halper's, Handelsmann, vierzig Jahre alt. welcher Annie Wulitsch den Paß seiner Schwester ein händigte er die Pässe den nächsten Passagieren wieder ein Sie brachen alle in ein Lachen aus, in welches auch händigte. und schrie laut: Alles in Ordnung!" Hierauf gab der Sasepin einstimmte. " Jetzt ist alles in Ordnung," sagte David. Sie wechselten Fährmann, welcher weder Ruder zum Steuern, noch eine Während seiner revolutionären Laufbahn hatte er einen herzlichen Händedruck und trennten sich. Sasepin Stange zum Stoßen hatte, Rußland einen Fußtritt und im manche Bässe benutzt und manche Rollen gespielt, aber zum und der Schmuggler zeigten den Weg. Die beiden andern nächsten Augenblick stieß das Fährboot gegen Deutschland. ersten Wiale war er zur Wittwe von vierzig Jahren ge- folgten in einiger Entfernung, um nicht die Aufmerksamkeit Die Reisenden sprangen ans Ufer. Alles war vorüber. Sie stempelt worden. auf sich zu ziehen. In zwanzig Minuten hatten sie einen waren in Europa", außerhalb der Macht des Baren. „ Sie müssen ihn umtauschen," sagte er zu dem schmutzigen, elenden Bach in Sicht, so groß, daß ein Wie einfach das ist!" rief Annie Wulitsch mit einem Schmuggler, ich kann nicht für diese Wittwe gelten." Huhn es bei trockenem Wetter durchwaten kann", Lächeln aus. Sie empfanden alle eine Erleichterung und Schmul erhob seine Hände, wie ein Cherub seine wie die Russen sagen. Seiten breitete gingen laut sprechend dem Dorfe zu, wo fie David erwarten Schwingen und blinzelte: Warum nicht? Mit Gottes Hilfe sich eine flache, trockene Ebene aus, auf welcher der gelbe sollten. werden Sie's!" Lehm durch das frische Grün durchschimmerte. Männer- Wären sie weniger mit sich selbst beschäftigt gewesen, Safepin, welcher keinen solchen Glauben zu der Vor- und Frauengruppen standen an beiden Ufern. Ein un- so hätten sie einen anständig gekleideten jungen Mann " Zu beiden " Gelegenheit nicht vorübergehen lassen, den Beweis zu liefern,| Die Reichs- Steuervorlagen, die zur Deckung der einer oder der andere Bergbeamte betheiligt war, während daß man heutzutage auf wirthschaftlichem Gebiet ein ab- Rosten der Militärvorlage gemacht sind, kann man nur als draußen vor der Stadt der bleichwangige Bergmann mit soluter Monarch und auf wissenschaftlichem ein absoluter einen ballon d'essai( Probe Luftballon) betrachten. Sie seinem elenden Kaffee unter Flüchen in die Grube zieht! Ignorant sein kann. Herr Bach e m schloß für heute die reichen lange nicht aus, um die Kosten der Militärvorlage Die Verwirrung der Begriffe macht die Machthaber bereits Debatte mit einer Rede, die sich von seiner vorgestrigen zu becken; man will an ihnen die Willfährigkeit des Reichs- blind sogar gegen ihr eigenes Interesse sie stehen vor Kapuzinabe nur dadurch unterschied, daß ste fast doppelt so tages zur Bewilligung erproben. Wer die Militärvorlage der Sündfluth und machen sie noch rascher heraubrausen! lang war. Ueber uns schüttelte er die Schalen seines und die gegenwärtigeu Steuervorlagen bewilligt, kann sich heiligen Bornes aus, weil wir seine vorgeftrige Nede eine nicht der Deckung der weiteren Kosten entziehen. Mit Rapuzinade genannt. Aber ist es für einen frommen 65 Millionen jährlich ist es nicht gethan; das dichste Ende Katholiken denn nicht eine Schmeichelei, mit einem fommit erst hintennach! Kapuziner verglichen oder gar verwechselt zu werden? Apropos sollte es nicht Kapuziner im modischen Rock geben, so gut wie Jesuiten im Frack? Morgen wird die Reklame für die Sozialdemokratie fortgefeßt der Reichstag hat ja Zeit. Die glänzende Lage der Weber in den sächsischen Industriebezirken wird in der National Zeitung" von einem Fabrikanten, der nicht genannt wird, gegenüber den Ausführungen des Genossen Schmidt im Reichstage bes 30 Sabre sind es her, daß Schulze- Delitsch als der soziale verdiente im Jahre 1891 ein Weber durchschnittlich 1100 m. Die Bekämpfung der Konsumvereine. Raum züglich der Gardinenweberei dargestellt. In seiner Weberei Erlöser nicht blos von den Liberalen gefeiert, sondern daß pro Jahr, im Jahre 1892 dagegen durchschnittlich 1250 M. er auch auf konservativer Seite als der St. Georg in der Die schwächsten Weber verdienen durchschnittlich Bekämpfung Lassalle's und der Sozialdemokratie fanerkannt pro Woche 18 M., die besten im Durchschnitt 30 m. Der anarchistische Sport wird jetzt in Deutschland wurde. Auf dem Boden der Selbsthilfe sollte der Arbeiter, pro Woche. Von Lohnreduktionen in anderen Gardinenvon den Anhängern der kapitalistischen Parteien mit ohne daß an der bestehenden kapitalistischen Gesellschafts- webereien sei ihm nichts bekannt. Wir nehmen wachsendem Eifer betrieben. Berliner Anarchistenverfamm- ordnung etwas geändert würde, seine Lage verbessern von dieser Erklärung, die mehr ins Gewicht fallen würde, lungen" find zu einem stehenden Thema geworden, und ob tönnen. In erster Reihe standen unter seinen Heilmitteln wenn die betreffende Fabrik näher bezeichnet wäre, Notiz. gleich die findigsten Reporter nichts Bernünftiges in die die Konsumvereine; durch gemeinsame Einkäufe sollten die Fm besten Falle würde sie nur einen Ferthum des Genoffen Sache hineinbringen können, so wirkt der Schwindel doch kleinen Leute die Vortheile des Engros- Einkaufs sich zu Schmidt in bezug auf einen kleinen, besonders günstig genamentlich nach außen hin- so, daß der unkritische Theil eigen machen, und so den Geschäftsgewinn des Zwischenhändlers stellten Zweig der Weberei konstatiren, während an dem des Publikums allmälig zu der Ueberzeugung gebracht in die eigne Tasche stecken. Daß der Arbeiterklaffe als solcher Gesammtbilde, das derselbe entworfen, nichts geändert wird, in Berlin gäbe es eine„ Anarhiftenparter, die troß damit wenig geholfen würde, hat Raffalle ſchon fajlagend nach- wäre, et Mothstand füßt sich frog bes einen der unbarmherzigsten Verfolgung durch die Behörden gewiesen; nichts desto weniger haben die Arbeiter vielfach den 0 fo ließe sich ihnen mit der größten Bestimmtheit voraus fagen, daß alle übrigen Momente ihres Vorgehens nicht nur wirtungslos bleiben, sondern in weiteren Kreisen eine förm= liche Erbitterung hervorrufen würden, die dem Zentrum gegen über heute nicht besteht." Die Lockung mit den gemeinsamen christlichen" Inter effen, wie die angeführte Drohung, werden nur wenig verfangen, zumal gegenwärtig, wo das lutherische Pfaffenthum durch Erneuerung der Jesuitenheze eine kleine Auffrischung" sich zu geben bemüht. auch die Reklame des Märtyrerthums wird kräftigft fultivirt- fleinen Vortheil der Konsumvereine sich zu Nuze gemacht. nicht ableugnen. Wie zutreffend die Schilderungen des gewaltig anschwelle, und mit der Zeit zu einer Gefahr für Inzwischen ist aber der Kapitalismus bedeutend gewachsen, Genossen Schmidt gewesen, geht schon aus der Thatsache bas Gemeinwesen heranwachsen müsse. Gelegentlich wird immer stärker vollzieht sich der Akkumulationsprozeß des hervor, daß ihm bis heute früh 104 Briefe aus sirta denn auch von titanischen Kämpfen zwischen Anarchisten" Kapitals, der Staat selbst ist nicht nur diesem gegenüber 25 Orten, von Arbeitern und Frauen geschrieben, einsen. und Unabhängigen" berichtet Kämpfen, die sich über immer unterwürfiger geworden, sondern hat mit der neuen gehändigt worden. Der Inhalt der Briefe widerden Köpfen der zerquetscht am Boden liegenden Schutzzollpolitik zugleich eine Verbrüderung des industriellen spricht erneut den Ausführungen des sächsischen Bundesraths; Fraktionellen" abspielen. Der Angstmeier, der diesen und finanziellen Kapitals mit dem feudalen und agrarischen Mitgliedes, Grafen von Hohenthal. Blödsinn liest, bewundert den prophetischen Scharfsinn geschaffen. Unter dieser wirthschaftlichen Entwickelung geht Aufdie Gedächtnißschwäche der Ultramontanen muß Moltke's, der mehrmals den weisen Orakelspruch that, die das Kleingewerbe und der Kleinbetrieb immer schneller Sozialdemokraten würden von den„ radikalen Elementen" feinem Untergange entgegen, und der Kapitalismus sieht die Kreuz- Zeitung" spekuliren, wenn sie heute der„ Köln. aufgefressen und er wartet natürlich voll Sehnsucht auf immer näher den Zeitpunkt herankommen, wo er den Volks- Zeitung" förmlich die Pistole auf die Brust setzt, und eine gelegentliche neue Gesellschaftsrettung. unmittelbaren Anprall der Arbeitermassen vor sich sie zwingen will, die fog. moderne Gleichberechtigung der Nun die Gesellschaftsrettung wird nicht kommen- hat. Obwohl er selbst den Kleinbetrieb vernichtet, Ronfeffionen" gegenüber den Juden fallen zu lassen. Wenn dem Herrn v. Caprivi, sammt Miquel gelingt das Kunst- möchte er ihn doch nicht missen, sondern aus ihm einen die Ultramontanen dieses nicht thäten, ftück ebenso wenig wie weiland dem Herkules des 19. Jahr Wall gegen das Proletariat bilden. Daher giebt er sich hunderts. Wer aber in Berlin fich einmal recht gründlich den Anschein des Schutzpatrons des Kleinbetriebs. Daher langweilen will- und das soll der gesündeste Beitvertreib die Pflege des Innungswesens, die Beschränkungen des fein, dem rathen wir, sich eine" Anarchisten- Verfamm- Wanderbetriebes und auch der Kampf gegen die Konsum Tung" anzusehen. Wenn er tüchtige Nerven hat, hält er es vereine. Dieselben Kreise, welche früher den Zwischenhandel eine halbe Stunde darin aus und fühlt er dann das und den Profit des Zwischenhändlers bekämpften und sie Bedürfniß nach einer etwas aufregenderen Rost, so frage er den Sündenbock für die Bertheuerung der nöthigsten Lebensden gemüthvollen Polizeibeamten, der die Vorstellung" be- mittel fein ließen, wolien jezt dem Kleingewerbe schmeicheln, aufsichtigt, nach der nächsten Spiritisten Bersammlung. indem sie ihm den Arbeiter preisgeben. Die Anträge Dort findet er dasselbe Publikum nur ein bischen gegen die Konsumvereine stellen es als ein Verbrechen hin, Ein Sozialist ist ärger als ein Meschimmed( ge amüsanter. Und auch von diesen Theater Vorstellungen daß die Arbeiter sich feines Zwischenhändlers bedienen und gilt das Wort des geistreichen Franzosen: Jedes Genre ist ihre Einkäufe in Konsumvereinen machen. Daß diese Art taufter Jude), ist der Ausspruch des Königs Stumm von erlaubt nur nicht das langweilige. Vielleicht beherzigen des angeblichen Schutzes des Handwerters und fleinen Ge- Rolomea, eines sehr frommen Mannes, der auf eigene Roften die bekannten Regisseure( Beranstalter) unseren Wint und werbes aber nichts als reiner Schwindel ist, ersteht man ein Bethaus hält. Herr Simson Heller ist mit Stumm zwar vereinigen fünftighin die Anarchistens mit den Spiritisten- daraus, daß dieselbe nicht einmal so weit reicht, dem Klein- nicht verwandt; der Eine ist ein ebenso frommer Jude, als Versammlungen. betriebe die Konkurrenz der großen Offizier- und Beamten- der Andere Christ ist, aber eine rührende Seelengemeinschaft Waarenhäuser vom Halfe zu halten.- verbindet fie als Fabrikanten. Wir haben seiner Zeit auch in diesem Blatt berichtet über die in Kolomea blühende Vor der Sündfluth! In dem Bergarbeiter- Revier Industrie der Zalesfabritation. Tales heißen die jüdischen an der Saar, in dem soeben 25 000 Bergarbeiter durch die Gebetmäntel. Als Talesweber sind meistens jüdische Arlebermacht des staatlichen Kapitals gezwungen worden sind, beiter beschäftigt, und das System der Ausbeutung ist in zu ihrer harten Arbeit unter drückenden Bedingungen Rolomea ebenso start entwickelt, wie unter den christlichsten zurückzukehren, während 4000 Entlassene hungern, bringt Industriellen. Seit dem die Talesweber ihre Lage erkannt bas halbamtliche Blatt des Bezirks, die Saarbrücker und fich organisirt haben, beginnen auch dort die MaßBeitung", unter den Berichten über die Festlichkeiten am regelungen durch die Fabrikanten, wie es jüngst erst gegenvorigen Freitag folgende Notiz: über den Delegirten der Talesweber am TextilarbeiterRongreß zu Brünn geschehen ist. Die österreichische Arbeiter Beitung" bemerkt zum Schluffe eines Berichts aus Rolomea: Doch man mißverstehe uns nicht. Dieser Anarchisten fport, so lächerlich er an sich ist, hat auch seine ernsthafte Seite, und zwar eine sehr ernsthafte. Und das ist die That fache, daß er überhaupt gepflegt wird. Sie läßt tief blicken". Der Bundesrath hat in seiner heutigen unter dem Vorsitze des Staatssekretärs des Innern, Bize- Präsidenten des Staatsministeriums Dr. v. Bötticher abgehaltenen Plenarsizung den Antrag Preußens mit dem Entwurf eines Gesezes über die Pflichten der Kaufleute bei Aufbewahrung fremder Werthpapiere, Sen Entwurf einer Verordnung über die Einführung von Reichs gesehen( gesundheitspolizeilichen Inhalts) in Helgoland und den Entwurf eines Gesetzes für Elsaß- Lothringen über die Errichtung von Spar- und Darlehnskaffen mit Gemeindebürgschaft den zu ständigen Ausschüssen zur Vorberathung überwiesen. Boulanger hat Schule gemacht und zwar gerade in der deutschen Armee. Unsere Generäle überbieten sich in Hurrahreden à la Boulanger zu Gunsten der Militärvorlage. Die deutschen Boulanger's werden nicht mehr Erfolg haben als der französische, oder doch einen anderen als ben gewollten. Daß die Generäle oder die Lieutenants für die Weilitärvorlage sich begeistern, das braucht man bem Bolte nicht erst zu sagen; das glaubt das Bolt auch so wie so, und es weiß auch: marum. mit " Für Feinschmecker sei hier noch das Menu eines Diners für 15 Herren verzeichnet, welches hier am Raisersgeburtstag abgehalten wurde( wo foll nicht gefagt sein). Es lautet: Caviar de Russie aux Clenis, Potage en tortue à la Française, Petites Fruittes farçies et grellie à la Maître d'hôtel, Filets de Boeuf à la Bourdonnaye, Timballe chaud aux Homards, Sauce Béchamel, Becasses rotis flanqués de Grives et Ortolans, Salade Romaine, Plombierre sicilienne, Truffes au vin de Bourgogne, Gâteau Savarin, Dessert assorti. Dazu folgende Getränke: Wein: Rothlack, Bordeaux, Oberemmler, Sherry, Scharzhofberger, Montebello, Kaffee, Rognat, feiner Champagner, Chartreuse, Knipperbräu." In diesem unsinnigen Luxus, mit dieser tollen Verschwendung für's Fressen und Saufen- anders fann es nicht genannt werden thun fich 15 Herren" der Kapis talistenklasse noch in der Zeitung groß, vielleicht weil auch " dunklem Auge und bleichem Gesichte gesehen, Sie waren allein in Andrej's Zimmer. David nahm welcher, die Straße entlang schlendernd, von den ungewohnten seinen Ueberzieher ab, warf ihn auf den langen Roßhaar Lauten der reinen russischen Sprache angenehm betroffen stuhl und ließ sich nieder. wurde. " Jezt mußt Du mir alle Neuigkeiten erzählen," sagte Es war Andrej, welcher an dem in Gregor's Briefe Andrej ihm gegenüberstehend. Wie geht es Gregor und beftimmten Orte volle fünf Tage früher angekommen war. allen andern? Was hört man von Boris? Hast Du etwas In der stündlichen Erwartung von David's Ankunft, welcher von Sina gehört?" ihn hier treffen sollte, verging er vor Langeweile. Er errieth Wir hatten einen Brief von Sina. Die Aussichten sofort, daß die Drei Nihilisten aus David's Bekanntschaft scheinen, soweit man aus ihren wenigen Andeutungen feien. Er war versucht, sie anzureden, hielt sich aber zurück. entnehmen kann, ziemlich schlecht zu stehen. Sie muß Es tonnten ja doch vielleicht Fremde sein. Borsicht schadet bald nach St. Petersburg zurückkommen und Euch mehr er nie. Wenn sie David's Freunde seien, so werde auch wohl zählen." David selbst erscheinen. Drittes Rapitel. Ein ruheloser Tag. Nach seinem Wirthshause zurückgekehrt, bemühte sich Andrej, dem Kellner in seinem gebrochenen Deutsch mitzutheilen, daß er den ganzen Tag zu Hause sein werde. Sein Fenster ging auf einen weiten, grünen Platz, zu bem mehrere Wege führten. Er sah hinaus, beobachtete den Verkehr und bemerkte mit seinem scharfen Auge gegen zwölf Uhr die untersetzte Gestalt David's, welche sich rasch näherte, in seinem dicen Ueberzieher die Arme hin und her Schlenkernd. Andrej eilte hinunter. Die beiden Freunde trafen sich am Thorwege und umarmten sich mit echt russischer Herzlichkeit. Haft Du gehörig auf mich geschimpft, alter Rnabe, daß ich Dich warten ließ?" fragte David, Andrej auf die Schulter klopfend. Ich habe wohl geschimpft, aber nicht allzu viel. Ich fürchtete, daß Dir etwas zugestoßen wäre." Unsinn! Was tann mir begegnen? Ich lief umher, um einen fleinen Schub zusammen zu packen und über die Grenze zu schaffen. Zwei Fliegen mit einem Schlag, wie gewöhnlich. Es ist billiger und geht schneller." Ich glaube entschieden, Deine Genossen vor einer Stunde gefehen zu haben." . " Ja, sie waren mir zugetheilt. Safepin ist, wie Du weißt, unter ihnen. Den mußt Du unbedingt sehen." Gehen wir nicht zusammen nach St. Petersburg?" " Rein", sagte David, ich gehe nach der Schweiz und werde dort einige Zeit bleiben müssen. Hast Du gehört, daß die Equilibristen" eine eigene geheime Zeitschrift in St. Petersburg herausgeben wollen?" " Die Equilibristen", rief Andrej aus. Ist das möglich? Die Equilibristen waren eine geheime Gesellschaft, welcher dieser Spitznamen von ihren Rivalen wegen ihrer Mäßigung und ihrer Rückgratslosigkeit beigelegt war. Bwischen ihnen und der Partei Land und Freiheit", zu welcher David und Andrej gehörten, war nicht viel Liebe verloren. Diesmal scheinen sie aber Ernst machen zu wollen," antwortete David." Als sie hörten, daß ich nach der Schweiz gehe, gaben sie mir Geld, um ihnen Lettern für eine geheime Druckerei zu kaufen." " Das sieht vielversprechend aus," sagte Andrej.„ Ich werde von jetzt ab eine beffere Meinung von ihnen betommen." " Ich habe keinen Glauben daran," sagte David. Wir werden sehen, welchen Gebrauch sie von den Lettern machen werden. Meinerseits bin ich ungläubig." Er sah sich nach einem Zündhölzchen um, um seine Pfeife anzuzünden. Andrej gab ihm eine Zigarre. Warum nimmst Du Dir die Mühe, thre Aufträge auszuführen?" fragte er. " Das ist mein Geschäft," erwiderte David. Ich bin der Gaffenkehrer der Revolution und meine Pflicht ist, die Straße von den Hindernissen rein zu halten und für jeden, ,, Gegen die Unduldsamkeit der Pfaffen gegen einen anderen Glauben wettern die Nichts- als- Juden, aber wenn der Simson Seller, ein sehr frommier Mann, der auf eigene Roften ein Bethaus erhält, zu seinen Arbeitern fagt:" Ein Sozialist ist ärger als ein Meschimmed( getaufter Jude)", und die Sozialisten dem Hungertode preisgiebt, da verstumunt plöglich das Geschrei über Unduldsamkeit." Tage Nuffifches. Ein Wiener Telegramm vom heutigen besagt: Die russische Behörde von Boblachien erklärte hunderte von fatholischen Ghen für ungiftig und trennte die Ehepaare gewaltsam. der sie betreten will, zu ebnen. Ob die Equilibristen Erfolg haben werden, oder nicht, geht mich schließlich nichts an. Und dann," fügte er hinzu, wird es nicht viel Mühe machen; ich werde einige Tage mehr mit meinen Freunden in der Schweiz verbringen können. Das ist Alles." Ich freue mich jedenfalls um ihretwillen. Hast Du Deine Ankunft mitgetheilt?" Nein, ich thue es niemals. Es ist besser, unerwartet anzukommen. Wie geht es ihnen? Du hast mir noch nichts von ihnen erzählt." " Da ist nichts zu erzählen. Das Leben ist dasselbe so langweilig wie je," antwortete Andrej. " David klatschte ungeduldig mit den Händen aufs Knie. Was für eine ungeschickte Gesellschaft diese Nihilisten doch sind!" rief er aus. In einem freien Lande zur Zeit einer großen sozialen Bewegung zu leben und sich wie Fische außer Wasser zu fühlen. Beschränkt sich die ganze Welt für Dich nur auf Rußland?" Mit seinem jüdischen Kosmopolitismus hatte er oft mit seinen russischen Freunden über solche Punkte zu streiten. Du hast ganz recht, uns zu tadeln," erwiderte Andrej mit fener Bereitwilligkeit der Selbstverurtheilung, welche so oft tief eingewurzelte Zufriedenheit mit dem zugegebenen Fehler verbirgt. Wir sind nun einmal unter allen Völkern am wenigsten Kosmopoliten, obgleich manche das Gegentheil behaupten. Du bist der einzige Mann, welcher es verdient, ein Weltbürger genannt zu werden." " Das ist sehr schmeichelhaft, aber nicht angenehm," sagte David. Andrej ging nicht weiter auf die Sache ein, sondern fragte, wie die St. Petersburger Freunde über Boris denken. Er nahm sich die Sache sehr zu Herzen. Boris war ihm ein sehr lieber Freund, der ihm nach Gregor in der ganzen Welt am nächsten stand. Bevor Sina zurückgekehrt ist, kann nichts bestimmt werden," fagte David. Ich fürchte aber, daß wir gerade jeht nichts thun können." " Nichts! Warum?" rief Andrej aus. " Wir sind nicht im stande, etwas zu thun," erwiderte David mit einem Senfzer. Fortsegung folgt " Wir würden die Nachricht nicht glauben und hätten existirt, behält sich jedoch vor, die Angelegenheit in einer der die Gefellen, werden ganz bestimmt an ihrer Gesundheit bas Telegramm in den Papierkorb geworfen, wenn ein nächsten Sigungen eingehend zu erörtern. geschädigt. Wenn nun mehr als die Hälfte der Bäckereien mit anderes Land als Rußland genennt wäre. In Väterchens" Weiter wünscht der Redner des Zentrums, daß über die einer Arbeitszeit von 12 Stunden und weniger auskommen glücklichem Reich aber kommt derartiges seit Menschen- Selbstmorde in der Armee Mittheilungen gemacht und daß den tönnen, dann ist nicht einzusehen, weshalb es die anderen auch gedenken vor. Denn Väterchen" ist Kaiser und Papst in Auffehern in der Ruhmeshalle der Kirchenbesuch am Sonntag nicht tönnen. Referent beantragt: Sachverständige zu verhören Vormittag ermöglicht werde. um festzustellen, aus welchen Gründen die Arbeitszeit in einigen einer Person, er fann Ehen binden und lösen und ist Nach diesem Exkurs auf das religiöse Gebiet wandte sich die Bädereien eine so außergewöhnlich lange ist und ferner Aerzte zu unbeschränkter Herr über Leib und Seele seiner Unter- Berathung wieder profaneren Dingen zu, und zwar tam bie verhören über den Gesundheitszustand der Arbeiter in den thanen". Die gewaltsam getrennten Ehepaare müssen ihm Verwendung von Soldaten zu nichtmilitärischen Diensten zur Bäckereien und über die Ursachen der Krankheiten, von welchen noch danken, wenn er sie nicht wegen Verlegung seines Sprache. die Arbeiter geimgesucht werden. Korreferent sächsischer Reheiligen Gesezes nach Sibirien schickt. Der nationalliberale Abg. Dr. Hammacher theilte mit, daß gierungsrath Morgenstern schließt sich im wesentlichen den Rorreferent Reichstagsnach einer ihm zugegangenen glaubwürdigen Anzeige bei ben Ausführungen des Referenten an. Frankreich. Die Zahl der Politiker, die mit der am 6. und 7. Januar d. Js. bei Berlin stattgehabten Hofjagden Abgeordneter Moltenbuhr weist darauf hin, daß man aus Banama- Schnur erdroffelt werden, dürfte in nächster Zeit ein Bataillon Soldaten als Treiber verwendet worden sei. dem gegebenen Bericht auf die Ursachen der langen Arbeitszeit eine bedeutende Steigerung erfahren. Es bestätigt sich Bei der an diesen Tagen herrschenden Kälte seien sehr viele schließen kann. Die fleinen Bäckereien haben die kürzeste ArbeitsMit dem Größerwerden des Betriebes nimmt die Leute mit erfrorenen Gliedmaßen in die Kaserne zurückgekehrt zeit. nämlich, daß das Tagebuch Arton's in den Händen der Be- und das ganze Bataillon einige Tage Dienstunfähig gewesen. Arbeitszeit zu. In den Bäckereien mit 1 und 2 Gehilfen haben hörden ist; und dieser selbst wird es wahrscheinlich in Herr Dr. Hammacher behauptet, daß das Bataillon zu diesem 64 pet. eine Arbeitszeit von 12 Stunden und weniger, in den türzester Zeit sein. Arton war aber in alle Geheimnisse Dienst befohlen worden sei, und die größte Entrüstung legte der Betrieben mit 3 bis 5 Gehilfen sind es nur noch 87,6 pt. und des Panama- Schwindels eingeweiht, und da er sie geschäfts- nationalliberale Herr darüber an den Tag, daß die einjährig in den Betrieben mit 6 bis 9 Gehilfen nur 27,7 pct. Hieraus mäßig zu Erpressungszwecken verwerthete und weiter vers Freiwilligen mitmachen und fich zu diesem Zweck erst die Frei läßt sich schließen, daß bei Zunahme der Kundschaft der Betrieb werthen wollte, so hatte er dafür Sorge getragen, die willigen- Schnüre von den Achselklappen abtrennen mußten. nicht vergrößert wird durch Defen und Arbeitswerkzeuge, sonkleinsten Einzelheiten mit größter Pünktlichkeit zu ver Dieses Genrebildchen, preußische Soldaten als Treiber dar- dern die Arbeiter werden stärker ausgenugt. Können jetzt viele zeichnen. So find seine Papiere zu einer wahren Fund- stellend, wurde von anderer Seite noch vervollständigt, in dem Bäckereien, weil fie feine große Kundschaft haben, mit fürzerer grube für den Staatsanwalt geworden. auf die Schlittenfahrt der Herren Offiziere in Posen hingewiesen Arbeitszeit bestehen, dann können es die größeren Geschäfte erst recht. Nachdem Redner darauf hingewiesen, daß so viele Lehrwurde, bei der Soldaten mit Fackeln den Weg beleuchteten. Der Vertreter der Militärverwaltung theilte mit, daß der linge vorhanden sind, daß in vier Jahren die Gesellen ersetzt artige Dienstleistungen niemals„ befohlen" werden, sondern stets werden, läßt sich annehmen, daß viele und oft die schwächsten freiwillig stattfinden. das Gewerbe aufgeben, indem sie zu der Ueberzeugung fommen, sie werden bei dem Geschäft frühzeitig zu grunde gehen, wird die Verhandlung vertagt. Das Netz um Clemenceau zieht sich enger und enger zusammen. Nachdem es von seiten der Rechten längst geschehen war, wird nun auch von einflußreichen Deganen der Linken, wie der Petite Republique Française"(„ Kleinen französischen Republik") die Anflage gegen Clemenceau, den einst allmächtigen Führer der Linken, gefordert. adprina Ueber Egypten fand gestern in der Nationalversammlung eine Verlegenheitsdebatte statt, in der auf England freilich mit Borsicht geschimpft und sonstiges leeves Stroh gedroschen wurde. Folgen wird die Debatte nicht haben. Die französische Regierung, müßte geradezu wahnsinnig sein, wenn sie es jetzt auf einen Konflikt mit England ankommen ließe. Ueber die Schlittenfahrt ist Bericht eingefordert, ebenso soll die Verwendung der Soldaten bei den Sofjagden untersucht, und der Kommission Mittheilung von dem Ergebniß gemacht werden. Nächste Sigung Sonnabend Vormittag! Parteinachrichten. handlungen über§ 181a( Suhälterthum) fort. Die Debatte war Die VIII. Kommiffion lex Heinze sehte heute ihre Verwiederum sehr lebhaft. s betheiligten sich neben den Regierungstommiffarien die Abgeordneten Schröder, Träger, Gröber, Mundel, Spahn, Porsch, Pieschel und Hormig. Letterer vertrat Protestversammlungen gegen die Militärvorlage find im Gegensatz zu feinen Fraktionsgenoffen einen Standpunkt, der abgehalten worden in Darmstadt( Ref. Dr. Rüdt. Heidel eine scharfe Entgegnung des Abg. Bebel hervorrief. Schließlich berg), Farmsen( Ref. Koenen Hamburg), Röppelsdorf Der Streik der Bäckermeister in Marseille hat wurde an Stelle der Regierungsvorlage ein Antrag Gröber und und Steinach bei Sonneberg( Ref. Reißhau 3= Erfurt). unter der Bevölkerung große Entrüftung erregt, die gestern Genoffen mit verschiedenen Amendements angenommen, der im Die Versammlungen in den leztgenannten Orten waren von Abends sich besonders gegenüber einer Versammlung der wesentlichen dem von der Regierung vorgeschlagenen Baragraphen 400 und 600 Personen besucht und nahmen eine Resolution an, Bäckermeister kund gab, deren Lokal fast von einer Menschen entspricht. Die bisher stattgehabten Abstimmungen find natürlich in welcher die Reichstags- Abgeordneten aufgefordert werden, die menge geftürmt wurde. Heute ist der Ausstand beendet, nur provisorische und noch nicht entscheidend für die Schluß Militärvorlage bis aufs äußerste zu bekämpfen und dem Militarismus keinen Mann und keinen Groschen zu bewilligen. A indem die Bäckermeister die offizielle Brottage anerkannten, abstimmungen. Verhandlungen der Kommiffion für Arbeiterstatistik. Im Bericht über die Küstriner Gewerbegerichtswahl Die Debatten im englischen Parlament sind vor- In der Sigung, welche am Freitag, den 8. Februar, im Reichs- find die Stimmenzahlen unrichtig angegeben worden, wie aus läufig rein formaler ja zermoniöser Natur. Regierungs- amte des Innern stattfand, wurde zunächst mitgetheilt, daß in folgender Buschrift hervorgeht: Durch den Ausfall der Wahl er redner und Oppositionsredner wetteifern miteinander in der Enquete zur Ermittelung der Dauer der Arbeitszeit der im hielten die hiesigen Gemertvereinler eine Büchtigung, die sie seit Höflichkeit und dem Bestreben, jeden ernsthaften Hieb, Stoß Handelsgewerbe. beschäftigten Personen, die Handelskammer in langer Zeit wohl verdient hatten. Nachdem von ihnen schon und Stich zu vermeiden. Es ist ein Schaufechten mit Frankfurt a. M. noch 1700 Fragebogen ausgegeben hat. Die mehrere Versammlungen abgehalten worden waren, ließen sie sich h 1700 Stumpfen man will blos feine Runft zeigen. Dieses Schaufechten ist aber blos laut haben, als die von der Kommission für Arbeiterstatistit auslegten Versammlung die Bemerkung leistete, Sozialdemokraten das Vorspiel. Nächste Woche, wo die irische Bill zur gegebenen, drucken lassen und an sämmtliche Geschäfte, in welchen tönnten im Gewerbegericht nicht gebraucht werden, weil ein Gehilfen beschäftigt werden, vertheilt. Von den ausgegebenen solcher wegen Meineids bestraft worden sei. Trotzdem wir wegen Verhandlung kommt, wird der ernsthafte Kampf beginnen. Fragebogen ist nur der dritte Theil wieder zurückgekommen, aber ber seit Jahren über uns verhängten Zotalsperre teine VersammOb aber sofort mit großer Kraft und Leiden auch diese konnten nicht alle mit zur Bearbeitung herangezogen lung abhalten fonnten und erst zwei Tage vor der Wahl eine schaftlichkeit, das ist noch keineswegs ausgemacht. Nach werden, weil ein Theil dieser Geschäfte bereits bei der amtlichen Kandidatenliste aufstellten, erhielten wir bei der Wahl 121 StimAeußerungen aus konservativen Kreisen scheint unter Umfrage berücksichtigt worden war; ferner mußte ein Theil der men, während die großsprecherischen, anmaßlichen Gewerkvereinler Führern der Opposition die Ansicht vertreten zu von Arbeitgebern ausgefüllten Fragebogen von der Bearbeitung aus ganze 43 Stimmen befamen. Sämmtliche Aemter der Arbeitersein, daß es vielleicht die beste Politik wäre, das geschlossen werden, weil diese in größerer Anzahl vorhanden waren vertreter- im ganzen neun- find von Sozialdemokraten beMinifterium Gladstone eine Zeit lang möglichst sich selbst als die von Gehilfen beantworteten. Es wurden von den, von seßt. Das ist für die Gewerkvereinler eine um so empfindlichere zu überlassen. Wahr ist, es befindet sich in großen Arbeitgebern ausgefüllten Fragebogen nur so viel zur Bearbeitung Niederlage, als sie sich natürlich der Unterstübung des UnterSchwierigkeiten und die Schwierigkeiten werden größer und herangezogen, als solche von Gehilfen bearbeitete vorhanden nehmerthums zu erfreuen hatten. größer; allein wenn die Opposition durch eine Tattit des Buivartens die Meinung aufkommen läßt, fie gehe einem Konflikt mit dem Ministerium aus dem Wege so tann dies sehr leicht zu einer Stärkung des Ansehens und folglich der Macht des Winifteriums dienen. Wir glauben deshalb nicht recht an diese Taktik des Zuwartens. Doch wozu sich den Kopf zerbrechen? Die nächsten Tage bringen ja Gewißheit. und Stich zu vermeiden. nicht verwunden, sondern genannte Handelskammer hat Fragebogen, die genau den Wort- ihren Verbandskassirer Klein aus Berlin fommen, der sich in der 160 Parlamentarischres. waren. Eine Anzahl von der Handelskammer in München einge fandter Fragebogen fonnte nicht berücksichtigt werden, weil diese nur von Inhabern und Gehilfen in Engrosgeschäften beantwortet waren, wo eine durchschnittliche Arbeitszeit von 9 Stunden ist. Hätte man diese Bogen mit zugelaffen, dann wäre für München eine Uebersicht zu Stande gekommen, die den Thatsachen nicht entspricht. * Parteikonferenz. Am 5. März cr. findet im 3. württem bergischen Wahlkreise eine Delegirtentonferens statt, auf welcher die Frage berathen werden soll, wie die Agitation am awecentsprechendsten einzurichten ist. Der Ort der Konferenz ist noch nicht festgesetzt. Von der Agitation. Jm Rönigsbergfaale au Pyrmont fprach am 29. Januar der Genosse. Dröge aus Hannover über die bürgerlichen Parteien und die Sozialdemokratie. Die Versammlung war von etwa 600 Personen besucht und hat ihren 3weck nicht verfehlt, obwohl die Gegner ein Komplott geschmiedet hatten, sie durch das Gröhlen des Liedes Deutschland, Deutschland über alles", sowie durch Pfeifen zu stören, was denn auch versucht wurde. Der Boden für den Sozialismus ist auch in Pyrmont beffer, als die Gegner vorausseßten. " Parteifinanzen. Barmen: Jahreseinnahme 807,61 M., Ausgabe 668,20., wovon 200 m. an die Berliner Hauptkasse Bar Eintritt in den zweiten Punkt der Tagesordnung fragt Siegle an, ob es nicht angebracht wäre, eine Erhebung über die vorhandene Arbeitslosigkeit zu veranstalten. Bei der drei tägigen Debatte im Reichstage über die Interpellation der Sozialdemokraten habe es fich herausgestellt, daß sowohl die Reichsregierung als der Reichstag im Üutlaren seien über den Umfang der Arbeitslosigkeit. Es wird hervorgehoben, daß es wohl nicht möglich sei, jetzt den Umfang der Arbeitslosigkeit festzustellen, Aus der Budgetkommission des Reichstages. Die Be- daß es dazu umfassender Erhebungen bedürfe. Da ferner die rathung des Militäretats, welche gestern Vormittag begann, Geschäftsordnung bestimmte, daß die Tagesordnung vorher be führte gelegentlich der Bewilligung des Gehalts des Kriegs tannt gemacht werden muß, so wird beschlossen, die Frage in iministers zu einigen intereffanten allgemeinen Grörterungen. einer der nächsten Sigungen auf die Tagesordnung zu setzen. Der Partei abgesandt worden sind. Bon verschiedenen Seiten wurde Nachfrage gehalten fiber Bum zweiten Bunkt der Tagesordnung, Festsetzung des Inhalts das Schicksal der in voriger Session gefaßten efolutionen über von Fragebogen zur Ermittelung der Arbeitszeit im Müllerdie Einschränkung der Militärposten, über den Gebrauch der gewerbe, wird vorgeschlagen, vor der endgiltigen Feststellung des In Echießwaffen seitens der Militär- Wachtposten, sowie über die halts noch Sachverständige zu verhören. Die vorgelegten Entwürfe die Sicherstellung des Beschwerderechts der Soldaten. Nach Aus- erstrecken sich nur auf Getreidemühlen. Der württembergische funft des Regierungskommissars schweben Verhandlungen über Ober- Regierungsrath Herr von Schicker ist der Ansicht, daß die die Einschränkung der Militärposten sowie über eine Revision des Beschwerderechts, während in bezug auf den Gebrauch der Schießwaffen Bestimmungen erlaffen sind, wonach in belebten Straßen und Plätzen die Posten nicht mehr mit scharfen Batronen ausgerüstet werden. ette hierzu, b Der Abgeordnete Singer bemerkte hierzu, daß auch in un belebten Straßen die Möglichkeit eines Krieges im Frieden vermieden werden müsse, und brachte die Schießaffäre, die am Sylvesterabend hier in Berlin vor dem Militärarrest stattfand, stattfand, zur Sprache. Der Redner verlangte, daß die Beförderung von Arrestanten per Wagen bis in das Arrestgebäude hinein erfolge, damit die Transporteure feine Gelegenheit finden, bei etwaigem Fluchtversuch von der Schießwaffe Gebrauch zu machen und dadurch nicht nur den Flüchtling, sondern auch ganz unbetheiligte Personen an Leben und Gesundheit zu gefährden. Der Kriegsminister erwiderte, daß diese Angelegenheit in der von Singer angegebenen Weise geregelt werden solle, daß das gegen die Ausrüstung der Posten init scharfen Batronen nicht gänzlich vermieden werden könne, da es sich manchmal um die Bewachung von Gefängnissen haudle, Fragen sich nicht nur auf die Getreidemühlen beschränken dürfen, fondern auch die Del- und Schneidemühlen soweit sie in Verbindung mit Getreidemühlen betrieben werden mit bei der Frage ftellung berücksichtigt werden müssen. Gerade in jenen Unternehmungen, in welchen ein solcher Nebenbetrieb stattfindet, werden die Arbeiter am meisten angespannt. Vom Direktor des statistischen Amts Dr. von Scheel wird hervorgehoben, daß man auf Grund des Katasters der Unfallversicherung weiß, wo und in welchen Mühlen ein Nebenbetrieb stattfindet; zieht man die Del- und Schneidemühlen mit in die Umfrage hinein, dann ist es schwer die Grenze zu finden, bis zu welcher gegangen werden soll. Dr. Hirsch will die Fragestellung gleich auf die fanitären Verhältnisse ausgedehnt wissen. " 3 " In Württemberg scheint man's mit dem Vereins- und Versammlungsrecht auch nicht sonderlich genau zu nehmen, sofern verdammten Sozialen in Frage tommen. Darauf läßt folgende Mittheilung der Schwäbischen Tagwacht" schließen, welche diefer aus Heilbronn zuging: Die auf legten Sonntag nach Rochendorf in den„ Adler" einberufene öffentliche Boltsversammlung, in welcher Genoffe Kittler über das Thema Warum sind wir Sozialdemokraten?" sprechen sollte, wurde burch den dortigen Schulzen hintertrieben. Dreimal wurde dem Wirth die Polizei ins Haus geschickt, er möge die Versammlung nicht abhalten lassen. Man sehe nicht gut dazu!") Der entmuthigte und erschrockene Wirth wußte nun nichts Besseres zu thun, als uns telegraphisch die Absage zukommen zu lassen. Auf unsere Vorstellung meinte der Wirth: Wenn Sie mir eine Er laubniß des Schultheißen bringen, daß ich die Versammlung annehmen darf, bin ich bereit dazu." Die Nationalliberalen lieben es, über die Uneinigkeit zu wehklagen, die angeblich immer noch zwischen den verschiedenen deutschen Stämmen oder Staaten herrschen soll. Sobald sich's um Bekämpfung der Arbeiterinteressen handelt, ist von dieser Uneinigkeit" nichts zu spüren. Da ist man in allen Baterländern " Polizeiliches, Gerichtliches: c. " " Nachdem dann beschlossen, daß Sachverständige zur Fest stellung des Fragebogens gehört werden sollen, wird zum dritten Punkt der Tagesordnung: Untersuchung über die Arcines Sinnes und Herzens. beitszeit im Bäcker und Konditorgewerbe, übergegangen. Referent Ober- Regierungsrath Schicker führte aus, daß der Weg, die Erhebungen vermittelst Fragebogen statt-Wegen Beleidigung der Direktoren und einiger Mitglieder finden zu lassen, der richtige Weg gewesen ist. Man muß jest, Der Zentrums Abgeordnete Dr. Lingens präsentirte der nachdem die Resultate vorliegen, untersuchen, inwieweit jene des Arbeiterausschusses der Wohlgelegen'schen Fabrik hat der Militärverwaltung ein ganzes Bouquet von Wünschen. Zunächst Resultate in der vom kaiserlichen statistischen Aunt angefer- verantwortliche Redakteur der Mannheimer Boltsstimme", meinte der Abgeordnete, daß den fatholischen Soldaten befohlen tigten Zusammenstellung den thatfächlichen Verhältnissen ent- R. Feng, 20 Mark zu zahlen und die üblichen Nebenstrafen werde, des Sonntags Morgens beim Besuch der Messe den Helm sprechen. Man dürfe nicht verkennen, daß die Unternehmer ein zu tragen. Die Beleidigung wurde in einem Artikel gefunden, aufzufehen. Dr. Lingens meinte, der Gebrauch der Müße würde der Interesse daran haben, die Lage der Arbeiter in ihren Betrieben in welchem die Voltsstimme" die Arbeitsordnung jener Fabrit Vermehrung des Kirchenbesuchs nüglich sein, weil die Soldaten fo günftig als möglich darzustellen. Auch ein Theil der Gesellen, kritisirt hatte. Diese Arbeitsordnung" enthält nicht weniger umgehen, in der nächsten Zeit als 74 Strafbestimmungen. Demnach würde der Ausdruck Strafdann keine Nedereien ihrer Kameraden zu fürchten hätten, denen die mit dem Gedanken werden, werden sehr leicht zu Schön- ordnung" wohl der passendere Name für sie sein. fie ausgefeht feien, wenn fie fich durch Auffeßen des Helmes als Meister Dennoch geneigt sein. ist das Resultat ein Kirchenbesucher fenntlich machen. Die Militärverwaltung theilte färberei Wegen Beleidigung des Gemeindevorstehers und des den Wunsch des katholischen Feldpropstes mit, wonach die Sol- folches, daß jeder sich sagen muß, hier muß eingeschritten Gendarms von Alten wärder wurde der verantwortliche Re, Hamburger Echo's", Gustav Stengele= daten im Helm zur Kirche geführt werden sollen, weil es vor- iverden. Arbeitszeiten von 14 Stunden und mehr, ja selbst über dakteur des gekommen ist, daß Leute statt in die Kirche in die daneben- 18 Stunden täglich seien dazu angethan, die Gesundheit der Arzu 1 Monat Gefängniß verurtheilt, während die Arbeiter liegende Kneipe gegangen sind. beiter in bedenklicher Weise zu schädigen. Für gewagt hält er se il per, Buck, Röhrs und Eickhoff je 50 M. Geldstrafe Ferner wünscht Dr. Lingens, daß die bie katholischen Nekr Refruten die Auffassung des statistischen Amts, das aus den Antworten zu bezahlen haben. Außerdem wurde auf Vernichtung der bein der Kirche für die Gibesleistung geistlich vorbereitet werden; die auf die Frage: Wieviel regelmäßige Ruhezeiten von mindestens treffenden Nummer des Echo's" erkannt und den Beleidigten Bereidigung im Eyerzierhaus durch Geistliche genüge nicht. 24 Stunden werden den Arbeitern im Jahr gewährt? ge- die Publitationsbefugniß zugesprochen. Die Beleidigung war in Generalmajor von Goßler vertheidigt die bestehende Ein- folgert hat: An Sonn- und Festtagen. Wenn aus dieser Antwort, einem Gingesandt" der vier Arbeiter gefunden worden, worin richtung unter Hinweis auf die Anwesenheit des Kaisers.#wie das in der Zusammenstellung geschehen ist, gefchloffen wird, daß dem Ortsvorsteher und dem Gendarm nachgesagt ist, sie hätten Gine bittere Klage führt derfelbe Abgeordnete darüber, daß die Arbeiter an jedem Sonn- und Feiertag frei haben, so ist während der Cholera- Epidemie trotz Protestes der Einwohner bei Mifchehen der evangelische Bräutigam von den Militär- daß irrig. Die. Bäckereien, in welchen an Sonn- und Feiertagen Maßnahmen getroffen, durch welche die Verbreitung der Seuche behörden veranlaßt wird, die Erklärung abzugeben, daß er sich nicht gearbeitet wird, werden so wenig vorhanden sein, daß sie gefördert worden. utcht fatholisch trauen laffen werde, und daß er sich verpflichte, bei allgemeiner Betrachtung gar teine Rolle spielen. Auffallend feine Kinder evangelisch erziehen zu lassen. Der Regierungs- ist die Lehrlingszüchterei. Die große Anzahl der Lehrlinge, die fommissar erklärt, daß eine derartige allgemeine Verfügung nicht in einem jugendlichen Alter eben so lange arbeiten müssen, wiel " " Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Intion. Theater. Sonnabend, den 4. Februar. Opernhaus. Die Walküre. Schauspielhaus. Kriemhilde. Deutsches Theater. Der Talisman. Berliner Theater. Der Komödiant. Lessing- Theater. Eine Palast- Revo Leffing- Theater. Eine Palast- Revo Wallner- Theater. Der Probepfeil. Kroll's Theater. Geschlossen. Viktoria Theater. Die Reise um die Welt in achtzig Zagen. Residenz Theater. Gläubiger. Familie Pont- Biquet. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Fürstin Ninetta. Adolph Ernst- Theater. Modernes Babylon. Thomas- Theater. Der Distanzritt. Neues Theater. Circus Renz. Nachricht, daß mein Mann, der Maurer Allen Freunden und Bekannten zur| Verein der in der Buch-, Papier- u. Lederwaaren- Industrie beschäftigten Arbeiter u. Arbeiterinnen. General- Versammlung ( Karlstraße.) Sonnabend, den 4. Februar 1893, Abends 714 Uhr: Gala- Vorstellung. Novität! Ein Künstlerfest. Novität! Große Ausstattungs- Pantomime vom Hofballetmeister A. Siems. Mit überraschenden Licht- und Wassereffecten. Theodor Hoffmukel am 1. Februar gestorben ist. Die Beerdigung findet Sonntag Nachmittag 3 Uhr von der Salle des Pauls Kirchhofs statt. Frau Hoffmukel. Danksagung. Allen denen, die sich bei der Be-. erdigung unferes guten Mannes und Vaters, des Schriftfehers Theodor Stolle Auf das Glänzendste in Szene gesetzt vom Direktor Fr. Renz. Grosser Blumen- Corso. Ballet von 100 Damen. Außerdem Auftreten der KünstlerSpezialitäten 1. Ranges unter anderem in so liebevoller Weise betheiligten, zum 1. Male: Gebr. Trevally, fagen wir unseren tiefgefühltesten Dank. hervorragendste Akrobaten der Gegen wart. Mr. James Fillis mit dem Schulpferd Germinal 2c. Sonntag: 2 große Borstellungen. um 4 Uhr( 1 Kind frei): Die lustigen Heidelberger. Um 71/2 Uhr: Ein Künstlerfest. Billet- Vorverkauf an der Zirkustafse u. beim„ Invalidendant", Markgrafenstraße 51a. Fr. Renz, Direktor. Die trauernde Familie Stolle. Schönherr's Restaurant, Große Zimmer für Vereine. 15. Stralsunderstr. 15, 3564L Empfehle nach wie vor mein ver größertes Lokal, franz. Billard 2c. dem verehrten Publikum. Vorwärts, Volks- Zeitung, sowie andere Zeitungen Durch die n Gratweil's Bierhallen liegen aus. tendanz. Die Lore. National- Theater. Don Carlos. Alexanderplay Theater. Moderne Teutonen. " Apollo Theater. Vorstellung. SpezialitätenTheater der Reichshallen. Spezia litäten- Borstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Vorstellung. Kommandantenstraße 77-79. Täglich: Germania- Konzert- u. Kouplet- Sänger. Kinder 10 Pf. Wochentags frei. Sonntags 30 Pfennig. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. Bwei Säle M. Berndt, [ 3596L Oranien- u. Alexandrinenstr.- Ecke. Säle z. Versamlg. n. Gesellschst. Montag, den 6. Februar, Abends 8% Uhr, im Lokale von Solk, Alte Jakobstraße 75 Zages Ordnung: 1. Rechnungslegung der Liquidationskommission des Fachvereins der Buchbinder. 2. Diskussion über die Anträge zum Verbandstag. 3. Wahl der Delegirten. 4. Wahl eines Revisors. 5. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Zahlreiches Erscheinen erwünscht. 118/19 Der Vorstand. Achtung! Maurer! Achtung! _Sonntag, den 5. Februar, Vormittags 10 Uhr: Mitglieder- Versammlung der Zahlstelle Berlin Il des Zentralverbandes deutscher Maurer in der Ressource, Kommandantenftr. 57. Zages- Ordnung: 1. Abrechnung des Rassirers vom vorigen Quartal. 2. Bericht über die Thätigkeit der örtlichen Verwaltung. 3. Neuwahl derselben sowie Wahl eines Vergnügungskomitees zu der am 1. Osterfeiertag stattfindenden Matinee. 4. Verschiedenes. Das Erscheinen aller Mitglieder ist nothwendig. 245/ 91* Die örtliche Verwaltung. Tischler- Verein. Heute, Sonnabend, Abends 9 Uhr, Melchiorstraße 15: Versammlung. „ Die Zages- Ordnung: Vortrag des Herrn Kößter über: unentgeltlich[ 806b] Oranienstr. 180. Errungenschaften der Astronomie und die Religion. Ausgabe der Billets zu dem am 18. Februar stattfindenden Maskenball. Vereinszimmer, Simeonstr.23, Flick. 381/9 Der Vorstand. Weiß- u.BaiC. Boll, Wienerstr. 1 en Verein der Maschinisten u. 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Oeffentliche Versammlung für Männer und Frauen am Sonntag, den 5. Februar 1893, Abends 6 Uhr, in der Berliner Bockbrauerei, Tempelhofer Berg. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Timm über: Die sozialistischen Ereignisse des letzten Jahres. 2. Diskussion. Der Einberufer. Nach der Versammlung gemüthliches Beisammensein mit Tang, veranstaltet vom Sozialdemokratischen Wahlverein für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. 153/16 Oeffentliche Bersammlung für Männer und Frauen am Sonntag, den 5. Februar, Abends 6 Uhr, bei Otto Klein, Schönleinstr. 6. 153/7 Zages- Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Dr. Pinn über " Feudalismus und Zunstwesen. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten 10 Pf. Entree. Nachher: Geselliges Beisammensein. Um zahlreiches Erscheinen bittet Die Einberuferin. Achtung! Verein der Bauanschläger Berlins u. Umg. Sonntag, den 5. Februar, Vormittags 10% Uhr, bei Pyrtek, Gipsstr. 3: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Fortsetzung der Wahl des Vorftandes, der Kontrolleure und Krankenbesucher. 3. Verwendung der Vereinsgelder. 4. Antrag Porsche. 5. Antrag Schröder. 6. Verschiedenes, Fragekasten. Die Rollegen werden um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht. 182/4 Der Vorstand. Produktiv- Genossenschaft der vereinigten Bäderei- Arbeiter Berlins und Umgegend. Ging. Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. General- Versammlung Sonntag, den 12. Februar, Nachm. 2 Uhr, Sim Lokale des Herrn Pyrtek, Gipsstrasse 3. Zagesordnung: 1. Anträge des Vorstandes und Aufsichtsraths um Bewilligung von Mitteln zur Erweiterung des Betriebes. 2. Anträge der Mitglieder und deren Erledigung. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Aufsichtsrath: Hugo Prüfer. Orts- Krankenkasse d. Drechsler u. verw. Gewerbe. Sonntag, den 5. Februar, Vorm. 10% Uhr: Deffentliche Mitglieder- Versammlung in den ,, Konkordia- Fettsälen", Andreasstraße 64. Zagesordnung: 1. Welche Vortheile bietet uns die freie Aratwahl gegenüber dem Ges werkverein( 3wangs- Arzt) und wie stellen sich die Mitglieder obiger Kaffe zu derselben? Referenten: Herr Dr. Mugdan und Herr R. Assmann. 2. Dis tussion. 3. Verschiedenes. 136/13 Der Einberufer. Hierzu zwei Beilagen. Legitimation nicht erforderlich. Zahnarzt Robert Wolf, Brunnenstr. 4( Rosenthaler Thor). Künstl. Zähne v. 2 M. an. Plomb, v. 1,50 M. an. Schmerzl. Zahnziehen 1 M. Sprechst. 8-7 Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 30. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 35. Sigung vom 3. Februar 1893, 1 Uhr. Am Bundesrathstische: v. Bötticher. Abg. Werner: In der Kommission kann doch keine Klarheit in der Sache geschaffen werden. Ich bitte deshalb nicht im Sinne des Antrags des Herrn Hartmann zu stimmen. Sonnabend, den 4. Februar 1893. 10. Jahrg. und Sonntagsarbeit, Abschaffung des Trucksystems, Regelung der die Unterstellungen Schrader's in Schuh nahm. Ich sagte mir: wöchentlichen Lohnzahlung, Einführung von Arbeiterausschüssen wenn wir einmal fünftig in die Lage tommen, einen Staatsund einer Statistik über die Lage der Arbeiter, Abschaffung der sekretär des Innern bestimmen zu können, so werden wir auf Lebensmittelzölle, welche die Arbeiterklasse am schwersten den Herrn v. Bötticher verfallen, der durch seine heutige Rede treffen; zur Unfalls, Alters- und Invaliditäts- Versicherung bewiesen hat, daß er sich sehr gut in die sozialistische Ideen haben wir zahlreiche Verbesserungsanträge gestellt, die alle hineingefunden hat.( Heiterkeit.) Hätte Abg. Bachem wirklich Auf der Tagesordnung steht zunächst der von dem Abg. am Widerspruch des Reichstags gescheitert sind, Vertreter aller die sozialistische Literatur studirt, so hätte er die Frage Werner gestellte von 4 Antisemiten und 15 Sozialdemokraten Parteien haben dagegen gestimmt. Bei den Militärvorlagen nach dem Zukunftsstaat gar nicht ftellen können, unterstützte Antrag:" Den Herrn Reichstanzler zu ersuchen, zu haben wir eine gerechtere Bertheilung der Militärlaften auf die zwar aus dem ungeheuer einfachen Grunde, weil wir überveranlassen, daß das gegen den Abg. AhIwardt wegen öffent- einzelnen Staaten und eine Reduktion der Militärlasten erstrebt, haupt einen sozialistischen Zukunftsstaat gar nicht wollen, licher Beleidigung beim Landgericht Berlin I, Straitammer II und sind bei jeder Gelegenheit für die Aufrechterhaltung der( Ah! rechts.) Bor etwa 15 Jahren wäre eine solche Frage schwebende Strafverfahren( Attenzeichen J. I A 40/92) für die Rechte der Arbeiter eingetreten. Daß wir nach allen diesen verständlich gewesen, weil die Sozialdemokratie damals in ihrer Dauer der laufenden Session eingestellt werde." Richtungen praktisch eingriffen, geschah ganz unbeschadet unseres theoretischen Entwickelung noch weit hinter dem heutigen Stand Abg. Werner( Antisemit): Sonst pflegte man solche Anträge prinzipiellen Standpunkts, und dadurch hat die Sozialdemokratie punkt zurückstand. Wir sind nicht nur eine revolutionäre Partei, fast debattelos anzunehmen; das letzte Mal, als es sich um den ihren großen Anhang gewonnen. Wir werden entschieden den wir sind auch eine vorwärts strebende Partei, die beständig felben Abgeordneten wie jetzt handelte, hat man eine Ausnahme Jungen" in unserer Partei entgegentreten, die seit zwei Jahren lernt, in beständiger geistiger Mauserung begriffen ist.( Heitergemacht. Der Wortführer der konservativen Partei, Herr Dr. vergebliche Anstrengungen machen, uns von unserem Wege ab- teit.) Seit Lassalle haben wir eine ganze Reihe von Mauserungen Hartmann, beantragte die Kommissionsberathung und wurde zubringen, indem sie sagen: alle diese kleinen Mittel helfen durchgemacht. Die Staatswerkstätten Lassalle's haben annähernd dabei von den Rednern der freisinnigen und nationalliberalen nichts, ihr müßt den Umsturz vorzubereiten. Unser Ver- 20 Jahre in dem sozialdemokratischen Programm gestanden, find Partei unterstützt. Die damals geltend gemachten Gründe, daß halten hat aber unsere Position in den Köpfen der Ar- dann aber beseitigt, nachdem verschiedene fortgeschrittene Miteine Verjährung eintreten fönnte, gelten heute nicht mehr. Des beiter nur befestigt, und die Hoffnung Bachem's, daß glieder der Partei, wie Marg und Engels, seit Langem über halb hoffe er auch einstimmige Annahme des Antrages. die Arbeiter uns einst zur Rechenschaft ziehen werden, diese Dinge hinausgegangen waren. In seinem Briefe Abg. Hartmann( dk.): Bei einfachen und durchsichtigen wenn sie zur Erkenntniß fommen, daß unsere Versprechungen sich an Rodbertus hat Lassalle übrigens eingestanden, daß einen praktisch mög Sachen haben wir den Antrag immer ohne weiteres angenommen. nicht erfüllen, wird zu Schanden werden.( Abg. Singer: Sehr es ihm nur darum zu thun war, Heute liegt die Sache klar; deshalb ist eine Berathung in der richtig!) Wir sind die Ersten, die eine Auflösung des Reichs- lich erscheinenden Vorschlag zu machen, um die Massen zu ge Geschäftsordnungs- Kommission überhaupt nicht nothwendig. Wir tages wünschen und den meisten Nugen daraus ziehen.( 3u winnen. 1868 entwarf die Arbeitervereinigung, an deren Spize werden den Antrag ohne weiteres annehmen. stimmung bei den Sozialdemokraten.) Alle Broschüren des Abg. ich stand, ein neues Programm. 1869 erschien das Programm Richter und die Gründung förmlicher Universitäten zur Ab- der sozialdemokratischen Arbeiterpartei im Reichstage. 1875 berichtung von Agitatoren gegen uns ändern daran nichts. Jede kamen wir wieder ein neues Programm, als sich die Lassalleaner Anstrengung, uns zu bekämpfen, begrüßen wir mit Freuden, denn und Eisenacher in Gotha vereinigten, und 1891 hat das Erfurter sie ist ein Beweis unserer Macht, und menn Sie die Aufhebung gänzlich neue Programm für die Gesammtpartei diejenige Abg. Hartmann: Ich weiß nicht, was der Vorredner will des Jesuitengeseges mit der Begründung beantragen, daß das Richtung geschaffen, die theoretisch seit langem die vorgeschriftenen ( große Heiterkeit), ich werde mit meinen Freunden einfach für den durch die Sozialdemokratie am besten bekämpft wird, so wer- Männer in unserer Partei angenommen hatten. Die Literatur, Antrag stimmen.( Große Heiterkeit.) den alle unsere Parteigenoffen für die Aufhebung stimmen. welche den Zukunftsstaat verwirft, ist vorhanden, der Abg. Der Antrag wird angenommen und darauf die zweite Die Arbeiter begreifen nicht nur unsere Bestrebungen, sondern Bachem fennt sie nur nicht. Ich verweise ihn auf ein kleines Berathung des Reichshaushalts Etats für 1893-94 vergleichen auch zwischen dem, was wir erreicht haben, und Broschürchen von Friedrich Engels Die Entwickelung des fortgesetzt: Etat des Reichsamts des Innern, Gehalt des Staats- was Sie kraft Ihrer Macht im Reichstage durchgeführt haben. Sozialismus, von der Utopie zur Wissenschaft". Engels befetretärs. Herr Bachem meint, wir fönnten den sozialistischen Staat nicht tämpft dort die Vorstellung eines sozialistischen Voltsstaates, inAm Dienstag war die Debatte über den Nothstand ab- aufrecht erhalten, weil wir nicht einmal die sozialistische Bäckerei- dem er auseinandersetzt, daß es sich in letzter Entwickelung für gebrochen. Heute nimmt dazu das Wort der genossenschaft richtig leiten könnten. Er erklärte zugleich, daß er den Sozialismus nicht mehr um den Staat, sondern die AufAbg. Bebel( Eoz.): Der Abg. Bachem hat neulich lebhaft die sozialistischen Echriften studirt habe mit heißem Bemühen und hebung des Staates handele, um eine Gesellschaftsorganisation, gewünscht, wir sollten endlich einmal erklären, was wir denn doch als armer Thor so flug geblieben sei wie zuvor. Ich habe die von dent, was heute den Staat ausmacht, nichts ihr eigentlich wollten, und wie wir uns den Zukunftsstaat vor seiner Rede sehr wenig das Studium sozialistischer Schriften an eigen nennt. Ich verweise Herrn Bachem ferner auf stellten, der Präsident würde mich nicht zur Ordnung rufen, da gemerkt. Anstatt in der Rolle des Faust emsig zu studiren, hätte den ersten Band des Rapitals" Von Marr und man beim Reichsamt des Innern über Ales sprechen könne. er sich lieber in die Rolle des Schülers schicken sollen, der sagt: auf eine 1877 erschienene Schrift von Engels Herrn Eugen Ich werde aber nur von geringen Dingen reden. Der Staats- Mir wird von alledem so dumm, als ging' mir ein Mühlrad im Dühring's Umwälzung der Wissenschaft" und andere Schrifter, fekretär hat bestritten, daß die Eisenbahn- Verwaltung den Kopfe herum.( Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) Was Sie, darunter auch mein Buch„ Die Frau". In allen diesen Schriften Schaffnern Belze und Pelzstiefel nicht weiter liefere; aber die Herr Bachem, als Weisheit und Quintessenz der sozialistischen ist enthalten, daß es sich bei der Lösung des sozialistischen Nachricht beruht auf zuverlässigen Berichten und der preußische Schriften angaben, das suche ich darin vergebens, und wenn Problems nicht mehr um den sozialistischen Zukunftsstaat handelt, Eisenbahnminister hat mehr als 14 000 m. als Ersparniß an Sie dieselben so studirt hätten, wie Sie sie nicht studirt sondern um etwas ganz Anderes.( Rufe rechts: Um was denn?) eamtenbekleidung im Etat aufgeführt, Thatsache ist ferner, daß haben, so hätten Sie die Rede am Dienstag gar nicht Die Zukunftsbilder" waren gegen die Sozialdemokratie gedie Eisenbahn- Verwaltung Pelze zu Schleuderpreisen an Händler halten fönnen. Etwas Oberflächlicheres, etwas Platteres, schrieben, ebenso gut oder schlecht, wie es Herr Richter konnte. verkauft hat und daß die Beamten, welche solche Mäntel zu ihrem als Ihre Ausführungen hier im Reichstage als Vertreter einer Wir haben daraus die komische Figur der Spar- Agnes bekommen, Echuke brauchten, sie zu sehr hohen Preisen wieder kaufen mußten. Partei unter dem Beifall der großen Majorität des Hauses halle von der unsere Wigblätter seit Jahren zehren. Aber kein ArEs wurde ferner bestritten, daß aus Ersparungsrücksichten monat- ich nicht für möglich. Bei diesem lebhaften Beifall hat mir die beiter ist durch diese Broschüre der Sozialdemokratie abwendig liche ftatt wie bisher vierzehntägige Lohnzahlungen stattfänden, Kenntniß des Reichstages von dem, was die Sozialdemokratie gemacht, feiner verhindert, der Sozialdemokratie näher zu treten, nur die Abrechnungen fänden allmonatlich statt. Wenn ein will, nicht imponirt, und ich muß Ihnen deshalb ein leines eher das Gegentheil. Als ich im vorigen Jahr in Brandenburg so loyaler Arbeiterausschuß, wie der der Eisenbahnverwaltung Kolleg darüber halten. Die Bäckereigenossenschaft war feine a.. in einer Boltsversammlung geredet hatte, erzählte mir ein fich veranlaßt sieht, auf Grund dieser Maßregel sein Mandat sozialistische Genossenschaft. Eine solche fann heute gar nicht junger Arbeiter, daß sein Fabrikherr nach Ankündigung meines nicderzulegen, nachdem die Verwaltung seinen Antrag, die vierzehn- existiren. Die Genossenschaften innerhalb unserer Partei stehen Vortrages 300 Bukunftsbilder" gratis an seine Arbeiter vertheilt tägige Lohnzahlung beizubehalten, abgelehnt hat, so beweist alle auf dem Boden der Echulze- Delitzsch'schen Selbsthilfe. Wir habe die Schrift müßte überhaupt meist gratis vertheilt werden das, daß die Arbeiter doch anders von dieser Maßregel denken, unterstüßen sie von Partei wegen nicht, und der letzte Parteitag( Heiterfeit, Ruf des Abg. Bachem: Die sozialdemokratischen als Herr von Bötticher. Es kommt darauf an, ob die Höhe hat dafür keine Mittel verwenden wollen. Wir können produk Schriften!) er habe sie auch gelesen und sich gesagt: solchen diefer Lohnzahlungen die Bedürfnisse der Arbeiter deckt, ohne tive Genossenschaften nur gut heißen, wenn sie sozialistische Literatur Unsinn tann die Sozialdemokratie unmöglich wollen. Meine daß sie gezwungen sind, Waaren auf Kredit zu entnehmen. Es herstellen, um sie zu verbreiten, oder wenn sie gemaßregelte Arbeiter Rede habe ihm das bestätigt und jetzt fei er Sozialdemokrat. ist das eine nicht zu rechtfertigende Maßregel der Eisenbahn- dadurch unterstüßen, daß sie ihnen Arbeit liefern. Laffalle ift in Seit Plato und Aristoteles hat man sich ohne Erfolg bemüht, verwaltung. Der Minister meinte: wir flagen darüber, daß so schärfster Weise gegen alle solche produktiven Genoffenschaften Begriff und Wesen des Staates festzustellen. Erst seitdem man viele Arbeiter brotlos feien, erklärte uns aber, daß die ge- als Palliativmittelchen aufgetreten, und hat deshalb die Fort- dazu überging, die Gesellschaft in ihrer sozialen und ökonomischen eignetste Maßregel die wäre, die Arbeiter dorthin zu schrittspartei und Schulze Delißsch angegriffen, die sich als Be- Entwickelung zu studiren, hat man erkannt, was der Staat ist fchicken, wo Arbeit und Verdienst ist. Er meinte damit wohl schüber des Arbeiterstandes ausspielten. Ein Mittel zur Besserung und bedeutet. Der Staat entstand in dem Momente, wo die die Beschränkung der Freizügigkeit. Diese Darstellung ist total der sozialen Lage der Arbeiter find solche Genossenschaften nicht. alte kommunistische Urgesellschaft sich zur Bildung von Privatfalsch. Die Arbeiter gehen eben nach den Industriebezirken, Aus der Bäckereigenossenschaft tönnen Sie nicht auf die Ge- eigenthum entwickelte, wo die Interessengegenfäße, der Streit um weil der Lebensunterhalt auf dem Lande ein so dürftiger wandtheit der Sozialdemokraten in solchen Dingen überhaupt Mein und Dein zum Vorschein kamen. Als die gentes sich das rnd dabei eine menschenwürdige Lebenshaltung nicht möglich ist. schließen. Dutzende von Genossenschaften in unserer Partei Privateigenthum angemaßt hatten, benutzten sie die gewonnene Tie Arbeiter können ihre Arbeitskraft dorthin verkaufen, wo sie werden ausgezeichnet geleitet. Die Hamburger Bäckereigenossen- Macht, ihre soziale Stellung zu befestigen, und diesem om besten bezahlt wird, nämlich in den Industriebezirken. Wenn schaft schickt in 12 bespannten Wagen ihre Waare jeden Morgen Zwecke diente denn auch sofort die Priesterschaft als fie einmal in diesen Hoffnungen getäuscht werden, dann ist es in die Stadt. Wir brüsten uns aber nicht damit. Dann haben von Gott eingesetzte Autorität". Mit der Entwickelung des nicht Aufgabe des Staates, fie wieder in die ländlichen Bezirke wir Schuhmacher, Bigarrenarbeiter Genossenschaften u. a., die Ackerbaues und der Viehzucht, des Handwerks und des Handels zurückzubringen. Sie verkennen vollständig, daß, wie in der vorzüglich profperiren. Wir stehen ihnen aber als Partei gerade wurden natürlich die Funttionen des Staates immer viel industriellen Entwickelung, so auch in der landwirthschaftlichen fo neutral und gleichgiltig gegenüber, wie den Konsumvereinen. gestaltiger, fie bequemten sich den veränderten Verhältnissen zum eine völlige Revolution stattgefunden hat. Auf den großen Auf die Gehaltsfrage Liebknecht's einzugehen, ist mir ordentlich wider- Schuße der Besitzenden an. Als aus dem Feudalstaate sich die Gütern, besonders im Often, wird die Handarbeit mehr und lich. Aber nachdem man diese Sache vor das Forum des Reichstages bürgerliche Gesellschaft entwickelte, mußte sich selbstverständlich mehr durch Maschinen ersetzt und so hört die Winterarbeit nahezu geschleppt hat, muß ich es wohl oder übel thun. Nicht 10 000, fondern auch die Staatsgewalt total ändern. Das Bestreben, die Herrauf. Die notorisch niedrigen Löhne auf dem Lande würden durch 7200 m. hat der Parteivorstand unserem Freund Liebknecht be- schaft der kleinen Feudalherren zu brechen und an deren Stelle Beschränkung der Freizügigkeit noch tiefer sinken, die allgemeine willigt, nachdem er ein ganzes Menschenalter in der Partei ge- die großen Zentralstaaten zu setzen, ist dem materiellen Interesse Lage noch verschlechtert werden. Das sind die Heilmittel, die der standen und zu Hungerlöhnen gearbeitet hatte. Dieses Gehalt ist unserer Bourgeoisie zu verdanten. Sie bedurfte eines mächtigen Minister empfiehlt. Der Abg. Mehnert wünscht, daß die das niedrigste, das einem ersten Redakteur in Berlin gezahlt Schuzes, um auf dem Weltmarkte einen Abfaz für ihre Produkte Eozialdemokraten auf Schiffe gefeht und aus Deutschland ab- worden. Unser Kollege Hammerstein würde sagen: Für eine zu finden. Die jeweilige Staatsgewalt ist also der Ausdruck der geschoben würden. Daß Sie sich dann sehr wohl fühlen würden, solche Lappalie gebe ich meine Arbeitskraft nicht her.( Heiterkeit.) Interessengemeinschaft der herrschenden Klaffen. Als ich vor ein bezweifle ich gar nicht, aber die Maßregel wäre schwer durch Die bürgerliche Presse ist so unanständig gewesen, die Sache in paar Jahren den Ausspruch that: Die Herren vom Bundesrath führbar und würde die Sozialdemokratie nicht aus der Welt die Deffentlichkeit zu bringen, um agitatorisch und demagogisch und der Reichsregierung sind nichts weiter als der Berwaltungsfchaffen. Sie würde gerade auf dem Boden Ihrer schönen bürger- gegen die Sozialdemokratie zu heben. In der That, Sie müssen ausschuß der Interessen der herrschenden Klassen,- fagte Herr lichen Gesellschaftsordnung immer wieder emporwachsen. Wenn ja zu derartigen Mittelchen greifen, weil Sie mit großen und v. Bötticher: Sehr richtig! Dann ist aber klar, daß, wenn einmal 100 ein Zeitpunkt kommt, er auf die Zunahme der Zahl der Sparer in Sachsen hinweist, anständigen Mitteln nicht mehr gegen uns vorgehen können. die Klassen so beweist das gar nichts für den wachsenden Wohlstand der Vizepräsident Baumbach: Herr Abgeordneter, ich nehme gegenfäße aus der Welt geschafft werden können oder werden, Arbeiter. Es mußte statistisch festgestellt werden, wie hoch die an, daß sich die Wendung, die Sie eben gebrauchten, nicht auf auch die Staatsgewalt aufhört zu existiren, weil sie feine Spareinlagen aus den verschiedenen Kreisen der Gesellschaft sind; die Mitglieder dieses Hauses bezieht. Aufgabe mehr zu erfüllen hat.( Oho! rechts.) Auch mir hat das Resultat würde himmelweit verschieden von dem sein, was Abg. Bebel( fortfahrend): G3 fann sein, daß ich mich falsch es früher nicht eingeleuchtet, daß der Staat eines Tages aufder Abg. Mehnert behauptet. Abg. Bachem sagte, wir könnten ausgedrückt habe, ich habe in erster Linie die Presse gemeint. hören fönne. Ich erblickte mit Lassalle im Staat den Schuhgar keine positiven Vorschläge machen, wir fritisirten nur immer. Abg. Bachem hat nach unseren Autoritäten gefragt. Das ist eben herrn des Rechts. Wir sehen aber, wie der Staat der GleichWir haben wiederholt Abänderungs- und Verbesserungsvorschläge unser ungeheurer Vorzug, daß wir teine Autoritäten haben. berechtigung Aller entgegenstrebt. Das allgemeine Stimmrecht zu Gesetzen gemacht oder auch Gefeßentwürfe eingebracht, freilich Wenn eine Autorität bei uns besteht, so ist es die felbfterworbne wurde auch nur unter dem 3wange äußerer Verhältnisse gegeben immer mit der Erklärung, daß die auf dem Boden der heutigen Autorität der einzelnen Person auf Grund ihrer Fähigkeit, ihrer und man wäre heute sehr froh, wenn man es wieder abschaffen Gesellschaft durchführbaren Vorschläge nur Palliativmittel find, Thätigkeit, Opferwilligkeit, Hingabe an unsere Sache. Solchen tönnte( Sehr richtig! rechts); denn das allgemeine Stimmrecht die nicht dauernd und gründlich helfen. Sie haben noch nicht Männern übertragen unsere Genossen Bertrauensstellungen; als demokratische Anerkennung der Gleichheit aller Staatsbürger eingesehen und werden auch nicht einsehen, daß die heutigen Zu- wie wenig diefe Stellung aber von Bedeutung ist, fehen Sie auf ohne Unterschied des Besitzes, Standes und der religiösen AufDa Parteitag. wir müssen stände unhaltbar find. Aber andere Faktoren werden auftreten: jedem es uns gefallen fassung steht allerdings im direkten Gegensaß mit unseren unvon dem letzten unserer Genossen in diejenigen, welche mit den bestehenden Zuständen nicht zufrieden lassen, einer gleichen Besitzverhältnissen. Eine Gestaltung. die auf dem find, bis sie eines Tages die Macht besigen, sei es auf gesetz- Weise vorgenommen zu werden, wie es in keiner andern Klassengegenfah beruht, tann eine allgemeine Rechtsgleichheit lichem, sei es auf revolutionärem Wege die Dinge umzugestalten. Partei annähernd vorkommt. Wir empfinden das nicht einmal und ein allgemeines Stimmrecht nicht gut gewähren, und das Wir mit ist ein Moment gegeben, welches auf die eigene Wir haben eine ganze Reihe von Vorschlägen gemacht, die, wenn unangenehm, wir finden es ganz in der Ordnung. auf die Demokratisirung des Staats sie von der öffentlichen Gewalt zur Ausführung gebracht find gegen alle himmlischen und irdischen Autoritäten, die Sie Berstörung hinweist, wären, in hohem Grade dazu beigetragen hätten, die uns gegenüber stellen und mit denen Sie bis heute die Maffen und die Umgestaltung der sozialen Verhältniffe. Ich sage das gegenwärtige Nothlage zu verbessern. Wir fordern die am Leitfeil geführt haben. Sie sprechen uns die Autorität ab ganz offen, auf die Gefahr hin, daß aus diesen AusFlüssigmachung des Kredits von 200 Millionen, die der Eisen- und sprechen doch immer von der Tyrannei, die wir in der führungen nächstens bei einem Antrage auf Aufhebung des allbahnminister zur Verfügung hat, die Inangriffnahme öffent- Partei ausüben. Wir sollten es uns nur einmal beikommen gemeinen Stimmrechts Kapital geschlagen wird. Nicht wir Soziallicher Arbeiten, den Bau von Hospitälern, Schulen, Eisen- lassen, eine solche Tyrannei auszuüben! Nirgends wird in ener- demokraten, sondern die Vertreter der bürgerlichen Gesellschaft bahnen, Kanälen, Meliorationen, wodurch weite Strecken Landes, gifcherer Weise gegen solche Befirebungen aufgetreten, wie gerade haben sich Bilder von dem Zukunftsstaate gemacht. Ich will gar die heute so gut wie unfruchtbar sind, in herrlichstes Garten- in der Sozialdemokratie, die ihrer ganzen Natur nach eine durch nicht von Plato reden. Denten Sie nur an Männer wie Thomas Als ich neulich Herrn Morus, Campanella, Saint- Simon, Fourier, Owen, Gabet. Sie land verwandelt werden könnten. Wir haben ferner verlangt, aus demokratische Partei sein muß. daß die Arbeitszeit verkürzt werde, damit eine größere Bahl von Bötticher und dann die Tonart hörte, in der die Ab- alle haben prächtige Staats- und Gesellschaftsgemälde geBuhl Seit 15 Jahren be- geordneten von Arbeitern beschäftigt werden kann. und Bachem nach dem sozialdemokra- macht bis in das Einzelne, und mir scheint, daß Sie etwas von es thut mir diesen Staats- und Gesellschaftsgemälden haben läuten hören, sie theiligen wir uns lebhaft an den Debatten über Gefeßesvorlagen tischen Zukunftsstaate fragten, dachte ich: und stellen Anträge im Interesse der Arbeiter. Wir sind eingetreten eigentlich leid, daß ich Dich in der Gesellschaft feh'. Als türzlich sogar gelesen haben, und daß sie annehmen, daß wir es genau für die Beschränkung der Arbeitszeit auf 10,9,8 Stunden, für das der Abg. Schrader unsere Partei angriff bezüglich ihrer Stellung so wie jene großen Utopisten machen müssen; das ist aber nicht Verbot der Nachtarbeit, Beschränkung der Arbeitszeit der Frauen zu den Abzahlungsgeschäften, war es Herr v. Bötticher, der in der Fall. Jene waren Utopisten, wir sind praktische Leute. in gesundheitsschädlichen Betrieben, Werbot der Kinder- und der einer Weise, die unseren lebhaftesten Beifall hervorrief, uns gegen Go fonnte es geschehen, daß ein Fourier, einer der geift= reichsten Menschen. zwanzig Jahre lang Tag für Tag Mittags 12 Uhr in seiner Wohnung anwesend war, um den Mann zu empfangen, der ihm endlich die erste Million bringen wurde, um seine Phalanstöre einzurichten. Er hoffte, dop Rothschild einen jüdischen Staat in Palästina aufrichten würde. Warum gehen wir nicht darauf ein und rufen etwa in Amerika oder Australien künstlich kleine sozialistische Gesellschaften ins Leben? Weil wir sagen: Das ist Unsinn. Die bürgerliche Ge- sellschaft ist nicht entstanden, weil man von der Nothwendigkeit und Gerechtigkeit derselben überzeugt war. sondern weil die ökonomische Entwickelung der Gesellschaft diejenige Staats- und Gesellschaftsordnung nothwendig machte, ivelche wir gegenwärtig haben. Die bürgerliche Gesellschaft ist die beste aller bisherigen Gesellschastsordnnngen; sie ist aber auch die letzte. Hinter ihr kommt eine neue Gesellschaft. Die bürgerliche Gesellschaft ist ein verhältnismäßig neues Produkt, sie stammt bei uns aus der ersten Hälfte dieses Jahrhunderls, in Frankreich aus dem vorigen, in England aus dem 17. Jahr- hundert. Wir bekämpfen sie nur in ihren Auswüchsen, um zu zeigen, daß an ihre Stelle eine bessere Gesellschaft treten muß. Die heutige Gesellschaft ist die ausgezeichnetste, die je bestanden hat. Denn sie hat eine so vollständige revolutionäre Umgestaltung der alten Zustände herbeigeführt, wie vorher keine andere Gesell- schast. Dies haben auch Karl Marx und Friedrich Engels in ihrem bekannten Manifest vom Jahre 1S4S bestätigt. In demselben Maße, als die jetzige Bourgeoisie sich weiter entwickelt, schafft sie diejenigen Elemente aus ihrem eigenen Leibe, die ihr den Untergang bereiten, erzeugt sie ihre Todtengräber. Die bürgerliche Gesellschaft war erst möglich nach der Feudal- Herrschast, und die sozialistische Gesellschaft ist erst möglich nach der bürgerlichen Gesellschaft. Nun begreifen Sie ivohl auch, daß wir den Entwicklungsprozeß nicht künstlich beschleunigen können und nicht künstlich beschleunigen wollen. Daß es vor hundert Jahren noch keine Sozialdemokratie gab, liegt daran, daß noch keine Existenzbedingungen damals für sie bestanden, die moderne bürgerliche Gesellschaft noch nicht vorhanden war. Ohne die heutige bürgerliche Gesellschaft aufzuheben, können Sie wiederum auch nicht die Sozialdemokratie aus der Welt schaffen. Wir haben weiter nichts zu thun, als dafür zu sorgen, daß die Massen über das Wesen der bürgerlichen Gesellschaft aufgeklärt werden, ihnen klar zu machen, daß sie darben und in ungerechter Weise ausgebeutet werben, während die Besitzenden den Nutzen aus ihrer Arbeit ziehen und sich als die Herren der Welt auf- spielen. Was nun das Verlangen betrifft, daß wir unser Pro- grawm entwickeln sollen, so verweise ich auf Prof. Delbrück in den „Preußischen Jahrbüchern", welcher sagt: Man sei vollständig im Jrrthum, ivenn man meine, es ließe sich von vornherein ein be- stimmtes Programm aufstellen. Was hatten denn diejenigen, die zuerst die Aufrichtung des deutschnationalen Staates ins Auge faßten, für ein Programm? Niemand von jenen Enthusiasten wußte Auskläsung über einen gangbaren Weg zur Errichtung des deutschen Kaiserthums zu geben. Praktisch ausführbare Pro- gramme bedürfen die Parteien und Staatsmänner erst in dem Augenblick, wenn sie an die thalsächliche Verwirklichung ihrer Ideen herantreten.— So schreibt ein studirter Mann. Sind Sie denn etwa in der Lage, zu wissen, was Sie in den nächsten fünf Jahren thun werden? Nein! Weil Sie nicht wissen, was für Verhältnisse eintreten werden. Wir haben ein Programm, das die Grundzüge dessen enthält, was wir wollen. Wir er- streben die Umwandlung des kapitalistischen Privateigenthums an Grund und Boden, Werkzeugen, Maschinen, Verkehrsmitteln in gesellschaftliches Eigcnthum. Das wird die ErtragSsähigkcit erhöhen. Die Expropriation der Arbeitsmittel wird vor sich gehen im Angenblicke/wo die Sozialdemokratie die Macht dazu hat. Es ist sehr leicht, die großen Betriebe, wie Krupp, Stumm:c. zu ex- propriiren. Je mehr die großen Geschäfte in die Hände der Aktionäre, der Nichtarbciter, übergehen, desto leichter ist das Expropriationsgeschäft, und daher sind wir in gewissem Sinne mit dem Staate einverstanden, wenn er die Eisenbahnen, die Bergwerke u. s. w. in seine Hand bringt, weil wir im gegebenen Augenblick diese Staatsbetriebe mit größter Leichtigkeit in sozia- listische Betriebe umwandeln können, ohne die einzelnen expro- priiren zn müssen. Je mehr sich die bürgerliche Gesellschaft in diesem Sinne entwickelt, desto leichler ist die Expropriation. Ihre Techniker und Ingenieure stellen wir alle an.(Heiterkeit.) Um diese Schritte durchführen zu können, müssen wir auch die poli- tische Macht haben. Wir fordern eine ganze Reihe von Frei- Helten: das allgemeine gleiche, direkte geheime Wahlrecht vom zwanzigsten Jahre an"für Männer und Frauen, direkte Gesetzgebung durch daZ Volk, Erziehung zur allgemeine» Wehrhastigleit durch Schaffung eines Volkshecres, Abschaffung aller Gesetze, welche die freie Ateinungsäußerung und das Versmnmlnngsreckt unterdrücken, Erklärung der Religion alS Privatsache, Abschaffung aller Aufwendungen für kirchliche und religiöse Zwecke, nnentgeltlichen Unterricht in öffentlichen Volksschulen, kostenlosen Rechtsbeistand u. s. w. Stimmen Sie dem bei? Nein! Nickt einer einzigen Forderung. Also warum darüber diskutiren? Mit den Maßregeln der Expropriation geht Hand in Hand die Aushebung der öffentlichen Schulden und Hypotheken, so das eines Tages das Schiller'sche Wort zur Wahrheit wird:„Unser Schuldbuch sei vernichtet, ausgesöhnt die ganze Welt." Die heutige Gesellschaft, besonders der Großgrund- besitz, ist so kolassal verschuldet, daß sie vielleicht froh ist, wenn wir sie expropriiren. Auch den Herren von der Rechten werden wir»och einmal als Wohlthäter erscheinen.(Heiterkeit.) Wenn wir das allgemeine Bildungsniveau der Massen auf eine Höhe erhoben haben, dann wollen wir einmal sehen, was ein Volk mit einer solchen Masse von Bildung auch in bezug auf die Besserstellung feiner materiellen Lage schaffen kann. Das ist ja der Vorzug der bürgerlichen Gesellschaft, daß dieselbe mit ibrer groß- artigen Entwickelung der technischen Anwendung der Wissenschaft die Gesellschaft in einen Stand gebracht hat, wo sie, wenn sie einmal nur mag und will, die Kousumarlikel in einer Masse und Vollkommenheit erzengen kann, daß alle reichlich zu leben haben. Heule leiden wir von der Uebcrproduktion. Auf der einen Seite alle Läden voll aufgestapelter Waaren, auf der anderen Seite große Bcvölkerungskreise. die im Elend dahinleben, die bereit wären, mit dem größten Vergnügen zu arbeiten, aber nicht ar- beiten dürfen und können. Kann es eine verrücktere Ordnung der D inge(jeden? Sollte es nicht eine Gesellschaft geben können, wo jeder theilnimmt an der Produltion und auch jeder seinen Antheil an Produkten zum Lebensunterhalt erhält? Rodbertus hat viele Forderungen vertreten, welche die Kon- servativen heule nicht mehr anerkennen. Wird nicht die Ver- staatlichung de- Grund und Bodens von den Bodcnbesitzreformern verlangt? Wenn wir erst den Boden expropriiren, dann machen wir vor den Fabriken nicht Halt. Je schneller die Zeiten der Prosperität»nd der Krisen sich auf einander folgen, desto mehr iverden sich die Menschen von der Nothwendigkeit der sozialen Reform überzeugen. Die paar Unternehmer können diesen Laus der Dinge nicht aushalten. Die nationalökonomische Wissenschaft geht mehr und mehr zu sozialistischen Anschauungen üoer. Sogar das offiziöse Organ des Papstes hat den Sozialiemus als die Parole der Zukunft bezeichnet. Alles arbeitet der Sozial- demokratie in die Hände. Daß die Bourgeoisie ihre eigenen Kinder nicht mehr in den Beamtenstelle», als Lehrer, als Aerzte u. s. w. unterbringen kann, daß überall ein großes Ueber- angebot herrscht, beweist, daß die ProduktionSkräste der Gesell- schast über den Kopf wachsen, so daß sie uutergehen muß. Wenn eS dahin kommt, daß Sie mit Ihrer famosen äußeren Politik über kurz oder lang in einen europäischen Krieg verwickelt werden, wenn Millionen von Menschen ins Nichts geschleudert werden, Massenbaukrotte entstehen, wenn durch Hinderniffe der Zufuhr eine furchtbare Theuerung der Lebensmittel eintritt, wenn aus Schlachtfeldern ein Masse». schlachten das Entsetzen von ganz Europa hervorrufen wird: dann haben Sie etwas geschaffen,>vas den Untergang der bürger- Uchen Gesellschaft nach sich zieht. Die bürgerliche Gesellschaft er- zeugt aus dem Ueberfluß die Roth und den Mangel. Damit ist alles gesagt, da verwirklicht sich das Wort von Heine: „Es giebt hienieden Brot genug für alle Menschenkinder. Auch Rosen und Myrrhen und Schönheit und Lust und Zuckererbsen nicht minder. Ja, Zuckererbsen für jedermann, sobald die Schoten platzen, Den Himmel überlassen wir den Engeln und den Spatzen." Das ist unser Programm. Die Zukunst gehört uns, wir werden weiter marschiren; Sie werden bei den nächsten Wahlen eine noch größere Zahl auf unserer Seite sehen als bisher.(Leb- haster Beifall bei den Sozialdemokraten.) Abg. v. Stumm(Rp.): Auf die Frage, wie er sich den Zukunfrsstaat denkt, hat Herr Bebel mit den alten bekannten Redewendungen geantwortet und nicht ein Wort vorgebracht, daS wir nicht aus seinen Schriften schon kennen. Wie soll denn die Produktion und die Konsumtion geregelt, wie sollen die 50 Millionen Menschen in Deutschland ernährt werden? Herr Bebel betrachtet den Großbetrieb als eine Vorstufe für die sozialistische Betriebsform. Eine Genossenschaft, die sich über das ganze Reich erstrecken soll, das ist ein Unsinn sondergleichen; eine solche Genossenschaft würde sich nicht leiten lassen. Wir können uns nur an das halten, was Bellamy uns vorgeführt hat; aber Bellamy's Staat ist aufgebaut auf einem idealen Ge- biet der Zufriedenheit, während die Sozialdemokratie die Zu- friedenheü als ein Laster betrachtet; aus lauter unzufriedenen Menschen kann aber ein dauerhafter Staat nicht gegründet werden. Mit Unrecht hat der Vorredner das Mißglücken von Genoffen- fchaften zurückgewiesen. Allerdings sind die Genossenschaften nicht identisch mit dem Zukunftsstaat. Aber wenn ein paar hundert Menschen nicht einmal in Ordnung gehalten und geleitet werden können, so ist das ein Beweis dafür, daß Ihnen die Kräfte fehlen zur Organisation. Die Sozialdemokraten möchten die Unter- nehmer nach Afrika transportiren, aber Sie können sie gar nicht entbehren. Die Mehrzahl der sozialdemokratischen Fraktion be- steht ja aus Unternehmern; es sind nur wenige Arbeiter darunter, und ich möchte bezweifeln, daß diese noch wirkliche Handarbeiter sind. Durch den Terrorismus werden die Massen zusammen- gehalten und der Terrorismus der sozialistischen Partei geht weit über das hinaus, was irgend ein Unternehmer geleistet hat. Welcher Tervorisinus wird in Amerika, in England:c. von den aus- ständigen Arbeitern gegen die nichrau-ständigen Arbeiter geübt! Ich wage es nicht, Ihren Zukunftsstaat darzustellen, weil es sich als Spielerei herausstellen würde, deren Widerlegung leicht wäre. Ter Zukunftsstaat ist einfach ein großes Zuchthans und weiter nichts(Heiterkeit rechts). Der Richter'sche Zukunstsstaat gefällt mir auch nicht. Herr Richter hat die letzten Konsequenzen doch nicht gezogen. DaS Buch von Gregorovius: das Himmelreich auf Erde», das hat die Richter'sche»"Konsequenzen gezogen. Die Thaten, welche die Sozialdemokraten für die Arbeiter verrichtet haben wollen, sind nicht vorhanden. Sie haben bei den Wohl- Jahrtsgesetzen Anträge eingebracht, aber schließlich immer gegen die ganzen Gesetze gestimmt, ganz naturgemäß, denn sie wollen ja keine Wohlfahrt, sondern die Unzufriedenheit. Jede Wohl- fahrlscinrichtung wird ja als eine Sklaverei für die Arbeit be- zeichnet, sogar in die Wohnungen, die der Arbeitgeber zur Ber- fügung stellt, sollen die Arbeiter nicht einziehen. Wenn die Re- giemna etwas thut, um die Arbeitsgelegenheit zu vermehren, so z. B. bei der Korvette K, so stimmen die Sozialdemokraten da- gegen. Die Arbeitslosigkeit ist doch hauptsächlich dadurch ent- standen, daß unser Export zurückgegangen ist, weil wir zu theuer arbeilen. Die Arbeitszeit von 8 Stunden bei gleichem Lohne würde die Arbeit noch mehr vertheuern. Die Sozialdemokraten haben den Arbeitern nur falsche Vorstellungen gemacht über die Zustände und über die Hilfe, die ihnen gebracht werden kann. Bei uns in Saarbrücken giebt es 60 000 Arbeiter, davon 30 000 in der Industrie, 30 000 Bergleute. Die Ersteren werden nach meinem Prinzip behandelt, d. h. streng, aber mit warmem Herzen, und diese wollen von den Sozialdemokraten nichts wissen. Alle Heyereien haben' dort nichts genützt. Die Arbeiter werden zur Gewalt aufgehetzt, aber wenn der Staat eine Schuldigkeit thut, dann wird die Sozialdemokratie nicht zu ürchten sein: sie ist nur zu fürchten, wenn der Staat schwach ist. (Zustimmung rechts.) Abg. Bachem(Z.) weist darauf hin, daß der„Vorwärts", das Zeniralorgan der sozialdemokratischen Partei, über die Debatte vom Dienstag gesprochen hat mit Ausdrücken wie:„Der Zen- trumskapuziner Bachem"„die verrückte Kapuzinade", daß der Reichstag sich mit nichtigsten Dingen beschäsligt»nd daß der Reichstag mit Schülerverbindungen von Quartanern und Quin- tanern verglicheil wird. In diesen Ton wolle er nicht verfallen. Jedenfalls habe Herr Bebel die Kapuzinade, die nichtigen Dinge einer N-'e stündigen Wiederlegung werlh erachter. Alle Map- regeln sollen nur Palliativmiltel sein. Die Sozialdemokraten wünschen eben keinen Erfolg von diesen Mitteln, denn dann wäre es mit ihnen vorbei. Es sind erhebliche Fortschritte gemacht ge- rade gegen den Widerstand der Sozialdemokratie, Kranken-, Un- fall- und Invalidenversicherung und der Arbeiterschutz sind von der Sozialdemokratie verworfen worden. DaS möge der deutsche Arbeite/ sich klar machen; die älteren Arbeiter werden sich nicht hinter das Licht führen lassen. Herrn Liebknecht habe ich nicht vorgeworfen, daß er ein hohes Gehalt beziehe. Ein Mann von seiner ArbeitSlrasl und Aufopferung muß materiell gut gestellt sein. Ich habe nur darauf hingewiesen, daß eS in der sozialdemokrati- scheu Partei Leute giebt, die das nicht billigen und ich habe darauf hingedeutet, wenn Sie nicht einmal den ersten Führer vor solchen Neid bewahren können, wie wollen Sie dies erst in einem sozial- demokralischen Staats d> rchsetzen! Herr Bebel will von einem ZukunstSstaate überhaupt nichts wissen. Vor einigen Jahren ivar er anderer Meinung. Er schrieb in der Schrift:„Unsere Ziele", daß es im Kämpft nicht möglich sein werde, die Ge- staltung des Slaates fest zu stellen. Der Grundriß muß des- halb vorher schon festgestellt werden.(Heiterkeit.) Fürst Bis- marck forderte die Sozialdemokraten auf, wenn sie 36 Mann im Reichslage wären, den Zukunstsstaat vorzuführen und Herr Bebel ertlärle sich damals, 1884, bereit, eine Darlegung der Produktion und der Dislribulion zu geben. Bis heute ist aber nichts davon bekannt geworden. Herr Bebel meint, der sozialdemokratische Zukunftsstaat werde sich aus der Entwickelung der Gesellschaft von selbst ergeben. Die Sozialdemokraten können diese Ent- Wickelung garnicht abwarten, denn die Frage ist brennend. Herr v. Wollmar hat die Prophezeihrnigen zusammengestellt; Die letzten zehn Jahre dieses Jahrhunderts ja 1898 spätestens soll den Sieg der Sozialdemokratie bringen. Dann wird Herr Bebel Präsident der Republik und Herr Liebknecht Slaalssckretär des Innern.(Widerspruch.) Dann werden Sie keinen Plan haben, ja Herr Bebel setzt auseinander, wir wollen gar keinen sozialdemokratischen Zukunftsstaat(Hört! rechts und im Zentrum). Aus diese Weise sollte man doch die Dinge nicht behandeln. Die Entwickelung der Gesellschalt, welche langsam Schritt vor Schritt vor sich geht, wollen Sie nicht; Sie wollen die Re- volution nicht; Sie wollen einen großen Kladderadatsch; aber wenn man das will, dann ist es frivol, keinen Plan zu haben. Die Herren Bebel und Liebknecht von jetzt sind nicht mehr die von früher.(Sehr richtig! rechts und im Zentrum.) Herr Marx, den Sie noch nicht so weit über Bord geworfen haben, wie Lassalle, hat von der revolutionären Diktatur deS Proletariats als Uebergangsstnfe zum sozialistischen Staate ge- sprochen. Diese revolulionäre UebergangSstuse ist später in die Ecke gestellt worden, als man ihre Wirkung auf die Massen ge- nügend benutzt hatte. Die Sozialdemolraten erkennen leine Autorität an des Himmels und auf Erden. Wenn der sozial- demokratische Staat eingeführt wird, dann hören alle Meister auf anzuordnen, alle Zeichner auf zu zeichnen. Alle Fabriken, alle Betriebe müssen still stehe». Was soll dann aus dem Volke werde»? Sie sind verantwortlich dafür, Herr Bebel!(Zuruf Bcbel's: Sehr gern!) Also haben Sie doch schon einen Plan, wie Sie ihn in Ihrem Buch„Unsere Ziele" verlangt haben. Also heraus damit!(Große Heiterkeit.) Herr Bebel könnte dann vielleicht zum Leiter einer Fabrik gewählt werden; das ge- uügt ihm vielleicht nicht; er will vielleicht Präsident der Re- publik werden.(Widerspruch der Sozialdemokraten.) Vielleicht ist aber ein anderer da, der die Massen besser zu sanatisiren und zu beschwatzen versteht.(Widerspruch der Sozialdemokraten.) Nehmen wir an, Herr Bebel wäre Leiter eines Bergwerks mit 3000 Arbeitern. Er würde natürlich die Direktoren, die Obersteiger und Steiger zu Bergleuten degradiren. Dazu sind sie gerade gut genug. Wer soll denn zum Maschinentechniker gemacht werden?(Zuruf Bebel's:" Sie nicht!) Soll ich denn hinausgeworfen werden? (Widerspruch.) Was soll ich denn machen?(Zuruf Bebel's: Wir-verde» Sie zum Blechschmied machen! Große Heiterkeit.) Ich weiß nicht, ob ich mich dieser Funktion im sozialdcmo- kratischen Staate auf genügende Weise entledigen werde.(Große Heiterkeit.) Ich werde also in dein Bergwerke auch ein Unter- kommen finden, aber was»verde ich leisten können. Ich glaube, das Bergwerk wird bald so ruinirt sein(Zuruf Bebel's: Das ist Ihnen schon zuzutrauen! Heiterkeit) und wird eingestellt werden müssen. Und was soll denn daraus werden, da wir jetzt schon für die Millionen kaum genügend Brot haben. Dann wird eine Hnngersnoth hereinbrechen(Zuruf Bebel's: Entsetzlich!) Das ist entsetzlich, aber es ist Wahrheit. Es wird eine Des- organisation der ganzen Arbeit sich ergeben. Entweder wird sich alles zur besseren Arbeit drängen, dann herrscht Anarchie, oder Sie müssen jedem seine Arbeit anweisen, und dann ist die Freizügigkeit und die freie Berufswahl beseitigt(Zustimmung rechts und im Zentrum). Schilderungen des Zunkunftsstaates finden sich in mehreren Schriften: Wohnung, Kleidung und Nahrung soll jeder in beliebigem Maße finden, und dabei soll die Ar- beitszeit nur 3 Stunden betragen. Wie das geschafft werden soll, darüber zerbrechen sich die Schriftsteller den Kopf nicht. Jede Autorität soll beseitigt, jede Beschränkung der Presse, der Versammlungen und der Meinungsäußerung soll ausgeschlossen sein. Es darf also jeder so krilisiren, wie die Jungen es gethan haben. Glauben Sie, daß dabei ein sozialdemokratischer Staat bestehen kann? Niemals hat es einen Staat, eine Gesellschaft gegeben, die ohne Autorität bestand; was machen Sie denn Herr Bebel, wenn Jemand nicht freiwillig die persönliche Autorität gewisser Leute anerkennen will? Heute heißt es in der Partei: wer nicht gehorchen will, fliegt hinaus. Das kann man doch nachher nicht anwenden. Das wäre mir eine schöne Gleich» berechtigung.(Heiterkeit.) Wenn ich 1898 in den sozialdemo- kratischen Staat hincingezwungen werden soll, dann will ich doch wissen, wie es mir ergeht. Ich glaube doch nicht, daß ich bis dahin lammfromm geworden sein werde, vielleicht bin ich dann ein Krakehler, aber Sie können mich doch nicht als einen Radau- bruder beyandeln. Es wird sehr viele solcher Krakehler geben und es wird nicht eher anders werden, bis Sie diese Unzu- sriedcnen im Blute erstickt haben.(Zurus bei den Sozial- demokraten: Uhu!) Wir können uns der Meü,img nicht verschließen, daß die Sozialdemokratie auf eine eigenthümliche Ent- wicklung gekommen ist. Sie wird immer vorsichtiger mit ihrem Zukunftsstaat, immer vorsichtiger mit ihrer Boraussage der Revolution. Ich nehme an, daß auch hier eine neue Phase der sozial- demokratischen Entwicklung sich zeigt; Sie warten ab, daß die Gesellschaft sich tn den neuen sozialdemokratischen Zukunfts» staat hineinivächst. Ich glaube, Sie stehen sich besser dabei. Die älteren Arbeiter in unserem Vaterlande sind jetzt schon be- denklich geworden. Sie haben die Zeit vor 20 Jahren noch ge- kannt und wissen, daß sie sich heute besser stehen. Wir wollen die Arbeiter auch zufrieden machen. Wir verlangen viel für die Arbeiter, aber wenn das erreicht ist, sollen dieselben auch zu- frieden sein. Die meisten Arbeiter werden sich sagen, daß sie es in einem sozialdemokratischen Staat nicht besser haben werden. Auch die jungen Leute, die jetzt vielleicht schlechte Löhne haben, werden sich überlegen, ob sie den Sprung in's Dunkle wagen. Ihnen gehört die unbesonnene Jugend, uns die besonnenen älteren Arbeiter. So lange die Arbeiter noch denken, habe ich keine Angst vor dem sozialistischen Zukunftsstaat. Durch die Kritik haben die Sozialdemokraten unsere Entwickelung gefördert, aber die Entwickelung märe auch ohne die Sozialdemokratie ge- kommen. Wir haben selbstlos gearbeitet und werden auch weiter mitarbeiten. S i e werden uns nicht übertreten an Liebe zum deutschen Arbeiter, aber wir werden Sie ubertreffen an Be- sonnenheit und Ruhe im Vorschreiten. S i e rechnen ganz ohne die ethischen Gefühle der Menschen. Sie erkennen keine Auf- erstehung an und wollen alles aus das irdische Leben bastren. Wir wollen an Christo festhallen und wenn alle Parteien auf diesem Boden zusammenstehen, werden wir das Ziel schneller er- reichen, als wenn wir die Experimente machen, die Sie uns und dem deutschen Arbeiter zuinuthen.(Lebhafter wiederholter Beifall im Zentrum und rechts.) Darauf wird die weitere Debatte um 5 Uhr bis Sonnabend 1 Uhr vertagt. Uoketles. Einer der Abgeordneten der Arbeitslose», welcher sich bei der Abordnung befand, die vom Handelsminister v. Berlepsch und dem Oberbürgerincistcr Zelle empfangen wurde, schildert uns seine persönlichen Eindrücke folgendermaßen: Die Deputationen der Arbeitslosen haben ihre Schuldigkeit gethan. sie haben das „cilizig Vernünftige" gethan, was der Handelsminister von den Arbeitern verlangt hat,„sie haben sich mit ihm in Verbindung gesetzt und sie haben außerdem die Gelegenheit wahrgenommen, um sich auch mal mit dem Oberbürgermeister von" Berlin zu unterhalten. Resultate haben diese Unterredungen bisher nicht ergeben, die Forderungen der Arbeitslosen sind in beiden Fälle» zurückgewiesen worden. Der Handelsminister war jetzt auf ein- mal der Absicht, er sei die„falsche Adresse", an welche sich die Deputation gewendet hätte und deshalb lehnte er es auch ab, die übrigen noch angekündigtenZIbordnungen zu empfangen. Das Einzige, was er versprach, war, daß er— Recherchen anstellen lassen wollte! Overbürgermeister Zelle erwies sich weniger zugeknöpft, aber er hegte nur die eine Sorge, daß die bösen Kollegen im Magistrat seiner Arbeiterfreundlichkeit wohl Zügel anlegen würden. Er versprach alles thun zu wollen, was nur in seinen Kräfte stehe, aber, aber, der schlimme Magistrat.... Die Auskunft des Handelsministers bezüglich der„falschen Adresse" wäre schließlich auch noch in de» Kauf zu nehmen ge- ivesen, wenn derselbe auch nur mit einem Wort verrathen hätte, welches denn nun eigentlich die richtige Adresse sei, an welche sich die Arbeitslosen mit Aussicht auf Erfolg zu wenden hälten. Das that aber der Minister nicht, trotzdem er vorher die Arbeits- losen aufgefordert hatte, sich mit ihm in Verbindung zu setzen. Die Depulation sah denn auch ohne weiteres ein. daß von hier Hilfe nicht zu erwarten sei und so unterließ sie jedes überflüssige Parlamentiren. Oderbürgermeister Zelle war wenigstens bereit zu Unter- Handlungen, es fanden sogar sämmtliche Vorschläge der Depu- lation seien„vrinzipielle" Zustimmung. Die Ideen der Roth- standsarbeiten hieß er gut, er interessirte sich für einen Nolhstands- kredit, er bedauerte, daß das Schneeschippen nur mit 2 M. pro Tag bezablt werde, er ivar dafür, daß der Magistrat den Unternehinern die Miniinallöhne vorschreibe, ja er konnte sich sogar bis zu einem gewissen Grade für den Achtstundentag er- wärmen. Dann kam aber das große, gewaltige„Aber". So gern der Oberbürgermeister auch helfen möchte, im Hintergrund stehen drohend die Kollegen vom Magistrat und die iverden die frommen Wünsche ihres Bürgermeisters elend ins Wasser fallen lassen. Der Stadtbaurath hielt die Ausführung von Erdarbeiten im Winter für unmöglich, die Baudeputation hat keine alten Gebäude»ur Verfügung, welche niedergerissen werden spiel für viele. " 1 Theater. Pönnten, die Schuldeputation will für die Arbeitslosen feine haftungen, namentlich solcher Personen vorgenommen worden, von 1,80-0,70 M. Schlete von 2,40-1,00 M. Bleie von 1,40 Wärmehallen hergeben, die Bezirksvorsteher würden die Ver- die Blutspritzen an den Kleidern hatten. Alle haben wieder als bis 0,70 M. Krebse per 60 Stück von 9,00-2,00 M. theilung von Rothstandsgeldern nicht übernehmen wollen u. f. w. unverdächtig entlassen werden müssen, bis auf einen Fall, der mit anderen Worten: es ginge wohl, aber es geht nicht. noch nicht aufgeklärt ist, weil der Berhaftete im Besitz von Polizeibericht. Am 2. d. M. Nachmittags fiel ein mehreren Zwanzig- und Zehnmarkstücken betroffen ist, über deren Handelsmann vor dem Hause Anklamerstr. 57 zur Erde und iſt in Ein wirklicher großer Nothstand ist in Berlin vor Erwerb er nachweislich unwahre Angaben macht. Natürlich find, brach das Wadenbein. Er wurde nach dem Lazarus- Krankenhanden. so lesen wir wirklich und wahrhaftig in einem hiesigen wie in den anderen nicht aufgeklärten Fällen, eine Menge von hause gebracht. An der Ecke der Chauffee- und Tieckstraße freifinnigen Blatt. Dasselbe entwirft nachstehende liebliche Anzeigen eingegangen, jeder Nachbar will etwas Berdächtiges ge- wurde Abends eine 75jährige Frau durch eine Droschte über Schilderung: sehen haben, und da die Kriminalpolizei gewiffenhart alles prüft, fahren und erlitt einen Bruch des linken Fußes, so daß sie nach Aus dem Brande der Zentral- Markthalle ziehen gegen- so erwächst ihr daraus eine Arbeit, die sich täglich steigert und nur der Charitee gebracht werden mußte. wärtig viele Sunderte von armen Familien beau häufig zu feinem brauchbaren Ergebniß führt. Bon Wichtigdeutenden Nugen. Bekanntlich werden die Schuttmassen feit ist die Angabe einer Portierfrau, die am Nachmittage aus den Kellereien nach dem städtisch en Abladeplay in des 2. d. Mts., also des dem Mordtage folgenden Tages, gegen der Greifswalderstraße unweit Weißenfee geschafft und da 105 7 Uhr im Flur des Hauses Oranienburgerstr. 48-49 hinter der zweispännige Arbeitsfuhrwerke bis jetzt die verdorbenen Nahrungs- Hausthür in die Nummer 56 des Berliner Tageblatts" einmittel dort abgeladen haben, so thürmt sich ein gewaltiger, weit gewickelt ein blutiges Mannshemd A. V. R. 84 und ein paar hin sichtbarer Hügel bereits auf, der neben Schutt auch allerlei blutige Manschetten gefunden hat. Die Blutspuren am Hemde Im Leffing- Theater wurde vorgestern Abend zum ersten eßbare(!!) Gegenstände birgt. Die arme Bevölkerung waren fichtlich frisch und gerade an der Stelle, wo der Westen- Male das vierattige Luftspiel" Eine Palast- Revolution" von von Berlin und Weißensee hat sich diesen Umstand zu Nutze ausschnitt das Hemd zutage treten läßt. Das Hemd selbst war Richard Skowronnek aufgeführt. gemacht und bezeichnend für das Vorhanden am Aermel in der Mitte eingenäht, sodaß man annehmen kann, Stowronnet ist unseren älteren Lefern fein unbekannter fein eines wirklichen, großen Rothstandes daß es sein Träger nicht gekauft, sondern geschenkt erhalten oder Mann. Seine feinsinnigen, naturwahren und naturdurchwehten zu vielen Hunderten ziehen Männer. Frauen und Kinder wahrscheinlich gestohlen hat. Bon größerer Bedeutung als dieser Novellen und Skizzen aus seiner masurischen Heimath haben nach der Abladestelle hinaus, halten sich dort von früh Morgens räthselhafte Fund ist die Aussage eines Uhrmachers in der Bank seinem Namen einen guten Klang verschafft, und gestern präbis Abends auf und durchwühlen die Schuttmassen, straße, daß eine Stunde, nachdem der Mord verübt war, ein etwa fentirte er sich denn dem Berliner Premieren- Publikum zum ersten und der Dichter nahm, wie um aus denselben Kartoffeln, Kohl, Rüben, Konserven, Obst her- 20 Jahre alter Mensch mit einem Anflug von Schnurrbart und Wale als dramatischer Dichter auszusuchen. Wenn ein aus der Halle kommender Arbeitswagen etwas blaffem Geficht, befleidet mit schwarzem Hut und dunkel- es fich für einen echten Poeten schickt, die Herzen seiner Zuhörer nach dem Abladeplag hineinfährt, so braucht der Kutscher desselben braunem Ueberzieher seinen Laden betreten, ihm eine goldene im Sturm. Da war nichts, was von des Gedankens Blaffe an= für das Abladen nicht zu sorgen; hunderte von Personen Damen- Remontoiruhr mit goldener Kette und Sicherheitsring getränkelt war, keine Kirchhofsstimmung, nicht einmal Moderstürmen das Fuhrwerk und nach wenigen Minuten ist vorgezeigt und dabei einen Uhrschlüssel zum Ausziehen der Uhr Duft: sondern ein frischer, fröhlicher Geist, der den Schelm im der Wagen geräumt, am Boden zanken und balgen sich die Massen, gefordert habe. Als der Uhrmacher ihm bemerklich machte, daß Nacken hat, und der mit fröhlichen Menschen auch noch einmal um die noch genießbaren Eßgegenstände zu sammeln. Beim man zum Aufziehen einer Remontoiruhr feinen Schlüffel brauche, fröhlich lachen kann. Aufladen des Schuttes an der Zentral- Markthalle dürfen derartige entfernte sich der Unbekannte. Die Beschreibung, welche der Uhrmacher Ein junger, talentvoller Journalist schreibt scharfe Artikel Waaren nicht vom Wagen genommen werden, Schuhleute sind von Uhr und Rette giebt, paßt genau auf die gleichen bei dem Morde gegen einen alten, zopfigen Literaturprofeffor. Unglücklicher oder daselbst postirt und mehrere Personen sind von denselben schon gestohlenen Gegenstände. Dann hat man noch zur Kenntniß ge- glücklicher Weise verliebt er sich in die Tochter dieses Bücherwegen Diebstah Is verhaftet worden. bracht, daß ein Mann mit braunem Ueberzieher und schwarzem wurms, und um seine Herzallerliebste endlich zu kriegen", muß Diese Schilderung können sich die freisinnigen Stadtverordneten Sut am Mordtage gegen 7 Uhr Abends in der Nähe des Weddings er sich mit einem alten Redaktionsfollegen verbinden, der schließund der noch freifinnigere Magistrat einrahmen lassen! is eine Uhr und Kette zum Kauf angeboten habe. Ferner hat ein lich alles zum besten lenkt. Der Aufbau der Fabel ist natürlich Mann darauf aufmerksam gemacht, daß er am Tage des Mordes und einfach, und gerade diese Natürlichkeit und Einfachheit war Vom Unternehmergewinn läßt sich's troh ber schlechten gegen 53/4 Uhr auf dem über den Courbièreplay führenden Fuß es, die dem Stück zu dem wohlverdienten Erfolge verhalf. Dabei Zeit noch immer bon leben. Und die Herren Unternehmer verwege 3 junge Burschen bemerkt hat, deren Verhalten ihm höchst zeigte sich der Dichter als Meister des scharfpointirten, aber doch stehen ihr Geschäft auch wirklich ganz ausgezeichnet. Ein Bei- verdächtig vorgekommen ist, namentlich weil sie sich scheu in der harmlosen Dialogs, und mancher alte Zeitungsmann konnte sich Als die lezte große Schnee- Abfuhr nahte, Richtung nach der Gerichtstraße umfahen. Endlich ist noch der eines Gefühls der Rührung nicht erwehren, als der Ver affordirte die städtische Straßenreinigung mit einem Fuhrherrn Erwähnung werth, daß in der Wohnung der Ermordeten auf der fasser ein Redaktionsbureau mit allen Geheimnissen des ( Engros- Unternehmer), welcher für die Abfuhr von je einer Rolle ein Zollstock gesunden ist, der nach der Behauptung des Handwerks auf die Bühne brachte. Von dem drängelnFuhre Schnee 2,50 Mark erhielt. Der Engros Unternehmer Ghemanns Leschonsty nicht zum Hausstande gehört. Daß ihn der ben bem Seßerlehrling, der geplagten Redakteur das Berbandith, bie e ihn der ber verband sich, um die große Arbeit bewältigen zu können, Mörder hat liegen laffen, ist nicht recht wahrscheinlich, anderer- Manuskript aus den Händen ringt, bis zu den Ehrenmit einem feiner Kollegen, der natürlich in bezug auf feits ist es aber doch wünschenswerth, Aufklärung darüber zu er- männern, welche es sich zum Beruf machen, die Redaktionen mit seinen Betrieb etwas Kleiner" war. Diesen bezahlte der anonymen Zuschriften zu belustigen, fehlte nichts, sogar die Engros- Unternehmer mit 2 Mart pro Fuhre. Der fleinere Unterlangen, wie der Zollstock in die Wohnung gekommen ist. Scheere und der Kleistertopf waren vertreten. Daß schließlich nehmer fuchte sich nun Wagenbefizer zufammen und denen zahlte Zwischen Oranienburg und Cremmen ist vorgestern der eine ganze Sammlung von Verlobungsmuthigen in das Ghejoch er 1,50 Mr. pro Fuhre, einschließlich 10 Pfennig Abladegeld. Förster Bast von einem Wilddieb erschossen. Nach Angabe des marschiren mußte, ist das Vorrecht der Luftspielbichter von Alfers Bei diesen beiden Unternehmern blieben also pro Fuhre Schnee Dienstmädchens ist die Wildererthat wie folgt vor sich gegangen: her; mit altem Brauch wird nicht gebrochen, da können Familien je 50 Pfennig fleben. Nimmt man an, daß täglich 3000 Fuhren Die Magd hörte einen Schuß fallen, richtete sich im Bette auf Kaffee tochen. Außerdem aber verstand es der Dichter, aus einer abgefahren worden sind, so haben die beiden Unternehmer zu und blickte durch das Fenster. Sie sah bei der großen Schnee- ganzen Anzahl von Figuren lebenswaare Typen zu schaffen, die fammen pro Tag 1500 Mt. baares Geld verdient. Und da ist und Mondscheinhelle einen Mann, der ein erlegtes Damthier in das Interesse des Publikums während des ganzen Abends wach dieses flotte" Geschäft sicher eine Woche lang so fort gegangen! einen Sack steckte und bis zum Heuschober trug. Dann hielten. Jedenfalls wünschen wir dem vielversprechenden Autor, Für die Arbeit", welche die Unternehmer gehabt haben, ift das erschien der Förster in Unterbeinkleidern und Strümpfen, daß er im Lessing- Theater eine Hütte" finden möge, wo er stets doch ganz leidlich bezahlt, zumal feinerlei Risiko dabei vorhanden aber in Uniformrock und Müße, und eilte, ein Ge- mit gutem Erfolge die Früchte seiner dramatischen Arbeiten niederwar. Die Stadt Berlin ist ja für jede Summe gut und zahlt mehr in der Hand haltend, auf den Schober zul Er legen möge. die höchsten Beträge sofort baar auf einem Brett aus. Die armen rief dem Wilderer zu:" Halt, Ihr Name!" Eine rauhe Stimme Die Aufführung stand durchaus auf der Höhe des BessingSchneeschnipper und Kutscher verdienen" natürlich etwas weni- bat erwidert: Bleiben Sie doch stehen, wer sind Sie denn?!" Theaters. ger, das geschieht ihnen aber gang recht, weshalb sind sie Darauf ein furzer, nicht verständlicher Wortwechsel, ein Schuß... nicht auch Unternehmer geworden! und der Förster brach todt zusammen. Als das Mädchen, nur mit dem Hemde angethan, hinzueilte, fand es am Thatorte den Sack Ueber das Schlafstellenwesen hat das Berliner Polizei- mit dem Wild und hundert Schritte weiter eine auffallend gepräsidium vor kurzem eine Verordnung erlassen, die wir vor zeichnete Patronenhülfe, die der flüchtige Wilddieb verloren haben einigen Tagen zum Abdruck brachten. Die Verordnung scheint mußte. Der Mann war groß und trug einen kurzen dunklen nun geeignet, auf die Wohnungsverhältnisse der arbeitenden Be Ueberzieher und eine über die Ohren gezogene Mütze. Die am völkerung Berlins eine tief einschneidende Wirkung auszuüben. Sonntage von Forst- und Gerichtsbeamten in Gremmen und Das erwartet die Polizei augenscheinlich auch felbft, und zwar Umgegend vorgenommenen Nachforschungen führten Abends um denkt sie dabei vermuthlich an eine beffernde Wirkung. Die 11 Uhr zu der Verhaftung des in Gremmen ansässigen Pferde Berordnung, welche befann sich händlers Schulz, Dieſer eft des foll, feht vor allen Dingen für die Schlafräume ein Mindestmaß Schlauen luchs", das unweit des Forsthauses Döringsbrück liegt. der Bodenfläche und des Luftraumes fest, das auf jede Der Berhaftete, auf den die Beschreibung der Dienstmagd genau darin schlafende Person tommen soll, und bestimmt, daß paßt, ist am Sonntag Abend um halb 6 Uhr in Begleitung feines jeber Schlafgaft" über vierzehn Jahre sein eigenes, mindestens Bruders mit einem Schlitten in den Forst gefahren. Das Pferd aus Strohsack, Stroh Kopftissen und wollener Dede be- hatte ein Schellengeläute. Ein Zeuge St., der am verlorenen stehendes Bett haben muß. Nach diesen Bestimmungen Ort" bei Gremmen wohnt, hat beide Brüder zurückfahren sehen: werden die Schlafgäste" jedoch auch in Zukunft noch nicht allzu das Pferd war jest ohne Geläute. Während die That nach Breslau gezogen sei, obwohl auswärts in den Diensten von behaglich logiren. Die weiteren Bestimmungen über die unter: Angabe des Mädchens um 11 Uhr geschehen ist, hat der Gütern, woher die Betreffenden angezogen feien, notorisch bringung von Schlafgästen" verschiedenen Geschlechts in ge- Zeuge den Schlitten um 11 Uhr zurückkehren sehen. Dies ist Arbeitermangel herrsche; daß drittens die Behörde es ablehnen trennten Räumen, so löblich fie an fich find, lassen sogar die barauf zurückzuführen, daß die Uhr im Forsthause 30 Minuten mfiffe, mit den anwesenden drei Personen( von denen überdies die eine Bermuthung aufkommen, daß die Polizeiverordnung ursprünglich vorgeht. Schulz ließ sich die vor der Verhaftung geschehene anerkannte, Arbeit zu haben) als mit rechtlichen Vertretern von überhaupt nicht von einer„ Fürsorge“ für das leibliche Wohi überhaupt nicht von einer Fürsorge" für das leibliche Wohl des Proletariates ausgegangen ist, sondern von jenen fattsam aussuchung ruhig gefallen, äußerte aber, als der Umtsrichter 8000 unbekannten und in ihren Verhältnissen nicht kontrollirbaren des Proletariates ausgegangen ist, sondern von jenen fattfam die Verhaftung aussprach, zu feiner Frau:" Verkaufe nur den Arbeitern, über deren Beschäftigung zu verhandeln oder gar im bekannten„ Sittlichkeits" Bestrebungen, die von einem ursächlichen Kracken, bezahle den fälligen Wechsel und sieh zu, wie Du durch allgemeinen über die heutige Staats- und Gesellschaftsordnung Bufammenhange zwischen wirthschaftlichen und sittlichem Glend tommst. Hiernach scheint der Thäter fein Schicksal zu ahnen, au diskutiren, daß endlich eine Verpflichtung der Stadt, Arbeitsnichts hören wollen. Die Schlafgånger felbft werden von dieser obgleich er noch leugnet. Er ist nach Neu- Ruppin abgeführt und Erwerbslofen die nothwendige Unterstützung im Wege der Art Fürsorge" felbft wenig erbaut sein. Sie werden die zufünftige Behaglichkeit" ihres Logis sammt der Sicherung Armenpflege zu gewähren, Namens der Stadt anerkannt gegen fittliche Anfechtung wahrscheinlich schon jetzt zum Die Mähr von entdeckten Räuberhöhlen in den Wäldern würde, daß der Magistrat aber auch hier eine Erörterung der Teufel wünschen: denn die Folge diefer Polizeiverordnng um Berlin tehrt mit einer gewissen Regelmäßigkeit wieder. Jetzt einzelnen Fälle fordern müsse und nur danach prüfen fönne, ob muß natürlich eine ganz beträchtliche Wertheuerung der Schlaf wird von einer Lokalfalforrespondenz aus Ertner berichtet, daß die Armenbehörde nicht leiste, was sie nach dem Geseze leisten stellen sein. Die Vermiether, die bisher Schlafgänger gehalten in der dortigen Forst eine von Wilderern bewohnte Söhle auf- folle. Die Deputation möge den Leuten, welche sie abgeschickt haben, um sich die Beschaffung der hohen Miethe zu erleichtern, gefunden worden sei. Am Mittwoch Abend bemerkte ein Gendarm hätten, empfehlen, sich in ihren Heimathsgemeinden nach Arbeit werden es dem Polizeipräsidium noch weniger Dant wiffen, daß auf einem Patrouillengange mitten im Walde das Licht einer umzusehen und im übrigen ihre Verhältnisse dem Magistrat mit es ihnen so und so viel Quadratmeter Bodenfläche, so und fo viel Laterne. Diesem nachgehend, sab der Beamte zwei Männer, die dem Antrag auf Unterstützung vorzulegen. Die Deputation möge Kubikmeter Luft und ein eigenes Bett von bestimmter Beschaffen sich eben anschickten, in einen Art Fuchsbau hineinzukriechen. zugleich dafür sorgen, daß solche Anträge, wenn sie von der Be wie der vorliegende heit anbefiehlt. Sie werden sich zwar murrend in diese bedent mit Silfe eines Forstbeamten folgte der Gendarm den Un- hörde ernst behandelt werden sollen, nicht liche Wohlthat" fügen, benn wer es nicht thut, muß Strafe bekannten in die unterirdische Wohnung, deren Gänge sich, je Antrag- von vornherein mit Vorwürfen gegen die Behörden und zahlen, aber sie werden, ebenso wie die Schlafgänger, die weiter man fam, erweiterten und in einen geräumigen Ausbau, gegen Staat und Gesellschaft verquickt würden; die Behörde Mehrausgaben für Miethe durch Minderausgaben für Kleidung, der wohnlich eingerichtet war, ausmündeten. Die Bewohner der würde anderenfalls nicht in der Lage sein, solchen Gesuchen Wohnung und Erholung wett zu machen suchen. Soll das höhle waren, als sie den Besuch kommen hörten, durch einen näher zu treten. ein Gewinn für den Volkswohlstand fein? Gentgegengesetzten Gang entwischt; in dem Bau fanden die wäre sehr hübsch, wenn es einem hochlöblichen Polizei- Beamten u. a. frischgeschossenes Wild und drei Gewehre mit der präsidium endlich die Nothwendigkeit einer dazu gehörigen Munition. Auf die Wilderer wird gefahndet. gefunden Schlafftätte erkannt hat, nun auch noch einleuchten wollte, daß zur leiblichen und geistigen Gesundheit des arbeitenden Arbeiter- Sanitätskommission. Der Gastwirth Herr Carl Voltes auch noch beffere Nahrung und weniger Arbeit gehört. Bein, Hindersinstr. 1, bestreitet in einem an die Redaktion geVielleicht würde es dann zu dem Schluffe tommen, daß in einer richteten Schreiben, daß die Schlafräume für seine Dienstboten nach fapitalistischen Grundfäßen geordneten" Gesellschaft, die sich in einem der Gesundheit nachtheiligen Zustande befinden. nur dadurch bestehen kann, daß der Besitzende fich auf Roften Die polizeiliche Sanitätstommission habe die Räume bei einer der Kraft und Gesundheit des Befihlosen bereichert, die Fürsorge" Besichtigung für gut befunden. für das arbeitende Bolt wirkungslos bleiben muß. Die Polizet Verordnung über das Schlafstellenwesen gleicht wie die gesammte Berliner Asylverein für Obdachlose. Im verflossenen staatliche Arbeiterfürsorge" der Arbeit eines Flickschneiders, Monat Januar 1893 nächtigten im Männer- Asyl 9284 Personen, welcher, um ein durch lange Vernachlässigung nachgerade be- davon badeten 3201 Perfonen, im Frauen Asyl 1175 Personen, fchämend groß gewordenes Loch im Aermel zuzuflicken, einen davon badeten 68 Personen. handbreiten Lappen von den Schößen des Rockes abschneidet, die ins etwa " nachdem es worden. Soziale Ueberlicht. die Nordd. Allg. 3tg." nach der Schlesischen Beitung" mitDie Kommiffion der Breslaner Arbeitslosen hat, wie theilt, vom dortigen Magistrat den Befcheid erhalten, daß erstens Gesuche um Beschäftigung nur einzeln geprüft werden fönnen, und nur infoweit Arbeit fettens bere bent nie; ba gewiesen werden, als solche eben beschafft werden könne; daß für die Bereitstellung von Arbeit in weiteft möglichem Umfange gesorgt werden würde; daß jedoch zweitens ein Recht aller fich meldenden Arbeiter auf Anweisung von Arbeit seitens der Stadt gesorgt werden würde; daß jedoch zweitens ein Recht aller sich Breslau nicht anerkannt werde, zumal von den angeblich 2500 Arbeitslosen sicherlich der größte Theil von auswärts nach In der Breslauer Kommune Herrscht der Liberalismus. as die arbeitende Bevölkerung von dieser Partei zu halten hat, ergiebt sich aus der Antwort des Magistrais von selbst. Hochmüthiger fann fein Junter eine Kommission seiner Halb- Leibeigenen behandeln, als wie es seitens der Breslauer bürgerlichen Machtthaber gegenüber der Proletarier Kommission und deren Auftraggebern geschah. Der Sohn, der für die Arbeitslosen darin liegt, daß der Magistrat sich herabläßt, die Verpflichtung der Gemeinde zu ber das Wahlrecht aufhebenden Armenunterstützung anzuerkennen, was gar nicht bezweifelt worden ift, wird von den Breslauer Arbeitern seiner ganzen Tiefe nach gewürdigt werden. Verlegender hat jedenfalls außer der Kölner Stadtverwaltung noch keine deutsche Gemeindevertretung das Be= gehren der unglücklichen Arbeitslosen nach Arbeit abgelehnt, als es die Vertretung der großen und reichen Stadt Breslau gethan hat. Daß die offiziöse Norddeutsche Allgemeine Zeitung" die ach! so nöthig sind, um die Fadenscheinigkeit der Hofen zu ver- lungen des Polizeipräsidiums. Weizen per 100 Rg. guter von merfung abdruckt, tennzeichnet sie und den„ neuen" Kurs, dem ach! so nöthig sind, um die Fadenscheinigkeit der Hofen zu ver- Marktpreise in Berlin am 2. Februar, nach Ermitte Antwort des Wagistrats der schlesischen Hauptstadt ohne Be13,80-15,20., mittlerer von 15,10-14,60 m., geringer von sie dient. decken! B Zum Morde in der Gerichtsstraße liegt bis heute 14,50-14,00 2. Roggen per 100 Stg. guter von 13,70-18,30 9., Beiläufig mag bemerkt sein, daß der Breslauer Magistrat Morgen nichts wesentlich neues vor, seitens der Kriminalpolizei mittlerer von 13,20-12,90 M., geringerer von 12,80-12,50 M. derfelbe ift, der bei der Besteuerung der breiten Boltsmassen ist die Möglichkeit ins Auge gefaßt worden, daß bei dem Ver: Gerste per 100 kg. gute von 17,50-16,30 m., mittlere von selbst vor dem Gedanken nicht zurückschreckte, die Klosetts brechen eine Frauensperson ihre Hand im Spiele gehabt hat, und 16,20-15,10., geringe von 15,00-13,80. Safer per 100 kg und zwar jedes mit nicht weniger als 18 m. jährlich zu besteuern. es find nach dieser Richtung hin Nachforschungen angestellt guter von 15,80-15,10., mittlerer von 15,00-14,30., worden. Die in der Nacht in der Müllerstraße angestellten geringer von 14,20-13,50 M., Stroh, Richt- per 100 g. von M. Heu per 100 Kilogr. von Erbsen Razzien verliesen, trotzdem eine große Anzahl von Personen feft-genommen wurde, ergebnißlos. Weiter erfahren wir, daß die per 100 g. von 40,00-25,00 M. Speisebohnen, weiße per Beiche der Frau auf Verfügung der Staatsanwaltschaft dem 100 Kg. von 50,00-20,00 m. Linsen per 100 Stg. von 80,00 M. Schauhaufe überwiesen worden ist. Auffallend erscheint bis 30,00 M. Startoffeln per 100 sig. von 7,00-4,50 2. Rind- Derlammlungen. Die Arbeiter der Buch, Papier- und Lederindustrie es, daß seit dem Herbst 1890 abgesehen von dem Manzel'schen fleisch von der Keule per 1 Kg. von 1,60-1,20 9. Bauchfleisch Morde in der etwa zehn Minuten entfernten Gartenstraße- in der per 1 Kg. von 1,30-0,90 M. Schweinefleisch per 1 Kg. von hatten türzlich eine außerordentlich zahlreich besuchte Versammnächsten Nähe des jebigen Thatortes noch der Schaafsche Familien- 1,60-1,20 M. Stalbfleisch per 1 kg. von 1,60-0,90 m. Sammel- lung, in welcher Herr Stüve aus Hamburg einen durch Lichtmoro am 17. Oftober 1890 in dem Hause Burgsdorfftr. 16 und der fleisch per 1 g. von 1,50-0,90. Butter per 1 g. von 2,80 bilder ergänzten Vortrag über die Cholera in Hamburg hielt. Raubmord an der Wittwe Binder am 15. August v. J. in dem bis 1,80 M. Gier per 60 Stück von 6,00-3,40 M. Fische per Für die beachtenswerthen Darstellungen, welche die Entstehung Sause Chauffeestr. 88 vorgekommen find. In der Raubmord- 1 Kg.: Karpfen von 2,40-1,20 M. Nale von 8,00-1,00 m. und den Verlauf der vorjährigen Epidemie trefflich veranschau angelegenheit sind seitens der Kriminalpolizei bereits einige Ber- Bander von 2,40-1,00. Hechte von 1,80-1,00 M. Barsche lichten, erntete Herr Stüve den ungetheilten Beifall der Wer fammlung. Nach Schluß des Vortrages wurde die bevorstehende und Wanglidftraßen- Ede bet Rober. Zambourverein Deutfde Ete ,, Genoffen Rigdorfs". Wir mußten ben Bericht be Gewerbegerichts- Wahl erörtert und die Erwartung ausgesprochen, bet Niederschuh, Fürbringerſtraße Nr. 7. Gefelliger Verein utsett" anstanden, weil uns derselbe gleich ihrer Karte anonym zu daß ein Jeder seine Pflicht am 20. Februar vollauf erfüllen straße 23.Neue Königstraße Nr. 89. Geselliger Verein, talta" bei Boite, KolbergerGeselliger Verein Jugendfreunde" bet Schulz, Prenzlauer Allee und Tresdomstraßen- Ece. Bergnügungsverein Helgoland 2 be Miegel, Stralauerstr. 57. Theaterverein Aurelia", Mendelssohnstr. 9 werde. gegangen war. E. H.„ Ohne genügende Kündigung" u. f. w. darf er ohne Ihren Willen nicht hineinschreiben. Das Arbeitszeugniß darf nach In einer öffentlichen Versammlung der Filzschuh- bet tethe Abends 9 Uhr. Gefang- Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Paul 113 der Gewerbe- Ordnung sich nur über die Art und Dauer Arbeiter, die am 28. Januar stattfand, stand das Verhalten Nickel'scher Mufitverein Allegro bei Spindler, Reichenbergerstraße 118, der Beschäftigung auslassen, falls nicht der Arbeiter selbst den des Fabrikanten Christ seinen Arbeitern gegenüber zur Debatte. Ede Forsterstraße. Kollege Lange gab eine Darstellung der in der Fabrik herrschenden Turnverein Gesundbrunnen. Die 2. Männerabtheilung turnt heute Inhalt des Zeugnisses auch auf seine Führung und Leistung Don 8-10% Uhr in der Turnhalle, Freienwalderstr. 39. ausgedehnt wissen will. Klagen Sie auf Ertheilung Verhältnisse und forderte die Kollegen zum festen Zusammenschluß Bühnenverband Normanta jeden legten Sonnabend im Monat bet eines den gesetzlichen Erfordernissen entsprechenden Zeugnisses auf, damit es möglich werde, den Uebergriffen der Fabrikanten Leichniß, Königsbergerftr. 24. Privattheatergesellschaft ,, Schneeglödchen", thatkräftig entgegen zu treten. Nach eingehender Diskussion Abends 9 Uhr bei Schulz, Brunnenstr. 116. Theaterverein Berliner und falls Sie in Folge des Beugnisses Arbeit nicht erlangt Bär jeden Sonnabend nach dem 1. und 15. Abends 9 Uhr bei Weid, köpe haben, auch auf Schadensersah. fand eine Resolution in diesem Sinne Annahme. Zum Schluß niderstraße 68. Theaterverein Lessing. Jeden ersten und legten SonnHahn, Minden. 1. Ja, wenn Gefahr im Verzuge. wurde auf die am 6. Februar stattfindende öffentliche Schuh- abend im Monat 9 Uhr Abends Sigung bei Rudolph, Krautstr. 6. 2. Die Theilnehmer bedürfen feiner polizeilichen Genehmigung. Vergnügungsverein Azalia 9% Uhr bei D. Heindorf, Barnimftr. 16. macher- Bersammlung aufmerksam gemacht. Bergnügungsverein& uftige Jugend Abends 9 Uhr, im Restaurant Ob die Vorlegung der Lifte polizeilich gefordert werden kann, ist Lautenbach, Cuvryfir. 3.- Bergnügungsverein Lustige Becher Abends in einem Einzelfalle von der höheren Verwaltungsbehörde unter 9½ Uhr Mendelssohnr. 9. Bergnügungsverein Carmen Sylva Sigung der Begründung bejaht, daß die Polizei das Recht haben müsse, Ber zu erforschen, ob ein Verein gebildet sei. Die Entscheidung steht mit dem Gesetz nicht in Einklang. M. 48. Militärpapiere bedarf er, der Ausloosungsschein genügt in der Regel nicht. Die Strafe wegen Nichtmeldung ist geringfügig. C. G., Elfafferstraße. Miethe zahlen braucht der Miether in dem Falle nicht, falls der Kontrakt nichts anderes bestimmt. Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der deutschen Drechsler und Berufsgenossen( E. H. 86 Berlin B). Mitglieder- Versammlung am Sonntag, den 5. Februar, Borm. 10% Uhr, Mariannenstr. 31/31 bei Dobberstein. Landsmannschaft der Schleswig- Holßeiner zu Berlin. Sonntag, den 5. Februar 1898, Morgens 10 Uhr: Vorstands- Stzung im Restaurant des Landsmanns Claus Marquardsen, Blumenstr. 8. Tagesordnung: Ausgabe der Billets zur Masterade. Lichte moderner Forschung. Freireligiöse Gemeinde zu Berlin. Rosenthalerstr. 38. Sonntag, ben 5. Februar, Borm. 10% Uhr. Herr Bölsche: Die Entstehung des Lebens im Kutscher Berlins und Umgegend. Sonntag, den 5. Februar, Nachm. 2 Uhr: Große öffentliche Versammlung in den Arminhallen( oberer Saal), Kommandantenftr. 20. Tagesordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Schmidt- Frankfurt. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. " straße 58. 9 Uhr im Restaurant von D. Wils, Mariannen- Ufer 2.- Geselliger Verein Linde" jeden Sonnabend 9 Uhr bei Schönherr, Stralsunderstr. 15. gnügungsverein Harmlos, Gigung mit Damen Sonnabend, Abends 9 Uhr, Morgenstern, Sigung 9 Uhr, bei Erbsmehl, Elsafferstr. 58. Blumenstr. 46 bei Went. Mitglieder pünktlich. Bergnügungsverein Stattlub Gordischer Knoetn, jeden Sonnabend 9 Uhr bet start Freia), Lindenft caße 106 bet Poppe. Schilling, Pücklerstr. 55. Dansk Forening Freia( Dänischer Verein - Verein ehemaliger Schüler ber 30. Gemeindeschule, Abends 9 Uhr, Restaurant url, KoppenBoite, Kolbergerstr. 23. Gefelliger Berein Italia, jeden Sonnabend im Restaurant Stattlub re uzbube bei Steuer, Weinstr. 22.- Statflub Revolution Abends Reichenbergerstr. 73, bei Fausimann. Verein der Rügenwalder. Vereins- Sigung am Sonnabend, den 4. Fetette tagt jeden Sonnabend Abends 9 Uhr bet Weiß, Andreasstraße 77a. Schaftopf- Klub Bruder: bruar, Abends 9 Uhr, Leipzigerstraße 136, Pazenhofer Ausschant. Verein ehemaliger Schüler der 30. Gemeindeschule. Sonnabend, Kartenflub Nulle tagt jeden Sonnabend und Montag im Restaurant Hum: boldhein, Hochstr. 32a. Stattlub Blaue Blouse, jeden Sonnabend bei Wutite, Graudenzerstr. 2. Touristenverein Wanderlust Abends 9 Uhr im Restaurant Märkischer Hof, Admiralstr. 18c. den 5. Februar, Abends 9 Uhr, bei Wurl, Koppenstr. 58. Geschäftliches. Neuer Berliner Handwerkerverein. Sonnabend, den 4. Februar, Abends 9 Uhr: Vereins- Bersammlung bei Dehlmann, Münzftr. 11. TagesDrdnung: Vortrag. In der humanistischen Gemeinde, Kommandantentenftr. 79, hält am nächsten Sonntag, Bormittags 10 Uhr, Herr Schäfer den Vortrag über moderne Versuche eines Religions- Ersatzes.( Fortsegung.) Arbeiter- Bildungsschule. Sonnabend, Abends 8%-10% Uhr. SüdSchule, Hagelsbergerfir. 43: Unterricht in Deutsch( unt.); Süd- Ost= Schule, Reichenbergerstr. 133: Unterricht in Physiologie; Ost- Schule, Markusstr. 31: Unterricht in Rechnen( unt.); Nordschule, Müllerstraße Nr. 179a: Unterricht in Buchführung und oberes Rechnen. In alle Fächer tönnen noch) Schüler und Schülerinnen auch jetzt im Laufe des Semefters eintreten. Rue St. " Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) H. Krause. Ja.§ 22 der Gefinde Ordnung lautet leider noch immer: Reizt das Gefinde die Herrschaft durch ungebühr: liches Betragen zum Born, und wird in felbigem von ihr mit Scheltworten oder geringen Thätlichkeiten behandelt, so kann es dafür keine gerichtliche Genugthuung fordern. D. 2. 5. Sie fönnen wegen einer vollstreckbaren Forderung fo oft Sie wollen Vollstreckung versuchen und überdies Offenbarungseid verlangen. Aber, ist es nicht beffer, Sie schenken den Reft Ihrer Schwester? Ed. 2. Die Benuhung der Bremse ist nicht strafbar, wenn der Richter zu der Annahme gelangt, daß Ste annahmen, Gefahr fei im Verzuge. B. T. G. Nachträglich erfahren wir von der Existenz eines derartigen Büchleins, dasselbe ist 1885 im Verlag von Liebheit u. Thiesen, Berlin, erschienen und heißt: Deutsche Sinu Wien, 3. Februar. Abgeordnetenhaus. Im Laufe der Deutscher sozialdemokratischer Leseklub in Paris. Sonore 314 Cafe du Lion de Belfort. Jeden Sonnabend öffentliche Ber- Budgetdebatte befürwortete Graf Kauniz bei dem Titel fammlung; reiche Bibliothet, Beitungen, franzöfifcher Unterricht. Der deutsche Hochschulen" die Zulassung der Frauen zu den Universitäten, und Trinksprüche. Arbeiter, der fremd nach Paris tommt, findet hier einen Anlehnungspuntt, namentlich zu den medizinischen Studien; wenn in DeutschRath und Belehrung. der London. Der einzige hiesige fozialdemokratische Verein Londons, der land bezügliche Antrag Baumbach's durchginge, so alte, von Karl Marr und Friedrich Engels 1840 begründete wäre das ein mächtiger Impuls für die Entwickelung der kommunistische Arbeiter- Bildungsverein befindet sich nach Frage. Der Redner empfiehlt auch die Zulassung der Frauen wie vor 49 Tottenham Street, Tottenham Court Rd., W. London. im Bereinskalender find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffel- Ordnungssinnes, sowie wegen ihrer Gewissenhaftigkeit sehr be: Arbeiter- Sängerbund Serlins und Umgegend. Ale Aenderungen zur Pharmazie, für welche sie wegen ihres Reinlichkeits- und ( Depeschen des Bureau Herold.) Briefkaffen der Expedition. " Rauchklub Blaue Wolfe", Kirorf 5,-. Rauchklub„ Graue Für die Bergarbeiter gingen ferner ein: Wolfe" 10,-. Vom Statklub Tournée, Wrangelftr. 84 10, Für eine nicht getrunkene große Limpfe 1,-. Von Genossen aus straße 70. Sonnabend, Abends 9 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme fähigt wären. neuer Mitglieder. Grüne Eiche, Rirdorf, Hermann- und KnesebeckStraßen- Ecke bei Beyerle. 2yrania, Landsbergerstraße 31 bei Musehold. Ganges Echo, Naunynstraße 86, bet Zubeil. Altona, 3. Februar. Gestern Abend sind hier 5 Cholera- Kirchhain( N.-L.) durch Bredlow 4,50. Freundschaft 2, Friedenstraße Nr. 48 bei Zollfühn. Glück zu, Badstraße 8, Vittoria Garten. Teltow in, Teltow, Schwarzer fälle vorgekommen, darunter 2 Todesfälle. Adler. Esmeralda, Fruchtstr. 31 bei Baaz. Liederkranz in Brandenburg, Mengert's Boltsgarten. Hand in Hand 2, Friedrichsberg, Friedrich Karlstr. 11 bei Heinecke. Gesundbrunner Männer chor, Gesundbrunnen, Prinzen- Allee 10. Gesangverein Bruderhand" in Schönwalde( in der Mart) bei Schulze.- Frisch auf" Friedrichsberg, Rummelsburgerstraße bei Deckert. ,, Vorwärts 7" Rummelsburg, bet Borgmann. Gesangverein mmergrün", Tegel, Schloßstraße bet Schulz. Gesangverein Süd- Ost 2", Faltensteinstr. 41 bei Trittelwig. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend Briefkaffen der Redaktion. Th. H., Solingen. Der versprochene Brief ist bis heute Alle Zuschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend noch nicht eingetroffen. sind zu richten an: R. Hentel, Bergmannstr. 21, Hof 3 Tr. Sonn- K. B., Charl. Das Gewerbe müssen Sie anmelden, die abend: Theaterverein phigenia", bei Kramer, Nixdorf, Herrmannstraße Nr. 140. Tambour Berein, orwärts" Rigdorf, Herrmann- jungen Leute bedürfen eines Hausirscheins. Großer Wiener Maskenball veranstaltet vom 157/ 20* Gesangverein Kreuzberger Harmonie Sonnabend, den 11. Februar, Abends 8 Uhr, in den gesammten Räumen der Bockbrauerei, Tempelhofer Berg. Zum Besten der Invaliden der Zentral- Kranken- und Sterbekasse der Tischler etc. Verwaltung Berlin C. Durch die Streit- Kontrollkommission: Liste 58 durch Soyker 5,30. Lifte 87 durch Lojahn 7,30. Liste 89 durch Brödenfeld 7,95. Liste 107 von den Arbeitern und Arbeiterinnen der Schriftgießerei W. Wölmer 19,55. Liste 111 9,40. Liste 112 6,95. Liste 113 12,55. Liste 126 2,85 Liste 127 4,80. Qifte 128 4,05. Liste 129 6,40. Liste 130 5,55. Liste 131 4,95. Liste 132 23,95. Liste 134 2,05. Liste 135 5,85. Lifte 136 10,55. Liste 137 4,60. Liste 138 8,30. 2ifte 140 7,60. Lifte 141 6,50. Lifte 143 3,15. Liste 144 6,45. Liste 1 4,15. Liste 6 10,65. Von R. K. 1,-. Von Köchin Marie und Amme Emilie 1,-. Summa 223,90. Bereits quittirt 8654,05 M.; in Summa 8854,95 m. Nieft's Ballhaus| Allgemeine Kranken- u. Sterbe- Blücher- Straße Nr. 11. Weberstraße 17. Sonnabend, den 4. Februar: kasse der deutschen Drechsler Großer Wiener Masken- Ball arrangirt vom und deren Berufsgenossen ( Eing. Hilfskasse Hamburg.) Die Mitgliederversammlungen finden Gesangverein Liedesfreiheit. tatt 1202b vis- à- vis der Kreuz- Kirche Für den Bezirk A: Sonntag, ben Wilhelm Böhm. ( Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes.) 5. Februar, Vormittags 10 Uhr, bei Billets à 50 Pf. find zu haben bei Stehmann, Melchiorstr. 15. H. Laise, Dieffenbachstr. 31, v. 3 Tr.; Für den Bezirk B: Sonntag, den c. Karas, Langestraße 15, vorn 2 Tr.; 5. Februar, Vormittags 10% Uhr, bei E. Schmidt, Waldemarstr. 63, 1. Querg. Doberstein, Mariannenstr. 31-32. 4 Zr.; J. Apelt, Sebaftianstr. 20, Laden; C. Schubert, Wendenstr. 50, Querg. 4 Tr. Freunde und Gönner sind freundlichst Billets à 30 Pf. sind in allen mit Plakaten belegten Handlungen und bei folgenden Komiteemitgliedern zu haben: Gügler, Kantstr. 52; Theurid, Nostizstr. 45, v. 1 Tr.; Seidel, Nostizstr. 13, H. 2 Tr.; Baze, Zossenerstraße 41, v. 2 Tr.; Krause, Willibald Alexisstr. 34, H. 4 Tr.; Gedatus, eingeladen. Markgrafenstr. 9, Quergeb.; Bittroff, 3offenerstr. 18, H. 4 Tr. bei Lischke. Zentral- Kranken- u. Sterbekasse der s. Gr. Wiener Maskenball Tischler.. n der Schneider und Schneiderinnen Berlins am Sonntag, 12. Februar, in den Gesammträumen der ,, Berliner Ressource", Kommandanten- Straße 57. Um 11 Uhr großer Festzug: Iskraut mit seiner Knippel- Garde. Um 12 Uhr Demastirung. Während der Kaffeepause: Deklamationen. Anfang 9 Uhr. Entree 50 Pf. Eröffnung 8 Uhr. Billets find bei den bekannten Kollegen und in allen mit Blataten belegten Handlungen zu haben. Zu zahlreichem Besuch ladet ein 272/ 14* Möbel Die Agitations- Kommission. Spiegel und Polster- Waaren. 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Rosenthaler- Straße Nr. 38. 3531L Sonntag, Vormittags 104 Uhr: Vortrag von Hrn. Wilh. Bölsche: Entstehung des Lebens im Lichte moderner Forschung. zu repariren und reinigen kostet bei uns unter Garantie des Gutgehen nur 1 Mk.50 Pfg.( außer Bruch), fleine Reparaturen Gäste sehr willkommen. billiger. Großes Lager neuer und gebrauchter Uhren, getragene Uhren von 5 M. an. Neue filb. Cylinder- Remontoirs, 6 Steine, von 14 M. an, do. 10 Steine, von 16 M. an, goldene Damen- Remontoirs, 14- Karat Gold v. 24 M. an. Gold- und Silberwaaren in gr. Auswahl zu Fabrikpreisen 1. Geschäft: Andreasstr. 62. Chausseestr. 78. Chausseestr. 34. E. Rothert& Stolz, 2 Uhrmacher. An die Mitglieder 3. " B Die besten 5 Pfennig Bigarren aus rein Brafil mit Java- oder arbeiter- Genossenschaft zu der Freien Volksbühne. Sumatradede liefert die TabakDer Verfasser von„ Andere Zeiten", Hamburg. Verkaufsstellen: Herr Paul Bader, hat mir den Ver- G. 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