Nr. 88. Abonnements- Bedingungen: bonnements Breis pränumerando? Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 m., möchentlich 28 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Big. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Bfg. PostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat, Eingetragen in die Post- Zeitungs. Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Bostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz Ericheint täglich außer Montags Vorwärts Berliner Dolksblaff. 25. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene stolonel geile oder deren Raum 50 Big., für politische und gewerkschaftliche Bereins. und Bersammlungs- Anzeigen 30 Big. Kleine Anzeigen", das erste( fett. gedruckte) Bort 20 Bfg., jedes weitere Bort 10 Big. Stellengesuche und Schlafstellen- Anzeigen das erste Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zühlen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Krife und Teuerung. Sonntag, den 12. April 1908. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Im Großhandel pro 1000 Kilogramm( 20 Zentner): Junker in Preußen gebrochen werden. Die bevorstehende 1900 1901 1902 1903 1904 1905 1906 1907 preußische Landtagswahl bietet dazu die nächste Gelegenheit. M. M. M. W. M. M. M. M. Wenn auch die öffentliche Stimmenabgabe manchem das Weizen 149 161 161 154 168 169 173 200 Wählen erschwert, und die Einteilung der Wählerschaft nach Roggen 142 140 142 132 133 146 156 186 ihrer Steuerabgabe in drei Klassen den Erfolg sehr beschränkt, Erbsen 229 242 245 239 233 235 238 249 gilt es doch alle Kraft im Wahlkampf einzusetzen. Wer nicht Speisebohnen 255 263 260 283 296 329 330 314 Linsen. 402 393 373 352 372 411 527 579 wagt, der nicht gewinnt. EB- Kartoffeln 50,7 49,4 45,7 53,2 60,8 58,1 50,0 64,3 Dagegen fofteten in den gleichen Marktorten dieselben Waren in den Monaten Januar und Februar des laufenden Jahres( die Angaben für den März fehlen noch): Jan. 1908 Febr. 1908 07. Weizen Roggen Erbsen G 4 Speisebohnen Linsen Eß- Kartoffeln M. 216 208 201 194 265 265 304 302 557 530 61,8 62,1 Freifinnige Versprechungen. Wieder sieht sich der deutsche Arbeiter in seiner Eristenz durch eine Wirtschaftskrise bedroht. Wie nach dem großen wirtschaftlichen Aufschwung des Jahrfünfts 1895/99 im Jahre 1900 die Strise einsetzte und sich immer mehr verschärfte, bis Bei der letzten Reichstagswahl hat die Sozialdemo sie, nachdem sie 1902 ihren tiefsten Punkt erreicht hatte, 1903 fratie in Schleswig- Holstein den Freisinn in in eine neue Periode wirtschaftlichen Aufstiegs unschlug, so einer Reihe von Wahlkreisen, in denen er mit folgt auch jetzt wieder der Hochkonjunktur der letzten Jahre den reaktionären Parteien in Stichwahl stand, unter st ütt, die Depression, die Zeit der Arbeitslosigkeit und mit dem Erfolge, daß im dritten Wahlkreise( Schleswig), im des Lohndruckes. Vorläufig sind nur bestimmte Provierten( Husum) und im neunten( Ostholstein) die freisimmi duktionszweige von der Krise erfaßt; andere haben noch gen Kandidaten das Mandat errangen. Diese sozialdentoziemlich günstige Arbeitsbedingungen, und es scheint fraglich, fratische Stichwahltaktik war politisch um so höher einzuob überhaupt noch in diesem Jahre die wirtschaftliche ErWie der Vergleich zeigt, sind die Preise für die oben schätzen, als sie von der sozialdemokratischen Provinzleitung schlaffung den höchsten Grad erreichen wird; aber obgleich genannten Lebensmittel stetig gestiegen, und zwar noch in in einem Zeitpunkte beschloffen wurde, nachdem die Frei. die Striſe erst eingesetzt hat und der Arbeiterschaft das allerletzter Zeit. Besonders haben die Preise für sinnigen bereits in awei anderen Kreisen, dem die Strise erst eingesetzt hat und der Arbeiterschaft das schlimmste noch bevorsteht, werden doch aus den verschiedensten Weizen, Roggen, Erbsen und für Kartoffeln zweiten( Flensburg) und dem fünften( Behoe), den reatGegenden des Reiches bereits Einschränkungen der eine bisher unbekannte Höhe erreicht! As tionären Kandidaten ihre Unterstütung Produktionstätigkeit, Arbeiterentlassungen int Jahre 1900 Jahre 1900 die Krise die Krise hereinbrach, toftete der gegen den sozialdemokratischen Stichwahlund Lohnherabsetzungen gemeldet. Das erste Weizen pro Tonne 149 m., der Roggen 142 W.; fandidaten öffentlich zugesagt hatten! Die ist eben nach Ausbruch der Krise, daß die Industriellen im Durchschnitt der letzten beiden Monate foftete hin- einzige Gegenleistung, die von sozialdemokratischer Seite für die schädlichen Wirkungen der Geschäftsstockung auf die gegen der Weizen 212,00, der Roggen 197,5 m. Der diesen Entschluß gefordert wurde, war, daß man die drei freiArbeiter abzuwälzen fuchen, und nicht nur die Arbeiter, die sie eizen ist also um 63 M. oder 42 Prozent finnigen Kandidaten auf bestimmte freiheitliche Minimalnicht mehr für die Aufrechterhaltung ihres Betriebes durchaus teurer, der Roggen um 55,5 M. oder 39 Pro- forderungen, besonders in bezug auf das Wahlrecht und das nötig haben, auf die Straße sezen, sondern auch das steigende gent. Ebenso ist auch der Preis der Startoffeln um 11,2 M. Koalitionsrecht, verpflichtete. Die verlangten Garantien Angebot von Arbeitskraft auf dem Arbeitsmarkt dazu benußen, oder 22 Prozent gestiegen. wurden denn auch von den drei Kandidaten in Form bestimmter den Arbeitern die Lohnerhöhungen, die sie ihnen widerwillig Busagen bereitwilligst gegeben. in der Zeit der Hochkonjunktur haben bewilligen müssen, wieder abzuzwacken. Obgleich nicht der Arbeiter, sondern der Industrielle, die Finanz, der Aktionär den größten Vorteil von dem wirtschaftlichen Aufschwung der voraufgegangenen Jahre gehabt haben; obgleich ihre Profite fich die enorm gestiegenen Gewinne der Aktiengesellschaften liefern dafür den Mindfleisch( Steule) oft um Hunderte von Prozenten ver( Bauch) Eine gleich enorme Steigerung weisen die Preise des Kleinhandels auf. Es tosteten z. B. an den 23 Marttorten im Jahresdurchschnitt: Im Kleinhandel pro Kilogramm( 2 Pfund): 1900 1901 1902 1903 1904 1905 1906 1907 • Mr. M. M. M. M. M. M. 1,36 1,38 1,40 1,42 1,43 1,51 1,62 1,62 1,16 1,18 1,19 1,21 1,21 1,29 1,38 1,38 1,32 1,41 1,50 1,39 1,32 1,56 1,69 1,51 1,33 1,35 1,39 1,43 1,44 1,53 1,65 1,64 1,30 1,31 1,33 1,40 1,41 1,48 1,59 1,62 1,52 1,65 1,75 1,65 1,51 1,71 1,87 1,71 2,28 2,30 2,29 2,30 2,36 2,42 1,45 2,48 1,56 1,64 1,73 1,67 1,55 1,70 1,80 1,67 0,30 0,30 0,30 0,30 0,30 0,30 0,31 0,34 0,26 0,26 0,26 0,25 0,25 0,26 0,27 0,30 3,78 3,85 3,86 3,84 3,91 4,23 4,31 4,41 60 Stück) Dagegen fofteten in denselben Marktorten: Jan. 1908 Febr. 1908 M. Beweis mehrt haben, während der Arbeiter seinen Lohn in dieser Schweinefleisch Zeit nur um 10, 15 oder allenfalls 20 Proz. zu erhöhen ver- stalbfleisch mochte,( eine Erhöhung, die zudem meist durch die Steigerung Hammelfleisch der Lebensmittelpreise wieder ausgeglichen wird), wollen doch Speck.. nicht die Herren Kapitalisten die Folgen der durch Eßbutter den Widersinn der kapitalistischen Wirtschaftsweise herauf- Schweineschmalz beschworenen Strise tragen. Für sich beanspruchen sie Weizenmehl Roggenmehl.... gemäß der fapitalistischen Moral nur den Vorteil aus der Eier( per SchockZeit der wirtschaftlichen Prosperität; die Kosten der Serise suchen sie, soweit es geht, dem Arbeiter aufzupacken. Er soll für die Folgen einer Wirtschaftsweise büßen, die er nicht will, die ihm aufgezwungen wird. Er soll dafür büßen, daß die verrückte Kapitalistische Wirtschaftsweise, um zwischen dem Warenbedarf und Warenangebot ein einigermaßen entsprechendes Verhältnis herzustellen, sich von Zeit zu Zeit in einem Ungewitter entladen muß. Er soll dafür büßen, daß in ihrem wilden Konkurrenztreiben die Unternehmerschaft überproduziert" hat, daß sie mehr Waren hergestellt und auf den Markt geworfen hat, als dem Bedarf entsprechend, das heißt nicht dem natürlichen Bedarf, sondern dem durch die heutige Wirtschaftsweise fünftlich eingeengten gesellschaftlichen Bedarf, dessen Eigenart es ist, daß während die Läger überfüllt Auch hier finden wir eine fast stetige Preiserhöhung. sind und Hunderttausende das allernötigste entbehren, doch die Schweinefleisch ist zwar im letzten Jahre etwas billiger geaufgestapelten Schätze keinen Stäufer finden, weil die arbeitende worden, doch steht noch immer der Preis weit höher als in Klasse durch die heutige Entlohnung in ihrer Konsumfähigkeit den Jahren 1900 bis 1904; dafür fosten aber Butter, Eier, fünftlich zurückgehalten wird. Denn der Arbeiter empfängt Mehl weit mehr als jemals. Wer 1900 von den obigen in seinem Lohn nur einen Teil des von Waren je ein Pfund kaufte, brauchte dafür im ganzen nur ihm geschaffenen Wertes; der andere Teil fällt 8,08 m. zu bezahlen, im Durchschnitt der Monate Januar als sogenannter Mehrwert" in der Gestalt von Profit und bis Februar 1908 aber mußte er dafür 9,71 M., also Rente an die besitzende Selasse. Und dieser lekte Teil ber- 20 Proz. mehr, zahlen. " Rindfleisch( Keule). ( Bauch). Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch Spect Egbutter Schweineschmalz Weizenmehl Roggenmehl Eier( per Schock) 207. 1,60 1,59 1,87. 1,36 O 1,51 1,49 1,62 1,61 1,58 1,60 1,70 1,68 2,56 2,61 1,67 1,66 0,37 0,37 0,33 0,33 5,58 4,64 mehrt sich in der Aufschwungsperiode verhältnismäßig schneller Und in ähnlichem Verhältnis sind in den meisten größeren als die Lohnmasse. Er findet deshalb in stärkerem Maße Städten die nötigsten industriellen Bedarfsartikel und die als sonst von neuem Anlage in der Produktion, so daß trok Wohnungsmieten gestiegen. des in der Hochtonjunktur steigenden Konsums der ArbeiterDiese Versprechungen sind jetzt, beim Zustandekommen des Vereinsgefeges, von sämtlichen drei Herren, den Reichstagsabgeordneten Dr. Leonhart( 4. Wahlkreis), Spethmann( 3. Wahlkreis) und Dr. Strube( 9. Wahlfreis) schmählich gebrochen worden. Alle drei haben entgegen den Abmachungen für den§ 7, den§ 10a und schließlich für das ganze Vereinsgesetz gestimmt. Sie haben sich dieses Wortbruchs schuldig gemacht, obwohl sie rechtzeitig von sozialdemokratischer Seite an ihre feierliche Zusage erinnert worden waren! Vor den entscheidenden Abstimmungen nämlich, Anfang April, richteten die sozialdemokratischen Kreisleitungen in Schleswig, Eckernförde und Neustadt( Ostholstein) an die drei Herren folgendes gleichlautende Schreiben: Sehr geehrter Herr! Anläßlich der Stichwahl am 5. Februar 1907 verpflichteten Sie sich uns gegenüber u. a. jeden Ver. such, das Koalitionsrecht einzuschränken, unbedingt zurüdzuweisen". Diese Busage veranlaßte uns, unsere Wähler aufzuforderu, Ihnen ihre Stimme zu geben, wodurch der Wahlausfall zu Ihren Gunsten entschieden wurde. Die eigentümliche Stellung eines großen Teils der Mitglieder der freifinnigen Fraktionen zum Reichsvereins gefebentwurf hat nun eine Reihe von hiesigen Wählern veranlaßt, mich zu beauftragen, bei Ihnen anzufragen, ob auch Sie ettva, entgegen der erwähnten Zusicherung, gesonnen find, den Verschlechterungen, die der Entwurf gegenüber den be stehenden Zuständen enthält, Ihre Zustimmung zu geben. Neben einigen bescheidenen Verbesserungen sind entschiedene, tiefeinschneidende Verschlechterungen: 1. der Sprachenparagraph, der für einen Teil des deutschen Volkes geradezu ein Ausnahmegesez bedeutet; 2. die im neuen§ 10a enthaltene Bestimmung, die Personen unter 18 Jahren die Teilnahme an politischen Vereinen und Versammlungen verbietet. Das bedeutet nicht nur eine Verschlechterung der Regierungsvorlage, sondern auch des jetzt bestehenden Rechtszustandes. Wir würden in Ihrer Zustimmung zu einem Gesetze, das ( unter anderem) so einschneidende Verschlechterungen enthält, wie die genannten, einen direkten Widerspruch zu Ihrer gegebenen Verpflichtung sehen und ersuchen deshalb um eine kurze Mitteilung darüber, welche Stellung zu dem Entwurf Sie einzunehmen gedenken. Hochachtungsvoll ( Ort, Name des sozialdemokratischen Kreiswahlvereinsvorsitzenden). Daraufhin antwortete am 6. April Herr Dr. Struveder sozialdemokratischen Kreisleitung in Neustadt: Sehr geehrter Herr! Sie gehen in Ihrem Briefe von falschen Voraussetzungen aus und kommen daher zu verkehrten Schlüssen. Ich werde mir erlauben, Ihnen das nötige Material über das Vereinsgesetz zu senden, sowie wir hier in Berlin wieder ruhige Tage haben. Sowie meine Zeit es gestattet, komme ich nach Neustadt und bitte Sie mit Ihren Parteigenossen zur Versamm lung und Aussprache zu kommen. Mit vorzügl. Hochachtung schaft doch nach einiger Zeit zwischen dem Verbrauch und zusammen. Das Elend, das ohnehin jeder wirtschaftliche RückDie Wirtschaftskrise fällt also diesmal mit der Teuerung der noch schneller als dieser gestiegenen, Produktivität ein schlag mit seiner Folge, der Arbeitslosigkeit, dem größten Teil Mißverhältnis eintritt, das sich schließlich in einer Krise der Arbeiterklasse bringt, wird dadurch noch vergrößert. Luft macht. Und doch vermöchte die Arbeiterschaft, wenn sie sich ihrer Eine solche Krise hat auch jetzt wieder eingesetzt und Lage und ihres Interessengegensatzes gegen die kapitatrübe Zeiten der Arbeitslosigkeit und Ent- listischen Schichten klar bewußt würde und dementsprechend behrung stehen dem Arbeiter bevor. Das ihre polititischen Maßnahmen ergriffe, sich dieses Uebels zu schlimmste aber ist, daß die Krise mit einer Zeit erwehren. Weder die Krise noch die enorme Preissteigeder höchsten wirtschaftlichen Zeuerung zu rung der letzten Jahre sind etwas unabänderliches. ES sammenfällt. Die Zollerhöhungen auf eine Reihe der ist lächerlich, wenn von Lobrednern des Kapitalismus die wichtigsten Lebensmittel, die Grenzabsperrungen gegen die Wirtschaftskrise als etwas Natürliches, gewissermaßen als Vieheinfuhr, die künstlichen Preistreibereien der großen Naturerscheinung hingestellt wird. Die heutigen Krisen haben industriellen Syndikate und Kartelle: fie haben im mit denen früherer Jahrhunderte, die aus Mißwachs, langVerein mit ungünstigen Ernteausfällen im Auslande jährigen Kriegen, Epidemien usw. entstanden, nichts ihre Wirkung getan. Niemals in den lezten Jahr zu tun. Sie entstehen nicht aus unterzehnten haben die Preise der nötigsten produktion, sondern aus eberproduktion, das Lebensmittel und anderer wichtiger Bedarfs- heißt: aus einer über die Martinachfrage Dr. Leonhart, Mitglied des Reichstags. artitel eine solche Höhe erreicht, wie jezt zur hinausgehenden Erzeugung. Und ebensowenig ist Herr Spethmann hielt es überhaupt nicht für nötig, Zeit der anbrechenden Krise. Nach den statistischen die enorme Preissteigerung etwas Natürliches. Sie ist viel Sas Schreiben der sozialdemokratischen Kreisleitung zu beantFeststellungen, die regelmäßig auf 23 der bedeutendsten Märkte mehr in der Hauptsache die Folge der agrarischen Zollpolitik worten. der verschiedenen Provinzen vorgenommen werden, kosteten und der Preistreiberei der industriellen Syndikate. Um diese Die Ausreden. Ser Herren, die hochnäfige Fassung des 8. B. im Jahresdurchschnitt der lekten acht Jahre: Wirtschaftspolitik zu Fall zu bringen, muß die Macht der Struveschen Schreibens, die politische Naivität des Herrn Dr. med. Struve. Herr Dr. Leonhart schrieb unter demselben Datum: Sehr geehrter Herr! Auf Ihre Zuschrift vom 2. April ertofdere ich Ihnen, daß ich dem Vereinsgefe zuge= stimmt habe, weil es eine große Anzahl von Verbesserungen gegen den bisherigen Rechtszustand bringt, nachdem meine politischen Freunde in der Kommission sich mit Erfolg bemüht haben, den§ 7 der Regierungsvorlage erheblich abzuschwächen, während es ihnen nicht möglich war, den§ 10a zu verhindern. Hochachtungsvoll Dr. Leonhart verdienen kein Wort der Widerlegung. Diel §§ 7 und 10a wenden sich in direkter Formulierung gegen das Koalitionsrecht der Arbeiter, und es unterliegt feinem Zweifel, daß die Verwaltungs- und Gerichtspraris, besonders in Preußen, diese Bestimmungen noch viel weiter in foalitionsfeindlicher Absicht ausnuten wird, als fogar ihr Wortlaut besagt. Aber selbst wenn die drei Herren im Sinne der sophistischen Argumentationen, mit denen die liberalen Diskussionsredner im Reichstag operierten, im Zweifel über die Gefährlichkeit dieser Paragraphen gewesen wären, so durften sie doch über ihre endgültige Stellungnahme von dem Augenblicke an nicht mehr schwanken, als sie durch ihre sozialdemokratischen Kontrahenten von der Iepten Reichstagsstichwahl ausdrücklich an die Abmachungerinnert und darauf aufmerksam gemacht worden waren, daß es sich im Vereinsgefez um das ureigentliche Objekt des damaligen Bertrages handele, und daß jetzt die Stunde der Einlösung ihres Versprechens gekommen sei. Die Herren haben es vorgezogen, ihre Kontrahenten übers Ohr zu hauen. Man wird sich auf sozialdemokratischer Seite diese Erfahrung merken! Tach dem Generalitreik. Politifche Uebersicht. Berlin, den 11. April 1908. Freifinnige Kritik am Freifinn. Die Tremonia", das Dortmunder Zentrumsblatt, geht mit dem Abgeordneten Behrens wegen seines Verhaltens in der Vereinsgefeßfrage scharf ins Gericht. Das Blatt meint, die Stellungnahme des Herrn Behrens könnte völlig gleichgültig lassen, Der fozialliberale Verein für Berlin und Umgegend hielt wenn er nur christlichsozialer Abgeordneter sei, aber er sei aud am Freitag eine start besuchte Generalversammlung ab, in der Arbeiterführer, size in der Zeitung des Gewerk. die Herren Dr. Breitscheid und b. Gerlach über die gegen- bereins chriftlicher Bergleute und da sei seine Abwärtige politische Lage und den Delegiertentag in Frankfurt a. M. ftimmung doch ein starkes Stüd. Der Gewerkverein gebe für feine polnischen Mitglieder eine polnische Ausgabe des„ Bergreferierten. Herr v. Gerlach schlug der Versammlung folgende Re- fnappen" heraus und Herr Behrens bemühe sich, den polnischen Mitgliedern ihre Versammlungssprache solution vor: " Der sozialliberale Verein beauftragt seine Delegierten, rauben. Da werde sich der Getverkverein doch zu überlegen auf dem Delegiertentag in Frankfurt a.. bei haben, ob er einen Mann, der mit vollem Bewußtsein Sem politischen Jahresbericht nachstehenden Antrag Die Gewerkschaftsbewegung schädige, noch länger zu stellen: ชิน Bei einem Manne wie Behrens, der es fertig bringt, sich den Bei Anerkennung der Motive der Fraktionsmehrheit spricht in seiner Zeitung gebrauchen könne. der Delegiertentag sein Lebhaftes Bedauern darüber aus, daß die Frattion auch nach dem 10. Januar 1908 an der Scharfmachern im Ruhrrevier als Wahlmacher anzubieten und Blockpolitik festgehalten und damit eine Lähmung des entfeine Mitwirkung zusagt, um Arbeitervertreter aus den Ruhrschiedenen Liberalismus herbeigeführt hat. Der wahlkreisen zu verdrängen und durch Werksbesitzer zu ersehen, Delegiertentag erblidt in der Zustimmung bei dem soll man sich nicht wundern, wenn er aus politischer zu§ 7 des Vereinsgefebes eine Verlegung Streberei die polnischen Arbeiter ans Messer liefert. Und wenn der Grundlagen des Liberalismus." Gegen diefe Resolution sprachen die Herren Gewerkbereins- ieht die Zentrumspresse über diesen Mann herfällt, so möge fic sekretär Erkelenz, Kaufmann Schneider( von Naumanns daran denken, daß Herr Behrens nicht im Reichstage fäße, wenn " Hilfe") und Rechtsanwalt Th. Marcuse. Sie befürchten, daß ihm das Zentrum in seinem Wahlkreise Wetlar- Altenkirchen durch Annahme einer solchen Resolution ein Bruch innerhalb nicht zum Mandat berholfen hätte! der Partei eintreten wird, während sie der Hoffnung sind, daß durch weitere Agitation von unten herauf die Fraktionsgemeinschaft demokratischer werden würde. Kaiser und Papft. Rom, 8. April.( Eig. Ber.) Die italienische Polizei ist mit der Arbeit des 2. April noch nicht zufrieden. Nach der Bluttat will man noch die trockene Guillotine arbeiten sehen: die des Gerichts. Und während die Polizei sich von Rechts wegen wegen des vergossenen Blutes verantworten sollte, arbeitet sie an der Einfädlung eines Prozesses gegen die Arbeiter, die Gegenstand der Gewalttat in Piazza del Gesù waren. Sie behauptet, daß eine Verschwörung unter den Syndikalisten bestanden hätte, um einen gewaltsamen Busammenstoß zu provozieren, damit die Syndikalisten bei dem nach folgenden Generalstreit Oberwaffer bekämen. Die Anfchuldigung ist ebenso blödsinnig, wie der internationale" Anlaß des Blut bades. Aber trotzdem wird sie ihren Zwed erfüllen: die Polizisten, die sich des Totschlags schuldig gemacht haben, werden als An gegriffene geschildert, damit man sie in der Voruntersuchung als im Zustande der Notwehr befindlich, freisprechen kann. Um aber die Sache mit dem Komplott wenigstens den Dummen glaubwürdig zu machen, muß man den Hergang in Piazza del Gesù darstellen, als hätten sich Bewaffnete unter den Demonstranten befunden. Man sammelt eifrig Zeugenaussagen nach der Richtung und findet natürlich Menschen, die glauben, in dem allgemeinen Tumult einen Schuß gehört zu haben, der von der Seite(!) der Menge tam. Die Geschichte hapert insofern, als alle Kugeln, die gefunden wurden, an den Mauern wie in den Körpern der Toten und Lebendigen, von den Revolvern der Polizisten und Karabinieri herrühren. Wer sich auf den Schauplatz des Verbrechens begibt, Herr Behrens, der Arbeitervertreter". fann noch heute feststellen, daß teine einzige Schußstelle auf den Jm Reich" gibt der Abgeordnete Behrens Auskunft über Mauern zu sehen ist, vor denen die Polizei stand, während die Häuser der entgegengesetzten Seite mit Schußstellen besät sind, seine Abstimmung beim Reichsvereinsgefeß. Danach hat er in ebenso wie beide Seiten der Via Celsa, in die die Polizei die ber aweiten Lesung für den§ 7 gestimmt, troßdem, Flüchtigen verfolgte und wo z. B. der Anarchist Chiarella wie er erklärt, dieser Paragraph ihm höchst unsympathisch" niedergeschossen wurde. Trotzdem hat Giolitti im Parlament war. Wenn er dennoch dafür stimmte, so geschah das, wie Herr von einem Verwundeten gesprochen, der angibt, von einem Behrens uns wissen läßt, nur im Interesse der Arbeiter und nationalliberalen Scharfmachern im Westen bei der Lösung Demonstranten in den Kopf getroffen zu sein. Der Zufall ihrer Gewerkschaften". Denn ohne die Zustimmung der christlich wollte nun, daß Enrico Leone, früherer erster politischer sozialen Abgeordneten zu dem§ 7 würde der Staatssekretär seine Redakteur des„ Avanti" und jetzt Syndikalist, am Abend nach der Erklärung zugunsten der Gewerkschaftsbewegung nicht abgegeben Bluttat an der Post ein Gespräch hörte. Ein Herr erzählte haben so daß also die ministerielle Erklärung ein Erfolg der da einem Freunde, daß sein Bruder bei dem Zusammenstoß in Politik des Abgeordneten Behrens ist. den Kopf getroffen worden sei; ein Polizeibeamter hätte ihn gebeten, auszusagen, daß der Schuß von den Demonstranten abgegeben wurde! Der gefällige Bruder war der Ge währsmann Giolittis. Es fehlt nun nur noch der gefällige Arzt, der die Kugel der Polizei mit einer- Demonstranten. fugel vertauscht. Aber auch der kann sich finden. Wie aus Rom gemeldet wird, hat Wilhelm II. beim Heiligen Diesen Ausführungen traten die Herren Kunze, Bark, Rüdert, Wolter( Gewerfvereine H.-D.) und Dr. Kalisch Stuhl anfragen laffen, ob sein Besuch bei der Rüdkehr aus Korfu entgegen. Sie sprachen sich für die Resolution v. Gerlach aus; im Vatikan angenehm sei. Der Kaiser würde in Neapel landen und die Blodpolitit und die Fraktionsgemeinschaft von dort nach Rom reisen. feien ein Unglück für die freiheitliche Entwickelung des entDie Wahlreform des Kulturblocks". schiedenen Liberalismus. Als nach dem 10. Januar die Mehrheit der Freisinnigen Vereinigung beschlossen hatte, dem Reichskanzler das Mißtrauen auszusprechen, habe dies die längeren Artikel über die preußischen Landtagswahlen, was Die Kölnische Zeitung" entwidelt in einem Freisinnige Volkspartei durch die Drohung verhindert, in diesem Falle die Fraktionsgemeinschaft aufzulösen. Ebenso sei den Herren das demnächstige Abgeordnetenhaus in Sachen der WahlBarth und Anhängern von seiten der Partei untersagt worden, rechtsreform zu tun habe. Zunächst komme die Aendein den Wahltreisen, die durch laue Riberale vertreten find, Ber- rung der höchst ungerechten Wahlkreiseinsammlungen abzuhalten und Vereine zu gründen, also eine teilung, die namentlich den Osten vor dem Westen bevorgitation bon unten herauf zu betreiben, wie Herr zuge. Die Neueinteilung des Landes sei die Kernfrage der Erkelenz vorschlage; der Freisinnigen Volkspartei dagegen sei es Wahlrechtsreform; ihre Lösung sei wegen des Widerstandes unbenommen, unter dem Schuß der Fraktionsgemeinschaft allent- der Regierung und der Konservativen und Ultramontanen halben rein volksparteiliche Organisationen zu gründen und jeden so schwierig, daß es Kraftverschwendung sei, wenn diese erste Versuch der Sozialliberalen, Vereine zu bilden, als„ Quertreiberei" zu brandmarken. Und für solche Einigung trete Herr Forderung über dem aussichtslosen Kampfe für ein gleiches Raumann ein und opfere dabei demokratische und soziale Wahlrecht leide. Die Drittelung nach dem Zensus sei zu Grundsäße! ein liberaler Arbeiter fönne für die verwerfen, an ihre Stelle solle ein mäßiges Mehrstimmenrecht Fraktionsgemeinschaft eintreten, die durch Annahme des§ 7 treten; über die Notwendigkeit des geheimen und direk bon Arbeitern ihrer Rechte aufende beten Wahlrechts brauche in liberalen Kreisen kein Wort raubt habe! mehr verloren zu werden. Auf diese Forderungen vermöchten Die Resolution b. Gerlach wurde mit großer Mehrheit an sich Nationalliberale, Freisinnige und Freikonservative zu einigen und komme man zur Verwirklichung des Kulturblods. Der Bürgermeister Nathan, dem die Reaktionäre es natürlich verübelt haben, daß er die Fahne auf dem Campidoglio Halbmast hatte hissen lassen, gab in der Stadtverordnetenversammlung die folgenden Erklärungen ab:„ Warum ich die Fahne auf Halbmast hissen ließ? Aus dem allereinfachsten Grunde: ich kann mir teine Ursache größerer Trauer denken, als wenn, aus welchem Anlasse immer, Bürgerblut in den Straßen fließt, sei es von Demonstranten, von Soldaten oder Polizisten. Ich wüßte keinen beflagenswerteren Konflikt, als den zwischen einem Teil der Bürgerschaft und der bewaffneten Macht. Ebenso wie das Hinscheiden eines verdienten und berühmten Mitbürgers scheint mir das Verschwinden des Bürgerfriedens einer öffentlichen Trauerbezeugung der Stadtvertretung wert zu sein."( Anhaltender Beifall.) Die Volfsvertreter" in Senat und Kammer denken über diefen Fall etwas anders. Kulturpolitische Gloffen. genommen. Leider unterläßt es Herr Behrens, den Nachweis des Bu sammenhanges zwischen seiner Abstimmung und der Erklärung des Staatssekretärs zu bringen; für gewöhnliche Sterbliche wird dieser Zusammenhang ewig dunkel bleiben und man wird der Annahme zuneigen, daß Herr Behrens als getreuer Blodbruder für den§ 7 gestimmt hat, weil ihm die Blockpolitik höher stand als die Arbeiterpolitik. Nach seiner Abstimmung in der zweiten Lesung mag ihm nun von feinen christlich nationalen Kollegen der Kopf zurechtgesezt worden sein, vielleicht hat ihm auch die Leitung des chriftlichen Bergarbeiterverbandes, dessen Generalsekretär er ist, auf die blockeifrigen Finger geklopft- kurz: in der Dritten Resung stimmte Herr Behrens gegen den§ 7. Bei der Gesamt abstimmung über das Gefeh aber, wo ihm von seinen konservativen Blockbrüdern wieder zugesezt sein mag, fiel ihm das Herz wieder in die christlichnationalen Hosen und er enthielt sich der Abstimmung! Herr Behrens also, der Generalsekretär des christlichen Bergarbeiterverbandes, der zu seinen Mitgliedern auch zahlreiche Polen zählt, bringt es fertig, in zweiter Lesung einer gegen die Arbeiter gerichteten Ausnahmebestimmung zuzustimmen und bei der endgültigen Abstimmung findet er nicht einmal den Mut, gegen ein Gesek zu stimmen, das eine Fülle von Fallstriden, Hemmnissen und Schädigungen für die Arbeiterbewegung enthält. Den Nationalliberalen, in deren Sinne die Kölnische Zeitung" schreibt, ist es vor allen Dingen um die Neueinteilung der Wahlfreise zu tun, durch die sie namentlich im Westen zur Vermehrung ihrer Mandate zu fommen hoffen. Das ist die Hauptaufgabe, die der„ Kulturblock" nach der Meinung der Nationalliberalen zu erfüllen hat. Der Freifinn wird als würdig genug erachtet, den dieser Stulturfrage" Hilfe zu leisten. Nach der Bereitwilligfeit, die er beim Vereinsgesetz dem Scharfmachertum erwiesen hat, wird er es auch in der Wahlreform dem Kulturblod" nicht an seiner Hülfe fehlen lassen! Herr Richard Hamm. Als die Zeugenaussagen zweier Polizeibeamten im Arbeitslosenprozeß uns vorgestern zur Veröffentlichung einer Beporello= Liste entdeckter Spiel veranlaßten, führten wir in dieser Ehrentafel auch den Namen Richard Hamm auf. In einer Bu schrift, die sich nach alter Schablone auf§ 11 des Preßgesebes stügt, versichert Herr Hamm nun: Es ist unwahr, daß ich unter dem Namen Kaufhold auftrat; wahr ist, daß ich immer unter meinem Namen aufträt. Es ist unwahr, daß ich jemand bespielt habe; wahr ist, daß ich in den Kreisen, wo ich verkehrte, Reseklub Lassalle" und " Spinoza"( in letzterem war ich Mitglied), mir niemand etwas nachsagen fann." einer am 13. Januar 1906 von uns abgebrudten Berichtigung" Die Ansicht, daß er fein Spiel sei, hat Herr Hamm schon in verfochten, ohne daß sie dadurch irgendwie an Glaubwürdigkeit ge= wonnen hätte. Vielmehr bleiben die Tatsachen unanfechtbar, auf die wir zuerst am 13. November 1892, und dann wieder nach der Rückkehr des Herrn Hamm aus London und Budapest am 9. Januar 1906 hingewiesen haben. Herr Hamm sollte sich übrigens erinnern, daß er 1906 bei einem Besuch auf der Redaktion um gut Wetter bat und diese Bitte mit dem Hinweis zu begründen suchte, daß doch auch ein Verbrechen verjähre, sowie daß er ferner bei dieser Gelegenheit zugab, Polizeiaffordarbeiter gewesen zu sein und nur nicht an das Vorhandensein von Beweisen für seine Spigeltätigkeit glauben wollte. Für sich in Anspruch nehmen kann Herr Hamm nur eine herzlich belanglose Nebensächlichkeit. Er ist nämlich nicht Eine ähnliche Wandlung vollzieht sich jetzt in Japan. Dic lugen, aufmerksamen, sinnierenden Gesichter mit einem schmerzhaften Zug um die Mundwinkel machen Platz einem arroganten, selbstherrischen und borniert- liftigen Gesichtsausdrud. sich durch Massenpsychose überträgt, das kann ununtersucht bleiben; die personifizierte Höflichkeit ist, gab, indem er Zuder abwog und furz, es ist so, und wo das eintritt, ist es nicht mehr zu verkennen. Heringe einwickelte, deutlich zu verstehen, daß das für ihn nur Der Alltagsschlendrian, in dem das Leben des Bürgers wie ein ein Scheindasein sei, sein wirkliches Dasein aber beginne mit Von der Massenpsychose und vom bürgerlichen Jbealismus. träger, seichter Strom sich hinzog, wird aufgehoben, die Wert- dem Leutnant der Reserve. Dieser Kulturabschnitt der deutschen Man kann jetzt fast in jeder Universitätsstadt Westeuropas schätzung des Lebens verringert sich, seine Spannkraft steigt, der Geschichte fand seine Apotheose in dem Baby- Schnurrbart und dem Chinesen treffen, die feine mehr sind, selbstverständlich im kultur- einzelne mit feinen nächstliegenden Existenzinteressen erscheint Berliner Nationaldenkmal. Der erstere, dessen einzelne Haare historischen Sinne des Wortes. Der Zopf ist verschwunden, ber sich auf einmal flein und unbedeutend, er sucht nach großen Bebens- wider Gefes und Natur an der Nase emporstreben und wie schwunden auch das baumwollene Wams, das den Gestalten ein problemen, ergreift Partei für und wider, man probiert, studiert, Bajonettenspitzen sich nach dem eigenen Auge aufpflanzen; das weibisches Aussehen gab, und verschwunden ist vor allem der eigen- polemisiert, es regt sich jeder Geist; die politische Selbst- letztere mit seinen Bajonetten, Banzen, seinen, wie nach einer tümliche Ausdruck von den Gesichtern, der von dumpfen Gaffen, bar- aufopferung, sonst nur die Eigenschaft weniger, wird Gemeingut Ginquartierung zerschleuderten Sachen und Gestalten, seinem barischen Instinkten und einem in engen Banden festgehaltenen der Nation, und das frisch pulsierende geistige Leben der Nation aufdringlichen Kraftmeiertum und seinen reißenden, schreienden, tollwütigen Tieren, die nach allen vier Himmelsrichtungen hin Geist erzählte: ein Gesichtsausdrud, in dem etwas Pfäffisches, und prägt neue Gesichtsausdrücke. So hat auch in Rußland die Revolution die Geister verklärt. bereit sind, den harmlosen Passanten zu überfallen und zu Lasterhaftes und Flegelhaftes zugleich lag. Jung- China ist anders. Wie umgewandelt ist die Nation. Aus freien Gefichtern, deren hohe und noch bis vor kurzem sie sind ja nunmehr alle ausgestorben zerfleischen! Stirn von prächtigem schwarzem Haar umwallt ist, leuchten prüfend wenn man in Deutschland einen Greis mit frischem Auge ernst wundervolle Augen hervor. Man trifft diese jungen Leute in und freiem, regen Geist, allgemeinen Interessen fand, so wußte fleinen Gesellschaften in eifriger Diskussion, die sichtbar ihren Geist man, das ist ein 48 er! Es gibt aber noch andere Formen idealer Strömungen, die tief bewegt, man sieht sie auch gelegentlich mit einer kontinentalan China also allein ist gegenwärtig das Land, wo man den Arbeiter oder Kleinbürgerfamilie, vermutlich ihren Logiswirten, ganze Völker erfassen. Wir sehen z. B. nach dem Krieg von 1870/71 ein billiges Café aufsuchen. eine große geistige Flutwelle sich über Deutschland ergießen. Sie bürgerlichen Jdealismus zu suchen hat. Die einzigen Chinesen Das sind die jungen Ausläufer einer neuen Kulturströmung in ist aber von anderer Art, wie der Jdealismus der 48 er Bewegung. in China sind nur noch die Deutschen. Sie geben in echt China. Diese für China neue Kultur ist nichts anderes als die ge- War die 48 er Stimmung schwärmerisch, sentimental, kritisch und nationalliberaler Art, unter Berufung auf Voltscharakter und die nugsam bekannte bürgerliche Kultur, die wir fadenscheinig, be- himmelstürmend, so ist die patriotische Stimmung nach dem Langsamkeit der menschlichen Fortschritte usw. usw., sich alle schmutzt, scheinheilig und verkäuflich auf den Straßen Europas und Krieg nüchtern, brutal, rechthaberisch und rücksichtslos. Schwärmte Mühe, die Chinesen zu überreden, in ihrem Reformwert möglichst Ameritas herumlaufen sehen; aber drüben in Ostasien durchlebt die früher die deutsche Jungfrau für wallendes Künstlerhaar und langsam vorzugehen. Sicher sind aber auch in China die Tage des bürgerlichen alte Stolotte ihre Jugend wieder, da sie umschwärmt wurde und träumerischen Blick, so nunmehr für harten Schnurrbart und Begeisterung wedte. Und die Werte des Fortschritts, der Zivili- stramme Leutnantsschenkel; ließ sie sich früher beim Mondschein Idealismus gezählt. Die geistige Bewegung, die er emportreibt, sation, einer inneren Gerechtigkeit, der nationalen Autonomie ge- anschwärmen, so wollte sie jetzt erobert, mit frecher Hand als tann nicht bei ihm stehen bleiben. Ihm auf die Fersen muß der winnen hier aufs neue einen besonderen Sinn, der ihnen bei den Kriegsbeute entführt werden. Mehrere Jahrzehnte stand der sozialistische Gedanke folgen. In diesem Sinne begrüßen mir alten Nationen Europas verloren gegangen zu sein scheint" so Deutsche mit steifen Gliedern und stierte die Welt an. Er trieb fchon jetzt den ersten chinesischen Sozialisten, der fich Parvus. äußert sich ein französischer Beobachter zur Entwickelung Chinas. Handel, Industrie, verstand sich wohl auf das Geschäft, ging aber demnächst melden wird. Es gibt geschichtliche Momente, die das ganze geistige Leben dabei mit rotem Kopf herum, denn er fühlte fich in einem fort einer Nation aufrütteln. Auf welchen Wegen es tommt, wie es als den Sieger von Sedan; selbst der Ladenkommis, der doch stets Schweiz. Perfien. Verhaftungen in Teheran. London, 11. April. Nach einer hiesigen Blättermeldung aus Teheran verhaftete die dortige Polizei in der letzten Nacht mehrere Personen, teilweise Russen, die den Verdacht erregt hatten, daß sich in ihrem Besiße Bomben befinden. Es serrscht infolgedeffen große Erregung im Volte. Man be fürchtet ernste Verwidelungen. China. Aufständische Bewegung. unter bem am 13. November 1892 von uns angeführten Namen Broschüre überreicht worden sei, die er berlesen zu laffen Anstand| Probing berichten über dumpfe Garung unter den Staufhold aufgetreten, sondern hat sich Stern und Wilson genannt. nehme. Er beraume daher eine geheime Sigung an. Diese bes Bauern, welche eine Landzuteilung im Mai erwarten. Aber das ist Jacke wie Hose und mindert die Bedeutung seiner gann um 6 Uhr und dauerte bis 9 Uhr. In nament Die Bauern des Kursker-, Trelaer- und Tschernikower- Gouvernes früheren Tätigkeit nicht im geringsten herab. licher Abstimmung lehnte das Haus den Antrag Hock ab, ments, die sonst auswärts Arbeit suchen, blieben danach in Arbeit die Sigung für öffentlich zu erklären. Hierauf wurde die und warten auf die da notwendig werdenden Feldarbeiten. InIm Kampfe gegen die Hottentotten. Interpellation verlesen. Das Haus lehnte dann in einer folgedessen beschloß der Verband in seiner letzten Sizung die VerBilder aus Südwestafrita entrollte eine Verhandlung, die zweiten namentlichen Abstimmung den Antrag, die Ver- breitung eines Aufrufes, in dem u. a. die Rede davon ist, daß der gestern vor dem Kriegsgericht der Königlichen Landwehrinspektion lesung der Interpellation in öffentlicher Sigung vorzunehmen, allmählichen Landzuteilung an die Bauern die Juden und an. stattfand. Unter der Anklage des schweren militärischen Ver- gleichfalls ab. In der wieder aufgenommenen öffentlichen Sigung dere Revolutionäre hinderlich seien, welche unentgeltlich Unter der Anklage des schweren militärischen Ber- wurde nach mehreren Anfragen, bei denen der Abg. Seiz( Soz.) Band verlangen, um es in eigenen Besitz zu bringen. brechens, vor dem Feinde seinen Wachtposten verlassen zu haben einen tonfiszierten Paffus aus der Wahrmundbroschüre verlas, was ( eine Straftat, die nach dem M.-Str.-G.-B. mit mindestens zehn Vizepräsident Zacek unter stürmischen Protestrufen der Jahren Gefängnis geahndet wird) hatte sich der ehemalige Schutz- Sozialdemokraten rigte, die Sigung um 9 Uhr abends truppler, Reiter Pawledi von der 5. Kompagnie des 2. Feld- geschlossen. Die nächste findet am 30. April statt. Regiments zu verantworten. Außerdem wurde ihm Achtungsverlegung gegen einen Vorgesetzten vor versammelter Mannschaft zur Last gelegt. Der Angeklagte war seinerzeit freiwillig in die SchutzZum Auslieferungsfall des Russen Wassiliew. truppe eingetreten und hatte vielfach Gelegenheit gehabt, gegen die Aus Genf wird berichtet, daß bei den Aften des BundesHottentotten zu kämpfen. Am 28. Januar 1906 langte er mit gerichtes in Lausanne zwei Eingaben zugunsten Waffiliews liegen, seinem Truppenteil nach einem fast viertägigen entbehrungsvollen eine solche der Society of friends of russian freedom, deren Präs Marsch von Betlehem in Sunjab an. Durch die bestandenen Stra- fident Robert Spencer Watson, member of the Privy Council und pazen ermüdet, legten sich die Leute um 4 Uhr nachts schlafen, die andere von der Ligue belge des droits de l'homme, unterdoch um 6 Uhr mußten sie wieder zum Wachtdienst antreten. Zu zeichnet vom Präsidenten Lorand. Die Pariser Kundgebung, von der fraglichen Zeit trieben sich Hendrik Brand und Cornelius mit ihren Hottentottenschiaren in der Umgebung umher, und einige Tage vorher hatte ein größeres Gefecht bei Dochas stattgefunden. Ga war daher den Mannschaften eingeschärft worden, auf dem Posten zu sein. Als frühmorgens die Esel und Reitpferde getränkt wurden, mußte der Angeklagte pumpen. Infolgedessen kam sein den Reitsattel auflegte, befahl ihm Sergeant Schuster, er solle sich Reitesel als letztes an die Tränke. Während er nun dem Tiere etwas beeilen, da die anderen Mannschaften bereits fertig waren. B. erwiderte daraufhin:" Donnerwetter, ich kann doch nichthegen!" Mittags nahm dann der Angeklagte, dem das Trinken von Rum, dem Nationalgetränk in Südwestafrika, wegen eines Disziplinarbergehens nicht gestattet worden war, ein ziemlich starkes Quantum Rum, das er von einem Kameraden erhalten hatte, zu fich. Als er abends um 10 Uhr den Wachtposten antreten sollte, schlief er so fest, daß er wach gerüttelt werden mußte. Er verließ dann nach einer Viertelstunde seinen Boften, legte sich auf dem Lagerplatz nieder und schlief mit den Worten:" Wer ist denn da hinter dem Berge!" ein. Ein Vorgesetter fand ihn später mit dem Gewehr im Arm schlafend vor. Er brachte ihn zur Wache, wo er bald wieder einschlief und auch am folgenden Morgen war er nicht wieder wach zu bekommen. Die Folge des Vorganges war eine Anklage wegen Verlaffens des Wachtpostens gegen den Reiter. In der gestrigen Verhandlung vor dem Kriegsgericht führte der als Sachverständiger geladene Tropenarzt aus, daß unter den obwaltenden Umständen der Genuß des vorher entzogenen Rums derartig auf den Angeklagten eingewirkt haben konnte, daß er sich in einem Zustand befand, in dem feine freie Willensbestimmung ausgeschlossen war. Das Gericht sprach denn auch den Angeklagten auf Grund des§ 51 des R.- Str.G.-B. von der schweren Anklage des Verlassens des Postens vor dem Feinde frei und es verurteilte P. wegen Achtungsverlegung bor bersammelter Mannschaft und wegen Trunkenheit im Dienste au vier Wochen strengen Arrest. der in der Prefse viel die Rede war, ist nicht eingesandt worden. Anhungfung, und Honan sind die Borer in Bewegung, speziell Schanghai, 11. April. In den Provinzen Schangfong, Es wäre wünschenswert, daß sie noch dem schweizerischen Bundes- in den geheimen Verbindungen der Großen Messer, der Weißen gericht zugesandt würde. Lilie und Lilie Tor- Gesellschaft. Diese werben neue Rekruten an Verteidiger Waffiliews ist der Genfer Advokat Willamin, der und versuchen Unfrieden unter der Landbevölkerung zu ſtiften. sich auf den Standpunkt seines Klienten stellt. Daß das von diesem Truppen der genannten drei Provinzen erhielten den Befehl, ſich verübte Attentat ein politisches Verbrechen sei und er daher nicht sofort nach den Orten, wo Ruheſtörungen befürchtet werden, zu beausgeliefert werden dürfe. Stellt sich das Bundesgericht ebenfalls schen Regierung ablehnen und Waſſilien auf freien Fuß sezen. Systems von Japan gekauft haben. Ein Dampfer mit über 600 Geauf diesen Boden, so muß es das Auslieferungsbegehren der ruffi- geben und die Bewegung zu unterdrücken. Die revolutionäre Partei freigesinnten Männer und Frauen der ganzen Kulturwelt sehen Dem Entscheid in cauſanne mit der größten Spannung entgegen wehren ist in Schekiang eingetroffen.(„ Frankf. 3tg.") und hoffen, daß er im Sinne freiheitlicher Auffassung ausfallen werde. Frankreich. Der Armeelieferungsskandal. Im Der Boykott gegen Japan. London, 11. April. Wie dem Reuterschen Bureau aus Hongkong gemeldet wird, hatte infolge des Boykotts gegen die Japaner der japanische Postdampfer America Maru" auf seiner letzten Fahrt nach San Francisco feinerlei chinesische Ladung an Bord und nur 25 Baffagiere gegen 730 der Empreß of India", die am Donnerstag in See ging. Marokko. Die dementierten Greuel. Aus der Partei. Paris, 9. April.( Gig. Ber.) Die Affäre der Fleischlieferanten der Armee zieht immer weitere Kreife. Zunächst waren es einige Fleischer in den Garnisonstädten des Ostens, die überführt wurden, Fleisch und von franken, vom Pariser Schlachthof ausgeschlossenen ihre Lieferungen für die Armee aus Antäufen von verdorbenem Tieren bestritten zu haben. Nun sind auch in den Garnisonen der anderen Landesteile Untersuchungen des gelieferten Fleisches an Paris, 11. April. Das Journal officiel veröffent gestellt worden und es ist heute schon festgestellt, daß so ziemlich licht den Bericht des Generals d'Amade über seine Operationen vom überall gesundheitsgefährliches Fleisch den Soldaten verabreicht 12. bis 14. März und insbesondere über die Ereignisse des 15. März, woorden ist. Natürlich sind die Fleischer nicht die einzigen in der die die Interpellation Jaurès' in der Kammer veranlaßt Affäre Kompromittierten. So ist schon nachgewiesen, daß ein hatten. Der Bericht behauptet, daß die Frauen, Kinder und Leute Tierarzt in Pont à Mouffon im Sold eines Fleischhändlers ge- ohne Waffen, die sich um das Belt des Kaids Bunuala gefchart heitsattesten überlassen hat. Der Unterstaatssekretar des Kriegs, feuerten, gefchont wurden, während gegen die kämpfenden Marokkaner standen und ihm seinen Stempel zur Ausfertigung von Gesund- hatten und von dort durch ihre Zurufe die Krieger zum Stampfe anHerr Chéron, hat in der Kammer auch zugegeben, daß die mit der der Bajonettangriff erfolgte. d'Amade erklärt, er habe nicht auf der uebernahme des Fleisches betrauten Offiziere nicht die nötigen ganzen Linie des ausgedehnten Lagers Feuer anlegen lassen, nur( 1) Kenntnisse besitzen und daß die Kontrolle mangelhaft sei. drei bis vierhundert Belte seien den Flammen überliefert übrigen erklärte er, daß man es mit einer wahren schwarzen worden. Der General hält diese Maßregel für hinreichend, um den Bande zu tun habe. Einer der Händler habe auf Vorhaltungen Einfluß Bunualas zu brechen. aynisch erwidert: Ach was, Geschäft ist Geschäft. Das verbrecherische nis. Bei der Untersuchung, die unlängst ein Beamter der Inten Treiben war auf dem Pariser Schlachthof ein öffentliches Geheimdantur unauffällig vornahm, bemerfte er viel verdächtiges Wich Der Kampf gegen die Jugendorganisationen. und auf die Frage, was damit geschehe, bekam er von einem Viehhändler die Antwort: Das gehört fürs Militär. In Jena, der geistigen Metropole Thüringens", wird seit Artur Levysohn. In Meran ist heute, wie der Telegraph Mit einer Rede von überlegener Sachkundigkeit griff Genoffe einiger Zeit ein hartnädiger Stampf gegen den bestehenden Verein meldet, im Alter von 67 Jahren Artur Levyfohn gestorben, der lang- Vaillant in die Diskussion ein und wies nach, daß das Uebel unge Garde" geführt. Die jungen Leute wurden bei der jährige Chefredakteur des Berl. Tageblattes". Anfänglich Buch vor allem mit dem von der Armeeverwaltung befolgten System Polizei von Handwerksmeistern, entschieden liberalen" Größen händler, widmete sich Levysohn später philologischen Studien und der Ausschreibungen zusammenhänge, bei dem auf den niedrigen und vor allen Dingen von einigen Pfaffen die selbst an der Leitung war dann als Korrespondent der Köln. 8tg." in Paris tätig. Den Preis, nicht auf die Qualität der Ware zuerst gesehen werde. Ins- eines angeblich neutralen Lehrlingsvereins stehen, denunziert, deutsch- französischen Krieg 1870/71 machte er im deutschen Haupt- besondere wies er auch auf die Ungehörigkeit hin, Tiere mit einer daß fie fich in ihren Versammlungen mit Politik bes quartier als Kriegsberichterstatter mit und trat dann im Jahre 1876 lokalen Zuberkulose bis auf den erkrankten Teil frei. fchäftigen. Die Polizei umschlich darauf das Versammlungss in die Redaktion des vier Jahre vorher gegründeten Berl. Tagebl." ein, zu geben ein Brauch, der den Betrug geradezu provoziere. lokal der jungen Leute, um schließlich kurzerhand in das Verdeffen Chefredaktion er 1881 übernahm. Unter seiner Leitung nahm Der Umstand, daß von den Schurken, die das gesundheitsgefähr- fammlungszimmer einzudringen und die Versammlung aufzulösen. das Blatt bald einen starken Aufschwung, da er nicht nur den Nachliche Fleisch geliefert haben, die zuerst Erwischten Juden waren, Währenddem wurden von anderen Schußleuten die Eingänge besetzt richtendienst des Blattes gut organisierte, sondern auch junge Talente hat natürlich der antisemitischen Presse die willkommene Gelegen gehalten und die herauskommenden Versammlungsteilnehmer heranzuziehen verstand. Freilich blieben ihm auch die Leiden des heit gegeben, diese verbrecherischen Praktiken unter der üblichen notiert und später mit Strafmandaten bedacht, weil sie journalistischen Berufs nicht erspart. Wegen Bismardbeleidigung parteipolitischen Beleuchtung zu zeigen. Indes ist jetzt, da die zum Teil noch die Fortbildungsschule besuchten. Der Versaminmußte er drei Monate in Plößensee verbüßen. Zu Beginn des Strafanzeigen und die Beschlagnahmen verdorbenen Fleisches im lungsleiter wurde bestraft, weil er eine angeblich politische Ber Jahres 1906 streďte ihn ein Schlaganfall nieder. Seitdem war er Nerden wie im äußersten Süden vorgekommen und„ arische" Sänd. sammlung nicht behördlich angemeldet hat. Gegen diese Strafschwer leidend. ler nicht minder als" semitische" kompromittiert sind, die Angelegen- mandate wurde selbstverständlich Berufung beim Amtsgericht in heit über den konfeffionell- raffenpolitischen Rahmen hinausgewachsen. Jena eingelegt. Am Montag stand der Termin an. Der StaatsDie Tendenz, bei Armeelieferungen betrügerischen Profit auf Stoften an iv alt beantragte die Berufung zu verwerfen. Wenn der Boltsgesundheit zu machen, ist eben bei allen Fleischhändlern es auch in den Statuten heißt, so fagte er, daß sich der Verein die sicherlich auch gute Batrioten" sind vorhanden. Sie ist weder mit politischen noch religiösen Dingen befaßt, so ist diese auch nicht auf die Fleischer beschränkt. Es ist noch gar nicht lange Bestimmung doch nur dazu da, der Polizei Sand in die her, daß Verfälschungen des Brotmehls im größten Stil nach- Augen zu streuen. Der Verein hat zu seinem Stiftungsfeft gewiesen worden find. Im übrigen gehört dieses Treiben zur nur in der sozialdemokratischen Weimarischen Volkszeitung Tradition der republikanischen Bourgeoisie, wie die Geschichte der inseriert, auch seine Drucksachen bei der Firma Leber u. Co. her. großen Revolution lehrt. Deshalb wird es auch nicht viel nüßen, stellen lassen. Auch hat die„ Weimarische Volkszeitung" in einigen wenn diesmal die Justiz für eine Weile energisch wird und auf ein Artikeln jich der jungen Leute angenommen. paar von den Uebeltätern Jagd macht. Wenn der Sturm vorbei weitere Beweise nötig sein, so verweise er auf den Ausspruch eines ist, werden die Profitmacher allmählich wieder in die alten Posi- bekannten Sozialdemokraten, nach welchem die sozialdemokratischen tionen still einrüden. Diese Korruption gehört zum tapitalistischen Jugendorganisationen den Offizierskasinos und Studentenvereinen System ebenso wie der patriotische Militarismus, in dessen Schatten in moralischer Hinsicht als Muster dienen fönnten. Es mußte selbst einem bürgerlichen Rechtsanwalt, der die jungen Beute vertrat, sie gedeiht. Eine fidele Schießstandwache. Aus Halle a. G. berichtet man uns unterm 11. April: Urgemütlich muß es bei dem Wachdienst des Infanterieregiments Nr. 72 in Bernburg hergegangen sein, als das dritte Bataillon zur Herbstübung nach dem Truppenübungsplatz in Altengrabow gezogen war. Vor einiger Zeit sind die Musketiere Bommbach und Grunig zu einem Jahre bezw. neun Monaten Gefängnis verurteilt worden, weil sie am Sonntag, den 8. September, den langweiligen Wachdienst verlassen hatten und nach dem Schüßenfeft gegangen waren. Dann wurde ein Vizefeldwebel wegen Wachvergchens verurteilt und heute waren wiederum vor dem Kriegsgericht der 8. Division vier Personen wegen Wachvergehens angeklagt. Es erschienen als Angeklagte: Der Unteroffizier der Reserve Louis Ganzer, der Gefreite der Reserve Ostar Grünewald und die Reservisten Otto Friedrich und Franz Thürschmied Jahres von dem Militärdienst zur Reserve entlassen worden sind, bom erwähnten Regiment. Die Angeklagten, die im Herbst vorigen hatten am 7. und 8. September die etwa 35 Minuten von der Kaserne in Bernburg entfernt liegende Schießstandwache zu_bc= zichen. Als dem Unteroffizier am erwähnten Sonntage als Vorgefeßten auf der Wache die Zeit etwas lang wurde, machte er Die Fensterläden zu, verschloß die Wache, stedte den Schlüffel in die Tasche und ging mit seinen Boften Friedrich sowie Thürschmied, die gar nicht aufgezogen waren, ab. Vor der Stadt fam ihm Grünewald mit der Ablösung entgegen. Ganzer überreichte dem Grünewald auf der Straße einfach den Schlüssel und in diefer Form übergab und übernahm man die Wache. Die Angeklagten glaubten, das so machen zu können, und haben sich nichts Schlimmes bei dem Instichlassen der Wache gedacht. Der Antläger sprach von einem außerordentlich schweren Dissiplinbruch, bei dem auch ein Unteroffizier beteiligt sei und meinte, man könnte daraus entnehmen, daß die zweijährige Dienstzeit nicht ausreiche, δας notwendige Pflichtgefühl zu weden. Man könne allerdings auch anderer Meinung sein," da besonders der Unteroffizier ein Mann bon vorzüglicher Führung sei Was hätte wohl der Herr AnKläger entgegnet, wenn man ihm vorgehalten hätte, wie es mit dem erweďten Pflichtgefühl des Leutnants Bullerich von demselben Regiment gestanden habe, der kürzlich ebenfalls wegen Bachvergehen 3 angetlagt war und zwei Jahre Festung erhielt, weil er einen Wachtposten ohrfeigte. Sollten da nicht cher böse Beispiele gute Sitten verderben? Beantragt wurden gegen den Unteroffizier 11 Monate Gefängnis und Degradation, gegen den Gefreiten 5 Monate und gegen die anderen beiden Angetlagten je 3 Monate Gefängnis. Berurteilt wurde der Unter offizier zu 5 Monaten Gefängnis und Degradation. Die übrigen drei Angeklagten tamen mit je 21 Tagen Mittelarrest davon. Oefterreich. Paris, 11. April. Der Unterstaatssekretär im Kriegsministerium, gebracht, die beschuldigt find ungenießbare Waren an die Truppen Cheron, hat weitere 9 lagen gegen Schweineschlächter eingeliefert zu haben. Aus der Kammer. Paris, 10. April. Die Deputiertenkammer hat das Gefes betreffend den Heimfall der Kirchengüter in der bom Senat beschlossenen Fassung mit 364 gegen 129 Stimmen und den Amnestie entwurf in der vom Senat beschlossenen Fassung einstimmig angenommen. Im Laufe der Sitzung er widerte der Unterstaatssekretär im Ministerium des Innern Maujan auf eine Bemerkung Jaurès, der Bericht des Generals d'Amade über das Gefecht vom 15. März werde morgen im Journal Officiel erscheinen, die Veröffentlichung des Berichtes habe also feinerlei Verzögerung erlitten. Nachdem die Tagesordnung er ledigt war, vertagte sich das Haus bis zum 10. Mai. Antimilitaristische Demonstrationen im Theater. Paris, 11. April. Im Ambigutheater fam es gestern abend während der Generalprobe eines militärischen Dramas, das mit der Hinrichtung eines unschuldig verurteilten Soldaten endet, zu lärmenden Kundgebungen. Mehrere Zuschauer riefen: Nieder mit der Armee!" und flatschten bei den gegen die Offiziere gerichteten Stellen stürmisch Beifall, während andere das Stüd auszischten. Im Zwischenatt tam es im Publikum zu hef tigen Streitigkeiten; mehrere Galeriebesucher wurden handgemein. England. Ein Erfolg des Tweedmouthbriefes? London, 11. April. Der Marinekorrespondent des Daily Telegraph" erfährt, daß die gesamte englife Flotte im Laufe des nächsten Sommers mobilisiert werden wird. Die Manöver sollen einen ganzen Monat dauern, 400 Schiffe werden daran teilnehmen. Rußland. Eine echt- russische Lüge. Sollten aber noch ein leichtes sein, eine derartige Begründung zu widerlegen. Das wurde als ein politischer erklärt und hat in Zukunft Gericht fümmerte sich jedoch darum nicht, sondern schloß sich vollinhaltlich der staatsanwaltlichen Begründung an. Der Verein feine Versammlungen anzumelden, die jest nur unter polizeilicher Bewachung stattfinden, damit sich die Jugendlichen nicht etwa über Sachen unterhalten, die die Grundlagen des Staates erschüttern. Die Strafe gegen den Leiter der Versammlung wurde bestätigt, die gegen die Fortbildungsschüler aufgehoben, weil sie nach Ansicht des Gerichts geistig noch nicht so weit gebildet sind, daß sie unterscheiden können, was eine politische oder nichtpolitische Ber sammlung ist. Die jungen Leute werden sich bei dem Urteil beruhigen, sie sind sich gewiß, daß auch bei der nächsten Instanz nicht mehr herauskommt. So viel steht fest, daß der Verein durch diese Aktion nicht gelitten hat, er wird vielmehr den Jenaer Handwerks. meistern, die neben teinem Gehülfen drei bis vier Lehrlinge ausb- ilden, in Zukunft noch mehr auf die Finger flopfen. Wie ein freifinnig- demokratischer Profeffor die Sozialdemokratie bekämpft. Unser holländischer Parteigenosse Van der Goos, Privatdozent an der Universität zu Amsterdam, hielt dort vor kurzem in einer Studentenversammlung einen Vortrag über Klassen. ampf. Anwesend war auch der freisinnig- demokratische Profeffor der Staatswissenschaften Van Embden. Von der ihm gebotenen Gelegenheit zur Debatte machte der Professor feinen Gebrauch, schrieb aber dann für sein Parteiblatt Landen Volt" über den Vortrag einen Bericht, worin er Van der Goos als einen ganz unwissenden Menschen hinzustellen suchte. Unser Genosse lud nun den Professor zu einer Debatte cin vor denselben Studenten, die seinen Vortrag mit angehört hatten. Da antwortete diese Leuchte der freisinnig- demokratischen Staatswissenschaften, sein Mita lehrer an der Hochschule stände wissenschaftlich auf solcher Stufe. daß er für eine Debatte mit einem Professor nicht in Betracht tommen fönnte. Ueber diese Unverschämtheit regten sich die Stu denten, die offenbar den Vortrag unseres Genossen höher schäßten als die Weisheiten ihres Professors, mächtig auf, und ein Sozial demokrat unter ihnen, Genosse Bakker, gab im Studentenblatt Propria Cures" seine Entrüstung fund und erklärte es für eine Schande, wenn Studentenvereine einen solchen Professor als Ehren Eine Wahrmund- Interpellation in geheimer Parlamentssitung. In der letzten Sigung des Abgeordnetenhauses vor den Osterferien am Freitag wurde nach der Genehmigung der Vorlage über die Errichtung eines Ministeriums der öffentlichen Arbeiten vom Vize- Petersburg, 11. April. Die Zentralverwaltung des Berborsißenden duldeten. prafidenten 3a cet mitgeteilt, daß ihm eine Interpellation des bandes des russischen Bolt es erhielt alarmierende NachAbgeordneten Baron Hod betr. die Stonfiskation der Wahrmund- richten aus ihren Filialen. Die Agitatoren des Verbandes in der Studenten Batter beim Akademischen Senat wegen Beleidigung Die Folge war, daß der Professor Dr. D. van Embden den Soziales. Bom neuen Mittelstand. " Achtung! Sattler, Gummiarbeiter Serklagte. Die Entscheidung ist noch nicht gefällt. Man ist selbst, immer flater gulage, daß die eigentlichen Urheber der gegen In der Neuen Automobilreifen- Gesellschaft"( Fabrikation für verständlich gespannt darauf, wie sich der Senat der Universität, wärtigen Arbeiterunruhen, die die Grundlage des Staates und der über die Zucht" unter den Studenten zu wachen hat, zu der die öffentliche Ordnung in bedenklicher Weise zu erschüttern be- Gleitschutz), Lindowerstraße 18/19, haben die dort beschäftigten Kollegen Sache stellen wird, ob er nicht auch von einem Professor einem ginnen, die sozialdemokratischen Agitatoren sind, denen es aus- wegen geradezu empörender Behandlung seitens des Werkführers Privatdozenten gegenüber etwas mehr Zucht" für notwendig er- schließlich um ihre parteipolitischen Interessen zu tun ist. In Grabs die Arbeit eingestellt. Wir ersuchen um Fernhaltung jeg achtet. Breslau betreiben, wie die Fälle Löbe und Klüß beweisen, diese lichen Zuzugs. systematische Verhebung der Massen in erster Linie die Redakteure Die Ortsverwaltung Berlin des Verbandes der Sattler. der„ Volkswacht", deren verlogene Berichte über die Vorfälle des 19. April 1906( die Polizeiattacke am Striegauer Plaz und das Eine Einigung im Badegewerbe. Handabhacken sind gemeint) und aufreizende Artikel alles auf dem Wir erhalten folgende Zuschrift: Gebiete Beobachtete in den Schatten stellen. Diesen schamlojen Der Vorwärts" brachte in Nr. 87 einen Bericht über die Aeußerungen der Presse reiht sich würdig an die in dem an- Tarifverhandlungen im Badegewerbe. Darin finde ich folgenden liegenden Berichte wiedergegebene Rede des Albert, in der von Saz:„ Leider muß hierbei gesagt werden, daß die wenig geschickte Bewahrung der Ruhe direkt abgemahnt und ausdrücklich auf die Form dieser Anträge, an welcher der lokalistische und dem Kartell Gewalttaten der Jahre 1848/49 und die Verbrechen der russischen angeschlossene Verein der Bademeister beharrlich festhielt, den ArRevolutionäre als nachzuahmende Vorgänge hingewiesen wird. beitgebern ihre Stellungnahme erleichterte. Ebenfalls an dem Wenn gegen derartige Agitatoren nicht mit der vollen Strenge des Widerstand der letzteren scheiterte eine Verständigung über die VerGesezes eingeschritten wird, dürften sich alsbald, speziell in fürzung der Arbeitszeit und die Einführung von Pausen." Ich Breslau, Zustände etablieren, deren die Polizeibehörde kaum noch erkläre, daß sämtliche Anträge mit Einverständnis der SchlichtungsHerr werden könnte." fommissionsmitglieder des Verbandes städtischer Arbeiter einAlbert fühlte sich durch Dr. Bienko beleidigt und strengte gebracht worden sind. Es ist nicht richtig, daß die Verkürzung der gegen ihn die Privatflage an. Namentlich wandte er sich gegen Arbeitszeit an dem Widerstand unserer Verbandsdelegierten die Behauptungen, daß er„ verlogene Berichte" in der Zeitung scheiterte, sondern im Gegenteil wurde von mir die Verkürzung der bringe, systematische Berhebung der Massen" betreibe und scham- Arbeitszeit energisch verfochten. Die Einführung von Ruhepausen los" sich in der Presse äußere. Die wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse der Ingenieure und Techniker des Maschinenbaues und der Elektrotechnik sind der Gegenstand einer statistischen Erhebung gewesen, welche der Deutsche Techniker- Verband am 1. Mai 1907, also in einer Zeit guten Geschäftsganges, veranstaltet hat. Sie war eine Stichprobenzählung, die sich über das ganze Reich erstreckte und Angestellte im Maschinen- und elektrotechnischen Berufe umfaßte. Die Ergebnisse find außerordentlich interessant. So ergab sich z. B., daß von 1921 befragten technischen Angestellten an jenem Tage ein Einkommen hatten von 3,4 Prog unter 1200 M. 1200-1500 1500-1800 13,0 13,7 " " 1800-2100 19,2 " " 2100-2400 11,9 " " 2400-2700 12,5 " 2700-3000 6,4 17 3000-8300 6,8 " " 3300-3600 2,6 " " 3600-3900 3,1 19 " 3900-4200 1,5 " " 4200-4500 " " 4500-5000 1,6 1,9 " " 1,4 " Im übrigen sind in dem Artikel die Arbeitsverhältnisse in Noch bevor sich der Beklagte Bienko äußerte, erhob schon die war überhaupt nicht vorgesehen. Regierung zu seinen Gunsten den Konflikt, so daß bis zur Ent- dankenswerter Weise richtig wiedergegeben. Einer Mahnung an scheidung über diesen das Verfahren gegen Dr. Biento vorläufig die Badeangestellten zum Zusammenschluß, aller Kräfte bedurfte eingestellt werden mußte. Der Konfliktsbeschluß, durch den die Mit Parteigruß Viktor Hirschberg Mitglied der Schlichtungskommission im Badegewerbe. Deutfches Reich. gänzliche Einstellung des Verfahrens verlangt wird, läßt sich be- es nicht, da der Verband auf meinen Antrag be schlossen hat, das Verhältnis zum Kartell zu gründend so aus:" Das Schreiben des Polizeipräsidenten ist in kündigen, was bereits erfolgt ist, und demnächst amtlicher Eigenschaft verfaßt und abgesandt. Der Polizeipräsident die Einigungsfrage auf die Tagesordnung der ist in erster Linie dazu berufen, für Aufrechterhaltung der Ruhe, Bersammlung zu sehen. Ordnung und Sicherheit in seinem Amtsbezirk Sorge zu tragen. 5000 M. und mehr In dieser Eigenschaft kann ihm das Recht nicht abgesprochen Dazu ist noch zu bemerken, daß 1 Proz. der Befragten ihr Gins werden, in ihm geeignet erscheinenden Fällen die zur Entscheidung fommen nicht angegeben haben vielleicht, weil es zu hoch ist? berufenen Behörden( Staatsanwalt und Gericht) zu einem beOder haben diese am Ende noch etwas zugegeben, um Beschäftigung sonders energischen Einschreiten zu veranlassen und hierbei auch zu finden? Im Ingenieurberuf ist es beinahe so weit gekommen. Kritik an den Handlungen von Privatpersonen zu üben. Diese Die Bauarbeiteraussperrung in Guben dauert jetzt bereits Es gibt eine große Menger junger Ingenieure, die unbezahlt in nicht für die Oeffentlichkeit oder für den Privattläger bestimmte eine Firma eintreten und sich sogar danach drängen, bloß um eine Kritik ist vorliegend zwar scharf, läßt aber in der Form und den drei Monate. Einer der Arbeitgeber hat jetzt die Arbeit wieder Anfangsstellung gehabt zu haben. Das kann man verstehen vom Ausdrüden erkennen, daß dem Polizeipräsidenten eine Absicht, aufgenommen, indem er mit den Drganisationen( Maurer und Standpunkte des jungen Mannes, der weiterkommen will, nicht aber A. zu beleidigen, ferngelegen(!) hat. Dr. Biento hat seine amt- Bimmerer) vereinbarte, vorläufig unter den Bestimmungen des alten vom Standpunkte eines zielbewußten Arbeiters, der eine solche Zu- lichen Befugnisse nicht überschritten." mutung, seine Arbeitskraft für nichts herzugeben, schon mit Rüd- Der Staatsanwalt, der Oberstaatsanwalt, das Amtsgericht Tarifs weiter zu arbeiten. ficht auf die Solidarität mit seinen Klassengenossen energisch zurüd- und der Straffenat des Oberlandesgerichts in Breslau sprachen Die Aussperrung im Malergewerbe beschlossen! weisen würde. Solidarität ist aber ein Begriff, der in diesen sich in ihren Gutachten an den Justizminister dahin aus, daß der Durch Schreiben des Hauptverbandes deutscher Arbeitgeber Streisen akademisch oder fachlich gebildeter Leute so gut wie unbe- Konflikt zulässig und begründet sei. tannt ist. Die Erfolge lehrt ja die Erhebung des TechnikerverbanZu der Verhandlung vor dem Ober- Verwaltungsgericht am verbände im Malergetverbe vom 8. April 1908 wird dem Vorstand des. Im Jahre 1903 wurde eine allgemeine Erhebung angestellt, 10. April hatte der Justizminister in der Person eines Geheimen des Verbandes der Maler usw. mitgeteilt, daß die Aussperrung am mobei ermittelt wurde, daß von den damals Befragten fast ein Regierungsrates einen Kommissar zur Wahrnehmung des öffent: 11. April in Kraft treten wird. Das Aussperrungsgebiet erftredi lichen Intersses gesandt. Er erklärte die Gründe des Konflifts für zutreffend und bemerkte ferner: Allerdings sei das amtliche sich über ganz Deutschland und es tommen etwa 12 000 OrganiSchreiben nicht für die eigentliche Untersuchung bestimmt gewesen. fierte in Frage. Obwohl in einem Teil der Städte, die in Frage Aber die Behörden seien auch verpflichtet, einander Informationen stehen, der Tarifabschluß ziemlich gesichert war und einer friedlichen zu geben, die sie im Staatsinteresse für erforderlich halten. Daß Einigung nichts mehr im Wege stand, drängte sich der Vorstand des das Schreiben zur Kenntnis des Redakteurs A. gekommen sei, nengegründeten Arbeitgeberverbandes im letzten Augenblick zwischen wäre weder mit Wissen Dr. B.s geschehen noch seine Absicht ge- die Parteien, um die Anerkennung der christlichen und der Hirschwesen. Ober auch im anderen Falle wäre der Konflikt begründet, weil Dr. Biento das Schreiben verfaßt hätte auf Grund einer Dunderschen Gewerkvereine als gleichberechtigte Kontrahenten durchgenauen Prüfung der Angelegenheit(!) und auf Grund seiner zusetzen, was die weiteren Verhandlungen unmöglich machte. Bepflichtmäßigen Ueberzeugung. sonders zu erwähnen ist, daß der Verband durch keinen Streit die Rechtsanwalt Dr. Behrend, der als Vertreter des Privat- bisherigen Verhandlungen behindert hat. Trozdem glauben die lägers Albert erschienen war, beantragte, den Konflikt der Re- Herren Scharfmacher die Aussperrung provozieren zu müssen, um gierung für unbegründet zu erklären, weil ganz sicher der Polizei- ihren Mustertarifentwurf" durchdrücken zu können. Mit Hülfe der präsident seine Amtsbefugnisse überschritten hätte. Es fönnte christlichen und Hirsch- Dunderschen Schuztruppen wollen sie die niemals zu den Amtsbefugnissen eines Polizeipräsidenten gehören, Organisation niederdrücken. Da ihnen jeder ernstliche Grund strafbare Handlungen zu begehen. Objektiv und auch subjektiv, mindestens mit dem Dolus eventualis, liege ein schuldhaftes Ver- zu dieser Aussperrung fehlt, stüzen sie sich auf die von der Organi halten des Beklagten Dr. Bienko vor. sation erlassene bekannte Warnung vor Zuzug, trotzdem vorher schon Das Ober- Berwaltungsgericht erklärte den Konflikt der Res von der füddeutschen Arbeitgeberzeitung zum rüdsichtslosen Kampfe gierung für begründet und entschied demgemäß, daß das Ver- gegen die Organisation der Maler aufgefordert wurde. fahren gegen den Polizeipräsidenten endgültig einzustellen sei. Viertel unter 1800 M., 18,8 Proz. 16,4 15,7 " " 8,4 " 19,1 3,7 " " 1800-2100 Mart, 2100-2400 " 2400-2700 " 2700-3000 " 3000 Mart und mehr, 4200 " " Einkommen hatten. In den den Tabellen der letzten Erhebung beigefügten Erläuterungen heißt es dann:„ Die Zahlen der letzten Erhebung stellen sich fast durchweg ungünstiger. Es ist ein bedent. licher Rückgang in der durchschnittlichen Höhe der Einkommen zu berzeichnen, der noch viel auffälliger in die Erscheinung tritt, wenn man den verminderten Einnahmen die Steigerung der Preise aller Lebensbedürfnisse gegenüberstellt. So lange sich die Techniker nicht auf moderner Grundlage organisieren, wird alles Zetern über die schlechte wirtschaftliche Lage nichts mußen. Opferfreudigkeit und Solidarität sollten sie von den Arbeitern lernen und die Arbeits: willigen" aus ihren Reihen entfernen. Wir fürchten nur, daß wir so bald nichts Derartiges zu registrieren haben werden. Der Klassenbünkel ist bei diesen Leuten noch nicht genügend herausgehungert worden. Aus Induſtrie und Handel. Kölner Bergwerksverein. Das letzte Geschäftsjahr erbrachte 2185 652 Mr. Reingelvinn ober rund 100 000 m. mehr als im Vorjahre. Die Zahl der Arbeiter und Beamten stieg von 2477 auf 2640. Pro Kopf wurden erzielt: Reingewinn 842 M. 827" 1906 1907 Der Reingewinn ist also um 15 M. pro Stopf gefunken, zeigt jedoch die noch stattliche Höhe von 827 M. Dazu sind aber die Abschreibungen bedeutend höher angefeßt, mit 1137 601 m. gegen 887 733 M. im Vorjahre. Demnach ergibt sich pro Kopf ein Rohgewinn von: 1180 Mark im Jahre 1906 1258 " 1907 " 19 Aus dem Reingewinn werden 30 Prozent Dividende an die Attionäre ausgeschüttet, an Zantiemen gelangen 185 652 M. zur Verteilung. Dieses Sandwerk hat noch einen goldenen Boden. Gründe: Daß mit dem Schreiben vom 1. Mai 1906 eine Absicht, Zu einem Arbeitgeberschusverband haben sich die baherischen den Kläger zu beleidigen, nicht vorgelegen habe, sei nach Lage der Unternehmer der Holzindustrie zusammengeschlossen, d. h. sie haben Sache als zweifelsfrei anzunehmen. Das ganze Schreiben habe sich dem Rahardtschen Scharfmacherbund angeschlossen. Zu Borweiter feinen 3wed, als der Staatsanwaltschaft die politische fizenden wurden die Möbelfabrikanten Eysser in Nürnberg und Otto Lage, wie fie fich infolge des Treibens der sozialdemokratischen in Fürth gewählt. Er umfaßt ganz Bayern rechts des Rheins und Partei(!) in Breslau gestaltet habe, klar zu legen und die Staats- hat bereits in 14 Städten Bezirksverbände errichtet. Als Zweck der anwaltschaft um ein energisches Eintreten gegen dies Treiben Vereinigung wird angegeben: das allgemeine wirtschaftliche Wohl zu ersuchen. Wenn er dabei scharfe(!) Ausdrüde gebraucht habe, des bayerischen Holzgewerbes zu fördern, unberechtigte Anforderungent was ohne weiteres zuzugeben sei, dann seien diese Ausdrücke nur der Arbeiter abzuwehren und in Streitfällen den Mitgliedern weit so gewählt, um der Staatsanwaltschaft die Sache so vorzuführen, gehenden Schuß zu gewähren. Um auch das kleine Handwerk mit wie sie sich nach dem pflichtmäßigen Ermessen des Polizeipräsidenten unter den großen Scharfmacherhut zu bringen, find die Beiträge gestaltet habe. Unter diesen Umständen könne eine Ueberschreitung ganz niedrig bemessen. Das Unternehmertum schließt sich immer enger zusammen eine Mahnung für die Arbeiter, nicht zurüdder Amtsbefugnisse nicht angenommen werden. aubleiben. Gewerkschaftliches. Die Situation im Baugewerbe. Husland. Der große Lohnkampf im Baugewerbe Stockholms. Am Donnerstag haben die Klempner Stodholms anf Die Tarifverhandlungen im Baugewerbe Groß- Berlins wurden allen Arbeitsplägen die Arbeit eingestellt. Damit hat sich die Zahl nach einer Korrespondenz gestern in den Geschäftsräumen des Ver- der im Baugewerbe ausgesperrten und streifenden Arbeiter um bandes der Baugeschäfte von Berlin und den Vororten, Helgoländer weitere 700 Mann erhöht. Der Kampf erstreckt sich jetzt auf alle Ufer 1, fortgesetzt, ohne daß es bisher zu einer Einigung Bauberufe. Auch bei den Klempnern waren Lohnherabſegungen zwischen den Delegierten der beiden streitenden Parteien gekommen Ursache der Arbeitsniederlegung. Der" Bentrale Arbeitgeberberband" ist. Die Arbeiter beantragten bezüglich der Lohnfrage die An- ist auch hier die treibende Kraft, und da die Klempner nicht wissen, Die Generalversammlung der Berlin- Anhaltischen Maschinen- erkennung vom Einigungsamt des Berliner Gewerbe- welche von den Unternehmeru dem Verbande angehören, streiken fie borläufig auf allen Bauten. Bei den Firmen, die den alten Tarif fabrik genehmigte die Ausschüttung einer Dividende von 14 Prozent. gerichts im vergangenen Jahre gefällten Schiedsspruches, wieder anerkennen, soll die Arbeit jedoch wieder aufgenommen Bom amerikanischen Eisenmarkt wird berichtet, daß die Käufe nach dem die Maurer und Zimmerer bis zum 31. März 1908 werden. dann bis zum bon Roheisen fast vollständig zum Stillstand gekommen sind. Die 78 Pfennige, 31. März 1909 80 Pfennige außerhalb des Trusts stehenden Werte reißen noch immer das Haupt- und von da ab bis zum 31. März 1910 82 Pfennige Stundenlohn geschäft an sich. Es verlautet, daß die füdlichen Hochöfen sich um erhalten sollten. Es kam darüber in der gestrigen Sitzung zu leb Exportaufträge bemühen. Gerichts- Zeitung. Der Breslauer Polizeipräsident darf scharfe Ausbrüde" gegen einen sozialdemokratischen Redakteur gebrauchen. Gärtnerftreit in Frankreich. Der Verband der Gärtner des Seinedepartements hat den Genera haften Auseinandersetzungen. Die Delegierten des Verbandes ausstand beschlossen. der Baugeschäfte erklärten, daß ein derartiger Die Gasarbeiter in Rio de Janeiro find in den Ausstand Lohnsaz bei den jezt vollständig veränderten wirtschaftlichen Ver- getreten. Die Stadt ist ohne Beleuchtung. hältnissen für sie überhaupt gar nicht in Betracht kommen tönne. An eine Einigung sei feineswegs zu denken, Das Unerwartete ist geschehen! Durch Entscheidung des wenn die Arbeitnehmer solche Lohnforderungen Letzte Nachrichten und Depefchen Berlin und Umgegend. preußischen Ober- Berwaltungsgerichts ist es dem Genossen Re- ftellten. Die Verhandlungen wurden schließlich auf nächsten Die Pariser Baulöwen wanken! batteur Albert von der Breslauer Volkswacht" unmöglich gemacht Montag bertagt. Der Vertragsentwurf soll dann bis zu Ende worden, den über Preußens Grenzen hinaus bekannten Polizei durchberaten und eventuell eine Unterkommission zur VerParis, 11. April.( W. T. B.) Eine heute abgehaltene General. präsidenten Dr. Biento wegen Beleidigung vor Gericht zu zitieren. handlung über die Lohnfrage eingesetzt werden. versammlung der Bauunternehmer hat beschlossen, die Löhne Am 1. Mai 1906 hatte in Breslau im Saal" Tivoli" eine Am Sonnabendvormittag begannen auch vor dem Gewerbe- einiger Arbeiterkategorien zu erhöhen und über Mittel zu beraten, öffentliche Wolfsversammlung gefagt, wo Genosse Albert als Redner auftrat. Der überwachende Beamte, Polizeikommissar Aunert, gericht in Dresden unter dem Vorfiz des Obergewerberichters ein Lohnminimum auf der Basis eines Minimums der Arbeitslöfte die Versammlung aus Anlaß der Rede auf. Noch am selben Stübing die Einigungsverhandlungen. Es tam zur Fällung eines stunden festzusehen. Ferner wurde beschlossen, die Arbeitsstätten Tage sandte der Polizeipräsident Dr. Biento den Bericht des Schiedsspruches. Die Unternehmer nahmen diesen an, während die von Mittwoch an wieder zu eröffnen, wenn eine genügende Anzahl Kommissars an den Ersten Staatsanwalt und beantragte unter Arbeitervertreter ihre Zustimmung vorbehielten. Zustimmungen erfolgt. Hinweis auf den Bericht, gegen Albert wegen Bergehens gegen Zusammenstoß auf der Schwebebahn. § 130 des Strafgesetzbuches( Aufreizung zum Klassenhaß) eBarmen, 11. April.( W. T. B.) Heute nachmittag fuhr auf zuschreiten und auch seine sofortige Berhaftung zu veranlassen. Die Fachzeitung" der Tischlermeister ist sehr erbost über den der Station Rathausbrüde ein von Elberfeld kommender Wagen Gegen Albert wurde auch vorgegangen, aber auf Grund anderer Paragraphen. Die Straftammer verurteilte ihn am 7. Juni 1906 Vorwärts", der das Gras wachsen" höre. Nicht aus Rücksicht auf der Schwebebahn auf einen stilliegenden Wagen. Vier Personen wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt auf Grund des§ 113 den Artikel des Herrn Rahardt über den Mangel an Tischlern, wurden leicht verlegt. Der Materialschaden ist ziemlich bedeutend. des Strafgesetzbuches au 300 M. Geldstrafe, eventuell 66 Zagen fondern aus einer ganz anderen Ursache" seien die Biffern über Das Unglück soll auf ein Versagen der Bremse zurückzuführen sein. Gefängnis. Nachdem aber das Reichsgericht dies Urteil aufgehoben die Arbeitslosigkeit in der Holzindustrie aus der vorigen Fach- Die Verwaltung hat den Betrieb eingestellt. hatte, wurde Albert freigesprochen. So endete diese Haupt- und zeitung" zurückgeblieben. Die wirkliche Ursache des Mißgeschickes Wie das Bureau" Herold" meldet, hing bei dem Unfall einer oder besser des befremdlichen Zufalls- muß der Redakteur der Fach- der beschädigten Wagen mit 3 Rädern im Gleise, so daß, wenn Staatsaktion. Albert hatte im Verlauf der Affäre, im Juni 1907, aus den zeitung" noch austnobeln. Immerhin, unsere Notiz veranlaßt das der Unfall auf offener Strede passiert wäre, der Wagen in die Atten Kenntnis erhalten von dem Inhalt des Schreibens vom Unternehmerblatt wenigstens, noch nachträglich die Ziffern der Wupper hätte fallen müssen". 1. Mai 1906, durch welches Dr. Biento den Antrag auf Straf- Arbeitslosen anzugeben. Und siehe da, was wir ahnten, war richtig: berfolgung gestellt hatte. Darin hatte Dr. Biento auf die Auf- die Ziffer der arbeitslosen Tischler ist für die in Frage kommende auf 3300. Am 9. April war fie lösung der Versammlung verwiesen, indem er behauptete, fie sei Woche weiter gestiegen auf 3300. wegen dringender Gefahr für die öffentliche Ruhe und Sicherheit dann um 10, auf 3290, gefallen. Von einem Mangel an Arbeitserfolgt, und hatte dann seinem Antrage hinzugefügt:„ Es tritt fräften ist also in der Holzindustrie wahrlich nicht die Rede. Berantw. Rebaft.: Georg Davidsohn, Berlin. Inferatenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Berlagsanftalt Ein toller Franziskanerhund. Presburg, 11. April.( B. H.) Im Franziskanerkloster zu Saasawvaros biß ein toller Hund elf Personen. Alle wurden zur Schußimpfung nach dem Budapester Pasteurinstitut gebracht. Hierzu 7 Beilagen Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 88. 25. Jahrgang. 1. Beilage des„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Aus der Frauenbewegung. Frauen- Wahlverein. Frau Kaschewski, Schüßenstraße 14; " " " " " Döhring, Steinmeßstraße 23; Steinkopf, Oranienstraße 45; Wengels, Warschauer Straße 20; Dölk, Forster Straße 44; Zern, Elbinger Straße 2;. Nürnberg, Chodowieckistraße 21; Wulff, Oldenburger Straße 40; Panzeram, Pappel- Allee 76; Matschke, Wolgasterstraße 8; Hoppe, Bandelstraße 40; 9 10 Sonntag, 12. April 1908. Zentral Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Freiheitsdrang. Allabendlich: Ein seltsamer Fall. Freitag: Geschlossen. Nächsten Sonntag und Montagnachmittag 3 Uhr: Freiheitsdrang. Leffing Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Stüßen der Gesell- Neues Operetten- Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Dperne schaft. Abends: Das Lumpengesindel. Montag: John Gabriel Borkian. ball. Allabendlich: Der Mann mit den drei Frauen. Freitag: Geschlossen. Dienstag: Der Teufel. Mittwoch: Die versunkene Glode. Donnerstag: Nächsten Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Opernball. Das Lumpengesindel. Freitag: Geschlossen. Sonnabend: Der Teufel. Lorking Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Freischüt. Sonntagnachmittag 3 Uhr( 1. Osterfeiertag): Der Biberpelz. Abends: Das Abends: Der Wildschütz. Montag und Dienstag: Die Zauberflöte. Mitt Bur Aufnahme in den Frauenwahlverein können sich die Zumpengesindel. Montagnachmittag 2%, ühr( 2. Osterfeiertag): Die Stützen woch: Bar und Zimmermann. Donnerstag: Fra Diavola. Freitag: Genofsinnen melden in Berlin bei: der Gesellschaft. Abends: Der Teufel. Konzert. Sonnabend: Der Waffenschmied. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Bar Neues Theater. Sonntag bis Mittwoch: Die gutte Partie. Donners- und Zimmermann. Abends: Fra Diavolo. Montagnachmittag 3 Uhr: Der tag: Simson. Freitag: Geschlossen. Sonnabend: Ueber den Wassern. Trompeter von Säckingen. Abends: Rigoletto. Sonntag und Montag: Die gute Partie. Luisen Theater. 1 Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Kameliendame. Neues Schauspielhaus. Sonntag bis Mittwoch: Der Dummlopf. Abends und Montag: Der wilde Reutlingen. Dienstag: Die Sprec Donnerstag: Judith. Freitag: Der Messias. Sonnabend: Alt Heidelberg. Athener. Mittwoch: Der wilde Reutlingen. Donnerstag: Des Mädchens ( Anfang 72 Uhr.) Sonntag und Montag: Der Dummtopf. Lebenswege. Freitag und Sonnabend: Geschlossen. Sonntagnachmittag Trianon- Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Fräulein Josette 3 Uhr: Des Mädchens Lebenswege. Abends: Der wilde Reutlingen. meine Frau. Abends und Montag: Seine erste Frau. Die Hand. Diens- Montagnachmittag 3 Uhr: Die Kameliendame. Abends: Der Mann mit tag bis Donnerstag: Seine erste Frau. Freitag! Geschlossen. Sonnabend: vier Frauen. Das Ende der Liebe. Sonntagnachmittag 3 Uhr( 1. Osterfeiertag): Fräulein Josette meine Frau. Montag( 2. Dfterfeiertag): Seine erste Frau. Die Hand. Kleines Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Ein Puppenheim. All- Bernhard Rose- Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: 1Dntel Toms abendlich: 2 × 2= 5. Freitag: Geschlossen. Sonnabend: 2 X 2= 5. Hütte. Abends bis Donnerstag, sowie Sonntag, den 19. und Montag, den Sonntagnachmittag 3 Uhr( 1. Osterfeiertag): Ein Puppenheim. Abends: 20. April, abends: Die Loreley. Nächsten Sonntagnachmittag 3 Uhr: 3. Montagnachmittag 3 Uhr( 2. Osterfeiertag): Mandragola. König Wenzel. Nächsten Montagnachmittag 3 Uhr: Die zärtlichen BerAbends: 2 X 2= 5. abends: Tiefland. Montag: Hoffmanns Erzählungen. Dienstag: Die Abends bis Mittwoch: Der Onkel aus Kotibus. Donnerstag und SonnKomische Oper. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Hoffmanns Erzählungen. Theater an der Spree. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Ungültig. Fledermaus. Mittwoch: Die verkaufte Braut. Donnerstag: Tiefland. abend: Ausgewiesen. Freitag: Geschlossen: Sonntagnachmittag 3 Uhr: Freitag: Geschloffen. Sonnabend: Tosca. Sonntagnachmittag 3 Uhr Ausgewiesen. Abends: Der Onkel aus Stottbus. ( 2. Osterfeiertag): Die verkaufte Braut. Abends: Die Fledermaus. ( 1. Osterfeiertag): Carmen. Abends: Tiefland. Montagnachmittag 3 Uhr Theater des Westens. Sonntagnachmittag 34 Uhr: Die lustige Witwe. Montag bis Donnerstag: Ein Walzertraum. Freitag: Paulus. Sonnabend: Ein Walzertraum. Sonntagnachmittag 3 Uhr( 1. Qfterfeiertag): Die lustige Witwe. Abends: Ein Walzertraum. Montagnachmittags 3 Uhr( 2. Osterfeiertag): Die lustige Witwe. Abends: Eiu Walzertraum. " 11 17 " Far Nieder- Barnim bei Frau Neumann, Berlin O., Frank- 2 mal furter- Allee 178, III; für Teltow- Beeskow bei Frau Thiel, Tempelhof, FriedrichWilhelm- Straße 20 und im Bureau der soz. Frauen Deutschlands: Lindenstr. 3, Hof 1, Aufg. II, 4 Treppen. Geöffnet von 9 Uhr morgens bis 8 Uhr abends. Teleph.- Amt IV, Nr. 10 170. Auch die den Genojsinnen bekannten Rassiererinnen der freiwilligen Beiträge sind bereit, Mitgliedskarten für den Wahlverein auszustellen. Der Vorstand. " Versammlungen Veranstaltungen. Schöneberg. Montag in den Neuen Rathausfälen", Meininger Straße S, Vortrag des Genossen Heinrich Schulz über„ Kindererziehung". Ferner sei darauf hingewiesen, daß in dieser Versammlung die Anmeldungen zu den Kinderausflügen für diesen Sommer entgegengenommen werden. Berein für die Interessen der Hausangestellten. In Charlottenburg, Volkshaus, Rosinenstr. 3, heute, Sonntag abend 27 Uhr, öffentliche Versammlung. Vortrag des Genossen Redakteur Düwell:„ Das Reichsvereinsgesetz und die Forderungen der Dienstboten!" Hausangestellte, Dienstmädchen, Köchinnen, Kindermädchen, Aufwärterinnen, Wasch- und Reinemachfrauen! Erscheint alle in dieser Versammlung und agitiert für guten Besuch. Wochen- Spielplan der Berliner Cheater. Königl. Opernhaus. Sonntag: Carmen. Montag: Das Rheingold. Dienstag: Die Walküre. Mittwoch: Die Hugenotten. Donnerstag: Hauptprobe. Sinfoniekonzert. Freitag: Geschlossen. Sonnabend: Sinfonie tonzert der tgl. Kapelle. Sonntag: Die Hugenotten. Montag: Die Bauberflöte. Königl. Schauspielhaus. Sonntag: Die Rabensteinerin. Montag: Ballensteins Lager. Die Piccolomini. Dienstag: Wallensteins Tod. Mitt. woch: Wilhelm Zell. Donnerstag, Freitag und Sonnabend: Geschlossen. Sonntag: Ein Erfolg. Montag: Die Rabensteinerin. Neues fönigl. Opern Theater. Sonntag: Iphigenie auf Tauris. Anfang 8 Uhr.) Sonntag, 19. April: Nathan der Weise. Montag, den Deutsches Theater. Sonntag: Die Räuber. Montag: Was ihr wollt. Dienstag: Das Wintermärchen. Mittwoch: Was ihr wollt. Donners tag: Die Räuber. Freitag: Geschlossen. Sonnabend: Ein Sommernachts traum. Sonntag: Was ihr wollt. Montag: Ein Sommernachtstraum. Deutsches Theater( Kammerspiele). Sonntag: Lysistrata. Montag: Der Tor und der Tod. Dienstag: Lysistrata. Mittwoch: Lysistrata. Donnerstagnachmittags 2 Uhr: Die Räuber. Abends: Gyges und sein Ring. Freitag: Geschlossen. Sonnabend: Frühlings Erwachen. Sonntag: Berliner Theater. Sonntag bis Mittwoch: Wintersport. Donners. tag: alt- Heidelberg. Freitag: Geschlossen. Sonnabend: Judith. Sonntag und Montag: Wintersport. 20. April: Doftor Klaus.( Anfang 7%, Uhr.) Lysistrata. Montag: Frühlings Erwachen. Kleines feuilleton. Theater. wandten. Metropol: Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Herren von Marim. Allabendlich: Das muß man jeh'n! Freitag: Geschlossen. Nächsten Sonntagnachmittag 3 Uhr: Neuestes Allerneuestes. Casino Theater. Sonntagnachmittag 4 Uhr: Die Freuden der Häuslichkeit. Allabendlich: Ein Dorfroman. Freitag: Geschlossen. Nächsten Montagnachmittag 4 Uhr: Sonntagnachmittag 4 Uhr: Nick Carter. Biederleute. Gustav Behrens Theater, Golzstraße 9. Spezialitäten. Anfang Lustspielhaus. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Unsere Kate. Abends und 7 Uhr. Brandilifter. Fräulein Fresch bolgen. Freitag: Gefchloffen. Montag bis Mittwoch: Tante Cramers Testament. Donnerstag: Der Gebr. Herrnfeld: Theater. Bom Sonntag bis Mittwoch: Hausierer Der Brandstifter. Sonntagnachmittags 3 Uhr( 1. Osterfeiertag): Pension Die Mayerhains. Freitag: Geschlossen. Bom nächsten Sonntag ab: Else Freschbolzeu. Freitag: Geschlossen. Sonnabend: Jocele. Endlich allein. Silabrias- Partie. Donnerstag und Sounabend; Scholler. Abends: Tante Cramers Testament. Montagnachmittag 3 Uhr aus der Bar. ( 2. Dfterfeiertag): Ein toller Einfall. Abends: Tante Ciamers Testament. Bürgerl. Schauspielhaus. Sonntag und Montag: Die Autorität. Schiller Theater 0. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Das Glüd im Parodie Theater. Sonntagnachmittag 3, Uhr: Das Ungeheuer. Wintel. Abends: Der Weg zum Herzen. Montag und Dienstag: Der Nachtasyl. Rosenmontag. Abends und Montag: Die Rabensteinerin. NachtWiderspenstigen Zähmung. Mittwoch: College Crampton. Donnerstag: asyl.. Rosenmontag. Dienstag, Mittwoch, nächsten Sonntag und Montag: Freitag: Geschlossen. Kaiser und Galiläer. Sonnabend: Kaiser und Der Freischüß. Die Rabensteinerin. Rosenmontag. Nächsten Sonntag Schmuggler. Montagnachmittag 3 Uhr: Der Widerspenstigen Zähmung. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Maria Stuart. Abends: Die ung Montagnachmittag 3, Uhr: Tannhäuser. Monna Vanna. Nero. Abends: Hans Hudebein. Figaro Theater. Allabendlich: Paris. Die Stlaue. Unterm Bett. Freitag: Geschlossen. Galiläer. Apollo Theater. Heute, nächsten Sonntag und Montanachmittag 3, Uhr: Familienvorstellung. Sonntag bis Mittwoch: Der kleine Chevalier. Spezialitäten. Donnerstag und Sonnabend: Elfentücke. Freitag: Geschlossen. Vom Sonntag ab: Der fleine Chevalier. Spezialitäten. Walhalla Theater. Spezialitäten. Passage- Theater. Heute fowie 1. und 2. Osterfeiertag nachmittag Abends: Gebildete 3 Uhr: Spezialitäten. Allabendlich: Dta Gygi. Spezialitäten. Wintergarten. Allabendlich: Spezialitäten. Schiller Theater Charlottenburg. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Das vierte Gebot. Abends: Göz von Berlichingen. Montag: Stein nnter Steinen. Dienstag: Philister. Die Lore. Mittwoch: Der Weg zum Herzen. Donnerstag: Stein unter Steinen. Freitag: Gefchloffen. Sonnabend: Der Hegentessel. Jungfer Immergrün. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Herenfessel. Jungfer Immergrün. Abends: Die Braut von Messina. Die Lore. Montagnachmittag 3 Uhr: Philister. Menschen. Reichshallen Theater. Allabendlich: Stettiner Sänger. Folies Caprice. Allabendlich: Jeunesse dorée. Paragraph 343. Mal was andres. Folies Bergère. Allabendlich: Liane d'Eve. Spezialitäten.( AnHebbel- Theater. Bom Sonntag bis Mittwoch: Liebe. Donnerstag und Sonnabend: Frau Warrens Gewerbe. Freitag: Geschlossen. Sonntag: Liebe. Friedrich- Wilhelmstädtisches Schauspielhaus. Sonntagnachmittag 3hr: Der gehörnte Siegfried. Siegfrieds Tod. Abends: Hasemanns fang 82 Uhr.) Töchter. Montag und Dienstag: Der Privatdozent. Mittwoch: Madame Carl Haverland- Theater. Spezialitäten. Anf. 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Sans Gêne. Donnerstag: Die Brüder von St. Bernhard. Freitag: Urania Theater. Taubenstraße 48/49. Sonntag, Dienstag, Donners Geschlossen. Sonnabend: Die Brüder von St. Bernhard. Sonntag tag und Sonnabend, den 18. und Sonntag, den 19. April: Eine Nilfahrt Montagnachmittag 3 Uhr: Der Privatdozent. Abends: Die Brüder von miden.( Anfang 8 Uhr.) Montag, Mittwoch, Donnerstag und Sonnabend nachmittag 3 Uhr: Der blinde Passagier. Abends: Sein Brinzeßchen. bis zum zweiten Katarakt. Montag und Mittwoch: Kaire und die Pyra St. Bernhard. nachmittags 4 Uhr: Ueber den Brenner nach Venedig. Sonntagnachmittag 4 Uhr: Ueber den Brenner nach Venedig. Sternwarte, Invalidenstr. 57-62. Residenz- Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Haben Sie nichts zu verzollen? Vom Sonntagabend bis Mittwoch: Der Floh im Dhr. Donnerstag: Der Hüttenbesizer. Freitag: Geschlossen. Sonnabend: Der Hüttenbesiger. Nächsten Somitagnachmittag 3 Uhr: Haben Sie nichts zu berzollen? Abends und Montag: Der Floh im Ohr. Abends und Montag: Doftor Slapperſtorch. Dienstag: Geschlossen. Mitt Thalia- Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Wo die Liebe hinfällt. woch: Die Brunnen- Nymphe. Donnerstag: Nora. Freitag: Geschlossen. Sonnabend: John Gabriel Borkman. Nächsten Sonntagnachmittag 3 1hr: Bis früh um Fünfe. Abends: Die Brunnen- Nymphe. Montagnachmittag 3 Uhr: Ihr Sechs- Uhr- Onkel. Abends: Die Brunnen- Nymphe. wußte dem Kriminalfommissar eine charakteristische Färbung, oder vielmehr die charakteristische Färbung deutscher Jammerseligkeit und Bedientenhaftigkeit, vermehrt durch sächsisches Wesen, zu geben. Musik. ―r. Amtlicher Marktbericht der städtischen Markthallen Direktion über den Großhandel in den Zentral- Markthall en. Marktlage: Fleisch: Bedeutung, Geschäft schlapp, Preise behauptet. Zufuhr schwach, Geschäft ruhig, Preise unverändert. Wild: Zufuhr ohne Geflügel: Zufuhr genügend, Geschäft nicht lebhaft genug, Breise gut. Fische Zufuhr genügend, Geschäft ruhig, Preise wenig verändert. Butter und Käse: Gemüse, Obst und SüdGeschäft ruhig, Breise unverändert. früchte: Zufuhr genügend, Geschäft rege, Preise wenig verändert. Humor und Satire. " Notizen. " 8eitgemäße Höflichkeit. Herr Graf, es war uns eine große Freude, Sie bei uns heute abend zu Gast zu sehen." " Janz auf meiner Seite, Herr Kommerzienrat! Es war reizend! Neues Theater. Die gute Partie", Schwank von Wenn Herr Kommerzienrat das Menu dem Staatssekretariat des Arthur Lippschüz. Herr Lippschütz, der früher der Schwank Zwei Neueinstudierungen der letzten Tage gaben uns Gelegen- Auswärtigen einsenden, werden Sie sicher Jesandter in New York fabrikation in Kompagnie mit anderen oblag, hat dies neueste Pro- heit, die gegenwärtigen Bestrebungen im Königlichen Opern werden. Mahlzeit!" dukt im Alleinbetriebe hergestellt ohne daß sich übrigens ein haus und in der Porking- Oper tennen zu lernen. Dort Dem Dichter. Im Fraktionszimmer der Freisinnigen Qualitätsunterschied der Ware gegen früher konstatieren ließ. Ist wurde am Donnerstag Mozarts" Così fan tutte", hier am Volfspartei soll folgende Inschrift auf einem Marterl angebracht es doch immer dieselbe Schatzkammer der alten Bossenspäße, die nach Freitag( für die Freie Volksbühne") Verdis Trou- werden: den jeweils nötigen Requisiten durchstöbert wird. So oder so, der badour" aufgeführt. Die landläufige Vorausseßung, mit der D frommer Wandrer, bet' ein stilles Ave Maria, Schein einer fröhlich- freien, sich selbst in dem Gedränge toller Ein- fürstlichen Opernbühne sei die private und volkstümliche überhaupt Hier verunglüdte auf eine schreckliche Art fälle genießenden Laune, die in dem Zuschauer allein das Echo einer gar nicht zu vergleichen, soll uns nicht stören. Vor allem haben ja die Madame Poesia. echten Schwantstimmung erzeugen kann, ist mit solcher Requisiten- beide Theater das Opernhafte im engeren Sinne gemein; FestspielEin Mann tät' sie erst vergewaltigen und arbeit, einem holprigen Zusammentragen einzelner aufgeraffter häuser für eine dramatisch gesteigerte Kunst sind sie beide nicht. dann steinigen. Effekte nicht zu erzielen. Man merkt auf Schritt und Tritt die Sodann das gegenwärtige Dirigieren, das dem Metronom und der Gott strafe den Sünder, er heißt Absicht und wurde, wie bei dem Anhören umständlich vorgebrachter Spieluhr Konkurrenz macht! Allerdings steht dem Kapellmeister Müller Meiningen." Anekdoten, müde und matt, längst, ehe der Schlager, die Pointe aus der Lorkingede. Leo Schottlaender, lange nicht ein Aus der Kinderstube. Nun, ist alles für die Hochzeit herauskommt. Ein Ehepaar, das am Potsdamer Platz wohnt und solches Orchester zur Verfügung, wie im alten Theater einem sein böhmisch radebrechendes Dienstmädchen fortdauernd anpumpt Richard Strauß; doch wie die Mittel nun einmal gegeben Deiner Puppe vorbereitet 2" Spielende Kleine: Nein, Mama, - ein Haupttrumpf!-macht Jagd auf reiche Schwiegersöhne, gibt find, wurden sie von dem Unberühmten nicht viel weniger ausge- es fehlt noch die sexuelle Aufklärung." ( Jugend.") zu dem Zwecke prunkvolle Gesellschaften, wobei, dieweil im Augen- nügt, als von dem Berühmten. Weder mit den ersten Sanges--Natur ist alles. In einem Brandstiftungsprozeß in blick der Groschen für den Gasautomaten fehlt, das Glühlicht aus fräften, noch mit dem Durchschnitte des Kgl. Opernhauses kann sich München wurde dieser Tage auch ein Gendarm als Zeuge vergeht, und erwischt am Ende für die älteste Tochter einen Freiers- die Sängerschar von der Belle- Alliance- Straße messen. Allein nommen. Auf die Frage des Präsidenten, ob der Angeklagte etiva mann, der gerade so wenig Geld hat und sich dasselbe Air zu geben Tenornot hier wie dort! Nur daß Herr Kirchhoff. der jetzt im Freude an Naturschönheiten gehabt habe, erwiderte der weiß wie die Herrschaften selbst. Die Verlobungsszene, in der der Mozarts Werk die Partie des Ferrando an Grünings Stelle singt, Gendarm:" O ja, er hat gern ein paar Glas Bier getrunken, gern Jüngling, eine wehrlose Beute, von einer Umarmung in die andere wenigstens seinen geringen Bejib an Stimme und Vortrag gut zu Bigarren geraucht und auch gern ein schönes Mädchen lieb gehabt." geschleudert wird, und die darauf folgende geschäftliche Ausein- verwenden sucht, während der jetzige Troubadour, Hans Grau, andersetzung enthalten manchen hübsch- satirischen Zug, der aber eine zum Teil beträchtliche Stimmgabe nicht einmal mit den Vormit der Langeweile des Wegs zu diesem Ziele nachträglich nicht zügen des veralteten Tenorheldentums verwertet. Den Sängerinnen versöhnen kann. Zum Glück entpuppt sich der für einen Hunger- von dort traten jedoch hier fast gleichwertige Kräfte gegenüber. Bei leider gehaltene und darum einigemal hinausgeworfene Bewerber Mozart war die Partie der Fiordiligi aus den Händen von Frau Kunstchronit. Im Kunstsalon Paul Cassirer. um das jüngere Fräulein als der gesuchte Goldmensch, und wird, erzog in die von Frl. empel übergegangen. Der weite wird am Mittwoch, den 15. d. M ,. eine neue Ausstellung zum Gegleichfalls in einem Wirbel von Familienzärtlichkeiten, zu dem er umfang und die Ansprüche gerade dieser Gesangsaufgabe sowohl dächtnis an den verstorbenen jungen Münchener Maler Philipp sehnten Bräutigamsstand erhoben. In dem flotten Ensemble traten an Beweglichkeit der Stimme wie an Energie des Vortrages werden klein eröffnet. Die Berliner Sezession eröffnet ihre besonders die Herren Schmidthäßler, Christians, wohl fast immer ünvollkommenheiten ergeben, ließen aber bei Frl. diesjährige Ausstellung am Dienstag, den 14. April. Schindler und Frau - Die diesjährige Versammlung der Deutschen Glümer hervor. Herr Schroth Hempel hauptsächlich nur Fülle der Stimme in der tieferen Lage steuerte eine ganz amusante Karitatur eines Nachtcafé- Dichters bei. vermissen. Die ähnliche Partie der Leonore bei Verdi wurde von Röntgen Gesellschaft, die am 26. April in Berlin Susanna Bidelmann faum weniger gut durchgeführt, zumal, tagen wird, verspricht nach Zahl und Inhalt der angemeldeten VorJm Berliner Theater ist nach den Wienern und Tegern- wenn man die Schwierigkeit bedenkt, Feuer an falte Partner ver- träge eine besonders starke Anregung auszuüben. Als Hauptthema feern ein vom Neuen Schauspielhause auf Gastspiel ent- schwenden zu müssen. Am hervorragendsten von allen Sängerinnen, ist eine der wichtigsten Fragen auf diesem Gebiete gewählt worden, fandtes Ensemble eingekehrt. Am Freitag wurde uns von ihm die wir diesmal hüben und drüben hörten, war unseres Erachtens die Frage des Wertes der Röntgenuntersuchung für die frühzeitige ciner jener Schwänke serviert, die auf die Gutmütigkeit des Theater die Altistin Margarete Leur in der Rolle der Zigeunerin Azucena Erkennung der Lungenschwindsucht. Die Technik in der Anwendung publikums sehr viel und leider auch noch häufig berechtigtes Ver- bei Verdi in Cang und Spiel gleich hervorragend. der Röntgenstrahlen hat seit der letzten Versammlung wieder eine frauen sehen. Man braucht durchaus tein Feind leichterer Unters Die" Freie Voltsbühne" tat recht daran, in ihrer Er- Anzahl Neuheiten von hervorragender Tragweite zu verzeichnen, die Faltungsstüde zu sein, um diese aufgewärmten Ragouts ältester läuterung, die freilich etwas weit abschweift, die Musik des Trou- iezt zum erstenmal zur Vorführung kommen werden. Schwankmotive, die mit etwas aktuellen Saucen pikant gemacht badour" zu retten. Es ist eine unnatürliche, doch in ihrer Künst Das Helium, das letzte Gas, das bisher nicht verflüssigt werden, entsetzlich fade, langweilig, geistlos zu finden. Das Fabri- lichkeit eigenartige Welt, welche da die ungeeignetsten Dinge in die werden konnte, follte Prof. Kamerlingh- Onnes in Lehden fat: Wintersport" der Herren Stobißer und Neal ge- Fluten einer finnlichen Melodit taucht und auf dem seichten Unter- bor einigen Wochen bezwungen haben. Wie der Forscher jetzt erhört zu diesem Genre. Das uralte Thema: die Mattsehung eines grund einer bequemen Orchesterspielerei manchmal die kunstvollsten flären läßt, beruhte das Experiment auf einem Irrtum. Helium albernen Liebhabers durch den überlegenen Ehemann, ist weder Ensembles zustandebringt. Geradezu neu erstehen könnte diese kann also vorläufig weder in den festen noch in den flüssigen Aggret neuartig noch wikig variiert, die übrige Erfindung beschränkt sich Welt, wenn alle Mittel moderner Bühnensprache auf sie angewendet zustand überführt werden. auf einige Typen, die nicht mal in den Fliegenden Blättern" mehr würden. Eine solche Hoffnung liegt allzufern; aber eine wirklich Professor William Ramsay, der eben in Wien Das Amüsanteste war noch ein fächselnder pensio- sorgfältige Neueinstudierung darf die Volksbühne von der Direk weilt, fagte zu einem Zeitungsmann, der ihn aushorchen kam:„ Gin nierter Kriminalfommissar, der überall Nihilistenattentate wittert tion für die künftigen Vereinsabende ebenso verlangen, wie wir Forscher soll über seine Arbeiten nur wenig sprechen, eigentlich überund dadurch allerlei Unheil anrichtet.( Aus dem Typ ließe sich etwas diesen wünschen, daß die hier verfügbaren beachtenswerten Kräfte haupt mur dann, wenn sie zu pofitiven Erfolgen geführt haben. Die machen.) Das Netteste am Stück war die Ausstattung des zweiten sie auch weiterhin verschönern werden. Wie dort den deutschen Wege der Forschung führen ja so oft im Dunkeln. Man fucht und Aktes, der im schweizerischen Hochgebirge zur Winterszeit spielt Stomponisten, trok mancher typischen Gleichförmigkeit gerade in versucht und weiß lange nicht, ob und zu welchem Ziele die Forschung und ein flottes Sporttreiben im Hintergrunde zeigt.( Die Reize dieser seiner tomischen Oper" So machen's alle", eine echte Rotofo- führen wird."( Das Rezept wird nur nicht befolgt.) des Wintersportes" haben die Autoren im ganzen nur zu Kostüm- ftimmung zuteil wurde, so fann auch hier dem italienischen Kom-- Das Rembrandt Haus an der Jodenbreetstrat in aiveden zu verwenden gewußt.) Die Aufführung überragte das ponisten trotz Singsang und Klingklang seine Sulissenleidenschaft Amsterdam, das von der Stadt erworben wurde, soll( hoffentlich Niveau des Stüdes nicht in auffälliger Weise. Nur Herr Borée und Sangesschönheit gewahrt werden. GZ nicht nach deutschem Muster) restauriert werden. vorkommen. dt. 9 50000000000000000000 Dem ollen Zöpper Hermann Schmidt zu feinem Geburtstage ein dreimal donnerndes Hoch! Seine mitarbeitenden Kollegen. Hermann, wollen wir wässern? Am Mittwoch, den 8. April, verstarb nach langem Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater Wilhelm Frehland im 40. Lebensjahre. Um stilles Beileid bittet Marie Frehland nebst Stindern. Die Beerdigung findet am Montag, 13. April, nachm. 4, Uhr, von der Leichenhalle des Zentral Friedhofs in Friedrichsfelde aus statt. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis. ( Landsberger Viertel.) Bezirk Nr. 354a, Teil II. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser langjähriges Mitglied, der Tischler Wilhelm Frehland ( Romintener Str. 23) gestorben ist. 217/15 am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Montag, den 13. April, nachmittags 44, Uhr, von der Leichenhalle des Bentral- Friedhofes in Friedrichs felbe aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Verband der freien Gastu. Schankwirte Deutschlands Zahlstelle Berlin. Todes- Anzeige. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege Wilhelm Frehland in der Heilstätte Buch verstorben ist. Chre feinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 13. April, nachm. 4, Uhr, von der Leichenhalle des städtischen Friedhofs in Friedrichsfelde aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 74/19 Die Ortsverwaltung. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Todes- Anzeige. Am 9. April verstarb unser Mitglied, der Arbeiter Anton Trojanowski Saarbrüder Straße 32. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 13. April, bormittags 10 Uhr, von der Leichenhalle des städtischen Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. 226/6 Um zahlreiche Beteiligung er fucht Der Vorstand. Sozialdemokratisch. Wahlverein Rixdorf. Todes- Anzeige. Den Bartelgenoffen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Metallarbeiter Hermann Jakubowski ( 16. Begirl) verstorben ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Montag, nachmittags 24, Uhr, von der Leichenhalle des neuen Rigdorfer Friedhofs( Mariendorfer Weg) aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 284/20 Der Vorstand. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglieb, der Drüder Herm. Jakubowski am 10. d. M. an Lungenschwindsucht gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 18. April, nachmittags 3%, Uhr, von der Zeichen halle des Rirdorfer GemeindeStirchhofes, Mariendorfer Weg, aus ftatt. 115/8 Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. Danksagung. Für die zahlreichen Beweise der Zeilnahme bei der Beerdigung meines geliebten Gatten, unseres guten Bars fagen wir hiermit allen Berwandten, Kollegen und Freunden besten Dank. Alma Achterberg und Söhne. Deutscher Bekanntmachung.| Orfs- Krankenkasse Orts- Krankenkaffe der bes Metallarbeiter- Verband Orts- Krankenkaffe Dachdecker Berlins. Maurergewerbes Berwaltungsstelle Berlin. Todes Anzeigen. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Former Karl König gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Sonntag, den 12. April, nach mittags 3, Uhr, von der Leichen halle des Pankower Kirchhofes in der Gaillardstraße aus statt. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Drücker Kürschner u. verwandten Gewerbe zu Berlin. Donnerstag, den 16. April 1908 abends 74 Uhr im Alten Schützenhause, Linienstr. 5: Donnerstag, den 16. April, abends 8 Uhr, im Restaurant des Herrn Dalg, Skalitzer Straße 53: Ordentliche Generalversammlung. Zages Drdnung: 1. Bericht des Prüfungsausschusses 2. Abänderung des§ 27. Große Wahlversammlung für das Jahr 1907. sämtlicher Arbeitgeber, welche Bei träge aus eigenen Mitteln zur Kasse zahlen. Tagesordnung: Ersaywahl von 9 Delegierten bis 1. September 1908. Der Bablatt beginnt Bunft 8 Uhr und wird um 8% Uhr geschloffen. An demselben Tage und in demOskar Bunge felben 2otale abends 9 Uhr: am 9. April an Lungenleiden gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Sonntag, den 12. April, nach mittags 1, Uhr, von der Leichen halle des Himmelfahrt- Kirchhofes in Niederschönhausen- Nordend 115/7 aus ftatt. Ein Geistlicher geht nicht mit. Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. Deutscher Große Wahlversammlung dergroßjährigenKaffenmitglieder. Tagesordnung: Erfahwahl von 68 Delegierten bis 1. September 1908. Der Wahlatt beginnt Bunkt 9%, Uhr und pird um 10 Uhr gefchloffen. Wahlberechtigt und wählbar find nur diejenigen Staffenmitglieder, welche großjährig und im Befige der bürger. lichen Ehrenrechte find. Das Mitgliedsbuch legitimiert. Die Wahlen finden gemäß den Be stimmungen der$§ 38 2bf. 4-8, 49 und 50 statt. 3. Abänderung des§ 12, Absatz 3. 4. Wahl von zwei provisorischen Krankenbesuchern. 5. Verschiedenes. Delegiertenkarte legitimiert. Der Vorstand. A. Salzmann, Borsigender. 13416 Spandau. Bekanntmachung. Den Mitgliedern der Allgemeinen Orts Krankenkasse, der Orts Krankenkaffe der Handwerker und der Orte Krankenkasse der Tischter zu Spandau zur Nachricht, daß an Stelle des verstorbenen Dr. Kattenbracker Serr Dr. Strube, Schön walder Straße 106, mit dem beutigen Tage als Kaffenarzt gewählt ist. Die Vorstände. Joh. Beyer, Wolf, Marzilger, zu Berlin. Donnerstag, den 16. April er., abends 8, Uhr, im Gewerkschaftshause, Engelufer 15, Saal 8: General- Versammlung der Vertreter d. Kaffenmitglieder und der Arbeitgeber. Tages- Ordnung: 1. Borlegung des Verwaltungsberichtes und Rechnungsabschlusses pro 1907. 2. Bericht der Prüfungstommission und Beschlußfassung über die Abnahme der Jahresrechnung. 3. Antrag auf Bewilligung einer Entschädigung für die Kaffenmitglieder des Rechnungsausschusses. 4. Ber schiedenes. 10095* Berlin, 1. April 1908. Der Vorstand. M. Dachne, Vorsitzender. E. Simanowski, Schriftführer. Orts- Krankenkasse Borsigende. 2729 für das Töpfergewerbe 27218 Baugenossenschaft Turnerheim". Pünktliches Erscheinen aller Wahl. Transportarbeiter- Verband. berechtigten it bringend notwendig. Hiermit diene den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser lang jähriges Mitglied, der Hausdiener Richard Paulich am 10. d. M. verstorben ist. Ehre feinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 12. b. M., nach. mittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Friedhojes der Andreas Ge meinde in Wilhelmsberg aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 68/9 Die Ortsverwaltung I. Deutscher Transportarbeiter- Verband. Hiermit diene den Mitgliedern un Nachricht, daß unser treues Mitglied, der Lagerarbeiter( A. E.-G.) Albert Lahres am 9. bs. Mts., im Alter von 40 Jahren an Lungenentzündung geftorben ist. Ehre seinem Andenken! 68/8 Die Beerdigung findet am Sonntag, den 12. d. M., nach mittags 3 Uhr, von der Leichen halle des Moabiter Krankenhauses, Eingang Birkenstraße, aus ftatt. Um zahlreiche Beteiligung er fucht Die Verwaltung II. Hiermit die traurige Nachricht, daß meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Tochter, Schwester, Schwiegertochter und Schwägerin Marie Sprenger geb. Ullrich am 10. April, früh 7 Uhr, fanft entschlafen ist. Dies zeigen tiefbetrübt an Paul Sprenger und Kinder. Die Beerdigung findet am Montag, den 13. April, nachmittags 4%, Uhr, von der Leichenhalle des neuen Rigdorfer Friedhofes, Mariendorfer Weg, aus statt. 1362b Danksagung. Für die rege Beteiligung bei ber Beerdigung meines lieben Mannes fage ich allen Verwandten, Bekannten und Kollegen, sowie dem Rigdorfer Wahlverein und dem Deutschen Metallarbeiter Verband meinen herzlichen Dant. 14016 20we. Schulz nebst Kindern. Der Vorstand. C. Fritze, Borfigender. ( Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht.) Bilanz am 31. Dezember 1907. Paffiva. M. Aktiva. N. 233,60 Staffentonto Orts- Krankenkasse Geschäftsguthabent fonto 455,00 Bankguthaben Refervefonds Reingewinn. Boxhagen- Rummelsbury. General- Versammlung 688,60 am Donnerstag, den 30. April b. 3., abends 8 Uhr, im Lokal der Witwe Weigel, Türrschmidtstr. 45 hierfelbst. Tages- Ordnung: 1. Bericht des Borstandes. 2. Bericht der Revisoren. 3. Wahl eines Vorstandsmitgliebes ( Arbeitnehmer), 4. Statutenänderung und noch 663,00 • 24,00 1,60 688,60 Mitglieberbewegung. Bugang Bei der Gründung 84. während des Geschäftsjahres 14. Stein Abgang. Summa 48, Haftfumme am Anfang 680 M., am Schluß 1080 M. Zunahme 400 0. Rigdorf im März 1908. Der Vorstand. 105/1 Max Schönberg. Otto Klein. malige Beja lußfaffung des in der Dr. Schünemann legten General Bersammlung be fchloffenen 4. Statutennachtrags. 5. Berschiedenes, Der Vorstand. John. 25292 Spezial- Arzt für Haut- und Harnleiden, Frauenkrankheiten. Friedrichstr. 203, Ecke Schügenstr. 10-2, 5-7, Sonnt. 10-12 Ubr. zu Berlin. 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Pl Rand gesetzl. geschützt. Merantwortlicher Redakteur: Georg Davidsohn, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 88. 25. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Wirtschaftlicher Wochenbericht. Berlin, 11. April 1908. Säbelhiebe und Gefängnis für Arbeitslose. Erweiterung der Plünderfreiheit für das Kapital. Gewerkschaftsknebel. Kurssteigerungen. Weizenbestände der Welt. Preisgestaltung am Weizenmarkt. Kohlen- und Eisenpreise. Staatsaufträge. Die Harmonie zwischen Kapital und Arbeit wurde in den letzten Tagen in eigenartiger Weise beleuchtet. Am 21. Januar dieses Jahres wagten es einige von den armen Teufeln, die nichts zu essen haben, wenn sie nicht arbeiten, von der Gesellschaft Arbeit zu verlangen. Da sie bei solchem Vorgehen in flagranti ertappt wurden, bekamen sie den Schußmannssäbel zu kosten. Aber auch andere Zwar ist bestritten worden, daß auf Anordnung der rheinischwestfälischen Großindustriellen der Sprachenparagraph in den Vereinsgefeßentwurf hineingekommen ist, jedenfalls entspricht er aber dem glühenden Wunsche jener Leute und diese nugen ihren Einfluß auf die Polizei speziell im rheinisch- westfälischen Industriegebiete nicht zu ihrem Nachteil aus. Die sichtbaren Weizenbestände der Welt betrugen am 1. April in Tonnen: Darunter in Europa 2 080 123 1906 1907. 1908 4 197 256 . 4 373 593 2 083 389 • 3 864 175 2 296 735 Sonntag, 12. April 1908. gewaltigen Rücksichtnahme auf die Allgemeininteressen zu empfehlen. Das Blatt schreibt. a.: „ Die Marktlag wird immer zerfahrener, insonderheit durch das unerträglich gewordene Mißverhältnis zwischen den Einstandskosten und den Preifen der gewalzten Ware. In letzteren zeigt sich feine Besserung; das überall vorhandene Arbeitstreibt namentlich bedürfnis weiteren Unterbietungen, zu für Stabeisen. Diese wirken auf die übrigen Artikel mit ein. Dabei sagen die Rohstoffverbände, mit der Kohle anfangend, daß ein Nach geben in den Preisen angesichts der hohen Löhne und sonstigen Belastungen nicht möglich sei. Außerdem lehre die Erfahrung, daß, wenn Ermäßigungen in den Preisen eintreten, insonderheit auch in den schließlich maßgebendsten für Halbzeug, das für die Abnehmer feine Befferung der Lage bedeute. Es würde eine Verringerung in Danach waren die Bestände in Europa in diesem Jahre größer den Einstandskosten durch weiteres Nachgeben der Preise der Walz Bersonen, die berufsmäßig am Ort sich aufhielten oder dort wohnten, als in den beiden voraufgegangenen Jahren. Da aber die Gesamt ware wieder ausgeglichen. Die gemischten Werke müßten fich erhielten Proben von dem Schneid der Polizei. Blutlachen, zahl- bestände geringer sind, ist an normale Preise vorläufig wohl noch darüber klar werden, daß entweder ein Nachgeben der Einstandsreiche von hinten mit dem Schußmannssäbel beigebrachte Wunden fosten von unten herauf, einschließlich der Kohle, nicht zu vermeiden gaben Zeugnis von der Passivität und der schonenden Milde der nicht zu denken. In der Woche vom 31. März bis 7. April vollzogen sich an den ist oder durch weiter ausgebildete Verbände die Prene für Walzbewaffneten Macht. Und nun wurden die wehrlos Verprügelten Weltweizenmärkten folgende Preisveränderungen: Chicago( Mai) ware wenigstens auf eine einigermaßen erträgliche Höhe gebracht auch noch mit Gefängnis bestraft. Im Namen des Königs! Und während das geschah, herrschte an der Börse Jubel. Dem Rückgang von 92 Cents auf 90% Cents; Liverpool( Mai) un- werden müssen." verändert 6 sh 11 d; Paris( Mai- August) Rückgang von 22,50 Fr. Die Situation auf dem Eisenmarkt ist noch verschärft worden mobilen Kapital ist durch die Blockgesetzgebung eine größere Freiheit auf 22,30 Fr.; Budapest( Oktober) Rückgang von 9,68 kr. auf durch den minimalen Umfang der staatlichen Aufträge in Eisenin der Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft garantiert worden. bahnmaterial. Die Werke hatten sich bereits auf erhebliche ZuDie Kurse stiegen! Die Staatsofferten mit den neuen vierprozen- 9,48 Kr.; Berlin( Mai) Aufstieg von 203 M. auf 206 M. Die amtlichen Notierungen über Kohlenpreise bringen die Aufteilungen eingerichtet und hofften, mit den Arbeiten für die tigen Anleihen hatten schon die Stimmung animiert. Dann wurde merksamkeit wieder mal auf das Mißverhältnis zwischen Roh- und Staatsbahn sich noch einige Monate durchhelfen zu können. nun illusorisch geworden. Soweit währt, in Sicherheit gebracht und, o Fülle des Segens: auch den die Verbraucher und Käufer dagegen müssen Preisreduktionen ein- Schienen, Schwellen und rollendes Material in Betracht kommen, neuen Knebel für die Gewerkschaften brachte die Blockmehrheit unter treten lassen. Ueber das Preisverhältnis orientiert einigermaßen die werden durch die hinter den Erwartungen rückbleibenden Dach und Fach. folgende Tabelle: Es notierten: Düsseldorfer Börse: 0 Der Freifinn hat für das Börsengesetz die Zustimmung zum Paragraphen 7 und 10a des Vereinsgefeßes in Zahlung gegeben. Aber damit hat der Börsenfreifinn fein Opfer gebracht, im Gegenteil: der Wert des anderen Geschenks wurde durch die GewerkschaftsInebelei noch erhöht! Den Polen ist die gewerkschaftliche Tätigkeit durch das Sprachenverbot ganz außerordentlich erschwert und, dank der„ Objektivität". der Polizei darf das Scharfmachertum erwarten, Spiegeleisen daß die gelben Gewerkschaften und deren Versammlungen für un- Buddelroheisen politisch erklärt werden. Daß Streifbruch in polnischer Sprache und von Stahleifen Jugendlichen beschlossen werden darf, kann als sicher gelten. Die Deutsch. Gießereieisen Nr. I Behörden hätten die Pflicht, die Gesetze zuungunsten der sozialdemokratischen Gewerkschaften auszulegen und anzuwenden, das hat erst noch fürzlich ein Ordnungshüter und Gesezeswächter im Ruhr- Gew. Stabeisen( Flußeisen) 148-150 ( Schweißeifen) 165-170 revier öffentlich erklärt, ohne an irgend einer amtlichen Stelle Widerspruch zu finden. Da hat das Kapital wahrlich alle Ursache zu erwarten, Gew. Bleche aus Flußeisen daß die Anwendung des neuen Vereinsgefeßes den gewerkschaftlichen Steffelbleche Kampf gegen Lohndruck und für Verbesserung der Arbeitsbedingungen Feinbleche erschwert, dagegen die Organisierung des Streifbruchs fördert. Die freudigen Erwartungen, die die beiden Ereignisse auslösten, famen zunächst in einer ansehnlichen Kurssteigerung zum Ausdruck. Die nachstehende Aufstellung über die Kurssteigerung einiger schwerer Werte fann als Barometer der Börsenhoffnungen betrachtet werden. Es notierten: 8. März 7. März 1908 1907 Laurahütte. Dortmunder · 217,50 209,90 61,25 95,50 · Bochumer 217,75 198,58 Gelsenkirchen 194,62 183,50 Harpener 199,50 194,50 Konsolidation 402,50 389,75 Deutsch- Luxemburg 155,00 146,50 Rheinische Stahlwerke 179,00 167,75** Phönig 185,40 174,50 Rombacher 173,50 167,25 " Hämatit " Eisenwalzdraht - Rüdgang + Zunahme in Mark -6-7 4 -4 -9 25-27 Aufträge ausschließlich die großen Stahlwerke betroffen, die auf die Preisgestaltung für Rohmaterial und Halbzeug einen entscheidenden Einfluß ausüben. Wenn die Staatsregierungen nicht stets sich als sehr fügsame Kunden der syndizierten Unternehmer gezeigt hätten, fönnte man fast sich versucht fühlen, anzunehmen, die nun beklagten Maßnahmen seien von dem Willen diktiert, auf die Preisgestaltung am Rohmaterial und Halbzeugmarkt mäßigend einzuwirken; Da wir solche„ böse" Absicht nicht annehmen, müssen wir uns schon damit begnügen, auf die Unerforschlichkeit der ministeriellen Entschließungen hinzuweisen. Wasserstands- Nachrichten der Landesanstalt für Gewässerfunde, mitgeteilt vom Berliner Wetterbureau. D. 5. April 1907 92-93 20. März 1908 85-87 78 74 80 76 85 76 III 81 71 -10 " 88 80 -8 108-115 35-40 135 -30-35 145 118-120 -25-27 155 128-130 " " am feit ant 160 152,50 124-130 132,50 30-36 feit -30 Wasserstand 10.4. 9.4. Basserstand 10. 4. 9.4. cm cm ¹) cm cm¹) Meme I, Zilfit 5763) <-4 Saale, Grochlik 307-21 10. April 1907 6. April 1908 Bregel, Insterburg 354 -16 Havel, Spandau) 138 Weichsel, Thorn 314 -14 Oder, Ratibor 241 18 " Krossen Frankfurt Barthe, Schrimm 200 0 Spree, Spremberg) 102 Beeskow 170 198 +5 Beser, Münden 129. <-24 Minden 201 -8 Landsberg 135 0 Rhein, Marimiliansau 440+14 Neze, Bordamm Elbe, Leitmerik 92 -4 Kaub 264 +2 160 -10. Käln 329+4 90 +8 Nedar, Heilbronn 170-20 341+18. Main, Wertheim 250+10 290 +24 Mosel, Trier 162-9 Fall, . Essener Börse: Nußflammlohle, get. Korn I und II. Bestmelierte Fettfohle Nuß- Fettkohle, getv. Korn Nr. I • . II 14,50+ 0,50-1,00 13,50-14,00 12,10-12,60 12,50-13,00 0,40 13,20-13,50 13,50-14,50+ 0,30-1,00 . 13,50-13,75 f Nuß- Magerkohle IV 10,50-12,00 12,00-13,50+1,50 0 Die Preise für Eisen und Eisenwaren sind zurückgegangen, am stärksten bei den Walzwerksprodukten. Die Kohlenpreise haben sich dieser Bewegung nicht nur nicht angeschlossen, sie sind teilweise fogar noch gestiegen. Die in der Kritik der Syndikatspolitik sehr gemäßigte Köln. 8tg." sieht sich nun auch veranlaßt, den SyndikatsDresden Barby Magdeburg )+ bedeutet Wuchs, morgens 573 cm. Rathenow) 178 3) Unterpegel- heute um 6 Uhr Nachdruck verbotes Schutzmarke Stillor Hygienische Kinder- Stiefel in den Formen Natura- Rationell- Normal Zahlreiche Anerkennungen und ärztliche Empfehlungen 0 Dauerh. Schulstiefel für Knaben u. 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Für den Inhalt der Juierate übernimmt die Redaktion bem Publikum gegenüber feinerlei Berantwortung. Theater. ( Siehe Wochen Spielplan.) Sonntag, den 12. April. Freie Boltsbühne. Nachmittags 3 Uhr: 6./7. Abteilung: im Reuen Schauspielhause: Die Stralle. 15./16. Abteilung, nachmittags 3 Uhr: im Berliner Theater: Das Wunder des heiligen Antonius und Der Arzt feiner Ehre. Freitag, den 24. April, 8% Thr: 23.( III.) Abteilung: im Lorking Theater: Der Troubadour. 21.( 1) Abteilung im Lutsen Theater: Mutter Erde. Neue Freie Volksbühne. Nach mittags 2%, Uhr: 13. Abteilung im Deutschen Theater: Romeo und Julia. Rachmittags 2, Uhr: Extrabor ftellung in den Stammerspielen: Frühlings Erwachen. Nachmittags 8 Uhr: 16. Abteilung im Reuen Theater: Die Hemsöer. Nachmittags 3 Uhr: 20. Abteilung Orania. Wissenschaftliches Theater. Taubenstr. 48/49. Theater abends 8 Uhr: Eine Nilfahrt biszum zweiten Katarakt. Morgen Montag 4 Uhr: Ueber den Brenner nach Venedig. Abends 8 Uhr: Kairo und die Pyramiden. Schiller- Theater. Schiller- Theater 0.( Ballner- Theater). Sonntag, nach m. 3 br: Das Glück im Winkel. Schausp. in 3 Atten v.. Sudermann. Sonntag, abends 8 Ubr: Der Weg zum Herzen. Luftspiel in 4 Alien v. Adolf L'Arronge. Montag, abends 8 Ubr: Der Widerspenstigen Zähmung. DERNHARD ROSE THEATED Dienstag, abends 8 Ubr: Gr. Frankfurter Str. 182. Die Loreley. Anfang 8 Uhr. Sonntagspreise. Nachm. 3 Uhr: Onkel Tome Sütte. Montag u. folg. Tage: Die Loreley. Theater an der SpreeKöpenider Straße 68. Nachmittags 3 Uhr: Ungültig. Abends 8 Uhr: Der Onkel aus Kottbus. Boffe mit Gesang und Tanz. Metropol- Theater Nachmittags 3 Uhr: Die Herren von Maxim. Abends 8 Uhr: ( 19501-2000). 21. Abteilung Das muß man seh'n! ( 20001-20700) im Schillers Theater O.: Das Glüd im Winkel. Revue in 12 Bild. mit Ges. u. Tanz. Nachmittags 3 Uhr: 3. Abteilung Rauchen gestattet. ( 2501-8000), 4. Abteilung( 3001 bis 8750) im Friedrich- Wilhelmstädtischen Schauspielhaus: Die Nibelungen. Nachmittags 3 Uhr: 7. Abteilung ( boll), 8. Abteilung( 7651-8000) im Schiller- Theater Charlotten burg: Das vierte Gebot. Nachm. 8 Uhr: Ertravorstellung im Hebbel- Theater: Liebe. Montag, abbs. 8 Uhr: 10. Abteilung im Lorking- Theater: Die Zauber flöte. Berliner Theater. apollo Theater Nachm. 3, Uhr! Der Widerspenstigen Zähmung. Gesellschaft für Schiller- Theater Charlottenburg. Sonntag, nach m. 3 Ubr: Das vierte Gebot. Bolls stud in 4 Aften b. L. Anzengruber. Sonntag, abends 8 Ubr: Götz von Berlichingen. Schausp. In 5 Aufz. v. J. B. v. Goethe. Montag, abends 8 Ubt: Stein unter Steinen. Dienstag, abends 8 Uhr: Philister. Hierauf: Die Lore. Volksaufklärung. Der Andrang zu den Gerling schen Vorträgen war ungeheuer groß, so daß der Eingang zu den Vortragslokalen schon lange vor Beginn der Vorträge polizeilich gesperrt werden mußte. Deshalb und auf vielseitigen Wunsch Wiederholungen im Etablissement ,, Nene Welt", Hasenheide, und ,, Kellers Festsälen". Großer wissenschaftlicher Zirkus Schumann 9 Sonntag 31, u. 7% Uhr: Große brillante Gala- Vorstellungen Nachm. auf allen Sigplätzen ohne Ausnahme, jedoch nur in Begleitung der Angehörigen 1 Kind unter 10 Jahren frei. Jedes weitere Kind unter 10 Jahren halbe Preise( außer Galerie). In beiden Vorstellungen: Die Sensation des Tages! Konsul Peter, Der menschliche Chimpanse, das größte Naturwunder. Programm jed. Vorstellung besteht aus 12 erstklassigen Nummern. Resisto, daß elektr. Wunder! Die gr. fenf. Ausstatt. Pantomime Amerika m. eig. Truppe 120 schwarzer Reute. Passage- Panoptikum. Vom 11. April b. inkl. 27. April Volkstage!!! Jed. Erwachsene ein Kind frei! Jedes Kind erhält ein Geschenk! ,, Die lange Dora". Das 99 gr.Wund., Gesamthöhe 2,19 m. Alle Darbietungen frei! Alles ohne Extra- Entrée. Eintritt 50 Pf. Kinder ohne Begleitung und Soldaten 25 Pf. Kasino- Theater. Lothringer Straße 37. Täglich 8 Uhr: Neu! Das glänzende April Progr. Schönburg, Sumorist. Terra Brothers Gymnaſtikalt. Anton Sattler, AstralSänger. The 3 Cornells musik. Comedians. Gr. Erfolg! Stürm. Beifall! Nachm. 3 Ufte u. abds. wie gewöhnl. Ein Dorf- Roman. Lichtbilder- Vortrag Palast- Theater nur für Damen Montag, den 13. April, abends 8%, Uhr: ,, Neue Welt", Hasenheide 108-114. Donnerstag, den 16. April, abends 8%, Uhr: Kellers Festsäle, Koppenstraße No. 29. Steine Breije! Reinhold Gerling( Berlin) Familien Vorstellung. Mitislaw der Moderne. Amaranth.. Mia Werber als Gaft. Dazu alle Attraktionen bes her: vorragenden April- Programms Abends 8 Uhr: Groke Vorstellung. 9 Uhr: Der kleine Chevalier. In beiden Borstellungen: Bilder von spricht über: Warum verblühen viele Frauen so früh? Wie erhält sich die Frau jung und schön bis ins hohe Alter? Abends 8 Uhr: Ensemble- Gaftfpiel der Mittelmeerreife bes Stalfers und Warum sind so viele Ehen unglücklich? des Neuen Schauspielhauses:" Wintersport. Neues Theater. Anfang 8 Uhr. Die gute Partie. Montag bis Mittwoch: Die gute Partie. Donnerstag: Simson. der kaiserlichen Familie, aufgenommen an Bord der Hohenzollern". Aus dem Inhalt: Was die Frau vom Liebesleben und vom Manne wissen muß. Sonntag 4 Uhr: Die Freuden der Häuslichkeit. Bhf. Börje. Reichshallen- Theater. Stettiner Sänger. 3 Entscheidungskämpfe 3 Als erstes Paar ringen: Strenge- Kornatzki Berlin. Polen. Außerdem, wenn es die Beit erlaubt: Steinbach- Ritzler Wien. Württemberg. Bau Daumas Elberfeld. Frankreich. Beginn 9 Uhr. Gebr. HerrnfeldTheater. Anfang 8 Uhr. Vorbert. 11-2 Uhr. Ein Blick ins Innere des weiblichen Körpers. Vernichtende Herrnfeld- Zyklus WINE Verhütung. Schmerzlose Entbindungen. Früh- und Fehl7 Folgen der Unwissenheit. Mädchen- und Frauenleiden. Verkrüppelte Frauen. Das Werden des Kindes und sein Leben vor wie nach der Geburt. Die Gefahren der Mutterschaft und deren geburten. Was bei Frauenleiden: Knickungen, Senkungen, EntNeues Programm! zündungen, falschen Lagen, Kindbetterkrankungen geschehen soll. Kranke Frauen und Kindersterblichkeit. Der Malthusianismus und die Beschränkung der Kinderzahl. Gesunde Unglück für Familie und Volk. Vertrauliche Worte an Ehe1220b Kleines Theater. Ringkampf- Ronkurrenz Frauen, gesunde Kinder sind ein Segen, sieche und kranke ein Nachmittags 3 Uhr: Ein Puppenheim( Nora). Abends 8 Uhr: 2 mal 2= 5. Montag: 2 mal 2= 5. Dienstag: 2 mal 2 S 5. Theater des Westens. 8 Uhr: Ein Walzertraum. Sonntag nachm. 3, Uhr halbe Preise: Die lustige Witwe. Friedrich- Wilhelmstädtisches Schauspielhaus. Heute Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Der gehörute Siegfried. Siegfrieds Tod. Abends 8 Uhr: Hasemanns Töchter. Montag: Der Privatdozent. Lortzing- Oper. Belle- Alliance- Straße 7/8. Nachm. 3 Uhr: Der Freischük. Abends 8 Uhr: Der Wildschütz. Montag: Die Zauberflöte. Dienstag: Die Zauberflöte. Mittwoch: Bar und Zimmermann. Neues Operetten- Theater 3 Uhr zu halb. Br.: Der Opernball. Heute und folgende Tage 8 Uhr: Der Mann mit den drei Frauen. Hebbel- Theater, Stoniggräßer . 57/58. Heute und folgende Tage 8 Uhr: Liebe. um den Preis von 10 000 Mk. frauen und Mütter. Großer Entscheidungskampf Wachtorow, Rubland, gegen Hitzler, Bayern Ferner ringen: Padoubny Weltmeister, gegen Koch Weltmeister. Passage- Theater. Die Sensation Berlins! Ota Gygi der Mann mit den 3 Geigen. Otto Röhr, der Humorist am Flügel. Rita Tanca, Lieder zur Violine. Herm. Strebel, der Unwiderstehliche. Rakoczy- Sextett, die reiz. Ungarmädchen, u. d. kolossale April- Programm! !! Gewöhnliche Preise!! Residenz- Theater. Walhalla Direftion: Richard Alexander. Anfang 8 Uhr. Nach dem Vortrage Fra gebeantwortung. Eintritt 50 Pfennig. Welche begeisterbe Aufnahme die Vorträge allerorten fanden, geht aus den glänzenden Zeitungsreferaten in Frankfurt a. M., Wiesbaden, Mülhausen i. E., Dresden, Leipzig, Hannover usw. ebenso hervor wie aus mehreren Hundert an den Vortragenden gerichteten privaten Zuschriften, in denen es u. a. heißt:„ Ich unterschreibe jedes Wort." Prof. Dr. B. B. in W. " Bin ganz einverstanden mit Ihren Ausführungen, die sich auch freihielten von jeder Begünstigung der Kurpfuscherei." Dr. H. F. in C. 1. Serie( bis infl. 15. April): 8 15: Hausierer Jockele. 9 15: Endlich allein. 10 15: Orig. Klabrias- Partie. Donnerstag, den 16., Sonnabend, den 18. April: II. Serie: Die Meyerhains. Bom 19. bis intl. 23. April:. III. Serie: Elfe aus der Bar. Es lebe das Nachtleben! Bom 24. bis intl. 29. April: IV. Serie: Lekte Ehre. Fall Blumentopf. Schluß diesjähriger Spielsaison Mittwoch, den 29. April cr. Mögen alle Mütter mit ihren Töchtern Ihre Vorträge besuchen, W. Noacks Theater da ihnen dann die schwere Arbeit der Aufklärung der Kinder er- Direttion: Rob. Dill. Brunnenftr. 16. spart bleibt." Frau L. in C. Innigsten Dank für die beiden Zum letzten Male: Vorträge. Als Mutter zweier Töchter haben sich mir Ihre belehrenden Worte tief eingeprägt usw." Frau A. D. in D.- Noch Der Goldbauer. 8. Schluß, 8. 109. Male: Sufaren Streiche. Anf.woch.81 Sonnt. 7U Reichshallen. Restaurant: MilitärKonzert. Brauerei Friedrichshain früher Lipps. Am Königstor Defonom: Ernst Liebing. Vom 19. bis 26. April: C. M. Ziehrer aus Wien. Haftapellmeister, Dirigent der faiserl. fönigl. österr. Hofballmufit mit auf 60 Künstler verstärktem Orchester. Ruggenhagen Bugg Moritzplatz im Theatersaal täglich Albert Böhme Das brillante April- Programm. 1.a.: Lina Golh, Artur Wolff, M. Bendix, Alexander Bros, Noranas Sifters. Anfang 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pf. Sonnt. reserv, 1 M. Bart. 0,75, Entree 50 Pf., in d. Woche Familienbilletts 5 St. 2 M. Jm unteren Konzertsaal: Sonntag u. Montag: Konzert. stehe ich unter dem Banno des von Ihnen gehörten Vortrages. Bolts ſtand in 4 gift. D. Ch. Birch- Beiffer. Alhambra Sie müssen Gefühl haben, vielen, den rechten Weg geholfen zu haben." M. G. in D. Großer wissenschaftlicher Lichtbilder- Vortrag nur für Herren Dienstag, den 14. April, abends 8 Uhr: ,, Neue Welt", Hasenheide 108-114. Reinhold Gerling( Berlin) spricht über: Anfang Uhr. Entree 30 Nach der Vorstellung: Tanz Montag bis Sonnabend: Geschloffen. Wallner- Theaterstraße 15. Jeden Brunnen- Theater Sonntag: Großer Ball Badstraße 58. Direft.: Bernh. Rose. Großes Drefter. Anfang Sonntags Heute Sonntag, den 12. April, nachmittags 3 Uhr: Keine Vorstellung. Abends 8 Uhr: Die Ahnfrau. Trauerspiel in fünf Aufzügen von Franz Grillparzer. Nach der Vorstellung: Großer Ball. Vorverkauf Sonntags 10-1 Uhr. Montag: Große Benefizvorstellung: Unschuldig verurteilt. Bürgerl. Schauspielhaus früher Was der Mann vom Geschlechtsleben Prater Theater Gefahren. des Weibes wissen muß. Aus dem Inhalt des Vortrages: Das junge Mädchen. Die Entwickelungsjahre und ihre Jugendtorheiten und-Sünden. Die falsche Scham der Eltern und die wahre Moral. Das Erhalten der jungen und Varieté- Theater Leute in Unwissenheit, fast die einzige Ursache ihres Verderbens Heute 2Vorstellungen. Nadm. 3%, Uhr: Prüderie und falsche Erziehung. Die Kinderpflege. Der Floh im Ohr. Weinbergsweg 19/20, Rosenthaler Tor. pr des Feltritts. Die Geschlechtskrankheiten.- Die heutige Schwank in drei Arten von Georges Kleine Preise. Jed. Erw. ein Stino fret. Feydeau. Deutsch von Wolff- Jacoby. Abends 8 Uhr: Haben Sie nichts zu verzollen? 1 Kleidung, Der Liebestraum und der Brautstand. Diät, Berufsleben. Jungfrau und Gattin. Die Mutterschaft und das Kind. Die Sünden in und vor der Ehe und die daraus resultierenden Frauensein Weib glücklich zu machen und gesunde und lebensfrische KinderSonntag, 12. april, nam Das großartige Aprilprogramm. leiden und Kindergebrechen. Was muß der Mann wissen, um Nachkommen zu haben? Die Kindersterblichkeit. Lustspielhaus. Grete Gallus.losigkeit. Zu viele Geburten, schwere Geburten, Fehlgeburten, Nachm. 3 Uhr: Unsere Käte. Abends 8 Uhr: Tante Cramers Testament. Luisen- Theater. Reichenberger Straße 34. Nachmittags 3 Uhr: Die Cameliendame. Abends 8 Uhr: Der wilde Reutlingen. Montag: Der wilde Reutlingen. 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Karl Elsermann. großer Saal und Naturgarten mit Sängergesellschaft an Vereine 34 bergeben. 24052 Deutsche Konzerthallen An der Spandauer Brücke 3. Täglich Große Massen- Konzerte Spezialitäten- Vorstellung. 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Montag, den 20. April( 2. Osterfeiertag): Zwei Matineen in den Lokalen 210/ 12* Kliems Festsäle, Berliner Bock- Brauerei, Hasenheide 13/15. Tempelhofer Berg. Mitwirkende: Spree- Athener", Berliner Sänger- Gesellschaft( Direktion M. Zerner) und ,, Norddeutsche Sänger"( Direktion H. Zimmermann). Anfang pünktlich 12 Uhr. x x x x Eintritt 20 Pf. Billetts sind bei den Abteilungs- u. Bezirksführern, den mit Plakaten belegten Geschäften und an der Kasse zu haben. Um rege Beteiligung ersucht Das Komitee. 3. Wahlkreis. Sonntag, den 19. April( 1. Osterfeiertag), im großen Saale des ,, Deutschen Hofes", Luckauerstr. 15: Große Matinee. Konzert ausgeführt von Zivilberufsmusikern unter Mitwirkung von Frau Margarete Walkotte und des Humoristen Herrn Hans Fredy. Am Flügel: Herr Bernhard Nitzsche. Anfang präzise 12 Uhr. Programm an der Kasse gratis. Billett 30 Pf. 213/ 4* Sozialdemokratischer Wahlverein des VI. Berliner Reichstags- Wahlkreises. Montag, den 20. April Zweiter Osterfeiertag: Neun große Matineen in folgenden Lokalen: Kronen- Brauerei, Alt- Moabit 47/49 Pharus- Säle, Müllerstr. 142 Germania- Säle, Chausseestr. 110 Cranz' Festsäle, Kösliner Str. 8 Ballschmieders Etablissement, Badstr. 16 60 Bernhard Rose- Theater, Badstr. 58 Franke( früher Schirm), Badstr. 19 Berliner Prater- Theater, Kastanien- Allee 7-9 Fröbels Allerlei- Theater, Schönhauser- Allee 148 Mitwirkende: 226/ 10* Volkssänger Gesellschaften H. Anke, Strzelewicz, Schmelzer, Henry Balzé, Otto Steidels Hamburger Sänger, Apollo- Sänger, Steyrisches Jodler- Duett Remoit u. Huber, Gnörich- JescheckEnsemble, Magarete Walkotte, Konzertsänger Herr Franz und andere Künstler und Spezialitäten. Gesangvereine: Liederlust II, Nord, Freier Männerchor, Nordwacht, Freiheit Nord. >>>>> Großes Konzert eeee Anfang pünktlich 12 Uhr.- Billetts 25 Pf. Tische und Stühle dürfen nicht reserviert werden. Die Komitees. ㅁㅁㅁ ㅁㅁㅁ 0000 ㅁㅁㅁㅁ Sozialdemokratischer Schöneberg. Wahlverein.=== Sonntag, den 19. April 1908( 1. Osterfeiertag): Walkotte- Kunst- Abend im Lokal ,, Neue Rathaussäle", Meininger Straße 8. Unter Mitwirkung der Frau Margarete Walkotte, der Konzertsängerin Fräulein Dibbern, des Herrn H. Werkmeister, des Herrn B. Nitzsche 0000000 KONZERT 0000000 Eintritt 50 Pr. 00000000000000000000 und des Geigen- Virtuosen Herrn Voß. ☐ ausgeführt von Zivil- Berufsmusikern. ☐ Anfang 6 Uhr. Der Vorstand. Schwarzer Friedrichsberg Adler Frankfurter Chaussee 5 ( früher 120). Stadtbahnstation Frankf. Allee. Inh.: Gebr. Arnhold. Fernspr. Friedrichsberg No. 8. Jeden Sonntag im Königsaale: Großer Ball Anfang 4 Uhr. unter Leitung des Herrn O. Bürger. Anfang 4 Uhr. Jeden Montag: 25561 Soiree der Apollo- Sänger. 099 Anfang 8 Uhr. Gee Nach der Vorstellung: Familien- Kränzchen. Oskar Wollburg 61 Brunnenstr. 61 Christliches Spezial- Haus Gold. Medaille für 1304. gewerbl. Leistungen. für Damen- und Mädchen- Konfektion. Direkt aus der Fabrik, kein Zwischenhandel, daher konkurrenzlos. Kostüme, Liftboy, Bolero und Frauenmäntel Ripsstoffen mit anliegende Fassonsin allen modernen Farben aus Tuch und englischen Stoffen, erstklass. Verarbeitung 15,75, 19,50, 23,50, 28,75 etc. Engl. Paletots in geschmackvollen neuen Stoffen u. Fassons 6,50, 8,50, 10,50, 13,75 etc. etc. Liftboy- Jacketts in Tuch, Sammet u. Taffet, aus Tuch und eleganten Stickereien, Handverschnürungen und Bandgarnierungen in allen Längen, auch für ganz starke Damen 14,50, 17,50, 21,50, 27,75 etc. etc. schwarz und farbig, elegante Fassons, auch Bordüren 4,50, 6,50, 8,50, 10,75 etc. etc. Kostümröcke, in schwarz und farbig 11,50, Kindercapes u. 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Jeben Mittwoch: Otto Steidl's Hamburger Sänger mit Freitanz. Jeden Donnerstag: Großes Militär Streich Konzert anschließend: Familien- Kränzchen. Karlsgarten Rixdorf. Jeden Sonntag: die beliebten Eichler Sänger. Anfang 6 Uhr. Nach der Vorstellung: Ball. Bu Sommerfesten empfehle meinen herrlichen Naturgarten. 22792* Wojciechowski. Meinen werten Barteigenoffen und bisherigen Mitarbeitern zur gefälligen Stenntnis, daß ich das Restaurant von Bibergehl Rummelsburg, Rautstraße 11 12556*( Ede Lessingstr.) in Vertretung übernommen habe. Um gefälligen Zuspruch ersucht Oskar Neumann, Bauarbeiter. Brodts Berliner Arbeiter- Radfahrer- Verein Mitglied des ArbeiterRadf.- Bundes ,, Solidarität" Freitag, den 17. April( Karfreitag): 3 große Lichtbilder- Vorträge und Kinematograph in den nachstehend genannten Lokalen: Ballschmieders Salon, 11/7 Bad- Straße Nr. 16. Armin- Hallen, Kommandanten- Str. 58/59. Andreas Festsäle, Andreas Straße Nr. 21. Eintritt 20 Pr. Anfang 5%, Uhr. Die Mitglieder werden ersucht, sich rechtzeitig mit Billetts zu versehen, da keine offene Kasse stattfindet. Während des Vortrages darf nicht geraucht werden. Um Störungen während des Vortrages zu vermeiden, werden die Mitglieder gebeten. pünktlich zu erscheinen. Die Billetts baben zu allen drei Vorträgen Gültigkeit. Berlin 80.98 Markgrafen- Säle Amt 7, 99 4277. Inh. Hermann Scholtz, Markgrafendamm 34, a. d. Stralauer Allee. Jeden Sonntag Theater und Spezialitäten sowie großer Ball:: Jeden Mittwoch Theater- Abend der Berliner Volksbühne und Freitanz:: Säle von 100 bis 1000 Personen zu Festlichkeiten und Versammlungen:: Vereinszimmer:: Zwei Kegelbahnen noch einige Tage frei. Steinehachs Volksgarten, Hakenfelde. Einzigstes Parteilofal am Spandauer Stadtwald. Am Karfreitag: Gr. Schlachtefest. Es labet freundlichst ein Direkt am Bahnhof. O [ 26932] Der Wirt. Bahnhofsrestaurant Zeuthen Inh. Hermann Kaebe. Empfehle meinen schönen schattigen Garten allen Besuchern Zeuthens und Umgegend. 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Kollegen der ländlichen Gebiete Vorteil haben, durchgesetzt, und pro Woche festgesetzt werden muß. deshalb können letztere sich heute einer Erwerbslosenunterstützung und der damit verbundenen Beitragserhöhung kaum widersetzen. Nachmittagssikung Die Debatte über den Punkt Organisation Wird pro Tag 75 Pf. als Unterstüßungssatz zugrunde gelegt, dann verringert sich obige Ausgabe um 60 831 m. auf 182 493 M., letztere Summe erfordert einen Beitrag pro Mitglied und Jahr macht Walter- Reipzig einige Ausführungen über die Ent- von 9,12 M. oder pro Woche 17,5 Pf., nach oben abgerundet 20 Pf. wickelung des Verbandes. Redner betont, daß die Gründung des pro Woche. Rechnen wir die verausgabte Reiseunterstützung 1907 Zentralverbandes ungeheuere Vorteile für die Steinarbeiter ge- als Arbeitslosenunterstützung ab, so ergibt sich immer noch ein bracht habe. Zurzeit sind zehn Funktionäre im Verband tätig, wöchentlicher Beitrag von 16,2 Pf. Der Unterstützungssatz von wird in lebhafter Weise weitergeführt. Von der Zahlstelle Mark um die Interessen der Mitglieder zu wahren. Das Fundament 4,50 M. wäre aber das Mindeste, was einem Arbeitslosen gegeben will wird der Vorschlag gemacht, alljährlich im Monat August des Verbandes steht fest und sicher, nun gelte es, den inneren werden kann. Diese Beitragserhöhung dürfte bei dem schlechten eine Extrafteuer von 1 M. zu erheben und diese Summe als Ausbau desselben zu fördern, und dazu gehöre vor allen Dingen, Verdienst, der in einigen Brüchen und Arbeitspläten erzielt wird, Grundfonds für die Erwerbslosenunterstützung zu betrachten. Von gesunde Kassenverhältnisse zu schaffen. Den Gauleitungen wird nicht möglich sein und daher sind die Anträge dieser Art nach verschiedenen Rednern wird der Mißbrauch, der mit den Ar anheimgegeben, sich mehr um die Kassenverhältnisse in den Zahl- Ansicht des Redners unannehmbar, ja undiskutabel. beitslosenmarken getrieben wird, zur Sprache gebracht und stellen zu fümmern. In der Einführung der Krankenunterstützung Als warmer Befürworter der Arbeitslosenunterstützung erhält betont, daß die Ortsverwaltungen nicht bei der kleinsten Verans sieht Redner kein Mittel, die Fluktuation der Mitglieder zu als erster Redner Seidel- Dresden das Wort. In Dresden ist lassung eine solche an die Mitglieder verabfolgen sollen. Auf Anhemmen. Im letzten Jahre sind kaum ein Drittel der Eingetretenen dieser Unterstüßungszweig auf lokalem Wege eingeführt, wird aber trag wird nunmehr die Erwerbslosenunterstüßung aus der Debatte Mitglieder geblieben, troh der gezahlten Krantenunterstützung, die nicht als maßgebend für die Gesamtorganisation bezeichnet, ebenso ausgeschaltet und nur noch über die Aenderung der Kranken- und 27 343,50 M. betrug. Alle gestellten Anträge, die auf Verkürzung wenig will Redner die vorliegenden statistischen Erhebungen des Reiseunterstützung beraten. Werner- Elberfeld redet der Beider Karenzzeit und auf Erhöhung der Unterstützungssäße gestellt Vorstandes für ein getreues Spiegelbild der Arbeitslosigkeit im tragserhöhung das Wort und unter Wegfall der Arbeitslosenmarke, wurden, sind nach Meinung des Redners unannehmbar. Ueber- Berufe gelten lassen. Der heutige Arbeiter soll alle Anforderungen, um der Beitragentziehung ein Ende zu machen. Starke gibt gehend zur Einführung der Erwerbslosenunterstüßung gibt die der Klassenkampf stellt, erfüllen, er soll kein Streifbrecher sein, der Meinung Ausdruck, daß die Forderung der ErwerbslosenunterRedner der Meinung Ausdruck, daß dieselbe für die Steinarbeiter er soll seine Parteizeitung lesen und seine Beiträge bezahlen, stützung nicht mehr verschwinden wird und daß man ohne Zweifel nicht einzuführen ist. Im Jahre 1901 war dieselbe in 21 Ver- mithin ist die Organisation aber auch verpflichtet, ihn während der die Krankenunterstüßung in Zukunft zur Erwerbslosenunterstützung bänden eingeführt, und mußten diese Verbände insgesamt eine Erwerbslosigkeit zu unterstüßen, damit er seine Pflichten erfüllen ausbauen muß, aber heut hält Redner die Sache verfrüht. Summe von 1238 197 M. dafür verausgaben, macht im Durch- kann. Wenn die Arbeiterschaft warten will, bis der Staat ein- Die Anträge auf Einführung derselben werden mit 51 gegen schnitt pro Organisation 15 234 M. Im Jahre 1906 war die Er- greift, um die Opfer der verrückten Produktionsmethode vor dem 16 Stimmen abgelehnt. werbslosenunterstüßung in 43 Verbänden eingeführt und er- Verhungern zu schützen, so dürften noch viel Opfer an Leben und Das Ergebnis der Tagesberatung spiegelt sich in folgenden forderte insgesamt eine Summe von 2 653 296 M., macht pro Or- Gesundheit zu bringen sein. Das Verhalten der Maurer zu dieser Beschlüssen wieder: Den Steinarbeitern, die aus anderen Verganisation im Durchschnitt 61 704 M. Die Statistik der Stein- Frage kann für die Steinarbeiter durchaus nicht maßgebend sein. bänden übertreten, soll ihre Beitragsleistung umgerechnet werden. arbeiter für 1907 ergibt auf 20 000 Mitglieder 10 600 Arbeitslose, Auch die Beitragserhöhung wird kein Hinderungsgrund für die Für den Uebertritt ist nur eine Ersaymarke zu lösen. Ferner gleich 53 Proz. Arbeitslos waren: eine Woche 9,6 Proz.= 1018 Einführung bilden. Die Gegner der Arbeitslosenunterstüßung sollen Mitglieder, die in einem anderen Berufe beschäftigt sind, Mitglieder, zwei Wochen 13,3 Proz.= 1410 Mitglieder, drei führen als Hauptgründe die Erhöhung der Beiträge ins Feld, wenn sie nicht übertreten, allwöchentlich den vollen Beitrag entWochen 11,9 Proz.= 1261 Mitglieder, vier Wochen 8,8 Proz. weil sie dadurch die Erfolge in der Agitation geschmälert sehen, richten. = 933 Mitglieder, fünf Wochen 6,4 Proz. 678 Mitglieder, sechs und die Erschließung der Bruchgebiete unmöglich halten. Die Mindererwerbsfähige Kollegen erhalten im Krankheitsfalle, Wochen 6,5 Proz.= 689 Mitglieder, über sechs Wochen 44,0 Proz. Gauleiter des Verbandes find fast durchweg auf Grund ihrer Er- unbekümmert ihrer mehrjährigen Beitragsleistung, nur immer den = 4611 Mitglieder, Summa 10 600 Mitglieder. fahrungen Gegner der Erwerbslosenunterstützung sowie Gegner ersten Satz( 27 M.) der Unterstüßung, und find solche Mitglieder jeder Neuregelung der Kranken- und Reiseunterstüßung. dem Vorstand zu melden. Wird von einer Unterstüßung der bis eine Woche ArbeitsIosen abgesehen und pro Tag eine Mark angenommen, dann ergibt Link- München verweist auf die Aeußerungen des bayerischen Ferner wird der Vorstand beauftragt, monatliche Statistit sich folgende Ausgabe: 1018 Mitglieder scheiden aus( eine Woche), Landtagsabgeordneten Genossen Simon, der die Not und das farten auszugeben, auf deren Grundlage der Generalversammlung 1410 Mitglieder erhalten à 6 M. 8460 M., 1261 Mitglieder er Elend der arbeitslosen Bevölkerung im Landtag geschildert und den 1910 eine Vorlage über die Erwerbslosenunterstützung zu unterhalten à 12 M. 15 132 M., 933 Mitglieder erhalten à 18 M. Staatsvertretern sagte, daß der Staat sich einer Unterstüßungs- breiten ist. 16 794 R., 678 Mitglieder erhalten à 24 M. 16 272 M., beihülfe nicht mehr entziehen könne, die Organisation sei ebenfalls Nach einigen univefentlichen redaktionellen Aenderungen des 689 Mitglieder erhalten à 30 M.= 20 670 M., 4611 Mitglieder verpflichtet, für die arbeitslosen Mitglieder zu sorgen. Statuts und nach Verlesung der Begrüßungstelegramme aus erhalten à 36 M.= 165 996 M., in Summa 10 600 Mitglieder Bei diesen Debatten betonen die Befürworter der Erwerbs- Gummersbach, Keppelroded, Loslau, Langensalza, Striegau, El. = 243 324 2. 243 324 M. auf 20 000 Mitglieder verteilt, ergibt losenunterstüßung, die sich meistens aus den Städten rekrutieren, berfeld- Barmen und Ochsenburg wird die Verhandlung auf pro Mitglied einen Beitrag von 12,16 M. pro Jahr oder 23,4 Pf.| daß allzu viel Rücksicht auf die ländlichen Gebiete in dieser Frage Sonnabend vertagt. DAER R 19 OHN Spezialhaus : grössten: Massstabes. 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Heute geöffnet bis 6 Uhr. VI. Wahlkreis. Sonntag, den 12. April, abends 6 Uhr, im ,, Kolberger Salon", Kolbergerftr. 23: Versammlung für Männer und Frauen. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Max Kiesel über:„ Warum kämpfen wir?" 2. Distusfion. Die Abteilungsführer. Bu zahlreichem Besuch laden ein [ 226/ 8*] Nach der Versammlung: Gemütliches Beisammensein mit Tanz. Zentral- Verband der Maurer Deutschlands. Zweigverein Berlin. IF Sektion der Putzer. Am Mittwoch, den 15. April, abends 8 Uhr, finden in allen zum Lohngebiet Berlin gehörigen Bezirken in den bekannten Lokalen die Orts- Krankenkasse Verein für Frauen u. Mädchen für Friedenau. Bekanntmachung. Infolge Ausscheidens einiger Ber freter der Arbeitnehmer zur General versammlung hat für die Wahlperiode 1907/08 eine Ergänzungswahl zu er folgen. Es sind nach§§ 49 und 50 des Statuts 11 Bertreter zu wählen. Die Wahlen finden statt im Lokal ,, Gesellschaftshaus", Rheinstr. 14, Donnerstag, den 23. April 1908, Don 5-7 Uhr abends. ant Die Wablen find geheim und wer den durch Stimmzettel vorgenommen. Die Mitglieder werden ersucht, ihre Mitgliedstarten zweds Legitimation mitzubringen. Auf den Stimmzetteln find die Vertreter als solche deutlich zu bezeichnen. 272/12 Im übrigen wird auf die Bestimmungen der§§ 49 und 50 des 138/14 Staffenstatuts verwiesen. Bezirksführer- Sitzungen flatt In Anbetracht der gegenwärtigen Rage in unserem Beruf ist es unbedingt notwendig, daß jeder Kollege pünktlich erscheint. Der Vorstand. Achtung! MALER! Achtung! Zwischen der Kommission der lokalorganisierten Maler und dem Vorstande des Verbandes der Maler wurde vereinbart, daß allen Kollegen, die bis zum 15. April 1908 ihren Beitritt zum Verbande erklären, ihre Zugehörigkeit zur Organisation angerechnet wird. Die Kollegen, die nach dem 15. April übertreten, werden nur als neue Mit glieder aufgenommen. Die Mitgliedsbücher können in allen Zahlstellen abgegeben werden. Die Kollegen, die ihre Bücher abgeliefert haben, können die neuen Bücher auf den Zahlstellen in Empfang nehmen. Die Ortsverwaltung. Deutscher Metallarheiter- Verband. Arbeitsnachweis: Verwaltungsstelle Berlin. Hauptbureau: Hof I. Amt 3, 1289. Charitéstraße 3. Sof III. Amt 3, 1987. Der Feiertage wegen findet die Auszahlung der Arbeitslosenunterstützung in folgender veränderter Weise statt: am Dienstag, den 14. April für den 13. und 14. April, am Mittwoch, den 15. April für den 15. und 16. April, am Donnerstag, den 16. April für den 17. und 18. April, am Sonnabend, den 18. April für den 20. und 21. April. Die erste reguläre Zahlung findet am Donnerstag, den 23. April für den 22. April statt. அறடு Am 3. Feiertag bleibt der Arbeitsnachweis den ganzen Tag geschlossen. Die franken Kollegen erhalten ihre Unterstützung: am Dienstag, den 14. April für Dienstag und Mittwoch, 131/18 HUMORIST REHAN Reichenberger Sh: 95 Achtung! Einladung zur General- Versammlung am Donnerstag, den 23. April 1908, bon 7 Uhr abends ab im Lotal Gesellschaftshaus", Rheinftr. 14. Tagesordnung: 1. Borlesung des Protokolls der legten Generalversammlung. 2. Bericht des Borstandes. 3. Abnahme der Jahresrechnung. 4. Ersatzwahl zum Borstand( 2 Arbeitnehmer). 5. Antrag des Vorstandes auf Ges nehmigung der mit den Beamten abgeschlossenen Verträge, der Arbeiterklasse. Montag, den 13. April, abends 8, Uhr, im Neuen Klubhaus, Kommandantenstraße 72: Wie betrachtet man Kunstwerke?" Gäste willkommen. Referent: Dr. Kaesbach. [ 55/10] Der Vorstand. Arbeiter- Bildungsschule Berlin. Sonntag, den 12. April 1908, abends 7 Uhr, in den neuen ,, Arminhallen", Kommandantenstr. 58/59: Vortrag des Genossen Simon Katzenstein über: ,, Kinderschutz und Jugendfürsorge." Nach dem Vortrag: Gemütliches Beisammensein u. Tanz. Eintritt 20 Pf. Garderobe frei. 6/12 Im großen Saale des Gewerkschaftshauses, am Engelufer 15, spricht am Donnerstag, 16. April, abends 8 Uhr: Herr Liz. R. Mumm aber: Christentum, Naturwissenschaft und Arbeiterstand. -W 1367b Freie Aussprache. Eintritt frei. Gäste willkommen. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Ortsverwaltung Berlin. Heute Sonntag, vormittags 10 Uhr bis 2 Uhr nachmittags finden die Wahlen 82/20 6. Antrag auf Abänderung deder Delegierten zum Verbandstage in Stettin § 12 des Statuts( Beitragserhöhung). 7. Verschiedenes. Friedenau, den 11. April 1908. Der Vorstand. H. Leddin, J. V. Borsigender. H. Heider, Schriftführer. Achtung! Die Liste bitten wir aufzubewahren! Erster Nachtrag zur großen Liste der bewilligten Bäckereien Berlins und Umgegend vom 5. April 1908. Bewilligte Bäckereien: Alensteinerstr. 15, Gieluch.. Grünthalerstr. 12, Schulz. Ziedstr. 16, Kleine. Lippebnerstr. 2, Cieluch. Wollinerstr. 50, Rhemus. Rixdorf. Bring Handjergstr. 70, Lehmann. Siegfriedstr. 44, Brüdner. Weserstr. 179, Marquardt. Boxhagen Rummelsburg. Ktroffenerstr. 2, G. Stroll. Schöneberg. Stoffhäuferstr. 27, Ed. Hanke. Wilmersdorf. Ringbahnstr. 246, Ed. Hanke. am Mittwoch, den 15. April für Donnerstag und Freitag, Den Tarif haben durchbrochen und gelten am Donnerstag, den 16. April für Sonnabend und Montag, am Sonnabend, den 18. April für Dienstag, den 21. April. 115/6 Am Karfreitag und 1., 2. und 3. Osterfeiertag bleibt die Krankenabteilung geschloffen. Die Ortsverwaltung. Vereinigung der Musikinstrumenten- Arbeiter Berlins und Umgegend. Montag, den 13. April, abends 6%, Uhr: General- Versammlung in Graumanns Festsälen, Naunynftr. 27. Zages Drdnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1908 und Berlesung der neu aufgenommenen Mitglieder. 2. Vortrag des Genoffen Wollheim über: Aus der Chemie der Ernährung". 3. Diskussion. 4. Organisations: angelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. daher als zurückgezogen: Berlin: Oppelnerftr. 24, Miller. Frankfurter Allee 176 Friedrichsfelderstr. 13 Boxhagen. Grünebergerstr. 10 Simon Dachstr. 13 Lichtenberg. Hubertusstr. 53 Scharnweberstr. 24 Grünthalerstr. 10, Jambor. Bodestr. 16, Baher. und eines Delegierten zum Gewerkschaftskongre in folgenden Lokalen statt: Habel, Bergmannstr. 5-7.| Boeker, Weberstr. 17. Möhring, Admiralftr. 18c. Obiglo, Schwedterstr. 23. Muhs, Manteuffelstr. 95. Raabe, Kolbergerstr. 23. Litfin, Memelerstraße 67. Ahrens, Turmftr. 25-26. Die Stimmzettel werden am Eingang zu den Wahllokalen verteilt. Jeder Kollege fann in dem Lofal wählen, welches für ihn am bequemſten zu erreichen ist. Mitgliedsbuch legitimiert. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Die Werkstätten- Vertrauensleute werden ersucht, ihren Kollegen die Mitgliedsbücher auszuhändigen. Die Ortsverwaltung. Am 12. April: Urania- Vorstellung. Eröffnung vormittags 10 Uhr.- Vorstellung 11 Uhr: Kairo und die Pyramiden. Die Ortsverwaltung. Jalousie- Arbeiter. Sonntag, den 12. April 1908, vormittags 10 Uhr, bet Boeker, Weberstraße 17: Branchen- Verfammlung. Zages Drdnung: August Hanke; nach der Heber. 1. Bortrag des Kollegen Reiche über: Arbeitsverträge". nahme durch diesen Serrn 2. Diskussion. 3. Branchenangelegenheiten. wurden die Verbandskollegen fofort entlaffen und durch un organisierte erfekt. Rirdorf: Weichselstr. 60( wird jekt durch Verwandte des Haus. wirts betrieben). Parteigenossen! Hausfrauen! Arbeiter! 40/10 Unterstützt nach wie vor die um ihre Menschenrechte tämpfenden Bäckergesellen! Der Bertrauensmann der Bäcker Berlins und Umgegend. Deutscher Buchbinder- Verband Zahlstelle Berlin. Mittwoch, den 15. April 1908, abends 8 Uhr: Zentralverband der Steinarbeiter. Kombinierte Werkstätten- Delegierten- Sitzung Berlin II. in Graumanns Festfälen, Nannynstraße 27. Zages Drdnung: 23/10 Sargtischler. Montag, den 13. April 1908, abends 8, Uhr, bei Boeker, Weberstraße 17: Branchen- Verfammlung. Zages Ordnung: 1. Wie verbeffern wir die Lohn- und Arbeitsverhältnisse in unferer Branche? 2. Verbandsangelegenheiten. Jeder Kollege muß erscheinen! Kistenmacher. Montag, den 13. April, abends 8%, Uhr, im Gewerkschaftshause, Engelufer 15( Saal 7): Branchen- Verfammlung. Zages Ordnung: 1. Bortrag des Kollegen Nitschke über: ,, Die Bedeutung des Genossenschaftswesens für die Arbeiter". 2. Diskussion. 3. Verbands und Branchenangelegenheiten. Mittwoch, den 15. April, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, 1. Stellungnahme zur Maifeier. 2. Verbands- u. Werkstubenangelegenheiten. Mittwoch, den 15. April 1905, abends 8, Uhr, bei Freyer Engel- Ufer 15, Saal III: Bahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. ( früher Keller), Koppenstraße 29: Mitglieder- Versammlung Zentralverband der Schmiede Vertrauensmänner- Veriammlung Tagesordnung Die Mitglieder werden ersucht, vollzählig zu erscheinen. 171/10 Der Vorstand. Verband der Sattler. Ortswaltung Berlin. Donnerstag, den 16. April 1908, abends 8 Uhr, in ben Arminhallen, Rommandantenstr. 58/59: General- Versammlung. 1. Geschäftliches. Zages Drdnung: 2. Bericht und Abrechnung vom 1. Quartal 1908. = Zahlstelle Berlin. Telephon: Amt Ia 7779. Bureau: Stralauer Straße 48. Montag, den 13. April 1908, abends 8 Uhr: für sämtliche Bezirke und Branchen. Tages- Ordnung: Stellungnahme zum 1. Mai. Streiks und Differenzen Vertrauensmännerfarte nebst Mitgliedsbuch legitimiert. Die Ortsverwaltung. Außerordentl. Generalversammlung Verein Berliner Musiker E.-V. bei Boeker, Weberstraße 17. Tages- Ordnung: gegründet 1869. 1500 Mitglieder. og ebDonnerstag, den 16. April( Gründonnerstag), abends 9 Uhr Oeffentliche Versammlung 1. Stellungnahme zu den Anträgen zum Verbandstage. 2. Punkt 9% Uhr: Wahl der Delegierten zum Verbands: 3. Wahl eines Bureauangestellten für die Regiftratur und Arbeitsnachweis. 3. Antrag der Vertrauensmänner- Bersammlung auf Aenderung des 4. Anträge und Verschiedenes. 83 des Lokalfaffenstatuts. 4. Stellungnahme zum 1. Mai. 5. Ausschlußantrag gegen fieben Mitglieder wegen Verstoßes gegen Stollegen durchaus wichtig ist. § 4 Absatz 2a bes Verbandsstatuts. 6. Berschiedenes. Kollegen, wir richten an Euch das dringende Ersuchen, für einen guten Besuch dieser Versammlung zu agitieren, da die Tagesordnung für alle Die Vertrauensleute haben die Pflicht, die Kollegen zum Besuche dieser Bersammlung anzuhalten. Sorgt für vollzähliges Erscheinen. Mitgliedsbuch legitimiert. Ohne dasselbe hat kein Kollege Zutritt. Stollegen! In Anbetracht der reichhaltigen und wichtigen Tages- Ferner machen wir die Kollegen darauf aufmerksam, daß noch einige ordnung erwarten wir, daß die Kollegen zahlreich und vor allem recht Schmiede- Kalender im Bureau zu haben find. Die Ortsverwaltung. Die Ortsverwaltung, pünktlich erscheinen. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. 176/4 im Musiker- Vereinshause, Kaiser- Wilhelmstr. 18m. Zur Besprechung fommt: 1. Die wirtschaftliche Notlage der Zivil berufsmusiker und ihre Ursachen. Berichterstatter Herr Dr. jur. Artur Pleißner, Herausgeber der Zeitschrift Deutscher Stamps". 2. Unsere Gegner und ihre Kampfesweise, Berichterstatter Herr H. Worch- Berlin. Freis Aussprache. Die Schutkommission d. V. B. t. Paul Zimmer, Dbmani Hausangestellte! Dienstboten! Hente Sonntag, abends 7%, Uhr, in Charlottenburg, " Voltshaus", Rojinenstr. 3: Oeffentliche Verfammlung. Da 2863 Tages- Ordnung: Vortrag des Genossen Düwell: Reichs- Vereinsgesetz und die Forderungen der Dienstboten Agitiert für guten Besuch. Distuffion. Goldwaren- Industrie Belmonts& C Königstrasse 46. Bitte genau auf Hausnummer 46 zu achten, da häufig Verwechslungen vorgekommen. In 80 m langer Auslage finden Sie Tausende Schmuckgegenstände mit deutlicher Preisnotierung ausgestellt Oster- Geschenke in grösster Auswahl. Fabrikation Detail Leipziger Strasse 35, Charlottenstraße, Verkauf und Königstrasse 46, Hoher Steinweg. Belmonte& Co., En gros Export Ecke Ecke Kolliers mit modernen Anhängern, mit Edel- Ein Meisterwerk vollendeter Uhrenfabrikation! Broschen u. Ohrringe, steinen gefasst, von 20 von 20 M. an. In Gold plattiert von 7-15 Mark. 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Handelt es sich sonst bei Ausstellungen um die äußeren, eben zur Schau gesteüten Dinge, die in diesem Sinne auch nur als äußerliche Sachen zu werten sind, so kommt es bei ciner Heimarbeitausstellung vornehmlich darauf an, hinter die aneinander gereihten Gegenstände zu blicken, die gleichsam bloß als der leise hingehauchte Ausdruck der starken Vorgänge im Innern der produzierenden Menschen zu gelten haben. Und sie verraten vieles, diese kleinen Sächelchen, diese unbedeutenden Dingchen, diese unscheinbaren Aufschriften auf den kleinen Zettelchen mit ihren bunten Farben zur Kennzeichnung der Männer-, Frauen-, Kinderoder ganzer Familienarbeit. Sie erzählen uns, wie sehr all unser Reichtum an Lurus und Wohlleben im Egoismus, der sich oft zu ciner brutalen Selbstsucht steigert, seine Hauptquelle hat und sie melden uns, wie vielfach noch diese Bejammernswerten, denen die ganze Veranstaltung gilt, in den Niederungen wandeln, ihrer wahren Rage kaum bewußt. Das bis zu einem gewissen Grade künstlerisch ausgeführte Blakat der Ausstellung ist von einer recht wirksamen Symbolik: cine nähende Frau, wie sie beim Scheine der Lampe mit ihren dürren Fingern die Nadel führt Ohne grelle Farben, nur alles in Grau getaucht, ohne Effekthascherei, durch einige starke Linien macht das Bild starken Eindruck. Nur daß neben der gewerblichen Arbeit innerhall des eigenen Heims dabei noch das soziale Moment in der Hausindustrie hätte stärker versinnbildlicht werden sollen. Um so mehr als dieser Gesichtspunkt beim ganzen Unternehmen eine vorherrschende Rolle gespielt hat. Sonntag, 12. April 1908. Verteilung der Heimarbeiter des untersuchten Gebiets erkenntlich einiger Industrieprodukte durch Arbeiter und Arbeiterinnen gezeigt macht. Eines der Mittel zur Veranschaulichung unseres Gegen- wird. Bon der Töpferei beginnend folgen im Mittelraume ein standes, die man sich bei der Frankfurter Ausstellung stets besonders Elfenbein- und Beinschnitzer aus Erbach, ein Holzschnitzer aus angelegen sein ließ. Dalherda i. d. Rhön, ein Kunstschniger aus Empfertshausen im Die Gelangen wir nun in den Saal I( im Erdgeschoß), so begegnet| Eisenacher Oberland und ein Holzdreher aus dem Odenwald. Eine uns als erster Ausstellungsgegenstand die Töpferei. Die Heim- Heimarbeiterin aus Frankfurt verfertigt Christbaumschmuck und arbeit in der Töpferei zeigt sich in ihrer ganzen Vielseitigkeit: eine Heimarbeiterin aus dem Taunus stellt Perffränze her; ein vom einfachen Blumentopf bis zum gut durchgeführten Kunstgegen- Korbflechter aus dem Taunus( Gräfenwiesbach) will durch seine stand ist hier ziemlich alles ausgestellt, was die Töpferei in der Arbeit zeigen, wie Korbwaren entstehen. Diese Institution verdient Heimarbeit zu leisten vermag. Es reihen sich daran, an beiden alles Lob, denn sie bietet dem Ausstellungsbesucher einen AnSeiten der Eingangstüren, die Holzwaren und Kunstschnitzereien, schauungsunterricht im besten Sinne des Worts, zumal die Arbeiter die vornehmlich in den Gebirgslandschaften in der Rhön, im Eisen- in recht vernünftiger Weise über alles Wissenswerte Aufschluß acher Oberland, Vogelsberg, Westerwald und Odenwald in Heim erteilen. arbeit hergestellt werden Auch diese Industrien zeichnen sich durch Im Saal II, im Obergeschoß, mit 18 verschiedenen und meist Vielseitigkeit aus, von dem ungestaltigen Frankenheimer Holz bedeutenden Gewerbezweigen, finden wir die Posamenten, Filetschuh" bis zu den Kunstschnißereien des Eisenacher Oberlandes. strickerei, die Handschuhnäherei und Hutfabrikation, die SchirmDie Gesamtgruppe der Holzindustrie findet ihren Abschluß in fabrikation, die Herstellung von Lederwaren, die bekanntlich in der Möbelschreinerei. Es folgen dann weiter, um nur noch die der Nachbarstadt Offenbach a. M. eine hervorragende Stätte hat wichtigsten im Untergeschoß herauszugreifen, die Herstellung von und vor allem die verschiedenen Zweige der Konfektion. Christbaumschmuck, Weberei, Tabakindustrie, Strickerei, die Nadel- Herrenkonfektion hat mehrere Dußend Anzüge verschiedener Güte, industrie, Knopffabrikation, die Honigkuchenbäckerei, das Safran- die Wäschekonfektion über 150 Gegenstände aus den verschiedensten reiben, die Bürstenfabrikation, Dütenfleberei, Korb- und Stuhl- Ortschaften ausgestellt. Ist der Saal I mehr der Illustrierung flechterei, Perlkranznäherei, Nagelschmiederei usw., allein hier 37 der Arbeitsweise in der Hausindustrie gewidmet, so dient Saal II verschiedene Gewerbezweige mit den verschiedensten Lebens- und vornehmlich der Aufklärung über die sozialen Verhältnisse der Entwickelungsbedingungen und der verschiedensten Technik. Heimarbeiter. In diesem Sinne war es sehr passend, daß hier als vornehmster Schmuck das Delbild des vor wenigen Jahren verstorbenen Dr. Gottlieb Schnapper- Arndt untergebracht worden ist, dessen Andenken auf diese Weise geehrt werden sollte. Hat doch dieser ehrliche Gelehrte durch sein Werk Fünf Dorfgemeinden auf dem hohen Taunus" für die Forschung auf dent Gebiete der Hausindustrie bahnbrechend gewirkt. Die Bilder, die er aus dem Heimarbeiterleben entwarf, finden ihre Bestätigung in den zahl reichen hotographien aus den Arbeitsstätten und von den Ar beiten, die in diesem Saale zu sehen sind. * * Verschieden, sehr verschieden sind die Lohn- und Arbeitsverhältnisse der Heimarbeiter, die all diese Produkte in nie ermüdendem Fleiße herstellen. Vom Lohn des für das Heimarbeiterelend typischen Leinwebers von 4 bis 5 Pf. für die Stunde sind alle Lohnstufen bis zu Stundenlöhnen von 50 Pf. und mehr vertreten. Zu diesen Glücklichen und Auserwählten" gehören aber nur wenige. Beim Betreten des Eingangsraums stoßen wir auf eine wirt- Starkes Interesse und großen Anklang finden beim Publikum fchaftsgeographische Karte, die in markanter Weise die räumliche die Heimarbeitschauwerkstätten, in denen der Herstellungsvorgang CONKAO CONRAD BES BESCH Man beachte folgende Onrad Tack& Burg b.Mago. Herren- Boxhorse- Schnürstiefel 690 Alteste u. bedeutendste Schuhwaren- Fabrik Deutschlands. elegante Straßenstiefel M. Herren- braun Chevreau- Schnürstiefel, hochmoderne Form, 850 konkurrenzlos billig Herren- Schnürstiefel fein Chevreau- Horse M. 10 50 hocheleg. Fass., Orig.- Goodyear- Welt M. Mädchen- Boxhorse- Schnürstiefel moderne, breite Form, elegante Schulstiefel Gr. 25-26 27-28 29-30 31-33 34-35 350 30 40 450 4 90 20 M. M. Knaben- Boxhorse- Schnürstiefel in eleganter, bequemer Paẞform Gr. 31-33 34-35 36-37 M. 20 M. M. 38 90 M. 570 60 60 70 Leder- Hausschuhe, schwarz und farbig für Herren 245 mit Absatzfleck M. für Damen 215. 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In Carow( N.-B.) hat der Inhaber des dor- fehlen. kundige stellt sich gewöhnlich unter dieser allerdings etwas sehr tigen, bisher einzigen freien Lokales, Herr Breitkopf, seine Draußen auf den Wiesen und an den Gräben haben sich allgemein gehaltenen Ausdrudsweise eine Institution von der Unterschrift zurückgezogen, so daß mithin sämtliche Lokale in die breiten Herzförmig- rundlichen Blätter der Sumpfdotter Art der bekannten Zeitungs- Lesehallen, die von Privatleuten eins Carow für die Arbeiterschaft gesperrt sind. Die Lokalkommission. oder Kuhblume entfaltet und dazwischen ihre knallgelben gerichtet sind und meist im Keller liegen, vor. In Wirklichkeit Zweiter Wahlkreis. Am 17. April( Starfreitag) findet eine Blüten, dankbare Gaben für einen großen Frühlingsstrauß, berfolgen die städtischen Resehallen einen reinen Bildungszweck. Herrenpartie statt, und zwar nach Friedrichshagen und Umgegend. der auch im Wasserglase munter weiter sproßt und blüht. Die bedeutendsten Tageszeitungen hängen hier selbstverständlich Treffpunkt morgens 7% Uhr Schlesischer Bahnhof( Seite, wo die in den feuchten Waldgebüschen schauen die weißen Sterne auch aus. Von nachhaltigerer Wirkung sind aber die vielen Zeits Untergrundbahn abfährt) Abfahrt 7.53. Frühstück in Friedrichs- der Anemone, auch Osterröschen genannt, zu Hunderten aus dem schriften jeder Schattierung und die Nachschlagewerke. Der weit hagen( Gesellschaftshaus, schräg über dem Bahnhof). Für Nach fingerförmig zierlich gelappten Laube der Pflanze heraus. Aus überwiegende Teil der regelmäßigen Leser, die sich hier einfinden, sügler bis 10 Uhr Friedrichshagen, von mittags ab Schöneiche, den Zweigen der schlanken Zitterpappeln hängen lange Kätzchen will also nicht bloß aus den Tageszeitungen aller möglichen Waldhaus"( Süßmilch). Um Montag, 20. April-( 2. Oſterfeiertag), findet in den Am Montag, 20. April( 2. Osterfeiertag), findet in den in ungezählter Menge herab, während sie sich bei der Birte politischen Richtungen auf dem Laufenden erhalten sein, er will Lokalen Kliems Festfäle", Hasenheide 13/15, und Berliner Bod. noch geschlossen und schmächtig zeigen. Alles in allem, die auch nicht aus den Zeitschriften nur unterhaltenden Stoff, in sich Brauerei" je eine Matinee statt, unter Mitwirkung der Nord- Blüten mehren sich, aber viele noch sind unscheinbar und aufnehmen, sondern er will lernen. Was also die akademische deutschen Sänger" und der" Spree- Athener"-Sängergesellschaft. wollen im ersten Frühjahr gesucht werden, ehe sie ihre Besehalle für die studierende Jugend ist, das ist die städtische LeseEintrittspreis 20 Pf. Anfang pünktlich 12 Uhr. Näheres siehe unscheinbaren und doch so reizvollen Schönheiten dem Be- halle für das Durchschnittspublikum. So sieht man denn hier Be- halle Inferat in heutiger Nummer. Um zahlreiche Beteiligung ersucht schauer offenbaren. zahlreiche Personen, die das sehr reichlich gebotene BücherDer material regelrecht„ volkswissenschaftlich" ausschlachten. große Unterschied gegen die 28 Volksbibliotheken besteht somit darin, Das Komitee. Dritter Wahlkreis. Dienstag, abends 8 Uhr, findet für das Eine Verkehrskonferenz Lesen bald rege werdenden Wunsch, die geistige Kost im stillen Köpenicker Viertel eine Versammlung im Gewerkschaftshaus, hat am Donnerstag unter Vorsitz des Ministers Breitenbach daß hier in der Lesehalle das vorhandene Druckmaterial nur einSaal I, statt. Genosse Stadtverordneter Adolf Ritter wird einen im Ministerium der öffentlichen Arbeiten stattgefunden. 3wed gesehen werden darf, nicht auch verliehen wird. Um aber den beim Die Genossen der Bezirke 268 bis 273 werden ersucht, recht dieser Konferenz war eine Besprechung über die Tunnel- Kämmerlein zu genießen, möglichst bequem zu erfüllen, find sämtDie Genoffen der Bezirke 268 bis 273 werden ersucht, recht projekte der Großen Berliner Straßenbahn und über die vom liche zwölf Resehallen mit ebenso vielen Voltsbibliotheken vers Sechster Wahlkreis. Am Karfreitag findet eine Herrenpartie Stadtbaurat Krause aufgestellten Straßendurchbruchspläne. bunden. ftatt. Treffpunkt früh 9 Uhr im Restaurant„ Roßtrappe", Westend, Ueber die Verhandlungen wird folgender amtliche Bericht Die aus dem Jahre 1906 vorliegenden Zahlen über den Besuch Spandauer Chaussee. Abmarsch 9% Uhr zum Alten Freund" in verbreitet: Pichelswerder. zahlreich zu erscheinen. Montag, den 20. April( zweiter Osterfeiertag), werden durch die Abteilungen neun Matineen veranstaltet. Billetts a 25 Pf. sind an den bekannten Stellen zu haben. Alle Mitteilungen, die den Wahlverein betreffen, sind zu richten an Theodor Fischer, alle Geldsendungen an Hermann Müller, Berlin N. 39, Ravenéstr. 6: Bureau des Wahlvereins, Fernsprecher Amt III Nr. 2137. Bureauzeit 9-1 und 4-8 Uhr. Der Vorstand. Schöneberg. Genossinnen und Genossen! Am 1. Osterfeiertag veranstaltet der Wahlverein in den Räumen der Neuen Rathaussale", Meininger Straße 8, einen Waltotte- Kunstabend. Da das Programm sorgfältig ausgearbeitet und nur gute Kräfte mitwirken, ist zu erwarten, daß die Billets ziemlich flott umgesetzt werden; die Genossen tun deshalb gut, sich beizeiten damit zu versehen. Der Beginn ist auf 6 Uhr angefeßt. Der Preis des Billets ist 50 f. Zahlreiche Beteiligung erwartet Der Vorstand. Friedenau. Am Dienstag, den 14. April, findet im Rheinschloß die Mitgliederversammlung des Wahlvereins statt. der Tagesordnung steht u. a. ein Vortrag des Genossen Casper über: Die Landtagswahlen". Die Genossen werden ersucht, recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Der Vorstand. Lichtenberg. Dienstag, den 14. d. M., abends 8% Uhr, findet eine Mitgliederversammlung des Wahlvereins statt. Tagesordnung: 1. Die politische Lage und die bevorstehenden Landtagswahlen", Referent: Redakteur Genosse Ströbel; 2. Ersatzwahlen zum Vorstand; 3. Berzinsangelegenheiten. Mitaliedsbuch legitimiert. Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. Mariendorf. Dienstag, den 14. April, abends 8% Uhr, im Restaurant Zierod, Kurfürstenstr. 44, Versammlung des Wahlbereins. Tagesordnung:„ Die bevorstehende Landtagswahl", Referent: Genosse Emil Boeste; 2. Diskussion; 3. Vereinss angelegenheiten und Verschiedenes. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Brig- Budow. Am Dienstag, den 14. April, abends 29 Uhr, findet bei Weniger, Werderstr. 28, die Generalversammlung statt. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes; 2. Die bevorstehende Landtagswahl; 3. Verschiedenes. Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung, besonders des zweiten Punktes, erwartet das Erscheinen fämtlicher Mitglieder Der Vorstand. Ober- Schöneweide. Dienstag, den 14. April, abends 8% Uhr, findet die Mitgliederversammlung des Wahlvereins im Lokal von Starte, Siemensstr. 5, statt. Die äußerst wichtige Tagesordnung: Landtagswahlen, Maifeier, Gemeindevertreterwahlen" macht es jedem Genossen zur Pflicht, pünktlich zu erscheinen. Der Vorstand. Karlshorst. Mittwoch, den 15. April, abends 9 Uhr: Verfammlung des Wahlvereins bei Bartel im Fürstenbad". Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. Reinidendorf- West. Morgen, Montagabend, findet eine Handzettelverbreitung von den bekannten Stellen aus statt. Am Dienstagabend spricht Genosse Max Kiesel in Gördes Waldschlößchen über die Landtagswahlen. Rege Beteiligung ist Pflicht! Weißenfee. Dienstag, 14. April, abends 8% Uhr, findet, im Vereinshause, Charlottenburger Straße 150, eine VoltsversammIung statt. Genosse Hirsch Charlottenburg, spricht über„ Die Landtagswahlen". Infolge der Wichtigkeit dieser Versammlung werden alle Genossen ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Der Vorstand. Tegel. Die Mitgliederversammlung des Wahlvereins findet am Dienstag, den 14. April, statt. Da die Tagesordnung eine sehr wichtige ist und auch die Landtagswahl besprochen werden soll, ist es unbedingt notwendig, daß alle Mitglieder pünktlich abends 8% Uhr erscheinen. Der Vorstand. Berliner Nachrichten. Aprilsonne. der Lesehallen zeigen, daß an dieser Einrichtung der Wissensdurst Für die ganze zufünftige Behandlung der zur Erörterung der Zweimillionenstadt sich noch lange nicht genug betätigt. stehenden Fragen war bedeutungsvoll die vom Minister Breitenbach abgegebene Erklärung, daß die Prüfung der seinerzeit von Immerhin ist das Ergebnis, namentlich in seiner fortlaufenden den Straßenbahngesellschaften vorgelegten Entwürfe, die in der Steigerung, erfreulich. Die älteste Lesehalle in der Mohrenstraße, Leipziger Straße eine viergleisige Tunnelanlage mit unter den Kolonnaden, wurde in mehr als einem Monat von über Gleisberschlingungen auf den Stationen vorfähen, gewisse Be- 4000 Personen besucht, im ganzen Jahre von rund 38 000 Refern. denken, wie sie auch von der öffentlichen Kritik hervorgehoben Die übrigen Lesehallen, die sich ziemlich gleichmäßig über die seien, habe gerechtfertigt erscheinen lassen. Demgegenüber ver- ganze Stadt verteilen, weisen allerdings erheblich geringere Zahlen diene der neuerdings aufgestellte Entwurf, der die Durchführung auf, die zwischen 15 400 und 4800 schwanken. In allen 12 Leseder vier Gleise auch in den Stationen unter Herstellung von Hallen wurden nicht weniger als 138 937 Männer und 7532 Frauen Zwischenbahnsteigen zeige, dermaßen den Vorzug, daß die fernere Erörterung sich lediglich mit diesem neuen Plane zu befassen gezählt, das heißt 5023 Leser mehr als 1905 und sogar 25 493 mehr haben werde. Dieser Blan gestatte auch zukünftig, im Falle des als 1902. Am 1. April 1907 standen hier außer den Zeitschriften eintretenden Bedürfnisses zwei der Gleise zu einem Schnell- und Zeitungen 8394 Bände Nachschlagewerke zur Verfügung, in betriebe zu benußen. Die Vertreter der Straßenbahngesell- den einzelnen Hallen 467 bis 1108 Bände. Die innere Einrichtung schaften erklärten, daß sie mit der Weiterverfolgung dieses Pro- entspricht im wesentlichen der Schilderung des Lesesaals der Stadtjeftes einverstanden seien. bibliothek, natürlich in einfacheren Grenzen. In den 28 Volksbibliotheken wurden im Jahre 1906, wie der Vollständigkeit wegen und zum Vergleiche des Besuches erwähnt sei, 1419 688 Bände ausgeliehen. In der Erörterung über die bauliche Ausführung wurden stadtseitig Bedenken namentlich gegen die Störung und Benachteiligung der Kanalisation und wegen der eintretenden Erschwerung in der Durchführung der städtischen Schnellbahnprojekte erhoben und ferner Zweifel wegen der Sicherheit des geplanten Tunnelbetriebes geltend gemacht. Der Minister wies demgegenüber darauf hin, daß die neuen Pläne noch weiterer forgfältiger Durcharbeitung bedürften, späterhin auch im gefeßlichen Planfeststellungsverfahren alle baulichen Streitpunkte eingehend zu erörtern wären und die zuständigen Behörden gewiß feine Anlage genehmigen würden, die nicht eine sichere Betriebsführung gewährleiste. In der nächsten Woche findet eine Sigung der Berliner Stadtverordnetenversammlung nicht statt. Wafferwert ist perfekt geworden. Der Ankauf des Geländes in Heiligensee für ein städtisches Erziehungs- und Fürsorgeverein für geistig zurüdgebliebene ( schwachsinnige) Kinder. Die Geschäftsstelle des Vereins ist infolge Verzuges des Schriftführers( städtischer Lehrer, R. Troitsch) nach Berlin N. 28, Granseeer Straße 7, berlegt worden. Bei der Erörterung der Verkehrsverhältnisse wurde allseitig anerkannt, daß die vom Stadtbaurat Krause aufgestellten Der Kultusminister besuchte gestern die 28. und 217. Gemeindes Straßendurchbruchsplane sowie die von der Stadt für die nord- schule in der Wilmsstraße, ging in einige Klassenzimmer und südliche Richtung in Aussicht genommenen Untergrundbahnen folgte einige Zeit dem Unterricht, informierte sich über den Zeichenaußerordentlich wertvoll und nüßlich sein würden. Der Minister unterricht und hörte zum Schlusse in der Aula einige Lieder. stimmte aber dem Polizeipräsidenten, der sich dahin ausgesprochen hatte, daß er die Ausführung der Straßenbahntunnel im öffentlichen Verkehrsinteresse wünschen müsse, da die nach dem städtischen Projekte in Aussicht genommenen Verkehrsumleitungen an der Macht der Gewohnheit scheitern würden und auch dem örtlichen Verkehrsbedürfnis der Potsdamer und Leipziger Straße wohl nicht genügend Rechnung trügen, darin bei, daß diese Straßendurchbrüche allein nicht ausreichten und durch ihre Ausführung der Wert der Untertunnelungsprojekte nicht beseitigt werde. Er hoffe, daß über die Ausführung beider Projekte, welche dem stetig wachsenden Verkehre die notwendigen Dienste leisten würden, zwischen den Beteiligten eine Verständigung sich werde erzielen lassen. Andernfalls toürde, um vorwärts zu kommen, nichts anderes übrig bleiben, als daß die Straßenbahngesellschaften für die Durchführung ihrer Tunnelpläne den gefeßlich vorgeschriebenen Weg beschritten, und daß das Ergänzungsverfahren eingeleitet werde. Eröffnung der Schiffahrt auf der Oberspree. Die Dampfschiffahrt auf der Oberspree und Dahme wird bei gutem Wetter am heutigen Sonntag eröffnet. Die Dampfer gehen von der Jannowißbrücke von 1½ bis 5% Uhr nachmittags jede halbe Stunde bis Loreley" und zurück. Alle legen eine Viertelstunde später am Schlesischen Tor an. Von Loreley" zurück geht der letzte Dampfer um 7 Uhr. Von Grünau gehen Dampfer von 1.23 bis 6.23 Uhr nach Schmöckwik, zurück von dort bis 7 Uhr abends. Zwischen Friedrichshagen und Rübezahl finden Ueberfahrten statt. Auf der Lödnik gehen Motorboote von Ertner um 10, 11, 12, 2, 3 und 4 Uhr nach Alt- Buchhorst, von dort zurück zuletzt um 6 Uhr. Auch auf dem Scharmüßelsee verkehren Schiffe im Anschluß an die Bahnzüge ab Bahnhof Scharmützelfee 9.47, 12.25, 3.20 und 5.50 Uhr bis Bechhütte, zurück von hier 10.50, 1.30, 4.30 und 7 Uhr. Von Wannsee gehen Schiffe von 10.40 bis 6.40 Uhr alle Stunde nach Pfaueninsel, 11.40, 1.40, 3.40 und 6.40 nach Botsdam, zurück um Von den Vertretern der Straßenbahnen wurde endlich her- 2, 3, 5 und 6 Uhr. Auf dem Tegeler See ist vormittags stündlicher, vorgehoben, daß die Gesellschaften nur dann in der Lage wären, nachmittags halbstündlicher Verkehr bis Heiligensee. Zwischen die für die Tunnelanlagen notwendigen erheblichen Geldmittel Spandau und Tegel gehen Schiffe stündlich von 9 Uhr früh bis aufzubringen, wenn ihnen eine neunzigjährige Genehmigungs- 9 Uhr abends. dauer und eine angemessene Tariferhöhung zugestanden würden. Oberbürgermeister Kirschner erklärte, daß er die Ausführung der Straßendurchbrüche den städtischen Behörden nicht werde emp- In Nr. 80 des Vorwärts" vom 3. d. M. brachten wir die fehlen können, wenn die Tunnelprojekte der Straßenbahngesell- Geschäftspraktiken des Ringes der Steinfegmeister an die Deffentschaften zur Ausführung fämen. Dasselbe gelte für die Nord- lichkeit. In der Abendausgabe vom 8. d. M. bringt die" Post" Süd- Schnellbahn, wenn die Stadt genötigt werde, den wichtigsten eine Berichtigung. Unsere Notiz foll bon llebertreibungen und Bahnhof dieser Linie an der Ecke der Friedrich- und Leipziger Unrichtigkeiten wimmeln". Es ist nicht richtig, daß die Preise Straße unter dem Tunnel der Straßenbahn anzuordnen." durch die Tätigkeit des Verbandes um Hunderte von Prozenten Nach diesem Bericht sind die Verkehrsfragen auch nicht gestiegen seien"; im Gegenteil: ist„ cs dem Steinfegmeister in viel weiter gekommen. Soviel geht aber aus Vorliegendem Wirklichkeit noch nicht einmal gelungen, den Preis auch nur auf hervor, daß nach wie vor die Große Berliner Straßenbahn die Selbstkosten zu heben". von der Staatsbehörde begünstigt wird. Ernte der Ringunternehmer. " In unserer Notiz behaupten wir, daß die Ringunternehmer die Preise um etwa 50 Proz. gesteigert hätten. Dieses dürfte zur Kennzeichnung der Berichtigung" genügen. Die" Post" als LeibStipendien für Handwerksgesellen usw. Aus dem FriedrichsGewerbestipendium werden in Januar jeden Jahres Beträge von organ der Plündersyndikate muß natürlich solchen Unsinn bringen. je 150 M. an Gewerbegehülfen( Gesellen) behufs Förderung ihrer weiteren gewerblichen Ausbildung verteilt." Arbeiterbildungsschule Berlin.( Schullokal: GrenadierAnspruch darauf fönnen nur in Berlin geborene und ortsangehörige, nicht unter Straße 37, Hof geradezu, 1. Etage.) In der kommenden Woche Aus dem kahlen Geäfte der Sträucher und Bäume bricht ihrer Lehrzeit und ihrer Beschäftigung als Gehülfen Fleiß und mühen, ihre eigene Bildung zu vervollständigen, Gelegenheit, 18 und nicht über 30 Jahre alte Gehülfen erheben, die während ist noch für jeden Arbeiter und jede Arbeiterin, die sich bees hervor wie grünlich glizerndes Geschmeide. Milliarden von Züchtigkeit, insbesondere aber auf Vervollkommnung in ihrem die Lehrkurse der Schule zu besuchen. Da der erste Abend jugendlichen Blättern und Blüten pressen und quellen unter Handwerk gerichteten Lerntrieb gezeigt haben. Bewerber, welche eines jeden Kurses nur eine allgemeine Einführung bietet, der Wirkung der Sonnenstrahlen und feuchtwarmer Lüfte mit einem Stipendium bedacht werden wollen, haben ihre selbst- so lohnt sich der Besuch auch dann, wenn man den ersten Vorgegen beengende Knospenhüllen. Sie sprengen die Fesseln, geschriebenen Gesuche unter Beifügung eines Lebenslaufes, der dem Lichte entgegen, und von Tag zu Tag wächst der Geburtsurkunde und der Originale oder beglaubigten Abschriften trag wegen anderer Verpflichtungen versäumen mußte. Außerdem verweisen wir noch auf die in den neuen grüne Schleier, die bezauberndste Erscheinung unseres nordischen der Lehrzeugnisse sowie der Zeugnisse ihrer Arbeitgeber in betreff Frühlings. Sehen wir auf unseren Straßen, in denen die ihrer praktischen Geschicklichkeit, ihres Fleißes sowie ihrer sonstigen Arminhallen" heute abend 7 Uhr stattfindende VerUlme vorherrscht, weil sie am besten die Großstadtluft Stralauer Straße 3-6, 1 Treppe, bis spätestens Ende Juni d. 3. interessante Thema: Kinderschutz und Jugendfürsorge" Führung dem Kuratorium des Friedrichs- Gewerbeftipendiums, fammlung, in der Genosse Simon Rabenstein über das unter allen Bäumen verträgt, gen Himmel, so erscheinen die einzureichen. noch blattlosen wagerecht ausgebreiteten Aestchen wie besät sprechen wird.( Näheres im Inserat der heutigen Nummer.) Die Bewerber haben gleichzeitig nachzuweisen, daß sie eine mit lauter rundlichen Knöllchen, den aufplagenden Blüten- der hier bestehenden Unterrichtsanstalten, welche die allgemeine Der Schiffahrtsverkehr auf dem Teltowkanal hat seit Wieder Inospen des Baumes. Völlig schmucklose Blütchen sind es, intellektuelle, wie auch im besonderen die gewerbliche oder tech- aufnahme des Schiffahrtsbetriebes in diesem Frühjahr einen recht die aus gemeinsamer Hülle dicht gedrängt hervorbrechen. Dick nische Fortbildung dem Handwerkerstande angehöriger Personen erfreulichen Aufichwung genommen und dürfte, wenn der Verkehr geschwollen zeigen sich auch schon die Knospen der Roßfastanie. bezweden, mindestens ein Jahr hindurch mit Fleiß und Erfolg be- sich derartig weiter entwickelt, in diesem Jahre mehr als doppelt Sie lassen die Blütentrauben ahnen, die, in winziger sucht haben. Gesuche, bei denen auch nur eines der vorstehend be- so stark werden, als es im vorigen Jahre der Fall war. Allerdings ist Gestalt darin versteckt, emsig an ihrer Vergrößerung zeichneten Beweisstüde mangelhaft ist oder ganz fehlt, fönnen nicht von dem Aufschwung nur die Lokalschiffahrt betroffen, die eine berücksichtigt werden. Die mit einem Stipendium bedachten Be- starke Inanspruchnahme der Hafenanlagen des Teltowfanals zur arbeiten, um in wenigen Wochen plötzlich den Baum über werber sind verpflichtet, dem Kuratorium von Zeit zu Zeit Mit- Folge hat. Die Industriellen im Kreise, die noch im vorigen Jahre und über in Blütenweiß erglänzen zu lassen. An anderen teilung über den Gang ihrer Ausbildung zu machen. Rohmaterialien, Kohlen usw. vielfach per Bahn haben anfahren Straßenbäumen, wie z. B. den Platanen, ist noch keine Spur lassen, benutzen jetzt mehr den Wasserweg und lassen die Güter per einer frühlingsmäßigen Regung zu entdecken. In den Kronen Achse von den Häfen des Teltowfanals abholen. Der Durchfahrts berkehr ist dagegen noch recht schwach. Dennoch aber hat er auch gegen das Vorjahr eine Steigerung erfahren, da die Schiffer immer Städtische Lesehallen. hängen noch vom legten Sommer an spannenlangen Stielen Die fürzliche Echilderung der Berliner Stadtbibliothet und die runden, vertrockneten Früchte wie zahllose Pendelchen des seit einem halben, Jahre mit ihm verbundenen öffentlichen mehr zu der Erkenntnis kommen, daß sie durch die Abkürzung des fentrecht herunter und an den Stämmen ist die Ninde durch Lesesaales hat in weitesten Kreisen, wo die gemeinnüßige Ein- Weges bei den Fahrten von der Unterspree nach der Havel trop der nicht unerheblichen Kanalgebühren durch die Zeitverkürzung erhebe lichen Nuben haben, um so mehr, als auch die Abfertigung an der Schleuse des Teltowkanals erheblich schneller vonstatten geht als bei den Berliner Spree- und Kanalschleusen. Im Kampf gegen die Mückenplage hat der Nachbarort Finkenkrug zu einem eigenartigen Mittel gegriffen. Die Gemeindeverwaltung hat fiebentausend Frösche bestellt, die in den stehenden Ge wässern ausgesetzt werden und die zur Bertilgung der Müden, die besonders in Finfenfrug in großen Wassen auftreten, dienen sollen. Die Lieferung ist dem Forstfiskus übergeben worden. Selbstmord auf dem Friedhof. Auf dem Begräbnisplatz der Nazarethgemeinde in der Blankestraße wurde der 51 Jahre alte Former Prillwig, Liebenwalder Straße 31 wohnhaft, mit einer Schußwunde in der rechten Schläfe tot vorgefunden. Neben der Zeiche lag ein Revolver. Wie aus einem in der Tasche des Verstorbenen aufgefundenen Zettel zu entnehmen war, ist P. durch Familienzwiftigkeiten zur Berübung der Tat veranlaßt worden. Als seinen einzigen Erben bezeichnete er auf demselben Bettel seinen Sohn, dem das Mobiliar und die Ersparnisse zufallen sollen. Die Leiche wurde nach dem Schauhause gebracht. noch glauben. Gie berweisen natürlich samt und sonders auf den siebenjährige Schüler Kurt Gerlich, beffen Eltern in der Martin Mord an dem Gymnasiasten Winter in Stonit, der unaufgeklärt Lutherstraße 7 wohnen, spielte mit anderen Kindern auf dem und ungefühnt geblieben ist. Aber selbst diejenigen, die an einen Bürgersteig, als ein Straßenbahnzug der Linie 4 herannahte. In Ritualmord wirklich noch glauben, mußten sich doch sagen, daß in diesem Augenblick wollte der Knabe, und zwar noch unmittelbar bor diesem Falle davon schon deshalb nicht die Rede sein könnte, dem Motorwaggon, über den Fahrdamm laufen und rannte so furz weil der Knabe nicht geschlachtet oder geschächtet", sondern er vor dem Straßenbahnwagen auf die Schienen, daß es dem Fahrer droffelt worden ist, das wird nach dieser Richtung wohl genügen. tros augenblicklicher Anwendung der Gefahrbremse nicht möglich Jezt, nachdem die Zeichenteile einige Tage im Schauhause gelegen war, einen Unglüdsfall au verhüten. Der kleine G. wurde von den haben und etwas eingetrodnet jind, treten die Strangulations. Motorwagen erfaßt, zur Seite gestoßen und fiel so unglücklich, daß marken in der Halshaut noch deutlicher hervor als früher. Es er eine schwere Gehirnerschütterung erlitt. Der Berunglückte wurde scheint, daß der Mörder eine Doppelschnur benutzt hat; denn zunächst nach der elterlichen Wohnung und von dort auf ärztliche ber eine Eindruck ist etwas tiefer und schärfer als der andere. Anordnung nach dem Krankenhause übergeführt. Reinickendorf. " Schlagfertige Aufsichtsdamen. Zu der unter vorstehender Spik marle in der gestrigen Nummer veröffentlichten Notiz schreibt uns die Firma Jandorf:„ Es ist unwahr, daß eine Dame einem jungen Mädchen eine Badpfeife verabfolgt hat, es ist deshalb auch unwahr, daß das junge Mädchen tränenden Auges, die Hand schüßend an die schmerzhafte Wange haltend, zur höheren Etage emporgestiegen ist. Richtig ist nur, daß die betreffende Dame als Vorgesezte des jungen Mädchens sie wegen ihres Aufenthaltes an dem betreffenden Blaze in wenigen Worten zur Rede stellte und sie aufforderte, ihre Abteilung aufzusuchen. Weder war ein scharfes Wort gefallen, noch ist irgend welche Tätlichkeit ausgeübt worden. Mithin find alle seitens der berehrlichen Redaktion an die Notiz angefügten Schlußfolgerungen hinfällig. Unser Gewährsmann bleibt bei seiner Darstellung, die er erEin folgenschweres Straßenbahnunglück ereignete sich gestern, Sonnabend, nachmittag, in der Leipziger, Ede der Charlottenstraße. Die 15 Jahre alte Verkäuferin Jda Linke war an der Ecke der Leipziger Straße von einem Straßenbahnwagen der Linie 54 abgestiegen und wollte die genannte Straße freuzen, als ein aus dem Motorwagen Nr. 273 und dem Anhängewagen 677 bestehender Straßenbahnzug der Linie 92 herannahte. forderlichen Falles vor Gericht zu vertreten bereit ist. Durch den Zuruf des Kutschers einer vorüberfahrenden Droschke Ein schienenloser Güterzug. Das Berliner Straßenbild ist erschreckt, geriet das Mädchen zwischen Motor- und Anhängewagen um ein neues Transportmittel bereichert worden. Es handelt sich des Zuges, wurde niedergerissen und kam unter den Schutzrahmen um schienenlose, sogenannte Freibahnzüge, von denen der erste des Anhängers zu liegen. Um die Verunglückte zu befreien, mußte gestern seine Probefahrt vom Böhmischen Brauhaus aus nach der Waggon angehoben werden. Die 2. wurde nach der Unfall- Strausberg machte. Der achtachfige Zug besteht aus einer bierzigstation in der Kronenstraße gebracht, wo jedoch nur der infolge pferdigen Dampflokomotive und sechs zweirädrigen Karren. Die schwerer innerer Verlegungen bereits eingetretene Tod festgestellt Steuerung ist derart konstruiert, daß selbst bei starken Kurven die Räder der Karren genaue Spur mit der Lokomotive halten. Bei werden konnte. Der Verkäuferin war der Brustkasten eingedrückt der gestrigen Fahrt war der Zug mit 88 Tonnen Bier beladen, also und außerdem beide Arme gebrochen. Die Wohnung des Mädchens, mit einem Gesamtgewicht von weit über 300 Zentnern. Trotzdem deren Leiche nach dem Schauhause übergeführt wurde, konnte noch wurden Steigungen glatt überwunden. Die Lokomotive befizzt nicht festgestellt werden. zwei Dampfmotore und wird mit einem fast rauch und geruch lofen Teeröl geheizt. Die Fahrgeschwindigkeit ist bei voller Ladung im Mittel auf acht Kilometer in der Stunde berechnet. Das Ende eines Arbeitslosen. Im Pferdestall vom Tod überrascht wurde gestern der arbeits- und wohnungslose Tischler Wilhelm Beyer. B. hatte sich schon seit Wochen auf der Suche nach Arbeit befunden, doch überall klopfte er vergeblich an. In der gestrigen Nacht suchte er in einem auf dem Grundstück Falkenberger Straße 153 befindlichen Pferdestall Zuflucht. Als morgens cin Stallbursche den Stall betrat, fand er einen toten Mann zwischen den Pferden liegend vor; es war B., der in der Nacht vom Tod überrascht worden war. Vom Leichenfund im Tiergarten. Die Kriminalpolizei hat jetzt anscheinend Spuren entdeckt, die auf die Knabenmörder denn es fommen höchst wahrscheinlich zwei Männer in Betracht hinweisen. Es haben sich zwei Frauen gemeldet, die zwei Männer unter verdächtigen Umständen an der Löwenbrüde beobachtet haben. Die beiden Damen, die Dienstag mittag 11% Uhr im Tiergarten nahe der Löwenbrücke spazieren gingen, sahen dort zwei Männer, die ein auffallendes Benehmen zeigten. Der größere von ihnen trug auf dem Rüden unter dem Jadett ein Meter langes Batet, das wie ein Sad aussah. Sein Begleiter warf ein Paket in den Faulen Graben, wobei das Wasser weite Kreise zog. Genau an dieser Stelle wurden später verschiedene Leichenteile des Ermordeten, die zu einem Patete verschnürt waren, aus dem Wasser gezogen. Es wäre nun für die Untersuchung von Wert, wenn sich noch weitere Personen melden würden, die etwa jene beiden Männer um die angegebene Zeit im Tiergarten gesehen haben. Der größere maß etwa 1,75 Meter, hatte blondes Haar und blonden Schnurrbart, blaffes längliches Gesicht, graublaue Augen, auffällig dickfleischige Hände und eine träftige Figur. Er trug ein dunkles Jackett, eine dunkle Hose und einen schwarzen steifen Hut. Der kleinere Mann hatte eine Höhe von etwa 1,62 Metern und ein rotes frisches Gesicht mit kleinem dunklen Schnurrbart. Er trug einen modefarbenen alten Winterpaletot, dunkle Hose und schwarzen steifen Hut. Auch auf zwei Zigeunerinnen, die Dienstag, nachmittag zwischen 6 und 7 Uhr, in der Nähe der Herkulesbrücke gesehen wurden, und die den Weg nach dem Tiergarten einschlugen, wird gefahndet. Die eine von ihnen trug einen Bündel auf dem Rüden, das in ein graues Tuch eingehüllt war. Sie war bekleidet mit roter Bluse, anscheinend rotem Kopftuch und schmutzigen weißen Stiefeln und trug große Chrgehänge. Die Kriminalpolizei neigt zu der Annahme, daß der ermordete Knabe vielleicht ein Zigeunerjunge oder ein kleiner Staliener( Gipsfigurenhändler) ist. Es ist auch nicht ausgeschlossen, daß der Knabe aus Schifferfreifen stammt und vielleicht von einem Kohlenprahm aus verschwunden ist. Belohnungen in dieser Mordsache sind bereits zur Auszahlung gelangt. Die beiden Männer, die die Polizei auf das Patet im Faulen Graben aufmerksam machten und dadurch zur Auffindung verschiedener Leichenteile beitrugen, haben je 100 m. erhalten. Es find dies der Rohrleger Ernst Kruppa, Birkenstraße 24, und fein Better, der Schlosser Eduard Kruppa aus der Perleberger Straße 11. Es wird hierbei ausdrücklich darauf hingewiesen, daß die Personen, die über den Verbleib der noch fehlenden Arme und Hände der Leiche Auskunft geben können, ebenfalls Belohnungen erhalten. Der Krankenhauszweckverband der nördlichen Vororte zur Erbauung eines gemeinsamen Krankenhauses in Reinickendorf hat bergestern getagt. Die Vertreter der einzelnen Gemeinden erflärten sich mit dem borgelegten Projeft, das dem Berliner Birchow- Krankenhaus angepaßt ist, einverstanden und beschloffen, es der Aufsichtsbehörde zur Genehmigung zu unterbreiten. Schulzendorf bei Tegel. Der Weizen der Terrainspekulanten blüht. Der Beschluß der Gemeindebehörden von Berlin, bei Heiligensee ein städtisches Wasserwert für 30 Millionen Mark zu errichten, hat hier die kühnsten Hoffnungen erwedt. Die fönigliche Eisenbahndirektion hat die Erweiterung des Vorortverkehrs nach Schulzendorf in nahe Aussicht gestellt. Ein eigenes neues Gaswerk soll demnächst nahe dem Wasserwerk erbaut werden. Verhandlungen über den Ankauf von Terrains zu Fabriksweden schweben noch. Man beabsichtigt, Fahrifen an dem oberhalb Schulzendorf liegenden sogenannten toten Arm der Havel, die dort einen natürlichen Hafen bildet, anzulegen und eine Kolonie zu gründen in der Gr. wartung, daß mit dem Bau der Gasanstalt und des Wasserwerks alle Vorbedingungen für die schnelle bauliche Erschließung der dortigen Havelufer gegeben find. Die Preise für Bauterrains find infolge des Kaufes durch die Stadt bereits gestiegen. Während langen die Befizer jetzt schon das Doppelte und in der Nähe des bor einiger Zeit die Quadratrute mit 25 M. zu haben war, vera Bahnhofes, sowie für Uferstreifen sogar 60 und 75 M. pro Rute, oder 18 500 m. pro Morgen. Gerichts- Zeitung. Prozeß gegen einen landwirtschaftlichen Genossenschafter. Der Prozeß gegen den zweiten Direktor der landwirtschaftlichen Genossenschaft zu Friedberg, Drudereibesiber und Land. tagsabgeordneten Otto Hirschel, endete am Freitag, nach einwöchiger Verhandlung, mit einer Verurteilung des Angeklagten zu fünf Wochen Gefängnis. Die Verhandlung ents rollte das Bild einer grenzenlosen Mißwirtschaft in einer agraris schen Genossenschaft. Das Gericht erachtete in sechs Fällen die Unterschlagung von Werten im Gesamtbetrage bon 1200 M. für In acht weiteren Fällen wurde wegen zweifellos festgestellt. Die Theatersaison im Bürgerlichen Schauspielhause( früher Prater- Theater) in der Kastanien- Allee neigt sich ihrem Ende zu. Noch kurz vor Toresschluß hat die Direktion eine Novität auf die Bühne gebracht, die am Freitag ganz gut einschlug, nämlich den schon von auswärtigen Bühnen mit Erfolg gegebenen dreiaftigen Schwant von Dr. Hans L'Arronge:" Die Autorität". Der Verfasser führt uns in eine bürgerliche Familie, in die des Rentiers Hecht, eines ehemaligen Möbelhändlers. In dieser Familie übt der alte Hecht die unumschränkte Herrschaft aus; wehe dem, der ihm Widerspruch entgegenseßt. Er allein will über die Zukunft seiner erwachsenen Kinder bestimmen, in denen sich aber mit der Zeit der Widerstand gegen die Thrannei des Alten regt. Als der Sohn Ctto Anlauf nimmt, sich gegen die Autorität des Waters- auch im Interesse seiner Schwester Rosa- aufzulehnen, kommt es zum angels an Beweisen auf Freisprechung erkannt. Das Strafmaß ersten Zusammenstoß und im weiteren Verlaufe noch zu öfteren. ist ein außerordentlich mildes. mit Hülfe einer früheren Gouvernante wird dem Alten unter BeDer Schuhmann Schauer, der im Dezember vorigen Jahres den nußung einer Marotte eine Falle gestellt, in die er schließlich hineintappt und gefangen wird. So sehr es seinen Herrschergelüften nahe Studenten Moschel bei dem Versuch, ihn festzunehmen, erschossen geht, muß der alte Hecht sich schließlich beugen und seine Einwilli- hat, wurde nach dreitägiger Verhandlung vom Schwurgericht in gung zur Vermählung seiner Tochter mit dem ihm verhaßten Nach- München freigesprochen. folger seines Geschäfts geben. Der Sohn Otto konnte gleichfalls seine Geliebte heimführen. Gespielt wurde ganz gut. Das Publikum lachte und klatschte, und der Verfasser, der anscheinend in die Fußstapfen des Vaters treten will, mußte sich ein halbes Duzendmal zeigen. Ueberfahren. Kurz vor 6 Uhr wurde gestern Planufer, Ede Blücherplaz, ein 12jähriger Knabe von der Autodroschte 9273 überfahren. Schwer verletzt wurde derselbe nach der Unfallstation Tempelhofer Ufer übergeführt. Im wissenschaftlichen Theater der Urania wird der Vortrag „ Eine Nilfahrt bis zum zweiten Kataratt" mit dem Vortrag Stairo und die Pyramiden" in dieser Woche abends abwechselnd gehalten, und zwar wird der erstere Vortrag Sonntag, Dienstag, Donnerstag und Sonnabend wiederholt, während an den übrigen Tagen, also am Montag und Mittwoch der Vortrag Kairo und die Pyramiden" zur Darstellung gelangt. Am Freitag bleibt das Institut für das große Publikum geschlossen. Der Schulferien wegen finden täglich Nachmittagsvorstellungen zu kleinen Preisen statt, und zwar am Montag, Mittwoch, Donnerstag und Sonnabend der Vortrag Ueber den Brenner nach Venedig" und am Dienstag der Vortrag" Sizilien, Lebens- und Naturbilder aus klassischen Stätten". Vermischtes. Gestrandet. Der deutsche Dampfer Hohenzollern", welcher auf einer Sandbank auf der Reede von Alghero mit dem Vorderschiff festgeraten war, ist, wie eine Meldung aus Bremen besagt, bisher noch nicht wieder flott geworden. Die Passagiere werden mit dem Dampfer Therapia", welcher Alghero anlaufen wird, nach Neapel befördert. Man hofft, den Dampfer wieder flott zu machen. Ein Bahnhof abgebrannt. Auf dem Bahnhof Campo di Marte brach, nach einer Meldung aus Florenz, vorgestern gegen 11 Uhr abends auf bisher nicht aufgeklärte Weise Feuer aus, das in kurzer Beit das aus Holz konstruierte Bahnhofsgebäude zerstörte. Das Passagiergut und die Stationskasse konnten gerettet werden. Mens schen sind nicht zu Schaden gekommen. Demonstrationen im Theater. Eine Meldung aus Paris vom 11. April besagt: Jm Ambigutheater tam es gestern abend während der Generalprobe eines militärischen Dramas, das mit der Hinrichtung eines unschuldig verurteilten Soldaten endet, zu lärmenden Sundgebungen. Wehrere Zuschauer riefen:„ Nieder mit der Armee!" und flatschten bei den gegen die Offiziere gerichteten Feuerwehrbericht. Wegen eines größeren Brandes wurde Stellen stürmisch Beifall, während andere das Stüd auszifchten. gestern früh um 8 Uhr die Feuerwehr nach der Holzmarktstr. 11 Im zwischenatt tam es im Publikum zu heftigen Streitigkeiten; alarmiert. Dor war in der Dresdener Fabrik für Möbel aus mehrere Galeriebesucher wurden handgemein. massiv gebogenem Holz von A. Türke jr. Feuer ausgekommen. Erhängt. Einer Meldung aus Prag zufolge hat sich gestern Die Flammen hatten an Stühlen schnell reiche Nahrung gefunden der Gattenmörder Georg Löffler aus Gablonz in seiner Gefängnisund fonnten erst nach längerem Wassergeben mit mehreren Schlauch- zelle erhängt. leitungen von Dampfsprigen gelöscht werden. Der Schaden ist erheblich, aber durch Versicherung gedeckt. Der Betrieb foll teine Unwetter in Desterreich. Wie eine Meldung aus Wien be Unterbrechung erleiden. In der letzten Nacht um 11 Uhr wurde sagt, hält die anormale Witterung ungeschwächt an. Aus der der 11. Zug nach der Dieffenbachstraße gegenüber dem Urban- ganzen Monarchie wird Hochwasser, Regen, Schnee, und aus vielen Weitere Meldungen besagen: Krankenhause gerufen. Gine Gefahr war dort trop längerem Gegenden auch empfindlicher Frost gemeldet. Das Weiter hat an Von der zerstückelten Knabenleiche, die im Tiergarten gefunden Suchens nicht zu entdecken. In der Usedomstr. 20 mußte der den Kulturen bereits erheblichen Schaden angerichtet. Nach einer wurde, sind jetzt im ganzen 54 Teile von den Gerichtsärzten 3. Zug einen Kellerbrand löschen und in der Luckenwalder Straße Meldung aus Graz steht die Ortschaft Lobming unter Wasser. Medizinalrat Dr. Störmer und Dr. Strauch festgestellt worden. Nr. 1 einen Wohnungsbrand. Schornsteinbrände wurden aus der Der hochangeschwollene Lobming- Fluß hat zwei Kinder weggerissen, Einige find faum so groß wie ein Daumenglied. Eine Menge Gartenstr. 5, Admiralstr. 4 und anderen Straßen gemeldet. Außer deren Reichen bisher nicht aufgefunden werden konnten. Fleischteile, sowie die Arme und Hände fehlen noch. Zunächst dem liefen noch Alarme aus der Swinemünder Straße 64, Adolfwußten die Aerzte nicht, woher viele Teile im einzelnen rührten straße 14, Waffertorstr. 31 und anderen Straßen ein, und wohin sie gehörten. Nach sorgfältiger und müheboller Sichtung aber ist es ihnen jezt gelungen, alles zu erkennen und den Kopf Taft ganz wieder herzustellen und zusammen zu nähen. Bei dieser Sichtung und Prüfung tam auch das linke Augenlid noch zum Vorschein. Es ergab sich, daß es feine Narbe hat, der Ermordete also nicht der vermißte Snabe aus Schwedt ist. Der Stopf wird Lichtenberg. nun ebenfalls photographiert und das Bild ausgestellt werden. Er erinnert auch im ganzen an den slavischen Typus. Es scheint, Ein Fehler hat sich in der gestrigen Notiz aus Lichtenberg eindaß der Junge wohl fürzlich aus der Fremde hierher gekommen geschlichen. Danach können rund 12 Wähler der ersten und zweiten oder vielleicht erst als Leiche nach Berlin geschafft worden ist. Klaffe 32 Stadtverordnete und 8 Stabträte wählen. Der Haarschnitt erinnert ganz und gar nicht an Berlin. Das natürlich anstatt 12, 1200 heißen. Haar ist wahrscheinlich niemals gescheitelt oder nach hinten ge Charlottenburg. fämmt gewefen, sondern wild getragen worden. Die Füße lassen darauf schließen, daß der Knabe schlechtes, nicht passendes Schuhzeug getragen hat. Die zweiten Zehen waren, wie sich bei der Wiederzusammensetzung der Füße ergab, über die großen Zehen geschoben. Vorort- Nachrichten. Es muß Ein tödlicher Bauunfall ereignete sich gestern mittag auf einem Neubau in der Windscheidstraße. Der dreißig Jahre alte Maurer Otto Troschke war in der vierten Etage des Neubaues beschäftigt. Beim Kallzubereiten trat er plötzlich fehl und stürzte in den Hof himunter. Der Verunglückte war sofort tot; er hinterläßt Frau und Gine Explosion schlagender Wetter, die gestern nachmittag in der St. Henriette- Grube crfolgse, verursachte, nach einer Meldung aus Mons, den Tod von drei Bergarbeitern. Ein vierter Bergmann wurde verletzt. Allgemeine Kranken und Sterbekasse der Metallarbeiter ( E. H. 29, Hamburg), Filiale Berlin 7: Heute vorm. 10 Uhr bei Hoffmann, Bajewalterstr. 3. Allgemeine Familien Sterbekaffe. Heute Zahltag Aderftr. 123 bei Wiesenthal( bon 3-6 Uhr). Verein der Lehrlinge, jugendlichen Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins und Umgegend. Abteilung 1: Heute nachm. 3, Uhr bei Ziek, Brunnenstr. 101. Abteilung 2: Nachm. 3 Uhr bei Sauer, Schön hauser Allee 134. Abteilung 6: Nachm. 5 Uhr bei Grumbach. Schönleins straße 6. Abteilung 16: Nachm. 3 Uhr bei Preuß, Magazinstr. 17. Abteilung 17: Nachm. 3 Uhr bei Scholz, Boffenerstr. 1. Abteilung Morgen Montag Schöneberg: Nachm. 5 Uhr bei Stufchte, Meiningerstr. 8. abend 8 Uhr: Abteilungen 18 und 9 bei Pielede, Waldstr. 8. Witterungsübersicht vom 11. April 1908, morgen3 8 Uhr. Saromeler. ( tand mm inb digtung Heller Tenb. n. 6. Stationen Barometer flanb mm Bind Die Hauptarbeit der Kriminalpolizei besteht immer noch darin, den Spuren der als vermißt angezeigten Knaben in der Nähe zwei Kinder. und in der Ferne nachzugehen und nach der Herkunft der Pakethüllen zu forschen. Das erfordert eine gewaltige Arbeit von un- Steglit. zähligen Beamten. Nach Ausscheidung der ermittelten wird der Arbeiter- Bildungsschule Berlin. Morgen, Montag, den Statlemen Sveis der vermißten Knaben zwar immer fleiner, aber bis man 13. April, findet der für die westlichen Vororte beſtimmte beim letzten angelangt ist, wird wohl noch eine geraume Zeit Sturfus in Geschichte, im Lotale von Schellhafe, Steglitz, dauern. Mehrere Fingerzeige haben nach den Laubengeländen als Tatort hingewiesen. Auch nach dieser Richtung werden die Ahornstr. 15a, seine Fortsetzung. Da der erste Abend nur Swinembe 758 D 2 bebedt 4 Haparanda 765@ti 760 Stil umfassendsten und genauesten Nachforschungen angestellt. Die in eine allgemeine Einleitung bietet, so Lohnt es sich auch jetzt amburg Papier eingewickelt gefundene blaue Sportmüße mit Schirm scheint noch für neu hinzukommende Hörer, den Kursus zu besuchen. Frank.a. M. 759 RD einige Del- und Farbenflede zu enthalten. Auch diefer Spur wird Es sollte sich jeder Arbeiter und jede Arbeiterin zur Pflicht München 759 3 nachgegangen, wenn auch noch keineswegs feststeht, daß die Müze machen, die Kurse zu besuchen. von dem Täter herrührt. Schöneberg. Berlin Bien Sumps Windstarle Better bebedt 758 Still bebedt bedeckt 1 Regen 5 Betersburg 763 ND 5 Scilly 6 Aberdeen 1 bebedt 1 mollig 2bededt Zemp. n. 6. 18885 759 NÆ 759G 3 Regen 3 Baris 759 28 1 bedeďt 1757 NB 3 Regen 5 Wetterprognose für Sonntag, den 12. April 1908. Zeitweise heiter, am Tage etwas wärmer, aber noch veränderlich mit leichten Regenfällen und schwachen nordöstlichen Binden. Berliner Betterbureau. Wie jetzt, vor Ostern, nicht anders zu erwarten war, fommen aus dem Publikum auch wieder Anzeigen, die auf einen Ritual- Ein schwerer Straßenbahnunfall ereignete sich vorgestern Nach ntord hinweisen und wenigstens so tun, als ob ihre Urheber daran mittag gegen 5 Uhr vor dem Hause Hohenstauffenstraße 50. Der Berantwortlicher Redakteur: Georg Davidjohn, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 88. 25. Jahrgang. 6. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sozialistische Preffe Deutschlands. II. Quartal 1908. Zentral- Organ. Leipzig Leipziger Boltszeitung" Tauchaerstr. 19-21. " Bollszeitung für das Muldenthal" Tauchaerstraße 19-21. Lüdenscheid Boltsstimme", Luisenstr. 19. Ludwigshafen Pfälzische Post" Marstr. 65. Lübeck Lübecker Boltsbote" Johannisstr. 46. Vorwärts" Berliner Volksblatt, SW. 68, Linden- Lüneburg Lüneburger Volksblatt" Schröderstr. 11. straße 69. Täglich erscheinend. Wissenschaftliche Wochenschrift. Die Neue Zeit", Wochenschrift der deutschen Sozialdemokratie. Stuttgart, Furthbachstr. 12. Redaktion: Berlin- Friedenau, Niedstr. 14. Friedrichstr. 37 I. Gewerkschaftspreffe Deutschlands. II. Quartal 1908. Zentral- Organ: [ Portefeuiller. Waldstr. 8 I. Sonntag, 12. April 1908. Portefeuiller- Zeitung. Dffenbach a. M. Porzellanarbeiter. Die Ameise. Charlottenburger Ufer 56 IV. " Charlottenburg, Sattler. Sattler- Zeitung". Berlin SO. 16, Adalbertftraße 56. Schiffszimmerer. Der Schiffszimmerer". Hamburg 7, Correspondenzblatt". Hamburg 6, Correspondenzblatt der Generalfommission der Banksstr. 144. Gewerkschaften Deutschlands". Berlin SO. 16, Schirmmacher. Engel- Ufer 15. A " G Bochum, Rampstraße 6. Schmiede. Schmiede- Zeitung". Hamburg 1, Besenbinderhof 57-66. Steinsetzer. Allgemeine Steinfeger- Zeitung". Berlin NW. 21, Wiclefftr. 16 I Stuffateure. Der Stuffateur". Hamburg 22, Feßlerftraße 9 II. Tabafarbeiter. Der Tabalarbeiter". Leipzig, Tauchacr straße 19/21. Magdeburg Boltsstimme" Große Münzstr. 3. Mainz„ Volkszeitung" Zanggaffe 13. Mannheim Volksstimme" R 3, 14., A. Presse der Zentralorganisationen: Mülhausen i. E.« Mülhauser Volkszeitung Drei- Asphalteure. Der Asphaltarbeiter". Berlin SO. 16 Schneider. Fachzeitung für Schneider". Berlin SO. 16, tönigsstr. 37. Mühlhausen i. Th.„ Bolts- Blatt" Jüdenstraße 3. Engel- Ufer 15 I. Stöpenickerstr. 126. Bäcker und Konditoren. Deutsche Bäder- und Kon- Schuhmacher." Schuhmacher- Fachblatt". Gotha. W. Bod. München Münchener Post" Wittelsbacherplatz 2. ditoren Zeitung". Hamburg I, Besenbinderhof 57/66. Seeleute. Der Seemann". Hamburg 1, Besenbinder Für Bädereiarbeiter Berlins„ Der Wedruf". Berlin C. 54, bof 57-66. Nordhausen Nordhäuser Volkszeitung" Wolfftr. 14. Auguststr. 36. Steinarbeiter. Der Steinarbeiter". Leipzig, Beiker Kommunalpolitische Wochenschrift. Nürnberg Fränkische Tagespost" Luitpoldstr. 9. Barbiere und Friseure. Friseurgehülfen- Beitung" straße 32. Kommunale Praxis". Wochenschrift für Kommunal- Offenbach„ Offenbacher Abendblatt" Große Marktstr. 25. Berlin N. 58, Stolpischestraße 56, II. r. politik und Gemeindesozialismus. Berlin SW. 68, Bauhülfsarbeiter." Der Bauhälfsarbeiter". Hamburg I, Lindenstraße 69. Redaktion: Berlin W. 10, Kaiserin: Pforzheim Pforzheimer Freie Presse" Deftliche Karl- Stlostertor 8 I. Augustastraße 58. Bergarbeiter. Bergarbeiter Zeitung". Remscheid Remscheider Arbeiterzeitung" Neustraße 2. Wiemelhauserstr. 38/40. Rostock Mecklenburgische Volkszeitung" Doberanerstr. 6. Bildhauer. Bildhauer- Zeitung". Berlin S. 53, Bergmannstr. 68. Saalfeld„ Boltsblatt" Rosmaringaffe 15. Blumenarbeiter." Der Blumen- Arbeiter". St. Johann„ Volkswacht" Gerberstraße. Schönhausen- Berlin, Marthaftr. 10. Berlin O. 27, Solingen Bergische Arbeiterstimme" Hohegasse 7. Böttcher." Deutsche Böttcher Zeitung". Töpfer. Der Töpfer". Berlin SO. 16, Engel- Ufer 15 III. Sonneberg Thüringer Volksfreund" Coburger Allee 7c. Faulenstr. 58/60. Brauereiarbeiter. Brauereiarbeiter Zeitung". Han- Transportarbeiter.„ Der Courier", Berlin SO. 16, Stettin Bolts- Bote" Schillerstr. 10. nover, Münzstr. 5. Engel- Ufer 21. Der Straßenbahner", Berlin SO. 16, Straßburg i. E." Freie Presse für Elsaß- Lothringen" Fintmattstaden 2. Xylographen. Zeitschrift für Xylographen". Leipzig, Buchdrucker. Storrespondent". Leipzig, Salomonftr. 8. Stronprinz str. 35 I. " Solidarität“. Berlin Bigarrenfortierer. " Der Organisator". Hamburg 1, S. 59, Wigmannstr. 20. Besenbinderhof 57-66. Bureauangestellte. Der Bureau- Angestellte". Berlin 3immerer." Der Zimmerer". Hamburg 1, Besenbinder NO. 43, Linienſtr. 8, II. hof 57-66. Dachdecker.„ Dachdecker- Zeitung". Hanau, Mühlberge 14. 3ivilmusiker." Fachzeitung für Zivilmusiker". Berlin Eisenbahner. Weckruf der Eisenbahner". Redaktion: N. 31, Stralsunderstr. 36, Hof part. Dresden- 2., Alt- Löbtau 3. Expedition: Hamburg 15, Für die in Zentralverbänden Organisierten erscheinen ferner in italienischer Sprache L'Operaio Italiano", Hamburg I, Besenbinderhof 56, und in polnischer Sprache " Oswiata", Posen, Schießstr. 3. Täglich erscheinende Zeitungen. Altenburg Altenburger Volkszeitung" Runstgasse 12. Augsburg Schwäbische Volkszeitung" Maximilianftraße B 31. Bant„ Norddeutsches Voltsblatt" Peterstraße 20/22. Bayreuth Fränkische Volfstribüne" Kulmbacherstr. 20. Bielefeld Volkswacht" Schulstr. 20. Bochum Volksblatt" Südhellweg 1. Brandenburg Brandenburger Zeitung, Märkisches Stuttgart Schwäbische Tagwacht Furthbachstr. 12. Zittau Bolts- Beitung" Morawefstr. 1 b. Boltsblatt" Kurstr. 73. 11 Braunschweig Braunschweiger Volksfreund Schloß- 3wickau i. S.„ Sächsisches Voltsblatt" Bosenstr. 16. straße 2, Ede Dehlschlägern. Wöchentlich dreimal erscheinend. Bremen Bremer Bürger- Zeitung" Hankenstr. 21-22. Bremerhaven„ Norddeutsche Volksstimme" Am Hafen 49. Kattowik Gazetta Robotnicza( Polnisch), Rathausstr. 12. Breslau Volkswacht" Neue Graupenstr. 6. Caffel Volksblatt für Hessen und Waldeck" Wolshagerstr. 7. Chemnik Voltsstimme" Userstr. 14. Cottbus„ Märkische Boltsstimme" Am Amtsteich 18. Crefeld Niederrheinische Vollstribüne" Breitestr. 62. Darmst adt Hessischer Volksfreund" Bismardstr. 19. Deffau„ Boltsblatt für Anhalt" Askanischestr. 107. Dortmund Arbeiter- Zeitung" Stielstr. 5. Dresden„ Sächsische Arbeiter- Zeitung" Zwingerstr. 22. Wöchentlich zweimal erscheinende Blätter. Langenbielau Der Proletarier aus dem Eulengebirge" und Grünberger Volksstimme", Ober- Langenbielau, 2. Bezirk. Lörrach, Baden Arbeiterzeitung" Rainstraße. " 7 Wöchentlich einmal erscheinende Blätter. Caffel„ Der Wegweiser" Hohenthorstr. 2. G Tapezierer. Correspondenzblatt für Tapezierer". Berlin Nieder- SO. 16, Köpeniderstr. 49, Hof I. Textilarbeiter. Der Textilarbeiter". Bremen, Andreasstr. 61. Buchbinder." Buchbinder- Zeitung". Berlin S. 59, Kott- Engel- Ufer 21. buserdamm 23 I. Buchdruckerei- Hülfsarbeiter. Spaldingstr. 150 a. Fabritarbeiter. Der Proletarier". Hannover, Münzstraße 5 III. " hauſenerstr. 18/19, part. Fleischer." Der Fleischer". Berlin SO. 16, WufterGärtner. Allgemeine deutsche Gärtner- Beitung". Berlin, B. Blätter anderer Gewerkschaften und sonstiger N. 37, Meßerstr. 3. Gastwirtsgehülfen. Der Gastwirtsgehilfe". NO. 18, Elbingerstr. 21. Gemeindearbeiter. Berlin Die Gewerkschaft" und Die Sanitätswarte". Berlin W. 30, Winterfeldtstr. 24. Bolkszeitung" für Freiberg, Hainichen und Köln Rheinische Zeitung"( Wochenausgabe) Ursulaplag 6. Glasarbeiter." Der Fachgenoffe". Berlin O. 17, Goßler Dederan, Zwingerstr. 22. Offenburg Volksblatt" Gerberstr. 3. Boltszeitung" für den VIII. Reichstagswahl- Stuttgart Schwäbischer Volksfreund Furthbachstr. 12. freis, Zwingerstr. 22. Düsseldorf, Bolts- Zeitung" Benratherstr. 6. " Aller 14 Tage erscheinend. Duisburg Riederrheinische Arbeiter- Zeitung", Friedrich Stuttgart„ Die Gleichheit" Zeitschrift für die Interessen Wilhelmstr. 76. Elberfeld Barmen Freie Preffe" Robertstr. 8 a Erfurt„ Tribüne" Kleine Arche 1. " Thüringen" Kleine Arche 1. Frankfurt a. M.„ Volksstimme" Großer Hirschgraben 17. Fürth Fürther Bürger- Zeitung" Moststr. 7. Gera„ Reußische Tribüne" Alte Schloßgaffe 11. Gießen Oberhessische Volkszeitung" Neustadt 14. Görlitz Görlizer Boltszeitung" Teichstr. 6. Greiz Reußische Volkszeitung" Untere Silberftr. 2, der Arbeiterinnen, Furthbachstr. 12. Monatlich zweimal erscheinend. Königsberg Der Landbote" Vorder- Roßgarten 50. Monatlich einmal erscheinend. straße 29. straße 47. Glaser. Glaser- Zeitung". Karlsruhe i. B., Wilhelm Hafenarbeiter.„ Der Hafenarbeiter", Hamburg 1, Besenbinderhof 57-66. Handlungsgehülfen. Handlungsgehülfen- Blatt", Hamburg 1, Besenbinderhof 57-66. Handschuhmacher. Der Handschuhmacher", Berlin N. 58, Malmoeritr. 24 I. Holzarbeiter. Holzarbeiter- Zeitung". Stuttgart, Adlerstraße 43. Hoteldiener. Der Hoteldiener". Berlin NW. 7, Am Weidendamm 1a. Altona Schleswig Holsteinische Landpost Bittoria- straße 57. straße 82, II. Berlin„ Die Fadel", SO. 36 Reichenbergerstr. 128. Deffau Bolksparole für Anhalt" Askanischestr. 107. Gotha Bolfsblatt für die Herzogtümer Coburg und Dortmund„ Die Wahrheit" Ardehſtr. 95. Gotha" Mohrenberg 7. Halle a. S.„ Boltsblatt für Halle" Harz 42/43. Elberfeld„ Das Morgenrot" Robertstr. 8 a. Hamburg Hamburger Landbote" Fehlandstr. 46. Hamburg Hamburger Echo", Hamburg I, Fehlandstr. 11. Stettin Der Bommer" Gutenbergstr. 11. Harburg Voltsblatt" Großer Schippsee 4, part. Hannover Volkswille" Münzstr. 5. 群 Heilbronn Nedar- Echo", Karlstr. 38 A. Hof„ Oberfränkische Volkszeitung" Karolinenftr. 39. Jena„ Beimarische Volkszeitung", Schloßgasse 19. Iserlohn ,, Volkszeitung", Mühlengang 15. Karlsruhe Volksfreund" Luisenstr. 24. Kiel„ Schleswig- Holsteinische Bolts- Beitung Bergftr. 11. Köln Rheinische Zeitung" Ursulaplag 6. Königsbergi. Pr. Rönigsberger Bolts- Beitung" Border Rozgarten 50. Jeder Wiesbaden Wiesbadener Boltsbote" Mühlgaffe 15. Witblätter( Erscheinen aller 14 Tage). München Süddeutscher Postillon" Senefelderstr. 4. Stuttgart Der wahre Jacob" Furthbachstr. 12. Illustrierte Unterhaltungsblätter. " Sutmacher. Korrespondent". Altenburg, S.-A., NordKürschner. Der Kürschner". Hamburg 22, Holft. Stamp 39a I. Kupferschmiede. Der Kupferschmied". Berlin N. 4, Gartenstr. 101, Seitenfl. I. Lagerhalter. Monats- Blätter". Reipzig, Beigerftr. 32 II. Lederarbeiter. Lederarbeiter- Zeitung". Berlin SO. 16, Adalbertstr. 56 II. Lithographen und Steindrucker. Graphische Preffe". Redaktion: Friedrichshagen, Viktoriastr. 8. Organisationen. Berlin. ,, Der abstinente Arbeiter", Drgan des deutschen Arbeiter- Abstinentenbundes, O. 17, Langestr. 11. Redaftion: NO. 55, Pasteurstr. 13. " " Der Bühnenarbeiter", Drgan des Verbandes des technischen Bühnenpersonals. O. 34, Warschauerstr. 68. „ Die arbeitende Jugend". SO. 26, Waldemarstraße 75. Der freie Gastwirt". N. 58, Dunderstr. 10. " Stürschnerwacht". NO. 43, Gollnowstr. 5. " ,, Deutscher Zeichner. NO. 55, Braunsbergerstr. 12 III. Bolkstümliche Zeitschrift für praktische Arbeiterverfiche: rung", Organ des Verbandes der Verwaltungsbeamten der Krankenkassen, Berufsgenossenschaften usw. N. 58, Schönhauser Allee 27. Redaktion: Magdeburg, Wittenbergerstr. 30. Elberfeld. Zeitschrift für Graveure der Stoffbrud Industrie", Neue Gerstenstr. 20. Mannheim Die junge Garde", Drgan des Verbandes junger Arbeiter. Q 5, 1. Redaktion O 2, 4. Nürnberg. Süddeutsche Eisenbahner- Beitung", Auftraße 3 II. Wilmersdorf. Monatsschrift des Vereins für die Interessen der Hausangestellten", Kaiserplatz 17. Obige Zusammenstellung veröffentlichen wir zu Beginn jedes Duartals. In der Zwischenzeit sich ergebende Maler." Vereins- Anzeiger". Hamburg 22, Schmalen- dreß- oder sonstige Veränderungen bitten wir uns zur bederstr. 17 I. Bormerkung mitteilen zu wollen. Berlin, den 10. April 1908. Maschinisten und Hetzer. Deutscher Maschinist und Heizer". Berlin SO. 33, Büdlerstr. 45. Maurer. Der Grundstein". Hamburg 1, Besenbinderhof 56. Metallarbeiter. Metallarbeiter- Zeitung". Stuttgart, Röteftr. 16b. Mühlenarbeiter Zeitung". Altenburg S.-A., Zwidauerstr. 12. Hamburg Die Neue Welt" Hamburg I, Fehlandstr. 11. Notenstecher. Der Notenstecher". Leipzig, Talstr. 27 I. Erscheint wöchentlich einmal. Redaktion: Berlin SW.68, Photographengehülfen. Photographischer Mitarbeiter". Lindenstr. 69. Berlin SO. 16, Josephstr. 7 I. Berlin Jn freien Stunden" SW. 68, Lindenstr. 69. Er- Mühlenarbeiter. scheint in Wochenheften. " Berliner Mampe Gold Sdler deutscher Likör ans kauft zu feinstem alten Weinbrand Der Parteivorstand. 27072 5.00 Mk. Zu haben in 150 ersten Geschäften in Berlin und den Vororten. Oern: Mampe Halb und Halb mit den Schimmelgeſpann 1.25 Mk. Bisher über 5 Millionen Fl. verkauft. Manufakturwaren- Sortiments- Geschäft In Berlin allein 7000 Verkaufsstellen. 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Die furistische Sprechstunde findet Lindenstraße Nr. 3, citer Jeschluß mit der Vollstreckungsklausel versehen lassen und dann die Forde S. 18. 1. Wenn in Ihrem Vertrage Ihnen das Recht, einen Mieter statt Hof, dritter Eingang, vier Treppen, Fahrstuhl rung durch einen Gerichtsvollzieher beitreiben. P. D. 1782. 1. Jedes Ihrer zu stellen, nicht eingeräumt ist, können Sie einen Untermieter oder wochentäglich abends von 7 bis 9½ lbr ftatt. Geöffnet 7 Gewerbeunternehmen ist anzumelden. 2. Nein. Der Verdienst aber gehört Mieter gegen den Willen des Birtes nicht stellen. Gegen einen Vertreter Sonnabends beginnt die Sprechstunde um 6 Uhr. Jeder Anfrage ift ein selbstverständlich zum steuerpflichtigen Einkommen. C. 2. 68. 1. Nehmen Ihres Geschäfts hätte der Wirt nichts einzuwenden. Buchstabe und eine Zahl als Merkzeichen beizufügen. Briefliche Antwort Sie mit der Versicherungsgesellschaft Rücksprache, ob sie auf Stundung ein- E. B. W. 70. Nein. Zu raten wäre, schleunigst gegen D. zu flagen wird nicht erteilt. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. geht, eventuell lassen Sie die Versicherung verfallen. 2. Leider nein. und die Baugeldforderung mit Beschlag zu belegen. Soweit ersichtlich, E. M. 27. 1. Bei der Stadtverordnetenwahl nein, bei der Landtags- 2. 14. 1. 21 Jahre. 2. Die Pfändung würde troßdem erfolgen. würde eine dirette Klage gegen R. feine Aussicht auf Erfolg haben. 1. P. Am 9. April. A. B. 100. Das wäre leider nuplos. C. P. 79. S. F. 10. Leider hat der Wirt in Ihrem Falle Recht. Sie sind durch tvahl ja. 2. Nein. MR. G. 10, H. K. 594. Nein. Bielleicht im Café Bauer, Unter den Linden. M. 268. Sie sind zur Sch. 21. Der Mietsstempel wird für die Zeit vom 1. Januar bis 1. Januar den Bertrag bis zum 1. Oktober gebunden, ein Rücktrittsrecht steht Ihnen E. F. 87. Nein. Vielleicht erwirkt Ihre Botschaft eine Er Zahlung nicht verpflichtet. Lehmann 75. Sie müßten dieselben Papiere erhoben. Beträgt die Mietsdauer nur einen Teil des Jahres, so ist ein nicht zu. J. K. 12. Alimente müssen Sie zahlen, wie bei der ersten Heirat, ferner das mit dem Rechtstraft- Attest versehene entsprechender Teil zu zahlen. Der Stempel ist vom Vermieter in ein Buch mäßigung oder freie Fahrt. J. K. 9. Kalenderjahr 1907. P. 17. 8um Diebstahl wenn Sie nicht beweisen, daß innerhalb der Konzeptionszeit auch ein Urteil und eine Bescheinigung beibringen, daß Ihre erste Ehe kinderlos war. einzutragen. R. O. 897. Nein. Jur. 48. Die leichtesten Vorbedingungen sind in London. Wenden gehört die Absicht rechtswidriger Zueignung. Bei der Entnahme einiger anderer mit dem Mädchen zu tun hatte. B. 2. 1. 1. Ja. Liegt kein Testament vor, so erben neben dem KinderSie sich wegen der Einzelheiten direkt an die dortige Bürgermeisterei. Die Streichhölzer aus dem zur Bereitschaft des Gastes stehenden Behältnis fehlt übrigen Fragen über Einzelheiten bezüglich Belgiens, der Schweiz, Frank eine solche Absicht. cht.- St. 3. Nach dem von Ihnen angegebenen Urteil: losen Biter die Berwandten der Frau. 2. Sin eigenhändiges ge, und reichs usw. führen zu weit. Was insbesondere die Frage anlangt, ob eine nein. 11. F. D. 82. 1. u. 2. Wenden Sie sich an eines der Museen. unterschriebenes und datiertes Testament ist gültig. Beispiele für ein solches H.P. 69. und Anleitung zu einem solchen finden Sie auf den letzten Seiten des dem folche Ehe in dem betreffenden Heimatland anerkannt wird, so ist diese 3. 6,25. 4. Einen solchen haben wir nicht ermitteln können. 2. 77. Die Durchführung des nur unter genauer Kenntnis des Einzelfalles und unter Kenntnis der 1. Ja. 2. bis 4. Auf Anfrage erhalten Sie von der Oberforstdirektion die Arbeiterrecht" beigefügten Führers. D. R. 1000. Nein. Geseze des betreffenden Staates su beantworten. Sie würden gut betreffenden Bestimmungen. F. B. Nein. Anspruches gegen die Berufsgenossenschaft wäre nicht ganz aussichtslos. tun, fich an einen rumänischen oder russischen Anwalt zu wenden. M. 3. Die speziellen Polizeiverordnungen hierüber sind uns nicht be- Die Schadenersatzflage gegen den Arzt hätte teine Aussicht auf Erfolg. Achtung! Gewerkschaften, Vereinen empfehle mein idyllisch gelegenes Gasthaus zur Schleuse, Neue Mühle, Bahnstation Rönigs- Wusterhausen. Telephon Nr. 152. Parkettfäle für 200-2000 Personen, Kegelbahn, Ruderboote, großer Tierpart, Speisen und Getränke Ia. Um zahlreichen Zuspruch bittet Wilhelm Thormann. 13895 Verbandshaus der Gastwirtsgehilfen. Defonom: Paul Kobus. Berlin N. 24, Gr. Hamburger Straße 1819. Telephon: Amt III, 1813. Restaurant Vorwärts" Spandau Dr. Simmel Anzüge 99 Schönwalder Straße 80 Einzigstes Parteilofal und Bundeseinkehrstelle auf dem Wege vom Spandauer Stadtwald zum Bahnhof. Es ladet freundlichst ein Der Wirt. 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