Mr. 113. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pranumerando Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 M., twöchentlich 28 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Big. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Bost- Zeitungs Preisliste. Unter Kreuzband Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Bostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz Ericheint täglich außer Montags. für Vorwärts Berliner Volksblaff. 25. Jahrg. Die Infertions- Gebühr Beträgt für die fechsgespaltene Kolonel geile oder deren Raum 50 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins und Versammlungs- Anzeigen 30 Bfg. Kleine Anzeigen", das erste( fett. gedruckte) Wort 20 Pfg., jedes weitere Bort 10 Pfg. Etellengesuche und Schlaf stellen- Anzeigen das erste Wort 10 Bfg., fedes weitere Wort 5 Pfg. Borte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1983. Freitag, den 15. Mai 1908. Der preußische Staat als Arbeit- ig ist, wenn man bedenkt, daß die Sicherheit der geber. I. Wagenklasse 18 418 024. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Das neue Vereinsgefetz. " Man wird zugeben müssen, daß die Bezahlung erschreckend Reisenden und die prompte Abwickelung des Verkehrs weniger von den Bureaubeaniten als vielmehr vom FahrMit dem heutigen Tage ist das Reichsvereinsgesetz in Kraft ge personal abhängig ist. Gewiß erhält das Fahrpersonal auch noch Kilometergelder, Entfernungsgebühren, die aber meist treten. Nun, so verkündet der Blodfreisinn, werden sich in kurzer Der Betrieb der preußischen Staatseisenbahnen bildet für nicht zureichen, um die vermehrten Ausgaben zu decken. Die Zeit die Verbesserungen des bisherigen Rechts durch das neue Gesetz Preußen eine Haupteinnahmequelle. Für das Etatsjahr 1908 Gehälter des Lokomotivpersonals erfahren eine geringe Auf- jedermann so bemerkbar machen, daß das Gefchrei über seinen sind vorgesehen an Einnahmen 2048 913 000 m., denen besserung durch die Kohlenprämie, eine Entschädigung für reaktionären Charakter bald genug verstummen wird. Wir glauben nicht, daß es dem Freisinn mit dieser Zuversicht eine Ausgabe gegenübersteht in Höhe von 1345 645 000 M. Das Minderverbrauch an Kohlen. Diese Zuwendung ist aber sehr ergibt einen rechnungsmäßigen lle berschuß von 703268000 bedenklicher Art, denn wenn der Lokomotivführer mit den sehr ernst ist. Sie ist kaum mehr als ein Mittel, stugig gewordene Wie wenig wohl den Herren Mart. Hiervon gehen ab zur Verzinsung der Eisenbahnkapital- Stohlen zu sparsam umgeht, dann kann es ihm passieren, Landtagswähler zu töbern. da ihre lauten Versicherungen fchuld 87 306 000 M., so daß der Reingewinn ver- daß sein Zug nicht die vorgeschriebene Geschwindigkeit erreicht um Wiemer und Kopsch ist, anschlagt ist auf 615 962 000 m. Die Staatseisen- und dann seht es Strafe. Nicht übersehen darf man, daß der von der großen liberalen Errungenschaft die Probe bestehen das zeigt die Hast, Von Dienst des Fahrpersonals ein ungemein anstrengender ist, daß müssen, mit der sie jede noch so bahnschuld beläuft sich auf 9 948 654 000 m. dem Reinüberschuß der preußischen Staatseisenbahnen eine Menge Dienstſtunden in die Nachtzeit fallen und daß kleine Aeußerung von sozialdemokratischer Seite aufgreifen, in der tverden für allgeine staatliche 3 we de 579724000 m. namentlich die Dienstzeit der Zugführer und Schaffner in den von irgend einer kleinen Verbesserung gegen den bisherigen Rechtszustand die Rede ist. Die freisinnigen Organe tun so, als hätte die verwendet. Die Ueberschüsse aus den Eisenbahnen sind sonach großen durchgehenden Zügen eine erschöpfend lange ist. ganz enorm. Für den kapitalistischen Staat ist die Eisenbahn Arbeiter beschäftigten die Verwaltung der Staatseisenbahnen Sozialdemokratie alle Bestimmungen des neuen Gesezes für schlecht in erster Linie eine ergiebige Geldquelle, wodurch die 207 690, Arbeiterinnen 3165. Davon gehörten in die Kategorie und reaktionär erklärt, als hätte sie geleugnet, daß darin auch Interessen des Verkehrs oft recht erheblich zu leiden haben. der Bahnunterhaltungsarbeiter 73 994 männliche, 937 weibliche; nur irgend eine kleine Verbesserung enthalten sei. Natürlich ist es der Sozialdemokratie niemals eingefallen, Sehen wir nun zu, wo diese Einnahmen in der Hauptsache in die Kategorie der Werkstättenarbeiter 62382 männliche, 15 weibherstammen und zu welchen Zwecken die Gelder verwendet liche. Die Lohnnachweisungen lassen die Löhne für die einzelnen eine solche unsinnige Behauptung aufzustellen. Kein Sozialdemo werden. Wir stützen uns dabei auf den Rechenschafts- Arbeiterschichten nicht erkennen, es muß deshalb ein Durch- trat hat bestritten, daß das Reichsvereinsgesetz einige Verbessebericht für 1906, weil der Bericht für 1907 noch nicht schnitt gezogen werden. Rechnet man die wenigen Arbeite- rungen gegen das bisherige reaktionäre Vereinsgesetz Preußens, erschienen ist. Zivilpersonen wurden befördert 843 668 685, rinnen den Arbeitern gleich, so ergibt sich für die Bahmuter- gegen die in den Jahren der Konterrevolution oftrovierte„ VerMilitärpersonen 10 326 255, in Summa also 853 994 940 haltungsarbeiter ein durchschnittlicher Jahreslohn von 754,28 M., ordnung über die Verhütung eines die gefeßliche Freiheit und Personen, die zufammen 20 079 497 881 Stilometer zurück für die Werkstättenarbeiter von 1217,90 M. Auch diese Löhne Ordnung gefährdenden Mißbrauches des Versammlungs- und gelegt haben. Aus der Beförderung der Personen, des sind äußerst niedrig, wenn man die Lebensverhältnisse in Betracht Vereinigungsrechts" bringt. Ebensowenig, daß für andere deutsche, Reisegepäcks und der mitgeführten Hunde sind erzielt worden zieht, wie sie unter der Einwirkung der Wucherzollgesetzgebung Polizeistaaten kleine Fortschritte in einigen Bestimmungen er reicht worden sind. Aber deshalb bleibt doch mit aller Bestimmt509 633 330 M. Die Personenbeförderung allein hatte ge- fich gestaltet haben. bracht 493 545 753 M. Davon brachte ein die Daneben bestehen dann noch verschiedene Inter- heit bestehen, daß das neue Reichsgesetz das Maß an Vereinsstüßungsfonds. So sind 1906 ausgegeben worden als und Versammlungsfreiheit, das bisher schon in mehreren deutschen außerordentliche Remunerationen für Zeichen-, Bundesstaaten bestand, absolut nicht erreicht und also für diese Kanzlei- und Unterbeamte 1923 328 M., für höhere Staaten einen erheblichen Rückschritt bedeutet, daß es eine AusBeamte 869 822 M., für Arbeiter und deren Hinter- nahmebestimmung gegen fremdsprachige Nationalitäten enthält, Die beiden letzten Wagenklassen brachten also 364 807 704 bliebene 1 222 393 M. Bei der weitaus geringeren Stopfzahl die eine wirklich liberale Partei niemals hätte akzeptieren können, Mart, die beiden oberen Klassen nur 119 308 675 Mart ein. der höheren Beamten sind diese mit Zuwendungen weit reich und schließlich daß es selbst für Staaten mit so rüdständigen Am stärksten benutzt wurde die vierte Wagen- licher bedacht worden als die Unterbeamten oder gar die Vereinsgefeßen wie Preußen und Sachsen die Verbesserungen durch tlasse, deren Frequenz nach Einführung der Fahrkarten- Arbeiter. Auf diese Zuwendungen besteht ein rechtlicher An- Rüdschritte mehr als kompenfiert! spruch nicht, es ist die Verabreichung einer solchen Zunahmezustandes befreit, aber dafür sind die Minderjährigen bis Wohl sind die Frauen in Preußen von der Fessel des Aussteuer noch erheblich gestiegen ist. Es haben benutt: wendung vielmehr ganz in das Belieben der Vorgesetzten nahmezustandes befreit, aber dafür sind die Minderjährigen bis gestellt, und unter solchen Umständen wird der am ehesten auf zu 18 Jahren entrechtet, und damit ist den Gewerkschaften eine eine Zuwendung rechnen dürfen, der es versteht, den Mantel Fußangel gelegt. Wohl find Erleichterungen in der Anmeldung der Versammlungen, in den Verpflichtungen der politischen Vernach dem Wind zu hängen. Wir verlangen, daß die unteren eine eingetreten, aber diese Kleinigkeiten wiegen nicht auf, daß Die erste Wagenklasse deckt die erforderlichen Ausgaben Beamten und Arbeiter so bezahlt werden, daß sie nicht um die Befugnisse der Polizei zur Ueberwachung und Auflösung der nicht, weshalb sie in den Personenzügen vielfach beseitigt unterstüßung zu bitten brauchen. Von einer staatlichen Versammlungen unverändert dieselben geblieben find, daß die ist. Wenn sie in einer Reihe solcher Züge noch geführt wird, Einrichtung, die solch enorme Gewinne abwirft, Fortdauer der Ausnahmebestimmungen gegen die Landarbeiter Staatseisenbahn, muß verlangt werden, und das Gesinde ausdrücklich gewährleistet worden ist. Daß den so nicht etwa deshalb, weil sie dort rentabel ist, sondern die preußische Staatseisenbahn, weil einzelne einflußreiche Leute, die an diesen daß sie ihre Arbeiter anständig bezahlt. Gewerkschaften in dem Sprachenparagraphen ein Knüppel zwischen von Unterstügung hat stets einen die Beine geworfen ist. Strecken wohnen, ihre Beibehaltung oder Wiedereinführung Die Verabreichung Beigeschmack und dieses System ist direkt verlangt haben. Und wo wäre der preußische Minister, der bitteren einem der preußischen Granden einen solchen Wunsch abzu- darauf zugeschnitten, Schmaroger und Speichel wird sich damit abzufinden haben. Sie wird ihr Vereins- und schlagen den Mut hätte! Am rentabelsten ist die leder zu züchten. Man soll aber nicht meinen, daß die Versammlungsrecht zu verteidigen wissen, und was die Regierung bierte Wagentlasse, die von den Boltsmassen benutzt Staatsbahnverwaltung kein Herz für ihre Angestellten habe, und ihre Partei notgedrungen an kleinen Zugeständnissen in das werden muß. Die Massen müssen sonach mit dazu beitragen, daß denn für Wohlfahrtszwecke werden 33 736 000 Mart Gesetz hineinsehen mußten, das wird sie zu nußen wissen. Dem eine relativ fleine Anzahl Leute aus den begütertsten Schichten aufgewendet. Hierunter fallen die Wohnungen für An- Blockfreifinn aber wird sein Verrat nicht vergessen werden so bequem als nur möglich reifen können. Um so jammervoller gestellte und Arbeiter, die Förderung von dafür wird sein Werk, das. Reichsvereinsgeseh, selbst am besten ist dagegen die Art, wie die Reisenden vierter Güte befördert Baugenossenschaften, Einrichtung von Bade- sorgen. werden. In neuester Zeit sind zwar Wagen vierter Strasse an stalten, Belohnungen und Vergünsti gebaut worden, die einigermaßen den berechtigten Anforde- gungen. Wer mindestens zwanzig Jahre rungen Rechnung tragen, im Dsten, in Schlesien, im rheinisch- Dienstzeit hinter sich hat, wessen Leistungen westfälischen Industriegebiet aber sind heute noch Wagen stets zufriedenstellend waren und wer sich übervierter Klasse im Gebrauch, die derart vor Schmut dies sehr gut geführt hat, der tann nicht etwa Der Vorstand des Wahlausschusses der Frei. starren, daß ein gereinigter Viehwagen sich fast als ein muß eine Belohnung von 20- fage und sinnigen Volkspartei für den 11. Berliner Land. Salonwagen dagegen ausnimmt. Von der üblichen Ueber- schreibe zwanzig Marterhalten! Diese Be- tagswahlkreis hat in Gestalt einer Broschüre die kürzlich gefüllung der Wagen vierter Klasse wollen wir in diesem Zu- lohnung steigt hat sich einer 45 Jahre geplagt, dann kann haltene Rede des freisinnigen Kandidaten für diesen Wahlkreis er sogar 100 m. bekommen! Solch Glückliche gab es im verbreiten lassen. Der Verfasser dieser Rede ist der Schriftsteller fammenhang gar nicht erst reden. II. III. IV. " " " I. Wagenklaffe. II. III. VI. 100 890 651 202 204 623 162 603 081 19 " 2 466 414 Personen 81 822 545 373 634 564 " 385 745 162 " " wie Ein schlechtes Gesetz tritt heute in Kraft. Die Arbeiterschaft Den Freifinnsdemagogen zugeeignet. Bei den Ausgaben greifen wir nur die persönlichen Aus- Jahre 1906 ganze 97. Sogar zur Förderung der Schöler, ein Herr, von dem die breite Deffentlichkeit bisher gaben heraus, um zu zeigen, wie splendid die Gehälter Bienenzucht sind 7500 W. aufgewendet worden, so daß nur erfahren hatte, daß er unlängst in einer freifinnigen an die oberen Beamten, wie färglich dagegen die jetzt bereits über 2000 Bedienstete Bienenzucht betreiben. Versammlung einen harmlosen Zwischenrufer in echt freisinniger Gehälter der unteren Beamten sind. Es beziehen an Wie wir über diese vielgepriesenen Wohlfahrtseinrichtungen Haustnechtsmanier vor die Tür befördert hatte. Wir würden die Gehalt die 22 Präsidenten je 11 000 m., die 430 Mitglieder denken, ist bekannt, wir wollen nicht, daß der Arbeiter auf langatmige Rede dieses Herrn auch nicht unter die kritische Sonde des Zentralamtes und der Direktionen je 4200-7200 W., Wohltaten" angewiesen ist, er soll wirtschaftlich so gestellt genommen haben, wenn sie nicht die betreffende freisinnige Orga 71 dieser Herren haben noch außerdem eine Zulage von jähr- sein, daß er sich selbst all das bieten kann, worauf der Mensch nisation als Agitationsbroschüre verbreitet hätte. Da sich die lich 900 M. und verschiedene sind noch anderweit neben- vernünftigerweise Anspruch erheben darf. freisinnigen Propagandareden im Wesen in der Hauptsache mit der amtlich tätig und erhalten dafür Entschädigungen bis zu 3000. Von dem Klassenparlament ist nicht zu erwarten, daß es Schölerschen Rede decken dürften, halten wir die Nachprüfung der Mark. Die Vorstände der Betriebs-, Maschinen- und Verkehrs- energisch für die Proletarier des Staates eingetreten hauptsächlichsten Behauptungen trotz der Gleichgültigkeit ihres Werinspektionen erhalten 3600-6300 W., Rechnungsdirektoren wird. Gelegentlich einmal ein paar Worte zugunsten dieser fassers für geboten. 4200-6000 m., Eisenbahninspektoren 3600-5700 2., Haupt- oder jener Arbeiterkategorie, sonst aber sind die Dreiklassen- Ein gutes Drittel der Rede verteidigte die Stellung des Freitassenrendanten 4800-5400 m., Hauptkassierer und Betriebs- männer stets eifrig bestrebt gewesen, die Regierung in ihrer fontrolleure 3000-4200 m., Oberbahnhofsvorsteher, Ober- Fürsorge" nicht zu stören. Und im Herrenhaus? Dort hat man gütervorsteher und noch diverse andere„ Ober" 2400-4200 m., die Löhne der Bahnarbeiter noch zu hoch befunden. In den Eisenbahnsekretäre 2100-4200 M. Die mittleren Beamten, Jahren 1907/08 ist dort einmal von den Bahnarbeitern die Rede Bahnhofsvorsteher, Bahnmeister 1. Kl., Werkmeister beziehen gewesen, nämlich am 7. Mai 1907. Damals regte der Herren1800-3600 W. Gehalt. Dazu kommt dann noch entweder häusler v. Kliping größere Sparsamkeit an und sagte: Eine Abfertigung an dieser Stelle verdient der Teil der frei freie Dienstwohnung oder Wohnungsgeld, dessen Höhe sich " Ferner fann geipart werden, wenn bei den Arbeiten der finnigen Musterwahlrede, der sich mit der Wahlrechtsreform gewöhnlichen Eisenbahnarbeiter, die auf der Strede und den Straßendemonstrationen befaßt. Da heißt es, nach den örtlichen Verhältnissen richtet. ausgeführt werden, wo Erde geschippt und Steine gefarrt werden und dergleichen, eine etwas strengere Aufsicht daß die Sozialdemokratie die dem Narrenhaus entstammende Alles geübt und etwas mehr Arbeit pro Kopf verlangt oder Nichts- Theorie" vertreten habe. Der Vater dieser Theorie ist würde. Ich glaube nicht, daß das Arbeitsquantum, das da pro aber bekanntlich der bekanntlich der parlamentarische Senior der Kopf geleistet wird, ein dem gezahlten Lohn entsprechendes ist." Freisinnigen Volkspartei, der Abgeordnete Traeger, So sieht die Vertretung aus, mit der die Angestellten und der seinerzeit ganz richtig nachwies, daß die Forderung Arbeiter des Staates bisher gestraft waren. Soll das anders eines ehrlichen Freisinns Alles oder Nichts" lauten werden, dann müssen Sozialdemokraten in den müffe. Denn etwas fei weniger als nichts! Herr Traeger Landtag, die allein in der Lage find, ohne jede Rücksicht kann sich bei dem Protektor des Herrn Schöler, dem Herrn für das Wohl der Arbeiter einzutreten! Müller- Sagan, für diese liebenswürdige Kritik bedanken! Das eigentliche Bahnpersonal ist nicht auf Rosen gebettet. Es beziehen: Lokomotivführer 1400-2200 m., Zugführer 1400-1900 m., Wagenmeister, Schirrmeister, Fahrkartenausgeber, Weichensteller erster Klasse, Lademeister 1400 bis 1800 M., Packmeister, Stellwertsweichensteller 1200-1600 m., Lokomotivheizer 1000-1500 m., Beichensteller, Wagenwärter, Eisenbahngehilfinnen 900-1400 M., Stationsdiener, Portiers, Schaffner, Bremser 900-1200 M., Bahnwärter 800 bis 1000 m. finns zum Vereinsgesek. Da diese Ausführungen nur eine ausführlichere Wiederholung des Inhalts eines freifinnigen Flugblattes darstellen, das sich speziell mit dem Vereinsgesetz beschäftigt, werden wir bei einer Besprechung dieses Flugblattes auch die Schölersche Nedeübung mitwürdigen. Dreister Schwindel ist es auch, wenn die Rede eS fo darstellt, als habe die Sozialdemolralie dem Freisinn zugemutet, sich an Straßendemonstrationen zu beteiligen. Die Sozialdemo- kratie hat vom ehrlichen Freisinn lediglich gefordert, daß er mit aller Energie den W a h l r e ch t s k a m p f führe,„Fanfaren blase", was ja seinerzeit selbst Herr Naumann forderte, und einen gewaltigen Volks stürm entfachen solle. Diese Forderung wurde aber nicht von der Sozial- demokratie allein aufgestellt. Die„Düsseldorfer P 0 st", das Blatt der rheinisch-westfälischen Gewerkvereinler brachte im August 1907 einen Artikel, worin sie die Entfesselung einer Massenbewegung durch den Freisinn für die Erringnng des allgemeinen, gleichen, direkten und geheimen Wahlrechts forderte. De» freisinnigen Blättern, die damals abwiegelten und an Stelle des Wahlrechtssturmes den B l o ck s ch a ch e r empfahlen, schrieb das Hirsch-Dunckerfche Blatt in das Stanimbuch: „Leute, die wie die alten Weiber flenucn, noch ehe der eigent- liche Kampf begonnen hat, die jammernd schreien, daß das Ziel doch nicht zu erreichen wäre... solche Leute sind nicht be- rufen, jemals Volksmassen zu begeistern und für sich zu gewinnen. Diese satten Gesellen mögen dorthin gehen, Ivo sie ihrer ganzen Natur nach hingehören, zur Reaktion." Der Freisinn hat das ja beherzigt. Er hat zwar keine Massen- bewegung entfesselt, wohl aber ist er dahin gegangen, wohin er ge- hörte, zur Reaktiv nl Die Hirsch-Dunckerschen Arbeiter können nun ihrerseits die Konsequenz ziehen und den„satten Gesellen" bei der bevorstehenden Wahl den gebührenden Denkzettel verabfolgen I Besonders erbaulich wird es für die Arbeiter, kleinen Beamten, kleinen Handwerker und Geschäftsleute sein, durch diese freisinnige Wahlflugschrift zu erfahren, wie außerordentlich gut eS ihnen gehtl Da wird ihnen erzählt, daß die Einlagen der preußi- schen Sparkassen von 3,652 Millionen Mark im Jahre �1892 auf 8,294 Mill. Mark im Jahre 1906, also um 134 Proz. angewachsen seien. Da wird ihnen vorgeführt, daß im Jahre 1392 nur 29,9 Proz. ein Ein- kommen von mehr als 900 M. besessen hätten, während im Jahre 1907 der Anteil dieser Kategorie 49,7 Proz. betragen habe. Dabei sei es„gerade die Mittelschicht, die sich in bezug ans das Einkommen besonders entwickelt" habe. Denn während die Zahl der physischen Zensiten in den EinkommcnSgruppen von 900 bis zu 3000 M. im Jahre 1892 nur 2119 000 betragen habe, sei sie auf 4 825 000 im Jahre 1907 gestiegen. Und die von diesen Zensiten gezahlte Steuer- summe sei von nahe an 33 Millionen Mark auf 73,/a Mill. M. angewachsen. ES liege also„eine ganz erhebliche Wohl- habenheitsentwickelung des ganzen Volkes" vor. Faustdickere Unrichtigkeiten und ärgere logische Purzelbäume kann eS nicht gut geben. Allerdings hat die Zahl der Zensiten mit einem Einkonimen von mehr als 900 M. sich in dieser Weise ver- mehrt. Die freisinnige Flugschrift vergißt nur hinzuzufügen, daß daS Durchschnittseinkommen der 4 823 000 Zensiten mit 900 bis 3000 M. Einkommen nicht mehr als 1360 M. beträgt! DaS heißt, das Einkommen eines Teiles deS Proletariates ist der- artig gestiegen, daß die Steuergrenze von 900 Mark überschritten wurde. Als ob das innerhalb eines Zeitraums von anderthalb Jahrzehnten überhaupt anders hätte sein können! Ob dadurch die Lebenshaltung der Proletarier v er- bessert worden ist, ist eine ganz andere Frage. Beschloß doch am 27. November 1907 der nationalliberale Verein zu Osnabrück eine Resolution, in der es hieß: „Angesichts der... ganz wesentlich gestiegenen Preise sämtlicher Lebensmittel dürfte heute ein Ein- kommen von läOO Mark kaum mehr bedeuten, als seinerzeit ein solches von SVO Mark." Unter dem seinerzeit ist das Jahr 1892 verstanden I Was für das Einkommen der Proletarier gilt, gilt aüch für' das Eiitkiliiimen des kleineren Mittelstandes. Im übrigen ist es inter- esiant, daß diese freisinnige Flugschrift den Mittelstand der Tleuer- klasse von 900 M. bis 3000 M. Einkoinmen zurechnet, während erst vor einigen Tagen die„Freisinnige Zeitung" von Einkommen von 9500 M. als von Mittel st ands- Einkommen redete! Die Steuerstatistik Preußens beweist absolut nichts für die wirtschaftliche Hebung der niedrigen Einkommenstufen, umsomehr freilich für das Wachstum der große» und ganz großen Einkommen. So besaßen nach der amtlichen Einkominenstcuerstatisiik im Jahre 1892 9039 Zensiten mit 30 500 bis 100 000 M. Einkommen ein Gesamteinkommen von 451 Millionen, im Jahre 1906 dagegen besaßen 15760 Zensiten dieser Klasse ein Gesamteinkommen von 733 Millionen. In noch rapiderem Tempo hat sich das Einkommen der Gruppe nnt mehr als 100 000 M. Einkommen vermehrt, nämlich von 381 Millionen im Jahre 1892 auf rund 900 Millionen im Jahre 1907. Und wenn die freisinnige Flugschrift sich auf das Wachstum der Sparkasseneinlagen bezieht, so haben wir demgegenüber unzählige Male nachgewiesen, daß nur ein bescheidener Bruchteil der Einlagen der nichtbesitzenden Klasse gehört. Außerdem bedeutet das Anwachsen der Sparkassen- einlagen um 4300 Millionen binnen 13 Jahren sehr wenig, ver- glichen mit dem Wachstum des Vermögens der Steuerpflichtigen mit mehr als 3000 M. Einkommen, das sich in drei Jahren, vom Jahre 1902 bis zum Jahre 1905, um nicht weniger als 5564 Millionen vermehrt hat! Diese und andere hochinteressante Zahlen der Steuerstatistik den freisinnigen Wählern vorzuführen, unterläßt das freisinnige Demagogentum aber wohlweislich! Aber eins noch sei festgenagelt. Die freisinnige Flugschrift ver- gießt auch einige Krokodilstränen über die„Teuerung aller Lebensverhältnisse" durch die„wahnwitzige Schutzzoll- Politik" des Agrariertums. Dabei unterstützt der Freisinn bei der Landtagswahl gerade die Parteien des Hochschutzzolls, die Konservativen und Nationalliberalen. Diese Rücksichtnahme auf die Vertreter der„wahnwitzigen Schutzzollpolitik" ging so weit, daß man auf dem Parteitag der Freifinnigen Volks- Partei, der im September 1907 in Berlin abgehalten wurde, einen von Berlin aus gestellten Antrag, die den B r o t w u ch e r ver- ursachenden Zölle wenigstens zeitweise außer Kraft zu setzen, von der Tagesordnung absetzte. Der Nationalliberale Dr. Hugo Böttcher feierte diesen skandalösen Block- l i e b e s d i e n st des Freisinns im„Tag" mit den Worten: „Auch in der Auffassung agrarpolitischer Probleme scheint sich ein Umschwung anzubahnen, indem ein mäßiger(!) Schutzzoll zugunsten des Bauernstandes auch von freisinnigerSeiteoffiziellzugestandenwerden soll." So sieht der Freisinn aus, der bei der Landtagswahl wiederum um die Stimmen der Ausgebeuteten und Entrechteten buhlt. Daß solches Liebeswerben Erfolg haben könnte, halten wir denn doch für ai'Sgeschlosien, denn.nur die allerdümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber"! Hu 9 dem Cdablhampf. Rabbi und Mönch im Wahlkreise Memel-Heydekrug. Man schreibt unS: Die konservative„Ost preußische Zeitung", das Blatt der Lunker, lind das S ch w a b a ch sche Leiborgan.Memeler Dampfboot' führen setzt einen geradezu grausamen Federkrieg gegen einander. Als Beute haben sie sich die kleinen littanischen Besitzer und die Landarbeiter auserkoren. Beide Organe, das konservative und das nationalliberale, suchen sich gegenseitig bei diesen Wählern, auf die sie beide für ihre Parteien Anspruch er- heben, soviel wie möglich zu verunglimpfen. Fast jeden Tag er- scheinen Artikel, die auch in Flugblättern abgedruckt und im Kreise verbreitet werden, mit den possierlichsten Anrempelungen und Be- schm'.pfungeii dieser schönen Seelen. In emem dieser Artikel vom 12. Mai behauptet nun da? Junker- blatt, die Schwabacknaner nähmen jetzt im„Memeler Dampfboot" die Naumannsche„Hilfe" zu Hilfe. Verschiedene Stellen in dem ans der„Hilfe" abgedruckten Artikel hätten aber eine frappante Aehn- lichkeit mit einem gegen die Junker gerichteten Artikel im sozial- demokratischen Kalender„Ostpr. Landbote" 1908. Der Aufsatz in der„Hilfe" enthält unter anderen Schmeicheleien gegen das kon- servative Junkertum die«ätze: „Konservativ sein, heißt Achtung vor dem geborenen Herrentum habe». Autorität und nicht Majorität! Fidcikommissr! Patronats- rechte! Gutsvorstehcr!" Wutentbrannt pariert das Junkerblatt diesen Hieb mit der Er- widerung:„Dieser Satz bedürfe einer notwendigen Ergänzung nach der anderen«eite hin und müßte also fortgesetzt werden: „Liberal sein, heißt Achtung vor dem ererbten Mammon haben. Majorität der blauen Läppen(in Memel-Heydekrug heißt's noch besser braunen Lappen) ist Autorität! Fabrikanten- ringe! Börsenkonsortien! Geldschrankvorstchcr! So ist's recht. Wir Sozialdemokraten werden als lachende Dritte in diesem Kreise nicht versäumen, bei der Agitation zur Landtags- Wahl, der ja bald die Reichstags- Ersatzwahl folgen wird, aus der „nr it Gott für König und Vaterland" geführten Polemik unserer geschworenen Gegner Kapital zu schlagen. Ein klassisches Jnnkerflugblatt. Am Landtagswahlkreise Graudenz-Rosenberg, in Westpreußen, haben die Konservativen ein Flugblatt herausgegeben mit folgendem Inhalt: Wahlaufruf! „Wir unterzeichneten Wähler bitten unsere Freunde im Wahl- kreis Graudenz-Rosenberg, für die Wiederwahl unserer bisherigen Vettreter im Abgeordnetenhause, der Herren Geheimer Regiernngsrat v. Eonrad-Graubenz und Freiherr v. Schönaich-Kl. Tromnau eintreten zu wollen. Wir halten sest an dem alten Wahlbündnis, demzufolge jeder der beide» Kreise einen Vertreter vorzuschlagen hat. Wir halten ebenso fest an unseren beiden bewährten Abgeordneten, die das besondere Vertrauen ihrer Kreise besitzen und bitten alle unsere Freunde, geschlossen und tatkräftig uns hierbei zu unterstützen." Dann folgen zirka 660 Namen. Kein Wort über irgend welche politische Forderungen! Solche Masscnveröffentlichunaen herzlich gleichgültiger Namen machen auf urteilsfähige Menschen längst keinen Ein- druck mehr. Besonders, seitdem in ähnlichen Fällen nach- gewiesen werden konnte, in welch unlauterer Weise solche Namcnsanimlungen oft zustande kommen. Bei den letzten Reichstagswahlen verbrachen die Konservattven im Kreise Elbing- Marienburg. denselben Bauerflfängcrtrick. Unsere Genossen konnten damals nachweisen, daß Namen von Toten, Nicht- wahlberechtigten, ja sogar von Sozialdemokraten und andere» Gegnern, unter dem staatserhaltenden„Flugblatt" prangten. Dem konservativen Kandidaten Oldenburg ging manch geharnischter Protest zu, den er sich sicher nicht hinter dem Spiegel steckte. Bezeichnend ist es, mit welcher Sicherheit die Junker in Ostelbicn auf das schändliche Dreiklassenwahlunrecht, auf den OrdnungsterroriSmus und auf den amtlichen Wahlapparat Läuen. Wozu den'Wählern politische Programme unter- breiten.. Das haben die Junker nicht nöttg. Ihre Mandate sind ihnen auch fo gewiß.—_ Noch ein paar Zitate. Unseren gestrigen Zitaten aus dem vorigen Sommer über die freisinnige Blockpolitik wollen wir heute noch ein paar hinzufügen. Herr Paasche, der nationallibcrale Vizepräsident des Reichstages, hat dem Freisinn im Juli v. I. das Zeugnis ausgestellt: „Er müsse es hoch anerkennen und tue dies ausdrücklich und aus vollster Ueberzeugung, daß gerade die Herren vom Freisinn manches Opfer ihrer Ueverzeiigiinq gebracht und Bedenken gegen diese und jene Posten zurückgestellt hätten, nur um nicht an mehr oder minder untergeordneten Fragen die Politik des Blocks zu hindern." Heute schwören bekanntlich die Freisinnigen Stew und Bein, daß sie nienials ein„Opfer ihrer Ueberzeugung" ge- bracht hätten, dem Block zu Liebe. Sie mögen sich deswegen mit Herm Paasche, ihrem hohen Gönner, auseinander- setzen. Um dieselbe Zeit ließen sich die süddeutschen„Volks- männer" P a y e r und Haußmann über die Blockpolitik vernehmen. Herr Pah er warf damals die berühmt ge- wordene Frage auf, wer auf dem„Bock des Reichswagens" sitzen solle, und gab dadurch seinen unerschütterlichen Willen kund, sich die Kutscherlivree des Fürsten Bülow nicht wieder nehmen zu lassen. Herr Konrad Haußmann aber sagte: „Der Block bilde ein Gefäß, bei dem es einzig und allein auf denJnhalt ankäme, ein Gefäß, das wert sei, zusammengeschlagen zu werden, wenn es einen schlechten Inhalt bekomme. Als eine der vornehmsten Aufgaben des Blocks müsse es bezeichnet werden, dem preußischen Volke da« Dreiklassenwahlrecht abschaffen zu helfen. Die Volksparlei werde die Probe der Block- Politik z u n ä ch st milmachen, schon deshalb, daß man die Volks- Partei nicht als den Sündenbock hinstelle. Man werde aber nur mittun, wenn der Block ein Element des Fort« schritts werde, andernfalls nicht." Da haben wir wieder einmal von einer maßgebenden freisinnigen Stelle das feierliche Versprechen, den Block„zu- sammenzuschlagen", diesmal sogar schon, wenn er nicht für Beseitigung des preußischen Drettlassensystems sorge. Und wo bleibt die Erfüllung?—__ poUtifcbc Ocbcrlicbt. Berlin, den 14. Mal 1908. Keine Scherze! Es scheint, daß die Leute, die dem Auswärtigen Amt den Empfang der Briefträger eingebrockt haben, noch immer nicht Ruhe halten wollen. Besonders die Herren, die sich zu einem Marokkokomttee aufgetan haben, treiben es immer bunter. Es sind dieselben Leute, die durch den für sie so blamablen Ausgang des Flottenvereinsstteites beschäftigungs- los geworden, ihre ganze Kraft auf Kolonialtreibereien kon- zentriert haben und an dem unglückseligen Marokkoabentcucr als chauvinistische und gewissenlose Kriegstreiber regen An- teil nehmen. Dieses Treiben, an deren Spitze die Herren Grafen Pfeil und Reventlow stehen, wäre weiter nicht beachtenswert, wenn nicht ein großer Teil der deutschen bürgerlichen Presse daran teilnähme und in allen möglichen Tonarten über Frankreichs Vorgehen in Marokko losziehen und jede Klage eines Händlers über Geschäftsstörung am liebsten als einen nattonalen Trauerfall behandeln möchte. Und das sind zum Teil dieselben Organe, welche die deutschen Kolonisationsniethoden von Trotha bis Peters mit ihrem enthusiastischen Beifall begleitet haben. Wenn man aber geglaubt hat, daß die chauvinistische Hetze mit dem Empfange der beiden Marokkaner ein Ende nehmen würde, so hat man die Zudringlichkeit und die Wichtigtuerci der Herren vom Marrokkokomitee unterschätzt. Sie wollen vielmehr die Anwesenheit der Leute aus dem Morgenlande zu einer unendlich törichten Demonstration aus- nützen und die stemden Kostüme mit ihrem Inhalt in deutschen Städten zur Schau stellen. Wenn auch die Fremden nicht öffentlich reden können— versuchten sie es, so würde die preußische Regierung, die schon auf die Anwendung ihres neuen Ausnahmegesetzes brennt, es ihnen sicherlich auf Grund des Sprachen Paragraphen ver- bieten— so werden wenigstens die Einheimischen ihre Hetz- reden gegen Frankreich los. Es muß aber gesagt werden. daß das deutsche Volk mit Ausnahme einiger Kolonial- enthusiasten aus Narrheit und aus Geschäft von diesem Rummel verschont bleiben will. In Deutschland würde ja diese Variötöveranstaltung nicht sehr ernst genommen werden, aber eS ist doch wirklich nicht nöttg,' daß wir den deutschfeindlichen Chauvinisten des Auslandes ihre Geschäfte besorgen._ Lehrerbesoldung. lieber die Grundzllge des neuen von der preußischen Regierung geplanten LehrerbesoldungSgesetzeS erfährt die„Pädagogische Ztg.", daß beabsichtigt Wied, vier GehaltSklasscn zu schaffen. Zur ersten Klasse sollen die Schnlverbände bis zu 5000 Einlvohnern gehören, zur zweiten die mit 5001 bis 10000, zur dritten die mit 10001 bb 40 000 und zur vierten die mit mehr als 40 000 Einlvohnern, und zwar soll die in der jedesmaligen letzten Volkszählung ermittelte Zahl der Zivilbevölkerung zugrunde gelegt werden. Das Grundgehalt soll betragen: für Lehrer für Lehrerinnm in Klaffe 1... 1350 M. 1050 M, #, 2... 1350—1400 M. 1050— 1100 M. .. 3... 1400—1450. 1100—1150. .. 4... 1450—1650„ 1150-1350. Die Festsetzung des Grundgehalts in den ersten drei Klaffen innerhalb der gesetzlichen Mindest- und Höchstgrenzen soll den Schul- verbänden überlassen sein, ohne daß es einer Genehmi- gung der Schulaufsichtsbehörde bedarf. Die Schul verbände, die zur vierten Gehaltsklasie gehören, sollen berechtig: sein, daS Grundgehalt auch höher als 1650 M. festzusetzen, doch bedarf ein solcher Beschluß der Genehmigung durch die AufsichlS- behörde. Bei der Entscheidung dieser Instanz sollen die Lefftungs- fähigkeit und die besonderen Verhältnisse des Schulverbandes, weiter aber auch die allgemeinen Interessen des gesamten Vollsschulwesen- berücksichtigt werden. Erhöhungsbeschlüssen, durch die die Einheitlichkeit der Grundgehälter im Bezirk oder Staat in einer sachlich unbegründeten Weise gestört wird, soll die Genehmigung versagt werden. Gegen diese Versagung soll den Schulverbänden Beschwerde beim Provinzral- rat, der Stadt Berlin Klage beim Oberverwaltungsgericht zustehen. Die AUerszulagen sollen wie bisher neunmal und alle drei Jahre gewährt werden. Sie sollen betragen: für Lehrer für Lehrerinnen in Klasse 1: 150 Mark 120 Mark ,, 2: 160—180, 120—130, .. 3: 180-200, 130—140, ., 4: 200-250„ 140—150. Mich hier sollen die Festsetzungen m den Verbänden, die zm 1. bis 3.Klasse gehören, innerhalb der gesetzlichen Grenzen ohne be- sondere Genehmigung der Aufsichtsbehörde erfolgen; die zur 4. Klaffe gehörigen Verbände sollen über den Höchstsatz von 250 M. hinausgehen können, doch ist die Genehmigung der Aufsichtsbehörde ein- zuholcn. Die MictScntschädigung soll für j e d e Pr o v inz unter Zu- grundclegung der sür den WohnungSgeldzuschuß der unmittelbaren Staatsbeamten maßgebenden OrtSklasseneintcilung festgesetzt werden: diese Festsetzung soll nach Anhörung der KreisauSschüsse und der Gemeindevorstände der einen Stadtkreis bildenden Gemeinden sowie der Bezirksausschüsse durch die Provinzialräte endgültig erfolgen. Dem Ruhegehalt soll der Durchschnittssatz der Mietsentschädigunsi jeder Lehrerkatcgorie(Rektoren, Lehrer, Lehrerinnen) für sämtliche Gehaltsklassen zugrunde gelegt werden, auch für solche Lehrer, die Dienstwohnungen haben. Der Plan zeigt deutlich die Spuren des Holleschen Geistes. Um die ländlichen Kreise, d. h. die Taschen der Agrarier, möglichst zu schonen, wird eitje umständliche Staffelung nach der Größe der Ortschaften ausgetiftelt und die unterste Gchaltsklaffe derart De- messen, daß in den kleinen Orten die Lehrer höchstenfalls auf ein Gehalt von 2700 M. kommen. Damit aber die größeren Städte nicht durch hohe GehaltSgewährimgen die Lehrer aus den kleinen Orten fortlocken, werden einige schöne BreinSbestimmungen eingelegt. durch die den großen Städten verboten wird. Gehaltserhöhungen und AlterSzulagen zu beschließen,„die die Einheitlichkeit der Grund- gehälter in Bezirk oder Staat" stören.— Nationalliberales. Der nationalliberale Oberbürgermeister Schmieding(Dort- mund) hat eS fertig gebracht, für den Kreis Dortmund beim Minister die Genehmigung nachzusuchen, bei der LandtagSwahl die Termins- wähl anordnen zu dürien. Natürlich wurde die nachgesuchte Ge- nehmigung erteilt. Dortmund hat zirka 200000 Einwohner und wählt in 142 Wahlbezirken. In der Wirkung läuft die national- liberale Heldentat darauf hinaus, Tausenden von Arbeitern daS elende Wahlrecht vollständig zu nehmen! In der am Montag stattgefundenen Stadtverordnetelisitzuiig wurde Schmieding wegen seines Borgehens interpelliert; er lehnte es aber ab, Gründe anzugeben. In evangelischen Arbeiterkrcisen, in denen die Nationalliberalen doch Stimmen suchen— oder erpreffen— herrscht wegen der vcr- letzenden Form der Ablehnung einer nationalliberalen Arbeiter- kandidawr ohnehin schon große Unzufriedenheit, die durch die Er- schwerung der Wahl infolge der Terminswahl sicher nicht gemildert wird. Die Nationalliberalen besorgen diesmal gründlich die Geschäfte des Zentrums._ Blockbrüderlichcs. Die„Hilfe" des Herrn Naumann entrüstet sich über den Sauherdenton, mit dem die konservative Presse die liberalen Block- brüder abrüffelt. Habe doch die„Kreuz-Zeitung" einen Artikel Naumanns„eine der ordinärsten Hetzlei st unge»" genannt. Die„Unverschämtheit der Konservativen", wehklagt die „Hilfe" darob.„kennt keine Grenzen mehr". Auch die konservative Wahlbroschüre gejällt der „Hilfe" gar nicht. Enthalte sie doch den Satz: ,, Warum rutschen wohl die Freifinnigen vor dem Judentum bei den langjährigen Erfahrungen Englands ge- 1 So ging es tagein tagaus im Verlauf von 20 Monaten! Besonders auf dem Bauch herum?" nötigt sicht. 01 energisch, arbeitete" die Kriegsfeldjustiz während der Herbstmonate 1906, Derartige Liebenswürdigkeiten der agrarischen Blockbundesgleich nach Einführung des Gesetzes vom 2. September und dem Von Stufe zu Stufe. genossen find doch aber für den Freisinn nichts Neues! Qu bekannten Geheimzirkular an die Generalgouverneure, laut welchem einer Rede, die Herr Kopsch am 15. September 1907 auf der den In einer Versammlung des Sozialliberalen Wahl es diesen untersagt war, um die Wilderung der Strafe für die zum Parteitag der Freifinnigen Volkspartei frönenden und abschließenden ausschusses für Teltow Beeskow in Königs Wusterhausen Tode Verurteilten zu petitionieren. Während der Wahlen zur zweiten Zirtus Busch- Versammlung gehalten hatte, bemerkte am tritifierte Dr. Breitscheid den Rechtsabmarsch eines großen Duma und noch mehr während der Dumasession sant die Zahl der 16. September die, Deutsche Tages- Zeitung": Teiles des liberalen Bürgertums, der in der Bekämpfung der Hinrichtungen bis auf 54 im Verlauf von drei Monaten. Da fam Mit Recht konnte am Schluß der Versammlung der Rektor Sozialdemokratie seine einzige Aufgabe erblicke. So tief, meinte die Auflösung der zweiten Duma. An Stelle der Kriegsfeldgerichte Stopsch feststellen, daß es dem Freifinn gelungen sei, lodige er, fönne und dürfe der Freisinn politisch nicht sinken, daß er traten die einfachen Kriegs- und Kreismilitärgerichte in Altion, und Jünglinge mit Glut und Begeisterung für politische Ideale zu sich mit dem Reichsverband zur Bekämpfung der Sozialdemokratie die eingetretene politische Konjunktur tam sofort in der unerfüllen, aber er hätte im Hinblick auf die Zweidrittelmehrheit der identifiziere. Die Versammlung stimmte diesen Ausführungen geheuren Zunahme der Todesurteile und Hinrichtungen Anwesenden sich genauer ausgedrückt: Schwarzlodige lebhaft zu. Wie groß aber war ihr Erstaunen, als sich zum Ausbruck. Im Verlauf der drei Herbstmonate( 1907) Jünglinge. Auch die anwesenden Damen waren wohl ziemlich in der Diskussion Herr Justizrat Stobnik, Königs- Wuster- fällten die Gerichte 456 Todesurteile; hingerichtet wurden zahlreich durchweg in der Gegend der Börse und der Hausen, der volksparteiliche Vertrauensmann, 176 Personen oder 59 im Monat. Während der ersten drei , Grand Synagoge" nicht fremd. Entsprechend dieser Zusammensetzung der großen Versammlung der auch eine Zeitlang als Landtagskandidat für Monate( 1908) stieg die Zahl der Zobesurteile bis auf 776 und die war der Beifall mäßig und matt, so lange von den berechtigten Teltow Beestow genannt worden ist, als Mitglied des der Hinrichtungen bis auf 267. Die Tätigkeit der dritten Duma Interessen von Handwerk und Landwirtschaft schüchtern die Rede Reichsverbandes bekannte und seine Zugehörigkeit zu dieser verstärkte im Gegensatz zur zweiten Duma die Exekutionstätigwar; er schwoll freudig an, so oft ein glücklicherweise abwesender Organisation mit den revolutionären und antimonarchischen feit der Striegsgerichte um 70 Prozent und die Zahl der HinAntisemit geschlachtet wurde; aber er touchs zum Drtan, als man deen der Sozialdemokraten zu rechtfertigen suchte. Haben richtungen um 35 Prozent!" den braven, schnöd verkannten Männern, die sich auf der Börse denn die Volksparteiler schon alles Gefühl für ihre Würde Wie die statistischen Daten weiter zeigen, werden jetzt auf schweißtriefend ihre Brotkruften verdienen, Hilfe und Beistand verloren, müssen sie schon bei Leuten Unterschlupf suchen, die Grund der„ Ausnahmegeseze" selbst in solchen Fällen Todesurteile versprach." Diesen Hohn hat der Freisiun damit beantwortet, daß er einde jeder Demokratie, nicht nur der Sozialdemokratie, find?? gefällt, die früher auf gewöhnlichem Wege abgeurteilt wurden und jezt überall den tonservativen Junkern Land- und das wollen Wahlrechtskämpfer fein! nichts mit Verbrechen gemeinsam haben, die laut Gefeß eine verstärkte Strafe erfordern. tagsmandate erobern hilft! Berechtigten Grund zur Klage hat freilich das Naumann- Blatt, wenn trotz alledem die konservative Wahlbroschüre die freisinnigen Lämmlein also verdächtigt: Stellt sich der Freifinn noch so brab, Der Wolf im Schafspelz ist kein Schaf! Mindestens dürften diejenigen Freisinns wähler, die vom Blockfreisinn noch irgendwelche antiagrarische, antie reattionäre Eaten erhoffen, zur Gattung der braven Wollträger zu rechnen fein! Eine Zurückweisung. Vom guten Magen der Kirche. flofter Dehlenberg im Oberelsaß der Vorwurf erhoben, es habe beim Kürzlich wurde von liberalen Blättern gegen das TrappistenTode der ehemaligen Eigentümer weder Erbschaftssteuer noch Mutationsgebühren bezahlt. Die flerifale Presse nannte die Behauptung eine„ ivissentliche Verleumdung". Nun hat sich, wie einem Straßburger Blatt mitgeteilt wird, der Landesausschuẞabgeordnete für Mülhausen, Klaiber, mit der Bitte um Aufklärung an die zu ständige Behörde gewandt, worauf der betreffende Ministerialrat ungefähr folgendes erklärt haben soll: Es ist wahr, daß sich das Dehlenberger Stlofter um die Erbschaftssteuer zu drücken wußte. Noch Die deutschen Diplomaten bringen wirklich schon gar nichts nie hat es diejenige bezahlt, zu der es damals verpflichtet war. fertig! Jetzt tönnen die Leute nicht mal mehr einen Ordensverteiler Nach der später erfolgten Regelung zahlt es heute statt der ausfindig machen, der sein Geschäft versteht. Oder leidet vielleicht Prozent betragenden Erbschaftssteuer nur 1½ Prozent GesellschaftsSteuer.die Güte der Arbeit unter der Haft und Schnelligkeit, mit der gearbeitet werden muß? Dem Präsidenten des öfters Zu leicht befunden. In der württembergischen Zweiten Rammer reichischen Abgeordnetenhauses, Weiskirchner, wurde heute die Wahl des Abgeordneten Andre( Zentrum), Oberist kürzlich der preußische Kronenorden britter Klasse ver- amtsbezirk Oberndorf, mit 54 gegen 30 Stimmen für ungültig liehen worden. Aber der Präsident hat ihn zurückgewiesen, weil erklärt. er feinem Range nicht entsprechend" ist. Man hat eben nicht daran gedacht, daß nur deutsche Reichstagspräsidenten gelernt haben, in Ehrfurcht zu ersterben." 9 Pater peccavi. Blühende" Zustände in den Ostseeprovinzen. Der baltische Adel gibt sich alle Wühe zu beweisen, daß die Revolution in den Ostseeprovinzen nicht aus ökonomischen Gründen entstanden sei; denn die Verhältnisse der Bauern und der andarbeiter seien glänzend. Nun veröffentlichen die Zeitungen folgende Nachrichten: In Estland hat eine einzige Gemeindeverwaltung im Kirchspiel Klein- Marien für 200 Familien Auswanderungspapiere aus gefolgt. Die ganze Gemeinde wandert also aus. Schon vor zwei Jahren wanderten die ersten Emigranten von dort nach San Francisco. Im vorigen Jahre ging der Weg nach Wologda, im nördlichen Gouvernement Rußlands. Gegenwärtig foll der Zug nach Sibirien gehen.- Aus Aus Livland wandern estenische Bauern des Werroschen Kreises aus dem Gebiete Neuhausen, welches als Majoratsbesitz des Herrn v. Liphart als eine sehr fruchtbare Gegend befannt ist, wandern 800 Personen aus, wohl zu beachten: aus einer einzigen Gemeinde! Die Nordlivländische Zeitung" in Dorpat, ein unferblatt, nüpft daran die Bemerkung, daß es doch sonderbar sei, daß die werden, die öde und unfruchtbar sind, auf die estnischen Bauern und Landarbeiter folche Anziehung auszuüben vermögen, indem fie ihre alte Heimat, die jebem Arbeitswilligen bisher noch immer Brot gegeben hat, leichtfertig( 1) berlaffen"... Zwischen dem Abg. Brust und dem Gewerberein christlicher Bergarbeiter war es toegen Stellungnahme des Leichtfertig verlassen die Armen ihre Heimat nicht. Sie Bei den Freisinnigen hat der Fall ungemischte Freude ersteren zum Knappschaftsgesetz zu tiefgehenden Meinungsverschieden vollends jetzt, wo sie sehen, daß die Reaktion den Junkern eine unflüchten vor der grenzenlosen Unterdrückung des Adels, erweckt. Einmal weil sich freisinnige Männer immer freuen, wenn heiten gekommen, bei welcher Gelegenheit der Abg. Brust, wie auch begrenzte Gewalt in die Hand gegeben hat. Aber troydem werden im Auslande, wo früher schon einmal, mit Enthüllungen drohte. Die Zentrums- die Junker fortfahren zu behaupten, daß die Bauern und Bandarbeiter Männerstolz vor Königsthronen gezeigt wird es ungefährlich ist, sodann weil im freifinnigen Lager die sichere fraktion hatte alles Interesse daran, den unbequemen Droher zum es fehr gut haben im Lande bes baltischen Adels. Erwartung herrscht, daß der zurückgeschickte Drden auf einer Frei- Schweigen zu bringen. Und der Maultorb ist nun auch vor der Aufstellung der Kandidaten zur Landtagswahl- glücklich finnsbrust endlich seine Ruh' finden werde. angelegt woorden. § 166. Der Evangelische Pfarrberein für Württemberg nahm in feiner Mitgliederversammlung in Stuttgart am letzten Dienstag Stellung zu§ 166 des Strafgefezbuches, dem sogenannten , Gotteslästerungsparagraphen". Nach einem Vortrage bes Stadtpfarrers Traub Stuttgart wurde zu Absatz 1 ( Gotteslästerung) eine Refolution gefaßt, welche befagt:„ Die Verfammlung erklärt sich in ihrer Mehrheit gegen die gesetzliche Bestrafung der Gotteslästerung, weil eine solche mit dem Wesen des evangelischen Glaubens und des modernen Staates unbereinbar, gegen die größten Aergernisse unwirksam und ein Zeichen des Mißtrauens ist gegen die Kraft der Wahrheit". Bum Absatz 3( beschimpfender Unfug in der Stirche) tvar teine Resolution gestellt, der Referent hatte feiner Ueberzeugung jedoch bahin Ausdrud gegeben, daß in dieser Beziehung die Bestimmungen über Hausfriedensbruch, Nötigung und groben Unfug genügende Handhabe bieten. ,, Ein Dementi erbeten!" Der Bergknappe" veröffentlicht die nachstehende Erklärung: " Ohne auf das Sachliche der Differenzen zwischen dem Gewerkverein und mir einzugehen, erkläre ich hierdurch, daß ich durch Informationen, denen Glauben zu schenken ich berechtigten Anlaß zu haben glaubte, veranlaßt, dem Vorstande und einzelnen Führern bes Getvertvereins und der Redaktion des Bergknappen" Vorwürfe gemacht habe, die ich dem Inhalte und der Form nach nicht aufrechthalten kann und bedaure. Ins besondere beruht meine Behauptung, daß ich noch mehr Angriffsmaterial gegen den Gewerfberein bei bringen könne, auf Irrtum, und ich erkenne an, daß fich Vorstand und Führer des Vereins und die Redaktion des " Bergknappen" ftets von fachlichen Beweggründen haben leiten lassen. Dorsten, 8. Mai 1908. Aug. Brust." Die Aufstellung Brusts wird nun nicht mehr lange auf sich warten lassen! Indien. Gegen die Unabhängigkeitspartei. Bombay, 14. Mai. Der Herausgeber einer indischen Wochenschrift der indischen Unabhängigkeitspartei, Mongrolewala, ist gestern unter der Anschuldigung der Aufwiegelung ber haftet worden. Japan. Rein Zugeständnis an China.* Beting, 18, Mai,( Meldung des Reuterschen" Bureaus".) Japan lehnte es ab, Chinas Vorschläge betreffend eine Wenderung in der ablehnenden Haltung Japans gegenüber dem Bau der Eisenbahn von Hsin min tun nach Fastu mön in Erwägung zu ziehen. Die Ablehnung bezieht sich insbesondere auf den Vorschlag, eine Entfernung festzulegen, außerhalb deren der Bau einer Barallellinie zur füdmandschurischen Eisenbahn gestattet sein sollte. Marokko. Zu Absatz 2( Befchimpfung einer der christlichen Kirchen) wurde einstimmig folgende Resolution gefaßt:„ Die Versammlung erklärt sich für Aufhebung des§ 166 Absatz 2, der den konEin gräflicher Soldatenschinder. feffionellen Frieden schädigt, in seiner Unbestimmtheit RechtsunsicherDer Leutnant Graf Schweinig vom Liegniger Grenadier- Ein Scharmützel zwischen französischen und spanischen Soldaten. heit erzeugt, eine unleidliche Beschränkung des freien Wortes und regiment 7 hatte sich am 11. Mai vor dem Kriegsgericht der Madrid, 14. Mai. Eine Note des Ministers des Auswärtigen berechtigter Kritik und eine Gefahr für das Vertrauen auf die Ge- 9. Division in Glogau wegen wiederholter Mißhandlung eines befagt, der spanische Gesandte in Tanger habe telegraphisch gemeldet, rechtigkeit der Rechtsprechung ist." Untergebenen zu verantworten. Schon mehrfach hatte der adlige daß in Casablanca ein zusammenstoß zwischen spaHerr seinen Burschen den Grenadier Scholz mit Ohrfeigen trattiert nischen Zirailleuren und französischen Buaven, die Das stärkste Wache an einem Stadttore hatten, stattgefunden habe. Es seien und zwar wegen der geringsten kleinen Versehen. Stüd aber lieferte dieser hochgeborene Leutnant am Morgen des Schüsse gewechselt und dabei ein Mann getötet, brei 24. april. An diesem Tage sollte der Bursche den Herrn Grafen verwundet worden. um 5% Uhr wecken. Doch da der Herr Graf nicht aufzustehen ge Casablanca, 12. Mai. Die Ag. Havas" meldet über den Zuruhte, mußte ihn der Bursche noch zweimal weden. Als nun sammenstoß: Die Spanier schossen zuerst auf französische Zuaven, der Leutnant sah, daß es die höchste Zeit sei zum Dienst zu gehen, die das Feuer erwiderten. Ein Spanier wurde getötet, ein Spanier geriet er über seine eigene Schuld in furchtbare Wut. Diese und zwei Franzosen verwundet. Infolge dieses Zwischenfalles Unter dieser Ueberschrift erzählt der„ Hannov. Courier": ließ er nun an seinem wehrlosen Burschen aus. Er versetzte ihm ergriff der französische Oberst Desmonstiers Befiz von der " Zur Hohkönigsburgfeier hat, wenn die Frff. 3tg." recht be- mehrere Schläge mit der geballten Faust ins Bolizeigewalt, auch in dem den Spaniern vorbehaltenen Teile richtet ist, auf besonderen Wunsch der Pariser deutschen Botschaft Gesicht, so daß die Lippe auffprang. Alsdann trattierte des Gebiets. die Pariser Presse Spezialforrespondenten entsandt". Wenn das er ihn noch mit einigen Stößen in den Unterleib. Paris, 14. Mai. General d'Amade telegraphiert über den wahr ist, so muß nach dem Echo, das jüngst erst die allzu heftige Als Scholz nun mit blutendem Gesicht zum Dienst fam, fragte Bwischenfall in Casablanca: Am 12. Mai entstand ein Streit Feierei der dreißig Parifer Studenten in Paris gehabt hat, der ihn der diensthabende Oberleutnant nach der Ursache seiner Ver- zwischen spanischen Soldaten, und zwar eingeborenen Riff" Wunsch der deutschen Botschaft" gleichviel, ob er ihrer eigenen legungen. Dadurch kam die Moheit des gräflichen Soldatenbildners leuten, die mit Gewehren bewaffnet waren, und einem algerischen Initiative entsprungen oder ihr von anderer Seite suggeriert worden heraus. Das Kriegsgericht verurteilte ihn wegen Mißhandlung ist als außerordentlich unangebracht, ja, geradezu als be- zu- 21 Tagen Gefängnis. schämend gekennzeichnet werden. Müssen wir denn immer und immer wieder Liebenswürdigkeiten aufdrängen, die niemand wünscht? Und nun gar eine Einladung von Franzosen zu einer Erinnerungsfeier deutscher Vergangenheitsherrlichkeit gerade im Elsaß? Ein Dementi wird dringend erbeten." Was wäre wohl gefchehen, wenn umgekehrt der Bursche dem Herrn Grafen ein paar Maulschellen appliziert hätte! England. Die Lage in Afghanistan. Schüßen, der keine Waffe trug. Dieser wurde niedergeschlagen. Ein Zuavensergeant, der Befehlshaber des in der Nähe Befindlichen Bostens, der herbeigerufen wurde, kam allein ohne Waffen, um den Streit zu schlichten. Die Riffleute wichen zurüd, legten sich hinter eine Mauer in den Hinterhalt und schossen. Sie trafen einen spanischen Korporal und einen französischen Schüßen. Ein Storporal und vier Zuaven, die zu Hilfe eilten, empfingen ebenfalls das Feuer der Riffleute. Der Korporal und zivei Mann erwiderten dasselbe und töteten einen der Riffleute. Madrid, 14. Mai. Kriegsminister Ribera erklärte, der Vorfall Wir begreifen den patriotisch entrüsteten Hannoverschen Courier" nicht. Zu welchem Zwed veranstaltet man denn London, 14. Mai. Unterhaus. Lord Launsdale fragt, ob derartige Kostümfefte? Doch nicht zum eigenen Vergnügen, der Emir von Afghanistan auf die Vorstellungen der indischen sondern damit die Welt davon spricht, wie schön, erhaben Regierung bezüglich der Beteiligung von Afghanen an den letzten in afa blanca fei ohne Bedeutung, er glaube, es und ergreifend alles gewesen ist und ist und wie prächtig, leut- Grenzberlegungen geantwortet habe und ob über die feindliche Kund- handele sich um einen Streit zwischen wahrscheinlich betrunkenen selig oder majestätisch sich die Hauptakteure dabei verhalten gebung in Khyber Aufklärung erfolgt sei. Der Parlamentssekretär Gegnern. im Indischen Amt Buchanan erwiderte, die indische Regierung Vor Saffi. haben. Damit dieser 8wed erreicht wird, ist aber nötig, habe vom Emir in der gedachten Angelegenheit eine Erklärung ers daß möglichst umständlich über den Festakt berichtet wird. Erst die halten, und der Emir habe ferner befriedigende Versiche- Paris, 14. Mai. Admiral Philibert telegraphiert, daß die fpaltenlangen Zeitungsberichte geben solchen Einweihungen die rungen gegeben über die von ihm ergriffenen Maßnahmen, um Anhänger Mulay Hafids, die sich zusammengetan hatten, um richtige Würze. Die Pariser deutsche Botschaft hat also nur psycho- die Afghanen vom Zusammengehen mit den Banden in Nordindien gegen Saffi zu marschieren, infolge ungünstiger aus dem Süden Logischen Scharfblick bekundet, als sie die Pariser Presse zur Spriz- zurückzuhalten. Näheres über die betreffende Korrespondenz mitzu- kommender Nachrichten über Mulay Hafid sich wieder zerstreut haben. teilen, verbiete fich jedoch im öffentlichen Interesse. tour animierte. Das Kanzlerblatt. Die Nordd. Allg. 8tg.", das geistlose Blatt des geistreichelnden Kanglers, veröffentlicht an der Spige ihrer legten Nummer folgendes Telegramm: Italien. Ein neuer Agrarstreik. Rußland. Blutige Statistik. Rom, 14. Mai. Ein Agraraus stand, ähnlich dem in der Provinz Parma, ist nunmehr auch in der Provinz Bari ausLondon, 14. Mai. Kriegsminister Haldane hielt gestern abend gebrochen. Die Zahl der Ausständigen, von denen die meisten auf dem Jahresbankett des Zentralvereins der Bantiers, an dem Tagelöhner find, beläuft sich auf 20 000. Sie verlangen& ohn auch Staatssekretär Dernburg teilnahm, eine Rede, in der er feine aufbesserung. Freude über die Anwesenheit Dernburgs ausdrückte, der nach Südafrika gehe, um britische Einrichtungen zu studieren. Dernburg fei herzlich willkommen, und die britische Regierung hoffe, Die angesehene juristische Wochenschrift Brawo" behandelt in mit ihren langjährigen Erfahrungen auf diefem Gebiete dem Staatssetretär eine leine einem längeren Artikel die Ergebnisse der Tätigkeit der Unterstüßung gewähren zu können, indem sie riegsfeldgerichte und den Charakter der Verbrechen, die ihm das Material alter folonialer Bibilisation während dieses Beitraums mit dem Tode bestraft wurden. Seit zeige, bas wert sei, gesehen zu werden. In seiner devoten Einfalt merkt das ehrfame Stanzlerblatt gar nicht, daß in den Worten Haldanes eine feine boshafte Berfpottung der Unreife der deutschen Kolonialtätigkeit liegt, die sich zu Anleihen der Herausgabe des„ Gesetzes" über die Kriegsfeldgerichte- so schreibt das Blatt wurden bis zum jezigen Moment, d. h. im Berlauf von weniger als 20 Monaten, etwa 1650-1700 Bersonen, oder 90 Personen im Monat oder brei pro Tag bingerichtet. Gewerkschaftliches. Auch eine Wohlfahrts"-Einrichtung. In der Porzellanfabrik Kahla( Sachsen- Altenburg), die ihren Aktionären gewöhnlich Dividenden von 25 bis 40 Broz. zahlt, hat die Direktion folgende Bekanntmachung anschlagen lassen: Seit längerer Zeit machen wir die Beobachtung, daß der Bierumsat unserer Kantinenwirtschaft zurückgeht und in Verbindung hiermit die Ueberweisung des Vierüberschusses an unsere Witwen- und Waisenkaffe gang rapid abnimmt. Der Grund hierfür ist einzig und allein darin zu suchen, daß zuviel Bier von anderer Seite als durch die kantine in die Fabrikräumlichkeiten gebracht wird. Im Interesse des Fortbestehens unserer Witwen- und Waifenfasse sind wir darum gezwungen, von heute ab in unseren fämtlichen Betriebeu nur noch Bier au gestatten, das auS unserer Kantine entnommen ist und untersagen wir deshalb hiermit das Einbringen jeden fremden Bieres in unsere Fabrikräumlichkeiten. Zum Fortschaffen, der noch in den Betrieben henun� liegenden fremden Bierflaschen setzen wir eine F r i st von fünf Tagen, und werden wir nach Ablauf dieses Zeil- Punktes Bierflaschen fremden Ursprunges, die sich noch vorfinden sollten, aus den Räumen entfernen und vernichten lassen. Man sollte eigentlich annehmen, daß ein diesbezügliches Ver- bot unsererseits nicht notwendig gewesen wäre, da ja der Ueber- schufi der Kantinenwirtschaft nur der Witwen- und Waisenkasse unserer Arbeiter zugute kommt und doch jeder einzelne ein Interesse daran haben müßte und dafür sorgen sollte, daß nur Bier aus der Kantine in die Fabrikräume gelangt. Dem ist aber nicht so, wie wir leider feststellen müssen, und sehen wir uns im Interesse unserer Witwen- und Waisenkasse zu borstehender Maß- nähme veranlaßt. Wir haben unserem gesamten Vorarbeiterpersonal Weisung gegeben, mit darauf zu achten, daß in den Betrieben nur Bier getrunken wird, welches aus unserer Kantine bezogen ist, und wir werden jeden zur Rechenschaft ziehen, der unsere heutige Ver- fügung mißachten sollte. Zu vorstehender Maßnahme glauben wir uns um so eher ent- schließen zu können, als lvir die feste Ueberzeugung haben, daß das in unserer Kantine zum Ausschank gelangende Bier mindestens von derselben Güte ist, wie das bißchen von auswärts in die Betriebe hineingebrachte. Diese Tatsache schließt natürlich nicht aus, daß auch einmal die Qualität des Bieres aus der Kantinenwirtschaft zu Klagen Anlaß gibt, und lvir richten darum bei dieser Gelegenheit an unsere sämtlichen Arbeiter das Ersuchen, eventuelle Beschwerden über die Qualität des aus der Kantine entnommenen Bieres, oder über den Betrieb der Kantinenwirtschaft selbst, bei uns sofort persönlich anzubringen, und werden wir für sofortige Abhilfe Sorge tragen. Im übrigen aber ersuchen wir unsere sämtlichen in den ver- schiedenen Betrieben beschäftigten Arbeiter, nochmals unsere heutige Verordnung(!) zu beachten. D i e D i r e k t i o n. Mit dieser Verordnung soll in erster Linie der Konsum- derein getroffen werden. Eine Anzahl Arbeiter sind aber auch Abstinenten, die doch nicht zum Biertrinken gezwungen werden dürften. Was die Witwen-.und Waisenkasse der Firma an- betrifft, so gehören dieser noch lange nicht die Hälfte der beschäftigteil Arbeiter an. Wohl hätte mancher gern seinen Beitritt vollzogen, doch er kann nicht, weil er nicht mehr zugelassen wird. Die Kasse ist eine Art„Wohlfahrts- einrichtung", die einen Stamm Arbeiter an die Scholle fesseln soll. Die Arbeiter wünschen darum, daß die Ueberschüsse der Krankenkasse überwiesen werden, in der alle Beschäftigten versichert sind. Im andern Falle müßte jeder Arbeiter des Betriebes in die Witwen- und Waisenkasse auf- genommen werden. Die sehr rentable Aktiengesellschaft könnte sogar die Beiträge dafür allein aus der Betriebskasse zahlen. Ferner wird in diesen Betrieben iminer noch 11 Stunden gearbeitet. Die kleinsten Firmen des Thüringer Waldes haben Ichlgst den Zehnstundentag. Manchmal wird sogar um 5 Uhr angefangen und bis 8 und 9 Uhr gerackert, namentlich die Gießerinnen bringen das häufig fertig. Sie erhalten weniger Lohn für die Artikel als die Männer und möchten ebenso viel verdienen, ohne zu bedenken, daß sie ihren Körper dadurch mehr schädigen. Die Arbeiter haben die Assistentin des Fabrikinspektors darauf hingewiesen, den Betrieb mehr als bisher im Auge zu behalten. Lerlin and Umgegend. Tie Möbelfabrik F. A. Braun in Sangerhausen läßt ihre Agenten unausgesetzt in Berlin arbeiten, um Streikbrecher auzu- werben. Im Augenblick unterziehen sich der Prokurist der Firma namens G i e ß w e i n und ein arbeitswilliger Tischler namens Kühr, der leicht kenntlich ist an seinen langen Haaren und an seiner ans Dänische gemahnenden Aussprache, dieser Aufgabe. Ihr Domizil haben sie im Hotel Nix in der Kloster- siraße aufgeschlagen, von wo aus sie die Verbindung mit den Vennittelungöstellen suchen bczw. unterhalten. In der Restauration von Thiele in der Manteuffelstraße ist ihnen durch die Ver- öffentlichung des„Vorwärts" das Handwerk gelegt worden. Am 9. Mai war es ihnen dagegen gelungen, im Arbeitsnachweis deS Deutschen Handwerker- Schutzverbandes in der Chausseestraße 9 unter der Vorspiegelung, daß bei der Finna keine Differenzen beständen, sechs arbeitslose im Hirsch-Dunckerschen Gewerkvcrein organisierte Tischler anzuwerben. Diesen Fang schafften sie auf dem schnellsten Wege nach Sangerhausen, mußten aber die betrübende Erfahrung machen, daß er ihnen sofort nach Ankunft dort wieder entwischte. Die Arbeitsverhältnisse bei der Firma reizen eben niemand, die Schmach deS Streikbruchs auf sich zu laden.— Alle Tischler, Polierer, Stuhl- und Geftellbauer sowie Maschinenarbeiter werden weiter dringend ersucht, den Werbungen der Agenten der Firma F. A. Brau n keinen Glauben zu schenken und den Zuzug nach Sangerhausen streng fernzuhalten. Zum Streik bei der Bauholzhandlung Herm. Franke, Groß- Lichterfelde, wo die Lagerarbeiter wegen ganz erheblicher Lohnab- züge in den Abwehrstreik eingetreten sind, ist zu berichten, daß die dort beschäftigten Zimmerleute, welchen zugemutet tourde, Streikarbeit zu verrichten, ebenfalls die Arbeit niedergelegt haben. Der auf seinem Herrenstandpunkte beharrende Inhaber der Firma hat nach bekannter Art, von seiner in der Nähe von Lehnin belegenen Schneidemühle, arbeitswillige Elemente unter der üblichen polizeilichen Bewachung nach hier transportieren lassen. Damit nun eine Verständigung mit diesen Leuten unmöglich ist, hat man auf dem Holzplatz gleichzeitig Lagerstätten für die Betreffenden eingerichtet, tvo sie mit Raiten und sonstigem Ungeziefer zusammen kampieren müssen. Die Firma bezeichnet es als Gemeinheit, daß man den Arbeitswilligen die Situation klarzunrachc» versucht. Die Ver- kürzung des Lohnes um 13 Pf. pro Stunde sieht Herr Franke offen- bar als einen Ausfluß von Edelsinn an. Die durch Unternehmer- Willkür zum Kampf gezwungenen Streikenden appellieren an die Solidarität der übrigen Arbeiter und ersuchen, jeden Zuzug fern zu halten. Die Tarifverhandlungen im Glasergewcrbe beginnen vor dem Berliner Gewerbegericht am Sonnabendabend 6 Uhr auf Antrag der Unternehmer. veutkckes Reich. Eine Konferenz der Gewerkschaftskartelle der Provinz Sachsen und des Herzogtums Anhalt fand in Quedlinburg statt. Diese Kartelle haben seit dem 1. Oktober v. I. als ersten derartigen Ge- werischastsbeamten in Deutschland einen Bezirkssckretär angestellt, dessen Aufgaben äußerordentlich vielseitig sind. Das ging auch aus dem Bericht des Bezirlösekretärs, Genossen U» deutsch- Magde- bürg, hervor. Die Tätigkeit des Sekretärs erstreckte sich u. a. auf mündliche und schriftliche AuSkunftserieilung über das gesamte Ge- biet der Arbeilerversicherung, Hilfeleistung bei Wahlen zu Kranken- lassen und Schiedsgerichten, Anfertigung von Statistiken, Einrich- tung gewerkschaftlicher Anslunstsstellen, Vornahme von Arbeits- losen- Zählungen, Regelung von Grenzstreingkeiten, Unter- stützung der gewerkschaftlichen Agitation und vor allem Agitation unter den Landarbeitern. Trotz der Kürze der Berichts- zeit konnten erfreuliche Erfolge konstatiert werden. So wurde bei- spielsweise der sogenannte ortsübliche Tagelohn in zehn Orten in- folge der Tätigkeit des Bezirkssekretariats erhöht. Die Konferenz' Berantw. Redakt.: Georg Davidfohn, Berlin. Jnjeratenteil verantw.: Mchkoß. den Beitrag zur Nnterhaliung de? Sekretariats von drei auf iünf Pfennig jährlich pro Mitglied der den Kartellen an- geschlossenen Gewerkschaften zu erhöhen. Von den zahlreichen An- trägen, die zur Annahme gelangten, sei erwähnt, daß die Konferenz beschloß, den nächsten Gewerkschaftskongreß um endgültige Regelung der Grenzstreitigkeiten unter den Gewerkschaften und um Bereit- stellung von Mitteln zu einer intensiven Agitaffon unter den Land- und Forstarbeitern zu ersuchen. Ein Antrag, von der Gründung einer selbständigen Landarbeiterorganisation Abstand zu nehmen, wurde abgelehnt. Als Sitz des Bezirkssekretariats wurde wiederum Magdeburg bestimmt.—_ Ein für die Scharfmacher unerwartetes Ende nahm die Maiaussperrung, die sich der Möbelfabrikant Thiemecke in S t a ß f u r t geleistet hatte. Die ausgesperrten Tischler parierten den Hieb und stellten ihrerseits Forderungen. Es kam zu Verhand- lungen vor dem Einigungsamt des Gewerbegerichts, die damit endeten, daß die wöchentliche Arbeitszeit von S9 auf 56 Stunden verkürzt und die Akkordlöhne um durchschnittlich 5 Proz. erhöht wurden. Die Arbeit wurde gleich anderen Tags wieder auf- genommen._ Erfolgreicher Streik. Der Streik bei dem Bau des Rangier- bahnhofs inMagdeburg-Rothensee ist nach neuntägiger Dauer beigelegt worden. Die 250 Streikenden, die in ihrer großen Mehrzahl unorganisiert waren, hatten sich an die Gewerkschafts- leitungen gewandt und um Anbahnung von Verhandlungen gebeten. Das Ergebnis der Verhandlungen war eine Erhöhung des Stunden- lohnes um 2 bis 5 Pfennige. Sämtliche Streikenden sollen bis Ende dieser Woche wieder eingestellt werden. Wie das nicht anders zu er- warten war, hat die Polizei, die u. a. auch die Organisations- Vertreter hinderte, den Streikenden Mitteilung über das Ergebnis der Verhandlungen zu machen, zu wiederholten Malen Streikposten sistiert. Der Streik der Bauarbeiter bei dem Bau des neuen Wasserwerks in M a g d e b u r g ist beendet. Die Firma, die den Bau ausführt, entsprach dem Verlangen der Streikenden, die im Ortstarif vor- gesehenen Bestimmungen über Lohn- und Arbeitszeit innezuhalten. Handlungsgehilfen und Sozialdemokratie. In Breslau haben die Handlungsgehilfen wieder einmal an- gesichts der Haltung der bürgerlichen Stadtverordneten aller Richtung zu dem vom Magistrat vorgelegten Ortsstatut über die Neuregelung der Sonntagsruhe Gelegenheit gehabt, sich die Frage vorzulegen, ob der Klassenkampfstandpunkt der modernen Arbeiterbewegung nicht auch für sie der richtige sei. Und da ist für die Fortschritte in der Erkenntnis vom Klassenkampf der Verlauf einer großen Protest- Versammlung bezeichnend, die von den bürgerlichen Handlungs- gehilfen-Organisationen veranstaltet worden war. Nicht nur daß ein Handlungsgehilfe, der sich ausdrücklich als Nichtsozialdemokrat be- zeichnete, unter Zustimmung eines sehr großen Teils der stark besuchten Versammlung erklären konnte, durch das ablehnende Verhalten der bürgerlichen Parteien würden die Handlungs- gehilfen mit Notwendigkeit zur Sozialdemokratie gedrängt, ein Organisationsführer, der Vorsitzende Klopfer vom Leipziger Verbände mußte sogar erklären: die Handlungsgehilfen hätten mit ihren Forderungen in der Breslauer Stadtverordneten- Versammlung einzig und allein die Unter st ützung der Sozialdemokraten gefunden und dafür müsse man diesen dankbar sein. Die liberalen Stadtverord- n e t e n, auch die Mitglieder der Sozialen Reform hatten die liberalen Handlungsgehilfe'n im Stich gelassen und die Befürworter eines friedlichen Vorgehens der Handlungsgehilfen würden in Zukunft doch wohl zu anderen Mitteln greifen müssen. Man werde auch die Frage selbständiger Stadtvcrordnetenkandidaturen für Handlungsgehilfen ernsthaft in Erwägung ziehen müssen, unter allen Umständen aber bei den nächsten Wahlen sich die Herren Stadtväter auf ihr Verhalten zu den berechtigten Forderungen der Handlungs- gehilfen genau ansehen. Auch Broccati, der Führer der Hirsch- Dimckerschen Handlungsgehilfen, ließ sich mit einer ähnlich scharfen Absage an die bürgerlichen Parteien vernehmen. Unser Genosse Stadtverordneter Schütz erntete mit seiner Feststellung, daß bei den Handlungsgehilfen nationale Phrasen nicht mehr ziehen, sondern daß Interessen regieren, ebenso lebhaste Zustimmung wie Genosse Löbe, als er erklärte, er sehe die Handlungsgehilfenschaft bereits auf dem Abmärsche ins Lager der Klasscnkämpfer und der Sozial- demokralie._ Den Schiedsspruch im Baugewerbe haben die Breslauer Maurer nunmehr doch noch mit überwiegender Mehrheit an- genommen, die Zimmerer und Bauhilfsarbeiter dagegen haben ihn in stürmisch verlaufenen Versammlungen abermals abgelehnt. Trotz deS ablehnenden Verhaltens der Zimmerer und Bauhilfsarbeiter ist der Berliner Schiedsspruch am Mittwoch von den Vertretern aller Organisationen unterzeichnet worden. Die Verbandsvertreter stehen aus dem Standpunkte, daß nach demokratischem Prinzip die geringe Zahl der Breslauer Zimmerer und Bauhilfsarbeiter sich der Majorität ihrer Kollegen im ganzen Reiche unterzuordnen haben. Die Lohnbewegung der Leipziger Steinsetzer und Rammer ist nun doch noch zu einem friedlichen Abschluß gelangt. Nachdem der Arbeitgeberverband, entgegen einem früher gefaßten Besäfluß, sich bereit erklärte, die Verhandlungen unter Hinzuziehung des Ver- baudsvorsitzenden Knoll nochmals aufzunehmen, haben diese Unter- handluirgen doch noch zu einem positiven und befriedigenden Er- gebnis geführt, und hat eine am 13. Mai stattgcfundene Versamm- lung die getroffenen Vereinbarungen gegen wenige Stimmen ak- zeptiert. Die wichtigsten Positionen des Tarifes sind folgende: Erhöhung des Stundenlohnes für Steinsetzer um 4— 5 Pf., für Rammer um 3 Pf.; im Jahre 1010 tritt eine abermalige Erhöhung um 2— 3 beziehungsweise 4 Pf. ein. Wei auswärtiger Arbeit wird daS Fahrgeld erstattet und außerdem, wo übernachtet werden mutz, pro Tag 1.50 M. Auslösung. Bei länger dauernder, allgemeiner Ar- bcitslosigkeit soll nach voraufgegangener Vereinbarung die Arbeits- zeit generell verkürzt Werden können. Höherbezahlung für Ueber- zeitavbeit. Am Pfingstheiligabcnd eine Stunde früher Feierabend, ohne Lohnabzug, vom Jahre 1910 ab auch am Osterheiligabend. Auch erklärten sich die Unternehmer bereit, die vor 14 Tagen zu- rückgezogene Lohnzulagc wieder nachzuzahlen. Außerdem noch cinc Anzahl kleinerer Verbesserungen. Angesichts der allgemeinen Situation auf dem Wirtschafts- markte haben die Leipziger Steinsetzer einen guten Erfolg davon- getragen.— Husland* Die Verschmelzung der schweizcrischcn Textilarbriterverbände zum einheitlichen schweizerischen Textilarbeiterverband, der 10 000 Mitglieder zählt, ist nun vollzogen und sind auch die zwei Sekretäre von Brancheuverbänden in seinen Dienst getreten. Letzte IMachncbten und Vepelcden. Am Vorabend der„Jugtndlichen"-Entrechtung. Nach der stark besuchten Versammlung, die gestern abend in Kellers Festfälen, Koppcnstraße, stattfand und in der Ge- nosse Ledcbour— am Vorabend der Entrechtung der „Jugendlichen"— zu Tausenden von jungen Arbeitern LH. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. BerlagSanstglt! uttb Arbeiterinnen sprach, strebten die Teilnehmer in kleine» Trupps ihren Wohnungen zu. Am Landsberger Tor trat ein Schutzmann an einen dieser kleinen Trupps heran, zog Plötz- lich, ohne zum Auseinandergehen anfzufordernz den Säbel und schlug um sich. Die Angegriffenen stoben auseinander. In demselben Augenblick kamen aus dem Friedrichshain 4 bis 5 Schutzleute angerannt, zogen im Laufen blank und liefeit den Fliehenden nach. Es wurden mehrere Ver» Haftungen vorgenommen. Einem der Verhafteten, einem 16- bis 17jährigen Jüngling, wurden Knebel angelegt, daß jener sich vor Schmerz krümmte. In der Tat: eine würdige Ouvertüre zur Jugend- entrechtung, die vom heutigen Tage datiert. I Maler und Tapezierer. Franksart a. M., 14. Mai.(B. H.) Nachdem die Ver- Handlungen wegen Beilegung der örtlichen Differenzen im Malergewerbe zu einer Einigung geführt haben, wird nächsten Montag die Arbeit wieder aufgenommen. Der Tapeziererstreik geht Montag zu Ende, da ein neuer Tarif vereinbart worden ist._ Arieitcrcntlassungcn. Paris, 14, Mai.(B. H.) In den pyrotechnischen Werkstätten, welche für Rechnung des Staates arbeiten,(wurden 430 Arbeiter mit einmonatlicher Kündigung verabschiedet. Ebenso ist in der staatlichen Geschützgießerei 200 Arbeitern zum 15. Juni gekündigt worden. Infolge dieser Entlassungen herrscht unter dem Arbeiter- personal große Erregung und man befürchtet Zwischenfälle. Bergarbeiterstreik. EvanSville(Indiana), 14. Mai.(W. T. B.) 16000 in den Steinkohlenbergwerken von Indiana beschäftigte Arbeiter sind in den Ausstand getreten. Beendeter Ausstand. TifliS, 14. Mai.(W. T. B.) Nach dreimonatlichem Streik nahmen heute über 10000 Arbeiter der Naphthawerke Gebrüder Mirfoew zu Balachna die Arbeit unter den früheren Bedingungen wieder auf. Die Arbeiter erhielten keinerlei Ler- günstigungen. Die Görlitzer Todesopfer. Dresden, 14. Mai.(W. T. B.) Als heute nachmittag S Uhr auf dem St. Paulikirchhofe die Beerdigung der drei bei dem Ein- stürze der Görlitzer Musikhalle verunglückten Stukkateure erfolgen sollte, stürzte das Grab auf einer Seite einl Die Feierlichkeiten mußten abgebrochen und die Särge i» die Halle zurückgebracht werden. Die Beerdigung wurde auf morgen verschoben._ Sehring auS der Hast rntlaffe». Görlitz, 14. Mai.(W. T. B.) Baumeister Sehring ist heute abend 7>/z Uhr gegen Hinterlegung einer Kaution von 80 000 M. aus der Haft entlassen worden. Was der Vizepräsident der deutschen ReichSdum» in der russischen Duma zu hören bekam. Petersburg, 14. Mai.(W. T. B.) Die Duma fetzte in ihrer heutigen Sitzung, welcher der Vizepräsident des deutschen Reichstages, Geheim rat Paasche, nach Besichtigung des Taurischen Palais beiwohnte, die Verhandlungen über den Etat des Ministeriums des Innern fort. Der Gehilfe des Ministeriums des Innern, Makaroff, er- widerte auf Anfragen von Rednern, die Regierung sei vollkommen bereit, das Selbstbestimmungsrccht pex Gesellschaft anzuerkennen, jedoch könne er nicht umhin, die Duma daran zu erinnern, daß die Ausübung dieses Rechtes von 1905 ab als revolutionäre Organi- sation in die Erscheinung getreten sei; auch heute dauerten die revolutionären Exzesse fort, daher sei die Beibehaltung des Kriegszustandes fortgesetzt notwendig, um so mehr, als die vorzeitige Aufhebung der Ausnahmezustände in einigen Fällen die Erneuerung zahlloser Mord- und Raubanfälle nach sicff gezogen habe; die Aufhebung der Ausnahmezustände könne nur allmählich mit großer Borsicht vorgenommen werden. Zum Schlüsse betonte der Gehilse des Ministers, die Regierung werde auch in Zukunft alle Kräfte einsetzen, um Ruhe und Ord- nung im Lande herzustellen. Hierauf wurde die Sitzung auf morgen vertagt._ Not und Elend. Wien, 14. Mai.(B. H.) Wegen seiner bitteren Notlage versuchte der Schneidergehilfe Hittinger sich und seine drei Kinder im Alter von 4 bis 10 Jahren zu erschießen. Alle vier sind tödlich verwundet. Wirbclsturm. New Dork, 14. Mai.(93. H.) Der Tornado in den Südstaaten hat annähernd 100 Tote gefordert. Die Stadt Gillia(Louisiana) ist vollständig zerstört. In Crandall(Texas) wurden 50 Häuser demoliert. Heuschrecken. Rom, 14. Mai.(B. H.) Große Heuschreckenschwärme richten in mehreren Provinzen Süditaliens bedeutenden Schaden an, besonder» in der Nähe von Brindisi haben die Schwärme große Strecken Acker- und Gartenland vollkommen verwüstet. Die Behörden trafen energische Maßnahmen zur Bekämpfung der Plage. Gewitter. London, 14. Mai.(B. H.) Ueber Mittelengland sind gestern mehrere starke Gewitter niedergegangen und haben großen Schaden angerichtet. Mehrere Personen wurden vom Blitz getötet. Explosion. London, 14. Mai.(B. H.) Bei einer Benzinexplosion auf einer Farm wurden gestern drei Arbeiter tödlich verletzt. FenerSbrnnste. JnnSbnick, 14. Mai.0 Mark dafür, so daß er noch im letzten Augen- blick den Verlauf der Pfandstücke abzuloendcn vermochte. Ja, es sieht merkwürdig aus in den Verstandskästen der Frommen! Das Erlebnis dieses auf Gott vertrauenden Mannes, dem durch Gottes Fügung zu rechter Zeit ein Mit« mensch starb, so daß er ihm dann den Sarg anfertigen konnte, erinnert uns an ein ganz ähnliches Gefchichtchen. Irren wir nicht, so war'S der brave Stöcker, der einmal öffentlich erzählte, das Gottvcrtraucn eines Notleidenden sei dadurch belohnt worden, daß er— Geld fand, das ein anderer verloren hatte. Und mit solchen Spaßen wollen diese Menschenfreunde den Hunger der Notleidenden beschwichtigen! Neues Fernsprechverzeichnis. Bon dem Verzeichnis der Teil- nehmer an den Fernsprechnetzen in Berlin und Umgehend hat die Kaiserliche Oberpostdirektion eine neue Ausgabe veranstaltet, die in den nächsten Tagen zur Verteilung kommt. Neu aufgenommen sind in den Vorbemerkungen die Fernsprechautomatcn auf den Bahnhöfen, in Theater-, Gerichts-, Hochschul- und anderen Ge- bänden. Solche Automaten gibt es in Berlin auf 26 Bahnhöfen, in 17 Theatern und Zirkussen, bei den Gerichten, in der Handels- Hochschule, in der Landwirtschaftlichen Hochschule und im Patent- amt. In den Vororten haben zum Teil auch die Krankenhäuser Automaten In die Vorbemerkungen aufgenommen ist ferner eine Empfehlung der Bezeichnung Amt Moabit statt Amt 2 zur Ver- meidung von Verwechselungen der Zahlen 2 und 3 bei der Anmel- dvng von Verbindungen. Verbindungen mit den Eelbstanschluß- stellen werden jetzt durch Amt la vermittelt. Ueber Ferngespräch« mit GesellschastSanschlüfsen in Oesterreich, deve» einzelne Teil- nehmer mit römischen Zahlen bezeichnet werden, ist die Bemerkung aufgenommen, daß Gespräche damit auf 3 Minuten beschränkt sind. Infolge der Vermehrung der Anschlüsse ist das Buch loieder um 66 Seiten gewachsen. Es umfaßt jetzt 1403 Seiten. ES wird all- mählich ein recht stattlicher Band. Eine Frau verbrannt. Ein schweres Brandunglück hat sich in der vorletzten Nacht in der E I i f ab cthk i rchst r. 14 zugetragen. Dort wohnt im Dachgeschoß ein bejahrtes Ehepaar Schmidt. Der Mann ist in einem Restaurant in der Friedrichstraße angestellt und kommt abends erst spät nach Hause. Gegen Mitternacht bemerkte man nun aus der Schmidtschen Wohnung Rauch dringen und benachrichtigte daher die Feuerwehr. Als diese die Wohnung gewaltsam öffnete. fand man die 66jährige Frau Schmidt tot in der Küche liegend vor. Der Körper war über und über mit Brandwunden bedeckt. Nach dem ganzen Befund scheint die Petroleumlampe umgefallen zu sein. Die Leiche wurde der Polizei übergeben. Das in der Küche ausgekommene Feuer, das die Möbel und den Fußboden ergriffen hatte, konnte bald gelöscht werden. Ein schrecklicher Strahenunfall hat sich gestern abend an der Ecke der Voigt- und Rigacr Straße zugetragen. Ter 7jährige Schüler Willi Thieß aus der Pettenkoferstraßc 35 hatte an der er. wähnten Kreuzung mit anderen Kindern gespielt. Er achtete dabei ?ncht auf das Herannahen eines hochbcladenen Bretterwagens und rannte gegen das Fuhrwerk. Ter Knabe wurde unter die Räder gerissen, die ihm über beide Unterschenkel hinweggingen. Ter linke Fuß wurde dem Kinde vollständig zermalmt, so daß er in dem Kvankenhause am Friedrichshain amputiert werden mußte. Auch der rechte Unterschenkel Ivar teilweise zersplittert worden. Außer« dem hatte T. innere Verletzungen davongetragen. Zwei schwere BetriebSmifälli haben sich wiederum in den Borsig- werken in Tegel ereignet. Am Dienstag früh 8 Uhr geriet der Gußputzer Birk so unglücklich zwischen eine mit Eisen bepackte Lolvx y und eine eiserne Wand, daß er eine schwere Quetschung des Beckens davontrug und in ein Krankenhaus gebracht werden mußte. Augenscheinlich schlimmer erging eS am Mittwoch dem An- schleifer Schallert. Sch. hatte einen Kran zu beobachten. Dabei wurde er von dem sich horizontal bewegenden Schlitten einer Hobel- Maschine gegen eine unvorschriftsmäßig stehende Feilbank gequetscht. Dem Unglücklichen wurde das ganze Gesäß zerrissen. Blutüberströmt wurde Sch. nach der Berbandsstation und von da nach einem Krankenhause gebracht. Bemerkt sei, daß die Feilbank schon öfter der Hobelmaschine im Wege stand, einmal sogar hochgelippt wurde. Aber erst muß ein Unglück passieren, ehe die Werkbank an einen anderen Platz gestellt wird. Nach uns gewordenen Mitteilungen scheint eS in dem Riesenbetriebe an allen Ecken und Enden an Platz zu mangeln. Dieser Platzmangel ist auch die Ursache der schweren Unfälle. Hier sollte der Gewerbeinspektor einmal eingreifen und Anordnungen treffen, die geeignet sind, die Arbeiter vor den schwersten Gefahren zu schützen. Aus dem Polizeibericht. Am Mittwoch sprang der wohnungS» lose 45 Jahre alte Tischler Adolf M. von der Schloßbrücke in den Spreekanal, wurde aber noch lebend ans Land gezogen und mittels Droschke der Unfallstation in der Brüderstraße und dann dem Krankenhause Moabit zugeführt. Als Beweggrund gab M. Nahrungssorgen infolge Arbeitslosigkeit an.— In seiner Wohnung in der Prinzenstraße wurde vormittags der 31 Jahre alte Maler Wilhelm R. mit einer Schußwunde in der rechten Schläfe tot aufgefunden. Nach einem hintcrlasienen Briefe ist der Selbstmord auf Krankheit und aus Groin darüber, daß eine beantragte Rente abgelehnt worden ist, zurückzuführen. Wer ist der Tote? In der Nacht vom 3. zum 4. Mai d. I. gegen 4 Uhr Wurde ein ungefähr 45 Jahre alter Mann, 1,66 Meter groß, dunkelblondes Haar, graumelierter Schnurrbart, schwarze Joppe, schwarzgestreifte Hose, geflickte Gummizugstiefel, in der Türnische des Hauses Keibelstrahe 4t bewußtlos aufgefunden. Derselbe wurde Nuttels KrankentranSportwagens nach dem Krankenhaus Am Friedrichsbain gebracht, woselbst er am 5. d. M. gestorben ist, ohne das Bewußtsein wiedererlangt zu haben. Derjenige, welcher zur Ermittelung des Unbekannten zweck- dienliche Angaben machen kann, wird ersucht, in der Zeit von 8 bis 2 Uhr vormittags im königl. Polizeipräsidium, Zimmer 324, sowie in jedem Polizeirevier zu J. N. 2888 IV 59 68 Mitteilung zu machen. Tic Linienstrahe von der Prenzlauer Straße bis zur Bartel- sirahe wird behufs Ajphalticrung sofort bis auf weiteres für Fuhr- werke und Reiter gesperrt. Abermals Feuer in einer Asphaltfabrik. Nachdem erst am Mittwoch die Fabrik der Aktiengesellschaft für ?l s p h a l t i e r u n g nnd D a ch b e d e ck u n g vormals Johannes I e s e r i ch, am Salzufer 18/19, von einem Brande heimgesucht wurde, kam gestern früh 6 Uhr in derselben Fabrik ein neues Feuer zum Ausbruch. Diesmal brannte die Tcertocherei 2 in größerer Ausdehnung. Auf mehrmaligen Alarm hin war Brand- direttor Baihrdt bald mit dem Löschzuge aus der Charlotten- burger Hauptfeuerwacke und dem Automobillöschzuge aus der SWsfenerwache in der Suarczstraßc zur Stelle. Angesichts der bc- drohlichen Situation wurden sofort vier Schlauchleitungen in Tätigkeit gesetzt. Trotzdem dauerte es fast zwei Stunden, bevor die Feuerwehr wieder abrücken konnte Ein Teil der Tachkonstruktion ist mit vernichtet. Eine Betriebsstörung wird auch nach diesem Brande nicht eintreten. Vorort- I�acdricdten. Rummelsbttrg. Sliis dem hiesigen Krankciihausc, mit dessen Mängeln Wir unS schon üftct veschäftigen mußten, gelangen t in ist e r wieder Klagen an unS. Ein Schlosser K., der eine Woche hindurch dort gelegen hat, berichtet uns jetzt, daß er eines?Norgcnö von einem Wärter angewiesen worden sei, den Nachttopf auszutragen. Er antwortete, das sei doch wohl nicht das Amt der Patienten, simdern des Wärtcrö selber; wenn der Wärter die ihm zugeteilte Arbeit nicht bewältigen könne, so sollte man eben mehr Personal anstellen. Da hatte K. nun freilich einen wunden Punkt bc» rührt; denn im Krankenhause zu Rnmmclsburg wird an allen Ecken und Enden inögliclist mit den Ausgaben geknappst. Am Abend desselben Tages erfreute der Arzt diesen Patienten durch den Wunsch, ihn mal zu untersuchen. Als die Untersuchung beendet war, erklärte der Arzt:„Sic können arbeiten, Sic werden ent- lassen!" K.. der an den Folgen eines ihm sechs Wochen vorher �u- gestoßenen Unfalles sSchenkelquetschung) litt, wunderte sich. Seine Wiederherstellung kam ihm ziemlich unerwartet, weil er sich nicht erinnerte, daß der Arzt sie ihm als nahe bevorstehend angekündigt Hütte. Noch mehr aber erstaunte K., als der Arzt im Anschluß an diese frohe Botschaft ihm in erregtem Tone vorhielt. K. habe gegen» über dem Personal sich„Frechheiten" erlaubt. Dem wider Erwarten rasch ans dein Krankenhaus erlösten Patienten ist nicht recht klar, was für„Frechheiten" denn das gewesen sein können, über die der Herr Doktor sich so sehr echauffiert hat. Und auch das begreift er nicht, welchen Anlaß der Arzt haben konnte, ihm die angeblichen„Frechheiten" just in dem Augenblick vorzuhalten, wo er ihn für arbeitsfähig erklärte und seine Entlassung verfügte. Treptotv-Baumschulenweg. Ein aufregender Vorfall spielte sich vorgestern nachmittag ober- halb deS Restaurants„Elerhänöchen" ab. Gegen 5 Uhr sprang dort ein vierzigjähriger Mann, in welchem später der Arbeiter Schlesinger erkannt wurde, in selbstmörderischer Absicht aus einem Mietsboot in die Spree. Schiffer, die mit ihren Zillen die Stelle passierten. unternahmen sofort Rettungsversuche, die sich jedoch dadurch außer- ordentlich schwierig gestalteten, daß sich Sch. init aller Gewalt da- gegen sträubte und sich den Händen der Schiffer zu entziehen ver- suchte� Erst nachdem der Arbeiter die Besinnung verloren hatte. konnte er aus den Fluten gezogen werden. Der Gerettete, der sich bald wieder erholte, erklärte, daß er einer schweren Krankheit wegen. an der er schon seit anderthalb Jahren leide, sich habe da? Leben nehmen wollen. GeneKtg-Leitung. Anklage wegen Auftretens gegen Vertragsbruch. Der Bäckergeselle Pfefferkorn hatte sich am Mittwoch vor dem Schöffengericht Berlin-Mitte wegen Vergehens gegen Z 153 der Gewerbeordnung zu verantworten. Die Anklage fand dieses Delikt darin, daß Pfefferkorn Flugblätter hatte verteilen lassen, in denen zum Zwecke des B o y k o t t s die Geschäfte bezeichnet wurden, welche die Forderungen der im Streik befindlichen Bäcker- gesellen nicht bewilligt hatten. Der Angeklagte machte durch seinen Ber- teidiger, Rechtsanwalt Heinemann geltend, daß der§ 153 schon deshalb keine Anwendung finden könne, weil die Bäckergesellen durch den Streik lediglich die I n n e h a l t u n g des von den ver- tragsbrüchigen Jnnungsmeistern gebrochenen Tarifvertrages und die Erfüllung der durch die Arbeiierschutzgesetzgebung statuierten Vorschriften erstrebt haben. Sei dies aber der Fall, so scheide der§ 153 aus. Von dessen Anwendung tonne aber schon deshalb keine Rede sein, weil er nur Drohungen gegen den auf derselben Seite der Lohnbewegung Stehenden bestraft, nicht angebliche Drohungen gegen den G e g n e x im Lohnkampf. Um solche handle es sich aber hier, wo durch die Arbeiter die Bäckermeffler He« droht feien. Das Gericht schloß sich entgegen dem Antrage deS Staats- anwalts diesen Ausführungen an und sprach den Angeklagten frei. Kurios, daß die Staatsanwaltschaft gegen Arbeiter vorgehen zu niüssen glaubt, gleichviel, ob sie Jnnehaltung oder Aenderung von Vertragsvorschristen anstreben, aber gegen die B ä ck e r m e i st e r erst eingeschritten ist, nachdem das Kammergericht dies angeordnet hatte. Die Anklage gegen die Bäckermeister ivegen gröblichster Beleidigungen und Verrnfserklärungen soll am IS. Juni zur Per- Handlung gelangen._ Ungerechte Anklage. Auf wie schwachen Füßen Anklagen stehe», die gegen Arbeiter erhoben werden, zeigte wieder eine Anklage, die daS Rixdorfer Schöffengericht beschäftigte. Unter der Anklage der Auf- wiegelung. der gefährlichen Körperverletzung und des Werfens mit Mauersteinen hatten sich die Maurer Ernst Hoff mann und Hermann Gast schon zu verantworten. Die beiden Angeklagten erklärten auf die schwere Anklage, daß sie sich keiner Schuld bewußt seien. Der Tatbestand, der zur Anklage geführt hat. ist kurz folgender: Am 21. November v. I. wurde auf dem Neubau des Schul- grundstückes in der Bouchöstraße in Treptow gestreikt. An diesem Tage gingen die Arbeitswilligen«kkordmaurer Brüjan, Cajelvski, Senninger und Jllhardt sowie der Arbeiter LiSke wie sonst trotz deS Streits auf den Neubau. Die Arbeitswilligen wurden beschimpft, bedroht, geschlagen und mit Steinen bombardiert. Von wem, konnte jedoch nicht festgestellt tverden. Der Polier Claus vom Schulneubau gab der Polizei gegenüber an, Hoffmann könne möglicherweise der Anstifter und Auf- wieglet fein, da er mit seinem Fahrrade Streikposten „fuhr". Außerdem sei ein gewisser Gottschalk(nicht Gostschan) dabeigewesen. Für die Polizei und die Staatsanwalt- s ch a f t genügte dies, um gegen die beiden Angellagten das Verfahren einzuleiten. In der V e r h a n d l u n g erklärten sämtliche Zeugen unter ihrem Eide, die Angeklagten überhaupt nicht zu kennen. Die Täter seien groß und korpulent gewesen und nicht so schmächtig wie die Angeklagten. Der A m t S a n w a l t sah sich nach beendeter Beweisaufnahme selbst ge- nötigt, die Freisprechung der Angeklagten zu beantragen. DaS Urteil erfolgte auch dementsprechend. Damit ist aber dem allgemeinen Rechtsempsiuden keineswegs Geniige geschehen. Wird gegen diejenigen, die für Erhebung einer solchen Anklage verantwortlich sind, Anklage oder Disziplinarverfahren eingeleitet werden?_ Der Kronzeuge der Staatsanwaltschaft. Bei Gelegenheit des Schlosserstreiks im Jahre!966 sollten die Schlosser E x n e r und Merten« einen Arbeitswilligen Hanne- mann beleidigt und bedroht haben, um denselben zum Anschluß an den Streik zu bewegen. Daö Sch ö f s e n g e r i ch t hatte beide An- geklagten freigesprochen. Gegen dieses Urteil legte der Staatsanwalt Berufung ein. In der Berufungsinstanz, Ivoselbst erst jetzt die Sache zur Verhandlung kam, bekundcien nicht nur zwei Streikposten, daß nicht die Augeklagten den Hannemann, sondern daß dieser die Angeklagte» beleidigt habe. Als letztere ganz ruhig und höflich den Hanneinann auf das Bestehen dcö Streiks anfinerkfam niachten. schrie dieser sofort:. W e» n S i e in i ch nicht gehen lassen, so haue i ch I h n c n e i n S i u die Fresse." Letztere Tatsache wurde auch von einem völlig nn- beteiligten Kaufmann, der zufällig den Vorfall wahrnahm, bestätigt. Trotzdem beantragte der Staatsanwalt auf Grund der Aussage Hannemannö gegen die beiden ganz unbescholtenen Angeklagten eine Gefängnisstrafe von je zwei Woche nt Slnf Antrag des Verteidigers des Angeklagten, des Rechtsanwalts Heinemauu. wurde gegen den Protest des Staatsanwalts das Strafregister H a n u e m a n» s erfordert und verlesen, wobei sich herausstellte, daß dieser ungezählte Male wegen ehrenrühriger Delikte, u. a. mehrfach niit Zuchthaus wegen Gittlichkeits- verbrechen bestraft war. Da» Gericht erkannte in Ueber« emstimmuiig mit dem Schöffengericht an, daß hiernach dem Hanne- mann keinerlei Glauben beizumessen sei und sprach beide An« geklagte frei._ Wenn ein„Ritter von" unter Anklage steht. Der Sohn des bekannten österreichischen antisemitischen Reichs- rats von Schönerer, StudioiuS Ritter von Schönerer. hatte in Halle im„Neuen Theater" im Winter durch bezahlte Bummler eine Vorstellung, in der eine ihm nicht genehme Schauspielerin auftrat, stören lassen. Er stand am Mittwoch wieder wegen Beamtcnbeleidigmig vor dem Hallenser Schöffengericht. Er war eines Nachts in„stark angeheiterter Stimmung" Arm in Ann mit mehreren Kommilitonen singend und johlend durch die Gericht- straße gezogen. Als ein Polizeisergeant um Ruhe bat. wurde der Ritter frech und rief dem Beamten zu: „Halten Sie die Schnauze, wir machen das, wie wir das wolle n." Vor Gericht entschuldigte er sich mit hochgradiger Trunkenheit und mit dem Bemerken, seine Beuße- rungen täten ihm leid; er würde sie widerrufen, wenn er könnte. Das Gericht vertagte hierauf die Verhandlung, um d e in r e u- mütigen Ritter ohne Furcht und Tadel Zeit und Gelegenheit zugeben, bei der Polizeibehörde eine Zurück- nahine deS StrafantraßeS zu erwirken.— Würde man mit einem Arbeiter auch so viel Umstände machen? Weist man doch ans- ländische Arbeiter, die nichts Strafbares getan haben, nicht ran- datieren, sondern arbeiten wollen, aus. )Ziis der Frauenbewegung. Verboten— genehmigt. Der Herr von Stubenrauch rettete kürzlich den preußische.« Staat; er„verbof" den Frauenwahlverein l Michel schlaft Zwar reicht diese Tat nicht an die Genialität heran, die der neue Polizeipräsident beim Bau des Teltowkanal» bekundet hat. dafür war der Schlag gegen die Frauen aber auch viel weniger schmerzhaft, als für etliche kanalbcglückte Gemeinden Stubenrauchs Kanalfinanzpolitik. Manche Kommune muß blechen, daß ihr das Wasser bis an den Hals steht, und schlaue GruiidstückSspckuIanteii'machcn den Rebbach. Das hat'von Stubenrauchs Tatendrang nicht gc- hemmt. Er verbot Wahlrechtsdemonstrationen und war zu weiteren Tatbeweisen bereit. Man könnte fast auf den Gedanken kommen, er habe als den schon oft ersehnten Mann mit den starken Nerven und der erforderlichen robusten—' Logik sich in empfehlende Er« innerung bringen wollen. Wie bei der vorigen Wahl gründeten die Genossinnen nach AuS- schreibung der LandtagSwahl auch diesmal einen Frauenwahlverein. Da war zu kühner Tat Gelegenheit. Frauen dürfen politische Bereine nicht gründen und solchen auch nicht angehören. Also befahl Berlins Polizeipräsident. Aber eS gab Leute, die eS unter- nahmen, die polizeiprästdtale Konsequenz auf die Probe zu stellen. Einige von denen gründeten einen„Allgemeinen sozialdemolratischcn Wahlverein", der auch Frauen als Mitglieder aufiiehme» sollte. So steht's in den Statuten und so in der Aufforderung zum Beitritt. Und stehe da. Herr v. Stubenrauch genehmigte die Statuten l Zunächst hatte der Verein nur sechs mmmliche Mitglieder. Weiter fcheint seine Anziehungskraft auf das männliche Geschlecht nicht gereicht zu haben. War auch nicht nötig. Bald aber liefen zahlreiche Anmeldungen von Frauen ein. Genosse Ernst, der Vorfißende des Vereins, konnte Herrn Stubenrauch schon nach einigen Tagen eine Mitgliederliste unterbreiten, die 150 Namen zählte, aber barunter Ivar fein Repräsentant des Geschlechts, dem der Herr bisher das Recht der Mitgliedschaft gnädigst zugesprochen hatte. Ob er sich mittlerweile eines anderen besonnen hat, oder sonst was passiert ist, wver weiß, jedenfalls: er hatte selbst die Gewogenheit, durch Be scheinigung der Anmeldung die Gesezmäßigkeit der weiblichen Mit gliedschaft anzuerkennen. Da es jedoch nicht ausgeschlossen erscheint, daß nur ein Versehen vorliegt, Herr Stubenrauch immer noch auf dem bon uns als falsch erachteten Standpunkte steht, wir aber zu gutmütig sind, zu dulden, daß ihm durch Irrtum Ungelegenheiten erwachsen, machen wir auf die widersprechenden Entfcheidungen der objektivesten Behörde an dieser Stelle aufmerksam, damit Herr v. Stubenrauch seine Reputation event. retten kann, indem er nun auch den Allgemeinen sozialdemokratischen Wahl verein" schleunigst auflöst. ſchafft. " über das Thema: a Genoffinnen! Die Frauen und die Landtagswahlen" sprechen wird. Gäste sind sehr willkommen. man aber von Briefkaften der Redaktion. 100 Die juristische Sprechstunde findet Lindenstraße Nr. 3, zweiter Sof, dritter Eingang, vier Treppen, Fahrstuhl wochentäglich abends von 7 bis 9% Uhr statt. Geöffnet 7 the Sonnabends beginnt die Sprechstunde um 6 Uhr. Jeder Anfrage ist ein Buchstabe und eine Zahl als Werkzeichen beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. R. J. 6. Wenden Sie sich an den Vorsitzenden Paul Litfin, Memeler straße 67. Mittenwalderstr. 1. Evangelifch; es genügt zu schreiben: 3h beabsichtige, aus der evangelischen Landeskirche auszutreten. D. 1. 42. Das Mobiliar ist der Frau herauszugeben. Böttcher 11. Sie haben Anspruch auf Schadenersaz, denselben haben Sie bei der Eisen bahndirektion geltend zu machen. Sperlingsnatur. Die Ehescheidungs lage hätte Jinnerhalb sechs Monaten nach dem Sühnetermin angeſteft werden müssen. Sekt find teiber bie damaligen Gründe, nicht mehr maß gebend. Matsam erscheint es, daß Sie aus einem anderen Grunde, zum Beispiel wegen Ehebruch, nunmehr von neuem Sühnetermin beantragen und dann die Ehescheidungsklage anstellen. Auch wenn Ihnen das Armenrecht nicht bewilligt werden werden sollte, sollten Sie mit der Stlage nicht mehr zögern. Die Kosten der Klage hat der Mann vorzuschießen. 5. G. 100. Wenden Sie sich an die Akademie oder an irgend einen Malprofeffor. G. E. 100. 1. und 2. Benden Sie sich direkt an die Physikalisch- technische Reichsanstalt, Charlottenburg. 3. uns nicht bekannt. Schilo 40. Legen Sie den Sachverhalt schriftlich dar, fügen Sie das Schreiben des Ortspfarrers bet, beantragen Sie die Stellung eines anderen Vormundes und laffen bie Eingabe von der Mutter unter schreiben. Die Mutter erhält dann schriftlichen Bescheid seitens des Vormundschaftsgerichts und tönnte eventuell gegen denselben Beschwerde einlegen. Seglersport. Der Verein Berliner Segler, Boofs. der Seglerklub Fraternitas" Wendenschloß. plak Schmödwig und Brosse. Ja, am Dienstag. P. t. 21. 1. und 3. Ja. 2. Die Ver ficherung ist Vorschrift. W. S. 6. 1. Nein. 2. Das hängt vom Inhalt der Statuten ab. 3. Nein. F. R. 08. Wenden Sie sich an die Flamme", Breite str. 3. B. F. 279. 1. Die Dienstboten sind nicht frantenversicherungspflichtig, die Herrschaft ist aber verpflichtet, für die Dauer von sechs Wochen für Kur und. Verpflegung Sorge zu tragen. Die hierfür berauslagten Stoften darf sie auf den für diese Beit entfallenden Lohn an rechnen. 2. Wenn nichts weiter vereinbart ist, als 14 Tage, so kann sowohl am 15. wie am 1. gefündigt werden. 8. Leiber ftets. 2. B. 50. 1. Eine Klage auf Rüdforderung wäre nur nach erreichter Majorität und auch nur dann mit Ausücht auf Erfolg anzustellen, wenn das Mäbchen nach A. G. 49. Sie erreichter Majorität die Forderung anerkennt. 2. Nein. würden mit Aussicht auf Erfolg flagen können. 23. M. 99. Nein. G. 100. Der Antrag ist an den Polizeipräsidenten zu richten und hat Stripiet. Wenden Sie sich an einen Arzt. Aussicht auf Erfolg. K. B. 13. W. H. 85. Leider steht Ihrer Mutter ein Anspruch nicht zu. Zahlen Sie an teinen, sondern hinterlegen Sie die Miete.$. M. 30. Die Gesellen haben Anspruch auf den vollen Lohn und würden diesen mit B. 150. Ja. Aussicht auf Erfolg beim Gewerbegericht geltend machen. Arbeitaufsuchen gegeben werden. Stommt eine Einigung über die n G. 2. 13. 1. und 2. Nach der Kündigung muß angemessene Zeit zu gemessenheit nicht zustande, so ist das Gewerbegericht anzurufen. 3. Sa, Ch. 5. 2. 57. Der Vertrag wäre bei einem Anwalt zu 23. d. 136. 1. bis 3. Die Leistung des Offenbarungscides hat keinerlei weitere Wirkung, als daß der Schuldner eiblich angegeben hat, was er befitt. Er kann soviel er will neu erwerben. 4. Nein. . K. 100. Beantragen Sie schriftlich bei der Straflammer Zahlung der Beugengebühren unter Hinweis darauf, daß Sie den entsprechenden Antrag bereits früber gestellt haben.- 20. t. 29. 1. Eine Aussage er zwingen fönnen Sie nicht. 2. Eine bestimmte Bahl tennt das Gesez nicht. 3. Die Silage gegen Ehebruch müßte innerhalb sechs Monaten nach Stenntnis von demselben angeftrengt werden. 6.2. 18. Eine Ehefcheidungsklage Beibliche Jrrenärzte. Delegung im Ausland. Feuilleton: Die Werkstatt. Bon Morris Nosen. feld.( Gedicht.) Grete Bose. Aus Leben und Liebe des Proletariats. Aus Paris kommt die Nachricht, daß dort das erste Fräulein Bon 2u Märten. Beilage: Flugblatt zu den preußischen Landtagswahlen. Doktor" vom Ministerium des Innern die Genehmigung erhalten Für unsere Kinder: Der junge Schiffer. Von Friedrich Hebbel.( Ge hat, an öffentlichen Jrrenanstalten als Assistenzärztin zu fungieren. dicht.) Die Sklaverei im Altertum. Von K. D. Der sterbende Jm nüchternen, bureaukratischen Deutschland sind wir natürlich Bon Bilhelm Hauff.( Fortfehung.) Oben und unten. Von Wagemanı. Gladiator. Bon Lermontoff.( Gedicht.) Die Sage vom Hirschgulden. noch lange nicht so weit. Immerhin bedeutet dieser französische( Gedicht.) Raum für alle hat die Erde". Bon Brand. Frühlings. Präzedenzfall einen wichtigen Schritt vorwärts in der allgemeinen gespenster. Bon Julius Sturm.( Gedicht.) Aus dem Zwergenreich. rrenpflege und Irrenbehandlung. Bei der gewaltigen Ausdehnung, Wärchen von M. K.§. Der fleine Reiter! Nach einem böhmischen die diefes medizinische Spezialgebiet in den letzten Jahren gewonnen Rinderlied. Bon Franz Mading.( Gedicht.) Die Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer hat, aber auch angesichts der traurigen Tatsache, daß die Zahl der Un- 10 Bf., durch die Bost bezogen beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich glücklichen, deren Geist im Kampfe ums Dasein zerrüttet wird, ohne Bestellgeld 55 f., unter Kreuzband 85 Pf. Jahresabonnement sich erschreckend mehrt, ist die Anstellung weiblicher Jrrenärzte eine 2,60 M. zwingende Notwendigkeit. Es wird dies mit einem Schlage klar, wenn wir uns vorhalten, daß der Jrrenarzt ja weit mehr Seelenarzt als Mediziner sein soll. Wer ist aber besser geeignet, in die unendlich fein berzweigte Seele des weiblichen Wesens haarscharf hineinzuleuchten, als die Frau selbst! Der moderne Psychiater behandelt und beurteilt feine Kranken leider noch viel zu wenig individuell. Wer, wie der Schreiber dieser Zeilen, namentlich das deutsche Frrenwesen in öffentlichen Anstalten jahrelang an der Quelle studiert hat, ohne jede Voreingenommenheit und ohne Rücksicht auf den medizinischen Gesichtskreis, der muß zu der lleberNur noch zwei Wochen trennen uns von der Wahl. seugung gelangen, daß auch auf diese geistigen Begräbnispläße" Unsere Pflicht ist es, alles aufzubieten, um der Reaktion einen nur zu gut der Ausdruck summarisches Verfahren" paßt. Schon Schlag zu versehen, der herrschenden Klasse zu zeigen, daß dem männlichen Kranken gegenüber wird die psychiatrische Wissen das Proletariat nicht länger rechtlos und machtlos im Staate schaft, die selbst Virchow als„ teine egatte" bezeichnet hat, häufig zur Stümperei. In Tausenden von Fällen ist der auf seine, Kunst sein will. Genossinnen! Wedt die Indifferenten! flärt die außerordentlich stolze, vielleicht zu stolze Psychiater viel zu ſehr Unwissenden auf! Beigt Ihnen, daß wir nur kämpfend Arzt, anstatt fühlender Mensch zum Menschen zu sein. Vor der vorwärts dringen, nur durch eigene Kraft bessere Zustände franken Frauenseele versagt diese Kunst oft vollständig, weil selbst crringen können. Sagt den Gleichgültigen und Lauen, die fehr gescheite Jrrenärzte, das heißt gescheite im rein fachwissenbeiseite stehen und meinen, auf sie tomme es nicht an, daß schaftlichen Sinne, zu wenig oder gar kein Begriffsvermögen mitbringen für die harten Momente, an denen der empfindliche nur der Zusammenschluß vieler eine starke Stampfesorganisation Frauenkopf sich gestoßen hat. Wenn irgendwo die Liebe zum MitDer Allgemeine fozialdemokratische menschen ein wesentlicher Heilfaktor ist, dann sicher hier. Wie soll Wahlverein für Berlin und Umgegend" hält einem feelenkranken Weibe, das an der am Dienstag, den 19. Mat, abends 8 Uhr, bei Rabe, Fichte- iebe halb zugrunde gegangen ist, verlangen, daß es feine straße 29, eine Versammlung ab, in der Genossin Wur m heiligsten Gefühle enthüllt vor dem, der selbst als Arzt doch immer ein fremder Mann bleibt. An dieser Schranke der natürlichen, echt weiblichen Scheu, die sich selbst im Krankheitsstadium meist nicht verleugnet, bleibt der allzu kühle Verstand des männlichen Jrrenarztes ratlos stehen. Welche Perspektiven eröffnet dagegen das Eindringen der gesunden Frauenseele in die Seele der kranken Mitschwester! Was die Geisteskranke dem Manne vielleicht niemals entdeckt, bas spricht sie vor dem Weibe, indem sie mit dem feinen Instinkt so vieler Seelenkranken die ehrliche Hülfe ahnt, rückhaltlos aus. Lehren doch Tausende von Fällen, daß gerade solche Kranke vor dem Arzte eine unüberwindliche Scheu, ja fast eine Abneigung offenbarten, während sie sich an eine einfache Wärterin mit dem Herzen förmlich festklammerten. Erst auf diesem Umwege wurde der geistige Kontakt geschlossen. Daß aber die einfache Gine Privatlehrerin schreibt uns: Unlängst wurde im Lokal- Wärterin, trotzdem sie ihrer Mitschwester das größte Mitgefühl Anzeiger" ein gebildetes Fräulein mit französischen Sprachkennt entgegenbringt, nicht die geeignetste Kraft ist, um die Punkte hernissen zur Beaufsichtigung eines schulpflichtigen Knaben verlangt, auszufinden, an denen der kranke weibliche Seelenmechanismus und für eine tägliche Beschäftigung von fünf bis sechs Nachmittagsanzugreifen ist, bedarf wohl keiner Beweisführung. Selbstverständstunden das großartige Gehalt von 20 M. monatlich geboten ohne Kost" war noch ausdrücklich dabei erwähnt. Da die Annonce lich wird in den meisten Krankheitsfällen die Behandlung weib- 14 Tage. sich nicht wiederholt hat, muß man wohl annehmen, daß sich trok licher Geisteskranken seitens des männlichen Arztes vollkommen vereinbaren. dieses niedrigen Salärs eine Reflektantin dafür gefunden hat. ausreichen. Die Irrenärztin soll also borläufig nur als wertvolle Ein bekannter Naturheilkundiger, der häufig öffentliche Vorträge über Hygiene, Gesundheitspflege, Lebensreform, natur gemäße Behandlung verschiedener Strankheiten usw. gehalten hat, fuchte vor längerer Zeit durch ein Zeitungsinserat eine Lehrerin, ivelche seine Tochter bei den Schularbeiten beaufsichtigen sollte. Als ich mich meldete, fand er meine Ansprüche zu hoch und bot mir bei wegen der von Ihnen angeführten Umstände und wegen böslicher Berciner täglichen, mehrstündigen Beschäftigung ganze 25 M. laffung hätte in Shrem Falle Aussicht auf Erfolg. Berta 31. Liegt kein monatlich. Aus dem Engagement wurde natürlich nichts. Mehrere Testament bor, so erhält die Frau ein Biertel, die Kinder drei Viertel des Wochen später besuchte ich einen Vortrag dieses Herrn, in welchem Nachlasses. Die von Ihnen angeführten Beträge sind zum Nachlaß nicht er hauptsächlich gegen die gesundheitswidrige, unhygienische Lebens zuzurechnen, wenn sie der Witwe als solcher und nicht etwa als Vertreterin der Erben gezahlt find, 6. 117. Sie müßten bei der Bolizeiverwaltung weise des weiblichen Geschlechts zu Felde zog. Unter anderem ließ cr fich auch über die mangelhafte Ernährung der ärmeren Volks- Große Verheerungen scheint der vor einigen Tagen im chinesischen anfragen, wohin der Betreffende gezogen ist, und müßten bei der Polizei bes Ortes der Ihnen dann genannt wird, abermals anfragen. schichten, insbesondere der auf ihr eigenes Verdienst angewiesenen, Hafen Hankau wütende Sturm angerichtet zu haben. Der in Seattle 3. P. 31. 1. Benn Sie bei der Bestellung bereits majorenn waren, alleinstehenden Frauen und Mädchen aus. Mit vollem Recht maß aus China eingetroffene Dampfer Titan" brachte, wie die„ Köln. fo würden Sie im Falle der Klage verurteilt werden. 2. In diesem Falle er die Hauptschuld an diesem Uebelstand der geringen Bezahlung 8tg." aus New York meldet, die Nachricht, kürzlich habe eine Spring- würde die Frau mit Aussicht auf Erfolg für den Fall der Pfändung die der weiblichen Arbeit bei, indem er die Folgen der Unterernährung, flut an der Mündung des Jangtsekiang einen großen Teil der Interventionsflage erheben tönnen. 3. Der Beschlagnahmebefehl gilt bis die gesundheitlichen Störungen, die beeinträchtigte Wderstands zur Befriedigung des Gläubigers. Es muß Ihnen soviel gelaijen werden, Unterhalt Ihrer Familie erforderlich ist. Wieviel das ist, ist von Fall auf Beschwerde gegen den Beschlagnahmebeschluß vom Beschwerdegericht. Grammatik 99. Hehe, Deutsche Grammatik( Verlag Hahnsche Buchbandlung, Dannover) 6,60 M.; Lyon, Deutsche Grammatik( immlung Göschen) 80 Bf. Beide Schriften auch zu beziehen durch die Buchyandlung Vorwärts, Lindenstr. 69. F. 2. 3. 1. Die Hälfte der amtlichen Stento graphen im Reichstag schreibt nach dem System Stolze, die andere nach dem System Gabelsberger. 2. Je zwei nehmen 10 Minuten lang die Nede sonst richtet sich die Marke nach der Höhe des für bie strankenkasse maß auf. 3. 18 M. pro Sigung. 4. Bei Wochenlohn die höchste Marke( 36 P1.), gebenden Tagelohnes. 2. N. 1001. Für den Fall einer Klage würde Berurteilung erfolgen. Genossinnen! Agitiert für regen Besuch. Zeigt durch zahlreiches Erscheinen in der Versammlung, daß die Proletarierinnen mitstreiten im Kampfe um das geheime, allgemeine, gleiche und direkte Wahlrecht, im Stampfe der Rechtlofen und Ausgebeuteten gegen die Mächtigen und Besitzenden. Die Vertrauensperson. Wertschätzung der weiblichen Arbeit. Ergänzung des wissenschaftlichen Heilapparates gedacht sein. The es bei uns in Deutschland zu einem solchen großzügigen Ausbau des modernen, überaus morschen Jrrenwesens tommt, wird frei. lich noch manches Jahr vergehen. Vermischtes. Zehntausend Chinesen ertrunken. fähigkeit des Körpers gegen frankhafte Einflüsse in den schlvärgesten Hafenstadt Hankau zerstört. 8ehntausend Chinesen seien als zum Standesmäß zu Fall burch Gericht festzulegen eventuell monatlich." Farben malte. Der Redner drückte dabei sein lebhaftes Bedauern über diese trübe Erscheinung im Wirtschaftsleben aus und schloß daran den dringenden Wunsch, daß in absehbarer Zeit eine Besserung in der Besoldung der Frauenarbeit eintreten möchte. Als die zahlreiche Schar der Zuhörer aus dem Lokal strömte, hörte ich zufällig in meiner Nähe, wie sich zwei junge Leute über den Vortrag unterhielten und der cine mit fartastischem Lächeln sagte:„ Sier fann er gut über die schlechte Bezahlung der Frauenarbeit schimpfen. Dabei gibt cr felbst einer Lehrerin, die feine Tochter alle Tage ein paar Stunden bei den Schulaufgaben beaufsichtigen muß, nicht mehr als 12 M. Einmal erkundigte ich mich infolge eines Inserates, durch welches eine gebildetes Fräulein mit englischen und französischen Sprachkenntnissen zur Beschäftigung mit Kindern und zur Beauf fichtigung ihrer Schulaufgaben für den ganzen Nachmittag verlangt wurde, nach den Bedingungen. Für eine Arbeitszeit von 1 Uhr geboten. Daß ich mich mit diesem großartigen Gehalt, das im mittags bis 9 Uhr abends wurde mir 30 M. und Nachmittagsfost schreienden Mißverhältnis zu der langen, achtstündigen, täglichen Arbeitszeit stand, nicht zufrieden geben mochte, fand die Dame des Hauses unerhört". Tatsächlich find 30 bis 35 m, monatlich das Durchschnittsgehalt für eine Lehrerin, die sich den ganzen Nach mittag mit den Kindern abquälen muß und dafür noch genötigt ist, sich immer anständig und abrett zu fleiden. Nicht selten liest man in den Zeitungen, daß eine Gefellschafterin oder Stüße ganz ohne Gehalt bei Familienanschluß oder, wie der schöne Ausdrud lautet, ohne gegenseitige Vergütung" gesucht wird. Nächstens wird man von den Frauen verlangen, daß fie für das Recht, arbeiten zu dürfen, noch zuzahlen. Unter dem weiblichen Bureaupersonal gibt es eine nicht geringe Anzahl, die, bei ihren Eltern wohnend, nicht für ihren Lebensunterhalt zu fergen braucht und, sich daher mit einem bescheidenen Taschengeld als Galär begnügend, als ewige„ Anfängerinnen" jahraus, jahrein nicht mehr als 25 oder 30 M. monatlich erhält und daher für ihre Kolleginnen, die von ihrer Arbeit leben müssen, eine gefährliche Sonkurrenz bedeuten. Ein junges Mädchen, das als Empfangsdame und zur Hülfe im Operationszimmer bei einem Bahnarzt angestellt und bei zweistündiger Mittagspause täglich von 9 Uhr morgens bis nach 6 Uhr abends beschäftigt war, erhielt für ihre Mühe als Ent schädigung 25 M. monatlich, ohne Kost. Als sie auf ihre Bitte nach cinem halben Jahre keine Zulage betam, verließ sie ihre Stellung und meldete sich bei einem anderen Zahnarzt, der eine Empfangsdame suchte. Bu ihrer nicht geringen Enttäuschung wurde ihr derselbe knappe Lohn geboten, mit dem sie sich bisher begnügen mußte, trotzdem sie die Branche bereits gelernt hatte und darüber ein borzügliches Zeugnis aufweisen fonnte. Von einem Universitätsprofessor, der mit dem Ertrag seiner schriftstellerischen Arbeiten zusammen eine Jahreseinnahme von 9000 bis 10 000 20. erzielt, wurde mir erzählt, daß er häufig Damen zu unterstüßen" pflegt, indem er sie mit dem Abschreiben seiner wissenschaftlichen Werke beschäftigt, vorausgesetzt, daß sie cine gute Handschrift besißen. Dann erhalten die Damen 1 M. täglich, bei einer Arbeitszeit von neun bis zehn Stunden. So wird weibliche Arbeitskraft- bezahlt. umgekommen. Auch in Louisiana hat, wie aus New York gemeldet wird, der Wirbelsturm großen Schaden verursacht. Der Ort Gilliam ist fast ganz zerstört, drei Menschen sind umgekommen. Auch Dilcith ( Kentucky) und Bollinger( Missouri) wurden schwer geschädigt. In Bollinger wurden ebenfalls drei Personen getötet. Ueberfallen und beraubt. Wie aus Augsburg berichtet wird, wurde der Kaufmann Brenner von dort von einem Unbekannten überfallen und beraubt. Brenner wurde mit gertrümmerter Hirn schale aufgefunden. Der Mörder hat sein mit dem Tode ringendes Opfer in den Kanal geworfen, aus bem es als Leiche geborgen wurde. Amtlicher Marktbericht der städtischen Markthallen Direktion über den Großhandel in den Zentral- Marktballen. Marktlage: Fleisch: Zufuhr start, Geschäft schleppend, Preise für Schweinefleisch nachgebend, Ein Bamunglück hat sich gestern früh in Erfurt ereignet. Nach sonst unverändert. 23i15: Bufuhr nicht genügend. Geschäft rege, Preise einer Meldung von dort stürzten auf dem Neubau der Oberrealschule gut. Geflügel: Zufuhr reichlich, Geschäft etwas reger, Preise behauptet. wert in die Tiefe. Drei von ihnen wurden schwer verletzt, die Obst und Südfrüchte: Zufuhr genügend, Geschäft ruhig, Preis: infolge Brechens eines Brettes sechs Arbeiter aus dem zweiten Stock- ihe: Zufuhr mäßig, Geſchaft ruhig, Preise wenig verändert. Butter und Käse: Geschäft lebhafter, Breise für Butter fallend. Gemüse, wenig berändert. anderen drei erlitten leichtere Verlegungen. Berschüttet wurde beim Spielen auf einer Stiesgrube am alten Weitendorfer Weg bei Feldberg in der Prigniß die breijährige Tochter des Fabritarbeiters Delbed aus Feldberg. Während ihr Bruder noch lebend aus den Sandmassen herausgegraben werden fonnte, war das Mädchen schon eine Leiche. Eingegangene Druckfchriften. Witterungsübersicht vom 14. Mai 1908, morgens 8 Uhr. Stationen Barometer758 5 760 CD 761.9 Better Stationen Mindflärte Welter Zemp. n. E 2wolfen! 1 9 Haparanda 759 G Befersburg 758 D 3 bedeift 4 Scilly 747 SW 4 wolfig 11 berbeen 754 GGD 26bedeckt 8 Paris 758 S 2 wollig 10 4 woltig 11 4 bebedt 36alb bb. 12 8 bebedt 10 4 bedeckt 11 1 bedeckt 15 Wetterprognose für Freitag, den 15. Mai 1908. Bunächst ziemlich heiter, am Tage wärmer bei mäßigen südlichen Winden; später wieder Trübung, etwas Regen und Gewitterneigung. Berliner Wetterbureau ten Stoinembe. 756 26 Hamburg 757 W Berlin Bon der Neuen Zeit"( Stuttgart, Baul Singer) ist Joeben das 33. eft des 26. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt des Heftes heben Franj.a.m. 760 S Von Heinrich Schulz. Die München Philosophie des Individualismus und die bürgerliche Gesellschaft. Bon wir hervor: Die Partei der Gebildeten. . Joffe. Die Zukunft der Jugendorganisationen. Von Ludwig Frank. Zur Zaktit bei den preußischen Landtagswahlen. Bon Emil Kloth. Literarische Rundschau: Die wirtschaftliche Lage der Arbeiter von Hannover, Linden und Umgegend. Bon E. Thomaser. Robert Michels, Proletariato e Borghesia nel movimento socialista italiano. Bon O. L. Beitschriftenfchau. handlungen, Bostanstalten und Kolporteure zum Preise von 3,25 m. pro Die Neue Beit" erscheint wöchentlich einmal und ist durch alle BuchQuartal zu beziehen; jedoch kann dieselbe bei der Post nur pro Quartal abonniert werden. Das einzelne Heit tostet 25 Pf. Probenummern stehen jederzeit zur Verfügung. 9.2 Bon der Gleichheit", Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen ( Stuttgart, Berlag von Paul Singer), ist uns soeben Nr. 10 des 18. Jahre gangs zugegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Bur Steuerpflicht das Wahlrecht. Schulspeisung. Von Luise Kautsky. I. Auf, in den Wahlkampf! Von Gustav Hoch. Auf, in den Die dritte sozialdemoVon Die Berge freigen fratische Frauenkonferenz in Defterreich. Frauenfrage. Bon K. D. M. Kt Auch eine Heldin. Bon Anna Blos. Liberalismus und Frauendienst in den badischen Srrenanstalten. Bon m. g. Aus der Bewegung: Von der Agitation. Jahresbericht der Bertrauensperson des Streises Teltow- Beeskow- Stortow- Charlottenburg. Die Behörden im Kampfe gegen die proletarischen Frauen. Politische Rundschau. Von H. B. Gewerkschaftliche Rundschau. Notizenteil: Dienstbotenfrage. Frauenstimmrecht. Frauenarbeit auf dem Gebiete Ider Industrie, des Handels- und Berkehrswesens.- Sozialistische Frauen Zentralkranken- u. Sterbekasse der Tapezierer. Filiale Berlin 1. Am 9. d. M. starb plötzlich unser Mitglied Emil Matthes. Ehre seinem Audenken! Die Beerdigung findet Somm abend, den 16. Mai, nachmittags 3 Uhr, auf dem Heilig- StreuzKirchhof in Mariendorf statt. Bahlreiche Beteiligung erwünscht. Die Ortsverwaltung. J.B J. Baer Badstr.26.Prinz- Alles Ecke Herren- und KnabenModen, Berufskleidung, El.Paletots u.Havelocks Großes Lager in- und ausländischer Stoffe zur Anfertigung nach Maß. Allerbilligste, streng feste Preise. Englischen Unterricht, einzeln und im Birtel, erteilt 36372* Gertrud Swienty, Schöneberg, Sedanstraße 57, IL Kaol Macht das schmutzigste Metall spiegelblank und schmiert nicht. Nur echt mit Schutzmarke ,, KAOL" In Glas: Flaschen à 10, 20, 30 a. Blechund 50 Pf. Ueberall au haben. Fabrik Lubszynski& Co., Berlin NO. Einzelverkauf an Private Begründet 1873. Begründet 1873. v. Filz-, Stroh- u. Zylinderhüten, Chapeau claques, neueste Moden zu außergewöhnlich billigen und streng festen Preisen findet nach wie Spezial- Hut- Engroslager Neue Königstr. 48, 1 Treppe, am Alexanderplatz. I Bolero ist nach dem Urtell aller Sachverständigen die feinste 2 Pf.- Zigarette. Garantiert Handarbeit! Petzold& Ranke Markneukirchen i. S. Vorteilhafte Bezugsqnelle für alle Sorten Musik- Instrumente und Saiten. Kein Risiko. Umtausch oder Geld retour, falls Instrument nicht nach Wunsch. Flora 66 Spandau, Pichelsdorferstr. 39. Sonntags Gr. Ball. Anfang 3 Uhr: Familien tönnen Kaffee lochen! Emil Koepnick. 52682* 00000000 Zur Frühjahrs- und Sommer- Saison lade ich das kaufende Publikum zur Besichtigung mein. in großer Auswahl u. nur aus Neuheiten bestehd. Warenlagers in Herren- u. Knaben- Garderoben ergebenst ein. Besichtigung ohne Kaufzwang. I Mein seit 1888 als reell bekanntes unter der Firma Heinrich Ferester beftehendes Herren u. Knaben- Garderoben- Geschäft, welches sich nach wie vor nur allein 8 Reinickendorfer Straße vis- à- vis der Dankeskirche, neben der Markthalle am Weddingplay befindet, 8 bietet d. kaufenden Publikum Schutz vor Uebervorteilung, denn Der Verkauf der Herren- und Knaben- Garderoben geschieht zu den denkbar billigsten, aber streng festen Preisen. Jeder Gegenstand ist mit fettgedrucktem, für jeden Käufer sichtbarem Verkaufspreis deutlich versehen. Kein Vorschlag! Kein Abhandeln! Keine Uebervortellung! Lieferant des Rabatt- Spar- Vereins ,, NORDEN" Jch hab's! Urbin Bester Schuh- Putz In Dosen zu 10, 20 und 25 Pf. überall erhältlich. Fabrik: Urban& Lemm, Charlottenburg. 8. Ziehung 5. Kl. 218. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 14. Mai 1908, vormittags. Nur die Gewinne über 240 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) ( Nachdruck verboten.) 81 251 525 810 989 1024[ 500] 279 841 45 406 97 609 167 765 803 979 2104 81 88 92 450 596 696 801[ 1000] 52 79 3185 219 887 433 52 60 61 561[ 10 000] 88 891 025 27, 75 4093 361 95 703 46 988 5048 211 86 848 462 582 608 889 937 6047 215 19 642 765 7132 213 414 639 855 927 [ 500] 8010 46 114 218 320 48 588 976 9228 386 505[ 500] 656 764 84 906 10045[ 1000] 50 199 633 785 934[ 1000] 11227 85 857 70 417 587 732 801 12 62 988 12009 217 490 649 933 61 13020 93 137 727 963 93 14049 117 22 501 806[ 500] B4 15348 461 819 70 913 16065 268 442 521 646 85 810 62 17442 743 943[ 500] 55 18181 230 848[ 3000] 456 549 [ 1000] 722 911 19079 342 621 786 20237 335 717 942 21133 247[ 600] 347 448 76 733 848 979 22094 231[ 500] 404 562 79 607 716 23298 458 560 24007[ 500] 91 631 46[ 1000] 628 999 25287 488 608 [ 1000] 913 19 26010 89 225 74 877[ 1000] 514 650[ 1000] 703[ 3000] 27037 123 274[ 500] 28238 76 323 489 572 754 875 940 42 91 29085 99[ 500] 186 602 771 30055 89 595 862 31141 92 328 480[ 1000] 629 32059 105 25 29 831 496 721 33129 90 962 444 621 27 971 34241 445 60 88[ 3000] 528 650 756 907 05 35070 657 607 40 78 [ 500] 755 802 45 920 36037 262 328[ 500] 29 51 522 03 636 739 42[ 3000] 848 914 37058 129 339 87 616 829[ 500] 38037 238 340 71 421 59 60 502[ 3000] 53 736[ 500] 897 068 39250 309[ 500] 55 465 557 624 87 743 40067 107 305 633[ 500] 84 981 41139 699[ 300] 887 42077[ 1000] 281 308 478 725[ 1000] 36 67 860 43114 75 93 214 54 88 98 342 92 589 772 44172 207 92 354 568 [ 3000] 71 660[ 500] 749 897 943 45156 241 889 746 64 [ 500] 906 15 67 46394 442 511 715 47027 116 70 762 [ 500] 48285 457 716 81 870[ 3000] 99 907 49103 220 [ 3000] 536 973 50110 22 292 T11 23 830 51066 71 241 539 650 57 863 81 52033 118 320 89 445 99 533 35 693[ 500] 790 872 865 53011 126 31 261 303 59 421 719 858 97 54473 [ 1000] 721 917 55246[ 1000] 617 73 933 56254 84 371 717[ 500] 812[ 500] 78[ 500] 57005 22 114 813[ 500] 29 [ 1000] 517 97 629 706 896 970 86 58495 707 60 873 59047 234 64 839 04 488 516 604 55 786 60670 710 57 61111[ 500] 428 08[ 1000] 843 065 62059 174[ 3000] 75 241 69 838 48 724 858 63137 227 863 635 716 70 75 946 64024 317[ 1000] 39 56[ 500] 436 89 513[ 1000] 621[ 500] 762 818 65156 294 551 84 848 88 66039 132 288 481 507 685 67222[ 3000] 62 317 26 59 65 496[ 500] 568 638 48 718[ 500] 870 68238 440 563 687 707 872 69108 454 541 982 70138[ 1000] 68 77 359[ 1000] 70 841 85 909 71 71109 267 312 76 80 406 605 87[ 500] 833 72024[ 600] 184 224 411 42 727 928 73122 53 437 49 539 827 74068 75 905 23 39 75153 65 97[ 500] 370[ 500] 76055 153 61 562 640 804 177064 246 373 562 66 612 822 903 78048 529 768 79100 252 370 447 794 524 25 48 903[ 3000] 80235 408 641 78 719 76[ 500] 79 81083 182 825 808 17 82112 550 683 83123 316 502[ 3000] 649[ 15 000] 58 [ 1000] 894 957 84056 144 94 518 824[ 1000] 64 978 85206 70 417[ 3000] 80[ 1000] 524 685 830 86039 106[ 15 000] 232 53[ 500] 398 444 605 84 87077 277[ 500] 838 454 630 88149 466 698 763 89182[ 1000] 318 706 872 933 90134 37 41 63 674 78 734 83 846 72 91026 190 278 812 414 635 98 702 963 92177 447 86 891 940 93020 57 104 264 89 371 529 40 44 95 605 859[ 3000] 66 910 94032 83 158 77 225 34 504 744 48[ 500] 871 95214 340 499 548 805 71 932 96147 97 328 517[ 500] 939 97069 468 681 98123 225 507 751 846 99221 66 840 481 04 544 697[ 500] 875[ 500] 87 967 100208 596[ 500] 650 750 874 968[ 3000] 101205 [ 500] 78 353 559 776 802 962 102199 446 578 811[ 3000] 22[ 1000] 57 993 103027 886[ 500] 562 681 812 104088 878 551 72 710 16 952 105008 80 126 57. 289 385 582 639 729 106073 202 66 312 630 59 961 107364 456 789[ 1000] 898 108173 848 534 630 926 109214 69 602 49 81 963 110266 87 529[ 500] 649 60 829 111024 367[ 1000] 403 112129 86 250 355 74 83 581 645 829 920 113213 44 409 35 568 613 34 757 97 114237 304 26 413 978 115142 410 65 92[ 500] 516[ 500] 30 716 848 972 116085 101 15[ 3000] 30 263 303 467 738 861 72 117148 92 234 77 444 543 657 78 749 72 908 67 118019 23 56 325 32 481 655 777 119027 71 531 39 622 756[ 10 000] 120090 123 83 654 64[ 1000] 741 800 33 121065 104 219 330 416 65[ 500] 98 525 122389 411 39 600 30 62 817[ 500] 123081 140 265 81 84[ 1000] 848 95 434 74 556 670[ 500] 732 809 942[ 500] 79 124042 80 197 808 65 92 618[ 500] 716 32 125013 32 127 568 95 605 30 882 126236 399[ 500] 525 652 83 949 127111 82 217.479 688 804 128193 436 747 73 830 69 96 903 129054 363 [ 500] 520 626 729 924 130070 188 263[ 3000] 341 94 657[ 500] 708 22 48 [ 500] 834 938 74 93[ 3000] 131138 80 403 602 77 132067 892 94 432 58 133098 165 229 488 570[ 500] 650 54 55 736 72[ 3000] 850 82[ 1000] 949 134267 357 480 541 135260 444 82 842 960 91 136084 157 137046 105 277 92 409 559 665[ 1000] 862 96 970 79 138067 132 85 908 139256[ 500] 841 72 791 909 140265 584 841 58 141094 119 88 41 85 896 434 606 26 142152 202[ 500] 9 889 54 509 800 143035 99 219 322 430 38 613 50 758 74 818 144118 211, 527 623 798 808 992 145004 168 88[ 1000] 811 55 465[ 1000] 910 22 146036 155[ 30 000] 320 577 601 83[ 500] 989 147049 127[ 1000] 53 573 850 934 148075[ 500] 127 [ 1000] 56 209 12 488 524[ 3000] 64 632 926 39 149494 $ 80 829 59 970[ 1000] 245 150541 713 5 151421[ 500] 83 43[ 1000] 607 74 882 152063 118 214 85 621 762 153135 45[ 1000] 71 83 818 74[ 500] 527 61.9[ 500] 715 810 154026 110 215 58 301 87 491 866 930 53 155031 414 68 542 56 692 895[ 1000] 156038 85 173 208 12 30 90[ 1000] 325 558 91 721 63 816[ 1000] 157033 702 914 158122 70 267 357[ 500] 418 569 777 868 83 915[ 3000] 84 159718 884 917 50 160068 107 258 317 587[ 500] 807 30[ 500] 980[ 500] 161003 285[ 500] 879 535[ 500] 38 606 20 877[ 500] 162048 303 30 31 38[ 5000] 751 163187 887 89 448[ 500] 508 164055 208 65 537 936 54 165381 93 672 912 166491 856 71[ 3000] 991 167009 292[ 1000] 472 543 638 82 729 168354 521 63 169042 122 64[ 8000] 947[ 5000] 170062[ 3000] 101 51 97[ 500] 288 89 497 171082 218 420 506 751 849 68 172372 446 786[ 1000] 825 173089 133 289 389 174303 14[ 3000] 95 679 97 876 936 40 56 175016 303 88 430 536[ 1000] 442[ 1000] 95 176010 141 46 326 99 177380 473 536 622 53 958 [ 3000] 178020 251 474 911 179039[ 3000] 187 890 457 659 895 929 180010 179[ 1000] 217 366[ 500] 67 95 431 57 539 800[ 500] 17 181116 30[ 1000] 68 225[ 1000] 906 13 182135 86 267 487 622 43 71 708[ 500] 991 95 183289 [ 500] 473 809 82 65 91 935[ 3000] 184197 498 592 797 888 970 185037 118 90[ 3000] 213 362 84 470 559 750 864 927 186132 213 62 377 987 187237 95 647 955 [ 3000] 69[ 500] 188207[ 500] 95 309 650[ 1000] 777 189146[ 3000] 59[ 1000] 207 65 89 419 36 97 552 690 716 56 836 66 938 190002 52 145 90 94 281 592 625 90 191114 92 216 95 360 529 30 672 75 796[ 500] 948 192002 387 518 21 86 739 193025 286 669 194049 114 75 86 481 562 673 776 943 195186 731[ 3000] 845 54 196096 208 [ 500] 487 641 67 815 88 93 930 197175[ 500] 329 451 518 198051 230 42[ 3000] 470 754 91 911 199363 458 816 94 973 200082 347 53 86 442 713 67 805 82 924[ 3000] 32 201242 202104 49[ 1000] 311 98 545 638 767[ 500] 824 203019 88 388 545 626 716[ 3000] 865[ 1000] 71 978[ 1000] 87 204009 245 48[ 500] 412 18 29 91 872 205170 88 272 450 52 81 650 909 206267 477 557 739 883 93 207063[ 500] 153 239 45 343 72 85 426 513 50 677[ 500] 208007 314 597 209168 216 411 99[ 5001 678[ 500] 210110 25 80 284 321 435 76 627 42[ 500] 52 60 715 863 211567 684[ 500] 212071 117 70 599 631[ 3000] 48 928 213045 601 17[ 1000] 835 214141 87 857 533 47 639[ 500] 745[ 500] 215083 473 681 757 58 216231 86 844 93 565 82[ 3000] 687 883[ 1000] 217333 412 [ 1000] 623 50 85 737 857 939[ 3000] 57 218378 500[ 500] 846 219312 503 12 41 87 220178 388 647 60[ 1000] 914 221180 286[ 8000] 559 715 907[ 1000] 83 222055 274 894 956 223169 417 37 79 537 722 801 985 224059 69 94 116[ 500] 45 239 575 668 706 944 225216 417 613 851 226112[ 3000] 365 432[ 500] 759 77-852 73 227180 498[ 500] 682 754 915 228166[ 3000] 92[ 500] 241 499 600[ 500] 828 229195 294 324 407 591 606 735[ 500] 959 906 230038 40 176 379 485 551 603 887 989 231821 29 427 998 232083[ 500] 94[ 500] 128 32 673 844 233165 896 416 709 79 862 64 925 234321 33 79[ 1000] 528 95 744 948 235119 28[ 1000] 248 545 65 88 632 894 236010 42 69 433 44[ 3000] 59 60 632 704[ 3000] 917 34 237005[ 1000] 59 138 43 588[ 1000] 238443[ 500] 239030 189 336 78 556 66 730 240181 89 248 531 70 877 79 975 241103[ 1000] 48 401 13[ 1000] 40 605 716 24 845 242080 214855 464[ 3000] 82 87 657 852 243063[ 1000] 107[ 1000] 13 299 302 487 671[ 3000] 802 951 97 244142 82 466[ 5001 558 692 755 67 84 245043 330 439 51 1000] 561 71 622 [ 500] 73 735 63 902 25 72 246273[ 1000] 330 35 403 628 798 989 247097 208[ 500] 41 80 629 54 792 95 845 [ 15000] 248059 292 371[ 1000] 521 75 81 679 785 249070 125[ 1000] 371 95[ 500] 437[ 500] 996 250473 504 5[ 1000] 13 607 769 251057 182 308 669 711 20 25 30 962 252458 75[ 500] 90 599 839 253313 59 693 761 89 829[ 500] 58 929 254160 892 573 631 78 859[ 500] 255130[ 1000] 59 90 92 274 82 806 441 60[ 3000] 802 957 256097 416[ 3000] 61 517 669 706 804 257499 616 705 54 836 973 258000[ 1000] 91 176 229[ 500] 410 577 705 259494 99 260008 830 800 97[ 500] 973 261036 133 208 91 846 446 704[ 500] 971 262170 250 623 960 263052 848 264095 453 536 265036 67 200 449[ 500] 813[ 3000] 33 266079 345 618 847 971 267075 113 40 355 79 433 43 641 268370 81 448[ 1000] 504 8[ 1000] 896 945 269000 121 448 575 708 30 270050 64 96[ 500] 172 202[ 3000] 350 86 586 820 927 271237 384 495[ 1000] 574 630 91[ 3000] 93 737 64 97 965 76 272023 79 162 744 808 19 31 273021_275 386 274078 167 274[ 500] 350 501 48[ 500] 943 275029 108 72[ 500] 315 439 741 993 276110 462 567 700[ 500] 277047 344 498 634 64 76 958 278052 148 257 585 834 996 279124 81 839 451[ 3000] 526 641 780[ 500] 914 280134[ 3000] 270 339 503 34[ 500] 281159[ 500] 266 393[ 1000] 431 35 558 96 903 6 26 53 282126 287 331 598 839 73 283362 883 284040 46 283 310 95[ 500] 622 718 803 96 285057 59 343 406 67 522 31 795 800 054[ 1000] 286053 128 39 49 607 36 52 812[ 500] 27 287099 174 321[ 1000] 32[ 500] 512[ 500] 648 81 710 861 Im Gewinnrade verblieben 1 Prämie à 300 000 M., 1 Gewinn à 200 000, 1 à 150 000, 2 à 100 000, 1 à 75 000, 2 à 60 000, 2 à 50 000, 2 à 40 000, 10 à 30 000, 21 à 15 000. 52 à 10 000, 99 à 5000, 1509 à 3000, 2381 à 1000, 3652 à 500. 8. Zlehung 5. Kl. 218. Kgl. Preuss, Lotterie, Ziehung vom 14. Mai 1908, nachmittags. Nur die Gewinne über 240 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) ( Nachdruck verboten.) 50 222 426 89 700 93 874 908 1127 43 260 302 70 [ 1000] 999 2113 201 19[ 500] 512 3108 14 58 86 316 74 700 21 40 50[ 3000] 922 91 4259 323[ 5000] 607 67 5318 606 784 887 916[ 1000] 6024 150 93 7130 544 677 800[ 500] 022 46 89 8044 323 620 992[ 1000] 9036 223 469 87 728 808 975 10464 697 946 11061 84 194 275[ 3000] 453[ 1000] 537[ 500] 68 94 669 892 12262 64 455 89 719 825[ 500] 13153 367 72[ 500] 74 519 51 734[ 500] 829 14010 78 114 455 59 67 628 34 15037 225 360[ 1000] 402 503 625 762 16118 371 538 624 17045 274 320 36 45 55 591 18187 213 305 63[ 1000] 542 719 953 19248 475 648 94 20254 797 21046 72 109 831 932 22145 513 808 23082 84 244[ 3000] 428 567[ 500] 775 829 60[ 1000] 946 24323 409 581 629 774 997 25234 43 365 421 895 26093 138 204 8 24 327 558 27215 598 695 754[ 500] 28205 68 553[ 3000] 501 5[ 500] 22[ 3000] 603[ 500] 887 29044 155 204 791 30157 237 323[ 500] 544 890 31140 78 235 91 576 822 85 82 32151 375 646 772 947 92 97 33079 184[ 500] 274 469 561 628[ 3000] 900 15[ 500] 34019 125 205 475 626 732 35160 351 760 813 35 36023 289 323[ 3000] 54 425 88 552 701 75 37049 138 85 458 85 510 824 40 992 38077 79 80[ 3000] 245 307 36 649 80 719 804[ 3000] 088 91 39151 91 385 499[ 500] 881 942 40046 140 243 303 10 424 62 699 769 844 41100 74 428 544 42017 181 307 443 710 21 869[ 3000] 83 900 43890 44161[ 3000] 611 53 78 92 903 45440 70 501 82 [ 1000] 46088 377[ 500] 79 620 700 12 76 917 99 47029 154 277 785 48004 41 226 60 370 98[ 500] 606[ 500] 813 054 49054 427[ 3000] 684 748 852 64 50080 505 83 648 847 83 86 51038 98 100 41 422 522 51 836[ 500] 49 85 953 52008[ 500] 360 516 63[ 500] 79 680 752 55 86 898 53067 311[ 500] 505[ 500] 8 618 54195 582 636 763 927 55333 423 48 596 775 887 930 98 56004 120 296 391[ 1000] 432 57011 184 386 713 870 957 58094 299 302[ 1000] 523 30 601 775 801 979 59291 337 458 553 60105 11 68 295 558 725 886 99 943 61029 242 542 661 751 64 913[ 1000] 62075 419[ 500] 51 582 613 790 934 [ 500] 6307 237 49 98[ 500] 397 752 886 923[ 500] 98 64057 168 266 305 834 65045 83 112 221 32[ 1000] 81 663 796 66111 311 18[ 1000] 27 818[ 3000] 962 67011 111 398 476 650 900 68103 57 66 219 330 492 595 993 69318 416 686 874 70003 213 36 308 18 417 65 598[ 500] 610 90[ 3000] T27[ 500] 852 71012[ 1000] 107 68[ 3000] 815 404 621 24 72066 105 33 366 850 73053 785 98 979 74129 252 306 [ 1000] 520[ 1000] 90 880 998[ 1000] 75096[ 500] 227 427 [ 500] 577 816 973 76073 114 30 32 37[ 500] 222 38 77188 279 481 574 668 868 78143 467 655 65 69[ 500] 930 79034 TO[ 500] 89 94 158 449 75 503[ 3000] 743 832 31 987 80174 225 558[ 3000] 724 72 913 31 55 81333 38 T3000] 550 837 928 82006 74 140[ 500] 366 462 82 565[ 500] 642 737 57 83074[ 1000] 138 362 84126 96 448 952[ 500] 85094 315 27 632 65 706 86004 324 87039 365 528 681 [ 1000] 710 939 57 88013 33 71 83 287 305 75 416 895 89102 507 14 78 663 76 97 751 813 28 915[ 500] 90132 282 357[ 500] 625 719[ 500] 62 998 91020 58 233 71[ 500] 845 530 33 34 680 756 904[ 500] 12 46 92035 105 239 877[ 1000] 923 93047 55 199 222 59[ 500] 403 762 [ 500] 75 987 94059 185 91 235 60 357 768 822 78 902 89 [ 3000] 95035 96 129[ 1000] 83 225 36 67 512 666 803 43 46 990 96062 288 488 626 97251[ 3000] 322[ 3000] 38 39 421 592 98146 268 478[ 500] 528 75 686 93 935[ 500] 99201[ 500] 47 326[ 1000] 65 94 473 95 531 100254 550 719 896 935 101384 724 812 15 942 102383[ 1000] 75 90 642 103008 50 285 447 56 635 68 722 96[ 1000] 907[ 1000] 47 104058 151 338 571 611 874 944 105078 502 878 106319 107021 123 241 361 831 108007 165 252 735[ 15 000] 804 74 88 966 109073 90 506 713 844 86 925 97[ 1000] 110077[ 500] 216[ 500] 768 111063 75 848 480 574 816[ 500] 112207[ 500] 301 16 24 68 674 113161 237 471 72 650 86 832 57 989 93 114368 414[ 3000] 29 42 601 981 85 115076 721 79 944 116600 57 825 915 [ 500] 19 117173 209 808 433 733 62 913 63 118013 [ 500] 67 127 408 577[ 500] 614 25 816 119018 269 887 447 726 120083 252[ 500] 691 869[ 500] 957 121267 759 815[ 1000] 83 954 122085 102 40[ 500] 98[ 15 000] 251 54 95 837 467 123104 414[ 500] 41 752 903[ 1000] 53 88 94 124046 121 73 816 584 610 90 865[ 500] 911 125094 228[ 500] 820 451 671 84 93 126214 32 41 634 521 87 700 83 810( 500] 94 905 127083 422 560 758 62 843 905 56 128160 246 424 28 553 754 863[ 500] 948 129164 67 283[ 500] 873 537 666[ 500] 715 20 99 130052[ 1000] 122[ 3000] 93 449[ 1000] 687 843 131222 72 386 410 532 79 780 901 45 55 132153 250 75 688 753 82 133143[ 1000] 838 625 766 889 134048 69 78 88 200 98[ 1000] 515 611 700 929 48 60 93 135095[ 500] 135 242 336 561 84 714 25 93 870 136048 162[ 10 000] 221 344 471 642 760 820 986 137017 728 828 968 138278 89 318 484 559 678 708[ 5000] 139001 491 827 912[ 1000] 140062 75 827 439 507 20 800 14[ 1000] 936 141074 188 248 387 75 441 532 707[ 500] 831 81 944 142068 852 543 788 65 83 143036 548 778 98[ 1000] 144112 64 238 [ 1000] 368 400 16 682[ 1000] 766 145130 73 222 24[ 3000] 323 450 628 29 96 862 146167 237 87 509 832 33 147070 205 305 45 426 148102 44 59 71[ 500] 90 239 004 17 6 $ 91 149017 343[ 1000] 98 456 79 510 16 869 77 964 150371 520 37 151215 831 97 403 945 152006 618 882 153144 76 409 561 96 614[ 5000] 91[ 5000] 758 154015 1500] 29 154 442[ 1000] 582 155049 190 216 77 898 942 156032 47 237 88 549 67 68 651 928 157015 [ 500] 108 295 414 21 610 785[ 500] 996 158050 207 881 412 52 737 969 159300[ 3000] 66 478 790 947 51 160008 77 182 241 372 402 83 658 88 806 35 161165 295 333 687 768 862 943 85 162089 176 227 72 855 509 838[ 5000] 929 35 79 163167 279 451 619 842 164005 115[ 1000] 369 488 165016 117 38 77 334[ 500] 43 701 [ 1000] 820 948 54[ 1000] 166415 556[ 500] 93 790 914 167227 303 496[ 500] 505 701 850 168749 897 169081 419[ 500] 510 67 77 667[ 500] 779 856 69 170881 610 42 56 171170[ 1000] 586 756 968 172308 68 80 703 7 802[ 500] 80 924 46 83 173106 272 430 92 700 945 53 174012 62 218 473 88 561 715 70 805 962 175307[ 500] 581 619 744 57[ 3000] 176016 83 188 208 350 510 55 693 990 177003 55 15001 167 256 850 542 65 621 749 88 989[ 1000] 178149 275 329 667 83 630 962 179468 796 180348 58 414 621 822 936[ 500] TT 83 99[ 3000] 181107 38 821 936 55 182102 304 707[ 500] 29[ 1000] 183202 566[ 500] 709 56[ 500] 928 184070 136 243 608 [ 500] 60 87[ 1000] 711 26 83 816 185017 113 67 251[ 500] 814 517 54 91 629 80 836 186011[ 1000] 293[ 3000] 429 551 925 80 187406 42[ 1000] 577 678 815 38 964 188001 118 533 744 83[ 500] 804 7[ 3000] 33 189102 814 53 58 491 613 762 190109 255 66 75 76 321 433 879 930 82 191018 147 55 261 92 374 598 192001[ 1000] 63 261 649 705 35 57 809 932 193105 44 368 699 723 867 194028 54 152 [ 1000] 77 92 309 499 563 916 24 59 195188 828 440 41 508 40 695 196030[ 500] 530[ 1000] 670 785 197051 554 703 992 198141 315 38 409 633[ 1000] 761 65 [ 500] 805[ 3000] 982 89 199561 84[ 1000] 836 85 979[ 1000] 200053 71[ 3000] 76 144 340 500 98 740[ 1000] 95 984[ 500] 201376 537 774 202047[ 500] 239 488 509 661 732[ 500] 41 203172 249 94 374 464 711 88 880 204589 942 205025 176 94 301 85 98[ 500] 777 884 933 76[ 500] 77 206026[ 500] 78 338 485 877 207267 883 438 82 584 96 666 914 31 208043 188[ 500] 402 18 570 878 209102 13 406 23 728 800 17 210013 66 399 438 543 654 743 889 211234 98 562 942 212147[ 500] 264 83 489 566[ 1000] 751 818 [ 500] 213147 253 95 366[ 500] 609[ 1000] 732 214075 155 242 53 446 73 516 704 43[ 500] 215237[ 500] 436 [ 500] 84 606 732 216285 864 438[ 500] 81 83[ 1000] 739 872 90 970 217135 89 501 38 600 766 962 218365 430 33 42 832 918 219060[ 3000] 161 83[ 500] 214 362 70 462 981 220219 831 621[ 500] 790 964 221088[ 500] 108 218 45 48[ 5000] 89 567 627 859[ 500] 222067 310 433 522 968 223006 83[ 500] 87 105 62[ 500] 633 840 63 [ 500] 224221 335 551 617 712 225215 368 468 625 69 749[ 500] 917 19 29 226101 14 240 317 484 99 785 994 227371[ 3000] 510[ 1000] 603 840 228030 549 870 229046 517 605[ 5000] 35 720 23 949 230007 118 65 295 342 455 659 742 50 231145 447 573 664 945 232143 280 344 87 444 85 752 233097 141[ 500] 50 261 410 31 594[ 3000] 659 851 68 94 944[ 3000] 234251[ 500] 723 235008 22 98 144 282 841 569. 621 236401 87 821 237195 294 575 622 854 238196 394 411 24 648 868 923 239011 73[ 500] 169 235 56 845 81 525 612 89 768 878 240016 294 838 71 588 627 747 828 919 TS 241067 327[ 3000] 72 467 93 580 682 800 84 912 242201 4 82 [ 500] 377 878[ 500] 983 243000 83 173 84 817[ 1000] 69 437 521[ 3000] 32 628 835 952 73 244007 418 625 96[ 1000] 946 75[ 500] 96 245240 438 79 899 246392 580 629 94 813 247094 168 75 296 370 487 702 805 926 33 41 248044 80 367 405 586 749 810 14 71 12 948 54 249149 457 678 803 250093 187 341 418 671 97 864 251018 88 225 72 [ 500] 89 324 90 448 619 772 84 848 918 252094 101 77 234 492 509 604 810 935 86 253029 31 54 337 447 873 961 84 254558 682 701 29 52 255047[ 500] 197 220 312 38 77 429 655 57 894 986 256033 340 47 93 714 257057[ 500] 464 672 258220 477 502 28 654 798[ 3000] 816 21 259054 430 42[ 500] 78[ 1000] 578 836 260033[ 3000] 492 593 652 818 86 998[ 3000] 261332 516 32[ 1000] 33 75 92 969 75 262106 824 497 596 618 37 90 881 941 263150[ 3000] 428 52 56 60 569 99 694 962 264031 167 69 235 91 886 901 46 265024 100 342 721 52 928 266302 52 400 98 267055[ 3000] 135[ 500] 705 30 65 268099 105 475 536[ 3000] 874 962[ 1000] 92 269374 998 270061 68 303 443 54 643[ 500] 759[ 3000] 71 271214 [ 3000] 347 445 615 69 774 77[ 3000] 876 918 272037 328 521[ 500] 37[ 3000] 81 658 59[ 500] 93 987 273007 11 [ 500] 129 45 78 369 559 668 823 903 274067 91 310 673 794 940 275276[ 500] 319 25 405 34[ 500] 513[ 500] 610 764 925 26 276023 138 64 396 440 517 45 893[ 1000] 277210 380 422[ 1000] 736 939 42[ 1000] 278287 847 436 518 785 891 997[ 500] 279267 360 402 615 20 28 815 55 85 280374 513 30 651 70 752 72 907[ 500] 281232 40 808 615 73 877 282168 379 752 60 948 283071 826 [ 500] 474 805 49 90 961 284221[ 500] 93 95[ 500] 370 467 528 616 748 861 97 937 285212 831 42 59 71[ 500] 286542 68 612[ 1000] 870 997 287078 98 466 545 668 724 79 927 56 Berantw. Rebatt.: Georg Davidfohn, Berlin, Inferatenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u.Verlag: Borwärts Buchdr. u. Verlaasanstalt Baul Singer& Co. Berlin SW Nr. 113. 25. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Der Verbandstag der Gastwirtsgehilfen. Leipzig, 13. Mai. In der heutigen Vormittagssitung wurde zunächst die DeFatte über die Geschäftsberichte fortgesetzt und zu Ende geführt. Von den meisten Rednern wurde wiederum auch die Frage der Kellnerinnenorganisation besprochen. Plannerer- München meint, daß es ein sehr schlechtes Licht auf die Verhältnisse in Norddeutschland werfe, wenn man erkläre, daß die Kellnerinnen dort Eigenschaften hätten, die sie geradezu unfähig zur Organisation machten. Nach München seien Kellnerinnen aus Hamburg gekommen, die sich als durchaus anständige Kolleginnen bewährten. Er, Redner, als Leiter von über 500 orga= nisierten Kellnerinnen Münchens würde sich für diesen Posten bedanken, wenn man diesen Mitgliedern etwas anderes nachsagen wollte. Nachdem 3illmann hierzu als Verhandlungsleiter erklärte, daß sich die Aeußerungen über die Organisationsunfähigfeit nur auf die norddeutschen Animierlokale bezögen, nicht auf die füddeutschen Kellnerinnen, und daß es z. B. in Hamburg nur drei große Lokale gäbe mit Kellnerinnen nach füddeutscher Art, erklärt Plannerer, danach müsse er allerdings annehmen, daß die Mehrheit des Verbandstags dann wohl Grund zu ihrer ablehnenden Stellung zur Organisierung der norddeutschen Kellnerinnen haben müsse. In seinem Schlußwort geht Poebich auch nochmals auf diese Frage ein und bemerkt, daß der Verband den Grundsatz befolge, alle weiblichen Angestellten im Gastwirtsgewerbe zu organifieren, daß man aber aus den schon angeführten Gründen nicht an die Organisierung der norddeutschen Kellnerinnen herangehen fönnte. Im übrigen wurde in der Debatte von vielen Rednern über die höchst mangelhafte Durchführung und gänzlich unzureichende Kontrolle der Bundesratsverordnung geklagt. Hierzu lagen folgende Anträge vor, die beide der Hauptberwaltung zur Berüdsichtigung überwiesen wurden: Nürnberg: Es möge der Verbandstag dahin wirken, daß die Fabrit- und Gewerbeinspektion mehr wie bisher auf unser Gewerbe ausgedehnt wird, damit die Ruhezeiten besser wie bisher eingehalten werden und wir mehr Aushülfen unterbringen fönnen. Stettin: Die Hauptverwaltung wird beauftragt, eine einheitliche Petition für sämtliche Ortsverwaltungen aus zuarbeiten, die von den einzelnen Verwaltungsstellen an die maßgebenden Behörden einzureichen ist, daß bei Kontrollierung der Bundesratsverordnung Angestellte im Gastwirtsgewerbe hinzugezogen werden. Dem Hauptvorstand bestimmten Auftrag zu geben, diesen Anfrägen entsprechend vorzugehen, davon wurde Abstand genommen, weil man sich erst im vorigen Jahr mit derselben Sache an die Behörden, auch an sämtliche Gewerbeinspektoren, gewandt hatte. Deutscher Transportarbeiter- Verband. ( Bezirk Groß- Berlin.) Hiermit diene den Kollegen zur Nachricht, daß unser langjähriges Mitglied, der Bader, Ernst Brilke am 12 d. M. berstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute, Freitag, nachmittags 41, Uhr, von der Leichenhalle des St. GeorgenKirchhofes, Landsberger Allee, aus statt. 69/2 Die Ortsverwaltung I. Verband d. baugewerblichen Hilfsarbeiter Deutschlands. Zweigverein Berlin u. Umgegend. ( Bezirk Südost). Todes- Anzeige. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege Hermann Zeising verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Freitag, den 15. d. M., nachm. 42 Uhr, von der Leichenhalle des EmmausKirchhofes in Rigdorf, Hermann 30/13 straße, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Zweigvereinsvorstand. Allen Kollegen und Bekannten die traurige Nachricht, daß am Dienstag, den 12. Mai, mein lieber Mann, unser guter Bater, der Pianofortemacher Karl Klapper nach langen schweren Leiden sanft entschlafen ist. 20536 Um stilles Beileid bitten Katharina Klapper nebst Kindern. Die Beerdigung findet Sonnabend, den 16. Mai, nachm. 4 Uhr, von der Leichenhalle des Santt Michael- Kirchhofes, Mariendorfer Weg, aus statt. Todes- Anzeige. Allen Freunden und Betannten die traurige Nachricht, daß unser lieber Bruder und Dntel Hermann Gefeller am 12. d. M. nach langem Leiden geftorben ist. am stille Teilnahme bittet Familie Gefeller. Die Beerdigung findet am Freitag, den 15. Mai, nachmittags 4%, Uhr, von der Leichenhalle der Thomas- Gemeinde aus statt. 20526 Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Nachruf. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Dreher Gustay Behrendt geftorben ist. Ehre seinem Andenken! 116/7 Die Ortsverwaltung. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden meines unvergeßlichen herzensguten Mannes und Baters Lorenz Hansen fage ich allen Kollegen, Freunden und Bekannten meinen berzlichsten Dant. Frau Hansen. Danksagung. Allen Freunden, Bekannten und Kollegen fage für die rege Teilnahme am Begräbnis meiner lieben Frau meinen herzlichsten Dank. Hermann Forstmann. Danksagung. Für die liebevolle Teilnahme und vielen Kranzspenden bei der Beerdi gung meiner lieben Frau Luise Hahn sage ich allen Verwandten und Freunden, besonders den Kollegen der Firma Schuster, Böhme u. Co. sowie dem Gesangverein" Sorgenfreitag, 15. Mai 1908. Der Antrag Niedermeier- München, sotveit er zum Ziele Verbandstagen und Kongressen damit befaßt habe. Sowohl die hatte, daß die Hauptverwaltung bei Errichtung von Ortsbureaus Arbeitsnachweiskonferenz in Wiesbaden( 1905) wie der Kölner des Verbandes die Hälfte der Unkosten tragen sollte, wurde ab-| Verbandstag( 1906) haben Beschlüsse auf gefeßliche Beseitigung der gelehnt, nachdem man zu der Ueberzeugung gekommen war, daß gewerbsmäßigen Stellenvermittelung und Einführung staatlicher eine derartige allgemeine Regel nicht zweckmäßig, noch durchführbar oder städtischer Arbeitsnachweise mit öffentlich- rechtlichem Nun gelte es, auf dem bereits beist, und die Ortsverwaltungen schon bisher nach Bedürfnis von Charakter angenommen. ber Hauptverwaltung Zuschüsse erhalten. Es wurden dann noch schrittenen Wege weiterzukommen. Der Redner weist ferner darauf einige Anträge erledigt. Unter anderem wurde beschlossen, daß hin, daß der Verband deutscher Gastwirtsgehülfen der einzige ist, die Namen der neuaufgenommenen Mitglieder nicht mehr im Fach- der seinen Schild hinsichtlich der Stellenvermittelung rein gehalten organ bekanntgemacht werden sollen, wie es bisher in Versamm- hat und rein hält. Wohl haben sich von Gehülfenorganisationen lungsberichten aus einzelnen Orten geschah. Dem Hauptkassierer auch der Kellnerbund wie der Genfer Verband für gesetzliche Bewie der gesamten Hauptverwaltung und dem Ausschuß erteilte der seitigung der gewerbsmäßigen Stellenvermittelung erflärt, aber sie selbst lassen die Vermittelung gewerbsmäßig betreiben. Von Verbandstag einstimmig Decharge. Brinzipalorganisationen hob der Nednet die einzig rühmliche Ausnahme hervor, daß der Internationale Verein der Hotelbefizer eine unentgeltliche Stellenvermittelung unterhält und sich auch grundsäglich gegen die gewerbsmäßige Vermittelung erklärt hat. Leider handeln die Ortsvereine dieser Organisation nicht alle danach, wie z. B. der Hamburger Verein, der einen neuen Arbeitsnachweis gründete, um die Organisation der Hoteldiener zu vernichten, was allerdings nicht gelang. Der Redner bemerkte auch, daß in Paris das gesetzliche Verbot der gewerbsmäßigen Stellenvermittelung zur Folge gehabt hat, daß die Stellenvermitteler Vereine gründeten, die nun die Stellen gegen hohe Beiträge vermitteln und so zu einer schweren Plage für die Kellner usw. geworden sind. Die Debatte über diesen Punkt wurde auf morgen vertagt. Der Nachmittag des heutigen Tages wurde durch Kommissionsfizungen ausgefüllt. wird Bum folgenden Punkt der Tagesordnung Stellenvermittelung folgende Resolution vorgelegt: In Erwartung eines gesetzgeberischen Eingriffs gegen die Stellenbermittelung fordert der 5. Verbandstag in Leipzig: 1. Eine Aenderung der Gewerbeordnung dahingehend, daß die Erlaubnis zur Ausübung der gewerbsmäßigen Arbeits- oder Stellenbermittelung nicht mehr erteilt wird und bereits genehmigte Konzessionen am 1. Oktober 1913 als aufgehoben gelten. In der Zeit vom Tage der Inkrafttretung dieser Gewerbenovelle bis zum 1. Oftober 1913 ist zu verbieten, von stellesuchenden oder in Stellung vermittelte Personen Gebühren zu fordern oder anzunehmen. 2. Durch Reichsgesetz zu bestimmen, daß mit dem 1. Oktober 1913 jedwede Arbeits- und Stellenvermittelung, auch die unentgeltliche von Verbänden, Vereinen und Innungen, eingestellt werden muß. 3. Auf dem Wege der Gesetzgebung durchzuführen, daß in allen Gemeinden von 20 000 Einwohnern und mehr staatliche oder städtische Arbeitsnachweise errichtet werden. Die Kosten dieses Arbeitsnachweises trägt der Staat oder die Gemeinde. Die Anstellung aller Arbeitsnachweisbeamten erfolgt durch die beteiligten Berufsorganisationen Arbeitgeber- und Arbeitnehmeroereine-, denen weitgehendste Selbstberwaltung einzuräumen ist. Mit der Errichtung eines staatlichen oder städtischen Arbeitsnachweises sind die Behörden zur Inanspruchnahme desselben verpflichtet. Sie haben auch im Vertragswege zu beranlassen, daß die Inhaber fiskalischer oder auf fistalischem Boden errichteter Betriebe und auch solche Unternehmer diesen Arbeitsnachweis benüßen müssen, die für den Staat oder die Gemeinde Aufträge auszuführen haben. Der Referent Staate= Berlin führt hierzu u. a. aus, daß eine ausführliche Schilderung der Schandtaten der Stellenvermitteler nicht notwendig sei, da diese Mißstände ja den Dele= gierten hinreichend bekannt sind, man sich ja auch auf früheren Wasserstands- Nachrichten der Landesanstalt für Gewässerfunde, mitgeteilt vom Berliner Betterbureau. Wasserstand Memel, Tilsit Bregel, Insterburg eichsel, Thorn Dder, Ratibor Krossen Frankfurt warthe, Schrimm Landsberg Neze, Bordamm EI6e, Leitmerizz Dresden Barby Magdeburg Wasserstand Beeskow Rathenow 2) Spree, Spremberg) eser, Münden Minden am seit 13. 5. 12. 5. am feit 13. 5. 12. 5. cm cm ¹) em eni¹) 243 270 88 214+24 240-29 4-18 221+16 132+6 <-10 +5 Saale, Grochlik Havel, Spandau³) 167 114 -1 162 98 144 35 96 94+9 Rhein, Marimiliansau 578 55 <-2 Kaub 391 94 -3 Köln 421 -8 -12 Nedar, Heilbronn 140 -15 279 -2 Main, Wertheim 176 237 Mosel, Trier 1)+ bedeutet Buchs, Wollen Sie etwas Feines rauchen? ,, Salem Aleikum" Wort und Bild sind gesetzlich geschützt Zu haben in den " Dann empfehlen wir Ihnen Salem Aleikum " Garantiert naturell- aromatische, rein türkische Cigarette. Diese Cigarette wird in No. 3 nur lose, in den Nummern 4 bis 10 auch in einfachen Kartons à 20 Stück Inhalt, ohne Kork, ohne Goldmundstück verkauft. 4 5 16 8 10 Preis: No. 3 31/2 4 5 6 8 10 Pfg. das Stück Nur echt, wenn auf jeder Cigarette die volle Firma steht: Cigarren- Geschäften Orientalische Tabak- u. Cigarettenfabrik ,, YENIDZE" Inhaber: Hugo Zietz. Deutschlands größte Fabrik für Handarbeit- Cigaretten. Ueber 1400 Arbeiter. Neuerscheinungen! Der Klassenkampf des Proletariats Damen- Konfektion bon Parvus. Heft 3. Die Sozialdemokratie und der Parlamentarismus. Preis 25 Pf. Vorher erschienen find: Heft 1. Der gewerkschaftliche Kampf.. 15 Pf. Die tapitalistische Pro: duktion u. das Proletariat 30 Pf. geft 2. frei" für den Gesang am Grabe Die Sozialdemokratie meinen herzlichsten Dank. 20556 Paul Hahn. Neu erschienen ist: Der deutsche Bauernkrieg Bon Friedrich Engels. Mit Einleitung und Anmerkungen herausgegeben bon Franz Mehring. Elegante Ausstattung. Preis brosch. 1,50 m. Das Proletariat und die russische Revolution. Bon A. Tscherewanin. Mit einer Vorrede von H. RolandHolst und einem Anhang vom Ueberfeger S. Lewitin. Preis 2,- M. Billige Ausg. brosch. 1,20 m. geb. 1,50 M. Expedition des ,, Vorwärts" Berlin SW. Lindenstraße 69, Laden. direkt aus der Fabrik. Kein Laden! Nach beendeter Engros- Saison 130/ 20* Haben Sie Stoff? Fall, - ³) Unterpegel. „ Berliner ArbeiterRadfahrer- Verein" Mitglied des Arbeiten Radfahrer- Bundes Solidarität“. Touren zum Sonntag, den 17. Mai. 1. Abt. früh 7 Uhr: 8wiebusch; nachm. 1 Uhr: Müggelheim. Starts: Bülowstraße 58. 2. Abt. früh 6 Uhr: Streifzüge durch den Blumental; nachm. 1 Uhr: Kaulsdorf( Hamann). Starts: FontanePromenade 15. 3. Abt. früh 7 Uhr: Obstbautolonie Eden" bei Dranienburg; nachmittags Uhr: Birkenwerder. 1 Mariannenplag. 4. Abt. früh 5 Uhr: Starts: Beeliz; nachm. 1 Uhr: Wannsee( Philipp). Starts: Küstriner Platz. 5. Abt. nachm. 2 Uhr: Familien: tour nach Hirschgarten( Waldburg). Starts: Elysium. 6. Abt. früb 7 Uhr: Rüdersdorf; nachm. 1 11hr: Wilhelmshagen. Starts: Dderberger Straße 28. 7. Abt. früh 7 Uhr: Woltersdorf ( Schloß Woltersdorf); nachm. 1 Uhr: Starts: Maß- Anzüge, Paletots 25 M.! riebrichshagen( Niedow). fertigen für prima Futter, garant. Sitz! Lieferung prompt!! Bekleidungs- Industrie Grüner Weg 8, I links auch Einzelverkauf Zahn- Klinik. enorm billig im deutschen Reichstage. UebergangsHeft 3. Capes Paletots Die sozialdemokratischen Wahlaufrufe für die Reichstagswahlen Jacketts 1881, 1884, 1887 bon August Bebel. Preis 1 M. Die vorhergehenden Hefte behandeln: Heft 1. Die parlamentarische Tätigkeit des deutschen Reichstages und der Land: tage und die Sozialdemo tratte von 1871-1874 bon A. Bebel. Preis 60 Pf. Heft 2. Die parlamentarische Tätigkeit des deutschen Reichstages und der Land: tage und die Sozialdemo tratie von 1874-1876 bon A. Bebel. Preis 1 M. Expedition des Vorwärts, Berlin SW., Lindenstr. 69, Laden. Allen Sportsgenossen zur 30892* Nachricht, daß Hasselwerder- Nieder- Schöneweide der beste Ruheplatz ist für Radler. Mit Frisch- Auf Bruder Wilhelm. Staubmantel Kostüme Kostüm- Röcke MädchenPaletots Robert Baumgarten Hausvogtei- Platz 11, I. Etage ( an der Jerusalemerstraße). Bei Vorzeigung dieses Inserates an der Kasse werden 5 Proz. Rabatt vergütet. Auch Sonntags geöffnet. Preise beliebige Teil. zahlung. InvalidenOlga Jacobson, straße 145. Grenzstr. 21. 8. Abt. früh 7 Uhr: Stremmen; nachm. 2 Uhr: Hermsdorf. Starts: Siemensstraße 3. 9. Abt. nachm. 1½ Uhr: Behlendorf( Mied). Start: Schillingstr. 15/16. 10. 2bt. früh 7 Uhr: Saarmund; nachm. 1, Uhr: Zehlendorf. Starts: Lothringer Straße 37. Motorfahrer. Früh 9 Uhr: Löwenberg. Starts: Bahnhof Gesundbrunnen. 11/13 Montag, den 18. Mai: VorstandAuf Teilzahlung sitzung. Wöchentlich nur 1 Mark! Große Auswahl Uhren, Goldwaren jeder Art. Zithern, Phonographen, Grammophone, Musikwerke usw. Verkauf von prima Platten und Walzen. jett Juhre& König, warschauer Straße 68, 1. Etage, und Reinickendorfer Straße 101, I Etage. Aeltestes Teilzahl.- Geschäft für Brennabor- Räder! Kein Laden! Günstigste Bedingungen. Berlin SO., Louis Barth, Brückenstr. 10a, pt. Nur für Zigarrenhändler von billigste Einkaufsquelle Zigarren, Zigaretten und Tabaken. Alle bekannten eingeführten Sorten zu Original Fabrikpreisen. Max BERLIN NO. 18, Ziegenhals, Keibelstr. 20, HERREN Dr. Simmel KNABEN Spezial- Arzt für Haut- und Harnleiden. dicht am Prinzenstr. 41, Moritzplatz, 10-2, 5-7. Sonntags 10-12, 2-4. dicht am Alexanderplatz. Telephon: Amt VII, 3017. KLEIDUNG S.LEVY CHARLOTTENBURG SCHARRENSTR.36 Orts- Krankenkasse der Gastwirte und verwandten Gewerbe) • zu Berlin. Staffenlolal: S. 14, Inselstraße 6. Einnahme. 1. Kassenbestand am Anfang des Rech nungsjahres 2. Zinsen 3. Eintrittsgelder. 4. Beiträge. 5. Erfagleistungen Dritter für gewährte Krantenunterstüßung 6. Ersatzleistungen von Berufsgenossenschaften, Unternehmern, Bersicherungsanfialten für gewährte Krantenunter stügung 7. Aus verkauften Wertpapieren 8. Sonstige Einnahmen -G Kassenstunden: Wochentags 9-1 Uhr. Kaffenrechnung pro 1907. 1. Arzt- Honorar M. Pf. 53 926 74 M. 3f. Ausgabe. 31 426 90 17 000 32 30 613 83 2. Arznei und sonstige Heilmittel 3. Strankengeld: a) an Mitglieder b) an Angehörige. 69 517 30 178 339 05 3 448 16 598 262 74 4. Wöchnerinnen 5. Sterbegeld 7 499 59 6. Sturkosten an Strankenhäuser intl. Fürsorge für Refonvaleszenten 11 119 32 8 427 95 194 614 10 7. Erfagleistungen an Dritte für gewährte Krankenunterstügung: 2460 57 27 663 51 177 500 5 353 25 870 117 20 Das Gesamtvermögen der Kaffe beträgt a) nach§§ 57 u. 57a K.- B.- Ges. b) nach§ 11 Getv.- Unf.- Bers.- Ges.. c) nach§ 11 Inv.- Bers.- Ges.. 8. Zurückgezahlte Beiträge. 9. Für Kapitalanlage. 10. Berwaltungskosten: a) persönliche 11. Sonstige Ausgaben b) sächliche 12. Kassenbestand am Schluß des Rech nungsjahres. Nach dem vorjährigen Abschluß betrug das Gesamtvermögen. Berlin, den 31. Januar 1908. Vermögenszunahme Der Vorstand. 242 66 288 17 416 65 217 757 40 53 465 48 15 177 62 2110 95 33 602 14 870 117 20 • 514 628,94. 491 409,10 " • • 23 219,84 M. Poppe, Vorsitzender. Braun, Schriftführer. Stammer, Rendant. Vorstehende Rechnung ist von uns geprüft und mit den Büchern und Belegen übereinstimmend befunden worden. Berlin, den 26. März 1908. Die Revisionskommission. Grau. Petermann. Lühow. 274/10 Keine Zerstörung der Wäsche Cignittin? Laden, kein Keller! kein Angreifen der Faser ist bei Beautzung des neuen konkurrenzlosen Waschmittels Persil zu befürchten, da es den Schmutz spielend löst und ohne jedes Reiben und Bürsten die Wäsche von selbst wäscht. Für jede Waschmethode geeignet, daher einfachste Anwendung, falscher Gebrauch ausgeschlossen. Garantiert chlorfrei und gefahrlos; wir kommen für jeden Schaden auf. Alleinige Henkel& Co., Düsseldorf Fabrikanten: auch der weltbekannten Henkels Bleich- Soda. Brennabor bietet grösste Sicherheit, besitzt spielend leichten Lauf und besticht durch seine Eigenart Vertreter überall Brennabor- Werke, Brandenburg a. Havel Filiale Berlin W., Kronenstraße 11, nahe Friedrichstraße. Jedes Wort 10 Pfennig. Das erste Wort( fettgedruckt) 20 Pfg. Stellengesuche und Schlafstellen- Anzeigen 5 Pfg.; das erste Wort ( fettgedruckt) 10 Pfg. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Teppiche mitfarbenfeblern Fabril. niederlage Große Frantiurterstraße 9, barierre. fein Laden. Mauerhoff. Borwärtsleser 6 Prozent Rabatt.[+27 Federbetten, Stand 11,00, große 16,00, Pfandleibhaus, Küftrinerplaz 7. Tischdecken spottbillig. 332 Pfaudleihhaus, Küstrinerplab 7, am Grünenweg. Berfallener Pfänder beriaus, spottbilliger Gardinenver fauf, Portierenverfauf, Wäscheverfauf, Dedenverkauf, Anzügeberfauf, UhrenMonats- Garderoben- Haus 6 6 Grosse Betten 12 Mk. ( Oberbett, Unterbett, 2 Riffen) mit doppeltgereinigten neuen Bett federn, beffere Betten 15, 19, 24 Wt.; 1 fchl. Betten 15, 20, 28, 29, 36 m. usiv. Versand geg. Nachnahme. Preis liste, Proben. Berpackung fostenfrei, Berlin S, 890 Gustav Lustig, Prinzenstr, 46 Größt. Spezial- Geschäft Deutschl. Die schönsten 2905L Herren- Sommer- Paletots und-Anzüge in getragener, speziell Monats- Garderobe. Von Kavalieren getragene Sachen, fast neu, für jede Figur passend, speziell Bauchanzüge, sind in großer Auswahl stets zu staunend billigen Preisen zu haben Im Laden Paul Lowicki, Prinzenstr. 6. im Inh. Adolf Hochbahnstation: Prinzenstraße. Kohl !!! Ev. Ohne Anzahlung!!! 50 Herren- Anzüge, Sommer- Paletots, u.andere Gebrauchsgegenstände. 1762L* Pf. wöchent lich an. Kohl& Reimann, Tresckowstr. 14, II. Wörther Platz. Kleine Anzeigen 8065* 8078+ Mehrere Einrichtungen 150, 225, 300, 380, 450-1500 art, sonst zirka der doppelte Wert, fofort Lothringer ftraße 26, Aufbewahrungs- Speicher. Teilzahlung. Möbeleinrichtung, Stube und Küche, Anzahlung 15 Mart an. Einzelne Möbelstüde 8 Mart an. Berliehen gewesene Möbel spottbillig. Berolina", Kastanien- Allee 49. " Fahrräder. 212* Harzer Kanarienhähne, Bucht- Tüllbettdecken 1,95, 2,35, 2,85, weibchen, junge, sprechende Bapageien. 3,65, 4,50 ust. Große Frantfurter Restaurant Kommandantenstraße 52. straße 125. 805st Nähmaschinen. Bergüte bis 20,00 Steppdecken in allen Farben, 3,85, wer Teilzahlung tauft oder nachweist. 4,85, 6,25, 7,85 ust. Sämtliche Syfteme. Postkarte. Brauser, Plüsch und Zuchtischdecken mit Frankfurter Allee 101, Laden. 2970s feinen Stidfehlern 1,65, 1,95, 2,65, Bekanntmachung. Humboldt- 3,50, 4,85 ust. E. Weißenbergs pfandhaus, einzig und allein mur Teppichhaus, Große Frankfurter Brunnenstraße 58, Edhaus Stralstraße 125. funderstraße täglich großer Pfänder Wasch und Wringmaschinen, berlauf, riesengroßer Bettenverfauf, billigste Preise, prima Dualität. Bei Bettwäsche, Aussteuerwäsche, hochfeine Abzahlung größtes Entgegenkommen. Sommerpaletots, Herrenfahrrad, Damenfahrrad Jadettanzüge, Bellmann, Gollnowstraße 26. 7968 wie neu, 45,00. Holz, Blumen. Herrenhofen, spottbillig. Gardinen verkauf, Teppich verkauf, Uh renverkauf. Plüschportieren. Einzelne Fenster ftrage 36 b. 500 gebrauchte Fahrräder wegen Riesenauswahl. Sonntags geöffnet. für die Hälfte. Vorwärtsleser 5 Proz. Extrarabatt. Dranien Lagerüberfüllung 5, 10, 15, Deutsches Leihhaus, Schönhauser straße 160, Dranienplag. 800 20,-, 25,-. Sämtliche Marken und Allee 110. Großer Verkauf: Herren: Frühjahrstoiletten, Hochzeits- Systeme, Brennaborräder, DürkopBrauts Sommerpaletots, anzüge, Größen für die Hälfte des Bertes better, Vermietungsbetten, einzelne leider, hochelegant, gräflichen Häusern, räder, Opelfahrräder, Wandererräder, tm Teppichlager Brünn, Hadeicher Bettftüde, Aussteuerwäsche, Bett pottbillig verläuflich NW., Essener Adlerfahrräder. Günstigste Gelegenheit für Händler, Pfandleiher. Machnow, wäsche, Gardinen, Stores, Bortieren, firaße 19, IV rechts, Aufgang B. jezt Weinmeisterstraße 14. Steppdecken, Tischdecken, Teppiche, Kinderwagen, Gummireifen, wie Fahrräder, Grammophone, Teil Bettvorleger, Goldsachen, Taschen- neu, Flüssing, Rigdorf, Barthes zahlungen, ohne Aufschlag, Lothuhren, Freischwinger, Möbel, Pianinos, straße 23. ringerstraße 40. 6748 Bilder. Berkauf spottbillig. Sonntags geöffnet. Herrenfahrrad sofort spottbillig verkäuflich Gitschinerstraße 95, Papiergeschäft. Silbersachen verfauf, Goldsachen. passende Einsegnungsgeschenfe. 331s Teppiche!( jeblerbajte) in allen Markt 4, Babnbof Borie. 264/ 11* Anzüge, Paletots nach Maß. Aus Ia Stoffresten, Monats und nicht abgeholte Sachen staunend billig. Maßschneiderei Boß, Brunnenstraße 3, eine Treppe, am Rosenthalertor. G Thomas, Geschäftsverkäufe. Restauration billig zu verkaufen Naunynstraße 69. +10 254/ 3* Herrenfahrrad, nagelneues( Ga rantieschein), frankheitshalber jeden Preis. Ererzierstraße 25, III lints. Herrenfahrrad, hochelegantes, Schulden angenommen, Witwe, Neue Schönhauserstraße 1a II rechts. Fahrräder, Zeilzahlungen. Inva lidenstraße 20 Staligerstraße 40. 320* Herrenfahrrad bertauft oder straße 115 born I geradezu. !! Bitte genau auf Hausnummer 14 zu achten!! ANZEIGEN für die nächste Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 1 Uhr, für die Vororte bis 12 Uhr, in der Haupt- Expedition, Lindenstrasse 69, bis 5 Uhr angenommen. Lernt die Muttersprache beherrschen! Erfolgreichen, leicht faßlichen Unterricht in Wort und Schrift der deutschen Sprache erteilt Damen und Herren ( separat) auch abends ein tüchtiger und gewissenhafter Brivatlehrer. Die Stunde fostet eine Mart. Eine Unterrichtsstunde wöchentlich genügt Gefällige Angebote sind unter G. 4 an Expedition des Borwärts" zu richten. " Leihhaus Merkur", Große Frant furterstraße 116 I. Hohe Beleihung für Uhren, Goldwaren, Garderoben, Belzwaren, Wäsche, Möbel sowie jeden Wertgegenstand. Schlafstellen. Sofort Schlafstelle bet Sello, 132/ 9* Schmidstraße 16, Hof I. Möblierte Schlafstelle für zwei Herren, Pantstraße 46a, bei Grägler. Arbeitsmarkt. 20515 Stellengesuche. Patentmatratzenbespanner aller 503se Systeme, auch Maschinenfach und W. 8, Taubenstraße 47. Rammerjäger, Ing. Jödede, Hausarbeit, fucht Beschäftigung. Frau Neellstes sucht Heimarbeit. Drefftorn, Brangel Geschäft dieser Branche.( Arbeiten- ftraße 125. Nachweis honoriert die Kammer7898* jäger- Beitung".) Bücher, alte, Lerita und ganze Bibliotheken tauft Beyer, Dranien * straße 138. 19975* Wer Stoff hat? Fertige Herren anzüge 15,00. Wagner, Schneidermeister, Lichtenbergerstraße 9. 132/ 10* Nixdorf. Hierdurch allen Genossen und Kollegen zur Nachricht, daß ich im Hause Niemetstraße 2 ein Milch-, Badwaare und Kolonialwarengeschäft eröffnet habe. F. Didow. Vermietungen. Wohnungen. 500, sofort Lothringerstraße 26, vertauscht gegen Damenrad Schul- sofort oder später. Wilhelm Meißner, bewahrungs- Speicher. Verschiedenes. +82 2 Stuben, 1 Stube und Küche Charlottenburg, Helmholzstraße 35. Zimmer. Möbliertes Bimmer sofort oder später zu vermieten, 18 Mart, Rotte Patentanwalt Bessel, Gitichiner- buser Damm 21 III, bei Gäbler. 2555* Stellenangebote. Barockvergolder sofort verlangt G. Ruthenberg Nachf., Beißensee, Langhansstraße 126.'" +75 Kunstschmied auf Gitter und Treib arbeit verlangt Paul Heinrichs, Schöneberg, Feurigstraße 54. 20495 Tüchtigen Schrifthauer, firm auf Sandstein- Bostament, fucht Julius Adam, Königsbergerstraße 18. Tüchtiger Kuvertmaschinenfchloffer als Borarbeiter sofort gesucht. Fischer u. Co., Alte Jakobstraße 20-22, Auf20506 gang 6, 4 Treppen. Saubere Feinplätterin jede Woche legte Lage. Rigdorf Mainzer straße 23. +34 Jm Arbeitsmarkt durch besonderen Druck hervorgehobene Anzeigen kosten 50 Pf. die Zeile. 50 Mk. Wochenlohn Möbliertes Zimmer oder Schlaf- oder 50-60% Provision ftraße 94a. Kunststopferei von Frau Kotosty, stelle vermietet Eichert, Rigdorf, Schlachtensee, Kurstraße 8, III. Hermannstraße 226. erhält jeder, der den Vertrieb 532* Steppdecken spottbillig, Fabrit Eine allererste Firma in HerrenGroße Frankfurterstraße 60. 2993s und Knabenfonfektion sucht für ihre Bekanntmachung! Spottbilligste Artikel regelmäßige dauernde AbEinkaufsquede! Für Arm und Reich! nehmer. Es wird nur auf KundBerlin! Umgegend! sowie auswärtige Schaft reflektiert, die kauft ohne zu Möbel. Käufer! jinden die reichhaltigste handeln, dafür wird aber beste Warenauswahl zu extrabilligen Ber- Ware und billigste Preise garantiert. Speisezimmer, eichenes, tomplett Taufspreisen im Pfandleibhause Her. Insbesondere: Sommer- Paletots für Gummi- 725, sofort Lothringerstraße 26, Aufmannplay 6. Staunendbillige hoch- Herren von 20-40 Mart. 20215+ feine Sommerpaletots! Herrenanzüge! und Regenmäntel. Elegante Jüng- bewahrungs- Speicher. Herrenhosen! Bettenverkauf! Riesen- lings, Burschen- und Knaben- AnSalon, gute Arbeit, entzückend, auswahl! Brautbetten! Vermietungs- züge Herren- Anzüge bon 16 bis bett! Bettstüde, Wäscheberkauf! Gar- 60 Mart. Stnaben- Paletots, Jüngs 20225* dinenverkauf! Teppichverkauf! Plüsch- lings- Paletots, Beinkleider, PhantasieHerrenzimmer, eichenes, fomplett tischdecken! Steppdeden! Pfänder- Westen, Joppen, Belerinen usw. usw.-Anerkannt reellites Herren- Ston 480, fofort Lothringerstraße 26, Aufverkauf! Nähmaschinen! Uhrenver20236* Größtes bewahrungs- Speicher. lauf! Stettenverkauf! Ringeverkauf! fettions- Geschäft Berlins. des Schmucksachen! Belohnt wird der Knaben Konfektions- Lager Schlafzimmer, tomplett 240, gute Herrmann Westens. Schlesinger, Arbeit weiteste Beg! Durch extrabilligen Lothringerstraße 26, Auf20245* Einlauf! Im Pfandlethhause Her- Berlin NW., Turmstraße 58. Auf bewahrungs- Speicher. mannplatz 6. Sonntags ebenfalls Wunsch: Maßanfertigung. Sämtliche 6588* Dame verkauft fofort 4 Bimmer + 103* Berufslleidung. geöffnet! Kongresstoffe, Stores, Gardinen, Nußbaummöbel und Küchenfachen, Teppiche mit Farbfehlern spott Stiderei, Tüllbettdeden verkauft unter geschnigtes Nußbaum- Büfett 120 Mart, rabatt. Thomas, Dranienstraße 160. und Auflösung Grüner Weg 80, 26, Ruhebett 20, Mustelbettstelle mit billig. Borwärtsleser 5 Prozent Extra- Breis wegen Erbschaftsregulierung Lederstühle 9, Ausziehtisch 15, hoch. feine Walzenstühle 4, Marmortoilette Dranienplay. 7989* parterre. Federmatraße 36, Muscheltleiderspind, Kinderbettstelle, Kinderwagen, Nähmaschinen. Bahle höchste Ver- Muschelbertito 28, Anfleideschrank 75, Sportwagen. Sommer, Wiener gütung, Stäufer oder Nachweiser. Bücherspind, Diplomatentisch, Herren besonders in Boltswirtschaft, Geschichte und Sozialpolitit straße 51. 18876* Alle Frister- Roßmann- Systeme. Teil- schreibtisch 50, englische Betistellen, gut beschlagen, der bereits eine längere erfolgreiche Redaktionstätigkeit hinter sich hat, für sofort oder später gesucht. Berlangt wird gediegene Monatsanzüge und Sommer. Bahlung. Hruda, Rosenthalerstraße 19. Tomplett 40 Federbetten, Bilder, paletots von 5 Mart sowie Hosen Damenhemden, Herzfasson, mit Portieren, Teppich 8, Tischdecke 5, rednerische und agitatorische Befähigung; eventuell soll von ihm niemand anzufragen. Adresse: von 1,50, Gebrodanzüge von 12,00, gestiďter Basse 1,25, Herrenhemden1,30, Neue Königstraße 29, born I rechts, auch die Veranstaltung von Unterrichtstursen in die Wege geleitet werden. Gefällige Bewerbungen mit Angabe der Gehaltsansprüche wolle bis Schilderfabrik Post Erbach 132/ 12* Frads von 2,50, fowie für forpulente Bettbezug nebst zwei Stopftiffen 4,75. nahe Alexanderplat. 287/12 211/13 Figuren. Neue Garderobe zu staunend Normalwäsche, Arbeiterhemden, so- Räumungsverkauf! Zurückgesezte billigen Preisen, aus Pfandleiben wie einzelne Reisemuster spottbillig. und verliehen gewesene Wobei sollen verfallene Sachen tauft man am Wäschefabrit Salomonsly, Dirdjen vom 15. bis 19. Mai zu außer billigsten bei Nag, Muladstraße 14. straße 21, Alexanderplatz. Sonntags gewöhnlich billigen Preisen vertaust 254/10 werden. Darunter hochelegante Neue Barzellierung! Quadratrute geöffnet. nur 8 Mart, an Wald und Dorf Littauer Nähmaschinen ohne An- Garnituren von 100,- an, SeleiderKleinschönebed. Holzhüter, Schön zahlung, wöchentlich 1,00, gebrauchte pind 24,-, Bertilo 28,-, Auszieh tisch 16,- Bettstellen mit Matrazen eiche, Bahnhof Rahnsdorf. 20116* pottbillig, Wienerstraße 1-6, Bar Begen enormer Lohnabzüge haben Das Arbeiterfekretariat Riel fucht bis möglichst 1. Juli d. J. einen die Kollegen der Fabrif Neufeld schauerstraße 67. 19, Basch toilette 20,-, elegante 20485 Monatsanzüge, Sommerpaletois Taschensofas, Büsetts staunend billig, Sekretär. Geeignete Bewerber mögen ihre Offerte unter Angabe ihrer die Arbeit niedergelegt. Wegen von 6 Mart an. Auch neue elegante Abfall und fehlerhafte Teppiche Herrenschreibtisch 28,-, moderne bisherigen Tätigkeit in der Arbeiterbewegung sowie des Alters und Berufes diefer Differenz ist auch der Zwischen. Herrengarderobe sowie Bauchanzüge 3,25, 5,85, 6,65,8,25, 9,85 usw. Große Küchen von 38,- an. Lagerung und bis zum 26. Mai d. J. an den Unterzeichneten mit der Ausschrift„ Be- meisterbetrieb von E. Schlenner, fauft man den britten Teil billiger Frankfurterstraße 125, E. Beißenbergs Transport frei. Stargardts Möbel- werbung" einreichen. Anfangsgehalt 2000 M. Bewerber, welche eine gleich- Rigdorf, Pflügerstr. 52, gesperrt. als im Laden beim Schneidermeister Teppichhaus. 8035* fabrik und Speichereien, Dresdener- artige Stellung belleiden, können eventuell ein höheres Gehalt beziehen. Buzug ist streng fernzuhalten! Fürstenzelt, tur Strausberger Augeschmunte und zurückgesetzte straße 107/108. Auch Sonntags ge- 287/ 11* Bernh. Kuhnt, Eckernförderftr. 36, 1 r. Vereinigung straße 46, parterre, 19685 Gardinen mit 15 Prozent Rabatt.* öffnet. 254/9 der Musikinstrumenten- Arbeiter. Berantwortlicher Redakteur: Georg Davidsohn, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th, Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Borwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Baul Singer& Co, Berlin SW, 6988* Politischer Redakteur 31. Mai man richten an den Verlag des Sächsischen Volksblattes" Zwickan, Bosenstraße 16. meiner Aluminiumschilder und -Waren übernimmt. Bertretung wird auch als Nebenbeschäftigung über. tragen. Aluminium- Baren find spie lend leicht verkäuflich. Auskunft und Muster gratis. Es versäume daher Achtung! ( Westerwald). Achtung! Arbeiterfekretär gefucht. Klavierarbeiter!