Nr. 127. Abonnements- Bedingungen: bonnements Preis pranumerando: Bierteljährl. 3,30 Mr., monatl. 1,10 M., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage Die Neue Welt" 10 Bfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Post- Beitungs. Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Bostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 25. Jahrg. B Die Infertions Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rolonel geile oder deren Raum 50 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins und Versammlungs- Anzeigen 30 Big. ,, Kleine Anzeigen", das erste( fett gedruckte) Wort 20 Pfg., jedes weiters Bort 10 Bfg. Stellengesuche und Schlaf stellen- Anzeigen das erste Wort 10 Bfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Borte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 1hr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition is bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adresse: ..Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Dartei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Freifinniger Vereinsrecht- Schwindel. Dienstag, den 2. Juni 1908. = Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. alle rungen des Staatssekretärs des Innern, daß die Gewerkschafts- tennen. Vor Gericht muß bei Unkenntnis der deutschen bewegung durch den Sprachenzwang nicht geschädigt werden Sprache ein Dolmetscher zugezogen werden. Jm Heer solle. Für politische Versammlungen haben die süddeutschen handelt's sich um das Verständnis einiger Kommandos und Regierungen den Gebrauch fremder Sprachen für einzelne furzer Befehle, die auch der der deutschen Sprache nur mangelhaft Redner zugelassen in Norddeutschland gibt es keine Kundige im allgemeinen zu verstehen vermögen übrigens solche Ermächtigung, sondern nur Erlaubnis von Fall wird bei verschiedenen Truppenteilen den Polen die Bedeutung Krampfhaft versucht der Freisinn seine Vereinsgesetzsünden zu Fall, d. h. die absolute polizeiliche Willfür. Eine des Kommandos anfänglich durch polnischsprechende Vorvor den Landtagswählern zu vertuschen, krampshaft die Mär schöne Einheit des Rechts! gesette in ihrer Muttersprache erklärt. Für den Reichstag zu halten von den bedeutsamen Fortschritten auf einem der Die Aufzählung der einzelnen Fortschritte, die das Gesetz können die Polen genügend Kandidaten finden, die Deutsch wichtigsten Gebiete des öffentlichen Lebens, die dant seiner, des enthalten soll, beginnt wieder mit einer faustdicken Unwahr verstehen und sprechen, und nebenbei gibt es dort noch den Freisinns, kluger Politik erreicht sind. Fatal freilich ist für heit. Da wird behauptet, daß es nach dem bisher geltenden§ 45 der Geschäftsordnung, der solchen Abgeordneten, die der die Partei der Kopsch, Wiemer und Müller, daß schon am Gesetze( in Preußen) der Polizei möglich war, alle Versamm- deutschen Sprache nicht mächtig sind, das Ablesen aufgeschrie15. Mai das Gesetz in Kraft trat und die Praxis der Polizei- lungen aus irgendwelchen Gründen einfach zu verbieten, daß also bener deutscher Ausführungen gestattet! In den Versammlungen behörden alsbald mit brutalem Mißton in die sirupfüße Har- bis zum 15. Mai die Polizei das Recht des Präventiv aber sollen unter Umständen schwierige politische und andere monie des freisinnigen Lobliedes hineinfuhr. Indes, die verbots gehabt habe. Dabei steht genau das Gegen Angelegenheiten auch denen verständlich gemacht werden, die Schwierigkeit der Aufgabe reizt die waderen Klopffechter des teil fest! Selbst das preußische Oberverwaltungsgericht, trok oder auch wegen aller Germanisationsbestrebungen Freisinns nur zu umso größeren Anstrengungen. Mit aller dessen Rechtsprechung dem Vereinsrecht ungünstiger war als die der preußischen Regierung Deutsch nur mangelhaft oder und gar nicht verstehen, Lungenkraft stoßen sie in Posaunen und Tronipeten, damit ihr des Kammergerichts, hat entschieden, die bloße Möglichkeit, auch diese müssen Schall alle Dissonanzen, die das große Bombardon der Amts- daß eine Versammlung Störungen der öffentlichen Ordnung die Möglichkeit haben, in der Sprache, die ihnen geläufig, in gewalt erzeugt, im Ohr des deutschen Michels übertöne. zur Folge haben kann, berechtige nicht zum Verbot der ihrer Muttersprache, in den öffentlichen Versammlungen in So preift ein in Berlin verbreitetes Freisinns flugblatt Versammlung von vornherein! So hat denn auch der die Diskussion einzugreifen. Das ist erforderlich, wenn die Freisinnsflugblatt das große Wert der Blockpolitik übers Bohnenlied. Wo Staatssekretär des Innern in der Reichstagssitung vom Gleichheit des Rechts der polnischen Reichsangehörigen mit dem die Tatsachen zu solchem Tert nicht passen wollen, da wird 2. April ausgeführt, daß genau derselbe Zustand, der deutschen erhalten bleiben soll. ihnen fedt und unverfroren Gewalt angetan. Gleich in der der gegenwärtig in Preußen besteht, nach An- Die Macher des Flugblatts sind übrigens bei der AbEinleitung steht eine Behauptung, die sich mit der Wahrheit nahme des Reichsvereinsgefeges in Deutschland bestehen" fassung dieser Stelle noch viel zu zaghaft gewesen. Besser ebenso gut verträgt, wie der freisinnig- konservative Mandats- werde, d. h. daß ein Präventivberbot nicht zu hat es Herr Kaempf, der freisinnige Abgeordnete des ersten schacher mit dem Kampf um die Wahlreform. Da heißt es, lässig sein werde, wie das Oberverwaltungsgericht für Berliner Reichstagswahlkreises, verstanden. daß sich Deutschland mit Norwegen und England des Preußen mannigfachen Entscheidungen ausgeführt In einer Landtagswählerversammlung, die am Dienstag liberalsten Vereinsrechts in Europa erfreut. habe. Wo in Preußen die Polizeibehörden Ver- im Böhmischen Brauhause stattfand, hat er die Sache also Der Schwindel ist ebenso frech wie dumm. Denn da der fammlungen wegen angeblicher Befürchtungen für die angefaßt: Ist es fein Fortschritt, daß wir nunmehr und Ruhe, Ordnung Entwurf des Reichsvereinsgefeßes im Anhang das Vereins- öffentliche Sicherheit verboten neben der deutschen Gerichts, Armee-, Volksschul-, Verkehrsrecht von 13 europäischen Staaten widergibt, darunter haben, ist also das Gesetz verlegt worden. und deutschen Verwaltungssprache auch eine deutsche Verauch das Norwegens und Englands, so wissen die Macher Das muß der Freisinn mindestens aus den wiederholten Ersammlungssprache haben? Was für den deutschen Reichstag des Flugblatts nicht nur, daß ihre Behauptung unwahr ist, flärungen Bethmann- Hollwegs in den Verhandlungen über und alle Landtage gilt, hat nunmehr in Zukunft auch für sondern auch, daß ihre Lüge ohne große Mühe festgestellt das Reichsvereinsgefez wissen die Macher des Fugblatts Versammlungen im Deutschen Reiche Geltung.( Strmischer werden kann. Wenn sie sie trotzdem der Deffentlichkeit vorhaben also hier be pußt die unwahrheit gefagt! Beifall.) aufeßen wagen, so zeigt das am besten, zu welch verzweifeltem Diesen Meistern des Schwindels ist es natürlich ein Also da ist das Ausnahmerecht unter dem stürmischen Mittel die Herren zu greifen gezwungen sind, um dem leichtes, die Verschlechterung des Vereinsrechts, die die Ent Beifall der freisinnigen Wähler schon zum Fortschritt geworden! reaktionären Wechselbalg den trügerischen Schein des Fort- rechtung der Jugendlichen unter achtzehn Jahren dedeutet, Fügen wir hinzu, daß der freisinnige Kandidat für Teltowschritts und der Freiheitlichkeit zu geben. Beeskow, Herr Tubenthal, die Bolenentrechtung grundsätzlich In Wirklichkeit ist das Vereinsrecht Norwegens und Engbilligt, so haben wir den Schlüssel für den stürmischen Beilands durch einen ganzen Abgrund von der Mißgeburt gefall", der der famosen Erklärung Kaempfs folgte. Mit der trennt, die die tonservativ- liberale Blockgemeinschaft im ReichsBlockberseuchung ist auch die hakatistische Seuche in den Freivereinsgesetz gezeugt hat. finn eingezogen Herr Tubenthal ist einer der Ehrlichen, der das offen bekennt. in Was der Freisinn mit seiner Zustimmung zum Sprachenparagraphen an den liberalen Grundsätzen gesündigt hat, das wollen wir einen Liberalen fagen lassen, einen wirklichen " Der Freifinn im Block": einfach hinwegzulügen. Auf die bequemste Art und Weise wird das bewerkstelligt die Verschlechterung wird für eine Verbesserung ausgegeben. Mit eiserner Stirn lügt das Flugblatt:... Auch für die jugendlichen Personen enthält das neue Reichsvereinsgesetz wesentliche Fortschritte...!" Weder England noch Norwegen kennen die Verpflichtung Diese Stichproben mögen genügen, um die Qualität des der Vereine, Sagungen und Vorstandslisten der Polizei ein- freisinnigen Schwindels zu kennzeichnen. Ueber die Tragweite zureichen, noch die Pflicht der Versammlungseinberufer, der all der weiteren Einzelbestimmungen, die hier und da fleine Polizei die Versammlungen anzumelden oder sie in polizeilich Fortschritte bringen, dabei aber die Befugnisse der Polizei, vorgeschriebener Weise innerhalb bestimmter Frist öffentlich die das Prinzip der Unterordnung der Vereins- und Ver- Liberalen. Theodor Barth schreibt in seiner Broschüre: bekanntzumachen, noch das Recht der Polizei, alle Versamm- sammlungsfreiheit unter die Polizeiaufsicht verwirklichen, beIungen unter freiem Himmel zu verbieten. Ebensowenig be- stehen lassen, nämlich die Befugnisse zur Ueberwachung steht dort die Polizeiaufsicht über die das Versammlungsrecht und zur Auflösung von Versammlungen, wollen ausübenden Bürger als Regel, noch irgend eine Beschränkung wir mit den freisinnigen Klopffechtern nicht weiter rechten. des Vereinsrechts der Jugendlichen, noch gibt es Ausnahme- Die Polizeipraris, die wir in den ersten Wochen des Gesetzes bestimmungen gegen den Gebrauch fremder Sprachen in öffent- schon erleben durften, redet darüber ja auch laut genug. lichen Versammlungen. Nicht nur, daß zahlreiche hohe und niedere Behörden sich die Indes bleibt das Reichsvereinsgesetz nicht bloß hinter liederliche Fassung jener Bestimmung, die den Ersak der den entsprechenden Gesezen dieser beiden Länder meilen- Anmeldung durch durch die Bekanntmachung zuläßt, zumute weit zurück, sondern es erreicht auch nicht entfernt die gemacht haben, um die Erleichterung, die sie bedeuten einfach zunichte zu machen freiheitlichen Bestimmungen der Vereinsgefeße Dänemarks, foll, die preußische an mehrfachen Beispielen ge= Frankreichs und der Schweiz. Es fehlt noch so gut wie Polizei hat auch schon alles, damit Deutschland auf dem Gebiet der Vereinsgesetz- zeigt, wie wenig sie geneigt ist, die Grenze, die ihr das gebung in der Welt voranmarschiert- es humpelt mit Italien, Gesetz in bezug auf die Vereinsversammlungen zieht, zu Montenegro, Desterreich, Schweden, Spanien und Ungarn im Nachtrab, wobei noch zu bedenken ist, daß in ruhigen Zeiten die Polizeipraris in diesen Ländern nicht annähernd so borussisch ist, wie im berpreußten Deutschland. -Sie Der Umstand, daß die freisinnige Fraktionsgemein schaft, mit wenigen Ausnahmen, sich der Preisgabe dieses wichtigsten demokratischen Prinzips mit fchuldig gemacht hat, beraubt sie für alle Zukunft der Möglichkeit, andere als rein opportunistische Gründe gegen eine anderweitige gesetzgeberische Verlegung dieses Grundfazes ins Feld zu führen. Sollte es einmal zu einer gesetzgeberischen Einschränkung der staatsbürgerlichen Rechte der Juden oder der Sozial demokraten oder der Freidenker kommen, dann wird man den Freisinnigen stets entgegenhalten können, daß das, was den Bolen gegenüber Recht war, jedem anderen Staatsbürger gegenüber fein Unrecht sein tömme. Und dann, wie hilflos stehen die Freisinnigen da, wenn es in Zukunft gilt, die standalösen Verletzungen der staatsbürgerlichen Rechtsgleichheit zu brandmarken, die in unserer Staatsverwaltung gang und gäbe sind. Von den Juden, die man nicht zu Referbeoffizieren macht, bloß weil sie Juden sind, bis zu dem freisinnigen Arzt, den die Reichsposta verwaltung entläßt, weil er in der Stichwahl für einen Sozial demokraten gestimmt hat, und dem Eisenbahnschaffner, der: aus dem Dienst gejagt wird, weil seine politische Ueberzeugung ihn zur Sozialdemokratie führte; die ganze Stufenleiter hindurch: von der mißliebigen Presse, die auf Bahnhöfen nicht feilgehalten. werden darf, bis zu dem verbummelten Korpsstudenten, dessen Gesinnungstüchtigkeit und Koumegionen, alle intellektuellen und moralischen Schwächen zudeckend, ihm die Pforten zu dem höheren Staatsdienst öffnen: Alles starrt bei uns von administrativer Rechtsungleichheit! Unser Klassen- und Privilegienstaat baut sich auf dieser Ungleichheit auf. Die erste demokratische Forderung muß bei uns heißen: Beseitigung dieser Sünden gegen das Gebot der staatsbürgerlichen Rechtsgleichheit. Wie vermag aber eine Partei diesen Kampf wirksam zu führen, wenn man ihr bei jeder Beschwerde entgegenrufen tann: Ihr habt ja selbst solche Rechts. ungleichheit durch euer Votum santtioniert und damit anerkannt, daß nur die Zweckmäßigkeit zu entscheiden hat." respektieren. Damit fällt auch ein guter Teil der Beschönigungsversuche, womit der Freifinn die Anklage der Polenvergewaltigung zu entfräften sucht. Nach ihm ist nämlich das Verbot der polnischen Sprache in öffentlichen Versammlungen gar nicht Nach diesem ersten freisinnigen Schwindel berührt die so schlimm, da die Polen ja im sicheren Port der Vereinsebenso unwahre Behauptung, das Reichsvereinsgesetz habe für versammlungen so viel polnisch reden dürfen, wie sie nur Deutschland einheitliche Rechte auf dem Gebiete des mögen. Die Beweisführung ist schon an sich unsinnig. Vereins- und Versammlungswesens geschaffen, fast harmlos. wird aber ganz und gar in die Luft gesprengt, sobald es sich Ein Blick auf die Ausführungsbestimmungen zeigt, daß zeigt, daß es den sicheren Port der Vereinsversammlungen bon der Einheitlichkeit des Rechtszustandes im unter preußischer Polizeipraris überhaupt nicht gibt! ganzen Reiche nicht die Rede ist. Die scharfe Scheidung Bei der Rechtfertigung der Zustimmung zu der schändzwischen Süddeutschland und dem preußischen Polizeistaat mit lichen Ausnahmebestimmung des Sprachenparagraphen erseinen norddeutschen Anhängseln bleibt bestehen. Nach wie flimmt das Flugblatt den Gipfel der Verlogenheit. Auf eine vor wird der Reichsbürger in Württemberg, Bayern, Hessen Erörterung, ob diese Zustimmung mit den Grundsäßen des ( Bayern tritt neu hinzu) ein größeres Maß von Vereins- und Liberalismus vereinbar ist, lassen sich die Macher vorsichtigerVersammlungsfreiheit haben, als in den Bundesstaaten nörd- weise gar nicht ein sie sind sogar so vorsichtig, nicht einmal lich des Mains und den unter preußischer Oberhoheit stehenden zu erwähnen, daß ihrer Partei der Vorwurf des PrinzipienReichslanden. Während die Ausführungsverordnungen der berrats gemacht wird. Dem Leser soll es nicht zum Bewußtsüddeutschen Bundesstaaten bei Versammlungen unter freiem fein kommen, daß der Freifinn einen der elementarsten Grund- nehmen mit Genugtuung die Verantwortung für das ZuHimmel, soweit sie nicht auf öffentlichen Straßen und Plägen, fäße des Liberalismus, den der Rechtsgleichheit, ber- standekommen des Reichsvereinsgefeges in der Ueberzeugung, sondern auf Privatgrundstücken stattfinden, die Verpflichtung raten hat. Dafür wird er mit folgendem Sag regaliert: daß das deutsche Volk und auch die nicht im Parteibann der des Einberufers zur Einholung der Genehmigung durch die... Das Gesetz bestimmt zunächst, daß die Verhandlungen Sozialdemokratie stehende Arbeiterschaft die Fortschritte und einfache Anmeldung oder Anzeige ersetzen, haben die nord- in öffentlichen Versammlungen in deutscher Sprache zu Errungenschaften der einheitlichen und freiheitlichen Regelung deutschen Polizeistaaten für diese Versammlungen die polizei führen sind. Diese allgemeine Bestimmung ist eigentlich des Vereins- und Versammlungsrechts erkennen und würdigen liche Willkür ungemildert bestehen lassen. In Süddeutschland selbstverständlich; sie ist ebensowenig ein Ausnahme- wird." Das Flugblatt aber sagt ted:" Die Freisinnigen überwird den Jugendlichen das Recht der Mitgliedschaft gesetz wie die Vorschrift des Gebrauchs der deutschen Sprache Das heißt, die Verräter freuen sich des Verrats, der in Gewerkschaften und der Teilnahme an Gewerkschafts- vor Gericht oder im Heer oder im Reichstag als ein ihnen flingenden Lohn in Gestalt des Börsengesetzes einversammlungen ausdrücklich garantiert in den norddeutschen Ausnahmegesetz bezeichnet werden kann." brachte und ihnen den Siz auf der Baut der RegierungsBolizeistaaten haben sich die Regierungen vor solcher un- So wird versucht, dem Verrat einen harmlosen Anstrich parteien sicherte. Das deutsche Volt aber, das feinen Grund zveideutigen Anweisung an die Polizeibehörden sorglich ge- zu geben. Freilich kann man dabei auch nur auf sehr harm- hat, mit Genugtuung auf das Werk der Blockpolitik und der hütet. In Süddeutschland ist der Gebrauch fremder Sprachen lose Leser rechnen. Denn jeder denkende Mensch vermag freisinnigen Charakterlosigkeit zu schauen, wird die Verin Gewerkschaftsversammlungen ohne weiteres freigegeben ohne weiteres den kolossalen Unterschied zwischen dem Gebot antwortlichen zur Verantwortung zu ziehen haben. Die worden im preußischen und verpreußten Norden ist von der deutschen Sprache vor Gericht oder im Heer oder im preußischen Landtagswahlen bieten die erste Gesolcher Maßregel nicht die Rede trok aller schönen Versiche. Reichstage und dem für öffentliche Versammlungen zu erlegenheit dazu!= Cine eiendsitatiitiS. � i�n legier Stunde vor den Landtagswahlen und zu dem Zeit- Punkte, da die deutsche Lehrerschaft sich rüstet, um auf dem Lchrertage in Dortmund die Frage des Lehrermangels zu diskutieren, werden durch das offizielle Organ des Deutschen Lehrer- Vereins weiteren Kreisen die den Lehrermangel betreffenden Ziffern der letzten preußischen Volksschulstatistik vom Jahre 1900 bekannt gegeben. Sie legen den ganzen erschreckenden Umfang des Bildungsjammers im Zeitalter der kapitalistisch-fcudaldynasti- scheu Schulreaktioa bloß. „Ist das noch die Volksschule, wie Pestalozzi sie geschaut, wie Diesterwcg sie gefordert hat?" ruft der Verfasser des Artikels cnt- setzt aus. Fürwahr, er hat Grund genug, sich zu entsetzen! Wie bisher jede schulstatistische Erhebung in Preußen, so hat auch die letzte mit drastischer Unzweideutigkeit den Nachweis geliefert, daß die Verfassung des Volksschulwcsens mit jcdeni Jahrfünft trauriger und skandalöser sich gestaltet. Die letzte Schulstatistik besonders ist eine Elendsstatistik in des Wortes verwegenstem Sinne und ein Schandmal zugleich für den besitzfrechen Trotz junkerlicher Banditen, die, wie sie dem Armen das Brot vom Tische stehlen, ihm auch die geistige Nahrung versagen und ihn der kulturellen Verelendung erbarmungslos über- liefern. Schon die Ziffern über den Lehrermangel allein lassen in lapidaren Zügen die Ungeheuerlichkeit dieser preußischen Kulturschmach erkennen. Im Jahre 138Ü gab eS in Preußen 469(9,71 Proz.) unbesetzte Lehrerstcllen; die Zahl stieg bis 1391 auf 87S(1,22 Proz.), 1991 auf 1 8 62(2,29 Proz.) und hat 1996 die unerhörte Höhe von ."977(3,9ö Proz.) erreicht! Würde die Statistik bis in die Gegen« wart reichen, könnte sie ein weiteres Anwachsen dieser Elendsziffer von 3977 auf rund 3399 konstatieren, denn die Zahl der in preußischen Volksschulen unbesetzten Lehrerstellen hat. wie in- zwischen ermittelt worden ist, namentlich in den letzten zwei Jahren eine ganz gewaltige Steigerung erfahren. Doch bleiben wir bei der Statistik von 1996. Es gibt in Preußen nicht einen einzigen RegierungS- bezirk, in dem alle Stellen besetzt wären. 9 Bezirke weisen einen Mangel von 1 bis 2 Proz. aller Stellen auf, 19 Bezirke 2 bis 3 Proz., 9 Bezirke 3 bis 4 Proz. und 4 Bezirke 4 bis 5 Proz. Am ungünstigsten sind die Zahlen für die Bezirke Oppeln(6,98 Prozent), Frankfurt a. O.(S,S8 Proz.), Posen(6,68 Proz.) und Aromberg(6,41 Proz.); der Durchschnitt für ganz Preußen be. trägt 3:96 Proz. Anschaulicher wird daS Bild, wenn man die direkten Zahlen aufmarschieren läßt. Danach waren unbesetzt in Potsdam von 6728 Stellen(ohne die der technischen Lehrkräfte) 181, in Frankfurt a. O. 178 von 3192, in Posen 184 von 3239, in Bromberg 126 von 1966, in Breslau 129 von 4448, in Schleswig 137 von 4623, in Wiesbaden 121 von 2779. in Düsseldorf 276 von 8229, in Köln 196 von 2976 und in Oppeln 293 von 6763. Die große Zahl der unbesetzten Stellen verteilt sich nun aber nicht gleichmäßig auf Stadt und Land. Nein, d a S Land leidet am schwersten darunter. Von 3977 überhaupt unbesetzten Lehrerstellcn entfielen allein 2169 auf das Land und von diesen wieder 1668 aus Landgemeinden mit weniger als 2999 Einwohnern. So hatte das platte Land im Bezirk Frankfurt a. O 133 von 173, Wiesbaden 94 von 121, Posen 167 von 184� und Brom- berg 93 von 126 unbesetzten Stellen aufzuweisen. Aehnlich sah cS in den Bezirken Osnabrück(38 von 46 auf das platte Land), Minden (34 von 61). Erfurt(39 von 63). Schleswig(96 von 137), Oppeln (179 von 293) u. a. aus. Dabei sind alle diese Zahlen durch« fchnittliche Angaben, die ein völlig zutreffendes Bild nicht entfernt vermitteln. Erst die für einzelne Kreise festgestellten Zahlen lassen den Schuljammer des platten Landes in seiner beispiellosen Größe ungefähr erkennen. So erhält die amtliche Statistik nach der„Päd. Ztg." u.a. folgende NotstandSnachweise: 1. Brandenburg. Kreis Luckau(Land) 113 Stellen, nicht besetzt 16 Landsberg. 163„„»16 Königsberg» 148„„„ 15 Friedebcrg„ 191„„# 14 Osi-Sternberg 91,„, 9 2. Posen. Kreiö Jarotschin(Land) 199 Stellen, nicht besetzt 13 Kempen„ 76,„„ 19 Schroda„ 79„„» 9 Sckrimm„ 99„„„19 Koschmin„ 68„„„ 6 Pieschen„ 72„„. 8 Bomst„ 148„„„ 13 Czarnikau„ 93„„„ 13 Schubin„ 105„.,„ 10 Mogilno„ 89„,„ 10 8. Schlesien. Kreis Rhbnik(Land) 273 Stellen, nicht besetzt 29 Kofel„ 188..18 Tost-Gleiwitz. 189..24 Eroß-Strehlitz. 173.,„.12 t. Hessen-Nassau. Kreis Oberwesterwald(Land) 88 Stellen, nicht besetzt 15 OberlahnkreiS. 193„„„ 19 Limburg. 112... 14 Unter-Taunus. 102„ 9 Ufingen„ 69„». 7 Im Zusammenhange mit diesen grauenhaften Tatsachen muß tnan noch in Betracht ziehen, daß eine große Zahl der„besetzten'' Stellen durch alte Schulinvaliden, verpfuschte Theologen, unfertige Seminaristen und andere mehr oder weniger untaugliche Lehrkräfte verwaltet wird, daß 1� Millionen Kinder in überfüllten Klassen sitzen, daß mehr als ein Drittel aller preußischen Volksschulen nur ein- oder zweiklassig, also von äußerst minderwertiger Lcistungs fähigkeit sind, daß die Ausbildung der Lehrer in den letzten Jahrgängen so gut wie alles zu wünschen übrig lieh(„auch Schwachsinnige" können Lehrer werden, wie ein G e i st« licher im„Zehdenicker Anz." schrieb) und daß der Hauptsächlichsteunterrichtsstoff in religiösem Gedächtniskram besteht! Dann erst erhält man einen ungefähren Totaleindruck von der himmelschreienden Schulverrottung und Schulmisere im Junker staat Preußen, der„in der Welt voran" marschiert! Der Proletarier kann seinen Kindern nicht Geld und Gold mit auf den Lebensweg geben, kann ihnen nicht durch die Hilfe von Gönnern und Protektoren den Daseinskampf erleichtern helfew Aber ein wenig Bildung und ein wenig Freiheit kann er ihnen schaffen helfen. Ja, es ist seine heilige Pflicht, um diese Kulturschätze für sich und seine Nachkommen zu ringen und zu kämpfen. Darum fort mit der preußischen Schulschmach! Nieder mit den bildungs- und kulturfeindlichen Parteien! Weg mit dem Drei klassenwahlrecht der Junker und Junkergenossen! Her mit dem all- gemeinen, gleichen, geheimen und direkten Wahlrecht für Preußen! Nur der Kampf ums Wahlrecht kann der einzig erfolgreiche Kampf um eine bessere Schule sein! Väter und Mütter, wenn Euch Eure Kinder lieb find, helft die Reaktion zertrümmern und der WahlrechtSforderung der ton Sieg bereiten! p ilS m Die Sozialdemokratie Die Sozialdemokratie Die Sozialdemokratie Die Sozialdemokratie Die Sozialdemokratie will das allgemeine, gleiche, gc- Heime, direkte Wahlrecht so- wohl zum Landtag als auch für die Wahl der Gemeinde- Vertretungen. Die Sozialdemokratie will Einführung des Einkammer- systems, alsn Beseitigung des Herrenhauses mit seinen ge- borcuen und willkürlich er- nannten„Geschgcbern". Die Sozialdemokratie will die Beseitigung der noch bc- stehende» und die freie Entwickelunz des Staates hemmenden Vorrechte der Adelskastc. Die Sozialdemokratie will Trennung der Kirche vom Staat. Die Sozialdemokratie will ltnentgeltlichkeit des Schul- Unterrichts nnd der Lehr- mittel. Die Kosten hat der Staat zu tragen. Für den Besuch höherer Schulen sollen nur die geistigen Fähigkeiten der Kinder mastgebend sein. Verpflichtung des Staates, bedürftige Schulkinder zu speisen.— Beseitigung der geistlichen Schulaufsicht. will Uebernahme der Armenlasten auf den Staat. will Beseitigung der jede kultu- relle Entwickelung hemmen- den Gutsbezirke, die fich jetzt von einem Beitrag zu den Armcnlasten drücken. will Ausbau der Fabrikinspektion. .Heranziehung von Arbeitern zur Kontrolle der Betriebe will eine stärkere Progression der Einkommensteuer für hohe Einkommen. Ermästigung der Einkommensteuer für Ein- kommen unter SOM» M.— Beseitigung der im Staate und in den Gemeinden noch be stehenden indirekten Steuern. Die Sozialdemokratie will Verbeflerung der Volkse gesundheitspflege durch Vev staatlichung des gesamten McdizinalwescnS cinschlicst- lich der Apotheken. 1 Die Sozialdemokratie will Einschränkung derGefängnis- arbeit. Verwendung der Ge- fangene« zu staatlichen Ate- liorationsarbeitcn. Die Sozialdemokratie will Aufbesserung der Löhne und Gehälter der Arbeiter, An- gestellten und unteren Bc- amten in den Staatsbetrieben. (Eisenbahn, Forstvcrwaltung Bergwerke, Hütten und Sa- lincn.) will Ausbau und Förderung des Eisenbahnwesens.— Ver- billigung der Fahrpreise in den beiden unteren Wagen- klaffen, event. Einführung des Zonentarifs. will Strasten«, Brücken- n.Waffer- bauten durch den Staat. will Aufhebung der Gcsindc-Ord- nung. will das Koalitionsrecht auch für die Arbeiter und Angestellten des Staates. Die Sozialdemokratie will freiheitliche und zcitgemäste Revision und Umgestaltung der preustischen Berggesetze unbeschadet ihres Verlangens nach einem Reichsberggesetz. Die Sozialdemokratie will Vermeidung aller überflüssi- gen Ausgaben, wie sie der preustische Junkerstaat zu re- präsentativen Zwecken macht. �Die Sozialdemokratie will Heranziehung von Arbeitern alsSchöffenundGeschworene. — Bezahlung von Diäten für diese Funktionen. j!l U j l V U?» V S I U N V! Die Sozialdemokratie Die Sozialdemokratie Die Sozialdemokratie Die Sozialdemokratie fteachtenswerte; zur Candtagswal)!! Landtagswählcr, seht Euren letzten Steucrzettel an! Weshalb müssen Arbeiter und kleine Beamte jetzt viel mehr Steuern zahlen? Weil die„Liberalen" einem Gesetz zu- gestimmt haben, das die Unternehmer zu Vormündern ihrer Arbeiter und Angestellten macht und sie zwingt, deren Löhne der Steuerbehörde auf Heller und Pfennig anzugeben, auch den Lohn, der durch Ueberzeitarbcit und Sonntagsarbcit er- reicht worden ist. Aber für Leute, die über 3000 M. verdienen, besteht solcher Zwang nicht. Das ist— libersl. Politik.' « Freisinnige gegen demokratische Wahlreform. „Daß die allgmcine, gleiche, geheime und direkte Wahl das Bild der Vollkommenheit darbietet, behaupten auch ihre Anhänger nicht." Abg. P ach nicke in seiner Broschüre „Liberalismus und Kulturpolitik". „In der Wahlrcchtsfrage stehen uns die National- liberalen am nächsten." Abg. Kopsch im Freisinnigen Verein in Gr. Lichterfelde am 7. 19. 97. Der frühere freisinnige Landtagsabgeordnete Dr. Krieger sprach sich in einem Artikel in der„Volks-Zeitung" für Einführung des Reichstagswahlrechts in Preußen aus. Darauf schrieb die„Freisinnige Zeitung": „Daß Herr Dr. Krieger mit der Freisinnigen VolkSPartci nicht mehr übereinstimmt, hat er ja durch seinen Austritt aus der Partei öffentlich doku- montiert." » Der Freisinn als Schutzgarde der Brotwuchercr. „Die Grundlage der Bülowschen Majorität ist erstens ein Eintreten für die Militärforderungen der Regierung und zweitens ein Ruhenlassen der Zollfragen bis auf weiteres. In beiden Dingen liegen wichtige und schwere Zugeständnifie deS Liberalismus.... Die Kon- servativen gewinnen demnach im Block Bülows ohne alle besonderen Anstrengungen eine größere Sicherung ihreö RanbeS vom Dezember 1992, während der Liberalismus eben dadurch cinen Teil feines Pro- gramms einstweilen außer Betrieb fetzt, waS ihm von vielen feiner Wähler sehr verdacht wird. Man beachte beispiels- weise, wie vorsichtig und gelinde aus den frei- sinnigen Parteitagen der letzten Zeit der Zoll« kämpf geführt wurde!" Abg. Naumann in der„Hilfe". Nozu der Cärm? Die Absicht der Arbeiterschaft, künftig diejenigen Geschäftsleute bei ihren Eiutänfen zu bevorzugen, die sich bei der LandtagSwahl als wirkliche Anhänger der Demokratie beweisen werden, hat in der bürgerlichen Presse aller Richtungen ein Umnaß heuchlerischer EM- rüstung hervorgerufen. ES herrscht nur cine Meinung darüber, daß jeder Boykott zu politischen Zwecken ein durchaus vcr- ivcrstichcs, unter allen Umständen zu verurteilendes Kampfmittel sei. Demnach müßte der Boykott eine Erscheinung sein, die in bürgerlichen Kreisen selten oder nie zutage träte. Daß das durchaus nicht der Fall ist, weiß jeder, der nicht völlig weltfremd ist. Man kann vielmehr ruhig behaupten, daß in unserem öffentlichen, wirtschaftlichen und ge- sellschaftlichcn Leben der Boykott eine alltägliche Er- scheinung ist, daß er als etwas selbstverständliche» gilt! Allen voran geht freilich mit gutem Beispiel der Vater Staat. Und doch müßte, wenn der Boykott so unmoralisch ist, der Staat, der doch über dem Parteigetriebe stehen soll, am allerwenigsten zu solch einem Mittel greisen. In welch umfangreichem Maße macht er aber davon Gebrauch! Und zwar begnügt er sich nicht damit, den ihm direkt Unterstellten die Bewegungsfreiheit zu unterbinden, nein, wo er nur irgend wie an die Anhänger ihm mißliebiger politischer, religiöser oder wirtschaftlicher Richtungen heran kann, versucht r: sie auf alle mögliche Art zu schädige» und zu unterdrücken. Di: Bah nspedit eure sollen keine organisierten Roll- k u t s ch e r beschäftigen, Zeitungen und Zeitschriften, deren Richtung ihm nicht paßt, dürfen nicht auf den Bahn- Höfen verkauft werden; Konsumvereine, Turn- vereine, die zum Teil aus Sozialdemokraten bestehen, werden schikaniert und boykottirrt! Und wie der Staat, so machen es die verschiedenen bürgerlichen Gcsellschaftsschichten. Wie die O fsizierskreise mit den Mitteln gcscUschastlichcr Rcchtung und wirtschaftlichen Boykotte arbeiten, ist oft genug an die Oeffentlichkeit gedrungen. Auf dein Lande und in kleinen Städten, wo Gutsbesitzer und Beamte tonangebend sind, dürfen wirtschaftlich irgendwie abhängige Leute ftch nicht im Traume einfallen lassen, eine eigene Meinung zu zeigen. Berg Werks direktoren haben vor Gericht erklärt, sie würben es sich nie nehmen lassen, politisch anrüchige Arbeiter zu uiass- rcgcl»! Daß die A e r z t e das Kampfmittel des Boykott« zu schätzen wissen, haben sie in ihren Kämpfen gegen die Krankenkassen bewiesen. Zahlreiche Syndikate, Kartelle usw. kommen nur durch energische Boykottandrohungrn zustande. Aber nicht nur das Großkapital, sondern auch Mittel st andslreise arbeiten fleißig mit solchen Mitteln I Welcher Mittel sich unsere Bürgerlichen bedienen, selbst wenn sie unter sich sind, lehrt ein Hinweis auf die vor nicht allzu langer Zeit in Verlin ftattgefundenen Kirchenwahlen, au denen unsere Partei bekanntlich unbeteiligt ist. Anläßlich dieser Wahlen schrieb die.National-Zeitung" in einem Th. K. gezeichneten Leitartikel am 16. November 1999: „ES ist s e l b st v e r st ä n d l i ch, daß auch sonst jeder erlaubt- Zwang ausgeübt wird, um Stimmen für die eigen: Richtung einzusaugen. Ich hörte die schöne Wendung im Wahlbureau: Also endlich hat mein Schlächter gewählt, das ist sein Glück; ich habe dem Kerl noch heute morgen gesagt, daß wir nichts mehr von ihm nehmen, wenn er nicht für u»S stimmt. Ein anderer hat dieselbe Drohung seinem Friseur zugedonnert, der für ihn den feierlichen Gang schön macht:. Vielleicht sogar dem Zahnarzt, dem Schuster, dem Möbel- t i s ch l e r..." Natürlich ist daS kein TerroriSmuS, allerdings nur, weil cS „StaatScrhaltende" waren, die in dieser Weise agitierten! Aber freilich, in allen diesen Fällen handelt es sich um b e- sitzende Schichten. Unterfangen sich jedoch Arbeiter, ihren wirtschaftlichen Einfluß geltend zu machen, so hört einfach die Well- gejchichte auf. Das wäre ia noch schöner I Die Arbeiter bilde» lich ein, sie könnten mit ihrem Gelde machen, waS sie wollten? Da sind sie im Irrtum I Der Teil des Werte» des von ihnen geschassenen Produktes, den ihnen der Kapitalist ausbezahlt, gehört von Gottes und RechtS wegen den Krämern, Pfandlethern, Hauswirten usw., wie ihnen da-S Marx schon im Kommunistischen Manifest klar ge- macht hat. Frevelhafte Anmaßung ist es, wenn sie sich die Leute aussuchen wollen, denen sie das Geld hintragen. Wenn B ii l o w die öffentliche Stinnnabgabe beibehalten will, so tut er das doch nicht, damit die Arbeiter anderen Leute« Vorschriften machen können l DaS wäre ja die verkehrte Welt I Die Arbeiter freilich werden trotz Biilows und des Freisinns Entrüstung kein Mittel unversucht lassen, die schmachvolle Ueber- zengungSknechtung durch die ö s f e n t l i ch e Abstimmung zu Fall zu bringen t_ poUtifchc üebcrlicbt. Berlin, den 1. Juni 1908. Bulow und die ReichSaPanage. Die«Norddeutsche Allgemeine Zeitung* dementiert die Meldung der Korrespondenz Woth, die Negierung habe im Frühjahr bei den Führern der Blockparteien unter der Hand angefragt, wie sie sich zu einer ReichSapanage für den Kaiser stellen würden.„Diese Angaben", schreibt das Kanzlerblatt,„sind unwahrf der Reichskanzler hat in keinerlei Form wegen einer ReichSapanage verhandelt und niemals an eine solche auch nur gedacht." Haben schon au und für sich die Dementis der„Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" recht wenig Wert, da, wie allgemein bekannt ist, jene Nachrichten, die sie bestritten hat, sich meist später als richtig erwiesen haben, so erst recht diese höchst eigenartige Bestreitung. Die Korrespondenz Woth hat vom Reichs- kanzler gar nicht gesprochen; und es dürfte wohl nur recht wenige Einfältige im Geist» geben, die beim Lesen der Wothschen Meldung angenommen haben, Fürst Biilow habe persönlich die Sondierungen vorgenommen. Für solche Dinge hat er doch seine Leute. Prinz Ludwig von Bayern über die„Leutenot". Der künftige bayerische König, der Prinz Ludwig von Bayern, hat schon verschiedentlich dadurch den Unwillen der Blätter vom Schlage der„Deutsch. TageSztg." und„Kreuzztg," herausgefordert, daß er Reden hält, die oft zu den bekannten kaiserlichen Festreden in scharfem Widerspruche stehen. Auch gestern, auf der 42. Wander- Versammlung der bayerischen Landwirte in Bamberg, hat er wieder eine Ansprache gehalten, die den Kröcherianern und Normännern nicht passen dürfte. Er sagte nämlich nach dem telegraphischen Bericht des„Berliner Lokal-Anzeiger", daß es zwar wohlgetan sei, am hergebrachte» Bewährten festzuhalten, aber nicht, eigeiisiiinig an Fehlern zu kleben. Zur Leutenot auf dem Laude tat er den bemerkenswerten Ausspruch:„Wenn man die Löhne bietet, worauf die Arbeiter mit Recht Anspruch machen, dann fehlt eS such nicht an den notwendigen Arbeitern." ES ist zwar keine tiefe Weisheit, die der Prinz Ludwig der« kündet hat, doch trotzdem dürfte sie an die Fassungskraft der oft- elbischen Jimkerhirne zu große Ansprüche stellen.— Eine nicht veröffentlichte Kaiserrede. Die offiziös gespeiste Presse veröffentlicht in breiter Ausführlich- keit die Reden, die Wilhelm II. beim Smpfang des Schwedenkönigs an der Galatafel gehalten hat. Dagegen verschweigen alle Blätter den Wortlaut einer längeren Rede, die Wilhelm II. auf dem Tempelhofer Felde, nach der Parade, bei der Ueber- reichung der„Säkular-Fahnenbänder" an das 2. Garderegiment zu Fuß und das erste Bataillon der Alexandriner ge- halten hat. Die offizielle Feststellung de? Wortlautes dieser Rede würde doch um so geringere Schwierigkeiten beretten, als sie v o n einer Reihe von Blättern abgelesen wurde! Sollte trotz der sorglichen Vorbereitung diese Rede wiederum der nach- träglichen Korrektur bedürfen? Herr Gcrschel ersucht uns auf Grund des K 11 des PrehgcsetzeS um die Aufnahme dieser Berichtigung: In Nr. 123 des„Vorwärts" vom 30. Mai d. I. wird in dem Artikel„Eine Verteidigung deS Herrn Gerschel" behauptet, daß ein von mir gestellter, Gesetz gewordener Antrag dem Arbeitgeber die Anzeigepflicht über daS Et»kommen der von ihm beschäftigten Arbeiter auferlege. Diese Behauptung ist unwahr. Ich habe nie einen Antrag gestellt, welcher dem Arbeilgeber eine Anzeigepflicht über das Einkommen der von ihm beschäftigten Arbeiter auferlegt, sondern gegen dahingehende Anträge von nationalltberaler und konservativer Seite im Abgeordnetenhause gestimmt. Dr. Gerschel, Landtagsabgeordneter. Diese Richtigstellung hätten wir auch ohne die Drohung mit dem g 11 gebracht. Stellt sie doch nur ein stilistisches Versehen richtig, das durch frühere Darstellungen des„Vorwärts" selbst bereits mehrfach berichtigt ist. Herr Gerschel hat natürlich nicht die A n g a b e p f l i ch l der Arbeitgeber beantragt, sondern diese bereits früher gesetzlich festgelegte Angabepflicht„nur" dadurch verschärft, daß er den Antrag einbrachte, die Hausbesitzer zur Angabepflicht über die A r b e i t ö st ä t t e der bei ihnen wohuendei, Arbeiter zu zwingen, damit es, wie Herr Gerschel selbst ausführte, dem Unternehmer leichter falle, ausnahmslos alle Arbeiter mit ihrem Einkommen der Steuerbehörde zu denunzieren! Gegen eine ähnliche Denunztattonspflicht der Banken und Geld- institnte über das Vermöge» der Besitzenden aber legte sich bekanntlich Herr Gerschel mit edlem Eifer inö Zeug l— Auch ei» Demokrat. Herr Konrad Hautzmann, der Demokrat, hat sich für verpflichtet gehalten, in dem Wahlkampfe gegen die Demo- k r a t i e Stellung zu nehmen. Nach der„Frankfurter Zeitung" hat er ausgeführt: „Die Sozialdemokratie will die Abschaffung des Dreiklassen- Wahlrechts, und zwar will sie die Kl a ss e, die j e tz t herrscht. durch eine andere ersetzen, durch die eigen e. Das ist aber die Bestätigung des Klassenkampfes, den die Sozialdemokratie als ihre Hauptaufgabe betrachtet, und sie ver- langt dafür noch Unterstützung von uns, die wir Gegner des Klassenkampfes sind.... Wir können sie deshalb nicht unter- stützen, iveil wir ja sonst unseren innerste« Ge- füfilcn und Gedanken untreu würde n." Ist dieser Demokrat doch ein genialer Politiker l Seit Jahr- zehnten spielt er die Rolle eines politischen Führers und weiß nicht einmal, daß die Sozialdemokratie den Klassenkampf führt, um die Klassenherrschaft zu beseitigen! Gerade das Eintreten der Sozialdemokratie für das allgemeine und gleiche Wahlrecht für Preußen ist ein Beweis für den ehrlichen Willen der Sozialdemokratie, die Älasjenpolitik zu b e s e i t i g e n. Im d e m o- kratischen Wahlrecht kommt der Wille des Volkes zum Aus- druck. Wäre Herr Haußmann ein wirklicher Demokrat, so müßte er unter allen Umständen mit der Sozialdemokratie gemeinsam kämpfen. Aber Herrn Haußmann ist es offenbar mit der Abschaffung des heutigen KlaffenwahlrechtS und der ganzen wirtschaftliche» Klassenherrschaft nicht ernst. Seine„innersten Gefühle und Ge- danken" verbinden ihn mit der Klassenherrschaft der Be- sitzenden. Dieser noch nicht 10 Prozent, die die 90 Prozent de» Volkes kraft ihrer Klassenprivilegien und ihrer ökonomischen Uebermacht politisch entrechte» und ökonomisch ausbeuten z« ditrse» glauben! Das gesteht Herr Haußmann in einem späteren Satze auch ganz ruhig zu. Er sagt nämlich, das auch für ihn maßgebende politisch- psychologische Moment bestehe„in der Vorstellung, daß die Zustände. denen wir unter sozialdemokratischer Vorherrschaft entgegentreiben, nicht besser sind als die jetzigen, weil man glaubt, daß der Machtdruck der Sozialdemokratie und der Gewerkschaften auch nicht Deutschland auf eine höhere Kulturstufe hebt als der Machtdruck der Junker". Herr Haußmann ist eben kein wirklicher Demokrat, das heißt kein Vorkämpfer des VolkswillenS, sondern nur ein Ver- treter jener kapitalistischen Schichten, die zwar die Junker und den Adel basscn, aber mindestens ebenso sehr, ja noch m e h r die große M a s s e der N i ch t b e s i tz e n d en, die endlich auch für s i ch Menschen- und Bürgerrechte heischt! Für den„Demokraten" Haußmann besteht das Volk, für das er„Demokratie" ver- langt, nur in den paar Prozent des Bürgertums, das um Durch- setzung seiner Klasseninteressen schüchtern gegen das I u n k e r- tum, um so brutaler aber gegen die große Masse des besitzlosen Volkes kämpft!— Auflösung des preußischen Abgeordnetenhauses. Bekanntlich ist das preußische Abgeordnetenhaus nach seiner letzten Tagung nur geschlossen, nicht aufgelöst worden, so daß bis- her noch immer das Abgeordnetenhaus bestand. Jetzt ist durch kaiserliche Verordnnug vom 1. Juni, die der„Reichs-Anzeiger" publiziert, die Auflösung erfolgt und da? preußische Staats- Ministerium mit der Ausführung der Verordnung beauftragt.— Wie der Freisinn die„Notleidenden" schont! Es besaßen im Jahre 1905(vergl. das vom Königl. Statist. Landesamt herausgegebene Jahrbuch für den preußischen Staat für 1906, Seite 226) in Preußen an Vermögen t Zensiten Vermögen also Gesamtvermögen 13... 39-214 Millionen Mark 1033,5 Millionen 41... 13— 38 ,... 1016,5 65... 13— 13..„ 1008.5„ 91... 9— 13.. 1008,5 210... 9-214 Millionen Mark 4067 Millionen' Zweihundertuudzchn preußische Millionäre besaßen also tm Durchschnitt ei» Vermögen von je 20 Millionen Mark! Im ganzen versteuerten 1905 2848 preußische Zensiten mit niehr als 100000 Mark Einkommen, also Millionäre, nach Abzug aller Schulden ein Vermögen von 12 234 Millionen Mark! Jeder einzelne dieser 2348 Millionäre besaß demnach ein Vermögen von 4,3 Millionen Mark! Der Anteil an dem versteuerten Gesamtvermögen wuchs bei diesen 2343 mehrfachen Milliouärest seit 1895� von 11,6 auf 15,2 Prozent 1 Der Anteil aller Zensiten mit einem Einkommen von weniger alö 6000 Mark an dem versteuerten Gesamtvermögen sank in dem gleichen Zeitraum von 45,4 Prozent auf 40,1 Prozent l Tköhdem Will der 5?reislltn die»cum Stenern zur a U p t s a ch e statt durch ciue Erhöhung der Einkommens-, ermogeuS- und Erbschaftssteuern auf die großen Einkommen und Vermögen durch neue indirekte Steuern aufgebracht Missen! ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ DaS Konsumentcnintercfse der Arbeiter. In einer von christlicher Seite herausgegebenen Schrift über Konsumgenossenschaften und Arbeiterbewegung �Verfasser Peter Schlack, Mülheim-Nhein) heißt es! „Außer dem Produzentenintereße hat der Arbeiterstaud noch wichtige Interessen als Konsument. VO bis 05 Proz. seines ganzen Einkommens verkonsumiert der Arbeiter an den not- wendigen Lebens- und Bedarfsgegenständen. Daraus geht mit aller Deutlichkeit hervor, daß es ihm nicht gleich sein kann ob die Produkte gut oder schlecht, billig oder teuer sind. Ihm kann es nicht gleichgültig sein, ob mit der Erringung eines besseren Lohnes auch seine Wirtschaftsbedürf- niss« derart im Preise st eigen, daß damit lein Mehrverdien st wieder absorbiert wird. Der Arbeiter hat allen Grund im Interesse seiner selbst sowie auch seines Standes dafür zu sorgen, daß die Früchte seiner gewerkschaftlichen Tätigkeit ihm auch voll und ganz verbleiben. Um dicS zu erreichen, muß er versuchen, auf die Preisbildung sieiner notwendigen Konsumarttkel Einfluß zu ge- Winne n." Es wäre gut gewesen, wenn die katholischen Arbeiter diese Er. kenntnis auch damals betätigt hätten, als es sich darum handelte, die große Preissteigerung abzuwenden, die zum Besten der Agrarier aus die notwendigen Lebensmittel gelegt werden sollte: beim Zoll. tarif. Damals aber haben sich die katholischen Arbeiter, nach anfänglichem Widerstreben, für die zollwucherischen Pläne des Zentrums breitschlagen lassen; sie haben dadurch mitgewirkt an der Verteuerung der täglichen Lebens- und Bedarfsmittel; sie haben den Agrariern die Vorteile zugeschanzt, die die Arbeiter sich durch Ausnutzung des guten Geschäftsganges hätten verschaffen' können. Die christlichen Arbeiter sind eben so töricht, ein Pferd vorn und eins hinter den Karren zu spannen, indem sie Meinen, Arbeiter- Politik im Gefolge einer kapitalistisch-zünftlcrischen Partei treiben zu können._ Oeftcrmcb. Ter Vauernmord von Czcrnichow. Ezernichow, 27. Mai.(Eig. Bcr.) LI Kilometer entfernt von Tarnopol liegt Czernichow— ein kleines, armes podolisches Dorf. Ungefähr 1500 Einwohner de- wohnen das Nest. Meist blutarme Leute, die als Tagelöhner ihr erbärmliches Auskommen finden. Der Eigentümer Czernichows ist Graf Julius KorytowSki, ein steinreicher Schlachziz. Trotz feines riesigen Reichtums ist der Man»— wie so mancher polnische Magnat— ungeheuer schmutzig. Um 30 Kreuzer täglich müssen auf seinen Gütern Bauern 13 bis 18 Stunden schuften. Die Not seiner Untertanen hat der noble Herr zu einem Objekt unerhörter Ausbeutung gemacht. Wehe dein, j>ex einen KolzsM sm deo gräslWg KLÄderu zu«ei» wenden" sucht! Der Hai eS mit den Gerichten zu kun, denn der der Herr Graf kennt keine Sentimentiilität. wen» es sich um Geld handelt. Und die gräflichen Winke wissen die tüchtigen Gendarmen prompt auszuführen. Keilt Munder. daß sich unter den schützenden Fittichen deS polnischen Grafen eine zum HimMel schreiende Not eingebürgert hat. � Ich habe so manches galizischc Dorf kenneu gelernt, habe aber kaum irgendwo ein so schreckliches, unverhüllteS Elend gesehen, wie in Ezcrnichow. Ich habe Bauern gesprochen, die das gätizeJahr kein Fleisch und sehr oft kein Brot sehen. Kraut und Kartoffel», von Zeit zu Zeit der berüchtigte„darsrei!"(rote Rüben- suppe) ilmchen ihr tägliches MeNN aus. Mit Stroh und getrocknetem Dünger wird im Winter gehetzt. Kein Wunder, daß aus diesem Körytowskischen Paradies jähr- aus, jahrein Dutzende von Bauern, Männer und Frauen, nach Preußen, Sachsen, Westfalen, hte und da auch über den Ozean auswandern. Nun wird das Dörfchen de? Herrn Körytolvsri von einem kleinen Flusse namens S e r e t h durchschnitten. Der Fluß war für die Einwohner Czernichows eine wahre Wohltat tn ihrem Unglück. Hier konnten sie ihre Wäsche waschen, ihren Hanf befeuchten und, wenn es gut ging, hie uivi? da ein kleines Fischlein fangen. So ging es im Dorfe lange Jahrzehnte. Eine Generation löste die andere ab und unbestritten bestand es zu Recht, daß das Flühlein G e- meineigentum sei. Nebenbei muß bemerkt werden, daß die im Screth vorhandenen Fische lauter wertlose Gattungen sind. Nun kam das galizische Fischercigesctz, das die sogenannten Wasserreviere einführt. Diese Reviere sollten versteigert und das Einkommen der GeMeindekasse, eventuell der Gutsherr- schaft überwiesen werden. Auch tn Czernichow war vor einige» Monaten eine solche Versteigerung. Ter Bauer Trzerelvyt- n y k überbot de» Grafen Korytowski, und es schien nichts im Wege zu stehen, daß er— der in Wirklichkeit als Strohmann der Ge- mcinde austrat---- das Fischereirecht erlange. Aber es geschah anders. Der Tarnopoler BczirkshauptiNann Z a w a d s k i lstit das Recht dem Grafen Korytowski zugesprochen. Als sich in dieser Angelegenheit bei Herrn Zawadskt der Abgeordnete dieses Wahlkreises. Genosse O st a p c z u k beschwert«, bekam er die Ant- wort:„Ich lMbe das Angebot des Herrn Grafen angenommen, weil er eine größere Garantie gibt, daß er besser wirtschaften wird." De», Bauern Trzerewytnyk wurde aber die Entsckieidung nicht mitgeteilt. Kein Wunder also, daß die Gemeinde ihr altes Recht weiter ausübte. Hekr Korytowski hatte auch anfangs gegen diese Interpretation nichts einzuwenden. Ein besonderer Zufall wollte es, daß der Herr Graf bei den letzten Landtagswahle» gegen den Bauern Paul Dumka durchfiel. Und der Durchfall wieder- holte sich vor kurzem bei den Wahlen in die Bezirksver- t r e t U» g. der er als Bezirksmarschall lange Jahre präsidiert hatte. Diese Schmach mutzte er nun rächen: er suchte Opfer, die ihm für die Wahlniederlage teueres Bußegeld zahlen sollten— und er fand die Opfer... Dies die historische EntWickelung des Czernichower Dramas. *** Am Montag, den 25. Mal- gegen 4 Uhr nachmittags, wusch die Bäuerin Thekla P r y h U l 6 k ihre Wäsche am Ufer des Sereth. Neben Ihr stand ihr Söhnchen Semko und fing Fische. Plötzlich kam der Förster Alfred Kirsch»er, begleitet von zwei GeNdatNien, denen sich bald der dritte zugesellte. Sie nahmen dem Jungen die Angel weg und erklärten die Mutter für verhastet. Mutter und Kind begannen jämmerlich zu loetncn. Unter Kotbenstößen der Gendarmen— wie unzäylige Zeugen aussagen— Ivnrde das arme Wetö in das Geinemdeamt getrieben. Durch das Weinen des WeibeS und durch das Geschrei der Gendarmen angelockt, kamen Leute angelaufen, meistens Frauen und Kinder. Dieses Hauflein von ungefähr zwanzig bis dreißig Personen begleitete die Per- haftete auf dem Wege zum Gemeindeamt. Bald erfuhr man auch die Ursache der Äerhaftung. Große Entrüstung bemächtigte sich der Bauern.«Der Fluß gehört uns. wir müssen den MrmTmWstTrsieTi� anders bestimmt hat," hieß es während des Weges. Endlich gelangte die Menge, die allmählich auf 100 bis 150 Per» sone» angewachsen war, vor das Gemeindeamt. Der Förster trat ins Amt. Die Gendarmen blieben draußen tn der Stellung„Sie- wehr bei Fuß!". Di« Menge verhielt sich vollkommen ruhig. Einige erfahrene Leute, gelvisserNiaßeli Dorfälteste, verlangteu den Gemeindevorstand zu sprechen. Die Gendarmen antworteten, cr sei nicht zu Hause.„Wir haben ihn mit eigenen Augen gesehen!" antwortete die Menge, Und um sich peösönlich zu überzeugen, ging der zwölfjährige Lülak in den Garten, um durch ein Äeitenfenstcr b ine inzugucken. Kaum näherte sich das Kind dem'' Hause, als plötzlich ein Schuh aus dem Innern des GebaudeS krachte. Das Kind sank tot zu Boden. Die Kugel hatte ihm den Schädel durchbohrt, das Gehirn drang heraus. Uiimlttelbar Nach diesem Schusse, den der Förster Kirschuer nbgrfeurt hatte, schössen die Geüdarmcn dreimal hlntcrcinander. Der Erfolg blieb bekanntlich nicht aus. Fünf Tote, einige schwer Verwundete bedeckten das Feld: eilte reiche Ernte dieses TagcS, an dem Herr Dr. BobrzynSki seine Taufe als galizischer Statthalter erlangt hat... .* Die hier angeführten Tatsachen sind an Ort und Stelle durch Verhör von Dutzenden Zeugen von den Abgeordneten Genosse» Ostapezuk und Vaczynskyj festgestellt Und protokollarisch aufgciiommen worden. Auf Grund der vernommenen Zeugen, auf Grund des Augenscheines läßt sich dnstivdlen folgendes mit Sicherheit feststellen: 1. Von einem Angrisf kann keine Rede fein. Das Gebäud» steht unversehrt da. 5leiil Stück Tünche fehlt an der Mauer. Ein- geschlagen ist nur die Scheibe, wo der Schuß des Försters fiel. 2. Tie Gendarmen hatten nicht den mindesten Grund, zu schieben, zumal, da sie von ihren Bajonetten zuvor keinen Gebrauch gemacht hatten— wie es ihnen die Instruktion vorschreibt. Eben- Vitts steht fest, daß sie ohne vorheriges Kommando in die liehende Menge von Weibern und Kindern ch o s s e n. daß alle Opfer, mit einer Ausnahme, von hinten ge- troffen sind. In Ezernichoiv ist ein frecher Mord geschehen, und die Sozial- demolraten tm österreichischen Parlament werden mit allem Nack,- druck und Energie Sühne heischen. Die Herrschast des amtltcheil Mordes in Galizien muß gebrochen werden. Ungarn. Schnlrcform. Budapest, t. Juni. Abgeordnetenhaus. Kultusminister Apponhi brachte eine GesetzeSvorlage ein, nach der der Volksschul- Unterricht in Zukunft unentgeltlich sein soll. Der Minister sprach dabei di« Hoffnung aus, daß infolge dieser Erleichterung der Schulbesuch bedeutend zunehmen werde. 6nglancl. Die KönigSreife nach Reval. London, 30. Mai. Nächsten Donnerstag findet die Beratung über den auswärtigen Etat statt. Ilm eine Erklärung deS Ministers des Aenßern Über die Reise des englischen Königs zu provozieren, beschloß die Llrbeiterfraktion. die Herabsetzung des auswärtigen Etats um 100 Pfund Sterling zu bean- tragen. Der Antrag wird ihr die gewünschte Gelegenheit geben, die Resolution des Genossen O'Grady wieder aufzu- nehmet«. Der Arbeiterabgeordnete Snmmcrbell überreichte dem Sekretär des parlamentarischen Bureaus folgende Fragen, die er an den Minister des Acußern richten möchte: „Ist es dem Minister bekannt, daß in den elf Monaten bis zum 19. April IVOS die Zahl der kriegsgerichtlich hingerichteten politi- schen Gefangenen 1050 betrug: daß tn den 28 Monaten vis zum Februar 1908 nicht weniger als 78 000 politisch verdächtige Ber- I steuern die türkische Verwaltung gänzlich unfähig ist. Aus Kon. fonen auf administrativem Wege ins Egil geschickt wurden ¿ ftantinopel, 1. Juni, mird telegraphiert: Die Vernehmung der son mir angegebenen Zeugen wird ergeben, daß niemals auch nur das geringste an meiner Kassens führung zu monieren war. Paul Horn." Die Staatsanwaltschaft hat darauf das ErmittelungsBochum, den 30. März 1908. „ Ist es die Absicht der Regierung, dem Zaren mitzuteilen, Eine hundert Mann starte griechische Bande überfiel daß derartige Methoden der Behandlung von Personen, die für das bulgarische Dorf, Ruzenec im Bezirke Koriza. Einem Verfassungsreform agitieren, den Gerechtigkeitssinn des britischen mit Gendarmerie, die Bande zu verjagen, nachdem diese sieben verfahren eingeleitet und eine Reihe Personen, darunter den in der Nähe befindlichen Truppendetachement gelang es im Verein Volkes verlegen, und daß fie- wenn fortgesetzt zur Zurid Dorfbewohner getötet und zwei verwundet und etwa ziehung der britischen Vertreter vom russischen Boden führen zwanzig Gebäude niedergebrannt hatte. Bei dem Dorfe Hauptanschuldiger Spaniol vernommen! Was bei der wochen. müssen? Tetali, unweit Soloniki, wurden fünfzig bulgarische lang geführten Untersuchung herausgekommen ist, besagt fol" Ist es dem Minister des Aeußern bekannt, daß im Laufe eldarbeiter beim Heuaufladen von einer griechischen gendes Schreiben der Staatsanwaltschaft: der letzten zwölf Monate 81 Gewerkschaften von der russischen Bande aus einem Walde beschossen. Sieben Feld. Der Erste Staatsanwalt Regierung gewaltsam aufgelöst und alle Gewerkschaftszeitungen arbeiter sind hierbei getötet worden. Eine Verfolgung der 7. J. 218/08 10 unterdrückt wurden; daß in den Monaten Januar und Februar flüchtigen griechischen Bande hatte kein Resultat. dieses Jahres 1246 Bauern und Arbeiter zum Tode oder zur Verbannung für politische Bergehen verurteilt wurden? Wird er dem König raten, den offiziellen Besuch beim Zaren zu unterlassen, bis letterer sein Versprechen ausführt, Redefreiheit für alle in der konstitutionellen Agitation tätigen Personen zu gewähren?" Der Sekretär des Bureaus lehnte es ab, diese Interpellation anzunehmen, da sie innere Fragen eines Landes behandele, mit dem der Minister nichts zu tun habe. Die Leitung der sozialdemokratischen Partei nahm folgende Resolution an: „ Wir verurteilen aufs nachdrücklichste die Handlung des Königs und seiner Berater, indem fie die Staatsvisite des Königs zum Zaren in einem Momente arrangierten, als die zarische Regierung die brutalsten Methoden gebraucht, um die Bewegung zu vernichten, die auf den Stura der forrupten und erbarmungslosen Bureaukratie abzielt. Wir fordern alle freiheitsliebenden Männer und Frauen unferes Landes auf, gegen diese jeden repräsentativen Charakters bare Demonstration britischer Freundschaft für die moskowitische Autokratie zu protestieren." " Japan. Der Aufstand auf Formosa. Bochum, den 25. Mai 1908. Auf Ihre gegen sich selbst gerichtete Anzeige vom 9. März dieses Jahres teile ich Ihnen mit, daß ich das Verfahren eingestellt habe. Die stattgehabten Ermittelungen haben keine Anhaltspunkte dafür ergeben, daß Sie Gelder unterschlagen oder beruns treut hätten. In Vertretung: Wagener. Kassierer Herrn Paul Horn Die auf Formosa befindlichen japanischen Truppen haben fünfzehn London, 1. Juni.„ Daily Telegraph" melbet aus Tofio: Quadratmeilen des sechzig Meilen großen Aufstandsgebiets den eingeschlossen. Die Mehrzahl der Eingeborenen des Distrikts hat ihre Unterwerfung angeboten. Marokko. Gefangen. An in Bochum." Damit ist die ganze von gewissenlosen Menschen gegen die Verwaltung des Bergarbeiterverbandes inszenierte Berleumdungsheze kläglich zusammengebrochen! Die StaatsMohammed Ben Sarbi Saudi Sohor eingeliefert, der am schäftsbücher des Verbandes zur Verfügung standen, erklärt, Casablanca, 28. Mai. Im französischen Konsulat wurde heute anwaltschaft, der nach Belieben Zeugen und auch die Ge30. Juli v. J. den Heiligen Krieg gepredigt, die Muselmanen es seien weder Unterschlagungen noch Veruntreuungen vorzum Verlaffen ihres Dienstes bei Europäern aufgefordert und die gekommen! Suheſtörungen veranlaßt hatte, die den Mezeleien vorangegangen waren. Der Gefangene soll morgen verhört werden. Gewerkschaftliches. Eine zusammengebrochene Verleumdung. = Berlin und Umgegend. um Verschlechterungen Wenn Ein Appell an die Bauhilfsarbeiter Berlins und Umgegend! In einer Versammlung der Bauhilfsarbeiter, die am Sonntag bei Freyer in der Koppenstraße stattfand, sprach Wilhelm Brandenohr Hamburg über:" Die jetzigen Verträge im Bau gewerbe und welche Bedeutung haben dieselben für die Berliner Unter der Ueberschrift Eine Beleidigung unseres Landes" schreibt Genosse J. R. Macdonald, lands fab sich genötigt, die ehemaligen Verbandsmitglieder Tarif alles erreicht, was nach Lage der Dinge zu erreichen war. Der Vorstand des Verbandes der Bergarbeiter Deutsch- Bauarbeiter?" Der Redner besprach zuerst die Kämpfe um den jezigen Tarif. Die Organisation der Arbeiter habe mit diesem der Sekretär der Arbeiterpartei, im„ Labour Leader": „ Es wird amtlich mitgeteilt, daß unser König mit dem garen und Angestellten Spaniol und einen zur Rechenschaft Dem Drud der schlechten Konjunktur habe sich die Gewerk. von Rußland zusammentreffen wird. Wird unser Volt sich diese zu ziehen wegen unerhörter Verdächtigungen, die die Ge- fchaft nach Kräften entgegengestemmt, Beleidigung gefallen lassen? Der Bar ist ein gemeiner nannten gegen die Verbandsleitung verbreitet hatten. Die in den tariflich festgelegten Bedingungen zu vermeiden. Mörder. Er läßt täglich seine Untertanen zu Dugenden nieder- Hauptverleumdung war, es feien 10 000 Mt. von dem Ver- leine Berbesserungen möglich waren, so trifft die Schuld jene bandskassierer unterschlagen worden. Da die Verbreiter Arbeiter, die den Wert der Organisation nicht zu schäzen schießen. Die Sandflächen bei Riga sind rot gefärbt mit dem Blute der besten der Menschheit, der Märtyrer für die Sache der dieser Verleumdungen, dazu vom Vorstand aufgefordert, den verstehen und sich abseits halten oder den Verband verlassen, wenn Blute der besten der Menschheit, der Märtyrer für die Sache der Beweis für ihre Behauptungen nicht zu erbringen vermochten, follten fich die Scharen um so dichter zusammenschließen. Der Redner ein Kampf verloren geht. Gerade nach einer verlorenen Schlacht fonstitutionellen Freiheit. Ruffiſche Gefängnisse sind voll bon aber auch nicht Anstandsgefühl genug besaßen, den Verleum- ging auf den Streit von 1907 näher ein und berurteilte scharf, daß Männern und Frauen, deren einziges Verbrechen darin besteht, daß deten die ihnen zustehende Genugtuung zu geben, so schloß der unter den Berliner Vauhilfsarbeitern so viel Entmutigung nach dem fie Freiheit und ihre Nebenmenschen lieben... Für all das Blut- Verbandsvorstand die beiden aus dem Verbande aus. Gegen Streit einreißen konnte. Früher habe man von allen Orten mit vergießen, für alle diese Torturen, für alle diese Not ist der Bare inen wurde gerichtlich vorgegangen, mit dem Resultat, Stolz nach Berlin geblidt, heute ſei der Stand der Dinge be „ Unser König hat sich bis jetzt diskret benommen. Welch daß vor Gericht sich die sämtlichen Anschuldigungen gegen die schämend, wobei man freilich die große Arbeitslosigkeit nicht ver „ Unser König hat sich bis jetzt diskret benommen. Welch Verbandsverwaltung als beweisloses Geschwät und frank- geffen darf. Die Verbandsleitung appelliert an alle Mitglieder, böser Schatten hat jetzt seine Einsicht getrübt? Das Oberhaupt haftes Phantasieprodukt erwiesen. Heinen wurde gerichtlich mit größter Energie die Kollegen für den Verband anzuwverben, das eines auf seine Verfassungsfreiheit stolzen Staates in vertrauter berurteilt. Unterhaltung mit einem blutbefleckten Geschöpf wie dem Zaren Das hielt ihn und seinem Kumpan Spaniol nicht bietet ein Schauspiel widerlichen Zynismus und bringt neue ab, trotzdem in von ihnen einberufenen Versammlungen die Schande über sein Volt. Aber das Volk muß seine Meinungen schwersten Verleumdungen gegen den Vorstand des Bergaussprechen. Für uns von der Unabhängigen Arbeiterpartei arbeiterverbandes zu wiederholen. Dieserhalb hat der Verist die Schande besonders schmerzhaft, und wir haben bandsvorstand gerichtliche Klagen angestrengt. die unaufschiebbare Pflicht, flar darüber zu sprechen. In den Vom Gewerkverein christlicher Bergleute" wurde, um Hunderten von Versammlungen, die unsere Partei in die Aufmerksamkeit der über das Verhalten des Generalden nächsten Tagen veranstaltet, sollen Resolutionen angenommen sekretärs Behrens beim Reichsvereinsgesetz empörten Bergwerden, in denen der König aufgefordert wird, seinen Besuch aufarbeiter abzulenken, eigens ein ungeheuerliches Sudelblatt zugeben. Schiden wir die Resolutionen direkt an den König und massenhaft verteilt, worin die Behauptungen Spaniols und an Sir Edward Grey... Dem russischen Bolte reichen Seinens über Geldunterschlagung seitens der Verbandswir die Hand der Freundschaft; dem russischen Zaren sprechen wir verwaltung" usw., zentrumschriftlich ausgeschmückt, der Arunsere Verachtung aus." beiterschaft mitgeteilt werden. berantwortlich. Ebenso wie die englischen Arbeiter protestieren die französischen gegen den Besuch des Staatsoberhauptes beim Zaren. Unter dem Titel„ Eine Schande" schreibt die Humanité": sid si noite Wie die Prozesse gegen die Verleumder und die Ver breiter der Verleumdungen ausfallen werden, das ist schon jegt entschieden. Der Verbandskassierer Horn hat es vorgezogen, nicht erst die Erledigung der Privatklagen abzuwarten, sondern gleich vor die richtige Schmiede zu gehen. Horn hat den Staatsanwalt aufgefordert, gegen ihn( orn) wegen angeblicher Geldunterschlagung vorzugehen! Die Selbstanzeige Bir tonnten gar nicht glauben, daß unter der Regierung Clemenceaus, der einst in bewunderungswürdiger Weise die zarischen Banditen brandmarkte, das republikanische Frankreich seine Unterwerfung unter das abscheuliche autokratische Regime vollziehen, daß es seine Solidarität proklamieren werde mit den lautet: schlimmsten Feinden, mit den Henkern des russischen Volkes. In Rußland gibt es feine Regierung, sondern nur eine Räuber= bande. Kein diplomatischer Vorwand, keine ausgeflügelten au Kombinationen, können den Besuch des Oberhauptes eines Staates rechtfertigen, der sich demokratisch nennt, können diesen Besuch bei einem getrönten Banditen entschuldigen, welcher feinen Eid gebrochen hat, welcher alle Freiheiten seines Landes erdroffelt und offen die Bereinigung jener Mörder begünstigt, der schwarzen Hundert." Italien. Militärische Lohnbewegung. Rom, 1. Juni. 1800 Infanterieoffiziere haben eine Adresse an den Kriegsminister unterzeichnet, worin sie Einspruch erheben gegen die Beschlüsse des Untersuchungsausschusses über die Lage der Offiziere. Sie fordern eine Erhöhung ihrer Bezüge. Giornale d'Italia" bedauert dieses Vorgehen und drückt die Ansicht aus, daß dies ein Vergehen gegen die militärische Disziplin darstelle. Serbien. Die Wahlen. „ Anzeige des Kassierers Paul Horn, Bochum, Wiemelhauser Straße 42, gegen sich selbst. In der Privatbeleidigungsklagefache des Vorstandes des Verbandes der Bergarbeiter Deutschlands gegen den Bergmann Johann Heinen zu Steele hat in der am 12. Februar 1908 vor dem königlichen Amtsgericht in Steele stattgefundenen Hauptberhandlung der Angeklagte Heinen sowie auch der als Zeuge bernommene Arbeiterjekretär Spaniol bekundet, mir, dem Unterzeichneten, hätten am Jahresschlusse 1903 10 000 m. in der Verbandstasse gefehlt. Da diese Bekundungen vor Gericht gemacht wurden, erwarte ich ein Ermittelungsverfahren der königlichen Staatsanwaltschaft gegen mich. Weil ein solches bis dato noch nicht eingeleitet ist, stelle ich hierdurch ausdrücklich den Antrag: Gegen meine Person das Ermittelungsverfahren wegen Unterschlagung oder Untreue einzuleiten. unt mit nach Ablauf des jezigen Vertrages, also nach zwei Jahren, 15 000 Bauarbeiter und in Reih Glied dastchen, mit Erfolg eine Verbesserung der jetzigen Bedingungen ins Werk leiten zu können. Darin liegt die Bedeutung der bestehenden Ber träge, daß sie uns zwei Jahre Zeit geben, um feſter und größer wieder aufzubauen, was 1907 eingerissen wurde. Diese Zeit muß jeder nützen, feiner darf mitßig sein und sich auf die Leitung des Verbandes verlassen. Die Hauptarbeit in der Agitation muß stets von den Mitgliedern geleistet werden. wird das Verhalten derjenigen Kollegen, die in der letzten Zeit dem In einer gegen wenige Stimmen angenommenen Resolution Berband den Rücken lehrten, sehr mißbilligend erwähnt und die Er wartung ausgesprochen, daß eine energische Werbearbeit für den Verband ins Wert gesetzt werde. Bon einer Diskussion wurde Abstand genommen. Deutsches Reich. getreten. G3 ist jetzt schon öfter vorgekommen, daß über Berlin Die Arbeiter am Kanalbau in Zerbst sind in den Ausstand fremde Arbeiter nach dort gekommen sind. Die Streifleitung bittet mun, Zuzug fernzuhalten. In der Nacht zum Sonntag fand eine zweite Versammlung der Straßenbahner statt, in welcher Bericht erstattet wurde über die bislang erfolglos verlaufenen Schritte wegen Wiederanstellung der gemaßregelten sechs Mitglieder des Beirates( Ausschusses). Die von über 1500 Personen besuchte Versammlung nahm eine Resolution an, in der eine Kommission beauftragt wird, nochmals mit der Direktion Rücksprache zu nehmen. Sollte die Direktion die abermals zum Frieden gebotene Hand zurückweisen, so wird eine weitere Versammlung endgültig darüber Beschluß faffen, was weiter geschehen soll. Zu den Differenzen im Hamburger Straßenbahnbetriebe. Husland. Der Kampf im Budapester Fleischhauergewerbe ist, wie fchon telegraphisch kurz mitgeteilt, durch den Angriff auf einen Schlächter. laden, wobei ein Streifbrecher getötet wurde, auf eine für die Streifenden unliebsame Weise abgebrochen worden. Obwohl nach weisbar die Streifenden mit den Tumulten nichts zu tun hatten, fand nun die Polizei die gewünschte Gelegenheit, gegen dieselben borzugehen. Die Streifleitung wurde abgeführt, ihre Mitglieder fratische Parteileitung des betreffenden Bezirks in Haft, insge zum Teil verhaftet; außerdem nahm man auch die sozialdemo Nachbenannte Personen können über die derzeitige Geschäfts- samt 14 Personen. Der Kampf gegen die Schlächtermeister wird führung und Kaffenverhältnisse aussagen.( Folgen die Namen aber nun mit Hilfe des Boykotts weitergeführt. bon 16 Personen, die nach der Behauptung von Spaniol, Heinen und Genossen Kenntnis von der Unterschlagung haben sollten.), Ich bin auch zur Vorlegung der Geschäftsbücher bereit. Belgrad, 1. Juni. Bei den gestrigen Wahlen zur Bochum, den 9. März 1908. Paul Horn. Stupshtina sind 81 Regierungskandidaten, 46 Jungraditale, 16 Nationalisten, 8 Fortschrittler und 1 Sozialdemokrat ge Weiter fandte Horn noch folgende Ergänzung der Selbstmählt worden. In 8 Wahlkreisen sind Stichwahlen nötig. In anzeige an die Staatsanwaltschaft, um ihr nach Kräften in Belgrad find 3 Jungradikale und der Finanzminister Patschu ge- der Ermittelungsfache behilflich zu sein: wählt worden. Türkei. Die Insel Samos. In den letzten Tagen sind wieder einmal Unruhen auf der Insel Samos ausgebrochen. Der letzte Grund dieser Unruhen ist das Streben der Samioten, sich von der türkischen Herrschaft zu befreien und sich Griechenland anzuschließen. Heute ist die Insel der Türkei tributpflichtig, und ihr Fürst, der griechischer Nationalität sein muß, wird vom Sultan ernannt. Streitigkeiten mit dem Fürsten führten auch diesmal zum Aufstand. Dazu kam noch ein soziales Motiv. In letzter Zeit wurde die Zigarettenmaschine eingeführt. Da nun ein großer Teil der Bebölferung von der Herstellung von Zigaretten lebt, verlangten sie angeblich- die Beseitigung der Maschinen. Der Fürst wurde gefangen genommen, und die Pforte hat trotz der Mahnungen zur Milde von England, Frankreich und Rußland den Garanten der samiotischen Verfassung, Kriegsschiffe nach der Insel gesandt und Truppen gelandet. Wie heute aus Konstanti nopel telegraphiert wird, haben die Türken nach heftigem Kampfe die Insel besetzt. Die Insurgenten sind in das Innere der Insel geflüchtet. Der Führer Sosulis, welcher sich übers Meer nach Griechenland flüchtete, wird von einem türkischen Schiffe verfolgt. Die Bandenkämpfe. In letter Zeit häufen sich wieder die Meldungen über den unablässigen Bandenkrieg in Mazedonien, dessen Gräueln zul Berantw, Redakt.: Georg Davidsohn, Berlin, Inseratenteil verantw.: An den Herrn königlichen Ersten Staatsanwalt zu Bochum. „ Betrifft Anzeige des Kassierers Paul Horn, zu Bochum, Wiemelhauser Straße 42, gegen sich selbst, wegen Unterschlagung und Untreue. Meine Anzeige vom 9. März 1908 ergänze ich hierdurch noch durch nachstehende Angaben. Letzte Nachrichten und Depefchen. Einem- Reinigung. Bochum, 1. Juni.( W. T. B.). Der Redakteur Steinkamp vom sozialdemokratischen Volksblatt" ist heute von der Straffammer wegen Beleidigung des Kriegsministers bon Einem zu einem Monat Gefängnis verurteilt worden. Die Beleidigung wurde gefunden in einem Artikel über die Antwort des Kriegsministers im Reichstag über die Lynar- Eulenburgaffäre. Zug- Entgleifung. Stuhlweißenburg, den 1. Juni 1908.( B. H.) Der vom Prager. hof tommende Personenzug Nr. 205 ist gestern nachmittag in der Der in der Anzeige genannte frühere Arbeitersekretär Johann Nähe der Station Szemes aus bisher unbekannten Ursachen ents Spaniol zu Oberhausen hat in der Gerichtsverhandlung gegen gleift. Mehrere Wagen wurden zertrümmert, ein Schaffner wurde den Bergmann Johann Heinen zu Steele feine Aussage, mir schwer, mehrere Passagiere leichter verletzt. hätten am Jahresschluß 1903 10 000. in der Kaffe gefehlt, noch dadurch ergänzt, daß er sagte, er mache die Bekundung auf Grund von ihm angelegter aftenmäßiger Aufzeichnungen. Nach den Aufzeichnungen Spaniols soll am 8. Mai 1904 der in meiner Karlsruhe, 1. Juni.( B. H.) Am Sonntag schlug der Bliz Anzeige als Zeuge benannte Johann Götte zu Spaniol gesagt in das Anwesen von Roesch und tötete den Besitzer und zwei Kühe. haben, er sei vergangene Woche in Bochum zur Revision der Zalenze, 1. Juni.( B. H.) Eine Radfahrergesellschaft wurde Verbandskasse gewesen und habe schwer arbeiten müssen, denn hier vom Gewitter überrascht. Der Arbeiter Dykla wurde vom es fehlten 10 000 m. in der Verbandskasse. Blitzstrahl getroffen und war fofort tot. Götte gehörte damals dem Kontrollausschuß an und bestreitet ganz entschieden, dem Spaniol solches gesagt zu haben. Spaniol ist vom Vorstand unseres Verbandes wegen diefer Werleumdungen aus dem Verband ausgeschlossen worden. Auf seine Beschwerde an den Kontrollausschuß hat diefer nach eingehender Prüfung den hier gedrukt beiliegenden Beschluß gefaßt. Th. Glode, Berlin, Drud u.Berlag: Vorwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Der Blitz. Drtan. Chabarowsk, 1. Juni.( W. T. B.) Infolge eines Orlans fenterte auf dem Amurfluffe eine Barte, auf der sich arretierte Chinesen befanden. 6 Mann von der Bewachungsmannschaft und 83 Chinesen ertranten. Paul Singer& Co., Berlin SW. Sierzy 4 Beilagen u. Unterhaltungsbl Nr. 127. 25. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Parteigenoffen! Dienstag, 2. Juni 1908. veranstaltet hat. Für das Tageblatt der Partei, das nunmehr nach| Organisation wachsen die Aussichten auf die friedliche Entwidelung einer schweren Jugendzeit sein Fortleben gesichert sieht und daran der internationalen Beziehungen, und wenn das sozialistische Broledenken kann, vermittelst einer Ausgestaltung, für die allerdings an tariat in einem Lande die Macht erlangt haben wird, wird seine die Hilfsbereitschaft der Parteigenossen appelliert werden muß, den erste Tat sein, die Institution der internationalen Schiedsdie sich die sozialistische Internationale In seiner letzten Situng nahm der Zentralvorstand Stampf gegen die kapitalistische Korruptionspreffe wirksamer fort- gerichte, für Stellung zu den bei den jezigen Urwahlen sich etwa notwendig zuführen, war es eine Siegesfeier und die geeinigte Partei ausgesprochen hat, nicht, wie es heute die Politik der rivalisierenden machenden Stichwahlen der Wahlmänner in Groß- Berlin. hatte darum auch die sozialistischen Parteien des Auslandes, bürgerlichen Staaten will, zu einer beschränkten, sondern zu einer den Kampf der Humanité" mit Sympathie und allgemeinen Einrichtung zu machen. Maßgebend waren natürlich die hierauf bezüglichen Be- tätiger Teilnahme verfolgt haben, geladen. Für das Internationale Der Chorgesang der Internationale" schloß das schöne Fest, schlüsse der preußischen Landeskommission. Bureau und für die belgische Arbeiterpartei erschien Genosse Van das den Beweis erbracht hat, daß die Genossen der geeinigten Partei, Parteigenossen! Daß bei der charakterlosen, volksver- dervelde. Im Namen des deutschen Parteivorstandes die von den Clemenceau und Maujan Niedergerittenen", lebensräterischen Haltung der sogenannten Freisinnigen ein 3u- hatte Genosse Pfannkuch ein Begrüßungsschreiben träftiger, tampfbereiter und zuversichtlicher sind als je. sammengehen mit ihnen sich für uns von selbst berbietet, be- gefchickt, das dem Bedauern Ausdrud gab, infolge der preußischen darf wohl nicht erst der näheren Begründung. Anders ver- Wahlarbeit und im besonderen infolge des förperlichen Befindens der Genossen Bebel und Singer das Fest nicht beschicken zu hält es sich mit der„ Demokratischen Vereinigung“, den An- tönnen. Begrüßungen waren auch von der Sozialdemokratischen VI. Generalversammlung des Verbandes der Deutschen hängern der sogenannten Barthschen Richtung. Nach ihrem Föderation und von der Unabhängigen Arbeiterpartei bisherigen Verhalten können wir mit ihnen in der Wahl- Englands eingetroffen. Die österreichische Partei sorechtsfrage wohl ein Stück Weges gemeinsam gehen. Auch wie die russischen Sozialrevolutionäre und die hat diese Partei bereits ihr Einverständnis mit unseren Be- schwedische Sozialdemokratie waren offiziell durch in dingungen für die Abgeordnetenwahl öffentlich erklärt. Baris lebende Genossen vertreten, die am Präsidententisch Plazz Für ein Zusammenwirken bei den Urwahlen kommen nehmen. Auch zwei Delegierte des deutschen sozialistischen nun folgende Beschlüsse der Landeskommission in Betracht: Lejetlubs faßen dort. Nicht nur der Saal, sondern auch der anstoßende Garten waren a) In den Landtagswahlkreisen, in denen nur ein Ab- dicht gefüllt. Ueber 1200 Genossen und Genofsinnen waren dem geordneter zu wählen ist, unterstüßt die Sozialdemokratie in Aufruf der Humanité" gefolgt. Man sah so ziemlich alle beder Stichwahl die Wahlmänner der bürgerlichen Parteien fannten Pariser Genossen und auch einige Deputierte aus der nur dann, wenn deren Abgeordnetenkandidat mindestens 5 Provinz. Die alten Vorfämpfer der Partei wurden herzlich begrüßt, Tage vor den Urwahlen schriftlich zu Händen des sozialdemo- so Paul Lafargue und seine Frau. Die sozialistischen Ausländer fratischen Wahlkomitees auf dessen Anfrage erklärt hat, daß Deutsche, Polen, Angehörige des jüdischen Bundes- waren er für den Fall seiner Wahl ins Abgeordnetenhaus in der zahlreich vertreten. Session 1908 die Uebertragung des Reichstagswahlrechts auf Preußen sowie neue Wahlkreiseinteilung beantragen oder für cinen solchen Antrag stimmen wird, wenn er von anderer Seite beantragt wird. der Buchdrucker. Köln, 30. Mai. Ein Teil des fünften und der Vormittag des sechsten Verhand lungstages wurde durch nichtöffentliche Sibungen ausgefüllt, in denen man den Organisationsvertrag erörterte. Das Ergebnis der Verhandlungen war folgende Reso. Tution, die gegen vier Stimmen angenommen wurde: " Nachdem durch den Abschluß des Organisationsvertrages den Forderungen des Verbandes teilweise entsprochen ist, erklärt die 6. ordentliche Generalversammlung des Verbandes der Deutschen Buchdrucker, daß, obgleich durch Abänderung des§ 4 des Vertrages ein wesentlicher Punkt eine Abschwächung er. fahren, dennoch die Bestimmungen desselben zu afzeptieren, in der Erwartung, daß der Deutsche Buchdruderverein die Mitarbeit des Verbandes zur Hebung des Gewerbes gebührend würdigt." Darauf wird die diskutiert. Stellungnahme zu den Sparten Döblin unterbreitet im Auftrage des Vorstandes folgende Resolution: Um ein ersprießliches Zusammenarbeiten zwischen dem Verbandsvorstande und den Zentralkommissionen der Sparten herbeiguführen, finden nach Bedarf oder auf Wunsch der be. treffenden Zentralfommissionen oder des Verbandsvorstandes gemeinsame Sigungen statt, in welchen die Spartenvertreter beratende Stimme haben. Ueber beabsichtigte Maßnahmen oder Publikationen der Spartenvertretungen nichttechnischen Inhaltes, welche die Verbandsaufgaben berühren, ist vor ihrer Veröffent lichung eine Verständigung mit dem Verbandsvorstande herbeizuführen, auch ist demselben von den Zentralfommissionen der Sparten vierteljährlich ein Bericht über ihre Tätigkeit zu geben. Die an die Ortsvereine der Sparten gerichteten Zirkulare find ebenfalls dem Verbandsvorstande zuzustellen. assistiert von den Genossen éliès, dem Leiter der GroßDen Vorfiz führte der Gemeinderat Genosse Landrin, eintaufsgenossenschaft, und Latapie von den Metallarbeitern. Die drei Attionsformen der Arbeiterbewegung traten so bei dem Fest der Zeitung, die ihnen allen zu dienen bestimmt ist, symbolisch Vor der Entscheidung ist außerdem die Zustimmung des in Erscheinung. Zentralwahlkomitees in Berlin einzuholen. Es wäre unmöglich, auf die Reden der Genossen Landrin, b) In Landtagswahlkreisen, in denen mehr als ein Renaudel, Brade, Dubreuilh, Sembat im einzelnen Abgeordneter zu wählen ist, unterstützt die Sozialdemokratie einzugehen. Hervorzuheben ist aus Renaudels Mitteilungen den Stand der Humanité", daß das Blatt in der Stichwahl die Wahlmänner derjenigen bürgerlichen über den Stand der Humanité", Parteien, deren Wahlfomitee sich bereit erklärt, ein Mandat ießt eine Gesamtauflage von 77 000 hat. Die 20 000 in Paris, die zu feiern man heute zusammengekommen ist, sind schon überschritten, der Sozialdemokratie abzutreten, vorausgesetzt, daß der zur und der Tagesverlauf beträgt 22000 Eremplare. Renaudel gab auch Stichwahl stehende Wahlmann mindestens drei Tage vor der bekannt, daß die" Humanité" nnd die Seine Föderation den Plan Wahl die Erklärung abgegeben hat, daß er unabhängig ge- in Erwägung gezogen haben, gemeinsam mit dem Genossenschaftsnug ist, bei den Abgeordnetenwahlen für einen sozialdemo- verband endlich das Voltshaus, das der Pariser Arbeitererrichten. fratischen Kandidaten stimmen zu können. Erfüllen das schaft fehlt, Sembat bon Sprach ชน bürgerliche Wahlkomitee und sein Wahlmann diese Bedin- Koalition der Radikalen und der Nationalisten, die die Zeiten gungen nicht, so ist strifte Stimmenthaltung bei den Stich der Dreyfusaffäre erneuere: Aber das Bolt ist sein eigener Dreyfus! Ihr Arbeiter seid alle ungerecht verurteilt, nur mit wahlen zu üben. Die bürgerlichen Wahlkomitees find sofort dem Unterschied, daß man nicht auf die Teufelsinsel gegangen ist über unsere Stellungnahme zu den Stichwahlen zu infor- und den Gefangenen gefragt hat: Fühlst du dich ungerecht mieren. berurteilt? Ihr aber habt alle vier Jahre eine Urne vor euch und tönnt selbst darüber entscheiden, ob ihr auf der Teufelsinsel, im Buchthaus der kapitalistischen Gesellschaft bleiben wollt! Es tamen nun die ausländischen Delegierten zu Worte. Vandervelde schilderte die neueste Entwickelung in Belgien, das Wir ersuchen nunmehr unsere Wahlleiter fotveit es Bordringen des Sozialismus dank der angestrengten gewerkschaftnoch nicht geschehen sich umgehend mit den von der Demo- russischen Revolution und über die Unterstützung, die dem Barismus lichen Arbeit. Rubanowitsch sprach über den Fortgang der fratischen Vereinigung" aufgestellten Wahmännern in Ver- von den fapitalistischen Staaten zuteil wird. bindung zu setzen. In den Orten, in denen am 3. Juni In einer zweistündigen Rede entwarf Jaurès ein Gesamt- Döblin bezieht sich in seinen einleitenden Ausführungen Terminswahlen stattfinden, muß dies sofort geschehen. bild der sozialistischen Politit. Von besonderem Interesse waren auch auf die Fragen der Stellung des Verbandes zur GeneralDie Parole bleibt also: eine Stimme einem feine Ausführungen über die internationale Situation tommission und der Abänderung des§ 1 des Statuts, offenen oder berstedten Wahlrechtsfeinde, und über die Aufgaben, die dem internationalen Sozialismus heute ferner auf die Stellung der Redaktion des Korrespon. gleichgültig ob freifinniger oder konfervativer gestellt sind: Was die Sozialisten von Anfang an unter dem bent" zu diesen Punkten und das Verhältnis zur politischen Couleur. Nieder mit dem Bülowschen Wisch höhnischen Gelächter von der Ministerbant immer wieder gesagt haben, Organisation. masch, für die Demokratie, für das freie und der französischen Regierung bleibt nichts übrig, als diese Tatsache Wahlrecht! Die Zustimmung zu einem Eintrefen unsererseits für die Wahl der Herren Breitscheid oder Witt in der Stichwahl, ist seitens des sozialdemokratischen Zentralwahlfomitees bereits crfolgt. Mit Parteigruß " Der Zentralvorstand des Verbandes soz. Wahlvereine. Ein fozialiſtliches Bankett. Paris, 28. Mai.( Eig. Ber.) Die Diskussion über die legten Gemeindewahlen hat den Bariser Genossen stärker als je die Notwendigkeit einer periodischen Vereinigung der in den verschiedenen Parteisektionen, in den Getvert schaften und Korperationen tätigen Sozialisten zum Bewußtsein gebracht. Gewissermaßen als Einleitung zu jener neuen Organisationsform tann man das Bankett ansehen, das die, Humanité", um das Steigen ihres also von den Abonnenten abgesehen Straßenverkaufs in Paris über 20 000 zu feiern, heute in einem Saale im Osten der Stadt Kleines feuilleton. " 1 Die Resolution des Vorstandes wird, nachdem die Vertreter der Sparten dazu gesprochen, angenommen, eine andere der Spartenvertreter abgelehnt. Köln, 31. Mai. Am 7. Verhandlungstage( Sonntag) wird mit der Beratung des Punktes Gewerkschaftliche Neutralität begonnen. Den Anschluß an die Generalkommission der Gewerkschaften haben wir für notwendig gehalten; wir sind gezwungen, mit der anzuerkennen und sich aus dem Lande, dessen Eroberung ihr durch Gesamtheit zu gehen. Der Verband kann sich nicht von dem ausdie Bestimmungen von Algeciras verwehrt ist, zurückzuziehen. Sie schließen, was die Arbeiterschaft hier geschaffen hat. Wir dürfen tut es aber unter einer fremden Pression und nicht, wie die uns durch verschiedene religiöse oder politische Ansichten nicht ent angeblichen Antipatrioten" es gefordert haben, aus freien Stüden, zweien lassen. Solche Differenzen sind auch in der Arbeitgeberschaft aus dem Prinzip der jede Vergewaltigung eines Boltes ausschließenden vorhanden, und doch sehen wir, wie sie in wirtschaftlicher Hinsicht Demokratie. Es scheint, als ob die Marokkofrage eine friedliche Wen- friedlich zusammenarbeitet. Die Generalfommission gibt dem bung nehmen wollte. Aber darum sind die Gefahren für den europäischen Empfinden der großen Mehrheit Ausdruck, ihr Wort ist nicht zu Frieden nicht beseitigt. Im Gegenteil, es scheint, daß die englischen unterschätzen, ihre Tätigkeit ist eine richtige und erfreuliche. BeSapitalisten, die sich der deutschen Konkurrenz entledigen möchten, sonders hervorzuheben ist die Erziehung der Arbeiter zur Kampfim Bunde mit der französischen Kapitaliſtenclique der englisch bereitschaft, wohlverstanden nach der Richtung hin, daß durch die französischen Entente einen agressiven Charakter verleihen und einen Stellungnahme der Generalkommission die einzelnen Gewerkschaften friegerischen Konflikt provozieren möchten. Gegen die gewiffenlosen ihre wirtschaftlichen Kämpfe auf eigene Kosten zu führen haben. Treibereien, die gleichermaßen in England, Frankreich und Deutsch- Nur bei großen, unvorhergesehenen Kämpfen werden Mittel aus land fortgesezt werden, gibt es nur einen Schutz: das fozia- der gemeinsamen Kaffe gegeben. Die Arbeiter werden dadurch zur list if che Proletariat, das den Frieden will und bereit ist, ihn Leistung höherer Beiträge verpflichtet. Wir mit unseren gefüllten mit allen Mitteln, wie sie die Stuttgarter Reso- Kassen sind ein begehrliches Objett, bei großen Kämpfen find wir lution anführt, aufrechtzuerhalten. Mit dem Wachstum der in der Lage, Darlehen zu geben, die uns verzinst werden. Wir Notizen. blatt jedoch befitt, wie nahezu selbstverständlich, Nordamerika, und Das emar ist es eine große Uhrenfabrik in Thomaston( Conn.), die auf- Theaterchronit. Jm Deutschen Theater wird dem Dache einer ihrer Fabritanlagen die riesige Anlage errichten Der entlarvte Spiritismus. Einen Preis von 2000 Frant für 6 Meter lange Minutenzeiger wiegt zusammen mit dem GegenL'Arronge stattfinden. lich. Ueber 12 Meter mißt das Zifferblatt im Durchmesser; der am Sonntag, den 14. Juni, eine Gedächtnisfeier für Adolf Wie Gastspiele borbereitet werden. das Medium, das imftande wäre, bei hellem Tageslicht einen, auf gewicht 640 Pfund, während der Stundenzeiger, der nur 4,5 meter frühere Mozartorchester, das sich nunmehr Blüthnerorchester cinem Tisch liegenden Gegenstand aufzuheben, ohne ihn zu be- lang ist, ohne Gegengewicht bloß" 500 Pfund wiegt. Die Ziffern nennt, bittet uns, gegenüber den ungünstigen Kritiken über seine rühren, hatte vor einiger Zeit Gustave Le Bon mit Unterstützung sind je anderthalb Meter hoch und dreiviertel Meter breit. Daß mitwirkung beim russischen Gastspiel festzustellen, daß für des Prinzen Roland Bonaparte und des Dr. Darieg ausgeboten. die Beiger noch an ihrer äußersten Spize meterbreit und darüber jede Oper nur eine, höchstens zwei Proben zur Verfügung standen. Das Preisausschreiben wurde viel erörtert und ist sicher zur sind, ist begreiflich, wenn man berücksichtigt, daß die Zeitangaben unter solchen Voraussetzungen konnte natürlich von einer vollen Kenntnis aller Spiritisten gekommen. Le Bon hat nun gut 1000 ton allen Schiffen, die den Hudson passieren und von allen AmtsBriefe bekommen, in denen ihm die wunderbarsten Geschichten gebäuden im unteren Stadtteil von New York zu sehen sein wird. fünstlerischen Leiſtung nicht die Rede sein. Wie denn bei dem ganzen Gastspiel sehr vieles zu wünschen übrig blieb. erzählt wurden, aber nur fünf Kandidaten erboten sich, den ge- In jeder Minute legt die schaufelartig breite Spize des Minuten- Die 5000. Nummer der Universal Bibliothek forderten Versuch zu machen. Zwei stellten sich auch zu dem ver- zeigers 64 Zentimeter zurück, man kann sie also bequem spazieren ist soeben in Philipp Reclams Verlag erschienen. Von dem Untereinbarten Zeitpunkt ein. Nachdem ihnen die Bedingungen des gehen sehen. Beide Zeiger sind am Rande von Glühlämpchen nehmen, das aus 32 Literaturen des ganzen Erdkreises das mannigVersuchs genauer auseinandergesetzt waren, versprachen sie eingerahmt, die des Nachts aufleuchten, während am Tage die fachste bietet, ist längst gesagt worden, es habe mehr miederzukommen. Aber es hat sich feiner wieder sehen lassen. Der Bahlen und Beiger schwarz auf weißem Grunde erscheinen. Die für die deutsche Kultur geleistet, als alle preußischen KultusVersuch schien also unmöglich. Dabei ist der Grund nicht etwa technischen Schwierigkeiten, die zu bewältigen waren, um ein der- minister zusammengenommen. Gerade die letzten Veröffentlichungen nur darin zu suchen, daß das Licht die spiritistischen Phänome artiges Beigerpaar mit Hilfe eines eigens dazu konstruierten zeigen, daß der Verlag bemüht ist, sein Repertoire fortgesett verhindert, wie man wohl behauptet hat. Einer der hervor- lhriverts zu bewegen, waren sehr groß; ihre Schilderung würde zu bereichern. Die bequem zu handhabenden Büchlein haben zudem zeigen, daß der Verlag bemüht iſt, ſein Repertoire fortgesett ragendsten heutigen Spiritisten, Dr. Magwell, versichert in seinem zu weit führen und es sei nur noch erwähnt, daß drei Stunden eine größere und deutlichere Schrift erhalten; auch die Einbanddecke Buch über die psychischen Phänomene, daß das Fortnehmen von Arbeit erforderlich sind, um die Uhr mit Hilfe eines Stahldraht- ist geschmackvoller geworden. Ein übersichtlicher Gesamtkatalog, der Gegenständen ohne direkte Berührung auch bei hellem Tageslicht sciles von einem Zentimeter Dide für eine Woche aufzuziehen. durch jede Buchhandlung gratis zu beziehen ist, erleichtert dem vor sich gehen fönnte, und wiederholt sind auch BlitzlichtLeser die Auswahl. Auf die Reclam Bibliothek fann mit photographien dieses Vorgangs gezeigt worden, die allerdings um so größerem Nachdruck hingewiesen werden, als sie für niemand überzeugt haben. Die Spiritisten trösten sich über dieses zwanzig Pfennig bereits dauernd wertvolle Bücher liefert, während augenscheinliche Fiasto mit der Versicherung, daß die Erscheinung der von tollgewordenen Literaten gepriesene Boltsbeglücker Scherl schon so und so oft beobachtet worden sei; vor vierzig Jahren Ach du armer Abdul Afis! War das Unten wieder oben für die bloße Lektüre eines auf unsäglich schlechtem Papier gedruckten, hätten Geister sogar einen mit 75 Kilogramm Steinen beladenen Merkst du jetzt, auf welcher Bafts faum zu lesenden Schauerromans 30 Pf. berechnet.( Denn vorsorgTisch gehoben, sie erfreuten sich danach einer recht ansehnlichen Dein Vertrauen war gegründet? licherweise ist der spannende Stoff auf awei, drei und vielleicht noch Körperkraft. Aber man muß doch fragen, meint Le Bon, warum Jener Herrscher, leicht entzündet, mehr Bände verteilt und jeder kostet bloß 10 f.). die Medien, die vor vierzig Jahren 75 Kilogramm hochheben Der dir einst so freundlich nahte, feunten, heute nicht einmal ein paar Gramm vom Flecke fort mit dem unerbet'nen Nate, bewegen können. 2000 Frank in zwei Minuten verdienen und Der sich deiner angenommen außerdem eine wissenschaftliche Frage lösen, das wäre doch wirklich und so plötzlich war gekommen, der Mühe wert.. Aber der Spiritismus verträgt nicht die Kontrolle Dieser Herrscher läßt dich fahren ungläubiger Kritiker. Mit Professoren hat er sich öfter ชน deren Schaden eingelassen. Aber diesmal sollten auch zwei Schon nach Ablauf von drei Jahren. Ja, du warst wohl freudenTaschenspieler zugegen sein. Diese Konkurrenz war den Geistern schwanger offenbar sehr unangenehm. leber das, was man in Tanger Das größte Zifferblatt der Welt. Auf dem Eiffelturm in Laut vor aller Welt gesprochen! Baris erfolgt seit einiger Zeit eine nächtliche Zeitangabe, die Du Naiver! Nach sechs Wochen Furch 10 Meter hohe, aus Glühlampen zusammengesetzte arabische War die Lage schon verschoben, Sahlen vermittelt wird. Das größte vollkommen ausgeführte Biffere Humor und Satire. Trost. Peter Und das Oben wieder unten, Wie es nun einmal im bunten Wechsel der Berliner Meinung Regel ist. Und die Erscheinung Soll dich nicht zu fehr betrügen, Weil wir sie an allem üben. Lache, wenn man Hafids Boten Nun empfängt. Auch dieser Knoten Ist nur leicht geschürzt, und Löft er sich. Vergiß die Sorgen! Deutsche Politik ist flüchtig, Wechselvoll, zerstreuungssüchtig. Auch für Hafid ist die Basis Aeußerst schwankend, Abdul Asis. Schlemihl im„ Simpliciffimus".) morgen D Der italienische Wildenbruch. D'Annunzio will nach dem Erfolge seines blut- und geschlechtstollen Dramas " La Nave", in dem er Venedig berherrlicht" hat, nun auch die anderen italienischen Städte in typischen Abenteuern" dramatisch faffen. Das wird eine wundervolle Sammlung bombastischer Worts orgien werden. Die internationale Polartommission, die in Brüssel ohne deutsche Beteiligung tagte, wählte Brüssel zum ständigen Siz ihres Bureaus. Der amerikanische Delegierte gab nähere Aufschlüsse über die Nordpolarexpedition, die Beary auf Kosten der Unionsregierung im Juli antritt. Auf Veranlassung der amerifanischen Regierung soll auch eine Südpolarexpedition unternommen werden, deren Projekt Peary gleichfalls ausgearbeitet hat. Haben ein Intereffe daran, die Generalfommission zu unterstüben, I fuffionen. Innerhalb der sozialdemokratischen Partei ist eine anderes sagen können. Die gewerkschaftliche Neutralität tann und diese hat auch unseren besonderen Verhältnissen stets das Wandlung vorgegangen, die unserm Standpunkt nahe tommt. Wir nicht anders gedeutet werden, sie ist historisch geworden und wird nötige Verständnis entgegengebnicht. Sie hat uns gegen die An- wollen uns nur mit wirtschaftlichen Bestrebungen befassen. Ich sich für uns nicht ändern. Wenn man als Interpret des geistigen griffe der Partei beim letzten Tarifabschluß verteidigt. Vom Ar- möchte Sie vor Annahme der Resolution Massinis warnen, wir Lebens in unseren Organisationen gehalten ist, dazu Stellung zu beitgeberverband des Buchdrudge werbes wird behauptet, der Ver- wollen unsern Standpunkt nicht in einer Resolution festlegen. nehmen, dann müssen wir unsere Meinung sagen. Der Indivi band befinde fich in politischem Jahrwasser, das stimmt aber nicht, Fülle( Berlin): Durch die Ablehnung des Antrages, die dualität eines einzelnen Artikelschreibers wird man niemals einen die„ Chriftlichen" find viel politischer als wir. Oeffentlichkeit auszuschließen, ist bewiesen worden, daß, so scharf 3wang auferlegen können. Ein sozialdemokratischer Redakteur Es ist gewünscht worden, wie möchten uns nicht mehr an den auch die sachlichen Gegensätze aufeinanderprallen, es auf dieser hat einmal gesagt: Es ist eine Gemeinheit, wie Rerhäuser aninternationalen Kongressen beteiligen. Am Stuttgarter haben wir Generalversammlung zu feiner Spaltung innerhalb des Verbandes gegriffen wird; aber eine viel größere Gemeinheit ist es, daß er uns mit drei Delegierten beteiligt. Döblin gibt ein Bild von noch mit der gesamten Arbeiterschaft kommt. Die linte Seite recht hat. Zuschriften aus Parteifreisen beweisen mir, daß man seiner Zusammenfeßung. Es fand eine Vorbesprechung der Ge- im Verbande hatte kein Interesse, die Angelegenheit auf dieser auch dort anderer Meinung als Fülle ist. Fülle hat es so darwerkschafter über die Maifeier statt. Wir konnten uns der Refo- Generalversammlung zu behandeln; das ist von der Gegenseite gestellt, als wenn ich die Partei unter allen Umständen bekämpfe. lution nicht anschließen, da die Lage unseres Gewerbes das nicht ausgegangen. In der Artikelserie des Korrespondenten" find Das ist nicht richtig. Fest steht, daß ich niemals die Solidarität zuließ. Sogar ein Teil der sozialistischen Presse hat unseren nicht die Anschauungen vertreten, die heute Döblin ausgesprochen mit der Arbeiterschaft durch meine Broschüre gestört habe. Man Standpunft anerkannt. Wenn darum Angriffe auf uns erfolgen, hat, sondern sie bedingen das Aufgeben des bisherigen Standpunkts. fann allerdings so zitieren, wie es einem am besten paßt. Gin fönnen wir sie ruhig über uns ergehen lassen. Unser Bestreben Döblin sagt, es solle alles beim alten bleiben. In bezug auf die sozialdemokratisches Organ hat meinen Artikel einen Schandfleck geht dahin, mit allen Mitteln die Buchdruckerschaft auf ein höheres im Verband befindlichen Sozialdemokraten kann es jedoch nicht genannt, einem Kollegen aus dieser Stadt hat der Redakteur dann Kulturniveau zu bringen; die Maifeier scheint uns nicht dazu ge- beim alten bleiben, das ist der Zweck der Aussprache. Man soll zugestanden, daß er sie gar nicht gelesen, sondern aus bürgereignet zu sein. Wir haben die Beschlüsse anerkannt und müssen den Kreis der Neutralität nicht zu eng faffen, wie es Döblin tat; lichen Blättern seine Stenntnisse geschöpft habe. Wenn sichs bloß uns darüber klar werden, ob wir uns auch in Zukunft an den andere Gewerkschaften haben über die Gewerkschaften andere An- um die Ideale der Sozialdemokratie handelte, dann gebe es keine internationalen Arbeiterkongressen beteiligen wollen. Man macht schauungen als wir, wie zum Beispiel die letzte Generalversamm Streitigkeiten. Aber es ist Tatsache, daß die Sozialdemokratic fich von solch einem Kongres oft ganz falsche Vorstellungen. Die lung der Dachdecker bewies. Gin jeder Arbeiter, der denken ge- die Buchdrucker in ihren schwierigsten Situationen angegriffen wichtigsten Beschlüsse werden in Nonmissionen vorberaten, denn bei lernt hat, muß Sozialdemokrat sein. Die linke Seite im Verband hat. Man sah das auch beim letzten Tarif, wie objektiv fie uns der verschiedenartigen Zusammenseßung kann ein Resultat im will nicht, daß der Buchdruckerverband der Sozialdemokratie ver- beurteilt. Das muß einem die Partei verekeln. Das Organ der Plenum nicht leicht erzielt werden. Auch zur Beratung des Ver- schrieben sein soll. Die Frage lautet jedoch: Soll sich der Buch- Buchdrucker nennt man, den Verband jedoch meint man. Mich hältnisses zwischen Partei und Gewerkschaft wurde eine Kommis- bruderverband als Sturmbod gegen die Sozialdemokratie ge- persönlich läßt es talt, ob ich beseitigt werden soll. Rerhäuser fion gebildet. Die Resolution wurde dort ausgearbeitet und im brauchen lassen? Fülle verliest einige Auszüge aus dem verliest aus hinterlassenen Briefen Härtels, des Begründers des Plenum zur Abstimmung gebracht. Man kann die einzelnen Dele- Korrespondent", in welchem die Sozialdemokratie beschimpft wird. Verbandes, einige Stellen, worin dieser sich über die Sozialdemos gierten für die Resolution nicht verantwortlich machen. Bir Der Verfuch Rerhäusers, die Gewerkschaften gegen die Sozial- fratie abfällig ausspricht. Ich will nicht die Fahne des Rebellen fönnen uns keineswegs verpflichten, die Beschlüsse streng durchzu- demokratie auszuspielen, ist nicht neu. Dr. Freund- Berlin schlug gegen die Partei erheben, aber die Stuttgarter Resolution soll führen, denn auf jedem Parteitag und auf jedem Kongreß werden der Arbeiterschaft auch nichts anderes vor, als eine besondere Ar- mich nicht dazu verpflichten, ihren Worten nachzuleben. Wenn Refolutionen gefaßt, die eben nur Resolutionen bleiben. Der Mai- beiterpartei zu gründen. Die Sozialdemokratie hätte die Ar- schon ein Teilnehmer am Kongreß so verstanden hat, dann mus feierbeschluß ist bis heute noch nicht zur Durchführung gekommen. beiterschaft in den Sattel gehoben, jetzt könne die Arbeiterschaft es doch für einen Außenstehenden viel schwieriger sein. Für unsere Die letzte Maifeier hat nicht den Umfang angenommen, der auf ohne die Sozialdemokratie reiten. Rerhäuser sagt dasselbe. Sie Organisation wäre es verhängnisboll, wenn wir verpflichtet wären, dem Stuttgarter Kongreß gewünscht wurde. schwenken den roten Lappen. und werfen der Sozialdemokratie vor, enge Beziehungen zwischen Gewerkschaften und Partei aufrecht Döblin verliest die Resolution in bezug auf das Verhältnis fie dresche nur Phrasen. Das ist nicht der Fall, und möchte ich zu erhalten. Massinis Resolution lehne ich natürlich ab. Man zwischen Partei und Gewerkschaften und geht auf die Stellung des nicht nur für meine Person feststellen, daß wir nicht im Streit will es so hinstellen, als habe ich eine gewerkschaftliche ArbeiterVerbandes zu ihr ein. Auch die Resolution unterschied zwischen das Ziel des Verbandes sehen. Auf dem Arbeitertage in Braun- partei gefordert. Das ist teils richtig, teils falsch. Aber mein politischen und gewerkschaftlichen Aufgaben und sie wünscht, die Geschweig 1867 war die Frage des Streifs noch ein Problem. Der historischer Sinn drängt mich dazu, die Schlußfolgerungen aus ber werkschaften möchten sich von sozialistischem Geiſte leiten lassen. Arbeitertag gab jedoch der Meinung Ausdrud, daß Arbeitsein- Entwidelung zu ziehen. Meine logische Anschauung ist die, daß Es ist selbstverständlich, daß auf einem sozialistischen Arbeiter- stellungen nur dann empfehlenswert seien, wo Lohnerhöhung für im Laufe der Entwickelung die politischen Vertreter der Arbeiterschaft kongreß dieser Wunsch hervortritt; aber dieser Geist kann nicht die Arbeiterschaft erreicht werden könne. Der Arbeitertag hatte aus den Gewerkschaften kommen werden. Es gibt kaum ein sozial. durch einen Beschluß erzeugt werden, wenn er noch nicht vorhanden die Zweischneidigkeit des Streiks schon damals erkannt. Diese demokratisches oder ein Gewerkschaftsorgan, wo so viel abweichende ist. Es liegt in der Natur der Sache, daß die Verhältnisse schon die Auffassung vertreten wir auch heute noch. Wenn Rerhäuser ver- habe keine Beile dazu geschrieben. Wenn ich Angst vor der Ges Aeußerungen aufgenommen werden. Ich kann es bertragen und nahme am Kongreß in Stuttgart legt uns nicht die Verpflichtung Programms verzichtet, denken sie denn, daß die Unternehmer dann neralversammlung hätte, dann würde ich meine 21 Artikel nicht auf, den Verband zu einem sozialistischen zu machen. Auch die ber Arbeiterpartei weniger feindlich gesinnt seien? Im Gegenteil geschrieben haben. Es ist nicht wahr, daß ich alte ReichstagsRedner waren der Ansicht, daß Gewerkschaften und Partei getrennt Der Kampf wird noch intensiver, was Reghäuser auch in einem berichte für meine Artikel benutzt habe. Aber vielleicht kommt bleiben müssen und nicht verschmolzen werden können. Wie bei der Bitat bestätigt hat. Rerhäuser verlangt nichts weniger als die es vor, daß man ausspricht, was andere vor einem schon gesagt Maifeier mußte auch am 18. März die Partei der gewerkschaftlichen Abschaffung des Sozialismus. Den ersten Teil des Erfurter Pro- haben. Gine Marg- Stritik habe ich nicht beabsichtigt, ich wollte nur die Verhältnisse im praktischen Leben schildern und habe die Lage Rechnung tragen, das ist ein Erfolg der Fühlung zwischen gramms fann man nicht preisgeben. Rerhäuſer fönne pas ja auch nur die Verhältnisse im praktischen Leben schildern und habe die Partei und Gewerkschaften. Wenn es gelingt, fich immer zu ver- nicht, da er sich ja selbst als Sozialist bezeichne. Nerhäuser fagt zwischen dem Kapital und der Arbeit habe ich nie gepredigt, ich bin Schlußfolgerungen aus der Entwidelung gezogen. Die Harmonie ständigen, dann macht sich die Arbeiterbewegung frei von der in seinem siebenten Artikel: Der Arbeiter sei nicht rechtlos im zwischen dem Kapital und der Arbeit habe ich nie gepredigt, ich bin Phrase und wird in gefunde Bahnen gelenkt. Nach der Annahme Staat, tein Stapitalist habe etwas vor dem Arbeiter voraus. Selbst liftischen Gesellschaftsordnung. Wir sehen dazu heute schon primis ein überzeugter Sozialist und unbedingter Anhänger der soziader Resolution wurde sie dahin erläutert, daß den Gewerkschafts- wenn dies in politischer Beziehung eintreten wird, hätte der Kapi- tive Anfänge. Der Sozialismus wird sich unabhängig von jeder mitgliedern nicht die Verpflichtung auferlegt werde, der Sozial- talist immer noch sehr viel vor dem Arbeiter voraus. Wir stehen Partei verwirklichen. Es bestreitet niemand, daß Arbeiter ver demokratie anzugehören; nur der sozialistische Geist solle die Ge- vor den Landtagswahlen, da brauche Rerhäuser doch nur daran femt werden, wenn sie Arbeiterinteressen vertreten. Der Tarif werkschaften beherrschen. Auch der Kongreß hat anerkannt, daß zu denken, daß im preußischen Landtag die Arbeiterschaft über ist aber der Ausdrud unserer Stärke. Unserer schönen Augen der politischen Betätigung freier Spielraum gelassen werden muß. Haupt nicht vertreten fei. Aber um zu beweisen, wie wider willen ist er mit uns nicht abgeschlossen worden. Daß die Trades Unser Standpunkt hängt eng damit zusammen. spruchsvoll die Sozialdemokratie arbeitet, mache Nerhäuser in der Unions nicht für uns vorbildlich sein können, ist im Korrespon Der Redakteur des„ Korrespondent" hat nicht die Verpflich bekannten Art und Weise in Bitaten die Sozialdemokratie herab. bent" schon lange zum Ausdrud gekommen. Wenn andere Getung übernommen, mit den Beschlüssen einverstanden zu sein. Er Ich weiß, daß sich die Meinungen im politischen Kampfe ändern. werkschaftsführer in der Lage wären, zu theoretisteren, so würden hat immer die Freiheit, zu sagen, sie paßten nicht für unseren Be- Alle Meinungsänderungen reichen jedoch bei weitem nicht an das sie vielleicht viel schärfere Artikel gegen die Partei finden als ich ruf. Unser Standpuntt, als Generalversammlung, kann nur der heran, was sich Rerhäuser auf diesem Gebiete geleistet hat. Ich fie geschrieben habe. Meinen Ausspruch, daß bekannte Führer des fein, zu erklären: durch den Beschluß des internationalen Kongresses mache Rerhäuser daraus keinen Vorwurf. Aber was dem Korre- Buchdruckerverbandes nicht der Sozialdemokratie angehören, habe ist an unserem Verhalten nicht das gerinste geändert worden. Wie spondent- Rebatteur recht ist, muß anderen billig sein. Als Rer- ich getan, als ich gezwungen war, auf die Angriffe des Kaplans früher, sind wir auch jezt noch streng neutral geblieben, weder häuser 1896 unter erschwerenden Umständen die Redaktion über Dasbach zu antworten. Ich bin nicht Sozialdemokrat in dem nach rechts, noch nach links fönnen wir Konzeffionen machen. Nur nahm, da zog er gegen das Prophetentum los. Rerhäuser sollte Sinne, wie es fülle wünscht, wenn man jünger ist, ist man immer durch strengste Wahrung der Neutralität fönnen wir vorwärts wahrlich der letzte sein, über Prophetentum zu schreiben, wo so stürmischer. Früher konnte ich anders handeln, als der Buchtommen. Wir wollen uns von der Arbeiterschaft nicht abschließen, viele seiner Prophezeiungen nicht eingetroffen find. Eine weit druckerverband noch nicht ausgebaut war. Im großen und ganzen wir müssen hinausgehen, wenn wir wirken wollen. Man wartet fichtige Gewerkschaftspolitik muß darauf hinauslaufen, daß eine fann ich nur das wiederholen, was ich in meinen Artikeln gesagt auf die Bersplitterung der Buchdrucker; die wird aber nicht ein geistige und materielle Hebung der Mitglieder angestrebt wird. habe. Ich hatte nicht die Absicht, jemand herabzuwürdigen. Sie treten. Wir haben feinen Anlaß, einen anderen Standpunkt als Man solle dafür sorgen, daß die Angriffe auf die Partei eine bisher einzunehmen. Wir brauchen keine Rücksicht nach der einen Grenze finden. Die wirksamsten Waffen des Reichsverbandes oder nach der anderen Seite nehmen, wir prüfen die Beschlüsse, zur Bekämpfung der Sozialdemokratie feien aus dem„ Korrekönnen aber nur das davon anerkennen, was für uns gut ist. Der spondenten". Dazu würde die linke Seite nicht stillschweigen. Reg Standpunkt, den wir einnehmen müssen, ist der der strengsten häuser habe gegen seine bessere Ueberzeugung geschrieben. Er hat Graßmann- Effen: Was ich an der Artikelferie so unanNeutralität, schon darum, weil wir den Vertretern der Prinzipa- behauptet, tein jozialdemokratisches Blatt habe sich gegen die lota- genehm empfand, war die Tatsache, daß sie Kollegen Gelegenheit lität die Erklärung gegeben haben, im Verbande die vollste Neu- liftische Einigkeit" gewandt, als diese die Berurteilung des zu Entgegnungen gegeben, die das Gegenteil von dem ergaben, was tralität zu wahren. Unser Standpunkt ist gemißbilligt worden. Maurers" Machate in Breslau au 1½ Jahren Gefängnis gebilligt erhäuser beabsichtigte. In den Artikeln eines Leipziger Kollegen Aber ebensowenig wie den Prinzipalen können wir auch den Ge- hatte, weil er einen Arbeitskollegen auf die Füße getreten haben wird gesagt, daß der„ Korrespondent" sich in einer Kampfesstellung hilfen das Recht verweigern, sich da politisch zu organisieren, wo sie follte. Ich habe hier den Vorwärts" aus dem Jahre 1903, der gegen das Christentum befindet. Stets haben wir erklärt, niewollen. Die Neutralität halten wir in unserm Interesse hoch, das Verhalten der„ Einigkeit" in den schärfsten Ausbrüden miß- mals etwas gegen das Christentum zu haben. Es ist bedauerlich, nicht nur der Prinzipale willen. Wir haben schon so, als sozial billigt. Das fümmert Rerhäuser aber nicht, er hat das Wort daß die Artikelferie unvollständig geblieben ist, weil sie dem Nachtdemokratisch" angesehener Verband, einen schwierigen Stand, be-„ ein" noch gesperrt gedruckt. Döblin sagt, der Vorwärts" und geflügel Gelegenheit bot, bei Tage die Flügel zu rühren. Ich habe sonders hier in Rheinland- Westfalen. Es sind mehrfach Ver- Die„ Leipziger Volkszeitung" hätten die Buchdrucker ungerecht an- mich heute gefreut, daß Reghäuser erklärte, ein moderner Arbeiter legungen der Neutralität vorgekommen, so haben Ortsvereine die gegriffen. Wenn wir abavägen wollten, auf weffen Seite die fönne nichts anderes sein als Sozialiſt. Die Klaffengegenfäße Partei im Wahlkampfe durch Geldmittel unterstüßt. Aber dann Schuld liegt, so tämen wir wohl zu einem anderen Ergebnis als sind nicht geringer geworden. Die christlichen Gewerkschaften fönnen Mitglieder, die in anderen politischen Vereinen organisiert Döblin und Nerhäuser. Oft genug habe ich den„ Korrespondent" werden genau so behandelt wie wir, wenn sie Arbeiterinteressen find, verlangen, daß diese auch unterstützt werden. Derartige Maß- und den Vorstand gegenüber den Berliner Kollegen in Schuh ge- wahrnehmen. Der unlängst veröffentlichte Bertrag, ben bie nahmen sind unzulässig, sie gehen aus unserem Rahmen heraus, nommen, aber wenn in dieser Weise vorgegangen wird, wird es Grubenherren miteinander abgeschlossen haben, beweist, wie brutal fie tragen dazu bei, die Einigkeit zu zerstören. Wer seinem poli- einem schließlich schwer gemacht. Ich kenne feine elendere Klopf- man gegen die Arbeiter vorgeht. Auch in den christlichen Gewerktischen Empfinden bei Wahlen Ausdrud geben will, dem stehen flechterei als diese Aneinanderreihung von Zitaten, wie es Rer- fchaften wird sich eine Alenderung vollziehen. Sie werden ge andere Mittel zur Verfügung, der greife in seine eigene Tasche, häuser getan hat. Mit Zitaten kann man alles beweisen, man zwungen sein, ihr ganzes Wirken auf sozialistischer Grundlage fann aber auch selbst damit geschlagen werden. Ich stehe auf dem aufzubauen. Unsere ganze gewerkschaftliche Tätigkeit ist nur ein Auch wenn ein vom Vorstand eines Ortsvereins unterzeich- Standpunkt Reghäusers vom 1. Mai 1890, als er eine Mairede nur Nachhinken hinter wirtschaftlichen Entwickelung. Die Klaffenneter Aufruf die Kollegen auffordert, die Barteipresse zu lesen, so in sosialdemokratischem Ginne halten wollte. Damals hatte er gegensäße hat sie nicht aus der Welt geschafft. Wir können uns ist das eine Verlegung der Neutralität. Aber wenn ein Kollege gefagt, er könne jich feinen vernünftig denkenden Arbeiter vor- nicht mit ein paar Pfennig mehr Lohn und ein bißchen Arbeitsschon dann nicht die Neutralität gewahrt glaubt, wenn in einer stellen, der nicht Sozialdemokrat sei. Diese Meinung vertrete ich zeitverkürzung zufrieden geben. Unsere ganzen gewerkschaftlichen Versammlung am Eingang des Saales sozialdemokratische Bro- heute noch und mit mir viele Taufende von Deutschen Buchdruckern. Erfolge sind in Frage gestellt, wenn wir sie nicht gefeßlich fest. schüren ausgelegt sind, so muß ich das zurückweisen. Aber Sie sehen, Wir wollen nicht stille stehen, sondern gemeinsam mit den anderen legen. Wo sind die 10 Prozent Lohnerhöhung geblieben. Durch wie fenfibel einzelne Mitglieder sind. Wird§ 1 unseres Statuts Arbeitern gegen jede Unterdrüdung und Ausbeutung kämpfen. Wir die Bollpolitik, den Grund- und Bobenwucher ist sie wieder wett geändert, dann heißt es, es werden neue Wege eingeschlagen, nach müssen den Rebatteur des„ Korrespondenten" in seine Schranken gemacht worden. Wir müssen erklären, daß wir uns nicht auf Sem neuen Vereinsgefeß unterliegen wir dann den Bestimmungen zurückweisen, damit die Einigkeit mit der übrigen Arbeiterschaft einen politischen Standpunkt festlegen. Aber bie Stollegen follen für die politischen Bereine. Ich bin der Ansicht, wir bleiben auf nicht gestört wird. die Augen aufhalten, dann werden sie von selbst sehen, welcher dem neutralen Standpunkt stehen, einzelne Auswüchse verurteilen Reghäuser: Es ist nicht das erste Mal, daß die Redaktion Partei fie fich anschließen sollen. Die Feinde der freien Gewerf wir. Auch der Redakteur wird in diesem Sinne weiterarbeiten. des„ Korrespondenten" den Prügelknaben für die Generalversamm- schaften irren sich, wenn sie meinen, wir würden unser Verhältnis Wenn wir das beachten, bann nüßen wir der Sache am meisten. lung abgeben muß. Der Oeffentlichkeit gegenüber erkläre ich, daß aur Generalfommission lösen. Wir wollen zeigen, daß wir unter Daß troß der Schwierigkeiten die Buchdrucker die Entscheidung zu ich meine Artikelserie aufrecht erhalte und damit stehe und falle. uns und mit der gesamten Arbeiterschaft einig sind. treffen wissen, das beweisen unsere Maßnahmen. Sie sind das Sie haben abzuwägen, ob Sie die Redaktion in ihrer jetzigen Weise Die Debatte über die Neutralitätsfrage, zu der noch 22 Nebner Produkt der gewerkschaftlichen Entwicklung. borgemerkt sind, wird am Montag fortgesetzt. Döblin schlägt für die aber benuße nicht Verbandsmittel dazu. Diskussion eine viertelstündige Rebezeit vor. Nach einer Geschäftsordnungsdebatte wird jedoch unbeschränkte Redezeit gewährt. Massini bringt folgende Resolution ein: " Die VI. ordentliche Generalversammlung des Verbandes fönnen erklären, ich fönne mich zügeln, dann mache ich solche Arbeiten weniger. Wollen Sie eine prinzipielle Erklärung wie Fülle es wünscht, abgeben, so mögen Sie mit Ihren Stimmzetteln die Entscheidung fällen. 營 Köln, 1. Juni.( Privatdepesche des Vorwärts".) Die Resolution Massini wurde zurückgezogen und eine mildere Aus der Partei. weiter haben wollen oder nicht. Sie haben für die Folgen der Abstimmung die Verantwortung zu übernehmen. Ich bin mir bewußt, daß ich in der Frage der Neutralität einen Beitrag zur Klärung der verschwommenen Situation leisten wollte. Die Sozialdemofratie wollte ich nicht herunterreißen. Wenn ich alle Differenzen der Buchbrucker mit der Sozialdemokratie in eine Broschüre bringen eipziger Resolution angenommen. Es wird ein dritter wollte, fie würde so did wie die Bibel werden. Der Nebatteur Redakteur angestellt, desgleichen ein zweiter Vorsitzender. Die der deutschen Buchbrucer wolle beschließen: eines Gewerkschaftsblattes befindet sich in einer schwierigen Lage. Redaktion wird nach Berlin verlegt. Morgen Der Verband der deutschen Buchdrucker hält nach wie vor Gauvorsteher und Vorstandsbeamte und Tarifamtsvertreter fönnen erfolgt Schluß der Generalversammlung. feine Zugehörigkeit zur Generalfommission der Gewerkschaften sich nach dem Statut und dem Tarif richten, bei uns ist das Deutschlands für unerläßlich und erachtet es für notwendig, daß anders. Der Korrespondent" soll in geistiger Beziehung den Veralle Organe des Verbandes den Beschlüssen der Gewerkschafts- mittler spielen, dabei tommt es erklärlicherweise oft zu Zusammentongreffe unter Berücksichtigung der Beschlüsse unsere General- ftößen, und es ist begreiflich, daß die Redaktion dabei auch unter verfamunlungen unbedingt nachzukommen haben. den Schlitten geraten kann. Wenn Sie das vermeiden wollen, Der Wahlfieg in Karlsruhe. An allen von der Generalfommission der Gewerkschaften dann bestimmen Sie, daß nur reine Berufsfragen erörtert werden In unserer Notiz in der Sonnabendnummer ist durch Ver. Deutschlands einberufenen Tagungen oder Kongreffen nimmt follen. So werden Sie ein recht nüchternes Blatt haben, aber kein schulden des Karlsruher Berichterstatters die Zahl der gewählten Nicht 18, der Verband der deutschen Buchdrucker teil, und zwar durch geistiges Diskutierorgan. Ich habe die Absicht, die Artikelferie fort sozialdemokratischen Kandidaten falsch angegeben. Delegierte, die von der Generalversammlung des Verbandes be- sufeßen, um unsere Stellung zu den christlichen Gewerkschaften zu fondern 16 Size der 3. Abteilung standen zur Wahl und so tonni. frimmt worden sind. präzisieren. Die Beit vor der Generalversammlung hat nicht mehr die Sozialdemokratie auf keinen Fall mehr als 16 neue Mandate Jebe politische sowie religiöse Ueberzeugung und Anschauung bazu ausgereicht. Meine Artikelferie ist teine Gelehrtenarbeit, erringen, was mit den schon bislang in ihrem Befit befindlichen der Mitglieder des Verbandes wird durch diesen Beschluß weder sondern in der Flut des Lebens geschrieben. Dabei können sehr 16 die Gesamtzahl auf 82 bringt. Da das Karlsruher Stadts berührt, noch in irgend einer Weise beeinträchtigt." leicht Jrrtümer unterlaufen. Zwei wesentliche Punkte, die Fülle verordnetenfollegium 96 Mitglieder hat, so macht also die sozial Stayser( Stuttgart): In der Neutralitätsfrage soll der erwähnte, habe ich in meiner Broschüre schon berichtet. demokratische Fraktion jest ein Drittel des Kollegiums aus. alte bewährte Standpunti beibehalten werden; ich hätte auch ge- Es ist ganz felbstverständlich, daß ich die Parität mit der wünscht, daß Reghäuser den Storrespondenten" mit seinen Ar- übrigen Arbeiterschaft nicht preisgeben will. Beschlüsse eines Ge Der 7. Rongreft der schwedischen Sozialdemokratie wurde am titeln berschont hätte. Sachlich stehe ich allerdings auf seinem wertschaftstongresses fönnen aber nicht ohne weiteres für uns Donnerstag zu Stodholm eröffnet. Er wird mindestens acht Standpuntt. Wenn§ 1 des Statuts geändert wird, so wird der maßgebend sein, wir müssen sie nachprüfen tönnen. Ich stehe auf Tage dauern, da eine reichhaltige Tagesordnung zu erledigen ist. Berband zum Tummelplab für alle möglichen politischen Dis- Döblins Standpunkt, ich hätte selbst in ciner Eingangsrede nichts Es find 281 Delegierte anwesend, dazu die Vertreter der Parteie Leitung. Als Vertreter der Bruderparteien in Dänemark, Norwegen und Finnland sind die Genossen Sigwald Olsen, Magnus Nilsen und Karl Wid erschienen. Der Sieg unserer belgischen Genoffen soll im Monat Juni in Brüssel und in Gent besonders gefeiert werden. Zu den Festlichkeiten werden mehrere Hundert Pariser Parteigenossen in Belgien erwartet. Die Presse der südafrikanischen Sozialdemokratie in Gefahr. The Cap Sozialist", das Organ der Sozialdemokraten der Sapkolonie teilt in der soeben eingetroffenen Maiausgabe mit, daß sein Bestand gefährdet sei. Die zur Verfügung stehenden Mittel reichen nicht aus, das Blatt zu halten, und wenn die Genossen im Lande nicht gewillt sind, mehr Opfer zu bringen, so ist der Verlag genötigt, das Blatt eingehen zu lassen. Hoffentlich gelingt es den Genossen über die Schwierigkeit hinwegzukommen, denn das Blatt tut der englischsprechenden Bevölkerung der südafrikanischen Kolonien recht gute Dienste. Polizeiliches, Gerichtliches ufw. Die Höllenmaschine" vor Gericht. " Bunkt„ Kündigung der Interessengemeinschaft", Fabrikbefizer Friedrichs, führte unter anderem aus: Gerichts- Zeitung. Wir sind nun wieder unabhängig und in der Lage, die Der finanzielle Zusammenbruch des Bankhaufes F. Philipsbork, Interessen der im Bunde vertretenen Industrien auf das energischste zu betreiben. Die Gegensätze zwischen den beiden der seinerzeit in Börsenkreisen erhebliches Aufsehen erregt hatte, Verbänden sollen fünftig nicht mehr verschleiert werden. Der lam in einer Verhandlung zur näheren Grörterung, die gestern Zentralverband wird, solange Herr Bued an seiner Spike steht, unter Vorsitz des Landgerichtsrats art das Schwurgericht des immer die Vertretung der Rohstoffsyndikate und der Schwer: Landgerichts I beschäftigte. Unter der Antlage der Untreue in industrie bleiben, während der Bund die Interessen der ver- Idealfonkurrenz mit Unterschlagung, des Kontursvergehens und arbeitenden Industrie vertritt. Die Gegensätze zwischen diesen des Verbrechens gegen das Gesetz betreffend die Pflichten der aufleute bei der Aufbewahrung fremder Wertpapiere( Depotbeiden Gruppen sind heute so schroff, daft sie gar nicht schroffer aufleute bei der Aufbewahrung fremder Wertpapiere( Depotgedacht werden können. Die Syndikate vertreten eine falsche gesch) stand der Bankier Ferdinand Philips born von den GeDer Angeklagte begründete im Jahre 1865 in der Breispolitik, die in der von uns vertretenen Industrie die Arbeiten schworenen, erschwert. Diese Politit müssen wir bekämpfen. Wir werden Lindenstraße ein Bank- und Wechselgeschäft, welches er aus ganz den Kampf erfolgreich durchführen, wenn der Bund gemeinsam besaß P. bereits ein eigenes Vermögen von über 400 000 M. Bei Kleinen Anfängen zu hoher Blüte brachte. Ende der achtziger Jahre mit den Landesverbänden vorgeht." dem damals einsehenden allgemeinen geschäftlichen Niedergang Eine entsprechende Resolution fand einstimmig Annahme. verlor der Angeklagte in kurzer Zeit 100 000 m. Trotzdem er sehr Fabrikbesizer Clauß( Immenhof- Blauen) empfahl Propagierung einfach lebte und wie festgestellt ist, sich knapp ein Glas Bier gönnte bon industriellen Vertretungen in den Parlamenten und zu diesem und Fünfpfennigzigarren rauchte, ging es mit seinen finanziellen Zwede Fühlungnahme mit liberalen Kreisen. Generalsekretär Verhältnissen immer mehr bergab, so daß vom Jahre 1904 eine Wendlandt sprach über die vom Bunde veranstaltete Enquete be- Ueberschuldung eintra t. Ende Oktober 1906 war P. völlig treffend Krankenkassenreform. Der Zentralverband habe in der zahlungsunfähig und konnte seinen Verpflichtungen an der Börse nicht mehr nachkommen. Anfang November erfolgte dann der Interessengemeinschaft erklärt, daß die deutsche Industrie bereit sei, Zusammenbruch des P.'schen Geschäfts. Es ergab sich, daß eine die Hälfte der Krankenkassenbeiträge zu übernehmen. Der Bund unterbilanz von über 183 000 m. vorhanden war; der ganze der Industriellen sei gegenteiliger Meinung gewesen und habe auf Kassenbestand belief sich auf 365 M. Bargeld, zu dem noch zirka eigene Beranlassung eine Umfrage veranstaltet. Nach dieser Um- 2500 M. Außenstände hinzutamen. Eine Revision der Geschäftsfrage haben sich 65 Proz. der befragten Firmen gegen die Ueber- bücher ergab, daß diese sehr unordentlich und unübersichtlich genahme erklärt; nur 5 Broz. erklärten, daß sie freiwillig die Bei- führt waren und daß außerdem nicht die durch das Handelsgesetz träge tragen würden, 20 Proz. wollten unter bestimmten Be- vorgeschriebene Bilang ordnungsmäßig gezogen worden war. Zudingungen die Beiträge übernehmen. Eine Reihe von Betrieben gleich aber stellte es sich heraus, daß der Angeklagte, um seinen habe sich auch über die Mehrbelastung geäußert. Bei 6 Betrieben Berpflichtungen an der Börse nachkommen zu tönnen, sich an den machte diese Mehrbelastung im Durchschnitt 2960 m. im Jahre aus. ihm anvertrauten Depots und sonstigen ihm anvertrauten Geldern vergriffen hatte. Das können die mittleren und kleinen Betriebe nicht tragen. Es Im gestrigen Termin bejahten die Geschworenen die Schuld sei auch bedenklich, den Einfluß in den Krankenkassen auf diese fragen nach Depotunterschlagung in Tateinheit mit einfachem Weise zu erkaufen. Objektiverweise müsse auch hervorgehoben Banterott und Unterschlagung und Untreue in je zwei Fällen. werden, daß dadurch, daß die Sozialdemokratie die Mehrheit in Das Urteil lautete auf 9 Monate Gefängniß unter Anrechnung von den Krankenkaffen habe, keinerlei Unzufriedenheit entstanden sei. 4 Monaten Untersuchungshaft. Die Feststellungen zeigen, daß der Zentralverband, lediglich um Die Möglichkeit einer Leichenverwechselung. seinen Einfluß zu stärken, der Industrie das Fell über die Ohren. ziehen wolle. In der Frage: Fortzahlung des Lohnes neben dem die bei einer kürzlich stattgefundenen Verhandlung einer Anklage Krankengeld, vertrat der Redner aber den zentraverbändlerischen gerichts I zu Erörterungen Veranlaffung gegeben hatte, ist gestern wegen fahrlässiger Tötung vor der vierten Straftammer des Lande Standpunkt. Die Doppelzahlung sei zu verwerfen; sie fördere nur als böllig ausgeschlossen festgestellt worden. Der Angeklagte, Kraftdas Simulantenwesen. Im weiteren Verlauf der Verhandlungen broschkenführer Julius Krause fuhr in der Nacht vom 1. zum wurde die Frage der parlamentarischen Vertretung weiter erörtert. 2. Januar einen Fahrgast durch die Chauffeeftraße. Bu gleicher Sodann gelangte noch, nach einem Vortrage des Kommerzienrats Beit verließ der in den Germaniasälen tätig gewesene Toilettenv. Drehse über die Kohlenfrage, folgende Resolution zur Annahme: aufseher Schmidt das Lokal und ging in langsamem Schritt " Der Bund der Industriellen ist der Ansicht, daß die außer schräg über den Damm. Während er den vollständig leeren Damm ordentliche Höhe der Kohlenpreise, verbunden mit der ungleich freuzte, wurde er von dem Schutzblech der borschriftsmäßig rechts fahrenden Kraftdroschke erfaßt und überfahren. Er war sofort mäßigen Qualität der Kohle, die Industrie schwer schädigt. Um dem bestehenden Uebelstande abzuhelfen, erwartet er tot und wurde von hilfsbereiten Menschen in einer Droschte von der preußischen Regierung 1. die Einführung geeigneter der Angeklagte war aus Angst vor Tätlichkeiten des empörten nach der Unfallstation in der EichenTarife, 2. die Ermäßigung der Kohlenpreise auf den staatlichen Publikums davon gefahren Gruben und 3. die Anstellung von Versuchen, ob es nicht möglich dorffstraße und von da in das Leichenschauhaus gebracht. Der ist, die Bezahlung der Kohle nach Wärmeeinheiten herbei- eingrabierten Namen„ Boger" bei sich und er wurde polizeilicherVerunglückte hatte als einzige Legitimation eine Uhr mit deni zuführen." seits deshalb zunächst als Boger bezeichnet und sein Alter auf zirka 40 Jahre tagiert. Es stellte sich aber am nächsten Tage heraus, daß es sich in Wirklichkeit um den 60 Jahre alten Toilettenaufseher Schmidt handelte, der unter diesem Namen auch in dem Obduktionsprotokoll des Medizinalrats Dr. Hoffmann schon aufgeführt wurde. Schmidt hatte seine eigene Uhr zur Reparatur zum Uhrmacher gebracht und von diesem aushilfsweise eine andere ihr mit dem eingrabierten Namen" Boger" erhalten, so daß dieser Name ursprünglich als der des Verunglückten angenommen worden Beim Schöffengericht Sulmbach wurde ein Fall verhandelt, der schon der Reichsverbandspresse Stoff zu entrüsteten Betrachtungen über die Verworfenheit der Sozialdemokratie gegeben hat. Es hieß damals, bei einem Streit in der Müllerschen Steinschleiferei in Wirsberg( Oberfranken) habe der an der Bewegung beteiligte Vorstand des sozialdemokratischen Ber eins Wirsberg, Genosse Guntov, che er den Betrieb verließ, in seinem Werkzeugschrank eine Art Höllenmaschine aufgestellt, in Gestalt eines mit Schwefelsäure gefüllten Gefäßes, das Derart befestigt gewesen sei, daß es beim Deffnen des Schrankes umfallen und feinen Inhalt über den Körper des Oeffnenden ergießen mußte. Gin Borarbeiter, der den Schrank öffnete, habe fein Augenlicht nur dadurch retten können, daß er rasch in die vorüberfließende Schwarzach sprang. Nunmehr hatte sich Genosse Guntov vor dem Kulmbacher Schöffengericht wegen Körperberlegung zu verantworten. Das umfangreiche Zeugenverhör er gab nicht den geringsten Anhaltspunkt für das Vorliegen eines folch finsteren Blanes, wie ihn die Reichsverbandspresse zusammen gelogen hat. Der Sachverhalt ist folgender: Am 29. Februar traten die Arbeiter der Müllerschen Steinschleiferei in den Streit. Am Abend des gleichen Tages visitierte der Vorarbeiter Baumann die Schränke der Ausständigen und als er den Schrank des Guntov öffnete, wurde er von einer Flüssigkeit begossen. Sie befand sich in einer leeren Stiefelwichsbüchse und bestand aus Wasser, das mit einer fleinen Menge Schwefelsäure bermischt ist und zum Steinschleifen verwendet wird. Nach der Anklage soll es reine Schwefelsäure gewesen sein, wäre das aber der Fall gewesen, so wäre Baumann fürchterlich verbrannt worden, das Wasser hinterließ jedoch weder an feinem Körper noch an seiner Kleidung irgendeine Spur, nur will er ein wenig Beißen" an der Wange berspürt haben. Weiter wurde durch Zeugen bekundet, daß Guntob diese Vorrichtung schon vor zwei Jahren in seinem Schrank an gebracht hatte, weil ihm öfters Feilen abhanden tamen, und daß er sich selbst schon, als er unbedacht seinen Schrank öffnete, mit der Flüssigkeit begossen hat, ohne im geringsten Schaden zu nehmen. Es lag also keinerlei Absicht vor, ein„ Attentat" gegen Arbeitswillige oder Betriebsbeamte auszuführen, und die ganze Geschichte entbehrt jeglichen Zusammenhangs mit dem Streit. Trotzdem hielt das Gericht ein Bergehen der leichten Körperverletzung für ge geben und berurteilte Guntov zu 14 Tagen Gefängnis! Das gleiche Gericht hatte in einem kurz vorher verhandelten Fall über drei Bahnarbeiter abzuurteilen, die einen anderen nachts heimtüdisch überfielen und derart mißhandelten, daß das ganze Geficht furchtbar verschwollen und blutrünstig war und der VerIette acht Tage arbeitsunfähig wurde. Für dieses wirkliche Roheitsdelikt erhielt jeder der Beteiligten 5 M. Geldstrafe. Ein Fiasko des Zeugniszwangsverfahrens. Der Prozeß Meher Thomas Bischweiler, der besonders dadurch bekannt wurde, daß Genosse Redakteur Schneider- Straßburg fernerhin nur solche Geschäftsleute mit unserer in die Anklage und den Eröffnungsbeschluß, und als die Strafwegen 3eugnisverweigerung im Gerichtssaal berundschaft, die am 3. Juni für das allgemeine, fache vor der vierten Straffammer verhandelt wurde, machte der haftet wurde, endete nach mehreren Verhandlungen in der gleiche und geheime Wahlrecht für Männer und Borsigende Landgerichtsdirektor Lieber auf diese Divergenz pflicht. gemäß aufmerksam und der Gerichtshof hielt eine vollständige Klarschöffengerichtlichen Instanz mit Freisprechung des Genossen& rauen eintreten! Thomas. Gegen dieses Urteil legte Meher Berufung ein, die am legung dieser Personalfrage für durchaus notwendig. Diese wurde Sonnabend vor der Straftammer in Straßburg berhandelt nun im gestrigen Termin in jeder Beziehung einwandfrei dahin, wurde. Genoffe Schneider verweigerte wiederum das Beugnis gegeben, daß die vom Medizinalrat Dr. Hoffmann obduzierte Zeiche über den Verfasser des Artikels. Das Gericht fah aber von zweifellos die des totgefahrenen Schmidt war. Zur Sache selbst Zwangsmaßregeln ab. Darauf endete der Prozeß mit einem Verbestritt gestern der Angeklagte jede Schuld und behauptete, daß gleich. Thomas erklärte, daß er bem inkriminierten Artikel in der der Verunglückte direkt in seinen Wagen hineingelaufen sei. Er " Freien Bresse" fernstehe. Der Kläger übernimmt sämtliche sei vorschriftsmäßig rechts und nicht in überschnellem Tempo geRoften. Dies Resultat fonnte er billiger haben. fahren, Schmidt habe ihn auf der völlig leeren Straße schon bon weitem tommen sehen müssen, sei aber gerade in das Automobil gegangen, welches nicht mehr habe ausweichen können. Hiermit stimmten die Beobachtungen des Fahrgastes des Angeklagten und die Bernehmungen anderer Zeugen überein. Der Sachverständige Ingenieur Zechlin hielt die Fahrlässigkeit des Angeklagten für eine ganz minimale und wies einen großen Teil der Schuld dem Verhalten des Schmidt selbst zu. Staatsanwalt Fuchs gab zu, daß bas ursprüngliche Bild von der Schuld des Angeklagten sich zu dessen Gunsten abgeschwächt habe, machte ihm aber zum Vorwurf, daß er fahrlässigerweise versäumt habe, wiederholt das Hupe. Signal zu geben. Der Staatsanwalt beantragte 3 Monate Ge fängnis. Der Verteidiger, Rechtsanwalt Bittermann, bestritt das gegen jede strafbare Fahrlässigkeit auf Seiten des Angeklagten und beantragte dessen Freisprechung. Der Gerichtshof sprach dann auch den Angeklagten frei. " 1 Hus der Frauenbewegung. Der Terror" der Genoffinnen. Die tlassenbewußten Proletarierinnen, die das geltende Wahl unrecht zur politischen Passivität berurteilt, sind sich ihrer Macht als Käuferinnen und Konsumentinnen bewußt geworden und erflären nun am Vorabend der Landtagswahl: When war. Nun kam dieser Name aber auch infolge eines Schreibfehlers Je näher der Wahltermin rückt, desto erboster zetert man im bürgerlichen Lager über den" Terror", der in der von den Genofsinnen geplanten Wahlkontrolle liegen foll. Die sozialdemofratischen Frauen werden sich dadurch nicht beirren lassen. Wissen fie doch nur zu gut, daß der Terror, solange er nur von den Herrschenden geübt wurde, in den bürgerlichen Reihen als bollTommen berechtigt galt. Er lag ja in der Konsequenz des öffent lichen Abstimmungsverfahrens. Raufmännische Kranken: und Sterbekaffe von 1885(.. 71). Heute abend 9 Uhr bei Landré, Stralauer Straße 36/37. Briefkaften der Redaktion. Als fürzlich ein weißer Rabe unter den Großindustriellen Straffonto der Preffe. Im vorigen Jahre reichten einige Ar- feinen" Arbeitern gnädig erlaubte, diesmal so zu wählen, wie es beiter des städtischen Schlachthauses in Straßburg i. E. eine ihnen ihre Ueberzeugung vorschreibe, entblödete die bürgerliche Beschwerde gegen den Maschinenmeister des Schlachthauses bei der Presse sich nicht, über soviel Loyalität in Staunen und VerwundeStadtverwaltung ein, worin sie den Beamten beschuldigten, eine rung auszubrechen. Es ist eben eine in der Bourgeoisie allgemein ganze Anzahl Gegenstände unter Verwendung städtischen Materials verbreitete Ansicht, daß es das gute Recht des Unternehmers sei, und städtischer Arbeiter während ihrer Dienstzeit angefertigt zu nach dem Motto: Wes Brot ich eß, des Ried ich sing, von den Arhaben. Das Bürgermeisteramt, welches in der Angelegenheit nicht beitern auch den Tribut ihrer Ueberzeugung zu verlangen. Der flar fehen wollte, gab dem Maschinenmeister den Auftrag, den von den Agrariern auf dem platten Lande gegen Arbeiter, HandArbeiter, der die Beschwerde unterschrieben, zu verklagen. Der werker, Kaufleute und Wirte geübte Boykott ist seit Jahrzehnten Beamte ließ die Frist zur Klageerhebung berstreichen. Von der ein wesentlicher Bestandteil der konservativen Wahltatiit gewesen. Verwaltung aber wurde nicht gegen ihn eingeschritten. Da er- Der größte Arbeitgeber in Preußen, der Staat, hat von jeher den eignet es sich, daß ein städtischer Arbeiter des Schlachthauses wegen ärgsten Wahlterror getrieben, indem er die von ihm wirtschaftlich Fleischdiebstahls verhaftet wurde. Das gab unserem Straßburger abhängigen Arbeiter und Beamten, insgesamt 1 Million Land Barteiorgan Veranlaffung, die beiden Fälle gegenüberzustellen und tagswähler durch Androhung der Entlassung in ihrem Wahlrecht dabei rein referierend den bisherigen Verlauf der Beschwerde- beschränkte. Seit 60 Jahren sind die Gegner der freien Wahl in angelegenheit zu schildern, wobei die angefertigten Gegenstände allen bürgerlichen Parteien mit solchen Waffen gegen die Sozial namentlich angeführt wurden. Jetzt wurden die beschwerde- demokratie ins Feld gezogen, die trotzdem immer drohender ihr führenden Arbeiter beauftragt, Anzeige wegen Unterschlagung Haupt erhob. Jetzt, wo diese den Spieß umzudrehen beginnt, wo gegen den Maschinenmeister bei der Staatsanwaltschaft einzureichen. endlich einmal bem error der Herrschenden der Die Staatsanwaltschaft leitete eine Untersuchung ein und das Gr. Terror der Entrechteten entgegengestellt wer= gebnis war eine Verhandlung gegen den Maschinenmeister. Sie den soll, schreit die gesamte Blockpreffe heuchlerisch über„ Verendigte allerdings mit der Freisprechung des Angeklagten; aber rat bon sozialdemokratischen Parteiprinzipien". Ja, hier und da Die juristische Sprechstunde findet Lindenstraße Nr. 3, gtbetter nur aus dem Grunde, weil in den meisten Fällen die Straftaten beginnen Leute, die bisher entschiedene Feinde des Reichstags- sof, britter Eingang, bier Treppen, Sahrstuhl verjährt waren und weil bei den übrigen Fällen das Gericht an. wahlrechtes waren, endlich einzusehen, daß die öffentliche Stimm- wochentäglich abends von 7%, bis 9% Uhr statt. Geöffnet 7 1hr nahm, daß dem Maschinenmeister das Bewußtsein der Rech13- abgabe unmoralisch sei. Das ist von jeher auch unsere An- Sonnabends beginnt die Sprechstunde um 6 Uhr. Jeder Anfrage ist ein widrigkeit gefehlt habe. Mittlerweile hatte dieser den Genossen sicht gewesen; wir haben stets die geheime Wahl gefordert, und nur Buchstabe und eine Rahl als Wierszeichen beizufügen. Briefliche Antwort Schneider von der Freien Presse" zu Straßburg wegen Be- gezwungen, gleichsam in der Notwehr, rufen die sozial- wird nicht erteilt. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. leidigung berklagt. Unfer Genosse hatte sich nun am Sonnabend demokratischen Frauen zum Gebrauch des Kampfesmittels auf, das A., Pautow. 1. Eine solche Anordnung kann nur von der Polizei vor dem Schöffengericht Straßburg zu verantworten. Und obwohl solange die Macht der herrschenden Klassen befestigen half. Mit getroffen werden. Nach dem Reichsgesetz vom 30. Juni 1900 ist die Polizeis durch 5 städtische Arbeiter bezeugt wurde, daß der Maschinenmeister ihrer eigenen Waffe sollen die Gegner getroffen werden. Gelingt behörde befugt, zur Bekämpfung gemeingefährlicher Krankheiten, u. a. auch der Stadt gehörendes Eichenholz, Eisen und Stahlteile und städtische es so, bas reaktionäre preußische Wahlrecht glänzend ad ab- des gebachten Gesezes Strante und krankheitanstedende verdächtige Bersonen der Boden, verschiedene Anordnungen zu treffen. So tönnen nach§ 12 Arbeiter zu seinen Privatarbeiten verwendet hatte, wurde Genosse surdum zu führen und schließlich der Wahlfreiheit für alle den Weg einer Beobachtung unterworfen werben. Eine Beschränkung in der Wahl Schneider doch verurteilt, weil das Gericht einem als Sach. zu bahnen, so hat der" Terror" seinen Bived erfüllt. verständigen bernommenen Möbelschreiner in seinen Ausführungen Aus eigenstem, freiem Entschlusse haben die Frauen der Ar- bei Personen zulässig, welche obdachlos oder ohne festen Wohnsik folgte, der erklärt hatte, daß es nicht möglich sei, mit den angeblich beiterflaffe sich in Reih und Glied gestellt, gewillt, die von ihnen find, ober berufs oder gewohnheitsmäßig umherziehen. Personen, boxwendeten Eichenholzbrettern Möbelstüde usw. herzustellen. Daß im Wahlkampfe übernommene Aufgabe mit aller Energie und welche ber Een verwendet wurde, erkannte das Gericht an, aber dies habe weiblicher Zähigkeit durchzuführen. An ihrem Teile wollen fie Beit, während der fie auf grund dies§ 12 in der Wahl des Aufenthalts au 80 M. Geldstrafe verurteilt, wobei das Gericht berücksichtigte, rischen Aufgabe bewußt geworden ist, eine Macht bildet, mit der rechnung der Entschädigung kommt als Tagesarbeitsverdienst der 300. Teil nur einen Wert von wenigen Pfennigen gehabt. Schneider wurde zeigen, daß die Arbeiterschaft Breußens, wenn sie sich ihrer histo- oder der Arbeitsstätte beschränkt find, Anspruch auf eine Entschädigung wegen des ihnen persönlich entgangenen Arbeitsverdienstes. Bei der Bc daß sich der Maschinenmeister tatsächlich Unregelmäßigkeiten habe die kraft ihres Geldfaces Herrschenden rechnen müssen. des für die Invalidenversicherung maßgebenden Jahresarbeitsverdienstes in zu schulden kommen lassen. Gegen das Urteil wird Berufung ein wird dem Brotest gegen bie Dreillaffenfchmach, dem vor dem Einschreiten der Polizeibehörde die zur Berhütung der Berbreitung Die tatkräftige Mitarbeit der Proletarierinnen im Wahlkampf Betracht. Der Der Beamte, der Arzt kann nur bei Gefahr im Verzuge schon gelegt werden. Proteft gegen die Reaktion, die unsere Tod. der Strankheit zunächst erforderlichen Maßnahmen anordnen. Hat die Polizei feindin ist, dem Protest gegen das ganze nichts die von Ihnen geschilderten Maßnahmen angeordnet, so find fie gültig und würdige preußische Regierungssystem Ihnen steht ein Schadenersatz zu. 2. Das ist unzulässig. A. 112. Ja. G. E. 78. Das von Ihnen Geschilderte reicht zur Scheidung nicht aus. bisher nicht getannten Nachdruck berleihen. Reparatur für die zerbrochenen Scheiben zu. R. 32. Nach§ 3 Absatz 3 Ihres Mietsvertrages fällt Ihnen die G.. 100. Nein, das Mädchen würde mit Aussicht auf Erfolg das Vormundschaftsgericht anrufen fönnen. Sachsen 70. 3ft über die Dauer eines Mietsvertrages nichts bereinbart und lediglich monatlicher Mietszins zu zahlen, fo fann jede Partei bis am 15. zum Ersten fündigen. Hatten Sie für die frühere Bersammlungen Beranstaltungen. Wohnung einen schriftlichen Vertrag, so würde in Ihrem Falle anzunehmen Reinickendorf. Mittwoch, den 3. Juni, bei Gründer, Reinickendorf- Dft, fein, daß die Bestimmungen dieses Bertrages auch für die neue Wohnung gelten sollen. Friedenau. Dienstag 9 Uhr im Rheinschloß": Vortrag. Hoppestr. 24: Vortrag. 2. M. 76. Die Beschwerde ist nicht an den Landgerichts. präsidenten sondern an das Kammergericht zu richten. Sie können die Be. Rigdorf. Versammlung nicht Mittwoch, den 8. Juni, fondern am 2. Benn es abgebrudt wind, ja. 3. Senden Sie es an die Redaktion ber schwerde zu Protokoll der Gerichtsschreiberei erklären.- 8. G. 28. 1. Nichts. Neuen Welt. Aus Induftrie und Handel. Bund der Industriellen und Zentralverband. Aus Anlaß des Austrittes des Bundes der Industriellen aus der Interessengemeinschaft der industriellen Verbände hatte der Bund für Sonnabend nach Eisenach eine außerordentliche General versammlung einberufen. Hier fam es zu scharfen Angriffen gegen den Zentralverband. Der Widerstreit der Interessen, verschärft durch die Preispolitik der dem Zentralverbande angehörenden Rohstoffhersteller, gab den Ton zu der Mufit. Der Referent zu dem einen Von diesem stolzen Gedanken erfüllt, werden die Genossinnen an die Arbeit gehen, damit der 3. Juni von entscheidender Wirkung für eine freiheitliche Entwickelung Preußen- Deutschlands werde. 16. Junt. des Aufenthalts oder der Arbeitsstätte ist zu diesem Zwed mur Invalidenversicherung unterliegen, haben für bie Preiswerteste Strohhüte Matelot- Hüte Dickstrohgeflecht 13.95% 1.75 1.50 1.25 Pfg. Matelot- Hüte Rusticgeflecht 2.75 2.50 1 M. 50 Kniff- Hüte Alle modernen Geflechte und Formen 6.50 5.50 4.75. 3.50 2.50 1.50 Pfg. 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Die Haftfumme hat sich um 200 M. vermindert. Geſamthaftſumme 1050 M. Barhier- und Friseur- Genossenschaft irid Voran" 99 Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Der Vorstand. Paul Liere. Otto Wermke. Julius Langner. 105/15 Art Bad, Stöpenickerstr. 60 Kassenbäder ieber AugustaBerantwortlicher Redakteur: Georg Davidjohn, Berlin, Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin, Drud u, Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. A r. 127. 25. Jahrgang 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. VII. Generalversammlung des deutschen Holzarbeiterverbandes. Stettin, den 30. Mai. Sechster Verhandlungstag. Von der Generalversammlung des Vereins Deutscher Buchbruder in Köln ist ein Begrüßungsschreiben eingelaufen. Der Verbandstag setzt die der Tarifverträge mit allen Kräften für die Stärkung der Organisation tätig zu sein, damit der Verband jederzeit den kommenden Ereignissen gewappnet gegenübersteht." Der Referent Raith= München übermittelt dem Vorstande den Wunsch der Kommission, vor allen wichtigen Entscheidungen in Tariffragen die Gauvorsteher und die Mitgliedschaften zu befragen. Die Resolution wird mit großer Mehrheit angenommen. Es folgen die Vorstandswahlen. Dienstag, 2. Juni 1908. Die Provinz Hannover ist aber nicht nur das klassische Land der Agrargenossenschaften, es sind hier auch bereits die ersten Versuche auf dem Gebiete der elettrischen Betriebsorganis sation gemacht oder doch im Gange. Das große Kulturwerk der Elektrizitätszentrale im hannoverschen Hochmoor wird seiner Verwirklichung entgegengeführt; und im Zentrum der Provinz haben wir die hannoversche Straßens bahn, die durchaus tein reines großstädtisches Verkehrsinstitut ist, sondern in einem Umkreise von über 30 Kilometern bereits die ,, Elektrisierung" der Landwirtschaft in Angriff genommen hat. Ein unerfreuliches, unerträgliches Bum 1. Vorsitzenden wird Th. Leipart gewählt, zum 2. Vor- Hemmungsmoment im Wachsen und Werden der neuen Landwirtsitzenden Wilhelm Schneegaß, zu Sekretären Gustav Beder schaft ist nur die barbarische Rechtlosigkeit des ländlichen Broles ( für Agitation und Streikleitung) und Hermann Poppe( neuAngenommen wird ein Antrag zahlreicher Filialen, darunter gewählt, bisher Gauleiter in Erfurt), zum Kassierer Frik tariats, die der ländlichen Kulturbewegung wie ein Pfahl im Berlin, Hamburg und Hannover, daß die in anderen Zahlstellen Sönig. Die Wahlen erfolgen einstimmig durch Zuruf. geleisteten Lokalbeiträge zureisenden bei der Gewährung bon Reipart wirft einen Rückblick auf die Arbeiten der GeneralRokalunterstübungen angerechnet werden müssen. Ein Antrag, der bersammlung und hebt hervor, daß sie in dieser schweren Zeit eine Vorstandsvorlage zur Regelung der Lokalunterstützungen Ruhe und Kraft gezeigt habe. Hoffentlich werden bald wieder fordert, wird dem Vorstande zur Berücksichtigung überwiesen. Bei bessere Zeiten kommen. Er schließt den Verbandstag mit einem Krankheit, Invalidität und Arbeitslosigkeit dürfen die Beitrags- Hoch auf den Deutschen Holzarbeiterverband. marken nicht mehr geklebt werden. Es haben sich Mißstände da durch herausgestellt, daß durch Fortzahlen der Beiträge in solchen Fällen Mitglieder sich noch rasch in eine höhere Unterstüßungsklasse fort. Statutenrevision Der nächste Verbandstag findet 1910 in München statt. hinaufgehoben haben. Bei dem Bezug aller Unterſtützungen ſollen ,, Elektrifierung" der Landwirtschaft. Sie restierenden Beiträge in Abzug gebracht werden. Für die beitslosenunterstüßung am Orte wird eine Karenzzeit von Fleische stedt. ( Wegen Raummangels verspätet.) Soziales. Befriedigende Landarbeiterverhältnisse. gesellschaft" vom 16. Mai werden nun einige Einsendungen verIn Nr. 20 der Mitteilungen der Deutschen Landwirtschaftsöffentlicht. Ein Gutsbesitzer N. schreibt: Nach den Behauptungen der im Bunde der Landwirte orgas nisierten Junker ist es die Vergnügungssucht usw., welche die Landarbeiter nach dem Sündenpfuhl" der Großstadt und in die Fabriken zieht. Die Unrichtigkeit dieser Behauptungen ist nicht nur von sozialdemokratischer Seite, sondern auch von bürgerlichen Sozialpolitikern vielfach nachgewiesen. Neuerdings treten aber 52 Wochen eingeführt. Zur Frage der Unterstübungen wird prin- damit deren llebergang zum Großbetrieb in genossenschaftlicher sondern beweisen aus der Braris, wie wenig dazu gehört,„ beDie Einführung der Elektrizität in die Landwirtschaft und auch wirkliche Land- und Forstwirte auf und behaupten nicht nur, zipiell beschlossen, von allen Erhöhungen auf diesem Verbandstag Form würde eine gewaltige Förderung erfahren mit der Verwick- friedigende Arbeiterverhältnisse" zu schaffen. abzusehen. Der Beschluß wird nahezu einstimmig gefaßt. Aber lichung eines Projettes des Dekonomierats empel Hannover, es wird nach, lebhafter Debatte mit 116 gegen 32 Stimmen auch das auf die ausgedehnteste landwirtschaftliche Nubbarmachung der glieder angeregt, Erfahrungen über Arbeiterverhältnisse einzuDie Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft" hatte ihre Mitbeschlossen, jede Verstärkung der Zentralkasse abzulehnen. So wird Elektrizität durch die vorhandenen Wasserkräfte und in anderer senden. auch der Antrag des Verbandsvorstandes, den Lokaltassen 10 Proz. Weise abzielt. Hempel, einer der berufensten Sachverständigen statt bisher 20 Broz. der Verbandsbeiträge zu lassen, abgelehnt und in den betriebstechnischen Fragen der Landwirtschaft, hat sich in nur beschlossen, daß die Lokalkassen auf Anfordern des Vorstandes längeren Darlegungen an den Oberpräsidenten der Provinz Handie bei ihnen angesammelten Mittel der Verbandskasse leihweise nover gewandt, den er auch für sein Projekt gewonnen hat. Für überlassen müssen. In der Debatte wird vom Vorstandstische wiederholt eindringlich auf die Schwierigkeiten der Zentral. die Buführung einer das Wirtschaftsleben auf dem Lande in seiner tasse hingewiesen, die durchaus der Mehreinnahmen bedürfte. Die Gesamtheit umfassenden mechanischen Betriebskraft, so führt Bahlstellen, die im vorigen Jahre die Extrabeiträge nicht geleistet Hempel aus, seien Erfolg versprechende Schritte bisher nicht unterhaben sollen gehalten sein, sie in diesem Jahre nachzuzahlen. Ein nommen worden. Es komme darauf an, den bis jetzt nur auf einAntrag Berlin, die Zahlstellen des Verbandes Zweigvereine 34 Quednau bei Stönigsberg- mehr versuchsweise gepflegten elettri zelnen Gütern und in wenigen Dorfgruppen so auch in nennen, wird abgelehni. Eine neue. Bestimmung des Statuts set schen Betrieb nunmehr in umfassenden Organisationen ganz allzu fest, daß die Gauleitung und der Vorort des Gaues getrennte Ver- gemein auf das Land, namentlich auf alle geschlossenen Ortschaften, waltungen haben sollen. Es folgt eine eingehende Debatte über den Antrag Berlins, zu übertragen, ihn zu einem Allgemeingut der gesamten Landwirtschaft zu machen. Hempel empfiehlt die elektrische Betriebsfraft namentlich auch für ädseln, Schroten, Rübenattenschneiden, Transportieren von Getrei schneiden, Futterkuchenbrechen, Holzsägen, den usw. Es würden hierdurch auf mittleren Höfen eine oder mehrere Arbeitskräfte gespart. Nach gemachten Erfahrungen Leipart führt aus, es sei feine Beschwerde laut geworden, borzugt. Außerdem gewinne die Landwirtschaft die Möglichkeit, würden Höfe mit derartigen Einrichtungen von den Arbeitern bedie darauf beruhe, daß der Vorstand seinen Sib in Stuttgart habe. den Boden zu verfeinern und nußbringende Nebenbetriebe einzuEs sei nicht gut, die Uebermacht einer Zahlstelle im Verband richten. Die ganze Frage werde aber erst dann zu einer umfassenau fonstituieren. Nach längerer Debatte wird mit 102 gegen den Lösung gebracht werden können, wenn es gelinge, billige Straft46 Stimmen beschlossen, daß der Hauptvorstand und die Redaktion quellen zu erschließen. Es könne sich dabei nur darum handeln, nach Berlin und der Ausschuß nach Stuttgart verlegt werden soll. in größeren oder kleineren Kraftzentralen die Betriebskraft für Ein Antrag Berlin- Hamburg, den die Kommission empfiehlt, eine entsprechende Abnehmergemeinschaft möglichst billig im großen fordert die Bildung eines erweiterten Vorstandes, der aus Vorstand zu erzeugen, und sie dann unter günstigen Tarifbestimmungen und Gauleitern bestehen und vor wichtigen Entscheidungen befragt möglichst billig im großen abzugeben. Die im Lande zerstreut werden soll. Robert Schmidt- Berlin bekämpft den Antrag: liegenden Wassermühlen könnten hierbei mitbenutzt werden. Hempel Die neue Einrichtung werde bureaukratisch, schwerfällig und teuer verweist auf die wirtschaftlichen und finanziellen Erfolge der besein. Der Antrag wird abgelehnt. Ebenso mehrere Anträge, die kannten Deckenschen Elektrizitätszentrale in Ringelheim Bahl der Delegierten zum Verbandstag zu beschränken aan die eine Reihe Orffchaften, einzelne Güter and Landwirtschaft Nach Beendigung der Statutenrevision wird die Resolution lidhe ebenbetriebe angeschlossen sind. Als apcdmäßigite Organi ber Redaktionstommission zur Frage der fation für die Kraftlieferung empfiehlt er die penoffcnfchaft Tarifverhandlungen Liche Selbsthilfe haju er eingehende Borschläge macht, die nach Anweisung des Oberpräsidenten von den Bezirksregierungen nach Möglichkeit gefördert werden sollen. ben Hauptvorstand nach Berlin zu verlegen. Die Kommission hat diesen Antrag angenommen und zugleich beschlossen, den Siz des Ausschusses nach Stuttgart zu berlegen. Glode, Leopold, Gyner und Fendel aus Berlin begründen den Antrag. borgelegt. Der Korreferent hat seine Resolution zurüdgezogen, nachdem der Referent in seiner Resolution die Anerkennung des Reichstarifes als logische Folge der Entwidelung geWas das Hempelsche Projekt den Behörden empfiehlt, find natürlich strichen und ausdrücklich hervorgehoben hatte, daß der Unternehmer- in erster Linie Gründe der„ Leutenot". In Wahrheit liegen aber berband noch nicht fest genug organisiert sei, um die Anerkennung gerade hier die Schwierigkeiten, die sich der Durchführung dieses eines Reichstarifes bei den Unternehmern durchzusetzen. Danach Projektes entgegenstemmen. Die Leutenot kommt nun einmal von hat die Resolution zur Tarifvertragsfrage endgültig folgenden Wortlaut erhalten: Vor 15 Jahren trat ich meinen Besitz in der„ Ostmark". an... Die Arbeiterverhältnisse waren mir als günstig und billig geschildert. Lekteres war äußerlich der Fall, ersteres nicht. Es waren nicht genügend ansässige Arbeiter vorhanden, dieselben erwiesen sich stark dem Trunke und Felddiebstahl ergeben. Dies aus dem Grunde, weil sie ihr Deputat nicht voll bekamen und sich nun reichlich schadlos hielten... Die Lohnverhältnisse toaren die in der Gegend üblichen. Mann: bar für den Tag 50 Pf. im Sommer, 40 Pf. im Winter; Frau: 40 Pf. für% Tag; Hofegänger, der gehalten werden mußte, 30 f. Roggen 20 Scheffel, Sommerkorn 4 Scheffel, Kartoffeln 72 Scheffel, 1 Kuh im Futter... Wohnung, Ställe und Gärten befanden sich in der unwürdigsten Verfassung... Der übliche Krüdstod war ein unnüßes Werkzeug; ohne diesen wurde von allen Fachgenossen behauptet käme kein Beamter( Landwirt) in der ganzen Provinz durch. In erster Reihe verbot ich dieses Erziehungswerkzeug. Dann verbesserte ich die Wohnungen Deputat jeden Ersten monatlich aus( usw.) lachten die anderen Gutsbesiker mich aus." Deputat für standesgemäß, den Krüdstock als Erziehungsmittel Die Herren hielten also das Betrügen der Arbeiter um das für die Arbeiter als notwendig, und die unwürdigen Wohnungen sierten Junker denken heute noch so als gut genug. Und unsere, im Bunde der Landwirte organiund handeln so. Herr K. sagt dann: 11+ . gab das Darob Aus den interesselosen, dem Trunte ergebenen Leuten find brave Leute geworden, mit denen ich sehr gut austomme " feiner Arbeiter. Aus dieser Rechnung ist ersichtlich, daß er die Herr N. macht dann eine Rechnung auf über das Einkommen Arbeiterlöhne in den verflossenen 15 Jahren auch nicht um einen Pfennig aufgebessert hat. Es erhält hente: der Mann bar( 300 Arbeitstage a 50 f.) 150 Mt., die Frau ( rund 100 Tage a 40 f.) 40 Mt. Wir sehen also, daß dies gang dieselben Löhne sind, welche nach den eigenen Angaben des Herrn St. bereits vor 15 Jahren gezahlt wurden. Lediglich durch verbesserte Wiehweide", durch Salberaustausch aus seiner guten Milchviehherde, sowie durch Abs gabe von Ferfeln aus seiner Schweinezucht, und durch Ertragsteigerung des Deputatlandes wurde das Einkommen der Arbeiter um etwas erhöht. Es ist hier wieder einmal von einwandfreier Seite und in einwandfreier Weise nachgewiesen, daß die immer wieder von unseren Junkern behaupteten Lohnsteigerungen Schwindel sind, und wie wenig dazu gehört, befriedigende Arder Leute Not. Die Benutzung der Fülle technischer Hülfsmittel, die Hempel in den landwirtschaftlichen Betrieb einführen will, ver" Der 7, ordentliche Verbandstag des Deutschen Holzarbeiter langt aber qualifizierte, das heißt intelligente und gut genährte berbandes erneuert hinsichtlich der Stellung zu den Tarifver- Arbeiter, und die wollen auch gut bezahlt sein. Das ist sogar die uns trägen die Beschlüsse des Verbandstages vom Jahre 1900. umgänglichste Voraussetzung jedes rationellen größeren Betriebs. In dem erfolgten Abschluß einer großen Zahl solcher Ver: Troßdem denken die Unternehmer im landwirtschaftlichen Groß- beiterverhältnisse" zu schaffen. träge in der Holzindustrie erblickt der Verbandstag die Aner- betrieb gar nicht daran, diese Vorbedingung ihres eigenen wirttennung des starken Einflusses des Deutschen Holzarbeiterber- schaftlichen Gedeihens zu erfüllen; sie glauben im Gegenteil, mit bandes. dem Massenimport minderwertiger und roher Arbeiterelemente Im Jahre 1907 umfaßte die Berufsgenossenschaft 1264 Betriebe, Die Tarifverträge sind dazu angetan, dem Verband eine und den Mitteln feudaler Brutalität ihren Vorteil am besten zu die 83 335 Arbeiter beschäftigten. Die Zahl der Betriebe ist weitere innere Festigung zu verleihen und sind ein wesentliches wahren. Dieselbe agrarische Unlust, den Arbeiter anständig zu um 11, die der versicherten Personen um 2887 gegen das Vorjahr Hilfsmittel in dem Streben der Verbandsmitglieder, die Lohn- entlohnen und anständig zu behandeln, die Ursache der" Leutenot" gestiegen! Stolz bemerkt der Bericht, daß auf den Kopf der Verund Arbeitsbedingungen zu verbessern und auf einer bestimmten ist, und die es erklärt, daß der deutsche Landwirtschaftsbetrieb sicherten 871 M. gegen 8187m. Jahreslohn entfallen." Ein Höhe zu erhalten. gegenüber der amerikanischen Farm in der Verwendung Bollarbeiter hatte 843 m. gegen 797 M. Jahresverdienst. Von der Papiermacherei- Berufsgenossenschaft. An Unfällen kamen im ganzen 3808( gegen 3570 im Vorjahre) Von den 792 erstmalig entschädigten Unfällen find 49 am Sonntag, 112 am Montag, 134 am Dienstag, 126 am Mittwoch, 140 am Donnerstag, 99 am Freitag, 131 am Sonnabend vor gekommen. Tie Tarifverträge fönnen aber nur dann von dauerndem des Maschinenwesens noch so ungeheuer rückständig ist, steht dem Aus der Zusammenstellung der 11 Seffionen der Berufsgenossenschaft Bestand sein und sichern nur dann einen vorläufigen Frieden landwirtschaftlichen Fortschritt auch im Falle des Projektes Hempel ersehen wir, daß der höchste Durchschnittslohn mit 990 m. pro Jahr im Gewerbe, wenn sowohl von den Arbeitgebern als von den im Wege. Wenn der Regierung also ernstlich daran liegt, das im Bezirke der Sektion III, Baden, der niedrigste mit 692 m. pro Arbeitern der ernste Wille an den Tag gelegt wird, jeden ab- Projekt zu fördern, so hat sie zuerst den landwirtschaftlichen Unter- Jahr in Seftion XI, Schlesien, gezahlt wird!! Arme Leute! geschlossenen Vertrag unter allen Umständen auch zu halten. nehmern flar zu machen, daß sie sich mit der Besserstellung Für den Abschluß eines Reichstarifvertrages sowie der Arbeiter keine 2 a st auferlegen, sondern so am sichersten zur Anzeige, das find 45,70 auf je 1000 Versicherte gegen für den gleichzeitigen Ablaufstermin aller Ortsverträge hält der den eigenen Profit steigern. Sempel selber hatte die Hindernisse, 44,10 im Jahre 1906. Entschädigt wurden jedoch nur 9,50 roz. Verbandstag die Zeit noch nicht für gekommen. Dazu sind die die die agrarische Psychologie seinen Plänen entgegenstellt, sehr gut der gemeldeten Unfälle! Die höchste Unfallgiffer hatte die Sektion I Lohn- und Arbeitsbedingungen in der deutschen Holzindustrie begriffen, als er den Agrariern bereits vor fünf Jahren auf einer( Bayern) mit 59,11 auf 1000 Versicherte, die niedrigste Sektion II bielfach noch zu ungünstig, vor allem aber zu unterschiedlich. Tagung der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft zu Hannover( Württemberg) mit 26,05. Der Abschluß eines Reichstarifvertrages unter den gegenwär- zu bedenken gab: tigen Verhältnissen würde eine Gefahr für die gesunde Entwicke" Der elektrisch angeschlossene Hofwirt ist in der Lage, bei lung der Tarifgemeinschaft in der Holzindustrie bedeuten, da richtiger Handhabung seines Motors in Regenpausen und bei den Arbeitgebern noch nicht das Vertrauen geschenkt werden sonstigen Störungen seine Arbeitskräfte besser auszu kann, daß sie ernstlich gewillt wären, auf dem Wege eines solchen nuen.... Wer es jemals auf dem Lande mit angesehen hat, einheitlichen Tarifvertrages den Holzarbeitern in allen Städten wie in der Erntezeit die in großer Zahl bestellten Arbeiter auf dem Motoren und Transmissionen, 20 an Fahrstühlen, 9 an Dampf316 Unfälle ereigneten sich an Arbeitsmaschinen, 67 an des Reiches einen auslömmlichen Lohn und eine angemessene Hofe, in den Scheunen und Schuppen herumstehen und beschäfti- teffeln, 25 durch feuergefährliche Stoffe, 48 durch Zusammenbruch, furze Arbeitszeit zu gewähren. Auch der Vertragsbruch des Ar- gungslos dem Regenwetter zusehen,... wer das kennt, der kann Einsturz usw., 104 durch Fall von Leitern, Treppen usw., 105 beim beitgeberschutzverbandes in Burg und Kiel während der Ber- sich einen Begriff machen, was in solchen Stunden und Tagen er- Auf- und Abladen, 31 durch Fuhrwerk usw. liner Aussperrung hat den ernsten Willen der Arbeitgeber zur spart werden kann, wenn dann der flinke elektrische Motor ange= Einhaltung von Verträgen leider vermissen lassen. Außerdem stellt wird und sofort zum Dreschen, Häckselschneiden, Getreide- 334 teilweise und 390 vorübergehende Erwerbsunfähigkeit zur Folge. 59 Unfälle hatten den Tod, 9 völlige Erwerbsunfähigkeit, fehlt der Organisation der Unternehme nach ihrer ganzen Be- schroten geschritten werden kann..." Gegenüber allzu ängstlichen schaffenheit der Einfluß und die Macht, um die Anerkennung Rentabilitätsberechnungen wolle man die andere Seite der Frage er 590 Betriebe revidiert habe, unterläßt es aber die in der Der Aufsichtsbeamte der Berufsgenossenschaft gibt bekannt, daß und Einhaltung eines solchen Vertrages in allen Orten durch nicht aus dem Auge lassen: Die allmähliche Bessergestaltung des Tabelle aufgezählten Mängel und Verstöße gegen die Unfallzuſeßen. Landlebens überhaupt, die Förderung einer intensiven Kultur, die Statt dessen empfiehlt der Verbandstag dem Vorstand die mit der großen Summe von Intelligenz und Bildung der heutigen dem nach, so ergibt sich, daß der Beamte im ganzen 2098 Mängel verhütungsvorschriften zusammenzuzählen! Förderung des Abschlusses von Tarifverträgen für die einzelne landwirtschaftlichen Bevölkerung und im Verein mit der so un- beanstandet hatte! Stadt oder den einzelnen Bezirk nach den bisherigen Grund- gemein schmiegsamen elektrischen Betriebskraft dem heimatlichen fäßen. Kulturboden voraussichtlich noch bedeutend gesteigerte Er- genoffenschaft 12 822 m. verausgabt. Für Heilverfahren innerhalb der Karenzzeit hatte die Berufs genossenschaft 12 822 m. verausgabt. Diese Fürsorge erstreckte sich Mit der seitherigen Tätigkeit des Vorstandes auf dem Gebiet träge abgewinnen tann." der Tarifverhandlungen erklärt der Verbandstag sich einver- Wenn Hempel bei den Agrariern Gehör findet, wird die auf 147 Berletzte und hatte die Berufsgenossenschaft 135 günstige und mur 12 ungünstige Erfolge damit erzielt. standen. Auch das von ihm mit dem Vorstand des Arbeitgeber- Glettrizität bald behördlich berufen sein, eine revolutioschußverbandes vereinbarte„ Regulativ für paritätische Arbeits- näre Wirksamkeit in der Landwirtschaft zu üben: nachweise" sowie die„ Regeln hinsichtlich der Klasseneinteilung während sie auf der einen Seite die Landflucht fördert, treibt sie der Städte betreffs der Arbeitszeit" erkennt der Verbandstag auf der anderen die Landarbeiterlöhne in die Söhe, beschleunigt an, lehnt jedoch entschieden jede Aenderung des Arbeitsnachweis- die Entwickelung des landwirtschaftlichen Maschinenbetriebs und regulative ab, die dahin ginge, daß das Obligatorium für die damit auch den llebergang zum rationellen Großbetrieb. Die ProBenutzung des Arbeitsnachweises aufgehoben oder eingeschränkt vinz Hannover hat heute auf allen alten Genossenschaftsgebieten Amtlicher Marktbericht der städtischen Markthallen Direktion über werden soll. Ohne das Obligatorium verliert der paritätische die unbestrittene Führung. Durchweg sind es nur die großen und den Großhandel in den Bentral- Markthallen. Marktlage: Fleisch: Arbeitsnachweis jedes Interesse für die Verbandsmitglieder. mittleren Betriebe, die sich das Genossenschaftswesen nußbar und Bufuhr start, Geschäft flau, Breise für Rindfleisch nachgebend, Hammelfleisch In diesem Falle muß den Zahlstellen empfohlen werden, die so den kleinen das Leben noch saurer machen. Der genossenschaft- anziehend, sonst unverändert. Bild: Bufubr genügend, Geschäft lebhaft, eigenen Arbeitsnachweist des Verbandes zu pflegen und auszu- lich- elektromotorische Betrieb wird noch fräftiger in der gleichen friedigend, Preise normal. Fische: Zufuhr mäßig, Geschäft still, Preise Preise etwas nachgebend. Geflügel: Sufubr genügend,( Beschäft be. Richtung wirken. Er wird die guten Leute, die an diese so revolu= wenig verändert. Butter und Käse: Geschäft in Butter lebhaft, Den Mitgliedern in allen Zahlstellen legt der Verbandstag tionäre Entwickelungserscheinung noch reattionäre Utopien knüpfen, Breise in Butter anziehend. Gemüse, Obst und Südfrüchte: die Verpflichtung auf, gerade in Rücksicht auf die Entwickelung in der Landwirtschaft noch ärger enttäuschen, als im Handwert. Bufuhr genügend, Geschäft flott, Preise behauptet. bauen. Kommt man durchschnittlich 280 Mart" Stapital" ausgezahlt erhielten. Not Abgefunden wurden im Jahre wieder 38 Verletzte, die oder Unkenntnis der Verlegten brachte der Berufsgenossenschaft ein Bombengeschäft, die jetzt über einen Reservefonds von 31 Millionen Mark verfügt. Für den Inhalt der Inserate Abernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber teinerlei Verantwortung. Theater. Urania. Wissenschaftliches Theater. Taubenstr. 48/49. Abends 8 Uhr: Schiller- Theater. Schiller- Theater 0.( Wallner- Theater). Dienstag, abends 8 Uhr: Zum ersten Male: Der Herr Ministerialdirektor. Luftspiel in drei Aften von Alexander Bisson und Fabrice Carré. Dienstag, den 2. Sunt. Die Kruppschen Werke. Mittwoch, abends 8 Uhr: Anfang 7 Uhr. Königl. Opernhaus. Die Walküre. Anfang 7 Uhr. Königl. Schauspielhaus. Rabensteinerin. Die Z Neues fönigl. Opern- Theater. Pachita. Anfang 8 Uhr. Deutsches. Romeo und Julia. Kammerspiele. wachen. Frühlings ErLessing. Der Raub der Sabinerinnen. Berliner. Hopfenraths Erben. Neues. Simson. Neues Schauspielhaus. Geschlossen. ( Freie Bolksbühne.) Kleines. 2X2= 5. Hebbel. Cyprienne. Romische Oper. Tiefland. Residenz. Der Floh im Dhr. Lustspielhaus. Die blaue Maus. Schiller 0.( Wallner beater.) Der Herr Ministerialdirektor. Schiller Charlottenburg. unter Steinen. F Stein Friedrich Wilhelmstädt. Schau spielhaus. Im weißen Rößl. Thalia. Der Selbstmörderklub. Westen. Ein Walzeitraum. Neues Operetten. Der Mann mit den drei Frauen. Luisen. Im Goldland. Trianon. Frau Baronin. Bernhard Roje. Der Cowboy. Metropol. Das muß man seh'n. Apollo. Die süßen Grisetten. Spezialitäten. Wintergarten. Spezialitäten. Wassage. Spezialitäten. Gustav Behrens. Spezialitäten. Carl Haverland. Spezialitäten. Walhalla. Spezialitäten. Folies Bergère. Spezialitäten. Liane d'Eve. Reichshallen. Stettiner Sänger. Urania. Taubenstraße 48/49. Abends 8 Uhr: Die Kruppschen Werke. OOLOGISCHER CARTEN Täglich: Gr. Militär- Konzert. Eintritt 1 M., von abends 6 Uhr ab 50 Pf., Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. DERNHARD ROSE THEATED Gr. Frantjurter Str. 132. Abends 8 Uhr: Der Cowboy. Drama aus Wild West in 4 Aften % von Kurt Matull. Wochentagspreise. 40 Metropol- Theater Das Bum 255. Male: muß man seh'n. Revue in 12 Bildern m. Ges. und Tanz. Anfang 8 Uhr. Rauchen gestattet. WINEDITEN 765 Neues Programm. The Trapnell- Family, weibliche Akrobaten. Florence u. Lilian, musik. Produkt. Rebla, komischer Jongleur. Lily FlexSternwarte, Invalidenftr. 57/62. Berliner Theater. Hopfenraths Erben more Abends 8 Uhr: Neues Theater. Abends 8 Uhr: Simson. Mittwoch neu einstudiert: Liebe. Borher zum erstenmal: Unter der Guillotine. akrobatische Tänzerin. Mlle. Juliette, dressierte Seelöwen. Tan Kwai Tronpe, Chinesen. Therese Renz, Reitnummer. Doherty Sisters, amer. Sängerinnen u. Tänzerinnen. The Bounding Gordons, amer. Akrobat. The Bowdens, kom. Radfahrer. Trombettas, italienisches Gesangs- und TanzDuett. Der Biograph. Kleines Theater. Pollo Abends 8 Uhr: 2 mal 2= 5. Mittwoch: 2 mal 2= 5. Donnerstag: 2 mal 2= 5. Freitag: 2 mal 2 5. Sonnabend: 2 mal 2= 5. Theater des Westens. 8 Uhr: Ein Walzertraum. Sonntag naghm. 8%, Uhr, halbe Preise: Die lustige Witwe. Friedrich- Wilhelmstädtisches Schauspielhaus. Im weißen Nößl. Anfang 8 Uhr. Mittwoch: Im weißen Nößl. Donnerstag: Im weißen Nößl. a Theater 8 Uhr: Die neuen Attraktionen. 91 Uhr: Die süßen Grisetten. 10 Uhr: Grete Gallus, die beste Soubrette. 10% Uhr: Bert. Bernards Compagnie: Prolongiert: Ein Abend in einem amerikanischen Tingel- Taugel. Ab 7 Uhr: Gartenkonzert. Passage- Panoptikum. Kunsttaucher xxx X X X Produktionen im Riesenbassin Neapolitanische Briganten. Neues Operetten- Theater Panophon- Vorträge: Schiffbauerdamm 25, an der Luisenstr. Heute und folgende Tage 8 Uhr: Der Mann mit den drei Frauen. Residenz- Theater, Direktion: Richard Alexander. Abends 8 Uhr: Der Floh im Ohr. Schwant in drei Alten von Georges Feydeau. Deutsch von Wolff- Jacoby. Hebbel- Theater, niggrätzer Abends Str. 57/58. 8: Cyprienne. Morgen: Frau Barrens Gewerbe. Otto Reutter usw. Experimente der 4. Dimension. Ohne Extra- Entree! Eintritt50Pf., Kinder, Soldaten25Pf. Der Widerspenstigen Zähmung. Donnerstag, abends8uhr: Der Herr Ministerialdirektor. Schiller- Theater Charlottenburg. Dienstag, abends 8 Uhr: Stein unter Steinen. Schauspiel in 4 Akten von Hermann Sudermann. Mitttooch, abends 8 Uhr: Hans Huckebein. Donnerstag, abends8uhr: Das letzte Mittel. Diez' Spezialitäten- Theater. Landsberger Allee 76/79, direkt Ringbahn- Station. Ab 1. Pfingstfeiertag täglich: Gr. Konzert und Spezialitäten- Vorstellung. Ball. Ausgeführt von den hervorragendften Kapazitäten. Anfang 3 Uhr. Entree 30 Pf. Kaffeeküche. Volksbeluftigungen, Avis: Am 1. u. 2. Pfingstfeiertag, Gr. Früh- Konzert u. Vorstellung. Anfang 5 Uhr: Ausstellungshallen am Zoologischen Garten Deutsche Schiffbau- Ausstellung Berlin 1908 Juni bis Oktober Täglich von 10-10 Uhr geöffnet. Donnerstags Elitetage.Kranke und Schwache werden freudig die Tatsache begrüßen, daß Deutschland im Lamscheider Stahlbrunnen einen Heilschatz ersten Ranges besitzt. Dieser altbewährte Heilquell bringt Eisen ins Blut. Tausende wurden gesund. Aussagen von Aerzten: Ein ganz vorzügliches Eisenmanganmedifament ist das Lamscheider Wasser, die Lösungs. berhältnisse der hauptsächlich wirksamen Stoffe stimmen mit denen des Blutes überein, das Wasser ist wohlschineckend und gut bekömmlich. -Das Lamscheider Stahlwasser ist hochgradig elsenhaltig, leicht bekömmlich und gut verdaulich. Die Patienten, die es genommen haben, haben sich stets wohlgefühlt, haben es gern getrunken und haben an förperlichem und seelischem Wohl befinden zugenommen. Dantesworte nach erfolgreichen Kuren:„ Ich bin 1%, Jahre fehr frant gewejen, tonnte nicht essen, nicht schlafen, hatte Schmerzen im Rüden, Stuhlverstopfung, Kopfschmerzen, große Nervenschwäche, große Blutarmut und Geschwülste in den Gelenten; ich habe nie gedacht, daß ich jemals wieder gesund werden würde. Und doch. wie schnell tam meine Gesundheit wieder." Ich bin entzüdt über ben rajchen ausgezeichneten Erfolg, den ich erzielt; habe ich doch nach kurzer Zeit einen herrlichen Appetit erhalten, ble alle attrait lähmende Schwache nimmt immer mehr Jäftigen Magenbeschwerden sind verschwunden, und „ Der Lamscheider Stahlbrunnen hat mir meine Kraft und meinen Mut wiedergegeben." ab." Warm empfohlen bei Blutarmut, Bleichsucht, versch. Arten von Frauenkrankheiten, Magen- und Darmleiden, Nerven. frankheiten, blutarmen Zuständen, bei denen eine Ber mehrung der Blutmenge und Berbefferung der Blutbeschaffen. heit notwendig ist, z. B. nach großen Blutverlusten infolge schwerer Operationen, Wochenbetten usw., nach überstandenen erschöpfenden Infektionskrankheiten wie Influenza usw. Broschüren fostenlos durch: Ramscheider Stahlbrunnen in Düsseldorf O. 164. Schöneberg. Sonntag, den 7. Juni,( I. Pfingstfeiertag) in den neuen Rathanssälen, Meininger Straße 8: Großes Pfingst- Vergnügen arrangiert vom Arbeiter- Radfahrer- Verein Schöneberg, Mitglied des Arb.- Radf.- Bundes„ Solidarität“. Garten- Konzert, Preisschießen, Preistrudeln und sonstige Ueberraschungen. Anfang 4 Uhr. 11/20 Entree 20 Pf. Der Vorstand. Passage- Theater. Zentralverband der Steinsetzer, Pflasterer u. Berufsgen. Der größte Saisonerfolg Gastspiel Willi Agoston in der tollen Burleske Lustspielhaus. Berlin in Stimmung Abends 8 Uhr: Die blaue Maus. Luisen- Theater. Neichenberger Straße 34. Abends 8 Uhr: Im Goldland. Mittwoch: Im Goldland. Donnerstag: Im Goldland. Freitag: Im Goldland. Sonnabend: Im Goldland. Das Tollste vom Tollen und die neuen Juni- Spezialitäten. W.Noacks Theater Direktion: Rob. Dill. Brummenite, 16. Heute: Geschlossen. Sonntag, 7. Juni: Eröffnung der Sommerspielzeit. Zum 1. Male: Das ehrliche Berlin. Sonntag nachm. 3 Uhr: Der Hütten- Dazu die erstklassigen Spezialitäten. befizer. Abends: Jm Goldland. Montag nachm. 3 Uhr: Gespenster. Abends: Jm Goldland. Sonnabend: Deffentliche General. probe! Kottbuser Dienstag nachm. 3 Uhr: Der Bütten Sanssouci, Straße 6. befizer. Abends: Im Goldland. WalhallaVarieté- Theater Weinbergsweg 19/20, Rosenth. Tor. Spezialitätenvorst, im Garten. Bet schlecht. Witterung i. Theater. Anfang der Borstellung 8 Uhr. Anf. des Gartenkonzerts 7 Uhr. D Kleine Preise. Direttion Wilhelm Reimer. Der Garten ist geöffnet. Wegen Borbereitungen 3. Pfingstfeft: Gefchloffen. An allen drei Feiertagen: Gr. Extra Fest- und Spezialitäten Borst. Auftreten von Hoffmanns Nordd. Sänger und Tanzkränzchen Beg. Sonnt. 5, wochent.8 U. Filiale Groß- Berlin. Freie Volksbühne Sonntag, den 7. Jani, nachm. 3 Uhr: Neues Schauspielhaus Berliner Theater 19./20. Abteilung. 6./7 Abteilung. Montag, den 2. Pfingsttag, nachmittags 3 Uhr: 1./2. Abteilung: 8./9. Abteilung: Der ledige Hof. Durch's Ohr und Der Dieb. Zu den Pfingst- Vorstellungen am 7./8. Juni in beiden Theatern und bei den Abend-Vorstellungen vom 2.- 5. Juni können, soweit Raum vorhanden, Familienangehörige der Mitglieder eingeführt werden. 241/ 4* Der Vorstand. In Vertr.: G. Winkler. Zum Pfingstfest erhält jeder Käufer gratis eine Etagère ( bis 5. Juni) Eleg. Straßenstiefel 850 1050 Ravalier- Stiefel 12.50 Luxus- Stiefel 15⁰⁰ Damen- Stiefel 850 1050 1250 1500 In schwarz und farbig Herm. Kuntze's Schuhwarenhaus Dresdenerstr. 15 an der OrantonHauptgeschäft: straßen- Brücke Gr. Frankfurter Str. 83, Ecke Marsiliusstraße. Max Kliems Sommer- Cheater. Hasenheide 13-15. Artist. Leitung: Bernhard Lange. ati: Großes Konzert, Theater und Spezialitäten- Vorstellung. Mittwochs: Kinderfest. Jeden Donnerstag: Glitetag. Gastspiel bed. Kräfte erster Bühnen. Volksgarten- Theater am Bahnhof Gesundbrunnen. Heute: Keine Vorstellung. Ab Pfingsten täglich: Konzert Theater- und Der Landtagswahl wegen bleibt der Arbeitsnachweis und Spezialitäten- Vorstellung das Lokalbureau am Mittwoch, den 3. Juni, geschlossen. 175/ 15* eines Die Ortsverwaltung. Riesenprogramm an beiden Feiertagen. Frühkonzert mit Vorstellung. Auflösung Zigarren- Engros- Hauses. Unser seit vielen Jahren am hiesigen Platze bestehendes Zigarren- Engros- Haus lösen wir auf. Die umfangreichen Bestände müssen in kurzer Zeit geräumt werden, weshalb wir die Preise für unsere hedeutend herabgesetzt kaufen u. a.: wohl in ganz Deutschland bekannten Marken Don Miguel Don Miguel, Original- Größe. 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Bernhard Rose- Theater, Badstraße 56. Swinemünder Gesellschaftshaus, Swinemünderstraße 42. Groterjan, Schönhauser Allee 130. 10. Landtagswahlkreis. Daase, Brunnenstraße 154. Wilke, Brunnenstraße 188. Bock- Brauerei( früher Norddeutsche), Chauffeestraße 64. II. Landtagswahlkreis. Pharus- Säle, Müllerstraße 149. Milbrodts Gesellschaftshaus, Müllerstraße 7. Marienbad, Badstraße 35/36. 12. Landtagswahlkreis. Artushof, Perleberger Straße 26. Kronen- Brauerei, Alt- Moabit 47/49. Baumschulenweg- Treptow. Speers Festsäle, Baumschulen- Straße 78. Charlottenburg. Volkshaus, Rosinenstraße 3. Erkner. Degebrodts Lokal. Johannisthal... Trautmann, Friedrich- Straße 61. Lankwitz. Bräuert, Marienfelder Straße. Lichtenberg. Schwarzer Adler, Frankfurter Chauffee 5/6. Ober- Schöneweide. Restaurant Wilhelminenhof. Pankow. Zum Kurfürsten, Berliner Straße 102. Rixdorf. Neue Welt, Hasenheide. Feldschlößchen, Elfenftr. 75. Schöneberg. Rathaus- Säle, Meininger Straße 8. Lages- Ordnung: In letzter Stunde! Referenten: Ed. Bernstein, Block, Böske, Dr. Bruno Borchardt, Julian Borchardt, Borgmann, Dittmer, Dupont, Düwell, Ebert, Theodor Fischer, Grunwald, Hugo Heimann, Hesse, Hildebrandt, Paul Hirsch, Ad. Hoffmann, Jacobsen, Ledebour, Leid, Litfin, Mohs, Müller( Arbeiterfekretär), Müller( Parteisekretär), Ritter, Dr. Rosenfeld, Sassenbach, Schröder, Schubert, Sonnenburg, Stadthagen, Ströbel, Stücklen, Ucko, Wels, Dr. Weyl. Erscheint in Maffen zu diefen Kundgebungen. Der Einberufer: Eugen Ernst, Ackerstr. 62. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zentralverband der Dachdecker Ortsverwaltung Berlin. Donnerstag, den 4. Juni, abends 8 Uhr: Vertrauensmänner- Versammlungen der Bezirke und Branchen. Tages Ordnung: 54/9 Verwaltungsstelle Berlin. Donnerstag, den 4. Juni, abends 8 Uhr, Weinstraße 11: Versammlung. Zages Drdnung: 1. Berichterstattung vom Verbandstage. 2. Stellungnahme zur Beitragsfrage. 3. Verbandsangelegenheiten. Zahlreiches Erscheinen der Mitglieder erwartet Der Vorstand. 1. Bericht der Oblente. 2. Bericht der Vertrauensmänner. 3. Verbandsangelegenheiten. 4. Werkstatt- Kranken- Unterstützungshund der Schneider. angelegenheiten. 5. Verschiedenes. Die in den Vororten arbeitenden Mitglieder der Zahlstelle Berlin werden ersucht, Vertrauensleute zu entsenden. Dieselben besuchen die Vertrauensmänner- Versammlungen ihrer Branche oder die von ihrer Werkstatt aus am nächsten einberufene Bezirksvertrauensmänner- Versammlung. Alle Werkstätten müssen vertreten sein. Mitgliedsbuch legitimiert. Tischler. Süden bei Gliesing, Waffertorstr. 68. Süd- Westen bei Habel, Bergmannstr. 5/7. Die Versammlungslokale find folgende: Südosten I u. II bei Muhs, Manteuffelstr. 95, um 6%, Uhr ( gleich nach Feierabend). Die Adresse des Obmannes für den Bezirk II ist: Karl Klingner, Wrangelstr. 61. Den Mitgliedern hierdurch zur Nachricht, daß das Bureau am Mittwoch, 3. Juni 1908, geschlossen bleibt. Die Ortsverwaltung. 162/18 Verband der baugewerbl. Hilfsarbeiter Deutschl. Zweigverein Berlin und Umgegend. Die Versammlung der Sektion der FliesenlegerHilfsarbeiter findet wegen der Landtagswahl nicht Mittwoch, den 3., sondern Donnerstag, den 4. Juni, abends 8 Uhr, bei Huth, Michaelkirch- und Wusterhausener Straße30/18 Das Bureau bleibt am 3. Juni den ganzen Tag ge schlossen. Der Zweigvereinsvorstand. Modell- und Fabrik-, statt. Tischler bei Sieber, Bergstr. 34. Bodenleger Osten I( zwischen Zentrum und Fruchtstraße) bei Walter, im ,, Gewerkschaftshause", Engel- Ufer 15. Andreasstr. 21. Osten II( vifchen Fruchtstraße und Friedrichsberg) bei Litfin, Memeler Straße 67. bei Wildner in Friedrichsberg, Friedrich- Karl- Straße 11. Oestliche Vororte Nordosten bei Boeker, Weberstr. 17. Jede Sargtischlerei muß einen Bertrauensmann nach dieser Bersammlung senden. Rosenthaler u. Schönhauser Vorstadt bei Obiglo, Wedding und Moabit: bei Fahrow, Ravenöftr. 6. Obmann für Wedding und Moabit ist Paul Lehmann, Ropenhagener Straße 38. Bautischler. bet Möhring, 18c. Süden, Westen, Südosten, Bez. 1: tomiralstraße isc. Osten, Bez. 2: bei Zietz, Warschauer Str. 61. Norden, Bez. 3: bei Karl Hube, Kopenhagener Str. 74. Wedding u. Moabit, Bez. 4; bei Sachse, indower Str. 26, Bahnhof Wedding. Möbelpolierer. Osten bei Boeker, Weberstr. 17. Südosten im Märkischen Hof", Admiralstr. 18c. Norden bei Günter, Brunnenstr. 96. Möbelmagazin- Arbeiter und Beizer bei Grapentin, Staliter Straße 102. Drechsler, Treppengeländer- und Luxusmöbelbranche Norden bei Döhling, Brunnenstr. 79. Osten bei Schneider, Friedenstr. 67. Stellmacher bei Wohlfahrt, Rosenthaler Vereinshaus, Rosenthaler Str. 57. Kistenmacher bei Baudach, Breslauer Straße 28. Kammacher bei Walter, Adalbertstr. 62. Korbmacher bei Hoffmann, Koppenstr. 47. Bürstenmacher bei Preuß( Hilfebein- Ausschank), Holzmarktstr. 65. 85/2 Perlmutt-, Horn- u. Steinuẞarbeiter 6 Uhr bei Ernst Thomas, Melchiorstr. 5. 6926% Durch Ersparnis an Format, Tabakgewicht und Verpackung entspricht die Qualität dieser Marke der einer 10 Pfennig-Zigarre! Bilderrahmenmacher JNeumann bei Natteroth, Ritterstr. 32. Diese Versammlung beginnt um 6 Uhr. Stockarbeiter bei Lehmann, Neue Friedrichstr. 1. Diese Versammlung beginnt um 16 Uhr. Jalousie- Arbeiter bei Mühle, Mariannenstr. 41. Musikinstrumenten= Arbeiter Südosten u. Südwesten bei Stramm, Ritterstr. 123. im Gewerkschaftshause, Engelufer 15( Saal 8), abends 8 Uhr. Einsetzer im Gewerkschaftshause, Engelufer 15, Saal 7. Die Kollegen der Firma Neumann aus Köthen, ebenso die Kollegen der Firma Köhn& Billig, Luckenwalde, und die Kollegen, die im Februar bei der Firma Ernst Mittag gearbeitet haben, find zu dieser Bersammlung besonders eingeladen. Vergolder bei Merkowski, Andreasstr. 26. Maschinenarbeiter 8 hr in den Andreas- Festsälen, Andrcasstr. 21( Saal 7). Am Mittwoch, den 3. Juni, sind die Bureaus des Verbandes und der paritätische Arbeitsnachweis geschlossen. Zentralverband der Zivilmusiker Deutschlands. Ortsverwaltung Berlin. Bureau: Berlin N. 54, Brunnenstr. 188, Restaurant Wille. Amt IIIa, 4835. Achtung! 50/ 4* Bir empfehlen bei Veranstaltung von Vergnügen usw. den geehrten Vorständen, Komitees und Saalinhabern unseren fostenlosen Arbeitsnachweis, Brunnenstraße 188. Geschäftszeit täglich von 10%-1 Uhr mittags. Der Vorstand. Kapellen vom größten bis fleinsten Orchester stehen jederzeit zur Verfügung. NB. Unsere Mitglieder find im Befit einer Kontrollfarte. Dieselbe ist für das 2. Duartal weiß und muß mit dem Verbandsstempel versehen sein. Alle andere Legitimation ist ungültig und ist sofort anzuhalten. 40 Betten, Hochfein rot, dicht Daunentöper, große Ober- und Unterbetten und 2 Nissen, mit 17 Pfund Halbdaunen, wegen fleiner Farbfehler a Gebett 30 m ,, dasselbe Bett mit Daunendede 35 W. Feinstes herrschaftl. Daunenbett 40 M. Nicht gefallend, Geld zurüd. Katalog frei. Bettenfabrik Th. Krauefuß, Kassel 39. Berantwortlicher Redakteur: Georg Davidsohn, Berlin, Für den Dr. Schünemann 25292* Spezial- Arzt für Hant- und Harnleiden, Die Ortsverwaltung. Ort 3- Krankenkasse Weißensee. Bekanntmachung. Anläßlich der am Mittwoch, den 3. Juni cr., stattfindenden Wahlen wird das Kaffenlokal um 12 Úhr mittags geschlossen. 274/17 Weißensee, den 1. Juni 1908. Der Vorstand der Orts- Krankenkasse für den Gemeindebezirk Weißensee. J. A.: Fuhrmann, Vorsitzender. Cigarren- Fabriken 150 Zwelggeschäfte und Depots in 90 deutschen Städten, davon in Berlin: Königstr. E. Spandauerstr. 56.- Brunnenstrasse 32, E. Anklamerstr. Chausseestr, 22, E, Invalidenstr. Chausseestr. 43, E. Schwartzkopffstr. Dresdenerstr. 5, E. Adalbertstr.- Friedrichstr. 171, E. Französischestr.- Invalidenstr. 148, E. Bergstr.- Jerusalemerstr. 41, E. Krausenstr.Kaiser Wilhelmstr. 19, E. Münzstr. Markgrafenstr. 17, E. Junkerstr. Oranienstr. 30, E. Adalbertstr. Potsdamerstrasse 57-58, Ecke Bülowstr. Prinzenstr. 91, E. Ritterstr. Rosenthalerstr. 48, E. Neue Schönhauserstr.- Uhlandstr. 83, E. Lietzenburgerstr. Wallstr. 14a, E. Neue Grünstr.. Wienerstr. 22, E. Grünauerstr. Rixdorf, Bergstr. 146 Weitere Verkaufsstellen in Vororten und Umgebung: Adlershof, Bismarckstr. 48.- Bernau, Berliner Straße 257. Buckow, Königstr. 8. Köpenick, Bahnhofstr. 7 a. Köpenick, Grünstr. 22. Eichwalde, Bahnhofstr. 5. Königs- Wusterhausen, Bahnhofstr. 4. Nieder- Schöneweide, Bahnhof. Potsdam, Nauener Straße 46. Stralau- Rummelsburg, am Bahnhof, Durchgang. Zeuthen bei E. Kollmann. Eine Mark wöchentliche Teilzahlung liefere eleg. fertige Herren- Moden Massanfertigung feinste Verarbeitung. Grosses Stofflager. Erstklassige Schneiderwerkstatt im Hause. Spezial- Geschäft für Herren- Bekleidung Kein Waren- Kredithaus. J. KURZBERG Rosenthalerstrasse 40-41 ( Hackescher Markt) und An der Jannowitzbrücke 1,1 Bahnhof Jannowitzbrücke. Deuticher Metallarbeiter- Verband. Arbeitsnachweis: Hof I. Amt III. 1239. Verwaltungsstelle Berlin. Haupt- Bureau: Charitéstraße 3. Hof III. Amt III. 1987. Wegen der am 3. Juni stattfinden den Landtagswahlen sind an diesem Tage Friedrichstr. 203, Ede Schützenstr, Konferenzen einen Tag später, am 4. Juni, in den bekannten Rokalen stattfinden. Frauenkrankheiten. unsere gesamten Bureaus geschlossen. Den Vertrauensleuten zur Nachricht, daß die für den 3. Juni fälligen 10-2, 5-7, Sonnt. 10-12 Uhr 117/6 Die Ortsverwaltung. Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Drud u. Verlag: VorwärtsBuchdruderei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co, Berlin SW Nr. 127. 25. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Blockehe!) Wir haben nie Anspruch darauf erhoben, in dieser Ehe Dienstag, 2. Juni 1908. im 1332. und 1333. Urwahlbezirk befinden sich die beiden WahlDruckfehlerberichtigungen: An die Parteigenoffen Groß- Berlins! ber männliche Teil zu fein.( Der weibliche?) Gewiſſermaßen der lokale nicht Föhrer Straße 3, sondern Nr. 13, bei Schulz. der, was die Sache ( Der nebensächliche!) Aber, meine Herren Konservativen, Sie dürfen uns nicht so mit Die am 3. Juni stattfinden Urwahlen stellen wiederum Spott begegnen.( Sonst?) Sonst? Ja, sonst würden wir doch hohe Anforderungen an die Arbeitslust und Opferwilligkeit unserer Anhänger. Heute, Dienstag, den 2. Juni, finden eine Reihe von Wähler- und Volksversammlungen statt, für oeren regen Besuch zu agitieren ist. Die Urwahlen am 3. Juni sind festgesetzt: die 2. Abteilung wählt in der Zeit von vormittags 9 bis mittags 12 Uhr, alsdann folgt die 1. Abteilung von nachmittags 1 bis 2 Uhr und zuletzt wohl genötigt sein, dagegen Stellung zu nehmen. Wahlbezirk I. Jm 111. Urwahlbezirk muß es im Text heißen: An der Apostelfirche 1-11, 3ietenstr. 25 bis Ende 3. Jm 117. Urwahlbezirk muß es im Text heißen: Bülowstr. 20 bis 25 und 84-90, Potsdamer Straße 57-67 und 89-96B 6. Die Wahlzeit b. noterich: Soll das vielleicht heißen, daß Sie beabsichtigen, eventuell ein Kompromiß mit uns zu schließen? uns doch genötigt sehen, unter Hinweis auf unsere Prinzipien die Kotau: Das meine ich natürlich nicht. Aber wir würden Art und Weise, in der uns die Herren Konservativen begegnen, einigermaßen zu bedauern. Wir sind zu jeder Unterstüßung für die drei Landtagswahlkreise des Reichstagswahlkreises Teltowbereit. Beeskow- Storkow- Charlottenburg. von 1 Uhr nachmittags bis 2 Uhr nachmittags. b. Knöterich: Ich denke, wir haben uns jetzt genügend a) Fristwahlen. ausgesprochen. Ich richte zum Schluß noch an die Freifinnigen die Rigdorf: 3. Abteilung von 3 Uhr nachmittags bis 8 Uhr abends. energische Aufforderung, nach besten Kräften für uns zu agitieren. 2. Abteilung von 9 Uhr vormittags bis 12 Uhr mittags. 1. Abteilung die 3. Abteilung, welche von nachmittags 3 bis abends Bedenken Sie immer, daß Sie im Block nur geduldet sind! 8 1hr das Stimmrecht ausübt. Kotau: Ich wollte nur noch im Auftrage einiger meiner Daß kein Genosse bei der Abstimmung fehlt, ist selbst- Fraktionsfreunde anfragen, was der Herr Kollege v. Knöterich vor.. bin mit der Bemerkung: Dann können Sie uns" sagen verständlich, wir erwarten jedoch von allen unseren Anhängern, wollte. Ich will nicht annehmen, daß er im Sinne jenes Göz soweit es ihnen irgend möglich ist, sich am Wahltage persön- gesprochen hat. lich in den Dienst der Agitation zu stellen. Die Bureaus der Partei am Wahltage befinden sich: 1. Landtagswahlkreis bei August Wiemers, Bülowstraße 58, Amit VI 9247. 2. Landtagswahlkreis bei Fränz, Markgrafenstr. 4, Amt IV 9273. 3. Landtagswahlkreis bei Bimbös, Sebastianstr. 1, Amt IV 2195. 4. Landtagswahlkreis b. Gust. Hemp, Urbanstr. 170, Amt IV 8979. 5. Landtagswahlkreis bei Paul Hoffmann, Oppelner Str. 47, Amt IV 9373( Nebenanschluß). 3. Landtagswahlkreis bei Paul Litfin, Memeler Straße 67, Amt VII 1075. 1. Landtagswahlkreis b. Beiersdorf, Elbinger Str.9, Amt VII 6343. 3. Landtagswahlkreis b. Spät, Georgenfirchstr. 65, Amt VII 1097. J. Landtagswahlkreis bei Höhnisch, Wichertstr. 3, Amt III 1035 ( Nebenanschluß). 10. Landtagswahlkreis bei Wilke, Brunnenstr. 188, Amt III 4835. 11. Landtagswahlkreis bei Fahrow, Ravenéstr. 6, Amt III 2137. 12. Landtagswahlkreis bei Achilles, Wiclefstr. 24, Amt II 725. Teltow Beeskow im Volkshaus", Rosinenstr. 3, Amt CharTottenburg 4606. Unter- Bureaus: Nixdorf bei Hoppe, Hermannstr. 48/49, Amt Rirdorf 1015 Schöneberg bei Obst, Meininger Str. 8, Amit VI 6733. Charlottenburg bei Müller, Rosinenstr. 3, Amt CharTottenburg 6366. Ober- und Nieder Barnim bei Tempel, Alt- Borhagen 56, Amt VII 10 078. Da schon vormittags eine große Anzahl von Hilfskräften erforderlich ist, so erwarten wir von allen Parteigenossen, daß sie sich von 1/8 früh an( soweit nicht schon vorher in den Einzelbezirken anders bestimmt ist) in den Zentralbureaus ihres Kreises einfinden und sich zur Verfügung der Kreisleitung stellen. Wir zählen am Vormittag ganz besonders auf alle diejenigen, welche sich wirtschaftlicher Selbständigfeit erfreuen, und hoffen, daß sie im Vereine mit den anderen Genossen, welche sich bei freiwilliger oder unfreiwilliger Arbeitsruhe in den Dienst der Agitation stellen, die nötigen Wahlarbeiten mit gewohntem Eifer ausführen werden. Mitgliedsbücher von Partei oder Gewerkschaft sind behufs Legitimation zur Stelle zu bringen. Auch auf die Mithilfe unserer Genossinnen rechnen wir. An die Arbeit! Niemand fehle, weder bor. noch nachmittags, der helfend eingreifen kann. Tun wir unsere Schnldigkeit, ringen wir mit festem Entschluß und zäher Arbeitsfreudigkeit um die Verbreitung unserer großen Prinzipien. Der Zentralvorstand. Zur Landtagswahlbewegung. Das Wahlbündnis. Bersammlung konservativer und liberaler Bertrauensmänner. Der fonservative Reichstagsabgeordnete b. Knöterich: Es kommen drei Mandate in Betracht. Auf ein Kompromiß mit dem Freifinn können wir uns nur unter der Bedingung einlassen, daß alle drei Landtagsmandate der konservativen Bartei vorbehalten werden. Eine schüchterne Stimme: Dho! v. Knöterich: Oho? Ja, meine Herren, wenn Sie Bedenken tragen, meinen Vorschlag anzunehmen, dann können Sie uns... Die Stimme: O! Wir können gar nichts! " Schöneberg: 3. Abteilung von 4 Uhr nachmittags bis 8 Uhr abends. 2. Abteilung von 2 Uhr nachmittags bis 32 Uhr nachmittags. 1. Abteilung von 1 Uhr nachmittags bis 2 Uhr nachmittags. Charlottenburg: 3. Abteilung von 5 Uhr nachmittags bis 8 Uhr v. Knöterich: Den Abgeordneten Göz lenne ich nicht. Ich abends. 2. Abteilung von 4 Uhr nachmittags bis 5 Uhr nachmittags. habe also auch nicht in seinem Sinne sprechen können. Ich habe 1. Abteilung von 8 Uhr nachmittags bis 4 Uhr nachmittags. natürlich gemeint:" Dann können Sie uns den Budel runter Rotau: Dann sind wir vollkommen beruhigt. Besten Dant. Darf ich Sie bitten, einzustimmen in den Ruf: Es lebe der Liberalismus?" Alle Anwesenden: Hochhoch hoch! Zur Beachtung am Wahltage rutschen". erläßt der Magistrat folgende Bekanntmachung: " " Die am 8. Juni 1908 stattfindende Wahl der Wahlmänner vollzieht sich nicht wie bisher in Form der Terminswahl, sondern in der der Frist wahl. Die Frist wah I besteht darin, daß der Wähler innerhalb der bekanntgegebenen Wahlzeit seiner Abteilung zu einem beliebigen Reitpunkte zur Stimmabgabe erscheinen kann, die Wahl jedoch pünktlich zur festgesetten Zeit beendet sein muß, ohne Rücksicht darauf, ob im Wahllokal noch Wähler anwesend sind, die ihre Stimme noch nicht abgegeben haben. ist dringend geboten die Beachtung folgender Damit die Wahlen einen ordnungsmäßigen Verlauf nehmen, Ordnungsvorschriften. 1. Die zur Stimmabgabe erscheinenden Wähler nehmen einzeln hintereinander nach der Zeitfolge ihres Eintreffens Aufstellung und rücken so allmählich zu dem Wahltisch vor. Bei startem Andrange ist es wünschenswert, daß das hintere Ende der Wählerkette möglichst schon vor dem Eingange zum eigentlichen Wahlraume gebildet wird, damit ein Gedränge an dem Eingange vermieden und denjenigen Wählern, welche ihre Stimmen bereits abgegeben haben, das Verlassen des Wahlraumes nicht erschwert wird. 2. Eine Ueberfüllung des Wahlraumes, durch welche das ordnungsmäßige Herantreten der Wähler zum Wahltisch oder das Verlassen des Lokals erschwert werden könnte, muß insbesondere in der Zeit der legten Stunde vor Schluß der Wahl- vermieden werden. Mäbler Es empfiehlt sich daher, daß jeder Wähler, welcher seine Stimme abgegeben hat, den Wahlraum sofort wieder verläßt. Der Raum vor dem Wahltisch ist auf alle Fälle frei zu halten. Köpenick: 3. Abteilung von 1/5 Uhr nachmittags bis 8 Uhr abends. 2. Abteilung von 8 Uhr nachmittags bis 4 Uhr nachmittags. 1. Abteilung von 4 Uhr nachmittags bis 25 Uhr nachmittags. Friedenan: 3. Abteilung von 52 Uhr nachmittags bis 8½ Uhr abends. 2. Abteilung von 4 Uhr nachmittags bis 5 Uhr nachmittags. 1. Abteilung von 3 Uhr nachmittags bis 4 Uhr nachmittags. Steglit 3. Abteilung von 4½ Uhr nachmittags bis 8 Uhr abends. 2. Abteilung von 3 Uhr nachmittags bis 4½ Uhr nachmittags. 1. Abteilung von 3 Uhr nachmittags bis 3% Uhr nach mittags. Wilmersdorf: 8. Abteilung von 5 Uhr nachmittags bis 8 Uhr abends. 2. Abteilung von 4 Uhr nachmittags bis 5 Uhr nachmittags. 1. Abteilung von 3 Uhr nachmittags bis 4 Uhr nachmittags. In den Orten, wo frist wahlen stattfinden, kann also jeder wähler innerhalb der für seine Abteilung angegebenen Wahlzeit seine Stimme abgeben. Erscheine jedoch jeder recht frühzeitig zur Wahl! Nach Ablauf der für die einzelnen Abteilungen festgesetzten Wahlzeit wird kein Wähler mehr zur Abgabe seiner Stimme zugelaffen. Die etwa nötig werdenden Stichwahlen werden in diesen Orten an einem anderen Tage vorgenommen. b) Terminswahlen. Adlershof: Nachmittags 5 Uhr( 2. Abteilung nicht vor 7 Uhr, 1. Abteilung nicht vor 7½ Uhr). Alt- Glienicke: Nachmittags 2 Uhr( 2. Abteilung nicht vor 4 Uhr, 1. Abteilung nicht vor 5 Uhr). Brik: Mittags 12 Uhr( 2. Abteilung nicht vor 3 Uhr, 1. Abteilung nicht vor 4 Uhr). Drewis: Vormittags 11 Uhr. Eichwalde: Vormittags 11 Uhr. Großbeeren: Vormittags 11 Uhr. Großbesten: Vormittags 11 Uhr. Groß- Lichterfelde: Nachmittags 5 Uhr( 2. Abteilung nicht vor Uhr). 3. Den im Interesse der Aufrechterhaltung der Ordnung 7 Uhr und 1. Abteilung nicht vor 7 vom Wahlvorstande erlassenen Anordnungen ist unbedingt Folge zu leisten. 4. Zur schnelleren Auffindung des Wählers in der Liste dient 1. es, wenn jeder Wähler die ihm übersandte Legitimationsfarte mitbringt, im Falle er jedoch eine solche nicht befigt, dem Wahlvor steher zunächst seine Wohnung und dann seinen Namen nennt und als Legitimation seine Militärpapiere oder Mietsvertrag, seine Invaliditätskarte, sein Krankenkassenbuch, seine letzte Steuerquittung usw. vorzeigt. 5. Jeder Wähler, welcher es ermöglichen kann, übe sein Wahlrecht zeitig aus. 6. Da bei der Fristwahl die Abstimmung pünktlich zur feftgesetzten Stunde für geschlossen zu erklären ist, auch wenn sich noch Wähler im Wahlraume befinden, welche ihre Stimme noch nicht abgegeben haben, so wird dringend empfohlen, möglichst frühzeitig, spätestens aber eine Stunde vor Schluß der Wahlzeit, zur Wahl zu erscheinen. Wir haben das Vertrauen zu den Wählern, daß sie diese Drdnungsvorschriften auf das genaueste befolgen und solche Personen, welche etwa aus Unkenntnis hiergegen verstoßen, auf den Inhalt dieser Vorschriften aufmerksam machen werden. Die Oeffentlichkeit der Wahl. Grünau: Nachmittags 6 Uhr( 2. Abteilung nicht vor 7 Uhr). Johannisthal: Nachmittags 2 Uhr( 2. Abteilung nicht vor 7 Uhr, Abteilung nicht vor 7%, Uhr). Königs- Wusterhausen: Nachmittags 22 Uhr. Krausnid: Mittags 12 Uhr. Lankwik: Mittags 12 Uhr( 2. Abteilung nicht vor 3 1hr, 1. Abteilung nicht vor 3½ Uhr). 1. Miersdorf: Vormittags 11 Uhr. Lichtenrade: Nachmittags 3 Uhr( 2. Abteilung nicht vor 4 Uhr, Abteilung nicht vor 5 Uhr). 1. Mariendorf: Mittags 12 1hr( 2. Abteilung nicht vor 2 Uhr, Abteilung nicht vor 21 Uhr). Nieder- Schöneweide: Vormittags 11 1r( 2. Abteilung nicht Nowawes: Nachmittags 1 Uhr( 2. Abteilung nicht vor 2½ Uhr, Abteilung nicht vor 3 Uhr). Neu- Zittan: Mittags 122 Uhr. vor 1 Uhr, 1. Abteilung nicht vor 1½ Uhr). 1. Rudow: Vormittags 11 hr. Schenkendorf: Vormittags 11 Uhr. Schmargendorf: Mittags 12 Uhr( 2. Abteilung nicht vor 3 Uhr, Abteilung nicht vor 4 Uhr). Heute abend haben sich die Genossen von 7 Uhr ab im„ Wirtshaus" einzufinden zweds Verbreitung von Wahlkuverts, Flugblättern usw. In den vom Berliner Magistrat bekanntgegebenen Ordnungs- 1. vorschriften wird den Wählern empfohlen, nach Abgabe der Stimme das Wahllokal zu verlassen. Diese Anordnung ist nur erfolgt, um bei der Kleinheit vieler Wahllokale Raum zu schaffen für die nachkommenden Wähler, was besonders in der dritten Abteilung vielfach wünschenswert erscheint. Nach den gesetzlichen Bedie Wähler stimmungen ist die Wahlhandlung öffentlich; haben das Recht, derselben beizuwohnen. Wenn wir dem b. Snöterich: D? Der anonyme Zwischenrufer mag seine nach empfehlen, den Anordnungen des Magistrats Folge zu leisten, 1. D's und Dho's öffentlich vorbringen. Ich denke aber, die übrigen so tun wir das im Interesse einer geordneten Abwickelung des WahlHerren vom Freifinn werden vernünftig genug ſein, dem betreffenden geschäfts, zumal ja ohnehin den Kontrolleuren der einzelnen Parteien Herrn den Standpunkt klar zu machen.( Beifall bei den Freisinnigen.) das Recht des Aufenthalts während der Wahlzeit im Wahllokale Der freisinnige Reichstagsabgeordnete Oberlehrer Rotau: Wir begreifen und billigen vollkommen die zusteht. Entrüstung des verehrten Herrn Vorredners. Vergebens fragen wir Landtagswahlrecht und Arbeiterrückfahrtkarten. uns, was denn unseren Fraktionsgenossen Dr. Hämmling zu seinen Bauhandwerker, die in Berlin arbeiten und in der Prodeplacierten Zwischenrufen veranlaßt haben mag, die durchaus nur geeignet erscheinen, die Verhandlungen für uns unfruchtbar zu ge- vinz ihr Wahlrecht auszuüben haben, können an diesem Tage stalten.( Sehr richtig! auf allen Seiten.) ihre Arbeiterrückfahrtkarten" benutzen. Der freisinnige Reichstagsabgeordnete Dr. Sämmling: Seitens der Eisenbahnverwaltung ist Anweisung zur AusS0 schlimm war es ja gar nicht gemeint. Ich glaubte nur die Form, in der der verehrte Herr Kollege gabe von Rückfahrtkarten au diesem Tage gegeben worden. b. Knöterich. Kotau: Ich sollte meinen, über Formfragen brauchten wir Zum Wahltableau uns jetzt nicht aufzuhalten.( Schr richtig!) Als ich das letzte Mal veröffentlicht der Berliner Magistrat verschiedene Alenderungen der beim Herrn Reichskanzler war, um wegen der liberalen Garantien Wahlvorstände und der Wahllokale. Wir bringen im nachfolgenden anzufragen es war im Januar-, da hat er mich zwar liebens- die Aenderungen zur weiteren Kenntnis, die sich auf die Wahllokale würdig, aber doch auch kurz und bestimmt, ja, ich möchte sagen: beziehen. recht wenig förmlich empfangen.( Buruf des Abg. v. Knöterich: Gott, unter Blockfreunden!) Eben; das dente ich auch. Darum habe Wahlbezirk 1. Senzig mit Bernsdorf: Vormittags 11 Uhr. Storfow: Vormittags 10 Uhr. Tempelhof: Vormittags 8 Uhr( 2. Abteilung nicht vor 10 Uhr). Trebbin: Vormittags 9 Uhr( 2. Abteilung nicht vor 11 Uhr, Abteilung nicht vor 12 Uhr). Treptow- Baumschulenweg: Vormittags 11 Uhr( 2. Abteilung nicht vor 3 Uhr, 1. Abteilung nicht vor 4 Uhr). 1. Zehlendorf: Nachmittags 5 Uhr( 2. Abteilung nicht vor 6 Uhr, Abteilung nicht vor 61% lhr). Zeuthen Vormittags 11 Uhr. Bossen: Die Wahlzeit ist auf 12 bis 1, Uhr festgesetzt. In den ländlichen Wahlbezirken des Kreises Teltow ist der Beginn der Wahlzeit auf 11 Uhr vormittags und in den ländlichen Bezirken des Kreises Beestow auf 12½ Uhr mittags festgesetzt. In den Drten, wo Terminswahlen stattfinden, haben sich die Wähler zu der für ihren Ort festgesetzten Wahlzeit pünktlich im Wahllokal einzufinden. Sollte jedoch ein Wähler etwas wenn der Wahlakt seiner später erscheinen, so lann Abteilung noch nicht beendet sein sollte, nach Meldung beim Wahlvorsteher noch an der Wahl teilnehmen. Verlasse sich aber niemand darauf, sondern mache es sich ein jeder zur Pflicht, pünktlich im Wahllokal anwesend zu sein. Ferner ist es notwendig, solange im Jm 127. Urwahlbezirk: Wahllokal: Steinmezstraße 59 bei Wahllokal zu bleiben, bis der Wahlakt der betreffenden Abteilung, ich mich auch damals gehütet, über Formfragen zu reden. Wir Strößing. dürfen die Form nicht über die Sache stellen.( Lebhafter Beifall.) v. Senöterich: Wir nehmen also an, daß die Freifinnigen mit unserem Vorschlag einverstanden sind. Dr. Hämmling: Es wäre nur eines zu bedenken. v. Knöterich: Nun? Aber das sage ich Ihnen gleich; von einem Entgegenkommen unsererseits fann feine Rede sein. Ganz besonders, was das Landtagswahlrecht anbetrifft. Da verstehen wir nämlich feinen Spaß. Rotau: Der verehrte Herr Vorredner kann vollkommen beWahlbezirk III. Jm 424. Urwahlbezirk ist jetzt die Aula des Luisenstädtischen Gymnasiums als Wahllokal bestimmt; im 433. Urwahlbezirk ist die Turnhalle, Stallschreiberstraße 54, Wahllokal. im 452. Urwahlbezirk muß es heißen: Luifenufer 1, bei Stehmann. Wahlbezirk V. in welcher man zu wählen hat, beendet ist, da sich eventuell ergebende Stichwahlen sofort vorgenommen werden. Ober- und Nieder- Barnim. Nachstehend bringen wir zugleich die Wahlzeit der Drte des obenstehenden Wahlkreises, soweit dieselbe uns bekannt ist. a. Fristwahlen. Friedrichsfelde: 1. Abteilung nachmittags von 1-2 Uhr, 2. Abruhigt sein. Unser Kollege Hämmling ist ein junger Heißsporn. Jm 373. Urwahlbezirt ist jetzt das Konferenzzimmer als teilung von 22-4 Uhr und die 3. Abteilung von 4-8 Uhr Ich möchte ihn einem Hengste vergleichen. Aber damit kommt man Wahllokal bestimmt. Wahlbezirk XII. abends. Lichtenberg: 2. Abteilung von 10-12 Uhr vormittags, 1. Abin der Politik nicht durch. Auch wir waren Hengste. Aber wir haben einsehen gelernt, daß man als Wallach viel besser durch Im 1281. Urwahlbezirk befindet sich jetzt das Wahllokal teilung von 1-2 Uhr nachmittags und 3. Abteilung von 3-7 Uhr die Welt tommt.( Buruf bei den Stonservativen: Schöne Birkenstr. 12, bei Sandow; nachmittags.. KarlShorst: 2. Abteilung von 2Va— 4 Uhr nachmittags, die 3. Abteilung von t'/g— 8 Uhr abends. RummrlSburg: 1. Abteilung mittags 1—2 Uhr. 2. Abteilung Nachmittags Va3- Va4 Uhr. 3. Abteilung Va3— 3 Uhr. Reinickendorf: 3. Abteilung von mittags 12 bis nachmittags 3 Uhr. 2. Abteilung von 3—4 Uhr. 1. Abteilung von 4— ö Uhr nachmittags. Stralau: 1. Abteilung von 2—3 Uhr. 2. Abteilung von 3—4 Uhr. 3. Abteilung von Va5- 8 Uhr abends. b. Terminswahlen. Borsigwalde: 3. Abteilung mittags 12 Uhr, die 2. Abteilung Abteilung 2 Uhr und die 1. Abteilung 3 Uhr nachmittags. Erkner: 8. Abteilung mittags 12 Uhr, 2. Abteilung nachmittags 3 Uhr und die 1. Abteilung 4 Uhr. Glienicke-Bergfelde: 3. Abteilung mittags 1 Uhr. Hermsdorf: 8. Abteilung 12 Uhr nnttags. 2. Abteilung 2 Uhr nachmittags. 1. Abteilung 3 Uhr nachmittags. Hohen-Neuendors und Stolpe a. d. Nordbahn: Beginn der Wahl mittags 12 Uhr. Tegel: 3. Abteilung mittags 12 Uhr, 2. Abteilung nachmittags 4 Uhr und die 1. Abteilung um 6 Uhr. WaidmannSlust. 8. Abteilung mittags 12 Uhr. Schöneberg-Rixdorf. Schöneberg. Parteigenossen! Am Wahltage werden dringend Kräfte gebraucht; soweit die Genossen in ihren Be- zirken nicht tätig sein können, wollen diese sich nach dem Zentralburcau, Meininger Straße 8, bemühen. Ebenfalls mögen die Genossinnen, soweit nicht bereits Maßnahmen ge- troffen sind, sich in dem Bureau melden. Die Radfahrer werden gebeten, um 12 Uhr im Wahlbureau einzutreffen. Soweit wir Kenntnis haben, hat ein Teil Unternehmer am Wahltage ihren Arbeitern freigegeben. Auch diese Ar. beiter wollen sich uns zur Verfügung stellen. Das Wahlkomitee. Nixdorf. Die Parteigenossen, welche am Tage der Wahl Zeit haben und sich an den notwendigen Wahlarbciten beteiligen wollen, werden ersucht, sich schon morgens um 8 Uhr im Zentralwahlburcau für Rixdorf, im Lokal von Hoppe, Hermannstraße 49, dem Wahlkomitee zur Verfügung zu stellen. Die Verteilung der Hilfskräfte, soweit diese nicht schon in den Bezirken erfolgt ist, geschieht nur von dieser Stelle aus. Die Wahlleiter werden ersucht, bei Mangel an Hilfskräften sich dorthin zu wenden. Die Wahlmänner werden ersucht, sich bei Schluß der Wahl möglichst im Wahllokal einzufinden. DasWahlkomitee. I. A.: A. Pagels. Ober- und Niedervarnim. Karlshorst. Vor einer von mehr als 300 Personen besuchten Volksversammlung unter freiem Himmel sprach am Soiintagmittaa Genosse T>r. Kurt Nosenfeld über das preußische Wahlunrecht. Er geißelte die politische Verlottcrung speziell deS KarlShorster Bürgertums, das trotz seiner Schwärmerei für Freiheit und für Liberalismus uns ständig die größeren am Orte befindlichen Säle abtreibt und das jetzt die Wähler auffordert, u. a. auch für die Wahl des Herrn von TreSckow einzutreten, der von demselben Bürgertum im März d. I. zum Genieindevertreter als nicht geeignet befunden wurde, weil er, wie es in den bürgerlichen Flugblättern hieß,»seinepersönlichenJnteressen stetS über die nteressen der Allgemeinheit stellte". So etwas ekommt eben nur das liberale Bürgertum fertig, und mit solchen Elementen müssen die Sozialdemokraten den Wahlkampf ausfechten. Die vorgeschlagene Ncsolution, die zur Wahl der sozialdemo- kratischen Wahlmänner aufforderte, wurde einstimmig angenommen. Friedrichsfelde, lieber die Landtagswahlen 1908 sprach in einer am Sonntag bei Bube abgehaltenen Voltsversammlung Genosse Giebel. Der Redner fesselte durch seine trefflichen Ausführungen die volle Aufmerksamkeit der Versammlung. Er rückte das schreiende Mißverhältnis zwischen Pflichten und Rechte der arbeitenden Ve« völkerungSschicht. im Gegensatz zu denen der reichen Schmarotzer, in grelle Beleuchtung. Der reiche Beifall, der dem Redner zuteil würbe, bewies, daß er den Anwesenden aus dem Herzen gesprochen hatte. fn der Diskussion— Gegner wagen sich anscheinend nicht mehr ans icht der Oeffcntlichkcit— ergriff Genosse Pinseler die Gelegenheit, die preußische Rückständigkeit in Schulfragen mit einigen örtlichen Beispielen zu belegen, während Genosse Schwenk zur lebhaftesten Agitation bis zur Wahl und zu reger Beteiligung an den Wahl- arbeiten aufforderte. Damit hatte die Versammlung, die des Pracht- vollen Wetters wegen in den schattigen Garten verlegt wurde, ihr Ende erreicht. Teltow. Zeuthen. LmidtagSwähler auf Reisen. Während in dem einen selbständigen Urwahlbezirk bildenden Nachbarort Eichwalde Fristwahl sund zwar für die dritte Abteilung von 11—2 Uhr) statt- findet, müssen die Urwähler unsere« Bezirks räumliche Entfernungen von etwa einer Stunde überwinden, um mit dem Glockenschlag 1 1 U h r in der Lage zu sein, von ihrem an und für sich nur winzigen Rechte Gebrauch machen zu können. Die Zusammensetzung des Urwahlbezirks ist an und für sich gewissermaßen ein Unikum. Wahllokal ist die Schule in Schmöckwitz, Ilm dahin zu gelangen, hoben zurückzulegen folgenden Weg: Etwa 230 Wähler deS HauptorteS Zeuthen(903 Einwohner)'/* Stunde auf Chaussee; etwa 6 Wähler der Gutsbezirke Wüste- mark und Schulzendorf 1'/, Stunde auf Chaussee: etwa 50 Wähler von Müggelheim s/4 Stunde Fußweg und Ueber setzen über den Seddinsee; etwa 80 Wähler von Gckmöckwitzwerder � Stunde Fußweg. Der Rest von ctlva 100 Wählern verbleibt dem Wahlort. Diese Zu- sammenstellung in Verbindung mit der ungünstigen Wahlzeit läßt erkennen, mit welchen Schwierigkeiten zu rechnen ist. Da« darf aber die Arbciterwähler nicht abhalten, auf dem Posten zu sein. Vorwärt« für die Wahl der sozialdemolratischen Wahlmänner. Partei- Angelegenheiten. Achtung. Wähler-Versammlungen! Die Leiter der heutigen Wähler-Versammlungen werden gebeten, sofort nach Beendigung der Versammlungen einen Boten mit einem kurzen Bericht über den Verlauf derselben an die unterzeichnete Redaktion, Lindenstr. 69, zu senden. Redaktion deS„Vorwärts". -..• r Achtung! 4. LandtagSwahlkreis. Am Dienstag, D. Juni, abends 8% Uhr, findet im„Hofjtiger-Palast", Hasenheide 52/53, eine Bersammlung der Wahlleiter, Urwahlbezirksführer und Wahl- mäuner statt. Alle Frauen und Männer, welche an dieser Ber- sammlung nicht teilnehmen, werden ersucht, die Versammlung auf der Bockbraueret zu besuchen. Das Komitee. WilmerSdorf-Halensee. Die Parteigenossen werden ersucht, sich möglichst vollzählig an den morgigen Wahlarbeitcn zu be- teiligcn. Diejenigen, die bereits am Nachmittag um 3 Uhr frei sind, sowie diejenigen, die sich um 5 Uhr zum Schleppen zur Ver» sügung stellen, melden sich in folgenden Lokalen: Kasel er. Lauenburgerstr. 20/21(Zentralbureau),„L u i f e n p a r t", Wil- helmSaue 112, Fischer, Duxlacher-, Ecke Bruchsalstr.. P.otfchiS, Paritzer Straße 2, Nakufch, Uhlandstr. 71, P r ö h l. Präget Straße 12 und Halensee bei Bürgel, Westfälische Straße 44. Wir verweisen nochmals auf die heutige Vollsvecsammlung in den Wilmersdorfer Festsälen, Johann Georgstr. 19, in der Genosse Rechtsanwalt Dr. Herzfeld über.Die preußischen Landtagswahlcn" referieren wird. Vollzähliges Erscheinen der Genoffen erwartet.,.. Der Vorstand. Friedenau. Heute Dienstag abend von 7 Uhr an findet von den Bezirkslolalcn aus eine Flugblattverbreitung statt, wozu das Erscheinen aller Genoffen unbedingt notwendig ist. Nach Schluß der Flugblattverbreitung findet bei Schönfeld eine Besprechung des gesamten Wahlkomitees statt. Genoffen, welche sich am Tage der Wahl freimachen können, werden ersucht, sich bei den Bezirks- führern zu melden. Das sozialdemokratische Wahlbureau ist am Wahltage im„Rheinschloß", Rheinstr. 60. Das Wahlkomitee. Lichtenberg. Den Genossen zur Kenntnis, daß sich am Tage der Wahl, am Mittwoch, das Zentralkontrollokal bei Picken- Hagen, Scharnweberstr. 6 0, befindet. Sämtliche An- fragen usw. sind dahin zu richten. Desgleichen wird erwartet, daß sich die Genossen so viel wie irgend möglich dem Wahlkomitee zur Verfügung stellen. DaS Zentrallokal ist von zaS Uhr vormittags geöffnet. Sämtliche Wählerlisten sind bis spätestens heute abend an den ersten Vorsitzenden ab- zuliefern. Heute abend nochmals Flugblattverbreitung und um %0 Uhr bei Gebr. Arnhold Versammlung. Der Vorstand. Ruinmelsburg. Das Zentralwahlbureau für unseren Ort befindet sich am Tage der Wahl bei Busse, A l t- B o x- Hagen 5 0; dorthin wollen sich die Genossen, welche sich zu den Wahlarbeiten zur Verfügung stellen— und denen noch keine be- stimmte Tätigkeit zuerteilt ist—, wenden. Das Wahlkomitee. Grünau. Heute abend 7 Uhr findet eine Flugblattverbreitung von der„Grünen Ecke" aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Das Wahlkomitee. Pankow. DaS Zentralwahlbureau befindet sich bei Matthes, Mühlenstr. 38, Telephon Nr. 164. Sämtliche Genossen, welche sich iür den Wahltag zur Verfügung stellen, wollen sich heut abend vor Beginn der Versammlung im„Kurfürsten" beim Vorsitzenden des Wahlvereins melden.— Zu reger Beteiligung an der Wahlhilfe fordert hiermit auf Der Vorstand. Reinickendorf-Ost. Heute(Dienstag) abend findet von 7 Uhr ab von den bekannten Zahlstellen aus eine Flugblatt- und Kuvertverbreitung statt. Diese Arbeit erfordert die Beteiligung sämtlicher Genossen. Die Genossen, die am Wahltage(Mittwoch) helfen, treffen sich vormittags 9(4 Uhr bei K i r s ch, M a r l st r. 2/3. Wir erwarten, daß sich insbesondere die Arbeitslosen und die selbständigen Genossen zahlreich zur Verfügung stellen. Alle nach Beginn der Wahl im Wahllokal Eintreffenden melden sich bei den im Wahllokal befindlichen Wahlkomitees. Die Bekanntmachung des Wahlresultats erfolgt nachmittags S Uhr bei Ki r s ch, Mark- straße 2/3. Tegel. Am Wahltag vormittag? soll noch ein Fluglatt aus- geteilt werden. Die Genossen werden ersucht, sich vollzählig früh 3 Uhr bei HalfeS, Brunowstr. 23, einzufinden. Ebenda fft das Wahlburcau für Tegel am Wahltage eingerichtet. Die Genossen werden ersucht, vollzählig sich an der Wahlarbeit zu beteiligen. Diejenigen Parteigenossen, welche nicht wahlberechtigt sind, stellen sich ebenfalls bei Halses ein, soweit sie nicht andere Arbeit am Wahltage zu leisten haben. Parteigenossen! Tue jeder seine Pflicht. _.. Das Wahlkomitee. Berliner JSaebriebten* Schwedenbesuch. ES war wieder mal ein echt byzantinisches Spektakelstückchen erster Ordnung mit Pauken und Trompeten. Viel Militär, viel untertänigster Freisinn, wenig Kernvolk. Hätte man nicht wohl- bedacht den Sonntag gewählt als Einholungstag, so konnten außer der SoldateSla wohl nur die gewohnheitsmäßigen Lindenbummler Spalier bilden. Das schöne Königswetter aber, mit dem sich der olle Petrus für die verregneten Schlettstadter Kaisertage wieder ehrlich und hoffähig machte, lockte ungezählte Tausende von neu- gierigen Gaffern an� Viel gekrittelt wurde' allenthalben die launige Talsache, daß Schweden» Königin, bekanntlich eine badische Prinzessin, schon tagelang in Berlins Mauern, sogar„meistens mang die Linden", inkognito als„Gräfin" weilte und nachträglich den Rummel der Einholung als Königin mitmachte. Besser konnte die Feierlichkeit als Farce gar nicht gekennzeichnet werden. Vom Lehrter Bahnhof bis zum Brandenburger Tor sowie auf den Bürgersteigen der Straße Unter den Linden und weiter bis zum Schloß standen die guten Berliner und Berlinerinnen in drangvoll fürchterlicher Enge und liehen sich die ungewöhnlich heiße Maien. sonne zum Ruhme von Kaiser und Reich unentwegt auf die mehr oder weniger königstreuen Schädel brennen. Bis zum Beginn der Absperrung hatte man in der Feststraße mit auffallender Beflissen- heit möglichst viel»Voll" hineingelassen. Ohne den schwarzen Bürgerrock hätte die ganze Geschichte doch zu schofel und simpel ausgesehen. Und allen diesen Menschenmaffcn kam es nicht zum Bewußtsein, daß sie hier eigentlich doch nur geduldet waren, um einem Herrscher, der sie persönlich absolut nichts angeht, mit Ras- sahnen zuzuwehen und sich heiser zu schreien. Der Hauptalt der Vollskomödie spielte sich wie immer am Pariser Platz ab. Dem hochwohllöblichen Magistrat ist eS neuerdings schwer auf die Nerven gefallen, oaß er als moderner HanS Dampf in allen Regicrungsgassen bei solcher Gelegenheit noch viel zu wenig byzantinert. Man munkelt sogar, daß er einen sanften Rippenstoß erhalten habe, um sich bei der Einholung fremder Fürstlichkeiten in Zukunft entsprechend seinem großen Gcldsack in etwas glänzenderem Lichte zu zeigen. Da die Zivilliste des Königs von Preußen sowieso bloß noch eine Lappalie bedeutet, von der sich nicht mehr standesgemäß leben läßt, sollen die Bürger die königliche Gastrcchnung bezahlen. Soviel kann man doch wohl für die bunten Piepvögel, die aus der großen Ordenskiste in die Knopflöcher der freisinnigen Handlanger fliegen, verlangen. Die MagistratSmit- glieder und freisinnigen Stadtverordneten hatten aber diesmal in königlichem Sinne noch lange nicht ihre Schuldigkeit getan. Der deutsche Kaiser sah bitterböse drein, als er bemerkte, daß die „Ausschmückung" des Pariser Platzes an Einfachheit nichts zu wünschen übrig lieh. Er blickte konsequent während der Festrede nach der anderen Seite und hatte selbst für das Publikum keinen Gruß. Auch die übrigen Majestäten sahen, vielleicht unter der Einwirkung des heißen Tages, äußerst gclangweilt aus. Und der hohe Gast'des Kaisers schien herzlich froh zu sein, al? der„ge- schnittcne" Herr Kirschner seine Begrüßung, die von auffallender Kürze war, beendigt hatte. Die obligaten Ehrenjungfrauen streikten. Man erzählt sich, daß unter den Stadtratstöchterlein keine Eini- gung zu erzielen war, welche von ihnen den unvermeidlichen Blumen. strauß überreichen sollte. Nach der Rangordnung hatten die dicksten, magersten, häßlichsten das größte Anrecht,«über solchen Anblick wollte man dem Schönheitssinn oes schwedischen KönigSpaareS nicht zumuten. So war man auf den Ausweg verfallen, ein paar hun- dcrt siebenmal gesiebte„Volksschülerinncn", die aber in Wirtlich- keit„höhere Töchter in schwedischen Nationalfarbcn" waren, auf- marschieren zu lassen. Als die Kinderschar auf ein allzu eifrig gegebenes Zeichen ihr Hurra vom Stapel ließ, machte der König fiea Schweden ein äußerst pfisfis-z Besicht, Sa wsa in diu Fjorden des schönen Schwedenreiches hat das Volk denn doch etwaS mehr Gefühl für Wahrung der Selbstwürd«. Ueberhaupt hat man wohl selten bei den berühmten„fünf Minuten Aufenthalt" am Pariser Platz einen ähnlich nüchternen Anblick erlebt. Es sah ganz so aus, als ob die Höchsten der Erde mit übersättigten Nerven derartige Huldigungen als etwas Selbstverständliches hinnehmen und sich'darüber überhaupt nicht mehr freuen tonnen. Ahnen sie, daß die Schöntuerei heutzutage doch nicht aus dem Herzen kommt? Als der königliche Wagenzug in die Mittelpromenade der„Linden." einfuhr, kamen die Schreihälse zu ihrem vollen Recht. Hurra... Hurra... Hurra brüllte es betäubend durch die Luft, daß die Fensterscheiben klirrten. Echter, tvahrer Volksjubel klingt anders. DaS hier war kein spontaner Ausbruch einer Herzensregung, nur bestellte Arbeit. Und da lediglich hiernach die modernen Herrscher das Volk zu beurteilen und zu— behandeln pflegen, so ist es kein Wunder, daß diejenigen, welche die linke Wange herhalten, auch noch einen Schlag auf die rechte bekommen. Samariter an der Arbeit Infolge der großen Hitze, die während der Empfangsfeierlich- leiten herrschte, war eine große Zahl von Ohnmachtsanfällen unter den Zuschauern zu verzeichnen,. Die Unfallstationen, die eine An- zahl von Ambulanzen an der Feststraße errichtet hatten, hatten ge- meinsam mit der freiwilligen Sanitätskolonne denn auch in mehr als 50 Fällen Hilfe zu leisten, und auch die Automobillranken- wagen des Verbandes für erste Hilfe traten mehrfach in Aktion. Von der Station am Pariser Platz mußte ein Gardekürassier in einer Droschke nach der Kaserne gebracht werden; er war ohn. mächtig geworden und konnte sich nicht gleich erholen. In den anderen Fällen konnten die von Schwächeanfällen Betroffenen nach kurzer Zeit wieder in Reih und Glied treten. Ein frischer Trunk und eine kalte Kopfdouche taten sofort ihre Schuldigkeit. Die SanitätSlolonnen hatten fast ausschließlich weibliche Patienten. DaS Märkische Museum wird in Kürze der Oeffentlichkeit zugänglich sein. An der Waisen- brücke gelegen, dort, wo Wallstraße und Köllnischer Park auf» einanderstoßen, bildet der eigenartige Bau ein Schmuckstück für jene Gegend. Das Museum umfaßt eine prähistorische und eine naturhistorische Sammlung, Sammlungen für das Zunft- und Ge- werkSwesen, für die Rechtspflege, Gruppen kirchlicher Gegenstände. Sammlungen für Gewerbe und Kunstgewerbe, für Fischerei und Landwirtschaft, es zeigt Sausgeräte, Trachten und Schmuck, es gibt eine Ueoersicht der Geschichte der Stadt Berlin und der Mark. es enthält eine Waffensammlung, eine statistische Abteilung und die Göritzsche Bibliothek. Da sich die Sammlungen auf die Mark beschränken, ist daS Sammlungsgebiet erheblich kleiner als das anderer Museen Berlins. So enthält das Märkische Museum im Gegensatz zu diesen eine größere Anzahl weniger umfangreicher Sammlungen. Auch sind im allgemeinen seine Sammlungsgegenstände bescheidener als die den höchstelr Kulturperiodcn verschiedener Länder entstammenden Gegenstände der staatlichen Museen. Der Bau selbst ist der Eigen» ort des Inhalts des Märkischen Museums angepaßt. Schon äußer. lich kommt das zum Ausdruck, indem die Gebäudeteile in der Wall- straße im gotischen Backsteinbau ausgeführt wurden, während sich der Teil am Köllnischen Park als Renaissancebau mit geputzten Flächen zeigt. Dazwischen wurden auch ältere Architekturmotive verwandt. Im Innern sind die einzelnen Räume den Gegen» ständen angepaßt. Ueberall ist darauf Rücksicht genommen, der verschiedenen Art der Sammlung entsprechend einen regen Wechsel in der Raumbildung und ganz besonders in der Belichtung zu er- reichen. Letzteres ist geschehen durch verschiedene Formen und ver- schieden« Stellungen der Fensteröffnungen in den Wänden sowie durch eine versckiicdene Behandlungswcise der Gläser. Der Architekt, Stadtbaurat Soffmann, hat sich verpflichtet ge- fühlt, in Rücksicht darauf, daß die Gebäude aus früheren Jahr- Hunderten in Berlin immer mehr verschwinden, beim Bau deS Märkischen Museums im Anschluß an die Sammlungsgegenstände späteren Generationen die Stimmungen zu übermitteln, welche äußerlich und innerlich den Gcbändcn Alt-Berlins eigentümlich waren. Und wir meinen, es ist dies dem Erbauer vortrefflich ge- hingen, und zwar gelungen mit verhältnismäßig einfachen Mittcli,. Es ist in verschiedenen Kreisen und auch in Stadtverordnetenkreisen öfter geklagt worden darüber, daß sich die Fertigstellung deS Museums so lange hinziehe. Wer nächstens einen Gang durch das Märkische Museum, daS in Kürze der Ocffentlichleit übergeben werden dürfte, unternehmen sollte, wird bei sachgemäßer Besicht!- gung sehr wohl verstehen, daß die Herstellung eines solchen Baues mit keinem anderen auch nur ähnlichen zu vergleichen ist. Hat es auch etwas lange gedauert, bis das Berliner Publikum das Märkische Museum wieder hat, so war das im Hinblick auf eine gute, gediegene Ausführung nicht zu umgehen, und doppelt wird der auf seine Kosten kommen, der Interesse an der Geschichte der Mark hat._ Zum letzten Male? Ein hiesiges MittagSblatt will wissen, daß man sich bei Be- ratung der für den König von Schweden veranstalteten Empfangs- feierlichkeiten im Magistrat darüber einig geworden sein soll, für die Zukunft keine fremden Potentaten mehr am Brandenburger Tor zu empfangen. Von anderer Seite wird berichtet, daß der Bürgermeister Reicke sich dahin ausgelassen habe, daß es wünschcns- wert sei, fremden Besuch zukünftig im alten Opernhaus zu empfangen. Wir möchten nach beiden Richtungen hin ein großes Fragezeichen machen. Gewiß halten auch wir es für Vertreter der Stadt Berlin einfach unwürdig, am Brandenburger Tor fremden Herrschern Reverenz zu crweisen, allein wir glauben nicht recht daran, daß einem Wunsche der Krone im Rathause die Erfüllung versagt werden wird. Auch dagegen möchten wir uns ausdrücklich wenden, etiva solche fremde Besuche im alten Opernhause zu empfangen. Will der Herr Bürgermeister etwa mit diesem Vor- schlage Propaganda machen für Ankauf des alten Kastens durch die Stadt Berlin? Wir meinen, daß die Stadt überhaupt mit diesen Empfängen endlich aufhören sollte. Die fremden Herrscher kommen nach Berlin als Gäste des Kaisers und nicht, um der Stadt einen Besuch zu machen. Und da ist es eben einfach Sache deS- jenigen, der Besuch erhält, seinen Besuch so zu empfangen, wie er das für notwendig hält. Tie Stadt Berlin geht unseres Erachtens der kaiserliche Besuch gar nichts an. Kollision zwischen Autobus und Eisenbahn. An der Eisen- bahnüberführung zwischen Hundekehle und B e e l i tz h o f er- eignete sich am Sonntagnackmittag ein Automobilunfall, der leicht schwere Folgen hätte nach sich ziehen können. Gegen 5 Uhr kam von Beelitzhof her der AutomobilomnibuS Nr. 1372 der Omnibus- gesellschaft, der sich auf der Rückfahrt nach Berlin befand. Als er sich der bezeichneten Bahnüberführung näherte, wurde die Barriere geschlossen. Trotzdem der Führer deS Automobilomni- buffes sofort bremste, konnte er doch den Wagen nicht mehr zum Stehen bringen. Der Omnibus durchbrach die Bar» r i e r e und fuhr sich auf dem Bahnkörper im Sande fest. Im selben Augenblick nahte von Potsdam ein Personen. z ug, und ein Unglück schien unvermeidlich. Durch Zurufe auf- merksam gemacht, gab der Lokomotivführer noch rechtzeitig Gegen- dampf, trotzdem fuhr der Zug den Omnibus von der Seite an. Im Innern und auf dem Verdeck des Wagens sahen etwa 22 Per- sonen. Als die Kollision erfolgte, fielen mehrere Frauen ill Ohnmacht. Einige Fahrgäste wurde» leicht verletzt. Da der Autobus nicht so schnell wieber vom Vcchn körper entfernt werden konnte, so trat auf der Eisenbahn eine einstündige Betriebsstörung ein. Die gestrige Parade stand im Zeichen einer mörderischen Hitze. Zahlreiche Kinder und auch Erwachsene erlitten Ohnmachtsanfälle. Viele Berliner Bürger klagten wieder über die schädigenden Wirkungen der Absperrungen. Der alltägliche Kinberleichenfund. Auch heute wird uns wieder über die Auffindung einer Kinderleiche berichtet. Auf dem so- genannten Stielerlande in der Grünthaler Straße 20 wurde die bereits vollständig in Verwesung übergegangene Leiche eines neu- geborenen Kindes aufgefunden. Infolge des vorgeschrittenen Ver- wesungsprozesses ist es nicht mehr möglich, über die Todesursache des Kindes etwas Positives festzustellen. Die Tat einer Geistesgestörten. Gestern früh gegen sechs Uhr wurden die verwitwete Milch- Händlerin Auguste Schulz geborene Lenz und ihre vier und zwei Jahre alten Söhne Herbert und Kurt in ihrer im ersten Geschoß des Vorderhauses Seestraße 31 gelegenen Wohnungsküche tot auf- gefunden. Als Todesursache wurde Gasvergiftung festgestellt. Die Tat ist von der Frau Schulz in geistiger Umnachtung ausgeführt worden; Hausbewohner bestätigen, daß sie seit dem Tode ihres Mannes im vergangenen Jahre ein niedergedrücktes Wesen zeigte. Zu einem Besuche seiner Arbcitcrkolonie in Hoffnnngsthal hatte der Pastor v. Bodelschwingh gestern die Mitglieder der städtischen Behörden eingeladen. Herrn Bodelschlvingh ist es darum zu tun, aus dem Berliner Stadtsäckel mehr Geld für seine Kolonien Lobetal und Gnadental herauszuschlagen; er glaubt dieses Ziel besser zu erreichen, wenn er die städtischen Behörden zu sich einlädt. Unseren Lesern brauchen wir nicht besonders zu sagen, waS wir von solchen vorher angesagten Besuchen halten. Aus der städtische» BeleuchtuiigSdePutatio». In der gestrigen Sitzung der Deputation der städtischen Gaswerke wurde beschlossen, folgende Straßenzüge mit öffentlicher Gasbeleuchtung zu versehen: die Osten der Straße zwischen Genter- und Müllerstraße, die Raumerstraße von der Dunckerstraße bis zur Prenzlauer Allee, die Carmen-Sylva- Straße von der Greifswalder Straße bis Straße 23a an der Prenzlauer Allee, ferner mehrere neue noch nicht benannte Straßen an der neuen Pumpstation des Radialshstems XI nahe Weißensee sowie die Paul Heyse-Straße zwischen Thorner Straße und Straße 23 a. Weiter wurde beschlossen, die öffentliche Beleuchtung in der Prenzlauer Allee von der Danziger Straße bis zur Ringbahn zu verstärken und die von der Stargarder Straße zwischen Prenzlauer Allee bis zur Dunckerstraße zu verbessern. Aus den Schutzinseln an der Ecke der Müller- und Schulzen- darf er Straße sowie an der Ecke der Grenz- und Neuen Hochstraße sollen zwei neue Kandelaber aufgestellt werden. Einem Hilfskassierer des Deutschen Buchbinderverbandes sind am Sonnabend, den 30. Mai, abends zwischen 11 und 12 Uhr, im Bötzowausschank(Inhaber: Günther, Gr. Frankfurter Straße 33), im dritten, nach dem Garten belegenen Raums die Beitragsliste und Beitragsmarken im Werte von zirka 200 M. abhanden ge- kommen. Diese Gegenstände kann niemand verwenden. Es haftet aber der Hilfskassierer der Organisation für den Verlust. Im Falle das Paket aus Versehen von dem Tisch genommen wurde, wird gebeten, dasselbe dem Bureau: Engelufer 14/1S, Zimmer 39 und 40, einzuliefern. Die Ortsverwaltung. Radrennen in Spanda«._ Der Eröffnung am Sonntag war end- lich gutes Wetter und auch ein guter Besuch beschieden. Der ge- botene Sport war über die Maßen gut und brachte spannende Kämpfe. Die Hauptnummer des Programms bildete ein Stunde»rennen, aus dem Bruno Salzmann(Heidcl- berg) als Sieger hervorging. Sein bester Gegner, E. Bruni, kam später durch Sturz um alle Chancen. Vom Beginn des Rennens die Spitze haltend, legte Bruni ein scharfes Tempo vor, dem nur Salz- mann zu folgen vermochte, während Bedell gleich zu Beginn und Robl in der elften Runde von Beiden passiert wurde. Der Amerikaner Bedell spielte nur eine Statistenrolle und kam nie in Betracht. Auch Robl mußte sich ohne Gegenwehr schlagen lasten, so daß das Rennen nur zwischen Bruni und Salzmann lag. Letzterer war dem Italiener stets dicht auf den Fersen und lieferte ihm rundenlange Kämpfe; vorerst ohne Erfolg, denn Bruni wehrte sich tapfer. Endlich glückte in der 59. Runde ein erneuter Angriff, Bruni fällt von ferner Führung ab und büßt später auch noch gegen Robl seinen zweiten Platz ein. Im Begriff, das verlorene Terrain gut zu machen, kommt Bruni bei einem Pasfierversuch gegen Robl zu Fall, lehnt aber jede Hilfe der Samariter ab und besteigt von neuem sein Rad. Er fährt wieder so scharf, daß er kurz vor Schluß noch eine Runde gegen Robl aufholt. Salzmann und Bruni fahren eine Ehrenrunde unter lebhaftem Beifall. Die Fliegerrennen riefen starke Felder auf. doch konnten wegen des seeartigen JnnenraumeS ewige Rennen nicht stattfinden. Radrennen in Treptow, 81. Mai. Ein volles HauS, das denkbar beste Wetter und interessante Renner, wenigstens die Hauptnummer, ein Drei stunde»-Prämienfahren für Flieger, ohne Motorführung. Achtundzwanzig Fahrer bestritten das lange Rennen. zum Glück erwies sich die Befürchtung, daß viele Stürze bei dem großen Felde vorkommen würden, als nicht zutreffend; wohl ging es nicht ohne diese ab, aber sie ereigneten sich erst zum Schluß, als schon die Hälfte der Fahrer aufgegeben hatten, und sie verliefen glimpflich. Das Publikum war rege bei der Sache, denn es wurde nicht müde, die Fahrer durch Zurufe anzufeuern. Um die Sache interessant zu gestalten, wurden nach Verlauf jeder halben Stunde Prämien im Werte von 25 bezw. 15 M. den jeweilig beiden ersten Fahrern zuerkannt. Die Schlußprämien beliefen sich auf 200. 100, 75. 50. 25 M. Das Endergebnis war: 1. W.Müller 107 Kilometer 120 Meter, 2. Rudel, 3. Süßmilch, 4. Mühlbach, 5. S. Möller. Prämien gewannen: Bogt, Hansen; Hansen, Rabe; Sterba, Rabe; Rabe, Rudel; Rudel, Mühlbach. Der Zeitrekord für drei Stunden beträgt 104 Kilometer 891 Meter. Zwei Dauerrcnnen mit Motorführung über je 30 Kilometer bildeten dm Anfang der sportlichen Darbietungen; sie verliefen ohne Unfall. 30 Kilometer-Rennen. 200, 150. 100 M. 1. Pawke in 28 Min. 11»/, Sek.; 2. Weber 8310 Meter; 3. Rottnick 6300 Meter; 4. Rabe 7790 Meter zurück. 30 Kilometer-Rennen. 300, 200, 100 M. 1. F r. H o f f- mann m 23 Min. 17»/, Sek.; 2. Schadebrodt 1450 Meter: 3. Puhl- mann. 2910 Meter zurück. Wege» einer Gasexplosion wurde am Sonntagnachmittag um 4(6 Uhr die Feuerwehr nach dem Walhalla. Theater am Weinbergsweg 19 alarmiert. In der elektrischen Blockstation des Zcheaters waren durch die Gewalt der weithin hörbaren Explosion eiserne Abdcckungsplatten fortgeschleudert, Türme und Fenster total zertrümmert. Die Personen, die dort tätig waren, sind mit dem Schrecken davongekommen. Die Ursache der verheerenden Ex- plosion wird auf ein undichtes Rohr und Fahrlässigkeit zurück- geführt. Die Feuerwehr beseitigte weitere Gefahren. Gleichzeitig löschte der dienstfreie Feuerwehrmann T e r S einen kleineren Brand in der Bendlerstr. 26/26, den er beim Vorüber- gehen bemerkte. Der 17. Zug hatte in der Hollmannstr. 11 zu tun, wo auf dem Hofe ein Ballon mit Säure ausgelaufen war. Außerdem hatte die Feuerwehr in den letzten Stunden noch in der Urbanstr. 65, Carmen Sylvastr. 160, Görlitzcr Straße 75, auf dem Moabiter Güterbahnhof, in der Falckensteinstr. 24, Adolfstr. 24, Nikolaikirchplatz 6, Kl. Hamburger Straße 3, Cuvrystr. 34, Lands- bcrger Straße 35 und an anderen Stellen zu tun. Brandstiftungen und kein Ende! Am Sonntagnachmittag um 3 Uhr wurde die Feuerwehr nach der Rosenthaler Straße 14 ge- rufen. Dort brannten in einer Wohnung Betten, Wäsche. Kleider usw. Die Feuerwehr stellte fest, daß vorsätzliche Brandstiftung vpilsg.. Die Seiten ssxen sufgejchizMn«ai? suseinander- gerissen. Die weiteren Ermitlekungett ergaben datt», baß die Brandstiftung von Einbrechern verübt wurde, um einen Diebstahl �u verdecken. Von den Tätern fehlt jede Spur. Die Wohnungs- mhaber waren nicht zugegen. Eine zweite Brandstiftung beschäf- tigte die Feuerwehr in der Ackerstr. 38. Dort war der Dachstuhl des Hauses vorsätzlich in Brand gesteckt worden. Die Wehr hatte dort längere Zeit zu tun. um den Brand zu löschen. Orgelkonzert. Mittwoch, den 3. Juni, 7s4 bis 8i$ Uhr. veranstaltet der königliche Musikdirektor Bernhard Jrrgang in der St. Marienkirche das nächste Orgelkonzert, unter Mit- Wirkung von Fräulein Janka Major(Sopran), Herrn Erwin Zingel(Tenor) und Fräulein Elisabeth Lesfer(Violine), Fran- zösische Orgelkompositionen! Der Eintritt ist freit» Vorort- JVacbrichtcm Von einem Jugenbbildner soll man nicht gleich verlangen, daß er wie ein Heiliger lebe, und man braucht nicht verwundert den Kopf zu schütteln, wenn er mal dabei ertappt wird, daß auch er nur Menfch ist. Aber im allgemeinen wird doch erwartet, daß er jederzeit sich verpflichtet fühlen werde, auf seine Zöglinge möglichst auch durch sein Beifpiel zu wirken. In Reinickendorf gibt es einen Lehrer, der nicht immer sich dieser Pflicht bewußt zu sein scheint. Er steht seit langem in dem Ruf, daß in manchen Punkten fein Beispiel ganz und gar nicht geeignet sei, auf die ihm an- vertrauten Schulkinder einen günstigen Einfluß auszuüben. Wir meinen den Lehrer E l s e l, der in Reinickendorf-Ost seines Amtes waltet und dem Lehrerkollegium der Schule am HauSotter- platz angehört. lieber diesen Mann ist im Orte die Meinung verbreitet, daß er mitunter mehr trinke, als er vertragen könne. Nun ginge das, unseres Erachtens, keinen etwas an, wenn Herr Elsel nach solchen Leistungen sich schleunigst dem Urteil der Oeffent- lichkeit entzöge und die Folgen seines Durstes daheim im stillen Kämmerlein zu überwinden suchte. Man sagt aber, daß er ge- legentlich auf offener Straße im Zustande einer recht bedenklichen Angegriffenheit bemerkt worden sei und Aufsehen erregt habe. Von den Vorkommnissen, die über ihn erzählt werden, wollen wir hier nur dasjenige mitteilen, das uns als das neueste bekannt ge- worden ist. In der Nähe des Bahnhofes Schönholz-Reinickendorf hat Herr Elsel kürzlich einen Auftritt gehabt, der viel besprochen wird. Während er durch die Provinzstraße, die eine der be- lebtesten in Reinickendorf-Ost ist, vorwärts strebte, fiel einigen Passanten seine angeregte Stimmung auf, so daß sie stehen blieben und ihm nachschauten. Da er erkannt wurde, so fehlte es nicht an mißbilligenden Bemerkungen über die Lebensgewohnheiten dieses Jugendbildncrs. Die Szene war um so peinlicher, da sie auch von Schulkindern mitangesehen wurde. Bald fand sich dann ein Polizeisergeant ein, wie immer, wenn irgendwo ein paar Menschen beieinandcrstehen. Er hielt eS für nötig, einzuschreiten, doch wurde nicht ganz klar, gegen w e n er einschreiten wollte. Herr Elsel räsonierte:„Was erlauben Sie sich, ich bin Lehrer!" Jetzt wußte der Beamte, wen er vor sich hatte, und stand ihm bei. Dieser Auftritt wird, wie gesagt, in Reinickendorf viel be- sprachen, besonders unter den Eltern, die ihre Kinder in die Schule am HauSotterplatz schicken, und leider auch unter den Schulkindern selber. Eltern haben uns erklärt, daß sie von einer Anzeige bei der dem Herrn Elsel vorgesetzten Behörde sich keinen Erfolg versprechen, nur von einer Veröffentlichung durch den„Vorwärts" sei zu erwarten, daß eine Wiederholung derartiger Vorkommnisse ver- hütet werde. Herr Elsel, der Jugendbildner, hat auch noch durch einiges andere schon recht unliebsam von sich reden gemacht. Er ist schnell bereit, aus geringem Anlaß zuzuhauen, und haut dann in der Regel nicht zu knapp. Dem Rektor der Schule am Hausotterplatz, Herrn Wille, ist das längst bekannt. Rektor Wille, der, nebenbei bemerkt, ein Duzbruder seines Lehrers Elsel und ein leibhaftiger Bruder des Bürgermeister Wille ist, hat oft genug von Eltern Beschwerden über Prügelleistungen des Herrn Elsel anhören müssen. Geklagt wird auch über den Umgangston, den der Herr Elsel gegenüber seinen Schulkindern für zulässig hält. Nun muß allerdings billiger Weise auch hier wieder zugegeben werden,'daß man von einem Jugendbildner nicht immer gleich das Höchste erwarten darf. Wie man nicht in jedem ein Muster willens- starker Enthaltsamkeit suchen soll, so soll man auch nicht jeden für ein Vorbild feinster Lebensart halten. Aber Herrn Elsels Manier, mit Kindern umzugchen, scheint denn doch ein bißchen zu u n g e- hobelt zu sein. Seine Mahnung:„Tu's Maul aufl" ist am Ende nicht sehr geeignet, bildend zu wirken. Auch von seiner Drohung:„Ich haue euch, daß ihr die Wände hoch geht!" ist wohl kaum ein veredelnder Einfluß auf die Kinder zu erwarten. UnZ ist mehrfach gesagt worden, Herr Elsel habe durch seine grob- schlächtige Redeweise wie durch seinen raschfertigen Prügeleifer sich bei Schulkindern wie bei Eltern gleichermaßen verhaßt gemacht. Eltern haben uns versichert, in Reinickendorf würde man es g e radezu als eine Wohltat empfinden, wenn end» einmal die Erziehungsmethode dieses Mannes öffentlich erörtert würde; nur hiervon könne man sich eine durchgreifende Abhilfe versprechen. Die Lehrer der Volksschulen dürfen sich nicht wundern, daß sie von den Eltern der Schulkinder mit so strengem Maß gemessen werden» Die meisten Eltern haben eben eine starke Empfindung dafür, daß für die Erziehung der Schuljugend das Beispiel des Lehrers von großer und aus- schlaggebender Bedeutung ist. Dazu kommt aber wohl noch ein anderer Umstand. Manche Volksschullehrer lieben eS, sich keck zum Richter auch über die Eltern ihrer Zöglinge auf- zuwerfen. Das geschieht vor versammelter Klasse, und zwar tun das nicht nur ältere Lehrer, sondern auch ganz junge, die soeben erst, nach Absolvierung der Präparanbenanstalt und des Lehrer» seminarS, in das Leben hinausgetreten sind. In der Bevölkerung entsteht da nur zu leicht die Meinung, daß so ein Herr Lehrer, der alle Welt schulmeistert, selber etwas in jeder Hinsicht Apartes sei— oder doch sein müßte. Schöneberg. Die Schöneverger Stadtverordnetenversammlung wählte tn ihrer letzten Sitzung als Delegierte zu dem in München statt- findenden deutschen Städtetage die Stadtverordneten Heyne (Unabh. Vereinig.), Bandmann(lib. Vereinig.),, Starke (lib. Frakt.) und Wollermann(Soz.). Angenommen wurde sodann ein Antrag, worin der Magistrat ersucht wird, bevor er die Genehmigung zu einem Fluchtlinien» und Bebauungsshstem des West- und Südgeländes erteilt, der Stadtverordnetenversammlung eine Vorlage zu unterbreiten, nach welcher pro Quadratrute Bauland ein einmaliger Beitrag gemäß 8 9 des Kommunalabgabengesetzes zu den großen Unkosten der projektierten Untergrundbahn erhoben wird.— Die Antragsteller wiesen in der Begründung darauf hin, daß Schöneberg nunmehr daran denken müsse, auf eigene Kosten eine Untergrundbahn zu er- richten. Die Grundstücksbesitzer seien es, die davon den größten materiellen Vorteil hätten. Es lasse sich demnach rechtfertigen, diese auch zu den Kosten der Untergrundbahn heranzuziehen. Gegen den Antrag wandte sich nur der Stadtverordnete Bandmann, ittdM xr dgpSüf hjMieS. daß durch AMghmx des AlltkSgkL dM: Vaugetverbe Mkergraben und kein Mensch mehr hauen wird. Man solle doch den Bauunternehmern nicht das Leben so schwer machen. Ein Antrag, worin der Magistrat aufgefordert werden sollte, an geeigneter Stelle die Einführung eines Jugendgerichts für Vchöneberg zu beantragen, fand mit einer Erklärung der Magistratsvertreter seine Erledigung, nach welcher bereits am 1. Juni ein derartiges Gericht in Schöneberg in Wirksamkeit tritt. In nichtöffentlicher Sitzung wurde sodann der Vertrag mit dem Elektrizitätswerk«Südwest" genehmigt. Tegel. Beim Baden ertrunken ist gestern nachmittag Vi* Uhr der zu Drehnow i. Schl. gebürtige Arbeiter Paul Dirlack. D. ging von seiner in der Veitstr. 25 belegenen Wohnung in dem Fließ zwischen Waidmannslust und Tegel baden und ertrank. Ob der Ertrunkene im Wasser von einem Schlaganfall betroffen wurde oder des Schwimmens nicht kundig war, ist nicht bekannt. Bernau. Die lebte Stadtverordnetenversammlung genehmigte eine Bau, gebührengrimung. wonach pro Quadratmeter bebauter Fläche 2 Pf. erhoben werden sollen. Für Wirtschaftsgebäude, wie Scheunen, Stallungen, Schuppen usw.. sind jedoch nur 5 bis 50 Proz. obiger Sätze zu erheben. Jedoch soll der Mindestbetrag nicht weniger als 3 M. betragen. Die Magistratsvorlage betreffend das Projelt eines Schul- Hausanbaues zu 6 Klassen wurde von der Versammlung ge- nehm igt. Demnach haben sich endlich einmal die Bürgerlichen dazu bequemt, einem Antrage unserer Genossen, überfüllte Schul. klaffen zu entlasten, zu entsprechen. Bis zur Fertigstellung und Benutzung der neuen Klassen wurde beschlossen, das alte lateinische Schulhaus zu renovieren und in Benutzung zu nehmen. Spandau. Stützen de? RelchsverbandeS. Die beiden in der hiesigen Ge- Wehrfabrik wegen großer Unterschlagungen abgefaßten Betriebs. schreiber Müller und P o l r a tz k i, von denen der erstere seinem Leben durch Ertränken bereits ein Ende gemacht hat, gehörten auch, wie ein großer Teil der Schreiber der Staatswerkstätten, dem Reichsverband zur Bekämpfung der Sozialdemokratie sowie auch dem konservativen„Neuen Wahlverein" als Mitglieder an. Müller war außerdem Vorsitzender des Vereins ehemaliger Jäger und Schützen, Polratzki Schriftführer beim Deutschen Militärverein. Also echte Staatsstützen. Polratzki, der in der Gewehrfabrik auch der vom„Neuen Wahlverein" begünstigten sogenannten Schnüsfel- kommission angehört, war derjenige, der bei der letzten Reichs- tagSwahl, als der Genosse Litfin in einer Versammlung bei Sawade, die vom„Neuen Wahlvcrein" veranstaltet war, dam Abg. Pauli- Potsdam entgegentreten wollte, aber durch das Dazwischenbrüllen der patentierten Staatsstützen behindert wurde, dem Genossen Litfin zurief:„RauS mit dem Staatsverbrecher I" Und dabei hatte dieser Mensch zu jener Zeit den Staat bereits um Tausende be- trogen. Gegen Müller schwebte bereits im Sommer 1904 ein Ver- fahren wegen Beiseiteschaffung von Gewehrteilen. Die Sache ge- langte auch zur Anzeige und es fanden richterliche Vernehmungen statt. Dann aber hörte man nichts mehr von der Sache. Es schien, als wenn man von einer weiteren Verfolgung absah, obwohl der oder die vernommenen Zeugen zweifellos gravierend gegen Müller ausgesagt hatten. Eigentümlich war eS auch, mit welcher Schnellig- keit Müller UntcrstützungSgesuche von seinen Freunden durchzu- setzen wußte, während er Gesuche von ihm mißliebigen Personen. oder gar solchen, die bei ihm im Geruch standen, Sozialdemokrat zu sein, auf die lange Bank zu schieben wußte. Einer dieser speziellen Freunde war auch ein gewisser Runge. Dieser wurde unlängst dabei abgefaßt, als er ein fertiges Gewehr durch den um das Fabrikgebäude befindlichen Zaun einer anderen Person gab. Von dieser Sache, obgleich sie authentisch ist, hat man in der Oeffentlichkeit auch noch nichts gehört. In solcher Weise wird also in Patriotismus gemacht. Solche Leute wie Müller gewinnen in den Staatswerkstätten solchen Einfluß, daß durch sie ehrliche Arbeiter, die nur keinen krummen Rücken machen und ehrlich für ihre Ueberzcugung eintreten, auf die Straße gesetzt werden. Nun. auch diese Säulen sind geborsten. Der Reichsverbazid hat Wei duftige Blumen verloren. Er ist ihrer wert, i, ,, Vermitcktes. Beim Blumensuchen abgestürzt. Nach einer Meldung'aus Innsbruck stürzte vorgestern die 21 jährige Tochter des Magistrats- rate? Widmann in Hall beim Blumensuchen auf der Hohen Wand etwa hundert Meter tief ab und war sofort tot. Ihre Leiche wurde geborgen. Die zwei Begleiterinnen der Verunglückten hatten sich verstiegen und mußten durch eine Rettungsexpcdition herab, geholt werden. Schiffszusammenstoß im Nebel. Aus Dover wird telegraphiert: Der in Bilbao beheimatete Dampfer„Bermeo", von Rotterdam nach Barry unterwegs, und der englische Dampfer„Oueenswood", der sich auf der Fahrt nach Hamburg befand, sind hier eingelaufen. nachdem sie gestern abend ungefähr vier Meilen von Dover ent- fernt, im Nebel zusammengestoßen waren. Beide Fahrzeuge sind schwer beschädigt. Ferner stieß der englische Dampfer„Loanda" mit einem unbekannten spanischen Schiff in der Höhe von Goo- doins zusammen. Die„Loanda" lief sofort an den Strand, da der spanische Dampfer sie im Rumpf beschädigt hatte. Die Besatzung wurde gelandet. Erdbeben in Südrußland. In Jalta wurden nach dortiger Meldung in der Nacht zum Sonntag vier starke Erdstöße verspürt. Der erste Stoß war der stärkste und von lautem Rollen begleitet. Die Bewohner verließen, von einer Panik erfaßt, die Hauser und brachten die Nacht auf den Straßen am Meeresufer zu. Das Erdbeben war im südwestlichen Teil Jaltas am heftigsten. In vielen Häusern ist der Deckenputz eingestürzt und sind die Hängelampen herabgefallen. Das Telephon von Jalta und Umgegend funktio- niert nicht. v-Zng Brüssel-Köl« entgleist. Aus Lüttich wird unter dem gestrigen Tage berichtet: Heute früh 8 Uhr ereignete sich an der Gabelung der Linien nach BervierS und Herve ein Eisenbahnunfall. Der vorletzte Wagen deS Expreßzuges, der in Brüssel um 6 Uhr 13 Minuten abgeht und in HerbeSthal um 8 Uhr 59 Minuten ein- trifft, entgleiste und zerstörte ein SignalhäuSchen vollständig. Füns Reisende wurden verletzt, davon zwei schwer. Unter den Verletzten befinden sich eine deutsche Dame und ein junger Deutscher. Unfall auf der Drahtseilbahn. Hierüber wird aus Nancy berichtet: Ein Wagen der Drahtseilbahn mit sieben Insassen, der von dem Luftkurort Saint Antoine herabkam, stieß, da das Räder- werk schlecht funktionierte, auf den borhergehenden Wagen auf. Zwei Personen wurden getötet, unter ihnen eine Nonne, sieben schwer verwundet. Ueber eine» weitere« folgenschwere» Bahnunfall wird aus Mai- land gemeldet: Erstem stürzte ein Wagen der Provinzbahn Lodi-Treviglio bei Monastero von dem Bahndamm in das bedeutend tiefer liegende Gelände hinab. Der Heizer des Zuges wurde getötet, 25 Personen wurden verletzt, unter ihnev acht schwer._ Wetterprognose für Dienstag, den S. Juni 1968. Etwas tühler, zunächst vielfach wolkig mit Gewitterneigung und mäßigen nordlvestlichen Winden: später wieder Heller. Berliner Wetterbureau. Turmstr. 76 Dienstag Mittwoch, Donnerstag Rabattmarken. Lachmann. Scholz doppelte Lachmann) SINNE PFENNIG ( Scholz ann PFENNI LKATZ& CO Für Gastwirte e höchste Zeit zur Anschaffung fehlender Utensilien zum zum Fest Gläser, Kannen, Tassen, Milchtöpfe, Celler etc. außergewöhnlich billig im Spezial- Geschäft für Gastwirts- Artikel Hauptgeschäft: Berlin: am Spandauer Str. 45, Molkenmarkt. Filialen: Rixdorf: Berg- Straße 65, am Ringbahnhof. Brandenburg a. H.: HauptStraße 59-60. J.G 22. Ziehung 5. Kl. 218. Kgl. Preuss. Lotterie, 36 985 98 146086 118 57 526 57 744 62 834 147071 100 Ziehung vom 1. Juni 1908, vormittags. Nur die Gewinne über 240 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) ( Nachdruck verboten.) 65 204 55 681 904 57 1014 49 76 292 521 27 50 631 748 839[ 1000] 40 973 2020 71 438 52 875 902 3248 331 38 55 450[ 500] 51 77 532 42 47 677 880 909 4024 139 328 57 417 504[ 500] 66 683 833 70 5135 54 73 327 409 17 82 882 6275 456 848 95 997[ 500] 7320 96 400 670 8008 127 89 96 389 407 506 612 44 95 858 925 9109 47 508[ 500] 61 646 787 870 60 241 473 556 703 851 148001[ 1000] 95 184 425 567 885 149113 660 808 960 150271 466 622 928[ 500] 151070[ 500] 184 291 304 62 681 152171 571 714 38[ 1000] 974 153650 154304 455 75 84 543[ 3000] 53 95 648 74 729 923 63 155196 203 627 156028 97 125 249 72 393 587[ 1000] 631 937 157188 214 377[ 1000] 446 562 730 828 950 158025 221 344 444 602 40 159030 82 252 61 98 391 445[ 500] 75 751 972 160159 468 501[ 500] 92 622[ 500] 703 161015 [ 500] 258 401 512 780 843 162148[ 500] 86 266 548 728 163060 137 89 419[ 1000] 569 713 70 826[ 3000] 164002 106 12 297 402 864 912 165290 812 166093 97 269 425 71[ 500] 739 821 76 924 167010 12 75 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Ziehung 5. Kl. 218. Kgl. Preuss, Lotterie, Ziehung vom 1. Juni 1908, nachmittags. Nur die Gewinne über 240 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) ( Nachdruck verboten.) 121 83 261 66 736 1005 74 110 99 373 93 568 2114 58 [ 1000] 679 786 92 849[ 3000] 923 3007 322 456 647 845 4064 80 315 569 672[ 3000] 771 929 5026 166 231 84 460 70 617[ 500] 91 722 886[ 1000] 6025 50 559 623 704 7013 30 405 90 553 879 963 8045 154 285 382 86 608 70 75 876[ 1000] 89 927 94 9030 304 91 588 648 54 834 10044[ 3000] 200 39 69 397[ 500] 804 11054 63 183 274 314[ 500] 521 45 778 829 987 12095 251 505 11 995 13056 448 550[ 3000] 55 773 801 916 14168 397 422 662 704 72 15095 281 98 477 779 16222[ 5000] 84 419[ 500] 87 07[ 500] 615 1-7048 97-288 99 501- 26 845 71 919 65 18056 [ 1000] 418 79 825[ 3000] 963 19138 393 429 544 693 707 76 [ 1000] 958 1300006 194 20069 202 306 19 441 76 500 28[ 1000] 689 784 888 21076 131 258 350 63 420 25 695 762 887 913 81 22024 39 136 361 448 918 47 23252[ 1000] 75 382 436 671 726 842 24165 482 725 939 25061 141[ 500] 485 620 872 96 927 26037 131 277 398 429 607 758 956 27418[ 1000] 581[ 1000] 85 765 916 52 96 28070 444 551 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224 95 528 792 239060 76 194[ 500] 223 25 30 344 737 240065 204 335 644 700 916 241033[ 1000] 167 88 442 614 61 818[ 500] 43 242149 67 291 398 433 651 66 723 243383 574 657 843 78 995 244269[ 3000] 318 64 623 705 61 910 245146 79 377 461 90 530 682 934 246167 249 542 617 26 34 38 880 914 247076 160 210 21 340 590 681 90 849 94 97 248335/638 44 45 249230 845[ 1000] 427 56[ 1000] 564[ 500] 618 85 96[ 500] 733 42 918 250055 118 881 444 86 510 21 655 64 801 989 251041 303 539[ 500] 643 252027 71 172 266 644 788 974 84[ 500] 253506 795 928 56 254039 302 539 629 785 937[ 1000] 255007 108 86 226 380 426 39 89 523 86 679 763 256123 401 559[ 500] 614 761 824[ 5000] 257123 353 416 63[ 1000] 96 688 99[ 500] 857 937 258253 868 778 821 259231 824 555 688 835 928 260275 720 904 83 261207 429[ 500] 56 848 844 [ 1000] 262053 289 93 843[ 500] 263350 766 67 817[ 500] 59 264051 185 840 265054 90[ 500] 270 832 57 418 [ 3000] 76 505 688[ 1000] 750[ 3000] 842 266083 484 524 67 669 97 7[ 1000] 267219 603 268119 342 48 442 606 831[ 3000] 939 269035 369 571 821 71[ 5000] 270102 573[ 500] 604 94 825 907 21 97[ 3000] 271163 392 430 87 658 851 911 22[ 500] 272167 240 44 303 32 73 924 273125 38[ 1000] 79 732 61 812 22 [ 500] 32 55 274084 192 340 68 707 61 988 275091,241 506 635 276014 79 361 65 97 469 596 715 22 962[ 3000] 277053 150 63 262 303 21 36 92 460 94 659 784 872 957 278599 648 76[ 500] 871[ 1000] 279101 48 388 455 611 280057 130 80 403[ 500] 532 42 650 97 914 281086 168 81 270[ 500] 87 355 75 579 722 875[ 3000] 931 282267 308 404 540 719 34 861 283282[ 1000] 523 32 90[ 1000] 721[ 1000] 96 810 70 92 962 284138 542 45 52 990 285510 854 87 918[ 1000] 286284 374 402[ 3000] 56 66 629 67 751 829 51 287158 314[ 3000] 79 566 74 [ 3000] 730 66 Berantwortlicher Redakteur: Georg Davidjohn, Berlin, Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. . 127. 25. Jahrgang. 4. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. Jugendgerichtshof in Berlin. Der sogenannte Jugendgerichtshof in Berlin tagte gestern zum ersten Male." Terminszimmer der Abteilungen 164, 165, 166, Jugendgerichtshof. Amtsgerichtsräte Dr. Fischer, Dr. Köhne, Dr. Roeder". So lautet die Aufschrift auf einem kleinen weißen Schilde an der Tür des Gerichtszimmers. Das Sißungszimmer liegt im zweiten Stock des nach der Neuen Friedrichstraße zu belegenen Flügels des großen Gerichtsgebäudes in der Grunerstraße; es führt die Nummer 204. Das nicht sehr geräumige Zimmer macht in feinem hellen Farbenanstrich einen freundlichen Eindruck. Im Gegensatz zu den Terminszimmern des Kriminalgerichts sieht man Hier keine Anklagebant. Ein mit grünem Tuch bedeckter Gerichtstisch, mehrere Stühle, eine Bank für Zuhörer und ein feiner Pressetisch bilden die ganze Ausstattung. Gegen 10 Uhr wurden die Verhandlungen eröffnet. Amtsgerichtsrat Dr. Köhne cröffnete die Sihung mit einer kurzen Ansprache, -Dienstag, 2. Juni 1908. Der Jugendgerichtshof hält täglich unter abwechselndem Vors fit der drei genannten Amtsgerichtsräte seine Sigungen ab. Um 1 Uhr werden von der Polizei diejenigen jungen Burschen und Mädchen vorgeführt, die während der Nacht auf den Straßen aufgegriffen worden sind. Hier wird die helfende Mitwirkung der humanitären Vereine eine besonders reiche Gelegenheit finden, sich in ersprießlicher Weise zu entfalten. Früher bereits hatten wir dargelegt, daß ein Jugendgerichtshof" in der jebigen Form feine wesentliche Befferung darstellt. Der Unterschied gegen früher besteht eigentlich lediglich darin, daß ein Vormundschaftsrichter zugleich als Strafrichter fungiert. Immer. hin aber kann das Verfahren zu Verbesserungen des heutigen Mike standes führen, wenn den Ursachen der Verfehlungen ohne Phari säismus und ohne Voreingenommenheit nachgespürt wird. In 999 von 1000 Fällen trägt die Schuld für die angeblichen Straftaten der Jugendlichen die Gesellschaft. Da hilft nicht„ Wohltätigkeit" als eine Art Abschlagsgeld für die Sünden der Gesellfchaft, sondern herzhaftes Aendern der sozialen Ursachen, aus denen die Straftaten erwachsen. herbeizuführen. Die Vertreter der Presse mögen aber das die Angeklagte zu einem Verweise und Tragung der Kosten. Herostratentum nicht dadurch fördern, daß sie die jugendlichen An- Angekl.: Ick soll die Kosten bezahlen, wovon soll ick denn bezahlen? geklagten mit Namen nennen und sie nicht erkennbar charakteri- Bräs.: Wenn Sie nicht zahlen können, dann hilft es nicht. Der Vorsitzende erteilt auch ihr fieren, damit so ein Junge oder Mädchen nicht durch Hinweis auf Angekl.: Na, denn is et jut. die Zeitung sich seinen Altersgenossen gegenüber damit brüsten den ernsten Verweis und beauftragt sie, ihm die Adresse der Mutter kann, daß er in einem forensischen Drama die Hauptrolle gespielt und der Schwester mitzuteilen, wenn sie sie erfahre. Er wolle verhabe. Nach nochmaligem Dank an die Erschienenen lies der Vor- suchen, ob er die Schwester von dem Wege zurückhalten könne, auf dem die Angeklagte leider wandle. sigende die erste Sache aufrufen: 5 an der Zahl- betreffen Die nächstfolgenden Sachen Es erscheint ein noch nicht 15 Jahre alter, bescheiden aussehender Junge, der Sohn eines fleinen Beamten, unter der An- jugendliche Angeklagte, welche sich des Diebstahls schuldig gemacht schuldigung, seinem Lehrmeister ein Zwanzigmarkstüd unterschlagen haben. Die Verhandlung führt überall ergreifende Bilder vor zu haben. Der Vorsitzende orientiert sich durch eingehendes Be- Augen. Für einzelne Fälle hatte der Vorsitzende die Rektoren fragen eingehend über die Familien- und Wohnverhältnisse des der in Frage kommenden Gemeindeschulen zur Teilnahme an den Angeklagten und hält dem Angeklagten in väterlicher Weise das Verhandlungen aufgefordert. Unrecht vor, welches ihn nun vor Gericht geführt habe. Präs.: Wie bist Du denn dazu gekommen?- Angeti.: Mein Freund Schulze hat mir zugeredet.- Präs.: Du hast von Deinem Meister 20 m. zum Wechseln bekommen und hast Dich damit in Begleitung Deines Freundes auf und davon gemacht. Wohin wolltest Du denn? in welcher er Bedeutung und Zwed der Jugendgerichtshöfe dar- Angell.: Nach dem Harz. Präs.: Was wolltet Ihr denn da? legte und den Anwesenden, die aus Liebe zur Sache und mit dem Angefl.: Das weiß ich ja auch nicht. Schulze hatte den Plan gefesten Vorjah, zu helfen, hierher gekommen, seinen Dant abstattete. faßt. Präj.: Warum wolltest Du denn vom Vater weg? Ist er Die Institution der Jugendgerichtshöfe gründe sich auf der Er- jemals schlecht zu Dir gewesen? Angekl.: Nein, nie. Bräf.: Angefl.: Nein. kenntnis, daß bei den Verbrechen und Vergehen Jugendlicher Hast Du vielleicht Räuberromane gelesen? gegenüber der individuellen Schuld auch eine soziale Schuld viel- Präs.: Was wolltest Du aber nur im Harz, wolltest Du stehlen oder Bräf.: fach schwer ins Gewicht fällt und daß bei jugendlichen Verirrten betteln? Angefl.: Ich wollte als Laufjunge arbeiten. nicht das Augenmert ausschließlich auf Vergeltung, sondern auch Was hast Du mit den 20 M. gemacht? Angekl.: Die habe ich darauf zu richten ist, aus ihnen noch brauchbare Menschen und Schulzen gegeben. Präf.: Habt Ihr Euch nicht auch einen ReStaatsbürger zu machen. So lange die bestehende Gefeßgebung volber getauft? Auch andere Sachen? Wast hast Du davon benicht geändert ist, wird man nicht alles erreichen können, was er kommen? Angefl.: Eine Sprungfeder für ein Fahrrad und eine strebt wird, denn das Gericht muß sich zunächst genau nach Wort Mütze. Präf.: Wie lange warst Du von Deinem Meister weg? Angeri.: und Sinn des Gesezes richten und kann über den Rahmen des be- Angekl.: Zwei Tage.- Vorf.: Wo hast Du genächtigt? stehenden Gesetzes nicht hinausgehen. Aber auch innerhalb dieses In Bernau im Walde. Aus der weiteren Bernehmung ergibt sich, Rahmens kann mancherlei erreicht werden und so sieht man denn daß der Junge zu seinem Meister zurückgekehrt ist, nachdem sein Der Lehrmeister gibt erfreulicherweise Jugendgerichtshöfe überall in deutschen Landen Freund Schulze gekriegt" worden war. erstehen. Ihre Aufgabe geht nach drei Richtungen hin: 1. daß man dem Jungen das Zeugnis, daß er anständig, willig und fleißig die Jugendlichen von dem Verkehr mit erwachsenen Verbrechern war. Dasselbe erklärt der Vater des Angeklagten, der die Gebolſtändig scheidet; 2. daß man ihre Aburteilung besonders inter- wißheit hat, daß sein Sohn ein Vierteljahr vor der Ginsegnung effierten und vorgebildeten Richtern überweist; 3. daß man mit von anderen Jungen verdorben worden ist. Er hat ihn ordentlich diefer richterlichen Tätigkeit fürsorgende, helfende und erzieherische verprügelt und versichert dem Vorsitzenden auf seine Frage, daß Maßnahmen verbindet. Was das erste betrifft, so ist dies dadurch der Knabe jetzt mit anständigen ordentlichen Freunden Verkehr geschehen, daß die Jugendlichen nicht im Kriminalgerichtsgebäude habe. Der Gerichtshof erkennt auf einen Berweis, den der Vorabgeurteilt werden. Was das zweite anbetrifft, so sind die drei sitzende dem Jungen erteilt: wenn er sich noch das Geringste zu Vorsitzenden des Jugendgerichtshofes bemüht gewesen, sich die schulden kommen lasse, würde er ins Gefängnis wandern. Er entSpezialfenntnisse für das Gebiet der Jugendfürsorge anzueignen ließ ihn mit der Mahnung, stets fleißig, vernünftig und ehrlich und haben sie zum Teil in ihrer Tätigkeit als Vormundschaftsrichter zu bleiben. Der Vater erklärte sich damit einverstanden, daß sich gewonnen. Bezüglich des dritten Punktes sind die Richter ange- ein Vertreter der Zentrale für Jugendfürsorge von Zeit zu Zeit wiesen auf die Mithilfe der freien Vereine und diejenigen Per- nach dem Knaben erkundige. sonen, die freiwillig in den Dienst der Liebestätigkeit getreten sind, auf die Schulen und die Schuldirektoren und es ist zu hoffen, daß auf diese Weise, durch das Zusammenwirten aller dieser Faktoren Ersprießliches erreicht werden wird. Eine solche neue Einrichtung und Organisation macht erhebliche Schwierigkeiten und die Vorbereitung der Sachen nach der persönlichen Seite hin konnte noch nicht voll in dem wünschenswerten Maße vorgenommen werden. Ein Wort sei noch an die Vertreter der Presse gerichtet. In Amerika ist bei den Jugendgerichtshöfen die Deffentlichkeit gänzlich ausgeschlossen, in dem österreichischen Entwurf ist die Deffentlichkeit gleichfalls absolut ausgeschlossen. Bei uns ist es nach Lage der Gesetzgebung nicht angängig, die Oeffentlichkeit zu beschränken, es erscheint auch zweifelhaft, ob es politisch richtig wäre, die Deffentlichkeit auszuschließen, denn es ist notwendig, das Interesse für diesen Zweig der Rechtsprechung möglichst zu beleben, um die so notwendige Mitwirkung weiter Streise an dem wichtigen Wert Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Todes- Anzeigen. Am 29. Mai verstarb unser Mitglied, der Arbeiter 227/7 Friedrich Jänike Swinemünderstr. 52. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute, Dienstag, den 2. Juni, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle der Friedensgemeinde in Nordend aus statt. Um zahlreiche Beteiligung erfutcht Der Vorstand. Am 30. Mai verstarb unser Mitglied, der Böttcher Paul Bogen Turinerstr. 32. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute, Dienstag, den 2. Juni, nachmittags 5 Uhr von der Leichenhalle der Philippus- ApostelGemeinde aus nach dem städtischen Gemeindefriedhof, Müllerstraße, Ede Seestraße statt. Um zahlreiche Beteiligung erfucht Der Vorstand. Zentral- Verband der Böttcher und Hilfsarbeiter Deutschlands. W Filiale Berlin. Todes Anzeige. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege Paul Bogen im Alter von 28 Jahren am Sonnabend, den 30 Mai, gestorben ift. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Dienstag, ben 2. Juni, nachm. 5 Uhr, von der Leichenhalle des städtischen Kirchhofs, Müller- und Seestraßen- Ede, aus statt. Am 30. Mai starb im Alter von 58 Jahren unser Kollege Verbande deutscher Gastwirtsgehilfen ( Drtsverwaltung Berlin). Am 30. Mai berstarb nach längerem Leiden unser altes Mitglied Ernst Schmidt im Alter von 61 Jahren. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute, Dienstag, den 2. Juni, nachmittags 41, Uhr, von der Leichen halle des Schöneberger Friedhojes, Marstr. 13-15, aus statt. Um rege Beteiligung bittet 288/4 Der Vorstand. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben, undergeßlichen Mannes, des Maurers Fritz Erpel sagen wir allen, welche ihm die letzte Ehre erwiesen, unseren herzlichsten Dant. 24825 Die trauernde Witwe nebst Kindern. Dauffagung. Allen Genossen, Freunden und Eingegangene Druckfchriften. Nelief: 12 Tage in München. Mit einem Stadtplan. 20 Bf. farte des bayerischen Hochlandes. 3 Blatt 1 M. Verlag: B. Gerber in München. Jahresbericht 1907 des Arbeiterfekretariats und Gewerkschaftskartells in Deffau. 48 Seiten. Selbstverlag. Deutsche Rundschau für Geographte und Statistit. Herausgegeben von Prof. Dr. Fr. Umlauft.(. Hartlebens Verlag in Wien, jährlich 12 hefte zu 1,15 r.) Wafferstands- Nachrichten der Landesanstalt für Gewässerfunde, mitgeteilt bom Berliner Wetterbureau. Wasserstand Memel, Tilsit Bregel, Insterburg Weichsel, Thorn Dder, Ratibor am ſeit 31.5. 30. 5.) cm cm¹ 202+2 Havel, Spandau) 114-6 Rathenow³) Spree, Spremberg) Beeskow am feit 31.5. 30. 5. Wasserstand cm cm ¹) 285 -15 Saale, Grochlik 103 -7 148 -6 164+3 128 155-6 168 86 -8 98 139+1 -10 efer, Münden 1443) -23 Minden 228 -15 Rhein, Marimiliansau 602 56 Kaub 434 Köln 506 24 99 Nedar, Heilbronn 125-10 231 -3 195 Main, Wertheim Mosel, Trier 182 192 8 Ein weit abstoßenderes Bild bot die zweite Verhandlung. Vor Gericht erscheint ein dreist und frech im Saale umherblickendes 16jähriges Dienfimädchen. Sie wird aus dem Magdalenenstift zu Teltow vorgeführt, weil sie sich gegen sittenpolizeiliche Vorschriften vergangen hat. Sie ist der Krankenstation des Magdalenenstiftes Aus dem Verhör ergibt sich, daß sie von überwiesen worden. ihrer Mutter, die eine Prostituierte ist, so gut wie gar nichts weiß. Sie ist auf Beranlassung des Vormundschaftsgerichts seinerzeit in Pflege gegeben worden und nach ihrer Konfirmation in Dienst getreten. Bon da ging sie als Arbeiterin in eine Fabrik und hat dann der gewerbsmäßigen Unzucht obgelegen. Daß sie auch frank war, will sie nicht gewußt haben. Der Vormund hat sich, wie sie Präs.: Wo ist Ihre Mutter? behauptet, nie um sie bekümmert. Angeti.: Jd gloobe, in' nem Krankenhaus.-Präf.: Und wo ist Ihre Schwester? Angell.: Die wird wohl in Pflege find. Bräf.: Wo? Angekl: Weeß id nich. Der Gerichtshof verurteilt stand: 172 om am 30. um 3%, Uhr nachmittags. Krossen Frankfurt Barthe, Schrimm Landsberg Neze, Bordamm Elbe, Leitmerik Dresden Barby Magdeburg )+ bedeutet Wuchs, Santa Lucia FL. 150 u. 200 Kraft- Rotwein Käuflich in Apotheken, Drogen- a Kolonial- Geschäften. Fall, Häufig wird die Frage an uns gerichtet, wann und wieviel Santa Lucia Kraft- Rotwein der der Stärkung Bedürftige trinken soll?- Antwort: 2 Stunde vor jeder Mahlzeit, also vor dem 2. Frühstück, vor dem Mittagund Abendessen je 2 Glas Santa Lucia genossen, wirkt wunderbar heilsam auf den ganzen menschlichen Organismus. Trinkt Si- Si Dr. Simmel Spezial- Arzt für Haut- und Harnleiden. Prinzenstr. 41, dicht am Moritzplatz, 10-2.5-7. Sonntags 10-12, 2-4. H.Pfau, Bandagist II Einbruch- LD den Labetrunk. Jetzt: Direksenstraße 20 0 Aerztlich empfohlen. Bestes alkoholfreies Getränk der Gegenwart. Ueberall zu haben. Fabrik: zwischen Bahnhof Alexanderplatz und Polizeipräsidium. Amt VII, 13799. Für Damen weibliche Bedienung.* Lieferant für alle Krankenkassen. Bekannten aus Hennigsdorf und Deutsche Si'- Si'- Werke elteftes Teilzahl.- Geschäft Belten für die Beteiligung an der am 31.ai stattgefundenen Beerdigung unferes Bruders Wilhelm unteren aufrichtigen Dant Desgleichen sagen wir seinen Mit arbeitern und Verbandskollegen vom 0. 17, Rudolfstr. 4 ( Warschauer Brücke). für Brennabor- Räder! Kein Laden! Günstigste Bedingungen. Berlin SO., Deutschen Metallarbeiter- Berband, der Blumen- und Kranzbinderci Louis Barth, Brückenstr. 10a, pt. Firma A. Borsig in Tegel für die großartige Beteiligung unseren besten Dant. August Schallert Zegel. } Berlin. Karl Schallert Franz Schallert Otto Schallert Friedrich Schallert, Rirdorf. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Leilnahme, sowie Kranzspenden bei der Beerdigung meiner lieben Frau Ottilie Kraushaar geb. Jentsch sage ich allen Verwandten, Kollegen, Genoffen, Freunden und Bekannten, insbesondere dem Gesangverein des der Gastwirtsgehilfen hiermit meinen tiefgefühltesten Dant. Berlin, 30. Mai 1908.[ 32902 Joh. Kraushaar, Greifenhagenerstr. 32. Johann Kilbinger. Berbanbes Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 3. Juni, nachmittags 4, Uhr, von der Leichenhalle des Himmelfahrts- Kirchhofes, NiederSchönhausen- Nordend, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 39/13 Der Vorstand. + Hygienische Bedarfsartikel. Neuest. Katalog m. Empfohl.viel.Aerzte u.Prof. grat. u.f H. Unger, Gummiwarenfabrik Berlin NW.. Friedrichstrasse 91/92 von Robert Meyer, uur Mariannen- Straße 2. Es empfiehlt fich bei eintretendem Trauerfall möglichst sofort Westmanns Trauermagazin Hauptgeschäft: Berlin W., Mohrenstraße 37a, an den Kolonnaden, 2. Haus von der Jerusalemerstraße, und NO., Gr. Frankfurterstr. 115, 2. Haus von der Andreasstraße, zwecks Auswahl d. passenden Trauergarderobe aufzusuch. 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Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW.