Mr. 128. Abonnements- Bedingungen: B bonnements Breis pranumerando Bierteljährl. 8,80 M., monatl. 1,10 M., möchentlich 28 fg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 6 Bfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage Die Neue Welt" 10 Big. PostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat Eingetragen in die Boft Beitungs. Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Bostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Sweden und die Schweiz Erideint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblaff. 25. Jahre. Die Infertions- Gebühr Seträgt für die fechsgespaltene Rolonel geile oder beren Raum 60 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins. und Bersammlungs- Anzeigen 80 Bfg. Kleine Anzeigen", das erste( fett gebructe) Bort 20 Bfg., jedes weitere Bort 10 Pfg. Stellengesuche und SchlafStellen- Anzeigen das erste Wort 10 Pfg., fedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 16 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Mittwoch, den 3. Juni 1908. Expedition: SW. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Wähler, tut Eure Pflicht! Der Wahltag ist da! Heute soll das preußische Bolt über die Zusammensetzung des nichtbesitzenden Klassen in den Landtag entfendet werden, ist es möglich, das schmachvolle Dreitlaffenparlaments entscheiden. Es gilt die erste Bresche zu legen in das schreiende Drei- Dreiklassenwahlrecht und jene Ausnahmegese te zu beseitigen, unter denen in Preußen Klaffenwahlunrecht! Es gilt wenigstens einige Vertreter des Volkes in den Landtag zu ent. gerade die Arbeiterklasse schmachtet. Ist es doch gerade der preußische Landtag, fenden, die dort im Verein mit der Masse des Volkes draußen den Kampf für die Beseitigung der bisher nicht nur den Staatsarbeitern, sondern auch allen ländlichen Arbeitern das freie des schmachvollen Klassenwahlrechts zu führen haben! Roalitionsrecht vorenthalten hat! Ein Interesse an der Aufrechterhaltung eines wie immer gearteten Klaffen- und Wer will, daß die schmachvolle Gesindeordnung beseitigt wird, ter für die Staats- und Pribilegierten- Wahlrechts hat nur eine kleine Minderheit der Nation. Die Interessen der Landarbeiter das Organisationsrecht erobern will, wer für die Verbesserung des Loses der Massen des Volkes können nur durch die Demokratie vertreten werden. Das gilt für alle Staatsarbeiter eintritt, darf nur sozialdemokratisch wählen. Berufsschichten des Mittelstandes und der Arbeiterklasse! Kein Wähler darf sich durch das verlogene Schlagwort der Gegner, mit dem auch in Die kleinen Geschäftsleute sind ebenso sehr Entrechtete, in ihrer Mehrheit ebenso infamer Weise der Freisinn arbeitet, betören lassen, daß die Sozialdemokratie ,, e inWähler der dritten Klasse, wie die Arbeiter! Beträgt doch in den Städten die Durch- eitige Klaffenpolitit" treibe. Wer für ein Klassen wah Irecht ist, wer also will, schnittssteuersumme, die zur Wahl in der zweiten Klasse berechtigt, mehr als 300 m., in daß eine kleine Minderheit die Masse des Volkes bevormundet, der will KlassenBerlin sogar mehr als 400 M. Daß eine Zahl Nichtbesitzender in die zweite Klasse ver- politik! Wer wie die Sozialdemokratie für das allgemeine, gleiche, direkte und geheime Wahlrecht eintritt, der will, daß der Wille und die Einsicht der Mehrheit des Volkes sprengt sind, hebt die Entrechtung der nichtbefizenden Klasse nicht auf! entscheidet, daß die Interessen dieser Mehrheit des Volkes gewahrt werden! Unterschied, auch Zentrum und Freisinn vertreten einseitig Klasseninteressen zum Gerade die besitzenden Klassen, gerade die bürgerlichen Parteien ohne allen Nachteil der großen Masse des Volkes! Die kleinen Geschäftsleute haben alles Interesse an der Niederwerfung der Reaktion und der von den besigenden Klassen getriebenen Klassenpolitik. Die kleinen GeschäftsTeute leiden direkt und indirekt unter den indirekten Steuern, unter der Vertenerung der Lebensmittel, unter dem Brot- und Fleischwucher. Auch ihre Lebensbedürfnisse sind durch Das beweisen die Tatsachen! Wie im Reiche gerade die besitlosen Klassen, Arbeiter, die indirekte Besteuerung und den Zollwucher enorm verteuert! Auch indirekt leiden die Kleine Geschäftsleute, Kleine Beamte durch die indirekte Stenerpolitik, durch den Brot- und fleinen Geschäftsleute unter der Auswucherung der Arbeiterklasse. Je teurer die Bollwncher ausgebeutet werden, so muß auch in Preußen die nicht besikende Klasse Lebensmittel sind, desto mehr muß sich die Arbeiterklasse in ihren Bedürfnissen einschränken, den Löwenanteil der Steuerlasten aufbringen. An direkten Steuern werden in Preußen nur desto geringer ist ihre Konsumkraft. Je konsumträftiger aber die Arbeiterklasse ist, desto besser 290 Millionen Mart aufgebracht, während der Reinüberschuß der Staatsbetriebe, der Eisenauch für den Geschäftsmann, der ja zur Hauptsache von der Arbeiterkundschaft lebt! bahnen, der staatlichen Bergwerke, Domänen und Forsten gegen 700 Millionen Mark betragen! Auch die kleinen Beamten haben das gleiche Interesse wie die übrige Masse der Diese Betriebsüberschüsse aber werden von der großen Masse des nichtbesitzenden Volkes aufNichtbesigenden. Auch sie sollen mit den erbärmlichsten Löhnen auskommen. Zwar ist ihnen gebracht, sei es direkt in Gestalt von unbezahlter Mehrarbeit, sei es in Gestalt unverhältniscine Gehaltsaufbesserung versprochen worden, aber das Versprechen dieser Gehalts- mäßig hoher Fahrpreise, wie bei der Eisenbahn. Stammen doch die Betriebsüberschüsse der aufbesserung wurde bereits im Dezember 1906 während des Reichstags- Eisenbahn zum großen Teil aus den Ueberschüssen der 3. und 4. Wagenklasse! wahlkampfes gegeben. Man wollte die Beamten für die Politik der Regierung und Die Sozialdemokratie allein will die fiskalische Plusmacherwirtschaft beseitigen. Die der Regierungsparteien einfangen! Als das Versprechen seine Schuldigkeit getan hatte, war Sozialdemokratie allein will eine energische Heranziehung der großen Einkommen und von Gehaltsaufbesserung nicht mehr die Rede. Die Regierungsvertreter erklärten vielmehr, Vermögen in Gestalt von diretten Steuern durch Einkommensteuern, Vermögenssteuern, sowohl im Reichstag als auch im preußischen Abgeordnetenhaus, daß die Summen für die Erbschaftssteuern! Gehaltsaufbefferung der Beamten- für das Reich und Preußen zusammen über 200 Millionen Die besiglose Klasse ist bereits durch indirekte Steuern übermäßig belastet! Muß Mart nicht vorhanden wären! Erst müßten neue Steuerquellen erschlossen doch allein eine vierköpfige Arbeiter- oder Beamtenfamilie infolge des Brotwuchers werden. Dann freilich, unmittelbar vor der Landtagswahl, bertröstete man die Beamten für ihren Brotbedarf jährlich 73 Mark mehr zahlen, als im Jahre 1902! auf den Herb ft. Dann sollte nun endlich die Gehaltsaufbesserung erfolgen. Neunzehn Millionen des preußischen Volkes haben ein JahresVorläufig sucht man die Beamten durch Teuerungszulagen zu beschwichtigen! Diese einkommen von weniger als 900 Mark. Weitere neun Millionen ein JahresTeuerungszulagen sind nur ein armseliges Almosen, durch das sich einsichtige Beamte nicht einkommen von weniger als 1350 Mark! Die neunzehn Millionen mit einem Jahresbetören lassen werden! Sie müssen bedenken, daß sie auch im Herbst die versprochene Gehalts- einkommen von weniger als 900 Mart besigen ein Gesammteinkommen von 3500 Millionen zulage nicht erhalten, wenn nicht wahrhafte Vertreter der Jnteressen des Volkes speziell auch Mart, während 64 000 Reiche in Preußen mit einem Jahreseinkommen von mehr als im preußischen Landtag für ihre Rechte mit aller Rücksichtslosigkeit eintreten! Geschieht das 30 500 Mart mehr als 1750 Millionen Gesamt- Jahreseinkommen besigen! nicht, unterstützen die Beamten wiederum bürgerliche Parteien, helfen sie die Sozial- Trotzdem wollen die bürgerlichen Parteien die halbe Milliarde neuer Steuern aus demokratie niederstimmen, so wird man ihnen auch im Herbst wiederum erklären, neuen indirekten Steuern decken! Auch der Freifinn hat sich durch seine offiziösen daß die 200 Millionen für die Gehaltsaufbesserung nicht vorhanden sind! Ist doch außer- Organe für neue indirekte Steuern erklärt! dem bereits ein Defizit von mindestens einer halben Milliarde zu decken! Klassenpolitik treiben also die Besitzenden! Klassenpolitit treiben alle bürger. Ein einsichtiger Arbeiter vollends sollte sich für zu gut halten, Stimmbieh für die lichen Batteien! Klassenpolitik treibt auch der Freisinn! Hat da nicht die große Masse bürgerlichen Demagogen abzugeben! Sind doch bisher die Interessen der Arbeiter sowohl des Volkes nicht nur das Recht, sondern die heiligste Pflicht, ihre Klasseninteressen, die in Preußen als auch im Reiche von allen bürgerlichen Parteien mit Füßen getreten worden! zugleich die Interessen der ganzen Nation sind, ebenfalls mit aller Energie wahrAuch die Staatsarbeiter leiden unter überlanger Arbeitszeit und wahren Hungerlöhnen. zunehmen?! Dabei haben die Staatsarbeiter nicht einmal das freie Koalitionsrecht! Die Wer das System der Volksentrechtung und Volksknechtung aufrecht erhalten will, der Regierung nimmt sich heraus, die ärgste Gesinnungsknechtung ihnen gegenüber zu üben, und wähle heute bürgerliche Wahlmänner! der Freifinn hat sich diese Gesinnungsknechtung der Beamten und Staatsarbeiter sogar in den Wer für Volksrechte und Volkswohlfahrt eintreten will, der wähle foaialdemo Ichten Tagen in seinem Flugblatt zunuze gemacht! Nur wenn ehrliche Vertreter der' tratische Wahlmänner! Legt Bresche in die preußische Dreiklassenschmach! Entsendet Männer des Volkes in das Preußenparlament! Wählt Sozialdemokraten! Die Die demokratische Clique. Es ist dringend erforderlich, die demokratische Clique aus dem Zentrum zu entfernen. Abg. Röside, Bund der Landwirte, Zirkus Busch, 2. 2. 07. Das Abgeordnetenhaus ersucht die fönigliche Staatsregierung, habe bezahlen lassen; in Parteifreisen, in der Redaktion, in der eine Abänderung des Gesetzes vom 27. Juni 1860, betreffend die Druckerei sei darüber der lebhafteste Unwille geäußert worden; in Arbeiterfreundlichkeit der Herrschenden. Feststellung der Wahlbezirke für das Haus der Abgeordneten und einer öffentlichen Versammlung des 2. Reichstagswahlkreiſes habe des Gesetzes vom 17. Mai 1867 entsprechend den in den Schmiergelder zugestanden usw. Auf eine Erklärung des Genossen Fischer sich verantworten müssen und dort auch den Bezug solcher legten 40 Jahren eingetretenen Verschiebungen Fischer, daß er der" Post" Gelegenheit geben werde, ihre Anschuldider Bevölkerung in die Wege zu leiten." gung zu beweifen, hielt die" Post" ihre Behauptungen aufrecht, mit Der damalige Abgeordnete für Kiel, Dr. Barth, begründete der Einschränkung, daß Fischer sich nicht in einer öffentlichen Berden Antrag mit Argumenten, die darauf schließen lassen, daß es sammlung, fondern in einer sogenannten Korpore- Versammlung ihm vor acht Jahren nicht minder ernst mit dem Wahlrechts- des zweiten Streises habe verantworten müssen. Als gefundenes Fressen" druckten die Nationalzeitung", tampf gewesen ist wie heute. Mit leidenschaftlicher Spißfindigkeit bekämpften die konservativen Wortführer den Antrag; in der Rede" Staatsbürger- Zeitung"," Das Reich"," Berliner Neueste Nachrichten"," Deutsche Tageszeitung" und natürlich auch die Freides alten Wahlrechtsfeindes Freiherrn v. 3edlig fehlte nicht die finnige Beitung" und die Hamburger Nachrichten" diese VerleumPhrase von der„ Ungerechtigkeit", die darin liege, daß der letzte bungen der" Post" nach. wasserpolnische Arbeiter für den Reichstag dasselbe Wahlrecht habe wie der Präsident des Reichstags. Schlagfertig entgegnete Dr. Barth, beim preußischen Dreillaffenwahlrecht könne es vorkommen, daß ein Buhälter in der ersten Klasse wähle und dann hundert mal so viel Einfluß habe wie Prof. Birchow, der in der britten Klasse wähle. Beamtenaufbefferung. Wollen wir jetzt wiederum zu einer generellen AufBesserung schreiten... so sind mindestens hundert Millionen Mart notwendig.... Abgesehen von diesen finanziellen Bedenken habe ich noch ein wichtigeres... Minister v. Rheinbaben, Abg.-Haus 14. 11. 07. Gegen die Selbstverwaltung. Es muß der Fehler beseitigt werden, der es ermöglicht hat, die Krankenkassen als Hilfsaktionen von der Sozialdemokratie benutzen zu lassen. Minister v. Rheinbaben, Herrenhaus 6. 5. 07. Tagesbefehl! Anerkannt träge Arbeiter sind zur Bestrafung und, wenn dieses nicht hilft, zur EntIassung zu melden. Dieses ist zu veranlassen, sobald bemerkt wird, daß der Arbeiter in seinem Fleiß nachläßt. Es soll damit nicht gewartet werden, bis der Arbeiter durch seinen Langjährigen Aufenthalt auf der Werft ein Anrecht hier zu bleiben verdient zu haben glaubt. Solche Entlassungen sind nicht als Strafentlassungen zu behandeln, sondern es ist solchen Arbeitern wegen ungenügender Leistungen zu fündigen. Bevor zur Kündigung geschritten wird und wenn ein besonderer Anlaß zu Bestrafungen nicht vorliegt, find solche trägen Arbeiter zunächst im Lohn herabzusehen. Raiserliche Werft, Danzig. Köhn von Jaski. Gegen Arbeiterschnk. Genosse Fischer ließ durch seinen Rechtsanwalt, Genossen Heine, die Staatsanwaltschaft auffordern, im öffentlichen Intereſſe Anflage zu erheben, wie sie das ja auch im Falle Harden- Moltke getan habe. Nach einigem Zögern leitete Staatsanwalt fenbiel eine Voruntersuchung ein, zu welchem Zwed ihm Fischer die Adressen aller Maschinenlieferanten, die mit der Vorwärts"= buchdriaterei Geschäftsverbindungen gepflogen hatten, sowie die Ob Dr. Barth damals etlichen seiner freifinnigen Freunde mit Adressen der Vertrauensleute des 2. Wahlkreises und aller sonst derartig wuchtigen Gründen große Freude bereitet haben wird? irgend in Frage kommenden Zeugen zur Verfügung stellte. Nach wir wagen hieran start zu zweifeln, wenn wir die Rede lesen, mehrmonatlicher Untersuchung und zahlreichen Vernehmungen erdie ein anderer Freisinniger zu dem Wahlrechtsantrage lie denn unterm 12. Februar d. J. Herr Oberstaatsanwalt Jsengehalten hat. Der Abgeordnete Ehlers nämlich mag damals biel folgende Verfügung: schon die Blockbrüderschaft vorgeahnt haben, denn die Gehässigkeit des Freiherrn v. 8edlig hinderte ihn nicht, der Hoffnung Ausbruc zu geben, daß sich für den Antrag in der Kommission eine Der Erste Staatsanwalt bei dem Königl. Landgericht I Fassung finden ließe, mit der selbst dieser freikonservative Wahl- Berlin. Geschäftsnummer 23. J. 1452. 07. Auf die Anzeige des Reichstagsabgeordneten Richard Fischer vom 5. Dezember 1907 gegen den Redakteur Peterson und Genoffen wegen öffentlicher Beleidigung. Klassenscheidung in Preußen. Auf Grund amtlicher Zahlen. I. Die Armen. Abschrift. Berlin, den 12. Februar 1908. Preßfache. Meine eingehenden Ermittelungen haben keine An= haltspunkte dafür ergeben, daß an der von der" Post" aufgestellten Behauptung, Herr Fischer habe sich als Leiter der Vormärts"-Druderei von einer Maschinenfabrik für die Vermittelung der Bestellung von Maschinen Provision zahlen lassen, etwas Im Jahre 1907 besaß mehr als die Hälfte des Preußen- ahres ist. volkes( 50,3 Proz.), nämlich 18 845 470 Personen, ein Jahreseinkommen von weniger als 900 M.! Weitere 14 836 022 Personen( 39,6 Proz.) besaßen ein Einkommen von 900-3000.! Legen wir das Verhältnis von 1905 zugrunde, so besaßen 60 Proz. der Personen mit einem Einkommen von 900 bis 10. Febr. 1907. 3000 M. Einkommen, also 9 Millionen Personen, ein Eintommen von weniger als 1350 M.! Es besaßen also 1907 rund 27 Millionen Preußzenom Gegen die 8uziehung der Bautentonfrolle erklären wir uns, weil das Bauhandwerk die ein Jahreseinkommen von Forderung abgelehnt hat. Abg. Dr. Schröder( natl.), Abgeordnetenhaus 1. 3. 07. 北 Nicht notleidend. Wenn die Lehrer( auf dem Lande) 1500 M. Einkommen haben, sind die Stellen doch nicht notleidend. Ministerialdirektor D. Schwarktopff. Abgeordnetenhaus 20. 3. 07. Halt der Sozialpolitik. Nötig ist für uns jekt vor allem eine gefunde Mittelstandspolitik, keine Forcierung der Sozialpolitik.( Sehr richtig! rechts.) Frhr. b. Zeblik( frt.), Abg.- Haus 19. 2. 07. Keine Wahlreform. Die Wahlen haben gezeigt, daß wir uns in unseren Wahlrechtsfragen nicht zu stören lassen brauchen. Frhr. v. 8ed lit( frt.), Abg.- Haus 19, 2. 07. Zu viel Rücksicht. Es wird zu viel Rücksicht genommen auf die Pfeife und das Gläschen des armen Mannes. Abg. Dr. b. Burgsdorff, Herrenhaus 7. Mai 07. Gelbe Gewerkschaften. Die nationalen Gewerkschaften müssen zum Bollwerk gegen die Sozialdemokratie gemacht werden. Abg. Zimmermann( Antis.), Reichstag 28. 3. 07. Ein Zentrumsmann gegen höhere Löhne. Bir selbst können, um die Arbeiter von der Industrie fernzuhalten, nicht immer höhere Löhne zahlen... es entstände eine Schraube ohne Ende. Abg. Dr. Heifig, Bentrum, Abgeordnetenhaus 12. 11. 07. Schnapsrenten. Ein ländlicher Arbeiter kann den gleichen Lohn verdienen, auch wenn ihm einige Gliedmaßen fehlen.... Auf dem Lande nennt man die zweckwidrigen Rentenbezüge Schnapsrenten. Die Rente unter 25 Prog. Arbeitsverdienst müßte wegfallen. b. Kosternig, B. der Land w., 12. Bersammlg. der Wirtschaftsreformer am 12. 2. 07. Ein Volksaderlaß notwendig! Sehr biel wertvolle räfte sind in der überlangen Friedenszeit sozusagen an ihrer weniger als 1350 M.! II. Die Reichen. Es befaßen 1907 53 184 Personen ein Einkommen von 30 500-100 000 m., ferner 11 058 Personen ein Einkommen von mehr als 100 000 m.! III. Arme und Reiche. Es besaßen 1907 Personen 18 845 470 mit weniger als 900 m. 14 836 022 900-3000 090 1 816 601 D mehr als 3000 1907901 GesamtJahreseinkommen ca. 3500 Mill. M. 6591 D 5156 か Die Redaktion der" Post", der ich von diesem Ergebnis meiner Ermittelungen Mitteilung gemacht habe, behauptet je Soch nach wie vor, daß sie in einer etwaigen Hauptverhandlung den vollen Wahrheitsbeweis für ihre Mitteilungen erbringen werde. Eine Hauptverhandlung durch Erhebung der öffentlichen Klage herbeizuführen, erachte ich nicht für im öffentlichen Interesse liegend, da durch Erhebung der Privatklage dasselbe Ziel erreicht werden kann und sich die Vorwürfe nicht gegen die politische Tätigkeit des Herrn Fischer richten. Ich habe daher das Verfahren eingestellt. e Die überreichten Zeitungen folgen in der Anlage zurüd. gez. Jfenbiel, Oberstaatsanwalt. Also nicht etwa weil die Untersuchung nichts Belastendes gegen unseren Genossen Fischer ergeben hatte, sondern obgleid) fie das Gegenteil der Post"-Verleumdungen flar erwiesen, fand der Herr Oberstaatsanwalt jetzt plötzlich die Erhebung der Klage gegen die" Post" nicht im öffentlichen Interesse" liegend, während er wenige Monate vorher die Einleitung der Untersuchung gegen Fischer für im öffentlichen Inter effe liegend" gehalten haben mußte. Die Angelegenheit tam auch im Reichstage zur Sprache, und selbst der Herr Staatssekretär für das Justizwesen, Herr Nieberding, sah sich gezwungen, Herrn Jjenbiel ganz offen zu desavouieren mit der Erklärung, wenn Herr Jfenbiel schon einmal die Untersuchung eingeleitet habe, so hätte er auch die Anklage erheben sollen, Aber er verwies auf den Instanzenweg. Dieser wurde beschritten, um für fünftige Besprechungen im Reichstage jede Möglichkeit der Ausreden abzuschneiden. Natür lich frat der Generaftaatsanwalt am Rammergericht, Herr Wachler, bollständig Herrn Isenbiel bei, ja, er stützte seine Ablehnung noch auf die völlig unbewiesene und, wie das Genosse Heine in seiner Beschwerde an den Justizminister eingehend nachwies, unwahre Behauptung, daß nämlich Drastischer noch wird die Klassenfcheidung durch folgende die ersten Berbächtigungen aus Berufs- und Barteitreisen des Herrn Fischer tamen, auch unter Gewerkschaftsbeamten Gegenüberstellung: erörtert wurden". Es besaßen pro Kopf Personen 18 845 470 11 058 Durchschnittseintommen pro Kopf 180. 82 000 " Die Sozialdemokratie will die schreiende Ungerechtigkeit der Einkommensvertretung beseitigen! Und der Herr Justizminister wies die Beschwerde ohne jebe Angabe von Gründen kurzerhand ab. Natürlich hatte der Herr Generalstaatsanwalt Wachler seine Behauptungen nicht vom Dornstrauch gesammelt, sondern er stüßte sich dabei wohl auf dieselbe Quelle, aus welcher die" Post" ihre Artikel geliefert erhalten hatte: auf die politische Polizei! Die politische Partei, die zur Wahlrechtsdemonstration ihre Stassube und ihre Dräger gesandt hatte, liefert der Presse auch das Angriffsmaterial aur Bekämpfung der Sozialdemokratie", soweit Dies Streben dennnziert der Freifinn als ein- bas nicht vom Reichslügenverband direkt geschieht. feitigen",„ brutalen" lassentampf! Dagegen unterstützt der Freifinn diejenigen Parteten, die die standalöse Klassenscheidung aufrecht erhalten und verschärfen wollen! rechtsfeind einverstanden set! Aber damit von der Wucht der Gründe feines Fraktionsgenossen Barth nur ja nichts sigen bleibe, fagte Herr Ehlers ebenfalls in feiner Nebe, er begreife, daß die Herren von der Rechten teir Bedürfnis hätten, einen Teil ihrer politischen Macht abzugeben. Wären sie, die Freifinnigen, in der Lage der Konservativen, so würden sie wohl auch nicht anders handeln! Mit dieser unglaublichen Befürwortung erreichte Herr Ehlers denn auch glücklich, daß der freisinnige Antrag nicht einmal in einer Kommission begraben, sondern auf der Stelle abgemeuchelt wurde! Speziell die Artikel mit den Anschuldigungen der Sozialdemokratie und des Vorwärts" in Sachen des Waffenfundes in der Bankstraße bezw. die Informationen dazu sind der„ Post“ vom Polizeirat Dr. Henninger, dem Chef der politif chen Polizei, ge= liefert worden. So stand denn heute Herr Polizeirat Dr. Henninger vor Ge richt. Natürlich nicht als Zeuge dafür, daß er der Gewährsmann für die Verleumdungen der Bost" sei, denn bei einem Beamten ist es selbstverständlich, daß er weder amtlich noch privatim solche Verleumdungen mitteilt. Nein, Herr Dr. Henninger sollte einfach befunden, daß, als der Chefredakteur der" Post", Dr. Kronsbein, unmittelbar nach der Erklärung Fischers im Vorwärts" sich an ihn um Beweismaterial gewandt habe, er, Dr. Henninger, ihm privatim ganz offen und ehrlich geantwortet habe, ihm sei von diesen Behauptungen, daß Fischer Schmiergelder bezogen habe, nichts bekannt. Die" Post" hatte nämlich trotzdem ihre Werleumdungen aufrechterhalten; nur die Behauptung, daß in einer öffentlichen Versammlung sich Fischer habe verantworten müssen, hatte sie dahin abgeändert, daß es eine sog. Corpore- Versammlung gewesen sei. Diesen Gid leistete Herr Polizeirat Dr. Henninger Damals mochten gutgläubige Leute das Entgegenkommen des nicht, sondern er überreichte sofort ein Schreiben seiner vorHerrn Ehlers für eine taftische Ungeschicklichkeit halten. Seute, im gefesten Behörde an den Herrn Gerichtsvorsitzenden, worin ihm Beichen der konserbatib freifinnigen Blodbrüber.iebe Aussage untersagt wurde. Und auf diesem Standpunkt blieb der Herr Polizeirat stehen. Vergebens machte ihm der schaft weiß man, daß dieser Wahlrechtskämpe einfach die wahre Herr Vorsitzende begreiflich, daß er hier nichts über seine amtliche Meinung der Mehrzahl seiner Parteifreunde zum besten gab, als er Tätigkeit auszusagen habe, daß er aber über seine private Tätig frisch, fromm und frei verkündete, daß die Freifinnigen, wenn fie feit genau so wie jeder andere Mensch" Zeugnis ablegen müsse, im Sattel fäßen, genau so wahlrechtsfeindlich handeln würden, wie andernfalls er ihn dazu zwingen werde. Auch Rechtsanwalt Genosse die Konservativen! eigenen Kraft erstidt( Eulenburg, Lynar, Hohenau?). Der Chef der politischen Polizei auf jedenfalls hoffnungslos vergrollt, vergrämt, berbittert worden. Dafür hat sich das Gesindel jeder Art oder Unart förmlich gemäßtet und stärker als jemals vermehrt. Von diesen Greueln des Friedens" spricht fast niemand...." Deutsche Tageszeitung"( Nr. 21, Zeitfragen, 24. Mai 1908). " „ Wir ,, Wir würden auch nicht anders handeln!" Um 22. Januar 1900 hatte das preußische Abgeordneten haus sich mit einem von den beiden freisinnigen Fraftionen gestellten Antrag folgenden Inhalts zu beschäftigen: der Zeugenbank. Heine machte ihn auf die Bestimmungen der Strafprozeßordnung aufmerksam, worauf der Herr Polizeirat und Chef der politischen Polizei die wunderbar flingende Antwort gab:" Die Strafprozeßordnung tenne ich nicht genügend!" Auch als der Berteidiger Heine etwas farkastisch ihn darauf verwies, daß er als Hilfsorgan der Staatsanwaltschaft eigentlich doch die Strafprozeßordnung fennen müßte, daß aber, auch wenn er sie nicht genügend fennen sollte, so doch sein Vorgesetzter, der Gin Privatbeleidigungsprozeß, der im Grunde ein politischer Herr Polizeipräsident, diese gewiß kenne, gab er letteres zwar zu, Prozeß war und als solcher sich auch in der Verhandlung gestaltete, berief sich aber darauf, daß er Verwaltungsbeamter sei, spielte heute vor dem Schöffengericht Moabit. Im Dezember daß er sich nicht darauf einlassen tönne, zu untersuchen, ob die v. J. brachte die" Post" aus Anlaß der bekannten Waffenfund- Anweisung seiner vorgesetzten Behörde in allen Stücken zutreffend Affäre in der Pantstraße welche Angelegenheit von der poli- fei, und erklärte immer wieder: 3ch will überhaupt keine Ertischen Polizei und der von ihr geistig fubventionierten Presse tlärung abgeben." mit aller Gewalt zu einer Staatsaffäre gegen die Sozialdemo Schließlich nach langen Versuchen, thm flarzumachen, daß er tratie und den Vorwärts" aufgeputscht werden sollte und jetzt so über seine privaten Beziehungen Auskunft geben müffe. tläglich im Sande verlaufen ist zahlreiche Artikel gegen den leistete er den Gid dahin, daß er privatim mit der ganzen hier zur Vorwärts", in deren einem dem Geschäftsführer der Vorwärts- Verhandlung stehenden Angelegenheit nichts zu tun gehabt habe. bruderei, dem Reichstagsabgeordneten Fischer, u. a. der infa- Auf die Erklärung Heines, daß hier das Wort privatim soviel mierende Vorwurf gemacht wurde, daß er beim Bezug der Ma- bedeute wie außeramtlich", wollte er sich solche Schlußfolge schinen für den Vorwärts" von den Lieferanten sich Schmiergelder rungen verbitten, mußte sich aber vom Herrn Borsigenden belehren Taffen, daß hier tatsächlich das Wort„ privatim" zu verstehen sei als im Gegensatze zu amtlich"! Damit beschied sich denn der Herr Polizeirat, nachdem er vorher noch versichert hatte:" Ich bin teine Klatschbase" und„ Privatim interessiert mich die Presse nicht und pritatim habe ich mit der Sozialdemokratie nichts zu tun". Durch die eidliche Aussage des Herrn Polizeirats steht also feft, daß er privatim mit der" Post" nichts zu tun hat, woraus sich doch wohl die Schlußfolgerung ergibt, daß alle Mitteilungen und Informationen, die Herr Dr. Henninger an die" Post" gibt und geben läßt, von ihm als in amtlicher Eigenschaft oder in amtlichem Auftrage gegeben werden. Quod erat demonstrandum. Die Schlußfolgerung aus dem Eide und Nichteide des Herrn Chefs der politischen Polizei liegt nun für den vorliegenden Fall sehr einfach: Ein höherer Kassube" oder sagen wir ein literarischer Staffube liefert der" Post" das Material und die Informationen; wenn es aber zum Beweis kommt, dann ist dieser literarische Staffube nicht zu haben! 50 Die Beweisaufnahme verlief, wie der Gerichtsbericht an anderer Stelle ergibt, sehr einfach. Waren doch schon bei Beginn der Verhandlung die Angeklagten zur Zurücknahme ihrer Beschuldigungen bereit; nach Vernehmung von nur zwei Zeugen erklärte auch der Redakteur der" Post" sich bereit, öffentlich zu erklären, daß er sich überzeugt habe, daß die Anschuldigungen un richtig seien und er sie daher als unrichtig zurüdnehme. Aber nur bezüglich derjenigen Redakteure, welche den Bost" Artikel einfach nachgedruckt hatten, ließ sich Genosse Fischer zur Zurücknahme der Klage bewegen; gegen die" Post" berweigerte er diese Zurücknahme auch dann noch, als die " Post" Bertreter ein bewegliches Klagelied anstimmten, wie ihr " Hodgestellter Gewährsmann" sie bis zum Termin mit der Behauptung hingehalten habe, er werde ihnen das Beweismaterial liefern; denn, so erklärte Fischer, er müsse mit der Tatsache rechnen, daß irgend ein Reichslügenverbändler aus der Zurücknahme der Klage die Schlußfolgerung ziehe, die Bost" habe zwar keinen Beweis erbringen können, aber Fischer habe es doch für ratsam gehalten, den Prozeß nicht zu Ende zu führen. " Und wie recht Fischer hatte, sich mit der" Post" auf keinen Bergleich einzulassen, zeigte das Verhalten ihrer Vertreter na ch Ablehnung ihres Bergleichsanbietens. Sie stellten jetzt auf einmal die anonymen Verleumdungen bezüglich des Papierbezuges, denen Reghäuser als Sprachrohr gedient hatte, und von denen in der Bost" teine Rede gewesen war, unter Betveis und so werden denn in einem späteren Termin auf Vorschlag der" Post" die pp. Reghäuser, Schliebs, Döblin, Maffini, Muffial, Mahlow für die Behauptungen der Post" ihren Eid abgeben aber wir glauben heute schon prophezeien zu fönnen, der„ Post" wird damit nicht mehr gedient sein als mit dem heutigen Eide des Herrn Polizeirats Dr. Henninger, des Chefs der politischen Polizei. " Und die vorgeladene Preßtommission des Vorwärts" und die Neunerkommission der Vorwärts- Druckerei werden der" Post" und der politischen Bolizei nur einen neuen Beweis liefern, wie armfelig und traurig das Material ist, auf das die" Post" und ihr Ge währamann ihre Verleumdungen gestützt haben. Politifche Ueberlicht. Berlin, den 2. Juni 1908. Offiziersgehälter- Erhöhung. Dem Reichstag wird im Herbst bei seinem Wiederzusammentritt der Entwurf des Gesetzes über die Erhöhung der Offiziersgehälter gugehen. Es handelt sich, wie die Köln. 8tg." berichtet, dabei um die unteren Dienstgrade, und die Erhöhung soll wie bei den Beamten rückwirkende Kraft auf den 1. April 1908 erhalten, wozu ein Nachtragsfrebit nötig wird. Das Gesetz bringt," schreibt das rheinische Blatt, böllige. Veränderungen der Gehaltsordnung, und es sei gleich bemerit, daß die vielfach berbreitete Ansicht, der Entwurf fehe für die Hauptleute usw. weiter Slaffe eine fofortige Erhöhung vor, die von Optimisten bis auf 600 m. jährlich beziffert wurde, in feiner Weise zutrifft. Die neuen Gehaltsstufen steigen auf nach dem Dienstalter oder richtiger gesagt, nach dem Besoldungsalter, das für den Offizier jeben Dienstgrades neben seinem Patent bei der ersten Gehaltszahlung durch die Zentralbehörde festgestellt wird und für das Aufsteigen in die höhere Stufe allein maßgebend ist. Man hat es nicht für möglich gehalten, das Gehalt der HauptLeute zweiter Klasse wie bei der ersten Klasse durch alle Waffengattungen gehen zu lassen, da es weniger ein Dienstgrabgehalt als ein Stellengehalt ist, das an die Stelle der Kompagnies, Estadron- und Batteriechefs gebunden ist. Es wird somit auch in Bukunft, wie es vielfach der Fall ist, vorkommen können, daß ein Hauptmann der Infanterie das Gehalt als Hauptmann zweiter Klasse nicht bekommt, weil er noch nicht Kompagniechef ist, während ein später ernannter jüngerer Oberleutnant bei seiner Beförderung zum Hauptmann, selbst ohne Patent, aber unter Ernennung zum Kompagniechef das Hauptmannsgehalt bezieht, das also dem älteren, mit Patent beförderten Hauptmann versagt bleibt. Dieser muß sich bis zu seiner Ernennung, zum Kompagniechef mit dem Diensteinkommen eines Oberleutnants begnügen, was jezt bei bielen solchen Hauptleuten fast dreiviertel Jahre dauert und nicht allein schon an sich einen nicht unerheblichen Ausfall am Eintommen darstellt, sondern auch bei eintretender Invalidität und fich daraus ergebender Penfionierung besondere Härten enthält. Solche Verhältnisse, die lediglich Misstimmung hervorrufen, sollten nach Möglichkeit vermieden werden, wenn auch infolge der bann notwendigen Versetzungen der Reisekostenfonds ein wenig mehr in Anspruch genommen würde." " Die Angaben der Köln. Beitung" über die Verteilung der geplanten Gehaltserhöhungen sind nicht recht verständlich; nur so viel ergibt sich mit Sicherheit aus der ihr von Berlin zugegangenen Notiz, daß die projektierten Erhöhungen beträchtlicher find, als man burchweg bisher angenommen hat. So sollen z. B. bei den Haupt Leuten drei Gehaltstlassen eingeführt werden und zu den bisherigen beiden Klassen noch eine höhere Selaffe, fagen wir Klasse 1A, hinzutreten. Für Oberleutnants und Leutnants gibt es nur eine Gehaltstlasie, bie aber zwischen einem Mindest und Höchstgehalt m einzelne Gehaltsstufen eingeteilt ist, deren jebe mit weiteren bier Besoldungsjahren erreicht wird, bis die höchste Stufe erreicht ist. Die Meldung der Köln. 8tg." hat allem Anschein nach teinen anderen Swed, als auf die geplanten schönen Ueber raschung vorzubereiten. Man scheint im, Kriegsministerium die Lattik gewählt zu haben, nicht gleich die ganze Dosis dem Bublifum vorzusetzen, sondern die Migtur in fleinen Nationen zu verabfolgen, damit sich der ehrsame Steuerzahler nach und nach an die beabsichtigte neue Schröpfung gewöhnt. Die Firma Krupp und die königlichen Privatfonds. bewiesene und umbeweisbare Behauptung zuriidgewiesen. Nachdem durch ihre Genossenschaften und Einkaufsvereine. Podbielsky verschiedene Zeitungen aber bis in die regte Beit auf diese An- hat fürzlich noch über den mittelständlerischen Bauer gehöhnt, gelegenheit zurückgekommen sind, erscheint es geboten, auch hinsicht der selbst hinter seinem Pfluge herschreitet, während der lich des ersten Teiles des Gerüchtes hiermit festzustellen, daß der Großgrundbesizer Dampfpflüge und andere Maschinen bemuze. firma Strupp niemals weder vor noch nach dem Kriege 70/71 irgend Aber wenn die Herren Dampfpflugbesitzer auch über die eine finanzielle Unterstützung seitens des Kronfideikommisses oder mittelständlerischen Bestrebungen der Gewerbetreibenden spotten, sonst aus töniglichen Privatfonds zuteil geworden ist, als Stimmvieh haben sie sie doch ganz gern. Besonders und daß diese Fonds niemals mit irgend einem Kapital betreibt die Deutsche Tagesztg." den Stimmenfang, indem sie betrage an dem Kruppschen Werte beteiligt ge dem Mittelstande allerlei Versprechungen macht. wesen sind." Freifinnige über den Freifinn. Die Berliner Bolts- 8tg." schreibt in der Nummer vom 31. Mai: " Diese Demagogie des Bündlerorgans wird am besten dadurch gekennzeichnet, daß wir wiederholen, was Professor Schmoller schon in seinem 1870 erschienenen Werke: 8ur Geschichte der deutschen Kleingewerbe" über die Lage der Handwerker im Jahre 1869 aussprach. " „ Die Krisis des Handwerks ist teine Sache für sich, sie ist nur eine Folge der allgemeinen Aenderungen unserer gesamten wirtschaftlichen Verhältnisse. Ein totaler Umschwung der Technik und des Verkehrswesens, eine außerordentlich rasch zunehmende Bevölkerung, eine vollständige Berlegung fast aller Standorte der Industrie wie der Landwirtschaft, eine ganz andere Organisation der bei der Produktion zusammenwirkenden Kräfte, total ver änderte Klassen- und Besizverhältnisse, eine ganz andere boltswirtschaftliche Gesetzgebung, alle diese Momente zusammen haben die moderne soziale Frage geschaffen. Um einen Ueberblick über die wirkliche äußere und innere Lage der Handwerker zu geben, möchte ich sie folgendermaßen Klaffifizieren. Die tüchtigsten Meister, die cholerischen, geistig und körperlich eher gehoben; es sind die self made men, es sind die Stützen der Schulze- Delitzschen Vereine, es sind die Barteigänger der Gewerbefreiheit unter den Meistern selbst, es sind politisch fast durchaus liberale Leute, es sind diejenigen, aus denen immer einzelne zum Befige großer Fabriken sich emporarbeiten. Aber ihre Zahl ist gering, sehr gering. " Die kleinen Neste der ehemaligen Fortschrittspartei wissen sich keinen besseren Nat, als die Front nach links zu nehmen. Mit einer wahren Berserkerwut stürzen sie sich auf die Sozialdemokratie, als ob es für den preußischen Staat der Untergang wäre, wenn unter den mehr als 400 Abgeordneten der zweiten Rammer ein sozialdemokratischer Abgeordneter auftauchte! Dabei ist es nur die durch das Dreiklassenwahlgesetz verschuldete schreiendste Ungerechtigkräftigsten Naturen haben sich durch den Druck der Verhältnisse keit, daß die 315000 fozialdemokratischen Stimmen der letzten preußischen Landtagswahl nicht einen einzigen Abgeordneten durchzusesen vermochten, während es den Konservativen mit ihren 362000 Stimmen möglich war, 203 Abgeordnete in das Abgeordnetenhaus zu bugsieren! Es könnte einen Hund jammern, wenn man denkt, die Fortschrittspartei der sechziger Jahre hat zur Konfliktszeit weit über 100 Mandate zu erringen vermocht. Heute vermögen die Epigönlein eines Waldeck, Twesten, Ziegler ihre zwei Duhend Mandate nur mühselig aufrechtzuerhalten, weil sie ihnen von Junkers Gnaden großmütig zugebilligt werden. Damals erstarkte die Fortschrittspartei an ihrem entschlossenen Kampfe gegen das Junkertum; hente leisten die Führer des verfahrenen Freifinnskarrens dem Junkertum in würdeloser Weise Vorpanndienste. Vor Angst zittern sie, der agrarische Reichskanzler und reaktionärste Ministerpräsident, den Preußen seit Manteuffel gehabt, könne stürzen, und demutsvoll scharen sie sich um ihn wie eine Prätorianertruppe, zugleich mit ihm die Junkerpolitik direkt und indirekt stüßend." Herr v. Gerlach schreibt in der Welt am Montag" bom 1. Juni: Ihnen gegenüber steht die Hauptmasse der kleinen Meister, die über die herkömmlichen Anschauungen, wie über die Not des Tages nicht hinauskommen. Es sind nicht bloß die faulen, phlegmatischen, es ist der Mittelschlag der Menschen, der überall überiviegt. Es sind darunter auch manche Wohlhabende mit ererbtem, seltener mit erworbenem Befig. Sie suchen ihr Handwerk zu treiben, wie es der Vater und der Großvater getrieben; die neue Zeit verstehen sie nicht, sie sehen nur, daß sie trotz aller Arbeit ärmer und ärmer werden; sie haben die dump fe Erinnerung, daß es früher umt das Handwerk besser gestanden habe. Das fittlich Berechtigte ihrer Bestrebungen liegt in einem gewissen spießbürgerlichen Festhalten an althergebrachter Zucht und Sitte, das freilich nicht gepaart ist mit dem Verständnis für die neue technische Bildung, die sie ihren Lehrlingen geben müßten. Ausschließlich sehen sie das Heil der Handwerkersache in Hunftrechten und Innungen, welche doch nichts für das Handwerk leisteten. Sie ließen sich von der Neaktion ins Schlepptau nehmen, welche ihnen mit Wiederherstellung der Zunft bessere Beiten vorspiegelte. Wenn Leute, wie der Geheime Nat Wagener, welche den Bund zwischen den alten Handwertemeistern und der konservativen Partei zu knüpfen suchten, nicht ausschließlich politische Parteizwecke verfolgt hätten, wenn sie mit Energie und den großen Geldmitteln, über welche sie verfügen tonnten, die fyftematische Organisation von technischen Schulen, von Genossenschaften und hauptsächlich von Produktivassoziationen in die Hand genommen, sie instruiert und geleitet hätten, statt mit der Fata morgana einer neuen Zunftepoche die Leute zu täuschen, so wäre auch mit dieser Klasse der Meister manches zu erreichen gewesen." Die Zenerungszulagen für die Reichsbeamten sind am 1. d. M. Aber was find Worte wie Harnisch, Wunde und Kühnheit für die leitenden Herren der freisinnigen Volkspartei? Sie wollen gar keinen Kampf, sie wollen Mandate ohne viel Geld, Mühe und Zeit. Ihnen fehlt die Jugend. Ihnen fehlen die begeisterten Massen. Ihnen fehlt der Glaube an ihre eigene Sache. Sie stüßen sich auf die matten und jatten Phi. I ist er. Ihre Kerntruppe ist die Schar derer, die ihre Ruh in Höhe von über 23 millionen Matt( bavon 21 für die Reichshaben wollen". Sie schämen sich der Taten von 48. Das Herz fällt ihnen in die Hose, wenn sie nur das postverwaltung) zur Auszahlung gelangt. Die mittleren Beamten Wort Straßendemonstration" hören. Ihr lester Neft erhielten 150, die unteren 100 2.von Energie gibt sich aus im Schimpfen auf die Sozialdemokratie. Freifinnig nennen sie sich nur noch aus Tradition. Im Grunde sind sie so reak. tionär, daß ihnen das Bündnis mit den Konservativen ein ganz natürlicher Vorgang geworden ist. Zu Tode gejagt. Wegen Mißhandlung eines Untergebenen mit tödlichem Ausgange hatte sich der Unteroffizier Berthold vont Schüßenregiment Nr. 108 vor dem Oberkriegsgericht in Dresden zu verantworten. Der Liberalismius müßte feinem Schöpfer auf den Der Antlage liegt folgender Sachverhalt zugrunde. Am 15. April Knien danken, daß ihm eine so herrliche Aufgabe gestellt ist führte der Angeklagte eine aus 12 Schüßen bestehende Abteilung wie die der Grringung des Reichstagswahlrechts für vom Schießstand nach der Kaserne. Die Schießresultate fielen nicht Preußen. Er, der durch seine eigene Schuld soviel Kredit zur Zufriedenheit des Unteroffiziers aus, weshalb dieser in eine im Bolke verloren hat, hatte hier eine Gelegenheit, de se große Erregung geraten sein will. Schon als die Soldaten auf dem refaire une virginité". In jungfräulicher Reinheit" konnte Schießstand zum Heimmarsch antraten, äußerte der Angeklagte: er wieder erstrahlen, wenn er sich zum Bannerträger der An den heutigen Tag sollt Ihr denken!" Erst Demokratisierung Preußens gemacht hätte. Viel Schuld aber schien dem Soldatenschinder der geeignete Moment gekommen, burften die Coldaten ein Stück marschieren; nach einigen Minuten kann dem vergeben werden, der durch Taten Buße tut. Man braucht ja gar nicht auf die Barrikaden zu steigen. um die Soldaten zu schitanteren. Er kommandierte Laufschritt!" und ließ die Mannschaften ununterbrochen 600 Ans Blut geht es noch lange nicht. Aber mindestens mußte bis 700 Meter& aufschritt machen. Damit er nicht selbst man zeigen, daß man bereit sei, viel Geld, Mühe mitlaufen mußte, ließ er die Leute dann wieder Kehrt machen und und Zeit daran zu sehen, um dem Volke zu zurücklaufen. Durch dieses unsinnige Sin- und Herjagen an einen seinem Rechte zu verhelfen. Die Oberen" hatten zurücklaufen. Durch dieses unsinnige Sin- und Herjagen an einen kläglich versagt. Darum mußte an den Acheron appelliert warmen Tage wurden die Mannschaften förperlich mißhandelt; sie werden. Das Bolt in feinen Tiefen mußte bem die Soldaten mehrere hundert Meter gelaufen waren, wurde waren in Schweiß gebadet, erschöpft und völlig außer Atem. Nachaufgewühlt werden. Die Leidenschaft galt es, zu plötzlich dem Schüßen Bauer II unwohl, er fing an zu wanken und weden. Schulteran Schulter mit der Sozial brohte umzufallen. Mit Hilfe seiner Kameraden wurde er aus dem bemokratie mußte man der Bülowschen Regierung Kampf ansagen ,, bis zur Abfuhr"." Herr v. Gerlach empfiehlt schließlich folgende Wahlparole! Gliede geschafft. Man brachte den Bebauernswerten in ein nabegelegenes Haus. Der Soldatenpeiniger rückte mit der übrigen Mannschaft nach der Kaserne und lehrte nach einiger Zeit mit einem Sanitätsunteroffizier zurück. Auch der bei derselben Kom,, Die bürgerliche Demokratie ist so jung in pagnie dienende Bruder des krank gewordenen Soldaten war berbeiihrer Organisation, daß sie nur in Teltow- Beeskow felb- geeilt, um Hilfe zu bringen. Der Bustand Bauers hatte sich aber ständig vorgehen konnte. Aber die demokratische Stim inzwischen verschlechtert. Er mußte sich übergeben, und der weiße mung hat sich so stark gezeigt, daß sicherlich die demokrati- Schaum stand ihm vor dem Munde. Man sah ein, daß man ohne idjen Stimmen auch in manchem anderen Wahlkreis den ärztliche Hilfe nichts auszurichten vermochte, weshalb mittels Ausschlag geben werden. Wohin sollen fie fallen? Die Strantenwagen die Ueberführung nach dem Garnisonlazarett erEntscheidung scheint mir nicht schwer. Für die Demokratie lautet die- positive Parole: Für das Reichstagswahlrecht! Und die negative: Wider Bülow und seinen Block! folgte, wo Bauer aber fünf Minuten nach seiner Einlieferung verstarb. Der Unteroffizier Berthold wurde in Haft genommen und gegen ihn Anklage wegen Mihhandlung mit tödlichem Ausgange erhoben. Das Kriegsgericht verurteilte den Angeklagten, nachdem auf Grund des ärztlichen Gutachtens der ursächliche Zusammenhang Bei den freisinnigen Kandidaten soll man sich zwischen Laufschritt und Tob angenommen worden war, zu der die einzelne Person ganz genau ansehen. gefeßlichen Mindeststrafe von einem Jahr und einer Nur wer bei sorgfältiger Prüfung als zuber. Woche Gefängnis. Das Gericht gab zugleich bekannt, daß lässiger Feind jedes Ausnahmegesetes erfunden wird, es beschlossen habe, für den Angeklagten ein Gnabenwer, um eine Person als Beispiel zu nennen, etwa auf dem gesuch(!) einzureichen. Standpunkt Gotheins steht, der kann, der soll die demokratischen Stimmen bekommen. Gegen dieses Urteil hatte der Angeklagte Berufung eingelegt. Das Oberkriegsgericht hatte sich deshalb nochymals mit der Angelegenheit zu beschäftigen. Besonders bemerkenswert ist das Andernfalls ist der Sozialdemokrat ärztliche Gutachten: die Settion der Leiche habe eine Berwachſung der bessere Mann." Agrarischer Handwerkerfang. der Lunge mit dem Rippenfell und eine Vergrößerung des Herzens ergeben. Nach diesem Befund sei Bauer eigentlich dienst un brauchbar gewesen. Die Frage des ursächlichen Zusammenhanges zwischen Laufschritt und Tod beantwortete der Sachverstän dige im Gegensatz zu früher ausweichend. Es sei, so meinte er, als ein Zufall aufsufaffen, daß Bauer gerade an diesem Tage gestorben sei. Die„ Nordd. Allg. 3tg." scheint vom Dementierungsfieber erfaßt zu sein. Jeden Tag bringt sie irgend ein neues Dementi. Das netteste lautet: Geftens der Reichstagsabgeordneten Dr. Erzberger und Dr. Südefum ist in der Reichstagssigung vom 30. März d. J. und später eines Gerüchtes Erwähnung getan worden, wonach die Firma Krupp nach) 1870/71 von der preußischen Kron fideikommißverwaltung einen Borschuß zur Betriebsertveiterung erhalten habe, der noch nicht zurüdgezahlt worden sei und noch legt die Unterlage für eine relativ hohe Getvinnbeteiligung Zu den bewußten Schwindeleien der Agrarier gehört auch Das Oberkriegsgericht gelangte in lebereinstimmung mit der der Strone ait dem Struppschen Unternehmen bilde, und es die Behauptung, die Sozialdemokratie hasse den Handwerker Borinstanz zu der Ueberzeugung, daß der Angeklagte durch die hierauf zurückzuführen sei, wenn die Mitglieder der Artillerie- stand. Die Sozialdemokratie fonstatiert einfach die Tendenz Mißhandlung den Tod Bauers herbeigeführt hat. Es verwarf des. prüfungstommiffion fich zu einer Art von Begünstigung von Krupp der wirtschaftlichen Entwickelung, und diese zeigt, daß die halb die Berufung des Angeklagten, gab aber der Berufung des Geverpflichtet erachteten. Die legtere Behauptung hat der Vertreter Klein- und Mittelbetriebe von den großkapitalistischen zerrieben richtsherrn statt, indem es den Angeklagten zur Degradation des Kriegsministeriums alsbald in derselben Sigung als eine un- I werden. An diesem Berreiben beteiligen sich auch die Agrarier I verurteilte. In letzter Stunde! SUt tooHenloJft Himmel blickte gestern tagüber auf Berlin. Eine glühende Sonne leuchtete nicht mehr angenehm erwärmend, sondern mitleidslos sengend auf die Millionenstadt hernieder. Ihre Glut dörrte die Luft aus, drang in die Backsteinkolosse, welche die Berliner Bevölkerung beherbergen und ruhte schwelend auf den Tachkonstruktionen der Säle, die am Abend die Tausende Berliner Proletarier aufnehmen sollten, die„in letzter Stunde" ein Wort an die Wähler hören wollten.>>> Es wäre kein Wunder gewesen, wenn die Berliner Arbeiter- schaft unter solchen äusseren Umständen vorgezogen hätte, den Körper nach den Strapazen des Tages am Abend zu ruhen. Keine Partei außer der Sozialdemokratie hätte es gestern vermocht, in Berlin allein 2S große Versammlungssäle zu füllen, abgesehen von den zahlreichen Versammlungen der Vororte. Die liberalen Spießer lustwandelten lieber gemeinsam mit der bekannten patriotischen Mischung von Zylinderhut und Schnapspulle Unter den Linden, wo wieder einmal eine höfische Veranstaltung die Schutzmannschaft und diese das„Volk" zusammentrieb. Nachdem die liberalen Patrioten am Morgen in ihrem Leibblatt mit tiefem, sittlichem Ernst zustimmend die Vorhaltungen an den Bürgermeister gelesen hatten, sich bei höfischen Prunkfestcn nicht als Staffage mißbrauchen zu lassen, gingen sie abends fröhlichen Herzens, sich von der Polizei den Herrschenden als in Freiheit dressiertes„Volk" vorführen zu lassen. Solche Gesinnungslosigkeit ist keine B l o ck f r uch t, sie machte den Block erst möglich I!> Gestern abend trug sie jedenfalls dazu bei, das neu> deutsche Versammlungsrecht über die Maßen freiheitlich erscheinen zu lassen. Die sozialdemokratischen Wählerversammlungen tagten— und die Welt steht noch!— fast alle ohne polizeiliche Ueberwachung! Mindestens sahen wir in den Versammlungen, die wir zwecks In- Zeitungs Zwillinge. Die Vereinigung der„Post" mit der„National-Zeitung" ist bollendete Tatsache. Beide Unternehmen haben die vom Kommerzien» rat Bartling vorgeschlagenen Bedingungen, die bekannt sind, unter« zeichnet. Der politische Teil der„National-Zeitung" soll selbständig bleiben. Die„National-Zeitung" wird also künftighin in ihrem politischen Teile nationallibernl, in ihren übrigen Teilen frei- konservativ sein, die übrigen Teile werden von der Redaktion der „Post" versorgt. Die Geschäftsstelle beider Zeitungen ist gemeinsam. Die„Post" hat die Druckerei der„National-Zeitung" übernommen und siedelt von ihren alten Räumen in der Zimmerstraße nach der Lindenstraße über. Die Fusion tritt am 1. Juli in Kraft. Das Personal der„National-Zeitung" wird mit Aus« nähme einiger Redakteure entlassen. Die vereinigten Zeitungen werden sich zu einer neuen G. m. b. H. zusammentun.— Spionageprozeh. Das Reichsgericht fällte im Prozeß Schiwara, der wegen Spionage im Dienste des Auslandes angeklagt war, das Urteil. Der Angeklagte wurde zu 12 Jahren Zuchthaus, 10 Jahren Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht verurteilt. Fünf Monate Unter- suchungshaft wurden auf die Strafe angerechnet. Der Angeklagte wurde für schuldig befunden eines vollendeten und versuchten Ver- brechens in fortgesetzter Handlung nach§ 1 und eines vollendeten und versuchten Verbrechens nach§ 3 des Spionagegesetzes. Bei der Strafzumessung erschwerend war in Betracht zu ziehen die gemeine und ehrlose Gesinnung, die der Angeklagte an den Tag gelegt hat, und die große Gefährlichkeit seiner Handlungsweise. Festgestellt ist, daß er sich von Unteroffizieren Kenntnis von geheim zu haltenden Dingen und Gegenständen verschafft hat.— Oeftermcb. Die Wahrmund-Affäre. Innsbruck, 2. Juni. Professor Wahrmund hat gestem seine Vorlesung wieder aufgenommen. Heute erwartete man neue Störungen von feiten der Klerikalen. Der Statthalter von Tirol hat infolgedessen die Schließung der Universität angeordnet. Da die freiheitlichen Studenten diese Maßregel als ein Zugeständnis an den Klerikalismus auffassen, so hält man den Ausbruch eines Universitätsstreiks für wahrscheinlich. Innsbruck, 2. Juni. Da seitens der freiheitlichen Studenten- schaft infolge Schließung der Universität Demonstrationen befürchtet werden, sind Gendarmerie und Polizei für alle Eventualitäten in Bereitschaft gesetzt. Sämtliche Univcrsitäts- gebäude sowie das Haus der katholischen Verbindung Austria und die Gebäude mehrerer christlich-sozialer Blätter werden von Gendarmerie bewacht. Luxemburg. Die Stichwahlen. Luxemburg, 2. Juni. Bei den heutigen Stichwahlen zur teilweisen Erneuerung der Kanimer siegten im Wahlkreise Luxem- burg-Land die Liberalen mit sechs von sieben Mandaten. Im Wahlkreise Esch(Erzbecken), mit 11 Sitzen, ging die gemein� same Liste der Liberalen und Sozial: st en gegen die der Katholiken mit großer Mehrheit durch. In den vier anderen Wahlkreisen haben sich die Parteiverhältnisse nicht erheblich ver- ändert. 6ngland. General Buller gestorben. General Balle r ist im Alter von SS Jahren Montag nachts gestorben. Buller hatte an verschiedenen englischen Kolonialkriegen in hervor- ragender Stellung teilgenommen. Als kommandierender General im Burenkrieg erlitt er am IS. Dezember 1899 am T u g e l a- fluß eine schwere Niederlage, der dann eine zweite am Spions- k o p folgte. Erst als General Roberts mit großen Verstärkungen gelandet war, war das Geschick der Buren besiegelt. DammavK. Die Ergebnisse der Reichtstagssession. Kopenhagen, 28. Mai.(Eig. Ber.) Die nun beendete Reichstagssession war außergewöhnlich frucht- bar. Es wurden nicht weniger alsl 91 Gesetze und Gesctzesände- rungen beschlossen, von denen einige von großer Bedeutung sind. Durch eine Reihe von Gesetzen ist die wirtschaftliche Lage der Staatsangestellten, der Postboten, der Lehrer usw., etwas verbessert worden, neue große Eisenbahnanlagen wurden beschlossen, die U n» fallversicherung wurde auf die land« und forstwirtschaft- lichen Arbeiter ausgedehnt, die Rechts st ellung der außer- ehelich geborenen Kinder und ihrer Mütter wurde ver- bessert, dem Mißbrauch ausländischer Wanderarbeiter wurden durch Gesetz gewisse Grenzen vorgeschoben und der A ch t u h r l a d c n- schluß gesetzlich eingeführt. Dazu kommen: die Gemeinde- Wahlrechtsreform mit der Abschaffung des Zweiklassenrechts formation aufsuchten, sehr wenig von der den Berlinern so teuren Polizei, desto mehr dafür Unter den Linden. Bei Keller, bei Lips, in Lokalen also, die sonst sich einer aufmerksamen Ueberwachung erfreuen, standen nur wenige Posten. In der Schönhauser Vor- stadt, auf dem roten Gesundbrunnen und dem gefährlichen Wedding hätte jeder Droschkenführer ohne Aussicht auf ein Strafmandat links fahren können. Nirgends leuchteten die gelben Gürtel mit den gefährlichen Browningpistolen aus dem Dunkel. Auch die Polizei zog gleich den liberalen Blockhelden den höfischen Dienst dem Kampf gegen den Umsturz vor. So konnten unsere Genossen ohne Aufsicht und ohne Bevormundung tagen. Und die natürliche Folge war, daß es nirgends zu unangenehmen Zwischenfällen kam. Tie Frauen waren übrigens in den Versammlungen diesmal anscheinend nicht in solchen Massen zugeströmt wie vor acht Tagen. Verhältnismäßig am stärksten von Frauen besucht erschien uns die Versammlung bei Groterjan in der Schönhauser Allee. Die Gegner fehlten fast gänzlich. Bei Goßmann in der Kreuzberg- straßc trat ein bürgerlicher Redner auf, der in ruhiger Weise aus- führte, daß jeder wirkliche Wahlrechtsfreund bei dieser Wahl nur einem Sozialdemokraten seine Stimme geben könne. Im Gegen- sah dazu trat der„freisinnige" Kandidat Schöler in den Pharu s- sälen als Diskussionsredner in einer Weise auf. die durchaus harmonisch zu seinen bekannten Rausschmeißer-Manieren paßte. Unsere Genossen waren sich überall einig, daß an einen Kuhhandel mit dem Blockfreisinn in keiner Weise zu denken sei, ja, daß die Hauptaufgabe gerade der Berliner Arbeiterschaft darin bestände, diesen Freisinn aus dem Sattel zu heben. Mit dem Gelöbnis, in dieser Beziehung am heutigen Tage ihre volle Pflicht und Schuldigkeit zu tun, gingen die Versammelten auseinander! und der Einführung des Frauen- und des Dienstboten- Wahlrechts, dann die Zollreform, die die indirekten Steuern um ungefähr den zehnten Teil herabsetzt, die Gerichtsreform, eine Verbesserung des Altersversorgungsgesetzes und schließlich die beiden Notgesetze über außerordentliche Zuschüsse zu den Hilfs- und den Arbeitslosenkassen, sowie über Staatsdarlehen an Gemeinden zwecks Isinbau übervölkerter, ungesunder Stadtteile. Soweit alle diese Gesetze schätzenswerte demokratische und soziale Fortschritte enthalten, sind sie wesentlich dem Einfluß und den Anträgen der Sozialdemokratie zu verdanken, die außerdem noch eine Reihe von Gesetzentwürfen eingebracht hatte, die nicht zur Durchführung kamen. Auch das Versprechen des Ministerpräsi- deuten über die neue Einteilung der Reichstagswahlkreise gab er nur auf das Drängen unserer Genossen ab. die schon vor Jahren Erfüllung der Verfassungsbestimmung forderten, daß auf je 16 009 Köpfe der Bevölkerung ein Folkethingsmann kommen soll. Bedauerlich ist es, daß der Antrag unserer Genossen auf Ein- setzung einer Kommission zur Untersuchung der Verwaltungsprak- tiken des Justizministers Alberti abgelehnt wurde. Die Regierungs- Partei brachte es in der letzten Sitzung fertig, jede Diskussion darüber zu verhindern; der Minister, dessen Verquickung von Amts- tätigkeit und Privatgeschäften selbst nach dem Ausspruch konser- vativer Politiker beschämend für das ganze Land ist, wird also vor- erst weiter im Amte verbleiben. Rußland. Eine Schandtat der DumamajoritSt. Nach einer heißen Debatte, die zwei Sitzungen hiudurch gedauert hatte, beschloß die Duma die Ausschließung des Sozial- demokratenKossorotow, der wegen einer öffentlich ge- haltenen Rede gerichtlich belangt wird. Die Dumakommission hatte die Auslieferung beantragt. Die Rede wurde am 8. November v. I.. einige Tage vor der Duma- eröffnung auf einer kleinen Station der Samara-Slatoustowsker Bahn gehalten. Die Anklage stützt sich auf die widersprechenden Aussagen eines tatarischen Landpolizisten, der nicht einmal der russischen Sprache mächtig ist. Trotzden, erfüllte die gefügige Duma den Wunsch der Regiermig, während noch die zweite Duma in ähn- lichem Falle solche Schandtat zu verüben sich geweigert hatte. Die Majorität der Duma hatte es so eilig, sich des unbequemen Sozialdemokraten zu entledigen, daß sie(mit 187 gegen 129 Stimmen) den unsinnigen Beschluß faßte, den Fall Kofforotow zu prüfen, ohne auf die prinzipielle Seite der Frage einzugehen. Genosse Ge- g e t s ch k o r i traf darum den Schwerpunkt der ganzen Frage, als er das Vorgehen der Blockgenossen als einen Akt der politischen Rachsucht gegenüber der Sozialdemokratie bezeichnete. Er wies auf die ungeheuerliche Tatsache hin, daß einige Mitglieder derKommission schon allein die Zugehörigkeit Kossorotows zur sozialdemokratischen Fraktion als genügenden Grund bezeichnet hatten, die Anklage als vollkommen glaubwürdig zu betrachten. Wenn selbst die Duma- kommission so vorging, was kann also von der Regierung erwartet werden?„Für die Regierung— so erklärte Gegetschkori— ist die Ausschließung Kossorotows bloß der erste Schritt zur Ver« nichtung der proletarischen Vertretung in der dritten Duma. Für die Regierung ist eS nicht genug, daß sie Millionen von Bauern und Arbeitern durch'das Wahlgesetz vom 16. Juni entrechtet hat. sie begnügt sich nicht damit, daß Millionen von Proletariern durch ein kleines Häuflein von Ab- geordneten in der Duma vertreten find, sie will auch dieses Häuflein vernichten, und dieser Wunsch ist vollanf begreiflich. Wahrscheinlich reist schon irgendwo-in den In- quisitionSräumen des Polizeidepartements der Plan einer„Ver- schwörung" und eines„bewaffneten AufstandeS" heran und wahr- scheinlich ist der Tag nicht mehr fern, da dieser Plan sich in einer Anklageschrift realisiert, die gegen die sozialdemokrattsche Fraktion gerichtet ist... Die Blockgenossen beantworteten die mutigen Worte Segetschkoris mit einem wahren Wutgebrüll. fie machten aber nicht einmal den Versuch, die Wucht seiner Anklagen zu entkräften. Vergebens appellierte der„radikale" Oktobrist Fürst Uwarow an den gesunden Egoismus des Dumazentrums, indem er darauf hinwies, daß die Oktobristen unter einem Ministerium Dubrowin in dieselbe Lage gelangen könnten, wie gegenwärtig der Sozialdemokrat Kofforotow. Für die Mehrzahl seiner FraktionSgenoffen war es ausschlaggebend. daß der Justizminister Schtscheglowitow � angeblich, um das„An- sehen' der Duma zu schützen— die bedingungslose Ausschließung Kossorotows verlangte. Wenn die Regierung ruft, dam» müssen die Oktobristen parieren. CürKei. Die mazedonischen Reformen. Zwischen England und Rußland wird in letzter Zeit eifrig über die mazedonischen Reformvorschläge unterhandelt. Nunmehr wird offiziös aus London gemeldet, daß die Ergebnisse der Ver- ' Handlungen, bie in den letzten Wochen zwischen den beiden Re« gierungen gepflogen wurden, die Schwierigkeiten in ge- wissen Punkten beseitigt haben und daß sie ein völliges Einvernehmen in naher Zukunft wahrscheinlich machen. Als nächster Schritt sei die Antwort Rußlands auf die britische Note zu erwarten. MroKKo. Französische Nervosität und alldeutsche Verrücktheit. Bekanntlich hat der f r a n z ö s i s ch e Botschafter in Berlin, Herr Cambon, bor kurzem eine Unterredung mit dem Staatssekretär v. Schön gehabt, in der er die allmähliche Zurückziehung der französischen Truppen in Aussicht stellte. Damit schien die Marokkofrage viel von ihrer Spannung ver- loren zu haben. Nun macht sich aber in der französischen Presse in den letzten Tagen eine größere Beunruhigung geltend und gerade in Organen, die der französischen Regierung nahe stehen. Mit auffallender Schärfe wird gegen die alldeutschen Narreteien zu Felde gezogen, mit einer größeren Schärfe. als diese Hanswurstereien an sich verlohnten. Es ist dabei nicht zu verkennen, daß in den allerletzten Tagen die Polemik nur noch entschiedener geworden ist und gestern hat sich die „Aurore" in Form einer Polemik gegen die„Humanitö" direkt gegen die deutsche Regierung gewandt. Das radikale, also regierungsfreundliche Blatt schreibt: Es sei notwendig, daß die russisch-französische Allianz immer enger werde. Deutschland, das uns in den letzten Tagen mit Repressalien drohte und mit unglaublicher Naivität erklärte, es werde die Gründung eines neuen Drei« bundes nicht dulden, sei der beste Agent für Frankreichs auswärtige Politik. Durchsein brüskes und provozierendes Austreten habe Deutschland das System der Ententen geradezu Frankreich aufgedrängt. Uns klingen diese Annahmen, die deutsche Regierung hätte sich in einer Weise in französische Angelegenheiten gemischt, die im umgekehrten Falle sicher sehr scharf zurückgewiesen würden, sehr unwahrscheinlich. Und sie werden nicht viel wahrscheinlicher durch die Darstellung eines italienischen Blattes, des deutschfreundlichen„Corriere della Sera", das benchtet, die Mitteilung Cambons sei auf Drängen Deutschlands erfolgt. Seine Erklärungen hätten aber nicht durchaus befriedigt. Die Rcichsregierung hätte den Botschafter darauf aufmerksam gemacht, daß die Er- klärungen sehr vag seien, denn sie fixierten keinerlei Termin für die Räumung, während Deutschland diese Räumung noch vor Ende Juni wünsche. Die Mitteilungen hätten das Gepräge der Höflichkeit gettagen, aber die letzte Antwort Deutschlands wäre doch recht energisch gewesen. Immerhin wäre es Zeit, wenn endlich die„Nordd. Allg. Ztg." diese UnWahrscheinlichkeiten dementierte und nicht die Vermutung aufkommen ließe, daß die Beseittgung der friedensfreundlichen Kamarilla einen ungünstigen Einfluß aus die Haltung unserer auswärttgen Polittk ausgeübt hätte. Auch ein kalter Wasserstrahl für die aufgeregten All- deutschen könnte nur nützen. Die neueste Verrücktheit ist eine Resolution, welche die Abteilung A l l e n st e i n der Kolonial- gesellschaft(wann wird die Abteilung Dalldorf gegründet?) in der Hauptversammlung beantragen will, die am 12. Juni in Bremen stattfinden soll. Danach soll an den Reichskanzler das Ersuchen gerichtet werden, „mit eindringlichen Mitteln darauf hinwirken zu wollen: daß Frankreich seiner Zusage gemäß baldigst seinem kriegerischen Vorgehen in Marokko ein Ende setzt, ins- besondere Casablanca räumt, daß Vorkehrungen getroffen werden, um einer Wiederholung der gegenwärtigen Ver- Hältnisse vorzubeugen, daß, wenn eine Revision der Algeciras- Abmachung erfolgt, dies lediglich im Sinne einer einschränkenden Festlegung der Rechte Frankreichs geschieht, daß endlich die Kosten für den Ersatz der den deutschen Kaufleuten in Casablanca erwachsenen Schäden lediglich denjenigen zur Last gelegt werden, welche d i e Unruhen dortselbst verursacht haben." Frecher kann man die Kriegshetze schon nicht betteiben. Da man aber im Ausland die Bedeutung dieses Unfugs überschätzen könnte, wäre eine energische offiziöse Zurück- Weisung sehr heilsam.— Eine vernichtete Mahalla. Paris, 2. Juni. Ein Telegramm des AdmiralS Philibert meldet, daß die von einem Bruder des Kaids El Glaui befehligte Mahalla Mulay Hafids von den� Kaid Aballag im Zigora- Gebiete vernichtet worden sein soll. Die Mahalla BagdadiS sei mit Waffen und Gepäck nach Rabat zurückgekehrt. Aegypten. Begnadigt. Kairo, 81. Mai. Die wegen Angriffs auf die RegierungStruppen und Ermordung deS stellverttetenden Inspektors der Blaue-Nil- Provinz Scott Moncrieff zum Tode verurteilten 12 An» geklagten wurden zu lehenslänglicher Zuchthausstrafe begnadigt.— Htnerttta. Eine Intervention der Bereinigte» Staate». Washington, 2. Juni. Infolge des Auftretens revolutionärer Strömungen bei der Präsidentenwahl« Bewegung in P a n a m a werden vlX) von den auf dem JsthmuS stationierten amerikanischen Marinesoldaten«ach verschiedenen Wahlorten entsandt werden, um den gesetzmäßigen Vollzug der Wahlen zu sichern. Letzte JVadmchtcn und Oepelcken. Der Blitz im Telephonamt. Barmen, 2. Juni.(W. T. B.) Durch Blitzschlag entstand heute früh im Umschalteraum des hiesigen TelephonamtcS Feuer. das aber bald gelöscht wurde. Ungefähr 660 Anschlußleitungen wurden zerstört. Auch etwa zwanzig Fernleitungen wurden ge- stört, konnten aber bald wieder betriebsfähig gemacht werden. Bergmanns Tod. Zabrze, 2. Juni.(B. H.) Durch herabstürzende Gesteins. maffen wurde in der vergangenen Nacht auf der Redengrube der Bergbeamte Czech getötet. Eisenbahn-Zusammenstoh. Wien, 2. Juni.(B. H.) Auf der Lokalbahnlinie Wien— Mödling stieß heute ein Personenzug mit einem Güterzug zu- sammen. Zwei Personen wurden tödlich, tzieiJehn schwer und eine Anzahl leichter verletzt. Unwetter in Belgien. Brüssel, 2. Juni.(B. H.) Das gestrige Unwetter hat in ganz Belgien, besonders in Flandern, großen Schaden angerichtet. In Bürget wurde ein Mann vom Blitz erschlagen, in Hamme zwei Personen vom Blitz getroffen, aber nur leicht verletzt. Zahl- reiche Wohnhäuser wurden durch Blitzschlag in Brand gesetzt. Verantw, Redakt.: Georg Davidsohn, Berlin. Inseratenteil verantw,: Th, Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdr.u. Verlagsanstalt Paul Singer L- Co., Berlin L1V. Hierzu 4 Beilagen u.Unterhaltungsbl, Nr. 128. 25. JelMvg. I Ktiligt Ks ,, Uittmch, 3. Mn M8. Sie Schmiergelcker Ser„Pott" vor Sericht. Sozialdemokraten laufen nicht gern zum Gericht, NM einen Verleumder auf die Schlachtban! zu liefern. Es gibt aber Ver- lcumdungen von solcher Niedertracht, daß dem Verleumdeten schlich- lich nur übrig bleibt, durch ein gerichtliches Bcweisverfahrcn den Verleumder zu brandmarken. Im Dezember vorigen JahreS hatte die„Post" in gewohnter Skrupellofigleit die Mitteilung verbreitet, unser Genosse Reichs- tagsabgeordneter Richard Fischer habe seine Stellung als Geschäftsführer der Vorwärts-Druckerei dazu mißbraucht, sich durch Annahme sogenannter Schmiergelder persönliche Vorteile zu verschaffen. Fischer habe, so wurde in dem Blatt behauptet, sich Provision von einer Fabrik zahlen lassen, die für die Vorwärts- Druckerei im Jahre 1903 neue Maschinen zu liefern hatte. In öffentlicher Versammlung habe er sich wegen dieser Schmiergelder- gcschichte vor seinen Genossen verantworten müssen, er habe aber erklärt, das sei so üblich, und daraufhin habe man ihm das Geld belassen. In einem zweiten Artikel wurden diese kühnen Ver- lcumdungen noch dahin ergänzt, eine„Corporc-Versammlung" sei es gewesen, in der man ihn zur Rede gestellt habe. Andere Blätter übernahmen den frechen Schwindel, und ein paar davon fügten aus Eigenem noch einige Bosheiten hinzu. Die„Deutsche Tages- zcitung" z. B. setzte darüber die hämische Ueberschrift:„Ein Ge- nosse als Provisionscmpfänger" und bezeichnete die Nachricht als eine„Reminiszenz", wie wenn sie etwas Altbekanntes wäre. Die „Nationalzcitung" hängte die Bemerkung an, schwerlich werde es Fischer gelingen, den Nachweis zu führen, dah beim„Vorwärts" das System der Schmiergelder nicht üblich sei. Die gerichtliche F e st st e l l u n g, dah der„Informator" der„Post" und des übrigen Zeitungsgeschwisters ein bösartiger Verleumder ist, sollte am Dienstag vor der 147. Schöffen- abteilung des Amtsgerichts Berlin-Mitte erfolgen. Genosse Fischer hatte Klage erhoben gegen die Redakteure Petersohn von der„Post", Richter von den Berliner„Neuesten Nachrichten", Becker von der„Deutschen Tageszeitung", Hartwig vom „Reich" und von der„Staatsbürgerzeitung", Wandel von der „Freisinnigen Zeitung", Dr. Harms von der„Nationalzeitung", H o f f m a n n von den„Hamburger Nachrichten". Ter Vorsitzende Amtsgcrichtsrat Jockisch begann die Verhandlungen mit dem üblichen Einigungsversuch, auf den Richter und Becker sofort eingehen wollten. Rechtsanwalt Genosse H e i n e, der Rechtsbcistand des Klägers, erklärte hierzu, von einem Vergleich könne keine Rede sein, solange die Beklagten immer noch, wie das ja auS ihren Beweisanträgen hervorgehe, ihre Behaup- tungen als wahr hinstellen. Fischer sei es seiner Stellung im öffentlichen Leben schuldig, zu fordern, dah jetzt von den Beklagten unumwunden zugegeben werde, jene Behauptungen seien unwahr. Er dürfe sich nicht genügen lassen an der Erklärung, dah sie nicht als wahr hätten bewiesen werden können, es müsse rückhaltlos er- klärt werden, dah sie sich als unwahr herausgestellt haben. Dah sie unwahr sind, das müsse durch diese Gerichts- Verhandlung nachgewiesen werden. Die Verdächtigungen würden nach kurzer Zeit von neuem auftauchen, wenn Fischer jetzt nicht mindestens einen der Beklagten verurteilen lasse. Solche An- griffe seien nur möglich, weil man meine, einem Sozial- demokraten dürfe alles nachgesagt werden, der klage ja doch nicht. Auf einen Vergleich auch mit der„Post" ein- zugehen, sei ganz undenkbar. Sie habe jene Behauptungen noch wiederholt, nachdem sie auf ihre Erkundigungen(z. B. bei der Mergenthaler Setzmaschinenfabrik) bereits die Auskunft er- halten hatte, dah ihre„Informationen" auf Unwahrheit be» ruhten. Diesen Ausführungen Heines fügte Genosse Fischer die Erklärung hinzu, im Hinblick auf seine Stellung als Reichs- tagsabgcordncter sowie auf das Vertrauen, das die Partei ihm entgegenbringe, müsse er daraus bestehen, durch ein Beweis- verfahren die Unrichtigkeit der übex.ihn ver- breiteten Behauptungen darzutun. Hiernach muhte in die 4, Beweiserhebung"-f'w-ven?«««?' lUHWff.ib- eingetreten werden. Vernommen wurde zunächst der Polizei- r a t D r. H e n n i n g c r, Dezernent der politischen Abteilung des Berliner Polizeipräsidiums. Von seiner Aussage wurde einige Aufklärung darüber erwartet, wo die„P o st" ihre„I n f o r- mationen" her habe. Indes, Her Henninger übergab dem Gericht ein Schreiben des Polizeipräsidenten, durch das ihm die Genehmigung zur Aussage versagt worden war. Es entspann sich zwischen dem Herrn Polizeirat und dem Rechtsanwalt Heine samt dem Vorsitzenden eine lebhafte Aus- einandersetzung, ob der Polizeipräsident überhaupt das Recht habe, so ganz allgemein die Genehmigung zu versagen. Der Vorsitzende stellte dem Herrn Polizeirat in Aussicht, dah das Gericht nötigen- falls ihn durch Verhängung einer Strafe zur Aussage zwingen werde. Für die dem Zeugen vorzulegenden Fragen müsse einzeln geprüft werden, ob dadurch dienstliche Angelegenheiten berührt werden. Als Heine ankündigte, er wolle den Zeugen auch fragen, ob etwa er selber Informationen an die „Post" geliefert habe, erklärte der Herr Polizeirat, auch hierauf werde er nicht antworten, antworten dürfe er ja überhaupt nicht. Wieder wurde hin und her gestritten, ob durch diese Frage eine dienstliche Angelegenheit berührt werde. Herr Henninger meinte, auch wenn angenommen werde, dah es sich dabei nur um eine Privatangelegenheit handeln könne, habe er doch keinen Anlah, zu antworten. Erst als ihm vom Vorsitzen- den sehr energisch klargemacht wurde, dah er über Privat- angelegenheiten Auskunft zu geben habe, bequemte er sich zu der Erklärung, privatim habe er mitder ganzen Sache nichtszutun gehabt. Er wurde dann vereidigt. Die nach- trägliche Frage Heines, ob Herr Henninger die„Post" mindestens „inspiriert" habe, wurde vom Vorsitzenden zurückgewiesen. Zu der Frage, ob Fischer überhaupt Schmiergelder gekriegt habe, wurde dann vernommen Herr Josef Klein, der Berliner Vertreter der Johannisberger Maschinenfabrik, die dem.Vorwärts" Schnellpressen geliefert hat. Herr Klein erklärte, niemals habe Fischer Provision erhalten. niemals habe er solche gefordert, nie sei zwischen ihnen von Pro- Vision die Rede gewesen. Wohl komme es vor, daß die von ihm vertretene Firma Provision zahle, aber nie sei an Angestellte des„Vorwärts" etwa» gezahlt worden, nicht an Richard Fischer, nicht an Eugen Ernst sauf den die Ver- teidigung der Beklagten gleichfalls hinwies), nicht an irgend einen anderen Angestellten. Es sei auch ausgeschlossen, dah Fischer oder sonstwer von einem anderen Vertreter seiner Fabrik geschmiert worden sei. Alle Verhandlungen mit dem„Vorwärts' muhten durch, Klein geführt werden, hinter seinem Rücken durfte und konnte sie kein anderer führen. In kommissarischer Vernehmung haben die Inhaber der Fabrik mit der- selben Bestimmtheit bekundet, ihnen sei nichts davon bekannt, dah Fischer Provision erhalten habe. Die„Post"-Verteidiger, Rechtsanwälte Hercher und Müller, hatten an der Klarstellung noch nicht genug. Sie be- hauptetcn, die Schmiergeldergeschichte habe doch in der sozial demokratischen Partei Aufsehen erregt und Un willen hervorgerufen, Fischer habe sich deshalb verant- Worten müssen, und so weiter. Um zu beweisen, dah auch diese „Post"-Bchauptungen nicht zutreffen, hatte Fischers Rechtsbeistand eine Reihe Zeugen laden lassen, z. B. für den Wahlverein von Berlin II Hermann Werner und R a u t m a n n, für die Vorwärts-Druckerei Rahn, für die„Vorwärts"-Redaktion Ströbel. Genosse Hermann Werner bekundete, Ncxhäusers„Kor- respondeut" sei es gewesen, der einmal mit Bezug auf den„Vor- wä'rts" behauptet habe, da werde schlechtes Papier geliefert und X D bekomme 1000 M. für guten Papierabschluh. Dieser Angriff habe nur auf den Geschäftsführer Fischer bezogen werden können. Der Vorstand deS Wahlvereins habe Stellung hierzu nehmen müssen, in einer Versammlung habe dann Fischer erklärt. niemals Provision erhalten zu haben, und nie- mand aus der Versammlung habe diese Er- klärung angezweifelt. Eine Klage gegen die Notiz des „Korrespondent" sei wegen ihrer raffiniert geschickten Fassung aus sichtslos gewesen, Fischer habe den Inspirator einen Schuft und il» Preußens Proletariat. Vorwärts, Arbeitsbataillone, Vorwärts in die Wahlrechtsschla'cht! Trotzt dem Spotte, trotzt dem Hohne, Trotzt dem Uebermut der Macht! Stürmet wider alle Schranken, Starren sie auch bergehoch— Vor der Windsbraut der Gedavkev Brechen die Verhalten doch! Unrecht ist's, daß die Schmarotzer Sitzen auf dem hohen Nosi. Jetzt, Ihr Trotzer. seid E r trotzer! Spart nicht Hiebe noch Geschoß! Nur nicht zweifeln, nur nicht zagen» Ob's auch führen mächt zum Sieg— Alles, alles müßt Ihr wagen Für des Wahlrechts heil'gen Krieg! Zwar, es wird kein fröhlich Ringen, Wie es sonst durchbraust das Land. Allwärts Stricke, allwärts Schlingen, Tie da hindern Fuß und Hand? Doch wer Welten hält im Schwange, Auch wohl dies Gespinst zerreißt— Volk, zertritt den Kopf der Schlange, Führ' zum Sieg den freien Geist! Oeffne Deines Zornes Schleusen, Stimme an das Feldgeschrei, Zeig' dem alten Junker-Preußen. Was Dein Wunsch und Wille sei! � Mammons Herrschast geh' zur Neige, Stürzen muß sie im Gefecht— Siegreich ans zum Lichte steige Frei der Arbeit Menschenrecht! e _ E. flla et. Kleines Feuilleton. Die Lügen der Kinder. Zur Psychologie der kindlichen Lüge, deren Bedeutung namentlich auch für den Fall von Zeugenaussagen vor Gericht in letzter Zeit viel erörtert worden ist, bringt Ida Faggiani in der italienischen Zeitschrift für angewandte Psychologie einige interessante Beispiele bei. Es handelt sich bei den Kindern nicht eigentlich inn bewußtes Lügen; der viel stärker entwickelten Macht der kindlichen Phantasie fehlen vielmehr die Hemmungen, die bei den Erwachsenen eintreten, und die Autosuggestion und auch die Massensuggestion üben auf das kindliche Gemüt eine �sehr viel stärkere Wirkung aus. Die Verfasserin hat hier einige merkwürdige Er« fahrungen gemacht. Eines Tages sagte sie zu einer Klasse von nenn- bis elfjährigen Mädchen, sie habe nahe bei der Schule ein kleines Mädchen gesehen, das um Almosen bettelte, und sie fragte die Kinder, ob auch eins von ihnen der kleinen Bettlerin begegnet wäre. Zehn Schülerinnen erhoben sich sofort und versicherten, sie hätten sie gesehen: nach kurzer Zeit wollten sie bereits zwanzig gesehen haben, fünf blieben unsicher und nur fünf blieben frei von der suggesttven Wirkung der Frage, während die anderen zwanzig so völlig über- zeugt waren, die Bettlerin beobachtet zu haben, dah sie eine genaue Beschreibung von ihr entwarfen, und viele erklärten, sie sähen sie noch fast leibhaftig vor Augen l Ein andermal erzählte eine Frau von den Streichen eines Orang-Utan, der in den Tagen ihrer Kindheit in ihrem Elternhause gewesen wäre. Bei der Unterhaltung war ihr Söhnchen zugegen, ein intelligenter Knabe von fünf Jahren, der höchst gespannt zuhörte.„O. ich erinnere mich noch sehr gut daran," rief er plötzlich dazwischen, wie er mir auf den Rücken sprang und mich beihen wollte; aber ich habe ihn bändigen können und habe ihn tüchtig durchgeprügelt."„Aber wenn Du noch nicht geboren warst," warf die Mutter em,„wie hast Du ihn denn sehen können?"„Ja," antwortete das Kind und wurde ganz aufgeregt,„ich habe ihn aber wirklich gesehen,' er hatte ganz langes Haar, Pfoten mit spitzen Krallen, er sprang und lief herum und er servierte die Schüsseln bei Tisch!" Und dann erzählte das Kind ganz genau, was der Affe alles getan hätte; hätte man es nicht anders gewußt, so würde man un- bedingt geglaubt haben, daß es daS alles gesehen hätte. Noch ein drittes Beispiel wird ausführlich analysiert, in dem ein kleines Mädchen eine lange Geschichte von einem Manne erzählte, der es vom Hause fortgeführt und geschlagen hätte, und von einem Polizisten, der cS dann befreite,— sogar die Nummer deS Polizisten gab das Kind an,— und das alles wurde so detailliert geschildert, daß man dem Kinde glaubte, bis es sich hcransstellte, daß es davon gelaufen war, um mit anderen Kindern zu spielen. Eine Darwin-Fcier soll am 1. Juli d. I. in London von der Linnäschen Gesellschaft veranstaltet werden, aber nicht für Darwin allein, sondern gleichzeitig für den noch lebenden, übrigens im Aller von 80 Jahren stehenden Alfted Russell Wallace. Dieser Gelehrte verdient die ihm zugedachte Ehrung in vollem Maße, denn er hat den großartigen Grundgedanken der EntwickelungSlehre in derselben Zeit wie Darwin und ohne Anlehnung an ihn erfaßt und aus- gearbeitet. Im Juli 1858, also vor fünfzig Jahren, veröffentlichte er dann im selben Monat Ivie Darwin seine Ergebnisse in der Form eines Vortrages vor der Linnvschen Gesellschaft. Der Vortrag Darwins hatte den Titel:„Ueber die Neigung der Arten, Varietäten zu bilden, und über die Fortdauer der Arten und Varietäten durch natürliche Zuchtwahl," während der Vortrag von Wallace betitelt war:„Ueber die Neigung von Varietäten, sich unbegrenzt vom Ursprungstypus abzuzweigen". Bei der jetzt beabsichtigten Jnbelseier wird auch eine Reihe auswärtiger Universitäten vertreten sein. Außerdem ist noch eine andere be- achtenswerte Arbeit, die sich auf Darwin bezieht, zum Abschluß gekommen, nämlich die Herstellung eines Katalogs der Bibliothek des berühmten Naturforschers, die sich jetzt in der Botanischen Schule der Universität Cambridge befindet. Francis Darwin, der schon an einigen botanischen Arbeiten seines Vaters mitgearbeitet harte, hat eine wertvolle Einleitung dazu geschrieben. Die Bibliothek stellt eine Kostbarkeit von besonderer Art dadurch dar, daß fast jedes Buch eine Fülle von Randbemerkungen von Darwins Hand ausweist. 2n, Lump genannt, der„Korrespondent" habe nie v p r» sucht, jene Verdächtigung zu beweisen. Nach diesen Aussagen wurden von den Beklagten die Ver- gleich sverhandlungen erneuert. Fischer durfte sich jetzt bereit finden lassen, gegen alle Beklagten mit alleiniger Ausnahme des„Post"- Redakteurs die Klage zurückzunehmen, nachdem diese gemeinsam erklärt hatten: „Wir haben uns durch die heutige Beweisaufnahme über, zeugt, daß die von unseren Zeitungen aus der„Post" über- nommene Behauptung, Herr Abg. Fischer habe für Bestellungen für die Vorwärts-Buchdruckcrei und-Verlagsanstalt Provisionen, Schmiergelder oder sonstige Gratifikationen erhalten, unrichtig ist, und nehmen daher keinen Anstand, diese Behauptung als unrichtig zurückzunehmen. Wir verpflichten uns, diese Erklärung in unseren Blättern binnen einer Woche zu ver- öffentlichen und übernehmen die Kosten, soweit sie auf uns ent- fallen, auch die des Privatklägcrs." e Gegen den„P o st"- R e d a k t e u r P e t e r so h n wurde allein weiterverhandelt. Der Oberfaktor Rahn von dev Vorwärts-Druckerei, auf den die Verteidigung sich berief, bekundete als Zeuge, er wisse nichts davon, daß Fischer oder ein anderes Angestellter des„Vorwärts" Schmiergelder erhalten habe, wie im „Korrespondent" angedeutet worden sei, auch sei ihm nicht bekannt, dah im Vorwärtsbctrieb oder in der Partei dieserhalb Unwillen gegen Fischer geäußert worden sei. Wenn bemerkt wurde, daß Firmen versuchen wollten, Angestellten des„Vorwärts" Schmiergelder anzubieten, sei ihnen von Fischer oder von Rahn geschrieben worden, sie möchten die Verbindung abbrechen. Die Verteidigung kam nun noch mit neuen Ausflüchten, sie will alle möglichen und unmöglichen Personen vernehmen lassen. Der Kläger erklärte sich einverstanden mit der Vernehmung aller von dort aus vorgeschlagenen Zeugen. Die Verhandlung mutzte ver- tagt werden, weil einige Zeugen, darunter Rexhäuser. erst noch geladen werden müssen._ Dierter Derbandstag der Such- and Steindrulkkttl- Silfsarbtiter und Arbtitkrinnku Deutschlands. Die Verhandlungen des vierten Verbandstages wurden am Montagvormittag 9 Uhr im festlich geschmückten Saale des Bavaria- kellcrs in München eröffnet. Der Geschäfts- und Kassenbericht liegt gedruckt vor. Der Bericht betont, datz die glänzende Eut« Wickelung der Organisation in der Hauptsache auf den eingeführten Staffelbeitrag und den Zuschutz zum Krankengeld zurückzuführen ist. Von besonderer Bedeuttmg ist. datz der Staffelbcitrag entgegen dem System anderer Verbände, keine Trennung der Beitrags- und Unterstützungssätze für männliche und weibliche Mitglieder kennt, da die Eigenart der Verhältnisse im Berufe gezeigt habe, daß ganze Städte vorhanden sind, wo die Lohnsätze der Kolleginnen höher sind als die der Kollegen anderer Orte. Herbeiführung von Einheitlichkeit in der Agitation, die Aussperrung im Steindruckgewerbe, die Vorberatung der allgemeinen Be- stimmungcn und die Lohnbewegung in München 1907/93 machten die Einberufung von vier Konferenzen notwendig. Um einen schnellen und sicheren Ueberblick über die augenblicklich bestehenden Lohn- und Arbeitsbedingungen zu erhalten, empfiehlt der Bericht die systematische Abhaltung von Geschäftsverfammlungcn und die Pflege statistischer Erhebungen. Durch die Aussperrung der Lithographen und Steindrucker im Jahre 1900 wurde das Hilfspersonal der Steindruckereien, obwohl keinerlei Forderungen gestellt wurden, in Mitleidenschaft gezogen. Die Aussperrung hat der Organisation mehr als 100 000 M. gekostet. Der Bericht rügt, daß die Leitung der Lithographen und Stcindruckcr die Verbands- leitung des Hilfspersonals nicht zu den Vorberatungen zuzog, um ein einheitliches Vorgehen zu ermöglichen, und daß in dein Friedens- dokument mit dem Schutzverband kein Wort von den Hilfsarbeitern zu finden ist. Aus einer dem Bericht bcigegebcncn Tabelle ist zu entnehmen, daß in 17 Städten, wo zwar Mitglieder vorhanden, der Tarif aber noch nicht zur Einführmig gebracht werben konnte. manchen Bänden sind auch Notizen von Darwin, die er während der Lektüre auf Papierstreifen machte, an der letzten Seite mit Steck- nadeln angesteckt._ Technisches. Die Flugmaschine der Brüder Wright. Die Auf-t sehen erregenden Erfolge, die der französische Luftschiffer Dein- grange mit seinem viertelstündigen Fluge in Rom erzielt hat, habei» anscheinend die Brüder Wright, deren geheimnisvolle Flüge voi� über% Stunde Dauer viel erörtert und manchmal auch bezweifelt worden sind, aus ihrer Reserve hervorgelockt: sie haben sich endlich! entschlossen, den Schleier des Geheimnisses von ihrer Maschine» zu lüften und wenigstens die Prinzipien ihrer Konstruktion aus-' einanderzusetzen. Während der eine der beiden Brüder, Wilbuv Wright, in Paris eingetroffen ist, um dort Flüge mit semer Ma-- schine zu unternehmen, kündigte der andere, Orville Wright, in: einem Interview in New Uork an, daß sie das Problem des freien! Fluges gelöst hätten und bereit wären, ihren Kontrakt mit der! amerikanischen Regierung zu erfüllen, nach dem sie eine Fluch Maschine liefern sollen, die in voller Sicherheit eine volle Stunde.� in der Luft bleiben und mit der Geschwindigkeit von 60 Kilometern in der Stunde 7,0 Kilometer hin und zurück fahren kann. Die* Franzosen, so erklärte Orville Wright, hätten alle ihve Maschinen/ so genau als es ohne Patentverlctzung nur möglich war, nach ihrem Modell gebaut. Ihre Maschine, die jetzt in fast allen Teilen in ganz Europa und Amerika patentiert sei, wäre vollständiger aus- gebildet als jede andere.„Sie besteht im allgemeinen aus einem lastenähnlichen Rahmen von 40 Fuß Breite, 7 Fuß Länge und 7% Futz Tiefe, der aus Fichtenholz gemacht ist. An der Vorder- seite ist oben in der Mitte ein Stivnruder angebracht, das nach unseren Versuchen dem hinten angebrachten Ruder überlegen ist. In der Mitte und an der Hinterseite befindet sich der Schwanz der Maschine, der cttoa 12 Fuß lang ist, also noch nicht ein Drittel von der Länge des Schwanzes bei den französischen Fliegern hat. Er besteht aus verschieden gestalteten, vertikalen mit Tuch bedeckten Rahmen. Am Hinterteil ist auch der Balancierapparat angebracht, und so nahe als möglich dem Zentrum sitzen die beiden Schrauben. Unter dem Rahmenwerk befindet sich nach der Vorderseite zu eine Art Schlitten, der für die Landung gebraucht wird, während die französischen Maschinen zu diesem Zweck mit Rädern versehen sind. Mit diesen Rädern können die Franzosen nur schwer auf glattem Boden landen, wenn die Maschine schneller als zehn Meilen in der Stunde fliegt. Wir können dagegen mit unserem Schlitten über- all sicher auf den Boden kommen, außer auf völlig unebenem Terrain. In der Mitte unserer Maschine ist unten ein kleines Rad angebracht, das auf einer Schiene läuft, bis der Apparat Schnelligkeit genug besitzt, sich vom Boden zu erheben. Die Schiene kann leicht in jeder Richtung gelegt werden. Unsere Maschine wiegt etwa 800 Pfund und kann außer unserem eigenen Gewicht und dem vierzylindrigen Motor von 25 bis 30 Pfcrdckräften zwei Mann und das Heizmaterial für einen Flug von 450 Kilometern tragen. Mit einem Mann an Bord kann sie genügend Heizmaterial für 750 Kilo» meter mit sich führen." Die größte Schwierigkeit für einen sicheren Flug liegt immer in der Herstellung des Gleickgewichts, und gerade in dieser Beziehung soll der Apparat der Brüder WrightS außer» ordentlich viel einfacher und dabei wirkungsvoller als die kompli» zierten Konstruktionen der Franzosen sein Auch die F.raae de» Der Bericht konstatiert eine erfreuliche Enttvickelung der Orgctnt sation. Während auf dem Verbandstage 190S 25 Zahlstellen vor- Händen waren, umfaßt die Organisation heute öd Zahlstellen mit !14 183 Mitglieder, darunter mehr als 8000 Kolleginnen.— Der Geschäftsbericht wurde von der Hauptvorsitzenden Frau Thiede Berlin in einigen Punkten ergänzt. Aus dem >> Bericht des HauptkasfiererS Lodahl- Berlin tritt die Entwickelung und der Aufschwung der Organisation deutlich in die Augen. Die Gesamteinnahmen be- trugen bis 31. März 1908 466 503,31 M., die Gesamtausgaben 890397,09 M.. so daß ein Ueberschuß von 76 106,22 M. sich ergab. Das Verbandsvermögen betrug am 31.März 1908 102 459,25 M.— Der i Revisionsbericht' 1 konstatiert, daß die Kasse und die Bücher in bester Ordnung be- funden wurden.— An die beiden Berichte knüpfte sich ein un- wesentliche Diskussion, in der der Vorsitzende der Lithographen und Steindrucker, S i l l i e r- Berlin, rügt, daß einzelne Maschinew meister auf dem Standpunkt stehen, daß sich das Hilfspersonal nicht organisieren brauche; ein derartiger Standpunkt sei rückständig. Der Zentralvorstand des Lithographen, und Steindruckerverbandes steht auf dem Standpunkt, daß nur mit den Hilfsarbeitern durch einen gemeinsamen Kampf gegen das Unternehmertum Ersprieß liches für die Kollegen erreicht werden kann. Ein Beweis dafür, daß die Organisation der Lithographen und Steindrucker dem Hilfst arbeiterverbande nicht feindselig sei. ist die Tatsache, daß in mehreren Städten Maschinenmeister an der Spitze der Organisation stehen. Der Zentralvorstand empfiehlt den Kollegen, das Hilfs- personal der Organisation zuzuführen. Zum 2. Punkt der Tagesordnung referierte Frau Thiede Bber i„Tarif- und Lohnbewegung". Die Rednerin empfiehlt den Delegierten die Annahme folgender Resolution: „Der Abschluß der Allgemeinen Bestimmungen in Leipzig mit örtlicher Lohnregelung wird als ein bedeutender Schritt zur allgemeinen Tarifform anerkannt und begrüßt. Es wird als eine hohe und wichtige Aufgabe anerkannt, diese Bestimmungen durch eine planmäßige Agitation in möglichst allen Zahlstellen zur Durchführung zu bringen. Wo die allgemeinen Bestimmungen eingeführt sind, also ein Tarifabschluß zu verzeichnen ist. muß bei allen Differenzen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern streng nach den ab- geschlossenen Satzungen gehandelt werden. Arbeitsnieder- legungen ohne Jnnehaltung der Kündigungsfrist sind unbedingt zu vermeiden und nach Bericht über die Differenzen an den Zahlstellenvorstand ist das Schiedsgericht anzurufen, ehe Ar» beitsniederlegungen erfolgen. Arbeitsniederlegung kann nur mit Zustimmung d«S Der- bandAwrstandes erfolgen. Wenn die Kollegen ohne Zu. stimmung des Verbandsvorstandes die Arbeit niederlegen, haben sie die Konsequenzen selbst zu tragen. Ganz besonders wird auch an dieser Stelle das beispiellos« und schädigende>Verhalten der Kollegen bei Ullstein(Nachtabtei- lung) auf das allerentschiedenste verurteilt, bei Wiederholungen solches Falles ist der§ 5 Abs. a und b mit aller Schärfe zur Anwendung zu bringen. Die Bildung örtlicher graphischer Kartelle ist zu empfehlen, um vor jeder Bewegung, bei der die Mithilfe der anderen Be- rufe von Bedeutung ist, eine Verständigung herbeizuführen, um wenn möglich gemeinsam vorzugehen. Keinesfalls aber darf sich ein graphisches Kartell(unter Mithilfe unserer Mitglieder) das Recht nehmen(wie im Falle München), entgegen den Beschlüssen der Verbandsvorstände nach eigener Taktik Lohnbewegungen zu veranlassen, während die Kosten und Schädigungen dieser Hand- lungen die Organisationen zu tragen haben. Wenn bisher im Hinblick auf die neuen Verhältnisse, welche die Tarifabschlüsse mit sich brachten, nicht immer mit aller Ent- schiedenheit nach den Satzungen gehandelt wurde, so wird er- wartet, daß die Zahlstellenleiter nunmehr strikte danach handeln und besonders die Vertrauenspersonen eingehend über die Rechte und Pflichten, die der Tarif mit sich bringt, unterrichten. Der Ausbau der Tarifgemeinschast ist eine unserer wich- tigsten Organisationsaufgaben und sein Gelingen hängt davon ob, daß alle Handlungen und Bewegungen nur immer unter Berücksichtigung der allgemeinen Interessen vorbereitet und ent- schieden, werden. Die Schaffung eines eigenen Tarifamtes wird als eine un- bedingte Notwendigkeit erachtet." An das Referat knüpfte sich eine äußerst lebhafte Diskussion. Die Debatte nahm den ganzen Nachmittag des ersten BerhandlungS- tages in Anspruch. Motors macht ihnen nicht soviel Schwierigkeiten; dagegen scheint es. daß sie ihren Erfolg vor allen Dingen der besonderen Form ihrer Schraube zuschreiben._. Humor und Satire. — Zusatz. Bekannter:.Bei dem Bankett anläßlich des Besuches der süddeutschen Bürgermeister in England sagte Sir John Gorst, daß nicht die deutschen Panzerschiffe, sondern die deutschen Schulen eine Gefahr für England bedeuten."— Ost elbischer Dorfschullehrer(seinen baufälligen.Schulpalast' be- trachtend):»Und außerdem eine Gefahr für die deutschen Lehrer und Schüler." — Ganz etwas anderes. Vergeblich hatte der Lehrer in der Elementarklasse bereits einige Male an den sechsjährigen A. irgend eine Frage gerichtet, es war keine Antwort zu erhalten. Etwas ärgerlich sagt der Lehrer:.Altmann, Du schläfst wohl?" Steht der kleine Bengel auf und antwortet:»Wenn ik ok mal nischt segge, slapen do ek doch nicht" — Das Aufsatzthema. In der Wiesbadener städtischen höheren Töchterschule wurde den dreizehn- bis vierzehnjährigen Schülerinnen das Aufsatzthema gestellt:.Welches sind die Gedanken eines Mörders nach vollbrachter Tat?"— Das Thema ist entschieden zu schwierig. Leichter zu beantworten wäre die Frage:.Welches sind die Gedanken mancher Lehrer beim Ausiatzgeben?", denn diese Frage kann mit einem emzigen Wörtchen beantwortet werden, dem Wörtchm:.Keine I"_(.Jugend.") Notizen. Theaterchronik. Jm NeuenSchauspielhauS zieht nächsten Sonnabend das Ensemble deS Neuen Operetten» Theaters m Hamburg zu einem Gastspiel mit der Operette „Die Dollarprinzessin" von Leo Fall ein. — Die Deutsche Schiller st iftung gab im letzten, dem 48., Rechnungsjahre 12 850 M. an lebenslänglichen und 31 325 Mark an vorübergehenden Pensionen aus. An sonstigen Unter- stützungen wurden ferner 12 892 M. bewilligt. — Kunstschau. In Wien wurde in einer eigens dafür gebauten Häusergruppe eine sezesstonisttsche Ausstellung für ange- wandte Kunst von der K l i m t g r u p p e eröffnet. — Verbot der Damenhüte in Theatern. In Mailand will die Behörde, nachdem eS wegen der hohen, den Zufchauern die Bühne verdeckenden Damenhüte wiederholt zu Tumulten gekommen war, in allen besseren Theatern die Damen- hüte verbieten. Skur in den variötöartigen Theatern sollen sie noch weiter geduldet werden. — Gegen den Vogelmord! Was den Schutz der Vögel angeht, sind die Bewohner der germanischen Länder entschieden .bessere Menschen", während im Süden Europas alljährlich Tausende und Lbertaufende von Singvögeln vernichtet werden. All' die vielen empörten Berichte darüber, alle flammenden Aufrufe haben nichts oder wenig genützt, wenigstens so weit Italien und Spanien in Be- tracht kommen. In Frankreich dagegen scheint jetzt endlich auch ein« Bewegung zum Schutz der Vögel einzusetzen. Hue Induftrie und Handel Rentabilität der Schweinemast. In der„Hannov. Land- und Forstwirtsch. Ztg." veröffentlicht der Oekonomierat Brandt-Neustadt a. Rbge. einen Arttkel über Schweinemast. Brandt hat auf seinem Gute eine Mästerei ein- gerichtet, in der ständig 120 Schweine je 6 Monate gemästet werden. Im Jahr werden also 240 Stück Schweine schlachtfertig. Die Schweine werden nicht selbst gezüchtet, sondern im Alter von zwei bis drei Monaten angekauft. Zur Pflege und Wartung für die 120 Schweine ist nur ein Futterknecht angestellt. Die jährlichen Un- kosten werden wie folgt berechnet: Futterkosten..... i; i 11 638,80 Mark Lohn für den Futterknecht.., 800,00. Stallmiete 400,00. Tierarzt 100,00. Sa.: 12 938,30 Mark. Nach Abzug der Ankaufskosten und zehn Prozent Verlust stellt sich die Einnahme auf...... 15 552,20 M. die Unkosten betragen..... 12 938,—, Mithin Ueberschuß...... 2513,20 M. Das durch den Ankauf von 120 Stück Schweinen festgelegte Kapital gibt Brandt nicht an, dürste aber 6000 M. nicht übersteigen. Eine sechsprozentige Verzinsung würde 360,00 M. ausmachen und von dem Ueberschuß noch in Abzug zu bringen sein. Es würde sich dann ein Reingewinn von 2253,20 M. ergeben. Dieser Reingewinn ist beinahe dreimal so hoch als der Arbeitslohn für den Futterknecht. Aber, unersättlich wie unsere Agrarier sind, ist Brandt mit diesem Resultat nicht zufrieden. Er schreibt: .daß von diesem Betrage(2613,20 M. Ueberschuß) noch ber- schiedene Abzüge zu machen sind, soll nur angedeutet werden. Soviel geht aber schon aus den Zahlen hervor, daß daS Ge« schäft bei dem angenommenen Schweinepreise (B. legt 0,80 M. pro Kilogramm seiner Berechnung zu Grunde) kein glänzendes mehr ist...." Nach junkerlicher Ansicht muß ein Arbeiter also noch mehr als 2613 M. Reingewinn abwerfen. An Bescheidenheit geht diese Ge sellschaft jedenfalls nicht zu Grunde. Die Rückwanderung auS den Bereinigten Staaten. Die Wirt- schaftlichen Verhältnisse_ in den Vereinigten Staaten haben in den ersten vier Monaten dieses Jahres im Passagierverkehr zwischen europäischen Häfen und New Aork nicht uninteressante Verschiebungen hervorgerufen, die sich besonders im Kajütenverkehr zweiter Klasse und in weit höherem Maße noch im Zwischendecksverkehr bemerkbar machen. Der Kajütenverkehr erster Klasse unterscheidet sich nur unwesentlich von dem des Jahres 1907. Die Zahl der Reisenden zweiter Klasse von New Dorf nach Europa hat um 5025 zugenommen, während die Passagierziffer in umgekehrter Richtung um 11 031 gegen die der ersten vier Monate des Vorjahres zurückbleibt. Hier macht sich also deutlich der Einfluß der gegenwärtig ungünstigen wirtschaftlichen Verhältnisse der Vereinigten Staaten bemerkbar. Im Zwischendecksverkehr haben sich die Verhältnisse gegen das Vor jähr vollständig geändert. Der enorme europäische Auswanderer verkehr, der bis in den Ottober des Jahres 1907 andauerte, ist auf ein Minimum herabgesunken, während statt seiner ein Verkehr von Rückwanderern eingesetzt hat, der als beispiellos gelten kann. In der Zeit vom 1. Januar bis 24. April betrug die Zahl der Zwischen- deckspassagiere: 1908 1907 Zunahme Abnahme Friseurgehilfen ein- Friseure und Perückenmacher Die Vorstände sämtlicher eingeladen, erschienen waren „Freien Vereinigung", die wohl nach Von Europa New York Von New Dort nach Europa... Die Einwanderung atlanttschen Dampfer in 104831 362239— 257403 227 761 75 34» 152 416— von Zwischendeckspassagieren der tranS- den Vereinigten Staaten ist also im laufenden Jahre nur ein Drittel so groß wie vor einem Jahre, während die Rückwanderung unter Berücksichtigung der Zahl der Zwlschendeckspassagiere dreimal so groß ist wie im Jahre 1907. GewerkfebaftUebefl. Die heilige Feme der Bergherre«! Wir veröffentlichten vor einigen Tagen einen Artikel über den organisierten Terrorismus des Zechenverbandes im Ruhrrevier. Das hat die Bergherren- freundliche Presse sofort auf den Plan gerufen, die Verteidigung des Zechen- Verbandes zu übernehmen. Die„Kölnische Zeitung" insbeson- dere behauptete keck: „Arbeiter, die kündigen oder denen gekündigt wird, kommen nicht auf diese Listen, nur die willkürlich Feiernden, die Bummler, die Kontraktbrüchigen, und dagegen dürfte wohl niemand etwas einzuwenden haben; denn es handelt sich nur um Maßnahmen, die nicht nur den Betrieb in Ordnung halten und die Gefahren einschränken sollen, sondern die auch im Interesse der Wirt- schaftlichen Lage der Arbeiter liegen. Von fachmännischer Seite wird versichert, daß man Milde walten lasse, wo es nur angeht." Wie diese„Milde" aussieht, mag ein Fall erweisen, in dem es sich nicht um einen„Kontraktbrüchigen", nicht um einen„Bummler", nicht um einen„freiwillig", sondern leider sehr gezwungen Feiernden handelt. Ein Bergmann hatte neun Monate auf Schacht„Hubert" (Gewerkschaft Königin Elisabeth) gearbeitet und war dann nach erfolgter Kündigung ordnungsmäßig abgekehrt. Er hatte dann auf Zeche„Holland" bei Wattenscheid Arbeit angenom- men, verlangte aber, nachdem er eine Schicht auf dieser Zeche verfahren, feine Abkehr wieder zurück, weil ihm schlechte Ar- beit angewiesen worden sei. Die Abkehr wurde ihm auch ge- währt. Er nahm dann Arbeit auf der Zeche„Trappe" an; nachdem er etwa drei Wochen hier gearbeitet hatte, wurde er eines Tages zum Betriebsführer bestellt und dieser eröffnete ihm, daß er auf Zeche„Trappe" nichtlängerbeschäf- tigt werden dürfe, weil er auf der schwarzen L i st e st ä n d e. Der Betriebsführer gab ihm den Rat, auf die sechs Schichten, die die Zeche ihm wegen Kontraktbruches zu zahlen habe, zu verzichten und die beiden Tage bis zum Monatsschlusse noch zu arbeiten, was für ihn auch vorteilhafter sei, weil seine Abkehr dann ordnungsgemäß auf den letzten laute. Im übrigen sei es für ihn wohl am besten, wieder nach Zeche„Holland" zu gehen, wo er jedenfalls wieder Arbeit bekommen werde, was auf anderen Zechen nicht der Fall sein würde. Der Bergmann hat den Rat des Äetriebsführers befolgt: er hat die zwei Tage noch gearbeitet und auf die sechs Schichten verzichtet. Er ist auch nach Zeche„Holland" gegangen und hak dort wieder um Arbeit angehalten, er ist aber abgewiesen worden. Er ist nun verfemt; er steht auf der schwarzen Liste und ist nach dieser b i s z u m 26. S e p. tember d. I. ausgesperrt! Warum? Weil er, was sein gutes Recht war, eine ihm zugewiesene schlechte Arbeit verweigert hat!!! Deshalb wurde er aufs Pflaster geworfen, deshalb soll er jetzt mit Weib und Kind hungern. Aus diesem Beispiel ersieht man, daß der Zechenverband oder ihm nahestehende Leute die Presse mit falschen Nachrichten versorgten, als sie nach den Enthüllungen des„Vorwärts" flugs erklärten, es würden nur bummelnde oder Kontrakt- brüchige Arbeiter auf die schwarze Liste gesetzt- Bertln und vmgegead» | Achtung, Metallarbeiter! Bei der am Sonntag vorgenommenen Ersatzwahl für einen Beamten wurden 10 377 Stimmen abgegeben. Davon waren 207 ungültig resp. zersplittert. Von den 10 170 gülttgen Stimmen erhielten: Kollege Hermann Gries 3040 Stimmen, Kollege Heinrich Hilpert 3350 Stimmen, Kollege Karl Schmidt 3280 Stimmen. Kollege Heinrich H i I p e r t ist somit als Beamter gewählt. Bei der Urabstimmung über die Erhebung eines ErtrabeitrageS wurden 10 367 Stimmen abgegeben. Davon waren 276 Stimmen ungülttg. Von den 10 091 gülttgen Stimmen waren 7490 für die Erhebung, 2601 gegen die Erhebung des ExtrabeitrageS. Somit ist die Erhebung des Extrabeitrages mit großer Majorität angenommen, wie die letzte Generalversammlung be- schlössen hatte. Deutscher Metallarbeiter-Verband (Ortsverwaltung Berlin). Nur drei Feiertage im Jahre. Diese bescheidene Forderung, die bereits in einer großen Anzahl Städte Deutschlands durchgeführt ist, wurde am Montag in einer öffentlichen, vom Verband der berufenen Versammlung der Barbiere, Berlins von neuem erhoben. Meisterkorporattonen waren besonders ihrerseits jedoch nur einige Vertreter der, für die Durchführung der Feiertagsruhe auf Grund des ß 41d der Gewerbeordnung zu haben, aber nicht davon erbaut ist, daß die Gehilfenschaft dort, wo sie die Macht besitzt, die Fordemng selb- ständig geltend macht. Die Leitung des Bundes der Barbier- und Friseurinnungen zeigt sich dagegen auch in dieser Frage als crz- reaktionär. In ihrem Organ erschien am 15. Mai ein Artikel gegen die Feiertagsruhe, der die Ueberschrist trägt:„Ein Danaergeschenk". Wie das Holzpferd der Griechen die Trojaner, soll nach Meinung des Bundes- Vorstandes der§ 41d die armen Barbier- und Friseurmeister ins Verderben bringen. Merkwürdig ist aber, daß dort, wo man von dieser GewerbeordnungSbesttmmung Gebrauch gemacht hat, auch die Meister recht zufrieden mit der Feiertagsruhe sind. Hat doch seiner- zeit die Innung zu Hannover sogar ein Dankschreiben an den Reichstagsabgeordneten Bebel wegen semer Verdienste um den Z 41 d gerichtet. Der Bundesvorstand der Innungen jammert aber auch noch über das bißchen gesetzliche Sonntagsruhe und meint:.Die JnnungSmeister hätten alle Veranlaffung, wenigstens an dem Rest der Sonntagsfreiheit, der uns verblieben ist, zähe festzuhalten."— .Sonntagsfreiheit" ist diesen offenbar reichlich unchristlichen Herren der Arbeitszwang durch die gegenseittge Konkurrenz der Geschäfte und die unbeschränkte Ausbeutungsfreiheit. Der Referent Friedrich Etzkorn zeigte, wie töricht, selbst vom Interesse der Meister aus angesehen, dies Gebaren des Jnnungsbundes ist, machte aber auch darauf aufmerksam, daß nur durch eine starke Organisation, durch einmütiges Fordern der Ge- Hilfenschaft das Ziel sicher und schnell erreicht werden kann. Ist es doch den im Verbände organisierten Gehilfen schon gelungen, für sich die Feiertage zu erringen.—- In der Diskussion meldeten sich Gegner der Feiertagsruhe nicht zum Worte. Der Inhaber eines BarbiergeschäfteS in Charlottenburg erklärte, daß dort alle größeren Geschäfte für die Feiertagsruhe und auch dafür seien, die Geschäfte Sonntags morgens um 10 Uhr zu schließen. Um das allgemein durchzuführen, müsse aber auch dafür gesorgt werden, daß nicht Arbeiter noch kurz vor 2 Uhr Sonntags, oder gar an den zweiten Feiertagen die Arbeitskraft der Barbiere in Anspruch nähmen. Folgende Resolutton wurde einstimmig angenommen: .Die Berufsversammlung des Barbier«, Friseur- und Perücken« machergewerbeS betont aufs neue die Notwendigkeit der Einführung des Geschäftsschlusses an den zweiten Oster-, Pfingst- und Weihnachtsfeiertagen, da die Berufsangehörigen keinen einzigen Sonn- oder Festtag im Jahre völlig frei haben. Die zweiten Feiertage sind für die Ausübung des Berufes am ehesten ent- behrlich, und, wie das Beispiel von über 100 deutschen Städten— darunter 25 mit über 100 000 Einwohnern— wo diese Reform schon durchgeführt ist. beweist, ist das Geschlossenhalten der Barbier« und Friseurgeschäste an diesen Tagen ohne irgend welche Schädigungen möglich. Die Versammlung bedauert das durch nichts gerechtfertigte ablehnende Verhalten der Barbier-, Friseur- und Perrückenmacher- Innung und beschließt, mit allen zu Gebote stehenden Mitteln für baldige Durchführung dieser Reform energisch einzutreten. Das Bureau der Ver- sammlung wird beauftragt, beim Polizeipräsidenten vorstellig zu werden, alsbald eine Abstimmung unter den beteiligten Geschäftsinhabern auf Grund deS Z 41b der Gewerbeordnung vorzunehmen. Die Versammlung empfiehlt den beteiligten Kreisen in den Vororten unabhängig von dem Vorgehen in Berlin Kom- Missionen einzusetzen und sie mit der Sammlung der zur Zwei- drittel-Majorilät erforderlichen Unterschriften zu beauftragen." Die Verhandlungen in der Tarifkommission des GlascrgcwerbeS vor dem Gewerbegericht sind mangels Entgegenkommen der Unter- nehmer als gescheitert zu betrachten. Im alten Vertrage ist vor- gesehen, daß— falls die beiderseitigen Tarifkommissionsmitglieder sich über den Abschluß eines neuen Vertrages nicht einigen können — das EinigungSamt angerufen werden muß. Das ist nun ge- schehen. Das Einigungsamt wird nach Pfingsten zusammentreten. Die Arbeiter haben die Genossen K ö r st e n und M a a ß, die Unternehmer die Herren Heuer(Baugewerbe) und G r ü tz k e (Glasindustrie) als Beisitzer für die neuen Verhandlungen vor dem Emigungsamt vorgeschlagen. Achtung, Glasschleifer! Da die Firma O. Greg ole it, Berlin, Kochftr. 67, eine Verhandlung wegen Beilegung der Differenzen ab- gelehnt hat. bleibt die Werkstelle bis auf weiteres gesperrt. Ebenso hat die Firma K r e i s l S fin Chemnitz versucht, durch dritte Personen Glasschleifer von unserem Nachweis zu beziehen, ob- gleich die Firma gegen mehrers streikende Kollegen und gegen Redakteure der dortigen Parteipresse Klage wegen Beleidigung an- gestrengt hat. Wir warnen vor dieser Firma. Die Ortsverwaltung. I. A.: Paul Welkisch. MarkuSstr. 47. Achtung, Tabakarleiter! In der heute am 2. Juni erneut stattgehabten Verhandlung zwischen der Zigarettenfirma Bakra, Friedrichstr. 105, Inhaber Hakki Bei, und den Vertretern deS deutschen Tabakarbeiter- Verbandes, Zahlstelle Berlin, wurden die Differenzen, welche wir in der Nummer 126 vom 31. Mai 1903 deS.Vorwärts" mitteilten, für beide Teile zur Zufriedenheit ausgeglichen. Wir erklären hiermit die von uns verhängte Sperre für auf- gehoben. Deutscher Tabakarbeiter-Verband. Zahlstelle Berlin. Deutsches Reick). Achtung, Maler! In auswärtigen bürgerlichen Zeitungen werden von der Maler« meistervereinigung in Mannheim 200 Maler und Tüncher gesucht. ES ist dies um so auffallender, als in Mannheim noch nicht alle der Ausgesperrten untergebracht sind. ES hat demnach den Anschein. als ob Maßregelungen an einzelnen Gehilfen vorgenommen werden sollte. Wir raten deshalb den Gehilfen obiger Branchen zur Vor« ficht bei Arbeitsgelegenheit nach Maimheim. Auf alle Fälle möge» " fich die zureifenden Gehilfen im Sureah F. 49 I befragen.| teilweise diejenigen Einrichtungen und Arbeitsbedingungen et- hat und fei zu erwarten, in Uebereinstimmung mit dem Vorstande, Arbeiterfreundliche Blätter werden um Abdruck dieses ersucht. tämpft worden sind, deren allgemeine Einführung berlangt wird. daß es möglich ist, nach einer Verständigung mit dem Ausschuß, Berband der Maler Mannheim. Aus diesem Grunde erhalten sich auch in solchen Gewerben, wo die eine Invalidenrente an Müller zu gewähren. Allerdings müsse Die Kupferschmiede in Stettin haben mit Ausnahme der Verhältnisse nicht lediglich Beziehungen zwischen den Unternehmern aus Lofalmitteln Berlin ein übriges tun. Bis zur Erledigung Die Kupferschmiede in Stettin haben mit Ausnahme der und Arbeitern darstellen, wo die Geschäftspraxis vielmehr in er. Dieser Angelegenheit schlage die Verwaltung vor, das halbe Gehalt jenigen, die am Vulkan" beschäftigt sind, die Arbeit niedergelegt, weil die in Frage kommenden Unternehmer die angebotenen Verheblichem Maße von der Kundschaft des Unternehmers abhängig allen Rednern die Verpflichtung anerkannt, auch fernerhin für an Müller weiter zu zahlen. In der Diskussion wird von faft handlungen zur Erreichung befferer Arbeitsbedingungen wiederholt ist, die Mißstände länger, fie sind hier konservativer, weil das den erkrankten Kollegen zu sorgen und tritt die Versammlung dem abgelehnt haben. Publikum in seinen Gewohnheiten konservativ ist, von dem gewohnten Vorschlage der Verwaltung bei mit der Aenderung, an Müller Die Gipfer in Straßburg find seit 6 Woften ausgesperrt, Schlendrian nicht aus eigener Initiative abgeht. Daher auch der bis zur endgültigen Erledigung zwei Drittel seines bisherigen Geweil sie sich einen gegen den früheren ungünstigen Tarif nicht langsame Fortschritt in der Schußgesetzgebung für die Handels- haltes zu zahlen. Handke berichtet alsdann über die Stellungaufzwingen lassen wollen. Trotz des nicht unerheblichen Zuzuges angestellten. Das Publikum hält gedankenlos an dem Alt- nahme der Verwaltung gegenüber den von Bergmann in der halten die Arbeiter im Kampfe aus und schaffen dadurch für die hergebrachten fest, in letter Stunde und an Sonn- und Feiertagen lebten Vertrauensmännerkonferenz gestellten Antrag, an die AusUnternehmer recht schwierige Situationen. Diese glaubten nun seine Einkäufe zu machen. gesteuerten noch weiterhin Unterstüßung zu zahlen. Nachdem die Verwirrung in die Reihen der Kämpfenden tragen zu können, wenn sie den Leiter der Organisation berhaften ließen. Die Polizei den Achtuhrladenschluß und die völlige Sonntagsruhe eingeführt waren im Prinzip für den Antrag, doch war die Ansicht bezüglich Nicht gering ist die Bahl der Geschäftsinhaber, die schon längst Berwaltung die Gründe für berechtigt anerkannt hat, ist in ben Bezirksversammlungen der Antrag diskutiert worden. Diefe mußte die Verhaftung aber bald wieder aufheben. Da die Unter- haben, und noch größer ist der Kreis derer, die ganz gern auf diesem der Aufbringung der Mittel, die hierzu notwendig find, verschieben. nehmer das Gerücht verbreiteten, es gelinge der Leitung nur schwer, die Kämpfenden zusammenzuhalten, ließen diese am Sonn- Wege folgen, die es aber mit Rücksicht auf die Konkurrenz, die nicht Ginige Bezirke waren für die Erhöhung des Lokalbeitrages um abendmorgen über die Fortsetzung des Kampfes geheim ab- mitmachen will, unterlassen. Und diese beruft sich auf das Publikum, 10 Pf., andere um 5 f., in zwei Bezirken wurde die Erhebung stimmen. Und siehe da, einstimmig wurde die Fortsetzung des das auf die Gelegenheit, noch nach 8 Uhr und am Sonntag ein- eines Ertrabeitrages pro Quartal vorgeschlagen. In Ansehung Kampfes beschlossen. Die Kämpfenden ersuchen nun dringend, den kaufen zu können, angeblich nicht verzichten will. In den weitaus dieses Ergebnisses unterbreitet die Verwaltung der GeneralverZuzug nach Straßburg fernzuhalten. überwiegenden Fällen handelt es sich hierbei aber wohl nur um ge arbeitslosen Mitgliedern wird am Schlusse eines jeden Quarfammlung den Antrag: 8ur Unterstüßung der ausgesteuerten Die Dachdecker Würzburgs find in eine Tarifbewegung ein- dankenlosen Schlendrian, von dem sich die sozial Denkenden und tals, auf die Dauer von zunächst einem Jahr, ein doppelter Beis getreten. Ihre hauptsächlichsten Forderungen sind: Einführung der Fühlenden emanzipieren sollten. Wenigstens sollten sie den trag erhoben, welcher durch eine Marte im Mitgliedsbuche quittiert zehnstündigen Arbeitszeit, Gewährung eines Mindestlohnes von Handelsangestellten, soweit der Einkauf von Bekleidungsartikeln wird. Außerdem werden aus der Lokaltasse 20 000 m. bewilligt. 40 Bf. und einer Lohnzulage von 5 Pf. pro Stunde, Wegfall des und sonstigen Gebrauchsgegenständen in Frage kommt, behilflich Die Kollegen, welche einen Anspruch auf diese Unterstüßung haben, Karfreitags als Feiertag und dafür Freigabe des Mai. sein, daß sie an den sogenannten hohen Festtagen auch mal einen ganzen freien Tag bekommen. Das tann am besten dadurch erreicht Das Proportionalwahlsystem bei der Gewerbegerichtswahl. Die in Nürnberg sehr spärlich vertretenen Hirsch- Dunderschen werden, daß an solchen Tagen grundfählich nichts gekauft wird. Die in Nürnberg sehr spärlich vertretenen Hirsch- Dunderschen Gewerkvereine haben ben dortigen Magistrat seit Jahren bestürmt, Für die genannten Artikel läßt sich das ganz leicht, ohne große für die Gewerbegerichtswahlen das Verhältnissystem anzuwenden. Opfer, durchführen, und den Angestellten ist eine große Wohltat Bisher wurde dieses Verlangen stets abgelehnt, mit der ausdrüd erwiesen. lichen Betonung, daß sich das Gewerbegericht in seiner bisherigen Busammenseßung als ein vorzügliches Rechtsinstitut bewährt habe und andere Organisationen außer den freien Gewerkschaften nur in ganz verschwindendem Maße in Betracht kämen. Neuerdings wurde der Magistrat wieder mit Eingaben dieser Art bombardiert, und diesmal fanden die Betenten Gehör. Der Magistrat beschloß, sich im Prinzip mit der Einführung des Proporzes nach dem System der gebundenen Listen einverstanden zu erklären. Husland. Also tauft nach Möglichkeit nicht nach 8 Uhr abends, nicht an Sonntagen und ganz bestimmt nicht an Festtagen! Verfammlungen. stellen einen diesbezüglichen Antrag an die Verwaltung. Nach Fest ftellung der Dauer der Arbeitslosigkeit und Mitgliedschaft erhalten dieselben eine einmalige Unterstüßung. Die erwerbslosen Kollegen sind von der Zahlung des doppelten Beitrages befreit." In der Dis fussion wurden noch weitere Anträge gestellt, so, pro Quartal für fussion wurden noch weitere Anträge gestellt, so, pro Quartal für männliche Mitglieder drei, für weibliche Mitglieder zwei Ertra beiträge à 30 f. zu erheben. Auch wurde die Erhöhung der Summe aus dem Lokalfonds auf 30 000 m. gewünscht. Von einigen Rednern wurde verlangt, daß die Ausgesteuerten im Anschluß an die Aussteuerung, ohne Antrag zu stellen, weiterhin unterstüßt werden. In seinem Schlußwort wandte sich hand te gegen diese Anträge. An der Hand der Statistik weist er nach, daß der Verband bei der Höhe seiner Beiträge gegenüber anderen Verbänden bereits in bezug auf die Unterstüßung seiner Mitglieder an erster Stelle Deutscher Metallarbeiterverband. Die hiesige Verwaltungs- stehe. Auch kann nicht allein die Unterstübung Kollegen etwa abstelle hielt am Montag in Kellers Festsälen, Koppenstraße, ihre halten, als Streifbrecher oder etwa als Gelbe zu endigen, sondern für das erste Quartal d. J. fällige Generalversammlung ab. Diese das Klassenbewußtsein und das Gefühl der Zusammengehörigkeit Gewerkschaftlich organisierte Apothekergehilfen. Der Allgemeine setzt sich nach dem neuen Ortsstatut aus den Vertrauenspersonen müsse das nötige Bollwert bilden. Der Verband sucht die Wirkung niederländische Apothekergehilfenverband hat durch Urabstimmung zusammen. Der weite Saal und die Galerie war fast bis auf der Krise zu mildern, mehr fönne man billigerweise nicht verbeschlossen, dem Verband der Gewerkschaften Niederlands beizutreten den letzten Platz gefüllt. In dem Kassenbericht vom 1. Quartal langen. Zur Zeit der Krise seien aber bereits Kollegen mit den und damit auch den Grundsatz dieses Verbandes, daß der Kampf| 1908, den der Rendant Henning erstattete, war unverkennbar laufenden Beiträgen im Rückstande, auch würde eine laufende gegen das Unternehmertum notwendig ist, um Verbesserungen der bei den Ausgaben an die Erwerbslosen die Wirkung der Krise zu Unterstübung an die Mitglieder etwas zeitigen, was nicht im Lebenslage zu erzielen, anerkannt. Zwei Mitglieder des Haupt- bemerken. Die Einnahmen und Ausgaben bei der Haupttasje Sinne der Kollegen liegen kann, da die Erwerbslosenunterstützung borstandes haben jenes Beschlusses wegen ihre Aemter niedergelegt. bilanzieren mit 611 212,28 M. War die Einnahme fast die gleiche nicht den Hauptzweck der Organisation bildet. Aus diesen Gründen Sie meinten, fie könnten als akademisch gebildete Herren doch nicht wie im 4. Quartal 1907, fo steigerten sich die Ausgaben um ein heraus resultiert der Standpunkt der Verwaltung, uno empfiehlt mit einem Menschen wie Dudegee stdem Sekretär des Gewerk beträchtliches. Es wurden gezahlt: Für Reisegeld 252 M.; Umzugs- er deren Antrag zur Annahme. Bei der Abstimmung wurde der fchaftsverbandes forrespondieren! Dazu, daß man in der Gehilfen- unterstügung 1404 M.; bei Strantheit 158 670,65 M.( gegenüber Antrag der Verwaltung mit übergroßer Majorität gutgeheißen und organisation die Notwendigkeit des Klassenkampfes erkannte, haben dem 4. Quartal 1907 3irfa 52 000 M. mehr), bei Arbeitslosigkeit den Kollegen zur Urabstimmung unterbreitet. Der Antrag Rigdorf, die Apothekenbesitzer selbst, wenn auch unfreiwillig, beigetragen. Sie 261 567 M.( mehr zirka 120 000 M.); Streifunterstüßung 59 534,05 der noch borlag, wurde bis zur nächsten Generalversammlung berbeschlossen nämlich, alle Gehilfen, die einmal in Apotheken, welche Mart; für Maßregelungen 26 340 m.; in besonderen Notfällen tagt. Cohen teilt mit, daß der Tarif der Rohrleger und Helfer Attiengesellschaften oder Genossenschaften gehören, tätig waren, unter 3065 M.; Sterbegeld 2570 M. Der Rechtsschutz erforderte gekündigt ist. Die durch die bekannten Vorgänge erfolgte Spaltung feinen Umständen mehr zu beschäftigen, wie sie auch die Prinzipale wiederum 9545,10 M. Bu diesen hohen Ausgaben war ein Zuschuß unter den Kollegen schafft nun keine sehr günstige Situation und folcher Apotheken als Bseudo- Apotheker gesellschaftlich und wo aus der Haupttaffe von 170 000. erforderlich. Die Lokaltasse ersucht er daher die Kollegen, überall zu agitieren, die Kollegen, die möglich auch wirtschaftlich boykottieren. weist eine erfreuliche Entwickelung auf. Sie schließt ab mit zurzeit abseits stehen, zu bewegen, sich uns anzuschließen, damit 574 971,62 M. und war der Kassenbestand am 31. März 485 443,11 bas zerrissene Bild unter den Kollegen verschwindet. Zum Schluß Für den Kollegen 2. Müller, der bereits seit Dezember ersucht er die Anwesenden dringend, am 3. Juni bei der Landtagsvorigen Jahres schwer erkrankt ist, wurde alsdann eine Neuwahl wahl sich nach Möglichkeit zur Verfügung zu stellen, alles können borgenommen. Wie Cohen mitteilte, habe man bis jetzt damit auf die Durchbringung unserer Wahlmänner zu konzentrieren, um gewartet, in der Hoffnung, daß die Erkrankung nicht mehr lange so zu beweisen, daß die Metallarbeiter ihre Schuldigkeit zu tun andauert. Leider ist nach dem Ausspruch der Aerzte die Wieder wissen, daß sie den Blaz, ben sie in der Arbeiterbewegung ein erlangung einer auch nur teilweisen Arbeitsfähigkeit nicht zu ev- nehmen, auch ausfüllen. warten, und sei man daher gezwungen, eine Neuwahl vorzunehmen. Nach kurzer Diskussion werden Gries, Hilpert und C. Schmidt als Kandidaten für diesen Posten nominiert. Im Anschluß an diese Wahl wird die Frage diskutiert, welche Stellung die Organisation in Zukunft gegenüber dem Kollegen Müller, als Todessturz mit dem Fallschirm. Ein Luftschiffer ist gestern, wie ihrem im Dienste der Organisation erwerbsunfähig gewordenen aus New York gemeldet wird, abgestürzt. In New Jersey machte Angestellten, einzunehmen hat. Die Unterstügungskaffe, der ein Luftschiffer einen Ballonaufstieg in Anwesenheit einer großen Müller angehört, zahlt zurzeit noch keine Invalidenunter- Boltsmenge. In Höhe von 600 Metern wollte er sich mit dem Fallstüßungen aus, da sie erst vor fünf Jahren gegründet ist. Cohen schirm herablassen, der Fallschirm versagte aber, und der Luftschiffer bemerkt, daß bereits die Verwaltung Stellung hierzu genommen stürzte in den Fluß. Er war auf der Stelle tot. " Hus der Frauenbewegung. Genoffinnen! Alle Genoffinnen, die am heutigen Wahltage bet den Wahlarbeiten helfen wollen, müssen sich den bereits bekannt gegebenen Wahlbureaus zur Verfügung stellen. Die Vertrauenspersonen. Appell an die Frauen als Käuferinnen. Die Geschichte der sozialpolitischen Gesetzgebung lehrt, daß sich der gesetzliche Arbeiterschuh gern bon den tatsächlichen Verhältnissen drängen läßt, das heißt: eine Maßnahme wird getroffen, wenn durch die Arbeiterbewegung in einer Industrie wenigstens Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis. ( Stralauer Viertel.) Bezirk Nr. 323. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse, der Böttcher Johann Kilbinger gestorben ist. 218/14 Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet ant Mittwoch, den 3. Juni. nachmittags 44, Uhr, von der Leichenhalle des Himmelfahrts- Kirchhofes Nieder- Schönhausen- Nordend aus statt. Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Nachruf. Am Freitag, den 29. Mat, verstarb unser Mitglied, der Schuhmacher Johann Brüggemann Wilsnaderstr. 35. Ehre feinem Andenken! Die Beerdigung hat am 2. Juni bereits stattgefunden. 227/8 Der Vorstand. Zentral- Kranken- und SterbeKasse der Tischler ( E. H. 8.) Berwaltung Lichtenberg. Todes- Anzeige. Um 81. Mai berstarb unser Mitglied, der Arbeiter Karl Pelz 24995 am infolge Herzschwäche. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Mittwoch, den 3. Juni, nachmttags 6 Uhr, von der Leichen halle des Parochial- Kirchhofes, Borhagener Chauffee, aus statt. Die Ortsverwaltung. Am Sonntag, den 31. Mai 1908, entschlief nach kurzen schweren Leiden mein innig geliebter Mann, unser guter Bater, Sohn, Bruder, Schwager und Schwiegersohn, der Gastwirt Adolf Voigt im 38. Lebensjahre. Dies zeigt, um ftilles Beileid bittend, tiefbetrübt an Anna Voigt geb. Rallies. Die Beerdigung findet am Mitt woch, den 3. Juni, nachmittags 42 Uhr, bom Trauerhause, Kirchhofstr. 5, nach dem neuen Jakobi- Kirchhof, Hermannstraße, statt. Sozialdemokratisch. Wahlverein Rixdorf. Todes- Anzeige. Den Parteigenossen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Schankwirt Adolf Vogt ( 8. Bezirk) verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Mittwoch, nachmittags 1%, Uhr, vom Trauerhause, Kirchhofstr. 5, aus nach dem neuen Jakobifirchhof, Hermannstraße, statt. Um rege Teilnahme ersucht 235/14 Der Vorstand. Verband der freien Gast- und Schankwirte Deutschlands. Ortsverwaltung Rixdorf. Am Sonntag, den 31. Mai, ber starb unser Kollege, der Gastwirt Adolf Vogt im 88. Lebensjahre. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 3. Juni, nachmittags 11 Uhr, vom Trauerhause, Kirchhofstraße 5, aus nach dem neuen Jatobi Kirchhof, Hermannstraße, statt. J Bahlreiche Beteiligung erwartet 75/5 Der Vorstand. Mart. Deutscher Holzarbeiter- Verband Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege, Tischler Paul Gehricke am 23. Mai gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 3. Juni, nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des Emmaus- Kirchhofes in Rigdorf, Hermannstraße, aus statt. 85/4-Die Ortsverwaltung. Verband d. baugewerblichen Hilfsarbeiter Deutschlands. Zweigverein Berlin u. Umgegend. ( Bezirk Rosenthaler Vorstadt). Nachruf. Am 29. Mai verstarb unser Mitglied, der Kollege 30/19 Friedrich Jänicke und ist gestern beerdigt worden. Ehre seinem Andenken! Der Zweigvereinsvorstand. Kassenbäder feber Augusta. Bad, Stopeniderftr. 60 Vermischtes. Danksagung. Für die liebevolle Teilnahme, bei bem Begräbnis meines lieben Mannes, unseres guten Baters, sagen wir allen Verwandten, Genossen, Kollegen, Kolleginnen, Freunden und Bekannten unseren herzlichsten Dant. Die trauernden Hinterbliebenen Gertrud Schütze und Sohn. Danksagung. Allen die bei der Beerdigung unferes lieben Baters, des Buyers Franz Kühne zugegen waren, sowie dem Gesangverein und Wahlverein sagen wir unseren herzlichsten Dank. 25055 Die trauernden Hinterbliebenen. Von der Neise zurüc Dr. Paul Christeller, Dirdfenstr. 21. 135/19 Quartett- Gesang zu Beerdigungen empfiehlt zu jeder Zeit Gustav Voigt, Chordirig, SO.33, Görlitzer Str. 56, part. Dr. Schünemann 25292* Spezial- Arzt für Haut- und Harnleiden, Franenkrankheiten. Friedrichstr. 203, Ede Schüßenstr 10-2, 5-7, Sonnt. 10-12 Uhr ist der kolossale Andrang vor dem Pfingstfeste! Aufsehen erregend Zögern Sie daher in Ihrem eigenen Interesse nicht und kommen Sie möglichst sofort, um Ihren Bedarf in Sommergarderobe im Konfektionshaus Westmann Hauptgeschäft: Berlin W., Mohrenstr. 37a, und Berlin No., Gr. Frankfurter Straße 115, zu decken!! Das gezählende Lager Solausenden bis Pfingsten kein Eckhaus, 2. Haus von d. Jerusalemer Straße kein Eckhaus, 2. Haus von der Andreasstraße, habe ich die Preise bis auf 1/4 des Wertes herabgesetz. Schneller Entschluß ist nötig, ehe die Mäntel!! Auswahl vergriffen ist! Blusen!! Kostüme!! Keine Ramschware: Spezialgeschäft!!! Eigene Ateliers! Täglicher Eingang hochmoderner Sommermoden! Original- Modelle! Reisemuster! Kopien! auch für die stärksten Figuren passend, am Lager! Taffet-, Seiden-, Spitzen- Konfektion!! Jacketts, Paletots, Phantasiepiecen usw. usw. in 5 Abteilungen: 1 2 3 4 5 Regulärer Wert bis M. 20.bis Ende der Woche M. 5.bis M. 30.bis M. 80.M. 7.50 M. 20.bis M. 140.- bis M. 280.M. 40.M.70.Um den Zweck der Räumung zu erreichen, verschenke ich bei Einkauf v. 20 M. an ein Phantasiejackett. Eleg.Trauer- Magazin im eigenen Interesse Genaue Beachtung der Firma Sonntags geöffnet 8-10 u. 12-6 Uhr. and Hausnummer Separat- Abteilung Auswahl& Preise konkurrenzles. geboten! Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Nedaktion dem Bublitum gegenüber feinerlei Verantwortung. Theater. Mittwoch, den 3. Junt. Anjang 7%, Uhr. Königl. Opernhaus. Marie, die Tochter des Regiments. Buppenfee. Königl. Schauspielhaus. Jungfrau von Drleans. Die Die Neues tönigl. Opern- Theater. Der Dämon. Anfang 8 Uhr. Deutsches. Die Räuber. Kammerspiele. Lyfiftrata. Leffing. Der Raub der Sabinerinnen. Berliner. Hopfenraths Erben. Neues. Liebe. Neues Schauspielhaus. Geschlossen. ( Freie Boltsbühne.) Kleines. 2X2= 5. Hebbel. Frau Warrens Getverbe. Komische Oper. Carmen. a Residenz. Der Floh im Dhr. Lustspielhaus. Die blaue Maus. Schiller 0.( Wallner Theater.) Der Widerspänstigen Zähmung. Schiller Charlottenburg. Hans Hudebein. Friedrich Wilhelmstädt. Schau: = spielhaus. Im weißen Rößl. Thalia. Der Selbstmörderklub. Westen. Ein Walzertraum. Neues Operetten. Der Mann mit den drei Frauen. Luisen. Im Goldland. Trianon. Frau Baronin. Bernhard Stoje. Der Cowboy. Metropol. Das muß man seh'n. Ripollo. Die süßen Grisetten. Spezialitäten. Wintergarten. Spezialitäten. Vañage. Spezialitäten. Gustav Behrens. Spezialitäten. Carl Haverland. Spezialitäten. Walhalla. Spezialitäten. Folies Bergère. Spezialitäten. Liane d'Eve. Meichshallen. Stettiner Sänger. Urania. Taubenstraße 48/49. Abends 8 Uhr: Ueber den Brenner nach Venedig. Sternwarte, Invalidenstr. 57/62. Berliner Theater. Abends 8 Uhr: Hopfenraths Erben Neues Theater. Abends 8 Uhr zum 1. Male: Unter der Guillotine. Hierauf: Liebe bon Gustav Bied. Donnerstag: Dieselbe Borstellung. Kleines Theater. Abends 8 Uhr: 2 mal 2= 5. Donnerstag: 2 mal 2= 5. 5. Freitag: 2 mal 2 Sonnabend: 2 mal 2= 5. Sonntag: 2 mal 2= 5. Theater des Westens. 8 Uhr: Ein Walzertraum. Sonntag nachm. 3, Uhr, halbe Preise: Die lustige Witwe. Friedrich- Wilhelmstädtisches Schauspielhaus. Urania. Wissenschaftliches Theater. Taubenstr. 48/49. Abends 8 Uhr: Ueber den Brenner nach Venedig. Z OOLOGISCHER CARTEN Täglich: Gr. Militär- Konzert. Eintritt 1 M., von abends 6 Uhr ab 50 PL., Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Metropol- Theater Bum 256. Male: Das muß man seh'n. Revue in 12 Bildern m. Ges. und Tanz. Anfang 8 Uhr. Rauchen gestattet. WINGBARTEN 9 Neues Programm. The Trapnell- Family, weibliche Akrobaten. Florence u. Lilian, musik. Produkt. Rebla, komischer Jongleur. Lily Flexmore akrobatische Tänzerin. Mlle. Juliette, dressierte Seelöwen. Tan Kwai Troupe, Chinesen. Therese Renz, Reitnummer. Doherty Sisters, amer. Sängerinnen u. Tänzerinnen. The Bounding Gordons, amer. Akrobat. The Bowdens, kom. Radfahrer. Trombettas, italienisches Gesangs- und TanzDuett. Der Biograph. pollo Theater 8 Uhr: Die neuen Attraktionen. 914 Uhr: Die süßen Grisetten. 10 Uhr: Grete Gallus, die beste Soubrette. 10% Uhr: Bert. Bernards Compagnie: Prolongiert: Ein Abend in einem amerikanischen Tingel- Taugel. Ab 7 Uhr: Gartenkonzert. Passage- Panoptikum. Kunsttaucher xxx Produktionen im Riesenbassin Neapolitanische Briganten. Panophon- Vorträge: Otto Reutter usw. Experimente der 4. Dimension. Ohne Extra- Entree! Eintritt50Pf., Kinder, Soldaten25Pf. Im weißen Rößl. Passage- Theater. Anfang 8 Uhr. Donnerstag: Im weißen Rößl. Freitag zum erstenmal: Der un gläubige Thomas. Sonnabend.: Jm weißen Rößẞl. Neues Operetten- Theater Schiffbauerdamm 25, an der Luisenstr. Heute und folgende Tage 8 Uhr: Der Mann mit den drei Frauen. < Residenz- Theater. Direktion: Richard Alexander. Abends 8 Uhr: -O Der Floh im Ohr. Schwant in drei Alten von Georges Der größte Saisonerfolg Gastspiel Willi Agoston in der tollen Burleske Berlin in Stimmung Das Tollste vom Tollen und die neuen Juni- Spezialitäten. Feydeau. Deutsch von Wolff- Jacoby. W. Noacks Theater Lustspielhaus. Direttion: Rob. Dill. Brunnenitr. 16. Die blaue Maus. Sonntag, 7. Juni: Gröffnung der bends 8 Uhr: Heute: Geschlossen. Sommerspielzeit. Hebbel- Theater, Stöniggräger Bum 1. Male: Das ehrliche Berlin. Abends 8 Uhr: Str. 57/58. Frau Warrens Gewerbe. Drama in 4 Aften v. Bernard Shaw. Dazu die erstklassigen Spezialitäten. Sonnabend: Oeffentliche General: probe! Luisen- Theater. WalhallaReichenberger Straße 34. Abends 8 Uhr: Im Goldland oder: Das Haus der Rätsel und folgende Tage. Sonntag nachm. 3 Uhr zum 1. Male: Der Hüttenbesitzer. Abends: Im Goldland. Montag nachm. 3 Uhr zum 1. Male: Gespenster. Abends: Jm Goldland. Dienstag nachm. 3 Uhr: Der Hütten: besizer. Abends: Jm Goldland. DERNHARD ROSE THEATED Gr. Frankfurter Str. 132. Abends 8 Uhr: Der Cowboy. Drama aus Bild Best in 4 Aften A von Sturt Matull. Wochentagspreise. Variete Theater Weinbergsweg 19/20, Rosenth. Tor. Spezialitätenvorst, im Garten. Bei schlecht. Witterung i. Theater. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Anf. des Gartenkonzerts 7 Uhr. Kleine Preise. ax Kliems Sommer- Cheater. Hasenheide 13-15. Artist. Leitung: Bernhard Lange. züglich: Großes Konzert, Theaterund Spezialitäten- Vorstellung. Mittwochs: Kinderfest. Jeden Donnerstag: Elitetag. Gastspiel bed. Kräfte erster Bühnen. Schiller- Theater. Schiller- Theater O.( Wallner- Theater). Mittwoch, abends 8 Uhr: Der Widerspenstigen Zähmung. Lustspiel in fünf Aufzügen u. einem Vorspiel von William Shakespeare. Donnerstag, abends8Uhr: Der Herr Ministerialdirektor. Freitag, abends 8 Uhr: Der Herr Ministerialdirektor. 000000 Schwarzer Friedrichsberg. Fernsprecher Nr. 8. Schiller- Theater Charlottenburg. Mittwoch, abends 8 Uhr: Hans Huckebein. Luftspiel in drei Atten von Dstar Blumenthal u. Gustav Kadelburg. Donnerstag, abends8Uhr: Das letzte Mittel. Freitag, abends 8 Uhr: Hans Huckebein. Jeden Mittwoch: Adler Frankfurter Chaussee 5. Großes Militär- Konzert ausgeführt von der Jugendwehr. Soiree der Apollo- Sänger. Nach der Vorstellung: Familien- Kränzchen. Diez' Spezialitäten- Theater. Landsberger Allee 76/79, direkt Ringbahn- Station. Ab 1. Pfingstfeiertag täglich: Gr. Konzert und Spezialitäten- Vorstellung. Ball. Ausgeführt von den hervorragendsten Kapazitäten. Anfang 3 Uhr. Entree 30 Pf. Kaffeeküche. Volksbeluftigungen. Avis: Am 1. u. 2. Bfingfifeiertag, Gr. Früh- Konzert u. Vorstellung. Anfang 5 Uhr: Anton Boekers Testsäle Weberstraße 17. ☐ ☐ ☐ Weberstraße 17. Empfehle den geehrten Vereinen meine Säle zu Versammlungen und Vereinsfestlichkeiten; große Theaterbühne; sowie meinen schönen Naturgarten mit großer, feststehender Theaterbühne. Sonnabende und Sonntage sind noch zn Um geneigten Zuspruch ersucht Tel.: Amt VII 13 414. 2897L* Anton Boeker, Weberstr. 17. Wo amüsieren wir uns? Tm Krug zum grünen Kranze, Ober- Schöneweide, Waldstr. 74. Küche und Keller vorzüglich. Vereinen und Gesellschaften bestens empfohlen. Ernst Höflich. Rauchen Sie Phänomen Cigaretten! Devise: Qualität ist die beste Empfehlung. Sanssouci, Straße 6. Kottbuser Direttion Wilhelm Reimer. Der Garten ist geöffnet. Wegen Vorbereitungen z. Pfingstfest: Geschlossen. An allen drei Feiertagen: Orts- Krankenkasse Pankow. Eine Gr. Extra Fest- und Außerordentliche a Spezialitäten Borst. General- Versammlung Auftreten von findet auf Verfügung der AufsichtsHoffmanns Nordd. Sänger behörde des Gemeindevorstandes und Tanzkränzchen Beg. Sonnt. 5, wochent.8 1. Neue Welt. Hasenheide 108-114. Täglich! Täglich! Großes Doppel- Konzert und Spezialitätenvorstellung. Anf. 5 Uhr. Entree 25 Pf. 1. und 2. Pfingsfeiertag! Großes Früh- Konzert. Pankow vom 25. Mai 1908- G. I 3319 am 15. Juni 1908, abends 8 Uhr, im Restaurant Roczicki, Pankow, Kreuzstr. 3/4, statt. Tages- Drdnung: 1. Protokoll. 2. Statutenänderung (§ 13 Nr. 3). 3. Bericht über den 4. Strantentaffentongreß. Pankow, den 29. Mai 1908. Der Vorstand der Ortskrankenkasse Pankow. Otto Gütig, Borsigender. NB. In dieser Bersammlung find nur die gewählten Delegierten ein tritts und stimmberechtigt. 274/18 Berliner Prater- Theater Kastanien- Allee 7-9. Sonntag, den 7. Juni 1908 ( 1. Pfingstfeiertag): Eröffnung der Hauptsaison. Reichshallen- Theater. Volksgarten- Theater Stettiner Sänger. am Bahnhof Gesundbrunnen. Heute: Keine Vorstellung. Ab Pfingsten täglich: Variétésterne. Konzert Burleske von Megsel. Meysel als Saharet, Britton als Isadora Duncan. Anf. wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Von der Reise zurück[ 135/ 14* Dr. Eugen Haagen. Julius Lindenbaum 141 Frankfurter Straße 141 Ecke Fruchtstraße. Sommer- Paletots und Ulster Feste Preise Feste Preise! elegante und moderne Verarbeitung in allen Stoff- Neuheiten und tausendfacher Auswahl. Nur eigene Erzeugnisse! Von 12 M. bis Jackett- Anzüge 60 M in allen erdenklichen Mastern der Neuzeit braun, gran ete von 14.50 ML. bis Rock- Anzüge geschmackvollste Muster, tadellose Verarbeitung von 25 M. bis 54 M. 54 DL. Gehrock- Anzüge Ersatz für Maßanfertigung in schwarz. von 30 M. bis M. 65 LL. Jünglings- Garderobe. Knaben- Garderobe. M. Berufs- Arbeiterbekleidung 1. für alle Gewerke. Spezialität: Anfertigung nach Maß in eigenen Werkstätten im Hause, unter Leitung erster Zuschneider. In dieser Abteilung leistet meine Firma anerkannt das Beste. Der ständig wachsende Zuspruch aus allen Kreisen bietet die sicherste Gewähr für streng reelle und sachgemäße Bedienung. Theater- und Spezialitäten- Vorstellung Niesenprogramm an beiden Feiertagen. Frühkonzert mit Vorstellung. Achtung! Das Rummelsburger Seebad ist wieder eröffnet. Es empfiehlt fich 24525* Gottlieb Handschke. Haben Sie Stoff? Ich fertige davon Anzug od. Paletot nach Mass, schick, dauerh. Zutaten, von 20 Mark an. Moritz Laband, Neue Promenade8, II.( Stdtb.Börse). Wanzen. Schwaben, Motten nebst Brut bertilgen ficher, unter Garantie M. Schweikarts Spezialmittel. a Dofis 50 Bẞf., 1 und 3 M. Manteuffelstraße 92, Reichenberger Str. 55, Waldemarstraße 64. Tel. Amt IV, 1221. Ausnahmepreise für Lieferungen im Mai, Juni, Juli. * A. B. Koch Kohlen- Groß- Handlung gegründet 1893. Haupt Kontor und I. Geschäft: Berlin 0. 34, Brombergerstr. 16. II. Gefchäft: 0. 17, Fruchtstr. 13. Preise für nur la Marken ab Blaz bon 10 3tr. an: Prima la Halbsteine( bekannte Marken), pr. 8tr. 87 Pf. Ferdinand- Briketts SP " · Anna od. Waidmannsheil Pfännerschaft pr. 8tr. 87 Pf. pr. 8tr. 89 f. 91 Pf. 95 Pf. la Diamant pr. 8tr."( 110 bis 120 Std.). . la Ilse o. Akw. pr. 8tr. 95$ f. la Anthrazit Cadép.8. 2,20 W. Kots, Steinkohlen usw. zu den billigsten Tages- und Konventionspreisen. Anlieferung frei Keller je nach Duantum pr. 8tr. 10-15 f. mehr. Bei Driginalwaggons und größeren Abschlüssen verlangen Sie meine Spezial- Offerte. Roh- Tabak E. Nauen, Zempliner Str. 3. an der Schwedter Str. Wir verkaufen jekt noch billigst OR 4 Mark an in Petershagen, Dstbahn, R& Mark an Seegefeld, am Bahnhof, R 10 Mark Kaulsdorf, am Bahnhof, an * R 10 Mark Bahnhof Sadewa, BiesdorfKaulsdorf- Süd, R 30 Mark an Biesdorf, Stadtbahn, a. Bahnhof. Verkaufsstell. a. d. Bahnhöfen. Nieschalke& Nitsche Berlin, Neue Königstr. 16. Verantwortlicher Redakteur: Georg Davidsohn, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Zh. Glode, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Jr. 128. 25. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. An die Parteigenoffen Groß- Berlins: Die am 3. Juni stattfinden Urwahlen stellen wiederum hohe Anforderungen an die Arbeitslust und Opferwilligkeit unferer Anhänger. Die Urwahlen am 3. Juni sind für die 12 Bezirke Berlins festgesetzt: die 2. Abteilung wählt in der Zeit von vormittags 9 bis mittags 12 Uhr, alsdann folgt die 1. Abteilung von nachmittags 1 bis 2 Uhr und zulekt die 3. Abteilung, welche von nachmittags 3 bis abends 8 Uhr das Stimmrecht ausübt. Daß fein Genosse bei der Abstimmung fehlt, ist selbst berständlich, wir erwarten jedoch von allen unseren Anhängern, soweit es ihnen irgend möglich ist, sich am Wahltage persönlich in den Dienst der Agitation zu stellen. Amt VI 9247. Die Bureaus der Partei am Wahltage befinden sich: 1. Sandtagswahlkreis bei August Wiemers, Bülowstraße 58, 2. Landtagswahlkreis bei Fränz, Markgrafenstr. 4, Amt IV 9273. 3. Landtagswahlkreis bei Bimbös, Sebastianstr. 1, Amt IV 2195. 4. Landtagswahlkreis b. Gust. Hemp, Urbanstr. 170, Amt IV 8979. 5. Landtagswahlkreis bei Paul Hoffmann, Oppelner Str. 47, Amt IV 9373( Nebenanschluß). 6. Landtagswahlkreis bei Paul Litfin, Memeler Straße 67, Amt VII 1075. 7. Landtagswahlkreis b. Beiersdorf, Elbinger Str.9, Amt VII 6343. 8. Landtagswahlkreis b. Spät, Georgenkirchstr. 65, Amt VII 1097. 9. Landtagswahlkreis bei Höhnisch, Wichertstr. 3, Amt III 1035 ( Nebenanschluß). 10. Landtagswahlkreis bei Wilte, Brunnenstr. 188, Amt III 4835. 11. Landtagswahlkreis bei Fahrow, Ravenéstr. 6, Amt III 2137. 12. Landtagswahlkreis bei Achilles, Wiclefstr. 24, Amt II 725. Teltow Beeskow im„ Volkshaus", Rosinenstr. 3, Amt Charlottenburg 4606. = Unter- Bureans: Rirdorf bei Hoppe, Hermannstr. 48/49, Amt Rirdorf 1015 Schöneberg bei Obst, Meininger Str. 8, Amt VI 6733. Charlottenburg bei Müller, Rosinenstr. 3, Amt Charlottenburg 6366. Ober- und Nieder- Barnim bet Tempel, Alt- Borhagen 56, Amt VII 10 078. Da schon vormittags eine große Anzahl von Hilfskräften erforderlich ist, so erwarten wir von allen Parteigenossen, daß sie sich von 28 früh an( soweit nicht schon vorher in den Einzelbezirken anders bestimmt ist) in den Zentralbureaus ihres Kreises einfinden und sich zur Verfügung der Kreisleitung stellen. Wir zählen am Vormittag ganz besonders auf alle diejenigen, welche sich wirtschaftlicher Selbständig. teit erfreuen, und hoffen, daß sie im Vereine mit den anderen Genossen, welche sich bei freiwilliger oder unfreiwilliger Arbeitsruhe in den Dienst der Agitation stellen, die nötigen Wahlarbeiten mit gewohntem Eifer ausführen werden. Mitgliedsbücher von Partei oder Gewertschaft sind behufs Legitimation zur Stelle zu bringen. Auch auf die Mithilfe unserer Genossinnen rechnen wir. An die Arbeit! Niemand fehle, weder bor noch nachmittags, der helfend eingreifen kann. Tun wir unsere Schnldigkeit, ringen wir mit festem Entschluß und zäher Arbeitsfreudigkeit um die Verbreitung unserer großen Prinzipien. " Der Zentralborstand. Zur Landtagswahlbewegung. " Mittwoch, 3. Juni 1908. längst überholt und im beregten Falle um so bedeutungsloser, da Prediger Dr. M. Runze, Propaganda gemacht wird. Am Schlusse der Ausschuß des Kaufmannsgerichts, der den Untrag gestellt hatte, bes Blattes find unter der Ueberschrift Vertrauensmänner( zirka fich in gleicher Bahl aus Unternehmern und Angestellten zusammen- 190 Personen) aufgeführt, unter denen wir auch den Namen cincs fegt, so daß also die Interessen in gleichem Umfange vertreten waren. Stutschers fanden, welcher langjähriges Mitglied unseres Verbandes ist, und von dem wir stark bezweifeln, daß er als freisinniger Die Handelsangestellten werden demnach wissen, was sie von Herrn Vertrauensmann fungieren würde. Wir erkundigten uns bei dem Weigert zu erwarten haben. Betreffenden und erhielten den Bescheid, daß er weder VertrauensBezüglich der Aeußerung des Herrn Caffel halten wir daran mann der freisinnigen Partei ist, noch jemals war. fest, daß diese so gefallen ist, wie wir sie mitgeteilt haben, aller- fei ohne seine Einwilligung unter das Flugblatt gesezt worden. dings nicht im Plenum der Versammlung, sondern bei einer anderen Eines Tages sei jemand zu seinem Arbeitgeber gekommen und Gelegenheit. Aber selbst wenn sie nicht gefallen wäre, so möchten hätte Unterschriften gesammelt, und ein Kollege von ihm habe in wir fragen: Ist es denn nicht wahr, daß nur die Mindestzahl der seiner Abwesenheit seinen Namen mit unterschrieben. Sollte ein Lehrer in die Schuldeputation aufgenommen wurde? Ist es denn solches Verfahren im Sinne des Wahrheitsverkünders, dessen Name das Flugblatt ziert, liegen? nicht wahr, daß mehr als notwendig Geistliche aufgenommen werden sollten? Ist es denn weiter nicht wahr, daß erst der Magistrat diese Ueberzahl der Geistlichen beseitigt hat? Beklagen sich denn nicht die Lehrer über diese Zusammensetzung der Schuldeputation? Glaubt ein Mensch, der die städtischen Verhältnisse kennt, daß alle diese Dinge passieren konnten gegen den Willen des Herrn Cassel? Denn das glaubt niemand! Die aufgeführten Tatsachen find nicht aus der Welt zu schaffen und sprechen laut genug. Nur ein Blatt wie die" Freiſinnige Zeitung" kann sich erfrechen, trotzdem von Wahllügen zu reden. Von unserer Festnagelung des Antrages Rosenow als gewöhn lichen Wahltrid- auch Herr Mommsen gehört zu dessen Unter zeichnern weiß die Freifinnige" nichts zu bemerken. Sollte selbst ihr der Antrag zu ungeſchidt sein? Nun, die städtischen Beamten und Lehrer, die im ftande find zu sehen, werden sich wohl kaum dadurch hinter das Licht führen lassen. . Die Wahlvorschriften, die der Berliner Magistrat erlassen hat, bringen wie in nachstehendem nochmals in Erinnerung: rollzieht sich nicht wie bisher in Form der Terminswahl, sondern " Die am 3. Juni 1908 stattfindende Wahl der Wahlmänner in der der Frist wah I. Landtagswahl und Arbeiterrückfahrkarten. Anläßlich des heutigen Wahltages hat die Eisenbahnverwaltung Anweisung gegeben, daß die Arbeiterrückfahrfarten" am Tage benutzt werden können; auch gelangen solche am heutigen Tage zur Ausgabe. Alle die Arbeiter, die auswärts arbeiten und in Berlin wohnen, wie umgekehrt diejenigen, die hier arbeiten und in der Provinz wohnen, werden auf diese Anordnung besonders aufmerksam gemacht. Einen hochinteressanten Verlauf nahm eine bon liberaler Seite einberufene Versammlung, die am Montag im Böhmischen Brau hause" tagte, in welcher die Herren Dr. Breitscheid und v. Gerlach referierten. Der große Saal war bis auf den letzten Platz von Anhängern fast aller Parteien gefüllt, die auch in die Diskussion eingriffen. Von unserer Seite sprachen insbesondere die Genossen Karl Bauer und Schüße, die in schärfster Weise das Gebaren der Regierung und der Liberalen speziell im jezigen Wahlkampf an der Hand vieler Beispiele kritisierten. Ein Sturm des Beifalls durchbrauste den Saal, als Bauer nach Beendigung seiner Kritik die Aufforderung an die Anwesenden richtete, am 8. Juni Abrechihre Stimme zu geben. Worte, die sicher auf viele, das bewies der nung zu halten und nur den Kandidaten der einzig ehrlichen Vertreterin eines gesunden Wahlrechts, nämlich der Sozialdemokratie, Beifall, großen Einfluß ausgeübt haben. Die Frist wahl besteht darin, daß der Wähler innerhalb der bekanntgegebenen Wahlzeit seiner Abteilung zu einem beliebigen Zeitpunkte zur Stimmabgabe erscheinen tann, die Wahl jedoch pünktlich zur festgesetzten Zeit beendet sein muß, ohne Rücksicht darauf, ob im Wahllokal noch Wähler anwesend find, die ihre für die drei Landtagswahlkreise des Reichstagswahlkreises TeltowStimme noch nicht abgegeben haben. Damit die Wahlen einen ordnungsmäßigen Verlauf nehmen, ift dringend geboten die Beachtung folgender Ordnungsvorschriften. 1. Die zur Stimmabgabe erscheinenden Wähler nehmen einzeln hintereinander nach der Zeitfolge ihres Eintreffens Aufstellung und rücken so allmählich zu dem Wahltisch vor. Bei startem Andrange ist es wünschenswert, daß das hintere Ende der Wählerkette möglichst schon vor dem Eingange zum eigentlichen Wahlraume gebildet wird, damit ein Gedränge an dem Eingange vermieden und denjenigen Wählern, welche ihre Stimmen bereits abgegeben haben, das Verlassen des Wahlraumes nicht erschwert wird. Die Wahlzeit Beestow- Storkow- Charlottenburg. a) Fristwahlen. Rigdorf: 8. Abteilung von 3 Uhr nachmittags bis 8 Uhr abends. 2. Abteilung von 9 Uhr vormittags bis 12 Uhr mittags. 1. Abteilung von 1 Uhr nachmittags bis 2 Uhr nachmittags. Schöneberg: 3. Abteilung von 4 Uhr nachmittags bis 8 11hr abends. 2. Abteilung von 2 Uhr nachmittags bis 31 Uhr nach mittags. 1. Abteilung von 1 Uhr nachmittags bis 2 1hr nachmittags. Charlottenburg: 3. Abteilung von 5 Uhr nachmittags bis 8'11hr abends. 2. Abteilung von 4 Uhr nachmittags bis 5 Uhr nachmittags. 1. Abteilung von 3 Uhr nachmittags bis 4 Uhr nachmittags. 2. Eine Ueberfüllung des Wahlraumes, durch welche das 2. ordnungsmäßige Herantreten der Wähler zum Wahltisch oder. das Verlassen des Lotals erschwert werden fönnte, muß insbesondere in der Zeit der legten Stunde bor Schluß der Wahl vermieden werden. Es empfiehlt sich daher, daß jeder Wähler, welcher seine Stimme abgegeben hat, den Wahlraum sofort wieder verläßt. Der Raum vor dem Wahltisch ist auf alle Fälle frei zu halten. 3. Den im Interesse der Aufrechterhaltung der Ordnung bom Wahlvorstande erlassenen, Anordnungen ist unbedingt Folge zu leisten. 4. Zur schnelleren Auffindung des Wählers in der Liste dient es, wenn jeder Wähler die ihm übersandte Legitimationsfarte mitbringt, im Falle er jedoch eine solche nicht besitzt, dem Wahlvorsteher zunächst seine Wohnung und dann seinen Namen nennt und als Legitimation seine Militärpapiere oder Mietsbertrag, seine Invaliditätskarte, sein Krankenkassenbuch, seine letzte Steuerquittung usw. vorzeigt. Köpenick: 3. Abteilung von 1/25 Uhr nachmittags bis 8 Uhr abends. Abteilung von 3 Uhr nachmittags bis 4 Uhr nachmittags. 1. Abteilung von 4 Uhr nachmittags bis 25 Uhr nachmittags. Friedenau: 3. Abteilung von 51%, Uhr nachmittags bis 81 Uhr abends. 2. Abteilung von 4 Uhr nachmittags bis 5 Uhr nachmittags. 1. Abteilung von 3 Uhr nachmittags bis 4 Uhr nachmittags. Steglit 3. Abteilung von 4½ Uhr nachmittags bis 8 Uhr abends. 2. Abteilung von 3, Uhr nachmittags bis 4 1hr nachmittags. 1. Abteilung von 3 Uhr nachmittags bis 3½ Uhr nachmittags. Wilmersdorf: 3. Abteilung von 5 Uhr nachmittags bis 8 Uhr abends. 2. Abteilung von 4 Uhr nachmittags bis 5 Uhr nachmittags. 1. Abteilung von 3 Uhr nachmittags bis 4 Uhr nachmittags. In den Orten, wo Frist wahlen stattfinden, kann also jeder Wähler innerhalb der für seine Abteilung angegebenen Wahlzeit seine Stimme abgeben. Erscheine jedoch jeder recht frühzeitig zur 5. Jeder Wähler, welcher es ermöglichen kann, übe sein Wahl! Nach Ablauf der für die einzelnen Abteilungen festgesetzten 5. Jeder Wähler, welcher es ermöglichen kann, übe sein wahlzeit wird kein Wähler mehr zur Abgabe seiner Stimme zuWahlrecht zeitig aus. 6. Da bei der Fristwahl die Abstimmung pünktlich zur festgefekten Stunde für geschlossen zu erklären ist, auch wenn sich noch Wähler im Wahlraume befinden, welche ihre Stimme noch nicht abgegeben haben, so wird dringend empfohlen, möglichst frühzeitig, spätestens aber eine Stunde vor Schluß der Wahlzeit, zur Wahl zu erscheinen. Schmerzlich berührt hat die Freisinnige Zeitung" unsere Fest stellung bezüglich des Verhaltens des Kandidaten für den VII. Landtagswahlkreis Dr. Weigert in der Frage der Sonntagsruhe im Handelsgewerbe, sowie der Haltung des Herrn Cassel zu Achtet auf die Namen der Wahlmänner. der Zusammensetzung der städtischen Schuldeputation. Wahllügen des Vorwärts" nennt sie ihren Artikel zur Verteidigung der Herren Die Wähler müssen sich genau informieren, wie viel und schreibt: Wahlmänner sie zu wählen haben. Sind in einer AbStadtrat Dr. Weigert hat es nur nicht für opportun gehalten, teilung zwei Wahlmänner zu wählen, so sind auch zwei Namen jetzt in eine Enquete diber diese Frage einzutreten und gegenwärtig zu nennen. Es muß weiter gewarnt werden vor der( leicht eventuell durch Ortsstatut eine Einschränkung der Sonntagsarbeit möglichen) Verwechselung der Namen des Wahlmannes und zu beantragen, da ein Reichsgefes, welches prinzipiell die voll- des Abgeordnetenkandidaten. Alle diese Stimmen sind unständige Beseitigung jeder Sonntagsarbeit im Handelsgewerbe gültig! einführen will, in Aussicht steht. Er ist der Meinung, daß jezt Wer also in das Wahllokal geht, sehe sich genau die bor die Regelung der Frage durch ein Drtsstatut nicht zu empfehlen sei, da es nicht ausgeschlossen ist, daß ebenso früh wie dasselbe demselben ausgebenen Stimmzettel an und präge fich die Es gibt eine vielleicht weitergehende gefeßliche Regelung eintritt. Bei Namen der Wahlmänner seiner Abteilung ein. dieser Lage der Sache sei die Genehmigung eines Drtsstatuts Wahlvorsteher, die dem Ablesen der Namen vom Stimmseitens des Oberpräsidenten auch kaum zu erwarten." zettel, der vor dem Wahllokale dem Wähler eingehändigt wird, Wir hatten festgestellt, daß die gesamte Gewerbedeputation ein- Schwierigkeiten bereiten. stimmig, darunter sämtliche anwesende Stadträte, Magistratsräte Versehe sich auch jeder Wähler mit genügender LegitiAls solche wird die vom Magistrat übersandte und Assessoren für die Bornahme der Enquete gestimmt haben, nur mation. Herr Weigert war dagegen. Das wird von der Freifinnigen 8tg." Legitimationsfarte angesehen. Wer diese etwa verlegt oder nicht bestritten, sondern es werden die Gründe angegeben, weshalb überhaupt nicht erhalten haben sollte, stecke Steuerzettel oder Herr Dr. Weigert so gehandelt. Ja, diese Gründe waren von der Militärpapiere ein. Getverbedeputation von Herrn Weigert vorgetragen worden, trotzdem entschieden sich die anwesenden 25 bis 30 Mitglieder gegen Herrn Weigert. Wieso das Wahllügen sein sollen, ist uns unverständlich. wählen in dem Wahlbezirk, der in ihrem früheren Wohnbezirk Wenn ferner darauf hingewiesen wird, daß Herr Weigert, als vor liegt, sofern die Betreffenden in der Wählerliste stehen, zwei Jahren das Drtsstatut bezüglich der Sonntagsruhe in Engros-, Fabrik und Bankgeschäften beschlossen wurde, sich lebhaft befürwortend ausgesprochen habe, so müssen wir das„ lebhaft" zunächſt streichen. In der Stadtverordnetenversammlung hat er namens des Magistrats gesprochen, also ohne eigene Meinung, und in der Gewerbedeputation hatte es harte Kämpfe genug, wiederum gegen Herrn Dr. Weigert, gegeben, dessen Standpunkt die Freifinnige Zeitung" so wiedergibt: Die am 1. April Verzogenen 13 151 Wahlmänner. Noch niemals haben sich die Genossen Groß- Berlins vor einer ufgabe befunden, wie solche durch die heutige Landtagswahl an die Organisation gestellt wird. fammen 13 151 Wahlmänner zu wählen. In Berlin selbst find 7677, in den Vorortkreisen 5474, zu Wie wir fonstatieren können, find mit verschwindenden AusAllerdings dürfte Stadtrat Dr. Weigert auf dem Standpunkte stehen, daß bei der Beschränkung oder Beseitigung der nahmen alle Standidaturen besetzt. Nun gilt es nochmals an die Sonntagsarbeit im Handelsgewerbe gleichmäßig die Interessen Arbeit zu gehen und, wie bei den Neichstagswahlen in Berlin, aller Beteiligten ins Auge zu fassen sind, atso neben denen der wiederum die fortschreitende Entwidelung unserer Ideen ziffernHandlungsgehülfen auch die der Geschäftsinhaber, besonders der mäßig zu belegen. mittleren und fleinen Ladenbesitzer, die durch solche Maßregel empfindlich in Mitleidenschaft gezogen werden." Wie die Freifinnigen Bertrauensmänner machen. gelassen. Die etwa nötig werdenden Stichwahlen werden in diesen Drten an einem anderen Tage vorgenommen. b) Terminswahlen. Adlershof: Nachmittags 5 Uhr( 2. Abteilung nicht vor 7 Uhr, 1. Abteilung nicht vor 7 Uhr). 1. Alt- Glienice: Nachmittags 2 Uhr( 2. Abteilung nicht vor 4 Uhr, Abteilung nicht vor 5 Uhr). Brit: Mittags 12 Uhr( 2. Abteilung nicht vor 3 Uhr, 1. Abteilung nicht vor 4 Uhr). Drewit: Vormittags 11 Uhr. Eichwalde: Vormittags 11 Uhr. Großbeeren: Vormittags 11 Uhr. Großbesten: Vormittags 11 Uhr. 7 7 Uhr und 1. Abteilung nicht vor 7½ Uhr). Groß- Lichterfelde: Nachmittags 5 Uhr( 2. Abteilung nicht bor Uhr und 1. Abteilung nicht vor 7 Uhr). Grünau: Nachmittags 6 Uhr( 2. Abteilung nicht vor 7 Uhr). Johannisthal: Nachmittags 2 Uhr( 2. Abteilung nicht vor 7 Uhr, 1. Abteilung nicht vor 72 Uhr). Königs- Wusterhausen: Nachmittags 22 Uhr. Krausnick: Mittags 12 Uhr. Lantwit Mittags 12 Uhr( 2. Abteilung nicht vor 3 Uhr, 1. Abteilung nicht vor 3 Uhr). Lichtenrade: Nachmittags 3 Uhr( 2. Abteilung nicht vor 42 Uhr, 1. Abteilung nicht vor 5 Uhr). Mariendorf: Mittags 12 Uhr( 2. Abteilung nicht vor 2 Uhr, 1. Abteilung nicht vor 21%, Uhr). Miersdorf: Vormittags 11 Uhr. Neu- Zittau: Mittags 122 Uhr. bor 1 Uhr, 1. Abteilung nicht vor 1½ Uhr). Nieder- Schöneweide: Vormittags 11 Uhr( 2. Abteilung nicht 1. Nowawes: Nachmittags 1 Uhr( 2. Abteilung nicht vor 2 Uhr, Abteilung nicht vor 3 Uhr). Rudow: Vormittags 11 Uhr. Schenkendorf: Vormittags 11 Uhr. Schmargendorf: Mittags 12 Uhr( 2. Abteilung nicht vor 3 Uhr, 1. Abteilung nicht vor 4 Uhr). Heute abend haben sich die Genossen von 7 Uhr ab im Wirts. Haus" einzufinden aweds Verbreitung von Wahlfuverts, Flugblättern usw. Senzig mit Bernsdorf: Vormittags 11 hr. Storkow: Vormittags 10 Uhr. Tempelhof: Vormittags 8 Uhr( 2. Abteilung nicht vor 10 Uhr) Trebbin: Vormittags 9 1hr( 2. Abteilung nicht vor 11 Uhr, Uns tam es nur darauf an, den Handelsangestellten zu zeigen Bon gewerkschaftlicher Seite schreibt man uns: Wir gelangten 1. Abteilung nicht vor 12 Uhr). welcher Kandidat ihnen hier empfohlen wird, denn die Nedensart, in Besitz eines freisinnigen Flugblattes aus dem 12. Berliner WahlTreptow- Banmischulenweg: Vormittags 11 Uhr( 2. Abteilung gleichmäßig die Interessen aller Beteiligten ins Auge zu fassen", ist freise, in welchem für die Wahl des freijinnigen Kandidaten, nicht vor 3 Uhr, 1. Abteilung nicht vor 4 Uhr). Beljltttlnf: Nachmittags« vhr fl. SvteidMg nicht Vor 6 Nhr, t. Abteilung nicht vor 6'/, Uhr). Zeuthen: Bormittags 11 Uhr. Z-fien: Der Wahlbeginn ist auf IS Uhr mittags festgesetzt. In den ländlichen Wahlbezirken des Kreises Teltow ist der Beginn der Wahlzeit auf 11 Uhr vormittags und in den ländlichen Bezirken des KreiseS B e e S k o w auf IS'/g Uhr mittags festgesetzt. In den Orten, wo TermwSwahle» stattfinden, haben sich die Wähler zu der für ihren Ort festgesetzten Wahlzeit pünktlich im Wahllokal einzufinden. Sollte jedoch ein Wähler etwas später erscheinen, so kann er. wenn der Wahlakt seiner Abteilung noch nicht beendet sein sollte, nach Meldung beim Wahl- Vorsteher noch an der Wahl teilnehmen. Verlasse sich aber niemand darauf, sondern mache es sich ein jeder zur Pflicht, pünttlich im Wahllokal anwesend zu sein. Ferner ist eS notwendig, solang« im WahNokal zu bleiben, bis der Wahlakt der betreffenden Abteilung, in welcher man zu wählen hat, beendet ist, da sich eventuell er- gebende Stichwahlen sofort vorgenommen werden. Ober- und Nieder-Barnim. Nachstehend bringen wir zugleich die Wahlzeit der Orte des obenstehenden Wahlkreises, soweit dieselbe uns bekannt ist. a. Fristwahlen. Friedrichsfelde: 1. Abteilung nachmittags von 1—2 Uhr. 2. Ab- teilung von S'/a-t Uhr und die 2. Abteilung von 4Va-8 Uhr abends. Lichtenberg: 2. Abteilung von 10—12 Uhr vormittags. 1. Ab- teilung von 1-2 Uhr nachmittag» und S. Abteilung von S-7 Uhr nachmittags. KarlShorfi: 2. Abteilung von 2'/z-4 Uhr nachmittags, die 3. Abteilung von l'/a-8 Uhr abends. Rummelsburg: 1. Abteilung mittags 1—2 Uhr. 2. Abteilung nachmittags Va8- Uhr» 2. Abteilung'/ß— 8 Uhr. Reinickeudorf: 3. Abteilung von mittags 12 bis nachmittags 3 Uhr. 2. Abteilung von 2-4 Uhr. 1. Abteilung von 4— ö Uhr nachmittags. Stralau: 1. Abteilung von 2—3 Uhr. 2. Abteilung von 3-4 Uhr. 3. Abteilung von'US-S Uhr abend». b. Terminswahle». Borsigwalde: 8. Abteilung mittags 12 Uhr, die 2. Abteilung Abteilung 2 Uhr und die 1. Abteilung 3 Uhr nachmittags. Erkner: 3. Abteilung mittags 12 Uhr, 2. Abteilung nachmittags 3 Uhr und die 1. Abteilung 4 Uhr. Glieuicke-Bergfelde: 3. Abteilung mittags 1 Uhr/ Hcrmsdors; 3. Abteilung 12 Uhr mittags. 2. Abteilung 2 Uhr nachmittags. 1. Abteilung 3 Uhr nachmittags. Hohen-Neucndors und Stolpe a. d. Nordbahn: Beginn der Wahl mittags 12 Uhr. Tegel: 3. Abteilung mittags 12 Uhr. 2. Abteilung nachmittags 4 Uhr und die 1. Abteilung um 6 Uhr. Waidmannslust. 3. Abteilung mittags 12 Uhr. partei-Hngelcgenbeiten. Rixdorf. In Rixdorf finden nicht, wie auf den Plakaten an- gegeben, vier, sondern fünf Versammlungen zur Verbindung des Wahlresultats statt. Es fehlt aus den Plakaten das Lokal.Karls- garten", wo sich die Parteigenossen ebenfalls versammeln, um die Resultate entgegen zu nehmen. � � Alle Parteigenossen, welche sich im Besitz von Radern befinden. werden ersucht, sich am heutigen Tage ebenfalls zur Erledigung der Wahlarveiten zur Verfügung zu stellen. Das Wahllomitee. Schöneberg. Die Bekanntgabe deS Resultats über die Wahl« Männerwahlen erfolgt heute abend 8 Uhr im Lokal von Graffer, Meiningcr Straße 3. Schmargendorf. Das Bureau des Wahlkomitees befindet sich im Wirtshaus", Warnemünder Straße. Hier wollen sich die Genossen, welche früh Zeit haben, einfinden behufs Erledigmig von Wahl- arbeiten. Abends wird in demselben Lokale das Wahlresultat be- kanntgegeben. Das Wahlkomitee. Friedenau. Das WahlSureau unserer Partei befindet sich im .Rheinschloß". Die Genossen werden ersucht, sich heute vollzählig und so zeitig wie möglich dort einzufinden. Tue ,eder seme Pflicht I Der Vorstand. Lichtenberg. Die Listen- und Blockführer sowie Urwahlbezirks- leiter treffen sich um Vj9 Uhr im Zentral- Wahlbureau bei E Pickenhagen. Scharnweberstr. 60. Telephon Aint VII 10203. Daselbst erfolgt die Ausgabe von sämtlichem Wahlniaterial. 1 Der Vorstand. Nieder-Schönhause«. Die Parteigenoffen werden ersucht, sich am heutigen Wahltage, von 2 Uhr an, zur Verfügung zu stellen. Der Wahlakt beginnt pünktlich und. hmt pünktlich auf. Unser Zentralwahlbureau befindet sich bei Nadseck. Kaiser- Wilhelm- Straße 10. > 9 i Reiilickeudorf-Ost. Die Genossen, die bei der Wahl helfen, treffen sich vormittags 9% Uhr bei Kirsch. Markstr.2/S. Wir erwarten, daß sich iiisbesoudere die Arbeitslosen und die selbständigen Genossen zahlreich zur Verfügung stellen. Alle nach Beginn der Wahl im Wahllokal Eintreffenden melden sich bei den im Wahllolal befind« lichen Wahlkomitees. Die Bekanntmachulig des Wahlresultats er- folgt nachmittags 5 Uhr bei Kirsch. Markstr. 2/3. Pankow. DaS Zentralwahlbureau für den Bezirk Pankow be- findet sich bei Matthes. Mühlenstr. 33. Tel. Nr. 164. Sämtliche Wahlresultate sind dorthin zu berichten. � Noch freie Wahlhelfer wollen sich dortselbst am Morgen zur Ver- fügung stellen._ Das Wahllomitee. Berlinev JNadmcbten* G» war wieder einmal nichts. Die Mitteilung eines hiesigen Mittagsblattes, nach der der Magistrat gewillt gewesen fem soll, in Zukunft fremde Potentaten nicht mehr am Brandenburger Tor zu begrüßen, ist unrichtig. Wir haben gleich von vornherein nicht an die Meldung geglaubt... Die..Tägliche Rundschau" kann überhaupt mcht verstehen, wie- so jemand etwas Entwürdigendes in dieser EmpfangSart finden kann, sie schreibt: „Was soll eigentlich die ewige Agitation gegen die Begrüßung von Gästen der Reichshauptstadt seitens der städtischen Behörden am Brandenburger Tor? Mit der Würde des Magistrats, des Oberbürgermeisters soll sich das nicht vertragen? Wir sind ganz im Gegenteil der Ansicht, daß sich die Herren, wie jeder Preuße, hoch geehrt fühlen können, wenn sie an so bevorzugter Stätte, an der Stätte der ehrwürdigsten Erinnerungen, wenn sie gewissermaßen am geschichtlichen Zentrum Berlins bei bevor- zugten Gelegenheiten erscheinen und amtlich mitwirken dürfen. Daß der Triumphbogen das„Tor" heißt, bedeutet doch nicht etwa. daß die Herren an die Weichbildgrenze bemüht werden! Was sollen die ewigen Bemühungen, das leidliche Verhältnis, das zwischen Stadt und Krone trotz der wahrhaftig nicht gigantischen Repräsentation der ersteren besteht, zu stören? Das Oberhos- marschallamt, wenn es wollte, könnte weiß Gott eine ganz andere BtttrMng Berlins SW Brskldenburger Tor vcrsaMmelNj als r dessen Magistrake und Stadtverördnekes' ES wurde nicht viele Körbe bekommen, wenn es den Versuch machen wollte, an Stelle der Würdenträger des roten Hauses dort die wirkliche Berliner Gefellschaft der verschiedenen Schichten antreten zu lassen! Und was isfis speziell mit der Würde des Berliner Oberbürger- meisters? Der Berliner Oberbürgermeister hat eine so große Stellung, wie es nur wenige im Reiche gibt. Wenn die Person- lichkeit der Stellung angemessen ist, kann in ganz Preußen kein Töpfchen kochen, ohne daß er bei der Zusammensetzung der Suppe mitgesprochen hat. Allerdings, Leute, für die Kürassierstiefel zu groß sind, können darin nicht gehen. Wer darin gehen kann, macht eine gute Figur, überall, auch am Brandenburger Tor. In zwei Jahren etwa ist ja wohl wieder Oberbürgermeisterwahl. Vielleicht denkt man bis dahin in den Kreisen, die es angeht, darüber nach, ob es wirklich die Blüte aller Weisheit ist, für dieses an sich völlig unpolitische Amt vor allen Dingen einen aus- gesprochenen Parteimann zu erküren! Die Parteistellung des Kandidaten für den Berliner Oberbürgermeisterposten fft an sich völlig gleichgültig. Aus den Mann an sich kommt es an! Welche Stellung würden ein Adickes, ein Becker, ja auch ein Micke als Berliner Oberbürgermeister eingenommen, wie würden sie Berlin genutzt, wie viele Aergerlichkeiten würden sie uns erspart haben? Uebrigens wollen wir Herrn Kirschners Eigenschaft als sehr fleißiger, eifriger Beamter, als„Utilite" sozusagen, nicht ver- lennen!" Da haben wir'S. Die städtischen Behörden müssen eS obendrein noch als eine Ehre betrachten, am Brandenburger Tor Statisten- rollen verrichten zu dürfen. Zum Spott gesellt sich noch der Hohn. Bei dieser Gelegenheit bekommt obendrein der Herr Oberbürger- meister noch eins ausgewischt, ganz unverdientermaßen, denn er gerade ist doch immer getreulich den Wünschen des Hofes als Be- grüßungsmensch nachgekommen, hat sogar stundenlang oft im schlechtesten Wetter geduloig auf die Ankunft der kaiserlichen Gäste gewzrtct, um seinen Speech herzusagen. Die„Tägliche Rundschau" schemt wenig Kenntnis zu haben von den Gepflogenheiten in anderen Ländern. Es ist gar nicht zu lange her, daß der Kaiser in England weilte und Gast der Londoner Stadtverwaltung war. Dort empfing das Oberhaupt der Londoner City den Kaiser auf der Schwelle der stadtischen Empfangshalle, nicht aber auf der Straße, wie das in Berlin Brauch ist. Im übrigen soll es uns ziemlich gleichgültig sein, in welcher Weise diese höfischen Empfänge vor sich gehen, wenn nur keine städtischen Mittel hierzu verwendet werden. Und in punkte Würde muß ja jeder wissen, was man ihm zumuten kann. Emil Gröpler. ES war bor� zwei Jahren. Ich arbeitete mit Gröpler zu- sammen. Er hatte vieles erlebt und konnte manches von Interesse erzählen. Und er hatte so seine Art zu erzählen. Er erzählte von dem Ausgang der Gründerjahre und der darauf folgenden miserablen Zeit; von dem Aufschwung Mitte der achtziger Jahre und vom 89 er Maurerstreik. Und wieder kam die Krise, die Not und Elend über die Arbeiterklaffe brachte. Er erzählte von den Mißerfolgen und den immer neu einsetzenden Organisations- bestrebungen der Maurer; vom Sozialistengesetz, das unsagbares Unglück über eine Reihe seiner Bekannten und über andere gebracht. Und wieder sprach er von der rastlosen Arbeit der Berufs- und Gesinnungsgenossen; von dem Opfermut und der Initiative der Genossen; von den Bestrebungen in Sitzungen und Versammlungen unter Hingabe der Nachtschlafes den Organisationsgedanken zu fördern.„Ihr Jungen, Ihr wißt ja gar nicht was es heißt „schlechte Zeiten"; jetzt, nach zehnjähriger Prosperität im Berliner Baugewerbe, wo die Organisation Sieg auf Sieg erfochten hat. Aber wartcfis nur ab, die Krise wird wiederkommen: bis jetzt war noch keine Macht imstande, die kapitalistischen Wirtschaftsgesetze zu korrigieren." Und dann erzählte er leidenschaftlich von seinen Plänen, über das große Wasser zu schwimmen, sich im Lande deS schrankenlosen Kapitalismus eine neue Heimat zu gründen, um im Alter vor Sorgen und vor dem Hunger geschützt zu sein.„Ich mag nicht unnütz durch den Bauzaun schielen, wo doch junge und kräftigere Hände genug vorhanden und wo der Alte doch keine Aussicht auf Brot und Beschäftigung hat." Und was er schon alles gekauft hätte: Aexte und Sägen und andere landwirtschaftliche Gegenstände: Zelte und Kleidungsstücke auf Jahre hinaus und eine Doppelflinte. Ich schaute ihn ungläubig an. Er, der uns in der Mittag. stunde Vorträge hielt, der des Sonntags in die schwärzesten Winkel auf Agitation ging; er, der in der gewerblichen und sozialen Gesetzgebung Bescheid wußte wie selten einer, für den sollte nicht Platz hier sein?— An einem Sonntagmorgen fuhr ich hinaus nach Friedrichs- berg, wollte sehen waS ich nicht glaubte. Und da sah ich alle die nach seiner Ansicht nötigen Werkzeuge und Gegenstände, zum Teil schon in große Kisten verpackt, das Mobilar schon bis auf das Allernotwendigste verkauft, also alle Vorkehrungen zur Ab- reise getroffen. Er erzählte von seinen Informationen auf dem Konsulat; von den deutschen Ansiedelungen in Süd-Brasilien: von Blumenau und Badenfurt, Hansa und Annaburg; von seinen Erwartungen und Hoffnungen und bielversprechenden Aussichten; er, der Achtundvierzigjährige mit graumeliertem Haar.„Wenn der Herbst kommt, dann bin ich in Süd-Amerika, in Santa Catharina." Ich suchte ihm seine Pläne auszureden: Wo andere leben und Brot finden, da wird er, der Intelligente, auch essen und übrigens: „Für den deutschen Arbeiter ist gesorgt bis ins hohe Alter hinein." Em Hohnlachen klang durch den von Möbeln entblößten Raum. WaS er hierauf sagte, will ich nicht wiedergeben.— Er hatte recht gehabt. Die Krise ist gekommen; schnell und nachdrücklich. Und ich, der von ihm beneidete Jüngere,.schiele durch den Bauzaun" und kann Arbeit nicht finden.� Emil Gröpler hat es wahr gemacht! Er ist hinübergegangen, den Weg, den Paul Grottkau, Koschel und viele andere Bekannte und Unbekannte gingen. Wie sagt doch ein Volkslied: Schaut nur hin,„Volksbeglücker".' Schaut nur hin, ihr Unterdrücker, Sehet nach dem fernen Westen hin Wo Deutschlands beste Arbeitskräfte ziehen. Sie geh» dahin ..... Das Vaterland nicht Brot ihr gab Und finden in Amerika ihr Grab, Gröpler war einer unserer Besten, Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverorbnetcnversamm- lung am Donnerstag, den 4. Juni, nachmittags S Uhr. Bericht- erstattung über die Borlage, betreffend die Anstellung eine? Direk- tors des städtischen Fach- und Fortbildungsschulwcsens,— und über die Angelegeneit, betreffend Verbesserung der im Stadtverordneten- sitzungssaale vorhandenen elektrischen Beleuchtungsanlage.— Vorlage, betreffend den Anschluß eines auf Pankower Gebiet belegenen fiskalischen Grundstücks an die Berliner städtischen Wasserwerke.— Antrag von Mitgliedern der Versammlung, den Magistrat zu er- suchen, alsbald eine Vorlage einzubringen zwecks Verwendung der im Etat 49 für 1908 eingestellten Summe für die höhere Besoldung der städtischen Beamten und Lehrer.— Vorlagen, betreffend den Empfang de?&. internationalen zahnärztlichen Kongresses im August 1909,— die Vertretung der Stadtgemcinde Berlin auf dem am 6. und 7. Juli d. I. in München stattfindenden 2. Deutschen Städtetag,— den Vorentwurf zum Neubau einer Gemeindedoppel. schule mit einer Rebierinspektion der städtischen Gaswerke und einer Steuerannahmestelle auf dem Grundstück an der Goßlerstraße Mg der Koch- und Waschküchenein- anlenhausc,— die llebernahme der des Norddeutschen Lloyd in Bremen, ille für die 81. Gcmeindeschule. Alt- r von dex Stg.dtgeWindj: vertpsgS- lRudolfplatz),— die Er richtung im Rudolf Vl Patenschaft eineS Dm — die Bauabnahme' Moabit 23,>°- die E mäßig zü leistenden Vergütungen für dke in städtischen Anstalten beschäftigten Viktoriaschwestern,— Austausch von Teilen des An- staltsgelandes in Lichtenberg und Herzberge mit Ländereien deS Rittergutsbesitzers Roeder zu Lichtenberg.— den Abschluß je eines Vertrages zwischen der Stadtgemeinde Berlin und den Gemeinden Buch und Blankenfelde über die Gasversorgung dieser Gemeinden durch die städtischen Gaswerke und die Einbeziehung der Bucher und Blankenfelder Gemarkung in das städtische Rohrnetz,— die Einrichtung einer Schweinehaltung aus dem Rieselgute Gütergotz, — Einführung des Verhältniswahlverfahrcns für die Wahl der Beisitzer zum Gewerbegericht an Stelle des Mehrheitssystems,— den Erwerb des am Nordausgange oer Straße 5A., Abt. XI., Ecke der Bornholmer Straße, belegenen Goldwasserschen Grundstücks zur Freilegung beider Straßen, und die Auflassung des Restbaulandes dieses Grundstückes,— ein Abkommen über die Regulierung des Schleidenplatzes,— die Erwerbung der Grunostücke Lüttichcc Straße 67/68, Pettenkoferstr. 20/24 und Zellestr, 12/13 zu Gc» meindeschulzwecken.— 9 Rechnungen. Folgen der Hitze. Durch die glühende Hitze der letzten Tage sind bereits ganz erhebliche Schäden herbeigeführt worden. Menschen und Tiere haben unter der hohen Temperatur außerordentlich zu leiden. Die Hoffnung, daß die Wärme, die bereits im Schatten weit über 30 Grad Celsius beträgt, etwas zurückgehen werde, hat sich leider nicht erfüllt. Auf den Straßen kann man jetzt fort- während umgefallene Pferde beobachten. Hauptsächlich sind es wieder die Omnibuspferde, die unter der Gluthitze auszustehen haben. Eine ganze Anzahl von Tieren mutzten der Abdeckerei überwiesen werden. Aber auch viele Passanten sind bereits ein Opfer der Wärme geworden. In der Fricdrichstraße und Unter den Linden brachen gestern mehr als zehn Personen zusammen. Traurige Folgen sollte für den 39jährigen Bureaugehilfen Alfted Krüger die große Hitze haben. Als K. gestern nachmittag die Badstraße passierte, brach er, von einem Hitzschlage getroffen, zusammen, und wurde nach der Rettungswache gebracht. K., der in der Linien» straße 94 wohnt, wurde in das Lazaruskrankenhaus gebracht, wo er bedenklich daniederliegt. In den Fabrikbetrieben seufzen Ar. beiter und Arbeiterinnen unter der Einwirkung der Hitze. So mußten in einer Fabrik in der Huttenstraße gestern nicht weniger als neun Männer und Frauen nach der Unfallstatton gebracht werden. Ohnmachtsanfälle treten massenweise auf. In den Läden, in denen Lebensmittel verkauft werden, sowie in den Markthallen hat die hohe Temperatur erhebliche Schäden ver- ursacht. Viele Geschäftsinhaber wurden gezwungen, große Posten verdorbener Waren fortzuwerfen. Der Asphalt auf den Straßen wird unter der Einwirkung der Hitze an vielen Stellen brüchig. In den Badeanstalten herrscht gegenwärtig ein ganz gewaltiger Andrang. Auch die„Freibäder" am Wannsce und am Müggelsee sind täglich stark besucht. Ein Eiscnbahnunfall, der sich auf der Heegermühler Kleinbahn zugetragen hat, ist ebenfalls auf das Konto der starken Hitze zu setzen."Dicht an der Station Heegermühle waren die Gleise unter der Einwirkung der Wärme etwas hoch gebogen worden, und als der 1,30 Uhr nachmittags einlaufende Zug die Stelle passierte, kam es zu einer Entgleisung. Die Lokomotive und ein Personenwagen wurden aus den Schienen geworfen, Personen wurden bei dem Unfall glücklicherweise nicht verletzt, Eine» stürmischen Verlauf nahm eine zum Montagabend von dem„Begründer" des FreibadesWannsee, dem Ringkänchfer "•rancbet, einberufene öffentliche Versammlung, die im„Königs- of", Bülowstraße, tagte. Der Einberufer schilderte die Eni- s'tehung des Freibades und erging sich dann m scharfen An» griffen gegendie früherenVorstandSmitglieder. von denen zwei, die Herren von Arnim und Meyer, vollständig selbständig über die Köpfe der Mitglieder hinweg ge- handelt hätten. Der Gedanke bei der Schaffung des BadeS sei seinerzeit gewesen,„ftei", d. h. auch umsonst baden zu können. Als der Redner den benannnten Vorstandsmitgliedern geschäftliche Motive unterschob und ihnen vorwarf, daß sie bei den Be- Hörden geliebäugelt und aus dem„BollSbad" ein„Salon- bad" gemacht hätten, fand er lebhasten Beifall.— Die Diskusston gestaltete sich zu einem wüsten Durcheinander, als v o n A r n i m das Wort nahm und leugnete, daß er Provisionen erhalten habe. In zwei Fällen seien ihm, der acht Monate große Unkosten hatte, Gelder als Darlehen gegeben worden. Einmal 2000 und von einem anderen„Pächter" 200 Mark. Die„Pachtverträge" wurden dann bis Mitternacht besprochen und dann machten sich die früheren� Vorstandsmitglieder Arndt und v. Arnim gegenseitig schlecht. Die Versammlung protestierte schließlich gegen diese Pachtverträge und will die Hilfe der Gerichte anrufen, weil gegen das Vereinsgesetz ver- stoßen sei. Der Spezialmarkt für Ware» in Berli« findet wegen der LandtagSwahlen am Mittwoch, den 3. Juni, nicht statt. Das Geld liegt auf der Straße. Am 17. Mai d. I. find an der Ostbahn zwischen Gusow und Trebnitz zehn Teile zerrissener, echter. russischer Fünfundzwanzig- Rubelscheme gefunden worden. Zwei Teile gehören von diesen nur zusammen. Der Eigentümer der Scheine tonnte bisher nicht ermittelt werden. Die Kriminalpolizei und die Polizeireviere nehmen zu 3327, IV. 7. 08 schriftliche und mündliche Mitteilungen entgegen. El» tödlicher Automobilunfall hat sich in der vergangenen Nacht in der Potsdamer Straße zugetragen. In der Nähe oer Potsdamer Brücke war der 43 Jahre alte Hausverwalter Grahl mit zwei Freunden über den Fahrdamm geschritten. Als von der Brücke ein Droschlenautomobil herangefahren kam, gerieten die drei Männer in große Gefahr. Während es den vegl-itcrn de« G. gelang, sich noch m Sicherheit zu bringen, wurde G. selbst bort dem Vorderteil des Kraftwagens erfaßt, zu Boden gerissen und ttbsrfahren. Dem Bedauernswerten wurde da» Genick gebrochen, so daß der Tod auf der Stelle eintrat. Die Leiche ist polizeilich beschlagnahmt und nach dem Schauhaus gebracht worden. Eine Lenzincxplofion erfolgte gestern nachmittag in der Färberei und chemischen Waschanstalt von C. P o l l n o w in der Franlfurter Allee 63. Die entwickelten Stichflammen trafen den Arbeiter Johann Kämmerer aus Weißensee und verletzten den 45 jährigen Mann an den Armen und Leinen. Das Feuer wurde von oer Wehr gelöscht. Ein folgenschwerer Zusammenstoß eines EisenbahnzugeS mit einem Straßcnbahnzuge fand am gestrigen Dienstag, nachmittags gegen'/«2 Uhr in der Schöueberger Slraße statt. Zur genannten Zeit wurde ein Kohlenzug von den fiSlalischen Lagerplatzen Schöneberger Straße 21a/22 nach dem Hafeuplatz hinübergedrückt. Vorschriftsmäßig soll ein Bahnbeamter, bevor der Zug auf die Straße hinausgeschoben wird, die Gleise entlang schreiten, um die den Straßeuzug passierenden Fuhrwerke zu warnen. Die« war aber nicht geschehen. Der Beamte versuchte vielmehr. nach- dem bereits ein Wagen auf die Straße hinausgeschoben war, sich zlvischen diesem und der Durchfahrt hindurch zu drängen. In diesem Augenblick kam ein aus dem Motor- wagen Nr. 1844 und Anhängewagen Nr. 2601 bestehender Straßen- bahnzug der Linie b9 von der Schöncberger Brücke her heran. Der Fahrer erkannte, daß es ihm nichr mehr möglich sei, den Zug recht- zeitig zum Stehen zu bringen, und eine folgenschwere Katastrophe erschien fast unvermeidlich. Trotz dieser furchtbaren Situation behielt jedoch der Straßeiwahnbeamte die volle Geistesgegenwart. Er schaltete die Fahrlurbel aus die höchste Fahrgeschwindigleit ein, und mit einer Schnelligleit von 22 Kilometer schoß der Zug vor- wärts. Lediglich diesem Umstände ist es zu verdanken, daß nicht der Eisenbahnzug die beiden Straßenbahnwaggons in der Flanke erfaßte. Jedoch war es nicht zu ver- hindern, daß der Anhängewagen von dem Kohlenzuge ersaßt wurde. Der Hintere Teil der Seitenwand deS Straßenbahnwagens wurde zertrümmert und die Hinterplattform abgerissen. Der Schaffner des Anhängewagens wurde aus den Straßendamm ge- schleudert und schwer verletzt. Er erlitt eine Gehirnerschütterung, Bruch des RasenveinS and Quetschungen deZ linken Overschenkels. Der Fahrgast Schneidermeister Karl Funk aus der Dessauer Straße 83, der sich im Innern des Waggons befand, trug eine Wunde am Kopfe davon. Die beiden Verungliictten erhielten auf dem nahen Depot der Feuerwehr die erste Hilfe. Bon dort aus !'.mrde der Schaffner nach dem Krankenhause, Funk nach seiner Wohnung übergeführt. Wer ist die Tote? Am 22. Mai d. I., vormittag? gegen S'/j Uhr, wurde im Tiergarten aus den Gewässern der Rousseau- Insel die Leiche einer etwa 26—3!) Jahre alten, anscheinend den besseren Ständen angehörenden Frau gelandet. Die Leiche ist l.62 Meter groß, hat volles, blondes Kopshaar, an der linken Unter- lippenseite ein kleines. linsengroßes Warzengebilde. Bekleidet war die Tote mit braunem Regenmantel, weißem Strohhut mit schwarzem Bande, dunklem, weiß und grün punktiertem Oberrock, dunkelblauem Satinunterrock, am unteren Ende mit kleinen Säumchen und schwarzer Besenborte, einem rotwollenen und einem dunkelgestreiften gesprenkelten Unterrock, einer blaugrün karierten Taille mit großen schwarzen KaroS, schwarzen Strümpfen, roten Strumpf- dändern, braunem Ledergürtel� schwarzen ledernen Halbschuhen. loeißleinenem Hemd und weißleinenem Unterbeinkleid ohne Zeichen; am linken Ringfinger ein goldener Schlangenring. Mitteilungen nimmt die Kriminalpolizei,'woselbst auch die Photographie auSliegt, sowie jedes Polizeirevier zu Nr. 3237 IV/S9 03 entgegen. Eine männliche Leiche wurde am 23. Mai auS der Spree am alten Lehrter Güterbahnhof gelandet. Beschreibung: Etwa 3S Jahre, l.67 groß, dunkelblond, mittelstarker Schnurrbart, Zähne lückenhaft, Doppelkinn, Grübchen. Bekleidung: hellgelbes wollenes Netzhemd, weiße Unterhose, dunkelgrauer mit grünen Streifen versehener Jackett- niizug, weißes Borhemd, Umlegekragen, grauer Schlips, braune Strümpfe, schwarze Schnürschuhe, weiße Mamchelten mit schwarzen Plmkren, Manschettenknöpfe J. P. gezeichnet. Personen, welche über die Person des Verstorbenen Angaben machen können, werden gebeten, ihre Wahrnehmungen schriftlich oder mündlich dem Polizeipräsidium, Zimmer 320. oder einen, Polizeirevier zu den Alten 3261 IV. ög. 03 mitzuteilen. Wegen eines gefährlichen DachstuhlbrandeS wurde gestern vor- mittag die Feuerwehr um 10 Uhr nach dem Eckhause' Alexander- sicaße 28a und Magazinstraße alarmiert. Das Feuer war"in den Bodenverschlägen an mehreren Stellen angelegt und hatte dadurch schnell an Ausdehnung gewonnen. Tie erste Kompagnie war sofort aus- gerückt und gelang es ihr durch kräftiges Wasseraeben mit Dampf- ioritzen den Brand auf den Dachstuhl des EckhauwS zu beschränken. Bon dem Täter fehlt noch immer sede Spur. Die Löschmannschaft hatte gestern nicht nur unter der Qualm- uud Hitzeentwickelung des - Brandes, sondern auch noch unter der Sonnenglut besonders zu leiden. Die armen Feuerwehrmänner glühten wie die Männer im feurigen Ofen. Vorort-JVadmtbten. Nummelsburg. Die Gemeindevertretung wählte in ihrer letzten Sitzung als dritten KaufmannSgerichts-Vorsitzenden den Bureauvorsteher )trüger. Auf Antrag des Gemeindevorstandes wurde beschlosten, PaS zirka 16 Morgen große, am Triftweg in Friedrichsfelde ge- legene Gcmeindcgrundstück, da sich wegen der schlechten Lage dieses Grundstücks zahlende Pächter nicht finden— zu parzellieren und a» Gemeindearbeiter zur Benutzung als Gartenland bis auf weiteres unentgeltlich abzugeben. Unsere Vertreter rügten hier- bei, daß die seitens der Gemeinde zustehende kurze Kündigungs» trist von 8 Monaten— die bei entlassenen oder selbst die Be- schäftigung bei der Gemeinde aufgebenden Arbeitern doch sofort i äcksichttlos in Anwendung kommen würde— eine große Härte für die Betroffenen bedeute und daher bei den Gemeindearbeitern selbst wenig Freude für diese angebliche Wohltat aufkommen lassen' wird. Die von unseren Genosten hierzu beantragte längere Äün- digungsfrist wurde aber mit Stimmenmehrheit abgelehnt. Bei der Wahl von zwei Arbeitnehmerbeisitzern für das Kuratorium der gewerblichen Pflichtfortbildungsschule wurde auf Vorschlag unserer Vertreter der Genosse August Oehlking gewählt. Nach einer Ver- iugung des Ministers für Handel und Gewerbe, ist bei Bewilligung des StaatSzuschusteS zur Unterhaltung der gewerblichen Pflicht- fortbildungSschule beanstandet, daß die Unterrichtsvergütung für d:e Lehrer allgemein 3 M. für die Stunde beträgt. Der Minister .empfiehlt diesen Satz nur denjenigen Lehrern zuzubilligen, die bereits länger als 5 Jahre an der Schule unterrichten. Für die jüngeren Lehrer soll nur ein Betrag von 2,50 M. für die Stunde gezahlt werden. Nachdem unsere Genosten sich gegen die schlechtere Bezahlung der jüngeren Lehrer ausgesprochen hatten, wurde mit 13 gegen II Stimmen beschlossen, die jetzige Bezahlung mit 3 M. pro Stunde für alle Lehrer beizubehalten. Der Volksheilstättenverein vom Roten Kreuz, welcher in der Königlichen Forst bei Johannis- tat eine Walderholungsstätte für Männer errichtet, ist mit dem Ansinnen an die hiesige Gemeinde herangetreten, zu den Baukosten einen einmaligen Betrag von 6000 M. beizusteuern und ferner dem Verein einen jährlichen Beitrag von 300 M. zu gewähren. Als Gegenleistung verpflichtet sich der Volksheilstättenverein in der neuen Erholuiiysstätte während de? Sommers täglich 60 und während des Winters täglich 1b erholungsbedürftigen männlichen Einwohnern unserer Gemeinde gejjen Zahlung des üblichen Ver- pslegungSsatzeS Aufnahme zu gewähren. Der Gemeindevorstand vertritt hierbei die Allsicht, daß der Volksheilstättenverein unserer Gemeinde auch ohne Zahlung der einmaligen Beisteuer von COOO Mark dieselben Vergünstigungen bei nur Zahlung des laufenden jahrlichen Beitrages von 300 M. gewähren, würde. Unsere Ver- .'reter traten dafür ein, daß die Gemeinde auch die einmalige Beisteuer leisten soll. Die endgültige Beschlußfassung wurde behufs nochmaliger Rücksprache mit dem Voltsheilstättenverein bis zur nächsten Sitzung vertagt. Hierauf wurde zum Beschlutz erhoben, daß in Zukunft bei Grundstückkschenkungen unter Eheleuten, die auf dem Grundstücke lastenden Hypotheken insoweit dieselben mit übernommen werden, der Umsatzsteuer unterliegen. Eine längere Diskussion entspann sich bei der Beschlußfassung über die event. Zubilligung des Beamtensteuerprivilegs für die nicht angestellten Cemeindebeamten. Bei einer Revision der Wemeindekassenrechnung für 1003 hat sich herausgestellt, daß einigen nicht angestellten Be- amten das Steuerprivileg zugestanden worden ist, wohingegen Oer größte Teil dieser Beamten zu den vollen Gemeindeabgaben her- angezogen wird. Unsere Vertreter erklärten sich aus Prinzip gegen jede» Steuerprivileg; von den bürgerlichen Vertretern wurde icils für und gegen die Zubilligung dieser Steuervergünstigung gesprochen. Beschlossen wurde, um eine Schädigung der bereit» schlechter gestellten Hilfsbeamten für da» laufende Etatsjahr zu vermeiden, sie endgültige Regelung bei der Etutsberatung für li-gg vorzunehmen. Der Erlaß einer Werlzuwachssteuerordnung bildete den nächsten Punkt der Tagesordnung. Die Vertreter der beiden hiesigen Grundbesitzervereine, die zugleich die Mehrheit in der Gemeindevertretung ausmachen, haben— wie erst nachträglich Mannt geworden ist— bei der letzten Etatsfestsetzung dahin einen Kuhhandel mit dem Gemeindevorstand abgeschlossen, daß sie als Gegenleistung für die Gewährung der Herabsetzung des Kommu- naljteuerzuschlageS von 12S Proz. auf 100 Proz. ihre Zustimmung für die Einführung einer Wertzuwachssteucr versprochen. Leider ist nun aber der vorgelegte Entwurf so gestaltet, daß, wenn nicht ganz bedeutende Umänderungen hieran vorgenommen werden— auf einen in Betracht kommenden Ertrag aus dieser neuen Etcuergattung überhaupt nicht gerechnet werben kann. Der Eni- ivurf wurde ohne Diskussion auf Antrag unserer Vertreter einer Kommission von 7 Mitgliedern überwiesen. Von unseren Genosten gehören John und Ritter dieser Kommission an. Die Schaffung einer zweiten Turnhalle für da» Boxhagener Schulhaus wurde hieraus einstimmig beschlossen. Diese zweite Turnhalle soll auf )aS bissige MrnMengchäM gpfgejetzt vexdeo. Sit Sofa» hierfür werdstl mit 33 800 M. bewilligt. Feifier wurden noch die Kosten für die Verbindung der Rohrleitungen des Rummelsburger und Lichtenberger Wasserwerkes an zwei Stellen mit 2000 M. bewilligt. Durch diese Verbindungen soll in Zukunft vermieden werden, daß bei Rohcbrüchen und sonstigen Betriebsstörungen der Ort zeitweise ohne Wasser ist. Weihensee. Einen qualvollen Tod hat das zweijährige Söhnchen des Kauf. manns Gurcke aus der Langhansstr. 136 gefunden. In einem un- bewachten Augenblick riß der Kleine die Kaffeekanne, in die soeben der Kaffee eingeschüttet war, vom Tisch herunter. Die kochende Flüssigkeit ergoß sich über den ganzen Körper des Knaben. Unter qualvollen Schmerzen starb das Kind in dem Auguste-Biktoria- Llrankcnhausc an den Folgen der schweren Brandwunden. Potsdam. Aus der Zelle entsprungen. Eine Verhandlung konnte am Sonnabend vor der Potsdamer Strafkammer nicht stattfinden, da die Hauptperson, der Angeklagte aus der Zelle des Landgerichtes entsprungen war. Die Untersuchungsgefangenen werden bekannt- lich in Moabit interniert und zur Verhandlung hier vorgeführt. Bis zum Termin halten sie sich nun in den Zellenräumcn des Landgerichtes auf. Der Arbeiter W. aus Nowawes war vor der Verhandlung in seine Zelle abgeführt worden. Als sein Termin aufgerufen wurde, war er ausgeflogen. W. hat die Türfüllungen eingedrückt und entkam auf der Hintertreppe unbeanstandet jus Freie. Bisher konnte er nicht wieder verhaftet werden,»«Msz» ßericbtö- Zeitung. § 166. Die erste Strafkammer des Landgericht» II hat bekanntlich vor kurzem den Herausgeber der Zeitschrift„Das Blaubuch", Dr. Heinrich Jlgenstein, in Berlin wegen der Anklage aus§ 166 des Strafgesetzbuchs freigesprochen, weil sie für festgestellt ansah, daß Dr. I. nicht die evangelische Landeskirche als solche, sondern nur die in dieser bestehende orthodoxe Geistesrichtung angegriffen habe. Der Erste Staatsanwalt am Landgericht II hat sich mit diesem verständigen Urteil nicht zufrieden gegeben, sondern dagegen das Rechtsmittel der Revision eingelegt. Ein nächtlicher Eistabahnzusammenstoß, bei welchem ein im besten Lebensalter stehender Beamter zu Tode gequetscht wurde, lag einer Anklage wegen fahrlässiger Gefährdung e-.ncs Eisenbahntransportes und fahrlässiger Tötung zugrunde, welche gestern unter Vorsitz des Landgerichtsdircktors Reichkiclm vor der 1. Strafkammer des Landgerichts III zur Verhandlung kam. Angeklagt war der Lokomotivführer Julius Jcnz.— In der Nacht zum 12. November v. I. gegen 1 Uhr ereignete sich in der Nähe des Bahnhofes Bernau ein Eisenbahnunfall, bei welchem der Bahnschafsner Hidde getötet wurde. Wenige Minuten vor 1 Uhr wurde von Bernau aus ein Güterzug nach Berlin abgelassen, nach- dem sich der diensthabende Stationsbeamte telephonisch in Zepernick erkundigt hatte, ob der von Berlin fällige Eilzug schon dort in Sicht sei. Der Güterzug hatte kaum den Bahnhof verlassen und durchfuhr gerade eine Schienenkreuzung, als plötzlich von Berlin her der Eilzug heranbrauste, der von dem Anoeklagten Jenz ge« führt wurde. Im nächsten Augenblick war der Eilzug unter einem donnerähnlichen Knall in die Flanke des Güterzuges hinein- gefahren. Durch die kolossale Wucht de» Anpralls wurde ein Waggon des Güterzuges völlig demoliert, auch erlitt die Lokomotive des Eilzuges bedeutende Beschädigungen. Außerdem waren infolge deS plötzlichen Zusammenstoßes mehrere Wagen aufeinander. gefahren. Unter den Trünimern des demolierten Wagens wurde der Schaffner Hidde hervorgezogen, der sofort getötet worden war» da ihm der Brustkasten vollständig zerquetscht wurde. Der Ange- klagte Jenz hatte den Eilzug von Pankow aus geführt, wo er mtt erheblicher Verspätung abgefahren war. Um diese Verspätung wieder einzuholen soll I. seine Fahrgeschwindigkeit derart erhöht haben, daß er viel zu früh an der Unglücksstclle anlangte. Der Stationsbeamte in Bernau hatte, nachdem er von Zepernick aus die Mitteilung erhielt, daß der Eilzug eben durch die Station fuhr, den Güterzug abgelassen. Bon Bernau bis Zepernick betrug die Fahrzeit sechs Minuten, während von Bernau bis zur Schienen» lreuzung die Fahrtdauer drei Minuten betrug. Der Güterzug wäre deshalb noch reichlich über die Kreuzung hinweggekommen. Dadurch, daß der Angeklagte, wie die Anklage behauptet, zwischen Zepernick und Bernau eine zu hohe Fahrgeschwindigkeit hatte, trafen sich die Züge an dieser kritischen Stelle.— Zu der gestrigen Verhandlung war als Sachverständiger der Regierungsbaurat WambSganss yeladeri, der an der Hand ziemlich komplizierter Zeit- rechnungen, bei denen mit Bruchteilen einer Minute operiert wurde, zu der Annahme gelangte, daß der Angeklagte mindestens mit 76 Kilometer Stundengeschwindigkeit gefahren sein mußte, während er nur bis zu 50 Kilometern fahren durfte. Der Staatsanwalt hielt eine allerdings nur geringe Fahrlässigkeit des Angeklagten für nachgewiesen und beantragte eine Gefängnisstrafe von einem MonatI Das Gericht kam mit dem Verteidiger Rechtsanwalt Sonnenfeld zu der Ansicht, daß eine Zeitrechnung mit Bruchteilen einer Minute, in der alle möglichen Irrtümer unterlaufen können, keine sichere Grundlage zu einem Urteil abgebe. Der Angeklagte wurde demzufolge kostenlos freigesprochen. Ungültige Polizeiverorbnung. Eine Polizeiverordnung für Wilmersdorf bestimmt, daß Pferde, die zum Reiten oder Fahren benuht werden, dazu tauglich fem müssen. Ferner will sie Pferde vom öffentlichen Verkehr aus- scheiden, die mit äußeren Schäden behaftet sind. Der Angeklagte FuchS sollte die Verordnung übertreten haben. Sein Pferd, da? an Furunkulose leidet, hatte eine eitrige Beule, als es als Zugtier benutzt wurde. F. wurde freigesprochen und das Kammergericht verwarf die Revision der Staatsanwaltschaft dieser Tage mit folgen- der Begründung: Gültig sei die Bestimmung, daß die zum Reiten oder Fahren benutzten Pferde tauglich sein müssen. Die Untauglich. keit könne leicht zu einer Störung deS öffentlichen Verkehrs führen. Die zweite Bestimmung, die von den äußeren Schäden spreche, sei in dieser allgemeinen Fassung nicht anwendbar. Durch Polizei- Verordnung lasse sich nicht bestimmen, daß die Untauglichkeit eines Zug. oder Reittieres schon bei irgendwelchen äußeren Schäden be- ginne. Nur bedingt sei diese Bestimmung anwenobar, nämlich nur insoweit, als«in äußerer Schaden ein oerartiger sei, daß er die Diensttauglichkeit des Tieres beeinträchtige. Im vorliegenden Falle fei aber auf Grund eines Gutachtens vom Landgericht ohne Rechts- irrtum festgestellt worden, daß das Tier nicht untauglich gewesen sei. Darum sei mit Recht die Bestrafung abgelehnt worden.' Der Arzt im Klassenkampf. ' In dem Städtchen Schafstädt, einer Gegend, wo die Groß- agrarier dominieren, befindet sich das Eisenwerk der Firma Schimpfs und Söhne, das sich durch Zahlung niedriger Löhne an die Metall- arbeite! auszeichnet. Da sich auch der Betriebskrankenkassenarzt Dr. D e b l i tz durch die Entlohnung bedrückt fühlte, gab er eine» TageZ dem dort beschäftigten Arbeiter Muchow den Rat, die Arbeiter müßten sich organisieren, um gegen die Hungerlöhne und gegen das schädigende Treiben der Firma ankämpfen zu können. Die Firma Schimpfs erhielt von der Aeußerung de» Arztes Kenntnis, klagte vor dem Schöffengericht wegen Beleidigung und erzielte, daß der Arzt zu 300 M. Geldstrafe verurteilt wurde. In der Urteilsbegründung hieß es, daß Dr. Deblitz in einem Orte, in dem der Klassenkampf noch keine schlimmen Formen angenommen habe, in einer verhetzenden, den sozialen Frieden störenden Weise vorgegangen sei. Dr. Deblitz machte vor der Strafkammer Celle — Berufungsinstanz— geltend, daß er keinen Klassenkampf. Lotätta siosa KMvksM iür big hAmiz der änhiUianknlaui gcführl habe. Die Strafkammer verwarf abcb dfe Berufung ttftl dem Hinweise, Dr. Deblitz habe unverantwortlich gehandelt. Die Begründung beider Urteile bilden eine treffliche Jllustraitog zum Wrsen der Klassenjustiz. Vermischtes. Kannibalismus. In Antwerpen sind jetzt, wie von dort gemeldet lvird, Passagiere des Dampfers„Bruxelles Lille" auS dem Kongo zurückgekehrt. Sie geben interessante Einzelheiten über den seiner- zeit genicldeten Untergang des Dampfers„Bille des Bruges" auf dem Kongoflusse. Der Unfall ereignete sich gegenüber dem früheren Posten Umanghi. Als das Schiff infolge des herrschenden Sturmes dem Ufer zusteuerte, wurde es durch die Gewalt des Sturmes umge- worfcn. Der Kapitän Lundgron, der sich mit dem norwegischen Leutnant Roning auf der Kommandobrücke befand, wurde ins Wasser ge» schleudert. Es gelang zwar beiden, sich an das Ufer zu retten, sie wurden aber sofort von den feindseligen Eingeborenen angegriffen, erschlagen und schließlich im Dickichr verspeist. An Bord des Schiffes befanden sich außerdem drei weiße Kongobeamte, die sich im Speise- saal aufhielten, als die Katastrophe erfolgte. ES ist sicher, daß sie ebenfalls umgekommen und von den Eingeborenen gefressen worden sind. Außer den fünf Weißen ertranken vierzehn Neger. Der Heizer des Dampfers, ebenfalls ein Weißer, wurde wahnsinnig und im Walde umherirrend aufgefunden. Neber einen folgenschweren Bnhnunfall wird aus Wien gemeldet: In der Nähe von Perchtoldsdorf bei Wien stieß gestern vormittag ein stark besetzter Personenzug der Straßenbahn mit einem aus der entgegengesetzten Richtung kommenden Materialzuge auf einer ein- gleisigen Strecke zusammen. 16 Personen sind verletzt, unter diesen zwei schwer. Beide Lokomotiven wurden zertrmnrnert. Die Pest in China. Einer Meldung auS Hongkong zufolge breitet sich die Pest immer mehr aus. Borgestern ist der erste Europäer der Krankheit erlegen. Gestern find siebenundvierzig Er- krankungen gemeldet morden. Die Fälle mit tödlichem Ausgange sind außerordentlich zahlreich. ßmfkalten der Redaktion. Die turlstische Sprechstnud« findet Liudeustraste Rr. S. zweiter Hof, dritter Eingang, vier Ireppcn, EMgf F a h r ft u k,»-tzaa wochentäglich abends von 7Y, bis ii'k Uhr statt!. IKrSifnet S Uhr Sonnabends beginn» die Sprechftnnde um v Uhr. Jeder Ul»trage ist ei» Buchstabe und eine Zahl als wterkzeichen bciznfiigen.>vrieflichc Antwort wird nicht etteilt. Eilige Frage» trag- man in der Sprechstunde vor. P. ft. Auto, P. O. 5, R. H. 33. Der Schutz einer Erfindung und der eines Musters ist leineSwegS identisch. Die deutsche Gesetzgebung unirr- scheidet drei Kategorien Schutz aus diesem Gebiete. In erster Reihe stehen Patente. Diese werden sür neue Erfindungen, welche eine gewerbliche Ver- Wertung gestatten, erteilt. Mit einer Art kleinerer Erstiiduiigcn bcschästigt sich das GebrauchSmusterschutzgesetz. Der Gebrauchsmusterschutz schützt Modelle von ArbeUsgerätschaiten oder Gebrauchsgegenständen oder von Teilen derselben, insoweit sie dem Arbeits- oder Gebrauchszweck durch eine neue Eestattimg, Anordnung aber Verrichtung dienen sollen. Will man Patente oder Gebrauchsmuster schützen, so muß man sich an das Patentamt wenden, das bei Patenten eine eingehende, bei Gebrauchsmustern eine mehr formale Prüfung ein- treten läßt. EtwaS ganz anderes ist der Schutz von Geschmacks- oder Schönheitsmustern. Der Schutz dieser bezieht sich aus die Form von In- dustrieerzeugnissen und wird durch Eintragung in das HandelSrivgistcr erworben. Die Grenzen zwischen diesen drei Schutzarten fließen iuemander. AuSkunst erteilt das Partentamt. Jedoch wird in all' denjenigen Fallen, in denen es sich um eine vermeintlich werloolle Erfindung handelt, zu eoipfchlcn sein, den Rat von eingetragenen Patcutanwällcn in Anspruch zu nehmen. Eine AuSIunftsstelle des PorstandeS der Patentanwälte bcsinoct sich in Berlin, Unter den Linden 16. Bei Patenten und Gebrauchsmuster» ist Schutz durch Patentcrwcrbung auch im Ausland meist zu empfehle». Wollen Sie sich über die Grundzüac der Patent- und Mufterfchntzgesrtz» gebung, Art der Anmeldung, Kostcnhöhe usw. informieren, so ist die Anschaffung der Nr. ijLa aus der Gultcutagschen Sammlung deutscher AetchSgesctze zu empfehlen.' M. ft. 100. Da» Versahren entsprich! den geschlichen Bestlinniungen. Sie würden aber durch eine Eingabe an die Sparkassendcpntation vielleicht eine Beschleunigung erreichen.— E. T. 90. Vorbedingungen bestehen nach dieser Richtung hin überhaupt nicht. Das Vorschlagsrecht steht den orgain- icrteu Genossen der einzelnen Verbände zu.— ft. W. 13. Wenn in Ihrem Vertrage, was die Regel ist, eine Ausrechnung von Gcgevsorderunae» gegen die Miete nicht untersagt ist, so können Sie Ihre Forderung von der Miete in Abzug bringen. Berliner Marktpreise. Aus dem amtlichen Bericht ver städtischen Marlthallen-Direktion.(Großhandel.) Ochsenfieisch la 65- 69 pr. 100 Pfd., Da 67-63, nia 51—56, Bullenfleisch la 59—64, IIa 47—57, Kühe, seit 43—53, do. mager 30—89, Fresser 47—55, Bullen, dänische 40—55. Kalbfleisch, Doppellender 110-130, Mastkälber la 91—98, lia 79-89, Kälber gcr. gen. 58—73, do. Holl. 50—55. Hammelfleisch Mast- lämmer 72—75, Hammel la 66— 68, IIa 58—63, Ungar. 0,00, Schafe 51—56. Schweinefleisch 54—61. Rebböcke la per Pfd. 0,55—0,70, IIa 33 bis 68. Rotwlld per Psd. 0,30—0,58. Damwlld per Psd. 0,00. WUdschiveme. per Psd. 0,15 bis 0,35. Kaninchen, Stück 0,00. Hühner, la per Stück 1,50-2,00, dito IIa Stück 0,80—1,40, dito Wolga-, Stück 0.80—1.50. Hanl. burger Küken, SMck 0,75, PouletS 0,60—0,85, Kapaunen, deulsche, 0er Stück 0,00. Tauben, junge, Stück 0,30—0,55, dito alte 0,25,-0,30 Zita Italien. 0,00. Emen, per Psund 0,00, dito per Stück 1,60—2,00, dito Hamburger, per Stück 2,75—3,00. Gänse per Pfd. junge 0,75—0,85. Gänse per Stück 2,00—4,00. Puten per Psd. 0,00. Hechte, per 100 Psd. 80—95, do. matt 61—88, do. groß 58—60, do. groß» niiitcl 0,00, do. klein 94—98. Zanders groß- mittel 0,00, do. matt, groß 0,00.. Schleie, groß 93—102, dito unsortiert 103—121, dito IIa 89—93. Aale, groß-inittel 105—10«, do. mittel 105—111, do. groß 98—104, dito klein-mittel 0,00, do. unsort. 0,00, do. klein 0,00. Karpfen 96, do. 40ir 0,00. Roddow 53—63. Plötze» 0,00, matt 0,00. Aland, tlein 0,00. Karauschen 75—89. WelS 0,00. Bunte Fische 66—68, do. matt, 0,00. Barse 0,00, do. klein 81. Bleie 0,00, klein 0,00. Bleisische 0,00. Ouappc» klein 0,00. Winter-NheinlachS, p. 100 Pfd. 0,00, Amerilan. Lachs la, p. 100 Pfund 110—180, do. IIa 90—100. Seelachs, p. 100 Pfund 10—15. Flundern. Kieler, Stiege la 2—6, do. mittel, Kiste 0,00, do, Hamb. Stiege 3—6, halbe Kiste 2—3, pomm. la Schock 0,75—2,50, IIa 0,00. Bücklinge, dänifch« per Wall 2,00, Kieler 0,00, englische 0,00, Stralsunder 2,00—2,50. Sprotten, Danziger, Kiste 0,00, do. Rügenwalder. 0,00. Aale, groß per Pfd. 1,10—1,50, do. miitelgroß 0.90—1,10. klein 0,60—0,90, Heringe per Schock 5,00—9,00. Schellfische, Kiiiv 3,00, dito'1, Kiste 2,00—2,50. Sardellen, 1902 er per'Anker 0,00, 1 904er 102, 1905er 102, 1906er 100. Schottische Vollhering« 1905 0,00, large 40—44, füll. 38—40, med. 38— 42, deutsche 30— 10. Heringe, neue MatjeS, per To. 0,00. Sardinen, raff., Faß ,50-1,60. Bratheringe Faß 1,20-1,40, do. Büchse(4 Liter) 1,40-1,70. Neunaugen, Schocksatz 8, do. kleine 4—5, do. Riesen- 10. Krebse per Schock zroße 36,50-37,50, do. mittelgr. 14.50—18.00. dito klein-miitel 5,60-6,50. 50. uns. 7,50, Gallzter, gr. 21—27,50,. do. uns. 7,60. Seemuscheln 100 St. 1,00. Eier, Land-, uns. per Schock 2,80—3,10, do. große 3,75. Butter per 100 Psd. la 118—120, IIa 116-118, Ma 108-112, abfallende 105-108. Saure Gurken Schock 4,50—5. Psesseraurke« Schock 4,50—5. Kartoffeln per 100 Psund Dabersche 3,25—3,60, weiße runde 3,00—3,25,. mag. bon. 3,00—3,50. Porree, per Schock 1,00—1,50. Meerrettich, Schock 8—14. Spinat per 100 Psund 6—15. Sellerie, per Schock 8—15. Zwiebeln per 100 Psund 7—8,50. Petersilie, grün. Schockbund 0,80 bis 1,00. Rettich, bayrischer, per Stück 0,00, junge, 100 Stück 8—12. Mohr- rüden, 100 Pfund 3,00—5,00. Petersilienivurzelu, per 100 Psd. 5,00—8,00, Schockbund 0,00. Schnittlauch, Schockbund 0,50—0,80. Tomaten, kanar., per Kiste 2,00—5,00. Rhabarber 100 Bund 1,80—4,00. Rabunzen 10 bis 20. Rübchen 0,00. Radieschen, Schock 0,70—1,50. Waldmeister, Mandel 0,25—0,50. Morcheln 30—50. Salat, Schock 1,50—8, do. Gubener 1—3. Kohlrabi, Schock 1,00-3,00. Spargel, Beelitzer I 100 Psd. 28-30, do. II 15—26, do. III 10—20, do. unsort. 0,00. Spargel, hiesiger I 25—30, do. II 18—20, do. III 5—10, do. unsort. 20—80. Ehampignons, per Psd. 0,60-0,80. Aepscl, Tiroler 100 Psd. 0,00, Koch, in Kisten 5-12. Tafel. äpsel la 15—23, do. IIa 0,00, Amerikaner, per Faß 18—23, Htaliener, lose, 100 Psd. 0,00, do. in Körben per 100 Pfd. 0,09, do. in iisten 20—26. Ananas I. per Psund 0,75—0,85, dito II 0,50-0,60. Bananen, kanar., per 100 Psd. 22—30, Jamaica 25,00—30,00. Feigen, in Kisten 35—40. Zitronen, Messina, 300 Stück 4,50—7,00, do. 860 Stück 5,00- 8,00, do. 200 Stück 0,00, do. 150 Stück 0,00, Apfelsinen. Blut. 100 Stück 6,00—7,25, do. 150 Stück 6,60—7,50, do. 80 Stück 4,50— 6 50, dito 160 Stück 10-15, do. 200 Stück 11-14, do. Messina 100 Siiick Ä-12.00. do. 200 Stück 8—12,00, do. 300 Stück 12—14,00, do. Murcia. Blui. 200 Stück 9-11, do. 300 Stück 10-13, 50. do. Valencia 420 Stücki.7, 00-22, 00, do. 714 Stück 25—80,00. Datteln. Kalif. 100 Pfnnd 23-80. JOSETTI VERA CIGARETTEN Thr Gewicht wert in Gold, trotzdem 10 St. nur 30 Pfg. Josellig Bolero ist nach dem Urteil aller Sachverständigen die feinste 2 Pf.- Zigarette. Garantiert Handarbeit! Jhr Hut muss gereinigt werden mit Hutwäsche 31452* Feuerrad 1 Pack 25 Pf. 3 Pack 65 Pf. Zentralverband der Steinsetzer, Pflasterer u. Berufsgen. Filiale Groß- Berlin. Der Landtagswahl wegen bleibt der Arbeitsnachweis und das Lotalbureau am Mittwoch, den 3. Juni, geschlossen. 175/ 15* Die Ortsverwaltung. 23. Ziehung 5. Kl. 218. Kgl. Preuss, Lotterie. Ziehung vom 2. Juni 1908, vormittags. Nur die Gewinne über 240 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) ( Nachdruck verboten.) 14 108 215 23 354 458 77 515 20 626 61 813 79 924 1122 633 714 843 920 2073 173[ 500] 329 444 576[ 500] 79 658 947 3049 68 589 4073 101 306 79 414 750 5054 213 97 710 64 72[ 1000] 822[ 1000] 91 966 87 6134 75 340 88 98 438 85 570 689[ 500] 802 56 7073 261 379 471 910 8067 228 570 666 903[ 1000] 9035 66 162 77 277[ 500] 313 22 613 814 10495[ 500] 538 44 647 77 728 912 32 84 11093 148 237 504 729 34 12103 61 334 920[ 500] 13285 92 444 14000 170 222 392 416 76 570 03 909 36 15005 164 599 737 48 87 16027 107 78 238 74 423[ 1000] 63 575 951 60 74 17115 616 843 928 18179 897 846[ 500] 19056 257 409 635[ 500] 784 20373[ 500] 80 619 849 944 50 21101 27 481 532 1500] 728 71 837 81 22052 102 291 359[ 3000] 458[ 1000] 574 750 941 92 23308 759 24144 330 33 740 91 813 50 942 25459 984 26158 423 27163 275 886 833 28403 958 29158 251 797 911 30202 24 53 319 665 88 855 087 31015 168 80 420 78 561 686[ 500] 92 32000 317 464 76 605 761 819 924 33114 B16 19[ 1000] 424 584 609 623 949 98 34200 391 503 734 B52 35000[ 1000] 58[ 5000] 61 371 925[ 500] 41 36020 433 513 58 916 37291 345 95 404 48 546 661 805[ 500] 38007 250 414 526 700 858 972 39109 68 40% 51 532 785 40026 59 440 59 525 80 623 97 706 49 850 974 41297 208 735 932 42217 18 71 43216 65 558 59 85 644 63[ 500] 716 867 948 44147 60 89 352 861[ 3000] 913 64 45089 814 424 647 898 944 46128 271 531[ 500] 62 662 47423 93 546 95 611 63 824 58 905 77 78 48223 25 71 359 91 21 795 49005 121 39[ 500] 288 531 98 794 96 898 913 [ 1000] 17 Gastwirtschaft, Zetroon: Gustav Lindenhayn, Telephon: Amt Grünau Nr. 17 Friedrich Str. 2. 5 Grünau, Dinten vom Bahnhof. Großer Garten. Vereinszimmer. Fremdenlogis. 26612* Vorzügliche Speisen und Getränke in größter Auswahl zu soliden Preisen. -50260 533 677 704 876[ 3000] 151035 44[ 1000] 69 584 660 910[ 500] 152017 180[ 1000] 753 99 153517 766 88 889 966 154076[ 500] 111 39 46[ 500] 74 205 359 69 598 676 768 155294 325 94[ 1000] 451 581 727 79 884 983 156049[ 1000] 141[ 3000] 68 493[ 3000] 157215 404 18 56 563 158048 120 341 484 668 776 159115[ 500] 365 413 677 88 734 845 929 65 160003 240[ 1000] 361[ 3000] 400 554 98 649 725 861 965 161066 82[ 500] 96 286 449 81[ 1000] 623 88 782 804[ 1000] 90 162049[ 500] 428 615 745 86 871 947. 163311 30 43 578 95 873 998 164079 390[ 500] 428 554 857 165116 207 40 55 394 556 77 721 25 853 166100 214 79 369 844 909 50 167104 87[ 1000] 279 335 440 598 651 97 791 854 168244 84 385 418 55[ 500] 536 693 791 169046 90 751 82 915 170095 163 320[ 500 666[ 1000] 171112[ 500] 244 336 493 770 812 99 914 43 172075 102 76 211 422 71 690 [ 500] 173088 258 393 597 856 174172 527 53 630[ 3000] 708 860 175149 353 442 957 72 176022 115 203 89 843 437 66[ 3000] 584 671[ 1000] 736[ 500] 177098 370 85 559 662 760 914 178082 202 392 623 92 702 67 883 179067 106[ 3000] 212[ 500] 50 54 642 51[ 3000] 73 763 866 180302[ 500] 461 576 738 801 4 63 181141 883 [ 3000] 512 85 628 32 75 881 993 182053 56 177 219 370 846 183452[ 500] 529 694 784 886 184049 99 416 587 724 874 89 185140 236 82 368 430 823 70 81 925 186010 32. [ 1000] 378 673 732 73 974 187010 217 402 5 40 50 578 606[ 500] 19 56 81 959 188090 129 275 416 17 21 49 522 70 846 84 189104 261 300 60 69 663 190083 126 44 225 80 445 743 831 191070 107 212 326 498 633 95 192148 337 68 776 193005[ 500] 15 251 [ 500] 334 411[ 3000] 88 94 194009[ 500] 398[ 500] 666 862 195061 106 48 284 405 592 710 812 951 196058 165 86 689 808 28[ 1000] 197008 197 845 76 403 714 52 50047[ 1000] 117 736 93[ 3000] 842 87 931 73 51223 198035 199061 70 159 620 42 701 930 47 361 405 683 775 861[ 1000] 52144 51 205 921 93 53121 [ 3000] 304 550 652 62 817 54116[ 500] 206 89 303 467 [ 500] 539 61 657 85 95 784 854[ 3000] 91 957 55720 91 959 56031[ 500] 329 30 501 707 50 57168 93 415[ 500] 829 58007 296 551 66[ 3000] 59186 225 94 482 659[ 3000] 95 716 17 60220 39 426 67 513 52 63 677 724 848 61001 84 362 691 846 947 62377 422 566 620 708 015 63082 284 369 567 965 74 64054[ 500] 135 351[ 5000] 604[ 1000] 52 737 61 828 65104 210 27 372 568 634 65 856 66312 524 835[ 500] 67028 124 81[ 1000] 582[ 500] 739[ 1000] 809[ 1000] 47 [ 1000] 972[ 500] 68012 48 120[ 1000] 433 534 88 847 69071 123 200[ 500] 88 301 482 924[ 3000] 70100 78 224 41 357 776[ 3000] 881 89 996 71886 541 722 46 898 72078 387 95 644 73044 210 90 489 604 98 74184 204 20 83 392 587[ 500] 638 75140 304 405 B 18[ 1000] 57 615 72 682 76135 57 408 49[ 1000] 559 600 83 828 64 919 68 85 77023[ 500] 92[ 3000] 173 82[ 500] 382 545 843 926 62 78082 44 45 234 923 425 604 23 79209 16[ 500] 25 54 815 80275 453[ 500] 500[ 500] 645 767 828 81009 54 03 184 453 650 85 801[ 3000] 12 69 82034[ 600] 115 389 456 63 781 56 73 903 90 83009 359 562 910 84103 56 417 562 738 97[ 500] 983 85011[ 1000] 228 310 14 444 558 711 860[ 3000] 70 86080 206 803 96 924[ 500] 87013 83 127 [ 1000] 391 408 590 620 817 88078 417 84 772 628 637 65 T8 99213 306 608 38 745 85 917 90215 834 95 420 660 740 91714 81 844 92008 104 75 223 85 850 78 476 99 692 799 926 93069[ 600] 811 86 867 69 94267 300 99 712[ 1000] 643[ 500] 95033 131 27 828 89[ 3000] 483 648[ 3000] 773 950 96014 19 282 91 92 566 826[ 500] 89 97188 213 992 404 600 863 71 998 98004 156 275 438 56 90 02 502 729 75 99668 924 100069 232[ 500] 80 439 54 615 99 773 808 601 48 101040 271 380 461 68 89[ 1000] 589 102009 49 53 74 84 101 806 49 103187 298 326 84 97 575 614 25 857 904 94 13000] 104449 95 542 883 105034 311 492 713 67 106074 32[ 3000] 203 872 969 107025 75 326 944 108029 377. 677 88 873 109105 75 256 432 86 714 57 81 814 985 72 110079 231 644 723[ 3000] 81 896 984 111154[ 1000] 59 492 687 784 112251 57 617 46 778 818 61[ 500] 1132TL 854 938 60 114669 90 823 71[ 500] 88 904 60 115043 122 212 417[ 1000] 116298[ 3000] 329 448 744 896 867 117066[ 500] 215 332 537 851 94 942 99 118189 51[ 600] 68[ 15 000[ 312 18 569 670 847 85 119540 656 743 63 120270 387 96 834 940 121027[ 500] 96 309 508 122244 437 41 92 517 94 689 821 123022 105 238 53 490 84 821[ 1000] 124836 581 835 47 51[ 3000] 979 87 125122 40 75 250 90 578[ 5000] 633 722 97 126568 602 4 71 75 821 127034 181 273 74 307 87 489[ 1000] 571 93 128191 247 129014 69 396 402 510 97 682 94 758 825 914 130162 96 423 42[ 500] 94 546 659 65 729 82 856 067 131027 118 21[ 500] 53 528 605 132018[ 1000] 286 97 377[ 1000] 425 47 56[ 500] 75 587[ 1000] 634[ 500] 820 1000] 50 133693[ 1000] 095 134006 59 129 02 363[ 500] 473 610 64 654[ 1000] 701 839 45[ 500] 135711 96 913 48 136119 79 247 56 313 31[ 500] 429 528 55[ 500] 626 877 95 137835[ 500] 454 809 138123 78 880 805 954 139061 85 95 292 429 662 835 932 140164 287 99 565 607 827 28 93[ 500] 141486 502 [ 1000] 19 639 752 88 855[ 1000] 836 64 142059 663 776 806 15 65 143131[ 500] 802[ 1000] 28 487 630 51 53 918 86 144068[ 500] 113 57[ 500] 276 369 432 82 510 605 32 1500] 73 728 145060 63 138 238 372 701 146184 270 99 678 997 147024 146 68 225 34 306 88 503 720 83 810[ 500] 15 148029 265[ 5001 285 91 629 766[ 500] P42 43 923 149226. 933 200374 534 95 643[ 3000] 732 79 97[ 500] 886 201001 [ 1000] 9 114 91 224 323 67 92 407 617 88 202026 339 401 511 691 740 203076 453 538 638 713 44 96 811 204013 26[ 500] 148 235[ 500] 74 414 51 514 48 768 99 205258 843 578 829 93 206079 867 207084 177 272 693[ 500] 723 74 985 208443 81[ 500] 209011 59 87[ 1000] 652 809 11 210153[ 500] 421 695 727 36 805 15[ 500] 905 211059 117 52 67[ 3000] 78 496[ 1000] 832 212252 303 580 891 974[ 1000] 213082 310 614 709 985 214142 45 228 389 485 916 215259 379 86 989 216043 62 93 196 214 98 333 436 522 72 600 712 981 218472 773 951 219129 30 436 94 516[ 1000] 79 81 92 96 649 54 946 52[ 500] 220028 177 270 390 461 523[ 1000] 221228 354 496 509[ 500] 628[ 1000] 764 988 222074 203 12 448 515 636 [ 800] 830 972 223128 229 99[ 1000] 318[ 500] 35 484 693 [ 1000] 224156 76 431[ 1000] 660 882 225244 307 529 609 24 733 842[ 1000] 91 969 226107 95 234 60 732 957 227087 111 42 267 511 700 823 228059 391[ 500] 432 36[ 1000] 79 713 14 23 229034 251 358 94 765 996 230053 479 506 627 832 231025 35 531 672 728 40 66 232063 85 142 68[ 500] 365[ 500] 88[ 500] 649 903[ 500] 233060 434 556 697 963 234110 339 491 949 235122 305 44 68 419 550 782 832 916 92 99 236096 161 214 936 237139 429[ 1000] 579 672 782 969 238030 198 450 64 501 68 655 239095 489[ 600] 553 88 618 43 705[ 1000] 924 240064 244 56 311 970[ 500] 241267 84 526 92 623 51 780 894 939 242308 52 505 40 633[ 500] 736 954 243133 47 819 79[ 500] 544 617 702 95 244046 47 119 80 868[ 1000] 431 528 765 978 245290 382 88 563[ 1000] 803 246000 109 68 75[ 3000] 208 21 32 36 39 321 97 664 724 38 835 909 247090 554 714 828 248000 240 44 62 98 565 842[ 3000] 904 24.9006 14 29 118[ 3000] 5 76 272 810 448 605 66 813 250274 309 16 402 590 655 717 80 251004 189 91 256 321 541 79 779[ 3000] 917 19 40 252082 687 890[ 500] 901[ 500] 11 89 253011 45 144 367 485 512 822 68 254045 122 209 304[ 1000] 589 810 920 255138 300 [ 1000] 457[ 3000] 503[ 3000] 34[ 500] 682 824 256387 98 [ 3000] 404 35[ 500] 580 617 46[ 1000] 80 727 841 55 81 257105 231 466 585 676[ 1000] 92 889 829[ 1000] 258043 609 57 710 881 998[ 500] 259006 142 49-58 68 242[ 500] 406 601 793 810 83 90 978 260158 511[ 3000] 745 801 201000[ 2000] 234 583 783 808[ 500] 262033 93 186 480[ 1000] 35 577 750 883 [ 500] 263088[ 500] 285 805 436 45 67 77 631 62 857 972 [ 500] 264102 558[ 3000] 661 265051 317 406 685 938 266036 249 858[ 3000] 460 63 707 75 837[ 500] 908[ 1000] 267052 196 224 646 81 789 834 986 268006 208 568 630 34 894 269012 591 624 933 270030 60 72 200 313 411 948 271076 254[ 3000] 338 [ 8000] 441 627[ 500] 932 46 272017 438 64 688 743 81 820 44 70 918 78 273213[ 500] 47[ 3000] 304 436 881 918 76 274032 805 6[ 1000] 769 78 900 275789 869 276255 824 427[ 300] 845 277164 93 628 49 879 922 47 50 59 278058 88 848 92[ 500] 949 279346 606 945[ 3000] at 67 73 280197 274 86T 430 72 740 281164 48 21 836 282205 320 423 29 98 101 825 283002 215 658 81 766 872 284026 206 413 883 958 285119 277 91 400 070[ 1000] 729 92 984 286114 217 36 919[ 1000] 73 287056 245 64 409 23 554 672 860 925 Im Gewinnrade verblieben 1 Prämie 300 000 M., 1 Gewinn à 100 000, 1 à 15 000, 5 à 10 000, 4 à 5000, 142 à 3000, 209 à 1000, 268 à 500. Berichtigung: In der Liste vom 30. Mai, nach mittags lies 129 840 statt 129 340. Fritz Kapphahn Berlin NW., Waldstr. 19, Ecke Wielefstraße. Erste Bezugsquelle für Kolonialwaren, Konserven u. Fleischwaren!! ☐☐☐☐ Billiges Konserven- Angebot: 2 Pfd.- Dos. Karotten 33 P 12 Pfd.- Dos. Stangen 222 99 99 2 99 99 Kohlrabi 30, Sellerie 48, Spargel( 24 Stck.) 1,35 2 Pfd.- Dos. Pfefferlinge 0,48 2 Pfd.- Dos. gem. Gemüse 0,53 Braunschweiger Schlackwurst Pfd. 1,25. 5 Prozent Rabatt auf alle Waren. 23, Ziehung 5. Kl. 218. Kgl. Preuss, Lotterie, Ziehung vom 2. Juni 1908, nachmittags. Nur die Gewinne über 240 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) ( Nachdruck verboten.) 134 694 784[ 1000] 803 86 1232 33 350 59 83.668 856 69 903 15 2169 246 302 503[ 1000] 878 86[ 1000] 940 3011 39 50 104 17 254 358 88 579 726 80 4051 62 583[ 500] 84 671[ 1000] 941 52 64 98 5041 255 396 456,97[ 500] 526 83 682 708 19[ 1000] 87[ 1000] 96[ 500] 6177 723 47 909 7032 125 325 522 646 740 94 958 73 8215[ 1000] 460 549[ 1000] 95 687[ 1000] 734 46[ 500] 807 9148 70[ 500] 206 75 449, 311[ 500] 97 716 10492 571 628 880 11044 255 380 581 059 773 12101 07 408 36 513 46[ 500] 51 855 13029 44 204 67 434 42 [ 500] 524 82 838 14268 312[ 500] 25[ 5000] 451[ 1000] 529 15530[ 1000] 61 778 834 89 16363 73 94 527 983 17016 85 109 328 529[ 500] 53 654 801 85 18053 86 190 289 [ 3000] 308 403 87 596 658 858 917 19408 7 35 644 782 848 993 4 Zur Renovierung bereits gefärbter Hüte in gleicher Farbe od. dunkler 1 Pack 35 Pf., 3 Pack 1 M. Fritz Kratz, Berlin N. 39 In allen Drogerien, Apothek. usw. Reinickendorferstr. 119. Rote Lotterie zugunsten des Cecilienhelms. 5793 Gewinne i. W. v. Mark 150000 Hauptgewinne Mark 50000 Lose à Mark 3.30. Stettiner Lose à 50 Pf. 11 Lose 5 M. Oscar Bräuer& Co. Nachf. Andreasstr. 46a, Ecke Blumenstr. 140174 569 806 46 86 944 82 141292 94 356 72 423 534 814 142157 229 379 784 814[ 500] 78 967, 97 143040 73 479[ 3000] 595 604 144544 747 811 954 67 145378 458[ 3000] 535 719[ 1000] 146171 371 459 [ 3000] 693 751 846 52 147029 148 209 90 589 447 527 747 92 94 809 148092 309 53 61 680 702 86 97 149210 41 368 150094 142 334[ 500] 50 63 406 70 517 56 602 151309 446 152373 405 988 153207 91 852[ 1000] 400 534 607 749 967 154020 276 82 97 370 71 451 813 155295 96 300 454 508 34 38 767 96[ 500] 156009 13 195 247 99 586 612 24[ 500] 811 45 79 940 157138 224 845 483 99 839 933 158220[ 3000] 25 750 159178$ 10 11 38 889 90 983 37[ 500] 160024[ 500] 95 652 86 867 95[ 600] 161159[ 1000] 89 217 365 88 896 162066 95 140 334 723 822 163319 49 441 46 531 37 632 44 32 44 164118 353 85 787 865 165194 388[ 1000] 563 614 775[ 1000] 166187[ 1000] 421 43 58 514 757 167285 502 642 975 168889 996 169079 [ 1000] 291 843 519 43 676 852 170066 174 328[ 500] 31 489 515 721 48 171359 20357 447 70 526 651 21015 314[ 1000] 21 946 59404 597 746 94 819 999 172113 250 653 716[ 3000] 32 22260 99 400 79 747 90[ 500] 23156[ 3000] 362 582 954 84 24042 74 276[ 500] 400 695 962 25109 58 379 802 21 26442 84 629 35 42 936 27052 185 384 28204 65 371 409 728 095 29237 482 796 99 30218 45 530[ 500] 703 878[ 1000] 947 89 31160 588 655 705 32005 107 292 642 54 86 768 33247 55 399 418 [ 3000] 526[ 1000] 706[ 500] 830 926 34081 100 894[ 500] 88 401 89 818 35047 263 521,[ 500] 617 909 36400 501 631 40 788 40 37109 20 980 91 38418 51 516 56 644 723 39110 324 538 668 708 923 40467 552 662 704 943 41443 568 TT1 87 021 34 62 42057 107 482 545 601 871 43081 266[ 3000] 377 406 862 916 44091 120 369 520 630 57 45043 65 153 368 86 425 [ 1000] 519 46087 99 135 318 33 529 693 825 47296 986 B56 64 659 48349 470 512 66 728 852 925 49008 92 101 86 60 96 348 420 40 772 50194 315 643 806[ 500] 73 909 58[ 1000] 51177 90 243 300 78 95 487[ 500] 524 37[ 500] 712 968 98 52309-77 400 545 730 68 53157 268 300[ 3000] 495 694 54184 238 1999 412 30 514 09 969 55060 140 410 624 79 712 17 98 56084 65 71[ 506] 173 281 867 576 620 94 736 829 57071 1187 364 551[ 600] 88 871 838 58034 100 473 616[ 1000] 761 83 969 59207 433 85.96[ 1000] 562 708 43 81 801 916 [ 3000] 28 60077[ 1000] 80 432 897 925 61091 135 83 234 615 87[ 500] 737[ 1000] 62170 78 357 637 83 756 892[ 3000] 812 63211[ 3000] 78 502 613 98 821 56 917 68 64109 16 243 315 38[ 600] 694 807 920 51 54 65201 96 405 19 720 26 37 852 66456 538 45 951 92 67304 6 64 620 46 895 68198 203 26 586[ 500] 783 822 69128 88 254 325 41[ 500] 461 687 865 70225 83 437 523 612 09[ 1000] 952[ 1000] 53 71013 106 364 490 515 49 702 72150 237 363 887[ 1000] 910 42 [ 3000] 73043 107 51 426 755 90 665 922 99[ 8000] 74086 235 326 461 518[ 600] 88 819 75557 85 757 63 851 84 [ 600] 76253[ 1000] 85 672[ 1000] 910 77021 36 578 702 [ 500] 870 967 78180 515[ 500] 633 79524 814 80227 66 66 70 499 595 929 81313 77 417 563 65 656 82028 02 118 213 45 840 527 765 83035 171 93 253 56 75 [ 1000] 377 567 615 702 891 84246 415 33 655 781 847[ 5000] 85047 294 449[ 3000] 57 98 582 86136 224 313 809 968 87006 149 228 304[ 1000] 482 573 884 99 88036 56 931 46 TO 89096 189 227 453 528 679 90010 437 68 646 759 71 87 825 91408 61 694 773 92126 406 19[ 500] 23 500 606 796 856 93090 187 220 98 416 57 640 777 692 94012[ 500] 41 99 126 215 46 70 856 05 410[ 3000] 61[ 3000] 611 18 807 95114[ 3000] 342 73 813 601 83 75 725 964 96049 275 471 581 68 97 807 10 50[ 3000] 925 97065[ 500] 88 89 127 39[ 3000] 63 294 349 429 36 500 21 772 88 98107 595 710 84 047 99011 325 28 660 83 801 76 100193 243 84 300 23[ 1000] 475 518[ 500] 763 835 910 31 55 101550 639 901 35 82 102007 148 819[ 500] 408 80 568 67 700 59 802 41 103347 50 419 514 610 48 68 705 71 811 927 104077 231 66 99 414 105089 49 148 99 487 751 826 106138 267 811 555[ 500] 629 768 95 935 107118 208 827 972 89 108279 734 841 109038 66 133 272[ 3000] 809 15 47 518 717 59 884 939 110020 83 769 948 86 111192 967 112030 53 158 428 523 86 836 40[ 1000] 908 113414[ 500] 595 800 44 [ 300] 759 884 114110 335 567 741 115281 305 91 650 788 [ 1000] 828 116094[ 1000] 102 217 99 375 498 575 841 969 [ 500] 117154 69 230 93 337 480 523 863 118165 539 42 66 89 643 864 905 119245 53 370 601[ 500] 14 20 733 120073 136 72 434 621 96 784 87 121152[ 1000] 290 870 93 433[ 500] 89 795 122227 601 91 778 123048 55 151 97 285 319 70 911 124008[ 500] 41 153 519 679 883 125120 53[ 500] 87 800 699 832 915 57 84 126067 210 [ 8000] 97 496[ 1000] 679[ 500] 95 758 127013 66 73 233 319 508 75[ 500] 128295[ 1000] 395 466 561 71 74 833 933[ 1000l 129079 239 304 418[ 1000] 585 628 57 939 130188 522 41 55 94[ 1000] 75 96[ 500] 866 131117 61 62 293[ 1000] 514 75 611 795 803 6 991 132171 293 511 99 863[ 500] 933 133097 197 273 99 [ 500] 387 89 536 834 85 86 915 134023[ 3000] 218[ 1000] 350[ 500] 574 972 135163 376 519 23[ 10 000] 662 880 136149[ 500] 287 307 51 137072 87 217 344 78 824 82 95 138005 63 103 423 537 70 139100 3 9[ 500] 249 387 450[ 3000] 505 825 991 903 54 173310[ 1000] 30 409 47 74 599 916 20 174005 11 132 221 386 416 19 23 530 622 724[ 500] 27 175007 290 517 61 91 675 785 176098 171 288 354 88 670 772 962 [ 500] 177459 686 750 893 178105 92 215 59 371 434 669 770 983[ 10 000] 85 179196 266[ 3000] 318 65 486 730[ 500] 918[ 3000] 58 180313 69 417 689 752 875 923 181167 290 333 416 21 549[ 1000] 61 658 757 69 806 182452 75 711 809 183144 215 314 696 726 73 986 184007 156 287 98 307[ 3000] 415 76 83 500 62 696 963 185433 521 29[ 3000] 781 973 186154 64 415 59 725 187053 141[ 500] 48 281 400 188000 26 121[ 500] 222 496 561 71 821 189094 179 95 212 434 533 54[ 500] 771 833 94 190373 471 533 672 724 90 959 191106 88 89 211 47 542 691 192158 245[ 500] 64 363 97 489 548 193024 295 357 534[ 1000] 79 694 767 959 194259 306 16 463 534 87 195240 446 832 61 999 196108 55 68 468 550 70 90 609 61 882 995 197070[ 500] 72 76 452 507[ 3000] 41 44 617 709 981 198021 203[ 1000] 309 32 98 485[ 500] 199160 222 98[ 500] 540 722 814 30 79 931 200151 219 47[ 1000] 417 845 974[ 500] 201128 98 437 69 70 558 616 71 775 911 202233 411 572[ 1000 622 811 21 94 940 203018 67 224 658 75 741 847 989 204153 71 309 841 205220 22 319 458 574 606 20 763 896 979 206100 249 325 66 497 599 620 68 773 207049 709 25 975 208069 170 250 386 1500] 463 588 803[ 3000] 64 95 942 209151 600 71 885 906 210150 248 313 41 59 74 742 817 211105 260 407 82[ 1000] 83 501 29[ 3000] 52 74[ 30001 631 774 963 212149[ 3000[ 284 370 428 742 840 951 213137 75 247 81 507 838[ 500] 952 214029 45 62 148 306 12 27 99 491 215281 97 626 727 980[ 500] 216243[ 1000] 305, 55 591 719[ 1000] 40[ 500] 63 94 824 921 217199 250 386 413 59 629[ 1000] 53 81 860 943[ 500] 218111 17 306 512 905 219005 198[ 1000] 724 26 813 27 995 220059 174[ 1000] 81 347 417 31 949 221102 56 79 391 557 682 96 772 85 954 222068 209 473 223529 776 898 919 224253 843 57 66 489 514 94 645 918 225023 77 83 333 589 902 226036 85 125 411 45 576 97 647 49 854 227006 85 282 796[ 1000] 881 85[ 1000] 228018 315 [ 1000] 18 438 67 508 88 949 82 229360 66 83 449 647 965 230287 345 499 534 607 78 231222 79[ 500] 428 836 49 905[ 1000] 23 232030 81 202 340 869 977 233063 73 292 914 234070 226 93 855[ 3000] 431 78 743 818 [ 1000] 29 235330 454[ 3000] 696 809 236342 603 237043 88 105[ 3000] 86 92 201 690 798 908 238202 356 83 404 72 584 885 918 45 239483 919 82 240139 200 61 445 585 692 241083 159 231 872 70 126 86 356[ 1000] 419 63 663[ 1000] 718 902 58[ 500] 242034 208 306 454 57[ 500] 550[ 500] 243008 9[ 1000] 70 126 86 356[ 1000] 419 63 663[ 1000] 718 902 58[ 500] 244048 65 112 24 38 250 82 349 404 539 44[ 3000] 660 740 50 245011 141 400 72 615 804[ 500] 13 52 246094 155 217[ 500] 308 612 24 247028 264[ 500] 93 300 521 698 248209 94 359[ 500] 482 501 778 87 844 249250 487 578[ 1000] 781 250038 132 82 350 581 912 65 251031[ 500] 510 [ 1000] 923 75 252015 195 314[ 500] 900 253148[ 1000] 53 234 520 54 66 600 717 83 816 69 254124 211 309 48 586 96. 600 758 831 909[ 500] 255708 800 84 964 256326 [ 1000] 30 60 551 749 966 257063 96 153[ 3000] 356[ 1000] 414 68 258107 51 61 273 331 542 683 897 259186 90 200 46 493 733 69 948 260043 71 222 78[ 3000] 397 475 87[ 1000] 668 838 55 261049 175[ 1000] 430[ 500] 561 262043 51 102 65 512 263472 513 264089 145 465 99 508 606 782 843 265071 288 636 798[ 1000] 811 266125 77 900 58 267395 678 752 967 268022 170 83 816 477 587 727 811[ 1000] 45 61 981 269187 255 96[ 500] 598 621 930 270009 955 83 271415 70 743 45 84 829 935 55 272238 529 66 914 273144 242[ 3000] 368 99 613 769 274121 240 60 457[ 500] 642 986 93 275016[ 500] 402 666 276046 303 37[ 1000] 409 95 589 801 4 901[ 500] 6 50[ 500] 277409 74 556 618 963 67 278226 99 834 581 604 64 877 279027 56 391 406 565 636 725 62 280139 209 319 496 646 281104 24[ 3000] 310 633 36 920 50 282045 94 414 570[ 1000] 807 283129 280 344 64[ 3000] 69 540 832 984[ 1000] 284174 353 468 81 836[ 3000] 285101 6 95[ 1000] 466[ 500] 525 41 847 286223 27 422 940[ 3000] 287223[ 1000] 357 435 510 696 963 Berantwortlicher Redakteur: Geors Davidson, Berlin, Für den Inseratenteil verantw.: Th. Gløde, Berlin, Druck it. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW, Nr. 128. 25. Iahrgallg. Mlvoch, 3. Juni 1908. Verzeichnis der UrWahlbezirke und der Wahllokale in den Landtags- Wahlkreisen Rixdorf- Schöneberg nnd Charlottenburg. In Rixdorf findet die Wahl für die 2. Wählerabteilung in der Zeit don 9 Uhr vormittags bis 12 Uhr mittags, für die 1. Wählerabteilung in der Zeit von 1— 2 Uhr mittags, für die 3. Wählerabteilung in der Zeit von 3—8 Uhr nachmittags statf Die UrWahlbezirke und dazu gehörigen Wahllokale find wie folgt festgesetzt: 1. Maybachufer 1—13, Schinlestrafze. Wahll.: Liepe, Schinle- strafze 24. 2. Kottbuser Damm 73—103. Wahll.: Schäfer. Kottbuser Damm 103. 3. Hobrechtstr. 24—62, Maybachufer 14—22, Sanderstraße. Wahll.: Schmiedchen, Sanderstr. 17. 4. Pfliigerstr. 1—12 u. 67—82. Wahll.: Müller, Pflügerstr. 74. 5. Friedelstr. 13—22, Lenaustraße. Wahll.: Dunkel, Lenau- straße 7. 6. Friedelstr. 23—46. Wahll.: Klar, Friedelstr. 27. 7. Reuterplatz, Reuterstr. 27—46. Wahll.: Beg, Reuterplatz S. 8. Friedelstr. 8—17 u. 47— SS, Reuterstr. 47— S6, Weserstr. 209 bis 2l7. Wahll.: Stein. Weserstr. 212. 9. Hermannplatz, Hobrechtstr. 11— 23 u. 63— 74, Kottbuser Damm 62—72, Weserstr. 1—9. Wahll.: Funk. Weserstr. S. 10. Friedelstr. 1—7 u. S6— 61. Kaiser- Friedrichstr. 240—241, Reuterstr. 13—26 u. 57—65. Wahll.: Rorhkamm, Friedelstr. ö6. 11. Hobrechtstr. 1—10 u. 7ö— 34. Kaiser-Friedrichstr. 1—6 und 242—248. Wahll.: Priem, Kaiser-Friedrichstr. 6. 12. Kaiser-Friedrichstr. 7— 12. Reuterstr. 66— 77. Wahll.: Krieger. Kaiser-Friedrichstr. 12..,„ 13. Katser-Friedrickistr. 13—15 u. 236—239, Panmerstr. 1— 9a U. 61—64. Wahll.: Wild, Panmerstr. 3. 14. Pannierstr. SS— 60, Weserstr. 10— 16 ll. 201— 208. Wahll.: Kutzsch, Pannierstr. S9. IS. Pannierstr. 10—20 u. 4S— 54. Wahll.: Käding, Pannier- straße 18. 16. Liberdastr., Manitiusstr., Maybachufer 23—45, Nansenstr., Pfliigerstr. 13—25 u. 52—66. Wahll.: Stiehler, Pflügerstr. 13. 17. Lohmühlenplatz, Lohmühlenstr. 25—36, Maybachufer 46—66, Pannierstr. 21—44, Pflügerstr. 26— 51. Wiesenufer. Wahll.: Michael, Pannierstr. 21. 18. Fuldastr. 19—44, Harzerstr. 1—13, Köllnisches Ufer 66—74, Riitlistr., Weichselplatz, Weichselstr. 18—53. Wahll.: Marcus. Weichselstraße 39. 19. Jansastr., Tevstr., Weserstr. 17—31 u. 189-200. Wahll.: Gutsche, Weserstr. 26—27. 20. Fuldastr. 11-18 u. 45-52. Weichselstr. 11-17 u. 54-60. Weserstr. 32—41 u. 131—188. Wahll.: Meyerhof, Fuldastr. 11. 21. Kaiser-Friedrichstr. 16— 28 u. 222—235, Weichselstr. 5—10 u. 61—65. Wahll.: Embacher, Kaiser-Friedrichstr. 232—233. 22. Fuldastr. 1—10 u. 53—61, Kaiser-Friedrichstr. 29—37 n. 213—221. Wahll.: Walkosf. Kaiser-Friedrichstr. 36—37. 23. Donaustr. 1—23 u. 111—131, Weichselstr. 1—4 u. 66—69. Wahll.: Schittler, Donaustr. 113. 21. Donaustr. 24— 34 u. 99—110, Kaiser-Friedrichstr. 88—44, Schönstedtstr. Wahll.: Gohlle. Schönstedtstr. 15. 25. Kaiser-Friedrichstr. 45—55 u. 195—212. Wahll.: Winzer, Kaiser-Friedrichstr. 195. 26. Elbestr. 1—3 u. 33—89, Laubestraße. Wahll.: Werner, Elbestr. 5. 27.- Weserstr. 51—58 und 164—171, Wildenbruchstr. 1—16 und 57—64. Wahll.: Hiller, Weserstr. 58. 28. Elbestr. 9—32, Weigandufer 1—9, Weserftr. 42—50 u. 172 bis 180. Wahll.: Gerbert, Weserstr. 172. 29. Bouchsstr., Finolvstr., Harzerstr. 14—25 und 96—98, Inn- straße 1—16 u. 31—34, Köllnisches Ufer 50—65, Schandauerstraße, Weigandufer 10—16, Weserstr. 59—70 u. 153—163, Wildenbruchplatz, Wildenbrnclistr. 17—56. Wahll.: Rau, Weserstr. 164. 30. Erkstr., Straße 13ä. Wahll.: Ramm, Erkstr. 10. 31. Richardstr. 1—25 u. 101—120. Wahl!.: Jonas, Aichard- straße 103. 32. Lerthelsdorferstr., Donaustr. 85—98, Jnnstr. 17—80. Wahll.: Kraschwitz, Jnnstr. 27. 33. Kaiser-Friedrichstr. 56—77 u. 161—194, Str. 14, Löd. Wahll.: Walter. Kaiser-Friedrichstr. 180/31. 34. Elsenstr. 42—88, Harzerstr. 26—95. Wahll.: Koch, Elsen- straße 85. 35. Heidelberaerstr. 14—81, Kiefholzstr. 53—112, Köllnisches Ufer 18—49, Straße 15, Treptowerstr. 24— 44 u. 50—96, Weigandufer 17—35, Weserstr. 71—90 und 182—152. Wahll.: Stürmer, Treptowerstr. 69. 36. Hertzbergplatz, Hertzbergstr. 7—24, Kaiser-Friedrichstr. 78—95. Stuttgarterstr., Treptowerstr. 1—23 u. 97— 106, Weserstr. 91— 131. Wahll.: Berger, Hertzbergstr. 16. 37. Böhmischestr., Hertzbergstr. 1—6«. 25—53, Schudomastr., Straße 16, Mareschstraße. Wahll.: O. Babing, Hertzbergstr. 32/33. 33. Johann-Hußstr., Richardplatz. Wahll.: H. Schulz, Richard- platz 20. 39. Gärtnerstraße, Goethestraße, Kirchgafie, Richardstr. 26— 42 u. 73—100. Wahll.: Schweitzer, Goethestr. 2. 40. Cannerstraße, Richardstr. 43—53 u. 64—72. Wahll.: Nickel, Cannerstr. 1. 41. Brusendorferstr., Canner Chaussee, Drorhstr., Kaiser- Friedrich-Str. 96—160, Köllnisches Ufer 1—17, Mittelbuschweg. Straße 37. Teupitzerstr., Weigandufer 36—43. Wahll.: Kort, Canner Chaussee 13. 42. Saalestr., Niemetzstr. Wahll.: Scheller, Saalestr. 11. 43. Elsterstr., Richardstr. 54—63, Thüringerstr. 16—32, Zeitzer- straße. Wahll.: Maresch, Thüringerstr. 80. 44. Thüringerstr. 1—15 u. 33—45, Wipperstr. 1—9. Wahll.; Maschke, Thüringerstr. 42, 45. Schönweiderstr. 1—19, Wahl!.: Meißner, Echönweider- straße 1. 46. Kirchhofstr. 35—50, Schönweiderstr. 20—24, Wipperstr.10— 26. Wahll.: Wolff. Kirchhofstr. 41. 47. Hohenzollernplatz, Kirchhofstr. 1—9. Wahll.: Thiele, Hohen- zollernplatz 20. 48. Bergstr. 69—106, Knesebeckstr. 1—5 u. 147—150, Lahnstr., Naumburgerstr., Straßen 22a, 47, 52, S2a, 54, 55, 56, S9a, 60, 62, 65. 66. 130a. b, o, d, e, 181, 181a, b, 185, 185a, 187a, b, 188. Wahll.: Höhne, Bergstr. 76/77. 49. Grenzallee, Ringbahnstr., Walterstr. Wahll.: Böttcher, Walterstr. 23/24. 50. Juliusstr. Wahll.: Klein, Juliusstr. 23. 51. Delbrückstr. 1—17 und 47—63, Bendastraße, Bruno Bauer- straße, Edmundstraße, Glasowstr. 1—22 und 51—68, Knesebeck- straße 6—19 und 135—146, Reinholdstraße. Wahll.: Klebba, Knesebeckstr. 139. 52. Delbrückstr. 18—46, Glasowstr. 23—50, Kranoldplatz, Kranoldstraße. Wahll.: Schilde. Delbrückstr. 33. 53. Hermannstr. 113—158, Herthastraße. Mariendorfer Weg, Straßen 166, 167a, b, 168, 170. Wahll.: Regenstein, Hermann- straße 158. 54. Knesebeckstr. 20-46 und 100-134. Wahll.: Oesternitz. Knesebeckstr. 34.->• 53. Knesebeckstr. 47—99. Felsch, Knesebeckstr. 48/49. 56. Boberstraße, Emserstr. 45—85, Neißestraße, Oderstraßenbrücke. Siegsriedstr. 25-59, Oderstr. 1—13. Wahll.: Bellenbaum, Siegfriedstr. 46/47. 57. Emserstr. 31—44 und 86—113, Hermannstr. 103—112. Wahll.: Gründer. Emserstr. 38. 53. Bergstr. 59— 68 und 107— 113, Emserstr. 1— 30 und 114—141, Kirchhofstr. 10—34, Siegfriedstr. 1—24. Wahll.: Marggraf, Kirchhofstr. 29. 59. Bergstr. 43— 58 und 114— 125, Helastraße, Jlsestraße, Jonasstr. 1—13 und 53—69, Selkestraße. Wahll.: Preißer, Berg- straße 125. 60. Bodestr. 1—7 und 23—34, Hermannstr. 159—167, Nogat- straße, Straßen 202, 205, 207. Wahll.: Stolle, Hermann- straße 162/163. 61. Bodestr. 8—27, JonaSstr. 19—52. Wahll.: Theßmann, Bodestr. 8. 62. Netzestraße, Warthestr. 10—65. Wahll.: Gärwer, Warthe- straße 57. 63. Hermannstr. 84— 107, Warthestr. 1-9 und 66-74. Wahll.: Paeckert, Hermannstr. 95/96. 64. Hermannstr. 163—178, Thomasstr. 30—40. Wahll.: Irr- gang, Hermannstr. 178. 65. Bergstr. 34—42 und 127—130, Mittelweg, ThomaSstr. 1—29. Wahll.: Kleidermann, Thomasstr. 5. 66. Bergstr. 29—33 und 131—139, Rosenstraße. Wahll.: Klemke, Bergstr. 137. 67. Bergstr. 13-23 und 140-163. Wahll.: Wittenburg, Bergstr. 147. 68. Bergstr. 9—12, Prinz Handserystr. 83—87, Steinmetz- straße 1—19 und 106—126, Waßmannsdorferstraße, Straße 207 b. Wahll.: Bredow, Steinmetzstr. 7. 69. Bergstr. 1—8, Prinz Handjerhstr. 1—19 und 70— 82. Wahll.: Kühl, Prinz Handserystr. 3. 70. Zicthenstr. 1—18 und 67—85. Wahll.: köpplow, Ziethen- straße 67. 71. Kopsstr. 1—20, Lessingstraße. Wahl!.: Grieger, Lessing- straße 9. 72. Kopfstr. 21-72. Wahll.: Heilmann, Kopsstr. 29. 73. Steinnietzstr. 20—23 und 90—105. Wahll.: Bauer, Stein- metzstr. 104. 74. Falkstr. 1—7 und 20—26, Steinmetzstr. 35—42 und 81—89. Wahll.: W. Schnitzer, Steinmetzstr. 35. 75. Falkstr. 8—10 und 17—19, Prinz Handjerhstr. 20—34 und 54—69. Wahll.: Lasch, Prinz Handserystr. 56. 76. Ziethenstr. 19—33 und 57—66. Wahll.: Keil, Ziethen- straße 29. 77. Falkstr. 11-16, Jägerftr. 16-64. Wahll.: WischnewSki, Falkstr. 16. 78. Am Wasierturm, Grünerweg, Hermannstr. 65—83 und 179—203, Leinestr., Okcrstr. Wahll.: Hippe, Hermannstr. 199. 79. Hermannstr. 53—55 und 204—210, Prinz Handserystr. 35 biS 53. Wahll.: Richter, Hermannstr. 53. 80. Allerstraße, Hermannstr. 56—64. Wahll.: Jux, Hermann- straße 60. 81. Steinmetzstr. 73—80, Weisestr. 23— 44. Wahll.: Dutschke, Weiscstr. 23. 82. Steinmetzstr. 43-48, Weisestr. 16-22 und 45-51. Wahll.: Naida, Weisestr. 45. 83. Herrfurthplatz, Herrfurthstr. 7—23, Lichtenraderstr. 12—49, Oderstr. 14—52, Schillerpromenade, Steinmetzstr. 49—72. Wahll.: Döring, Herrfurthplatz 12. 84. Hermannstr. 211— 221, Ziethenstr. 34— 56. Wahll,: Vereins- brauerei, Hermannstraße. 85. Hermannstr. 44— 52, Herrfurthstr. 1—6 und 29— 34. Wahll.: W. Becker, Herrfurthstr. 32. 86. Selchowerstr. 1—11 und 25—35, Weisestr. 8—15 und 52 bis 60. Wahll.: W. Müller, Selchowerstr. 29. 87. Fontanestr. 10—24, Lichtenraderstr. 1—11 und 50—62, Mahlowerstraße, Selchowerstr. 12—24. Wahll.: Matthes, Mahlower- straße 7—8. 83. Wanzlikstraße, Weisestr. 1—7 und 61—65. Wahll.: Leon- Hardt, Wanzlikstr. 15. 89. Boddinstr. 23—41, Hermannstr. 36—43 und 222—227, Mainzerstr. 22—41. Wahll.: Ludwig, Hermannstr. 222. 90. Jägerstr. 1—15 und 65—81. Wahll.: Kamp, Jägerftr. 77. 91. Berlinerstr. 47—61, Jsarstraße, Reckarstratze. Wahll.: Scholz, Jsarstr. 10. 92. Boddinplatz, Boddinstr. 1—22 und 42—66. Wahll.: Buch- Heister, Boddinstr. 4. 93. Berlinerstr. 32—46 und 62—81, Münchenerstr. 1—7 und 50— 5Sa. Wahll.: Schulz. Berlinerstr. 40. 94. Münchenerstr. 8—18 und 36—49. Wahll.; Kühne, Münchenerstr. 8. 95. Erlangerftraße. Reuterstr. 1—14 und 89—98. Wahll.: Rukowsky, Reuterstr. 95. 96. Berlinerstr. 20—31 und 82—92. Wahll.: Horst, Berlinerstraße 27. 97. Berlinerstr. 1—19 und 93— 99, Reuterstr. 15— 17 und 73— 88. Wahll.: Brenert, Berlinerstr. 16/17. 93. Biebrichstraße, Mainzerstr. 1—21 und 47—60. Wahll.: Schulz, Mainzerstr. 4. 99. Hasenheide 61—116, Wißmannftr. 44—48. Wahll.: Neue Welt, Hasenheide. 100. Berlinerstr. 100—107, Hasenheide 117—120, Hermann- straße 1—15 und 240—253, Wißmannftr. 1—10. Wahll.: Denkcl- mann, Berlinerstr. 105. 101. Fontanestr. 1—9 und 25—32, Karlsgartenstr. 5—10, Wiß- mannstr. 11— 43. Wahll.: Heger, Wißmannftr. 24. 102. Hermannstr. 16—31, Karlsgartenstr. 1—4 und 11—22. Wahll.: Meske, Karlsgartenstr. 13. 103. Hermannstr. 32—35 und 223— 239, Mainzerstr. 42—46, Münchenerstr. 19—35. Wahll.: Oerth, Münchenerstr. 19. In Schöneberg sind die Wahlzetten der 1. Abteilung auf nachmittags don 1—3 Nhr, der 2. Abtcilnug auf nachmittags von 2-3'/., Uhr, der 3. Abteilung auf nachmittags von 4-8 Uhr festgesetzt. Abgrenzung der Wahlbezirke und Verzeichnis der Wahllokale: 1. Augsburgerstr. 69—72, Gcisbergstr. 18. Passauerstr. 12 bis 19, Würzburgerstraße. Wahll.: Anna Schneider, Geisbcrgstr. 18. 2. Bambergerstr. 1— 7 und 42— 48, Geisbergstr. 25—31, Kulm- bacherstr. 1— 8, Neue Ansbacherstr. 10—16, Regensburgerstr. 5 und 7—9. Wahll.: Fritz Dowe, Neue Ansbacherstr. 16. 3. Bambergerstr. 8—12 und 36— 41, Motzstr. 27— 35, Nachod- straße 1 und 42, Neue Ansbacherstr. 1— 3 und 17— 20, Regensburgerstr. 5a, 6 und 29— 35, Viktoria-Luiscplatz 8. Wahll.: Beruh. Richter,„Ansbacher Hos", Motzstr. 31. 4. Geisbergstr. 32— 37, Neue Ansbacherstr. 4—9, Neue Bay- reutherstraße, Regensburgerstr. 1—4, Viktoria-Luiscplatz 3— 7. Wahll.: Georg Schmidt, Luitpoldftr. 26. 5. Geisbergstr. 38— 43, Martin Lutherstr. 1— 4 und 86— 89, Motzstr. 22—26 und 60—67, Neue Winterfeldstr. 19—25, Viktoria- Luiseplatz 1 und 2. Wahll.: Max Lange, Neue Bayreuthcrstr. 4. 6. Hohcnstaufenstr. 32— 38, Luitpoldstr. 17— 25, Martin- Lutherstr. 5 und 6, Motzstr. 54— 59, Münchenerstr. 1—4 und 55, Neue Winterfeldtstr. 26—31, Viktoria-Luiseplatz 0— 12a. Wahll.: Will). Radlow, Luitpoldstr. 16. 7. Eisenachcrstr. 9—15 und 108— 113, Gossowstraße, Motzstr. 68 bis 73, Neue Winterfeldtstr. 12— 18, Nollendorfstr. 21— 22a. Wahll.: Auguste Becker, Neue Winterfeldtstr. 17. 8. Maaßcnstr. 10—12, Motzstr. 74—82, Nollendorfplah 5— 7, Nollendorfstr. 8— 20. Wahll.: Gustav Peters, Nollendorfplatz 6. 9. Rlacrtzenstr. 13— 17, Neue Winterfeldtstr. 1 und 8—11, Nollendorfstr. 23—36. Wahll.: Gustav Plettschow, Nollcndors- straße 22. 10. Bülowstr. 1— 7 und 101— 108, Maaßenstr. 23— 25, Motzstraße 83— 93, Nollcndorfplatz 8 und 9, Zictenstr. 1—11. Wahll.: Max Unterberg, Bülowstr. 2. 11. Maaßenstr. 18—22, Nollendorfstr. 1—7 und 37—42, Winterfeldtstr. 18—21, Zietenstr. 12—16. Wahll.: Richard Po- gorzelski, Goltzstr. 32. 12. Goltzstr. 24— 31, Habsburgerstr. 8—14, Hohenstaufenstr. 1 bis 4, Neue Winterfeldtstr. 47 und 50. Wahll.:Lina Tillack, Hohenstaufenstr. 4. 13. Eisenacherstr. 105— 107, Habsburgerstr. 1—3, Luitpoldstraße 1— 8 und 45— 48, Neue Winterfeldtstr. 2— 7, 40—46, 48 und 49. Wahll.:„Habsburger Haus", Karl Krüger, Habsburgerstr. 1. 14. Eisenacherstr. 102—104, Frankcnstr. 1— 4, Goltzstr, 32—36, Habsburgerstr. 4— 7, Hohenstaufenstr. 5— 10 und 67— 69, Kyff- häuscrstr. 31—34, Luitpoldstr. 44 und 49. Wahll.: Heinr. Jolger, Kyffhäuscrstr. 26. 15. Eisenacherstr. 94— 101, Frankcnstr. B— 12, Hohenstaufenstraße 61—66, Kyffhäuserstr. 1—8, Wahll.: Anton Lau, Khfj» häuserstr. 7. 16. Eisenacherstr. 16— 19, Luitpoldstr. 9— 16 und 35—43, Martin-Luthcrstr. 83—85, Neue Winterfeldtstr. 82—39. Wahll.: Karl Neumann, Münchenerstr. 4. 17. Eisenacherstr. 20—22, Hohenstaufenstr. 11— 81, 49— 50, Luitpoldstr. 26— 34, Martin-Lutherstr. 7, 8 und 82, Münchencr» straße 53 u. 54. Wahll.: Franz Migge, Hohenstaufenstr. 11. 18. Barbarossaplatz 1, Eisenacherstr. 23— 31, Hohenstaufenstraße 55— 60, Lindaucrstraße, Schwäbischstr. 23— 30, Starnbergcr- ftraße 4— 7. Wahll.: August Kuhlmey, Martin-Lutherstr. 77. 13. Barbarossastr. 19— 20, Martin-Lutherstr. 13, 14 u, 77— 81, Schwäbischestr. 1— 7, Speyererstr. 26— 28, Starnbergerstr. 1— 3 u. 8, Traunsteinerstraße. Wahll.: Alfred Adam» Barbarossastr. 12. 20. Barbarossastr, 21— 26, Heilbronnerstr. 24, Hohenstaufenstraße 47/48 u. 51—54, Martin-Lutherstr. 9— 12, Münchencr- straße 6—12 und 45—52, Speyererstr. 1—5. Wahll.: Johann Wolgast, Barbarossastr. 25., 21. Heilbronnerstr. 1— 6 und 25— 81, Hohenstaufenstr. 41— 46, Landshutcrstr. 38, Münchenerstr. 5. Wahll.: Rod. Nohnstock, Hohenstaufenstr. 38., 22. Barbarossastr. 27— 29, Heilbronnerstr. 7, Hohenstaufen* straße 40, Lanbshuterstr. 1— 8 und 32—37,• Wahll.: Alfred Schulze, Martin-Lutherstr. 11. 23. Bambergerstr. 13— 19 und 28— 35, Barbarossastr. 80— 32, Hohenstaufenstr. 39, Motzstr. BS. Wahll.: Heinr. Bagowsli, Bar- barossastr, 31. 24. Aschaffenburgerstr. 6— 19, Bambergerstr. 80—27, Bar- barossaplatz 2 und 3, Barbarossastr. 35— 57, Bahrischerplatz, Bcrchtesgadenerstr. 1— 12 und 28— 40, Eisenacherstr. 32—37, Frei- smgerstraße, Grunewaldstraße Nordseite von 51 bis Wilmersdorfer Grenze, Güntzelstr. 1, 67 und 68, Haberlandstraße, Heilbronner- straße 8—23, Landshuterstr. 9—31, Martin-Lutherstr. 15— 24, 64— 69 und 74— 76, Münchenerstr. 13— 24 und 33— 44, Rosen- heimerstr. 5— 26, Speyererstr. 6— 25, Stubben straße, Wahll.: Emil Joch, Martin-Lutherstr. 15. 25. Eisenachcrstr. 38— 41, Grunewaldstr. 39— 50, Rosenheimer- straße 27—35, Martin-Lutherstr. 68, Wahll,: Christ. Birkholz, Martin-Lutherstr. 63. 26. Barbarossaplatz 4 und 5, Barbarossastr. 8— 11 und 53— 61, Eisenacherstr. 83—92/93, Grunewaldstr. 20— 38, Kyffhäuser- straße 9— 18, Rosenheimerstr. 1— 4 und 36— 40, Schwäbische- straße 8—14 und 19—22, Wahl!.: Friedrich Helmholz, Barbarossa- straße 9. 27. Barbarossastr. 4—7, Frankcnstr. 13— 16, Goltzstr. 87— 40b, Kyffhäuserstr. 24— 30. Wahll.: Gust. Jürgens, Barbarossastr. 5a. 28. Gleditschstr. 1—11, Goltzstr. 16—23, Pallasstr. 21—23. Wahll.: Josef Römer, Gleditschstr. 9. 29. Barbarossastr. 1—3 und 67—70. Gleditschstr. 12—17. Goltz- straße 11—15. Wahll.: Chart. Spengler, Barbarossastr. 65. 30. Gleditschstr. 18—21, Goltzstr. 1—10 und 42—52, Grün«. waldstr. 12— 17. Wahll.: Gustav Barensee, Grunewaldstr. 16. 31. Apostel-Paulusstr. 1— 5 Barbarossastr. 62— 66, Eisenachcrstr. 78— 82, Goltzstr. 41, Grunewaldstr. 18, 19 und 09— 105, Klixstratze, Kyffhäuserstr. 19—23, Schwäbischestr. 15—18. Wahll.: Friedrich Köster, Schwäbischestr. 15. 32. Akazienstr. 7 und 7a(mit Eingängen Verl. Belzigerstraße), 15, 17 und 13, Grunewaldstr. 106— 110, Vorbergstr. 9, 9a und 10 (mit Eingang Verl. Gleditschstraße). Wahll.: Bernhard Dreher, Vorbergstr. 8. 33. Grunewaldstr. 110a, III lmit Nebeneingang Verl. Gleditsch- straße)— 130, Hauptstr. 1. Wahll.: Adolf Miethe, Hauptstr. 5/6. . 34. Akazienstr. 1— 6, Hauptstr. 11(mit Eingang Verl. Beiziger- straße)— 22, Verl. Belzigerstraße(Schindlersche Molkerei), Vorberg- straße 11(mit Eingang Verl. Gleditschstraße)— 15(mit Eingang Verl. Belzigerstraße). Wahll.: Wilhelm Böttcher. Akazienstr. 27. 35. Hauptstr. 2— 10, Vorbergstr. 1—8. Wahl!.:«RcichS- wappen", Richard Meyer, Vorbergstr. 1. 36. Akazienstr. 19— 24, Apostel-Paulusstr. 28, Bclzigerstr. 1—5, Merseburgcrstr. 1— 5. Wahll.: Herm. Penner, Merseburgcrstr. 15. 37. Apostel-Paulusstr. 13—27, Eisenacherstr. 77, Mcrscburgcr- straße 6—12, Wartburgstr. 1/2. Wahll.: Otto Schulze, Mcrsc- burgerstr. 7. 38. Apostel-Paulusstr. 12— 14, Eisenacherstr. 48, 40, 75 und 76, Gothaerstr. 15—18, Wartburgstr. 3—14. Wahll.: Paul Drüge- müller, Wartburgstr. 14. 39. Apostel-Paulusstr. 6— 11 und 15—17, Eisenachcrstr. 42—47, Gothaerstr. 1— 3 und 19—21, Grunewaldstr. 91/95— 08a, Martin Lutherstr. 59/62. Wahll.: Ernst Schneider, Martin Lutherstr. 25. 40. Belzigerstr. 6— 9, Eisenacherstr. 70—74, Merseburgcrstr. 13 bis 15, Wartburgstr. 24—29. Wahll.: Marie Langer. Akazien- straße 7a. 41. Belzigerstr. 10— 24, Eisenacherstr. 50— 54, Gothaerstr. 8 bis 14, Wartburgstr. 19—23. Wahll.: Traugott Rcyentanz, Bclziger- straße 17. 42. Gothaerstr. 4—7. Martin-Lutherstr. 53— 55, Meiningerstraße 1—6 und 13, Wartburgstr. 15— 18. Wahll.: August Jok'ch. Meiningerstr. 13. 43. Apostel-Paulusstraße westlich der Martin-Lutherstraße, Bambergerstraße zwischen Mühlen- und Grunewaldstraße, Berchtes- gadenerstr. 13—27, Grunewaldstr. 82—93, Jnnsbruckerstraße, Martin Lutherstr. 25—37 und 49— 52, Meiningerstr. 7—12, Mühlcnstraße, Nordseite, von Atartin-Lutherstraße bis Wilmers- dorfer Grenze, Dtünchencrstr. 25—32, Rathausplatz, Sakzbnrger- straße, Wartburgstraßc westlich der Martin-Lutherstraße. Wahll.: Johannes Köhler, Grunewaldstr. 49. 44. Bclzigerstr. 25— 53, Eisenacherstr. 55, Erfurtcrstraßc, Hauptstr. 51—56, Koburgerstr. 1 und 8, Mühlenstr. 6— 10, Südstite. von Martin-Lutherstraße bis Wilmersdorfer Grenze nnd Westseite von Rathausplatz bis 19. Wahll.; Karl Klinke, Mühicustr. 8b. 45. Haupkst?. 57—84, Hehlstra�e, Kovukyerfte. 2—7 anb 9—18, Verlängert!: Ringbalinstraße. Wahll.: Albert Christ, Hauptstr. 56. 46. Ebersstr. 37— 45, Hauptstr. 95— 106, Maxstr. 1/2 und 10. Wahll.: Rob. Wiesenack. Hauptstr. 106. 47. Ebersstr. 54-66, Maxstr. 3—9 und 11—24. Wahll.: Alfted Rißleben, Ebersstr. 63. 48. Ebersstr. 32— 36, Gustav Frehtagstr. 2 und 4, Gutzkow straße 1— 4 und 6— 11, Maxstr. 25— 27. Wahll.: Wilhelm Berger, Ebersstr. 36. 49. Fritz Reuterstr. 1—12, Gustav Frehtagstr. 1, Hauptstr. 107 bis 112, Maxstr. 28 und 29, Tempelhoferstr. 1—5. Wahll.: Hugo Bcinßen, Äauptstr. 107. 50. Ebersstr. 27— 31, Fritz Reuterstr. 13, Gustav Frehtagstr. 3 und 5— 9, Gutzkowstr. 5, Tempelhoferstr. 11. Wahll.: Moritz Cohn, Gutzkowstr. 5. 51. EberSstr. 67—91, Straße 36, Tempelhoferstr. 12 und 13. Wahll.: Wilh. Heinevetter, Ebersstr. 80. 52. Ebersstr. 16— 26, Feurigste. 41—50, Prinz Georgstr. 1—5, 7 und 8, Tempelhoferstr. 14— 20. Wahll.: Wilhelm Rump, Feurig- straße 33. 53. Albcrtstr. 1— 5, Eisenacherstr. 56— 61, Feurigste. 25— 40, Hauptstr. 34— 50 und 113— 129, Mühlenstv. 1/5, Tempelhoferstr. 21 bis 23. Wahll.: Max Schleyer, Feurigstr. 35. 54. Akazienstr. 25— 30, Belzigerstr. 54— 64, Eisenacherstr. 62 bis 69, Hauptstr. 23 und 33. Wahll.: Bertha Heinze, Akazienstr. 26. 55. Hauptstr. 24—32 und 131— 145, Herbertstr. 1 und 2, Kaiser Wilhelmplatz 1—4, Kolonnenstr. 1 und 2. Wahll.: August Klöhn, Hauptstr. 144. 56. Albertstr. 16— 20, Ebersstr. 1/2, Feurigstr. 6— 24 und 54 bis 64, Hauptstr. 130, Herbertstr. 3—6, Wahll.: Paul Behnke, Herbertstr. 4/5. 57. Albertstr. 6—15, Ebersstr. 3—15, Feurigstr. 51—53, Prinz Georgstr. 6 und 9/10. Wahll.: Ernst Leich, Albertstr. 10. 58. Bahnstr. 1— 10, Feurigstr. 1— 5 und 65— 68, Herbertstr. 7 bis 11, Kolonnenstr. 3—9 und 56—66. Wahll.: Otto Lange, Bahn- straße 33. 59. Bahnstr. 38— 48, Hauptstr. 146— 152, Helmste. 6, Kaiser Wilhelmplatz 5. Wahll.: Herrn. Bischof, Helmstr. 5. 60. Bahnstr. 11—22 und 33—37, Hauptstr. 153, Helmstr. 1—5 und 7, Stubenrauchstr, 7. Wahll.: Paul Richter, Gr. Görschen- straße 10 61. Erdmannstraße, Hauptstr. 154— 160, Helmstr. 8— 12, Stubenrauchstr. 1, 5/5» und 6/6». Wahll.: Ernst Herold,«Linden- park", Hauptstr. 13. 62. Kaiser Friedrichstr. 1— 8, Stubenrauchstr. 2— 4 und 8— 12b'. Wahll.: Hugo Klabunde, Stubenrauchstr. 5». 63. Großgörschenstr. 1— 9, Hauptstr. 161— 163, Kaiser» Friedrichstr. 11— 19, Neue Kulmstr. 1, 2 und 5/5». Neue Stein» metzstr. Wahll.: Bernhard Funcke, Kaiser-Friedrichstr. 19. 64. Bahnstr. 23—62, Bahnhof Großgörschenstraße, Groß- görschenstr. 10, Kaiser-Friedrichstr. 9 und 10, Neue Culmstr. 3/4, Stubenrauchstr. 8. Wahll.: Paul Till, Kaiser-Friedrichstr. 13. 65. Großgörschenstr. 11— o20b, Monumentenstr. 1, 3—13 und 31—39, Siegfriedstr. 10, Straße 20». Wahll.: Gustav Rudolf, Monumentenstr. 33. 66. Hohenfriedbergstr. 24— 27, Militär-Fiskalische Privatstraße. Wahll.: Hermann Buchwaldt, Hohenfriedbergstr. 9. 67. Hohenfriedbergstr. 1— 8 und 18— 23, Monumentenstr. 2. Wahll.: August Böttner, Hohenfriedbergstr. 8. 63. Brunhildstr. 11— 14, Siegfriedstr. 1»— 9, Wahll.: Gustav Griese, Siegfriedstr. 3. 69. Brunhildstr. 1— 10, Hohenfriedbergstr. 9, Kolonnenstr. 48 bis 55, Kriemhildstr. 4— 7, Siegfriedstr. 1. Wahll.: Stich. Pannier, Kolonnenstr. 47. 70. Hohenfriedbergstr. 10— 14, Kolonnenstr. 34— 47, Kriemhildstr. 1— 3. Wahll.: Gotthelf Wonneberg, Hohenfriedbergstr. 11. 71. Geßlerstraße, Hohenfriedbergstr. 15— 17, Kolonnenstr. 32 und 33. Wahll.: Hermann Strauchmann, Kolonnenstr. 34. 72. General Papestraße, Landwehr-Dienstgebäude, Gustav Müllerplatz 5— 8, Gustav Müllerstr. 1— 7 und 43—48, Kolonnenstraße 12— 31, KöniaSwcg 1— 6 und 42, Sedanstr. 71. Wahll.: Auguste Lilienthal, Königsweg 7. 73. General Papestraße Kaserne pp. deS Eisenbahnregiments ll, Gustav Müllerplatz 3 und 4, Gustav Müllerstr. 13—42, Königsweg 7— 23, Leuthenstr. 7— 12, Torgauerstr. 1—4. Wahll.: Julius Hoppe, Königsweg 1. 74. Bahnhof Papestraße, Cheruskerstr. 22, Eisenbahnwerk- stätten und Rangicrbahnhof Tempelhof, General Papestraße Kaserne pp. des Eisenbahnregiments III und Schankhalle Koch, Geneststr., Gothenstr. 24 u. 25, Äönigsweg 24—41, Mariendorfer Weg, Priester. weg, Reichartstr., Sachsendamm, Sedanstr. 14 und 45, Suadicani- straße, Tempelhofer Weg, Torgauerstr. 6— 11, Gasanstalt und Südseite. Wahll.: Theophil Skrzynski, Gothenstr. 24. 75. Sedanstr. 33—43 und 46—54. Wahll.: Karl Karras, Sedanstr. 76. 76. Cheruskerstr. 17, Gothenstr. 18—23 und 26—64, Leuthen- straße 1— 6 und 14— 15, Sedanstr. 31, 32 und 55. Wahll.: Julius Held, Sedanstr. 31. 77. Cheruskerstr. 18— 61»' und 23—34. Wahll.: Paul Lehmann, Cheruskerstr. 22. 78. Cheruskerstr. 4—16, Gothenstr. 1—6, Leuthenstr. 17 und 13. Roßbachstr. 1—5. Wahll.: Walter Froede, Cheruskerstr. 16. 79. Gothenstr. 7—17, 35 und 36, Leuthenstr. 16, Roßbachstr. 6. Wahll.: Ernst Pätzke, Gothenstr. 15. 80. Cheruskerstr. 2 und 3, Gothenstr. 37— 63. Wahll.: Gott- lieb Wilhelm, Gothenstr. 1. 81. Cheruskerstr. 1, Sedanstr. 1—30. Wahll.: Otto Weide- mann, Sedanstr. 19/20. 82. Gustav-Müllerplatz 1 und 2, Gustav-Müllerstr. 8— 12, Kolonnenstr. 10 und 11, Leuthenstr. 13, Sedanstr. 56—70 und 71» bis 83. Wahll.: Karl Striese, Sedanstr. 67/68. 83. Hauptstr. 87— 94, Hedwigstr. 10 und 11, Holbeinstst., Sponholzstr. 1— 21 und 35— 57, Wielandstr. 32— 44. Wahll.: Gust. Bcrgemann, Sponholzstr. 34. 84. Bennigsenstr. 3— 34, Fregestr. 1— 5 und 74»— 80, Hähnel- Nraße 3— 18, Hauptstr. 65— 86, Hedwigstr. 12— 17, Stierstraße, Wielandstr. 1—14». Wahll.: Otto Albrecht, Hauptstr. 86. 85. Fregestr. 6— 24» und 64— 74, Hauffstr., Hedwigstr. 1» bis 7, Saarstr. 11—13, Wielandstr. 15— 24. Wahll.: Fr. Benzmann, Wielandstr. 23. 86. Bahnhof Friedenau mit Gastwirtschaft im alten Bahn- Hofsgebäude und Zigarrengeschäft, Bahnhofstraße, Begasstraße, Cranachstr. 1. Dürerplatz. Hedwigstr. 7»— 9, Rembrandtstr. 14 bis 22, Rubensstr. 1— 8, Sponholzstr. 22— 34, Wielandstr. 25—31. Wahll.: Heinrich Langmann. Dürerplatz 1. 87. Beckerstr. 1— 4 und 22— 25, Cranachstr. 48— 63, Rubens. straße 0—18 und VIII. Gemeindeschule. Wahll.: Fritz Preuß, Beckerstr. 5. 88. Beckerstr. 6— 8, Cranachstr. 2— 12, Menzelstr. 1— 3 und 29 bis 37, Remhrandtstr. 8— 13 und Eisenbahn-Dienstgebäude auf fiskalischem Terrain. Wahll.: Karl Flügel, Rembrandtstr. 9. 89. Beckerstr. 9—17, Knausstr. 1—5 und 9—15, Körner- straße 46—48, Menzelstr. 4—16, Rembrandtstr. 1—7, Thorwaldsen- straße 13— 16. Wahll.: Hugo Meise, Beckerstr. 12. 90. Beckerstr. 18— 21, Canovastraße, Cranachstr. 13— 45, Menzelstr. 17—28, Peter Vischerstraße, Rubensstr. 19— 88 und ZionShilft, Thorwaldsenstr. 1— 12. Wahll.; Ernst Tschacksch, Cranachstr. 33/34._ In Charlottenburg ist die Mahlzeit festgesetzt für die 3. Abteilung nachmittags S— 8 Uhr, 2. Abteilung nachmittags 4— 5 Uhr, 1. Abteilnng nachmittags 3—4 Uhr. UrWahlbezirke und Wahllokale. 1. Akazienallee 21 bis Ende ausschl. 27 und 49, Branitzer Platz, Ebereschenallee 24 bis Ende, Eichenallee 19 bis Ende, Eschenallee, Serl. Eschenallee'(Forsthaus Westend. BahnivSrterhaüS Westend)', Kastan-enallee ungerade Nr., Kirschenallee, Nußbaumallee 18 bis Ende, Platanenallee 20 bis Ende, Rüsternallee 20 bis Ende, Reichs- straße, Trabrennbahn Westend, Ulmenallee 21 bis Ende. Wahll. Kastanienallee 1. Ecke Spandaucr Chaussee, bei Klanetzki. 2. Ahornallee einschl. Verlängerung mit Garnison-Lazarett, Akazienallee 1— 20, Birkenallee, Ebereschenallee 1— 20, Eichenalice 1— 18, Epiphanienkirche an der Knobelsdorffstr., Kaiserdamm zw. Ringbahn u. Reichskanzler-Platz, Reichskanzler-Platz, Kastanien- allee(die geraden Nummern), Gottfried Keller-Str., Klaus Groth-Straße, Alter Luisenkirchhof, Spandauer Berg 1— 9, Lindenallee, Nutzbaumallee 1— 17, Platanenallee 1— 19, Rüsternallee 1 bis 19, Ulmenallee 1— 20. Wahll. Ahornallee 1 bei Moritz. 3. Fredericiastr. Haeselerstr., Halmstr., Kvnigin-Elisabeth-Str. mit Kaserne des Elisabeth-Regt.(1— 4 und 49— 54), Mcerscheidt- straße, Rognitzstr., Soorstr., Spandauer Berg 10— 14, Stülpnagelstr. Wahll. Restaurateur Max Reiche, Königin-Elisabeth-Str. 50. 4. Akazienallee 27(Roßtrappc), Akazienallee 49(Fürsten- saal), Bahnhof Fürstenbrunn. Fürstenbrunner Weg, Spandaucr Berg 15—26», Spandauer Chaussee, Spreetalallee, Spandauer Bock (Südseite). Wnhll.: Akazienallee 27„Wirtshaus zur Roßtrappe", Jnh. Karl Klabunde. 5. Mollwitzstr., Sophie-Charlotten-Str. 1— 19 und 115 bis Ende, Spandauer Berg 27 bis 31. Wahll.: Restaurateur Karl Zeinert, Sophie-Charlotten-Str. 19, Ecke Spandauer Berg. 6. Sophie-Charlotten-Str. 106— 114, Spandauerstr. 15— 22. Wahll.: Spandauerstr. 22 bei Maitz. 7. Kgl. Schloß und Schloßgarten, HauSarchiv, Spandauerstr. 1— 14, Wahll.: Restaurateur Otto Priewer, Spandauerstr. 4. 8. Am Bahnhof Westend und Bahnhof Westend, Sophie-Char- lotten-Str. 19»— 23». Wahll.: Restaurateur Erstling, Am Bahnhof Westend 2. 9. Dandelmannstr. 1— 4, Christstr. 11»— 20, Sophiie-Char- lotten-Str. 24— 26 und 96— 100. Wahll.: Christstr. 20 bei Häsen. 10. Gardedukorpsstr. 3—18. Wahll.: Friedrich-Karlplatz 5 bei Bohne. 11. Friedrich-Karlplatz 1— 5, Gardedukorpsstr. 1— 2, Sophie- Charlottenstr. 101—105, Spandauerstr. 23—34, Wahl!.: Sophie- Charlottenstr. 101 bei Pestel. 12. Danckelmannstr. 52— 56, Potsdam erstr. 10»— 13, Wahll.: Potsdamerstr. 12 bei Lehmann. 13. Nehringstr. 3a— 6, Potsdamerstr. 6—10. Wahll.: Pots- damerstr. 8» bei Lorka. 14. Christstr. 1—6 und 38—42, Friedrich-Karl-Platz 10—12, Magazinstr. 7—8, Nehringstr. 1—3. Wahll.: Nehringstr. 2 bei Vogel. 15. Christstr. 7—11 und 32»— 37, Danckelmannstr. 57—61, Friedrich-Karlplatz 6— 9. Wahll.: Christstr. 11 bei Huth. 16. Friedrich-Karlplatz 13— 18, Magazinstr. 9, Spandauer- traße 36—39. Wahll.: Restaurateur Hermann Kricke, Magazin. traße 9, 17. Magazinstr. 15—19, Schlotzstr. 1—3, Spandauerstr. 40. Wahll.: Hohenzollern-Rcstaurant Schlotzstr. 3 bei Krinke. 18. Magazinstr. 5— 6 und 10— 14, Nehringstr. 33— 34. Wahll.: Restaurant Witwe Falkenberg, Magazinstr. 12. 19. Magazinstr. 1— 4, Nehringstr. 26— 32, Potsdamerstr. 1 bis 5a. Schlotzstr. 4—13. Wahll.: Nehringstr. 27 bei Kieper. 20. Christstr. 21—32, Sophie-Charlottenstr. 27—29 und 89 bis 95. Wahll.: Triesethaus Salon, A. Triesethau, Sophic-Charlotten- (traße 94. 21. Danckelmannstr. 5— 9, Potsdamerstr. 14— 22, Sophie-Charlottenstr. 80—33. Wahll.: Potsdamerstr. 16 bei Petsch. 22. Potsdamerstr. 23—30, Danckelmannstr. 10—11. Wahll.: Danckelmannstr. 50 bei Banuscher. 23. Danckelmannstr. 12— 17, Wahll.: Danckelmannstr. 14 bei Fischer. 24. Knobelsdorfstr. 16— 29 mit Danckelmannstr. 18, Sophie. Charlottenstr. 34—38 und 79. Wahll.: Sophie-Charlottenstr. 79, Ecke Knobelsdorfstraße bei Wilhelm Rosenberg. 25. Sophie-Charlottenstr. 80— 88. Wahll.: Sophie-Charlotten- straße 88, Ecke Potsdamerstratze, Restaurant Trageheim. 26. Danckelmannstraße, Westseite zwischen Knobelsdorfsstraße und Kaiserdamm, Horstweg 14— 30, Knobelsdorfstr. 30— 43, Philippistratze u. Saldernstratze, Sophie-Charlottenstr. 39— 78. Wahll.: Knobelsdorffftr. 38, Ecke Sophie-Charlottenstr. 78 bei Achterberg. 27. Danckelmannstr. 44—51», Knobelsdorffstr. 14— 15, Potsdamerstr. 31. Wahll.: Knobelsdorfstr. 15 bei Lucka. 28. Knobelsdorfsstr. 7—13 und 44— 53», Königsweg, Westseite, fS. Reinicke, Hs. Lippmann, Danckelmannstraße, Ostseite zwischen nobelsdorffstratze und Kaiserdamm, Horstweg zwischen Königsweg und Danckelmannstraße, 8—13 und 31—37, Kaiserdamm. Nordseite zwischen Königswcg und Danckelmannstraße. Wahll.: Knobels- dorffstr. 43 bei Freese. 29. Knobelsdorfsstr. 5—6, Nehringstr. 7—15, Potsdamer- straße 41. Wahll.: Nehringstr. 14 bei Lehmann. 30. Potsdamerstr. 32—40. Wahll.: Potsdamerstr. 86 bei Hackbart. 31. Nehringstr. 21— 25, Potsdamerstr. 42— 47, Schlotzstr. 14— 21. Wahll.: Potsdamerstr. 44 bei Metzdorf. 32. Horstweg zwischen Sophie-Charlotte-Platz und Königsweg 1— 7 und 38— 42, Kaiserdamm zwischen Sophie-Charlotte-Platz und Königsweg, Knobelsdorffftr. 1— 4 und 54— 61, Königsweg, Ostseite zwischen Kaiserdamm und Knobelsdorffstratze, Nehringstr. 16— 20, Schlotzstr. 22— 27, Sophie-Charlotte-Platz. Wahll.: Turnhalle der Oberrealschule, Schlotzstr. 27. 83. Bismarckstr. 58— 67, Fritschestr. 27— 31 und 65— 68, Kaiser-Friedrichstr. 21—30, Wallstr. 56a— 58. Wahll.: Kaiser- Friedrichstr. 24 bei Schulz. 34. Fritschestr. 22— 26 und 69— 73, Schlotzstr. 28— 44, Wallstraße 49—56. Wahll.: Wallstr. 53 bei Singvogel. 35. Keiser-Friedrichstr. 8— 20, Hebbelstraße, Grünstraße zwischen Kaiser-Friedrichstraße und Schloßstratze, Scharrenstr. 22 bis 27. Schlotzstr. 45—60, Wallstr. 39—48. Wahll.: Schlotzstr. 45 bei Winter. 36. Jägerstratze, Oranienstr. 1—9, Scharrenstr. 17—21, Schloß- straße 61—69, Stallstratze. Wahll.: Schlotzstr. 68 bei Schmidt, Nestaurant zum Schloßpark. 37. Kaiser-Friedrichstr. 1—7, Luisenplatz 5— 6, Oranienstr. 10 bis 18, Scharrenstr. 12— 16 und 28— 29. Wahll.: Kaiser-Fricdrich- straße 5» bei Liedtke. 38. Kantstr. 75—85. Suarezstr. 47-61, Windscheidstr. 1—18 und 38— 57. Wahl!.: Suarezstr. 47 bei Heinrich Weist. 39. Fritschestr. 32— 39 und 56— 64, Bismarckstr. 68— 75, Kaiser-Friedrichstr. 31— 37b, Schillerstr. 53— 72. Wahll.: Kaiser- Friedrichstr. 37» bei August Schröter. 40. Fritschestr. 40—55, Kaiser-Friedrichstr. 49— 50, Kant- stratze 68— 74, Pcstalozzistr. 45—61. Wahll.: Kantstr. 74 bei Ludwig Kannengießer. 41. Kaiser-Friedrichstr. 33— 48, Pestalozzifir. 44 und 62/63. Wahll.: Kaiser-Friedrichstr. 45b, Ecke Pcstalozzistr. 63 bei Richard Gaertner. 42. Kantstr. 93»— 100, Kaiser-Friedrichstr. 50»— 53, Windscheidstr. 34— 37. Wahll.: Restaurateur Max Stephan, Kantstr. 08. 43. Kaiser-Friedrichstr. 54— 54», Stuttgarterplatz 13— 19, Windscheidstr. 28— 33. Wahll.: Karl Konietzko, Stuttgarterplatz 15. 44. Lconhardtstr. 1—7, Stuttgarterplatz 20—21, Windscheid- straße 20— 27. Wahll.: Herm. Harnisch, Windscheidstr. 24/25. 45. Holtzendorffftr. 18— 21, Kantstr. 86— 03, Lconhardtstr. 8 bis 14, Windscheidstr. 19. Wahll.: Karl Wuttke, Holtzendorffftr. 19b. 46. Friedbcrgstr. 1— 8, Holtzendorffftr. 11— 17, Leonhard t- straße 15— 22. Wahll.:«Zum Landsknecht", Lconhardtstr. 22, Ecke Friedbcrgstr. 1. 47. Holtzendorffftr. 8— 10, Friedbergstr. 30—39, Leonhardtstraße 23—25, Rönnestr. 1—12, Stuttgarterplatz 22. Wahll.: Max Hagemann, Friedbergstr. 31. 48. Friedbergstr. 22— L9, Holtzendorffftr. 5— 7, Rönnestr. 13 bis 26, Wahll.: Ernst Schenk, Friedbergstr. 23. ( 49. AmtsgerichsSplä?, Friedbergstr. 9—75 fin5 18— 2f, Holtzendorffftr. 1-4, Suarezstr. 40— 16. Wahll.: Witwe PohIIc, Friedbergstr. 16. 50. Friedbergstr. 16— 17, Dernburgplatz, Dernburgstraße, Her« bartstratze, Königsweg zwischen Kaiserdamm und Siingbahn, Kaiser- dämm, Südseite zwischen Sophie-Charlottenplatz und Ringbahn, Kuno-Fischerstr., Lietzenseeufer, Steue Kantstr., Rönnestr. 27— 28 (Eckhäuser der Suarezstr.), Riehlstr., Suarezstr. 1—39, Trendelen- burgstraße, Witzlebenplatz, Witzlcbenstr. Wahll.: Leo Kolpack, Neue Kantstr. 28. 51. Gaußstr., Königsdamm nördl. u. südl, Krummelanke, Riedemanns Privatweg, Am Spandauer Schiffahrtskanal, Bahnhof Jungfernheide, Keplerstr. 12—33, Straße 6 VI, Verl. Keplerstr., Straße 57. VI», Straßen 9, 12, 63 und 65 IV», Tegeler Weg 27 bis 95(Am Nonnendamm, Nonnenwiese). Wahll.: Vcrgnügungs- park Jungfcrnheide. Gastwirt H. Hähne, Tegeler Weg 74/75. 52. Brahestr., Hcrschelstr., Kam.minerstr., Königin-Luise-Straße. Mindenerstraße zwischen Tauroggenersbtaße und Tegeler Weg, Osnabrückerstr. 5—27, Tauroggenerilr. 37— 48, Tegeler Weg 1 bis 28 und 96—108. Wahll.: Richter. Tegeler Weg 97. 53. Gustav-Adolf-PIatz, Habsburger Ufer zwischen Kaiserin» Augusta-Allee und Ringbahn, Kaiserin-Augusta-Allee 43— 45, Kep« lerstraße 1— 11 und 34— 50, Osnabrückerstr. 1— 4, Straßen 9a, 13, 13», 18», 21, 39» VI, Tauroggenerjlr. 13— 36(nörbl. der Osna- brückerstraße). Wahll.: Bahlow, Osnabrückerstr. 1. 54. Tarwinstraße, Habsburger Ufer zwischen Kaiserin-Augusta» Allee und Spree, Kaiferin-Augusta-Allee 1— 5 und 46— 58, Osna- brückerstraße 28— 30, Sömmeringstraße, Straßen 15— VI, Straßen 15» und 18— VI, Straßen 18b, 20, 20»— VI, Tauroggenerstr. 1—42. Wahll.: Turnhalle der Gemeindeschule V, Kaiserin-Augusta-Allee 4». 55. Huttenstr. 17— 44 mit Reuckllinstr. 9 und Beusselstr. 77, Sickingenstraße, Straße 23 V 1— 3(Haus Degener), Straße 23» VI— 3(Pechstein). Straße 24— VI— 3(Kuhnert u. Kühne). Wahll.: Trebbin, Haus Reuter. Ufenaustr. 1(verlängerte Huttenstraße). 56. Beusselstr. 78—90 mit Kaiserin-Augusta-Allee 20, Eras- musstraße 1—5. Wahll.: Freiwald, Erasmusstr. 1. 57. Erasmusstr. 6— 24 mit Reuchlinstr. 5 und 6, Kaiserin. Augusta-Allee 13—19 und 21—24. Wahll.: Felsmann, Reuchlin» straße 6, Ecke Erasmusstraße. 58. Kaiserin-Augusta-Allee 5»— 6 und 25— 42, Reuchlinstr. 1 bis 4, 7— 8 und 10— 47, Wiebeftraße. Wahll.: Stolla, Kaiserin- Augusta-Allee 25, Ecke Reuchlinstr. 1. 59. Hallerstraße, Helmholtzstraße, Kaiserin-Augusta-Allee 7 bis 17, Pascalstraße, Spreeufer zwischen Berbindungskanal und Gotzkowskybrücke(Schiffsbevölkerung), Straßen 10, 10» und 14 bis V bis 2. Wahll.: Restaurant„Zur Helmholtzquelle", Feibel, Helm- holtzstraße 21 an der Gotzkowskybrücke. 60. Dovestraße, Englischestr. 24— 82, Franklinstrahe, Guten. bergstraße 3— 12, Salzufer la— 24. Wahll.: Restaurant Hirsch, Inhaber Wilhelm Gerth, Englischestr. 26. 61. Bahnhof Tiergarten, Berlinerstr. 1— 10, Englischestr. 1 bis 23, Gutenbergstr. 1—2, Salzufer 1, Tiergartenmühlc. Wahll: Zademach, Salzufer 1. 62. Berlinerstr. 11— 88, Charlottenburgerufer 66— 83, Marchstraße 1— 20 und 26, Sophienstrahe, Werner Siemensstr. 1-43 und 31— 36(zur Berlinerstr. 34—36 gehörig). Wahll.: Jos. Zimmer, Marchstr. 3. 63. Berlinerstr. 37— 46, Cauerstr. 1— 14, Fraunhoferstraße. Hertzstraße, Werner Siemensstr. 7—43 und 24— 30, Marcbstr. 25 bis 25b, Guerickestr. 13— 18. Wahll.: Karl Winter, Cauerstr. 7. 64. Cauerstr. 15— 19, Charlottenburgerufer 49— 64», March» straße 21— 24», Guerickestr. 10— 42 und 19— 33, Werner Siemcns- straße 14— 23. Wahll.: Brachlow, Cauerstr. 15. 65. Berlinerstr. 47— 50, Cauerstr. 28—36, Rosincnstr. 1— üt Wahll.: Bartsch, VolkshauS, Rosinenstr. 3. 66. Cauerstr. 20— 27, Charlottenburgerufer 41— 48, Galvani- straßc 5— 14, Guerickestr. 34, Röntgenstr. 7. Wahll.: Robert Rotz. Cauerstr. 20. 67. Galvanistr. 1— 4 und 15— 18, Guerickestr. 89— 43, Röntgen- straße 1—6. Wahll.: Paul Nitsche. Galvanistr. 15. 63. Guerickestr. 1—9 und 35— 88, Lützow 18— 17», Rosinenstraße 10— 11. Wahll.: Wilhelm Jabn, Guerickestr. 1. 69. Berlinerstr. 51—61, Kirchhofstraße, Lützow 13— 15, Ro- finenstraße 12— 14», Wahll.: Logen-Restaurant, Rest. A. Mielkc, Berlinerstr. 61, Eingang Kirkhofstraße. 70. Charlottenburgerufcr 20— 40, Habelstraße, Lützow 1— 10, Lützowerstr. 1— 7, Röntgenstr. 8— 14, Spreestr. 49— 60. Wahl!.: Adolf Kaschwig, Lützow 9. 71. Berlinerstr. 62— 76, Lützow 11—42», Lützowerstr. 8— 16, Wilhelmplatz 1— 1». Wahll.: Otto Dühring, Wilhclmplatz 1». 72. Berlinerstr. 77— 81, Brauhofftr. 1— 4 und 14— 16, Charlottenburgerufer 12— 19, Eosanderstr. 1— 6, Spreestr. 1— 8, Wilmersdorferstr. 166/167. Wahll.: Moritz Zschiesche, Restaurant „Reichskrone", Spreestr. 8, Ecke Berlinerstraße. 73. Charlottenburgerufcr 1—11, Eosanderstr. 7—18, Lohmehcr- straße 13— 20, Luisenplatz 2— 4. Wahll.: Karl Köhn, Lohmcycrstr. 13. 74. Berlinerstr. 82— 94, Brauhofftr 5— 13, Eosanderstr. 19 bis 32. Lohmeyerstr. 8— 12 und 21—24, Luisenpl. 1, WilmerSdorfer- stratze 1— 8. Wahll.: Friedrich Nack, Berlinerstr. 88. 75. Berlinerstr. 95— 411, Kaiser-Friedrichstr. 102— 106, Lohmeyerstr. 1— 7 und 25— 27, Scharrenstr. 1— 11, Kirchplatz 1— 5, Kirchstr. 1— 2 und 36— 38, Wilmersdorferstr. 7— 8 und 165. Wahll.: Emil Schmidt,„Hohenzollernfestsäle", Berlinerstr. 105. 76. Grünstr. 5— 15, Kaiser-Friedrichstr. 94— 101, Kirchpl. 6— 9, Kirchstr. 3— 10 und 30— 35, Scharrenstr. 30— 34, Schulstr. 1— 6 und 18—19. Wahll.: Hermann Schulz,„Jägerhof", Kaiser-Friedrich» straße 100. 77. Grünstr. 1— 4, Scharrenstr. 35— 39, Schulstr. 6— 17, Wil- helmpl. 2— 4, Wilmersdorferstr. 8a— 17 und 157— 164, Spree» straße 6— 14. Wahll.: Karl Wodrich,„Germaniasäle", Spree- straße 13. 78. Grünstr. 16— SO, Kaiser-Friedrichstr. 86— 93, Kirchstr. 11 bis 16. Wahll.: Logen-Restaurant, Kaiser-Friedrichstr. 87. 79. Kais-r-Friedrichstr. 85, Kirchstr. 17—23, Wallstr. 34—38, Wilmersdorfer Straße 23— 28. Wahll.: Wallstr. 88 bei Tumat. 80. Grünstr. 20»— 25, Kanalstr. 5— 14, Kirchstr. 24— 29, Wilmersdorferstr. 18— 22. Wahll.: Wilmersdorferstr. 21 bei Adolf Reimer. VI. Grünstr. 26— SO, Kanalstr. 1— 4 und 15—18, Spreestr. 15 bis 20, Wilmersdorferstr. 152— 156. Wahll.: Wilmersdorferstr. 157 bei L. Dormann.> 82. Spreestr. 21—26, Wallstr. 28— 33, Wilmersdorferstr. 148 bis 151. Wahll.: Wilmersdorferstr. 29/30 bei Rohloff. 83. Bismarckstr. 38— 43, Wallstr. 67—74, Wilmersdorferstr. 137 bis 147. Wahll.: Bismarckstr. 38 bei Friedrich Bogen. 84. Kaiser-Friedrichstr. 82—84, Spielhagenstr. 1—20, Wall- straße 59— 66, Wilmersdorferstr. 29— 31. Wahll.: Kaiser-Friedrich. straße L3 bei Dietz. 85. Bismarckstr. 44— 57, Kaiser-Friedrichstr. 76— 81, Spielhagen- straße 21, Wilmersdorferstr. 32— 38. Wahll.: Kaiser-Friedrichstr. 76, Ecke Bismarckstr. 57, Restaurant„Zur HeereSquell-". 86. Bismarckstr. 76—77, Kaiser-Friedrichstr. 69—75, Rückert- stratze 1—6», Schillerstr. 50—52». Wahll.: Kaiser-Friedrichstr. 69 bei Schulze. 87. Bismarckstr. 78—80, Rückertstr. 7—13, Schillerstr. 46—49, Wilmersdorferstr. 38»— 45. Wahll.: Wilmersdorferstr. 89, Restaurant„Bismarckhöhe". 88. Bismarckstr. 81— 85, Schillerstr. 40— 44, Sesenheimerstr. 85 bis 38, Wilmersdorferstr. 128—136. Wahll.: Bismarckstr. 84, 1 Tr., Kaisersäle, bei Pohl., 89. Bismarckstr. 86— 90, Krummestr. 23—29, Schillerstr. 35 bis 39, Sesenheimerstr. 7—14 und 31— 34. Wahll.: Sesenheimerstr. 11 bei Linde. 90. Kaiser-Friedrichstr. 68a, Schillerstr. 73— 84, Wilmersdorfer- straße 46. Wahll.: Schillerstr. 80 bei Erwin Rcinelt. 91. Goethepark, Kaiser-Friedrichstr. 64—68, WilmerÄdorfer» straße 47—54», Wahll.: Kaiser-Friedrichstr. 65 bei Bock. 02. Kaiser-Friedrichstr. 61B— 83, Pestalozzistr. 33—43, Mimer«. borferftr. 55—56. Wahll.: Turnhalle der Gemeindeschule XIII, Pestalozzistr. 40. S3. Goethestr. 34— 41 und 43— 45, Schillerstr. 85— 90, Sesen- hcimersts. 39— 42, Wilmersdorferstr. 122—127. Wahll.: Schillerstrahe 90 bei Reinhold König. l 94. Schillerstr. 91— 94s, Krummestr. 30—34, Sesenheimerftr. 5/6. Wahll.: Krummestr. 32 bei Heinrich Hansen. 95. Krummestr. 35—36, Goethestr. 31—33 und 46— 49, Sesenheimerftr. 1— 4 und 40— 41. Wahll.: Sesenheimerftr. 4 bei Herrn. Stolp. 96. Goethestr. 42— 50, Krummestr. 37— 40, Pestalozzistr. 25 bis 82, Wilalersdorferstr. 118— 121. Wahll.: Pestalozzistr. 25, Ecke Krummestr. 40, bei Sternat. 97. Kaiser-Friedrichstr. 58a— 61a, Kantstr. 62— 67, Pestalozzistrahe 64— 70. Wahll.: Kantstr. 105, Rest. Reinsberg. 98. Kantstr. 56b— 61, Pestalozzistr. 71—76, Wilmersdorferstrahe 57— 63. Wahll.: Kantstr. 60 bei Friedr. Wilhelm. 99. Kantstr. 56— 56a, Pestalozzistr. 77— 82, Wilmersdorfer. strahe 112—117. Wahll.: Pestalozzistr. 79 bei Otto Pohlers. 100. Kantstr. 52— 55, Krummestr. 41— 45, Pestalozzistr. 83 bis 84. Wahll.: Kantstr. 53 bei Heinrich Schmidt. 101. Kaiser-Friedrichstr. 55— 58, Kantstr. 101— 106, Stuttgarter Platz 6— 12 und 23— 25(Stadtbahnhof Charlottenburg). Wahll.: Stuttgarter Platz 11 bei Zhuhlmey. 102. Kantstr. 107— lila, Stuttgarter Platz 1— 5, Wilmers- dorferstrahe 64— 66a. Wahll.: Stuttgarter Platz 1 bei Dittmar. 103. Kantstr. 112— 117, Krummestr. 46— 49, Wilmersdorfer. strahe 108—111. Wahll.: Wilmersdorferstr. 108 bei Schroeter. 104. Kantstr. 48—51 und 118— 121, Krummestr. 50— 58, Pestalozzistr. 85— 87a, Weimarerstr. 16— 19. Wahll.: Kantstr. 51 bei Karl Quitt. 105. Kantstr. 39—47 und 122— 130a. Leibnizstr. 69—71, Pesta- lozzistr. 88, Weimarerstr. 17— 18 und 27— 29. Wahll.: Weimarer Strahe 19 bei Otto Gränzig. 106. Leibnizstr. 72— 76, Pestalozzistr. 17— 19 und 88a— 92. Wahll.: Turnhalle der Gemeindeschule I, Pestalozzistr. 89/90. 107. Goethestr. 56— 64, Leibnizstr. 77— 81, Pestalozzistr. 20 bis 24, Weimarerstr. 30— 33, Karl-August-Platz. Wahll.: Goethe» strahe 59 bei Adolf Marschall. 108. Goethestr. 18—25, Leibnizstr. 82— 91, Schillerstr. 102— 107, Weimarerstr. 8— 10 und 34— 42. Wahll.: Leibnizstr. 87 bei Max Lehmann. 109. Goethestr. 26— 30, Krummestr. 60—65(59 nicht vor- Händen), Schillerstr. 94b— 98, Weimarerstr. 11—15. Wahll.: Schillerstr. 94 bei Haustein. 110. Vismarckstr. 91— 104, Krummestr. 66— 72, Leibnizstr. 92 bis 97, Schillerstr. 20— 34a und 97— 101, Weimarerstr. 1— 7 und 43— 50. Wahll.: Turnhalle des Realgymnasiums, Schiller- strahe 27/32. III. Berlinerstr. 143—149, Vismarckstr. 16—22, Leibnizstr. 93 bis 110, Wallstr. 100—105. Wahll.: Wallstr. 102 bei Volkmann. 112. Berlinerstr. 133—142, Wallstr. 1—10 und 05—99. Wahl!.: Berlinerstr. 189 bei Schweitzer. 113. Berlinerstr. 130—132, Krummestr. 81a— 93, Wallstr. 11 bis 19, und 91—94. Wahll.: Wallstr. 96 bei Büttner. 114. Bismarckstr. 23— 33, Krummestr. 73—81, Wallstr. 84— 90. Wahll.: Wallstr. 87 bei Ullrich. 115. Berlinerstr. 112—129, Krummestr. 1—9, Spreestr. 30— 48. Wahll.: Berlinerstr. 118 bei Klemme. 116. Bismarckstr. 34— 37, Krummestr. 10— 22, Sesenheimer Strahe 15—22, Spreestr. 27— 35, Wallstr. 20— 27 und 75— 83. Wahll.: Wallstr. 75, Fortbildungsschule. 117. Berlinerstr. 150—168, Leibnizstr. 1—11, Bismarckstr. 7 bis 15, Neue Grolmanstr. Wahll.: Leibnizstr. 3 bei Karl Goerke. 118. Berlinerstr. 169, Bismarckstr. 1—6 und 105— 116, Grolmanstr. 1— 6 und 69— 72, Hardenbergstr. 1— 3, Leibnizstr. 12— 17, Schillerstr. 1—19. Wahll.: Berlinerstr. 169 bei Brückner, 119. Goethestr. 5— 11, Grolmanstr. 59a— 61, Hardenbergstr 4/5, Knesebeckstr. 1—12, Schillerstr. 120-127. Wahll.: Schillerstr. 4 bei Musik. 120. Goethestr. 12— 13, Grolmanstr. 7— 13 und 62— 68, Schillerstr. 115— 119. Schlüterstr. 72 und 78. Wahll.: Grolman» strahe 68 bei Jacob Lindenau. 121. Goethestr. 14—15, Herderstr. 3 und 15, Schillerstr. III bis 114, Schlüterstr. 1— 9a und 73—77. Wahll.: Goethestr. 14 bei August Scherbarth. 122. Herderstr. 1— 6 und S— 14. Wahll.: Herderstr. 7 bei Wilhelm Aug. Rödel. 123. Goethestr. IQ— 17a,(Herderstr. 7, IZeibnUzstr. Ij8— 23, Schillerstr. 108— 110. Wahll.: Leibnizstr. 19 bei Frau Anna Knabe. 124. Goethestr. 65— 67a. Leibnizstr. 26—30. Pestalozzistr. 13 bis 16. Wahll.: Leibnizstr. 26 bei Fritz � Faust. 125. Goethestr. 68—73, Pestalozzistr. 9—12 und 97— Ä9a, Schlüterstr. 10—17. Wahll.: Schlüterstr. 13 bei Miericke. 126. Kantstr. 35— 38a, und 130b— 134, Leibnizstr. 31—38, Pestalozzzistr. 92a— 96, Wielandstr. Ii— 2 und 6— 8. Wahll.: Pestalozzistr. 92a, Eingang Leibnizstr.. bei Blanck. 127. Kantstr. 31—34 und 134a— 136, Schlüterstr. 18— 23. Wielandstr. 3—5 und 42— 50. Wahll.: Wielandstr. 4 bei Adolf Graffunder. 128. Goethestr. 74—77, Grolmanstr. 14— 17, Schlüterstr. 67 bis 71a. Wahll.: Schlüterstr. 65 bei Rau. 129. Bleibtreustr. 1, Grolmanstr. 18—20, Pestalozzistr. 1—8 und 101— 105. Wahll.: Grolmanstr. 20 bei Schilling. 130. Kantstr. 28— 30 und 137— 138, Pestalozzistr. 100, Schlüter» strahe 57—66. Wahll.: Pestalozzistr. 101 bei Müller. 131. Bleibtreustr. 2—7, Kantstr. 25—27 und 139—142. Wahll.: Bleibtreustr. 5a bei Szesnik. 132. Goethestr. 78— 83, Grolmanstr. 21— 22 und 49— 59, Knesebeckstr. 13— 23, Savignyplatz 6. Wahll.: Goethestr.?8, Ecke Grolmanstrahe, bei Prill. 133. Bleibtreustr. 49— 55, Grolmanstr. 23— 25, Kantstr. 22 bis 24 und 143— 145, Savignyplatz 7— 13. Wahll.: Bleibtreustr. 55, Ecke Pestalozzistrahe, bei Melchert. 134. Berlinerstr. 170— 172, Goethestr. 1— 4, Hardenbergstr 6 bis 11 und 34— 42, Knesebeckstr. 93— 100, Kurfürstenallee 37— 42 (zwischen Berlinerstrahe und Fasanenstrahe), Steinplatz 1. Wahll.: Hardenbergstr. 42, Restaurant Hippodrom, Jnh. Fritz Schroeder. 135. Goethestr. 84— 87a, Carmerstr. 1— 8 und 18— 19, Knesebeckstr. 82— 92, Savignyplatz 5, Steinplatz 2— 3, Uhlandstr. 1. Wahll.: Goethestr. 86 bei Vogel. 136. Carmerstr. 9— 17, Grolmanstr. 48, Kantstr. 17— 21 und 148— 150a, Savignyplatz 1— 4, Uhlandstr. 9— 15. Wahll.: Grolmanstrahe 48 bei Krebs. 137. Hardenbergstr. 12— 15 und 33, Fasanenstr. 1—13, Kant- strahe 13— 16 und 151— 154, Steinplatz 4, Uhlandstr. 2— 3 und 188—197, Stadtbahnbogen 561— 566. Wahll.: Hardenbergstr. 15 bei Hiller. 138. Bahnhof Zoologischer Garten. Fasanenstr. 81— 87, tardenbergstr. 16— 26 und 30— 32a, Joachimsthalerstr. 1— 4, antstr. 5— 12 und 154a— 157, Kurfürstenallee zwischen Fasanen- strahe und Stadtbahn, Stadtbahnbogen 544— 558 und 588—691, Wahll.: Kantstr. 12 bei Haupt(Gartensaal). 139. Dahlmannstrah«, Droysestrahe. GervinuSftrahe, Küftriner- strahe, Kurfürstendamm 79— 89, Mommsenstr. 30—44, Sybelstr. 10 bis 58, Roscherstrahe, Waitzstrahe, Wilmersdorferstr. 67— 84 und 107— 107a. Wahll.: Dahlmannstr. 33 bei Hildebrandt. 140. Giesebrechtstr. 1— 4 und 16— 22, Leibnizstr. 57— 68, Mommsenstr. 16— 29 und 45— 58, Niebuhrstr. 12— 68, Sybelstr. 1 bis 9, Wilmersdorferstr. 98— 106, Wahll.: Wilmersdorferstr. 106 bei Gajewski. 141, Clauseivitzstrahe, Giesebrechtstr. 5— 15, Kurfürstenbamm 56— 78 und 182— 185, Leibnizstr. 46— 59, Aetzenburgerstrahe. Nordseite zwischen Wielandstrahe und Weichbildgrenze, Mommsen- strahe 57—60, Olivaerplatz, Sybelstr. 59— 68, Wilmersdorferstr 85 bis 97, Wielandstr. 15—25. Wahll.: Mommsenstr. 57 bei Hirsch. 142. Leibnizstr. 39— 45, Mommsenstr. 10—15, Niebuhrstr. 6 bis 11 und 69— 74, Schlüterstr. 24— 30, Wielandstr. 9— 14 und 35 bis 41. Wahll.: Wielandstr. 40, Restaurant Krey. 143. Bleibtreustr. 8—17, Mommsenstr. 5— 9, Niebuhrstr. 1—5 und 75— 78, Schlüterstr. 48— 56a. Wahll.: Schlüterstr. 52 bei Körner. 144. Bleibtreustr. 41— 48a, Knesebeckstr. 24— 37, Mommsen- strahe 1— 4 und 69— 71, Kurfürstendamm 40— 44. Wahll.: Knesebeckstr. 25, Turnhalle der Kaiser-Friedrichschule. 145. Bleibtreustr. 18— 20 und 37—40, Kurfürstendamm 45 bis 55, Mommsenstr. 61— 68, Schlüterstr. 31— 36 und 44— 47, Wielandstr. 29— 34. WaUl.: Mommenstr. 63, Rest. S Pietz. 146. Bleibtreustr. 21— 36, Knesebeckstr. 38— 53, Kurfürstcndamm 186—202, Lietzenburgerstr. 12— 25, Schlüterstr. 37— 43, Wielandstrahe 26— 28, Wahll.: Schlüterstr, 41, Ecke Lietzenburgerstrahc ößi Steter. 147.'Knesebeckstr. 54—65, Kurfürstendamm 203—212, Lietzenburgerstr. 6— 11, Uhlandstr. 26—33 und 165— 175. Wahll.: Grolmanstr. 35 bei Cochi. 148. Fasanenstr. 22—31 und 67— 44, Kurfurstendamm 213 bis 220, Lietzenburgerstr. 3— 5, Meinekestr. 1—3 und 10— 11. Wahll.: Kurfürstendamm 26 bei Brandtner. 149. Meinekestr. 4—9 und 19—28. Wahll.: Meinekestr. 27 bei Langer. 150. Kurfürstendamm 221—226, Joachimsthalerstr. 10— LI, Lietzenburgerstr. 1—2, Meinekestr. 18 und 27. Wahll.: Meinekc- strahe 13 bei Rentner. 151. Grolmanstr. 30—37, Knesebeckstr. 66—81, Kurfürsten. dämm 33—39, Otto-Ludwigstr. Wahll.: Kurfürstendamm 32 bei Tesche. 152. Grolmanstr. 26— 29 und 38— 47, Kurfürstendamm 31— 82, Uhlandstr. 16—25 und 177—187, Wahll.: Grolmanstr. 44/45 bei Lange. 153. Fasanenstr. 14—21 und 75—80, JoachimStalerftr. 5— 9, Kantstr. 158—161, Kurfürstendamm 18—30. Wahll.: Fasanenstrahe 21 bei Gladis.. 154. Augusta-Viktoriaplatz, Hardenbergstr. 27—29, Joachims. thalerstr. 37—44, Kantstr. 1—4 und 162—169, Kurfürstendamm 10 bis 17 und 227— 237, Rankestr. 1— 6. Wahll.: Kurfürstendamm 237, „Kurfürstcnhof", bei Max Leutke. 155. Augsburgerstr. 44— 53, Joachimsthalerstr. 25— 36, Ranke. strahe 6— 16. Wahll.: Turnhalle der Gemeindeschule VII, Joachims- thalerstr. 31/32., 156. Augsburgerstr. 54— 65, EiSlebenerstr. 1— 10, Nürnberger- strahe 25—28, Rankestr, 23—26, Wahll.; Augsburgerstr. 38 bei Wilhelm GerdeS., 157, Augsburgerstr. 39— 43, Marburgerstr. 4—9, Rankestr. 27 bis 34. Wahll.: Rankestr. 31/32 bei August Kohn. 158. Marburgerstr. 1—3 und 16— 18, Nürbergerstr. 12— Rankestr. 35—36, Tauentzienstr. 13—16 und 17— 18a. W�ll.: Nürnbergerstr. 17 bei Herrn. Mikulle. 159. Augsburgerstr. 35— 38, Marburgerstr. 9a— 15 Nürnbergerstr. 18— 24a. Wahll.: Nürnbergerstr. 24 bei Gui�v Hütter. 160. Augsburgerstr. 26— 34, Nürnbergerstr. 49—«9, Passauer- strahe 1— Ha. Tauentzienstr. 19—20. Wahll.; Augsbirgerstr. 30/31 bei Hogrefe. 161. Ansbacherstr. 24— 31, Augsburgerstr.'3— 77, Geisbergstraße 15—17, Passauerstr. 22—32, Wahll.; Passauerstr. 29/30 bei Ernst Später. Heute Mittwoch, den 3. Juni, abends 9 Uhrs in Groß-BerBin. I, Landtagswahlkreis. Zülilke, Dennewitzstraße 13. 2. Landtagsvirahlkreis. Habels Brauerei, Bergmannstraße 5—7. 3m Landtagswahlkreis. Oewerkschaftsliaus, Engelufer 15. Oranmaim, Naunynstraße 27. Neue Arminhallen, Kommandantenstraße 58/59. 4. Landtagswahlkreis. Kllems, Hasenheide 13-15. 5. Landtagswahlkreis. Hanssonei, Kottbnser Straße 6. Tlranla, Wrangelstraße 9/10. {Südost, Waldemarstraße 75. L. und 7. Landtagswahlkreis. Elysium, Landsberger Allee 40/41. 8. Landtagswahlkreis. Schweizer-Gurten, Am Königstor. ITröhels Allerlei-Theater, Schönhauser Allee 148. Dräsels Testsäle, Neue Friedrichstraße 35. T. Landtagswahlkreis. Grotes an, Schönhauser Allee 130. 10. Landtagswahlkreis. Wilke, Brunnenstraße 188. II, Landtagswahlkreis. Kösllner Hof, Kösliner Straße 8. 12. Landtagswahlkreis. Hoablter Gesellschaftshans, WtckWötze 25 Charlottenburg. Volkshaus, Rosinenstraße 3. Rixdorf. Hoppe, Hermannstraße 48/49. Thiel, Bergstraße 151/152, Felsch, Knesebeckstraße 48/49. Feldschlößchen, Elsenstraße 75. Schöneberg. Bathans-ISäle, Meininger Straße 8. Resultat-V erkttndnngf. Zahlreiches SrCcbeimn erwarten Die 6inbmifer« - 162, NnSbacherstr. 18—28 Cn5 48, AugSburgerstr. 23—25, Passcmerstr. 83— 43, Tauentzienstr. 21—24, Wittenbergplatz 1. Wahl!.: AugSburgerstr. 25 bei gerb. Schulze. 163. AnSbacherstr. 32— 39, AugSburgerstr. 78 und 81, Bah- trutherstr. IS— 21, GeiSbergstr, 10—14, Wahll.: AugSburgerstr. 78 bei Schulze. 164. AnSbacherstr. 40— 47, AugSburgerstr. 18—22 und 79—80, Bayreutherstr. 9—15, Wittenbergplatz 2— 3a. Wahll.: Ansbacher- ftraße 47,„Patzenhofer", bei Schmidt. 165. Kurfürstendamm 238— 245, Kurfürstenstr. 97—100, Nürnbergerstratze 1—11, Tauentzienstr, 7b— 12b. Wahll.: Kurfürsten« dämm 244 bei Joh. Lewinskh. 166. AnSbacherstr. 4— 11, Kurfürstenstr. 101, Nürnberger« stratze 60— 69a, Tauentzienstr. 1— 7a. Wahll.: Tauentzienstr. 2 bei Fritz' Staar. 167. AnSbacherstr. 1—8 und 49—58, Bayreutherstr. 1—8, Kur« fürstenstr. 102—108, Wittrnbergplatz 4— 6, Wahll.: AnZbacher- stratze 55 bei Karl Fischer. 168. Kurfürstenstr. 109— 123, Bayreutherstr.41— 45, Cuther« stratze 1— 5 und 50— 53. Wahll.: Lutherstr. 11 bei Rudolf Fischer. 169. Bayreutherstr. 37— 40, Lutherstr. 6— 11 und 44— 49, Nettelbeckstr. 1— 13, Kleiststr. 19— 22. Wahll.: Kleiststr. 22, „Cafe Bristol", Jnh. A. Barton. 170. Courbierestr. 1— 9a, KleiMr. 7— 18, Nettelbeckstr. 14 bis 26. Wahll.: Nettelbeckstr. 14,„Zum Nettelbeck", bei Karl Sehdt- hold. 171. Bayreutherstr. 34—36, Kalckreuthstr. 1—3, Kleiststr. 23 bis 31, Lutherstr. 12— 15 und 38— 43, Wormserstr. 1—6. Wahll.: Lutherstr. 15 bei Carl Weinert. 172. AugSburgerstr. 3— 17 und 82—93, Bayreutherstr. 22—33, Kalckreuthstr. 4—5, Lutherstr. 16— 23 und 34—37, Wormserstr. 63 bis 13. Wahll.: AugSburgerstr. 17 bei Robert Bautz. 173. AugSburgerstr. 94— 98, GeiSbergstr. 1—9, Kalckreuthstr. 6 bis 11, Lutherstr. 27—33, Motzstr. 15—21. Wahll.: Motzstr. 15 „Cafe Luitpold", bei Birkenmeyer. 174. AugSburgerstr. 1— 2 und 99— 100, Kalckreuthstr. 12— 19, Kleiststr. 32—35, Eisenacherstr. 1— 8, Motzstr. 13— 14. Wahll.: Kleiststr. 32,„Kleist-Restaurant". bei Julius Bösel. 175. Ahorustr., Courbierestr. 10— 18, Kielganftr., Kleiststr. 1 bis 6, Kurfürstenstr. 124— 130 und 131— 137, Maaßenstr. 5— 9 und 26— 30, Maienstr., Motzstr. 1— 5, Nollendorfplatz 1 bis 2. Wahll.: Kleiststr. 41, 1 Tr.,„Nollendorf-Kasino", bei Otto Kiesel. 176. Eisenacherstr. 114—122, Kleiststr. 36—43, Motzstr. 6—12, Nollendorfplatz 3— 4. Wahll.: Nollendorfplatz 3, �Restaurant Rotes Haus", Jnh.: Peter Tenelsen. Soziales. Sturmlaus gegen Reform der Arbeiterverficherung. Der aus dem„Zentralblatt für das deutsche Baugelverbe' von UNS mitgeteilte, noch immer nicht offiziell bekanntgegebene Plan zur Reform der Arbeiterverficherung hat vielleicht das eine Gute, daß an den ungeheuerlichen Vorrechten der gemcinschädlich wirkenden Berufsgenofienschasten wenigstens etwa? gerüttelt werden soll. Das hat einen lebhaften Proteststurm auf feiten der Berufsgenossenschasten entfesselt. So hat die Sektion I der Nordöstlichen Baugewerksberufs- Genossenschaft am Freitag folgender Resolution zugestimmt: „Die heutige ordentliche Versammlung der Sektion I der Nordöstlichen Baugewerksberussgenossenschaft nimmt von der im „Zentralblatt für das Deutsche Baugewerbe" veröffentlichten, von der Reichsregierung beabsichtigten Reform der Arbeitervcrsicheruugs- gesetzgebung Kenntnis. Die Sektionsversammlung sieht in den geplanten Reformen eine Verkürzung wohlerworbener Rechte der Berufsgenossenschaften und eine völlig ungerechtfertigte Bevor- zugung der Arbeitnehmer auf Kosten der Arbeitgeber. Die SektionSversammlung beauftragt den Vorstand, mit allen ihm zu Gebote stehenden gesetzlichen Mitteln gegen derartige Absichten der Reichsregierung Stellung zu nehmen und seinerseits den Genossenschastsvorstand zu veranlaffen, in gleicher Weise vor- zugehen." In ähnlicher Weise nahm die Seeberufsgenossen- schaft am Montag Stellung in der ordentlichen GenoffenschastS- Versammlung dieser Berufsgenossenschaft. Der Vorsitzende C. B r 0 g- mann- Hamburg kam auf die Gerüchte zu sprechen, welche in der letzten Zeit über einen angeblich im Reichsamt deS Innern aus- gearbeiteten Gesetzentwurf über die Vereinheitlichung der Arbeiter- Versicherung laut geworden sind. Der Entwurf soll angeblich die Beseitigung des Rechts der Berufsgenossenschaften, die Renten selb- ständig festzusetzen, vorsehen. Unter lebhaftem Beifall der Ver- i'mmlung protestierte der Vorsitzende gegen ein« derartige be- lewqende Entrechtung der Seeberufsgenossenschaft und erklärte, daß die Vorstandsmitglieder, sollte eine derartige Bestimmung Gesetz werden, sämtlich ihre Ehrenämter niederlegen würden. Die Entrüstung der Berufsgenossenschaften ist sehr unangebracht. Wenn der Entwurf weiter nichts enthielte, als die endliche Zu- ziehung der Arbeiter zur ersten Instanz im llnfallverfahren, so wäre das zu begrüßen. Er enthält aber die völlige Beseitigung der Selbst- Verwaltung sowohl aus dem Gebiete der Kranken- wie der Unfall« Versicherung durch Setzung eines sogenannten„unparteiischen" Vor- sitzenden. Das ist der springende Punkt, gegen den Arbeitgeber und Arbeitnehmer mit vollstem Recht sich wenden. Die Arbeiter find bei der Aufstellung der Grundzüge ungehört geblieben und scheinen auch bei der Ausarbeitung von Einzelheiten völlig übergangen zu werden. So soll zum 11. Juni eine Reihe A e r z t e von der Richtung des mit hohem Gehalt dotierten Auffichtsratsvorsitzenden deS Abonnementsvereins für Berliner Dienstherrschaften. Dr. Mugdan, eine Einladung zu einer amtlichen Konferenz über die Regelung der Aerztefrage erhalten haben. Von einer Zuziehung der Arbeiter- organisationen und der Krankenkassenverwaltungen zu dieser Kon- ferenz ist uns dagegen nichts bekannt. Mittelständlerische Hätz gegen Sezialpolitil. Unter der Stichmarke„Die verfahrene Sozialpolitik' liest man im Organ„Der Detaillist", Düsseldorf: Au§ Berlin wird uns von hervorragender Stelle geschrieben: „Münchhausen fing einen Bären, indem er eine Wagendeichsel mit Honig bestrich. Das unvernünftige Tier leckte sich auf die Stange hinauf, bis der Jäger ihm hinterrücks einen Pflock vorschob, so daß eS kein Zurück mehr gab. Wir haben uns an der mit Phrasen der Humanität bestrichenen Deichsel der Sozialreform schon so weit hinausgeleckt, daß unsere Lage nicht mehr ohne Gefahr ist.... Zur Abwehr gibt es nur ein Mittel: den vereinten Druck der Bürgerschaft auf die Parteien, um sie zu zwingen, wieder mit ihr zu rechnen. Wir dürfen annehmen, daß uniere Staatsmänner wenigstens in dem einen Punkte klar genug sehen, daß die Sozial- reform auf ihrem jetzigen Wege einem Zusammenbruche entgegen- eilt. Aber die Regierung fürchtet die Parteien, und die Parteien fürchten das rührigere Element der Wählerschaft. Ein Großer unter uns hat zwar einmal gesagt:„Wir Deutschen fürchten Gott und sonst nichts auf der Welt I", aber auf unsere sozialpolitische Lage hat das wohl keinen Bezug. Erst wenn die Bürgerschaft zu einer achtunggebietenden Macht heranwächst, kann eS besser werden." Smgegangene Druckfcbrifteii. Die Organisation des Arbeitsnachweises in der Schweiz, von Jakob Lorenz. 4S Seiten. Baseler Volksblatt in Basel. Rechtsfragen des täglichen Lebens. Von Professor F. Bernhöst. 1. Hejt. Vom Finden. 1,20 M. Verlag: E. H. Moritz in Stuttgart. Wasserstands-Nachrichte« der LanbeSanslalt für Gewässerkunde, mitgeteilt vom Berliner Wetterbureau. st ff- bedeutet WuchS,— Fall,— st llnterpegel. WitterungSuberstcht vom S. Juni ISvS, morgen? 8 Uhr. Swwemde Hamburg Berlin Frants.a.M München Wien LS 1:£ §6 *3 a B— I 763 ND 764 ONO 762 N 763 SW 762 SW 763 O Setter Sheiter 2 halb bd. 2wolkenl 1 heiter 4 halb bd. t wölken! c— Ä II i» �«3 SttiUea LS l| 1£ «= C 3 e« Saparaada; 767 N Petersburg 758 NNO Scilly Werdern Paris 760 SSW 765 OSO 762 S oetter 2 wolkig 2 halb bd. t oedeckt 1 Nebel 2woIIcnl WS c- Ä£ 7 12 12 11 18 Baetterprognose für Mittwoch, de« S. Juni 1308. vorwiegend heiter, zunächst etwas frischer, später wieder heiß bei meist schwachen östitchen Winden; Gewitter nicht ausgeschlossen, sonst trocken. Berliner Wetterbureau. JANDORF&D ßpIttelrnarU belk Affianccafraetf Gfomc Frankfurt erstrasai Brunnenstrass« Koftbuser Damm , KOtamch, Dontuntag, Freitag, Sonnabend 4 Konfektions-Tage Verkauf xu aussergewöhnlich billigen Preisen, soweit Vorrat Blusen«, wervvwk««»»«im. m» 8pwro.Na,,tr«»."TTM-... �»95� Unterröcke 1.25' I Waschkostüme 12.50 Weisse Kleider 4.90� 7.50� 0.75 Weisse Kostümröcke......... 2.95, 5.50, 6.75, 7.75 W eisse Kinderkleider 6.50 Staubmäntel HS 4.95, 7.50, 10.75, 12.50, 15.50 Posten» 1700 hocheleganter gemusterter Bandgürtel Posten moderner Goldbrokatgürtel Goldgummigürtel ca. v cm breit, weiss oder firbij..... Stück mit Silberstickerei, ct. 6 cm breit, m. eleg. Schnallen bedeutend unter regulärem Wert Stück streng modern, mit neuen aparten Mustern bedruckt, ca. 6 cm breit, 85. 1.50 1.75 Verkmifsslslle fär Wümements-Marken der Brossen SerUnet T verantwortlicher Redakteur: Georg Davidsohn, Berlin. Für denJnseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Druck».Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co. Berlin~ Nr. 128. 25. Jahrgang. 4. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. 13 Mittwoch, 3. Juni 1908. VI. Generalversammlung des Verbandes der Deutschen Kandidaten spannen wollte, ba beriefen wir Gehilfen, nicht als müssen es auch ablehnen, uns heute schon auf alle Beschlüsse der Buchdrucker. Röln, 1. Juni 1908. Am 8. Verhandlungstage wird, nachdem eine dreizehngliedrige Kommission gewählt worden ist, in der Diskussion über die Neutralitätsfrage fortgefahren. Steinhardt Hamburg: Nerhäuser hat ausgeführt, daß die heutige Sozialdemokratie schädlich für die weitere Eniwidlung Der Arbeiter sei. Er hat seine Kritik in der allerschräfsten Form geführt, obwohl er weiß, daß ein großer Teil der Kollegen Sozialdemokraten sind. Rerhäuser fand in der Stuttgarter Resolution nur eine Kette, die die Bewegungsfreiheit der Gewerkschaften hindere. Aus Aeußerungen Viktor Adlers und Behrs in Oesterreich erkennt man, daß die Resolution wohl ins praktische Leben umgesetzt werden kann. Aber das ist ein falscher Standpunkt, wenn man wie Rerhäuser erklärt, sie stehe nur auf dem Papier. Bei unseren Beschlüssen müssen wir uns streng an ihren Wortlaut halten, wir müssen dasselbe auch bei den Beschlüssen der internationalen Kongresse tun. Wir sollen uns nicht allzu ängstlich bom politischen Leben fernhalten. Wenn die Generalversammlung erklärt, daß der Verband weiterhin der Generalfommission angeschlossen bleiben soll, und wenn Reghäuser sich ihren Beschlüssen nicht fügen will, dann muß er eben gehen. Der Redner geht dann in scharfer Weise gegen Rerhäuser vor und verlangt, daß er sich der Mehrheit zu fügen habe oder gehen müsse. 0 Von Engelbrecht Leipzig ist folgende Resolution eingegangen: " Der Verband der Deutschen Buchdrucker hält auch ferner hin fest an seinem prinzipiellen Standpunkt der gewerkschaft. lichen Neutralität, im gleichen Sinne an der Solidarität mit der allgemeinen Arbeiterschaft. Der Anschluß des Verbandes der Deutschen Buchdrucker an die Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands wird auch fernerhin für eine absolute Notwendigkeit erachtet." Krahl, Redakteur des Korrespondent": Seit 42 Jahren, so lange der Korrespondent neutral ist, wird er bekämpft. Stets werden neue Angriffspunkte gefunden, erst waren es unsere Unterstüßungseinrichtungen, dann die Tarifgemeinschaft und jetzt der Organisationsvertrag. Bei allen Schwierigkeiten ist der Korres spondent" der Prügelfnabe. Ueberall in Partei und Gewerkschaften finden wir Differenzen, nur daß sie bei uns mehr zum Ausdruck kommen. Die gewerkschaftliche Neutralität denkt sich jeder anders. Der eine faßt sie ganz eng auf, der andere versteht bars unter sozialdemokratische Betätigung. Es ist unmöglich, allen zu fünftigen Beschlüssen der internationalen und Gewerkschaftstongreffe zuzustimmen. Fülle verlangt mehr Sachlichkeit im torrespondent". Aber wie wird von den Parteiblättern über Rerhäuser hergezogen! Wir haben schon Schreiben bekommen, die unsere Sachlichkeit anerkannten, und die Artikel und Notizen des Korrespondent" werden eifrig von der Gewerkschafts- und Parteipresse benutzt. Unser Verhältnis zur Generalfommission und zur übrigen Arbeiterschaft ist doch nicht verschlechtert worden. Die Rebattion vertritt das Verbandssystem und die Beschlüsse der Generalbersammlungen unseres Verbandes. n Isanez Elberfeld: In Parteidrudereien herrscht teine Ausbeutung, wie Reghäuser behauptet; der Ertrag fließt in die Parteikasse und wird wieder für Arbeiter verwendet. 9 Mylau Leipzig: Die eigenartigen Verhältnisse in unserem Berufe müssen berücksichtigt werden. Reghäuser hat das beste gewollt, ich bedaure es aber, daß er noch nicht gegen die Chriftlichen Stellung genommen hat. Als man uns Buchdrucker bei der letzten Leipziger Reichstagswahl vor den Karren des nationalliberalen müssen wir auch auf das neue Vereinsgesetz Rücksicht nehmen. Wir Verbandsmitglieder, eine öffentliche Buchdruckerversammlung ein, Gewerkschaftskongresse festzulegen. Sie können vielleicht einmal für um uns dagegen zu wenden. Gin Weg zur politischen Betätigung die Mehrheit der Gewerkschaften von Nußen, den anderen aber von läßt sich also intmer finden. Schaden sein. Der Redakteur hat Ihre Wünsche gehört und er batteur Sitz und Stimme im Vorstand bekommt, damit Differen Kirchmayer. Augsburg: Es ist notwendig, daß der Re- wird sich noch dazu äußern. Rerhäuser erklärt, daß er voll und ganz auf dem Boden zen bermieden werden. Redner wendet sich gegen die statistischen Auf- der Leipziger Resolution stehe. Für ihn seien selbstverständlich alle nahmen in Gewerkschaftskreisen, die die Leser der Arbeiterpreffe Beschlüsse der Gewerkschaftskongresse maßgebend, sobald sie nicht ermitteln sollen. schädigend auf die Organisation einwirkten. Im übrigen schließe Dominé Frankfurt a. M.: Die linte Seite follte gegen die er sich den Ausführungen Döblins an. Andersdenkenden toleranter sein; wer eine andere Meinung hat, Die Berliner Resolution wird hierauf zurüdgezogen, die Leipwird in Versammlungen oft so geschuhriegelt, daß es fast an Terziger einstimmig angenommen. rorismus grenzt. Döblin berichtet hierauf von der Albrecht Berlin: verlangt, daß der Vorstand auch nach der linken Seite Neutralität übe. Das Verbandsorgan dürfe nicht zum Tummelplas politischer Leidenschaften werden. Rotte Berlin wünscht, daß die Kollegen mehr über die wirtschaftlichen Zusammenhänge aufgeflärt werden. Born Düsseldorf: Die Artikelferie hätte ganz gut im Tintenfasse bleiben können. Die Angriffe auf die Sozialdemokratie müssen unterbleiben; wenn das Zentrum ebenso behandelt worden wäre, dann hätten wohl viele Kollegen dem Verbande Valet gesagt. Baltus Bonn: Wir sind durch strengste Neutralität in Rheinland- Westfalen vorwärts gekommen und dürfen keinen anderen Weg gehen. N Ahlbrint- Duisburg: Jedes Winkelblättchen hat uns die Ausführungen Reghäusers um die Ohren geschlagen; man berefelt dadurch den Verbandsfunktionären, die Parteigenossen sind, die Verbandsarbeit. Reghäuser soll sich zuerst selbst einmal an die Neutralität halten, ehe er sie von anderen fordert. Knoblauch- Darmstadt: Dem Reichsverband gegenüber dürfen wir keine Neutralität üben. Wir müssen vor allen Dingen dafür sorgen, daß in religiösen Dingen strengste Neutralität geübt werde. Die Parteigenossen unter den Buchdruckern sollten mehr für die Partei wirken und sie für die politische Organisation zu gewinnen suchen. Ein Schlußantrag wird hierauf angenommen. Tätigkeit des Internationalen Buchdruckersekretariats, soweit nicht schon im„ Korrespondent" Bericht darüber gegeben wurde. Der jebige internationale Sekretär will zurücktreten; der Sit soll nunmehr nach Stuttgart verlegt werden. Die Generalverſammlung erklärt sich damit einverstanden. Dann teilt Döblin mit, daß die Sparten Versamlungen einberufen wollen, um gegen die eben erst gefaßten Beschlüsse zu protestieren. Mussial erklärt, daß die Vorsitzenden der Spartenvereinigungen ihre Aemter niederlegen wollen, weil sie brutalisiert worden seien. Die Generalversammlung erklärt, daß die Beschlüsse für alle bindend seien, die Berliner Gauber. waltung, daß sie alle Quertreibereien energisch zurüdweisen werde. Hierauf berichtet die Beschwerdekommission erklärt hierbei, daß man Leuten, die aus anderen Verbänden herbon ihren Verhandlungen. Ihren Anträgen wird zugestimmt. Döblin überkommen, gewiffe Konzessionen machen müsse, nicht aber Kollegen, die freiwillig aus dem Verbande austreten und dann wieder zurückkommen. Dann erstattet bie Statutenberatungskommission ihren Bericht. Folgende Beschlüsse faßte die Generalversammlung: § 1 bleibt unverändert. Die Korrespondent"-Redaktion wird nach Berlin verlegt, fie erhält Siz und Stimme im Vorstand. wird um einen zweiten Vorsitzenden, die Redaktion um einen britten Die Zahl der Beisiber wird auf sechs erhöht. Der Vorstand Redakteur vermehrt. Der Antrag wird abgelehnt. Bei einigen Punkten fam es noch zu leb Die Leipziger beantragten, einen Ausschuß zu bilden. hafteren Debatten, besonders bei der Korrespondent" angelegenheit. Man verspricht sich von der Verlegung der Redaktion und deren Anteilnahme an den Vorstandsgeschäften, daß die Differenzen beseitigt würden. Generalversammlung zu Ende geführt werden. Dienstag mittag werden die Beratungen der In seinen Schlußausführungen fagt Döblin: Es hat mich mit Freude erfüllt, daß ich sehen konnte, wie man bemüht war, in dieser Frage, der weit über unsern Verband hinaus Aufmertsamkeit geschenkt wird, die Einigkeit zu betonen. Von teiner Seite ist gegen die Taktik des Vorstandes Widerspruch erhoben worden. Wenn unsere Arbeit nicht immer anerkannt worden ist, so lag das daran, daß man die Ursachen unserer Maßnahmen nicht kannte. Auch die Kollegen von der äußersten Linfen" haben die Eigenart unseres Gewerbes gewürdigt. Graßmann hat gesagt, die Klaffengegenfäße würden immer schärfer und er wies auf den betannten Erlaß der Grubenherren hin. Es mag im allgemeinen richtig sein, daß der Gegensatz zwischen Unternehmern und Arbeitern immer größer wird, für unser Gewerbe trifft das aber doch nicht ganz zu. Durch unsere Erziehung haben wir in gewisser Beziehung auf die Unternehmer wirken fönnen. Gegensäße bestehen auch bei uns; aber wir haben es verstanden, sie nicht zu verschärfen. Es ist wahr, daß die gewerkschaftliche Tätigkeit nur ein Notbehelf if Aber bei uns hat schon die gegenseitige Vereinbarung genügt, wir brauchten teine gesetzliche Festlegung. Es ist von uns eine Erflärung darüber verlangt worden, ob wir Mitglieder der sozial demokratischen Partei seien. Diese Erklärung muß ich ablehnen. Ich bin gezwungen, meine persönliche Freiheit einzuschränken; was ich tue, das tue ich nicht für meine Person, sondern für die Organi fation. Wenn Reghäuser mir vorher gesagt hätte, er wollte seine Die Fackel. 254/55. Herausg.: St. Straus. 69 Heller. Berlag: Bien, Artikel schreiben, dann würde ich ihm aus tattischen Gründen abHintere Bollamtstr. 3. geraten haben. Warnen möchte ich vor der Abänderung des§ 1. Das literarische Echo. Halbmonatsschrift für Literaturfreunde. Man würde sagen, wir wollten nicht mehr neutral sein. Dann Herausg.: Dr. J. Ettlinger. Verlag: Egon Fleischel u. Co., Berlin W. 35. Sommer- Joppen Tausendfältige Auswahl aus verschiedensten guten Waschstoffen 6.-, 5.-, 4., 3., 2.50, 2.-, 1.75, 85 Pf. 糖 Redakteure wurden Reghäuser und Strahl wiedergewählt. Köln, 2. Juni 1908.( Privattelegramm des Vorwärts".) Als 3weiter Vorsitzender wurde Graßmann Effen. Eingegangene Druckfchriften. Amt. Berlag: Carl Heymann, Berlin W. 8. Neichs- Arbeitsblatt. Nr. 5. Herausgegeben vom taiferl. Statift. 0000000000000 Bilanz per 31.Dezember 1907 Attiva. Inventar nach Abschreibung bon 10 Proz. Ronto- Sorrent- Konto, Debitoren Raffa- Konto Kautions- Konto Waren- Konto. 4 2326,89. 624,92 129,09 50, 19,61 Summa 3150,51 9. Passiva. Darlehns- Konto. Anteil- Konto Reservefonds- Konto Gewinn- und Verlust Konto • 1899,-. .1108,18" 101,72 " 41,61" P Summa 3150,51 9. Die Mitgliederzahl betrug zu Anfang o 5000 con Reclams Univer sal- Bibliothek EIN JUBILÄUM das der regen Anteilnahme jedes Gebildeten und Bildungsbeflissenen sicher sein darf, feiert Reclams weltberühmte Universal- Bibliothek durch Ausgabe ihrer 5000. Nummer. Die Erreichung dieses Zieles ist ein literarisches und buchhändlerisches Ereignis, das zugleich als glänzender Beweis für den ernsten Wissensdrang und den hohen Kulturstand des deutschen Volkes gelten darf. Kein anderes Volk der Welt besitzt eine gleichwertige Büchersammlung, die so reichhaltig und so populär ist wie die UniversalBibliothek, deren rotgelbe 20- Pfennig- Bände ebensowohl im Fürstenschloß wie in der Bauernhütte, im Studierzimmer des Gelehrten wie im bescheidenen Heim des Fabrikarbeiters, im engeren Vaterlande wie im fernsten Ausland zu finden sind. Der große ethische Wert, den die Universal- Bibliothek in sich schließt, liegt nicht nur in dem Umstand, daß sie das Volk zur Freude an guter Lektüre erzieht, sondern auch, daß sie jedermann die Möglichkeit bietet, sich für wenig Geld eine eigene Bibliothek mit den besten Werken der Weltliteratur anzuschaffen, in der ihm liebgewordene Bücher stets, in frohen und ernsten Stunden, als treue Freunde zur Hand sind. Deshalb verdient auch die Universal- Bibliothek die tatkräftige Unterstützung jedes wahren Menschenfreundes. Die Verlagsbuchhandlung Philipp Reclam jun. in Leipzig versendet die neuesten Kataloge der Univ.- Bibl. an jedermann kostenfrei! Mortal Dr. Simmel einziges Spezial Flöhe Mittel gegen schnell u. sicher wirkend, zer stört radikal den Brutherd im Fußboden, so daß gänzlich jede Brut ausgetilgt wird. Man nehme nur ,, Mortal" mit Marte Tod u. Teufel" 99 in den Drogerien und bei Spezial- Arzt für Haut- und Harnleiden. dicht am Prinzenstr. 41, Moritzplatz, 10-2, 5-7. Sonntags 10-12, 2-4. Ausschneiden. Maschinenknopflöcher für Herren- und Damentonf. Wilh. Otto Reichel, Berlin 43, Eisenbahnstr. 4. I Krumnow, Prenzl. Allee 203, Laden. Lister- Jacketts Tausendfältige Auswahl in schönsten Lüster- Moden 15., 14., 13., 12., 10.-, 9., 8., 6., 5.-, 4-, Flanell- Anzüge Lüster- Anzüge Flanell- Hosen Loden- Hüte 3M M. Wasch- Anzüge Touristen- Joppen Schilflein.- Hosen Westen- Gürtel Rucksäcke Touristen- Hemden Sommer- Wäsche Pelerinen Herren- Pikee- Westen in den neues Dessins 225 Baer Sohn Spezialhaus grössten Massstabes Chaussee- Strasse 29-30 11 Brücken- Strasse 11 Gr. Frankfurter Str. 20. Der Haupt- Katalog No. 34( neneste Moden 1908) kostenlos und portofrei. 00000000000000000000000000000000000000000 0000000000000000 des Geschäftsjahres 19 Im Laufe des Geschäftsjahres traten ein. 2 Mitgliederzahl am Schluffe des Geschäftsjahres 21 20 Mit dem Schlusse des Geschäfts jahres scheiden aus: durch Auffündigung Mitgliederzahl bei Beginn des neuen Geschäftsjahres Die Mitgliederguthaben haben fich um 27,53 M. berinehrt. Die Haftsumme hat sich um 200 m. bermindert. Gesamthaftsumme 1050 M. Barbier- und Friseur- Genossenschaft „ Voran" Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Der Vorstand. Paul Liere. Otto Wermke. Julius Langner. 105/15 und GastwirtsKochkunst- Ausstellung veranstaltet vom Verband der Gast- u. Schankwirte für Berlin n. d. Prov. Brandenburg( E. V.) und dem Zweigverela Berlin des Internationalen Verbandes der Köche in Berlin, Nene Welt, Hasenheide 108-11 vom 25. Sept. bis 11 Oktober 1908 Ständiges Bureau: Berlin N. 54, Veteranenstrasse 8. Prospekte gratis und franko. Zentralverband der Lederarbeiter. Filiale I Berlin. Donnerstag, 4. Juni, abends 8 Uhr, bei Schmidt, Prinzen- Allee 33: Mitglieder- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Bericht der Delegierten von der Generalversammlung. 2. Diskussion. Verband der Maler, Lackierer, Anstreicher 3. Neuwahl der Mitglieder des Zentralborstandes. 4. Gauvorstandswahl. Melchiorstraße 28. 5. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. iſt Filiale Berlin. USW. Fernsprecher Amt IV Nr. 4787. Nathan Wand 129 Staliter Str. 129. Die schönsten Herren- Sommer- Paletots und Anzüge forpie speziell in neu Monats- Garderobe von Navalieren getragene Sachen, jaft neu, für jede Figur passend, speziell Bauch anzüge sind in großer Auswahl stets zu staunend billigen Preisen zu haben. In Unbetracht der wichtigen Tagesordnung ist pünktliches ſowie zahl Donnerstag, den 4. Juni, abends 8 Uhr, in„ Freyers Festsälen" Nathan Wand reiches Erschetten notwendig. 144/7 Der Vorstand. J. A.: F. Runge. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Schöneberg. ( Keller), Koppenstraße 29: Verband. Mitglieder- Versammlung. Donnerstag, 4. Juni, abends 81 Uhr, in den Neuen Rathausfälen, Meininger Straße 8: Mitglieder- Versammlung Tages Drdnung: 1. Berichterstattung vom Verbandstag in Stettin. 2. Berbandsangelegenheiten. In folgenden Lokalen werden Sonnabends in der Zeit von 8-10 Uhr Die Beiträge entgegengenommen: Neue Nathausfäle, Meiningerstr. 8; Brod, Bahnftr. 19, und im Luisenpark, Wilmersdorf, Wilhelmsane 112. 85/3 Die Ortsverwaltung. Bilanz der Möbelfabrik„ Hansa Eingetr. Gen. Aktiva. An Waren- Konto Materialien- Konto Werkzeug- Konto Maschinen- Konto am 31. Dezember 1907. 16 441,00 Ber Kreditoren- Konto. 3 362,35 Zages Ordnung: 1. Wahl des Delegierten zum Gewerkschaftstongreß in Hamburg. 2. Die diesjährige Lohnbewegung und deren Resultat für das Malergewerbe. 132/ 6* 3. Kündigung der mit dem 31. Dezember 1908 ablaufenden Tarife. Referent: Rollege A. Tobler, Hamburg. 129 Sfaliger Str. 129. Hochbahnstation Kottbuser Tor. Bitte aufHausnummer zu achten. teppdecken größte Auswahl, sehr preiswert, direkt in d. Fabrit Bernhard Strohmandel, allein 72 Wallstr.72, Berlin S. 14, ( zwischen Rok- n. Infelftr.), wo auch alte Steppdecken aufgearb. werd. Tage die Zahlabende aus. Nur Mitgliedsbuch legitimiert! Ohne dasselbe kein Zutritt! Wegen der Landtagswahl bleiben die Bureaus am 3. Juni geschlossen, auch fallen an diesem nur Die Ortsverwaltung. m. b. Hftg. Passiva. 19 103,95 12 387,34 300,00 100,00 kein Chlor 5 138,09 • 3 323,04 Genossenschafter- Ronto 11 226,95 Darlehns- Konto 19 3 635,05 " ㄢ Reservefonds- Konto Utensilien- Konto 1 069,95 Untoften- Konto. " 2 882,82 Reingewinn. 1 534,30 200,00 Staffa- Stonto Débitoren- Konto Kautions- Nonto M. 40 352,42 M. 40 352,42 Die Mitgliederzahl betrug 8, eingetreten 2, ausgetreten O. Mitglieders zahl am 31. Dezember 1907: 10. Betrag der Haftsumme 300 M. Das Geschäftsguthaben beträgt 300 m. Möbelfabrik ,, Hansa", Eingetr. Genossenschaft m. beschr. Haftung. Der Vorstand. 105/16 Tabakarbeiter- Genossenschaft Hamburg Jedes Wort 10 Pfennig. Das erste Wort( fettgedruckt) 20 Pfg. Stellengesuche und Schlafstellen- Anzeigen 5 Pfg.; das erste Wort ( fettgedruckt) 10 Pfg. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. 5,00 prachtvolle Betten, 9,00 Bauernbetten, nur Pfandleihe Andreasstraße 38. 852* Landbett, zwei Dedbetten, awei Kissen, zweischläfrig 18,00, große Paten 1,00. Aussteuer, Damaftbezüge Bfandleihe Andreasftraße 38. 8535+ Bauerndeckbett, Unterbett, zwei Stiffen 27,00, große Freischwinger Regulatoren 9,00. Pfandleihe Andreas Straße 38. Fahrgeld wird vergütet." Anzüge, Baletots nach Maß. Aus Ia Stoffreften, Monats und nicht abgeholte Sachen staunend billig. Maßschneiderei Boz, Brunnenstraße 3, eine Treppe, am Rosenthalertor. Steppdecken spottbillig, Fabrit Große Frankfurteritraße 60. 29935* Federbetten, Stand 11,00, große 16,00, Pfandleibhaus, Stüftrinerplay 7. Tischdecken spottbillig. 332* Pfaudleihhaus, Stüftrinerplaz 7, am Grünenweg. Verfallener Bjänder vertauf, spottbilliger Gardinenver taus, Bortierenverkauf, Wäscheverlauf, Dedenverlauf, Anzügeverkauf, Uhrenverfauf, Goldsachen, Silbersachen paffende Einsegnungsgeschente. 3318 Teppiche mit Farbfehlern spottbillig. Vorwärtsleser 5 Prozent Egtrarabatt. Thomas, Oranienstraße 160, Drantenplay. 7988 Pfandleihhaus Schönhauser Allee 110. Spottbilliger Verkauf verfallener Pfänder, Herrengarderobe, Gardinen, Aussteuerwäsche, Schmud fachen, Betten, Teppiche, Uhren. garantiert unschädlich kein reiben Modernes Waschmittel ers vollständig ungefährlich kein Waschbrett kein bürsten für jede Waschmethode passend alleinige Fabrikanten auch der weltbekannten Henkel's Bleich- Soda empfiehlt ihre anerkannt vorzüglichen Henkel& Co. Düsseldorf. Fabrikniederlage Vertr.: Udo Stangenberg, u. Tabak en Amt 4, 9460. Qualitätszigarren. Berlin SO., Köpnickerstr. 20.40 Verkaufstellon in Barlin und Vororton. Kleine Anzeigen Pfandlethhaus! Rigdorf, Berg ftraße 58. Soeben beendete Pfänder auttion! Spottbilligster Bettenverkauf! Wäscheverkauf! Alt und neu! Hochmoderne Sommerpaletots! Gehrod Damenanzüge Jadettanzüge! sachen! Gardinenverlauf! Stepp deden! Tischbeden! Portierenverkauf! Leppichverlauf! Wanduhren! Kaschen. uhren i Rettenverkauf! Schmud sachen! Nähmaschinen! Spottpreise! Steppdecken, volle Größe, CreKinderwagen, neu, abreisehalber jeden Preis. Egerzierftraße 25, III lints. + 66* Sportwagen mit Berded verkauft Hofmann, Hobrechtstraße 13.+16 Teppiche, 500 Brachtstüde, darunter wundervolle 14. Bimmerteppiche Gardinenrefte, Steppbeden, Blüschportieren, Tuchgardinen zu jedem Preise. Mauerhoff, Fabrikniederlage, Große Frankfurterstraße 9, parterre. tonne 3,00, Trítot 4,25, Similiseide Bernhardiner- Hunde, 2 Monate alt, 4,25, Bollatlas 5,50, Normalschlafbillig zu verkaufen. Karl Hoppe, deden 1,85, Sonderangebot. Teppich Thurneysserstraße 7, Laden.+66 haus Emil Lefèvre, Dranienstraße 158. Vollständiges Bett billigst ber Nähmaschinen. Bergüte bis 20,00 täuflich. Neff, Rigdorf, Pflüger wer Teilzahlung tauft oder nachweist. straße 55 I. 25026 Sämtliche Systeme. Bosttarte. Brauser, Frankfurter Allee 101, Laden. 2970 Leihhaus R. Eichelmann, Schöne berg, Sedanstraße 1, gegenüber Bahn hof. Stets billigster Verkauf von Bianos, Möbel usw. Herrengarderoben, Uhren, Goldsachen, 431* Gaskocherhaus!!! 8weilochgas. focher! 3,00, Ertragroße Gaspar focher! 2,00, Gasbügelapparat, Gas. plätteisen spottbillig! Gasbronzefronen! Gaszuglampen! 9,00. Wohlauer, Ballnertheaterstraße 32. 696* Geschäftsverkäufe. Mein seit sechs Jahren bestehendes, in Ober- Schöneweide( Hauptgeschäfts. straße) 860S* gelegenes Bigarrengeschäft beabsichtige ich frankheitshalber sofort oder später preiswert zu verkaufen. G. Horst, Ober- Schöneweide, Wilhelminenhofstraße 47. Restaurant, Inventarpreis, sofort zu verkaufen Fürstenstraße 2. 24926 Parteilokal anderer Unternehmen halber zu verkaufen Pantstraße 5. Raffeegeschäft, nachweislich gut gehend, sofort oder später verfäuflich Oberschöneweide, Siemensstraße 6. Restauration zu verkaufen. Bu erfragen bet Stechow, Anflamers 8035* ftraße 27. Brachtgrundstück, Biesdorf, billig, Grüneberg, Borhagenerstraße 32. Abfall und fehlerhafte Teppiche 3,25, 5,85, 6,65, 8,25, 9,85 usw. Große Frankfurterstraße 125, G. Weißenbergs Teppichhaus. +124 ANZEIGEN für die nächste Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 1 Uhr, für die Vororte bis 12 Uhr, in der Haupt- Expedition, Lindenstrasse 69, bis 5 Uhr angenommen. Laube mit Laubenland billig zu laufen gesucht. A. L., Boftamt 16. Jm Arbeitsmarkt durch Bücher, alte, Lerila und ganze besonderen Druck hervorgehobene Bibliotheken kauft Beher, Dranien Anzeigen koften 50 Pf. die Zeile. ftraße 138. 24806* Schreibmaschine, gebraucht, lauft fofort. Offerten B. 5130 Expedition Daube n. Co., Jeruſalemerftr. 53/54. Thale( Harz), Privatlogis 1 Mart, Krankenkassens Vertreter Küchenfachen, Hausrat, Würfel fachen billig. Borhagenerstraße 32, Seitenflügel IV. +55 Konkurrenzlos! Im Möbellaufhaus Stopeniderstraße 29, an der Köpenider Brüde, steben viele oh. nungseinrichtungen von 150 Mart an sowie einzelne Möbelgegenstände zum schleunigen Verkauf aus. Außerdem verliehen gewesene Wöbel weit unterm vorzügliche Betten, nahe am Bahn bei sehr hohen Bezügen gesucht. D. Bertilo 27,-, Ausziehtisch 15, hof. Hermann Gorges, Steinbruchs. unter R. 2032 D an Haafenftein u. Bettstellen mit Matraße 19,-, Baschweg 22a. 25066 Vogler A.-G., Berlin. 211/15 toiletten 20,-, elegante Taschensofas Vereinszimmer, zwei herrliche 44,-, Büfetts 100,-, englische Bett. Regelbahnen einige Tage fret, auch stellen mit Matraße und Reillissen 39-, für größere Berbände, Bahlstellen ge Herrenschreibtisch 28,-, moderne eignet. Liezmannstraße 26. üchen in allen Farbentōnen von 40,- an. Lagerung, Transport frei. 192/6 Sonntags geöffnet. Wert, darunter Kleiderspind 24, Fahrräder. 500 gebrauchte Fahrräder wegen Lagerüberfüllung 5, 10, 15, 20, 25, Sämtliche Marten und Syfteme, Brennaborräder, Dürkop Adlerfahrräder. Günstigste Gelegenheit räder, Opelfahrräder, Wandererräder, für Händler, Pfandleiher. Machnow, jezt Weinmeisterstraße 14. Herrenfahrrad, Damenfahrrad wie neu, 45,00. Holz, Blumen. straße 36 b. 212* Fahrräder, Grammophone, TeilVermietungen. Schaubudenplatz zu verpachten Marienfelder Gesellschaftshaus, Ma rienfelde, Berlinerstraße 114. Wohnungen. 8895 Achtung, Bäckerstreik! Die Differenzen zwischen dem Ber band der Bäder und Konditoren und dem mitunterzeichneten Bädermeister find zur beiderseitigen Zufriedenheit geregelt. H. Tschöke, Mstr., Roftoder. straße 40. D. Vertrauensm. d. Bäcker. Annahme- Stellen für„ Kleine Anzeigen". Zentrum: Billige Bohnungen, 1, 2 und Frih Zinke, Mauerstr. 89. 3 Stuben, mit und ohne Bad, reich. A. Hahnisch, Anguststr. 50. liches Nebengelaß. Mariendorf, BergWesten: straße 15. Näheres daselbst oder G. Schmidt, Kirchbachstr. 14 ( III 596). 267/ 15* Osten: Stube, Küche, neu borgerichtet, M. Mann, Petersburgerplat Gustav Vogel, Stoppenstr. 83. Nordosten: zahlungen, ohne Aufschlag, Roth- auch geteilt, Mainzerstraße 17, Dften.. engels, Rüdersdorferstr. 3. ringerstraße 40. Zimmer. Baltonzimmer( Schlafftelle), 18,00, separat, Urbanstraße 65, rechter Border 17956 aufgang II lints. Arbeitsmarkt. 2. Zucht, Immanueltirchstr. 12 J. Neul, Barnimitr. 42. Norden: H. Naschke, Aderstr. 36. F. Trapp, Stettinerstr. 10. Karl Mars, Lychenerstr. 123. Karl Weiße, Nazarethkirchstr. 49. 2. Dechaud, Ruheplatstr. 24. . Vogel, Lorgingstr. 37. Nordwesten: Karl Anders, Salzwedelerstr. 8. W. Schrolle, Gopkowskystr. 29. Südwesten: 6748* +74 Fahrräder, Zeilzahlungen. Inva Deftillation, Partei- Lokal, größerer lidenstraße 20 Staligerstraße 40. 320st* Angeschmunte und zurüdgefekte Unternehmungen halber zu verkaufen Gardinen mit 15 Prozent Rabatt.* Geschäftsdreirad, äußerst stabil, Wolgasterstraße 11. +74 50,00. ol, Blumenstraße 36b. Tüllbettdecken 1,95, 2,35, 2,85, Kolonialhandlung, Lilor, 700 3,65, 4,50 us. Große Frankfurter Mart mit Ware( Todesfall), guter neu, dringend umständehalber, jeden Herrenfahrrad, hochelegant, faft straße 125. 8055 Nebenermerb. Schöneberg, Gothen Preis. Bassertorstraße 44, I rechts. Teppiche!( feblerbafte) in allen straße 16. +43 Steppdecken in allen Farben, 3,85, Größen für die Hälfte des Wertes 3000 Fahrräder, Riesenauswahl Schlafstellen. 8069* Parteilokal zu verkaufen. Großes tm Teppichlager Brünn, Hadeicher 4,85, 6,25, 7,85 usw. nagelneuer Garantieräder 45-60,00, Matft 4, Bahnhof Börje. 264/ 11* Möblierte Schlafstelle für zwei Plüsch und Tuchtischbeden mit verschiedene fleine Bimmer, regel- lager. Laufschläuche 1,75. Gebrauchte mieten Noftizstraße 52 IV lints. Bereins zimmer, 120 Personen faffend, 10 Jahre Garantie, Doppelgloden- Herren, sauber und billig, zu ber-. Tiek, Invalidenstr. 124. Bekanntmachung! Spottbilligste fleinen Stickfehlern 1,65, 1,95, 2,65, mäßige Versammlungen. Zu erfragen Fahrräder billigst, Laufdecken 2,25, Einkaufsquede! Berlin, Umgegend 3,50, 4,85 usw. E. Weißenbergs in der Spedition des Vorwärts", Große Frankfurter Auguftstraße 50, Eingang Joachimauch Einzelverfauf. Meridian Stahlfowie auswärtige Stäufer finden die Teppichhaus, 807+ ftraße. straße 125. werke, Ritterstraße 94. 191/ 2* reichhaltigste Warenauswahl zu extrabilligen Verkaufspreisen im PfandHerrenfahrrad, nagelneues( GaMonatsgarderobenhaus. Hoch- Glänzende Eristenz, 500 Prozent rantieschein), frankheitshalber, Spottleibhause Hermannplay 6. Staunend elegante Monatspaletots, einzelne Berdienst, durch Ausschant billige hochfeine Herrenanzüge! Som Hosen, sehr preiswert nur Andreas- Mineralwasser und Limonaden mit preis. Ererzierstraße 25, III links. merpaletots! Herrenhosen! Passende straße 54. 7025 dem neueft. Selbst- Mineralwasser und Herrenfahrrad, neues, Schulden- Stellengesuche. Festgeschente! Uhrenverkauf! Ketten eigene Kohlensäure erzeugenden Aus- ersak, spottbillig, Neue SchönhauserBlinder Stuhlflechter bittet um verfauj! Ringeverkauf! Schmud Monatsgarderobenhaus. Ele+ 66* Arbeit. Stühle werden abgeholt und sachen! Pfänderverkauf! Nähma- gante Monatsanzüge in allen Preis: hantapparat. Ueberall aufzustellen. straße ia, II. Erforderlich nur 1-200 Mart. Herrenfahrrad, Damenfahrrad, zurüidgeliefert. A. Gläser, Mulad schinen! Brautbetten! Vermietungs- lagen nur Andreasstraße 54. 7015 Näheres nur auf ausführliche Offerten wie neu 45,00. Mitschte, Pant- ftraße 27. bett! Bettstücke Aussteuerwäsche! 1 Monatsanzüge und Sommer. unter D. F. 7746 an Rudolf Mosse, straße 24 C. + 66* Steppdecken! Teppichverkauf! Plüschpaletots von 5 Mart fowie hojen Berlin SW. 19. fischdecken! Extrabilige Raufgelegen von 1.50, Gebrodanzüge von 12,00, heit: Pfandleibhaus Hermannplak 6. Frads von 2,50, fowie für forpulente Pumpenwolff, Aterstraße 81, hat Figuren. Neue Garderobe zu staunend 800 Abessinier eigenhändig aufgestellt. billigen Preisen, aus Pfandleihen Pumpen von 8,00. bis 100,00, ge- berfallene Sachen tauft man am brauchte 5,00. Gartensprißen, Leiherb billigsten bei Nag, Muladftrage 14. bohrer umsonst. + 74* Gastronen, Petroleumtronen ohne Anzahlung, Woche 1,00. Louis Böttcher ( selbst): Borhagenerstraße 32( Bahn verbindung Barschauerstraße), Neinidendorferstraße 116, Schönhauser Littauer Nähmaschinen ohne An zahlung, wöchentlich 1,00, gebrauchte pottbillig, Wienerstraße 1-6, ar schauerstraße 67. 25035 bon 135/ 16* Möbel. Möbelverkauf! Durch günstigen erbeten. Verschiedenes. Stellenangebote. H. Werner, Gneisenaustr. 72. H. Schröder, Hagelbergerstr. 27. Süden: St. Frih, Prinzenstr. 31.1 F. Gutschmidt, Kottbuser Damm 8 Südosten: Paul Böhm, Lausiber Platz 14/15. 1468b. Horsch, Engel- Ufer 15. 25006 Charlottenburg: G. Scharnberg, Sesenheimerstr. 1. Friedrichsberg: Tüchtigen Schrifthauer und Stein O. Seifel, Stronprinzenstr. 50. met wünscht Christiansen, ReinidenRixdorf: dorf- West, Berlinerstraße 22. 268/4 M. Heinrich, Redarstr. 7. Gintaut felten billig, auch Teilzahlung. Patentanwalt Bessel, Gitschiner Suche fofort einen Chirurgie- Conrad, Hermannstr. 50. Besichtigung Staftaniens ftraße 94a. 2555 Mechaniter für Orthopädie einen Rummelsburg: Allee 58. 4065* Lernt die Muttersprache beherrschen! dito für Schleifereien. P. Hartwig, A. Nosenkranz, Alt- Borhagen 56. Abreisewegen prachtvolle Metall- Erfolgreichen, leicht faßlichen Unterricht Johannisstraße 22. Schöneberg: betten, Kinderbettstelle, hochaparte in Wort und Schrift der deutschen Geldschranklackieret, in allen Wilh.Bäumler, Martin Lutherstr. 51. Kinderwagen sofort spottbillig Rappold, Sprache erteilt Damen und Herren Arbeiten dieser Branche durchaus Weißensee: Paletots, Monatsanzüge, wenig Ritterstraße 90. 887*( feparat) auch abends ein tüchtiger perfett, fann unter Angabe seiner R. Fuhrmann, Sedanstr. 105. getragene, von 5 Mart an, große Paneelplüschsofa, funkelnagelneu, und gewissenhafter Privatlehrer. Die bisherigen Tätigkeit und Lohn Jul. Schillert, König- Chaussee 39a. Aller 80, Potsdamerstraße 81, Riguswahl für jede Figur, auch neue entzüdendschön, rote, grüne, Brivat- Stunde fostet eine Mart. Eine Unter- ansprüchen seine Adresse unter Chiffre Reinickendorf: dorf, Kaiser Friedrichstraße 247. elegante Garderobe aus erfter Be- not 40,00, Privatmöbel, Atleider richtsstunde wöchentlich genügt Ge H. 3 bei dieser Zeitung niederlegen. P. Gurich, Grünerweg 46. Steppdecken, Similifeide 5,85 Mart augsquelle, 20 Prozent billiger wie spinde, Wäschespinde 20,00, Muschel- fällige Angebote sind unter G. 4 an Junges Mädchen zu zwei Kindern Treptow: 245/2 Borwärtsleser 5 Prozent Extrarabatt. im Laden, direkt vom Schneider betten 32,00, Schreibtisch, Bilder, Expedition des„ Borwärts zu richten.( 6 und 8 Jahre) in fleinen Haushalt N. Gramenz, Kiesbolzstr. 412. Thomas, Dranienstraße 160, Dranien meister Paul Fürstenzelt, nur Rojen. Regulatoruhr, Spiegel. Schlegel- Kunststopferei von Frau Kolosty, verlangt. Frau Swienty, Schöneberg, play. 7998* thalerstraße 10. 268/ 5* ftraße 31, Borderhaus, Ersterstod. Schlachtensee, Kurstraße 8, III. Sedanstraße 57, III. 8839* Verantwortlicher Redakteur: Georg Davidsohn, Berlin, Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW.