Nr. 141. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pranumerando Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 M., wöchentlich 28 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. Bost. Abonnement: 1,10 Mark pro Monat. Gingetragen in die Post- Beitungs Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Bostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemart, Solland, Italien, Luxemburg, Bortugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 25. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel geile oder deren Raum 50 ẞfg., für bolitische und gewerkschaftliche Vereins und Bersammlungs- Anzeigen 30 Pfg. ,, Kleine Anzeigen", das erste( fett. gedruckte) Wort 20 Big., jedes weitere Wort 10 Bfg. Etellengesuche und Schlaf stellen- Anzeigen das erste Wort 10 Pig., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 1hr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adresse: ., Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Von der kapitaliſtiſchen Preffe. Vor einiger Zeit stürzte sich ein Teil der bürgerlichen Presse in die Unkosten moralischer Entrüstung über eine angeblich in der Vorwärts"-Druckerei gepflogene Schmiergelderwirtschaft. Vor Gericht sind die Behauptungen, Genosse Fischer habe sich Provisionen zahlen lassen, bekanntlich kläglich in sich zusammengebrochen. Daß die betreffenden Blätter diese verleumderischen Behauptungen überhaupt aufzustellen wagten, ist weiter nicht verwunderlich, da ja der Reichslügenverband und seine Taktik sich nicht nur der Protektion Bülows, sondern des Wohlwollens der gesamten Blockparteien erfreuen. Insofern freilich var die Verleumdungsfampagne gegen den Genossen Fischer ein starkes Stüd, als sich die Geschäftsgepflogenheiten bürgerlicher Blätter weit eher zu moralischen Betrachtungen verwerten lassen! Wir wollen heute das interessante Rapitel., Sapital und Presse" nicht eingehender kritisieren, sondern nur einige fleine Beiträge dazu liefern, die ja dem Kenner der fapitalistischen Korruption der bürgerlichen Presse durchaus nichts Neues sagen, die aber immerhin in Gestalt neuester Belege beweisen, wie innig sich bei kapitalistischen Blättern Politik und Geschäft miteinander verschmelzen. Hier die Aftenstücke M. Dumont- Schauberg. Kölnische Zeitung. Köln, den 6. Mai 1908. Die unter Teilnahme Ihrer geschätzten Firma von Mai bis Oftober d. J. in Berlin stattfindende Deutsche Schiffbau- Ausstellung Berlin 1908 beginnt schon die Aufmerksamkeit weitester Kreise auf sich zu Lenken. Bestimmt, nach riesenhaften, ideellen wie materiellen Gr folgen, den Ruf des deutschen Schiffbaues immer weiter über die ganze Welt zu verbreiten, steht zu erwarten, daß diese Ausstellung einen gewaltigen Zuzug von Besuchern aus allen Welt. teilen hervorrufen und dadurch den beteiligten Schiffswerften und den verwandten Industrien günstige Verkaufsergebnisse bringen wird. Die Vorbedingung für einen ansehnlichen Erfolg Ihres Unternehmens wird freilich darin zu suchen sein, daß es Ihnen bei der überwältigenden Fülle des Gebotenen gelingt, die Interessenten auf Ihre ausgestellten Fabrikate recht= zeitig in geeigneter Weise aufmerksam zu machen. dasteht. Freitag, den 19. Juni 1908. Frik Blum, Schriftsteller. Berichterstatter für Ausstellungen. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Mr. 1984. Berlin N.W. 87, 2. 6. 08. Moch ein freifinniges Schelmenitückchen! Wullenweberstraße 6 I. Ueber die soeben eröffnete Deutsche Schiffbau- Ausstellung, als die bekannten Tatsachen der im Wahlkampfe verübter Ein freisinniges Schelmenstück, das fast noch schäbiger ist, Berlin, bringe ich demnächst in der Vossischen Zeitung einige Artikel, um Fachwelt und Laien mit den Darbietungen freisinnigen Verrätereien an den liberalen Prinzipien und den der ausstellenden Firmen näher bekannt zu machen. Ich erbiete Dort hat der Kandidat der freisinnigen Volkspartei Dr. Duus ganz Wahlrecht wird aus Flensburg- Apenrade berichtet mich demgemäß, auch die Ausstellung Ihrer werten Firma in werten Firma zu fördern. diese Veröffentlichung einzubeziehen, und stelle Ihnen hierdurch unverhofft einen Sieg davongetragen, den er sich nach dem Ausfal ein gutes Mittel zur Verfügung, um die Interessen Ihrer der Urwahlen sicherlich selbst nicht hatte träumen lassen. Bei den Urwahlen waren nämlich nur 85 freisinnige Wahlmänner gegenüber 126 tonservativen und 117 nationalliberalen Wahlmännern gewählt worden, während die Sozialdemokratie 61 Wahlmänner durchgebracht hatte. Es hätte also aller Voraussicht nach zu einer Stich wahl zwischen Konservativen und tommen müssen. Aber cs der Wahl Verblüffende, daß bei der 206 timmen gleich im ersten Wahlgange uni der freisinnige Kandidat mit gewählt wurde! Dies Wunder war dadurch zustande gekommen, daß die Konservativen freiwillig aus der Stichwahl ausgeschieden waren und für den freisinnigen Volksparteiler gestimmt hatten! Diesem Rücktritt der konservativen Agrarier lag aber nichts weniger als Selbstlosigkeit zugrunde, sondern ein schamloses Schachergeschäft mit dem Freisinn! Der Artikel wird sachlich und vornehm abgefaßt. Als Honorar für die Aufgabe in der Voffischen Zeitung und für meine Arbeit berechne ich 1,25 M. für die Druckzeile. Die Uebernahme des Berichtes in andere Zeitungen wird durch einen Vermerk, an dem Artikel ausdrücklich gestattet und angeregt. Ich bitte Sic, mir Ihre etwaigen besonderen Wünsche für Nationalliberalen den Text mit der zu belegenden Zeilenzahl gefälligst mitteilen geschah das Verblüffende, zu wollen. Der Entwurf würde Ihnen vor dem Drucke zugehen. gez. Frizz Blum. Ich bin auch gern bereit, Ste zur Rücksprache zu besuchen. Berliner Neueste Nachrichten. P. P. Berlin SW. 11, im Juni 1908. Königgrägerstraße 40/42 Die Deutsche Schiffbau- Ausstellung Berlin 1909, auf der Ihr gesch. Unternehmen, wie wir erfahren haben, auch vcr= treten ist, hat für die ausschließlich nationalgesinnten Leser unseres Blattes sicher großes Interesse. Die Berliner Neueste Nachrichten", welche in Berlin und über das ganze Deutsche Reich stark und allgemein verbreitet fino, erfreuen sich auf Gri ihrer Haltung speziell in den Kreisen der Großindustriellen und des Handels, sowie bei den Staats- und Kommunalbehörden ganz besonderer Wertschäßung. Unsere Redaktion hat es vorgesehen, über die Ausstellung der einzelnen Firmen je nach Maßgabe zu berichten. Dadurch wird die Wirksamkeit der im Inseratenteil veröffentlichten Anfündigungen wesentlich erhöht und es tann hiernach nur äußerst vorteilhaft für Sie sein, wenn Sie sich, bei Ihren Insertionen auch der B. N. N." bedienen würden. Wir stehen mit Probesätzen und Kostenanschlägen bereitwilligst zur Verfügung und sehen Ihrer gesch. Rüdäußerung gern entgegen. Hochachtungsvol Berliner Neueste Nachrichten Anzeigen- Abteilung. Das kann im modernen Getriebe nur durch eine umfassende und aufschenerregende Zeitungsreklame geschehen. Wenn es galt, die. Aufmerksamkeit weitester Kreise auf irgendein bedeutendes Unternehmen zu lenfen, so haben sich Da ist als erstes Blatt die Stölnische Zeitung", das die großen Industriellen Deutschlands und auch des Auslandes führende Organ des Nationalliberalismus! dazu in erster Linie stets der Kölnischen Zeitung bedient, deren Die Expedition dieses Blattes drängt sich als holde AnimierWerbetraft in den wirtschaftlich hervorragenden Kreisen des maid an die kapitalfräftigen Firmen, die auf der SchiffbauHandels, der Industrie und des Unternehmertums unerreicht ausstellung ausgestellt haben, heran und schildert in der beWir erlauben uns deshalb, Sie heute zur Beteiligung an stechendsten Weise die Vorteile eines möglichst teuren Juferats. Wir erlauben uns deshalb, Sie heute zur Beteiligung an einer gemeinsam erfolgsicheren Propaganda in der Kölnischen Eine Anspielung auf tertliche Reklame ist in dem Zirkular Zeitung ergebenst einzuladen. Unter einer geschmackvollen, her nicht enthalten. Aber vielleicht glaubt doch mancher Industrielle, borstechenden Titelzeile werden die Anzeigen für den genannten daß er durch ein möglichst teures Inserat auch eine Zweck besonders gruppiert und dadurch aus der großen Masse bessere Note im redaktionellen Teile erlangen könnte. der übrigen Inserate wirksam herausgehoben. Daß es sehr gefällige Schriftsteller gibt, beweisen Der beigefügte Plan gibt Ihnen Aufschluß über die Größe der einzelnen ja die Offerten der Herren Dieffe und Blum. Herr Dieffe verheißt, gegen eine angemessene Propagandagebühr Felder. mit seinem Referat für das Zentralblatt der Technischen Verwaltung" auch eine geschäftliche Empfehlung der eine folche Propagandagebühr leistenden Firma zu verbinden. Er will dabei auch gern von den ihm gelieferten Notizen und Anhaltspunkten Gebrauch machen! Ein äußerst liebenswürdiges Angebot! Es sind 10 Insertionen in Aussicht genommen, die auf die Dauer der Ausstellung zweckmäßig verteilt werden. Die Gebühren für diese 10 Insertionen betragen: für Feld' A B " " " C " D netto M. 328.437." " " " 656." 875." Bir glauben annehmen zu sollen, daß auch Sie den großen Wert der beabsichtigten Werbeanzeige in der Kölnischen Zeitung nicht unterschätzen werden und sehen Ihrem eventuellen Auftrage gern entgegen. Hochachtungsvoll Die Expedition der Kölnischen Zeitung. Berlin N. 37, den 4. Juni 1908. Chorinerstr. 11. " 16. ant Ueber diesen Schacher wird der„ Kieler Zeitung" aus Flensburg gemeldet: am Die Führer der Angelnschen Agrarier waren mit dem Vorstande des hiesigen freisinnigen Vereins in Unterhandlungen getreten und hatten einen schriftlichen Vertrag abgeschlossen, wonach die Agrarier sich verpflichteten, heutigen Tage im ersten Wahlgange für den für den freis sinnigen Kandidaten Dr. Duus einzutreten, falls die Freifinnigen fich bereit erklärten, bei der nächsten Reichstagswahl dem ländlichen Kandidaten ihre Stimme zu geben. Dieser Patt ist zwischen Freis sinnigen und Agrariern abgeschlossen und heute zur Geltung gekommen, ihm verdauft Dr. Duus feine Wahl." Selbst die„ Kieler Zeitung", die seit jeher im freisinnigen Lager sehr weit rechts gestanden hat, vermag dies unglaubliche Abkommen nicht zu billigen. Das„ Berliner Tageblatt" vollends bemerkt dazu: " Ist es wahr, daß der Freisinnige Verein einen solchen Vertrag abgeschlossen hat? Ist dieser Vertrag mit 3 ujt i m mung der freisinnigen Parteileitung vereinbart worden? Und wenn die freisinnige Parteileitung behaupten sollte, von dem Flensburger Handel nichts gewußt zu haben, ist sie bereit, das Verhalten des Flensburger Vereins zu mißbilligen, seine, Abmachungen als ungültig und als einen Verstoß gegen die freisinnigen Grundfäße zu bezeichnen? Auf diese Frage gehört cine flipp und flare Antwort, wenn die freisinnige Volkspartei nicht den Iegten Rest von Reputation im Lande ver. lieren sol I. Die Flensburger Abmachung wäre um so standalöser, als bisher die Agrarier in Apenrade- Flensburg überhaupt keine Rolle bei den Reichstagswahlen gespielt haben. An der Spize standen bei den Wahlen im Jahre 1907 die Nationalliberalen mit fast 7000 Stimmen, dann kam der Sozialdemokrat mit mehr als 6000 Stimmen, dann der Freisinnige mit fast 5000 Stimmen, und auch dann kam der agrarisch- antisemitische Stan didat mit etwas über 2000 Stimmen noch immer nicht, sondern vor ihm rangiert noch der dänische Kandidat mit mehr als 3000 Stimmen. Die agrarische Partei, die in diesem Wahlkreise bisher überhaupt nichts zu sagen hatte, mit freisinniger Unterstüßung in die Höhe bringen zu wollen, das ist so töricht und fo illiberal zugleich, daß man immer wieder zweifeln muß, ob wirklich die freisinnige Voltspartei ein so unglaubliches Versprechen gegeben haben kann." Der Kampf um die Hochschulen. DesDas Berliner Tageblatt" meint dann freilich gleich, daß bei Gott und dem Freisinn kein Ding unmöglich sei, und Herr Blum ist nicht minder liebenswürdig. Er will in daß ja die Agrarier längst unter Umgehung der Nationalliberalen mit dem Freifinn angebandelt hätten. der Vossischen Zeitung" einige Artikel veröffentlichen. halb wird es schon mit dem Flensburger Fall seine Er berechnet für seine Arbeiten 1,25 M. pro Zeile. Dies Richtigkeit haben! Der Freisinn hat ja bei der Reichstagsniedliche Zeilenhonorar soll aber nicht die Zeitung, sondern Richtigkeit haben! Der Freisinn hat ja bei der Reichstagssollen die preiswert herausgestrichenen Firmen zahlen! Eine konservativen Brotwucherern so viele Mandate zugeschanzt. wahl 1907 und bei der verflossenen Landtagswahl den Offerte, die neben dem Gebahren des Herrn Blum auch die daß er auch diese neueste Volks- und Wahl. geschäftlichen Praktiken der Vossischen Bossischen Zeitung" eigentümlich beleuchtet. Offenbar handelt es sich wiederum rechtsberräterei mit seinem„ freisinnigen Gewissen" um Artikel, die Herr Blum als Inserat in der„ Vossischen vereinbaren wird! Zeitung" erscheinen lassen will. Diese Inserate sehen aber für den Laien einem unter redaktioneller Verantwortung beröffentlichten Artikel zum Verwechseln Aus meiner Feder erscheint demnächst über die Deutsche ähnlich! Herr Blum selbst bezeichnet seine ReklameSchiffbau- Ausstellung ein Referat in dem Zentralblatt der In den Kampf um die Freiheit und das Recht der Hochschulen, Technischen Verwaltung". Organ für die Behörden des Eisen- Inserate ja denn auch als„ Artikel"! Die Strone fezen diesem sagen wir einmal, a merider sich aus der Affäre des Innsbrucker Professors entwickelte, und kanischen" Geschäftsgebahren die„ Berliner mun alle Gemüter gefangen nimmt, hat sich nun auch der Kaiser Mit diesem Referat will ich eine geschäftliche Empfehlung Neuesten Nachrichten" auf. Da wird den Firmen hineingemischt. Während sich der Kaiser Franz Josef soust auf der beteiligten Firmen verbinden und bin bereit, gegen eine mitgeteilt, daß die Redaktion des Blattes je nach Maß die in Desterreich zu einer gewissen Berühmtheit gekommene Propagandagebühr von... Mart auch Ihre Arbeiten ein„ Es war sehr schön, es hat mich gehender zu beschreiben. Falls Sie damit einverstanden sind, gabe" über die Ausstellung der einzelnen Firmen zu berichten Bemerkung beschränkt: Bei bitte ich um eine möglichst umgehende Antwort nebst einigen beabsichtige. Dadurch werde die Wirksamkeit der Inserate sehr gefreut!", hat er diesmal das Gegenteil gesagt. „ Einweihung" einer Kinderschutzstation, an der die beNotizen oder Anhaltspunkten, von deren Veröffentlichung Sie wesentlich erhöht. Sollte nicht bei derartig zum Inserieren ber Aufgeforderten sehr leicht die Meinung entstehen können, daß teiligten Würdenträger teilnahmen, schrie er gestern den an sich einen besonderen geschäftlichen Vorteil versprechen. es von der Größe des Inseratenauftrages abhänge, inwieweit wesenden Unterrichtsminister mit den Worten an: Machen Sie Hochachtungsvoll die einzelnen Firmen in ihren redaktionellen Besprechungen einmal diesem Skandal ein Ende! Ihre Rettoren Mag Dieffe, Schriftsteller und Redakteur. Berücksichtigung erfahren? gez. Diefte. bahn-, Schiffbau- und Elektrizitätswesens.. Sapital und Presse! Aus Wien wird uns vom 17. Juni geschrieben: sind eine nette Gesellschaft!" Die anivesenden christlich sozialen Minister überbrachten die kaiserliche Kritik brühwarm ihrem Barteiblatt und so weiß heute Desterreich, wie fein Kaiser den «amvi um me sreiyen oer Formung uno oas Leyrrecht der Universität bewertet. Welche Folgen die kaiserliche Kritik haben wird, läßt sich von vornherein nicht ermessen. Eigentlich müßte zu allererst der Unterrichtsminister demissionieren, der mit der„netten Gesellschaft" drei Tage konferiert hat und deren Kundgebungen mit ihm vereinbart worden sind. Aber da daS KoalitionLkabinett entschlossen ist, unter allen Umständen in Amt und Würden zu bleiben und diese Entschlossenheit nun der gesamte In- halt seines Regierens geworden ist, so wird der Unterrichtsminister, den, es persönlich an Freisinn und Würde nicht mangelt, der aber von dem Großmeister der Skrupellosigkeit, dem Ministerpräsidenten Beck, in aller Form gefangen gehalten wird, den„kaiserlichen" Rüffel wohl einstecken müssen. Vielleicht wird die feinsinnige Aeußerung des jubilierenden Kaisers nur ein Beitrag zum— Re- gierungsjubiläum bleiben. Denn jener„Skandal" ist als eine bewußte und tatkräftige Wehr gegen die Umklammerung durch den verderbenden KlerikalismuS eine sehr erfreuliche Erscheinung. Wie noch in Erinnerung, besteht die Affäre Wahrmund, ans der er stammt, darin, daß dieser Professor, der an der Jnnsbrucker Universität Kirchenrecht lehrt, in einer Versammlung einen Vortrag über die päpstliche Enzyklika gegen die Modernisten hielt, welchen Vortrag er dann als Broschüre erscheinen ließ. Ob- wohl weder der Vortrag noch das Schriftchen mit der Lehrtätigkeit des Professors das geringste zu tun haben, erhoben die Klerikalen einen Ricsenlärm und forderten zum mindesten die Entlastung des Professors, der es gewagt hatte, in einem populären Vortrag das Dogma von der Jungfräulichkeit Marias zu bezweifeln. Es ist auch richtig: mit einem solchen Ketzer hätte man früher keine Geschichten gemacht und vor ein paar Jahren wäre er einfach auf kaltem Wege erwürgt worden. Aber die Wahlreform, die dem Klerikalismus so große parlamentarische Macht verschaffte, hat auch die Gegenkräfte emporgebracht, vor allem die Sozialdemokratie, bei der die Freiheit des wissenschaftlichen Forschens in sicherer Hut ist. Obwohl nur gezwungen und halbschlächtig. mußten die deutschbürgerlichen Parteien, die auf das freisinnige Programm gewählt sind, unter ihrem Drucke das Lehrrecht de? Profestors zu ihrer Sache machen; und wenngleich eS gelungen ist, die Broschüre durch das berüchtigte objektive Verfahren — Konfiskation und Verbot— zu uitterdrücken: eine Maßregelung des tapferen Professors ist ausgeschlossen— nicht eigentlich, trotzdem sie die Klerikalen begehren, vielleicht mehr, weil sie sie fordern. Wohl wurde durch die Nachgiebigkeit des Jnnsbrucker Professorenkollegiums Wahrmund daran verhindert, in diesem Sommersemester zu lesen, und wahrscheinlich wird der formale Streit durch ein echt öfter» reichisches 5tompromiß aufgelöst werden: daß nämlich Wahrmund eine Berufung an die Grazer oder an die Prager Universität, die dem inneren Range nach höher stehen, erhält und so von Innsbruck entfernt wird, aber das Wesentliche des Kampfes liegt natürlich nicht in der Person, liegt in der Sache. Und die ist, daß die Macht des KlerikalismuS, obgleich sie, wie der kaiserliche Anwurf zeigt, an dem bigotten Hofe einen so mächtigen Verbündeten besitzt, ihre bestimmte Grenze hat. und über diese Grenze, ohne die Unvermeidlichkeit der Niederlage, .nicht greifen darf. Daß man Wahrmund daran gehindert hat, in Innsbruck zu lesen, was übrigens nur durch die kompliziertesten Listen möglich war, hat ausschließlich in den taktischen Bedürfnissen der Koalitionsregierung seinen Grund. Aber angezündet werden die Scheiterhaufen nach dem Willen der Klerikalen nimmer; und daß die Ergebnisse der wissenschaftlichen Forschung ihren Religionsbetrieb stören, wird niemals mehr zu einer Unterdrückung oder Vergewaltigung des wissenschaftlichen �Forschens führen. Wenn das feige Bürgertum versagen sollte, so werden die Arbeiter die Wissenschaft vor den Anschlägen der Feinde zu schützen wissen. Tapfer haben sich in dem Krieg die Studenten gehalten, und man merkt, daß der sozialistische Einschlag in der Studenten- schast dabei kräftig mitgewirkt hat..Ihnen ist es zu verdanken. daß der Feigheit der Jnnsbrucker Professoren, die daS Lehrrecht ihres Kollegen dem politischen Bedürfinsse der Regierung zuerst aufopfern wollten, ein Riegel vorgeschoben wurde und daß die Rektoren aller Hochschulen gezwungen wurden, in dem Kampfe mitzufechten. Als der Unterrichtsminister den Professor Wahrmund auch den bescheidenen Rest seiner Lehrtätigkeit, die Abhaltung des Seminars. verkümmern wollte, traten sie in den Generalstreik, der zur Sistierung deS gesamten österreichischen Univerfitätsbetriebes geführt hat. Ob der Streik fortgesetzt oder beendigt werden soll, ist nun die Frage. Der Unterrichts- minister hat einfach eine Konferenz von sämtlichen Rektoren zu- sgmmenberufen, die an die Studenten eine Kundgebung gerichtet haben. loorin sie, unter der bestimmtesten Versicherung, daß die Lehrfreiheit der llniversitätsprofessoren„in vollem Untfang aller Orte unbedingt respek- tiert werden wird", die Studenten auffordern, den Streik aufzugeben. Aber die entflammten jungen Leute scheuen auch den Schein der Nach- giebigkeit; und es ist gar nicht ausgeschlossen, daß der Streik trotz aller diplomatischen Beschwichtigungen und Ermahnungen fortgesetzt und ausgekämpft werden wird. Von dem Marasmus, dem die so- genannten freiheitlichen Parteien des Bürgertums in Oesterreich sichtlich eittgegenwanken. sticht der lebendige Mut ihrer Jugend wohl- tuend ab. Die Bäume des Klerikalismus werden auch in Oesterreich nicht in den Himmel wachsen. ••* Wien, 18. Juni. Abg. Adler interpellierte im Abgeordneten- hause namens der Sozialdemokraten den Unterrichtsminister wegen der Kaiserworte über die Rektoren und fragte, ob diese Raiscrworte ans einer Information de? Ministers beruhen oder auf - Informationen von einer Seite, die dazu nicht berufen und dem Parlament nicht verantwortlich sei und welche Schritte getan seien, um den schlecht informierten Kaiser besser zu informieren und der Studentenschast wie den Rektoren für die Aeußerung die nötige Genugtuung zu verschaffen. polfrifcbe Clcbcrlicbt. Berlin, den 18. Juni 1983. Zusammentritt des preußischen Landtags. Der Minister des Innern v. M o l t k e macht im„Reichsanzeiger" im Anschluß an die gestern veröffentlichte„aller- höchste" Verordnung bekannt, daß die Eröffnung der Tagung des Landtags am 26. Juni vormittags 11 Uhr in gemeinschaftlicher Sitzung beider Häuser im Sitzungssaale des Abgeordnetenhauses stattfinden'werde.— Die Rechte und die Wahlreform. Die„Deutsche Tageszeitung" erklärt aberntals an leitender Stelle, daß das Agrariertum nicht dulden werde, daß eine Aenderung des Wahlrechts erfolge. Das Dreiklasseuwahlrccht, wie es gegenwärtig bestehe, sichere den Deutschkonservativen die Mehr- heit gegenüber Liberalen. Polen uitd Sozialdemokraten. Nicht nur auf dein Lande, sondern auch m einer Reihe teilweise oder ganz städtischer Wahlkreise ermögliche nur daS Dreiklassenwahl- r eck) t den Sieg des Konservativen. Aber auch die Beseitigung des öffentlichen Wahlrechts wird W» dem Agrarierblatt auf das lebhafteste bekämpft. Die öffentliche Stimmabgabe sei„sittlich die wertvollere Form der politi- schon Betätigung." „Die geheime Abstünmung hat ein Ueberzengungs- und geivissensloses Mitläufertum begünstigt; in einer gewissen „SimplizisfimuS-Stimmung" haben große Mengen der Wähler in den Isolierzellen einen roten Stimmzettel belchriebe». Diesen Elementen, die in Wirklichkeit von der Unsinnigkert der Sozialdemokratie meist ebenso überzeugt sind wie wir. muß das G e w i s s en dahin geschärft werden, daß die Parlamentswahl keine Gelegenheit einer Verärgerung oder einer Augenblicks- laune Raum zu geben seil« darf, sondern daß sie eine höchst ernste und verantio ortungsvolle Angelegen- heit für jeden Einzelnen ist. Und auch ganz allgemein wird der Wähler ernstlicher mit sich zu Rate gehen und sein Ge- wissen schärfer prüfen, wenn er bei dem Wahlakte vor aller Welt offen Zeugnis ablege» muß. Eine solche ernste und gewissenhafte Behandlung des Wahlrechts aber entspricht ebensosehr nicht nur der Würde deS staatlichen Lebens, sondern auch den besten Eigenschaften des germanischen Charakters, wie die H e i m l i ch k e i t bei der Ausübung des wichtigsten politischen Volksrechtes ihnen widerstreite t." So töricht dieses Gerede ist, das nur den behördlichen und privaten Terrorismus der Junkerklasse be- schönige u soll, es beweist jedenfalls das eine. daß sich die Junker mit aller Wuchi einer Wahlreform ent- gegen stemmen werden!— Ter Strafvollzugs-Skandal von Allenstein hat sein Ende gefunden. Der Appell an die Oeffentlichkeit in Sachen des Genossen M a r ck w a l d hat genützt. Aus Königs- b.erg wird uns vom 17. Juni gemeldet, daß dem Genossen Marckioald seit Montag, den lö. Juni, die Selbst- beschäftigung gewährt worden ist. Nach einer gleichzeitigen Meldung der„N. Pol. Korresp." hat der Justizministcr auf Grund der Zeitungsincldungen den zu- ständigen Oberstaatsanwalt telegraphtfch aufgefordert, die Be- schäftigung Marckwalds mit Netzestricken sofort einstellen zu lassen. Zugleich soll dem Minister über den etwaigen in den Zeitungen ebenfalls erwähnten Antrag des Verurteilten auf Selbst« beköjtigung, gegen die der Justizminister keine Be- denken haben lvürde, umgehend berichtet werden. Der Justizminister hat also auf Grund der Zeitungsmcldungen telegraphi>ch eingegriffen. DaS ist ein in der preußischen Bureau- kratte, für die fönst außerhalb der Akten außerhalb der Welt ist und die im allgemeinen mit prätentiöser Nichtachtung auf die un- zuverlässigen Meldungen der Gazetten herabzusehen beliebt, sofern diese Meldungen ihr unbequem sind, ein ganz außer- gewöhnlicher Vorgang. Man darf daraus schließen, daß dem Minister die Ausdeckung deS Skandals. der aufreizende Vergleich zwischen der Behandlung Markwalds und der des Grafen Lynar sehr unangenehm gewesen ist. Er hat offenbar empfunden. daß sich das Versahren des OberstaatSanlvalts vor der Oeffentlichkeit absolut nicht rechtfertigen läßt. Das ist für einen preußischen Minister mehr, als man bisher gewohnt war. Denn in Preußen verstehen sich viele in Kulturstaaten selbst- verständliche Dinge noch lange nicht von selbst. Die Maßnahme deS Ministers darf deshalb mit einer gewissen Genugtuung verzeichnet werden. Im übrigen wollen wir nicht unterlassen festzustellen, daß mit der Gewährung der Selbstbeschäftigung für Marckwald lediglich dem Gesetz Genüge geschehen ist.— Der badische Nationalliberalismus sagt sich: milk dies sine linea. Jeder Tag bringt uns zum Verrat an den liberalen Grundsätzen. Am Dienstag wurde in der Zweiten badifchen Kammer das Psarr dotation'sgesetz jAufbefferung gering besoldeter Pfarrer der anerkannten christlichen Konfessionen mit etwa 700 000 Mark) vorgelegt, das im Jahre 187S als einmalige Aushilfe gedacht war und seither vom Liberalismus stets immer wieder verleugnet worden ist. Die National« liberalen wandten sich diesmal nur gegen den Antrag deS Zentrums, der auck) noch eine Erhöhung der Zulagen verlangte. Den prinzipiellen Standpunkt der Trennung von Kirche und Staas vertrat der sozialdemokratische Abgeordnete Süßkind und der De- mokrat Dr. Heimburger, welch letzterer vom Block nur die fünf demokratischen Stimmen mit den unserigen gegen diese Beutel» schneiderei des Klerus herüberbrachte. Die mit der„Religion" den Staat rettenden Ultramontanen, Nationalliberalen und Äonser- vativen lagen sich brüderlich in den Armen! Oesterreich. Der Stndentenstreik. Wien. 18. Juni. Der Studeutenstreik beginnt abzuflauen und dürfte, nachdem Professor Wahrmund freiwillig auf seine Lehrtätigkeit in Innsbruck verzichtet und die ihm angebotene Professur an der P r a g e r Universität angenommen hat und sich bereits in den nächsten Tagen nach Prag begeben wird, morgen oder spätestens Montag beendet sein. Frankreich. Die Trennung der Kirche vom Staat. Paris, 13. Juni. Der Vertreter des kirchlichen Sequesters hat die Pariser Pfarrer ersucht, ihm anzugeben, wann er von den sequestrierten Geldern und Schriftstücken der ehe- maligen Kirchenfabriken Besitz ergreifen könne. Da die Pfarrer entsprechend den ihnen vom Papste erteilten Weisungen sich allen Maßnahmen der staatlichen Behörden gegenüber völlig passiv verhallen, wird befürchtet, daß die beabsichtigte Besttzergreisung zu neuen Zwistigkeiten und Schwierigkeiten Anlaß geben wird.— ßelcjieT». Gegen die Kongovorlage. Brüssel, 18. Juni. In der Kammer legte der Sozialist D e st r ö dar, daß die letzten Kammerwahlen den Beweis gebracht hätten, daß die Regierung nicht mehr die notwendige Autorität besitze, um die wichtige Kongodebatte zu einem befriedigenden Abschluß zu führen. Er bringe einen Antrag in diesem Sinne ein. Derselbe wurde mit 50 gegen 42 Stimmen abgelehnt. Testre forderte darauf in einem neuen Antrag Aufschluß über die genauen Absichten der Engländer und die Pläne der Regierung. Er schlage vor, die Debatte zu vertagen und frage, ob der im Graubuch und Weißbuch enthaltene Brief vom 24. April die letzte Korrespondenz bilde, was vom Minister des Aeußern be- jaht wurde. Nach längerer ungeregelter Debatte wurde der Antrag Testre fallen gelassen zugunsten eines ähnlichen Antrages Neujean auf Vertagung der Debatte, der mit 63 gegen 53 Stimmen abqelehn wurde, Darauf wurde die Sitzung geschlossen. Italien. Jourualistenstreik? Rom, 18. Juni. Deputiertenkammer. AlS in der heutigen Sitzung die Abgeordneten Barzilai und Santini über eine persönliche Angelegenheit Erklärungen austauschten, machte sich auf der I o ti r n a l i st e n t r i b ü n c Unruhe bemerkbar. Santini rief hierauf den Journalisten ein Schimpfwort zu. Die Journalisten erwiderten darauf ebenfalls mit heftigen Worten. Der Präsident forderte die Vertreter der Presse auf. die Verhandlungen nicht zu stören� aber der Lärm hörte nicht auf. Der Präsident ordnete die Räumung der Tribüne an und hob die Sitzung unter großer Erregung auf. Nach Wiederaufnahme der Sitzung sprach der Präsident unter lebhaftem Beifäll sein B e- dauern über den Zwischenfall aus. Die Jonrnälisten, die auf die Tribüne zurückgekehrt waren» verließen sie wieder, da Santini die Beleidigung nicht zurückgenommen hatte. Die Sitzung wurde fortgesetzt, ohne daß die Vertreter der Presse anwesend waren. Sie haben beschlossen, dem Abgeordneten Santini ihre Zeugen zu schicken. B.ul!1ancl. Die koiiftitntiouelle Lüge. Der Finaitzminifter K o k o w z e w hat"bekanntlich kürzlich der Duma den Hohn ins Gesicht geschleudert: Gott sei Dank, noch haben wir k e i n e K o n st t t u t i o n. Er hat sich beeilt, diese Worte zu beweisen, indem er unter Nichtachtung der verfassungsmäßigen Bestimmungen die AuSgabe von 163 Millionen Schatzscheinen an- ordnete. Eine Interpellation beantwortete er mit neuem Hohn und erklärte einfach, VaS gesetzliche Recht stünde auf seiner Seite. Die Duma aber, der diesmal die Opposition nicht allerhöchst angeordnet war, sprang über den Stock und nahm folgende Tagesordnung an: „Nach den Erklärungen des Finanzministers hofft die Duma. daß der Minister in Zukunft sich bei seinen Handlungen genau an den Sinn der Gesetze halten und daß jede Emission nur mit 'Genehmigung der legislativen Institutionen erfolgen wird. Hierauf b'e w i l l i g i e die Duma den Etat des Staatskreditsystems mit den von der Budgetkommiision beantragten Aenderungen, nach denen die oben erwähnten 163 Millionen in den Etat eingestellt werden." Also die Duma stellt zunächst fest, daß die Verfassung verletzt ist und gibt dann durch Bewilligung des Etatpostens dazu ihren Segen. Man sieht alsv, Herr Kokowzew hat recht und Rußland wirklich keine Konstitution.— Amerika. Die Arbeiter und die Wahlen. Die Ausarbeitung des Wahlprogramms, das der in Chicago versammelte Konvent der republikanischen Partes an- nehmen soll, ist diesmal schmieriger als sonst. Die Schwierig- leiten entstehen aus dem Erwachen des Klassenbewußtseins der Arbeiter. Die unermüdliche Tätigkeit unserer energischen amerikanischen Genossen beginnt ihre Früchte zu tragen. Andererseits find eS die Feinde der Arbeiter, die die Notwendigkeit einer unabhängigen Arbeiterpartei bewiesen haben. Ebenso wie in England haben die gewcrkschaftsfeindlichcn Entscheidungen der amerikanischen Bundesgerichtc, die den Boykott unmöglich machen und die Existenz der Gewerkschaften selbst bedrohen, die Arbeiter zum Kampf gerufen. Und selbst ein so durchaus in bürger- lichen Anschauungen befangener Mann wie es Samuel G o m p e r s, der Führer der amerikanischen Gewerkschaften ist, mutz den Republikanern, seinen politischen Freunden, Opposition machen. Die Republikaner möchten gern mit einer Scheinkonzcssion davonkommen. Sie wollen erklären, für eine Einschränkung der Befugnis der Bundcsgerichte ent- zutreten, wonach diese bei Streiks und Boykotts vollstreckbare Verfügungen zuungunsten der Arbeiter erlassen dürfen. GomPerS mutz natürlich mehr fordern. Er verlangt v ö l l i g e A u f h c b u n g des Verfügungsrechts der Gerichte und ausdrückliche Anerkennung des Rechts der Arbeiter- schast, durch organisierte Anstrengung ihre Lage zu verbessern, ohne datz dieser Zusammenschlutz als„ungesetzmätzige Vereinigung zur Beschränkung von Hckbdel und Gewerbe" erklärt werden darf. Außerdem fordertstündige Arbeitszeit in neun Tarifen für 261 Betriebe mit 1735 Arbeitern, eine zehnstündige Arbeitszeit in drei Tarisen für 29 Betriebe mit 137 Arbeitern. Für die überwiegende Mehrheit der im Tarifverhältnis Stehende» gilt also die 9 bezw. O'/zstiindige Arbeitszeit. Die in den Tarifen festgelegten Mindestlöhne' betragen für Junggesellen 33— 47c/g Pf.. für Hilfsmonteure 40—55 Pf., für Monteure 38—70 Pf. pro Stunde. Ueberstunden werden mit Zuschlägen von 20—50 Proz., Sonntags- und Nachtarbeit mit einem solchen von 40—60 Proz. vergütet. In der Diskussion nahm die Besprechung örtlicher Verhältnisse im Beruf einen breiten Raum ein. Mehrere Redner legten dar, daß die Unternehmer bestrebt sind, verschiedene Klassen von Monteuren, Hilfsmonteuren und Helfern aufzustellen und diese nach verschiedenen Sätzen zu entlohnen. Demgegenüber ging die übereinstimmende Meinung der Konferenz dahin, daß diese von den Unternehmern in ihrem Interesse eingeführten Klassifizierungen einen tatsächlichen Grund nicht haben, mair dürfe im Arbeitsverhältnis nur Moirteure und Helfer kennen. Wo in Akkord gearbeitet wird, müsse der Ucberschuß zwischen Monteuren und Helfern, ihren Löhnen entsprechend, verteilt werden.— Hinsichtlich der Frage des Einheitstarifs für Deutschland war mau der Ansicht, daß ein solcher gewiß wünschenswert, zurzeitaber wegen der gegenwärtigen Organisationsverhältnisse noch nicht durchführbar sei. Mit der Zeit werde man sicher zu einem Einheitstarif kommen, um so mehr, als auch die Unternehmer ein Interesse daran zu haben scheinen.— Das Ergebnis der eingehenden Diskussion ist zusammen« gefaßt in mehreren Nesoltitionen, die einstinnnig angenommen wurden. Sie lauten: Die am 17. und 18. Juni 1908 im Berliner Verbandshause tagende Konferenz der dem Deutschen Metallarbeiter-Verband angehörenden Heizungsmonteure und Helfer erblickt in dem Bestreben. eitlen einheitlichen Tarif für diesen Beruf zu schaffen, eine der nächst- liegenden Aufgaben der Berufsgenossen. Die statistischen Erhebungen des Deutschen Metallarbeiter-VerbandeS bieten, soweit sie die Arbeits- und Entlohnungsmethoden in diesem Berufe zeigen, trotz ihrer UnVollständigkeit eine positive Unterlage dazu. Sie lassen aber auch ein für die allgemeine Durchführung der obigen Bestrebungen durchaus ungenügendes Organisationsverhältnis der Berufskollegen erkennen, da zurzeit erst 60 Prozent überhaupt und 49 Prozent von den von der Statistik erfaßten Berufskollegen im Deutschen Metallarbeiterverband organisiert sind. Da in absehbarer Zeit eine Besserung des OrganisationSverhält- niffeS, besonders in den in dieser Hinsicht rückständigen Gebieten nicht zit erwarten ist. andererseits aber die Bestrebungen der in be- zug auf die Organisation fortgeschritteneren Bezirke auf Vereinheit- lichtmg ihrer kollektiven Verträge nicht bis zur Erreichung eines all- gemein günstigen Organisationsverhältnisscs zurückgestellt werden dürfen, kann, wenn die Geschäftslage und die sonstigen Verhältnisse e» gestattcu. in diesen Bezirken ein Vorstoß zur Erringung einheitlicher Lohn- und Arbeitsverhältnisse unternommen werden. Die Konferenz erwartet jedoch, daß der Vorstand des Deutschen Metallarbeiter- Verbandes in geeigneter Weise versucht, die Bahn zum Abschluß eines einheitlichen TarifeS zu ebnen, und den Verwaltungen zu geeigneter Zeit praktische Maßnahmen zur Durchführung dieser Bestrebungen unterbreitet. Unter Berücksichtigung der jeweils obwaltenden Umstände ist bei einzllleitenden Betvegungen sowie bei jeder Regelung der Lohn- und Drahtlose Telrgraphie im Ballon. Zurzeit werden im Auftrage der Regierung der Vereinigten Staaten Versuche angestellt, um du drahtlose Verbindung zwischen Erdboden und Luftschiffen zu er- proben. Neulich stieg in Washington ein mit EmpsangSapparaten versehener Ballon auf und vermochte bald mit der etwa 35 Kilo- meter entfernten Stadt AnnapoliS in Verbindung zutreten. Der Leiter der Versuche war von der außerordentlichen Deutlrchkeit der drahtlosen Meldungen überrascht und äußerte sich durchaus zuversichtlich über das Gelingen der Versuche. Bisher wurden die Luftschiffe lediglich mit EmpsangSapparaten ausgerüstet, da die Herstellung einer Funkenstrecke, wie eS eine Sendestatio» erfordert, auf einem Aerostaten eine Explosionsgefahr mit sich bringen würde. Doch besteht bereits die Zuversicht, durch geeignete Schutzvorrichtungen auch dieser Schwierigkeit Herr zu werden. Notizen. — Polyglotte Schauspielerinnen und Aller« w e l t s n a ch t i g a I l e n. Die von der Gunst des Publikums ge» tragenen Bühnenübermenschen genießen neben den Hospersonnagen das Vorrecht, daß die Abonnenten gutunterrichteter Blätter allen Ouark über sie erfahren.(Die Leser ivissen freilich nicht, daß solche Rellamenotizcheu meist inspiriert sind und daß manche Stenie sich eigene Leute halten, die für eine gute und stets berichtende Presse sorgen). Also die Berliner Welt bekam gestern zu hören: 1. Geraldine Farrar ist,«vie wir hören, auf fünf Jahr« an das New Vorker Metropolitan Opera House ver» pflichtet worden. Die Künstlerin wird in Zukunft ihren verschiedenen kontraktlichen Verpflichtungen in der Weise nachkommen, daß sie zwei Monate im Berliner königlichen Operuhause auftritt, zwei Monate in Paris und ftinf Monate in New Jork spielt.(Schade, daß man nicht die von ihr bevorzugten Sommerfrischen und Haarwässer er» fährt I) 2. S ä r i F e d ä k hat nach ihrem Erfolge in den, täglich im Deutschen Theater gespielten Vaudeville„Die Brettlgräfin" zahlreiche Gastspielanträge erhalten, u. a. von Direktor Amberg nach New Jork. Fräulein Fedäk, das bekanntlich erst in den letzten fünf Monaten die deutsche Sprache erlernte, hat jetzt bereits mit dem Studium der englischen Sprache für ihre amerikanische Tournee begonnen. Dergleichen muß ein Abonnent bürgerlicher Blätter heutzutage Tag für Tag lesen, das gehört zur Kultur. — Eine große Ehrung für Lord Kelvin. Unter de» Elektrotechnikern Amerikas ist eine Beivegung im Gange, die Ein» heit für elektrische Energie, die bisherige Kilowattstunde, zu Ehren des berühmten verstorbenen Gelehrten in Zukunft als„Kelvin" zu bezeichnen. Arbeitsverhältnisse und auch bei ablaufenden und neueinzureichenden einzelnen Betrieben und bei Ausführung von Montagearbeiten zu| Ferner wurde beschlossen, daß beim Abschluß örtlicher Tarife Tarifen der beste der bestehenden Tarife als Grundlage der ein- berichten. nur zwischen Monteuren und Helfern unterschieden werden, jede zureichenden Forderungen zu nehmen. Die Monteure und Helfer sind verflichtet, bei Montagearbeiten weitere Klasseneinteilung aber unterbleiben soll. von läng erer Dauer ihre Adresse der Drtsverwaltung mitzuteilen. Die Verschiedenartigkeit der Verhältnisse in den einzelnen Drten darf nicht als maßgebend für die Höhe der Löhne, die Dauer der Arbeitszeit oder für die Montagezulage gelten, da diese Berufsfollegen nicht nur an einen Ort gebunden, sondern durch ihre Tätigkeit bei Montagearbeiten einem steten Wechsel der Dertlichkeit unterworfen find. Bei der Festsetzung der Arbeitszeit ist darauf zu achten, daß die Selfer diefelbe Arbeitszeit erhalten wie die Monteure. Die Montagezulage ist ebenso hoch zu bemeffen wie die der Monteure. Bur Regelung der Helferfrage ist in erster Linie anzustreben, daß die Helfer das Geschäft stellt, und es ist zu vermeiden, daß Selfer am Drt der Montagearbeiten vorübergehend eingestellt werden. Bei Vergebung von Allorden muß der über den Lohnsatz der Monteure und der Helfer steigende Affordüberschuß prozentual nach dem Lohnsatz und der Arbeitszeit zwischen Monteuren und Helfern verteilt werden. Wird bei derartigen Afforden ein Ueberschuß nicht bezahlt oder unter dem Lohn verdient, so ist der Lohnjayz, der als garantiert zu gelten hat, zu bezahlen. Die Verrechnung und Auszahlung hat seitens der Firma zu erfolgen. Um die Organisierung dieser Berufskollegen in ersprießlicher Weise auch fernerhin zu fördern, find die Kollegen herpflichtet, sämtliches für diesen Beruf zweckmäßiges Agitationsmaterial den zu ständigen Ortsverwaltungen und Bezirksleitungen zuzustellen. Bur Sichtung des für diesen Beruf in Betracht kommenden und für Agitation verwertbaren Materials beauftragt die Konferenz den Borstand, der dieses Material zu bearbeiten und im Interesse der Berufskollegen zu verwerten hat. Die Hanauer Delegierten von der Konferenz der Gold- und Silberarbeiter ersuchen uns mitzuteilen, daß fie eine Orte gewünscht haben, wo die Verhältnisse noch schlechter sind als Verbesserung der Lohn- und Arbeitsverhältnisse nur für diejenigen in Hanau. Sie, die Hanauer Delegierten, seien mit den Errungenschaften von 1906 zufrieden. Witterungsübersicht vom 18. Juni 1908, morgens 8 Uhr. lands erblickt nach wie vor in follettiven Arbeitsverträgen das wirk Die heutige Berufskonferenz der Heizungsmonteure Deutschsamste Mittel zur Verbesserung der wirtschaftlichen Lage dieses Be- Staftenen rufes. Nach übereinstimmenden Berichten aus verschiedenen Gegenden Deutschlands versuchen die Arbeitgeber das Bestreben der Arbeiter auf Abschluß allgemeiner Verträge durch Einzelverträge mit anormaler Kündigungsdauer illusorisch zu machen. Barometer stane mm Bind cloning Binblarle Better Stinembe. 758 2N2 2 bedeckt 7622 Xemp. n. G. 69 Stationen Barometer Bind richtung aru qui) ទី 3 និ indstärke Better Temp. n. G. 6º.&. 13 21 Haparanda 761 SW 2heiter 18 Petersburg 765 SS 1wolfenl 21 22 Scilly 760 S 1halb bd. 12 1 bedeďt 9 2bedeckt 15 17 Aberdeen 761 NNW 19 Baris 762 DND 21 Die Konferenz erklärt, daß derartige Berträge geeignet sind, die Damburg 761 WSW 4 wolkig Berlin 760 WNW 4 heiter Interessen der Allgemeinheit aufs schwerste zu schädigen, und richtet Franff.a.M. 762 ND 1 moltiq das dringende Ersuchen an die Kollegen, Verträge mit anormaler Münden 762 2 1 heiter Kündigungsdauer unbedingt abzulehnen. Desgleichen ersucht die Bien 1 heiter Konferenz den Vorstand des Deutschen Metallarbeiterverbandes, in Wetterprognose für Freitag, den 19. Juni 1908. geeigneter Weise auf die Schäden dieses Systems hinzuweisen, um Borwiegend heiter, zunächst fühler, später wieder etwas wärmer bet durch Belehrung und Aufklärung der Monteure dem Vorhaben der schwachen südwestlichen Winden; Gewitter nicht ausgeschlossen, sonst trocken. Arbeitgeber entgegenzuwirken. Zur Förderung der Agitation unter den Heizungsmonteuren und Helfern werden die Ortsverwaltungen verpflichtet, für die am Drt befindlichen Betriebe Vertrauensleute aufzustellen. Diese Vertrauensleute haben von Zeit zu Zeit der Ortsverwaltung über den Stand der Drganisation sowie über die Vorkommnisse in den Um Verwechselungen mit ähnlich lautender Firma zu vermeiden, achten Sie genau auf unsere volle Firma. N. Invalidenetrasse 181 Stettiner Bahnhof S. Prinzen strasse 94 bei der Ritterstr. 0% Gr. Frankfurterstr. 85 bel der Marsiliusstrasse 0. Schlesischer Bahnhof Bogen 8/9 Madaistr bei Frucht strasse W. Potsdamerstrasse 112a h.d. Lützowstresse Tel.: A. VI, 7190 NW. Wilsnacker strasse 57 b.d. Dreyseatrasse Tel: A. II, 2039 CharFlottenburg Wilmers dorferste.111 a.Stuttgart. Platz Tel Charl. 6718 Spandau Breitestr. 64 ans Markt Tel: 8pm Teget Traskow strasse 14 EckeSchlies peratrisse Tek Tegel 14 Berliner Wetterbureau. Große Fänge unserer Dampfer sind soeben eingetroffen Besonders empfehlenswert: per Pfund Ersatz f. : 18 PL. Goldbarschner Nur 10 Minuten in Salzwasser kochen! Bratflundern 25 PL. 3 Pfund 70 Pf. Größte Hochseefischerei Deutschlands Alle übrigen Sorten Seefische zu billigsten Tag espreisen. 50 eigene Fischdampfer. Central- Fernsprecher Amt III, 8804. Eig. Kühlwaggons z. Seefischtransport. Deutsche Dampffischerei- Gesellschaft ,, Nordsee", Bahnhof Börse. Sleen Fichasm for Für den Juhalt der Jujerate übernimmt die Nedaktion bem Bublikum gegenüber feinerlei Verantwortung. Theater. Freitag, den 19. Juni Anjang 7, Uhr. Königl. Opernhans. Der fliegende Holländer. Rönigl. Schauspielhaus. Fauft. ( Anjang 7 Uhr.) Anfang 8 Uhr. Deutsches. Die Brettlgräfin. Rammerspiele. Zugendwächter. Unterseeboot. Leffing. Der Raub der Sabinerinnen. Neues. Nächte im Hampton- Klub. Neues Schauspielhaus. Dollarprinzeffin. Kleines. 2 × 2= 5. Berliner. Raffles. Die Komische Oper. Tiefland. Lustspielhaus. Die blaue Maus. Schiller 0. Urania. Wissenschaftliches Theater. Taubenstr. 48/49. Abends 8 Uhr: Im Lande der Mitternachtssonne. OOLOGISCHER Z CARTEN Täglich: Schiller- Theater. Schiller- Theater 0.( Wallner- Theater). ( Morwit- Oper.) Freitag, abends 8 Uhr: Marie, die Regimentstochter. Komische Oper von Donizetti. Sonnabend, abends 8 Uhr: Die Afrikanerin. Sonntag, nam. 3 Uhr, bei halben Preisen: Marie, die Regimentstochter. Sonntag, abends 8 Uhr: Carmen. Schiller- Theater Charlottenburg. Freitag, abends 8 br: Gebildete Menschen. Boltsstüd in 3 Aufzügen von Victor Léon. Sonnabend, abends 8 Uhr: Der Herr Ministerialdirektor. Sonntag, nach m. 3 Uhr, Heimat. Sonntag, abends 8 Uhr: Der Herr Ministerialdirektor. Gr.Militär- Doppel- Konzert Diez' Spezialitäten- Theater Eintritt 1 M. von abends 6 Uhr ab 50 Pf., Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Lustspielhaus. Abends 8 Uhr: Landsberger Allee 76/79, direkt Ringbahn- Station. Bequemste Fahrgelegenheit nach allen Stadtrichtungen. Ob schön! Kommen! Sehen! Staunen! Ob Regen! Täglich: Das größte u. befte Programm Berlins. Nur Attraktionen, u. a. Bum erstenmal in Europa: Das größte Welträtsel des Erdballs! Von der gesamten amerit. Der Verächter des Todes. Ein bezahlter Selbstmordkandidat! Gr. Ball. Raffeeküche. Voltsbelustigungen aller Art. Die blaue Maus. Breffe als b. größte Weltwunder bezeichnet: The great Simpson. ( 28allner Theater.) Neues Operetten- Theater Die Regimentstochter. Schiller Charlottenburg. Gebildete Menschen. Friedrich Wilhelmstädt. Schau: spielhaus. Jm weißen Rößl. Thalia. Der Mann mit dem Mo nocle. Weften. Ein Walzeitraum. Neues Operetten. Der Mann mit den drei Frauen. Schiffbauerdamm 25, an der Luisenstr. Sommerpreise. Anfang 8 Uhr: Der Mann mit den drei Frauen. Luisen- Theater. Reichenberger Straße 34. Abends 8 Uhr: Luifen. Die Stimme des Blutes. Die Stimme des Blutes. Trianon. Fraut Baronin. Bernhard Roje. Am Altar. Metropol. Das muß man seh'n. Apollo. Die süßen Grifetten. Spezialitäten. Wintergarten. Spezialitäten. Pajjage. Berlin in Stmmung. Spezialitäten. Carl Haberland. Spezialitäten. Walhalla. Spezialitäten. Meichshallen. Stettiner Sånger. Hrania. Zaubenstraße 48/49. Abends 8 Uhr: Im Lande der Mitternachtsonne. Sternwarte, Invalidenstr. 57/62. Berliner Theater. Abends 8 Uhr: Hopfenraths Erben Kleines Theater. Abends 8 Uhr: 2 mal 2= 5. Sonnabend: 2 mal 2= 5. Sonntag: 2 mal 2=== 5. Montag: 2 mal 2= 5. Dienstag: 2 mal 2= 5. Theater des Westens. Allabendlich 8 Uhr: Ein Walzertraum. Operette von Dstar Strauß. Sonnabend: Die Stimme b. Blutes. Sonntag nachm. 3 Uhr: Der Hüttenbesizer. Abends: Die Stimme des Blutes. Montag: Goldland. Metropol- Theater Bum 272. Male: Das muß man seh'n. Revue in 12 Bildern m. Gef. und Tanz. Rauchen gestattet. njang 8 Uhr. 1. Neues Programm von AUSSTELLUNG MUNCHEN 1908. U.d. Protektorate S.K.H.d. Prinzregenten Luitpold von Bayern im neuen Ausstellungspark, Mai bis Oktober AUSSTELLUNG MÜNCHEN 1908 Alles, was in die Erscheinung tritt, wird durch einfache, sachliche Gestaltung die Beziehungen der angewandten Kunst zu Münchens Leben und Schaffen erkennen las Sen: Handwerk- Jndustrie- Handel- Oeffentliche Einricht ungen- Sport. Wettbewerbe u.Spiele- Aufführungen auf der neuen Schaubühne-Konzert Veranstalt ungen- Künstlerfeste-Vergnügungspark.0000 Friedrich- Wilhelmstädtisches Publikum und Presse Walhalla Schauspielhaus. Im weißen Rößl. Anfang 8 Uhr. Sonnabend: Der Stabstrompeter. Sonntag nachm. 3. Uhr: Madame Sans Gêne. Abends: Der Stabs. trompeter. glänzend beurteilt. apollo Cheater Ab 8 Uhr: Die neuen Attraktionen. Variete Theater Weinbergsweg 19/20, Rosenth. Tor. Spezialitätenvorst. im Garten. Bet schlecht. Witterung i. Theater. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Anfang d. Gartenfonzerts 5 Uhr. He Kleine Preise. DERNHARD ROSE THEATED 9% by: Die süßen Grisetten. Volksgarten- Theater Gr. Frankfurter Str. 182. Abends 8 Uhr: Am Altar. Beitgemälde in 4 Aften von Baul Blumenreich. Wochentagspreise. 10% Wiener Festzug anlählich b. Jubiläums Se. Maj. Raisers am Bahnhof Gesundbrunnen. Täglich: 10% Berl Bernards Compagnie: 1001 Nacht. Ein Abend in einem ameri- Riesen Spezialitäten- Brogramm. kanischen Tingel- Tangel. Olga Verdi. X Fritz Lachmann. Anfang 4 Uhr. Schönhauser Allee 148. Täglich: Fröbels Allerlei- Theater. Spreelottchen. Bollsstüd aus dem Berliner Leben. Dazit erfiklaffige Spezialitäten. Jm Saale von 5 Uhr ab: Tanz. Berliner Prater- Theater Kastanien- Allee 7-9. Täglich Die Welt ein Paradies große Ausstattungs- Revue und das großartige Spezialitäten- Programm. Anf. Sonnt. 4 Uhr, Wochent. 4 Uhr. 50 eigene Fischdampfer. Passage- Theater. Der größte Saisonerfolg Gastspiel Willi Agoston in der tollen Burleske Berlin in Stimmung! Das Tollste vom Tollen und die neuen Juni- Spezialitäten. Seefisch- Kochbücher gratis. Neue Welt Hasenheide 108-114. Gr. Doppel- Konzert und Spezialitäten- Vorstellung. Anfang 4 Uhr. Entree 25 f. Jeden Mittwoch: Kinderfreudenfest. Jeden Donnerstag: Brunnen- Theater Monster- Feuerwerk. Badstraße 58. Direkt.: Willi Voigt. Des Täglich: Der deutsche Michel. Erstklassige Spezialitäten. Karl Braun, Verwandlungs- Künstler. Mirzl v. Wenzl, Tschuschkes Liliputaner. Paul Coradini. Eröffnung 2 Uhr. Anfang 5 Uhr. Borverkauf von 10 Uhr ab. ax Kliems Max Sommer- Cheater. Hasenheide 13-15.Artist. Leitung: Bernhard Lange. Taglia: Großes Konzert, TheaterW.Noacks Theater und Spezialitäten- Vorstellung. Direktion: Rob. Dill. Brunnenſtr. 16 Alma Alberti Dolinda Adolf Buls Lia Les Anton Hildach Darettys Les Persinas ut. 20 Nummern des neuen Progr. Abends 10 Uhr: Das ehrliche Berlin. Anf. 6 Uhr. Staffeeküche 3-6 Uhr. Mittwochs: Kinderfest. Gau 9. 2. Bezirk Teltow Beeskow- StorkowCharlottenburg. Sonntag, den 21. Schweizer 4. Bezirks- Fest Garten. Am Königstor, Am Friedrichshain 29/32 63, 74 und Q. Straßenbahn: 1, 2, 4, 17, 59, 62, Täglich: Theateru. SpezialitätenVorstellung. Zum Schluß abends 10 Uhr: im Etablissement„ Hasselwerder in Nieder- Schöneweide. Gr. Doppel- Konzert. Spezialitäten. Reigenfahren. Pantomime. Volksbelustigungen aller Art. Gr. Kinderfackelzug. Jedes Kind erhält eine Stoclaterne gratis. Korsofahrt der Vereine mit Wie einst im Mai Beidhmidten Bädern ab Rigdorf Boltsstud mit Gesang in 2 Aften. Kottbuser Sanssouci, Straße 6. Direttion Wilhelm Reimer. Der Garten ist geöffnet. Sonntag, Montag und Donnerstag: Stürmischer Erfolg! Berliner Sänger Stets neues Programm. Tanzkränzchen. Beg. Sonnt. 5, wochent.8 1. Reichshallen- Theater. Stettiner Sänger. Variétésterne. Burleste von Mehfel. Meysel als Saharet. Britton als Isadora Duncan. Anf. Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. 1 Uhr, Bergstraße 150-151, Johannisthal 3 Uhr. Raffeneröffnung bormittags 10 Uhr. Stonzertanfang mittags 12 Uhr. Kaffeeküche von 2 Uhr ab geöffnet. Billett 20 Bf., an der Kaffe 25 Pf. Kinder frei. Um recht zahlreichen Besuch bittet 12/6 Das Festkomitee. Melteftes Teilzahl.- Geschäft für Brennabor- Räder! Rein Laden! Günstigste Bedingungen. Berlin SO., Louis Barth, Brückenstr. 10a, pt. Billigste Bezugsquelle für Hygienische Bedarfs- Artikel Drogerie Zaremba, Berlin N., Weinbergsweg 1. Ein Versuch== führt zu dauernder Kundschaft. 12. Landtags- Wahlkreis. Moabit! Moabit! Freitag, den 19. Juni 1908, abends 8 Uhr, im Moabiter Gesellschaftshaus, Wicleffstr. 24: Volks- Wählerversammlung น. Tagesordnung: 1. Wer soll im 12. Kreise in den Landtag gelangen? Referent: Landtags- Abgeordneter Redakteur Heinrich Ströbel. 2. Ansprache des Kandidaten Stadtv. Adolf Hoffmann. 3. Freie Diskussion. Jeder ist geladen. Das fozialdemokratische Wahlkomitee. Passage- Panoptikum. Ostbahn- Park Tischler- Verein zu Berlin. Extra- Entree. Der Riese aller Riesen Pisjakoff Eintritt 50 Pf. Kinder, Soldaten 25 Pf. Am Küstrinerplatz, Rüdersdorferstr. 71 Hermann Imbs. Täglich: Großes Konzert, Theater- und SpezialitätenVorstellung. Um die aus der Konkursmasse ,, Blitz" 99. No. 89. 198/18 Sonnabend, den 20. Juni, abends 8, Uhr, Melchiorstr. 15: Versammlung. Vereinsangelegenheiten. Ausgabe der Billetts zu dem am 13. Juli in der Neuen Welt" stattfindenden Sommerfest, verbunden mit Konzert, Spezialitäten, Feuerwerk, Ball. – Die Generalversammlung findet am 11. Juli statt. Der Vorstand. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Arbeitsnachweis: Verwaltungsstelle Berlin. Hauptbureau: Hof I. Amt 3, 1239. Charitéstraße 3. Hof III. Amt 8, 1987. Sonntag, den 21. Juni, vormittags 10 Uhr, im Lokale von Milbrodt, Müllerstraße 7: Branchen- Versammlung der Schmiede. Tages- Ordnung: 118/1 1. Vortrag des Kollegen Bahn. 2. Diskussion. 3. Neuwahl des Branchenleiters. 4. Branchenangelegenheiten und Verschiedenes. Bahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. Todes- Anzeige. Mittwochnachmittag 2 Uhr verschied fanft nach langem schweren Leiden mein innigftgeliebter guter Mann, der Maler Hugo Wießner in seinem 38. Lebensjahre. Dies zeigt allen Freunden, Betannten und Nachbarn hierdurch schmerzerfüllt an Die tieftrauernde Gattin Elly Wießner im Namen der übrigen Verwandten. Die Beerdigung findet Sonnabend nachmittag 5 Uhr von der Leichenhalle des HimmelfahrtsKirchhofes( Nieder- Schönhausen) aus statt. Berliner Arbeiter Radfahrer- Verein" Mitglied des Arbeiter Radfahrer- Bundes Solidarität. Touren zum Sonntag, den 21. Juni. 1. Abt. früh 5 Uhr: Budow. 1 Uhr: Haffelwerder. Start: Bülowstraße 58. 2. Abt. früh 3 Uhr: Neuruppin, Rheinsberg. 1 Uhr: Hasselwerder. Start: Fontane- Bromenade 15. 3. Abt. 7 Uhr: 8wiebusch. 1 Uhr: Start: MariannenHasselwerder. play. 4. Abt. 5 Uhr: Budot. 1 Uhr: Wohin wird am Start: Rüstriner Plaz, bekannt gegeben. 5. Abt. 1 Uhr: Baumschulenweg. Start: Elysium. 6. Abt. Sonnabend abend 7 u5r u. 1hr Sonntag früh 4 Uhr: Oderberg. 1 Uhr: Hasselwerder. Start: Dderberger Straße 28. 7. Abt. 6 Uhr: Dranienburg( Braun). 2 Uhr: Familientour Waidmannsluft ( Schweizerhäuschen). Start: Grenzftraße 21. 8. Abt. 6 Uhr: Rüdersdorf( Stall berge). 1 Uhr: Kaulsdorf. Start: Siemensstraße 3. Reinidendorf. 9. Abt. 1, Uhr: Start: Schillingstr. 15/16. 10. Abt. 6 Uhr: Briezen. 1, Uhr: Vogelsdorf. Start: Lothringer Str. 37. 11. Abt. Donnerstag, den 25. Juni, 8 Uhr: Grünheide( Fieliz). Start: Gr. Hamburger Str. 18/19, Ber bandshaus. Motorfahrer 9, Uhr: Strausberg ( Hungriger Wolf). Start: Memeler Ede Frankfurter Straße. 7 Uhr: Bankow Schönhausen Kremjerpartie nach Pichelswerder. Start: Mühlenstraße( Abendroth), Gäste willkommen. 12/5 Kein Mieter für 2-4 8immer. wohnungen in Charlottenburg berfehle die schönen Wohnungen in den fertigen Neubauten Danckelmannstr.29 und Horstweg 25, nahe Kaiserdamm ( Untergrundbahn) zu besichtigen. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Den Genossen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Hutmacher Emil Müller verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Freitag, den 19. Juni, nachmittags 6 Uhr, auf dem Neuen PaulsKirchhof in Plößensee statt. Der Vorstand. Zentralverein aller in der Hutbranche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Filiale Berlin. Todes- Anzeige. Den Mitgliedern zur Kenntnis, daß unser Kollege Emil Müller am 14. d. M. verstorben ist. Die Beerdigung findet am Frei tag, den 19. b. M., abends 6 Uhr, von der Leichenhalle des neuen Pauluskirchhofes in Plökensee aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Vorstand. Zentral- Kranken- u. Sterbekasse der deutschen Wagenbauer. Filiale Schöneberg. Todes Anzeige. Am 16. Juni verstarb unser Mitglied : August Schulz. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Freitag, ben 19. Juni, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Schöneberger Friedhofes, Marstraße, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 253/5 Die Ortsverwaltung. Am 17. Juni, bormittags 11 Uhr, verschied einsam und ver laffen der Bädereiarbeiter Wilhelm Schellhase ( geb. am 20. Februar 1845 zu Rosenthal) im Sanatorium Beelig. Die Patienten des Sanatoriums Beelit. Verband der Verwaltungsbeamten der Krankenkassen und Berufsgenossenschaften Deutschlands Bezirksgruppe: Berlin- Brandenburg. Freitag, den 19. Juni 1908, abends präzise 8 Uhr, im Gewerk. 15( Saal D). erworbenen Waren endlich zu räumen. Zentralverband der Dachdecker Große öffentliche Versammlung verschenken wir einen großen Posten ( gratis) Herren- Sommer- Paletots( gratis) nur bei Vorzeigung der Annonce und bei Einkauf 1 Anzuges von Serie 7-12. Gladb. elegante 1975 Serie 7: Kammgarn- Anzug, Verarbeitung, dazu gratis 1 Sommer- Paletot. Serie 8: Buckskin- Anzug, neueste braune Muster, dazu 1 Sommer- Paletot gratis. M. 2250 Serie 9: Cheviot- Anzug, extra prima, alle 2500 Farben, M. dazu 1 Sommer- Paletot gratis. E Serie 10: Gehrock- Anzug, Satinder 2800 Cheviot, dazu 1 Sommer- Paletot gratis. M. 00 Serie 11: Eleganter Anzug, Ersatz für Maß, 34M dazu 1 eleganter Paletot gratis. Serie 12: Kammgarn- Anzug, Verarbeitung, 42 M. erstklassige 4200 42º dazu I hocheleganter Paletot gratis. 65 75 M., M., 1 Posten Herren- Anzüge 68, 980 Piqué- Westen zum Aussuchen, Stück 145 Lüster-, Leinen-, Loden- Joppen, Kinder Anzüge, Pelerinen bis 274/ 20* 50% unter Preis. 85 Chausseestraße 85 Gr. Frankfurter Straße 137 Schöneberg, Kottbuser Damm 29-30 10 Hauptstraße 10 9 Rosenthaler Straße 9, Ecke Auguststraße. Verwaltungsstelle Berlin. Sonntag, den 21. Juni, vormittags 10 Uhr, Weinstr. 11: Versammlung. Tages Drdnung: 1. Wie stellen wir uns zu dem Angebot der Arbeitgeber? 2. Welche Maßnahmen ergreift die Nordöstliche Baugeweits- Berufsgenossenschaft zur Verhütung von Unfällen in unserem Beruf? 3. Wahl bes VergnügungsTomitees. 4. Verbandsangelegenheiten. 54/11 Kollegen! Erscheint in Massen zu dieser hochwichtigen Versammlung. Der Vorstand, Verband der Hafenarbeiter und verwandten Berufsgenossen Deutschlands. Mitgliedschaft Berlin. Sonntag, den 21. Juni, vorm. 10%, br, im Königstadt- Kafino", Holzmarktstr. 72: Mitglieder- Versammlung Tages Ordnung: 1. Berbandsangelegenheiten. 2. Berschiedenes und Aufnahme neuer Mitglieder. 19/4 Bahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. fämtlicher in den Krankenkaffen Groß- Berlins beschäftigten Kollegen. Tages- Drbnung: Die Vorgänge in den Orts- Krankenkassen der Maurer und Gürtler zu Berlin. Referenten: Paul Rückert und Richard 288/ 10* Weiße. Diskussion. Kollegen! Die außerordentlichen Borgänge und ein brüstes Benehmen der Vorstände obiger Kaffen gegen die Angestellten und beren Organisation machen es jedem Stollegen zur Pflicht, in der Versammlung zu erscheinen. Die Vorstände obiger Kassen sind zu dieser Versammlung eingeladen. Der Vorstand. Verband der Sattler Die nächsten Ortsverwaltung Berlin. Branchen- Versammlungen finden an nachfolgenden Tagen statt: Geschirrbranche: Mittwoch, den 24. Juni 1908. Treibriemenbranche: Montag, den 22. Juni 1908. Militärbranche: Sonnabend, den 20. Juni 1908. Zentral- Krankenkasse der Maurer Linoleumleger und Teppichnäher: Donnerstag, 25. Juni 1908. ,, Grundstein zur Einigkeit". Verwaltungsstelle Berlin. Sonntag, den 21. Juni, vorm. 10 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15: Mitglieder Versammlung. D Zages Ordnung: 1. Bericht von der General Bersammlung. taffierers für den Bezirk Wedding. 3. Berschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. 2. Wahl eines Silfs149/8 Wagenbranche: Donnerstag, den 25. Juni 1908. Eisenmöbel u. Lederstuhlpolsterer: Donnerstag, den 25. Juni. Sektion Charlottenburg: Montag, den 22. Juni 1908. Achtung! Achtung! Taschen-, Koffer- u. Galanteriebranche! Die örtl. Verwaltung Donnerstag, den 25. Juni 1908, bet Graumann, Raunynftr. 27. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter E. H. 29. Hamburg. Filiale Berlin IV. Sonnabend, ben 20. Juni, abends 8, Uhr, bet mertowsti Andreasfit. 26: Tages Ordnung: tentungnahme zu den Tarifverhandlungen im Taschenund Portefeuiller Gewerbe. Rein Mitglied darf diese Branchenversammlung berfäumen. Mitglieder- Versammlung. Achtung! Koffermacher! Achtung! Zages Ordnung: 27215 1. Staffenbericht für Monat Mai. 2. Wahl der Ortsverwaltung. 8. Verschiedenes. Die Ortsverwaltung. Sonntag, den 21. Juni: von der Dampfer- Extrafahrten waifenbrücke. Heute, Freitag, den 19. Juni, abends 8%, ube. im gr. Saale bes Gewerkschaftshauses, Engel- Ufer 15: Außerordentliche Verfammlung. Tages Drdnung: 9 Uhr vormittags nac Voigts Krampenburg Das Ergebnis der letzten Verhandlungen und unsere ( Berliner Alpen), nachmittags 2 Uhr nad Voigts Krampenburg und Neue Mühle. Fahrpreis hin und zurüd I Mart. Telephon Amt VII Reederei L. Kahnt, Stralan- Berlin, 680 t. 13 450, 157/7 weitere Stellungnahme. Alle Stoffermacher müssen anwesend sein. Die Ortsverwaltung. Infolge Total- Auflösung unseres Warenhauses und behufs schneller Räumung der vorhandenen noch sehr enormen Vorräte verkaufen wir ohne Rücksicht auf den tatsächlichen Wert an allen Abteilungen zu drei Einheitspreisen 95 Pf. 195 Mk. 2.95 Dieser Serien- Verkauf bietet diesmal eine zweifellos einzig dastehende und nie wiederkehrende Gelegenheit. Beginn Sonnabend den 20. Juni früh 9 Uhr. Königstr. 33 Fr. Pfingst& Co. Königstr. 33 Ecke Neue Friedrichstrasse. J'ch hab's! Urbin Bester Schuh- Putz In Dosen zu 10, 20 und 25 Pf. überall erhältlich. Fabrik: Urban& Lemm, Charlottenburg. Arbeiter= Bekleidung Berufskleidung. Größtes Spezialgeschäft. Hauptgeschäft: Kohnen& Jöring, Alexanderstr. 18. 8 weites Geschäft: Landsberger Allee 148. Jedes Wort 10 Pfennig. Das erste Wort( fettgedruckt) 20 Pig. Stellengesuche und Schlafstellen- Anzeigen 5 Pfg.; das erste Wort ( fettgedruckt) 10 Pfg. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Steppdecken spottbillig, Fabrit Große Frankfurterstraße 60. 2993 Federbetten, Stand 11,00, große 16,00, Schlafbeden 1,15. Pfandleihhaus, Kustrinerplag 7. 910 Tevviche!( fehlerhafte) in allen Größen für die Hälfte des Wertes Im Teppichlager Brünn, Hadeicher Markt 4, Bahnhof Börse. 264/11 Pfandleihhaus Schönhauser Allee 110. Spottbilliger Verkauf verfallener Pfänder, Herrengarderobe, Gardinen, Aussteuerwäsche, Schmud sachen, Betten, Teppiche, Uhren. a Borwärtsleser erhalten 5 Prozent Extrarabatt bei Teppich Thomas, Dranienstraße 160, Oranienplay. 99 BERLIN C. 2. Flora" Spandan, Pichelsdorferstr. 39. Sonntags Anfang 3 Uhr: Gr. Ball. Familien können Kaffee fochen! Emil Koepnick. 52682* Bolero ist nach dem Urteil aller Sachverständigen die feinste 2 Pf.- Zigarette. Garantiert Handarbeit! Ecke Neue Friedrichstrasse. Gesundheit ist Reichtum! Bade Berlin- Ost im Bad Frankfurt" Große Frankfurter Str. 136. Medizinische Bäder aller Art in werktäglich ununterbrochen geöffneten Sonder- Abteilungen für Damen 466L und Herren. 2 Wannenbäder mit je 2 Handtüchern 75 Pf.( 40 Minuten Badezeit.) Lieferant sämtlicher Krankenkassen. Choseslitars Bichl Auf zum Knöpflesschwob! Dr. Simmel Treffpunkt aller Württemberger und Süddeutschen bei Spezial- Arzt [* für Haut- und Harnleiden. dicht am Josna Schäfer, Prinzenstr. 41, Moritzplatz, Kottbuser Damm 103, Ede Maybach- Ulfer. Auf Teilzahlung Wöchentlich nur 1 Mark! Große Auswahl Uhren, Goldwaren jeder Art. Zithern, Phonographen, Grammophone, Musikwerke usw. Verkauf von prima Platten und Walzen. jezt Juhre& König, warschauer Straße 68, 1. Etage, und Reinickendorfer Straße 101, I Etage. Kleine Anzeigen Monatsanzüge und Sommer. paletots von 5 Mart sowie Hosen bon 1,50, Gebrodanzüge von 12,00, Frads von 2,50, sowie für forpulente Figuren. Neue Garderobe zu staunend billigen Preisen, aus Pfandleihen berfallene Sachen tauft man billigsten bei Naß, Muladstraße 14. am Wasch und Bringmaschinen, billigste Preise, prima Qualität. Bei Abzahlung größtes Entgegenkommen. Bellmann, Gollnowstraße 26. 796 Riefenposten Teppiche, Sofa- und Salongröße, 4,35, 6,75, 10, 800 Mart. Eine Bartie mit leinen Webfehlern spottbillig. Teppichhaus Emil Lefèvre, Dranienstraße 158. 9148* Nähmaschinen. Vergüte bis 20,00 wer Teilzahlung kauft oder nachweist. Sämtliche Systeme. Postkarte. Brauser, Frankfurter Allee 101, Laden. + 39* Geschäftsverkäufe. Restauration, flottes Baugeschäft, Miete 1000. Weserstraße 29, Dften. 10-2.5-7. Sonntags 10-12. 2-4. Genossenschafts- Kasino mit 74 Quadratmeter Versammlungs raum( 150 Personen) zum 1. Dft. cr zu berpachten. Tüchtige Fachleute wollen sich sofort bei der Rigdorjes Baugenossenschaft Ideal", Reuter. straße 2, in den Geschäftsstunden Dienstags und Freitags abends 6 bis 8 Uhr oder beim Bauleiter Architett Kind, germannstr. 200( Tel. Nir dorf 627), melden. Hinter Mariendorf R. 20 M. Näheres im Verkaufs bureau an der Endstation der Straßens bahnlinie 96 oder bei Heiert, Berlin, Luisenufer 41. 193/16 ANZEIGEN für die nächste Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 1 Uhr, für die Vororte bis 12 Uhr, in der Haupt- Expedition, Lindenstrasse 69, bis 5 Uhr angenommen. Verschiedenes. Kleine Wohnungen sind sofort billig zu vermieten Görliger Ufer 5. Schlafstellen. Möblierte Schlafstelle, 1-2 Herren oder Damen. Bochow, Swinemünders 27136 straße 4, born hochparterre. Freundliche Schlafstelle Nigaer straße 5 III bei Rudolph.+56 Möblierte Schlafstelle, fleines 2 Herren, ungeniert. Konkurrenzlos! Im Möbellaufhaus Köpeniderstraße 29, an der Köpenider Brücke, stehen viele Woh. nungseinrichtungen von 150 Mart an sowie einzelne Möbelgegenstände zum Lewandowsky- Gesellschaft, Dldenfchleunigen Berkauf aus. Außerdem + 118* berliehen gewesene Möbel weit unterm burgerstraße 25. Wert, darunter Kleiderspind 24,- Patentanwalt Bessel, Gitschiner Bertilo 27, 2555 Ausziehtisch 15,- ftraße 94a. * Bettstellen mit Matraße 19,-, WaschLernt die Muttersprache beherrschen! toiletten 20,- elegante Taschenfofas Erfolgreichen, leicht faßlichen Unterricht 44, Büfetts 100,- englische Bett- in Wort und Schrift der deutschen stellen mit Matraße und Keillissen 39- Sprache erteilt Damen und Herren 27196+ Herrenschreibtisch 28,-, moderne( separat) auch abends ein tüchtiger Küchen in allen Farbentönen von und gewissenhafter Privatlehrer. Die Landhaus, 40- an. Lagerung, Transport frei. Stunde foftet eine Mart. Eine Unter- Reinidendorf- Dit, Neptunstraße 3. Sonntags geöffnet. richtsstunde wöchentlich genügt Gefällige Angebote sind unter G. 4 an Expedition des Borwärts zu richten. Platinabfälle, altes Gold, Silber, Gebisse, Kehrgold sowie sämtliche gold- und filberhaltigen Abfälle tauft Goldschmelze Stöpeniderstraße 29. Telephon IV, 6958. 123/15 193/18 Verpfändete, nicht eingelöste Möbel sollen billig verkauft werden. MöbelSpeicher, Dresdenerstraße 107/108. Arbeitsmarkt. Stellengesuche. Blinder Stublflechte. bittet um " Leihhaus Merfur", Große Frank Arbeit. Stühle werden abgeholt und furterstraße 116 I. Hohe Beleihung zurüdgeliefert. A. Gläser, Mulad für Uhren, Goldwaren, Garderoben, straße 27. Belzwaren, Wäsche, Möbel sowie jeden Wertgegenstand. 5038* 14685 Parteilokal, mehrere Vereinszimmer, bis 150 Personen faffend, fofort zu verkaufen. Offerten unter F. 20 an Bostamt 102. Krankheitswegen Obst-, Gemüse-, Startoffel, Herings- und Stolonial waren- Geschäft für jeden annehm baren Preis. Rigdorf, Pannierstr. 56. Littauer: Nähmaschinen ohne An Räuchergeschäft, aweihundert zahlung, wöchentlich 1,00, gebrauchte Mart. Grüner Weg 15.+39 spottbillig, Bienerstraße 1-6, Bar 27145 schauerstraße 67. Räuchergeschäft billig zu verFahrräder. taufen, tann Frau versehen. BestalozziDamenhemben, Herzfaffon, mit straße 93. +126 Fahrräder, Teilzahlungen. Inbagefticter Passe 1,25, Herrenhemden1,30, Zigarrengeschäft, gutgehend, solidenstraße 20 Stalizerstraße 40. 320* Bettbezug nebst zwei Kopftiffen 4,75. fort verkäuflich. Pfandleihhaus! Hermannplatz 6. Normalwäsche, Arbeiterhemden, fo- ftraße 3, Restaurant. Erfragen Caprivi500 gebrauchte Fahrräder wegen Staunendbillige Jadettanzüge! Geh- wie einzelne Reisemuster spottbillig. +17 Lagerüberfüllung 5,-, 10,-, 15, rodanzüge! Sommerpaletots! Herren Wäschefabrit Salomonsth, Dirdjen- Restaurant, Parteilotal, billig 20,-, 25,-. Sämtliche Marten und hosen! Setrabilliger Bettenverkauf! straße 21, Alexanderplatz. Sonntags berkäuflich Borhagenerstraße 43.+56 Systeme, Brennaborräder, DürkopWäscheverkauf! Gardinenverkauf! geöffnet. 193/13 Klempnerei billig zn verkaufen. räder, Opelfahrräder, Wandererräder, Wer Stoff hat? Fertige HerrenStellenangebote. Teppichverlauf! Plüschtischdecken! Offerten J. 1, Annoncenbureau, Adlerfahrräder. Günstigste Gelegenheit Steppdecken! Uhrenverkauft Kettenanzüge 15,00. Wagner, SchneiderHumboldtleihhaus, Brunnen- Kastanien- Allee 54. 27166 für Händler, Pfandleiher. Machnow, meister, Lichtenbergerstraße 9. 138/ 15* feldstraße 12, III. Aufwärterin fucht Schulz, Heidenberlauf! Ringeverkauf! Schmuck- straße 58, Edhaus Stralsunderstraße. jezt Weinmeisterstraße 14. Anmeldungen Materialwaren-, Seifengeschäft, fachen! Nähmaschinen! Sonntags Spottbilligster Walzerkurse, Sommertanzkurse, 4-5 Uhr. Räumungsverkauf. +56 frankheitshalber billig zu verkaufen. Herrenfahrrad, Damenjahrrad ebenfalls geöffnet. +106 Bettenverkauf, Pfänderverkauf. BettAnfängerkursus. Anmeldungen Stamie neu, 45,00. Holz, Blumen Tigerstraße 130. 27156 wäsche, Aussteuerwäsche, Steppdecken, Groß- Lichterfelde, Dürerstraße 6a. ftrage 36 b. 212* Gastocherhaus!!! 3weilochgas- Gardinenverkauf, Plüschtischdecken, Junge Frau sucht Darlehn. Tocher! 3,00. Geschlossene Spargas- Schlafdecken, Jadettan züge, SommerFahrräder, Grammophone, Teilfocher! Gasbügelapparat! 5,00. paletots, Uhrenverkauf, Schmuck sachen. zahlungen, ohne Aufschlag, Roth- Kastanienallee 78, born III geradezu. Schneidereisen billig! Bronzegas Sonntags geöffnet. ringerstraße 40. fronen! Gaszuglampen! 9,00. GasHerrenfahrrad, Torpedofreilauf, rohrlyren! 12. Wohlauer, Wallnerfeltener Gelegenheitstauf, spottbillig, theaterstraße 32. Pantstraße 45, parterre rechts.* Herrenrad, modern, spottbillig. Heinze, Brückenstraße sechs. 921* Möbel. 674* Vermietungen. Jm Arbeitsmarkt durch besonderen Druck hervorgehobene Anzeigen kosten 50 Pf. die Zeile. Maschinenmeister für Chromo( Nachtarbeit) fof. gef. Paneelplüschsofa, funkelnagelneu, Kartoffeln, Zentner 3,20, 2,90, entzüdendschön, Stickereimuster 40,00, 908 2,50, 20 fund 0,65, 0,60, 0,50. Chaiselongue, Muschelbetten 30,00, Nigdorf, Naschinski, Kleiderspinde, Vertifo 20,00, Regu SteinmetzAbreisewegen prachtvolle Metall+ 107* latoruhren, Bilder, Auszugtische 15,00, ftraße 113. betten, Kinderbettstelle, hochaparte Sofatische 10,00, Schreibtische, TepKinderwagen sofort spottbillig Nappold, Hobelbänke, Schreibpult verkauft piche, Privatverkauf, auch Sonntag, Sitterstraße 90. 8875* Mendelssohnstraße 6. 138/14 Schlegelstraße 31, Borderhaus I.* Fischer, Borhagen, Stroffenerstraße 17.| wohnungen sofort Soldinerstraße 32/34. Berantwortlicher Redakteur: Georg Davidjohn, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. 925* Wohnungen. Marsfahrrad, erstklassig, verfaust Prächtige Ein- und Zweisimmer. Goldner& Co., G. m. b. H., Brieg Breslau. [ 34322 Nr. 141. 25. Jahrgang. 2. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Partei- Angelegenheiten. An die Parteigenossen! in den Bezirken Groß- Berlins statt. " Freitag, 19. Juni 1908. spieler aus Liebenberg hätte früher sicher jeden Menschen, der ständigkeit halber wollen wir auch die halbamtliche Mitteilung an seiner zurechnungsfähigkeit die geringsten Zweifel laut äußerte, wiedergeben, die die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" veröffent mit einer Beleidigungsklage beehrt und der üble Nachredner konnte licht. Sie schreibt: dazumal, als noch ein anderer Wind wehte, einer gepfefferten Ver-" Im Anschlusse an die Veröffentlichungen über den Verlauf Heute Freitag, den 19. Juni, von 7 Uhr abends an, urteilung gewiß sein. Heute greift der schwerkranke" Mann, der den 13. d. M., gewährten Audienz in Sachen der Berliner Ver der vom Kaiser dem Oberbürgermeister Kirschner am Sonnabend, findet eine gefürstete Charité Dulder, nach diesem letzten Rettungsanfer bor tehrsfragen wird von maßgebender Stelle mitgeteilt, daß der Kaiser Flugblattverbreitung den schwedischen Gardinen" wie der Ertrinkende nach dem Strohhalm. über die Streitpunkte zwischen der Stadt Berlin und der Großen Vielleicht war es fein Schweineglück, daß er die Vorliebe so vieler Berliner Straßenbahn, sowohl nach der öffentlichrechtlichen Seite Das Flugblatt soll vornehmlich allen denjenigen besonderer Art in seinem Schlosse aufzustapeln. Ob sich diese Vorliebe darüber, welche verschiedenartige Beurteilung die streitenden Teile seiner Standesgenossen teilte, irgend welchen alten Plunder be- wie nach der privatrechtlichen unterrichtet war, insbesondere auch händigt werden, welche bei den Landtagswahlen sozialdemo- schon in seiner Blütezeit am preußischen Königshofe oder erst nach den einschlägigen Bestimmungen und den zwischen ihnen bestehentratisch gestimmt haben. Bom 21. Juni ab ist dann Nachfrage zu halten und zum die Hardenclique schweres Geschütz auffuhr und die Mündungen ihrer nehmen, baß im öffentlichen Interesse eine Lösung gefunden der Abfägung vom Thronhimmel gezeigt hat oder gar erst, als den Abreden zuteil werden lassen. Eintritt in den Wahlverein und Abonnement für den Vorwärts" Schnellfeuergeschüße nach den höchsten Ständen richtete, darauf wird werden müsse, um offensichtlichen Mißständen im Berliner VerDer Kaiser betonte, ohne zu den Streitfragen Etellung zu aufzufordern. Nach den so günstigen Wahlresultaten dürfte auch diese daß man auf dem Liebenberger Schlosse einen Haufen alter Gitter Linie die vorhandenen Niveaubahnen vor dem Brandenburger Tor, man wohl nicht so erhebliches Gewicht legen. Die Hauptsache bleibt, tehrsleben abzuhelfen. Als solche kennzeichnete der Kaiser in erster Arbeit eine erfolgreiche sein und uns denselben großen Erfolg gefunden hat, ein Spezialmuseum, das man bei etlichen Dußend auf dem Potsdamer Platz und in der Leipziger Straße. Der bringen wie die gleiche Agitation im November vorigen Jahres. Alteisenhändlern in wenigen Tagen zusammenschalen tann. Mit Kaiser sette voraus, daß die Niveaubahnen an diesen Stellen durch Wir erwarten, daß unsere Parteigenossen in der ge- föstlichem With erklärt ein Montagsblatt, daß der Fürst bei dieser Tunnelbahnen zu ersehen wären. Von welcher Seite diefe Bauwohnten treuen Pflichterfüllung die Werbearbeit mit Eifer Sammlertätigkeit durchaus logisch verfahren sei. Er habe alle mög- ausführungen erfolgten, wäre angesichts der Notwendigkeit, baldigit Der Zentralvorstand. lichen Gitter aufgetrieben, bloß eine einzige Sorte war nur mit Abhilfe zu schaffen, ohne Belang. Der Wunsch der Stadt, Bau Zur Lokallifte. Folgende Lokale stehen der Arbeiterschaft zur einem Kleinen Staatsstreich zu erlangen, nämlich das Gefängnis- herr zu sein, wäre begreiflich und zur Grörterung geeignet. Verfügung: Neinickendorf- West( N.-B.):„ Eichborn Sale", gitter. Und gerade hierbei scheint der fürstliche Dulder sich verbürgermeister die Straßendurchbruchsprojekte erläutert und im Diese Aeußerung des Kaisers erfolgte, nachdem der OberEichbornstraße 60. Kolonie Bergfelde( N.-B.): 3 um Ein- rechnet zu haben, denn sein Herzenswunsch, die Gitter des Kittchens" Laufe der Erörterung erklärt hatte, die Stadt würde alles tun, siedler", Hohenneuendorfer Straße. in nächster Nähe auf historischen oder sonstigen Wert zu untersuchen, werde was das Verkehrsinteresse erheischte, und er sei dann, wenn ihm wahrscheinlich nicht erfüllt werden. Die famose Fürstin Wrede Tunnelanlagen vor dem Brandenburger Tor, auf dem Potsdamer hat filberne Löffel ge- sammelt und kam dafür auch nicht in den Plak, im Zuge der Leipziger Straße und unter dem Opernplat Stahn". Es wäre also doch eine schreiende Ungerechtigkeit, ben als unerläßlich und dringlich bezeichnet würden, bereit, deren AusEulenburger nicht mit demselben Maße zu messen. führung auf städtische Kosten bei den zuständigen Körperschaften zu befürworten. verrichten. Die Lokalkommission. Lankwiz. Am Sonntag, den 21. Juni, findet eine wichtige Flugblattverbreitung statt. Das Material ist von bekannter Stelle feitens der Bezirksführer abzuholen. Lichtenberg. Heute abend findet Flugblattberbreitung statt, und zwar muß dieselbe nach den Hauslist en geschehen, da nur die Wähler besucht werden sollen, welche aus statt. Karlshorst. Parteigenossen! Am Sonnabend, den 20. Juni, abends Bunft 7 Uhr, findet von den bekannten Stellen aus eine Flugblattverbreitung statt. Adlershof. Am Freitag, den 19. Juni, findet hier eine FlugBlattverbreitung statt. Empfangnahme der Flugblätter Freitag abend 7 1hr bei Töpfer, Hellwigstraße 31. Bankow. Freitag, den 19. Juni, abends 8 Uhr, findet Flugblattverbreitung von den bekannten Bezirkslokalen aus statt. Wilhelmsruh- Nieder- Schönhausen- West. Heute abend 8 Uhr Flugblattverbreitung von den bekannten Bezirkslokalen aus. Neuenhagen und Umgegend. Am Sonntag, den 21. d. M., nachmittags 4 Uhr, findet bei Wünsche, Neuenhagen, die Generalversammlung des Wahlvereins statt. Tagesordnung: 1. Die Lehren der verflossenen Landtagswahl. 2. Bericht von der Generalversammlung Groß- Berlin. 3. Neuwahl eines Kassierers. 4. Verschiedenes. Reinidendorf- Oft. Heute abend 7 Uhr findet von den bekannten Stellen aus eine Flugblattverbreitung statt. Weißenfee. Den Genossen zur Nachricht, daß auch in unserem Drte heute abend eine Flugblattverbreitung stattfindet. 11 Vielleicht kommt's aber doch anders. Wir fürchten nämlich, daß Der Ausführung eines Tunnels in der Längsrichtung der Linden wurde zurzeit eine besondere Bedeutung nicht beigelegt." Von einem schweren Hagelschlag wurden Mittwoch nachmittag gewisse andere fürstliche Personen, sogar sehr hochgestellte Personen, bei der Landtagswahl für uns gestimmt haben. es sich ernstlich verbitten werden, daß man die Sammelwut mit Treptow- Baumschulenweg. Die Flugblattverbreitung findet dem Charkter der Unzurechnungsfähigkeit belegt. Die fönigliche Urnicht heute, sondern Sonntag früh 8 Uhr von den bekannten Stellen großmutter aus London hinterließ bei ihrem Tode einen ganzen Sie östlichen Vororte von Berlin betroffen. Die drohenden Ges Puppenbazar. Von anderen Fürstlichkeiten ist es bekannt, daß sie Ballschuhe, alte Stiefelsohlen, Bleistifte, Kochgeschirre, witterwolfen, welche sich am Nachmittage über Berlin zusammen. Hosenknöpfe, Vogelbauer und dergleichen Kram sammeln. 3ogen, der Reichshauptstadt aber kaum wenige Regentropfen Alles aus jenem Triebe heraus, den die Langeweile gebiert, wenn Berlins und ganz besonders wurden die östlichen Vororte in Mitbrachten, entluden sich zwischen 6 und 7 Uhr in der Umgebung die betreffenden Erdenmenschen für ihren hochstreben Geist absolut leidenschaft gezogen, die auch bei dem Unwetter im Mai sehr schwer leine andere Betätigung entdecken können. Dem Kaiser von Rußland betroffen worden waren. Strichweise ging ein starter agelschlag sagt man sogar nach, daß er eine starke Vorliebe für Folteriverkzeuge nieder, und die Eisstücke erreichten vielfach die Größe von Tauben und Hanfene Stricke befize. Gerade wie bei den Wilden, deren eiern. Besonders hatten unter dem Unwetter die Felder zu leiden Häuptlinge vor ihren Wohnungen nach dem schönen Grundsatz und streckenweise liegt das Korn wie niedergemäht am Boden. In Schmücke dein Heim" die Schädel der gemordeten Feinde zu den Anlagen bei Treptow wurden durch den Sturm und Hagel die Byramiden auftürmen. Das ist alles erlaubt und je nach Umständen Zweige von den Bäumen heruntergerissen und in den Gärten die sogar sehr geistreich. Bloß Gitter darf man nicht sammeln. Das ist hatte empfindlich gelitten Obstansätze vernichtet. Auch das auf den Feldern stehende Gemüse ganz entschieden eine starke Probe geistigen Defekts und für unsere hochmodernen Psychiater ein gefundenes Fressen. Im Geiste sehen Opfer der Hike. Von einem Hikschlag ist gestern der 47 Jahre wir die Herrschaften von der psychiatrischen Wissenschaft schon jegt, wie alte Mechaniker Franz Winkler, der obdach- und arbeitslos war, sie sich an ihnen nächtelang abradern, mit ellenlangen, halb unbetroffen worden. Beim Passieren der Pflügerstraße brach W. Hand dafür ins Feuer legen, daß der arme Gequälte in geistiger Ginen Unfall mit tödlichem Ausgang hatte ein Hitschlag zur Folge, verständlichen Gutachten vor dem Gerichtshof antreten und ihre plötzlich zusammen; der Bedauernswerte war von einem Hitzschlag heimgesucht worden. W. fand im Krankenhaus Aufnahme. Umnachtung einen ganz gemeinen Meineid geleistet hat. Freilich, von dem der Grundstüdsbesißer Roswig aus Glienice betroffen die Sache ist etwas tiglich. Man soll ja in diesem Falle mehrere wurde. K. hatte auf dem Bock eines schwer beladenen Lastwagens feine intimsten Teilchen zerlegen, es geistig bei lebendigem Leibe vom Bock herab. Er fiel unglücklicherweise unter die Räder des Jahrzehnte zurückgreifen, ein ganzes hoheitsvolles Fürstenleben in gesessen. Während der Fahrt bekam er einen Hitzschlag und stürzte fezieren. Damals, als der erlauchte Graf am Starnberger See Wagens und wurde auf der Stelle totgefahren. Der Sohn des K. die dummschlauen Fischerknechte in vergoldeten Regen fing, stürzte der Kutscher Wronke aus der Novalisstraße infolge eines mußte dem Vorgang zusehen. In der Rheinstraße in Friedenau er bloß anormal. Das war bloß eine kleine Jugendsünde, geboren aus dem Vorrecht des Reichen, der vor anderen schlages vom Bock und wurde gleichfalls überfahren und schwer berlegt. Menschen auch in geschlechtlicher Beziehung nicht zu wenig voraus haben muß. Dann kam die jahrelange Sonnenperiode, in der an des Beim Baden ertrunken ist der Tischler Roman Wabersti. Eulenburgers feinästhetischem Empfinden noch heute beileibe nicht. hatte in der Oberspree in der Nähe von Erkner ein Bad nehmen Aus der Stadtverordneten- Versammlung. getippt werd en darf, wenn sich nicht andere Leute getroffen fühlen wollen. Er wagte sich zu weit in die Strömung hinein und wurde Die geftrige Sigung der Stadtverordneten war die vor Dred gefahren ist, bildet die Erklärung der Anormalität, ja fogar unter. Seine Leiche fonnte noch nicht geborgen werden. sollen. Und als endlich die homosexuelle Karre vollständig in den stromabwärts getrieben. Vergeblich suchte er gegen das Element anzufämpfen. Schließlich verließen ihn die Kräfte und er sant letzte vor den Sommerferien. Ihre Tagesordnung war über die zeitweise" direkte Unzurechnungsfähigkeit wieder mal das Alheillang, sie war ausgestattet mit einer reichen Fülle aller mög- mittel im preußischen Gerichtsverfahren. Aber glaubt nicht etwa. Unter den Rädern eines Mörtelwagens. lichen Verhandlungsgegenstände. Wenn es zu den Ferien daß das auch Klassenjustiz ist! Bewahre- man muß nur immer Unglüdsfall hat sich in der Liebigstraße zugetragen. geht, wird gewöhnlich im letzten Augenblick noch alles hinein- die Gelegenheit beim Schopfe fassen und die Stelle zu finden vier Jahre altes unbekanntes Mädchen wurde beim Ueberschreiten gestopft, was sich hineinstopfen läßt. In der Ferienvorfreude wissen, wo der Schuh drückt. Dann bleibt selbst der fürstliche Mein des Fahrdammes von dem Handpferd eines vorüberkommenden wird dann aber von der Versammlung auch manches debatte- eidige aus Liebenberg davor bewahrt, daß er das einzige in seiner Mörtelwagens erfaßt und unter die Räder geriffen. Das schwere Ios mitverramscht, was sonst vielleicht doch noch zu einer Sammlung noch fehlende Gitter erwirbt. Gefährt ging dem armen Geschöpf über den Oberleib hinweg. In Aussprache geführt hätte. Friedrichshain gebracht. Da die Lunge vernichtet ist, so ist an ein leblosem Zustande wurde die Kleine nach dem Krankenhaus am Wiederaufkommen des Kindes nicht zu denken Grü Heute Flugblattverteilung von der Grünen Ecke aus. Wahrein Friedrichshagen und Umgegend. Sonnabend, den 20. Juni, abends 8%, Uhr, im Restaurant Wilhelmsbad, Seestraße: Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Bezirkseinteilung. 2. Vereinsangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Der Borstand. Berliner Nachrichten. war Ein schrecklicher Ein etwa Haben wir uns eigentlich so furchtbar darüber aufzuregen, wenn Fürst Phili von aller Schuld und Fehle freigesprochen wird und siegestrunken auf sein Schloß zurückkehrt? Ganz und gar nicht. wir haben von vornherein nichts anderes erwartet. Wir müßten Auf hoher See fortgespült. Von einem beklagenswerten Ges dem Manne sogar dankbar sein, daß er nicht das letzte Fünkchen schick ist der Kunstmaler Reinhold Brandt aus Steglit betroffen Ehrgefühl" besessen hat, mit einer mitleidigen Kugel seine Anormalität worden. Wie der Schwester des B. vom Konjulat aus Bergen für immer sechs Fuß unter die Erde zu bringen. Es soll uns genügen, daß der ziemlich sichere Freispruch dieses traurigen Komödianten ein paar Hunderttausend neue Sozialdemokraten wirbt! " mitgeteilt worden ist, ist ihr Bruder auf einer Fahrt an Bord des Dampfers Margareta" von einer Sturzwelle erfaßt und ins Meer leberfahrt nach Schweden zu. B. war gerade dabei gewesen, auf gerissen worden. Der bedauerliche Vorfall trug sich während der Deck sizend, eine Stizze anzufertigen, als ihn die Welle erfaßte und ihn über Bord riß. Die sofort angestellten Rettungsversuche hatten leider keinen Erfolg. In Künstlerkreisen hatte sich B. einer großen Beliebtheit erfreut. Sturzer Prozeß wurde gestern sogar mit der Brand stiftungsfrage gemacht, so kurzer, wie man ihn mit den Brandstiftern selber machen möchte, wenn man sie hätte. Es muß abgewartet werden, ob die Prämien, deren Aussehung die Stadtverordneten wünschen, Erfolg haben werden. Zweifel daran wurden geäußert von unserem Genossen Weyl, der namens der sozialdemokratischen Fraktion die Frage aufwarf, ob nicht der Magistrat irgendwie darauf hinwirken könne, daß die Hausbesiger sich zu einer schärferen Ueberwachung ihrer Böden entschließen. Die Fraktion stimmte im übrigen dem Ausschußantrage auf Prämienaussetzung zu. Außerdem hatte sie aber einen Antrag ein Die städtische Erfrischungshalle im Treptower Part, mit größerem gebracht, der auf Uebernahme der Sicherheits- Garten versehen, bringt vertragsgemäß nur alloholfreie Getränke polizei durch die Stadtgemeinde abzielt. An- zum Ausschank. Der Bächter, welcher hierbei nicht zurecht kommt, Der Blanke Höllenfürst" verhaftet. Gestern furz nach Mitter gesichts der Unfähigkeit der„ königlichen Polizei" unserer Haupt- hatte sich an den Berliner Magistrat mit dem Ersuchen gewandt, nacht gelang es der Schöneberger Kriminalpolizei in der Steinstraße und Residenzstadt, den Brandstiftern das Handwerk zu legen, ihm auch den Ausschank von Bier zu geftatten. Der Magistrat hat in Berlin den„ Blanken Höllen- Räuberhauptmann", wie er sich von gewinnt in der Tat die Frage, ob nicht die Sicherheitspolizei indes dieses Ansuchen mit der Begründung abgelehnt, daß der„ ruhige feinesgleichen gern nennen hörte, in der Person des zwanzigjährigen zweckmäßiger und erfolgreicher von der Stadt selber ausgeübt Charakter der Erfrischungshalle gewahrt bleiben solle". Wenn die Friz Ünruh aus der Koburger Straße dingfest zu machen. Er ist werden könnte, ein neues und erhöhtes Interesse. Der Antrag, zieht und aus dem Bescheide herauslieft, daß jeder Bierausschant liner und Tempelhofer Kriminalbeamten verhafteten jugendlichen Berliner Gastwirte- Innung in ihrem Fachorgan hiergegen zu gelde bas leitende geistige Oberhaupt" jener zum Teil bereits von Berder wohl am besten, wie Genosse Stadthagen es vorschlug, in der Hauptsache Radaubrüder beherbergt, so will uns das über- Räuberbande, die am 2. d. M. am hellen Tage den Kaufmann W. zusammen mit den Maßregeln gegen die Brandstifter erörtert empfindlich erscheinen. Rings um Treptow und in Treptow selbst aus Wilmersdorf an der Tempelhofer Chauffee niederschlug und worden wäre, wird als besonderer Verhandlungsgegenstand gibt es so viele Gelegenheiten zum Biertrinken, daß Besucher des vollständig ausraubte. U. ist im vollen Umfange geständig. Seit auf die Tagesordnung der nächsten Sizung kommen. Barks, die für alkoholfreie Getränke nicht schwärmen, wahrhaftig seinem Abgang von der Schule hat er alle Nick Carter- und Sherlock Zu einer Bauvorlage, die das Virchow- kranten nicht in Verlegenheit tommen. Man muß in dieser Spezialfrage Holmes- Geschichten verschlungen und ist dadurch angeregt, auf den Gedanken der Gründung einer Räuberbande gekommen. Als er haus betraf, ergriff Genosse Schulz das Wort, um gegen beiden Teilen gerecht werden. den Herrn von weitem allein auf der Chaussee kommen sah, habe er die Bauverwaltung wie gegen die Krankenhausverwaltung Den Landwehrkanal zu einem Boulevard umzugestalten, diefer feiner Bande kommandiert, sich im Graben zu verbergen und sei schwere Vorwürfe wegen des bewiesenen Mangels an Umsicht sehr sonderbare Vorschlag beschäftigte ernsthaft die letzte Sigung dann zu ihm gegangen, um sich durch Anknüpfung eines Gespräches zu richten. Im weiteren Verlauf der Sigung gab dann noch der Tiefbaudeputation. Er wurde aber einstimmig abgelehnt, und zu vergewissern, was der Herr wohl wert fei. Als er das Vordie Vorlage über die dem Aquarium zugedachte zwar zunächst, weil er technisch nicht durchführbar ist. Ferner handensein einer goldenen Uhr und einer wohlgefüllten Börse festBeihilfe unserem Genossen Beyl Gelegenheit, darauf wurde auf die zunehmende Bedeutung der Schiffahrt auf dem gestellt, habe er den Unfittlich- Ueberfallenen" markiert und sich von hinzuweisen, daß die Stadt einmal genauer prüfen sollte, was Landwehrkanal hingewiesen, an der auch Rirdorf, Schöneberg und feiner Bande retten" lassen. Man habe dann gemeinschaftlich den denn von diesem Institut und seiner späteren Entwickelung er usw. müßten wieder eingehen und die jetzigen Uferstraßen und An- völlig ausgeraubt. Er felbft habe ihm außer den Stiefeln fogar Charlottenburg beteiligt sind. Die Häfen am Urban, Hafenplab Herrn, bis er besinnungslos geworden, geschlagen und gewürgt und wartet werden darf. lagen von der Potsdamer Brüde bis nach Charlottenburg ber- noch die Strümpfe ausgezogen. Die Beitte sei schließlich an der schwinden. Es wurde darauf hingewiesen, daß durch eine Ver- Blanken Hölle" ehrlich" geteilt worden. Fürstliche Sammler. breiterung der jeßigen Ufer- und Zufahrtsstraßen den Bedürfnissen des gesteigerten Verkehrs weit besser gedient werde. Hinzu kommt aber noch, daß die Versuchsanstalt für Wasserbau und Schiffbau auf der Schleuseninsel dann verlegt werden müßte, und daß die jeßige Entwässerung und Bewässerung des Tiergartens ausschließlich von Der Prozeß gegen den gottbegnadeten Aegirfänger, der auf der lumpigen Mutter Erde den Namen Fürst Eulenburg führt, soll wirklich noch vor den Gerichtsferien stattfinden, nach amtlicher Quelle sogar noch in diesem Monat. Trügt nicht alle menschliche Voraussicht, so werden wir im Moabiter Justizpalast nicht ein forensisches dem Landwehrkanal aus bewirkt wird. Sittendrama, sondern eine psychiatrische Komödie erleben. Die Abficht der Verteidigung, das geistestrante Moment nicht gerade als Der Oberbürgermeister beim Kaiser. Nebensächlichkeit zu behandeln, hat während der letzten Wochen Ueber die Audienz des Oberbürgermeisters beim Kaiser in immer festere Gestaltung angenommen. Der große Schau- Sachen Berliner Vertebrsfragen haben wir berichtet. Der Bolle " Vermißt. Seit dem 3. 4. 08, vorm. 61% Uhr, wird der Mechanikers lehrling Franz Kammel, 5. 6. 90 zu Oberwaltstadt in Böhmen geboren, vermißt. Beschreibung: 1,65 Meter groß, fchlant, dunkelblonde Haare, blaue Augen, fleine auseinandergehende Zähne, gerade Körperhaltung, blaffe Gesichtsfarbe. Kleidung: Kleidung: Dunfeffarierter Anzug, schwarzer Paletot, schwarze Schnallenstiefel, hellbraune, Strümpfe, Trifotleibwäsche, schwarzer steifer Hut. Zweddienliche Mitteilungen zur Auffindung des Genannten werden sowohl von der Kriminalpolizei als auch von jedem Polizeirebier schriftlich oder mündlich zu den aften 2313 IV 23. 08 entgegengenommen. Vorort- Nachrichten. Charlottenburg. Die Charlottenburger Stadtverordnetenversammlung wählte am Dienstag die Herren Cassirer, Dr. Gottstein, Meyer, Dr. Penzig, Sachs und Schliemann, deren Amtsperiode mit Ende des Jahres abläuft, auf 6 Jahre zu unbesoldeten Stadträten wieder. Neugewählt wurde der der liberalen Fraktion angehörige Stadtv. Dr. Spiegel. Eine lebhafte Erörterung rief die Frage der Gewährung von euerungszulagen an Lehrer und Lehrerinnen hervor. Die Regierung zu Potsdam hat am 25. Mai plötzlich eine Verfügung erlassen, durch die sie das Genehmigungsrecht für die durch Gemeindebeschluß den Rektoren, Lehrern und Lehrerinnen der Gemeindeschulen und der Bürgermädchenschulen bewilligte Teuerungszulagen in Anspruch nimmt und die bisher erfolgten Zahlungen für ungültig erklärt hat. Der Magistrat hat sich bereit erklärt, die Genehmigung der Regierung nachträglich einzuholen, bis zum Eingang der Genehmigung aber die weitere Zahlung der Teuerungszulagen einzustellen. Stadtv. Otto( lib.) betonte die Bedeutung dieses Vorfalls für die Selbstverwaltung, er beantragte, die Mitteilung des Magistrats einem Ausschuß von 11 Mitgliedern zu überweisen und ferner zu beschließen, ohne Rücksicht auf die Ausschußberatung dahin zu wirken, daß die Regierungsentscheidung über die Teuerungszulagen noch vor dem 1. Juli erfolgt. Bürgermeister Matting gab der Hoffnung Ausdruck, daß es gelingen werde, die Genehmigung der Regierung bis zum 1. Juli, spätestens aber bis zum Beginn der Ferien einzuholen. Stadtv. Dr. Borchardt( Soz.) hätte es für richtiger gehalten, den Magistrat aufzufordern, dafür Sorge zu tragen, daß mit möglichster Beschleunigung die Gemeindevertretung sich darüber einig wird, wie sie gegenüber der Verfügung der Regierung zu handeln hat. Er schlug vor, die Teuerungsvorlage in derselben Weise zu beschließen wie im Vorjahre, wenn nicht die Absicht besteht, etwa den Lehrern die Teuerungszulagen und darüber hinaus die Gehaltsverbesserung noch besonders zu gewähren. Für eine solche Tenerungszulage, die nur auf die eventuell zustande kommende Gehaltserhöhung anzurechnen sei, brauche man feine Genehmigung. Daher berühre es unangenehm, daß der Magistrat, ohne sich vorher mit der Versammlung ins Einvernehmen zu setzen, sofort die Genehmigung nachholen wolle. gelegt werden. Die Kosten für beide Rohre würden dann etwa| genommen, daß die Mädchen unbescholten waren. Dagegen if I 200 000 m. betragen. Es wird also ratsam sein, gleich ein Berurteilung erfolgt in einem Falle der Verleitung zum Meins 700 Millimeter- Nohr zu legen. Die Gesamtkosten der ganzen Anlage betragen 3 036 000 M. Nach einem Projekt, das von der Firma Börner u. Herzberg aufgestellt ist, würde bei einem Preise von 20 Pf. pro Kubikmeter Wasser schon in der ersten Zeit ein Gewinn verbleiben. Die Gemeindevertretung erklärte sich im Prinzip mit der Vorlage einverstanden. Die Inbetriebnahme ist spätestens für den 1. April 1911 gedacht. Trebbin( Kreis Teltow). Der Schleusenkolt hat wieder ein Opfer gefordert. Wie von Augenzeugen berichtet wird, badete der 21jährige Tischlergefelle Bzelzer aus Stargard an der Schleuse und schwamm durch den Kolt. Beim Zurückschwimmen, gegen den Strom, in der Mitte angelangt, rief er plöblich um Hilfe. Junge Leute, welche in une mittelbarer Nähe badeten, wagten sich aber nicht, ihm zu helfen. 3wei Erwachsene, welche schon beim Anziehen waren, sprangen nun schnell zur Hilfe herbei, tamen aber nur noch zurecht, um den Tischler kurz vor sich untergehen zu sehen. Wiederholtes Tauchen nußte nichts, erst als man einen Kahn und Stangen herbeigeholt hatte, konnte die Leiche geborgen werden. Potsdam. Die Sittlichkeitsverbrechen in Sanssouci. Ein Unhold, dem die Kriminalpolizei vor einiger Zeit das schmähliche Handwert gelegt hat, stand gestern in der Person des 45jährigen Arbeiters Robert Sappe, Lennéstraße 49 wohnhaft, vor den Richtern der Straffammer. Der Angeklagte hat sich den Vorpark in Sanssouci zum Felde feines verbrecherischen Treibens ausgesucht und durch Geldgeschenfe Kinder angelodt, an denen er sich verging. Durch das Geplauder eines Jungen, der die Sache mit angesehen hatte, tam das verhängnisvolle Treiben des Wüstlings ans Licht. An drei Mädchen im Alter von 13, 9 und 8 Jahren hat sich H. vergangen. Der Staatsanwalt beantragte gegen ihn 2 Jahre Zuchthaus, das Gericht erkannte auf 1 Jahr 3 Monate Gefängnis mit Rücksicht auf das Geständnis des Angeklagten. Die Kinderwelt ist vorläufig von diesem Menschen befreit. eide. Die Zeugin Michalska wurde mit ihrer Freundin Preuß am 19. Februar 1907 vernommen. Beide gingen darauf zum Angeklagten und beschwerten sich, warum er sie in diese Sache hinein. gebracht habe. Die M. sagte ihm, was sie ausgesagt habe. Da ist der Angeklagte wütend geworden und hat ihnen gesagt, daß sie nicht aussagen brauchten und hat sie zu beeinflussen gesucht, die Aussagen, die sie auf der Polizei gemacht hatten, vor Gericht zu widerrufen. Die M. war schon eidesmündig, die Preuß aber noch nicht. Was den Fall der Helene W. betrifft, so steht fest, daß der Angeklagte das 14½jährige Mädchen verführt hat. Die Familie hat aber keinen Strafantrag gestellt, sie hat vielmehr die Gelegenheit wahrgenommen, Geld von dem Angeklagten zu erhalten. Wie aus den Briefen hervorgeht, hat der Angeklagte bei der W. auchy immer nur darauf hingewirkt, daß die Eltern feinen Strafantrag stellen sollten. Das Mädchen war außerdem noch nicht eidess mündig. Schließlich ist in dem Falle des Mädchens W. Freisprechung erfolgt, weil es noch furz vor der Eidesleistung zuge geben hat, daß es schon vor dem Angeklagten Verkehr mit Män nern gehabt hatte. Der Angeklagte ist somit schuldig in zwei Fällen des Sittlichkeitsverbrechens und in einem Falle der Ber leitung zum Meineide. Bei der Strafabmessung mußte berüdsichtigt werden die Gemeingefährlichkeit des Angeklagten, ferner daß er seine tierischen Begierden ohne Rücksicht auf Gesundheit und Leben seiner Mitmenschen befriedigte und in vielen Fällen Von mildernden Umständen konnte großes Unglüd anrichtete. keine Rede sein, er hat die anderen nicht geschont und verdient auch deshalb keine Schonung. Der Gerichtshof hat deshalb auf eine Gesamtstrafe von 4 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrberlust erkannt. Dabei ist für die Verleitung zum Meineide 2 Jahre Zuchthaus in Ansatz gebracht worden. Vermischtes. feine Die Tragödie eines jungen Liebespaares ruft in Rathenow all gemeines Aufsehen hervor. Aus der Havel am sogenannten Burgwall wurden gestern die Leichen der Arbeiterin Frieda Röhricht, Die elektrischen Fischer" am Teltowfanal. In den nächsten Burgstr. 21, und des Mechanikers Scholz, Burgstr. 22, gelandet. Vor Tagen wird das Potsdamer Schöffengericht gegen eine Anzahl drei Tagen wurde an derselben Stelle der Leichnam des vierjährigen Personen verhandeln, die im vergangenen Winter durch Anwen- Töchterchens der R. geborgen. Zwischen dem jungen Paare Hatte Nachdem sich noch Stadtv. Stadthagen( natl.) in demselben dung eines ingeniösen Verbrechertricks schwunghafte Geschäfte feit einigen Jahren ein Liebesverhältnis bestanden, das nicht ohne Sinne wie Otto ausgesprochen hatte, gelangten die Anträge Otto trieben. Mehrere findige Köpfe benutten die Oberleitung des Folgen bleiben sollte. Sch. hatte die feste Absicht, seine Geliebte zu einstimmig zur Annahme. Treidelwerkes am Teltowkanal als Stromleitung zum Fischen. doch seine heiraten, Eltern wollten ihm hierzu Hierauf erstattete Stadtb. Holz den Bericht des Ausschusses über Sie befestigten einen Draht an der Leitung und führten hochden sozialdemokratischen Antrag betr. Erhöhung der Zahl der gespannten Strom ins Wasser. Dadurch wurden die Fische des Einwilligung geben. Es kam infolgedessen zu einem völligen Stadtverordneten und Neueinteilung der Wahlbezirke. Der Kanals auf 10 Meter im Umkreise betäubt und dann mit Nezen Bruch zwischen dem jungen Manne und seinen Angehörigen. Die Ausschuß hat die Notwendigkeit einer Vermehrung der Zahl der herausgefangen und billig verkauft. Es wurden direkt Engros- beiden jungen Leute, die in der letzten Zeit auch von der Not heimStadtverordneten nicht anerkannt, er empfiehlt die Zahl derselben geschäfte betrieben. Die Fischer" gingen mit größter Vorsicht zu gesucht wurden, faßten den Entschluß, gemeinsam aus dem Leben durch Ortsstatut festzusehen. Den zweiten Teil des sozialdemo- Werke. Als sie endlich überrascht wurden, leugneten sie, inzwischen zu scheiden. Auch das Kind sollte mit in den Tod gehen. Vor fratischen Antrages empfiehlt er zur Annahme; der Magistrat soll haben sie sich zu einem Geständnis bequemt. Der Fischreichtum des einigen Tagen verschwand das Paar plötzlich. Angeblich waren die also noch vor den nächsten Ergänzungswahlen eine angemessene Ab- Kanals wurde durch ihren Fang per Elektrizität erheblich ge- beiden nach Dresden zu einer Verwandten der N. gefahren. Als grenzung der Wahlbezirke vornehmen. Dieser Antrag gelangte zur mindert. jedoch die Leiche des Kindes aus der Havel gelandet wurde, kam Annahme, nachdem Stadtv. Hirsch noch einmal dem sozialdemo-. man zu einer anderen Ansicht. Gestern wurden die Leichen des fratischen Antrage in vollem Umfange Folge zu leisten ersucht hatte. Baares an das Ufer getrieben. Sie waren fest zusammengeschnürt. Dem Verein für die Berliner Arbeitertolonien beDas Kind hatten die beiden, bevor sie selbst ins Wasser gingen, willigte die Versammlung aus Anlaß seines 25 jährigen Bestehens, ertränkt. unter gleichzeitigem Erwerb der Mitgliedschaft der Stadtgemeinde, eine einmalige Beihilfe von 500 M. aus dent Dispositionsfonds, Genosse Flemming machte den vergeblichen Versuch, der Mehrheit eine Schilderung von der antifozialen Tätigkeit des Vereins zu geben. " Der Gefangverein Charlottenburger Liedertafel"( M. d. A.-S.-B.) veranstaltet am Sonntag, den 21. Juni cr., im Lokal von Fritz Kant ( Restanrant Waldhaus"), Tegeler Weg 38, ein Sommerfest ( Konzert, Gesang, Tanz und Kinderbelustigungen). Entree inklusive Tanz und Programm 25 Pf. Kinder erhalten zum Fackelzug eine Stoclaterne gratis. Anfang 8 Uhr. Pankow. Gerichts- Zeitung. Prozes Riedel. Sozialdemokratischer Wahlverein Landsberg: Soldin.( Drts. berein Berlin.) Heute abend 8, Uhr, im Gewerkschaftshause, Engelufer 15, Saal 2: Monatsversammlung. Gäste willkommen. Zentralverband der Handlungsgehilfen und Gehilfinnen Deutschlands. Heute abend 9 Uhr, Arminhallen", Kommandanten ftraße 58/59. Vortrag des Genossen Grunwald: Was ist uns Goethe?" Gäste willkommen. Eingegangene Druckschriften. 4 Beit Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, Paul Singer) ift foeben das Es hat folgenden Inhalt: 38. Heft des 26. Jahrgangs erschienen. Die erste Bresche. Zum Gewerkschaftskongreß in Hamburg. Bon Emil Kloth. Die dritte Duma. Bon N. Trokkh. Der fiebente internationale Tertilarbeitertongreß in Wien. Bon Aug. Baudert- Weimar. Gewerk schaftsliteratur über Arbeiterstatistik und Tarifverträge. Von Adolf Braun. Die Frankfurter Heimarbeitausstellung. Von Wilh. Dittmann. schriftenschau. Feuilleton der Neuen Zeit Nr. 5 und 6: Proletariat und laffit. Von C. Korn. Die Anfänge einer modernen Monumentalmalerei. Bon John Schikowski. Die Entwickelung des Weltalls. Von Anton PanneVon Bildungsausschuß: Zur Klassikerbibliothek für Arbeiter. Arbeiterbibliotheken. Bücherschau: Josef Dießgen, Erkenntnis und Wahrs heit. Hermann Graf Keyserling, Unsterblichkeit. Start Larsen, Poetische Reifen. Rudolf Hans Bartsch, Zwölf aus der Steiermark. Leonhard Schridel, Der goldene Stiefel. Gerard van Hulzen, Bagabunden. Blätter: Von San Remo bis Monte Carlo. Loet. " Lose Bom Wahren Jacob" wird in den nächsten Tagen die 13. Nummer des 25. Jahrganges erscheinen. Sie gedenkt des fiebzigsten Geburtstages Julius Mottelers durch persönliche Erinnerungen an ihn aus der Feder ersten Leipziger Aufenthalts. Ferner bringt die Nummer die beiden von Wilhelm Blos und durch Wiedergabe eines Borträts aus der Zeit des farbigen Bilder zwei Erzieher“ und„ Aus Medlenburg", sowie die weiteren llustrationen" Bülow in der Wahlnacht des 3. Suni"," Staffeeklatsch", Bur preußischen Landtagswahl"," Das gerettete Baterland"," Der lekte Freiersmann"," Zwei Verfemte auf der Suche nach Kameraden"," Fromme Landwirtschaft"," Beffere Beiten jest" und Aus Reval". Der tertliche Teil der Nummer bringt die Gedichte Die preußische Landtagswahl"," Hans Portier Kirschner"," Sivilisten und Zivilliste" von Alfred Scholz, Der Gudindieluft"," Manteuffels Geiſterſtimme"," Gefängnisstimmungen" von Richard Wagner, Leg Münzer"," Der feste Ritter"," In Breußen", Blocchauffeur" und außer zahlreichen fleineren Beiträgen noch das satirische Feuilleton Preußische Landeskunde" und die Novelle Mütter" bon Paul Enderling. Der Preis der 16 Seiten starken Nummer ist 10 Pf. " " " Die feit 8 Tagen vor der dritten Straffammer des Landgerichts I geführte Verhandlung gegen den Dr. phil. Vittor Riedel ist gestern nachmittag zu Ende gegangen. Für die Freisprechung des Angeklagten plädierte nochmals in zweistündiger Rede RechtsWeiter erklärte sich die Versammlung mit der Gewährung eines anwalt Dr. Alsberg, dem sich Rechtsanwalt Hillebrand in kurzen laufenden Beitrages bon 3000 m. pro Jahr an den gemein Ausführungen anschloß. Nach einer Replik des Staatsanwalts Dr. nügigen Verein für Rechtsaustunft in Groß- Berlin Schindler zog sich der Gerichtshof zur Beratung zurüd, die etwa einverstanden. Der Verein wird am 1. Juli eine Rechtsauskunftsstelle 2 Stunden dauerte. Gegen 2½ Uhr verkündete der Vorsitzende in der Bismarckstr. 49 eröffnen. Landgerichtsdirektor Lieber das Urteil. Aus den Gründen ist folDer sozialdemokratische Antrag betr. Einführung einer Wert- gendes hervorzuheben: Der Angeklagte war beschuldigt, mit einer zuwachssteuer, den die Mehrheit bisher stets abgelehnt hatte, Berson unter 14 Jahren in zwei Fällen unzüchtige Handlungen wurde nach kurzer Begründung durch den Genossen Hirsch einem vorgenommen, in vier Fällen unbescholtene Mädchen unter sechAusschuß überwiesen. zehn Jahren verführt und in zwei Fällen es unternommen zu Ein weiterer sozialdemokratischer Antrag, der den Magistrat haben, Beugen zum Meineide zu verleiten. Gegen den Angeklagten ersucht, gemeinsam mit der Versammlung in gemischter Deputation waren in den letzten Jahren wiederholt Anzeigen ergangen, wonach über Maßnahmen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit er unfittlichen Handlungen beschuldigt wurde, es haben Unterzu beraten, gelangte zur Annahme, nachdem Biets in ein- suchungen stattgefunden, aber in feinem Falle ist es zu einer gehender Weise das Problem der kommunalen Arbeitslosenfürsorge Hauptverhandlung gekommen, da sich immer Schwankungen in erörtert und Wilt seine Darlegungen durch Beispiele aus der den Zeugenaussagen zeigten. Die Zeugen waren offenbar beeinBragis ergänzt hatte. flußt oder die Zeugen waren nicht zweifelsfrei. Es schwebte nun Schließlich beschloß die Versammlung noch, die Berufung gegen wiederum ein Verfahren, in welchem eine Zeugin eine belastende das die ungültigkeit der Wahlen unserer Genossen Scharrnberg Aussage gemacht hatte. Am 22. November widerrief die Zeugin und Flemming aussprechende Urteil des Bezirksausschusses zurück- diese Aussage und behauptete, sie sei durch Drohungen zu dieser zuziehen. Da die beiden Genossen auch ihrerseits Berufung ein- gezwungen worden. Nun erhielt die Polizei den Auftrag, das gegelegt haben, find ihre Mandate trotz dieses Beschlusses nicht er- famte Treiben des Angeklagten zu beobachten und näher zu prüfen. Loschen. Das geschah monatelang und hat ein reiches Ergebnis gehabt. Die Bolizei hat wohl selbst nicht geglaubt, daß der Angeklagte noch die Stirn haben würde, sein Treiben noch fortzusehen, als das Verfahren schon schwebte. Es wurden mehrere Mädchen festgehalten, die aus der Wohnung des Angeklagten heraustamen, Papiere wurden beschlagnahmt und so die Adressen verschiedener Personen festgestellt. Abgesehen von den zur Anklage stehenden Fällen stellte es sich heraus, daß der Angeklagte seit Jahren auf der Straße Mädchen zu seinem Verkehr gesucht, daß manche mit ihm in Verfehr getreten, nachdem er sie in einer Konditorei und dann in seine Dreimillionenprojekte des neuen Bankower Wasserwerkes. Nachdem Aussicht gestellt hat. Es ist wohl im wesentlichen bei den Mädchen Die Gemeindevertretung beschäftigte sich am Dienstag mit dem Wohnung mitgenommen und daß er manchen auch die Heirat in Bankow seit Jahren unter der Wasserfalamität zu leiden hatte, zunächst die Absicht gewesen, sich von dem Angeklagten freihalten wurden endlich Schritte unternommen, ein geeignetes Terrain anzu- zu lassen. Es war nicht festzustellen, daß sie gleich mit der Absicht faufen. Die Leistungen des alten Wasserwerkes konnten den An- des Geschlechtsverkehrs zu ihm gegangen sind. Wenn es ihm geforderungen der letzten Jahre nicht mehr genügen. Die Gemeinde lang, sein Opfer an sich zu ziehen, so erregte er sie durch bewar gezwungen, auf andere Weise Wasser herbeizuschaffen. So rauschende Weine und unzüchtige Gespräche, benutzte sie dann zu wurde denn ein Vertrag mit Berlin abgeschlossen, Wasser bis 1500 feinen unfittlichen Zwecken und entließ sie dann mit einem kleinen Stubikmeter pro Tag im Maximum zu liefern. Damit war nur ein Taschengeld oder Fahrgeld. In vielen Fällen sind den Mädchen Die juristische Sprechstunde findet Lindenstraße Nr. 3, zweiter dritter Eingang, vier Treppen, Fahrstuhl Provisorium geschaffen. Es wurden nun Bohrversuche in der Gegend auch perverse Zumutungen gemacht worden und er hat manche Sof. Geöffnet be von Mühlenbeck, Wandlig und Umgegend angestellt, jedoch mit veranlaßt, ihre Schwester oder ihre Freundin mitzubringen. Wenn wechentäglich abends von 7 bis 9 1hr ftatt. negativem Resultat. Ein Angebot, in der Nähe des Berliner dann ein polizeiliches Verfahren drohte, hat der Angeklagte sich Sonnabends beginnt die Sprechstunde um 6 Uhr. Jeder Anfrage ist ein Wasserwertes in Tegel Wasser zu bekommen, zerschlug sich ebenfalls, da an die Betreffenden herangemacht und seinen Einfluß ausgeübt, Buchstabe und eine Zahl als Werkzeichen beizufügen. Briefliche Antwort Berlin befürchtete, daß ein neues Werk Einfluß auf die Ergiebigkeit damit sie nicht die Wahrheit sagen sollten. Dies ist das allgemeine wird nicht erteilt. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. Geschworener. Die Schöffen und die Geschworenen erhalten lediglich des alten haben könnte. Endlich war es gelungen, in der Nähe von Bild. Hier aber kommen nur die Fälle in Frage, in welchen der Vergütung der Reisefoften.(§§ 55 und 96 des Gerichtsverfassungsgesehes). Schulzendorf eine Offerte zu erhalten, to denn auch sofort Bohr- Angeklagte sich einerseits an einer Person unter 14 Jahren ber- Ein Untrag, Diäten zu bewilligen, ist wiederholt von der sozialdemokratischen versuche angestellt wurden. Zunächst war das Resultat ein gutes, gangen und andererseits Madchen unter 16 Jahren verführt haben Fraktion gestellt und wird wohl bei der nächsten Aenderung des Gerichts. beim sechsten Bohrversuch stieß man jedoch auf start moorige foll, aber auch nur unter der Voraussetzung, daß lettere unbe- berfassungsgefeges Annahme finden. G. 23. 113. Sie müssen infolge W. B. 88. Nein, damals Schichten, die zu dem Zwede wenig geeignet waren. Außerdem scholten waren, daß seitens der Familie der Strafantrag gestellt ist Ihrer Unterschrift für die Miete aufkommen. E. 2. 67. Leider Ja. A. 28. Sie sind zur hatte sich Berlin zu derselben Zeit umfangreichen Besitz ganz in der und der Nachweis geführt werden kann, daß die Mädchen auch am Moltenmarkt. Zahlung verpflichtet, indeffen kann die Steuerdeputation auf Ihren Antrag Nähe gesichert. Die Versuche mußten erneuert werden. So kam verführt worden sind. Nord 10. Da Ihre Schwester bereits über hin Erlaß bewilligen. man auf das Gebiet des Herrn v. Veltheim in der Nähe von In dem ersten Fall soll der Angeklagte mit der 13jährigen R., 40 Jahre alt ist, ist es besser, die Selbstversicherung zu unterlassen, Stolpe. Der geologische Unterbau soll hier das alte Oderbett sein. welche von ihren Eltern mit Obst zu ihm geschickt war, unzüchtige da diese zwecklos ist. Th. Sp. 9. 1. Ja. 2. Sie können ein Die Bohrungen sind gut ausgefallen. Es sollen nach dem Vertrage Handlungen vorgenommen haben. Sie hatte ihn erst nicht an- Gesuch an den Vorsitzenden der Steuerveranlagungskommission richten. 50 Morgen in einem Streifen von mindestens 25 Meter Breite getroffen, dann traf sie der Angeklagte auf der Treppe und nahm 5. R. 21. Eine Stlage auf Ersatz des Schadens hätte Aussicht auf K. 22. erworben werden. Das Gelände zieht sich von dem alten Elsbruch sie mit in seine Wohnung. Letzteres ereignete sich dann noch ein- Erfolg. Sie müßten notariell oder gerichtlich einen Vertrag bis zur Habel hin in einer Front von 150 Meter. Der große mal. Dieser Tatbestand ist der Kriminalpolizei gelegentlich der schließen. Der Vertrag hätte aber bezüglich der schwebenden VerbindlichStettiner Wafferweg wird hier zur Herbeischaffung von Kohle benutzt Untersuchung eines anderen Falles bekannt geworden. Einem feiten feine Birtfamleit. Samariter 1888. Die Mitglieder der be werden. Das Gelände gestattet die Anlage von 85 Brunnen, die in solchen jungen Mädchen kann man nicht ohne weiteres unbedingten treffenden Kolonne fönnten gemeinschaftlich auf Herausgabe mit Erfolg J. M. 15. Leider ja: das vorausgegangene Jahr ist für die einer Entfernung von 31 Metern voneinander stehen. Es ist durch Glauben schenken, sie ist aber ausführlich vernommen worden und Steuerveranlagung maßgebend. G. K. Weiß 33. Die Eltern würden Vertrag festgelegt, daß in der Nähe dieses Geländes teine Fabrit machte in ihren detaillierten Angaben so viele einzelne Beschrei nur dann haften, wenn nachgewiesen würde, daß bei gehöriger Aufsicht betriebe oder sonst eine Anlage geschaffen werden darf, die im- bungen auch von der Wohnung usw., daß diese ihr unmöglich sug- unglüd nicht passiert wäre. 5. F. Sie müßten sich an das Landratsgeriert worden oder erdacht sein konnten. Bezeichnend ist es auch, amt des Streises Niederbarnim wenden. G. 2. Ja: ein Wider stande wäre, das Grundwasser zu berunreinigen. W. W. Oranienstraße. Nein. Die Kosten für den Grunderwerb und die ganzen Anlagen sind daß das Mädchen mit der Behauptung auftrat, daß es mit Droh- spruch wäre ohne Aussicht auf Erfolg. natürlich recht hohe. Der Morgen Land fostet bei Abschluß bis zum ungen seitens der Polizei zu ihrer belastenden Aussage gezwungen 1. Juli 6000 W., bis zum nächsten Jahre 7000 M. Wenn man die sei. Die Polizei hatte aber schon in der Voraussetzung, daß solche Amtlicher Marktbericht der städtischen Markthallen Direktion über Marktlage: Fleisch: Entfernung von Berlin in Betracht zieht, ist dies ein recht hoher bekannten Einreden vorkommen würden, alle Vorsichtsmaßregeln den Großhandel in den Zentral- Markthallen. Preis. Bei der Anlage ist die Rohrleitung das kostspieligste. Das getroffen, um solchen Verdacht nicht auffommen zu lassen. Der Bufuhr start, Geschäft schleppend, Preise für Stalb- und Schweinefleisch nach gebend. Wild: Zufuhr genügend, Geschäft still, Breise fallend. Ges Drudrohr muß für die ganze An.age eine Weite von 700 Milli- Bater des Mädchens ist offenbar beeinflußt worden. Das Gericht flügel: Bujur genügend, Geschäft still, Preiſe fallend. Fische: Zufuhr meter haben. Für die erste Anlage würde jedoch ein solches hat die belastenden Angaben des Mädchens für durchaus glaubhaft genügend, Geschäft matt, Preise teilweise weiter nachgebend, son wenig von 500 Millimeter Durchmesser genügen. Es würden dadurch jezt gehalten. Sier mußte also eine Verurteilung erfolgen, dagegen verändert, Seefische faum absehbar. Butter und Käse: Geschäft etwa 450 000 92. erspart werden. Bei voller Ausnutzung der ganzen ist in den Fällen der Verführung der Mädchen unter 16 Jahren lebhaft, Preise unverändert. Gemüse, Obst und Südfrüchte: Anlage müßte jedoch bald ein zweites 500 Millimeter startes Rohr ein Freispruch erfolgt. In diesen Fällen hat das Gericht nicht anzufuhr genügend, Geschäft anfangs flau, später lebhaft, Preise nachgebend. Berantwortlicher Redakteurs Georg Davidjohn, Berlin. Für den Juferatenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Berlag: Borwärts Buchdruderei u. Berlogsanstalt Paul Singer& Co, Berlin SW flagen. -Briefkaften der Redaktion.