Jr. 42. Grscheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: Bierteljährlich 8,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Defterreich, Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mik.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochens tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vors mittags geöffnet. fernsprech- anslu Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sonnabend, den 18. Februar 1893. Der Bukunftsstaat der Agrarier. O dieser Zukunftsstaat! Wie er uns anheimelt Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. freilich nicht im anziehenden Sinne. Ist er doch ein alter, Politische Meberlicht. der ein uralter Bekannter. Und je genauer wir ihn betrachten, Berlin, den 17. Februar. je vollständiger die Kardorff, Hammerstein und Konsorten Butunftsstaat und nichts als Zukunftsstaat! Der ihn und seine Geheimnisse enthüllen, desto bekannter kommt Aus dem Neichstage. Endlich nach 14- tägiger Des Deutsche Reichstag hat zu viel Zeit. Er hat so verzweifelt er uns vor. Nur der Junker ist ein Mensch. Nur der batte ist heute Abend kurz vorg6 Uhr die Position:„ Gehalt wenig zu thun, daß er all' seinen Scharfsinn aufbieten Junker hat das Recht zu leben. Jeder Groschen, der nicht des Staatssekretärs des Innern" zur Annahme gelangt. muß, um die Zeit tootzuschlagen. Der Nothstand, die Krise, in eine Junkertasche kommt, hat seinen Beruf verfehlt. Bolle 14 Tage ist zu dieser Position gesprochen worden, die Militärvorlage, die Verwirrung der politischen Lage, Das ganze Land, der ganze Staat, die ganze Gesellschaft, aber nicht ein einziger der zahllosen Redner hat über die die allgemeine Unsicherheit und das allgemeine Mißbehagen das ganze Volk ist nur für die Junker da. Die Industrie, selbe gesprochen. Die widerspruchslose Annahme der Bo- das sind Dinge, um die elende Nörgler und Umstürzler der Handel muß„ bluten" für den Junker. Der Jude ist| sition war von Anfang an sicher. Je weniger aber über sich bekümmern mögen, die aber für die großen Geister der Jagdwild für den Junker. Die„ Währung" wird zeit den Etat- Posten selbst geredet wurde, desto offener schütteten staatserhaltenden Parteien im Reichstag nicht vorhanden gemäß reformirt für den Junker alles Zukunftsmusik die Redner aller Parteien ihre Herzen über alles mögliche find. Die wilden" Franzosen, die selbstsüchtigen Engländer, aus der Vergangenheit. sonst und noch einiges dazu aus. Die letzten Tage gehörten die dollarwüthigen Yankees mögen sich um die Angelegen- Wenden wir den Blick von dem Luftschloß zu dem den Agrariern. Die Aussicht auf den Abschluß eines Handelsheiten dieses Jammerthales von Erde bekümmern, wir- Original- vergleichen wir das Jdeal mit der Wirklichkeit: vertrages mit Rußland, scheint diese Kreise ganz rabiat so denken die Herren- wir haben weit höheres Ver- Vergangenheitsstaat: Der Städter wird auf gemacht zu haben. So ließen sie im Abgeordnetenhaus und langen, wir pfeifen auf die platte Wirklichkeit und schwingen der Landstraße ritterlich überfallen, und seine Börse ritters Reichstag los, was sie an Rednern auf die Beine bringen uns empor in die unermeßliche, endlose, graue Nebelwüste lich erleichtert. Der Bauer ist an die Scholle geschmiedet konnten. Da morgen die große agrarische Heerschau 10 des Zukunftsstaates von Wolfenkututsheim! und muß frohnen. Der Jude wird gehetzt und geplündert. ein kleines Seitenstück zum tonservativen Parteitag auf Und seit nun zehn Tagen stochern sie mit der Stange Das Geld wird umgeprägt und gefälscht- neue Währung Tivoli hier stattfinden soll, ließ man, um den Dele im Nebel herum- zuerst vier Tage lang im Zukunfts- und Falschmünzerei. girten das richtige Verständniß für die Noth der Landstaat der ehrsamen Spar- Agnes und nach dieser herz- Butunftsstaat: Das gesammte Volt wird ver- wirthe" beizubringen, alle Minen springen. Indeß, allzu stärkenden Einleitung jett feit sechs vollen Tagen in mittelst der Kornzölle, Liebesgaben u. s. m. geschröpft und scharf macht schartig. Nachdem heute Graf Raniz noch dem Zukunftsstaat der uckermärkischen Granden, die sich ausgesogen. Der Bauer wird an die Scholle geschmiedet einmal alle Angriffe der letzten Monate zusammen faßte heute Agrarier" benamsen. und muß frohnen. Der Jude wird gehegt und geplündert und sie gegen die Regierung auszuspielen suchte, ergriff Gerecht, wie wir sind, wollen wir nicht anstehen, zugleich allen andern Nichtjunkern. Die Goldwährung heute Reichskanzler ชิน einer Abwehr Das bekennen, daß die zweite Zukunftsstaats- Debatte ent- wird abgeschafft, und der Hunter zahlt seine Schulden in Wort, die in ihrer ersten Hälfte sich in einer schieden viel interessanter ist, als die erste. Es erklärt sich entwerthetem Gelde neue Währung und Falschmünzerei. so fchroffen Weise gegen die Bauernhezer der dies daraus, daß die Hammerstein, Mirbach, Kardorff, Ist die Aehnlichkeit nicht frappant? Gleicht der Zu- Rechten wandte, wie wir sie, offen gestanden, Schalscha lebendige, sprechende, schreiende, packende, uns und tunftsstaat dem Vergangenheitsstaat nicht wie ein Ei dem Grafen Caprivi gar nicht zugetraut hätten. Offen erunserem Geldbeutel kräftig auf den Leib rückende Menschen andern? Nur daß die Eierschale etwas glätter ist, und klärte der Kanzler, daß er wohl wisse, daß es den agras find, wohingegen die gespenstische, blutarme Spar- Agues etwas weniger romantisch. Der Raubritter war gröber, rischen Junkern darum zu thun, die Regierung und speziell blos das Phantasiekind einer lebendig gewordenen Ziffer ist, dafür ist sein moderner Epigone methodischer mit Zöllen ihn, den Kanzler, zu stürzen. Er will aber nicht gehen und die niemals Phantasie gehabt hat. und Liebesgaben ergattert er sich spielend das Tausendfache er sei bereit, den hingeworfenen Fehdehandschuh aufzunehmen. dessen, was bei der einfachen, rüden Strauchritterei heraus- Der Redner beschwerte sich über den Ton", der von den die Luftschlösser, die uns da vorgespiegelt werden, sind zwar fam. Statt Ginzelner, die der Zufall in den Weg führt, Agrariern angeschlagen und der über alles zulässige Maß einstweilen noch Luftschlösser, allein wie die Fata Morgana werden jetzt Alle am Kragen, oder richtiger am Geldbeutel hinausgehe. Weiter warf der Kanzler den Agrariern vor, sind sie Abbilder, Luftspiegelungen der Wirklichkeit. Und gefaßt. Die Leibeigenschaft heißt heute Regelung der Frei- daß sie nur kritisirten und tabelten, aber keine Vorschläge liegt die Wirklichkeit auch in weiter Ferne, weit, weit hinter zügigkeit; die Falschmünzerei Doppelwährung oder zu machen wüßten, um das Getadelte zu bessern. uns, so sind diese lebendigen, schrechenden, schreienden, Bimetallismus; die Judenheßerei- Antisemitismus, Ver- Die Bemerkungen des Kanzlers, daß er kein Agrapackenden, uns und unserem Geldbeutel fräftig auf den christlichung des Staats.. rier sei, daß er fein Stüc Boden sein eigen Leib rückenden Menschen mit allem Eifer und grimmigem Wir danken den Herren Agrariern, daß sie uns ihren nennen könne, auf dem ein Halm wachse, und daß Heißhunger bemüht, die Wirklichkeit an die Stelle des Ab- Zukunftsstaat bis in alle Einzelheiten gezeigt und ausgemalt er es nicht für wünschenswerth halte, daß der bildes, die echten alten Raubschlösser an die Stelle haben. Wir danken für das verheißene Paradies. Ihr leitende Minister Großgrundbesitzer sei, zielten ersichtlich der neuen agrarischen Luftschlösser zu sehen und uns Vergangenheitsstaat war gewiß nicht sehr lieblich, allein er nach Friedrichsruh und dürften dort schwerlich zur Bes oder in dieselben hineinzusperren wenn nicht ist uns noch hundertmal lieber als der geträumte Zukunfts- ruhigung gewisser Nerven dienen. So selbstbewußt der in sie, doch neben fie, in die nächste Nähe, staat. Die Raubritter waren zwar keine manierlichen und erste Theil der Kanzlerrede flang, so sehr war der Schluß als väterlich," behütete Schollengefangene, an die feinfühligen Gesellen, sie verstanden sich aber auf's Schröpfen derselben von dem Bestreben diftirt, mit den halsstarrigen Scholle gefeffelte( glebae adscripti) Zukunftsstaatsbürger. und Taschenleeren lange nicht so gut, wie die Herren Junkern wieder zu einer Versöhnung zu gelangen. Speziell Nicht Alle an die Scholle gefesselt. Auch emfige, Ururenfel. Und schlimmer konnten sie den Unglücklichen, aber warnte der Kanzler vor der neuen Bauernbewegung, Schachernde Städtebewohner muß es ge ben, die Geld verdie sie in der Gewalt hatten, auch nicht mitspielen. deren Konsequenzen nicht abzusehen seien. Man könne nicht dienen, damit die Herrscher im agrarischen Zukunftsstaat Und dann raubten sie wenigstens ehrlich und mannhaft. wissen, wo dieser Strom münden werde und ob derselbe sich auch gelegentlich Zwangsanleihen machen können, nach Sie waren teine lämmerschwänzelnden Heuchler, sie jammerten in seinem Laufe nicht mit einem anderen Strom dabei Art, wenn auch nicht ganz in der Weise ihrer Ahnen, der nicht und bettelten nicht. sah der Kanzler recht ängstlich zu den Sozialdemokraten hinüber verbinden werde. biederen Herren Haubritter von und zum Strauche. Der Zukunftsstaat ist wenigstens etwas Greifbares Feuilleton. Nadbrud verboten.) [ 18 Fort mit dem Sput des agrarischen Zukunftsstaats! derselben Richtung zuwandte, überraschte ihn, beunruhigte ihn jedoch nicht. Und sonderbar! Die Betrachtung der Liebe eines Anderen trug am meisten dazu bei, ihn seiner eigenen gegenüber blind gegenüber blind zu machen. Seine nüchterne Würdigung des Mädchens stand in einem Freundes, daß es ihm unmöglich schien, daß sie beide unter dem Einflusse desselben Gefühles ständen. -dem " In der That, richten Sie viel auf diese Art aus?" fragte Repin. Ja, besonders im letzten Jahre." Stepin schien sehr viel Interesse daran zu nehmen. " Und finden Sie, daß Ihre Anstrengungen einige Die Laufbahn eines Nihilisten. so schneidenden Gegenſake zu der Verzückung feines Früchte tragen?" fragte er in zweifelndem Tone. Von S. Stepniat. Autorisirte Uebersehung. Frei ins Deutsche übertragen von Bertha Braun. thut besser daran, dem zu entsagen. Gregor kam seltener nach dem schwarzen Flusse als Andrej. Er war von seinen Schreibereien sehr in Anspruch genommen, da der größte Theil der Führenden außerhalb der Stadt war. Andrej erwartete ihn aber an diesem Sonngewesen war. Sicherlich," sagte Andrej; weshalb sollten wir es denn sonst thun?" " D, man besteht oft am meisten auf Dingen, die fruchtlos find," fügte Repin hinzu. Von Geburt Adeliger, als ein Mitglied der Leibeigene besitzenden Kaste erzogen, theilte Repin mit den Besten seiner Generation das Vorurtheil, daß die Kluft zwischen den GeBiele Frauen hatten ihn sehr gerne", heiratheten jedoch immer irgend einen Anderen. und er fand sich munter damit ab. Die Liebe eines Weibes tage, da er während der ganzen Woche nirgends zu jeben bildeten und den Arbeitermassen unüberbrückbar sei. Als ist ein großer, aber gefähr- sicher Segen; ein Verschwörer Als Andrej das hübsche Landhäuschen Repins betrat, Advokat bei politischen Untersuchungen traf er mehrere dessen Gebält in russischem Stile geschnitzt war, fand er Arbeiter und Bauern, welche mit ihren gebildeten Bas Tanija anbetrifft, wurde sie von Gregor geliebt den Advokaten allein. Tanija war ausgegangen. Man sagte Brüdern vollständig fraternisirten. Dies überraschte - der ihr mehr als ein Bruder war; und anfänglich ihm, daß Lena nach dem Mittagessen vorgesprochen, während ihn als etwas ganz Neues. Aber eine Schwalbe, selbst glaubte Andrej, daß Tanja Gregor's Liebe erwidere. Dies Gregor im Park wartete, uni sie zu einem Spaziergang ein halbes Duzend Schwalben machen keinen Sommer. schloß jede Möglichkeit aus, sie anders als eine Schwester abzuholen. Wlan erwartete sie erst spät Abends zurück. Tief Er blieb ebenso ungläubig wie früher und freute zu betrachten. Späterhin begann er an Tanja's Gefühlen enttäuscht, war Audrej im Begriffe fortzugehen. Sein Wirth fich, Gelegenheit zu haben, über diese Frage von einem für seinen Freund zu zweifeln. Aber ein freimüthiges hielt ihn aber zurück. Manne, der fie muthmaßlich in- und auswendig kannte, Band brüderlicher Freundschaft war bald zwischen ihnen mehr zu hören. Ruhen Sie ein wenig aus und rauchen Sie eine Bigarre. hergestellt und wurde stärker, je besser sie einander kennen lernten. Ihm machte es Vergnügen, das Knospen und Ich mache jetzt Feierabend." Wachsen einer schönen jugendlichen Seele mit ihrer ungeftümen Sehnsucht und ihrem schüchternen Bögern, ihrer Recheit und ihrem Kleinmuth zu beobachten. Diesem und feinem stärkeren Gefühle schrieb er die beständige Sehnsucht sie zu sehen zu, die Trauer, welche ihn übertam, wenn irgend ein unglückseliger Zufall ihn dieses Vergnügens beraubte. Daß sein Gedankengang sich immer Eine neu erschienene gelbe Monatsschrift lag vor ihm. Beim Lesen schnitt er sie auf. Woher kommen Sie und was giebt es Neues in Ihrem Welttheil?" fragte Repin. Sollen wir in die Luft gesprengt werden, und haben Sie den Zünder befestigt?" Nein, so was Schreckliches hab' ich nicht gethan," er widerte Andrej. Ich war in einer Arbeiterversammlung." Mit ernster Aufmerksamkeit hörte er Andrej zu und nickte mit dem grauen Haupte als Zeichen der Zustimmung. " Ja, das ist ein guter Anfang," sagte er schließlich, und die hoffnungsvollste Seite Ihres Werkes, die einzige in der That, welche ich unbedingt billige. Ich danke Ihnen sehr für diese Belehrung." Sie hatten oft über verschiedene revolutionäre und politische Angelegenheiten diskutirt. Von allen Freunden seiner Tochter, welche ihr Haus besuchten, gefiel Andrej dem Die Herren von der Rechten waren von dieser Rede zugegangen sind. Es wird wirklich immer hübscher im Seuchengeset müßte von vornherein die Feuererfichtlich recht wenig erbaut; während die Freisinnigen Reichstag. bestattung einführen, am besten obligatorisch, wenn dies nicht durchzusehen, fakultativ und als 3wang bei Seuchen( Cholera n. s. w.). mit Zwischenrufen sich start bemerklich machten, blieb es auf der Rechten todtenstille. Gelbst als der Kanzler sein konservatives Glaubensbekenntniß ablegte, wurde dasselbe von der Rechten schweigend angehört. Ueber die Verschleppung der Verhandlungen im Reichstage und im Abgeordnetenhause durch die Agrarier stimmt der offiziöse Pindter ein klagelied an. An dieser Der große Wurf. Triumphirend schreibt das Blatt Man kann neugierig sein, ob die vorsichtigeren Herren Berschleppung trägt vor allem die Regierung Schuld. In der Zechenbarone, die Rheinisch- Westfälische der Rechten auch nach dieser Nede das Bauernausheßen und kürzester Frist wären die Geschäfte des Reichstags beendet, Beitung" vom 17. b. M.:" Der große Wurf iſt gedas" Juden Hep! Hep!" in bisheriger Weise fortsetzen werden. wenn ihn die Regierung nicht mit so vielem Ballast beladen lungen. Das rheinisch- westfälische Kohlens Auf alle Fälle hat, der Kanzler den tonservativ- agrarisch- würde. Vor allem ist dies betreffs der Militärvorlage der syndikat ist in der Dortmunder Versammlung der Berantisemitischen Machern mit seiner Rede das Konzept etwas Fall, in welcher die Regierung noch immer durch alle mög- treter sämmtlicher Zechen des Oberbergamts- Bezirks Dort verdorben. Wer aus solchem Munde und in dieser rückhaltlichen Schachzüge einen Erfolg erhofft. Die Angriffe der mund am 16. Februar rechts giltig gebildet losen Weise beschuldigt wird, die Regierung stürzen zu Agrarier hat die Regierung aber selbst hervorgerufen durch worden." 170 in privatem Besize befindliche Zechen mit wollen, der kann sich doch nicht als Stütze des Staates ihre zu große Willfährigkeit gegen die agrarischen Gelüste. einer gesammten Jahresförderung von über 37 Millionen aufspielen. Was soll aber aus dem agrarisch- antisemitischen Die Agrarier sind es gewohnt, die Regierung nach ihrer Tonnen Kohlen gehören diesem mächtigen UnternehmerBündniß werden, wenn es ohne Hilfe des Landraths und Pfeife tanzen zu lassen, und sie glauben die Regierung an verbande an, dazu gestiftet, die Gewinne der Kohlenritter des Gendarms bestehen soll? der Strippe zu haben. So lange die Regierung nicht den zu steigern und die Arbeiterschaft noch stärker zu unterMuth und Willen hat, sich von der Strippe los zu reißen, drücken. Aber dieses Kartell zeugt dafür, daß der EinzelBundesrath. In der am 16. dieses Monats ab werden die Agrarier auch an der Strippe ziehen. unternehmer der Vereinigung weichen muß, daß die bürgergehaltenen Plenarsizung erklärte der Bundesrath fich mit den beantragten Abänderungen des Etats liche Wirthschaftsweise in allen Fugen kracht; solche Synder Zoll- Der Wachtmeister in ,, Wallenstein's Lager" wird ditate sind die Vorstufen zur genossenschaftlichen Produktion, und Salzsteuer- Verwaltungskosten für Preußen, des Boll- jeht bereits in der konservativen und amtlichen Bresse als sie sind die Bankrotterklärung des Individualismus. verwaltungs- Etats für Mecklenburg- Schwerin und des Salzsteuer- Sachverständiger" zitirt. Schiller läßt ihn sagen: Berwaltungskosten- Etats für Sachsen- Weimar einverstanden. Mehrere Vorlagen wurden den zuständigen Ausschüssen zur Vorberathung überwiesen. Volt" und dem Schwindel! " Zum Exempel, da hack mir einer Von den fünf Fingern, die ich hab', Hier an der Rechten den kleinen ab, Habt ihr mir den Finger blos genommen? mmen!" Nein, beim Kukut, ich bin um die Hand gekommen!" Wie's gemacht wird. Das„ Saalfelder Volksblatt" theilt nachstehendes amtliches Schriftstück mit: An den Gemeindevorstand zu... Dem Gemeindevorstand lasse ich beifolgend ein Eremplar einer fleinen Schrift, welche die Aufklärung weiterer Kreise über die von den verbündeten Regierungen dem Reichstage ge= machte Militärvorlage bezweckt, mit dem Ersuchen zugehen, den Inhalt in geeigneter Weise( Umlauf, Mittheilung an größere Bereine) zur Kenntniß der Gemeindebehörde und Ortsnachbarn zu bringen. Den Kriegervereinen ist das Schriftchen direkt zugegangen. Königsee, den 24. Dezember 1892. Der fürstliche Landrath. Werner. vereinen Politik getrieben wird. Nun soll noch jemand behaupten, daß in den Kriegers Konservative und nationalliberale Mannesseelen haben sich zusammengethan, um zu gunsten der Militärvorlage einen Plebiszit- Rummel im Sinne der BismarckDies Zitat paßt ganz ausgezeichnet, wenn man die schen Nadau- Aera in Szene zu setzen. Sie neunen sich prozentweise Berechnung eines verlorenen Fingers, wie sie Bolt", halten„ Volksversammlungen" ab, und verlangen als bei den Unfall- Berufsgenossenschaften üblich ist, geißeln will. Volt" Annahme der Militärvorlage. Nun- das Schwins Dort ist es angebracht. Lächerlich aber ist es, den Wachtdeln können wir den Schwindlern nicht austreiben. Aber meister gegenüber Bennigsen, dem guten Bennigsen, der f a st fie follen nicht glauben, daß fie jemand beschwindeln. Alles bewilligt, was die Regierung verlangt, zu zitiren, Wenn das Schwindel-, Volt" hinter verschlossenen Thüren und damit den Beweis zu liefern, daß, wer nicht Alles feinen Ulk treibt, dann muß man es gewähren lassen. Sobald bewilligt, nichts bewilligt hat. Auch die bekannten sich die Burschen aber an die Deffentlichkeit wagen und Beilen in Schiller's" Demetrius":" Was ist die Mehrwirklich„ Bolt" spielen wollen, dann fort mit dem Schwindel- bei Wenigen gewesen" müssen herhalten gegen die allgemeine Mehrheit ist der Unsinn! Verstand ist stets Boltsstimme, welche die Militärvorlage bekämpft. Und Ein Fleißzeugniß. Die nationalliberale Patriotische Vereine", diese so spaßhaften wie bewem legt Schiller die Worte in den Mund? Einem pol beutungslosen Eintagsgründungen, die der Militärvorlage nischen Magnaten der von dem liberum veto( dem Ein- Augsburger Abendzeitung" wird von den auf die Beine helfen sollen, schießen wie die Pilze aus der spruchsrecht jedes Edelmannes im polnischen Reichstag) bayrischen 8entrums blättern gar sehr gelobt, weil sie Erde, so in Oberheffen, im Westerwald u. s. w. Sie rühren Gebrauch macht. Wünschen etwa die Offiziösen, die Bache m's Bukunftsstaat- Kapuzinade für Keulenschläge" die Lärmtrommel für die Mehrbelastung des Volkes gerade polnische Wirthschaft eingeführt zu sehen? Wollen hält, die auf die Häupter der Sozialdemokratie" niederso eifrig und ungeschickt, wie die in lärmenden Verfamm- fie vielleicht dem Fürsten von Neuß oder Waldeck das Recht austen. Dazu bemerft Dr. Sigl im Bayrischen Vater lungen byzantinernden Berliner Professoren, die Delbrück, geben mit den Worten: Mehrheit ist der Unsinn" alle land":" In der Einbildung der Abendzeitung" Adolf Wagner u. dgl., die es freilich bei ihrem großen Beschlüsse des Reichstags und des Bundesraths für nichtig nämlich; in Wirklichkeit scheinen die" Reuleuschläge" Einkommen gemächlich ansehen können, wie dem kleinen und ungiltig zu erklären? Warum geben sich denn die des Herrn Bachem die sozialdemokratischen Häupter" nicht Mann der letzte Heller genommen wird. Die Patriotischen" Vindter und Genossen solche Mühe, eine Mehrheit im wesentlich in ihrem Gleichmuth gestört zu haben. Von dieser fchließen sich den Statuten der Muttergründung, des im Reichstage zu erlangen? Wenn sie bisher nur an die Uebereinstimmung derer vom Zentrum mit der liberalen Faschingstrubel zu Frankfurt a. M. geftifteten Patriotischen Dummheit appellirten, so scheinen fie gegenwärtig geradezu Abendzeitung" gilt eben das Heine'sche: Selten habt thr mich verstanden, Vereins" an und sind sicher, daß sämmtliche Offiziösen, vom auf das Idiotenthum des Volkes und des Reichstages zu Selten auch verstand ich euch; Pindter bis zur Kölnischen" ihr Lob fingen. Die Ge- spekuliren. Doch, wo wir im Haß gegen die Sozi uns fanden, meinde Hauroth," liest man z. B. in der Köln. 3tg.", Da verstanden wir nns gleich" " " " Ein milder Beitrag zum Poftetat. Zu dem Rapitel: war unter Führung des Vorstehers bis auf den letzten Wahrung des Briefgeheimnisses liefert das folgende Mann zum Versammlungsorte marschirt." Als Wahrspruch vertrauliche Aftenstück einen beredten Kommentar. Es für das Vereinsbanner empfehlen wir: Nur die allergrößten Kälber Wählen ihre Megger selber. Der Militarismus als Werber. Aus Beamten treifen wird uns geschrieben:„ Um dem Moloch des Mili tarismus weitere ungezählte Opfer zu bringen, sollen vom 1. April 1893 ab nunmehr auch sämmtliche Subalternbeamten die Oberbeamten natürlich nicht- der preußischen Staatsverwaltungen und der Reichsbehörden in ihren Bezügen geschmälert werden. Durch den für diese Beamtentategorie aufgestellten Gehaltstarif, welcher für die Ressorts der Reichsbehörden demnächst in der Gestalt eines Nachtrags- Etats an den Reichstag gelangen wird, werden Verhältnisse geschaffen, welche die Beamten solidarisch mit der Arbeiterschaft vereinigen und der Sozialdemokratie starke Hilfstruppen zuführen werden. Wir gratuliren der Sozialdemokratie zu diesem ohne ihr Buthun errungenen Erfolge; denn auch wir sind zu der Erkenntniß gelangt, daß der Masse nur durch eine vollständige Umgestaltung der heutigen faulen Zustände geholfen werden kann." W " lautet: Geheim! V " wir, die liberalen und die Zentrumsprozen! Und das ist gar kein Wunder, maßen das Prozenthum aller Farben sich stets gleicht im Denken, Fühlen und Hassen alles dessen, was ihm widerwärtig und gefährlich erscheint. Diese Gleichheit läßt aber die Sozialdemokraten überaus gleich giltig und munter, denn sie thut ihnen nicht weh und chadet ihnen nicht wesentlich." Berlin, den 20. Dezember 1892. Nachdem durch Erlaß des Herrn Reichetanglers vom 12. November( Reichs Anzeiger" Nr. 271, Hauptblatt vom 15. November) die Autonomie", anarchistisch- tommunistisches Organ, verboten worden ist, erscheint nunmehr unter Der Gegenwartsstaat macht überall Bankrott. Jn dem Titel, Troy Alledem" Nr. 1, L. Jahrgang, London, Spanien und Portugal geht es rasch zu Ende 19. November, eine Zeitung, welche abgesehen von dem neuen bie republikanische Bewegung, welche die gesammte iberische Zitel und der auf der 4. Seite abgedruckten Angaben des Druckers:„ Gedruckt und herausgegeben für die Anarchisten Halbinsel umfaßt, hat in lezter Zeit solche Stärke erlangt, Deutschlands von ihren Genossen im Auslande", wörtlich daß der baldige Sturz der Monarchie selbst von deren Ans gleich lautend ist mit der bereits unter das Verbot hängern erwartet wird. Auch dort ist das ganze Staatsfallenden Nummer der Autonomie" vom 19. November. wesen( Gegenwartsstaat) von der kapitalistischen Korruption Die Bostämter werden angewiesen, die bezeichnete neue so zerfressen, daß dem geplagten Bolt jeder Zukunftsstaat Beitschrift vorkommenden Falls anzuhalten und hierher besser erscheint, als dieser abscheuliche faule Gegenwartseinzusenden. staat. Nicht viel anders steht es mit dem GegenwartsC. 18703. ftaat in Italien. Standal über Standal. Alles aus dem Leim. Und gelegentlich, mit„ Kladderadatsch" ein Sprung in irgend einen beliebigen Zukunftsstaat". Der Kaiserliche Ober- Poftdirektor Geheimer Ober- Postrath Griesbach. D, diese geistreichen Männer des Zukunftsstaats", die nicht begreifen können, daß die Sehnsucht nach einem 3ufunftsstaat" nichts anderes ist als der Ekel an ihrem Gegenwartsstaat! Der Aufiedelungs- Kommission für die Provinzen Westpreußen und Posen sind im Jahre 1892 zum frei händigen Ankaufe angeboten worden: 66 Güter und 63 bäuer Zur Wahl Ahlwardt's. Obwohl der Bericht der liche Grundstücke, davon aus polnischer Hand: 30 Güter Wahlprüfungs Kommission über die Wahl in Arnswalde und 37 bäuerliche Grundstücke, Frankreich. Die gestrige Debatte ist äußerlich ganz aus deutscher Hand: Das Ministerium hat seine Friedeberg den Reichstags- Abgeordneten noch nicht zugegangen, 37 Güter und 26 bäuerliche Grundstücke. In 20 Fällen programmmäßig verlaufen. So befindet sich doch bereits in der Freitagsnummer des Reichsb." trat die Ansiedelungs- Rommission dem Ankaufe von Gütern Erklärungen abgegeben, und die Kammer hat ihm mit 315 welche am Donnerstag Abend zur Ausgabe gelangt ist, ein sehr und Grundstücken, welche zur Zwangsversteigerung ftanden, theilt. So weit sehr gut. Aber in Wirklichkeit und dem gegen 186 Stimmen das erwünschte Bertrauensvotum erumfänglicher wörtlicher Auszug aus demselben. Es scheint näher. Thatsächlich sind im Jahre 1892 für Ansiedelungs- Wesen nach war die Debatte für die Regierung durchaus darnach, daß dem konservativen Reichsboten" Aushänge zwecke angekauft und übernommen worden: a) 8 größere bogen mit dem Bericht aus der Druckerei des Reichstags Güter( Haupthöfe, mit oder ohne ausgebaute Vorwerke und nicht so günstig, als es namentlich den ersten Teles theilweise mit zugeschriebenen, früher angekauften bäuerlichen grammen nach den Anschein hatte. Nicht das Geschrei Antisemiten wir dieses alten Advokaten am besten, und er unterhielt sich mit ihm Grundstücken) und b) ein kleines, zur Arrondirung einer Wolf ist so anrüchig und verrufen, daß nur seine größeren fiskalischen Besitzung erforderliches Grundstück. sehr gern. Sie konnten natürlich nie übereinstimmen. Sie G find 8422 Heftar zu 4 622 253 M. angetauft. Unter Unterſtügung gefährlich sein kann. Wir meinen das Einverlegten aber einander weniger und konnten sich besser ver- Sinzurechnung der Erwerbungen aus den 6 Borjahren um greifen des sozialistischen Demokraten Miller and und stehen als die Uebrigen, weil Andrej's Charakter bei ihrer faßt der Gesammterwerb 66 951 Heftar zu einem Kaufpreise des Sozialisten Lafargue, die das Verhalten der Regroßen Altersverschiedenheit manches ausglich. gierung sowohl als der bürgerlichen Parteien insgesammt " Jezt muß ich gehen," sagte Andrej sich erhebend. Ich von 40 693 081 M. 42 Pf. einer scharfen prinzipiellen Kritik unterworfen, wie das biswerde den Weg durch den Park nehmen, vielleicht treffe Die Feuerbestattung in Preußen. Trotzdem die ge- her in Frankreich noch nicht geschehen ist. Die Thatsache, ich fie. Grüßen Sie auf jeden Fall Tatjana Grigorjewna." wichtigsten Gründe für die Leichenverbrennung geltend ge- daß diese zwei Redner einen tiefen Eindruck gemacht haben, Er erhob sich eilig. macht worden sind, trotzdem die öffentliche Gesundheitspflege erhellt aus den vorliegenden Telegrammen, die freilich über diese Art der Bestattung gebieterijch fordert, scheitert jeder den Inhalt der Reden so unvollständig, unverständlich, und Versuch, sie in Preußen zum mindesten fakultativ einzuführen, widerspruchsvoll berichten, daß wir die Zeitungsberichte aban dem starren Widerstande der Landrathskammer und der warten wollen, ehe mir Näheres mittheilen. auch hier mit ihr sympathisirenden Regierung. Daß die Ueber die Bedeutung des„ Sieges" der Regierung Ginwände gegen eine Reform aus der Rüstfammer der gehen die Urtheile auseinander. Die Regierungspresse firchlichen Orthodoxie geholt werden, daß statt hygienischer glaubt, daß eine feste Majorität mun gesichert sei, und die theologische Gesichtspunkte für die Gegner der Feuer- Oppositionsblätter verspotten diesen kindlichen Wahn. Und Repin war kein Anhänger der revolutionären Bewegung, bestattung maßgebend sind, ist bekannt; alles andere ist die Oppositionsblätter haben recht. wie sie sich zu jener Zeit gestaltet hatte. Einer viel früheren nur nebensächliche Buthat, die ganze Beweisführung aber Epoche angehörend, war er ein warmer und eifriger Vertreter läuft darauf hinaus, die so gemeinirdischen, wie nothwendigen der liberalen Bewegung von 1860 gewesen, die mit dem Rücksichten auf die Volkswohlfahrt metaphysischen Jenseits Namen Herzen verknüpft ist. Er blieb ihren Traditionen Spekulationen aufzuopfern. So nimmt es kein Wunder, daß auch treu. Als die Revolutionäre entschlossen den politischen jetzt wieder die Petitionstommission des preußischen Despotismus ihres Landes angriffen, mußte er in ihnen die Abgeordnetenhauses beschlossen hat, dem Hause zu empfehlen, Berfechter seiner eigenen Lehre anerkennen. Obgleich er zu über zwei Petitionen( die eine mit 15 305, die andere mit alt war, um ihre Hoffnungen zu theilen, oder ihre rüd 14 911 Unterschriften) zu gunsten der Feuerbestattung zur fichtslosen Mittel zu billigen, betrachtete er dies nicht Tagesordnung überzugehen. Die Herren, die als genügenden Grund um alle Berantwortlichkeiten den Mehrheitsbeschluß herbeiführten, begründeten ihre abund Lasten des bevorstehenden Kampfes zu vermeiden. lehnende Haltung vor allem mit religiösen" Bedenken, Er hatte zu viel von den Schrecken des Despotismus ge- einer dieser Eiferer u. a. mit dem grotesken Einwurf, die sehen, um nicht zu fühlen, daß die wildeste Form der Leichenverbrennung erscheine gleichsam wie eine in. Wiedervergeltung natürlich, verzeihlich, und selbst moralisch rich tung nach dem Tode, wie eine Strafe, die gerechtfertigt sei. Er konnte sich thatsächlich nicht enthalten, jemanden treffe, der weiter nichts verbrochen habe, als daß ihnen eine gewisse Achtung zu zollen. er gestorben sei"( Aktenstück Nr. 61, 2. Bericht der Kommission für Petitionen, S. 8). Das geplante Reich 3.1 Als Repin allein war, öffnete er das Buch, um die Lektüre wieder aufzunehmen. Er konnte aber heute Abend nicht lesen. Seine eigenen Gedanken und Sorgen erfüllten sein Gemüth und machten ihn unfähig, denen des Verfassers zu folgen. Er dachte über seine Tochter nach, und über das tragische Dilemma, in welches ihn ihr augenscheinliches Hinneigen zur Revolution brachte. ( Fortseßung folgt). Wir lassen nun ein die gestrige Debatte zusammens fassendes Telegramm folgen: Französische Deputirtentammer. Sigung des 16. Februar. Der Sizungssaal und die Tribünen sind überfüllt. Unter lebhafter Bewegung ergreift Leydet( radikal) das Wort, und richtet an die Regierung die angekündigte Interpellation über deren allgemeine Politit. Leydet führt aus, es bestehe eine Liga zwischen dem linken Zentrum und den vereinigten Konservativen, welche das Biel verfolge, fich der Staatsgewalt zu bemächtigen und die bestehenden Gesetze bezüglich des Heereswesens, des Schulwesens und der Finanzen abzuändern. Millerand( radikal) wirft der Regies rung vor, in der Panama- Angelegenheit dem Lande keine Ges nugthuung gewährt zu haben. Das Land bedürfe einer Revision der Verfassung im demokratischen Sinne, der Trennung des Staates von der Kirche, sozialer Reformen, der Abschaffung aller Monopole und aller Privilegien der haute banque." Lafargue( Sozialist) entwickelt das Programm der Arbeiters partei. Gavaignac verwahrt sich gegen die Behauptung, daß er angenommen. B wegen der jüngst von ihn gehaltenen Rede vorher mit den ver| Homerule- Borlage entwvidelt. Der jekt 84 jährige Mann sprach| Provinz; die meisten von ihnen sind mit ziemlich geringen einigten Konservativen in Einvernehmen getreten sei. Hierauf 24 Stunde an fich teine geringe Leistung, und um so be- Majoritaten gegen Nationalisten gewählt, einige überhaupt nur ergreift Ribot das Wort. Ribot weist darauf hin, daß er bei lebernahme der Staats- wahrhaft labyrinthischen Plans von Zugeständnissen und Gegen- über drohende Unterdrückung steckt in Wirklichkeit u. A. der Bermerkenswerther, als es sich um die Auseinandersetzung eines dank der Spaltung unter den letzteren. Hinter dem Geschret gewalt alle Anhänger der Republit um ihre Unterstützung gebeten maßregeln handelte, von komplizirten Finanzoperationen und druß über den Verlust der Herrschaft. Das loyale Ulster und habe. Dank der Vereinigung der Republikaner fei der Uebermuth staatsrechtlichen Verklausulirungen. Aber in diesen Dingen war seine Hintermänner befesten bisher die meisten Posten in der berjenigen, welche gegen die Republik und ihre Diener ben die alte parlamentarische Hand", wie Gladstone sich einmal irischen Berwaltung; Dublin Castle, der Zentralfit derselben, war Kampf unternommen hätten, gescheitert. Das Land sehe ver- felbst nannte, immer groß, und zu bewundern bleibt nur, daß er bis jetzt eine der Aufnahmestätten für unversorgte Söhne der trauensvoll dem Ende einer Angelegenheit entgegen, welche den diese Fähigkeit selbst in fo bohem Alter nicht eingebüßt hat. Vorwand zu der Einleitung des Kampfes abgegeben habe, und Aristokraten und höheren Bourgeoisie, und solch ein. Privilegium warte ruhig den Wiederherstellungsprozeß ab. Der weitere der einen Seite, eine rationelle Lebensweise, unterstützt durch die Vielleicht auch nicht zu bewundern. Beständige Uebung auf zu verlieren, ist das nicht Unterdrückung"? Verlauf jener Angelegenheit und dieser Gesundungsprozeß Abwesenheit der Sorgen des„ Kampfes ums Dasein", und durch letzterer für die Parnelliten gesprochen. Beide machten allerhand Von den Nationalisten haben bis jetzt Sexton und Redmond, würden die nothwendige Ergänzung der ersten Urtheilssprüche die Möglichkeit, nach jeder größeren Anstrengung eine Ruhepause Aussetzungen in untergeordneten Punkten, Redmond natürlich des Gerichts bilden.( Beifall.) Jetzt verlange man von der eintreten zu lassen, durch Reisen 2c. die Nerven zu erfrischen, schärfer wie Sexton, gaben aber in der Hauptsache ihre UeberRegierung, daß sie diese Vereinigung der Republikaner breche. geben für die Konfervirung der Lebensgeister nicht blos dieses, einstimmung mit den Grundzügen der Vorlage zu. Redmond's Die von Millerand vorgeschlagene Annäherung an die Sozia: fondern so mancher anderer der vielgeplagten" Staatsmänner Kritik namentlich wurde erheblich milder, als auf seine Be listen und Boulangisten müsse er zurückweisen.( Lebhafte eine sehr natürliche Erklärung. Unterbrechungen auf der äußersten Linken, der Präsident erschwerde, es sei fein Termin angegeben, bis zu dem die Polizei, läßt mehrere Ordnungsrufe). Ebenso wenig tönne er auf die läßt sich nicht leugnen, daß sie in manchen Dingen sich vortheil- unterstellen sei, John Morley dazwischen rief: dieser Termin sei Was nun die neuen Homerule- Bestimmungen anbetrifft, so die jetzt der Regierung untersteht, der Kontrolle des Volkes zu sogenannte Vereinigung der Zentren eingehen. Das Kabinet haft von denen der 1886er Vorlage unterscheiden. Sie sind z. B. im Gesetz auf sechs Jahre angesetzt. regiere im Namen der Gesammtheit der republikanischen Partei entschieden weniger undemokratisch. " Ich freue mich, dies zu und wolle nicht der Gefangene irgend einer einzelnen Partei- tammer- System beibehalten worden, Zwar ist das Zwei- hören," replizirte der Führer der Barnelliten, aber man aber beide gruppe sein. Er müsse ferner gegen die Behauptung, daß das sollen aus Wahlen hervorgehen, und es sind Vorkehrungen spart, wenn man diese Zuficherung früher gemacht hätte." Kammern hätte Irland zwei Jahre inneren Haders und Elends er Kabinet unter dem Einflusse Clemenceau's oder der äußersten getroffen, daß Die Linken stehe, entschiedene Verwahrung einlegen. Ribot schließt der Zensus besteht auf grund Don Zensuswahlen Nach diesen Erklärungen ist es sicher, daß Gladstone seine mit dem Hinweis auf das seit 13 Jahren vollbrachte Wert, 20 fb. Sterl. jährlichen Miethszins in der Bersteuerung von mindestens Vorlage ungefährdez bis zur Spezialberathung durch das Haus welches das Land zu schäzen wisse trop der jüngst aufgetauchten aus 48 Mitgliedern bestehende erste Kammer die Beschlüsse der bleibt abzuwarten. In der Zwischenzeit erhält die Regierung zu bildende bringen wird. Was in dieser und nach dieser geschehen wird, Wolken, welche fich übrigens bereits zu zerstreuen begönnen. auf grund allgemeinen Wahlrechts zu erwählenden zweiten Gelegenheit, die den Arbeitern versprochenen Reformgefeße ein.( Lebhafter Beifall links.) Rammer, die 103 Mitglieder zählen soll, auf die Dauer nicht zubringen und zu den von den Arbeitervertretern eingebrachten Eine von Ribot afzeptirte Tagesordnung, in welcher die negiren fann. Ein Muster von Demokratie ist dies Zweifammer- Borlagen Stellung zu nehmen, bezw. Farbe zu befenen. Rammer erklärt, daß sie in dem Vertrauen zu der Regierung, Syftem sicherlich nicht, aber 1886 sollte die erste Kammer aus daß dieselbe die demokratischen Gesetze aufrecht erhalten und ernannten Beers, die zweite aus nach einem Benfussystem ge- Tadels Amendement Keir Hardie Vincent zur Adresse will ich Mit bezug auf das in meinem legten Briefe erwähnte eine rückhaltlos republikanische Politit verfolgen werde, zur wählten Vertretern bestehen. Von dem, was man im Staate noch nachtragen, daß Keir Hardie den Fehler, Howard Vincent Tagesordnung übergeht, wurde mit 815 gegen 186 Stimmen der Intelligenz Voltsvertretung nennt, würde selbst dieses real zum Begleiter angenommen zu haben, dadurch gut machte, daß tionäre Projekt sich noch vortheilhaft unterschieden haben, wie er in seiner recht guten Begründungsrede sich gegen Schutzöllnerei das jetzige Projeft aber, das In Belgien hat sich nun auch der König in den beralen hier noch nicht weit genug geb., vielen vorgeschrittenen Li erklärte und dagegen um jo energischer für ein Achtstunden- Gesel Kampf um das allgemeine Wahlrecht gemischt und vergleicht ich damit eintrat, was die mit ihm stimmenden Tories sofort zu Ber vergleicht, brauche ich nicht erst zu sagen. wie das nicht anders zu erwarten war er hat sich auf Gelegenheit Bei solcher wahrungen veranlaßte. Diese wollen Schutzölle oder auf diese tommt einem crit so recht zum Bewußt hinauslaufende Maßregeln, aber fein Achtstunden- Gesetz. Soweit feiten der Geldsackparteien gestellt. Den Lesern ist sein, wie reaktionär Deutschlands politische Institutionen bat die Debatte Klarheit geschafft. Aber ein schönes Bild war bekannt, daß in Belgien eine Voltsabstimmung zu gunsten noch sind. Der ärgste Tory würde es nicht gewagt haben, etwas es nicht, Sozialist und Zorn gemeinsam ein Mißtrauensvotum des allgemeinen Wahlrechts geplant ist. Für diese Kund- dem Dreiflaffen- Wahlsystem ähnliches in Vorschlag zu bringen. beantragen und zugleich den Einen den Andern in bezug auf die gebung erklärten fich jüngst einige Gemeinderäthe in der achtens auch die Bestimmung, daß Irland nach wie vor im solche Taktik sich zum Narren machen. Ein Vorzug gegen das alte Homerule- Projekt ist meines Gr Bedeutung desselben desavouiren zu sehen. Die Engländer nennen Umgegend von Brüssel, obgleich die Regierung von vorn Reichsparlament durch direkt gewählte Abgeordnete vertreten fein herein gegen das Fassen derartiger Beschlüsse protestirt soll. Homerule soll Frland nicht von England trennen, sondern hatte. Jetzt sind nun durch ein tönigliches Defret die be- erst eine wirkliche, auf das Bewußtsein der Zusammengehörigkeit treffenden Beschlüsse als ungeseßlich aufgehoben begründete Vereinigung herbeiführen. So wenigstens stellt sich spielte. Auch hier widersprachen Antragsteller und Unterzeichner worden. Die Voltsabstimmung wird trotzdem zu stande die Frage unter den gegenwärtigen Verhältniffen. Wenn aber einander in der Begründung ihrer Voten. Lowther sprach gegen Tommen und der Bewegung für das allgemeine Wahlrecht Irland in den Angelegenheiten der auswärtigen Politit, von die russischen Juden, Wilson gegen die fremden Matrosen, insist kein Schade erwachsen, wohl aber dem König und dem Krieg und Frieden, der Zollgefeßgebung zc. nach wie vor den besondere gegen die Massenanwerbung von Chinesen und Lascari's. Königthum.Beschlüssen des Reichsparlaments untersteht, was auch die Bei beiden Gelegenheiten hielt es die Mehrheit der Tories für and anns gegenwärtige Vorlage ftatuirt statuirt und womit beide irische tlug, gar nicht zu stimmen, so daß jedesmal die Regierung in Dänisches. Dem Foltething ist eine Regierungs Mitwirkung der irischen Boltsvertretung bei der Entscheidung pomphaft angekündigte Feldzug der Tories fast mehr noch die Regierungs- Graftionen sich einverstanden erklärt haben, so erheischt das die der großen Mehrheit blieb. Ueberhaupt hat bis jetzt der so vorlage zugegangen, welche era bjegung des über diese Fragen. Sonft ist von vornherein Anlaß zu Ron- Berriffenheit dieser, als die ihrer Gegner zu Tage gebracht. Wahlzensus für die Gemeindewahlen in fliften gegeben. Die gegenwärtige Vorlage räumt nun Irland, Kopenhagen von 1000 auf 800 Kronen Jahres- statt der bisherigen 108, 80 Sige im Reichsparlament ein, was Majorität gefiegt. Ihr Kandidat erhielt 4617, der Konservative Bei der Wahl in Halifag haben die Liberalen mit knapper einkommen vorschlägt. Mit solchen Halbheiten, die an dem genau feiner jetzigen Bevölkerung entspricht, bestimmt aber, daß 4249 und der Arbeiterkandidat 8028 Stimmen. Hätten unsere elenden Zenfus- Wahlsystem herumpfuschen, anstatt daß man diese Abgeordneten an feiner Abstimmung über eine Vorlage oder Leute mehr Zeit zur Agitation gehabt, so würde wahrscheinlich das allgemeine Wahlrecht verkündet, ist nichts gethan, in einen Antrag theilnehmen sollen, die ausdrücklich sich auf Groß- thnen der Sieg zugefallen fein. Sie haben nicht nur den Libe Dänemark so wenig wie bei uns. britannien allein beziehen der offizielle Titel des britischen ralen, sondern auch den Konservativen Stimmen abgenommen. Reiches ist bekanntlich Großbritannien und Irland sowie Die Homerule- Bill wird in unserem Brief aus Eng- über feine Steuer mitbeschließen, die nicht in Irland erhoben land, auf den wir hiermit verweisen, des näheren be- werden foll, desgleichen über feine Geldbefchaffung zu Reichssprochen. Der Kampf um die Bill wird heftiger und geden. Alles bas läßt sich der Sache nach vertheidigen, in der heftiger, und so viel sich bis jetzt absehen läßt, wird die Durchführung aber stößt es sich an großen Schwierigkeiten. Es giebt massenhaft Fragen, bei denen sich streiten läßt, Opposition ihren Hauptangriff gegen den Theil der Maß- ob es fich um eine Angelegenheit des Reiches oder regel richten, der die Vertretung der Frländer im Reichsparlament regeln will. Dies ist entschieden der schwächste Punkt der neuen Homerule- Bill, und die betreffenden Vorschläge Gladstone's haben nicht einmal die Zustimmung der Mehrheit seiner eigenen Anhänger. Hier setzt daher die Opposition mit der besten Aussicht auf Erfolg an. der Arbeiterabgeordnete Wilson als Mitunterzeichner des Antrags Noch weniger anmuthend war die Rolle, die am Sonnabend Lowther in Bezug auf die Einwanderung fremder Baupers Darteinachrichten. 0 Großbritanniens allein beziehungsweise eines der das lettere wurden abgehalten in Hameln( Ref. Riechel), Stral. Protest Versammlungen gegen die Militärvorlage bildenden Staaten handelt, und wer foll in einem solchen fund( Ref. Storch Stettin), Mittel- Podiebrad bei Streitfall entscheiden? Ferner, nach Gladstone's Vorschlag follen Strehlen i. Schl.( Ref. Rühn- Breslau). an Abstimmungen über die Reichsexekutive, d. h. die Ministerien, der Fall- das Ministerium da, wo die Irländer mitstimmen,( Sachsen), wo bei der letzten Gemeinderaths Wahl auch in der die Irländer theilnehmen, wie aber, wenn was gerade jetzt Gemeinderaths Wahlen. In Heydorf bei Freiberg die Mehrheit da, wo sie fern bleiben, die Minderheit im Parla- Klasse der Ansässigen die sozialdemokratischen Kandidaten John Bull treibt nach seinen eigenen Heften alt- mente hat? gewählt worden waren, war infolge eines Protestes der Gegner bewährte Rolonialpolitit. Sitt er felsenfest als Problem, das hier zu lösen ist, nicht löst, und scheint feine ur- hat den Ordnungs" parteien nichts genügt. Diefelben sozialGladstone giebt selbst zu, daß sein jetziger Borschlag das dieses Wahlergebnis für ungiltig erklärt worden. Die Neuwahl Herr des größten und einträglichsten Kolonialreichs, so sorgt fprüngliche Idee, die Jren ganz aus Westminster zu entfernen, demokratischen Kandidaten wurden wieder gewählt, und zwar er auch dafür, feine Machtstellung für die Dauer zu sichern noch immer für die im Moment praktischste Ueberwindung der mit weit mehr Stimmen als vorher. und zu erweitern. Bald führt er dem thatenluftigen jungen Schwierigkeit zu halten- merfwürdigerweise in Uebereinstimmung Khedive in Egypten zu Gemüthe, daß der englische Gläubiger mit dem schmollenden Radikalen Henry Labouchère, der bei der Orte Groß- Rühnau hatten unsere Genossen Beschwerde bei Gegen die Gemeinderaths Wahl in dem braunschweigischen am Nil regiert, nicht der Khedive, bald entthront er einen Bildung des jezigen Ministeriums so schnöde im Winkel gelaffen der herzoglichen Kreisdirektion geführt, weil in der zweiten Klasse Schattenkönig, der bisher von aus den schon ausgeführten Gründen erst recht dauernde zwangsweise zu vertreten hatte. Das Sultanat Sansibar, ösung, höchstens der erste Schritt zur Auf- lösung. Der Reichs- werden sich die Beschwerdeführer an die herzogliche Regierung, union nämlich. ein wichtigster Brennpunkt des überseeischen Handels, ist Abtheilung des Innern, wenden, um eine Entscheidung herbei nun ohne Unischweife in britische Verwaltung erhalten, so ist eine Lösung ohne innere Widersprüche nur möglic Will man den jeßigen Zustand der Dinge nicht aufrecht zuführen. übergegangen, der Sultan ist ein Pensionär der auf der Grundlage der Ausdehnung des Homerule- Prinzips auf englischen Regierung geworden, der seine stattliche Jahresrente alle Staaten des vereinigten Königreichs. Wenn auch Schottland. 19. Februar: im Blauen Bock in Augsburg, StefansParteikonferenzen werden abgehalten Sonntag, ben verzehrt, aber nig tau seggen hett", so wenig wie die Wales und das eigentliche England ihre heimischen Angelegen play, für den Wahlkreis Augsburg- Wertingen- Schwabmünchen; Radschas, die eingeborenen Fürsten in Ostindien, oder wie beiten felbft ordnen und nur die gemeinsamen Angelegenheiten Sonntag, den 26. Februar: im Körner'schen Lotal in die Häuptlinge auf Java, denen die Niederländer Jahresdie Häuptlinge auf Java, denen die Niederländer Jahres- dem Reichsparlamente verbleiben, dann können die Irländer als Mainz für die Wahlkreise Mainz- Oppenheim und Bingengehälter auszahlen. Selbige Rolonialpolitik wird betrieben ollberechtigte Mitglieder demselben angehören, dann brauchen sie Alzey; im Saalbau zu Raiserslautern für den Wahlkreis gehälter auszahlen. Selbige Kolonialpolitik wird betrieben nicht zwischen der Scylla: Fernbleiben von Berathungen, die Kaiserslautern- Kirchheimbolanden. zu Nuz und Frommen der heimischen Kapitalisten von vitalem Interesse für sie sind, und der Charybdis; Eintlasse. Unsere deutschen Kapitalisten, die gar davon mischung in Berathungen, die sie nichts angehen, herumzulaviren. geträumt hatten, England würde dem Deutschen Reiche Aber bis jetzt hat nur in Schottland und Wales der Wunsch nach in den Provinzen Slefien und Posen werden er Die Vertrauenspersonen der sozialdemokratischen Partei Sansibar abtreten", möchten zwar gerne in die Fußstapfen einer eigenen Landesvertretung starten Anhang, im eigent sucht, schnellstens ihre Adressen an das unterzeichnete Mitglied der alten Kolonialstaaten treten, aber leider" die Welt" ift lichen England, das über zwei Drittel das über zwei Drittel ja fast drei der Agitationskommission gelangen au laffen. Wilhelm schon vertheilt", und die deutschen Kolonialfandlöcher find Biertel der Bevölkerung des Vereinigten Königreichs repräfentirt, Langner, Breslau, Trebnigerstr. 14, 4 Tr. gerade gut genug, Millionen und Millionen vom Gelde der auch Gladstone's zurückhaltung über diesen Bunft. Er erklärte will die große Mehrheit noch nichts davon wissen. Daher wohl deutschen Steuerzahler zu verschlucken auf Nimmerwieder furzweg, aber natürlich nachdem er ein Langes und Breites sehen. darüber gesprochen, er mache zwar jest ben neuen Vorschlag, parlament verbleiben sollen oder nicht, dem Hause selbst. überlasse aber die Entscheidung, ob die Irländer im Reichslands Gnaden unter Englands Aufsicht englische Eng- wurde. Bequemer und einfacher wäre dieser Ausweg sicher, aber seit 4 Jahren keine Erfahwahl stattgefunden hat. Da bis jetzt " * Mülhausen wird gemäß einer Einladung des pfälzischen AgitationsVon der Agitation. Unser elfäffischer Genosse Bueb aus fomitees in der Rheinpfalz eine Anzabl Bersammlungen abhalten, in denen besonders auch die wirthschaftlichen und politischen Verhältnisse der Reichslande besprochen werden sollen. Hawaii soll von den Vereinigten Staaten annettiet werden. In einer Botschaft des Unionspräsidenten Harrison Auf alle Punkte der neuen Vorlage hier einzugehen, würde heißt es, im Interesse der Sicherheit der Vereinigten zu weit führen; eine Zusammenstellung der wichtigsten Bestim- Landtags- Wahlkreise hat man in Dörfern bei Beulenroda Hunde Bei der Vertheilung von Wahlflugblättern im 7. reußischen Staaten und des Weltfriedens" müßten die Vereinigten mungen derselben hat der Vorwärts" bereits gebracht, und auf auf unsere Genossen gehezt. Der Schulze in Pahren drohte, wie Staaten Hawaii annektiren. Die Rechte der sich in Hawaii Einzelheiten wird sich immer noch Gelegenheit geben, zurückzu- die Reuß. Tribüne" berichtet, den Austräger hinauszuwerfen, aufhaltenden Ausländer würden nach den Verträgen respet- tommen. während ein anderer biederer Landmann drohte, wenn er nicht tirt werden. Die gegenwärtige Regierung werde im Amte schon ibr möglichstes gethan, die von Gladstone dargelegten ftiel hinausprügeln. Danach scheint von der reußischen RegieDie tonservativen und liberalen Unionisten haben natürlich den Bettel sofort wieder mitnähme, werde er ihn mit dem Besenbleiben; es solle ein Kommissar ernannt werden mit der Grundzüge der Homerule- Borlage der Wortlaut dieser selbst rung für die Erziehung der Landbewohner sehr wenig gethan zu Befugniß, die von der Regierung vorgenommenen Akte liegt noch nicht vor eventuell für ungiltig zu erklären; die Handelsbeziehungen in dem hier dargelegten Punfte ist ihre Kritif nicht der Rede die Voltserziehung das größte Gewicht legen, weil er in der tritisch zu vernichten, aber außer werden. So ein kleiner Staat wie Reuß müßte aber gerade auf und die auswärtigen Beziehungen würden unverändert werth. Sie dreht sich eintönig um die fünstlich aufgeblasene Welt ja sonst rein gar nichts bedeutet. bleiben. Bis zu einer neuen bezüglichen Gesetzgebung Frage der loyalen" Provinz Ulster. Ulster", die reichste und würden die Vereinigten Staaten eine Schuld von 3250 000 am stärksten bevölkerte Provinz, die jetzt mehr als ein Drittel der Niedertracht der Gegner. Die von protestantischen Geists Dollars aufnehmen und der Königin von Hawaii jährlich Gesammtbevölkerung Irlands vertritt, will unter feinen Um lichen inspirirte nationalliberal- konservative 20 000 Dollars, der Prinzessin Kaiulani die Summe von fländen von Homerule und einem Parlament in Dublin etwas Beitung" in Erfurt hat, wie die Thüringer Tribüne" beThüringer 150 000 Dollars zahlen. Die amerikanischen Geldleute wissen, und wenn trotzdem ein solches geschaffen wird, so wird richtet, den 15jährigen Mörder der Frau Leschonska und ihres annettiren Hawaii, wie das britische Kapital Sansibar Homerule die Preisgebung Ulsters an undgewaltsame Unterdrückung schöße gehangen! Der Mörder gehört bekanntlich einer sehr Ulster seine Beschlüsse nicht anerkennen, folglich bedeutet Kindes glücklich der Sozialdemokratie an die Rockannektirt. Ülsters durch das übrige von katholischen Priestern geleitete frommen Familie an und ist selbst fleißig zur Kirche gegangen. Irland. Das Fadenscheinige dieser Beweisführung braucht Das wird dem Blatte taum unbekannt gewesen sein. Was thut nicht erst aufgezeigt zu werden, es spricht für, oder wenn man das aber? Wenn es gilt, der Sozialdemokratie eins anzuhängen, will, gegen sich selbst. ist den protestantischen so gut wie den Frömmlern anderer Sorten Abgesehen davon, daß die Gladstone'sche Vorlage genug jedes Mittel recht. Klauseln zum Schutz der politischen und religiösen Freiheit enthält, werden die katholischen Irländer die beiläufig immer Aus England. " Polizeiliches, Gerichtliches 2c. London, 15. Februar 1893. in Religionsfragen viel toleranter waren als die Orangemen Die Adresdebatte im Parlament ist mit der Strafsizung" schon aus politischer Klugheit sich hüten, Homerule mit einer Schöffengericht zu 15 M. Geldstrafe verurtheilt, weil er in In Frankfurt a. M. wurde Genoffe Prinz vom Dom Sonnabend zum Abschluß gebracht worden, und am Montag Bolitik der Repression einzuleiten. Aber die Abgeordneten für seinem Lokale(!) Platate ausgehängt hat, in denen der hat Gladstone vor überfülltem Hause die Grundzüge seiner neuen Ulster vertreten nicht einmal die ungetheilte Meinung der Bontott gegen die Brauereien Jung und Effighaus erklärt war. Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonnabend, 18. Februar. Opernhaus. Die Here. Slavische Brautwerbung. Schauspielhaus. Vasantasena. Deutsches Theater. Der Talisman. Berliner Theater. Dorf und Statdt. Leffing Theater. Heimath. Wallner- Theater. Der Fall Clemencean. Kroll's Theater. Der Barbier von Sevilla. Viktoria Theater. Die Reise um Viktoria- Theater. die Welt in achtzig Tagen. Residenz Theater. Gläubiger, von Strindberg. Familie Pont- Biquet. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Gardehusar. Adolph Ernst- Theater. Modernes Babylon. Thomas- Theater. Einen Jug will er sich machen. Neues Theater. Zosta. National Theater. Romeo und Julia. Alexanderplatz Theater. Maria Stuart. BOO Apollo Theater. Spezialitäten Vorstellung. Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Circus Renz. ( Karlstraße.) Sonnabend, den 18. Februar 1893, Abends 71/4 Uhr: Gala- Vorstellung. Ein Künstlerfest. Große Ausstattungs- Pantomime vom Hofballetmeister Siems. Auf das Glänzendste in Szene gefeßt v. Direktor Fr. Renz. Ueberraschende Lichtu. Wassereffecte. Ballet v. 100 Damen. Grosser Blumen- Corso. Außerdem: Mr. James Fillis mit dem Schulpferde Germinal. E Schulquadrille in Gala- Kostümen ger. 8 Serren. Elimar, der Strickpringer, . Todes- Anzeige. Hiermit allen Freunden und Befannten die traurige Nachricht, daß unser innigft geliebter Vater, der Drechsler und Metalldrücker Richard Ahlbach am Donnerstag, den 16. Februar, nach furzem Krantenlager verstorben ist. Sonntag, den 19. Februar, Vorm. 11 Uhr: Grosse Matinée in den Concordia- Festsälen, Andreas- Strasse No. 64. Die Beerdigung findet am Sonntag, Zum Besten der ausgesperrten Bergarbeiter u. deren Familien den 19. Februar, Nachin. 3 Uhr, von 1395b im Saar- und Ruhrgebiet. 376/ 12* der Leichenhalle des fathol. Michael- Ausgeführt von 60 Musikern der Freien Vereinigung der Zivil- BerufsKirchhofs aus statt. musker", zirka 120 Sängern und des Genossen Gent. Alle Aufführungen sind unentgeltlich. Billets à 25 Pf. an allen bekannten Stellen, sowie bei Fritz Zubeil, Das Komitee. Die trauernden Kinder: Gretchen und Richard Ahlbach. Todesanzeige. Freunden und Bekannten hiermit aur Naunynstr. 86. Nachricht, daß unser Kollege August Verein der Maschinisten u. Heizer Berlins. Freymark am 16. d. M. gestorben ist. Die Beerdigung findet Sonntag, den Versammlung 19. Februar, Nachm. 4 Uhr, pünktlich, am Sonntag, den 19. Februar, Nachmittags 5 Uhr, in Schultheih' Brauerei- Ausschank, Neue Jakobstraße Nr. 24/25. Lages Ordnung: vorgeführt von Frl. Oceana Renz tc. Morgen Sonntag: 2 gr. Vorstellungen. um 4 Uhr( 1 sind unter 10 Jahren frei). Zum Schluß: Die Touristen.- von der Leichenhalle des Sophien- KirchAbends 71/2 Uhr: Ein Künstlerfest. hofes( Gesundbrunnen) aus statt. Billet- Vorverkauf an der Zirkustasse Die Arbeiter der C. Bechstein'schen it. beim„ Invalidendant", Markgrafen 1881b Hof- Pianofortefabrik. Straße 51a. Ortskrankenkaſſe der Steindender Fr. Renz, Direktor. und Lithographen zu Berlin. Feen- Palast. Mitglied, der Steinbrucker, Herr Am 16. Februar cr. verstarb unser Privat- Festlichkeit halber fällt heute, Sonnabend, die Vorstellung aus. Morgen Sonntag: Extra- Vorstellung. Anfang 6 Uhr. Entree 50 Pf. Etablissement Buggenhagen. Moritz Play. Morig Play. Täglich: Jußrumental- Konsert. Großer Frühstücks- u. Mittagstif. Spezial- Ausschant von Vahenhofer Lagerbier, hell und dunkel. Gebrüder Richter's Variété. Spe- An Sonn- und Festtagen zialitäten- Vorstellung. findet das Konzert in den oberen Winter- Garten. Spezialitäten- BorSälen statt. stellung. Adolph Ernst- Theater. Zum 56. Male: Modernes Babylon. Gesangsposse in 3 Aften v. Ed. Jacobson und W. Mannstädt. Couplets theilweise von G. Görss. Mufit von G. Steffens. In Szene gefekt von Adolph Ernst. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. American- Theater. Novität! Movität! Der Dussel ( Nulpus) Parodistisch- realistischer Vorgang in der Dachkammer, frei nach Jbsen und Tolstoi von Oscar Wagner. ( Klemm Ede.. Martin Bendix.) = Alfred Bender in seinem neuesten Originalvortrag Der Volksmund in Berlin. Blank, der beste Bauchredner. Anhaltender Erfolg. Die Trockenwohner. PassageEntree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Pf. Säle für Versammlungen, Rommerse, Festlichkeiten 2c. Gratweil's Bierhallen Kommandantenstraße 77-79, Täglich: Germania- Konzert- u. Konplet- Sänger fowie Auftreten des musikal. Clown Mr. Barna und Damen- Imitator Willy Wilson. Carl Jannasch. Die Beerdigung findet statt am Sonntag, den 19. Februar, Nachm. 2 Uhr, vom Trauerhause Blumenstr. 35a nach dem Domkirchhofe Müllerstraße. Um zahlreiche Betheiligung bittet 1378b Der Vorstand. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem plötzlichen Verlust meines lieben Mannes, sage ich allen Freunden, sowie dem Chef und Perfonal der Firma„ Erdmann u. Groſſe" meinen tieftgefühlten Dank. Die trauernde Wittwe M. Zeese. 1380b 250/7 1. Vortrag des Herrn Kelch über einen neuen patentirten Injektor. 2. Verschiedenes. Gäste willkommen. I Der Vorstand. Verband der im Vergolder- und verwandten Gewerben beschäftigten Arbeiter u. Arbeiterinnen Deutschlands. Filiale Berlin. Dienstag, den 21. Februar, Abends präzise 9 Uhr, im Lokale des Herrn Scheffer, Jufelstraße Nr. 10: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Berndt: Die Uebervölferungsfrage und die Malthus'sche Theorie". 2. Diskussion. 3. Neuwahl des gesammten Filialvorstandes und der Revisoren. 4. Stellung zu unserem Sommerfest. 5. Verschiedenes. Der wichtigen Tagesordnung halber ist zahlreiches und pünktliches Erscheinen erwünscht. Die Mitglieder werden ersucht, die Bibliothek- Bücher regelmäßiger zu wechseln. [ 855/7] Die Ortsverwaltung. Arbeiter- Bildungsschule ( Norden). Galvaniseur Otto Bünger, bei seiner Allen Denen, welche meinem Schwager, Am Sonntag, den 19. Februar 1893, Abends 6 Uhr: Beerdigung die legte Ehre erwiesen haben, besonders aber dem Personal ber Firma Dette ut. Ko, sowie den Herren Jendzeick, Ackermann, Buflab sage ich im Namen meiner Schwester für ihre braven Bemühungen recht herzlichen Dank. Hochachtungsvoll 13896 Richard Heine. Freireligiöse Gemeinde. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. Rosenthaler- Straße Nr. 38. WAVE Bwei Säle zu Versammlungen und Vergnügungen. sowie 6 Billards und 3 Kegelbahnen, F. Sodtke. Empfehle nach wie vor mein ver. größertes Lokal, franz. Billard 2c. dem verehrten Publikum. Vorwärts, Sonntag, Vormittags 104 Uhr: Vortrag von Herrn E. Vogtherr: Vo Das vierte Gebot. Gäste sehr willkommen. Montag, Abends pünktlich 814 Uhr: 152/4 Große Versammlung im großen Saale des Eisfellers, Chauffeeftr. 88. Tagesordnung: " 1. Materialistische Geschichtsauffassung und die Geschichte des Materia. lismus." Referent: Reichstags- Abgeordneter W. Schmidt( Frankfurt). 2. Diskussion. Nach dem Vortrage findet geselliges Beisammensein statt. Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen! Die Schul- Kommission. 1369b* Sonntag, den 19. Februar, Nachmittags 2 Uhr: Gr. öffentliche Brauer- Versammlung in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Tagesordnung: 18876 1. Erläuterung über die am Montag stattfindende Gewerbegerichtswahl und Bericht des Delegirten der Streit- Kontrollfommission, Genoffen Steiner. Volks- Zeitung, sowie andere Beitungen Beschließende Versammlung 2. Borlage der Betition an den Bundesrath. Referent: Hilpert. 3. Bericht liegen aus. M. Berndt, [ 3596L Oranien- u. Alexandrinenstr.- Ecke. Allen Freunden, Bekannten und Genoffen empfehle mein neu eingerichtetes Weiß- und Bairisch- Bier- Lokal. Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. Vereinszimmer für 60 Personen zu vergeben. 3650L* Benno Stabernack, Pücklerstr. 49, 2. Haus von der Wrangelstraße. nur für vollberechtigte Mitglieder. Wahl der Kaffenrevisoren und wichtige Mittheilungen. Verein der Arbeiter und Arbeiterinnen der Buch-, Papier- und LederwaarenIndustrie. Montag, 20. Februar, Abends 812 Uhr, Alte Jakobstraße 75: der Fünfer- Kommission in der Krankenkaffen- Angelegenheit. 4. Stellungnahme zu der bevorstehenden Wahl der Ueberwachungskommission des Arbeits- Nachweises. 5. Freie Diskussion. Der Wichtigkeit der Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Einzelnen in dieser Versammlung zu erscheinen.- Die Böttcher sind hierzu besonders eingeladen. Der Einberufer. Versammlung. Verlag des Vorwärts" Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Pinn über: Muhamed und seine Lehre". 2. Verschiedenes. Panopticum. Eile. Berjamlg. n. Gefellshit. 192 New! Das unerklärliche Verschwinden eines frei in der Luft hängend. Mädchens. Castan's Panoptikum. unentgeltlich[ 8066] Oranienſtr. 180. Empfehle den Genossen mein Weißund Bairisch- Bierlokal. Sonnabend Bockbier- Unstich. Vereinszimmer 3 vergeben. H. Rachfahl, 1377b Waldemarstraße 18. Heute, Sonnabend 13766* Bockbier- Anſtich, wozu Freunde und Bekannte einladet A. Sievert, Görligerstr. 50. Achtung! Rixdorf. Achtung! Den Genossen Rixdorfs zur Kenntniß, Hagenbeck's gr. zoolog. Wunder: daß ich Lesingr. 25, Ecke Jäger贊 Lili. fleinft. lebend. Elefant d. Welt, 90 Zentimeter hoch, 110 Zentimeter lang, 78 Kilo schwer. Tai- za- Wunder- IllusionenTheater. Grosses Künstler- Konzert. Sämmtlich ohne Extra Entree. 0 Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. CF Großartiger Erfolg des neuen Programms. Mr. Hendrik, Huguston, Massias, Clark, Valois, Vanoni, Hurley's, Laurence, Türk u. s. w. Das Theater ist gut geheizt. Anfang Wochentags 8 Uhr. Entree 50 Pf. 6. Boll, Wienerstr. 1 empfiehlt ſein risch- Bierlokal Weiß- u.Bai Kegelbahnen Aufnahme neuer Mitglieder. Der Vorstand. Friedrichshagen. Arbeiterverein. Sonntag, den 19. d., Nachm. 3 Uhr, bei Lerche( Rundtheil), Versammlung. Vortrag 2c. 1865b Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstrasse No. 2. Zu den am 20. Februar cr. stattfindenden E Blücherstraße Nr. 11. Gewerbegerichtswahlen vis- à- vis der Krenz- Kirche 1391 b ftraße, eine Rind- und Schweine- Wilhelm Böhm. Schlächterei, verbunden mit ff. Fleischin Berlin empfehlen wir den Genossen zur Anschaffung die in unserem Verlage ers schienene Ausgabe vom Gesek, betreffend die Gewerbegerichte. - Vom 29. Juli 1890. 1. Wurstwaaren, eröffnet habe. Offerire Sämmtliche Hüte mit Kontroll- Mit erläuternden Anmerkungen, einer Uebersicht des Juhalts des sämmtliche Fleisch- u. Wurstwaaren zu Marktpreisen und bitte bei Bedarf mich zu unterstützen. Emil Mercier, Mitglied des Fachvereins der Schlächter Gesellen Berlins u. Umgegend.[ 1882b marken. Großes Lager in Schirmen. des Königlichen Amtsftraße 130. Gewissenhafter Rath in allen Angelegenheiten. Unbemittelten unent Rechtsbureau richters a. D. Alte JakobGesetzes und alphabetischem Sachregister. 96 Seiten elegant kartonuirt; Preis 50 Pfennige. Auf Grund dieses Gesetzes werden Gewerbegerichte eingesetzt, denen die Schlichtung von Streitigkeiten zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zufällt. Unsere Genossen sind sich wohl bewußt, daß bei der Mangelhaftigkeit des Gesetzes eine wesentliche Aenderung des Verhältnisses zwischen Kapital und Arbeit nicht erreicht wird; dennoch ist es lobenswerth, wenn sie allen Einfluß Die auszuüben suchen, bei den Verhandlungen ein wachsames Auge haben. Möbl. Schlafit, f. 2 H, sep. Eing., in unserer Ausgabe dieses Gesetzes dem Terte der Paragraphen beigegebenen Allen Genossen, Freunden und Be- of. zu vermi. Snoblauch. Man gemeinverständlichen Kommentare erleichtern den praktischen Gebrauch der teuffelstraße 44, 4 Tr. 18796 felben ganz wesentlich. 400/ 15* tannten zur Nachricht, daß ich das Das größte Brot 1384b Langetr. 49. Gigarren- und Tabakgeschäft von Herrn B. Stabernad: übernommen habe und halte mich bestens empfohlen. 36892* W. Gesche, Wrangelfir. 85. Violin- Unterricht ertheilt Anfängern bei mäßigem Ho norar G. Schonert, Bernauerstr. 28, I. Sprechst. Sonntags von 12-2 Uhr. Destillation, Restauration. Gute Stamm und Bau- Kundschaft., anschl. Wohnung, billige Miethe, mit Billard u. Pianino. Buttmannstr. 18. 1383b Kanarienhähne und Weibchen, guter Stamm( prämiirt), verk. G. Meyer, Vereinszimmeru, Winter- find noch frei. Wollinerstraße 29, vorn 3 Treppen. seltlich. Auch Sonntage. Arbeitsmarkt. 34952 Farbigmacher und Bersilberer werd. verl. Andreasitr. 10. 13936 Einen geübten Zigarrentistenkleber verlangt F. Wienert, Rosenthaler ftraße 23. 54/29 Versilberer und Farbigmacher werd. verlangt Wienerstr. 9. 125 Mamsells finden auf gute Umhänge und Capes bei hohem Lohn Beschäftig. bei Grün, Jerufalemerstr. 28, 3 Tr. Glasschleifer verlangt Gryn 3, Dieffenbachstr. 36. Ebenso halten wir vorräthig: Orts- Statut für die Stadt Berlin betreffend das Gewerbegericht zu Berlin. Preis broschirt 30 Pf. Bei Partiebezug und für Wiederverkäufer Rabatt. Weddingstraße 8 Ranarienhähne, hochfeine Vorfänger, Harzer Zuchtweibchen, größtes Lager von Heckbauern, Nestern bei Jänide, find billige Wohnungen und ein 13856 Grüner Weg 125. 86942 Laden zu vermiethen. 36932* Hierzu zwei Beilagen Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Ar. 4Z. Sonnabend, den 18. Februar 1893. 10. Jahrg. Velrleltnenksvevichte. Deutscher Reichstag. 4(5. Sitzung vom 17. Februar 1893. I Uhr. Am BundeZrathstischs; v. Bötticher, v. Marschall. v. M a l tz a h n. Di- Berathung des Etats des R e i ch s a m t s des Innern wird sortgesetzt beim Gehalt des Staats- sekretärs. Abg. Graf Kanitz(dk.) erklärt zunächst, daß es nicht seine Absicht sei, dem Arbeiter die Wanderung vom Osten nach dem Westen zu erschweren, er habe vielmehr nur sein Bedauern darüber ausgesprochen, daß durch die billigen Vorortstarife für Berlin die Häuserspekulation in den Vororten erleichtert worden sei. Redner wendet sich dann der Währungssrage zu und weist daraus hin, daß der Abg. Barth behauptet habe, die verschuldeten Grundbesitzer wollten durch Verschlechterung des Geldes einen Tdeil ihrer Schulden los werden. Wie denkt sich der Aba. Barth diesen Vorgang? Doch wohl nur so, daß die Steigerung der Preise für landwirthschaftliche Produkte den Grundbesitzern es leichter als jetzt ermöglicht, ihre Zinsen und Schulden zu bezahlen. Solche Redewendungen der freisinnigen Herren sind nur geeignet, den Bauern die Bedeutung der Währung-srage zu Herzen zu führen. Tie Steigerung der Goldproduktion ist von keiner Bedeutung, denn ein großer Theil des Goldes wird zu industriellen Zwecke» verwendet. Dadurch wird das Gold immer knapp bleiben und darin liegt die Gefahr der Goldwährung. Wer früher IS'/s Psd. Silber schuldig war, der war 1 Pfund Gold schuldig. Wer heute 1 Pfund Gold schuldig ist. der ist 2S Pfund Silber schuldig. Das ist ein gewaltiger Unterschied. Herr von Marschall ist kein Dcppelwährungsmann, er ist ein in der Wolle gefärbter Silber- mann. Redner beruft sich auf eine Rede desseiben, die er vor zehn Jahren auf dem Kölner Bimetallistentag gehalten hat. Der Staatssekretär von Marschall hat mir wieder den Ausdruck Popanz vorgehalten, den ich in bezug aus den schweizerischen Generaltaris gebraucht habe. Der Ausdruck rührt nicht von mir her, sondern von Herrn Eugen Richter, der leider wieder nicht hier ist. Es scheint, daß er durch Fraktionsbeschluß von der Thcilnahme an den Verhandlungen über den Handelsvertrag ausgeschlossen ist.(Heiterkeit.) Ich freue mich, daß Herr Huber anwesend ist. Vor Jahresfrist hat er hier am Bundesrathstisch gestanden und uns die Grundsätze entwickelt, nach denen bei Ab- schluß der Handelsverträge verfahren ist; da Herr Huber auch bei den Verhandlungen mit Rußland eine große Rolle spielt, so wird es von Interesse sein, die jetzigen Grundsätze zu erfahren Ich will Herrn Huber nicht angreifen, aber seine damalige Rede will ich Ihnen doch vorführen und kritisiren. Herr Huber hat damals ausgeführt, daß der Schweizer Tarif jetzt einen Schutz von 3,7 pEt. gewähre, der Generaltaris von 8,4 pEt.; unser Tarif betrug damals 14 pEt.. er ist auf 13 pEt. herabgesetzt, der Schweizer Tarif auf ö.4pCt. Ein solches schablonenhaftes Versahren ist doch wirklich nicht zu rechtfertigen. Herr Huber hätte doch fragen müssen, wie wirkt z. B. die Herab- setzung der Garnzölle nicht blos der Schweiz gegenüber, sondern auch den andern Staaten, namentlich England gegenüber? Warum hat Herr Huber diesen Grundsatz nicht auch Oesterreich gegenüber angewendet, welches z. B. viel höhere Eiseuzölle erhebt als wir? Herr v. Schalscha hat Herrn Huber gefragt, was er eigentlich in Wittkowitz gemacht habe. Herr Huber hat das dortige Eisenwerk besucht und gefragt, ob die Produktionskosten für Eisen in Oesterreich höher sind als in Deutschland. Diese Frage wurde verneint; es siel also jeder Grund weg, die öfter- reichischen Eisenzölle höher zu stellen als unsere Eisenzölle. Wes halb hat man Oesterreich höhere Eisenzölle gelassen? Ich verstehe das nicht. Die zwölfjährige Bindung der Zölle kommt nicht blos den deutschen Eisenwerkcnzu gute, sondern auch die österreichischen Eisen- werke richten sich darauf ein und haben dazu ein 5karlcll gegründet. Was nützt denn unserer Industrie der auswärtige Markt, wenn sie im Jnlande nichts absetzt, sondern durch die auswärtige Ein fuhr geschädigt wrrd. Die Steigerung unserer Einfuhr um 39 Millionen Mark hat Herr v. Marschall als unbedeutend be zeichnet. Es handelt sich dabei nur um 7 Millionen Mark für eingeführtes Getreide; das übrige sind ganz andere Waaren, sie machen unserer einheimischen Erzeugung Konkurrenz. Durch die Handelsverträge sollte es besser werden; das ist aber nicht ein- getreten. Unsere handelspolitische» Beziehungen wären viel besser, wenn wir einen autonomen Tarif hätten und mit allen anderen Ländern Meistbcgünstigungsverträge abschließen würden. Aber ein Land vor dem anderen begünstigen, das ist nicht richtig. Da- mals hieß es, die Handelsverträge sollten den Dreibund festigen, davon ist jetzt nicht mehr die Rede; jetzt soll auch Rußland hinein- gezogen werde». Ich habe es gleich vorausgesagt, daß die Ver- tragspolitik sich zuspitzen würde zu einer differentiellen Behand- lung Rußlands. Wir hatten unter dem früheren Reichskanzler keinen Tarifvertrag. Dann kam der Vertrag mit der Schweiz, welcher die Bindung einiger Zölle, aber keine Ermäßigung dev selben brachte. Erst 1883 kam der erste eigentliche Tarifvertrag mit der Schweiz. Wir haben die Tarifverträge ablaufen lassen, aber die Meistbegünstigung ist bestehen geblieben und unsere Tarifermäßigungen, durch die wir einige Kon Zessionen von einigen Staaten erhallen haben, sind den anderen Staaten ohne weiteres zu gute gekommen. Amerika hat großen Vortheil von der Ermäßigung unserer Ge- treidezölle. Schweden und Norwegen hat ebenfalls Vorthcile gehabt und hat uns dadurch gedankt, daß es seine Zölle erheblich erhöhte. Mit allen Ländern haben wir ein Meistbegünstigungs- Verhältniß, nur mit Rußland nicht. Das ist auf die Dauer doch nicht haltbar. Herr Barth soll nach den Zeitungsberichten gesagt haben, daß die Getreidepreise sich richten nach dem Lande, welches am theuersten produzirt.(Zuruf des Abg. Barth: Richten Sie sich nach dem stenographischen Bericht!) Ich möchte wohl wissen, was der von Herrn Barth zitirte Professor Roscher dazu sagt. Ich berufe mich auf einen andern Gelehrten, einen freisinnigen Mann, den Herrn Professor Mommsen, der ausgeführt hat, daß Rom zu Grunde gegangen ist, weil die Landwirthschaft zu Grunde gegangen ist.(Zuruf des Abgeordneten Barth: I-atikunäla xcrdiclers Eomam!) Ich komme gleich darauf. Mommsen meint, die Landwirthschaft hätte gerettet werden können, wenn die Römer Getreidezölle eingeführt hätten zum Schutze des Bauernstandes. Aber der Bauernstand ist auf- gesogen worden von den Latisundienbesitzern. Die damaligen Latisundienbesitzer sind mit den heutigen Latisundienbesitzern nicht zu vergleichen. Damals waren es die großen 5ia- pitalisten, welche das Land aufkauften und an der Stelle der Bauerndörfer entstanden die Ergaflula.(Beifall.) Die Debatte hat zu einer wesentlichen Klärung der Situation ge- führt. Ich freue mich darüber, daß uns vom Tische des Bundes- raths zugesagt worden ist, daß die Regierung eine wohlwollende Haltung in bezug auf die Währungsfrage einnehmen will; noch mehr freue ich mich aber, daß der Reichskanzler vorgestern sein besonderes Wohlwollen für die Landwirthschaft ausgesprochen zat.(Beifall rechts.) Staatssekretär v. Marschall: Der Vorredner verlangt einen autonomen Tarif; d. h. wir sollen auf alle Einwirkungen auf die fremden Staaten verzichten, wir sollen unserm Export keine Förderung zu theil werden lassen, sondern nur unfern innern Markt schützen. Es waren nach Einführung der Schutzzölle die konservativen Redner, welche den Abschluß von Tarifverträgen verlangten, so Herr von Minnigerode. Den autonomen Tarif Englands dürfte wohl Graf Kanitz für die Landwirthschast als nicht ganz passend erachten.(Heiterkeit.) Was Frankreich mit seinem Generaltaris erreicht hat, ist der Zollkrieg mit der Schweiz. Wenn Graf Kanitz vorhin von Baumwollengaru gesprochen hat, so möchte ich daraus hinweisen, daß nnsere Einfuhr sich um 13 Millionen Mark vermindert, die Ausfuhr um 25 Millionen Mark vermehrt hat, das ist eine Besserung um 33 Millionen Mark. Aehnlich liegt es bei der Eisenindustrie, wo eine Mindereinfuhr eingetreten ist. Ueberhaupt kann man niemals eine vermehrte Einfuhr an Roh- stoffen und eine vermehrte Ausfuhr von Fabrikaten als eine Ver« schlechterung ansehen. Die Landwirthe beschweren sich darüber, daß man den Getreidezoll als ei» Opfer des Volkes für die Landwirthschast bezeichnet hat. Sie ivollen das wissenschaftlich anders begründen. Vielleicht lösen Sie morgen diese Doktor- frage.(Heiterkeit.) Für die Landwirthschaft hat doch nur die Frage praktische Bedeutung, daß überhaupt ein Schutzzoll vor- handen ist. Man sieht, wie leicht man es mit der Kritik der Handelsverträge nimmt, indenr man unbeschwert von der wirk- lichen fächlichen Kenntniß der Dinge an die Kritik herangeht. Graf Limburg-Stirum meinte gestern im Abgeordnetcnhause, wir hätten einen besseren Handelsvertrag mit Oesterreich erhalten können. Es könnte alles im menschlichen Leben besser sein: Die Sandelsverträge und auch die Reden des Grasen Limburg- lirum. Graf Limburg-Stirum bestreitet, daß wir uns in einer Zwangslage befunden Hütten; wir hätten warten können. Wir waren der Meinung, daß der mit dem Fortsall der Handels- vertrüge eintretenden Absperrungspolitik eine Gruppe von Staaten gegenüber gestellt werden müßte, die unter sich freien Verkehr haben. Das Abwarten ist eins von den diplomatischen Kunst- stückchen, die man gelernt oder zu lernen versucht hat. Gewiß könnten wir warten und probiren; probiren geht ja über studiren. Wir würden ausgelacht worden sein, weil wir nichts zu bieten gehabt hätten, und Graf Limburg- Stirum würde in der ersten Reihe der Kritiker gesessen haben. Man kann, sagt Graf Lim- burg-Slirum, mit einem Staate in guten politischen Beziehungen stehen und trotzem einen Zollkrieg führen. Das kann mau, aber ob es weise ist. das ist eine andere Frage.(Sehr richtig! links.) Der Abg. Buhl hat gestern erklärt, daß in bezug auf die Wein- zölle die Sache diesmal leidlich abgelaufen sei, daß man aber nicht wissen könne, was darauf folgen werde. Wenn sich endlich die Erkenntnis, Bahn brechen sollte, daß wir noch gar kein Urtheil über die Wirkung der Handelsverträge haben, daß die ganze Diskussion verfrüht ist, so sollte es mich sehr freuen.(Beifall.) Staatssekretär v. Maltzahn: Der Abg. Graf Kanitz sprach davon, daß von dem Bundesrathstische eine wohlwollendere Haltung zur Währungsfrage eingenommen sei. Diese kompera- live Bezeichnung ist doch wohl nicht richtig. Der wesentliche Inhalt meuier Ausführungen war der. daß auch die bisherige Saltung der verbündete» Regierungen den Bestrebungen ans cbung des Silbcrpreises keineswegs feindlich gegenüber stand. Ich habe das nachgewiesen aus der Instruktion, welche unseren Delegaten für die Brüsseler Konferenz ge- geben worden ist, und aus ihrer Haltung aus dieser Konserenz. Wenn ich gesagt habe, daß Deutschland nicht stark genug sei, um die Silberpreise allein zu hebe», so habe ich von einer Seite Zustimmung gefunden, von der ich es bisher nicht erwartet hatte. Die geltende Währung ist die Goldwährung, und diese aufrecht zu erhalten, sind wir in erster Linie verpflichtet und ge willt. Aber das Sinken und noch mehr das Schwanken der Silberpreise wird als Schädigung der deutschen Interessen an- erkannt, und wenn sich ein gangbarer Weg zeigt, diesem Uebel stände entgegenzuwirken, werden wir die Hilfe nicht versagen. Von de» Vorschlägen aber, welche in Brüstet erörtert worden sind, ist eine Hilfe nicht zu erwarten. Abg. Büsiug(natl.): Meine Freunde stimmen mit den Aus- sührunge» des Abg. Buhl über die Getreidezölle nicht überein; wir billigen die Handelsvertrags-Potilik der Regierung, und werden sie nach 5träslcn unterstützen. Ich als Mecklenburger muß selbstverständlich das Gedeihen der Landwirthschaft wünsche», aber Mecklenburg hat auch das Exportinteresse der Seestädte zu berücksichtigen. Der Zusammenhang zwischen der Währungssrage und der Nothlage der Landwirthschaft ist mir durchaus nicht klar geworden, abgesehen davon, daß die Schulden der Land- wirthe durch die Doppelwährung vermindert würden. Die Leute, welche im praktischen Leben stehe», wünschen keine Aenderung der Währung; durch die Doppelwährung wird das Schwanken der russischen Valuta nicht beseitigt, das könnte nur geschehen dadurch, daß Rußland selbst eine feste Währung einführt. Das Sinken der Getreidepreise steht mit dem Sinken der Silber- preise in keinem Zusammenhange, wie eine Tabelle in dem englischen„Economist" beweist. Wenn wir die Doppelwährung«in- führen, so würde das Silber, das schlechte Geld, das Gold zum Lande hinaustreiben; das ist die unbestreitbare Theorie. Es würde bald das Goldagio eintreten, wie es sich jetzt schon nach der Meldung der„Times" in Amerika zeigt. Wenn das in einem so reichen Land wie Amerika geschieht, welches nur eine be- schränkte Silberauspräguna hat, wie soll es erst bei uns aus- sehen?(Sehr richtig, links.) Die Verschlechterung des Geldes bringt die Steigerung der Preise, die Steigerung des Zinsfußes, die Steigerung der Steuern mit sich.(Zuruf des Abg. v. Schalscha: Sind bei der Einführung der Goldwährung die Preise nicht gefallen?) Nein, Herr von Schalscha, ein Falle» der Preise konnte nicht eintreten, weil damals bei Einführung der Goldwährung das Verhältniß zwischen Gold und Silber ein richtiges war.(sehr richtig! links.) Wie kommt die Landwirth- schafl dazu, zu glauben, daß sie bei minderwerthigem Gelde billiger produziren wird als Länder, z. B. Indien, welche mit billigerem Lohne, billigere Frachten und besserem Boden arbeiten. Abg. Graf Dönhoff(dk.) wendet sich gegen die vorgestrigen Ausführungen des Sozialdemokraten Schultze, der von den schlechten Löhnen in Ostpreußen gesprochen hat. Er weist darauf hin, daß die dortige Löhnungsmethode eine von allen als gut anerkannte sei. Die Leute werden durch dieselbe an den Betrieb gefesselt und gewinnen ei» dauerndes Interesse an demselben Sie erhalten außer einein festen Deputat noch einen Antheil an dem erdroschenen Getreide, und dieser wird von ihnen so als Vortheil empfunden, daß sie selbst eine Mehrarbeit übernehmen, um den Lohn zu steigern. Abg. Jordan(dfr.) erklärt, daß er keine Währungsrede halten wolle, weil er nichts davon verstehe.(Zuruf links: Das ist lein Hinderniß!) Er weist darauf hin, daß die mitlieren Landwirthe es den großen nachthun wollen. Der Großgrund- besitzcr entsendet seine Söhne in die Armee und lebt auf großem Fuße. Der mittlere Grundbesitzer will es ihm nachmachen. Hier würde eine sehr einfache Selbstkur helfen. Die Leute müssen sich einschränken. Ich bin selbst in ein mittleres Gut gekommen und würde nicht mehr darauf sitzen, wenn ich dem Wege gefolgt wäre, den meine Kollegen eingeschlagen habe», die ihren Besitz infolge dessen haben ausgeben müssen. Ueber den Arbeitermangcl wird geklagt. Die Arbeiter kommen als Soldaten in die größeren Städte und lernen die dortigen Verhältnisse kennen; sie wollen nicht mehr auf dem Lande bleiben und je länger sie in den Städten als Soldaten festgehalten werden, desto mehr werden sie sich in die Städte drängen. Der Großgrundbesitz wirkt wie ein Magnet, er zieht die kleinen Güter an sich und drängt die mittleren und kleineren Besitzer ans dem Lande. Welche Geschäfte wurden gemacht während der Zeit, als die Güterpreise stiegen. Die Güter wurden gekaust und mit Verdienst verkauft; das war Vodenwucher, bei dem die Leute reich wurden und auch Bankrott machten. Dabei ist es öffent- liches Gcheimniß, daß die größeren Gutsbesitzer ihre Söhne weniger auf die landwirthschaftliche» Akademien als in die Armee schicken. Die Gutsbesitzer verstehen deshalb nicht viel von der Landwirthschast und dazu kommt noch die mangelhaste Buchführung. Es müßte eigentlich ein Gesetz erlassen werden, welches die Landleute zur Buchführung zwingt; dann würde die Subhastationsstatistik vielleicht eine erfreulichere sein.(Präsident v. Levetzow: Ich bitte doch den Redner nicht noch �Über das hinauszugehen, was bisher besprochen worden ist. Heiterkeit.) Ich füge mich der Meinung des Herrn Präsidenten und will gleich erklären, daß ich mit den Agrariern darin übereinstimme, daß ich keinen Widerspruch gegen das Gehalt des Staatssekretärs erhebe. Ich glaube aber, da über alles und noch etwas anderes ge- sprachen ist, auch über die römische Geschichte, etwas sprechen zu können über die Subhastationen. Ich schließe mit der Mahnung an die agrarischen Parteien, ihre illgitationen nicht zu sehr zu- zuspitzen und es nicht zu solchen Drohungen kommen zu lassen, wie sie auch hier schon ausgesprochen sind: Wir würden, wenn es zu Wahlen käme, unsere Sitze verlieren. Das lassen Sie unsere Sorge sein! Wir werden unseren Wählern, die sehr viel länd- liche sind, wahrscheinlich sehr wenig von der Währungssrage sprechen, aber sehr viel davon, daß durch die Ermäßigung der Getreidezölle infolge der Handelsverträge die kleinen Landwirthe keinen Schaden haben, während die großen Grundbesitzer von diesen Zöllen immer noch erheblichen Vortheil haben.(Beifall links.) Abg. Holt)(R.-P.Z: Die großen Grundbesitzer sprechen hier im Reichstag nicht für sich selbst, sondern für die Bauern; sie stellen die Offiziere; sie erhalten den kleinen Besitz durch die Rentengüter; dafür sollte man den großen Grundbesitzern dankbar sein. Durch das Beispiel der Grobgrundbesitzes werden die kleinen Besitzer nicht zu verschwenderischem Leben verleitet; sie sind charakterfest genng, um solcher Verlockung Widerstand zu leisten. Der Vorredner ist ein Landwirth gewesen, er hat aber sein Gut noch in der guten Zeit verkauft, sonst säße er vielleicht heute nicht hier. Daß es unter den Freisinnigen auch Landwirthe giebl, mag richtig fein; aber wenn die Getreidezölle nicht eingeführt worden wären, dann würden die Herren vielleicht heute nicht mehr die Freihaudelstheorie vertheidigen. Die große Mehrheit der Landwirthe fleht jetzt Hinteruns. Es muß schlimm stehen, wenn die Landwirthe, die sonst sehr schwer dazu zu bringen sind, sich zusammenraffen und nach Berlin kommen, um sich zu organistren. Daß man die Nothlage der Landwirthschaft einsieht, zeigen besonders die Auslassungen des Abg. Vopelius, welcher keine Vorlheile für die Industrie will, wenn dadurch die Landwirthschast geschädigt wird. Wir sind allerdings in bezug auf die Getreidczölle von 3t) Pfennig ans 3 Mark gestiegen, aber es sind auch inzwischen von der Regierung 6 Mark beantragt gewesen. Die Regierung muß diesen hohen Satz für uothwendig gehalten haben und besonders ist der Schutz nothmendig Rußland gegenüber wegen der Valutaverhältnisse. Herrn Büsing verweise ich nur auf die Mittheilung, welche Herr v. Schalscha im Ab- geordnetenhause gemacht hat. Die Preise werden weniger durch die Zölle als durch den Rubelkurs beinflußt.(Zuruf links: Der Rubel ist doch kein Silber!) Wenn wir Rußland gegenüber nicht einen hohen Zoll haben, werden wir mit Getreide überschwemmt, welches in die Transitlägcr geht. Hier konnte die Aufhebung des Identitätsnachweises helfen, ferner die Staffeltarife, die aber dem Westen unsympathisch sind. Redner wendet sich dann besonders gegen den russischen Handels- vertrag, der eine besondere Gefahr bezüglich der Äieheinsuhr in sich berge. Undankbar wird die Landwirthschast nicht sein, wenn auf ihre Wünsche Rücksicht genommen wird. Reichskanzler Graf v. Caprivi: Der Vorredner hat die Befürchtung ausgesprochen, daß eine Verseuchung unseres Viehes durch russischen Import herbeigeführt werden könne. Der Staats- sekretär des Auswärtigen Amts hat bereits gesagt, daß wir überhaupt nicht die Absicht haben, mit Rußland über den Import von Vieh zu verhandeln. Ich habe das Vedürfniß, mich über die gesammte Lage zu äußern. Die Debatte der vergangenen Tage ist von großer Tragweite nicht sowohl wegen des Inhalts, als der begleitenden Umstände. Es ist eine auffallende Er- scheinung, daß im preußischen Abgeordnetenhause und hier gleich- zeitig Debatten über die Landwirthschaft hervorgerufen wurden, während niorgen ein Verein zusammentritt, der ganz aus Land- wirthe» besteht. Auffällig ist mir auch der Ton, der, wenn auch nicht hier, so doch an anderer Stellung gegen die Regie« rung angeschlagen ist. Es sind die schärfsten Angriffe sowohl gegen einzelne Beamte, als gegen den Reichskanzler gerichtet worden. Woher kommt das und wohin führt das? Ich bin dem Grafen Kanitz dankbar, daß er Vertrauen zu den verbündeten Regierungen bat; es ist aber in den letzten Tagen ein solches Maß von kondensirtem Mißtrauen gegen die Regie- rung ausgesprochen, daß ich mich der Ansicht nicht verschließen kann: es hat sich wenigstens bei einem Theile der Herren darum gehandelt, die Reichsregierung anzugreifen, vielleicht zu stürzen. Der russische Handelsvertrag ist nicht das Objekt, das den Inhalt dieser Tage ausmacht; es lohnt sich auch gar nicht, über einen Vertrag, der noch Embryo ist, zu reden. Die Bewegung, die im Lande und im Hause sich geltend gemacht hat, geht sehr tief. Deshalb nehme ich diese Bewegung sehr ernst und ich habe den Wunsch, diesen meinen Ernst hier noch einmal zum vollen Aus- druck zu bringen. Es hat sich das,>vas den Gegenstand der Debatte und der Angriffe gegen die Regierung ausgemacht hat, zusammendrängt in die Worte: Roth der Landwirthschaft, und welche Stellung nehmen die verbündeten Regierungen, insbesondere der Reichskanzler dazu ein? Schon vor einem Jahre habe ich mit einer Deutlichkeit, die nichts zu wünschen übrig läßt, aus- gesprochen, welchen Werth die Regierung auf«ine gedeihliche Landwirthschaft legt, und trotzdem hören die Zweifel nicht auf. Ich bin noch weiter gegangen, ich habe im vorigen Jahre mich dahin geäußert, daß ich nicht nur den Werth der Landwirthschast als solcher anerkenne, sondern daß ich auch die Erhaltung der jetzigen Geschlechter und Familien, welche hauptsächlich Landwirthschast treiben, für im Slaatsinteresse liegend halte. Ich habe ausgeführt, welcher sittliche Werth in dem Heimaths- gesühl liegt, das sich an die Landwirthschast anknüpft, und trotz- dem finden kein Ende die Behauptungen und Anariffe, die Reichs- regierung und der Reichskanzler kümmern sich rncht um die Landwirthschast oder wenigstens nicht um die Landwirthe. Ich möchte, ehe Sie morgen in die Versammlung gehen, diese An- griffe aus das allerentschiedenste zurückweisen. Wenn man nun auch anerkennt, daß ich und die Regierung Interesse für die Landwirthschast dokumentirt haben, so sagt man: Worte hören wir wohl, aber wo ist der Wille? Man geht dabei nicht auf die tieferen Motive ein, aus die die Roth der Landwwthschaft sich vielfach zurückführt, sondern greift kleinere Dinge heraus und sagt: Wenn uns diese Wünsche nichterfüllt werden, so ficht man ja wieder, Ihr wollt nichts für die Landwirthschaft thun. Man hat ähnliche Angriffe gegen den preußischen Landwirth schafts- diefer Stelle ein freies Wort Nachdem noch der Abg. Wiffer erklärt hat, daß die Konser vativen die neue Bewegung nicht von ihren Rockschößen abschütteln fönnten, erklärte der Präsident v. Levezow: Die Debatte( die am 28. Januar eröffuet worden ist und volle dreizehn Sigungen in Anspruch ge nommen hat) ist geschlossen.( Heiterkeit.) Ein Widerspruch iſt nicht erhoben.( Große Heiterkeit.) Der Titel wird genehmigt. Darauf wird um 52 Uhr die weitere Berathung bis Sonn abend 1 Uhr vertagt. Parlamentarischres. M " " Don Minister gerichtet. Dieser ist doch selbst Grundbesitzer und aus 1 Bedauern darüber aussprechen, daß der Staatssekretär des unsere Industrie. Bedauerlich war, daß der Staatssekretär des den Reihen der Herren hervorgegangen, die jetzt Opposition gegen Auswärtigen Amtes den Grafen Limburg- Stirum so scharf an- Innern feine Auskunft darüber geben konnte, ob auch die LandDie Regierung machen( hört! hört! lints). Ich verstehe nicht gegriffen hat.( Lachen links.) Der Reichskanzler nimmt die wirthschaft gehört worden sei vor der Instruktion unserer Berganz, wie man einem Herrn, der die Rentengüter wieder ins neue Bewegung sehr ernst. Wir stehen auf demselben Boden. treter in Wien. Das ist erst später vom Reichskanzler nachLeben geführt hat, vorwerfen kann, er habe fein Intereffe für Die Bewegung hat uns alle überrascht. Wir haben von der getragen worden. Daß der Minister Baros dem Herrn Huber sagte: die Landwirthschaft. Sehen Sie doch an, was in den Steuer- Stärke der Bewegung keine Ahnung gehabt. Die Preise sind Sie wollen mir wohl an die Kehle", war ja sehr intereſſant; fragen jetzt von der Regierung gegeben wird. Diese Steuerreform gesunken und ein weiteres Sinten steht noch zu erwarten. Die beffer aber wäre es gewesen, wenn die Handelsverträge fo ab ist doch nicht zu Ungunsten der Landwirthe( Hört! hört! links). landwirthschaftlichen Zölle sind ermäßigt worden. Der Haupt- geschlossen wären, daß der Minister Baros nicht wenige Wochen nachher Also soweit wir eine Gelegenheit gehabt haben, auf die Förderung grund liegt in dem Durchdrücken der Handelsverträge durch den mit Eisenbahnmanipulationen die Wirkung der Bölle wieder verder Landwirthschaft hinzuwirken, so ist das geschehen; aber Reichstag. Die Landwirthe sind nicht angehört worden. Wenn nichtete. An uns soll es nicht fehlen, wenn es gilt, die Wogen der neuen wir finden doch auch unfere Grenze in ben Um der Reichstag uns die Berathung in der Kommission Bewegung einzudämmen. Aber wenn die Regierung erklärt, daß ständen. Wie kann ich denn den Reichstag zwingen, daß er versagte( Sehr richtig! rechts) wenn uns nicht einmal fie unentwegt dieselbe Politik verfolgen wolle, so tann ich die für ein Gesetz in Ihrem Sinne eine Majorität bietet? an gestattet wurde, Bemerkung nicht unterdrücken, daß diese Politik lebhafte MißAuch die Anhänger des Bimetallismus geben zu, daß die Zus fo macht das einen schlechten Eindruck im Lande. Stimmung erregt hat, daß wir aber diese Politik unentwegt be ftiminung Englands die Voraussetzung ist. Ich kann England Die Haltung des preußischen Landwirthschaftsministers, den ich fämpfen werden. nicht zwingen. Trotzdem kehrt der Vorwurf immer wieder. hoch schätze er ist ein Edelmann durch und durch und ein Kann ich den Weltmarkt wegschaffen? Er wirkt mit elementarer politischer Freund von mir hat doch nicht das richtige InterGewalt auf die Verhältnisse der Landwirthschaft ein, und die Re- esse für die Landwirthschaft befundet. Ich bedaure das sehr. gierung kann das nicht ändern. Kann ich die arbeitenden Klassen Das Rentengutgesetz verbanken wir nicht biefem landwirthschaft zwingen, da zu arbeiten, wo sie nicht arbeiten wollen? Auch das lichen Minister, sondern dem liberalen Finanzminister Miquel. zu hat die Regierung keine Macht, und doch wiederholt man Wenn die Regierung den Wunsch hat, das Silber wieder im immer: Ja, dazu ist die Regierung da. Wenn schnelle Abhilfe Werthe zu heben, so kann sie dies in Verbindung mit England, überhaupt möglich wäre, so würde doch unter den vielen Taufen- wo die Währungsbewegung ebenfalls eine starke ist, sehr leicht den intelligenter Landwirthe, die mit ihrem Wohl und Wehe bewerkstelligen. Man hat nicht mehr das alte Wohlwollen gegenan der Sache betbeiliat find, fich eine größere An über der Landwirthschaft gezeigt in der Regierung wie früher. zahl gefunden habe annehmbare Abhilfevorschläge Das lag daran, daß man es uns verübelte, daß wir noch alte macht. Das hab fch aber nicht gefunden. Alles Beziehungen aufrecht erhielten und sie nicht furzer Hand zer hier und in Den Beitungen Vorgebrachte ist theils schneiden wollte. Deshalb hatte ein Mißtrauen Plaz gegriffen. problematisch, theils unausführbar unter den heutigen Berhält Ich hoffe aber, daß diese Zeit vorüber ist. Daß ein Reichstanzler niffen. Ob wir mit Landwirthschaftskammern viel weiter tamen, fein Gut selbst bewirthschaftet, halte ich für unmöglich; aber die In der Kommission zur Vorberathung der lex Heinze ist mir fraglich; denn die Herren, welche sie verlangen, find Kenntniß der landwirthschaftlichen Verhältnisse in einem früheren nahm die heutige Sigung einen unerwarteten Verlauf. Zu Bemeist abgeneigt, den Berichten der Handelskammern Werth bei Stadium des Lebens halte ich doch für sehr zweckmäßig. Früber ginn der Sigung beantragte der ultramontane Abg. Gröber( das zumeffen. Das würde umgekehrt auch tommen. Wir haben ja erzog man doch die Regenten als Landwirthe. Einen Nachtheil Bentrum ist über die Zweckmäßigkeit des Lattenarrest- Vorschlages doch tausende von landwirthschaftlichen Vereinen. Eine Enquete, wird man jedenfalls darin nicht finden, wenn der Reichetangler getheilter Ansicht) die Regierungen aufzufordern, statistisches um über den Bimetallismus flar zu werden, fann von uns allein Landwirth ist. Unsere Lage ist besonders deshalb bedenklich, Material den Kommissionsmitgliedern zu übergeben aus nicht gemacht werden. Wir haben fein anderes Mittel, als weil wir zwischen zwei uns nicht wohlgesinnten Ländern liegen, dem sich ergiebt, wieviel Personen wieviel Personen im Verhältniß zur diplomatische Verhandlungen. Stellen Sie doch Anträge, statt immer was uns erhebliche Opfer auferlegt und weil wir auf dem Einwohnerzahl feit 1872 im Rückfall und wie viel Beschuldigungen auszufprechen. Dann tönnen wir dazu Stellung fozialpolitischen Gebiete allen anderen Ländern vorangehen. wegen Vergehens u. f. w., die von befonderer Rohheit oder nehmen. Ich halte die fortgefeßten Angriffe gegen die Regierung für in Dafür muß uns eine Kompensationsgewalt werden. Begehrlich- Gittenlosigkeit" zeugen sollen, bestraft sind, sowie Gutachten von hohem Grade schädlich, nicht sowohl der Regierung als des Landes feit ist das nicht, das ist eine Naturwendigkeit. Der Reichs den Gefängnißbeamten über die Wirkung von furzen, von langen wegen. Ich glaube, ich bin ein durch und durch konservativer fanzler sprach von den Besitzlofen. Wenn es fich bei der Freiheitsstrafen und von Strafverschärfungen vorzulegen. Die Mann. Es fragt sich nur, was unter fonservativ zu verstehen ist. agrarischen Bewegung handelte um die Bereicherung Einzelner, fonfervativen Lattenschwärmer und die Vertreter der Regierung Konservativ sein, ist für mich der Ausfluß einer Weltanschauung, wäre fie verwerflich; fie will aber nur die Hauptberufsklaffe erwendeten sich fehr lebhaft gegen Beibringung wonach die Welt nach einem gewissen Plan durchgeführt wird halten, und dabei dürfen Arbeiter und Arbeitgeber nicht von Material. Geheimer Ober Regierungsrath Dr. Tischendorfer und daß das Historischgewordene ein gewisses Berechtigungs- einander getrennt werden. Auch ich gehöre zu denen, welche in versuchte einiges statistisches Material vorzuführen. Oberjustizdasein hat, das ihm nur dann genommen werden sollte, wenn der jetzigen Bewegung eine erhebliche Verantwortung tragen. rath Dr. Lucas erflärte es für unmöglich, das verlangte zwingende Gründe dies erfordern. Wenn für uns Deutsche ein Ich werde mich bemühen, die Frage so zu töfen, wie man es statistische Material beizubringen; die Gefängnißvers christlicher monarchischer Staat derjenige ist, den zu erhalten der von einem Manne, der in den altpreußischen Traditionen groß waltungen habe die Regierung nicht befragt(). Seiner Konfervative ein Interesse hat, dann bin ich durch und durch geworden ist, verlangen tann. Ueberzeugung nach würden die ersten Staatsanwälte als GeTonfervativ.( Beifall rechts.) Aber ich bin nicht Agrarier, ich Reichstanzler Graf v. Caprivi: Ich hoffe, daß der Vorfängnißinspizienten fich in einem der Regierung günstigen Sinne besitze nicht ein Ar, nicht einen Strohhalm und wüßte nicht, wie redner die Sache so leiten wird, daß Deutschland keinen Schaden aussprechen. Gröber erwiderte, die Erklärung, daß die ich dazu kommen sollte, ein Agrarier zu werden. Ich weiß, daß dabei leidet. Denn wenn auch die Herren von der Bewegung Gefängnißbeamten nicht einmal befragt in der konservativen Richtung die Erhaltung der verschiedenen überrascht worden sind, so entbindet sie die Ueberraschung doch seien, genüge ihm; allerdings felgere er aus dieser UnterErwerbszweige einen großen Plaz einnehmen muß, aber dieser nicht von der Berantwortung. Ich habe nicht geglaubt, daß Ar- laffung in einer Anfrage das Gegentheil von dem, was die Res Plaz darf nicht so groß werden, daß das auf das Dasein des beitgeber ohne Arbeiter bestehen können. Ich habe von den gierung folgern zu dürfen glaubt. Bebel geißelte sehr scharf Staates gerichtete Glement im Konfervatismus unterliegt. Herr Befißlofen nur gesprochen in dem Zusammenhange, daß, wenn wir biefe Art von Gesezesmacherei. Die Statistit erweist, soweit in v. Kardorff hat das schöne Bild gebraucht von einem Baum, um deffen allen Besitz schützen, nicht blos den landwirthschaftlichen, sondern Kürze übersehbar, in vielen Punkten das Gegentheil der Ansichten Wurzeln immer wieder gute Erde gelegt wird. Woher aber und auf auch den industriellen Besitz, wir auch die Besitzlofen schützen. Der Regierung. Die Gefängnißbeamten, als welche allerdings weffen Kosten soll die gute Erde genommen werden?( Sehr gut! links.) Minister v. Heyden hat von Anfang an den landwirthschaftlichen Staatsanwalte nicht angesehen werden fönnen, feien gewiß aus Es wäre gut, ist gesagt worden, wenn alle Minister Landwirthe Standpuntt vertreten und darauf aufmerksam gemacht, daß die ihrer Praxis heraus gegen jede Strafverschärfung. Er verlange, fein könnten. Ich bedauere für meine Person dieser Forderung Landwirthschaft den Fall von 1,50 Wt. auf den Doppelzentner wiewohl die Vorlage ohne weiteres abzuweisen, entschieden die nicht genügen zu fönnen: Es ist aber gut, daß es fo ist, denn ungern sehen würde. Indeß ein preußischer Minister ist nicht beantragte Vorlegung statistischen Materials. Nach lebhaften die Landwirthschaft ist heutzutage ein so schwieriges Gewerbe blos Reffortminister, sondern auch Staatsminister. Das ist der Gegenreden entschied die Kommission mit 10 gegen 9 Stimmen geworden, daß man das eine oder das andere im Nebenamte wesentliche Unterschied zwischen einem Minister und einem im Sinne Gröber= Bebel und vertagte deshalb die fein müßte, es würde entweder der Minister oder der Landwirth Parteimann. Der Parteimann hat teine andere Interessen wahr 2attenartest Debatte. Es gelangte hierauf ein Antrag Leiden. Es ist wünschenswerth, daß der Reichskanzler nicht zunehmen wie die feiner Partei.( Widerspruch rechts.) Ich will Bebel- Stadthagen auf Streichung des§ 361 Nr. 6 Str.Agrarier ist, denn je mehr unser Parteileben von wirthschaftlichen fo fagen: er tann sie wahrnehmen. Ein Ressortminister tann 3.-B. zur Berathung. Nach diesem Paragraphen ist eine WeibsInteressen bedrängt wird, um so mehr muß die Regierung fich nicht immer die Interessen feines Refforts wahrnehmen. Staats- person" strafbar, welche wegen gewerbsmäßiger Unzucht einer polizeieinen freien Blick für die Intereffen des Staates zu erhalten minister v. Heyden hat sich dem Staatsintereffe untergeordnet; lichen Aufsicht unterſtellt ist, wenn sie den in dieser Hinsicht erlassenen fuchen. Wenn wir den Staat agrarisch regieren wollten, dann einen Grund, ihm Vorwürfe zu machen, haben die Herren fittenpolizeilichen Vorschriften zuwider handelt, oder, ohne einer möchten wir in absehbarer Zeit am Ende sein, vielleicht vor Agrarier nicht. solchen Aufsicht unterstellt zu sein, gewerbsmäßig Unzucht treibt. einer sehr schweren Katastrophe stehen.( Buftintmung links.) Abg. Rickert( dfr.): Die Herren wollen durch die Bewegung Die Antragsteller stellten klar, daß in dieser Bestimmung eine Wirthschaftliche Interessen follidiren leicht mit staatlichen Inter: überrascht sein. Wer hat denn die ganze Organisation ge Art staatlicher Konzeffionirung der Prostitution liege, die etwas effen. Die ersteren basiren mehr oder weniger auf dem Egoismus, fördert? Hat nicht der Bauernbund Geld über Geld dafür ver- für das weibliche Geschlecht tief Herabwürdigendes und das die letzteren auf der Opferwilligkeit und dem Idealismus seiner wendet und die Wühlerei durch Wanderlehrer betreiben lassen? Eingeständniß der heutigen Geseüschaft enthalte, daß sie Bürger. Wir werden jeden Besiz schützen, wie es unsere Pflicht Die Handelsverträge sollen durchgedrückt sein! Darüber lagt ohne das Gewerbe der Prostitution nicht bestehen könne. Die ist, den agrarischen sowohl wie den industriellen und kapitalistischen Graf Mirbach, deffen Freunde die Invalidenversicherung Stontrollmaßregeln feien theilweise Schuld an dem Zuhälterthum. Besiz. Aber wir haben auch die Pflicht der Fürsorge für die durchgedrückt haben, so daß sie mit 185 gegen 168 Stimmen Um aus Kontrolle zu gelangen, ließen sich Dirnen ohne oder Besiglosen. Ich habe bereits, als ich über den Antisemitismus schließlich angenommen wurde, während die Handels. gegen minimalen Lohn bei Arbeitgebern beschäftigen, drückten so ein paar Worte fagte, angedeutet, daß in diesen Dingen eine verträge mit 243 gegen 86 Stimmen angenommen wur bie Löhne und trieben ungezählte Arbeiterinnen, die von den gewisse Gefahr liegt, daß wenn die Besißlofen zunächst auch den. Bon den Konservativen haben nur 35 dagegen gestimmt. färglichen Groschen sich nicht erhalten tönnen, zur Prostitution. zweifellos in der besten Absicht gegen die Besitzenden Der Reichskanzler hat ganz recht: der landwirthschaftliche Der Gesetzgeber folle das freie Koalitionsrecht zur Erfich zu richten anfangen, darin eine große Gefahr nicht Minister in Preußen und der Reichskanzler sollen gestürzt werden. ringung besserer Arbeits- und Lohnbedingungen den blos für den Staat sondern auch für die Gesellschaft liegt, Sch freue mich, daß der Reichskanzler dafür ein Gefühl hat, die Arbeiterinnen geben und Behinderungen desselben, nicht und was mich betrübt und besorgt macht, ist, daß Agrarier find übermüthig geworden. Der Reichskanzler wundert die Ausübung dieses Rechtes unter Strafe ftellen. diese Neigungen rapide und immer stärker auftreten. fich, daß er teine Anerkennung finde; das Gefühl der Dankbar die Polizeifontrolle wird zugestandenermaßen nach keiner Richtung Die in Deutschland eingeleitete Bewegung überschreitet vielfach feit geht den Herren überhaupt ab.( Heiterfeit rechts.) Das ist hin etwas erreicht; nicht einmal der zehnte Theil der Prostit irten schon die mit dem Staatswohl vereinbaren Grenzen. Werden ganz der Ton, in dem immer verhandelt wird. Herr v. Man steht unter Kontrolle. Die Prostituirte unterliegt ja denselben die Geister, die man wachruft, auch wieder zu bannen sein? teuffel hat sich erlaubt zu sagen( Präsident v. Levehow bezeichnet Strafgesetzen wie jeder andere Staatsbürger. Wollen aber die ( Sehr richtig! links.) Haben die Männer, welche die Geister diesen Ausdruck als unparlamentarisch). Ich weiß nicht, was Freunde der heutigen Gesellschaftsordnung durchaus die gewerbs wachrufen, eine Garantie, daß der Strom, mit dem sie vorwärts wir anfangen sollen, wenn das nicht einmal uns mehr gestattet mäßige Unzucht unter Polizeiaufsicht stellen warum nicht das treiben, nicht schließlich mit anderen Strömen zufammenfließt und sein soll, während man uns immerwährend angreift.( Präsident gleiche Recht dem starken Geschlecht gegenüber? Konsequent fei fich gegen Besitz und Staatsordnung richtet?( Sehr wahr! links.) v. Levegow bestreitet, daß Angriffe gegen die linte Seite gerichtet es dann, auch die Mannspersonen", die, ohne sich polizeilicher Ein großer Theil von denen, die jetzt die Schleusen aufziehen, sind.) Nun, wir werden uns alles gefallen lassen und nichts Aufsicht zu unterstellen, gewerbs- oder gewohnheitsmäßig ahnt nicht, in welche Gefahren sie gehen.( Sehr richtig! lints.) mehr dagegen fagen. Man hat uns vorgeworfen, daß wir die Unzucht treiben, zu strafen. Abg. Stöcker bedauerte, für den Werden sie im stande sein die Schleusen wieder zu schließen? Landwirthe und die Landwirthschaft vernichten wollen. Sind Antrag Bebel- Stadthagen, dem er aus Sittlichkeitsgründen Die Männer, welche die Bewegung leiten, haben eine Aufgabe Sie denn allein die Vertreter der Landwirthschaft?! Aus einer sympathisch gegenüberstehe, nicht stimmen zu können, weil andere übernommen, die ich nahezu für unerfüllbar halte, denn die Ge- solchen Stimmung heraus, wie die jetzige ist, sind die Aera Schutzmaßregeln nicht vorhanden seien. Nach dem noch nationalschichte zeigt manches Beispiel, daß Bewegungen, die anfangs Artikel der Kreuz- Zeitung" entstanden. Nachher ist eine Verfiberale und freifinnige Redner sich dagegen ausgesprochen, daß zweifellos das Beste wollten, weiter gingen und nachher nicht föhnung mit dem Fürsten Bismarck entstanden, ob gerade zum weibliche Prostituirte ihr Gewerbe in der manchesterlichen Freimehr aufzuhalten waren. Wenn ich diese Warnung oder Bitte Wohle des Vaterlandes, lasse ich dahingestellt. Was verlangen beit betreiben und daß die Männer bestraft werden, wurde der an die Herren richte, die mit diesen Dingen zu thun haben, so will Sie nicht alles? Die Aufhebung des Identitätsnachweises haben Antrag mit allen gegen die beiden Stimmen der Antragsteller ich um nichts in der Welt dem Gedanken ausgesezt sein, daß wir selbst angeregt und, und jezt behaupten Sie, wir ließen Sie abgelehnt. Nächste Sigung Sonnabend 10 Uhr. meine Person dabei eine Rolle spielt, daß, weil ich vielfach an- im Stiche. Aenderung des Unterstüßungswohnsizes, da können wir gegriffen werde, ich wünschte, diese Bewegung nicht stärker mitgehen, aber nicht bei der Aenderung der Freizügigkeit. Die XI. Rommission des Reichstags, welcher der Entwurf werden zu Lassen. Davon fann teine Rede fein. Agrarierthum und Antisemitismus ist die Fahne, unter der wir eines Gesetzes gegen den Berrath militärischer Geheimnisse zur Wenn ich überzeugt wäre, daß ich dadurch, daß ich dieses Amt marschiren sollen; die traffeste Interessenwirthschaft wollen Sie Vorberathung überwiesen ist, hielt am Freitag den 17. d. Wits. aufgebe, Deutschland nach innen oder nach außen den mindesten einführen. Das führt zur Störung der Staatsgewalt. Ein eine Sigung. Zur Begründung des Entwuris leitete der General Nußen schaffte, so würde teine Stunde vergehen, bis ich Monarch hat seinen Funfern einmal sein Quos ego! zugerufen. von Goßler die Debatte mit einer längeren Rede ein. Reduer Sr. Majestät mein Abschiedsgesuch eingereicht hätte. Die Bürde Das deutsche Volt wird den Antisemiten auch ein Quos ego! gab eine Uebersicht über das Syftem der Spionage, wie es durch meines Amtes ist so schwer, daß ich den Tag, wo sie mir mal zurufen. Die Agrarier und Antisemiten fürchten wir nicht. Die verschiedensten Landesverrathsprozesse bekannt geworden ist. abgenommen sein wird, segnen werde. Aber ich werde diesen Wenn der Reichstanzler eine vollsthümliche Politik treibt, dann Durch diese Prozesse hat die Regierung in Erfahrung gebracht, Schritt nicht thun, ich werde an der Stelle beharren und werde wird er feststehen und das Deutsche Reich auch trotz des An- daß eine vollständig organisirte Spionage besteht. Ein großer in der altpreußischen Weise, in der ich erzogen bin, meine versturms der Agrarier und der Antisemiten.( Beifall links). Theil der Verdächtigen fonnte nicht bestraft werden, weil sie mit fluchte Pflicht und Schuldigkeit zu thun suchen, und nicht um Abg. von Standy(.): Ich freue mich über das Bekenntniß den bestehenden Gesetzen nicht zu fassen waren. Ein Gesetz wie meinetwillen, sondern um des Kaisers und des Reiches willen. des Reichskanzlers zum konservativen Gedanken. Ich möchte der vorliegende Entwurf sei nöthig zur die Sicherheit des Landes. Wir gehen so schweren Zeiten entgegen, daß Festigkeit der Re- dem Reichskanzler nur sagen: Wenn wir scheinbar andere Wege Der Strafrechtsprofessor und freisinnige Abgeordnete Dr. v. Bar gierung die erste Anforderung ist, die an eine Gefundung von gehen, als er, so werden wir niemals den fonservativen Grund- ist kein Anhänger der Abschreckungstheorie. Nirgends hat man Deutschland zu stellen ist( Beifall), und jeder Wechsel in der gedanten außer Acht laffen. Die morgige Versammlung ist uns durch Abschreckung die Verbrechen verhindert, aber sehr oft ZuPerson ist mit einer Erschütterung der Festigkeit verbunden.( Sehr zum Vorwurf gemacht worden. Uns hat es fern gelegen diefe ftände geschaffen, die uns beweisen, daß jene Theorie nicht das wahr! links.) Ich werde aushalten. Ich wünsche, daß die Ver- Bewegung irgendwie zu inszeniren, wir sind daran vollständig Mittel ist, um Verbrechen zu verhindern. Der Entwurf hat aber treter der agrarischen Interessen in sich gehen und sich reiflich schuldlos. Aber die verbündeten Regierungen hätten das selbst auch sonst noch bedenkliche Fehler. Ein Fehler ist es, wenn überlegen, ob ihre Wege wirklich mit dem Staatsinteresse dauernd fehen fönnen, was jeht vorliegt. Es ist nicht richtig, daß die man den Begriff der Straftbat zu weit faßt. Da ist es leicht zu vereinigen sind und daß es sich nicht um den einzelnen Men Landwirthschaft Klagen erhebt und keine Anträge stellt. Die Land- möglich, daß jemand mit dem Gesetz in Konflikt fommt, dem e fchen handelt. Was ist ein Mann über Bord, wenn das Schiff wirthschaft beklagt sich über das, was geschieht und die Furcht vor nie eingefallen ist, Handlungen zum Schaden des Vaterlandes zu nur weiter geht! Um das Schiff handelt es sich, auf dem die dem russischen Handelsvertrage hat dem Faß den Boden ausgeschlagen. begehen. Wenn jemand im Leichtfinn einem Spion gegenüber deutsche Flagge weht.( Beifall links). Die Goldwährung, die Deffnung der Grenzen für die Vieheinfuhr eine Aeußerung fallen läßt, die nach diesem Gesetz als Strafe Abg. v. Dziemboweri( Pole): Die Agrarier haben bisher und solche Dinge haben die Landwirthe aufgeregt. Sie fürchten that angesehen wird, dann hat der Spion ihn in seiner Gewalt. noch immer bestritten, daß ihre Bewegung eine politische ist. namentlich von dem russischen Getreide Import die bedenklichste So kann das Gesez dazu beitragen, das zu fördern, was es ver. Seit der Erklärung des Grafen Limburg- Stirum, daß er fein Konfurrenz, was schon bedenklich ist, da 6/10 des Getreide Jm- hindern soll. Auch leidet das Ansehen der Justiz darunter, wenn Vertrauen mehr zur Regierung habe, tönnen wir mit den ports, 3/4 der Roggeneinfuhr aus Rußland tommt. Der Preis- Personen wegen Handlungen in Untersuchung gezogen werden, Agrariern, so nahe sie uns stehen, nicht zusammen gehen. Wir sturz nach den Handelsverträgen war ein so bedenklicher, daß die welche von keinem Menschen in der Bevölkerung für Verbrechen find auch Vertreter der Landwirthschaft, aber wir haben Ber Landwirthschaft schwer geschädigt wurde. Getreidepreise wie 1891 gehalten werden. trauen zur Regierung. Wir wollen nicht nur die Interessen des wünschen wir nicht; wir wünschen, sie wären niemals da ge= großen Grundbesizes wahrnehmen, sondern auch die Interessen wesen. Wir kennen den fanatischen Haß Rußlands gegen Deutsch bes fleinen Mannes, des Mittelstandes, nicht bloß in der Land- land. Nur die äußerste Noth konnte Rußland zu einem Handelsvertrag veranlassen. Es erwartet Vortheile für sein Getreide. wirthschaft, sondern auch im Handel und Gewerbe. Was bedeutet allein diesem Punkte gegenüber der Vortheil für Abg. Graf Mirbach: Ich möchte zunächst mein lebhaftes Durch Der Tonservative Dr. Schier und die ultramontanen Graf Matuschka und Dr. Preiß traten, als Anhänger der Abschreckungstheorie, für die Vorlage ein. Sie glaubten, die drakonischen Strafen des französischen Gesetzes bewirten es, daß in Frankreich weniger spionirt werde als in Deutschland. Lokales: der V Der Mond be wies sich Herr Meyer nicht der, mit den Bierreden, sondern Gin intereffantes aftronomisches Ereignis haben wir der mit dem Justizrathstitel als völlig unzugänglich in diesem Monat zu erwarten. Es ist die am 20. Februar Zur Gewerbegerichts- Wahl. Den Herren Wahlvorstehern statt, einer juristischen oder gesunden Auslegung. Er scheiterte. stattfindende Bedeckung des Planeten Jupiter durch den Mond. der 42 Kommunal- Wahlbezirke fet hierdurch mitgetheilt, daß, Die Versammlung entschied mit 55 gegen 49 Stimmen nament Der Eintritt des Jupiters hinter die nicht erleuchtete Seite der sei foweit noch ein Mangel an Wahlvorstands- Mitgliedern, als Bei ich dahin, daß es einer Stadtverordneten- Versammlung nicht Mondscheibe findet für Berlin um 8 Uhr 81 Min. 24 Set. statt, fizer, Protokollführer u. f. w. in den einzelnen Wahlbezirken vor sieme, sich selbst in solch tief eingreifender Angelegenheit die der Austritt um 4 Uhr 38 Min. 86 Set. mittlerer Berliner Belt. handen ist, sich uns eine Anzahl von schreibkundigen und intelliRedefreiheit zu nehmen, um einem Schloß freiere Für Orte in der Nähe von Berlin genügt es, ihre LängenBailleu differenz von Berlin festzustellen, um obige Zeitangaben für sich genten Arbeitern zur Verfügung gestellt hat, die gern bereit sein verwahrte fich dagegen, daß Kunze'sche Ententeich- Grüße nuzbar zu machen. Da zur Zeit der Naturerscheinung die Sonne einzelnen Wahlbezirten zu betheiligen. Es wäre in diesem Falle irgend welchen Einfluß anf die Schloßplay- Projektanten übe noch nicht untergegangen ist und der Mond sich noch nicht im nur nothwendig, daß die betreffenden Wahlvorsteher dem Unter- wozu sich gegen das wehren, was mit Händen zu greifen? ersten Viertel befindet, muß zur Beobachtung ein, wenn auch nur zeichneten auf schnellsten Wege Mittheilung machten. Gleichzeitig Nochmals verlangte die Gruppe Spinola Schluß, dieser wurde fleines Fernrohr zu Hilfe genommen werden. ersuchen wir unsere Genossen, die in die Wählerlisten eingetragen abermals in namentlicher Abstimmung abgelehnt, so daß Stadtv. findet sich für Berlin um 3 Uhr 23 Min. im Meridian in 48 Gr. sind und folche Aemter annehmen wollen und können Barth seinen finanzpolitischen Standpunkt, Salge sein warmes Höhe über dem südlichen Horizont. Kürze halber bei den nachfolgenden Bezirksvorstehern ihres Herz für das Zusammengehen mit dem einstimmig gefaßten Magistratsprojekt Magistratsprojekt darlegen konnte. Die boshaften Sozial- Wegen fortgesetter schwerer Sittlichkeitsverbrechen, Bezirks, die als Wahlvorsteher fungiren, sich zu melden; jedoch demofraten verlangten nunmehr auch über den Antrag der Herren begangen an seiner zwöl jährigen Tochter, ist vorgestern der muß dieſes bis worden. damit der Wahlvorstand zwei Tage vor der Wahl konstituirt ist. befassen, namentliche Abstimmung. Es ſtimmten für diesen An- Seine Ehefrau hatte ihn bei dem Verbrechen überrascht und der trag 71 gegen 28, so daß nunmehr im Ausschuß die Herren hören Polizei sofort Anzeige erstattet. fönnen, wie herrlich eine Aussicht vom Schloß sein fann der Druck bleibt scharf: vielleicht drückt sich hier oder da ein Piep: Mensch hatte gestern auf dem Wedding einen großen MenschenEin vom Größenwahn befallener junger etwa 20jähriger mäßchen ins Knopfloch hinein. Eine der freisinnigen Stadt- anflauf verursacht. Er schrie fortwährend: ch bin König vertretung" würdige Sizung. Ludwig II. von Bayern." Der Unglückliche redete sodann ein ganz unflares Zeug über die Zukunft des Deutschen Reiches. Er hatte auf dem Kopf eine jedenfalls irgend einer Mastengar derobe gehörige Sternenfrone. In der Hand hielt er ein Lineal, das ihm als zepter diente. Sonst war er gewöhnlich gekleidet und schien dem Arbeiterstande anzugehören. Hinzukommende Schuhleute nahmen sich schließlich seiner an und wurde er mittels bei sich, als einen Landsturmschein, aus dem hervorgeht, daß er Droschte nach der Wache gebracht. Er trug Papiere weiter nicht Paul Wadtzet heiße und Arbeiter sei. 1. Wahl Bezirk Pietsch, Rosenstr. 25. " 2. 3. 4. " 6. " " Warnke, Fischerstr. 23. Lemke, Taubenstr. 14. Arndt, Markgrafenstr. 17. Streichan, Friedrichstr. 14. Henze, Lühowstr. 93. " sch ert, Friedrich- Wilhelmstr. 10. Saffe, Blumenthalstr. 14. Harnisch, Wartenburgstr. 24. Kaltuf, Blücherstr. 7. Schäffer, Planufer 34. Wurl, Reichenbergerstr. 68/70. Laake, Mariannenstr. 12. Kreitling, Manteuffelstr. 4. Strauß, Naunynstr. 26. Goldmann, Admiralstr. 9. Weiland, Wasserthorstr. 60. Bischoff, Simeonstr. 2. Sehrndt, Dresdenerstr. 15. Zimme, Melchiorstr. 20. 7. 8. " 9. 10. 11. 12. " 13. 14. 15. " 16. " 17. 18. " 1 19. " 20. 21. 22. 23. Buntebarth, Neue Roßstr. 9. Schmal, Blumenftr. 51 a Stein, Krautir. 27. Mende, Fruchtstr. 71. Gutschmidt, Posenerstr. 30. Manns, Große Frankfurterstr. 143. Boß, Pallisadenstr. 20. Grenzfelder, Gollnowstr. 24. Gast, Greifswalderstr. 22. Lange, Alte Schönhauserstr. 27. Straßmann, Oranienburgerstr. 23. 3wanzig, Saarbrückerstr. 26. Ra städt, Bergstr. 5. Kalischer, Bernauerstr. 15. Kleemann, Fehrbellinerstr. 26, Groth, Trestowstr. 31. Schüler, Brunnenftr. 47. H 24. " 25. " 26. " 27. " 28. " 29. " 30. " 31. 32. " 33. " 34. 35. " 86. " 37. " 38. " Richter, Chauffeeftr. 117. 39. " Rundorf, Auguststr. 89. 40. " 41. " 42. " Bredereck, Ottojir. 7. Genger, Schulstr. 99-100. Klose, Biesenthalerstr. 18. Außerdem haben wir unseren Genossen noch mitzutheilen daß die Arbeitgeber- Kandidaten im 6. Wahlkreise beschlossen haben, ein Flugblatt für die Arbeitgeber herauszugeben. Dieses Flugblatt gelangt Sonnabend Abend bei Keßner, Annenstr. 16 zur Ausgabe au die Vertheiler. Für die Arbeitnehmer gelangt kein Flugblatt mehr zur Vertheilung. Der geschäftsführende Ausschuß der Berliner Streit Rontrollfommission. Sozialistenfreffer in der Schule. In der 21. Gemeindeschule, Klasse 1, ertheilt der Lehrer Diefer Geschichtsunterricht. Bei dieser Gelegenheit warnt er die Schüler vor der Sozial demokratie, deren Führer das Volk an der Nase herumführten und ihm das Geld ablockten, um damit dann das Weite zu suchen, wie es erst kürzlich zwei Führer gethan hätten. Wer was gelernt und Luft zur Arbeit hätte, finde auch Arbeit; diejenigen, welche jetzt ohne Arbeit herumliefen, wollen nicht arbeiten und feien Sozialdemokraten. Diese und ähnliche Weisheiten entwickelt der treffliche Lehrer vor den Kindern, wie ein Knabe Kindesmord! Spielende Kinder fanden vorgestern, Mitts seinem Vater mittheilte. Sollte der betreffende Knabe auch die woch, Nachmittag gegen 4 Uhr in dem alten Logengarten in der Aeußerungen nicht wortgenau verstanden haben, jeden- Wallstraße ein todtes neugeborenes Kind männlichen Geschlechtes. falls hat er fie nicht aus der Luft gegriffen. In Die kleine Leiche lag in einem etwa 2 Zoll tiefen Waffertümpel dem Schreiben, in welchem der Bater des Knaben mit dem Gesicht auf dem Grdboden. Wie die sofort eingeleitete uns diese Mittheilung macht, bemerkt er zum Schluß: polizeiliche Untersuchung ergab, war der Knabe über das Gitter " Das scheint mir schon ein Tank dafür zu sein, daß unsere des Logengartens, und zwar von der Waffergaffe aus, hinüberFührer resp. die Sozialdemokratie für die Wohlfahrt der armen geworfen worden; das Kind, das bei seiner Geburt noch gelebt, Behrer so energisch eintritt." Nun, Dant haben wie nie er ist jedenfalls wohl im Wasser der Pfüße erstickt. Die kleine Beiche wartet, und der Einsender dieser Mittheilung möge nur an den wurde, nachdem seitens der Staatsanwaltschaft an Ort und Stelle Vers der Arbeitermarseillaise denken, der als den ärgften Feind der Thatbestand aufgenommen worden, nach dem Zeichen den Unverstand der Massen" betrachtet; bei den Arbeitern schauhause überführt. Da das Kind völlig unbekleidet, so schwindet der Unverstand täglich mehr, mit der Zeit wird er sind die Recherchen der Behörden nach der unnatürlichen Mutter auch bei den Lehrern weichen. Unsere Stadtverordneten werden sehr schwierig. wohl auch Gelegenheit nehmen, an anderer Stelle dafür zu forgen, daß die Lehrer in gebührender Weise auf das Ungehörige derartiger Belehrungen aufmerksam gemacht werden. Der bedauernswerthe Knabe des Zigarrenmachers Walter der, wie wir fürzlich berichteten, von einem Schlächterwagen an der Straußbergerstraßen- Ecke überfahren wurde, ist in der Nacht zum 16. d. Mis. seinen Berlegungen erlegen. Damit dürfte der Fall jedoch nicht erledigt sein. Der Schlächtermeister Leuten weigert fich, dem Vater des Unglücklichen die Kranfenuntoften u erstatten, da er behauptet, er babe dem Führer seines Wagens teinen Auftrag gegeben, so unsinnig zu erfahren. Mit dem Fall wird sich deshalb das Sivil und auch das Strafgericht wegen Schwerer Körperverlegung mit nachgefolgtem Tode beschäftigen. Walter macht einen Anspruch von 2000 m. Verhaftet. Wie wir aus sicherer Quelle erfahren, fanden geftern, Freitag, früh 6 Uhr, in den Wohnungen mehrerer russifcher Studenten Haussuchungen statt, woran sich die Sistirung der Behaussuchten anschloß. Die Gründe für diese Maßregel find uns unbekannt. Hoffentlich empfindet man nicht irgendwo das Bedürfniß, sich dem russischen Barismus gefällig zu erweisen. Den deutschen Behörden selbst ausgeliefert hat sich der ehemalige Wanderprediger freireligiöser Gemeinden aus Magde Einen feltenen Charakter zeigte gestern die Pauke, burg, Schriftsteller und Redakteur Dr. phil. Titus Bölfel, die man in Berlin gewöhnlich mehr riecht, als sieht. Man sah gestern am 16. d. Mts. zu Mühlhausen in Thüringen. Er war, an jener Stelle, wo das Flüßchen an der Norddeutschen Brauerei wie noch befannt sein dürfte, wegen Verspottung des unter der Müllerstraße hinwegfließt, einen braufenden und Marientultus vom Mühlhausener Strafgericht zu sechs fchäumenden Strom, deffen eigenartiges Schauspiel zahlreiche Zus Monat Gefängniß verurtheilt worden. Diese Strafe sollte schauer angelockt hatte. er am 15. Juni 1891 in Plößensee antreten, entzog sich aber Feuer im städtischen Arbeitshause zu Rummelsburg. derselben durch die Flucht nach der Schweiz. In Zürich gedachte Gin nicht ungefährlicher Brand hat gegen Vormittag gegen 10 Uhr er sich und seiner neuntöpfigen Familie eine neue Grinenz zu in einem der Gebäude des städtischen Arbeitshauses zu RummelsJ. A.: Hermann Faber, SO., Grünauerstr. 4, Hof I. gründen. Jedoch ist ihm dies nicht gelungen, er hatte vielmehr mit der bittersten Noth zu fämpfen, die schließlich so groß wurde, burg gewüthet. Auf noch nicht ermittelte Weise war um geSur Gewerbegerichtswahl. Die Max Hirsch'schen ver- daß er sich jetzt den deutschen Behörden selbst auszuliefern genannte Beit ein auf dem Hofe obiger Anstalt befindlicher Strohbreiten einen Aufruf" An alle Arbeiter Berlins". Der Aufruf zwungen sah. Entweder heute oder Morgen Sonnabend, trifft schuppen von ziemlicher Ausdehnung in Brand gerathen und, troydem die freiwillige Feuerwehr von Rummelsburg alsbald zur ertiärt es für eine nmaßung, daß die Sozialdemokraten er hier ein, um seine Strafe zu verbüßen. Stelle war, so nahm das Feuer doch derartige Dimensionen an, Lauter Gesinnungsgenossen zu Kandidaten aufstellen und alle Nichtsozialisten von der Ausübung des Richteramts ausschließen, Unter dem hochklingenden Namen„ Benno v. Mon- daß der neben der Brandstätte belegene große Holzschuppen ernst lich durch die Flammen bedroht war. Nach einstündiger harter und stellt eine besondere Kandidatenliste auf, von welcher alle taine" hat ein junger Mann, Namens Alfred Lehmann, Sohn Arbeit gelang es den telephonisch hinzugerufenen Löschzügen der Sozialdemokraten ausgeschlossen sind. Wenn ersteres eine An- eines Magistratsbeamten, sich auf dem Gebiete der Hochstapelei Depots in der Memeler- und Köpenickerstraße das Feuer auf maßung ist, so ist lesteres zum mindeſten eine Unverschämtheit, und des Diebstahls versucht. Er verkehrte in der Singspielhalle Depots in der Memeler- und Köpenickerstraße das Feuer auf da die Arbeiter in überwältigender Mehrheit der Sozialdemo: von G. im Osten Berlins und wußte sich durch die Vor- seinen Herd zu beschränken, so daß jede Gefahr für Weiterfratie angehören. Glücklicherweise geht mit dieser Unverschämt spiegelungen, daß er der Sohn eines bohen Beamten sei und verbreitung ausgeschlossen und die Berliner Feuerwehr gegen heit die Ohnmacht der Max Hirsch'schen Hand in Hand. Die zum Frühjahre bei der Marine eintrete, das Vertrauen des 1/412 Uhr Vormittags wieder abrücken konnte. Wie uns von anderer Seite gemeldet wird, soll bei dem Gewerbegerichts- Wahlen werden diesen Schleppenträgern der Buffetiers Friz Meyer zu erwerben. Meyer ließ es nicht blos liberalen" Bourgeoisie die gebührende Antwort ertheilen. Die geschehen, daß der junge Aristokrat seine Beche schuldig blieb, Feuer Brandstiftung vorliegen, und dieselbe auf den Racheaft A13 eines vor einigen Tagen entlassenen Sträflings zurückzuführen Arbeiter, welche eine wirkliche Arbeiter vertretung in den Ge- fondern nahm ihn auch noch in seine Wohnung auf. sein. Der Strohschuppen ist übrigens fast gänzlich nieder werbegerichten wollen, werden auf den plumpen May Hirscher furz darauf seine Stellung aufgab, fehlte es ihm eines Tages gebrannt. chen Köder nicht anbeißen! Sie wissen, wo ihr Platz ist. an baarem Gelde, und der junge Baron sollte auf ein Sparfaffenbuch über vierhundert Mark eine Summe bei der SparDen Tod durch Leuchtgas Vergiftung fand die Unter dem Vorgeben, sich für alle Fälle im Hause Alt Moabit 112 bei bem Dr. med. Kunz bedienstete Zu den Gewerbegerichts- Wahlen geht der Bolts- Bei- taffe abheben. tung" die Klage der Wahlvorsteher zu, daß es für sie unmöglich Ausweispapiere zu beschaffen, fuchte unter Meyer's 24 Jahre alte Sophie Müller. Vorgestern Abend war die Herr sei, die zur Bildung des Wahlausschusses für die Gewerbegerichts- Effekten umber und eignete sich dabei eine griechische Goldrente schaft ausgegangen und das Mädchen zur Beaufsichtigung der Wahlen nothwendigen Beisiger aus den Arbeitnehmern zu ge über 800 Frants an, von der allerdings ein noch nicht fälliger Wohnung allein zurückgeblieben. Kurz nach 10 Uhr hörten Haus winnen. Diese Klage stellt die Weisheit der Stadtbehörden, mit Rupon bereits abgeschnitten war. Seitdem tehrte er in die bewohner, die oberhalb der Kung'schen Räume wohnen, ins der sie die Vertrauensposten vertheilt, in das rechte Licht. Die Meyer'sche Wohnung nicht zurück, und auch die Polizei konnte besondere die Kaufmann R.'schen Eheleute, eigenartige Laute, betreffenden Wahlvorsteher, meistens Bezirtsvorsteher, werden, seiner nicht habhaft werden. Da begegnete vor wenigen Tagen die von unten berauf zu kommen schienen, und gewahrten denn ebenso wie die Armenvorsteher, aus den Kreisen der behäbigen dem Geschädigten ein vornehm gekleideter junger Mann auf der auch, daß jemand in der ärztlichen Wohnung schrie und stöhnte. und wohlgenährten Bürgerschaft ernannt, die von den Arbeitern Schloßbrücke, in dem troß des goldenen Kneifers und des neuen Man rief den Hauswirth hinzu, fonnte aber in die verschlossene und deren Verhältnissen teine bessere Kenntniß haben, als die Anzuges der angebliche Baron erkannt wurde. Meyer lieferte Wohnung feinen Ginlaß erlangen. In großer Erregung und Arbeiter von Dressel oder Hiller oder sonstigen Champagnerkneipen ihn selbst an die Polizei ab, von wo er dem Untersuchungs- unter allerlei Vermuthungen machte man sich auf die Suche nach haben. gefängniß zugeführt wurde. Das Geld aber war zum größten dem Wohnungsinhaber, und dieser fand sein Dienstmädchen beTheil fort; das Bapier hatte 2. bei einem Geschäftsmann in der mußtlos auf dem Fußboden der Küche liegend auf. Er versuchte Stralauerstraße für 165 m. verkauft, wo ihm für die Herbei alles, um es in das Leben zurückzurufen, aber vergebens blieb schaffung des Kupons noch eine Nachzahlung von 165 M. zu das Bemühen. Die Müller starb alsbald. In der Wohnung gesagt worden war. hatte man einen sehr starken Gasgeruch wahrgenommen und fand auch bei näherem Nachsehen, daß der Gashahn in der Rüche vollständig aufgedreht worden war. Ob dies absichtlich oder durch Fahrlässigkeit geschehen ist, muß vorläufig dahin ge stellt bleiben, da Beweggründe für die Annahme eines Selbstmordes nicht bekannt sind. dabei. er D Das Papier, auf dem der Magistrat die Schloßprojekt Borlage gemacht hat, ist geduldig wie alles, was aus Lumpen hergestellt ist ber Druck scheint aber ein fehr scharfer zu sein. Lotterie follefteur und Stadtverordneter Namslau trat lebhaft für das Lotterie pardon Schloßplatz- Ein Schwindler macht sich die jetzt herrschende ArbeitsProjekt ein und bat in einem Ausschuß, nicht vor losigkeit zu nutze. Er spricht Personen auf der Straße an, fragt, Der Deffentlichkeit sich ins Ohr flüstern zu lassen ob sie Arbeit fuchen und erklärt bejahendenfalls, Stellen nach wie viele Millionen die Bürger für Niederlegung der Häuser weisen zu können, und zwar beim Proviantamt oder der Konu. f. w. zahlen sollen. Diesem fleinen Schwärmer für Nieder- fervenfabrik in Tempelhof, doch müsse eine Sicherheit in Höhe legung von Häusern auf fremde Roiten mögen seine Wähler von zehn Mark geleistet werden. Wenn die Arbeitsuchenden sich Gewarnt wird vor einem Schwindler, der es auf die Ausenergisch den Wunsch auf tostenlose Niederlegung seines hierzu bereit erklären, nimmt er das Geld an, ist aber auch mit beutung von Leuten abgesehen hat, die ohne Stellung sind und eigenen Mandats vortragen gewinnen würden sie jeder Summe zufrieden, die ihm gezahlt wird. Auch läßt er sich Arbeit suchen. Er pflegt Leute auf der Straße anzusprechen und Brave liberale Stadtväter brannten, troßdem die Quittungskarten der Invaliditäts- Versicherung geben, führt sie zu fragen, ob sie Beschäftigung suchen. Erfolgt eine bes der dann seine Opfer nach Tempelhof vor ein großes Haus, wo er jahende Antwort, so erbietet Wagner und Selle vorher für vorläufige Ablehnung er sich ihnen eine Stelle Vorlage eingetreten waren, so sehr nach der von ihnen sie stehen läßt, um selbst im Junern zu verschwinden und nicht im Proviantamt oder in der Konfervenfabrit in Tempelhof zu herbeigewünschten gemüthlichen Unterhaltung, daß sie schleunigst wiederzukommen. In einem Falle hat er sogar den Mantel verschaffen. Die Anstellung macht der Schwindler von der Schluß der Debatte beantragten. Das ging ohne eines Arbeiters behalten, den er sich gegen den Frost geliehen Hinterlegung einer Bürgschaft von 10 Mart abhängig. Er vers einen Sturm der Entrüftung nicht ab der Antrag hatte. Der Schwindler, der sich mehrfach Schmidt genannt hat, langt, daß ihm dieses Geld gegeben wird, begnügt sich jedoch wurde nach einer bei Geschäftsordnungs- Debatte, ber ist etwa 24 Jahre alt, schlank, blond, mit schwachem Schnurrbart auch mit einer geringeren Summe, wenn er zu der Einsicht geder frühere Stadtverordneten Borsteher Stryd( der mit der und eingefallenen Wangen. langt, daß aus seinem Opfer nicht mehr zu erlangen ist. Wieders goldenen Kette) seine Entwicklung in der Unfähigkeit die Geschäftsholt hat er Leuten auch ihre Quittungskarten der Invaliditätsordnung unparteiisch aufzufassen glänzend bewies, zurückgezogen. Große Aufregung verursachte am Donnerstag Abend gegen versicherung abgenommen. Dann führt er die Personen, denen Singer geißelte nun, vom fortdauernden Unwillen der Herren 8 Uhr vor dem Königlichen Schlosse ein Unfall, welcher leicht ver- er Stellen versprochen, nach Tempelhof vor ein großes Gebäude, Philister lärmend unterbrochen, die Vorlage nach allen Rich hängnißnisvolle Folgen hätte nach sich ziehen können. Um ge- läßt sie unter irgend einem Vorwand vor der Hausthür stehen tungen oder richtiger Verkehrtheiten hin. er den nannte Zeit fagte ein Droschte 2. Klasse von der Kaiser Wilhelms- und verschwindet auf Nimmerwiedersehen. In einem Fall hat ver Gauner unter dem Borwand, daß es ihn fröre, auf dem Butunft mit teuerlichen Projekten die Vertreter der Bürgerschaft zu verschonen selben mit einem Militärgepäck- Wagen, welcher aus zwei zwei Wege nach Tempelhof sogar einem Opfer den Mantel ab und mit dem tronischen Rath schloß, daß doch die Herren des rädrigen Gefährten zusammengestellt war, derartig, daß der leẞtere genommen. Rothen Hauses eventuell Herrn Kunze den mit dem Wagen sich unter die Droschte schob und die Deichfelstange fich Einen drohenden Brückeneinsturz hat das Hochwaffer Neffen Karl des Herrn Biermeyer, mit den Droschten- tief in den Leib des Droschtenpferdes bohrte. Das schwerverlette Gegen 3 Uhe geldern und dem Lotterieprojekt als Sachverständigen Thier jagte nun die zusammengefahrenen drei Wagen hinter sich der Pante am letzten Donnerstag verurfacht. hören möchten, durchtofte bas Haus der Lärm, der herschleppend bis zum Platz vor dem Opernhause, wo es sterbend Nachmittags mußte die Kieler Brücke im Zuge der gleichnamigen als Musik unentgeltlich nach fast jeder Rede eines Sozial- zusammenbrach. Der Kutscher, der nun die Flucht zu ergreifen Straße gesperrt werden, weil Hochwassergefahr vorhanden und demokraten von den Radauphilistern des rothen Hauses ge- versuchte, wurde verhaftet und zwar durch Passanten, nachdem die Brücke beschädigt war. Die Bante, welche ja ein sehr startes liefert wird. Sofort erschien wieder ein Antrag auf er noch vorher das verendende Thier durch Peitschenhiebe arg ge- Gefälle hat, ist bei Eintritt des warmen milden Wetters ganz gewaltig gestiegen und entwickelt eine sehr heftige Strömung. Schluß der Debattein langer Geschäftsordnungs- Debatte erquält hatte. B Magistrat aufforderte, in Zukunft folchen aben brüde tommend der Schloßbrüde zu und farombolirte auf der Abends Reichenbergerstr. 73, bei Faustmann. Schaftopf- Klub Bruder= Touristenverein Wanderlust Abends 9 Uhr im Restaurant Märkischer Durch die reißenden Fluthen wurden vorgestern Mittag an der| Der Verfasser stempele durch diesen Titel die Katholiken zu Heiden. Stattlub Kreuzbube bei Steuer, Weinftr. 22.- Statflub evolution Kieler Straße einige Bohlen des quer durch das Bett der Pante Ein solcher Mann dürfe nicht empfindlich sein, sondern müsse fette tagt jeden Sonnabend Abends 9 Uhr bei Weiß, Andreasstraße 77a. Laufenden Schmutzfängers losgerissen, das Wasser unterspülte die mit demselben Maße gemessen werden, welches er angewendet Kartenflub Mulle tagt jeden Sonnabend und Montag im Restaurant Hum Ufergelände, löfte die Pfeiler der oben erwähnten Fußgänger- habe. Direktor Girund hielt auf grund dieser Ausführungen boldhein, Hochstr. 32a.- Statklub Blaue Blouse, jeden Sonnabend bet brücke und gefährdete die lettere derartig, so daß sie auf polizei- eine Beschlagnahme der Broschüre nicht für gerechtfertigt, sondernutite, Graubenzerstr. 2: liche Anordnung für den öffentlichen Verkehr gesperrt werden bat um Aufhebung derselben. Der Gerichtshof gab zu, daß die Sof, Admiralftr. 18c. mußte. Erst gegen 7 Uhr Abends waren die Reparaturarbeiten Angriffsweise des Pfarrers Thümmel wohl zu scharfen Entan der gefährdeten Brücke durch sofort requirirte Zimmerleute gegnungen reizen könne, die in Rede stehende Broschüre sei aber beendet. Wir erwähnen noch, daß die Panke vor einigen Jahren in ihrem ganzen Inhalte der Form nach so beleidigend, daß die durch Hochwasser zwischen Müller- und Pantstraße ein Stall- verfügte Beschlagnahme und Vernichtung der vorgefundenen gebäude zum Einsturz gebracht und ein großes Wohnhaus, sowie Exemplare aufrecht gehalten werden müsse. auch ein Fabritgebäude durch Unterspülen der Grundmauern arg bedroht hatte. Unfall im Eisenbahnbetriebe. Als vorgestern Abend um 8 Uhr 40 Minuten ein Personenzug in die Halle des Stettiner Bahnhofes einlief, betrat der 52 Jahre alte Weichensteller Karl Dabers, der in dem Hause Gartenstraße 143 wohnte, das EisenSoziale Ueberlicht. bahngeleise. Er wurde von der Maschine gefaßt und vollständig Nostoc haben wegen Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt in Stücke zerrissen. Die Former der Eisengießerei von A. Spierling in und ersuchen um Fernhaltung des Zuzugs. Einem Mitgliede der französischen Schauspielergesell In Bremerhaven hat sich eine Freie Musiker. Ver schaft, die im hiesigen Apollo- Theater auftritt, ist vorgestern während einigung gebildet, die bereits eine stattliche Mitgliederzahl des ersten Attes der Vorstellung aus dem Ankleidezimmer des aufzuweisen hat. Theaters ein Paar Solitär- Brillantohrringe, à jour gefaßt, mit der in die Fassung eingravirten Nummer 4500, in Größe und Form eines goldenen Fünfmarkstückes, sowie ein goldenes Armband amit 13 Brillanten, im Gesammtwerth von zwölftausend Mart, gestohlen worden. Vermischkes: Einsturz. Auf dem Neubau des Kölner Hauptbahnhofes sind durch den Einsturz eines Montagegerüftes 11 Arbeiter verunglückt, von denen acht schwere und drei leichte Verlegungen erlitten. Als Ursache des Einsturzes wird Ueberlastung des Gerüftes durch das Zusammentreten der Arbeiter auf einer Stelle vermuthet. Grubenunglück. In den Gruben von Mazarron, Provinz 25 Arbeiter getödtet. Murcia( Spanien), wurden durch eine Ausströmung von Gasen Depeschen. Briefkaffen der Redaktion. leber niedrige Bezahlung der Frauen, die bei Fest lichkeiten des sächsischen Hofes zu Hilfsarbeiten berangezogen, theilt die Sächs. Arb.- 3tg." folgendes mit: Die ( Depeschen des Bureau Herold.) Frauen, etwa 12-15 an der Zahl, die zum Theil in Vororten wohnen, haben sich Nachmittags um 3 Uhr einzufinden und dann Lüttich, 17. Februar. Die Arbeiter der Phosphat- Fabriken Selbstmord. Heute in frühester Morgenstunde gegen 23/4 etwa 2 Stunden lang Tafelgeschirr in die Säle zu schaffen. in St. Walburge sind ausständig; sie zertrümmerten die WerkUhr erregte ein Mann von zirka 30-35 Jahren Aussehen, Dann werden sie bis 9 Uhr entlassen. Von 9 Uhr an haben sie zeuge und die Fabrikeinrichtung, belagerten das Wohnhaus des welcher auf der Linkbrücke, welche über den Landwehrkanal führt, wieder bis Morgens 4 Uhr zu arbeiten. Diese Arbeiten, die Direktors, welcher flüchten mußte. Derselbe wurde von den in anscheinend betrunkenem Zustande rief:„ Ich habe genug vom meist in Geschirrtragen und Aehnlichem bestehen, sind ziemlich wüthenden Ausständigen, Weibern und Kindern verfolgt und rettete Leben, jest stürze ich mich ins Wasser" und scherz: veise von einem anstrengend. Einen Imbiß giebt es nicht, auch keine Zeit, einen fich schließlich in die Kanonengießerei. vorübergehenden Passanten abgewiesen wurde. Den Worten solchen einzunehmen. Als Lohn erhalten die Frauen dann folgte bald die That. Vorübergehende Passanten hörten die 1,70 M. und ein Pfund Brot. Viel ist das entschieden Hilferufe des mit dem nassen Element ringenden Mannes und nicht, und die Bezahlung der Herren Kämmerer, Marschälle und beherzt bestiegen zwei junge Leute den an der Potsdamer Brücke dergleichen dürfte wohl dazu in gar keinem Verhältniß stehen. befindlichen Rettungstahn, um dem Ertrinkenden zu Hilfe au eilen, welcher welcher schwimmend das Ufer zu erreichen suchte und bereits bis zur Mitte des zwischen beiden Brücken belegenen Wassers Wassers gelangt war. Troh der herrschenden Finsterniß gelang es den beiden Rettern, den Mann den Wellen zu entreißen. Obwohl derselbe nicht unter Wasser gekommen war, blieben sofort angestellte Wiederbelebungsversuche dennoch ohne Erfolg, da jedenfalls ein Herzschlag hinzugetreten ist. Der leider erst bedeutend später herbeigeholte Arzt fonnte nur noch den bereits erfolgten Tod konstatiren. Nähere Personalien ließen sich anomentan noch nicht feststellen. Werthgegenstände sind bei der Leiche nicht gefunden worden, außer einem Portemonnaie mit Spielresp. Speisemarten, ferner einige kleine Schlüffel und eine Brief tasche. Der Mann war sonst gut gekleidet. und gewinnt es den Anschein, daß derselbe die That infolge Nahrungssorgen begangen hat. Die Leiche wurde nach dem Leichenschauhauſe überführt. Versammlungen. Neuer Berliner Handwerkerverein. Sonnabend. den 18. Februar, ordnung: Vortrag des Herrn Adolf Damaschte. Thema: Wie schaffen wir Abends 9 Uhr, Vereinsversammlung bei Dehlmann, Münzstr. 11. Tages uns billige und gesunde Wohnungen? den 18. Februar, Abends 9 Uhr, in Lotal des Herrn Trietschmann, Jüden Verein der Berliner Schirmmacher. Bersammlung am Sonnabend, straße Nr. 55. Metallarbeiter. Jeden Sonnabend nach dem 15., Abends 9 Uhr, findet bei Sigmund. Eisenbahnstr. 20, Vertrauensmännerfißung statt. in Schütte's Restaurant, Alte Schönhauserfir. 24, 1 c. Vergnügungsverein Morgenstern". Heute, Abends 9 Uhr, Sigung Geselliger Verein Bruderbund. Sonntag, den 19. Februar cr., Machmittags 5 Uhr, in Miegel's Restaurant, Stralauerstraße Nr. 57, Sigung mit Humanistische Gemeinde. Sonntag, den 19. Februar er.. Vormittags 10 1hr, Kommandantenstr. 79, Vortrag des Herrn Schäfer über: Moderne Bersuche eines Religionserfages 3. Theil. Gäste willkommen. Damen. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 19. Februar, Abends 6% Uhr, zwei Versammlungen: 1. Kommandantenstr. 20, in den Arminhallen, Vortrag von Fräulein Ottilie Baader über: Sitte und Moral; 2. Grenadierstr. 33 bet Dr. Pinn. Arbeiter Sanitätskommission. Wie den Lesern des Vorwärts" bekannt, lag es von vornherein im Plane der Arbeiter Sanitätskommission, eine systematische Wohnungs- Seefeldt, Vortrag des Herrn Otto Bunte über: Chartistenbewegung. enquete in Berlin zu beginnen und damit wiederum eine Pflicht zu erfüllen, welcher unsere städtische Verwaltung sich bisher entzogen hat. Diese Wohnungsenquete, welche uns erst in den Stand setzen wird, einen richtigen Einblick in das Wohnungselend des Berliner Proletariats zu erhalten, wird an einem Sonntag Vormittag mit einer Untersuchung sämmtlicher Wohnungen einer ganzen, fast aus schließlich von Arbeitern bewohnten Straße einsetzen. Alle Parteigenossen, die sich an der Arbeit betheiligen wollen, werden hiermit aufgefordert, sich sofort bei Dr. Zadet, Annenstr. 46, mündlich oder schriftlich zu melden. Gerichts- Beitung. Achtung, Gewerbegericht! Durch ein Versehen sind die Wahlbezirke 34-38 in der 2. Beilage der heutigen Nummer herausgeblieben. Wir werden dieselben in der nächsten Nummer veröffentlichen. A. S. Besuchen Sie uns gelegentlich zwischen 12 und 1 Uhr. A. John. Das hängt vom Belieben des Gerichtes ab. vereinbart sind, wie üblich, müssen Sie zahlen; die mangels A. Phlandt früher Reimann. Wenn 40 M. schriftlich solcher Abrede zu zahlenden Gebühren u. s. w. betragen etwa 24-30 M. Liequiß. Wenden Sie sich mit dem Antrage um Auskunft an die Gerichtskaffe. B. 100. Der Einforderung Ihres Lohnes steht die Ans strengung einer Beleidigungsklage von feiten des Schuldners nicht entgegen. Die Beleidigungsklage muß innerhalb drei Monaten bei Gericht oder Staatsanwaltschaft eingereicht sein, damit die Antragsfrist gewahrt werde. 3. S. S. Der Wirth braucht Sie Ihres Vertrages nicht zu entbinden. M. K. 100. Wegen Naturalisation müssen Sie sich an das Polizeirevier wenden. Ein Recht auf Naturalisation hat fein Ausländer. In dem Fall läßt sich leider nur das Gesuch wiederholen. Franseckistr. 100? 1. Wenn er am 1./1. 1891 versicherungspflichtig und nicht bereits invalide war, wird er altersrentenberechtigt. 2. Bestritten: zu bejahen. 3. Tschech wurde am 14./12. 1844 zu Spandau enthauptet. " P. G. 2. Wenn sich Ihre Sehkraft verschlechtert hat Fachverein der Marmor- und Granitarbeiter. Versammlung am Sonntag, den 19. Februar, Bormittags 11% Uhr, bei Deigmüller, arte Jakobtraße 18a. Tagesordnung: Vortrag über den„ Nationalitätsbegriff". Referent Arbeiter- Bildungsschule, Dst- und Südost- Bezirk. Sonntag, den 19 Februar cr., zwei große Versammlungen. Oftbezirt bends% 6 1hr, im Böhmischen Brauhaus, Landsberger Allee 11-13, Bortrag des Herrn Dr. Binn über Deutscher Minne- und Meistergesang" Südost- Bezirk Abends 7 Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstr. 77-79, Bortrag des Herrn Dr. Bernstein über Schuld und Strafe in sozialistischer Beleuch tnng". Bormittags 10% Uhr, Vortrag des Herrn E. Vogtherr: Das 4. Gebot. MonFreireligiöse Gemeinde, Rosenthalerftr. 38. Sonntag, den 19. Februar, O. G., Naunynstr. Wie Sie aus der heutigen Nummer tag, den 20. Februar, Abends sy Uhr, beschließende Versammlung. Spiel- und Gesellschaftsklub Her", Elisabethkirchstr. 14. Sonnabend, ersehen, erledigt sich Ihre Einsendung durch die gebrachten MitAbends 8% Uhr, Sigung. Rollenvertheilung zum 18. März. theilungen. Arbeiter- Bildungsschule. Sonnabend, Abends 8-10% Uhr. SüdPolizeibericht. Am 15. d. M. Abends wurde ein Soldat schule, Sagelsbergerstraße Nr. 43: 2. St. Liebknecht ist Chef- Redakteur des Vorwärts", wie in den Anlagen des Ererzierplates an der Ecke der Krupp- und Schule, Steichenbergerstr. 183; Unterricht in phyfiologie; Dhule Die Ernennung des Chef- Redakteurs obliegt. Nationalötonomie; Süd- Ost Sie aus dem Protokoll des Parteitages ersehen können, welchem Lehrterstraße erhängt vorgefunden. Er wurde jedoch noch recht- r. 178a: Unterricht in Buchführung und oberes Rechnen. In alle Fächer Markusstr. 31: Unterricht in Rechnen( unt.); Nordschule, Müllerstraße zeitig aus seiner Lage befreit und nach erfolgreichen Wieder- tönnen noch Schüler und Schülerinnen auch jetzt im Laufe des Semesters gericht. A. Sch., Konditor. In Spandau ist kein Gewerbe- Schiedsbelebungsversuchen nach dem Garnisonlazareth in der Scharn- eintreten. horststraße gebracht. Am 16. d. M. Abends wurde der Weichen- Sonore 314„ Gafe du Lion de Belfort. Jeden Sonnabend öffentliche Ber- ist Otto Rasche, Berlin SO., Mariannenstr. 34. Dentscher sozialdemokratischer geseklub in Paris. Rue St. Wilhelmshaven. Die Adresse des Arbeiter- Sängerbundes steller Dabert auf dem Stettiner Bahnhofe durch einen Schnellzug fammlung; reiche Bibliother, Zeitungen, franzöfifcher Unterricht. Der deutsche überfahren und auf der Stelle getödtet. Gegenüber dem Arbeiter, der fremd nach Paris kommt, findet hier einen Anlehnungspunkt, A. H., Straßburg. War leider nicht zur Veröffentlichung geeignet. Museum sprang ein vierzehnjähriges Mädchen in den Spree- Rath und Belehrung. tanal, wurde jedoch noch lebend aus dem Wasser gezogen und alte, von Karl Marx und Friedrich Engels 1840 begründete werthet. London. Der einzige hiesige sozialdemokratische Verein Londons, der August Bringmann, Hamburg, Besten Dank. Wird vernach der Charitee gebracht. In der Nacht zum 17. d. M. Sommunistische Arbeiter Bildungsverein befindet sich nach wurde im Landwehr- Kanal, an der Potsdamerbrücke, die Leiche wie vor 49 Tottenham Street, Tottenham Court Rd., W. London. $. Stolpe, Liegnitz. War schon in einer andern zuschrift, eines etwa 40 jährigen unbekannten Mannes angeschwemmt. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Alle Alenderungen die hente veröffentlicht ist, erwähnt. im Bereinstalender sind zu richten an Friedrich Kortum, ManteuffelIm Laufe des Tages fanden 9 kleine Brände statt. jtraße 70. Sonnabend, Abends 9 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Grüne Eiche, Rirdorf, Hermann- und Knesebeck und Sie dies sowie die infolge dessen eingetretene Minderung firaßen- Ecke bei Beyerle. yrania, Landsbergerstraße 31 bei Ihrer Erwerbsfähigkeit beweisen fönnen, so beantragen Sie Musehold. Sanges Echo, Naunynstraße 86, bei Bubeil. Freundschaft 2, Friedenstraße Nr. 48 bei Zollkühn. die Rentenerhöhung bei dem Vorstand, an den Sie sich früher Glück zu, Badstraße 8, Vittoria Garten. Teltow in Teltow, Schwarzer gewendet hatten. Abler. Esmeralda, Fruchtstr. 31 bet Baaz. Liederkranz in P. 8. N. Der Wechsel der Person des Hauseigenthümers Brandenburg, Mengert's Boltsgarten. Hand in hand 2, Friedrichs- ist kein Grund zur Kündigung. Der fonfeffionelle Streit, der seit Jahren zwischen dem berg, Friedrich Karlstr. 11 bei Heinecke. Gesundbrunner Männerevangelischen Pfarrer Thümmel zu Remscheid und Anchor, Gesundbrunnen, Prinzen- Allee 10. Gesangverein, Bruderhand" in Schönwalde( in der Mart) bei Schulze.- Frisch auf" Friedrichsberg, hängern des Katholizismus geführt wird, warf gestern seine Rummelsburgerstraße bei Deckert. Borwärts 7" Rummelsburg, bei Streiflichter in die dritte Straffammer des Landgerichts I. Es Borgmann. Gesangverein Immergrin", Tegel, Schloßstraße bei handelte sich um die Einziehung und Vernichtung der von einem Schulz Gesangverein Süd- Ost 2", Falfensteinstr. 41 bei Trittelwig. Briefkaffen der Expedition. Katholiken verfaßten Broschüre Zur Wehr und Lehr!", in dreier Männerchor Osten" Friedenstr. 74, bet Engelhardt. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend Für die Bergarbeiter gingen ferner ein: welcher der Pfarrer Thümmel in heftiger Weise angegriffen wird. Alle zuschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend Handschuhmacher Friedrichshagens durch T H. 9, M. Die Staatsanwaltschaft hatte bei mehreren auswärtigen Buch- fub au richten an: R. Gentel, Bergmannſtr. 21, Hof 3 Tr. Sonn- Von den Genossen aus Danzig d. J. B. 8,-. Falifufilominofitowsti handlungen und bei der hiesigen Aktiengesellschaft„ Germania" faße 9. 140. Cambor Beverage, of, Serrmann: 1,50. Fachverein der Schmiede Rixdorf 6,-. Verein der Lithodie vorgefundenen Exemplare- bei der ,, Germania" 3500 Stück und Wanzlickstraßen- Gcfe bei Sober. Tambourverein Deutsche Eiche graphen, Steindrucker und Berufsgenossen Deutschlands durch beschlagnahmen lassen. Gegen diese Maßregel hatten die bei Niederschuh, Fürbringerstraße Nr. 7. Geselliger Verein Gut set!", Sillier: Zahlstelle Greiz i. V. 6,95, Lahr i. B. 15,35, Barmen Neue Königstraße Nr. 89.- Geselliger Verein Italia" bei Voite, KolbergerBetreffenden richterliche Entscheidung angerufen. Als ihr straße 23. Gefelliger Verein Jugendfreunde" bet Schulz, Prenzlauer 17,45, Wandsbed 17,15, Frankfurt a. D. 4,35, Hannover 59,95, Vertreter war Direktor Eirund von der Aktien- Gesellschaft allee und Treschowstraßen- Ecke. Bergnügungsverein Helgoland 2 bei Detmold 19,25, Aschersleben 7,90, Frankfurt a. MW, 49,95, Dres Germania zur Stelle. Nach Verlesung der Broschüre, worin dem Wiegel, Stralauerstr. 57. Theaterverein Aurelia", Mendelssohnstr. 9 den 52,85, Altenburg 2,95, Ulm 4,-, Leitelshain i. S. 23,80, bet Mie he bends 9 Uhr. Pfarrer Thümmel Unwahrhaftigkeit und andere wenig empfeh= Gefang- Turngesellige Vereine. Sonnabend. Baut Neu- Ruppin 7,45, Hanau 7,45, Meißen i. S. 6,45, Berlin Liste lenswerthe Eigenschaften vorgeworfen werden, hielt der Staats- Nickel'scher Mustverein Allegro bei Spindler, Reichenbergerstraße 118, 18 4,-. anwalt die Beschlagnahme aufrecht. Wenn auch nicht verkannt Gde Forsterstraße. Durch die Streit Kontrollkommission: werden solle, daß der Verfasser in Wahrnehmung berechtigter von 8-10% hr in der Turnhalle, Freicuwalderstr. 39. Turnverein Gesundbrunnen. Die 2. Männerabtheilung turnt heute Von den Coburger Buchdruckern durch Massini 17,35. Interessen gehandelt, so sei der ganze Inhalt der Broschüre doch Bühnenverband Normanta feden legten Sonnabend im Monat bei Liste 82 durch Körsten 8,85. Lifte 154 durch Körsten 3,70. der Form nach beleidigend. Zeichniß, Königsbergerjir. 24. Privattheatergesellschaft Schneeglöc che n", Liste 161 durch Körsten 6,-. Abends ko Uhr bei Echulz, Brunnenstr. 116. Liste 166 durch Körsten 3,-. Theaterverein Berliner Bär jeden Sonnabend nach dem 1. und 13. Abends 9 Uhr bei Weid, köpe Liste 90 durch Märten 3,05. Liste 91 durch Märten 2,85. nickerstraße 68. Theaterverein effing. Jeden ersten und legten Sonn- Liste 92 durch Märten-, 50. Liste 93 durch Märten 1,80. abend im Monat 9 Uhr Abends Sigung bei Rudolph, Krautstr. 6. Liste 94 durch Märten 7,90. Liste 95 durch Märten 2,30. Bergnügungsverein Azalia 9 Uhr bei O. Heindorf, Barnimitt. 16. Bergnügungsverein Sustige Jugend Abends 9 Uhr, im Restaurant Liste 96 durch Märten-45. Liste 97 durch Märten 1,-. Lautenbach, Guvryfir. 3. Bergnügungsverein Lustige Becher Abends Liste 98 durch Märten 0,50. Liste 99 durch Märten 1,25. % Uhr Mendelssohnnr. 9. Bergnügungsverein Carmen Sylva Sigung Liste 100 durch Märten 1,50. Liste 513 durch Märten 6,40. 9 Uhr im Restaurant von O. Wils, Mariannen- Ufer 2. Geselliger Beretn Linde" jeden Sonnabend 9 Uhr bei Schönherr, Stralsunderstr. 15. Ber Liste 514 durch Märten 6,40. Liste 515 durch Märten 1,60. gnügungsverein armilos, Sigung mit Damen Sonnabend, Abends 9 Uhr, Liste 516 durch Märten-90. Liste 517 durch Märten-45. Blumenstr. 46 bei Went. Mitglieder pünktlich. Bergnügungsverein Fabrik von Eckart durch Märten 3,30. Liste 146 durch Zubeil 4,65. Morgenstern. Sigung 9 Uhr, bei Erbsmehl, Elsafferstr. 58. Stattlub Gordischer noetn, jeden Sonnabend 9 Uhr bei Karl Liste 148 durch Zubeil 11,35. Liste 62 2,10. Liste 88 durch Echilling, Büdlerfir. 55. Dansk Forening Freia( Dänischer Verein Dummer 5,-. Liste 527 Fabrit Bechstein, Grünauerstr., 15,90. Freia), Lindenstraße 106 bei Poppe.- Verein ehemaliger Schüler Liste 542 5,35. fraße 58. der 30. Gemeindeschule, Abends 9 Uhr, Restaurant Burt, KoppenGeselliger Verein Italia, jeden Sonnabend im Restaurant Boite, Kolbergerstr. 23. Direktor Girund bat dagegen, die Beschlagnahme aufzuheben. Wie schon der Titel der Broschüre befage, solle dieselbe lediglich zur Abwehr dienen. Pfarrer Thümmel sei in feinen Angriffen gegen die katholische Konfession und deren Anhänger maplos in jeder Beziehung. Dies beweise seine mehrfache Berurtheilung wegen Beleidigung. Nach einer dieser Verurtheilungen habe Pfarrer Thümmel selbst das Richter- Kollegium und den Staatsanaialt nicht geschont, er habe dieselben in seiner Broschüre:„ Die rheinischen Richter" beleidigt und sei deshalb von neuem verurtheilt worden. In einem offenen Brief an den Erzbischof von Köln beschuldigte Thümmel denselben der Verschleppung eines blödsinnigen Kindes und eine der von Thümmel verfaßten Broschüren trage den Titel: Die Anbetung lückenhafter Stofftheile" und beziehe sich auf die Ausstellung des heiligen Rocks in Trier. " Grosse öffentliche straße Nr. 1 1 " Vorwärts" Rirdorf, Elegante Bersammlung für Männer und Frauen Einsegnungs am Sonntag, den 19. Februar, Abends 6 Uhr, bei Otto Klein, Schönleinftr. 6. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Roland über: Ge wertschaftsbewegung. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 407/1 Bur Deckung der Unkosten 10 Pf. Entree. Nachher: Geselliges Beisammensein. Um zahlreiches Erscheinen bittet Die Einberuferin. Anzüg in Jaquet- Façon, blau u. schwarz, in nur guten Stoffen E von 15. an. E Julius Lindenbaum, Berlin 0., Frankfurterstr. 139. " = Summa 452,65 M. Bereits quittirt 10 885,75 M. In Summa 11 338,40 M. Steinmetzstraße 40, Alte Stiefel s. usw., Reparatur Ecke Groß- Görschenstraße. Nur Hüte mit Kontrollmarken. Grosse Auswahl in Schirmen. W. Wolff. 11. Best. reell u. billig. 1392b Runge, Naunynßr. 2. 1388b* Nur Mark. Klagen, Eingaben, Reklamationen, Rath im Zivil- und Strafprozeß. Einaichung von Forderungen. Pollak, egt Blumenftr.19 II r.Auch Sonntags. Homöopathische Klinik, Brunnenftr. 40. Spr. 11-12, 4-5. Sonnt. 9-10 Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 42. Achtung, Gewerbegerichts- Wähler! Um vielen Unklarheiten in bezug auf die Zugehörigkeit der Stadtbezirke zu den einzelnen Wahlbezirken, und gleichfalls vielen Sonstigen Anfragen zu begegnen, bringen wir hiermit einen Auszug aus der Bekanntmachung des Magistrats, betreffend das Gewerbegericht für die Stadt Berlin". Außerdem seien die Wähler darauf hingewiesen, daß der letzte Steuerzettel ihnen ganz genaue Auskunft darüber giebt, zu welchem Stadtbezirk fie Die Obmänner der Bezirksbureaus werden ersucht, fich Sonnabend, Abends 8/2 Uhr, im Restaurant Keßner, Annenstr. 16, einzufinden. Die Berliner Streit- Kontrollkommission. gehören. 1. Wahlbezirk, enthaltend Stadtbezirke 1 bis 5, mit Ausschluß der Grundstücke: Alexanderstr. 18 von Stadtbez. 3, Kleine Präsidentenstr. 6 und 7 und Neue Promenade 9 und 10 von Stadtbez. 5. 2. Wahlbezirk, enthaltend Stadtbezirke 6 bis 10 und von Stadtbez. 144: Kl. Kurstr. 9, Niederwallstr. 24 und 25, Spittelmarkt 14 und 14a. Sonnabend, den 18. Februar 1893. Kl. Kurstr. 9, Niederwallstr. 24 und 25, Spittelmarkt 14 und 14a von Stadtbez. 144. 23. Wahlbezirk, enthaltend Stadtbezirke 149, 162 bis 165 und von Stadtbez. 150: Kl. Markusstr. 14-15, Krautstr. 16 bis 16a; von Stadtbez. 151: Krautstr. 3-10 und 47-52; mit Ausschluß der Grundstücke: Andreasstraße 41-44 und 47, Blumenftraße 34a- 41 und 48-51, Krautstraße 53-54, von Stadt bezirk 162. 24. Wahlbezirk, enthaltend Stadtbezirke 168 bis 173, mit Ausschluß der Grundstücke: Breslauerstr. 17, Fruchtstraße 9-10 und 81-82, Koppenstraße 5-7 und 87, Schlesischer Bahnhof, Empfangsgebäude und Bahnanlagen bis zur Warschauerstraße von Stadtbez. 168, Rüdersdorferstr. 41-51 von Stadtbez. 172, Roppenfir. 40 von Stadtbez. 173. 3. Wahlbezirk, enthaltend Stadtbezirke 11 bis 15, 18 bis 20 und von Stadtbez. 16: Markgrafenstr. 37-38 und 57-58; 25. Wahlbezirk, enthaltend Stadtbezirke 166, 167, 174 bis von Stadtbez. 17: Charlottenstr. 29-32 und 61-62, Friedrich- 178 und von Stadtbez. 168: Breslauerstr. 17, Fruchtstr. 9-10 straße 63-65 und 186-190, Kronenstr. 60; von Stadtbez. 21: und 81-82, Roppenstr. 5-7 und 87, Schlesischer Bahnhof, Königgrägerstr. 121; mit Ausschluß der Grundstücke: Krausen- Empfangsgebäude und Bahnanlagen bis zur Warschauerstraße; straße 1-3 und 72-77, Mauerstr. 8-11 und 69-79 von Stadt- von Stadtbez. 172: Rüdersdorferstr. 41-51; von Stadtbez. 173: bezirk 18. Roppenſtr. 40. 26. Wahlbezirk, enthaltend Stadtbezirke 157, 158, 160, 161, 179-181, 189-191 und von Stadtbez. 153: Gr. Frankfurterstr. 127, Koppenstr. 41; von Stadtbez. 155: Pallisadenſtr. 88-89, Straußbergerstr. 9 und 35; von Stadtbez. 159: Gr. Frankfurterstr. 19, Koppenſtr. 42-43, Pallisadenstr. 38; mit Ausschluß der Grundstücke: Am Friedrichshain, Straße I von Straße Am Friedrichshain" bis Straße 11( Abtheil. XIII des Bebauungsplans) von Stadtbez. 189. 10. Jahrg. Parteinachrichten. 22. Wahlbezirk, enthaltend Stadtbezirke 145 bis 148, 150, 151 und 201 und von Stadtbez. 3: Alexanderstr. 18; von Stadt- Nach der Meinung eines Genossen( fiche Briefkasten des VorAus dem Wahlkreise Lieguitz wird uns geschrieben: bezirk 152: Gr. Frankfurterstr. 49 und 89, Markusstr. 30; von wärts" Nr. 38) soll die Agitation im Wahlkreise Liegnis seitens Stadtbez. 153: Gr. Frankfurterstr. 90-100; von Stadtbez. 156: der Parteileitung vernachlässigt worden sein. Diese Annahme ist Gr. Frankfurterstr. 38-48, Weberstr. 64; mit Ausschluß der Grundstücke: Gr. Frankfurterstr. 70, Schillingstr. 20 vom Stadt irrig. Der Fragesteller scheint gar keine Ahnung davon zu haben, mit welchen Schwierigkeiten die Genossen des Liegnizer Wahlbezirk 146, Kl. Markusstr. 14-15, Krautſtr. 16-16a von Stadt: kreises zu kämpfen haben. Während dem Freisinn in allen Orten bezirk 150, Krautstr. 1a- 2, 3-10, 47-52 und 54a- 55a von des Kreises Versammlungslokale zur Verfügung stehen( zu einem Stadtbez. 151, Georgenkirchplatz 33 und 34, Neue Königstr. 17 großen Theile auch den Antisemiten), ist es den Sozialdemokraten bis 49, Kurzestr. 1, Landsbergerstr. 60-67, Brenzlauerstr. 32 und nur möglich, in Liegniß, Haynau und Goldberg Versammlungen 32a, Alte Schüßenstr. 8-12 von Stadtbez. 201. einzuberufen. Das Lokal in Liegnitz ist sehr klein, es faßt faum 300 Personen. Um den Arbeitern Gelegenheit zum Besuch der Versammlungen zu geben, hat das Wahlkomitee des Kreises die Stadt Liegniß in drei Bezirke eingetheilt und fordert die Wähler auf, die Versammlungen bezirksweise zu besuchen, was auch mit bewundernswerther Pünktlichkeit ausgeführt wird. Selbst eine Versammlung für Landleute mußte in diesem Lokale abgehalten werden. An einem Tage fanden drei solcher Verfammlungen in Liegnig statt. Referent war Genosse Kühn aus Langenbielau. In den drei Versammlungen mögen gegen 1000 Personen gewesen sein. Kühn sprach auch in Haynau und Goldberg und wird am Sonntag in Nicolstadt reden. Die Agitation betrieb ferner Genosse Geyser aus Breslau. Er sprach in Liegnitz und Goldberg. Genoffe Stolze aus Liegnit referirte in Liegnitz und war auch bemüht, in den gegnerischen Versammlungen zu Worte zu kommen, was selbstverständlich schwer zu erreichen war. Genosse Hennig aus Breslau agitirt ebenfalls im Kreise. Seitens der Parteileitung wurden die Abgeordneten Förster und Schmidt( Sachsen) beauftragt, in Die Agitation einzugreifen. So sprach Förster dreimal in Liegnit, je einmal in Haynau und Goldberg. Er besuchte ferner eine antisemitische Versammlung, wo er auch zu Worte fam. Als aber die Antisemiten merkten, daß Förster ihnen den Boden unter den Füßen heiß machte, beschnitten sie ihm die Redezeit. Die Herren Liebermann, Werner, Bickenbach und Hertwig treiben sich schon seit geraumer Zeit im hiesigen Wahlkreise herum. Was in Den antisemitischen Versammlungen zusammengelogen wird, das spottet jeder Bes fchreibung. Besonders werden die sozialistischen Vertreter verlästert, und dabei ist doch unter diesen nicht ein einziger, der wegen ehrenrühriger Vergehen mit dem Strafgesetzbuch in Konflikt gekommen wäre, wie das bei den Herren Antisemiten der Fall ist. Der Spießbürger hat übrigens noch gar keine Ahnung davon, wie er von den tatilinarischen antisemitischen Existenzen Jetzt erzählt man sich hier, an der Nase herumgeführt wird. daß der Herzog von Ujest den Antisemiten 1700 Mart geschenkt habe, wovon die Antisemitenhäuptlinge ganz flott leben fönnen. Sie haben sogar den größten Saal in Ligniß für die Dauer der Wahlkampagne gepachtet und üben dort unbeschränkt die rüpel7. Wahlbezirk, enthaltend Stadtbezirke 31-39 und von Wer sich von den Gegnern in Stadtbez. 45: Frobenstr. 1-11 und 41, An der Apostelkirche 1, 28. Wahlbezirk, enthaltend Stadtbezirke 182, 183, 196 haftefte Polizeigewalt aus. wird den Versammlungen rührt, an die frische Luft Kurfürstenstr. 29-46 und 139-150; von Stadtbez. 46: Bülow- bis 200 und von Stadtbez. 184: Barnimstr. 50, LandsbergerAntisemiten straße 93; mit Ausschluß des Grundstückes: Lintstr. 46 von straße 17-19 und 101-105; von Stadtbez. 188: Barnimstr. 35 gefeßt. Die. Pöbelhaftigkeit der Angriffe der Stadtbez. 31. und 39a, Georgenkirchstr. 59, Fliederstr. 17; von Stadtbez. 195: auf die Sozialdemokraten einmal Summa- Summarum zu kriti8. Wahlbezirk, enthaltend Stadtbezirke 43-49 und von Neue Königstr. 19-19c und 76, Gollnowstr. 1; von Stadtbez. firen, hielt Reichstags- Abgeordneter Schmidt( Sachsen) zwei Vor201: Georgenkirchplatz 33-34, Neue Königstr. 47-49, träge in Liegniz über Antisemitismus und Sozialismus. Zu Stadtbez. 42: Dennewitzſtr. 9 und 33-38, Kurfürstenstr. 173 Kurzestr. 1, Landsbergerstr. 60-67, Prenzlauerstr. 32-32a, einem dieser Vorträge wollte auch der Antiferit Hertwig er bis 173a, mit Ausschluß der Grundstücke: Frobenstr. 1-11 Alte Schützenstr. 8-12; von Stadtbezirt 202: Aleranderstr. 53, scheinen. Wer aber nicht kam, waren die Antisemiten. Wenn's und 41, An der Apostelfirche 1, Kurfürstenstr. 29-46 und 139 Prenzlauerstr. 30-31, mit Ausschluß der Grundstücke: Büsching, gilt, reißen sie aus wie Schafleder. Schmidt zerpflückte das bis 150 von Stadtbez. 45, Bülowstr. 93 von Stadtbez. 46. 9. Wahlbezirk, enthaltend Stadtbezirke 54 bis 62, mit play 1, Wehnerstr. 8, Weinstr. 20-20a von Stadtbz. 183, Ausschluß der Grundstücke: Belle- Alliancestr. 107, Blücherplatz 1 und 2, Hallescher Kirchhof von Stadtbz. 54. 4. Wahlbezirk, enthaltend Stadtbezirke 16, 17, 22 bis 25 und von Stadtbz. 18: Krausenstr. 1-3 und 72-77, Mauerstraße 8-11 und 69-79; von Stadtbz. 26: Charlottenstr. 11-12; von Stadtbz. 27: Junkerstr. 1, Lindenstr. 89, Markgrafenstraße 10-16 und 85-94; mit Ausschluß der Grundstücke: Mark grafenstr. 37-38 und 57-58 von Stadtbz. 16, Charlottenftraße 29-32 und 61-62, Friedrichstr. 63-65 und 186-190, Kronenftr. 60 von Stadtbz. 17, Wilhelmstr. 42A, 3immerstr. 1 von Stadtbz. 22. 5. Wahlbezirk, enthaltend Stadtbezirke 21, 26 bis 30 und von Stadtbez. 22: Wilhelmstr. 42A, 3immerstr. 1; mit Ausschluß der Grundstücke: Königgrägerstr. 121 von Stadtbez. 21, Charlottenstr. 11-12 von Stadtbez. 26, Junkerstr. 1, Linden ftraße 89, Markgrafenftr. 10-16 und 85-94 von Stadtbez. 27. 6. Wahlbezirk, enthaltend Stadtbezirke 40-42 und 50-53 und von Stadtbez. 81: 2intstr. 46; mit Ausschluß der Grundstücke: Dennewißstr. 9 und 33-38, Kurfürstenstr. 178-178 A von Stadtbez. 42. 10. Wahlbezirk, enthaltend Stadtbezirke 68 bis 73 und von Stadtbz. 54: Belle- Alliancestr. 107, Blücherplatz 1 and 2, Hallescher Kirchhof; von Stadtbz. 63: Belle- Alliancestraße 90, Gneisenaustr. 1. 11. Wahlbezirk, enthaltend Stadtbezirke 63 bis 67 und 74 bis 78, mit Ausschluß der Grundstücke: Belle- Alliancestr. 90, Gneisenaustr. 1 von Stadtbz. 63. 12. Wahlbezirk, enthaltend Stadtbezirke 104 bis 113. 13. Wahlbezirk, enthaltend Stadtbezirke 88 bis 94 und von Stadtbez. 87: Admiralstr. 36-40a, Brizerstr. 25, Rottbuserstraße 7 und 8, mit Ausschluß der Grundstücke: Reichenbergerstraße 173 von Stadtbez. 89, Laufigerstr. 1, Staligerstr. 39, 40 und 46, Wienerstr. 68 und 69 von Stadtbez. 94. 27. Wahlbezirk, enthaltend Stadtbezirke 152 bis 156, 159 und von Stadtbez. 146: Gr. Frankfurterstr. 70, Schillingstr. 20; von Stadtbez. 151: Krautstr. la- 2 und 54a- 55a; von Stadt bezirk 162: Andreasstr. 41-44 und 47, Blumenstr. 34a- 41 und 43-51, Krautstr. 53-54; mit Ausschluß der Grundstücke: Gr. Frankfurterstr. 49 und 89, Markusstr. 30 von Stadtbez. 152, Gr. Frankfurterstr. 90-100 und 127, Koppenstr. 41 von Stadtbez. 153, Pallisacenstr. 88-89, Straußbergerstr. 9 u. 35 von Stadtbez. 155, Gr. Frankfurterstr. 38-48, Weberstr. 64 von Stadtbez. 156, Gr. Frankfurterstr. 19, Koppenstr. 42-43, Palisadenstr. 38 von Stadtbez. 159. " antisemitische Lügengewebe unbarmherzig. Seine Ausführungen mochten bei gewissen Leuten Bedenken erweckt haben. Die kon29. Wahlbezirk, enthaltend Stadtbezirke 184 bis 188, fervative Presse schweigt sich über die Versammlung aus. Schmidt 192 bis 195 und von Stadtbz. 183: Büschingplatz 1, Mehner- hielt auch am Donnerstag in Haynau und am Sonntag in Goldstraße 8, Weinstr. 20-20a; von Stadtbz. 189: Straße Am berg Versammlungen ab. Hiermit dürfte bewiesen sein, daß die Friedrichshain", Straße I.( Abth. XIII des Bebauungs- Plans Sozialdemokraten im Lieguiger Kreise sehr rührig sind. Besser, von der Straße Am Friedrichshain" bis Straße II.; als geschehen, können sie nicht agitiren sie haben eben, wie von Stadtbezirk 237: Heinersdorferstr. 1 und 2, Prenz gefa gt, feine Versammlungslokale. Die Genossen verbreiteten lauer Allee 21-22; mit Ausschluß der Grundstücke auch zwei Flugblätter zu je 3000 Exemplaren. Die Verbreitung Barnimstr. 50, Landsbergerstr. 17-19 und 101-105 von Stadt- wurde von ca. 200 Genossen besorgt, die gegen 300 ländliche bez. 184, Barnimstr. 35 und 39a, Georgenkirchstr. 59, Fliederstr. 17 Ortschaften zu belegen hatten. Ueberall wurden sie auf dem Lande von Stadtbez. 188, Neue Königstr. 19-19c und 76, Gollnowstr. 1 freudig aufgenommen. Und das will viel sagen. Um so mehr, da die von Stadtbez. 195. Antisemiten besonders aber Liebermann indirekt die Land30. Wahlbezirk, enthaltend Stadtbezirke 202 bis 209 und leute zu Gewaltthätigteiten aufforderten. Diese Auf von Stadtbez. 210: Gipsstr. 18, Rosenthalerstr. 25; von Stadt- forderung geschah in einem Flugblatt; die betreffende Stelle lautet: Die Sozialdemokraten aber haben es offen ausgesprochen, daß bez. 213: Linienstr. 202; mit Ausschluß der Grundstücke: Aleranderstr. 53, Prenzlauerstr. 30 und 31 von Stadtbez. 202, Münz- sie den Bauer und den kleinen Handwerker ruiniren wollen, dastraße 8-9 von Stadtbezirk 205, Münzstraße 1-7, Rochstr. 1-6 mit sie zu Proletariern werden und der Sozialdemokratie zu14. Wahlbezirk, enthaltend Stadtbezirke 95 bis 103 und und 15-19, Straße längs der Stadtbahn, Eckhäuser dieser und der laufen. Jeder Güter Ausschlächter, jeder Auktionator besorgt von Stadtbez. 94: Laufiberstr. 1, Staligerstr. 39, 40 und 46, Rochstraße, von Stadtbez. 206: Neue Schönhauserstr. 1 und la. unser Geschäft", so schrieb der sozialdemokratische Führer Friedrich Engels in der Sächs. Arbeiter Zeitung". In Halle auf ihrem Wienerstr. 68 und 69, mit Ausschluß der Grundstücke: Man- Weinmeisterstr. 1a- 8 von Stadtbez. 207. teuffelstr. 42, Dranienstr. 1 von Stadtbez. 95, Mariannenstr. 51 31. Wahlbezirk, enthaltend Stadtbezirle 210 bis 215 und Parteitag haben die Sozialdemokraten beschlossen, jetzt aufs Land Lis 53, Naunynstr. 2-15, Mariannenplatz 6a von Stadtbez. 97. von Stadtbez. 5: Kl. Präsidentenstr. 6 und 7, Neue Promenade 9 zu gehen und die ländlichen Arbeiter gegen ihre Arbeitgeber auf15. Wahlbezirk, enthaltend Stadtbezirke 82 bis 85 und und 10; von Stadtbez. 205: Münzstr. 8-9; von Stadtbez. 206: uwiegeln. Also, seid auf der Hut, Ihr deutschen Bauern! von Stadtbez. 81: Elisabeth- Ufer 36; von Stadtbez. 86: Oranien- Münzstr. 1-7, Rochir. 1-6 und 15-19, Straße längs der 3eigt jedem Sozialdemokraten, der Euch ing ftraße 24-26 und 180-183; von Stadtbez. 95: Manteuffel- Stadtbahn, Eckhäuser dieser und der Rochstraße; von Stadt- Dorf kommt, um Euch gegen Kaiser und Waterstraße 42, Oranienstr. 1; von Stadtbez. 97: Mariannenstr. 51 bezirk 207: Neue Schönhauserstr. 1 und la, Weinmeistersir. la land und gegen die Religion aufzuhehen, deutbis 53, Naunynstr. 2-15, Mariannenplatz 6a, mit Ausschluß bis 8; von Stadtbez. 216: Auguststr. 1-2 und 89-93; mit Aus- ich, wo der Weg zum Dorfe hinaus geht." Aus der Grundstücke: Adalbertstr. 85 und Naunynstr. 59 von Stadt schluß der Grundstücke: Gipsstr. 18, Rosenthalerstr. 25 von diesem Flugblatt ersehen zugleich die Leser, mit welch' erbärmlichStadtbez. 210, Artillerieſtr. 13-16, Ziegelstr. 14-21 von niedrigen Mitteln die Antisemiten agitiren, dieselben Lente, die bezirk 83. Stadtbez. 211, Linienſtr. 202 von Stadtbez. 213, Artillerieſtr. 4a sich berufen fühlen, Staat und Gesellschaft zu stützen. Wahrlich, bis 4c, 21 und 31-31a, Auguststr. 4, Oranienburgerstr. 35-39 der Staat und die Gesellschaft, die von solchen Leuten beschützt und 64-69 von Stadtbez. 215. wird, ist zu bemitleiden. 16. Wahlbezirk, enthaltend Stadtbez. 79-81, 86 und 87 und von Stadtbez. 83: Adalbertstr. 85 und Naunynstr. 59; von Stadt bezirk 89: Reichenbergerstr. 173; mit Ausschluß der Grundstücke: Elisabeth- User 36 von Stadtbez. 81, Oranienstr.24-26 und 180-183 von Stadtbez. 86, Admiralſtr. 36-40a, Brizerstr. 25, Kuttbuserstr. 7 und 8 von Stadtbez. 87. 17. Wahlbezirk, enthaltend Stadtbezirke 114-117, 123 und 124, mit Ausschluß der Grundstücke: Brandenburgstr. 17 und 64, Wasserthorstr. 25a von Stadtbez. 116, Prinzenstr. 91, Ritterstr. 19a bis 29 und 96-105 von Stadtbez. 123. 18. Wahlbezirk, enthaltend Stadtbezirke 118 bis 122 und 127 und von Stadtbez. 116: Brandenburgstr. 17 und 64, Wasserthorstr. 25a; von Stadtbez. 123: Prinzenstr. 91, Hitter: straße 19a- 29 und 96-105; mit Ausschluß der Grundstücke: Brandenburgstr. 32-36 und 48-49, Mathieustr. 1 von Stadtbez. 122, Alexandrinenstr. 39, Alte Jakobstr. 116, Rommandantenstr. 48, Oranienjir. 70-75a und 130-136 von Stadtbez. 127. 19. Wahlbezirk, enthaltend Stadtbezirke 125, 126, 131 bis 134 und von Stadtbez. 122: Brandenburgstr. 32-36 und 48-49, Mathieustr. 1; mit Ausschluß der Grundstücke: Neanderstr. 17 bis 18, Annenstr. 4-10 und 41-45, Dresdenerstr. 52-54 von Stadtbez. 134. 32. Wahlbezirk, enthaltend Stadtbezirke 218 bis 225 und von Stadtbez. 226: Fehrbellinerir. 58-62; von Stadtbez. 233: Kastanien Allee 36 und 70, Schwedterstraße 29; mit Ausschluß der Grundstücke: Angermünderstraße 1, Christinen straße 1, Lothringerstraße 23-27 von Stadtbezirk 221, Shorinerstr. 4-6 und 78-86, Zehdenickerstr. 9 von Stadtbezirk 225. 33. Wahlbezirk, enthaltend Stadtbezirke 226, 227, 255, 256, 268 und 269 und von Stadtbez. 221: Angermünderstr. 1, Christinenstr. 1, Lothringerstr. 23-27; von Stadtbez. 225: Chorinerstr. 4-6 und 78-86, Zehdenickerstr. 9; von Stadtbez. 257: Acferstr. 27-28 und 143, Invalidenstr. 148-163 und Bergstr. 30 u. 31, Pappel- Play; von Stadtbez. 267: Bergstr. 62; von Stadtbez. 269: Elfafferstr. 27-30; von Stadtbez. 282: Jnvalidenstr. 80-83. 39. Wahlbezirk, enthaltend Stadtbezirke 216, 217, 279 bis 283 und 285 und von Stadtbez. 211: Artillerieſtr. 18-16, Biegel straße 14-21: von Stadtbez. 215: Artillerieſtr. 4a- 4c, 21 und 31-31a, Auguststr. 4, Oranienburgerstr. 35-39 und 64-69; von Stadtbez. 286: Alt- Moabit 129 und Werftstr. 21; mit Ausschluß der Grundstücke: Auguststr. 1-2 und 89-93 von Stadt bezirk 216, Invalidenstr. 80-83 von Stadtbez. 282. * [ a.] Der Sozialdemokratische Verein Bremens hat die in der Bürgerschaft fützenden Genossen beauftragt, dieser Körperschaft folgenden Antrag zu unterbreiten:„ Die Bürgerschaft fordert den Senat auf, bei der Aktiengesellschaft Große Bremer Pferdebahn" dahin zu wirken, daß deren Angestellte eine Mittagspause von mindestens 12 Stunden, ohne Verkürzung der sonst freien Zeit, erhalten, damit die Betreffenden nicht mehr gezwungen sind, ihr Mittagessen im Wagen resp. auf den Endstationen einnehmen zu müſſen." Stichwort schreibt uns ein Genosse aus der Rheinpfalz: Wie ich Sozialdemokrat geworden bin. Unter diefem Mein Geschäft ist die Wagnerei. Daneben bin ich, wie es das Leben auf dem Lande gewöhnlich mit sich bringt, auch Acerer. Ich hatte früher viel zu thun und daher keine Zeit, mich ernstlich um Politik zu bekümmern. Zudem war ich ein echter Betbruder und wenn Wahlzeit war, so brüllte ich beim Hurrahschreien tapfer mit. So vegetirte ich fort, bis ich das 50. Lebensjahr erreichte. Um diese Beit ging mein Geschäft zurück. Ich hatte viele Verluste, das lehrte mich denken. Meine Kunden, die Fuhrleute und 20. Wahlbezirk, enthaltend Stadtbezirke 136 bis 142 und Bauern, gehen in ihren Verhältnissen zurück; fie fonnten mir oft, von Stadtbez. 184: Annenstr. 4-5, Neanderstr. 17-18; mit beim besten Willen, nicht bezahlen. Zunächst wurde ich über die Ausschluß der Grundstücke: Neue Jakobstr. 1-14, 17-22 und 24-28, Inselstr. 18-18a, Schmidstr. 22 von Stadtbez. 136, mit Ausschluß der Grundstücke: Alt- Moabit 129 und Werft ich? Kurz, ich begann zu zweifeln und ging immer seltener in die 40. Wahlbezirk, enthaltend Stadtbezirke 284, 286 bis 304, auf meinen Nebenmann, der viel weniger reblich war als Religion ftuzig. Warum schien die Sonne des Glücks Inselstr. 10-12 von Stadtbez. 142 21. Wahlbezirk, enthaltend Stadtbezirke 128 bis 130, 135, straße 21 von Stadtbez. 286. Kirche. Im Spätjahr 1891 tam mir zufällig ein schweizerisches 41. Wahlbezirk, enthaltend Stadtbezirke 305 bis 318 und sozialdemokratisches Blatt in die Hände. Als ich's gelesen hatte, 143 und 144 und von Stadtbez. 127: Alejandrinenstr. 39, Alte Pantstr. 7 und 47; mit Ausschluß der war ich auf andere Gedanken gekommen. Früher hatte ich gegen Jakobstr. 116, Kommandantenstr. 43, Oranienstr. 70-75a und von Stadtbez. 319: 130-136; von Stadtbez. 134: Annenstr. 6-10 und 41-45, Grundstücke Schulstr. 61-86 von Stadtbez. 313. die Sozialisten Mißtrauen. Warum? Ich las immer nur Blätter, Dresdenerstr. 52-54; von Stadtbez. 136: Neue Jakobstr. 1-14, 42. Wahlbezirk, enthaltend Stadtbezirke 276 bis 278, 319 in denen auf fie losgedonnert wurde. Ein Genosse, der wohl 17-22 und 24-28, Inselstr. 13-13a, Schmidstr. 22; von bis 326 und von Stadtbez. 313: Schulstr. 61-86, mit Ausschluß von meiner Sinneswandlung gehört hatte, schickte mir nun die Stadtbez. 142: Inselstr. 10-12; mit Ausschluß der Grundstücke: der Grundstücke Pantstr. 7 und 47 von Stadtbez. 319. Mannheimer Voltsstimme" zu. Manch' scharfer Auffah darin wollte erst nicht in meinen Kopf. Nachdem ich das Blatt aber| Dr. Mittenzweig der Ueberzeugung, daß eine trankhafte bei dem Kollegen Bock, Markusstr. 26, v. 3 Tr. statt. Gure weiter gelesen hatte, schwand mein Mißtrauen gegen die Sozial Störung der Geisteskräfte nicht vorliege. Der Staatsanwalt be- Pflicht ist es, die gefaßten Beschlüsse zur Ausführung zu bringen, demokratie, zumal dann ein Genosse ins Dorf zog, der lange antragte diesmal eine empfindliche Strafe gegen die Angeklagte die Ausständigen in ihrem gerechten Kampfe zu unterſtüßen und unter der sächsischen Arbeiterbevölkerung gelebt hatte und auch in Höhe von 3 Jahren Zuchthaus. als Rebner aufgetreten war. Diefer gab mir über vieles Auf- billigte ihr auf den Antrag des Rechtsanwalt Dr. Schwindt Drechsler Berlins. J. A.: Carl Dost, Wienerstraße 29, vorn Der Gerichtshof den Zuzug fern zu halten. Die Agitationskommission der flärung und ließ mich auch Bebel's Buch:„ Die Frau" lefen. Als ichy's mit Rücksicht auf ihren leidenden Körperzustand mildernde Um 2 Treppen. gelesen hatte, fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Erstaunt stände zu und verurtheilte sie zu 1/2 Jahren Gefängniß. fragte ich mich selbst: Ist es möglich, daß, wie Bebel schreibt, die Welt auch anders regiert werden kann? Ich hatte einen großen Achtung Schneider und Schneiderinnen. Behufs weiterer Neun Vorstandsmitglieder der Freien Gemeinde in Stellungnahme zu unserer Lohnbewegung findet am Montag, Kampf mit mir, endlich gewann ich die Ueberzeugung, daß das Rigdorf standen am Donnerstag unter der Anklage des Ver- den 20. Februar, Abends 82 Uhr, Johannisstr. 20, bei Müller, wirklich so sein könne. Schreibt doch die Natur nirgends vor, gehens gegen das Vereinsgesetz vor der ersten Straffammer am eine öffentliche Versammlung ftatt. Kollege August Täterow daß einzelne Menschen das Recht hätten, durch die Arbeit Landgericht II. Die Gemeinde ist im Frühjahr 1890 begründet referirt über das Thema: Unser Lohnkampf, und haben wir ernstanderer Reichthümer anzuhäufen und daß die arbeitenden Massen worden mit der im§ 1 des Statuts festgelegten Tendenz, hafte Gegner? Die Arbeiter des Offiziervereins, der WaarenJahr ein Jahr aus darben und hungern müßten, trotz aller Arbeit. religiöse und fittliche Vorträge zu halten und Religionsunterricht häuser für deutsche Beamte, sowie die der Geschäfte in der Bielmehr hat ja schon Jesus von der Gleichheit gesprochen und an die Kinder der Mitglieder zu ertheilen. Bis zum Jahre 1892 Friedrichstadt und der großen Konfektionsgeschäfte mit Maaß die Geistlichen predigen sie ja selbst von der Kanzel herab, wäh- glaubte aber die Verwaltungsbehörde die Ueberzeugung gewonnen beftellung sind besonders eingeladen. Die Agitationstommission rend sie freilich im praktischen Leben bei den Reichen stehen, den zu haben, daß die Gemeinde lediglich oder doch in der Haupt- der Schneider und Schneiderinnen Berlins. felben Leuten, auf die der Nazarener Iosdonnerte. Die Folge fache politische Zwecke verfolge und diese Zwecke( nur hinter der meiner Befehrung blieb nicht aus, denn mein Gewissen trieb Maste der Religiofität verstecke, um sich den Bestimmungen des Die Redaktion der Deutschen Berg nud Hüttenmich, hier auch andere zu unterrichten, was natürlich Vereinsgesetzes zu entziehen. Der Gemeinde wurde daher arbeiter- Beitung"( Gelsenkirchen, Friedrichstraße) ersucht alle in den Reihen meiner Bekannten großes Erstaunen amtlich aufgegeben, die ein= und austretenden Mit- diejenigen Bergleute, welche während des Streits als Einberufer verursachte. Erst warnte man mich, dann drohte man und glieder an- und abzumelden und die bereits auf von Versammlungen fungirten, sämmtliche seitens der Behörde meinte, ich sollte mich schämen, einer solchen Partei anzugehören. genommenen Frauen und Kinder wieder auszuschließen. erlassene Verfügungen, welche Versammlungsverbote Aber ich blieb die gebührende Antwort nicht schuldig und nun Die Freie Gemeinde remonstrirte hiergegen bei der enthalten, schleunigst einzusenden. Diejenigen Einberufer, welche fette man mir einen Geschäftskonkurrenten hierher und ich ver- Verwaltungsbehörde, wurde aber damit abgewiesen und da in nicht im Besize von schriftlichen Verfügungen sind, werden drinTor Kunden. Die Leute begegneten mir trozig, der Geistliche der Zeit vom Mai bis Juni 1892 wiederum weibliche Mitglieder gend gebeten, per Brief den Ort, wo die Versammlung geplant ließ Gewitter auf mich los, aber ich blieb standhaft, weil ich aufgenommen wurden, so wurde der gesammte Vorstand unter war, und ferner den Grund anzugeben, warum diese vervoll davon überzeugt bin, daß nur die Sozialdemokratie im stande Antlage gestellt, vom Schöffengericht in Rirdorf aber frei- boten wurde. Ferner ist über sämmtliche bisher erfolgte Berist, durchgreifende Reformen herzustellen. Noch etwas! Der Herr gesprochen, weil nicht nachgewiesen schien, daß unter Billigung haftungen, mit Angabe des Grundes und der näheren Minister v. Bötticher glaubt an feinen Nothstand. Aber wenn und Mitwirkung der einzelnen Angeklagten politische Gegenstände Umstände, unter denen sie erfolgten, Nachricht zu geben. Die er sich überzeugen will, so soll er nur in die schöne Pfalz kommen in den Verhandlungen erörtert worden seien und daß es die Komitees in den einzelnen Orten, sowie die Vertrauenspersonen und genau, ganz genau untersuchen; er wird dann anderer Mei- felben unterlassen hätten, die im§ 1 des Statuts festgesette werden von dem genannten Blatte dringend ersucht, zur Benung werden. Die gegnerischen Blätter schreiben, die sozialistischen Tendenz zur Geltung zu bringen. Die Staatsanwaltschaft legte schaffung des gewünschten Materials nach Kräften behilflich zu Redner sollten nur nicht aufs Land kommen, da würde ihnen hiergegen Berufung ein und die neun Angeklagten famen vor sein, da es unbedingt nöthig sei, die Nichtigkeit der Gründe, die heimgeleuchtet werden; aber die das schreiben, irren sich sehr, die Strafkammer. Hier stellte sich zunächst heraus, für die Verbote und Verhaftungen angeführt werden, an der denn in weiten Kreifen der ländlichen Bevölkerung heißt es jetzt daß nur vier derselben zu der Zeit dem Borftande Hand von Thatsachen festzustellen. Das gesammelte Material bei uns: Die Sozialdemokraten haben recht, unsere frühere angehörten, in welcher das inkriminirte Bergehen begangen soll der sozialdemokratischen Reichstags- Fraktion zur geeigneten Wählerei nühte uns nichts, denn wir werden ja immer ärmer, worden sein soll. Von den beiden Gendarmen, welche als Be- Verwerthung überwiesen werden. und wenn wieder Wahl ist, werden wir wissen, was wir zu lastungszeugen geladen waren, kannte der eine den Verein überthun haben. haupt nicht, der andere bekundete, daß politische Gegenstände fucht, 3 uzug fern zu halten wegen Lohnstreitigkeiten nach Die Töpfer werden von der Zeitschrift„ Der Löpfer" er zwar niemals auf der Tagesordnung gestanden hätten, wohl Ans dem Buche Bismarck'scher Frevel. Die Aug 3- aber, wie z. B. der Schul- Gesezentwurf und das Invaliditäts- epli( Böhmen), sowie nach Spandau, Harburg 3- aber, burger Bolts 3eitung" veröffentlichte dieser Tage gesetz, zur Besprechung gelangt seien, doch sei dies nur vorüber-( Seifert), 3 widau( Scholz) und nach Stettin für Werkfolgende Betanntmachung aus dem Jahre 1878: An unsere gehend unter momentaner Abweichung von dem Hauptgegenstande stubenarbeiter. Arbeiter! Zwei schmachvolle Angriffe auf das Leben unseres der Diskussion geschehen. Nach diesem negativen Ergebniß der erhabenen Kaisers miffen auch dem Gleichgiltigsten die Augen Beweisaufnahme zog der Staatsanwalt furz und bündig die öffnen über die schließlichen Resultate der sozialdemokratischen Berufung zurück, wodurch das erste freisprechende Urtheil RechtsAgitation, und an jeden Deutschen tritt die Pflicht unabiveisbar fraft erlangte. heran, diesen Umtrieben mit allen Kräften entgegen zu treten. berichtet, ein Arbeiter aus Mühlhausen zu 40 m. Geld- oder In Colmar i. Elf. wurde, wie die Mühlhäuser ,, Bollsztg." 1 Woche Gefängnißstrafe verurtheilt, weil er in Schlettstadt Fragebogen über die 2ohnverhältnisse im Wenn wir nun auch gerne anerkennen, daß jene unheilvollen Besondere Schwierigkeiten machte die Ueberführung der ertilgewerbe öffentlich vertheilt und dadurch gegen das Anhänger gefunden haben und sich gerade Augsburg durch das gung vor der 131. Abtheilung des Schöffengerichts stand. Die überholt, was sie vermuthlich nicht wenig tränken wird; dafür Lehren unter unseren Arbeitern verhältnißmäßig nur wenige Sebamme Klemfe, welche gestern wegen Sach beschadi französische Gesetz vom 27. Juni 1849 verstoßen hat. Die Dresdener Polizei ist also mit ihrem Verbot der Arbeitslosen- Statistik gute Verhältniß zwischen Arbeitgebern und Arbeitern vor Angeklagte hatte eine Wohnung in der Kirchbachstraße inne, die fein, auch das Unsrige zur Bekämpfung dieser Bestrebungen und der Hauseigenthümer, daß die Tapeten in sämmtlichen Zim: wohl geht wie angeblich den Textilarbeitern Sachsens? vielen Fabrikstätten auszeichnet, so müssen wir doch bedacht ihr vom Wirth gekündigt wurde. Nach ihrem Auszuge entdeckte Herr v. Bötticher schön heraus", denn wer will nun beweisen, daß es den Textilarbeitern Schlettstadt's nicht ebenso ausgezeichnet damit zur Abwendung unermeßlichen Unglücks beizutragen. mern, die die Angeklagte inne gehabt, in böswilliger Weise mit Wir sind deshalb übereingekommen, fortan niemand zu be= Fett beschmiert worden waren. Die Beschuldigte bestritt Treffend wird die Situation unter den Berglenten schäftigen, der sich an der sozialdemokratischen Agitation beim ersten Termine die böswillige Absicht und gab folgende Er in folgendem Gedichte geschildert, das die„ Deutsche Berg- und theiligt, und werden in Ausführung dieses Beschlusses vom lärung ab: Sie fei längere Beit in Florida gewefen. tlärung ab: Sie fei längere Zeit in Florida gewesen. Dort sei Hüttenarbeiter- Zeitung" veröffentlichte:. 15. Juli d. J. an jeden Arbeiter entlassen, welcher alsdann noch es Sitte, fich in der Weise gegen Ungeziefer zu Erneuter Appell. einem fozialdemokratischen Verein angehört, eine sozialdemokrati schützen, daß man die Hinterwände der Möbel und sche Zeitung verbreitet oder in anderer Weise die Zwecke der Bilder stellenweise mit einer Mischung von Fett, fozialdemokratischen Partei zu fördern fucht. Augsburg, den fie auch in ihrer Wohnung in der Kirchbachstraße gethan. Schweinfurtergrün und Quecksilber bestreiche. Dies habe 15. Juni 1878."( Folgen 40 Unterschriften aller großen Fabriten.) um die Wahrheit dieser Behauptung zu ergründen, mußte der Vor 14 Jahren verfolgt und verbannt, siht heute die Sozial- Termin vertagt und der Gerichtschemiker Dr. Bischoff in demokratie Augsburgs im Gewerbegericht und rüstet sich, die Anspruch genommen werden. Dieser untersuchte die Fettstellen Bourgeoisie aus Land- und Reichstag mit zu verdrängen. Und in den Tapeten und fand weder eine Spur von Arsenik, welches der Staatsmann, der in frevelhaftester Berlogenheit die Attentate der Sozialdemokratie zufchob, um sich, wie er später selbst ein- die giftigen Eigenschaften im Schweinfurtergrün bedingt, noch geftand, eine gefügige Reichstagsmehrheit zu verschaffen, mit deren von Quecksilber. Jim zweiten Termine, der am Dienstag statt Hilfe er dann für sich, für die Junker und für die Schlotbarone fand, fah die Angeklagte ein, daß sie auf grund des Dr. Bischoffden großen Raubzug in die Taschen des Volfes unternahm, er fchen Gutachtens verurtheilt werden mußte, sie wiederrief ihre fitzt ein warnendes Erempel für alle Volksfeinde frühere Angabe dahin, daß sie die Möbel mit Fett und Insektenverjagt und verachtet im Sachsenwalde und verzehrt sich im pulver bestrichen habe, um Wanzen fernzuhalten. Nun Grimm darüber, der Sozialdemokratie nicht mehr schaden zu Dr. Bischoff auf der Stelle nach der jetzigen Wohschlug der Staatsanwaltschaft Prätorius tönnen. heute vor, den nung der Angeklagten zu entsenden, weil, wenn ihre Polizeiliches, Gerichtliches: c. neue Angabe auf Wahrheit beruhe, die Fettflede mit dem Am 10. Februar fand gegen den Genossen Feldmann Insektenpulver noch an den Möbeln zu entdecken sein müßten, aus Langenbielau vor der Straflammer in Schweidnig die Angeklagte verließ mit siegesgewiffer Miene den Gerichtssaal, Berufungsverhandlung statt wegen der letzten von ihm in Peilau um Dr. Bischoff zu begleiten. Der Lettere fand thatsächlich an abgehaltenen Bersammlung. Diese war von Rühn angemeldet einigen Stellen der Möbel Fettflecke und darüber eine dünne worden; da dieser aber an dem betreffenden Tage im Neuroder Schicht Insektenpulver. Aber die Fettflecke waren augenscheinlich Kreise zu referiren hatte, ging Feldmann an seiner Stelle nach pulver war noch frisch, daß es sich durch Geruch verrieth. Im erst vor wenigen Stunden hergestellt worden und das JusektenPeilau. Der dortige Amtsvorsteher erklärte nun, daß nur Kühn, gestrigen dritten Termine begutachtete Dr. Bischoff, daß die aber nicht Feldmann berechtigt sei, die Versammlung zu eröffnen, Möbel erst vor ganz kurzer Zeit so hergerichtet worden seien. Nun weil dieser der Anmelder sei. Diese Ansicht des Amtsvorstehers ließ die Angeklagte ihren Einwand fallen, gab zu, daß die Tapeten findet weder im Gesez, noch in der bisher üblichen Rechtsprechung absichtlich verdorben worden seien, daß aber nicht sie, sondern irgend eine Begründung, und es würde dem Amtsvorsteher dies ihre Schwester die Thäterin gewesen sei. Der Gerichtshof auch klar gemacht worden sein, wenn Genosse Feldmann den Beschwerdeweg beschritten hätte; statt dessen aber hat er, trotzdem war mit dem Staatsanwalt der Ansicht, daß diesem neuen Ginder Amtsvorsteher vorher formell erklärt hatte, daß er im Namen allen Umständen sei sie die Anstifterin. Die raffinirte Art, in der wande der Angeklagten ein Gewicht nicht beizu legen sei. des Gesetzes die Abhaltung der Versammlung verbiete resp. dieselbe sie den Gerichtshof zu täuschen versucht und den Versuch, die auflöse, die Versammlung abgehalten und sich dadurch nach Ansicht Schuld zuletzt auf ihre Schwester zu wälzen, deute auf eine so des Schöffengerichts Reichenbach die Anwartschaft auf 10 Tage niedrige Gesinnung, daß auf eine empfindliche Strafe erkannt Gefängniß oder 30 M. Geldstrafe erworben. Diese Verurtheilung werden müßte. Dieselbe sei auf vier Wochen Gefängniß wurde von der Straffammer durch Verwerfung der Berufung bemessen worden. bestätigt. Gerichts- Beitung. Unter Unein'ge Knappen, die ihr nie parat, Nie fertig werdet um euch zu verbünden, Zum Muster nehmt das Kohlensyndikat Und was den Herren sonst beliebt zu gründen. Sie wissen's, was sie wollen ganz gemach Biehn sie die Neze um euch dicht und dichter Indeß' ihr winfelt euer Weh und Ach Und Kohlen grabt für eure Glücksvernichter. Zum Teufel, werdet ihr denn nimmer Klug, Wollt ewig ihr die Narrenkappe tragenUnd soll die Hand, die euch so lange schlug, Auch für die Zukunft immerfort euch schlagen? Selbst ist der Mann!- die alte Litanei, Die alte Trägheit führt nur in's Verderben; Durch bloßes Jammern werdet ihr nicht frei, Wollt ihr nicht selbst um eure Freiheit werben. Ihr greint und gröhlt dies ist verkehrte Art Und hilft nur fester euch den Weg versperren; Beherzt den alten Spruch, und werdet hart, Und laßt euch nicht von jedem Lumpen zerren. Dem Tode troßt ihr stündlich in dem Schacht, Dem Wetterschlage, wenn die Flammen zücken, Doch eure Fordrung wird verhöhnt, verlacht, Weil ihr den Muth nicht habt sie durchzudrücken. Die Hand aus's Herz im Nörgeln seid ihr großWas auch geschieht, ihr habt daran zu fritteln, Sonst leget ihr die Hände in den Schooß Und laßt den lieben Gott für euch vermitteln. Unein'ge, blickt auf's Kohlensyndikat, Seht, wie man eng und enger euch umgittert Und seid ihr noch nicht fertig und parat, Dann bleibt die alten Memmen zagt und zittert. für Mann der Organisation angehören, es erstens nur noch selten Möchten die Bergleute bald einsehen, daß, wenn sie Mann eines Streifes bedürfen wird, um ihre Forderungen durchWegen Fälschung eines Nesprungsattestes hatte gestern zusehen, und zweitens, wenn ein Streit nicht zu vermeiden ist, der Viehhändler Moris Joseph aus Konig vor der ersten er dann für den einzelnen sowohl wie für die Masse nicht so ge= Straffammer des Landgerichts I zu erscheinen. Im August 1891 fabrvoll sich gestaltet als jegt. Die ausgezeichnete Organisation sandte der Angeklagte 50 Stück Rindvieh an eine hiesige der englischen Bergleute z. B. hat es zuwege gebracht, daß auch Biehtommissions Firma. Alles von Auswärts tommende Bieh nach verlorenem Streit die Bergleute im allgemeinen ebenso Eine alte Markt- und Ladendiebin stand gestern in der muß mit einem fogen. Ursprungs- Attest versehen sein, wodurch wenig von den Unternehmern chikanirt werden, als diese das die Seuchenfreiheit des Herstammungsortes gewährleistet werden vorher wagen konnten. Person der Wittwe Bertha Berkowski vor der zweiten Straf- foll. Wie der Angeklagte zugab, hatte er felbst ein derartiges Formen miteinander als bei uns. Siegt der englische Arbeiter, Man tämpft dort in ruhigeren kammer des Landgerichts I. Die Angeklagte, welche törperlich Attest, welches fiber 4 Rühe lautete, derart verändert, daß er noch so hält der Unternehmer ſein wenn auch durch den Streifereinen sehr fläglichen Eindruck macht, hat es nicht nöthig, zu stehlen, denn sie führt ihrem in Friedrichshagen wohnbaften nach vollzogener Unterschrift des Amtsvorstehers drei Bullen zwungenes Wort. Siegt der Unternehmer, so fügt sich der ArSohne die Wirthschaft und leidet absolut feine Noth. Trogdem hinzufügte. Durch die Verschiedenheit der benußten Tinten tam beiter dem auch unter solchen Umständen immer noch beiderseitig ist sie der hiesigen Kriminalpolizei als Marktdiebin bekannt. Sie die Fälschung an den Tag. Der Staatsanwalt beantragte eine festgesetzten, niedrigeren Lohn. In jedem Falle aber verkehren hat schon mehrere Vorstrafen wegen Diebstahls erlitten und Gefängnißstrafe von vier Wochen, der Gerichtshof erwog aber, beide Theile miteinander, als wirthschaftlich Gleichberechtigte, als fommt regelmäßig von Friedrichshagen nach Berlin, um hier in daß der Angeklagte nur aus Bequemlichkeit gegen das Gefeßz ver- Geschäftsleute, in nichts weniger als gehäffiger Weise, und stoßen hatte und daß die Bullen gesund waren. G3 wurde da: daß der englische Arbeiter diesen Vortheil vor dem deutschen vorder Zentral Markthalle umherzuflaniren. Dies war auch am her eine Geldstrafe von 500 m. für eine ausreichende Sühne aus hat, das dankt er der Organisation. So lange die Berg17. Dezember der Fall. Sie blieb ein Weilchen vor leute noch in katholische oder protestantische, furz von der Geistdem Stande des Gänsehändlers Steffen stehen und wandte angefehen. lichkeit abhängige Vereine laufen, so lange werden sie auf keinen sich dann plötzlich einem Fischhändler zu. Ein Borübergrünen Zweig fommen. Der Bergmann gehört zum Berggehender hatte bemerkt, daß dabei eine feiste Gans unter dem mann. Dort ist in wirthschaftlichen und politischen Fragen sein großen Radmantel der durchaus unverdächtig aussehenden Dame Play, nicht bei den Pfaffen. verschwunden war. Er machte den Verkäufer darauf aufmerksam, und dieser suchte sich dadurch Gewißheit zu verschaffen, daß er Von der Moral des isfus. Der Schloffer Wilhelm der Angeklagten nachlief und ihren Radmantel nach beiden Kade aus Groß- Glogau war 181/2 Jahre lang bei der staatlichen Seiten hin aufdeckte. Zuerst bemerkte er nichts, als er aber Drechsler und Berufsgenossen Berlins. Kollegen! Ju Oberschlesischen Eisenbahn als Schlosser beschäftigt und feine genauer zufah, entdeckte er, daß die Angeklagte den Hals der der Holz- Galanteriewaaren- Fabrit des Herrn Schoj, Reichen Leistungen waren laut Führungszeugniß befriedigend. Im Jahre Gans so tunstgerecht unter ihren Arm geklemmt hatte, daß sie bergerstr. 34, legten 12 Drechsler, darunter 10 verheirathete 1891 bat er eine von Handarbeitern und Arbeitern der Betriebsihre Arme frei bewegen fonnte und die an der Seite herab wegen eines 30-35prozentigen Lohnabzuges die Arbeit nieder. werkstätte Neiffe unterzeichnete Kollektiv Eingabe der hängende Ganz unter dem Mantel kaum zu sehen war. Als Ju der am 7. d. Mis. stattgefundenen öffentlichen Drechsler Breslauer Eisenbahndirektion vorzulegen gewagt. Kollektiv- Ginman sie zur Polizei führte, wurden dort noch ca. 3 Pfund Fleisch, versammlung wurde den Ausständigen moralische wie materielle gaben dürfen nicht vorkommen, und so wurde Kade zu 3 M. die fie offenbar gleichfalls gestohlen hatte, bei ihr vorgefunden, Hilfe zugesichert und der Delegirte zur Streit- Kontrollkommission Ordnungsstrafe verdonnert und ihm für den Fall der Wiederferner hatte sie mehrere Kleine Leinwandsäcke bei sich. Sie be- beauftragt, dieses dem geschäftsführenden Ausschuß zu unter- holung eines solchen Bergehens" die sofortige Kündigung anhauptete, daß sie gedankenschwach und des Glaubens gewesen sei, breiten. Die Meldung ging am 8. d. M. dem Genossen Faber gedroht. Zum 21. Ottober 1892 aber hat er gar die Gans erhandelt und bezahlt zu haben. Ihr kränklicher Zu- zu, aber bis heute sind die Listen noch nicht mit dem Stempel zeige des Betriebswerkmeisters, nach seinem eigenen Geständnisse, stand während der Untersuchungshaft und ihre eigenen Be- obiger Kommission versehen. Kollegen, ich richte nun an Euch sowie nach dem polizeilichen(!) Bericht eine öffent richte über die Krankheiten, die sie durchgemacht, ließen es dem den Appell, auf die von uns mit dem Gewerkschaftsstempel ausliche Versammlung aller in der Metallindustrie beschäftigten PerGeb. Medizinalrath 2e win als wahr erscheinen, daß die Angegebenen Listen zu zeichnen, bis die nächste Versammlung der Streif- fonen in das Lotal zum Bergmännchen" in Neisse einberufen, getlagte geifte gestört sei. Nach Kenntniß ihrer Vorftrafen und Kontrollkommission weitere Beschlüsse gefaßt hat. Die Entnahme hat die gedruckten Einladungen zu dieser Versammlung in den nach den Ergebnissen der Beweisaufnahme ließ jedoch der Sach sowie Ablieferung der Listen findet jeden Abend von 8-91/ 2 Uhr Räumen der Betriebswerkstatt während der Arbeitszeit vertheilt, verständige diese Ansicht fallen, und war mit dem Sanitätsrath in unserem Arbeitsnachweis, Dresdenerstr. 116, bei Gründel und die Versammlung als Einberufer eröffnet und als VorfizenSoziale Uebersicht. " nach An der des von derselben gewählten Bureaus sogar geleitet, und am f Die Versammlung erklärt die in der öffentlichen Schneider| Markusfir. 6, daselbst werden jeder Zeit Beiträge, Aufnahmes Schluß es ist haarsträubend ein Hoch auf den Vorsitzenden und" Schneiderinnen- Versammlung am 30. Januar angenommene meldungen und sonstige Mittheilungen, welche dem Verein an des Deutschen Metallarbeiter- Verbandes, Junge, ausgebracht, der Resolution zu der ihrigen. Sie hat ferner nach einer klarlegung gehen, entgegengenommen. Die nächste Mitgliederversammlung mit einem Hoch auf die internationale Arbeiterbewegung ant- des Referenten, Kollegen Timm, die Ueberzeugung gewonnen, daß wird am 21. Februar Oranienstr. 180, SO., abgehalten. Das wortete. Natürlich ist klar, daß es sich um eine sozialdemo- gegenüber den maßlofen Lohndrückereien in letzter Beit die Zu- Eintrittsgeld beträgt 20 Pf., der monatliche Beitrag für Herren fratische Agitation" gehandelt hat, obwohl die Kapitalisten stände hiesigen rts es erheischen, dem gegenüber entschieden 20 Pf., für Damen 10 Pf. Personen, welche bis zum Uebertritt gelegentlich auch einmal international handeln; aber das ist Front zu machen. Die Versammlung erwartet daher von ihren anderen Organisationen angehört haben und dort ihren Veretwas anderes. Kade ist somit bei einer sozialdemokratischen Mitgliedern ein solidarisches Vorgehen im Kampfe gegen die pflichtungen nachgekommen find, bleiben vom Eintrittsgeld befreit. Angelegenheit„ in hervorragender Weise agitatorisch thätig" ge- Ausbeutung und Unterdrückung des Kapitals, und hofft, daß wesen und wurde deshalb gekündigt. Ist das vom Fistus recht- jeder voll und ganz für die Erweiterung der Organisation mäßig gehandelt? Natürlich. Wer die Macht hat, hat immer eintrete." Eine öffentliche Versammlung für Bäcker und Konditoren war für gestern, den 16. d. W., einberufen. Dieselbe war auch das Recht. Und moralisch? Natürlich. Die Moral Zum Punkt 3: Urabstimmung über Verlegung des Sizes bestimmt, Stellung zu nehmen zu den Beschlüssen der Kommission macht, wer die Macht hat. Wem diese fiskalische Moral, für Vorstand und Ausschuß waren die Kollegen Ad. Schulz, für Arbeiterstatistik. Reichstags- Abgeordneter Molkenbuhr die mit der Moral der Privatunternehmer identisch ist, nicht 2. Pfeiffer und H. Möbius der Meinung, daß, da die Vor hatte das Referat übernommen. In Hinsicht auf die Wichtigkeit gefällt, der muß wohl oder übel Sozialdemokrat werden, und so schlagsliste eine so zersplitterte sei, eine Bersplitterung der Stimmen der Tagesordnung wurde indessen der Besuch der Versammlung lange das die Nichtbefizenden und deshalb Unmächtigen noch zu aber durchaus vermieden werden müsse, man von Berlin Abstand für nicht ausreichend erachtet, so daß im Einverständniß mit dem einem so großen Theile wie heute nicht begriffen haben, wird's nehmen und die Beschlüsse des Verbandstages hochhalten solle. Referenten beschlossen wurde, die Versammlung bis zum 28. d. in der Welt nicht anders werden. Das Ergebniß der Úrabstimmung war: Siz des Vorstandes Mis. zu vertagen und für diese eine regere Agitation zu entfalten. Die Wahrheit“ über die Arbeitsverhältniffe im Siz des Ausschusses Lübeck gegen eine Stimme, welche auf Berlin) hatte am 6. 5. M. feine Monatsversammlung. In der Flensburg gegen eine Stimme, die auf Hannover lautete, Der Verband der deutschen Glasergesellen( 3ahlstelle Bäckereigewerbe hat entschieden ein Bäckermeister in Frank Halle a. d. S. fiel. Zum Schluffe erfolgten Aufforderungen zur selben wurden die Mitglieder, welche entliehene Bücher aus der d. furt a. M. entdeckt, der unserem dortigen Partei- Organ( warum Betheiligung an den Gewerbegerichtswahlen am 20. Februar, zur Bibliothek trotz der ihnen zugegangenen Aufforderung noch nicht nicht gleich der Reichskommission für Arbeiterstatistit?) folgendes Abrechnung aller ausständigen Billets, sowie zum regen Besuch schreibt:" Ich sehe aus dem Artikel, der heute in der„ Bolts- der am 20. d. M. stattfindenden öffentlichen Bersammlung in der abgeliefert haben, verpflichtet, deren Werth zu erfeßen, falls fe stimme" stand, über die Arbeitszeit der Bäckereien, daß der Johannisstr. 20. Auch wurde die Werkstättendelegirten- Sizung, eine Anzeige vermeiden wollen. Gleichfalls wurde beschlossen, Schreiber dieses Artikels nicht die geringste Ahnung von der die am Mittwoch, den 23. d. M., bei Freygang in der Schützen- daß fortan nur gegen Vorzeigung des Verbandsbuches Bücher Arbeit in den Bäckereien hat und lieber still schweigen oder sich straße 18 stattfindet, bekannt gegeben. aus der Bibliothek abgegeben werden. Die Versammlung wählte erst richtig über die Sache informiren sollte. Die Bäckerei hierauf den Kollegen Rochow zum 1. Vorsitzenden und den arbeiten sind anderen Arbeitene Bad gegenüber In einer Drechslerversammlung berichtete am 15. Fe- Kollegen Jakobs zum Schriftführer. Die verlesene Abrechnung nur eine Bumme lei. Die Beweise haben wir schon hundert bruar Genosse Köppen über den Erfolg der Sperre, welche in vom Weihnachtsfest ergab eine Einnahme von 94,40 M. und eine Mal gehabt, nämlich daß Bäcker schon sehr oft zu anderen Ge- der vorigen Woche über die Firma Schof verhängt wurde. Herr Ausgabe von 90,18 M., sodaß ein Ueberschuß von 4,22 M. vorschäften oder andern Arbeiten übergegangen, aber schleunigst wieder Schoy habe der Kommission der Streifenden zweimal erklärt, handen ist. Dieser Betrag wurde der Zahlstelle überwiesen. zu ihrer Bäckerei zurückgekehrt sind und geflucht und gefchimpft keinen der in den Ausstand getretenen Kollegen wieder anstellen Ferner wurde in Anbetracht der großen Arbeitslosigkeit behaben; wenn die Betreffenden nur an die andern Arbeiten zu wollen. Wer seinen Tarif nicht anerkennen wolle, brauche schlossen, das Stiftungsfest einfach durch eine Versammlung, au zurückgedacht haben, dann sagten sie: da ist die Bäderei auch nicht bei ihm zu arbeiten. Man werde nun weiter nichts der auch die Frauen der Mitglieder eingeladen sind, zu feiern. noch goldig dagegen. Wenn ein Bäcker 16 Stunden thun tönnen, als möglichst den Zuzug fernzuhalten. Troydem Ein Antrag, die Werkstatt von Heimersdorf u. Ko. zum UmArbeitszeit hat, so arbeitet er in Wirklichkeit nur arbeiteten bereits wieder fünf Drechsler bei Schoj, denen er schauen freizugeben, wurde abgelehnt. = 6 Stunden, die übrige Zeit liegt er auf dem Backtrog und das zahle, was die Ausständigen verlangt " 3 schläft oder sigt im Wirthshaus und spielt Karten. Das Gr- hätten. Einer dieser Streifbrecher erhalte sogar einen ent- In einer Versammlung des Vereins der Stod gebniß, welches ich hier aufstelle, ist gewiß fein beschämendes, sprechenden Lohn statt des Affordsages. Schoj habe auch Arbeit arbeiter, die am 14. d. M. tagte, diskutirten die Anwesenund ist auch keine Mordarbeit, wie es in dem Artikel an einen Selbständigen" nac) Rigdorf gegeben, welcher den über den bekannten Herzka'schen Roman Freiland". Ferner der Volksstimme" hingestellt ist. Wenn der Herr Redakteur sie wieder abgab, weil es ihm der gezahlte Preis ab- wurden die Kollegen auf die Schirmstock- Fabrit von Kalinowsky, hundert und aber hundert Bäcker fragt, so werden sie ihm das- folut unmöglich gemacht habe, zurechtzukommen. An Ackerstr. 132-133 aufmertfam gemacht. Diefer Herr hat, wie felbe sagen, wie ich es hier geschrieben habe. H. Berfes, Bäcker ber Debatte betheiligten sich die Herren Dost, Stadel- berichtet wurde, den bei ihm beschäftigten Feilern zugemuthet, meister." Der Mann hat offenbar recht nur ist ihm eine mann, Rottenhagen, Holzmann, Rantius, Arbeiten, zu deren Verrichtung bisher ein Gehilfe im Wochenfleine Berwechselung untergelaufen, die übrigens von seinem Rotehn, Reibetang und Wilhelm. G3 wurde aus: lohn beschäftigt war, fortan umsonst fertigzustellen. Sodann Standpunkt aus verzeihlich ist. Er meint zweifellos die Arbeit gesprochen, daß der Streit trotz seines Mißerfolges so ganz ohne wurde bekannt gegeben, daß der Kassirer Sonntags Vormittags der Bäcker meister, wie auch das Wort von der goldigen" Erfolg doch nicht gewesen sei, wie erstens der Umstand beweise, von 10-12 Uhr in seiner Wohnung, Neue Friedrichstr. 45, Hof Beschäftigung andeutet; und die Arbeit der Meister muß er ja daß die jeßigen Schoj'schen Arbeiter, feien sie auch Streitbrecher, B. Tr. bei Kiel, Beitrittserklärungen und Beiträge entgegengenau fennen! das Geforderte an Lohn erhielten. Zweitens hätten sich die nimmt. Ausständigen der Organisation angeschlossen. Sie wurden er= mahnt, nun auch treu zu derselben zu halten. Köppen versprach dies im Namen der Streitenden. Wie noch aus der Debatte hervorging, sollen dieselben so lange möglichst unterstützt werden, bis sie anderweitig untergebracht sind. Einige von ihnen haben schon Beschäftigung. Dost theilte mit, daß nächstens eine Versammlung einberufen werde, in welcher die Mißstände erörtert werden sollen, welche in den Berliner Drechslereien im Auge meinen bestehen. Die Gasauftalstarbeiter hielten am Montag eine Ver ſammlung im Norden und am Mittwoch eine solche im Süden über die politischen Rämpfe in letzter Zeit. In der Diskussion ab. In beiden Versammlungen referirte Genosse Schwarze die dem beifällig aufgenommenen Vortrage folgte, wurde über die niedrigen Löhne und andere Uebelstände, die sowohl in der englischen als in der städtischen Gasanstalt herrschen, lebhaft Klage geführt. Zum Schluß der Versammlung erging eine Aufforderung an die Gasanstaltsarbeiter, sich lebhaft an den Ge Berufsgenossenschaft, um eine Rente zu bekommen. Nach neun Ju der Fachvereins- Versammlung der Tapezirer vom werbegerichts- Wahlen zu betheiligen. Arbeiterschuh auf dem Lande. Der Kleinhäusler Bugl aus Schwarzach bei Bogen( Niederbayern) war, wie die Münch. Post" berichtet, auf dem Felde des Posthalters, in dessen Diensten er stand, mit Weizenschneiden beschäftigt, als ein Sagelwetter heraufzog. Um sich vor dem Hagel zu schützen, frochen er und noch ein Arbeiter unter den Kleehaufen eines andern Feldes. Dort traf fie der Blitz. Bugl war sofort todt, sein Kamerad er holte sich wieder. Die Wittwe Bugl's wandte sich nun an die Wochen wurde ihr mitgetheilt, daß das Gesuch abgeschlagen worden sei, weil ihr Mann nicht bei der Arbeit und nicht auf 13. Februar erstattete Kollege Feder Bericht über die Versamm Die freie Vereinigung der Getreideträger und Speicherdem Grundstück des Posthalters, der ihn beschäftigte, verunglückt lung des Zentralvereins für Arbeitsnachweis. Er theilte gleich arbeiter hatte am 12. Februar eine Versammlung, in welcher sei. Auf die dagegen erhobene Beschwerde ist bis heute noch zu Anfang mit, daß er kein Zutrauen zu der ganzen Sache ge- Genosse F. Sauer über das Thema:„ Versprechen und Halten nichts erfolgt. Wenn die Regierung, denn auf diese kam es habt habe. Aus dem einleitenden Vortrage des Magistrats: der Bourgeoisie den Arbeitern gegenüber" einen beifällig aufgevor allem an, bei der Herstellung des Gesetzes über die Unfall- Assessors Freund war zu ersehen, daß eine Arbeitslosen- Statistik nommenen Vortrag hielt. An der Diskussion betheiligten sich die versicherung mit den Tropfen demokratischen Dels" nicht gar so der gesammten Berliner Gewerkschaften aufgestellt werden folle Kollegen Otto, Münch und Thieme. Nach Erledigung versparsam umgegangen wäre, sondern die Berufsgenossenschaften fo und daß ferner Innungen und Gewerkschaften dazu beitragen schiedener Vereinsangelegenheiten forderte Münch zur regen Beorganisirt hätte, daß die versicherten Arbeiter den versichernden müßten, um in Berlin ein Gebäude anzukaufen, in welchem die Unternehmern in der Verwaltung jezt gleichberechtigt wären, fo Arbeit vermittelt werde. Kollege Feder erklärte hierauf die ganze Sache theiligung an den Gewerbegerichts- Wahlen auf, worauf die Verwürden die Entscheide der Berufsgenossenschaften verständiger für eine Jllusion, die Arbeitgeber würden doch nur die Herren" im lammlung mit einem Hoch auf die Arbeiterbewegung geschlossen ausfallen, und diese Institute würden so populär werden, daß Hause sein und die Arbeiter dadurch um 50 Jahre zurückman ihnen auch andere, eigentlich sozialreformatorische Aufgaben fommen. In ähnlicher Weise sprachen die Kollegen Hartig, Ju Charlottenburg tagte am 11. Februar eine Versammübertragen fönnte, ohne bei den Arbeitern Widerspruch zu finden. Thaßler und Martil. Hierauf wurde beschlossen, zu der lung des Verbandes der in Holzbearbeitungs- Fabriken demnächst stattfindenden Konferenz feinen Vertreter zu senden. und auf Holzplägen beschäftigten Arbeiter Deutschlands. Den Den Meistern und Gehilfen des Schuhmacherhand- Die Arbeitsnachweis- Frage wurde dahin beantwortet, daß der Hauptgegenstand der Tagesordnung bildete die Erörterung über werks droht eine Erfindung. Droht! muß man sagen. Denn Fachverein gewillt sei, sein Bureau zu gunsten eines einheitlichen, den deutschen Holzarbeiter- Kongreß. Die Ansichten der Kollegen wenn heute, in der kapitalistischen Aera, auf technischem Gebiete öffentlichen Arbeitsnachweises aufzugeben. Hierauf wurde ein gingen im allgemeinen dahin, daß die Zeit für die Bildung eines eine Erfindung gemacht wird, so bedeutet das in der Regel für Antrag des Kollegen Feder einstimmig angenommen, welcher be- Industrieverbandes noch nicht gekommen ist und man daher vortausende von Menschen Arbeitslosigkeit oder wenigstens Schmale- fagt, daß zum Montag, den 27. Februar, eine außerordentliche läufig ein Kartell der verschiedenen Organisationen anbahnen rung ihrer Griftenz. In Pirmasens foll es nun gelungen Generalversammlung einzuberufen ist, welche But be- müsse. Die Abstimmung über die Wahl eines Delegirten zu der sein, Sohle und Absatz des Stiefels oder Schuhes aus einem schließen habe, daß aus dem Fonds der Werkstätten- am 3. und 4. April stattfindenden Generalversammlung wurde einzigen Stück Leder herzustellen. Sohle und Absatz werden Kontrollkommission Geld nach Bedarf zur Agitation bis zur nächsten Versammlung vertagt. dabei gleichzeitig geftanzt, wobei das Leder, welches den Absaß bilden soll, zuvor in eine Form niedergepreßt wird, so daß der Absatz nach außen vollständig fertig ist, wogegen der innere hohle Raum mit irgend einer Masse auszufüllen ist. Die umständliche Arbeit, Abfäße durch aufeinander gelegte Flecke herzustellen, ist damit beseitigt, die Waare, wenn auch nicht so dauerhaft, wird desto billiger. Versammlungen. Die Schneider und Schneiderinnen hatten am 16. Februar H wurde. Briefkaffen der Redaktion. würde. " entnommen werden könne. Hierauf machte die Lohnkommission bekannt, daß sie an die Kollegen von 100 Werkstätten geschrieben habe, damit dieselben aus ihrer Mitte einen Vertreter zu der am 15. Februar bei Frey gang, Schüßenstr. 18/19, stattfindenden Besprechung entfenden, um die etwaigen Mißstände in ihren Werkhätten aufzudecken. Ferner wurde bekannt gemacht, daß am Alter Parteigenoffe. Sie haben recht: der größte Schuft Sonntag, den 19. Februar, eine öffentliche Tapezirer Versamm im ganzen Land, ist und bleibt der Denunziant. Wir bedauern lung stattfindet. Zum Schlusse ermahnte der Vorsitzende die fehr, daß die Reporternotiz die ja in den übrigen Blättern Kollegen, welche in den Listen der Gewerbegerichts Wahl ein- veröffentlicht wurde- durch Versehen in den Vorwärts" gegezeichnet sind, ihr Wahlrecht am Montag, den 20. Februar, langen konnte. auszuüben. P. B. Chr. Tondern. Für den Vorwärts" nicht geeignet. Die Brauche der Musikinstrumenten Arbeiter der hieEmil Stabrce. Die Redaktion befaßt sich mit der Bereine gut besuchte Berbandsversammlung in Bratweil's Bierhallen. igen Zahlſtelle des deutschen Tischlerverbandes hielt theilung von Sammellisten überhaupt nicht, sondern sie übergiebt Der Kollege Timm legte eingehend flar, wie sich der Verband am 13. ds. Mts. eine Bersammlung ab, in welcher Herr die ihr zugehenden Listen den Vorständen der betreffenden Gezu einem etwaigen Abwehrstreit gegenüber den maßlosen Lohn- Berger den Anwesenden eine Reihe Bilder aus der Stadt werkschaften oder der Streit- Kontrollkommission. Sie müssen sich Der Redner geißelte in zutreffender reduzirungen und Chikanen im Schneidergewerbe stellen werde. verwaltung vorführte. Bezugnehmend auf den Beschluß der letzten öffentlichen Schneider Weise das arbeiterfeindliche Verhalten der Berliner Freisinns. Daher an letztere wenden. Lassen Sie die Angelegenheit nöthigenmajorität. Hierauf fand die Wahl der Kollegen Springer und falls in der nächsten Versammlung dieser Korporation zur Sprache und Schneiderinnenversammlung erklärte der Redner, es sei noth bringen. Ort in das Vergnügungskomitee statt. Ferner wurde mitge wendig, daß der Verband hierzu Stellung nehme, zumal die A. Sch. Für in den Jahren 1885/87 an einen Soldaten Statuten der Organisation es derselben zur Pflicht machen, beffere theilt, daß der Maskenball am 4. März in dem oberen Konkordia: ohne nähere Verabredung gesendete Gßwaaren können Sie Ersatz Statuten der Organisation es derselben zur Pflicht machen, bessere jaal abgehalten wird. Auch wurde darauf aufmerksam gemacht, im Wege der Klage nicht verlangen, weil angenommen werden Berhältnisse anzubahnen. Durchaus nothwendig sei es daher, daß die Kollegen die" Tischlerzeitung" unter Vorzeigung des müßte, daß Sie die Waaren aus Rücksicht auf den etwaigen vorzubrängen, nicht aber zurückzugehen. Die Verhältnisse im Verbandsbuches des Sonnabends aus den bekannt gegebenen Ueberfluß eines Mangels an wohlschmeckenden Waaren in der Schneidergewerbe feien durch die hier bei weitem vor: Bahlstellen abholen müssen. Der Arbeitsnachweis ist fortan herrschende schädliche Hausindustrie ganz andere, wie 28allstr. 7-8. Nachdem noch das Verhalten des Kollegen Ferienkolonie dem Vaterlandsvertheidiger haben schenken wollen in allen anderen Gewerben. Und gerade die Hausindustrie sei es, die es den Unternehmern ermögliche, in Ernst Lüderitz in der Arbeitsnachweis- Kommission gerügt worden und weil überdies der Einwand der Verjährung entgegenstehen A. 2. Unfallrente bezieht sie ohne Rücksicht auf die spätere Beiten geschäftlichen Niedergangs die Arbeitslöhne beispiellos war, fand Schluß der Versammlung statt. herabzudrücken. Die Arbeiter hätten dann in Zeiten geschäftlichen Der Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer Verehelichung weiter. Aufschwungs nur stets zu tämpfen, um das Verlorene wiederzu Berlins hielt am Sonntag eine Mitgliederversammlung ab. Robert D. Die Fabrik hat Recht. erobern. Gegenwärtig hätten Arbeitslöhne, Behandlung und Zu- Zum ersten Punkt der Tagesordnung referirte Kollege Behrend A. 3. Die Frage ist beantwortet: sie bezieht die Rente stände in den Werkstellen einen solchen Grad erreicht, daß etwas über die wirthschaftlichen Krisen und die Sozialdemokratie. Für weiter. gethan werden müsse. Zu verlieren habe man nun nichts mehr, feine interessanten Tarlegungen erntete der Redner reichen Beifall. Sch., Steinmetzstraße. Bei Ihrer Frage, ob die höchstens tönne bei dem Einzelnen ein Wechsel der Arbeitsstelle In der Diskussion, die dem Vortrag folgte, erhielten vor allem Herrschaft für die Kurkosten des Gefindes aufzukommen eintreten. Prinzipielle Forderungen könne man augenblicklich die Ausführungen des Genossen Blaurock die Zustimmung der und ob sie während der Dienstbauer den Lohn zu zahlen hat, nicht stellen, es gelte vorläufig die Aufbefferung der seit 3 Jahren Versammlung. Zu„ Vereinsangelegenheiten" beantwortete Kollege sind zwei Fälle zu unterscheiden. Hat fich das Gesinde eine herabgedrückten Arbeitslöhne und die Aushängung von Lohn- Behrend eine eingelaufene Frage, betreffend die Orts- Kranken- Krankheit durch den Dienst oder bei Gelegenheit des tarifen vorzunehmen. Letzteres sei wesentlich, nie wisse ein Arbeiter, tasse. Außerdem machte der Vorsitzende bekannt, daß am nächsten selben zugezogen, so ist die Herrschaft verpflichtet, für den Dienstwas ein anderer desselben Geschäfts für dieselbe Arbeit bezahlt Sonntag eine öffentliche Maurerversammlung stattfindet, welche boten aus eigenen Mitteln zu sorgen und darf vom Lohn bekomme, fomit liege es ganz in den Händen des Unternehmers, sich mit dem Beschluß der Stadtverordneten in der Baubuden- nichts abziehen." Bei Gelegenheit des Dienstes" ausgelegt, daß die Krankheit während jedem Arbeiter den Lohn zu geben, welchen er ihm vom Gesicht frage beschäftigen werde, und forderte zu zahlreichem Besuch der dahin übung einer Dienstarbeit ablesen könne, und welchen die verächtliche Gefügigkeit einiger felben auf. Alsdann erfolgte Schluß der Versammlung. eingetreten ist; wird ift; ferner Arbeiter noch tiefer herabzudrücken ermögliche. Diese Arbeiter angenommen, daß das Gesinde diesen Anspruch nicht hat, wenn würden bei jeder passenden Gelegenheit Lohndrücker. Um diesem Der Allgemeine Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen die Herrschaft beweist, daß es gegen eine ihm ertheilte AnMißverhältniß entschieden zu wehren, sei die Aushängung des verein von Berlin und Umgegend hielt am 11. d. M. weisung gehandelt hat oder wenn dem Dienstmädchen ein verLohntarifs nothwendig. In Anbetracht alles Voraufgegangenen feine erfte Mitgliederversammlung ab. In einem Vortrage: tretbares Versehen zur Last fällt. Treten diese Voraussetzungen könne die Organisation diesen Streik wagen, doch nach Lage der Lasset die Kindlein zu mir fommen" sprach Fräulein Ba a der ein, dann hat die Herrschaft nur dieselbe Pflicht, die sie hat, Verhältnisse in allgemeinen fönne fich derfelbe gegenwärtig zuerst über die verderblichen Wirkungen, welche die Ausbeutung der wenn das Dienstmädchen sich die Krantheit nicht durch den Dem mit lebhaftem Dienst oder bei Gelegenheit desselben zugezogen hat. In nur auf die Maaßbranche erstrecken. Ob es aber soweit kommen Arbeitskraft der Kinder im Gefolge hat. werde, hänge von der Vernunft der Unternehmer ab. Diefer, Beifall aufgenommenen Vortrage folgte eine Diskussion, an der diesem Fall ist die Herrschaft nur zur einstweiligen Vorsorge für mit größter Aufmerksamkeit verfolgten, beifällig auf sich die Mitglieder Neumann, Scholz, Solisch und Frau den franken Dienstboten verbunden und berechtigt, die Kurtoften genommenen Darlegung schloß sich Rollege Pfeiffer in feinen Gu bela betheiligten. Unter Bereinsangelegenheiten gab der vom Lohne abzuziehen. Die Aufnahme in ein Krankenhaus Ausführungen an, derselben noch spezielle Einzelheiten hinzu- Kassirer Arndt sodann bekannt, daß für Moabit Frau Node, muß sich das Gesinde gefallen lassen. P. Z. Gubenerstraße. Das Kind muß eingeschult werden, fügend. Einstimmige Annahme fand hiernach folgende Ne Beuffelsir. 68, die Beiträge sowie Aufnahmemeldungen entgegennimmt. Das Vereinslokal befindet sich bei Spiekermann.l.Spähne machen" giebt es da nicht. solution: wird Aus Schlossbrauerei Schöneberg. Der Ausstoß unseres Bockbieres, des KRONEN- BOCKSE beginnt am Sonnabend, den 18. Februar 1893. und nimmt an demselben Tage der Versand in Flaschen und Gebinden seinen Anfang. im Wir geben 20 grosse Flaschen Kronenbock für 3 Mark. refp. 24 kleine Flaschen Kronenbock} Unser Kronenbok gelangt am Sonnabend, den 18. Februar, zum Ausschank in 3691L Restaurant Zum Prälaten am Alexanderplatz der Residenz Soeben erschienen! Vorzügliche Agitations- Schrift! Nieuwenhuis: Das Leben Jesu. Preis 40 Pf. Königstraße. Martin Klein, Uhrmacher, 3544L Zu haben bei: Hans Baake, Dresdenerstr. 52/53, City- Passage, 25 Neue Hochstr. 25 Uhren und Goldwaaren in solidester Ausführung billiger wie in jedem Laden Georg Wagner, Uhrmacher, empfiehlt sein Lager aller Arten Wand- und Taschen- Uhren. Reparaturen zu soliden Preisen. Den besten Schmalzler 35892 aus echtem Brasil liefern Schwarz& Co., Tabakfabrik, Nürnberg. Oranienstrasse 63, 1 Treppe, Schuhe u. Stiefel nahe Moritzplatz. Bitte auf die Hausnummer zu achten! Eigene Werkstätte. Gegründet 1877. Spezialität: 3635L* Feinste Schweizer Präzisions- Uhren mit Remontoir- Aufzug. 9-12 M. Nickel- Herren- Remontoir mit Emaille Zifferblatt, Sekundenzeiger und Zeigerstellung durch die Krone Silberne Cylinder- Remontoir mit Goldrand, 6 Steine, 14, 16, 18, Goldene Damen- Remontoir 22,50, 25, 30 bis Goldene Herren- Remontoir 45, 60, 72 • 20 M. 2c. 120 M. 240 M. Massiv goldene Trauringe gefeßlich gestempelt: 1 Dulaten 10,50., 1/2 Dutaten 15,50 M., 2 Dufaten 20 M., 14 tarätig von 6 M., 8farätig von 4 M. an. Gold- und Silber- Schmucksachen in den neuesten Mußern u. reichhaltigßter Auswahl, soweit sich dies mit solider Ausführung vereinbaren läßt, zu den allerbilligsten Preisen. Reparaturen gut und sehr billig. I 1 Treppe, 63 Oranienstrasse 63, 1 Treppe. Illustrirte Preislisten gratis u. franco. S Möbel, 3687L Spiegel und Polster- Waaren. Ausstattungen in Mahagoni u. Nußbaum; Küchenmöbel empfiehlt; Preislisten auf Wunsch franco. Berlin S.O., mit Kontrollmarke aus Erfurt empfehlen [ 3571L C. Geyer, Dranicnítr, 202, C. Nitschke, Kastanien- Allee 88, 6. Berbe, Ritterstr. 114, H. Bath, Waldstr. 37, Moabit, W. Papke, Manteuffelstr. 31, G. Kördel, Forsterstr. 7, A. Anders, Gerichtstr. 82, G. Studia, Weberstr. 4. E. Müller, Teltowerstr. 61. H. Müller, Bergmannstr. 15. Zum 8633L* Roth. Cylinderhut REF Nur Hüte mit Arbeiter- Kontrollmarke. Größte Auswahl. Stalizerstraße 131, neben Friſter und Roßmann. WF im Laden. Wilhelm Zapel, Hutmacher. Möbel, Spiegel und Polsterwaaren, reelle Waare, solide Preise. Ganze Ausstattungen in Mahagoni und Nußbaum. Küchenmöbel in gr. Auswahl empfiehlt 3589L Julius Apelt, Franz Tutzauer, Köpnickerstr. 25. Sebastianstr. 20( früher 27/28). Musik- Instrumente. Größtes Lager in Zithern, Violinen, Guitarren, allen Blasinstrumenten, sowie Harmonikas jeder Art. Musikwerke zum Drehen und selbstspielend( mit Arbeiterliedern). Reparaturen schnell und gut. Großes Notenlager. Aug. Kessler, 51. Lausigerstr. 51. Jede Uhr Schuhe u. Stiefel mit Kontroll- Marke aus der Schuh- Fabrik Erfurt. Allen Genossen 1. Freunden empfehle mein Schuh- u. Stiefel- Geschäft. Große Auswahl in Herren-, Damen- und Kinderstiefeln. Bestellungen nach Maaß in türzester Zeit. Reparaturen schnell und billig. Louis Zaake, Küftriner Play Nr. 8. Bahnziehen, schmerzlos u. gefahrlos mit lokaler Betäubung ( 1 Mk.) mittelst Cocain.( 1 Mk.) ( Neues Verfahren.) Nervtödten. Plombiren. Bahnreinigen. Künstliche Zähne.[ 8656L Boyenstr. 7, part., Ludwig Diehl. 8546L 3531L zu repariren und reinigen kostet bei uns unter Garantie des Gut: gehens nur Mk.50 Pfg.( außer Bruch), fleine Reparaturen billiger. Großez, an. Lager neuer und gebrauchter Uhren, getragene Uhren von 5 Neue filb. Cylinder- Remontoirs, 6 Steine, von 14 M. an, do. 10 Steine, von 16 M. an, goldene Dainen- Remontoirs, 14- Karat Gold v. 24 M. an. Gold- und Silberwaaren in gr. Auswahl zu Fabrikpreisen 1. Geschäft: Andreasstr. 62. E. Rothert& Stolz, 2 Chausseestr. 78 Chausseestr. 34 Uhrmacher. 2. " 3. " Mitglieder der Orts- Krankenkasse für den Gewerbebetrieb der Kaufleute, Handelslente u. Apotheker ( Kassenlokal: Neue Schönhauserstrasse 2): Große öffentliche Versammlung aller weiblichen u. männlichen Mitglieder Alle Uhren[ 8530L werden sauber und sorgfältig reparirt unter Garantie des Gutgehens für 1,50 Mark( außer Bruch) bei W. Winkler, Borlin N., Beinickendorferkr. 29, gegenüber der Dankes- Kirche. Lager aller Arten Uhren, Uhrketten Detail- Verkauf am Sonntag, den 19. Februar, Vormittags 10% 1hr, Fleisch 3. nachstehenden Engrosim Feen- Palast, Burgstraße. Tagesordnung: 1. Was bietet uns die freie Arztwahl für Vortheile gegen das bestehende System der Zwangsärzte? Referenten: Die Herren Dr. Mugdan und R. Assmann. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 1359b Die Einberufer. Aib. Herrmann, Lindenstr. 95, Wilh. Arndt, Gneisenauftr. 83. Vorstandsmitglieder. Die Neuner- Kommission zur Durchführung der freien Arztwahl, sowie besonders eingeladen. die Preßkommiſſion des Gewerks- Krankenvereins find zu dieser Bersammlung Arbeiter- Stenographenverein„ Eintracht Viehhofpreisen: Rindfleisch 50-60 Pf., Kalbfleisch 50 bis 60 Pf., Schweinefleisch 55-60 Pi., Hammelfleisch 45-55 Pf. Holzmarktstraße 19, Ecke Michaelfirch- Brücke. 3549L Cigarren u. Cigaretten Fritz Gerrlach, W. Botsdamerstraße 66. W. Neue Unterrichtskurse in der vereinfachten Arends'schen Volkskurzschrift Agentur der Gladbacher Fener- und - für Herren, Damen und Schüler- beginnen: Sonntag, 19. Februar, Glasversicherungsgesllesch. in München. Nachmittags 3 Uhr, und Dienstag, 21. Februar, Abends 812 Uhr, im Restaurant Herschleb, Adalbertstr. 4. Lehrmittel 1 M. 50 Größtes LagerBerlins Unterricht frei!- Zu recht reger Betheiligung labet ein Der Vorstand." Kinderwagen. Auberger Berling Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstraße 2. Ferdinand Lassalle's Reden und Schriften Neue Gesammtausgabe. Herausgegeben im Auftrage des Vorstandes der sozial demokratischen Partei Deutschlands von Ed. Bernstein. Vollständig in 3 Bänden. Erscheint in 45-50( 14tägigen) Lieferungen à M.-, 20 Bereits erschienen: Band I.: in Leinen gebunden M. 3, in Halbfrz. gebunden( Liebhabereinband) M. 4, Band II. in Leinen gebunden M. 4,50 in Halbfrz. gebunden( Liebhabereinband) M. 5,50 Einbanddecken in braunem Leinen: für Bd. I. und II. à M. 0,50 in Halbfrz.( Liebhabereinb.) für Bd. 1. u. II. à M. 1,20 Der Herausgeber schickt dem Werke eine interessante kritischbiographische Einleitung voraus:" Lassalle und seine Bedeutung für die Sozialdemokratie", die auch eine Fülle neuen Quellenmaterials enthält. In Form von Vorbemerkungen oder kritischen Randnoten zu den einzelnen Broschüren präzisirt der Herausgeber den heutigen prinzipiellen Standpunkt der Partei, wo dieser verändert ist, oder erleichtert das historische und politische Ver ständniß der Materie. Die einzelnen Broschüren folgen nicht in chronologischer Reihenfolge, sondern nach ihrer inneren Zusammengehörigkeit geordnet. Zur Beurtheilung der geschichtlichen Entwicklung und des Wesens der deutschen Sozialdemokratie ist diese Gesammtausgabe unentbehrlich. Im Anschluß an die Ausgabe wird der Briefwechsel zwischen Lassalle und Mary- Engels folgen. Der erste Band ist mit einem Stahlstichportrait Lassalle's geschmückt. Einzelausgaben: Meine Afisenrede, gehalten vor den Geschworenen zu Düffeldorf am 3. Mai 1849 gegen die Anklage, die Bürger zur Bewaffnung gegen die Königliche Gewalt aufgereizt zu haben M.-, 40 Fichte's politisches Vermächtniß und die neueste Gegenwart. M.-, 15 Ein Brief. Gotthold Ephraim Lessing vom kulturhistorischen Standpunkt. M.-, 15 Die Philosophie Fidhte's und die Bedeutung des deutschen Volksgeistes. Festrede gehalten bei der am 19. Mai 1862 von der Philosophischen Gesellschaft und dem Wissenschaftlichen Kunstverein veranstalteten Fichtefeier. M.-, 15 Heber Verfassungswesen. Ein Vortrag, gehalten in einem Berliner Bezirksverein. Was nun? Zweiter Vortrag über Verfassungswesen.- Macht und Recht. Ein offenes Sendschreiben Ferd. Lassalle's. M.-, 35 Arbeiterprogramtur. Ueber den Zusammenhang der gegenwärtigen Geschichtsperiode mit der Idee des Arbeiterstandes. M.-, 15 Die Wissenschaft und die Arbeiter. Eine Vertheidigungsrede vor dem Berliner Kriminalgericht gegen die Anklage: Die besiglosen Klassen zum Haß und zur Verachtung gegen die Besitzenden öffentlich angereizt zu haben. M.- 30 Der Lasalle'sche Kriminalprozeß. II. u. III. Zweites Heft: Die mündliche Verhandlung nach dem stenographischen Bericht. Drittes Heft: Das Urtheil erster Instanz mit kritischen Randnoten zum Zwecke der Appellations- Rechtfertigung be arbeitet M.-, 50 Die indirekte Steuer und die Lage der arbeitenden Klassen. Eine Vertheidigungsrede vor dem Königl. Rammergericht zu Berlin gegen die Anklage, die befitlosen Klassen zum Haß und zur Berachtung gegen die Besitzenden öffent lich angereizt zu haben. .-, 60 Offenes Antwortschreiben an das Centralkomitee jur Berufung eines Allgemeinen deutschen ArbeiterKongresses zu Leipzig. 5. Aufl. M.-, 10 Mit diesem Schreiben eröffnete Lassalle die Agitation zur Gründung einer selbständigen Arbeiterpartei. Zur Arbeiterfrage. Rede bei der am 16. April 1863 in Leipzig abgehaltenen Arbeiterversammlung. Nebst Briefen Prof. Wuttke's und Lothar Bucher's. M.-, 10 Arbeiterlesebuch. Rede Lassalle's zu Frankfurt a. M. am 17. und 19. Mai 1863. Nach dem stenographischen Berichte. M.- 25 Kleine Aufsätze: Die französischen Nationalwerkstätten von 1848. Antwort an Herrn Professor Rau. Lassalle und die Statistik von Wackernagel. Herr Wackernagel oder der moderne Herostratus. Erwiderung auf eine Rezension der „ Kreuz- Zeitung". M.-, 15 Die Feste, die Presse und der Frankfurter Abgeordnetentag. Drei Symptome des öffentlichen Geistes. Eine Rede, gehalten in den Versammlungen des Allgemeinen Deutschen Arbeiter- Vereins zu Barmen, Solingen und Düsseldorf. M.-, 25 Rede vor der korrektionellen Appellkammer zu Düffeldorf am 27. Juni 1864. Vertheidigungsrede gegen die Anklage, verschiedene Klassen der Bevölkerung zum Haß und zur Verachtung öffentlich aufgereizt zu haben. M.- 10 An die Arbeiter Berlins. Eine Ansprache im Namen der Arbeiter des Allgem. Deutschen Arbeiter- Vereins. M.-, 20 Der Hochverraths- Prozek wider Ferdinand Lassalle vor dem Staatsgerichtshofe zu Berlin am 12. März 1864. Nach dem stenographischen Bericht. M.-, 40 Die Agitation des Allgemeinen Deutschen ArbeiterVereins und das Versprechen des Königs von Preußen. Eine Rede, gehalten am Stiftungsfeste des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins zu Ronsdorf am 22. Mai 1864. M.-, 25 Als Agitationsschriften haben die Lassalle'schen Broschüren ihre faszinirende Wirkung behalten; wie 30 Jahren begeistern sie noch heute die Leser und in populärer, fesselnder Behandlung des spröden ökonomischen oder geschichts- philosophischen Stoffes sind sie unerreicht geblieben. Herr Julian Schmidt, der Literarhistoriker mit SeherScholien. M.-, 75 " Die Anmerkungen des„ Seherweibes" in dieser literarischen Hinrichtung des bürgerlichen Mode- Literaten entstammen bekanntlich aus der Feder der späteren„ Exzellenz" Lothar Bucher! Franz von Sickingen. Eine historische Tragödie. 2. Aufl. M. 2, Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Alle Buchhandlungen, Kolporteure und Zeitungsspediteure nehmen Bestellungen entgegen. Bei Bestellungen von Außerhalb ersuchen wir um gleich zeitige Einsendung des Betrages( Porto extra). 400/ 8* Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.