Nr. 167. Abonnements- Bedingungen: • Ebonnements Preis pränumerando Bierteljährl. 8,30 m, monell. 1,10 moochentlich 28 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags. Rummer mit illustrierter Sonntags. Beilage Die Neue Belt" 10 Bfg. Bost Abonnement: 1,10 Mart pro Monat Eingetragen in die Post- Beitungs Preisliste. Unter Areuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Auslanb 8 Mart pro Monat. Bostabonnements nehmen alt: Belgien, Dänemark, Holland, Stalten, Buremburg, Portugal, Rumänien, Schroeben und die Schweiz Erdbeint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 25. Jahrg. Die Infertions- Gebühr Befrägt für bie fechsgespaltene Rolonel geile oder beren Raum 50 Bfg., für bolitische und gewerkschaftliche Vereins und Bersammlungs- Anzeigen 30 Bfg. Kleine Anzeigen", das erste( fett gebrudte) Wort 20 Bfg., jebes weitere Bort 10 Bfg. Stellengesuche und Schlaf stellen- Anzeigen das erste Wort 10 Bfg., jebes weitere Bort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Borte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition tit bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adresse: ..Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Deutsche und englische Arbeiter. Sonntag, den 19. Juli 1908. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Mr. 1984. mehl 140, Milch 75, Rindfleisch 122, Schaffleisch 137, Deutschland stelle infolge seiner inneren Berriffenheit nur einer Schweinefleisch 123, Spec 123, Stohle 124, Petroleum 135. schwachen Gegner dar, widerlegt das Dertel- Blatt schon selbst durc Eine englische Arbeiterfamilie hat im Durchschnitt folgendes den Hinweis auf die ganz gleichartigen proletarischer Wochenbudget: Buder 5,33 Pfund, Speck 1,5 Pfund, Käse Antikriegs- Demonstrationen, die in Frankreich unt London, 15. Juli. Die Bewegung für den Schutzol, 0,75 Pfund, Butter 2 Pfund, Kartoffeln 17 Pfund, Weizen- in England stattgefunden haben und noch stattfinden. Das die feit fünf Jahren die öffentliche Meinung des Vereinigten mehr 10 Pfund, Weizenbrot 22 Pfund, Milch 5 Quart, Rind- Proletariat aller in Frage kommenden Länder ist eben bereit, Königreichs beschäftigt, hat auch vielfach den Versuch gemacht, fleisch 4,5 Pfund, Schweinefleisch 0,50 Pfund, Schaffleisch seine Schuldigkeit zu tun und alle Machtmittel aufzubieten, um einen die Arbeiterklasse für sich zu gewinnen. Die Frage war des- 1,5 Pfund, Kohle 2 Zentner. Im Oktober 1905 betrugen die frivolen Beutekrieg der von weltpolitischer Mißgunst erfüllten interhalb, wie eine derartige Aenderung der englischen Zollpolitit Gesamtkosten dieſes Budgets in England 185 Pence nationalen Bourgeoisie zu verhüten. Jedes der in Frage Länder tveiß, daß das Proletariat Gegner die Lebenshaltung und überhaupt die Lage des Arbeiters( 15 Schilling 5 Pence, rund 15,50 Mark), in Deutschland tommenden So wirkt die gleichzeitige Protest beeinflussen würde. Die Schutzöllner behaupten, den Arbeitern 219 Pence( 18 Schilling 3 Pence, rund 18,25 Mart). Die eines Strieges ist. des internationalen Proletariats nicht auf. schutzöllnerischer Länder gehe es besser als den Arbeitern Lebensweise in den beiden Ländern ist indes nicht dieselbe. aktion Englands, während die Freihändler das Gegenteil fagen. Der englische Arbeiter gibt einen größeren Teil seines putschend auf die Chauvinisten dieser Länder, sondern vielmehr er. Nach Ansicht der Tarifreformer sei Deutschland das Muster- Einkommens auf Nahrungsmittel aus. In der Einkommens- nüchternd und abschreckend! Das begreifen auch die beispiel der fegensreichen Wirkung des Schutzzolles. Die Klasse von 25 bis 30 m. die Woche gibt der englische Arbeiter Junker des Dertelblattes, wenn sie auch noch so sehr damii liberale englische Regierung, die für die Aufrechterhaltung des 66 Proz. auf Nahrungsmittel( ausschließlich Bier) aus, der renommieren, daß das Proletariat absolut unfähig sei, tatsächlich Freihandels eintritt, ließ deshalb die Lage des industriellen deutsche Arbeiter 62 Proz.; in der Einkommensklasse von auf die Entscheidungen der preußischen Politit im geringsten ein Proletariats Deutschlands untersuchen und zwar in folgenden 30 bis 35 M. ist das Verhältnis wie 65 zu 59; in der Ein- zuwirken." So borniert, wie fie fich stellen, sind die Herren Städten: Berlin, Aachen, Aschaffenburg, Barmen, Bochum, fommensklasse von 35 bis 40 M. ist das Verhältnis 61: 58. denn doch nicht! Sie wissen, daß ihre Brotwucher- und Wahl. Die Lebensweise der Arbeiter beider Länder läßt sich noch entrechtungspolitik, daß die drohende Gefahr toloffaler neuer SteuerBremen, Breslau, Braunschweig, Chemnik, Crefeld, Danzig, Die Kölnische Zeitung", das zuweilen regierungsoffiziöse Dortmund, Dresden, Düsseldorf, Elberfeld, Essen, Hamburg auf folgende Weise darstellen, wobei die Lebensweise des belastung des arbeitenden Volfes eine Situation geschaffen hat, in und Altona, Königsberg, Königshütte, Leipzig, Magdeburg, englischen Arbeiters mit 100 gefekt ist. Im Vergleich mit der die frivole Anzettelung eines massenmörderischen, das Bolt in Mannheim, Mülhausen( Elsaß), München, Nürnberg, Dschers- dem englischen Arbeiter verbraucht ein deutscher Arbeiter der namenloses Elend stürzenden Krieges die Klassenherrschaft leben, Plauen, Remscheid, Solingen, Staßfurt, Stettin, Stutt- Einkommensklasse von 25 bis 30 M. an Brot und Mehl 84, des Junkertums und der Bourgeoisie überhaupi gart und Zwickau. Der Untersuchung liegt also genügendes Fleisch und Fisch 88, Eier 106, frische Milch 159, Stafe 66, ernstlich in Frage stellen würde! und Schlußfolgerungen zulassendes Material augue, flaffe 30 bis 35 W: an Brot und Mehl 89, Fleisch und zugrunde, Tierfett 113, Startoffeln 151, Zucker 42. In der EinkommensM: umsomehr als es auf Aussagen und Mitteilungen von deutschen Gemeindebeamten, Hausbesizern, Haus mietern, Fisch 90, Eier 90, frische Milch 130, Käse 78, Tierfett 115, In der Einkommensklasse 35 Unternehmern und Arbeitern beruht. Das Ergebnis dieser Kartoffeln 148, Zucker 41. Untersuchungen liegt jetzt in einem umfangreichen Gelbbuche bis 40 M.: an Brot und Mehl 99, an Fleisch und Fisch 95, über„ Miete, Behausung, Lebensmittelpreise und Löhne in den Gier 97, frische Milch 140, Käse 78, Zierfett 120, Kartoffeln wichtigsten Industriestädten des Deutschen Reiches" vor. Da eine 155, Zucker 41. Wie verhalten sich nun die 2öhne in Deutschland und ähnliche Untersuchung im Vereinigten Königreiche vorgenommen worden war, so ließ sich ein Vergleich zwischen der Lage der England? deutschen und englischen Industriearbeiter ziehen.*) Die Gegen- Die vorherrschenden Wochenlöhne in folgenden Gewerben überstellung stieß indes infolge der Verschiedenheit der standen im Oktober 1905 tie folgt: Gemeindesteuersysteme und mancher Lebensgewohnheiten auf mannigfache Schwierigkeiten. So wohnen zum Beispiel deutsche Arbeiter in der Regel in Kasernenhäusern, wo die Miete teine Gemeindefteuer in sich enthält, während die englischen Arbeiter meistens ein Häuschen für sich bewohnen, dessen Miete sehr oft Lokalsteuer einschließt, die dann vom Hausbefizer entrichtet wird. Gewerbe Baugewerbe: Maurer 100: 75 100: 77 England Vorherrschende Wochenlöhne im Oftober 1905 in Deutschland Verhältnis " " " " 37,50-40,50 2. 26,90-31,25 M. 36,20-39,35 26,90-31,25 35,35-39,75 24,00-28,50 31,50-37,50 24,00-29,60 23,50-27,00 19,50-24,00 " 100: 70 " 100: 78 " 100: 86 2) 9 " " " 32,00-36,00 2. 26,00-32,00 M. 32,00-36,00 27,00-33,00 32,00-36,00 28,50-33,00 34,00-38,00 25,50-30,00 18,00-22,00, 18,00-22,00 100: 85 100: 88 " 100: 90 " " 100: 77 100: 100 " Buchdruckerei: Sezer. 28,00-33,00 2. 24,75-26,00 m. 100: 83 Organ der nationalliberalen Großbourgeoisie, ist denn auch immerbin einfichtiger als das Junkerblatt. Es weiß, daß der entschlossene ille von Millionen denn doch keine solche quantité négligeable fowohl für die innere wie für die äußere Politit ist, wie die Deutsche Tageszeitung" zu glauben borgiebt. Das nationalliberale Blatt schreibt nämlich: „ Nebenbei bemerkt, tommt das sozialdemokratische Blatt auf die merkwürdige Idee, daß es die deutschen Rapitalisten die zum Kriege heten. Wenn das wahr märe, müßten fie zu dem vielen Gelde, das fie in den legten awei Jahren eingebüßt, auch noch den Verstand verloren haben, denn oaß ein Krieg weder bie wirtschaft liche Lage noch die Kurse hebt, wissen diese Kreise sehr gut, und sollte am Ende auch bem, Bortvärts" bekannt sein. Man ist ge wohnt, daß die Sozialdemokraten den Kapitalisten alle möglichen Schandtaten nachsagen, und man hat sich damit in einer langen Gewöhnung abgefunden. Selbst für die Beurteilung sozialdemokratischer Leser dürfte es aber zu meit gehen, wenn jetzt den Kapitalisten geradezu felbstmörderische Pläne angebichtet werden." Wir hoffen, daß man in Bourgeoistreifen tatsächlich der Ansicht ist, daß einen frivolen Weltkrieg anzuzetteln gleichbedeutend wäre mit dem Eingeständnis, daß man den Verstand verloren habe und geradezu selbstmörderische Pläne hege! Der blaffe Schrecken vor dem Steuerzahlen. Die deutsche Miete ist also gimmerer.. netto, während die englische un die Lokalsteuer ver- Klempner.: mehrt ist. Dann verzehrt der deutsche Arbeiter Anstreicher. meistens Schwarz- oder Graubrot, während der englische Tagelöhner ausschließlich Weißbrot kauft. Der deutsche Arbeiter ist Maschinenbau: weniger Schaffleisch und mehr Schweinefleisch als der englische. Monteur Im deutschen Haushalt wird vielmehr Kaffee als Tee ge- Dreher. braucht, während im englischen fast ausschließlich Tee gebraucht Schmiede. wird. Derartige Verschiedenheiten haben dem Vergleiche Former zwischen der Lebenshaltung des deutschen und englischen Tagelöhner. Arbeiters Schwierigkeiten bereitet, die indes nicht so bedeutend waren, um einen solchen ganz unmöglich zu machen. Die deutschen Arbeiter wohnen fast ausschließlich in Die Arbeitszeit in diesen Getverben variiert in großen, mehrstöckigen Häusern, die oft um einen Mittelhof England zwischen 52%, und 53 Stunden die Woche, in gebaut sind. Der englische Arbeiter mietet meistens ein Deutschland zwischen 58 und 59% Stunden, mit Ausnahme Wagner veröffentlicht in tonservativ- antisemitischen Blättern Häuschen für sich. In der Regel bilden zwei, drei Zimmer der Seger, die 54 Stunden die Woche arbeiten. Jassen wir die bisherigen Angaben zusammen, so gedie Wohnung eines deutschen Arbeiters, dagegen vier bis fünf Zimmer die Wohnung des englischen Arbeiters. Die langen wir zu folgenden Resultaten: Die Nettomiete des deutschen Arbeiters verhält sich deutschen Zimmer sind indes gewöhnlich größer und höher als die englischen. Setzt man die englische Miete mit zur Brutto miete( einschließlich Lokalsteuer) des englischen 100, so stellt sie sich für zwei Zimmer in Deutschland Arbeiters wie 101 zu 100. Die Nettomiete des deutschen auf 95, für drei Simmer auf 100, für vier Zimmer auf 102,5. Arbeiters verhält sich zur Nettomiete( abzüglich Lokalsteuer) Von den untersuchten deutschen Städten hat Berlin die des englischen Arbeiters wie 123 zu 100. scheitern. Vom Standpunkt des englischen Arbeiterbudgets stellen höchste Miete, dann folgen Stuttgart, Düsseldorf, Hamburg, Aschaffenburg, Dortmund, Mannheim, Essen, Königsberg, sich die deutschen und englischen Ausgaben für Nahrungsmittel München, Solingen, Elberfeld usw. Sieht man nur auf die und Heizung wie 118 zu 100. Ein englischer Arbeiter, der nach Deutschland auswandert Mietsbeträge, so ist der Unterschied zwischen deutschen und englischen Mieten taum nennenswert. Allein die englischen und seine alte Lebensiveise behält, gibt ungefähr ein Fünftel Mieten enthalten in der Regel auch Lokalsteuer, die der mehr aus als in der alten Heimat. Und was Löhne und steuerzahlende deutsche Arbeiter außer der Miete zu zahlen Arbeitszeit betrifft, erhält er nur 83 Pence, wo er in England hat. Die Mieten der englischen Arbeiter sind demgemäß um 100 erhalten, und arbeitet 111 Stunden, wo er in England den Betrag der Lokalsteuer niedriger. Zieht man diesen Unter- 100 Stunden gearbeitet hatte. schied in Betracht, so verhält sich die deutsche Miete zur englischen wie 123 zu 100. Dder in anderen Worten: der deutsche Arbeiter zahlt an Miete etwa ein Viertel mehr als der englische. In die Parade gefahren! " Der Geheime Regierungsrat Profeffor Adolf einen Artikel ,, Unser Steuersystem und die Ethit", in der eine Stelle der Mit- und Nachwelt aufbewahrt zu werden verdient. Ueber die im Herrenhaus gepflogene Diskussion über den Vorschlag, die Einkommensteuer bei einem Einkommen von über 100 000 m. bis zu 4 Proz. zu steigern, erzählt der Geheime Regierungsrat: Im Herrenhaus fand gerade dieser Punkt zunächst Ablehnung, und die Vorlage schien momentan daran zu Es hat großen Einflusses bedurft, um schließlich im Herrenhaus eine Majorität auch dafüi herbeizuführen. Aber aus allernächst beteiligter Stelle war zu hören, wie man wahrgenommen habe, als die 4 Prozent beschlossen worden seien, seien Mitglieder des Herrenhauses bleich geworden. Nun, wenn ein Mann, der 100 000 Mart und mehr hat da erst tritt in Preußen 4 Prozent ein, bleich wird bei 4prozentiger direkter Steuer, wie will er es einem ungebildeten Arbeiter verdenken, wenn der in übertriebener Weise berhezt sich gegen indirekte Steuern auflehnt, die ihn notorisch öfters mit mehr als 4 Prozent belasten?" Also die Herren Herrenhäusler wurden vor Schrecken blak, als sie von dem Beschluß des Abgeordnetenhauses erfuhren, tatsächlich für Einkommen von mehr als 100 000 M. die EinM. Die Schwierigkeiten in der Gegenüberstellung der Arbeiterbudgets, infolge der Verschiedenheit der Lebens- Unseren Kriegsschürern und Säbelraßlern ist die energische Ab- tommensteuer auf 4 Proz. zu erhöhen. Mit welchem Schrecken gewohnheiten, wurden bereits erwähnt. Ebenso sind einzelne wehr des deutschen Proletariats höchst unbequem. Der Massen- mögen die erlauchten und hochedlen" Herren des HerrenGebrauchsartikel nicht ganz vergleichbar. Aber abgesehen von andrang zu den gestrigen Berliner Versammlungen hat den Scharf- hauses, mögen die Herren Agrarier und die Grogdiesen Unterschieden lassen sich die Detailpreise folgender machern bewiesen, wie stark die Empörung weitester Volksfreise über industriellen überhaupt erst der Fährnisse der bevorGebrauchsmittel vergleichen Jm Dftober 1905 standen die das frivole Spiel unserer Panzerplatten- und Kanonenpatrioten ist. stehenden Reichsfinanzreform gebenten! Aber wenn die Herrenhäusler über die Zumutung, Detailpreise in Deutschland in folgendem Ver- Wenn deshalb die Deutsche Tageszeitung" heute in bei einem Einkommen von mehr als 100 000 m. jährlich hältnis zu denen in England, wobei lettere mit 100 gefekt einem Leitartikel den Anschein zu erweden fucht, als läge 4 Proz. an die Staatskasse abzuführen, schon vor Schred werden: Zucker 119, Butter 105, Startoffeln 88, Weizen für die Protestlundgebung des deutschen Proletariats teine Veranlassung vor, ja, als könne die unpatriotische" Haltung erblaßten, um wie viel mehr muß dann dem mit *) Die zwei Gelbbücher find:[ Cd. 3864.] Cost of Living of Aureiz zu einer agressiven Politik gegen Deutschland geben, ins Gesicht steigen bei der ihm nicht nur von konservativer der deutschen Sozialdemokratie dem Ausland womöglich einen schwerer Arbeit nur seinen tärglichen Lebens. unterhalt gewinnenden Proletariate die Zornesröte the working classes of the United Kingdom. Preis 6 Schilling. so beweisen diese abgedroschenen Kindereien nur, wie notwendig und nationalliberaler, sondern auch von freisinniger [ Cd. 4032]. Cost of Living in German Towns. 4 Schilling die Aktion des Proletariats war und wie notwendig es auch fünftig 11 Bence. Bon schutzölnerischer Seite sind eine Reihe einzelner Buntte fein wird, die Haltung unferer herrschenden Klassen und die Politit Seite in Aussicht gestellten Zumutung, zu den ohnehin tolossalen indiretten Steuerlasten noch neue indirekte Steuern bemängelt worden, und die Regierung hat sich veranlaßt gesehen, unserer Regierung mit Argusaugen zu übertvachen! in Höhe von mehreren hundert Millionen Mark aufzubringen! das Gelbbuch zum gwede einer Ueberarbeitung zurüdzuziehen; dies bermindert aber nicht den Wert der allgemeinen Resultate. Die lächerliche Behauptung, daß das Vorgehen der deutschen Sozialdemokratie das Ausland in den Glauben verseken tönne, Politische Ueberficht. Berlin, den 18. Juli 1908. Die Strafprozeßtreform. Die Köln. Seitung" teilt mit, daß die Vor arbeiten für die Strafprozeßreform zum Abschluß gekommen sind. Zuständig für die leichtesten Straftaten, die Uebertretungen, foll in Zukunft der Amtsrichter sein, ohne Buziehung von Schöffen. Gegen seine Entscheidung ist die Berufung gegeben an die Straffammer des Landgerichts, die in der Besetzung von drei Richtern urteilt. Gegen an einen mit fünf ihr Urteil ist die Revision an Als in den achtziger Jahren der Kultusministerne i djsangehörigen gemacht, heute aber wird der Mann b. Goßler auf Drängen orthodoyer reise der Provinz Hannover verfügte, daß in der Oberstufe der Volksschulen eine für den deutschen Unterricht bestinimte Stunde als fünfte Religionsstunde verwendet werden dürfe, da hat man wohlweislich diese Maßregel nicht auf die mittleren Klaffen ausgedehnt. Denn in diesen Klaffen figen in den Städten auch Schüler, die nachher zu höheren Schulen übergehen wollen. Wenn man bedenkt, daß die Einführung einer fünften Religionsstunde durch das Mehr von drei Religions stunden gegenüber den höheren Schulen der Ent ziehung einer dritten deutschen Stunde gleichkommt, fo tönnte die Verfügung einen Sinn erhalten, der dem Worte des alten Kaisers, daß dem Bolte die Religion erhalten werden müsse, eine merkwürdige Betonung geben lägt." Die freisinnige Presse fragt: Was sagt Herr Hollc Richtern befesten Senat des Oberlandesgerichts zu- dazu? Nun, Herr Solle schmunzelt vergnügt über die alberne lässig. Neben den Amtsrichter als Einzelrichter steht das Einbildung des Freisinus, die ihn seinerzeit mit der Hoffnung beAmtsgericht als kollegialer Gerichtshof, der in der Befebung von einem Richter und zwei Schöffen urteilt. grüßten, daß nunmehr an Stelle des Studt ein liberaler Ihm werden in der Hauptsache die nächst leichtern Straftaten, bas Scheraivort eines feiner Barlamentarier„ Herr Holle ist reaktionär Mann getreten sei! Der Freisium sollte wirklich endlich einsehen, daß die Vergehen, zugewiesen. Gegen die Entscheidungen bis in die Wolle" bitterster Ernst ist! dieses Gerichtshofes ist gleiche Berufung und Revision vorgesehen, wie gegen die Entscheidungen des Einzelrichters. Für schwere Straftaten, die nicht vor das Schwurgericht gelangen, soll wie bisher die Straffam mer bei den Landgerichten zuständig sein, aber mit der bedeutsamen Aenderung, daß sie in der Befehung von zwei Richtern und drei Schöffen entscheidet, Gegen ihre Entscheidungen geht die Berufung an einen aus fünf Richtern gebildeten Straffenat, der für ein oder auch für mehrere Landgerichte zuständig sein kann; an das Land gericht als Regel, an das Oberlandesgericht als Ausnahme, Gegen das Berufungsurteil geht die Revision an das Reichs. gericht. Die Schmurgerichte behalten im wefent lichen ihre Gestalt und Zuständigkeit. rechtlos, ebenso seine Kinder. Will er was erreichen, muß er sich fcheiden laffen Weib und Kind verlassen und traut man ihm nicht. dann eine Weiße heiraten fout t Naturgemäß bringen derartige Vorfälle den Eingeborenen keinen übertriebenen Begriff von unserem moralischen Wert bei. Der Herero fagt: Seht da Euere gerühmten Deutschentoir haben wohl mehrere Frauen genommen, aber die erstgeheiratete blicb immer die Borsteherin der Werft. fie wurde nicht verstoßen oder mishandelt Ihr seid von dem Weißen in der Kirche und vor dem Richter getraut worden. Heute liegt Ihr auf der Straße!" Bei alledem noch schlechte Aussichten für die Zukunft! Schwere Zölle und Steuern, sinkende Fleischverkaufspreise, Mangel an Wasser, da bas legte Negenjahr sehr ungünstig war. Mehrere Minen sind aufgegeben, da das Kupfervorkommen immer geringer wurde." Das ist der sittliche und wirtschaftliche Ertrag unserer Kolonialpolitik!] " 1 Ueber die fückische, hinterhältige Jesuiterei ultramontaner Nicht mansig machen! Im übrigen ist es bezeichnend für den Liberalismus, daß er sich Blätter gegen eine Wahlrechtsreform berichteten wir in unserer Da die ultramontanen Demagogen und weniger entrüstet, wenn in der Oberstufe der Volksschule der gestrigen Nummer. deutsche Unterricht zugunsten des Religionsunterrichts verkürzt wird, deren konservative Gesinnungsgenossen sich nur allzugut verals darüber, daß in der Mittelstufe eine solche Einrichtung stehen, war darauf zu rechnen, daß die Junker die getroffen werden soll. Hier kommt das Klaffeninteresse der Besigenden Pfäffische Aufmunterung, bom reaktionären au charakteristischem Ausdruck! Unter den Schülern der Mittelstufe Wahlrecht tein Jota preiszugeben, nicht unDie Deutsche Tageszeitung" hatte befinden sich solche, die zu den höheren Schulen übergehen. Diese beachtet lassen würden. sollen nicht allzu sehr durch religiösen Unterricht gequält werden, bereits Gelegenheit, aus der Sorrespondenz des Bundes der damit ihnen nicht durch den religiösen Ballast und durch die Ver Landwirte" eine Notiz abzudrucken, die sich mit der Angelegennachlässigung des deutschen Unterrichts der Uebertritt zu den höherenheit beschäftigt und folgendermaßen schließt: Schulen erschwert wird. Db man aber diejenigen Schüler, die pfropft, selbst auf die Gefahr hin, ihre Kenntnis in der Beherrschung in der Boltsschule bleiben, mit religiösen Memorierkram vollder deutschen Sprache noch mehr zu beeinträchtigen, als es ohne bin der Fall ist, das kümmert unseren Liberalismus recht wenig! Die Abwehr. 22 Bon ebler Dreistigkeit zeugen die Auslaffungen gewisser freifinnig- demotratijdjer Blätter, die wieder einmal mit einer Gefährdung des Blods" zu drohen belieben, wenn dem Liberalismus"( in ihrem Sinne nämlich) nicht die gewünschten onzessionen gemacht würden. Dabei wäre doch die fleine Freisinnsgruppe im Reichstage zu bölliger Einflußlosigkeit verdammt, wenn sie nicht am Block ihren einzigen und legten Rückhalt fände. Der kleine freisinnige Gernegroß hat wirklich keine Ursache, fich mansig zu machen." Nicht mausig machen! Es ist nicht zu leugnen: diese Sprache hat der Freisinn durch seine Würdelosigkeit verdient! Erkenntnis. Eine besondere Behandlung wird den Straftaten der im Alter von 12 bis 18 Jahren stehenden Jugend lichen zuteil. Für ihre Aburteilung sollen eigene, nach ihrem Intereffe für die Jugenderziehung und ihren Berufserfahrungen besonders für eine solche Aufgabe be Die energische Stellungnahnte der bayerischen fähigte Schöffen herangezogen werden, und zwar, wo stammer gegen die Unterbindung des industriellen Fort die Verhältnisse es irgend gestatten, unter dem Vorsiß eines schritts, vor allem des deutschen Südens, durch die Pläne des in den Geschäften des Vormundschaftsgerichts bewanderten Herrn Sydow wird voraussichtlich in ganz Süddeutschland and mit den vormundschaftlichen Aufgaben befaßten Richters. Nachahmung finden. Es ist ein Verdienst unserer Genossen, Außerdem soll das Gericht die Befugnis erhalten, von einer in diesem Berteidigungskampfe die Führung übernommen zu Unsere Voraussage, daß die Echutzollpolitik nur den Strafgerichtlichen Verfolgung trop der erhaben. Wie uns ein Privattelegramm meldet, wird unsere getreidebauenden Großgrundbesitzern Nuzen, den Kleinhobenen Anklage gänzlich abzusehen und die Fraktion im badischen Landtag gleichfalls eine bauern aber, die Hauptsächlich auf die Viehzucht angeAhndung der zur Aburteilung gestellten Tat dem Bor Interpellation einbringen, um die Stellung des wiesen sind, durch die Verteuerung der Futtermittel mundschaftsgericht zu überlassen. Landes und der Regierung gegen die Elektrizitätsschaden bringen würde, wird jetzt auch von den kleinen LandDen Schöffen und Geschworenen wird ein steuer festzulegen. wirten selbst bestätigt. Der Bote aus dem Riesengebirge" gefeßlicher Anspruch auf Zagegelder neben den Reisekosten zugebilligt. Die Konservativen für Herabsetzung der Dienstzeit? bringt einen Auszug aus dem Jahresbericht des Landwirtschaftlichen Die neue Strafprozeßordnung enthält Bestim- Die Konservative Korrespondenz" preist den vom Dekonomierat Vereins im Riefengebirge, in dem es heißt: → mor PPP ein Nicht ganz so günstig( wie über den Getreidebau) kann der Bericht über die Viehnugung ausfallen. Wenn auch die Wiehpreife immer noch, mit Ausnahme der Schweine, deren Preis im Laufe des Jahres beträchtlichen Schwankungen unterworfen war, hohe sind, so sind doch auch die Preise für Futtermittel ganz erheblich gestiegen und dadurch die Viehhaltung wesentlich teurer geworden. Von bielen Seiten wird darüber Klage geführt, daß die Molkereiprodufte, diese hauptsächlichste Quelle der Biehuugung, nicht in dem Maße der allgemeinen Preissteigerung aller Lebensbedürfnisse gefolgt find, wie es nach den Umständen der Preissteigerung der Futtermittel und der Löhne gerechtfertigt erscheint." Das ist doch eine prächtige Politik: Man verteuert der Breiten mungen, durch die die Untersuchungshaft einge- Maier- Bode beim 2. Cheveauglegersregiment in Augsburg gemachten schränkt wird. Der Zeugnisawang gegen die Presse wird Bersuch, beim Militär landwirtschaftlichen Unterricht einzuführen, nicht völlig beseitigt, sondern nur gemildert, ebenso erfährt über das Schellendaus. Mit der militärischen Ausbildung auch die allgemeine Verpflichtung zur Beugnis.teht den landwirtschaftliche Unterricht, wie auch die Konservative ablegung Einschränkungen. Auch das Verfahren verlangt fie dringend Ausdehnung solchen Unterrichts, der erhebliche Korrespondenz" nicht berkennt, in feinem Zusammenhange. Dennoch in der Berücksichtigung, die beibehalten wird, soll Beit in Anspruch nimmt. Sie gibt also indirekt zu, daß die jetzige durch Berücksichtigung der Verteidigung ber zweijährige Dienstzeit viel zu lang ist, Trozdem hütet fich bessert werden. die Borrespondenz file eine endliche Herablegung der langen. Dienſt zeit einzutreten. Sie tritt für den landwirtschaftlichen Unterricht Achtstundentag im bayerischen Bergban. nicht der Soldaten wegen ein: den Konservativen ist es um so Die bayerische Regierung hat fürzlich dent Raublage etheberschlechter es dem Soldaten geht, haben doch die Konservativen im Reichstage fogar gegen eine Geseb zur Reform des bestehenden Berggejebes Grohung Dee Tomaten 2ögnung gestimmt. Die Maffe des Volles die notwendigsten Lebensmittel ins maßlose und unterbreitet. Der Entwurf war im ganzen und großen nur Stonservative Korrespondenz" tritt für den Unterricht tritt für den Unterricht ein, nügt fchließlich nicht einmal den Produzenten, mit Ausnahme einer ein Beweis mehr dafür, daß auch die bayerische Regierung um der Leutenot" zu steuern. Wer anständige Löhne zahlt, verschwindenden Zahl reicher Großgrundbesizer! bestrebt ist, die Fußtapfen der preußischen Junker und Scharf- den ländlichen Arbeitern Recht gibt und sie menschenwürdig bemacherpolitik nicht zu verlassen. Ihren Entwurf hätte man handelt, leidet nicht unter der„ Leutenot", wie dies ja erst fürzlich Das böse Beispiel. faft als eine Kopie der preußischen Berggesek, reform" an- auch der bayerische Thronfolger zugab. Wer aber jämmerliche Löhne Das rigorose Vorgehen der bayerischen Metall. sprechen können, eine Reform, von der selbst christliche zahlt, die Rechtlosigkeit der Landarbeiter aufrecht erhält, die Leute, Gewerkschaftsführer erklärten: sie bietet Steine statt durch deren Arbeit Güter ertragfähig gemacht werden, menschen- industriellen, alle in gewissen Verbänden organisierten unwürdig behandelt und als Schmugkonkurrenz gegen die heimischen Techniker und Handlungsgehilfen auszusperren, hat nunmehr Brot! Bandarbeiter bei der Grubenkontrolle zeigte der bayerische Entwurf etwas" Beutenot". Er sollte lieber von seiner egoistischen Ausbeutungssucht in Tegel hat einem Handlungsgehilfen vor seiner Anstellung Nur in bezug auf die Mitarbeit der Arbeiter spiegelungen nach Deutschland gelockt sind, der spricht von einer auch bereits in Berlin Nachahmung gefunden und Die A. Borsig mehr sozialpolitisches Verständnis. Aber die von den Berg- reden. Dieser Leutenot werden auch die militärischen Unterrichts- ausdrücklich erklärt, daß er nur dann auf ein Engagement arbeitern schon seit Jahren erhobene Forderung: Achtstundenschicht stunden nicht abhelfen. und Arbeitervertrauensleute als Grubenkontrolleure, enthielt Die Einrichtung selbst muß aber, auch wenn sie nur fakultativ ge- rechnen könne, wenn er aus seiner Berufsorganisation, dent der Regierungsreformvorschlag nicht. Und die Regierung ftaltet ist was ist denn bei dem Militärzwang fakultativ?- Deutsch- nationalen Handlungsgehilfenver. hätte wohl ihre kleinliche Reform durchgedrückt und jede Ver- als ein Mißbrauch der Wehrpflicht und des Militärsystems bezeichnet band, austräte. Der Handlungsgehilfe hat infolgedessen besserung verhindert, hätten ihr nicht unsere Genossen einen werden. Zweifellos liegt die allgemeine und Berufsbildung der Kinder auf das Engagement verzichtet. des Volkes in Deutschland im argen. Schuld hieran sind vor allem Strich durch die Rechnung gemacht. Die Regierung war die konservativen Reaktionäre, die gegen allgemeine Fortbildungsschon deshalb gegen jede wirkliche Reform, um nicht die Un- schulen wie gegen spezielle landwirtschaftliche und gewerbliche Schulen Die Luft- Flottenschwärmer zufriedenheit der arbeiterfeindlichen preußischen Regierung zu sich gewendet haben, ja den Kindern des Boltes das geistige Brot find eifrig an der Arbeit. Regierungsrat a. D. Rudolf Martin erregen. Aber Bayern hat ein Wahlrecht, das doch ein felbst in der Volksschule, vorenthalten. Diese Verfündigung an den will in der konstituierenden Versammlung des erst noch zu wenig zu sozialpolitischer Erkenntnis und zu sozialpolitischer Kindern des Volkes läßt sich nicht durch militärisch- landwirtschaftsgründenden Luftflottenvereins eine Resolution einbringen, in der Betätigung erzieht. Das gleiche und geheime Wahlrecht ver- lichen Unterricht wett machen. Im Gegenteil: Je fühlbarer die das Reich aufgefordert wird, die dem Grafen Zeppelin be hindert, daß Scharfmacher und brutale Beutepolititer auf folgen des tiefen Niveaus unserer Schulen auch den konservativen willigten zwei Millionen sofort auszuzahlen. Nun sind die Großgrundbefizern werden, desto eher ist ihr Widerstand gegen das Grund von Privilegien Gesezesmacher werden. Und so er Recht des Kindes auf Ausbildung seiner geistigen und körperlichen zwei Millionen bekanntlich bewilligt unter der Bedingung, daß Graf lebte man in wenigen Tagen das Schauspiel, daß Fähigkeiten zu brechen. Schulen, und nicht Dreffuranstalten tun 8eppelin durch die bisher mißglückte Probefahrt die Brauchsich im bayerischen Landtag fämtliche Parteien auf Deutschland not. Wir nehmen aber gern davon Notiz, daß nach barkeit seines Systems zu erweisen hat. Davon abzugehen, liegt einen Beschluß gegen die Regierung, aber für das Wohl Ansicht der Konservativen Korrespondenz" die militärische Dienstzeit gar keine Veranlassung vor, um so weniger, als das Reich schon der Allgemeinheit vereinigten. Zunächst in der Abwehr der heute so lang ist, daß reichliche Zeit für landwirtschaftlichen Unterricht im Besize eines eigenen Ballons ist, der imstande ist, die bis. im preußischen Finanzministerium, ausgeheckten Steuer mit während der Militärzeit übrig bleibt. Wird die Korrespondenz" herigen Leistungen des Zeppelinschen Ballons ebenfalls zu der Devise: Es werde dunkel! und am Freitag durch ein- je zur klaren Einsicht in die Nothwendigkeit einer Serabfegung der vollbringen, so daß keine Notwendigkeit besteht, die Zeppelinsche stimmige Zustimmung zu den Abänderungsvorschlägen der Militärdienstzeit und einer gründlichen Verbesserung und Vermehrung Konstruktion unbedingt in den Besitz des Reiches zu bringen. Der der Volksschulen und Fortbildungsschulen gelangen? Sozialdemokraten, welche die Einführung des Ajetzige Reichsballon hat im vorigen Jahre eine Dauerfahrt von Achtstundentages und von Arbeitertontrol. 8 Stunden gemacht und dürfte auch die 12 Stunden des Zeppelinleuren im bayerischen Bergbau berlangten. schen erreichen. Seine Geschwindigkeit beträgt 50 Stilometer in Kein Zweifel, der von den Arbeitern freudig aufgenommene erhebt die stolonialpolitische Korrespondenz", der Stunde und seine neueste Havarie im Grunewald hat sogar Beschluß ist eine Frucht des bayerischen Wahlrechts. zu deren Mitarbeitern auch Herr Dr. Rohrbach gehört, bittere bewiesen, daß er nach einem Unfall viel schneller wieder fahrbereit Hätten wir in Preußen das gleiche Wahlrecht, auch hier wäre lage. Es habe sich herausgestellt, daß die in Väterchen ist, als der große Zeppelinsche Ballon, der bei einem ähnlichen der Achtstundentag für den Bergbau schon eingeführt. Solange Schuckmann" gesetzten Hoffnungen auf Berücksichtigung der Vorfall vielleicht völlig zerstört worden wäre. Zeppelin ist aus das Wahlrecht der drei Infamien in Preußen Farmerinteressen schmerzlich enttäuscht worden seien. Ein öffentlichen und privaten Mitteln unterstügt worden in einer wirksam bleibt, werden die Bergarbeiter, ebenso wie die Mitbestimmungsrecht in der Verwaltung hätten die Kolonisten Weise, wie nie vor ihm irgend ein anderer Konstrukteur eines Landarbeiter, die Dienstboten und die Staatslohnsflaven ver- in Deutsch- Südwestafrika nicht erhalten. Aus dem Militärstaat sei Lenkballons. geblich auf wirkliche sozialpolitische Reformen und Sicherung ein Polizeistaat geworden. Jede abweichende Meinung werde ihrer Staatsbürgerrechte warten. berpönt, das Schwarze Listen- System sei im Schwange. Wer Der in Bayern unter dem Zeichen der gleichen und ge- einmal im Verruf sei, werde zugrunde fchikaniert. Sei er wohl heimen Wahl errungene fozialpolitische Erfolg und Fortschritt habend, dann bleibe die Auswanderung. Wer nicht pariere, muß erneut Anstoß zum Kampfe für Eroberung des fliege! Es sei sogar schon zu Ausweisungen deutscher gleichen, direkten und geheimen Wahlrechts in Preußen ab- Staatsangehöriger gekommen! geben.Die liberale Aera. Ueber den südwestafrikanischen Polizeistaat " " Nach den Vorkommnissen der letzten Zeit besteht um so weniger Anlaß, ihm die Bedingungen zu erlassen, als er gerade durch sein Berhalten bewies, daß er der Fähigkeit seines Ballons nicht un bedingt traut. Bekanntlich brach ihm bei seiner Probefahrt der Kühlwasser- Ventilator. Das ist eine kleine Havarie, die sich in verhältnismäßig furzer Zeit beheben läßt. Nach den neuerlichen Besonders intereffant für das Regime des Herrn Schuck- Nachrichten wurde sie denn auch während der Fahrt behoben. mann, der sich in Berlin durch seine famose Rede im Ab- Des gebrochenen Ventilators wegen fehrte also der" General der geordnetenhause über die Unsittlichkeit der Friedrich- Büfte" nicht um. Er hatte aber bei der Abfahrt den Ballon abDie freisinnige Presse meldet, daß die Regierung instraße be- rühmt gemacht hat, sind folgende Auslaffungen sichtlich außergewöhnlich schwer ausballastet. Dess Wiesbaden verfügt habe, daß in der Mittelstufe der Bolts- der Korrespondenz: wegen auch die schwerfällige Auffahrt des Ballons, welche die Zuschulen fortan eine fünfte Religionsstunde, die zum Bibellejen verwendet werden soll, eingeführt, dafür aber eine deutsche Stunde ausfallen solle! Diese Verfügung habe in Lehrerkreisen Aufsehen und Unwillen erregt. Die Lehrer selbst hätten nicht für eine Ver mehrung, sondern für eine Herabsegung der Stundenzahl des Religionsunterrichts sich ausgesprochen. Es wird dann folgende Neminiszenz ausgegraben: Das Land ist mit Neuankömmlingen überschwemmt; schauer in Erstaunen sette. Der Ballon erhob sich lediglich unter von ihnen fassen einzelne durch Protektion usiv. schnell festen Fuß der Einwirkung des beim Vorausdampfen drachenartig wirkenden - alte pioniere aber erhalten bei allen Bemühungen Höhensteuers. Beppelin wollte, wie jeder Luftschiffer bei Tanger feine Farm. Die einen, tveil fie mal irgend jemand auf Fahrt, mit Ballast möglichst sparen und niedrig fahren, damit ihm die Hühneraugen getreten haben, die anderen angeblich, weil fie mit Bastardfrauen verheiratet find. Diese in den höheren Luftschichten kein Gas durch Ausdehnung und Ehen wurden früher standesamtlich fanttioniert. Die Austritt durch die Appendix- Ventile verloren ging. Er hatte um Frauen wurden durch den gefeglichen Att zu beutschen so mehr Veranlassung, den Ballon zu diesem Zwede start zu be lasten, als derselbe durch Benzinverbrauch jede Stunde 70 Milo, auf die Tenne und wollten das Stillsehen der Maschinen er- find wir nicht in der Lage, die Stärke der fung. gramm an Gewicht verlor und das dadurch eintretende un zwingen. Die Starabiniers hatten sie schon zurückgetrieben, türkischen Bewegung zu ermessen, aber alles läßt beabsichtigte Steigen schließlich vielleicht nur durch Ventilöffnen, als die Bluttat erfolgte. Es kann also nicht im entferntesten darauf schließen, daß wir wohlorganisierten d. h. freiwilliges Gasentweichenlassen, zu verhüten war. Zur von Notwehr die Rede sein. Das haben fogar die Behörden Kräften gegenüber find, und es ist möglich, daß wir am Vornahme der Reparatur mußte man nun soviel Ballast auswerfen, eingesehen, die einen der Karabinieri verhaften ließen. Das Vorabend einer großen Bewegung stehen. daß der Ballon ohne Schraubenbewegung von selbst schwebte. 8ur find solche Formalitäten, die die Gemüter beruhigen sollen, Wiederauffüllung des so verlorenen Ballast es, nach der Voruntersuchung wird der Schuldige ja doch freiWeitere Ausbreitung. nicht wegen der wie jeder Autofachmann bestätigen wird gesprochen. Dem B. T." wird aus Konstantinopel telegraphierf: geringfügigen Reparatur eines Ventilatorflügels, kehrte Zeppelin Nach der Bluttat ist in Faenza, dessen Arbeitskammer Aus Adriano pel wird gemeldet, daß ein hundert um. Das zeigt, daß er die 24- Stundenfahrt für 3000 Drganisierte zählt, der Generalstreit proffamiert Offiziere das dortige Telegraphenamt besetzt feine leinigkeit, sondern für eine sehr ernst worden. Auch die städtischen Bureaus und das Rathaus sind halten und ähnliche Garantien wie die Revolutionäre hafte Sage hält. Um so weniger Veranlassung liegt für zum Zeichen der Trauer geschlossen worden. So reiht sich für von Monastir vom Sultan verlangen. Das ist ein Zeichen, bas Reich vor, ihm zu den 400 000 m., die er bereits erhalten hat, das ländliche Proletariat Italiens ein Blutbad an das andere, daß die jungtürkische Bewegung auch das Adrianopler auch noch den Rest der zwei Millionen unbesehen auszuzahlen. ein Proteststreit an den anderen. Wie lange soll sich diese Armeekorps erfaßt hat. Sollten andere mehr Zutrauen zu Zeppelins Schöpfung haben, als blutige Kette noch hinziehen, die in keinem anderen Kulturcr selbst? Warum bringen die Luftflotten- Enthusiasten die lande ihres gleichen hat? mangelnden Mittel nicht aus ihrer Tasche auf? Moderner Stadtadel. Nachwehen zum Prozeß Nast. Das Bandenunwesen. Köln, 18. Juli, Die Kölnische Zeitg." meldet aus Saloniki, daß eine griechische Bande in Nigrita, Kreis Seres, das Haus des griechischen Mudirs Zografu überfallen hat. Die Angreifer warfen Bomben, verwundeten die Frau des Mudirs schwer und Verhaltens. töteten dessen Schwägerin aus Nache wegen ihres regierungstreuen Perlien. Rom, 16, Juli, „ So sehr man auch in Köln allgemein gegen den Adel ge- Während Nafi fich zu feinem Triumphzug durch Sizilien rüstet, ftimant ist, so haben wir doch bei uns eine Art Aftera det, der wo man dem„ Märtyrer" Triumphbogen schmückt, werden jetzt einige namentlich in allen städtischen Angelegenheiten von bedeutendstem Resultate der Enquetekommission über das Unterrichtsministerium Einfluß ist, nämlich das Altkölnertum" schrieb im Jahre 1848 befannt. Die Stefani" meldet zehn Disziplinarmaßnahmen ein in Köln erscheinendes radikales Blatt. Das heutige AltEin Sieg der Revolutionäre. fölnertum hat gegen den Adel nichts mehr einzuwenden, es gegen Angestellte dieses Ministeriums, die sämtlich in dem Prozeß begnügt sich nicht mehr mit dem Afteradel, es verheiratet Mast als Beuge, teils der Verteidigung, teils der Anklage aufgetreten Petersburg, 17, Juli. Die Petersburger Telegraphenfeine Töchter in die blaublütigsten Geschlechter und fennt felber find. Der Professor Ricciardi, der im Auftrage des Ministers Agentur meldet aus Täbris: Nach Anhören von Reden, feinen größeren Ehrgeiz, als mit Wappen und Adelsschild belehnt Geld an Gymnasiallehrer verteilt hatte, damit sie auf dem Kongreß die die Geistlichkeit in der im christlichen Stadtviertel gezu werden. In den letzten Jahren sind in Köln Glieder der Alt- ihres Verbandes für Nafis Entwürfe Stimmung machten, wird aus legenen Moschee hielt, machte sich eine vieltausendfölner Familien Schaaffhausen, Langen und Guillaume geadelt dem Unterrichtsministerium entfernt, bleibt aber in anderen Refforts föpfige Boltsmenge nach dem Stadtteil Bagischuman worden und in den jüngsten Tagen ist die Ehre" drei Familien in gleicher Gehaltslage in Dienst. Zwei höhere Verwaltungs- auf, um die Entfernung Rathim bans aus der auf einmal widerfabren: dem Fideikommißbefizer Rautenstrauch, den beamte. Fornari und Cortu, werden entlassen, für Stadt zu fordern. Die Menge drohte, einen beiligen Bantiers Stein und Deichmann. Die Rautenstrauchs sind verschwägert die übrigen 7 werden geringere Disziplinarstrafen verfügt. Für Krieg zu beginnen, für den Fall, daß ihrer Forderung mit den Grafen Bernstorff, die Steins mit den Grafen Revent den Mitangeklagten und Sekretär Nasis Lombardo wird nicht entsprochen werde. Als die wütende Boltsmenge fich lows und die Deichmanns gar mit den Fürsten v. Isenburg- Büdingen. Die Nuancierung des Blutes nach der blauen Seite bin prägt sich die zeitweilige Dienstenthebung aufrecht erhalten, in Erwartung Bagischuman näherte, ergriffen die Reiter Rakhim natürlich auch in der Anpassung der politischen Ge des Prozesses, der gegen ihn wegen Urfundenfälschung und Unter- se hans in der Nichtung aufs Gebirge die finnung aus: erst Demokraten, dann Liberale, wandeln die nun schleife schwebt. Vier der Bestraften haben noch einen Prozeß wegen lucht, ohne Widerstand zu leisten. Ueber das Schicksal mehr adligen Kölner Geschlechter in untadelhaft, ton- falscher Zeugenaussage, die sie vor dem obersten Gerichtshof ab- Rakhim Khans ist noch nichts bekannt. Als die Menge von servativer Haltung ihres Lebens Wege. Ebenso wenig gern gegeben haben sollen, zu gewärtigen. Bagischuman zurückkehrte, zerstörte sie das Haus des Chefs wie an die demokratischen Jugendstreiche ihrer Väter lassen fie fich der Steuerverwaltung. Die Gewalt ist abermals in die daran erinnern, daß ihre Großväter als Tuchfrämer, Buderbäcker und Fuhrleute das Pflaster der heiligen Stadt Köln betreten haben. Hände der Revolutionäre und ihrer Anhänger übergegangen. Soldatenpeiniger und Militärjuftiz. Vor dem Kriegsgericht in Koblenz stand der Unteroffizier Nadermacher von dem Telegraphenbataillon Nr. 3 wegen fortgesetter Mißhandlung und vorschriftswidriger Behandlung Untergebener. Bei dem Instruktionsunterricht mußten die Rekruten bis zu zweihundertmal hintereinander in schnellstem Tempo von den Sihen aufspringen. In den Bausen zwischen dem Egerzieren ließ der Unteroffizier den Leuten keine Zeit zum Ausruhen und Eſſen, sondern fie mußten auf der Stube weiterererzieven. Auch nach dem Dienst gab es noch keine Ruhe, sondern die Soldaten mußten am start geheizten Ofen Griffe üben. Wer bei dem Herrn besonders unbeliebt war, der mußte auf einen Schemel stehend am glühenden Ofen mit dem Gewehr in den Händen fortgesezt Knie- und Armbeuge machen. Dabei wurde dem Opfer, damit es um so mehr schwibe, noch eine Müße über die Ohren gezogen. Dutzende Male hintereinander jagte der Leuteschinder die ganze Korporalschaft aus der Stube und wieder hinein. Auf dem Trockenspeicher ließ er Laufschritt, Niederlegen und Aufspringen üben, so daß die armen Netruten sich an dem Gebält die Köpfe blutig stoßen mußten. Solcher Quälereien hatte der Stellvertreter Gottes noch mehr, und erschreckte natürlich auch vor direkten Weißhandlungen nicht zurüd. Und während diese Standale der Verwaltung Nasis wieder auf gerollt werden, hat man schon wieder neue und nicht viel sauberere beim Wickel. Gegen die Verwaltung Baccellis werden Anklagen erhoben, die auf dieselbe Unordnung, Betterntvirtschaft und Verschwendung hindeuten, die der oberste Gerichtshof durch sein Urteil gegen Nasi hat brandmarken wollen. Rußland. * Russische Grenel. Die Nachrichten von Geschießungen Bolitischer in den Gefängnissen mehren sich in erschreckender Weise, Der geringste Vorwand genügt, damit ein Häftling von irgend einem beliebigen Wachtposten über den Haufen gefchoffen wird. Neuerdings kam eine Meldung aus Simferopol, daß ein Gefangener, der vom Fenster seiner Zelle nicht weggehen wollte, diesem Schicksal verfallen ist. Ebenso erging es in der Schlüsselburger Festung dem politischen Verbrecher Krasnobrodski, als er aufs Fensterbrett für die Tauben Brot frümelte. Der Aufseher schnauzte ihn an und erhielt die ruhige Antwort: Sowie ich mit dem Krümeln zu Ende bin werde ich fortgehen." Darauf krachte ein Schuß, und Krosnobrodski war tot. Die Aufseher gingen aber herum und rühmten sich:" Wir werden alle totschießen; Patronen kosten nur je drei Kopeten..." Dies entspricht auch der Parole des Gefängnischefs, daß ohne Verzögerung zu schießen jei." Schönfärberei. Japan. Eine Regierungserklärung. Tokio, 17, Juli, Der neue Premierminister Marquis Kat. fura erflärte gelegentlich eines Interviews, es sei taum nötig zu sagen, daß seine Politik mit Bezug auf das Ausland cine friedliche sei. Die durch den letzten russisch- japanischen Strieg verursachte mißliche& inanzlage Japans müsse in möglichst Finanzen und die Entwickelung der nationalen Silsquellen feien kurzer Zeit verbessert werden. Die Regelung der nationalen zwei voneinander untrennbare Maßnahmen, auf die die Regierung Es verlautet, daher die höchste Aufmerksamkeit richten müsse. daß Katsura eingewilligt habe, die Ausgaben für die Bei affnung auf cin möglichst niedriges Maß herabzusehen, ohne jedoch den gegenwärtigen Stand anzutasten. Indien. Kavallerie gegen Streifende. Bombay, 18. Juli. 14.000 Fabrikarbetter, die ausschließlich in Betrieben beschäftigt sind, die Indiern. gehören, traten gestern in den Ausstand und sammelten Wie man aus zahllosen Soldatenmißhandlungsprozessen weiß, sich um andere Fabriken, wo die Arbeit weiterbetrieben wurde. Tönnen die Unteroffiziere, Sergeanten usw. solche Teufeleien Bon zwei Fabriten warfen sie die Fenster ein. Is monates ja jahrelang treiben, ehe ihnen das Handspäter am Abend die Polizei zwei sich in einer Trinkfibe mert gelegt wird! Auch in diesem Falle wären die Scheußin gefährlicher Lage befindliche Europäer befreien wollte, lichkeiten des Radermacher nicht aufgebedt worden, wenn nicht Petersburg, 17. Juli. In der heutigen Reichsratsfißung, die griff das Volk die Polizei mit Steinwürfen an, ein wegen Dienstuntauglichkeit entlassener Sol. bat Schadensersatzansprüche gestellt und diese damit begründet aus Anlaß der zum ersten Wale von der neuen gesetzgebenden so daß sie genötigt war, Feuer zu geben. Durch ein hätte, daß seine Gesundheitsschädigung eine Folge Körperschaft bestätigten Etats für das Jahr 1908 abgehalten wurde. Savallerieregiment wurde die Menge ohne weiteren berihm von dem Unteroffizier auteilgewordenen Budget auf den lleberschuß von 74 Millionen Rubel an ordentlichen tötet oder verletzt wurde, ist nicht bekannt. wies Finanzminister Stokowzow bei den Verhandlungen über dieses Widerstand auseinandergetrieben. Ob hierbei jemand geBehandlung sei. Der Vertreter der Anklage beantragte sechs Monate Gefängnis. Ginnahmen gegenüber den ordentlichen Ausgaben hin. Der Minister Das Gericht erkannte auf drei Monate. Von der Degradation bezeichnete dieses Ergebnis als höchst erfreulich, es beweise, daß die wurde abgesehen, um, wie das Gericht erklärte, dem Radermacher gewöhnlichen Bedürfnisse des Landes mehr als genügend durch nicht die Möglichkeit zu nehmen, in einem anderen Truppenteil die Ginnahmen an gewöhnlichen Steuern gebedt würden.( Nur daß weiter zu dienen wo er, so fügen wir hinzu, seinen brutalen eben die außergewöhnlichen Bedürfnisse Jahr für Jahr ein RiesenInstinkten weiter frönen kann! Wan muß sich fragen, wer denn defizit verursachen, das durch stets neue Anleihen gedeckt werben zur Degradation reif ist, wenn nicht dieser Soldatenschinder muß.) Er teile keineswegs die Meinung eines seiner Vorredner, der dafür reif war! der Regierung den Vorschlag gemacht habe, auf Kreditoperationen völlig zu verzichten und den Weg schonúngsloser Vergrößerung der Staatseinnnahmen mittels neuer Steuern zu betreten.( Woraus zu schließen ist, daß die oben dementierte Mitteilung, im Herbst werde Rußland die erste Frucht der Entente pflücken und in ramkreich und England eine neue Anleihe aufnehmen, auf Wahrheit beruht.) Oefterreich. Bertagung des Parlaments. Wien, 17. Juli. Das Abgeordnetenhaus setzte die Wahl von drei neuen Vizepräsidenten von der Tagesordnung ab, da man sich über eine Vizepräsidentenstelle nicht einigen konnte. Der Präsident Weistirchner schloß darauf die Seffion. Schweiz. Gegen die Auslieferungsschmach. Bombay, 18. Juli, Die beiden Europäer, die in der Trinkstube Zuflucht gesucht. hatten, sind Hütteningenieure. Sie wurden durch Steinwürfe schwer verlebt; auch mehrere europäische Polizeioffiziere wurden getroffen. Die Wehrzahl der Ausständigen hat die Arbeit wieder aufgenommen; heute morgen feierten noch 2000 Arbeiter. Militär bleibt in den unruhigen Stadtteilen postiert. Marokko. Wei tere Einschränkung der franzöfifchen Operationen. Paris, 17. Juli. Nach einem Telegramm des Generals d'Amade werden den Instruktionen der Regierung gemäß das 6. Bataillon des 1. Fremdenregiments und das 1. Bataillon des 1. Tirailleurregiments wieder nach Algier geschickt werden. Neuen Steuern gegenüber müsse man sich sehr vor fichtig verhalten, die Bedürfnisse des Landes wüchsen immerfort, man sei daher genötigt, neue Mittel zu suchen. Die Aus= gaben wüchsen schneller an als die Einnahmen. Doch seien Paris, 18. Juli. Der, Matin" schreibt zu der Nachbereits Anzeichen einer eingetretenen Besserung auch Genf, 18. Juli. In der hier stattgehabten großen des wirtschaftlichen Lebens in Rußland vorhanden; die richt, daß General d'Ama de ensprechend den Weisungen Protestversammlung, an der 4000 Personen teil- Stockung im Eisenbahnbau sei gewichen; auch in die Ar- der Regierung zwei Bataillone nach Algerien beiterschaft sei Beruhigung gekommen, nachdem sie die zurückgeschickt habe, folgendes: Die Ruhe und Ordnung, nahmen, wurde eine öffentliche Petition befürwortet Notwendigkeit der Arbeit eingesehen habe. Um die Entwicklung der die unter den Schauja- Stämmen allmählich zurückzukehren zu dem Zweck, die Ausweisung Wassilieffs rücussischen Industrie zu festigen, müßten die gesetzgebenden Körperscheint, hat die Regierung bewogen, den Mannschaftsbestand gängig zu machen. schaften durch eine beharrliche, wenn auch langfame Stur die Geber Dffupationstruppen zu vermindern. Es ist dies die Die Humanité" meldet, daß Wassilieff bereits nefung des Staatsorganismus fördern. Dies tonne aber nur er fommenden Freitag ausgeliefert werden soll, und zwar soll er reicht werden durch aufmerksame Einschätzung, aller Bedürfnisse der beste Antwort auf die Behauptung, daß Frankreich der in Lörrach der deutschen Polizei übergeben werden, russischen Industrie. Das Land sei zu einem normalen Algeciras- Atte zuwiderlaufende Absichten hege. die ihn innerhalb 48 Stunden der russischen Gendarmerie aus. 3 ustand zurückgekehrt und der Umstand, daß es ein auf gesetzLiefern foll. Ein solcher Liebesdienst deutscher Poli mäßigem Wege bestätigtes Budget befize, erscheine ihm als ein in höchstem Grade günstiger Faktor der Beurteilung der inneren zisten wäre absolut nicht zu rechtfertigen.- und finanziellen Lage Rußlands. Nach der Nede des FinanzItalien. ministers nahm der Reichsrat das Budget an. Die ordentlichen Einnahmen betrugen 2 886 945 498 Rubel, die außerordentlichen 194 457 670 Rubel, die ordentlichen Ausgaben 2 312 251 090 Rubel, die außerordentlichen 209 152 078 Rubel. " Neue Agraranruhen in Italien. Türkei. Die jungtürkische Bewegung. Ruhestörungen! Baris, 18. Juli. Dem„ Eclair" wird aus Tanger gemeldet, daß am 13. b. M. in Marrakesch große Rubestörungen ausgebrochen feien. Einzelheiten fehlen noch. Abdul Asis. Rabat, 17. Juli. Sultan Abdul Asis hat mit seiner Mahalla das Lager von Sibiyakia im Tablagebiet, 40 Kilometer füdlich Stabat, berlassen und hofft am Sonntag Sochra- Djadja zu erreichen. Der Smablastamm, der einzige, der ihm auf seinem bisherigen Vormarsch feindlich gegenüberstand, hat sich gestern unterworfen. Rom, 16. Juli. Schon wieder hat die bewaffnete Macht durch völlig sinnlose und ungerechtfertigte Gewalttat Arbeiterblut vergossen. In einem Vorort von Faenza haben die Karabinieri auf streikende landwirtschaftliche Taglöhner geFrankfurt a. M., 18. Juli. Aus Saloniti wird der schlossen, einen getötet und zwei schwer verwundet. Während Amerika. die offiziellen Telegramme wie üblich davon reden, daß die Frankf. 8tg." gemeldet, daß die Jungtürken beabsich Gegen Sie Streikbrecher, Karabinieri gezwungen waren, von den Waffen Gebrauch zu tigen, mit den christlichen Dörfern eine Vereinmachen, ist von dem Korrespondenten des Avanti" feft- barung zum Zwecke der Niederdrückung des Birmingham( Alabama), 18, Juli, Ausständige gestellt worden, daß die Streifenden überhaupt keine Waffen Bandenwesens herbeizuführen, was schon teilweise Die widerspenstigen Ortschaften sollen Sohlenminenarbeiter griffen in Adamsville einen Die widerspenstigen Ortschaften sollen mit Arbeitswilligen befesten Bug an, töteten den im frugen und schon auf dem Rückzug waren, als die Schüsse gelungen sei. abgegeben wurden. Alle Verwundete und der Tote sind im streng bestraft werden. Rüden getroffen. Die vom Yildiz nach Saloniti entfendeten Geheim- Suge befindlichen Vizescheriff und verletzten 15 Arbeitswillige. platz des Vorfalles abgegangen. agenten wurden größtenteils aurid berufen, um die Ein zweiter Bug mit Arbeitswilligen ist nach dem SchauDer Gouverneur hält Offiziere der Garnison nicht weiter aufzureizen. Militär bereit, um es, wenn nötig, schnell dorthin zu schicken. Wohlorganisierte Kräfte. Aus Induftrie und Handel. Der Streit in Faenza ist kein allgemeiner Agrarftreit, sondern lediglich ein Ausstand der Taglöhner, deren Zahl im Streifgebiet wenig über 900 beträgt, während die Zahl der Halbpächter dreimal so groß ist. Diese Halbpächter, welche ihrer Lage nach waschechte Proletarier, machen mit den Unter- Paris, 18. Juli. Der„ Siècle" will erfahren haben, nehmern gemeinsame Sache und versehen ihnen Streitbrecher- daß der Oberkommandant der mazedonischen Gendarmerie, dienst. Die Bluttat ist gerade geschehen, als streikende Tage- General Robillant, an die die einzelnen Gendarmerie- AbLöhner die Halbpächter, die an den Dreschmaschinen arbeiteten, teilungen befehligenden Fremden- Offiziere ein vertrauliches von ihrem Zun abbringen wollten. Die Streifenden drangen Schreiben gerichtet habe, in dem es u. a. heißt: Gegenwärtig Handelskammerurteile. Während tapitalistische Schmods unentwegt den Gegen unserer Bollmauererhöhungen preifen, pautt der eisernen Tatsachen hartes Muß den Industriellen Bez Verarbeitungsindustrien immermehr gelBen Bodenblatt Ben liberalen Abgeordneten Dr. Iannten und Ser freundlich auf sie einredete, mit ihren Forderungen die Erkenntnis ein von dem unheilbollen Wirken des Schutzes der Thoma auf, fein Mandat niederzulegen, denn er ja recht bescheiden zu sein. Trogdem das Verhalten dieses Herrn nationalen Arbeit" für Agrarier und großindustrielle Rohstoffher fei nur durch die Stimmen der Gelben in den allen recht sonderbar erschien, glaubten ste, einen Vertreter des Hauptvorstandes ihrer Organisation vor sich zu haben und wurden fteller. Die Handelskammer in Dresden äußert in ihrem letzten andtag eingezogen. Tatsache ist, daß die Liberalen bei den Wahlen zum Landtag deshalb verwirrt. Als dann aber auch ältere Arbeiter hereintamen, Jahresbericht sich also: sehr um dic Stimmen der Gelben gebettelt haben, und die Vor- erkannten diese in dem Herrn sofort den in Bergarbeiterkreisen standschaft der Gelben hat sogar durch Zirkular zur Wahl des fattfam bekannten Herrn Ermert, den Führer der reim liberalen Dr. Thoma aufgefordert. Immerhin fonnten die treuen" Bergarbeitervereine im Waldenburger Gelben in dem Wahlkreis des Dr. Thoma nicht ausschlag- Revier und den Handlanger der Grubenmagnaten. Der Zorn gebend sein. der getäuschten jüngeren und unerfahrenen Arbeiter über die " Jm Berichtsjahre trat die Erschwerung der Ausfuhr durch die neuen Handelsverträge schon viel mehr in Erscheinung. Ganz besonders zahlreich sind die Klagen über völlige Unterbindung oder lästige Erschwerung der Ausfuhr nach Desterreich- Ungarn. Einige Betriebe mußten sich daher, wollten sie das Geschäft in diesem Lande nicht ganz berlieren, dazu entschließen, dort zweig niederlassungen zu errichten. Achnliche Klagen werden laut über das Geschäft mit Rußland, mit der Schweiz, mit Italien usw. Daß diese Klagen nicht so zahlreich sind wie die über das öfterreichische Gebiet, dürfte kaum den Schluß rechtfertigen, daß die Handelsverträge mit jenen Ländern wesentlich besser sind, sondern vielmehr darauf beruhen, daß für unseren Bezirk Böhmen das natürliche Hinterland ist und die Erschwerung der Geschäfte in der nächsten Nachbarschaft am schwersten empfunden wird." Die Handelskammer in Görlitz wendet sich besonders gegen die durch die Zollpolitik gestützte Preistreiberei der Kartelle und gegen sie Lebensmittelteuerung. Sie schreibt in ihrem Bericht: " Da in unserem Bezirk die verarbeitenden Industrien überwiegen, wurden die hiesigen Verhältnisse, wie schon angedeutet, in besonderem Maße durch die Teuerung der Rohstoffe und Ausgangs- Materialien ungünstig beeinflußt. Die Preise für Wolle, Baumwolle, Kammgarn, Kupfer, Roheisen, Spiritus, Rüböl u. a. wurden teils infolge von Spekulation, teils durch die Preispolitik der Kartelle und Syndikate, die die Konjunktur bis aufs letzte ausnuten, im Uebermaß in die Höhe getrieben. Die schädlichen Wirkungen der Kartelle zeigten sich vornehmlich darin, daß sie die Bezugsquellen beschränkten, unbequeme Lieferungsverträge diftierten und harte Zahlungsbedingungen stellten. Ganz besonders scharf muß das Verhalten der Kohlensyndikate gerügt werden, die das Ausland nach wie vor reichlich versorgten, die einheimische Industrie dagegen vernachlässigten, ja zeitweise beinahe lahmlegten und, ihre Stärke ausnußend, Abschlüsse zu hohen, der rückgängigen Konjunktur nicht mehr entsprechenden " Einerseits wurde dadurch zwar die Kauftraft der ländlichen Bevölkerung gestärkt. Auf der anderen Seite wurde aber, was wesentlicher ins Gewicht fiel, die Stauftraft der gesamten Arbeiterschaft sehr verringert und die ohnehin durch die Geldknapp heit hervorgerufene allgemeine Kaufunlust des Publikums noch wesentlich vergrößert." Preisen bis zum 31. März 1909 erzwangen. Das offizielle Blatt der Liberalen in Augsburg( A. N. N.") Schmach, die man ihnen zugefügt, tannte keine Grenzen. Soweit fucht das auf Grund der örtlichen Verhältnisse nachzuweisen. Den sie bereits ihr„ Einverständnis" zu den Vorschlägen ihres vermeints liberalen Unternehmern und Gründern der gelben Vereine aber lichen Hauptvorstandes" gegeben hatten, zogen sie dieses sofort ruft das liberale Blatt to arnend zu: wieder zurück. Die„ Verhandlungen" wurden für diesen Tag ab. Man täusche sich an den maßgebenden Stellen nicht, gebrochen. Die Firma hat in den nächsten Tagen aber darauf bes daß da ein gefährliches Spiel getrieben wird. Durch dies kann standen, daß ein von Ermert zusammengedrechselter Tarif" ans eine längst nicht mehr zu verbergende Gärung, die weit in die genommen werde, und als die Arbeiter sich dessen weigerten, zu Reihen der gelben Bereine selbst hineinreicht, nur noch genährt dem Mittel der Aussperrung gegriffen. Das Gewerkschaftskartell hat zur Abwehr des gelben Vorstoßes sofort den Boykott über die Brauerei verhängt. werden!" Zur Charakteristik der liberalen Presse sei nebenbei dazu bemerkt, daß das nämliche Blatt vor kurzer Zeit erst als williger Haustnecht des Unternehmertums einen Artikel brachte, worin das Herzliche Einvernehmen zwischen den Gelben und den Unternehmern und die kulturfördernde Wirkung der gelben Werkvereine in allen Tonarten bejungen wurde. " Glasarbeiterstreit. In verschiedenen Orten des Bayerischen Waldes find die Rohglasarbeiter in den Ausstand getreten, trob schlechten Geschäftsganges und troh Warnungen der Organisations leitungen. Es ist ein Verzweiflungsstreit; denn trok 16stündiger täglicher Arbeit müssen die Arbeiter elend hungern. Husland. In spekulativer Weise hat sich die Direktion der Maschinenfabrik Augsburg nun auch an die Hunderte von Lehrlingen des Werks herangemacht. Den jungen Leuten wird bei jedem Bahltag ein Teil des Lohnes zu rüdbehalten und bei einer Sparkasse angelegt. Ist der Lehrling brav und fleißig", dann be= kommt er nach Beendigung der Lehrzeit das Geld ausgehändigt, Bor der Generalaussperrung in Schweden. wenn man mit ihm aber nicht zufrieden war, bekommt er nichts. Den Braven" und" Fleißigen", die nach der Lehrzeit im Werk Am Mittwoch war der kritische Tag, an dem in Schweden alle. bleiben, wird für jedes Jahr eine Prämie, die sich je nach gewerkschaftlichen Kämpfe zum Wohlgefallen des Unternehmertume dem Betragen" erhöht, in Aussicht gestellt. Zu dem guten beigelegt sein sollten, falls die Arbeiterschaft nicht die von sämt Betragen" gehört ganz selbstverständlich auch der Eintritt in lichen drei großen Hauptorganisationen der Arbeitgeber sorgsam ben gelben Verein. Die Firma hat nach und nach die Er vorbereitete Generalaussperrung über sich ergehen lassen wollten. fahrung machen müssen, daß ihr die guten Arbeiter, die es mit Es ist nun in den letzten Tagen zwischen den Parteien unablässig ihrer Ehre nicht vereinbaren können, Mitglied des gelben Vereins verhandelt worden, in großen Kommissionen und in kleineren zu werden, davonlaufen und daß die Fabrik unter den deut= fchen Arbeitern derart berüchtigt wurde, daß keiner Komitees, unter Beihilfe besonders ernannter Regierungsvertreter Lust hat, nach dem gelben Seuchenherd zu kommen. Deshalb wird wie der festangestellten Staatsbeamten, die auf Grund des Gesetzes auf die Erhaltung der Lehrlinge so großes Gewicht gelegt. Jit 1906 für die Schlichtung von Arbeitsstreitigkeiten zu sorgen haben. ein junger Arbeiter einmal ein paar Jahre in dieser Fabrik, dann was bei diesen Verhandlungen herausgekommen ist, ist noch nicht ist es ihm, da er auf Teilarbeit eingelernt ist, schwer möglich, bekannt. Der Schwedische Transportarbeiterverband, der ja wegen. anderswo sein Brot zu finden. des Hafenarbeiterstreits einer der an den Verhandlungen am. meisten interessierten Verbände ist, hat zur Beratung über die Lage einen außerordentlichen Kongreß veranstaltet, und auch die Landesorganisation der schwedischen Gewerkschaften hat ihre Re Unter recht eigenartigen Umständen werden in Aachen, der präsentantschaft zu einer außerordentlichen Konferens zusammen alten Zentrums hochburg, von den Führern des christlichen Tertil. berufen. arbeiterverbandes die Streits der Tertilarbeiter beendet. Aachen In der Arbeiterschaft mußte natürlich der Gedanke auftauchen, hat eine nach Behntausenden zählende Tertilarbeiterschaft. Die Löhne auf die Generalaussperrungsbeschlüsse mit einem Generalstreit zu gehören zu den niedrigsten in Deutschland. Der Deutsche Textil- antworten. Nun mehren sich jedoch die Stimmen, die, wenn irgend arbeiterverband zählt in Aachen etwa 1000 Mitglieder. Die christ- annehmbare Bedingungen geboten werden, zum Frieden mahnen. lichen Führer haben seinerzeit in einer Bezirkskonferenz den Be- Auch„ Socialdemokraten" hat bereits in mehreren Artikeln darauf schluß gefaßt, bei allen Lohnbewegungen die Hinzuziehung eines hingewiesen, daß man, wenn irgend möglich, nun in der Zeit der Vertreters der freien Gewerkschaft zu den Verhandlungen mit den Wirtschaftskrise den Kampf vermeiden möge, der ja, wenn es nach Unternehmern abzulehnen. Selbstverständlich tamen die Unter den Wünschen der Unternehmer geht, sich auf mindestens 200 000 nehmer den Christen in dieser Beziehung sehr gern entgegen. Arbeiter und Arbeiterinnen erstrecken wird. Das bedeutet für ein Gleichbiel, ob eine große oder kleine Anzahl Mitglieder des Land wie Schweden mit seinem taum 5% Millionen Einwohnern Deutschen Tertilarbeiterverbandes an einer Bewegung beteiligt ungefähr ebensoviel, als wenn z. B. in Deutschland 2-3 Millionen war, der freie Verband durfte nicht mit verhandeln. Es zeigt sich Arbeiter ausgesperrt würden. Die ganze Industrie und auch ein jezt, daß die Arbeiter dabei die Betrogenen sind. Bor sechs Wochen gut Teil des Handels und Verkehrs werden lahmgelegt; Not und sein. sie reduktion in den Streit. 50 der schon unter der Wirtschaftsfrise schwer zu leiden Berringerung der Kaufkraft der heimischen Bevölkerung infolge enormer Verteuerung der Lebensführung und Erschwerung des Exports durch Höherziehen der au übersteigenden Zollschranken und damit Verschlechterung des Arbeitsmarktes, das ist der Gegen der neudeutschen Zöllnerei. Diese Tatsachen können selbst von dem im Schwindeln und Schimpfen routiniertesten Schmod nicht wider legt werden. Zinkhüttenverband. In Berlin ist die Gründung eines Binthütten verbandes vollzogen worden. Dieser wird den Verkauf seiner Produkte an ein paar Händlerfirmen vergeben. Krupp und Erhardt. An der Börse kursieren schon seit einiger Zeit Gerüchte, die Firma Krupp erwerbe in größerem Umfange Aftien der Firma Erhardt A.-G. in Düsseldorf. Der Konkurrenztampf zwischen den beiben Kanonenlieferanten Krupp und Erhardt ist bekannt, schlug er doch oft genug seine Wellen bis in den Reichstag, wo bei Beratung des Militäretats die Vertreter bon Krupp und Deutfches Reich. Chriftliche Gewerkschaftspraktiken. 1Loszogen. Mit diesen Kämpfen wird es Hunt or gegen einander traten die Arbeiter der Firma Königsberger wegen einer Lohn- Elend fommt über Hunderttausende von Familien, die zum Leib uns berichtet wird, hat Strupp bereits für 51/2 willionen Mart Aftien des Dentimen, Fertilarbeiterverbandes, 127 gehörten den„ Christen" Der Rheinischen Wietauwdren- und Waschinenfabrit( erhardt), er- zu und 28 waren unorganisiert. worben. Das gesamte Attienkapital beträgt 12.300,000 Mart. Der Trotz aller Warnungen führten wiederum die christlichen Führer Aftientauf Krupps ist das Vorspiel zu einer vollständigen Fusion der beiden Werke. Das Kanonenmonopol besteht dann wieder in voller Reinheit zum Schaden des Staatsfädels. allein die Verhandlungen. Nach sechswöchentlicher Dauer des Streits berichtete nun der christliche Gauleiter Süstenich, er habe durch Verhandlungen die Zurücknahme der Lohnrebuftion erreicht. Nur auf 30 schneller laufenden Webstühlen solle der Lohn um ½ Pf. pro 1000 Schuß gekürzt werden. Doch hätten hierüber nach Aufnahme der Arbeit noch Verhandlungen stattzufinden. Aber die Scharfmacher des Unternehmertums möchten die schlechten Zeiten gar zu gern zu einem vernichtenden Schlag gegen die Arbeiterschaft ausnuten, wirtschaftlich und politisch, denn die Wahlen zur Zweiten Kammer des Reichstags stehen bevor, und wenn es gelingt, Maffen sonst wahlberechtigter Arbeiter fo in Not zu bringen, daß sie ihre Staats- und Gemeindesteuern nicht zahlen fönnen, wird man die Wahl einiger Sozialdemokraten hintertreiben tönnen. Nur mit Widerwillen haben sich die Scharfmacher dem Wunsche der Regierung nach neuen Friedensverhandlungen gefügt. Ein konservatives Blatt," Bort Land", schreibt: Mit bekannter Pünktlichkeit wird man in der Leitung der Schwedischen Arbeitgebervereinigung mit der Uhr in der Hand dasigen und wenn der Beiger ein paar Minuten über 12 ist, die Generalaussperrung: proflamieren. Auf der Seite gilt nämlich: einmal geredet und dabei bleibt's." Industrie und Arbeitsverhältnisse in Ruffisch- Polen. Ueber die industrielle Lage in dieser entwickeltsten Probing Die Arbeiter nahmen die Arbeit wieder auf. Aber noch an Rußlands verlautet nichts Günstiges. Um ihre bedeutenden Waren demselben Tage erfuhren sie, daß der Unternehmer keinerlei 8uborräte los zu werden, greifen die Fabrikanten zu den verzweifeltsten geständnisse gemacht hatte. Die Arbeiter verließen sofort wieder die Mitteln und sind in der Kreditgewährung äußerst liberal. Dies Fabrit. Der christliche Gauleiter Süftenich war bereits nach trotz der beachtenswertesten Mahnungen und Warnungen, daß man Süddeutschland abgereist. Die Arbeiter wurden nun der russischen Kundschaft gegenüber, deren finanzielle Lage infolge der verminderten Kauffraft der Bevölkerung viel zu wünschen bon dem christlichen Lokalführer wieder in die Fabrik übrig läßt, auf der Hut sein müsse. Die Lage der Eisenindustrie gebracht. Dasselbe Spiel wiederholte fich am folgenden ist noch immer fritisch. Es fehlt an Bestellungen und man arbeitet Tage. Die empörten Arbeiter verließen die Fabrik, der Mit 12 Uhr war die Mittagsstunde gemeint. Inzwischen ist deshalb auf Vorrat oder unterbietet die Konkurrenz auf ausländischen christliche Führer brachte sie wieder hinein. Die Sache ist, mun dem die Galgenfrist für den Gewaltstreich der Unternehmer jedoch bis Blägen. Freilich wird dieses Unterbieten durch die angeblich hohen in Aachen bestehenden Schiedsgericht unterbreitet worden. Der zum Ende des Tages, des 16. Juli, ausgedehnt worden. Die AusLöhne erschwert, und die Industriellen verweisen auf Südrußland, Borsitzende des Arbeitgeberverbandes behauptet, Bugeständnisse sperrung selbst soll bier Tage später, also am Montag, durch too die Arbeitkräfte biel billiger sein sollen. Sie drohen geführt sein. fogar, falls die Löhne nicht um 20-25 Proz. ermäßigt nicht gemacht zu haben. werden, ihre Betriebe einzustellen oder weiter ins Innere zit Dasselbe Schauspiel erlebten die Arbeiter vor einiger Zeit Bur Bauarbeiteraussperrung in Kristiania wird berichtet, daß berlegen. Die Ingenieure jedoch behaupten, daß es gegen aus Anlaß des Streits bei der Firma Mary u. Auerbach. Auch wärtig angesichts der allgemeinen Teuerung unmöglich sei, eine damals berichtete Herr Süstenich von Zugeständnissen der Unter- durch die fortgesetten Verhandlungen neue Ginigungsvorschläge Herablegung der Löhne vorzunehmen. In Warschau liegt nehmer. Gr forderte Vertrauen zu den Unternehmern, und die zustandegekommen sind, die nunmehr von den Maurern, BauDas Baugewerbe seit drei Jahren still. Es wird in der jetzt be- Arbeiter waren die Geprellten! Der Arbeitgeberverband erklärte, hilfsarbeitern und Klempnern gutgeheißen, von den Zimmerern ginnenden Saison nicht regsamer werden, obwohl die Wohnungen nachdem die Arbeit wieder aufgenommen worden war, er habe nichts ständen ist es noch sehr zweifelhaft, ob es zu endgültiger Einigung und den Bautischlern jedoch abgelehnt wurden. Unter diesen Ums bon Tag zu Tag im Preise steigen. Der Maurerverband verlangt 2,80 Rubel pro Tag bei acht- bewilligt. Es kam zum Streit zwischen diesem und dem christlichen kommt. stündiger Arbeitszeit Da der Verband feine Garantien für ununter- Herrn Süstenich in der Aachener Presse. Beide bezichtigten sich brochene Fortsetzung der Arbeit übernehmen will, weigern fich auch gegenseitig der Lüge. Die Arbeiter der Firma aber befamen nichts! die Unternehmer, Bauten unter folchen Umständen aus- Sie hatten den Schaden, und die Arbeiter werden den Schaden Letzte Nachrichten und Depefchen. zuführen. Auch das Schneidergewerbe hat infolge infolge der haben, solange sie nicht verlangen, daß Vertreter beider Verbände politischen Zustände sehr gelitten. Biele Geschäfte mußten geschloffen zusammen die Verhandlungen führen. werden, andere tönnen infolge der ausländischen Konkurrenz nicht auftonmen. In Lodz dauert der Kampf zwischen Fabrikanten und Arbeitern ungeschwächt fort. Als die Plüschfabrikanten die Löhne der mechanischen Weber um 10, die der Handweber um 40 bis 45 Broz. veränderten, die Arbeitszeit aber auf 10 Stunden pro Tag erhöhten, legten die Arbeiter in einigen Fabriken die Arbeit nieber. Gewerkschaftliches. Die Gelben. Wir befehlen! Stettiner„ Bultan": Folgenden Anschlag machte gestern morgen die Direktion des " Da ein Teil der Nieter Donnerstag und Freitag Neber ftunden nicht gemacht haben, wird der Betrieb heute, Sonnabendabend, geschlossen und solange gefchloffen bleiben, bis die Nieter fich den Paragraphen der Arbeitsordnung fügen." Es ist zu bemerken, daß es sich nicht um pure Berweigerung von Ueberstunden handelt, sondern nur um eine von den Arbeitern berlangte, von der Direktion aber brüst abgelehnte Regelung des Durch den Geheimerlaß des Bayerischen Industriellenberbandes bereits seit zehn Wochen andauernden Ueberstundenunwesens. Es gegen die organisierten Privátbeamten in den einzelnen Industrie- wurden wöchentlich mehrmals 24 Stunden hintereinander ge werken, ferner durch die dadurch beranlaßte Interpellation der arbeitet. Von der Aussperrung sind 7800 Arbeiter betroffen. Die Sozialdemokraten im baherischen Landtag kam die Frage der gelben Werft hatte zur Erhöhung der Feier des Hinauswerfens ein Unternehmer- Arbeitervereine erneut zur allgemeinen Diskussion. Massenaufgebot von Polizeibeamten veranlaßt. Bei der Interpellation im bayerischen Landtag sind auch die Libe ralen gezwungen worden, die Gelben von der liberalen Bartei abzuschütteln; sie habens auch getan. Insbesondere tat dies der liberale Abgeordnete Dr. Thoma von Augsburg, der Stadt, die als Brutstätte der gelben Seuche gilt und wo es speziell die Direk tion der Maschinenfabrik Augsburg( und Nürnberg) ist, die Hunderttausende aufwendet, um die Arbeiter und jetzt auch die taufmännischen und technischen Angestellten als willige Werkzeuge zu erhalten. Der Augsburger Abgeordnete hat im Landtag ganz offen zugegeben, daß die Gelben in der Tat ihr Koalitionsrecht verEin neues Ermert- Debüt. Automobil- Unfall. Stuttgart, 18. Juli.( B. S.) Infolge Versagens der Bremse ist gestern nachmittag in Reutlingen ein Laftautomobil einer Brauerei auf einen Chauffeestein aufgefahren. Der Chauffeur war fofort tot, der Bierkutscher ist schwer verletzt. Ein gemeiugefährlicher Bankier. New York, 18. Juli.( B. H.) Bantier Cotti, der vornehmlich österreichische Einwanderer als Kundschaft hatte und Filialen in Pittsburg und Chicago unterhielt, wurde verhaftet. Der Staats. anwalt behauptet, die Veruntreuungen betragen 400 000 Dollar. Ein fingerfertiger Turnfeftbesucher. Frankfurt a. M., 18. Juli.( B. H.) Die Kriminalpolizei ver. haftete einen internationalen Schwindler, der einem jungen zum Turnfest nach Frankfurt gekommenen Amerikaner in einem Gasthöf in der Nähe des Bahnhofes 250 Dollar und Ringe gestohlen hatte. Ein 76jähriger Lüftling. Unter dem Drude der Grubenmagnaten und deren gelben Sandlanger haben die Inhaber der Brauerei von Hausdorf u. Sohn in Waldenburg am Donnerstag ihre organisierten Arbeiter ausgesperrt. Bisher bestand bei der Firma ein Tarif, F. Schant aus Niedernhausen im Odenwald wurde heute von der Darmstadt, 18. Juli.( B. 5.) Der 76 Jahre alte Lehrer der mit dem Verbande der Brauereiarbeiter abgeschlossen war. In Straftammer wegen Sittlichkeitsvergehen zu 8 Monaten Ge letzter Beit sind die Arbeiter mit der Firma wegen des Abschlusses Strafkammer wegen Sittlichkeitsvergehen zu 8 Monaten Ge eines neuen Tarifs, der einige Verbesserungen enthalten sollte, in fängnis verurteilt. Er hatte sich an Schulkindern vergangen. fauft haben. Verbindung getreten. Sie wurden daraufhin eines Tages einzeln Jetzt fordert ein Liberaler Redakteur der liberalen in das Kontor gerufen, und zwar die jüngsten und unerfahrensten Augsburger Abendzeitung" in seinem nebenbei redigierten zuerst. Dort fanden sie u. a. auch einen Herrn vor, den sie nicht Berantw, Redakt.: Georg Davidjohn, Berlin, Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin, Drud u. Berlag: Borwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Sierau 3 Beilagen, Nr. 167. 25. Jahrgang. 1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Wirtschaftlicher Wochenbericht. Berlin, 18. Juli. 1908. Reine Unternehmungsluft. Verworrenheit in der Textilindustrie. Zöllner Mathias Erzberger. Keine Hoffnung für das Baugewerbe. Das Trio in der Großindustrie: Kohlenbergbau, Natriumproduktion, Weiterverarbeitung.- Krisenursachen. Angereizt durch die besseren Verhältnisse am Geldmarkt, berfuchten die Börsen in den letzten Wochen wiederholt, die Spekulation anzuregen. Vergebens! Auch die eifrigen Hinweise auf eine freund lichere Gestaltung der Arbeitsverhältnisse in einzelnen Industriebezirken hatten nicht den erhofften aufmunternden Erfolg. Mit größerem Geräusch ist auch wieder ein Umschwung zum Besseren in Amerika behauptet worden. Auch das mußte nichts. Der Pessimismus ist unüberwindlich! Vielleicht hat das unsinnige Kriegshetzen die Zurückhaltung etwas gefördert, aber im allgemeinen sind Ursachen innerer Natur genügend vorhanden, die die Beharrung in Luftlosigkeit zu größeren geschäftlichen Dispositionen erklären. Viele Verarbeiter haben sich mit Rohmaterial für das laufende Jahr nach dem Grade der Arbeitsintensität während der Nachkonjunktur eingedeckt. Und haben nun teine Verwendung für das Material. Aber fie müssen abnehmen und bezahlen. Das bringt manchen in finanzielle Schwierigkeiten, die ihn veranlassen, das Material, das er zivecs Verarbeitung einkaufte, zu niedrigeren als den Einstandspreisen abzustoßen. Spinner verkaufen Rohwolle; Weber verfen Garne auf den Markt. Das erhöht das Moment der Unsicherheit und läßt die Lust zu großen Geschäften nicht aufkommen. Es wird nur das allerdringendste gekauft. Die Zurückhaltung ist so groß, daß selbst Preisnachlässe, in Verbindung mit der größeren Flüssigkeit am Geldmarkt, die Vorsicht des Von- der- Hand- in- den- Mund- lebens noch nicht zu brechen vermochte. Sonntag, 19. Juli 1908. werden. Der rechnungsmäßige Kohlenabsatz des rhein.- westfälischen Und das Nisiko der Arbeit? Nach dem Berichte wurden Kohlensyndikats ist im Juni d. J. gegen den vorjährigen Parallel- im Jahre 1907 allein 11 041 Unfälle gemeldet. Auf 1000 Versicherte monat arbeitstäglich um 9995 Tonnen, für den ganzen Monat um entfielen somit durchschnittlich 70,71 Unfälle. Die Unfallziffer steigt 408 150 Tonnen auf 5 205 186 Tonnen zurückgegangen. Der auf die von Jahr zu Jahr, die im Jahre 1890 mur 50,70 betrug. Ent Beteiligung anzurechnende Koksabsaz sant arbeitstäglich von schädigt wurden aber nur 1104 Unfälle. Davon ereigneten sich an 36 552 Tonnen auf 27 552 Tonnen. Dabei haben sich die Vorräte Motoren und Arbeitsmaschinen 376, an Fahrstühlen 26, durch bei den einzelnen Werken ganz enorm gehäuft und man muß jegt, feuergefährliche Stoffe usw. 102, durch Busammenbruch 93, durch wohl oder übel, einen Teil der bisher noch unterhaltenen Koksöfen Fall von Leitern, Treppen: 95, beim Auf- und Abladen: 213, durch außer Betrieb segen. Nunmehr wird anscheinend auch im Bergbau Fuhrwerk: 19, durch, Handwerkszeuge: 151, ust. Als Unfallfolgen in größerem Umfange mit Belegschaftsverminderungen zu rechnen sein. werden bezeichnet: 45 Todesfälle, 1 böllige, 390 teilweise und Wie die Roheisenproduktionsstatistik zeigt, haben die Hochofen- 668 vorübergehende Erwerbsunfähigkeit. werke die Erzeugung noch nicht in dem Ausmaß des Arbeitsrück- Die Schiedsgerichte haben 457 Berufungen der Verletzten zurüd ganges in der Weiterverarbeitung eingeschränkt. Im Juni dieses gewiesen und nur in 193 Fällen entsprochen. Die Berufsgenossen Jahres wurden 956 425 Tonnen Roheisen produziert, gegen fchaft hatte mit ihren eigenen Rekursen in 31 Fällen Erfolge, in 1044 336 Tonnen im Juni 1907. Die Produktion für das erste 45 Fällen Nichterfolge. Die Verlegten hingegen hatten 18 Erfolge Halbjahr stellt sich auf 6 355 953 Tonnen im Jahre 1907 und auf und in 117 Fällen den Rekurs verloren. 6 049 721 Tonnen im laufenden Jahre. Das Minus beträgt noch Der Bericht des technischen Aufsichtsbeamten zeigt, welchen Eifer nicht ganz 5 Prozent. Die Werke haben dazu aber auch große die Unternehmer im Unfallschutz an den Tag legen. Es heißt Quantitäten auf Lager nehmen müssen. Angeblich sollen in der da u. a.: Hauptsache nur die gemischten Werke von der Not, stapeln zu müssen,„ Bei Bemessung der zur Erledigung der Beanstandungen gebedrängt sein. Wie man glauben machen will, ist es den Werken stellten Frist wurde, soweit tunlich, besonderen Wünschen der Herren aber gar nicht unangenehm, Vorräte sammeln zu können, weil man Betriebsunternehmer Rechnung getragen, trotzdem mußten in schr dadurch vor der unerfreulichen Notwendigkeit bewahrt bleibe, bei vielen Fällen die Vollzugsanzeigen über Ausführung der Anfräftigerem Wiederaufleben des Wirtschaftslebens zukaufen zu müssen. ordnungen angemahnt werden, in noch recht vielen sogar wiederholt. wir fürchten, das Wiederaufleben wird noch etwas lange auf sich In einer ganzen Anzahl Fälle war es auch nötig, da die wiederwarten lassen. holten Mahnungen nicht fruchteten, die Verwaltungsbehörden in AnWie fehr der allgemeine Beschäftigungsgrad zurüdgegangen ist, spruch zu nehmen." laffen die Versandziffern des Stahlverbandes erkennen. Es betrug der Gesamtversand in Produkten: Januar- Juni 1906 1907 1908 Juni 1906 1907 1908 • 481 494 0. 514 663 378 361 Halbzeug Tonnen 980 232 853 752 659 658 2 893 873 To. 2 933 089 2455 084 Eisenbahnmaterial Tonnen 957 586 1 136 918 1090 197 " Formeisen Tonnen 956 054 942 418 705 229 „ Die Zahl der vorzunehmenden Beanstandungen bei Revisionen der Betriebe war auch im vergangenen Jahre wieder eine recht große. Nur 39 Betriebe( von 817) gaben zu feinerlei Erinnerung Anlaß." ·. " Der Beamte führt dann die einzelnen Mängel näher an. In 60 Betrieben fehlten die Schußbrillen, für über 250 tiefBesonders trübe liegen die Verhältnisse in der Textilindustrie. laufende Riemen fehlte der nötige Schuß, Räderschutze fehlten In der Baumwollweberei dürfte die wirkliche Produktions- Gegen 1907 beträgt demnach der Rückgang im laufenden Jahre in mehr als 130 Fällen vor den Wechselrädern. Am meisten, einschränkung mehr als 30 Proz. betragen. Die Lage würde teil- für das erste Semester über 16 Proz. und für den Monat Juni und zwar in über 500 500 Fällen, fehlten bei Schwung weise weniger schwierig sein, wenn nicht die neuen Handelsverträge 26 Proz. Bringt man die Versandziffern in Vergleich nach Haupt- rädern und Riemenscheiben ausreichende Schutzvorrichtungen." mit den erhöhten Bollsätzen die Konkurrenz deutscher Werke auf dem gruppen, ergibt sich folgendes Bild: Bei 164 Schmiergelscheiben fehlte die Schutzhaube usw. An Auslandsmarkt erschwerte. Die Klagen aus industriellen Kreisen über das nationale" Hemmnis mehren sich nun. Da wird es geit, Blutvergiftungen mit tödlichem Ausgange fehlte es auch im vergangenen Jahre nicht, auch nicht an einer ganzen Anzahl mehr daß der Tausendsassa des Zentrums, Herr Mathias Erzberger, eine oder weniger schwerer Unfälle an Abrichtmaschinen. Ebenso waren neue Broschüre schreibt. Und nachweist, daß die Industriellen von an Pressen und Stanzen wieder recht viele, zum Teil sehr schwere der Sache nichts verstehen, ihre Lage überhaupt beneidenswert ist. Verlegungen vorgekommen. Bei strenger Befolgung der UnfallOder die Zentrumspolitik ist desavouiert. Um die Zollhausse, die verhütungsvorschriften, sowohl seitens der Betriebsunternehmer als das Zentrum mitmachte, zu verteidigen und um ad absurdum zu führen die Haltung der Sozialdemokratie in der Zollfrage, hat der Abg. Wie ersichtlich, ist die Produktionshöhe gehalten worden durch auch der Verlegten hätte wohl ein ganzer Teil der angeführten Erzberger eine Broschüre herausgegeben, in der er, als durch Steigerung der Erzeugung von Eisenbahnmaterial. Zwar ist darin Unfälle vermieden werden können." schlagenden Beweis für die Behauptung von der segenvollen Wirkung über 1906 ergibt sich immerhin noch ein Plus von 132611 Tonnen. Die im laufenden Jahre gegen 1907 ein Rückgang eingetreten, aber gegender höheren Zölle, folgende Feststellung" macht: Daneben halte man die Tatsache, wie seit(!) dem Inkrafttreten der Handelsverträge dem starken Rückgang bei Halbzeug, gegen 1906 rund 32 Broz. und genossenschaften heute noch zusammengestellt werden, beweist uns Erschlaffung in der Weiterverarbeitung und im Baugewerbe fommt in Wie flüchtig und mangelhaft die Berichte der Unfallberufssich eine industrielle Hochkonjunktur entwickelt hat, die man seit Be stehen des Reiches nicht tannte. In der Textilindustrie sind die bei Formeisen mit 26 Prozent in Erscheinung. In Amerita mußte wieder der Bericht der süddeutschen Textilberufsgenossenschaft für Fabriken bis 1909 überlastet und so fast überall." Es ist hier nicht die Erzeugung des Stahltrustes noch stärker eingeschränkt werden. 1907. Es wird uns wohl verraten, daß die Zahl der Betriebe im Der Platz, nachzuweisen, daß des Zentrums Schutzpatron durch leicht. Das ist ein Beweis dafür, daß die Induſtriekrise nicht eine Folge Jahre 1907 1130 betrug, müssen aber erst den Bericht der Aussichtsfertige Behauptungen den Mangel des Eingedrungenfeins in die der Geldkrise ist, sondern, daß diese in der Hauptfache hervorgerufen beamten zur Hand nehmen, um die Zahlen aus 1906 zum Vergleich Materie zu ersehen sucht, aber das kann man wohl sagen: wollte worden ist durch eine über die Konsumkräfte weit hinausgewachsene zu gewinnen. Wir finden dann, daß im Jahre 1906 1112 Betriebe man mit Erzbergerscher Gründlichkeit urteilen, tönnte man sagen: Erzeugung. Darum ist die Produktionsstockung nicht auch mit der versichert waren. D. weil die Textilindustrie auf Fasten und Darben gesezt ist, ist der Geldversteifung ohne weiteres behoben. neuen Handelsverträge Schädlichkeit erwiesen. Soziales. Metallarbeiter in Sachsen und Thüringen. Ein faum günstigeres Gepräge als die Textilindustrie zeigt sich In den anderen Gewerben. Die von der Erleichterung am Geldmarkt erhoffte Belebung am Baumarkt ist vollständig ausgeblieben. Für das laufende Jahr müssen auch alle Hoffnungen nach dieser Nichtung zu Grabe getragen werden. Troß der größeren Geld- Nach dem Berichte der Sächsisch- Thüringischen Eisen- und Stahlflüssigkeit sind Hypotheken immer noch schtver zu beschaffen. Hoffentlich Berufsgenossenschaft sind in diesem Bezirke jezt 5792 Betriebe mit benugen die Kommunen die nunmehr doch immerhin günstigere 156 144 Arbeiter beschäftigt. Die Zahl der Betriebe ist gegen das Situation dazu, eine etwas lebhaftere Bautätigkeit zu entfalten. Vorjahr um 71, die der Arbeiter um 12 317 gestiegen. Hervorragend beeinflußt von den Verhältnissen im Baugewerbe, ist es auf dem Holzmarkt nach wie vor äußerst still. Die Geschäfte bringen es nicht auf die Hälfte des vorjährigen Umfates. Der Absatz in billigen Möbeln ist so start zurückgegangen wie taum je Auch in der Großindustrie, mit Ausnahme in der chemischen, die im allgemeinen noch gut beschäftigt ist, mußte der weiter abflauenden Konjunktur durch Produktionseinschränkung Rechnung getragen zuvor. Kleines feuilleton. Eines dänischen Dichters Aderfest. Die dänischen, vor allem die jütischen Häusler und Landarbeiter, die in harter Arbeit einem engumgränzten Stüd ehemaligen Heidelandes farge Frucht ab. ringen oder sich auf den fruchtbaren Wiesen und Aeckern der Gutsbesitzer und großen Bauern abplagen, haben ihre Dichter gefunden. besizer und großen Bauern abplagen, haben ihre Dichter gefunden. Es sind besonders Johan Stjoldborg und Jeppe Aatjär, die naturgetreu ihr Leben schildern, ein Leben, das sie zu einem guten Teil selbst gelebt haben. Dem Empfinden und Denken, dem Kulturstreben dieser Arbeitsmenschen geben sie in Prosa und Versen lebendigen Ausdruck. Jeder der beiden betreibt eine kleine Landwirtschaft auf heimatlichem Boden. Süddeutsche Textilindustrie. Vergeblich sucht man dagegen die Hauptsache die Zahl der versicherten Arbeiter! Der Bericht gibt uns wohl an, daß die Lohnsumme gegen das Jahr 1906 um mehr als 6 Millionen Mart 7,7 Proz. gestiegen sei, verschweigt uns aber die Zahl der Versicherten, die sich in diese Lohnsumme zu teilen hatten. Man sollte dies eigentlich nicht für möglich halten. Im Jahre 1907 wurden 1740 Infälle gemeldet, wovon 291 entschädigt wurden. Diese hatten zur Folge: Tod in 11 Fällen, in e a Fall, teilweise in 157 Fällen und borübergehende Erwerbsunit in 122 Von den 11 Der Durchschnittslohn eines Versicherten ist 1148 M. Getöteten waren 8 Familienväter!! Nach Alter und Geschlecht vergegen 1115 M. im Vorjahre. Gegen das Jahr 1886 ist der Lohn teilten sich die Entschädigten: Erwachsene männlichen Geschlechts pro Kopf von 756 M. auf 1148 M. pro Jahr gestiegen. Daß in 188, weiblichen Geschlechts 84, Jugendliche( unter 16 Jahre) männ erster Linie die Organisationen der Arbeiter dies erreicht haben, wird lichen Geschlechts 7 und weiblichen Geschlechts 12. An Arbeitsim Bericht natürlich verschwiegen, der mit den großen Zahlen pruntt maschinen verunglückten allein 167 der Verlegten! Als Unfallund der Welt verkündet, daß die armen Industriellen des Bezirks unsachen bemühte sich der Bericht zusammenzustellen: mangelhafte allein über 179 Millionen Mark an Arbeitslöhnen im Berichtsjahre Betriebseinrichtungen 11 Fälle, Fehlen von Schutzvorrichtungen ausgezahlt haben. 5 Fälle, Nichtbenutzung vorhandenec Schutzvorrichtungen 3 Fälle; Armen und am Rücken sowie am Hinterkopf. Bei einem Patienten Hause deutsch; das genügt. Also fort mit dem Deutschen als bestand eine Zeitlang eine entzündliche Schwellung am Arm, ver- Unterrichtsgegenstand! bunden mit Fiebererscheinungen. Bei einem anderen fand sich an- Rannitverstahn". Leider ist es verabsäumt worden, der Vorderseite des rechten Unterarmes ein Muskelbruch vor. bei dem Besuche, den der Kriegsminister v. Ginem dem Grafen Ganz besonders bemerkenswert sind aber, wie Dr. Pfahl in der Zeppelin machte, einen Dolmetscher zuzuziehen; nur deshalb entmitteilt, Augenstand zwischen den beiden Generalen ein bedauerliches Miß" Deutschen Medizinischen Wochenschrift" störungen, die zum Teil in Blutaustritten, zum Teil aber verständnis. Man hätte den Landgerichtsdirektor Gröber oder noch auch sogar in Rethautlösungen und Erblindungen bestanden. Er besser den bayerischen Landtagsabgeordneten Dr. Heim als rät dringend an, in allen Fällen von Verlegungen durch Blik oder Dragoman zwischen Einem und Zeppelin stellen müssen. Zeppelin Elektrizität möglichst frühzeitig eine genaue spezialärztliche Unter- soll nämlich zum Kriegsminister gesagt haben:" Bischt Du aber suchung der Augen vornehmen zu lassen, damit der Betreffende saumäßig nervös!", was dieser unkundige Norddeutsche übelspäter nach dieser Richtung hin keine dauernden Schädigungen genommen haben soll. Wäre einer der genannten Dragomänner davon trägt. Manchmal sind solche als hysterisch zu beurteilen, bagewesen, so würde er ihm die Sache mit den Worten erklärt was durch den Schreck beim Blitzschlag und die dadurch verursachte haben: Aber, Erzellenz, dös saumäßig wer'n S' do net übelGrschütterung des Nervensystems wohl erklärlich ist, denn Hysterie nehmen. Gehn S, san& do net so a Rindviech, so a damisch's!" ( Jugend".). ist eine ziemlich ernste Nervenerkrankung. " Notizen. Bühnenchronit. Das Theater an der Spree Jeppe Aatjärs Hof lieg am Limfjord, etwas nördlich von dem Stück Land, auf dem einst seine Eltern ihres Lebens Arbeit vollbrachten. Ihnen hat der Dichter nun einen Denkstein gesetzt, und Die Vögel auf den Frauenhüten. Fortwährend hört man er veranstaltete bei der Gelegenheit ein Ackerfest, woran gegen Klagen und nur allzu berechtigte Klagen über die 3000 Menschen teilnahmen. Da wurden auch Reden gehalten, und Grausamkeiten der Mode, die den Hüten der Damen so viele unJeppe Aatjar selbst griff die Gutsbesiker- und Großbauernherrschaft schuldige Bögel zum Opfer bringt. Die Zahlen, die von Zeit zu ist von dem Regisseur W. Wauer auf mehrere Jahre gepachtet hart an, und sagte unter anderem: Beit mitgeteilt werden, sind geradezu entfeßenerregend. Die Pariser Modistinnen„ verarbeiten" jedes Jahr bis zu 40 000 See- worden und soll in ein intimes Volkstheater" umgewandelt werden. schwalben und Möwen. Ein Londoner Händler verkaufte im Unter dem Namen Populäre Kammerspiele" sollen zu billigen vorigen Jahre 32 000 Stolibris, 80 000 verschiedene Seevögel und Eintrittspreisen den Minderbemittelten fünstlerisch vollendete Auf800 000 Baar Bogelflügel der verschiedenen Arten. Man fann an- führungen von literarischem Wert geboten werden. nehmen, daß jedes Jahr in den sogenannten zivilisierten" Ländern- Ein Lufttorpedo. Der schwedische Oberstleutnant der der Frauenmode nicht weniger als 300 Millionen Vögel geopfert Artillerie, Unge, ein früherer Assistent Alfred Nobels, behauptet, werden. Es gibt Länder, die bestimmte Vogelarten, welche eine ein Lufttorpedo erfunden zu haben, mit dem man eine Festung charakteristische Erscheinung der betreffenden Regionen bildeten, oder auch das größte schwimmende Schlachtschiff zerstören fann. vollständig oder doch fast vollständig verloren haben: verschwunden Seine Flugbahn ist etwa dieselbe wie die einer Haubige, es wird durch oder dem Verschwinden nahe sind die Wildente von Labrador, die eine Turbine mit bemerkenswerter Genauigkeit gelenkt. Das Luftwilde Taube von Mauritius, der Star von Réunion usw. Damit torpedo, das nur mit mäßiger Geschwindigkeit an sein Ziel gelangen die Schwung oder die Flaumfeder ihren Glanz und ihre ganze kann und vielleicht deshalb für militärische Zwecke nicht von allzu Farbenfrische bewahre, darf man nur lebende Vögel rupfen; man großem Werte ist, soll auch für die Lebensrettung auf See gute macht daher auf die armen Tiere nicht mit der Flinte Jagd, Dienste leisten können und wird daraufhin bom englischen Handelssondern mit dem Neze. Der barbarische Jäger" reißt den ge- amt in den nächsten Tagen offiziell geprüft. fangenen Vögeln die Federn vom Leibe, und die unschuldigen Opfer der Mode müssen die größten Torturen leiden, ehe sie unter krampfhaften Zuckungen den Tod finden. " Der Hausmannsstand, der mein Stand ist, war seit den ältesten Zeiten unterdrückt vom Gutsbesitzerstand, und es soll stets meine Aufgabe sein, gegen diesen Stand Haß zu predigen. Haus männer, niemals sollen die Gutsbesitzer unser Vertrauen gewinnen! Sie sind ein Menschenschlag, der hinunter ins Feuer muß, wenn etwas Fett herauskommen soll. Zwischen dem dänischen Gutsbesizerstand und dem dänischen Hausmannsstand muß mindestens ein zweischneidiges Schwert liegen." Aatjär schilderte dann ergreifend das Leben seiner Eltern da draußen auf der Heide, wo Tag für Tag in harter Plage dahinging. Der Bautastein"( Grabstein), den er den Eltern sette, trägt die Inschrift: Hier führte mein Vater den Pflug, ach, so manches, manches Mal, Wenn hoch über dem Sandfeld die Lerche sang. Hier ging meine Mutter in graugrobem Kleid, Sah schweren Blickes zur sinkenden Sonne. Drum sett Euer Sohn diesen grauen Stein, Gures Wandels gedenkend, der wie Tau so rein. Eine Arbeiterversammlung, die am selben Tage in Nyköbing auf der Fjordinfel Mors stattfand, sandte Aakjär dieses Telegramm: erhebt." Humor und Satire. Die lette Nachricht von Sven Hedin. Wie das schwedische Ministerium des Aeußern in Erfahrung gebracht hat, soll Sven Hedin im November v. J. an die Behörden in Kaschmir geschrieben haben, es sei möglich, daß er seinen Kurs nach Peking nehme, anstatt nach Indien zurückzukehren. Der neue Aurs. Die Regierung in Wiesbaden hat Schul- Ohrenärzte. Die Deutsche Otologische Ges Die Arbeiter in Nyköbing senden Dir Gruß und Dank für „ Vredens Börn", und weil der Ton, der durch Deine Dichtung angeordnet, daß in der Mittelstufe der Schulen, in der bisher vier sellschaft, der die große Mehrzahl der deutschen, schweizerischen flingt, den Adel der Arbeit über die Geld- und Geburtsaristokratie Religionsstunden gegeben wurden, eine fünfte Religionsstunde ein- und österreichischen Ohrenärzte angehört, hat bei ihrer diesjährigen gerichtet wird, die dem Unterricht im Deutschen weggenommen Tagung in Heidelberg beschlossen, an die Gemeinden Deutschlands ,, Vredens Börn"„ Kinder des Zorns"- ist ein ergreifender wird. Diese Verfügung ist mit Freuden zu begrüßen. Wenn es mit über 10000 Einwohnern die folgende Erklärung zu schicken: Landarbeiterroman, dessen Held sich in schwerer Arbeit durchringt einem beschränkten Untertan gestattet ist, in aller Bescheidenheit Die Deutsche Otologische Gesellschaft hält die Anstellung von zur sozialistischen Weltanschauung und der schließlich, satt der an der Verfügung der Hohen Königlichen Regierung etwas aus- Schul- Ohrenärzten an allen Bolts- und höheren Schulen für erzusehen, so würden wir uns folgende submisseste Bemerkung erforderlich. Durch viele Untersuchungen ist festgestellt, daß, bei etwa heimatlichen Misere, nach Amerika auswandert. lauben: Auch jetzt bleiben für den Unterricht im Deutschen noch der Hälfte der schwerhörigen Schulkinder die dauernde Schwer. Die Folgen des Blitzschlages. Der Blikschlag fann für den immer verschiedene Stunden übrig. Wozu denn eigentlich? Wenn hörigkeit durch frühzeitige Behandlung hätte vermieden werden Menschen eine ganze Reihe von Nachteilen mit sich bringen. Tahin der Schüler mit sechs Jahren in die Schule fommt, so fann er doch fönnen. Da der Erfolg des Unterrichts vom Grade der Schiver. gehört in allen Fällen eine Bewußtlosigkeit von kürzerer oder schon deutsch sprechen; und wenn er selbst hier und da noch einen hörigkeit abhängig ist, liegt die Verhütung und die Beseitigung der längerer Dauer. Außerdem aber sind meist sonst noch Verände Stasus mit einem anderen verwechselt, so gibt sich das im Laufe Schwerhörigkeit sowohl im Interesse der Schule als auch in dem der rungen nachweisbar, nämlich ausgedehnte Verbrennungen an den der Zeit von selbst. Die Eltern sprechen doch mit dem Schüler zu betroffenen Kinder," Aus der Frauenbewegung. Genossinnen! 1200 großen oberschlesischen Industrieorte gefallen ist, lonnte schwerlich je gefällt werden. Vor der Straffammer in Beuthen hatte sich nämlich der feitherige Polizeisergeant Hohaus aus Lipine zu ber in 72 Fällen follen dagegen die Arbeiter gegen die Vorschriften berstoßen haben! Durch Ungeschidlichkeit, Unachtsamkeit der Ver lekten selbst passierten laut Bericht 77 Unfälle usw. Der Bericht traute aber diejen Angaben offenbar selbst nicht, denn zum Schlusse wird angeführt, daß in 100 Fällen die Ursachen nicht zu ermitteln Als Beauftragte der Genofsinnen Deutschlands beruft antworten, weil er sich von verschiedenen Gewerbetreibenden durch Schmiergelder hatte verleiten lassen, über ihm zur Kenntnis gewaren. Solche Statistiken" sollte man lieber ganz unterlassen! die Unterzeichnete eine Frauenkonferenz nach Nürnberg ein, tommene Uebertretungen und Vergehen Anzeige nicht zu erstatten. Er Anders ist dagegen die Statistit über die Rechtsprechung, da wo der nächste Parteitag stattfinden wird. Die Konferenz wurde dafür zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Das Gericht hat man feste Bahlen, die auch„ beweisen" können, wie die Ver- foll Freitag, den 11. September, morgens 9 Uhr, in der erkannte ihm mildernde Umstände zu, weil es notorisch sei, daß in lekten zu ihrem Rechte fommen. Die Schiedsgerichte für Arbeiter Goldenen Rose", Webersplay, zusammentreten. Lipine vieles faul und daß die Unfitte des Schmierens der Beamten versicherung haben 35 Berufungen anerkannt und 63 abgewiesen. Als provisorische Tagesordnung schlage bort allgemein ist; der Angeklagte habe als junger Beamter nur die Die Verletzten hatten 13 Returse, die Berufsgenossenschaft? Reich vor: turse gegen diese Urteile erhoben. Der Bericht bemerkt hierzu: ich vor: „ Von den Rekursen der Genossenschaft hatten 6 Erfolg, von den 1. Bericht der Zentralvertrauensperson. Rekursen der Verlehten hatte nur einer Erfolg!" Die Aufsichtsbeamten der Berufsgenossenschaft hatten im Be richtsjahre 799 Betriebe revidiert, wovon in 313 Betrieben 502 Berstöße gegen die Unfallverhütungsvorschriften entdeckt wurden. Die Beamten haben natürlich die Wahrnehmung häufig gemacht", ... daß die Arbeitnehmer vielfach die zum eigenen Schuße dienenden Vorschriften nicht beachten, auch die gebotenen Hilfswerkzeuge nicht benußen" usw. Trotzdem haben die Beamten doch in 52 Fällen das Fehlen jeglichen Unfallschutes festgestellt! Die Arbeitnehmer find demnach auch dafür verantwortlich zu machen. Aus der Partei. Christliche Sozialisten. a) Agitation. b) Presse. 2. Die Neuorganisation der Genossinnen. Referentin: Genossin Ziez. 3. Die sozialistische Erziehung der Jugend.. a) Die Erziehung im Hause. Referentin: Genossin Dunder. b) Die Jugendorganisation. Referentin: Genossin 8ettin. Bragis feiner älteren Kollegen befolgt! Uns dünkt, der Drt Lipine tommt nicht bloß in Oberschlesien vor. Wieder einmal der Bock als Ziergärtner. Der Lehrer Alfred Kaschel aus Stephansdorf im gar frommen Kreise Neisse wurde von der Neisser Ferienstraftammer wegen Sitt lichkeitsverbrechen und widernatürlicher Unzucht zu zwei Jahren Gefängnis und Ehrverlust von gleicher Dauer verurteilt. Ein raffinierter Gannerstreich lag einer Anklage wegen Urkundenfälschung und schweren Diebstahls In Orten, in denen ein Zusammenarbeiten mit den zugrunde, welche gestern die erste Straflammer des Landgerichts III Genossen stattfindet, ist es selbstverständlich, daß die Ge- beschäftigte. Aus der Untersuchungshaft wurde der Bootsmann noffinnen sich mit diesen baldigst über die Wahl einer Dele- Wilhelm Thomas aus Charlottenburg vorgeführt. Der Angeklagte gierten verständigen. Dort, wo die Verhältnisse nicht so zählt zu den„ Stammgästen" in dem Moabiter Kriminalgericht und günstig liegen, haben die Genossinnen laut§ 11 Abjat 1 hat schon wegen aller möglichen Straftaten Borstrafen erlitten. Der Handelsmann Schulz betreibt am Charlottenburger Ufer ein des Organisationsstatuts der sozialdemokratischen Partei fleines Posamentier- und Kurzwarengeschäft, in welchem auch seine Aus New York wird uns geschrieben: In den letzten Tagen des Mai tagte in New York der dritte Deutschlands das Recht, in öffentlicher Frauenversammlung Ehefrau tätig ist. Das Ehepaar hatte bisher nie in seinem Jahrestonvent der Christian Sozialist Fellowship"( chriftliche, nicht nur eigene Delegierte für die Frauen- Leben etwas mit der Polizei oder dem Gerichte zu tun bielfach verbreitete Schen fozialistische Gemeinschaft), einer Vereinigung, deren gwed bie Bro- tonferenz zu wählen, sondern auch für den Partei- gehabt und deshalb auch eine allen Dingen, die mit Polizei und Gericht nur pagierung des Sozialismus in religiösen Kreisen ist. Von der tag. Wünschenswert ist es, daß die Delegierten zur bor Umso größer war deshalb der bürgerlichen Preise wurde dem Konvent weit mehr Beachtung ge- Frauenkonferenz auch zugleich ein Mandat für den irgendwie zusammenhängen. Schred, als am 29. Mai 1908 ein Herr den Laden schenkt als dem kürzlichen Parteitag in Chicago. Maß Parteitag erhalten. Seine Verhandlungsgegenstände betrat und einen Brief überbrachte, ber das ominöfe gebend dafür war wohl die Zusammensetzung des Konvents und find insgesamt von größter Wichtigkeit für die proletarische blaue Siegel trug. Mit Zittern und Bangen wurde der Brief ge= Beffen Milieu. Die Teilnehmer waren zumeist Geistliche der ber Frauenwelt. Es sei nur daran erinnert, daß der Parteitag öffnet, es war eine Vorladung vor das Berliner Polizeipräsidium fchiedenen christlichen Kirchengemeinschaften( in Amerika egiſtieren Dugende solcher Gemeinschaften); auch ein Stabbiner war barunter, das letzte Wort in Sachen der Frauen organisation und zwar follten die Sch.'schen Eheleute sofort nach Empfang sich fowie verschiedene Parteigenossen, die Atheisten sind und aus dieser spricht. Angesichts der bevorstehenden Entscheidungen, die zur Vernehmung dort einfinden. Das höchst erschreckte Ehepaar ihrer Ueberzeugung fein Hehl machten. Sturz, es war eine bunte von außerordentlich großer Bedeutung für die Entwickelung hatte, da auf der Vorladung vermerkt war, daß bei Nichterscheinen Gesellschaft, die in Deutschland und Desterreich schon wegen des Ver- der proletarischen Frauenbewegung sein werden, ist es selbst eine zwangsweise Vorführung erfolgen würde, nichts Eiligeres zu hältniffes zwischen Kirche und Staat undenkbar und unmöglich wäre verständlich, daß zahlreiche Vertreterinnen der Genofsinnen tun, als sofort den Laden zu schließen und im schnellsten Tempo in einer Droschte nach dem Polizeipräsidium zu fahren. Hier wurde und nur den Spott der Genossen herausfordern würde. mit beraten und mit beschließen sollten. Die Frage, der ihnen in dem Zimmer, nach welchem sie vorgeladen waren, zu Anders hier. Zwar finden auch bei den hiesigen, aus Deutsch Jugendorganisation ist in hervorragender Weise ihrem größten Erstaunen mitgeteilt, daß von einer Vorladung land und Desterreich zugewanderten Genossen die Bestrebungen der Christlichsozialen, wie sie der Kürze halber nach ähnlichen Partei eine Frage der Aufklärung und Erziehung der proletarischen nichts befannt sei. Nachdem das Ehepaar von Bureau zu Bureau der Christlichsozialen, wie sie der Stürze halber nach ähnlichen Parteibildungen in der Heimat genannt werden, wenig Anklang, stoßen Mütter, und die Aufgaben, die sie stellt, können ohne weit gefchickt worden war, verließ es endlich fopfschüttelnd das bielmehr auf Widerspruch, aber die Haltung der amerikanischen gehende, zielflare Mitarbeit der Genossinnen nicht befriedi- Gebäude und fuhr wieder nach Hause. Hier stand ihnen eine atveite Parteigenossen in dieser Frage ist eine wesentlich andere. Nonnte gend gelöst werden. Als Arbeiterinnen, Arbeiterfrauen und sehr unangenehme Ueberraschung bevor. Während ihrer Abwesenheit doch Genosse Debs, der Präsidentschaftskandidat der sozialistischen Partei, Arbeitermütter haben die Proletarierinnen das höchste Inter- hatten Diebe ihrem Geschäft einen Besuch abgestattet und Herren in einer von Tausenden besuchten öffentlichen Versammlung, die aus esse an der Sozialpolitik des Reiches; als Trägerinnen wäsche, Panamahüte und bares Geld in Höhe von 580 M. gestohlen. effe mun erft erkannten die beiden, daß sie das Opfer eines raffi Anlaß des Konvents der Christian Sozialist Fellowship" einberufen der direkten und indirekten Steuerlasten wird ihr Leben ein- nierten Gaunerstreiches geworden waren. Die Vorladung war in worden war, unividersprochen erklären, daß er heute den Geistlichen schneidend von einer Reichsfinanzreform berührt. geschickter Weise auf den Namen der Eheleute gefälscht worden, nach als Genossen freudig die Hand reiche, während er sie früher Der Aufruf des Parteivorstandes wendet sich an die ge- dem der Name, auf den die Vorladung ausgestellt gewesen war, beargwöhnt habe. Selbst Hillquit, der Betreter Ameritas im Internationalen sozialistischen Bureau und ein ausgesprochener Atheist, famte Genossenschaft, er gilt für die Genoffinnen wie die durch ein Radiermittel entfernt worden war. Während das Ehepaar hatte für die Christian Sozialist Fellowship" und die im Anschluß Genossen. Möchten daher die Genofsinnen überall dafür angsterfüllt auf den Fluren des Polizeipräsidiums herumlief, hatte an den Konvent gegründete Ministers' Sozialist Conference"( Wer sorgen, daß dem ihnen zustehenden Rechte gemäß auch an der Einbrecher in aller Gemütsruhe den Laden ausgeräumt. Die dem Mißtrauen der deutschen und österreichischen Genossen, das sich nehmen, die in treuer Pflichterfüllung. alle Arbeiten und ficht auf die überaus raffinierte und gemeingefährliche Tat des An einigung sozialistischer Geistlichen) nur Lob und Anerkennung. Von dem diesjährigen Parteitag als Delegierte Frauen teil Ariminalpolizei ermittelte den Täter in der Person des jezigen Angeklagten Thomale. Der Staatsanwalt beantragte mit Rüdauf die schlimmen Erfahrungen mit den pfäffischen Quertreibereien Kämpfe der Sozialdemokratie teilen. geklagten eine Zuchthausstrafe von drei Jahren. Das Gericht erkannte in der Heimat gründet, feine Spur. auf zwei Jahre und sechs Monate Buchthaus. " bis zum 31. August einzusenden. Erfolgte Wahlen von DeleAnträge zur Frauenkonferenz sind spätestens gierten sind der Unterzeichneten zu melden. Die Erklärung für diese merkwürdige Erscheinung ist haupt fächlich in dem Verhältnis zwischen Kirche und Staat zu suchen. Was die deutsche Partei fordert, die Trennung der Kirche vom Staat, besteht hier. Die Stirchen erhalten eine taatlichen Buschüsse Die Einträglichkeit einer Pfarre hängt ausschließlich bom guten Willen der Mitglieder der Kirchengemeinde ab. Die Wünsche der Geistlichkeit, den Kirchendienst burch fozialistische Vorträge interessant zu die machen, begegneten sich mit denen unserer Redner, die gerne zu größeren Bersammlungen sprechen wollten. So fam es, daß seit ein Jahren hier und anderwärts Gotteshäuser für sozialistische Vorträge zur Verfügung gestellt werden. Nenerdings, mit der Ausbreitung des Sozialismus, haben Geistliche die früher von fozialistischen Agitatoren ausgeübte Tätigkeit übernommen. In New York, in Brooklyn usw. wird in verschiedenen Kirchen allsonntäglich das Evangelium des Sozialismus von den Kanzeln herab gepredigt. Selbst die freie Aussprache ist den Besuchern dieser Andachten" zugestanden. an 11 Die Adreße des Lokalkomitees ist: Max Treu, Nürnberg, Egidienplatz 22. Fortschritte der proletarischen Frauenbewegung werden, Die Frauenkonferenz zu Nürnberg muß ein Beweis für Ausgangspunkt weiterer Erfolge. Mit Parteigruß Ottilie Baader, Vertrauensperson der Genofsinnen Deutschlands. Berlin SW. 68, Lindenstr. 3, 1. Quergebäude IV. 4 : Die sozialdemokratische Frauen- Organisation. Dem Jahresbericht des Sozialdemokratischen Vereins für den Streis Essen entnehmen wir über die dortige Frauenorgani fation folgende Angaben: Die Organisation wurde erst im Jahre 1904 ins Leben gerufen. Sie fonnte mit Rücksicht auf die vereinsgefeßlichen Schranten nur eine lose form haben. Für den Streis Essen wurden zu nächst zwei Vertrauenspersonen gewählt, denen die Aufgabe zu fiel, unter den proletarischen Frauen zunächst Abonnenten auf die Gleichheit" zu sammeln. Die Abonnentenzahl betrug im ersten Tätigkeitsjahr nur etwa 100 und stieg im Jahre 1905 auf 850, im Jahre 1906 auf 600 und hat bei Abschluß des Berichtsjahres rund 1000 betragen. " An Wochen- Spielplan der Berliner Cheater. Königl. Opernhaus. Geschlossen. Königl. Schauspielhaus. Gefchloffen. Neues fönigl. Opern Theater. Sonntag: Cavalleria rusticana. woch: Baltüre. Cenfang 6%, br.) Donnerstag: Tannhäuser.( Anfang Bajazzi. Montag: Lohengrin.( Anf. 7 Uhr.) Dienstag: Mignon. Mitt 7 Uhr.) Freitag: La Traviata. Sonnabend: Lohengrin.( Anfang 7 Uhr.) Sonntag: Wallure.( Anfang 62 Uhr.) Montag: Der Troubadour. Deutsches Theater. Täglich: Die Brettlgräfin. Deutsches Theater( Stammerspiele). Täglich: Gelbstern. Bon Donnerstag ab: Geschlossen. Leffing- Theater. Geschlossen. Berliner Theater. Geschlossen. Neues Theater. Täglich: Der Berriffene. Neues Schauspielhaus. Täglich: Die Dollarprinzeffin. Kleines Theater. Täglich: 2 x 2= 5. Komische Oper. Geschlossen. Residenz- Theater. Geschlossen. Lustspielhaus. Allabendlich: Die blaue Maus. Trianon Theater. Geschlossen. Schiller Theater 0. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Der Bildschütz. bends: Oberon. Montag: Der Troubadour. Dienstag: Die Zauberflöte. Mittwoch: Martha. Donnerstag: Oberon. Freitag: Die weiße Dame. Sonnabend Undine. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Carmen. Abends: Der Postillion von Lonjumeau. Montag: Unbestimmt. Schiller Theater Charlottenburg. Geschlossen. S Friedrich Wilhelmstädtisches Schauspielhaus. Täglich: Die Diebin. Theater des Westens. Täglich: Ein Walzertraum. Thalia Theater. Täglich: Der Mann mit dem Monocle. Neues Operetten- Theater. Geschlossen. Luifen- Theater. Geschlossen. Bernhard Nose- Theater. Täglich: Das Geheimnis von New York Metropol Theater. Allabendlich: Das muß man seh'n! Gustav Behrens Theatet. Spezialitäten. Apollo Theater. Allabendlich: London Suburbia. Spezialitäten. Walhalla Theater. Spezialitäten. Die Haltung der Geistlichkeit unserer Bewegung gegenüber ist also eine wesentlich andere wie draußen. Und auf dem Konvent der„ Christian Sozialist Fellowship" suchten die Hauptakteure alles zu vermeiden, was Mißtrauen zu erzeugen geeignet gewesen wäre. Immer aufs neue betonten sie die Notwendigkeit des Klaffentampfes und wiesen jede Gemeinschaft mit den Christlichsozialen Deutschlands und Desterreichs zurück. Einer der Redner, der Pfarrer Charles Bail, erklärte ausdrücklich, daß ohne die Anerkennung des Klaffentampfes Sozialismus ein hohler Begriff ist. Bischof Spalding, von Utah, welcher am Erscheinen verhindert war, bezeichnete in einem den Konvent das gerichteten Briefe Erwecken des Klassenbewußtseins unter der amerikanischen Arbeiterschaft für die Mit der Steigerung der Abonnentenzahl wurde auch das Ein anderer Pfarrer namens Tätigkeitsfeld immer größer, so daß zur Erleichterung der GeHauptaufgabe der Geistlichen. Wilson von Newart sagte, daß die Christian Sozialist Fellowship" schäfte die lose Organisation in festere Formen gebracht werden fofort ihre Tätigkeit einstellen wird, wenn die Gefahr einer Ber- mußte. Zu diesem Zwede wurde der Stadttreis in Botenbezirke flachung der sozialistischen Bewegung durch die christlichsozialistische eingeteilt und für jeden Bezirk eine Genossin gewonnen, die das entstehen sollte. Entsprechend diesen öffentlichen Aeußerungen wurde, Austragen der" Gleichheit" übernahm. Jm Landkreis wurde dieses nachdem der Name Christian Sozialist Fellowship" in Sozialist System später ebenfalls durchgeführt. Den beiden Vertrauens. Christian Fellowship" umgewandelt worden war, um das Sozia- personen war es nunmehr leichter gemacht, die Agitation durch listische stärker hervorzuheben, ein Programm angenommen, das Versammlungen und Bezirksbesprechungen zu betreiben und neu unter anderem lautet: zu beleben. Die fortschreitende Entwidelung der Effener Frauen- 3 Angesichts der politischen Bedeutung der Bezeichnung Christ bewegung lenkte auch bald die Aufmerksamkeit der Behörden auf licher Sozialismus" in europäischen Ländern betonen wir, daß sich. Im Jahre 1906 wollte die Essener politische Polizei partout christliche sozialistische Gemeinschaft sich sowohl im Geiste als aus unserer losen Organisation das Merkmal eines geschlossenen auch in den Absichten von den sogenannten christlichsozialistischen Vereins konstruieren. Zu diesem Zwede wurden Haussuchungen Parteien( besser: christlichsozialen Parteien. D. B.) in Deutschland nach belastendem Material" bei unseren beiden Vertrauens. 25. Juli: Ueber den Brenner nach Benedig. Sonntag: Die Gletscher der und anderwärts unterscheidet. Sie darf nicht verwechselt werden personen vorgenommen, lepetere auch einem scharfen Verhör bei mit den halbphilanthropischen und sozialen Reformbewegungen, dem Untersuchungsrichter unterzogen. Doch, aller Liebe Müh' welche mitunter als christlicher Sozialismus bezeichnet werden. Sie war umsonst. Trotzdem die Polizei einige Bücher, Marten und hat nicht nur keinerlei Verbindung damit, sondern verurteilt im Gegen- sonstiges Material beschlagnahmt hatte, wurde nach einigen Wochen teil die sogenannte christlichsoziale Bewegung in Deutschland, Dester- das Verfahren gegen die Sünderinnen" eingestellt. Jetzt, nach reich und anderen Ländern des europäischen Kontinents, welche eine diefer großen Attion sette die Agitation unter den Frauen erst wütende antifozialistische und unchristliche Propaganda betreiben und recht lebhaft und mit größerem Erfolge ein. die Sozialdemokratie, diese politische Bewegung der Arbeiterklasse, bekämpfen. " " Passage Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Spezialitäten. Abends täglich: Berlin in Stimmung. Spezialitäten. Nächsten Sonntag nachmittag Uhr: Spezialitäten. Wintergarten. Allabendlich: Spezialitäten. Reichshallen Theater. Allabendlich: Stettiner Sänger. Carl Haverland Theater. Spezialitäten. Anfang 8 Uhr. Berliner Prater Theater. Allabendlich 7 Uhr: Die Welt ein Paradies. Urania Theater. Taubenstraße 48/49. Dienstag und Sonnabend, den Hochgebirge und die Eiszeit unserer Heimat. Montag und Freitag: Die Mosellande und ihr Weinbau. Mittwoch: Die Kruppschen Werke. Donnerstag: Durch Dänemark und Südschweden. Sonntag, den 26. Juli: Von der Bugspige zum Bahmann. Anjang 8 Uhr. Sternwarte, Invalidenstr. 57-62. Briefkaften der Redaktion. Die juristische Eprechstunde findet Lindenstraße Nr. 8, gweiter bier Treppen, Sof. dritter Eingang, Fahrstuhl wochentäglich abends von 7 bis 9% hr ftatt. Geöffnet 7 Uhr Sonnabends beginnt die Sprechstunde um 6 Uhr. Jeder Anfrage ist ein Buchstabe und eine Zahl als Werkzeichen beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. Seit dem 1. Januar d. J. ist, dem Vorgehen der Genoffinnen anderer Wahlkreise am Niederrhein folgend, auch in fast Die christliche sozialistische Gemeinschaft verficht den Sozialismus allen Orten des Essener Kreises die Erhebung eines festen Parteiohne Vorbehalte. Sie fennt feine spezielle Form von Sozialismus beitrages von 10 Pf. monatlich durchgeführt. Die Erhebung dieses oder einen bestimmten christlichen Sozialismus. Der Sozialismus, Parteibeitrages geschieht in der Weise, daß neben dem Abonnementsden sie predigt, unterscheidet sich in nichts von dem der internatio- preis der Gleichheit", der 10 Pf. beträgt, alle vierzehn Tage P. 1908. Nach Lage der Sache wird sich zurzeit faum etwas gegen nalen sozialistischen Bewegung. Die christliche sozialistische Gemein- 5 Pf. Parteibeitrag erhoben werden und dafür als Quittung eine die Anordnung machen lassen. E. N., Schöneberg. 1. Die Ehe schaft strebt nicht die Gründung einer neuen politischen Partei an, Marte zu 15 Pf. auf eine Quittungskarte geflebt wird. fcheidung ist dort schwerer. 2. Etipa 30 000.- W. B. 101. 1. Rein. sondern indoffiert und unterstüßt das Programm und die Prinzipien Wenn auch anfänglich dieser neuen Organisationsform und 2. Darüber besteht teine gesekliche Vorschrift. S. 2. 2. 1. Bersuchen G. 38. Mit Beder sozialistischen Partei. Die Mehrzahl der Mitglieder der Gemein- der Erhebung eines festen Parteibeitrages unter den Frauen teine Sie es mit Bitrone. 2. Buchhandlung Vorwärts. schaft gehört auch zur Mitgliedschaft der Partei und der Einfluß der große Sympathie entgegengebracht wurde, so hat sich dieser Gewilligung des Wirts ja. Gemeinschaft wird ohne Einschränkung zugunsten der Partei geltend bante der Bentralisation doch allmählich immer mehr fiegreich begemacht. hauptet und Fortschritte gemacht. Gerichts- Zeitung. Bum Beitritt zur Gemeinschaft bedarf es keiner religiösen oder Im letzten Halbjahr sind insgesamt umgesetzt worden: 7959 Glaubensprüfung. Der Grund ihrer Eristenz als gesonderte Organi- Marten zu 15 Pf., so daß also etwa 700 Frauen in unserm Wahlfation ist die Notwendigkeit, die sozialistische Propaganda unter die treise fortlaufend die Partei finanziell unterstützen. Mitglieder der Kirchen und anderer religiöser Justitute zu tragen. Die Gemeinschaft heißt Anhänger jeden Glaubens ohne Unterschied in ihren Reihen willkommen und fordert sie auf, durch die Gemein schaft den Sozialismus in den Kirchengemeinden zu propagieren." Der auf dem Konvent gegründeten Vereinigung sozialistischer Geistlichen haben sich bereits 800 Pfarrer angefchloffen. Die christ- hat es sich schon oft gefallen lassen müssen, Gegenstand schärfster Stritit liche sozialistische Gemeinschaft verfügt über ein eigenes Organ" The burch die Deffentlichkeit zu sein. Ein vernichtenderes Urteil aber, wie es Christian socialist". jekt vom Nichtertische aus gegen die Polizei von Lipine einem Die oberschlesische Polizei S. 2. 15. Die Kinder könnten auf Bahlung vermieten. 2. Die Staffe tann sogenanntes Taschengelb zahlen, ist hierzu ihres pflichtteils flagen.- P. S. 42. 1. Sie fönnen die Tür öffnen und in Ihrem Fall aber nicht verpflichtet. 3. Dem Gesez entspricht das Ber halten. Hausmann 333. 1. In Italien, am Adriatischen Meer. 2. Uns verständlich. 3. Benden Sie sich an den Berlag. 4. Za: Sreten Sie direkt mit der Buchhandlung in Verbindung. R. Sch. 66. Zunächst müssen Sie Sühnetermin bei dem Schiedsmann des Bezirks beantragen, in dem der Beleidiger wohnt. Nach fruchtlosem Sühneversuch lunn die Beleidigungsflage beim Amtsgericht Moabit erhoben werden. O. 2. 76. Geringe förperliche Fehler( Bahn- und Augen- Fehler), die vom Dienst mht aus schließen. 2. S. 100. 1. Ja. 2. Das ist zulässig. V. N. 360. Soweit ersichtlich steht Ihnen ein Klageantrag gegen die Beschlagnahme nicht au, ebensowenig Threm Schuldner. Sie milssen Ihre Forderung gegen biefe eintlagen. Emma 25. 1.- 5. Die Charitè ist zur Aufnahme be regtigt, nicht aber verpflichtet. Segen Sie sich mit ihr in Berbindung. 6. Ja. Deffentliche politiche Bersammlungen| Zentralverband der Maurer Deutschlands. Zweigverein Berlin. Mittwoch, den 22. Juli 1908, finden im gesamten Zweigverein 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Stidmahlen Delegierten, 10. Verbandstag att Dienstag, den 21. Juli, abends 8% Uhr: S Volks- Versammlung Fim großen Saale der Bock- Brauerei( Tempelhofer Berg). Vortrag des Reichstagsabgeordneten Wolfgang Heine: bie der un statt. Die Versammlungen der Zahlstellen der Maurer beginnen abends 8½ Uhr in folgenden Lokalen: Berlin, im Saat I des Gewerkschaftshäuſes. Charlottenburg, im Heinen Saal des Volkshauses. Rixdorf, bei Thiel, Bergstraße 151. Steglik, bet strüger, Seefeftraße 1. Marienfelde, sei verschmidt, Berliner Straße 114. Mariendorf, bet Löwenhagen, Chauffeestraße 27. Wilmersdorf, bei Käseler, Lauenburger Straße 21. Tempelhof, bei müller, Berliner Straße 41. Das neue Reichsvereinsgefehör- lighterfelde, bel gestage, tee 5. 211/5 nohkopf, Königchauffee 38. Laffago, Chauffeestraße Männer und Frauen! Erscheint zu diesem instruktiven Vortrag in Massen. Friedrichshagen, bei serche, Friedrichstraße 112. Frik Schwemke, Grimmstr. 26. Friedrichsberg, v. Bickenhagen, Scharnweberstr.61. Ober- Schöneweide, hoftraße 79. bei Dellmann, Wilhelminen. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Einsetzer. Mittwoch, den 22. Juli, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 14, part., Saal 4: Branchen- Verfammlung. Zages Ordnung: Bericht der Kommission. Berbandsangelegenheiten. Branchenangelegen heiten. Verschiedenes: Wie stellen sich die Kollegen zu einem Sommerbergnügen? Die Branchen- Kommission. Maschinenarbeiter. Donnerstag, den 23. Juli, abends 8, Uhr in Boekers Festsälen, Weberstr. 17: Branchen- Verfammlung. Lages Ordnung: Orts- Krankenkasse für Friedenau. Tegel, bei Kingler, Schlieperstraße 64. Pankow, bei Clemen, Bollantstraße 122. Adlershof, bei Kaul, Bismardstraße 16. Alt- Glienicke, bet Sak, Grünauer Straße 29. Mahlsdorf, bei Schliefe, Hōnower Straße 6. Die Versammlung der Putzer findet abends 6 Uhr in den„ Arminhallen", Kommandantenstraße 58/59( großer Saal) statt. Tagesordnung: 138/ 15* 1. Stichwahl. 2. Abrechnung vom zweiten Quartal 1908. 3. BeschlußDie 4. Abänderung zum Statut fassung über die Verlegung des Bureaus, sowie über die Verschmelzung der vom 23. April) ist vom Bezirksaus Lokaltassen im Gesamtzweigverein mit der Zweigvereinskasse. ( Beschluß der Generalversammlung schuß genehmigt und tritt mit heutigem Tage in Kraft. 275/13 Druderemplare werden im Stassentlofal ausgegeben. Friedenau, den 16. Juli 1908. Der Vorstand. H. Heider, R. Hildebrandt, Vorsitzender. Schriftführer. Krantenunterſtügungs- und Be: gräbnisberein gewerblicher Arbeiter zu Berlin. Sonnabend, den 25. Juli 1908, abends 8%, Uhr: General- Versammlung in den Industrie- Festsälen, Beuthstr. 20. ages Ordnung: 1. Staffenbericht pro 2. Quartal 1908. 2. Wahl eines Schriftführers. 3. Statutenänderung. 4. Verschie denes. 289/10 Einen recht zahlreichen Besuch erwartet. Der Vorstand. J. A.: Friedrich Der wichtigen Tagesordnung wegen muß jeder Kollege erscheinen. Freudenreich, S. 59, Wissmannstr. 17, 1. Bericht der Kommission. 2. Unsere Arbeitsve 8. Branchenangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. ermittelung. 87/5 Die Branchenkommiffion. Branche der Musikinstrumenten- Arbeiter. Montag, den 20. Juli, abends 8 Uhr im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15 J( Saal VIII): = Vertrauensmänner- Versammlung. Zages Drdnung: 1. Bortrag über„ Die gegenwärtige Krise und ihre Einwirkungen auf die J.B Borsitzender. J. Baer Ecke Ballstr.26.Prinz- Allee Herren- und KnabenModen, Berufskleidung, El.Paletots u.Havelocks Großes Lager in- und ausländischer Stoffe zur Anfertigung nach Maß. Allerbilugste, streng feste Proise. Musikinstrumentenindustrie". 2. Bericht der Branchentommission. 2. Branchen- Berliner angelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. Jeder Betrieb muß vertreten sein. Die Branchenleitung. Branche der Jalousie- Arbeiter. Sonnabend, den 25. Juli 1908: Großes Sommerfest adishund Sommernachts- Ball in A. Boekers Festsälen, Weberſtraße 17.132 Montag, den 3. August: Gr. Dampferpartie mit Musik und Voigts Krampenburg gegenüber Schmöckwik. Spiele und Belustigungen aller Art im Freien. Während derselben BALL in den geräumigen Sälen. Aufstieg eines lenkbaren Luftballons vom See aus und andere Ueberraschungen. Abfahrt morgens 7 Uhr von der Jannowizbrüde, Anlegeftelle der Sterngesellschaft. Nüdfahrt abends 8 Uhr. Fahrpreis pro Person hin und zurüc influsive Zanz und Teilnahme an allen Belustigungen 75 Pf., Kinder über 6 Jahre 20 Pf. Billetts sind jederzeit im Verkehrslokal bei Bieberstein, Adalbertstr. 59, zu haben. Dieselben sind auch durch alle Werkstatt- Bertrauensleute zu beziehen. Zur besonderen Beachtung: Die Billetts müffen bis zum Sonnabend, den 25. Juli, bezahlt und auf dem Verkehrslokal abgerechnet werden. Das Bergnügungskomitee. Sterbekasse ehemals Pilug'scher Arbeiter ( Hetzel'sche Kasse). om Sonntag, den 26. Juli, vorm. 10 1hr, bei Wilke, Brunnenstr. 188: General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Berlesung des Protokolls der Generalversammlung vom 26. Januar 1908. 2. Staffenbericht pro erstes Halbjahr 1908 und Bericht der Revisoren. 3. Festsetzung der Publitationsorgare pro 1908/09. 4. Verschiedene Stassenangelegenheiten. 289/ 7* Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. J. A.: Otto Winkler. Dienstboten- Versammlung Dienstag, den 21. Juli cr., abends 8%, Uhr, in den Brachtsälen des Westens, Spicheruste. 3. Zages Drdnung: 289/6 " Die Ausbeutung der Hausaugestellten durch die Gefindes, vermieter und die Beseitigung derselben." Referent: Hugo Poetzsch. Diskussion. 289/11 Verein für die Intereffen der Hausangestellten. Fellx Scheuer U Ju allen Versammlungen legitimiert zum Eintritt das Mitgliedsbuch! Die Zweigvereinsleitung. NB. Nach der Bibliothekordnung muß die Zweigvereinsbibliothek im Juli jeden Jahres einer Inventur unterzogen werden. Da in diesem Jahre hiermit zugleich eine Neuordnung und Drucklegung des Katalogs verbunden sein muß, zwecks Aufnahme der von der Freien Vereinigung übernommenen Bücher, so forden wir alle Kollegen auf, die in ihren Sänden befindlichen Bibliotheks bücher sofort abzuliefern, um die Neuausgabe von Büchern nicht zu sehr zu verzögern. Die Bibliothekkommission. Alte Gastwirtschaft im Dderbruch verkäuflich. Preis 27 000., Anzahlung 9000 M. Dff. unt. N. 1 an die Exped. d.„ Vorw.". + Hygienische Bedarfsartikel. Neuest. Katalog m. Empfohl.viel. Aerzte u.Prof. grat. u.fr H. Unger, Gummiwarenfabrik Berlin NW.. Friedrichstrasse 91/92 Die Harnleiden Ihre Gefahren, Verhütung und Beseitigung von Dr. med. Behaper, BERLIN Preis 1 Mark. Stes Causend Verlag Max Richter Srankfurt( Oder) Buschmühl- Chaussea.. Wer- Staff- hat fertige Anzüge nach Mak 20 Wr. Ik- Trio. Zabellofer Sih, haltbare Fuiterfachen. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Arbeitsnachweis: Verwaltungsstelle Berlin. Hauptbureau: Charitéstraße 3. Hof I. Amt 3, 1239. Achtung! Hoj III. Amt 3, 1987. Achtung! Montag, den 20. Juli, abends 6 Uhr: Große Gürtler- Versammlung im großen Sagle des Gewerkschaftshauses, Engel- llfer 15. Zages Drdnung: 1. Bortrag: Die Wirkungen der Krise auf die Wirtschaftslage der Arbeiter". Referent: Kollege Karl Wücke. 2. Diskussion. 3. Neuwahlen der Kommission. 4. Berschiedenes. Kollegen! In Anbetracht der wichtigen Tages- Ordnung erwarten wir zahlreichen Besuch. 119/10 Bei Stofflieferung billigſte Breije. Montag, den 20. Juli, abends 8 Uhr: Franke, Aderstraße 143, Stralsunderstr. 1. 35242* Ecke Invalidenstraße, Arbeiter- Sangerhund Berlins u. Umgegend Sonntag, den 26. Juli 1908, vormittags II Uhr, im Saale der Brauerei Friedrichshain: Uebungs- Stunde. Geübt werden die Lieder: Festgesang( Uthmann); Dem Bezirks- Verfammlung für Weißensee und Umgegend im Lokal von Roßkopf, Weißensee, König- Chaussee 38. Zages Ordnung: 1. Bericht vom Gewerkschaftskongreß. Referent: Kollege Johannsen. 2. Distuifion. 3. Neuwahl der Bezirksleitung. 4. Verbandsangelegenheiten. 5. Verschiedenes. Lenz entgegen; 0, wie herbe ist das Scheiden und Wanderschaft Mittwoch, den 22. Juli, abends 8 Uhr: ( Zöllner). Im Nebensaale pünktlich The pich Ausschuß- Sitzung. Allgem. Klempnerversammlung 10 Uhr vormittags: Tages- Ordnung: 1. Aufnahme von Vereinen. 2. Bundesangelegenheiten. Bundeskarte legitimiert. NB. Vereine, welche die Statistik- Karte für das 2. Halbjahr noch nicht eingesandt haben, werden ersucht, diese sofort einzusenden, widrigenfalls dieselben im Vereinskalender nicht berücksichtigt werden. 66/7 Der Vorstand. Sine herrliche Erfrischung! in den ,, Andreasfälen", Andreasstraße 21. Zages Drdnung: 1. Bortrag des Genossen Ströbel. 2. Diskussion. 3. Verbands. angelegenheiten. Kollegen! Da wegen der Landtagswahl unsere Versammlung im vorigen Monat nicht stattgefunden hat und in dieser Versammlung num wichtige Mitteilungen zu machen sind, ist das Erscheinen eines jeden Kollegen notwendig. Die Ortsverwaltung. Reichel's Fruchtsyrup- 8xtracte Deutscher Kürschner- Verband das volle, natürliche Aroma frischer Früchte enthaltend, von reinem, wirklichen Fruchtgeschmack u. staunenswerter Qualität in Himbeer, Kirsch, Erdbeer, Zitronen, Limetta, Grenadine( französ.), Orangen etc. 1 Pfund stellt sich fix und fertig auf etwa 25 Pf. Die Ersparnis ist daher ganz enorm! 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Juli, abends 8 Uhr, im Alten Schützenhaus", Binienstraße 5: Mitglieder- Versammlung Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Schriftsteller H. Baege über:„ Irgeschichte der Kultur". 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom I. Quartal 1908 des ehemaligen Lokalverbandes. 4. Erfazwahl. 5. Verschiedenes. 102/7 Um zahlreichen Besuch der Bersammlung ersucht Die Ortsverwaltung. Phanomen igaretten Devise: Qualität ist die beste Empfehlunó. JOSETTI M Metzner VERA Ihr Gewicht wert in Gold, trotzdem 10 St. nur 30 Pfg. Joselli etzner BERLIN Andreasstr. 23 Brunnenstr. 95 Leipzigerstr. 54-55- Beusselstr. 67- Rixdorf, Bergstr.133 Kinderwagen Eisen- Bettstellen Kindermöbel Korbwaren etc. 1000 Mk. Belohnung ein grösseres Spezial- Geschäft in zahle ich jedem, der mir in Berlin KATALOG GRATIS. der Branche als das meinige nachweist. CIGARETTEN Zahn- Klinik. Preise beliebige Teil. zahlung. InvalidenOlga Jacobson, straße 145. Auf Teilzahlung Wöchentlich nur 1 Mark! Große Auswahl Uhren, Goldwaren jeder Art. 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Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Kr. 167. 2ö.IchMs. 2. Kilagt des Lsmärls" Knlim WIKsdIM Sonntag. 19. Juli 1968. Deutsche Rechtspflege. 4. Wie die«B. Z. am Mittags zu wissen behauptet, hat der Kaiser ssch auS Anlaß der Affare Eulenburg veranlaßt gefühlt, von Korfu aus die Weisung zu erteilen, den Fürften Eulen- vurg justizgemätz nicht anders zu behandeln wie einen anderen Sterblichen. Falls die Behauptung wahr ist— sie ist inzwischen nicht de mentierl worden— so müßte man daraus schließen, daß der Kaiser argwöhnte, die Justizbehörden würden ohne sein Eingreifen den Fürsten Eulenburg anders behandeln als andere Verdächtige. 6. Genosse Marckwald in Königsberg, der. wie bc kannt, wegen angeblicher Lästerung des Memeler Denkmals zu der enorm hohen Strafe von 1 Jahr 3 Monaten Gefängnis verurteilt worden ist, darf nicht, wie er es wünschte, die Strafe in Königsberg absitzen, sondern muß nach Allenstein ins Gefängnis. Sein Antrag auf Selbstbeschäftigung bleibt unbeantwortet. 8. Fürst Eulenburg wird nun endlich als Unter- fuchungsgefangener in die Berliner Charits gebracht. Während sonst in der Untersuchungshaft das Hauptgewicht auf strengste Abschlicßung von der Außenwelt gelegt wird, bekommt der Fürst einen Kammerdiener zur persönlichen Bedienung, der natürlich frei ein- und ausgehen kann. Seine Angehörigen dürfen ihn täglich besuchen. 12. Weil am 21. Januar zu Berlin aus Anlaß der Ver- folgung von Arbeitslosen die Polizei in das Haus des Metall- arbeiterverbandes eingedrungen ist und dort den GewerkschaftS- fekretär Blumen thal aus seiner Arbeit herausgerissen und ver- haftet hat, steht nunniehr-- Blumenthal als Angeklagter vor Gericht. Nach Blnmenthals Aussage hat sich folgendes zugetragen. Am 21. Januar habe er über Mittag im Bureau gearbeitet; alS er gegen 4 Uhr die Tür öffnen wollte, um die auf der Treppe wartenden Leute hineinzulassen, habe er plötzlich unten im Hausflur des Gebäudes Lärm vernommen. Als er sich nach der Ursache erkundigen wollte und sich zu diesem Zweck über das Treppengeländer gebeugt habe, habe er einen Schutzmann mit dem hochgehobenen Säbel in der Faust die Treppe hinaufstürmen feben. Dieser habe sich sofort auf eiucn der Wartenden, einen ge- wissen Thomascheck, gestürzt, ihm gesagt, er solle machen, daß er fortkomme, und nach der ruhigen Erwiderung ThomascheckS, er gehöre hierher, mit dem Säbel auf ihn losgeschlagen. Blumenthal habe dem Schutzmann zugerilfen:.Wie können Sie eS wagen, einen wehrlosen Menschen mit dem Säbel zu schlagen? Da ist ja eine unerhörte Unverschämtheit." Der Schutzmann habe ihm darauf geantwortet:»Machen Sie, daß Sie wegkommen, sonst kriegen Sie auch eins Z" Da er«ine Treppe tiefer einen Polizeroffizier habe stehen sehen, den er später alz den Polizeihauptmann Schmidt kennen gelernt habe, so habe er sich nach unten begeben, um sich über den Schutzmann zu befchweren. Der Polizeihauptmann Schmidt, der in großer Erregung gewesen sei, habe ihn angeschnauzt:.Machen Sie, daß Sie in Ihre Behausung kommen I" Energisch habe er betont, er sei hier in seinem Hause, und er sei berechtigt, hier auf Ordnung zu sehen; das Benehmen des Schutzmanns aber, auf einen wehrlosen Menschen mit der Waffe einzuschlagen, sei unerhört. Da habe der Polizeihauptmann zu dem von oben kommenden Schutzmann- gesagt:„Nehmen Sie den Mann auch fest". Obwohl er sofort mitteilte, daß er in dem Hause an- gestellt sei, habe ihn der Beamte, zu dem sich bald ein zweiter von unten kommender gesellte, einfach beim Kragen gepackt und ihn die Treppe hinuntertransportiert, wobei er unter Püffen und Stößen hinuntergrschleist worden sei. Auf der Polizeiwache habe man ihn tu eine Zelle gesteckt. Erst nach 2—3 Stunden habe man ihn wreder herausgeholt und dem Krinünalwachtmeister bor- geführt. Dieser habe ihm aus einem Schriftstück vorgelesen, daß der Polizeihauptmann Schmidt angegeben habe, er(Blumenthal) habe auf ihn mit einem Knüppel eingeschlagen? Er habe erst über diese Behauptung lochen müssen, da er nur mit dem Federhalter in der Hand aus seinem Bureau herausgekommen fei. Nach feiner Vernehmung sei er dann ohne weiteres entlassen worden. Aus der Beweisaufnahme ist von Interesse die Antwort des Schutzmanns Preiß auf die Frage, weshalb er eigentlich den Thomascheck mit dem Säbel geschlagen habe. Sie lautet: Er habe Th. für einen der Exzedenten gehalten und ihn aufgefordert, das HauS zu verlassen. Th. habe sich geweigert, indem er sagte, er gehöre in daS HauS und habe dort zu tun; da habe er den Th. festgehalten und da eS ihm schien, als ob Th. auf ihn losgehen wollte, habe er auf ihn geschlagen.— Metallarbeiter Thomascheck be- kündet alS Zeuge: Er sei aus Posen zurückgekommen und, um sich anzumelden, zum Bureau deS MetallarbeiterverbandeS hinauf- gegangen, ohne daß irgend etwas von einem Krawall zu bemerken war. Als er eine Viertelstunde gewartet habe, sei der Schutzmann Preiß heraufgestürmt und habe ihn angeherrscht:„Machen Sie. daß Sie hier wegkommen I" AIS er daraus erwiderte, er gehöre ja hierher, habe der Schutzmann ihm sofort zwei Schläge mit dem Säbel versetzt. Dann wollte er ihm noch einen dritten Schlag geben, er habe sich aber schnell gebückt und so habe der Säbel daS Geländer getroffen. Auch einen Fußtritt habe ihm der Schutzmann noch geben wollen, er habe sich aber schleunigst in Sicherheit gebracht. Im übrigen wird noch festgestellt, daß die Schutzleute bei ihrem Eindringen auf den Hof auch Francn und Kinder verfolgt haben. Die Frau des Portiers Lachnicke, die vor einem Eingange saß und zu dem herantretenden Schutzmann lediglich sagte, hier sei nur ihre Tochter heraufgegangen, wurde ohne weiteres mit den Worten an- gefahren:.Machen Sie. daß Sie wegkommen, däm- l i ch e s W e i b'; von drei Knaben, welche über den Hof geflüchtet Hgltati Otis- Kalender. Mai. k waren, waren zwei über den Zann geklettert, um sich der Verfolgung zu entziehen und einer hatte sich hinter dem Müllkasten versteckt. Dieser wurde von einem Schutzmann mit dem Södel hervorgestäkert, und ein Zeuge hatte auch den Eindruck, als ob der Knabe mit der flachen Klinge geschlagen sei. Von der Anklage des Widerstandes wird Blumenthal free gesprochen; wegen Beleidigung der Polizei zu 50 Mark Geldstrafe verurteilt. 23. Wegen Vergehens gegen§ 1S3 der Gewerbeordnung ist der Steiger Förster zu Roteubach in Schlesien bei der Staatsanwalt- fchaft angezeigt worden, weil er fortgesetzt seine Stellung als Gorgesetzter dazu benutzt hat, um Mitglieder des Deutschen Bergarbeiterverbandes zum Austritt zu zwingen. Die Strafverfolgung wird abgelehnt. 23. Vom Reichsgericht zu Leipzig wird das Urteil im Pirozeß Moltke-Harden aufgehoben. Soziales. «Deutsche Vakanzen- Zeitung' veröffentlicht folgende 5. Die Annonce: Die Steve eines B a u b e a m t e n soll möglichst bald besetzt werden. DaS Gehalt beträgt 1400 M. jährlich. Bewerber mit abgeschlossener Baugewerkschulbildung, und die namentlich Erfahrung im Hoch- und Tiefbau, in Kanalisation und m der Aufstellung von Baufluchtlinienplänen haben, wollen sich melden bei dem Magistrat in Blomberg in Lipp e." S. Einem Arbeiter in Naumburg, dem die Frau vor einigen Tagen starb, ging folgender Schreibebries zu: Mitteilung vom ev. Pfarramt der Moritzkirche für Herrn....... Straße. Durch Herrn Kanzler höre ich, daß Sie sich um die Be- zahlung deS Begräbnisses bisher nicht bekümmert haben. Ich teile Ihnen hierdurch mit, daß die Beerdigung nicht eher stattfindet, als bis Sie die Begräbniskosten bezahlt haben. (Ort und Datum. Siegel.) Horn, Pfarrer. 9. Im Bericht der Kommission für Armen- und Krankenpflege des Zweigvereins des Vaterländischen Frauenvereins zu Straßburg i. E. finden wir folgende Mitteilungen: „In letzter Zeit sind einige abnorm traurige Fälle an uns hercmgetretcn: so unter anderem eine Witwe mit acht Kindern, deren Mauii, ein Schneider, wie der Arzt uns mitteilt, auS Mangel au kräptiger Nahrung gestorben ist— eine andere Witwe mit vier Kint'ern, die selber nichts verdienen kann, da ihre rechte Hand voll- ständig durch Operation verstümmelt ist—, und zuletzt eine Familie. Mutter und Tochter aus guter Familie, deren Ver- stand durch Hunger gelitten hat. Wir fanden sie in einer Man- sardenwohnung vor; ein Kinderbett als Schlafstelle, als einziges Möbctl ein Stuhl und«in Spirituskocher bildeten die AusstatlungS- gegenstände." 22. Ueber die Stadt W o I gast im Pommern, Kreis Grcifswald ist der VelagerungSzu stand verhängt worden und vom Bürger- meiste.: requirierte Truppen haben mit dem Bajonett die Straßen „gesäubert". Seit einiger Zeit streiken in Wolgast die Arbeiter der dortigen Zementfabrik. Infolge des Streiks sollten Arbeiter auS dan Wohnhäusern der Fabrik exmittiert werden, die.angeblich tätlichen Widerstand leisteten. Dies der Grund des militärischen Stuf- gebots. 22. Für den König von Preußen soll eilte Erhöhung seiner Einkünfte, die gegenwärtig fast lb3/t Millionen Mark fürs Jahr betragen, beantragt werden, angeblich weil die Absicht bestehe, seine Hosbeamten besser zu bezahlen. Tcrrorismus. 14. Die Porzcllanfabrik Kuhla in Sachsen- Altenburg verbietet ihren Arbeitern, in den Fabrikräumen anderrS Bier als aus ihrer Kantine zu trinken. Zweck der„Verordnung"(!) ist in erster Linie, den Konsumverein zu schädigen. Gegnerische Parteien. S. Die„Freisinnige Zeitung" gesteht in einem Leitartikel gleich der„ V o s s i s ch c n Zeitung" ein, daß sich bei der bevor- stehenden ReichSfinanzreform auch der Freisinn bereit finden lasten werde, neue indirekte Reichssteuern zu belvilligen, obwohl sie selhst am Schlüsse darauf hinweist, daß zwar Länder wie England bedeutend höhere Erträge anS den Abgaben für Bier. Tabak, Alkohol zögen, daß aber Deutschland die Belastung dieser Gegenstände schon deshalb nicht erhöhen dürfe, weil ja der deutsche Konsument infolge der deutschen Schutzzollpolitik durch Verteuerung der notwendigsten Lebensmittel, wie Fleisch und Brot, wahrlich schwer genug belastet sei. 7. Für die Landtagswahl tvollte der Freisinn in Görlitz ein Kompromiß mit den Nationalliberalen abschließen gegen die Konservativen; die Nationalliberalen lehnten ab. In N atibor hat der Freisinn ein Bündnis mit den Konservativen ab- geschlossen. Im Kreise Barnim hat der Freisinn gleichzeitig ins- geheim mit den Nationalliberalen und den K o n s e r- v a t i v e n verhandelt und schließlich mit den letzteren ein Bündnis abgeschlossen. 8. Von allen Seiten mehren sich die Nachrichten, daß der Freisiim kunterbunt mit allen möglichen Parteien Wahlkompromisse abgeschlossen hat, ohne jeden anderen Zweck als den. Mandate zu geivinnen. 8. In Berlin gründen die mit Barth aus den freisinnigen Parteien Ausgetretenen eine neue Partei, die„Demokratische Vereinigung". 9, In einer konservativen Versammlung im Kreise Teltow- Beeskow wird erklärt:«Wenn die Arbeiter noch lange aufsässig sind, wollen wir sie mal drei Monate lang aushungern". 11. In einer Wählerversammlung in H a l e n s e e erklärt der freisinnige Agitator Notar Jakobsohn: Die Freisinnigen hätten für den Ausschluß der Jugendlichen auS politischen Vereinen und Versammlungen gestimmt, damit„nicht jeder dumme Junge in die Versammlungen taufe". 12. In einer Wählcrverfamnilung zu S ch ö n e b e r g erklärt der freisinnige Kandidat(jetzige Abgeordnete) Justizrat Rein- bacher: Die Frclsimngcn hätten dem Sprachenverbot im Vereinsgesetz zugestimmt, um die polnische Propaganda zu unter- drücken. 14. Der nationalliberale Oberbürgermeister Schmieding von Dortmund setzt es durch, daß in Dortmund am 3. Juni T e r m i» S W a h l stattfindet. Da Dortmund ca. 200 000 Ein- wohner und 142 Wahlbezirke hat, so bedeutet dies für die Praxis, daß Tausende von Arbeitern in die Nnmöglichlcit versetzt sind zu wählen. 14. In einer Versammlung zu König s-Wu st erHausen erklärt der freisinnige Justizrat Skobuik, Vertrauensmann der freisinnigen Volkspartei, der sogar als deren LandtagZkandidat in Aussicht genommen war, daß er Mitglied des Akcichsvcrbaiidcs zur Bekämpfung der Sozialdemolratie sei, 19. Zur Stadtverordnetcnwabl in Köln hat die Zentrums- Partei u. a. einen protestantischen Kaufmann Metzer als Kandi- daten aufgestellt, der zugleich Freimaurer ist. Das gleiche hat sie bereits einmal tu: Jahre 1897 getan, trotzdem die Päpste wieder- holt— zuletzt noch im Jahre 1884— bei Strafe des BamiflucheS Verbote» haben, den Freimaurern irgendwie Vorschub zu leisten. Auch der Erzbisch of von Köln gibt sein» Stimme für den Frei« maurer ab. 25. In einem an Beamte und lluterbeamte gerichteten frei« sinnigen Flugblatte zur preußischen Landtagswahl heißt es: „Die Wahl von Sozialdemokraten kommt für die Beamtenschaft nicht in Betraebt, da sie von den Behörden als mit dem Diensteide, dem Trenverhältnisse und den besonderen Pflichte» der Beamten absolut unvereinbar angesehen und mit Dienstentlassung bestraft wird. Von unserer Polizei. 7. Eine Woche vor Ablauf des alten VereinSgesetzeS verlangt die Behörde zu U s ch von der Zahlstelle Gertraudenhütte deS Glasarbeiterverbandes ein Verzeichnis der Mitglieder, was sie unter dem neuen Vcreinsgesctz bekanntlich nicht mehr darf.— Gertraudenhütte ist ein kleiner Ort im Posenschen, der an der Eisenbahnstrecke Schncidemühl— Posen liegt. In diesem Ort liegt e i ii e Glashütte. Rings um diese sind die Arbciterwohnhäuser er- richtet, die zu der Glashütte gehören. Austritt oder Entlassuiig eines Arbeiters aus der Hütte hat die Räumung der W o h- N'ung, und da sich für ihn dort keine weitere Gelegenheit zur Arbeit bietet, auch das Verlassen des OrteS zur Folge. Die Verwaltung der Hütte ivüuscht schon lange die Namen der Verbands- Mitglieder kennen zu lernen, was ihr bisher aber nicht gelungen ist. 21. Es wird eine Bekamltmc.chung des Landrats des Streifes Fi s chcha useu(Ostpreußen) vom LS. März 1908 veröffentlichs, kaut'Ittlchet etile Slnzcchl' der äint"Sern llintänsch und der Erneuerung von Onittungslarten betrauten Amts- und Guts-- Vorsteher tu ihren Obliegenheiten sich erhebliche Unregelmäßig- leiten hat zuschulden kommen lassen. So ist eine große Anzahl von Ouittungskarten, welche nach Ausweis der AnfrcchmmgSbescheini- gungen bei den genannten Stellen zum Ilmtausch abgeliefert sein mußten, erwiesenermaßen bei der Versicherungsanstalt bisher nicht eingegangen. In allen Fällen handelte cZ sich um Ouittungskarten der eigenen Leute der betreffenden Guts- und Amtsvorsteher, so daß die Vermutung nahe lag, es sei die Verwendung der fälligen Beitragsmarken für die fraglichen Personen überhaupt unterblieben und lediglich die Ausfertigung der Ansrechnungsbescheiniglmgen erfolgt, um sowohl der Versicherungsanstalt, wie auä, den Versicherten gegen- über den Nachweis über Entrichtung der Beitragsmarken führen zu können, was vom Landrat als Urkundenfälschung und Betrug be» zeichnet wird. Sonderbarerweise gibt aber der Landrat weiter seiner Meinung dahin Ausdruck, daß die betreffenden Besitzer, die bekannt- lich auf dem Lande als Pölizeibeamte fungieren, sich der Tragweite einer solchen Handlungsweise„nicht genügend bewußt" seien. Infolge dessen wird nicht einmal Anklage erhoben wegen einer Tat, die der Z 349 des Strafgesetzbuches mit Zuchthaus bis zu zehn Jahren bedroht. Aus Mecklenburg. 12. Mecklenburg soll eine„Verfassung" kriegen. Durch eine Thronrede werden folgende„Hauptgesichtspuukte" der Verfassung verkündet:„Einführung einer Repräsentativ- Verfassung durch Bildung einer neuen LandeSvertretuna, zur Hälfte aus g e w ä h l t e n V e r t r e t e r n der als Körper- ichaften des öffentlichen Rechtes von Bestand bleibenden Ritter- schaft und Landschaft, im übrigen, außer einigen v o m Landesherren zu ernennenden Abgeordneten, aus ge- wählten Vertretern, welche zum kleineren Teile von einzelnen V e- rufS ständen, zum überwiegenden Teile aber durch all- gemeine, indirekte Wahle» der gesamten Bevölkerung unter Trennung von Stadt mid Land, sowie unter Abstufung des Wahlrechtes nach Bildung und Besitz zu wählen sind." l�iteravifckes. E. Wulffeff. Psychologie deS Verbrechers. Eick Handbuch für Juristen. Aerzte. Pädagogen und Gebildete aller Stände. Verlag Dr. Paul Langenscheidt, Groh-Lichterfelde. Als erstes Werk einer unter dem Titel„Enzyklopädie der Modernen Kriminalistik" erscheinenden Sammlung von Einzel- werken berufener Fachmänner legt uns der Dresdener Staats- anwalt Dr. Erich Wulfsen zwei umfangreiche Bände vor, in denen er sich eingehend mit der Psychologie des Verbrechers befaßt. Was der Verfasser bezweckt, ist klar und deutlich in der Einleitung gesagt: er will das Volk wissenschaftlich über die wirklichen inneren Zustände des rechtbrechcnden Menschen aufklären und dadurch die vielen falschen Meinungen verdrängen. Wulfsen hält dies für eine der vornehmsten Aufgaben unserer Zeit.„Denn eine solche Aufklärung muß notwendigerweise auf das Volk und seine eigene Kriminalität wohltätig zurückwirken, wenn es deren Ursachen deutlich zu sehen gelernt hat. Das aufgeklärte Volk aber wird sich mit den notwendigen Forderungen an den Staat, an den Gesetz- geber wenden und dabei seine eigene unentbehrliche Mitarbeit nicht mehr aus irrtümlichen Gründen versagen. So kann die kriminal- psychologische Aufklärung ein Werkzeug in der Hand der so dank- baren Verbrechensverhütung werden." Verweilen wir zunächst einen Augenblick bei diesem Programm, so ist die Aufklärung des Volkes über die inneren Zustände des Verbrechers zweifellos ein erstrebenswertes Ziel; will man dies jjiel erreichen, dann ist es aber vsr gfleW notwendig, zij fceni Volke in einer Sprache zu reden, die es versteht, und das ist dem Verfasser bei aller Anerkennung des auf seine Arbeit verwandten Fleißes leider nicht gelungen. Wir haben es nicht mit einer Volks- tümlichen Schrift, sondern mit einem wissenschaftlichen Werke zu tun; an sich wäre die Wissenschaftlichkcit natürlich kein Fehler, aber die ganze Anlage und Schreibart stellt an den Leser Anforde- rungen, die die Masse des Volkes nicht erfüllen UvM, es setzt einen gewissen Grad von Borbildung voraus, die der Masse dank unseren herrlichen Schulzuständen fehlt, kurz und gut, es ist nicht für weite Kreise, sondern für Fachleute oder solche Personen geschrieben, die ein bestimmtes Maß allgemeiner Bildung besitzen. Wenn der Ver- fasser weiter glaubt, daß das Volk bisher aus irrtümlichen Grün- den seine Mitarbeit an der Gesetzgebung versagt hat, so verkennt er völlig die tatsächlichen Verhältnisse. Gerade der aufgeklärteste Teil des Volkes, die Sozialdemokratie, hat wie auf allen Gebieten so auch auf dem in Frage kommenden ganz bestimmte Forderungen aufgestellt— es sei nur an die Beschlüsse des Mannheimer Partei- tages in Punkto Strafrecht, Strafvollzug und Strafprozeß er- innert. Aber gerade die herrschende» Klassen sind es, die nicht mir die Forderungen des Volkes mit Füßen treten, sondern ihm auch seinen Anteil an der Gesetzgebung vorenthalten, eS also gewaltsam an der Mitarbeit hindern. Was das Werk selbst anbetrifft, so bietet es unS umfangreiche wissenschaftliche, zum kleinen Teil auf eigener Erfahrung beruhende, zum größten Teil die Ergebnisse anderer Forscher wiedergebende Studien üoer Physiologie, Psychologie. Psychiatrie, Anthropologie, Statistik. Ethik. Charakterologie, Studien, von denen jede einzelne W sich recht mtereffant und lehrreich ist. Aber �cn sozigleg Verhältnissen ist biel zu wenig Rechnung getragen. Der Verbrecher selbst ist genau beobachtet, icde Falte seines Herzens wird UNS ge- zeigt, sein ganzes Innenleben wird vor uns enthüllt, nur von dem Milieu, in dem er aufgewachsen ist, von den wirtschaftlichen llr- fachen, die ihn zum Verbrecher gemacht haben, erfahren wir herz- lich wenig. Wohl finden wir hier und da treffende Hinweise auch auf diese, unserer Meinung nach bei weitem wichtigste Seite des zu lösenden Problems, aber diese Hinweise verschwinden unter der Fülle des Materials, das zur Erkentknis der Psychologie des Ver- brcchers zusammengetragen ist. So bestätigt W. z. B. aus seiner eigenen praktischen Tätigleit vollauf die psychische und ittrellaktuelle �Minderwertigkeit des Verbrechers,„Es ist Niemals ein ethisch und psychisch vollwertiges, sondern stets ein durch die verschiedensten Defekte geschädigtes Menschenkind, welches vor uns steht." W. betrachtet den sogcnaun» tcn geborenen Verbrecher als Bindeglied zwischen de» moralischen Idioten auf der einen und den normalen Gelcgenhcits- und Zufallsverbrechern des gewöhnlichen Lebens auf der anderen Seite. Zugegeben, daß dem so sei, daß also tatsächlich>— abgesehen von den Gclegenheitsverbrcchern— alle Verbrecher mindxrwertig sind. so muß man andererseits doch dieser Minderloertigkeit aus den Grund gehen, und die findet man eben in den Verhältnissen, in denen die Menschen aufwachsen, Verhältnisse, die sie nur allzu leicht mit den Strafgesetzen in sionilitt bringen. Daß in der Tat doch wohl die sozialen Zustände in erster Linie. verantwortlich zu machen sind, gibt W. an anderen Stellen smes Buches zu; so in seiner schonungslosen Kritik des heutigen Straf» systems, in seiner.vorzügliche; Behandlung dex Frage fett Krim» nalität der Jugendlichen, besonders in seiner Schilderung des Gifts| Verfasser feine Forschungen nach dieser Richtung hin fortfehen wir berfagen es uns, im einzelnen auf die Vorschläge des fluffes det mangelhaften Schulbildung und namentlich der Aus- und die sozialen Verhältnisse studieren wollte, dann würde er Verfassers einzugehen, zumal da er ein bestimmtes Programm nicht beutung findlicher Arbeitskräfte auf dem Lande bei der Kartoffels zweifellos su dent Resultat kommen, daß die sozialen Zustände die aufstellt. Neben ntanchem, was wir entschieden bekämpfen müssen, ernte für unsere Agrarier ein recht lehrreiches Kapitel. Auch Hauptsache bilden und daß alles andere nur gewissermaßen er- a. B. der Beibehaltung der Todesstrafe, wenn auch nicht als einziger die Sünden, die Staat und Gemeinden sich ihren Angehörigen gängend hinzutritt. Strafe für den gemeinen Morb, so boch als wahlweiser Androhung gegenüber zuschulden tommen lassen, werden schonungslos auf- Gänzlich Fiasko gemacht hat das heutige Strafrecht, von dem neben lebenslänglicher oder zeitiger Freiheitsstrafe, enthalten seine gebedt, manch' bittere Wahrheit bekommen die herrschenden Klassen nach Ansicht des Verfassers, wenn nicht alle Anzeichen täuschen, Vorschläge manches, womit auch wir uns bedingungslos einver zu hören, für einen Staatsanwalt immerhin eine beachtenswerte fünftig nichts übrig bleiben wird. Als obersten Grundfah des standen erklären können. Leistung! Strafvollzuges stellt er den Sah hin, den Verurteilten für den Troz allem, was wir an dem Wert auszusehen haben, ers Nicht die sozialen Verhältnisse allein sind es, die nach W. die erschwerten Wiedereintritt in die bürgerliche Gesellschaft und die kennen wir an, daß wir es hier mit einer geistreichen Arbeit zu Verbrecher erzeugen, sondern es wirken da eine ganze Reihe von Wiederaufnahme des Kampfes um das Dasein nicht minderwertiger, tun haben, die in mancher Beziehung einen Bruch mit veralteten Fattoren zusammen. Im Durchschnitt gelangt der Mensch auf sondern, soweit dies nach seiner Veranlagung möglich ist, geeigizet Anschauungen über das Strafrecht bebeutet. Je mehr sich der VerGrund einer durch wirtschaftliche und soziale Verhältnisse seiner zu machen oder zu erhalten. Wie schon der Staat auf diesem Ge- fasser der Erforschung der sozialen und wirtschaftlichen Zustände Erzeuger bedingten angeborenen förperlichen und psychischen Bere biete tagtäglich fündigt, das auseinanderzusehen erübrigt sich. Es widmen wird, desto mehr werden die Anflänge an Lombroso und anlagung, auf Grund seiner Erziehung, seiner eigenen wirtschaft ist eine bekannte Tatsache, daß der heutige Strafvollzug gerade das seine Schule verschwinden, desto mehr wird sich die Ansicht Bahn lichen Lage und Lebensgewohnheiten, also im wirtschaftlichen und Gegenteil von dem erreicht, was er erreichen sollte, daß das Gebrechen, daß der einzige wirtjame Stampf gegen das Verbrechen fozialen Gristenztampfe zum Verbrechen. Hier haben wir ein wert fängnis nicht nur nicht bessert, sondern gewöhnlich den letzten Reft in der Bekämpfung einer Wirtschaftsordnung besteht, die solche volles Bugeständnis an die Lehre bom sozialen Milieu. Wenn der edler Instinkte im Menschen erstickt. Bustände erzeugt. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Schiller- Theater O. Urania. Wissenschaftliches Theater. Taubenstraße 48/49. Abends 8 Uhr: Die Gletscher der Hochgebirge und die Eiszeit unserer Heimat. Montag 8 Uhr: ( Wallner- Theater.) Morwin- Oper. Die Mosellande und ihr Weinbau. Sonntag, nach m. 3 Uhr, bei halben Breisen: Der Wildschütz. Sonntag, abenbs 8 br: Oberon, König der Elfen. Montag, abends 8 Uhr: Gastspiel Heinrich Bötel: Der Troubadour. Dienstag, abends 8 Uhr: Die Zauberflöte. Kleines Theater. Sonntag, bent 19. Juli cr., Anfang 8 Uhr: Z DOLOCISCHER CARTEN Heute Sonntag: 50 Pf. Eintritt: Kinder unt. 10 Jahren d. Hälfte. Ab nachmittags 4 Uhr: Militär- Dopp.- Konzert Morgen, sowie täglich: Gr. Militär Konzert. 2 mal 2= 5. W. Noacks Theater Montag: 2 mal 2= 5. Dienstag: 2 mal 2 Mittwoch: 2 mal 2 = 5. = 5. Direktion: Rob. Dill. Brunnenstr. 16 10: Der Reichtum des Arbeiters. Berl. Boltsstück m. Gesang in 2 Aften. 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Partei- Angelegenheiten. Die Provinzialkonferenz der Provinz Brandenburg findet am Sonntag, den 30. August 1908, im Gewerkschaftshause statt. Die Tagesordnung lautet: 1. Bericht der Agitationskommission. 2. Das Normalstatut für die Provinz Brandenburg. 3. Der Ausfall der Landtagswahl. 4. Das Reichsvereinsgesetz. Die Referenten werden noch bekannt gegeben. Anträge sind bis zum 16. August an den Sekretär Otto Wels, Berlin SW. 68, Lindenstr. 69, einzusenden. Die Agitationskommission. Sonntag, 19. Juli 1908. worden: hier in den märkischen Nestern, eine Eisenbahnstunde von Ruhe, traumtiefe Ruhe, die dem Großstädter zur Sage ge Berlin entfernt, findet er sie noch. In keiner anderen Gegend Deutschlands habe ich noch so echte, urwüchsige Dörfer, so dörflich wie sie nur der Berliner träumt, gefunden. Die ganze Kultur der Neuzeit mit all ihren technischen Grrungenschaften scheint spurlos vorübergegangen an all diesen: veltfremden Dertchen, die da wenige Kilometer von der Anhalter oder Weklarer Bahn entfernt, ihr idyllisches Dasein verträumen. Stein Wunder; besorgt doch ihren einzigen Verkehr mit der Welt gewöhnlich ein borsintflutlicher Raften von Omnibus, den zwei ebenso alte Gäule auf den unglaublich pflasterlosen Landwegen durch Inietiefen Staub oder Schlamm schleppen. Manch ein gelegentlicher Mitarbeiter schimpft dann wohl auf Raunen, mit dem Geplauder seiner Vogelstimmen, braucht frchsein Leibergan und sagt wütend:„ Na ja, solche Sachen nehmen gemute, ausgeruhte Menschenseelen. Sie nun auf, aber meine Arbeit fliegt in den Papierkorb!" Gemach, lieber Leser, nicht so stürmisch. Bloß von dem oft sehr konfusen oder höchst gleichgiltigen Zeug, das gewisse Leute mit größter Wichtigkeit persönlich überbringen, um dem vielgeplagten, stets geduldig zuhörenden Redakteur die kostbare Zeit zu stehlen, könnte die Zeitung schon so ziemlich voll werden". Jeder einzelne glaubt eben, daß seine Mitteilung - und hat sie auch nicht das geringste öffentliche Interesse etwas ganz besonders Wichtiges ist und unbedingt in die Beitung rein muß". Für den Redakteur sind aber ganz andere Gesichtspunkte maßgebend als für den Leser. Er muß an tausend Rücksichten denken, von denen die liebe Deffentlichkeit Hier sind sogar die Ochsen noch dumm genug, die Arbeitswagen nichts ahnt. Selbst die freimütigste, unerschrockenste Presse zu ziehen, was sie anderwärts schon längst den klugen Pferden übermuß mit manchem, was sie lebensgern veröffentlichen möchte, lassen. flug und vorsichtig hinter dem Berge halten. Polizeiwillkür, Und zur Zeit der Lindenblüte muß man hinaus, will man die Justizpraxis und Wetterfahnenpolitik zwingen dazu. Aus märkischen Flecken in ihrer ganzen Schönheit genießen. Die Linde tausend Berichten, die jede andere Zeitung unbedenklich brin- ist der echte, märkische Dorfbaum; seine schattenbreiten Acste mit gen könnte, würden einem sozialdemokratischen Organ eben- dem goldigen Blütenschleier gleichen segnenden Händen über jedem Haus. Ihm zu Füßen eine Blumenwildnis von buntfarbigen, alt= soviele Gefängnisstricke gedreht werden. Daß ungeachtet modischen, kleinen Blüten. Blauer Lavendel und Thymian, und findet im Etablissement Hasselwerder" an der Oberspree dieser die persönliche Sicherheit unterbindenden Gefahr die wie sie alle heißen, die roten und gelben Blumen, die unsere Groß( wenige Minuten vom Bahnhof Nieder- Schönetveide- Johannisthal) das große Voltsfest des Kreises Teltow- Beeskow statt. Für Unter- sozialdemokratische Presse unzählige öffentliche Mißstände, eltern einst geliebt und gepflegt. Hier fristen sie noch ihr verHaltung der Festbesucher ist im weitesten Maße Rechnung getragen. welche jede andere Presse feige und aus allerhand Rücksichten geffenes Dasein. Und verträumt und altmodisch ist die Art des Beginn morgens 6 Uhr. Versäume deshalb niemand, das Boltsfest totschweigt, in ihren Spalten gebührend festnagelt, ist ebenso märkischen Bauers. Selbstgenügsam lebt er noch dahin. zu besuchen. allgemein bekannt, wie daß sie für diesen Freimut oft genug Ja eine eigenartige Welt für fich ist unsere Mart, und es lohnt mit der Person und mit dem Geldbeutel herhalten muß. Möge wahrlich der Mühe, fie einmal in der Ferienzeit für sich zu entalso niemand, der da glaubt, daß wir seine Geistesprodukte nicht mit genügender Hochachtung behandeln, sich verlegt fühlen und sich mit der Versicherung begnügen, daß Berückfichtigung findet, was berücksichtigungswert erscheint. Sechster Wahlkreis. Heute, Sonntag, den 19. Juli, findet bei Wilke, Brunnenstr. 188 ein Unterhaltungsabend statt. Die Genossen der Rosenthaler Vorstadt sind hierzu besonders eingeladen. Der Abteilungsführer. Am heutigen Sonntag " Weißensee. Am Dienstag, den 21. Juli cr. findet abends präzise 8 Uhr die Generalversammlung des Wahlvereins im Prälaten, Lehderstr. 122 statt. Stralan. Sonntag, den 26. Juli, findet in der Alten Taverne" unser diesjähriges Sommerfest statt. Ihre Mitwirkung haben zu gesagt: Ruderklub Vorwärts", Gesangverein" Vorwärts VI", Arbeiter Athleten- Bund und Mitglieder des Arbeiter- Radfahrerbundes. Billetts a 20 Bf. find in allen Bezirkslokalen und bekannten Parteilokalen zu haben. O " Die Aera Holle. decken. Ueber die Zukunft des Aquariums lesen wir im„ Berliner Tageblatt": " Das Berliner Aquarium muß, wie man weiß, seine alte Stätte in der stillen Schadowstraße verlassen. Aber dies wert. volle Institut wird im Gelände des Zoologischen Gartens in neuer Bekannt sind die behördlichen Verfolgungen, denen die Jugend- Zoologischen Garten ist jetzt endgültig gesichert. Das zum Neubau Pracht wieder aufgeführt werden. Die Angliederung an den abteilungen des Turnvereins Fichte" feit geraumer Zeit ausgefeht des Aquariums auf dem Gelände des Zoologischen Gartens nötige Adlershof. Am Dienstag, den 21. Juli, abends 8%, Uhr, findet find. Unterm Kultusminister Studt konnte und durfte man sich Kapital ist bereits gezeichnet, und mit dem Bau muß schon mit im Restaurant Kaul, Bismardstr. 16, die General- Versammlung des über nichts wundern, also auch nicht darüber, daß die preußische Rücksicht auf den nur noch bis zum 1. April des kommenden Jahres Wahlvereins statt. Gleichheit vor dem Gesez" durch rigorosestes Verfahren gegenüber reichenden Mietvertrag des Aquariums in der Schadowstraße bald Tegel. Dienstag, den 21. Juli, abends 8 Uhr, findet bei Studts Stelle trat, glaubten naive Seelen im Blockbürgertum, daß Beologischen Gartens dem Berliner Aquarium ein Grundstück neben Tegel. Dienstag, den 21. Juli, abends 81%, Uhr, findet bei der turnenden Arbeiterjugend demonstriert wurde. Als Holle an begonnen werden. Zu diesem Zwede hat die Verwaltung des W. Göz, Schloßftr. 7-8, die Mitgliederversammlung des Wahl- Stubts bereins statt. Landtagsabgeordneter Genosse Borgmanniegt eine neue Hera" anbrechen, daß in die Finsternis des der Fahrradhalle rechts vom Gingang mietweise überlassen. Das Vaugrundstück befindet sich an der Stelle des bisherigen Maschinenspricht über: Die Lehren der Landtagswahl. Ferner soll preußischen Stultus" ein paar Lichtstrahlen fallen würden. Wir hofes, in der Front nach dem Kurfürstendamm, ungefähr 60 Schritte über die Frauenorganisation Beschluß gefaßt werden; außerdem haben diese Naivetät von vornherein belächelt, denn es war uns breit und 30 Schritte tief. Der Vertrag geht dahin, daß das Bere Kassenbericht und verschiedene wichtige Vereinsangelegenheiten. flar, daß auch Holle weit mehr darauf bedacht sein würde, sich sein liner Aquarium eine völlig gesonderte und selbständige Verwaltung Köpenid. Die Genossen und Genossinnen treffen sich zum Abmarsch Ministerstühlchen im Kabinett Bülow so ängstlich und so lange wie behält, aber an den Zoologischen Garten als Miete einen Teil nach Hasselwerder( Volksfest für Teltow- Beeskow) Punkt 1 Uhr auf nur irgend möglich zu bewahren, als etwa nach dem Ruhm und der feiner Einnahme abzugeben hat. Das gesamte Aquarium geht dem Platz vor Scheer, Berlinerstraße. Ehre des aufgeklärten, modernen Kulturkämpfers zu geizen. nach 40 Jahren testenlos in das Eigentum des Zoologischen Gartens Die Entwickelung der Dinge hat uns Recht gegeben: unentwegt über. Für die Besucher beider Anstalten soll eine Ermäßigung des Eintrittsgeldes entreten. Falls der Vertragsschluß im letzten und voll und ganz folgt Holle den Spuren Studts. Nach wie vor Augenblick noch scheitern sollte, ist die Verwaltung des Zoologischen wird mit Verordnungen operiert, die das ehrwürdige Alter von Gertens entschlossen, ein eigenes Aquarium zu errichten. hundert Jahren aufzuweisen haben. Nach wie vor wird dem Grundsatz des zweierlei Rechts in ungeniertester Weise gehuldigt. Dem Gastwirt Schütz( Berlin) ging folgendes Schreiben zu: Königliches Provinzial- Schulfollegium. Nr. IV. 4196. Friedenau. Die Generalversammlung des Wahlvereins findet am Dienstag, den 21. Juli, im Rheinschloß statt. Auf der Tagesordyung steht unter anderem ein Vortrag des Genossen Kurt Heinig. Gäste, auch Frauen tönnen eingeführt werden. Wilhelmsruh- Nieder- Schönhausen- West. Dienstag, den 21. Juli, abends 8 Uhr Mitgliederversammlung bei Barth, Viktoria- Straße 7. Grünan. Dienstag, den 21. d. M., abends 9 Uhr, VereinsverSammlung im Restaurant zur Grünen Ede. Tagesordnung: Die Bedeutung unserer Organisation für Frauen und Jugendliche unter dem neuen Vereinsgesez. Referent: Genosse Dr. Borchardt. Distuffton. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Berliner Nachrichten. Die Zeitung muß doch voll werden! Berlin W. 9, den 20. Juni 1908. 43. Fichte" Schülerabteilungen des Turnvereinste erbalten in Soweit wir über die Sachlage unterrichtet sind, hat die obige Darstellung einen großen Hafen. Es ist nämlich mit keinem Worte gedacht der Beihilfe und der Garantie, die die Stadt Berlin leisten foll. Die Beratungen hierüber in der von der Stadtverordnetenbersammlung eingeschten Ausschuß befinden sich noch in der Schiebe und es ist noch gar nicht ausgemacht, ob so ohne weiteres Dorlage die Stadt etenversammlung ihr Jawort zu der MagistratsRäumen, die Sie zur Verfügung gesteät haben, Turnunterricht au erheblichen Bedenken Anlaß. durch solche Personen, welche nicht den nach der Staatsministerial- Schließung von Automaten- Bariétés. Die Polizei verfügte instruktion vom 31. Dezember 1839 vorgeschriebenen Unterrichts- die Schließung einer Anzahl von Lokalen, in denen die sogenannten erlaubnisschein befizen. Union- Gesellschaftsspiele aufgestellt sind, die bisher als GeschickWir untersagen nunmehr auf Grund des§ 11 der Regierungs- lichkeitsspiele von der Behörde geduldet wurden, nun aber als inftruktion vom 23. Oftober 1817 Ihnen die fernere Hergabe Glücksspiele angesehen werden. Etwa 25 folcher Lokale wurden von Räumlichkeiten zur Erteilung von Turnunterricht an Schüler- geschlossen. Die Besitzer haben gegen die Verfügung sofort Beabteilungen des Turnvereins Fichte", sofern er von Personen, rufung eingelegt. die nicht den Unterrichtserlaubnisschein befißen, gegeben wird, vom Tage der Behändigung dieser Verfügung ab unter der Verwarnung, daß für jeden Fall der Zuwiderhandlung auf Grund des§ 48 Nr. 2 der Verordnung vom 26. Dezember 1808 eine Exekutivstrafe von 100 Mart( Einhundert Mar) gegen Sie festgesetzt werden wird, an deren Stelle im Nichtbeitreibungsfalle eine Haftstrafe von zehn Tagen tritt. Unterschrift. Abfahren!" In der Abfertigung der Stadt-, Ring- und Vorortzüge wird mit dem 20. d. M. eine Aenderung versuchsweise eingeführt werden. Von diesem Tage ab soll der Stationsbeamte dem Lokomotivführer den Befehl zur Abfahrt lediglich mit dem„ Befehlsstabe", bei Dunkelheit mit der Laterne geben; er wird dann also nicht mehr den Ruf Abfahren!" hinzufügen. Wenn diese den nächsten vier Wochen als einwandfrei Neuerung in bewährt hat, soll sie ständig beibehalten werden. Das Honorar des Schiedsgerichts. Das aus fünf Mitgliedern bestehende Schiedsgericht, das in der Streitsache zwischen der Stadt Berlin und der Großen Straßenbahn die bekannte Entscheidung ges troffen. hat als Honorar für seine Tätigkeit den Betrag von Stadt und zur anderen Hälfte von der Straßenbahn getragen Ein noch heute ungemein oft zu hörendes Schlagroect ifts, Tausende das seine Berechtigung längst eingebüßt hat. sprechen es ohne Ueberlegung in alter Gewohnheit nach und haben keinen Begriff, wie eine große politische Zeitung von Ruf täglich entsteht. Sie scheinen noch niemals gelesen zu haben, daß die moderne Presse in ihrer Gesamtheit eine Großmacht allerersten Ranges ist. Ihnen ist es unbekannt, daß selbst ein Kaiserwort, obgleich man ja beileibe nicht jeder Rundgebung aus allerhöchstem Munde weltbewegende Be- Inwiefern die Strafandrohungen in diesem Kultur"-Dokument deutung beimessen darf, die Zeitungsredakteure zur Macht- mit den Bestimmungen der Reichsgewerbeordnung und des neuen stellung„ kommandierender Generale" erhoben hat. Merk- Vereinsgefeges in Mißilang stehen, das mag Herr Holle mit seinem würdigerweise ist gerade in gebildeten Kreisen, denen man Gewissen und seiner Gesezestenntnis ausmachen. Das Eigenartigste doch etwas mehr Urteilskraft zutrauen sollte, der Glaube an an der ganzen Verfügerei ist jedoch, daß( toir leben ja im Beitalter 200000 M. liquidiert. Diese Summe müßte zur Hälfte von der den Minderwert der Presse am weitesten verbreitet. Vielleicht der vollendetsten Rechtsgarantien!") gegen den oben wiedergegebenen kommt dies daher, daß die bürgerlichen Blätter nur zum utas nur der sogenannte Beschwerdeweg offensteht, daß man kleinen Teile auf der Höhe der Zeit stehen und daß vor- sich also, um sein„ Necht" zu suchen, über Holle bei solle bewiegend die sogenannte unabhängige Presse für jeden Men- flagen müßte! schen, der selbständig denken kann und starke politische Einsicht Wer aber hätte Lust, den Teufel beim Herrn Beelzebub zu besitzt, fast durchweg unverdaulich ist. Im Gegensah dazu verklagen? herrscht das tiefste und regste Interesse und Verständnis für alle modernen Zeitfragen in Arbeiterkreisen. Was der Arbeiter an seiner Bresse am meisten und mit Recht schätzt, das ist die zielbewußte Aufklärungsarbeit, der furchtlose Kampf gegen den Gößen Kapital, das aus jeder Zeile sprechende ehrliche und gerechte Streben nach Besserung unhaltbarer wirtschaftlicher Zustände. Warum in die Ferne schweifen? Alljährlich, wenns in Berlin ungemütlich zu werden beginnt, wandelt unsere sonst recht starrherzige Eisenbahnverwaltung ein menschliches Rühren an, daß sie allerlei Sonderzüge einlegt, auf deren Gleisen die guten Berliner nach allen Himmelsrichtungen ihrer Vaterstadt entrollen können. Wo nur irgendwelche von Eltern und Großeltern her beglaubigten Naturschönheiten winken, tann sie der glüdliche Sonder zügler dann in dem Frohgefühl einer Fahrpreisermäßigung von 10 M., 20 M. und darüber genießen. werden. Innerhalb der städtischen Behörden ist diese Forderung, deren Höhe von sachverständiger Seite beanstandet wird, auf Widerspruch gestoßen, ein endgültiger Beschluß ist aber noch nicht gefaßt worden. Bummelig und Kleinlich scheint der Geschäftsgang in der Anstalt für Epileptische( Wuhlgarten) zu sein. Dort befand sich seit sieben Monaten die Tochter der Eheleute B., Brunnenstraße 34 wohnhaft, in Pflege. Die Eltern besuchten ihr Kind ständig und zogen fort gefeßt Erkundigungen über sein Befinden ein. Obwohl der Zustand den Umständen nach zunächst teine Besorgnisse erregte, trat dennoch am Sonnabend, den 30. Mai, vormittags 9 Uhr, gang unerwartet der Tod infolge Herzschlags ein. Man sollte nun meinen, daß in Rücksicht auf den bevorstehenden Sonntag mit nur einmaliger Postbestellung die Benachrichtigung der Eltern so Trotzdem begegnen wir auch hier noch vielfach der unbeschleunigt worden wäre, daß diese rechtzeitig alle notwendigen sinnigen Redensart: Die Zeitung muß doch voll werden! Die Vorkehrungen zur Beerdigung treffen konnten, aber nichts von dem; gegenwärtige Zeit der berühmten sauren Gurke ist der richtige erst Montagmittag 1 Uhr traf die Todesnachricht bei den Moment, um in dieser Beziehung auch mal ein wenig aus Bayern, Tirol, Harz, Thüringen, Oft- und Nordsee, fie alle Eltern ein. Zum Unglüd war niemand zu Hause, sodaß eine sodem Hause und für das Haus zu plaudern. Fernstehende, die erhalten ihr vollgerüttelt Maß von Berlinern aus dem Segensfüll- fortige Antwort nicht erteilt werden konnte. Wäre hier nicht ein Eilbrief vonnöten gewesen? Die geringen Portomchrkosten nie in das interne Leben einer großen Zeitung hineingeblickt horn der Bahnverwaltung geschüttelt. Nur unsere Mark geht leer aus; mit Ausnahme der alt- tönnen doch wohl nicht ins Gewicht fallen. In dem Schreiben war haben, können sich gar keine Vorstellung machen, welch unbewährten Strede: Eberswalde- Freienwalde. Was sollten auch die die Beerdigungszeit bereits auf Mittwoch früh 9 Uhr festgesetzt. Als geheires Aufgebot von Menschenkraft dazu gehört, uni fast Berliner in der Mart, sofern sie nicht in Schlachtensee oder Grünau am Dienstagmittag die Mutter nach der Anstalt tam und u. eine täglich der neuigkeitshungrigen Welt die geistige Nahrung recht teure Sommerwohnungen beziehen. Unsere Mark hat ja hinausschiebung der Beerdigungszeit um einen Tag bat, wurden schon vor dem ersten Frühstück in Gestalt Dußender von keine öffentlich abgestempelten Schaugegenden, die jeder halbwegs ihr nur ganze zwei Stunden, also bis 11 Uhr, zugebilligt. Beitungsspalten zu fervieren. Was hier mit Druckerschwärze anständige Mensch wenigstens einmal im Leben gesehen haben muß. Man kann sich denken, wie dies die Angehörigen berührte, noch dazu, übertüncht aufgetischt wird, das ist nur der allerkleinste, aus- und eine Fahrt innerhalb der Mark kostet ja auch mit den fahrplan- da sie wahrnehmen mußten, daß man das Mädchen bereits in einem sogenannten Armensarg" gebettet hatte. Auf die Vorstellungewählte Teil des folossalen Materials, welches den Zeitungs- mäßigen Bügen taum mehr als 4 bis 5 M. Viel zu viel Geld! Unsere Bahnverwaltung sollte daran denken, auch einmal gen hin, daß die Eltern die Beerdigungstoften tragen generalen täglich, ja stündlich auf den Arbeitstisch flattert. Wenn alle zum Abdrud gewünschten Einsendungen auch wirk- Sonderzüge mit bedeutender Ermäßigung in die Mart zu leiten. würden, nahm man nun von diesem Sarge Abstand. Die ob dieser Vielleicht könnte sie auch Bündelbilletts für Familien ausgeben. saumseligen Benachrichtigung angegangene Oberschwester der lich gedruckt werden sollten, müßte die Beitung jeden Tag als Wir Berliner sollten uns eigentlich schämen, wie wenig wir die Anstalt will ihre Schuldigkeit getan und alles gleich berichtet haben. starker Band erscheinen. Wizt Ihr aber, verehrte Leser, was Schönheiten unserer Mart kennen. Und sie hat Schönheiten, ganz An welcher Stelle liegt dann die Schuld? das fostbarste an einer empfehlenswerten, gut geleiteten eigenartige, überraschende. Man muß sie nur suchen gehen. Es wird Zeit, daß einem derartigen Schlendrian endlich ein Beitung ist? Das ist der verfügbare Plaz. Nicht mit jeder Keine aufgeputzte Kokette ist unsere Mark, die sich aufdringlich) Ende gemacht wird. Zu dieser Bummelei gefellt sich noch ein recht kleinliches BerSpalte nein, mit jeder Zeile muß oft auf das peinlichste an den Weg stellt, Bewunderung heischend. Wie die treuherzigen gerechnet werden. Selbst das eingehende, an sich durchaus Augen eines lieben, stillen Mädels blinten unsere herrlichen märki halten der Anstaltsleitung. Die Eltern hatten ihrer Tochter ein brauchbare Material türmt sich zu solchen papiernen Bergen schen Seen dir entgegen, wenn du überrascht um eine Waldecke Album mit Familienbildern in die Anstalt gegeben. Als die Angehörigen dasselbe und die Kleider nach dem Tode ihres Kindes auf, daß auch hierunter immer wieder eine sorgfältige Aus- biegit. Wohl kaum eine andere Rapidschaft übt auf das von tausend zurüdforderten, mußten sie erst sechs Mart blechen, ehe ihnen die wahl getroffen werden muß. Ja, es kommt bei dem eigentlich Maschinen zerratterte Gemüt des Großstädters eine so tief beruhi- Sachen ausgehändigt wurden. Das Album hatte doch für Niemand chronischen Plazmangel täglich vor, daß schon zum Abdruck gende Wirkung aus, wie der lautlose, geheimnisvolle Friede ihrer einen Wert und es ist ganz unverständlich, aus welchem Grunde bestimmte Manuskripte zurückgestellt und schließlich aus dem braunen Kiefernstämme. die Herausgabe des Albums nicht ohne weiteres erfolgt ist. Die Saz ganz herausgenommen werden müssen, weil noch Wich- Lustiger wohl mags ja im Laubwald anderer Gegenden zu- Armenverwaltung kann doch nicht etiva auch noch das Album mit tigeres dringend und unverzüglich die Aufnahme erheischt. gehen, Aber der Laubwald mit seinem ewigen Rauschen und Beschlag belegen wollten. Im Depositorium des Magistrats befinden Ein neuer Terrorismusschwindel. Das Drgan der gelben Gewerkschaften, der„ Bund" leistet sich in der Nr. 28 vom 12. Juli folgende Notiz: " fich ohnehin viele zum teil ganz wertlose Sachen, die bon in den Vorfall folgendermaßen abgespielt: Ms die privaten Samariter, die Reinickendorf- Oft. Anstalten Verstorbenen herrühren, die für keinen Menschen einen den Verunglückten trugen, vor dem Eingangstor der Siemens- Die vom Arbeiter- Turnverein veranstalteten Jugendspiele finden Wert haben, als höchstems für Angehörige. Wie lange soll dieses werfe anlangten, fragte fie ein dort stehender junger von heute ab Sonntags vormittags von 10-12 Uhr auf der Wiese tleinliche Verfahren fortgefeht werden? Mann, wohin sie wollten. Auf die Entgegnung der am Bahnhof Schönholz statt. Leute, daß sie den Kranken zur Unfallstation der Werke Gegen die kleinen Weihnachtshändler fill anscheinend die Polizei vorgehen. Es heißt, daß ein polizeilicher Grlaß geplant fei, transportieren wollten, meinte der Angestellte, daß die Be- Mariendorf. der sich gegen dieses Handeln der Kinder wendet, die in der Weih- handlung fremder Personen nicht zur Aufgabe der Fabrik- Unfall- Den Halbjahresbericht des Vorstandes gab in der stattgefundenen nachtswoche ihre Hampelmänner, Dreierschäfchen, Waldteufel, brachten den Straßenbahnfahrer nach der Unfallstation vom Roten flossene Halbjahr war reich an Arbeit, hervorgerufen durch die Gestation gehöre. Hierauf machten die Träger fofort Kehrt und Generalversammlung des Wahlvereins Genosse Suder. Das ver laufende Mäuse u. dergl. feilbieten. Kreuz in der Berliner Straße in Charlottenburg. Der betreffende meindevertreter- und Landtagswahl sowie durch die Gründung einer Angestellte war zu der oben erwähnten Aeußerung durchaus nicht Konsumvereins filiale. Zur Erledigung dieser Arbeiten fanden statt befügt und ist von der Fabrikleitung entsprechend zurechtgewiesen 14 engere bezw. erweiterte Vorstandssigungen, ferner eine Generalworden. Wäre der Erkrankte direkt nach der Unfallstation der versammlung, zwei Mitglieder- und fünf Voltsversammlungen. Siemenswerte gebracht worden, so hätte er hier ohne weiteres Außerdem wurden acht Flugblatt und drei Handzettelverbreitungen „ Am dritten Pfingstfeiertage wurde ein Gastwirt und Inhaber ärztliche Hilfe erhalten. Die Leitung der Station lehnt jede Ver- vorgenommen. Der vom Kassierer Bled gegebene Kaffenbericht einer Zahlstelle des sozialdemokratischen Transportarbeiter- Ber- antwortung für das Berhalten des Angestellten ab. schließt im 1. Quartal mit einer Einnahme von 156,22 M. und einer bandes beerdigt. Da der Verstorbene ein eifriger Parteigenosse Ausgabe von 148,56 m. ab. Bom 2. Quartal konnte derselbe gewesen, folgten dem Leichenzuge, der sich vom Trauerhause, Bremer Aus der Berliner Konsumvereinsbewegung. wegen der Landtagswahl nur die Einnahme angeben, welche Straße 44, nach dem Heilandsfriedhofe bewegte, zahlreiche Am 30. Juni schloß das Geschäftsjahr der beiden für Berlin in 162,96 M. betrug. Die Gemeindewählerlisten brachten eine Ein Genossen mit einem mannsgroßen Kranze, der mit einer Betracht kommenden Konsumenten Organisationen: Der Konjum- nahme von 103,61 M., der eine Ausgabe von 112,75 m. gegenübersteht. großen roten Schleife geschmückt war. Ats aber dann die genossenschaft Berlin und Umgegend mit einem Umfag von Die Landtagswahllisten ergaben eine Einnahme von 154,54 M.; da der Schleife, wie üblich, den Angehörigen übergeben werden sollte, i 101 457,38 M. und des Berliner Konsumvereins mit 976 733,11 M., Streis die Kosten der Flugblätter usw. selbst regelt, ist eine Ausgabe weigerten sich diese sämtlich, sie in Empfang zu nehmen, indem sie b. i. zusammen 2078 190,49 W. Umsatz in 36 Verkaufsstellen, wovon von 56,46 W. zu verzeichnen. Die Mitgliederzahl betrug Ende 1907 erklärten, der Verstorbene habe nur unter dem Drucke des Boykotts 8 erst im zweiten Drittel des Jahres eröffnet wurden. Gegen das 182 und Ende Juni 1908 210. Den Bericht der Zeitungsspedition und des Zwanges zum Schein sozialdemokratische Gesinnung zur Vorjahr bedeutet dies für beide Vereine eine Zunahme von gab Genosse Reichardt. Jm 1. Quartal hat sich infolge der Schau getragen; jezt aber müsse die Komödie und der 607 934,82 M., da in demselben die Genossenschaft nur 696 590,02 großen Arbeitslosigkeit die Zahl der Vorwärts". Abonnenten Terrorismus endlich ein Ende haben. Die kleine Szene ist charat- und der Verein 773 665,55. Umsatz hatte. Die Mitgliederzahl vermindert, jedoch im 2. Quartal wieder bermehrt. In teristisch für die Art und Weise, mit der die Sozialdemokratie hat sich in der Genossenschaft um 4779 vermehrt und wird in beiden der hierauf folgenden Diskussion wurde über unpünktliche Kämpfer für ihre Ideale" wirbt." Vereinen jetzt etwa 16 000 betragen. Alle diese Zahlen bedeuten für Zustellung des Vorwärts" geflagt. Es wurde den AbonWir sind der Sache nachgegangen und haben folgendes fest Berlin noch sehr wenig, doch ist zu erwarten, daß sich der Umsatz nenten empfohlen, Sorge zu tragen, daß den Zeitungsfrauen gestellt. Es handelt sich um den verstorbenen Genossen Friedrich erheblich steigern wird, wenn die Bedeutung des Genossenschafts- durch Aufschließen der betreffenden Häuser die Möglichkeit Apigsch. In der vorliegenden Notiz ist nur richtig, daß diefer Ge- wesens mehr als bisher gewürdigt wird. Am 17. d. M. wurde in einer früheren Zustellung geschaffen wird. Des weiteren wird die nosse gestorben und beerdigt worden ist, das andere ist mehr oder Mariendorf, Kaiserstr. 110, die 21. Verkaufsstelle der Konsum- Neueinteilung 6 Bezirken( früher 4) mit 10 Stimmen angenommen. Als Bezirksführer werden folgende weniger grober Schwindel. Zunächst erfunden ist, daß er In- genoffenschaft eröffnet, damit die 37. beider Vereine. Genossen gewählt: im 1. Bezirk: Schwarz, im 2.: M. Lehmann, haber einer Bahlstelle des sozialdemokratischen" Transportarbeiter verbandes gewesen; im Apigschen Lofale war eine solche noch nie. ist ein tegenschirm stehengeblieben. In der Freitags- Versammlung bei Keller, Koppenstraße im 3.: Spannberg, im 4.: Reichardt, im 5.: Hannemüller Derselbe tann im und im 6.: Herzog. Zu der Generalversammlung werden die Den größten Schwindel enthält die Schilderung von der Ver- Bureau des Wahlvereins vom 4. Kreise, Stralauer Genossen Suder und Sänger, zur Generalversammlung von Großweigerung der Annahme der era nafchleife. Wir stellen fest, I a 3 1/2 abgeholt werden. Berlin die Genossen Jeserich und Leip delegiert. Aufgenommen daß die Behauptung vollständig aus der Luft gegriffen ist. Von Bermißt wird seit dem 14. d. M. der Former Hugo Noßdeutscher, wurden 28 neue Mitglieder. Genosse Reichardt stellt als Gemeindeden nur wenigen Angehörigen hat sich niemand gewohnhaft Berlin, Bernauer Straße 12. Er war bekleidet mit vertreter fest, daß er bei Vergebung der Arbeiten des Regens den dort weigert, am allerwenigsten Frau Apisich selbst, die drei( nicht einem schwarzgraumelierten Sommeranzug, schwarzen Schnallen- wassertanals in der Kommission beantragt hatte, und Arbeitern den nur eine) roten Schleifen in Empfang zu nehmen. ortsüblichen Die stiefeln, schwarzen steifen Hut, als Leibwäsche weißes leinenes beschäftigten Handwerkern Kranzträger, bekannte Parteigenossen und Stammgäste, haben Hemd, schwarze lange Strümpfe, Kragen, Serviteur, Krawatte, Tariflohn zu zahlen, was nach seinen bisherigen Erkundigungen Die dort beschäftigten Frauen belommen es für ihre Pflicht erachtet und dies gleich am Grabe der Manschetten. Etwaige Auskünfte bittet die Frau an sie selbst oder auch geschieht. einen Stundenlohn von 32 Pf. Dagegen, daß Frauen und Witwe gegenüber bei der Beileidsbezeugung ausgesprochen, mit an das nächste Polizeibureau gelangen zu lassen. auswärtige Arbeiter bei der ausführenden Firma beschäftigt Zustimmung der Frau A. die Schleifen sofort in ihre Woh- Wer ist der Tote? Am 14. Juli 1908 ist aus dem Nordhafen sind, ließe sich nichts tun. Von mehreren Diskussionsrednern wird uung zu bringen. Das ist geschehen und sie werden dort noch heute in der Nähe der Fennbrücke eine unbekannte zirka 40-45 Jahre darauf hingewiesen, daß gerade diese Arbeit, die dort verrichtet aufbewahrt. Weiter stellen wir fest, daß der Verstorbene bereits alte männliche Leiche gelandet worden. Sie ist bekleidet mit blau werden muß, als Frauenarbeit nicht angesehen werden kann. Arbeiter feit acht Jahren( 5 Jahre als Schlosser, 3 Jahre als Gastwirt) und weißgestreifter Bluse, grauer Hose, wollenem, rotgestreiften gibt es am Drte genug, die anscheinend nur das Recht haben, Mitglied unferer Partei war und zuletzt noch den Wunsch hatte, als Hemd, Schifferschuhen ohne Strümpfe und ist 1,70-1,75 Meter groß. Stenern zu zahlen. fozialdemokratischer Wahlmann aufgestellt zu werden. Angesichts Mitteilungen über die Leiche nimmt jedes Polizeirevier sowie das dieser Tatsache davon zu reden, daß A. nur zum Schein und unter Polizeipräsidium, Abteilung IV, entgegen. dem Druck des Boytotts sozialdemokratische Gesinnung zur Schau getragen habe, ist eine große Unverschämtheit und Frechheit, die dem Bund" ganz ähnlich sieht. Aber lassen wir unsere Herren Gegner; fie können nicht anders. Nur die Mittel der Lüge und der Verleumdung sind die Waffen, mit welchen sie den Kampf führen können. Schade mur, daß die Lügen so furze Beine haben und bald als solche festgenagelt werden können. " Eine gefchmackvolle Reklame leistet sich die Gesellschaft Normal. zeit, Berlin SW. 68, Charlottenstraße 6. Sie druckt auf der Rückfeite ihrer Bestellfarten folgende Entscheidung des Kaufmannsgerichts ab: Auf die Klage eines Korrespondenten einer Gesellschaft, der trob wiederholter Berparnung zuspät ins Geschäft gefommen und deshalb entlassen worden war, entschied das Kaufmanns. gericht wie folgt: erheblich differiert. Grünau. bon 60 gegen Unsere Gemeindevertreter scheinen es mit ihrer Aufgabe wenig Feuerwehrnachrichten. In der borlebten Nacht geriet an der Ede der Jäger- und Oberwallstraße ein Starkstromkabel der Berliner ernst zu nehmen. Die vorletzte Sigung konnte nicht stattfinden Elektrizitätswerte in Brand. Die von mehreren Seiten alarmierte wegen Beschlußunfähigkeit, und bei Eröffnung der letzten Sizung Feuerwehr konnte bald wieder abrüden, die Arbeiter der Berliner waren außer dem Vorsteher nur drei Vertreter anwesend, deren Zahl Elektrizitätswerte waren zur Stelle und isolierten die Zeitungen. sich nach und nach auf neun erhöhte. Die vorliegenden Baupläne Gestern früh um 3 Uhr stand Alt- Moabit 139 ein Automobil in zum Neubau einer Leichenhalle fanden nicht den Beifall der MehrFlammen, die an Benzin reiche Nahrung gefunden hatten. Auf heit; der Aufbewahrungsraum sei viel zu flein. Da zum Bau einer dem Boden des Hauses Wallstraße 3 brannte nachts um 1 Uhr größeren Halle ein anderer Platz gewählt werden muß, wurde die der Fußboden neben einem Schornstein. Durch die Explosion einer Angelegenheit an die Kommission zurüdverwiesen. Dann tam ein Spiritusflasche tam in der Kameruner Straße 17 Feuer aus. Ferner Antrag der Fuhrherren Gebrüder Neuendorf zur Sprache, eine Erhöhung hatte die Wehr in der Invalidenstraße 17 und Bergmannstraße 70 welche für die Abfuhr des Straßenmülls zu tun. Die Schöneberger Feuerwehr hatte in Stegliz, Straße 1a, bon 12 auf 15 M. pro Woche verlangen. Vertreter Olbrich zu tun. Dort brannte auf freiem Felde Getreide, das vermutlich geißelte das sonderbare Berhälttnis, wonach Herr Neuendorf durch Fahrlässigkeit in Brand geraten war. Abends mußten die Mitglied der Wegekommission, welcher diese Angelegenheit untersteht, Schöneberger in der Atazienstr. 12 einen Zimmerbrand löschen. und zugleich der in Frage tommende Fuhrunternehmer ist. Auch Weitere Brände wurden nachts aus der Wöhlertstraße 5 und Man- feien die einzelnen Bosten nicht genügend auseinandergehalten, so teuffelstraße 45 gemeldet. daß die Kosten der Müllabfuhr eigentlich schon jetzt bedeutend höhere seien. Es tam zu sehr heftigen Auseinanderseßungen und schließlich wurde ein Schlußantrag angenommen. Das vom Landrat vorgeschlagene Ortsstatut betreffend die Pflichtfeuerwehr wurde abgelehnt, da unsere freiwillige Wehr für unsere Verhältnisse vollauf genügt, namentlich jetzt nach Einführung der Wasserleitung. Eine Aufforderung feitens der Bolizeibehörde, unsere Straßenreinigung Verschwunden ist seit 14 Tagen der 17 Jahre alte Sohn der Ottoschen Eheleute, Weidenweg 84. Die Eltern vermuten, daß ihr Sohn in schlechte Gesellschaft geraten ist und von der Heimkehr zurückgehalten wird. Personen, die nähere Angaben machen können, werden um Nachricht gebeten. Nach der Geschäftsuhr wäre der Angestellte zwar zur richtigen Zeit gekommen, dieselbe habe jedoch mit der Normalzeit Das Kaufmannsgericht erachtete die sofortige Entlassung für begründet und wies den Kläger mit seiner Forderung ab. Nicht die Geschäftsuhr sei gemeinhin für die Regelung der Ar. beitszeit und speziell für den Dienstantritt maßgebend, sondern Arbeiter Bildungsschule Berlin. Am Sonntag, den betreffend, wurde einer fünfgliedrigen Kommission überwiesen. Er die Normalzeit. Wenn der Kläger auch nach der falsch gehenden 19. Juli, Ausflug nach Buch- Schönwalde. Abfahrt des wähnt sei noch, daß der erst vor furzem erwählte Vertreter der Bureauuhr pünktlich gekommen sei, so sei er doch nach der wirt. Buges Stettiner Borortbahnhof 8,59, Gesundbrunnen 9,05 Uhr. 3. Abteilung, für dessen Wahl die Bürgerschaft so große Anstren lichen Beit zuspätgekommen, und da dies trop vorheriger Ver- Treffpunkt für Nachzügler bis 10%, Uhr Salemanns Restaurant", gungen gemacht hat, auch in dieser Sigung nicht anwesend war. warnung geschehen ist, so sei damit die Entlassung gerechtfertigt." am Bahnhof Buch gelegen, bon 12 Uhr mittags ab Restaurant Dem fapitalistischen Profitinteresse müssen alle Dinge zum Sporthaus am Gorinsee", Inhaber H. Borowski in Schönwalde. Oeffentliche Bibliothek und Lesehalle zu unentgeltlicher Be besten dienen. Die sogenannte moderne Reklame" will Interesse Außerdem bitten wir nochmals, zu beachten, daß auch während mutung für jedermann, SW., Alexandrinenstr. 26. Geöffnet täglich von erregen um jeden Preis und schredt nicht im geringsten davor zu der Ferien die Bibliothek jeden Donnerstag zivifchen 5-10 Uhr abends, an Sonn- und Feiertagen von 9-1 und 3-6 hr. rück, durch Anwendung ungeeigneter Mittel die guten Sitten gröb- 8-9 Uhr geöffnet ist. Daselbst können auch Mitgliedsbeiträge in den Lesefälen liegen zurzeit 515 Beitungen und Zeitschriften jeder Art und Richtung aus.. Die Ausleih- Bibliothet ist bis auf weiteres gefchloffen. lichst zu verletzen. Die Benukung eines Urteils gegen einen An- gezahlt werden. Nebesche Kranken- und Sterbekasse Nr. 5( gegr. 1795). Heute gestellten zur Reklame zeigt den Handlungsgehilfen, unter denen Montagabend 9 Uhr 1. Ab- 2-7 Uhr Bahltag, Elisabethkirchstr. 14. noch immer der Standesdünkel grassiert, wie ihre Persönlichkeit teilung, Dresdener Straße 45: Vortrag über Verbrennungen Sozialdemokratischer Zentralwahlverein für den Reichstags von den Herren Unternehmern gewertet wird! wahlkreis Züllichan Schiviebus Krossen Sommerfeld( Ortsverein Hitschlag usw. Nachdem praktische Uebungen. Die Uebungsstunde der 3., 4. und 5. Abteilung findet am Berlin). Dienstag, den 21. d. M., abends 9 Uhr, Generalversammlung bei Hoffmann, Stoppenstraße 47. Donnerstag statt. Aus der Untersuchungshaft entlassen wurde der Wächter der Wirtschaftsgenossenschaft Berliner Grundbesizer Shttowsti, der unter der aufsehenerregenden Beschuldigung, der Urheber der vielen im Norden Berlins entstandenen Dachstuhlbrände zu sein, am 10. Juni verhaftet worden war. Es ist jetzt dem Verteidiger des Beschuldigten, dem Rechtsanwalt Dr. Donner gelungen, dessen Hajt entlassung zu bewirken, da hinreichende Beweismittel gegen ihn nicht vorliegen. Das Dunkel, das über dem Urheber der Dach stuhlbrände ruht, bleibt nach wie vor ungelichtet. " Arbeiter- Samariter- Kolonne. 0 D Amtlicher Marktbericht der städtischen Markthallen Direktion über den Großhandel in den Zentral- Markthallen. Marktlage: Fleisch: Bufuhr schwach, Geschäft schleppend, Preise unverändert. Bild: Rufuhr mäßig, Geschäft flott, Breise gut. Geflügel: Zufuhr über Bedarf, Geschäft schleppend, Preise gedrückt. Fische: Zufuhr reichlicher, Geschäft ziemlich rege, Breife befriedigend, für Strebse nachgebend. Butter und Gemüse, Dbst und Sale: Geschäft ruhig, Preise unverändert. Südfrüchte: Zufuhr genügend, Geschäft rege, Preise wenig verändert Witterungsübericht vom 18. Juli 1908, morgens 8 Uhr. Stationen Barometer stand mm Windrichtung Windstärke Wetter Der Arbeiter- Schwimmer- Bund appelliert an das Klassen= bewußtsein aller derjenigen Arbeiter, die zurzeit Mitglieder der bürgerlichen Schwimmbereine sind. Diese Vereine segeln in einem so hurrapatriotischen Fahrwasser, daß es für einen aufgeklärten Arbeiter eine Schmach ist, in derartiger Gesellschaft zu verbleiben, außerdem müssen wir unsere Jugend vor dieser Erziehung zum byzantinischen Stumpffinn bewahren. Diese und noch viele andere Eine urfomische Szene spielte sich vor einem hiesigen Gericht Gründe, die zu nennen hier zu weit führen würde, sollten die ab. Der Reisende einer bekannten Modewarenfirma war von der Arbeiter- Schwimmer veranlassen, sich den bereits bestehenden ArJuhaberin derselben, einer sehr forpulenten und energischen Dame, beiter- Schwimmbereinen anzuschließen oder solche zu gründen, wo gefündigt und dam plöglich noch vor Ablauf der Kündigung ent- feine vorhanden sind. Jm lepteren Falle ist der Arbeiter- Schwimmerlaffen worden. Der Reisende Freund Julius St. verlangte bund( Borsitzender J. Massa. Tegel- Berlin, Beitstraße 12a) bereit, num im Wege der Klage sein Restgehalt. Die Parteien, die persön- it Rat und Tat in jeder gewünschten Weise helfend einzugreifen. lich mit mehreren Zeuginnen zur Stelle waren, gaben schon bei Das Elisabeth- Kinder- Krankenhaus in der Hasenheide ist an Aufruf der Sache Stoff zu allgemeinem Nichern und Wigen. Als die Gemeinde Rigdorf verkauft worden und wird voraussichtlich als dann der Kläger mit einem dem urtomischen Bendig würdigen städtisches Hospital erhalten bleiben. Der Berliner Magistrat Pathos feine selage vortrug und die Klägerin opponierte, entstand hatte die Uebernahme bezw. Beteiligung an der Uebernahme Swinembe. 755 SSD 3 bedeckt Hamburg 754 SSD allgemeine Seiterfeit, in die selbst die Richter mit einstimmten, als des Krankenhaus- Grundstückes aus verschiedenen Gründen abge754 N die Bellagte die fofortige Entlassung mit einem Brief des lehnt. Das Elisabeth- Kinder- Hospital wird nach der Wuhlheide Frantj.a. M. 754 3 3 bedeckt Reisenden begründete, in dem unter anderem folgende Blüte vorfam: verlegt und dort mit einem Krankenhause für Erwachsene ver- München 756 23 Gnädige Frau! Ihren Allerwertesten seit gestern in Händen habend, bin ich natürlich gern bereit, die einzelnen Stellen nochmals gründlich zu bearbeiten, bis auf den dunklen Bunkt in der Mitte, den ich, Jhr Einverständnis vorausgefeßt, bei meiner Rückkehr mündlich berühren werde...." Freund Julius stellte jede Zweideutigkeit in Abrede und fuchte dies zu beweisen, was abermals die Stimmung erhöhte, bis die Stimme des Borfizenden sich Gehör verschaffte. Seine Bes mühungen, einen Vergleich anzubahnen, waren von Erfolg. Der Brief wurde zu den Aften genommen. bunden. Vorort- Nachrichten. Wilmersdorf. Wien Temp. n. C. 5° C.= 4° N. Stationen Barometer stand mm Winds richtung Windstärke Better Temp. n. T. 2wollig 14 19 2 bedeckt 1 bedeckt 19 Scilly Haparanda 762S 16 Betersburg 768 DND 1wollen! 20 760 N 5 tooltig 14 14 lberdeen 757 NNW 4 bebedt 11 753 5 2 bedeckt 15 5 Negen 12 Baris 754 SGD 1 wollig 18 Wetterprognose für Sonntag, den 19. Juli 1908. Etwas fühler, zeitweise beiter, aber veränderlich mit leichten Regent fällen und schwachen Winden aus wechselnder Richtung. Berliner Wetterbureau Wasserstands- Nachrichten der Landesanstalt für Gewässerfunde, mitgeteilt vom Berliner Betterbureau. Wasserstand nächsten Jahren ein eigenes Amtsgericht erhalten. Da das Amtsgericht Wilmersdorf. Die Stadt Wilmersdorf wird in den Amtsgericht Charlottenburg start überlastet ist, hat das Justizgericht Das Beerdigungsinstitut Grieneisen teilt uns in bezug auf sterium sich mit dem Plan befaßt, aus Wilmersdorf, Schmargenunfere Notiz:„ Gemütvolle Leichenreklame" mit, daß das Reflames dorf und Dahlem einen neuen Gerichtsbezirk mit dem Siz in inserat in Berliner Lokal- Anzeiger" betreffend unentgeltliche Wilmersdorf zu bilden. Wahrscheinlich wird das neue Gerichts- memel, Tilsit Lieferung des Freifarges für die erste Leiche auf dem neuen Kirch- gebäude, zu welchem Wilmersdorf ein vier Morgen großes Gelände Bregel, Insterburg hof zu Ahrensfelde aus eigenem Antrieb der Angehörigen des Ber- unentgeltlich herzugeben hätte, am Heidelberger Plaz in der Nähe Beisel, Thorn storbenen erfolgt sei, ohne daß diese von der Firma Grieneisen des Ringbahnhofs Schmargendorf errichtet werden. Ober, Ratibor hierzu veranlaßt worden seien. Krossen Neue Straßenbahnverbindung nach Wilmersdorf. Zwischen Frankfurt Der Unfall, der sich am Freitagvormittag in der Franklinstraße dem Magistrat von Wilmersdorf, der Großen Berliner Straßen- Barthe, Shrimm gegenüber den Siemenswerken ereignete und bei dem der Straßen- bahngesellschaft und interessierten Grundbefizern haben BerhandLandsberg Bahnführer Bogel auf einem Wagen der Linie Sniprodeftraße- lungen wegen der Führung einer Straßenbahn nach dem Südwest- Nebe, Bordamm Halensee der Berlin- Charlottenburger Straßenbahn vom Hipschlage gelände des Vorortes stattgefunden. Die neue Linie, deren Bau Elbe, Leitmerit betroffen wurde, hat, obwohl Bogel fast wiederhergestellt ist, Auf nach dem Stand der Verhandlungen gesichert erscheint, soll eine Erfehen erregt, weil die Behandlung des Kranken von der Unfallstation gänzung der Linie B werden, vom Schmargendorfer Ringbahnhof der Siemenswerke, in deren nächster Nähe sich der Unfall zutrug, nach der Binger Straße abzweigen und durch diese bis zur Steglit abgelehnt worden war. Nach weiteren Mitteilungen hat sich der Dahlemer Grenze gehen. Dresden Barby Magdeburg 9+ bedeutet Buchs, am feit 17. 7. 16. 7. cm cm¹) 104-4 0 44-2 146+28 73+8 Wasserstand Saale, Grochlik Havel, Spandau) am feit 17.7. 16. 7. cm cm³) 83 57 Rathenow³) 80 pree, Spremberg) 62 Beestow Beser, Münden 78 0 16 0 Minden -80 -1 9-1 8 Rhein, Marimiliansau 430 -1 Kaub 200 • -72+8 -190 50+5 Köln 187 Nedar, Heilbronn 43 Main, Bertheim 95 Mofel, Trier 10 Unterpegel 67+3 Fall, Fall, Sozialdemokrat. Wahlverein für den 4. Berliner Reichstagswahlkreis Landsberger Viertel. Bezirk 404, Teil I. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse, der Lackierer Ernst Haas Elbinger Str. 11 geftorben ist. 219/11 Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 20. Juli, nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des Zentral- Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis. ( Görlitzer Viertel.) Bezirk Nr. 219, Teil I. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genoffe, der Maurer Robert Schulz Grünauerstr. 6 219/12 geftorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 19. Juli, nachm. 312 Uhr, von der Leichenhalle des Michael- Kirchhofes, Mariendorfer Weg, aus ftatt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Zentral- Verband der Maurer Deutschlands. Zweigverein Berlin. Am 13. Juli verstarb unser treues Mitglied 138/17 Rob. Schulze ( Bezirk Südost). Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute nachmittag 3 Uhr von der Leichenhalle des Michael- Kirchhofes, Mariendorfer Weg, aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Die Verbandsleitung. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Todes- Anzeige. Am 14. Juli verstarb unser Mit glied, der Metallarbeiter 228/6 Karl Perk Hennigsdorfer Straße 12. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute, Sonntag, den 19. Juli, nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle der St. Sebaftian Gemeinde Reinickendorf, Humboldstr. 68-73, aus ftatt. 10 in Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Vorstand. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Arbeiter Karl Perk am 15. d. M. gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Sonntag, den 19. Juli, nachmittags 5 Uhr, von der Beichenballe des Sebastian- Kirchhofes in Reinickendorf, Humboldtstr. 68-73, aus statt. Rege Beteiligung erwartet 119/11 Die Ortsverwaltung. Danksagung. Für die herzliche Teilnahme und die reichen Kranzspenden bel der Beerdigung unserer lieben Mutter Deutscher Transportarbeiter- Verband. Hiermit diene den Kollegen zur Nachricht, daß unser altes, langjähriges Mitglied, der Hofarbeiter Herm. Maetzke am 17. d. Mts. im Alter von 54 Jahren an Bauchfellentzündung gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Montag, den 20. d. Mts., nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des Stranten= hauses am Friedrichshain aus auf dem St. Georgen Kirchhof, Landsberger Allee, statt. 70/2 0 Die Ortsverwaltung II. Deutscher Transportarbeiter- Verband. Verwaltung I. Verein Berliner Hausdiener. Hiermit diene den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied Franz Klingelhöfer am am 17. b. Mts. verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Dienstag, den 21. d. M., nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Simeons Stirchhofes, Briz, Tempelhofer Weg, aus statt. Bahlreiche Beteiligung erwartet 70/1 Die Ortsverwaltung I. Zentral- Verband der Schmiede Deutschlands. Bahlstelle Berlin. Am 18. Juli 1908 verstarb unser Mitglied, der Kollege August Kerst. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Montag, den 20. Juli 1908, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Begräbnisplages der Bionsgemeinde in Nieder- Schönhausen- Nordend aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 176/11 Die Ortsverwaltung. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Schlosser Paul Gennrich geftorben ist. 119/12 Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 20. Juli, nachmittags 5 1hr, von der Leichen. halle der Bions Gemeinde in Nordend aus statt. Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. Deutscher Holzarbeiter- Verband Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Einseter Gustav Grabow am 14. Juli verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Sonntag, nachmittags 4 Uhr, von der Halle des Dorotheenstädtischen Kirchhofs in Reinickendorf, Scharnweberstraße, aus statt. 87/6 Die Ortsverwaltung. Empfehlen den Genossen und Kollegen unser Beerdigungsinstitut Solidi sagen wir allen Beteiligten unseren H. Fischer& Kreutzberger, innigften Dant. 6115 Rixdorf, Pflügerstraße 70, Ede Friedelstraße, Amt Nirdorf 946 Die trauernden Kinder Kraft. Jedes Wort 10 Pfennig. Das erste Wort( fettgedruckt) 20 Pig. Stellengesuche und Schlafstellen- Anzeigen 5 Pfg.; das erste Wort ( fettgedruckt) 10 Pfg. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Bücher des deutschen Hauses. Eine Sammlung guter Erzählungen, Geschichten, Novellen usw. Gut auss gestattet, zirka 300 Seiten umfassend, zum Teil illustriert und gebunden. 75 Pfennige pro Band. Expedition, Rindenstraße 69, Laden. Todesanzeige. Allen Freunden und Genossen die traurige Nachricht, daß meine innigst geliebte Frau Alma Wunderlich geb. Kranse am 17. d. M., früh 9½, Uhr, nach langer, schmerer Strantheit sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet amt Montag, den 20. Juli, nach mittags 1, Uhr, von der Leichenhalle des Zentralfriedhofes aus statt. L. Wunderlich, Buber, Am Ostbahnhof 12. 5985 Allen Genoffen, Freunden und Bekannten hiermit die traurige Nachricht, daß meine liebe Frau, Mutter, Schwester, Schwägerin und Tante 5996 Anna Kaphammel geb. Hagemann nach kurzem Krantenlager verstorben ist. Die Beerdigung findet am Montag, den 20. Juli, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Zentral- Friedhofes in Friedrichs. felde aus statt. Die trauernden Hinterbliebenen. P. Kaphammel nebst Sohn, Königsberger Str. 23. Verband der Schneider, Schneiderinnen u. Wäschearbeiter Deutschlands. Todes Anzeige. Am 16. d. M. verstarb unser langjähriges Mitglied, die Näherin, Frau 252/8 Anna Kaphammel ( Firma Grünbaum). Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 20. Suli, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Bentral Friedhofes, Friedrichsfelde, aus statt. G Bahlreiche Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung Berlin III. Brennabor- Räder. ReparaturWerkstatt und eigener Fabrradbau, Ersatzteile. Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß unsere Tochter Luise Metze am 17. d. Mts. sanft entschlafen ist. Um stilles Beileid bittet Familie Wilh. Mehe. Die Beerdigung findet Dienstag, den 21. Juli, nachmittags 4%, Uhr, von der Reichenhalle des Nixdorfer Kirchhofes am Maviendorfer Weg aus statt. Danksagung. 37222 Für die vielen Beweise aufrichtiger herzlicher Teilnahme, sowie für die zahlreichen Strangspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unseres Vaters, Sohnes und Schwagers Max Schuhmann sagen wir allen Beteiligten im Namen der Hinterbliebenen unseren herzlichen Dant. Berlin, den 17. Juli 1908. 6005 Witwe Martha Schuhmann. Wohne jekt 5129* Nene Königstraße 22 II. Frau Heß, Hebamme. Es empfiehlt sich bei eintretendem Trauerfall möglichst sofort Westmanns Trauermagazin Hauptgeschäft: Berlin W., Mohrenstraße 37a, an den Kolonnaden, 2. Haus von der Jerufalemerstraße, und NO., Gr. Frankfurterstr. 115, 2. Haus von der Andreasstraße, zweds Auswahl d. passenden Trauergarderobe aufzusuch. Um dem Publikum einen besonderen Vorteil zu bieten, gewähre ich auf diese Auseige hin bei Stauf 10% Rabatt in bar! 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