Nr. 178. Abonnements- Bedingungen: bonnements Breis pränumerando Bierteljährl. 3,30 M., monati. 1,10 ML, wöchentlich 28 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage Die Neue Welt 10 Pfg. Bost Abonnement: 1,10 Mart pro Monat Eingetragen in die Post- Zeitungs Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Postabonnements nehmen ant: Belgien, Dänemark, Solland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweis Crideint täglio außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 25. Jahrg. Die Infertions Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 50 Pfg., für bolitische und gewerkschaftliche Vereins und Bersammlungs- Anzeigen 30 Big. Kleine Anzeigen". das erste( fett. gedruckte) Wort 20 Big., jedes weitere Bort 10 Bfg. Stellengesuche und Schlafstellen- Anzeigen das erste Wort 10 Big., jedes weitere Wort 5 Pig. Worte über 15. Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 1hr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 1hr abends geöffnet. Zelegramm Adresse: ., Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Mr. 1983. Sonnabend, den 1. August 1908. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Diese in den legten Monaten stetig gestiegene Parteis heraus. Mögen deshalb Herr Tille und seine Hintermänner Die Partei der Großindustriellen. gründungsluft der Syndifatsgrößen hat Herrn Alexander Tille, baldigst mit der Verwirklichung ihres ſchönen Projekts be" " " Volksschulnot und Kapitalmagnaten. Generalsekretär der Saarindustrie und Syndikus der ginnen. Wir gratulieren! Handelskammer in Saarbrücken die Stimmung der EisenDie rheinisch westfälischen Großindustriellen, vor allem und Stahlmagnaten genau kennt, zur Ausbrütung eines die Trustmagnaten, sind mit den Leistungen ihrer parlamen- schönen Projekts bewogen, in dem er die Gründung einer tatischen Kommis im Reichstage unzufrieden und drohen Partei der Arbeitgeber" vorschlägt. Herr Tille Die Kommunen des oberschlesischen Industriebezirks beabsichti deshalb, diesen die seit Jahrzehnten gezahlten Subsidien zu ist ein recht wandlungsfähiger Herr. Im Jahre 1893 gen, sich mit einer Petition an dic preußische Regierung bezw. den entziehen. Schon lange steht nach Ansicht der Leiter der ließ er in Berlin unter dent Pseudonym eines Stohlen- und Eisensyndikate und ihres wirtschaftspolitischen Sozialaristokraten" ein" Boltsdienst" betiteltes Buch preußischen Landtag zu wenden, um eine Erhöhung des staatlichen Ausschusses, des Zentralverbandes deutscher Industrieller, erscheinen, in welchem er die sozialdemokratische Partei dieser Gemeinden ist in der Tat eine geradezu verzweifelte. Sie Zuschusses zu ihren Volksschullasten zu erlangen. Die Situation die Dienstwilligkeit und und Leistungsfähigkeit der national- als die einzige bezeichnete, die noch Ideale müssen durchgängig die Hälfte und mehr ihrer Gesamtausgaben liberalen Reichstagsgrößen in starkem Weißverhältnis zu den hätte, gegen das Erbeigentum" und den Erb für die Bolfsschule aufwenden, so daß ihnen für alle anderen, auch „ Erb- müssen durchgängig die Hälfte und mehr ihrer Gesamtausgaben für die Bolksschule aufwenden, so daß ihnen für alle anderen, auch von den Großindustriellen bei Wahlen und sonstigen Anlässen kapitalismus" donnerte und die Abschaffung des die wichtigsten und dringendsten kommunalen Aufgaben entweder den nationalliberalen Wahlfonds gezahlten ansehnlichen Unter- erblichen Privatvermögens" forderte. Doch nichts oder viel zu wenig bleibt. Die oberschlesischen Gemeinden stüßungen. Auch auf politischem Gebiete halten die Kirdorf seitdem hat Herr Tille sich sehr entwickelt. Er hat sich dem Herren- machen diese unverhältnismäßig hohen Ausgaben für die und Konsorten es mit dem geschäftlichen Grundsatz, daß zwar menschenfultus zugewandt und ist, seitdem er in den Dienst der Volksschule nicht etwa, um diese damit zu einem Muster Unkosten und Spesen sich nicht vermeiden lassen, der Geschäfts- Großindustriellen getreten ist, zu der hehren Erkenntnis ge- für andere Gemeinden zu zu machen. An dem gemessen, gewinn aber nicht nur die Ausgaben decken, sondern obendrein langt, daß die Stinnes, Thyssen und Genossen die feinste Blüte was eine gute Volksschule Volksschule wirklich braucht, find die einen ansehnlichen Gewinn abwerfen muß. Und was die bei des Uebermenschentums repräsentieren. Alles, was sich deren Ausgaben für die oberschlesische Volksschule viel zu gering, der letzten Reichstagswahl gewählte nationalliberale Reichstags- Profitstreben nicht anpaßt, ist ein Widerspruch gegen das und deshalb steht sie auch noch weit hinter der wirklich nicht fraktion in der Vertretung der speziellen Interessen der darwinistische Ausleseprinzip, ist fulturfeindlich und sozialistisch. rühmenswerten allgemeinen preußischen Volksschule zurück. Trot Kohlen, Eisen- und Stahlmagnaten geleistet hat, das ent- So bezichtigt er denn auch in seiner Begriffsverwechselung die dieses unzureichenden Zustandes aber stehen die Aufwendungen der spricht nicht den Ansprüchen der Großindustriellen, die in der Bassermänner, daß sie bereits bei dem„ National- oberschlesischen Gemeinden in keinem Berhältnis zu ihren finanBescheidenheit nur plebejische Beschränktheit sehen. Egalismus" angelangt feien, und prophezeit ihnen auf ziellen Sträften. Die Zahl der Volksschüler ist unverhältnismäßig , " fönnen. 17 Ausgaben beträgt die Durchschnittszahl der Schüler einer Volksschulflasse in Königshütte heute noch 70, damals betrug sie allerdings 95! Und Königshütte steht unter den oberschlesischen Gemeinden noch nicht am schlechtesten, in manchen Industriedörfern mit Zehntausenden von Einwohnern steht es noch erheblich schlechter. Noch bei der letzten Reichstagswahl, deren Resultat nach Grund seiner wissenschaftlichen Diagnose, daß sie bald beim hoch, denn die große Mehrheit der Bewohner sind Arbeiter, und die liberaler Behauptung einen glänzenden Aufschwung des National- Kommunismus" anlangen werden. Als oberschlesischen Arbeiterfamilien sind besonders finderreich. Die deutschen Idealismus beweist, haben die Kohlenbarone und Mittel gegen diese gefährlichen Entwickelungstendenzen empfiehlt größte Stadt des Bezirks, Königshütte, zählt auf 1000 Bewohner ihre Geistesverwandten aus der Eisen, Stahl- und Walz- der Uebermensch Tille die Gründung einer Industriellen- Partei 210 Voltsschüler. Die Ausgaben für die Volksschule sind in dieser werksindustrie in edlem Eifer für diese Art von Idealismus nach dem Muster des Bundes der Landwirte. Wenn die Stadt in den letzten 25 Jahren um 700 Proz., die Zahl der Einwiederholt in ihre gefüllten Taschen gegriffen. Außer den respet Industrie, meint er, die Summen, die sie bisher an andere wohner nur um 110 Proz. gestiegen. Troß dieser Steigerung der tablen Summen, die sie in ihren eigenen Wahlkreisen zur Unter- Parteien weggeworfen hat, der neuen Partei zuwende, dann stützung für die nationalliberale und freikonservative Agitation würde diese mit Mitteln mehr als reichlich versehen sein. hergaben, legte ihnen bekanntlich die Zeitung des Zentral- Außerdem stellt er eine weitere Korrumpierung der verbandes deutscher Industrieller die Verpflichtung auf, für bürgerlichen Presse in Aussicht. Wörtlich sagt er in der er jeden in ihrem Betriebe beschäftigten Arbeiter je 1 M. zum wähnten, Die Arbeitgeberpartei und die politische Vertreindustriellen Wahlunterstützungsfonds beizusteuern. tung der deutschen Industrie" betitelten Schrift:" Und nicht Dafür rechneten allerdings die Herren Großindustriellen, zu vergessen: Die Arbeitgeber sind die hauptsächlichsten Er- Erfordert die oberschlesische Volksschule so auch bei den bea die gewohnt sind, mit ihrem Geld alles kaufen zu können, die lasser von Geschäftsanzeigen in der Presse. Eine Vereinigung scheidensten Leistungen von den Gemeinden größere Opfer wie Gefügigkeit der bürgerlichen Presse wie die wissenschaftliche all dieser Arbeitgeberanzeigen auf diejenigen Blätter, welche anderswo, so wird die Situation dadurch besonders verschlimmert, Begründung ihrer wirtschaftlichen Bestrebungen durch allerlei die Arbeitgeberpartei entsprechend zu Worte kommen lassen, daß die Einnahmen dieser Gemeinden sehr viel geringer sind wie Professoren, auf eine größere Berücksichtigung ihrer Forde- wird genügen, um einen gewaltigen Einfluß auf die Presse die anderer Gemeinden. Die übergroße Mehrheit ihrer Steuerrungen durch die nationalliberale Reichstagsfraktion. Vor auszuüben und der neuen Partei an jedem wichtigeren Orte zahler ist wenig steuerkräftig, denn sie sind Arbeiter. Ertragreiche allem verlangten sie, daß die nationalliberalen Bassermänner wenigstens ein Organ zu schaffen. Damit wird ein weiterer städtische Betriebe sind sehr selten, denn Straßenbahnen, Gas- und im Reichstag sich entschieden gegen jeden weiteren Ausbau großer Schritt nach vorwärts geschehen sein." Elektrizitätswerte usw. sind in den Händen des Privatkapitals. der, nach gerade tranthaft gewordenen" sozial- Sorge macht Herrn Dr. Tille nur die Frage, woher unter Die ungeheuer reichen Besizer des Grund und Bodens wie der unreformatorischen Gesetzgebungstätigkeit stemmten, und daß sie dem zurzeit in Deutschland noch bestehenden allgemeinen, ermeßlichen Schätze des Erdinnern aber wissen sich von dem allen Bestrebungen energisch entgegenträten, die irgendwie die geheimen, gleichen und direkten Wahlrecht die Wähler zu Steuerzahlen entweder ganz zu drücken, indem sie industrielle Disziplin", das heißt die Herren- nehmen sind, die der neuen Industriellen Partei die nötigen ihre Gruben, Hütten, Fabriken usw. nicht im Gemeinde, rechte und die Geschäftspolitik der Schlotjunker gefährden Reichstagsmandate verschaffen. Doch auch dafür weiß er Rat. sondern im Gutsbezirt" liegen lassen, oder sie zahlen sehr Wie die Junker sich nicht auf die Agitation in ihren Streisen viel weniger, wie sie selbst den Gemeinden an Die nationalliberale Reichstagsfraktion vermochte aber trotz beschränkt, sondern auch die Mittel- und selbst einen Teil der Kosten verursachen! Denn es sind die Kinder der in der aller Rücksichtnahme auf die Weisungen ihrer Geldgeber sich Sleinbauern zu Vorspanndiensten für ihre Zwecke heran- Gemeinde wohnhaften, aber im Gutsbezirt, in den dort gelegenen deren Anerkennung nicht zu erringen. Herr Gustav Strese- gezogen haben, so müßten sich auch die Großindustriellen an Riesenbetrieben beschäftigten Arbeiter, für welche die armen Ge mann, nationalliberaler Vertreter des Wahlkreises Annaberg- das gesamte gegen die Sozialdemokratie erbitterte Unter- meinden durch Volfsschulen usw. sorgen müssen. So zahlt die Eibenstock, gestattete sich vielmehr, die Preispolitik der innehmertum wenden, auch an die kleinen Arbeitgeber, und Stadt Königshütte für die schulpflichtigen Kinder der von der dustriellen Syndikate in öffentlicher Reichstagssigung zu dementsprechend müsse auch die neue Partei ihr Augenmerk Königshütte beschäftigten 7500 Arbeiter einen jährlichen Zuschuß kritisieren, und obgleich sich die Handelskammern und in- vornehmlich auf die Wahlkreise richten, in denen die von mehr wie 400 000 m., ganz abgesehen von den verschiedenen dustriellen Interessenverbände für die vom Bundesrat vor- Anzahl der gewerblichen Betriebe eine mög anderen Aufwendungen der Gemeinde für diese Bürger und deren geschlagene Aenderung des Handelsgesetzbuches aus- lichst große sei. Kinder. Die Königshütte selbst aber zahlt nicht zwei. sprachen, die den Doppelbezug von Gehalt und Kranken- Es wird bekanntlich nichts so heiß gegessen, wie es auf- hunderttausend Mart jährlich zu den Ausgaben der Stadt, geld der Handlungsgehilfen beseitigen wollte, stimmte getischt wird; und auch die Gründung der neuen industriellen läßt sich also trok der ungeheuren Gewinne, die sie macht, die nationalliberale Reichstagsfraktion im Reichstage Partei wird kaum von heute auf morgen erfolgen troß das andere von der armen Gemeinde schenken. Andere Riesengegen diesen Antrag. Noch mehr, sogar das von der der reichen Geldmittel, die den Syndikatsgewaltigen zur Ver- betriebe aber zahien schon gar nichts an die Gemeinden, die industriellen Scharfmacherkoalition verpönte Arbeitskammer- fügung stehen. Im Interesse der Klärung unserer politischen sie mit Armen- und Schullasten usw. geradezu erdrücken. gesetz fand unter den nationalliberalen Reichstagsmitgliedern Verhältnisse wäre jedoch zu wünschen, daß Herrn Tilles Die Unmöglichkeit, trop stetig steigender Verschuldung irgend eine gewisse Zustimmung, die darauf schließen ließ, daß sich geniales Projekt bald realisiert wird. Dazu, daß etwas für andere Sulturbedürfnisse, für die wichtigsten auch für dieses Gesetz nach einigen Aenderungen eine Mehr- die neue Partei einen ähnlichen Einfluß auf das sanitären und sozialpolitischen Anforderungen heit in der nationalliberalen Reichstagsfraktion finden würde. politische Leben und die Gesezgebung erlangt, tie tun können, hat denn auch in sonst ganz zuverlässig gesinnten Sich ihrer Bedeutung als Mäcene des Nationalliberalismus der Bund der Landwirte, fehlen alle Vorbedingungen. Streisen Oberschlefiens erbitterte Stimmung erzeugt. bewußt, veranlaßten die Leiter des Zentralverbandes Erstens ist der Interessengegensatz zwischen den großen RohIndustrieller deutscher die nationalliberalen Führer stoffverbänden und den Fabrikanten sogenannter Fertigware, einer zur Anberaumung gemeinsamen Beratung im zwischen der monopolistischen Großindustrie und dem KleinReichstagsgebäude, in der die Großindustriellen von gewerbestand weit größer als unter den gegenwärtigen Verihren parlamentarischen Kommis strengen Gehorsam ver- hältnissen der Gegensatz zwischen Junker und Bauer, zweitens langten. Doch kam eine Verständigung nicht zustande. Wie hat das großindustrielle Unternehmertum in keinem Wahlder Leibpublizist des Zentralverbandes, Herrn Steinmann- freise jenes starke numerische Uebergewicht wie das bäuerliche Bucher, nachträglich spöttisch in der Deutschen Industrie- Element, drittens ist die industrielle Arbeiterschaft intelligenter Zeitung" bemerkte, verstanden die nationalliberalen Ab- als die Landarbeiterschaft, und viertens kann die Großgeordneten und die Vertreter der Großindustriellen sich so industrie für ihre Bestrebungen nicht mit jener Unterstüßung wenig, daß es war, als ob man sich chaldäisch der Bureaukratie, der Armee, der Lokalverwaltungen und des und chinesisch unterhalten hätte". Hofes rechnen, wie das Landbündlertum. " " So werden die besseren deutschen Elemente zum Rande hinausgegrault und die mühselige Arbeit der Germanisation findet keine Unterstützung. All die Millionen, welche die Res gierung zur Germanisation des Ostens in den verschiedensten Formen ausgibt, werden nichts nüßen, umsonst verpulvert, solange den Städten die furchtbare Schullast nicht abgenommen und sie in die Lage versetzt werden, die ihnen zufallenden Kulturaufgaben auf anderen Gebieten zu lösen." So flagt ein angesehenes oberschlesisches Halatistenblatt, und ähnlich so sprachen sich wiederholt oberschlesische Bürgermeister aus. Nun, was zur Abhilfe geschehen soll, sagten wir oben: Gr. höhung des Staatszuschusses für die ober. Seitdem erstrebt ein Teil der Großindustriellen die Grün- Der Einfluß der Großindustrie würde sich also, selbst schlesischen Gemeinden ist die Parole! Die mil dung einer industriellen Arbeitgeberpartei", wenn sie bei der mit ihr geschäftlich verbundenen Bankfinanz lionenschweren Herten des oberschlesischen Goldlandes sind damit die sich nach dem Muster des Bundes der Landwirte eine Unterstützung fände, in verhältnismäßig engen Grenzen halten; natürlich einverstanden, denn damit wird ihre Verpflichtung, die breite Organisation schafft und im Reichstag mit der dagegen würde aber die offene Vertretung ihres Interessen von ihnen geschaffenen Lasten auch zu tragen, auf die Gesamtheit nationalliberalen Fraktion des preußischen Abgeordnetenhauses und ihres Herrenstandpunktes, ihre unverhüllte Feindschaft der Steuerzahler abgewälzt. Das preußische Volt aber denkt ist man zufriedener- ohne Rücksicht auf die Masse die Politit gegen alle sozialpolitischen Bestrebungen, nicht nur in anders und seine Vertreter im Landtage, die sozialdemokratischen der industriellen Interessenverbände bertritt. Bald da, bald der Arbeiterschaft, sondern auch in einem großen Teile Abgeordneten, werden dieser Meinung des Volkes im preußischen dort tauchen in der unter dem Einfluß der Großindustrie des heute schon gegen die monopolistischen Tendenzen Dreiklaffenhaus ganz unverhohlen Ausdruck geben! stehenden Presse Stimmen auf, die die nationalliberalen Partei- der Syndikatsindustrie rebellierenden Kleinbürgertums führer der Umschmeichelung der Masse, der feigen Rücksicht- starke Reaktion hervorrufen. Besonders würden die christlichen nahme auf die Wähler des allgemeinen, gleichen, direkten Gewerkschaften alsbald in schärferen Gegensatz zu den induWahlrechts beschuldigen und die Gründung einer industriellen striellen Unternehmern geraten. Rechnet man dazu die Unternehmerpartei verlangen, die gegen die Demokratisierung Schwächung und Zerrüttung der Nationalliberalen durch den der Industrie für deren sogenannte, Selbstbestimmung" Subfidienentzug, dann stellt sich die Gründung einer reinen fämpft. Industriellen- Partei als recht müglich für die Arbeiterbewegung eine Der Pariser Proteftitreik. Der Protest gegen die Arbeitermorde hat zu neuen Arbeitermorden geführt und Clemenceau hat neue furchtbare Blutschuld auf sich geladen. Die Heze der Pariser Boulevardpresse, die feit einigen Tagen allen Verstand ber loten zu haben schien, hat ihre Früchte getragen: Der innere Feind ist wieder einmal besiegt und fünf Arbeiterleben bilden den Siegespreis der Soldateska. Die Armee aber hat keine„Verluste". Trotz der offiziellen Erzählungen von den Revolverschüssen der Arbeiter weiß auch die Regie- rung nur von einigen Verwundungen durch Stein- würfe zu erzählen. Alles weist darauf hin, daß das pro- vozierende Auftreten der überall in Massen auf- gebotenen Gendarmerie und des Militärs es war, das aus der friedlichen Demonstration eine neue schauerliche Tragödie gemacht hat. So gefälscht auch die offiziösen Berichte sind, lassen sie doch diese Tatsache deutlich erkennen. Wir geben folgende Telegramme wieder: Paris, 31. Juli. Bei dem Zusammenstoß zwischen Aus- ständigen und Militär in Villeneuve lassen sich drei Episoden unterscheiden. Einmal wurden in der Nähe des Versammlungs- saales Revolverschiisse auf die Truppe abgegeben, die nicht wieder- schoß. Dann wurde an, der Vigneux-Briicke etwa 100 mal aus Revolvern auf die Truppe gefeuert. Drittens geschah dasselbe am Bahnhof aus der Menge und sogar von den Fenstern aus.(Und alle diese„Schüsse" haben niemand getroffen I) Mehr als zwanzig- mal wurde die Menge verwarnt und viermal schoß die Truppe in die Luft, bevor sie sich verteidigte. Zwei Manifestanten blieben tot aus dem Platze, ein dritter st a r b bei der Ankunft in Paris. Fünfzehn erhielten vorwiegend Säbelhiebe. der Generalleutnant und der Oberst trugen Schrammen und Beulen davon; drei Soldaten wurdeu ernstlich verwundet, zwanzig erlitten leichtere Verletzungen. Weitere 500 Soldaten sollen nach dem Ausstandsgebiet Villeneuve abgehen. Die offizielle Mitteilimg. Paris, 31. Juli. Heute früh 2 Uhr wurde von dem Ministerium des Innern folgende Mitteilung über die Zahl der Opfer bei den gestrigen Ruhestörungen in Vigneux aus- gegeben: Zwei Zivilisten getötet, 15 Zivilisten verwundet, ein Rittmeister und zwei Kürassiere verletzt. General Virvais, der Oberbefehlshaber der zur Unterdrückung der Ruhe- störungen ausgesandten Truppen, sowie mehrere Offiziere und 20 Soldaten sind durch Steinwürfe verletzt. Nach anderen Berichten beträgt die Zahl der Getöteten drei; die Zahl der Verletzten wird zwischen 30 bis 80 an- gegeben. Der Zustand von sechs Verletzten wird als hoff- nungslos bezeichnet. Fortdauer des Streiks. Paris, 31. Juli. Die Vertreter aller Arbeiterverbände hatten heute nacht in der Arbeitsbörse eine Versammlung ab- gehalten und beschlossen, durch Mauerauschläge die Arbeiter aufzufordern, infolge der gestrigen Vorgänge den A u s st a n d bis auf weiteres zu verlängern. Es heißt, daß auch andere Arbeitersyndikate, so die Elektrotechoiker, Goldschmiede und Anstreicher beabsichtigen, sich dem Aus- stände anzuschließen. Die meisten Blätter, abgesehen von den sozialistischen und sozialistisch-radikalen, verlangen, daß die Regierung weit energischer vorgehe, da die Treibereien des allgemeinen Arbeiterverbandes geradezu gemeingefährlich geworden seien. Da die Bauunternehmer beschlossen haben, die Bauplätze zu sperren, befürchtet man, daß die Lage noch eine Verschlimmerung erfahren werde, da da- durch viele tausend Arbeiter beschäftigungslos werden. Fünf Tote! Paris, 31. Juli. Zwei der gestern verwundeten Kundgeber sind im Laufe des Nachmfttags ihren Ver- letzungen erlegen. Hiermit steigt die Zahl der Toten auf 5. Die Beisetzung der Getöteten findet morgen statt. Es werden umfassende Maßregeln getroffen werden, um Unruhen zu verhindern. Von den übrige:. Verletzten sind noch drei in Lebensgefahr. RegierungSmaßregeln. Paris, 30. Juli. Die Minister Clemenceau, Picquart, Varthou und Vi Viani(!) hatten heute abend eine Be- sprechung mit einander. Der Ministerpräsident forderte den Oberstaatsanwalt auf. sich zur Einleitung der gericht- lichen Untersuchung gegen die Urheber der Rebellion sofort nach Draveil und Villeneuve zu begeben. Villeneuve, 31. Juli. Eine Gerichtskommission hat die Untersuchung in der Angelegenheit des gestern er- folgten Zusammenstoßes zwischen Ausständigen und Militär ausgenommen. Die Stadt ist militärisch besetzt. Einer der Verletzten starb nachts im städtischen Hospital. Verurteilungen. Paris, 31. Juli. Das Schwurgericht in Corbeil verurteilte heute eine Anzahl Personen, welche vor einigen Tagen die Unruhen in Vigneux verursacht hatten, zu Ge- sängnis von 10 Tagen bis zu 4 Monaten. Ser deutsch- ichMireiilche Illehlroll- Konflikt. Dieses relativ unbedeutende Ereignis ist charakteristisch für die Jnteressenkonflikte, die daraus entstehen können, wenn Schutz- zoll- und Ausfuhrpräinienpolitik zweier Staaten sich kreuzen. Das � Lehrreiche an einem derartigen Konflikt ist gewöhnlich, daß die VölkDc beider Staaten einsehen, wie sehr ihre bez. Regierungen mit ihrer Konsumkraft sträflichen Wucher treiben. Die deutsche Zoll- Verwaltung ist selbstverständlich bestrebt, die wirtschaftlichen Interessen der Agrarier zu vertreten. Sie belegt zwar das aus Amerika kommende Getreide mit einem beträchtlichen Zoll; seit jedoch am Rheine eine ganze Reihe technisch hochentwickelter Groß- inühlen entstanden sind, die den billigen Wasserweg von Rotterdam her benutzen, ist das aus amerikanischem Getreide erzeugte Mehl in Südwestdeutschland billiger als das aus deutschem Weizen. Für die deutsche Zollverwaltung bestand nun die Gefahr, daß ihre Herren, die Agrarier, unter ausländischer Konkurrenz zu leiden hätten. Um dieser„nationalen" Gefahr vorzubeugen, mußte die deutsche Regierung die westdeutschen Müller dazu animieren, das billige Mehl zu exportieren. Sie tat dies, indem sie den Müllern beim Ausfuhr von je 30 Kilogramm Primamehl den Zoll für 100 Kilogramm Weizen rückvergütete. Durch diese versteckte Aus- fuhrprämie wurde es den deutschen Müllern profitabel, die übrigen L0 Kilogramm Mehl minderer Qualität an den deutschen Konsum zu den Preisen zu verkaufen, die die nationale Einsicht der Agrarier für richtig hält. Dieses System, die billige und bessere Mehlsorte ins Ausland abzuschieben und den eigenen Volksgenoffen das teure und schlechtere Mehl zu überlassen, macht dem volksfeindlichen Gebaren der deutschen Regierung alle Ehre.— Ein verteufelt schlauer Wucherertrick. Die deutsche Ausfuhrprämie, die die rheinischen Mühlen er- halten, ist genau so groß wie der schweizerische Mehlzoll. Die Schweiz hat bekanntlich eine sehr kleine Geteidcproduktion, etwa 20 Proz. ihres Bedarfs, dafür aber eine sehr entwickelte Müllerei, deren Besitzer und Aktionäre in der Handelspolitik des Bundes ein tüchtiges Wörtchen hineinzureden haben. Der Getreidezoll der Schweiz ist sehr klein, dafür aber ist der Mehlzoll ziemlich hoch (2,80 Frank pro Doppelzentner). Unter diesem Bundesschutz konnten sich Mühlenshndikate bilden, die einerseits die Mehlpreise hoch- hielten und andererseits die ArbeiterschaftHin der Lebenshaltung hinabdrückten. Diese Diktatur der Herren Maggi und Konsorten wurde dem brotkonsumierenden Publikum zuviel, und die Gelegen- heit eines Streiks der Mühlenarbeiter wurde zu einem stramm durchgeführten Boykott der schweizerischen Mehle benutzt. Seither ist die Mehleinfuhr aus Deutschland gewachsen und hatte im Jahre 1007 einen Umfang von rund 250000 Doppelzentner im Werte von über 6 Millionen Franken. Dieser deutsche Mehlimport hatte die heilsame Wirkung, daß die schweizerischen Müller mit ihrer preis- treibenden Syndikatspolitik aushören mutzten. Das war den Herren sehr unangenehm und ihre Pretzkulis begannen am Anfang dieses Jahres die Lärmtrommel zu schlagen und die Oeffentlichkeit erfuhr, daß die schweizerischen Müller bei weiterer Fortdauer der deutschen Mehleinfuhr gezwungen sein werden, ihre Mühlen zu schließen. Diese Drohung ist jedoch leere Rederei, denn die schweizerischen Mühlen vermahlten im Jahre 1907 rund 3� Millionen Doppelzentner russischen und rumänischen Weizen im Werte von ca. 73 Millionen Franken, und die spezifischen Brotsorten, die der schweize- rische Konsument verzehrt, sind aus dem kleberarmen amerikanischen Weizen, den die rheinischen Grotzmühlen Deutschlands über Rotter- dam beziehen, gar nicht herzustellen. Das deutsche Mehl vermag also gar nicht das schweizerische zu ersetzen, es ist aber gar wohl imstande, den Preistreibereien des schweizerischen Mühlensyndikats ein Ende zu machen. Der deutsche Mehlimport ist eine Folge der Ausfuhrprämie, denn diese hebt die Wirkung des schweizerischen Mehlzolls auf, er ist jedoch sehr geeignet, die Diktatur des Mühlen- shndikats zu brechen. Da die Syndikatsherren recht großen Ein- flutz im Bundeshause haben und die liberale' Presse es verstand, die Rettung des Syndikats als Rettung der„nationalen" Mühlen- industrie hinzustellen, forderte der schweizerische Bundesrat von der deutschen Regierung, sie solle die Ausfuhrprämie abschaffen, widrigenfalls werde die Schweiz den Mehlzoll erhöhen. Dieses wäre ein Bruch des deutsch-schweizerischen Handelsvertrags, zu welchem die Schweiz zwar nach Analogien der Brüffeler Zucker- konvention berechtigt ist, zu welchem sie aber nicht die Macht hat. Es genügte die Drohung der deutschen offiziösen Presse, daß Deutschland in diesem Falle Repressivzölle auf Uhren, Käse, Stickereien und Schokolade erheben würde, und der Bundesrat war von seinem Projekt der Zollerhöhung geheilt. Besonders regte die Eventualität eines Zollkrieges im Interesse des Mühlen- syndikats weite Volkskreise derart auf, daß die radikale Regierung jetzt vier Monate vor den Wahlen auf die Ausführung einer solchen kapitalen Dummheit verzichtete. Sie klammerte sich dafür an ein altes Postulat der Linksdemokraten und einiger Sozialisten Grütlianer), nämlich der Verstaatlichung des Getreide- i m p o r t s. Das gehorsame Bundesparlament mit seiner radikalen Mehr- heit nahm einen platonischen Antrag auf Einführung eines Ge- treidemonopols an, und nun hatte der Bundesrat eine Waffe in der Hand, um die deutsche Mehleinfuhr zu verbieten, ohne mit dem Handelsvertrag in Konflikt zu kommen. Einige Wochen lang standen sich die wackeren Kämpen für Lebensmittelwucher kämpf- bereit gegenüber— die deutsche Monarchie mit der Drohung der Repressivzölle und die schweizerische Demokratie mit der Drohung der Verstaatlichung. Da besannen sich beide Staaten ihrer hohen Aufgabe des Lebensmittelwuchers, und sie entdeckten ihr gemeinsames Interesse. Die deutsche Regierung und die der Schweiz, die offiziell nach außen hin im Mehlzollkonflikt waren, bearbeiteten unter der Hand die Müller ihrer Länder, sich zu verständigen. Vorige Woche war in Berlin eine streng vertrauliche Konferenz der Vertreter der Mühlenbesitzer beider Länder, und die Möglichkeit eines deutsch- schweizerischen Mühlcnsi'ndikats nimmt immer greifbarere Formen an. Die schweizerische Regierung spielt bei diesem Handel eine schmähliche Rolle. Ihr Zusammenklappen bor der Zollkriegs- drohung Deutschlands könnte man noch allenfalls verstehen, die tatsächlichen Machtverhältnisse sind eben auf Seite Deutschlands. Jedoch das volksfeindliche Doppelspiel der kriegerisch- nationalen Pose mit dem staatssozialistischen Getreidemonopol nach außen und dem gleichzeitigen Arrangement eines Trusts der deutschen und schweizerischen Mehlwucherer unter Aegide der deutschen Agrarierregierung, das ist gelinde aesagt � Verrat dex Kglksinterefse n.,.;, polltifcbe CUbcrlicbt. Berlin, den 31. Juli 1308. Die internationale Solidarität. Eine gute Nachricht kommt aus London. Die englische Arbeiterpartei hat beschlossen, zwanzig Vertreter nach Deutschland zu schicken. Genosse Ramsay Macdonald, der Sekretär der Arbciterfraktion im Unterhause, erläuterte den Zweck der Reise dahin, daß die Vertreter der englischen Arbeiter die deutschen Genossen im persönlichen Verkehr davon überzeugen wollen, daß sie allen Versuchen, zwischen dem deutschen und dein englischen Volk Mißtrauen säen zu wollen, auf das energischste entgegentreten werden. Der Besuch unserer englischen Freunde wird zu Pfingsten nächsten Jahres statt- finden. Gleichzeitig hat die A r b e i t e r f r a k t i o n des englischen Unterhauses beschlossen, unserem Genossen Bebel eine Ab- schrift der von dem Arbeiterabgeordneten gefaßten Resolution zu überreichen, in der die chauvinistische Hetze, die zwischen England und Deutschland Haß zu erregen versucht, auf das schärfste verurteilt wird. So schließen sich die Bande internationaler Solidarität und Brüderlichkeit immer enger um die Arbeiter aller Länder. Es zeigt sich auch.aufs neue, wie bedeutungsvoll für die internationale Aktion des Proletariats zur Verhinderung der Kriege die Entstehung der unabhängigen englischen Arbeiter- Partei gewesen ist. Die Internationale marschiert und ihre immer größere Macht, immer größere Aktionsfähig- keit ist die stärkste Gewähr für die Erhaltung des Friedens, den die imperialistische Politik der Bourgeoisie gefährdet. Der Beschluß des internationalen Kongresses von Stuttgart, über den unsere Gegner nicht genug höhnen konnten, ist kein toter Buchstabe geblieben: In Frankreich, in England und in Deutschland wie in allen anderen Läildern ist er zur Richt- schnür geworden für das geeinte Proletariat, das dem Kriege seinen unerbitterlichen Krieg erklärt hat. Die deutschen Ar- bester begrüßen mit hoher Freude den Beschluß ihrer englischen Genossen und werden ihren Vertretern den herzlichsten Empfang bereiten.—_ Noch eine Reichstagsnachwahl in Sicht. Wie freisinnige Blätter melden, haben die vom Reichstag bc- schlossenen Erhebungen über das angefochtene Mandat von Mühl- hausen-Langensalza ein Resultat ergeben, das mit Sicherheit zur Ungiltigkeitserlläruva der Wahl führen wird.— Unsere Parteigenossen haben in der Person bes Genossen Schäfer bereits einen Kandidaten aufgestellt, nachdem der seitherige Kandidat Genosse Grunwald-Berlin erklärt Herste, die Kandidatur nicht mehr anzunehmen._ Die„Post" als Arbeitgeberin. Die Bloßstellung der„Post" als Vertragsbrüchiger Arbeit- geberin durch die Verhandlung vor dem Kaufmannsgericht über die Klage eines Angestellten, dem sie ohne die Spur eines Rechts das Gehalt vorenthielt, sucht das Scharfmacher- orgau durch Totschweigen seinen Lesern gegenüber zu unter- drücken, lieber die Verhandlung vom Montag hat die„Post" bis heute noch kein Sterbenswörtchen gebracht. Ein eigenartiges Naturwunder: die Feststellung der doppelzüngigen„Post"-Moral hat die„Post" st u m m gemacht, freilich nur aus diesem eigensten Gebiet der„Post". Durch besonders lebhafte Anwürfe gegen die Arbeiter sucht sie ihre leider nur partielle Lähmung zu verschleiern. Auf welchem tiefen Niveau müssen die Leser der„Post" stehen, die sich das ruhig bieten lassen I—_ Das summarische Verfahren. Die Rechtlosigkeit der Eingeborenen in unseren Kolonien de- zeugt folgender Fall, den die„Franks. Ztg." mitteilt: „Dem Prinzip der Rechtsgleichheit in den deutschen Kolonien wird in einem unS vorliegenden amtlichen Schriftstück wider- sprochen, das vom kaiserlichen Bezirksamt Duala, datiert vom 12. April 1908, dem Gouvernement von Kamerun zuging. Es handelt sich um die Niederlassung eines deutschen Rechts- anwalts in Duala, der Hauptstadt Kameruns. Der Bezirks- amtmann v. B r a u ch i t s ch hatte es abgelehnt, den Rechts- anivalt im summarischen Gerichtsverfahren als Vertreter z u- zulassen und er ersuchte das Gouvernement, seine Zulassung allgemein an die Bedingung zu knüpfen. Eingeborene weder zu vertreten, noch eine Rechtsauskunft zu erteilen. Dann heißt es in dem Schriftstück weiter: Ein Anspruch auf Vertretung durch einen Rechtsanwalt be- steht weder für diesen noch für die Eingeborenen. Eine Zulassung von Rechtsanwälten kann nur für die Gerichte in Frage kommen. Die summarische Gerichtsbarkeit ist aber etwas von dem ordentlichen Versahren so verschiedenes, ihre Be- dürfnisse sind derart andere, daß ein Herübernehmen der in diesem Verfahren nottvendigen oder zweckmäßigen Einrichtungen nicht angezeigt erscheint. Ein„ordentliches" Verfahren gibt es also für einen Eingeborenen in unseren Kolonien nicht. Für ihn ist das„summarische" Verfahren gut genug. Ja, es ist sogar einem Rechtsanwalt verboten» einem Eingeborenen Rechtsauskunft zu erteilen I— Eine Rcichs-Wcinsteucr. Das Reichsschatzamt ist noch immer auf der Suche nach neuen Steuerobjekten. Die„Deutsche Weinztg." erklärt, au? wohlinfor- mierter Quelle erfahren zu haben, daß sich das Reichsschatzamt tat- sächlich mit dem Gedanken der Aufnahme einer Reichsweiirsteuer in die Neichsfinanzrefornt vertraut mache. Badischer Etat. Der badischen Kammer ist ein sehr umfangreicher Budget- Nachtrag zugegangen, der infolge der Aenderungen der Beamten- Zulagen nötig geworden ist. Der Etat schließt für 1903 mit 101 Millionen Einnahmen und 80 Millionen Ausgaben, so daß eine Reineinnahme von 20 Millionen Mark bleibt, gegen 81 Millionen Einnahmen und 65 Millionen Ausgaben sowie 16 Millionen Mark Reineinnahmen im Vorjahr._ Der abgeblitzte Küster. Der Fahnenträger des evangelischen Berg- mannsvereinS in Lllten-Bochum sollte auf Antrag deS Küsters aus dem Verein ausgeschlossen werden, weil er sich als sozialdemokratischer Wahl mann hatte aufstellen lassen und sozialdemokratisch gewählt hatte. Die Generalversammlung lehnte den A u s s ch l u ß a n t r a g m i t großer Mehrheit ab. Dem Küster wurde von einem Redner gesagt, er solle sich um die verstaubten Kirchenbänke bekümmern.— Pressestreik. AnS Rccklinghauscn wird unS geschrieben: Die durch den be- kannten Polizeiprozeß berühmt gewordene Stadt macht wieder ein- mal von sich reden. In einer am 26. Mai abgehaltenen Stadt- verordnetensitzung war vom Stadtverordnetenvorsteher eine Abstimmung fehlerhaft vorgenommen worden. Es entstanden unter den Stadtverordneten Meinungsverschiedenheiten, die zu lauten Aus- einandersetzungen führten. Die Preßvertreter, die durch die Vor- kommnisie gezwungen ivaren, sich über den Ausgang der Abstimmung unter sich zu verständigen, wurden von dem Vorsitzenden mit den Worten angehaucht:„Jch hosse, daß sich die Preß-Ver- treter betragen, wie eS sich gehört." Die Vertreter der Presse verließen nicht sofort den Sitzungssaal, sondern richteten an den Vorsitzenden ein Schreiben, worin sie den Sachverhalt dar- legten und dem Stadtverordnetenvorsteher nahelegten, die Beleidi- gung zurückzunehmen. In der gestrigen Sitzung erklärte der Stadt- verordnetenvorsteher, daß er seine Aeußerung nicht zurücknehme. Die Preßvertreter verließen darauf sämtlich den Saal.— Die Liberalen winseln bei den Gelben um Gnade. Die Augsburger Industriellen befehlen nun ihren gelben Leibeigenen, durch Einzeichnung in Listen den Anstritt ans der liberalen Partei und aus dem liberalen Arbeiterverein zn erklären wegen der Stellungnahme einiger Liberalen gegen die Gelben im bayerischen Landtag und auf dem liberalen Kongreß in München. Das parteioffizielle Blatt in Augsburg iveint nun bittere Tränen ob dieses Schrittes und bittet u rn Gnade: man möge die Sache doch nicht so tragisch nehmen, denn es wären ja nur einzelne Liberale gewesen, die gegen die gelben Untertanen der liberalen Unter- nehmer aufgetreten seien, während die liberale Partei als solche nach wie vor im Dienste der Industriellen tätig sein werde.— Sie paffen zusammen, dieser Liberalismus und die Gelben!— Im Prozeß Biewald gegen die Stadtgeiueinde Breslau, der noch über die Höhe der zu gewährenden Entschädigung wegen der ihm von einem Polizisten abgehackten linken Hand geführt wird, liegt jetzt ein Gutachten des Vertrauensarztes der Landesversicherungsanstalt Schlesien vor. Nach diesem Gutachten ist Biewald als Halbinvalide zu betrachten. Im erste» Jahre und während der Dauer des Heilverfahrens könne er 75 Proz., im zweiten Jahre 60 Proz. und darüber hinaus noch 50 Proz. seines Jahreseinkommens als Rente beanspruchen. Der Prozeß dürfte erst gegen Ende deS laufenden Jahres bor der Zivil- kammer zur Entscheidung kommen.— „Das Volk gegen die Kriegshetzer". lautete das Thema eines Vortrages, den der Arbeitersekretär Meerlein aus Breslau in einer ziemlich zahlreich besuchten öffent- lichen Volksversammlung in Posen hielt. Bei Eröffnung der Ver- sammlung bedauerte der Leiter derselben, GewerkschaftSsckcetär Schulz, daß sämtliche Verhandlungen in dieser Versammlung n u r in deutscher Sprache geführt werden dürfen, da Posen zu den Städten zahle, deren polnische Bebollerung weniger als 60 Proz. betrage. An dieser gesetzlichen Bestimmung seien die Sozialdemo- kraten nicht schuld, da sie die eifrigsten Gegner der Vorlage über das neue Vereinsgesetz waren. Das Zustandekommen dieses Gesetzes sei den Freisinnigen zu danken. Die zahlreich besuchte Ver- sammlung nahm nach dem mit stürmischem Beisall aufgenommenen Referat einstimmig eine Resolution an, die die Kriegshetzerei aufs schärfste verurteilt.—_ Etwas für Breitenbach. Im Jahre 1907 wurde in der bürgerlichen Presse ungeheuer diel Aufhebens von einer Verfügung deS Ministers Breitenbach gemacht, durch welche für die Beamten und ständigen Arbeiter der StaatSbahnen die Zvstündige Sonntagsruhe angeordnet wurde. Das war eine Grotztat, die der sozialdemokratischen Propaganda unter den Eisenbahnern einen festen Damm entgegen- setzen muhte. So konnte man in jedem Winkelblatt das Lob Breiten- bachs verkünden hören. Wir wissen nun nicht, ob die Verfügung des Ministers inzwischen ssillschweigend zurückgezogen worden ist, wohl aber wissen wir, daß es mit der gerühmten 30stündigen Sonntags- ruhe im Ruhrbezirk z. B. längst Essig geworden ist. Nur für einige wenige Beamte mag sie noch bestehen, die meisten haben schon an sechs Stunden Einbuhe erlitten. Ob der Minister davon Kenntnis hat? Die Einschränkung ist erfolgt trotz des flauen Geschäftsganges, trotz der Einziehung einer ganzen Reihe Güterzüge. Mit Ueber- lastung kann also die Einschränkung nicht begründet werden. Die bürgerliche Presse, die sonst so besorgt ist, die sozialdemokratische Agitation aus den Reihen der Eisenbahner fernzuhalten, hat bisher zu diesen Dingen geschwiege». Diese Gesellschaft kann eben nur bauchrutschen und stiefclleckcn, aber kein ernstes Wort der Kritik üben.—_ Internationale Schiedsgerichte. Die Anmeldunfftn zur fünf- zehnten Konferenz der Ilnion Interparlamentaire pour l'arbitrage international, die vom 9. bis 12. September d. I. in Berlin statt- firtdet, laufen in größerem Umfang ein, als anfänglich erwartet wurde. Es kann mit einer Zahl von mehr als 699 Delegierten gerechnet werden, u. a. wird auch das japanische Parlament ver- treten sein. Aus Rußland sind rund 39 Duma-Mitglieder an- gemeldet. Es handelt sich— wie schon der Name sagt— um eine Vereinigung ausschließlich von Parlamentariern aller kon- stitutionellen Ktaaten zwecks Durchführung des Schiedsgerichts- gcdankens,_ Italien. Die Situation in Parma. Rom, den 23. Juli.(Eig. Ber.) Während die Blätter der Syndikalisten noch dabei verharren, den Streik in der Provinz Parma als lebendig und kraftvoll darzustellen, muß der unbefangene Beobachter die traurige Tatsache anerkennen, daß die Bewegung so gut wie tot ist. Von der Gcneralstreikbcwegung des vorigen Monats an, hat der am 1. Mai proklamierte Riesenstreik langsam, aber stetig an Intensität abgenommen. Wohl find die Tagelöhner im Streik geblieben und scheinen noch heute in der Mehrheit auszuhalten, aber sie können bei den Agrarverhältnissen der Provinz einen Streik nicht tragen. Das Hofgesinde und die Arbeiter in Jahres- vertrag sind allein imstande, die Besitzer durch Verlassen des VieheS in eine wirkliche Notlage zu versetzen. Gerade diese Kategorien sind nun allmählich vom Streik abgefallen und haben sein kläg- liches Zugrundegehen veranlaßt. Die Tagelöhner, die weiter im Streik verharren, wären auch unter normalen Verhältnissen jetzt arbeitslos, da ihnen nur eine aushilfsweise Funktion in der Agrar- Wirtschaft der Provinz zukommt. In dieser Lage hoffnungslosen Absterbens der Bewegung er- schien es der sozialistischen Partei geboten, ein klares Bild über die Streiklage und über die Verantwortlichkeit für die heutige Situation zu gewinnen. Es hat deshalb in der ersten Hälfte des Monats eine Zusammenkunst in Parma stattgefunden, in der Vertreter unserer Partei, der sozialistischen Presse, des Landesverbandes der Landarbeiter, der Konföderation der Arbeit und anderer Organisationen sich mit der Situation in Parma beschäftigt haben. Das Resultat der Beratung war, daß man beschloß, eine Kommission mit einer Enquete über die Lage zu betrauen, und daß man in einer TageS- ordnung jede Gemeinschaft mit den syndikalistischen Methoden ab lehnte, die den Streik geleitet hatten. Die Kommission wird nun, nachdem sie 33 Gewerkschasts- sekretäre verschiedener Ortschaften des Streikgebiets beftagt hat, am 29. Juli ihren Bericht vorlegen, der uns einen deutlichen Begriff der Lage geben wird. Wahrscheinlich wird der Parteivorstand auf Grund des Berichts die Organisationen auffordern, das Ende des Streiks zu proklamieren. Die Syndikalisten, die die Partei seit Wochen in der heftigsten Weise angreifen und jede Form von Anschuldigungen gegen sie schleudern, sind außer sich über die„Einmischung" der Sozialisten. Es ist aber nicht zu verkennen, daß die Partei das Recht und die Pflicht hatte, sich einzumischen. Durch Aufruf der Partei ist die große Sympathiebewegung für die Parmenser Streikenden angeregt und anstecht erhalten worden. Das Proletariat hat diesen Aufruf durch tätige Solidarität beantwortet. Es hat gegen 2090 Kindern Streikender Asyl gewährt, hat über 189999 Lire an Unterstützungen aufgebracht, hat seine moralische Solidarität in jeder Weise be zeugt. Nun sieht e-Z den Streik elend zugrunde gehen, sieht die Führer und die Prinzipien seiner Partei beschimpft und mit Schmutz beworfen. Hat da die Partei nicht die Pflicht, ihre Verantwortlich keit klar von der der Syndikalisten zu trennen? Solange der Streik auf der Höhe war und Sieg verhieß, hatten sich die syndikalistischen Methoden in keiner Weise von den sozio listischcn unterschieden. Mit großer Energie waren die Führer jeder Gewalttat"entgegen getreten. Man hatte Verhandlungen mit den Besitzern geführt, Einigungsversuche unternommen, wie dies die Sozialisten getan halten. Erst als der Streik durch den Abfall des Hofgesindes eine unglückliche Wendung nahm, fingen die Syndikalisten an, den Ausgang des Streiks als etwas Unwesentliches hinzustellen und die Bewegung selbst als die Hauptsache. Diese Haltung, die tausende von Familien auf dem Wege des Verderbens forttreibt, muß unbedingt von der Partei abgelehnt werden. Einstweilen haben die Agrarier die„steten Arbeiter" aus der Provinz zurückgeschickt, weil sie nach Erledigung der Erntearbeitcn keine Verwendung mehr für sie haben. Auch ist davon die Rede, daß die Aussperrung, die die Agrarier Mitte März proklamiert haben, aufgehoben werden solle. Es ist dies der beste Beweis dafür, daß die Unternehmer den Streik für beendet ansehen. Die mit so großer Energie und unter so unermeßlichen Opfern durchgeführte Bewegung hätte wahrlich ein besseres Ende verdient.— Englanck. Berständiguug mit Deutschland. London, 30. Juli. In einer Versammlung der Jnter- nationalen Schiedsgerichtjsliga wurde einstimmig eine Resolution angenommen, in der dem deutschen Volke versichert wird, daß das Volk des Vereinigten Königreichs keine Gefühle der Feindseligkeit gegen Deutschland hege, sondern ein engeres Zu- sammengehen beider Länder willkommen heißen würde. Ein frecher Uebergriff. .tzerrcnhäusler sind in der ganzen Welt dasselbe und die eng- lischen Lords dflden auch t.einc Ausnahme. Der Porzug Englands besteht Nur darin, daß man den Beschlüssen der Lords nicht allzu> viel Bedeutung beilegt. Auch die letzte Probe der Arbeiterfeind- schaft der Lords dürfte daher kaum sehr weitgehende Folgert haben. Auf Antrag Lord C r o m e r s wurde nämlich beschlossen, das Ge- setz über die Arbeite rpcnsionen nur bis zum Jahre 1915 gelten zu lassen. Nun haben aber die Lords kein Recht, an einem Gesetz, in dem Geldausgaben beschlossen werden, etwas zu ändern. Die Engländer stehen nämlich auf dem Standpunkt, daß nur die gewählten Vertreter des Volkes über die Erhebung und Ver- Wendung der Steuern beschließen dürfen, nicht aber die„geborenen Gesetzgeber". Das Oberhaus wird also nichts anderes erreichen, als daß das Unterhaus die Gcsetzesvorlage in ihrer ursprünnglichen Fassung wieder herstellt und damit den Lords die nötige Belehrung erteilt. Der Agitation zur gänzlichen Beseitigung des anachronisti- schon Oberhauses ist aber wieder neuer Stoff geboten worden. Die Vorlage über die Heimarbeit. London, 29. Juli.(Eig. Ber.) Aus Anlaß der Einbringung der Heimarbeitsborlage, die die Festsetzung von Mindest- löhnen durch Lohnämter vorsah, wurde eine Kommission eingesetzt, um diese Frage zu untersuchen. Die Kommission ver- öffentlichte gestern ihren Bericht, dem wir folgendes entnehmen: 1. Es ist ivünschenswert, daß Gesetze erlassen werden über die Löhne, die an Heimarbeiter gezahlt werden;'2. diese Gesetze sollen vorerst den Charakter eines Versuches haben und auf einige Zweige der Bekleidungsindustrie beschränkt werden. Dem Minister des Innern soll das Recht zustehen, die Gesetze nach und nach auf andere Ge- werbe auszudehnen; 3. in gewissen ausgewählten Zweigen der Heimarbeit sollen Lohnämter eingerichtet werden, um Mindestlöhne für Zeit- und Stückarbeit festzusetzen; 4. die Zahlung von Löhnen, die unter das amtlich festgesetzte Minimum fallen, soll strafbar sein; das Holen des Materials und das Abliefern der Arbeit soll von den Angestellten des Unternehmers und nicht von den Heim- arbeitern geschehen, oder aber die Heimarbeiter sollen extra für das Holen und Abliefern bezahlt werden; 3. alle Heimarbeiter sollen registriert und die Unternehmer, die sie beschäftigen, gezwungen werden, eine genaue Liste der Heimarbeiter zu halten; 7. die Be- schästigung nichtrcgistrierter Heimarbeiter soll strafbar sein; 8. die Gesetze der Fabrikakte, betreffend Reinlichkeit, Ventilation, Luft- räum usw., sollen auf die Heimarbeitsstätten ausgedehnt und den Fabrikinspektoren soll die Pflicht auferlegt werden, über die Aus- führung dieser Gesetze zu wachen; 9. die Truckakte soll auch auf die Heimarbeit angewendet werden. Rußland. Sechzehn Justizmorde. Simseropol, 31. Juli. Das Kriegsgericht verurteilte 16 Arrestanten, die angeklagt waren, bei der im Mai dieses Jahres versuchten Massenflucht a us dem Ge- f ä n g n i s, vier Gefängnisbeamte ermordet zu haben, zum Tode. Für zwei der Verurteilten wird Milderung der Strafe in Zwangsarbeit nachgesucht werden. Cürfce». Die jmigtürkische Bewegung. Die Jungtürken gehen mit großer Besonnenheit zu Werke. Sie versichern sich der Durchführung der Verfassung dadurch, daß sie alle Anhänger des alten Regimes aus der Umgebung des Sultans entfernen. Einer der gefährlichsten war der zweite Sekretär des Sultans, Jzzet Pascha, der bereits verbannt worden ist, ebenso wie der räuberische Ader bauminister Selim Melhame Pascha, der aus einem italienischen Dampfer entflohen ist. Auch der Unterrichts minister Haschim Pascha hat demissioniert. Sein Nachfolger wurde Hakki Bei, der als moderner Mann gilt. Ein wichtiger Erfolg ist auch die Abschaffung der Geheimpolizei, die durch einen Beschluß des Ministerrats sanktioniert wird. Die Jungtürken sind aber damit noch nicht zufrieden und ver langen die Aufnahme zweier ihrer Vertrauensmänner ins Ministerium. Der übliche freitägliche Gottesdienst, an dem der Sultan teilnimmt, gestaltete sich zu einer großartigen Demonstration. an der gegen 40 000 Personen teilnahmen. Der Sultan und die vorbeiziehenden Truppen wurden mit Jubel begrüßt. Unterdessen macht die Durchführung der Verfassung weitere Fortschritte. Wo die Behörden zögern, nehmen die Offiziere, die vielfach, und wie es scheint, besonders in Mazedonien, die Zivilverwaltung übernonunen haben, oder die Bevölkerung die Durchführung selbst in die Hand. So haben in B e y r u t die Journalisten dem Preßzensor, der weiter amtieren wollte, kurzerhand aus dem Bureau verjagt. Die Rückkehr der Ver bannten dauert an. Auch der Marschall Fuad Pascha, der Sieger über die Russen bei Elina, der vor sieben Jahren wegen seiner Reformfreundlichkeit nach Damaskus verbannt worden war, kehrt aus dem Exil zurück. In New Jork hat der türkische Generalkonsul die allgemeine Amnestie ver kündet. Man schätzt die Zahl der Armenier und der übrigen türkischen Untertanen in den Vereinigten Staaten auf 200 000. In Konstantinopel hat man bei der Durchführung der Amnestie in der Verwirrung ein Uebriges getan und auch die gemeinen Verbrecher, deren Zahl 20 000 betragen soll, freigelassen. Die Jungtürken haben dagegen energisch pro testiert. Die Bandonkämpfe in Mazedonien haben voll ständig aufgehört und mit Recht verlangen die Jungtürken die Abberufung der europäischen Gen- d a r m e n aus Mazedonien, die dort jetzt auch wirklich über- flüssig sind. pernen. Die Kämpfe in Täbris. Töbris, 31. Jnlj.(Meldung der Petersburger Telechrnphen- Agentur.) Die Scharmützel zwischen den Anhängern der Regierung und den Revolutionären haben vier Tage, vom 23. bis 23. Juli, gedauert. Seit dieser Zeit herrscht Ruhe. Die Re- gierungstruppen nahmen an den Plünderungen teil. DaS Handelslager eines russischen Staatsangehörigen wurde geplündert und verbrannt, wobei auch die letzten Einrichtungsstücke der russisch- persischen Schule in Flammen aufgingen. Ferner wurde ein Lager von Nähmaschinen und ein solches der Deutschen Osthandelsgesell- schaft ausgeraubt. Ueber die Frage, wen die Verantwortlichkeit für diese Zwischenfälle trifft, finden zwischen dem Gouverneur und dem russischen Generalkonsul Perhandlungen statt.' Em der Partei. Im Kampfe dahingerafft. In Magdeburg verstarb am Donnerstag früh der Genosse Karl Gör l itz, der bekannte, temperamentvMe Redakteur des Verbandsorgans der Hafen- arbefler. Genosse Görlitz, der 5 Jähre lang die Redaktion des „Hafenarbeiter" führte, hat nur ein Alter von 42 Jahren erreicht. Sein Tod war die Folge einer schweren Magenkrankheit, deren Keim während seiner letzten Gesängnishaft gelegt wurde. G. war nicht verheiratet; er verbrachte die letzten 2 Monate stillet schweren Erkrankung bei seinen Eikern in Magdeburg. Ein gerichtliches Nachspiel zur ReichStagsWahl 1907. Vor dem Dortmunder Schöffengericht kam heute ein Prozeß zur Verhandlung, der noch aus den Kämpfen der letz- ten Reichstagswahl resultierte. Genosse Ant. Bredenbeck von der Dortmunder„Arbeiterzeitung" stand unter Anklage, durch einen Artikel„Bergarbeiter, wählt rot!", die Verwaltung der Bergwerksgescllschaft„H i b c r n i a" beleidigt zu haben. In dem Artikel war gerügt, daß gewissenlose Agenten durch glänzende Ver- sprcchungen, die nachher nicht gehalten werden, fremde Arbeiter ins Ruhrrcvier locken. Im besonderen wurde dann an einem Fall, der sich auf Zeche„Hibernia" ereignet, dargelegt, wie die fremden Arbeiter im Ruhrrevier behandelt werden. Die, Arbeiter wurden durch die Vcrmitlclung der Zechenvcrwäliung mit Möbeln, Wäsche, Kleidern usw. versorgt, die von Gelsenkirchcner Firmen geliefert wurden. Am Lohntage erschienen die Geschäftsleute auf der Zeche und holten ihr Geld,' später wurde den fremden Bergleuten das Geld vom Lohne abgezogen und den Geschäftsleuten direkt über- mittelt. Die Zechenverwaltung behauptet, der Abzug des Geldes für die Waren set im Einverständnis mit den Bergleuten erfolgt. Tatsächlich sind den Leuten bei einem Lohn von 119 bis 129 M. über 86 M. Abzüge gemacht worden. Die„Arbeiterzeitung" bezeichnete das Verfahren der Zeche für ungesetzlich und behauptete, die Ab- züge würden gemacht gegen den Willen der Bergleute._ Durch diese Behauptung soll die Verwaltung von Zeche„Hibernia" beleidigt sein. Ein Bergmann hat gegen die Zeche wegen der cinbehaltencn Beträge eine Zivilklage angestrengt und auch einen Teilerfolg er- stritten. Das Landgericht Dortmund hat erkannt, daß wenigstens ein Teil des Geldes ungesetzlich einbehalten worden sei. Auf dem Dortmunder Arbeitcrsekretariat hat der Mann erklärt, die Zechen- Verwaltung habe ihm versprochen, die ersten drei Monate solle gar nichts, die folgenden Monate sollen nur 15 M. vom Lohne ab- gezogen werden, aber schon gleich am ersten Lohnzahlungstagp wurden ihm 86 M. in Abzug gebracht. Dies wurde heute er- wiesen. Nichtsdestoweniger sprach das Gericht den Genossen Breden- deck der Beleidigung schuldig. Die Zechenverwaltung habe nicht ungesetzlich gehandelt, die Abzüge seien geschehen mit Zu» stimmung der betreffenden Bergleute. Unglaublicherweise wurde dem Genossen Bredenbeck nicht einmal zugebilligt, daß er im guten Glauben den Artikel veröffentlicht; es wurde vielmehr ausge- sprachen, der Angeklagte habe„wissentlich widerrechtlich" gehandelt. Es sei ihm nur darum zu tun gewesen. die Bergleute abzuhalten, wationalliberal zu wählen, sie sollten rot wählen. In Anbetracht der Schwere der Beleidigung und der vielen Borstrafen sei auf einen Monat Gefängnis zu erkennen. Der Amtsanwalt hatte 6 Wochen Gefängnis beantragt. Der Sozialdemokratische Verein für Magdeburg veröffentlicht seinen Tätigkeitsbericht, der sich ans die Zeit vom 1. Januar 1997 bis zum 1. Juli 199« erstreckt. Dem Bericht entnehmen wir, das; während dieser Zeit die Zahl der Mitglieder von 3762 auf 4189 stieg. Die Fluktuation war eine besonders große. Während 1899 Mitglieder in den IVa Jahren dem Verein beitraten, schieden nicht weniger als 1472 wieder aus. Die Hauptursache dieser Ausschei- düngen ist wohl in der wirtschaftlichen Krise zu suchen. Eine statistische Aufnahme über das Verhältnis der geWerk- schaftlich organisierten Arbeiter zu den poli. tisch organisierten Arbeitern ergab, daß 18,3 Proz. der Gewerkschafter politisch organisiert waren, gegen 13,4 Proz. im Jahre 1993. Ein Mitglied gehörte einem Hirsch-Dunckcrschen Ge- wcrkverein an. Auf die Presse ist der wirtschaftliche Niedergaug ebenfalls nicht ohne Einfluß gewesen. Die Abonnentenzahl.der „Volksstimme" weist einen geringen. Rückgang auf, sie beträgt gegenwärtig 21 399._ poUzeUicbcB, Gerichtliches ukw. Sächsische Fustiz. Genosse Julius Frätzdorf wurde vom Schöffengericht in Döhlen hei Dresden zu 199 M. Geldstrafe verurteilt wegen angeb- sicher Beleidigung des Stadtgcmeinderates zu Wilsdruff, einer kleinen Stadt in der Nähe Dresdens. In dem.Ststdtchen, das eine sehr lebhafte Holzindustrie enthält, besteht noch die sozial- politische Rückständigkeit einer Gemeindekrankenkasse. Wiederholt schon hatten die Arbeiter, die unter.einem solchen Zustand bei ein- tretender Krankheit natürlich schwor zu leiden haben, Eingaben an den Stadtgemeinderat um Einführung einer Ortskrankenkasse gemacht. Immer vergeblich! Die Angelegenheit kam nicht vom Fleck. Wohl in der Hauptsache deshalb nicht, weil einflußreiche Personen des Städtchens befürchteten, die Ortskrankenkasse könnte ein Tummelplatz für sozialdemokratische Bestrebungen werden. Vor einigen Monaten nun hatten die organisierten Arbeiter in Wils» druff eine öffentliche Versammlung arrangiert, und der Genosse Fräßdorf als Referent begründete in sachkundiger Weise die Forde- rung der Einführung der Ortskrankenkasse, und geißelte dabei auch entsprechend das Verhalten des Stadtgcmeinderats. Nach der An- klage soll er gesagt haben, baß„man zu der Iseberzeugung kommen kann, daß hier der Bürgermeister von Poscmuckel regiere". Das behaupteten wenigstens dir beiden Ueberwachcndcn in der Ver- sammlung übereinstimmend— sie hatten auch übereinstimmende Notizen. Trotzdem Genosse Fräßdors aufs entschiedenste bestritt, in diesem Zusammenhang diese Aeußcrung getan zu haben, und trotzdem ein Zeuge, ein bürgerliches Mitglied des angeblich bclei» digten Stadtgemeinderats aussagte, nichts Beleidigendes.in den interessanten Ausführungen des Referenten gefunden zu haben, erfolgte doch die Verurteilung. Der§ 193 wurde ihm versagt. Das Interessante bei ber ganzen Angelegenheit ist, daß in einer der letzten Sitzungen des Stadtgcmeinderats ziemlich all- gemein die Ilnhaltbarkeit der Krankenversicherungsverhältnisse in Wilsdruff zugegeben wurden.— Aber der Jude muß verbrannt werden._; Wegen angeblichen Boykottvergehenö wurden die früheren Vorsitzenden der drei Dresdener Wahlkreise sowie der Vorsitzende des Gewerkschaftskartells zu je 3 Tagen Hast verurteilt. Der verantwortliche Redakteur des„Dresdener Volksblattes" erhielt 4 Wochen 3 Tage Haft. Es ist gegen diese Verurteilung gcricht- liche Entscheidung beantragt. Die Straftat soll begangen worden sein durch Veröffentlichung von Flugblättern und Aufrufen(Jnsc- raten) beim Dresdener Bäckerboykott. In derselben Angelegenheit strengte der Großmühlenbesitzer Brauer in Döhlen bei Dresden gegen den Verlag der»Dresdener Bolkszeitung" eine Schadenersatz» klage an._ Hua Industrie und Kandel. DeS Volkes Tribut. Die Belastung durch Zölle und Verbauchssteuern ergibt sich auS den im Statistischen Jahrbuch für 1998 mitgeteilten Zahlen klar tmd deutlich. Betrachten wir nur die Erträge der Lebcnsmittelzölle ohne Berücksichtigung der industriellen Rohstoffe, so finden wir für 1997: in Prozent insgesamt des Wertes in der 1000 M. eingesilhrtcn Warm Prozent Pfennig vom aus den Kops gesamten der Zollerlrag Bevölkerung Getreide, Hülsenfrüchte, l ygg 072 slllalz>.«».•) Kaffee und Kaffeeersatz 73 421 Wein....... 22 842 Rind- und Schafvieh. 7 323 Schmalz...... 13 854 Butter und Margarine 7 997 Petroleum..... 76 695 27 47 46 9 11 10 63 85,9 10,2 3,1 1,0 1,9 1,1 10,4 427 121 87 12 22 18 123 Dazu konnneu Reis, Obst, Südfrüchte, Wein, Kakap, Schokolade, Tee. Gewürze, Hopfen, Käse, Heringe, Honig. Eier mit zusammen 31 484 Millionen mit 6,8 Proz. vom Gesamtertrag der Zölle (steigend von 11 Proz. des Wertes bei Rohkakao und gesalzenen Hermgen bis auf 82 Proz. bei Honig) und 82 Pf. pro Kopf: alle LebeuSiniitelzölle zusammen 321393 Millionen gleich 79,4 Proz. der Bölle und 8,87 M. auf den Kopf. Die Bölle auf notwendige Lebens- felben, in Stenntnis zu sehen. Das Porto wird auf Wunsch| Letzte Nachrichten und Depefchen. mittel und allgemeine Gebrauchsartikel machen also mehr als zwei| zurückerstattet. Drittel der gesamten Zolleinnahmen und die Haushaltung zu 43 Köpfen gerechnet 39,75 M. auf die durchschnittliche Familie aus. Dazu kommen die inländischen Verbrauchssteuern( die Bahlen find für 1906) nebst den betreffenden Einfuhrzöllen auf im ganzen in 1000 M. auf den Kopf Pf. Branntwein. Bier Tabak. 147 640,1 239 • 118 253 192 • 80 934,9 131 Zuder. 146 326,7 236 Salz. 57 317,4 93 Summe 559 265,7 905 dazu Zölle. 521 598 837 1 072 070,4 17,28 pro Familie 82,10 J. A.: Ernst Windler, N. 58, Gleimstr. 36 II. gierten des Lokalvereins Verband deutscher Barbiere, Friseure und Ausgeschlossen aus dem Gewerkschaftskartell wurden die Dele. Perückenmachergehilfen". Deutsches Reich. Moralisch nicht begründet! Bom Vulkan". Nieter haben das Angebot der Bulfan"-Direktion abgelehnt. Stettin, 31. Juli.( Privatdepesche des Vorwärts".) Die Die Aussperrung dauert fort. würde. Die Halbjahrs- Anssperrung aufgehoben. Dresden, 31. Juli.( B. H.) Die infolge des Streits in Bornsdorf in einer Anzahl von Drten des Erzgebirges erfolgte Aussperrung von 4000 Strumpfwirkern wurde nach fast halbjähriger Dauer aufgehoben, nachdem man sich über die Arbeitsbedingungen geeinigt hatte. Was der Sultan alles verspricht. Hamburg, 81. Juli.( B. H.) Sicherem Vernehmen nach wird Gin Streit ohne Polizei ist im Preußenlande nicht gut denk. von hier aus versucht, die Differenzpunkte zwischen der Vulkanwerft und ihren Arbeitern einem Einigungsamt zu unterbreiten, bes bar. Auch bei dem Streik der Maurer und Bauarbeiter in Staß furt bewährt sich die Fürsorge der Polizei für die Arbeitgeber. bor man zum äußersten Mittel, der Generalaussperrung der deutschen Diese haben den Bürgermeister Dr. Berger um polizeilichen Schutz Werftarbeiter, greift, wovon Hamburg in erster Linie mit betroffen ersucht, und das Stadtoberhaupt hat ihnen diesen Schuh bereit. willigst zugestanden. Er erklärte, daß er es für seine Pflicht geAber auch dieser Betrag gibt noch lange nicht die volle Be- Streifenden mit demselben Recht polizeilichen Schuh beantragen halten habe, dem Ersuchen zu willfahren. Dem Einwand, daß die Taftung. Es kommt hierzu der Profit, den der Zwischenhandel wie von seinen übrigen Auslagen auch von denen für Zölle und Steuern fönnten, begegnete der Bürgermeister mit dem sonderbaren Be rechnet, vor allem aber, soweit es sich nicht um bloße Finanz-, merken, ein solcher Antrag wäre moralisch nicht begründet! Wieso sondern um Schutzölle handelt, die durch diese herbeigeführte Dr. Berger diese Ansicht rechtfertigen will, ist nicht recht ersichtlich, ja auch bezweckte- Verteuerung der im Inland erzeugten Pro- denn in Wahrheit verdienten gerade in erster Linie die Streifen dukte. Nach den amtlichen Verbrauchsberechnungen wurden 1906/07 den Schutzes. Die Arbeitswilligen lassen es ihnen gegenüber an im ganzen 8844 040 Tonnen Roggen, 5 815 236 Tonnen Weizen Herausforderungen nicht fehlen, und die Unternehmer in der und Spelz, zusammen 14 659 276 Tonnen Brotgetreide verbraucht. Umgegend, die Streifende eingestellt hatten, wurden von den StaßNach Abzug der eingeführten Mengen( 648 472 Tonnen Roggen und furter Unternehmern gezwungen, sie wieder zu entlassen! Wie Korr.- Bureaus.) Die türkischen Blätter verbreiten in Extraausgaben Ranftantinopel, 31. Juli.( Meldung des Wiener f. 1. Telegr.. 2 008 082 Tonnen Weizen) verblieben rund 12 Millionen Tonnen. Hiervon ein Viertel als Selbstverbrauch der Landwirtschaft ab- denn überhaupt alles gegen die Streitenden im Bunde ist. Stommen eine amtliche Bekanntmachung, in der die bereits gemachten Zugerechnet, bleiben 9 Millionen Tonnen für den inländischen Markt. Arbeitswillige auf dem Bahnhof an, so sorgt ein Polizeisergeant geständnisse aufgezählt werden und ein Resfript des Sultans an Rechnen wir die Verteuerung pro Tonne nur auf etwa 30 M. dafür, daß sich ihnen die Streifenden nicht nähern können, um sie gekündigt wird, das den Wunsch des Sultans betreffend. Einrichtung nach den Preistabellen der in- und ausländischen Börsen nur eine aufzuflären. Die Eisenbahn gestattet es den Angestellten der einer geregelten Verwaltung und Sicherung der Wohlfahrt aller mäßige Annahme, so ergibt sich eine weitere Verteuerung um Unternehmer, ohne Bahnsteigfarte den Bahnsteig zu betreten; irgend- Untertanen ohne Unterschied des Stand: s 270 Millionen nur für Brotkorn: mit den erstangeführten Bes eine Bescheinigung genügt als Ausweis. Von der Polizei und den und der Religion trägen rund 1340 Millionen Mart- 21%, M. auf den Kopf. Und mit Angestellten werden die Arbeitswilligen dann über die Schienen, erklärt, die Fortdauer der Kundgebungen würde dem Lande schaden, zum Gegenstande hat. In der Bekanntmachung wird ferner der Verteuerung der übrigen inländischen Lebensmittel durch Zölle deren Betreten sonst streng berboten ist, nach ihrem Bestimmungsort und es wird geraten, diese einzustellen. sowie den sonstigen preistreibenden Faktoren, insbesondere geleitet. Erfreulicherweise haben die Unternehmer nicht viel Glüd veröffentlicht die Demission des Finanzministers Bia- Pascha Das Blatt Jfdam der als Hausse- Mittel ersten Ranges wirkenden Vieh- und Fleischsperre ergibt sich ein Betrag von allermindestens 1500 Millionen, mit den Arbeitswilligen. Außer 23 Berlinern(!) das und zugleich dessen Abschiedsgesuch, in welchem es heißt, daß das gleich 25 M. pro Kopf und 120 M. auf die durchschnittliche Familie. So muß noch einmal gesagt werden haben sämtliche aus gegenwärtige Ministerium teine Tätigkeit für die hoch beläuft sich neben zahlreichen sonstigen Prämien und Steuer- wärtigen Arbeitswilligen die Arbeit sofort wieder niedergelegt, Durchführung der Verfassung entfalte und den vergünstigungen, Kostenzuschüssen usw. der jährliche Tribut, den das nachdem sie erfuhren, daß es sich um Streitarbeit handelt. deutsche Bolk für die Ehre zahlt, von den Junkern regiert zu werden. Der alte, ehrliche, mittelalterliche Zehnte ist ein überwundenes, unpraktisches Schröpfungsmittel. Unsere Feudalherren erheben von der tinderreichen Arbeiterfamilie ganz unmerklich" 15-20 Brozent ihres färglichen Arbeitsverdienstes. Und die ethische Nationalökonomie" fagt Ja und Amen zu dieser Plünderung. nur Der Frieben im rheinisch- westfälischen Stuffateurgewerbe ist noch nicht wieder hergestellt. Bedürfnissen des Landes nicht genüge.- Die Amnestie für gemeine Verbrechen ist den türkischen Blättern zufolge auf das ganze Reich ausgedehnt worden. Interessant ist übrigens, daß, wie aus einem späteren WolffTelegramm hervorgeht, gestern( Freitag) beim Empfang des diplomatischen Korps dem Sultan vom Vertreter Deutschlands im Auftrage Wilhelms II. Grüße und allerhöchstdessen Wünsche" überso rückhaltlos betretene Weg seiner Regierung und seinem Lande zu bracht wurden: ,, daß der neue, vom Sultan mit soviel Weisheit und Glück und Segen gereichen möge." " 1 Sühne. Nach den Beschlüssen im Essener Rathaus zwischen den Ver. tretern der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen im Stuffateurgewerbe, sollte die allgemeine Aussperrung aufgehoben Krisenwirkung im Industriebezirk. Der schlechte Geschäftsgang lungen sollten am 12. August 1908 in Bochum beginnen und möglichst und die Arbeit wieder aufgenommen werden. Die Tarifverhandmacht sich immer mehr bemerkbar. Auf der Westfälischen Draht noch im August zu Ende geführt werden. In den 8 Städten industrie in Hamm werden Lohnabzüge in allen Branchen gemacht sollten die bisher geltenden Tarife bis zum Abschluß des neuen ( sie betragen bis zu 25 Proz.), ebenso werden eierschichten Tarifs in Kraft bleiben, auch keine Aussperrungen mehr stattfinden Db Wilhelm II. feine Mitteilung darüber erhalten hat, daß der eingelegt. Auf einem Drahtwerke in Gelsenkirchen wird wöchentlich und in denjenigen Städten, wo bisher keine Tarife bestanden, Sultan den neuen Weg" ein wenig unfreiwillig bean drei Tagen gearbeitet. In anderen Bezirken werden sollten feine Lohnkürzungen noch Arbeitszeitverlängerungen statt- treten hat? Kündigungen vorgenommen. Auf einem Drahtwert bei Langen- finden. Die Abmachungen sollten gelten für die Lohngebiete breer fällt der Montag als Arbeitstag aus, sonst ist die tägliche Bochum, Dortmund, Essen, Gelsenkirchen, agen, Arbeitszeit um eine Stunde verkürzt. Recklinghausen, Unna, Ramen und Wanne. werden. Vor Abschluß des Tarifs sollte auch keine Sperre vorgenommen Mitgliedschaft zu hören. Diese Beschlüsse sind jedoch zustande gekommen, ohne die Stellung zu obigem Beschluß. Eine tombinierte Versammlung der Arbeitnehmer nahm Stimmen beschlossen, die Arbeit nicht eher auf zu Es wurde mit allen gegen drei nehmen, bis ein Tarif zustande gekommen ist. Die Meinung der Versammelten ging dahin, daß die Unternehmer die Verhandlungen nur in die Länge ziehen wollen, um zu ungünstigerer Zeit den Arbeitern Verschlechterungen aufzuottropieren. Der Kampf geht damit weiter. Eine Kummerdividende. Der Bochumer Verein erzielte im legten Geschäftsjahre einen Bruttoüberschuß von rund 6 100 000 Mart. Der Verwaltungsrat beschloß, nach Absetzung von 380 000 M. An leiheunkosten zu Abschreibungen 1 330 000. zu verwenden und der Generalversammlung die Verteilung einer Dividende von 15 Proz. 16% Proz. i. B.) sowie die Zuweisung von 50 000 W. an die Bensionstaffe vorzuschlagen. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Kühn gegen die Wahrheit! Die Unternehmer des Glasergewerbes machen durch Säulenanschlag bekannt, daß der Tarifvertrag am 31. Juli 1908 abgelaufen ist und knüpfen daran die Bemerkung, die Arbeit tehmer hätten einen Termin vor dem Einigungsamt abgesagt und eine Schritte unternommen, einen neuen Termin anzuberaumen. Der Zweck dieser Behauptung ist, die Schuld für das Nichtzustandefommen eines Vertrages von sich auf die Arbeiterschaft abzumälzen. Tatsache ist folgendes. Die Unternehmer haben den Vertrag gekündigt. Da sie einen völlig unannehmbaren Entwurf vorlegten, zerschlugen sich die Einigungsverhandlungen. Es sollte dann ein Schiedsspruch gefällt werden. Das Gewerbegericht setzte einen Tag an, an dem die Beisitzer der Arbeiter anläßlich des Gewertschaftskongresses noch in Hamburg weilten. Natürlich beantragten die Glaser Vertagung. Darauf ging folgendes Schreiben ein: Ich empfing Ihre werte Buschrift von heute und ersehe daraus, daß die Sigung vom 27. Juni 1908 aufgehoben ist, und zwar wegen Behinderung der Arbeitnehmer. Gleichzeitig teile ich Ihnen mit, daß vor Ende Juli eine Sibung nicht angebracht ist, da bis dahin die Arbeitgeber verhindert sind, teils durch den in Kassel stattfindenden Glasertag, teils durch Erholungsreisen. Hochachtungsvoll gez. J. Salomonis. Wie aus Vorstehendem hervorgeht, ist es ein fühnes Unternehmen, den Arbeitern die Schuld dafür beigumessen, daß bis heute noch kein Schiedsspruch gefällt ist. Hätte die Wahrheit gläserne Eigenschaften, sie wäre durch die Behauptung der Unternehmer in Splitter zersprungen. Zariftreue der Unternehmer. Der Vertrag für das Baugewerbe in Rheinland- Westfalen ist bis heute noch nicht unterzeichnet, so daß auch die Rohnbewegung in diesem Gebiet noch nicht als abgeschlossen gelten fann. Die diese sich noch einige Zeit um die in den einzelnen Orten einzutretenden Lohnerhöhungen herumzudrücken suchen. Köln, 31. Juli.( W. Z. B.) Wie ein Berliner Telegramm der Kölnischen Zeitung" von heute meldet, hat der vielbesprochene Fall des Deutschen Herrmann, der vor zwei Jahren von einem Polizisten in Guatemala erschossen wurde, jezt seine Sühne gefunden. Durch Urteil der ersten Instanz war der Polizist Manuel Cacao zu 10 Jahren Zuchthaus berurteilt worden, doch hatte der Gerichtshof geglaubt, ihm alle die Wahl zu stellen zwischen der Freiheitsstrafe und einer unerheb möglichen mildernden Umstände anrechnen zu sollen, ja ihm sogar lichen Geldbuße, obgleich nach dem herrschenden Recht eine Ums wandlung der Freiheitsstrafe in Geldstrafe bei Bestrafungen in den ersten fünf Jahren nicht zulässig ist. Berufung eingelegt, und am 9. Juni fällte das Berufungsgericht Gegen dieses Urteil wurde das Urteil, daß Manuel Cacao unter Ausschluß mildernder Um stände und unter Beriveigerung der Umwandlung in eine Geldstrafe wegen Totschlags mit 10 Jahren Zuchthaus zu bestrafen sei, die höchste Strafe, auf die in Guatemala wegen Totschlags erkannt werden kann. Die faiserliche Gesandtschaft hat alles in ihren Sträften stehende getan, um das Gerichtsverfahren zu beschleunigen. Beit in unmittelbarer Nähe von Berlin ein deutscher Arbeiter Dieses Wolff- Telegramim erinnert uns daran, daß vor einiger von einem deutschen Polizisten( Gendarmen) erschossen worden Daß ein solches Vorgehen der Unternehmer Erbitterung bei ist und daß die zuständigen Instanzen sich zuerst weigerten, diesen den Arbeitern abjekt, ist erklärlich. Obwohl durch den am 26. Juni Mord überhaupt zu fühnen. Kürzlich verlautete nun zivar, daß in Essen gefällten Schiedsspruch für das Herner Lohngebiet eine gegen den Schuldigen, Gendarm Jude, doch noch vorgegangen Rohnerhöhung von 2 Pfg. pro Stunde eintreten sollte, und der werden solle, aber einstweilen scheint sich in dieser Sache nichts zu hiergegen von den Unternehmern erhobene Protest durch das rühren. Der Mord ist allerdings nicht in Guatemala, Honduras Berliner Schiedsgericht einmütig abgelehnt worden ist, weigerten oder Nicaragua begangen worden, sondern bloß" zwischen Stolpe sich die Herner Unternehmer, die Lohnerhöhung eintreten zu laffen. und Hohen- Neuendorf: zwei Meilen von Berlin. Zurückführen läßt sich diese Weigerung nur auf das Betreiben des Bundesvorstandes vom Arbeitgeberbund in Rheinland- Westfalen. Den Herner Zimmerern riß endlich die Geduld und legten fie am Dienstag auf allen Bläßen die Arbeit nieder. Die Folge war, daß der Herner Ortsverband der Arbeitgeber denselben Abend noch eine Bersammlung abhielt, worin beschlossen wurde: " Im Interesse des Friedens die strittigen 2 f. aurüd bis zum 1. Juli zu zahlen. Dieser Beschluß gilt gleichzeitig auch für die Maurer und Bauhilfsarbeiter." ihrem Beschluß heißt, sondern durch das energische Vorgehen der Nicht durch die Friedensliebe" der Unternehmer, wie es in Bimmerer, sind die bisherigen Schwierigkeiten im Herner Lohngebiet beseitigt. Der Riesenkampf der Strumpfwirker im Erzgebirge Rußland in den Krallen der Cholera. Betersburg, 31. Juli.( W. Z. B.) Gestern und heute sind in strachan acht neue Cholerajalle vorgekommen, von denen fünf tödlich verlaufen sind. In Zarigha waren vorgestern sechs neue Erkrankungen und drei Todesfälle zu verzeichnen. Außerdem werden aus dem Kreise Serdobst ein Cholerafall und aus der Stadt Samara zwei Fälle gemeldet. Weichenstellers Tob. Soltau, den 31. Juli.( B. H.) In der Nacht vom 30. Juli wurde hier der Weichensteller Gathmann von einer Rangier maschine erfaßt und getötet. Der Verunglückte war verheiratet und hinterläßt mehrere Kinder. scheint seinem Ende entgegenzugehen. Es wird aus Chemnitz beim Kampfe stehen, alles versucht haben, die Differenzen beizulegen. berichtet, daß die Arbeiter, die nun seit dem 21. Dezember 1907 Bom Unwetter im Inn- und im Zillertal. Bergeblich! Der Kampf begann in Gornsdorf, als dort die Einem Vertreter der Organisation wurde im Bureau des Unternehmer den Arbeitern Lohnreduktionen bis zu 8 M. pro Woche lich, einen Ueberblick über die furchtbaren Schäden zu bekommen, Innsbruck, den 31. Juli.( W. T. B.) Erst heute ist es mög Gewerbegerichts auf die Anfrage, weshalb denn nun, da doch die zumuteten. Die Arbeiter machten den Versuch, die Unternehmer die das vorgeffrige Unwetter im unteren Inntal und Zillertal an Unternehmer von Kassel zurück sind, noch immer fein Termin zu veranlassen, mit verkürzter Arbeitszeit arbeiten zu lassen. Die gerichtet hat. Die Verheerungen sind viel schlimmer, als die erften anberaumt sei, der Bescheid, die Verzögerung wäre auf die Ur- Unternehmer lehnten dies ab und antworteten mit Brutalitäten. Meldungen annehmen ließen. Die Zahl der eingestürzten oder laubsreisen der Gewerberichter zurüczuführen. Herr Bureau- Einer dieser Herren rief den Arbeitern höhnisch zu:" Das ist erst von den Fluten vollständig weggerissenen Häusern fann auf 100 vorsteher Mielisch versprach, eine Rektifizierung der Unternehmer die Lohn regulierung, die Lohn reduktion kommt noch!" geschätzt werden! Die Zahl der Toten, von denen erst ein kleiner wegen der an den Säulen erfolgten, mit den Tatsachen in Wider- der Streit wurde indessen bald mit der Aussperrung der Strumpf in die betroffenen Gebiete abgegangen, um an der Ausbesserung Selbstverständlich streitten nun die Gornsdorfer Strumpfwirfer, Teil geborgen ist, übersteigt 30! Starke Militärabteilungen sind spruch stehenden Bekanntmachung veranlassen zu wollen. Gegen die Unterzeichner des Säulenanschlages und gegen gesperrten befanden sich rund Mädchen und Frauen. Der Kampf zu bestehen. wvirker des ganzen Erzgebirges beantwortet. Unter den Aus der Schäden mitzuhelfen. Weitere Gefahr scheint vorläufig nicht die Firma Naud u. Hartmann wird nach Rücksprache mit der Ber- ist mit mustergültiger Disziplin durchgeführt worden; Ausliner Gewerkschaftskommission seitens der Organisationsleitung schreitungen sind nicht vorgekommen. Von den Streifenden und Strafantrag wegen Vergehen gegen die§§ 9 und 10 des alten Ausgesperrten ist so gut wie niemand abgefallen, aber dem Berband preußischen Preßgesezes gestellt werden. Gespannt kann man find auch rund 400 000 M. Kosten erwachsen. aufgefordert, ihre Bedingungen, unter denen sie die Arbeit wieder Dieser Tage haben nun endlich die Unternehmer die Arbeiter aufnehmen würden, einzureichen. darauf sein, ob die Gerichte hier, wo die Unternehmer fich vergangen haben, einmal wirklich zufassen werden. Von den Unternehmern wird für eine tariflose Zeit Stimmung gemacht. Arbeitslofe Steinarbeiter Berlins!: Wofür die Krupps Gelb haben... Schiffborf, den 31. Juli.( B. H.) Herr Krupp von Bohlen. einer neuen Orgel 5000 m. geschenkt. Halbach in Effen hat der Gemeinde Schiffdorf für Anschaffung Bum Halsbandprozek. Eine Versammlung der Streifenden in Gornsdorf, die Donners tag nachmittag abgehalten wurde, beschloß, den Kampf unter den Berlin, 31. Juli.( W. T. B.) Die Kammerzofe Steger, die gegenwärtigen Verhältnissen abzubrechen. Die Arbeiter verlangen wegen des Berlendiebstahls bei der Gräfin Wartensleben feft in einer Resolution, daß innerhalb eines Vierteljahres teine genommen, aber vom Gericht entlassen worden war, ist heute er. Bweds Feststellung des gegenwärtigen Umfanges der Arbeit 3. Lohnreduktionen vorgenommen werden, und teine Maßregelungen neut auf Haftbefehl des Untersuchungsrichters zur Haft gebracht Tofigteit werden alle am 1. August außer Arbeit befindlichen erfolgen sollen. Die Unternehmer haben sich zu diesen Bedingungen worden. Kollegen der Filiale I, sowie diejenigen arbeitslosen Kollegen noch nicht geäußert. Bid- zad! der Filiale II, welche zuletzt im Bereiche unserer Tarifgemein- drei Bersammlungen der Ausgesperrten in Jahnsdorf, BurkhardtsGestern, Freitag vormittag, nachmittag und abend haben sich schaft, also in der Sandstein, Grabstein- und Granitbranche als Steinmetz gearbeitet haben, oder die Arbeitsannahme in derselben dorf und Gornsdorf mit der Gornsdorfer Resolution beschäftigt beabsichtigen, ersucht, den Unterzeichneten mittels Post tarte von und darüber beschlossen. ihrer Arbeitslosigkeit, sowie der Dauer der- l Berantw. Rebatt.: Georg Davidsohn, Berlin. Inferatenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Berlagsanftalt Baul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u.Unterhaltungsbl Der Blig. Gleiwis, den 31. Juli.( B. H.) In Rybnik schlug der Blib in eine Gruppe spielender Kinder. Ein sechsjähriger Knabe wurde getötet, während mehrere Kinder gelähmt wurden. Nr. 178. 25. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. der Bäckerinnung ,, Germania". Soziales. Ländliche Wohnungen. . Wie es in Preußen mit dem Wohnungselend auf dem Lande aussieht, zeigt der nachfolgende Auszug aus dem amtlichen Bericht über diese Verhältnisse im Jahre 1906: Sonnabend, 1. Auguft 1908. Die vorstehenden amtlichen Mitteilungen schildern nur einen. kleinen Teil des Wohnungselends auf dem Lande. Insbesondere sind die Wohnverhältnisse der Gutsarbeiter des Dftens fast gänzlich unberücksichtigt geblieben. Norddeutsche Holzberufsgenossenschaft. Der mit der Untersuchungshaft verschonte, wegen Meineids Ausschlag.-Im Regierungsbezirk Oppeln genügt oft die Reinangeflagte Sprechmeister Vogel Meineidsanklage gegen den Sprechmeifter an einen Seiten versteht nach wie vor bei der Bäder: haltung neuer ländlicher Maffivbauten ſelbſt geringen Ansprüchen au innung Beamtenposten. Bekanntlich hat die Aufsichtsbehörde Sauberkeit nur wenig.- In den Dörfern des Regierungsbezirks erklärt, das Gesek gestatte ihr feinen Eingriff. Die Innung muß Erfurt wird nach dem Urteil des Kreisarztes von Ziegenrück bei wohl der Ansicht sein, daß gerade ein Mann, dessen Verhalten vor Gericht so flar gekennzeichnet ist, sich zur Ausübung eines Be Erteilung der Bauerlaubnis durch Nachlaß der betreffenden Vorschrift Gegen den von der Germania"-Innung angestellten Sprech- amtenpostens bei der Innung eigene. Dieselbe Auffassung scheint der Baupolizeiverordnung für das platte Land zu wenig auf die meister der Arbeitsnachweisstelle der Bäcker, Vogel, ist endlich die bürgerliche Presse zu beseelen, wenigstens haben wir in der Größe des Hofes geachtet, so daß auf den zu kleinen Höfen jegliche Anklage wegen Meineids erhoben worden. Kreuz- Zeitung"," Deutschen Tageszeitung"," Post"," National Sauberkeit mangeln muß, der Zutritt von Licht und Luft zu Unsere Leser entsinnen sich der Aufsehen erregenden Verhand- zeitung"," Bossischen Zeitung"," Freifinnigen Zeitung"," Germania", den an der Hoffeite gelegenen Schlafzimmern beeinträchtigt wird Tung gegen den Redakteur des Wedruf"( des Organs des Bäcker-" Märkischen Zeitung"," Tag"," Lokal- Anzeiger" bis zur Stunde und die abfließende Jauche die Brunnen, Straßen und Gewässer verbandes), Genossen Schneider. Schneider hatte in der von noch kein Wort des Tadels über die vor Gericht erwiesene Aus- verunreinigt. Es sollte aus diesen Gründen keine nachträgliche Verihm redigierten Zeitung die zum Himmel schreienden Mißstände beutung der Bäckergesellen durch Empfangnahme von SchmierIm Regierungsbezirk n der Arbeitsnachweisstelle bloßgelegt, insbesondere dargelegt, daß geldern oder über den Meineid des Herrn Vogel oder darüber engerung des Hofraumes geduldet werden. dort entgegen der Sprechmeisterordnung die skandalösesten Schie- gelesen, daß die Bäderinnung es mit hartnädigster Entschiedenheit Lüneburg mußten in sechs Streifen 256 Wohnungen in Tagebungen stattfänden und daß arme arbeitsuchende Gesellen Schmier- ablehnt, den Sprechmeister Vogel seines Amtes zu entheben oder löhnermictshänsern und den häufig vermieteten Gemeindehäusern gelder an Bogel zahlen. Es wurde daraufhin nicht etwa ein Ver- Vorkehrungen dafür zu treffen, daß ähnliche zum Himmel wegen grober Mängel beanstandet werden; in fünf Fällen wurde fahren gegen den Sprechmeister Vogel, sondern auf Antrag dieses schreiende Mißstände im Arbeitsnachweis für die Zukunft unmög- wegen anscheinender Baufälligkeit noch das Gutachten eines BauHerrn gegen den Redakteur, der die empörenden Mißstände auf- lich werden. Und das geberdet sich dann als Kämpfer für Ordnung sachverständigen eingeholt, in drei Fällen sofortige Schließung begedeckt hatte, von der Staatsanwaltschaft wegen angeblich ver- und Sitte. antragt. Jm Regierungsbezirk Trier besigen in manchen Kreisen leumderischer Beleidigung Anklage im öffentlichen Interesse" er= die ländlichen Wohnungen meist nur einen Raum, der zu Wohns, hoben. In der Verhandlung vom 11. November 1907 wurde der Schlaf und Kochzwecken dient und in dem auch Korb Beweis der Wahrheit von dem Genossen Schneider in über. flechterei getrieben wird. zeitgendster Weise geführt, dennoch Schneider wegen formeller Beleidigung zu Geldstrafe verurteilt. Im Urteil wurde dargelegt: Vogel hat zwar eidlich in Abrede gestellt, jemals Schiebunger: oder sonstige Verlegungen der Bestimmungen der Sprechmeisterordnung vorgenommen zu haben, insbesondere hat er ausdrücklich, erklärt. niemals von den Arbeitsuchenden Geldgeschenke oder Zuwendungen Aus einer Reihe von Regierungsbezirken werden noch arge irgendwelcher Art erhalten zu haben. Es ist aber durch eine große Bustände in der Beschaffenheit der ländlichen Wohnungen beReihe völlig einwandfreier Zeugen zur Evidenz nachgewiesen, auch richtet. Im Regierungsbezirk Gumbinnen fanden sich bei den kreis- Der uns vorliegende Bericht der obigen Berufsgenossenschaft von der Staatsanwaltschaft zugegeben, daß diese Aussage des ärztlichen Ortsbesichtigungen namentlich im Kreise Angerburg für das Jahr 1907 gibt bekannt, daß gegen das Vorjahr ein 3u Sprechmeisters, für den im öffentlichen Interesse Anklage erhoben man wachs an 1744 Betrieben und 7252 Arbeitern eingetreten ist. war, der Wahrheit widersprach. In einem Düßend Fällen hatte schlechte Wohnungen mit dumpfiger, aus den Kartoffelfellern Versichert sind 21 205 Fabrikbetriebe( Kraftbetriebe) und 21 862 ⚫ nachweislich Vogel Schmiergelder in Höhe von 3 bis 20 M. von unter den Wohnräumen stammender Luft und dunklen Kleinbetriebe( Bautischlereien). In den Fabrikbetrieben arbeiten armen stellungsuchenden Gesellen erhalten.. Küchen vor. Im Kreise Darlehmen hatte der fünfte aber allein 231 255 Arbeiter, während in den Kleinbetrieben nur Gegen Vogel mußte nunmehr wegen wissentlich falscher De Teil der Wohnungen noch Lehmfußböden und eine größere 35 315 Arbeiter beschäftigt sind. Die Zahl der Fabrikarbeiter hat nunziation und wegen wissentlichen Meineides das Verfahren ein- Zahl Fußböden atts Tose auf das Erdreich gelegten sich seit dem Jahre 1885 bon 68 000 auf 231 000 erhöht, während geleitet werden. Eine Anklage wegen wissentlich falscher De- Brettern. Jm Kreise Goldap waren von 1193 durch den die Zahl der Arbeiter in den Kleinbetrieben von 26000 nur auf 35000 nunziation unterblieb, wohl, weil zugunsten des Innungsbeamten Kreisarzt besichtigten Wohnungen 648 von Holz mit Strohdach, bei gestiegen ist. Der Bericht bemerkt:„ Wenn auch die Steigerung angenommen wurde, fein Strafantrag enthalte nicht zweifelsfrei ben wenigsten fand sich eine Höhe von 2,50 Meter; der Zahl der versicherten Personen im wesentlichen durch den ZuDie Behauptung, Genoſſe Schneider habe nicht erweislich wahre in 10 Proz. war Wohnung und Stall unter einem wachs an Betrieben und durch einige andere Ursachen herbeigeTatsachen behauptet, oder weil er annehmen durfte, dem Redakteur führt wurden, so berechtigen die vorliegenden Ergebnisse doch zum werde der Beweis nicht gelingen, weil die Zeugen aus Furcht vor Dach und nicht durch eine massive Wand getrennt. Schluß, daß die Holzindustrie im Berichtsjahre von der leider dem Gewaltigen der Bäderinnung mit der Wahrheit zurückhalten Im Kreise Niederung konnten in vielen Wohnungen die Fenster herrschenden wirtschaftlichen Depression im großen und ganzen würden. Unterblieb die Anklage wegen wissentlich falscher De- nicht geöffnet werden, im Kreise Heydekrug bestanden meist noch ziemlich verschont geblieben ist." nunziation, so fonnte aber gegenüber der gerichtlichen Feststellung höchst unsaubere Lehmkaten. Im Kreise Ragnit be- Der Jahresarbeitsverdienst eines versicherten Arbeiters stellte des wiederholten Meineids( Bogel hat in zwei Terminen unter standen von 1387 besichtigten Häusern 442 aus Holz und 84 aus sich auf durchschnittlich 1006 M. Eid die Unwahrheit mit dem Gide bekräftigt) von einer Anklage Lehm mit Strohdächern; bei 20 lagen Wohnräume und wegen Meineids nicht abgesehen werden. Die Anklage wegen MeinGemeldet wurden der Berufsgenossenschaft im Berichtsjahre: 14515 Unfälle, gegen 14924 im Vorjahre. Auf 1000 Vereids gegen den Sprechmeister Vogel ist nunmehr erfolgt. In der Im Regierungsbezirk Allenstedt Berhandlung gegen Genossen Schneider ist bereits in 12 Fällen waren in dem Kreise Ortelsburg in 39 Ortschaften von 1505 sicherte entfallen somit durchschnittlich 54,5 Unfälle gegen 57,5 im Vorjahre, während im Jahre 1886 auf 1000 Versicherte nur 36 die eidlich in Abrede gestellte Bestechlichkeit des Vogel erwiesen. Da Wohnhäusern 1198 Holzhäuser mit Strohbach, 214 Holzhäuser mit Unfälle tamen. Entschädigt wurden aber nur 3371 Unfälle, die cine Boruntersuchung im Meineidsverfahren stattgefunden hat, so feuersicherem Dach und nur 93 Massivbauten. Die Holz- 3235 Erwachsene männlichen, 30 weiblichen Geschlechts betrafen, wird sich, wenn alle Bäckergesellen, die Arbeit erhalten haben, eid- häuser bestehen hier aus zum großen Teil verfaulten Baum sowie 103 jugendliche Arbeiter unter 16 Jahren männlichen und lich vernommen sind, sicherlich herausgestellt haben, daß die em- stämmen, haben sehr tiefgelegene Fenster, ein schadhaftes Dach, 3 weiblichen Geschlechts. Diese Unfälle ereigneten sich wie folgt: pörende Ausbeutung der Aermsten unter Bruch des mit den Bäcker- Lehmfußboden und sind unsauber gehalten. An Motore und Arbeitsmaschinen: 1850, an Fahrstühle: 22, durch gesellen geschlossenen Vertrages und unter Annahme von Geld- gierungsbezirk Röslin fand der Kreisarzt im Kreise Lauenburg feuergefährliche Stoffe usw.: 12, durch Zusammenbruch: 237, durch geschenken nicht nur zwölf, sondern hundert Fälle umfaßt geschenken nicht nur zwölf, sondern hundert Fälle umfaßt hat. im Berichtsjahre noch in 259 Wohnungen Lehmfußboden. Fall von Leitern, Treppen: 428, beim Auf- und Abladen: 316, Trotzdem ist der Sprechmeister Vogel, der diese Tatsachen eidlich in Abrede gestellt hatte, noch auf freiem Fuße. Ja, der unter der Im Kreise Rummelsburg herrschen noch trostlofe 8u Sandwerkzeuge: 63, sonstige Ursachen: 282 Fälle. Trok Abnahme durch Fuhrwert: 90, bei Schiffahrt: 4, durch Tiere: 26, durch Anklage des Meineids stehende Mann fungiert nach wie vor noch stände in den Wohnungen auf den Dörfern; Rauchtaten be- der Zahl der Unfälle ist aber der Ausgang derselben erheblicher als Sprechmeister der Innung. Dem Vernehmen nach hat die stehen im Kreise Köslin noch in drei Ortschaften, Holzhäuser als im Vorjahre. Die Folgen waren: 127 Todesfälle gegen 126 Staatsanwaltschaft nicht Anklage wegen wissentlich falschen, son- mit Strohdach im Kreise Bütow. Jm Regierungsbezirk Brom im Vorjahre, ein Unfall hatte nur völlige, 1063 teilweise und dern nur Anklage wegen fahrläffigen Meineids erhoben. Der berg ereigneten sich in einem Dorfe des Kreises Hohensalza zehn 2180 porübergehende Erwerbsunfähigkeit nach dem Gutachten der Sprechmeister der Bäderinnung Germania" ist von Frau Juftitia Kohlenoxydvergiftungen in einer also noch liebevoller als Fürst Eulenburg behandelt: er nimmt in Familie in folge un Vertrauensärzte zur Folge. In Die technischen Aufsichtsbeamten der Berufsgenossenschaft Dußenden von Fällen Bestechungsgelder, leugnet unter Eid wieder genügender Ableitung der Rauchgase. holt( in zwei Terminen und nach mehrfachem Vorhalten des Bor- aisersfelde, Kreis Mogilno, starben awei Dienst- geben uns folgenden Bericht über ihre Tätigkeit in Zahlen: sitzenden) die Dutzende nachgewiesener Fälle, stellt vielmehr Straf- mädchen, die zur Nacht ein offenes Kohlenbecken in ihrer Kammer antrag gegen den, der ihn mit vollem Fug und Recht der Be- zu Heizzwecken aufgestellt hatten, an Kohlenoxydvergiftung. stechung beschuldigte und troßdem traut ihm der Staatsanwalt Auf einem Gute des Kreises Wittowo famen bei zwei Bahl der revidierten Betriebe nicht zu, gewußt zu haben, daß er die Unwahrheit beschwor. Er Wirtschaftseleven derartige Vergiftungen vor, von denen die eine Davon gaben zu Anordnungen soll nur fahrlässig die Meineide geleistet haben. Das ist rätselhaft. tödlich endete. Anlaß Die öffentliche Verhandlung wird ja darüber Aufklärung bringen, in Kolonie Rothengrund, Kreis Hirschberg, eine Häuslerfamilie Im Regierungsbezirk Liegni wohnte und wurden in Ordnung bewelche Gründe die Anklagebehörde zu der Annahme veranlaßt funden haben, der hervorragendste Beamte der Innung sei nicht imstande, von sieben Köpfen in einem Raum von kaum 25 Quadratmeter Bodennach Eidesleistung an Dutzende von erhaltenen Geldegeschenken sich fläche mit einem Hunde, vier Katzen und einem Kalbe zusammen. zu erinnern. Sonderbar, höchst sonderbar. Kleines Feuilleton. Stall unter einem Dach. " den Anlaß Im NeIII Settionen IX IV VI VII VIII 378 472 291 487 543 1259 148 147 177 292 204 262 230 325 114 195 339 997 Aus der umfangreichen Zusammenstellung der einzelnen Be anstandungen ergibt sich, daß die Arbeitsmaschinen die HauptDie Haut der Kinder hatte an unbedeckten Körperteilen schweren mängel geigten. Es wurden beanstandet: Kreissägen, an denen Sturmtrott des preußischen Landtages gekommen find. Aber wissen und dementsprechend auch den Unterricht in den höheren wie lebhaft die historische Begeisterung uns noch in den Adern Schulen einschränken. Besonders interessiert uns, was er von der figt, fieht man zwar nicht an neuen Taten, würdig des Arminius, Bekämpfung der Kurzsichtigkeit durch Spiele und Sport in Schweden Von der Jenaer Universität. In diesen Tagen ist es 350 Jahre unterbrochenen Nachgrabungen, womit wir die Gebeine unferer der obersten Klassen furzsichtig waren, ähnlich wie jetzt noch in oder deutsch: Hermanns des Cheruskers, aber doch an den un sagt. Während von 1870 bis 1891 etwa 50 Prozent aller Schüler her, daß die Jenaer Universität gegründet ist. Gleichzeitig mit der Unterjocher( von einst) verfolgen. Erinnerungsfeier findet die Einweihung des neuen, nach Plänen Land, gleichgültig ob er regenarm und heiß ist, wie dieser, erreicht? Nur durch Erziehung der Jugend zum Sport, dem die Es geht kein Sommer ins Deutschland, sind es 1906 nur etwa 25 Prozent. Wodurch ist das von Theodor Fischer- Stuttgart erbauten Universitätsgebäudes statt. oder Die Universität Jena hat in der deutschen Geistesgeschichte eine daß der Teutoburger Wald falt und feucht, wie die patriotische Kehle, ohne Nachmittage, die schulfrei sind, gewidmet werden. Nicht allein große Rolle gespielt am Ende des 18. und am Anfang des 19. Jahr- umgebuddelt und ein neues deutsches Siegesdenkmal enthüllt wird. meinen Körperpflege hält Best die Pflege des Sportes, auch des und die umliegenden Gegenden wegen der Kurzsichtigkeit, sondern auch aus Gründen der allgehunderts. Fichte, Professor der Philosophie, erlebte hier seine Jetzt haben sie vorschriftsmäßig und zur rechten Zeit wieder ein Turnens, für ungeheuer wichtig. Die Sache hat deshalb einen Anklage wegen Atheismus. Reinhold, der erste Verfechter Barus- Lager entdeckt, die Herren Gymnasiallehrer, die unsere Jugend kleinen Hafen, weil sie nicht ohne Einbuße an Unterrichtsstunder fantischer Gedanken, zugleich der erste Professor, der es wagte, ein gegen die Römer und für die Hohenzollern begeistern. Im Habichts durchgeführt werden kann, und feiner der Fachvertreter will etwas Kolleg über einen deutschen Dichter, Wieland, abzuhalten, wirkte walde bei Stift Leeden soll es liegen. hier, bevor er nach Kiel ging. Der Naturphilosoph Schelling Funde find geeignet, Die dort gemachten hergeben. Best meint, bei so einleuchtenden Gründen müsse es trug hier seine poetische Gedankenwelt bor manchmal tausend zu- huldigungsfesten mit dem bekannten Refrain zu bilden. Wir fammenzudrängen und vier Nachmittage( zwei sind frei) für Spiel neuen zu Freiheits- moglich sein, den Unterricht auf fünf Vormittagsstunden zuhörern vor. Auch Goethe stand mit der naturwissenschaftlichen schlagen vorläufig vor( ohne unsere Rechte vorzubehalten), und Sport zu reservieren; auch mit zwei Spielnachmittagen Fakultät in Jena auf sehr freundschaftlichem Fuße und war ein das Lager historisch getreu wieder regelmäßiger Besucher der naturforschenden Gesellschaft. Schiller aufzubauen und darin könnte man sich zur Not schon zufrieden geben. lebte in Jena jahrelang als Professor der Geschichte. Er hat hier Barus bis Wilhelm d. Gr." bon der nationalen Jugend alljährlich ein Festspiel von feine gewaltigsten Arbeiten geschaffen. Ganz mit der Stadt Jena Bermanenz" der ergriffenen Untertanenschaft vorzuführen. oder die deutsche Freiheit in Humor und Satire. verknüpft ist endlich die Geistesbewegung, die wir unter dem Mittelpunkt der Handlung aber sollten die hehren Gegenstände Im Namen der Romantit zusammenfassen. Schlegel, Tied, No- stehen, die nunmehr wieder dem Auge aller getreuen Freiheitsfreunde Fallières in Rußland. valis und der geiſtvolle Frauenkreis, der sich um sie scharte, erschlossen sind, die bei Leeden gefundenen Trümmer der Kochtöpfe In Frankreich haben wir keine Kosaken. - Kosaten überall. Der französische Offizier: lebten hier. Auch Hegel dozierte in Jena, bevor er nach Berlin des Varus. Jubiliere, deutscher Mann, wir haben die deutsche Frei- offizier: Gewiß, aber Ihr habt dafür die Gendarmen und die Der Kosatenging. Bekannt ist die Geschichte, wie er unter dem Kanonengetöse heit und des Varus Kochtöpfe wieder! der einziehenden Franzosen ruhig an seiner Phänomenologie des heit und des Varus Kochtöpfe wieder! Zentralbrigaden, denen man auch das beste nachsagt. Geistes weiterarbeitete. In der auf die sogenannten BefreiungsIm Lande des Trinkgeldes. Fallières: friege folgenden Reaktionsperiode hat Jena dann als Gründungs- Spiel und Sport als Mittel gegen die Kurzsichtigkeit. Alle Welt will hier Trinkgeld haben, jogar die Großfürsten muß sitz und Seele der deutschen Burschenschaft eine hervorragende Rolle Da die Kurzsichtigkeit in ganz erheblicher Weise zunimmt, so man schmieren. gespielt und auch im Laufe des 19. Jahrhunderts seinen Ruhm ist es erklärlich, daß sich die Aerzte mit ihrer Verhütung und VorDie blühenden Kulturen. Nikolaus( seinem als Sizz freier Gelehrsamkeit bewahrt. Die theologische Fakultät beugung mehr und mehr beschäftigen. Eine sehr übersichtliche Gast eine Landschaft mit brennenden Häusern und unzähligen an in Jena ist immer die radikalste gewesen, die es in Deutschland Arbeit in dieser Beziehung hat Prof. Dr. Best in der Münchener Bäumen Aufgehängten zeigend): Das ist hier unsere blühendste cab, und Ernst Haedel, der Vertreter der Zoologie an der Medizinischen Wochenschrift" veröffentlicht. Er geht dabei auf die Kultur. Fallières: Und was ernten Sie hier? Nikolaus: Universität, ist nicht minder als Wissenschaftler wie als Freidenker Berhältnisse in den Volksschulen und höheren Schulen ein und stellt Ruhe... und manchmal Bomben. Fallières: Immer noch bekannt. Was aber der Jenaer Universität ihr ganz eigenes als wesentliche Ursache der Kurzsichtigkeit die Naharbeit hin, beffer als die Einkommensteuer. Gepräge gibt, ist der Geist Ernst Abbes, der freilich von Jahr denn nach ihm macht das Lesen und Schreiben und teilweise auch zu Jahr immer mehr in ihr schwindet. Abbe hat durch seine die Handarbeit die Augen unserer Kinder kurzsichtig. Viel wichtiger auch Freiheit? Nitolaus: D, ja. Manchmal... bis Sibirien. In der Duma. Fallières: Haben die Abgeordneten Geniale Verbindung von Wissenschaft und Technik das weltberühmte als gute Beleuchtung ist daher die Einschränkung der genannten ( ,, L'assiette au beurre"! Beiß- Werk geschaffen und durch seine sozialpolitische Einsicht in der Tätigkeiten und die Verbreitung dieser Kenntnisse in allen BevölkeBeißstiftung, deren Ueberschuß für wissenschaftliche Zwede ver- rungskreisen. Ganz besonders schlecht kommt bei ihm das Alphabet wendet wird, ein Institut ins Leben gerufen, das in Deutschland fort. Lateinische Buchstaben sind weit einfacher als die stark vereinzig dasteht. zierten deutschen und deshalb auf weite Entfernung lesbar. So Religiöse Mädchenpensionate in Italien. find z. B. die großen deutschen Druckbuchstaben erst auf zweiein- Nach einer von der„ Critica soziale" veröffentlichten Statistit Varus' Kochtöpfe. Da fage noch einer, daß das deutsche Volt halbfache Entfernung der entsprechenden lateinischen bei Vertpen haben die Nonnen in Italien bei weitem das Primat in der nicht die Freiheit über alles liebe. Die Freiheit seiner Vorfahren, dung der Sehprobenbuchstaben zu erkennen. Best hält es für einen Mädchenerziehung der Mittelklassen, soweit diese die Mädchen versteht sich, und die Befreiung von den fremden Bedrückern. Die falschen Patriotismus, daß das deutsche Alphabet immer noch bei- Pensionaten übergeben. 2455 Mädchen befinden sich als Interne alten Germanen haben bekanntlich eines Tages die Römerknechtschaft behalten wird. Er erachtet es vielmehr für eine Pflicht der Augen- in öffentlichen, also Laieninstituten, 8157 in privaten Laienanstalten, abgeschüttelt und den Varus mitsamt den Legionen ganz gewaltig ärzte und überhaupt der Schulhygiene, für die Abschaffung der aber 37 765 in von Nonnen geleiteten Benfionaten. Für die verprügelt. Ein wundervolles Beispiel sollte man meinen, zur deutschen Buchstaben zu wirken. Das Ausland hat demnach nicht externen Schülerinnen find die Zahlen die folgenden: 6940, 5867 Nachahmung direkt aufreizend. Nur daß Varus und die ganz unrecht, wenn es ihnen die Schuld an der Kurzsichtigkeit der und 46 372. Nicht weniger als 79 Proz. der in Pensionaten als Legionen jetzt andere Achselflappen tragen und wir von Deutschen zuschiebt. Die gewonnene Zeit will Best zu Uebungen Externe oder Interne untergebrachten Mädchen befinden sich also in der berserkerhaften Wildheit unserer Ahnen auf den Land- lim Freien, au Zurnen, Spiel und Sport, verwendet Händen von Nonnen. JO Notizen. bie Spaltkeile, untere Sägeblattverkleidung, obere Sägeblattber- die Lehre von der Berelendung der Massen richtig ist, ob es in fleidung, Schutzhauben, Vorgelege, Ausrückgabeln usw. fehlten unserem Volfe vorwärts und aufwärts geht?" oder mangelhaft. waren allein: 1460. Es wurden in Summa: in 3430 besichtigten Betrieben 5466 Anordnungen im Interesse der Unfallverhütung gemacht. Die Beamten bemerken wieder: Bei den Revisionen wurde vielfach beobachtet, daß die Arbeiter die Schutzvorrichtungen nur ungern benußen unter dem Vorgeben, daß dieselben die Arbeit behindern, trotzdem ihnen leicht das Gegenteil betwiesen werden konnte."" Die Transmissionskeller in den Sägewerken fanden sich vielfach mit Sägespänen derart angefüllt, daß die Berkehrswege nur in beschwerlicher und gefährlicher Weise begangen werden konnten, zumal die Beleuchtung häufig eine mangelhafte war." Sind daran etwa auch die Arbeiter schuld gewesen? Die Beamten schreiben doch auch:" Die Unfallverhütungsvorschriften, welche den Betriebsunternehmern vom Genossenschaftsborstand kostenlos zur Verfügung gestellt werden, waren in vielen Betrieben entweder gar nicht vorhanden oder befanden sich in einem solchen Zustande, daß sie nicht mehr erkennbar waren oder nur aus einzelnen Papierfezen bestanden, so daß es nicht wundernehmen kann, wenn dieselben von den Arbeitern nicht beachtet werden". Also Sehr interessant sind wieder die in Abbildung vorgeführten neuen Unfallverhütungsvorrichtungen, die aber leider den Arbeitern nicht bekannt gemacht werden. Die Unternehmer lesen ja die Berichte der Berufsgenossenschaft taum. Den Schluß des Berichtes bildet wie üblich ein Jahresbericht ber eigenen Heilanstalt der Berufsgenossenschaft zu Wilhelmshagen in der Mark. Es wurden im Jahre 1907 wieder 758 Verlette in dieser Anstalt als gebessert" entlassen... Die Reisetosten betrugen allein 11 238 M.... Die Berufsgenossenschaft läßt sichs was tosten und holt ja auch die armen Verletzten vom Rhein, vom Main und aus dem hohen Norden, einerlei, ob dieselben wieder aus einem Arbeitsverhältnisse gerissen werden, nach ihrer Entlassung lange Wochen arbeitslos verbleiben. Die Hauptfache ist, daß sie vom Arzt der Berufsgenossenschaft als gebessert" entlassen werden. Aus der Frauenbewegung. Soziale Frauenbildung.*) Ach, diese armen reichen Frauen und Mädchen des honetten liberalen Bürgertums von Berlin W., denen die Verfasserin vorliegender Arbeit zur Erreichung irgendeines Lebensinhaltes soziales Empfinden und den Drang nach sozialer Liebestätigkeit beibringen will. Wenn die arbeitende Klasse nur wüßte, wie schwer das Leben zu ertragen, wenn Mammon in Ueberfluß vorhanden ist, sie würde Mitleid empfinden. Man höre nur die Verfasserin, wenn man bedenkt, mit welcher Schwierigkeit diese Mädchen den Tag aus füllen, wie sorgfältig und fünstlich ein Wochenprogramm aus Sport, Geselligkeit, Pflege der Musit, fremder Sprachen, Vortragsund Unterrichtstursen aus allen Wissensgebieten zusammengesett wird; wie unzählige Mädchen jeden Morgen mit dem Gefühle der Verzweiflung und Lebensleere aufstehen, das jeden beschleicht, der teinen Zwed des Lebens erkennt; wenn man weiß, wie viele von ihnen sich immer wieder fragen: Wozu das alles?-- und wo hin der Weg?" Und da sie, der Not gehorchend, nicht dem freien Triebe, eingestehen muß, daß die heute gepredigten Religionen mit ihrer Bettelsuppenpragis als höchster Potenz der Nächstenliebe überall und immer unter der besißenden Klasse nur Maulchristen, aber feine Tatchriften herangezogen haben, so will sie Nächstenliebe und soziales Empfinden durch besondere Frauenschulen für Angehörige der befizenden Klassen weden und heranbilden. Aber Notabene, immer nur jenes soziale Empfinden und jenen Grad von Nächstenund Menschenliebe, wie er sich in den Köpfen des liberalen Bürger tums von Berlin W. malt! Und die Verfasserin ist eine typische Vertreterin fener Menschenklasse. Mit jeder Faser ihres Empfindens Berlin W.! Troßdem sie an einer Stelle ganz richtig sagt, bie Not unserer Beit ist weniger eine Not der einzelnen als die Not ganzer Klassen", steht sie doch der um ihr färglich Brot ringenden Arbeiterschaft als Klasse fast vollständig fremd gegenüber. Sie glaubt noch immer, daß im Sinne der gottgewollten Ordnung arm und reich unlösbar zu einem Organismus" verbunden sind und daß es möglich sei, durch bloße soziale Liebestätigkeit die Kluft zu überbrücken, die arm und reich scheidet. Sie empfindet selbst, wir reden in unserem Volfe zwei Sprachen, leben in zwei Welten"! Leider spricht die Verfasserin, und wie fönnte es anders sein, auch nur eine Sprache, lebt nur in einer Welt, in der des gesättigten Besizes! Und ausschließlich vom Berliner Tiergartenviertelstandpunkt beurteilt sie denn auch die Arbeiterklasse. 3hr, der es unmöglich erscheint, anders als tapitalistisch zu denken, erscheint das Ringen der Arbeiter gegen den übermächtigen brutalen Druck des Gegen wartstapitalismus, erscheint deren Kampfesweise als Ausbrüche weißglühenden Hasses und wilder Wut. Das Wecken des Klassenempfindens der Arbeiterschaft ist ihr gleichbedeutend mit dem von Haß und Rachegefühlen. Und die Angst regiert ihre Feder. Der Zeitpunkt fönnte kommen, wo die Besiklofen nicht mehr für die Besitzenden fronen wollen! Aber wir könnten nicht ohne sie sein. Mit allen unseren Bedürfnissen sind wir von ihnen abhängig. Geistige Arbeiter fönnen nicht eristieren, wenn nicht andere für ihre primitiveren Bedürfnisse sorgen. Alles, was uns umgibt, was unser Leben schön macht, was uns ermöglicht, einen Beruf nach unseren Interessen zu wählen, das wird von den Leuten in Berlin N." und„ O." oder irgendwo anders in einer Fabrikvorstadt gemacht; von Leuten, deren Leben uns fremd bleibt." Und an einer anderen Stelle wehtlagt fie, zweifelsohne müßten wir unendlich viel grobe Arbeit tun, die uns Kraft für andere Aufgaben und Interessen entziehen würde. Zweifellos müßten wir unendlich viele Bedürfnisse, die wir heute befriedigen, ftreichen". Und um diese drohende Gefahr abzuwenden, bleibt der besitzenden Klasse fein anderes Mittel, als wohltätig zu sein. " Die Kluft im Fühlen, Denken, Wollen und Genießen zwischen Besitzenden und Besißlosen ist auf eine Schuld, auf den Mangel an Gerechtigkeitssinn zurückzuführen, den wir beseitigen müssen, um unserer selbst willen, wie auch im Interesse des Friedens und Glückes und Gedeihens unseres Voltes." Als ob alle Nächstenliebe der Welt die besiglose Klasse mit dem Drohnendasein von Berlin W. jemals versöhnen könnte? Und noch weniger mit einer Gesellschaftsordnung, die einer ganzen Selasse ein solches sybaritisches Drohnendasein überhaupt ermöglicht? iarnten Redseligkeit der Geschäftsreisenden pries er Frau R. seine Bare an, die er als das vorzüglichste und delikateste, was es gebe, Und da die Verfasserin diese Frage an eine Bevölkerungsschicht bezeichnete. Die Frau gab eine Bestellung auf 100 Pfund Schlackrichtet, mit deren Geldbeutel es immer aufwärts und vorwärts wurst und 50 Pfund Salamiwurst auf. Die gelieferte Wurst war geht, so ist damit die Tendenz von selbst gegeben, mit welcher in auch ganz vorzüglich und erfreute sich der lebhaftesten Nachfrage der eingerichteten Frauenschule Volkswirtschaftslehre, Staatslehre, bei dem kaufenden Publikum. Am 4. März erschien der zweite Sozialethit sowie Sozialpädagogik vorgetragen werden soll. Angeklagte Glinka in dem Geschäft und gab sich als Vertreter der Der Geist, der in jener Schule berzapft werden soll, soll aus.„ bekannten" Wurstfabrik Hähnel aus. Auch er erhielt einen Aufgerechnet der des unentwegten Berliner Rathausfreisinns sein, trag über einen Zentner Schlackwurst. Als die Wurst geliefert dessen Wortführer, Stadtrat Münsterberg, die Verfasserin geradezu wurde, fiel es ihr auf, daß derselbe Kutscher die Ware brachte. als Mustertype eines Sozialethikers hinstellt. Sie stellte nunmehr Ermittelungen an und erfuhr zu ihrem ErDa wird denn für die Praxis und für das arbeitende, not- stounen, daß eine Wurstfabrik von Winkel in der Liebigstraße gar leidende Volt nicht allzuviel herauskommen!! Denn wie wollen nicht eristierte, wohl aber ein Restaurateur dieses Namens dort Leute Propaganda für soziales Empfinden, für soziale Betätigung wohnte, der von der ganzen Sache nicht die geringste Ahnung machen, deren eigenes Sozialempfinden auch wieder ausschließlich hatte. Juhnke hatte sich deshalb bei Ausstellung der Rechnung auf Armenunterstützung und Bettelsuppenpraris als höchsten Grad bezw. Quittung der Urkundenfälschung schuldig gemacht. Es stellte sozialer Liebestätigkeit gestimmt ist? Die Haltung eben jenes fich ferner heraus, daß Juhnke und von diesem wieder Glinka seine Münsterberg, unter dessen Aegide die ganze Bewegung steht, in der prima Salami- und Schlackwurst" von dem Pferdewurstfabrikanten Frage der Berliner Schulkinderspeisung muß ja selbst die aller- Weiß bezog. Die sämtlichen von den Angeklagten gelieferten bescheidenste Hoffnung in dieser Beziehung auf den völligen Ge- Wurstwaren erwiesen sich, wie eine Untersuchung ergab, als frierpunkt herabstimmen! Pferdewurst. Vor Gericht waren die Angeschuldigten geständig des Daß die Verfasserin in ihrem Werkchen viele wertvolle Finger. Nahrungsmittelvergehens, Juhnke bestritt, sich der Urkundenzeige gibt, die Kräfte der Frauen für die soziale Mitarbeit zu fälschung schuldig gemacht zu haben und behauptete, jener Gastwirt schulen, sie nußbringend auf dem Gebiete der Armen- und Kranken- Winkel habe ihm die Erlaubnis gegeben, feinen Namen zur pflege, der Wohnungs- und Jugendfürsorge, der öffentlichen Ge- Unterschrift gebrauchen zu dürfen. Da die Beweisaufnahme hierfundheitspflege heranzuziehen, soll auf das bereitwilligste an- über feine Klarheit erbrachte, wurde dieser Punkt der Anklage erkannt werden. vertagt. Der Staatsanwalt beantragte gegen Juhnke 3 Monate Auch die beigefügte Uebersicht über Zwede und Erfolge der und 1 Woche, gegen Glinka 1 Woche Gefängnis, da die Handfozialen Frauentätigkeit in den verschiedenen Ländern ist wertvoll lungsweise des Angeklagten an Betrug grenze. Das Gericht kam und für denjenigen, der auf diesem Gebiete Informationen sucht, zu dem sehr milden Urteil von 100 bezw. 50 M. Geldstrafe. sicher von Nuken. a. a. Versammlungen Veranstaltungen. Wedding und Oranienburger Vorstadt. Zusammenkunft der Frauen mit Kinder, Dienstag, den 4. August, 3 Uhr, bei Gieshoit, Insel- Restaurant, Plößensee. Lichtenberg. Dienstag, 4. August, 8% Uhr, bei Pühl, Pfarrstr. 74, erste Frauenbersammlung des Wahlvereins. Vortrag Genosse Mirus:" Das neue Vereinsgesetz und die Frauen." Bericht der Vertrauensperson. Gerichts- Zeitung. „ Gefindel"§ 153 G.-D. Ein Nachspiel zu dem Lohnkampf, der im Frühjahr 5. J. von den Arbeitern der Hartungschen Maschinenfabrik geführt wurde, bildete eine Verhandlung, die gestern vor der Straffammer 8a des Königlichen Landgerichts I hier als Berufungsinstanz unter dem Vorsiz des Landgerichtsrats Casper gegen den Maschinenarbeiter Menz wegen Vergehens gegen§ 153 der G.- stattfand. Der Angeklagte war in erster Instanz zu einer Woche Gefängnis verurteilt worden, weil er beim Vorbeimarschieren eines Trupps arbeitswilliger Gelber diesen zugerufen haben soll:„ Gesindel". Obgleich der Angeklagte nicht zu den streifenden beziv. ausgesperrten Arbeitern der Hartungschen Fabrik gehörte, auch nicht Mitglied des beteiligten Metallarbeiterverbandes war, stellte" der erste Richter doch fest", daß der Angeklagte den Ruf zu dem Zwed ausgestoßen habe, die Arbeitswilligen zur Niederlegung der Arbeit zu veranlassen, und erkannte deshalb auf die erwähnte Strafe. In der Berufungsinstanz ergab sich der gleiche Sachverhalt. Der Verteidiger, Rechtsanwalt Theodor Liebknecht, wies darauf hin, daß der Angeklagte mit dem spontanen Ausruf nur bezwedt habe, den Arbeitswilligen seine Empörung und Mißachtung zu erkennen zu geben, Empfindungen, die um so verständlicher seien, als er selbst vor kurzem erst durch die Treibereien eines Arbeitswilligen aus der Arbeit gebracht worden war. Jede Grundlage zu einer Feststellung dafür fehle, daß der Angeklagte darüber hinaus mit seinem Ausruf bezweckt habe, die Arbeitswilligen zur Niederlegung der Arbeit zu veranlassen. Aber selbst wenn man auch mit dem Vorderrichter die lettere Feststellung treffen sollte, könne das doch nicht zur Aufrechterhaltung der Verurteilung ausreichen, weil nach der am 14. Januar d. J. in der Straffache gegen den Tischler Rysch( f." Vorwärts" v. 23. 1. 08) getroffenen Ents scheidung des Reichsgerichts zur Anwendbarkeit des§ 153 der G.-D. nicht genügt, daß der Arbeitswillige zu einer Niederlegung der Arbeit, d. i. zu einem passiven Verhalten veranlaßt werden solle, sondern daß die Absicht auch darüber hinaus auf Erwirkung feines positiven Beitritts zu der in Betracht kommenden Verab redung gehen müsse. Für eine Feststellung in diesem Sinne fehle aber auch der leisefte Anhalt. Das Gericht verwarf dennoch die Berufung. Es traf nunmehr die Feststellung", der Angeklagte habe die Arbeitswilligen veranlassen wollen, die Arbeit niederzulegen, sich ihrerseits dem Streit anzuschließen und solange im Streit zu beharren, bis die von den Streifenden aufgestellten Forderungen bewilligt seien! Wie wenig praktischen Einfluß hat danach eine dem Gesez entsprechende günstige Auslegung des Reichsgerichts, solange nach dem Gesez auch eine ohne tatsächliche Unterlage oder unter Verkennung des Sachverhalts getroffene tatsächliche Feststellung" Rechtsmitteln fast völlig entzogen ist. Gerade in solchen tatsächlichen Feststellungen" spiegelt sich die Klassenanschauung der Richter und da mit der Klassencharakter unserer Justiz am unverhülltesten wieder. Trotzdem dürfte die getroffene Entscheidung vor der Revisions. fammer standhalten. Das Kaufmannsgericht als Schreibfachverständigenkammer. Berrufserklärung und öffentliche Beleldigung. Anläßlich des im Juli 1907 geplanten Maurerstreiks sollen die Maurergesellen Jurcit und Koyan versucht haben, die arbeitswilligen Maurer Riemann und Ladig durch Beschimpfung und Bedrohung zur Beteiligung an dem Streit zu bewegen. Es wurde vom Schöffengericht Berlin- Schöneberg und alsdann von der Strafkammer des Landgerichts II u. a. angenommen, daß die bedrohten Maurer Riemann und Ladig infolge von Beschimpfungen und Bedrohungen, die am 2. und 3. Juli fielen, bestimmt worden sind, etwa 14 Tage später sich auch ihrerseits an dem Streit zu bcteiligen, der erst zu dieser Zeit von dem Zentralverband der Maurer proklamiert worden ist. Von dem Schöffengericht sind die Angeklagten wegen Vergehens gegen den§ 153 der Gewerbeordnung und gegen§§ 240, 185, bes Strafgesetzbuches zu je drei Monaten Gefängnis verurteilt worden. Auf ihre Berufung hat nur Jurcik insofern einen Erfolg erzielt, als die Strafe gegen ihn auf vierzehn Tage Gefängnis herabgesetzt wurde. Die Berufung des Rohan ist verworfen worden. Das zweite Urteil haben beide Angeflagte mittelst der Revision angefochten und unzulässige Anwendung des§ 153 der Gewerbeordnung sowie im weiteren gerügt, daß aus dem Urteil nicht zu entnehmen sei, ob die Bestrafung wegen zweier Handlungen oder einer fortgesetzten Tat erfolgt sei. Der Oberstaatsanwalt erachtete die Feststellung wegen der Beleidigung für unanfechtbar, dahingegen sei der§ 153 der Gewerbeordnung und§ 240 des Strafgesebbuches rechtsirrtümlich angewendet. Von einer vollendeten Nötigung könne nicht die Rede sein, da die Maurer Riemann und Ladig bei ihrem Meister fortgearbeitet und sich später und zwar ohne Zwang dem Streit angeschlossen haben. Aus diesen Gründen beantragte der Oberstaatsanwalt Aufhebung des angefochtenen Urteils und Zurückverweisung der Sache zur anderweiten Verhandlung und Entscheidung an die Borinstanz. Der Ferienstraffenat des Kammergerichts unter dem Borsiz des Senatspräsidenten Dr. Koffka entsprach diesem Antrage. Den für die Aufhebung des Urteils gemachten Ausführungen des Oberstaatsanwalts schloß er sich an und betonte, daß die Aufhebung der Feststellung auch wegen der Beleidigung erfolgen mußte, weil aus dem angefochtenen Urteil nicht hervorgeht, ob eine Handlung oder mehrere Straftaten angenommen worden sind. Berlag, Berlin. Eingegangene Druckfchriften. Führer durch Berlins Kunstschähe von J. Gaulle. 1. M. Globus Zeitschrift für Sozialwissenschaft. Heft 7 und 8. Herausgeber Dr. J. Wolf. Verlag A. Deichert, Leipzig. 1. Internationale Konferenz der Hotel-, Restaurant- und CaféAngestellten. 20 Pf. Protokoll über die Verhandlungen des fünften Verbandstages Deutscher Gastwirtsgehilsen. 112 Seiten. Verlag H. Bockich, Berlin N. 24. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Todes- Anzeige. Am 30. Juli verstarb unser Mits glied, der Fliesenleger Hermann Horn Wittstocker Straße 19. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 2. August, nachmittags 2 Uhr, vom Trauerhause aus nach dem Friedhof der Freireligiösen Gemeinde, Pappel- Allee, itatt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Vorstand. 228/11 Zentral- Verband der Zimmerer Deutschlands. Zahlstelle Berlin und Umgegend. Bezirk 15. Den Berufsgenoffen zur Nachricht, daß unser Mitglied Karl Bering am 28. Juli aus dem Leben gefchieden ist. Ehre seinem Andenken! Nachruf. Am 28. Jult entriß der Tod nach jahrelangen schweren Leiden mir den teuren Freund und Genossen Emil Bolle. Sein biederer, lauterer Charakter veranlaßt mich, ihm diesen Nach8136 ruf zu widmen. Hermann Spaet. Am Mittwoch, den 29. Juli, starb unser treuer Sollege Franz Laczik aus der Aluminium- Gießerei in der Firma A. E.-G., Ober Schöneweide. 8336 Die Beerdigung findet am Sonn tagnachmittag 3, Uhr vom Trauer hause Adlershof, Genossenschaftsftraße 12, aus statt. Die Kollegen der Firma der A. E.-G. Am 30. Juli 1908 starb unsere gute Mutter und Großmutter, Frau Witwe Grass verw. Stümpel im 73. Lebensjahre. 834b Ein interessantes graphologisches Erperiment ereignete fich dieser Tage vor dem Kaufmannsgericht. In dem vor der 5. Kammer zur Verhandlung gekommenen Falle flagte ein Geschäftsführer S. gegen ein Hotelunternehmen auf Bahlung von 450 M. Gehalt, weil er sich als Handlungsgehilfe als zu Unrecht mit 14tägiger Kündigungsfrist entlassen fühlte. Der Direktor der beklagten Firma legte dem Gericht einen Schein vor, in dem eine 14tägige Ründigungsfrist festgesezt ist. Dieser Schein trägt den mit Bleistift unterschriebenen Namen des Klägers. Letterer behauptet nun mit aller Bestimmtheit, daß er den Schein nicht unterschrieben hat, er tönne sich die Unterschrift nur so erklären, daß sein Namenszug gefälscht worden sei. Der Kläger war sogar bereit, zu beschwören, daß er den Schein nicht unterschrieben hatte. Der Vorsitzende Dr. Gordan nahm nun folgendes Experiment vor: Er ließ den Kläger auf einen Zettel dreimal seinen Namen mit Bleistift schreiben mit dem Ersuchen, einmal ganz wenig, einmal mittel und das drittemal ganz start aufzudrüden. Mit diesen Schriftproben zog sich dann das Gericht zur Beratung zurüd und fam au Und immer wieder tut sich ganz von selbst der Gegensab bem Resultat, daß es gar keinen Zweifel hege, daß der Kläger zwischen den zwei Welten auf. Denn wenn die Verfasserin sich selbst seinen Namen unter das Schriftstück gesetzt hat. Er wäre auch bereit erklärt, durch soziale Reformen den besiglosen Klassen also abgewiesen worden, wenn das Schriftstück rechtsgültig wäre, beffere Daseinsbedingungen zu erfämpfen, so geschieht dies doch das ist es aber nach dem Handelsgesehbuch nicht. Nach§§ 66 und immer mit der stillschweigenden conditio sine qua non, daß durch 67 des H.-G.-B. beträgt die Kündigungsfrist für Handlungsfolche Bestrebungen der Interessenkreis von Berlin W. nicht gestört gehilfen, wenn nichts anderes vereinbart ist, 6 Wochen zum Quars wird. Deshalb zieht sich auch wie ein roter Faden die Forderung talsschluß. Ist durch Vertrag eine fürzere Kündigungsfrist verdurch das ganze Wert, der Endzweck der Frauenschule sei der, die einbart, so darf sie nicht weniger als einen Monat betragen und bürgerlichen Frauen gegen jeden fozialdemokratischen Einfluß zu nur für den Schluß eines Kalendermonats ausgesprochen werden. immunisieren. Das Feuer der sozialistischen Frauenagitation Demnach war die auf 14 Tage erfolgte Vereinbarung nichtig. brennt der Verfasserin auf den Nägeln! Sie( die bürgerlichen An ihre Stelle trat die gefeßliche( fechswöchentliche) KündigungsFrauen) sollen durch solche historische Einführung in die Welt- frist. Aus diesem Grunde mußte die Berurteilung der Firma zur anschauungsfragen dazu geführt werden, sich selbst vor unreifen, Bahlung erfolgen. raditalen Anschauungen zu schüßen, vor dem leidenschaftlichen Er- Dachbeders Johann Kohrin, greifen extremer Theorien, vor dem Betreten einer abschüssigen Orts Krankenkasse lieben Bruders und Schwagers, des Bahn, von der viele den Weg zurück nicht mehr finden tönnen." hatten der Händler Bruno Juhnke und der Kaufmann Gmit Glinta der Nadler und Siebmacher. Freunden, insbesondere den BereinsUnd an einer anderen Stelle fordert sie, ist es da nicht Auf- Emil wir Bekannten und gabe der Schule, fie auch soweit vorzubereiten, daß sie nicht dem Schlackwurst" in den Handel gebracht. Wegen wissentlichen Ver- Statut betreffs der Paragraphen zirt 680, dem Zentralverband der unter der Bezeichnung prima Braunschweiger Salami. und Die vierte Abänderung zum mitgliedern vom 6. Wahlkreis, Be eigene Stellung erarbeiten, daß sie sich die Frage beantworten gehens gegen das Nahrungsmittelgesetz vom 14. Mai 1879 mußten 13 u. 41 ist vom Bezirksausschuß ge- Dachdecker und den Kollegen ber können: ob die materielle Lage des Volfes sich gehoben hat oder ob sich die Genannten gestern vor der 1. Ferienstraffammer des Land- nehmigt und tritt am Montag, den Firma Bellad auf diesem Wege unseren 8216 herzlichsten Dank aus. gerichts I verantworten. Am 4. Februar d. J. kam der Angeklagte 3. Auguft 1908 in Straft. Rob. Schmidt, Juhnte in das Wurstwarengeschäft des Kaufmanns F. und stellte Elise Schultze geb. Kohrin Borsigender. im Namen der Geschwister. Soziale Frauenbildung", von Alice Salomon. Teubner, fich der allein anwesenden Geschäftsführerin Frau St. als Bertreter Berlin und Leipzig. der Wurstfabrit von Winkel in der Biebigstr. 25 vor. Mit der be. Pferde- Salami und Pferde- Schlackwurst Die Beerdigung findet heute, den 1. August 1908, nachmittags 4 Uhr, auf dem Gethsemane- Kirch hof, Nordend, statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 2. August, nachmittags 3 Uhr, auf dem Kirchhofe der Bartholomäusgemeinde in Weißenfee, Rölfe- Straße statt. Reinhold Stümpel. Bernhard Stümpel. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung unseres 37992 Für den Inhalt der Inser ate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, den 1. Auguft. Neues tgl. Operntheater. Die Meistersinger. Anfang 6 Uhr. Anfang 8 Uhr. Deutsches. Geschlossen. Neues. Der Zerrissene. Neues Schauspielhaus. Dollarprinzessin. Kleines. 2 × 2= 5. Die Lustspielhaus. Die blaue Maus. Westen. Ein Walzeitraum. Schiller 0.( Wallner Theater.) Fidelio. = Friedrich Wilhelmstädt. Schau: spielhaus. Der Rabenvater. Urania. Castan's Panoptikum Wissenschaftliches Theater. Taubenstraße 48/49. Abends 8 Uhr: Ueber den Brenner nach Venedig. OOLOGISCHER Z CARTEN Täglich nachm. 5 Uhr: Gr.Militär- Doppel- Konzert Eintritt 1 M. von abends 6 Uhr ab 50 Pf., Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Thalia. Der Mann mit dem Mo- Brunnen- Theater nocle. Bernhard Nose. Das Geheimnis Badstraße 58. Direkt.: Willi Voigt. von New York. Das seh'n. Täglich: Neu! Die Ken! heiligen Dsungusen Neu! Ohne Extra- Entree. aus dem Reiche der Mitte. Vereinsbilletts: halbe Preise. Sonnabend, den 1. August: A Große Mondscheinfahrt von der Waisenbrücke Voigts Krampenburg Alpen). ( Kahnt u. Herker) nach ( Berliner Im Niesenjaale a la„ Neue Welt" Tanz- Reunion. Abfahrt 92 Uhr. Fahrpreis hin und zurüd 50 Pf. [ 8246] Freundlichst ladet ein Robert Voigt. Diez' Spezialitäten- Theater Landsberger Allee 76/79, direkt Ringbahn- Station. Bequemste Fahrgelegenheit nach allen Stadtrichtungen. Ob Regen! Ob schön! Täglich: Das neue und befte Programm Berlíns. Apollo. London Guburbia. Spe Der deutsche Michel. Die größte und beste Raubtiergruppe der Gegenwart. Gehr. Büügler. Gebrüder Herrnfeld. Das tommt Erstklassige Spezialitäten. zialitäten. davon. Borher: Es lebe das Nachtleben. Pajiage. Berlin in Stimmung. Spezialitäten. Berliner Prater. Die Welt ein Paradies. Anfang 7 Uhr. Carl Haverland. Spezialitäten. Neichshallen. Stettiner Sänger. Walhalla. Spezialitäten. Urania. Taubenstraße 48/49. Ueber den Brenner nach Venedig. Sternwarte, Invalidenstr. 67/62. The 5 Violettes Trio Busson Kurt Ellys The 4 Berlings Rudolf Mälzer. Eröffnung 2 Uhr. Anfang 4%, Uhr. Borverkauf von 10 Uhr ab. 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Allabendlich 8 Uhr: Ein Walzertraum. Operette von Dstar Strauß. Friedrich- Wilhelmstädtisches 8 15r. Schauspielhaus,& upr. Sommerspielzeit. Leitung v. G. Pilz. Sonnabend, den 1. August: Zum ersten Male: Der Rabenvater. Schwant in 3 Atten v. Jarno v. Fischer. Sonntag u. Montag: Der Rabenbater. Lustspielhaus. Abends 8 Neues RiesenProgramm. Gebrüder HerrnfeldAnfang Theater. Vorverk. 8 Uhr. 11-2 Uhr. 57 Kommandantenstr. 57 Heute Sonnabend, 1. August: Premiere der Novität Die blaue Maus. Das kommt DERNHARD ROSE THEATED ( Sr. Frankfurter Str. 132. Das Geheimnis v. New York Anf. 8 Uhr. Sommerpreise. Auf der Gartenbühne: Theatervorstellung. Spezialitäten. Anfang 4%, Uhr. 11. a: Carmen. Karl Braun. Paul Coradini. Metropol- Theater Bum 817. Male: Das muß man seh'n. Revue in 12 Bildern m. Ges. und Tanz. Anfang 8 Uhr. Rauchen gestattet. Opollo Theater Heute! Premiere: Heute! Vera Violetta. Baudebille- Operette v. Edm. Eysler. In Szene gejezt vom Dir. N. Schier. Dirigent: Kapellmstr. J. 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Heft 3: Gesundheitspflege des Nervensystems von Dr. Hirschlaff. Hejt 4: Der Achtstundentag von Dr. Zadek. Heft 5: Alkoholfrage und Ar. beiterklasse von Dr. Fröhlich. Heft 6: Das Schulkind bon Dr. Silberstein. Heft 7: Geschlechtsverkehr und Geschlechtskrankheiten von Dr. Gebert. Heft 8: Nahrung und Ernährung von Dr. Chajes. Heft 9: Wie sollen wir uns fleiden? von Dr. B. Bernstein. Heft 10: Der Arbeiterschutz von Dr. M. Epstein. Heft 11: Frauenleiden und deren Verhütung von Dr. J. Zadet. Heft 12: Vom medizinischen Aber. glauben von Dr. E. Thefing. Heft 13: Das Wasserheilverfahren in der Gesundheitspflege des Arbeiters von Dr. S. Munter. Heft 14: Verhütung und Heilung des Stotterns von Louis Jordan, Leipzig. erstklassige Spezialitäten.set Schönhauser Vorstadt: Starl Mars, Lhchenerstr. 123. Alt- Glienicke: Wilhelm Dürre, Rudowerstr. 83 II. Charlottenburg: Gustav Scharnberg, Sesenheimerstraße 1, Ede 000000 Goethestraße, Laden. Lichtenberg, Wilmersdorf- Halensee:% ölle, Sigmaringenstr. 5. 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Bei seiner Landung brachten ihm Geschäft muß blühen, sonst fönnten jene spekulativen Leute die teure Dritter Wahlkreis. Morgen, Sonntag, 2. August, veranstaltet sämtliche Hundegrößen des politischen Badeorts ein begeistertes Annonce nicht bezahlen. Demnach handelt es sich um massenhaften der Wahlverein einen Ausflug nach Johannisial Treffpunkt Ständchen dar. Als höflicher, guterzogener Reichswauwau drehte Berkauf und Ankauf gebrauchter einzelner Zähne und ganzer Ges nachmittags 2 Uhr im Lokal„ Lindenhof"( Inhaber Abert Traut- er dem Begrüßungskomitee nicht die geehrte Kehrseite zu, machte biffe. Man fragt sich hierbei unwillkürlich, was mit diesen alten mann), Friedrichstr. 61. auch nicht die befannte wegwerfende Bewegung mit den HinterFriedrichshagen. Denjenigen Genoffen, welche die Vereins- gedrechselten, poetisch schwungvollen Worten in den sehr prosaischen haft. Sie werden, weil sie eben feine andere Verwertung haben, flossen, sondern hielt im Hundejargon eine Rede, die unter wohl Sauwerkzeugen geschieht. Die Antwort ist ebenso einfach als ckelbibliothet benusen, zur gefl. Kenntnis, daß am Sonntag, den Refrain ausflang:" Wollt Ihr nicht meine Brüder sein, so schlag mit entsprechendem Verfahren aufgefrischt und weiter verkauft. Wit 2. August, im neuen Vereinslotal, Witwe Lerche, Friedrichstr. 112 ich Euch den Schädel ein!" Eigentlich hatte Mohrchen zu Hause anderen Worten: dasselbe Gebiß, daß ein Mensch, vielleicht ein franker ( Mundteil), vormittags von 10-11 Uhr, die Bibliotheksstunde statt- etwas ausgefressen und nicht mitsollen. Palastbonzen erzählen Mensch, schon jahrelang getragen und benutzt hat, wandert auf ge Die Bibliothekskommission. flüsternd, daß der raubbeinige Reichspudel eines schönen Tages heimnisvollen Umwegen ganz oder wohl meist teilweise in den Bernau. Morgen, Sonntag, Familienausflug nach dem an der in plöblich ausgebrochenem Hurrapatriotismus die Beinkleider eines Mund eines anderen Menschen eine Schweinerei, wie sie sich Klosterfelderstraße gelegenen Teil des Waldes. Abmarsch 22 Uhr sehr hohen Herrn nicht mit seinen Liebenswürdigkeiten verschont taum widerlicher denken läßt. vom Mühlenberg. Bei schlechtem Wetter Zusammenkunft im Lokal habe. Der Wih soll allerdings nicht übelgenommen und viel Selbst wenn ein gründlicher des Genossen Salzmann. belacht worden sein. Er hat zu guter Lezt den Anlaß gegeben, Reinigungsprozeß stattgefunden hat, muß schon das bloße Bewußts daz Mohrchen nach Norderney in besonderer politischer Mission sein, solche fünstlichen Zähne zu tragen, geradezu krank machen. Es Nowawes. Morgen, Sonntag, findet in den Lokalen des Herrn fam. Seit seiner Entgleisung in der Wilhelmstraße, die ihm eine entsteht die weitere Frage, weshalb Gebisse verkauft werden. In Ernst Schmidt, Wilhelmstr. 41-43, und des Herrn Mag Singer, gehörige Lektion einbrachte, hat er gewaltigen Respekt vor bunten, der Regel werden es Gebisse sein, die nicht mehr passen und durch Briefterstr. 31, das Boltsfest des fozialdemokratischen Wahlvereins ordenbesäten Uniformen. Desto verhaßter ist ihm der schwarze andere ersegt werden sollen. Sehr nahe liegt doch aber auch die statt, bestehend aus Gartenkonzert, Kinderbelustigungen aller Art, Frad. Auftreten des Original- Boltshumoristen Emil Gnörich- Berlin, Saal- ungeheuers wittert er einen zum Kuschen befohlenen ehemaligen Munde nimmt und es zu Geld macht. Hiernach erscheint es schon In jedem Träger solchen geschwänzten Gesellschafts- Möglichkeit, daß man verstorbenen Personen das Gebiß aus dem und Reigenfahren, ausgeführt vom Arbeiter- Radfahrerverein, großen Demokraten, dem troh des dicken Felles die Grundsäze wegUeberraschungen für Groß und Klein usw. Entree 25 Bf., Tanz geschwommen sind, und fährt wie besessen auf die freisinnigen im allgemeinen gesundheitlichen Interesse dringend notwendig, daß 50 Pf. Der Wahlverein hat weder Geld noch Mühe gescheut, um Hosenbeine los. Er soll sogar bei vorjähriger ähnlicher Gelegenheit man den Händlern mit Gebissen etivas start auf die schmußigen der hiesigen Arbeiterschaft einige angenehme Stunden zu bereiten. mal die freifinnigen edlen Reichsstelzen mit- Laternenpfählen ver- Finger sieht. wechselt haben. Natürlich ist Mohrchen bei allen Staatsaktionen auch in der Sommerfrische Augen- und Ohrenzeuge, wie sein geistreicherer Vorgänger Thras, und so wird das närrische Budelvieh wahrscheinlich auch in diesen Hundstagen für sein auf die jämmerlichen Blockbrüder eigens dressiertes Reichskötergebiß wieder flott zu tun bekommen haben. Die abgebrühten Wolfsrecht verschacherer von Reichstanzlers Gnaden machen sich das ohne viele Strupel leicht ab. Mit ihren Hundegemütern verbeugen sie sich selbst vor des edlen Herrn und Meisters Reichsköter und winseln demütig: Mohrchen, sez den Maulforb auf! Berliner Nachrichten. Mißstände in Sommerlokalen. Der Stand der städtischen Finanzen. einem Kinderwagen den Bürgerpart in Pantow aufsuchen. Zwar Wagenkarten müssen diejenigen lösen, die an Sonntagen mit befindet sich am Eingang des Partes eine diesbezügliche Bekannts machung, die aber vielfach unbeachtet bleibt, da die meisten Besucher die fleine Tafel nicht erst vorher lesen. Wer sich also vor un annehmlichkeiten bewahren will, achte auf diese Vorschrift. Daß fie so unbedingt nötig ist, will uns mehr als zweifelhaft erscheinen. Die gegenwärtige Zeit des starken Befuches der Sommer Totale regt zu Betrachtungen nach den verschiedensten Richtungen an. Wir wollen heute nicht davon reden, wie das Schweres Unheil ist gestern nachmittag durch ein wild ge Publikum geschröpft wird durch Verabfolgung von teueren wordenes Reitpferd herbeigeführt worden. Der Stallmeister Frie und vielfach schlechten Speisen und Getränken und wie sonst drich Brügge, Königin- Augustastraße 39 wohnhaft, hatte mit drei auf alle mögliche Weise das Geld des Publikums in die bekannten Herren einen Spazierritt im Tiergarten unternommen. In der Großer. Stern- Allee scheute sein Pferd plötzlich vor einem Taschen der Lokalunternehmer geleitet wird, sondern wollen In der gestrigen Magistratssigung machte der Kämmerer fläffenden Hund und es ging durch. Mit voller Gewalt raste, es nur auf einen Mißstand hinweisen, der sich in den meisten Dr. Steiniger Mitteilung über den Rechnungsabschluß des gegen einen Baum. B. wurde aus dem Sattel geschleudert, und Sommeretablissements wiederfindet und dringend Abhilfe er Jahres 1907. Der Gesamtabschluß stellt sich um rund besinnungslos blieb er auf der Erde liegen. Das Pferd sprang heischt. Und das ist die vollkommen ungenügende und in 10 Millionen Mart günstiger als bei der Auf- sofort wieder auf die Beine und in wilder Karriere raste es davon. bielen Fällen gänzlich unhygienische Einrichtung der Bedürfnisstellung des Voranschlages angenommen wurde. Im einzelnen Es jagte durch den Tiergarten und bersetzte die Spaziergänger in anstalten. Man gehe in Berlin in ein größeres Sommerlofal wird darüber berichtet: Die Steuerverwaltung hat 4,3 Millionen Angst und Schrecken. Am Kemperplat bog es links ab und lief und man wird unsere Behauptung fast überall bestätigt finden. Mart mehr eingebracht; davon entfallen 3,8 Millionen Mark endlich durch einen Schußmann aufgehalten werden. Inzwischen nach der Königgräger Straße. Am Brandenburger Tor fonnte es Selbst in den sogenannten besseren Lokalen, in denen in dieser Be- auf die Einkommensteuer, 730 000 M. auf die Grundsteuer hatten die Begleiter des B. den Schwerverletten nach der Unfall ziehung etwas mehr Rücksicht auf das Publikum genommen wird, und 198 000 m. auf die Gewerbesteuer. Das Ergebnis der station am Zoologischen Garten gebracht, wo der Arzt eine schwere fann festgestellt werden, daß die Räumlichkeiten, die für Be- Umsatzsteuer ist dagegen um 345 000 M. hinter dem Etats- Gehirnerschütterung und erhebliche äußere Verlegungen bei ihm friedigung der Notdurft vorhanden sind, an schönen Tagen ansatz zurückgeblieben. Erhebliche Ersparnisse und Mehrein- feststellte. Nach Anlegung von Notverbänden fand B. im Krankenbei einigermaßen gutem Besuch in feiner Weise ausreichen. nahmen wurden bei der Kapital- und Schuldenverwaltung haus Moabit Aufnahme. Und nun erst Sonntags, an dem auf Massenbesuch gerechnet erzielt, nämlich rund 1 Millionen. Die Armenverwaltung Die gestörte Landpartie. Eine unliebsame Störung erfolgte wird. Am schlimmsten ist in dieser Beziehung das weibliche stellt sich um 148 000 m., die Bauverivaltung um 690 000 m., auf einer Stremserfahrt, die der Lotterieberein„ Unverdrossen" am Geschlecht daran, das fast überall noch besonders für die In- das Kapital der verschiedenen Einnahmen und Ausgaben um Sonntag früh nach dem Liepnissee veranstaltet hatte. Nachdem anspruchnahme der Toilette bezahlen muß. Man sollte 2,3 Millionen günstiger. Dagegen hat die Schulverwaltung bis zum Bestimmungsort alles in urfideler Stimmung verlaufen meinen, daß es selbstverständliche Sache eines Lofalinhabers 463 000 m. mehr verbraucht, als angenommen war. Das war, zog sich dort beim Spiel im Wald die Frau A. Kuczkowski, sein sollte, auch für genügende und unentgeltliche Befriedigung Krankenhausivefen hat 766000 M. und die öffentliche Straßen- Belforter Straße 24 wohnhaft, infolge eines Falles einen doppelten der Notdurft seiner Gäste Sorge zu tragen. Aber weit ge- beleuchtung und-Reinigung rund 130 000 m. mehr erfordert. erging es dem Hausdiener 3. Koch, ebenfalls Belforter Straße 24 Knöchelbruch des rechten Fußes zu. Wenige Augenblicke später fehlt. Unsere Wirte sind in dieser Beziehung die reinsten Bei der Strankenpflege ist der Abschluß durch einen Mehr wohnhaft, ebenso. Auch bei ihm stellte ein zufällig dort im Lokal Alchymisten und wissen in Wirklichkeit aus Dreck Gold zu verbrauch von rund 410 000 Mart ungünstig beeinflußt worden. anwesender Arzt Knöchelbruch des rechten Fußzes fest. Die beiden machen. Sie verpachten die Toiletten und schlagen hierbei Der Abschluß der städtischen Werke stellt sich um rund Berunglückten wurden auf einen Kremser des Vereins sofort nach noch einen schönen Groschen Geld heraus. 2 Millionen Mark günstiger, als der Voranschlag annahm. Berlin zurückgeschafft. Bemerkt muß noch werden, daß sich der Am schlimmsten sieht es auf diesem Gebiete in den in Von diesem Betrage entfällt der Hauptanteil auf die Gas- Wirt des Lofales Zum Forsthaus Liepnibfee" als ein echter Sen Bororten gelegenen Lokalen aus. Vielfach ohne Wasser- werte mit mehr als 14 Millionen. Viehmarkt und Schlacht- Menschenfreund entpuppte! Erstlich verweigerte er einen Raum spidung sind die Toiletten in einem geradezu trofilofen zu hof brachten 300 000 r. und 170 000., die Markthallen Kellner sein Zimmer zur Verfügung gestellt hatte und ein gans zum vorläufigen Unterbringen der Verunglückten. Als dann ein stande, der Efel kann einem ankommen, wenn man genötigt 113 000 m. mehr ein. Dagegen find die Wasserwerke hinter primitiver Notverband gemacht war, ließ auch schon der Herr Wirt ist, dieselben in Anspruch nehmen zu müssen. Finden sich gar dem Etatansatz zurückgeblieben. durch einen Kellner anfündigen, daß das Zimmer sofort geräumt Laufende von Menschen an bestimmten Tagen in solchen Jm vorigen Jahre betrug der Ueberschuß gegenüber dem werden müsse. Auch sonst zeigte er sich von der besten Seite. Er Lokalen zusammen, so kann man erst etwas erleben. Dann dem Ansay rund 14 Millionen Mart. Dieser ist nicht erreicht verweigerte dem Arzt jegliches Verbandsmaterial, nicht cimmal cine wird die Schweinerei riesengroß und stinkt zum Himmel. Er worden, weil besonders infolge des Rückganges der Bau- leere Zigarrentiste hatte er übrig, obwohl Barzahlung angeboten wachsene und Kinder leiden gleichermaßen unter dem Uebel- tätigkeit und der Stille auf dem Grundstücksmarkt die Umsatz- wurde. Auch wurde den Angehörigen die Verabfolgung von Eis, stande. Wir könnten hier viele Lokale aufzählen, in denen steuer usw. im letzten Drittel des Rechnungsjahres einen starken um unterwegs zu fühlen, verweigert. Der Notverband konnte erst wir die oben geschilderten Tatsachen festgestellt haben, unter Rückgang zeigte, der noch anhält. angelegt werden, nachdem die Gäste mitgebrachte Servietten und Tassen aber, weil eine solche Aufzählung nur sehr lückenhaft Taschentücher, ja sogar Hosenträger zur Verfügung gestellt hatten. fein wilde. Beschwerden über die Behandlung in der Freibank in der Thaer- Ertrunkene Personen. Das Baden hat schon wieder zwei Opfer Zu diesem Mißstand kommt noch ein zweiter, der den straße sowohl wie in der Grünthalerstraße sind uns zu gefordert. Im Finowkanal ertrant gestern nachmittag die dreizehnersten noch erhöht, und das ist vielfach eine gänzlich unge- gegangen. An diesen Verkaufsstellen des minderwertigen und be- jährige Tochter des Kaufmanns Graeben, der mit seiner Familie nügende Beleuchtung, daß man oft hals und Beine brechen dingt tauglichen Fleisches herrscht gegenüber den Kunden ein Ton, beim Baden an eine tiefe Stelle, und da es des Schwimmens bei Liebenwalde in der Sommerfrische weilt. Das Mädchen geriet könnte. Man fragt sich oft, ob denn solche Zustände verewigt der der ernstesten öffentlichen Rüge bedarf. Die dort Angestellten untundig war, ging es unter und ertrant, che Hilfe zur Stelle werden sollen und ob denn so gar nichts dagegen getan fcheinen der Meinung zu sein, das bei ihnen kaufende Publikum war. In der Badeanstalt am Teltowlanal fand der Bureauwerden kann. Es ist doch zweifellos, daß dieselben eine große müsse sich eben alles bieten lassen: nicht bloß was die Ware vorsteher Scholz aus Teltow den Tod. Während des Schwimmtens Gefahr bilden für die gesamte Bevölkerung, nicht bloß für anbelangt, nein, es fallen dort auch Schimpfworte, die wir wurde Ech. plöblich von einem Herzschlag betroffen. Er ging Besucher von Sommerlokalen selbst. Wie leicht können sich ihrer Gemeinheit wegen nicht wiedergeben können. Die Kund- unter und kam nicht wieder an die Oberfläche. Als man ihn da Krankheitsherde bilden und schwere Verherungen an der schaft wird in diesen Berkaufsstellen überhaupt recht unterschiedlich bermißte, war es bereits zu spät zur Rettung. Gesundheit anrichten. Es ist gar nicht so ausgemacht, daß behandelt. Nach Vorschrift darf nur bis zu 6 Pfund in einem Posten Ein Opfer der Site ist vorgestern nachmittag die 69 Jahre das nicht bereits der Fall gewesen ist, ohne daß man die verkauft werden, und diese Art größere" Käufer genießen den Vor- alte Witive Seidel aus der Soldiner Straße 11 geworden. Die Ursache festgestellt hat. zug, sich die Ware aussuchen zu dürfen. Davon machen sicherlich so alte Dame Hatte mit ihrer erwachsenen Tochter einen Spaziergang Aber wie abhelfen? Nur einfach dadurch, daß die Wirte manche Geschäftsleute den ergiebigsten Gebrauch, ohne ihrer Kund- durch den Liergarten gemacht. In der Nähe des Zoologischen angehalten werden, der Größe des Lokals entsprechend für schaft die Herkunft des Fleisches aus der Freibank mitzuteilen, wie Sie wurde sofort nach der Unfallstation 20 gebracht, wo der Arzt Gartens brach fie plöblich am Arm ihres Kindes leblos zusammen. saubere und genügende Anlagen zur Befriedigung der Not- es notwendig wäre. Bei den Kleinen Leuten mit ihrem halben aber nur noch den infolge eines Sitzschlages eingetretenen Tod durft der Gäste Sorge zu tragen. oder ganzen Pfund werden aber gar keine Umstände gemacht, hier konstatieren konnte. In Berlin bestehen für die einzelnen Bezirke unter dem wird abgehauen und hingegeben, wer mäfelt oder über die allzugroße Borsiz der Polizei sogenannte Sanitätskommissionen. Diese Knochenbeilage Bemerkungen macht, der bekommt gar nichts. Aus der u. Co., Teltower Straße 5, find durch einen eigenartigen Zufall Pferd und Wagen der hiesigen Lack- und Farbenfabrit Beseler Kommissionen existieren fast nur dem Namen nach und treten ha er straße besonders find uns aber noch andere Praktiken berichtet gefunden worden. Befanntlich war das Gespann von der Straße alle Jubeljahre einmal zusammen. Eine irgendwelche nennens worden, dort wollen Stäuferinnen beobachtet haben, wie übern Laden gestohlen und die Firma hatte auf die Ermittelung desselben eine werte Tätigkeit haben sie nicht entfaltet, tönnten es aber, tisch hinweg Ausschnitte von besserem Fleisch beiseite gelegt und Belohnung in Höhe von 300 m. ausgesetzt. Der Roßschlächter wenn sie nur wollten. Hier fänden sie ein sehr nüßliches Be- hintenrum verkauft werden. Einsprüche gegen solche unreelle Usemann aus Oranienburg hatte die Bekanntmachung an den tätigungsfeld und könnten zu wirklichem Leben erwachen. In Behandlung werden nicht beachtet oder auch von dem einen oder Säulen gelesen und entfann sich, daß er ein Pferd wie das be sehr vielen Vororten sind vor Jahren sogar auf Wunsch des anderen Verkäufer mit groben Nebensarten zurückgewiesen. Hier zeichnete bei dem Pferdehändler Brandenburg in Oranienburg Ministers Gesundheitskommissionen gebildet worden; auch sie hat doch jeder Stäufer dasselbe Anrecht auf gute Ware, soweit solche gesehen hatte, dem erst vor wenigen Tagen zwei gestohlene Pferde führen das gleiche Scheindasein wie die Sanitätskommissionen überhaupt vorhanden, denn es gibt nur zwei Preise für zwei ver- Tier in der Stallung des Händlers, der es von einem Unbekannten angeboten worden waren. Die Polizei ermittelte dann auch das in Berlin. Wenn irgendwo, so könnten diese Kommissionen schiedene Qualitäten, und Durchstechereien sollten nicht vorkommen. für 100, M. getauft haben will. Fast gleichzeitig lief bei der Polizei auf diesem Gebiete großen Segen stiften, wenn sie sich um Noch eins: Wer hier Fleisch kauft und zur Brühe noch für 5 oder die Mitteilung ein, daß ein Kastenwagen in dem Walde bei Borgsdie geschilderten Zustände bekümmern würden. Natürlich 10 Pf. Knochen verlangt, muß gleich ein ganzes Pfund kaufen dorf aufgefunden sei. Die Firma an dem Wagen war frisch übermüßten diesen Stommissionen zugleich auch mehr Rechte als und dafür den Einheitspreis für Fleisch, 50 Bf., erlegen. Da braucht strichen und unleserlich. Das Fuhrwert wurde als das gestohlene bisher eingeräumt werden, fie müßten gleich Anordnungen man denn doch nicht zur Freibant gehen, um für 1 M. ein Pfund erkannt und ist bereits der Eigentümerin wieder zugestellt worden. treffen tönnen zur Abhilfe vorgefundener fanitärer Mißstände. Fleisch mit Knochen und ein Pfund Knochen egtra zu kaufen, das Der Dieb, der auf das Pferd erst 20. erhalten hat, und die Hohe Zeit wird es, daß endlich einmal energisch Abhilfe ge- gibt der Ladenschlächter auch. Daß unter dem Fleisch zweiter Nestsumme noch holen wollte, hat sich nicht wieder sehen lassen. schaffen wird. Qualität Stücke vorkommen, die gar nicht verkauft werden Radrennen zu Steglit, 30. Juli. Das radsportliche Berlin steht dürften, vielmehr in die Abdeckerei gehörten, ist auch beobachtet gegenwärtig im Zeichen der Weltmeisterschaften", wie findenden großen Wettkämpfe der Radfahrer genannt werden. Als Seit einigen Wochen fonnt er sich wieder am schönen Meeres- worden, und es ist nach alledem hohe Beit, daß dem Treiben in den die seit 1895 alljährlich einmal in den verschiedenen Ländern stattstrande. Die Kammerzofe aus der Berliner Wilhelmstraße hat Freibankverkaufsstellen eine größere Aufmerksamkeit seitens der Be- erster Teil tamen schon am vergangenen Sonntag in Leipzig die ihm die Nägel geputzt, das seibenweiche Haar gefämmt und an den hörden sowohl, was die gesundheitliche Seite anbetrifft, Weltmeisterschaften der Herrenfahrer oder Amateure, intelligenten Hinterkopf eine Schleife in den deutschen Reichsfarben wie feitens der berufenen Deffentlichkeit, des taufen- jener Fahrer, die um Ehrenpreise ringen, zum Austrag. Aus der geheftet. Einen Maulforb braucht" Mohrchen natürlich nicht. ben Publikums, gewidmet wird. Die heutigen Verhältnisse turgen Meisterschaft über 1000 Meter ging der Engländer Für ihn existieren teine Polizeiverordnungen. Wohlgemut und dort sind einfach ein Standal! Johnson vor seinem Landsmann Jones und dem Franzosen immer lustig denkt er wie sein eleganter Herr:" Das geniert' n jroßen Jeist nich und' n fleenen jeht's nischt an!" Zu Hause Berliner Lokal- Anzeiger" häufiger die Annonce auf, daß gewiffe meter gewann gleichfalls ein Engländer Wieredith vor dem Berliner Schmushandel mit Gebissen. Seit einiger Zeit taucht im Demangel als Sieger hervor, die Deutschen waren in den Vorläufen hängen geblieben. Die lange" Meisterschaft über 100 Stiloin der Wilhelmstraße hatte es einen mehr lauten als innigen Abschied gegeben. Mohrchen ist dort längst nicht mehr Allein- Leute alte Gebiffe in Kautschut, Gold und Silber aufkaufen. Auch Janke vom B. R.-K. Krampe" und dem Belgier 2. Vanderstuyft. Herrscher. Im Hundezwinger des Reichskanzlerpalais berleben in jenen öffentlichen Straßenhäuschen, nach denen man keinen Die Berufsfahrer trafen fich am Donnerstag im Sportpark nicht weniger als vier Reichstöter ihr bergnügliches Hundedasein, anderen hinschicken kann, ist dieselbe Ankündigung auf großem Steglig, um ihre Kräfte zu messen, allerdings zunächst nur in den Der Reichspudel. " " Borläufen, aus denen die Besten für den am Sonntag auszufahrenden-Bezeichnend für die Zustände in Wilmersdorf ist es noch, Engel- llfer 15. 100. Die Bolldirettion erteilt Ihnen Auskunft. Endlauf ausgefiebt wurden. Das Hauptinteresse der Veranstaltung daß der Magistrat sich im Hinblick auf die Stadtverordnetenwahlen Neue Genoffin. 1. Kleinkinder- Bewahranstalten werden Don am Donnerstag nahmen diese Vorläufe in Anspruch. Mit Jubel cinen Verstoß gegen die Städteordnung leisten konnte. einer Reihe von Inſtitutionen unterhalten. Dieselben find unter wurde es begrüßt, daß Arend in seinem Vorlauf gewann, während Nach§ 20 der Städteordnung hat vom 15. bis zum 30. Juli die Nummern 229, 279 und 475 in dem Buche„ Die Wohlfahrtseinrichtungen Jacquelin als zweiter endete. Die Placierung ist folgende: 1. Lauf: Liste der stimmfähigen Bürger in einem oder mehreren zur öffent den öffentlichen Bibliotheken und in unserer Redaktion einsehen. 2. Nein. Berlins und feiner Vororte" aufgeführt. Das Buch fönnen Sie in Schilling, Martin; 2. Lauf: D. Meyer, Nebela; 3. Sauf: lichen Stenntnis gebrachten ofalens öffentlich auszulegen, Der: 3. Ja. 4. Das ist leider fein Grund aux Chefcheidung A. Ja. Ellegaard, Scheuermann; 4. Lauf: Arend, Bruns; 5. Lauf: artiges ist in Wilmersdorf dieses Jahr nicht geschehen. Schürmann, Jacquelin; 6. Lauf: Haureier, Stabe; 7. Lauf: Als einige Bürger sich im Rathause nach den Ursachen dieses Verb. d. Born, Bader; 8. Lauf: Poulain, Dörflinger. Die ersten stoßes erfundigten, sollen sie die Antwort erhalten haben, daß ein tommen in die Zwischenläufe; die Zweiten bestreiten einen Dispens der Regierung vorliege und die Auslegung der Liste Hoffnungslauf. Den Preis des Vereins Deutscher Radrenn- erst im September erfolge. Das konservative Wilmersdorf bahnen( 150, 100, 75, 50 9.) gewann D. Meyer vor Bader, kann sich's eben leisten. Selbstverständlich wird die Agitation zu Wegener und Peter. Im Preis der Union Cycliste Internationale den Wahlen wesentlich erschwert, wenn man sich nicht rechtzeitig ( 200, 150, 80, 60 Fr.), der nur für die Ausländer bestimmt ist, auf die Wählerliste stützen kann; sehr wahrscheinlich bildet aber fiegte Gllegaard vor Schilling, v. d. Born und Hourlier. gerade dieser Umstand bei den Reaktionären in der StadtverordnetenIm Prämienfahren siegte Techmer vor Scheuermann, versammlung einen wesentlichen Faktor im Kampf um die AufBawke und Rudel. Im Tandemfahren gewannen die vier rechterhaltung ihrer Herrschaft. Unsere Parteigenossen werden trotz aller Schwierigkeiten ihr Borläufe: Ellegaard- Hourlier, Poulain- Schilling, ScheuermannWegener, Rudel- Bawke; Endlauf am Sonntag. An diesem Tage möglichstes tun, um diese Rechnung der Volksfeinde zuschanden kommt auch die lange Meisterschaft über 100 Kilometer zur Ent- zu machen!" scheidung. Schöneberg. 5. R. 81. H. Sch. 42. Wenden Sie sich an die Botschaft Ihres Landes. S. 40. Einer Beleidigungsflage muß, wenn die Parteien in derselben Gemeinde wohnen, ein Sühneversuch beim Schiedsmann vorangehen. Die Klage ist dann zu Protokoll des Amtsgerichts zu erklären oder dem Amtsbessen Bezirk der zu Verklagende wohnt. Um das Armenrecht zu erwirken, gericht in drei Eremplaren zu übergeben. Zuständig ist das Amtsgericht, in muß der vom Magistrat erteilte Schein dem Gericht eingereicht und beim Gericht die Bewilligung des Armenrechts beantragt werden. auf Reklamation müßte in Ihrem Falle die Steuer auf die Hälfte herab. gejezt werden. 2.2. Nein, Sie können vollen Schadenersak vers langen. 2. K. 82. Wenden Sie sich an eine technische Buchhandlung oder an den Direktor der Handwerkerschule. D. R. 99. 1. u. 2. Nein. wenden Sie sich an den Metallarbeiterverband, Charitéſtraße. R. W. 2. Sie sind zur Mietszahlung verpflichtet. R. S. 24. 100. 1. Gobald das Strafverfahren sein Ende erreicht hat, A. V. geht die Beleidigungsflage weiter. Sie können auch Anberaumung eines Termins be antragen. 2. Ja. 3. bis 7. Rein.. S. 35. Benden Sie sich an den Landgerichtspräsidenten. 5. S. 29. Der Meister ist im Recht. Zwischen den Schwesterstädten Schöneberg und Charlottenburg G. p. 13. Der Vater ist zur Zahlung verpflichtet. Sollte bereits ein schiebt zurzeit ein Prozeß wegen angeblich unberechtigter Grund- Urteil ergangen sein, so kann sofort Zwangsvollstreďung wegen des ges wasserzuführung beim Bau der städtischen Kanalisation von Schöne- famten Rückstandes erfolgen, sonst müßte Selage bei dem Amtsgericht erberg, wobei es sich um einen Betrag von 150 000 M. Handelt. Die hoben werden. 5. H. 9999. Nein. Alter Abonnent 13. Gine Stadtgemeinde Schöneberg war vertragsmäßig berechtigt, die Abstrafbare Handlung liegt nicht vor. Teilen Sie der Firma mit, daß Sie wässer", die damals zum Schwarzen Graben abgeleitet wurden, in nur dasjenige zahlen, wozu Sie sich verpflichtet habeu und warten Sie eine Stlage ab. die Charlottenburger Kanalisation abzuführen, wogegen die Stadt Charlottenburg die Genehmigung erhielt, den Schwarzen Graben auf ihrer Gemarkung zuzuschütten und sich somit von ihrer Vorflutverpflichtung zu befreien. Nach Ansicht der Stadt CharlottenVon einer Besuchsfahrt kommend, stieg am Sonntag nachmittag burg fallen die Grundwässer, die zwecks Trockenlegung der für die 45 Uhr auf dem Schlesischen Bahnhof eine Frau aus, die ihren Kanalisationsanlage ausgeschlachteten Baugruben ausgepumpt Hutfarton stehen ließ, der einen weißen Strohhut( Federhut), einen wurden, nicht unter den Begriff„ Abwässer", während die Stadt schwarzen, steifen Herrenhut und einen roten Kinderfilzhut enthielt. Schöneberg den entgegengesezten Standpunkt vertritt und EntEin Mitpassagier hat den Karton mit dem Inhalt an sich genommen schädigung für die in ihre Kanalisation gepumpten Grundwässer und möchte doch gern der Verliererin zu den Sachen wieder ver- in Höhe von 150 000 M. beansprucht. helfen. Die betreffende Frau fam von Bentschen; sie soll sich wegen der Hüte an Otto Friedrich, Schliemannstraße vorn III, wenden. Pankow. Im wissenschaftlichen Theater der Urania gelangt der mit zahlreichen farbigen Bildern und Wandelpanoramen ausgestattete Vortrag" Die Mosellande und ihr Weinbau" am Sonntag und Mittwoch zur Darstellung. Am Montag wird noch einmal der Vortrag„ lleber den Brenner nach Venedig" gehalten, während am Dienstag der Vortrag Von der Zugspiße zum Waßmann", am Donnerstag und Sonnabend der Vortrag Die Gletscher der Hochgebirge und die Eiszeit unserer Heimat" und am Freitag der Vortrag Die deutsche Ostseeküste" wiederholt wird. " Feuerwehrnachrichten. Die Schöneberger Feuerwehr hatte am das 5 jährige Töchterchen des Gastwirts Bösch aus der Berliner Kindestod durch Verbrühen. Auf entfebliche Weise ist gestern Donnerstagabend einen großen Dachstuhlbrand in der Hohen- Straße in Pankow ums Leben gekommen. Das Kind machte sich staufenstraße 65, Ecke der Kyffhäuserstraße 4, zu löschen. Dort in einem unbeobachteten Augenblick an der auf dem Herde stehenden stand der Dachstuhl des rechten Seitenflügels und Quergebäudes Waschmaschine zu schaffen, als diese herunterstürzte und das in Flammen. Die Löschung war infolge der großen Berqualmung brühende Wasser sich über die Kleine ergoß. Obgleich ein Arzt und der enormen Hike mit großen Schwierigkeiten verknüpft. Mit gleich zur Stelle war, trat der Tod nach wenigen Stunden ein. fünf Schlauchleitungen von Dampfsprizen ließ der Branddirektor Amerikan. Berliner Marktpreise. Aus dem amtlichen Bericht der städtischen Markthallen- Direktion.( Großhandel.) Ochsenfleisch Ia 67-72 pr. 100 Pid., Ila 62-66, IIIa 55-58, Bullenfleisch Ia 63-69, IIa 52-57, Stühe, fett 49-59, do. mager 39-49, rejser 50-60, Bullen, dänische 44-58. Stalbfleisch, Doppellender 105-115, Mastfälber la 83-95, IIa 70-83, lämmer 82-85, Hammel la 76-81, IIa 68-75, ungar. 0,00, Schaje Kälber ger. gen. 53-70, do. boll. 56-61. Hammelfleisch, Mast60-67. Schweinefleisch 57-64. Rebböde Ia per Pid. 0,60--0,80, IIa 0,35 bis 0,55. Rotwild m. Absch. per Pfd. 0,00, Damwild 0,00. Wildschweine, per Pfd. 0,00. Frischlinge per Pfd. 0,00. Kaninchen Stück 0,20. Wildenten Stüd 0,40-1,20. Stridenten Stüd 0,40-0,65. Hübner, Ia per Stüd 1,50-2,25, dito IIa Stück 1,00-1,40, dito junge, Stück 0,65-1,05. bito italien. 0,00. Enten, per Bjund 0,00, dito per Stüd 1,40-2,00, bito Kapaunen, deutsche, Bamburger Stüfen, Stüd 0,00, Boulets 0,75-1,00. per Stud 0,00. Tauben, junge, per Stüd 0,30-0,50, dito alte 0,00. Hamburger, per Stüd 2,90-3,10. dito per Stüd 3,00-3,50, Ganse per Pfd. junge 0,55-0,62. Heate per 100 Pid. 95-109, bo. matt 82-97, dito groß 0,00, do. groß- mittel dito Hamburger, junge, per Bid. 0,80. 0,00. Bander 0,00, do. flein 0,00. Schleie 118-130, do. holl. IIa 0,00. do. groß- mittel 120-126, do. groß, stumpf 101-107, Plögen 0,00, do. klein 0,00. Mate, groß- mittel 101--116, dito mittel 96-108, dito groß 118-120, dito flein- mittel 85-91, dito unsortiert 66-90, bito flein 0,00, Die gutbesuchte Generalversammlung des Wahlvereins tagte land 0,00. dito dänisch, groß mittel 0,00, dito lein 0,00, dito flein mitte! 0,00. am Dienstag in Neu- Carlshof. Den Halbjahresbericht des Bor- Fische 47-73, dito llein 0,00, do. matt 18-44. Barje 0,00, do. Klein 0,00. Bleie 0,00, dito flein 0,00. Starauschen 66-87. Bunte standes gab der ziveite Vorsitzende Genosse Kaesehagen. Abgehalten Roddow 0,00, wurden 4 öffentliche Versammlungen, Winter Rheinlachs, pr. 100 Pfund 0,00, 4 Wahlvereinsversamm- Lachs la, p. 100 Pfund 0,00, do. IIa 0,00. Seelachs, p. 100 Pfund lungen, 14 Vorstandssitungen. Ferner fanden statt 8 Flugblatt- 10-20. Flundern, Kieler, Stiege Ia 2-6, do. halbe Kiste 0,00, verbreitungen und 3 Agitationstouren. Außer den Landtagswahlen do. Hamb. Stiege 3-5, halbe Stifte 2-3, bomm. Schock 1,00-7,00. haben noch drei Gemeindewahlen stattgefunden. Der Kassenbericht Bücklinge, dänische, per Wall 4,00, Kieler 0,00, Bornholmer 1,00, des Genossen Rißmann zeigt eine Gesamteinnahme von 767,71 M. Stralsunder 5,00-6,00. Sprotten, Danziger, Stifte 0,00, do. Rügenwalder, und eine Gesamtausgabe von 548,75 M., somit bleibt ein Bestand tiein 0,60-0,90. 0,00. Bale, groß per fd. 1,10-1,50, bo. mittelgroß 0,90-1,10, von 218,96 M. Dem Antrage der Revisoren auf Dechargeerteilung 3,00, dito, Stifte 1,50-2,50. Heringe per Schod 0,00. Schellfische, Stifte wurde stattgegeben. Zum Punkt Ersahwahlen zum Vorstand gab Sardellen, 1902 er per inter 0,00, 1904er 102, 1905er 102, 1906er 100. Schottische Bollheringe 1905 Genosse Hellrich einen furzen Ueberblick über die Amtsniederlegung 0,00, large 40-44, full. 38-40, med. 28-36, deutsche 30-40. des ersten Vorsitzenden Genossen Baebold. In der hierauf folgenden Heringe, neue Matjes, per, 20. 0,00. Sardinen, russ., Faz lebhaften Distuifion wurde ein Antrag auf Ausschluß desselben 1,50-1,60. Bratheringe Faß 1,20-1,40, 6o. Büchse( 4 Liter) 1,40-1,70. aus der Partei mit großer Mehrheit abgelehnt. Als erster Vor- Reunaugen, Schockjaż 8, do. fleine 4-5, do. Riesen 10. Serebje per Schock sigender wurde sodann Genosse Hellrich gewählt und an dessen mittel 9-10, dito fleine 2,10-3,50, bito unfortiert 4,50-10. Galizier, großgroß 40,50, dito groß- mittel 0,00, dito mittelgroß 16,50, dito klein Stelle als Schriftführer Genosse Joachimsthal. Die Zahl der mittel 0,00, mittel 0,00, flein- mittel 0,00, große 0,00. Gier, Land-, nnj. Borwärts" leser beträgt 332. Zum Schluß forderte der Vor- Schod 3,25-3,70, do. große 3,75-4,50. Butter, per 100 Bid. sikende zu lebhafter Agitation für Organisation und Presse auf. Ia 117--120, IIa 112-116, IIIa 104-110, abfallende 100-101. Saure Gurten per Schon wieder ein schweres Brandunglück in einer Lanben 2,50-3,00. Startoffeln, per 100 Bfund, Nolen 2,75-3,00, veiße 2,75-3,50, Schod 2,00-2,50. Pfeffergurken, Schoo kolonie. Nachdem erst vorgestern von einem schweren Brandunglück Magdeburger, neue blaue 4,25-4,50, do. Dabersche 0,00, do. weiße runde 0,00, in der Zaubenkolonie am Hohen- Schönhausener Wege, wobei zwei do. mag. bon. 0,00, do. Berbster, neue 3,00-3,50. Porree, per Schock Kinder schwer verletzt wurden, berichtet worden war, kommt heute 0,75-1,00. Meerrettich, per Schock 8-14. Spinat per 100 fund 15-20. eine gleiche Meldung aus Nieder- Schönhausen. Dort wollte die Sellerie, grün, p. Schodbund 1,50-2,50. 8wiebeln, b. 100 fd. 4,75-5,25. Beterfilienivurzeln, per Frau des Kaufmanns Löwenberg in einer Laube Milch auf einen Beferfilie, grün. per Schodbund 1,00-2,00. dierte der Kocher und der Spiritus ergoß sich über Frau 2., die Spirituskocher erwärmen. Durch unvorsichtiges Hantieren explo- junger, per 100 Stüd 4-5. Rohrrüben, 100 Bfd. 3,00-4,00, do. holländ., Schockbund 6,00-7,00. Schnittlauch, Schodbund 0,50-0,80. Nettich, schivere Brandwunden, besonders im Gesicht davon trug. Auf ihre Hilferufe eilten andere Laubenbesiber herbei, retteten die Frau und alarmierten die Feuerwehr. Diese fonnte aber nur noch die umliegenden Holzbauten schützen, die Laube der Frau 2. wurde vollständig eingeäschert. Flöter fräftig Wasser geben. Die beiden Dachstühle konnten nicht Nieder- Schönhausen. mehr gerettet werden. Ueber die Entstehung des Brandes war authentisches nicht zu ermitteln. Ferner hatte die Schöneberger Wehr zwei kleine Brände in der Hauptstraße 4. und der BülowStraße 104 zu löschen, die durch Unvorsichtigkeit entstanden waren. Die Berliner Feuerwehr wurde vorgestern nachmittag um 5 1hr nach der Landsberger Straße 34 alarmiert. Dort brannten Felle auf einem Speicherboden. Die Flammen konnten auf diesen beschränkt werden. Der Lagerarbeiter Joachimsthal, der Brandwunden am Arm und im Gesicht erlitten hatte, wurde durch Mannschaften der Feuerwehr verbunden. In der Herwarthstraße brannten vor dem Hause 3a Teer, Holzkasten, Fässer u. a. unter großer Qualmentwickelung. Am Ererzierplaz an der Schwedter Straße hatte man gestern den Zaun in Brand gesteckt. Der 3. Zug Löschte dort und gleich darauf in der Fehrbelliner Straße 38 einen Brand. Abends brannten Spähne in einem Fabrikraum in der Wiener Straße 18. Um 9 Uhr erfolgte ein Alarm nach der Rigaer Straße 27, um 10 Uhr nach der Meher Straße 37, um 11 Uhr nach der Lynarstraße( Ringbahnbogen 5) und der Möckernstraße 116, wo Gardinen, Möbel, Schaldeden, Fässer mit Farben u. a. in Brand geraten waren. Preßfohlenbrände beschäftigten die Feuerwer in der Andreasstraße und auf verschiedenen Bahnhöfcu. Wald- und Wiesenbrände sind jetzt an der Tagesordnung. Nicht nur aus dem Grunewald, sondern auch aus Beeliz, Baruth, Eberswalde u. a. Orten werden solche Brände gemeldet. An den Bahndämmen sind die Abhänge auf große Entfernungen schwarz gebrannt. Die Eisenbahnverwaltung hat an vielen Stellen Posten ausgestellt, die löschen und größere Brände melden müssen. Ronsumgenossenschaft Berlin und Umgegend Berliner Consumverein. Die Fortsetzung der am Freitag, den 24. August, bertagten Versammlung sämtlicher Agitationskommissionsmitglieder beider Vereine findet am Montag, den 3. August, abends 8% Uhr, im Gewerkschaftshaus statt. Tagesordnung: Neues Statut; Verschiedenes. Vorort- Nachrichten. Wilmersdorf. " Briefkaften der Redaktion. Dritter Eingang, per 100 Bund 0,00. Radieschen, per Schod 1,00-1,75. Tomaten, ital. per 100 Bfund 15-18, franz. 8-15. Salat, Schod 1,75-3,50, do. Gubener 0,00. Kohlrabi, Schod 0,50-0,80. Spargel 0,00. Starotten, Schod 3-4. Schofen, 100 Bid. 20-30. Wirsingkohl, Schod 3-6. Weißtohl, per Schock 4-8. Rotkohl, per Schod 4-10. Champignons, per 100 Pfund 80-100. Steinpilze 0,00. Pfefferlinge, per 100 16. 30,00-40,00. Blumenkohl, Holl., per 100 Stüd 13-20, do. Hamburger 0,00. Bohnen, grüne, per 100 Pfd. 3-5, do. Puff 4-5. Wachsbohnen 5-8. Gurten, Zerbster, Italiener, per 100 pfd. 12-25, do. in Körben per 100 Bfd. 0,00, do. in Aepfel, Stiften 0,00, ungar., per 100 Bfd. 10-15. Birnen, ital, per 100 Pfd. 15-30, do. Mustateller 22-24. Pflaumen, ital. gelbe, per 100 Pid. 20-23, do. runde 100 Pfd. 15-27, do. blaue lange 100 Pfd. 18-24, bo. reine claude 15-20, bo. ungarische 8-10. Stirichen per 100 Pfund, Stachelbeeren, hiesige, 100 Bfund 5-12, do. holländische, 100 Bfd. 10,00. bo. Glas- 12-16, do. faure 15-20. Preißelbeeren per 100 Pfd. 15-20. Schlesische 12-18, do. Natten, ung. 20-24, do. bief. 25-30, do. Thüringer 0,00, Blaubeeren, 100 Pfund 20-23. Johannisbeeren, Heidelberger, 100 Bfd. 8-10, do. hiesige, 100 Bfd. 10-12. Himbeeren, 100 Pfund 26-28. Weintrauben, italienische, 100 Pfd. 24-27, französische, 100 Bfd. 27-30. Aprifosen, ital., 100 fd. 0,00, do. französ. Ia 25-35, do. Ila 18-28, do. hiesige 30-40. Pfirsiche, franz. 0, 12 St. 2,00-3, do. 1, 12 St. 1,75-2,50, do. 2, 12 Stüd 1,30-2,20, do. ital. per 100 Bid. 25-35, do. franz. per 100 Pfd. 33-36. Ananas I, per fb. 0,90-1,00, do. II 0,40-0,50. 8-9, Mentone 420 Stüd 10-11. Witterungsübersicht vom 31. Juli 1908, morgens 8 Uhr. Stationen Barometerstand mm Windrichtung Windstärke Stinembe. 763 23 764 WNW Setter 2 bedeckt 3Regen 8 bededt 1 mollig Temp. n. 6. Stationen Barometerstand mm richtung WindWindſtärke 18 Haparanda 751 S 17 Betersburg 762 SS 20 Scilly 772 WNW 21 berbeen 767 769 NN 3 wolfen! 19 Baris 1 wolfig 22 Wetter Temp. n. G. 50.4° N. 4 tegen 16 1wolfen! 21 2Nebel 15 1 balb 6d. 13 1 wolfen! 17 Oeffentliche Bibliothek und Resehalle zu unentgeltlicher Be- Schod 1,00-1,50, do. hiesige 2,00-3,00. Kohlrüben, Schock 4-6. untung für jedermann, SW., Alexandrinenstr. 26. Geöffnet täglich von 5-10 Uhr abends, an Sonn- und Feiertagen von 9-1 und 3-6 Uhr: In den Lesesälen liegen zurzeit 515 Beitungen und Zeitschriften jeder Art und Richtung aus. Die Ausleih- Bibliothek ist bis auf weiteres geschlossen. Berliner Jugendorganisation.( Abteilung Steglit.) Heute( Sonnabend) abends 8 Uhr bei Mäther, Marksteinstr. 1. listenwahl und Wählerliste. Uns wird aus Wilmersdorf ge in der Halle der Gemeinde, Pappelallee 15-17: Freireligiöse Borlesung. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 2. August, vormittags 9 Uhr, schrieben:„ Den traurigen Ruhm, als reichste Stadt in Berlins Vormittags 10%, Uhr in der Schulaula, Kleine Frankfurter Str. 6: Vortrag Umgebung zugleich die Stadt ohne Sozialpolitik zu fein, verdankt von Fräulein da Altmann über:" Die heilige Schrift." Herren und Wilmersdorf zum guten Teil dem Umstande, daß feine Sozial- Damen find als Gäste sehr willkommen. demokraten in seiner Stadtverordneten- Versammlung siben. Bei der Stadtwerdung am 1. April 1907 nahmen die reaktionären Elemente darauf Bedacht, die unbequemen Mahner aus dem OrtsParlament fernzuhalten, und dies erreichten sie denn auch durch eine künstliche Verschlechterung des ohnehin der Arbeiterschaft ungünstigen Dreitlassenwahlrechts. Man behielt sof Die iuristische Sprechstunde findet Lindenstraße Nr. 3, atveiter Bitronen, Messina, 300 Stüd 7-13, do. 360 Stüd 5-9, Berdellt 300 Stüd vier Treppen, nämlich das Listenwahlsystem bei, das von einer Einteilung wochentäglich abends von 7% bis 9 1hr statt. DE Fahrstuhl Geöffnet 7 1hr in besondere Wahlbezirke absieht und die Stadt einen einzigen Sonnabends beginnt die Sprechstunde um 6 Uhr. Jeder Anfrage ist ein Wahlbezirk bilden läßt. Dies System mochte früher, als Wilmers- Buchstabe und eine Zahl als werkzeichen beizufügen. Briefliche Antwort dorf noch der Landgemeindeordnung unterstellt war, unter fleinen wird nicht erteilt. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. Berhältnissen angebracht gewesen sein; für eine Stadt von 80 000 N. 2. 14. Offenbar wörtlich zu verstehen. E. 2. 99. Eine Klage Ginwohnern hingegen enthält es sehr beträchtliche Unbequemlich Ihres Sohnes auf Bahlung des Lohnes für 14 Tage hat Aussicht auf feiten. Aber der Spießbürger nahm mit gutem Vorbedacht diese Erfolg, weil die Firma den schuldigen Lohn nicht in der bedungenen Weise Unbequemlichkeit auf sich. Er kalkulierte, daß der Zuzug von mehr treffenden Orte fein Gewerbegericht, so ist das Amtsgericht zuständig. auszahlte(§ 124 Biffer 4 der Gewerbeordnung). Befindet sich an dem bedenn 10 000 Personen jährlich, mit dem die Stadt zu rechnen hat,.. 79. Aus den§§ 14 und 20 des Einkommensteuergesetzes ist, mie durchweg bürgerliche Elemente enthält; Arbeiter fönnen feine wir wiederholt dargelegt haben, mit Recht zu folgern, daß das Fahrgeld Berlin Damburg 76423 Mietspaläste beziehen, in denen selbst eine Hinterwohnung taum von und zur Arbeit vom Einkommen abzuziehen ist. Legen Sie ReWie am Kopf des Briefkastens täglich steht, sollen eilige Münden unter 1000 m. zu haben ist. So wird denn die Arbeiter= flamation ein. Franff.a.M. 766 ND 76523 bevölkerung von Wilmersdorf, die wesentlich im sog. alten Fragen nur in der Sprechstunde vorgetragen werden. Es ist schon aus 28ien Ortsteil wohnt, unter dem Listenwahlsystem vom reaktionären technischen Gründen unmöglich, die Beantwortung im Brieftaften sofort zu geben. R. O. 14. Benden Sie sich an das Blatt Zabalarbeiter" in Leipzig. Bürgertum erdrückt, während es beim Bezirkswahlsystem Glückspilz, Lothringer Straße. 1. Die Entschuldigung reicht aus. nicht allzuschwer hielte, wenigstens einige Arbeitervertreter 2. Sie können von Ihrem Sohn die Uebernahme einer Beschäftigung verfrischen nordwestlichen Winden. ins Ortsparlament hineinzubringen. Allerdings haben unter der langen. R. N. Keineswegs braucht ein Kind getauft zu werden. Ist Borsichtsmaßnahme des konservativen Slüngels auch die Libe es nicht getauft, so hat es trotzdem an allen Stunden, auch an der ralen zu leiden, wenn sie nicht, wie dies bei den Stadtverordneten- Religion, teilzunehmen. 2e. 1. Nein, weil nach Ihrer Schilderung Hilfs. wahlen 1906 geschehen ist, einen Stompromis mit den Reaktionären bedürftigkeit überhaupt nicht vorliegt. Sonst würden etwa 6-10 M. monatlich vorziehen, bei denen diese selbstverständlich das Fett von der Suppe als angemessen erachtet werden. 2. Ein Adoptivvertrag ist nur mit Geschöpfen. Kennzeichnend für die Arbeiterfeindschaft der National nehmigung des Vaters oder der Mutter des Kirdes( eventuell auch des liberalen vom rechten Flügel ist es aber, daß auch fie die künft- abgeschlossen werden und bedarf der gerichtlichen Genehmigung zu feiner Vormundes) möglich. Der Adoptivvertrag muß notariell oder gerichtlich liche Verschlechterung des Dreiflaffenwahlrechts erhalten wissen Gültigkeit. Wafferstand 30. 7. 29. 7. Der Adoptierende soll mindestens fünfzig Jahre alt wollen. Als im Januar dieses Jahres ein von der liberalen sein, jedoch ist Dispens cm ¹) bon diesem Alterserfordernis zuläffig. Memel, Tilsit +1 Minderheit gestellter Antrag auf Einführung der Bezirkswahl in Das Dispensgesuch ist an das Vormundschaftsgericht 8 richten. Bregel, Insterburg-27 B. G. 48. 1. Die Charité, Schumannstr. 21/22, die Universitäts- eichfel, Thorn der Stadtverordnetenversammlung, beraten wurde, erklärte der befannte Anwalt des Zentralverbandes deutscher Industrieller, der Frauenklinik, Artillerieſtr. 20, nehmen Schwangere auf. Außerdem befinden der, Ratibor stellvertretende Stadtverordnetenvorsteher Prof. Leidig, daß er Wöchnerinnenheim, Urbanstr. 38, Heimstätte in Berlin, Drontheimer Str. 19, fich in Berlin folgende Privatanstalten zur Aufnahme von Wöchnerinnen: Stroffen zwar grundsätzlich nicht gegen die Bezirkswahl sei, jedoch im vor- Beth Elim, Neu- Weißensee, Albertinenstr. 20, Wöchnerinnenheim der Heils. liegenden Falle an der Listenwahl festhalte, weil dadurch die armee, Staftanien- Allee, und St. Monitaftift, Friedenau, Sponholzstr. 30. Sozialdemokratie ausgeschaltet" werde. Wenn auch Benden Sie sich an die Universitäts- Frauenklinik. Auch das städtische damals die Reaktion fiegte, so bewies die geringe Mehrheit von Krankenhaus in Moabit, Turmstr. 21, nimmt Wöchnerinnen auf. 2. Wenn 21 gegen 19 Stimmen, mit der die Beibehaltung der Listenwah! Sie mindestens 6 Monate lang Mitglied waren, ja. 3. Beitige Anmeldung beschlossen wurde, doch, daß die Liberalen befürchten, bei passender ist anzuraten. 4. Nein. A. S. 120. Unferes Erachtens find an Stelle Ihres Gelegenheit gleichfalls von den Reaktionären ausgeschaltet" zu Stiefbruders dessen Erben, nämlich seine Witwe und feine Mutter, erbberechtigt. Streitfrage 100. Der Wagen ist teils auf Schienen, teils daneben geUnd diese Befürchtung dürfte vielleicht schon bei den nächsten Wahlen im Herbst dieses Jahres eintreffen, wenn die hat( nicht nur nicht geantwortet hat), so erlischt Ihr Vertrag zum 1. Oftober, fahren. 2. R. 34, 35. Wenn der Wirt sein Einverständnis erklärt Liberalen sich nicht vorher nochmals zu einem Vorstoß gegen sonst läuft er weiter. Die Weichsel hat bei Thorn heute vormittag 462 cm und wird nach K. H. 777. Wenden Sie sich direkt an die Lloyd Annahme der Landesanstalt wahrscheinlich annähernd 5 m erreichen, so das Listenwahlsystem aufraffen. gesellschaft. E. 75. Wenden Sie sich an den Genossen Simanowski, daß die Stromvorländer bis etwa 2 m Höhe überschwemmt werden dürften. Verantwortlicher Redakteur: Georg Davidsohn, Berlin, Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drudu. Berlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Raul Singer& Co., Berlin SW.. werden. 764 N Wetterprognofe für Sonnabend, den 1. August 1908. Etwas fühler, veränderlich, vorherrschend wolkig mit Regenschauer und Berliner Wetterbureau Wafferstands- Nachrichten der Landesanstalt für Gewässerfumde, mitgeteilt vom Berliner Wetterbureau. am feit am feit Wafferstand 30.7. 29. 7. cm cm cm³) 100 Saale, Grochlik 108-9 -3 Havel, Spandau) 50 3 412 236 217 +72 Rathenow 2) 64 45 Spree, Spremberg) 72 +17 Beeskow Frankfurt 177 114+6 Landsberg 26+10 Bordamm -13<-2 -64-7 +29 3 eser, Münden -10 Minden Rhein, Marimiliansau 482 Kaub 261 -17 Köln 272 -172+3 94+8 Nedar, Heilbronn 48 Main, Wertheim 111 102 +8 + bedeutet Wuchs, Fall, Mofel, Trier 3) Unterbegel. 45 Barthe, Schrimm ese, Elbe, Reitmeriz Dresden Barby Magdeburg Jeder Arbeiter, jeder Handwerker follte zur Arbeit bie Lederhose Herkules tragen. Unerreichte Leistungsfähigkeit. Allein- Berkauf. Sehr starkes Leder in praktischen grauen u. braunen Streifen, auch einfarbig. Am Bund aus einem Etic gearbeitet. Sehr feste stappsähte. Haltbarste Pilot- Taschen. Große Fliden umsonst. 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Die Preise gelten für normale Größen.. Baer Sohn Brückenstr.11. Chauffeestr.29/ 30. Gr. Frankfurterstr. 20. Haupt- Katalog gratis und franko. Bei Bestellung von Hosen ist die Bundweite und die Schrittlänge, bei Sadetts und Kitteln die Brustweile anzugeben. Nachdruck 35092* verboten! Neue Berliner Genossenschafts- Bäckerei Eingeschriebene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Reinickendorf- Ost, Wilkestraße 62. Sonnabend, den 15. August, abends 9 Uhr, im Kontor der Bäckerei: Außerordent. Generalversammlung Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes., 2, Sta Intenänderung. 3. Anträge. 4. Verschiedenes. 106/18 Der Vorstand. Engel. Marschel. R.6Man, große Butunft, in Bernau. Doppelter Wert.. Brunnhofer, Berlin, Nollendorfstr. 3.1 der örtlichen Verwaltungsstellen Berlin A: Am Montag, den 3. August, abends 8 Uhr, bei Wollschläger, Adalbertstr. 21. Berlin B: Am Montag, den 3. August, abends 8 Uhr, im Gewertschaftshause, Engel- Ufer 15. Berlin D: Am Sonntag, den 2. August, vormittags 10 Uhr, in Moabiter- Bürger- Sale, Beusselstr. 9. Berlin, F: Am Sonntag, den 2. August, vormittags 10 Uhr, bei Obiglo, Schwedter Straße 23. Berlin G: Berlin H: Am Montag, den 3. August, abends 8 Uhr, bei Tolksdorf Nachf., Görlißer Straße 58. Berlin J: Am Montag, den 3. August, abends 8%, Uhr, in Schrödters Vereinshans, Frankfurter- Allee 127. Lichtenberg, Rummelsburg- Stralan: Am Montag, den 3. August, abends 82 Uhr, bei Redenhagen, Lichtenberg, Scharnweberstr. 60. Am Montag, den 3, August, abends 8, Uhr, bei Manns, Strausberger Straße 3. Tages- Ordnung: 1. Raffenbericht vom 2. Quartal 1908. 2. Bericht von der GeneralVersammlung in Dresden. 3. Verschiedene Kassenangelegenheiten. 184/6 Mitgliedsbuch legitimiert. Um zahlreiches Erscheinen ersuchen Die Ortsverwaltungen. Gelegenheitskauf! Wir haben eine Kleine Anzahl Exemplare des Werkes: Illustrierte Weltgeschichte für das Volk mit besonderer Berücksichtigung der Kulturentwickelung. 6 Bände. Dargestellt von J. G. 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