Nr. 184. Abonnements- Bedingungen: Abonnements. Breis prämumesando Bierteljährl. 8,80 M., monati. 1,10 9, wöchentlich 28 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 6 Bfg. Sonntags. nummer mit Wustrierter Sonntags Beilage Die Neue Welt" 10 Big. Bost Abonnement: 1,10 Mart pro Monat Eingetragen in die Boft Beitungs. Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Bostabonnements nehmen ant: Belgien, Dänemark, Holland, Jtaften, Buremburg, Bortugal, Rumänien, Schweden und die Schwei Cridelat tiello außer montage Vorwärts Berliner Dolksblaff. 25. Jahrg Die Infertions- Gebühr Beträgt für die fechsgespaltene Rolonel geile oder beren Raum 50 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Bereins und Bersammlungs- Anzeigen 30 Big. Kleine Anzeigen", das erste( fett, gedruckte) Bort 20 Pfg., jedes weitere Bort 10 Bfg. Stellengesuche und Schlaf ftellen- Anzeigen das erste Wort 10 Bfg. fedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen Bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition is bis 7 Uhr abends geöffnet. Zelegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutfchlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1983. Landtagswahlen und Wahlrechtskampf. Die soeben erschienene Nr. 45 der Neuen Zeit" enthält u. a. einen Artikel von Hans Block, dem wir folgende Stellen entnehmen: - Sonnabend, den 8. August 1908. Expedition: 6. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Mr. 1984. weniger schon bei den Urwahlen im zweiten Wahlgang die Entrechtung in den Wählermassen auszubreiten, hat die Wahlfreisinnigen Wähler gegen die sozialdemokratischen Wahl- beteiligung noch Berechtigung. Sie ist eine der mannskandidaten, für die konservativen! In Wandsbek und Arten, den Wahlrechtstampf zu führen. Ein Frankfurt- Land halfen die freisinnigen Wahlmänner, indem Mittel aber, das nur alle fünf Jahre einmal angewendet sie sich zum Teil der Wahl enthielten, in der Mehrzahl aber werden kann. Und dessen Anwendung sich nur berlohnt, direkt für den Konservativen beziehungsweise den National- wenn es als Ergänzung anderer Mittel liberalen stimmten, in der Stichwahl der Reaktion gegen die auftritt. Sozialdemokratie zum Siege. So verweisen uns die Erfahrungen der Wahlbeteiligung gebieterisch auf den Wahlrechtskampf. Ihn wieder aufzunehmen, sobald das preußische Parlament zusammentritt, wird eine der Hauptaufgaben der Partei sein, Und ihre schwierigste Aufgabe! Das Experiment, ob der Freisinn noch imstande sei, mit Es sei bemerkt, daß die neuerdings von einigen Partei- der Sozialdemokratie gegen die Reaktion zu kämpfen, ist zweiblättern beliebte Darstellung, als hätte die deutsche Sozial- mal bei den Landtagswahlen gemacht worden und beide Verdemokratie dem Revisionismus zu danken, daß die Wahl- fuche haben völlig zweifelsfrei ergeben, daß davon keine Rede beteiligung durchgesetzt wurde, ganz unrichtig ist. Die beiden mehr sein kann. Bernstein hat allerdings in den„ SoziaLager der Anhänger und Gegner der Wahlbeteiligung haben listischen Monatsheften" die überraschende Entdeckung vor. Die Waffen, die ihr für diesen Kampf zur Verfügung fich nie mit den beiden Richtungen der Revisionisten und der getragen, daß die Sozialdemokratie daran einen Teil der stehen, find zweischneidiger Art, und die wirtschaftliche Radikalen gedeckt. Die Partei war nicht auf den Revisionis. Schuld trage, daß sie durch eine Fluge Politik ein anderes Situation hat ihre Zahl zudem fürs erste eingeschränkt. Für mus angewiesen, um die Tradition der Wahlenthaltung ab. Verhalten des Freisinns hätte erzielen können. Das Rezept die Zeit der Krise scheidet der Demonstrationsstreik der zuschütteln. Allerdings hat Bernstein 1893 der Revisio- für diese Politik ist sein Geheimnis. Es ist hier des öfteren Massen als Mittel des Wahlrechtskampfes aus. Es bleiben nismus existierte damals noch nicht die Wahlbeteiligung schon darzulegen versucht worden, daß das Abschwenken des nur die Versammlungskundgebungen und die Straßendemonzuerst empfohlen. Aber schon damals sekundierte ihm Par- Freisinns nach rechts lediglich den wirtschaftlichen Interessen ftrationen. Alle anderen Mittel, die daneben noch erörtert bus, der in der Neuen Zeit" unter dem Namen Unus schrieb. der Mehrheit seiner Wähler entspricht. Selbst wenn man aber und empfohlen wurden, sind dem Zwecke nicht entsprechend. Und als im Jahre 1897 die Diskussion von neuem anhub, Bernsteins Illusion teilen könnte, daß irgendwie nennens- Nur Massenaktionen, deren gesammelte Wucht plößlich den waren unter den Befürwortern der Wahlbeteiligung Kautsky werte Scharen freisinniger Wähler noch dazu gebracht werden Gegnern bewußt wird, werden Eindruck auf sie machen. und Bebel. Auf dem Parteitag zu Hamburg( 1897) sprachen könnten, gegen die jeßige freisinnige Parteileitung aufzu- Weder der Alkoholstreik noch der Austritt aus unter anderen Genossin Zetkin und Genosse Hoch für die Be- stehen und wirklich freisinnige Politik zu treiben, so bliebe der Landeskirche, die hier von den Genossen Prager teiligung, in Mainz, wo 1900 der Parteitag die letzten, ent- es immer noch ein dunkles Rätsel, durch welche diplomatischen( in Nr. 23) beziehungsweise Davidsohn( in Nr. 29) empfohlen scheidenden Beschlüsse in dieser Angelegenheit faßte, waren Mittel die Sozialdemokratie hätte bewirken können, daß die wurden, können, wie die Verhältnisse heute liegen, zu impodie Genossen Haase und Gewehr unter den Befürwortern. allenfalls zu einem Bündnis mit ihr fähigen und geneigten fanten Massenaktionen werden. Ebensowenig erzielen sie Ich habe die Namen angeführt, weil sie am besten zeigen, Elemente im Freisinn in ihrer Partei Oberwasser bekamen einen geschlossenen Eindruck, ihre Wirkungen werden den mit welcher Verachtung der Tatsachen die Legendenbildung oder sich von ihr loslöften. Sollte die Sozialdemokratie die Gegnern erst allmählich bewußt, die Demonstration wird verarbeitet, die zur höheren Ehre des Revisionismus im Sünden des Freisinns vertuschen? Oder den wirklichen zettelt. Ob die passive Resistenz jemals als politisches Gange ist. Freifinnigen" um den Bart gehen und sie auffordern, die Kampfmittel verwendbar sein wird, soll hier nicht untersucht Uebrigens hat, so parador das auch flingen mag, feines kompromittierliche Gesellschaft der Fischbeck und Konsorten werden. Zurzeit scheidet sie meines Erachtens schon aus dem der damaligen beiden Rager, die sich an der Frage der Wahl- zu meiden? Oder was sonst? Nur Bernstein weiß es. selben Grunde aus wie der Demonstrationsstreik. In der Zeit beteiligung schieden, gegen das andere recht behalten. Aller- Es wird nur wenige Sozialdemokraten geben, die aus der Krife würde die Antwort der Unternehmer wahrscheindings, die Wahlbeteiligung hat sich durchgesetzt, aber der den Erfahrungen der leßten Jahre nicht gelernt haben, daß lich die Aussperrung sein. Effekt ist ein ganz anderer geworden, als ursprünglich von auf eine bürgerliche Demokratie in Deutschland nicht mehr Es bleibt deshalb für die nächste Zeit als schärferes den Anhängern der Beteiligung beabsichtigt wurde. Der Ge- zu rechnen ist. Die Sezession derer um Barth beweist nichts Rampfmittel neben der Versammlungskund. danke, von dem die Befürwortung der Wahlbeteiligung 1893 gegen diesen Sat, ihr Schicksal wird im Gegenteil seine gebung nur die Straßendemonstration. wie 1897 ausging, war der, daß die Sozialdemokratie ver- Richtigkeit beweisen. Auch sie ist eine zweischneidige Waffe, und ohne Opfer geht suchen müsse, den Liberalismus im Landtag zu stärken, die Man wußte das schon vor den letzten Wahlen. Und so es bei ihrer Anwendung nicht ab. Aber wenn der WahlMacht der Konservativen wenn nicht zu brechen, doch zu wäre die Beteiligung ziemlich sinnlos gewesen, wenn man sie rechtskampf fortgeführt werden soll, so führt kein Weg an der schwächen. Es sind wiederholt Schäßungen aufgestellt worden, noch unter demselben Gesichtspunkt betrachtet hätte, wie es Straßendemonstration vorbei. Der Schritt, der im Januar wonach die Sozialdemokratie in etwa hundert Wahlkreisen die oben zitierte Stuttgarter Resolution tat. Aber in den dieses Jahres getan wurde, läßt sich nicht zurücktun. Nach dem Liberalismus zum Siege über die Konserbatiben ber- zehn Jahren von 1898 bis 1908 hat sich allmählich und der dem wir einmal dieses Mittel angewandt haben, werden helfen könne. Man wollte den Charakter des Abgeordneten- Partei fast unbewußt die Auffassung über den Zwed, den wir mildere auf die Gegner feinen erheblichen Eindruck machen. hauses ändern die Durchsetzung sozialdemokratischer Ver- mit der Wahlbeteiligung verfolgen, gründlich geändert. Was Hier zwingt die Logik der Tatsachen uns vorwärts. Womit treter war zunächst nicht der Hauptzweck; diese Forderung damals abgewiesen wurde, das ist heute das Hauptziel ge- natürlich nicht gesagt sein soll, daß die Straßendemonstration ergab sich erst aus der Erwägung heraus, daß man vom Frei- worden: durch die Zählung unserer Stimmen einen nun das einzige Mittel sein müsse. Zum alltäglichen Gefinn für die sozialdemokratische Unterstüßung eine Gegen- moralischen Erfolg zu erzielen. Der Massenprotest am Wahl- brauch ist es im Polizei- und Militärstaat par excellence leistung fordern könne. In der Resolution, die der Stutt- tisch, das Aufbringen einer imposanten Stimmenziffer, die nicht angebracht. Aber auf den Höhepunkten des Kampfes garter Parteitag( 1898) zu dieser Frage faßte, heißt es zum die aller anderen Parteien übertrifft, das ist uns das wert- muß es sich einstellen. Beispiel: vollste Ereignis unserer Wahlbeteiligung. Dagegen haben, Die Halb- und Viertelsfreunde der Wahlreform im Die Beteiligung an den preußischen Landtagswahlen unter wir erkennen müssen, daß wir unter dem heutigen Wahl- bürgerlichen Lager werden freilich ob solchen Frevels gegen dem" Dreiklassenwahlsystem kann nicht, wie die an den Reichs- system einen nennenswerten Einfluß auf die Zusammensetzung die geheiligte Straßenpolizeiordnung noch weiter von uns tagswahlen, als eine Heerschau betrachtet werden, als ein Mittel, des Abgeordnetenhauses nicht gewinnen können, da der Frei- abrücken, als schon geschehen. Indes was verschlägt das! Als durch die Zählung unserer Stimmen einen moralischen Erfolg zu finn als ernsthafte, fämpfende Oppositionspartei abgedankt Prämie für das wohlverhalten des Proletariats wer erreichen, sondern nur als ein Mittel, bestimmt praktische Erfolge hat. Der Kompromiß mit dem Freisinn, um den heftige den wir das Reichstagswahlrecht in Preußen nie erhalten, zu erzielen, namentlich die Abwendung der Gefahr, daß die Rämpfe in der Partei ausgefochten wurden, ist nirgends Wir mögen durch die Art unseres Kampfes ängstlichen traffeste Reaktion die Mehrheit im Landtag erlangt...." Die praktischen Erfolge, die man erzielen wollte, waren möglich gewesen, wohl aber haben wir aus eigener Kraft Spießbürgern den erwünschten Vorwand liefern, darauf zu bor allen Dingen eine Einwirkung auf die Zusammensetzung fieben Abgeordnete in den Landtag entsenden können, wobei berzichten, unseren Kampf mit ein paar Reden und Verdes Landtags, ein Zurüddrängen der Konservativen. Und uns allerdings eine neue Bestimmung des Einkommensteuer- fammlungskundgebungen zu begleiten. Aber dafür werden gerade das ist nicht erreicht worden. Die Hoffnung, daß die gesetzes und eine Neueinteilung der Wahlkreise in Berlin zu mir um fo eher aufrütteln, was noch an energischen, kampfSozialdemokratie in etwa hundert Wahlkreisen den Ausschlag gute gekommen ist. fähigen Elementen im Bürgertum und namentlich in den bei der Wahl der Abgeordneten geben könne, hat sich nicht Die Partei war bereit, um eines bestimmten Zwedes, noch in bürgerlicher Ideologie befangenen Arbeiter- und Anerfüllt. Nicht durch die Schuld der Sozialdemokratie; der eines praktischen Erfolges willen bei den Landtagswahlen gestelltenschichten vorhanden ist. Die Straßendemonstration Liberalismus ist's, der völlig versagt hat. Selbst wenn die mit dem linken Flügel des Bürgertums gegen das Junker- ist nicht bloß das zurzeit geeignetste Mittel, den Feinden der Sozialdemokratie bei den verflossenen Landtagswahlen den tum zusammenzuwirken. Die Schwäche des Liberalismus Wahlreform den Ernst unserer Forderung und die Massen, Freifinn bei der Wahl der Abgeordneten bedingungslos hätte hat den Plan vereitelt. Der Klassengegensatz zwischen die hinter ihr stehen, zu zeigen, sie ist auch ein Mittel, die unterſtüßen wollen, wenn sie weder auf die Verpflichtung für Bourgeoisie und Proletariat hat sich als stärker erwiesen denn annoch Indifferenten zu paden und in den Wirbel des ihre Wahlrechtsforderung noch auf irgend welche Gegen- alles andere. Die Landtagswahlen lehren uns, Rampfes hineinzuziehen. leistung bestanden, noch sich die Persönlichkeit der frei- daß im preußischen Deutschland keine andere sinnigen Kandidaten auf ihre Zuverlässigkeit hin angesehen Möglichkeit für uns besteht, vorwärts zu hätte, so wäre sie nicht in der Lage gewesen, die Zahl der kommen, als der entschiedene, unverhüllte freisinnigen Abgeordneten irgendwie erheblich zu verstärken. Klassenfampf. Eine Protestkomödie. " In der gestrigen Nummer des Vorwärts" brachten wir einen Es ist ganz anders gekommen, als es Bebel in einem 1897 Daß wir uns in jeder Beziehung nur auf die eigene Bericht über die„ Protestversammlung" der christlich- nationalen Arbeiter geschriebenen Artikel" Unsere Beteiligung an den preußischen Kraft berlassen dürfen, daß die Zeit vorbei, in der das Pro- gegen den Ministerialerlaß betreffend die Begünstigung ausländischer Landtagswahlen"( Neue Beit", XV, 2, 608) gehofft hat und letariat gemeinsam mit der. Bourgeoisie gegen die Junker Arbeiter im Tiefbau. Dieser Bericht, der uns kurz vor Redaktionsmit ihm so viele andere gehofft haben. Bebel schrieb da- fämpfen konnte. Den die Bourgeoisie will nicht mehr gegen schluß von einem bürgerlichen Korrespondenzbureau auging, bedarf mals:„ Sicher wird mit unserer Hilfe und durch unser Ein- die Junker kämpfen. In Breslau zum Beispiel kam es dies- indessen einer durch eigene Anschauung gewonnenen Ergänzung. greifen ein Landtagswahlkampf erzeugt, wie er faum jemals mal trotz des Anwachsens der Zahl sozialdemokratischer Nicht eine Protestversammlung, sondern eine lächerliche vorhanden war, und in diesem wird auch das Bürgertum, durch Wahlmänner nicht, wie 1898 und 1903, zur Stichwahl zwischen Brotest tomödie war es, welche der Verband evangelischer unser Auftreten ermutigt und wie von einem Alb befreit, in Liberalismus und Konservativen, weil die Zahl der liberalen Arbeitervereine oder sein Ausschuß für Arbeitervertreterwahlen und feit langem nicht gesehenen Eifer ins Feuer gehen." Wahlmänner zurückgegangen war. foziale Angelegenheiten mit dem Lizentiaten Mumm an der Spige Es gereicht natürlich nicht unseren Genossen, sondern Für den ihr ursprünglich gesetzten Zwed, die Macht der veranstaltet hat. lediglich dem Freifinn zur Schande, daß er sowohl 1903 wie Junker im Landtag zu brechen, hat sich die Wahlbeteiligung Was sollte der Gegenstand des Protestes sein? Das Verlangen 1908 diese Hoffnung bitter enttäuscht hat. Eifer hat er ledig- als untauglich erwiesen. Daß es uns gelungen ist, einige der Tiefbauunternehmer, ausländische, bas heißt billige, lich dort bewiesen, wo es den Kampf gegen die Sozialdemo- Wortführer des Proletariats ins preußische Parlament zu willige und vor allen Dingen nichtorganisierte Arbeiter fratie galt. Von einem allgemeinen Borgehen gegen die bringen, ändert an den Machtverhältnissen im Abgeordneten- in Massen zu importieren, obgleich Zehntausende deutscher Arbeiter Konservativen war keine Rede. Der Freisinn beschränkte sich haus nichts. Wollen wir die Junkerherrschaft in Preußen brotlos herumlaufen, ist vom Ministerium der öffentlichen Arbeiten darauf, durch Kompromisse mit Nationalliberalen und selbst zerbrechen, so kann es nicht durch die Teilnahme an den Land- nicht nur ausdrücklich gebilligt, sondern auch nach Kräften mit Konservativen ein paar Mandate zu erhandeln. Wo er tagswahlen geschehen. Es bleiben uns nur außerparla- gefördert worden. Gegen diesen Erlaß des Ministers hatte der anstandshalber nach rechts kämpfen mußte, wie in Pommern, mentarische Mittel, es bleibt uns nur der Wahl- Vorwärts" fich gewandt, und in der Folge haben dann die Staats. hat er kläglich abgeschnitten. Und hier wie in Breslau, wo rechts kampf. bürger- Beitung" und„ Das Reich" Protest dagegen erhoben, obgleich er nur mit Hilfe der Sozialdemokratie jemals die Konserva- Nur als Vorarbeit für ihn, als Demonstration der vom Drei- fie von ihrem Standpunkt aus dazu gar keine Veranlassung hatten, tiben niederzuringen hoffen konnte, stimmten nichtsdesto- tlaffenunrecht Entrechteten und als Mittel, die Erkenntnis dieser da doch der Erlaß nur ein ganz natürlicher Ausfluß der nationalen # Politik ist, welche zum Ausdruck kommt in dem Ministerialerlaß vom 13. März ISOT, der bei staatlichen Kaualbauten vorzugsweise ausländische Arbeiter beschäftigt zu setzen wünscht, sowie des Erlasses, der durch Einführung der Legitimationskarten für ausländische Arbeiter diese der Willkür der Unter- nehmer und der Polizei preisgibt, wogegen die„nationale" Presse jedoch nicht protestiert hat I Nun, gegen die ministerielle Beglückung der Tiefbauunternehmer mit ausländischen Arbeitern wollte die„StaatSbürger-Zeitung", wie sie noch vor acht Tagen versicherte, einen nationalen Sturm ent- fachen, der diesen antinational wirkenden Erlaß hinwegfegt, und, so eS not tut, den schuldigen Urheber dazu.— In diesem Sinne hätte auch die christlich- nationale Protestversammlung wirken sollen, falls eS den Leuten, die angeblich die Interessen der nationalen Arbeiter vertreten. mit ihrer Protestkund- gebung ernst gewesen wäre! Aber bevor die Ver treter der christlich- nationalen Arbeiter den Mund zu einer Protestrede auftaten, haben sie sich— ach wie gern— von maßgebender Stelle beschwichtigen und befriedigen lassen! Die Einberufer der Protestversammlung hatten das Ministeriuin ersucht, einelt Vertreter in die Versammlung zu senden. Infolgedessen ist aus dem Ministerium an den einberufenden Aus- schuß die Einladung ergangen, noch vor der Versammlung eine Ver- tretung zur Rücksprache mit dem zuständigen Dezernenten ins Ministerium zu senden. Herr Mumm und einer seiner Freunde folgten der Einladung, und nach einer ll/2 stündigen Unterredung mit dem Wirklichen Geheimen RegierungSrat Mohrmann kehrten sie befriedigt zurück,— Was die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" in einem offiziösen Artikel geschrieben hatte, um die Proteststimmung der„StaatSbürger-Ztg." abzukühlen, das hat auch der Vertreter des Ministers Herrn Mumm versichert: Nur, wenn deutsche Arbeiter nicht zu haben sind, sollen Ausländer beschäftigt, die deutschen aber in e r st e r Linie berücksichtigt werden. Jeder, der nicht durch unbegreiflichen Vertrauens- dusel in seiner Urteilsfähigkeit beschränkt worden ist, würde nun den Gehcimrat gefragt haben, wie sich denn die von ihm abgegebeneVersicherung und der Bescheid des Ministers an die Tiefbauunternchmer in Einklang bringen lasse, da doch in dem Bescheid ausdrücklich gesagt werde, daß die frühere Bestimmung aufgehoben ist, wonach bei Annahme von Arbeitern die ein h eimi- scheu, besonders die in der Nähe der Arbeitsstelle wohnenden geeigneten Bewerber z u e r st eingestellt werden müssen.— Aber solche Bedenken kamen Herrn Mumm nicht! Für ihn ist durch den Artikel der„Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" und die Erklärung deS Wirklichen Geheimen die Situation völlig verändert, es liegt kein Grund zum Protest mehr vor. Aber da die Versammlung nicht mehr abbestellt werden kann, so geht Herr Mumm hin und hält eine Rede, die auf den Ton gestimmt ist: Nun ist ja alles wieder gut! Der Vertreter des Ministers, dem wir volles Vertraue» entgegenbringen, hat uns versichert, daß in unserem Sinne auf die Tiefbauunternehmer eingewirkt werden soll. Welch ein großer Erfolg unserer Bewegung l In dieser Hinsicht waren die Anhänger deS Herrn Mumm mit ihm völlig einverstanden. Die angenommene Resolution ist denn auch kein Protest gegen die„nationale" Arbeiterpolitik der Regierung, sondern einfach eine Kenntnisnahme von der Geheimratserklärung, die Herrn Mumm und feine Freunde aufs höchste befriedigt, hat. So endete die Protestkomödie der von Herrn Mumm geführten christlich-nationalen Arbeiter. ver MMermchlel in der Cfirltei. Das neue Ministerium zeigt in zwei Punkten vor allem den völligen Umschwung. Es gehören ihm auch C h r i st e n, ein Grieche und ein Armenier, an und eines seiner Mitglieder, Ehrem Bcy, ist Jungtürke. Die Zusammensetzung des von dem Grotzwcsir Kiamil Pascha gebildeten Kabinetts ist die folgende: Hassan Feh in i Pascha bleibt Justizminister und T e w f i k Pascha Minister des Auswärtigen, der Wall von SiwaS R e f ch i d Akif Pascha wird Minister deS Innern, der Mali von Tripolis. Marschall R e s ch i d Pascha Kriegsminister. Vizeadmiral Mehmed Arif Pascha Marineminister. UnterstaalSsckretär deS GroßwcsiratS T e w f i k Pascha wird Präsident des Staats- VU Mataitrophe von echterdingen. Unser Stuttgarter Mitarbeiter schreibt uns: Gegen ö'/i Uhr morgens wurde das Zeppelinsche Luftschiff in Stuttgart gesichtet. Unter ungeheuerem Jubel der Bevölkerung zog es langsam gegen den Wind über Stuttgart hin. Ueber Degerloch bei Stuttgart vollführte es etliche Manöver, es senkte sich bis dicht zum Erdboden, stieg wieder auf, machte Schwenkungen und zog dann über die Filderhochcbene Hohenheim zu. Gegen 7 Uhr morgens tauchte eö südlich von Stuttgart wieder auf. Es war zurückgekehrt. Etwa um 8'/« Uhr landete es glatt auf einer Wiese bei Echterdingen, anderthalb Stunden südlich von Stuttgart. Im Auto raste ich hinaus. Da? Riesenschiff war völlig unversehrt. Das Aluminiumgerippe blitzte gleich Silber im Morgcnsonnenschein. Zeppelin mit seinem Obcringenienr Dürr und noch zwei Begleitern befand sich in der vorderen Gondel. Ein kleiner Defekt am vorderen Motor war die Ursache der Landung; das Lager hatte sich heißgelaufen, wohl infolge VersagenS des Selbst- ölerS. An einer Aluminiumstange hatte sich ein Niet gelockert. Das war alles. Kurz darauf traf ein Automobil der Daimlerschen Motorwerke von Untertürkheim-Stuttgart ein mit Ingenieuren und Monteuren. Diese Fabrik hat die Motoren geliefert. Die Reparatur wurde sofort in Angriff genommen. Kavallerie und einige Kompagnien Infanterie rückten an und sperrten den Platz ab. Zeppelin selber war über die glatte Landung auf festem Boden sichtlich erfreut. Er scherzte mit seinen Begleitern und dem Publikum. Nachdem er noch in der mittleren geschloffenen Kabine des Luftschiffes gefrühstückt hatte, bestieg er ein Automobil und begab sich nach Stuttgart. Der Ober- ingenieur Dürr blieb zurück, um die Arbeiten zu überwachen. Um 7 Uhr abends gedenke man wieder aufzufahren, erklärte er. Auf die Frage, ob er seiner Sache ganz sicher sei, meinte er, er fürchte nur einen Gewittersturm, der aus der freien Hochebene daS Luftschiff mit voller Gewalt treffen muffe. Mittlerweile hatten sich Zehntausende von Menschen auf der Ebene angesammelt, die das riesige und bei aller Größe doch höchst ele- gante Luftschiff bewunderten. Gegen 12 Uhr mittags schob sich im Nordosten Stuttgarts eine tiefschwarze Wolkenwand empor. Grelle Blitze zerrissen das Gewölk, der Donner hallte über Stuttgart hin. Trotzdem war die Furcht nicht groß, da der Wind aus entgegen- gesetzter Richtung kain. Die weite Ebene lag noch im hellen Sonnen- schein. In der vorderen Gondel wurde an dem Motor fleißig ge- arbeitet. ratS. H a k k i Vey bleibt Unterrichtsminister, Staatsrat Ehrem Bey wird Kultusminister. Effendi Nuradungiar, ein Armenier. wird Minister für Handel und öffentliche Arbeiten, Staatsrat Narro Cordato Effendi, ein Grieche, Minister für Ackerbau und Bergbau. Die Stiinmung der Presse ist dem neuen Kabinett günstig. Auch die Jungtürken scheinen mit ihrem Erfolg zunächst zu- frieden. Das jungtürkische Komitee für Einheit und Fort- schritt hat ein neues Manifest an die Bevölkerung erlassen, in dem es heißt: Zwischen dem Herrscher und dem Volke bestehe keine verräterische Kluft mehr. Das n e u e K a b i n e t t sei des Ver- trauens aller würdig, weshalb die Nation sich ihm anschließen, sich aber keineswegs in Negierungsgeschäfte einmischen solle. Nur unter dieser Bedingung könne die Regierung im Rahmen ihrer Bollmachten zum Fortschritte des Vaterlandes an der Durchführung von Reformen arbeiten. Um nicht die ohne Blut errungenen Früchte zu verlieren, möchten alle an der Einigung arbeiten. Unberufene Personen, die sich in die Negierungsgeschäfte mischen würden, sollen von der Regierung verfolgt werden. Niemand habe das Recht, die Bestrafung gewisser Personen deS alten Regimes zu verlangen. Hierüber hätten die zuständigen Staatsdepartements zu entscheiden. DaS Komitee empfehle, sich dem Willen des Sultans zu unterwerfen und dem Ministerium zu vertrauen, das nach seinen Taten zu be- urteilen sein werde. Das Komitee sei immer im Rah m e n der Gesetze tätig gewesen und werde dieses Verhalten auch weiterhin beobachten. Unterdessen macht auch die Reinigung der Ver- w a l t u n g rasche Fortschritte. Die Vertreter des alten Systems werden abgesetzt und zumeist verhaftet. Darüber wird aus Konstantinopel gemeldet: Die WaliZ von Erzerum, Hedschas, Trapezunt, Bairut und Adana sind abgesetzt worden. Jkdam meldet, daß der türkische Botschafter in Paris Munir Pascha abgesetzt sei. Der frühere Marineminister Rami Pascha, der frühere Minister des Innern Memduh Pascha, der vormalige erste Sekretär des Sultans Tachstu Pascha, der frühere Großmeister der Artillerie Zekki Pascha, der frühere Präfekt von Konstantinopcl Reschid Pascha und der frühere Günstling des Sultans Ebulhude Pascha sind verhaftet und tn das KricgSmiiiisterium gebracht worden. Der ehemalige Kammcrherr Ragib Pascha erklärte, er lasse sich ohne Vorzeigung eines auf Grund eines Verbrechens ausgestellten Haftbefehls nicht festnehmen. Wie die Türken auf Provokationen von Vcrfassungsfeinden zu antworten verstehen, zeigt ein Telegramm der„Köln. Ztg." aus Uesküb: General M u s s a f f e r P a s ch a, der der Kommission für die Trassierung der Sandschalbahn zugeteilt und als Reaktionär und S p i 0 n bei dem Offizierkorps schon lange verhaßt war, wurde heute auf der Durckreise nach Saloniki von den auf dem Bahn- Hofe anwesenden Offizieren erkannt. Sie holten ihn aus dem Wagen heraus und spuckten ihn an. Ein junger Offizier sagte: Du bist ew Schuft und Verräter. Der General mußte die Worte nachsprechen. Bei der Abfahrt wurde er gezwungen, am Fenster zu stehen und auszurufen: H 0 ck die Freiheit! und sich selbst von neuem zu beschimpfen. Der Pascha mußte selbst sein Gepäck einladen, da kein Träger ihm half. Nach einein weiteren Telegramm desselben Blattes wurde Musiaffcr Pascha auch in Köprülü von einer großen Menschen- menge, Zivil und Militär, empfangen und beschimpft. Es wurde ihm die Uniforni zerrissen und die Generalsabzeichen abgenommen. Der Grund der Wut des Volkes war außer der gegen ihn herrschenden Stimmung im Offizierkorps das Benehmen des Pascha? bei der Ausrufung der Verfassung. Er sagte: Z u e r st hoch die Religion und der Sultan, dann hoch die Freiheit. Die Wandlung der Dinge zeigt sich vor allem auch im ökonomischen Leben. In der Türkei war bisher jede indilstrielle Entfaltung völlig durch ein sinnloses Konzessions- wesen und durch die völlige Unsicherheit der Verwaltung und der Justiz unterbunden gewesen. Jetzt sucht man das Ver- säumte nachzuholen und von allen Seiten kommen Gesuche um Erteilung von Konzessionen für Bahnbauten, Elektrizitäts- und Telephonanlagen usw. Zugleich aber sind auch die Ar- b e i t e r in Bewegung gekommen. In Konstantinopel hat kürzlich zum erstenmal ein Streik stattgefunden. Die Last- träger stellten die Arbeit ein und nach kurzem Kampfe wurden ihre Lohnforderungen bewilligt. Jetzt macht sich in allen In- dustriegegenden eine Streikbewegung bemerkbar. In der Tabakregie ist am Donnerstag ein Streik ausgebrochen, der gleichfalls durch eine Lohnerhöhung beigelegt wurde. Die Gewitterwolken wurden vom Wind nach Nordosten zurück- getrieben. Alles atmete erleichtert auf. Da plötzlich— die Uhr zeigte 2 Uhr 50 Minuten— ein furchtbarer Windstoß, der das Luftschiff in der Flanke packt. Der Anker reißt sich loS, die Menschen an den Seilen werden zur Seite geschleudert. der Ballon wird etwa Illl) bis 1öl> Meter hoch empor- geworfen und treibt dann etwa 800 Meter dem Stuttgarter Tale zu. Die Spitze des Flugschiffes senkt sich, eine kleine blaue Flamme leuchtet auf, die Umhüllung des Ballons fängt Feuer, mit rasender Schnelligkeit züngeln die Flammen empor — ein dunipfer Schlag, eine feurige Lohe das ganze stolze Schiff— langsam, dann immer schneller sinken die Trümmer zur Erde nieder. Erst steht die Menge wie erstarrt, ein einziger vieltausendstimmiger Schrei, als die flammende Lohe gen Himmel schlägt— das stolze Lebenswerk eines genialen Geistes, die Frucht einer jahrzehntelangen Arbeit und Kämpfe ist vernichtet, in kaum zwei Minuten zu einem wirrenHaufen von geschwärzten Stangen und Maschinenteilen ver- wandelt. Wimmernde Menschen liegen unter ben Trümmern. Ist Zeppelin gerettet? geht die bange Frage von Mund zu Munde. Zwei Schwerverletzte werden aufgehoben. Die anderen haben sich retten können. Zeppelin ist nicht verwundet. Er war im Automobil zur Stadt gefahren, um Besuche abzustatten. Nach kurzer Zeit kommt der Graf angefahren. Die Menge verharrt in achtungsvollem Schweigen. Jeder fühlt, dieser Schlag trifft den Grafen schwer. Mit Tränen in den Augen überblickt der Graf die Trümmer seines Werkes. Er spricht leise mit seinen Mit- arbeitern. Müde umschreitet er die Reste des stolzen Fahrzeu'eS. Es ist. als ob der Graf in den wenigen Stunden um Jahre ge- altert ist. Mehr und mehr bricht sich die Ueberzeugung Bahn, daß die Katastrophe, der das Zeppelinsche Luftschiff zum Opfer fiel, sich viel- leicht hätte vermeiden lassen, wenn die Führer des zur Hilfeleistung kommandierten Militärs nur einigermaßen ihrer Aufgabe ge- wachsen gewesen wären. Statt die Mannschaften zur Sicherung deS Luftschiffes zu verwenden, wurden sie gegen das Publikum kommandiert. Nach der Landung des Ballons übernahm das Publikum freiwillig den Sicherheitsdienst. Ein einziger Landjäger. der aber herzlich wenig zu tun hatte, half dem Publikum. Peinlich wurde darauf geachtet, daß niemand mit brennender Zigarre dem Ballon zu nahe kam. Die Haltung der vieltausendköpfigen Menge war musterhaft. Nachdem so etwa zwei Stunden verfloffen waren, rückte das Militär an. Das Publikum wurde barsch zurückgedrängt. Fast die gesamte Mannhaft wurde gegen die Zuschauer kommandiert. Während in der Türkei rascher und vollständiger als man man es für möglich gehalten hätte, der Friede zwischen den einzelnen Nationen und Konfessionen hergestellt worden ist, während bei den Eidesleistungen in den einzelnen Kasernen begeisterte Verbrüderungen mit den Christen statt- finden, die auch sonst vom jungtürkischen Komitee angestrebt werden, scheinen die Großmächte wieder als Störenfriede aus- treten zu wollen. Der„Matin" meldet aus Petersburg: Der Minister des Aeußern wird heute abend den Mächten auf telegraphischcm Wege das russische Reformprojekt für Mazedonien zustellen. JSwolski wird gleichzeitig die Beweg- gründe, welche Rußland zu der Aufstellung des Refonnweckc-Z veranlaßt haben, auseinandersetzen. Er wird erklären. Rußland verfolge das Prinzip der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten der Türkei, aber es verfolge mit Interesse die Christen im Orient. Wir denken, das Prinzip der Nichteinmischung fordert vor allem, der türkischen Verfassungsbewegung,' die in der kürzesten Zeit mehr für die Ruhe in Mazedonien bewirkt hat, als alle Reformaktionen, keine Hindernisse in den Weg zu legen und der russische Zar täte besser daran, für menschliche Zustände für die russischen Christen zu sorgen, bevor er als Beschützer der orientalischen auftritt. politische(lebersicbt. Berlin, den 7. August 1903. Die englische Regierung und der Freihandel. In London tagt zurzeit der internationale Freihandels- kongreß. Sowohl auf dem am Mittivoch abend abgehaltenen großen Bankett im Hotel Cecil wie in der gestrigen ersten Sitzung sind interessante Reden gehalten worden, den bei weitem größten Wert aber besitzen die gewissermaßen im Namen des ganzen heutigen englischen Kabinetts abgegebenen Versicherungen des Premierministers Asquith und des Handelsministers Winston Churchill, daß die gegenwärtige englische Regierung unbedingt am Frei- Handel festhalte und nicht gesonnen sei, den Schutz- Zöllnern irgendwelche Zugeständnisse zu mache n. So sagte z. B. Asquith, nachdem er die Frage aufgeworfen hatte, wie es zu erklären sei, daß die Bevölkerung Englands frcihändlerisch geworden sei und unter allen Um- ständen freihändlerisch bleiben wolle: „Das Festhalten Englands an dem Freihandel sei nicht persön- lichem Einflüsse eines ManneS und nicht Theorien zuzuschreiben, sondern de» Lehren der Erfahrung. Der Freihandel sei und bleibe eine ökonomische Notwendigkeit. Worin bestehe diese Not- tveudigkeit? In der Unfähigkeit Englands, die Lebensmitte lfär die Bevölkerung und das Rohmaterial für seine Industrien hervor- zubringen. England könne seine Industrien nur erhalten und seinen Arbeitern nur dann Beschäftigung sichern, wenn es seine Häfen für die ganze Welt offen halte. Mit der Zeit würde die Notwendigkeit auch andere Nationen dazu zwingen, dem Beispiele Englands zu folgen. Die Weisheit des Ratschlages Peels, Zölle durch Freihandel zu bekämpfen, trete immer deutlicher her- vor. Dies klinge paradox, aber der Grund dafür, daß es richtig sei, sei leicht zu finden. Die fteien Importe sicherten England eine ganze Reihe von unverzollten Rohmaterialien und nötigenfalls auch von Maschinen. Die Folge sei, daß die englischen Waren auf den neutralen Weltmärkten mit den Waren anderer Länder erfolgreich konkurrieren könnten. Ja, der englische Handel könne infolgedeffen sogar die Schutzzollmauern der anderen Länder überspringen und mit den Waren der betreffenden Länder in deren eigenem Gebiete in Wettbewerb treten." Eine Zierde des ReichsverbandeS. Vor einiger Zeit brachten wir eine Liste von geborstenen Orb- nüngsfäulen, die innerhalb des Reichslügenverbandes eS als ihre heiligste Pflicht ansahen, die verhaßten Roten, bei denen die schlimmste Korruption herrschen soll, in ihrer bekannten moralischen Weise zu bekämpfen. Unter diesen Wackeren befand sich auch der Gründer der Ortsgruppe Darmstadt des Reichslügcnverbandes, Dr. Zimmer, der dieser Ortsgruppe lange Jahre als Vorsitzender vorstand. Neulich wurde er nun von der Firma E. Merck, bei der er 1ö Jahre beschäftigt war, Knall und Fall entlassen. Unser Darm- städter Parteiblatt, der„Hessische Volksfreund", griff die Sache auf Nur wenige Soldaten waren beauftragt, darauf zu achten, daß der Wind das Luftschiff nicht losreiße. Wie die Offiziere ihr Amt auffaßten, dafür ein bezeichnendes Vorkommnis: Bei der Ab- löfung klappte ein Griff nicht recht. Der Offizier lieh daraufhin die Mannschafft Griffe kloppen! Diese kleine Episode zeugt wohl am besten davon, wie sehr die Offiziere der Situation gewachsen waren. Das Publikum bemerkte frühzeitig genug die Gefahr, als das Gewitter drohte. Der verderbenbringende Windstoß machte sich schon von weitem durch eine ungeheure Staubwolte bemerkbar. Schreie und angstvolle Warnungsrufe hätten den Offizieren noch zu den notwendigen Maßnahmen Veranlaffung geben sollen. Man hätte im letzten Augenblick noch das Luftschiff mit der Spitze dem Windstoß entgegendrehen, auch etliche hundert kräftige Männer veranlassen können, an den Seilen und Stangen das Schiff zu halten. Statt deffen wurden die hilfsbereiten Arbeiter und Bauern zurückgetrieben. Im nächsten Augenblick war das Unglück geschehen. Die paar Soldaten mußten, um ihr Leben zu retten, die Seile fahren lassen. Die Empörung des Publikums kannte keine Grenzen mehr. Verwünschungen und Schmährufe wurden laut. Die einfachen Soldaten entschuldigten sich, sie hätte» den Befehlen gehorchen müssen. Die unverständige Haltung der Offiziere reizte aber bie Menge noch mehr. Einen Augenblick schien ein allgemeiner Kampf unausbleiblich. Die Wut des PMikunis hatte den Gipfel erreicht. Da traf Zeppelin ein. Wie auf ein Zauberworr beruhigte sich das Publikum. Achtungsboll machte man dem Grafen Platz. Dann brachte die Menge dem schwergeprüften Manne betäubende Ova, tionen dar. Die Gefahr eines furchtbar blutigen Nachspiel» der Katastrophe war beseitigt.... Glücklicherweise bewahrheitet sich die Nachricht vom Tode des Monteurs Laborda nicht. Er wurde in tiefer Ohnmacht für tot vom Platze getragen.— Gesagt muß noch werden, daß nach dem Urteil von Fachleuten da» Lastschiff bei aller Zweckmäßigkeit der Einrichtungen und Schönheit der Formen doch verriet, daß dem Grafen äußerste Sparsamkeit Pflicht war. Mancher Teil machte direkt den Ein- druck der Aermlichkcit. Die beiden Gondeln waren nicht überdeckt. obgleich die Motore eine feste Ueberdachung notwendig gemacht hätten, um einen feuersicheren Abschluß gegen den Ballon zu er- zielen. Weiter wäre ein dritter Motor und ein drittes Schrauben- paar in der Mitte des Ballons vielleicht von hohem Wert gewesen. Wir zweifeln nicht, daß auf Grund' oer Erfahrungen der ersten größeren Reise das neue Luftschiff an Sicherheit und Zweckmavig- keit wie Schnelligkeit das zugrunde gegangene wclt übertreffen wird, uvd stellte fest, daß Dr. Zimmer wegen Unterschlagungen in größe rem Maßstabe entlassen worden sei. Namentlich wurde darauf hin gewiesen, daß dieser Musterpatriot die Arbeiter seines Betriebes um die ihnen zukommenden Gefahrenprämien betrogen und die Arbeiter gar noch mit Schimpfworten bedacht habe. Gestern stand nun Zimmer vor der Darmstädter Strafkammer, um sich wegen Be truges zu verantworten. Trotzdem unbegreiflicherweise die Unter schleife, die er eingestandenermaßen seit dem Jahre 1ö01 bis 1908 getrieben hatte, bloß aus dem Jahre 1903„nachgewiesen" werden konnten und das Gericht für die früheren Jahre sich auf die An gaben des Angeklagten„verlassen" mutzte, wurden ihm doch, dem staatsanwaltlichen Antrags gemäß, 9 Monate Gefängnis zudiktiert Charakteristisch ist, daß der Verteidiger in seinem Plaidoyer ausführte, man möge die soziale Stellung des An geklagten berücksichtigen und ihn zu einer. Geld strafe verurteilen. Diese soziale Stellung war so, daß Dr. Zimmer im Jahre 1901 ein Gehalt von 4200 M. pro Jahr be zog. das sich 1908 auf 8000 M. erhöhte. Dazu bekam er jährlich noch 800 M. an Remuneration. Es mutete deshalb eigentümlich an daß der Angeklagte behauptete, in Notlage gewesen zu sein und sich obendrein nicht im Bollbesitz seiner Willenskraft befunden zu haben. Tatsächlich hat das Gericht auch die„Notlage" gelten lasfew wie aus der Urteilsbegründung hervorgeht. Wer wird der nächste unter den großen Geistern des Reichs Verbandes gegen die Sozialdemokratie sein, der dem Dr. Zimmer ins Gefängnis folgt? Uebrigens hätte der Verurteilte nicht nur als Milderungsgrund anführen sollen, daß er nicht im„Vollbesitz seiner Willenskraft" gewesen sei, sondern auch, daß er sich nicht im„Voll besitz seiner Geisteskräfte" befunden habe, denn in puncto Verstand ist es bei mancher ReichsverbandSgröße mißlich bestellt.— Unternchmcrterrorismus. Die„Berliner Volkszeitung" vom Freitagabend veröffentlicht folgenden Geheimvertrag: Z 1, Es verpflichten sich die Besitzer respektive Vertreter der unterzeichneten Werke, unter keinen Umständen von einem anderen Unterzeichneten Arbeiter für sich oder andere zu holen noch von einem der unterzeichneten Werke Entlassene anzu- nehmen, toenn diese nicht nachweislich seit mindestens vier Monaten von dort ordnungsmäßig entlassen sind. Dem Werke, welches die Arbeiter entlassen hat, bleibt es gestattet, dieselben nach eigenem Ermessen wieder anzunehmen. Arbeiter, welche wegen eines Vergehens gegen die Subordination iwas wird nicht alles darunter verstanden! z. B. auch die ver- botene Zugehörigkeit zu einer mißliebigen Organisation. Red.i und Disziplin oder wegen einer ehrenrührigen Handlung von einem der beteiligten Werke entlassen, sind, dürfen überhaupt nur auf Grund eines KomiteebeschlusscS von einem anderen wieder in Arbeit gestellt werden. § 3. Um dieser Verpflichtung Nachdruck zu verleihen, wird für jeden nachgewiesenen Fall der Uebertretung der ZZ 1 und 2 von den Kontravenienten eine Summe von 1S00 M. gezahlt, die sofort unter den anderen unterzeichneten Werken zu gleichen Teilen berteilt und von diesen zugunsten hilfsbedürftiger Ar beiter verwendet wird. 8 4. Um das in 88 1 und 2 Gesagte praktisch durchführen zu können, tauschen die Werke bis zum 5. jeden Monats eine Liste derjenigen Arbeiter aus, die im Laufe des vorhergehenden zur Annahme und Entlassung gekommen sind, und zwar werden ge- trennt diejenigen Arbeiter aufgeführt, welche nicht ordnungs- mäßig entlassen sind. 8 7. Die Ueberlassung von Arbeitern eines Werkes auf das andere auf freundschaftlichem Wege wird durch dieses Uebereiw kommen nicht ausgeschlossen, 8 9. Der Beitritt anderer Eisenwerke als Hochöfen: Gießen reien, Zechen, Maschinenfabriken.und Brückenbauereien zu diesem Abkommen sowie die Ausdehnung desselben auf die Umgegend bleibt einem Majoritätsbeschluß der Mitglieder vorbehalten. 8 10. Von diesem Uebcreinkommen kann ein Werk nur nach vorheriger Kündigung bei. dem Komitee, und zwar auch dann nur nach Ablauf ei.nes Jahres, vom Tage der Kündi- gung ab gerechnet, zurücktreten. 8 11. Von diesem Vertrage wird jedem Werke ein von allen unterschriebenes Exemplar ausgehändigt. Soweit der Vertrag wörtlich, der bereits seit 1878 mit fol- genden Werken abgeschlossen ist: 1. Tigler; 2, Hütte Phönix, Ruhr- ort; 3. Emscher Hütte, Eisengießerei und Maschinenfabrik Horlewe; 4. Firma Fritz Sünnemann; 5. Aktiengesellschaft Phönix, Zeche Wcstende; 8. Rheinische Stahlwerke, Meiderich; 7. H. u. E. Albert, Phosphatmahlmühle. Ruhrort; 8. Gute Hoffnungshütte,. Ober- Hausen; 9. Firma Eduard Zehen. Der Vertrag wurde 1905 erneuert und im Mai 1907 hat das Kartell noch eine Erweiterung erfahren, indem ihm die Mitglieder deS Duisburger ArbeitgeberverbandeS beitraten. Vor kurzem erließ der rheinisch-westfälifche Zechenverband eine entrüstete Erklärung, als ihm nachgesagt wurde, daß er ge- Heime Abmachungen zum Zwecke der Aussperrung und Aus- hungcrung mißliebiger Arbeiter getroffen habe. Nun betrifft dieser Gcheimvertrag zwar nicht den ganzen Zechcnverband, wohl aber verschiedene seiner Mitglieder.— Gegen solchen Terrorismus hat natürlich die sogenannte„an- ständige" Presse, die täglich über Arbeitertcrrorismus räsomiiert, nichts einzuwenden._ Eine Ternburg-Villa auf Reichskosten? Die.Kolonialpolitische Korres p.", zu deren Haupt- Mitarbeitern der ehemalige Reichskommissar Rahrbach gehört, schreibt: „Berliu, den<5. August 1008. Aus Liideritzbucht wird der „Kolonialpol. Korresp." unterm 8. Juli geschrieben: Heut« trafen hier Väterchen S ch u ck m a n n und Oberstleutnant von Estorsf ein. sie gehen dem Staatssekretär Dernburg in aller Eile nach Warmbad entgegen. Der Gouverneur ist krank gewesen. litt an einer Mittelohreiilzündiing; er ist jetzt aber ganz munter. Väterchen hat für Dernburg in Windhuk eine ®tIl�AartUnA 2leilUm,itteIn errichten lassen, die etwa 80 000 Mark kostet. ES wird gesagt, der Gouverneur habe keine öe eigneten Räume, Besuche zu empfangen, deshalb sei der Bau nötig gewesen. Die Sache machi hier unliebsames Aufsehen, weil sonst an allen Ecken und Enden geipart ivird," Nun wird ja.Väterchen Schuckmann" Aufklärung geben können!—_ Ein Reinfall der Breslaner Polizei. Am 12. Juni fand in Breslau eine Mitgliederversammlung deS sozialdemokratischen Vereins statt, um zu den Abgeordneten- wählen zum Landtag Stellung zu nehmen. Die gewählten Wahl- männer waren besonders«ingeladen worden, und fernerhin nahmen etwa 100 Frauen an der Versammlung teil. Selbstvcr- ständlich waren sowohl alle Wahlmänner wie auch alle erschienenen Frauen Mitglieder des Vereins. Zur Uebcrwachung waren zwei Polizeikommissare erschienen, die vom Vorsitzenden— Partei- sckrctär Neukirch— aus dem Lokal gewiesen wurden, weil die Polizei in einer Mitglicderversanunlung nichts zu suchen habe. Anstatt aber zu gehen, losten sie die Versammlung auf und wiesen die zur Anwesenheit Berechtigten aus dem Saale. Gemssse Neu- kirch hat gegen das Verhalten der Beamten Beschwerde geführt. Polizeipräsident Dr. Bienko hielt dieses Verhalten aber nicht nur für berechtigt, sondern deranlaßte auch noch ein Strafverfahren gegen Neukirch wegen Uebertretung des Vcreinsgesetzcs, indem er sich auf den Standpunkt stellte, jene Mitgliederversammlung sei eine „öffentliche, politische" gewesen und hätte angemeldet werben müssen. Die Folge war ein amtsrichterlicher Strafbefehl über 80 Mk., gegen den Neukirch Einspruch ebhob. Vor dem Schöffen- gericht beantragte nun der Amtsanwalt selbst die Freisprechung. Durch die Beweisaufnahme war festgestellt worden, daß nur Mit- glieder Zutritt hatten. Ein moralischer Backenstreich für den Herrn Polizeipräsidenten lag in dem Plaidoyer des Amtsanwalts, insbesondere aber auch insofern, als dieser ausführte, es sei ohne weiteres glaubhaft, daß an einer Vereinsversammlung,, in der Beschlüsse über das Verhalten von Wahlmännern bei der Wahl gefaßt werden sollen, Nichtmiiglieder keinen Zutritt gehabt hatten»_ Kriegervercins-Rhetorik. In Ratzeburg fand vor einigen Tagen ein„Jägerappell" statt, an dem sich 700 alte Jäger von 13 Bataillonen beteiligten. Ein Oberstleutnant hielt dabei eine Ansprache, von der ihres drastischen Kasernenhofsttls wegen einige Stilproben wiedergegeben zu werden verdienen. „Wohl ist dieser Appell anders geartet, als Sie es aus Ihrer aktiven Dienstzeit her gewohnt sind. Aber genau besehen ist der Unterschied eigentlich nicht so groß. Allerdings, Sie tragen nicht mehr den grünen Rock des Königs, und doch ist es ein Appell in eigenen Sachen!� Zwar ist es kein Appell mit Gewehren, wo die Waffenoffiziere und die Büchsenmacher durch da» Laufinnere schauten, um zu sehen, ob die S e e l e rein geblieben, sich keine Ro st narben vorfanden, oder ob die Kanten der Felder etwa abgeputzt waren. Aber es ist ein Appell, wo jeder sein eigener Waffen- offizier und Büchsenmacher sein soll und nachsehen, ob nicht etwa seine Seele rotBureaus.1 Bei der nach dem Selamlik stattgehabten Audienz deS diplomatischen KorpS verlas der Sultan die in tür. kischer Sprache abgefaßte Erklärung, welche besagt, der Sultan gebe sein Herrscherwort(I), daß er die wiederhergestellte Ber- fassung achten und künftighin strikte danach handeln werde. Der Minister des Auswärtigen, Tewfik Pascha, übertrug die Erklärung ins Französische. Danach wiederholte der italienische Gesandte Jmperiali als Doyen des diplomatischen KorpS dessen Glückwünsche und gab der Freude über das in der ganzen WeltbegrüßteEreignis Ausdruck. Die Erdbeben ia Algler. Konstantine. 7. August.(B. H.) Die Aufregung unter der Bevölkerung ist groß. ES vergeht keine Viertelstunde, wo nicht ein neuer Stoß verspürt wird. Die Mehr- zahl der Häuser müssen wegen ihrer Baufälligkeit abgerissen werden, da jeden Augenblick ber Zusammenbruch erfolgen kann. Der angerichtete Schaden beläuft sich auf Millionen, und ein Ende der Katasttophe ist vorläufig noch nicht abzusehen. Die Erdstöße werden von unterirdischem Getöse begleitet. Die Mehrzahl der Bewohner lagert außerhalb der Stadt, wo Zelte aufgeschlagen sind. Die Kata- strophe droht noch einen größeren Umfang anzunehmen als die Erd- beben von 1857 und 1860._ Zahlungsschwierigkeit, Konkurs, Flucht, Selbstmord. Elberfeld, 7. August./, bis S'/t Ulir statt. Geöffnet 7 Nbr Eonnnbend? beoinn» die Sprechstunde um« Uhr. Jeder Anfrage ist«>:> «uchstabe und eine Zahl al? wierkretche» beiziifüge». brieflich, Anemort wird«ich» erteilt. Bis»ur Beantwortung im Briefkasten rönncu 1! Tage vergehen. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. H. A. M. Leider ist dagegen nichts zu machen— 8i. B 20. Verjährung liegt nicht vor.— Genossin 10. 1. und 2. Leider hätte keidcZ keine Aussicht aus Ersolg. 3. Die Antragssrist beträgt drei Monate. 4. Lassen Sie doch das Ding lausen. Sich ärgern heißt, sür die Fehler anderer sich strascn.— Nowawes 2. 1. Die Witwe und alle Kinder erben. 2. Wenn die Witwe nach dem Recht des Bürgerlichen Gesetzbuches erbt, sällt tbr'/,, den Kindern(jedem gleich viel)'l4 des Nachlasses zu. 3. und 4. Das läßt sich nicht ersehen.— Ri. IIS. 1. Aus Antrag an den Magistrat, Steuerdcputation. 2. Der Antrag aus Unterstützung während der Reserveübung ist an den Magistrat zu Achten. Die Frau erhält 29 Prozent des ortsüblichen TagelohncS.—<£. H. 22. Ja. Sie müssen sich aber vorher an die Zollbehörde wenden.— W. M. 1000. Nein. — 3J. G. IIS. Der Abschluß dcS Vertrages durch einen Anwalt wäre zu empfehlen.— W. 2S. 1. Ja. 2. Klagen Sie aus Erbtcilung und Heraus, gäbe des ErbcS.— A. M. 8S und H. K. Die Geburtsurkunden und Ihre Militärpapiere sowie, sallS die Braut noch nicht 21 Jahre alt ist. dich polizeilich beglaubigte Einwilligung des Vaters sind zur Heirat er- sorderlich.— Luther. Die Kirchengemeiude hat unseres Erachtens kein klagbares Recht aus Nuzkaufsgebühr, d. h. dafür, daß man aus ihre Arbeit usw. verzichter. Eine Reihe Erkenntnisse der?Imt«- und Landgerichte sind anderer Ansicht. DaS Reichsgericht hat«inen solchen Fall uiiscicS Wissens noch nicht enlschieden. Jvre Klag« hätte nach Lage der Dinge wenig Aussicht aus Ettolg.— H. B. 85. Der kinderlose Witwer erhält die Halst« deS Nachlasses und außerdem als Voraus die HauShaltmigs. gegenstände und die HochzeitSgelcheiike.— 3475. Den Erben Ihrer Mutter.— 1868. Im Führungszeugnis werden die Strasea angcsührt. rSttterungSstberstcbt vom 7. August 1908, morgens 8 Uhr. ktattonen $1 B E a 5 S5 B®! Swwemde �7KI OSO Hamburg 1 762 31 «erlw 17600 Franff.a TO.; 759 N0 Münch«» Wie» 759 753 SW Stationen *1 % B Zs »— Haparanda!7SSS Petersburg 757 NW Scillh «lberdee» Parti 768 NNW 768 NNW 762 NNO Setter tt" -Ui ß? M io 2 heiter 1 13 1 wolkig] 16 3 halb bd. 15 1 bedeckt 1 14 2 bedeckt I 13 Wetterprognose für Sonnabend, den 8. August IS08. Warm und vielsach heiter bei mäßigen östlichen Winden und etwa! Neigung zu Gewittern. Berliner Wetterbureau. Wasserstands'Nachrtchten der LandeSanstalt sür Gewässerkunde, mitgeteilt vom Berliner Wetterburcau. Wasserstand Memel. Tilsit P r e g e l, Jnsterburg Weichsel. Thor», Oder. Ratibor , Krassen » Franksurt Warthe, Schrimm , Landsberg Netz«, Vordamm Elbe, Leitineritz , Dresden , Barbh » Magdeburg ')+ bedeutet Wuchs,— Fall,— H Unierpegel. BrunnenStr. 17-18 H. Greifenhagen Nachf. VeteranenStraße 1-2 Jedes Stück 95 Pf. 95 Pf. Jedes Stück Woche 95 Pf. Durch den grossen Erfolg unserer 95 Pf.- Serie sehen wir uns veranlasst, dieselbe noch einige Tage zu verlängern. Wir bringen für diese Tage besondere Gelegenheitskäufe fabelhaft billig in den Verkauf. Jedes Stück 95 Pf. Nervosität 2 Blutarmut Pfuschen Sie nicht erst mit angeblichen Heilmitteln herum, i 147/17 und warten Sie ab, bis sich bereits eingreifende Störungen Gratis! zeigen, sondern denken Sie gleich an die Ergänzung der Nahrung durch das wissenschaftlich glänzend begutachtete Dr. med. Müllers Nervennährsalz Angenehmer Geschmad. Bequeme Tablettenform. Originaldosen 2,50 Berlin frei Haus. 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Taschentücher bunt, für Herren 3 Taschentücher Schweizer Stickerel 1 Madeira- Taschentuch Rein Leinen, 2 Serviteurs für Herren, weiss mit Falten 3 Serviteurs für Herren, glatt, weiss 3 Herrenkragen moderne Fassons 1 Selbstbinder aparten Dessins extra grosse Form, in nenen 2 Regattes for Steh- oder Stehumlegekragen 2 Selbstbinder einfarbig, modernste Farben extra breite Form für Knaben oder Mädchen, 1 Matrosenmütze mit Schriftband 1 Prinz Heinrich- Mütze far Knaben, blau 1 Yachtklub- Mütze marineblau Tuch mit Schirm mit Abzeichen, für Herren, 1 Paar Hosenträger besonders gute Qualität 1 künstlicher Geranium- Blumentopf 1 künstliches Rosenbukett geschmackvoll 1 Fächerpalme 7 teilig arrangiert 1 gutgehende Standuhr hoch ca. 24 cm 1 Postkarten- Album für 400 Karten 6 Rollen Toilettepapier( 18 Pf. Rolle) 500 Blatt fettdichtes Butterbrotpapier 5 Bände Romane gute Autoren, nach Wahl 1 Dtz. Wischtücher 1, Dtz. Geschirrtücher 150 gezackte, bunte Krepp- Servietten 1 Tischläufer eleg. dekoriert zus. 100 passende gezackte Servietten 95PL 100 Bogen u 100 Kuverts Billetpapier, elfenbein, leinen oder gerippt, liniiert 1 Tüll- Store 2 Erbstüll- Scheibenschleier 1 Barchend- Bettlaken weiss oder bunt 1 Bettvorleger mit Franzen 1 Filztuch- Kissen elegant gekurbelt nud appliciert 1 Kinderwagen- Steppdecke 1 Linoleumvorleger ca. 70-90 cm 1 Lambrequin, Filztuch reich bekurbelt mit schwarz 2 Tischläufer, Filztuch elegant bekurbelt 1 Kommodendecke, Filztuch Applikation 1 eleganter Unterrockvolant oder farbig 1 moderner Stehkragen aparten Mustern 1 Hals- Tüllräsche ,, Neuheit" B mit Rüsche in Bandgarnitur 1 elegantes Tüll- Jabot s verschied. Dessins runde oder Matrosenform, 1 Kinder- Garnitur ecru mit Spachtel- Spitze und-Einsatz oder weiss mit eleganter Stickerei mit Schifferknoten, marine1 Kinder- Garnitur weiss, Matrosenfasson 6 moderne Einhefte- Rüschen 2 Paar lange durchbrochene Halbhandschuhe für Damen, weiss, schwarz 1 Paar lange imit., Filet- HalbhandSchuhe für Damen, weiss, schwarz 1 Paar lange durchbrochene FlorHalbhandschuhe Spitze, weiss, schwarz für Damen, mit seidener 1 Paar lange Spitzenhandschuhe in verschiedenen Dessins, weiss, schwarz 1 Brennmaschine mit Krepp- und Locken1 Hausapotheke schere 1 Büstenständer nussbaumartig gebeizt 1 Salontisch nussbaumartig gebeizt für Er1 echt silberner Serviettenring wachsene 1 Fischständer mit 2 lebenden Goldfischen 1 Handtasche braun, ca. 30 cm lang 1 moderne Flügeltasche Leder 1 Markttasche Wachstuch mit Stahleinlage 1 Brieftasche mit Füllfederhalter 1 fünfteilige Menage vernickelt 1 Froschhaus mit Laubfrosch 1 Aquarium aus Glas mit Wasserblumen, 2 Goldfischen und Grotte 1 Terrarium aus Glas mit 1 Eidechse und 1 Schildkröte 2 Muscheln ca. 19-22 cm gross 1 Wandspiegel ca. 56 × 40 cm 1 Obstmesserständer mit 6 Messern 1 Rauchtisch aus Metall 1 Buttermenage 8 tellig 1 Brotkorb mit Majolika- Einlage 1 Schaufel mit Besen vernickelt 1 Kinderbadelaken 1 Tischtuch Jaquard oder Drell, vollweiss Dtz. Servietten Jaquard od. Drell, vollweiss 1 Kaffee- oder Gartendecke 1 Rolltuch mit Jaquard- Borde 1 Frottierhandtuch mit Holsaum and roter Bordüre 2 weisse Stuben- oder 3 bunte Küchenhandtücher( Abschnitt) 3 Meter Hemdentuch Renforce oder Louisiana 3 Meter Hemden- Barchend 2 Meter Molton in vielen Farben 2 Meter Velour- Barchend 2 Meter Schürzenstoff 2 Meter Dimiti oder Damast für Negligée 2 Meter Piqué od. Croisé Barchend 1 Plättdecke mit roter Kante 5 Poliertücher extra groas 5 oder 20 Meter Besatztresse schwarz oder crem 1 Kupon eleg. farbig.Besatzborte 10 Meter 12 Meter Besenborte breit, schwarz od. farbig 7 waschbare Taillen Verschlüsse 3 Paar Satin Reform- Armblätter 6 Paar Trikot Armblätter garantiert rostfrel 12 Dtz. Druckknöpfe Spezialmarke Vilja 1 gefüllter Nähkasten mit oder 2 Paar Damen- Strumpfhalter ohne Gurt 1 Garnitur, bestehend aus 1 Zahnbürsten- Ständer zusammen 1 Flasche Mundwasser 1 Dose Zahnpasta 1 Zahnbürste 11 Stück Hausseife 95PE 1 Dose Fussbodenlackfarbe schnelltrocknend und haltbar 6 Stück Lanolinseife 12 Stück Blumenfettseife 1 Rasierapparat komplett mit 3 Ersatz- Klingen 4 Pakete Streichhölzer zusammen 2 Pakete Soda 3 Stück Palmitinseife 95 PL 1 Pfund Kakao 1/2 Pfund echt holl. Kakao im Original- Paket 1 Pfund Kaffee 5 Pfund Kaiser- Auszug- Mehl 1/, Flasche Rum( Verschnitt) /, Flasche Kognak 1 Flasche Eier- Kognak ca. Liter /, Flasche Himbeeroder Kirschsaft Zusammen 1 Karton Puddingpulver 95 PL 1 Obstservice 7 tellig 1 Kabaret 3 teilig 10 Gambrinusbecher 1 Likörservice Glas, mit Tablett für Blusen Grosse Posten Seiden- und Wollstoffe Wahl Wert bis Meter 2.50... Meter 95 PL. Ein Posten Rockstoffe mit aparter Bordare, ca. 115 bis 118 cm breit............. Meter 95 Pf. Grosse Posten Reste und Kupons für Blusen und Kinderkleider........ Stack 95 Pf. 1 Kaffee- Service Porzellan, mit Goldrand 1 Bier- Service 7 teilig 1 Kompottschale gross 6 Dessertteller 1 Butterdose 4 teilig zusammen Glas 95P Pf. 1 Satz Töpfe Porzellan, Satz 6 Stück, dekoriert 1 Dessertservice 5 tellig 1 Satz Schüsseln gerippt, 6 teilig Porzellan 6 Tassen mit Untertassen dekoriert grosse 1 Waschbecken od. 1 Wasserkrug Form 6 Dessertteller Porzellan dekoriert 1 Tischlampe mit imitierter Onixplatte 1 Küchenlampe mit Spiegelblende 1 Nachtlampe 1 Küchenlampe 1 Küchengarnitur bestehend aus: zusammen 95 PL. 1 Küchenbrett, 1 Wurstbrett, 1Messerbrett, 3Quirle, 2Kochlöffel, 1 Rührkelle, 1 Fleischklopfer, 1 Reibekeule 1 Gewürzetagere mit 6 Tonnen 1 Reibemaschine emailliert zusammen 95.. 1 Kaffeekanne 1 Sahnengiesser 1 Zuckerschale weiss emailliert, mit Golddekor zusammen 95 PL 1Kaffeekanne ca weiss oder zus. 14 cm nenblaut 1 Milchtopf ca. 12 cm emaillier 1 Ascheimer emailliert mit Schrift 1 Wanne emailliert, ca. 40 cm 1 TranchierBesteck mit kantigen, schwarzen Griffen 1 Garnitur bestehend aus: 1 Messerbrett 1 Brotmesser 1 Schlachtmesser 1 Küchenmesser 1 grosses Fensterleder 95 PL zusammen 95 PL 1 ovale Brotbüchse weiss lackiert, Delftmust. 1 Rosshaarbesen mit Stiel 12 Kaffeelöffel Aluminium 1 Wassereimer mit Deckel, emailliert ca. 28 cm 1 Bürstengarnitur bestehend ans: 1 Bürstenbrett 1 Kleiderbürste 1 Hutbürste Zusammen 1 eleganter Goldbrokatgürtel 95PL ca. 6 cm 1 schwarzer Sammetgummigürtel breit mit verschiedenen 1 Goldgummigürtel hubschen Schnallen 1 gemusterter französisch. Bandgürtel mit schöner Schnalle 1 hochaparter gemusterter 95 Gummigürtel Farbenstellungen Pf. in den feinsten 12 gute Notenstücke nach Wahl 1 Paar Kinder- Plüschschuhe mit Ledersohle und Absatzfleck 1 Paar Damen- oder Herren- Ledertuchpantoffel 2 Paar Damenplüschmit Filzsohle u. pantoffel Absatzfleck 1 Paar Damenplüschmit Ledersohle pantoffel und Absatzfleck 1 Paar Damen- oder Herrenfilzpantoffel mit Filzsohle 1 Paar Damen- Hausoder Reiseschuhe 1Paar Kinderschnallenstiefel Filz mit Filz- und 1 KnabenLedersohle, Grösse 26-30 bluse 95 Pr. 1 Paar Kinder- Leder- 1 Knabenstiefel hose 95 Pr. in verschied. Farben, Grösse 17-22 Berantwortlicher Redakteur: Georg Davidsohn, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruderei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hr. 184. LS. Jahrgang. 2. KcilW in Joroiits" Kerlim MgM Sonnabend, 8. August 1908. Partei- Angelegenheiten. Zur Lokalliste. Mit Beginn dieses Monats hat auch wiederum tn den Landorten die Zeit der alljährlich üblichen Erntefeste begonnen. Meistens sind dies jedoch rein geschäftliche Unter» nehmungen der in den betreffenden Orten ansässigen Gastwirte. bezw. Lokalbesitzer und sonstiger Geschäftsleute. Da nun diese Feste auch seitens der Arbeiterschaft sehr gern und mitunter sehr stark besucht werden, richten wir an dieselbe das dringende Ersuchen, stets re der Hand der L o k a l l i st e genau zu prüfen, ob bezw. Lokale uns in dem jeweiligen Orte zur Beifügung stehen, um dadurch unsere Genossen in den Land- orten in ihrem harten Lokalkampf wirksam zu unterstützen. Am Sonntag, den 9. und Montag, den 19. d. M. findet in Frnn.zusisch-Buchholz das diesjährige Erntefest statt. Das einzige freie Lokal dort selb st ist»Kühnes Gesellschafts» haus'. Berliner Strasse 39. Alle übrigen Lokale werden uns seit Jahren hartnäckig verweigert. Die Lokalkommission. Steglitz. Der Vorstand deS sozialdemokratischen Wahlvereius Steglitz weist nochmals die Genossen auf die am Montagabend 8>/z Uhr im Birlenwäldchen stattfindende Sitzung für die Hilfskräfte zu dem am IS. August stattfindenden Volksfest hin und bittet um zahlreiche Beteiligung. Boxhagen-NummclSburg. Am Sonntag, den 9. August, findet das Kinderfest des Sozialdemokratischen Wahl- Vereins bei Klugmann, Restaurant zur.Neuen Scheune', Köpenicker Chaussee, stalt. Entree 15 Pf. Der Festzug mit Musik nach dem Festlokal nimmt seinen Anfang vom Restaurant Schiefer, Hcnipmrasse 4. Treffpunkt Punkt VsS Uhr. Zahlreichen Besuch erwartet DaS Komitee. Johannisthal. Am Sonntag früh um 8 Uhr findet, wie der Wahlverein mitteilt, eine Flugblattverbreitung statt. Treffpunkt bei A. Gobin, Roonstrasse.— Am Dienstag, den 11. d. M., abends 8 Uhr, findet eine öffentliche Versa mm- lnng bei Seuftleben, Friedrichstr. 48, statt. Referent: Eugen Brückner. NowaweS. Am Mittwoch, den 12. August, abends 8'/3 Uhr. findet im Schinidtschen Lokal die Versammlung des Sozialdemo- kratischcn WahlvereinS mit folgender Tagesordnung statt. 1. Ge- schäftliches. 2. Vortrag über: Partei und Genossensckiast. Referent Stadtverordneter Genosse Dr. Bruno Borchardt- Charlottenburg. 8. Abrechnung von der LandtagSwahl und vom 2. Quartal. 4. Wahl von Delegierien zur Kreisgeneralversammlung und Gcneralversamm- lung Gross-Berlins. 6. Ersatzwahl zum Vorstand. 6. Verschiedenes. Gäste, auch Frauen haben Zutritt. Auch werden neue Milglieder aufgenommen. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. �vergeblich Akten irgendeines Kulturlandes durchblättern, wenn I man ein Analogon zu der behördlichen Setzung einer Frist von nur sechs Wochen(und mitten in die Ferienzeit hinein) aus einen so weit in die Rechte grosser Gemeinden eingreifenden Antrag einer privaten Erwerbsgesellschaft finden will. Behördlicher Kamps gegen freies Turnen« Der Froschmäusekrieg gegen das Turnen wird lustig fortgesetzt. Der Turnverein.Fichte' erhielt auf Anordnung deS Provmzial- Schulkollegiums durch die stadtische Schuldeputation folgende Per- sügung: Städtische Schuldeputation. G.-Nr. 2688. Scb. II. 98. Berlin, den 17. Juli 1998. Wir fordern Sie hiermit auf, nach beiliegendem Formular die Turnlehrer zu bezeichnen, welche in denjenigen Abteilungen Unter- richt erteilen, zu denen Personen gehören, die das 21. Lebensjahr noch nicht erreicht haben. In Betracht kommen: Männer-, Damen-, Lehrlings-, Jugend-, Mädchen-, Schüler- und Schülerinnenabteilungen. Gleichzeitig wollen Sie uns angeben, ob und durch welche Verfügung den erwähnten Turnlehrern der Unterrichtserlaubnis- schein erteilt worden ist. An den Turnverein»Fichte�. Beiliegende? Formular zum Ausfüllen. berliner JVacImcbten. Hinten rum? Die„Grosse Berliner' hat einen Antrag auf 99 jährige Kow zessionSverlängerung für die von der Stadt Schöncberg und anderen Gemeinden Gross-BerlinS erteilten Linien gestellt. Zur Aeusserung über diesen ErgänzuiigSantrag ist die auffallend kurze Frist von 6 Wochen seitens des Obcrpräsidenten gestellt. Die Kürze der Frist fällt des- halb besonders auf, weil bis zum September die Ferien der städtischen Kollegien dauern und gegenüber einem so schwerwiegenden Antrag eine Frist von mindestens einem Jahr ein billiges Verlangen gewesen wäre. Die.Grosse Berliner' geht aufs Ganze. Sie will nicht nur die freie Benutzung der Strassen und Plätze der Gemeinden auf 99 Jahre zugunsten ihrer Aktten unterbunden sehen. Demselben Zweck dient vielmehr auch ihr Antrag auf«ine ausser« ordentliche Tariferhöhung. Sie verlangt nämlich für eine Fahrt bis zu 4 Kilometern 19 Pf., von 4 bis 8 Kilometern 15 Pf. und darüber hinaus 20 Pf. Fahrgeld. Ferner will sie sich das Recht auf Erhöhung deS Tarifs vor- behalten wissen. Uns dünkt, das Gesetz hätte den Minister oder Oberpräsidenten berechtigt, die Anträge der.Grossen Berliner' ohne vorherige Fristsetzungen glatt abzulehnen. weil die in den Anträgen der.Grossen' enthaltene Anschauung über völlige Denaturierung der städtischen Selbstverwaltung auch das im Kleiubahngesetz keine Stütze findet. Ist es auf den ersten Augenblick auf? höchste auffallend, dass eine Frist zur Aeusserung über solch wettgehenden Antrag innerhalb der Ferienzeit und so kurz gestellt wird, so gewinnt die Sache ein anderes Aussehen, wenn man annimmt. die.Grosse' will so wie bislang den Weg»hinten rum' nehmen. Die persönlichen Beziehungen ihrer VcrwaltungS- Mitglieder zum Ministerium der öffentlichen Arbeiten und zu dem jüngst verstorbenen Herrn v. LucanuS sind ja bekannt. Bei der Audienz, in der dem Oberbürgermeister Kirschner von dem Kaiser und mehreren Ministern versichert sein soll, dass die Stadt in erster Linie das Recht auf Benutzung der Strassen und Betrieb der Bahn habe, war es, sind wir recht unterrichtet, allein der Minister für öffentliche Arbeiten, der betonte, man müsse auch die Interessen der Aktionäre, beziehentlich der Gesellschaft im Auge haben. ES klingt ja wie Wahnsinn, dass der Erwerbs- gcscllschaft daS Eigentum der Gemeinden durch einen Federstrich der sogenannten Ergänzungsbehörden übertragen werden dürfe. Eine Gesellschaft, die auf Erfüllung solchen Ver- langcns rechnet, muss Gründe für ihre Annahme haben, nicht öffent- liche Interessen, sondern nur die der Gesellschaft würden von den Ministerien wahrgenommen. Sollte etwa die von un? wieder- gegebene Ministcrialäusserung sie zu dem Ergänzungsantrag ermutigt haben Rührigkeit bei Wahrnehmung der Interessen ihrer Aktionäre kann man der„Grossen' nicht absprechen. Soeben tritt sie mit einer grossen Denkschrift hervor, in der ste die Notwendigkeit einer Unter- tunnelung der Linden auf dem von ihr vorgeschlagenen Wege zu »rweisen sucht. Die bereit? früher von dem Magistrat dargelegte», von unS wicdergegebenen Ansichten über die grössere Zweck- mässigkeit deS städtischen Planes werden durch die Denkschrift der»Grossen' in keinem Punkte wirkungsvoll widerlegt. Trotzdem halten wir eS für angebracht, wenn der Berliner Magistrat und die Verwaltungen der anderen in Betracht kommenden Gemeinden ihrerseits durch eine Denkschrift von neuen, darlegten, dass die Interessen deS Verkehrs und der Allgemeinheit durch die Pläne der.Grossen' aufs ärgste gefährdet sind, und für kurzgefahte allgemeinverständliche AuSzüge auS solcher Denkschrift Sorge trügen. Dass die Magistrate der in Betracht kommenden Gemeinden dem »Hinten rum' der.Großen' die größte Aufmerksamkeit schenken, be- weist u. a. auch die Tatsache, dass der Vorsitzende der Verkehrs- deputation in Schöncberg, Stadtrat Bergmann, seinen Urlaub mit Rücksicht auf die plötzliche Aufforderung zur Rückäusserung auf den schamhaft„Ergänzungsantrag' genannten Beutefeldzugs- Plan der»Grossen' bis auf weiteres verschoben hat. Man wird Lau- sende Nr. Name des Vereins. Bezeichnung der Abteilungen (Männer-, Damen«, Lehr- lingS-, Mädchen-, Jugend-, Schüler«, Schülerinnen» Abteilung). Nr. der Gemeinde- schule. Tag und Zeit der statt- findenden Turnübungen. Name, Stand, Alter und Wohnung des Mtei- lungSturu- lehrerS. Im Besitze deS Unterrichts- Erlaubnisscheines feit der....... J.-Nr. der Schuldeputation (Ist der Erlaubnis- schein nicht erteilt, genügt ein wage- rechter Strich.) Offenbar will man den Turnunterricht nur denen gestatten, deren krummbucklige Gesimumg behördlich approbiert wird. Wie wir wiederholt darlegten, verstösst ein Verbot zum Turnunterricht gegen die Verfassung und die Gewerbeordnung. Besondere Be- achtung verdient in dem Formular die Anziehung bis zum 21. Lebens- jähre. Das Vereinsgesetz gestattet jungen Leuten mit 18 Jahren die Beteiligung selbst an politischen Vereinen, und hier kommt doch nur ein Gcselligkeitsverein in Frage, der sich das Turnen zur Aufgabe gestellt hau In Punkto Bevormundung ist in Preußen alles möglich, und darf man wohl gespannt sein, was sich hieraus entwickeln wird. Trotz mehrfacher Eingaben um Genehmigung des Unterrichts- erlaubnisfcheineS durch Perionen, welche in jeder Weife zur Leitung von Turnabteilungen befähigt sind, ist bisher stets ei» ablehnender Bescheid ohne Angabe von Gründen erfolgt. Wenn ein Beamter bummlig ist! Wenn ein gewöhnlicher Stepblicher eS zu tun kriegt mit einer Verwaltungsbehörde, einem Anstaltsbureau oder dergleichen, so hat er gefälligst sich davor zu hüten, dass er irgendeine Inkorrektheit begeht— er kann sonst böse anlausen. Wenn aber in den Bureaus solcher Behörden, Anstalten usw. eine Bummelei begangen wird, oie uns gewöhnlichen Sterblichen allen möglichen Verdruß und die ärgsten Scherereien bereitet, so haben wir gefälligst den Mund zu halten— wir könnten sonst wiederum böse anlaufen. Eine Bummelei, durch die die Beerdigung eines der- unglückten Arbeiters fast um eine volle Woche verzögert worden ist, verdient weiteren Kreisen bekannt zu werden. Der Steinschleifer Ferdinand Ahl, der bei der Firma Philipp Holzmann beschäftigt war, erlitt am 25. Juli auf einem Bau einen schweren Unfall, er wurde nach der K l i n i k in der Ziegel st raße gebracht und erlag am 26. Juli seinen Verletzungen. Seine Frau erhielt am 27. Juli die Todesnachricht, ubergab am 28. Juli dem Aufnahmebureau der Klinik die erforder lichcn Papiere und bekam hier am 29. Juli den Bescheid, jetzt sei die Leiche freigegeben, Frau A. solle nach dem Schauhause gehen, dort werde alles übrige erledigt werden, auch die Papiere würden da sein, bis sie eintreffe. Frau A. ging sofort zum Schau- haus, aber die Papiere waren noch nicht da. Ein Beamter sagte ihr, sie solle morgen wiederkommen. Am 39. Juli kam Frau A., aber noch immer waren die Papiere nicht da. Der Beamte wies jetzt die Witwe an, zunächst nicht wiederzukommen, sondern zu Hause zu warten, bis sie Nachricht erhalte. Als am 31. Juli noch keine Nachricht eintraf, wurde Frau A. unruhig und machte sich wieder auf den Weg nach dem Schauhaus. Wieder bekam sie die Antwort, die Papiere seien nicht da, sie solle doch nicht immer ge- laufen kommen, sondern warten. Am 1. August, dem sechsten Tage nach dem Tode des Mannes, wartete die Ftfau noch immer aus Nachricht. Von neuem ging sie zum SchauhauS, und wieder fuhr man sie an, sie solle warten und nicht fortgesetzt die Beamten belästigen. Und Frau A. wartete weiter. Am 3. August faßte sie sich wieder ein Herz, ging zum nun fünften Male nach dem Schauhaus und erregte aufs neue den Zorn des geduld- heischenden Beamten. Als sie von diesem Besuch nach Hause zurück- kehrte, wurde ihr mitgeteilt, inzwischen habe nach ihr ein Kriminal- schutzmann gefragt, der habe gefordert, dass sie sich endlich um oie Leiche kümmere, auch habe er darüber gescholten, daß sie bisher noch nicht mal die Papiere besorgt habe. Frau A. ging nunmehr zum Polizeibureau und trug ihre Sache vor. aber auch hier konnte ihr keiner raten noch helfen. Wieber ging sie zum Schauhaus— an diesem Tage schon zum zweiten Male— und wieder kommandierte man:»Sind Sie dennschonwiedcr dal? Sie sollen doch zu Hause bleiben, bis Sie Nachricht kriege n." Und gehorsam ging Frau A. nach Hause und wartete weiter. Noch einmal verbrachte sie eine schlaf- lose Nacht und zermarterte sich das Gehirn darüber, was diese rätselhafte Verzögerung zu bedeuten habe. Der 4. August kam, der neunte Tag schon nach dem Tode des Mannes. Da wurde in aller Frühe, um b Uhr morgens, bei Frau A. stark an die Flurtür geklopft. Frau A. sprang unbekleidet zur Tür, von draußen wurde befohlen:»Machen Sie auf!" Sie öffnete: ein Schutzmann stand vor ihr..Was wollte der so früh schon? .(Sagen Sie mal", so examinierte er sie in erregtem Ton,„warum kümmern Sic sich gar nicht um die Leiche Ihres Mannes? Wo haben Sie denn das Geld von der Krankenkasse hingebracht?" Dabei ergriff er die Frau am Arm und schüttelte sie. Er verpflichtete sie, um 8 Uhr früh sich auf dem Rcvierbureau einzufinden. Das tat Frau A., und nun wurde von hier aus nach der Klinik telephoniert. Sie wurde dann nach der Klinik geschickt, wo sich endlich herausstellte. daß die Papiere— liegen geblieben waren. Am 5. August, zehn Tag« nach dem Tode, konnte dann die eerdlgung stattfinden. Was wird dem Beamten geschehen, der die Dummelei ver- schuldet hat? Wahrscheinlich nichts! Und was würde, wenn die Witwe sich beschwerte, dem Schutzmann geschehen, der sie im Morgen- grauen aus dem Bett herausholte, ihr in erregtem Ton heftige Vorwürfe machte und sie am Arm schüttelte? Erst recht nichts! Und wie stände es, wenn der Verstorbene kein Arbeiter gewesen wäre? Telegramm de? Magistrats an Grafen Zeppelin. Der Magistrat Berlin hat sich in seiner gestrigen Sitzung mit dem Unfall in Echterdingen beschäftigt und beschlossen, dem Grafen von Zeppelin folgendes Telegramm zugehen zu lassen: An Grafen von Zeppelin, Exzellenz. Friedrichshafen. AuS seiner heutigen Sitzung sendet der Magistrat der Haupt- und Residenzstadt Berlin dem kühnen Eroberer der Lüfte zu Stern und Unstern die wärmste Teilnahme. Per aspera ad astra. Die gefährliche Kindertrompete. Weit schrecklicher als die Posaunen von Jericho erscheint der Freiwilligen Feuerwehr in Schmargendorf eine kleine Zehnpfennig- Blechtute, mit der der siebenjährige Heini Plühr musikalische Lungen- krasrproben veranstatret. Das Kommando der freiwilligen Feuer- wehr hat nämlich geglaubt, der kleine Bläser habe Feueralarmsignale dem kleinen Blech entlockt und daraufhin folgenden Ukas dem Vater deS kindlichen Trompeters zugehen lassen: Laut Anzeige der Feueralarmstelle Zoppoter Strasse hat Ihr Sohn gestern und vorgestern das Feueralarmsignal auf einer Kindertrompete trotz dem Verbote de? damit beauftragten Feuer- Wehrmannes Herrn Engelhardt geblasen. Zur Vermeidung der gesetzlichen Folgen werden sie hierdurch aufgefordert, die Einstellung der Sache augenblicklich anzuordncn. Das Kommando der Freiwilligen Feuerwehr Schmargendorf. Engelhardt, Schriftführer. Karl Suchland, Oberführer. Der Vater hat der Wehr auseinandergesetzt, welcher Unterschied zwischen den Klängen einer Kinderlrompele und dem Alarmsignal der Wehr liegt. Hoffentlich beruhigt sich nun der Wchrverei». Wenn nicht, nun dann mögen„die gesetzlichen Folgen' eintreten. Welche das sind, bleibt vorläufig Geheimnis der Schmargendorfcr Wehr._ Der gegen die Mückenplage in einzelnen Vororten von den De- Hörden und Privaten aufgenommene Kampf ist von durch- schlagendem Erfolge gewesen. Ueberall dort, wo man systematisch im vergangenen Winter, wie z. B. in Erkner, alle Mauern und andere Räume ausgeräuchert hat, sind die kleinen Plagegeister verschwunden, während in anderen Orten, in denen man die Hände in den Schoß gelegt hat, die Blmsauger jetzt wieder den Aufeiuhalt unerträglich machen. Von den Mengen, die ver- ulgt wurden, kann man sich kaum einen rechten Begriff machen. So wurde z. B. aus einem einzigen Keller nach dessen Aus- räucherung und Abfegen der Decken und Wände eine Karre voll weiblicher Muckenleichen entfernt. Dieser Erfolg ist aber nur dann von Dauer, wenn der Kamps in allen von der Miickenplage be- lästigten Orte» fortgesetzt wird. Rotzkraiikheit. In, Pferdebcstande deS Drofchkenfuhrhcrrn Sielaff, Hussitcujtr. 6, ist nach aintlicher Bekanntmachung die Rotzkrankheit ausgebrochen. Werft Obstrcste nicht auf die Straße! Durch das schon wieder- holt gerügte rücksichtslose Umherwerfen von Obstresten ist schon mancher Unfall herbeigeführt worden, und doch begegnet man dieser Unsitte aus Schritt und Tritt. Gestern nachmittag glitt in der Jnvalidenstrasse eine hochbetagte Frau, die, auf einen Spazierstvck gestützt, langsam daherkam, über ein so gedankenlos forlgeworfeneö Stück Obst aus und kam so schlver zu Fall, dass sie, da sie sich nicht fortzubewegen vermochte, mit einer Droschke nach ihrer Wohnung in Alt-Moabit gefahren werden mußte. Es ist keineswegs ausgeschlossen, daß sich die Greisin schwere innere Ver- letzungen zugezogen hat— wieder durch die Gedaukeulosigkcit, die hier dem Frevel fast nahe kommt. Die Perlen der Gräfin Wartensleben. Die verhaftete Kammer- frau Rteger ist wahrscheinlich bereits jetzt aus der Haft entlassen oder wird in Kürze auS der Haft entlassen werden. Dass sie beim Ver- stecken der Perlen nur einen Schabernack ausführen und diese nicht sich zueignen wollte, hat sie bereits vor dem Verschwindenlassen der Perlen in dem Versteck anderen Dienstboten mitgeteilt, wie diese jetzt vor dem Gericht bestätigt haben. Bleibt also nur die von uns schon erörterte Frage übrig, ob gegen die Detektivleute und den Ehemann der Gräfin strafrechtlich vorgegangen werden kann, die die Kammerfrau anstifteten, die Perlen gegen 19999 M. aus der Wohnung der Gräfin in eine fremde Wohnung zu bringen. Da Diebstähle zwischen Eheleuten nicht strafbar sind und die Absicht jener darauf abzielte, die Perlen wieder in gräklichen Besitz zu bringen, so wird wohl auch dieser Teil wie das Hornberger Schießen ausgehen. Der der Gräfin zugedachte Schabernack ist durch die Aufvaufchung desselben seitens ihrer Freunde erheblich vergrößert. Spurlos verschwunden ist seit mehreren Tagen der 39 Jahre alte Arbeiter Otto Heinrich aus der Reuterstrasse 12. H. verließ seine Wohnung, um wie gewöhnlich seine Arbeitsstätte aufzusuchen. Er ist aber bisher weder dort angekommen noch nach den An- gehörigen zurückgekehrt. Die letzteren können sich das eigenartige Verschwinden deS H. in keiner Weise erklären. Der Vcrmisste ist mit dunkel gestreiftem Jackettanzug und schwarzem Echlapphnt be- kleidet. An- und Abfahrt bei dem Hagenbeckschen ZeltzirkuS. Zur Regelung des Wagenverkehrs für den Besuch der Vorstellungen hat daS Polizeipräsidium folgende Anordnungen erlassen:»1. Die Anfahrt erfolgt nur von der Königstratze her nach dem in der Neuen Friedrichstrasse belegenen Haupteingange, die Abfahrt der leeren Wagen nach der Grunerstrasse zu. 2. Die zur Abholung von Zirkusbcsuchern anfahrenden Wagen stellen sich wie folgt ans: a) Privatwagen und bestellte Droschken an der Westseite der Neuen Friedrichstraße dem Haupteingange deS Zeltzirkus gegenüber, Spitze an der Königstraße. b) Unbestellte Droschken erster und zweiter Klasse an der Nordseite der Gruncrstraße, Spitze an der Neuen Friedrichstraße in der rückwärtigen Verlängerung an der Westseite der Dircksenstraße südlich der Gruncrstraße. Die Spitze kann kurz vor Beendigung der Vorstellung bis zum Haupteingang des Zirkus in der Neuen Friedrichstratze vorgezogen werden, c) Kraftdroschken an der Westseite der Neuen Friedrichstratze, Spitze an der Gruner- straße. 3. Der Halteplatz der Kraftdroschken(Nr. 527 des Ver- zcichnisses) geht für die Dauer der An- und Abfahrt ein. 4. Die Abfahrt der Wagen nach Schluß der Vorstellung erfolgt nur aus der Neuen Friedrichstraße in der Richtung nach der Grunerstraße hin. 5. Den Anordnungen der Auffichtsbcamten behufs AuS, führung dieser Bestimmungen ist Folge zu leisten. Zuwiderhand- lnngen dagegen werden nach§Z 132 und 133 der Straßenordnung für den Stadtkreis Berlin vom 31. Dezember 1899 bestraft.' Ein schwerer Bauunfall ereignete sich am Donnerstag an dem neuen Durchstich für den Großschiffahrtsweg in der Jnngfernheide. Dort soll bei Haselhorst eine Brücke gebaut werden, zu welchem Zweck über dem Schacht ein Holzgcriist aufgestellt worden ist. Donnerstag nachmittag brach ein Balken in dem Augenblick, als der Arbeiter Sura mit einer Kipplore das Gerüst passierte. Neben ihm stand ein Ingenieur und der Polier B. Alle drei Personen stürzten in den Schacht. Während die beiden letztgenannten mit leichteren Kontusionen davonkamen, erlitt Sura einen Bruch des Oberschenkels und anscheinend innere Verletzungen. Er wurde mittelst Koppschen Krankenwagens nach dem Krankenhause Moabit übergeführt. DaS Opfer eines rohen UrVerfallcS. Zu der unter dieser Spitz- marke in der DonnerStagnummer gebrachten Notiz teilt uns der Sohn des Weissbicrwirtes mit, daß er nicht arretiert ist, sowie daß kein Ueberfall stattfand, vielmehr nur eine auS Anlaß eines Wort- Wechsels entstandene Schlägerei. DaS Opfer eines Unfalles mit tödlichem Ausgange ist der 31 Jahre alte Kolonialwarenhändler Schonunartz aus der Wilhclmstr. 18 ge» worden. Mit Hilfe feines Hausbieners war Gh. im Begriff gewesen, bis heute noch nicht, Sa fie erst durch das Oberberfaltungs-, Bau wurde mit großer Haff son Affordinautern aufgeführt. ein mehrere Bentner schweres Faß nach dem Keller hinuntergericht ihr Recht erkämpfen müssen. Inzwischen werden die ber- nnerhalb 42 Woche war der Bau, bis zum zuschaffen. Beim Sinabrollen auf der Treppe glitt er aus und butten Dorfbonzen fich langsam an den Gedanken des Einzugs Stichten emporgeführt! Das Baumaterial hatte stürzte so unglücklich ab, daß das nachfolgende Faß über ihn hinweg der Sozialdemokraten in das Dorfparlament gewöhnt haben. Baer aus Friedenau geliefert. Gestern nachmittag um 4 Uhr ging. Dem Bedauernswerten wurden mehrere Rippen gebrochen haben sich die Verhältnisse unter der Aera des neuen Oberhauptes und andere schwere innere Verlegungen zugefügt. Bald nach der von Lantwit schon so gestaltet, daß man in öffentlicher erfolgte nun die Katastrophe: Als der größte Teil der Arbeiter Einlieferung im Krankenhause am Urban erlag Sch. den schweren Versammlung, so sonderbar es auch flingen mag, seitens sich glücklicherweise nach den nahe belegenen Wirtschafen beVerlegungen. der Grundbefizer nach den Roten geschrien hat, geben hatte, um zu bespern, stürzte die ganze vordere Das Gewerkschaftskartell Adlershof und Umgegend feiert am um gegen die jetzige Politik des Dorfparlaments Front zu machen. Hälfte des Wohnhause 3 in sich zusammen. Drei MauSonntag in Wölfteins Luftgarten sein Gewerkschaftsfest. Das Nähere Das Ergebnis der Landtagswahl in Lankwik, führte der Borsigende rer und ein tSafer lagen unter den Trümmern. Die Feuerwehr Sonntag in Wölfteins Luftgarten sein Gewerkschaftsfest. Das Nähere aus, kann als zufriedenstellend bezeichnet werden. Die Genossen wurde alarmiert; doch ehe sie erschien, waren die Verunglückbefagt das Inserat. haben in der jetzigen aktionslosen Beit alles daran zu setzen, um Turnverein Oberfpree. Der Abschluß der Kinderspiele des Turn- dem Verein neue Kämpfer zuzuführen, um für fernere Aktionen ten bereits befreit. Zwei Maurer und der Staker hatten bereins Oberspree findet am Sonntag, den 9. d. M., statt. Jedes schlagfertig zu sein. Den Kaffenbericht erstattete Genosse Theurig. neben Anochenbrüchen auch noch anscheinend schwere innere Kind erhält eine Stodlaterne. Die Eltern werden gebeten, ihre Die Landtagswahl ergibt eine Einnahme von 99,80 M., Ausgabe Verlegungen davongetragen. Der Vierte, der aus dem vierKinder an den Spielen teilnehmen zu lassen und sind selbst ein- 61,85 M., an den Kreis wurden 38,45 M. abgeführt. Die Ab- ten Stock, also am höchsten, gefallen war, tam bei dem Sturze gelaben. Heute feiert der Verein sein fünftes Stiftungsfeft in rechnung des 2. Quartals des Vereins schließt mit einer Einnahme noch am besten weg. Er konnte sich ohne fremde Hilfe beTabberts Waldschlößchen. Anfang 4 Uhr. Eintritt 20 Bf. Die von 155,20 M. Hierbon wurden dem Streis 103,47 M. zugeführt, freien und sich nach seiner Wohnung begeben, Staffeeküche ist von 3 Uhr an geöffnet. Freunde und Interessenten an örtlichen Ausgaben sind 35,77 M. zu verzeichnen. Unter Ver des Vereins werden auch hierzu vom Verein hiermit eingeladen. einsangelegenheiten wurde beantragt, die Vereinsabende Schöneberg. Ertrunken Beim Baben an verbotener Stelle in der Spree an Ginne wurde nach vielem Für und Wider beschlossen. Demnach heute ihr Ende. Der Schluß wird durch eine Abschiedsfeier heute, aus dem Lokal Rettger in das von Gbel zu verlegen. In diesem Die Ferienkolonie für Arbeiterkinder erreicht für dieses Jahr ber Stralauer Straße, ist ber 9 Jahre alte Knabe Dtto Gospodar. finden bie künftigen Bereinsabende bei Gbel", Marienfelder Sonnabend, in der Schloßbrauerei, Hauptstr. 122-124, stattfinden. Die Leiche ist noch nicht gefunden. Straße 9, statt, ebenso die sonst bei Rettger stattgefundenen Bahl- Von Rachmittag 3 Uhr ab beginnt die Feier für die Kinder, wobei Zeugen gesucht. Am Sonntag, den 21. Junt, wurde ein Mann abende. Gin Antrag auf Abhaltung eines besonderen Zahlabends denselben große Ueberraschungen auteil werden. Für Erwachsene ( Invalide), der auf einer Bank in der Nähe des Weddings saß, von für den 6. Bezirk wird den nächsten Zahlabenden zum Beschluß findet im Saale von abends 61% Uhr an ein Gesangskonzert, auss einem Schußmann zum Weitergehen aufgefordert und später von überwiesen. An Stelle des früheren Bezirksführers Perisch geführt vom Thüringer Boltsquintett unter Leitung des Herrn Neugivei Schußleuten nach der Wache gebracht. Personen, die den Vor- wird der Genoffe Schirm gewählt. Bur Streisgeneralbermeister, statt. Ferner haben der Arbeiter- Turnverein, Herren fowie fall gefehen haben, werden gebeten, ihre Adresse an Stupnic, Kirch- sammlung werden delegiert die Genossen Bratfisch und Damenabteilung, und der Arbeiter- Radfahrverein bei der AbschiedsStraße 8 oder an Rechtsanwalt Goldberg, An der Spandauerbrüde 10, Dehnst, für Groß- Berlin die Genossen Anders und Voigt. feier ihre Mitwirkung zugefagt. Es wird ferner gebeten, die noch zu senden. Nachdem noch einiges über den Beitritt der Frauen zu unserer Or- im Umlauf befindlichen Sammellisten für die Ferienkolonie so schnell ganisation diskutiert wurde und zu lebhafter Agitation auf beiden wie möglich an die unterzeichnete Adresse abliefern zu wollen. Seiten aufgefordert wurde, fand die reichhaltige Tagesordnung um Frau E. Bäumler, Martin- Luther- Straße 51. etwa 1 Uhr ihr Ende. Eichwalde. Vorort- Nachrichten. Boghagen Nummelsburg. Ueber den Parteitag in Nürnberg sprach Genosse Düwe!! in Wahlvereins gab zunächst Genoffe Mitiche den Kassen In der lebten außerordentlichen Mitgliederversammlung des der am Dienstag fortgesezten Generalversammlung des Kreises. bericht vom 2. Quartal. Einnahme 112,98 M., Ausgabe 128,92 Seine Ausführungen sind bereits in dem am Freitag gebrachten Mart( barunter an die Bentraltasse abgeliefert 75,32 M.). Die Bericht über die Lichtenberger Versammlung wiedergegeben. In der Bandtagswahl brachte gegenüber einer Ausgabe von 21,95 M. Diskussion trat Parteisekretär Genosse Ebert der Ansicht des eine Einnahme von 96,82 m. Die Erfahwahlen hatten folReferenten in einigen Punkten entgegen. Er verteidigte die Stigendes Resultat: Staffierer: Genosse Mahle, Schriftführer: Ge wahltatti! bes Parteivorstandes und billigte das Vorgehen noffe Neumann, Bezirksführer für Zeuthen: Genosse Hans che, unserer Genoffen in Rheinland- Westfalen. Auch in den Fragen für Eichwalde: Genosse Schöps. Unter" Verschiedenes" teilte Maifeier und Jugendorganisation habe der Partei Genosse Schöps mit, daß ihn ein Wusterhausener Genosse wegen borstand richtig gehandelt. Von einer Abwürgung der Maifeier des Gastwirts Saebe in Beuthen interpelliert hätte. tönne teine Rede fein. Die Jugend fei nach unferen Grundfäßen Der Herr Raebe hat sich bem betreffenden Genoffen gegenüber be zu erziehen; baher gehe es nicht an, die Jugend fich selbst zu über flagt, daß er seit der Landtagswahl geschäftlich faltgestellt fei. Die laffen. Eine Jugendschrift soll event. vom Parteivorstand Angelegenheit wurde besprochen und beschlossen, in dem Verfammherausgegeben werden. Gin Antrag: Auf die des nächsten Parteitages ein Referat über Konsumgenoffen- lungsbericht eine Darstellung des Falles zu geben. Der Staebesche schaft und Arbeiterbewegung zu feßen", wurde Fall liegt nach der Darlegung in Gichwalde folgendermaßen: Wie gegen 1 Stimme angenommen. Als Delegierte Ats Delegierte wohl in allen ländlichen Bezirken kam es auch in Zeuthen bei der zur Kreisgeneralberfammung wurden die Genossen Zandtagswahl auf jede einzelne Stimme an. Lange vor der Landjur Areisgeneralberfammung wurden die Genossen tagswahl hatten die Genossen mit Raebe gesprochen und hatte Wilhelm Schulze, Ried und Nollstadt gewählt. er ihnen zugesichert, zur Wahl auerfcheinen. Als der Ober- Schöneweibe. Wahltag da war, ging vorsichtshalber ein Genosse vor der Wahl Gemeindewahlen. Gegen den Beschluß der Gemeindevertretung nochmals zu Kaebe und bot ihm seine Begleitung an. Sie wurde auf ungültigkeitserklärung der Wahl unserer Genoffen Jacobsen, abgelehnt mit dem Bemerken, daß er( Staebe) lieber allein gehe. Stefegang und Wuth haben diefelben bas Verwaltungsstreit Stivas später fragte ein anderer Genoffe im Lokal nach Kaebe. Die verfahren anhängig gemacht. Gleichzeitig haben auch die se atho- Frau erwiderte, ihr Mann sei schon fort. Wer aber nicht zur liten ben Befchluß angefochten. Vom Kreisausschus iftahl erschien, war ert Staebe. Später zur Rede ge nun die Klage abgewiesen worden. In der Begründung beigt ſtellt, gebrauchte er allerhand Ausreden, die die Genossen nicht be. es, unfere Genoffen feien badurch, daß fie Bollmachten zur Aus friedigten. Wenn nun die Zeuthener Genossen auf Grund dieses übung von Gemeinderechten bon ortsanfäffigen Hausbesiger. Vorkommnisses ihren Bablabend, den fie folange bei Kaebe witwen hatten, nicht ansässige im Sinne der Land- abgehalten hatten, verlegten und auch sonst das Lokal gemeindeordnung geworden. Das Gefes fpreche mieden, so tann ihnen feiner; am allerwenigften Herr Kaebe, zur Stellvertretung berechtigten Perfonen, und als solche feien dies berargen. Wer so wie Herr Raebe den Genossen vorher alles nur die gesetzmäßigen Vertreter wie Vormünder uit. zu betrachten. verspricht und sie dann nachher gewiffermaßen zum Narren hält, Gegen diese irrige Auslegung der Landgemeindeordnung wird der verdient, als ein Gegner behandelt zu werden. Diese Behandlung Rechtsweg bis zur legten Instanz von unseren Genossen betreten wurde durchweg in Eichwalde geteilt. Ein Bohkott ist gegen Kaebe werden. Der Klageeinwand der Katholiken stüßt sich darauf, daß, verständlich erachtet, einen Wirt, der wie geschildert handelt, au nie beschlossen worden, sondern die Genossen haben es als selbstnachdem die Wahlen unserer Genoffen für ungültig erklärt waren, meiden, und haben so gehandelt. In Beuthen stehen den Genossen ihre Kandidaten, die die nächstmeiste Stimmenzahl aufweisen, hätte als gewählt erklärt werden müssen. Seitens unserer Genossen die Lokale von Lindemann( Bur Dorf- Aue) und Spethmann wurde bereits in der Gemeindevertretung dieser gänzlich hinfällige( Albrechtshof) zur Verfügung. Standpunkt belämpft, da die Gemeindevertretung niemals ein Charlottenburg. anderes Ergebnis an Stelle des bekannt gegebenen fezen tann. Dies ist auch der Abweisungsgrund des Gerichtes. Das Stlageobjekt ist auf 2000 Mart festgesezt worden. Lankwik. nut bott Hanseinstarz. Ein Schwindelbau ist gestern nachmittag in Charlotten burg zusammengestürzt. Am Rönigsweg 52 fant ein Teil erläuterte Genoffe Schütte in seinem Vortrage über Ergediehen war, in sich zusammen und begrub bier Arbeiter In der lebten Generalversammlung des hiesigen Wahlvereins eines bierstöckigen Wohnhauses, das bereits bis zur Dachhöhe ziehungsfragen" ben anwesenden Genoffinnen und Genoffen unter den Trümmern. Drei von ihnen wurden schwer die Erziehungsfrage vom Standpunkte des Sozialismus und unter- berlept in das Krankenhaus Westend geschafft, während der 3og dabei Schule, Stirche, Militarismus und auch den heutigen bierte mit leichteren Verlegungen babonkam. Strafvollzug einer herben Kritit. 8um Schluß forderte er bie Anwesenden auf, alles daranzusehen, um die heranwachsende dank aus Stegliz, der in seiner Person Baumeister und Der Neubau wird aufgeführt von dem Baumeister HabeJugend zu wahren Charaktern im Sinne des Sozialismus zu er Bolier vereinigt. Die zum Bau verwandten Steine fowie ziehen, denn: Wer die Jugend hat, der hat die Zukunft!" Der Vorsitzende, Genosse Debnst, erstattete den Vorstands. auch das Holz find nach Ansicht von Fachleuten mehr als bericht. Das berfloffene halbe Jahr war ein äußerst arbeits- minderwertig. Dazu kam, daß der nach allen Seiten hin freireiches. Die stattgefundene Gemeindewahl hat zwar unseren stehende Bau in seinen Wänden ungenügend beranfert wurde. Genossen den Sieg gebracht, die Gewählten amtieren aber Die Verankerung betrug taum einundeinenhalben Stein. Der Hermsdorf i. M. Der Berliner Magistratssekretär Chemi, bisher im Ehrenamt Einwohner zählt, ist in der legten Sigung der Hermsdorfer Ge Schöffe der Nordbahngemeinde Hermsdorf, welche jetzt 6000 meindevertretung zum Gemeindevorsteher des Ortes gewählt worden. Nach der Bestätigung durch die Aufsichtsbehörden wird Chemü seine Berliner Stellung aufgeben. Vermischtes. Der Brand in Donaueschingen. gener in den Häuferruinen Donaueschingens ausgetobt. Feuerwehr Nach vierundzwanzig Stunden unaufhörlichen Regens hat das Feuer in den Häuſerruinen Donaueschingens ausgetobt. Feuerwehr sind es 125 zum größten Teil massive Steinhäuser, die vom Dach aus und Rettungsmannschaften fonnten nicht viel helfen. Genau gezählt durch Funkenübertragung bis auf den Steller ausgebrannt sind. Das niedergebrannte Stadtviertel ist abgesperrt. Rote Glut und fladernde lompagnie aus Konstanz ist gestern abend abgerüdt. Bioniere find lämmchen erleuchten die Mauerreste von innen. Die Infanterieleider erst legte Nacht eingetroffen. Sie werden morgen Sprengungen vornehmen. Auch Berlin und die meisten Städte haben ihre Anteilnahme ausgesprochen und Geldspenden laufen von überallher ein. Die Dbbdachlosen konnten alle untergebracht werden. Betriebsunfall. Madrid, 7. August. As der Minister des Innern de la Cierba fich gestern aus seiner Wohnung nach dem Ministerium begeben wollte, schleuderte ein füngst entlaffener Beamter seines Refforts einen Gipsblod gegen ihn. Der Minister erlitt eine geringfügige Beinverlegung. Der Täter tourde berhaftet. Unterschlagung. taffe etwa 10 000 20. unterfchlagen und sich nach sehntägiger Free In Bingingen( bel Göppingen) hat der Raffterer der Darlehns fahrt gestern der Staatsanwaltschaft gestellt. nntung für jedermann, SW., Meganbrinenſtr. 26. Geöffnet täglich von Oeffentliche Bibliothek und Lefehalle an unentgeltlicher Be 5-10 ihr abends, an Sonn- und Feiertagen von 9-1 und 3-6 Uhr. In den Lesefälen liegen zurzeit 515 Beitungen und Bettschriften jeder Art Die Ausleih- Bibliothek ift bis auf weiteres gefchloffen. Freie Jugendorganisation, Abteilung 13: Heute abend 8 Uhr bet Böge, Lothringerstr. 65: Bortrag. Abteilung Charlotten burg: Heute abend 1,9 Uhr im Bollshaus", Rofinenstr. 3: Bortrag bes Kollegen Lüpnik über: Arbeiterschaft und Religion". und Richtung aus. Siliale Berlin V: Qeute abend 9 Uhr bei Heufelder, Dragoner Allgem. Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter( E. 5. 29) traße 15. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 9. Auguft, bormittags 9 Uhr, Bormittags 10%, Uhr in der Schulaula, Kleine Frankfurter Str. 6: Bortrag von Herrn Dr. Bruno Bille über: Das Freireligiöse in Goethes Faust": II. Das Erlösende im Menschen. Herren und Damen find als Gäste sehr willkommen. 19 den Großhandel in den Bentral- Martthallen. Amtlicher Marktbericht der städtischen Markthallen Direktion über Bufuhr reichlich, Geschäft ruhig. Preise unverändert. Bild: Zufuhr ge Marktlage: Fleisch: nitgend, Geschäft rege, Preise wenig verändert. Geflügel: Zufuhr nicht genügend, Geschäft fehr rege, Breise hoch. ifche: Bufuhr mäßig, Geschäft Geschäft ruhig, Breise unverändert. Gemüse, Dbß und Sübfrüchte: ziemlich rege, Breise im allgemeinen befriedigend. Butter und Kaje: Bufuhr reichlich, Geschäft schleppend, Breife feft. Bir ben qubalit her guferate Schiller- Theater 0. Theater des Westens. Urania. Kleines Theater. Für Inhalt übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, ben 8. August, Neues fgl. Operntheater. Figaros Hochzeit.( Anfang 7, Uhr.) Anfang 8 Uhr. Menes. Der Berriffene. Neues Schauspielhaus. Dollarprinzeffin. Kleines. 2X2= 5. Luftspielhaus. Die blatte Maus. Westen. Ein Balzertraum. Schiller O.( Bauner Theater. Friedrich Wilhelmstädt. San. Oberon. spielhaus. Ein Rabenvater. Bernhard Rofe. Das Geheimnis bon New York. Metropol. Das muß man seh'n. Spe Apollo. Bera Bioletta. gialitäten. Gebrüder Herrnfeld. Das lommt babon. Vorher: Es lebe das Nachtleben. ( Wallner- Theater.) Morwit Oper. Sonnabend, abends 8 Ubr: Alabendlich 8 Ein Walzertraum. Dperette von Dstar Strauß. Oberon, König der Elfen. Friedrich- Wilhelmstädtisches Gr. romantische Oper in 4 Aften bon Carl Maria v. Weber. Sonntag, nach m. 8 ubt, bet halben Breifen u. gum legtenmal: Carmen. Sonntag, abends 8 ubt: Gastspiel Heinrich Bötel. Martha ober Der Markt zu Richmond Montag, abends 8 Uhr: Figaros Hochzeit. Brunnen- Theater Babstraße 58. Dirett.: Willi Voigt. Täglich: Unsere blauen Jungens. Erstklassige Spezialitäten. The 5 Violettes Bollini Truppe Kurt Ellys Powel and Powel Adolf Hartley. Gröffnung 2 Uhr. Anfang 4 Uhr. Borverkauf von 10 Uhr ab. Freitag, den 14. Aug. Gr. Benefis borstellung für Küte Bach. Baffage. Berlin in Stimmung. Volksgarten- Theater Spezialitäten. Berliner Prater. Die Welt ein Barabies. Anfang 7 Uhr. Carl Saverland. Spezialitäten. Seichshallen. Stettiner Sänger. Walhalla. Spezialitäten. lennia. Taubenstraße 48/49. Die Gletscher der Hochgebirge und ble Eiszeit unserer Heimat. Sternwarte, Suvalibenstt, 67/62 am Bahnhof Gesundbrunnen. Konzert, Theater und Wissenschaftliches Theater. Taubenstraße 48/49. Abends 8 Uhr: 8 115. Schauspielhaus, 8 ur. Die Gletscher der Hochgebirge and Sommerspielzeit. Leitung v. G. Pilg. Sonnabend, den S. August: Ein Rabenvater. Schwant in 3 Atten v. Jarno u. Fischer. Sonntag: Ein Rabenbater. Montag: Ein Rabenvater. Luisen- Theater. Sonntag, den 9. August 1908, abends 8 Uhr: 8um ersten mal: Suse. Schauspiel in 5 Atten nach dem gleich namigen Roman aus dem Berliner Lokal- Anzeiger für die Bühne be arbeitet von Gustav Albert. Lustspielhaus. Abends 8 Uhr: Die blaue Maus. die Eiszeit unserer Heimat. OF INCISCHER CARTEN Hente, ab 5 Uhr nachm. Gastspiel der Kapelle d. Leib- Gren.- Rgts. ,, König Friedr. Wilhelm III." ( 1. Brdbg.) No. 8 Dirigent: Kgl. Stabshoboist W. Lebede- Frankf. a. O. Passage- Theater, Abends 8 Uhr: BELLINI Metropol- Theater Der König aller Gedankenleser Bum 324. Male: Spezialitäten- Versellung. Das muß man seh'n ,, Goldene Bollspoffe mit Gefang in 3 Atten. Nenes RiesenProgramm Rebue in 12 Bildern m. Gef. und Tanz. Anfang 8 Uhr. Rauchen gestattet. mit seinen noch nie gesehenen, ans Unglaubliche grenzenden ::: Gedankenübertragungen: Das großartige August- Programm! Grete Gallus, Fritz Steidl usw. usw. Sonnabend, den 8. Auguft cr., Anfang 8 Uhr: 2 mal 2= 5. Sonntag: 2 mal 2= 5. Montag: 2 mal 2= 5. Dienstag: 2 mal 2= 5. Novität! 91/2 Gebrüder HerrnfeldVorverk. Anfang Theater. 11-2 Uhr. 8 Uhr. 57 Kommandantenstr. 57 pollo Täglich die Noviltät: Das kommt Cheater Novität! 912 Vera Violetta. Baudeville Operette d. Edm. Eyeler. In Szene gefeht vom Dir. N. Schier. Borher 8 Uhr: Die neuen Attraktionen. DERNHARD ROSE THEATED Gr. Frankfurter Str. 132. Das Geheimnis v. New York Anf. 8 Uhr. Sommerpreise. Auf der Gartenbühne: Anfang 4, Uhr. Theatervorstellung. Spezialitäten. W. Noacks Theater Direttion: Rob. Oill. Brimmenftr. 16 Große Extra Vorstellung. Ein trenes Menschenherz. Boltsstud in 4 Atten. davon! mit dem Vorspiel: Es lehe das Nachtleben!" Romöble in 3 Alten von Anton und Donat Herrnfeld. Promenaden Konzert im herrlichen Sommergarten und auf der Pergola. 000000000 Fröbels Allerlei- Theater. Schönhauser Allee 148. Täglich: Berliner Herzen. Bollsstück in 2 aften. Dazu Borher und nachher: Spezialitäten. erklafüge Spezialitäten. Während und nach ber Borst.: Tanz. Anj. 6 Uhr. Staffeeküche 3-6 Uhr. Jeder Arbeiter, Neue Welt. Deutfcher fetallarbeiter- Verband. Hasenheide 108-114. Nur noch jeder Handwerker wenige Tage! follte zur Arbeit die Lederhose Herkules tragen. Unerreichte Leistungsfähigkeit. Allein- Berkauf. Sehr starkes Leder in praktischen grauen u. braunen Streifen, auch einfarbig. Am Bund aus einem Stud gearbeitet. Sehr feste Sapp nähte. 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BTäglich Die Welt ein Paradies große Ausstattungs- Revue und erstklassige Spezialitäten. Anf. Sonnt. 4 Uhr, Wochent. 41, Uhr. Im Saale: Täglich gr. Ball. Walhalla Varieté- Theater Weinbergsweg 19/20, Rosenth. Tor. Spezialitätenvorst. Im Garten. Bei ungünst. Witterung i.Theater. Dreffierte Elefanten. Anfang der Borstellung 8 Uhr. Schweizer Garten. Am Königstor Am Friedrichshain. Direttion Wilhelm Reimer. Sonntag, Montag und Donnerstag: Erstklassige Nummern. TanzGr.Elite- Soireen Kränzch. Beg. Sonnt. 5, wochent. 81. Der große Theatersaal ist noch für einige Mitt: woche zu vergeben. Morgen: Berliner Sänger. Tanzkränzchen. Ostbahn- Park Am Küstrinerplatz, Rüdersdorferstr. 71 Hermann Imbs. Täglich: Theater- und SpezialitätenGroßes Konzert, Vorstellung. Meltestes Teilzahl.- Geschäft für Arbeitsnachweis: Hof I. Amt III. 1239. Verwaltungsstelle Berlin. Charitéstraße 3. Haupt- Bureau: Hof III. Amt III. 1987. Sonntag, den 9. August 1908, vormittags 10 Uhr: Allgemeine Versammlung der Rohrleger und Helfer Berlins und Umgegend im Gewerkschaftshaus, Engelufer 15, Saal 4. Zages Drdnung: 1. Unsere Stellungnahme zu der Tarifvorlage der Arbeitgeber und unsere Forderungen. Referent: Kollege Handke. 2. Diskussion. Kollegen! In dieser Versammlung sollen die Rohrleger und Helfer nicht nur über die Vorlage der Unternehmer ihre Meinung fundgeben, sondern auch zu der Schaffung eines neuen Tarifes Stellung nehmen. Da es sich hier also um die Interessen eines jeden Kollegen handelt, so ist es doppelte Pflicht für jeben, dafür au forgen, daß diese Versammlung so zahlreich besucht wird, damit auch nach feiner Richtung hin ein Zweifel bestehen fann, zu welcher Organisation die Berliner Rohrleger und Helfer Vertrauen haben. Kollegen! Erscheint in Massen, teiner darf fehlen, ein jeder von Ihnen muß feine Schuldigkeit tun. 120/11 Deutscher Metallarbeiter- Verband, Ortsverwaltung Berlin. Verband der Kupferschmiede, Filiale Berlin. Verband der Schmiede, Zahlstelle Berlin. Montag, den 10. August 1908, abends 8 thr: Bezirksversammlung nur die Südenbezirke im großen Saale des Gewerkschaftshauses, Engelufer 15. Zages Drdnung: Unserem Klubgenossen Julius Lutter genannt Jule vom Juliusturm, die besten Glückwünsche zur silbernen Hochzeit. Statklub Treff". Deutscher Transportarbeiter- Verband. ( Bezirk Groß- Berlin.) Todes- Anzeige. Unseren Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege Wilhelm Henze verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 8. August, nach mittags 2%, Uhr, von der Leichen halle des Krankenhauses Friedrichshain aus nach dem Zentral- Fried hof in Friedrichsfelde statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung I. 70/7 Deutscher Holzarbeiter- Verband Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Stollege, der Tischler Franz Gans am 5. Auguft gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 8. August, nach mittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des neuen Michael- Kirchhofs am Mariendorfer Weg aus statt. 88/8 Die Ortsverwaltung. 1. Bortrag des Genoffen Hoffmann- Bielefeld: Der freie Arbeitsvertrag und die gewerkschafttiche Freie Kranken- u. Begräbniskasse Organisation." 2. Diskussion. Bahlreicher Besuch wird erwartet. Die Ortsverwaltung. Brennabor- Räder! Dr. Simmel Deutscher Holzarbeiter- Verband. Kein Laden! Günstigste Bedingungen. Berlin SO., Louis Barth, Brückenstr. 10a, pt. Wiederverkäufern empfehle meine billig. u. schönen Türenschilder aus Belluloid. Ein Muster mit jedem Ramen gegen 50 Bf. 144/ 2* N.Röhling, Schilderf., Zwickau S. Von der Reise zurück Dr. Ernst Gebert, Arzt für Hautleiden etc., Lindenstr. 6. 213/9 Spezial- Arzt für Haut- und Harnleiden. Prinzenstr. 41, Moritzplatz, dicht am Einsetzer! Sonntag, den 9. Auguft cr.: Bezirksversammlung in den 10-2, 5-7. Sonntags 10-12, 2-4. bekannten Lokalen. Von der Reise zurück Dr. Vollmann, Schlesische Straße 40 a. 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Hasenheide 13-15. Artistische Leitung: Bernhard Lange Täglich: Großes Konzert, Theaterund Spezialitäten- Vorstellung. Mittwoch: Kinderfest. Donnerstag: Elite- Tag. ab Hin und zurüd 50 Pt. Abfahrt 9, 9%, und 10 Uhr. Rücf. erster Dampfer 2 Uhr, lepter 4, Uhr früh. Dampferstation Michaelbrücke an der Michaelkirchstraße. 8255 [ 88/7] Die Kommission. Zentralverband der Lederarbeiter. Fillale I Berlin. Sonnabend, den 8. August 1908: Großes Sommerfest verbunden mit Konzert, Theater und Spezialitäten Vorstellung. Großes Brillant- Feuerwerk. Fackel- Polonaise. Großer Sommernachtsball. KinderBelustigungen aller Art. Anfang 4 Uhr. Eintrittspreis 25 Pt. NB. Der Ueberschnß wird den arbeitslosen Kollegen überwiesen. Aus diesem solidarischen Grunde auf guten Besuch hoffend. 144/11 Das Komitee. Kolonie Schönholz. Sente, Connabend, den 9. Auguſt, wieder die be Sonntag, den 9., u. Montag, den 10. Aug.: Dafelbst lebte Mondscheinfahrt mit uit Müggelwerder. Großer Ball. Abfahrt 9-91%, Uhr abends. Preis hin und zurüd 50 Bf. Ferner: Letzter billiger Ferien Sonntag, den 9.: Gr. Extrafahrt mit Mufit nach Woltersdorfer Schleuse. bf. früh 8% und nachmittags 2, Uhr. Preis bin u. zurüd 75 Pf., nachm. hin u. gurud Großes Erutefest. der Schuhmacher und Berufsgenossen Berlins. ( G. H. Nr. 27.) Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser langjähriger Schriftführer Karl Marquardt den 5. August nach langem, schwerem Leiden gestorben ist. Die Beerdigung findet Sonntag nachmittag 4 Uhr in Schöne berg auf dem Kirchhof in der Marstraße ftatt. Um zahlreiche Beteiligung er sucht 8995 Der Vorstand. Zentral- Verband der Maurer Deutschlands. Zweigverein Berlin. Am 6. Auguft verstarb im Alter bon 47 Jahren an der Proletariertrantheit unser treues Mitglied Richard Becker Bezirk Westen. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag nachmittag 8 Uhr von der Halle des Luther- Stirchhofes in Lantwit aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 139/3 Die Verbandsleitung. Am Donnerstag, den 6. Auguft, verstarb nach schweren Leiden unsere fiebe, gute Wutter, Schwiegerund Großmutter Auguste Günther im 57. Lebensjahre. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 9. August, nach 60 Bf., Kinder die Hälfte. Außerdem: Nachm. 2, Uhr nach Grünau. Um 3 Uhr: Großer Umzug nach althergebrachter Sitte mittags 3 Uhr, bon der Leichen. Wendenschloß u. Schmöckwik. Preis einfache Fahrt nur 40 B., Kinder die Hälfte. Reederei G. Zachow. Tel. Amt IV 5621. Prachtsäle Wiclefstr. 24. Nord- West Fernspr. II 7520. unter Begleitung mehrerer Musikchöre. Alle Lokale frei. Wiclefstr. 24. Diez' Spezialitäten- Theater Empfehle meine großen und einen Säle mit schönen Bühnen zur Abballung von Privat- und Vereinsfestlichkeiten, Versammlungen und Ausstellungen. Habe noch mehrere Sonnabende und Sonntage zu bergeben. 87542* Hochachtungsvoll Wilhelm Brüning. Extrafahrten von ber Waisenbrücke Am Sonntag, den 9. 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Die Beerdigung findet heute nachmittag 6 Uhr von der Halle aus auf dem städtischen Friedhofe ( Charité), Müllerstraße, Ecte Seeftraße, statt. Hiermit erfüllen wir die traurige Pflicht, unseren Goschäftsfreunden mitzuteilen, daß unser langjähriger Mitarbeiter und Vertreter 185/12 Herr Hermann Schimansky am 6. d. M. verstorben ist. Seine große Fachkenntnis, sein unermüdlicher Eifer und seine stete Hilfsbereitschaft wußten wir immer zu schätzen und sichern dem teuren Entschlafenen unser dankbares Gedächtnis. Moys, 7. August 1908. C. Beensch. Der große Schluss- Verkauf! der Bestände das Pfingst'schen Warenhauses infolge ung dauert nur kurze Zeit. Bisherige Preise bis zur Hälfte herabgesetzt 8904L Königstr. 33. Am Bahnhof Alexanderplatz. Die aus der Konkursmasse Max Behr, Rixdorf, Berliner Str. 47/48 erworbenen Waren gelangen mit anderen günstigen Gelegenheitskäufen wegen Total- Auflösung des Warenhauses RiesenLäger! 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