Nr. 48. Erscheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: Vierteljährlich 8,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DefterretchUngarn a M., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Poft Bettungs- Preisltste für 1898 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahre. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgefpaltene Petitzetle oder beren Haum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächfte Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werben. Die Expedition tft an Wochens tagen bis 7 Ubr Abends, an Sonn und Fefttagen bis 9 Uhr Bors mittags geöffnet. Fernfpred- Anflus Amt 1, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Rede Tafargue's. Sonnabend, den 25. Februar 1893. " Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Und da fagte M. Fallières die Worte, die ich buchstäblich Wenn es sich um eine Geschichte von wenigen Pfennigen gestatten Sie den Ausdruck handelte, wäre sie schon längst Und der Herr Graf von Douville- Maillefeu rief aus:„ Und die Diebe längst eingesperrt." beendet." Aus dem Zentrum. Zur Sache! M. Paul Lafargue: weil es alle Lafter und Verbrechen zitire: In der Sitzung der französischen Kammer vom Welt ausgebreitet hat. Wir hätten feine beffere Gelegenheit der Rapitalistenklasse so schön zur Darstellung gebracht, vor der 14. Februar sprach, wie den Genossen bekannt, als Ver- finden können, um dem Volle, der ganzen Arbeiterklaffe zu zeigen, treter unserer Partei Paul Lafargue. Wir geben was es mit der kapitalistischen Finanz auf sich hat.( Lärm). nachstehend seine Rede ihrem ganzen Umfange nach, M. Armand Després. Der Eri du peuple", ein Organ nebst den Zwischenrufen, in möglichst wort- und sinntreuer der Arbeiterpartei, hat wahrscheinlich auch etwas abbekommen. Aber da es sich in dieser Angelegenheit um 1400 Millionen Uebersetzung. Bemerkt sei zur Orientirung des Lesers, daß( Gelächter.) handelt," fügte M. Fallières hinzu, fann man nicht so schnell in Frankreich die Zwischenrufe mit dem Namen dessen, der M. Paul Lafargue: Monfieur Després, es ist das vorgehen." fie gemacht, in den amtlichen Bericht aufgenommen werden. erste Mal, daß ich eine solche Beschuldigung höre. Die ArbeiterDie Justiz, die ohnedies hinten soll, wurde für die Ver Da die Zwischenbemerkungen durch die Rede hervorgerufen, partei, der ich angehöre, hat es sich stets zur Pflicht gemacht, die folgung der Verwaltung des Panama- Unternehmens noch bes sonders gelähmt, und hätte sich nicht ein Minister gefunden, der, und auf dieselbe von Einfluß find, und überdies wesentlich Panama- und alle Finanzgesellschaften anzugreifen. Der Panama- Kanal war ein finanzielles Unternehmen, das ohne seine Kollegen um ihre Meinung zu fragen, all diese hohen zur Belebung der Debatten beitragen, ist die französische mit allen Sicherheiten einer fittlichen, guten und vernünftigen Persönlichkeiten vor die Zuchtpolizei stellte, würden die Herren Gitte entschieden der deutschen Pedanterie vorzuziehen, die Leitung auftrat, welche die Klaffe der Kapitaliſten zu bieten ver. noch frei und ungehindert umherspazieren und mit ruhigem Geoffiziell jeden zwischenruf ignorirt und dadurch abgesehen mag. An der Spitze stand ein Mann mit einem glänzenden wissen die Millionen verdauen, welche sie so rechtmäßig und von dem geschmälerten dramatischen Interesse, die Rede oft Namen, unter dessen Führung eines der großen Werke unseres ehrlich gewonnen hatten. pofitiv unverständlich macht. Denn jeder Redner, der nicht Jahrhunderts entstand. blos etwas auswendig Gelerntes vorträgt, reagirt( berück Die Regierung ftüßte diese Gesellschaft; Minister brachten sichtigt) auf Zwischenrufe und Zwischenbemerkungen. Die zweimal Gesezentwürfe ein, um für ihre Papiere die Trommel Rede lautet: Wir haben gesehen, wie sich nicht allein ein Minifterium, sondern auch 285 Mitglieder der Kammer fanden, um ihr das Brivilegium zu auslosbaren Obligationen zu ertheilen! Wir haben gesehen, wie die gesammte Presse das Lob des Unternehmens fang und die Gesellschaft als einen Hilfsquell für alle schmalen Börsen, als den richtigen Ort, wo ein Familienvater fein Vermögen anlegen müsse, pries. M. Paul Lafargue: Meine Herren, bevor ich mich zum Wort meldete, um bei dieſer Juterpellation einzugreifen, fürchtete ich einen Augenblick, vielleicht nicht bei der Sache zu sein. Da aber die beiden Herren Vorredner, und vor allem der Interpellant, welcher die Debatte eröffnete, selbst nur Programme vorgetragen haben und sich statt an das Ministerium oder we nigstens an die Kammer, an das Land, an die ganze Wählerschaft gewandt haben, so glaube ich, daß auch ich das Recht habe, die Tribüne zu betreten, um im Namen der Arbeiterpartei zu sprechen.( Lärm im Zentrum.") M. Millerand hat Ihnen soeben gefagt, daß er freimüthig reden würde. Auch ich werde freimüthig reden und ersuche Sie, zwar nicht um Ihre wohlwollende Aufmerksamkeit, aber doch wenigstens um verhältnißmäßige Ruhe. zu rühren. Banamas Ehren bezahlt, und theuer bezahlt waren. Wir haben nachher gesehen, daß diese verzückten Artikel zu Wir haben auch gesehen, wie der Klerus das Unternehmen füßte, und die Semaines religieuses" fein Lob fangen. Pfarrer Kanals, und statt ihre Pfarrkinder ins Paradies zu führen, und Vikare machten sich zu Maklern des ozeanverbindenden sandten sie ihr armes Geld in die Hölle von Panama.( Lärm.) Sie werden bemerken, meine Herren, daß in feine der ganzen Sie sehen, dem Unternehmen fehlte nichts zum Erfolg. Nie Debatten, zu welchen die Panama- Affäre den Anlaß gegeben hat, hat eine Prinzessin so viel gütige Feen um ihre Wiege gesehen. ich oder irgend ein Sozialist meiner Partei eingegriffen hat. Wir die sie mit Gaben überhäuften und ihr eine glänzende Bufunft blieben ruhig auf unseren Sigen. Unber hrt von Ihren Kämpfen, vorausfagten. Nicht eine einzige kleine Fee Caraboffe war da, Ihrem Parteigezänke, Ihren persönlichen Eifersüchteleien, be- um den Mißton in das Konzert zu tragen. Und was haben wir wunderten wir nur das Feuer, mit welchem Sie in den Parteien gesehen? Welch' fürchterlicher Sturz!( Unterbrechungen auf und Personen Ihre eigene Klaffe schlugen, Ihrer Kapitalisten- mehreren Bänken.) flasse den Todesstoß versetzten.( Buruje und Gelächter.) Sie protestiren? Aber der Sturz des Panama- Unternehmens M. Manjan. Sprechen Sie doch vom fünften Stand! hat sich nicht darauf beschränkt, eine politische, eine parlaM. Paul Lafargue: Aber wenn wir auch unbeweglich mentarische Fäulniß aufzudecken, dezen gewaltige Ausdehnung blieben, so nahmen wir doch an allen Abstimmungen theil, bei felbst von uns niemand geahnt hatte. Er enthüllte uns auch die denen es sich um die Genehmigung der Maßregeln gegen die Fäulniß der Justiz! Denn man darf nicht vergessen, daß man Korrumpirten handelte. Wir wollten um feinen Preis mit denen feit vier Jahren im Land und selbst auf dieser Tribüne mehrverwechselt werden, welche die Korrumpirten zu vertheidigen fach Maßnahmen gegen das Unternehmen gefordert hat. Man suchten. Auch wir forderten die Untersuchung, weil wir Licht hat sie nie durchsetzen können. schaffen wollten, auch wir stimmten für sie, wie für jede Voumacht, welche man verlangte. Wir hätten gern noch ausgedehntere Vollmachter bewilligt, als die waren, welche gefordert, aber von Ihnen abgelehnt wurden, Denn wir wollten volles Licht über den Panama- Standal. Wir wollten volles Licht, weil das Panama- Unternehmen.... ( Lärm auf einzelnen Bänken). *) Das Zentrum" der französischen Kammer find die honneten" Republikaner der Mittelparteien. Feuilleton. Nabrud verboten.) [ 24 Ich habe gehört, wie ein Juftigminifter, M. Fallières, am Januar die denkwürdigen Worte, die ich Ihnen jetzt wieder holen will, aussprach. 3. Man fragte ihn, ob er Maßregeln gegen die Verwaltung der Kompagnie angeordnet habe. Er antwortete: Ja, und man hat die Untersuchung einem der scharfsinnigsten, in dieser Materie am besten bewanderten Richter übertragen." Aber er beeilt sich nicht," sagte eine Stimme auf der Linken. " Ja, meine Herren, fie haben den Beweis, daß diese viel gerühmte Gleichheit vor der Justiz in Frankreich nicht besteht, daß die Justiz ein Spinngewebe ist, welches die großen Spizbuben ungehindert passiren läßt und nur die kleinen Beute faßt. Sie haben Gendarmen, Polizisten, Beamte in Hülle und Fülle, um streikende Arbeiter unter dem trügerischen Vorgeben, daß sie die Freiheit der Arbeit störten, zu verhaften und zu Monaten von Gefängnißstrafe zu verurtheilen, aber fie finden weder Gendarmen, noch Polizisten, oder sonstige Beamte, um die Leute zu fassen, welche der Nation Millionen stehlen. Was sage ich! Millionen? Und dabei hat die gerichtliche Untersuchung gezeigt, daß bei diesem Unternehmen die Bergeudung und Unterschlagungen einen solchen Umfang erreichten, daß sich bei 1400 Millionen Frants faum eine Ausgabe von 680 oder 800 Millionen begründen läßt. Der Rest ist, wer weiß wo, geblieben. über Panama! Aus dem Zentrum: Aber das ist ja eine Interpellation M. Paul Lafargue: Ich weiß, daß jemand gesagt hat, das ganze Geld sei ja gar nicht verloren, da es in Frankreich geblieben sei". Wirklich, es hat nur seinen Play gewechselt; es ist nur aus den Taschen der fleinen Leute gewandert, um sich in die der großen Finanziers und Unternehmer zu stürzen, die es heute in Ruhe und ohne Furcht vor Verfolgung besigen. Ja, Sie haben der Nation mit Panama ein herrliches Schauspiel gegeben! Sie haben sich als wunderbare Revolutionäre gezeigt; Sie haben unsere Geschäfte beffer besorgt, als wir selbst es in jahrelanger Propaganda hätten thun tönnen.( Unterbrechungen und Lärm.) Meine Herren, man sollte nicht, wie gewiffe Leute, glauben, daß die Panamaforruption eine Ausnahme sei; das wäre ein vollkommener Irrthum. Der Panamismus, um ihn bei seinem Namen zu nennen, ist kein vorübergehendes Nebel; im Gegentheil, er ist der Zustand der Gesundheit der kapitalistischen Gesellschaft nicht nur Frankreichs, sondern aller Länder. Die absoluten und tonstitutionellen Monarchien wie die republikanischen Lundesstaaten, sie alle haben ihr Panama. Panama ist das tägliche Brot der Kapitalistenklasse, und Tag für Tag frißt das Uebel weiter um sich. Mitglieder dieser Kammer glauben, daß die republikanische Regierungsform es erzeuge. Ganz falsch! Alle Regierungen Frankreichs haben ihr Panama gehabt, denn es ist ein einheimisches Uebel. Die kapitalistische Gesellschaft hat im letzten Jahrhundert mit der Mississippibant begonnen; heute folgt Lassen Sie um Himmelswillen Ihre Bergleute in den Arbeitern guten Stellvertretern. Er erledigte seine Ruhe, denn sie beweisen nichts", rief Lena aus. Ein Arbeit so schnell, daß er schon nach zwei Tagen, in viel Gleichniß ist kein Argument. Wir haben kein Vertrauen besserer Stimmung, als er seit langer Zeit gewesen war, zu unserem Werke; das ist das Unglück. Wenn wir Ver- nach Dubrawnik abreiste. trauen hätten, hätten wir auch Muth genug daran festDie Laufbahn eines Nihilisten. zuhalten." Von S. Stepniat. Autorisirte Uebersehung. Frei ins Deutsche übertragen von Bertha Braun. " Nein, danke!" sagte Andrej mit einem Anfluge von Hohn., Ich beneide Niemand um folche untergeordnete Art von Muth." 2. Theil. Im Fener. Rapitel I. David taucht wieder auf. In St. Petersburg kannte niemand die Adresse des Er war auf das, was er Lenas engherzige Theorien Dubrawnit'schen Hauptquartiers. Andrej sollte sich an zwei nannte, böse. Schwestern, Marie und Catherine Duborom wenden und " Es ist keine Schmach für die Partei, oder für einen Das Mädchen war auch sehr verdrießlich. Seitdem sie nach Sina's Aufenthalt befragen. Nicht ohne Mann, der seiner Sache ergeben ist, wenn er sein Leben sie morgens Sina's Brief gelesen hatte, tochte sie Schwierigkeiten entdeckte Andrej die dunkle Gasse und und seine Kräfte da anwendet, wo sie von größerem Nugen über vor Unwillen über Andrej's zu gewärtigende De- fand das verwahrlofte, ungetünchte, armselige rothe Biegel. sein können," entgegnete Lena. haus, in welchem sie wohnten. Nach Ersteigung einer endlosen Steintreppe mit ausgetretenen Stufen blieb Andrej vor einer gelb angestrichenen Thür stehen. Betrachten Sie denn Boris und die beiden anderen als so werthlos für die Sache, daß sie nicht einen Befreiungsversuch verdienen?" fragte scharf Andrej. Sie sind von eben solchem Werthe als die besten unter uns," erwiderte Lena, wenn wir aber alle, die der Befreiung werth sind, zu befreien suchen wollten, hätten wir nichts anderes zu thun, als nur um die Gefängnisse herumzulungern." „ Das Beste ist also daher", erwiderte Andrej ironisch, , fie dort alle verwesen zu lassen? Nicht wahr?" Die Lebenden haben etivas Besseres zu thun, als sich den Hals zu brechen bei dem Versuch, ihre Todten aus zugraben", sagte Lena, ohne nachzugeben. Dann würden Sie wohl den Berglenten, deren Gefährten durch das Einstürzen eines Schachtes vergraben find, rathen, ihre Arbeit fortzusetzen, ohne einen Befreiungsversuch zu machen, weil er ihnen einige Gefahr bringt", legte Andrej ihr in den Mund. ſertion. Sie stritten sich beinahe, schlossen aber schließlich Frieden. „ Es ist nußlos für uns, die Zeit mit Banten zu ver geuden," sagte Andrej. Sie wissen ganz gut, daß ich, was Sie mir nachfagen mögen, oder nicht, doch nach Dubrawnit gehen werde. Da ich Sie vor meiner Abreise wahrscheinlich nicht mehr sehen werde, ist es besser, Ihnen sofort Lebe wohl" zu sagen." Sie füßten einander, wie es bei den russischen Männern und Frauen ihres Kreises Sitte war, obgleich das Mädchen gegen Andrej noch einen Groll wegen seines Mangets an Ernst empfand. Er suchte sie aber zu besänftigen, indem er sagte, daß es nur ein kurzer Urlaub sei. Er würde in ungefähr einem Monate mit seinen drei Gefährten, die er veranlassen wollte, sich ihren propagandistischen Kreisen zu zugefellen, zurückkehren. Bevor Andrej die Stadt verließ, brachte er alle seine Geschäfte in Ordnung und übertrug die Propaganda unter Sie mußten hier wohnen, denn oben befand sich nur noch die Bodenkammer. Auf sein Läuten öffnete ein schlankes, sehr ärmlich gekleidetes Mädchen von kränklichem Aussehen, welches ebensogut dreißig als zwanzig Jahre alt sein fonnte. " Bitte, was wünschen Sie?" fragte sie kalt, die Augen kaum bis zur Brust des Besuchers erhebend. " Wohnen hier die Damen Duborow?" fragte Andrej. " Treten Sie ein," sagte das Mädchen kurz. Andrej wurde in ein Zimmer geführt, dessen dürftiges Aussehen sogar einem Nihilisten, der nicht gewohnt ist, auf Komfort besonders zu achten, in die Augen fallen mußte. Die ganze Ausstattung hätte, auf einer Auktion verkauft, nicht mehr als einige Rubel eingebracht. Das Zimmer war durch einen Vorhang von billigem bie Fortfehung mit Panama, am Golf von Merilo macht die fapitalistische Bourgeoisie ihre riefenhaften Bankrotte. Denn erinnerte ich mich auch unserer blutigen Bürgerkriege; ich dachte an den Juni von 1848. Soeben hat man von der Arbeiter tlaffe gesprochen, welche die Republik gegründet hat. Den Arbeitern, welche drei Monate lang im Dienste der Republik Mühfeligkeiten und Anstrengungen aller Art erduldet hatten, antwortete man mit der Mitrailleuse, als sie zum Entgelt die Einlösung der gemachten Versprechungen forderten, und tausende von Leichnamen bedeckten das Pariser Pflaster. An jenem Tage hat man die Republit in Blut erstickt; und das Kaiserreich war die nothwendige Folge der Junitage. Die wuthtollen Bourgeois tamen bis in die umliegenden Städte, um die Kommunisten, die Theiler", wie man sagte, zu tödten. Sie wußten nicht, daß aus dem vergoffenen Blut Finanzgefellschaften erfteben würden, die ihnen ihre Habe zwar nicht theilweise, aber ganz wegnehmen würden. " M. Ban! Safargue... md, wie das Manifeft des Nationalraths der Arbeiterpartei ausspricht: " Kapitalistisches System heißt Gesellschaft, die auf dem Wohl S Für den Gebrauch von Surrogaten zur Bier. bereitung, insbesondere für Reis und 8uder anstatt An jenem Lage, als M. Gavaignac den Beifall erntete, welcher ihre Hände erröthen machte( Bewegung an verschiebenen fein ohne Arbeit beruht, heißt Beftehlung der Arbeiter um ihre des Malzes tritt gleich Herrn Alexander Meyer auch die Stellen), flatschte ich allein nicht, weil ich wohl wußte, daß Sie Arbeitsprodukte, heißt Profitmacherei als einziger Antrieb und" Frankfurter Beitung" ein. Wenn sie als ÜrguIhrem Beifall keinerlei Weihe ertheilen würden. Und Sie haben einziger 3wed bei Allem und Jedem. Und wenn die christliche ment für ihre Auffassung die Zunahme des Verbrauchs auch eine Tagesordnung angenommen; aber baben Sie diese und jüdische Finanz sich die schon in Baar verwandelten, für die von Ersagmitteln ins Feld führt, so ist diese BeweisZageltordnung auch befolgt? Bat man die Regierungsgrundfäße mageren Tage aufgefparten Rapitalien aneignet, befolgt sie nur führung, gelinde gesagt, äußerst ungeschickt. 1872," schreibt geändert, die man im Laufe jener famosen Sizung so heftig ver- das Beispiel und setzt sie nur das Wert des Unternehmerthums fie, wurden an Surrogaten verbraucht 31 478 Doppeldammt hatte? Nein. Die Dinge baben ihren unveränderten fort, welches sich die aus der Arbeit der Proletarier hervor zentner, worunter an Reis, Zucker und Syrup 14 908 Lauf genommen und werden ihn, seien Sie überzeugt, auch weiter gegangenen Reichthümer nach Maßgabe ihrer Entstehung an- Doppelzentner. 1891/92 ftieg der Verbrauch auf 87 538 nehmen. eignet."( Bewegung an verschiedenen Stellen.) In der That, in der Werkstätte beginnt die Ausplünderung Doppelzentner, worunter an Reis, Buder und Syrup 76 660 D.- 3. Die Verwendung dieser Surrogate hat der arbeitenden Klasse; dort wird sie der Früchte ihrer Arbeit beraubt, und aus diesem Grunde ist in der gegenwärtigen Gesell- also ganz bedeutend zugenommen, während gleichzeitig die fchaft die arbeitende Klasse, die alle Werthe schafft, gerade die, sonstigen Zufäße zum Bier sehr merklich abnahmen( von die gar nichts besißt, während die Klasse, die nichts arbeitet, den 16 570 D. 3. in 1872 auf 10 878 D. 3.), wobei noch gesammten Reichthum der Gesellschaft befigt und die Nation hervorzuheben ist, daß auch bei diesen letteren der gesundwirthschaftlich und politisch beherrscht. heitsgefährliche Charakter nicht feststeht. Wir schließen Und ehe Sie deshalb nicht den unternehmerlichen Diebstahl hieraus auf das Vorhandensein eines Bedürfnisses für Biere unterdrückt, ehe Sie nicht das Lohnsystem abgeschafft haben, können mit Reiss oder Zuckerzufay." Wenn Surrogate an Stelle Sie der Finans nicht erfolgreich zu Leibe geben: fle wird stets der ursprünglichen Produkte treten, wenn statt des BohnenIhre Herrin bleiben. Darum erkläre ich M. Millerand ohne Baudern, daß die von ihm vorgeschlagene Tagesordnung, wenn taffee's Bichorien oder Korn, taffee", statt des Rind und ich mich ihr auch anschließe, doch unzureichend ist, und daß es Schweinefleisches Pferdefleisch, statt des Bieres Fusel, statt nicht genügt, die Haute Banque- großen Banten an des Brotes Kartoffeln, die Margarine statt der Butter in zugreifen, sondern daß man sich auch zum Rampf gegen die Aus dem Bolkshaushalt eine größere Rolle spielen, so ist dieser beutung der arbeitenden Klaffe bereiten muß. Umschmung, und nicht zulegt von der Frankfurter 8tg. Und erit menn Sie das Unternehmerthum beseitigt, wenn in ihrem Kampfe gegen die Schutzöllnerei, als ein Zeichen Sie den Arbeitern Frankreichs die Produktionsmittel, welche fie der Misere, Des wirthschaftlichen Verfalls aufgeschaffen, wieder ausgeliefert, wenn Sie ihnen das gesammte ge- gefaßt worden. Je niedriger das Einkommen der münate Rapital zurückerstattet haben werden, erst dann wird es Masse, je ungünstiger ihre Lage, um so schlechter Ihnen gelingen, bie Haute Banque zu bezwingen.( Bewegung die Lebenshaltung, um so größer die Zunahme des Surroan verschiedenen Stellen.) gaten- Konsums. Das Bedürfniß für Biere mit Reis- oder Buckerzujaz" macht sich in den Kreisen, die über reichliche Wittel verfügen, sicherlich nicht geltend, die Volksmasse, die fleinen Leute, find angewiesen, statt des reinen, aus Hopfen, Malz und Wasser bereiteten Getränks den der harten Arbeit der arbeitenden Klasse Frankreichs verdankt, Surrogatẞlengel" zu trinken, dessen Herstellung sich heutzutage in den Händen jener unbekannten und unverant für die Brauer freilich profitabler, weil wohlfeiler ist. wortlichen Menschen befindet. Und welchen Gebrauch machen sie Aus dem Reichstage. In der heutigen Sigung Was in Bayern geht, ist auch in der norddeutschen Brauvon ihrer ungeheueren Macht über den Nationalreichthum? Man wurden noch weitere Mängel der Arbeiterversicherung, der steuer Gemeinschaft durchführbar, das Bier als Boltshat viel von Kosmopoliten( Weltbürgern) gesprochen, die in foll ohne Surrogate zubereitet sein; je Frankreich die gouvernementalen Kreise törten; aber man spricht Berufsgenossenschaften u. f. w. besprochen. In die Debatte getränk ein um so werthnie von den französischen Geldmännern, die franzöfifche Münze griffen unsere Genossen Bebel, Harm und of besser und billiger das Bier, zur Weltmünze Weltmünze machen. Mit französischem Geld haben mann Chemniß ein, welch' letterer feine Jungfernrede volleres Hilfsmittel ist es im Feldzuge wider den Spanien, Portugal und andere europäische Länder ihre Eisen- hielt. Bebel wies furz und scharf einige Angriffe der Abgg. Kartoffelschnaps. Zum mindesten sollten die Surrogatbiere bahnen gebaut. Röside nnd Mer ba ch auf die Sozialdemokratie zurück. als solche, etwa als Runft bier bezeichnet werden, ähnlich Die Blüthe der modernen Finanz begann unter dem Raifer reich; am ersten Tage nach dem Staatsstreich vom Dezember entstanden der Crédit foncier und der Crédit mobilier( die Grundund Mobiliar- Kredit- Banken) und aus ihnen entsproffen wieder jene unzähligen Finanz- Gesellschaften, die noch unaufhörlich weiter wuchern und das Land mit vernichteten Existenzen überschütten. Heute stehen wir einer wesentlich neuen, im ganzen Lande allmächtigen Klaffe gegenüber. Diese Klasse ist die Klaffe der Finanzleute, und ihre Macht ist so groß, daß Sie sehen fonnten, wie ein ausländischer Abenteurer ohne Titel und Namen mehr Ein. fluß wie Sie auf die Minister und die Regierung der Republik hatte. Aber was noch weit bedenklicher ist, ist, daß das Vermögen -O der Nation, der geſellſchaftliche Reichthum, der feinen Ursprung Politische Leberlicht. Berlin, den 24. Februar. Mit französischem Geld hat sich Defterreich Ungarn feinen Der Staatssekretär von Bötticher bemühte sich zwar, wie bei der Margarine, dem Kunstivein. Was zum Schluß Landwirthschaftlichen Kredit verschafft. Sie, meine Herren von den Weißverhältnissen in der Arbeiterversicherung eine die fleinen" norddeutschen Brauereien betrifft, die ander Rechten, Sie fordern seit mehr als fünfzig Jahren den landabzugewinnen, aber die geblich durch das Surrogat- Verbot in ihrem Fortbestande wirthschaftlichen Kredit; während Sie ihn forderten, bewilligte weniger ungünstige Seite Es giebt aber weit Schlimmeres. Die Finanzleute bedienen fich alle Tage der in Frankreich gesammelten Gelder, um das Gleichgewicht in den Budgets fremder Staaten herzustellen. Es gab einen Zeitpunkt, wo sich diplomatische Schwierig feiten zwischen Frankreich und einem Nachbarstaat wegen Tunis erhoben, und gerade in jenem Moment deckten unsere Geldleute mit französischem Golde das Defizit im Budget jenes Landes, und wäre der Krieg ausgebrochen, so hätten die französischen Soldaten fich sagen tönnen, daß die Kugeln, welche ihnen die Brust durch bohren sollten, aus französischem Gold gegossen, mit franzöfifchem Gold gelauft worden seien.( Lärm.) ihn die französische Algemeine Unionsbank( Union générale) Regierung empfindet es offenbar, daß ernstlich an Abhilfe geschädigt werden, so müssen die bayerischen Kleinbetriebe Bei der Besprechung des Titels ohne diesen, auf Rosten der Konsumenten gewährten Schuß an Desterreich Ungarn. Und wann? Gerade als ungarisches gedacht werden muß. Getreide und ungarisches Mehl der französischen Landwirthschaft Reichstagsbau rügte der Antisemit 8immermann, daß wirthschaften. Und die norddeutschen Kleinbrauer, wie die Ronfurrenz machten. ausländische Materialien verwendet worden seien und machte bayerischen, gehen im Wettbewerbe mit den Großbrauern, die Regierung dafür verantwortlich. Er hatte nicht gewußt, wie die amtliche Statistik deutlich zeigt, zu Grunde. Wesdaß die Regierung mit diesen Dingen nichts zu thuu hat, halb fünftlich ihren Todestampf verlängern, und zwar zum da sie die Ausführung des Baues deutschen Industriellen Schaden der Verbraucher? übertragen hat. Der Redner wurde so vom Staatssekretär Bum Bau des Nordostseetanals Der neue Bund. Der bekannte badische Agrarier, leicht mattgefeßt. traten die Abgg. Mollen buhr und Thomsen für die Reichstagsabgeordnete Freiherr v. Hornstein, theilt mit, durch den Bau geschädigten Schiffer ein, die ihren Betrieb daß er am Tage der Konstituirung des Bundes der Landfür eine längere Zeit einstellen müssen und verlangten, daß wirthe weder in Berlin, noch im Tivoli, meder in der dieselben von Reichswegen entschädigt würden. Der Staats- Bersammlung, noch im Komitee war". Hornstein war seitens sekretär lehnte jedoch eine derartige Entschädigung ab; es der Tivoli- Versammlung in den Ausschuß zur Leitung und So handelt die Finanz die Geldmacht heutzutage! stünden ihm dazu keine Mittel zur Verfügung. Hierauf für die weiteren Veranlassungen"" gewählt worden. GeIch wiederhole, ihre Macht ist ungeheuer, und man braucht nicht zu denken, daß man diefe Macht durch die beifällige Auf- wurden die letzten Titel des Etats für das Reichsamt des schwindigkeit ist keine Hererei. nahme einer Tagesordnung, wie die von Cavaignac eingebrachte, Innern angenommen, worauf der Präsident unter HeiterSozialismus der Dummen hat man in Desterreich irgendwie verringern fönnte; die Finanz wird stets bie große feit des Hauses mittheilte, daß es 18 Sigungen bedurft Gebieterin der fapitalistischen Gesellschaft bleiben. O! Die habe, diesen Etat durchzuberathen. Morgen Wahlprüfungen. den Antisemitismus genannt. Der Ausdruck ist zu treffend. Das hat sich jetzt wieder bei der Liegnizer Wahl Finanzleute fönnen ruhig über Sie und alle Ihre Abstimmungen Abstimmung über Möller's Wahl. spotten, weil sie wissen, daß sie Sie beherrschen, und der befte gezeigt, wo nur die politisch ganz ungebildeten Wähler, die Beweis hierfür ist, daß mitten im Panama Standal diese selbe ,, Die Annahme der Militärvorlage ist der bisher noch den konservativen Bürgermeistern, Gendarmen Kammer der Bank von Frankreich das Recht zugestand, mit Hilfe europäische Friede" verkünden die Reptilien des Kriegs- und Landräthen an die Wahlurne gefolgt waren, für den Der Assignatendruckerei 500 Millionen Noten neu in den Ver- minifteriums. Der Reichstanzler hatte gesagt:„ Die Gristenz Antisemiten stimmten. Andere waren nicht zu haben. Und fehr zu bringen; fie hat der ant von Frankreich neue Mittel Deutschlands hängt von der Annahme der Militärvorlage die armen Konservativen stehen da, wie das Milchinädchen, gegeben, um Handel und Industrie zu brandfchaßen. Sie sehen, welche Macht die Finanz befigt, und feine Tages- ab" das war noch stärker. Und das eine ist so falsch dem der Topf zerbrochen ist. Sie sehen, welche Macht die Finanz befißt, und keine Tages- wie das andere. Thatsache ist: die ganze Unruhe", bie ordnungen oder selbst Abstimmungen werden dieselbe schwächen, denn sie spottet über Abstimmungen und Tagesordnungen. Die iegt in Europa zu bemerken, ist durch die Caprivi'sche Finanz regiert und herrscht, und sie wird auch fürderhin regieren Wilitärvorlage hervorgerufen worden. Und Thatsache ist, Goldberg- Haynau. Amtliches Ergebnis: Es wurden am und herrschen, weil sie das unvermeidlich nothwendige Ergebniß daß das deutsche Volk sich zu Grunde richtet, wenn die 20. Februar im Ganzen 23579 Stimmen abgegeben. Davon des tapitalistischen Systems der Produktion ist Militärvorlage angenommen wird. Also, fort mit der entfielen auf: Rentner Jungfer- Liegnis( freifinnig) 10667, M. Muller. Aber das ist ja eine fozialistische Vorlesung, Militärvorlage! Die Ablehnung der Militärvorlage Rechtsanwalt Hertwig- Charlottenburg( deutsch- sozial) 6586, die Sie da halten; das ist teine Interpellation mehr über die ist der europäische Friede, Und von der Ablehnung Kühn( Sozialdemokrat) 4956 und Frhr. v. Rothkirch( konallgemeine Politit! der Militärvorlage hängt zwar nicht die Existenz aber fervativ) 1363 Stimmen. Der Rest zersplitterte sich. doch das Wohlbefinden Deutschlands ab. hat demnach eine Stichwahl zwischen Jungfer und Hertwig stattzufinden. Rattun abgetheilt. Die vordere Hälfte, in welcher Andrej empfangen wurde, diente als Wohnzimmer, die hintere als Schlafgemach. Bitte, was wünschen Sie?" wiederholte das Mädchen in demselben frostigen Tone. " Ich möchte Fräulein Duborow sehen," sagte Andrej trocken. Mich oder Mascha?" fragte das Mädchen. Sie sind also Katherina Duborow?" sagte Andrej. Jch tomme zu Ihnen beiden mit einer Botschaft von Lena Ich tomme zu Ihnen beiden mit einer Botschaft von Lena Lubowa und mein Name ist Kajuchow." Das fräufliche Gesicht des Mädchens hellte sich auf. Wie ich mich freue!" rief sie aus.„ Nehmen Sie Platz. Ich werde sofort meine Schwester rufen." " Reichstags- Erfahwahl im Wahlkreise LiegnikEs Der 24. Februar ist ein Gedenktag ersten Ranges. Heute vor 45 Jahren fiegte in Paris die Revolution der Die preußische Bergverwaltung in Thätigkeit. Berachtung" und fegte den Thron der durch und durch Obwohl die Reichsregierung nicht daran denkt, für die faulen, diebischen, bestechlichen Monarchie des Bürger Doppelmährung einzutreten, ist doch das Betergeschrei Den fönigthums" hinweg, einen Sturm über ganz Europa ent- der Bimetallisten nicht ganz wirkungslos verhallt. feffelnd. Berliner Politischen Nachrichten" zufolge ist die preußiFür die Franzosen hat dieser Gedenktag heuer eine besche Bergverwaltung beauftragt worden, das Vorsonders zeitgemäße Bedeutung, indem er daran erinnert, tom men von Gold auf der ganzen Erde, seine daß der Panama Schmug, in dem die Republik jetzt herum- Produktionsverhältnisse und Produktionsbedingungen zu waten muß, eine Erbschaft der Monarchie ist. studiren und zu ermitteln, um auf diese Weise bestimmte Den Herren Royalisten und sonstigen Rückwärtslern ist und sichere Unterlagen für die Beurtheilung der Frage zu deshalb die Erinnerung an den 24. Februar nicht angewinnen, ob und inwieweit angenommen werden darf, genehm. daß der Borrath und die Produktion von Gold den Bedarf für industrielle und Münzzwecke deckt oder ob und in Gie eilte hinaus und Andrej setzte sich an den kahlen Den Gesetzentwurf einer Seemannsordnung hat welchem Umfange es für den legteren Zweck der HeranHolztisch. Derselbe war mit Manuskripten von ver- die sozialdemokratische Reichstagsftattion ziehung von Silber bedarf". Es versteht sich am Rande, schiedener Größe und verschiedener Handschrift bedeckt. eingebracht. daß die Münzverhältnisse nicht werden umgestaltet werden, Andrej wußte von Lena, die mit den beiden Schwestern und daß jene Erhebung nur eine Reverenz vor den einflußentfernt verwandt war, daß sie von ihrem Vater ein Das preußische Abgeordnetenhaus beräth seit kleines Vermögen ererbt hatten. Sie gaben es aber bis einigen Tagen den Etat des Kultusministeriums. Die Bereichen Wortführern des Bimetallismus, den Groß Grundbefizern und Silberbergwerfs- Eigenthümern ist. Daß die zum letzten Pfennig für die Sache hin. Jezt verdienten rathungen zeigen so recht das niedrige Niveau einer Ber- Silberbarone gerne den Preis des weißen Metalls in die sie ihren Lebensunterhalt augenscheinlich durch Abschreiben tretung nach dem" Dreiklaffen- System", welches nur den Höhe treiben und die Krautjunker ihre Schulden lieber in und andere Arbeit, wie sie eben zu erlangen war. Gebildeten" Sig und Stimme gewährt. Hier, wo die Hier, wo die Auf einem Schemel sah Andrej eine prächtige seidene Bourgeoisie unter fich ist, treten die eigentlichen Kultur- Silber, statt in Gold abstoßen möchten, begreift sich. Hat man aber teine zeitgemäßeren Aufgaben für Stiderei, zu luguriös, als daß sie zum persönlichen Gebrauch prinzipien ganz in den Hintergrund. Hie und da gab es die preußische Bergwerksverwaltung, als die Aufnahme einer der Bewohner des mehr als bescheidenen Zimmers hätte etwas fulturkämpferische Bläufeleien zwischen National Goldstatistik, wäre nicht die Bergarbeiterfrage bestimmt sein können. ( Knappentruß, Ausschüsse, Knappschafts- Helteste, Lohn, Arbeitszeit) das Dringlichste, Nüglichste, Willkommenste? Nach einer Minute stürzte Mascha, welche durch die Schwester von der Ankunft des interessanten Besuches aus St. Petersburg benachrichtigt war, herein. Sie war die ältere von beiden, sah aber, dank ihrer lebhaften Züge, mit der fleinen Stülpnaje und den glänzenden nußbraunen Augen jünger aus. Wir erwarteten Sie nicht so bald," sagte sie.„ Gina meinte, daß Sie vor drei Tagen taum fommen tönnten. Sie wollen sie wohl gleich sehen?" Ja, wenn's Ihnen nicht zu viel Mühe verursacht." " Nicht im geringsten. Ich werde sofort fertig sein und Ihnen den Weg zeigen. Er ist nicht weit." Sie verschwand hinter dem Vorhange, um Toilette zu machen. ( Fortsegung folgt). Ein Echo der Gegenwart. Auf dem Papst jubelfest" in Aachen hielt der Fabritbeszer August Bogeno eine Rede, worin er mir zitiren nach dem ultramontanen Aachener Echo der Gegenwart" im u. a. sagte: liberalen und Zentrum, die Kreis- Schulinspektoren, der polnische Sprachunterricht erregten einen lauen Wortwechsel. Tas Kapitel„ Kunst und Wissenschaft" gab zu einigen Kundgebungen platonischen Interesses Anlaß und zu eben solchem Bedauern des Mangels an Mitteln. Bei dem Titel Biologische Anstalt auf Helgoland" versuchte heute sogar der alte Herr v. Benda geistreich zu sein, indem er an sämmtliche Abgeordnete die Aufforderung richtete, Sommer mit ihren Damen nach Helgoland zu gehen; wer zehn Sommer nach Helgoland gehe, verlängere sein Leben um eben so viele Jahre. Solche Späßchen tönnen nur Anklang finden, wo die Gebildeten" und" Besigenden" unter fich sind, und wo man zu den Menschen erst dann gezählt wird, wenn man der gemeinen Sorge um des Lebens Nothdurft überhoben ist. " # " Das„ Staatsgebäude", welches die Sozialdemokraten errichten wollten, tönne mit Recht mit einem Doppelbau ver glichen werden, der halb Schweineftall, halb Zuchthaus sei." Das„ Echo der Gegenwart" nennt die Ausführungen dieses Papst- Jubelfest- Redners gehaltreich". Sie find es in der That. Nur ist dem beredten Fabrikbesiger ein kleiner Irrthum unterlaufen, wie er in der Hize einer Jubiläums. feier zu Ehren Leo XII. wohl verzeihlich ist. Er hat näm- Jeinigten Kleinbasler" verhört, welche den Panama- Standal welcher die Sulaffung Minderjähriger als Buhörer ohne Mit lich die Gegenwart, als beren cho er in Wirklichkeit zur Darstellung brachten. Der junge Mann, welcher in gliedschaft an Vereinsaufammenfünften verboten wäre. Und gesprochen hat, mit der Zukunft verwechselt und die schwarzer Kleidung und mit Maste als Carnot verkleidet wenn im vorliegenden Falle jener Gemeindeverein nach der Bes § herrschenden Bustände, wie sie der von Re- war und den ominöfen 500 000 Frants- Check herumtrug, ftimmung von 3 Abs. 2 die Absicht hatte, bei seinen Unterrichtsattion und Pfäfferei geförderte Kapitalismus ift ein 17 jähriger Seidenfärber aus dem Aargau, der mit der Beschränkung, daß sie bei den Mitgliederversammlungen stunden und ebungen Minderjährige theilnehmen zu lauffen zeitigt, mit feuchtfröhlichem Blicke Herr Bogeno batte fchon seit ein paar Jahren in Basel arbeitet. Alle Mit weber Butritt noch Stimmen haben sollen, fo bietet das Vereinsdoch wohl vor seiner Hede stark gefrühstückt in die zu wirkenden der Truppe waren Arbeiter im Alter von 16 bis gefeß, wie unerwünscht im einzelnen Falle die Zulaffung unfünftige Gesellschaft verlegt. Er als Fabrikbefizer tennt 20 Jahren, denen die Absicht, den französischen Präsidenten mündiger, wenn auch nicht mehr fortbildungsschulpflichtiger Budoch sicherlich Professor A. Thun's Wert über die zu beleidigen, vollständig fern lag. Der Bundesrath hat hörer Cei Vereinszufammenfünften fein mag, doch teinen Ans Industrie am Niederrhein, worin gerade in Hinblick auf beschlossen, durch die Gesandtschaft in Baris sein Bedauern halt, dem Vorhaben des Vereines entgegenzutreten, felbfticedend die Lage der Aachener Arbeiterbevölkerung gesagt wird, über das Bortommniß aussprechen zu lassen. Während Herr unbeschadet des der Ortspolizeibehörde suftehenden Recht und die scheußlichen Verhältnisse ließen für den Proletarier Carnot den Beleidigten spielt, wenn ein fiebenzehnjähriger fünfte und Veranstaltungen aller der Vereine, deren Bwed fich der ihr obliegenden Pflicht zur Beaufsichtigung der Zusammenfeinen Ausweg als H- haus, Schnapsbaus, Bucht. Seidenfärber in Basel einen luftigen Fastnachtsspaß verübt, hat auf öffentliche Angelegenheiten bezieht und unbeschabet des Rechts haus. Wenn der Jubelfest- Rhetor übrigens ein geschicht- er die haarscharfen Angriffe französischer Blätter und Polititer zum Einschreiten dann, wenn sich aus der Anwesenheit Rinder liches Privatissimum gelesen haben will über will über die ruhig ertragen, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken. jähriger besondere Unzuträglichkeiten, sei es in sittlicher Beziehung päpstliche Herrschaft, über Buhlerinnen, Nepoten Wenn er jegt die Mastenfreiheit in der Schweiz antaftet, oder sonst ergeben sollten." und Raftraten, über lüderliche Päpste und meuchelmörderische so vergesse man bei dieser Posse nicht, daß zwischen Franks Kardinale, so find wir gerne dazu bereit. Sollen wir ihm reich und der Schweiz seit dem 1. Januar 1893 ein bis vielleicht etwas Näheres über den Verdienst erzählen, den auf's Messer geführter 38olltrieg herrscht, und die fahrenden Frauen heimgebracht, nachdem sie der heim- daß der Basler Zwischenfall von der französischen Regierung lichen Wlinne" mit den geistlichen Würdenträgern des dazu benügt wird, die Eidgenossenschaft zu ärgern und ihr Konzils zu Roftnig gepflogen? Schweinestall- Sollen Ungelegenheiten zu bereiten. Was natürlich Del in's wir ihm von den Blutopfern der päpstlichen Inquifition, Feuer gießt. von den zahllosen Jujassen päpstlicher Kerter erzählen? Buchthaus Parlamentarischres. Ans Eisleben berichten bürgerliche Blätter: Das bis. berige Vereinslokal der hiesigen Sozialdemokraten, der sogenannte Breußische of, in welchem fich vor nun bald zwei Jahren die spielte, ift durch Kauf in die Hände der Mansfelder Kupferblutige Affäre zwischen Sozialdemokraten und Bergleuten abchieferbauenden Gewerkschaft übergegangen. Den Sozialdemo fraten wird es nunmehr schwer werden, der hierorts herrschenden Verhältnisse halber, je einen Saal für öffentliche Agitation, AbPanama- Skandal. Ein interessanter Prozeß ftebt in haltung eines öffentlichen Vortrages und dergleichen zu erhalten." Paris bevor, der hinter die Kulissen des Panama- Standals Das ist schon möglich, fann aber die sozialdemokratische Der Bundesrath hat in seiner Sigung vom 23. v. M. und auf dessen Geschichte wohl einiges Licht werfen Agitation nicht verhindern. Der Zeißer Volksbote" fordert denn dem Entwurf eines Gesezes wegen Aenderung des wird. Andrieux, der in der Angelegenheit eine nichts auch schon die Genossen der an den Eislebener Bezirk grenzenden Gesezes über den Unterstügungswohnfig weniger als reinliche Rolle gespielt und die auf die eine Rreise auf, Gisleben mit Schriften zu stürmen. vom 6. Juni 1870 zugestimmt. Rüdwärts, rückwärts, Don oder andere Weise in seinen Besiz gelangten Beweisstücke Rodrigo! zu einer gemeinen politischen Intrigue benugt hat, istusingen omburg) wird uns geschrieben: Bei der ReichsAus dem erften naffauischen Wahlkreife( öchft von Lissagaran durch heftige Angriffe gezwungen tagswahl im Jahre 1890 wurden für unseren Kandidaten 7164 Die Turner von Rigingen, schreibt Sigl im Baye worden, diesen zu verflagen. Da Lissagaray seinen Gegner Stimmen abgegeben, das Doppelte der Stimmen, die wir 1887 be rischen Vaterland", veröffentlichen wegen des bekannten nicht schonen wird, so find interessante Enthüllungen zu tamen. Wenn man bedenft, daß unser Wahlkreis aus 152 Orten Briefes des Bezirkskommandos an ihren Vorstand eine erwarten auch über die privaten Braftifen des sauberen befieht, unter denen der größte Ort nur 8000 Einwohner zählt, scharfe Erklärung", mit der sie protestiren", bezw. sich Ex- Bolizeipräfetten. so tonnte man mit dem Resultat zufrieden sein. Von den vier Dagegen verwahren, etwa gar als jegliche Einrichtung in Parteten erhielt die unsere im Jahre 1890 die höchste Stimmeneinem geordneten Staatswesen umzustoßen bestrebte" jabl, und unjer Genosse Brühne kam mit dem Freifsinnigen in die Sozialdemokraten angesehen zu werden. Der Herr Oberst Stichwahl. In den legten Jahren ist die Agitation in unserem Lieutenant Stöber wird nun aber hoffentlich in sich gehen Kreise eine recht lebhafte gewesen, sozialistische Vereine bestehen und fich über den Umgang mit so ordnungsliebenden Reichsjezt in Höchft, Homburg, Heddernheim, Eppstein, Wehrheim, patrioten nicht weiter alteriren, sondern ihnen den Reserve Gronberg und Oberursel. Sie zählen zusammen gegen 700 WitDie XI. Kommiffion erledigte in ihrer heutigen Sigung glieder. Agitationstouren wurden im letzten Jahre mehrlieutenant als Vorstand in Gnaden genehmigen, weil er von die§§ 4 bis 10 des Gefeßes gegen den Berrath militärischer fach unternommen; es bethetligten sich daran bie Ge ihnen ja doch nicht verführt wird. Geheimniffe. Die erledigten Paragraphen erhielten folgende noffen aus Homburg, Cronberg, Sốc t und Rönigstein. Fassung: Wer obne die vorbezeichnete Absicht vorsätzlich und Bersammlungen gegen die Militärvorlage baben stattgefunden in Das heilige Rußland. Der Zarismus als Ver- rechtswidrig den Besitz oder die Kenntniß von Gegenständen oder Oberursel, Flörsheim, Breusenheim, Eddersheim, Wied, Rödel schwörer, Wieuchelmörder und Brigant ist in feiner under- Nachrichten der im§ 1 bezeichneten Art sich verschafft, wird mit beun und Homburg. In allen diesen Versammlungen sprach gleichlichen Schönheit durch die Jacobson'schen Urkunden Gefängniß von einem Monat bis zu 3 Jahren oder mit Festungs. Genosse Brühne aus Frankfurt. Die Versammlung, welche enthüllt. Wie offen aber die Handlanger Bäterchens ihr haft von gleicher Dauer bestraft. Gewerbe treiben, erhellt aus einem in der russischen Zeitung 5000 m. ertannt werden. Sind mildernde Umstände vorhanden, umfehren, weil sie feinen Blaz mehr finden fonnten. Von einer am Sonntag, den 19. d. Mts. in Homburg stattfand, war von Neben der Freiheitsstrafe fann mit Geldstrafe bis zu 400 Bersonen befucht; eine ganze Anzahl Genoffen mußte wieder " Novosti" veröffentlichten Aufrufe des Bulgaren fo fann auf einen Tag Gefängniß oder einen Tag Festung, oder Vernichtung der Sozialdemokratie durch die Debatte über den 3antow, eines Söldners der russischen Regierung. ausschließlich auf Geldstrafe erkannt werden. In diesem Aufruf werden die bulgarischen Offiziere aufHaben Mehrere ein Verbrechen der in den SS 1 Bukunftsstaat baben wir hier bis jetzt noch nichts gespürt; es gefordert, den Prinzen Ferdinand von Bulgarien zu besund 8 bezeichneten Art verabredet, ohne daß e3 Aur Aus: gebt vielmehr vorwärts, und die nächste Wahl wird zeigen, daß feitigen. Das geschieht in einem unter der russischen Benfur führung auch im Wahlkreise Höchst- Usingen die Sozialdemokratie gewachsen oder zu einem ftrafbaren Versuch desselben geist trotz aller Befämpfung. erscheinenden Blatte. Damit nicht genug, weiß man in foumen ist, so tritt Gefängniß nicht unter drei Monaten ein. Sofia auch, daß der Versuch unternommen werden soll, den Neben der Freiheitsstrafe tann auf Geldstrafe bis zu 5000 M. Eine Parteifonferenz für den Wahlkreis Worms. erkannt werden. erwähnten Aufruf mit Hilfe der im Dienste Rußlands Derjenige, welcher sich an einer im Sinne des Absatz 1 geI Uhr, im Becker'schen Lokal in Worms, Alzeyerstraße, zu Heppenheim Wimpfen tritt am 26. Februar, Mittags stehenden Gagarinschen Schifffahrts- Gesellschaft in hundert bachten Berbindung bethetligt, fann für ftraffrei erklärt werden, fammen. Hauptpunkt der Verhandlungen wird die Organisation tausend Exemplaren in Bulgarien zu verbreiten. Wenn wenn er vor Einleitung einer Untersuchung der Militär- oder in Rußland mit hoher obrigkeitlicher Genehmigung" der Bolizeibehörde fo geitig davon Anzeige macht, daß die Aus- 6 nächsten Reichstagswahl sein. Fürstenmord gepredigt wird, so darf sich Väterchen führung des Vergebens oder Verbrechens verhindert werden kann. nicht beflagen, wenn Bei der Landtagswahl in Schleiz bat Genoffe Rödiger § 6. In den Fallen der§§ 1 und 3 taun neben Gefängniß aus Gera 33, der Gegner Münch 354 Stimmen erhalten. Die eines Tages der Spieß um gedreht, und der Herrscher aller Reußen so justifizirt auf Berlust der bekleideten öffentlichen Nemter und der aus Sozialdemokratie betheiligte sich, wie schon erwähnt worden ist, wird, wie feine Agenten den Koburger justifiairen möchten. ffentlichen Wahlen hervorgegangenen Rechte neben jeder Freiheits- zum ersten Mal an der Wahl. Geschähe es, so läge das Ereigniß in der Richtung des Strafe auf zulässigkeit von Polizeiaufsicht erkannt werden. Systems: Despotismus, gemildert durch Meuchelmord." § 7. Wer aus Fahrlässigkeit Gegenstände oder Nachrichten der im§ 1 bezeichneten Art, die ihm fraft seines Amtes, Berufes, Gewerbes amtlich anvertraut oder in Erfüllung seines Berufes ibm Das proportionale Wahlsystem, welches 1890 ber amtlich mittelbar oder unmittelbar übertragenen Arbeiten oder Au schweizerische Bundesrath als das zweckmäßigste politische träge anvertraut oder zugängig sind, in einer die Sicherheit des Mittel zur Beruhigung des durch die September- Revolution Deutschen Reichs gefährdenden Weise in den Besiz oder zur ( 1890) der Liberalen aufgeregten Kanton Tessins Kenntniß eines Anderen gelangen läßt, wird mit Gefängniß oder empfahl, hat vollständig die daran gefnüpften Erwartungen Festungshaft bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bis au erfüllt. Zuerst hat es sich bewährt bei den Kantonsraths- breitauiend Mark bestraft werden. Neben der Freiheitsstrafe Wahlen, die den Liberalen, entsprechend ihrer etwas kann auf Geldstrafe bis zu dreitaufend Mark erkannt werden. Der unter dem Namen Ahlwardt- Paragraph belannte§ 8 größeren Stimmenzahl, auch eine kleine Wiehrheit im Kanwurde einstimmig abgelehnt. tonsrathe brachte, und nun hat es sich am legten Sonntag§ 9. Wer den von der Militärbehörde erlaffenen, allgemein auch bewährt bei den Regierungsraths( Minister) Wahlen. erkennbar gemachten Anordnungen zuwider Befestigungsanlagen, Der Kanton Tessin hat fünf Mlinifter, und davon wurden Anstalten des Heeres oder der Marine, Kriegsschiffe, Kriegs: von den beiden Barteien, den Liberalen und den Ron- fahrzeuge oder militärische Versuchs. oder Nebungspläße betritt, servativen, einander von vornherein je zwei zugestanden. Der wird mit Geldstrafe bis zu einhundertundfünfzig Mark oder mit Wahlkampf drehte sich also um den fünften Minister, der nun Haft bestraft. ebenfalls den Liberalen zufiel, sodaß fie nunmehr auch in der vorgefehenen Berbrechen zu einer Beit, in welcher die Berhütung § 10. Wer von dem Vorhaben eines der in den§§ 1 und Regierung die Wehrheit haben. Bemerkenswerth ist, daß des Verbrechens möglich ist, glaubhafte Renntniß erhält und es die gewählten drei liberalen Regierungsräthe, Ingenieur unterläßt, hiervon der Behörde zur rechten Beit Anzeige zu Simen, Dr. Colombi und Oberstl. Gurzio Curti, machen, ist, wenn das Verbrechen oder ein strafbarer Versuch die Hauptangeklagten in dem f. 3. in Zürich vor den eid- deffelben begangen worden ist, mit Gefängniß zu bestrajen. genössischen Geschwornen gegen die Tessiner Revolutionäre geführten Prozesse waren, der bekanntlich mit der Freisprechung aller Angeklagten geendigt hatte. Die beiden tonservativen Regierungsräthe find Advokat Bonzanigo und Dr. Easella. " " . Polizeiliches, Gerichtliches ze. Der Redakteur der eitung", Gustav Stengele, hatte in einem Artikel die Norddeutschen Bolts. Bezahlung der in letersen während der Cholera- Epidemie zur Aufrechterhaltung der Quarantäne angestellten Arbeiter be iprochen und sollte dabei die dortige Polizeiverwaltung beleidigt prochen und sollte dabei die dortige Bolizeiverwaltung beleidigt haven. Der Amtsanwalt zu Aliona beantragte eine Geldstrafe von 500 W., weil der Artikel der Form wie bem Inhalt nach beleidigender Natur sei und dem Urheber der Schuß des§ 198 den Beruf babe, das öffentliche Interesse zu nicht zur Seite stehe, mie ja überhaupt die Presse teineswegs ftaatliche Autorität zu untergraben fuche. Stengele erwiderte u. a., wahren. Der Angeklagte gehöre einer Partei an, welche die daß gerade die sozialdemokratische Breffe im Gegensatz zu jener anderer Parteien während der Epidemiezeit alle aweckinäßigen laßregeln der Behörden fräftig unterstügt habe. Eine Absicht der Beleidigung habe ihm bei dem inkriminirten Artikel durchaus auf Freisprechung, da der Artikel weder der Form noch dem fern gelegen und er habe nur das Interesse der Einwohner von Ueterjen gewahrt. Nach furzer Berathung erkannte das Gericht Inhalt nach eine Beleidigung enthalte und außerdem dem Angeklagten der Schutz des§ 198 in volftem Maße zur Seite stehe. Die Versammlung in Braunschweig, in welcher am 9. November Genosse Gerisch aus Berlin über die Militärvorlage sprach und die gegen den Schluß hin aufgelöst wurde, hatte noch ein gerichtliches Nachspiel. Der Steindrucker Schmelztopf soll auf der Straße einen Auflauf verursacht und der Schleifer ride den Polizei- Juspettor Bussenius wört lich beleidigt und nach der Verhaftung Widerstand geleistet Gegen die Militärvorlage proteftirten ferner Voltever haben. Erjierer wurde deshalb su 14 Tagen, der letztere zu fammlungen in Salach und Klein Gislingen( eferent: 3 Monaten Gefängniß verurtheilt. Aus Uetersen wird uns geschrieben: Die Gen. Peers, git er: Stuttgart), ahren( Rej. Bintau Leipzig), Reißbau 3- Erfurt), Laubenbach i. B.( Referent Keil), bielten fürzlich Strafmandate von je 6 M., weil sie während der Hammern und Heinersdorf bei Sonneberg( Referent Röbling, Bars, Pflug und Stodfleth von bier er Ba ch( Ref. Segi Nürnberg). Zeit des Gottesdienstes Druckschriften öffentlich verbreitet haben Parteinachrichten. 3 Ebenso wie im Ranton Tessin hat sich das propor tionale Wahlverfahren auch in den Kantonen Genf und Neuenburg bewährt und trotzdem machen gegen dasselbe die Liberalen in allen Kantonen, wo sie die Wehrheit befizen, die heftigste Opposition. Die Furcht vor Schwächung der Parteiherrschaft durch ein gerechtes Wahlsystem ist der In Mehlis( Gotha) sprach Reichstags- Abgeordneter Bod follten. Die Strafmandate ftüßten fich auf§ 48 der GewerbeGrund der Opposition gegen den Proporz", welche Oppo- über die Militärvorlage und die Bufunftsstaats- Debatte. Die Ordnung und auf§ 2 der bänischen Sabbath- Ordnung. Gegen fition jedoch mit der Beit zweifellos überwunden werden zahlreichen Zuhörer, die aus der ganzen Umgegend herbeigeftrömt fämmtliche Strafmandate wurde gerichtliche Entscheidung be wird. Dem Proporz" gehört die Zukunft. waren, waren mit dem Referenten durchaus einverstanden und antragt. Am 16. d. m. verhandelte das Schöffengericht darüber. Die nahmen insbesondere Bock's humoristische Schilderung der Angeflagten behaupteten, die Druckschriften nicht öffentlich verButunitsstaats- Debatte mit allgemeiner, zuftimmender Heiterkeit breitet, sondern fie von Haus zu Haus getragen zu haben; als auf. Die gestern gemeldete Versammlung in Gotha und die in gewerbsmäßig im Sinne des§ 48 der Reichs- Gewerbe- Ordnung welche der Reichstag über den Butanssitaat" pflog, bier wie geltlich gefchehen sei. Auch die dänische Sabbathordnung könne Mehlis zeigen so schreibt man uns daß die Debatten, lönne die Verbreitung auch nicht angesehen werden, da sie unentwas sich die Gegner von ihnen versprachen Es ist alle Aussicht 17. März 1892 entschieden habe, daß nur das gewerbsmäßige wohl überall das gerade Gegentheil von dem erreicht haben, nicht in Betracht kommen, da das hiesige Schöffengericht am vorhanden, daß wir bei der nächsten Reichstagswahl unseren Haufiren während der Zeit des Gottesdienstes strafbar sei, und Randidaten Bock im ersten Anlauf ohne Stichwahl durchbringen. Deshalb damals auf& ceisprechung erkannt hätte. Der als Beuge geladene Gendarm aus Haseldorf, der die Angeklagten bei Gemeindewahlen. Bei der Gemeinderaths- Wahl im Dorfe der Verbreitung fiftirt hatte, fonnte nur befunden, daß die Grünenplan in Braunschweig wurden zwei Sozialdemokraten Angeklagten die Druckschriften von Haus zu Haus getragen hätten, gewählt. was während der Zeit des Gottesdienstes geschehen sei. Das Gericht verurtheilte die Angeklagten zu je 6 M. Geldstrafe event. Neber die Frage, ob den Zusammenkünften von Vereinen, einem Tage Haft und Tragung der Kosten. Begründet wurde das die sich mit öffentlichen gelegenheiten beschäftigen, Urtheil damit, daß die Verbreitung der Drudschriften von Haus minderjährige Nichtmitglieder beiwohnen dürfen, zu Haus als eine öffentliche Thitigkeit im Sinne des§ 2 der Wegen des Baseler Fastnachts- ults hat die hat sich, wie der Chemnißer Beobachter" mittheilt, das banticben Sabbathordnung anzusehen sei, welche geeignet wäre, französische Regierung wirtlich weitere Schritte gethan fächsische Ministerium des Innern in einem Spezialfalle den Frieden und die Ruhe des Sonntags zu stören. Die Rechtsund fordert Bestrafung des Schuldigen. Vor 5 Jahren wie folgt entschieden:" Wenn a ch der Zweck des genannten sicherheit im deutschen Staate ist hier wieder einmal tresslich Bismard heute Carnot- arme französische Republik, Vereins zweifellos auf öffentliche Angelegenheiten fich bezieht, ill ftrict. Am 17. März 1892 werden die Angeflagten wegen der die auf den Bismard gekommen ist! menn ferner auch die vom Verein beabsichtigte Veranstaltung von unter ganz denselben Umständen wie diesmal erfolgten Verbreitung Unterrichtsstunden und Uebungen ebenfalls zu den Vereins- von Druckschriften freigesprochen, am 16. Februar 1893 leber die Sache selbst ist noch zu bemerken: Der eid- angelegenheiten gehört und wenn auch Minderjährigen die Be- aber von demselben Gericht verurtheilt. Wie lange noch genössische Generalanwalt Scherb ist in Basel gewesen und theiligung an solchen Vereinen gefeßlich untersagt ist, so fehlt wird wohl die dänische Sabbathordnung zu Berurtheilungen her hat einige Mitglieder des Fastnachts- Komitee's der Ver- es doch im Bereinsgefege an einer Bestimmung, nach halten müssen? Alter Kniff. In der italienischen Rammer wird zur Abwechselung in Kulturfampf gemacht- Stäufe reien zwischen Quirinal, dem Siz der weltlichen Regierung, und dem Vatikan, dem, Siz des Papstes und in den Straßen von Rom sind einige Bomben ge platzt, was die Verhaftung von etlichen 20 Anarchisten" zum Nachspiel hatte. Die Komödie ist etwas zu durchfichtig. Den Herren Panamisten wird es nicht ges lingen, die öffentliche Meinung abzulenken, und sie werden unfehlbar ihrem Schicksal verfallen. Die Beichte Tanlongo's giebt ihnen die Marschroute ins Buchthaus. Eine Amnestie für politische und Preßvergehen wird erlaffen werden in Portugal! 19 Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonnabend, 25. Februar, Opernhaus. Die Rangau. Schauspielhaus. Vasantasena. Deuthhes Theater. Der Talisman. Berliner Theater. König Lear. Reßden Theater. Gläubiger. Fainilie Pont- Biquet. Leng- Theater. Heimath. Wallner Theater. Der Cleinenceau Fall Kroll's Theater. Die Hochzeit des Figaro. Viktoria Theater. Die Reise um die 2Belt in achtzig Tagen. Neues Theater. Tošta. Friedrich- Wilhelmstädt. Cheater. Don Cafar. Adolph Ernst- Theater. Modernes Babylon. Thomas Theater. Eulenspiegel, oder: Schabernad über Schaber nad. National- Theater. Medea, Alexanderplat- Theater. Die Waise aus Bowood. Apollo Theater. Borstellung. Spezialitäten Theater der Reichshallen. Spezialitäten Borstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenBorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Bor ftellung. Adolph Ernst- Theater. Bum 63. Male: Circus Renz. ( Karlstraße.) Sonnabend, den 25. Februar 1893, Abends 74 Uhr: Achtung. Maurer. Achtung. Todes Anzeige. Das Mitglied der Zentral- Krankenbinder) 2c. Grundstein zur Einigkeit", Parade- Galavorstellung. faffe der Maurer, Gipser( WeißEin Künstlerfest. Große Ausstattungs- Pantomime vom Hofballetmeister Siems. Auf das Glänzendste in Szene gefeßt v. Direktor Fr. Renz. Ueberraschende Lichtu. Wassereffecte. Ballet v. 100 Damen. Grosser Blumen- Corso. Bum Schluß: Gr. Brillant- Feuerwerk. Außerdem: Grande Quadrille de la haute équitation, ger. v. 6 Damen u. 6 Herren. Mr. James Pillis m. dem Schulpferde Germinal. Vier Fahnenpferde, vorgeführt v. Direktor Fr. Renz 2c. Morgen, Sonntag: 2 gr. Vorftellungen. Nachm. 4 Uhr( 1 Kind unter 10 Jahren frei). Auf Wunsch: Die lustigen Heidelberger. Abends 72 Uhr: Ein Künstlerfest. Billet- Vorverkauf an der Zirkustafse u. beim„ Invalidendant", Martgrafen ftraße 51a. Fr. Renz, Direktor. " Bernh. Engelmann, wohnhaft im 6. Wahlkreis, ist am Donnerstag, den 23. Febr., gestorben. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 26. Februar, Nachm 2/2 Uhr, von Der Charitee nach dem Kirchhof derselben, Müller- u. Seestraßen- Ecke statt. Der Verstorbene gehörte auch dem Interessenverein der Maurer Berlins und Um gegend an und hat stets, wo es hieß, für die Wahrheit, Freiheit u. Gleichheit der Rollegen einzutreten, seine volle Schuldigkeit gethan. Deshalb erwarten wir, daß die Kollegen dem Verstorbenen die legte Ehre, die er verdient hat, bei seiner Beerdigung erweisen werden. Der Bevollmächtigte: Wilh. Roll. 255/5 Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins und Umgegend. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß Gratweil's Bierhallen bas mitglie Kommandantenstraße 77-79. Täglich: Germania- Konzert- u. Kouplet- Sänger sowie Auftreten des musikal. Clown Mr. Barna und Damen- Imitator Willy Wilson. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. Bwei Säle zu Versammlungen und Vergnügungen. fowie 6 Billards und 3 Kegelbahnen, F. Sodtke. Modernes Babylon.ri Gesangspoffe in 3 Aften v. Ed. Jacobson und W. Mannstädt. Couplets theilweise Don G. Görss. Mufit von G. Steffens. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. American- Theater. Novität! Novität! Der Dussel ( Nulpus) Parodistisch- realistischer Vorgang in der Dachkammer, frei nach Jbsen und Tolstoi von Oscar Wagner. ( Rlemm Ede.. Martin Bendix.) Alfred Bender in seinem neuesten Originalvortrag Der Volksmund in Berlin. Blank, der beste Bauchredner. Anhaltender Erfolg. Die Trockenwohner. Etablissement Morih Blas. Buggenhagen. Play. Täglich: Inftrumental- Konsert. Großer Frühstücks- u. Mittagstifd. Spezial- Ausschant von Pakenhofer Lagerbier, hell und dunkel. An Sonn- und Fetagen findet das Konzert in den oberen Sälen statt. Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Pf. Säle für Versammlungen, Rommerse, Festlichkeiten 2c. Große öffentliche Versammlung ber Maurer u. Putzer Berlins und Umgegend am Sonntag, den 26. Februar, Vormittags 10 Uhr, in den Concordia- Sälen, Andreasstr. 64. Zages Ordnung: B 1. Welche Forderungen stellen wir in diesem Baujahr? 2. Stellungnahme zu der am 2. Ofterfeiertag hier stattfindenden Maurerfonferenz event. Wahl der Delegirten zu derselben. 3. Gewerkschaftliches. Einen zahlreichen Besuch erwarten Die Vertrauensleute. Heinrich Schigolsky, Schwedterftr. 27. Friedrich Gräschke, Sübbenerstr. 26. 242/ 6* Vereinigung der Drechsler u. verw. Berufsgenossen Deutschlands. Ortsverwaltung Berlin. Sonntag, den 26. Februar, Vormittags präz. 10 Uhr, tm Lokale des Herrn Ehrenberg, Annenstr. 16: Versammlung. Tagesordnung: 1. Bortrag über: Industrieverband ober RartellBersammlung und Erfahwahl zum Rechtsschuß. 3. Diskussion. 4. Bericht vertrag? Referent: Karl Dost. 2. Wahl der Delegirten zur Generaldes Arbeitvermittlers und des Bibliothefars. 5. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Mitglieder, welche im Besitz von Billets der Matinee und des Masken Bernhard Engelmann Balls find, werden ersucht in der Versammlung zu erscheinen. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Mitgliedes pünktlich zu erscheinen. 136/15 Jim Auftrage: Rudolf Klotzsch, Bevollmächtigter, Roppenstr. 73. verstorben ist. Die Beerdigung findet Sonntag, Nachm. 22 Uhr, von der Charitee aus statt. 380/12 Der Vorstand. Todes- Anzeige. Grosse öffentliche Versammlung für Männer und Frauen Allen Freunden und Bekannten zur traurigen Nachricht, daß mein lieber Mann, Vater und Schwiegervater, der Tischler Albert Witt, nach 9jährigem schweren Leiden am 22. Febr., Abends und 101/2 Uhr, verschieden ist. Die Be erdigung findet am Sonntag Nachm. 3 Uhr vom Trauerhause, ManteuffelStraße 66, aus nach dem EmmausKirchhof ftatt. am Sonntag, den 26. Februar, Abends 6 Uhr, bei Otto Klein, Schönleinftr. 6. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Otto Klein über: Bourgeoisie 407/2 Sozialdemokratie. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Bur Deckung der Unkosten 10 Pf. Entree. Nachher: Geselliges Beisammensein. Um zahlreiches Erscheinen bittet Die Einberuferin. Die trauernden Hinterbliebenen. Nationale Krankenkasse der deutschen Gold- und Silberarbeiter Bentral- Kranken- und Sterbekasse der Bimmerer ( E. H. Nr. 2, Hamburg). Den Mitgliedern zur Nachricht, daß das Mitglied, der Zimmerer Gustav Heinrich, Der Vorstand. verftorben ist. Die Beerdigung findet morgen, Sonntag, Mittag 12 Uhr vom Trauerhause, Megerstr. 31, aus nach dem Georgen Kirchhofe in Weißensee Allen Freunden, Bekannten und Geftatt. Um rege Betheiligung bittet noffen empfehle mein neu eingerichtetes 366/6 Weiß- u. Bairischbier- Lokal. Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. Vereinszimmer für 60 Perfonen zu vergeben. Otto Brückner, Schlegelstr. 14, früher Lothringerstraße 67. 14926* Empfehle nach wie vor mein wer größertes Lokal, franz. Billard 2c. dem verehrten Bublifum. Vorwärts, Volks- Zeitung, fowie andere Zeitungen liegen aus. M. Berndt, Beerdigungsverein Berliner Zimmerleute. Am 22. d. M. verstarb nach langen Gustav Heinrich und verwandten Berufsgenossen.( Eing. Hilfskaffe.) Montag, den 27. Februar, Abends präz. 81/2 Uhr, im Dresdener Garten( großer Saal), Dresdenerstraße 45: Mitglieder- Versammlung (§ 29 des Statuts). Tagesordnung: 1. Jahresbericht des Vorstandes. 2. Wahl des Vorstandes. 8. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. B Die Mitglieder werden ersucht, in Anbetracht der Wichtigkeit der Verhandlungen recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. 1491b Der Vorstand. J. A.: C. Holtkamp. Kranken- Unterstützungsverein der Tabakarbeiter ( früherer Medizinal- Verein). Dienstag, den 7. März, Abends präz. 81/2 Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44: General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Rechnungslegung. 2. Neuwahl des Vorftandes Leiden unser Kamerad, der Zimmerer und Ausschusses sowie der Kranken- Kontrolleure. 3. Vereinsangelegenheiten Der Vorstand! Louis Dechand. Central- Krankenkasse der Tabakarbeiter. Berlin II. Dienstag, den 7. März, Abends 9 Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstraße 44: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Abrechnung. 2. Verschiedenes. Die Ortsverwaltung: Louis Dechand. im Alter von 30 Jahren. Die Beerdigung findet Sonntag, den 26. cr., Mittags 12 Uhr, von der Megerstr. 31 aus nach Weißenfee statt. [ 35961 14966 Oranien- u. Alexandrinenstr.- Ecke. Passage- 6. Boll, Wienerstr. 1 empfiehlt ſein risch- Bierlokal Winter- inch frei. Panopticum. Bereinszimmer u. Neu! Das unerklärliche Verschwinden eines frei in der Luft hängend. Mädchens. Castan's Panoptikum. Hagenbeck's gr. zoolog. Wunder: Lili. fleinst. lebend. Elefant d. Welt, 90 Zentimeter hoch, 110 Zentimeter lang, 78 Kilo schwer. Tai- za- Wunder- IllusionenTheater. Grosses Künstler- Konzert. Sämmtlich ohne Extra Entree. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. 1 Großartiger Erfolg des neuen Programms. Mr. Hendrik, Huguston, Massias, Clark, Valois, Vanoni, Hurley's, Laurence, Türk u. s. w. Das Theater ist gut geheizt. Anfang Wochentags 8 Uhr. Entree 50 Pf. Sonnabend und Sonntag 14976* Bodbier- Anstich, Säle z. Versamlg. u. Geſellſchst. unentgeltlich[ 8066] Oranienftr. 180. Vereinszimmer( bis 50 Perf.) mehrere ereinszimmer( bis 50 Perf.) mehrere straße 29. Tage frei, Schöning, Stallschreiber1436b* Tüchtige Weißbier- Trinker tönnen fich melden bei [ 14896 Vater Jahn, 3offenerstr, 6. Der Vorstand. Plöz. Todes- Anzeige. Allen Freunden und Bekannten zur 1488b Nachricht, daß unser Kollege, der Tischler Kranken- u. Sterbe- Unterstüß.- 13entral- Kranken- u. Sterbekasse Peter Sörensen am 22. d. m. verstorben ist. Die Be- und Nachmittags 4 Uhr, von der Leichen erdigung findet am Sonntag, den 26. cr., Kasse der Vergolder Berufsgenossen( E.§. Nr. 19). Sonntag, den 12. März 1893: Vorm. 101/2 Uhr: halle des Neuen Luisen- Kirchhofes in Außerordentliche Brig aus statt. 1493b Die Arbeiter der Pianomechanit General- Versammlung Die Arbeiter der PianomechanikFabrik von F. Langer u. Cv. im Lofale des Herrn P. Reckelberg, Die blamirte Justiz und der meineidige Betrüger Seit 1890 über 100 Eingaben. 37202 Wasserthorstr. 54. Tages- Ordnung: der Tischler u. s. w. Filiale F. Montag, d. 27. Febr., Abends 8 Uhr: Mitglieder- Versammlung im Vorstädtischen Kasino, Aderstr. 144, Tagesordnung: Abrechnung vom IV. Quartal 1892. Vortrag des Bahnarztes Dr. R. Wolf über Zahntrantheiten". Verschiedene 304/4 Rassenangelegenheiten. Die Frauen der Mitglieder haben Die Ortsverwaltung. 1. Bericht über die Beschlüsse der Carl Syben. Iserlohn, Westf. letzten Generalversammlung der Hilfstaiſe Nr. 42. 2. Anträge der Mit- Butritt. Feen- Palast. Heute, Sonnabend, d. 25. Februar: Griechisch- Römischer Preis- Ringkampf zwischen dem Griechen Mr. Antonio Pierri und dem Athleten und Preisringer Mr. Franz Jackson aus Philadelphia zur Zeit in Berlin. Prämie 100 und 500 Mark. Vorher: Grosse Spezialitäten- Vorstellung. wozu Freunde und Bekannte einladet 3637L* A. Sievert, Görlitzerstr. 50. Anfang 7/2 Uhr. Entree 50 Pf. Billet- Vorverkauf von 11-1 Uhr Vormittags. Bassepartouts haben keine Giltigkeit. Oranien- Bad Oranienstrasse 44. Abonnements I. RI. 60 Pf., II. KI. 3 Bäder 1 M. Dampfkasten- Bäder. Einpackung und Massage. Leitungswasser. 3719L* Musik- Instrumente. glieder. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht dringend Der Vorstand. 1487b Allgem. UnterstützungsKasse f. Lederzurichter W. Behrend, G. Schäffer, H. Borchert, im Polizeibezirk Berlin( E. H. Nr. 50). Vorsitzender. Kassirer. Schriftf. Versammlung bes Sonntag, den 12. März, Vorm. 101/2 Uhr, Weinstrasse II bei Feindt: Außerordentliche Fahvereins der Firmenschilder Versammlung. Branche 1471b 204/8 Montag, den 27. Februar, Abends 8 Uhr, in Wienecke's Restaurant, Alte JakobStraße 83. 2.- D.: 1. Bortrag des Genoffen Rich. Tages- Ordnung: Statutenberathung. Der Vorstand. J. A.: G. Busse. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, Vormittags 1014 Uhr: Vortrag von Herrn Dr. Br. Wille: Uneigennütigkeit. Gäste sehr willkommen. 152/5 Seidel:„ Von Christi Geburt bis heute." Rosenthaler- Straße Nr. 38. 8725L 2. Diskussion. 3. Bericht des Delegirten über die Arbeitsnachweis- Frage. 4. Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. Die Mitglieder werden ersucht, pünktlich zu erscheinen. Der Vorstand. Genossenschafts- Buchdruckerei. ( Eing. Gen. m. beschr. Haftpfl. Solingen). Sonntag, den 26. März, im Lokale des Hrn. Carl Ern Wehrwolf, Solingen: General- Versammlung. Tages- Ordnung: Größtes Lager in Zithern, Violinen, Guitarren, allen Blasinstrumenten, sowie Harmonikas jeder Art. Musikwerke zum Drehen und selbstspielend( mit Arbeiterliedern). Reparaturen schnell und gut. Großes Notenlager. Aug. Kessler, 51. Lausitzerstr. 51. 1. Jahresbericht und Vorlegung der Bilanz event. Decharge- Ertheilung. 2. Ergänzungswahl des Vorstandes und des Aufsichtsrathes. 3. Besprechung über Abänderung des 1501b Statuts. Der Vorstand und Aufsichtsrath. Dr. Hoesch, homöopath. Arzt, Linienstr. 149. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. KONVEREIN DER 25 AURER HALLE onals Marken z. quittiren von ParteiBeiträgen empfiehlt allen Genossen die Quittungsmarken und Kautschuk- Stempelfabrik Don Conrad Müller, Schkendik- Leipzig. Preisliste gratis und franko. Meyer's Konyers.- Lerit. taufe sofort. Nachr. Postkarte. Schröter, CampHausenstraße 31. 1473b* Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 48. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 51. Sigung vom 24. Februar 1893. 1 Uhr Am Bundesrathstisch: v. Bötticher. angenommen. Sonnabend, den 25. Februar 1893. " " 10. Jahrg. Abg. Witte( dfr.): Am 30. Oktober vorigen Jahres ist der Leiter der zweiten Abtheilung der Anstalt, Dr. Löwenherz, ge= storben. Ich hoffe, daß es der Reichsverwaltung gelingen möge, eine wenn auch nur einigermaßen diesen so tüchtigen Mann ersetzende Persönlichkeit für die Anstalt zu gewinnen. Blatt in Zwickau über die Prüfung einer Schuhvorrichtung in werden, weiß ich nicht. Die Berufung auf die Gewerbe- Ordnung Freiberg einen spöttischen Bericht gebracht habe. So find die entscheidet die Frage nicht. Abg. Wiffer( wild) bittet nochmals um die Ausdehnung der Herren, bemerkte er, hier im Hauſe treten sie für die Schußvorrichtungen ein und draußen spöttelten sie darüber. Ich muß diese Alters- und Invaliditäts- Versicherungspflicht auf die kleinen landBerallgemeinerung seiner Angriffe auf das Entschiedenste zurück wirthschaftlichen Betriebe. weisen. Wenn in der That das betr. Blatt falsch berichtet war, Abg. Röficke( wild) hält den Ausdruck des Staatssekretärs, Die Borlage, betreffend die Kautionen der Bundes- so ist das etwas was auch den konservativen Blättern sehr oft daß die Berufsgenossenschaften von ihrem Rechte der Anfechtung beamten wird in dritter Lesung unverändert ohne Debatte paffirt, und besonders das Blatt des Herrn Merbach, die der Rentenbemessung recht ausgiebig Gebrauch gemacht hätten, Dresdener Nachrichten", sind berüchtigt wegen ihrer Ueber- sofern darin ein Vorwurf für die Berufsgenossenschaften liegen Darauf wird die Etatsberathung fortgesetzt. Die Dis- freibungen. Es wird mir nicht in den Sinn kommen zu be- folle, für nicht ganz berechtigt. kussion über das Ausgabekapitel„ Reichsversicherungshaupten, die Partei des Herrn Merbach bestehe aus nieder- Staatsfettretär v. Bötticher: Die Berechtigung, die Vera amt" des Spezialetats des Reichsamts des Innern nimmt trächtigen und schlechten Subjekten, weil vielleicht irgend eine ficherung auf die landwirthschaftlichen Betriebe auszudehnen, steht ihren Fortgang. Person in derselben eine Niederträchtigkeit oder Schlechtigkeit be- den Einzelstaaten bereits jezt zu. Weiter fann die Gefeßgebung Abg. Schmidt- Elberfeld( dfr.): Auf dem Lande werden viel gangen hätte. Herr Merbach meinte ferner, unsere Bergleute nicht gehen. fach die versicherten Arbeiter verantwortlich gemacht für Ver- wüßten hinlänglich, wie fie mit der Sozialdemokratie Damit schließt die Debatte. Das Rapitel wird genehmigt. fäumungen bei Einklebung der Marken. Nun ist aber durch das daran find. Wir wissen es auch. In Freiberg haben Beim Kapitel Physikalisch- technische ReichsGesetz zweifellos den Arbeitgebern die betreffende Verpflichtung Tausende und Tausende von Bergleuten für unseren Kandidaten a n ft alt" bemerkt auferlegt. Die unteren Polizeibehörden verlangen sogar auf dem gestimmt, und wir haben nur deshalb die Mehrheit nicht erLande, daß der Arbeiter die fehlenden Marken in feine halten, weil die königlichen Beamten in mißbräuchlicher AnQuittungstarten auf eigene Roften einklebt. Es sollte veranlaßt wendung ihrer Stellung vielen Bergleuten das freie Wahlrecht werden, daß die unteren Verwaltungsbehörden den betreffenden abgeschnitten haben. Herr Schmidt( Elberfeld) hat den alten Organen entsprechende Weisungen zugehen lassen. Geffern hat Streit aufgerührt, wer die Sozialreform in Fluß gebracht habe. Herr Wurm erklärt, obne die Sozialdemokratie würde man für Wir haben die Sozialreform gemeint, welche 1879 durch die Das Kapitel wird bewilligt. Es folgt das Extra- Ordinarium. die Arbeiter feinen Finger gerührt haben. Diese Legende muß zu faiserlichen Erlasse inaugurirt worden ist, und daß wir diese Bei der Forderung von 690 000 M. zur Erwerbung eines rückgewiesen werden. Die natürliche und rubige Entwickelung der moralisch veranlaßt haben, ist seinerzeit in Thronreden und vom Grundstücks für ein Dienstgebäude des ReichsDinge hat uns die Arbeiterfürsorge gebracht.( Lebhafter Widerspruch Fürsten Bismarck zugestanden worden. Im übrigen hätte gerade Gesundheitsamts in der Klopstockstraße zu Berlin und zu bei den Sozialdemokraten). Der ruhige stetige Fortschritt in den der Abg. Schmidt am allerwenigsten Veranlassung, gerade seine den Vorarbeiten für den Bau bemerkt auf eine Anfrage des Abg. Verhältnissen der Gesellschaft überhaupt hat diese Einrichtungen Partei als Förderin der Sozialreform hier zu erklären. Er weiß am Lucius( Rp.) mitgebracht, und fraglich ist nur, ob es richtig war, es von besten, daß er eine ganze Reihe von Jahren hier als weißer Rabe Staatssekretär v. Bötticher, daß nach seiner Meinung von Staatswegen oder es anders zu machen. Was die Sozial. für die Sozialreform eingetreten ist. Es giebt noch heute in einem Buviel für die Baupläge und die Ausstattung der Reich demokratie fordert, hat schon vor 50 Jahren Harkourt gefordert. feiner Partei sehr einflußreiche Mitglieder, wie Eugen Richter gebäude nicht die Rede sein könne. Das Gesundheitsamt lasje Seit ich im Reichstag bin, habe ich dieselben Forderungen wie und Bamberger, welche auf diesem Gebiete nicht die geringste fich sehr wohl aus dem Innern der Stadt hinausverlegen. Der Krankenkassen, Normal- Arbeitstag für verschiedene Gewerbe u. f. w. Ronzession machen wollen. Daß unsere Agitation derartigen für das Grundstück geforderte Preis sei auch nicht übererhoben. Herr Wurm kann das nicht wissen, weil er erst seit 1890 Bestrebungen schade, haben wir nicht gemerkt. Unsere Partei mäßig hoch. hier ift. Ihre( zu den Sozialdemokraten) Agitation ist keine befindet sich bei einer solchen Agitation sehr wohl, hat sie den Die Forderung wird bewilligt. Förderung, sondern ein Hemmschuh für diesen Fortschritt. Durch Freunden des Abg. Schmidt gefchadet, so liegt dies in der Natur Bei der Position von 100 000 M. für die Ausstattung des Ihre Agitation ift bis in die höchsten Kreise die Meinung erweckt der Sache.( Vizepräsident Baumbach ersucht den Redner, neuen Reichstagsgebäudes mit Möbeln, Beleuchtungsworden, als ob Ihre Existenz eine Gefahr für Staat und Gefell- allmälig auf das Reichs- Versicherungsamt zu tommen.) Nachdem gegenständen, Teppichen 2c. bemängelt schaft fei. Das ist ganz falsch. Die Jungen in Ihrer Partei einmal die Angriffe der Vorredner gegen uns zugelassen worden Abg. Zimmermann( Antisemit), daß das Blattgold für die haben ganz recht: So lange Sie noch parlamentiren, sind Sie find, ist es wohl ein einfacher Aft der Gerechtigkeit, daß man Kuppel nicht aus Deutschland, sondern aus Brüssel bezogen sei. nicht gefährlich!( Lebhafter Widerspruch bei den Sozialdemo- uns erlaubt, darauf zu antworten. Ich bemerke nur noch, Die deutsche Industrie, namentlich die Dresdener, hätte den Anfraten). Ich kenne doch meine Pappenheimer( Große Heiterkeit). daß es Leute giebt, welche die Agitation der freisinnigen forderungen durchaus entsprechen können und man hätte dann Heute demonstriren Sie gegen den Staat und morgen bringen Partei für mindestens ebenso schädlich halten, wie die wirklich einen Schutz der nationalen Arbeit gehabt. Sie bei Festlichkeiten am begeistertsten das Hoch auf den Agitation der Sozialdemokratie. Ich bestreite dem Abg. Schmidt, Staatssekretär v. Bötticher: Ich fühle mich vollständig unKaiser aus!( Stürmische Unterbrechung bei den Sozial- daß die Kostenfreiheit der Anrufung der Schiedsgerichte die schuldig an der Vergebung der Arbeiten. Die Arbeit ist vergeben demokraten. Der Präsident von 2evetom bittet den Redner, Neigung der Arbeiter verstärkt, von dem Rechtsmittel der Be- worden an einen deutschen Industriellen. Woher dieser das sich nicht soweit von der Sache zu entfernen). Herr Wurm hat rufung einen übertriebenen Gebrauch zu machen. Ein Vor- Material bezogen hat, kann ich nicht sagen, verantwortlich kann auch behauptet, daß der größte Theil der Renten nur durch sitzender eines Schiedsgerichts hat dies auch bestätigt. Schließlich man uns dafür nicht machen, wir können dem in den einzelnen 3wang nach erfolgter Anrufung der Schiedsgerichte gezahlt wird. möchte ich die Frage stellen, wie es mit der für diese Session in Fällen nicht nachgehen. Eine Befürchtung, daß das Blattgold Hätte Herr Wurm den Bericht gelesen, der uns in diesen Tagen Aussicht gestellten Novelle zum Unfallgefeß steht. Man hat ge- nicht dauerhaft genug sein fönnte, ist ausgeschlossen, denn jedes zugegangen ist, so würde er diese Behauptung nicht aufgestellt wünscht, daß das Unfallversicherungs- Gefeß auch auf die Arbeiter Packet Blattgold ist chemisch untersucht und auf seine Brauchbarhaben; denn es sind nur 1/6 der Renten vor die Schiedsgerichte in den Gefangenen- Anstalten, auf das Handwerk und auf die im feit geprüft. Gine Kontrolle der Unternehmer darauf, daß sie nur gefommen, von 128 239 Bescheiden sind nur 5221, etwa 4 pCt., Handelsgewerbe beschäftigten Lohnarbeiter, Rutscher u. s. w. aus- bestimmte Bezugitätten für das Material benutzen, können wir durch die Schiedsgerichte abgeändert worden. gedehnt werden möchte. Es ist nicht abzusehen, warum diese nicht übernehmen. Arbeiter keinen Renienanspruch haben sollen. . Abg. Zimmermann: Dann muß ich bedauern, daß ein deutscher Unternehmer mit solchen Arbeiten beauftragt ist und dann das Material aus dem Auslande bezieht. Staatssekretär v. Bötticher: Aus dem Streit der Parteien ziehe ich den Schluß, daß es doch keine schlechte Gesetzgebung Staatssekretär von Bötticher: Die Revision des Unfallfein muß, die hier in Frage steht.( Lachen bei den Sozialdemo- Gefeßes sollten wir nicht überſtürzen, sondern erst umfaffendere fraten.) Es entspricht nicht der Vorschrift des Gesetzes, wenn die Erfahrungen abwarten. Die Ausdehnung der Versicherung auf Staatssekretär v. Bötticher: Ich kann keineswegs zu Arbeiter für die unterlassene Einklebung der Marken verantwort- die von dem Vorredner genannten Kreise wird erörtert werden; geben, daß das Gold aus dem Auslande bezogen ist; ich weiß lich gemacht werden. Das Reichs- Versicherungsamt tann da auch die Fischerei soll noch in Betracht gezogen werden. es nicht. gegen nichts thun; das Reichsamt des Innern wird aber, wenn Abg. Schrader( dfr.): Die geltende Faffung des InvaliditätsDer Titel wird bewilligt. Zur Ausschmückung des neuen diese Klagen zu ihm dringen, Gelegenheit nehmen, die Untergesetzes läßt die größten Ungerechtigkeiten zu. Ein alter Mann, Reichstagsgebäudes mit Bildwerken und Malereien werden behörden entsprechend anzuweisen. 340 000. verlangt. Abg. Hoffmann- Chemnih( Soz.): Wir haben in Chemnitz viel- fein Arbeitgeber zu bequem war, ihm die Bescheinigung über der zur Altersrente berechtigt war, hat sie nicht erhalten, weil Abg. v. Stauffenberg( dfr.) fragt, ob alle Arbeiten bereits fach den Fall gehabt, daß den Arbeitern keine Marken von Die letzten Wochen seiner Beschäftigung auszustellen, welche dann vergeben sind und wie weit der Reichstag dabei noch mitben Unternehmern eingeklebt wurden, obwohl die Arbeiter an 141 fehlten. Solche Härten muß das Gesez vermeiden. In zusprechen habe. ihre Beiträge gezahlt hatten. Diese Beiträge gehen also den den Fällen, wo die Rente abgeändert wurde, hat sich eine außer Staatssekretär v. Bötticher: In bezug auf die künstlerische Leuten verloren und die Sicherheit, ihren Rentenanspruch zu ordentlich große Verzögerung durchweg ergeben. Sier läßt sich ausstattung des Gebäudes werden wir uns zunächst darauf bemit jeder fehlenden Marke. leicht Abhilfe schaffen, wenn die Schiedsgerichte in den Stand Schränken müssen, dem Hause eine würdige Ausstattung zu geben Sehr schlimm ist es, daß Arbeiter in die Lage kommen, die ihnen gesezt würden, rascher zu funktioniren. Herr Bebel protestert und das andere der Zukunft zu überlassen. Die gesammte deutsche zugesprochene Rente nicht erheben zu können. war nicht im stande zu schreiben, fonnte seine Unterschrift nicht der Abg. Merbach sich angeblich zu Schulden kommen ließ, aber Rate 32 Millionen Mark ausgeworfen. Der betreffende mit Recht gegen die Verallgemeinerung von Vorwürsen, welche Runst ohne territoriale Beschränkung foll betheiligt werden. Für den Nord- Ostseekanal sind im Etat als siebente geben, und die Postbehörde verweigerte mit Recht nach dem Buch keine Partei hat mehr in diesem Punkte gefündigt als die fozialstaben des Gesetzes die Auszahlung der Rente. Hier muß doch demokratische. Sie hat fiets und immer die Arbeitgeber als in drei Jahren vollendet sein wird. Weniger erfreulich sei, daß Abg. Lingens ist erfreut, daß diefes hoch bedeutende Werk Abhilfe geschaffen werden. In Sachsen ist weiter das Unglaub folche als Gegner des Arbeiterstandes, als Feind desselben be- nach der Meinung der Bauverwaltung die veranschlagte Bau liche geschehen, daß man Arbeitern, armen Webern, die Rente verweigert hat, weil sie nach der sächsischen Landesgefeßgebung zeichnet. Sie hat damit nur die Verbitterung zwischen beiden nach der Meinung der Bauverwaltung die veranschlagte BauDann geht Redner ausführlich noch als Meister gelten. Wir sollen fein Recht haben, uns als Parteien genährt. Zeigen auch Sie das Bestreben, solche Berall- fumme nicht ausreichen werde. auf die Seelsorge- Verhältnisse der bei dem Kanalbau beschäftigten Arbeiter ein. Vertreter der Arbeiter aufzuspielen. Wir haben gegen das Gesetz gemeinerungen zu vermeiden! geftimmt, weil dem Anspruch der Arbeiter nicht voll und ganz sind auch bei uns schon in Erwägung gezogen worden, sie sind Staatssekretär v. Bötticher: Die Vorschläge des Vorrebners Abg. Caffelmann( nl.) bebauert, daß entgegen der seinernachgegeben wurde. Jezt aber, nachdem das Gesetz in Kraft ge- zum theil fogar in unserer Novelle enthalten. Nach der bis- heimische Industrie, namentlich die Steinbrüche des Fichtelgebirges zeitigen Versicherung des Staatssekretärs von Bötticher die treten ist, find wir verpflichtet, für seine Durchführung zu sorgen. herigen Lage der Gesetzgebung werden allerdings manche An- bei dem Bau der Schleusen und anderer für den Kanal erforderDarum habe ich mir erlaubt, diese Beschwerde hier vorzutragen. fprüche nicht abgeurtheilt von den Berufsgenossen des Antrags: licher Anlagen nicht berücksichtigt werden, vielmehr bedeutende Staatssekretär v. Bötticher: Die Gefahr, daß Beiträge fiellers, denn in den Berufsgenossenschaften find jetzt schon die Aufträge dem Auslande, speziell skandinavischen Werken zu Theil der Arbeiter zur Altersversicherung von dem Unternehmer unterschlagen werden können, ist nicht groß, denn der verschiedensten Arbeiterkategorien vereinigt. Es wird zu erwägen ist nicht groß, denn der Unternehmer muß den Nachweis der Bezahlung der Bei- sein, ob die Schiedsgerichte nicht einfacher und anders als die geworden sind. Die deutsche Industrie empfinde folche ZurückBerufsgenossenschaften selbst zu organisiren sein möchten. Das segung in einer Zeit wie die heutige doppelt schwer und hoffe, träge durch Marken auf und diese bleibt in den Händen des Arbeiters, der sich stets genofienfchaften sehr ausgiebig eingeschlagen, und es entspricht in Granits hat sich wegen der großen Preisdifferenz als nothwendig der Quittungskarte führen Berfahren behujs Entziehung der Rente wird von den Berufs- daß wenigstens nachträglich dieses Unrecht ausgeglichen wird. Staatssekretär von Bötticher: Der Bezug schwedischen davon überzeugen fann, ob der Arbeitgeber die Marken eingeklebt ber That dem Rechtsbewußtsein nicht, wenn eine Partei einfach erwiesen; deshalb hat die Verwaltung nachgelassen, daß die Unterhat, deren Betrag er ihm vom Lohne zurückbehält. In dem die einmal der anderen Partei gewährte Rente entziehen kann. nehmer das ausländische Material verwenden durften. Die VerFalle, wo der Rentenempiänger nicht schreiben konnte, hätte der Die Entziehung der Rente wird in Zukunft vielleicht besser im wendung deutschen Materials stellt sich nur da billiger, wo Postsekretär sich doch blos von der Jdentität des Mannes überzeugen und dann die Zahlung der Rente attestiren sollen. Wer lagewege angefochten. Wassertransport in Betracht kommt, das ist aber auf der Kanaleine Rente empfängt, muß dafür sorgen, daß er oder ein legiti Abg. Gög- Leipzig( nl.) weist ebenfalls die allgemeinen Anstrecke bei Rendsburg nicht möglich. Die Differenz pro Rubikmirter Stellvertreter die Quittung leisten tann. Was die Meister griffe des Abg. Wurm gegen das Unternehmerthum zurück. Das meter stellt sich auf etwa 20 M.( Hört! hört. Als baubetrifft, die keine Renten erhalten haben, so tann die Verwaltung Unfallgesek hat segensreich für die Arbeiter gewirkt, aber haupt- leitender Beamter bin ich hier genöthigt, die Rücksichten der daran nichts ändern; die Entscheidung des Reichs- Versicherungs- fächlich, weil die Unternehmer auf grund dieses Gesetzes so Sparsamkeit nicht außer Acht zu lassen. Innerhalb des mir amts ist souverän. Nur bei einer etwaigen Aenderung des Ge- Rolloffales haben leiften müssen. Sie haben das aber gern ge- überwiesenen Fonds zu verbleiben, halte ich für meine dringendste setzes würde diese Schwierigkeit beseitigt werden können. than, sie tragen die Lasten hier allein. Die Berufsgenossenschaften Aufgabe. Es fehlen jetzt noch etwa 1200 Rubikmeter; ich werde Abg. Buhl( nl): Was die behauptete Verschleppung von haben sich mit Lust und Liebe dem neuen Zweige der öffentlichen prüfen laffen, ob für diese Quantität vielleicht auch deutscher Mit den Entscheidungen des Reichs- Granit bezogen werden kann, verspreche das aber nicht. Entschadigungsansprüchen angeht, so wird diese vielfach dadurch Fürsorge gewidmet. herbeigeführt, daß die Betreffenden sich an eine andere als die Versicherungsamts müssen auch die Genossenschaften zufrieden Abg. Wolfenbuhr( Soz.) bringt die Klagen der Schiffer zuständige Berufsgenossenschaft gewendet haben. Die zuerst ange- fein. Wenn die Geschädigten aber im Laufe der Zeit ihre Ge- über den unfreiwilligen Aufenthalt zur Sprache, den ihnen die rufene Berufsgenossenschaft hat den Anspruch abgewiesen und dem fundheit und Arbeitsfähigkeit wieder erlangen, ist es doch ganz Sperrung der Baffage durch die Holtenauer Schleuse verursacht. Geschädigten nicht mitgetheilt, welches die richtige Adresse sei. So natürlich, daß eine Verkürzung der Rente eintritt; aber auch hier Diese Leute, die ohnehin in sehr gedrückter Lage seien und sehr haben sich manche Fälle Jahre lang hingezogen. Die Ver- ist ja das Verfahren vor dem Schiedsgerichte statthaft, und eine unter der Konkurrenz der Dampfer zu leiden haben, würden schleppung wäre vermieden worden, wenn die betreffenden Vor- Benachtheiligung des Geschädigten also nicht zu befürchten. Die durch die Vollendung des Kanals in ihren Einnahmen aus ftande den betreffenden Arbeitern sofort Aufklärung gegeben hätten. Arbeiter follen Vertrauen haben in das Gesetz und in diejenigen, dem zwischen NordDitsee noch einen Es wäre sehr wünschenswerth, wenn dies allgemein geschähe, welche es ausführen, sie sollen erkennen, wie groß die Vortheile weiteren Ausfall erfahren, und es wäre wohl zu erwägen, was obgleich natürlich eine Verpflichtung der Vorstände dazu nicht sind, welche das Gesetz ihnen bietet. von Reichswegen zu thun wäre, um die Leute für diesen Verlust besteht. Daß die Berufsgenossenschaften erst durch die Schieds Abg. Harm( Soz.) stellt die Behauptung des Abg. Schmidt, zu entschädigen. gerichte sich zur Zahlung von Renten bestimmen ließen, ist nur daß man von jeher schon Krankenkassen gehabt habe, als ganz in Ausnahmefällen, die sehr gering find, vorgekommen. hinfällig dar, da es sich früher blos um vereinzelte Erscheinungen Staatssekretär v. Bötticher: In der von uns aufgestellten gehandelt hat. Auch dieser Redner führt Klage über die Härten, bei Novelle wird diese Schwierigkeit dadurch beseitigt, daß der an- welche der Wiedereinziehung von Renten vor gerufenen Genossenschaft auferlegt wird, der nach ihrer Meinung fommen. Man sollte den armen Lenten, welche durch verpflichteten Genossenschaft Mittheilung davon zu machen. Lehnt ihre Verunglückung schwer genug bestraft find, auch nicht noch bie zweite Genossenschaft auch ab, so soll die erste den Fall die Rente wieder abnehmen. Die Auslegung, daß sie unter das instruiren und zur Entscheidung bringen, der Rüdgriff an die Gefeß nicht fallen, weil sie sich die Rohstoffe felber beschaffen, andere soll ihr dann freistehen. Eine Kombination der Schieds: führt in ihrer Konsequenz zur größten Ungerechtigkeit. Nach der gerichte zu diesem Zweck ist nicht thunlich. Gewiß ist es Gewerbe- Ordnung würden gerade diese Arbeiter auch unter das wünschenswerth, daß auch jetzt schon die angerufene Genoffen- Unfallgesetz zu fallen haben. schaft dem Antragsteller eine bezügliche Mittheilung macht; ich werde diese Anregung verfolgen. Abg. Bebel: Der Abg. Merbach hat gestern gemeint, wir schätigten die Sozialreform, weil ein sozialdemokratisches Bundesbevollmächtigter Geh. Rath Landmann: Ueber die letztere Frage sind eingehende Erwägungen angestellt worden, man hat die Ausdehnung auf die Hausindustrie bereits erörtert. zu welchen Entschließungen die verbündeten Regierungen tommen Verkehr und Staatssekretär v. Bötticher: Für die Entschädigung wegen Entziehung des Gebrauchs einer öffentlichen Wasserstraße sind Mittel bei der Bauverwaltung nicht vorhanden; es ist auch wohl ungewöhnlich, eine solche Entschädigung zu verlangen. Für abgebrochene Brücken und eingesunkene Dämme wird doch den Pasfanten auch keine Entschädigung gegeben. An der weiteren Debatte betheiligen sich noch die Abgg. Seelig, Moltenbuhr, Thomsen und Staatssekretär von Bötticher, worauf der Titel bewilligt wird. Damit ist das Extraordinarium und die Berathung des Etats des Reichsamts des Innern nach 18 Sigungen, wie der Präsident besonders bemerkt, erledigt. Schluß nach 5 Uhr. Nächste Sigung: Sonnabend, 1 Uhr.( Postdampfer vorlage, Wahlprüfungen). Toktales: tbeeue letchberechtigung ber Menschen betont wurde. Jaußer schweren Verlegungen am Ropfe, eine Gehirnerschütterung, Bum Schluß ihrer Epistel läßt Frau 2., geborene so daß er nach dem Krankenhause Bethanien gebracht werden Conft und jetzt. Unseren Genossen wird es erfreulich sein, D. 29. folgenden Stoßseufzer Don fich: Ich bitte mußte. Im Flur des Hauses Französischestr. 46 wurde NachSie nun, zu erfahren, daß sie gegenwärtig nicht mehr folche Dinge zu be wozu sollen berartige Ansichten führen? mittags ein Arbeiter mit einer anscheinend von einem Falle herfürchten haben, wie vor mehreren Monaten, als sie dem Genoffen Natürlich entlasse ich die rabiate Berson und werde ich mir rührenden schweren Verlegung am Kopfe aufgefunden und nach Beus das Geleite nach dem Gefängniß gaben. A13 Genoffe ein staatspolnisches Mädchen aus K. tommen lassen. Wenn nun der Charitee gebracht. Abends fand in der Madaiste. 11 ein Als Beus entlassen wurde, war die Polizei so ängstlich, daß sie den viele Dienstboten haltende Damen meinem Beispiel folgen wollten, fleiner Brand statt. felben einige Stunden früher im grünen Wagen nach dem so würden die Berliner Köchinnen und Mädchen für Alles bePolizeipräsidium, Alexanderplay, brachte, und ihn von dort zur scheidener werden!" bestimmten Beit auf freien Fuß sezte. Jest dentt die Polizei anders, und die fozialdemokratischen Genoffen wiffen nun, wie sie fich zu verhalten haben, wenn ein Genoffe im Interesse des Proletariats durch eine etwaige Unbesonnen heit" eine Gefängnißurafe verwirkt und nach deren Verbüßung aus dem Gefängniß entlassen wird. Gleiches Recht für Alle gilt ja, Gott Lob!, bei uns, und die Polizei hat sich über zeugt, daß es Unrecht ist, Rundgebungen des Enthusiasmus, auch wenn sie nicht von ihr getheilt werden, zu hintertreiben. Ein Zeichen der veränderten, verbesserten und veredelten Ueberzeugung der Polizei giebt uns der nachstehende, uns eben zugebende Bericht: Ein Kutscher, der zum Beifiher ins Gewerbegericht gewählt wurde, erhielt gleich darauf seine Entlassung von seinem Prinzipal, dem Fuhrherrn Vogler, Prenzlauer Allee. Einen Grund gab dieser bei der Entlassung nicht an; erft spáter, als ihn der Entlassene nach dem Grunde der Entlaffung fragte, sagte ihm Herr Vogler: Weil Sie für Vereinssachen streben und agitiren; Sie sind auch als Beisitzer im Gewerbegericht gewählt. Dann folgten noch einige Bemerkungen über die Sozialdemo: fratie u. f. w. Herr Vogler ist ein freifinniger" Mann, aber man sieht, er benußt seine Macht, sein" Herrenrecht" ganz, als ob er Rönig Stumm in eigener Person wäre. Solche Vorgänge find aber eine Mahnung an die Arbeiter aller Berufszweige, fich um so fester zusammenzuschließen, um die Arbeitgeber zu zwingen, die persönliche Freiheit des Arbeiters zu respektiren. Gerichts- Beifung: Der Kampf um den Lohn redlicher Arbeit, der naments Mögen die Frau Ingenieur und andere gnädige" Frauen sich immerhin polnische Mädchen aus R. tommen laffen- die Berliner Dienstmädchen fürchten deren Konkurrenz nicht. Die Berliner Dienstmädchen weiter in der Kultur vorgeschritten ist, rau Ingenieur tann es nicht vertragen, daß ein einfaches Berliner Dienstmädchen weiter in der Kultur vorgeschritten ist, als sie selbst, nur hätte sie dann nicht nach Berlin kommen, fich im Baugewerbe in den verschiedensten Formen ausgekämpft sondern noch weiter nach Osten ziehen sollen. Solchen Damen, wird, führte am Freitag die Maurer Karl Lewad und wie der Frau Ingenieur gegenüber, erscheint ein tabiates" Ostar Heiden aus Berlin unter der Anklage der Nöthigung Berliner Dienstmädchen gerade am Play, um den Vogel, den vor die 2. Straftammer am Landgericht IL. Die Angeflagten die gnädige Frau im Kopfe hat, eine andere Melodie pfeifen zu arbeiteten mit anderen Genossen auf einem Neubau in der Kaiser lehren. Friedrichstraße in Charlottenburg. Der Polier Gersdorf hatte die Maurerarbeiten übernommen, der Lohn sollte wöchentlich von Die Entlassung des Rektors Ahlwardt ans dem Gefängniß dem Bau- Unternehmer Wilhelm Günther gezahlt werden. Der zu Plößensee gestaltete fich zu einer antisemitischen Demonstration. Bau- Unternehmer gehörte zu denjenigen Existenzen, welche nur Aylwardt's Strafzeit hatte um 8 Uhr 20 Minuten ihr Ende er leben", wenn fie, bauen", und die, wenn sie bauen",„ fein reicht; man entließ ihn aber schon um 1 Uhr, ohne einen Grund Seld" haben und Schulden machen. Am Sonnabend, den 9. Juli, hierfür anzugeben. Wahrscheinlich wollte man einen größeren gab es kein Geld, die Maurer wurden bis auf den Montag verEmpfang an den Pforten des Gefängnisjes verhindern. Einige tröstet. Am Montag gab es statt der fälligen 450 M. nur Anhänger hatten sich aber in richtiger Voraussetzung fchon vor 150 M. ftatt 25-30 m. erhielten die Maurer höchstens 11,50 M. 1 Uhr in Plößensee eingefunden. Man geleitete den vorzeitig Darüber ergrimmt, schickten fie in den beiden Angeklagten eine Freigelaffenen zunächst nach dein Moabiter Schüßenhause, wo sich Deputation an den Bau- Unternehmer. Dieser empfing sie mit den 18 Abordnungen verschiedenen Ortschaften bei ihm Händen in den Hosentaschen und erflärte trocken, er habe„ tein als ihrem ersten Führer meldeten. Um 3 Uhr erschienen Geld". Die Angeklagten zogen ihm aber die Hände und mit diesen das nach und nach etiva zweihundert Berliner Freunde, die Bortemonnaie aus den Taschen und entnahmen dem letteren ohne furz vor vier Uhr in einem Zuge von 47 Droschten erster Klasse Einverständniß des Besizers 24,50 M. Diefen Betrag vertheilten Aylwardt nach Berlin geleiteten. An der Spize fuhr Ahlwardt fie unter ihre Arbeitskollegen, es tamen nicht ganz zwei Mart mit seinem Vertheidiger Hertwig. Zuerst schien es, als ob man Die Herstellung nener Baumpflanzungen an Straßen auf den Mann. Wie immer in solchen Fällen tam der hinkende sogleich dem Norden zufahren wolle, dann aber, als man an der und Chauffeen soll in dem bevorstehenden neuen Verwaltungsjahr Bote nach und brachte die Anklage. Der Staatsanwalt wollte Schulzendorferstraße angelangt war, hieß es: Burück nach dem erfolgen, und sind die Mittel hierfür bereits in dem Etat für 1893 diefe unberechtigte Selbsthilfe schon mit je zehn Tagen sehr milde biergarten," und Ahlwardt hielt durch das Brandenburger und 1894 vorgesehen: in a) der ftraße zwischen Bernauer- geahndet wissen, der Gerichtshof nahm aber auf die Nothlage Thor, gefolgt von dem langen Wagenzuge, feinen Einzug. Mochte und Feldstraße, nordöstliche Seite; b) Bergmannstraße, der Arbeiter, denen die Gefahr drohte, um ihren Arbeitsverdienst es Bufall oder Absicht sein: als Ahlwardt das Thor burchfuhr, längs der Markthalle am Marheinickeplay; c) Gostowstigeprellt zu werden, Rücksicht und erkannte nur auf je fünf tranten ihm zehn Studenten entgegen, die ihm das erste Hoch fra ße, Offeite von der Thurm- bis zur Alt- Moabiterstraße; art Geldstrafe. brachten. Nur schrittweise ging es die Linden entlang und dann d) Huffitenstraße zwischen Grenzstraße und Straße 88 durch die Friedrichstraße nach den Germania Brachtfälen nordöstliche Seite längs des Humboldthains, e) Resselplaz; Aus dem Reichs- Versicherungsamte. Gine wichtige Entin der Chausseestraße. Ab und zu wurden Hochrufe f) Koloniestraße zwischen Schweden- und Sandstraße fcheidung traf das Reichs- Versicherungsamt als Refursinstanz im aus dem Publikum laut, die Ahlwardt grüßend erwiderte. In( beiderseitig), von der Sand bis zur Soldinerstraße, Oftseite; Anfange dieses Monats. Der im höchsten Grade schwindsüchtige den Germania- Sälen hatten sich etwa dreitausend Personen g) Kurfürstenstraße zwischen Genthiner- und Potsdamer Tischler Lichte aus Löst hatte bei der Versicherungsanstalt Westbeiderlei Geschlechts eingefunden. Die Straße war mit Menschen- ftraße; h)& ehrterstraße von der Seidligstraße bis ca. 265 falen die Bubilligung der gefeßlichen Invalidenrente beantragt. massen vor dem Lokale dicht besetzt. Als Ahlwardt das Innere Meter füdlich der Kruppstraße; i) Perlebergerstraße, Die Verficherungsanstalt hatte indeffen Lichte mit seinem Antrage betrat, empfing ihn der Tusch eines Wlufiftorps. Er wurde nach Nordseite, von der Birken- bis zur Stromstraße, k) Schön abgewiesen, weil Lichte bereits am 6. März 1891 dauernd erder Rednertrtoüne geleitet, die mit Palmengruppen gefchmückt hauser- Allee, Diseite, von der Saarbrückener- bis zur werbsunfähig gewesen sei, die 47. Woche seines Beitragsjahres war. Ein ebenso braufender Empfang wurde dem Rechtsanwalt Megerstraße: 1) Buttligerstraße, Bromenade, von der aber erst in den Monat November des Jahres 1891 fiel. Lichte Hertwig zu Theil. Che Ahlwardt das Wort nahm, stürmten Bitfen bis Quizomstraße; m) Wilsnackerstraße, Ostseite, rief daraufhin das Schiedsgericht an. Dieses sprach ihm die beHändler in ben Saal, die Broschüren gegen das von der Thuruftraße bis zur Straße Alt- Moabit. anspruchte Invaliditätsrente zu, indem es auf grund des§ 17 des Judenthum und Bilderbogen mit Ahiwardt's Heldenthaten feilboten. Um fünf Uhr begann Ahlwardt seine Giner jener Flugen Frauen", die in Berlin vielfach so efezes vom 22. Juni 1889 die Kranfbeitszeit als Beitragszeit in Anrechnung brachte. Gegen dieses Urtheil legte sowohl Ansprache: Er habe einen warmen Empfang in feiner Familie fchändliches Gewerbe betreiben, scheint die 25 Jahre alte Erbie Versicherungsanstalt, als auch der Staatskommissar Revision erhofft, sei aber entzückt von der großen deutschen Familie, der er steberin Amalie R., die bis vor kurzem bei einem Arzte in der ein und entschied das Reichs- Versicherungsamt in seiner Spruch angehöre, begrüßt zu werden. Lie Zeit feines viermonatigen Kommandantenstraße in Stellung war, in die Hände gefallen zu sigung vom 8. Februar zu deren Gunsten. Das Urtheil des Kerters fönne er eigentlich nicht als unglüdlich bezeichnen; er habe sein. Aus dem Hause Invalidenstr. 118, wo sie Unterkommen Schiedsgerichts, so motiviri nach der Deutschen Tischler- 3tg." Muße gefunden, über die Bewegung nachzudenken und sei zu gefunden hatte, wurde sie schwerkrant nach der Charitee gebracht das Reichs- Versicherungsamt sein Erfenntniß, beruhe auf der dem Schluß gelangt, Front gegen das Judenthum zu machen, so und ist hier gestorben. Nach der Beerdigung hat die Staats- Annahme, es sei der Vorschrift des§ 156 des Invaliditäts- und lange er lebe, gegen das parafitische asiatische Volt. Der Empfang anwaltschaft eine bestimmte Unterlage für die Annahme eines Altersversicherungs- Gesebes, wonach für den Kläger während der zeige, daß die Bewegung feineswegs ins Stocken gerathen, sondern Verbrechens erlangt und daher die Untersuchung eingeleitet. Ver- Dauer eines Beitragsjahres auf grund der Versicherungspflicht eher fortgeschritten fei. Der größte aller deutschen Männer, muthlich wird die Leiche wieder ausgegraben werden. die gesetzlichen Beiträge entrichtet sein müßten, im vorliegenden Fürst Bismarck, habe einst die Worte gebraucht: Man sege Deutschland nur in den Sattel, reiten wird es schon fönnen." Ein guter Fang ist der hiesigen Kriminalpolizei durch die Falle dadurch genügt worden, daß Lichte 10 Beitragsmarten in Teutschland habe diese Kunst nicht gekannt. Bismarck habe ge- Berhaftung eines jungen Mannes gelungen, der fich Vittor versicherungspflichtiger Beschäftigung verwendet habe, zu denen glaubt, daß rothe und schwarze Vögel das Thier scheu machten Pierraro nannte und aus Charonne bei Paris zu tommen vor: 37 Krankheitswochen als gleichwerthig hinzuzurechnen sein. Dies sei jedoch unrichtig. Wenn auch auf das im§ 156 und habe nach ihnen geschossen. Das sei aber nicht der gab. Auf diesen Namen führte er auch Bapiere bei sich. Nach Grund gewesen, warum Teutschland sich im Sattel nicht feiner Angabe ist er im November v. 3. von Paris nach Wien bezeichnete Beitragsjahr Krankheiten nach§ 17 II an zurechnen feten, so ftehe der Anwendbarkeit jener hallen tonnte. Das Pierd habe pardon, meine gereift, um sich eine Stellung als Handlungsgehilfe zu suchen. Samen Läufe gehabt; die Juden hätten an ihm gehangen. Der amerikanischen Gesandtschaft in Wien hat er einen Geburts. Borschrift hier doch der Umstand entgegen, daß bereits vor AbMit Merturialfalbe müffe man deshalb den deutschen Gaul ab: fchein auf Katter vorgezeigt und daraufhin den erbotenen Legitilauf des Beitragsjahres der Zustand dauernder" Erwerbs= reiben, um die Parasiten unschädlich zu machen. Auch der Stall mationsschein zur Reife nach Amerita erhalten. Auf der Fahrt unfähigkeit bei Lichte eingetreten war. Der Eintritt„ bauernber" müsse mit Schwejel ausgeräuchert werden. Der Deutsche sei von Wien nach Berlin lernte er ein Wlächen fennen, das auch Erwerbsunfähigkeit vor Ablauf des Beitragsjahres schließe aber Nach§ 156 müssen die einem Baume vergleichbar, an dessen Blätter jüdische Raupen nach Amerika reifen wollte und sich durch ein Gheversprechen unzweifelhaft den Rentenanspruch aus. einem hiesigen Gastboje gemeinsam das Beitragsjahr ausmachenden Wochen auf grund der Ver fräßen; man müffe das Ungeziefer entiernen. In diesem Zon: von ihm verleiten ließ, in Perjouen aber, welche, wie der ging es noch lange fort, bis es zum Schluß hieß:" Ruben wir Quartier zu nehmen. Beide fuhren darauf nach Hamburg, um sicherungspflicht erfüllt fein. nicht eher, bis wir die Juden los find." Das Lied:" Teutsch dort auf Reisegeld zu warten. Da es aber nicht anfam, wurde läger, dauernd" erwerbsunfähig geworden, feien nach§ 4, land, Deutschland" wurde hierauf abgefungen, und ein Hoch Frl. 2. ungeduldig und reiste allein. Bei der Besorgung der Ueber- b. 2 des Invaliditäts- und Altersversicherungs Gefeßes auf Ahlwardt, dann eins auf Hertwig folgte. Dieser redete fahrtstarte wurde sie von P. um 30 m. betrogen, der ihr auch wischen Krankheiten, welche mit vorübergebender, und solcher, jest wie folgt:" Geehrte Festversammlung! Wenn ich Sie noch vor der Abreise aus dem verschlossenen Reisetoffer ihre welche mit dauernder Erwerbsunfähigkeit verbunden sind, nicht so nenne, so bin ich dazu befugt, weil Sie den Sieg des Rechts goldene Uhr entivendete. Es ist nun feitgestellt worden, daß der unterschieden, und daß daher jede frantheit, gleichviel, ob sie über das Unrecht feiern. Arbeiten Sie dafür, daß die angebliche Pierrard der Kommis Paul Ratter aus Kaiserslautern vorübergehende oder dauernde Erwerbsunfähigkeit zur Folge hat, als Beitragszeit angerechnet werden müsse, so lasse sich dem Begeisterung für den Antisemitismus fortlebe." Redner halt ist, der von Bonn aus wegen Urkundenfälschung steckbrieflich verNur insoweit solle nach der Absicht des dafür, daß die Ovationen, die ihm gebracht feien, feinen be folgt wird. Die falschen Papiere will er sich in Italien ver Sejeges Krankheit der Arbeitszeit gleich geachtet werden, scheidenen Leistungen in dem Prozesse galten, er bittet, die schafft haben; sein Geburtsschein, den er der Gesandtschaft in Flammen gegen das internationale Judenthum zu schüren, und Wien vorgelegt hat, ist in der Weise gefälscht worden, daß er fchließt mit einem Hoch auf das deutsche Vaterland. NeichstagsRatter machte. Man nimmt an, daß ihm noch Abgeordneter Werner Raffel feiert seinen Kollegen Aylwardt, der andere Strafthaten zur Last fallen. mit tuhner Hand in das Wespennest gegriffen babe, führt In schwerkrankem Zustande wurde vorgestern Nachmittag hlwardt an das Gitter der Tribüne, bringt ihm ein noch um 5½ Uhr an der Ecke der Neuen Wilhelm- und Dorotheen maliges hoch und ruft aus:" Immer vorwärts, rüdwärtsstraße ein unbekannter Mann aufgefunden und auf Veranlassung ninumer!" Bahlreich eingegangene Depeschen werden verlesen, des dritten Polizeireviers in die Charitee übergeführt. Ueber die die Uhlwardt beglückwünschen. Paul Werner Marburg bält Persönlichkeit ist bei dem bewußtlosen Zustande des Kranten die Wahl Hertwig's im Liegniger Kreise nicht für aussichts- ebensowenig festzustellen gewesen, wie die Art des Leidens beLos. Aylwardt will feine Ausdrucksweise wegen ber fannt ist. schwarzen Vögel nicht mißgedeutet wissen: er greife feinen " B " aus Ratter als sich annehmen lasse, daß der Arbeiter eine versicherungspflichtige Beschäftigung gehabt haben würde, wenn ihn die Krankheit nicht daran gehindert hätte. Diese Annahme sei aber ausgeschlossen, sobald dauernde" Erwerbsunfähigkeit eingetreten ist, ba in diesem Falle von einer versicherungspflichtigen Beschaf tigung nicht mehr die Hede fein tönne. Unter Krankheit im Sinne des§ 17 Abs. 2 ist daher immer nur ein Busand vorübergehender Erwerbsunfähigkeit zu verstehen. Auch die Entitehungsgeschichte des Invaliditäts- und AltersversicherungsGesezes rechtjertige die Annahme, daß der vorzeitige Eintritt dauernder Erwerosunfähigkeit den Wegfall des Rentenanspruches zur nothwendigen Folge babe. Wenn endlich die Möglichkeit, wegen seiner Religion an; den Streit zwischen Katholiken Jm Dienst verunglückt ist in der gestrigen Nacht der die ganze Wartezeit durch Krankheit auszufüllen, durch die Aufnahme und Protestanten schüren nur die Juden, die nament städtische Nachtwächter Lederer. Als derfelbe gegen 8 Uhr früh der im§ 17 IV enthaltenen Bestimmung hat verhütet werden sollen, lich getaufte Juden als Vorposten in das Lager der Christen fein Revier abfchritt, fiel er infolge der bei dem starken Frost so muß um so mehr angenommen werden, daß ein Zustand, bei fchiden, um Uneinigkeit zu fäen. Wilhelm Krager bringt jezt eingetretenen Glätte fo unglücklich auf dem Trottoir am Brenz welchem sogar die Wiederherstellung gänzlich ausgeschlossen, sich ein Hoch auf den Kaiser aus; stehend wird die Nationalhymne lauer Thor, daß er einen komplizirten Bruch des rechten Unter- in feiner Weise dazu eigne, als Ersas wirficher Arbeit eine Ergesungen, und ihr folgt ein auf den Tag der Freilaffung Ahl- fchentels erlitt. Von Paffanten wurde der Verlegte nach dem füllung der Wartezeit zu bewirken. Hiernach babe das Schiedswaidi's von Friedrich Grawert gedichtetes gefilied der Deutschen", städtischen Krantenhause am Friedrichshain geschafft. gericht die§§ 4 II, 17 Il und 156 durch unrichtige Anwendung das auch des Redakteurs Saling gedenkt. Die Anfangsbuchstaben verlegt. Seine Entscheidung, so entschied das Hetajsversicherungsdes Schlußverses bilden bie Worte: Ahlwardt frei!" Die Marktpreise in Berlin am 28. Februar, nach Ermitte- amt, unterlag daher der Aufhebung. In der Sache selbst sei auf Salußverse lauten: Au weih, au weih," Ahlwardt frei, Seißt es lungen des Polizeipräsidiums. Weizen per 100 kg. guter von Abweisung des Anspruches aus Juvalidenrente zu ertennen, da jezt in Judas Viunde, Nun beginnt für uns die böse Stunde." 15,80-15,20 m., mittlerer von 15,10-14,60 m., geringer von feststehe, daß Lichte bereits seit Mira 1891, also längere Zeit vor Die Empfangsfeier zog sich bis in die späte Stunde hinein. 14,50-14,00 M. Roggen per 100 kg. guter von 13,50-13.20 M., Burücklegung des ersten Beitragsjahres, dauernd eriverbs: mittlerer von 13,10-12,90., geringerer von 12,80-12,50.unfähig sei. Einen Schmerzendruf über die Berliner Dienstboten Gerfte per 100 Rg. gute von 17,50-16,80 M., mittlere von ließ Frau Ingenieur 2., geb. v. W., in der Berliner Dienst. 16,20-15,10 M., geringe von 15,00-18,80. Hafer per 100 kg Ein eigenartiger Fall von Selbsthilfe unterlag gestern boten Zeitung" fürzlich ertönen. Wir glauben Einiges daraus der guter von 15,80-15,20 M., mittlerer von 15,10-14,60 W, der Beurtheilung der fün ten Berujungs. Straikammer des Landmitleidigen Mitwelt nicht vorenthalten zu können." Ich bin", geringer von 14,50-14,00. Strob, Richts per 100 kg. von gerichts L. Die Handels rau Wernicke hatte von der Frau so schreibt die offenherzige Tame, feit 30 Jahren verbeirathet M. Heu per 100 Kilogramm von--M. Erbsen Schöne 7,65 W. für gelieferte Waren zu fordern. Verschiedene und habe während dieser Zeit an den verschiedensten Orten ge per 100 g. von 40,00-25,00 Wt. Speisebohnen, weiße per Mhnungen waren fruchtlos, bis fcließlich Gläubigerin und lebt und Dienstboten gehalten, aber nirgends erlebte ich es, daß 100 kg von 50,00-20,00 R Linfen per 100 Kg. von 80,00 Gouldnerin sich eines Tages auf der Straße trafen. Erstere mir meine Mädchen in irgend einer Weise begegneten wie hier bis 80,00. Kartoffeln per 100 kg. Don 7,00-4,50. Hinds verlangte fojort fateyouich Bezahlung der Schuld und Ich verlange es nicht, daß sich die Mädchen mit fflavischer fleisch von der Reule per 1 Rg. von 1,60-1,20 m. Bauchfleisch als Worte nichts mehr fruchteten; riß fie aus einem Unterwürfigfeit benehmen, aber dieser Sprache des per 1 kg. von 1,30-0,90 M. Schweinefleisch per 1 Kg. von Bafet, das die Schöne trug, einige Sachen und lief mit Gleichberechtigtfeins, welche die Mädchen, die fchon 1,60-1,20 9. Kalbfleisch per 1 Kg. von 1,60-0,90 m. Sammel- cenfelben schnell weg, indem sie triumphirend rief: Nun habe Längere Zeit in Berlin leben, zu gebrauchen belieben, ist mir fleisch per 1 kg. von 1,50-0,90. Butter per 1 Kg. von 2,80 ich doch wenigitens etwas!" Das Schöffengericht erbitte in der geradezu unerträglich. Wie anders, wie ganz anders bis 1,80 W. Gier per 60 Stück von 6,00-3,40 M. Fische per Wegnahme der Sachen einen Diebstahl und verurtheilte die betragen fich da die Dienboten in Schlesien, wie anders die der 1 Kg.: Karpfen von 2,40-1,20 m. Aale von 3,00-1,20. Wernicke zu einem Tage Gesängniß. In der Berufungsinstanz Proving Posen, in welcher ich zuletzt gelebt a gilt noch, Be3ander von 2,40-1,00. echte von 1,80-1,00 M. Barsche führte der Bertheidiger, Rechtsanwalt Haase aus, daß von einem scheidenheit und Temuth, während hier-! Mich von 1,60-0,70 M. Schleie von 2,40-1,00 M. Bleie von 1,40 Diebstahl deshalb nicht die Rede sein fönne, weil die Angeklagte bedünkt es, als seien die Berliner Dienstmädchen fammt und bis 0,80 M. Krebfe per 60 Stück von 10,00-3,00 2. sich die Sachen nicht zum dauernden Eigenthum habe aneignen, fonders nihilistisch angebaucht." Nach diesem Herzens fondern nur die Schuldnerin zur schnelleren Zahlung babe ver erguß fommt Madame auf ihr letztes Dienstmädchen zu sprechen, Polizeibericht Am 28. d3. Mts. Morgens wurde im anlassen wollen. Der Gerichtshot schloß sich dieser Auffassung an der sie besonders die geradezu unerträgliche Sprache des Engel Beden die bereits start verweste Leiche einer an und erkannte unter der Begründung, daß zwar ein durchaus Gleichberechtigfeins" bemerkte und deren Verhalten sie, wie sie unbekannten Frauensperson angefchwemmt.- In der Fär zu mißbilligender Aft der Selbsthilfe aber kein Diebstahl vorliege. meint, in der Annahme bestärkte, daß die Berliner Mädchen berei und Appretur Anstalt von Cabanis und Bape Köpfammt und fonders nihilistisch angehaucht seien". Sie hatte niderftr. 21, wurde Bormittags die etiva 5 Bentner schwere Auf sehr schlechten Wegen befindet sich der bisherige nämlich das Mädchen nach ihren weiteren Ausführungen- Berschlußplatte des mit Dampf geheizten Breßofens anscheinend Postgehilfe Albert Reinhold Schlief, welcher gestern dem an ihre Dienstboten- Stellung" erinnert, was dieses zu einer Er- infolge Ueberheizung abgefprengt und gegen die Wand geschleudert. hiesigen Schöffengericht aus der Untersuchungshaft vorgeführt widerung veranlaßte, in welcher in etwas ungeschickter Weise die Hierbei wurde der Arbeiter Wenzel zu Boden geworfen und erlitt wurde, um sich wegen Unterschlagung und wiederholten Betruges Versammlungen. & r jeben Sonnabend nach dem 1. und 15. benbs 9 Uhr bet Betd, Röpe nickerstraße 68.- Theaterverein 8effing. Seben eriten und legten Sonn abend im Monat 9 Uhr Abends Sigung bet Rudolph, Krautstr. 6. Bergnügungsverein Azalta 9% Uhr bei D. Heindorf, Barnimftr. 16, Vergnügungsverein Lustige Becher Abends Bergnügungsverein Carmen Sylva Sigung Geselliger Berein bet Went. Mitglieder pünktlich. Bergnügungsverein Stattlub Gorbifcher noetn, jeden Sonnabend 9 Uhr bei Rat Berein ehemaliger Schüler gu verantworten. Der Angeflagte, der auf ber Anflagebant aus ber Berzweiflung nicht heraustam, hatte mit einem jungen Mädchen, welches sich als Verkäuferin ihr Brot felbft verdient, ein Berhältniß angeknüpft, aus welchem sich eine Che entwickeln Holzarbeiter der übrigen Branchen beschäftigte sich am 23. Februar Rautenbach, Guvryfir. 3. Eine öffentliche Berfammlung der Kistenmacher und Bergnügungsverein 2uftige Jugend Abends 9 Uhr, im Restaurant follte. Eines Tages offenbarte er dem Mädchen, daß er sich ganz mit dem Streit bei dem Fabrikanten Herrn S. Mannheim, ½ Uhr Mendelssohnur. D vorübergehend in Geldverlegenheit befinde und das Mädchen war Wafferthorstr. 9. fofort bereit, ihm auf wenige Tage mit 50 M. auszuhelfen. Sie in der inhumanen Behandlung, die ihnen durch den Chef, den gnügungsverein arm los, Gigung mit Damen Sonnabend, abends our Die Klagen der Streitenden gipfelten jumeifuhr im Resaurant von D. Wils, Mariannen- Ufer 2.2inde" jeben Sonnabend 9 Uhr bei Schönherr, Stralsunderstr. 16. Bers gab ihm zur Abhebung dieser Summe vertrauensvoll ihr Buchhalter und Werfführer zu theil geworden, weiter verlangen Blumenfin.net Sparfaffenbuch über 127 M. in die Hand und hat von diesen fie eine 1/2 ftündige Mittagspause und die Innehaltung der Morgenstern, Sigung& Uhr, bet Grbsmehl, Golfaffer. 58. ihren Ersparniffen feinen Nickel wiedergesehen. Der Angeklagte erhob das ganze Geld, ließ das Mädchen hier im Stich und sonst in ihrer Branche nach dem 1889er Tarif üblichen Arbeits: Scht in, Büdterfir. 65. Danst Forening Freta( Dänischer Berett zeit. Die Versammlung erklärte sich mit den Streifenden durch Freia), Lindenft caße 108 bei Poppe. wandte sich nach Hamburg, wo er weitere Schwindeleien aus Annahme einer Resolution solidarisch, verpflichtete sich, diese nach der 80. Gemeindefcule, Abendsor, Steraurant Burt, stoppens führte. Gr drängte fich dort in die Kreise der Postbeamten, Kräften zu unterstützen und vor allem den Zuzug nach der Fabrik Boife, Kolbergerstr. 23. ftraße 68. Geselliger Verein Italia, jeben Sonnabend im Restaurant tellte sich als„ Dr. phil." und" febrer am Humboldt- Gymnasium fernzuhalten. Die Kollegen Puhlmann, Müller, Berndt, in Berlin", manchmal auch als„ Theologe" vor, und es gelang Schabe und das Mitglied der Streit Kontrollkommission ihm, den Beamten unter dem Vorgeben augenblicklicher Verlegen Märtens wurden beauftragt, nochmals bei Herrn Mannheim heit Beträge in Höhe von 20 und 80 m. abzunehmen. Der einen Verständigungsversuch vorzunehmen. Gerichtshof verurtheilte den Schwindler zu fünf Monaten Affordarbeit zu verlangen wurde lebhaft bekämpft, weshalb diese Die Einführung der Gefängniß. Forderung von den Streifenden fallen gelassen wurde. . Sta tflub Kreuzbube bet Steuer, Weinftr. 22.- Statflub Revolution Abends Reichenbergerstr. 73, bet Faustmann. Schaftopf- klub Brudertette tagt jeden Sonnabend Abends 9 Uhr bet Weiß, Andreasstraße 77a. artentlub u( le tagt jeden Sonnabend und Montag im Restaurant Gum Butte, reuberg a boldbein, Hochftr. 32a. Stattlub Blaue Blouse, jeden Sonnabend bet Touristenverein Wanderlust Abends 9 Uhr tm Restaurant Märkischer Sof, Admiralftr. 18c. " Literarisches. " Ein Expreffungsverfnch, wegen beffen der Beschuldigte, der Bücherrevifor Friedrich Klösel, derzeit zu 6 Wochen( Se- industrie beschäftigten Personen tagie am 18. Februar. Nach Eine öffentliche Versammlung der in der Glas: fängniß verurtheilt worden war, beschäftigte gestern zum zweiten einem Vortrage des Genoffen Stö ft er erstattete Frau Knobel Male die erste Strafkammer des Landgerichts I, nachdem das Bericht über die Thätigkeit der Agitationskommission der Arbeierste Urtheil wegen eines Formfehlers vom Reichsgericht aufterinnen. Sie beklagte die Theilnahmlosigkeit ihrer Kolleginnen gehoben worden war. Klösel war im Sommer 1891 von einer und schilderte die Schwierigkeiten, welche es mache, diese der M. Scävola in Berlin, der durch eine Reihe wirkungs hiesigen Firma beauftragt worden, die Bücher in Ordnung zu Organisation zuzuführen. Nach längerer Diskussion über die voller Gedichte den Arbeitern wohlbekannt ist, hat im Verlage bringen und eine Bilanz zu ziehen. Es wurde dafür eine Ber- Organisationsfrage wurde beschloffen, demnächst eine neue Ver. von Hermann Gumpel, Berlin NO., Barnimftr. 42, die epischgütung von 300 m. vereinbart. Klösel zog die Arbeiten un fammlung einzuberufen, in welcher eine Frau den Kolleginnen dramatischen Dichtungen, 3wölf Jahre der Vers gebührlich in die Länge. Er erklärte seinen Auftraggebern, daß den Werth der Organisation flar machen soll. Nachdem zum bannung oder des Ausgewiesenen Heimtebr die ihm übertragene Arbeit so viel Zeit und Mühe erfordere, Lesen der sozialistischen Literatur und zur Unterstügung eines und Die französische Revolution", sowie zwei daß der vereinbarte Preis nicht ausreiche. Durch diese Be- auswärtigen Kollegen aufgefordert war, fanden die Arbeitsver: Heftchen Gedichte unter ben Titeln Rothe Wolfen, hauptungen erzielte er, daß man ihm noch eine 100 m. hältnisse in der Bilderrahmen- Fabrik von Wehner u. Go. eine tothe Wipfel und andere rothe Lieder" und nach den anderen auszahlte. Als hatte, wurde ihm bestimmt erklärt, daß er auf weitere Bus schlossen. er 1000 M. erhalten abfällige Beurtheilung. Hierauf wurde die Versammlung ge- Naffe Augen, blaffe Lippen und andere rothe Lieder" im Druck erscheinen lassen; ferner eine Serie guter wendungen nicht zu rechnen, sondern die fertige Arbeit innerhalb Nachbildungen der lebenden Bilder herausgegeben, die zu der drei Tagen abzuliefern habe. Als die Frist verstrich, ohne daß Am Sonntag unternahmen 36 Genoffen, meistens aus dem Dichtung Zwölf Jahre der Berbannung oder des Ausgewiesenen der Angeklagte sein Wort hielt, ließ die Firma sich die Bücher, 1. Wahlkreise, eine Agitationstour nach Spandau, welche trotz des Heimtehr" gestellt werden. Die Dichtungen sind durchweg im deren fie dringend benöthigt war, fordern, der Angeklagte fnüpfte fchlechten Wetters auf das humorvollste verlief. Mit Unter Geiste des flassenbewußten Proletariats geschrieben und stellenaber an die Herausgabe die Bedingnng, daß ihm vorher noch fügung der Spandauer Genoffen fonnte die Vertheilung der in weise von hohem Schwung. Der Preis des Textes der Dichtungen 200 M. ausbezahlt werden müßten. Erft mit Hilfe eines gericht großen Mengen mitgenommenen Schriften in überaus furzer Zeit sowie der Bilder, die auch in der Verlagshandlung des Vorlich beauftragten Gerichtsvollziehers gelang es der Firma, sich in bewerkstelligt werden. Nachdem die Arbeit in der Stadt erwärts" zu haben sind, ist ein sehr mäßiger. den Besitz der Bücher zu setzen. Ter vereidete Bücherrevisor ledigt war, begaben sich die Genossen nach Nauen, allwo eine Salomon begutachtete im geftrigen Termine, daß die dem An- von den Freisinnigen einberu ene Boltsversammlung stattfinden geflagten au getragene Arbeit spielend innerhalb 14 Tagen zu sollte. Dieselbe begann um 4 Uhr und war von etwa 400 Per bewaltigen gewesen sei und daß ein Honorar von 450 M. mehr fonen besucht, unter denen sich etwa 15 Freifinnige befinden als ausreichend dafür angesehen werden müsse. Die ernete mochten. Der Reichstagsabgeordnete des Kreises, Herr Max Beweisaufnahme deckte sich mit der ersten und so hatte auch die Ruge, welcher das Referat hielt, war mit seinem Vortrage schon erneute Verhandlung dasselbe Ergebniß wie die frühere. Das in einer Viertelstunde zu Ende; die wenig inhaltreichen Dar: Urtheil lautete wiederum auf sech 3 Wochen Gefängniß. legungen dieses Herrn wurden von den Geroffen Köhler und Werner, welche überhaupt das Verhalten des Freisinns scharf Zehn Monate unschuldig im Zuchthause. Pofen, geißelten, unter dem Beifall der Versammlung spielend wider 20. Februar. Wit einem Fall unschuldiger Berurtheilung batte legt. Nachdem Herr Ruge noch einige Worte gesprochen hatte, ich die Straffammer des hiesigen Landgerichts zu beschäftigen. ging die Versammlung mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie Dem Tagelöhner Warzbinsti in Wronczyn wurde vor etwa auseinander. 1/2 Jahren ein größerer Geldbetrag gestohlen. Längere Zeit darauf lenfte fich der Verdacht der Thaterschaft auf die Gin- Rigdorf. In der Versammlung des Vereins Borwärts" liegerfrau Viktoria Wisniewska, welche auch den Diebstahl ein die am 15. Februar stattfand, referirte Genosse Bruns über die räumte und die Einliegerjrau Marie Marciniak der Mitthäter tapitalistische Produktion und die wirthschaftliche Krisis. In der schaft bezichtigte. In der vor etwa einem Jahre vor Diskussion, die dem mit Interesse angehörten Vortrage folgte, der hiesigen Straftammer stattgefundenen Verhandlung wurde sprachen die Genoffen Schutte und Hoppe. Die Verfamm die Wisniewska zu zwei Jahren und Die Marciniak, lung beschloß sodann die Veranstaltung einer Agitationstour in trozdem fie entschieden die That bestritten batte, zu der nächsten Zeit, sowie den Besuch der Urania, ferner wurde ein einem Jahre Zuchthaus verurtheilt. Beide Berurtheilte Anerbieten des Herrn Stüve aus Hamburg, den Mitgliedern einen wurden zur Verbüßung der Strafen in das Buchthaus Bortrag über die Cholera in Hamburg zu halten, von der Verzu Fordon bei Bromberg gebracht. Die Marciniak weinte Tag fammlung angenommen. und Nacht und betheuerte, daß sie unschuldig bestraft worden sei. Nachdem Beide zehn Monate von ihrer Strafe abgefeffen hatte, mochte Wisniewska dem Strafanstalts- Geistlichen die Mits theilung, daß fie den Diebstaht allein ausgeführt habe und die Wiartinial von nichts wiffe. Der Geistliche meldete dies dem Strajanftalls Tirektor, und diefer bewog die Marciniat, fofort die Wiederaufnahme des Verfahrens zu beantragen. In der neuen Verhandlung räumte die Wisniemsta ein, daß sie den Diebstahl allein begangen habe, worauf die Marciniak natürlich freigesprochen wurde. Soziale Ueberlicht. Der Entwurf zum Senchengefeh. Herausgegeben vom Bund der Vereine für Gesundheitspflege und für arzneilofe Heilweise. Berlin, Verlag von Gust. Schuhr. Preis 25 Pf. und Wolkswirthschaft im Deutschen Reich, begründet von Von dem Jahrbuch für Gesetzgebung, Verwaltung F. v. Holzendorff, fortgeführt von F. von Holzendorff und Lujo Brentano, herausgegeben von Gustav Schmoller( Berlag von Dunder und Humblot in Leipzig) sind von den bisher veröffentlichten 20 Jahrgängen( I- IV und Neue Folge I- XVI, 1871-1892), beren Ladenpreis zufammen 427,20 beträgt, noch 80 vollständige Exemplare vorhanden, welche bis auf Widerruf zu dem herabgejezten Preise von 220 M. gegen baare Zahlung, lieferbar Leipzig, abgegeben werden. Bon der Neuen Zeit"( Stuttgart, J. H. W. Diet' Verlag) ist soeben das 22. Deft des 11. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Monumentales. Bukunftsstaaten der Vergangenheit. Von R. Kautsky.( Schluß.) Gin Hauptquell bürgerlicher Bildung. Von Wilhelm Blos. ( Schluß.) Notizen: Ethik und Klassenkampf. Bon F. Mehring. Die Fruchtbarkeit der Chen. Von H. Lux. Ueberseeische Zucker produktion. Von Dr. R. Meyer. Anbauflächen in Großbritannien ( ohne Irland) in 1000 Acres. Von Dr. R. Meyer.- Feuilleton: Robert Hamerling's Leben und Dichtungen. Von Robert Schweichel,( Fortseßung.) Friedrichshagen. Am Sonntag hatte der hiesige Arbeiter Bildungsverein eine Versammlung, in welcher Herr Dr. Wey! einen interessanten Vortrag über das Thema hielt:„ Ist die Von der ,, Gleichheit", Zeitschrift für die Intereffen der Arfoziale Frage eine Magenfrage?" Die Debatte, welche dem beiterinnen( Stuttgart, F. H. W. Diey' Berlag) ist uns so. Referat folgte, gestaltete jich dadurch recht lebhaft, daß ein Herr eben die Nr. 4 des 3. Jahrganges zugegangen. Aus dem Inhalt Levy die vegetarische Lebensweise als Mittel zur Lösung der diefer Nummer heben wir hervor: Kellnerinnen- Glend in Berlin. sozialen Frage emp ahl. Diesem Herrn wurde selbstverständlich Höhere Töchter. Cornelia, die Mutter der Gracchen. geantwortet, daß die schlechten Verdienstverhältnisse den Arbeiter Feuilleton: Am Nordpol. Nach dem Englischen von P. Oliverio. heutigen Tages schon zu seinem Schaden vielfach zwingen, sich Fortsegung.) Arbeiterinnen- Bewegung. Kleine Notizen. un reiwillig der vegetarischen Lebensweise hinzugeben. Zum Die Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Schluß wurde die vom Genossen Hoffmann genellte Frage, Nummer 10 Pf., durch die Post bezogen( eingetragen in der wie es fomme, daß sozialistische Flugblattvertheiler vielfach von Reichspoft- Beitungsliste für 1893 unter Nr. 2609) beträgt der der Polizei fiftirt werden, während andere Flugfchriften zu Abonnementspreis vierteljährlich ohne Bestellgeld 55 Pf.; unter Tausenden ungehindert verbreitet werden könnten, derartig flar Kreuzband 85 Pf. Jnferatenpreis die zweigespaltene Petitzeile fteller wie Schuppen von den Augen fiel. vom Genossen Wartmann beantwortet, daß es dem Frage: 20 Pi. Fachversin der Uhrmacher. Bersammlung am Sonnabend, den 25. Je bruar, bends 9 Uhr, bei Wienecke, te Jatobftr. 88. Bortrag des Herrn Soffmann über: Die Ler Beinze", u. f. w. Aufruf an alle im Putfach beschäftigten Perfonen. Das Pußfach, in welchem die Unternehmer oft 100 bis 200 pet. Entbehrungslohn in die Tasche ftecken, ift auf dem besten Wege, für die Arbeiter und Arbeiterinnen immer mehr zu einer Quelle bes Verderbens zu werden. Die stumpfe Gleichgiltigkeit, in der die meisten dahinlebten, hat es ermöglicht, daß sie sich jeden Lohn- Berfammlungen. 1. Kommandantenftr. 20, Vortrag des Herrn Dr. Weil: abzug, den die Fabrikanten vornabmen, ohne weiteres gefallen ließen. Ist es doch vorgekommen, daß im November eine Federn arbeiterin bei neunftündiger Arbeitszeit mit 50 Pf. pro Tag nach Saufe gehen mußte. Was nüßt es da, wenn in der Saison der Berdienst bei 14-16stündiger Arbeitszeit wirklich einmal auf 60-70 M. im Monat steigt? Um endlich die Kollegen und Kolleginnen zu dem Bewußtsein zu bringen, daß es den allbefannten levelſtänden gegenüber ihre Pflicht ist, sich an der Organisation zu betheiligen, findet am Mittwoch, den 1. März, Abends 8 Uhr, im großen Saale der Arminballen eine Versammlung statt, zu der alle Arbeiter und Arbeiterinnen der Branche, als Pubmacherinnen, Buß- und Straußfederarbeiter und Arbeiterinnen, Blumens, Blätter- und Perlarbeiter und Arbeiterinnen eingeladen find. Jeder Genoffe hat die B icht, für zahlreichen Besuch dieser Versammlung zu agitiren. Wit fozialdemokratischem Gruß W. Jäger, Rigdorf, Hermannfir. 84. In der Zigarrenfabrik der Frau M. Eminger in Grünberg i. Schl. haben die Arbeiter wegen Lobuherabs fehung zc. Die Arbeit niedergelegt. Buzug ist fernBuhalten. eintreten. " Bier und Branntwein und ihre Bedeutung für die Volksgesundheit. Bon Prof. Dr. J. Rosenthal. 2. Aufl. 1893. 50 6. " Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 26. Februar, bends 6% Uhr, groei Bur rechten Stunde erhebt der bekannte Physiologe und Hygieniker seine warnende Stimme gegenüber der von der Rebes Herrn Th. Wegner Religion ohne Gott." Nach beiden Bersammlungen der siebziger Jahre hat das Steuersystem des Deutschen Reichs Soziale Frage etne Magenfrage." 2. Grenadierstr. 37 bet Seefeld, Vortrag gierung geplanten Erhöhung der Brausteuer. Seit dem Ende geselliges Betfammenfein. Neuer Serliner Handwerkerverein. Bereinsversammlung am Sonn eine Entwidlung genommen, welche vom hygienischen abenb, ben 25. februar, Rubenbe a br, bei Dehlmann, Münzfir. 11. Tages: Standpunkt tief beflagt merden muß." Wir dürfen der ordnung: Vortrag des Redatteurs Herrn Richard George. Thema: Berlin im Jahre 1806." armen, arbeitenden Bevölkerung nicht die nothwendigsten Freireligiöse Gemeinde zu Berlin. Gonntag, den 26. Februar, Rofen: Lebensbedürfnisse vertheuern, wie es leider bei uns gea schehen ist. Wir dürfen uns feiner Täuschung darüber thaler ftraße 38, Bormittags 10 Uhr. Thema:" Uneigennütiafett." Pergnügungsverein lorgenstern". Sizung ühr in Schütte's hingeben, daß ein großer Theil unserer Bevölkerung thatsächlich Reftaurant, Alte Schönhause. fir. 24. Spiel- und Gesellschafte klubert", Elisabethkirchstraße 14. 8 Uhr an der Grenze der Möglichkeit steht, die allernothwendigsten Stzung, Fidelitas. Lebensbedürfnisse eben noch bestreiten zu können. Jede noch so Verein ehemaliger Schüler der 60. Gemeindeschule Sonnabend fleine Verschiebung der Preisverhältnisse giebt diese dem wirkbet Burl, Roppenfir. 58. Geschäftliches. Arbeiter- Bildungsschule. Sonnabend, Abends 8%-10% ubr. Sadlichen Mangel preis, und dieser Mangel ist der wirksamste chule, Reichenberger fit. 183: Unterricht in Physiologie; On- Schule, Schule, Bagelsbergerstraße Nr. 48: Nationalotonomie; Süd Of Antrieb, sich dem Schnaps zu ergeben." Das Bier sei einer der Martusfir, 81: Unter icht in Mechnen( unt.); Morbi chule, Müllerstraße wichtigsten Hebel des Kulturfortschritts, indem es den barbarischen Nr. 179a: Unterricht in Buchführung und oberes Rechnen. In alle Fächer und zivilisationsfeindlichen Schnaps verdränge. In Bayern habe tönnen noch Schüler und Schülerinnen auch jezt im Laufe des Semesters seit Erhöhung der Braufteuer von 4 auf 6 M. für das Hektoliter Deutscher fosialdemokratischer gefeklub in Parto. Rue St. Malz( im Jabre 1880) die Erzeugung von Bier nur sehr wenig Sonore 314 Cafe bu Ston de Belfort. Seden Sonnabend öffentliche Wer zu, der Verbrauch sogar wahrscheinlich abgenommen, Schnaps= fammlung; reiche Bibliothet, Beitungen, franzöfifcher Unterricht. Der deutsche produktion und Konsum seien dagegen erheblich( um 16% pt.) Arbeiter, der fremb nach Paris tommt, findet hier einen Anlehnungspunti, gewachsen. Auch im norddeutschen Braufteuergebiet würde die Rath und Belehrung. London. Der einzige teftge fostaldemokrattsche Beretn Bonbons, ber beabsichtigte Verdoppelung der Brausteuer eine Zunahme des alte, von Karl Mars und Friedrich Engels 1840 begründete Schnapsverbrauches bewirken, was um so bedauerlicher wäre, In der Münchener Sntfabrik, Befizer Max Walde, Rommunifiifche Arbeiter, Bildungsverein befindet sich nach als in diesem Gebiete der Branntweinkonsum wahrscheinlich find die Hutmacher in Streif getreten. Veranlassung find nicht wie vor 40 Tottenham Street, Tottenham Court Rd.. W. London. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Amgegend. Alle Renderungen abgenommen habe( von 1879/80 bis 1890/91 fant die Produktion Lohndifferenzen, sondern die ungehörige Behandlung der Gehilfen im Bereinskalender sind zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffel: von 12,6 auf 7,9 Liter pro Kopf der Bevölkerung, d. h. um mehr durch den Werfführer Jos. Blindhammer, Hutmachermeister in aße 70. Sonnabend Abends 9 Uhr: Nebungsstunde. Aufnahme Haidhausen( Wienerstraße). Die Zahl der Streifenden umfaßt neuer Mitglteber. Grüne Giche, Rigdorf, Hermann- und Stnefebect: als 37 pet.). Auch die Abnahme der Zahl der kleineren, über firaßen- Ecke bet Beyerle. 2yranta, Sandsbergerftraße 31 bet das Land zerstreuten Brauereien, wie dies thatsächlich in Bayern fämmtliche im Betriebe thätige Hutmachergehilfen, ca. 25 Wiann. mufehold. Ganges Echo, Naunynstraße 86, bet Bubett gefchehen ist, sei zu bedauern. Denn gerade diese liefern für den Buzug ist fern zu halten. Freundschaft 2, Briedenfiraße Nr. 48 bei Toutühn. Glud au fleinen Mann und den Arbeiter auf dem Lande das leichte, aber Badstraße 8, Bittoria Garten. Teltow in Teltow, Schwarzer Esmeralda, Fruchtstr. 81 bei Baaz. Biebertrans in doch fräftige, b. h. extrattreiche Getränt, dessen hoher KohlenDer diesjährige öfterreichische Banarbeiter- Kongrek Branderburg, Wengert's Bolts harten. sand in and 2, Friedrichs: fäuregehalt, deffen Bitterstoffe und Aroma belebend wirken und wird am 21. und 22. Mai in Wien abgehalten. berg, Friedrich Karlstr. 11 bei seinecke. Gesundbrunner Wänner: das dabei nicht mehr als 21/2 bis 3 pet. Altohol enthält. chor, Gefundbrunnen, Bringen- Allee 10. Gefangverein Bruderhand" Frisch auf" Friedrichsberg, Die warm und lichtvoll geschriebene Broschüre, die in acht in Schönwalde( in ber Mart) bei Schulze. Borwärts 7" Rummelsburg, bei Kapiteln die Grundfäße der Ernährungslehre, die Bedeutung der Borgmann. Rummelsburgerstraße bei Dedert. Gefangverein" mmergrün", Tegel, Schloßstraße bei Gewürze und Genußmütel, insbesondere der alkoholischen Getränke, Schuls. Gefangverein Süd- Ost 2", faltenfteinftr. 41 bei Trittelwis. ihre Wirkung und ihren Mißbrauch und die Mittel gegen die Freter Männerchor Often" Friedenstr. 74, bei Engelbardt. Bund der geselligen Arbeitervereine Berline und Umgegend Trunksucht bespricht, gipfelt in 12 Schlußfäßen, deren 8. und 9. aue Buschriften, ben Bund der gefelltgen Arbeitervereine betreffend lauten: find zu richten an: B. Sentel, Bergmannstr. 21, of 8 Tr. Sonnabend: Theaterverein phigen ta", bet Stramer, Rirdorf, HerrmannDer Mißbrauch des Alkohols wird veranlaßt durch das in Tambour Berein Borwärts" Rigdorf, Gerrmann unseren sozialen und wirthschaftlichen Verhältnissen begründete Der Obermeister der Hauszimmerer- Innung zu Königstraße Nr. 140. und Wanzl citraßen- Ede bei Rober. Tambourverein Deutsche Eiche berg, Herr A. Leeft, ersucht uns um Aufnahme folgender bei niederfchub, Fürbringerstraße Nr. 7.- Gefelliger Berein Gutett. Bedürfniß nach Genußmitteln, hauptsächlich durch die ungenügende Erklärung gegenüber der Notiz in der 2. Beilage des Vor- Neue Königstraße Nr. 89. Gefelliger Berein talia" bei Boite, Kolberger: Ernährung eines großen Theils unserer Bevölkerung Die Betämp ung der Trunksucht muß in erster Linie ge wärts" vom 16. Februar 1693, betreffend die Königsberger ftraße 28. Gefelliger Verein Jugendfreunde" bet Schulz, Prenzlauer Allee und Tresdomstraßen- Ede. Bergnügungsverein Selgoland 2 bel schehen durch Sebung der wirthschaftlichen Lage der unteren Zimmergefellen:" Ich habe zu feinem hiesigen Zimmergefellen, wiegel, Stralaueritr. 57, Theaterverein Aurelia", Wiendelssohnftr. a auch zu sonst niemandem, mich dahin ausgesprochen, daß die bei te be Abends& Uhr. Voltstlassen. Alles, was die Ernährung erschwert, Steuern auf Gefang-, Turn- und gefellige Vereine. Sonnabend. jenigen Bimmergefellen, welche jegt beim Magiftrat für 30( nicht Baul nothwendige Lebensbedürfnisse, wie Brot, Fleisch, Beleuchtungs27) Pfennige Stundenlohn arbeiten, im Sommer auch keinen erfaren legro bei Spindler, Reichenbergerraße 118, mittel u. f. w., treibt eine große Bahl von Menschen zum Ecke Forferfiraße. höheren Lohn erhalten würden; weder von mir noch von einem Turnverein Gesundbrunnen. Die 2. Männerabtheilung turnt heute Altoholgenuß und befördert damit seinen Mißbrauch." der anderen hiesigen Innungsmeister." von 8-10% Uhr in der Turnhalle, Fretenwalderstr. 39. In die Rubrik Kapitalistische Entbehrungslöhne" ( Nr. 46) ist irrthümlich die Feuerversicherungsbant für Leutsch land in Gotha gerathen. Diese ist, wie uns mitgetheilt wird, eine Gesellschaft, deren Mitglieder sich gegenseitig für den Fall eines Schadenfeuers versichern und als Dividende den Ueberschuß ihrer Prämien zurückerhalten. " Adler. · " 19 Bühnenverband Normanta jeben legten Sonnabend im Monat bei Beichnis, Königsbergerfir. 24. Privattheatergesellschaft, ch neeglod dhe n", Abends Uhr bei Schula, Brunnenftr. 116.- 2heatervereta Berit ner " Spredfaal. Die Rebattton ftellt die Benugung des Sprechfaals, soweit der Raum bafür abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Intereffes zur Verfügung; fie mahrt fich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt deffelben identifizirt zu werden. 0 Achtung! Alle in Holzbearbeitungs Fabriken und auf Holzplätzen beschäftigten Arbeiter, die sich an der Errichtung eines Lese- und Diskutirklubs betheiligen wollen, werden ersucht, sich Sonntag, den 26. Februar, Vormittags 10 Uhr, mit ihren Frauen im Lokale des Genoffen Stabernad, Bücklerstr. 49, pünktlich einzufinden. Mit kameradschaft lichem Gruß Ludwig Hofmann, Falkensteinftr. 8. Vermischtes. Opfer des Militarismus. Aus Antwerpen wird gemeldet: Während des Manövrirens der Artillerie im Polygone Braesschaet explodirte eine Granate und zerschmetterte dem Lieutenant Chevalier die Kinnlade, riß zwei Kanonieren die Arme ab, einem anderen Kanonier ein Auge aus und zerschmetterte das Bein des Schmiedes. Sämmtliche Personen wurden sehr schwer verwundet. Mac Kinley bankrott. Nach einer New- Yorker Meldung ist über das Vermögen des bekannten amerikanischen Schutzöllners Mac Kinley der Konkurs eröffnet worden. Er soll für einen guten Freund Wechsel akzeptirt haben, welche nicht honorirt worden wären. Mac Kinley hat seinen Posten als Gouverneur bes Staates Ohio bereits niedergelegt. Nun wird er wohl Schutzölle gegen gute Freunde verlangen. Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Wien, 24. Februar. Der Landgemeinde- Bezirk Reichenberg wählte den deutsch- fortschrittlichen Kandidaten Angsten mit 220 von 362 Stimmen zum Reichsraths- Abgeordneten. Der Sozialist Adler erhielt 103 Stimmen. Köln, Nippe. Das Urtheil erhalten Sie vom Gericht auf Ihren dahin gestellten Antrag hin. In der Veröffentlichung in einer Zeitung und den Aushang in einem Schaufenster tann eine Beleidigung gefunden werden. A. E. Die Unfallrente können Sie erft vom 28. März ab, falls dann noch Erwerbsunfähigkeit vorliegen sollte, von der Berufsgenossenschaft beanspruchen. M. S. A. Fragen Sie vielleicht direkt im Polizeipräsidium bezüglich der Zulassung an oder sprechen Sie bei uns vor und legen Sie uns die Papiere vor. Paris, 24. Februar. Der Kaffationshof hat nach langer Berathung die von den Angeklagten Charles Lesseps, Fontane und Sansleroy eingelegte Beschwerde gegen den Beschluß der Brackel. Nach Eintritt der Polizeistunde ist die Polizei Anklagekammer zurückgewiesen und die Angeklagten vor die Ge- berechtigt, das Verlassen des Lokals herbeizuführen. schworenen verwiesen. . m. 100. 1. Ja. 2. Der Wirth muß sich die Miethe - wie gewöhnlich im Vertrag das Gegen holen, falls nicht ( Depeschen des Burean Herold.) Paris, 24. Februar. Ferry wurde zum Präsident des theil vereinbart ist. Seidler. Eine Entscheidung liegt uns nicht vor; die Frage Senats gewählt mit 148 von 241 Stimmen. würden wir verneinen. Briefkaffen der Redaktion. P. T. 50. Der Ihnen in der Redaktion ertheilte Rath war vollständig richtig; Sie können nicht wissen, ob Sie mit Hilfe des Rechtsanwalts vor dem Schöffengericht schlimmer weggekommen wären. Die Auskunft, die Ihnen betreffs der Berufung in der Expedition gegeben wurde, war allerdings falsch; aber in der Expedition haben Sie sich auch nicht juristischen Rath geben zu lassen. Was die Beihilfe betrifft, so wenden Sie sich an den dortigen Vertrauensmann, event. an den Parteivorstand. Lehmann. Die Zustände in der Charitee sind schon in diesem Blatt oft besprochen und werden noch öfter besprochen. Ihre Buschrift eignet sich nicht zur Veröffentlichung. P. E. Sie müssen sich schon an einen Seminardirektor um Auskunft wenden. N. B. 100. Sie müßten dann Berufung einlegen. Sonntag, Vormittags 11 Uhr, Beuthstraße Nr. 20, Montag und Dienstag, je Abends 8%, Uhr, in Hoffmann's Festsaal, Oranienstr. 180: Lehte Vorträge des Herrn H. Stüve über: Die Cholera in Hamburg. Illustrirt durch 40 Lichtbilder. Entree 10 Pf. Verlag des Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstrasse 2. Folgende neue Erscheinungen der sozialistischen Literatur halten wir ständig am Lager: Der russische Bauer. Von Stepniak. Autorifirte Uebersetzung von Dr. Viktor Adler. XVI und 212 Seiten. ( Band 15 der Internationalen Bibliothek.) Preis broschirt 1,50 M., gebunden 2, . Wer sich über die heutige Lage der russischen Bauern unterrichten will, dem ist die Stepnial'sche Schrift zu empfehlen. Nus Leben und Wissenschaft. Gesammelte Vorträge und Aufsäke von Dr. Arnold Dodel. Ordentl. öffentl. Profeffor an der Universität Zürich. Erste Lieferung: Bauer, Arbeiter und Wissenschafter. Drei gemeinverständliche Vorträge gehalten im Bereinshaus des deutschen Arbeiterbildungs- Vereins in Zürich.( November und Dezember 1892.) 136 Seiten Oktav. Preis 75 Pfennige. Mit diesem Heft beginnt der in weiten Kreisen bekannte und hochgeschätzte Verfasser der Streitschrift: Moses oder Darwin, eine Schulfrage", eine Serie von allgemeinverständlichen Vorträgen herauszugeben, die allen Freunden der geistigen Entwickelung des Boltes hochwillkommen sein dürften. Das Leben Jesu. Eine historisch kritische Abhandlung zur Aufklärung des arbeitenden Boltes von Domela Nieuwenhuis. Aus dem Holländischen ins Deutsche übersetzt von H. Harders- Bünde und Dr. Fr. Diederich- Dortmund. 84 Seiten broschirt. 40 Pfennige. Winter- Sonnenwende. Bum Gipfel auf! 8wei Boltsfestspiele von Franz Diederich. Preis geheftet 25 Pfennige. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Alle Buchhandlungen, Kolporteure und Zeitungs- Spediteure nehmen Bestellungen entgegen. Bei Aufträgen von außerhalb ersuchen wir um gleichzeitige Einsendung des Betrages( Porto extra). Möb Der in unbekannter Abx. 100. Die Frau tann wegen böslicher Berlassung flagen. B. W. 70. Die Berliner Stadtverordneten erhalten keine Diäten. Tieh. Sie können wegen Beleidigung klagen. Arendt. Wann und was haben Sie ohne Quittung angefragt? Karl Nixdorf. Die Antwort ist schon im Brieffaften der geftrigen Nummer erfolgt. 2. Frtg. Ob der Artikel fich für den Vorwärts" eignet, tönnen wir erst bestimmen, wenn er uns vorliegt. Briefkaffen der Expedition. Rothbart. Der Wahre Jatob" gelangt alle 14 Tage Dienstag früh in unserer Buchhandlung zur Ausgabe. Elegante swefenheit lebende Tiſchler EinsegnungsSpiegel und Polster- Waaren. Ausstattungen in Mahagoni u. Nußbaum; Küchenmöbel empfiehlt; Preislisten auf Wunsch franco. gefelle Robert Heseler wird hierdurch aufgefordert, behufs Abhebung der v. seiner Schwester Emilie Heseler hierselbst ihm zugefallenen Erbschaft bei dem Unterzeichneten oder bei d. Töpfermeister Albert Heseler, Berlin W., Kleiststr. 6, recht bald sich zu melden.[ 3715L* Rechtsanwalt Liebrecht. Charlottenburg, Berlinerstr. 104. Mehrfach Specialität: prämiirt. Techi D. R. P. Schäffer's File her Connec AMANNS HAFFER Campf Kornber BRESLAU MalzBranntwein ( gesetzl, gesch.) 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