Nr. 205. Abonnements- Bedingungen: O bonnements Preis prănumerando Bierteljährl. 3,30 m, monatl. 1,10 M wöchentlich 28 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags Beilage Die Neue Welt" 10 Pfg. Bost Abonnement: 1,10 Mark pro Monat Eingetragen in die Post- Beitungs. Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mark, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Bostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 25. Jahrg. B Die Infertions Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Rolone geile oder deren Raum 50 Bfg., für bolitische und gewerkschaftliche Vereins. und Bersammlungs- Anzeigen 30 Big. Kleine Anzeigen", das erste( fett. gedruckte) Bort 20 Bfg., jedes weitere Bort 10 Bfg. Stellengesuche und Schlafstellen- Anzeigen das erste Wort 10 Bfg., jedes weitere Wort 5 Bfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Borte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 1hr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Mittwoch, den 2. September 1908. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Mr. 1984. zu einer Einrichtung zu zahlen, welche mithilft, die Streiffasse Die Zentrums- Parlamentskorrespondenz" hält dann den zu füllen, die Arbeitgeber würden mit anderen Worten einen norddeutschen Zentrumsführern vor, daß sie sich gern in alle Die Sozialdemokratie und die eil ihres Geldes gegen sich verwenden. Man mag über das Wahlkreisangelegenheiten mischen und die Wahlkreisausschüsse Arbeitslofenversicherung. " ,, Bei uns in Bayern tritt nicht einmal die Parteileitung, außer sie wird um Nat gefragt, an Kandidatenfragen der einzelnen Wahlfreise heran, sondern überläßt sie den Provinzial- und Wahl freisausschüssen. Selbst wenn dadurch Fehler zugelassen werden, ist dies Verfahren dennoch besser ,, als wenn die Zentralleitung die Wahlkreise bemuttern und Kandidaturen in Patronage nehmen wollte. Beispiele in Preußen( Stöbel, Fusangel usw.) beweisen, daß es besser ist, man überläßt das Wahlgeschäft den Wahlkreisen." Und zum Schluß heißt es: Genter System denken wie man will, die gewerkschaftlichen zu bemuttern" strebten: Verhältnisse Deutschlands, die mit den politischen aufs engste berknüpft sind, lassen eine Einführung des Genter Systems Die Sozialdemokratie hat sich wiederholt so flar für nicht zu. die Durchführung der Arbeitslosenversicherung erklärt, daß Diese Stellen des Berichtes haben wir so ausführlich eigentlich kein Gegner es wagen sollte, ihr in dieser Be- wiedergegeben, um vor unseren Lesern die Anmaßzung der ziehung Vorwürfe zu machen. Der sozialdemokratische Partei- bürgerlichen Arbeiterfreunde von dem Schlage des Herrn Dr. tag in München im Jahre 1902 hat ausdrücklich die Ein- M. Wagner in ihrer ganzen Größe erscheinen zu lassen. Die führung der Arbeitslofenversicherung" gefordert. Ebenso heißt Herren stempeln die Arbeitslosenversicherung zu einer charitaes in der Resolution des Internationalen Sozialistentongresses tiven, wohltätigen Maßnahme, für die sie von den Arbeitern zu Amsterdam im Jahre 1904 über Sozialpolitik und Ar- im voraus Dank verlangen. Die Arbeiter dagegen fordern beiterversicherung: Die Arbeiter aller Länder haben daher die Arbeitslosenversicherung aus gutem Grunde als ihr Einrichtungen zu fordern, durch welche Krankheit, Unfälle und Recht, als eine Entschädigung des Schadens, den Invalidität möglichst verhindert werden und durch obliga- ihnen die heutige Ausbeutungswirtschaft zufügt, indem sie torische Versicherungsgesete ihnen ein Rechts- ihnen die Arbeits- und Verdienstmöglichkeit entzicht. Deshalb anspruch auf ausreichende Mittel zum Lebensunterhalt und haben auch die Arbeitgeber die Kosten der Arbeitslosenzur ärztlichen Hilfe gewährt wird, wenn sie durch Strankheit, versicherung zu decken. Denn sie sind es ja, die den Nutzen Unfall, Invalidität, Alter, Schwangerschaft, Mutterschaft oder aus der jezigen Ausbeutungswirtschaft ziehen; und wer den Arbeitslosigkeit gehindert sind, ihre Arbeitskraft zu Nugen hat, muß auch für den Schaden haften. berwerten." Hiervon wollen aber jene bürgerlichen Arbeiterfreunde Trotzdem hat es Dr. M. Wagner in einem Bericht, den er nichts wissen. Für sie ist und bleibt die Arbeitslosenin dem Reformblatt für Arbeiterversicherung" über Neues versicherung eine wohltätige Maßnahme zugunsten der Arzur Arbeitslosenversicherung" soeben veröffentlicht hat, für beiter. Und die Arbeiter sollen, um diese Wohltat zu erangebracht gehalten, die Sozialdemokratie dafür verantwortlich betteln, auf ihr Streifrecht verzichten, den Kampf gegen die zu machen, daß die bürgerliche Sozialpolitik in Sachen der Arbeits- jezige Ausbeutungswirtschaft aufgeben, sich selbst rechtlos losenversicherung nicht aus noch ein weiß. Die steigende Arbeits- machen, sich wehrlos ihren wohltätigen Arbeitgebern überlosigkeit habe, so führt Herr Dr. Wagner in seinem Bericht liefern. " „ Die„ Kölnische Boltsztg." sagt ferner, wenn jetzt auf einmal das Rheinische Volksbl." für das Verständnis der Ablehnung der Kandidatur Posadowsky Kenntnis der speziellen pfälzischen Verhältnisse verlangt, muß es andere Gründe als den zuerst an gegebenen haben, Gründe, die nur in den pfälzischen Verhält nissen beruhen können, das ist auf dem stillschweigenden Eins verständnis mit der Sozialdemokratie zum rücksichtslosen Erwerb von Mandaten." Das hat auch die liberale Presse behauptet, welche die Aeußerung der„ Kölnischen Volkszeitung" weidlich verwertet, die außerdem noch davon spricht, daß es ein Unterschied sei, ob man vorübergehend zu bestimmten Zwecken ( Wahlreform) ein Bündnis mit der Sozialdemokratie schließt, ,, oder ob manlediglich wegendes Erwerbs einzel ner Mandate, der für die so starke Gesamtstellung der Partei in Bayern in feiner Weise entscheidend ist, schließlich gewohnheitsmäßig mit der Sozialdemokratie Geschäfte macht und sich außerdem noch höheren politischen Rücksichten verschließt." Mit dieser Brüstierung der bayerischen und speziell pfälzischen Zentrumspartei wird sich ja wohl die pfälzische Parteileitung au be schäftigen haben. Cinstweilen sei entschiedene Verwahrung gegen diese Behandlung eingelegt." aus, bewirkt, daß die Frage der Arbeitslosenversicherung oder Diese Anmaßung jener bürgerlichen Arbeiterfreunde steht der Arbeitslosenfürsorge in allen beteiligten Kreisen eifrig be- so sehr mit der erfreulichen Erstarkung der Arbeiterbewegung sprochen werde. Fast alle größeren Städte haben sich mit im Widerspruch, daß über sie die weitere wirtschaftliche und dieser Frage beschäftigen müssen. Zum großen Teil haben die politische Entwickelung sehr schnell hinweggehen wird. Die Debatten in den städtischen Körperschaften gerade über diese Arbeiter werden sich die Arbeitslosenversicherung in irgend Frage zu sehr erregten Stämpfen geführt. Es hat sich hier einer Form erkämpfen, obgleich sie schließlich zur Stärkung wieder einmal gezeigt, daß auch die Frage einer Arbeitslosen der den bürgerlichen Sozialpolitikern so verhaßten Kampfversicherung allzusehr vom rein politischen Standpunkt be- organisationen beitragen muß. Dasselbe ist ja mit allen Zu- Die Zentrumspresse hat sich dieser Tage über die scharfen handelt wird; der sozialdemokratischen Partei muß der Vor- geständnissen die Fall, der die herrschende Klasse den Arbeitern Polemiken zwischen süd- und norddeutschen sozialdemokratischen wurf gemacht werden, daß sie die Frage der Arbeitslosen- machen muß. Jede Verbesserung der Arbeits- und Lebens- Blättern aufgehalten. Die obigen Zitate zeigen, daß sie gefürsorge, wie überhaupt die ganze Arbeitslosenfrage zu einem bedingungen der Arbeiter wirkt in dieser Richtung. Auch die nügend Material vor der eigenen Tür zum kehren findet. Gegenstand politischer Agitation gemacht hat." franken, die verunglückten Arbeiter hält eine ausreichende Dieser Vorwurf Wagners gegen uns ist auf den ersten Unterstügung über Wasser, damit sie nicht als Mitkämpfer Blick ganz unverständlich. Die Einführung der Arbeitslosen- berloren gehen". " jahr 1907. Der Reichsanzeiger" veröffentlicht die Ergebnisse des Reichs Haushalts für das Rechnungsjahr 1907 nach dem Finalabschlusse der Reichshauptkasse, abgesehen von den auf die außerordentlichen Dedungsmittel angewiesenen Ausgaben. versicherung ist eine Streitfrage zwischen den politischen An dieser Entwickelung ist nichts zu ändern. Unsere Der Reichshaushalt für das RechnungsParteien; sie ist eine politische Frage. Demgemäß Gegner mögen sich noch so sehr bemühen, durch fein ausmüssen wir für diese unsere politische Forderung auch geflügelte Wohltaten" der Arbeiterbewegung den Boden zu eine politische Agitation betreiben, wenn wir ernsthaft entziehen, die Kampfesorganisationen der Arbeiter erstarken für die Einführung der Arbeitslosenversicherung eintreten dennoch immer mehr. Deshalb wird die Sozialdemokratie wollen. Der„ Vorwurf" läuft also in Wahrheit darauf auch fernerhin für die Einführung der Arbeitslosenversicherung hinaus, daß wir uns zur Förderung der Bestrebungen, eintreten, ohne den Klassenkampf gegen die jetzige Ausbeutungsdie Arbeitslosenversicherung durchzuführen, nicht mit schönen wirtschaft abzuschwören. aber wertlosen Redensarten begnügen, sondern den Weg beschreiten, auf dem wir allein die Verwirklichung unserer Forderung, die Einführung der Arbeitslosenversicherung, erreichen können. Bei Die Staatsmänner des Zentrums. Im ganzen stellen sich die ordentlichen Einnahmen, soweit sie dem Reich verbleiben, um 19 335 000 m. höher, als sie im Etat für 1907 angesetzt sind. Da der Ausgabemehrbedarf aber 33 178 000 m. beträgt, so ergibt sich für das Rechnungsjahr 1907 ein Fehlbetrag von 13 843 000 art. die Die ,, Köln. Volksztg.", einst unter Dr. Cardanus das am besten Der weitere Inhalt des Berichts zeigt uns aber, daß geleitete Blatt der Bentrumspartei, schlägt neuerdings in dem Herr Dr. M. Wagner mit seinen Vorwürfen gegen uns etwas Bestreben, um jeden Preis dem Zentrum seine führende Von den dem Reiche zustehenden Einnahmen haben Mehr ganz anderes im Auge hat. Mehr und mehr, so lesen wir Position wiedergewinnen zu helfen, die seltsamsten Kapriolen. erträge gebracht: die Röle 44 380 000 M., die Zigarettenan einer anderen Stelle des Berichts, scheine man Noch vor kurzem gefiel sich die neue Redaktion in der demo- steuer 1 207 000 m., die Salzsteuer 2 524 000 m., die Schaumweinvon der ernstlichen Erörterung einer eigentlichen Arbeits- fratischen Toga und schreckte selbst nicht vor der Aufnahme steuer 424 000 m., die Brausteuer 2 028 000 m., der SpielIosen versicherung, die auf versicherungstechnischer der derbsten Anfeindungen zurück, die ihr Berliner Haupt- tartenstempel 101 000 m., die Wechselstempelsteuer 2920 000 202., Grundlage aufzubauen wäre, abgekommen zu sein. mitarbeiter gegen das Bülowsche Regime richtete. Seit der 1996 000 Frachturkundenstempel W., der m. statistische den übrigen Zweigen Arbeiterversicherung aber die Leitung der Köln. Volfsztg." zu der Ansicht Gebühr 179 000 W. Gegen den Voranschlag zurüd fei der Versicherungsfall ganz genau genau bestimmt, bei gekommen ist, daß der konservativ- liberale Block bei der Reichs- geblieben sind: die Tabaksteuer um 234 000 M., die Zuder der Arbeitslosenversicherung dagegen falle dies finanzreform in die Brüche gehen und das Zentrum wieder steuer um 201 000 m., die Reichsstempelabgaben für Personennaturgemäß vollständig weg. Mehr und mehr würden die zu seiner früheren Stellung gelangen könnte, gibt sich das fahrkarten um 11 196 000 M., für Erlaubniskarten für Kraftfahrzeuge Gemeinden als die geeigneten Träger einer planmäßigen Blatt staatsmännisch" und hält auf Betonung seines um 1373 000 20. und für Vergütungen an Mitglieder von AufsichtsArbeitslosenfürsorge bezeichnet. Der Einführung des Genter nationalen, allen politischen Extravaganzen abgeneigten räten um 5 672 000 M. sowie die Erbschaftssteuer um 9 736 000 2. Systems werde eifrig das Wort geredet. Dieses System be- bürgerlich respektablen Charakters. Deshalb ist ihm auch sehr Bei der Brennsteuer, welche in der Gestalt von Vergütungen für stehe darin, daß denjenigen Gewerkschaften, die eine Arbeits- fatal, daß das bayerische Zentrum nicht im Wahlkreise ausgeführten oder zu gewerblichen Zwecken verwendeten Branntwein Iosenunterstützung an ihre Mitglieder zahlen, die Gemeinde Speyer- Ludwigshafen für die Kandidatur Posadowsky zu wieder zur Verausgabung gelangt, sind 2 606 000 m. mehr verauseinen Zuschuß zur Verfügung stellt. Auch in Deutschland haben ist, um sich dadurch nach oben als nationale, gabt als vereinnahmt worden. fänden sich leider" immer mehr Leute, die das staatserhaltende Partei zu empfehlen. Doch die bayerischen Von den Betriebsverwaltungen hat nur die Reichs Genter System befürworten. Stünden die freien" Ge- Sentrumsführer wollen von diesen staatsmännischen An- druckerei bei einer Mehreinnahme von 1889 000 m. und einer werkschaften, welche das Gros der organisierten Arbeiter wandlungen des Kölner Zentrumsblattes nichts wissen. Mehrausgabe von 1 445 000 m. einen höheren Ueberschuß, und zwar schaft bilden, auf wirklich neutralem Boden, wie dies Die bayerische Zentrums- Parlamentsforrespondenz" veröffent- von 444 000 m. abgeliefert; dagegen sind die Neichspost- und ja auch nach ihren Statuten der Fall sein soll, so wäre licht einen von dem Hauptblatt der bayerischen Zentrums- Telegraphenverwaltung mit einer Mindereinnahme von Diese Frage ernstlich zu erwägen. Allein die freien Gewerf- partei, dem Bayerischen Kurier", abgedruckten Artikel gegen 12 993 000. und einer Mehrausgabe von 11 409 000 m. um schaften sind auch mit ihrem ganzen Unterstützungswesen auf die staatsmännische Politik der Köln. Volksztg." und der 24 402 000 m. und die Reichseisenbahnverwaltung bei einer Mehrden Kampf gestimmt. Die Arbeitslosenunterstützung der freien Germania", der an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig ausgabe von 6 919 000 M. gegenüber einer Mehreinnahme von nur Gewerkschaften ist nicht etwa, wie von Unkundigen in naiver läßt. Die Zentrums- Parlamentsforrespondenz" gibt zwar 3 662 000 92. um 3 257 000 M. Hinter dem Anschlage zurückgeblieben. Weise angenommen wird, eine charitative( wohltätige) Maß- zu, daß die Stritit des flerifalen Pfälzer Volts- Die Einnahmen aus dem Bankwesen stellen sich um 17 518 000 2. nahme, sondern sie dient ebenfalls zu Kampfeszweden, wenn blattes" an dem Kölner Zentrumsblatt zu weit geht; gegen den Etat höher. auch indirekt. Die Arbeitslosenunterstützung der freien Ge- doch meint sie, das darf nach ihrer Meinung dieses Mehrausgaben, das heißt größere Ausgaben, als im werkschaften soll die für eine Zeitlang freiwillig oder un- nicht veranlassen, nun die bayerische Gesamtpartei Etatsvoranschlag dafür angesezt waren, ergeben sich vornehmlich bei freiwillig aus der Kampfesreihe entfernten Kämpfer über zu schulmeistern: Mag die Köln. Voltsztg." sich mit folgenden Ressorts: Wasser halten, damit sie nicht als Mitkämpfer dem Pfälzer Blatt auseinandersetzen, die Gesamtpartei möge Für das Reich sheer sind bei den Kontingentsverwaltungen berloren gehen. Die Arbeitslosenunterstützung soll sie aber aus dem Spiele lassen. Es verrät faktisch ver- von Preußen, Sachsen und Württemberg einschließlich des diese Ver hinweghelfen über einen Zustand, der das einzelne Gewerkschafts- dammt wenig von jener höheren politischen waltungen angehenden und mit einer Ersparnis von 2 676 000 m. abmitglied veranlassen könnte, fahnenflüchtig zu werden. Daß Einsicht", mit der die norddeutsche Parteipresse die Dinge schließenden Abschnittes des allgemeinen Pensionsfonds sowie der sich nach die Gewerkschaften von einem staatlichen oder gemeindlichen beurteilen will, wenn sie sich Mühe gibt, noch dickere Prügel dem Gesamtbedarf um 1162 000 m. erhöhenden bayerischen Quote Zuschuß Nußen ziehen werden, ist selbstverständlich... Das aufzutreiben als die liberale Presse, um sie im jezigen bei den fortdauernden Ausgaben 9819 000 m. und bei den einwürde auf eine Begünstigung des Koalitions zwanges hinaus Augenblicke mit dieser um die Wette der bayerischen Gesamt- maligen Ausgaben 812 000 m. mehr erforderlich gewesen. Zu den laufen, die lediglich den freien Gewerkschaften Nutzen bringen partei zwischen die Beine zu werfen. Wir sehen in unserer Mehrausgaben tritt eine Wenigereinnahme von 361 000 m., so daß würde. Die steuerzahlenden Bürger, zu denen doch in erster süddeutschen Rückständigkeit darin nur eine kapitale Unflugheit, das Gesamtergebnis beim Reichsheere sich gegen den Etat un Linie die Arbeitgeber gehören, würden gezwungen. Beiträge' wenn nicht mehr." 10180 000 m. ungünstiger stellt " " " " 6e'i der Marineverwaltung schließen die foridauerndcn Ausgaben einschließlich des entsprechenden Abschnitts des allgemeinen PensionSfondS mit 6 395 000 M. und die einmaligen Ausgaben mit 94 000 M. Mehrauswand.ab. Da bei der Einnahme 515 000 M. mehr aufgekommen sind, so ist das Ergebnis bei diesem Teile des NeichShaushalts i m ganzen um 4 974 000 M. gegen den Etat ungünstiger. Größere Ueberschreitungen sind vor- gekommen bei den Jndiensthaltnngen, bei der Naturalverpflegung, bei der Instandhaltung der Motte und der Werften sowie beim Kapitel Waffenwescn und Befestigungen. Mir das Auswärtige Amt ergibt sich eine Mehrausgabe von 1 195 000 M. Die Aufwendungen für die Gesandschaften und Konsulate haben den Etatsansatz um 552 000 M. überschritten; auch der Abschnitt„Allgemeine Fonds" schließt mit einer MehrauS- gäbe von 221 000 M. ab. Bei den Fonds des Reichsschatzamtes— ohne Berücksichtigung des Abschnitts Uebcrweisnngen an die Bundes- staaten— beziffert die Mehrausgabe sich auf 4 721 000 M. Die Verwaltung und Verzinsung der Reichs- schuld hat mit einer Mehrausgabe von 10 741 000 M. abgeschlossen. Zur Verzinsung der konsolidierten RcichSanleihe mußten 311000 M. und zur Verzinsung der Mittel, welche zur vorübergehenden Ver- stärkung der Betriebsmittel der Rcichshanptkasse bestimmt waren, 10 070 000 M. mehr als veranschlagt aufgewendet werden. Beiin allgemeinen PensionsfondS ergibt sich unter Einschluß der oben bereits erwähnten Ersparnis beim RcichSheer und der Mehrausgabe bei der Marineverwaltung im ganzen eine Minderausgabe von 2 530 000 M. Die öbitrulitioi) der„Mmheoer Post" im Spiegel der Parteiprette. Zu der Drohung der„Miinchener Post", den Parteitag zu bohkottieren, haben sich bereits eine Reihe von Parteiblättern ge- äußert. Wir geben nachstehend einige dieser Stimmen im AuSzuge wieder. Das„Hamburger Echo" erklärt: „ In München muß die Nervosität einen außerordentlich 5ohcn Grad erreicht haben, wenn die einfache Tatsache, daß ein Hamburger Kreis von seinem statutarischen Recht vollen Gebrauch macht, zu der Erwägung anregt, ob nun überhaupt die Süddeutschen den Parteitag noch besuchen sollen. Diese Nervosität nur kann es erklären, daß die„Miinchener Post" die Frage stellt, auf wessen Kosten die Delegierten norddeutscher Kreise nach Nürnberg gehen. Was Hamburg betrifft(für andere Kreise sei auf die unten folgende Erklärung des Parteivorstandes verwiesen), so ist festzustellen, daß die Parteiorganisation Hamburgs nicht auf die finanzielle Unter- stützung aus der Haupttäffe der Partei oder aus anderen Quellen angewiesen ist und daß sie selbstverständlich die Kosten für die ihr zustehende Delegation selbst bezahlt. Wenn man in der„Mün- chcner Post" etwas über die Parteigeschichte nachgedacht hätte, würde man sich erinnert haben, daß Hamburg, und damit dessen zweiter Kreis, nicht nur stets selbst für seine Parteibedürfnisse ge- sorgt hat, sondern auch bis heute ganz erhebliche Summen an die Hauptkasse abgeliefert hat, die mit durch diese Summen in den Stand gesetzt wurde, anderen Orten— und es sind auch Großstädte darunter, verehrte Kollegin in München!— zur Agitation und für die Presse namhafte Beihilfe zu leisten. Und was die Organi- sationSziffcr anbelangt, so hat der Sozialdemokratische Verein fstr den zweiten Hamburger Wahlkreis über 7000 Mitglieder. Wenn diese 7000 ihr Recht ivohrnchmcn und drei Delegierte senden, so darf man ihnen wohl kaum den Vorwurf machen, daß ksie un- bescheiden seien. Uebrigcns hat ja der„Vorwärts" erst neulich festgestellt, daß auf dem Parteitag in München die baymschcn Delegierten in einer verhältnismäßig sehr Hohen Zahl anwesend waren. Warum auch nicht? Man hatte damals wohl in Bayern ein reges Interesse an den Verhandlungen. Diesmal hat auch Hamburg ein reges Interesse an den Verhandlungen und deswegen entsendet es neun Delegierte— für über 32 000 eingeschriebene Parteigenossen nnd 113 000 sozialdemokratische Wähler. Weit bedenklicher als die Aufregung über Wahrnehmung des ftattitarischen Rechts durch die Hamburger und andere Partei- genosscnschaftcn erscheint uns die Andeutung, daß die süddeutschen Genossen den Parteitag boykottieren sollten. Dieses Verfahren, das uns undenkbar erscheint, wäre die Einleitung einer Sezession! Es sind Stimmen laut geworden, und zwar bei Beginn des Budgetstreits, daß einzelne Führer der süddeutschen Genossen gerade jetzt mit voller Absicht die Frage der Budgetbcwilligung aktuell ge- macht hätten, um auf einen in Süddeutschkand staltfindenden und natürlich von Siiddeutschland besonders stark zu beschickenden Par- teitag eine Entscheidung in ihrem Sinne herbeizuführen und so dem Revisionismus, der in Dresden unterlegen ist, einen Sieg und damit Raum für neue Betätigung zu schaffen. Wir hielten das für Schwarzseherei. Aber die jetzige— Unvorsichtigkeit der „Miinchener Post" könnte allerdings zu der Meinung drängen, der Plan habe bestanden und der Aerger über seine Vereitelung ver- führe nun zu dem Eutschluß:„Wenn wir unseren Plan nicht durchsetzen können, bleiben wir einfach weg." Gerade dieser Satz, daß zu erwägen sei, ob die süddeutschen Genossen sich überhaupt noch am Parteitag beteiligen wollen, ist ein bedenkliches Zeichen dafür, wie weit der Partiiularismus und der Opportunismus bei führenden süddeutschen Genossen schon Einfluß haben. Denn daß der, der ihn schrieb, nicht auf Rückhalt bei anderen rechnete, können wir ohne weiteres nicht annehmen. jedenfalls beweist die„Münchener Post" zur Evidenz, wie kvichtig die Frage der Budgetbcwilligung an sich und wegen der Begleiterscheinungen ist, und wie richtig es ist, den Nürnberer Parteitag so zu beschicken, daß er wirklich ein einigermaßen treues Abbild der Partei und der in ihr wirkenden Strömungen ist." Die„Bremer Bürgerzeitung" schreibt: „In Entrüstung haben die Revisionisten noch immer zu machen gewußt, entweder über den„Ton", den sie selbst stets so wählten, daß man dabei immer wieder den Wunsch in sich aufsteigen fühlt: möchten diese Genosten doch s o zu den Gegnern reden, wie sie den Parteigenossen entgegentreten!... So auch jetzt wieder. WaS haben die Hamburger, Berliner, Bremer oder andere norddeutsche Parteiorganisationen cko kaoto getan? Sie haben ledig- lich von ihrem Recht, das ihnen das OrganisalionSstatut der Partei sichert, Gebrauch gemacht.... Was in aller Welt hat der Partei- Vorstand damit zu tun? Will man in München den Anschein er- wecken, der Parteivorstand habe insgeheim zu den für die süd- deutschen Budgetbcwilliger so anstößigen Delegationen aufgefordert? Das wäre Demagogie in höchster Potenz! Man scheint in Süd- deutschland keine Ahnung von der Stimmung in den Kreisen der sozialdemokratischen Arbeiterschaft über die neuesten Leistungen des Opportunismus zu haben, sonst würde man wohl ein wenig zum Nachdenken über die eigenen Dummheiten kommen. Die norddeutschen— nnd wenn die Zeichen nicht trügen— auch ein großer Teil der süddeutschen Parteigenossen, sind deshalb empört über die Budgetbewillignngen und Disziplinwidrigkeiten, weil wir in einer Zeit leben, die die Partei zum schärfsten Gegenteil veranlassen' sollte. Ueberall treten infolge der Krise die Herrlich- leiten der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaftsordnung in die Erscheinung und erfüllen jedes Arbeitergemüt mit Erbitterung. Noch sind die Blockwahlen mit allem Drum und Dran, ins- besondere die Nolle der Negierung dabei in frischer Erinnerung. überall seufzt die Arbeiterschaft unter dem Druck der Raub- und Wucherpolitik: in Elsaß-Lothringcn haben wir soeben erlebt, wie da» Bürgertum sich zum Block vereinigt und unter Anwendung der unerhörtesten Lügen(Straßburg, Mülhausen) die Vertreter der Arbeiter aus den GemeindcauSschüssen hinauS.wählt". Ferner steht »icht von der Ueberzeugung getragen, die Sozialliberalen seien die besten Freunde der Sozialdemokratie, diejenigen, mit denen wir uns zu verbünden hätten? Seitdem die von Nathan unterstützte„Nation" einging, haben die Herren Barth und Konsorten kein Organ, das so warm ihre Interessen verträte wie die„Monatshefte", Solange diese sich also nicht entschließen können, die Namen ihrer geheimen Geldgeber zu nennen, wird der Verdacht, unter dem sie stehen, durch nichts entkräftet. Der Blorkfreisinn und die neuen Steuern. Je näher dein Freisinn die Notwendigkeit neuer Steuer- bewilligung rückt, um so schwüler wird ihm zu Mute. So sehr er sich auch auf das Jasagen zu den realtionärsten Steuer- Projekten vorbereitet hat, so wenig vermag er zu verkennen. daß ihm die Steucrbcwilligung vollends um allen Kredit bringen, muß, sofern es ihm nicht gelingt/ mit deift rcaktio- nären Steueratt.entat wenigstens die eine oder- andere pseudoliberale Errungenschaft zu erkämpfen. Der Vorsitzende der Fraktion der Freisinnigen mit gleich grimmem Safe verfolgt, und mit beffem Namen die Er Versammlung im Auftrage ber Stuttgarter Landtagsabgeordneten Boltspartei im Reichstage, Herr Müller- Meiningen, innerung an so manchen ungeheuerlichen Grenzvorfall verknüpft ist, gesprochen hatte, gab zu Beginn der Versammlung die Erklärung Bar ab, daß für seine Ausführungen in der letzten Bersammlung nur zwar hat in einer unlängst veröffentlichten Studie Freifinn hat jetzt seinen Dank vom Hause Romanow erhalten. Nikolaus hat ihm nämlich bei Gelegenheit der Enthüllung eines er allein die allein die Verantwortung trage. Sodann und Reichsfinanzreform" seiner Meinung dahin Ausdruck ge- Denkmals des Ostmarkenvereins durch den Regierungspräsidenten gab der zweite Borsitzende das Resultat der Deles geben, daß der Freifinn seine Beteiligung an der Reichs von Schwerin ein paar goldene, mit Brillanten befekte giertenwahl zum Parteitage. int der Stadt finanzreform nicht dazu benutzen solle, um etwa in manschettenknöpfe überreichen laffen. Preußen Kompensationen zu erlangen, da Kompensationen in der finanziellen Materie selbst reichlich enthalten(!!) feien! " 1 Oefterreich. Ministerkrise. Diese unglaubliche Politik des Herrn Müller- Meiningen Der Aderbauminister Dr. Ebenhoch hat seine Demission anresp. der Freisinnigen Volkspartei findet jedoch nicht den Beifall selbst des am meisten rechts stehenden Organs der gebotener meint, daß er, nachdem er an der Wollziehung des serbischen Handelsvertrags mitgewirkt, nicht mehr das Freisinnigen Vereinigung, der Weser- Vertrauen der Agrarier habe. In Wien heißt es, daß die Demission Beitung". Der Hanseatische, auf Handelsgeschäfte fich nicht angenommen werde. besser verstehende Freisinn, den das genannte Freisinnsblatt Der Nationalitätenstreit. bertritt, legt vielmehr dar, daß es dem Liberalismus doch wirklich nicht zugemutet werden könne, den Finanzkarren In Hruschau( Schlesien) kam es Sonntag nacht zu einem aus dem Dreck zu holen", um dann schließlich schnöde ab- blutigen Streit zwischen tschechischen Sokolisten und Deutschen. Die gedankt zu werden zugunsten einer erneuten fonservativ- ultra- Tschechen überfielen die aus Witkowig zurückkehrenden Deutschen, montanen Paarung. Bewillige der Liberalismus der die dem gegen sie eröffneten furchtbaren Steinbombardement unterlegen wären, wenn nicht 20 Gendarmen mit gefälltem Bajonett Regierung die Steuern, ohne irgend eine liberale gegen die Angreifer losgegangen wären. Etwa 30 Deutsche sind verKonzession zu erhalten, so gebe es fein Hindernis legt, darunter 10 fchtver.mehr für das konservatib ultramontande Bündnis, mit Ausnahme der Person des Fürsten Bülow. Ob aber diese ausreichen werde, um die Wiedervereinigung Die serbische Nationaloppofition in Bosnien von Konservativen und Zentrum zu verhüten, möge dahin und der erzegowina beschloß in einer Versammlung zu Seragestellt bleiben. Deshalb müsse in bezug auf die preußische jewo die Forderung auf Einführung einer Berfassung in Bosnien und der Herzegowina aufzustellen, jedoch nur eine solche Wahlreform ein Zugeständnis gefordert werden: Berfassung zu akzeptieren, tvelche die ganze Nation be friedigt. Es wurde ein Erefutivkomitee ernannt, welches zieds Berwirklichung dieser Forderung eine große Aftion einleiten Cürkei. wird. Die Bewegung in Bosnien. Berhaltungsmaßregeln. Wir haben von jeher zu den wärmsten Anhängern des Block gedankens gehört. Auch heute beabsichtigen wir feineswegs. ihm durch unerfüllbare Bedingungen, wie das allgemeine Stimmrecht für Preußen, Schwierigkeiten zu bereiten. Man darf jedoch nicht verkennen, daß sein Lebensfaden die Berüdfichtigung des liberalen Standpunktes neben dem tonservativen ist, daß er aber zugrunde gehen muß, wenn Die führenden jungtürkischen Kreise wollen alle Komplika wir Liberalen die Schanzarbeit leisten sollen, damit alsbald Truppen der Konservativen und des Zentrums Die Festung befeßen. Als Bürgschaft genügt uns nicht bie Hoff nung auf Dankbarkeit der Konservativen. Duzu find realere Dinge erforderlich." tionen mit den Mächten vermieden sehen. Das jungtürkische Stomitee zu Konstantinopel erteilte mehreren Blättern wegen der bie bosnische Frage behandelnden Artikel eine Rüge und gab der Breffe folgende Verhaltungsmaßregeln: Dem Sultan ist der gebührende Respekt zu bezeigen; über die Vergangenheit der Minister Zur Festigung des Liberalismus verlangt also die Weser- ist nicht zu sprechen; unbegründete persönliche Angriffe find zu Zeitung" eine preußische Wahlrechtsreform. Nach unterlassen; Angriffe auf jede Religion sind zu vermeiden; auf dem schon der männliche Freifinn durch Herrn Müller- die Versöhnung von Griechen und Armeniern ist hinzuarbeiten; Meiningen den Verzicht auf jegliche Stompensationen ver- Artikel, welche die Mächte verlegen fönnten, tündet hatte, wäre es zum mindesten überflüssig gewesen, daß sind zu unterlassen; über offene Fragen, wie die die Weser- Zeitung" ihrerseits durch den Verzicht auf das all- tretische, bosnische, ägyptische, tunesische und gemeine Stimmrecht die ihr geboten erscheinende Stompen- algerische ist nichts zu veröffentlichen. fation abgeschwächt hätte. Fürst Bülow und die Konservativen müßten Narren sein, wenn sie dieser Sorte von Freisinn auch nur das allergeringste Zugeständnis machen würden. Der Freifinn springt über den Stock, auch wenn er nichts erhält als Brüstierungen des wirklichen Liberalismus und einige tleine Zugeständnisse an den liberalen Geldsack! Der Streik der Eisenbahner.. Stuttgart bekannt. Das Resultat bon den Landgebieten steht noch aus, ändert jedoch nichts an dem Gesamtresultat. Der vom Genossen Sehmann empfohlene Kandidat Masiatisch. Der zweite Borsigende des Metallarbeiter- Verbandes, erhielt 257 Stimmen, Genosse West meyer Stuttgart, 559 Stimmen. Damit hat sich die große Majorität der Stuttgarter Genossen gegen die Haltung der süddeutschen Landtagsabgeordneten zur Budgetbewilligung ausgesprochen. Das Resultat der Urwahl wurde durch den Ausgang der Versammlung noch verschärft. Schon die erste Versammlung hatte erkennen lassen, daß die übergroße Majorität der Stuttgarter Genossen die Haltung der Landtagsabgeordneten entschieden mißbilligt. Von den Verteidigern der Fraktion wurde mit zäher Ausdauer versucht, die Genossen umzustimmen. Eine glänzende Nede der Genossen Reichstags lara 3ettin bereitelte diese Bemühungen. abgeordneter Hildenbrand brachte im Einverständnis mit dem Genossen Heymann eine abschwächende Resolution ein, zu deren Gunsten Heymann seine Resolution zurüdzog. Die neue Resolution Hildenbrand- Heymann hat folgenden Wortlaut: In Erwägung, daß die grundsätzliche Bekämpfung der herrschenden Staats- und Gesellschaftsordnung aus der Gesamtfätigkeit der Partei hervorgeht, in weiterer Erwägung, daß die Gesamtabstimmung über das Finanzgesetz in den Einzelstaaten eine reine Zweckmäßigkeitsfrage ist, welche nach den örtlich und zeitlich gegebenen Umständen zu beurteilen ist, erwartet die Parteiversammlung, daß der Parteitag nach Aussprache mit den beteiligten Genoffen in der Frage, der Budgetbewilligung feinen Beschluß faßt, der die Einigkeit und Geschlossenheit der Partei nach keiner Nichtung beeinträchtigt." Genofie Borholzer brachte ebenfalls eine Vermittelungsresolution ein, welche lautete: „ Die Versammlung des sozialdemokratischen Vereins StuttgartCannstatt, welche zur Frage der Budgetbewilligung durch die bayerischen und badischen Landtagsabgeordneten der sozialdemo fratischen Partei Stellung nimmt, erklärt, daß es in erster Linie Aufgabe der Abgeordneten von Bayern und Baden sowie der dortigen organisierten Parteigenossen sein muß, die Zustimmung zu dem Etat im Sinne des 3. Absages der Lübecker Resolution zu rechtfertigen. Die Versammlung enthält sich deshalb einter Abstimmung darüber, ob das Verhalten der dortigen Genossen gutzuheißen oder als Disziplinbruch aufzufassen fei. Sie erwartet jedoch vom Parteitag, daß derselbe nach fachlicher Prüfung der Angelegenheit Nichtlinien schafft, die einen so unerquicklichen Streit, wie er in der Partei herrscht, für die Zukunft unmöglich macht." Außerdem brachte Vorhölzer ein Amendement zu der bereits mitgeteilten Tabelresolution ein. Ein Telegramm der Stölnischen Zeitung" aus Konstantinopel In feinem Schlußwort gab Genosse Setmann eine Reihe Gr meldet: Der Minister des Innern greift in den Aus stand bei Klärungen zu seiner ersten Rede. Er versuchte nochmals, ſeinen der Anatolischen Bahn in der Richtung ein, daß er die Standpunkt prinzipiell zu begründen und empfahl zum Schluß Unmöglichkeit betont, den Direktor auf Verlangen der Beamten bie Resolution Hildenbrand zur Annahme. Genosse West meyer dem Genossen Heymann abzusehen; in der Lohnfrage wolle er vermitteln. Das Eingreifen führte in feinem Schlußwort aus, einmal mit war bisher erfolglos. Man glaubt, daß schließlich eine Einigung sei das große Verdienst zuzusprechen, erzielt werden wird ohne Anwendung schroffer Mittel. Die Kon- dem großen Mißverständnis", mit dem man bisher operiert Für die Wehrftener jultate von Deutschland und Frankreich erklärten den Beteiligten, habe, aufgeräumt und gezeigt zu haben, wohin die Reise gehen solle. macht die Deutsche Tageszeitung" Stimmung. Gie daß, falls fie wegen Ruhestörungen und Widerseßlichkeiten gegen Hehmann habe nicht mit Zweckmäßigkeits-" und zwingenden die neue Regierung ausgewiesen werden würden, die diplomatischen Gründen im Sinne der Lübecker Resolution" operiert, sondern eine meint, es spreche vieles für die Stener, manches dagegen, jedenfalls Bertretungen sie nicht schüßen würden. Ein Gegensatz zwischen durchaus prinzipielle Rede für die regelmäßige Budgetaber sei sie„ volkstümlich", und da die Wehrsteuer eine Sirefte bem ottomanischen Komitee und der Regierung besteht in dieser bewilligung gehalten. Die Frage, die die Versammlung und auch der Steuer fei, tönnten gegen sie nicht diejenigen Gründe obwalten, Frage nicht. Parteitag zu beantworten habe, sei durch die Klarlegung des Genossen die gegen die indirekten Steuern vorgebracht würden. Gleichwohl Heymann folgendermaßengestellt: Sollen wir den kapitalistischen Staat möchten wir", schreibt das Blatt, dringend empfehlen, einen fräftigen und verankern oder sollen wir bleiben, was Liebknecht war, ein Verfuch zu machen". durch Annahme der Resolution. " Aufstand im Hedschas. Die telegraphische Verbindung Damastus- Medina ist Soldat der Revolution. Er bitte, die Frage flar zu beantworten Marokko. Diese Empfehlung der Wehrsteuer durch die Deutsche Tages- feit mehreren Tagen unterbrochen. geitung" ist umso bemerkenswerter, als das Agrarierorgan in feiner Notiz bemerkt, daß die Wehrsteuer höchstwahrscheinlich nicht zu den Steuerprojekten gehöre, auf die sich die verbündeten Regierungen vorläufig geeinigt haben. Die„ Deutsche Tageszeitung" hat recht, wenn sie die Wehrsteuer eine dirette Steuer: nennt. Aber deshalb ist noch nicht fede direkte Steuer eine vernünftige und gerechte Steuer. Die„ Deutsche Tageszeitung" legt sich offenbar nur deshalb für diese direkte Steuer, die ja ohnehin, gemessen an dem Einnahmebedürfnis des Reiches, nicht biel bedeuten würde, ins Beug, um die wirklich ernsthaften direkten Steuern um so erfolgreicher bekämpfen zu können! Französisch- deutsche Spannungen. Englische und franzöfifche Blätter besprechen erregt die Tatsache, daß der deutsche Konsul Bassel sich nach es begibt. Der Tangerer Korrespondent der" Times" schreibt dazu: Die Abstimmung ergab zunächst Ablehnung der vom Genossen Vorhölzer gestellten Anträge. Dann kam die vom Genossen Weftmeyer empfohlene Resolution zur Abstimmung. Sie wurde angenommen mit 233 gegen 100 Stimmen. Damit war die Reso lution Hildenbrand- Heymann erledigt. Die erste Resolution Heymann wäre, wenn sie zur Abstimmung gekommen wäre, sicherlich mit noch weit größerer Majorität abgelehnt worden. Bayerische Genoffen zur Budgetfrage. " In normalen Beiten werden Deutschland, England, Frankreich und Spanien in Fes durch Konsuln vertreten, deren Dienstobliegenheiten mehr diplomatischer Natur find. Bei Beginn der mulay Hafid- Kampagne wurden diefe Konsuln durch einstimmigen sich mit der Budgetbewilligung einverstanden und sprach der LandDie Konferenz bes Wahlkreises Landau( pfälz.) erklärte Beschluß der vier Mächte zurückgezogen. Heute hat der deutsche fich mit der Budgetbewilligung einverstanden und sprach der Land Konsul in Fez, Dr. Vassel, dessen Vorbereitungen hierzu mit größ- tagsfraktion ihr Vertrauen aus. In einer Versammlung des sozialdemokratischen Vereins ter Heimlichkeit getroffen wurden, und dessen Abreise den anderen aiserslautern berichtete Landtagsabgeordneter Genosse europäischen Vertretern sorgfältig von der deutschen Gesandtschaft Iement über die Tätigkeit der Fraktion und verteidigte die Die interparlamentarische Friedenskonferenz. verheimlicht wurde, Tanger verlassen, um sich nach Fes zu begeben, In den nächsten Wochen tritt in Berlin die interparlamentarische vermutlich, um seinen Bosten am Hofe Mulay Hafids, der bis jetzt Budgetbewilligung. In der Diskussion sprachen bier RednerFriedenstonferenz zusammen. Die Köln. Zeitung" schreibt dazu:" noch nicht von den Mächten anerkannt ist, einzunehmen." Auf gegen, einer für die Budgetbewilligung. Man wird den Wert der Konferenz gerade in der gegen diese Vermutung hin läßt sich Harris zu folgenden Aeußerungen wärtigen Zeit nicht unterschäßen dürfen. Die persönlichen Be- bestimmen:" Der Zwed dieses Vorgehens ist flar; die Deutschen ziehungen, die einen so ungeheuren Wert im Leben haben, find toünschen von Mulay Hafid als erste Macht angesehen zu werden, zwischen den Parlamenten bis heute fast gar nicht vorhanden, und die ihn anerkennt; denselben Eindruck wünschen sie bei den Eines ist freudig zu begrüßen, wenn hierin Anstoß zu einer wohnern von Fes, den Stämmen an der Verkehrsstraße und bei Befferung gemacht wird. Man mag über den gwed, der der Eingeborenenbevölkerung überhaupt zu erwecken. Gleichzeitig die Herren zusammenführt, denken wie man will, die Tatsache, wünscht die deutsche Regierung, daß Deutschland die einzige Macht daß Parlamentarier der meisten zibilisierten Nationen zusammen- sei, die an der Seite Mulay Hafids einen vertraulichen Ratgeber treten, um gemeinsame Interessen zu besprechen, ist von großer Bedeutung. Man tut gut daran, dieser Konferenz eine Bedeutung über. haupt nicht beizumessen. Wenn die Köln. 8tg." von diefer Tagung einen engeren Zusammenschluß der Barlamentarier erwartet, so muß doch darauf hingewiesen werden, daß diese Konferenzen be reits seit einer Reihe von Jahren stattfinden, ohne daß sie seither ein nur halbwegs greifbares Resultat gezeitigt hätten. Ueber eine Anzahl Friedensreden kommen die parlamentarischen Vertreter der besigenden Selaffe nicht hinaus. Ein typischer Vertreter der bürgerlichen Friedensapostel ist der freisinnige Abgeordnete Eickhoff, der auf diesen Konferenzen stets das große Wort geführt hat. Derfelbe Herr Eickhoff, der im Reichstage alles bewilligt, was von der Regierung für Verstärkung von Heer und Flotte gefordert wird. Die ganze Veranstaltung gleicht einer Komödie, denn dieselben Beute. die bei dieser Gelegenheit für den ewigen Weltfrieden eintreten, bewilligen daheim mit dem größten Vergnügen Gewehre und Kanonen. " habe. Es ist sehr zweifelhaft, ob der deutschen Politit aus dieser ungewöhnlichen, aber unternehmenden Methode, den anderen Mächten den Rang abzulaufen, ein praktischer Nuken erwachsen wird, und ob es sich lohnte, sich der sehr gerechten und abfälligen Stritit auszusehen, der ihr Schritt in ganz Europa begegnen wird. Deutschoffigiös wird erklärt, daß die Dr. Bassel zugefallene Aufgabe keinerlei politischen Charakter hat, er sich vielmehr dorthin begiebt, um Reklamationen aus früherer Zeit, die noch nicht er ledigt find, zu prüfen. Im übrigen werden die politischen Ber Handlungen mit dem hierzu berufenen Stellvertreter Mulay Hafios mur in Tanger selbst durch den deutschen diplomatischen Vertreter gepflogen. Mußte sich dann aber die deutsche Regierung nicht selbst fagen, daß diese Reise zum mindesten Mißbeutungen ausgefeßt sei? Bumal die deutsche Regierung ziemlich deutlich erkennen läßt, daß fie die baldige Anerkennung Mulay Hafids wünscht. Anders ist wenigstens folgendes Berliner Telegramm der„ Kölnischen Zeitung" nicht zu verstehen: In der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" war es als falsch bezeichnet worden, daß der Kaiser persönlich durch ein Telegramm in die marokkanische Anerkennungsfrage eingegriffen habe. Französische Blätter haben daraus den Schluß ziehen wollen, als ob Deutschland dieser Frage nur geringes Interesse entgegen bringt. Das ist eine Annahme, bie der Berechtigung entbehrt." Abdul Asis' Absichten. Die Wahlrechtsreform in Sachsen. Geheimrat Heinte, der Macher dessen, was man in Sachsen unter Wahlrechtsreform versteht, hat, wie dem Berliner Tageblatt" aus Dresden gemeldet wird, einen Vorschlag über die Wahlkreis einteilung ausgearbeitet. Er hielt sich bei ihr in der Hauptsache an die in der Wahlrechtsdeputation befchlossenen Grundsätze, auf die sich auch die Mehrheit der Zweiten Kammer unterschriftlich festLegte. Es sind 96 statt 82 Wahltreise gebildet und zwar nach ihrer sozialen und wirtschaftlichen Zusammengehörigkeit unter Die offiziöse französische Depeschenagentur" Agence Sabas" Berücksichtigung ihrer historischen Entwickelung. Neben ber teilt mit, man glaube, daß Abdul Asie keine neuen AnWählerzahl ist auch die Grundfläche des Kreises berücksichtigt. strengungen gegen Mulay Hafid unternehmen werde; er beGroßstädte, die mehrere Abgeordnete wählen, haben ihre Aufteilung size überhaupt feine Mittel dazu. Die gestrigen gegenim Kreise selbst vorzunehmen, ein Teil der Mittelstädte ist zu Wahl- teiligen Meldungen werden also offiziös dementiert. freisen unter sich zusammengeschlossen, andere sind, wie durchweg die Kleinstädte, zu dem platten Lande geschlagen. Stark bevölferte Bororte der Großstädte sind diesen hinzugefügt. Diese wenigen Angaben laffen erfennen, daß eine weitere Verschlechterung zu den an sich schon volksfeindlichen Beschlüssen der sächsischen Wahlrechtsdeputation gekommen ist. Aus der Partei. Badische Parteiorganisation zur Budgetfrage. Die Konferenz des Reichstagswahlkreises Heidelberg Eberbach- Mosheim nahm folgende Resolution an: Die heute, am 30. August 1908, in der" Rose" in Eppelheim tagende Wahlkreis- und Gemeindevertreterfonferenz des 12. bad. Reichstagswahlkreises erklärt sich mit der Tätigkeit der badischen Landtagsfraktion in jeder Hinsicht einverstanden, auch mit der Budgetbewilligung, für welche nach Ansicht der Konferenz diefes Jahr auf Grund der ganzen politischen Konstellation Badens die von der Lübecker Resolution verlangten zwingenden Gründe borlagen. Die Konferenz protestiert mit Entrüstung gegen die von Norddeutschland gegen die badische Landtagsfraktion und den badischen Landesvorstand gerichteten Angriffe, die den parteis genössischen Umgangsformen ins Gesicht schlagen. Ganz besonders weist die Konferenz die im Norden zutage getretene Verdächtigung der süddeutschen Genossen zurück, als ob biese die Einheit, der Partei zerstören oder den Klassenkampf ver schleiern wollien. Die Konferenz ftellt an den Nürnberger Parteitag den Ans irag, den Parteigenossen in den einzelnen Bundesstaaten die Ents scheidung darüber zu überlassen, wie die Frage des Budgets zu behandeln ist. Zum Schluß ist die Konferenz noch ber Ansicht, daß es ans gesichts der unqualifizierbaren Behandlung der badischen Landtagsfraftion und des badischen Landesvorstandes Ehrenpflicht aller badischen Parteigenossen ist, gegen eine solche Behandlung ihrer Führer und langjährigen Bertrauensleute die schärfste Verwahrung einzulegen. Eine zweite Resolution sagt: Die heutige Wahlkreis- und Gemeindevertreterkonferenz be dauert es, daß in der gegenwärtigen Debatte über die Budget bewilligung ein Bruchteil der badischen Parteigenossen die un gerechtfertigten Angriffe der norddeutschen Parteipreffe unterstützt. Scharf verurteilt es auch die Konferenz, daß Genosse Adolf Ged ein bürgerliches Blatt zur Polemit gegen einen Parteigenossen benützte. ( Genosse Ged hat dem betreffenden bürgerlichen Blatte eine Berichtigung gegen die Beschuldigung gesandt, er habe den Genoffen Kolb hinterrids angegriffen. Dabei will er nach Ansicht der Anhänger Kolbs gegen diesen in einer in einem bürgerlichen Blatte unzulässigen Weise" polemisiert haben.) Als Delegierter wurde der Genosse Parteisekretär E. Mater Die Stuttgarter Genoffen gegen die Budgetbewilligung. gewählt. Stuttgart, 1. September.( Telegr. Bericht des Vorw.".) Die Konferenz des Wahlkreises Sarlsruhe nahm nach Am Montagabend wurde die Debatte über die Budget- einem Referat des Genossen Kolb, dem Genosse Adolf Ged bewilligungsfrage in der Stuttgarter Parteiversammlung fortgefeßt. entgegentrat, mit allen gegen drei Stimmen eine Resolution. Der oft genannte Polizeirat und Grenalommissar Mädler in Die Bersammlung war noch stärter besucht als die erste. an, die die Budget abstimmung billigt, gegen den Beuthen D.- Scht, der deutsche Sozialisten und russische Flüchtlinge Landtagsabgeordneter Sehmann Stuttgart, der in der vorigen Vorwurf des Partitularismus und des Betreibens Dem Verdienst seine Manschettenknöpfe! einerlein bürgerlichen Politit protestiert und den s Herr Debius fennt seine Leute. Eine Bewegung, die daß% der in der Versammlung Anwesenden schon für den Streit Ton eines Teils der norddeutschen Parteipresse bedauert. En vom angeblich dafür sorgen will, daß ihre Anhänger nicht mehr entscheiden könnten, war die Zahl der für den Streit erforderlichen Genossen Sigmund, dem früheren Vorsitzenden des Landesvorstandes, für Schmalzstullen arbeiten", muß natürlich den Unter- Stimmen bei weitem nicht erreicht. beantragtes adelsvotum gegen den Landesvorstand Das Resultat wurde von einem Teil der Versammlung mit lebhaftem Widerspruch aufgenommen. Parteitag wurde mit allen gegen 3 Stimmen Genoffe to Ib gewählt. Achtung, Kleber! Wegen Tarifbruch ist die Firma Bautz, Eine Parteiversammlung in Nedarshausen refolvierte für nehmerfum nicht glaubt, daß irgend jemand im Polizeidie Budgetbewilligung, erwartet eine friedliche und befriedigende präsidium( irgend jemand zu der Idee der Befreiung aus Charlottenburg, Wilmersdorfer Straße 162. Bau Kaiser- Friedrich Lösung der Streitfrage und hofft, daß parteischädigende Debatten, dem Abhängigkeitsverhältnis von den Arbeitgebern gratuliert Giraße 178( Beamtenbauverein), Rigdorf, gesperrt. Die Sektionsleitung. wie wir sie in den letzten Wochen erlebten, sich nicht wiederholen werden". habe. Nein, so ist unsere Polizei nicht! Sie empfindet das Abhängigkeitsverhältnis vom Unternehmertum ebenso wenig Deutfches Reich. Die Budgetbewilligung vor den Genossen von Dresden- Land. als unwürdig wie Herr Lebius, dem nichts würdiger erIn der Kreisversammlung des sozialdemokratischen Vereins scheint, als ein Verhältnis, bei dem zwar die Masse der un- nehmervereinigung mit Tarifforderungen herangetreten. Diese lehnte Die Klempner und Installateure Schweinfurts find an die Unters Dresden- Land sprachen sich der Referent Parteisekretär Rahmann und in der Diskussion die Genossen Fleißner, abhängig Denkenden und nach Unabhängigkeit Strebenden zu jede Unterhandlung mit der Arbeiterorganisation ab und hat auf eine Groetsch, Reichstagsabgeordneter Horn gegen die Budget- Schmalzstullen" verurteilt ist, die Vertreter eines solchen wiederholte Buschrift überhaupt nicht geantwortet. Da es voraus bewilligung aus. sichtlich zu Differenzen tommen wird, ist schon jetzt die Fernhaltung Genosse Fleißner fagte u. a.: Man Systems aber in der Bel- Etage wohnen. habe es hier mit einer Strömung innerhalb der Partei zu tun, Herr Lebius preist sich als den an, dem kein Abhängig des Zuzugs geboten. gegen die endlich einmal unzweideutig Stellung genommen werden keitsverhältnis als unwürdig erscheint. Husland. - Nur seinen Nachmüsse, wenn man die grundsätzliche Festigkeit und Geschlossenheit weis möge man nicht vergessen. Der internationale Transportarbeiterverband der Partei erhalten wolle. Die ganze Art des Vorgehens der Süd- Wir fürchten für den Herrn, daß das Unternehmertum hat in der letzten Woche in Wien getagt. Boraufgegangen waren deutschen zeige, daß man es hier mit einer systematischen Brüs- heute weder ihn, noch seinen Busenfeind Beiersdorf die internationalen Konferenzen der Eisenbahner und der See fierung von Parteibeschlüssen und„ Anschauungen" zu tun habe. braucht. Zur Zeit der Hochkonjunktur war den Unter- leute. Auf dem Rongreß bezw. den Konferenzen sind insgesamt Eine entsprechende Resolution wurde angenommen.-Zu Delegierten wurden die Genossen Kahmann, Schulze Coffebaude und nehmern neben dem Bureau der Kühnemänner und ähnlicher 17 Länder von diesseits und jenseits des Ozeans vertreten. Der Neuhäuser-Löbtau durch Urabstimmung gewählt. gearteten Institutionen jeder Nachweis willkommen und internationalen Transportarbeiterföderation gehören jetzt 44 Orga feiner willkommener als ein solcher, der ihnen nicht nur nisationen mit 496 000 Mitgliedern an. Das Ziel der Föderation ist, wie alle Delegierten betonten, die Zusammenfassung aller Arbeiter, sondern auch Charaktere zu vermitteln versprach, wie Transportarbeiter auf Land und Meer. Die Föderation gibt ein Jm Karlsruher Volksfreund schreibt der Partei sie die Lebius und Beiersdorf erziehen. Aber trotz Korrespondenzblatt in englischer, französischer und deutscher sekretär Genosse Engler Starlruhe einen Artikel, der gegen die aller Versicherung der Untertänigkeit haben die Unternehmer Sprache heraus. Außerdem werden bei Vorkommnissen, die ein neuerlich im Vorwärts" mitgeteilte Resolution der Genossen von in ihrem sicheren Klasseninstinkt alle von immer wie schnelles Eingreifen erfordern, Zirkulare in 6 Sprachen versandt. Leipzig- Land polemisiert und schließt: Die Konferenz der Eisenbahner befaßte fich namentlich mit Unterwerfen tönnen wir uns aber auch nicht, wenn wir uns nicht als einen Notbehelf angesehen, den man sich neben Organisationsfragen. Auch hier wurde fast allgemein die Ansicht gesinnten Arbeitern mitverwalteten Arbeitsnachweise nur felbst aufgeben wollen. Es gilt also im äußersten Falle zu erklären, bertreten, daß alle Gruppen der Eisenbahner in einer straffen daß wir uns in Fragen, welche nach unseren örtlichen Ver- den eigenen Maßregelungsbureaus unter Umständen ge- Bentralisation zu vereinigen seien, nur die Franzosen traten auch Der Zwist der hältnissen beurteilt werden müssen, dem Mehrheitswillen nur in- fallen ließ, denen man aber nie traute. soweit unterwerfen, als davon die Gesamtpartei berührt wird. Im Gelben um die Unternehmerfutterkrippe fördert so viel Unrat übrigen werden sich die norddeutschen Genossen daran gewöhnen zutage, den Menschen mit einigem Reinlichkeitsgefühl meiden, müssen, uns so viel Urteilstraft zuzutrauen, daß wir das Richtige daß Lebius und Beiersdorf, daß die abhängigen und treffen. Die Genoffen können unbesorgt sein, wir werden keine flein die abgehängten Gelben dabei kaum auf ihre Rechnung bürgerliche, sondern stets Arbeiterpolitik treiben. wurde von der Konferenz abgelehnt. Als Delegierter zum nehmern allemal verdächtig sein, selbst wenn man bei dem guten Verhältnis zwischen Polizei und Unter" Auch eine Drohnote. = Aus Induftrie und Handel. Die Welternte des Jahres 1908. kommen werden. Den einen Lebius fonnte sich das Unternehmertum Teisten. Bebius und Beiersdorf zusammen belasten das gelbe Konto zu stark! Berlin und Umgegend. für den föderativen Charakter ein. Bei den Seeleuten fam es zu scharfen Auseinandersehungen wegen der Stellungnahme zu der Beschäftigung von Farbigen ( Neger und Asiaten) auf den Schiffen. Müller( Vorsitzender des deutschen Seemannverbandes) beantwortete die Frage, ob man die Farbigen von europäischen Schiffen ausschließen dürfe, mit nein. Erstens verbiete das die Stuttgarter Resolution und wider spreche auch unseren Anschauungen über die soziale Entwidelung. Dagegen müsse verlangt werden, daß alle auf einem Schiffe Beschäftigten die Kommandosprache verstehen und daß jene nicht billiger arbeiten. Außerdem müsse man bestrebt sein, auch die Farbigen zur Organisation heranzuziehen, so schwer dies auch sein möge. Der amerikanische Delegierte wendete sich gegen diese Auffaffung. In Amerika bereite es teine Schwierigkeiten, die Neger zur Organisation heranzuziehen, aber man wolle sie nicht, und gegen die Einwanderung der Asiaten würden sich die amerikanischen Arbeiter noch lange wehren. Die Differenz in politischer, sozialer und moralischer Beziehung zwischen den Weißen und den Asiaten sei so groß, daß gegenüber dieser Situation alle Dogmen schweigen müßten. Schließlich wurde die von Müller vorgelegte Resolution einstimmig angenommen. Das ungarische Ackerbauministerium veröffentlicht eine Schätzung des Welternteertrages für das laufende Jahr. Danach beträgt das Die streikenden Rohrleger und Helfer tamen in Massen zu der Gesamtergebnis der Welternte an Weizen 845,75 Millionen Doppel- Versammlung am Dienstagmorgen im Gewerkschaftshause. Der gentner( gegen 851,98 des tatsächlichen verjährigen Ertrages), große Saal bot nicht Raum genug, um die Andrängenden Roggen 395,66( 429,02), Gerste 343,15( 322,04), Hafer 598,50( 548,54) zu fassen. Otto Handte forderte die Anwesenden auf, sich in und Mais 973; 20( 905,79). Die aus dem Vorjahre vorhandenen Streifende und Arbeitslose zu sondern, um feinen Zweifel an der Vorräte werden beziffert für Weizen auf 42,70, für Roggen Vollgültigkeit der Beschlüsse, die die Streifenden allein zu fassen auf 14,88, für Gerfte auf 9,28, für Hafer auf 15,88, für Mais auf haben, Raum zu geben. Etwa hundert Arbeitslose nahmen auf der 7,07 Millionen Doppelzentner. Es zeigt sich ein Bedarf für 1908/09 Galerie Platz. Handke stellte fest, daß der zahlreiche Besuch dieser an Weizen von 884,25, an Roggen von 423,02, an Gerste von Versammlung wie noch andere Anzeichen deutlich beweisen, daß die 322,65, an Hafer von 554,53, au Mais von 953,26 Millionen übergroße. Mehrzahl der Berliner Rohrleger und Helfer von dem Tarif Im Plenum des Kongresses tam am letzten Tage auch ein Ver. Doppelzentnerit. der Unternehmer nichts wissen will. In der Versammlung bei Steller treter der Eisenbahner von Konstantinopel zum Wort. Er bes Von den exportierenden Staaten wird das Ernteergebnis wie am Sonntag waren höchstens 650 Personen anwesend, darunter richtete, daß jetzt zwei Eisenbahnerstreiks stattfinden, die ersten, bei folgt berechnet: Für die Vereinigten Staaten an Weizen auf 185, biele, die nicht dahin gehörten; ferner geschah dort die Abstimmung denen man die Urheber nicht in den Bosporus taucht. In bezug an Mais auf 690, an Hafer auf 160 Millionen Doppelzentner, für öffentlich, so daß mancher sich mitreißen ließ, für eine Sache zu auf die Anwendung der Kampfesmittel wird den einzelnen LänRußland einschließlich Asien an Weizen auf 135, an Roggen stimmen, die er bei näherer Ueberlegung nicht gutheißen konnte. dern freie Hand gelassen. In der betreffenden Resolution wird auf 177,50, an Hafer auf 163 Millionen Doppelzentner, für Ungarn 17 Firmen mit zusammen 105 Arbeitern haben die Forderungen der angeraten, nur dann in eine Bewegung einzutreten, wenn die volle an Weizen auf 42,86, an Roggen auf 12,96, an Gerste auf 12,77, Organisation anerkannt. Mehrere Unternehmer haben telephonisch Sympathie der Bevölkerung den Eisenbahnern sicher ist. Der an Hafer auf 10,80, an Mais auf 42,87 Millionen Doppelzentner. angefragt, ob man nicht damit zufrieden wäre, wenn sie den alten Zentralrat, dessen Sib wieder nach Hamburg kommt, wird beaufDer Bericht schäßt das Erträgnis Deutschlands an Weizen auf 37, Tarif weiter zahlen. Ihnen wurde erwidert, daß man nach den tragt, Erhebungen über die wirtschaftliche Lage der Eisenbahner in an Roggen auf 92,25, an Gerste auf 28,50, an Hafer auf 70 Millionen Verbandsbeschlüssen damit nicht zufrieden sein könne. Handfe legte allen Ländern anzustellen. Ein weiterer Punkt der Tagesordnung Doppelzentner gegen 62 bezw. 102,50 bezi. 51 bezw. 83,50 Millionen der Versammlung einen Beschluß der Vertrauensmännerfizung vor, beschäftigt sich mit den Plänen, welche die international bereinigten Doppelzentner Ertrag im Vorjahre. der dahin geht, daß nirgends gearbeitet werden Reeder verfolgen und die bekanntlich darauf hinauslaufen, die darf, wo der neue Tarif nicht anerkannt ist. Dazu Organisation der seemännischen Arbeiter zu vernichten. Die hierzu gab die Versammlung ihre volle Zustimmung. Von den angenommene Resolution besagt, daß alle Maßnahmen der Reeder wird erwartet, daß sie Die Kölnische Zeitung" schreibt: Wie bekannt, sind seit einigen anderen Arbeitern in den Betrieben klärung und Erziehung der Arbeiter zu betreiben, damit es den Monaten durch einen Ausschuß, dem Vertreter der bestehenden vier jede Streitarbeit ohne weiteres ablehnen. Vom" Freien Verband genau verfolgt werden müssen, ferner sei mit aller Energie die AufRoheisensyndikate angehören, Verhandlungen zwecks Bildung der Metallarbeiter Deutschlands" meldeten sich zwei Vertreter, die Unternehmern unmöglich wird, Streifbrecher zu bekommen. Nach eines allgemeinen deutschen Roheisensynditats im Gange, die erflärten, daß sich der Verband der Streitbewegung anschließe, dem noch verschiedene Beschlüsse bezüglich der Organisation gefaßt zu einer Verständigung über den Vertragsentwurf bereits sie verlangten Vertretung in den Bertrauensmännerfizungen, die und der Genosse Jöcha de wiederum zum geschäftsführenden Vorgeführt haben. In der letzten im Juli abgehaltenen Sigung auch sofort gewährt wurde. Handke gab nun eine Reihe von An- fizenden des Zentralrats gewählt war, wurde der Kongreß gea beschloß der Ausschuß, diesen Entwurf den sich bisher weisungen über das Verhalten der Streikenden in den nächsten schlossen. ablehnend verhaltenden Hochöfentverken zur Kenntnis zu unterbreiten Tagen. Die nächste Versammlung findet am Freitagvormittag im und von deren Teilnahme die Weiterführung der Verhandlungen Gewerkschaftshause statt. abhängig zu machen. Das Eisenwert Kraft- Krazzwick hat die Teilnahme ani 29. August abgelehnt. Jufolge dessen hat der Ausschuß feine Tätigkeit eingestellt und damit dürfte auch der Weiterbestand des am Jahresende ablaufenden Syndikats unmöglich geworden sein. Allgemeines dentsches Roheisensyndikat. Gewerkschaftliches. Die würdige Abhängigkeit. Herr Lebius fleht die Unternehmer an, seiner über Beiersdorf nicht zu vergessen. Während seine plumperen Gegner sich in aller Deffentlichkeit an ihm reiben, diskreditiert er die gelbe Arbeiterbewegung bei den Unternehmern in aller Heimlichkeit durch folgendes Zirkular: Der Bund, Drgan für die gemeinsamen Interessen der Arbeiter und Arbeitgeber. Charlottenburg- Berlin, den 24. August 1908. Mommsenstr. 47. Herrn Fabrikbefizer Eine Anzahl Mitglieder des Allgemeinen Metallarbeiter Letzte Nachrichten und Depeschen. berbandes haben erklärt, Streitbrecher werden sie auf keinen Fall, das widerspricht ihren Ehrbegriffen als organisierte Arbeiter. Eine Nachricht von Sven Hedin. Die Vertrauensmänner haben sich bereits mit den sich daraus ergebenden Fragen beschäftigt und verlangen von jenen Kollegen, Stockholm, 31. August.( W. T. B.) Die Eltern Sven Hedins die die Arbeit entgegen dem Beschluß ihrer Organisation nieder- erhielten heute abend von dem Privatsekretär des Bizekönigs von legen, daß sie mit dem Allgemeinen Metallarbeiterverband brechen. Indien folgendes Telegramm aus Simla: Sven Hedin nach Es steht ihnen frei, wo sie sich anschließen wollen, aber wenn sie anstrengender erfolgreicher Reise bei guter Gesundheit. Die Ans mit den Streifenden gleichberechtigt in Reih und Glied treten wollen, tunft in Simla erfolgt anfangs September. müssen sie jenem Verbande den Rücken kehren. Die Berliner„ Volts- Zeitung", das Organ des Wiesenthalschen allgemeinen Metallarbeiter Verbandes, bringt einen Bericht, nach dem in der Versammlung im Gewerkschaftshause nur etwa 500 Personen" anwesend gewesen wären. Der Berichterstatter der„ BoltsBeitung" muß durch einen umgefehrten Opernguder gesehen haben. Es waren in der Versammlung 1400 Personen, darunter nur etwa 100 Arbeitslose anwesend. Die Unternehmer, die am Donnerstag einen Vertrag mit der Wiesenthalschen Organisation abschließen wollen, sichern sich also dadurch kaum Arbeitswillige in genügender Anzahl. Der Streik der Speditionsarbeiter Der endesunterzeichnete Bundesvorstand erlaubt sich, Sie ergebenst davon zu benachrichtigen, daß er leider gezwungen war, ist nicht zustande gekommen, da für denselben nicht eine dem feinen bisherigen Arbeitsnachweissekretär Beiersdorf zu entlassen, Statut des Transportarbeiterverbandes entsprechende Zahl von weil er das in ihn gesezte Bertrauen gröblich mißbraucht hatte. Stimmen abgegeben wurde. In der Nacht vom Montag zum Anläßlich einer ernsten Auseinanderseßung mit Beiersdorf, der Tienstag tagte in Kellers Neuer Philharmonie" die entscheidende ohne unser Wissen für vierhundert Mart Drucksachen ge- Versammlung. tauft hatte, tamen wir zufällig dahinter, daß Beiersdorf Hempel eröffnet diefe um 11 Uhr. Er teilt namens des und der Werkzeugmacher Ernst Schmidt hinter unferem Rüden Bentralvorstandes niit, daß der Zentralvorstand beschlossen habe, fieberhaft tätig waren, um eine den Werkvereinen feindlich ge- von der Bestimmung des Statuts, wonach zu einem Streik die Zufinnte zentralistische Arbeiterbewegung ins Leben zu rufen. Nach stimmung von% aller in den mit Streit zu belegenden Betrieben der eigenen Angabe von Beiersdorf soll feine neue Arbeiter- Beschäftigten erforderlich ist, eine Ausnahme zu machen und be bewegung von dem unwürdigen Abhängigkeitsverhältnis von den reit sei, den Streit zu fanttionieren, wenn% der in der heutigen Arbeitgebern, in dem sich angeblich die gelben Werkvereine be- Versammlung Anwesenden für den Streit stimmen würden. finden, befreit werden. Nach Beiersdorf sollen die Interessen der Auf Antrag wird das Protokoll der zwischen Vertretern der Gelben von ihren Führern bisher mit Füßen getreten worden Unternehmer und Arbeiter am 27. August stattgefundenen Berfein, und er will nun dafür sorgen, daß seine Anhänger nicht handlung verlejen, aus dem sich ergibt, daß die Bertreter der Armehr für Schmalzstullen arbeiten. Er rühmt sich, daß man ihm beiter alles versucht haben, um noch mehr Zugeständnisse für die im Polizeipräsidium gratuliert habe, daß er endlich die Arbeiter herauszuschlagen, daß es jedoch nicht möglich war, die gelbe Arbeiterbewegung aus ihrem Abhängigkeitsverhältnis von den Unternehmer zu weiteren als den gemachten Zugeständnissen zu Arbeitgebern erlöse. bewegen. Da es nicht im Interesse der Industrie liegt, daß unsere junge Hierauf trat die Versammlung in die Diskussion ein. Die gelbe Arbeiterbewegung durch ehrgeizige und disziplinlose Führer Mehrzahl der Redner sprach sich für den Streit aus. Die Minderzersplittert wird, so bitten wir Sie ergebenst, den Arbeitsnachweisheit machte besonders darauf aufmerksam, daß heute schon ein des Herrn Beiersdorf nicht zu benußen, zumal sich Beiersdorf großer Teil der in Betracht kommenden Arbeiter wankelmütig sei, durch Erhebung einer Vermittelungsgebühr von 50 P. von jedem und daß es bei der ungünstigen Konjunktur sehr wahrscheinlich Arbeitslosen eine ergiebige Einnahmequelle zu verschaffen sucht. sei, daß der Streif verloren gehen werde. Wir bemerken, daß unser Arbeitsnachweis nach wie vor bis zum 1. Oktober fich Chauffeestr. 9 befindet. Gleichzeitig möchten wir dagegen protestieren, daß unsere gelben Werkvereine sich in einem unwürdigen Abhängigkeitsverhältnis zu den Arbeitgebern befinden. Abhängig ist jeder Mensch und die sich unabhängig dünkenden Fanatifer sind abhängig von ihren demagogischen Schlagworten und Führern. Mit vorzüglicher Hochachtung N. Lebius. Der Vorsitzende des Gelben Arbeitsbundes( Siz Berlin) Berantw. Redakteur: Hans Weber, Berlin. Inseratenteil verantw.: Gerüsteinsturz. Duisburg, 1. Sept.( B. H.) Bei der Montierung eines elet trischen Kranes auf der Friedrich- Alfred- Hütte in Rheinhausen stürzte ein Gerüst zusammen. Drei Arbeiter fielen in den Hafen, wobei zwei ertranten. Großfeuer. Serajewo, 1. September.( W. T. B.) Bei einer großen Feuersbrunst wurden fünf Wohnhäuser und mehrere Nebengebäude eingeäschert. Vier Personen sind dabei tödlich verunglückt; mehrere arbeiten Berletzungen. Die Entstehungsursache des Brandes ist Feuerwehrleute und Polizeibeamte erlitten bei den Rettungsnoch unbekannt. Zwei Touristen abgestürzt. Innsbrud, 1. September.( B. 5.) Von der Benediktinerwand find bie beiden Münchener Geschäftsleute Die 31 und Goebel abgestürzt und fofort tot geblieben. Unwetter im Kanal. London, 1. September.. T. B.) Heftige Regenstürme wüteten gestern nacht und heute morgen in England. Ga sind viele Meldungen über Kleinere Schiffsunfälle ingelaufen. Telegraphenlinien find unterbrochen. Die Kanaldampfer bera schoben ihre Abfahrt. Der Dampfer" Queen", der nachts in Portsmouth eintreffen sollte, war zwölf Stunden überfällig, was große Beunruhigung hervortief und beranlaßte, daß mehrere Schiffe zur Hilfeleistung ausgesandt wurden. Inzwischen hat der Dampfer seine Passagiere gelandet. Die Ausmiftung des Augiasftalles. Konstantinopel, 1. September.( B. H.) General Ahmod. Afif Pascha, ehemaliger Chef der Intendanz des Kriegsministeriums, wurde verhaftet und eine Untersuchung wegen Vera untreuungen gegen ihn eingeleitet. Konstantinopel,.1. September.( B. H.) Die Untersuchung gegen den ehemaligen Marineminister Nahmi Bascha hat begonnen. In seinem Schlußwort vertrat Hempel nochmals den Standpunkt des Zentralvorstandes. Von den in Frage kommenden 1563 Beschäftigten waren nur 961 anwesend. Die Abstimmung ergab folgendes Resultat: Es gaben ihre Stimme ab 832, davon für den Streif 503, gegen den Streit 203, ungültig waren 126 Stimmen. Neun Gefangene erschossen. Damit war der Streit abgelehnt und die Zugeständnisse der Unternehmer angenommen. Es hatten sich nur ½ der in Frage kom- Konstantinopel, 1. September.( B. H.) Bei der Verhinderung, menden Arbeiter für den Streik erklärt. Nach den Statuten hätten eines Fluchtversuche von Gefangenen im Gefängnis von Sparta über 1200 für den Streit stimmen müssen, wenn dieser erklärt( Vilajet Konia) wurden von dem intervenierenden Militär 9 Ge werden sollte. Aber auch nach dem Beschluß des Zentralvorstandes, I fangene erschossen und 5 verwundet. Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsbl. Br. 205. 25. Jahrgang 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. two, 2. September 1908. Verbandstag des Zentralverbandes der Maurer. Hannover, 31. August, 1. Verhandlungstag. Das Wort nimmt alsdann Bömelburg zur Erstattung des Vorstandsberichtes. ein, dabei mitteilend, daß die Kosten dafür in Zukunft auf die Verbandskasse übernommen würden. In bezug auf die Parteischule Mittwoch, Soziales. Nachdem die Wahlen der 15gliedrigen Statutenberatungskom mission und der Beschwerdekommission noch erledigt sind, wird die weitere Sigung auf Nachmittag vertagt. In der Nachmittagssigung erstattet a ese- Berlin den Be habe die Generalfommission mit dem Parteivorstande die Verein richt der Mandatsprüfungskommission. Danach find barung getroffen, daß 10 Stellen an der Parteischule Mitgliedern 252 Delegierte anwesend, die 206 Wahlabteilungen vertreten, ferner der Gewerkschaften vorbehalten werden. Der Vorstand bitte um 22 Gauvorfißende. Alsdann beginnt die Diskussion über die Silberschmidt- Berlin als Vorsitzender teilt zunächst mit, die Ermächtigung, in den nächsten Jahren je nach Lage der Ver- in der Vormittagssigung erstatteten Berichte mit den dazu vordaß auch diezmal wieder die Bruderorganisationen des Auslandes hältnisse ein oder zwei Mitgliedern des Maurerverbandes die Mög- liegenden Anträgen, welche den ganzen Nachmittag in Anspruch vertreten sind. Erschienen sind Siegel- Wien und Achterlichkeit geben zu können, an dem Unterricht der Partei- nimmt. Des weiteren verteidigt der Redner berg- Amsterdam von den dortigen Organisationen; angemeldet schule teilzunehmen. find außerdem Vertreter aus der Schweiz, Italien, Ungarn, Däne- die vom vorigen Verbandstage beschlossene Gehaltsstala für die mark und Norwegen. Den erschienenen ausländischen Vertretern Verbandsangestellten gegenüber mehrfacher Kritik. Die verbandsentbietet Silberschmidt den Gruß des Verbandstages, ebenso den seitige Festsetzung dieser Gehaltsstala sei ein großer Segen für den Verband, denn dadurch sei der ekelhafte Streit darüber aus den beiden Vertretern des Bauhilfsarbeiterverbandes. Die Geldsucht der Innungsmeister und die Geldnot der InnungsZweigvereinen herausgenommen, wo oft aus rein persönlichen Mofrankenkasse! tiven in bezug auf die Angestellten und deren Gehälter an die In einer überaus start besuchten Generalversammlung der Massen appelliert sei. Nicht zustimmen fönne er dagegen der For derung, mit den Angestellten Verträge abzuschließen. Die Gewert- Tischler- Innungstrantentasse Berlins nahmen am Er weist auf den seit dem letzten Verbandstage erfolgten Ueber- schaftsangestellten seien nicht mit den Staats- und Kommunal- Montag die Delegierten Stellung zur Erhöhung der Beiträge sowie tritt der Freien Vereinigung hin und begrüßt deren Mitglieder, beamten usw. auf gleiche Stufe zu stellen, dürften ihre Anstellung zu dem in der Sonntagsnummer des Vorwärts" veröffentlichten die zum ersten Male am Verbandstag teinehmen. Er hofft, daß nicht lediglich als eine gesicherte Brotstelle ansehen und nicht fragen, Schreiben des Innungsvorstandes an den Vorstand der Innungs fie daraus die Ueberzeugung mitnehmen, daß fie früher den Ben- ob ihre Arbeitszeit genau innegehalten oder, wenn sie, weil feine frankenkasse. tralverband zu Unrecht bekämpft haben. Lömelburg widerlegt Arbeit mehr für sie vorhanden ist, entlassen würden, die Bestim- Der Vorsitzende der Kaffe, Güth, gab an der Hand eines dann die Gründe, mit denen von mehreren Seiten die gegen- mungen des Handelsgesetzbuches nicht verletzt seien. Die Gewerk- reichhaltigen Aftenmaterials in ruhiger, fachlicher Darstellung einen wärtige Abhaltung eines Verbandstages bekämpft sei, und zwar schaftsangestellten müßten mit ihrer ganzen Person im Dienste übersichtlichen Bericht über die Verhältnisse der Kasse. Der Redner merkwürdigerweise gerade von jenen, die mit den Maßnahmen des der Sache stehen. Die Agitation müsse angesichts der rück- führte aus: Was den Ton des Schreibens anbetrifft, ist der VorVorstandes in den letzten Jahren nicht einverstanden seien. Der läufigen Mitgliederbewegung und der wirtschaftlichen Verhältnisse stand der Meinung, daß man von Leuten, die bessere umgangs Verbandstag rechtfertige sich aus den Verhältnissen, den drohenden und angesichts des Umstandes, daß dem Verbande schwere Beiten formen nicht kennen, nichts anderes verlangen kann. Früher als wir Erwartungen kommender Kämpfe im Jahre 1910. In seiner Be- bevorstehen, in der nächsten Zeit viel ernster und intensiver betrieben erwartet, muß der Vorstand an die Generalversammlung herantreten richterstattung bezieht Bömelburg sich auf den gedruckt vorliegenden werden. Man müsse wieder in die Wohnungen der Kollegen hinein zwecks Erhöhung der Beiträge. Die Erwartungen, die sich an die Bericht für das Jahr 1907, dabei besonders den großen Rüdgang gehen und sich nicht darauf beschränken, ihnen ein Flugblatt durch erhöhten Beiträge knüpften, haben sich nicht erfüllt, weil sie zu spät der Mitgliederzahl hervorhebend. Dieser Rückgang habe auch im die Türspalte zu stecken. Wenn das geschehe und jeder an der Agi- genehmigt wurden. Auch die Hoffnung auf eine Besserung der Jahre 1908 angehalten. Das 1. Quartal 1908 weise gegenüber tation mitwirte, werde der Rückgang schon in diesem Jahre aufhören Geschäftslage hat sich nicht erfüllt. Die Kasse hat zurzeit dem 1. Quartal 1907 ein Minus von 10 385 auf, und das 2. Quar- und es im nächsten Jahre wieder vorwärts gehen. Wenn die ge- ein Vermögen von 125 000 m. in Wertpapieren. An Darlehen tal 1908 gegenüber dem 2. Quartal 1907 ein Minus von 21 995. werkschaftliche Organisation ihre Aufgabe erfüllen solle, dann sei sind entnommen 50 000 M., die Kasse besitzt demnach noch 75000 M. Die Ursachen des Rückgangs liegen zum Teil in der Erhebung es notwendig, daß die Mitglieder genau über das Wesen unseres Redner gibt in Zahlen die Unkosten und Ausgaben der Kasse an. des Extrabeitrages und den Lohnbewegungen, in der Hauptsache modernen privatkapitalistischen Wirtschaftssystems unterrichtet seien. Danach bleiben dieser noch 23 000 M. Welche Ursachen find es nun, aber in der gegenwärtigen wirtschaftlichen Krisis mit ihrer großen Dem solle eine Broschüre dienen, die der Vorstand im nächsten Jahre die die Kaffe so ungünstig belasten? In erster Linie die schlechte Arbeitslosigkeit im Baugewerbe speziell in den großen Orten, wo herausgeben werde. Ebenso sei eine statistische Erhebung der Lohn- Geschäftslage. Durch die Arbeitslosigkeit ist ein Teil der Mitdie Zahl der beschäftigten Personen stetig gesunken sei, während und Arbeitsverhältnisse veranstaltet, deren Ergebnisse demnächst glieder dazu übergegangen, ihre Leiden auszuheilen, sich austurieren in den kleineren Orten bis 10 000 Einwohner die Zahl der be- veröffentlicht werden würden. Schon jetzt lasse diese Statistik die zu lassen, während sie in der günstigen Konjunktur die sich zeigenden schäftigten Personen seit 1905 gestiegen sei und im gleichen Maße Wirkungen der Krisis, zugleich aber auch den Wert der Organi- Strankheitssymptome weniger beachten. Auch machen diese sich in der auch die Organisation sich entwickelt habe. In den Großstädten fation in solchen erkennen. Von 1183 Lohngebieten sei nur in 140 guten Zeit weniger bemerkbar, da die bessere Lebensweise dem habe die Arbeitslosigkeit viele Mitglieder dem Verbande den Rüden eine Lohnreduzierung von durchschnittlich 1,84 Proz. eingetreten, törper die nötigen Kräfte verleiht, in der Krise aber die Folgen der tehren lassen, andere feien auch in andere Berufe mit befferer barunter 46 Bezirke, in denen keine Organisation bestehe. Dem- Unterernährung sich in ihrem ganzen Umfange zeigen. Arbeitsgelegenheit und damit teilweise auch in andere Verbände gegenüber sei seit 1907 in 736 Lohngebieten mit rund 800 000 Sol die soziale Rückständigkeit der Arbeitgeber trägt ihr gut Teil dazu übergetreten. Andererseits sei zu beklagen, daß diejenigen Mit- legen eine Lohnerhöhung von durchschnittlich 2½ Pf. pro Stunde zu bei, günstige Verhältnisse in der Kaffe nicht aufkommen zu glieder, die infolge der Arbeitslosigkeit von den großen Städten berzeichnen. Bei der wirtschaftlichen Krisis von 1900-1902, die laffen, so der stete und hartnäckige Widerstand derselben gegen jedwede aufs Land zurüdivanderten, hier sich nicht der Organisation an- nicht so schwer wie die gegenwärtige gewesen sei, sei in in 200 Lohn- Beitragserhöhung. Die durchschnittliche Zahl der männlichen schlössen. Das beweise, daß sie noch nicht das nötige Klassenbewußt- gebieten mit rund 40 000 Maurern eine Lohnreduzierung von zahlenden Mitglieder von 1904-1907 betrug 19 484. Hiervon find fein hätten. Sobald die wirtschaftliche Krisis und damit auch die 1% Pf. eingetreten, in 352 Lohngebieten mit 44 000 Maurern eine 1800 Lehrlinge. Wäre der vom Vorstand beantragte Beitrag von Arbeitslosigkeit überwunden sei, sei bestimmt auch ein Wieder- solche von 2½ Pf. Rund 30 Proz. der Maurer seien damals von 75 Pf. angenommen worden, so hätte dieser Beitrag bis zu der Zeit, anwachsen der Organisation zu erwarten. Die Wirkungen der den Lohnreduzierungen getroffen. Die feit 1900 wesentlich ge- wo er beschlossen wurde, 1907, folgendes Resultat ergeben: Krisis äußern sich augenfällig auch in den Summen der gezahlten wachsene und gestärkte Organisation habe also in der gegenwärtigen 3 218 488 Beiträge a 9 Pf.= 289 663,92 Unterstübungen; z. B. sei die Reiseunterstüßung so hoch wie nie Zeit der schweren Krise sich in hervorragender Weise bewährt. 327 600 9 828,00 zubor, ebenso in jenen Unterstützungsfällen, die mit der Nachfrage Bömelburg geht dann noch auf einige innerorganisatorische Fragen 299 491,92 nach Arbeitskräften schwanken, wie der Gemaßregeltenunter- in bezug auf die Abgrenzung der Gaue ein, ferner auf die Notstützung. Die gesamte Unterstübungssumme sei gegenwärtig weit wendigkeit der Schaffung eines Leitfadens für die VerwaltungsSelbst wenn der Vermittelungsvorschlag von 72 Pf. angenommen über 100 Proz. höher als in früheren Perioden. Was die beamten und auf sonstige verwaltungstechnische Fragen, die nicht worden wäre, hätte derselbe noch eine Mehreinnahme von Finanzlage betrifft, so könne man darauf mit Befriedigung allgemein interessieren. Zum Schluß bemerkt Bömelburg, daß er 199 661,28 M. ergeben. Ein großer Teil der Arbeitgeber zahlen die bliden. Das Vermögen betrage zurzeit 3 744 822,84 M., das sind davon absehe, wie wohl am Schlusse die Referenten in solchem Falle Beiträge nicht. Mindestens 3000 Zahlungsaufforderungen mußten zirka 300 000 M. mehr als am Schlusse des Vorjahres. Gegenüber zu tun pflegen, um Rüdsicht" oder„ wohlwollende Kritik" zu bitten. an Meister zugestellt werden, gerade zweimal so viel wie 1905. der gleichen Zeit des Jahres 1907 betrage die Steigerung der Zu- Das könne mißverstanden werden. Er fordere im Gegenteil, daß Redner weist zahlengemäß an der Hand des Attenmaterials nach, nahme über 100 Proz. Vom 23. August 1906 bis Ende 1906 hätten ein jeder, der der Meinung sei, daß der Vorstand seine Pflicht nicht wieviel Exekutionen vollzogen werden mußten und wieviel davon 700 000 M. als Vermögen angelegt werden können. Das gleiche getan oder die Intereffen des Verbandes geschädigt habe, hier seine fruchtlos verliefen. In den Jahren 1903-1906 mußten fei zu erwarten für dieses Jahr. Er hoffe, daß es mit einem Ver- Kritik frei und offen vorbringe. Das sei notwendig im Intereſſe 24 582,86 M. niedergeschlagen werden. mögen von 4% Millionen Mart abschließen werde. Zu diesem des Verbandes. Daheim aber solle man dann nicht mehr nörgeln, Wenn in geradezu hinterlistiger und hämischer Weise in dem Verbandsbergen tomme noch das Vermögen der Gau- und sondern jeder an seinem Plaze mit aller Energie für den Verband Artikel der Fachzeitung" die Mitglieder beschuldigt werden, daß, Lokaltassen, s baß die Organisation dann über ein Vermögen von eintreten. wenn sie arbeitslos sind, sie sich krank melden, um der Drganisation 6 Millionen Mark verfügen werde. Angesichts dieser Verhältnisse Dem Bömelburgschen Bericht schließen sich an der des Kassierers die Unterstützung zu ersparen, so ist auch dies zahlenmäßig als eine sei der Vorstand der Meinung, daß trok der für 1910 drohenden Röster und der Kochs im Namen der Revisoren, die sich auf fauftdicke Lüge nachzuweisen. Uebrigens waren stets zwei ständige Stämpfe mit dem Unternehmertum von der Erhebung eines Ertra- ihren gedruckt vorliegenden Bericht beziehen und wesentlich anderes Kontrolleure und zeitweise noch zwei Hilfskontrolleure tätig. Was be beitrages im nächsten Jahre werde abgesehen werden können. nicht vorbringen. Die Revisoren beantragen für den Vorstand Ent- züglich der Faulkranken" gesagt werde, stimmt nicht, wohl aber ist In der Zahlung des lekten Extrabeitrages herrsche teilweise eine lastungserteilung. Der Ausschußbericht, den Daehne erstattet, es Tatsache, daß beim Nachlassen der guten Konjunktur ftets die große Lauheit, die entschieden verschwinden müsse, sonst sehe sich liegt gleichfalls gedruckt vor. Redner erörtert nur noch einige Be- schwächlichsten und gebrechlichsten Arbeiter zuerst entlassen werden. der Verband vor die Notwendigkeit gestellt, wenn die Zukunft schwerden und deren Erledigung. Ebenso bezieht sich Bae plow Vor Jahresschluß 1907 forderte noch die Fachzeitung" der Meister, größere Ausgaben erfordere, die mit der regelmäßigen Einnahme in seinem Bericht über das Verbandsorgan, den„ Grundstein", auf wohl auf Eingebung des Herrn Sahardt, auf, auf keinen Fall nicht zu bestreiten seien, von der Erhebung von Extrabeiträgen den gedruckten Bericht, sich auf die Darlegung allgemeiner Natur Arbeitszeiteinschränkung vorzunehmen, sondern recht viel Arbeiter zu abzusehen und andere Mittel in Erwägung zu ziehen. Bömel über die Verhältnisse in der Druckerei, Expedition und Redaktion entlassen, was an Brutalität und Rücksichtslosigkeit alles bisher turg geht dann kurz auf die gewerkschaftlichen Unterrichtskurse des„ Grundstein" beschränken, die ein weiteres Interesse nicht haben. Dagewesene weit übertrifft und gewiß nicht dazu beiträgt, die Kleines feuilleton. " 811 Humor und Satire. wieder SP a 3 Notizen. Getauft in Frankfurth Goethe, der HochEdelgebohrene und Hochgelahrte Freytags, den 29. ds. Aber auch Seite 428. Herr Johann Castor: Jhro Königl. Kaiserl. Mayft. würkl. Rath und Beyder rechten Doft. allhier: dann S. T. Frau Catarina Elisabetha; dessen Eheconfortin geb: Tertorin, ein gestern Donnerstags Mitage Zwischen 12 und 1 Uhr gebohrenen Sohv und 1.tes Kind Johann Wolfgang" der hierzu erbetene Herr gebatter war der Frau Kindbetterin leibl. Vatter, der Wohlgebohrene Herr Herr Johann schaudernd ab, in so unmittelbarer Nähe der fremden Leichen ihre Nachtruhe und suchen eilten Der Wortlaut der Goethefchen Geburts. hinaus auf die Straße. Die Obdachhäuser wurden an- urkunde, die, wie wir kürzlich berichteten, einem Archivdieb zum gewiesen, Neuankömmlinge nach der Morgue zu schicken, Opfer gefallen ist, lautet: Ein Lob des Trinkwassers. Sehr viele Menschen trinken nicht und Eintrittsbilletts tamen zur Ausgabe. Aber die Billetts nur in dem Maße, das erforderlich wäre, um ihren Durst zu waren schnell vergriffen und da keine anderen zur Hand waren, stillen, sondern sie trinken, weil ihnen der Trant" schmedt". In mußte man sich entschließen, sie mit Frühstücdstarten zu ersetzen. dieser weitverbreiteten Gewohnheit liegt, wie der Lancet hervor Auf den Straßen vor den Nachtasylen sammeln sich die Männer und hebt, eine sehr allgemeine und nicht zu unterschäzende Gefahr. Sie Frauen, die ihr Billett zur Morgue abholen wollen, am Abend verführt nämlich leicht zu einem Uebermaß. Der Organismus ist drängen sie zu Hunderten in den weiten Saal, und in den Raum, nicht in allzugroßer Weise fähig, zu empfinden, was ihm wohltut wo sonst nur das Schweigen des Todes herrscht, hält dann das und was nicht. Bei der Aufnahme von Getränken ist biologisch die lebende Element seinen Einzug und kriecht schaudernd auf die rasch Stillung des Durstgefühls, der Maßstab für das Genug". Wer also aufgeschlagenen Pritschen oder die eisernen Lagergestelle, die noch dem Geschmackssinn zu Liebe trinkt, wird sehr leicht über das Ziel an ihre frühere Bestimmung erinnern. Es sind fast alles Leute, die hinausschießen und damit den physiologischen Mechanismus in un-| wochenlang unter feinem Dach geschlafen haben und nun nur durch natürlicher Weise beanspruchen. Diese Tatsache ist für einen großen den Witterungsumschlag veranlaßt wurden, die Hilfe der Behörden Teil der Fälle von Truntjucht und anderer gesundheitsschädlicher und die öffentliche Fürsorge in Anspruch zu nehmen. Dinge Haftbar. Ein durstiger Mensch, der seinen Durst nicht stillen kann, wenn sein Getränt nicht irgend ein geschmackreizendes Mittel enthält, hat bereits eine gesundheitsschädliche Gewohnheit angenommen, die man in sehr strengem Sinne als frankhafte Ges wohnheit bezeichnen fönnte. Der Alkohol des Weins und Biers, die Alkaloide des Kaffees und Tees, die Bestandteile des„ Bittern", die Kohlensäure im Sodawasser find alles Reizmittel und führen dem Drganismus Dinge zu, die über das durststillende Getränk hinausgehen. Sie löschen daher nicht den Durst in dem Sinne wie reines Wasser. Das gewöhnliche Trinkwasser kommt leider immer mehr in Verruf. Bazillenfurcht oder Angst vor„ Insekten" erzeugen den falschen Glauben, daß Zusehen von Spirituosen, Malz oder anderen Dingen das Wasser besser" mache; die Gefahr dieses Aberglaubens springt in die Augen, da sie es mit sich bringt, daß unter dem Antrieb großen Durstes ungeheure Mengen von Alkohol, Tee, Tannin, Kohlensäure und dergleichen Dinge mehr aufgenommen werden, die früher oder später ihre Folgen geltend machen und auf die Dauer den Drganismus in ernstlicher Weise angreifen. Es gibt natürlich Fälle, wo ein stimulierender Zusak aus medizinischen Gründen geboten ist, wenn es sich aber darum handelt, den Durst zu löschen, ist reines Wasser das gesündeste Getränk. Was Mecklenburg sagt. Der Kaiser von China erläßt ein Edikt, Das die Verfassung in Aussicht rückt! De Imitatschon ist flar zu merten Nach den Persern und nach den Tärken. Der Mann ist nicht überlegt genung, Sein Land ist viel zu jung zu jung! Wir warten damit Jahrtausende, eh' sich's Mal machen läßt im Lande Bräfigs. Den gottlosen Kaiser trifft Beching und Schwefel, Freche Uebereilung bleibi ein Frevel. Σία Und wenn ich ihm auch nichts Böses wünsch' Er ist einen leichtsinnigen jungen Minsch! leben wir auch in verrückten Zeiten, Wo sich die Epfidemien verbreiten, Wir lassen uns dadurch nicht verführen, Man soll nicht alles gleich imetieren! Wir bleiben abselut abfelut. Wir lachen und snacken, es geiht uns gut. Gottlieb! Da fannst du lange reden! Du dämlichen Kerl! Lat mi tofreden! ( Gottlieb im„ Tag".) Die Morgae als Nachtasyl. Aus New York wird be richtet: Die gewaltigen Stürme und Unwetter, die jetzt über die amerikanische Metropole hereingebrochen sind, haben die Obdachlosen, die während der heißen Sommermonate am Strande und im Freien forglos tampierten, in eine schlimme Lage gebracht; zu Hunderten strömen sie in die Stadt und suchen in den städtischen Obdachhäusern Unterkunft für die Nacht und Schuß gegen den wütenden Sturm. Die vorhandenen Räume vermochten den plöß wander ich nach Preußen aus." lichen Andrang nicht zu bewältigen. Hunderte mußten fortgeschicht wander' ich nach Preußen aus." werden und schließlich entschloß man sich, um die Bedauernswerten- abgelehnt. Wie können Sie so etwas sagen, die Ehen nicht in den Sturm und Regen hinauszuweisen, die Morgue zu werden doch im Himmel geschlossen." Natürlich, sonst könnte man öffnen. Im Nu war der zur Verfügung gestellte Saal bis zum doch hinterher nich aus den Wollen fallen." legten Binkel gefüllt. Nur wenige Abergläubische lehnten es Trost des Alttürfen. Wenn sie mir's zu bunt treiben, (. Simplicissimus") Wolfgang Textor, Hochansehnlicher Reichsgerichte Schultheis als wie auch Ihro Königl. Kaiserl. Mahft. würkl. Rath. Bücher buden auf Kirchweihen. Aehnlich den Vers suchen des Dürerbundes, auf der Leipziger Messe für die Feilhaltung billiger und guter Bilder zu sorgen, hat neuerdings auch der RheinMainische Verband für Volksbildung Verkaufsstellen für billige Bücher an kleineren Bahnstationen errichtet. Schon vor zwei Jahren erzielte dieser Verband, wie der Frtf. 8tg." geschrieben wird, mit der Aufstellung einer Bücherbude auf Kirchweihen einen relativ günstigen Erfolg. In den Buden waren die Hefte der Wiesbadener Boltsbücher und ähnlicher Sammlungen sowie auch billige Kunstwart Reproduktionen zu kaufen. Weingartner und die Generalintendantur der fgl., Schauspiele haben sich wieder vertragen. Als Sühne für feine Obstruktion wird der Dirigent eine größere Summe an die Drchesterwitwenfasse zahlen. " - Taglionis Ballett Sardanapal", das jetzt wieder aus der Versenkung hervorgeholt worden ist, wurde zum orstenmal am 24. April 1865 im Berliner Opernhause getanzt. Aus Brönlunds Tagebuch, eines der beiden Begleiter des Nordpolfahrers Mylins- Ericson, wird jegt der Inhalt der noch nicht bekannten Blätter mitgeteilt. Sie sind in grönländischer Sprache geschrieben und enthalten eine lange Reihe von Mitteilungen von Mai bis November 1907, aus denen hervorgeht, daß die Teilnehmer der Spezialegpedition monatelang Entsetzliches haben leiden müssen, daß sie aber bis zum letzten Atemzuge tie Helden gegen das Schicksal gekämpft haben. Bereits Mitte Mai ging ihnen der Proviant aus und auch Hundefutter war mur spärlich vorhanden. Die Schuhe waren vollständig abgenutzt, und man mußte auf dem scharfen Eis mit nackten Füßen gehen. Die Jagd gab mur wenig Eßbares, und die Hunde titten dermaßen Hunger, daß sie sich über das Wenige, das dann und wann beschafft werden konnte, wie wilde Bestien stürzten. Am 25. August heißt es: Wir haben keine Sträfte mehr und sind entsetzlich hungrig; ich machte einen Ausflug, tötete einen Hafen und verzehrte roh Leber und Herz." Staffe zu entlasten. Von einer nanspruchnahme der Kranten fondern auch moralisch minderwertige Elemente als Streitbrecher angelodt dem Bau zu entfernen. Der Verteidiger machte geltend, baß faffe, um die Verbandskasse zu schonen, kann deshalb keine Rede wurden.( Lebhafte Bustimmung.) Auch wenn die Arbeitgeber freiwillig nicht die Angeklagten, sondern jemand anderes auf fein, weil der Verband ja seine Strantenunterstützung ohnedies noch fontrollierten, fäme nichts heraus.( Burufe der Meister: 50 Broz. die Anklagebant gehöre. Es handele sich um den typischen auszahlt. verdienen wir dabei! Tosende Heiterkeit.) Wenn die Herren bei der Fall eines Berliner Bauschivindels, bei welchem lediglich die AnDer Staatsanwalt hielt die Die legte Erhöhung der Leistungen wurde beschlossen am Aufsichtsbehörde ebenso unflätig auftreten wie in dem Schreiben und geklagten die Leidtragenden wären. 23. Februar 1899. Die Dauer der Unterstüßung wurde von 26 auf wie hier, so wird diese sagen: die Arbeiter sind doch noch bessere Auflage aufrecht und beantragte givei beziehungsweise eine Woche 62 Wochen festgesetzt. In seinen weiteren Ausführungen stützt sich Leute. Gefängnis. Das Gericht folgte jedoch den Ausführungen des Verder Redner auf ein umfassendes Zahlenmaterial. Es sei zwar lang- Der Vorsitzende rügt diese Ausbrüde als umparlamentarisch. teidigers, der mitteilte, daß gegen die betreffende Firma sofort weilig, Bahlenreihen anzuhören, aber er könne dies nicht umgehen, Die Arbeitgeber verlassen bis auf wenige demonstrativ den Saal. Strafanzeige wegen Betruges erstattet werde und erkannte gegen alle da sonst doch eventuell der Vorwurf entstehen könnte, es sei alles Beim Hinausgehen konnte es sich Herr Platen nicht ver- drei Angeklagte auf Freisprechung. nicht wahr. Hiermit sei wohl der Beweis erbracht und sei es un fneifen, die Arbeitnehmer mit dem zärtlichen Rosenamen Hammelumstößlich festgestellt, daß die Anwürfe gegen die Kasse, wie sie das herde" zu belegen. erwähnte Schreiben enthält, jeder Berechtigung entbehren und von einer Verwahrlofung der Kasse anständigerweise nicht gesprochen werden könne.( Lebhafter Beifall.) " Der Antrag, den Beitrag in der höchsten Klaffe von 84 auf 96 f., das heißt auf 4 Broz. zu erhöhen, wird einstimmig von den Arbeitnehmern angenommen, 5 Meister stimmen mit Nein. Gerichts- Zeitung. Noble Baulöwen. Ein Roheitsatt führte den Bau führer Otto Lange wegen Beleidigung und Körperverlegung vor die Ferienstraffammer des Landgerichts I. Am Abend des 16. Februar ging eine Frau Lenz mit Obermeister R a hardt, der dann das Wort nahm, führt aus: ihrem fleinen Hündchen die galdensteinstraße entlang, ma ihren Er sei wohl infolge feiner langjährigen Tätigkeit in Strankenkassen Mann aus einem Restaurationslokale abzuholen. Zu gleicher Zeit befähigt, über Safienangelegenheiten zu urteilen. Bis zum Jahre tam der Angeklagte, ein älterer Mann, gleichfalls mit seinem Hunde 1900 wurden 45 Pfennig Beitrag gezahlt. Die Kasse unterstügte in dieselbe Straße. Die beiden Hunde gingen aufeinander los und 52 Wochen. Jetzt sind die Beiträge enorm gestiegen, und was leiste zauften und bissen sich herum. Dem Angeklagten schien bie Stasse heute mehr? Hier schieben alle sozialpolitischen Momente Welche schweren materiellen Schäden mitunter Bauhandwerker das Hundeduell riesigen Spaß zu machen, er hegte feinen auf das andere Tier los. Als aus; die Krankenkasse sei für wirklich Stranke da und nicht für Faul- durch das nicht ganz einwandfreie Geschäftsgebaren gewisser Bau- Hund immer von neuem frante. Es falle ihm nicht ein, die Mitglieder in ihren Bezügen zu unternehmer" erleiden, zeigte wieder einmal eine Verhandlung, Frau 2. dem Bauführer nahe legte, das Treiben einzustellen, fam fie fürzen. Heute würden aber die Krantentaffen ausgebeutet. Dagegen welche gestern die 1. Ferienftraflammer des Landgerichts III be- bei dem gebildeten Herrn schlecht an. Schimpfworte, wie" Triene" helfe nur eine gute Kontrolle. Die Arbeiter aber nennen dies| schäftigte. Wegen strafbaren Eigennuges und Sachbeschädigung und„ Töle" flogen an den Kopf der darob höchst erstaunten Frau 2. Spigelei, fagen, es sei für einen Arbeiter entwürdigend, wenn er waren angeklagt: der Architekt Wilhelm Rust, der Töpfermeister während der Angeklagte langfam seiner Wohnung zuging, holte feinen Kollegen bespigeln müsse. Da solle man doch die Kontrolle Wilhelm a ad und der Stuffateur Ewald 8 ündorf Eines Frau L. ihren Mann aus der Restauration und meldete ihm den ruhig den Arbeitgebern überlassen, sie würden diefelbe Tages im Januar d. J. ereignete fich vor dem Neubau Bornholmer Vorfall. Der Ehemann wollte zunächst von dem Angeklagten Rechengern( 1) übernehmen. Die Kasse sei zerrüttet, sie sei pleite. Und Straße 5 eine eigenartige Szene, die eine große Menschen- schaft für die feiner Frau angetane Schmach fordern, er besann wenn ein Kaufmann pleite ist und dennoch seine Ausgaben erhöht, ansammlung verursachte. Vor dem bereits bis zur Abnahme sich aber eines besseren und wollte, als er den Angeklagten vor fo ist das betrügerischer Bankrott. Wann werde die Beitrags- fertiggestellten Neubau fuhren am Nachmittage ettva 30 Wagen seinem Hause erreicht hatte, mit seiner Frau ruhig weiter erhöhung stets nötig? Regelmäßig nach Streifs oder Aussperrungen. vor und in furzer Zeit hatten eine Anzahl Arbeiter gehen, nachdem er dem Angeklagten sein Befremden über Verhalten ausgedrückt hatte. Er hatte sich aber Jezt ist die Najsie pleite und dabei sind die Lebensbedingungen sämtliche Fenster, Türen, Defen und Bauutensilien aufgeladen. dessen als und die fanitären und hygienischen Einrichtungen bedeutend besser Diefer Szene lag folgendes zugrunde. Auf dem fraglichen Grund- faum gewendet, der Angeklagte der Frau 2. eine tvie früher.( 8wischenrufe: Aber nicht durch Sie!) Nicht den jeßigen stück war im Herbst v. J. ein Neubau begonnen worden, für welchen fo träftige Ohrfeige bersegte, daß die Frau bis Beamten wolle er Vorwürfe machen, wohl aber der Verwaltung eine Firma Wiener u. Ko. die Baugelder in Form einer Hypothek zur Bordjchwelle flog und dort zur Erde stürzte. insgesamt. Die Bezeichnung Scharfmacher" sei ihm zu dumm, als hergeben sollte. Die Fundamentierungsarbeiten waren fchon Der Angeklagte vergaß fich aber noch weiter und schlug mit seinem daß er darauf reagiere. Die Leistungen der Stasse sollen nicht beendet, als die Firma plötzlich mit den Baugeldraten im Spazierstock die Frau so wuchtig über den Kopf, daß herabgesetzt werden, wohl aber soll man eine richtige Kontrolle ein Rückstand blieb. Da alle Versuche des Bauunternehmers der Stod zerbrach und die Frau das Bewußtsein führen. Betrachten Sie, meine Herren, die Krankenkasse nach wie Geld zu erlangen vergeblich waren, kam das Grundstück verlor. Sie hat sich amtlich bescheinigen lassen, daß die Spuren bor als eine Unterstützungskasse, so zwingen Sie uns, daß wir an zur Subhastation. Ein anderer Bauunternehmer ließ sich verleiten, des Gewaltaftes an ihrem Körper deutlich sichtbar waren. Das bie Aufsichtsbehörde herantreten. Er verlange Remebur in der bie weitere Ausführung zu unternehmen. Aber auch in diesem Falle Schöffengericht hielt das Verhalten des Angeklagten einer Frau Rontrolle, sonst gebe die Aufsichtsbehörde eine solche. Die blieben die Baugelder aus, so daß der Unternehmer mehrere Taufend gegenüber für so strafwürdig, daß es auf einen Monat GeMeister, bie feine Beiträge bezahlen und fruchtlos gepfändet Mart, die er aus eigener Tasche in den Bau hineingesteckt hatte, fängnis erkannte. In der gestrigen Verhandlung vor der Bes werden, erkenne er nicht als Kollegen an. Heute blieben verlor. Auf diefe Art und Weise war der Neubau bereits bis zur rufungsfammer bestritt der Angeklagte die Angaben der Frau L., mehr als drei Biertel aller Kranten unkontrolliert. Auch die Fertigstellung im Rohbau gediehen, als eine zweite Subhastation die jedoch durch deren Ehemann und einem unbeteiligten Zeugen Rechtsanwalt Dr. Münzer hielt die Sache Liheralität der Aerzte habe viel verschuldet, infolge der niedrigen eintrat. Nunmehr erwarb eine Terraingesellschaft Norden" bestätigt wurden. für ganz aufgeflärt und ein beantragte Bezahlung und der Ueberlaufung fämen diese gar nicht zu einer den Bau und suchte zur weiteren Ausführung einen Bauunternehmer. dennoch nicht eine Geldstrafe, da der richtigen und fachgemäßen Untersuchung der Kranken. Es müssen Diefer fand sich in der Person des 26jährigen jezigen Angeflagten Ruft, non liquet, fchlimmstenfalls dem von seinen Arbeitgebern das Zeugnis unbedingt Vertrauensärzte angestellt werden. Ebenso eine Hilfs- dem von seinem Vater ein Kapital von zirka 20 000 Mark zu diesem Angeklagte, gegeben werde, ruhigen Mannes doch nur unter Traft von seiten der Meister als Kontrolleur.( Stürmische Zurufe: Zweck zur Verfügung gestellt worden war. Zwischen Rust und der eines Meinde, Meinde!) Meine Herren! Es macht mir Vergnügen, daß Firma Wiemer u. Ko. tam ein Vorschlag zustande, nach welchem der Einwirtung des Alkohols entgleist sei und Sie einstimmig die Anstellung dieses Herrn verlangen.( Große fich letztere verpflichtete, eine Hypothet von 40 000 Mart auf den Bau durch eine Gefängnisstrafe in seiner giftenz Heiterkeit.) Wir wollen nur für Krante bezahlen und machen unsere eintragen zu lassen und diese Summe in Form von Baugeld vorher schwer geschädigt würde. Die Straffammer änderte Zustimmung zu der Erhöhung der Beiträge von den in unserem auszuzahlen und zwar in Raten je nach Fortschritt des Baues, aus diesen Erwägungen die Strafe in 300 M. Geldstrafe event. Schreiben aufgestellten Bedingungen abhängig. Wir haben das Wohl Nust erhielt auch die ersten Baugelder und ließ sich verleiten, aus 30 Tage Gefängnis um. Der Rohling, der in fo feiger und erbärmlicher Weise eine Frau ber Kaffe im Auge, Sie aber verfolgen Nebenzwede.( Stürmische eigener Tasche 22 000 Mart in dem Bau hineinzustecken, als die Unterbrechungen.) übrigen Raten ausblieben. Es wiederholte sich nun das schlägt, hat wirklich Glück gehabt, daß er ein gebildeter" Mann ist Der 2. Rendant Engmann polemisiert gegen die Aus- felbe Schauspiel wie schon vorher. Eines Tages saß der junge und durch eine Gefängnisstrafe in seiner Eristenz schwer geschädigt ohne einen Pfennig Geld δα, weil führungen des Vorredners an der Hand des Aftenmaterials. Für die Bauherr ihn die würde. Wir kennen Fälle, in denen Arbeiter im Kampfe ums tägAufsichtsbehörde sowie für den Kassenborstand seien die Gut Firma Wiener im Stiche gelassen hatte. Die Forde- liche Brot sich hinreißen ließen, Streitbrecher zu beschimpfen und achten der Herzte einzig und allein maßgebend. Selbst wenn rungen der Handwerksmeister hatten schon bie Höhe diese Schimpfwörter mit mehreren Monaten Gefängnis büßen bie Herren Arbeitgeber ihre Drohung wahr machen, werden sie bei bon etwa 20 000 mart erreicht, unter anderem hatte der mußten. ber Aufsichtsbehörde in diesem Falle wenig Glück haben. Nur Mitangeklagte Haad, der die Töpferarbeiten geliefert hatte, eine ein Drittel der Kranken bleibt zur ständigen Kontrolle, die übrigen Forderung von 8000 M. Um wenigstens die Handwerksmeister bor find in Krankenhäusern, Heilanstalten oder bettlägerig. Die Kontrolle Schaden zu bewahren, stellte es ihnen Rust brieflich anheim, Vor der Straffammer zu Gnesen hatte sich der Gutsbefizer tönne die Zahl der Kranken nicht verringern. Von 42 Nach soweit es noch angängig sei, ihre Materialien und Ortsversteher Barajzat aus Barteljee wegen Unteruntersuchten wurden 21 wieder für arbeitsunfähig erklärt. Bon wieder aus dem Bau herauszureißen. Die Folge war ichlagung von Schulgelbern zu verantworten. Barafzal Pleite fann nicht gesprochen werden, Herr Nahardt müßte das bei die obengeschilderte Szene, bei welcher die Handwerker noch in aller erhielt vor einiger Zeit den amtlichen Auftrag, an den Baumeister seiner langen Erfahrung auf diesem Gebiete selbst wissen. Eile ihr Eigentum zu retten verfuchten. Obwohl die Firma Wiener Burg, welcher dortselbst eine Schule baute, 1300 Mart abzuführen. Egner: Wir sind alle darin einig, daß zurzeit der Stand der außer der einen Rate teinerlei weitere 8ahlungen ge Er zahlte dem Baumeister jedoch nur 500 Mart aus und ver Staffe nicht sehr günstig ist und wir Mittel und Wege finden müssen, leistet hatte, strengte sie gegen die sämtlichen Handwerksmeister wendete das übrige Geld für sich. Dem Distriktskommissar, welcher wie die Lage effer gestaltet werden kann. Der Vorstand steht auf einen givilprozeß an. In diesem ist bis jetzt durch Sachverständige eine Revision der Schullasse vornehmen wollte, erklärte er, daß er dem Standpunkt, daß eine Erhöhung der Beiträge ein festgestellt worden, daß die Firma Wiener u. o. bei diesem die Gelder aus der Schultasse sowie auch die aus der Gemeindefaffe treten muß, wenn die Leistungen auf der derzeitigen Höhe Geschäft die Kleinigkeit" bon 31000 m. verdient, ohne mitsamt seinen Privatgeldern in einer asse führe und er seiner erhalten bleiben sollen. Herr Rahardt sei noch ebenso rüd dafür etwas geleistet zu haben. Dieser Verdienst setzt Ansicht nach zu einer besonderen Kassenführung nicht verpflichtet sei. Das Gericht ständig wie früher. Die Arbeitgeber, die nicht wünschen, daß sich aus den Verlusten zusammen, welche die Angeklagten und Auch die Bücher waren nicht ordnungsgemäß geführt. jezt eine Erhöhung der Beiträge eintrete, waren es selbst, die zu die übrigen Handwerker erlitten haben. Außerdem erstattete die tam zu der Ueberzeugung, daß er diese unklare Kassenführung nur jener Beit, als es möglich war, die Lage zu bessern, fich weigerten, Firma W. auch noch gegen die drei Angeklagten Strafanzeige, fo vorgenommen habe, um den wirklichen Sachverhalt zu verschleiern; ben berechtigten Vorschlägen zuzustimmen. Jetzt mögen fie sich bei daß die Drei, o b wohl sie die Hereingefallenen waren, es verurteilte Baraizat daher wegen Unterschlagung von Schulgeldern ihrem Obermeister bedanken. Wenn Herr Rahardt fage, die Misere noch auf der Anklagebant Plaz nehmen mußten. zu 3 Monaten Gefängnis. wäre durch eine strengere Kontrolle beseitigt worden, so habe er ver Bor Gericht erklärte der Kaufmann Wiener eidlich, daß seine Amtlicher Marktbericht der städtischen Markthallen Direktion über geffen anzugeben, wie das bewerkstelligt werden fann. Wenn die Firma nicht den geringsten Schaden erlitten habe. Herren Krante gesund beten können, so sind wir fofort bereit, fie Rechtsanwalt Höniger nahm deshalb Veranlassung, darauf den Großhandel in den 8entral- Markthallen. Marktlage: Fleisch: als Gesundbeter einzustellen. Wenn unter 95 Proz. ehrliche Stranke hinzuweisen, daß die Firma trotzdem einen Zivilprozeß gegen die Bufuhr reichlich, Geschäft ruhig, Breife wenig verändert. Id: Zufuhr feien, so solle man sie nicht wegen 5 Broz. Simulanten beschimpfen. Handwerksmeister angestrengt habe. Die Angeklagten gaben den mäßig, Geschäft gut, Preise steigend. Geflügel: Bufuhr genügend, Geschäft ruhig, Preise nicht befriedigend, Fische: Zufuhr genügend, Die Arbeitgeber seien selbst schuld an den jezigen Zuständen. Bei Sachverhalt zu, behaupteten aber, daß sie sich bis zur Bezahlung Geschäft ruhig, Preise wenig verändert. Butter und Kafe: Geschäft der letzten Aussperrung mußten 2000 junge, gefunde Mitglieder ab- ihrer Forderungen einen Eigentumsvorbehalt ausbedungen hatten lebhaft, Breise unverändert. Gemüse, Obst und Südfrüchte: reifen, während im ganzen Deutschen Reiche nicht nur förperlich, und deshalb berechtigt gewesen seien, ihr Eigentum wieder aus Bufuhr reichlich, Geschäft schleppend, Preise wenig verändert. Für den Inhalt der Inserate| Gustav Behrens. Die Guldenübernimmt die Nedaktion dem prinzessin. Spezialitäten. Publikum gegenüber feinerlei Neichshallen. Stettiner Sänger. Verantwortung. Theater. Mittwoch, 2. September. Anfang 7, Uhr. Königl. Opernhaus. Sardanapal. Anjang 8 Uhr. Rönigl. Schauspielhaus. Wie die Alten jungen. Deutsches. Medea. Kammerspiele. Frühlings Erwachen.( Anfang 8 Uhr.) Leffing. rinnen. Anfang 8 Uhr. Der Raub der SabineNeues. Außerhalb der Gefellschaft. Neues Schauspielhaus. Kinder der Erzellenz. Kleines. 2X2= 5. Romische Oper. Tiefland. Die Residenz. Der Floh im Dhr. Sebbel. Vorm Tode. Die Stärkere. Mit Feuer spielen. Luftivielhaus. Die blaue Maus. Trianon. Fräulein Jofette- meine Frau. eften. Ein Walzeitraum. Schiller 0.( allner Theater.) 9 Der Herr Ministerialdirektor. Walhalla. Spezialitäten. Urania. Taubenstraße 48/49. Abends 8 Uhr: Bon der Zugspike zum Wagmann. Sternwarte, Juvalidenstr. 57/62. Hebbel- Theater. Königgräßer Str. 57/58. Anf. 8 Uhr. " Schiller- Theater. O.( Wallner- Theater.) Mittwoch, abents 8 Uhr: Der Herr Ministerialdirektor. Donnerstag, abends8ubr: Der Richter von Zalamea. Freitag, abends 8 Ubr: Stein unter Steinen. Schiller Theater Charlottenburg. Mittwoch, abends 8 Uhr: Das Stiftungsfest. Donnerstag, abends8uhr: Das Stiftungsfest. Freitag, abends 8 11 h r: Der Herr Ministerialdirektor. Borm Tode.- Die Stärkere. Theater des Westens.| Lustspielhaus. Mit dem Feuer spielen. Drei Einalter v. August Strindberg. Neues Theater. Außerhalb der Gesellschaft. Anfang 8 Uhr. Morgen u. folgende Lage: Außer halb der Gesellschaft. Lortzing- Theater Belle- Alliancestraße 7/8. Heute 8 Uhr: Baftspiel Hedwig Lange. Zaza. 152/ 15* Friedrich- Wilhelmstädtisches Schauspielhaus. Schiller Charlottenburg. Das Mittwoch, 2. September, nf. 8 Uhr: Stiftungsfest. Friedrich Wilhelmstädt. Schauspielhaus. Egmont. Luifen. Staatsanwalt Alerander. Thalia. Das Mitternachtsmädchen. Bernhard Nose. Das bemooste Haupt. Metropol. Geschlossen. Apollo. Bera Violetta. zialitäten. Spes Gebrüder Herrnfeld. Das kommt babon. Vorher: Es lebe das Nachtleben. Bailage. Spezialitäten. Folies- Caprice. Die lästige Witwe. Die Brautschau. Berliner Prater. Die Welt ein Paradies.( Anf. 7 Uhr.) Carl Haverland. Spezialitäten. Egmont. Donnerstag: Egmont. Freitag zum erstenmal: Ms ich wieder tam. Allabendlich 8 Uhr: Ein Walzertraum. Operette von Dslar Strauß. Sonntag, 6. September, nachm. 31 Uhr, zu halben Preisen: Die lustige Witwe. Residenz- Theater. Direttion: Richard Alexander. Wiederauftreten v. Richard Alexander. Abends 8 Uhr: Der Floh im Ohr. Schwant in 3 aften von G. Feydeau. Deutsch von Wolff- Jacoby. Morgen und folgende Lage: Der Floh im Ohr. Folies- Caprice Durchlagender Erfolg! 8 Uhr: Ungetreuer Ortsvorsteher. Urania. Wissenschaftliches Theater. Taubenstraße 48/49. Abends 8 Uhr: Von der Zugspitze zum Watzmann. OOLOGISCHER Die blaue Mans. CARTEN WINE BARTEN EröffnungsProgramm. The Zancigs- Joseph Josephi, Sänger Ephraim Thompson, dressierte Elephanten Okabe, JapanerTruppo Die 5 Mowatta, KeulenJongleure Die 12 Tiller- Girls, engl. Gesangs- u. Tanztruppe Cornalla und Eddie, amerikanische Der Zukunftspreis, Wettrennen m. lebenden Pferden. Karl Hertz, Zauberkünstler. Boyer de Lafory, französ. Sängerin. Der Biograph. Die lästige Witwe. Exzentriks Die Brautschau.- Bunter Teil. Vorverkauf von 11-2 Uhr an der Theaterkasse. Das tägliche Ziel vieler 1000 Schaulustiger bildet die Hagenbeck- Schau Z Täglich nachm. 4 Uhr: Gr.Militär- Doppel- Konzert Eintritt 1 M., von abends 6 Uhr ab 50 Pf., Kinder unter 10 Jahren C die Hälfte. pollo Theater Passage- Panoptikum. Ohne Extra- Entree. Der Riese aller Riesen Pisjakoff Eintritt 50 Pf. Kinder, Soldaten 25 Pf. Passage- Theater. Abends 8 Uhr: Na endlich! Pariser Extravaganz mit Paulette van Roy und das kolossale Ab 8 Uhr: Die neuen Senfatione Eröffnungsprogramm Attraktionen. U. a.: amerikanische Trilby und Svengali? Berlin, König-, Ecke Neue Friedrichstraße. 218/8 Täglich abends 8 Uhr: Große Vorstellung. Jeden Sonntag, Mittwoch u. Sonnabend 2 große Vorstellungen, nachm. 4 u. abends 8 Uhr. leden Sonntag von 11 Uhr vorm. bis 12, Uhr Besichtigung u. Fütterung der Raubtiere. Jeden Wochentag ab 10 Uhr vorm. bis 12, Uhr mittags hochinteressante Raubtierdressur- Proben. Besichtig. u. Fütterung d. Raubtiere geg. ein Entree v. 50 Pf. f. Erwachs. u. 25 Pf. f. Kinder. Kunst und Mysterium. Paul Spadoni der König der Straftathletit. 9: Vera Violetta. DERRHARD ROSE THEATED Gr. Frankfurter Str. 132. Das bemooste Haupt. Anf. 8 Uhr. Wochentagspr. Auf der Gartenbühne: Ben- Ali- Bey. Gartenkonzert. 14 erstklassige Spezialitäten. Parodie- Theater Dresdener Straße 97. Heute: Cavalleria Rustikana und die urkomische Burleske ,, Berlin steht Kopp". Anfang Sonnt. 8, Wochent. 8%, thr. Berliner Drosers fünftl. Menschen. Anf. 5 Uhr. Felix Scheuer U lk- Trio. Stralsunderstr. 1. Luisen- Theater. Abends 8 Uhr: Staatsanwalt Alexander. Donnerstag: Flachsmann als ErBieber. Freitag: Helga. Sonnabend: Staatsanto. Merander. Metropol- Theater Wegen Vorbereitung zur neuen Neues Operetten- Theater. Schiffbauerdamm 25, a. d. Luisenstr. Mittwoch, 2. September, ab. 8 Uhr: Die Dollarprinzessin. Operette in 3 Akten v. A. F. Willner u. F. Grünbaum. Mufit v. Leo Fall. Gebrüder HerrnfeldVorverk. Anfang Theater. 11-2 Uhr. 8 Uhr. 57 Kommandantenstr. 57 Jahresrevue v. Julius Freund Das kommt Musik von Paul Lincke - bleibt das Theater bis inkl. Freitag, den 4. September, geschlossen. davon! mit dem Vorspiel: Es lebe das Reichshallen- Theater Nachtleben. Täglich: Komödie in 3 Aften von Anton und Donat Herrnfeld. Stettiner Sänger. dweizer Anf. Wochentags 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Reichshallen- Garten und Garten. Am Königstor I Am Friedrichshain. Neſtaurant: Militär- Konzert. Täglich: Theater- Vorstellung, New! Gustav BehrensTheater. Goltzstr. 9. Neu! Nen! Am Strande von Helgoland. Ausstattungs- Operette. Wiederauftreten von Gustav Behrens und 10 erstklassige Spezialitäten. Duskes Kinematograph. Anfang 8 Uhr. Sonntags 6 Uhr Fröbels Allerlei- Theater. Schönhauser Allee 148. Täglich: Mit vollen Segeln. Lebensbild in 3 Alten. Dazu erftklassige Spezialitäten. 0000000 Spezialitäten und Ball. Jeden Abend Berliner Leben. 10 Uhr: Bolts stüd mit Gesang in 3 Bildern. Seben Mittwoch: : Kinderfrendenſeſt. Volksbeluftigungen. Sinematograph. 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September 1908: Bum erstenmal: Eröffnung der Winter Spielzeit! Fremdes Blut. Schauspiel. Oekonom: Brauerei Friedrichshain Ernst Liebing, früher Lipps, Am Königstor. Vom 3. September 1908 ab auf kurze Zeit täglich: Babstraße 58. Direkt.: Willi Voigt, Täglich: Der Fluch des Goldes. Erstklassige Spezialitäten. The Heros Kurt Ellys Paul Coradini, Mr. King and Miß Cooke Büglers 8 wilde Königslöwen. Vorverkauf von 10 Uhr ab. Sonnabend, 5. September: Große Benefizvorstellung für das Schauspielpersonal: Großes bayerisches Keller- Fest„ Mit vollen Tegeln." nach Sitten und Gebräuchen des Münchener Oktoberfestes. Orig. bayr. Königskapelle, die Untersberger, die bayr. Schrammein in Heimatstracht.- Gr. Fest- Aufführungen. Belustigungen jegl. Art.- Gr. Prämiierungen sowie Gratisverlosungen. Bedienung durch ca. 30 oberbayr. Madin in Heimatstracht. Anf. 5 Uhr. Entree Wochentags 20 Pf. Bei ungünstiger Winterung im großen Saal. Von 4-6 Uhr Kaffeekonzert bei freiem Entree. Germania- Prachtsäle N. 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Fernsprecher Nr. 8. 3 " " Jeden Mittwoch: 1,50 M. 2,00 3,00 17 39 Adler Frankfurter Chaussee 5. Großes Militär- Konzert ausgeführt von der Jugendwehr. Soiree der Apollo- Sänger. Nach der Vorstellung: Familien- Kränzchen. Rauchen Sie Phänomen Cigaretten! Devise: Qualität ist die beste Empfehlung. am Bahnhof Gesundbrunnen. Hente: Konzert, Theater und Spezialitäten- Vorstellung. Neues Riesen- Programm. Alt- Heidelberg die feine." 216. 9% Uhr: Gadbin II, Todessturz. Never 100 Morgen neu aufgeschlossenes Gelände, 5 Minuten vom Bahnhof Kaulsdorf 20 Pfennig- Tour Güterbbf. 8fähr.Ansiedelung, billige Wohnungen, bester lehmig. Gartenbod., Gas- u. Wasserleit., günft. Zahlungsbebing, langjähr. Sypothet. geht noch R.von 10 M. an. Auskunft auf unser. Terrain an d. Honowerstraße u. im Bahnhof- Rest. Bobey, Bes. Mieschalke& Nitsche Berlin, Neue Königstr. 16 Berliner Gesangsposse in 3 Aften. August Knoche: Dir. Hans Berg. Borher d. glänzende Eröffnungsprogr. Sonntag 4 Uhr: Der Brandstifter. 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National- Phonograph- Kompagnie Dresden 16/441. + Allen Freunden und Genossen die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, unser guter Bater, der Köpfer Richard Fenske nach langem Leiden verstorben ist. Die Beerdigung findet am Donnerstag, nachmittags 5 Uhr, von der Halle des neuen Luijen Kirchhofes, Fürstenbrunner Weg, aus statt. Witwe Hedwig Fenske nebst Stindern. 41442 Sozialdemokratischer Wahlverein Charlottenburg. Todes Anzeige. Am Montag verstarb unfer Mitglied, der Töpfer Richard Fenske ( Gruppe VI). am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Donnerstag, nachmittags 5 Uhr, auf dem Luisen- Stirchhof, Fürstenbrunner Weg statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 250/14 Der Vorstand. Zentralverband der Töpfer Deutschlands Filiale Berlin. Todes- Anzeige. Am Montag, den 31. Auguft, verstarb der Kollege Richard Fenske ( Bezirk Charlottenburg) im Alter von 41 Jahren. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 3. September, nachmittags 5 Uhr, der Leichenhalle des Luisen- Kirchhofes in Charlottenburg, Fürstenbrunner Weg, aus statt. bon Rege Beteiligung wünscht 193/2 Der Vorstand. Verband der Lithographen, Steindrucker u. verw. Berufe. ( Deutscher Senefelder- Bund.) Am Sonntag, den 30. August, verstarb nach längerer Krankheit unfer Stollege und Mitglied, der Dberdruder Fritz Schulz im Alter von 53 Jahren an Lungenleiden. 290/11 Ehre feinem Andenken! Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 2. September, nach mittags 4, Uhr, auf dem Stegliger Kirchhofe in der Bergstraße statt. Die Verwaltung der Filiale I. Danksagung. Allen Teilnehmern und Kranz spendern bei der Beerdigung unseres lieben Sohnes sagen wir hiermit unsern tiefgefühlten Dant. Familie Ebert. Danksagung. Für die überaus herzliche und aufrichtige Teilnahme und die bielen Stranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unseres unvergeßlichen Vaters, Bruders und Schwagers 13865 Eduard Willoweit fprechen wir allen seinen werten Stol legen unseren herzlichsten Dank aus. Die trauernden Hinterbliebenen. + Westmanns+ Trauermagazin Hauptgeschäft Berlin W., Mohrenstraße 37a, kein Eckhaus, und Berlin NO., Gr. Frankfurter Str. 115, tein Edhaus, erreicht feine Leistungsfähigkeit und feine billigen Preise durch Raumersparnis u. geringeSpesen Geschmackvolle Auswahl in fertiger Traner- Garderobe für Damen und Mädchen. Erlaube mir, den Freunden, Befannten und Genossen hiermit an zuzeigen, daß ich das Blumengeschäft Berliner Straße 12 in Rixdorf übernommen habe und bitte bei Bedarf um geneigten Zuspruch. Georg Wolfram. 153/19 Von der Reise zurück Dr. Paul Cohnheim Spezialarzt f. Magen- u. Darmleia Oranienburger Straße 39. Von der Reise zurück Hermann Katz, Landsberger Straße 71. Für Zahnleidende 8 bis 8. 153/17 Zurückgekehrt Dr. Felix Taendler. Von der Reise zurück Dr. Ratkowski Spezialarzt für Magen- und Darmkrankheiten 153/14 Oranienstr. 141. Geffentliche politische Versammlungen. Vierter Berliner Reichstags- Wahlkreis. Mittwoch, den 2. September 1908, abends S thr, bei Keller, Koppenstr. 29: Volks- Versammlung. 220/7 Zages Drdnung: 1. Deutschland im Weltenkonzert. Referent: Landtagsabgeordneter Adolf Hoffmann. 2. Diskussion. Jedermann hat Zutritt. Der Einberufer: Paul Hoffmann, Oppelner Straße 47. Gustav Lindenhayn, Deutscher Metallarbeiter- Verhand. Arbeitsnachweis: Verwaltungsstelle Berlin. Hof I. Amt 3, 1239. Charitéstraße 3. Hauptbureau: Hof III. Amit 3, 1987. Metallarbeiter- Versammlung den 3. September 1908, abends 8 Uhr: für die Metallarbeiter und-Arbeiterinnen von Reinickendorf- West im Lokal von Schiller, Eichbornstraße. Tages Ordnung: 1. Bericht der Gewerkschafts- Unterkommission. Berichterstatter: Nollege Balowski. 2. Stellungnahme zur Neuwahl derselben. 3. Verbandsangelegenheiten. 121/14 Die Wichtigkeit der Tagesordnung macht es fedem Metallarbeiter von Reinickendorf zur Pflicht, in der Versammlung zu erscheinen. Den Kollegen zur Kenntnis, daß folgende Zahlstellen neu errichtet sind: Bahlstelle 38 bei E. Damaschke, Korsörer Str. 8, " " " 214 P. Schoeps, Stralau, Alt- Stralau 17, 215. Eichhorn, Koppenstr. 47. Zentralverband der Lederarbeiter. Gastwirtschaft. RESEAR Filiale I Berlin. Donnerstag, den 3. September, abends 8 Uhr: Monats- Versammlung im Lokale des Herrn Schmidt, Prinzen- Allee 33. Zages Ordnung: 1. Stellungnahme zur Lokaltaffe. 2. Bereinsangelegenheiten. 3. Verschiedenes. 144/13 Zahlreiches und pünktliches Erscheinen ist notwendig. Verkäufe. 100 Ausflüge um Berlin mit 12 Juſtrationen und 20 Karten, 1,50 Mark und 2,- Mart, Expedition, Lindenstraße 69, Laden. Der Vorstand. Steppdecken, Wollatlas und Simili feide 3.25, 3.85, 4.35, 5.00, 5.75. 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In Falkenhagen- Seegefeld bei Spandau hat der Fortschritts", einen wahrhaft liberalen Mann", der eine Standarte", die die Aufschrift:" Pennerverein Süd- Ost" trug. Inhaber des einzigen bisher dort freien Lokals, Herr Schöne nicht ein Schleppenträger der Sozialdemokratie" sei. Sodann seßte Die Gesellschaft marschierte an der Spize des Musikkorps in ge berg, seine Unterschrift zurückgezogen. Die gepflogenen Verhand- Hr. Mugdan selber auseinander, warum man just ihn ins Rathaus schlossenem Zuge in der Richtung nach der Kaserne des betreffenden lungen verliefen ergebnislos, da Herr Schöneberg ohne Angabe hineinbringen wolle und wie er sich dort zu betätigen beabsichtige. Regiments nach der Wrangelstraße." wirklich stichhaltiger Gründe auf seinem ablehnenden Standpunkt Herr Mugdan soll und will in der Stadtberord Wahlrechtsdemonstranten hätten es nicht sein dürfen, da wäre Beharrt. Wir ersuchen daher alle Parteigenossen, Vereine und netenbersammlung genau so liberal auftreten zweifellos dazwischen gehauen worden. speziell die Arbeiterradfahrer, bei Ausflügen, Partien obigen Ort wie im Reichstage". Das läßt sich denken, und wir glauben's streng zu meiden. Die Lokalkommission. ihm im voraus. Das bißchen Liberalismus", das in Deutschland sich gestern abend gegen 48 Uhr in der Hasenheide zugetragen. Aus dem Straßenverkehr. Ein tödlicher Straßenbahnunfall hat zutage treten könne, dürfe frei fo fagte er Zweiter Wahlkreis. Am Sonntag, den 6. September, in den kommunen entfalten. Der Liberalismus zeige fich schon in der Art Dort wollte vor dem Hauſe Nr. 72 ein Radfahrer, der hinter einem feft. Mitwirkende: Berliner Sinfonie- Orchester( Dirigent: der Besteuerung, in der auch die soziale Fürsorge sich zuerst Straßenbahnwagen fuhr, diesen überholen und bog auf die Schienen Mar. Fischer). Gesangberein Kreuzberger Harmonie" ausspreche. Herr Mugdan empfahl sich als einen Gegner aller hinüber, ohne zu beachten, daß ihm auf diesen ein Zug der ( Chormeister: Botho Frant). Mitglieder des Arbeiter- Steuern, die die untersten Klassen und den Mittelstand hart treffen. Straßenbahnlinie 7( Richtung Riydorf) entgegentam. Der Nadfahrer Turnerbundes. Kinderspiele. Vorführung lebendre Die Gewerbesteuer müsse so geändert werden, daß sie den For- wurde umgestoßen und fiel so unglücklich, daß er unter den SchutzPhotographien. Großer Ball. Billetts im Vorverkauf derungen der Gerechtigkeit entspreche. Von anderen Steuern redete er rahmen geriet. Mit Hilfe von Passanten wurde der Bahnwagen 20 P., an der Stasse 30 Pf. Näheres fiehe Inserat in der Sonntags- nicht. Als ihm in der Diskussion die Frage vorgelegt wurde, wie er angehoben und der Verunglückte nach zwei Minuten aus seiner denn über die Wertzuwachs steuer denke, antwortete er, er entjeglichen Lage befreit. In bewußtlosem Zustande wurde Nummer. Da das Komitee weder Kosten noch Mühe gescheut hat, stehe dieser Steuer außerordentlich fühl gegenüber, zu den gerechten mittelt werden konnten, nach dem Krankenhause am Urban über der Schwerverlette, dessen Personalien bisher nicht er. den Genossen nebst ihren Angehörigen ein gutes Programm zu bieten, fönne er sie nicht zählen, das Geschrei über das Hausagrariertum hoffen wir auf einen guten Besuch. Das Komitee. jei übertrieben. Man sieht, in welchem Punkte die soziale Für geführt, wo er bald nach seiner Einlieferung verstarb.- Gin zweiter Friedrichshagen. Um eine frühere Buſtellung des Vorwärts" forge" des wahrhaft liberalen" Mannes sich zuerst ausspricht". Straßenunfall, dem ein Menschenleben zum Opfer fiel, ereignete sich zu ermöglichen, hat der Wahlverein beschlossen, zum 1. Oktober d. J. In seinem Vortrage äußerte Herr Mugdan sich auch über den am Montagnachmittag gegen 6 Uhr in der Gormannstraße. Dort eine eigene Spedition zu gründen. Es ist dadurch die Möglichkeit Regiebetrieb der Stadt, der nicht zu weit gehen dürfe und ritt der Kutscher Frizz Wulf, Luisenstraße 59 wohnhaft, auf einem gegeben, die Zeitung morgens zu dem Zuge 5.30 Uhr an der Bahn ihm in manchem schon jetzt zu weit geht, über die Straßen- Arbeitspferde; das Tier scheute plötzlich vor einem vorübersausenden Der Abonnenten sich in die in den Lokalen von R. Schmidt, Wilhelm- als ein so außerordentliches Glück erscheinen würde. Dann kam er unter das Pferd zu liegen, daß er durch Hufschläge des nicht zu zu verteilen. Wir bitten die Leser dringend, zwecks Sammlung von bahnen, deren Uebernahme durch die Stadt ihm noch lange nicht Automobil, stieg terzengerade empor und warf den Reiter ab. Kutscher, der durch den Sturz bewußtlos wurde, kam so unglücklich straße 53, K. Zachow, Seestr. 11, F. Miething, Kastanienallee 16, zu den sozialen Fragen". Kurz und bündig erklärte er, hier bändigenden Tieres entseßlich zugerichtet wurde. Als man den UnA. Singuhr, Seeftr. 36 und Lerchs Bürgerfäle( Rundteil), Friedrich- fei sein Standpunkt derselbe, den er im Reichstag ſtraße ausliegenden Listen baldigst einzuzeichnen, da hierdurch der immer einnehme. Mehr fagte er nicht, aber das genügt auch glücklichen aufhob, war das rechte Auge ausgelaufen und der Schädel Kommission viel Arbeit erspart wird. Die Zeitungskommission. Der zweite Teil seiner Rede war eine Kazbalgerei mit den„ Sozial- Schützenstraße hinzugerufene Arzt konnte nur noch den Tod des total zertrümmert. Der von der Unfallstation in der Alten Potsdam. Heute Mittwoch, abends 8½ Uhr, bei fortschrittlern" und der" Demokratischen Vereinigung". In der letzten Wulf feststellen. Die Leiche wurde nach dem Schauhause gebracht. Ladenthin, Kaiser- Wilhelm- Straße: Wahlvereinsversammlung. Tages- Mugdan die Versammlung der Sozialfortschrittler" hatte Dr. Barth Herrn ordnung: Aufnahmen, Bericht von der Kreisgeneralversammlung. Eigenschaften des heruntergekommenen Frei- 54 Jahre alten Steindrucker Gustav Schmidt aus der GoetheVerkörperung aller reaktionären Wegen Arbeitslosigkeit Selbstmord verübt. Bittere not hat den Hierzu sind auch die Frauen ganz besonders eingeladen. Der Vorstand. genannt. Mugdan nahm diese Kennzeichnung hin als straße 19 in den Tod getrieben. Sch. war feit einigen Wochen ohne Anerkennung seiner Verdienste um die Politik, die der Frei Beschäftigung und er geriet schließlich in eine so bittere Not, daß er finn geführt hat. Er schloß mit dem Versprechen, daß er die Sozial- teinen anderen Ausweg mehr wußte, als sich das Leben zu nehmen. demokratie, die nur den sozialen Frieden störe, auch im Rathause Der Unglückliche bereitete durch Erhängen seinem Dasein ein Ende. aufs heftigste bekämpfen werde. Bei einem Selbstmordversuch völlig erblindet. Ein schreckliches Berliner Nachrichten. felt Kinder und Automobile. sinns eine " In der Diskussion wurde er, wie schon gesagt, von einem Neugierigen genötigt, fich über die Wertzuwachssteuer zu äußern. Be- Ende nahm ein Selbstmordversuch, den gestern nachmittag ber Der Präsident des mitteleuropäischen Motorwagenvereins, fragt wurde er ferner, ob er 2ieferungen für die Stadt 24jährige Steinfeger Georg Fournier aus der Kochhannstr. 12 verübte. Der junge Mensch verließ Berlin und begab sich nach dem Generalmajor 3. D. Becker in Charlottenburg, kommt in einer fürz- auch an Stadtberordnete vergeben wissen wolle. Er antlich herausgegebenen Schrift: Ueber Automobilunfälle in Deutsch wortete, auch in diesem Bunft mache er der Sozialdemokratie teine Friedrichshagener Forst hinaus, wo er sich in der Nähe der Dahlland in den Jahren 1906 und 1907" unter anderem auch auf die Konzessionen, er sehe nicht ein, warum man Stadtverordnete von wizer Chauffee aus einer Browningpistole eine Kugel in die Schläfe Ein den Lieferungen ausschließen solle. Frage Kinder und Automobile" zu sprechen und äußert sich hierüber wünschte Das Geschoß drang unmittelbar am rechten Auge ein und anderer Neugieriger jagte. zu wissen, wie folgt:„ Bei dem Durchfahren geschlossener Städte, wo die viel des Reichstagswahlrechtes auf die Wahlen zur Lebensmüde bald darauf von Spaziergängern aufgefunden. In ob Mugdan eine Uebertragung fam am anderen Auge wieder heraus. Beide Augen wurden durch den Schuß völlig zerstört. In beklagensivertem Zustand wurde der fach nur engen Haushöfe auch Spielpläge sind, kommen die Kinder, Stadtverordnetenversammlung für empfehlenswert einander nachjagend, oft blindlings durch die Torwege auf die halte. Mugdan gab die Auskunft, zwar habe die Stadtverordneten einem Krankenwagen wurde F. nach der tönigl. Klinik transportiert. Straße geschossen und sind vor dem Wagen, ehe man sich's ver- versammlung hierüber nicht zu beschließen, er wolle aber offen er unglückliche Liebe ist angeblich das Motiv zu dem Selbstmordversuch, der einen so verhängnisvollen Ausgang nehmen sollte. fieht. Bei der Entwickelung des modernen Verkehrs sind die flären, daß er das Reichstagswahlrecht für die Kommunalwahlen der einen so verhängnisvollen Ausgang nehmen sollte. Straßendämme keine Spielpläge mehr, und Kinder sollten Stadt Berlin unter die Herrschaft der Sozialwirts Bechler aus dem benachbarten Golßen schweren Brandwunden nicht wünsche. Niemals dürfe, so fügte er hinzu, unsere gute Verbrannt. In der kgl. Klinit ist gestern die Frau des Gastniemals unbeaufsichtigt auf ihnen herumtollen. Den Eltern und demokratie tommen, wie es bei einem allgemeinen und erlegen. Frau B. hatte im Tanzsaal ihres Etablissements bohnern Schullehrern erwächst die Pflicht, das Unzulässige und Gefährliche gleichen Wahlrecht zu erwarten sei. So war's richtig, Herr Mugdan! wollen. Sie schüttete eine Mischung von Wachs und Terpentin auf des Straßenunfugs den Automobilen und ihren Insassen gegenüber Selbst in den Kommunen kann, das bißchen Liberalismus" nur dann den Fußboden und durch ein von einem Gast achtlos fortgeworfenes der Jugend klar zu machen und durch Ermahnungen und geeignete noch sich frei entfalten", wenn in ihnen die Entrechtung der Streichholz wurde die gefährliche Masse plöglich entzündet. Jm Strafeinwirkungen einen wohlerzogenen Nachwuchs heranzubilden." breiten Masse des Voltes bestehen bleibt und der werk- nächsten Augenblid stand Frau B. zum Entseßen der anwesenden Wäre es nicht einfacher und zweckmäßiger zur Verhütung von tätigen Bevölkerung weder ein allgemeines noch ein gleiches Gäste in bellen Flammen. Sofort stürzten mehrere Männer hinzu Unglüdsfällen, wenn die Automobilinsassen strenger angehalten Stommunalwahlrecht gewährt wird. und versuchten die Flammen zu erstiden. Ein Kleidungsstück nach würden, auch beim Passieren durch kleinere Ortschaften ihr rasendes Das ist der Standpunkt eines Mannes des politischen, dem anderen mußten sie der Aermsten vom Leibe herunterreißen. Tempo mehr zu mäßigen und die turze Strede wirklich langsam, tommunalen und sozialen Fortschrittes", das ist das kommunale Ein Gaft und auch der Ehemann trugen bei dem Rettungswerk ganz Programm eines wahrhaft liberalen Mannes", das ist echt erhebliche Brandwunden davon. etwa wie man geht, zu fahren, wo andere Fuhrwerke auch nur mugdanesische Kommunalpolitik! Nach diesen Bekennt schiere Brandwunden am ganzen Körper erlitten, daß sie kurz nach Frau B. Hatte aber inzwischen so schrittweise fahren dürfen. Das paßt aber den Herren Autlern nicht. nissen einer schönen Freisinnsseele, die in ihrer Wirkung auch durch ihrer Einlieferung in der fgl. Klinik starb. Deshalb erklärt der Herr Generalmajor z. D. einfach: Straßen ein Schlußwort des Stadtverordneten Cassel nicht abgeschwächt dämme sind keine Spielpläge. Also weil vielleicht einmal ein werden konnten, erhob die Versammlung liberaler Wähler Herrn Dampfbagger zum Sinten gebracht worden. Er hatte vermutlich Ein Dampfbagger gefunken. In der Oberhavel ist ein mächtiger dämme teine Spielpläge mehr, und tann, sind die Straßen- Mug dan mit 123 gegen 2 Stimmen auf den Schild, wie er's ver ein Led erhalten und fant immer tiefer unter. Da man die schad dürfen die Kinder niemals diente. Autler die Straße rasen hafte Stelle nicht sofort ermitteln konnte, so war an seine Rettung nicht zu denken. Mit den Hebungsversuchen des gesunkenen Fahrzuges, das einen Wert von mehr als 400 000 m. repräsentiert, ist fofort begonnen worden. Feuerwehrbericht. Gestern früh um 6 Uhr wurde die Feuerwehr unbeaufsichtigt auf ihnen herumtollen". Ja, andere Spielpläge haben aber die Kinder in den meisten Fällen für ihr Herumtummeln Eine grobe Rücksichtslosigkeit hat sich die Leitung der städtischen nicht( und Sport will man ja eifrig fördern); geben ihnen denn die Wasserwerke zu schulden kommen lassen. In der Jerusalemer und Herren Autler andere Spielpläge und stellen sie etwa die nötigen Lindenstraße werden gegenwärtig Leitungsröhren verlegt. Es wurde Aufsichtspersonen an? D nein, daran denten sie nicht. Den Eltern deshalb eine Absperrung des Wassers zeitweise für nötig gehalten nach der Schreinerstraße 29 und gleichzeitig nach der Elsasser und Schullehrern erwächst die Pflicht, das Unzulässige und Gefähr- und den Interessenten vorher angekündigt. Da in der Gegend zahl- Straße 70 alarmiert. Hier stand ein Keller in Flammen und dort liche des Straßenumfugs den Automobilen und ihren Insassen gegen- reiche induſtrielle Etablissements vorhanden sind, die eine auch nur brannten ein Wäschefpind u. a. in einer Wohnung. Etwas später über der Jugend flar zu machen" usw. Umgekehrt dürfte es eher zeitweise Wasserabsperrung äußerst störend empfinden, herrscht über hatte die 3. Kompagnie in der Königgräger Straße 115 zu tun, wo stimmen. Denn vorläufig steht die Benutzung der Straßen zunächst diese Maßnahme der Wasserwerksverwaltung bei den Interessenten im Keller Holz, ein Behälter mit Olivenöl u. a. in Brand geraten den Ortseinwohnern zu und nicht in erster Linie jedem gbeliebigen eine unseres Erachtens ganz berechtigte Empörung. Es wird die waren. Der 1. Bug wurde nach dem Georgenfirchplatz 23/25 Autler, und die Autler sind es, die oft einen unzulässigen und Frage aufgeworfen, warum solche Arbeiten nicht nachts aus- alarmiert. Dort war in einer Wohnung Feuer ausgekommen, wobei gefährlichen Straßenunfug treiben, wenn sie plöglich durch die nichts geführt werden. Die städtische Verwaltung ist doch nicht der Architekt Bachniz Brandwunden an der rechten Hand erlitten ahnenden Kinder hindurchrasen. Gegen sie sollten, wenn Er- dazu da, die Bürger zu schädigen. Wie fühlbar diese hatte, die ihm von Samaritern der Wehr verbunden wurden. Gleich mahnungen bei ihnen wenig nüßen, dann empfindliche Straf- Schädigung ist, geht aus folgendem hervor: Der graphischen An- seitig mußte ein Brand gelöscht werden, der in einer Wohnung in der Pasteurstr. 12 ausgekommen war. Der dritte Zug rückte einwirkungen angewendet werden. Wenn die Herren Autler so sich stalt von Labisch, Lindenstr. 69, wurde mitgeteilt, daß am Dienstag nach der Brunnenstraße 83 aus, wo in einem Stalle Stroh u. a. selbst bis in die höchsten Streise hinein einen wohlerzogenen Nachwuchs nachmittag das Wasser abgesperrt werde. Da diese Anstalt viel mit brannte. Ein größerer Kellerbrand beschäftigte die Feuerwehr in heranbilden, dann werden gewiß die durch fie angerichteten Unglüdsfälle fließendem Wasser arbeiten muß, war der Firmeninhaber genötigt, ber Liebenwalder Straße 47. Die Wehr war in großer Stärke zur abnehmen, und ein wohlerzogener Autlernachwuchs herangebildet werden. Die Hälfte seiner Leute nach Hause zu schicken. Später stellte es fich Stelle und es gelang, die Flammen auf den Steller zu beschränken. Dann wird es auch nicht mehr vorkommen, daß erschreckte und er- heraus, daß die Absperrung gar nicht erfolgte, sondern erst am Auf den Hofe Oranienburger Straße 54 wurde der Inhalt eines bitterte Landleute einem Auto Steine oder Schmutz nachwerfen. anderen Tage vorgenommen werden soll. Aus diesem Grunde muß Teerkessels u. a. ein Raub der Flanimen. Ferner hatte die FeuerAber freilich bequemer ist es, den Eltern und Lehrern zuzumuten, noch einmal eine Betriebseinschränkung erfolgen, die natürlich mehr noch in der Wrangelstraße 81, am Grünen Weg 124, in der jedes Spiel und jede freie Bewegung der Kinder auf der Straße zu wiederum mit einer Schädigung des Firmeninhabers wie der Weißenburger Straße 83, Forster Straße 44 und anderen Stellen zu tun. berhindern; sie haben ja auch weiter nichts zu tun, haben so schönen Arbeiter verbunden ist. Auch eine Anzahl anderer Geschäftsleute Verdienst und bekommen so schöne Teuerungszulagen. Also sollen sind durch diese Maßnahme mehr oder minder materiell getroffen die lebungsstunde nicht Donnerstag, sondern Montag, 7. September, Arbeiter- Samariterkolonne. Besonderer Umstände halber findet worden. Wer ersetzt ihnen den Schaden? fie fleißig durch Ermahnungen und geeignete Strafeinwirkungen mit dem Stode den Dorfuachwuchs anhalten, hübsch ruhig und vorsichtig über die Straße zu gehen und sich fleißig umzuschauen, ob etwa ein Automobil angerast kommt und dann bescheiden und stramm an die Seite zu treten, die Hände an der Hosennat. Dann dürfen sie auch Hoch“ und„ Hurra" schreien. Ueber die Erkrankung zahlreicher Schwestern in Birchow Krankenhause hat die sozialdemokratische Fraktion beschlossen, den Magistrat zu interpellieren. für die 5. Abteilung in Rirdorf bei Thiel statt. Die Teilnehmer Eine viertelstündige Störung im Hochbahnverkehr fand gestern des Turnvereins werden besonders darauf hingewiesen. morgen gegen 8 Uhr statt. Kurz vor dem Bahnhof Nollendorfplat Sonntagnachmittag: Zusammenkunft der Mitglieder im Dresbrannte bei einem nach dorthin verkehrenden Zuge die Sicherung dener Garten. Abends: Vortrag und Tanz. durch. Infolgedessen gelang es dem Train nur schwer die Rampe zu der obengenannten Station zu erklimmen. Die Wagen wurden an einen Leerzug angekoppelt und dann die Fahrt fortgesetzt. Die an und für sich unbedeutende Betriebsstörung war insofern fatal, ins Geschäft fuhren. Viele derselben ließen sich von dem dienstaber zug zum größten Teil mit jungen Leuten besetzt war, die tuenden Beamten die Verzögerung bescheinigen, um dem Chef den Entschuldigungszettel" borzuzeigen. als " Lichtenberg. Vorort- Nachrichten. Gegen das Gesetz verstößt eine Bekanntmachung des Es werden über diesen Borfall die schlimmsten Nachrichten verMagistrats, die er im Amtsblättchen beröffentlicht. Sie bebreitet, die geeignet sind, große Beunruhigung hervorzurufen. Die Spürertätigkeit der Polizei wird durch folgendes Vor- zieht sich auf die Einschulung der Kinder und besagt, daß am Der Kriminalschuhmann Hartwig, der im zweiten Berliner Wahl- tommnis wieder einmal illustriert. Der Gefreite der Reserve, der 9. September nachmittags die Kinder, die der evangelischen treise sich als Mitglied des Wahlvereins aufnehmen ließ, wohnt Dreher 2., erhielt kürzlich vom Bezirkskommando Schöneberg die oder der katholischen Volksschule zugeführt werden sollen, mit nicht, wie gestern mitgeteilt wurde, Dunderstr. 12, sondern Nr. 9, Mitteilung, daß er durch Abteilungsbefehl von der Liste der Unter- Impfschein und Taufschein versehen, angemeldet werden eine Treppe. Er beteiligte sich bekanntlich auch an der letzten Wahl Gründen wurde ihm die Antwort: Da Sie eifriger Anhänger der offiziers- Aspiranten gestrichen sei. Auf seine Anfrage nach den müssen. rechtsdemonstration und freute sich, wie nachgetragen sei, daß sein Sozialdemokratie find." Die Militärbehörde kann das nur durch Taufschein zu fordern. Weiß er nicht, daß er hierzu nicht beWie kommt der Magistrat dazu, bei der Einschulung den Bezirksführer bei der Gelegenheit von der Polizei geschlagen wurde. Die Polizei erfahren haben. Und die Polizei ist ja dazu da, nach- rechtigt ist und daß nur die Geburtsurkunde maßgebend ist? Bezugnehmend auf die obige Mitteilung bittet uns Genosse zuspüren, welche Gesinnung ein Staatsbürger betätigt. Wenn fie Unkenntnis fann hier kaum vorliegen, denn unsere Genossen Ch. Hartwig, Graveur, zurzeit in Treptow bei Berlin, Neue Krug- biefe Beit lieber verwenden wollte, den Einbrechern und Mördern haben dem Magistrat bereits bei der Wahl der Mitglieder in Allee 62, II wohnhaft, festzustellen, daß er mit dem oben genannten nachzuspüren, wäre die Zeit besser verwandt. die Schuldeputation Hartwig nicht identisch ist, und zwar um deswillen, weil er gleich- Mit dem üblichen Bumbumtrara und den für die Geschäftswelt nicht bestätigt sein soll bis heute noch die übrigens bis falls im zweiten Streise organisiert ist. äußerst schädigenden Absperrungen ging die gestrige Herbstparade gleichmäßig und dem Gesetz entsprechend zu verfahren. aufgefordert, bei Einschulungen sich. Mugdanesische Kommunalpolitit. ebriors bei der Gelegenheit allerhand Allotria getrieben wurde, Es ist nämlich nicht uninteressant, daß den Eltern gegenüber, Für die Stadtverordnetenwahl im fünften Wahl- versteht sich. So schreibt uns ein Lefer: die ihre Kinder den höheren Schulen zuführen, dem Gesetz begirt zweiter Abteilung hat am Montag eine nichtöffent-" Als mittags das dritte Garderegiment von der Kaiferparade entsprechend verfahren wird, indem Impfschein und GeburtsLiche Versammlung liberaler Wähler den Reichstagsabgeordneten vom Tempelhofer Felde zurückkehrte und am Kottbuser Ufer entlang urkunde gefordert wird. Warum hier gefeßlich und dort ungefeßlich? Charlottenburg. Alt- Glienicke. Briefkaften der Redaktion. Kann der Magistrat hierüber eine Auskunft geben? Die lekte Generalversammlung des Wahlvereins war auch von Die furiftisme Eprechstunde findet Lindenstraße Nr. 3, zweitet Bemerkt soll hier gleich werden, daß sich auch der Ge- verschiedenen Frauen besucht. Der Mitgliederbestand betrug am Sof, dritter Eingang, bier Treppen, Was Fahrstuhl Der Verlust der wochentäglich abende von 7 bis 9½ 11hr statt. Geöffnet 7 1hr meindevorstand für Friedrichsfelde in seiner Bekanntmachung 1. Januar 1908 168, am 1. August 1908 141. bom 26. Auguft dergleichen Verfehlung schuldig macht. Auch Mitglieder ist dadurch entstanden, daß die Bohnsdorfer Genoffen Sonnabends beginnt die Sprechstunde um 6 Uhr. Jeder Anfrage ift ein selbständig geworden und deswegen aus unserem Wahlverein aus Buchstabe und eine Zahl als Mertzeichen beizufügen. Briefliche Antwort ihm täte eine Belehrung not. geschieden sind. Die Einnahme betrug 175,25 M., die Ausgabe wird nicht erteilt. Bis zur Beantwortung im Brieffaften können 14 Tage 222,80 m., mithin bleibt ein Defizit von 47,57 M. Für die vergehen. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. J. G. 23. Derartige Schulen finden Sie im Adreßbuch. Wäscherei. 72,60 m. Landtagswahl wurden 42,05 M. eingenommen, Tot aufgefunden wurde Montag nachmittag der im 61. Lebens- ausgegeben, Wenden Sie sich an den Direktor der städtischen Handwerkerschule, Andreas. es bleiben noch 30,55 M. zu decken. Die straße 1-3. A. B. 12. 1. Wir können Ihnen über Erwerbs. jahre stehende Tapezierergehilfe Hermann Taube in seiner Wohnung, Beitungsspedition ergab einen Ueberschuß bon 38,50., verhältnisse in dem angefragten Lande nichts sagen. 2. Ein Reisebureau Schillerstr. 106. Wie aus einem hinterlassenen Schreiben hervor- die Borwärts"- Leser sind von 184 auf 182 gefunten, dürfte Ihnen Auskunft geben. Borher aber verständigen Sie sich mit geht, hat sich T. am 20. August, nachmittags 4 Uhr, erhängt. Gram was auf die große Arbeitslosigkeit zurückzuführen iſt. Genosse Ihren Organisationen. Wette. Wollen Sie Ihre Anfrage an das über den Tod seiner Frau sowie Zwistigkeiten im Hause, sollen die winkelmann gab den Gemeindevertreterbericht, aus dem hervorging, Voltsblatt", Stettin, richten. H. 3. Diese Frage kann Ihnen nur ein Ursache dieser Handlung sein. A. W. 6. Wenden Sie sich an die Buchhandlung daß vier Sigungen im legten Quartal stattgefunden haben. Auf Arzt beantworten. O. 8. 7. Das Bureau des Zentral- Krankenpflegegenommen wurden zwei Genossen und zwar Gustav Schulz, Arbeiter Borwärts. Weißensee. A. F. 99. Das ist unwahrscheinlich. und Willy Bartsch, Bäcker. Zum Schluß wurde auf die am 9. Sep- Nachweises, N. 24 Biegelftr. 10. P. W. 22. In der Ausgabe von 1903, legter Band, Seite 13/17. tember im Lofale des Herrn Bohn, Grünauer Straße, stattfindende A. N. Legen Sie den Prospekt einem Arzt vor. 15. Fl. B. Seit öffentliche Versammlung aufmerksam gemacht, in der Genoffin Jeege- 1866. Fr. M. 3. 97. Landesversicherungsanstalt Brandenburg. Rigdorf über das Thema„ Die Frauen und die Politik" referieren Kirchensteuer P. J. 16a und N. 30. Nicht von 1200 M., sondern wird. bei einem Einkommen von 1500 bis 1650 M., also bei einem Steuersaz bon 21 M. Staatssteuer aufwärts, ist Kirchensteuer zu entrichten. Beide Konfeffionen erheben für das laufende Steuerjahr in Berlin 20 Proz. vom Betrage der Staatssteuer. G. M. 1878. 1. Erscheint ein Buch für 60 Bf. im Verlag von Reflam- Leipzig( Beter," Das Aquarium"). 2. Bernede, Leitfaden für Aquarien- und Terrarienfreunde. Berlin 1897. In jeder größeren Buchhandlung zu haben. Münze C. Ihrer Beschreibung nach ist es ein schwedischer oder norwegischer Schilling( Stilling), geprägt unter Start XIV. Johann, dem ehemaligen franzöfifchen Marschall Bernadotte. Aus der Frauenbewegung. Versammlungen- Veranstaltungen. Die öffentliche Speiseanstalt ist mit dem 1. September eröffnet worden. Ein Probeessen und Besichtigung der Anstalt wurde vom Gemeindevorstand und der Gemeindevertretung am Tage vorher vorgenommen. Die Anstalt wird vollständig von der Gemeinde ausgehalten und hat mit irgend einem Wohltätigkeitsvereine nichts zu fun. Einige Damen aus der Bürgerschaft haben sich verpflichtet, Kontrolle auszuüben. Die Anstalt befindet sich in der Göbenstraße im ehemaligen Armenhause, das zu diesem Zweck vollständig ausgebaut und renoviert ist. Der Speisesaal ist getrennt für Männer und Frauen: es haben zugleich Achtung, 5. Wahlkreis! Am Donnerstag, den 3. September, abends 50 Personen Platz. Geöffnet ist die Anstalt die Anstalt von 11½ bis 11 Uhr mittags und soll diese Zeit je nach dem Bedürfnis verlängert werden. Auch zu Abend soll die Anstalt später geöffnet sein. Die Preise bewegen sich in bescheidenen Grenzen. Für 30 Pfennig erhält man eine Suppe, Gemüse mit Fleisch und Kartoffeln, ohne Suppe foftet die gleiche Portion 20 Pfennig. Eine Tasse Staffee 5 Pfennig, eine Butter- oder Schmalzstulle 4 Pfennig. Die Be teiligten am Probeessen sprachen sich über das Gebotene lobend aus und wünschten nur, daß auch weiterhin die Speisen in solch schmachafter Weise verteilt werden. Geistige Getränke werden nicht ausgeschänkt. Für die vielen gerade in der Nähe beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen ist die Anstalt eine günstige Gelegenheit, ein billiges und schmackhaftes Mittag zu erhalten. Steglik. pünktlich 9 Uhr, findet bei Rausch, Winsstr. 12, unser regelmäßiger Lejeabend statt. Der beabsichtigte besondere Lese abend für die 8.- 7. Abteilung kann vor dem Parteitage nicht mehr eingerichtet werden. Die betreffenden Genossinnen werden Witterungsübersicht vom 1. September 1908, morgens 8 Uhr. gebeten, bis dahin den obigen zu besuchen. Die Vertrauensperson. Stationen Barometer stand mm Windrichtung Windstärke Wetter Rigdorf. Mittwoch, den 2. September, in Thiels Lokal, Bergstraße 151-152: öffentliche Versammlung für Frauen. Ge nossin Agnes Fahrenwald referiert über das Thema: Pflichten und Rechte der Frau im Staatswesen. Ferner wird Die Swinemde. 756 SSW 5 bedeckt der Bericht der Vertrauensperson entgegengenommen. Frauen, welche den Uebertritt in den Wahlverein noch nicht hamburg 752 660 6 Regen Berlin 2 bedeckt vollzogen haben, müssen dies schnellstens nachholen, ebenso Franfi.a.m. 755 99 5 Regen werden neue Mitglieder aufgenommen. Der Einberufer. Vermischtes. Bom Eisenbahnzug überrannt. Reiche Beute machten Diebe, die der Wohnung des Kaufmanns F. in der Schloßstraße 109 einen Besuch abstatteten, während der Bestohlene auf einige Tage außerhalb weilte. Neben zwei Dußend filberner Besteds, Buttermesser, Tortenheber, Aufschnittgabeln, Salatbestecks, Eß- und Kaffeelöffeln fielen den Dieben eine goldene Brosche, 10 Uhr ein Zug der Cranzer Bahn an der Samittener Chaussee ein eine ebensolche Halskette und ein Kettenarmband in die Hände. Auch an einigen Herrenanzügen fanden die ungebetenen Gäste Gefallen und zur völligen Equipierung eigneten sie sich ferner Oberhemden, Taschentücher und sonstige Wäsche an. Friedenau. Das leidige Anhängen der Kinder an Wagen hat in Friedenau wieder ein Opfer gefordert. Als der Kutscher Johann Satur in Friedenau, Goßlerstr. 23, auf einem der Firma Mar DrempaFriedemann, Kaiser- Allee 113, gehörigen schwerbeladenen Kohlenwagen durch die Störnerstraße fuhr, versuchte der siebenjährige Sohn Richard des in der Fregestr. 56 wohnenden Beamten Friedrich Teige fich auf die Deichsel des Anhängewagens zu schwingen, kam dabei zu Fall und geriet unter die Näder des Wagens. Mit schweren inneren Verlegungen und einer stark blutenden Kopfwunde wurde er hervorgezogen und sofort mittels Krantenwagens nach dem Schöne berger Krantenhause in der Rubensstraße gebracht, wo die Aerzte an seinem Aufkommen zweifeln. Wie wir nachträglich erfahren, ist der Knabe seinen Verlegungen erlegen. T Wie aus Königsberg gemeldet wird, überfuhr Montag abend einspänniges Fuhrwert mit drei Insassen, von denen zwei, der Schneidermeister Liedtke und der Kaufmann Butttus, beide aus Königsberg, getötet wurden. Der dritte, ein Kaufmann Heymann aus Königsberg, wurde schwer verlegt. Der Wagen wurde zertrümmert und das Pferd getötet. Großfeuer, Eine Feuersbrunst zerstörte einen Teil des Hauptsächlich von Franzosen bewohnten Stadtviertels von New Orleans. Der angerichtete Schaden beziffert sich auf 12 Millionen Dollars. Sozialdemokratischer Lese- und Diskutierklub„ Heinrich Heine". Heute abend 8, Uhr bei Bolze, Rodenbergstr. 8: Sigung. Lefe: und Diskutierklub" Südost". Heute abend 8%, Uhr bei Karl Schulz, Görliger Straße 58: Sigung. Gehilfinnen Zentralverband der Handlungsgehilfen und Deutschlands, Bezirt NO. Donnerstag, 3. September, abends 9 Uhr, in Bachuras Klubhaus, Landsberger Straße 85: Bortrag. Bezirk Charlottenburg. Freitag, 4. September, abends 9 Uhr, in den Charlottenburger Festsälen, Kaiser- Friedrich- Straße 24: Bortrag. München Sten 757 GD Temp. n. E. 5° C.= 4° R. Stationen Barometer stand mm Windrichtung Windstärke Better Temp. n. 10 759 SO 762 SD 4 heiter 1 heiter 11 Baris 12 Regen 13 Haparanda 750 Still 12 Betersburg 755 WS28 1wollig 12 Scilly 751 3 12 Aberdeen 742 ND 755 SS 9 8 bededt 14 6 Regen 11 2 molten! 13 Wetterprognose für Mittwoch, den 2. September 1908. Biemlich fühl, zeitweise aufflarend, vorwiegend trübe mit Regenfällen und sehr lebhaften südwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau, Wasserstands.Nachrichten der Landesanstalt für Gewässertunde, mitgeteilt vom Berliner Wetterbureau. Wasserstand Memel, Tilfit Bregel, Justerburg Weichsel, Thorn Dder, Ratibor Krossen Frankfurt Barthe, Schrimm Landsberg Nege, Bordamm E1be, Leitmerig Dresden Barby Magdeburg Havel, Spandau) Rathenow³) Spree, Spremberg) cm cm¹) 126+16 47+2 26 66 79 -37 4-4 am feit am feit 31. 8. 30. 8. Bafferstand 31. 8. 30. 8. cm cm ¹) 190 <-6 +14 +4 136+2 135+9 Saale, Grochliz 104-0 Beestom 106 -3 Beser, Münden 46 -8 18 0 -9 -2 201-4 -56-3 Köln 213+10 -166-8 Nedar, Heilbronn 65+9 71+5 87+7 Main, Wertheim 158-8 Mosel, Trier Fall, 1)+ bedeutet Wuchs, Minden Rhein, Marimiliansau 398+4 Staub 3) Unterpegel. Warenhaus Hermann Tietz Diese Woche sowelt Vorrat reicht: Frankfurter Allee 109-111. Grosser Extra- Verkauf: 69+9 Diese Woche soweit Vorrat reicht Wegen Umzugs in den Erweiterungsbau kommen in allen Abteilungen Waren, welche nicht weiter geführt werden, zu bisher nicht gekannt billigen Preisen zum Verkauf Damenhemden mit Besatz... Damenbeinkleider m. Stickerel Damen- Jacken Dimiti...... durchweg 90. Pf. Damen- Wäsche durchweg Damenhemden mit Spitze.... Damenbeinkleider mit Stickerel Damenjacken Louisianatuch, m. Lang. *** 125| Damenhemden m. Stickerel- Einsätzen Damenbeinkleider Knlefasson.. Damenjacken Köperbarchend.... Schürzen durchweg 165 Damenhemden elegant garniert... 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