Nr. 49. Grscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Viertels jährlich 8,80 Mart, monatlich 1,10 m, wöchentlich 28 Bfg fret In's gaus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags Nummer mit illuftr. Sonntags- Betlage Neue Belt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn a Mr., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Boft Bettungs- Preisliste für 1898 unter Mr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertfons- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Betttzetle ober deren Staum 40 Bfg., für Beretns- und Berfammlungs- Anzeigen 20 fg Inferate für die nächfte Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition if an Wochens tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und Fefttagen bis 9 Uhr Bore mittags geöffnet. Sernsprech- nhluk Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sonntag, den 26. Februar 1893. Bur Tage in Frankreich. auf die Regierung war. geschlagen. Paris, den 23. Februar 1893. Die Kammer der Deputirten hat noch ein Leben von 5 bis 6 Monaten vor sich, und während dieser Zeit sind all' ihre Mitglieder nur mit den kommenden Wahlen beschäftigt. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Ribot widersetzte sich, wurde aber Die Rammer, in der Ueberzeugung, daß das einzige Mittel, die republikanischen Einrichtungen und Da es Ribot bei dieser Niederlage, nach der er seine Geseze vor dem Heimfall an die Reaktion zu schützen, Entlassung hätte fordern müssen, nicht laffen konnte, so ließ darin besteht, in der sozialen wie in der politischen Ordnung er sich am vergangenen Freitag, um Revanche zu nehmen, die großen nothwendigen Reformen durch die Revision der interpelliren. Und mit vollem Erfolg. Denn inzwischen Verfassung von 1875, durch die gründliche Abänderung war das Manöver Cavaignac's bekannt geworden, und viele unserer wirthschaftlichen Gesetzgebung und unseres SteuerAbgeordnete bedauerten, daß sie sich von ihm hatten ins systems im Interesse der städtischen und ländlichen. Arbeiter, und durch die Zurücknahme des Eigenthums der Nation, Schlepptau nehmen laffen. welches aus der Bank von Frankerich, aus den Bergwerfen und den Eisenbahnen besteht, aus den Händen der hohen Finanz durchzuführen, geht zur Tagesordnung über."( Sehr gut! sehr gut! auf der Linken.) Ich muß sagen, daß Niemand leichter zu nasführen ist, als die Mitglieder der jetzigen Kammer. Man kann sie augenblicklich im Namen der Ehrbarkeit und Ehre für alles mögliche ftimmen lassen. Cavaignac spielte die Saite " Ehrbarkeit“ und Ribot schlug den Rappell für die Stimmen auf der Trommel„ Ehre". Die verschiedenen Fraktionen der republikanischen Regierungs- Partei fuchen einander für die Wahlen die Gewalt zu entreißen, denn die von der republikanischen Bourgeoisie unter dem Kaiserreich so kritisch zerzauste und an Sen Branger gestellte offizielle Kandidatur blüht heute mehr denn je. M. Conftans bat 1889 gezeigt, wie man Wahlen macht: um den ministeriellen Kandidaten den Sieg zu verschaffen, hat er alle Hebel in Bewegung gesetzt, Präfekten Das Minifterium trug einen glänzenden Gieg davon, und Schulmeister und Beamte aller staatlichen Verwaltungszweige, Versprechungen gut bezahlter Stellen und zu fürchtet aber, daß sein Triumph nur von kurzer Dauer sein wendungen aus geheimen Fonds und von Begünstigungen werde. Um nun einem neuen Zusammenstoß möglichst zu jeder Art, Fälschung der Wählerlisten und Drohungen u. s. w. entgehen, läßt es im Galopp über das Budget abstimmen, Als man M. Rouvier vorwarf, Panama- Gelder empfangen um dann den Deputirten Ferien und sich selbst den Frieden zu haben, antwortete er, daß, wenn er sie nicht genommen zu geben. hätte, viele der Deputirten, welche er jetzt vor sich sähe, nicht in der Rammer sigen würden. wollen. Die Sozialisten hatten bisher den Werbungen der Parteien und den persönlichen Bänkereien, welche der Panama- Standal erzeugte, ruhig zugesehen. Jetzt hielten sie den Augenblick zum Eingreifen für gefommen. Lafargue Er machte der modernen sprach in ihrem Namen. Finanz den Prozeß, die als Herrin des Kredits, und da sie die Verfügung über den gesellschaftlichen Reichthum hat, eine unbegrenzte und nicht zu kontrollirende Macht in der Aber jene Sigung vom vergangenen Freitag ist auch fapitalistischen Gesellschaft besitzt. Die Finanz regiert und in anderer Beziehung interessant. Die verschiedenen Bar- herrscht; ste spottet der Parlamente, da sie das Mittel besitzt, Tas Ministerium Ribot- Bourgeois, welches der Präfi- teien der Kammer benutzten die Gelegenheit, um ihre Pro- um alle Deputirten in ihrem Interesse stimmen zu lassen. dent der Republit, Carnot, und das Zentrum und die Linte gramme aufzustellen, mit denen sie in den Wahlkampf ziehen Lafargue ertlärte, daß er der von Millerand vorgeschlagenen Tagesordnung, welche er mit unterzeichnet hatte, beistimme, stützen, will um jeden Preis seine Stellung behaupten, um Die Monarchisten, welche, wie ich im letzten Briefe fügte aber hinzu, daß man den Diebereien der Finanzleute nach Conftans'scher Methode die Wahlen zu machen. Das rechte und das linke Bentrum*): die gemäßigte Nechte schrieb, einen Augenblick den Panama- Skandal benutzen nicht eher ein Biel segen fönne, als man nicht die unters und die gemäßigte Linke wollen es im Bunde mit einander wollten, um einen Staatsstreich in Szene zu sehen, haben nehmerlichen Diebereien beseitigt habe, und daß die Finanz stürzen. Der Angriff wurde von Cavaignac, dem Sohn etwas Waffer in ihren Wein geschüttet. Ihr Führer Pion nicht eher bezwungen sei, als man nicht die Ausbeutung der des Kommandeurs der Junimetelei von 1898, geschickt er- erklärte, daß fie fich mit der republikanischen Staatsform Arbeiter unterdrückt habe. ausgeföhnt hätten und daß sie selbst bereit seien, sich sowohl öffnet. Man sagt, daß er nach der Präsidentschaft strebe. dem Gesetz, welches die Priester von den Kommunalschulen langer; die von 1893 werden auf grund von Programmen Die Wahlen von 1889 geschahen für oder gegen Bous Als Antwort auf die unangebrachte Anweisung zu Gunften von Rouvier, Albert Grévy und Arène, die be- ausschließt, als auch jenem, das die Priesterzöglinge zum vor sich gehen. schuldigt waren, Panamagelder eingesteckt zu haben, Kriegsdienst verpflichtet, anzubequemen. Sie wünschten nur interpellirte Goussot, ein Mitglied der äußersten Linken, einige Milderungen in der Anwendung. Um diesen Rück die Regierung, ob es nicht an der Zeit sei, Disziplinar zug der Monarchisten genügend würdigen zu können, muß maßregeln gegen den ehemaligen Finanzminister Rouvier zu man wissen, daß sie jene beiden Geseze stets als ein unüber ergreifen. Cavaignac griff ein und schlug in einer äußerst brückbares Hinderniß zwischen sich und der Republik begeschickten Rede, die von Ehrbarkeit triefte, eine TagesAuch die ministerielle Majorität stellte ihr Wahl- Die Monarchisten denken diesmal, die Wahlen mit ordnung vor, welche die durch die Panama- Untersuchung enthüllten forrupten Machenschaften verurtheilte. Das war programm, gespickt mit demokratischen und selbst sozialen Banknoten zu machen; sie sind im Begriff, eine schwarze geschickt, denn es zwang die Freunde des Ministeriums, Reformen auf. Die Sozialisten waren erstaunt, und das Kasse zu gründen; aber es scheint, als ob das Geld ausgegen das Ministerium zu stimmen, welches Rouvier und umsomehr, als sie in derselben Sigung Ribot sich hatten bliebe, wenigstens nach folgendem verzweifelten Aufruf Genossen unter seine Fittige nahm. Ribot glaubte, die rühmen hören, daß er scharfe Maßregeln ergriffen habe, um eines einflußreichen Organs der monarchistischen Partei: An die Katholiken! Situation zu retten, indem er den Unschuldigen spielte, der die Streifenden in Achtung vor der Freiheit der Arbeit zu Eine Herzogin hat 1889 drei Millionen für boulangistische von der Tragweite der Tagesordnung feine Ahnung hatte, halten. Aber der Sozialismus ist heutzutage in der Mode, Wahlen gegeben. und er schloß sich ihr an. Die Freunde von Cavaignac und man macht überall in ihm. An jenem Tage hat sich eine neue Partei gebildet. Sollten sich 1893 nicht unter unseren großen Grunds forderten darauf den öffentlichen Anschlag seiner Rede, die im Namen der Ehrbarkeit nur ein langer Angriff Radikale, welche nicht mit Korrumpirten und ihren Be- besizern und großen Industriellen einige die im Namen der Ehrbarkeit nur ein langer Angriff schütern verwechselt sein wollen, reichten ihre Hand den großmüthige Leute finden, die die wenigen Hunderttausend Sozialisten und ließen durch ihren jungen und beredten Franks spenden würden, die unentbehrlich sind, um der Führer Millerand ihr Programm in Form einer Tages- fatholischen Sache den Sieg zu verschaffen? ordnung vortragen, welche 74 Stimmen auf sich vereinigte und folgenden Wortlaut hatte: Wie schon gestern bemerkt, hat das französische Zentrum mit dem deutschen nichts gemein als den Namen; es giebt in Frankreich fogar zwei Zentrumsparteien eine rechte und linke beide republikanisch. Feuilleton. Na brud verboten.) [ 25 Die Laufbahn eines Nihilisten. Von S. Stepniat. Autorisirte Uebersehung. Frei ins Deutsche übertragen von Bertha Braun. Wie geht es Lena?" fragte die jüngere Schwester, welche bei ihm geblieben war. Andrej erzählte in wenigen Worten, was er über sie wußte. Hören Sie, Rojuttom," ertönte Mascha's Stimme hinter dem Vorhange. Wir wissen auch David's Adresse. Ich fann Sie zu ihm bringen, wenn Sie wollen." " trachteten. Jetzt bin ich ganz fertig," sagte sie schließlich, ihren Hut aufsetzend." Bu wem wollen Sie, zu Sina oder zu David?" Zwischen zwei solchen Anerbieten war die Wahl schwer. Wollen wir zu dem gehen, der am nächsten wohnt!" fagte Andrej. Sie wohnten beide nicht weit, doch lag David's Wohnung näher. Wollen Sie lange in Dubrawnit verweilen?" fragte Mascha während des Gehens. an. " Ich weiß nicht.... Es kommt auf die Umstände Andrej gab ausweichende Redensarten. . Er wußte nicht, ob das Mädchen ein ordentliches Mitglied der Sektion und in das Geheimniß der Angelegenheit, die ihn hergeführt hatte, eingeweiht war. Halten Sie sich dauernd in der Stadt auf", fragte er, um die Unterhaltung zu wechseln. Nein. Wir leben auf dem Lande und werden binnen David ist also in Dubrawnik," rief Andrej aus, wobei sein Geficht freudige leberraschung ausdrückte. Davon kurzem dorthin zurückkehren. Wir kamen nach Dubrawnit, wußte ich nichts. Aber kommen Sie bitte heraus, damit wir nicht in dieser Gespensterweise sprechen müssen." „ Sofort," antwortete Mascha, noch hinter dem Borhange. Sie tam in einem anderen Kleide aus ihrem Schlupf winkel hervor und hielt in ihrem Munde noch einige Haarnadeln. David ist an der rumänischen Grenze gewesen, um mit den Juden das Einschmuggeln unserer Bücher vom Auslande zu arrangiren," sagte Mascha, während sie mit den Haarnadeln die Flechten auf dem Kopfe befestigte. Er machte hier Station auf seinem Wege nach... ich weiß wirklich nicht wohin." um das Lehrerinnen- Zeugniß zu erlangen. Es sind uns, wenn wir das Examen hier bestehen, in einigen Dörfern Stellen als Schullehrerinnen versprochen worden." " Es muß Ihnen schwer fallen, sich zum Examen vor zubereiten und dabei mit dem Abschreiben und Sticken vorwärts zu kommen." Mascha lächelte. " Ich versichere Sie, es fiel uns viel schwerer", sagte sie heiter ,,, bevor wir diese Arbeit erhielten. Jetzt kommen wir sehr schön vorwärts und werden uns in einigen Monaten auf dem Lande häuslich niederlassen." Wie ich sehe, sind Sie wie Lena Batternfreunde", bemerkte Andrej. Man tritt schon in den Feldzug ein: die Ministeriellen haben einige schüchterne Versuche gemacht, sich in öffent lichen Versammlungen vorzustellen, aber sie wurden so gut empfangen, daß sie sich in den Schooß des Parlaments flüchteten und den Ministern und geheimen Fonds die Sorge für ihre Wahl überließen. Die Stunde ift entscheidend. Das Unwetter grollt. Machen wir uns keine Illusionen; in Wirklichkeit giebt es Ja das sind mir. Sind Sie's denn nicht? Nach dem, was Lena mir erzählte, hielt ich Sie dafür." " nein", erwiderte Andrej, ich gebe mich solchen Extremen nicht hin." Er begann dem Mädchen, welches er auf seinen radikaleren Standpunkt hinüber zu ziehen suchte, seine Ans ficht darzulegen. Ihre Erörterung ward sehr lebhaft, aber weder bitter noch heftig. Die Uneinigkeiten zwischen Terroristen" und Bauerns freunden" waren noch nicht ausgeglichen. Die beiden Par teien hatten gelegentlich Scharmügel, arbeiteten jedoch ohne viel Reibung in denselben Organisationen nebeneinander. Sie fanden David zu Hause. Er spielte mit einem schmutzigen kleinen blauäugigen Mädchen, dessen Gesicht von blonden Locken umrahmt war. Als es die Fremden sah, lief es eilig davon. Es war die Tochter des Gastwirthes. David liebte Kinder, wie alle echten Juden, troß seiner Abneigung für Familienleben. Er hatte sich in einem jüdischen Gasthaus einquartiert, wo er, wie es schien, ganz zu Hause war. So oft er nach Dubrawnit tam, stieg er hier ab, auch stand er mit dem Gastwirthe auf bestem Fuße. Niemand fragte ihn nach seinem Basse, man kannte ihn einfach unter dem Namen David. Die Freude des Wiedersehens war beiderseitig sehr groß. Sie kommen gerade zur rechten Zeit, mein guter Freund," sagte David. Wären Sie einen Tag später ges kommen, so hätte ich Sie verfehlt, denn ich verlasse schon morgen die Stadt." Mascha schickte sich an, nach Hause zu gehen. Nun Adieu", sagte sie zu Andrej. Ich hoffe, Sie werden den Weg nach unserem Hause nicht vergessen." Nachdem sie ihre Mission erfüllt hatte, wollte sie beiden Wenn die Katholiken es nicht verhindern, wird der Sozialismus triumphiren, und dann, ihr Reichen, müßt ihr nicht blos einige Hunderttausend Frants geben, dann heraus mit enrem ganzen Vermögen! Opfert heute großmüthig einen Theil, wenn ihr euch bas übrige erhalten wollt. Die Kirche und Frankreich fordern es von euch; versagt es ihnen nicht." Die Militärkommission hatte gestern wieder eine Sigung. Ergebniß: Nichts. Sie hatte heute eine Sigung gebniß: Nichts. Sie hat nächsten Mittwoch wieder Sigung und das Ergebniß wird wieder sein: Nichts. Wie lange soll dieses Spiel denn noch dauern? gegenwärtig nur noch zwei Mächte: ben Ratholi- 1 Nebenfragen vertröbelt, und daß der Reichstag, um dieses war von vornherein überzeugt, daß nun die eigent zismus und den Sozialismus. Spiel zu verbecken, seine Zeit fyftematisch todtschlägt und liche Arbeit erst angehen würde" ift Herr Hirsch alles Mögliche behandelt, nur nicht das, was er in erster jeden Beweis schuldig geblieben; er wird ihn auch niemals Linie zu behandeln hat und worauf die Gedanken des erbringen können. Außerdem ist das Ergebniß der Boltes vor allem gerichtet sind, das heißt geradezu das Bolt bisherigen Enquete teine Statistit" im wissenschaftlichen verhöhnen. Sinne, sondern eine Sammlung ganz willkürlich erhobener Bahlen. 4. Es ist unwahr, daß eine Anzahl von Unregel Ermäßigkeiten und Mißgriffen, welche in einzelnen kleinen eine Staaten vorgekommen find", das ganze Material meiner Kritik gewesen sei. Ich habe„ Unregelmäßigkeiten und MißWenn die Furcht des Herrn der Weisheit Anfang ist, griffe" fast in allen deutschen Bundesstaaten, von so ist die Furcht des Sozialismus der Anfang der tapitaden Hansestädten über Preußen, Sachsen, Bayern, Baden, Liftischen Großmuth. Man hat Grund, die Sozialisten zu Die Novelle über den Unterstühungswohnfth, die, Seffen bis zu Heuß j. L. nachgewiesen. 5. Es ist unwahr, fürchten, benn fie allein haben Einfluß auf die Waffen des wie wir gemeldet, vom Bundesrathe angenommen worden daß ich auf all' das, was die Kommission in ihrer letzten Voltes. ist, wird in Kürze dem Reichstage zugehen. Wie die Magde sechstägigen Tagung berathen und vollbracht hat, nicht die Lafargue hat foeben in den Departements der Rhône burgische Beitung" schreibt, find wesentliche Aenderungen geringste Rücksicht genommen hätte". Ich sagte vielmehr, und Loire eine Reihe von Versammlungen über den Panama- an den bereits bekannt gegebenen Bestimmungen nicht vor was Herr Hirsch einfach todtgeschwiegen hat, in meinem standal abgehalten, in denen stets 1200 bis 2000 Personen genommen worden." An der zweijährigen Frift, die jezt Artikel ausdrücklich: Man will jetzt durch nachträgliche den sozialistischen Worten lauschten. Im Laufe des nächsten für Erwerb und Verlust des Unterstügungswohnsizes besteht, mündliche Bernehmungen einen Theil der Ungereimtheiten Monats werden sich Millerand, Jaurès, der neue Deputirte ist nichts geändert. Nur ist mit Rücksicht auf den früheren wieder gut machen." 6. Es möge schließlich zur Renns von Carmaux, Guesde und Lafargue aufmachen, um Ver- Beginn der wirthschaftlichen Selbständigkeit, insbesondere zeichnung des freiwilligen Regierungskommissarius" Hirsch fammlungen in den großen Städten Frankreichs abzuhalten. der Industrie- Arbeiter, die Altersgrenze für die Berechnung ein Hinweis darauf gestattet sein, daß die organisirten Die Sozialisten allein werden aus dem Banamastandal der zweijährigen Frist vom vollendeten 24. Lebensjahre auf Bäckerei- Arbeiter Deutschlands begonnen haben, eine neue, Nuten ziehen. das 18. herabgefeßt. Wichtiger ist noch die Neuerung, daß eigene Aufnahme der Arbeitsverhältnisse zu veranstalten die Verpflichtung des Ortsarmenverbandes des Dienſtortes, so wenig maßgebend ist ihnen das Urtheil des Herrn erfrantten Gefellen, Gewerbegehilfen und Lehrlingen bis zu Hirsch über die verfehlte Bäckerei- Enquete der Reichsund bis zu 6 Wochen Kur und Verpflegung zu gewähren, auf 12 Wochen fommission für Arbeiterstatistit." verlängert und auch auf die forst- und landwirthschaftWenn nur Die Reichstage Stichwahl im Wahlkreise Liegniz nicht im Hintergrunde die von den Agrariern brünstig Goldberg Haynau findet am 4. März statt. Berlin, den 25. Februar. geheischte Beschränkung der Freizügigkeit Aus dem Reichstage. Beschlußunfähig, das war lauerte! Der jezigen Reichstagsmehrheit ist jede reaktionäre das Finale, mit dem die heutige Sigung des Reichstags Wlaßregel, die dem sozialen Fortschritte Hemmnisse in den schloß. Borher gab es eine lange und stellenweise auch Weg stellt, willkommen; die Sachsengängerei ist das Kreuz recht langweilige Debatte über Dampfer- Subventionen und der oftelbischen Junker, und die Furcht vor der sozial Rolonien; dann folgten Berichte über Wahlprüfungen, Bei demokratischen Propaganda unter dem Landvolke ift für die der beste Renner aus dem antisemitischen Stalle, Ahlwardt, diesen handelte es sich meist um unbestrittene Beschlüsse der schuldbewußten Wertreter der landwirthschaftlichen Kommission, nur die Dortmunder Wahl tonnte zu einer Plutokratie", um mit der" Norddeutschen" zu reden, ein längeren Museinandersetzung führen, wenn- Herr Möller peinigender Stachel. So sicher die Krautjunker und Klerinicht vorgezogen hätte, im legten Angenblid fein Mandat falen dem Lattenarrest für Preß- und politische Bergehen nieberzulegen. Bwar hatten Herr Möller und seine austimmen, so sicher sind sie auch für eine neue Form der nationalliberalen Freunde bis zum letzten Augenblick alle Schollenpflichtigkeit zu haben. Man sei deshalb auf der Minen springen laffen, um eine Entscheidung zu hinter Hut nor Ueberraschungen! treiben, aber es half alles nichts. Das Zentrum wollte Politische Zebericht. lichen Gehilfen ausgedehnt werden foll." D Zur Stichwahl in Liegnitz. Wie die Kreuz- 8tg." mitzutheilen weiß, geben die Antisemiten im Wahlkreise die mitzutheilen weiß, geben die Antisemiten im Wahlkreise die wegung segen, um bei der Stichwahl die Freifinnigen zu Bartie noch nicht verloren und wollen sie alle Hebel in Beschlagen. Zu diesem Behufe soll, um mit Stöcker zu reden, nach dem Liegniger Wahlkreis gehen, um dort für ſeinen nach dem Liegnizer Wahlkreis gehen, um dort für seinen Vertheidiger Hertwig über die Bahn zu gehen. Der Kampfes lust der Antisemiten macht dieses Borhaben alle Ehre, der Erfolg dürfte aber schwerlich den Anstrengungen Ehre, der Erfolg dürfte aber schwerlich den Anstrengungen entsprechen. Zunächst tommt in Betracht, daß schon bei der ersten Wahl mehr als siebzig Prozent der Wähler Don ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht gemacht haben, und fonnte, angesichts seiner immer schwieriger Die Reichskommiffion für Arbeiterstatistik imo daß also eine namhafte Steigerung der Wahlziffern Dazu tommt, daß die werdenden Wählermassen, nicht umfallen, und so blieb Reichstage. Der Verfasser unserer Artikel über die Bäckerei mohl nicht mehr zu erwarten ist. Bahl der Wähler der bet der Stichwahl ausfallenden Herrn Möller nichts anderes übrig, als in den faueren enquete schreibt uns noch:" Nachdem mir jezt das Stenotonservativen Partei so gering ist, daß, wenn dieselben auch Apfel zu beißen und das seit drei Jahren zu Unrecht aus gramm der Reichstags Berhandlung vom 21. 6. M. vor: Wann für Wann für Hertwig an die Wahlurne gehen, geübte Mandat niederzulegen. Damit ist endlich einmal liegt, habe ich meinem vorläufigen Artikel über fene Ver- dieser noch immer um tausende von Stimmen hinter dem Sen seit Einführung des allgemeinen Wahlrechtes bei jeder bandlung nur noch folgendes nachzutragen: 1. Der Gegen freisin nigen Standidaten zurückbleiben muß. Der Antisemit Wahl vergewaltigten antinationalliberalen Wählern des Kreises fat zwischen Dr. Max Hirsch und mir besteht darin, daß tönnte dem Freifinn nur gefährlich werden, wenn die sozialDortmund eine kleine Genugtbuung geworden. Daran die der erstere, wahrscheinlich unter dem Eindruck der höchst demokratischen Wähler geschlossen zu ihm übergingen. Daß Hoffnung zu knüpfen, daß nunmehr bei zukünftigen Wahlen mangelhaften Arbeiterstatistiken seiner Gewerkvereine, bereits dieses aber geschieht, ist einfach ausgeschlossen. Soweit wir Die Schlotbarone von Hörde, Dortmund und Schalke die damit zufrieden ist, daß in den Sizungen der Kommission die Stimmung unserer Genossen im Wahlkreise tennen, ist Bergewaltigung ihrer Arbeiter weniger toll treiben werden, nur die beste Absicht geherrscht hat, der Wahrheit auf den man dort entschlossen, sich an dem Stichwahlkampf überhaupt wagen wir, bis auf weiteres, freilich nicht. Bei der Ab Grund zu kommen", während mir die Absicht und das unstimmung über die Wahl des Abgeordneten von Reden sichere Lasten der Kommission nicht genügt, weil ich weiß, nicht aktiv zu betheiligen. Wo aber unsere Leute zur Wahl und die Mehrheit derselben kann schon ergab sich die Beschlußunfähigkeit des Hauses. Für die baß gute Enquete- Methoden längst anderswo gefunden um ihrer wirthschaftlichen Abhängigkeit willen nicht von Giltigkeit erklärten sich dieses Mal 89, dagegen 75 Ab. find( England) und es deshalb die verdammte Pflicht und um ihrer wirthschaftlichen Abhängigkeit willen nicht von geordnete. Die Linke war verhältnißmäßig schwach besetzt. Schuldigkeit der Kommission gewesen wäre, die gute und der Urne fortbleiben und sich damit demonstrativ zur Sozialdemokratie bekennen da werden diese Wähler freistunige bewährte Methode statt der schlechten und nicht bewährten Stimmzettel abgeben. Um der schönen Augen der FreiDie Militärkommiffion fährt fort, nichts zu thun. anzuwenden. Weit anderen Worten: ich gebe Herrn Hirsch sinnigen willen geschieht dies gewiß nicht. Daß aber ein Nicht, daß fie nichts arbeitete im Gegentheil, die Kom zu, daß er und seine bürgerlichen Kollegen in der Reids- finnigen willen geschieht dies gewiß nicht. Daß aber ein miffionsmitglieder arbeiten febr fleißig im Schweiß ihres tommission ganz gute Menschen sein mögen, ich erlaube mir Gozialdemokrat einem Racenheter, Lebensmittelzölluer und Angesichts; allein es ist nicht die richtige Arbeit es ist aber hinzuzufügen, daß die Herren sehr schlechte statistische Anhänger der Militärvorlage seine Stimme geben könnte geschäftiger Müßiggang. Wie die Kaye um den heißen Wufitanien find. 2. Herr Hirsch nimmt als statistischer ist undenkbar. Brei, so geht die Kommission um den Kern der Frage, um Dilettant bereits damit vorlieb, wenn er die anscheinend Zur Apothekenfrage. Die Petitionskommission des die Entscheidung herum. Sie vertieft fich in Nebenfragen, große Zahl von 5347 Bäckereien hört, in denen preußichen Abgeordnetenhauses beantragt, das die für die Entscheidung ganz belanglos find. Ob die Militär Erhebungen stattfanden. Ich sage: es giebt über Haus wolle beschließen, bie Staatsregierung zu ersuchen, vorlage ein paar Hunderttausend oder Millionen Mart 100 000 Arbeiter in deutschen Bädereien; wenn in der ihren Einfluß dahin zu verwenden, daß eine baldige mehr oder weniger tostet, das ist ganz gleichgiltig; wenn Enquete von diesen 100 000 Leuten nur 2589 zu Wort ge- reich 3 gesetzliche tegelung ber Apothekenfie nöthig wäre, müßten wir eben zahlen was fie foftet. tommen sind, also faum mehr als 2 pCt., und diese unter fra ge stattfinoe, und bis zu dieser reichsgesetzlichen Regelung Aber sie ist nicht nöthig, das deutsche Bolt hat in höchst ungünstigen Auskunftsverhältnissen, so fann ich mit in Preußen nur noch persönliche und unveräußer seiner ungeheuren Wiehrheit mir tönnen fagen: der himmlischen Statistiker Unschuld des Herrn Hirsch li dhe Ronzessionen ertheilen zu wollen. Aus dem mit Ausnahme der Interessenten einstimmig sein Botum in nicht sagen, daß die Enquete zwar ein verkleinertes, aber Berichte der Kommission( Nr. 71, S. 9) fei folgendes mitverneinendem Sinne abgegeben. Und da hatte die Volks im ganzen richtiges Bild der Arbeiterverhältnisse in den getheilt:„ Auch die Vertheidiger des( jetzigen) Systems vertretung die Pflicht, dem Willen des Boltes gemäß ein- Bäckereien geliefert hat," sondern ich muß sagen: hier fann müssen die mannigfachen Schäven anerkennen, welche das fach und ohne Unschweife Nein! zu sagen. Daß sie, d. h. die nur ein Berrbild vorliegen. 3. Für seine Behauptung: gegenwärtige Rouzessionswesen mit sich bringt. Unter diesen Majorität dies nicht that, ist zweifellos eine Pflichtwidrig- diese auf Fragebogen begründete Statistik sollte ja kommen besonders in Betracht zunächst der Nepotismus feit, um den gelindesten Ausdrud zu wählen. Und daß die nur die ziffernmäßige ziffernmäßige Grundlage bieten, und So( Wetternwirthschaft) bei Grtheilung einer neuen Kommission Tag um Tag, Woche um Woche mit nichtigen wohl der Herr Reichskanzler als die Kommission onzession; zweitens die Klage, daß zu wenig gehen werden Freunden Gelegenheit geben, sich auszusprechen. David D David!" fagte Mascha vorwurfsvoll. Vertrauen zu Ihnen, noch etwa der Wunsch, sich mit dem hielt sie aber zurück. " Nein, nein, lassen Sie mich enben, Sie sollen nachher Besize eines eigenen Grenzgeschäftes rühmen zu können." Warten Sie einen Moment. Ich möchte Sie fragen, das Wort haben. Nun Abrunta wurde mit einem David machte eine ironische Handbewegung. Gut, sagte er„ einen welche von Ihren Odessaer Freunden nach der letzten Ber- Haufen Geldes nach Kischinem geschickt, er richtete ein Grenz gut" alten tönnen Vogel haftung in ihren alten Wohnungen geblieben sind, damit geschaft für sie ein und bewilligte für Bücher.. hier Sie nicht auf den Leim führen. Ich weiß, was ich weiß. ich sie auffinden tann." machte Tavid eine Pause, um einen dramatischen Effekt zu Sagen Sie mir lieber, wo ich brunka, dem ich das erzielen achtzehn Rubel per Pud." Resultat meiner Arbeit mitzutheilen habe, finden kann." Gehen Sie nach Odessa?" fragte Andrej überrascht. Ja, nach Odessa." Sie waren ja erst vor drei Wochen dort. Ich habe in meinem Leben feinen reiselustigeren Menschen gekannt", fügte er, sich an das Mädchen wendend, hinzu. Reiselustig!" protestirte David." Es macht mich wahnsinnig, wenn ich daran dente, welche Unmasse Geldes ich in diesen drei Wochen verschleudert habe, abgesehen von dem Zeitverlust. Alles das Wert dieser Bauernfreunde", für welche unsere Freundin eine solche Bärtlichkeit em pfindet", er nickte dabei Mascha zu. Diese armen Bauernfreunde", seufzte das Mädchen, sie sind überall die Sündenböcke." Noch einen Augenblick," bestand David, Andrej anfaffend. Jch fagte ihnen zu wiederholten Malen, daß ich soviel Bücher, als sie nur wünschten, über die Grenze schaffen würde; es verursachte mir feine Schwierigkeiten Er blickte Andrej, dann Mascha und dann wieder Andrej schweigend an. Mascha schien ihm zur Genüge bestürzt, auf Andrej hatte es aber nicht den geringsten Eindruck gemacht, da er feine Ahnung hatte, welches der gebräuchliche Preis war. „ Achtzehn Rubel das Pud! Jst das nicht unerhört! Jch zahlte nie mehr als sechs," rief David aus. verdirbt uns allen das Grenzgeschaft! Dus macht die G3 ist eine Schande, solche Preise zu zahlen. Das Schmuggler unwillfährig." Er wurde bei diesem Thema warm und begleitete den Schluß seiner Rede mit sonderbaren jüdischen Gesten, welche bei ihm nur in Momenten großer Erregiheit zu bemerken Natürlich," fuhr er in ruhigerem Tone fort, schlug waren. Mascha gab ihm die gewünschte Adresse an. " Jezt muß ich mich fertig machen," sagte David;„ ich habe für heute eine Verabredung mit Sina getroffen." Er holte aus der Ecke sein getreues Bündel, senkte die Hand hinein und tappte darin herum, um etwas zu finden. Da er es aber nicht finden fonnte, begann er den bunten Inhalt auf das Sopha auszuleeren. Ein Hemd, ein Waschbüchsen mit verschieb enem Inhalte und viele andere Dinge handschuh, eine Haarbürste, ein kleines Federkissen, ein Band deutscher Gedichie, ein paar Socken, mehrere runde Zinnfolgten immer rascher aufeinander eine vollständige Ausrüstung für für einen Menschen, der den größten Theil seines Lebens im Eisenbahnwagen zubringt. Wein Reisejack ist ein sonderbares Ding; auf dem Boden deffelben findest Du immer, was Du suchst," sagte David, indem er eine Büchse aus Balmenholz, in schweize es erweitert ja nur mein Geschäft. Sie hätten nur ihren ich Lärm, als ich dies vernahmi. Wir fehrten zu den rischer Arbeit, ergriff, welche schließlich auf's Sopha rollte. Kostenaufwand zu bestreiten und bieffeits der Grenze einen Mann zu halten, der ihre Packete in Empfang nähme. Grenze reisen, um alles zu ordnen." Hoffentlich gelang es Jouen?" fragte Andrej. " Ja, aber auf wie lange! Ich bin nicht sicher, wenn sie einen Juden bekommen, der etwas geriebener als brunta ist, ob sie mir nicht wieder denselben Streich spielen". Lies thaten sie niemals," fügte er hinzu, Mascha einen vorwurfsvollen Blick zuwerfend, so daß ,, ich die Bücher selbst nach der Stadt bringen mußte. Doch besorgte ich die Grenzgeschäfte weiter für fie und alles ging eine Beitlang gat. Vor einigen Wochen hatten sie nun das Unglück, Abrunna Blum als Mitglied ihrer Seftion aufzunehmen, Sie sollten sich schämen, so zu sprechen, David", fiel welcher, obgleich Jude, ein Einfaltspinsel ist. Sie haben Mascha ein. Von den Doc, aer Leuten hörte ich schon von wohl einige Erfahrungen mit ihm gemacht?" diejer Grenzgeschichte." Andrej nickte lächelnd. Sun, vergält sie sich nicht so?" Er schraubte bie Büchse, welche verschiedene Knöpfe, weißen und schwarzen Faden, Nadelbüchse, Fingerhut und Scheere enthielt, auf. Dann legte er seinen Ueberzieher ab und begann zu nähen. Geben Sie ihn mir," sagte Mascha, ich will ihn für Sie ausbessern." „ Nein, das verstehe ich besser. Frauenarbeit hält nicht vor," erwiderte David. " Um sich auch irgendwie nützlich zu machen, begann Andrej David's Sachen wieder in den Sack zurückzulegen. Unter anderem stieß er dabei auf einen kleinen grünen Beutel von ungefähr fechs oder sieben Boll Länge. Als Andrej ihn Nun wohl, ich weiß nicht, ob diese Bauernfreunde Natürlich nicht. Ihre Grenze ist die deutsche, welche dachten, daß Abrunka für sie geschickt genug sei, oder ob sehr entfernt ist und wo feiner ihrer Leute ist, während die öffnete, fiel ein sonderbarer Gegenstand heraus. Erst hielt fie irgend einen anderen Grund hatten, Thatsache ist aber, rumänische Grenze ganz nahe bei Odessa liegt und sie zu er es irrthümlicher Weise für ein Kinderspielzeug, das daß fie, seitdem sie einen eigenen Juden haben, beschlossen, Kamenieß eine Filiale haben. Deshalb sandten sie Abrunka, David einem seiner Günstlinge mitgebracht haben mochte. auch ein eigenes Grenzgeschäft zu haben." um sein Glück zu versuchen. Es war weder Mangel an I ( Fortsetzung fofgt.) " Rongeffionen ertheilt würden, und drittens die zu] Dieselben Blätter, die diesen Weberuf jett ausstoßen, hoben Preise der Apotheken." Jn ben Jahren 1876 verkündeten vor 14 Tagen noch die Vernichtung" der Solange der törperliche Zustand des Berurtheilten den Vollzug nicht Die Strafvollstreckungen find auszusehen, wenn und so bis 1885 wurden 123 neue Ronzeffionen ertheilt( von benen zialdemokratie durch den Deutschfreisinns- Apostel Eugen zuläßt. auf Berlin 24 fallen), welche gering angeschlagen ins Richter und dessen Spar- Agnes. Die Strafverschärfungen tönnen auf Antrag der Strafvolls gesammt einen Rapitalwerth von 3 bis 4 Millionen Mark Wir können den betreffenden Blättern übrigens verbes Berurtheilten durch Beschluß des Gerichts theilweise oder ftreckungs- Behörde wegen guter Führung und fleißigen Arbeitens repräsentiren. In den zehn vorhergehenden Jahren, über rathen, daß Herr Adler sehr viele Kollegen hat, und daß gänzlich aufgehoben oder gemildert werden." welche dem Referenten ganz genaue Bahlen nicht zu Gebote die Fortschrittler, die zu uns tommen, zum nicht kleinsten ftehen, ist aber mehr als die doppelte Babl neuer Kon- Theile durch die Weisheit der- Spar- Agnes befehrt worden badurch, daß die harten Strafen gemildert werden, dagegen fiel die Be Der Paragraph unterscheidet sich von der Regierungsvorlage geffionen ertheilt worden, sodaß die in den letzten 20 Jahren sind- ein Erfolg, der uns die trampshaftesten An- fchräntung ihrer Anwendung, die nach ber Regierungsvorlage weggeschenkten Werthe fich auf weit über 10 Millionen strengungen des Herrn Eugen Richter, dem Kind seiner Muse höchftens sechs Wochen sein sollte, ferner wurde durch den Be belaufen. Der Konzessionsschacher ist ein Spefulations möglichst weiten und lohnenden Absatz zu sichern, mit verschluß der Kommission die Anwendung der Berschärfungen auf geschäft, wie der Handel mit Baumwolle, Spiritus, gnügten Sinnen betrachten läßt. die angeführten Bergehen und Verbrechen beschränkt. Kammzug oder Buder. Geschoren wird dabei das Publikum. Nach einer weiteren lebhaften Debatte wurde der§ 862 ber Regierungsvorlage angenommen, ber die Verschärfungen der Strafbaft auch auf die nach§ 861 Biffer 3-8 Berurtheilten angewandt wissen will. Dieser trifft unter anderem die Verurtheilten tuirte wegen Uebertretung der für sie erlassenen polizeilichen Vorwegen Landstreicherei, Eltern wegen Betteins der Kinder, ProstiSchriften zc. trag der Abg. Endemann und Gröber, welcher lautet: In der heutigen Sizung erörterte die Kommission einen Ane Wer mit venerischer Krankheit behaftet in Kenntniß seiner Ertranfung den Beischlaf ausübt, wird mit Gefängniß bis zu einem Jahr und Geldstrafe bis zu eintausend Mark bestraft. Bat infolge des Beischlafes eine Ansteckung stattgefunden, so ift auf Gefängniß nicht unter einem Monat zu erkennen." melcher sich die Abgg. Prinz von Ahrenberg, Bebel, Endemann, Gröber, v. Guftedt, Horwiz, Stadthagen und mehrere Rehanden mit zur Erörterung, schließlich beschloß die Kommission gierungskommiffare betheiligten. Eine Menge von Anträgen mit Wiehrheit folgendem Wortlaut ihre Buftimmung zu geben: tranfheit leidet, den Beischlaf ausübt, wird mit Gefängniß bis su einem Jahre und Geldstrafe bis zu 1000 Mart bestraft. Ist die Handlung zwischen Ehegatten oder zwischen Ber lobten verübt, so tritt Berjolgung nur auf Antrag ein. eine Befferungs- oder Erziehungsanstalt bis zur Volljährigkeit Ift der Thåter minderjährig, so lann auf Ueberführung in erkannt werden." Die Debatte hierüber war wiederum eine sehr lebhafte, an Der Weltfriede ift gesichert. Die franzöfifche Die Entscheidungen des Reichsgerichts offenbaren dem Baseler Fastnachtsult nur lächerlich gemacht hat Regierung hat schließlich doch eingesehen, daß sie sich mit mehr und mehr, welche weite Rluft die rechtsgelehrten Richter und den Kriegsfall" für erledigt erklärt. Glüdliches von dem Volfe trennt, dessen Rechtsauffassung in immer Europa! schärferen Gegensatz zu der des Juristenthums tritt. Die Ausdeutung des in politischen und Breßprozessen bereits In Serbien fommt es täglich zu derben Busammen viel zu elastischen Strafgesetzes wird strenger und strenger, ftößen zwischen den Abgesandten des liberalen Ministeriums die Urtheile verschärfen sich zusehends, bie öffentliche Kritik und den Radikalen. Die Rabitalen, Agenten des Baren fieht sich eingeengt und hart bedrängt. Diese Erscheinung thums, fträuben sich gegen die von der Regierung verist um so bedauerlicher, je offenfunbiger bas persön anstalteten Erhebungen, vermittelft deren die radikale Miß liche Regiment in Deutschland wird, je energischer die wirthschaft z. B. im Gerichtswesen aufgedeckt werden soll. tonftitutionelle Redensart:„ Der König herrscht, aber regiert In der Kreisstadt Przarewah kam es z. B. am 23. b. W., nicht", durch das Eingreifen des Herrschers in den Streit wie der Boff. 8tg." gemeldet wird, zu ernsten Ruhe der Parteien, in das politische Leben dementirt wird. Je störungen. Der Justizminister hatte dorthin eine KomFräftiger nun die Persönlichkeit des Monarchen ist, je häufiger miffion entfendet, um die angeblichen wiißbräuche des fie ohne die Bermittelung der Minister auftritt, um dortigen Gerichtshofes aufzudecken. Der Präsident des so stärker ist die Veranlassung, an ben Rund Kreisgerichts ließ das Gerichtsgebäude sperren und wollte Wer wissend, daß er an einer ansteckenden Geschlechtsgebungen des Herrschers Kritik zu üben. Da dieser selbst nur der Gewalt weichen. Infolge deffen ging die Ktitit übt, über strittige Fragen seine Ansicht kundgiebt zu Gendarmerie vor, wobei dieselbe auf bewaffneten Wider dem Zwecke, auf bestimmte Gruppen der Bevölkerung oder stand seitens der im Gericht verborgen gewejenen Beamten der Boltsvertretung einzuwirken, so ist es sonnentlar, daß stieß. Mehrere Beamte und Gendarmen wurden fchiver die Preß- und Redefreiheit ohne Einschränkung bestehen verwundet. Liberale und Radikale kämpfen um die Macht. muß, damit nicht der ungekrönte Kritiker des gekrönten Jene werden von Defterreich, diese von Rußland bezahlt; Kritikers in die Fährnisse eines Strafprozesses verstrickt und beide möchten gern ungestört das Boll plündern. wird, weil er Gleiches mit Gleichem vergilt. Während in demokratischen Gemeinwesen der Begriff der Amtsehren- er it Frankreich. Andrieux hat sich jetzt entpuppt Beleidigung ausgemerzt ist, und jeder Staatsbürger mit Kandidat aufgestellt worden und hat ihnen versprochen, die ben Bonapartisten für die Wahlen als gleichem Maß gemessen wird, spizt spißt die beutsche Liste aller Panamisten zu veröffentlichen. Jest weiß man Juristerei die Gegenfäße ftetig zu. So hat jüngst ( am 15. Dezember 1892) das Reichsgericht, I. Straffenat, alfo, mer hinter den Andrieux und Conftans steht. Wir benutzen die Gelegenheit, um nochmals daran zu fellschaftsretter hervordrängt, zur Beit, wo er an der Spitze der erinnern, daß dieser nämliche Andrieux, der sich jetzt als GePariser Polizei stand, seinem eigenen Bekenntniß nach die Anarchisten" mit 30 000 Fr. per Jahr unterstützte. Jules Ferry, der Tonkinese, ist mit 148 gegen 101 Stimmen zum Präsidenten des Senats gewählt. Geschieht dem Senat recht! entschieden, daß Aeußerungen, welche in bezug auf Privatpersonen nicht als beleidigend zu erachten find, in bezug auf bas Staatsoberhaupt wohl als beleidigend auf gefaßt und bestraft werden können; je richtiger die Ehre des Angegriffenen für die staatliche Ordnung ift, defto empfindlicher muß bie Abschägung des thm gegenüber Buläffigen oder Unzulässigen fein. Mit Annahme dieses Antrages wurde die erste Lesung der Borlage geschlossen. Dieselbe hatte 18 Sigungen in Anspruch genommen. Zu Berichterstattern wurden der Abgeordnete Dr. EndeDonnerstag, den 2. März. mann und Dr. Stephan ernannt. Die zweite Lesung beginnt 8ur lex Heinze. Die Dentfchrift, welche das preußis sche Justizminifterium der Reichtags- Kommiffion zur Vorberathung der lex einge überreicht hat, theilt mit, daß eine Statistik der für die Jahre von 1882 an bis auf die Gegenwart aber Rüdfälligen für 1872 bis 1882 für Preußen nicht existirt, in der Reichsstatistik enthalten ist. Im Jahre 1872 tamen, wie die Frankfurter Beitung" berichtet, 6109 Buchthausgefangene hinzu, davon waren 4688 bereits früher wegen Berbrechen oder Vergehen bestraft, das Verhältniß der Vorbestraften zum Zugange an Zuchthausgefangenen war 76,74p Ct. Jim Jahre 1883 gingen Wir hatten bisher geglaubt, es gäbe nur eine Ehre, 8142 Buchthausgefangenen zu, davon waren 6546 früher bestraft, und was ehrlos bei einem Privatmann sei, das sei auch Onkel Sam*) und Bäterchen". Aus Washington ift der Rommiffioneine Zusammenstellung aus den Berichten der also 80,49 pt. jum Zugang an Zuchthausgefangenen. Ferner ehrlos bei einem Staatsoberhaupt. Und wir glauben es melbet der Herold", in dem russisch- amerifaniGrften Staatsanwälte und Polizeibehörden über die neuerliche auch heute troy Reichsgericht. Süter der Ehre ichen Auslieferungsvertrage sei bestimmt, daß Zunahme der Brutalitätsdelikte zugegangen. Danach soll in fann aber jeder nur selbst sein gleichviel ob ein Attentat gegen den Bar oder deffen Familie als ein mehreren, auch großen Städten, wo eine Lofalifirung der Proer Staatsoberhaupt oder Privatmann. Rein Anderer gemeines, nicht als ein politisches Verbrechen zu be- ftitution auf gewisse Stadtgegenden durchgeführt ist, ein Buhälterfann es. Durch Gesetze und Strafen die Ehre schützen trachten sei. Erlangt dieser Vertrag Gesetzestraft, so bewesen gar nicht oder doch nur in geringerem Umfange bekannt sein, wollen, ist ein Beginnen, das sich nur aus einer ganz ver- deutet dies eine schmachvolle Kapitulation vor dem zarischen und eine besorgnißerregende Zunahme solcher Delikte wird in Abkehrten Auffassung und argen Geringschäßung des Begriffes Despotismus und die Auslieferung des Asylrechts an die rede gestellt, so in Königsberg i. Pr., wo die Prostituirten nur Ehre erklären läßt. Aber welch gewaltigen Elbogenraum schimpflichste Reaktion. in gewiffen Straßen wonnen dürfen, in Aachen, wo sie in einer gewährt dieser reichsgerichtliche Entscheid findigen und einzigen Gasse tonzentrirt sind, in Flensburg, wo ganz ähnliche ftrebsamen Staatsanwälten! Wohin steuern wir? Berhältniffe bestehen, fernerhin in Altona, in Stralsund, während in Magdeburg, wo die Dirnen in 18 Häusern wohnen, eine bebelitte bemerkbar ift. Den großen Ginfluß der Behälter auf die forgnißerregende Zunahme wenigstens der Zahl der BrutalitätsKriminalität erweifen die Berichte in Berlin und Raffel: trots der feitens der Gerichte gegen die Buhälter angewendeten Strenge nimmt die Brutalität in ihren Kreisen zu, es mehren sich die Robbettsdelikte. Die gleiche Beobachtung wird in Danzig, Frankfurt a. M. und Düffeldorf gemacht. Der Polizeistod hilft nichts gegen foziale Schäden. Ein heiterer aber sehr lehrreicher Vorgang. As heute auf dem Telegraphenamt im Reichstage ein Berichterstatter des Wolff'schen Bureaus ein Telegramm aufgeben wollte, enthaltend die Beschlüsse der VIII. Rom. mission lex Heinze( siehe unfern Kommissionsbericht in der vorliegenden Nummer des Vorwärts") verweigerte der Telegraphenbeamte die Annahme des Telegramms wegen feines unfittlichen Inhalts. Die Nachricht verbreitete sich im Reichstag wie ein Lauffeuer und erregte das der lex Heinze- Kommission widerfahrene Mißgeschick große Heiterfeit. Vor der Antisemiten wird ihren Gönnern, den Ronservativen, allmälig angst und bange. Sezen sich boch bie um Aylwardt in den bisher fonservativen Bezirken fest und bedrohen die Wahlkreise der alten Deklaranten". So bettelt benn die, Kreuz- 8eitung": Druckfehlerberichtigung. In der Notiz der Polit. Ueberf.( Nr. 48 vom 25. Februar): Für den Gebrauch von Surrogaten lies statt Surrogaten- Plenge! Surrogaten Blempel. Parlamentarisches. Die Vill. Kommiffion lex Heinze hat nach dreitägigen Die Kommiffion für die Abzahlungsgeschäfte brachte Berhandlungen den§ 16a der Regierungsvorlage: Berfchärfung in ihrer geftrigen Sihung die Verhandlungen zum Abschluß. Von die That von besonderer Robbelt oder Sittenlofigfeit geuge, neuen Baragraphen in die Vorlage aufzunehmen, wonach vom der Haftstrafen durch schmale Koft und hartes Lager, im Falle dem Abgeordneten Ackermann war der Antrag gestellt, einen angenommen. Die Verhandlungen waren, wie schon die Dauer derfelben beweift, oft fehr lebhafte, insbesondere gab die in waaren, Bruchgold und Bruchfilber, Staats- und sonstige Werth..Gewerbebetrieb der Abzahlungsgeschäfte Gold und Silber= Gleichheit vor dem Gefet. Der Arbeiter Bunte folge des Antrags Gröber seitens der Regierung vorgelegte Ber- papiere, Lotterieloofe, Bezugs- und Antheilfcheine auf Werthist nach seiner unbegreiflichen Verurtheilung sofort verhaftet brecher und Vergehensstatistik den Abgg. Bebel und Gröber papiere und Lotterieloofe" ausgefchloffen fein sollten. Gegen worden wegen Fluchtverdachts". Und Baare, gegen Beranlaffung, in ausführlicher und gründlicher Weife fich bagegen biefen Antrag machte befonders ber Abgeordnete Auer geltend, den viel schwerere und viel ehrenrührigere Anklagen auszusprechen, daß dieselbe die Nothwendigkeit der Verschärfungen daß derselben in bezug auf den Vertrieb der Lotterieloofe nicht schwebten, ist, bis zur geheimnißvollen Erledigung seines nachwiese. Von anderer Seite war man anderer Meinung und weit genug gehe. Diefer Vertrieb unterscheide fich von den GeFalls, stets auf freiem Fuß geblieben. Da war fein Flucht namentlich vertraten die Regierungskommiffare die Nothwendig fchäften, welche unter der Bezeichnung Abgablungsgeschäfte" in verdacht. feit der Verschärfungen. Des weiteren wandten fich die der Vorlage einer Regelung unterzogen werden dadurch, daß die in Abgg. Bebel, Gröber, Mundel, Schröder Betracht kommende bewegliche Sache" das Loos oder WerthSpahn, Stadthagen u. a. prinzipiell gegen ben papier nicht dem Käufer übergeben werde, fondern regelmäßig fo Entwurf, für den sich die Abgg. Dr. Endemann, Brins lange in dem Beige bes Berläufers bleiben, bis die letzte Rate Dr. Stephan und Rintelen aussprachen. Für die Faffung fchäftes Papiere- wahre Kunstprobufte des typographischen von Ahrenberg, Letocha, Fürst von Radziwill, bezahlt ift. Der Käufer erhalte zwar beim Eingehen des Geder Regierungsvorlage erklärte sich kein Abgeordneter, bagegen Gewerbes leider feien biefelben aber feinen Dent werth. Bet wurden von den verschiedensten Seiten Abänderungsanträge diefer Sachlage trage also der Ackermann'sche Antrag gar nichts " Sicherlich haben sie( die Antisemiten) ein Anrecht darauf, eingebracht und befürwortet. eine Vertretung im Reichstage zu verlangen. Dazu bieten fich Eine scharfe Auseinandersehung, rief die Aeußerung des tommenden himmelschreienden Uebervortheilungen der Käufer, ja dazu bei, die auf dem Gebiete des Statenloos- Handels vorGelegenheiten genug in allen Wahlkreisen, welche bisher liberal Rommiffarius des preußischen Justizministeriums Dr. Lucas her- fogar direfte Betrügereien die nur leider juristisch meist nicht vertreten waren. In ihrem eigenen Interesse wird es jedoch vor, welcher die Erklärung abgab, daß, falls die Rommission den liegen, sich rechtzeitig mit den Konservativen zu verständigen.§. 16a ablehne, die preußische Regierung möglicherweise darauf Debatte wurde nachstehender von dem Abgeordneten Spahn zu fassen find ริบ verhindern. Nach längerer Dann werden fie, fofern sie annehmbare Kandidaten vor hinaustomme, die Strafen des§ 16 a für gewiffe Fälle auf eingebrachter Antrag mit 18 gegen 3 Stiminen angenommen. schlagen, sicherlich freundliches Entgegenkommen finden und dem Berordnungswege einzuführen, dem nach Ansicht 8. Der Verkauf von Lotterteloosen und Juhaberpapieren mit dadurch verstärkte Aussicht auf Erfolg gewinnen. Ja, wir des Kommiffarius tein Hindernis im Wege stehe. Die Abgg Brämien gegen beilzahlungen ist verboten, gleichviel ob die gehen noch einen Schritt weiter. Sollte das Zentrum für gut Bebel, Schröder und Stadthagen legten gegen diefe uebergabe des Papiers vor oder nach der Zahlung des Kaufhalten, gegenüber der Judenfrage in feiner zuwartenden Auffassung energisch Verwahrung ein. Seine Regierung habe zu preises erfolgt. Stellung zu verharren, fo werden wir es begreiflich finden, folchen Maßnahmen ein Recht, es handle fich hier nicht um wenn die Antifemiten auch die Zentrums- Babltreise aufs Disziplinarmittel, Wird diefer Paragraph Gefet, dann dürfte für den Ratensondern um eine Aenderung bes loos- Schwindel endlich das leyte Stündlein geschlagen haben. Korn nehmen. Wir sind unbefangen genug, um die Möglich- Straf- Systems, und biese fönnte nur auf dem teit zuzugeben, daß mancher liberale Wahlkreis durch einen Wege der Gesetzgebung herbeigeführt werden. Sollte Antisemiten leichter erobert werden tann, als durch einen der Kommissar an seiner Meinung feithalten, so sei nothwendig, des Abgeordneten Singer, welcher einen längeren Urlaub ge In die Kommiffion für die Militärvorlage ist an Stelle Konservativen. Aber wir sind nicht bescheiden genug, um an die Sache im Plenum zur Erörterung zu stellen, um eine Grenommen hat, der Abgeordnete Auer eingetreten. zunehmen, daß dies überall der Fall ist und daß nicht vielfach flärung der preußischen Regierung herbeizuführen." auch das Gegentheil zutrifft." Schließlich wurde nach einer ganzen Reihe von Abstimmungen Wahl des Abgeordneten Stamm( Neunkirchen) für giltig zu er Die Wahlprüfungskommission faßte den Beschluß, die der§ 16 a in folgender Fassung angenommen: flären und den seinerzeit gegen die Wahl eingereichten Wahlwegen Verbrechen und Vergehen wider die Sittlichkeit, wider das achten. Im Protefte war besonders auch eine weitgehende RonBei der Verurtheilung zur Zuchthaus oder Gefängnißftrafe proteft durch das Ergebniß der Erhebungen für erledigt zu er Leben oder wider die persönliche Freiheit, wegen Körperverlegung, trolle ber Wähler am Sige der Stumm'schen Herrschaft, in Raubes, Grpreffung oder Sachbeschädigung, oder wegen gemein Neunkirchen selbst, behauptet, und die Erhebungen haben diese gefährlicher Verbrechen und Bergehen kann, wenn die That von Kontrolle auch bestätigt. Bwar hat die Wahlprüfungskommission befonderer Rohheit oder Bosheit oder ehrloser Gesinnung des die Erheblichkeit dieser Kontrolle seinerzeit mit 4 gegen 3 Stimmen Thäters zeugt, auf Berschärfung der Strafe auf die ganze Dauer verneint. aber felbn wenn dies nicht geschähe und die auf Stumm Es kommt taum vor, daß aus Sozialdemokraten Deutsch- oder einen Theil derfelben erkannt werden. Die Verschärfung in Neunkirchen gefallenen Stimmen gestrichen würden, jo verfreifinnige werden, dagegen tritt ber umgekehrte Fall der Strafe beſteht darin, daß der Verurtheilte eine barte Lager- bleibt für Stumm noch eine fleine Majorität. nicht felten ein. So ist neuerdings Herr Adler, ge- ftätte und als Nahrung Wasser und Brot erhält. Die Ber wefener Redakteur deutschfreisinniger Blätter in Neu- Ruppin schärfungen tönnen einzeln oder vereinigt angeordnet werden und und Schweidnig und vor drei Jahren deutschfreifinniger Reichs. tommen zweimal in der Woche in Anwendung. Auch fann auf tags- Kandidat in Mecklenburg- Strelig, in das sozialdemokratische eine mildere Volstreckungsweise erkannt werden. Lager eingefchwenkt. Er hat jezt hierselbst einen Verein schlesischer Sozialisten ins Leben gerufen. Man denkt bei Nach den Anfangsbuchstaben von United States( Verfolchen Bortommnissen unwillkürlich an die schon oft aus einigte Staaten) hat man für Bezeichnung der Amerifaner als gesprochene Behauptung, daß der Deutschfreifinn die Vorschule Staatsgemeinschaft den Scherznamen Uncle Sam, Onkel Samuel der Sozialdemokratie fei. gebildet. Welche Resignation flingt aus dieser Bitte: Heiliger Florian, beschüs' mein Haus, zünd' andre an!" Die Antifemiten treten die Erbschaft des Junferthums an. Armer Hammerstein! Die armen ,, Sieger"! Durch die Bourgeoisblätter geht, wahrscheinlich der Nationalliberalen Korrespondenz" entnommen, folgende Notiz: § 16a. Literarisches. Friedrich des Großen Gedanken über Religion. Dress den, H. Jänickes Verlag. Preis 70 Pf. Es werde Licht! Beiträge zur Förderung der Religion ber Humanität. Bon C. Scholl. 24. Jahrgang. Preis im Buchhandel 2,85 M. Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Redaktion dem Publikum Circus Renz. ( Karlstraße.) Sonntag, den 26. Februar 1893: gegenüber keinerlei Verantwortung 2 grosse Vorstellungen. Theater. Sonntag, den 26. Februar. Opernhaus. Die Rangau. Montag: Bajazzi. Die Puppenfee. Schauspielhaus. Basantasena. Montag: Der neue Herr. Lehng Theater. Heimath. Montag: Dieselbe Borstellung. Freie Volksbühne.( Lessingtheater.) Zweite Abtheilung: Das vierte Gebot. Deutsches Theater. 3wei glückliche Zage. Montag: Der Talisman. Berliner Theater. freffer. Der Beilchen Montag: Die Journalisten. OOO Familie Pont- Biquet. Renden Theater. Gläubiger. Montag: Diefelbe Vorstellung. Wallner Theater. Der Fall Clemenceau. Montag: Dieselbe Borstellung. Kroll's Theater. Der Barbier von Sevilla. Montag: Reine Vorstellung. Viktoria- Theater. Die Reise um die Welt in achtzig Zagen. Montag: Dieselbe Borstellung. Neues Theater. Zosta. Montag: Dieselbe Vorstellung. Friedrich- Wilhelmßädt. Theater. Don Gäfar. Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Modernes Babylon. Montag: Diefelbe Vorstellung. Thomas- Theater. Eulenspiegel, oder: Schabernack über Schabernac. Montag: Diefelbe Vorstellung. National- Theater. Die Braut von Messina. Montag: Die Räuber. Das Räthchen von Heilbronn. Alexanderplat- Theater. und Julia. Montag: Die Grille. Apollo Theater. Borstellung. Romeo Spezialitäten Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spe zialitäten- Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Bor ftellung. In beiden Vorstellungen Auftreten sämmtlicher Rünftler- Spezialitäten erften Ranges, sowie Vorführen und Reiten der bestdressirten Freiheits- und Schuls pferde. Nach m. 4 Uhr( 1 Kind unter 10 Jahren frei). Zum Schluß auf vielseitiges Verlangen:„ Die lustigen Heidelberger". Abends 72 Uhr: Zum Schluß: Ein Künstlerfest. Große Ausstattungs- Pantomime vom Hofballetmeister Šiems. Auf das Glänzendste in Szene gefeßt v. Direktor Fr. Renz. Neue Einlage mit überraschende Licht- und Wassereffecten. Ballet v. 100 Damen. Grosser BlumenCorso. Brillant- Feuerwerk. Ferner: Mr. James Fillis mit dem Schulpferde Germinal etc. Morgen, Montag, Abends 74 Uhr: Ein Künstlerfest. Billet- Vorverkauf an der Birkustafse u. beim Invalidendant", Markgrafenftraße 51a. Fr. Renz, Direktor. Concordia- Festsäle C. Säger Andreasstr. 64 und Krautstr. 38. Größtes und schönstes Pracht. Etablissement der Residenz. Heute, Sonntag, den 26. Februar: Gr. Instrumental- Konzert. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Große Spezialitäten- Borstellung. Mr. Hendrik, Hugoston, Massias, Clark, Valois, Vanoni, Horley's, Laurence, Türk, Miss Victoria. Großartiger Erfolg. Das Theater ist gut geheizt. Anfang Wochentags 8 Uhr. Entree 50 Pf. Mittwoch, den 1. März: Vollständig neues Programm. TIEN- BRAVER FRIED SHAIN AktienBrauerei Friedrichshain am Rönigsthor. Heute Sonntag: Grosses InstrumentalKonzert W. Böhme unter Mitwirtung der neuen großen Konzert- Orgel. 3723L Anfang 42 Uhr. Eintritt 30 Pf. Kinder frei. Programm unentgeltlich. Bockbier- Ausschank. wobei die fämmtlichen Bracht- Säle Welt- Restaurant von einer noch nie dageweſenen tünstlerischen Dekoration, darstellend: 50/23 Ein Abend am Meeresstrand ausgestattet sein werden. Nach dem Grand Ball. Ronzert: E Anfang 5 Uhr. Erlaube mir hierdurch ein hochgeehrtes Publikum ganz besonders hierauf aufmerksam zu machen. Gratweil's Bierhallen Kommandantenstraße 77-79. Täglich: Germania- Konzert- u. Kouplet- Sänger sowie Auftreten des musikal. Clown Mr. Barna und Damen- Imitator Willy Wilson. Adolph Ernst- Theater. Gr. rübüchs- u. Mittagstisch. Bum 64. Male: Bwei Säle S. Dresdenerstr. 97. Norddeutsche Sänger, 7 Pers. 2. Saal: Hr. Schauss, Frls Fiori, Melanie, Sternau. Anf. in der Woche 7 Uhr, Sonnt. 5 Uhr. 3. Achtung! Achtung! Grosse Volks- Versammlung am Donnerstag, den 2. März, Abends 8% Uhr, bei Buggenhagen, am Morigplan. Tagesordnung: 1. Vortrag über Eugen Richter's Spar- Agnes und die Strampel- Anni im Gegensatz zu den Lohnverhältnissen der Arbeiterinnen. 2. Diskussion. 156/10 Alle Fraktionen des Reichstages sind zu dieser Bersammlung brieflich eingeladen. Frauen werden ersucht, in dieser Bersammlung zahlreich zu erscheinen. Zur Deckung der Untoften Tellersammlung. Die Franen- Agitationskommission. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 28. Februar, Abends 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn Poppe, Lindenstraße 106: Versammlung. I Tagesordnung: 1. Bortrag des Genoffen Poetsch. 2. Dis. tuffton. 3. Verschiedenes. Neue Mitglieder werden in der Versammlung aufgenommen. In dieser Versammlung gelangt leine Broschüre zur Vertheilung. Auch wird dieselbe vom 1. März ab in den Zahlstellen verausgabt. Das Mitgliedsbuch ist in dieser Versammlung mitzubringen und dem Kassirer vorzulegen. Um zahlreichen Besuch ersucht Der Vorstand. 372/9 Die Bahlstellen des Vereins befinden sich bei folgenden Genossen: Süden: Otto Klein, Restaurant, Schönleinftr. 6; Lindemann, Res ftaurant, Morigftr. 9; Windthorst, Bigarrengeschäft, Junkerstr. 1. Südwesten: Schröder, Bigarrengeschäft, Kreuzbergstr. 15; Grube, Restaurant, Mariendorferstr. 5( Ede Solmsstraße); 2ubte, Restaurant, Boffenerstr. 10; Saß, Restaurant, Markgrafenftr. 102. Westen: Werner, Restaurant, Bülowstr. 59; Faller, Restaurant, Pallasstr. 16. Achtung! Achtung! Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Am Sonnabend, den 4. März, im Feen Balast", Burg- und Wolfgangstraßen- Ecke: III. Stiftungs- Feft, bestehend in Fortuna- Säle Ronzert, Theater, humorist. Vorträgen, Festrede, leb. Bildern. Gesangsvorträge von mehreren Gesangvereinen des A.-S.-B. Straußberger- Straße 3. Die Muftk wird von Zivil- Berufsmusikern ausgeführt. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Nach dem Konzert Tanz in beiden Sälen. Herren, die am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Billets à 25 Pf. Jeden Donnerstag: Große Gesell- find auf sämmtlichen Zahlstellen des Wahlvereins, sowie bei sämmtlichen Vorstands, Vergnügungs- und Komiteemitgliedern zu haben. schaftskunde. 240/2 Das Vergnügungs- Komitee. Empfehle meine Säle zu allen Privateftlichkeiten und Versammmlungen; auch sind einige schöne Vereinszimmer zu haben. Sonnabend und Sonntag 14976* 3670L* Bockbier- Anstich, zu Bersammlungen und Vergnügungen. wozu Freunde und Bekannte einladet A. Sievert, Görligerstr. 50. Modernes Babylon. fowie 6 Billards und 3 Kegelbahnen, Gesangsposse in 8 Aften v. Ed. Jacobson und W. Mannstädt. Couplets theilweise von G. Görss. Musik von G. Steffens. MoritzF. Sodtke. Etablissement Moritz In Anfang 7/2 Uhr. Ernst. Bas. Buggenhagen. Plab Morgen: Dieselbe Borstellung. Charlottenburg. Achtung! Maurer Achtung! und sämmtliche im Baugewerbe beschäftigten Arbeiter und Handwerker. Große öffentliche Versammlung Mittwoch, den 1. März, Abends 8 Uhr, bei Joël, Andreasftr. 21. Tagesordnung: 1. Berichterstattung über das Verhalten der freisinnigen Stadtverords Empfehle mein Weiß- u. Bairisch- neten gegenüber der Baubudenfrage. Berichterstatter Stadtverordnete Zubeil, Das Erscheinen aller im Baugewerbe beschäftigten Rorporationen ist J. A.: W. Garbe, Maurer, Breslauerstr. 9. ich. Auch ist das Bereinszimmer Das Erscheinen aller w wage, Täglich: Juftrumental- Konzert. noch einige Abende frei. Jeden Montag Achtungsvoll Großer Frühtücks- u. Mittags- Unterhaltungs- Musik. tifch. Spezial- Ausschant von Paten- A. Sasse, Pestalozzistr. 83. American- Theater.hofer agerbier, hell und dunkel. Novität! Novität! Der Dussel ( Nulpus) Parodistisch- realistischer Vorgang in der Dachlammer, frei nach Jbsen und Tolstoi von Oscar Wagner. ( Klemm- Ede Martin Bendix.) Alfred Bender • in feinem neuesten Originalvortrag Der Volksmund in Berlin. Blank, der beste Bauchredner. Anhaltender Erfolg. Die Trockenwohner. PassagePanopticum. New! Das unerklärliche Verschwinden eines frei in der Luft hängend. Mädchens. Castan's Panoptikum. Hagenbeck's gr. zoolog. Wunder: Lili, fleinst. lebend. Elefant d. Welt, 90 Zentimeter hoch, 110 Zentimeter lang, 78 Rilo schwer. Tai- za- Wunder- IllusionenTheater. An Sonn- und Festtagen findet das Konzert in den oberen Sälen statt. Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Pf. Säle für Versammlungen, Rommerse, Festlichkeiten 2c. Märkischer Hof Admiralstr. 18c. Empfehle mein Lokal zu allen Festlichkeiten und Versammlungen. 3595L nothwendig. Achtung! 242/7 Achtung! Filzschuh- Arbeiter. Dereins- Derlammlung Allen Freunden, Bekannten und Genoffen empfehle mein neu eingerichtetes Weiß u. Bairischbier- Lokal. Für gute Speisen und Getränke ist bestens am Montag, den 27. Februar, Abds. 8½ Uhr, in Seefeldt's gesorgt. Vereinszimmer für 60 Perfonen zu vergeben. Otto Brückner, 1. Bortrag über: Wie vertheilt der Arbeiter seine Einnahmen?" Schlegelstr. 14, früher Lothringer 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom Stiftungsfest. 4. Bericht der Arbeitsnachweis- Kommission und Neuwahl derselben. 5. Verschiedenes. straße 67. 14926* Parteigenossen empfehle mein schön eingerichtetes Lokal zum gefälligen Befuch. Vereinszimmer als Zahlstelle für 40 Personen. Edmund Reuter, 3652L* Swinemünderstr. 45. Genossen empfehle meinen FrühStücks-, Mittags- und Abendtisch. Vereinszimmer mit Piano. Für gute Vereinszimmer bis zu 80 Personen, Getränke sorgt stets 3613L* auch als Zahlstelle zu vergeben. Zwei Fritz Fröhlich, age 43. G. Leichnitz, Stönigsbergertir. 23. Feen- Palast. Heute, Sonntag, den 26. Februar: Griechisch- Römischer Preis- Ringkampf zwischen dem unbesiegbaren Griechen Mr. Antonio Pierri Pierri und dem Schlächtergesellen Herrn Friedrich Richter aus Hamburg, zur Zeit in Berlin. Prämie 100 und 500 Mark. Borher: Grosse Spezialitäten- Vorstellung. Anfang 6 Uhr. Entree 50 Pf. Billet Borverkauf von 11-1 Uhr Vormittags. 8781L] Bock- Brauerei 8726L Tempelhofer 54. Bock- Saison. Berg. Heute Sonntag: Großes Militär- Doppel- Konzert. Anfang 4 Uhr. Bock- Jubel und-Trubel. Treptow, strasse. Gaal: Gr. Ball. R Park Jeden Sonntag im neu renov. ParquetAbonnement für Tanz 1 M.[ 3505L Grosses Künstler- Konzert. Bade's Volksgarten. Ausschank v. Weiss- u. Bairisch- Bier. Sämmtlich ohne Extra Entree. 155/9 Salon, Grenadierstrasse No. 33. Tagesordnung: Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung fämmtlicher Militär- und Lieferungs- Schneider mit Frauen Montag Abend 8½ Uhr, bei Boltz( oberer Saal), Alte Jakobſter. 75. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Sparfeld über Produktiv- Genossenschaft. 2. Diskussion. 3. Berichterstattung über die am 11. Februar ftattgefundene Konferenz der Geschäftsinhaber der Lieferungsbranche. 4. Abrechnung über den Streiffonds. 237/13 Kollegen, in Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht, daß Ihr alle Mann für Mann in dieser Versammlung erscheint. Sämmtliche Geschäftsinhaber der Lieferungsbranche ſind ſchriftlich eingeladen. Zur Deckung der Unkosten findet eine Tellersammlung statt. der Uniform- und Zivilschneider Berlins eine dem Tage entsprechende Feier, NB. Gonnabend, den 18. März, veranstaltet die Freie Vereinigung wozu fchon jetzt Billets zu haben sind. Der Einberufer. Verein deutscher Schuhmacher. Versammlungen Montag, den 27. Februar, Abends 8, Uhr pünktlich. Filiale I: Gründel's Lotal, Dresdenerstr. 116, Filiale II: Keller's Lofal( Gartenfaal), Bergstraße 68. Tagesordnung: Filiale I: Vortrag des Genoffen Jost, Diskussion, Verschiedenes. Filiale II: Vortrag des Koll. Fleischer, Diskussion, Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen wird ersucht. Gäste willkommen. Die Bevollmächtigten. 275/12 Sämmtliche Weber und Wirker und verwandte Berufsgenossen der Textilindustrie werden zu einer Außerordentlichen Versammlung am Donnerstag, den 2. März d. J., Abends& Uhr, bei Joël, Andreasstraße 21, hiermit eingeladen. Tagesordnung: 1. Protest, die Ableugnung des Nothstandes im Reichstage und die Hebung der Löhne betreffend. 2. Diskussion. Näheres am Donnerstag, den 2. März, durch die Anschlagssäulen. 1552b J. A.: A. Kölzer, Obermeister. Hierzu zwei Beilagen. Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. i. Beilage zum„Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 49. Sonntag, den 26. Februar 1893. 10. Jahrg. Die Ueberwachnng der schweizerischen Arbeiterschntz- Ge setze durch die Arbeiter. In mehreren industriellen Orten der Schwei, bestehen seit Sohren von den organisirten Arbeitern bestellte Kommissionen zum Zwecke der Ueberwockung der Arbeiterschutz. Gesetze, nämlich des eidgenössischen Fobrikgesetzes, des Haftpflichtgesetzes und der in einzelnen Kan- tonen bestehenden kantonalen Gesetze zum Schutze der Arbeiterinnen, der Lehrlinge k. Solche Kommissionen sind bestellt worden in Zürich, Winterthur, Basel, Schaffhausen und anderen Orten; d. h. anfänglich wurden diese Kommissionen resp. ihre Mit- glieder in lokalen Delegirtenversammlungen gewählt und mit dem Rechte der Selbstergänzung und-Erweiterung ausgestattet, was dazu geführt hat, daß dem kleinsten Theile der organisirten Ar- beilerschast bekannt wird, wer der Kommission als Mitglied an- gehört. Die scheinbare.Fürchterlichkeil" der Ueberwachungs- konimission als»geheim wirkendes Vebmgericht" hat ihr« sehr natürliche Ursache in dem Umstände, daß Arbeiter bei Bekannt- werden ihrer bezüglichen Thätigkeit in ihrer Existenz als ab« hängige Lohnarbeiter gefährdet wären. A-ie ihre Zusammensetzung ist naturgemäß auch ihre Thätig- keit eine geheime und stille, aber darum doch nicht unfruchtbare und unnütze. Darüber belehrt der soeben in Druck erschienene Bericht der Ueberwachungs. Kommission von Winterthur und Umgebung, der die drei Jahre 1S90 1891 und 1892 betrifft. Die Kommission besteht gegenwärtig aus vier Mitgliedern; die ursprüngliche Absicht, aus jeder Arbeitsbranche und aus jedem größeren Geschäfte je einen Vertreter in die Kommission zu ziehen, scheiterte an der Schwierigkeit, solche Vertreter zu gewinnen, da die Einen anderweitig stark in Anspruch genommen sind und Andere wieder aus Furcht vor den Folgen nicht»in dem Ding sein wollen*, wie der Bericht sagt. Dagegen hat die Kommission im Hausflur des dem Grütliverein gehörigen Hauses einen Briefkasten mit der Auf- schrift»UeberwachungS-Kommission* angebracht und sie hat auch durch Mittheilung an alle Vereine und Gewerkschaften dafür gesorgt, daß die zirka bOltv Arbeiter und Arbeiterinnen, die in den Fabriken in und um Winterthur beschäftigt sind, von dieser Einrichtung Kenntniß haben, die denn auch fleißig benutzt wird. Ihre Einnahmen erhält die Kommission von den organisirten Arbeitern in der Weise, daß jede Organisation für jedes ihrer Mitglieder jährlich 19 Cts.(— 8Psg.) entrichtet. Die Ausgaben der Kommission bestehen in einer Entschädigung an die Mit- glieder der Kommission von je S0 Cts.(— 40 P g.) per Sitzung — es findet regelmäßig alle 14 Tage eine solche statt— und in den Baarauslagen des Schriftführers für Porti und Polizei- berichte, sowie für allfällige Drucksachen. Interessant sind die Mitlheilungen deS Berichte? über den »Verkehr der Kommmission mit den Behörden*. Der Bericht sagt darüber: Im Lause der Berichtsperiode ist im Kanton Zürich betreffend die Durchführung der Fabrik- und Haftpflicht- Gesetzgebung eine wichtige und wohlthätige Neuerung geschaffen worden, welche geeignet ist. die Thätigkeit der Uederwachungs-Kommission wesentlich zu erleichtern. Es ist dies die Errichtung der Stelle eines sogenannten kantonalen Fabrikinspektors. Der Regierungsrath hatte in der Besetzung dieser Stelle eine sehr glück- liche Hand. Der betreffende Beamte, Herr Hans Kern, behandelt die Klagen der Kommission jeweilen in zuvorkommender und gewiss enhafter Weis«, leitet eine genaue Untersuchung ein, verfügt sich, wenn nöthig, selbst an Ort und Stelle und erstattet uns jeweilen genauen Bericht über die Art und Weife der Er- ledigung der betreffenden Angelegenheit. Auch zurErtheilung mündlicher undschrist- licher Rathschläge zeigte sich Herr Kern stets bereit. Wir wollen daher nicht unterlaffen, ihm an dieser Stelle unsere Anerkennung und unfern Dank auszusprechen. Da wir unS bei unfern Klagen meist an Herrn Kern wandten, fo hatten wir in letzter Zeit weniger Gelegenheit mit dem eidgenössischen Fabrikinspeltor, Herrn Dr. Schuler, in Beziehung zu treten. Immerhin muffen wir hier kon- ftatiren, daß auch er uns bereitwillig entgegenkam und sich Muhe gab, sür Abhilfe der von uns gerügten Uebelstände zu wirken. Da ihm aber leider keine exekutive Gewalt zu Gebote steht, fo fanden feine Reklamationen nicht immer die gewünschte Nachachtung. Reger war unser Verkehr mit den lokalen Behörden Die Eiadtpolizei Winterthur lieferte uns ziemlich regel- mäßig ein Verzeichniß der pendenten Ueberzeitdewilli- gungen, so daß es uns ermöglicht war, selbst eme gewisse Kontrolle auszuüben. Die Stadtpolizei stellte aus unsere Veranlassung hin auch sonst wiederholt Nachforschungen an.' Der Bericht erklärt, daß die vom schweizerischen BnndeS- rath für gewisse Arbeiten ertheilte generelle lleberzeitbewilligung zu weitgehend sei und eine richtige Kontrolle sehr erschwere. Ferner sei es geradezu unmöglich, über die Z a h l der Arbeiter, welche über Zeit arbeiten, eine Kontrolle auszuüben, so daß es in der That sehr oft vorkomme, daß die Zahl der Arbeiter, für welche Ueberzeitarbeit bewilligt ist, ganz bedeutend, oft um das Doppelte überschritten wird. Tie Kommission kam auch in die Lage, die Intervention der Gesundheitskommission in Anspruch zu nehme», sowie sich wiederholt an das Bezirks st atthalteramt(Land- rathsamt) zu wenden,„welches unsere Klagen ebenfalls gebührend in Berücksichtigung zog*. Die Kommission beschwerte sich bei dieser Behörde auch gegen eine Ortsbehörde wegen Pflicht- vernachlässiguna bezüglich der Ueberwachung der Ausführung der Arbeilerschutz-Gesetze, welche Reklamation vom Statthalteramt für begründet erklärt wurde. Vom kantonalen Fabrikinspektorat erhielt die Kommission ein Verzeichniß sämmtlicher dem Fabrikgesetze unterstellten Firmen. Wegen übertrieben weitgehender Ueberzeitbewilligung mußte die Kommisston ebenfalls beim Fabrikinspektorat reklamiren. Die Kommission hat kurzgefaßte Rathschläge für die Arbeiter bezüglich Wahrung ihrer gesetzlichen Rechte veriabt. in Plakat- form drucken; aus Karton aufziehen und in allen Vereinslokalen der Arbeiter aufhängen lassen. Dieselben dürften auch die deutschen Arbeiter interessiren und lauten folgendermaßen: I. Verhalten bei Unfällen. A. Maßnahmen zur WiderHerstellung der Gesundheit. Man läßt sich von demjenigen Prwatarzte behandeln, den man für den besten hält, und g e h t nicht in die Klinik, da der Hastpflichtige die Heilungskosten bezahlen muß. B. Die rechtlichen und ökonomischen Maßnahmen. Der Verletzte selbst, oder, falls er es nicht im stände ist. seine Arbeitsgenoffen, merken sich die Namen der beim Unfall Anwesenden, sowie die näheren Verumständungen, damit bei der Untersuchung der Thatbestand leicht festgestellt werden kann. Bei Körperverletzungen, die voraussichtlich eine Arbeits» Unfähigkeit von mehr als sechs Tagen zur Folge haben, und bei Tödtungen ist der Polizei durch den Arbeiter oder einen seiner Bekannten sofort Anzeige zu machen, falls dies nicht durch den Arbeitgeber geschehen ist. welcher hierzu verpflichtet wäre. Die Polizei hat über die Ursachen und Folgen des Unfalls eine amtliche Untersuchung einzuleiten. (Anzeigekarten können bei der Uederwachungs-Kommission bezogen werden.) Der Verletzte läßt sich in k e i n e n V e r g l e i ch mit dem Arbeitgeber ein, bevor er sich mit einem tüchtigen, arbeiterfreundlichen Anwalt oder einem Mitglied der Uederwachungs-Kommission besprochen hat, da er sonst leicht um sein gutes Recht gebracht werden kann. II. Uebertretungen der Arbeiter» schutz-Gesetze. Man schreibt die Thatsachen genau und deutlich auf. vergißt nicht, Ort und Zeit der Uebertretung anzugeben. sowie die Zahl der Ardeiter, welche dieselbe betrifft, unterschreibt die Beschwerde, läßt sie vielleicht noch von andern Arbeitern, welche die Uebertretung ebenfalls bezeugen können, unterzeichnen, legt dieselbe in den in der»Helvetia* aufgehängten Briefkasten der Uederwachungs-Kommission, welche die geeigneten Schritte thun wird, ohne hierbei die Namen der Beschwerdeführer irgend wem bekannt zu geben. Die der Kommisston von den Arbeitern gemachten Anzeigen erwiesen sich bis aus wenige Ausnahmen als begründet. Es wäre nur sehr wünschenswerth, daß die Anzeigen viel häufiger gemacht würden, um den berechtigten Klagen der Arbeiter abHelsen zu können. „Es nützt nichts, wenn man für sich, im kleineren Kreise schimpft. Die Hauptsache ist, daß die Klagen zur Kenntniß der Behörden oder der Ucberwachungskommission kommen; dann kann die Sache untersucht und der Uebclstand beseitigt werden. Namentlich von weiblicher Seite sind uns noch selten Anzeigen gemacht worden und doch sind es gerade die weiblichen Arbeiter, die am meisten in ungerechter und ungesetzlicher Weise bedrückt werden. Auf der anderen Seite ist allerdings zu sagen, daß viele an sich gerechte Klage» nicht berücksichtigt werden können, weil unsere Arbeiterschuy-Gesetzgebung immer noch nicht genügend entwickelt ist. Pflicht eines jeden arbeitersreundlichen Menschen ist es daher, sür einen möglichst raschen und wirksamen Ausbau unserer Arbeiterschutz-Gesetze nach Kräften einzustehen." Ter Bericht theilt aus den von der Kommission während der dreijährigen Periode behandelten Fälle von Uebertretung der Arbeiterschutz-Gesetze nur auszugsweise mehrere derselben mit und zwar 12 betreffend unberechtigter Ueberzeit- und Sonntags- arbeit. S Unfallverhütungs- Einrichtungen und bauliche Vorkeh- rungen. 8 unrichtige Lohnauszahlungen und Trucksystem und fünf Hastpflichtfälle. Hier näher darauf einzutreten, ivürde zu weit führen und wollen wir daher nur konftaliren, daß durch das Eingreifen der Kommisston schon mancher Uebelstand beseitigt und manche Beflerung sür die Arbeiter herbeigeführt wurde, so daß ihre Thätigkeit ebenso erfolgreich wie gemeinnützig war und auch fernerhin sein wird. Am Schlüsse ihres Berichtes appellirt die Kommission an die Arbeiterschaft, ihr noch mehr in die Hand zu arbeiten, als dieS bisher geschehen und ihr nicht allein Fälle von Verletzungen bestehender Gesetze, sondern auch solche Beobachtungen mitzutheilen, welche den Erlaß weiterer Gesetze als wünschbar erscheinen lassen; in letzterem Falle wolle die Kommisston dafür sorgen, daß den Bedürfniffcn der Arbeiterschaft in den Gemeinde-, Kantons- und Bundesbehörden in richtiger Weise Ausdruck gegeben werde. Die ganze Thätigkeit der Arbeiterkommission ist ein Beweis dafür, daß trotz einer guten Fabrikinspeklion, trotz arbeiterfreund- licher, entgegenkommender Behörden die Arbeiterschutz-Gesetze von den Unternehmern häusta verletzt werden und darum die Mit- Wirkung der Arbeiter bei Ueberwachnng der Arbeiterschutz-Gesetze absolut unentbehrlich ist. Der beste sachverständige und allgegenwärtige Fabritinspektor ist der A r b e i t e r s e l b st'. r. Z>arlc»menksveriihke. Deutscher Reichstag. V2. Sitzung vom 2S. Februar 189g. 1 U h r. Am BundeSrathstische: v. Bötticher, v. Stephan, Hanauer, v. Marschall. Aus der Tagesordnung steht die dritte Lesung deS von dem Abg. Rintelen eingebrachten Gesetzentwurfes, betreffend die Abänderung des Strafgesetzbuches sür das Deutsche Reich. Abg. Rintelen beantragt seinen in zweiter Berathung un- verändert angenommenen Antrag in folgender redaktionell ver- änderter Fassung anzunehmen: Einziger Paragraph. Der§ 69 deS Strafgesetzbuches für das Deutsch« Reich wird durch nachstehende Bestimmung ersetzt: Die Verjährung ruht während der Zeit, in welcher auf grund gesetzlicher Vorschrift die Strafverfolgung nicht begonnen oder nicht fortgesetzt werden kann. Ist der Beginn oder die Fort- setzung eines Strasverfahrens von einer Vorfrage abhängig, deren Entscheidung in einem anderen Verfahren erfolgen muß, slo ruht die Verjährung bis zu dessen Beendigung. Ist zur Strafverfolgung ein Antrag oder eine Ermächtigung nach dem Strafgesetz erforderlich, so wird der Lauf der Ver- jährung durch den Mangel des Antrages oder der Ermächtigung nicht gehindert. Nach kurzer Befürwortung dieser Faffung durch die Abgg. Rintelen und Hartmann wird der Gesetzentwurf ohne weitere Debatte definitiv angenommen. Es folgt die erste Lesung des Gesetzentwurfs zur Ergänzung der Gesetze, betreffend Postdampfschiffs-Verbindungen mit überseeischen Ländern von 1833 und 1387. Die Vorlage ermächtigt den Reichskanzler, gegen Wegfall der Anschlußlinie im Mittelländischen Meere und der da-ür ans- gesetzten Beibilse von 409 900 M. dem Unternehmer der Ver- bindungen mit Ostasien und Australien sür das Anlaufen von Neapel jährlich 199 099 M. Beihilfe zu bewilligen. Für über- seeische Anschlußlinien darf ausnahmsweise eine Fahrtgeschmindig- keit von weniger als 1U/z Knoten im Durchschnitt gestattet werden. Staatssekretär v. Stephan: Nach den bisherigen Er- fabrungen ist die besondere Anschlußlinie im Mittelmeer über- flüssig geworden. Dasür soll außer Genua noch Neapel an- gelaufen werden. Dieses Anlaufen erfordert jährlich 190 990 M. oder etwas mehr. Für die Reichekasie ergiebt sich eine jährliche Ersyarniß von netto 399 999 M. Die Zweiglinie nach Samoa soll fortfallen und durch eine an die ostafiatische Haupllinie anschließende Zweiglinie von Singapore über Nieder- ländisch-Jndien nach Neu-Guinea ersetzt werden. Für diese Linie reicht man auch mit einer geringeren Geschwindigkeit aus. Der Norddeutsche Lloyd hatte bis 1999 den Anspruch auf Bewilligung von jährlich 239 990 Mark für die Samoalinie. Er hat uns aber den erwähnten anderweitigen Vorschlag gemacht und wir sind daraus eingegangen. Weitere Ausführungen hierüber behalte ich mir für die Debatte vor. Die Vorlage wird Ihnen von den verbündeten Regierungen zur Annahme empfohlen. Abg. Bamberger(dfr.): Ich befinde mich in der angenehmen Lage, der Vorlage zustimmend gegenüber zu stehen und habe nur noch einige Desideria daran zu knüpfen. Es zeigt sich jetzt, wie recht wir hatten, als wir vor Jahren der Samoa- linie widerstrebten; es zeigt sich, daß diejenigen recht behalten, die von vornherein mit kühlerem Herzen diesen Dingen gegenüberstanden. Vor 8 Jahren ist diese Linie beschlossen worden, und zwar nicht auf Vorschlag der Regierung, sondern auf Drängen gewisser Kreise der Bevölkerung, welche sich mit den unglaublichsten Illusionen dem Kolonialenthusiasmus hingaben. Alle diese hochgespannten Erwartungen, diese Berechnungen über die Steigerung des Exportes nach Indien und Australien, nach China und Japan sind zusammengebrochen; man ist ernüchtert. Die'Anschlußlinie wurde 1387 namentlich von den Süddeutschen mit Begeisterung gefordert, aber 3 kurz« Jahre haben genügt, um klar zu stellen, daß diese Linie nach Port Said überflüssig war, und daß die 499 999 M. pro nihilo ausgegeben sind. Jetzt sollen wir 399 999 ersparen. Daß Samoa fallen soll, dagegen habe ich nichts. Ich danke den Regierungen, daß sie gethan haben, was ich und Richter schon vor 2 und 3 Jahren verlangt haben. Von der Linie nach Korea ist es auch wieder ganz still geworden. Dieses Projekt einer koreanischen Linie wurde aber lang« gehegt; noch 1837 wurde mir von Herrn v. Bötticher gesagt, die Linie sei noch keineswegs aufgegeben, man unterhandle noch mit der koreanischen Regierung wegen der Wahl des Anlaufshafens. Sollten diese Unterhandlungen heute noch schweben(Große Heiter- keit links), so bin ich natürlich entsprechend der vom Reichstage geübten Praxis durchaus nicht geneigt, dieselben durch vorlaute Interpellationen zu stören. Jedenfalls soll die Samoa-Linie ein- gehen und zwar deswegen, weil der Verkehr aus dieser Zweig- linie geradezu gleich Null gewesen ist. Warum nun aber die neue Zweiglinie nach Neu-Guinea anstatt die 239 999 M. jährlich einfach zu ersparen? Man will doch einfach der Neu-Guinea- Kompagnie eine Subvention zuwenden, und die Gesellschaft, die bisher das kostbare Privilegium der absoluten Unabhängigkeit besaß, würde dieses Privilegium bei dieser Gelegenheit ein- büßen. Auf Neu-Guinea giebt es ja noch gar keinen Handel, jedenfalls nicht mit deutschen Waaren. Man führt nun ferner an, daß die Linie ja den Verkehr mit Ostindien fördern solle. Ich gebe ohne Weiteres zu, daß die Linie so schlecht wie die Samoa-Linie nicht ist. Der ganze Vorschlag aber ist ein Kind der Verlegen- heit, wie man die 239 999 M. unterbringen sollte, wenn man sie dem Bremer Lloyd nicht entziehen wollte. Der Bremer Lloyd hat Jahr für Jahr an den subventionirten Linien zugesetzt: ich bin also ganz damit einverstanden, wenn man glimpflich mit ihm oerfahren will. Die Ersahrungen mit den durch Reichsgelder unterst..tzten Linien nach Ostasten und Australien sind einfach greulich; das hat der Staatssekretär selbst zugegeben, und wenn er es auch nicht zugegeben hätte, die Zahlen sprechen zu deutlich. 40 Millionen sind schon aus Reichsmilteln hingegeben worden. Bremen hat mit der Subvention für 16—17 Millionen Mark jährlich Güter nach Australien exportirt; Hamburg ohne Sub- vention dagegen für 69 Millionen! Hamburg hat also die von dem Reiche unterstützte Rivalität von Bremen, nachdem eS sich vom ersten Schreck erhol! halte, bald wieder überwunden. Unerklärlich bleibt, woher damals der große Enthusiasmus gekommen ist. Auch der so erfahrene H. H. Bieier, den ich darum befragte wußte mir keine Antwort zu geben, als daß man sich damals schmeichelte, daß der ganze Passagierverkehr aus die neuen deutschen Linien über- gehen würde. Aber diese Erwartung hat sich absolut nicht erfüllt, die Passagiere, namentlich die der besseren Kajüten, blieben den sranzösischen und englischen Linien treu, und nur das Aus- Wanderungskontingent haben die deutschen subventionirten Linien vermehrt. Wenn man die Samoalinie eingehen läßt, werden wir dann auf halbem Wege flehen bleiben? Warum nicht den Rest der ganzen subventionirten Linien dem Bremer Lloyd ab» nehmen? Man sollte doch einfach den Lloyd abfinden und brauchte die Entschädigung keineswegs gering zu bemessen; der Gewinn sür das Reich würde immer noch ein ganz unverhällniß mäßiger sein. Ich glaube, dem Hause und den verbündeten Regierungen empfehlen zu sollen, diesen Weg auf seine Gangbarkeit zu prüfen. Auch ist die Vorlage so einfach, daß sie wohl un Plenum weiter derathen werden kann. Staatssekretär von Stephan: Ich könnte dm Zahlen deS M>g. Bamberger andere mtgegenstellen, halte das aber für überflüssig. Die Exportzahlen allein thun's nicht;«S kommt ja eben nur der große indirekte Vortheil in Betracht, den der nationale Gedanke durch diese deutschen Schiffsverbindungen erlangt hat. Wir sind von den vermittelnden Staaten bezüglich der Postoerbindung und der direkten Korrespondenz unabhängig gewordm. Rechnet das Herr Bamberger für garnichts? Wenn wir es erst erreicht haben werden, vierzehntägige Fahrten ein- zurichten, werden diese Vorlheile sich noch viel greifbarer dar- stellen. Auch bedenkt Herr Bamberger den staatswirthschaftlichen Vortheil nicht, den diese Unternehmungen dadurch mit sich ge- bracht haben, daß sie kolossale Kapitalien in Umlauf setzten. Der Bremer Lloyd hat allein in sechs Monaten für Q'/t Millionen Schiffe bestellt. Sollte es da nicht berechtigt sein, auch der Hunderte von armen Arbeitern zu gedenken,. welche auf diese Weise Arbeit bekommen? Ein Sturm des Unwillens würde ent- stehen, wenn man das ganze Unternehmen über Bord werfen wollte. Ich bin sest überzeugt, daß der Reichstag sich nicht daraus einlassen wird. Wir wollen hier nur einen trockenen Ast absägen, um den Baum sonst kräftiger wachsen zu lassen. England, Frankreich, Nord- Amerika zahlen viel mehr an Subventionen; das kleine Holland fast ebenso viel wie das große Deutschland. Die abiällige Kritik über Neu-Guinea ist wohl nicht ganz ernst zu nehmen. Wenn Sie Nen-G»inea nach 199 Jahrm sehen (Große Heiterkeit), werden Sie anders urtheilen. Abg. Graf Hoensbroech(Z.): Wir halten doch die Vor- berathung der Vorlage in einer Kommission für geboten. Für uns kommen die Interessen der christlichen Mission, wie fle in unseren Kolonien sich ctablirt haben, in Betracht. Sie erfreuen sich ja auch des Wohlwollens der verbündeten Regierungen, doch bleibt in dieser Beziehung noch manches zu wünschen. Vielfach sind Missionsstationen schwer geschädigt worden, Missionare haben an Gesundheit und Leben Nachtheil erlitten, nur weil es an guten Verbindungen mit dem Mutterlande fehlte. Vielleicht giebt der Staatssekretär noch eine Darstellung von der Bedeutung der Mission in Neu-Guinea. Ich beantrage die Verweisung der Vorlage an die Budgetkommission. Direktor der Kolonialabtheilung Geh. Nach Kayser: Auf Neu-Guinea befindet sich eine von Australien versorgte Missions- gesellschaft; dann war noch eine Misston vom s&crö coeur im Bismarck-Archipel. Erst mit dem Nebergang auf die Kompagnie haben deutsche Missionen sich dort anfgethan und am der erfreulichten Weife entwidelt. Gerade sie haben gegen die Sozialdemokratie richtete. Weit über 30 Ver- 1 Die Fefte des Schriftsteller Berbandes erhalten durch einen die häufigsten Klagen über mangelnde Kommunikation mit dem fammlungen hielten bie Antisemiten ab. In ihnen reichlichen Zufuh der Bühnenkünstler und Künstlerinnen, mit Mutterlande erhoben. Da tam uns der Antrag des Nord- sprachen bie antisemitisch en Roryphäen. Sieben oder welchen ja ein Theil der Schriftsteller in Geschäftsverbindung deutschen Lloyd; er wird uns in den Stand sehen, diesen Klagen acht antifemische Flugschriften sind verbreitet worden, deren steht, zwar, wenn man will, einen äußeren Schmuck, aber sicherlich abzuhelfen. Inhalt zu Theil von den widerlichfien Angriffen gegen unsere tein Element, das die vorhandenen Gegensätze ausgleicht. Die Abg. Barth( dfr.): Was Herr v. Stephan uns zu gunsten Partei ftroste. Ein Sündengeld haben die Antisemiten im Wahl- diesen Herren und Damen der Bühne von ihrem Beruf her eigene der subventionirten Linie vorgetragen hat, haben wir schon bei treise verschwendet. Und was ist dabei herausgekommen? Nicht Gespreiztheit des Behabens verschärft vielmehr noch die Gegen der ersten Begründung der Vorlage 1885 gehört. Diese Gründe ein einziger Arbeiter ist in das antisemitische Heerlager über- fäße. Ausnahmen natürlich, sehr anerkennenswerthe Ausnahmen find mehr oder weniger allgemein und beziehen sich meistens auf gegangen. Wenn trotz der maßlos betriebenen Agitation gegen abgerechnet. Auch einzelne bedeutendere bildende Künstler oder das Beispiel anderer Länder. Nun hat gerade Frankreich mit uns die Sozialdemokratie teine Berlufte aufzuweisen hat, so fich für bedeutend haltende bildende Künstlerinnen verstärken. in feinen fubventionirten Linten bie schlechtesten Erfabrungen ge- fann angenommen werden, daß diejenigen, welche fozialistisch wenigen Exemplaren auftretend nur das zentrifugale Element nacht. Die ganze franzöfifche Rhederei ist durch dieses System wählten, auch wahrhaft sozialistisch denken. Denn der sozialdemos dieser Feste. so verwöhnt und verweichlicht worden, daß wir uns seinerzeit fratische Zukunftsstaat à la Richter, Bachem und Stöcker wurde Da war es denn ein recht glücklicher Griff, daß man von So entschieden gegen das System der Subventionirung aus von den Antifemiten in allen Bersammlungen als das Schreck leitender Stelle versucht hat, dieser nicht sehr harmonischen gesprochen haben. Auch der General- Postmeister hat nicht be- gefpenft hingestellt und mit einem Zuchthaus und Kaninchenstall Mischung ein anderes Element hinzuzufügen, um die Legirung ftritten, daß die finanziellen Vortheile dieses großen Unternehmens verglichen. Alle diese Angriffe zu widerlegen, war den Sozial- weniger spröde zu machen. Man zog diesmal nicht zum ersten ungünstige find. Der Lloyd hat seine wirthschaftliche Lage durch bemokraten unmöglich- mangels geeigneter Bokale. Die Anti- Male den jugendlichen Nachwuchs ber bildenden Kunst heran, die Uebernahme biefer Linie verschlechtert und steht heute femiten im Kreise Liegnih sind daher sehr niedergeschlagen. Sie man lud die Schüler und Schülerinnen der höheren Kunst- Unterwesentlich ungünstiger da als es Sonst der Fall hatten auf einen Sieg, besonders aber auf einen Rückgang der richtsanstalten ein, um dem Feste tünstlerischen Jugendhumor su fein würde. leber biefe nüchterne Betrachtung hilft Sozialdemokratie gerechnet. Sagte doch der Mann mit den zuführen. uns bie Verweisung auf die indirekten Vortheile nicht vorstehenden Backentnochen", Herr Liebermann: Der Antisemitis- Wir tönnen nicht anders, als biefen Gebanken für einen sehr hinweg. Das eigene Schiff mit der deutschen Postflagge, die mus ist das Bollwert, an dem die Sozialdemokraten sich die Köpfe glücklichen zu halten, wenn aus ihm auch bis jetzt für den direkte Beförderung von Korrespondenzen und Gütern, alle diefe gerfchellen werden. Zu der bevorstehenden Stichwahl bublt nun Schriftstellerverband noch nicht ganz die Früchte gereift sind, die Umstände lassen sich als indirekte Vortheile wohl bezeichnen, aber bie Ahlwardtpartei um die Gunft der Sozialdemokratie, derfelben die Unternehmer des Verfuches erwarteten. Wir möchten ganz nicht ziffermäßig als solche nachweisen. Diese Art von Enthu Partei, die in der gemeinsten Weise von den antisemitischen dringend dafür eintreten, daß der Verfuch nicht etwa aufgegeben fiasmus ist wirklich nicht talkulirbar. Wir müssen schließlich doch Echreihälsen behandelt worden ist. Mir lag beute ein Brief vor, wird, weil er nicht gleich den gewünschten Erfolg gehabt, sondern immer nach der Rentabilität fragen, in dieser Frage lösen fich in dem geschrieben stand: Die Antisemiten beab- freilich einige neue Unebenheiten erzeugt hat. Man muß lernen, alle anderen mit auf. Ist das Unternehmen rentabel, dann ist sichtigten der Sozialdemokratie einen Geld fünftig etwas mehr Regel in die Sache zu bringen. es auch indirekt ein großer Vortheil für die Nation, der die betrag au übermitteln, wenn sie das Ver- Die Erfolge der Berührung des jungen Künstlerthums mit Unternehmer angehören. Gewiß sind auch allerlei neue Schiffe fprechen abgeben, für den Ahiwardt Berbem reise der Schriftsteller tönnen schon jezt nicht verfannt gebaut und Arbeiter beschäftigt worden, als die Linien eingerichtet theidiger Hertwig einzutreten". Die Geschichte ist werden. Ginige Auswüchse tönnen beschnitten, einige Auswurden. Diese Erwägung fehrt immer wieder, auch wenn es fich zu einfältig, um ernsthafte Beachtung zu finden. Bis heute haben schreitungen leicht eingebämmt werden. Man bedente, daß die nicht um Handelsschiffe, sondern um Kriegsschiffe handelt. Für die Sozialdemokraten zu der Frage der Stichwahl nicht Stellung belebende Kunst ihre Kraft auch heut noch weit mehr im Volke" bie parlamentarische Lage liegt die Sache dadurch verwickelt, genommen und wenn fie es thun, wird ihre Stellung derartig hat, als es scheint. Die jüngeren Künstler stammen ihrer großen daß der Bundesrath, wenn er innerhalb der bewilligten Summen ein, daß durch ihre Handlungsweise der Schild der Partei un Bahl nach aus ärmerem, oft geradezu proletarischem Streise. Man bleibt, ohne weiteres dem Lloyd gestatten kann, eine andere befleckt bleiben wird. bedenke, daß Rauch Töpfergeselle war. Wir wollen weitere Linie zu betreiben; der Reichstag spricht bei dieser ganzen SubBeispiele nicht fuchen. Es ist also ganz natürlich, daß die ftituirung einer Linie durch die andere nur insofern mit, 3nm Fall Röfter meldet die Frankfurter Beitung":" Bern, Stultur noch nicht aus allen diesen guten Kernen schon genügend als er seine Zustimmung zu einer verminderten Fahr 28. Februar. Die deutsche Reichsregierung ließ dem Bundesrath den Menschen" herausgeleckt hat. Wer beobachten fann, findet geschwindigkeit zu geben hat. Wenn wir gegen die erflären, sie werde den Sozialdemokraten Röfter in Zürich im ihre Arbeit in den verschiedensten Stufen des Gelingens leicht Subventionspolitik von Anfang an entschieden aufgetreten Fall der Auslieferung wegen Meineid und Preßvergehen nicht heraus. find, baben wir nichts gegen den norddeutschen Lloyd thun noch beftrafen. Das Bundesgericht wird nun über das Auslieferungsfagen wollen; im Gegentheil wünschen wir, daß er nicht noch gefuch entscheiden." schlechter fährt bei der ganzen Sache, als es bisher der Fall ge wesen ist. Es handelt sich also nur um die Gegenleistung des Lloyd für den Fortiall der Samoalinie. Selbst wenn ich die Neuguinea- Linie protegirte, würde ich mich für den Vorschlag Bamberger's aussprechen; denn diese neue Linie wird jedenfalls um so mehr profperiren, je weniger der Lloyd von fremden Einflüssen abhängt, je unabhängiger und freier er fie betreiben tann. Der Redakteur des Offenbacher Abendblattes", Gegen die Einrichtung dieser Linie habe ich garnichts, aber sie Genoffe Bender, wurde wegen Beleidigung des Fabri foll fein Theil der fubventionirten Linien sein. Wenn die Neuguinea- tanten Heine zu 80 M. Geldstrafe verurtheilt. Rompagnie ihren Vortheil richtig versteht, würde sie mit dem Die Glberfelder Stra lammer sprach in der BeLloyd einen taufmännischen, ordnungsmäßigen Bertrag abrufungsinstanz& Genoffen, welche Wirthschaften mit Broschüren schließen, nicht aber eine verschleierte Subvention fich gefallen belegt hatten, von dem Bergehen der Verbreitung von Flug laffen, wie sie in der Vorlage enthalten ist. fchriften an öffentlichen Orten frei. Das polizeiliche Strafmandat batte auf 15 M. Geldbuße gelautet. Abg. Scipio( ntl.): Wir werden, nachdem das Bentrum es gewünscht hat, auch für Rommissionsberathung ftimmen. Herr Barth verlangt von uns nüchterne Betrachtung der Thatsachen. Was sind das für Thatsachen? Lediglich die, daß die andern Kulturstaaten weit mehr für Subventionen ausgeben als wir, die wir doch bei steigernder Bevölkerung immer mehr darauf hingewiefen sind, unfern Export ganz allgemein zu erhöhen. Recht gehabt haben Diejenigen, welche 1885 darauf hinwiesen, daß nicht sowohl die direkten Vortheile der Gesellschaften die Hauptfache feien als die indirekten Vortheile, von denen heute schon die Rede gewefen ist. Gerade diese wirken belebend auf unsern ganzen Export. Wie wichtig war es für uns, bei dem Vorgehen Englands bezüglich der Waarendezeichnung, daß wir selbständige Linien nach dem Auslande hatten! Redner weist dann aus führlich auf die Vortheile hin, welche die Verbindung mit den Sunda- Jufeln durch die Nen- Guinea- Linie für den deutschen Handel und Verkehr haben wird. D Diese Erklärung spricht erst recht gegen die Auslieferung, denn fie zeigt, daß die Regierung so schwache Gründe für ihr Begehren hat, daß sie durch Konzessionen die Schweiz nachgiebiger zu machen sucht. Polizeiliches, Gerichtliches sc. " -Weil sie Parteibeiträge erhoben haben, wurden in Bern burg drei Genoffen mit je 20 M. Geldstrafe bedacht. Scffent lich wird gegen dies absonderliche Strafmandat Ginsprache erhoben werden. Tokales. Die wirklichen und wahren Nothleidenden haben in Berlin in diesen Tagen große Versammlungen abgehalten, in denen sie ihrer Nothlage den himmelschretendsten Ausdruck ver liehen. Sie entjandten Deputationen an Minister und Kaiser, bei denen sie gnädigsten und huldreichsten Empfang fanden. Wie diese Noth leidenden hier in Berlin lebten, schilderten die Abg. Bamberger( oft.): Wenn der Bremer Lloyd gang Bamburger Nachrichten", bas Organ Bismarc's, der, felbst ein erhebliche Summen aus seiner Zasche hat zuschießen müffen, footbleibender, auch stets ein Mitgefühl für die traurige beweist das doch, daß seine Situation eine günstigere war zu Lage der wahren Nothleidenden offenbarte. Diesem Blatte wird der Beit, als wir ihn noch nicht aus Reichsmitteln aus Berlin geschrieben: unterstüßten. Das tann burch feine Dialektit aus der Welt geschafft werden. Was England und Frankreich bezahlen, fann hier nicht in Bergleich geftelt werden; denn diefe reichen Staaten haben ihre S bventionen unter ganz andern Verhältnissen gezahlt. Bon den Leistungen der Neuguinea- Rompagnie ist mir nichts be= tannt; geleistet hat sie nur im Zahlen; das ist richtig. Nach einer furzen Gegenbemerkung des Staatssekretärs 6. Stephan verweist Geh.- Rath Kayser auf die Dentschrift, welche die Neuguinea- Rompagnie dem Hause überreicht hat, um nachzuweisen, welche wertvollen Leistungen von ihr auf ihrem überseeischen Boden vollbracht sind. Abg. Bamberger will den Werth der wissenschaftlichen Leistungen nicht bestreiten, nach dem hier Ausgeführten müsse man aber nothwendig an andere Leistungen benten. Abg. Scipio fpricht die Ueberzeugung aus, daß auf diesem, ro te auf jedem anderen Gebiete die Neuguinea- Kompagnie voll und ganz ihre Schuldigkeit dem Baterland und ihren Aktionären gegenüber thun werde. Darauf geht die Vorlage an die Budgetkommission. Es folgen Wahlprüfungen. Die Wahlen der Abgg. Lucas( 4. Erfurt) und Scipio( 6. Bessen) werden für giltig erflärt, diejenigen der Abgg. Schier( 8. Kassel) und Müllenfieffen( 5. Arnsberg) beanstandet. Die Wahl des Abg. Möller( Dortmund) soll nach dem Rommissionsantrag für ungiltig erklärt werden. Bur Berhand. lung über den Bericht der Stommiffion tommt es indeffen nicht; ba nach einem Schreiben, welches der Präsident bei dieser Ge Legenheit zur Kenntniß des Hauses bringt, der Abg. Möller gestern fein Mandat niedergelegt hat. Das Material ist ohne Zweifel gut, aber die Entwickelung ift oft noch nicht reif. Durch beffere„ Inspektion" wird man für die Folge gegen Gefchmadlofigteiten einfchreiten tönnen und wenn tuppige" Kontüme in zu großer Bahl erschienen, so war das wahrhaftig nicht der Ansteckung durch irgend eine toquette Laune oder deni Naturalismus, sondern dem einfachen Umftande zuzuschreiben, daß ein großer Theil der geladenen jungen Kunstschüler elegantere Stostüme nicht bezahlen tann. Ganz gewiß ist es aber, daß dieser Theil der Festtheilnehmer sich, wenn auch zuweilen etwas laut, doch vorzüglich amüsirte. Wenn die anderen Kreise es nicht thaten, so waren sie selbst und der von ihnen beeinflußte Gesammtton des Festes daran schuld. Bom hohlen Schellengeflapper des von Wildenbruch'schen mit Leichenbitter- Pathos vorgetragenen Prologes bis zum Ende war eben zu viel für Bildung" gethan, und das ist langweilig selbst für Gebildete". Der Humor war proletarischen Ursprungs, die Langeweile war gebildet". G.K. Das war der Humor des Festes. Spinoza im Lichte Ahlwardt's. In feiner geftrigen Rebe nach der Entlassung aus lögensee gab Aylwardt folgende Geistesolütbe zum besten: „ Spinoza bat die Verdienste eines Cartefius und anderer zufammengerührt, die jüdische Bresse hat sein Verdienst in alle Welt hinauspofaunt, und nun ist er der große Mann, und es giebt genug Deutsche, die sich von Diesem Schwindel gefangen nehmen laffen." Sehr richtig." Spinoza ist bekanntlich 1677 gestorben und sein Zu dieser Bemerkung ertönte in der Versammlung ein: Ruhm stand fest begründet, lange bevor von einer jüdischen Preise" die Rede sein fonnte. Spinoza fommt jedenfalls bei den Antisemiten immer noch beffer weg wie Jesus, dessen jüdische Abfunft vielen Antifeniten ein Dorn im Auge ift, bie beshalb fich alle Wube geben, ibn ats Arier" darzustellen. Die Ahlwarbi'sche Versammlung, die ein Sehr richtig" rief, hätte wahrscheinlich dasselbe gethan, wenn ihr erzählt wäre, Spinoza habe am Müblendamm mit alten Kleidern gehandelt oder er sei ein Güterschlächter und Wucherer gewesen. n Die Orte- Krankenkasse der Maurer war am Donnerstag Gegenstand der Debatte in der Stadtverordneten- Versammlung. Wir erhalten hierzu ein Schreiben des Vorstandes der Orts- Krankentajje der Maurer. Das Schreiben bietet ein in vieler Hinsicht interessantes soziales Material, daß wir, und, wie wir glauben, auch die Arbeiler, genugsam Anlaß haben werden, sich mit dem selben näber ju beschältigen. Für heute begnügen wir uns mit der einfachen Wiedergabe des Schreibens. Dasselbe lautet: Fünf Bettern vom Lande! Und jeder einzelne nach Berlin gekommen mit einem Portefeuille voll dringendster Reformwünsche, voll tieffter Unzufriedenheit und mit dem Wunsche, sich in der bösen lieben Reichsbauptstadt doch auch ein wenig zu amüsiren, und ich foute den Bären führer spielen. Ich war sogar freundwilligst bereit, hatte mir ein niedliches bescheidenes Programm ausgearbeitet, recht ordentlich auf alte Manter, wie sie meine Onfels liebten, zugeschnitten. Frühstück bei Habel, Diner bei ühl, Birkus u. 1. 1. aber der Berliner denkt und ber Landmann lenkt. In Grund und Boden wurde mein Nachdem die Orts- Krantenfasse der Maurer, insbesondere Programm umgestoßen. Die sonst so tonservativen Vettern waren einmal beim Reformiren, da tam es auf etwas ihre Berwaltung, wiederholt Gegenstand öffentlicher Besprechung mehr oder weniger nidit an. Sie wollten Berlin, dies geworden, fehen wir uns veranlaßt, die Ursachen, wodurch Sovom, in den paar Tagen ihres Aufenthalts von Grund der Rejervejonds fast verbraucht ist, der Deffentlichkeit zu überaus fennen lernen, und ich wurde aus dem Bärenführer geben. zum Opferlamm. Ausweislich des der Behörde eingereichten Jahres- Rechnungs Bentral Viehhof und Markthallen, Stadtmission und Marienheim, Thiergarten abschlusses pro 1890 batte die Kaffe bei einer durchschnittlichen und Humboldthain, Pferdeftälle und Wagenremisen, Hohen Witgliederzahl von 22 000 am 81. Dezember ein Vermögen in zollernmuseum und Mausoleum, Kunstgewerbe Museum baar und Werthpapieren von 300 485. Die wöchentlichen und Nationalgallerie, Wintergarien und Reichshallen, ein Beiträge betrugen für Maurer 42, Arbeiter 39 und Lehrlinge halbes Dutzend Bräns und ein Tugend Weinstuben und was weiß ich noch. Was wir nach dem borensollenden, Durch schwächere Bauthätigkeit im Jahre 1891 flossen der aber nicht boxenwollenden Känguruh im Wintergarten Kaffe weniger Beiträge zu; im Herbst trat die Jufluenza auf unternahmen barüber will ich vorsichtshalber lieber und verminderte der Fonds sich infolge dieser Einwirkungen pro ganz schweigen, denn zwei der Vettern, find verheirathet 1891 um 97 446 W. 21 f. unb Vorsicht ist zu allen Dingen nuge. Ich bin wie Das Jahr 1892 zeitigte ein noch größeres Darnieder geradert, aber ich fann mit Stols von mir jagen, jest liegen des Baugewerbes; die Beiträge gingen noch spärlicher kenne ich endlich Berlin ganz genau, Alio Borein, die Arbeitsnoth wurde größer und mit ihr die mittags fromm: Stadtmission und Warien Erfranfungen. Bon vielen Witgliedern wurde die Kaffe nur heim. Abends: Wintergarten, Reich- noch als Unterstübungstaffe für Arbeitslose angefehen. Beweis, ballen und ein Dugend Weinstuben und daß bei 100 Untersuchungen seitens des Vertrauensarztee 30 BerNachts: darüber will ich vorsichtshalber fonen direkt für arbeitsrähig bejunden wurden. Der Vermögens lieber ganz schweigen". bestand war daher, trop erhöhter Beiträge, vom 1. Juli ab bis zum 31. Dezember 1892 auf 51 367. gefunten, welcher Betrag infolge der Kalte im Januar, welche fede Mauerarbeit verbot, bis auf 20 000. reduzirt wurde. Ueber die Wahl des Ag. v. Neben( Hameln) muß noch mals abgestimmt werden, ba bei einer früheren Abstimmung das Haus fich als beschlußunfähig herausgestellt hatte. Für den Antrag ber Rommiffion auf Ungiltigkeitserklärung hatten damals 100, bagegen 79 Abgeordnete gestimmt. Die von dem Abg. Singer feinerzeit beantragte namentliche Abstimmung wird wieder- Wahrlich, folche Mothleidende verdienen, daß ihnen geholfen holt. Wieterum ergiebt fich hierbei die Beschlußunfahigkeit des wird, und vor allem haben sie ein Recht, Klage über die Genuß Hauses. Es sind nur 164 Mitglieder anwesend, von welchen sucht und die boben Ansprüche der Arbeiter zu erheben, denen 89 fur, 75 gegen die Giltigkeit fimmen. An der Abstimmung man thren angeolichen Nothstand mit der Beitfche austreiben nimmt auch der heute neu in das Haus eingetretene Abg. Absollte. Lächerlich, von einem Nothstande der Arbeiter zu reden, wardt Theil, der mit den übrigen Antisemiten gegen die wo ihn nicht einmal die Weisheit eines Ministers oder Ober Giltigkeit stimmt. bürgermeipers entoeden tann! Schluß 43 Uhr. Nächste Sigung Montag 1 Uhr( Kleinere Borlagen, Wahlprüfungen, Etat der Reichsjustizverwaltung). Parteinachrichten. Proteft- Versammlungen gegen die Militärvorlage find weiter abgehalten worden in hortorf( Ref. E. Legien aus Hamburg), Stade( Ref. Lorenz aus Hamburg). Das eft des deutschen Schriftstellerverbandes. Der deutsche Schriftstellerverband ist eine Fachvereinigung zur Wahtung ter materiellen Interessen des deutschen Schriftstellertbums und diesem Zwecke entsprechend umfaßt seine Mitgliedschaft die aller verschiedenen gesellschaftlichen Kreise vom Wadenstrümpfler bis zum Wasserstiefel, vom fünftlich honorirten bis zum färglich bezahlten Federfechter", vom Meiner des geschriebenen Wortes bis zur dilettantifchen novellenfündigenden Musendame. Um das Gleichgewicht der Einnahmen mit den Ausgaben wieder herzustellen, beantragte der Vorstand bereits am 9. März 1892 die Erhöhung der Beiträge vom 1. April ab. Die Geneh migung ging der Kaffe erst am 28. Juni bezw. 2. Juli zu. Der Schaben, den die Rasse dadurch erlitt, be trägt 25 000 1. • Der Rechnungsabschluß pro 1892 weift bei den in Klasse II versicherten. Urbeitern eine Mehr Ausgabe wie Einnahme von 138 232. nach, während die Maurer( Klaffe D) nur einen Ausfall von 28 900 m. hatten; bie bei den Behörden gemachten Verfuche, die Beiträge der in Klasse II Ver sicherten derartig zu bemessen, daß sich einigermaßen ihre Ausgaben damit decken, blieben erfolglos. Wenn ein solcher Verein zu einem Feste sich vereinigen will, Ein weiterer Uebelstand ist, daß ein großer Theil der in so ist es ganz selbstverständlich, daß die verschiedenen Kreise, Berlin wohnenden Arbeiter im Sommer in den Bororten Arbeit so weit sie überhaupt auf dem Feste erscheinen, zwar räumlich findet, diese Arbeiter dort Beiträge bezahlen und beim Beginn Aus dem Wahlkreife Liegnin wird uns gefchrieben: Das im Ballfaale sich berühren, aber nur wenig sich durchdringen und des Winters sammt und fonders Mitglieder der Orts- KrankenErgebnis der Erfahwahl zum Reichstage ist den Lefern des erwärmen. Die Folge davon ist ein fteifer, langweiliger Grund- tasse der Maurer in Berlin zu werden suchen, um während des Borwärts" bekannt. Das Resultat wird von der Sozialdemo- ton bei solchen Festen. Der eine Theil glaubt sich herabzulassen, Winters in nächster Nähe von ihren Wohnungen Unters fratie als ein günstiges bezeichnet. Die fozialdemokratischen wenn er fich der natürlichsten Festesfreude hingiebt. Der andere tüßung zu erhalten, andererseits auch böhere Unterstüßung Stimmen haben sich im Vergleich zu der Nachwahl im Jahre 1890 Theil findet sich abgestoßen und zurückgefeßt. Man ödet fich" als diejenige in den Vororten genießen zu tönnen. Die Beiträge um einige Hunderte vermehrt und find gegenüber dem Ergebniß der gegenseitig. Das ist so bei allen bergleichen Festen, in welchen sind demnach in eine andere Kaffe gefloffen, die Unterstützung 1890er Hauptwah! ganz unerheblich zurückgeblieben. Erfreulich ist das sehr verfchiedene gesellschaftliche Kreise fich begegnen und kann dagegen muß die Orts Krantentaffe der Maurer in Berlin amfomehr, als die antisemitische Agitation sich mit Hochdruck in unserem Klaffenstaate gar nicht anders sein. Leijten. Da die Maurerei, Salfonarbeit" ift, im Sommer daher be- Imit ihm in Geschäftsverbindung eingelaffen haben. Jest find deutend mehr Gelder eingehen als verausgabt werden, fonnte mehrfach Klagen laut geworden über Schädigungen durch ihn, die Kaffe diese überschüssigen Gelder zum Bedarf für den Winter die er namentlich durch den Austausch von Afzepten begangen früher bei der städtischen Spartaffe niederlegen. Seit zwei haben soll, den er mit Vorliebe betrieb. Die erhaltenen Atzepte Jahren werden Einlagen von unserer Raffe nur noch bis zu versilberte er sofort, die von ihm gegebenen waren nicht unter 5000 M. angenommen. Durch diesen Umstand erlitt die Kaffe zubringen. Aus diesem Grunde erfolgte feine Verhaftung wegen durch An- und Verkauf von Staats- und Stadt- Obligationen in Betruges. diefer Zeit einen Goursverluft von 11 915,75 t. Gine diesbezügliche Betition an die Behörde mit dem Sinweise, daß die Kaffe im Winter allein in einer Woche 10-15000 m. Kranten geld auszahle, der Betriebsfonds von 5000 m. ganz ungenügend fei, blieb unbeachtet. Wegen Schwindeleien feftgenommen wurde der frühere Gutsbesiger Simon Legfer. Gr foll einen gewiffen W. da durch geschädigt haben, daß er ihn veranlaßte, in fein Fourrage: geschäft einzutreten und eine erhebliche Einlage zu machen. Lenser spiegelte vor, daß er ein werthvolles Gut befize und gab 28. als Deckung eine Sypothet, die völlig werthlos war, da er das Gut nur dem Namen nach besaß. Schafstopf". Dabei befam Scholz ein Taschentuch zu Gesicht, auf welches das Bild des Kaisers gedruckt war. Er ärgerte sich darüber, daß der Kaiser sein Bild auf Taschentücher drucken laffe, bezw. den Druck zulaffe, und machte dazu eine höchft bespektirliche Aeußerung über den Kaiser. Die Mitspieler geriethen deshalb mit ihm in Streit, fie forderten ihn auf, die Will'sche Wohnung zu verlassen, und da er nicht ging, wurde er hinausgeworfen. Natürlich fehlte der Denunziant nicht, und so wurde ber Angeklagte wegen Majestätsbeleidigung sowie Hausfriedens ruch und Bedrohung unter Anflage gestellt. Das Urtheil lautete auf neun Wochen Gefängniß. Versammlungen: N Ferner haben unreelle Bauunternehmer die Beiträge, welche fie ihren Arbeitern vom Bohne in Abzug gebracht, für sich verbraucht und die Rasse in zwei Jahren im 87 294,88 M. geschädigt. Bugentgleifung bei Tegel. Gin Eisenbahnunfall der Die erfolglos gegen diefelben angestrengten Klagen beanspruchten schlimmsten Art, der dadurch noch furchtbarer wird, daß dem Der Verein der Einsetzer( Tischler) hatte am 19. Februar noch 7152 M. Gerichtstoften. Alle Versuche der Kaffe, zu ihrem telben aller Wahrscheinlichkeit nach ein Bereine außerordentliche Generalversammlung, in welcher zunächst Gelde zu gelangen, felbft die Anzeige bei der Staatsanwaltschaft brechen zu Grunde liegt, wird uns vom Freitag Nach Robert Bittmann zum Vorstandsmitglied gewählt wurde. wegen Unterschlagung, blieben in Ermangelung eines bezüglichen mittag gemeldet. Strafparagraphen erfolglos. Gs ift hierbei nicht zu übersehen, Bahnlinie Berlin- Gremmen- Velten ist zwischen Schönholz und 50fährigen Gefellenjubiläum ein Geldgeschent von 50 M. zu überWir erfahren folgendes darüber. Die Sodann wurde beschlossen, dem Kollegen Müller zu seinem baß mehr als 4000, d. h. der 5. Theil der Mitglieder, von diesen Unternehmern beschäftigt worden sind, für welche keine Beiträge tehren fönnen. Gestern wurde ein solcher ans 40 Lowries be- welcher die Kontrolle der Arbeitszeit vor allem auf den Bauten Tegel foweit fertig gestellt, daß auf ihr bereits Arbeitszüge verreichen. Weiter ernannte die Versammlung eine Kommission, gezahlt wurden, während in Erkrankungsfällen diese Mitglieder stehender33ng von der Stettiner Bahn abgelaffen, welcher mit obliegen soll. Gin Antrag, die Mitglieder während einer die Staffe auf grund des Gefehes in Anspruch nahmen. Eine Herabsetzung der bis jetzt gewährten längeren Kranken- Kies, Schwellen und Schienen beladen und an welchen auch ein etwaigen Krankheit und zwei Monate nach ihrer Gesundung von unterstüßung und Ermäßigung des Sterbegeldes auf die gesetzliche Mannschaftswagen mit etwa 20 Arbeitern angehängt war. der Pflicht zur Beitragszahlung zu entbinden, fand einstimmige Mindestleistungen der Kaffe würde wohl eine Minderausgabe von 13 der Zug gegen 82 Uhr an der Schwarzen Brücke" Annahme. Nachdem noch einem in Noth gerathenen Kollegen an der Tegeler Chaussee ca. 16 000 erzielen; dagegen würde es die älteren Mitglieder babin anlangte, sprang die Ma- ein Darlehn von 20. und für die Gewerbegerichts- Wahlen aus schine dem Geleife; drängen, die Zahlung der freiwilligen Beiträge, welche im verfloffenen hatten die Geistesgegenwart, das Ventil abzulaffen und dann der Versammlung statt. Lokomotivführer und Heizer als zweite Rate 15 M. bewilligt worden waren, fand Schluß Jahre 50 000. betragen haben, einzustellen, weil ihnen durch m. Sie längere Mitgliedschaft tein Vortheil mehr geboten wird und fiel in den Chauffeegraben. Mit donnerähnlichem Krachen bruat der Reichstags. Abgeordnete Schmidt Frankfurt einen abzufpringen, im nächsten Augenblick schlug bie Lokomotive um In der Arbeiter- Bildungsschule( Nord) hielt am 19. Fe würde daher der Rasse durch diese eventuelle Maßnahme stießen und schlugen die nachfolgenden Lorries zusammen und Vortrag über die Geschichte des Materialismus und die bruar der Reichstags Abgeordnete Schmidt Frankfurt einen Auf den Borwurf über die bohen Berwaltungstoften ist au 11 dieser Wagen thürmten sich etagenförmig übereinander. Auf materialistische Geschichtsauffaffung. Die von 400 Personen beBemerten, daß sich biefelben pro Kopf und Jahr auf 1,68 92. dem der Lokomotive folgenden Wagen faß in feinem Wachttoupee suchte Versammlung spendete dem Referenten reichen Beifall. ein Bremser. Dieser konnte sich nicht mehr retten, er wurde in ſtellen, weil von der ganzen Summe über 3000 m. an Gerichts- feinen Gis eingeklemmt and mußte von Arbeitern mittels Beil- in gemütliches Beifammensein bildete den Beschluß des Toften in Abzug gebracht werden müssen. Nach amtlicher Aufhieben aus feinem Brettergefängniß herausgebauen werden; ihm stellung haben von 61 Orts- Krankenkaffen Berlins 88 einen In der letten Mitgliederversammlung des Berbandes höheren Prozentsaz an Verwaltungstoften als die Orts- Stranten sind beide Beine abgequetscht, und er wurde in das Paul GerDie Schienen find auf der Stätte des der in der Kürschnerbranche beschäftigten Arbeiter und taffe der Maurer. Um aber von der Arbeitslaßt einen Ueberblick bard- Stift geschafft. zu bekommen, theilen wir mit, daß im verflossenen Jahre 176 274 Unfalls wie Glas gesprungen, die Waggons theilweise der Arbeiterinnen hielt Genoffe Se o ft er einen Vortrag über: Die trümmert. Spielende Kinder hatten turz vor Eintreffen des Astronomie und ihre Entwicklung. An ben sehr lehrreichen VorAn- und Abmeldungen eingegangen, doppelt soviel als bei ber Allgemeinen Orte Kranfentaffe für gewerbliche Arbeiter und Zuges zwei Männer, wahrscheinlich entlaffene Arbeiter, auf den trag schloß sich eine Debatte, an welcher sich die Kollegen Schienen beobachtet, die daselbst schraubten und bohrten; in der Dittmann, Riebm, übner und Blumel betheiligten. Arbeiterinnen mit ihren 72 000 Mitgliedern. That find an der Entgleifungsstelle die Nägel, welche die Schienen Hierauf ehrte die Versammlung das Andenken des verstorbenen 53 942 Strantenfcheine ausgeftellt und ca. 3000 Mabuschreiben aufammenhielten, entfernt! Wie die Kinder aussagen, sind die Borfiyenden der Filiale Frankfurt a. W. durch Grheben von den mit einer Gesammtschuld von 80 000 M ausgefertigt. Dazu Männer, als der Zug herannahte, nach der Jungfernhaide zu Sigen. Aus dem Rechenschaftsbericht für das 2. Quartal 1892 93 find 6000 Beitrage liften aufgestellt und in 1400 Fällen gelaufen. Die letztere ist gestern Abend fofort von Gendarmen erg.ebt fich, daß der Ginnahme von 156,55 M. eine Ausgabe mußte die zwangsineife Ginziehung beantragt beantragt werden, von 149,55 M. gegenübersteht, so daß also ein leberschuß von welcher eine Menge Interventions Prozesse und Anträge nach den Thätern abgesucht worden, jedoch ohne Erfolg. auf Ableistung des Offenbarungseides nachfolgten. Hierzu Polizeibericht. Am 24. d. Mts, Nachmittags fiel eine un 7. verbleibt. Nachdem noch neun Personen ins Bergnügungstommen noch die unendlich vielen an die Behörden, Berufs bekannte, etwa 50jährige Frau plöglich vor der Börse bewußtlostomitee zum nächsten Stiftungsfest gewählt worden, erfolgte der genossenschaften u. f. w. abzugebenden Berichte zur Feststellung zur Erbe und verstarb bereits auf dem Wege nach der Charitee. Schluß der Versammlung. statistischen Materials. Im Laufe des Tages fanden sechs Brände statt. 0 Vor Eintritt des Krankenversicherungs- Gefeßes bewältigten 3 Beamte die Arbeitslaft bei fast gleicher Mitgliederzahl, während jetzt 16 Beamte erforderlich sind. Auch der Austritt aus dem Gewerta- Krantenverein und Annahme der freien Urstwahl am 1. Januar 1893 trägt durchaus an dem Niedergange der Kaffe feine Schuld, denn 1892 waren in der Woche vom 21. bis 27. Januar 2068 Rrante und in gleicher Zeit in diesem Jahre nur 1500. Nach den bisherigen Erfahrungen läßt sich vielmehr mit Sicherheit annehmen, daß die freie Arztwa bl auf die finanzielle 2age ber Raffe einen günftigen Einfluß ausüben wird. Berlin, den 25. Februar 1893. Der Vorstand Nach Gerichts- Beitung. auch Abends. gefe- und Diskutirklub..and in Band". Sonntag, ben 26. b. M., Abends& Uhr, im Vereinslotal, Reichenbergerftr. 47 bei Triple, Fidelitas. Sterbekaffe von Arbeitern der Serliner Maschinenbau- Aktien gefeilfdjaft. Sonntag Bahltag Ackerfic. 128 bet Slimte und Stall fchreiber fit. 68 bei Sommer. Große öffentliche Verfammlung file Männer und Frauen am Sonntag, den 26. Februar, Abends 6 Uhr, bei Otto Klein, Schönleinstr. 6. Tagesordnung: Bortrag des Genossen Klein über Bourgeoiste und Sozialdemokratie. Theater- und Bergungungsverein fritillaria". Sigung Abends Nachher Fidelitas. Uhr bei Serrn Dreßler, Barninstr. 16. Privat- heater- und Vergnügungsverein Jugendfreunde". Gigung Sonntag 4% ühr bei Müller, Frankfurterfir. 80/81. Nach der Sigung Fidelitas und Tanz. Dresdenerstr. 46. 8. Dermisdites: Der frühere verantwortliche Rebakteur des ,, Vorwärts", Ang. Enders, stand gestern vor der II. Straffammer hiesigen Landgerichts 1, um sich auf eine ganze Reihe von Anflagen zu verantworten. Infriminirt war eine Nummer unserer Privat- Theatergesellschaft, Preciofa". Nachmittags 44 Uhr, Andreas8eitung vom 17. Februar v. J., in welcher außer einer Majestätsbeleidigung auch Beleidigungen der Mitraße 3 aur ,, Kornblume": Sigung und Fidelitas. Vergnügungsverein gorafa". Außerordentliche Generalversammlung glieder des tönigl. Landgerichte und von Beamten am Sonntag, den 28. Februar, Nachmittags 6 Uhr, bei Wollschläger, Blumens der tönigl. Staatsanwaltschaft zu Magdeburg entraße 78, außerobentliche Generalversammlung. Vergnügungsverein Eußige Jugenb. Sigung 4% Uhr in Stachel's Der Orts Krantentasse der Maurer zu Berlin. balten fein follen. Weitere Beleidigungen diefer beiden Behörden planina- Grotte, Raupachstr. 6. A. Daehne, Vorsitzender. A. Relpin, Schriftführer. wurden ferner in Artikeln vom 6. und 9. Februar gefunden, Berliner Naturheilverein Zukunft". Montag, den 27. februar, ferner eine Gotteslästerung in der Nummer vom 14. März Abends 9 Uhr, in Dräfel's Restaurant, Neue Friedrichstr. 36. Bortrag des Neun Monate Gefängniß wurden heute unserem früheren und endlich in zwei weiteren Artikeln Beleidigungen von Berrn M. Santy über„ Bungenleiden" Nationale grankenkalle ber beutschen Bold- und Silberarbeiter verantwortlichen Rebatteur Enders wegen Preßvergeben zu- Militärperfonen. Die meisten Anilagepunkte gruppiten und verwandter Berufsgenoffen. Mitgliederversammlung am Montag, ben diftirt; das Nähere finden unsere Leser unter„ Gerichtliches". sich um den bekannten Fall Peus", welcher wegen Majestäts- 27. Februar, Abends präzise 8% Uhr, im Dresdener Garten( großer Saal), beleidigung vor der Magdeburger Straftammer stand. In dem Verein deutscher Schuhmacher. Montag, den 27. Februar, zwei große Die Rohheit und Gesetzesverachtung der beften" ausführlichen Referat über diesen Prozeß wurde im Vorwärts" Berfammlungen 1. bet Brindel, Dresdenerstr. 116, 2. bei Keller, Bergfir. 63 Gefellschaft that sich gestern wieder einmal fund in der Hafen die Peus'sche Rebe, welche die Majestätsbeleidigung enthielt, wieder( Gartenfaal). Tagesordnung: Bortrag. Privat Cheatergefellssjaft Doffnung". Sigung, Aufnahme neuer haide hinter den Militär- Schießständen. Zwei Herren ftellten gegeben uno damit die lettere wiederholt. Das Referat felejt fich dafelbst einige Schritte von einander auf und feuerten auf war an fich ganz objektiv. Beus war feiner Zeit von der Straffrage der und Fidelitas am Wiontag um» ühr bei Sauermann, Adalberteinander Pistolenschüsse ab. Giner derfelben, der Lieutenant a. D., tammer wegen Majeftätsbeleidigung verurtheilt worden, das Graf Neubaus, erhielt einen Schuß in den Unterleib. Magdeburger Erkenntniß war dann aufgehoben worden, das Mehrere gleichfalls der feinften" Gesellschaft angehörige Stenbaler Gericht aber hatte schließlich eine, wenn Serren" wohnten bem Schaufpiel bei, ohne daß einer derselben mildere, Straje ausgesprochen. Die Beleidigungen der fich gemüßigt hielt, folchen Att der Rohheit zu verhindern. Leider Richter und der Beamten der Staatsanwaltschaft ชิน war fein Schumann zur Stelle, der die faubere Gesellschaft ge- Magdeburg werden in Artikeln gefunden, die das Verfahren der Ans Newyork wird dem„ Berliner Sofal- Anzeiger" ges wiß beim Schlafittchen genommen hätte. Magdeburger Straffammer bei der Frage der Entlassung Beus' schrieben:" reiherr v. Putitamer, ein Verwandter des Bon einer harten Maßregel sind zwei Beamte in dem aus der Haft und das Verhalten der Staatsanwaltschaft gegen Erministers von Buttfamer, ist von der Polizei in einer entlegenen benachbarten Friedrichshagen schwer betroffen worden. über dem Antrage der schwer tranten und bald darauf ge- Straße mit vier Dolchstichen schwer verwundet am 4. d. M. aufBekanntlich war er 1891 bereits ebenfalls dem Gesetz vom 21. Juli v. 3. follen auch die Unterbeamtenstellen storbenen Frau Peus auf Haftentlaffung thres Ehemannes fchart gefunden worden. bei den Kommunal- Verwaltungen burch Militäranwärter begro. fritiñrten. Die Gotteslästerung liegt in der Wiedergabe eines auf der Straße durch Weiserstiche gefährlich verlegt worden, und Militärinvaliden befegt werden. Demzufolge haben der Amts: Inferats aus einer auswärtigen Zeitung, in welchem ein Sozial: auch diesmal verweigerte er bei der Vernehmung jedwede diener Riemschneider und der Bolziehungsbeamte Homann in bemokrat in ungewöhnlicher Form die Geburt eines Sohnes anusflärung, die er vielleicht hätte geben können. Die Polizei Friedrichshagen am 15. b. M. thre Kündigung zum 15. Mai b. 3. zeigte. Der Betreffende war wegen dieses Inserats zu 1 Monat ist aufrichtig bemüht, den geheimnisvollen Ueberfall aufzuflären. erhalten, obgleich fie fich schon seit Jahren in dem bortigen Gefängniß verurtheilt worden und diese Berurtheilung wurde Der Verwundete ist auf dem Wege zur Besserung. Herr v. Butte Dienste befinden. Sie besigen eben feinen Zivilversorgungsschein vom Vorwärts" nicht zustimmend besprochen, das Inserat felbi fammer ist auch in Berlin eine sehr bekannte Persönlichkeit. und sind nicht Militäranwärter. Für jene Stellen, beren Jahres: aber als geschmacklos bezeichnet. Schließlich waren noch zwei Offenbar bat jemand ein lebhaftes Intereffe, ihn auf jeden Fall einfommen 1050 W. betragen, werden unter dem 17. b. Wt. durch Artikel inkriminirt, in denen eine militärische Uebung, welche an aus der Welt zu schaffen." ben Amtsvorsteher Drachholz zivilversorgungsberechtigte Bewerber dem außerordentlich heißen 28. Mai v. 3. das in Schwerin gesucht. Es hat sich bei uns eben alles dem Militarismus garnifonirende 2. Bataillon des Grenadier Regiments Nr. 89 unterzuordnen. Nächstens wird man, was heute schon die Brengu abfolviren hatte, aufs schärffte getadelt wurde. Bei dieser boten" befürworten, auch nur Unteroffiziere als Lebrer anstellen, lebung waren 16 Soldaten infolge der großen Hige frant geworden. Todesmarsch" ge Briefhaffen der Redaktion. und wenn es nur anginge, würde man wohl auch von der Amme Der Vorwärts" hatte diefe Uebung einen nannt, der tommandirende General des 9. Armeekorps hat aber G. A. Wir hätten viel zu thun, wenn wir uns mit jedem einen Bivilversorgungsschein verlangen. gerichtlich ausgefagt, daß die Darstellung des Vorwärts" von Auswurf irgend eines Mistblattes befaffen wollten. stud. F. Nachdem sie die sozialistische Litteratur studirt Ein würdiges Gegenstück zu dem Fuhrherrn Vogler( ber den Leiden der Mannschaften theils unwahr, theils aufgebauscht genügt für Prüfungszwecke Holzendorff's feinen Rutscher entlassen hat, weil er als Beisiger zum Gewerbe- und bei der thatfächlich berrschenden Hige den Mannschaften die haben, gericht gewählt wurde), scheint sein Bruder, der Maurermeister nöthige Raft und Rube und alle erlaubten Erleichterungen gewährt Juristische Gngytlopädie( Leipzig, Verlag von Duncker und Schoenberg's Handbuch der Bogler, Prenzlauer Allee 26, au sein. Wie uns ein Freund worden feien. In der Beweisaufnahme befundete Rechtsanwalt u. Humblot) unferes Blattes mittheilt, hat er seinem Dienstmädchen Anna Seine, als Zeuge vernommen, daß der Erste Staatsanwalt Bolitifchen Detonomie( Tübingen, Laupp's Berlag). Magdeburg bei etnem anderen อน горев B. W., Friedrichsberg. Bu einem Widerspruch rathen Bartel aus Apolda gegenüber aus geringfügiger Ursache einen Maizier erklärt bat, Beuge er baß des wir. Form Die Frage, ob die Sonntagsheiligungs- Ordnung vom derartig ausgiebigen Gebrauch von seinem nach der Gesinde als Ordnung ihm leider zustehenden Büchtigungsrecht gemacht, daß an Frau Beus ertheilten Bescheides nicht gekannt und nicht ge- 26. Mai 1838 noch in Giltigkeit ist, ist sehr bestritten. Das bas mißhandelte Mädchen den Schuß der Polizei anrufen mußte. billigt haben würde. Staatsanwalt Die beantragte eine Stammergericht wird wohl demnächst Entscheidung in einem ähnGesammtstrafe von neun Monaten Gefängniß. lich liegenden Fall treffen. O. R. 100. Sie fragen: Welches sind die einfach sten Eine aus fünf Personen bestehende Bande von Laden Rechtsanwalt Morris beantragte die Freisprechung des Andieben, die es namentlich auf Juwelierläden abgesehen hatte, ift geflagten im Falle der Gotteslästerung und der Majestäts- Scheidungsgründe für eine Frau?" Soll das heißen: welche durch die Kriminalpolizei dingfest gemacht worden. Die Leiterin beleidigung und machte im übrigen zur Entschuldigung des An Gründe kann eine Frau zur Begründung ihres Scheidungsist eine Malerfrau Lemser. Die Mitglieder der Bande ar- geklagten geltend, daß der Fall Peus seiner ganzen Struftur nach begehrs geltend machen? oder: welche Gründe, die den Mann beiteten" so, daß fie turz hintereinander in den Gefchäftsräumen geeignet war, das höch e Ausfeben und das größte Mitleid mit ber zum Antrag auf Scheidung berechtigen, haben die geringsten vererschienen. Während vier von ihnen fich Waaren vorlegen todtkranken Frau Peus zu erregen. Dieser ganze Fall enthalte mögensvechtlichen Nachtheile für die Frau? W. W. 100. Das Krantenfaffengefeg hat keinerlei Einfluß ließen und dadurch die Berfäufer befchäftigten, benußte der Fünfte verschiedene Puntte, in welchen nicht dem Gefeße gemäß ge die Zeit, um zu fehlen. Dann entfernten sich alle unter dem handelt worden fei, schließlich sei auch noch der Irrthum auf die Höhe der Klebebeiträge geübt. Borgeben, daß die Sachen zu theuer feten, daß fie zu Hause begangen worden, daß in einem Falle, in welchem Ghrverluft noch eine Rücksprache nehmen müßten, und was sie sonst vor- ausgeschlossen fet, das höchste Maß von 5 Jahren Gyrverlust brachten. Eft später wurde das Fehlen der Werthgegenstände ausgesprochen wurde. Das sei das Höchfte an rechtlichem Jrrthum, was sich in der Rechtspflege wohl denten laffe und habe mit Recht überall die Schärifte Seritif erfahren. Der Gerichtshof hielt fämmtliche Anflagepunkte für erwiesen, das vom Staatsanwalt beantragte Strafmaß für angemessen und erkannte deshalb auf neun Monate Gefängniß und Publikationsbefugniß für die Beleidigten im Vorwärts", der Magdeburger" und der Schweriner Zeitung". bemerkt. " n 19 " " B Die Wiederum verhaftet wurde der Buchhalter Morib Stumpe, der früher einem hiesigen Raufmann in der Span bauerüraße mit 20 000 m. durchgegangen war, hier aber auf grund eines Gutachtens bes Medizinaltollegiums, das ihn für unzurechnungsfähig erklärte, freigesprochen worden war. Man brachte ihn nach der Charitee, von wo er im Februar v. J. als geheilt entlassen wurde. Dann bat er, obwohl völlig mittellos, Wegen Majestätsbeleidigung hatte sich am Sonnabend ein Bank und Kommissionsgeschäft gegründet, sich Generals ber Anstreicher Julius Scholz aus Köpenick vor der ersten agenturen übertragen laffen, den Titel" Bantier" geführt und es Straftammer am Landgericht II zu verantworten. Derfelbe be namentlich durch die vornehme Einrichtung seines Gefchäftslotals fand sich am Abend des 10. Oftober in der Wohnung des Malers verstanden, daß Bertrauen von Berfonen zu gewinnen, die fich Wilt und spielte mit biefem und den Gebrüdern Reichert Briefhaffen der Expedition. Für die Bergarbeiter gingen ferner ein: Bei der Geburtstagsfeier bei Fr. Honke durch Männerchor Südost 3,80. Im Gesanverein Freiheitellänge I gesammelt durch kleift 4,-. Deutscher Arbeiterverein in Brüssel 20,10. Von den Baser'ichen Rigarrenarbeitern 2,10. B. T. 4,-. Gesangverein Harmonie Il 6,-. Durch die Streit Kontrolltommiffion: Lifte 250 Wagner Moabit 3,50. Verein Berliner Hausdiener 20,-. Summa 68,50. Bereits quittirt 12 142,85 Mark; in Summa 12 206,85 9. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Ein breifach donnernd' Hoch! Zum 40. Wiegenfefte, Es gratuliren immer noch, Auch wünschen stets das Beste Dem Gastwirth Ad. Engel heut, Sonntag, den 5. März, Vorm. prät. 10 Uhr, in den Arminhallen, und theilen mit ihm Leid und Freud'. Kommandantenstraße 20: Ausschuss- Sitzung. 105/9 Zages Ordnung: 1. Aufnahme von Vereinen. 2. Interne Bundes angelegenheiten. 3. Ausloofung der Vereine, welche sich programmmäßig am Sieberabend, den 18. März, betheiligen. 4. Verschiedenes. Um pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. NB. Die nächste Nebungsstunde findet am Sonntag, den 12. März, In der Brauerei Friedrichshain( früher Lips), statt. Verein Berliner Hausdiener. D. D. Dienstag, den 28. Februar, Abends 9 Uhr, in den Arminhallen", Kommandantenstraße 20: Geselliger Abend mit Damen and Vortrag des Herrn Zahnarzt Wolf über: Sozialistische Streiflichter. Ausgabe der Billets zu dem am 18. März stattfindenden Mastenball. Gäste willkommen. Der Vorstand. 1551b Weißensee. Achtung! Töpfer! Wander- Versammlung des Vereins zur Regelung der gewerblichen Verhältnisse der Töpfer Berlins und Umgegend am Dienstag, den 28. Februar cr., Abends 6 Uhr, im Lokale des Gerrn Damrat, Charlottenburger- und Wilhelmstraßen- Edre. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Verschiedenes. Der Vorstand. J. A.: R. Topf. 823/18 Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstraße 2. In einigen Tagen erscheint in unserem Verlage: Der sozialdemokratische 400/18 „ Zukunftsstaat." Verhandlungen des Deutschen Reichstages am 31. Januar, 3., 4., 6. und 7. Februar 1893. ( Beröffentlicht nach dem offiziellen stenographischen Bericht.) ca. 130 Seiten Lexikon- Oktav. Preis geheftet 15 Pf. In Partien Rabatt. Unser Bericht bringt nicht nur die Neden der sozial. demokratischen Abgeordneten, sondern die gesammte Debatte über die betr. Frage, also auch die Neden der Gegner und wird derselbe den Parteigenoffen als gutes Agitations. mittel dienen. Zahlreichen Bestellungen, die wir baldigft aufzugeben bitten, sehen wir entgegen. Alle Buchhandlungen, Rolporteure und Zeitungs- Spediteure nehmen Bestellungen entgegen. Bei Aufträgen von außerhalb er. fuchen wir um gleichzeitige Einsendung des Betrages( Porto extra). Größtes Lager von Bruchbändern, Suspensorien, Leibbinden u. s. w. eigener Fabrikation. Anfertigung von Maschinen, Schienen, Stiefel für franke Füße, Korsets, künstliche Arme und Beine. Lager aller Verband binden und Verbandstoffe. H. Pfau, früher C. Goltdammer, C., Klosterstr. 30. 85141 Möbel, Lieferant für sämmtliche Krankenkassen. Spiegelfowie ganze Ausstattungen, empfiehlt H. Strelow, Rirdorf, Berliner Strasse 40, am Denkmal. Bettfedern, Daunen, fertige Betten. Die Proletarier A. E. H. E. S. G. E. S. H Unferm Freund und Genossen Ernst Weibt, gen. Waffer Esel zu ſeinem beutig. Wiegenfeste ein donnerndes Hoch daß die ganze Yorfft. wackelt. 15436 Die Krückenbrüder N. N. D. Unserm Genossen Ernst Schmidt ein dreimal donnerndes Hoch zu seinem heutigen Wiegenfeste, daß die ganze Schwedterstraße wackelt und die Schiefer halbe Tonne reichen, bei Ww. Lehn, im Backofen flappern. Ernst, wird die Stralsunderstr. 16.? C. Sch. R. H. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, unser guter Vater, der Möbelpolirer Emil Marocko nach schweren Leiden an der Proletarierfrankheit verstorben ist. 1537b Die Beerdigung findet Montag Nachmittag 4 Uhr von der Wohnung, Straußbergerstr. 4, aus statt. Ww. Marodo nebst Kindern. Danksagung. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten für die liebevolle Theilnahme und zahlreichen Blumenfpenden bei der Beerdigung meiner lieben Frau, insbesondere Herrn Prediger Dahms für die trostreichen Worte am Sarge der Entschlafenen meinen herzlichsten Dank. F. Werner, nebft Tochter. 48/2 E. Viel Feind, viel Ehr! Neid und Unfähigkeit äussern sich stets durch den Versuch, die guten Leistungen Anderer herabzusetzen. 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Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 49. Alte und nene Arten und Abarten der direkten Geschgebung. = VI. Das fant- gallische Veto. Sonntag, den 26. Februar 1893. 10. Jahrg. die Baboeuf' sche Schule wollte. Dios will nicht, daß die Re- Sälfte der Energie entwickelt hätte, die Reimer sein Lebepräsentanz den Volksgesetzen falschen Sinn unterlege und die lang so oft für andere zeigte. Wirksamkeit der Volksbeschlüsse durch Interpretationstünste ver- Daß die Zeitung für Pommern sich nicht entblödete, ihm eitele. Dagegen beseitigt Diog den Einwand, daß er fonsequenter- troß seines zu vermuthenden schrecklichen Endes noch den Makel weise auch die Ausübung der regierenden( exekutiven) und richter- anzuhängen, er sei wegen Fischens und Jagens auf fremdem Gelichen Gewalt dem Volke übergeben müßte, mit den Worten: biete oft bestraft worden, ist für die Moral des„ honetten" BürgerWenn ich vorschreiben kann, wie vollzogen und gerichtet werden thums bezeichnend. Was bedeutet es diesem, daß Reimer mehrere In der Schweiz vollzog sich nach der Julirevolution in foll, furz wenn ich Gesetzgeber bin, was fümmert's mich, wer Menschen mit Gefahr seines Lebens vorm Tode gerettet hat? Paris( 1830) auch der Umsturz der Städte- Aristokratien und vollzieht und richtet? Was ausgeübt wird, nicht wer ausübt, Er war Sozialdemokrat, und deshalb darf unter keinen Umständen Patriziate, und die Repräsentativ- Demokratie wurde die herrschende ist hier die Frage." unerwähnt bleiben, was die Achtung, die man ihm für seinen Form in den größeren Kantonen. Indessen wurden schon Die Diog'sche Schule, welche die Einführung der direkten Edelmuth schuldet, wenigstens in den Augen der Besitzenden herabDamals die Kantonsverfassungen dem Volke zur Annahme oder Gesetzgebung befürwortete, unterlag. Aber sie zwang doch die mindern könnte, die es ja bezahlen können, wenn sie fischen Verwerfung vorgelegt. Es galt das als etwas Selbstverständ- repräsentativen Gegner zur Anerkennung derselben in abgeschwächter oder jagen wollen. Wäre Reimer ein reicher, angesehener Mann liches, da ja früher schon die Verfassung von 1802 zum ersten Form, in der Form des Veto; denn sagte der Antragsteller und gewesen, der aus Geiz auf fremdem Gebiete fischte und jagte, wie Male vom Schweizervolte auch abgestimmt, somit das Ver- Historiker Henne:„ Findet das Volk die Gesetze volkswidrig oder wohlwollend hätte vermuthlich dieselbe Zeitung über diese seine fassungs Referendum, wie ein Jahrzehnt früher in gegen die Verfassung, so mag es, wie die Bolfstribunen Schwäche" hinweggesehen! Frankreich, eine staatliche Einrichtung geworden war. Freilich Stoms, sein Veto( ich verbiete) einlegen, d. h. die Vollziehung wurde da eine pfiffige Verschlimmbesserung oder Ver des Gesetzes verweigern." Von da an datirt der Name Veto Im Amtsgerichts- Bezirk Chemnik( Land) haben bet böserung" eingeschwärzt, die mit Zuversicht" zur An- in der Schweiz für diese zwitterartige Boltsabstimmung, die von der Wahl der Arbeitervertreter zum Gewerbe gericht überall nahme auch unpopulärer Verfassungen führte. Es wurden dem modernen fakultativen Referendum namentlich dadurch sich die Kandidaten der Sozialdemokratie gefiegt. nämlich die Abwesenden, d. h. die Nicht stimmenden zu den unterscheidet, daß auch in der Regel und der innersten Natur des Ja Stimmenden, d. h. Annehmenden gezählt. Damals( 1802) Veto entsprechend( qui tacet, consentit wer schweigt, der Parteifinanzen. Der Vertrauensmann von Wiesbaden waren alle Schweizer- Bürger über 20 Jahre Stimmberechtigt und billigt und willigt ein)- die Nicht stimmenden als Jahatte im vorigen Jahre 322,61 M. Einnahme, zwei Drittel mehr doch stimmten für jene von Notabeln entworfene Verfassung nur sager oder Annehmende gezählt werden, während dies beim als im Jahre 1891. Die Ausgabe betrug 293,37 M. 72 453 mit Ja, dagegen 92 423 mit Nein; gar nicht stimmten fatultativen, wie beim obligatorischen Referendum 167 172 Abwesende, da aber diese Schweigenden zu den Ja- nicht der Fall ist, sondern nur die wirklich abgegebenen, Sagern oder Annehmenden gezählt wurden, konnte der Rath die in der Urne sich befindenden Ja und Nein gelten, S. h. die Verfassung als mit Glanz angenommen" erklären, als durch die absolute Mehrheit der bejahenden und verneinenden Stimmen große Mehrheit der stimmfähigen Bürger angenommenes Grund- entscheidet."( Zürcher- Verfassung). gesetz des Staates" proklamiren. 0 " " " Aus Kopenhagen wird uns geschrieben: Mit der Rechtspflege wird es der Sozialdemokratie gegenüber immer gemüthlicher. Wir sind daran gewöhnt, daß die Verurtheilungen Schlag auf Schlag folgen, aber bisher war es doch hauptsächlich Geldstrafe, Das der römischen Geschichte entnommene Veto, welches mit der die Herren Richter uns segneten. Jetzt aber scheint GeWie nach 1830 ein Theil der Macht vom Kleinen Nath ebensogut aus der französischen Revolutionszeit hätte herbeigeholt fängnißstrafe an die Stelle der Geldstrafen treten zu sollen. Im ( damalige Regierung) an den Großen Rath abgegeben werden werden können, wurde vom Verfassungsrathe mit 75 gegen Laufe weniger Tage sind 6 Monate Gefängnißstraße über uns mußte, so gingen auch die Bestrebungen mancher Politiker 66 Stimmen, wovon die letztern für das( obligatorische) Refe- verhängt worden. Drei Monate hat der Chefredakteur des weiter und forderten die Verlegung der gesetzgebenden rendum einstanden( für das reine Repräsentativ- System stand" Sozialdemokraten", der einem provisorischen Geseze zufolge auch Gewalt ins Bolt. Zuerst wurden die Gedanken der Voltsgesetz- niemand ein) durch folgende Säge in die später vom Volfe ber verantwortliche Redakteur sein muß, zu brummen, weil er gebung, Referendum und Initiative, im Großen Rathe von fanttionirte Verfassung aufgenommen: St. Gallen ausgesprochen, was auch leicht begreiflich ist, wenn einen Artikel veröffentlicht hat, in welchem grobe Mißstände entDas Volk des Kantons ist ein souveränes Volk, die hüllt waren, die in unseren öffentlichen Armen- und Zwangsman bedenkt, daß der langgestreckte Kanton St. Gallen an die Souveränität, als der Inbegriff der Staatshoheit und der arbeits- Anstalten herrschten. Der Prozeß hat fast drei Jahre ge drei Landsgemeinde- Kantone: Schwyz, Glarus, Appenzell und obersten Gewalt, ruht in der Gesammtheit der Bürger. dauert, und wir haben in dieser langen Zeit eine große Anzahl den Referendums- Kanton Graubünden grenzte. Die hartnäckigen Das Volt übt infolge dessen das Gesetzgebungsrecht selbst Beugen gestellt, die das Gesagte bestätigten. Half Alles nichts: Debatten endigten mit einer Abschlagszahlung, dem sog. Veto, welches 1831 in die St. Galler Verfassung fam. aus und jedes Gesetz unterliegt seiner Genehmigung. drei Monate Gefängniß, das war der Schluß. Die andern drei Es folgten Das Recht dieser Genehmigung übt das Volk da- Monate hat der Präsident der sozialdemokratischen Union von nach 1832 Baselland, 1841 Luzern, 1845 Waadt und 1846 Bern, durch aus, daß daß es wo das einstige Referendum feit Jahrhunderten ins Vergessen nach Erlassung eines Gesetzes Dänemark, Oberhausmitglied P. Knudsen, abzusitzen, welcher binnen zu bestimmender genüglicher Frist in seiner Mehr während der dreimonatigen Haft des jezigen Chefredakteurs des gekommen war; im Großen Rath von Zürich scheiterten dagegen heit die Anerkennung und Vollziehung eines Gesetzes verschon 1842 die Bemühungen für Einführung des Vetos; man ,, Sozialdemokraten", Genossen Wünblad, diesen als Verant möge seiner souveränen Gewalt verweigern fann." wortlicher vertrat. Er hatte einen Artikel aufgenommen, aus trug damals eine gründliche Berachtung zur Schau Hiermit war die Partei der direkten Gesetzgebung noch nicht dem man wenn man wollte entnehmen konnte, daß der gegen alles, was auch nur im entferntesten nach Landsganz geschlagen. Ihre Gegner sahen sich genöthigt, das gemeinde- Institutionen roch. Voigt des Königs" nicht ganz unparteiisch sei. Gegen beide So fonnte es kommen, daß Veto, welches kein Volkswunsch war, nicht einer politischen Ürtheile wird appellirt werden. Ende der sechsziger Jahre wir wir zürcherischen Demokraten Grundanschauung entsprungen, sondern nur ein Einfall und ein Auch in Dänemark wird die Zukunftsstaatsdebatte des Deutschen im Glauben befangen waren, zuerst Juitiative und Referendum beschwichtigendes Zugeständniß war, durch eine höchft bedenkliche Reichstags lebhaft besprochen. Die reaktionäre Presse, und in organischer Verbindung aufgestellt zu haben, während doch Art der Volksabstimmung sicher zu stellen. Der Verfassungsrath namentlich unser Regierungsorgan schlug augenblicklich Münze diese Boltsrechte schon 36 Jahre früher im Nachbartanton beschloß nämlich, daß sämmtliche in den Kreisversammlungen daraus. Richter und Stöcker wurden zum Himmel erhoben St. Gallen mit aller Deutlichkeit ausgesprochen,( wenn auch nicht nicht erscheinende Bürger zu den Annehmenden zu zählen und es war fein Zweifel mehr: die Sozialdemokratie war endin Verfassungs- Paragraphen formulirt) und mit Ungestüm ver- seien. Dazu hatte er keinerlei Recht. Im Gegentheil wich er derart lich abgemurkit. Bevor Bebel, Frohme und Liebknecht langt worden waren, aber diese St. Gallischen Großraths- Ver- fecklich vom Recht ab, denn bisher waren stets nur die Anwesenden nicht eine Karte von Deutschland zeichnen können, worauf genau handlungen vom Januar 1831 waren todtgeschwiegen worden und nach 20 Jahren schon komplett verschollen, so daß sie gezählt worden, und das Gesetz, welches dies feststellte, hatte der angegeben ist, wie viele Tischler- und Schuhmacherwerkstellen die Verfassungsrath weder aufgehoben noch aufheben tönnen. Die deutsche sozialistische Gesellschaft gebraucht und wo die Werknicht nur uns, sondern auch Rittinghausen ganz und gar ver- Anwesenden, welche für Annahme stimmten, betrugen denn auch stellen placirt werden sollen, steht es auch für die dänischen borgen blieben. nur 9190, die Anwesenden, welche verwarfen 11 091 und Philister fest, daß der Sozialismus eine Utopie ist. Ein paar Das Verdienst, diese eingesargten Ideen wieder ausgegraben einzig, indem man die 12 692 Abwesenden zu den Annehmenden Tage gaben wir den Philistern Frist, sich auf diese Weise zu und an's Licht gezogen zu haben, gebührt dem Forscher hinzuzählte, trat die Verfassung mit dem Beto in Kraft. Die amüsiren und zu trösten, dann begannen wir in ausführlichen Theodor Gurti, Nationalrath; er ist seinem Rappersweiler Abstimmung war somit ein moralischer Erfolg der Demo- Artikeln im„ Sozial- Demokraten", der jett 23 000 Abonnenten hat, Mitbürger gerecht geworden); Major Felix Diog früher fraten. die auf beiden Seiten im Reichstage gehaltenen Reden zusammen Das Santgallische Bolt", schließt Curti, hat zu stellen, und dadurch wurde in die Begeisterung der Reaktionäre also das Beto nie gewollt; dasselbe ist ihm auf- faltes Wasser gegossen. Diese Presse simulirt noch in einzelnen gedrängt worden durch einen Rechtsbruch." *) Siehe: Zur Geschichte der Boltsrechte. St. Gallische Erinnerungen an die Jahre 1880/31. Von Theodor Curti. 1. Vorbemerkung. 2. Vom Anfange der Bewegung. 3. Die ,, Demagogen". 4. Diog über die Volksrechte. 5. Der Sieg des Veto. Broschüre von 20 Seiten. Zürich( Schabelit), 1881. längere Zeit in französischen Diensten, forderte im St. Gallischen Verfassungsrathe die Gesetzgebung durch das Volt. Er wurde als Landsgemeindler" und" Demagog" verschrieen, als„ Raditaliusti", Sensualist, Materialist, überhaupt als tonfuser Kopf": Von Rapperschwyl, der fleinen Stadt, Kommt Diog als Verfassungsrath Mit Heldenaug' und Felsenstirn, Mit viel Geschrei und wenig Hirn." fingt ein Spottlied der„ Repräsentiv- Systemler", aber sehr mit Unrecht, denn Landammann Baumgartner, später der beste Kopf und erste Staatsmann von St. Gallen, anerkennt, daß Diog als Redner gefürchtet wurde. Er war mit seiner beredten Logit gleich wieder bei der Hand und wußte die schwache Seite unserer Logit haarscharf aufzudecken." " Parteinachrichten. " Artikeln hier und da Begeisterung für Richter und Stöcker, aber man merkt's, daß ihre Begeisterung keine echte mehr ist. Daß die internationale Sozialdemokratie aus der ZukunftsstaatsDebatte des Deutschen Reichstags gestärkt hervorgegangen ist, wird denn jetzt auch von jedem vernünftigen und ehrlichen Menschen eingestanden. Gerichts- Beifuntg. " Aus Kolberg berichtete die Zeitung für Pommern" unterm 13. Januar: Jn höchster Lebensgefahr schwebt gegenwärtig der Arbeiter Moritz Reimer, der heute Morgen, obwohl er von Fischern gewarnt wurde, zum Entenschießen auf See gefahren war und nun mit dem Eise hinaustreibt. Verschiedene Versuche, Zwei Betrüger von ganz besonderer Gemeinfährlichihn zu retten, auch mit dem Raketenapparat, find leider erfolglos feit wurden gestern der ersten Straffammer des Landgerichts I. geblieben. Gegen Mittag war der Unglückliche nur noch mit dem in den Personen des Arbeiters Carl Apel und des SchlächterFernrohr zu sehen, und wenn nicht ein Wunder geschieht, so gesellen Franz Musar vorgeführt. Die beiden Angeklagten dürfte er verloren sein. Reimer war das Haupt der wenig zahl- haben in der verwerflichsten und raffinirtesten Weise Provinziale reichen hiesigen Sozialdemokraten. Seine Vorliebe für Fugd und ausgebeutet, welche nach Berlin kommen, um hier Stellung zu Diog's Reden, sagt Curti, sind im hohen Grade der Fischerei auf fremdem Gebiete hat ihm manche Strafe ein suchen. Apel hat das Aeußere und das Auftreten eines Mannes, Beachtung würdig; wir besigen sie zwar nur in bruchstück gebracht, doch konnten wir kürzlich von ihm auch berichten, daß der in guten Verhältnissen lebt, während der weit jüngere Musar artigen Aufzeichnungen, aber selbst diese lassen genügend er wegen Errettung eines Knaben vom Tode des Ertrinkens mit seinem bartlosen Gesicht den Eindruck eines Dieners macht. erkennen, daß der leidenschaftliche Anwalt der Bolts- unter eigener Lebensgefahr eine Belohnung erhalten hatte. Bis Bei ihren gemeinschaftlichen Betrügereien waren die Rollen rechte das innerste Wesen derselben erfaßt hatte, und seine An- Nachmittags 5 Uhr war es nicht möglich gewesen, Reimer zu denn auch als Herr und Diener" vertheilt. Es lagen schauung in Säße von epigrammatischer Schärfe ausmünzte: retten. Das Rettungsboot mußte unverrichteter Sache wieder fünf Fälle zur Anklage vor, von denen besonders der folgende Mir handelt es sich", sagte Diog bei Berathung der Verfassung, zurückkehren. Von Reimer ist auch mit dem Fernrohr nichts mehr die Schändlichkeit kennzeichnet, mit der die Angeschuldigten vor,, vor allem anderen um den Grundsatz, von dem unser Wert zu sehen. Leider ist zu befürchten, daß derselbe verloren ist." gingen. Im September v. J. war der Kutscher Krause ausgehen soll. Ich kenne nur einen. Dieser ist die Volts- Eine Nachricht darüber, ob Reimer gerettet worden, ist nicht aus dem Pommerschen nach Berlin gekommen, um sich hier einen souveränetät. Souverän ist der Höchste. Sein Wille ist Gefeß. gebracht worden, und so wird er wohl in den Fluthen der Dienst zu suchen. Als er auf dem Hackeschen Markt vor einer Nun aber reden einige von repräsentativer Souveränetät, welche Ostsee sein Grab gefunden haben. Neimer war, wie uns vom Anschlagfäule stand, trat Musar an ihn heran und knüpfte ein nichts anderes ist, als ein Abtreten derselben. Wer delegirt, ist Genossen Bringmann aus Hamburg, der neulich in Kolberg re- Gespräch mit ihm an. Musar erfuhr, was er wissen wollte, nicht mehr souverän, und ich behaupte, wo ein Großer Rath ferirte, berichtet wird, zuletzt als Handarbeiter thätig, nachdem nämlich daß Krause eine Kutscherstelle suche. Das paßt sich Gefeße fanttionirt, ist die Verfassung eine Lüge." Diog fenn er als Schuhmachermeister seines offenen, jedes Katzbuckeln verschön" rief er, ,, mein Herr, der reiche Bäckermeister B. zeichnet treffend den Unterschied zwischen der autoritär- radifalen abscheuenden Charakters halber auf feinen grünen Zweig kommen aus der Wallstraße sucht einen Kutscher zum sofortigen und der demokratischen Schule, wenn er sagt:„ Es scheint, uns will founte. Als Handarbeiter bezog er einen sehr färglichen Lohn, Antritt. Warten Sie nur einen Augenblick, er wickelt hier in das Prinzip, das Fundament entwischen. Man will hier das die pommerschen Löhne der Tagearbeiter sind ja hinreichend der Nähe ein Geschäft ab und muß gleich kommen. Dann stelle Beste aufstellen. Es handelt sich aber nicht um das Beste, bekannt. Um nun seine Familie nicht Hunger leider zu laffen, ich Sie vor und Sie erhalten den Dienst." Krause war hoch sondern um das Rechtliche, um das, was dem Volkfe ging er Sonntags und Abends auf den Fischfang und auf die erfreut über die Aussicht. Es währte auch nicht lange, als der gehört. Man hat das Volk mündig erklärt; giebt man ihm Entenjago Mit dieser Thätigkeit hat Reimer feinen Menschen reiche Bäckermeister aus der Wallstraße", der durch den Großen Rath einen Vogt, so ist es nicht mehr geschädigt, denn die wilden Enten und die Fische in der Ostsee sich in der Nähe aufgehalten und von Musar einen Wink mündig am Ende tönnte behauptet werden: Die fonstitu- gehören niemand als Eigenthum. Weil aber Reimer den Tribut erhalten hatte, erschien. Mufar ging ihm mit abgezogener Mütze tionelle Monarchie ist das beste... in Streitfällen zwischen nicht zablen konnte, den der Staat für solche Jagden fordert, entgegen und theilte ihm mit, daß in dem neben ihnen in ehrStaatswohl und der Freiheit der Bürger ist lettere das erste. und weil er andererseits seine Familie nicht wollte verhungern erbietiger Haltung stehenden jungen Menschen der gesuchte Nicht genug tann man Republikaner vor der Tefpotie der Be- lassen, ist er oft mit sehr harten Strafen belegt worden. Trogdem Kutscher gefunden sei. Apel, der den reichen Bäckermeister glückungsgewalt warnen Wahrhaft, die Mehrheit ist nicht hat er mehrmals sein eigenes Leben gewagt, um ein anderes Glied mit nicht minder großem Geschick spielte, wie Musar den Diener, Der schlechtere Theil! Stolz ist das Wesen des Republikanismus. derselben Gesellschaft zu retten, die ihn verurtheilte. Bringmann's sah den Fremden prüfend an und erkundigte sich in herablassendem Die Auswüchse daran und das Schlechte sind zu verhindern durch Gewährsleute erzählten drei Fälle, in denen Reimer Menschen vor Tone nach dessen Verhältnissen. Sodann theilte er ihm die übergute Schulen und Preßfreiheit." Einer der Anhänger Diog's dem Grtrinfen gerettet hatte. Der letzte Fall, auf den auch die aus günstigen Bedingungen mit, unter denen er ihn engagiren fagte, indem er darauf hinweist, daß man dem Volke das Recht Zeitung für Bommern hinweist, verdient besonders mitgetheilt wollte und betonte noch besonders, daß Krause noch an demselben eingeräumt habe, über die Verfassung abzustimmen:„ Warum zu werden. Reimer siebt, daß ein Knabe in die See fällt, sofort Nachmittage den Dienst antreten müsse. Krause sagte freudetraut man dem Volfe die Fähigkeit zu, dieses Grund gesetz zu springt er ihm nach, leider wird er gewahr, daß sich das Kind strahlend zu. Dann verlangte der Herr" aber, daß Krause ihm fanttioniren, nicht aber die weniger schwierigen daraus ab- in den Gewächsen verschlungen hat, die auf dem Meeresgrunde seine Uhr nebst Kette als Unterpfand dafür geben solle, daß zuleitenden Gesetze? Und dennoch ist allen hinlänglich bekannt, wuchern, und indem er es befreien will, verwickelt er sich selbst er auch den Dienst pünktlich antreten werde, denn er habe schon daß sich das Volk mit den Gesetzen viel mehr abgiebt, und hat alle Mühe los zu kommen; um Athem zu holen, muß er trübe Erfahrungen mit den von auswärts kommenden gemacht. als mit der Verfassung. Ich bemerke eine Tendenz an die Oberfläche des Wassers, dann taucht er wieder unter Krause gab schleunigst Uhr nebst Rette heraus. Ferner wollte gegen das Volk als eine unwissende Maffe, der man und muß das dreimal wiederholen, ehe er den Knaben herauf der Dienstherr sich aber auch davon überzeugen, ob der neue nichts in die Hände geben dürfe. Geben wir ihm, was bringen kann, und alles geht in solcher Geschwindigkeit vor sich, Kutscher im Besize solcher Garderobe sei, daß er sich auf dem ihm gebührt. Der Ungebildete tann sich ja belehren lassen, er daß der Knabe am Leben bleibt. Dieser Mann, der sein Leben Bock eines feinen Fuhrwerts sehen lassen könne. Er erfuhr wird die Belehrung angelegentlichst suchen und der gesunde nicht achtete, wenn es galt, ein anderes zu retten, geräth zwischen auf Befragen des Krause, daß dieser seine Sachen Menschenverstand wird siegen. treibende Eisschollen und mußte so einem grausamen Ende ent- in einer Ausspannung in der Großen Hamburgerstraße habe. Diog will dem Bolte auch das Recht der Gesetze erläuterung gegenfahren. In Kolberg ist die Ansicht verbreitet, daß er ganz Ich habe dort in der Nähe eine Rechnung zu bezahlen, da oder Interpretation wahren, wie es auch der Genfer Micheli und sicher gerettet worden wäre, wenn man auch nur die können wir gleich hingehen und die Sachen ansehen!"„ Der " Soziale Ueberlicht. werde. Unter Verschiedenem wurde beschlossen, daß das Bureau dieser Versammlung von Zeit zu Zeit öffentliche Versammlungen der Mitglieder anberaumen soll, in denen die Mißstände der Ein Schuhmachertag für Sachsen wird am 9. April in Kasse zu erörtern sind, desgleichen wurde bestimmt, daß in der nächsten Generalversammlung der Kasse die Frage, ob der Ausschluß des Mitgliedes Grauer zulässig gewesen, zur Erörterung gebracht werden soll. Versammlungen. Im Sozialdemokratischen Agitationsklub für den Often Berlins" sprach am Sonntag Abend Genosse Adler über den„ ehernen Schritt der Zeit". Serr" ging würdevoll voran, die beiden Bediensteten folgten in j Der Boykott über die Evora Brauerei in Fürth soll der Kontrakt mit dem Gewertstrantenverein rechtzeitig gekündigt angemessener Entfernung. In dem Gasthofe mußte Krause seinen einem Herold Telegramm zufolge aufgehoben sein, nachdem die Verschlußkorb öffnen und seine Sachen vorzeigen. Sein Herr Unternehmer sich zur Wiederannahme von drei Arbeitern bereit war damit zufrieden. Plöglich bekam derselbe eine Idee. erklärt haben. Johann", befahl er feinem Diener, geh' mit dem neuen Kutscher nach Hause und bole das Fuhrwerk, ich bleibe so lange hier." Die beiden Bediensteten gingen, Krause in der Meinung, Roßwein abgehalten. daß sein Herr ibn bei der Gelegenheit gleich auf seine Fahrgeschicklichkeit prüfen wollte. Unterwegs fiel es dem Musar ein, daß er für seinen Herrn ja noch eine Rechnung zu bezahlen habe." Leider habe er vergessen, sich das Geld dazu In der Versammlung des deutschen Tischleraushändigen zu lassen. Ob Krause etwa 23 m. verauslagen verbandes vom 22. Februar( Bezirk Südost) wurde, nachdem tönnte? Das konnte nun Krause, und er that es gern. Hier Wreschniock zum provisorischen Schriftführer gewählt war, vom muß ich einen Augenblick hinein, warten Sie nur hier auf der Für sämmtliche Kutscher Berlins und Umgegend Kollegen Schmidt ein mit Interesse verfolgter Vortrag über Sodann wurden Bauer, Straße!" Und damit begab Musar sich in ein Edhaus. Krause fand am 24. d3. Mts. eine öffentliche Versammlung statt behufs wirthschaftliche Krisen gehalten. wartete und wartete, sein Dienstgenosse tam nicht wieder. Dieser Berathung der Organisationsfrage und des event. Anschlusses der Göbhardt, Flegel und Becker zu Werkstattkontrolleuren hatte sich durch einen zweiten Ausgang nach einer anderen Straße Berliner Droschkentutscher an die Freie Vereinigung der Kutscher vorgeschlagen. Zum Schlusse unterzogen die Versammelten verbegeben und mit dem erschwindelten Gelde das Weite gesucht. Als Berlins und Umgegend. Auf der Tagesordnung stand zunächst schiedene Werkstätten einer scharfen Kritik. Krause sich endlich, trüber Ahnungen voll, nach dem Gasthofe zu- ein Vortrag des Genossen Zubeil über den Werth der gewerkrücbegab, war auch sein Herr mit dem Reisekorb verschwunden. fchaftlichen Organisation. In seinem Referate hob 3ubeil be Uhr und Kette, Geld und Sachen Alles batten die beiden sonders hervor, daß die Droschkenkutscher alle Ursache hätten, sich Gauner ihm genommen. Die vier übrigen Fälle lagen weniger ihrer haltlosen sozialen Stellung bewußt zu werden. Zwar hätten ſchlimm. Apel war noch eines Diebstahls beschuldigt. Er hatte babe biefelbe much nichts bem elismerthes/ geleiſter. Gs einen Fremden nach einer Reſtauration verschleppt und demselben babe dieselbe noch nichts Nennenswerthes geleistet. Es genüge nicht, IV. Verbandstag der in den Buchbindereien beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. dort das Portemonnaie aus der Tasche gestohlen. Der Bestohlene lediglich fachgewerbliche Interessen zu verfolgen, die sozialFrankfurt a. M., 22. Febr. erklärte, daß er nach dem Genusse eines Glases Bier, das der politische Aufklärung der Mitglieder aber auf feine Weise zu Nachmittags- Sihung. Angeflagte selbst vom Büffet geholt, von einer unerklärlichen fördern. Derartige Organisationen seien werthlos und auf die Arbeitslosen- Unterstützung erhalten die Mitglieder, welche Ermüdung, die einem Zustande der Betäubung glich, befallen Dauer haltlos. Zu bedauern sei es, daß von jener Seite zu der 60 wöchentliche Beiträge entrichtet haben. Dieselbe beläuft sich worden sei. felben Stunde eine Droschkentutscher- Versammlung einberufen Der Gerichtshof verurtheilte den Angeklagten Apel zu drei worden sei, um diese Versammlung zu hintertreiben. Erfreulich für männliche Mitglieder im Höchstbetrage auf 1 M., für weibJahren sechs Monaten 3uchthaus und 750 m. Geld- sei es immerhin, daß unter den Kutschern ein wenn auch nur liche auf 0,50 M. Die Unterstützung beginnt am 4. Tage der ftrafe, den Angeklagten Mufar zu einem Jahre Ge- leiner Theil seine Lage erkannt und sich einer zeitgemäßen Dr- Arbeitslosigkeit und dauert 30 Tage. Wer 13 Wochenbeiträge fängniß. ganisation angeschlossen habe. Pflicht aller Kutscher, speziell der entrichtet hat, dem wird Rechtsschutz gewährt. Ein ZentralDroschtenfutscher, sei es, sich dieser Organisation, der Freien Ver- Arbeitsnachweis wird beschlossen. Die einzelnen Verwaltungseinigung, anzuschließen, nicht aber Vereinsspielerei zu treiben. Der stellen haben ebenfalls nach Möglichkeit einen ArbeitsDie Verwaltungsstellen haben für Vortrag begegnete lebhaftem Beifalle. In der Diskussion sprach nachweis einzurichten. ein gutes Verkehrsund Herbergs Lokal zu sorgen. sich Grauer für die Wahl einer Kommission aus, welcher die Aufgabe zuzufallen hätte, mit den Droschkenfutschern und sonstigen Berbandes ist die„ Buchbinder- Zeitung". Berichte, die vom Berufsstatistiken sollen erhoben werden. Das Organ des Vereinigungen eine Berständigung zu suchen, rieth aber von Dor: Redakteur zurückgewiesen werden, sollen dem Ausschuß zur BegutAu die Möbelpolirer Berlins und Umgegend! eiligen definitiven Beschlüssen ab. Der Vorsitzende, Droschken Kollegen! Es ist erforderlich, zu dem in diesem Jahr statt- futscher A. Schulz, versprach sich von dem Wirken einer achtung überwiesen werden. Mit Vereinen, die durch Gesetz am findenden Kongreß aller in der Holzbranche beschäftigten Arbeiter Kommission nichts. Daß der Verein Berliner Droschkenfutscher Beitritt verhindert sind, kann der Verbandsvorstand Gegenseitig 15. März eingebracht werden müssen. Um die Meinung der leere Phrase. An der ferneren Debatte nahmen köfter des Verbandes kann nur durch 2/3 Majorität beschlossen werden. baldmöglichst Stellung zu nehmen, da etwaige Anträge bis zum auf dem Boden der allgemeinen Arbeiterbewegung stehe, sei eine feitsverträge abschließen. Mitglieder vorbezeichneter Vereine tönnen ohne Eintrittsgeld aufgenommen werden. Die Auflösung. Kollegen über diese wichtige Angelegenheit zu hören, findet daher Rant, Böttcher, Schreiber und Reinhardt am Sonntag, den 5. März, Vormittags 10 Uhr, in Bolz- theil. Allgemein traten die Redner für eine rege Agitation Es wurde folgende Resolution angenommen: Die Mitglieder der bisherigen Vereine treten ohne Beitrittsmann's Saale, Lichtenbergerstr. 16, eine öffentliche Verfamm- unter den Droschkenfutschern ein. Nach einem Schlußwort des lung der Möbelpolirer statt, in welcher alle Kollegen zu er- Genoffen Zubeil fand folgende Resolution gegen eine Stimme geld mit vollen Rechten dem Verband bei." Das Statut tritt mit dem 1. Mai in Kraft. Es wird ein scheinen haben. Weitere Bekanntmachungen erfolgen diese Woche Annahme: im„ Borwärts", Die heutige im Lokale Königsbank tagende öffentliche Beschluß gefaßt, den vom Halberstädter Kongreß beschlossenen Versammlung der Kutscher Berlins und Umgegend erklärt Beitrag zur Generalfommission der Gewerkschaften Deutschlands zu entrichten. Den zu Ostern stattfindenden Verbandstag der fich mit dem Referenten darin einverstanden, daß Pflicht eines jeden Arbeiters ist, sich zu organisiren resp. Als Vorort des Verbandes wird Stuttgart bestimmt. Als Vorort Steindrucker durch einen Delegirten zu beschicken, wird beschlossen. Achtung, Parteigenoffinnen! Am 2. März findet bei sich einer bereits bestehenden Organisation anzuschließen. für den Sitz des Ausschusses wird Hannover bestimmt. Der Buggenhagen( am Morigplay) eine Volksversammlung statt, in Auf grund dessen erklären sich die hier versammelten Kutscher für den Sitz des Ausschusses wird Hannover bestimmt. Der welcher über Eugen Richter's Spar- Agnes und die Lohuverhält aller Branchen bereit, sich der bestehenden Freien Bereinigung Bentral- Arbeitsnachweis wird nach Berlin verlegt. Das Vernisse der Arbeiterinnen ein die elenden Verhältnisse der Ar- der Kutscher Berlins und Umgegend, die auf dem Boden der bandsorgan erscheint in Stuttgart. Wo der Verbandstag abbeiterinnen berührender Vortrag gehalten wird. Möge jede modernen Arbeiterbewegung steht, anzuschließen und für rege gehalten werden soll, wird vom Vorstand und Ausschuß beGenoffin mit Eifer für einen zahlreichen Besuch dieser Versamm Agitation unter den indifferenten Kollegen eifrigst Sorge zu 34 itimmt. Als Vorsitzen der wird Dietrich Stuttgart mit lung agitiren, damit dieselbe einen imposanten und würdigen Stimmen wieder gewählt. Als Redakteur des Verlauf nehme und unserer Sache neue Anhängerinnen zuführe. Verbandsorgan ernannt. wird Dietrich- Stuttgart wieder Nach dem Vorschlage Rank's wurde sodann eine Kommission Das Gehalt des Vorsitzenden wird auf 1800 M. bestimmt. Dem Die Frauen Agitationstommission Berlins. gewählt, bestehend aus den Droschkenkutschern Rant, Die Rechte der Arbeiter- Ausschüsse auf den Staats- Schreiber, A. Schulz, Trams, Grabowsti, dem Berliner Verein wird eine Restschuld von 500 M. erlassen. Nachbahnen. Aus betheiligten Arbeiterkreisen erhalten wir folgende Geschäftskutscher Böttcher und dem Mehlkutscher Koch. Die dem noch den Frankfurter Kollegen der Dank für ihre Arbeit Zuschrift: Am Dienstag den 21. d. W. legte der Arbeiter- Aus Versammlung wurde hierauf mit einem Hoch auf die Freie Ver- ausgesprochen, ist der Verbandstag am Schluß seiner Verhand lungs- Angelegenheit. Der 2. Vorsitzende schließt mit einem Hoch schuß der Haupt- Werkstatt Berlin, Niederschlesisch- Märkische Eisen- einigung der Kutscher Berlins und Umgegend geschlossen. auf den Verband den Verbandstag unter Hinweis auf die schwiebahn) sein Amt in corpore nieder, nachdem er, seit dem In einer Versammlung der Ost- und Westpreußen, rige Arbeit, welche zum Gedeihen des Verbandes beitragen werde, 1. April v. J. in Thätigkeit, eingesehen, daß er absolut nichts an die am Donnerstag stattfand, hielt Genosse Reichstags- Ab- um so unseren Gegnern, dem Unternehmerthum, wirksam entgegen den Verhältnissen ändern könnte. Der direkte Anlaß zu diesem Schritt war die Umänderung der Lohnzahlungen, welche bisher geordneter Schulze, Königsberg, einen mit lebhaftem Beifall treten zu fönnen. aufgenommenen Vortrag über die Lage der ländlichen Arbeiter halbmonatlich erfolgt, von jetzt ab monatlich mit einem am und die Entwicklung des Großgrundbesitzes in den östlichen Pro- Schule, Martusstraße 31: Unterricht in Buchführung und oberes Rechnen. Arbeiter Bildungsschule. Sonntag Vormittag 10-12 Uhr: Ost15. jeden Monats zahlbaren Vorschuß erfolgen sollen. Der Arbeiter vinzen. Leider ist es dem Vorwärts" des beschränkten Raumes Nachmittag von 2-4 Uhr für Nachtarbeiter unterricht in Buchführung und Ausschuß hatte nun diesen Vorschuß, welcher nur dem Tageslohn von 12 Tagen gleichkommt ohne Berücksichtigung des Atford- der interessante Vortrag im Versammlungsbericht wiedergegeben Schule, Bagelsbergerstr. 43, Unterricht in Phyftologie." Süd- Ostfchule, nicht möglich, dem Wunsche der Versammlung, daß oberes Rechnen. Restauration Schöning, Stallschreiberstraße 29: Unterricht Montag Abends 8%-10% Uhr: Süd verdienstes, für zu niedrig gehalten und doch mindestens 15 Tage Lohn werde, nachzukommen. Vielleicht findet sich auf sonst einem Reichenbergeritr. 158: Unterricht in Buchführung und oberes Rechnen. beantragt, ohne daß Abzüge für Krankenkasse zc. gemacht würden. Wege Gelegenheit, den interessanten Darlegungen des Genossen Oft Schute, Markusstv. 31: Deutsch( oberes) Logit. Nord- Schule. Dies wurde jedoch von der Direktion abgelehnt und so legte nun Schulze weitere Werbreitung zu geben. Am Schluß des Vortrags name on mathematics( berum unteren floch Schüler und der Ausschuß auf Drängen der Arbeiter sein Mandat nieder! Leider hatten die betreffenden nicht so viel Rückgrat um standhaft Emverständniß mit den Ausführungen des Redners aussprach jeden Sonntag Vormittags 10% Uhr im Restaur. Schömann, Heimstr. 16. nahm die Versammlung eine Resolution an, in welcher fie ihr Schülerinnen, auch jest im Laufe des Semesters, eintreten. zu bleiben, denn als der Maschinendirektor, Herr Garbe, ihnen und erklärte, daß den traurigen Zuständen, in denen sich die ländin bekannter Weise zum Herzen" redete und ihnen das Berlichen Arbeiter und Kleinbauern befinden, nur durch eine Umwerfliche" ihrer Handlungsweise vorhielt, da wurde ihnen das Herz weich, und sie sagten alle vergnügt, ja, wir bleiben wieder!" gestaltung der Besitzverhältnisse im sozialistischen Sinne ein Ende gemacht werden kann. Hierauf wurde über den am Sonntag in Der Thorweg stand auch zu weit offen! zeiger" enthielt vor einiger Zeit eine Notiz, welche behauptete, daß Elbing stattfindenden Parteitag diskutirt. Von einer Beschickung das monatliche Zahlungssystem, da wo es eingeführt wäre, sich schloffen, ein Glückwunsch Telegramm und folgende Resolution Chirurgischen Brande, dorf. das monatliche Zahlungssystem, da wo es eingeführt wäre, sich desselben nahm die Versammlung Abstand; jedoch wurde bestraße 11 durchgängig gut bewährt hätte. Diese Vorgänge, wie sie sich hier zugetragen, werjen allerdings ein recht eigenthümliches Licht dahin abzusenden: auf diese Behauptung. Die Kommission. J. A.: K. Schönice. Der Reichs- Antragen." wegen " in der Nationalötonomie. = und Buchführung, tönnen Sozialdemokratische Lese- und Diskutirklubs. Mar Kayfer, Reimer", jeden Montag, Abends 9 Uhr bet Rudolph Bahr, Gerichtsstr. 19. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Montag, Alle Abends Uhr: Nebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Norddeutsche ". Menderungen im Vereinskalender sind zu richten am Fr. Kortum, Manteuffelfir.70. Schleife, Naunynitr. 86 bei Zubeil. Liebertafel der Maler und verw. Berufsgen. Annenstr. 14 bet Ehrenberg.- Harmonie 3 Weinbei Feindt. Zonblüthe, Görligerstraße 58 bei Tolts Blüthe, Weinstraße 23 bet Heffe. Sängerchor der Alte Schönhauferstr. 42 bei Reimann. Froh' Hoffnung Berlin Weit, Kulmſtr. 86 bet Raumann. Sänge bain, Reichenberger str. 16 bei Baghold.-2 iebesfreiheit II, Straußberg; im Restaurant Krüger. Myrthenblätter, Belforterstr. 15, bei Schneider. Felsenburg, Koppenstraße 43c. Gefangverein ieder zweig, Hermsdorf, bei Gastwirth Sievert in Weidmannslust. Gesangverein Berliner Bildhauer, Ornament", Wrangelstraße 141 bet Gesangverein Berliner Buchdrucker, 9-11 Uhr, bei Ehren Die Versammlung stellt an den Parteitag der Sozialdemofratie für Ost- und Westpreußen das Ersuchen, dafür Sorge zu tragen, daß jährlich ein bis zwei Mal eine Flugblatt- Vertheilung in den kleinen Städten, in denen die Gründung von Organisa- berg, Annenftr. 16. in beiden Provinzen stattfinde und zwar in ausgedehntester Weise tionen noch nicht möglich ist." tionen noch nicht möglich ist." " Schmidt. in Lichtenberg. Fidelitas. 1 Theaterverein Wenn weiter der Reichs- Anzeiger" die Behauptung aufstellt, daß die Zufriedenheit der Arbeiter auf den Staatsbahnen mit ihrem Arbeitsverhältniß sich schon daraus ergebe, daß 35 pet. der Arbeiter länger als 10 Jahre in Beschättigung ständen, so Bund der geselligen Arbeitervereine Berline und Umgegend. weiß wohl ein jeder, welcher unsere heutigen Verhältnisse fennt ( Alle Zuſchriften, den Bund der geselligen Arbeiterveretne betreffend, sind zu und täglich die große Zahl der Arbeitslosen vor Augen hat, daß Im Verein zur Wahrung der Interessen der Ber- richten an B. Sentel, Bergmannfir. Nr. 21, Hof 3 Treppen.) Sonntag: es nicht an den guten" Verhältnissen liegt, unter welchen sich finer Knopfarbeiter hielt am 21. Februar Genosse Rudolf Lehmann, Alexandrinenstraße 32, Abends 6 Uhr. Privat Theatergesellschaft und Artistentlub Belle Alliance bet Servn Privat Theater- und die betreffenden Arbeiter befinden, sondern daß der Zwang auf öfter einen mit reichem Beifall aufgenommenen Vortrag über Bergnügungsverein Imenhorst bei Herrn Serrath, Boechstraße 7, Nachanderer Seite zu suchen ist, daß ein jeder froh ist, wenn er seine Astronomie. Sodann wählte die Versammlung die Kollegen mittags 4 Uhr. Freundschaftlicher Bartverein bei Herrn Kyschty, Nostiz Familie nicht braucht hungern zu lassen. Zurnverein Fichte in Schötel's Seeschlößchen Es ist übrigens Geu, Jäckel, Krause, Billat und Bratsch in die at 12, Borm. 8-10 Uhr. Tambourverein Ruf bei Sperling, Infelstr. 1.- Geselliger interessant, die Thätigkeit kennen zu lernen, welche der Arbeiter Rechtsschutz- Kommission. Des weiteren wurden den ausgesperrten Berein Italia bei Bohrsdorf, Pantstraße 4.--Norotlub Geselligtett Theaterverein Ausschuß im Laufe feiner bisherigen Amtsdauer entwickelt hat. Bergarbeitern als zweite Rate 30 M. bewilligt und ferner be bet Schneider, Belforterftr. 15, jeden Sonntag den 1. b. M. Da wurde vor allen Dingen ein Antrag eingebracht, welcher schlossen, am 18. März auf den Gräbern der gefallenen Freiheits- Freundschaft bei Rofiter, Schönhauser Allee 185. Thalta bet Schellenberg, in Stralau, Nachm. 3-4 Uhr. Geselliger Verein Geselliger Verein die hygienischen Verhältnisse in der Werkstatt etwas helden von 1848 einen Kranz niederzulegen. Frei und Lustig bet Schönfelder t. Reft, Oranienftr. 153. Privat bessern sollte. Die Werkstatt, welche aus lauter leichten Theatergesellschaft Walhalla, Nachmittag sy Uhr Dresdenerstr. 75 bet Schuppen besteht, an allen Ecken und Enden Thore und nirgends Montag: Rauchtlub Anita bei Lorenz, RoppenIm Verein schlesischer Sozialdemokraten" sprach am Bachmann, Gigung. straße 43c. Pfeifenklub Felsenfest bet Schubordt, Königsbergerstr. 24. einen sesten Verschluß hat wohl geeignet in einer Zone, welche Sonntag Dr. Pinn in anregender Weise über„ Sklaverei Rauchtlub Blaue Luft bei Bredlow. Steinmeßftr, soa. Bergnügungsunter dem Aequator liegt, hat schon so manchem Arbeiter zu in alter und neuer Zeit". In der auf das Referat Berein Alpenveilchen, Straußbergeritr. 3 bei Birks. Humoristischer - Theaterverein Nora, Már: Rheumatismus und Siechthum verholfen. Der Arbeiterausschuß folgenden Debatte wurde von verschiedenen Rednern auf die Ge- Berein Bipifar" bet Kröfche, Fichteſtr. 29. beantragte nnn, daß für die betreffenden Arbeiter, welche sich von staltung der Lohnsklaverei in Schlesien Bezug genommen. Nachtischer Hof, Admiralstr. 18c, Abends» Uhr. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonntag. Theater und ihrem Arbeitsplatz nicht zu entfernen brauchen, wie die Dreher einem Berichte des Vorstandes über seine bisherige Thätigkeit Bergnügungsverein Harletin, heute Nach mittag 5 Uhr Beughofftr 8. und ein Theil der Schlosser, Räume hergestellt würden, welche fam ein Glückwunschschreiben der Grünberger Genossen zur Ver- heaterverein Concordia Beughofstraße 8 bei Stoch. mindestens etwas gegen die Unbill der Witterung schüßten, um- lefung. Des weiteren wurde lebhaft um Einsendung von ge- Othello jeden Sonntag 4 Uhr bei Foge, Köpenickerstr. 191. Nachher: somehr da die Umänderung verhältnismäßig gering schien, es lesenen Zeitungen und Broschüren an Genossen Gutsche, Vergnügungsverein Nord, Nachmittags 5 Uhr Fennstr. 5 bet Krüger. sollte nur eine Mauer gezogen werden. Da tamen fie aber Herinsdorferstr. 11, ersucht. Endlich wurde beschlossen, mit der Bergnügungsverein Germania, alle 14 Tage Versammlung LinienVergnügungsverein Deutsche Einigkeit, Nachm. 4-6 Uhr, schön an! Was denken Sie sich denn, das kontet mindestens Versendung von Agitationsmaterial an bekannte oressen zu be- Blumenstraße 20 bei Bernice. Nachher: Fidelitas. Bergnügungsverein 90 000.!!" fagte der Werkstätten- Vorsteher. Damit war die ginnen und in landsmännischen Kreisen lebhaft für den Besuch Titania, Nachm 5-6 Uhr, bei Tempel, Langeftr. 65. Nachher: Fidelitas. Angelegenheit erledigt. einer demnächst stattfindenden öffentlichen Versammlung für Bergnügungsverein Nord, Sigung Sonntag Abends 6 Uhr bei Keller. Theater Verein Lustige Seelen, Sonntag 4 Uhr bei Stehmann, Die Schmiede- Werkstatt, ebenfalls ein Bau, daß sich jeder Männer und Frauen aus Schlesien zu agitiren. Sachverständiger über die ungeeignete Bauart wundert, sollte eine Bergnügungsverein Lustig, Sonntag, Stalizerftr. 54( S. Henfe), 5% Uhr: bessere Ventilation erhalten, was auch versprochen wurde, Eine öffentliche Versammlung der Mitglieder der Orts- Sizung, Tanz, Fidelitas. bis jest jedoch noch nicht ausgeführt ist, Theaterverein Concordia", Sigung Sonntag, Nachmittag 5 Uhr, bei es wird wohl an Krankenkasse für den Gewerbebetrieb der Kaufleute, Handels. Geld mangeln! leute und Apotheker fand am 19. Februar statt. Ueber rebs, Ohmgaffe 2. Nach der Sigung Fidelitas. Tambour und Vergnügungsverein Gut Heil, alle 14 Tage bei Senffert, Sodann wurde noch der Antrag gestellt, die Kantine in den wesentlichsten Gegenstand der Tagesordnung, das Thema: Oranienstr. 121. Von 4 Uhr an. Vergnügungsverein Nord", Sigung Sonntag Abend 5% Uhr. Regie der Wertstätte zu übernehmen, da der jetzige Wirth, Welche Vortheile bietet uns die freie Arztwahl gegenüber Gefang- Turn- und gesellige Vereine. Montag. Geselliger Verein welcher seit 11 Jahren das Geschäft auf eigene Rechnung be- dem bestehenden System der Zwangsärzte? referirte Herr 8 wiebelfische, Rigdorf, Abends% 9 Uhr in Barta's Lotal, Berlinertreibt, die Arbeiter nicht in der Weise behandelt, wie es sonst Dr. Mugdan unter dem allfeitigen Beifall der Versammlung. fraße 120. Bergnügungsverein Freundes treue, jeden Montag bet Geselliger Klub Namenlos, jeden Montag im üblich ist. Stattgegeben wurde bisher noch feinem Antrage Die Diskussion, welche dem Vortrag folgte, gestaltete sich dadurch Möring, Admiralstr. 18c. Restaurant zum Bufunftsstaat, Rastanien- Allee 35. des Arbeiterausschusses. Na, vielleicht bessert sich's noch! interessant, daß einige Herren, wie Herr Dr. Vogelbreiter, Bergnügungsverein Auf Helgoland Sigung jeden Montag 9 Uhr bei der Vorsitzende der Kasse, Herr Grell, sowie der Vorsitzende Linte, Bergstr. 54, Fidelitas. Nach dem Mannheimer Muster sollen zufolge eines in der Maurerkasse, Herr Ridert, sich gegen die freie Arztwah Adalbertstr. 21, Abends 9 Uhr. Alle 14 Tage Lang. Bergnügungsverein Einigkeit 1890. Jeden Montag Sigung bei Roll, der letzten Sigung der Braunschweigischen Stadtverordneten ge- aussprachen. Die Ansichten dieser Rconer wurden jedoch vielfach Bergnügungsverein„ Eulalia" bei Herrn Reggentin, Barnimftr. 4-5 faßten Beschlusses die im Bürgerpart in Braunschweig zu voll- unter der Zustimmung der Versammlung widerlegt, welche nach Sigung 6 Uhr. führenden Erdarbeiten an Arbeiterfolonnen, welche ihre Führer Schluß der Diskussion folgende Resolution einstimmig annahm: Privat- Theater- Gesellschaft Hoffnung, Sigung b Sauermann, Adalbertfelber zu wählen haben, vergeben werden. Die Arbeit wird in Die Versammlung erklärt sich mit den Ausführungen des Pfeifentlub Felsenfeft, Abends 9 Uhr, Königsbergerstr. 20 bei Schabrodt. Afford ausgeführt; zur Annahme eines in der betreffenden Sigung Referenten einverstanden und beauftragt die Delegirten, mit aller Rauchflub Weiße Wolte, Abends von 9-11 Uhr, Bernaueritr. 14. vom Genossen Günther gefiellten Antrages, für die Arbeiten Kraft für die Einführung der freien Arztwahl einzutreten. Ferner Rauchtiub Elvira, Abends 9 Uhr bei Lehmann, Friedrichsfelder straße 27.- Kartentlub ,, uftige Brüder" Krautir. 48, Abends 8% Uhr 24 000. auszusetzen und 24 Pf. Stundenlohn zu geben, fonnten fordert die Versammlung die Delegirten auf, damit sich die Einbei Ernst Radtke. fich die Stadtväter nicht auffchwingen, führung der freien Arztwahl ermögliche, darauf zu dringen, daß Staitlub Grand". Abends X9 Uhr bei K. Hubrich, Lübbenerstr. 22. Hubrich, straße 150. Melchiorstr. 15. straße 8. Möbel- Tischlereien von Rudolf Lorenz, Tischlermeister, Berlin SO., Reichenbergerstr. 157. Fernsprech- Amt IV. 509. 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Friedrichsberg in Schneider's Gesellschaftshaus, Proskauerstr 37-38. Vortrag Die billisten Wgohnungen, be über den Werth der Organisation. Ref.: Emil Wiedemann. Tagesordnung in sämmtlichen Versammlungen: Vortrag, Diskussion, Verbandsangelegenheiten, Verschiedenes. stehend aus 1 St. u.2 St., Küche, sep. Korr., sind Schulstr. 50. Frdl. möbl. Zimmer, 13256 Die nächste Vorstandsiißung findet am Donnerstag, den 2. März, Abends 817/ 4* sep. Ging., für 1 Herrn Grimmstr. 84, 82 Uhr, bei Schöning, Stallschreiberstr. 29, statt. Die Ortsverwaltung. vorn 4 Tr. links. 1525b Ein Theilnehmer zum möblirten Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Zimmer nach vorn, 2 Tr. rechts, zwei fenstr., b. Fr. Kalufche, Manteuffelstr. 26. Frdl. Schlafft., Blumenstr. 44, vorn 2 Tr., Meyer. 1554b 2 frol. Schlafft. für H., Wrangelstr. 113, vorn III, I., Düter. 1557b Berlins und Umgegend. Montag, den 27. Februar, Abends 8% Uhr: Branchen- Versammlung der Klempner im Restaurant Bolt, Alte Jakobstraße 75. Tagesordnung: 1. Vortrag des Stadtverordneten Herrn Th. Metzner: Sozia lismus und Antisemitismus." 2. Diskussion. 8. Wahl von zwei Mitgliedern Frol. Schlafft., sof. 3. verm., Weese, zur Fachkommission. 4. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Raupachstr. 8. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 1555b 228/16 Frdl. Schlafst. bei Helbig, Manteuffel str. 97, v. 4 Tr. 1556b Schlafſt. f. 2 G., Waldemarſtr. 67, v. IV r. Möbl. Schlafft. f. H., Belforterfir. 18, 1 Tr., Rau. Der Vorstand. Fachverein der Tapezirer Berlins und Umgegend. Montag, den 27. Februar, Abends 8% Uhr: 15316 Ausserordentliche General- Versammlung Frol. Schlafft. für Herren, Naunynstraße 90, 4 Tr., Ww. Meyer. Frol. Schlafstelle, sep., Wasserthor straße 40b, 4 Tr. r. 1534b Schlafstelle f. Gen. b. Reiter, Rüdersdorferstr. 12, H. 3 Tr. r. 1524b Möblirte Schlafstelle n. vorn, 7 M., Adalbertstr. 84 b. Ww. 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Besonders mache darauf aufmerksam, daß ich in Anbetracht der schlechten Arbeitsverhältnisse die Einrichtung getroffen habe, auch die Essenzen im Kleinen zu verkaufen, wodurch einem Jeden die Gelegenheit gegeben ist, sich seinen täglichen Bedarf selbst und zwar bedeutend billiger und auch besser herzustellen. Tag der Eröffnung des Verkaufs gebe an dieser Stelle bekannt. 3729L*] Max Schwarzlose. 3501L Vereinsabzeichen, Fahnen und Banner, Schleifen, Tanzbänder und Tanzblumen, Schilder, Stempel, Schablonen und Gravirungen etc. empfiehlt den Genossen Gustav Kleist, Waldemar- Straße 48. 3578L Buchdruckerei von M. Schrinner % 3371L 124 Brunnen Straße 124 empfiehlt sich zur Anfertigung von Drud fachen jeder Art. Gute, frdl. Schlafstelle f. Gen. bei Sommerfeld, Jüdenstr. 31 v. 2 Tr. bei Herrn Th. Boltz, Alte Jakobstraße 75. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen J. Türk: Der Kampf gegen gemeine Verbrechen." 2. Diskussion. 8. Wahl des zweiten Vorsitzenden. 4. Antrag der Werkstatt- Kontrollkommiffion. 5. Vereinsangelegenheiten. Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ersucht 311/11 Der Vorstand. Deffentliche Sattler- Versammlung am Dienstag, den 28. Febr., Abends 8% Uhr, im Lokale des Herrn W. Rehlitz, N., Bergstraße 12. 264/11 Tagesordnung: 1. Die bevorstehende Militärarbeit. 2. Verschiedenes. Die Kollegen werden gebeten, recht zahlreich zu erscheinen. Der Einberufer. Ethische Gesellschaft. Sonntag, 26. Februar, 6%, Uhr: Frdl. Schlafſtelle zu verm. Briter Bwei Dersammlungen. straße 16, v. 3 Tr., Boddin. 1527b Möbl. Schlafstelle f. einen Herrn bei Märtens, Reichenbergerstr. 29, v. 2 Tr. Frdl. Schlafft. für Herrn, fep., bei Rißmann, Reichenbergerstr. 15, v.4 Tr. I. Frol. Schlafstelle bei Kosel, Blumenstraße 50, v. 4 Tr. 1535b Schlafft. f. H. Naunynstr. 18, v. 1 Tr. 1. Möbl. Schlafft. f. 2 Hrn., Pr. 9 M., Bossenerstr. 41, v. 8 Tr. b. Chriftiansen. Frdl. Schlafst. m. sep. Eing. Walde marstraße 51, v. 4 Tr. b. Frau Block. 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Februar 1893: Concert und Theater- Vorstellung, arrangirt vom Saub. Schlafft.& 1. März f. 6. Arbeiter- Gesangverein„ Vorwärts II" b. Wwe. Möschke, Königsbergerstr. 1, IV. ( Mitglied des Arbeiter- Sänger- Bundes), Frdl. Schlafft. f. 6,50 M. Admiral- unter geft. Mitwirkung des Vergnügungsvereins ,, Amor II"( Mitgl. d. Bundes straße 15, 4 Tr. r. 1511b Schlafft. f. Herrn Dragonerstr. 44, v. 3 Tr. Möbl. Schlafit. f. S., sep. E., Adalbertstr. 8, v. 2 Tr. I. 1512b der ges. Arb.-V.) und verschiedener Spezialitäten. Zur Aufführung gelangt:„ Die Bismarckspende". 15106 Nach der Vorstellung Tanzkränzchen. Herren, welche daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Entree 20 Pf. Anfang 6 Uhr. B Programme find zu haben bei Braune, Reinsbergerstraße 71, Kunkel, Tresckowstr. 17, 1. Port. 3 Tr., Hopp, Antlamerstr. 30, Wedding- Casino, Schulstr. 29, Bergemann, Prinzen- Allee 10, Pape, Badstr. 58, Schmidt, Frdl. Schlafft. Dranienstr. 18, v. 2 Tr. I. Doerbergerstr. 50. 158,2 Da der etwaige Ueberschuh zu einem sehr guten 3wer: Schlafft. f. H. Seydelstr. 9, H. L. 2 Tr. bestimmt ist, bitten wir unsere Freunde, Gönner und Genossen un Rottbuferstr. 2, v. 3 Tr. bei Ellmer, redt şahlreichen Besuch. möbl. Schlafstelle. 1509b 2 Genossen f. freundl. Schlafstelle bei Pell, Reichenbergerstr. 123, v. I.[ 1519b Frdl. Schlafft. f. Herrn Manteuffelstraße 50, v. 1 Tr. r. 3 Tr. r. 1507b Bum Der Vorstand. 18. März 1893 erscheint( in ähnlicher Weise wie die Märznummer der Berliner Bolts tribüne") eine auf rothem Papier G Mbl. Schlafstelle Reichenbergerstr. 37, gedruckte Extranummer zum„ Volksblatt" der Kreise Teltow Beeskowvorn 2 Tr. 1505b Charlottenburg, Oberbarnim, Niederbarnim, Schwedt, Prenzlau- Angermünde. Vorbestellungen werden bis spätestens zum 1. März Berlin, Beuthe Frdl. Schlafst. Naunynstr. 73, Hof, straße 2, Hof rechts, erbeten. Verkaufspreis 15 Pfennig. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Sep. frol. Schlasst. Dranien ir. 187, Annoncenpreis für die fünfgespaltene Petiteite 30 Pfennig. Stfl. Tr. I. 1508b Auflage über 20 000. Die Expedition. Schlafft. b. Wolff, Friesenstr. 24, v. IV. 3683L Ein Theiln. 8. sep. mösl. Schlafit., J. Semmel, praft. Zahnarzt, Drauienstr. 55( Morigplaz). Gen., Stallschreiberstr. 28a, v. III t. Sprechst. werttägl. 8-6, Sonntags 9-1. Die bei der Inventur im Preise herabgesetzten Kleiderstoffe und Mäntel stellen wir zum Ausverkauf. 1 Posten Hauskleiderstoffe in sehr dauerh. Qualitäten 1 Posten Cachemirs u. schwarzer Fantasiestoffe 1 Posten Ballstoffe in reicher Farben- Auswahl 1 Posten helle Kleiderstoffe zu Frühjahrskleidern passend 1 gr. Auswahl sehr hübscher Morgenröcke 1 grosse Auswahl fertiger Kleider grosse Auswahl Regenmäntel • Meter 40 Pf. 1 Mk. 99 Robe 5,50 Mk. Meter 1 Mk. 5,50, 6,50, 8 Mk. 15, 20, 25 Mk. 10 Mk., 12' MK., 15 Mk. Sielmann& Rosenberg, Kommandantenstrasse Kein Feilschen fein Handeln, sondern streng fefte, sehr billige Preife. 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