Nr. 208. Abonnements- Bedingungen: bonnements. Preis pränumerando Bierteljährl. 3,30 m, monatl. 1,10 m wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Bfg. Post Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Post- Zeitungs Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Bostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luxemburg, Bortugal, Rumänien, Schweden und die Schweis " Eridelat täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblaff. 25. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene ftolonel geile oder deren Raum 50 Pig., für politische und gewerkschaftliche Vereins. und Versammlungs- Anzeigen 30 Big. " Kleine Anzeigen", das erste( fettgedruckte) Wort 20 Pfg., jedes weitere Bort 10 Bfg. Stellengesuche und Schlaf stellen- Anzeigen das erste Wort 10 Big., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Borte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 1hr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. " Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Positive Politik. In seinem Artikel über die Frage der Budgetbewilligung in der Neuen Zeit" schreibt Genosse a utsty weiter: Aber nicht nur für die Zukunft bedeutet die Politik des Entgegenkommens zu den herrschenden Gewalten, die ihren Ausdrud in der Budgetbewilligung findet, eine Jrreführung des Proletariats. das mit trügerischen Erwartungen, erfüllt und auf falsche Bahnen geleitet wird, sie ist auch ein Fehler schon vom Standpunkt bloßer Gegenwartspolitik gemessen. I Sonnabend, den 5. September 1908. Jeht aber haben unsere bayerischen Abgeordneten das Budget bewilligt, ausdrücklich mit dem Hinweis auf die große Errungenschaft" des direkten Wahlrechtes zum Landtag. Daneben werden rühmend erwähnt erhebliche Beiträge für die Aufbesserung der Arbeiter in Staatsbetrieben, der Lehrer und Beamten". Ja, ist das etwas so Außerordentliches? Solche Aufbesserungen gehen in der ganzen Welt vor sich angesichts der allgemeinen Teuerung. Die kommende Session wird sie wohl auch im Reiche und in Preußen bringen. Sie sind unerläßlich, soll nicht der Not stand der vom Staat Bediensteten allzu standalös werden. Jn Bayern kommt aber noch ein Umstand dazu. Die Partei, die dort die absolute Mehrheit besißt, das Zentrum, ist die einzige Ea gibi teine Staatsgewalt, die nicht von Zeit zu Zeit in die deutsche bürgerliche Partei, die sich auf größere Arbeitermassen Lage tame, Maßregeln vorschlagen oder unterstüßen zu müssen, stüßt. Die Arbeiterdemagogie spielt bei ihr eine große Rolle. Da die für das Proletariat oder einzelne seiner Schichten Vorteile fann sie nicht umhin, dort, wo sie zur Mehrheit kommt, wenigstens bringen. Die Gründe dafür können der verschiedensten Art sein. etwas für die Arbeiter zu tun. Sie muß ihre proletarische DemaEs kommt vor, daß eine Klasse oder Partei politische oder soziale gogie um so eifriger betreiben, da sie augenblicklich im Reiche in Vorteile für sich nicht erlangen fann, ohne daß sie gleichzeitig dem die Opposition gedrängt ist, nicht die Unterstüßung der ReichsProletariat zugute kommen. Oder sie sucht das Proletariat für sich bureaukratie für sich hat und auch in Bayern daher in höheren zu gewinnen, ihren Zwecken dienstbar zu machen, es dem Einfluß Regionen, sowie bei liberalen Bureaukraten und Bourgeois auf der sozialistischen Parteien zu entreißen, was ebenfalls am besten manche Widerstände stößt. Da gilt es, sich um so mehr eine Stüße durch einzelne Konzessionen geschieht. Namentlich fleinbürgerliche in den breiten Volksmassen zu schaffen. reaktionäre Parteien, die dem Großkapital feindlich gegenüber- Was jetzt das Zentrum und die von ihm gegängelte Regierung stehen, tragen wenig Bedenken, auf diese Weise proletarischen in Bayern tun, taten ehedem in den achtziger Jahren des vorigen Stimmenfang zu treiben. Am ehesten findet man solche Boutit Jahrhunderts in Oesterreich Taaffe und später in Wien der christbei einem neuen Regime, das sich noch nicht sicher im Sattel fühlt, lichsoziale Lueger. Aber es ist den österreichischen Sozialdemofowie dort, wo das Proletariat wie die Sozialdemokratie schon start traten noch nie eingefallen, Taaffe und Lueger dafür ihre Angenug geworden sind, daß die bürgerlichen Parteien und Regies erkennung auszusprechen. Sie bekämpfen den einen wie den rungen mit ihnen rechnen müssen, aber noch nicht so start, um als anderen vielmehr auf das lebhafteste, weil beide eifrig an der eine unmittelbare Gefahr für die bürgerliche Welt zu erscheinen. Konzessionen dieser Art bilden wichtige Etappen für den Fort- eben nicht bloß ein paar Arbeiterkategorien ein paar Pfennige schritt des Proletariats, wo es nicht weit genug ist, der gesamten Lohn mehr verschaffen, fie will das gesamte Proletariat von jegStaatsgetvalt aus eigener Kraft seinen Willen aufzuzwingen. Es lichem Druce befreien, von geistiger Knechtung wie von otowäre unsinnig, wollte die Sozialdemokratie solche Konzessionen des nomischer, und wer jene vermehrt, muß ihren heftigsten Widerstand halb zurüdweisen, weil sie vom Feinde stammen und nur deshalb finden, auch wenn er die Verdummung der Proletarier mit etwas gegeben werden, um das Proletariat einzuschläfern, in Eicherheit erhöhten Löhnen einiger von ihnen bezahlt. zu wiegen oder zu spalten und dadurch seinen Klassenkampf zu lähmen. Das Bestehen und die Agitation der Sozialdemokratie selbst ist ein mächtiger Antrieb zu derartigen Konzeffionen; fie leistet in dieser Art„ positive" Arbeit, auch in jenen Fällen, in denen sie nicht direkt den Anstoß dazu gibt. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Tut nichts, unsere Abgeordneten bewilligen das Budget. Ohne Not, denn die Gehaltsaufbesserungen waren schon bewilligt und hingen nicht von der Budgetabstimmung ab. Sie bewilligen es gerade jetzt, wo das Zentrum die absolute Mehrheit im Landtag hat; gerade jetzt sehen sich die sozialdemokratischen Abgeordneten dazu gedrängt, der Landtagsmehrheit ihre Anerkennung auszusprechen, diese scharfen, unerbittlichen Kritiker, die bisher das Budget systematisch ablehnten! Sie bewilligen es in der demonstrativsten Weise, im Gegensatz zu ihrer bisherigen Haltung, unter Mißachtung eines Parteitagsbeschlusses. Sie demonstrieren gegen die eigene Partei, um für das Zentrum zu demonstrieren. Das Zentrum darf mit unseren bayerischen Abgeordneten zufrieden sein. Es wird nicht verfehlen, den katholischen Arbeitern jene Abstimmung als ein glänzendes Zeugnis dafür vorzuführen, was es für die Arbeiter dort leistet, wo es an der Macht ist. Mögen unsere Abgeordneten noch so scharfe Reden gegen das Bentrum halten, die Wirkung dieser Abstimmung wird damit nicht wettgemacht. Die Masse der katholischen Arbeiter liest diese Reden nicht, und Taten sind stets eindrucksvoller als Worte. Selbst wenn man eine Prinzipienpolitik verlacht und die Politik als ein Geschäft betrachtet, muß man die Budgetbewilligung für cinen Aft großer Kurzsichtigkeit erklären. Welcher fluge Geschäftsmann wird Reklame machen für die Konkurrenz! So unbegreiflich die süddeutschen Budgetbewilligungen bom Standpunkt der Prinzipienpolitik sind, sie sind nicht minder unbegreiflich vom Standpunkt bloßer Erfolgspolitik, wenn diese ein bißchen weitsichtig sein soll. Berpfaffung Desterreichs arbeiteten. Die Sozialdemokratie will Die Friedensdeputation der englischen An Verbummungs- und Berpfaffungstendenzen fann es aber die augenblickliche Mehrheit des bayerischen Landtags mit dem reaktionärsten Regime aufnehmen, jene Mehrheit, die dem Budget seinen Charakter gibt und die vom Budget lebende Regierung beherrscht. Namentlich die Schulpolitik dieses Regimes ist standalös. Aber die Sozialdemokratie würde ihre Aufgabe arg berkennen, Kein frisch aus Preußen verschriebener Urbaher, sondern ein wenn sie derartige Maßregeln mit Dank akzeptierte oder jubelnd echter Bayer, Ludwig Thoma, brandmarkt diese Politik aufs als großen Erfolg begrüßte, den man mit einer Budgetbewilligung träftigfte in einem Artikel des„ März"( Juli dieses Jahres) über zu quittieren habe. Sie darf nie vergessen, daß sie es mit Danaer- den Fall des Lehrers Behht, den der baherische Stultusminister geschenken zu tun hat die, auch wenn sie von der Sozialdemokratie wegen einiger Artikel in der Freien Schulzeitung" gemaßregelt selbst vorgeschlagen sind, von den bürgerlichen Parteien nur in Formen und unter Umständen bewilligt werden, die es möglich erscheinen lassen, sie würden helfen, die Gesamtheit der bürgerlichen Ausbeutungswirtschaft verlängern zu helfen. Selbst das allgemeine, gleiche Wahlrecht wurde zu solchen Zwecken verliehen, so bon Napoleon III., so von Bismard, so jüngst in Oesterreich von Baron Beck. Aufgabe der Sozialdemokratie ist es, diese Absichten zu durchfreuzen. Marg erklärte, ihr falle es zu, das allgemeine Wahlrecht aus einem Mittel der Düpierung und Niederhal= tung der Proletarier, das es gewesen, in ein Mittel der Be= freiung zu verwandeln. Das gilt von allen sozialen und politischen Reformen, welche die bürgerliche Gesellschaft gewährt. Dazu ist es aber notwendig, daß man an jedem Gesetz die schärfst e Rritit übt, was um so näher liegt, als das, was die bürgerliche Gesellschaft dem Proletariat gewähren kann und will, stets unzureichend ist und bleiben muß, da sie ja auf seiner Ausbeutung beruht, ihr Reichtum seine Armut und Wehrlosigkeit voraussetzt. Man hat nicht dem Proletariat die Meinung beizubringen, mit dem Gegebenen sei nun ungeheuer viel erreicht, sondern zu zeigen, wie weit es hinter dem zurüdbleibt, was im Interesse des Proletariats zu fordern ist. Und man muß die Motive aufdecken, denen die Konzession entspringt, und so das Proletariat davor hüten, in den Regierungen und den herrschenden Parteien seine Wohltäter zu sehen. Wo das nicht geschieht, da werden selbst die schönsten und besten Reformen nur zu leicht zu Fesseln, die das Proletariat an die bürgerlichen Parteien tetten, es mit Butrauen zu ihnen erfüllen und damit seinen Fortschritt lähmen. Das Beispiel Englands spricht laut genug. Die sozialistische Budgetbewilligung als Anerkennung der Verdienste der Regierung und der Parlaments majorität um das ProIetariat muß in gleicher Richtung wirken. hatte. Thoma schreibt: Während sich unsere Beamtenschaft im Umlauf von zwanzig Jahren zur willfährigen Dienerin der flerifalen Herrschaft entwidelte, hat die Lehrerschaft sich von ihren Einflüffen völlig freis gehalten. Sie führt einen Kampf, den jeder einzelne am eigenen Leibe verspürt. " Das Zentrum gründete einen Gegenberein, Wieder scheiterte ihm die Mühe. Man fann sich denken, daß es eine Gelegenheit zur Rache suchte. " Die bot sich, als man jest zur allgemeinen Aufbefferung der Beamten schritt. „ Es ist bezeichnend für den Geist der Partei, daß fie peku niäre Mittel anwendet, wo ihr alle anderen versagt haben. Und ebenso bezeichnend, daß sie die Macht des Geldgebers mit einer Plumpheit herauskehrt, deren sich der gewissenloseste Unternehmer schämen würde. Seit Monaten spielt das Zentrum mit den Hoffnungen der Lehrer, benüßt ihre materiellen Sorgen zu widerlichen Vorstößen auf politische Freiheiten und bietet mit schamloser Offenheit Geld gegen Gesinnungen. ,, Und wieder erhielt es eine Absage. Die Wut der Partei bringt der Herr v. Wehner( der Kultusminister) zum Ausdrud, wie es sein Dienstverhältnis( zum Ben trum) berlangt. " Dabei spielt er die beleidigte Autorität und erzählt dem Lande, daß er die Würde der Staatsregierung zu wahren habe, während er der Rachsucht der Landtagsmehrheit das gehorsame Werkzeug abgibt." Das bestätigte der bayerische Genosse Timm in einer Münchener Versammlung. Er rühmte sich, die Fraktion habe gegenüber der Regierung mit ihrer Kritik nicht zurüdgehalten: " Dies trifft besonders zu auf den Etat Anton v. Wehners, genannt der Unterhachinger, mit dem wir manch ernsten Kampf auszufechten hatten, weil er als getreuer Schildknappe des gegenwärtig übermächtigen 8entrums han delte. Wir haben sein Verhalten gegen den Volksschullehrer Behhl als unverschämt bezeichnet und ihn als ärgsten Reaktionär rüdsichtslos betämpft." Rücksichtslo& betämpft dadurch, daß sie ihm ohne Rücksicht auf den Lübeder Beschluß den Etat bewilligten. So rüd fichtslos haben bisher stets die Liberalen die Regierung befämpft, gegen die sie sprachen, um für sie zu stimmen. Sehen wir uns zum Beispiel Bayern an. Die Partei, die dort tatsächlich regiert, ist das Zentrum. Sie hat eine Aenderung des Wahlrechts durchgesezt mit Hilfe der Sozialdemokratie. Wie wenig sie dabei von Arbeiterfreundlichkeit und demokratischen Anschauungen geleitet war, zeigen die Verschlechterungen, die sie an die Gewährung der direkten Wahl knüpfte: die Hinauf schiebung der Altersgrenze der Wahlberechtigung und andere Be- Der Weg, den unsere süddeutschen Parlamentarier jetzt einstimmungen, die das industrielle Proletariat schädigen und den schlagen wollen, um positiv" zu wirken, ihn find die Liberalen. agrarischen Glementen ins Unabsehbare die Mehrheit im Landtag bor ihnen gegangen, mit genau den gleichen Argumenten. Der sichern. Wenn troßdem unsere bayerischen Genossen für diese positive" Erfolg ihrer Realpolitik" war der, daß sie gründlich Wahlreform stimmten, so durfte man annehmen, daß sie es nur auf den Hund gekommen sind und die Macht ihrer Gegner mit schwerem Herzen taten, weil sie glaubten, daß die Verbesse- fteigerten. Und der sozialdemokratischen Realpolitik" droht der rungen doch überwogen. Aber soweit von Berbesserungen zu reden gleiche Erfolg". war, durfte man sie eher nur dem Umstand zuschreiben, daß auf Es gibt keine Partei in Deutschland, deren Demagogie dem andere Weise das Zentrum eine Majorität nicht au ergattern Proletariat gefährlicher wird als das Zentrum, feine, der man wußte, feineswegs aber einem Entgegenkommen an die Bedürf- schärfer auf die Finger sehen, deren Seuchelei man mehr brandnisse des Proletariats. marten muß! Gewerkschaftsführer. London, 2. September. Die englischen Gelverkschaftsführer treffen Anstalten, den deutschen Gewerkschaften eine Friedensbotschaft zu überbringen. An der Deputation beteiligen sich sowohl Mitglieder der Arbeiterpartei( p.) wie Mitglieder der liberalen Partei( l.), dagegen find bekannte Sozialisten unter ihnen nicht zu finden. Das Parlamentarische Komitee des Trade- Unionskongresses bertreten: Schadleton( Ap.), Gill( Ap.), Steadman( l.); die Londoner Buchdrucker vertritt Bowerman( p.), die Bergleute von Durham: John Wilson( l.); die Erdarbeiter: John Ward ( l.); die Matrosen und Heizer: Havelod Wilson( l.); die Schuhmacher: C. Freak( I.); die Bigarrenarbeiter: B. Cooper( Ap.); die Landarbeiter: Nicholls( l.); die Lithographen: Kelley( Ap.); den Allgemeinen Berband der Gewerkschaften: Appleton; die Genossenschaften: Allen; die Internationale Schiedsgerichtsliga: Maddison. Letzterer dürfte auch die treibende Kraft der ganzen Deputation sein; er übernahm das Sekretariat der Liga nach dem Tode Cremers. Es ist selbstverständlich, daß nicht alle Delegierte von gleicher Bedeutung sind. Schadleton( lics: Schellin), John Wilson( lies: Wilßn) find in ihren Gewerkschaften von großem Einfluß und werden im Parlament stets mit Achtung angehört. Bowermann( ließ: Bauermann) ist auch Parlaments mitglied, aber er spricht äußerst selten. Steadman( lies: ßtedman) ist Sekretär des Parlamentarischen Komitees des Trade- Unionsfongreffes und Mitglied der Fabian Society. Appleton( lies: Eppeltn) ist Sekretär des Allgemeinen Verbandes der Gewerk fchaften. Gekaufte Treue. Am Freitag tritt in Waldenburg in Schlesien ein Vertretertag der, Reichstreuen Arbeitervereine Deutschlands" zusammen. Die Vorbereitungen dazu sind in verhältnismäßiger Das wird man begreiflich finden, wenn Stille betrieben worden. die Lefer von folgenden hochwichtigen Schriftstücken Kenntnis nehmen, die unser Breslauer Parteiblatt," Die Volkswacht", zu veröffentlichen in der Lage ist. Zunächst mit unwesentlichen Streichungen folgendes Protokoll des Vereins für die bergbaulichen Interessen Niederschlesiens. Niederschrift über die Vorstandssitzung vom 14. Juli 1908. ,, Anwesend find die Herren: Dr. Grumenberg( Generaldirektor), Borsigender, Moeller( Bergwerksdirektor), Tittler( Bergverks direktor), Dr. Westermann( Bergwerksdirektor), Rößner( Bergwerks direktor), Danilof( Bergwerksdirektor), Liebeneiner, Balzer( Bergwerksdirektor), Albrecht, Bergassessor, Leege, Bergassessor, Hammer. Entschuldigt die Herren: Sprotte( Grubenrepräsentant), Edert( Bergwerksdirektor), Dr. Gärtner, Keindorf( Regierungsrat), Arends. Zu Punkt 1 der Tagesordnung Stellungnahme zu dem Gesuche des Sekretariats des Verbandes der Reichstreuen Bergarbeitervereine um Leistung von Beiträgen zur Ver anstaltung eines Vertretertages der Reich 3treuen Arbeitervereine Deutschlands- teilte der Borsigende mit, daß es sich im vorliegenden Falle um das Gesuch handele, das der Arbeitersekretär Ermert unterm 27. Juni einer Anzahl von Adressaten zugesandt hat, unter denen sich auch der größte Teil der Anwesenden befindet. Daraufhin ist in den dem Bergbau angehörigen oder nahestehenden Persönlichkeiten, soweit sie von Herrn Ermert angegangen sind, von Vereins. wegen mitgeteilt worden, daß über dessen Verlangen in einer nächsten Sigung beraten und über das Ergebnis weitere Nachricht gegeben wird. Sowohl die Höhe der Summe, um deren Aufbringung es fich handelt, als auch die Annahme, daß den Haupt. teil der Bergbau beizusteuern haben werde, sprachen seiner Ansicht nach für eine gemeinschaftliche und einheit liche Behandlung der Sache. In seinen weiteren Ausführungen gab zunächst der Vorsitzende| wünschen, sondern wie sie im Interesse der deutschen Arbeiterdas von Herrn Ermert eingeforderte Verzeichnis der Adressaten bewegung von nöten ist. Derartige ungesunde Auswüchse am Körper Weiterhin aber tadelte der Vorsitzende, daß Herr einer großen Bewegung müssen rücksichtslos beseitigt werden. Ermert es verabsäumt hat, vor Ablassung des Gesuches mit den führenden Persönlichkeiten der Bergwerks. industrie in Fühlung zu treten, trotzdem die vorher aus gesprochene Vermutung, daß der Bergbau den 2öwenanteil Der Beiträge zu leisten haben werde, bestätigt ist. In dieser Hinsicht sind Herrn Ermert bereits Vorhaltungen gemacht worden, deren Berechtigung er anerkannt hat. Politische Ueberficht. Berlin, den 4. September 1908. Moloch hat Hunger! in der ersten Zeit aus Sicherheitsgründen gar nicht und später nun in dem beschränkten Umfange zugelassen werden, wie sie den berechtigten Bedürfnissen der hiesigen Arbeiterschaft entsprechen." Landrat und Regierungspräsidiumn haben als Beschwerdeinstanzen ihre schüßenden Fittiche über den Amtsvorsteher gebreitet und an seinem Verhalten auch nicht das geringste auszusetzen gewußt. Ebenso auch der Breslauer Erste Staatsanwalt und der Oberstaatsanwalt. Die erwähnte Strafanzeige wegen Mißbrauchs der Dienstgewalt stützte sich auf die Erklärung des Reichsstaatssekretärs D5 der Zeitpunkt der Veranstaltung als geeignet zu be In einem langen Artikel stellt die„ Kreuz- Zeitung" Betrachtungen des Innern in einer Sigung der Kommission für das Reichsvereinszeichnen ist, darüber fönnen nach Ansicht des Vorsitzenden die an über die Notwendigkeit einer Verstärkung des stehenden Heeres. gesetz, wonach ein Beamter, der lediglich aus der Tatsache, daß der Meinungen geteilt sein, aber die Aufschiebung des Vertretertages Auf dem Gebiete der Marine sollen in der nächsten Zeit erhebliche Inhaber einer Stonzession seine Räume zu Versammlungen einer erscheine sowohl wegen der bereits geschehenen Zeichnung von Beiträgen als auch wegen des ungünstigen Eindruces, den das Neuforderungen nicht zu erwarten sein, deshalb hält das Blatt den bestimmten politischen Richtung hergebe, einen Grund entUnterbleiben auf die anderen Arbeiterorganisationen machen müsse, Moment für günstig, das Landheer weiter auszubauen. Bei Forde- nehme, diesem die Ausdehnung der Polizeistunde und die Erlaubnis nicht mehr angängig. Deshalb werde das Gesuch nicht einfach rungen für die Marine versichern die offiziösen Federn, daß eine zur Abhaltung von Tanzluftbarkeiten und dergleichen vorzuenthalten, abzulehnen sein, und er schlage vor, an Stelle einzelner persönlicher starke Flotte geradezu im Lebensinteresse des Deutschen Reiches ge- fich auch unter dem bisherigen Gesetz nach§ 889 strafbar mache. Beiträge einen Gesamtbeitrag von seiten des Vereins zu bewilligen, legen sei. Jetzt fehrt man der Abwechselung halber den Spieß einmal Amtsanwalt und Oberstaatsanwalt waren aber der Meinung, dem mit dem fich der Verband abzufinden hat. Die dem Vernehmen um und erklärt: Deutschlands wichtigste Lebens- Amtsvorsteher habe mindestens das Bewußtsein gefehlt, daß nach beabsichtigte vollständig freie Bewirtung der interessen beruhen in der starten Ueberlegen er seine Amtsbefugnisse überschreite, insbesondere als auch der Vertreter einschließlich des Ersages der Reise- heit seines Landmacht". Kaum find die Behauptungen Landrat und der Regierungspräsident sein Verhalten gebilligt hätten. fosten, woraus sich die im Gesuch genannte Summe erklärt, verflungen, daß wir eine Verstärkung unserer Seemacht mit Rüdgehe zu weit. Die Auffaffung des Vorsitzenden über die Eigenmächtigkeit ficht auf England dringend bedürfen, da erklärt die Streuz- Beitung" der Handlungsweise des Herrn Ermert fand in der sich an- mit dürren Worten: schließenden Erörterung, an der sich hauptsächlich die Herren Bergwerksdirektor Balzer und Rößner beteiligten, allseitige Bu stimmung. Die Höhe des Beitrages wurde auf 1500 Mart feftgefeßt. Schließlich wurde auf Antrag des Herrn Direktors Rößner beschlossen, an den Verbandsvorstand der Reichstreuen Bergarbeitervereine ein Schreiben zu richten, in welchem zunächst dem Befremden über das anscheinend eigenmächtige, Interessierten überraschend gekommene Verlangen des Verbands sekretärs Ermert Ausdruck gegeben und zur Voraussetzung der Bewilligung der Summe von 1500 m. gemacht werden soll: allen Mögen die Engländer Schiffe Bauen, so viel und so groß, wie sie wollen, das tann uns gleichgültig sein. Das gegen haben wir nur zu sorgen, daß unsere Küsten und Häfen unangreifbar bleiben, was sich mit relativ geringem Aufwand, sogar in den Kolonien erreichen läßt. In Abhängigkeit von der englischen Politit geraten wir darum noch lange nicht; so wenig, wie wir es zu Bismards Zeiten waren." Damit sagt das hochkonservative Blatt nichts anderes, als daß es eitel Lug und Trug gewesen ist, was bem deutschen Volle zur 1. daß der Verein für die bergbaulichen Begründung des rascheren Aufbaues der deutschen Flotte vorgemacht Interessen nachträglich mitteilung erhält worden ist. Die„ Kreuzzeitung" fährt dann fort: über Art und Umfang der geplanten Ber- worden ist. Die Kreuzzeitung" fährt dann fort: Abhängig werden wir erst, wenn wir nachlaffen, die volle anstaltungen, Volkskraft in den Dienst des Heeres zu stellen. Schon aber werden Stimmen laut, tvenn zunächst auch noch schlichtern, die da fürchten, daß militärische Forderungen zugunsten des Flottenbudgets zurückgestellt würden. Wir wollen die Berechtigung dieser Besorgnis nicht untersuchen, aber es scheint uns doch geboten, daß der Kriegsminister in der nächsten Reichstag stagung um eine flare und unzwei deutige Antwort darauf ersucht wird. 2. daß ein Beschluß des Verbandsvorstandes über die Abhaltung des Vertretertages in Waldenburg beigebracht, 3. daß ein unter Zuziehung von Vertretern des Bergbaulichen Vereins zu bildendes Komitee über die Verwendung der zur Verfügung gestellten Mittel beschließt und Rechenschaft gibt." Beigt dieses famose Protokoll mit überraschender Genauigkeit, woher die Mittel für die Existenz dieser Arbeiter"-Organisationen fließen, so zeigen awei andere Schriftstücke, die der Redaktion der Bollswacht" ebenfalls auf den Tisch geflogen sind, wie innig der Zusammenhang zwischen den Bergherren und ihren Schüzlingen bom gelben Reichsverband auch auf anderem Gebiet ist. Es handelt sich um den Briefwechsel zweier Bergwertsdirektoren, des Herrn Edert mit dem Herrn Pistorius, welch letzterer zur Zeit der Absendung dieser Briefe Januar 1908- noch vor sigender des Reichstreuen Bergarbeiterverbandes in Walden burg war. Diese beiden hauptsächlichen Fälle sind neben einer Anzahl anderer Oswitzer Vorkommnisse zulegt dem Minister des Innern unterbreitet worden und von diesem hat Barteisekretär Scholich jetzt folgende Antwort erhalten: „ Auf Ihre Beschwerde vom 16. Juni dieses Jahres teile ich Ihnen mit, daß das Vorgehen des Amtsvorstehers in Dswitz gegenüber den Gastwirten Knabe und Gottwald daselbst von mir gemißbilligt und der Amtsvorsteher mit entsprechender Weisung versehen, auch veranlaßt worden ist, die noch nicht rechtskräftige Verfügung an den Gastwirt Snabe vom 17. September v. J. zurückzuziehen." Ob sich nun wohl dieser Dr. Guradze bescheiden und seine ungefeglichen Treibereien gegen die Sozialdemokratie laffen wird? Dder pfeift er auf die ministeriellen Wünsche und denkt wie vor ihm schon Leute ähnlichen Schlages:" In Oberschlesien machen wir das fo!"? Die nächste Zeit wird es lehren. Zum Streit zwischen dem bayerischen Zentrum und der Kölnischen Volkszeitung". Dem Hauptblatt des bayerischen Zentrums, bem, Bahr. Kurier", genügt es nicht festzustellen, daß die Vertrauensmännerversammlung ber Bentrumspartei des Reichstagswahlkreises Speyer- Ludwigshafen Gewiß haben wir Millionen von Soldaten, aber immer noch zu wenig, wenn auch nur ein einziger waffenfähiger für die bevorstehende Reichstagserfazwahl Wahlenthaltung beMann wegen Mangels an Platz nicht ausgebildet werden fann. fchloffen und dem Abgeordneten Dr. Jäger wegen seiner StellungSchon das wäre ein schweres Unrecht, wenn alte Landwehren nahme ein Bertrauensvotum erteilt hat; es benutzt zugleich Haus und Herd an deren Statt verlassen müßten, wenn reife die Gelegenheit, feine staatsmännische Kollegin in Köln, Männer für diensttaugliche Jünglinge ins Feld zögen." die Köln. Volksztg.", tegen ihrer Unkenntnis der süddeutschen Verhältniffe und ihrer furiofen Diplomatie zu verhöhnen. Münchener Blatt schreibt nämlich: Der Kriegsminister wird auf eine solche Anfrage, die ihn ja nicht unvorbereitet trifft, gewiß eine Antwort geben, die die Konfervativen vollauf befriedigt. Wenn aus den Reihen des Reichstages selbst das Verlangen kommt, das Heer zu verstärken, dann In dem ersten Schreiben Edert an Pistorius wird Beschwerde darüber geführt, daß der Vorstand des reichstreuen Vereins braucht man nicht gerade v. Einem zu heißen, um diesem Es scheint überhaupt in Waldenburg eine Eingabe an den Landtagsabgeordneten des Wunsche nicht widerstehen zu können. daß politische Parteien die Regierung Kreises, den Amtsgerichtsrat Krause habe abgehen lassen, die sich Mode zu werden, gegen die Anrechnung des Verdienstes der Ueberschichten und Sonn- zu Mehrausgaben drängen. Damit hat die Regierung natürlich tagsarbeit zum steuerpflichtigen Einkommen richtet. Herr einen wesentlich leichteren Stand, denn sie fann sich stets darauf Edert hofft, daß eine solche Eingabe erfolglos bleiben werde. Eine berufen, daß sie wünschen entgegenkomme, die im Reichstage laut Willfahrung dieses Wunsches würde nach der Meinung des Brief- geworden sind. Dieses Entgegenkommen wird natürlich nur geübt, fchreibers eine Ungerechtigkeit gegenüber den kleinen Gewerbe insoweit die Wünsche maritimer, militärischer, folonialer oder treibenden sein, die sich viel schlechter ständen wie die petitionierenden scharfmacherischer Natur find. Arbeiter. Der Herr drückt dann den Wunsch aus, daß der Vorstand scharfmacherischer Natur sind. Andere Wünsche, namentlich sozialdes reichstreuen Bergarbeiterverbandes rechtzeitig davon abgebracht politischer Art, pflegen die Reichsregierung herzlich falt zu laffen. werden müsse, derartige Pläne zu verfolgen. Der Artikel der Kreuz- Zeitung" schließt: Auf diesen Brief ging von dem Bergiverksdirektor Pistorius, dem Patron des Arbeiter" vereins, eine Antwort ein, die wir ihrer rücksichtslosen Dffenheit wegen ganz wiedergeben wollen. Sie Lautet: Sehr geehrter Herr Kollege! Es ist charakteristisch für die irregeleitete öffentliche Meinung, daß geradezu ein Zug von Bellommenheit burch einen großen Teil der deutschen Presse ging, als es fürzlich hieß, daß eine Heeresvorlage bevorstehe. Man atmete auf, als die Nach richt dementiert wurde. Hätte es sich um eine neue Marinevorlage gehandelt, so wären hundert Federn gleichzeitig in Tätig feit getreten, um ihre Notwendigkeit ohne Rücksicht auf die Kosten zu beweisen. Das ist ein durchaus ungesunder Zustand. Heer und Flotte sind beide nur Mittel zum Bwed, nicht Selbstated, aber von sehr verschiedenem Werte für den Bestand und die Machtstellung des Reiches." Bu Ihrem gefälligen Schreiben vom 10. Januar teile ich Ihnen ergebenst mit, daß es leider der Vorstand des reichstreuen Bergarbeiterverbandes versäumt hat, mir die geplanten Eingaben an Herrn Amtsgerichtsrat Krause und an den Reichstanzler bor ber Absendung zur Einsichtnahme zuzusenden. Nach den Statuten wäre der Vorstand verpflichtet gewesen, in Die auf Marinevorlagen eingefuchsten Federn werden sich natüreiner Sigung diese Angelegenheit zu beraten und mich zu lich schleunigst mit der neuen Gestaltung der Dinge befreunden, und dieser Sizung zuzuziehen. Das ist aber nicht ge- in wenigen Wochen werden wir in der„ tonangebenden" Presse bis schehen, trotzdem ich wiederholt ersucht habe, demnächst eine Vor- zum hinterpommerschen Amtsblättchen herab Artikel finden, in denen standsfizung einzuberufen, in welcher ich den Herren eine haarscharf bewiesen wird, daß Deutschland beim heutigen Stand allgemeine Richtschnur darüber geben wollte, feiner Wehrmacht es kaum mit dem fleinen Dänemart, geschweige wie die reichstreuen Bergarbeiterbereine weiter in ihrer Propaganda borwärts geben denn mit Frankreich aufnehmen könne. follten. Ein schwerer Rüffel, Im allgemeinen stehe ich nicht auf Ihrem Standpunkt, daß man die reichstreuen Bergarbeiter von allen Eingaben abhalten ben sich der Landrat des Kreises Breslau, der Breslauer Resoll, die undurchführbar oder aussichtslos sind. Die Sozialdemo tratie bringt regulär jedes Jahr eine ganze Menge Anträge ein, gierungspräsident, sowie der Erste Staatsanwalt und der Obervon deren Aussichtslosigkeit sie im voraus überzeugt ist, lediglich ſtaatsanwalt von Breslau zu gleichen Teilen mit einsteden können, um für ihre Sache Propaganda zu machen. Wenn die reichs ist dem vielgenannten Amtsvorsteher von Dswitz, Dr. Guradze, bom treuen Bergarbeitervereine nur solche Sachen preußischen Minister des Innern erteilt worden. Dieser Dr. Guradze einbringen wollen, bon deren Durchführbarkeit ist ein schlimmer Sozialistenfeind, und er übt sein Amt denjenigen fie und wir überzeugt find, fo werden sich über- Gastwirten gegenüber, die ihre Säle den Arbeitern zu Berfammhaupt wenig Anträge finden laffen, die die Herren einbringen lungen hergeben, in einer Weise aus, daß Parteisekretär Scholich in Ich empfehle, gelegentlich diese Angelegenheit im Vor- Breslau fich genötigt gesehen hat, den Amtsvorsteher wegen AmtsVorvergehens zur Anzeige zu bringen. tönnen. " " Das Die Zentrumsfreunde" find wieder um eine Hoffnung ärmer, wie sich jeder sagen konnte, der die einschlägigen Verhältnisse auch nur einigermaßen kennt. Die Vertrauens männerversammlung der Zentrumspartei des Wahlkreises SpeyerLudwigshafen hat nämlich am Montag beschlossen, strenge Wahlenthaltung für die am 15. d. M. stattfindende Ersatzwah! den Zentrumswählern zur Pflicht zu machen. Eine besondere Genugtuung wurde dem Abg. Dr. Jäger zu teil. Die Vertrauensmänner erklärten nämlich beschlußmäßig sein Verhalten in der Frage der Kandidatur Posadowsty als formell und fachlich durchaus torrekt. Diese Entscheidung der zuständigen Parteiinstanz könnte manchen Leuten ein Fingerzeig fein, wie die Dinge wirklich liegen. Die angenommenen Anträge lauten: „ Die Vertrauensmännerversammlung hat beschlossen, für die am 15. September stattfindende Reichstagserfagwahl einen eigenen Kandidaten nicht aufzustellen und es allen Sentrumswählern zur Pflicht zu machen, nach beiden Seiten strikte Wahlenthaltung zu üben. Wer durch irgendwelche Umstände gezwungen ist, zu wählen, möge einen weißen oder durchstrichenen Bettel abgeben. Der zweite:„ Die Versammlung der Vertrauensmänner des Wahlkreises Speyer Ludwigshafen Frankenthal billigt das Vorgehen des Herrn Dr. Jäger in der Kandidatur Posadowsky als inhaltlich und formell bollständig forreft." b " Die Versammlung war sehr gut besucht, die Beratungen wurden gründlich gepflogen und zwar in Ruhe. Es muß darauf besonders Wert gelegt werden, festzustellen, daß die beiden Anträge vollkommen einstimmig beschlossen wurden." Die manchen Leute" in Köln werden den Spott schon verstehen. Jesko pensioniert! Jesto b. Buttkamer, der ehemalige Gouverneur von Kamerun, der Freund der angeblichen Freiin v. Edhardtstein, ift nunmehr mit vollen Pensionsrechten zur Ruhe gesetzt worden. Der Herr kann nunmehr sein stattliches Ruhegehalt in aller Muße verzehren! Aus oftelbischen Gefilden. Was man auf die Klagen über die Leutenot" geben fann, lehrt folgender Vorfall: Ein Gutsbefiger, der kontraktlich verpflichtet plöglich wegen eines geringfügigen Borfalles tonkraftbrüchig und war, bis zum 1. Oftober feinen Instmann zu behalten, wurde fündigte dem Arbeiter nicht nur den Dienst, sondern auch die Wohnung. Als der Instmann die Wohnung, die er nach dem Kontratt bis zum Oktober zu bewohnen hatte, nicht sofort räumte, erhielt er vom Amtsvorsteher folgenden bezeichnenden Utas: Bowunden, 1. September 1908. Laut Mitteilung Ihres gemeinsamen Brotherrn des Gutsbesizers Herrn Herbig- uggehnen find Sie feiner Kündigung am Donnerstag, den 27. August, die Wohnung zu räumen, nicht nachgekommen. Ich fordere Sie nun hiermit auf, die Wohnung bis zum Freitag, den 4. d. M., zu räumen, widrigenfalls Sie mit 10 Mark oder entsprechender Haft in Strafe genommen und auf Ihre Kosten durch den Gerichtsvollzieher aus der Wohnung gesegi werden müssen. Der Amtsvorsteher. gez. Kadziehn. So sieht ostelbisches Recht aus. Und da wundert man sich über Landarbeiterflucht. stande bes bergbaulichen Vereins zu erörtern. Der Gastwirt Knabe hatte für den Monat September v. J. Mit hochachtungsvollem Glüdauf Tanzerlaubnis erhalten. Sturze Zeit später gab er sein Lokal den Ihr ergebener gea. Pistorius. Arbeitern zu einer Versammlung, worauf Dr. Guradze ihm die Dieses Hatalteristische Schreiben zeigt einmal, eine wie scharfe Tanzerlaubnis unter der Begründung entzog, daß es durch den Kontrolle die Grubengewaltigen über die reichstreuen Hörigen aus stärker werdenden Besuch des Lokals seitens der Mitglieder der üben, und zum anderen, mit welcher aynischen Offenheit der Herr fozialdemokratischen Partei zu Reibereien und Unverträglichkeiten Bergwerksdirektor zugibt, wie wenig wirklich arbeiterfreundliche An- zwischen diesen und dem bisherigen bürgerlichen Publikum" des träge oder Eingaben in Preußen auf erfolgreiche Erledigung rechnen Lotals kommen werde und daß deshalb Störungen der öffentlichen tönnen. Aber in dem Briefe kommt auch zuguterlegt noch eine Ruhe, Sicherheit und Ordnung zu befürchten seien. Knabe schadenfrohe Unehrlichkeit zum Ausdruck. Obgleich der Herr Berg- hat trotz dieses Berbotes an den bereits genehmigten werksbirektor voraussetzt, daß er und auch die reichstreuen Tagen in seinem Lokale tanzen laffen. ArZu den befürchteten beiter wissen, daß solche Anträge wenig Aussicht, auf Erfolg haben, hält er es doch für angebracht, derartige undurch Störungen" ist es dabei nicht gekommen, doch ist der Wirt wegen die führbare und aussichtslose Eingaben machen zu Laffen. Buwiderhandelns gegen das amtsvorsteherliche Verbot gerichtlich Wie für die kranken Postbeamten gesorgt wird. Darin liegt scheinbar ein Widerspruch, denn die Direktoren sind doch bestraft worden. Um feinem sicheren Ruin au entgehen, hat der In der Königsberger bürgerlichen Bresse lesen wir:" In großer selbst Mitglieder dieses Vereins, von dem sie wünschen müssen, daß Inhaber das Lokal den Arbeitern dann wieder entzogen. er so wenig wie möglich begehrlich erscheint. Wenn fie troßdem Noch drastischer trat die Selbstherrlichkeit des Amtsvorstehers in Not befindet sich ein früherer Briefträger in dem benachbarten Dorfe Begehrlichkeiten nicht ganz unterbinden wollen, so einmal deshalb, einem anderen Falle zutage. Der Gastwirt Gottwald wollte die Bobethen; er ist schwer lungenfrant. Bwar bezieht er von der Postweil sie sich von derartigen harmlofen Anträgen und Eingaben eine Frequenz feines Lokals dadurch heben und sich vor dem Ruin benötigsten aus und läßt für Anschaffung von Heilmitteln nicht das behörde eine Unterstützung, sie reicht aber gerade nur zum Allerwerbende Kraft für den Berein versprechen und weil sie zum anderen ganz genau wissen, daß sie am legten Ende immer doch die Macht wahren, daß er den Arbeitern seinen Saal zur Verfügung stellte. geringste übrig. Da der Krante auch sonst nicht in der Lage iſt, besigen, die ein in den Himmelwachsen" der reichstreuen Bäume Er fürchtete aber den Zorn des Amtsvorstehers und fragte deshalb fich irgend etwas zu verdienen, werden edeldenkende Menschen mit Leichtigkeit verhindern kann. Das ist Unternehmermoral. Die bei diesem an, ob er das Lokal geben dürfe. Daraufhin empfing er gebeten, ein Scherflein zur Linderung der Not des Armen beizusteuern. Das zuständige Pfarramt hat die Wahrheit der Angaben reichstreuen Arbeitervereine und ihre Schutzpatrone find einander vom Amtsvorsteher folgenden Brief: des Notleibenden bestätigt." wert. Unser Breslauer Parteiblatt ist durch einen besonders günstigen Umstand schon seit Februar d. J. in der Lage, besonders wertvolle Perlen aus dem reichstreuen Aftenschatz veröffentlichen zu fönnen. Im Hauptquartier der Gelben ist man über diese Veröffentlichung ratlos und man hofft von einem Beleidigungsprozeß, der auf Grund der Veröffentlichung dieser Aften gegen unser Breslauer Parteiblatt angestrengt worden ist und der in einigen Wochen in Waldenburg zur Verhandlung gelangt, Aufklärung. Dieser Prozeß wird in der Eat Aufklärung bringen. Nicht solche, wie sich die Reichstreuen Auf Ihre Zuschrift erwidere ich Ihnen, daß ich die Freigabe Es ist ein Standal, daß das Deutsche Reich, das tausende Ihres Lokals zu sozialdemokratischen Versammlungen weder zu gestatten noch zu verbieten habe, sondern daß dies lediglich von Millionen von Mark für eine Weltpolitit großen Stils übrig hat, Ihnen abhängt, ob Sie mit der sozialdemokratischen Partei als nicht einmal für seine franken Beamten sorgt, sondern sie der Not solcher Berträge abschließen wollen oder nicht. Ich habe in dem und dem Elend überliefert, so daß sie edeldenkende Menschen" um Falle, daß Sie dies tun sollten, die Pflicht, Ihr Lotal als ein ein Scherflein" anflehen müssen. solches zu betrachten, in welchem nur Arbeiterpublikum verkehrt und welches infolgedessen, damit nicht der Böllerei unter dem Arbeiterstande Vorschub geleistet wird, jeden Abend pünktlich um stand in der Person des Unteroffiziers Josef Nawool vom Train10 Uhr zu schließen ist, und in welchem öffentliche Tanzvergnügen bataillon in Breslau vor dem dortigen Kriegsgericht. Dieser Eine Bestie in Menschengestalt Bursche hatte einen Refruten in mindestens 135 Fällen im Stalle 1 In Anbetracht der Möglichkeit, daß in allernächster Zeit der geohrfeigt, ihn in zahlreichen Fällen während des Mittagseffens zu Tod des Grafen 2. N. Tolstoi eintritt und von der Ansicht ausverschiedenen Arbeiten befohlen, sodaß der Rekrut sein Essen in das gehend, daß man dann gegen das Abdrucken von Artikeln, die seiner Spind stellen und abends falt effen mußte; ebenso hatte er den Lebensschilderung und literarischen Tätigkeit gewidmet sind, nichts Refruten selbst oft in das Spind gesperrt und dieses verriegelt; einzuwenden haben kann, erachtete der Minister des Innern es als manchmal bis zu 34 Stunden. Einmal| gab er dem Stefruten einen notwendig, daß die Verfügung vom 3. September 1883 in Straft Schlag in den Nacken, so daß dieser zusammenbrach. Ein andermal bleibe und daß in allen Mitteilungen und Artikeln über Gras 2. N. schlug er ihn mit einem Trensezügel, vielfach auch mit einer Klopf- Tolstoi die nötige Objektivität und Vorsicht gewahrt werde." peitsche. Der Unteroffizier hatte auch andere Leute mißhandelt. Das Gericht erkannte auf 1 Jahr 6 Monate Gefängnis und Degradation.Militärjuftiz. Türkei. Enter Beh und die jungtürkische Bewegung. " bom kandidaten des Areises, Karl Riebknecht, vertretene geistige Richtung in Nürnberg ihre Vertretung finde". Die Unparteilichkeit des Parteivorstandes darf also wohl bebezweifelt werden! " Wenn Worte noch einen Sinn haben, so heißt das: die Münchener Post" beschuldigt den Parteiporstand, den Vor= stand der Gesamtpartei, daß er sich in die Dele giertenwahl des Kreises Potsdam- Osthavelland eingemischt habe, daß er die dortigen Genossen aufgefordert habe, drei Dele gierte und als dritten den Genossen Kautsky zu wählen! Und diese Die Londoner Times" vom 1. September enthält eine Kor- Behauptung gründet die Münchener Post" frischweg auf das eine Vor dem Kmmandanturgericht in Koblenz standen der Unter- respondenz aus Monastir, in der eine lehrreiche Unterredung mit Wort Borstand" in der von ihr zitierten Erklärung des Voroffizier Behrendt und der Sergeant Heinze von der 8. Kompagnie des Enver Beh, dem geistigen Führer der jungtürkischen Offiziere, sitzenden der Konferenz des Wahlkreises Potsdam- Dsthavelland! wiedergegeben wird. Eniver erklärte: Sie sehen mich bei der Weiß die Münchener Post" nicht, daß es WahlkreisTelegraphenbataillons Nr. 3. Sie waren angeklagt, fich der MiB Arbeit in einem politischen Bureau, aber ich bitte Sie, davon Notiz vorstände gibt? Weiß fie nicht, daß der Vorsitzende im Namen des handlung und der Anmaßung der Strafgewalt schuldig gemacht zu haben, indem sie einige Pioniere, die beim Schießen die Be- zu nehmen, daß ich kein revolutionärer Führer bin, sondern ein ein Borstandes der Kreisorganisation sprach? Jeder Genosse, der die Notiz liest und einigermaßen die dingungen nicht erfüllt haben, die bekannten Duäleübungen: facher Offizier, der durch die Macht der Verhältnisse gezwungen Gewehrstreden, Laufen, Springen, Hinlegen usw. machen ließen. als burch Absicht. wurde, politisch zu wirken. Ich bin hier mehr durch Zufall Organisationsverhältnisse kennt, wird nimmermehr auf den Gedanken Obwohl ich seit mehreren Jahren dem kommen, daß der Vorsitzende vom Vorstand der GesamtDer Pionier Graf liegt infolge der ueberantengungen Stomitee für Fortschritt angehöre, habe ich partei sprach, sondern ganz richtig schließen, daß der heute, nach fieben Wochen, noch im Lazarett. Die Stomitee für Einheit und Fortschritt angehöre, habe nichts Politisches uunternommen, bis ich bon Spionen Vorstand der Kreisorganisation gemeint ist. in der jetzigen Verhandlung vernommenen Zeugen schwächen dem gldiz denunziert und mir befohlen wurde, nach Und die Münchener Post" sollte das nicht erkennen können! Konstantinopel zu gehen. Anstatt dem Befehle nach Sollte es nicht tönnen, nachdem sie darüber aufgeklärt worden war, kommen, floh ich in die Berge. Die Flucht, sowie die von Niazi daß im Bericht über die bewußte Hamburger ParteiversammEffendi, zog die Aufmerksamkeit auf mich. Aber meine Kollegen lung das Wort Borstand" den Kreis vorstand und nicht den wissen, daß ich keinen anderen Ehrgeiz habe, als meinem Lande zu Partei vorstand bedeutete? Nein, hier ist kein Mißverständnis, hier ist absichtliches Die Revolution ist eine nationale und nicht eine Armee- Miß verstehen, um Stimmung machen zu können gegen revolte, sie ist der Aufstand eines ganzen Bolles gegen eine Reden Parteivorstand! Im feine Erklärung, daß er sich nicht in gierung, die es zur Verzweiflung brachte. Die Armee ist nicht die die Delelegiertenwahlen der Kreise mische, vor den gutgläubigen Herrin, sondern die Dienerin der Situation; sie ist das Werkzeug Lefern der Münchener Post" als eine Un wahrheit hinstellen des nationalen Willens. Diesen Punkt möchte ich besonders hervors zu können! heben. Das Komitee für Einheit und Fortschritt steht hinter der Wahrlich, die Perfidie dieser Kampfesweise ist nicht mehr zu Regierung und nimmt für den Augenblick die Stelle des Parlaments übertreffen! an, indes es als eine beratende Kammer wirkt und die Mitglieder der Regierung mit allen Angelegenheiten von öffentlichem Interesse bekannt macht. Obwohl die Revolution gegen den Despotismus des gldig ge richtet war, so wird das Komitee den Sultau unterstüßen, so lange er die Konstitution achtet. Unsere Politik den europäischen Mächten gegenüber ist von dem Bestreben geleitet, überall Vertrauen einzuflößen und keinen Anlaß zu Anstoß zu geben. Der Banislamismus hat feinen Platz in 1. Alle Geldbeiträge für den Verlag der Sozialistischen unserem Programm. Aegypten liegt außerhalb des Gesichtsfeldes Monatshefte" find stets bon völlig einwandfreier Seite des Komitees. Die jungtürkische Partei wird sich in die Verwaltung gekommen, und zwar mit ganz vereinzelten Ausnahmen von Aegyptens nicht mischen und die antibritischen Agitatoren nicht beorganisierten Parteigenossen. günstigen." ihre früheren Aussagen bedeutend ab; feiner der Nachererzierenden will eine Leberanstrengung oder ein körperliches Unbehagen(!!) empfunden haben. Das Kriegsgericht kam zu der Ueberzeugung trotz des Pioniers Graf! daß das zulässige" Maß der Anstrengung bei den lebungen nicht überschritten worden fei und sprach die Angeklagten in dieser Beziehung frei. Nur der Sergeant wurde wegen Anmaßung einer Befehlsbefugnis in Dienstsachen" zu drei Tagen Mittelarrest verurteilt. Der Verlag der Sozialistischen Monatshefte" schidt uns folgende Erklärung: Der Vorwärts" bringt in seiner Nummer vom 2. September unter der Ueberschrift„ Die" Sozialistischen Monatshefte" und ihre Gönner" die Abwehrnotiz des unterzeichneten Verlages gegen die Berdächtigung der Leipziger Volkszeitung", fügt aber daran Be merkungen, die in ihrem Inhalt und namentlich in ihrem Ton geeignet sind, ganz falsche Vorstellungen zu erweden. Obgleich wir alles Erforderliche bereits in jener Notiz gesagt haben, sehen wir uns daher doch noch zu folgenden Feststellungen beranlaßt: 2. Wir haben es bereits für eine Verleumdung erklärt, daß irgendwelches Geld von Gegnern der Sozialdemokratie" getommen sei. Unter Gegnern verstehen wir in diesem Zusammenhang selbstverständlich die Anhänger jeder politischen Partei, außer der Sozialdemokratie. 3. Damit erledigt sich auch die Anspielung auf das Gingehen der„ Nation" usw. Zum Ueberfluß sei noch bemerkt, daß seit einer Reihe von Jahren, und jedenfalls lange vor dem Eingehen der Nation", überhaupt kein Beitrag mehr an uns gelangt ist, der nicht von organisierten Parteigenoffen tam. dienen. • Der Ausstand der Orient- Eisenbahner. " Die Münchener Post" führt in ihrem Artikel vier Brandenburger Wahlkreise an, die drei Delegierte entfenden, und die nach der Meinung der Münchener Bost" dazu nicht berechtigt find, wegen der Bahl der dort organisierten Genoffen. Was dazu zu sagen ist, haben wir schon gestern gesagt, wir ersparen uns eine nochmalige Erörterung der Dinge. Der Ausstand auf der nach Salonili führenden Drient- weisen müssen. Gegen Konferenzen von Abgeordneten sei nichts bahnlinie dauert fort. Der Personenverkehr ist ein gestellt. Auf der Linie von Adrianopel nach Konstantinopel hat ein teilweiser Ausstand begonnen. Trotz der Intervention des jung türkischen Komitees beharrt die Direktion der Drientbahnen gegen über den Streifenden auf ihrem ablehnenden Stand punkt. Infolgedessen dehnt sich der Streit immer weiter aus und droht ein allgemeiner zu werden. Marokko. Die Budgetfrage vor der Mainzer Parteiorganisation. Dienstag abend beschäftigte sich eine Mitgliederversammlung in Mainz mit der Budgetfrage. Parteisekretär Graeger hielt das einleitende Referat. Er bedauert, daß die Debatte in der Parteipreffe nicht mit Ruhe und Sachlichkeit geführt wurde. Die Aufforderung der Münchener Post" zu einem erneuten Disziplin bruch hätte die Mainzer Boltszeitung" mit aller Schärfe zurüdeinzuwenden, aber die Besprechung über die Stellung zur Budgetfrage, die von großer Wichtigkeit für die Parteipreffe fei, gehöre vor die Oeffentlichkeit. Die Gründe, die in Bayern und Baden für die Bewilligung ins Feld geführt wurden, würden nicht von der Lübecker Resolution gedeckt. Wenn die Lübecker Resolution den füddeutschen Genossen zu weit gehe, so hätten sie von dem Parteitag die Abänderung berlangen sollen. Unter allen Umständen seien 4. Die Namen der geheimen Geldgeber" wie der VorParteitagsbeschlüsse hoch zu halten, sie sind unser oberstes Gefeß. wärts" sich ausdrückt öffentlich zu nennen, fühlen wir uns Genosse A de lung ist der Meinurg, daß von Fall zu Fall entnicht veranlaßt; wir wiederholen aber, daß wir dem sozialdemoAbdul Asis oder Mulay Hafid Sieger? schieden werden müsse. Wer unter dem Gesichtswinkel des Revitratischen Parteivorstand volle Auskunft auch über die Namen zu Ueber den Ausgang eines Gefechts, das in der Nähe von Marrakesch fionismus die Frage behandle, treibe Gespensterseherei. In diesem geben bereit sind, da wir vor der Partei absolut nichts zu ver- zwischen Hafidistischen und asischen Streitkräften geliefert wurde, Falle sei kein Berstoß zu erblicken, wenn man nicht engherzig interbergen haben. Der Vorwärts" scheint aber dafür zu plädieren, kommen einander widersprechende Meldungen. Die aus französischer pretiere. Ein Bedürfnis zur Aenderung der Lübecker Resolution daß dieses unser Anerbieten abgelehnt wird. Er wünscht also Quelle wissen von einem Siege der Affifisten zu melden, liege nicht vor. Genosse Schildbach betrachtet die Budgetnicht, daß die berufene Instanz der Partei in loyaler Weise die aus englischer von einem Siege der Safibiften. verweigerung nicht als ein Prinzip, sondern als eine Frage der volle Klarheit und jeden gewünschten Einblick erhält, so daß also General d'Amade telegraphierte nach Paris, daß ein scharfe teidigt die bayerische Budgetbewilligung. Er faßt sie als Demonparlamentarischen Tattif. Genosse Portenkirchner berstatt deffen nach wie vor die Möglichkeit bestehen soll, durch ver. Gefecht zwischen Anhängern Abdul Afis unter Mtugi stedte Anspielungen munter verdächtigen zu können. Das Urteil und den Hafidisten unter GI Glani und feinem Bruder ſtration gegen die norddeutsche Reaktion auf.- Genosse barüber glauben wir getroft der Oeffentlichkeit in der Partei stattgefunden habe. Letzterer, der frühere Gouverneur von Marretesch, Schneider meint, auf die füddeutschen Abgeordneten habe die überlassen zu können. foll getötet und feine Mahalla vollständig vernichtet bürgerliche Blockpolitik abgefärbt. Der Staat tomme den Arbeitern Verlag der Sozialistischen Monatshefte", G. m. b. H. fein. Dieser Meldung steht schroff ein Tangerer Telegramm der nur aus Furcht entgegen; für die paar abfallenden Brocken hätten M. Mund t. Times" gegenüber, die melden, daß die Armee des Kaid Mtugi fie sich nicht zu bedanken. Wer dem Budget zustimme, billige auch Trotz der in den Schlußsähen enthaltenen albernen und burch die Hafidisten geschlagen, und bestätigt, daß Mtugis Bruder die Ausbeutung und Unterdrückung der Arbeiter.- Genoffe schnoddrigen Bemerkungen haben wir die vorstehende Erklärung als Gefangener nach Marrakesch gebracht wurde. Mtugi felbst soll Daschmann sagt, das Prinzip, die Parteitagsbeschlüsse hochzuaufgenommen, um der Redaktion der Sozialistischen Monatshefte" in feinem befestigten Schlosse 3 erniert sein. Die Stämme, die halten, sei verlegt worden. Die Erhöhung der Staatsarbeiterlöhne nicht Gelegenheit zu geben, über Parteilichkeit usw. zu räfonnieren. früher Abdul Asis unterstützten, heißt es weiter, fechten jezt in Bayern sei doch nicht eine Folge der Budgetbewilligung. Genoffe Göbel billigt die Budgetzustimmung in diesen Fällen. Zur Erklärung selbst bemerken wir: gegen ihn. Es bleibt abzuwarten, welche dieser Meldungen den Tatsachen Genosse Biehler ist der Meinung, daß es sich um eine taktische Frage handelt. Die Techniker, die industriellen und staatlichen entspricht. Beamten, der sog. neue Mittelstand, müsse uns gewonnen werden, um der Partei größere Stoßkraft zu verleihen. Diese Elemente Genosse begriffen die Budgetverweigerung keineswegs. der Wir zweifeln durchaus nicht daran, daß der Verlag der Sozialistischen Monatshefte" seine Gelbgeber für„ böllig ein wandfrei hält. Damit ist aber noch nicht gesagt, daß sie uns Die französisch- spanische Note an Mulay Hafid. und anderen ebenfalls als einwandfrei" gelten. Die Frage fann Der Pariser Matin" weiß über den Inhalt der erst entschieden werden, wenn sich der Verlag dazu versteht, die französisch spanischen Note zu berichten, daß sie raeger hält in seinem Schlußwort an seiner Auffassung fest. Namen zu nennen. Nennt er sie nicht, so müssen wir annehmen, außer dem Hinweise auf die Notwendigkeit berner erhofft von dem Parteitag eine Stellungnahme, die zum Nußen daß er befürchtet, entweder sich oder seine Gönner durch die Be- ertennung des Vertrages bon Algeciras durch der Partei ausschlage. Eine Resolution habe er aus diesem Grunde tanntgabe ihrer Namen zu diskreditieren. Mulay Hafid auch den enthält, daß legterem die Verpflichtung nicht unterbreitet. Die Versammlung war von etwa 200 PerWir plädieren auch nicht dafür, daß der Barteivorstand nicht aufzuerlegen fei, für den Lebensunterhalt feines fonen besucht. die Geschäftsbücher des Berlages der Sozialistischen Monatshefte" Bruders About Afis in angemessener Weise zu prüft; wir sind nur der Ansicht, daß es nicht zu seinen Aufgaben gehört, das Geschäftsgebaren solcher Blätter nachzuprüfen, die nicht aur Parteipreffe gehören. Will er trotzdem sich mit der Sache befassen, so haben wir nichts dagegen einzuwenden, Finnland. Sozialistenhehe. forgen. Aus der Partei. Die Breslauer Volkswacht" gerät außer sich, weil wir gesagt haben, sie habe die Münchener Obstruktionsdrohung in gewissem Sinne verteidigt". Sie behauptet:" Das ist nicht wahr." Dabei hat sie bekanntlich die Hauptschuld an diesem unparteigenössischen Verhalten" dem Vorwärts" und denjenigen Berlinern zugesprochen, Genosse Bebel sendet uns folgende Erklärung zur Ver- bie die Norddeutschen aufst a che In, mehr Delegierte, als nötig find, nach Nürnberg zu senden, und die sich selbst für alle mög= öffentlichung: lichen Wahlkreise delegieren laffen". Wir haben keine Lust, Die Redaktion des" Vorwärts" hat anläßlich der Veröffent- uns darüber herumzuzanken, ob demgegenüber der Ausdruck in ges lichung meines Briefes an den Stedakteur des„ Labour Leader", Genoffe wiffem Sinne verteidigt" zu viel fagt. Von einiger Bedeutung ist Wie die Petersburger Zeitungen mitteilen, ist in den Bruce Glasier, bemerkt, daß ich wahrscheinlich diesen Brief ge- aber die Nachbemerkung der Breslauer Bollswacht". Sie lautet: bortigen administrativen Streifen die Nachricht aus Helsingfors fchrieben, ehe mir etwas von den Verhandlungen der Vertreter der Wie der Vorwärts", der obendrein diese Stelle wörtlich abeingetroffen, daß die finnländischen Behörden alle Maßregeln zur englischen Arbeiterpartei ich unterstreiche absichtlich dieses druckt, daraus eine Verteidigung“ der lubesonnenheit herausAuflösung sozialistischer Verbindungen ergriffen haben, Wort- mit dem Ausschuß der Berliner Gewerkschaftskommission lesen kann, ist einfach unterfindlich. Dagegen lehrt dies kleine Beidie die Sicherheit Rußlands bedrohen fönnten. Die administrativen und dem Attionsausschuß befannt geworden fei. spiel aufs neue, wie nervös man in Berlin geworden ist; denn Organe hätten bereits entsprechende Instruktionen erhalten und zu wenn man schon mit uns so polemisiert, die wir mit dem„ Borwärts" nichts haben, wie kann da der Vorwärts" gegenüber den Südbeutschen, mit denen er auf dem Striegsfuße lebt", fachlich und objektiv fechten?" gleich sei eine schärfere Kontrolle der über Hangö a b= Ich bemerke darauf, daß ich von jenen Verhandlungen nicht die reifenden und aus dem Auslande ein treffenden Per- geringste Kenntnis hatte, als ich meinen Brief schrieb, und erst am fouen eingeführt worden. 23. Auguft aus dem Vorwärts" erfuhr, daß Abmachungen der be fannten Art getroffen feien. Rußland. Tolstoi und die Bureaukratie. Angesichts der infernalischen Seße, die die Regierung, von den Echtrussen unterstügt, gegen Tolstoi inszeniert hat, dürfte es von Intereffe fein, die Verfolgungen fennen zu lernen, denen Tolstoi während der letzten Jahrzehnte von der Bureaukratie ausgefeßt war. N. Falejem veröffentlicht in der Slowo" eine Reihe von Rundfchreiben der Oberpreßverwaltung, der wir folgendes entnehmen: Es wurde allen Breßorganen anbefohlen: 1. 28. März 1890:" Jegliche Polemit anläßlich der Kreuzerfonate" einzustellen." 2. 1892: Den Brief, den Tolstoi in der Daily Telegraph" veröffentlichte, nicht nachzubruden. Ich füge weiter hinzu, daß mein Brief vom 20. August an den Genossen Bruce Glasier ein Privatbrief war, meine Ant wort auf dessen Privatbrief, und ich eine Veröffentlichung nicht wünschte, was deutlich daraus hervorging, daß ich es ablehnte, in dem Streit Hyndman- Keir Hardie eine Erklärung im Labour Leader" abzugeben. Ich fann daher die Veröffentlichung meines Briefes nur lebhaft bedauern und lehne jede Verantwortung ab für die Konsequenzen, die diese Veröffentlichung für das Verhältnis der englischen Genossen zu einander haben kann. Bemerken will ich noch, daß mein Brief fehlerhaft überfest ist. Das erklärt sich dadurch, daß mein Brief erst ins Englische und dann aus dem Englischen wieder ins Deutsche rüdübersetzt wurde. Leider besitze ich keine Abschrift von demselben. Die Münchener Post" " " Es tut uns leid, aber wir müssen diese Auslaffung als eine recht wenig angemessene Stimmungsmache bezeichnen. Den Breslauer Parteigenossen wird dadurch suggeriert, daß der Vorwärts" wer weiß wie schlimm auftrete, während sie von den hanebüchenen und der Fränkischen Tagespost" täglich überſtürzen, wenig oder Beschimpfungen und Verhegungen, die sich in der Münchener Post" nichts erfahren. Natürlich nur im Interesse des inneren Parteifriedens! Gotha. Es schreibt: Eine ganz sonderbare Auffassung finden wir im Boltsblatt" für " Der Parteifonflitt spitzt sich durch den sehr überflüffigen zornigen Eifer verschiedener Parteiblätter hüben und drüben immer mehr zu. Es scheint in unseren Reihen Leute zu geben, die eine Spaltung der Partei als eine recht geringfügige Sache ansehen. Es ist fonst nicht zu erklären, daß man nicht mehr Burudhaltung übt." 8. 4. Juli 1894: Steinerlei Nachrichten über Graf 2. N. Tolstoi, feine Werke und sein Privatleben weder vollständig noch in Auszügen aus den ausländischen Zeitungen abzudrucken." Das nimmt uns doch wunder! Nach unserer unmaßgeblichen 4. 1898( zum 70jährigen Jubiläum Tolstois): Steinerlei Artikel Meinung muß jeder, der eine Spaltung der Partei für das schlimmste oder Notizen über das bevorstehende Jubiläum des Grafen betreibt eine Stimmungsmage, die von einer geradezu Redakteure in einen heiligen 3orn geraten. Und umgekehrt hält, was passieren könnte, durch den Sprengverfuch der Münchener 5. 25. Februar 1901: Reinerlei Erörterungen an die Begrenzenlosen Strupellofigteit geugt. So bringt sie in ihrer verrät derjenige, der hier noch Zurückhaltung üben kann, daß ihm 2. N. Tolstoi zu bringen." Freitagnummer einen Leitartikel, Die Anwerbung der stimmung des Synods vom 20. und 22. Februar betreffend Barteitags mehrheit", dessen Schlußabfäge folgendermaßen eine Spaltung der Partei als eine recht geringfügige Sache erscheint, die Erkommunikation des Grafen L. N. Tolstoi zu knüpfen." 6. 8. Aug. 1901: Keinerlei Nachrichten über die Reise des Grafen 2. N. Tolstoi nach dem Süden und die Dvationen, die ihm seine Verehrer barbrachten, abzudrucken" usw. usw. Am interessantesten ist jedoch nachstehendes Rundschreiben, das ser Minister des Innern, Sfipjägin, anläßlich der Gerüchte über eine ernste Erkrankung Tolstois am 29. Januar 1902 verbreitete: lauten: um die es sich nicht einmal lohnt, sich aufzuregen. Und noch eins: Jm Wahlkreis Potsdam wurden, und zwar Der Bildungsausschus mit 18 gegen 4 Stimmen(!), zwei dortige Genossen und Start verfendet atvei Publikationen, die für die Bildungsarbeit des bebor Kautsky aus Berlin gewählt. Als gegen letteren Widerspruch laut stehenden Winterhalbjahrs von Bedeutung sind. Die erste handelt wurde, erklärte der Vorsitzende: daß der Vorstand die vom Winterprogramm 1908/1909. Ausführlich werden die berWahl Kautskys empfohlen habe, damit bie sonst schiebenen Mittel planmäßiger Bildungsarbeit dargelegt. Nach einer " Literatur vertreten. Nun traten auch die Vertreter der Arbeitnehmer zu einer Sonderberatung zusammen und verkündeten als Resultat derselden, daß sie bereit seien, bei ihren Mandatgebern folgende Bedingungen. für die Erneuerung des Vertrages zu vertreten: allgemeinen Einleitung, in der der Rahmen der Bildungsbestrebungen zeit zur Arbeit kommt, 10 Pf. Strafe zu zahlen; ter noch später Die Vertreter der Arbeiter forderten ferner, daß zunächst, che bezeichnet wird, behandeln die einzelnen Kapitel den 3wed und die fommt, kann an demselben Tage nur mit besonderer Erlaubnis eine Festlegung der Vertragsdauer erfolgt, die Lohntarife jede Organisation lo taler Bildungsausschüsse, die Einrichtung des Abteilungsvorstehers oder der Direktion seine Arbeit beginnen, Fabrik hat ihren besonderen Tarif- vorgelegt und beraten werden. wissenschaftlicher Wanderkurse, die Propaganda für und wer in einer Woche dreimal zu spät kommt, hat 50 Pf. Extra- Die Fabrikanten meinten dagegen, es solle doch hinsichtlich der Löhne gute Jugendschriften, die Musterkataloge für strafe zu zahlen. Außerdem wird in allen Fällen, sowohl bei Lohn- alles beim alten bleiben, also sei eine Beratung neuer Tarife nicht Arbeiterbibliotheken, die Art der Vorstellungen wie Akkordarbeit, der Lohn für die versäumte Arbeitszeit ab- notwendig. Etwaige Tarifänderungen in bezug auf neue Positionen und Kunstabende. Dem Kapitel der wissenschaftlichen gezogen. Rauchen im Betriebe wird auch mit 50 Pf. bestraft. könnten auch nach Abschluß der Vertragsdauer noch beraten werden. Wanderkurse sind die Dispositionen einiger Vortragsturse Es sind dazu noch Bestimmungen vorhanden, wonach Zuwider- Nach längerer Dauer der Diskussion erklärten die Fabrikanten, angefügt; beim Kapitel: Kunst a bende sind eine Reihe Pro- handlungen gegen die Arbeitsordnung mit Geldstrafen bis zur daß sie an ihren Vorschlägen: fünfjährige Vertragsdauer mit ungrammentwürfe für künstlerische Veranstaltungen verschiedener Art Hälfte des Tagesverdienstes, ja in gewissen Fällen mit dem Ver- veränderten Lohnfäßen festhalten. Sie erwarten bis zum 20. d. M. abgedruckt. Den Schluß bildet der Entwurf eines Arbeits- lust des ganzen Tagesverdienstes belegt werden. Hierbei ist von Bescheid, ob die Arbeiterorganisation diesen Vorschlag annimmt. planes für einen lokalen Bildungsausschuß. Tätlichkeiten gegen Mitarbeiter, erheblichen Verstößen gegen die Wenn nicht, dann trete eine tariflose Zeit ein, jeder Fabrikant Die zweite Publikation find die von diesen Organisationen seit guten Sitten, gegen die zur Aufrechterhaltung der Ordnung usw. würde die Löhne mit seinen Arbeitern vereinbaren, ohne die Orgas Wochen erwarteten Musterkataloge für Arbeiterbibliotheken. Sie erlassenen Vorschriften die Rede. Dieser Paragraph ist so schlecht nisation hinzuzuziehen. enthalten als erste Serie 10 Ginzelkataloge in der Preislage von 10, ftilisiert, so untlar und vieldeutig abgefaßt, daß man alles mög- Auch nach dieser Erklärung blieben die Vertreter der Arbeits 25, 50, 75, 100, 150, 200, 250, 350 und 500 M. Die letzte und liche da herauslesen und hineinlegen kann. Alle Strafgelder sollen nehmer dabei, daß eine fünfjährige Verlängerung des Vertrages größte Bibliothek, die außer der legten Ergänzung von 150 M. die der Arbeiterunterstützungstasse" zufließen, aber davon, daß den unter diesen Umständen unannehmbar sei. Nachdem auch der Bücher aller vorhergehenden Bibliotheken umfaßt, enthält 256 Bücher. Arbeiterinnen und Arbeitern igendwelche Abrechnung über diese Borsigende, Herr v. Schulz, darauf hingewiesen hatte, daß ein VerDie Parteiliteratur nimmt darunter naturgemäß den größten Raum Kasse vorgelegt werden sollte, ist nichts bestimmt, und dergleichen ist tragsabschluß auf fünf Jahre etwas ganz Ungewöhnliches sei, erein, doch sind auch andere Wissensgebiete, wie Geschichte, Volts- denn auch nie geschehen. Man muß eben zahlen, wenn der Meister klärten die Fabrikanten, daß sie sich mit einer vierjährigen Dauer wirtschaft, Naturwissenschaft, Philosophie, Technik und belletristische ein strafbares Vergehen entdeckt zu haben glaubt, man weiß in begnügen würden. Die Vertreter der Arbeiter erklärten dagegen, vielen Fällen nicht einmal, warum man bestraft wird und weiß daß sie höchstens einer dreijährigen Vertragsdauer zustimmen niemals, was mit all dem Geld, das auf diese Weise einkommt, tönnten. Nach einer Sonderberatung willigten auch die Fabrigeschieht. Allerdings werden in jedem Sommer einige Arbeite- kanten in einen Vertragsabschluß auf drei Jahre. rinnen nach dem berühmten Seebad Misbroy geschickt. Aber das geschieht, wie es heißt, auf Kosten der Direktion, und den also bevorzugten Arbeiterinnen sucht man dann auch klarzumachen, daß sie doch bei der Auergesellschaft so außerordentliche Wohltaten wie faum in irgendeiner anderen Fabrit genießen. Außerdem gibt es Unterstübungen in besonderen Notfällen, aber dabei muß erst von einem Beamten des Betriebes nicht etwa vom Arbeiterausschuß, denn einen solchen gibt es bei der Firma gar nicht recherchiert werden, ob die Not groß genug ist. Vielleicht wird ein Teil der Strafgelder auch zu den Unterhaltungsabenden, die man im Fabrikgebäude veranstaltet, verwandt, um einem geistigen Notstand" unter den Arbeiterinnen abzuhelfen. Aber wer kann das wissen? In anderen Großbetrieben, wo man Geldstrafen eingeführt hat, ist doch dafür gesorgt, daß die Arbeiter und Arbeiterimmen durch ihren Arbeiterausschuß oder durch besondere Kommissionen genaue Uebersicht und Kontrolle über die Verwendung der Gelder erhalten, und außerdem gibt es Großbetriebe, wo solche Strafen überhaupt nicht eingeführt sind, aber gleichwohl die In dieser Versammlung will man über den Metall- schönste Ordnung herrscht. So bei der Allgemeinen AktiengesellMetall- schaft für Gasglüblicht in der Gubener Straße, deren Direktor arbeiterverband und den Vorwärts" zu Gericht sitzen. erklärte, von Strafbestimmungen halte er nichts, weil sie nichts Mit Rücksicht darauf, daß die Wiesenthaler sich nicht ge- bessern, sondern höchstens verschlechternd wirken könnten. scheut haben, gemeinsam mit den Hirschen", den Gelben" ( Vertreter Lebius) und den„ Unorganisierten" einen Vertrag vor dem Gewerbegericht abzuschließen und dadurch den begonnenen Streifbruch vollständig zu machen, geben wir den organisierten Arbeitern Berlins und. Umgegend den Rat, die zum Sonntag einberufene Versammlung nicht zu besuchen! Es ist zu erwarten, daß diese Kataloge das Arbeiterbibliothetswesen, vorläufig besonders das der fleineren Orte, anregen werden. Doch wird die Anordnung der Bücher auch dem einzelnen an seiner Weiterbildung arbeitenden Genossen manchen Fingerzeig geben. Die Geschäftsstelle des Bildungsausschusses( Heinrich Schulz, Berlin SW., Lindenstr. 3) sendet den Organisationen( Bildungsausschüssen, sozialdemokratischen Vereinen, Gewerkschaftskartellen, einzelnen Gewerkschaften, Arbeiterbibliotheken) beide Druckfachen auf Wunsch zu. Die beim Bildungsausschuß gemeldeten Organisationen erhalten die Drucksachen ohne Aufforderung zugesandt. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Arbeiter, Parteigenossen! Bum Sonntag, den 6. d. M., ist von den Wiesenthalern eine öffentliche Vereinsversammlung nach der„ Neuen Welt" in der Hasenheide einberufen. " Bestimmend für diesen Rat ist, daß es doch nicht die Absicht der Parteigenossen sein kann, mit den Hirsch- Dunckerschen, Christlichen, Gelben, Wiesenthalern und Unorganifierten über den„ Vorwärts" und den Deutschen Metallarbeiterverband zu Gericht zu sitzen. Schon aus Gründen der Reinlichkeit ist es geboten, den Versammlungen fernzubleiben, die von Gelben und den Genossen der Gelben einberufen sind. Um den Berliner organisierten Arbeitern Gelegenheit zu geben, zu der ganzen Angelegenheit Stellung zu nehmen, haben wir zum Montag abend 10 Versammlungen einberufen. Das Nähere hierüber wird Sonntag im Vorwärts" bekanntgegeben. Der Ausschuß der Berliner Gewerkschaftskommission. Die streikenden Rohrleger und Helfer hielten am Freitag vormittag eine Versammlung ab, welche den großen Saal des Gewerkschaftshauses bis auf den letzten Plaz füllte. Vor Eintritt in die Tagesordnung teilte Handte mit, daß in bürgerlichen Blättern, besonders auch in der„ Berliner Wolfs acitung" unwahre, entstelte Berichte über die gegenwärtige Streit bewegung erschienen seien. Aus diesem Grunde habe die Vertrauensmännerfonferenz beschlossen, daß, falls die bürgerliche Preffe auch über die gegenwärtige Versammlung unwahre Berichte bringt, die Streifleitung den betreffenden Berichterstattern in Zukunft den Zutritt verweigern könne. Die Versammlung stimmte diesem Beschluß der Vertrauensmänner zu. In der Versammlung wurden nun noch verschiedene Beispiele sonderbarer Anwendung der Strafbestimmungen bei der Auergesellschaft erwähnt. So von einer Abteilung, wo Gruppen von 7 oder 8 Arbeiterinnen gemeinsam arbeiten und allemal eine die Aufgabe hat, täglich 70 bis 80 Bettel mit Nummern, meist sechsNummer falsch, so haben sämtliche Arbeiterinnen jede eine Strafe stelligen Zahlen, zu beschreiben. Schreibt sie nun einmal eine von 50 Pf. und im Wiederholungsfalle von 1 M. zu zahlen. Durch besonders willkürliche und häufige Strafverhängung soll sich neben anderen vor allem der Meister Fint auszeichnen; es wurde gesagt, daß es bei ihm wie in einer Zuchthausabteilung sei. Die Versammlung, in der die Entrüstung über diese Verhältnisse lebhaft zutage trat, nahm einstimmig folgende Resolution an: verständlich. Die im Jahre 1905 abgeschlossenen Tarife werden auch fernerhin bezahlt. Dasselbe gilt für die Löhne, die während der Vertragsdauer neu eingeführt wurden. Diese werden tariflich festgelegt. Für neueingeführte Grundformen, welche durch die Hand oder durch maschinelle Hilfsmittel hergestellt werden, sind die Löhne zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu vereinbaren, beiden Verbänden anzuzeigen und dem Gewerbegericht einzureichen. Können fich Arbeitgeber und Arbeitnehmer nicht einigen, so tritt die Schlichtungskommission und im weiteren Falle das Einigungsamt des Gewerbegerichts in Tätigkeit. Der Tarif gilt bis 1. Oktober 1911. Wird er nicht drei Monate vor seinem Ablauf gekündigt, so gilt er als auf ein Jahr verlängert. Die Fabrikanten erklärten sich mit diesen Bedingungen einverstanden. Die Vertreter der Arbeiter jagten bis spätestens am 25. d. M. die bindende Erklärung ihrer Mandatgeber zu. Deutfches Reich. Der Streit der Maurer in Castrop bei Dortmund dauert unverändert fort. Bekanntlich haben drei Unternehmer den Tarif gebrochen. Streifbrecher sind nicht zu verzeichnen. Massenkündigung in der Glasindustrie. Husland. listischen Presse Stockholms ist der Plan aufgetaucht, eine Aussperrung der Buchdrucker zu veranstalten, um dem Kampf im Buchbindergewerbe ein Ende zu machen. Solche Aussperrung wäre aber ein Tarifbruch, den sich der schwedische Buchdruderverband jedenfalls nicht ruhig gefallen ließe. Letzte Nachrichten und Depeschen. Kreuziget ihn! Polierwerte Böhmens und Bayerns hat beschlossen, in Die Unternehmergruppe der Glasschleif und der Zeit vom 28. September bis 26. Oktober jämtliche Betriebe zu schließen beziv. ganz still zulegen. Am 29. August ist bereits die Kündigung derjenigen Arbeiter erfolgt, die nach dem Vertrage vier Wochen Kündigungsfrist haben. Die sündigung der anderen Arbeiter soll in 14 Tagen erfolgen. Allein in der Oberpfalz werden durch dieses Vorgehen gegen 2000 Arbeiter Die Betriebsversammlung der Arbeiterinnen und Arbeiter brotlos, die in etwa 200 Betrieben beschäftigt find. Die Unters der Auergesellschaft beschäftigte sich mit dem bei der Firma be- nehmer, die sich bereits vor 6 Monaten in aller Stille zu einem stehenden Strafsystem. Die Fabrikordnung besagt, daß sämtliche Strafgelder in die zum Besten der Arbeiter bestehende Arbeiter- festen Verbande zusammengeschlossen haben, wollen einen Vorstoß unterstügungskasse fließen. Da nun die Arbeiter und Arbeite- gegen die Glasarbeiterbewegung unternehmen. rinnen davon überzeugt sind, daß große Summen Strafgelder abgezogen und der Unterstützungskasse zugeführt werden, er- Die Aussperrung im Buchbindergewerbe Stockholms und wartet die Versammlung von der Direktion, daß den Arbeitern Eskilstunas dauert unverändert fort. Jedoch hat unter anderem und Arbeiterinnen eine Abrechnung über die eingegangenen ein großes Geschäft, die Firma Albert Bonnier in Stockholm, Strafgelder und die ausgezahlten Unterstützungen durch Anschlag auf Grund der gestellten Forderungen einen neuen Tarifvertrag am schwarzen Brett bekanntgegeben wird. Ferner verlangt die mit dem Buchbinderverband abgeschloffen. Die Buchbindereibesitzer Versammlung eine gerechte Verteilung der Gelder sowie das Stockholms bemühen sich, ihre Arbeiten, besonders Schulbücher, die Recht, an der Verwaltung der Unterstüßungstaffe teilzunehmen." notwendig gebraucht werden, andernorts fertiggestellt zu erhalten. Uebrigens wurde auch erwähnt, daß Arbeiterinnen des Be- Sie sollen sich auch nach Deutschland, namentlich nach triebes ihren Vorgesetzten oder Direktricen Geburtstagsgeschenke Leipzig und Berlin gewandt haben, jedoch, soweit bekannt machen und bis zu 36 M. für so ein Geschenk aufbringen. Eine ist, ohne Erfolg. Eine der größten Verlagsbuchhandlungen Stoddieser Damen soll neulich zu ihrem Geburtstag eine solche Menge holms macht den Versuch, ihre Bücher roh an die Buchhändler im Blumen erhalten haben, daß sie bald darin erstickt wäre, und sogar Lande abzusehen, in der Hoffnung, daß diese den Einband irgendwo der Meister der Abteilung dagegen Einspruch erhob. Daß durch hergestellt erhalten. Bei der starten, das ganze Land umfassenden solche Unfitte, durch die sich einzelne Arbeiterinnen Lieblind zu Organisation der Buchbinder erscheint es jedoch ausgeschlossen, daß machen suchen, die Verhältnisse nur verschlechtert werden, ist selbst- man irgendwo die nötigen Streitbrecher auftreibt. In der tapitas Es wurde ferner über den Erfolg der Betriebsversammlung Ueber die Situation des Streiks sagte andke: Bis jetzt vom 4. Juli berichtet. Damals waren bekanntlich zwei Arbeitehaben 45 Firmen mit 250 bis 260 Arbeitern den Tarif des Deutschen rinnen ziemlich ſchiver verunglückt, und es hatte sich herausgestellt, haben 45 Firmen mit 250 bis 260 Arbeitern den Tarif des Deutschen daß die Hilfe, die ihnen zuteil wurde, sehr mangelhaft war, die Metallarbeiterverbandes bewilligt. Die Zahl der Streifenden hat fich demzufolge um die entsprechende Anzahl vermindert, jedoch sind Einrichtungen zur Hilfeleistung bei Unglüdsfällen eben auch sehr Unter Mitwirkung von Vertretern ihres andererseits neue Streifende hinzugekommen, darunter eine größere Arbeitspersonals hat die Firma nun eine gründliche Stontrolle der Zahl von Mitgliedern des Allgemeinen Verbandes, welche erklären, fie könnten als flassenbewußte politisch organisierte Arbeiter den Einrichtungen vornehmen lassen und Verbesserungen durchgeführt. Verrat, welchen der Allgemeine Verband betreibt, nicht mitmachen. Die Zahl der von Allgemeinen Verband Uebergetretenen mehrt sich von Tag zu Tag. Eine Anzahl auswärts arbeitender Monteure haben infolge der telegraphischen Benachrichtigung durch die Streit leitung die Arbeit niedergelegt. Unter allseitiger Zustimmung fennzeichnete der Redner die bekanntgegebene Streifbrechervermittelung des Allgemeinen Verbandes. Das sei ein Vorgang, der in der Arbeiterbewegung einzig dastehe, daß eine Organisation, die auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung stehen wolle, Streitbrecher Die Tarifverhandlungen in der Wäschebranche wurden am nach solchen Firmen schickt, wo die Mitglieder der anderen Organi- Donnerstag durch die Schlichtungskommission unter dem Vorsitz des sation die Arbeit niedergelegt haben. Damit habe sich der Magistratsrats b. Schulz fortgefeßt. Nachdem seitens der FabriAllgemeine Verband endgültig außerhalb der Reihen der Arbeiter- fanten bei der Kündigung des Tarifs und auch noch bei den ersten organisationen gestellt. Ein weiteres Kennzeichen des Allgemeinen Verhandlungen die Absicht bekundet worden war, herabsetzungen Verbandes sei es, daß der von den Unternehmern ohne Mitwirkung der bisherigen Löhne vorzunehmen, stellten sich die Vertreter der der Arbeiter aufgestellte Tarifvertrag am Donnerstag auf dem Fabrikanten bei Beginn der am Donnerstag abgehaltenen Sibung Gewerbegericht unterschrieben wurde von dem Bertreter der auf den Standpunkt, sie würden keine Abzüge vornehmen, sie seien Hirsch- Dunderschen, von Lebius als Vertreter vielmehr bereit, die bisher gezahlten, d. h. in den alten Tarifen festder Gelben(!) und von Wiesenthal als Vertreter gesetzten Löhne weiterzuzahlen unter der Vorausseßung, daß die des Allgemeinen Verbandes.(!) Nachdem der Allgemeine Arbeiter in eine Verlängerung der unveränderten Tarife auf fünf Bochum, 4. September.( W. T. B.) Auf der Zeche„ Julius Verband auf diese Weise beigetragen habe zur Verschlechterung der Jahre willigen. Zur Begründung dieses Vorschlages wurde seitens Bhilipp", bie der Deutsch Luxemburgischen Bergwerks- und Lage der Rohrleger, nachdem er sich aufgespielt habe als Streit der Fabrikanten ausgeführt: Infolge der Kämpfe, welche dem Abbrecherorganisation, würden auch wohl die Instanzen der politischen schluß der alten Tarife vorausgingen, sei der Berliner Wäsche- Hütten Aktiengesellschaft gehört, erfolgte heute nachmittag auf Arbeiterbewegung die Konsequenzen ziehen und die Mitglieder des industrie sehr viel Arbeit an auswärtige Fabriken verloren geber dritten Sohle ein Wassereinbruch. Von der 80 Mann Allgemeinen Verbandes dahin schiden, wohin sie gehören: zu unseren gangen. Um eine sichere Grundlage für ihre Kalkulationen zu betragenden Belegschaft wurden neun Mann abgeschnitten, von Gegnern. Weiter führte der Redner aus: Durch den formellen Ab- haben und um das Berliner Geschäft wieder zu beleben, sei eine denen sechs Mann bereits gerettet sind. Es ist gelungen, mit den schluß des Vertrages mit den genannten Organisationen glauben Beit des Friedens nötig, die durch eine längere Vertragsbauer ge- Verschütteten eine Verbindung herzustellen. Man hofft dieselben die Unternehmer, die Streikenden mutlos zu machen. Es ist die währleistet werde. Die Fabrikanten sind der Meinung, daß es retten zu können. Die Rettungsarbeiten dürften 8-4 Tage in Anlette Starte, welche die Unternehmer ausgespielt haben, sie werden schon als Entgegenkommen gegen die Arbeiter anzusehen ist, wenn spruch nehmen. aber dadurch die beabsichtigte Wirkung nicht erzielen. Die Strei- fie die gegenwärtige schlechte Konjunktur nicht benußen, um die fenden wissen, um was es sich bei diesem Kampf handelt, sie werden Löhne herabzusetzen, sondern sich verpflichten, die bisherigen Tarif, Opfer des Bergbaues. deshalb aushalten, bis es ihnen gelungen ist, die geforderten Ver- löhne sowie auch die Lohnfäke, welche für neue Artikel nachträglich Recklingshausen, 4. September.( B. H.) Auf der Zeche Hugo II befferungen der Lohn- und Arbeitsbedingungen zur Anerkennung bereinbart worden sind, auf weitere fünf Jahre zu zahlen. ist durch Hereinbrechen eines Unterzuges der Heuer Joseph Schmidt zu bringen. Ferner teilte der Redner mit, daß sich die Berliner Die Vertreter der Arbeitnehmer, deren Organisation der getötet worden. Ein anderer wurde schwer verletzt. Gewerkschaftskommission mit dem Streit beschäftigen und in Schneiderberband ist, machten dagegen geltend, es sei doch gewiß Dortmund, 4. September.( B. H.) Auf der Zeche Adolf Hanfe. nächster Zeit eine Reihe von Versammlungen abgehalten werden, fein Entgegenkommen und noch viel weniger Wohlwollen, wenn die mann verunglückte ein Schlepper dadurch, daß sich in einem Durchs um die Arbeiterschaft Berlins über die gegenwärtige Bewegung der Fabrikanten versprechen, die gegenwärtigen Löhne nicht zu kürzen. bruch ein Stempel löste und ihm auf den Kopf fiel. Der Zod trat Rohrleger zu informieren und Stellung nehmen zu lassen. Ündenkbar sei es, daß die Arbeiterorganisation einen Vertrag ab sofort ein. schließen könne, der die gegenwärtigen Lohnfäße, welche schon vor drei Jahren vereinbart worden sind, auf weitere fünf Jahre feſtlegt. Damit würden ja die Arbeitnehmer, falls sich die Konjunktur in den nächsten Jahren bessern sollte, jede Möglichkeit, an der Verhefferung teilzunehmen, verlieren. In feinem Beruf bestehe ein Tarif, der die Löhne auf so lange Zeit unverändert läßt. Bei der Firma Heinrich Hansen, Kronleuchterfabrik, Bergmannstraße 68, haben sämtliche dort beschäftigten Schlosser, Schleifer, Gürtler und Monteure wegen ganz bedeutender Abzüge und Maß regelung der Kommission die Arbeit niedergelegt. Die Firma ist bis auf weiteres für Metallarbeiter aller Branchen gesperrt. Die Ortsverwaltung des Metallarbeiterverbandes. Petersburg, 4. September.( W. Z. B.) Aus Anlaß der Feier des achtzigsten Geburtstages Tolstois wendet sich die Heilige Synode mit einem Aufruf an alle Rechtgläubigen, in dem zwar die großen Verdienste Tolstois auf literarischem Gebiete bis zu den fiebziger Jahren, die ihn zu einem weltberühmten Schriftsteller gemacht haben, nicht in Abrede gestellt werden, aber darauf hingewiesen wird, daß Tolstoi später seine literarische Tätigkeit schroff verändert habe, da er die christliche Lehre angefeindet und sich als ein hartnäckiger Gegner der orthodoxen Kirche gezeigt habe. Die Ghrung eines von der christlichen Kirche Abgefallenen tönne Anstoß unter der Jugend und den Glaubensschwachen erregen, daher fordert der Synod alle Rechtgläubigen auf, fich einer Feier für Tolstoi zu enthalten. Die Geistlichen sollen für Verbreitung von Schriften, in denen die Lehren Tolstois widerlegt werden, forgen. Bergwerkskatastrophe. Ein Schweinepriester. München, 4. September.( B. H.) Der frühere Pfarrer Hoffmann wurde heute früh verhaftet, nachdem er gestern in dem außer halb der Stadt belegenen Walde an einem neunjährtgen Schulmädchen ein Sittlichkeitsverbrechen begangen hatte. Was geschieht mit den Strafgeldern bei der Auergesellschaft? Diese Frage beschäftigte am Donnerstag eine Betriebsver fammlung der Arbeiterinnen und Arbeiter der Deutschen Gasglühlichtgesellschaft, die den großen Saal von Litfin in der Memeler Straße füllte. Der Referent Wus chic führte aus, daß in dem Betriebe dieser, der Auergesellschaft, ein Strafensystem besteht, das, Im Laufe der Besprechung führten die Vertreter der Arbeitzumal bei der höchst willkürlichen Anwendung durch die Meister, nehmer mehrere Einzelfälle an, um zu beweisen, daß die tariflichen außerordentlich schwer auf der Arbeiterschaft lastet und um so Lohnsäße nicht immer bezahlt werden. Die Vertreter der Fabriempörender wirkt, als sie feinerlei Kontrolle über die Verwendung tanten bemerkten dazu, sie würden diese Angaben untersuchen, und der vielen Strafgelder hat. Nach den festgesetzten Bestimmungen wenn sie zuträfen, solle Remedur geschaffen werden. Die Tarife hat jeder, der innerhalb der ersten Stunde nach Beginn der Arbeits- müßten unter allen Umständen gehalten werden. Verantw. Redakteur: Hans Weber, Berlin. Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW, Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltunabl Riefenfeuer in Japan. Tokio, 4. September.( W. T. B.) In Niigata wütet eine furchtbare Feuersbrunst. Biertausend Häuser stehen in Flammen. Es herrscht große Not. it. 208. W.AchMg. 1. Ifilnflt i>cs Jorairtä" Knlim UxlksM. Somabend. 5. Zeptembtt IM. Derbandstag des Jevtralverbasdes der Maorer. Hannover, 3. September, 4, Vcrhandlungstag. Zur Verhandlung kommt nunmehr der wichtigste Punkt der Tagesordnung: Lohnbewegung und Tarifverträge. Das einleitende Referat hält Bömelburg. Dieser weist zunächst darauf hin, dast der Vorstand am 4. Mai dem am 27. April gefällten Schiedsspruch im Einverständnis sämtlicher Gauvorsitzcnoer und unter Zustimmung von Hunderten von Vertrauensleuten seine Zu- srimmung erteilt habe, ohtfe daß die Mitglieder des Verbandes in Versammlungen vorher dazu Stellung zu nehmen Gelegenheit hatten. Damit habe der Vorstand etwas getan, wozu er nach den bisherigen Gepflogenheiten nicht berechtigt war. Der Verbandstag habe nun darüber zu entscheiden, ob der Vorstand, dem wegen seines Verhaltens von einigen Seiten die heftigsten Vorwürfe gemacht und sogar„Verräterci" vorgeworfen sei, recht gehandelt habe oder die Interessen des Verbandes geschädigt habe. Weiter solle der Ver- bandstag dann auch bestimmen, wie in ähnlicher Situation ver- fahren werden solle. Er wolle hier nachweisen, daß der Vorstand nicht anders habe handeln können, und ferner auseinandersetzen, wie er sich die Führung von Bewegungen in den nächsten Jahren denke. Bömelburg skizziert dann die Pläne der Unternehmerver- bände, die darauf hinausliefen, der Kasse des Verbandes, als dessen Hauptstärke, in möglichst kurzer Zeit möglichst große Verluste zuzu- fügen. Tie Taktik der Ilnternehmerverbande sei deshalb auf ein- heirlichen Zusammenschluß und auf einheitliches gleichzeitiges Handeln gegen die Arbeiterorganisationen gerichtet gewesen. Diesem Plane habe auch das Vorgehen der Unternehmer im letzten Frühjahre gedient. Redner gibt dann einen Ueberblick über die Entwickelung und den Verlauf der damaligen Bewegung, die einen ganz beispiellosen Umfang angenommen habe.(SS habe sich dabei bekanntlich in erster Linie darum gehandelt, alle Tarifverträge so abzuschließen, daß sie am 31. März 1910 ablaufen, und dann alle diese Verträge auf der Grundlage eines sogenannten Mustertarifs nur mit Zustimmung der Zentrale des Arbeitgeberbundes abzu- schließen. Dieser Mustervertrag habe für die Arbeiter mehrere un- annehmbare Bestimmungen enthalten, abgesehen davon, daß auf Seiten der Unternehmer der feste Beschluß vorlag, sich mit aller Ent- schiedenheit der Verkürzung der Arbeitszeit zu widersetzen. Der Vorstand habe in seinen Verhandlungen mit den Unternehmern kein Hehl daraus gemacht, daß an die Annahme dieses Vertrages niemals zu denken sei. Diese Verhandlungen seien außerordentlich erschwert dadurch, daß den Unternehmern infolge ihres Sieges in Berlin der Kamm geschwollen sei. Redner verurteilt die Haltung der Berliner Kollegen bei der vorjährigen Bewegung, denen damals annehmbare Zugeständniffe gemacht seien, die aber trotz allen Zu- reden» es zu einem Kampfe kommen ließen, in dessen Verlauf die Unternehmer sogar mit Lohnreduzierungen borgingen, ohne daß die Berliner Kollegen nunmehr die Stärke und Entschlossenheit besessen hätten, dem sich in einem krafwollen Kampfe mit Erfolg zu widersetzen. Im Hinblick auf diesen Sieg des Berliner Unter- nchmertums wurde das ganze deutsche Unternehmertum scharf ge- macht. Dazu kam die tiefgehende und allgemeine Krisis im Bau- gewerbe, die die Position der Arbeiterverbände schwächte, und Mitte März habe keine Hoffnung auf eine friedliche Beilegung des Streites bestanden. Tann sei von dritter Seite angeregt und ver- sucht worden, zentrale Verhandlungen zwischen den Verbands- leitungen herbeizuführen, die dann Ende April zu dem bekannten Schiedsspruch des beiderseits akzeptierten unparteiischen Kollegiums geführt habe, dem der Vorstand zustimmte, wgs dann soviel Staub aufgewirbelt habe. Der Schiedsspruch l�abe gegenüber dem ur- sprunglichen„Mustertarif" einige wesentliche Zugeständnisse ent- halten, wenn er auch begreife, daß das Zugeständnis von nur einem Pfennig Lohnerhöhung eine große Erbitterung unter den Kollegen hervorgerufen habe. Man. habe nach Fällung des Schiedsspruches aber einfach vor der Entscheidung gestanden: Annahme oder Kampf. Eine dritte Möglichkeit gab cS nicht. Der Vorstand und die Gemvorsitzenden hätten sich einmütig dahin entschieden, daß unter den gegenwärtigen Verhältnissen ein Kampf nicht zu verantworten sei. und daß ein solcher schlimme Folgen für die Mit- gliedcr und den Verband gezeitigt haben würde. 4 Gesichtspunkte seien für diese Entscheidung maßgebend gewesen: die wirtschaftliche Krise; die Jugend der Organisationen in den Bezirken, die bei dem Weines femtteton. Der Einfluß des WetterS auf den Menschen. Der Einfluß de- Wetters auf deilMienschen. auf sein körperliches Befinden, seine Ges mütsstimmung und sein Geistesleben äußert sich in mannigfacher Weife. So wirkt trübes Wetter sehr i«chteilig auf das Gemüt empfindsamer Menschen, es kann sie unleidlich und zur Arbeit un- fähig machen, während Sonnenschein sie in heitere, angeregte Stimmung versetzt und ihre Schaffenskraft anregt. Nach in Kopen- Hägen angestellten Untersuchungen beginnt die Muskelkraft im Januar »nt der Stärke der chemisch wirksamen Strahlen des Sonnenlichtes zu steigen, bis die hohe Temperatur der Sommermonate einen Stillstand verursacht. Im Sommer schlafen viele Leute schlechter wie im Wnter und sind weniger erquickt nach dem Schlummer, während die Kälte selbst etwas Einschläferndes hat. Im Sommer überwiegen die Verdauungskrankheiten, im Winter die Erkältungskrankheiten. DaS Wetter resp. das Klima beeinflußt auch den ganzen Volkscharakter. Die Südeuropäer sind viel lebhafter als die Nordeuropäer. Das Tropenklima wirkt auf die Dauer er- schlaffend und macht unlustig zur Arbeit. Kälte verlangsamt, wenn sie lange anhält, jede organische Tätigkeit, ein strenger anhaltender Winter soll, wie Prof. Kaßner in seinem Buche über»Das Wetter" anführt, gewissermaßen zur Faulheit erziehen, was man nicht bloß beim Winterschlaf der Tiere, sondern auch am Leben der Eskimos sieht. Am besten ist das Klima der gemäßigten Zone. Denn gerade der Wechsel sommerlicher Wärme und winterlicher Kälte ist dem Menschen sehr zuträglich, nicht aber der Aufenthalt im Süden wäh- rend des Winters und im hohen Norden während des Sommers. Die sanitären Verhältnisse in Paris. Die Stadt Paris erfreut sich guter Einrichtungen in sanitärer Hinsicht, was sich schon daraus ergibt, daß die Sterblichkeitsziffer eine niedrige ist. Starben doch in Paris 1905 auf 1000 Einwohner bloß 18, allerdings ist auch die Geburtsziffer eine niedrige. Im ganzen Jahre starben 47000 Per- sonen, geboren wurden 55 000 Kinder; totgeboren wurden 5000. Der tägliche mittlere Wasserverbrauch beträgt 080 000 Kubikmeter, davon ist ein Drittel Ouellivasser, zwei Drittel Flußwasser, die Länge der Rohrleitung beträgt 2632 Kilometer. Direkte An- schlüsse an die Kanalisation gibt es etwa 40 000. Eine rege Tätigkeit rntfaltet das Uniersuchungsamt, welches die Markt- bestände und Geschäftsräume direkt besichtigt. Es wurden 34 000 Kilogramm frische Gemüse, Pilze, Früchte und Fleisch beanstandet und deren Vernichtung angeordnet. Ebenso werden die Verkaufs- stellen von Petroleum und Mineralwasser, die Gastwirtschaften, die Fleischereien, Bäckereien und Konditoreien besichtigt. Besondere Auf- inerksamkeit wird der Weinkontrolle geschenkt. Von 8000 Weinproben erwiesen sich nur ein Viertel als gut, 1800 als schlechr, 1171 waren gewässert, 92 gesprilet, 202 gegipst, 38 mit Salicylsäure versetzt, eine Anzahl übermäßig geschwefelt, andere mit Saccharin versetzt. wieder andere stichig. An Lungenschwindsucht starben 10 548 Personen, eines gewaltsamen Todes 1091 Personen. In den fzu erwartenden Kampfe am meisten in Betracht gekommen sein I würden; ferner die voraussichtlichen Folgen eines unglücklichen ''Kampfes für diese Organisationen und für die Gesamtorganisation, und endlich die Rücksicht aus die Zukunft. Redner schildert dann eingehend die Wirkungen der wirtschaftlichen Krisis im Bau- gewerbe, über die aus den einzelnen Gauen wahre Schreckcnsbilder entworfen seien, und die um so schlimmer sei, als es sich um keine nationale, sondern um eine Weltkrisis handelt. Gewerkschaftlicher Grundsatz sei, nur zu kämpfen, wenn Aussicht auf Erfolg bestehe; wenn man aber gegenwärtig es auf einen Kampf hätte ankommen lassen und dabei eine Niederlage erlitten, so hätten wir nicht nur die eigene Organisation geschädigt, sondern die gesamten Arbeiter- organisationen. Welches oie betonten Rücksichten auf die Zukunft seien, darüber werde er sich natürlich hier nicht äußern. Für ein- sichtige Kollegen könne gar kein Zweifel darüber bestehen, daß, wenn man" den Kampf unternommen hätte, diesen nicht hätte siegreich durchführen können.„Hätten wir den Verband in einen solchen Kampf gedrängt, dann würde man uns heute die bittersten Vor- würfe zu machen berechtigt sein, würden wir wirklich einen Verrat am Verbände und an der gesamten Kollegenschaft begangen haben." Es sei ein Frevel, zu sagen, wir hätten eine gewaltige Niederlage erlitten. Wer die Verhältnisse und die Rücksicht auf den Verband gelten lasse, könne das nicht sagen. Man könne angesichts dessen sagen, wir haben uns aus der Bewegung mit einem blauen Auge herausgedrängelt, und wer wissen wolle. Iver der Sieger sei, brauche sich nur bei den Unternehmern umzusehen.(Heiterkeit und Zu- stimmung.) Diese wollten von ihrem„Siege" nichts mehr wissen. „Wir haben die Pläne der Unternehmer zuschanden gemacht, darüber kann kein Zweifel bestehen." Außerdem seien auch einige Wirtschaft- liche Borteile bei den Verhandlungen herausgeholt, trotz der tief- gehenden wirtschaftlichen Krisis. Er gebe zu, daß der Vorstand durch seinen Beschluß etwas getan haste, was zwar nach dem Statut nicht verboten sei, aber den bisherigen Gepflogenheiten widerspreche. Man sage,'der Vorstand habe das demokratische Prinzip verletzt. Hoffentlich aber seien die Kollegen einsichtig genug, zu erklären, daß der Vorstand sich in einer Lage befand, in der er nichst anders handeln konnte. Es habe sich in jenem Augenblick nicht um das demokratische Prinzip gehandelt, sondern um Menschencxistenzen und um das Wohl des Verbandes. Redner geht dann des näheren auf die Richtlinien für die Zukunft ein, nach denen die späteren Verhandlungen, die jedenfalls auch wieder zentrale sein würden, mit den Unternehmern zu führen seien, deren Grundzüge in nach- stehender Resolution niedergelegt sind: Der zehnte(außerordentliche) VcrbaNdstag des Zentmlver- band es der Maurer Deutschlands erneuert die grundsätzliche Stellung des Verbandes zur Tarifvertragsfrage und.beschließt in Rücksicht auf die neuere Eniwickelung für die weitere Tätigkeit des Verbandes auf diesem Gebiete folgende Leitsätze: 1. Bei eventuellen zukünftigen zentralen Verhandlungen zum Zweck der Vereinbarung eines Vertragsmusters als Grund- läge für die Abschließung von Tarifverträgen ist dahin zu wir- ken, daß s) durch das Vcrtragsmuster möglichst alle Fragen des Arbeits Verhältnisses, mit Ausnahme des normalen Stundenlohnes, der normalen Arbeitszeit und der Akkordarbeit, zentral ge- regelt werden; b) Bestimmungen, die mit der Regelung des Arbeitsverhältnisses nichts zu tun haben, in das VertragSmuster nicht aufgenommen werden; fc) die Festsetzung des Stundenlohnes, der täglichen Arbeitszeit und ob Akkordarbeit zulässig sein soll oder nicht, den ort- lichen Organisationen vorzubehalten bleibt, und Bömelburg bemerkt dazu, daß es, um ähnliche Situationen wie im Frühjahr 1908 zu vereiden, in den Kämpfen, die für 1910 drohen, den nächsten Verbandstag, der sich eingehend damit zu bc- schäftigen habe, zu vertagen, um wieder zusammenzutreten, wenn wichtige Entscheidungen zu fällen sind. Anders werde es nicht kommen. Der Verbandstag heute, der prüfen solle, ob der Vor- stand und die Gauvorsitzcndcn etwas Tadelnswertes getan haben, möge ohne Vorurteil prüfen im Abmaß der ganzen Verhältnisse, und vor allem ruhig und sachlich prüfen, nicht aber zu den persön- lichen Methoden kommen, wie sie an manchen Orten von ein» zelnen Personen geübt sei. Der Verband sei in der Zukunft vor die Lösung großer Aufgaben gestellt; er sei nicht machtlos geworden, wie einzelne behaupten. Machtlos sei der Verband nur dann, wenn man die Tinge nicht sehe, wie sie sind, wenn man nicht einig. sei. Sei man aber einig, dann werde alles ganz anders kommen, als die Unternehmer sich vorgenommen hätten. Die Parole müsse deshalb sein, daß für die Arbeiterbewegung nichts unmöglich sei, sondern daß sie die Aufgaben, die sie zu lösen gezwungen sei. um jeden Preis lösen könne, wenn sie einig, geschlossen und stark dastehe.(Lebhafter Beifall.), In der Diskusstin erklärt Busch- Leipzig seine gegensätzliche Stellung zum Ver- halten des Verbandes und macht Bömelburg insbesondere den Vor- Wurf, durch sein Eingreifen in die Leipziger Bewegung diese ge- schädigt zu haben. Weiter bekämpft er den vorliegenden Vor- standsantrag, weil dieser dem Verbände und den Gauleitern in entscheidenden Fragen die bestimmende Macht in die Hand gebe. K riefe-Königsberg erklärt sich mit dem Vorgehen des Vor- standes einverstanden; unter den obwaltenden Umständen habe dieser nicht anders handeln können. Hunold-Leipzig ist dagegen der Meinung, daß der Vor- stand vor der Entscheidung gar nicht die Absicht gehabt habe, die Kollegen zu hören. Die Leipziger wendeten sich weniger gegen den Vertrag, obwohl er unverkennbare Nachteile, namentlich in bezug auf die Akkordarbeit gegenüber den bisherigen Arbeitsverhältnissen in Leipzig enthalte, sie bekämpften nur die geübte Taktik, die eine diktatorische Maßnahme bedeute. Disziplin müsse sein, was aber verlangt werde, sei Kadavergehorsam. Stimme dem der Verbands- tag zu, so sei eine Zersplitterung in Leipzig zu befürchten. Bömelburg erklärt, daß die Bestimmung«Akkordarbeit ist zulässig" den Unternehmern nur als Kampfmittel gegen die Organisationen diene. Der Vorstand habe bei den Verhandlungen mit den Unternehmern alles versucht, um darum herumzukommen und man habe damit erst angefangen, als man die Unmöglich- Man ziehe künftig Gebühren ein für jede Partie dieses Spieles: ganz sicher wird schon im Jahre 09 das Defizit kleiner um Vieles. Man drucke sorglich zum Handgebrauch den Tarif, als Beispiel benenn' ich: Einen Groschen kostet der Tritt in den Laucha der Tritt in den Hintern 5 Pfennig. Doch wird man aus sozialem Gefühl nicht Kleinigkeiten besteuern: man darf dem bescheidenen Manne sein Spiel nicht übermäßig verteuern. Drum soll man— auch wird der Ertrag sonst ZU groß— von jeglicher Steuer befteien: Einfache Ohrfeige, Rippenstoß, Kneifen, ins Antlitz speien. Nur greift man ja nicht den Täter an l Das hieße, die Steuer verschandeln. Die trögt allein der mißhandelte Mann I Wer möchte denn sonst noch mißhandeln?.; I Verschärfung des Drilles zur selbigen Zeit mit diesem Mittel erreicht man, Und die viel zu zärtliche Frenndlichkeft von Vorgesetzten, sie weicht dann, in der man zu einem gewissen verflucht- en Laster ganz richtig den Grund sucht..' So hebt die Steuer die Manneszucht und steuert der Mannesunzucht. Franz. Notizen. — Ein neuer ansehnlicher Komet mit langen, Schweife wurde nach telegraphischer Mitteilung im Sternbild Giraffe von dem Astro- nomen Morehouse der Jerlcs- Sternwarte(Vereinigte Staaten, Chicago) entdeckt. Seine schnelle.Bewegung ist südöstlich bezw. nord- westlich gerichtet. — Binnenschiffahrt in Frankreich. Nach dem „GlobuS" beträgt die Länge der schiffbaren Wasierstraßen Frankreichs gegenwärtig 12100 Kilometer; davon weisen 5540 Kilometer jeder- zeit eine Fahrtiefe von 2 Meter auf, ans 4800 Kilometer können Fahrzeuge von 38,5 Meier Länge und einen, Tiefgange von 1,8 Meter«Verkehren. Der gesamte Berkehr belief sich 1906 auf 34 143 073 Tonne», die Zahl der Tonncnkilometcr auf 5 102 147 375, das heißt jede Tonne legte durchschnittlich einen Weg von 149 Kilo- meter zurück. Für die Bedürfnisse der Binnenschiffahrt wurden von 1814 bis 1900 ohne die Unterhaltungskosten 1509 724 200 Fr. aus- gegeben, davon allein von 1871 bis 1900 rund 800 Millioueu Frank. — Der Weltverbrauch an Seide wird auf jährlich 50 Millionen Kilogramm geschätzt. Davon entfallen 24 Millionen Kilogramm auf Europa, 18 Millionen Kilogramm auf Asien, 7 Millionen Kilogramm auf Afrika. Der Wert der Gesamtproduktion wird mit 10 M. pro Kilogramm auf 800 Millionen Mark berechnet. fett dessen einsah llnd die Verhandlung?» daran zu scheitern drohten. Im übrigen sei ausdrücklich sestgestellt, daß die Unter- nehmer niemanden zur Akkordarbeit zwingen können; sie sei eben nur»zulässig", keine Zwangsnotwendigkeit. Es komme nur darauf an, daß die Zweigvereine den Beschluß faßten, daß die Mitglieder keine Akkordarbeit leisten dürften, und daß die Mitglieder dem auch nur Folge leisten. Die Bestimmung über die Akkordarbeit ändere dann also nichts an dem bestehenden Zustande. Heube- Gotha anerkennt, daß im Hinblick auf die Wirtschaft- lichen Verhältnisse und den Umstand, daß eine große Zahl der Maurer außerhalb deS Verbandes stehe, die einen wesentlichen Einfluß auf die Gestaltung der Lohn- und Arbeitsverhältnisse aus- üben könne, der Vorstand und die Gauvorstände bei ihrem Eni- schluß sich der Tragweite dessen, was die Zukunft bringe, wohl be- wüßt gewesen seien. Hätten sie anders gehandelt, so wäre das ein Verrat an den Interessen des Verbandes und der Kollegen ge- Wesen. Man hätte den Unternehmern den größten Gefallen getan, wenn man cS zu einem Kampfe hätte kommen lassen. Die Unter- nehmer würden den günstigen Zeitpunkt benutzt haben, um die Lohn- und Arbeitsverhältnisse auf ein möglichst niedriges Niveau herabzudrücken. Der Verbandstag müsse dem Vorstande und den Funktionären Vertrauen aussprechen, daß sie ihre volle Pflicht im Interesse des Verbandes getan haben. N e u b e r t- KöSlin hält das Verhalten des Vorstandes für das einzig richtige angesichts der dargelegten Verhältnisse, wenn auch die Aufregung unter den Kollegen über den ,, Mustertarif" durchaus berechtigt war. Die Akkordarbeit hätten sie ihren Mit- gliedern in Köslin verboten. Sie hätten zunächst auch auf dem Standpunkte gestanden, den Vertrag abzulehnen; sie hätten sich aber von der Zweckmäßigkeit dessen nach Lage der Dinge überzeugt. Hein-Düsseldorf meint, die VerlMnisse im Verbände wären keine gefunden gewesen, wenn die Ereignisse die Kollegen nicht zu energischem Protest geweckt hätten. Der Vorstand habe sich offenbar leiten lassen von dem Verlauf der Berliner Bewegung, die zu viel Geld gekostet habe. Um zu verhindern, daß über den Kopf der Mitglieder hinweg derartige wichtige Beschlüsse gefaßt werden, empfehle er die Annahme des Antrages, daß bei großen Lohn- bewegungen und Tarifabschlüssen den Mitgliedern das Be- stimmungsrecht zustehe. M u t h- Köln ist der Auffassung, daß man zu früh mit Kon- Zessionen an das Unternehmertum herangetreten sei; hätte man im entscheidenden Augenblick noch etwas fester gehalten, dann würde nach seiner Meinung vielleicht noch etwas mehr zu erreichen ge- Wesen sein. Wagner- München stellt die Kritik der Münchener Kollegen an dem Tarifabschluß als berechtigt hin, weil dadurch deren Be- strebungen tmd Hoffnungen auf die Verkürzung der Arbeitszeit vereitelt feien. Er wendet fich überhaupt gegen den Zentral- vorstand, von dem die Münchener seit jeher nichts Gutes zu er- warten gehabt hätten. Die weitere Entwickelung der Dinge nach dem Vertragsabschluß habe für die Münchener auch einen Arbeits- Nachweis gebracht, der in den Händen der Unternehmer liege. T h a b o r- Krefeld meint, es komme nicht so sehr aus das an, waS geschehen sei, sondern in erster Linie darauf, was in Zukunft geschehen solle. Nach den Erfahrungen der letzten Bewegung stehe er auf dem Standpunkt, daß der Vorstand gar nicht anders habe handeln können, und er werde auch im Jahre ISIS nicht anders handeln können. Er empfehle deshalb, den Antrag des Vorstandes anzunehmen und den Vorstand zu beauftragen, in Verbindung mit den Gauvorständen bei der Bewegung 1310 in diesem Sinne zu handeln. Es sei dann Aufgabe der Delegierten, die Kollegen über die Art einer solchen Bewegung aufzuklären, damit nicht wieder eine derartige MiMmmung Platz greife. Geschehe das, dann würden auch tn Zukunst solche Bewegungen zum Siege führen. H i r d s- Elberfeld ist von Anfang an der Ueberzeugung gewesen, daß der Vorstand nicht anders habe handeln können, und er könne auch mit Genugtuung konstatieren, daß nach entsprechender Aufklärung über die Lage der Verhältnisse die Elberfelder Kollegen von der gleichen Erkenntnis erfüllt gewesen seien. Hätte man es im Frühjahr zu einer Aussperrung kommen lassen, dann Würde das zu einer schweren Niederlage geführt haben. Peter» Witten glaubt, daß, wenn man bei den Verhand- lungen etwas energischer gewesen wäre, die Unternehmer wohl auch etwas gefügiger gewesen sein würden. Die Leitung solle in solchen Situationen den Mitgliedern mehr Rechnung tragen und fie mehr aufklären. M a l i n k a- Breslau vermißt auch eine größere Energie und betont, daß unter den Breslauer Kollegen große Mißstimmung über den Vertrag bestehe. Bei zukünftigen ähnlichen Verhand- lungen müsse den Vereinen resp. Mitgliedern ein größeres ent- scheidendes Bestimmungsrecht gewahrt werden. � Thöns- Berlin schließt sich der Kritik BömelburgS �an der Berliner Bewegung an. In den neuesten Kämpfen habe eS oft an der klaren Erkenntnis der notwendigen Voraussetzungen eines Erfolges gefehlt. Das Verhalten des Vorstandes verdiene volle Billigung. Auf die Berliner Kollegen solle man aber jetzt nicht mehr Steine werfen, denn eine große Zahl von ihnen habe sich mustergültig benommen. Die Vorschläge des Vorstandes Hinsicht- lich der Richtlinien für zukünftige Verhandlungen seien durchaus richtige. Z i e g l e r- Nürnberg erklärt sich im allgemeinen mit der Haltung des Vorstandes einverstanden, wenn man auch in einzelnen Punkten anderer Meinung sein könne. Borg mann. Bremen betont, daß im Zweigverein Bremen eine große Entrüstung über den Mustertarif und die Haltung des Vorstandes bestanden habe. Es habe die Absicht bestanden, den Bremer Delegierten das Mandat mitzugeben, ihre Mißbilligung darüber hier zum Ausdruck zu bringen. Gegen diese gebundene Marschroute haben die Bremer Delegierten sich indessen gewehrt. Er verurteilt das Vorgehen des Leipziger Delegierten, der eine Zersplitterung unter den Leipziger Kollegen in Aussicht gestellt habe im Falle der Billigung des Verhaltens des Vorstandes. Die Delegierten seien hier, um auf Grund der Verhandlungen nach freiem Ermessen und bester Erkenntnis zu entscheiden. Er stehe auf dem Standpunkt, wenn der Borstand weniger geschickt ge- handelt und es zu einem Kampf hätte kommen lassen, dann wäre der Verband sehr schlimm dabei gefahren. Es sei verwunderlich, daß eine Anzahl Delegierter sich dieser Einsicht noch jetzt ver- schließe. Die zentralen Verhandlungen seien den herrschenden Verhältnissen entsprungen und man müsse dieser Tatsache Rech- uung tragen. Der Zentralverband mache in der Gegenwart seine Belastungsprobe durch und beweise erst seine Brauchbarkeit. In dem Sinne, wie im Frühjahr IVOS, müsse auch später gehandelt werden. Heller- Berlin ist der gegenteiligen Auffassung. Trotzdem hätten sich die Berliner Kollegen dem Beschlüsse und den dadurch geschaffenen Tatsachen gefügt. Im weiteren verteidigt er die Haltung der Berliner Kollegen in der'vielfach angegriffenen Be- wegung, bei der es sich nicht so sehr um die Lohnhöhe, als viel« mehr in erster Linie um die Verkürzung der Arbeitszeit gehandelt habe. Die Kollegen hätten auch mustergültig sich in dem Kampfe gehalten. Erst mit dem Hereinbrechen der Krise habe die Situation «in anderes Bild bekommen. Die Berliner Organisation werde aber später geschlossen nachholen, was sie damals nicht habe er- reichen können. Er stehe mit der Berliner Organisation auf dem Standpunkt, daß bei Abschluß derartiger Tarifverträge durch zentrale Verhandlungen die einzelnen Vereine zuvor gehikct werden müssen. Soweit der Antrag des Vorstandes dem Rechnung trage. fei er damit einverstanden. Nachdem noch einige weitere Redner ihre Stellung zur Sache geäußert, ohne wesentlich neue Momente in die Debatte zu werfen, rechtfertigt S i l b e r s ch m t d t- Berlin nochmals die Haltung de» Vorstandes unter Hervorhebung der Bedeutung der letzten Be- wegung. Er habe die Auffassung, daß die diesjährigen Verhand- lungen für die deutsche Maurerbewegung noch einmal von gewal- tiger historischer Bedeutung sein werden. ES galt in jener Be- wegung zu zeigen, daß der Verband sich nicht noch einmal so drücken und kneten lassen werde, wie das bei der vorjährigen Bewegung die Berliner sich hätten bieten lassen müssen. Der Verband habe seine Aufgabe, in der wirtschaftlichen Krise das einmal Erworbene festzuhalten, durchaus gelöst und sei von eminenter Bedeutung. Es set für den Verband nichts verloren gegangen, andererseits fei ein Wall errichtet gegen die Wünsche der Unternehmer nach weiterer Verschlechterung der Lohn- und Arbeitsbedingungen, und der Er- folg der Bewegung bedeute etwas nie Erreichtes in der Möglich- keit des Beharrens in dem Willen, daß eine Verschlechterung der Lohn- und Arbeitsbedingungen auf der ganzen Linie nicht statt» finden dürfte. Er hoffe, daß der Verbandstag dem Vorstände seine volle Billigung erklären werde. Er reden weiter, dem Verhalten des Vorstandes, teilweise unter einigen Ausstellungen, zustimmend, Schlüter- Bielefeld, John- Breslau, der dem Vorstande nur vorwirft, die Mitglieder nicht von vornherein hinreichend über die Situation aufgeklärt zu haben, ferner Petersen- Osnabrück, G l a d e- Breslau und B endl e r- Herne, der dem Vorstande auf Grund der Verhältnisse zustimmt und nur di« Verletzung des demokratischen Prinzips bei der Entscheidung des Vorstandes rügt. Es sei noch Zeit gewesen, die Mitglieder in Versammlungen Stellung nehmen zu lassen. F i s che r- Mannheim kritisiert sowohl den Tarif, wie das Ver- halten des Vorstandes, wenn er auch anerkennt, daß das Resultat dessen nach Lage der Dinge kein anderes hätte sein können. Es müßte Vorsorge getroffen werden, daß derartige Praktiken nicht wieder vorkommen. N i c l a u ß- Dortmund steht auf dem Stand- Punkt Bendlers, daß die Erbitterung der Kollegen im Lande Haupt- sächlich daraus entsprungen sei, daß sie vor eine fertige Tatsache gestellt seien und der Vorstand über ihren Kopf hinweg entschieden habe, während nach ihrer Meinung hinreichend Zeit zur Einbe- rufung entscheidender Versammlungen gewesen sei. Die Wirkung dieser Erregung sei heute noch zu spüren und werde noch lange nachhalten. Es gelte noch ein gut Stück Aufklärungsarbeit unter den Kollegen zu leisten, um solchen Situationen gewachsen zu sein. Bömelburg erklärt, daß es nicht möglich gewesen sei, die Entscheidungen in den Zweigvereinen anzurufen. Die SchiedS- richter, die den Schiedsspruch fällten, lehnten jede Aenderung ab. Am Montag wurde der Spruch gefällt und schon am Dienstag traten die Unternehmer zusammen, die auf eine Entscheidung drängten. Nur wenige Versammlungen hätten vielleicht noch ab« gehalten werden können. Es habe sich doch aber nicht nur darum gehandelt, sondern die Gauvorstände hätten sich mit den einzelnen Zweigvereinsvorsitzenden verständigen müssen und in einzelnen Gauen kämen hunderte von Zweigvereinen in Frage. Herker» Mannheim kritisiert das Verhalten einer Anzahl Mannheimer Kol- legen, die sich sogar zu der Drohung verstiegen hätten, einen süddeutschen Verband zu gründen, wenn der Verbandstag dem Vorstande zustimme und die Rechte der Mitglieder beschneiden sollte. Gerade der Kollege Fischer sei die treibende Kraft dieser gegensätzlichen Strömung gewesen, im Gegensatz. zur Mehrheit. Er habe also am wenigstens das Recht, über die Verletzung des demokratischen Prinzips zu reden. Und eine derarttge zersplit- ternde Tätigkeit werde gerade in einer Zeit getrieben, in der größte Geschlossenheit eine Notwendigkeit sei, um den Kämpfen der Zukunst zu begegnen. Hanke- Berlin verteidigt nochmals die Haltung der Berliner in der vorjährigen Bewegung als aus den Verhältnissen heraus gebotene und erklärt sich des weiteren für die Stellungnahme des Vorstandes. Es wird beschlossen, die heutige Sitzung bis 9 Uhr abends auszudehnen. Bisher haben 29 Redner gesprochen, 67 stehen bis jetzt insgesamt in der Rednerliste, so daß die Diskussion mindestens auch noch die Freitag-VormittagSsitzung ausfüllen wird, wenn nicht gar den ganzen Tag. � �' Hannover, 4. September. (Privatdepesche des»Vorwärts".) Der Antrag auf Verlegung des BerbandSsitzeSvon Hamburg nach Berlin wurde in der heutigen Sitzung mit 161 gegen 93 Stimme» abgelehnt. Hiid Induftrie und ftandet GaSkokspreise. Steht schon die Preisentwickelung für die genannten KokSarten, die hauptsächlich gewerblichen Zwecken dienen, in starkem Gegensatz zu der gegenwärtigen Marktlage, so ist die Höhe der Preise für G a» k o k S, namentlich soweit et von den Gasanstalten im Kleinverkauf abgegeben wird, schon überhaupt nicht mehr ver- ständlich. Die Preise stehen durchweg noch höher als im Vorjahre und erst recht als in den Jahren 190S und 1906. In Berlin z. B. kostete. 1 Hektoliter Koks sin Juli 1908 1.81 M.; er hatte 1907 zur gleichen Zeit 1,b7, 1306 1,40 und 190ö gar nur 1,82 M. gekostet. Aehnlich war die Preisbewegung in anderen deutschen Städten. Wir führen noch einige zum Vergleich hier an. ES kostete im Juli der Jahre ein Zentner in Marl: 1906 Königsberg..... 1,35 Stettin....... 1,20 Posen....... 1,20 Breslau.......— Hannover, westfälischer. 1,85 Barmen....... 1,10 Köln........ 0,33 1907 1,40 1,81 1,20 1,20-1,25 1,45 1,20 1,01 1908 1,60 1,35 1,60 1,80-1,50 1,58 1,20 0,98 Gleichgeblieben ist der Preis in Magdeburg und Elberfeld, nur in Altona ist er etwas gesunken. Die Steigerungen überwiegen bei weitem. Die Gasanstalten können für diese Steigerung einen stichhaltigen Grund nicht angeben. Daß die Gestehungskosten im Jahre 1908 noch gewachsen sein sollten, ist nicht anzunehmen. Die Verwaltungen der städtischen Gasanstalten wollen möglichst hohe Betriebsüberschüsse erzielen, was ihnen durch die Tätigkeit deS Gaskokssyndtkats, dem ausschließlich kommunale Gasanstalten an- gehören, ermöglicht wird. Vermutlich hat diese? Syndikat den Gas- anstalten so erhebliche KokSmengen zur Versorgung des Handels entnommen, daß das örtliche Angebot knapp gehalten werden kann. ES wäre wünschenswert, wenn das Gaskokssyndikat über sein Ein» greifen auf dem Koksmarlt während deS laufenden Jahres nähere Ausschlüsse geben wollte._ Teuerung. Der Butterpreis hat im Laufe dieses Jahres eine so starke Steigerung erfahren, daß der Preis im Juli höher stand als in irgend einem Vergleichsmonat seit dem Jahre 1900. Den niedrigsten Preis hatte in den letzten acht Jahren der Juli 1902 gebracht. Stellen wir die Notierungen im Juli für die Jahre 1900, 1902, 1307 und 1908 einander gegenüber, so ergibt sich folgendes Bild. Ein Doppelzentner Butter kostete im Großhandel Mark: 1900 1902 1907 1908 Berlin, I. Sorte.... 2l0.65 198,71 217,56 235,66 » O...... 196,34 187,78 209,78 227,12 München, feinste Schweizer- 190,00 190,00 224,00 236,00 GebirgS-... 170.00 180,00 200,00 212,00 Gegenüber dem Vorjahre ist die erste Sorte in Berlin um 13 M., die zweite um annähernd 18 M., in München die beste Sorte um 12 M. und die zweite Sorte gleichfalls um 12 M. gestiegen. Im Verhältnis ist aljo der Preis für die geringeren Sorten stärler hinaufgegangen als für die besseren. Bemerkenswert ist. daß in Situationsberichten über den Buttermarkt von einer Stockung des Absatzes und einem allgemein dringenden Angebot berichtet wird. In denselben Berichten wird der Preis für Hof- und Genossenschaftsbutter auf 105 bis 123' M. int August angegeben. während die entsprechenden BorjahrSnotierungen 88— 120 M. betragen hatten. Erfreulich ist eS, daß die Kleinhandelspreise kür Butter die Aufwärtsbewegung int Grotzbandel bis jetzt noch nicht mitgemacht haben. In Berlin ist der Butterpreis im Kleinhandel für die billigste Sorte sogar noch etwas herunter- gegangen; mit dem Vorjahre verglichen weist er allerdings eine kleine Erhöhung auf. In den meisten Gegenden sind aber die Klein- Verkaufspreise für Butter auf demselben Stande wie im Bor- jähre geblieben. Es ftagt sich nur, ob die Verteuerung im Groß- Handel nicht auch bald auf die Preistendenz im Kleinhandel Einfluß gewinnen wird. Daß auch für andere HaushaltungSartikel jetzt die Preise höher stehen als vor einem Jahre, zeigt folgende Tabelle über Berliner Marlthallenpreise am 3. September. Es wurden amtlich notiert: 1307 1903 Mark Mark Rosenkortoffeln pro 60 Kilogramm 1,50—2,50 2,25—3,00 Meerrettich pro Schock..... 5— 15 8— 16 Spinat pro 50 Kilogramm... 8—15 12— 15 Radieschen pro Schock..... 0,50—1 0,80—1 Pfefferlinge pro 50 Kilogramm. 3—8 10—15 Wachsbohnen,,„. 5—20 15—22 Zwiebeln»».. 3—6 4,50—5,50 Verminderung der Erwerbsgelegenheit. Lohnkürzungen und hohe Lebensmittelpreise erschweren zurzeit in ganz empfindlicher Weise die Lebensführung der Lohnarbeiter. Trotzdem will man immer noch glauben inachen, dank der neudeutschen Wirtschaftspolitik befinde die Arbeiterschaft sich in einer beneidenswerten Lage, In Wirklichkeit ist die derzeitige Misere zum Teil eine Folge agrarischer und industrie- feudaler Zoll- und VerteuerungSpolittk. EritteauSsichten in Westfalen, Wenn man letzthin immerhin noch eine Mittelernie erwarten konnte, so haben sich im Laufe der letzten Wochen infolge des andauernden Regenwetters diese Aussichten erheblich verschlechtert. Zwar ist die Heuernte ausgezeichnet geraten lim Münsterland auch die Roggenernte), dagegen ist die Körnerfrucht, wie Hafer, Gerste und Weizen namentlich im Sauerlande noch sehr in der Reife zurück. Im Sauerlande sieht vielfach sogar der Roggen noch in Halmen an der Erde. In anderen Bezirken ist er wohl ab- gemäht, kann aber wegen deS andauernden nassen WetterS noch nicht eingefahren werden. Der zweite Grosschnitt der Wiesen verspricht nur einen geringen Ertrag, da der GraSwuchs infolge der kalten Witterung sehr im Wachstum zurückgeblieben ist. Dasselbe gilt auch von den verschiedenen Gemüsesorten. Am meisten aber haben die Kartoffeln unter der Nässe zu leiden, so daß man an die Haltbar- keit der diesjährigen Kartoffeln keine allzugroßen Erwartungen stellen darf. TextilarbeiterlShne in Schlesien. Der Schlefischen Texftl- Berufsgenossenschaft gehörten im Jahre 1907 499 Betnebe an. die im 4. Quartal 60 299 Arbeiter, darunter 24 526 männliche und 35 763 weibliche Beschäftigte umfaßten. An Löhnen wurden 35.66 Millionen Mark bezahlt, so daß auf einen Arbeiter durch- schnittlich 591 M. als Jahreslohn entfielen. Im Jahre 1906 hatte der entsprechende Betrag 564 M. betragen. Von den Arbeitern und von der Lohnsumme entfielen auf nachstehende Branchen: männliche weibliche Lohnsumme Arbeiter in Mark Mechanische Weberei aller Art 9 438 16 853 15 244 486 Wollweberei mit Spinnerei 2 853 4 061 4 553 31? Stückbleicherei.-Färberei, Druckerei und-Appretur sKrastbetrieb)..... 6 034 1 664 4 465 490 Leinenspinnerei sKrastbetrieb) 2 196 4 251 8 640 80? Garnbleicherei,-Färberei, -Druckerei und-Appretur (Ktraftbetrieb)..... 1438 579 1 843 68» Baumwollspinnerei.... 614 1 406 1 016 763 Der Rest verteilt sich auf eine große Zahl anderer Branchen. In der Handweberei hat die Zahl der Beschäftigten gegen 1906 ab- genommen, während die Lohnsumme etwas gestiegen ist. ES betrug nämlich in der Handweberet: die Arbetierzahl die Lohnsumme männliche weibliche in Mark 1306...... 224 208 211933 1907...... 219 184 217 254 Dom amerikanischen Eisenmarkt meldet»Jronmonger", daß tn der letzten Woche Abschlüsse in Roheisen in nur mäßigem Umfange erfolgten. Di« Produzenten lehnen eS ab, für nächstes Jahr Presse zu stellen. Südliches Eisen ist fest und eine Kleinigkeit teurer. Die allgemeine Lage wurde zuversichtlicher beurteilt. Soziales. Engagement oder nicht. � Gegenüber einem Entschädigungsanspruch des Arbeiters B. machte der Beklagte Bartke vor der Kammer 5 des Berliner Ge- Werbegerichts geltend, B. sei überhaupt nicht engagiert worden. Es wurde folgendes festgestellt: Der Wäger war vom Zentralarbeits. Nachweis mit einem der Zettel zum Beklagten geschickt worden, worauf vermerkt ist, daß folgende Arbeiter überwiesen würden und daß, falls der Ueberwiesene(oder die Ueberwiesene) nicht zusage, ein Vermerk aus der Karte zu machen sei. Nach der Geschäfts» ordnung des Nachweises hat. wer überwiesen, aber nicht angc- nommen wird, den Zettel mit dem entsprechenden Vermerk zurück- zubringen. Der Kläger hatte nun die Ueberweisungskarte vom Beklagten, der fich'S„erst überlegen" wollte, nicht gleich zurück- bekommen. Sie wurde ihm erst am andern Tag ausgehändigt und trug jetzt den Vermerk, es fei ein anderer angenommen.— In der Verhandlung betonte der Kläger, daß er vielleicht gerade an dem Tage, wo er zum Beklagten geschickt wurde, anderwärts vom Nachweis hätte untergebracht werden können, wenn er gleich die Karte mit einem ablehnenden Bescheid erhalten hätte.— Der Gerichtshof stellte sich jedoch auf den Standpunkt, daß dem Kläger ein Entschädigungsanspruch nicht zustehe. Ein Engagement sei nicht zustande gekommen. Wenn der Arbeitgeber sage, er werde es sich erst überlegen, dann sei daS immer schon eine faule Sache. Es wäre Sache des Klägers gewesen, zu fragen: Bin ich engagiert oder bin ich nicht engagiert? EventUW, wenn er nicht bis zum andern Tage warten wollte, hätte er die Karte zurückfordern müssen.— Der Kläger folgte dem Rate des Gerichtshofs und zog feine Klage zurück._ Eine sonderbare Entscheidung. Gilt ein gemeinnütziges Institut als kaufmännisches Nnker. nehmen? In dieser Rechtsfrage, in der eS sich um daS wissen- schaftliche Institut„Urania" in der Taubenstraße handelt, wurde gestern ein« Entscheidung der vierten Kammer deS Kauf- mannsgerichts herbeigeführt. Die„Urania" ist kein auf Erwerb gerichtetes Unternehmen, die Eintragung als Aktiengesell- schaft wurde aber seinerzeit davon abhängig gemacht, daß die „Urania" wenigstens der Form nach auf Erwerb gerichtet ist. Tatsächlich dienen die Ueberschüsse nur Verbesserungen des In- stituts, es werden weder Zinsen noch Dividenden gezahlt. Aus letzteren Gründen erklärte sich daS KausmannSgericht für die Klage eines Angestellten für unzuständig. Die»Urania" sei kein kaufmännisches Unternehmen. Wir halten diese Entscheidung des KarffmannSgerichtS für verfehlt. Deswegen, weil die„Urania" ein gemeinnützige» Institut ist, kann man doch ihre Angestellten nicht altz minderen Rechts erklären) die Frauen heranzuziehen, damit sie ihre Stimme erheben können im Namen des Sozialismus, dessen Verwirklichung auch die Emanzipation der Frau bedeuten wird." Apotheker gegen Krankenkassen. Tag in wüstem Durcheinander auf dem Fußboden umher. einen mit Kleidern und Der Wilhelmshavener Ortstrankenkasse ist von den dortigen Sie vermißte fofort Wäsche Apothekern ohne Angabe von Gründen der Kredit entzogen worden vollgepropften Reiseforb, der ihr ganzes Hab und Gut enthielt, sound müssen berabfolgte Rezepte sofort bezahlt werden. Der Grund wie verschiedene Schmucksachen. Die Bestohlene bermutete fofort, Die Chicagoer Genossinnen haben ernsthaft damit bes zu dieser Maßnahme dürfte darin zu suchen sein, daß die Kassen die daß die beiden hilfsbereiten Ziehmänner während ihrer Abwesenheit gonnen, eine sozialistische Frauenstimmrechts- Propaganda zu bes von ihnen eingerichtete Drogenverteilungsstelle nicht aufheben. Hierzu den Diebstahl verübt hatten und erstattete Anzeige. Vor Gericht freiben. Jede Woche halten fie Straßenversammlungen ab, bei liegt jedoch kein Grund vor, da selbst das Oberverwaltungsgericht bestritt Jahn, der Täter zu sein; er wurde jedoch von Haus- denen viele der besten Redner und Rednerinnen der dortigen Partei alle Schikanen der unteren Behörden gegen die Einrichtung zurück- bewohnern, die ihn mit dem Reiseforb gesehen hatten, relognosziert. die Frauenfrage vom sozialistischen Standpunkte aus erläutern. gewiesen hat. Schon im vorigen Jahre griffen die Apotheker zur Wit Rücksicht auf die vielfachen Borstrafen des Angeklagten und die Die Bersammlungen find, laut den Berichten der Sekretärin, vor Entziehung des Kredits für die Staffen und erreichten damit, daß überaus dreiste Ausführung des Diebstahls hielt das Gericht eine züglich besucht, und find bis jest, trotz der Heßversuche seitens der dieselben gezwungen wurden, einem Vertrag zuzustimmen, den die Milde nicht für angebracht, sondern verurteilte den Angeschuldigten kapitalistischen Bresse absolut ruhig und friedlich verlaufen. Aufsichtsbehörde mit den Apothekern abgeschlossen hatte. Diefer zu einem Jahre Zuchthaus. Vertrag sollte solange Geltung behalten, als den Kranten die freie Apothekerwahl zustand. Die Stassen haben nicht gegen den Vertrag verstoßen, und wird hoffentlich die Behörde den Apothekern flar haben. Schadenersatzpflicht des Eisenbahnfiskus. Die Sozialistinnen von Los Angeles( Californien) haben nicht wenig dazu beigetragen, daß der dortige Kampf um die von der Konstitution der Vereinigten Staaten verbürgten Redefreiheit, in einem völligen, glänzenden Siege der Sozialisten endete. Die Am Nachmittag des 4. September 1906 wurde die Ehefrau des Behörden von Los Angeles hatten eine Reihe unserer Genossen übergang auf einem Fahrrad kreuzen wollte, von einer nieder- unter den Verhafteten befanden sich auch 4 Frauen. Man fand gehenden Schrante auf den Kopf getroffen und es aber für ratsam, sie valdigst wieder zu entlassen, denn man hatte Die bayrische Justizverwaltung beabsichtigt, die Richter.berlegt. Sie und ihr Ehemann hatten infolgedeffen Klage auf fich mohl überzeugt, daß ein solches Vorgehen nur der Sache des Die bahrische Justizverwaltung beabsichtigt, die Richter Schadenersaz gegen den preußischen Eisenbahnfistus erhoben. Die Sozialismus dient, beamten, welche in den größeren bayrischen Städten mit dem Vor- Klage des Ehemanns wurde abgewiesen, während auf die Klage der fige der Jugendgerichtshöfe betraut werden, nach Frau G. vom Kammergericht zu Berlin nach deren Antrag Frankfurt a. M. zu entfenden, um die dortigen einschlägigen erkannt wurde. Einrichtungen kennen zu lernen machen, daß auch sie einen abgeschlossenen Vertrag einzuhalten Biegelmeisters G. zu Klein Döbbern, als sie einen Eisenbahn- berhaftet, weil sie auf ihr Recht der Redefreiheit bestanden, und Jugendgerichtshöfe in Bayern. Gerichts- Zeitung. Neberschreitung des Büchtigungsrechts. Verfammlungen. Gegen das lammergerichtliche Urteil hatte der Beklagte Revision beim Reichsgericht eingelegt und besonders die Annahme des Be Deutscher Metallarbeiterverband. Die Generalversammlung der rufungsgerichts bekämpft, daß die Klägerin nicht schuldhaft ge- Verwaltungsstelle Berlin fand am Montagabend bei Freyer in der handelt habe, als sie nach Wahrnehmen des Niederlassens der ersten Koppenstraße statt. Die Abrechnung vom 2. Quartal 1908 lag geSchranke noch den Versuch machte, unter der zweiten Schranke durch- druckt vor. In der Haupttasse bilanzierten die Einnahmen und Auszufahren. gaben mit 548 820,11 m. Unter den Ausgaben stehen verzeichnet Der VI. Bibilfenat des höchsten Gerichtshofes erkannte jedoch auf für Reifegeld 5855 M., Unterstüßung beim Umzug 1295 W., bei Wegen Mißhandlung eines Saltetindes ftand 8urüdweisung der Revision, indem er dazu folgendes Krankheit 136 349,75 W., bei Arbeitslosigkeit 241 307,65 W., bei gestern die Schlofferfrau Auguste Wiel vor der Ferien- erklärt: Allein die Gründe des angefochtenen Urteils find rechtlich Streits 31 490,65 W., bei Maßregelungen 33 277,10 M., in besonderen straftammer des Landgerichts I. Die Angeklagte, welcher die polizei. bedenkenfrei. Aus tatsächlichen, in der Revisionsinstanz nicht nach- Notfällen 3230 M., Sterbegeld 8165 M., Rechtsschutz 5773,80 m. liche Erlaubnis zur Aufnahme von Haltefindern erteilt ist, hatte im auprüfenden Erwägungen kommt das Berufungsgericht zu dem Ere Die Lotalfasse schließt ab mit der Summe von 634 914,29 W. Ottober v. J. das 2½jährige Töchterchen eines in Ehescheidung gebnis, daß die Klägerin erwarten durfte, es werde bis zum Der Kaffenbestand betrug am 30. Juni 556 770,43 M. An Unterliegenden Ehepaares übernommen. Als am 26. November b. Niedergehen der zweiten Schranke so viel Zeit bergeben, fügungen wurden gezahlt: an Durchreifende 479,65 M., bei daß fie. diese hinter sich haben der Kreisarzt Dr. Pflanz bei ihr erschien, um die Kontrolle über werde, Streifs 7646,30 W., bei Maßregelungen 8972,60 M., in besonderen das Kind auszuüben, stellte er feft, daß das Kind auf dem Gefäß wenn sie in gleicher Schnelligkeit weiter fuhr. Butreffend Notfällen 4490 M. der Dienstanweisung für Schrankenwärter ist auch der aus eine Anzahl blauer Striemen hatte, die nicht von einer Rute, hergeleitete zweite Grund, für die gleiche Annahme: weil der bas vorige Quartal erhöht, wie der Kaffenrendant Henning Die Einnahmen der Lokaltasse haben sich um 71 000 m. gegen sondern von einem harten Gegenstande herrührten. Die An geklagte gab auf Befragen zu, das Kind mit dem Holzstock Schrankenwärter angewiesen sei, darauf zu achten, daß nicht hervorhob. Die Ansprüche auf Unterstützung von der Hauptkasse, bes eines Gasanzünders gezüchtigt zu haben. Der Arzt machte Menschen durch die Schlagbäume eingesperrt fonders bei Krankheit und Arbeitslosigkeit, find gegen das vorige fie auf die Unzuläffigfeit einer solchen Behandlung auf- würden, so habe die Klägerin annehmen dürfen, daß der Wärter Quartal um 48 000 2. geringer geworden. Henning empfahl, aus merksam, nahm aber auf ihre Bitten von der Erstattung einer beim Niederlassen der Schranke auf sie Rücksicht nehmen und sie noch praktischen Gründen mit der Einrichtung neuer Zahlstellen sparAnzeige an das Polizeipräsidium Abstand. Er erschien dann am durchlassen werde. 8. Januar unangemeldet wieder und fand nun an dem Oberschenkel des Kindes etwa in der Größe einer Handfläche eine grün und blau berfärbte Stelle, ebenso in der einen Kniekehle Spuren von MißHandlungen. Die Angeklagte behauptete zwar, daß fie dem un fauberen Kinde gegenüber nur von der Rute Gebrauch gemacht habe. Der Befund widersprach aber durchaus dieser Behauptung und wies auf eine Ueberschreitung des einer Haltefrau etwa zu stehenden Büchtigungsrechtes, das an sich schon streitig ist, hin. Nun wurde Anzeige gemacht und der Angeklagten das Kind abDas Schöffengericht hielt ihr Verfahren für so genommen. strafwürdig, daß es die Angeflagte zu zwei Monaten Gefängnis berurteilte. Die gestrige Verhandlung vor der Berufungskammer nahm einen für fie günstigen Verlauf. Durch mehrere vom Rechtsanwalt Dr. Friedlander geladene Beugen und den prakt. Arzt Dr. Hirsch wurde festgestellt, daß die Angeklagte eine ordentliche, aber sehr nervöse und hysterische Frau ist, Sie sich außerdem zur Zeit der Eat in anderen Umständen befand. Weiter wurde nachgewiesen, daß das Kind in der Tat fehr unfauber und störrisch war, im allgemeinen aber von der Angeklagten gut gehalten wurde. Unter diesen Umständen hielt die Straffammer eine Geldstrafe von 25 M. für eine genügende Sühne. Die Angeflagte wurde durch die Verhandlung so auf geregt, daß fie am Schluß derselben in Weinträmpfe verfiel. Teurer Umzug. Weiterfahren nicht Gefahr laufe, von der niedergebenden zweiten Durfte aus diesen Gründen die Klägerin glauben, daß sie beim Schranke getroffen zu werden, so hat sie nicht schuldvoll den Eintritt des Unfalls verursacht." Aus der Frauenbewegung. Forderung an die Gesetzgebung. famer umzugehen. Darauf stand der Antrag Rigdorf, betreffend zur Beratung. Der Antrag ist älteren Datums, denn seine Beratung die Sondervertretung der Bezirke in den Generalversammlungen, wurde schon von zwei Generalversammlungen vertagt. Nixdorf berlangt, daß jedem Bezirk das Recht zustehen soll, außer den Funktionären der Organisation noch bis zu fünf Delegierten nach Ser Generalversammlung zu entsenden. Nach furzer Diskussion wurde der Antrag mit großer Majorität abgelehnt. Die Generalversammlung hatte einige Wahlen vorzunehmen. Bum 2. Bevollmächtigten wurde Otto Handle auf ein weiteres Jahr gewählt, zum 1. Staffierer Hermann Henning, als Revisoren W. Graewe, G. Scharff und Karl Schmidt und als Beifizer Stopfad. Handle hielt darauf einen Vortrag über die Tarifbewegung der Rohrleger und wies besonders auf die Haltung des Allgemeinen Metallarbeiterverbandes unter Karl Wiesenthal hin. Im Namen der Kämpfenden, der streikenden Rohrleger, appellierte Handke an die Versammelten, Aufklärung über den Stand der Dinge zu verbreiten und zu verhindern, daß die Streifenden dem Verrat von ArbeitsA. Cohen schloß sich dem follegen zum Opfer fallen. Appell an und forderte ebenfalls energisch zur Unterstützung der Streitenden auf. Die Bersicherungsangestellten und die Organisation. Zu unserem neulichen Bericht über die Versammlung zwecka Gründung eines Verbandes deutscher Versicherungsbeamten" erhalten wir eine Buschrift, wonach nicht nur Vertreter des Verbandes der Bureauangestellten und Verwaltungsbeamten, sondern auch ein Vertreter des Zentralverbandes der Handlungsgehilfen und Gehilfinnen Deutschlands in der Diskussion das Wort nahm. Den nordischen Frauen muß man es laffen, daß sie auf dem Gebiete der Frauenbewegung, sowie in allen politischen und sozialen Fragen eine Regsamteit entfalten, die volle Anerkennung verdient. So ist der Stavanger Frauenverein an das Storthing mit einer Eingabe herangetreten, die nichts weniger als die Ausarbeitung eines Gefeßes verlangt, das unter anderem auch die Bestimmung enthalten soll, daß vor der Eheschließung beide Brautleute sich einer ärztlichen Untersuchung zu unterziehen haben. Nur wenn das Refultat diefer Untersuchung nach der Hinsicht Gewähr bietet, daß aus dieser Ehe keinerlei gesundheitliche Schäden entstehen, soll der Eheschließung nichts im Wege liegen. Norwegen hat schon ben ersten Schritt auf diesem Gebiete getan und beim wundesten Punkt des Boltslebens, bei den Geschlechtskrankheiten, eingegriffen, wenn auch nicht mit dem Erfolg, wie es zu wünschen wäre. Geschlechtskrante müssen heute schon nach überstandenem Leiden einen Revers unterzeichnen, der sie verpflichtet, eventuell erst nach einer festgefeßten Schlimme Erfahrungen bei einem Umzuge hat die Schneiderin Frist zu heiraten. Doch scheint dies nur eine leere Formel zu fein, . aus Charlottenburg gemacht, die gestern als Beugin in einer denn das Nichteinhalten dieser Verpflichtung zieht keinerlei strafStraffache gegen den Gelegenheitsarbeiter Gustav Jahn auftrat. rechtliche Folgen nach sich. Solche Gesetze entspringen zweifellos Wegen schweren Diebstahls verhandelte die 2. Ferienjtraflammer des guten Motiven, doch können diese Mittel durchweg als verfehlt anDer Zentralverein der Bureauangestellten und VerwaltungsLandgerichts III gegen den schon mehrfach vorbestraften Angeklagten. gefehen werden. Keinerlei Paragraphen fönnen den außerehelichen beamten ist, wie aus seinem Namen hervorgeht, für die Angestellten Am 1. April dieses Jahres wollte die Schneiderin B. mit ihrer Verkehr verhindern. Will man hier wirksam borgehen, so muß der Rechtsanwälte, Notare, Strankenkassen und Berufsgenossenschaften Schwester von der Uhlandstraße nach der Ifflandstraße verziehen. man das Verantwortungsgefühl des einzelnen Individuums heben zuständig, also für alle diejenigen, mit schriftlichen Arbeiten be Sie hatte sich von einem Grünframhändler einen Wagen geborgt und, bor allem, die Quellen der offenen und verhüllten Brostitution fchäftigten Angestellten, die nicht Handlungsgehilfen im Sinne und fuchte num zwei Möbelträger. Zufällig fam ber verstopfen. des Handelsgesetzbuchs find. Die Versicherungsangestellten sind Angeklagte mit einem unbekannt gebliebenen zweiten Mann jedoch Handlungsgehilfen, was auch durch die bisherige Spruchpragis des Weges und bot sich an, bei dem Umzug bes ber Gerichte bestätigt worden ist, weil sie in einem faufmännischen hilflich zu sein. Fräulein D. war über diese unerwartete Hilfe auch Der Genosse Eugen Debs, Präsidentschaftskandidat der Unternehmen mit taufmännischen Arbeiten beschäftigt werden. fehr erfreut. Der Umzug ging auch glatt von statten. Als die B. sozialdemokratischen Partei der Vereinigten Staaten erläßt in dem Würden nun die Versicherungsangestellten den Zentralverein der bem Angeklagten die vereinbarten zwei Mark einhändigen wollte, Chicago Daily Socialist" einen Aufruf an die sozialistischen Bureauangestellten für zuständig ansehen, so würden sie sich selbst hatte sie fein Kleingeld. Sie ersuchte die beiden, in einer nahen Frauen, indem er dieselben dringend ermahnt, ihre Kräfte in den als Handlungsgehilfen nicht anerkennen und damit die Nechte, die Gastwirtschaft ein Glas Bier zu trinken. Als sie nach einer halben Dienst der Wahltampagne zu stellen. Ueber die wertvolle Mitarbeit sie auf Grund des Handelsgesetzbuches haben, verlustig erklären. Stunde wiederkam, hatten die beiden Biehmänner" eine Beche der Frauen in der sozialistischen Partei schreibt Debs wie folgt: Das wäre natürlich ein bedeutender Schaden für die Vers bon 3 Mart gemacht, die sie schweren Herzens bezahlen mußte. Meine Beobachtung hat mich gelehrt, daß unsere Bewegung ficherungsangestellten, den sie freiwillig nicht auf sich nehmen wollen. Die B. erledigte sodann noch verschiedene Besorgungen und dort am stärksten ist, wo die Teilnahme der Frauen am größten Die Versicherungsangestellten mögen also, soweit die Vorauss tehrte erst nach einer Stunde in die neue Wohnung zurück. Hier ist. Da unsere Bestrebungen die ganze Menschheit umschließen, fegungen hierfür für sie zutreffen, der für sie zuständigen Organiwartete ihrer eine nette Ueberraschung. Sämtliche Behältnisse und da unsere Partei die einzige ist, welche die Frau als Boll- sation, dem Zentralverband der Handlungsgehülfen und gehülfinnen tvaren er brochen worden, der Inhalt war durchwühlt und menschen anerkennt, sollten wir fobiel wie möglich bestrebt fein, Deutschlands( Bureau: Neue Königstraße 36 1) beitreten. Sozialdemokrat. Wahlverein für den 4. Berliner Reichstagswahlkreis @tralauer Viertel. Bezirk Nr. 327, Teil II. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genoffe, der Tischler Gustav Kling 220/8 ant Rochowstr. 2 gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntag, den 6. September, nach mittags 3 Uhr, von der Leichen halle des Andreas- Krchhofes tu Wilhelmsberg aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Tischler Gustav Kling am 31. Auguft verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 6. September, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle tes Andreas- Kirchhofes in Wilhelmsberg aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 89/16 Die Ortsverwaltung. Am 2. September entschlief nach furzem Leiden unser Kollege und Mitarbeiter, ber Maschinenmeister Walter Kutzki im 22. Lebensjahre. Ein ehrendes Andenken be wahrt ihm Das Personal der Buchdruckerei Otto v. Holten. Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 5. September, nachmittags 5 Uhr, von der Halle des Gethsemane- Kirchhofes, Nordend aus statt. Zentralverband 14176 der Böttcher, Weinküfer und Hilfsarbeiter Deutschlands ( Filiale Berlin). Todes Anzeige. Den Mitgliedern und Kollegen zur Nachricht, daß unser langjähriges Mitglied Paul Schilling am Mittwoch, den 2. September, im Alter von 45 Jahren ge storben ist. 89/6 am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntag, den 6. d. Mts., mittags 121 Uhr, ben der Leichenhalle des Friedenskirchhofes in NiederSchönhausen( Nordend) aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Aus der sozialistischen Frauenbewegung Amerikas. Verein Berliner Buchdruck- Maschinenmeister. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß am 2. September unser lieber Kollege Walter Kutzki nach furzer Krankheit ber storben ist. Sein Andenken werden wir in Ehren halten! Die Beerdigung findet Sonnabend, nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des Gethsemane Kirchhofes in Nordend, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 14245 Der Vorstand. Mittwoch abend 11 Uhr ent schlief fanft nach langen, schweren, in Geduld ertragenen Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater und Bruder Paul Schilling im 46. Lebensjahre. Dies zeigen mit der Bitte um stille Teilnahme tiefbetrübt an Pauline Schilling geb. Sturm 1426b und Kinder, Swinemünder Straße 42. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 6. September, mittags 12, Uhr, von der Leichen halle des Friedens- Stirchhofes in Nieder Schönhausen( Nordend) aus statt. Zur Einsegnung Schwarze, weisse u. farbige Kleider aus wollenen Stoffen mit 15, 20, 25 M Spachtel- u. Bortengarnierg. Jackette u. Paletots 8, 10, 12 M. Danksagung. Für die überaus herzliche und aufrichtige Teilnahme, die vielen herrlichen Kranzspenden bei der Beerdigung unferes licben Bruders, Schwagers und Onkels, des früheren Restaurateurs Wilhelm Merker sagen wir hierdurch allen lieben Freunden, Bekannten und Genossen, insbesondere den lieben Genossen des 5. und 6. Berliner Reichstagswahlfreifes, bem Verbande der freien Gast- und Schankwirte Deutschlands sowie den Mitgliedern des Gefang bereins Sangesfreunde 1905" herz 14225 lichsten Dant. Namens d. trauernden Hinterbliebenen Karl Merker, Bergstr. 10. Danksagung. Sagen allen Freunden, Genossen und Kollegen für die herzliche Teil nahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unseres guten Vaters, des Töpfers Richard Fenske unferen herzlichen Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. 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Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin, Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruderei u. Verlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW, 8r.208. 25. Jahrgang. 2. Itilme des Jotmättö" Knlim KlksdlM. Sonnabend, 5. September 1908. Hoch einmal Sie zlugenckorganiistion. Soviel ich sehe, sind wir im Laufe der Diskussion einander näher gekommen. Wenn die Frage vor nild in Haniburg in dem Sinne und dem Tone des Genossen Waclawiak behandelt lvorden wäre, so wäre die berechtigte Erregung in den Kreisen der Jugendvereine sicher sehr viel geringer gewesen. Immerhin bleiben auch jetzt noch Meinungsverschiedenheiten, die grundsätzlich entschieden werden müssen. Die Anhänger der selbständigen Jugendorganisation geben die Heranziehung älterer Genossen zu ihrer Leitung— ihre Gegner geben ein gewisses Maß von Selbstverwaltung der Jugendlichen bereitwillig zu. Da scheint mir eine einheitliche Regelung der Sache, bei der es keine Sieger noch Besiegte gibt, wohl erreichbar. Soviel ich sehe, dreht es sich heute noch darum: Soll die Jugendorganisation den Charakter der eigentlichen Vereinsorgauisation mit prinzipiell unabhängiger Verwaltung und eigenen Einnahmen tragen oder nicht? Nun sind meines Erachtens für die Erhaltung und Ausdehnung der selbständigen Vereinsform recht gewichtige'Gründe angeführr worden: so die erzieherische Wirkung der Selbstverwaltung; das wesentlich größere Interesse, das eine selbständige Organisation den Jugendlichen einflößen muß: die Wichtigkeit der Vereinigung ideeller und materieller Interessenvertretung in derselben Organisation. Was dagegen ins Feld geführt wurde, sind— abgesehen von der völlig unzutreffenden Berufung auf das neue Vereinsgesetz teils mehr Empfindungen,.Senliments", die an der„Vereinsspielerei* Anstoß nehmen, teils Erwägungen finanzieller Natur, teils endlich praktische Vorschläge und Hoffnungen, wie Genosse Waclawiak sie kundgibt. Was die Ablehnung der,, Vereinsspielerei- angeht, so scheint es. daß da einzelne Erfahrungen verallgemeinert und per- sönliche Meinungs- und Stimmungsdifferenzen zu allgemeinen fach- lichen Gegensätzen aufgebauscht werden. Mag da und dort einmal einer von den„Neuesten" nach Goethe„sich grenzenlos er- dreusten", das besagt doch noch nicht, daß man der Gesamtheit der Jugendlichen wie ungezogenen Kindern das Recht der Selbst- bestimmung entziehen darf und soll. Und der Vorwurf der„Spielerei" übersieht, daß jede ernste Sache, sei sie auch zuletzt nur Mittel zu einem Zweck, in gewissem Maße zum Selbstzweck werden muß. Alles Ideale ist in gewissem Sinne nur Spiel, d. h. freie, nicht an reale Zwecke sich bindende Betätigung der Persönlichkeit, wie denn keine über den rein materiellen Erwerbszweck hinausgehende Vereinigung, sei sie von ernsten Männern oder lebenSerprobten Greisen gebildet, ganz und gar der„Vereinsspielerei" enthoben sein kann. So erledigt sich auch das materielle Bedenken. Gewiß sind die Löhne der jugendlichen Arbeiter kläglich und die Lehrlinge vollends oft Habenichtse. Aber man soll auch das nicht übertreiben. Wenn man einem armen Weber, der vielleicht mit 500 M. sieben Kinder ernähren.soll, klar.machen kann, daß es in seinen, wohl- verstandenen Interesse ist, nicht unerhebliche Beiträge für die Gewerkschaft, auch für Partei und Genossenschaft zu leisten, dann wird wohl auch die Mehrzähl der jungen Leute, die zumeist bei den Eltern oder beim Meister Kost und Wohnung haben, den Groschen für ihre Organisation aufbringen können. Und die eS nicht können — na, die mögen eben so init durchlaufen und Stundung oder Bcitragserlaß beantragen. Ein Grund, den anderen, die zahlen können und wollen, dies Recht zu nehmen, ist damit noch nicht gegeben. Es wird auch noch so mancher Nickel für Zigaretten und Sherlock Holmes und Rummelplatz ausgegeben, der so besser verwendet würde. Ja, ich halte es für besser, einmal eine unbelegte und selbst eine ungeschmierte Stulle' zu essen, als sich um ein paar Groschen ein Recht abkaufen zu lassen. Denn um das Recht dreht es sich. Die jungen Arbeiter haben bereits den Stolz, nicht nur Objekte, sondern auch Subjekte ihrer Erziehung zu sein. Ueberhaupt finde ich es bürgerlich im üblen >e-inite, die Beitragsfrage mit der Frage der Selbstverwaltung zu verquicken. Der Frankfurter Sozialpolitiker Dr. F l e s ch hat den Grundsatz aufgestellt, daß selbst bei unentgeltlichen Darbietungen ein Recht auf Bewunderung nicht bestehe, daß die Arbeiter durch ihre passive Mitwirkung bei Bildungsbestrebungen. Wohnungspflege usw. das Recht und die Pflicht erwerben, auch organisatorisch zur Selbst- Verwaltung herangezogen zu werden. Sollen wir engherziger sein als dieser bürgerliche Politiker? Schließlich die großenteils sehr schönen positiven Vor- schlüge des Genossen Waclawiak. Zunächst sind es ja nur Borschläge und es gilt dafür zu sorgen, daß es nicht heiße: „Rindfleisch un Plummen is an schön Gericht, Dochs meine Herrn, ick krig't man nicht." Mer selbst wenn in zweckmäßigster und freigebigster Weise alles, was nottut, beschafft wird, so bleibt es immer noch die Sache der Arbeiterschaft, sich als vornehmen Gastgeber zu zeigen, bei dem der Gast sich wirklich„zu Hause" fühlen kann. nicht als gönnernden Wohltäter, der jedem Bissen eine Lehre mitgibt und dem armen Teufel von Tischgast die Dankbarkeit zur lästigen Pflicht macht. Vielmehr gilt es, alleS möglichst vollkommen und zweckmäßig einzurichten, gemeinsanre Komitees nüt der Ver- waltung der Räume und der Regelung der Darbietungen zu be- trauen, im übrigen aber den Jugendvereinen das Recht zu geben. sich nach ihrem Ermessen dort frei zu bewegen, Versammlungen, Ausflüge zu veranstalten, Bücher zu führen usw. nach Herzenslust. Vergessen wir nie, daß es hier nicht mehr nur darauf ankommt, nach unserem Ermessen Neueinrichtungen zu treffen, sondern daß wir mit erworbenen Rechten zu rechnen haben und mit bestehenden Organisationsformen, die sich schon erprobt haben. Daß die eigentlich gewerkschaftliche Seite, der Jugendschutz, hauptsächlich den Gewerkschaften zukommt, ist ja außer Frage. Man wird sich vielmehr freuen müssen, wenn sie weit energischer, als es bisher geschehen ist, diese Pflicht erfüllen, auch die Interessen der Lehrlinge gegenüber den Gehilfen wahrnehmen werden. Nur sollte man auch hier nicht engherzige Kompetcnzstreitigkeiten heraufbeschwören(die Vereinsspielerei liegt eben nicht immer ganz allein bei den Junge»), sondern eine sachgemäße Miiwirkung der Nächstbeteiligten bei Fest- stellung der Mißstände und Ueberwachung der Schutzmaßnahmen be- grüße». Und man sollte schließlich nie vergessen, daß die gewerk- schaftliche Gliederung der Jugendlichen zwar sehr nützlich sein kann, aber der steten Ergänzung durch andere Faktoren bedarf. Je nrehr die nationale Organisation von Arbeiter- und Arbeitgeber- verbänden und die Aussperrungstaklik der letzteren eine wirkliche Selbstverwaltung der Organisierten unmöglich und militärischen Gehorsam zur Pflicht macht, je mehr der Ausbau des Unterstiitzungswesens eine geschäftsmäßig- ver- sicherungstechnische Verwallung notwendig macht: umsomehr gilt es, die Schattenseiten dieser EntWickelung zur Unpersönlichkeit der einzelnen zu beachten und ihr beizeiten Gegengewichte in der Richtung zur Freiheit zu geben.. Deshalb auch den gcwerkschaft- lichen Jugendsektionen möglichst viel Freiheit, ja mehr noch: da die Kampf- und UnterstütznngSangelcgenheiten hier noch im Hinter- gründe stehen dürfen, kann und soll man den Jugendlichen mehr Bewegungsfreiheit gewähren, als sie heute den Bataillonen der Organisierten gewährt werden kann. Darum Vertrauen in die Wirkungen der Freiheit und der Selbsterziehung l Es wird nicht täuschen. Danach mache ich zur grundsätzlichen Regelung der Frage den positiven Vorschlag, der vielleicht von Delegierten zun: Parteitag aufgenommen wird: In der Resolution des Parteivorstandes im Absatz 5 die Worte„auch ohne besondere Jugendorganisation" zu streichen und statt des ersten Satzes im Absatz 6 den Absatz 2 des Antrages Teltow-Beeskow-Köln zu setzen, der folgendermaßen lautet: Als ein geeignetes Mittel zur Aufklärung und Erziehung der Jugend erachtet der Parteitag vornehmlich die Jugend- organisationen, denen die Partei in Mannheim(1006) ihre Sympathie erklärt hat. Unter Beobachtung des Gesetzes sind überall Jugendorganisationen zu bilden und tatkräftiger als bis- her zu unterstützen. Um die speziell politische Aufklärung der Jugend zu betreiben, können in jedem Orte Komitees errichtet werden, die sich zu gleichen Teilen aus Vertretern der GeWerk- schaflen, der Parteiorganisationen, des Bildungsausschusses und der Jugend zusammensetzen. Es folgte dann Satz 2(Vertreiutig der Arbeiterinnen). Auf diesem Boden dürfte eine Verständigung wohl möglich sein. Simon Katzen st ein. Oeffentliche Bibliothek und Lesehalle zu unentgeltlicher Be- Nutzung für jedermann, SW., Alexandrinenstr. 26. Geöffnet täglich von 5llt— 10 Uhr abends, an Sonn- und Feiertagen von 9—1 und 8—6 Uhr. In den Lesesälen liegen zurzeit öl 5 Zeitungen und Zeitschristen jeder Art und Richtung aus.— Die AusleihiBibliothek ist bis aus weiteres geschlossen. Freireltgiöse Gemeinde. Sonntag, den 6. September, vormittags 9 Uhr, in der Halle der Gemeinde, Pappelallce IS— 17: Freireligiöse Vorlesung. Vormittags 10'/, Uhr in der Schulaula, Kleine Frankfurter Str. 6: Vortrag des Herrn M. H. Baege über:„Ursprung nnd Entwickclung der menschlichen Sprache". Herren und Damen sind als Gäste sehr willkommen. Amtlicher Marktbericht der städtischen Markthalleu-Direltion über den Großhandel in den Zeiitral-Marktdallcn. Marktlage: Fleisch: Zufuhr genügend, Geschäft lebhast, Preise unverändert. Wild: Zusuhr gering, Geschäjt lebhast, Preise gut. Geflügel: Zusuhr genügend, Geschäft lebhast, Preise wenig verändert. Fische: Zusuhr mäßig, Geschäft etwas lebhaster, Preise wenig verändert. Butter und Käse: Geschäjt lebhaft, Preise unverändert. Gemüse, Ob st und Südfrüchte: Zusuhr ausreichend, Geschäst matt, Preise gedrückt. WasieritandS-Nachrichte« der Landes anstatt für Gewässerkunde, mitgeteB vom Berliner Wetterbureau. Wasserstand M e m e l. Tilstt P r e g e l, Jnftervurg Weichsel. 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Telephon Amt III, Nr. 938. Sonntag, den 6. September 1908, vormittags 9% Uhr, im Lokale Englischer Garten", Alexanderstraße 27e: Außerordentliche General- Versammlung. Zages Drdnung: 1. Bericht vom Verbandstage. 2. Antrag auf Erhöhung des Lolalbeitrages. 8. Bahl ber befoldelen Hauslaffierer. 64/ 3* Die Versammlung beginnt pünktlich, da bekanntlich an dem Tage auch die Fortsetzung der vertagten Generalversammlung der Wahlvereine stattfindet und ein größerer Teil der Mitglieder dafür als Delegierte in Frage kommen. Mitgliedsbuch legitimiert. Die Ortsverwaltung. Anerkannt vorzüglichster Schuhputz. Immalin Zu haben in allen einschlägigen Geschäften. D. PERLEBERG Spezialhaus für Herren- und Knaben- Bekleidung Chausseestr. 63, Ecke Liesenstr. WHE Besonders preiswertes Angebot in Konfirmanden- Anzüge Enorme Auswahl in allen Stoffarten. Weltgehendste Garantie für Haltbarkeit des Stoffes, vorzügliches Tragen und tadellosen Sitz. 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Die Festsetzung des Parteibeitrages für Grost-Berlia �at auch über Berlin hinaus Beachtung gefunden; vor allem wird Anstoß genommen an der Festsetzung des Frauenbeitrages auf 10 Pf. pro Monat. In einer Versammlung des sozialdemokratischen Vereins für Magdeburg äußerte sich der Genosse Haupt wie folgt: „Der Antrag auf Einführung eines EinheitS- beitrages fei sehr wichtig. Der Parteitag müsie sich ja doch mit der Regulierung des Organisationsstatuts beschäftigen. Die Festsetzung der Beiträge in den einzelnen Bezirken führen zu Un- zuträglichkeiten. In dem einen Bezirk seien die Beiträge hoch, in dem anderen niedrig. Da müsse besonder? mit Groß- Berlin ein ernstes Wort geredet werden, wo man sich für verhältnismäßig niedrige Beiträge entschieden habe. Man wolle in Berlin nur 30 Pf. pro Monat bezahlen und habe fiir die Frauen gar nur 10 Pf. Beitrag festgesetzt, trotzdem die Frauen selbst einen Betrag von 20 Pf. beantragt hatten. Gegen- über diesem Bestreben der Berliner, die Beiträge niedrig zu halten, während angrenzende, wirtschaftlich schlechter gestellte Bezirke schon höhere Beiträge zahlen, müsse auf dem Parteitag ein energisches Wort gesprochen werden." Hierzu möchten wir bemerken: Zunächst ist die Festsetzung des Parteibeitrages noch Sache der einzelnen Parteiorganisationen. Parteitagsbeschlüsse bestehen in dieser Beziehung bis jetzt nicht. Des- wegen können Parteiorganisationen auch nicht gut„vors Brett" ge- fordert werden, weil sie nach ihrem besten Ermessen in der Beitrags- frage bisher gehandelt haben. WaS die Höhe des Beitrages selbst betrifft, so kann man darüber verschiedener Meinung sein— speziell in Berlin ist die Zahl der Genossen, die den Beschluß der letzten Verbands Generalversammlung über die Höhe des Frauenbeitrags nicht gerade als„der Weisheit letzten Schluß" betrachten und seine baldige Korrektur wünschen, außerordentlich groß—, allein die Gerechtigkeit gebietet doch, darauf hinzuweisen, daß die Höhe des Wahlvereins- beitrages allein kein richtiges Bild von den materiellen Leistungen der Parteimitglieder eines Ortes geben kann. Außer durch den Wahlvereinsbeitrag unterstützen viele Genossen die Partei in der ver- schiedenstcn Weise, und nicht zuletzt sind es gerade die Berliner Genossen, die in dieser Beziehung sich nicht zu verstecken brauchen. Genosse Haupt als alter Parteigenosse muß das wissen. Gewiß sind auch wir der Meinung, daß es die Pflicht der Parteigenossen ist, nach Möglichkeit für Aufbringung recht vieler Mittel zu sorgen, um die vielgestaltigen Aufgaben, die an die örtliche Parteiorganisation wie an die Gesamtpartei herantreten, erfüllen zu können. Diese Pflicht sollten aber nicht nur einige große Parteiorte allein betätigen. sondern sie sollte im möglichst umfänglichen Maße geübt werden. Und da wäre es angebracht, mit den Parteiorganisationen ein sehr ernstes Wort zu reden, die ihre ihnen auf Grund des Organisations- statuts auferlegte Pflicht der Gesamtpartei gegenüber nicht erfüllen. In diesem Falle aber müßte Genosse Haupt sich schon andere Partei- organisationen aussuchen wie die Groß-BerlinS. An die Parteigenossen Berlins und der Mark BrandenVurg. Die neue L o k a l l i st e liegt der heutigen Nummer des„Vor- wärts" bei und empfehlen wir dieselbe wiederum der Arbeiterschaft dringend zur Beachtung. Jeder Arbeiter muß sich stets vor Augen führen, daß für eine fruchtbringende Agitations- und� Organisa- tionSalbeit der Besitz freier Lokale die erste Vorbedingung ist. Um in unserem Lokalkampfe immer mehr Erfolge zu erzielen, ist es Notwendig, den Lokalbohkott, unsere wirksam st e Waffe, überall mit aller Schärfe durchzuführen. Alle Ver- anstaltungen der Vereine sind stets daraushin zu kontrollieren. ob dieselben in einem der Arbeiterschaft auch zu Versammlungen zur Verfügung stehenden Lokale stattfinden; gerade dies bitten wir ganz besonders zu beachten. Es gibt keine Ortschaft, die bei einer nennenswerten Arbciterbevölkerung nicht auch eine ganze Anzahl der verschiedensten Vereine aufzuweisen hat, die sich wiederum in ihrer Mehrheit naturgemäß aus Arbeitern zusammensetzen. Hier gilt es, fortwährend agitatorisch auf diese Vereine dahingehend ein- zuwirken, daß dieselben zu ihren Veranstaltungen nur freie Lokale benutzen, oder aber die Benutzung eines Lokale» davon abhängig machen, daß der betreffende Wirt seine Räume auch zu politischen und gewerkschaftlichen Versammlungen hergibt. Alle Billetts zu Veranstaltungen in gesperrten Lokalen sind stets entschieden zurückzuweisen. An die Arbeitervereine'der größeren Städte richten wir wiederum die Aufforderung, sich bei ihren Ausflügen und Partien streng nach der Lokalliste zu richten, um dadurch unsere Genossen in den Provinzorten in ihrem äußerst schlvierigen und opferreichen Lokalkampfe wirksam zu unterstützen. Jeder muß dessen eingedenk sein, daß der Kampf um die Erringung von Ver- sammlungsräumen ein Kampf um das Versamm- lungSrecht ist; wo uns Säle zu Versammlungen zurVerfügungstehen.dortkönnenwirunserVer» sammlungsrecht erst wirklich ausnützen. Deshalb: Beachtet die Lokalliste! Des weiteren ersuchen wir die Vorstände und Komitees, bei allen ihren Veranstaltungen dafür zu sorgen, daß das notwendige Bedienungspersonal stets vom kostenlosen Arbeitsnachweis des Ver- bandes deutscher Gastwirtsgehülfen bezogen wird.(Ortsverwaltung Berlin, Gr. Hamburger Straße 18/19. Tel. Amt III 1813.) Außerdem ist es im eigenen Interesse der Vereine selbst dringend notwendig, daß allen Verträgen mit Lokalinhabern eine Klausel angefügt wird, wonach für den Fall, daß das betreffende Lokal später für Arbeiterversammlungcn verweigert werden sollte, der Vertrag seine Gültigkeit verliert. Alle sonstigen Anfragen, Mitteilungen usw. sind stets durch die in der Lokalliste angegebenen Kommissionsmitglieder an den Ob- mann der Lokalkommission zu richten, soweit Lokale Berlins und der Kreise Nieder-Barnim, Teltow-Bceskow und Potsdam-Ost- Havelland in Frage kommen. Für die übrigen Provinzorte sind alle Anfragen direkt an den Obmann zu richten, in keinem Falle jedoch direkt an die Redaktion des„Vorwärts"; dies bitten wir zu beachten. Zum Schluß ersuchen wir die Parteigenossen, die jeweilige Lokalliste stets bis zum Erscheinen der nächsten aufzubewahren, sowie von allen in der Zwischenzeit eintretenden etwaigen Aende- rungen Notiz zu nehmen. Für verloren gegangene Listen kann jederzeit Ersatz von allen Kommissionsmitgliedern bezogen werden. Tie Lokalkommission. Zur Lokalliste. Am Sonnabend, den 12. d. M. veranstaltet der „R a u ch k l u b Havanna" im Lokal„Zur grünen Linde" in Lankwitz sein Stiftungsfest. Wir ersuchen, alle etwa angebotenen Billetts entschieden zurückzuweisen, da das genannte Lokal der Arbeiterschaft nicht zur Verfügung steht. Außerdem machen wir die Mitglieder obigen Vereins, soweit dieselben einer modernen Arbeiterorganisation angehören sollten, auf die eventuellen Folgen eines BohkottbrucheS aufmerksam. Die Lokalkommission. Die Genossen vom Gesundbrunnen(VI. Kreis) veranstalten am morgigen Sonntag im VolkSgarten in der Behm- siraße ihr Herbstsest. Das Komitee hat sich bemüht, den Genossen und deren Angehörigen einige recht angenehme Stunden zu bereiten durch das Arrangement eines guten Konzerts. Daneben werden Spezialitäten für Ernst, Scherz und Humor sorgen; Arbeitersänger werden das Arbeiterlied zu seinem Recht verhelfen und ein Feuer- werk wird den Abschluß der Veranstaltung bilden. Daß auch für die Kleinen gesorgt ist, versteht sich und Tanzlustige werden gleichfalls reichliche Gelegenheit finden, das Tanzbein zu schwingen. Natürlich wird bei dem geringen Eintrittspreis aus recht zahlreiche Beteiligung der Parteifreunde gerechnet._ Tegel. Sonntag, den 6. September, früh 8 Uhr findet von den bekannten Bezirkslokalen aus eine Handzettelverbreitung statt. Montag, den 7. September, abends S'/a Uhr Volksversammlung in W. Trapps Festsälen, Bahnhofstraße 1. Tagesordnung: Staat. Kirche und Schule. Referent LandtagSabgeordneter Genosse Adolf H o f f m a n ir. Berliner JVacbncbtei� Ans der Jnngfcrnheide. Obwohl keine Seen die Jungfernheide durchziehen, ist sie als Ganzes doch feuchter als der Grunewald. Sie ruht auf einer tiefen Niederung, die von einer feuchten Wiesen- und Erlbruchpartie, der Mäckernitz, durchzogen wird, und diesen Umständen hat sie es zu verdanken, wenn sie länger in den Herbst hinein ihre Frischheit behält. Die aus Nadelholz, Not- und Weißbuchen, Erlen und anderen Holzarten bunt zusammen- gesetzten Waldbestände bergen eine Menge Unterholz, das vor- wiegend aus Brombeersträuchern besteht, die ihrerseits wieder allerlei hohen Kräutern Unterschlupf gewährt. So fällt hier der Grasboden fort, der im Grunewald auf weite Strecken vorherrscht, kurz, der Charakter beider Wälder ist grund- verschieden. Die Mäckernitz. die vom Herbst bis tief in den Frühling hinein oft eine Wasserwüste ist. aus der die Stämme hervor- ragen, ist zurzeit leidlich begehbar. Ein dichtes Gewirr, aus Nesseln und Hopfen gebildet, umkleidet die Erlen. An günstigen Stellen klettert der Hopfen liancngleich an fünf Meter an den Bäumen in die Höhe. Die breiten lappigen Blätter werden nach oben hin schmäler und lassen die herabhängenden weiblichen Blüten frei, die als gelbliche, über haselnußgrotze Kätzchen herabnicken. Sie sind es, die ausgereift jenen bitteren Stoff liefern, der dem Biere zugesetzt wird. An freieren Stellen fallen uns Ahornbäumchen auf, deren Blätter wie mit pfenniggroßen schwarzen Tintenflecken gesprenkelt sind. Es ist der Ahornblattpilz, der regelmäßig gegen den Herbst fast alle Ahornbäume befällt, anscheinend, ohne ihnen zu schaden. Denn die befallenen Blätter sind ohnedies im Begriffe, sich zu verfärben, um bald vergilbend zu Boden zu sinken. Durch die Mäckernitz zieht sich ein schmales Bächlein, das zur Wasserzcit fließt und grünt, jetzt aber bis auf einige mit Wasserlinsen überzogene Pfützen versiegt ist. Eine Un- zahl von Fröschen und Kröten hat hier ihre Brut aufgezogen. Bei jedem Schritte, den wir in der Nähe der Wasserrinne machen, springen zu Dutzenden kleine Fröschchen im Grase herum, die noch nicht lange ihre Umwandlung von der Kaulquappe zum braunen Grasfrosch vollendet haben und nun auf dem bisher fremden Elemente der festen Erde heimisch zu werden suchen. Berliner Asqlverein für Obdachlose. Im Monat August nächtigten im Männerashl 21 667 Personen, wovon 10 810 badeten, im Frauen- asyl 4729 Personen, wovon 2331 badeten. Arbeitsnachweis wird er- beten für Männer: Wiesenstr. 6S/ö9, für Frauen: Colberger straße 30. Auf der Abonnentensuche. Der Verlag eines BlättchenS, das den Titel„Berliner Gerichts-Zeitung" trägt, sucht Abonnenten in der Weise zu werben, daß er Reisende aus- sendet, die von Haus zu Haus gehen und besagtes Blättchen anbieten. Ein Gastwirt P., der in seinem Lokal von einem solchen Werber heimgesucht wurde, berichtet uns über die Erfahrungen, die er mit dem Reisenden bezw. dem Verlag gemacht habe. Auf die„Berliner Gerichts-Zeitung" zu abonnieren, habe P. in be- stimmtestcr Form abgelehnt. Als aber seine Frau den Reisenden getröstet habe, man könne es sich ja noch überlegen, habe dieser gesagt, dann werde er sich wenigstens die Adresse notieren. Einige Zeit nachher kam zu Herrn P. ein Bote, überbrachte ihm die „Berliner Gerichts-Zeitung" und verlangte Bezahlung deS Abonne- ments. P. lehnte das Blatt ab, verweigerte die Bezahlung und erklärte, er habe nicht abonniert. Daraufhin ging ihm von der „Berliner Gerichts-Zeitung" ein mit„Hans Steinle" unter- zeichnetes Schreiben zu, das folgendermaßen begann:„Laut mir vorliegendem, von Ihnen unterschriebenen Be- st e I l s ch e i n haben Sie bei meinem Reisenden die„Berliner Gerichts-Zeitung" abonniert. Wie mir mein Bote angibt, weigern Sie sich aber, dieselbe zu bezahlen. Ich vermute, daß dies nur auf einem Irrtum beruht, denn Sie haben laut Schein die Zeitung aus ein Jahr abonniert, sind daher verpflichtet, dieselbe ab- zunehmen. Eventuelle andere mündliche Abmachungen mit dem Reisenden sind laut Aufdruck auf dem Bestellschein ungültig. Daher bedaure ich recht sehr, eine Abbestellung nicht annehmen zu können. Die Zeitung geht Ihnen nochmals zu, und ich bitte, dieselbe bezahlen zu wollen." Herr P. versichert uns, er wisse nichts davon, daß er einen Bestellschein unterschrieben habe. Herr Steinle schreibt, P. sei laut Schein„verpflichtet", die Zeitung ab- zunehmen. Es scheint jedoch, daß dieser Herr Steinle selber sich von dem bloßen Hinweis auf den„unterschriebenen Bestellschein" nicht allzuviel Wirkung verspricht. Er hat es für ratsam ge- halten, seinen Mahnbrief ausklingen zu lassen in eine Auf- Zählung all der Genüsse, die die„Berliner Gerichts- Zeitung" ihren Lesern bieten werde. Der Brief schließt:„Ich hoffe daher, Sie zu meinen dauernden Abonnenten zählen zu dürfen, und zeichne in dieser Erwartung hochachtungsvoll„Berliner Gerichts-Zeitung" HanS Steinle." Herr P. hat sich auch hierdurch nicht animieren lassen, die Hoffnung des Herrn Steinle zu er- füllen. Er wird den Brief der Staatsanwaltschaft übergeben und sie um Untersuchung der Angelegenheit bitten. Der Mitgliederbestand der Krankenkassen ist in Groß-Berlin bis zum August weiter heruntergegangen. Anfang August 1908 wurden bei den OrtS-, Fabrik- und Jnnungs-Kranken- lassen gezählt in Berlin nur noch 713 614 Mitglieder, in den nächsten Vororten 127 620 Mitglieder, in Berlin samt diesen Vor- orten 841 234 Mitglieder. Von Juli bis August verminderte sich der Mitgliederbestand in Berlin allein wieder um 3534, in den nächsten Vororten nur«yn 314, in Groß-Berlin um LL4S. Da- gegen war im Jahre 1907 von Juli bis August die Mitgliedcrzahl gestiegen in Berlin noch um 8139, in den Vororten um 369, in Groß-Berlin um 8499. Anfang August vorigen Jahres wurden gezählt in Berlin noch 728197 Mitglieder, in den Vororten 124 909 Mitglieder, in Groß-Berlin 853 097 Mitglieder. In den zwölf Monaten von August 1 9 07 bis August 1908 ist hier- nach der Mitgliederbestand der Krankenkassen in Berlin um 14 583 heruntergegangen, in den Vororten um 2720 gestiegen, in Groß- Berlin um 11 863 heruntergegangen. Sondert man die Mit- glieder in männliche und weibliche, so ergibt sich für diesen zwölf- monatigen Zeitraum bei den männlichen Mitgliedern in Berlin eine Abnahme von 460 952 auf 450 937, in den Vororten eine Abnahme von 88 685 auf 87 641, in Groß-Berlin eine Ab- nähme von 549 637 auf 538 578, bei den weiblichen Mit- gliedern in Berlin eine Abnahme von 267 245 auf 262 677, in den Vororten eine Zunahme von 36 215 auf 39 973, in Groß-Berlin eine Abnahme von 303 460 auf 302 656. Verkehrswesen. Der Polizeipräsident teilt mit: Nachdem ich durch Bekannt- machung vom 29. Juni d. I. auf die wesentlichsten Grundsätze hin- gewiesen habe, welche behufs leichterer und sicherer Abwicklung des Verkehrs aus den öffentlichen Straßen vom Publikum befolgt wer» den müssen, gebe ich weiter bekannt, daß ich die Schutzleute ange» wiesen habe, auf die Durchführung dieser Grundsätze ihre volle Aufmerksamkeit zu richten. Namentlich werden die Wagenführer angehalten werden, die Bestimmungen des Z 26 der Straßenordnung, nach welchen scharf rechts an der Bordschwelle gefahren werden soll, und in linke Seitenstraßen in weitem Bogen einzu- biegen ist, auf das genauste zu befolgen. Ferner werden die Führer von Kraftwagen beim Kreuzen von Straßen, beim Um- biegen um die Ecken und bei Fahrten ohne Insassen zu lang- samerem Fahrun veranlaßt und nötigenfalls zur Anzeiae gebracht werden»'__ Hofkunst. Im Opernhause wird seit einigen Tagen ein neues Stück: „Sardanapal" betitelt aufgeführt, dessen geistige Urheberschaft dem Kaiser zugeschrieben wird. Es ist ja bekannt, daß der Kaiser sich neben anderem auch auf künstlerischem Gebiete betätigt. Bisher konnten wir in unserem Blatte eine Besprechung der kaiserlichen Schöpfung nicht bringen, weil es uns nicht möglich war, ein Billett zu den Vorstellungen— auch nicht für gutes Geld— zu erhalten; für die Leitung der königlichen Theater scheinen wir nicht zu existieren. Wir gedenken niorgen eine Kritik veröffentlichen zu können. Was bisher über das Stück mitgeteilt ist, lautet nicht gerade schmeichelhaft. Allgemein geht das Urteil dahin, daß„Sar- danapal" jeden künstlerischen Inhalts bar ist. Nichtsdestoweniger scheint der Kaiser großen Gefallen daran zu finden, denn er hat der Aufführung dreimal hintereinander beigewohnt; am Montag zur Generalprobe, am Dienstag, am Tage der ersten Aufführung mit geladenen Gästen, und am Mittwoch, an dem Diplomaten und die Spitzen deS Militärs geladen waren. Nach dem ersten Akt be- fahl der Kaiser, nach einem Bericht deS„Lokal-Anzeiger", einige Damen des Balletts in den Konzertsaal, um seiner Gattin die Kostüme zu zeigen.(Kostüme sollen übrigens die Hauptsache sein.) Nach dem zweiten Akt hat der Kaiser den r höheren Beamten der Generalintendantur seine Anerkennung ausgesprochen und zahlreiche Dekorationen und Geschenke verteilt. Selbst Orden sind aus diesem Anlaß verliehen worden; die Zahl ist gar nicht einmal gering. Dem Major Laufs und dem Professor Schlar überreichte der Kaiser wertvolle Geschenke. Auch zahlreiche andere Beamten der königlichen Theater bekamen Geschenke und Dekorationen. Wer die Hoflunst kapiert, ersteut sich auch der Hofgunsk Alkoholhaltiges Konfekt. Der Polizeipräsident veröffentlicht folgende Warnung: Es sind in neuerer Zeit vielfach Konfekte>— Bonbons, Zuckerbohnen, Pralines usw.— in den Handel ge- kommen, welche mit Schnaps verschiedener Art, darunter oft mit sehr minderwertigem, gefüllt sind. Angestellte Untersuchungen mit diesen Konfektarten haben ergeben, daß der Alkoholgehalt in den- selben oft ein sehr erheblicher ist. So enthielten 15 Stück eines solchen Konfekts, die etwa 100 Gramm wogen, zusammen ungefähr einen Eßlöffel voll Trinkbranntwein, bei einem Preise von 23 Pf. Es sind auch bereits Fälle vorgekommen, in denen erwachsene Personen durch den Genutz eines solchen Konfekts berauscht worden sind. Um so mehr aber werden solche Konfekte den Kindern ge- fährlich, denen im Interesse ihrer Gesundheit der Genuß alkohol- haltiger Flüssigkeit in jeder Form untersagt werden sollte. Es wird insbesondere Aufgabe der Eltern und Erzieher sein, den ihrer Obhut anvertrauten Kindern»nd Pfleglingen den Genuß solcher Konfekte zu verbieten. Der Verein der Kinbervolksküchen teilt mit: In vielen Fa« mitten erhalten die Kinder kein Mittagessen, weil die Mütter aus dem Hause arbeiten, oder weil die Hauptmahlzeit ersts abends ge- kocht wird, wenn der Vater aus Arbeit kommt. Der Verein für Kindervolksküchen verabreicht in seinen Küchen an den Wochentagen, mittags von 12 bis 2 Uhr, solchen Kindern ein reichliches, nahr- Haftes Mittagessen für 10 Pf. Speisemarken sind in den mit Vereinsplakaten versehenen Geschäften zu haben; auch sind in den Küchen die Verkaufsstellen zu erfahren. Die Küchen befinden sich: Nr. 1 Frciligrathstraße 7, Nr. 2 Bredowstraße 22, Nr. 3 Anton- straße 35, Nr. 4 Grünthaler Straße 17, Nr. � Swinemündcr Straße 26, Nr. 6 Senefelder Straße 3, Nr. 7 Miulackstraße 35, Nr. 3 Wilhelm-Stolzestraße 10, Nr. 9 Gubener Straße 13, Nr 10 Förster Straße 51, Nr. 11 Waßmannstraße 11, Nr. 12 Gleim» straße 13. Verstärkung der Kunstdeputation. In der geheimen Sitzung der Berliner Stadtverordnetenversammlung wurden zu Bürger- deputierten und Mitgliedern der städtischen Kunstdeputation ge- wählt: Kunstmaler Rudolf Schulte in Hofe, erster Vorsitzender des Vereins Berliner Künstler, und Bildhauer Pros. Fritz Schaper, Mitglied des Senats und königlichen Akademie der Künste» Räuberischer Ueverfall auf eine Hauswirtin. Ein schwerer Raubmordversuch wurde gestern in der vierten Nachmittagsstunde in der Potsdamer Straße 76a verübt. Dort ver- suchte der in der Siegsriedstt. 7 wohnhafte Gaskontrolleur Adolf Blühmel die in der zweiten Etage des HouseS Potsdamer Straße 76a wohnende 60jährige Hausbesitzerin Elisabeth Stolt geb. Füller mittels eines stumpfen Instruments durch Schläge auf den Kopf zu töten. Als der Täter sich in seinem Vorhaben gestört sah, stürzte er sich auS dem Fenster auf die Straße hinab, wo er mit zerschmetterten Gliedern halbtot liegen blieb. Ueber die näheren Einzelheiten dieser entsetzlichen Tat erfahren wir noch folgendes: Die in dem Hause Potsdamer Straße 76a wohnende HauS« besitzerin Elisabeth Stolt ist schon seit mehreren Jahren Eigentümerin des Hauses. Gestern nachmittag legte sich nun die sechzigjährige Frau gegen zwei Uhr zu einem kurzen Mittagsschlaf nieder, bis sie gegen Sl/3 Uhr durch Klingeln an ihrer WohmmgStür geweckt wurde. Als sie öffnete, stand vor ihr ein Kontrolleur der Gasanstalt, der angab, den Gasmesser prüfen zu wollen. Da derselbe Mann schon öfter in gleicher Eigenschaft im Hause tätig gewesen war, so ließ sie ihn unbehindert die Wohnung betteten. Er machte sich zuerst auch mit seinem Werk- ,euae au dem Gasmesser zu schlafen und rief dann und Frau Stolt herbei unter dem Bortvande, daß irgend ettvas an dem| Tektere im 11. Medizinalbezirk, zu dem u. a. die Wallstraße antragt, die Zahlung schon bom 1. Oftober 1907 ab zu gewähren. Apparat entzwei fei. Als die Frau sich nun ahnungslos büdte, um mit ihren alten schlechten Häufern gehört. In diesem Stadtverordneter Genoffe Pied meint, die Straßenreinigungs den Schaden zu besehen, schlug der Unhold plöglich mit dem Gasschlüssel Medizinalbezirke sind überhaupt seitens der Stadtärzte die arbeiter schnitten sich in ihr eigenes Fleisch mit ihrem Antrage auf Stundenlohn, da ihnen sicher viele Abzüge gemacht werden für die auf die Wehrlose ein. Auf das Hilfegeschrei der Ueberfallenen eilten meiſten Krankheitsfälle zur Behandlung gekommen, Beiten, wo sie nicht zu arbeiten brauchen, wie z. B. bei Schlackmun mehrere Hausbewohner herbei, konnten jedoch nichts ausrichten, mußten seitens der Armenverwaltung die meisten laufenden und Frostwetter, die sie beim Monatslohn stets mitbezahlt erhielten. bis ein herbeigerufener Schutzmann die Türfüllung gewaltsam einschlug. und Sonderunterstützungen gewährt werden. In diesem Er beantragt, die Lohnberechnung allgemein nicht nach Stunden, Der Attentäter hatte indessen nochmals auf die Greifin eingeschlagen Bezirk tamen auch in der stadtärztlichen Praxis die meisten sondern nach Wochen vorzunehmen und vor allen Dingen die neunund sich dann an die Untersuchung der Spinden gemacht. Durch das Krankheitsfälle an Tuberkulose und an Erkrankungen der stündige Arbeitszeit im städtischen Betriebe einzuführen. Den An Eindringen der Hausbewohner wurde er jedoch in seinem Vorhaben Atmungsorgane im Rechnungsjahr 1907 bor. Im ganzen trag lehnt die Versammlung ab, stimmt aber sonst der Magistrats, gehindert und um seinen Verfolgern nicht in die Hände zu fallen, wurden von den Stadtärzten im Jahre 1906 6404 Strankheits- vorlage mit der Maßgabe zu, daß der Stundenlohn schon vom dieser Kommission faßte er den Entschluß, aus dem Fenster zu springen. Er schwang sich fälle behandelt und im Jahre 1907 7503 Fälle, davon 1907 1. Juli cr. an gezahlt wird. Auf Anregung der Gasdeputation und namentlich des Genossen Bied, der auf das Fensterbrett, lief einige Schritte an der Fassade entlang und Erkrankungen der Atmungsorgane 969 Fälle, Erkrankungen Zeit Kaffee unentgeltlich geliefert. Es wird nun zur Anschaffung stürzte sich dann auf die Straße hinab. Hier blieb er laut wimmernd der Nerven- und Sinnesorgane 758 Fälle, Erkrankungen angehört, wird den Arbeitern der städtischen Gasanstalt seit einiger liegen, indem er nach seiner armen Frau verlangte. Beide Verletzte wurden der Verdauungsorgane 705 Fälle, Tuberkuloseerkrankungen 654 einer Kaffeekochmaschine eine Summe von 255 M. gefordert. Stadt mittels Wagen nach dem nahebelegenen Elifabeth- Krankenhause in der Fälle, im Vorjahre 654 Fälle, Erkrankungen an Auämie verordneter Genosse Schmidt I bedauert, daß man mit der Vor Lützowstraße gebracht. Hier wurden bei der Frau Stolt, nachdem ihr( Blutarmut) 634 Fälle, gegen 462 Fälle im Vorjahre, an lage so lange gezögert und verlangt, daß den Arbeitern nicht nur die Haare abgeschoren waren, 18 Hiebwunden festgestellt. Außerdem Strophulose 387 Fälle, gegen 282 Fälle im Vorjahre und ein bestimmtes Quantum, sondern in unbegrenztem Maße Kaffee ges Dem Wunsche soll Rechnung getragen werden. Die war das eine hr halb abgerissen und ein Finger ge- an anderen Störungen der Ernährung 206 Fälle, gegen geben werde. brochen und zersplittert. Troß dieser schweren Verletzungen 132 Fälle im Vorjahre. Die Krankheitsfälle an den letzten Borlage wird genehmigt. Abermals beantragt der Magistrat die Reisekosten für die Besichtigung von Gaskammeröfen in München. glauben die Aerzte, fie noch am Leben erhalten zu können. Blühmel, drei Strankheiten haben in der stadtärztlichen Praris im letzten Diesmal hat er aber die Kosten um zirka 500 m. ermäßigt. Beim der es anscheinend auf die in der Wohnung aufbewahrten Jahre am meisten zugenommen, die Strophulose um 105 Fälle, erstenmal wurden zirka 1400 m. gefordert, jezt nur noch Mieten abgesehen hatte, wurde in halbtotem Zustande eingeliefert. Die Anämie um 172 Fälle und die Erkrankungen an anderen 919,20 m. Es entspiunt sich über diese Angelegenheit wieder Außer einem komplizierten Beinbruch hat auch die Störungen der Ernährung um 74 Fälle. Und gerade diese eine längere Debatte. Wirbelsäule Schaden erlitten. Dennoch dürfte er eben- Krankheiten entstehen infolge schlechter und ungenügender der falls mit dem Leben davonkommen. Ernährung, sie sind also eine Folge der gewissenlosen vereins Nahrungsmittelverteuerung! Eigentümlich ist die Begründung, welche Stadtverordnete und Vorsitzende des Grundbesizers Siefert für die Vorlage macht. Er meint nämlich, durch die Kammeröfen würden Arbeitskräfte erspart, die erhielten und die Arbeit einstellten, daß die Stadt im Dunkeln bleibt. Auf schreckliche Weise ums Leben gekommen ist die Frau des So förderlich für die Erhaltung der Gesundheit die Handhabung sei sehr einfach und es würde dadurch die Gefahr be jetzigen Pächters des von unseren Moabiter Parteigenossen oft als Tätigkeit der Stadtärzte, der Schulärzte und der Aerzte der ſeitigt, wenn die Gasarbeiter einmal nicht eine höhere Lohnforderung Versammlungslokal benutzten Moabiter Gesellschaftshauses" in der Wiclefstraße. Die unglückliche Frau Brünning befand sich in der Säuglingsfürsorgeſtellen und der Tuberkulosefürsorgestellen Stadiv. Genosse Schmidt I fertigt den Redner in kräftiger Weise Nacht von Sonnabend zu Sonntag in dem Restaurant Holz, Wald daher auch ist, den Schaden, den die Nahrungsmittel- ab. Die Vorlage wird zum zweiten Male abgelehnt.- Bekanntlich straße 18. Morgens gegen 3 Uhr öffnete sie eine Tür des Gast- verteuerung der Volksgesundheit zufügt, können auch sie, wie hat die Spandauer Stadtverordneten- Versammlung den Anlaß gegeben, daß für den Grafen Zeppelin in ganz Deutschland Sammzimmers, um die Toilette aufzusuchen. Als sie die Tür geöffnet vorstehende Zahlen zeigen, nicht verhüten. Die damalige Spandauer Anregung hatte, stürzte Frau Brünning mit lautem Aufschrei die hinter der Eine Neuerung ist in der Waisenpflege von Charlottenburg ge- lungen veranstaltet werden. Tür befindliche unbeleuchtete Kellertreppe hinab, an deren unterſten troffen worden. Die Verhältnisse machen es mitunter notwendig, beim deutschen Städtetag, die Angelegenheit in Fluß zu bringen, ist ja nun Stufen sie, wie es heißt, mit gebrochenen Armen liegen blieb. Aber daß ein Pfleger ohne Zeitverlust bestellt wird. Dem Amtsrichter ist durch die Ereignisse, durch das Verbrennen des Zeppelinschen Ballons auch schwere innere Verlegungen muß die Verunglückte davongetragen eine geeignete Persönlichkeit nicht bekannt. So muß er sich erst an überholt worden insofern, als viele Städte schon Gelder für Zeppelin haben, denn bereits zwei Stunden nach dem Unfall trat der Tod den Waisenrat oder andere Behörden wenden, um Vorschläge ge- bewilligt hatten. Inzwischen ist nun auch noch das große BrandDer Magistrat beantragt ein. Ein durch den Unfall herbeigeführter Herzschlag soll den Tod eigneter Persönlichkeiten zu erbitten. Um den damit notwendiger- unglück in Donaueschingen eingetreten. herbeigeführt haben. Am Mittwoch erfolgte die Beerdigung der weise verbundenen Zeitverlust zu vermeiden, hat das Königliche nunmehr, für den Grafen Zeppelin 2000 Mark und für die Amtsgericht Charlottenburg den Gemeindewaisenrat daselbst ersucht, Abgebrannten von Donaueschingen 1000 M. zu bewilligen. Es find Auf dem Potsdamer Platz von einem Privatautomobil( Auto ihm eine Liste solcher Personen, Herren und Damen, zu übersenden, zu dieser Angelegenheit noch einige Schreiben eingegangen und zwar Nr. 1A 3044) überfahren wurde gestern, Freitag, nachmittag um die geeignet und bereit sind, in eiligen Fällen, wo die Dringlichkeit vom Vorsitzenden des Ganswindtschen Instituts, Herrn Jacobjohn, 2½ Uhr der Gepäckträger Ehrenberg aus der Trebbiner Straße 12. ein Angehen des Waisenrats um Vorschlag eines Pflegers nicht ge- und von einem Herrn v. Bellay, die auch für ihre Luftballon Der Waifenrat hat Erfindungen Unterstützungen haben wollen. Die Magistratsvorlage Derselbe wollte den Fahrdamm überschreiten und lief vor einem stattet, sofort eine Pflegschaft zu übernehmen. Ueber den im Bau begriffenen Spandauer Straßenbahnwagen vorbei, als in demselben Moment das Auto- darauf jezt an alle in der Armen- und Waisenpflege einschließlich wurde genehmigt. Offen sprach sich fonnte aber doch nicht mehr verhüten, daß Ehrenberg umgestoßen Damen die Bitte gerichtet, möglichst bald ihre Bereitwilligkeit, solche hierüber ein von den Stadtverordneten Diedrich und Genossen mobil angefahren fam. Der Chauffeur bremste mit aller Kraft, des freiwilligen Erziehungsbeirats ehrenamtlich tätigen Herren und Hafen wurde schon seit längerer Zeit gemunkelt, daß man denselben an eine Privatgesellschaft verpachten wollte. wurde und ihm das linke Vorderrad über das Geficht ging. Er er Pflegschaften zu übernehmeu, dem Waisenrat mitzuteilen. eingebrachter Antrag aus, der verlangt: litt eine schwere Gehirnerschütterung und einen Bruch des Nasenbeins. Der Verunglückte wurde mit dem Automobil nach dem Elisa- Lichtenberg. bethkrankenhaus in der Lühowstraße gebracht. verunglückten Frau. Nach den bisherigen Ermittelungen über den Ursprung der Gerüchte Der lehte Ausweg. Großes Aufsehen erregte vorgestern am über den Bankrott der Friedrichsberger Bant haben die früheren Habsburger Ufer die Tat eines Lebensmüden. Der 23 Jahre alte Angaben, daß die erste Verbreitung in einem Lokale in der FrankDreher Mar Kauß aus. Magdeburg war nach Berlin gekommen, furter Allee entstanden ist und dann durch Angestellte der Eckertschen um hier Beschäftigung zu suchen. Aber vergeblich wanderte er Fabrik und durch Mitteilung an die Lehrer der Gemeindeschulen von einer Arbeitsstelle zur anderen. Da er feinen anderen Aus- weiter ausgedehnt wurde, ihre Bestätigung gefunden. Ob einzelne teg mehr wußte so faßte er den Entschluß, sich das Leben zu Lehrer die Kinder direkt aufgefordert haben, die Eltern zur Abnehmen. Er sprang am Habsburger Ufer in den Spreekanal und hebung der Spargelder zu veranlassen, wie von einer Seite be= ging sofort unter. Schiffer, die vom Publikum aufmerksam ge- hauptet wurde, ist dagegen nicht erwiesen. Bemerkenswert ist, daß macht worden waren, ruderten hinzu, und als der Lebensmüde fast gleichzeitig das Gerücht in den Schulen in der Kronprinzen-, wieder emportauchte, wollten sie ihn in den Kahn ziehen. A. setzte Scharnweber- und Dorfstraße verbreitet wurde, und es scheint fast, seiner Rettung jedoch mit aller Straft Widerstand entgegen. Nur als ob die Nachricht telephonisch weitergegeben worden ist. Nachdem mit Gewalt fonnte er dem nassen Element entrissen werden. In die Direktion der Friedrichsberger Bant am gestrigen Tage einen besinnungslosem Zustande wurde er dann nach dem Krankenhause formellen Strafantrag gegen die Urheber der falschen Gerüchte geGerner hat sich der 50 Jahre alte Mechaniker stellt hat, dürfte bald eine gerichtliche Klarstellung der Sachlage er Moabit gebracht. Wilhelm B. aus der Jägerstraße 55 in Rigdorf das Leben ge- folgen. nommen. Er erhängte sich am Küchenspind. Arbeitslosigkeit sollen Weißenfee. den Lebensmüden zu dem Schritt veranlaßt haben. Die Parteigenossen sowie alle Krankenkassenmitglieder weisen wir Ein Kaffenschwindler, der zahlreiche Schwindeleien verübt hat, auf die am Montag, den 7. September, abends 8 Uhr, im Schloß ist vorgestern durch die Kriminalpolizei in Steglih unschädlich ge- Weißensee" stattfindende öffentliche Mitgliederversammlung der macht worden. Der gefährliche Bursche hatte einem Schlafkollegen Ortsfrankentasie hin. Es kann an dieser Versammlung, welche sich namen Nohn die Papiere gestohlen und auf Grund derselben auch mit der Heimarbeiterversicherung beschäftigen wird, jedermann überall Stellung erhalten. Er ließ sich als Staffierer engagieren teilnehmen. Legitimation ist nicht nötig. und verschwand nach wenigen Tagen wieder unter Mitnahme eintassierter Gelder. Aehnliche Betrügereien hat der Gauner, der Brit- Buckow. mit dem wahren Namen Söhns heißt, auch in anderen großen Städten Deutschlands verübt und so manche Polizeibehörde fahndete nach dem Schwindler. In Steglik sollte er vorgestern von seinem Schicksal ereilt werden. S. wurde in das Moabiter Untersuchungsgefängnis gebracht. Eine Ringkampffonkurrenz hat in der Neuen Welt" in der Hasenheide begonnen. Die Wahlvereinsversammlung am Sonntag hörte zunächst ein Referat des Genossen Ungar über das Thema:" Was hat das Christentum den Armen gebracht?" Das Interesse am Vortrag war ein reges, wie auch die Diskussion bewies, an der sich die Genossen Sigrist, Hademat, Beuthmann sowie die Genoffinnen Vogt und Beuthmann, beteiligten. Zum Schluß wurde noch zum Austritt aus der Landeskirche aufgefordert. Spandau. 1. unverzügliche Verpachtung des Hafens oder eines Teiles an eine leistungsfähige und fapitalkräftige Gesellschaft zu bes treiben, 2. die Bekanntmachungen bezüglich der Verpachtung in ge eigneter Weise und an geeigneten Orten vorzunehmen. 3, möglichst etwaige Aufstellungen von Krananlagen, Speichergebäuden usw. bis zum Abschluß eines Pachtvertrages zu unter Laffen. Unsere Genossen traten sämtlich gegen eine solche Verpachtung Berlin danach hinstrebe, alles in eigene Regie zu Без ein und wiesen darauf hin, daß man allerorten, namentlich in fommen. Wenn nun die Versammlung auch den Antrag ablehnte, so sprach sich doch die Mehrheit dahin aus, daß der Hafen nicht prosperieren werde, wenn man ihn nicht an eine Gesellschaft verpachte. Eine diesbezügliche Vorlage werde in den nächsten Wochen lommen. Also was man gemunfelt, trifft ein. man will erst eine Privatgesellschaft das Fett abschöpfen laffen und dann nachher unter großen Kosten die Sache selber übernehmen. Der Kommunalfreifinn bleibt sich doch überall gleich. Die übrigen Vorlagen wurden vertagt. Briefkaften der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Lindenstraße Nr. 3, zweiter Sof, britter Eingang, vier Treppen, BW Fahrstuhl wochentäglich abends von 7 bis 9½ 1hr statt. Geöffnet 7 Uhr Sonnabends beginnt die Sprechstunde um 6 Uhr. Jeder Anfrage ist ein Buchstabe und eine Zahl als Wierkzeichen beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Bis zur Beantwortung im Briefkasten tönnen 14 Tage vergehen. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. 7. 40. Ja. Lange 15. 1. Am 1. Dezember 1905 waren im G. 7. Sprechen Sie im Bureau des Zentralverbandes der Mattrer vor. 5. M. 102, Nixdorf. Solche Privatschulen dürften Sie im AdreßKalender verzeichnet finden. Wir lassen uns auf Empfehlungen nicht ein.zwei Streitende. 1. Ja. 2. Bis 6 Monate Zwangshaft auf Antrag und Kosten des Gläubigers. Fr. Plichter, Nummelsburg. Hier wird man eine Regel nicht aufstellen können und die Beurteilung nur aus dem Das Bassagetheater ist zum Saisonbeginn vollständig renoblert Vorgange selbst herleiten können. R. M. 777. Wenden Sie sich mit und recht geschmackvoll ausgestattet worden. Das neue Programm Aus der Stadtverordneten- Bersammlung. Die erste Sigung nach wenden Sie sich mit dem Ersuchen um Ausstellung einer Bescheinigung der Frage an das Bezirkskommando, General- Bape- Straße.- R. K. 99. enthält eine Reihe recht annehmbarer Piecen. An erster Stelle steht eine echt französische Pikanterie:„ Na endlich!", in welcher den Ferien wurde am Donnerstag abgehalten. Die Tagesordnung über die Austrittserklärung und den erfolgten Austritt an das Amtsgericht cin junger Lebemann sein Verhältnis heiratet, um von demselben wies 36 Nummern auf, von denen ungefähr die Hälfte nur erledigt zu Kaiserslautern unter genauer Angabe des Tages der Abgabe Ihrer wurde. Die Versammlung bewilligt debattelos eine Vermittler Austrittserklärung. frei zu werden; gewiß, nichts alltägliches. Der wißige Dialog bietet der Künstlerin Paulette van Roy, die von ihrem Partner Hermann provision von 1 Proz. an die Erste Vorort- Ausstellung zu Berlin Deutschen Reiche ortsanwesende Bevölkerung 29 884 681 männliche PerGersbach wirkungsvoll unterstüßt wird, Gelegenheit, ihr Können für die durch sie vermittelten Landverkäufe im fonen und 30 756 597 weibliche Personen. Geboren wurden im Jahre 1906 N. T. Landrat. zu zeigen. Mit viel Charmé und großer Diskretion spielt sie die Terrain der landhausmäßigen Bebauung am Stadtwald. Man gab 1072 870 Stnaben und 1 011 868 Mädchen, also auf 100 Mädchen 106 Knaben. Wilhelm Pflug. Nein. .. 50. a) Ja. b) Durch Anzeige Rolle des läftig gewordenen Verhältnisses, das im letzten Augen- sich in intereffierten Kreiſen anfangs der Hoffnung hin, daß diese. 48. i. Nein. 2. Nein, Th. 11. 1. Wegen blicke noch versteht, dem ungetreuen Verehrer wieder in Fesseln zu landhausmäßige Bebauung großen Anklang finden und das Terrain beim Amtsvorsteher und Klage beim Amtsgericht. schlagen. Auf dem Gebiete der Akrobatik arbeiten die François sehr bald verkauft sein würde. Man hat sich darin aber etwas ge- Beleidigung verflagen. 2. Durch eigene Recherche. 3. Benn er im Dienst täuscht und sieht sich jetzt, um das Terrain los zu werden, ber- ist: nicht. 100 R. B. Bis zum 2. 10. 08. Jenny 94. Gar nicht. sowie die Emersons mit Gleganz und großem Geschick. anlaßt, Vermittler aufzusuchen und Vermittlergebühr zu zahlen. Falls minderjährige Kinder aus der Ehe vorhanden sind, muß eine gerichtFeuerwehrbericht. In der letzten Nacht um 3 Uhr mußte in der Der Verkauf des Geländes in der Brückenstraße zeitigt liche Auseinandersetzung erfolgen. M. 77. 1. u. 2. Ja. 3. Wenn Sie Prenzlauer Straße 1 ein Balfenlagerbrand gelöscht werden. Der eine längere Debatte. Es ist geplant, die Kanonier- nicht erscheinen, kann Ihre Borführung angeordnet oder Haftbefehl erlaffen F. G. 89. Tragen Sie Ihre Angelegenheit in der 8. Zug hatte in der Bärwaldstraße 69 zu tun, wo in einem Mädchen- straße, die bisher eine Sadgaffe bildete, nach der Brücken- werden S. J. 29. Ja. 2. 5. 22. 1., 2., zimmer Gardinen und Kleider brannten. In der städtischen Straße weiter zu führen, dadurch werden bessere Baublods Borwärts"-Sprechstunde vor. 3. u. 4. Nein. G. 5. 68. Sie werden eine Geldstrafe bekommen. Blindenanstalt in der Oranienstraße 16 brannten Schaldecken. Die geschaffen. Wesentliche Kosten wird die Höherlegung der Straße noch 21. 6. 13. Ja. Rigdorf 1017. Ihr Fall ist nicht fiar genug Gefahr konnte schnell beseitigt werden. Ferner hatte die Feuerwehr verursachen, trozdem bis jetzt noch nicht einmal die Höhenlage genau gefchildert. Gehen Sie in die„ Vorwärts"-Sprechstunde. – M. 3. 9. Ja. in der Memeler Straße 84/85, wo giftige Gase aus einer Sent- festgestellt ist. Nach einer Aufstellung hat die Stadt für die an- 5. 54. 1. Sie haben Anspruch auf Schadenersaz. Es erscheint erforder grube beseitigt werden mußten, in der Frankfurter Allee 160 und getauften und abgerissenen Grundstücke bezahlt 919 000 m. Für den lich, daß Sie fich an einen Anwalt wenden, da Ihr Schaden wohl mehr als anderen Stellen zu tun. Abbruch erhielt die Stadt 11 000 M. Das gesamte Areal ist nun 300 m. beträgt und die Klage vor einem Landgericht erhoben werden muß. in sieben Baustellen eingeteilt und sollen diese einen Kaufpreis von Da die Arbeiten in Berlin zu liefern und die Zahlungen wohl auch hier zu 681 625 M. erbringen. Bei der Debatte über diese Angelegenheit leisten waren, dürfte das Lantgericht I in Berlin zuständig sein. 2. Geschwister sind nicht pflichtteilsberechtigt. Grunow- Schöneberg. 1. Ein wurde auch von einer Seite darauf hingewiesen, daß sich die eine stiller Teilhaber braucht nicht zur Gewerbesteuer als Gewerbetreibender ans Baustelle gut für ein Warenhaus eignen würde. Diese Aeußerung gemeldet zu werden. 2. Verträge tönnen in diesem Falle auch mündlich Nach den Berichten unserer Stadtärzte über ihre Tätig- brachte die Wittelstandsretter wieder auf den Plan. Namentlich geschlossen werden. 3. Das Ihnen nicht gehörige Inventar braucht nicht war es der Stadtverordnete Juwelier Neusch, der den Antrag stellte, mitberechnet zu werden. Im übrigen ist Ihre Frage nicht ganz llar. feit im Rechnungsjahr 1907 machen sich die jetzigen ungünstigen in den Verkaufsbedingungen eine Klaufel aufzunehmen, daß Kommen Sie in die Sprechstunde. 4. Sie brauchen Ihren stillen Teilhaber wirtschaftlichen Verhältnisse gegenüber den Vorjahren durch dort fein Warenhaus errichtet werden dürfe. Natürlich lehnte nicht zur Staffe anzumelden. 5. Für Ihre Swede dürfte Stadthagen, größere Arbeitslosigkeit, geringeren Verdienst, weitere Steige- die Versammlung diesen Antrag ab. Während im großen und Arbeiterrecht" ausreichen. 6. Bergl. 4. A. G. 13. A. 8. 100. Rein. rung der Lebensmittelpreise und der Mieten und infolge dessen ganzen der Vorlage zugestimmt wurde, damit endlich einmal durch größere Armut, schlechtere Ernährung und Zunahme der ein Schritt zum Verlauf des Terrains gemacht werde und die Krankheitsfälle allgemein fühlbar. Die Unterstützungsgesuche Stadt nicht noch einen großen Binsverlust erleidet. Nach der Anan die Armenverwaltung sind von 2330 im Jahre 1906 auf ficht einfichtiger Leute hat man den Abriß der Häuser in der Brückenstraße viel zu schnell vorgenommen. Man hätte ruhig damit so3441 im Jahre 1907, also um 1111, das heißt um nahezu lange warten können, bis die Höhenlage für die neu zu bauende Stallonen 50 Broz. gestiegen. Die Zahl der Kranken, die die Hilfe der Charlottenbrüde feststand. Die Arbeiter der hiesigen StraßenStadtärzte in Anspruch nehmen mußten, ist in vielen Be- reinigung, welche bisher Monatslohn bezogen, haben den Antrag zirken wesentlich gestiegen, in einem Bezirke hat sie sich ver- gestellt, ihnen Stundenlohn zu gewähren. Der Magistrat hat, nachdoppelt und in einem anderen hat sie sich seit dem 1. April dem mit den Arbeiterausschüssen der städtischen Arbeiter Verhand- Swinemde. 757 23 Berlin noch wesentlich erhöht, obgleich ein Teil des Bezirtes lungen gepflogen, diesem Antrag zugestimmt und deshalb die Vor- amburg 758 5 3 bedeckt noch abgezweigt worden biele Personen, lage eingebracht, den Straßenreinigungsmannschaften vom 1. Oftober Frants.a. M. 758 S ist; denn 1908 ab Stundenlohn zu gewähren und den Kolonnenführern München 762 die sonst in den Arzt felbst zu der Lage waren, 10 Mart monats ten bezahlen, mußten sich aus Mangel an Mitteln an den Stadt- außer den ihnen zustehenden Lohn noch 10 lich extra zu zahlen. Seitens des Referenten Stadtver arzt wenden. In der stadtärztlichen Praris tamen 1907 in ordneten Matthias wird beantragt, den Stundenlohn, Charlottenburg seit seit langem langem wieder sechs Fälle von der den Arbeitern tatsächlich etwas mehreinkommen bringt, schon Unterleibstyphus und sechs Fälle bon Ruhr bor, vom 1. Juli cr. ab zu gewähren. Ein anderer Stadtverordneter be Berantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin, Für den Inseratenteil verantw.: Th, Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Vorort- Nachrichten. Charlottenburg. Witterungsübersicht vom 4. September 1908, morgens 8 thr. Barometer stand mm 759 richtung Wind Windstärke Better 3 heiter 3 wollig Temp. n. 6. 5° C. 4° N. Stationen 12 Haparanda Barometerstand mm Wind richtung Windstärke 748D Wetter Temp. n. T. PARTS 6° C.= 4° R. 2 bedeckt 10 11 Betersburg 747 WNW 1 Nebel 758 MN 764 NW 11 5 bedeckt 13 7 12 Scilly 4 Regen 11 berbeen 2 wollig 3 Regen 9 Baris 759 SSW 2 bedeckt 16 763 Still Nebel 10 Wetterprognose für Sonnabend, den 5. September 1908. Bunächst etwas wärmer, vorwiegend trübe mit Regenfällen und mäßigen westlichen Winden; später aufflarend, aber wieder etwas fühler. Berliner Wetterbureau. Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW, Spandauerstr. 4. Seeschlößchen( Klippenstein), Tegel. N.-B. Rest. H. Schlotte, Berlinerstr. Tasdorf N.-B. Alle Lokale gesperrt. Summt. N.-B. Alle Lokale gesperrt. Südende. T.-B. Trapps Festsale( Trebsch), Bahnhofsstr. 1. Rest. Bellevue. Tegelort. N.-B. Rest. Leuchtturm. Rest. Schwan. Dtto Natonz. ( Cottbus- Spremberg). Trattendorf Kein Lokal frei. Tiefwerder a.H. P.-0.-H. Fermum, am Bahnhof. Templin. Martin Müller, Berlinerstr. 41/42. Berlinerstr. 9. Wilhelmsgarten", Georg Mokulys, Tempelhof. T.-B. G. Kupsch, Hoher Steinweg 10. Zehlendorferstr. 4. Berkehrslokal: Wilhelm Bonow, ( Versammlungslokal). Reinh. Preuß, Berlinerstr. 16 Deutsches Wirtshaus, Inhaber Teltow- Seehof. T.-B. W. Fromm, Schüßenhaus, Ber W. Jüttner, Berlinerstraße. B. Gräfe, Bahnhofstraße. H. Gleiche, Bahnhofstraße. H. Lehmann, Bahnhofstraße. Bahnhofstraße. Otto Wolff, Zum Kronprinzen, Bahnhofstraße. Emil Schulze, Gesellschaftshaus, Trebbin. T.-B. Alle Lokale frei. Treptow. T.-B. H. Graf, Beelizerstraße. Ww. Haufe, Boffenerstraße. J. Hirsch, Markt. linerstraße. Jägerheim", Jul. Schmoll. Uetzdorf. N.-B. Guft. Norenz, Breitestr. 254. Fr. Lobbes, Berliner Vorstadt 2. Treuenbrietzen. Frei. Valentinswerder. P.-O.-H. Paul Schlöttke gesperrt. Ausbau, frei. Heinr. Peetsch, Gesellschaftshaus, Vehlefanz. P.-O.-H. Louisenstraße. B. Weihmann.- A. Conrad, R. Thicle.- H. Dtto. Grunow, Wilhelmstr.- Gericke, August Paris, Louisenstr. 17. Velten. P.-0.-H. Bergstr. Vetschau. Vietz. Gasthof zum deutschen Kaiser. Verkehrslokale: Schüßenhaus und Wilsnack.( West- Prignik.) Bätjes Gasthof. ( West- Prignitz) Wittenberge Abert Schulze, Hauptstr. 23. straße, Berkehrslokal. Restaurant Böhm, Oranienburger straße 73. Artushof, Inh. Morik, Berliners Wittenan. H.-B. Friz Alban, Rest. Schweizer- Wittstock.( D.- Brignik.) Waidmannslust. H.-B. Reft. v. Kämpf, Bieger Schmelze. Central- Halle( Gutsche) u. Restaur. Alle Lokale frei. Wilhelmsruh. H.-B. Alle Lokale frei. Wilhelmshagen. N.-B. Alle Lokale frei. Wilhelmsberg. N.-B. Otto Heiser, Bur Dahme". Otto Schuhmann, Wildauer Hof. Wildan. T.-B. Restaurant Franz Winnenberg. ( Cottbus- Spremberg.) Weskow. Stanal". Schwedler, Bum Dder- SpreeSchramm. Rest. am Crossinsee, Inh. Wilh. Wernsdorf. T.-B. Carl Schlottke( fr.Wittenberg). Wernenchen. Fischerstr. 98. Schwarzer Adler,( Inh. Koch), Werder a. d. Havel. August Pötschik. H. Pfeiffer, Zum deutschen Kaiser. Clara. G. Model, Gasthof zur Grube Welzow. Cottb.- Sprbg. Alle Lokale frei. Weissensee. H.-B. Alle Lokale gesperrt. Weissagk bei Betschau. Benthin. P.-O.-H. Weinmeisterhorn, Glienickerstr. 10. Bairischer Hof, Inh.: Bollenzien, straße 40. Fürstenhof, Inh. Philipp, KönigWannsee. T.-B. Alle anderen Lokale sind frei. Rest. Terrasse" gesperrt. Wandlitz- Wandlitzsee. N.-B. häuschen, Dianastr. 26/33. Wilh. Mied, Gesellschaftshaus. ( Waldesluft). B. Miellei, Potsdamerstraße 25 Zehlendorf. T.-B. K. Kadler, Dammhorststr. Restaurant Buchholz, Amtsfreiheit. Zehdenick. P. Behrend, Gafth. z. Palme. Zeesen. T.-B. Brauerei Friedr. Buchholz. Zechin( Frankfurt- Lebus). Hagedorn, Frankfurterstr. 98. Wriezen a. 0. Alle Lokale frei. Woltersdorf( Luckenwalde) Alle anderen Lokale frei Kranichsberg gesperrt Boltersdorfer Mühle und Hotel N.-B. Woltersdorf( Schleuse). Alle Lokale frei. Woltersdorf( Dorf). H.-B. Meißner, Zur Eisenbahn". Starlstr. 12. Zepernick Ame Rotale gesperrt. b. Liebenwalde( N.-B.) Zehlendorf Zossen. T.-B. Berkehrslokal: Restaurant Zieh. ( Ost- und West- Sternberg.) Zielenzig. Dorfstr. 15. Zur Dorfaue", Inh. Lindemann, Albrechtshof( Spethmann). Zeuthen. T.-B. Wasser. Verkehrslokal: Julius Knorr, am Zernsdorf. T.-B. Bum Pant- Schlößchen"( Dftertag). an der Stettiner Bahn. I.-B. straße 10. Züllichau. Alle Lokale gesperrt. Zühlsdorf. N.-B. Zur Klause, Hildegardstr. 5/6. Jny. Stechert. Spichern- Säle, Spichernstraße 3, 114-115. Vittoria- Gartent, Wilhelmsaue Dase. Louisenpark, Wilhelmsaue 112, Inh. Wilmersdorf. T.-B. Jnh. Kiefer gesperrt. Wilhelmsruh( Oberhav.). Berkehrslokal: Kurzner, Baruthers Seddin- See. Gärtner, Berliner Schweiz, am Zwiebusch. T.-B. . Klopsch, Mosauerstraße. Drud: Borwärts Buchdruckerei und Berlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. 68, Lindenstr. 63. Berantwortlich: Richard Henschel, Berlin N. 28, Wollinerftr. 51 II. A für Berlin und die Provinz Brandenburg. Lokal- Lifte Alle Lokale, die keinen Saal haben, find frei! Ausgegeben am 5. September 1908. Kreis Potsdam- Ost- Havelland an August Paris, Velten, Luisenstr. 17. Blumenthalstr. 24, für Streis Teltow- Beeskow an Carl Rohr, Rirdorf, Selchowerstr. 15/16, b. IV; für Betreffenden Kreises zu richten. Für Kreis Nieder- Barnim an Hermann Elias, O. 112, Alle Mitteilungen, Anfragen 2c. find für Berlin an das unterzeichnete Kommissionsmitglied des Vom 1. 10. 1908 ab: N. 58, Hedermünderstr. 17, Ecke Malmöerstr. 21. Dbmann der Kommission: Richard Henschel, N. 28, Wollinerstr. 51, II. = 1 in der Zwischenzeit eintretenden Aenderungen Notiz zu nehmen. Die Lokalkommission. Diese Lifte ist bis zum Erscheinen der folgenden aufzubewahren, und bitten wir, von den wir darum bitten, alle Anfragen möglichst frühzeitig zu stellen. Zu jeder gewünschten Auskunft ist die Kommission jederzeit gern bereit, uur müssen unternehmen zu wollen. dringend, Vereins-, Werkstatt- oder sonstige größere Partien nicht nach diesen Lokalen * bezeichneten Orte bezw. Lokale gelten als frei, jedoch ersuchen wir die Parteigenossen Bur besonderen Beachtung empfehlen wir folgendes: Die in der Liste mit einem P.-O.-H. Für alle übrigen Drte sind Anfragen usw. direkt an den Obmann der Kommission zu richten. bezeichnet: Nieder Barnim= N.-B., Teltow Beeston= T.-B., Potsdam- Dst- Havelland Die zu den genannten dret Kreisen gehörenden Orte sind durch folgende Buchstaben besonders Paul Bartsch, Lessingstr. 32. Lokal- Kommissions- Mitglied: Zum gold. Löwen, Jüdenstr. 55. Balast- Theater, Burgstr. 22. Louisen- Belt, In den Zelten 9a. Dräsels Festfäle, NeueFriedrichst.35. 1. Wahlkreis. Bittoria- Brauerei, Lüzorst. 111/12. Schulze, Mittenwalderstr. 15. Variété Süd- West, Inh. Wilhelm Unions- Brauerei, Hasenheide22/ 31. Thiems Festfäle, Blücherstr. 61. Schwarz, Hasenheide21, Jahnst.8. Schnegelbergs Festsäle, Inh. Carl Emil Schmidt, Lindenstr. 3. Hasenheide 57. Reinhardts Neues Gesellsch.- Haus, Raabes Festfäle, Fichtestr. 29. Mürichs Festfäle, Stegligerstr. 35. Leuchtturm, Fontane- Promenad.15 Linden- Kasino, Lindenstr. 106. Königshof, Bülowstr. 37-40. Kliems Festfäle, Hasenheide 13/15. Hofjäger- Balast, Hasenheide 52/53. Hochbahn- Reft., Tempelhofer Ufer 30. Happolds Brauerei, Hasenheide 32/38 Habels Brauerei, Bergmannstr.5-7. Gründer, Schwerinstr. 13. Grumbach, Schönleinstr. 6. Gramkau, Stegligerstr. 18. Gößmann, Kreuzbergstr. 48. Gliefing, Wafferthorstr. 68. Bohne, Hasenheide 45-47. Bock- Brauerei, Tempelhofer Berg. Anhalt. Ressource, Mödernstr. 114. 2. Wahlkreis.* Berlin. Arminhallen, drinenstr. 110. Megandrinen Festsäle, Meran3. Wahlkreis. Schröder, Fürbringerstr. 27. Lotal- Komm.- Mitglied: Heinrich E. Zühlke, Dennewigstr. 13. straße 58/59. 1 G. Wollschläger, Adalbertstr. 21. nickerstraße 62. Stöpenicker Vereinshaus, Köpe- Walter( Urania), Wrangelstr. 9/10. Köpenicker Festsäle, töpenickerstr.127a Schuhmacher, Stalizerftr. 126. Schlesischen Tor. Köpenickerstr. 96/97. Schode( Drachenburg), Vor dem Sellers Neue Philharmonie", Industrie- Festsäle, Beuthstr. 19/20. Sanssouci, Kottbuserstr. 6. Insel- Festsäle, Inselstr. 10. straße 147. Neichenberger Hof, ReichenbergerJanuszkiewicz, Melchiorstr. 15. Oranien- Salon, Dranienstraße170. Grupes Festsäle, Annenstr. 16. straße 6. dantenstr.77/ 79( Inh.Haberland). Gratwells Bierhallen, Somman- Naunynfestsäle( Hollbach), NaunynGewerkschaftshaus, Engelufer 15. Mar Nomad, Manteuffelstr. 9. Gesellschaftshaus, Prinzenstr. 94. Ufer 2. Fürstenhof, Köpeniderstr. 137/138. straße 39( Inh. J. Meier). B. Frantes Festsaal, Sebastian straße 75( Inh. W. Kube). Feuersteins Festsäle, Alte JakobEnglischer Hof, Neue Roßstr. 3. straße 45( Inh. A. Hoffmann). Dresdener Garten, Dresdeners Dresdener Kasino, Dresdenerstr.96. DietrichsFestfäle, Dresdenerstr.116. Deutscher Hof, Ludauerstr. 15. straße 52/53. Carl König, Urbanstr. 93. City- Hotel( D. Holzky), DresdenerCentral- Festsäle, Alte Jakobstr. 32. Lokal- Kommiffions- Mitglied: Buggenhagen, Morigplatz. dantenstr. 20. " Zur Lebensquelle", Komman Berliner Klubhaus, Ohmstr. 2. Berchts Nitterfäle, Ritterstr. 71/75. drinenstr. 37 a. Beckers Festfäle, Kommandanten-" Bum Alexandriner", Alegan[ itr. 62. Biggels Fests., Alexandrinenstr. 32 Kommandanten- straße 72. Neues Klubhaus, KommandantenMichael- Festfäle, Michaelfirchstr. 39. Meyer, Oranienſtr. 103. Märkischer Hof, Admiralstr. 18 c. Luisenhof, Bukowerstr. 9( M.Rusch). Jakobstr. 37( Inh. Jak. Lis). Luisenstädt. Konzerthaus, Alte Mariannen- Festsäle, MariannenKöpenider Hof, Stöpenickerstr. 174. Industrie- Festsäle, Mariannenstr.31 Graumann, Naunynstr. 27. Gleve ,,, Süd- Ost", Waldemar.75. Central- Festsäle, Dranienstr. 180. Café Alsen, Vor dem Schles. Tor 2. Borchardt, Köpeniderstr. 158. Behrends Festfäle, Manteuffelftr.95. 4. Wahlkreis. Süd- Ost. Falkenberg. Nur die Carlsburg" fret. Michelmann( mit Kutscherkneipe), Hubertusbaderstraße 2-6. Neu- Helgoland bis- a- vis Rahn Baldpart, Inh. dorf N.-B. 20. Erdmann. bei Falkenhagen b. Seege- Friedrichswerder feld. P.-O.-H. Alle Lokale gesperrt. Fangschleuse. N.-B. Schulze, Hotel, Bum Dampfschiff" Fr.Karolewsky, Restaurant Werlsee. Fehrbellin. P.-O.-H. Bw. Rosenträger, Jnh.: D. Frik gesperrt. Frei: Schulz. Fichtenau..- B. R. Höhne, Gesellschaftshaus. Robbe, Kurpart- Restaurant. Finkenkrug. P.-O.-H. Hofmeister. • Finsterwalde ( Calau- Ludau). Sämtl. Lokale frei. Forst. Schüßenhaus u. Grand Hotel ge fperrt, alle anderen Lokale frei. Frankfurt a. d. 0. Gewerkschaftshaus, Oderstr. 51. Eldorado, Buschmühlenstr. 34. Schwiebus. Bum grünen Baum, J. Zippel. Fürstenberg a. 0. Brauerei Schleicher. Padel, Königstraße. Fürstenwalde. Alle Lokale frei. Gallinchen( Cottb.- Spremb.) Chr. Feiertag. Gassen( Sorau- Forst). Gasthof Zum deutschen Hause" und Welz Berg. Gatow a. d. H. P.-0.-H. Kein Lokal frei. Germersdorf b. Guben. Restaurant Schulz. Restaurant Räbiger. Giesendorf. T.-B. Alle Lokale gesperrt. Glienicke bei Hermsdorf. Trampel, Jnh. H. Schulze. Franz.- Buchholz. B.-B. Glindow b. Werder a. d. H. Kähnes Gesellschaftsh., Berlinerit.39 Fredersdorf. H.-B. Gasthaus Girke. Freienwalde a. 0. Wilh. Voigt, Kanalstr. 3. Dsw. Schramm, Eberswalderstr. 7. Friedenau. T.-B. Gesellschaftshaus, Rheinstr. 14. Rheinschloß, Rheinstr. 60. Friedersdorf. T.-B. Alle Lokale gesperrt. Friedrichsfelde. N.-B. Café Hoppegarten( Bansdorf), [ Allee 30. Berlinerstr. 18. Franz Bubes Festsäle, PrinzenGottlieb Schulz, Wilhelmstr. 11. Lindenpark", Friz Haberland, Wilhelmstr. 38. August Schmidt, Dorfstr. 12. Göhlsdorf( Bauch Belzig). Gustav Lips jr. Gohra( Calau- Ludau). Alle Lokale frei. Golm. Zum P.-0.-H. Rutschberg( Brunow) gesperrt. Gosen. T.-B. Lindenhof, Inh. And. Wiesmann. Gottow bei Luckenwalde. Reichmann und Hanad. Gräbendorf. T.-B. Kein Lokal frei. Gransee. Alle Lokale gesperrt. Gross- Beeren. T.-B. Kein Lokal frei. Friedrichshagen. N.-B. Gr.- Besten a. d. Görl. Brauerei K. Erdmann, Seestr. 23. Braustübl, Seestr. 22. Bahn. T.-B. Kein Lokal frei. Franzensbader Garten, bis- a- vis Waldpark, Franzensbaderstr. Café Grunewald, Schmargendorf, Paulsbornerstraße. Schillings Restaurant, Dahlem. Bw. Mads Dorfkrug, Alle übrigen Lokale des Grunewalds gelten als frei, jedoch ersuchen wir die Parteigenossen drin gend, Vereins-, Werkstatt- oder son tige größere Partien nicht nach diesen Lokalen zu unternehmen und empfehlen daher, bei Veranstaltung derartiger Partien diesbezügliche Anfragen recht frühzeitig an die Lokalkommission zu richten. Grünau. T.-B. Arb.- Verkehrslokal: 8. grünen Ede, Köpenickerstr. 88, Inh. J. Franz. Restaurant Zur Gravelotte", Inh. J. Duchauffour, Köpenickerstr. 79. Jägerhaus, Inh. G. Erhardt, Bahnhof- und Friedrichstr.- Ede. Carolinenhof b.Grünau, Jnh.Raabe Richters horn b.Grünau, Inh.Mohr Guben. ( Berglokal" Sanssouci" gesperrt.) Alle übrigen Lokale frei. Güstebiese( Neumark). Vereinshaus. Gussow T.-B. Gasthof Hermann Schuit. Hakenfelde b. Spandau P.0.H. H. Steinebachs Bolksgarten. Halensee. T.-B. Wilmersdorfer Festsäle( Schröter), Johann Georgstr. 19. Hankels Ablage. T.-B. W. Heinrich, Seglerschloß( früher Rappel). Havelberg. Café Concordia( Groß). Hegermühle b. Eberswalde. Berkehrslokal: Franz Babekov, Deutsches Haus. Bellevue, Schmidt, Waldomstraße. Gr.- Kölzig( Sorau- Forst). Restaurant C. Conrad, Friedrichstr. 137. Gisteller, R.Büttner, Friedrichstr.97. Fischerhütte, Zacjo v, Seestr. 11. E. Frank, Sängerhalle, Friedrichstraße 61. Gesellschaftshaus, Kieckow, Friediftr. 69. Gasthof z. Deutschen Reich, Natthey. Gr.- Lichterfelde. T.-B. Ad. Baußmann. W. Wede. Heiligensee. I.-B. Carl Müller, Restaurant Kaiser- Alle Lokale gesperrt. hof", Bahnhof Ost. Alle anderen Lokale gesperrt. Gr.- Neuendorf a. 0. ( Frankfurt- Lebus) Peter Leisten. Franz Menzel. M.Lerche, Bürgerfäle, Friedrichst.110 Hotel zum schwarzen Adler, Jnh. F. Langfeld, Köpenickerstr. 1. Seeschlößchen, A. Berndt, Seestr.77. Spreeschloß, Straße 381. Haugt, Friedrichstr. 78. Waldtater, Bredow, Köpenickerstr.38 Wilhelmsbad, Seestr. 45. Restaurant Waldburg amBahn hof Hirschgarten. N.-B. Lokale am Müggelsee. Müggelschloß. T.-B. Müggelwerder, Inh. A Troppens. N.-B. Rübezahl, T.-B. Strandschloß am Müggelsee T.-B. Rest. Ravenstein gesperrt. Prinze garten a.Müggelsee T.-B. Gesperrt: Gustav Binte. Gr.- Schönebeck. N.-B. W. Jung ,,, Gasth. 3. deutsch. Hause". Grünheide b. Criner. N.-B. Restaurant Bater Fieliz. Grunewald, T.-B. Frei: Café Pein, Hubertusbader: straße 8( Schmargendorf). Gesperrt sind: St. Hubertus, Rest., Schmargendorf, Hubertusbaderstr. 1. Waldhaus, Inh. Giesen, Schmargendorf, Hubertusbaderstr. 5. 4 Heinersdorf. H.-B. Dtto Neumann, Restaurant, Bum Lindengarten", Rothenbachstr. 51 Heinrichsfeld ( Cottbus- Spremberg). Ernst Noad; Gottlieb Buder, Gast hof zum gold. Löwen. Helgoland. P.-O.-H. Insel Oberhavel. Helmsdort( Sorau Forst). Joh. Pröllop. 4 Hennigsdorf. P.-0.-H. Frei: F. Brose. Euens Gasthof, Jnh. Gonschior. Gesperrt: Zum deutschen Kaiser Inh. Böhmer. Restaurant Waldschlößchen( Balentin). Hennickendorf. I.-B. Alle Lokale gesperrt. Hermsdorf. N.-B. 6. Heidenreich, Forsthaus, Auguste Biftoriaftr. 18. Herzfelde. H.-B. Henze, Hauptstr. 57. Hessenwinkel. H.-B. Theod. Gulich, Gesellschaftshaus. B. Heimann, Kaiserzelt. Hirschgarten. H.-B. Alle Lokale frei. Hohenbinde. N.-B. Heideschlößchen zum Gutenberg. Hohenneuendorf N.-B. ( an der Nordbahn) Rest. Zum Bürgerhof"( B.Schmit), Ruhwaldstr. 45. Hohenschönhausen, Neu- Hohenschönhaus. H.-B. Alle Lokale frei. Hohenschöpping. P.-O.-H. Stein. Hoppegarten( Frff.- Leb.). Zum wilden Mann. Jänickendorf Gasthof zum deutschen Kaiser, ( Bauch- B.- Ludent.) E. Emmermacher. Johannisthal. T.-B. Kl.- Besten. T.-B. Gustav Schmidt. Kl.- Machnow- Machnower Schleuse. T.-B. Stein Lokal frei. Klosterfelde. Lehnin. H. Taege, Hauptstr. 63. Leitersdorf, Züllch.- Cross R. Kubale. Lenzen. Alle Lokale gesperrt. N.-B. Rest. Schultheiß am Bahnhof gesperrt. Alle and. Lokale frei. Alle Kochsdorf Cottb.- Spremb. Christian Budig. Unterteschnik", Carl Brandow. Kolkwitz( Cottb.- Spremb.) Richard Melchert, Schwarzer Adler. " Zur Eisenbahn", Gumlid. Kolzenburg b. Luckenwalde. Bw. Krüger, frei. Mtes Königs- Wusterhausen. T.-B. Schüßenhaus, Wethorit. Lichtenberg. H.-B. Lokale frei. Lichtenrade. T.-B. Wilhelm Deter, am Bahnhof. Lichterfelde. 0.-B. Wilh. Lindenberg. Liebenwalde. N.-B. Verkehrslokal: Restaur. Gleinert, Berlinerstraße. Liependorf. Arnsw.- Friedeberg Carl Schmalowski( Saal). Lindenberg. H.-B. Inh. Mar Alle Lokale gesperrt. Köpenick. T.-B. Ile Lokale frei. Wilhelmshof b. Köpenick Marienlust b. Köpenid. T.-B. Pferdebucht b. Köpenid. T.-B. Schmetterlingshorst b.Köpenid. Lindow i. M. August Stacks, Breitestr. 74. Löwendorf 6. Trebbin. August Bintsch. Luckenwalde. Alle Lotale frei. Lübbenau. T.-B. Voigts Krampenburg vis- à- vis Baumgart. Schmödwiz. T.-B. Stadt Berlin. Bur grünen Linde. Berkehrsl.: Alb. Gobin, Roonstr. 2. Wendenschloß, vis- à- vis Grünau Lübben- Steinkirchen. Rest. Ritterhaus( Oskar Meyer). Johannisthaler Volksgart., SenftWendenschloß- Kolonie: Rest. Waldesruh. leben, Friedrich- und Köpenicker- Teufelsfee T.-B. straße- Ecke. Park- Reft., Inh.Hesse, Barkstr.12/ 13. Korbiskrug bei Gr.- Besten. T.-B. Fr. Erdmann, Neues Gesellschafts- Restaurant Peter Kaczmare!. haus, Friedrichstr. 6. Fr. Schulz, Zur grünen Eiche", Friedrichstr. 10. Lindenhof, Friedrichstr. 61. Inh. Mb. Trautmann. Jörsfelde. N.-B. Rest. Döring. Rest. Gumlich. Rest. Kulm. Rest. Krüger. Jüterbog. Bum weißen Schwan, Markt und Bassermann, Grüner Weg. Kagel. N.-B. Gasthof zum deutschen Hause, Otto Fieliz. Kanntdorf ( Cottbus Spremberg). Matthes Kanter. Karlshorst. N.-B. Rest. Fürstenbad, Brinz Adalbert, Jnh. Bartel, Berkehrslokal. A. Sabrowski, Tresfow- Allee 66. Kaulsdorf. N.-B. Hamanns Gesellschaftshaus, Frantfurter Chaussee, Inh. Mees. Rest. Zum Badeschlößchen, am Hellersdorfer Weg. Ketschendorf. T.-B. Frei: Gasthof Weidemann( Saal). G. Noad, Gasth. 3. schwarzen Adler. Ketzin a. d. H. P.-O.-H. Klemms Restaurant. Kirchhain( Calau- Ludau). Schüßenhaus u. Wildes Lokal. Kladow. P.-O.-H. Alle Lokale gesperrt. Krausnick. T.-B. Kein Lokal fret. Kremmen. P.-O.-H. Paproth. Kriescht ( D. u. W.- Sternberg). Pieg's Hotel und Donath gesperrt. Frei: Restaurant Igel. Krummensee b. Schenkendorf. T.-B. Kein Lokal frei. Wißmann. Kurtschlag. Ladeburg. N.-B. E. Krubsat, früher Wendt. Landsberg a. W. Rothenburg, Cüstrinerstr. 31. Altes Schüßenhaus, Wall. Friedrichshalle, Inh. Gust. Schulz. Tivoli, Bergstr. Langewahl b. Ketschendorf. T.-B. Gasthof Buchwald und Gasthof Koberstein. Lanke. N.-B. Stodmann, Restaur. Waldschloß". Ottilie Wegger, Schloßpark". Lankwitz. T.-B. Paul Ebel, Rest. zum Bolksgarten, Marienfelderstr.9( Lutherkirchhof) Gesellschaftshaus, Gust. Breuert, Marienfelderstr. 17b. Lebbin bei Storfoto, T.-B. W. Lehmann. 5 Sämtliche Lokale gesperrt. Lychen i. M. Ball, Vogelsangstraße. Madlow( Cottb.- Sprembg.) Friz Gronemeier. Mahlsdorf. N.-B. Gust. Schliefe, Hönowerstr. 5. Rest. Zu den Rathausbären, KoIonie Grunowstraße. Mahlsdort- Süd( Kiekemal). Rest. Heidekrug( Inh. Dräger). Malchow b. Weißenfee. N.-B. „ Café Tiez". " Malz b. Grabowsee. N.-B. Neubert, Waldschlößchen. Mariendorf. T.-B. Rest. Zum Feldschlößchen", Kur fürstenstr. 44. Inh. Friz Zierod. Rest. Reichardt, Chausseestr. 27. Rest. z.Landhaus, Jnh.Stripke, Gr.Beerenstr. a. Babuh. Marienfelde. Restaurant Bum alten Astanier" Inh. Purschke, Chausseestr. 82. Marienfelde. T.-B. Herm. Berger, Dorfstr. 30. Oberschmidt, Berlinerstr. 115. Markgrafpieske bei Fürstenwalde. T.-B. Dsw. Fischer, Langestr. 31. Bilh. Grasnic, Langendammerstr. Marwitz. P.-O.-H. Schurbaum. K. Beschel. H. Lessing. Marzahn, H.-B. Alle Lokale gesperrt. Miersdorf. T.-B. Rest. zur Mühle, Inh. E. Lier. Mittenwalde. T.-B. Wilh. Kranich, Gasthof zum Kron prinzen. Oft. Alhambra, Wallnertheaterstr. 15. Müller, Restaurant, Rinienftr. 65.| Schwantes Feftfäle, Chauffeeft. 102. Mündner, Linienstr. 19. H. Schwarz, Tegelerstr. 55/56. Sparrstr. 14. Albrecht, Gesellschaftsh., Langeft.108. Neues Konzerthaus, Meranderpl. Bereins- Restaurant, Wilh. Reinelt, Lands Andreas Festfäle, Andreasstr. 21. Andreas- Garten, Andreasstr. 26. H. Behrend, Sängerheim, Landsberger Allee 156. Bolzmanns Gesellschaftshaus, Lichtenbergerstr. 21. Böhmisches Brauhaus, berger Allee 11-13. BoekersGesellsch.- Haus, Weberst.17. Brauerei Friedrichshain, Am Friedrichshain 22/29. Breuer, Große Frankfurterstr. 117. Bürger- Hof, Küftriner Plaz 10. A. Diez, Landsberger Allee 76/77. Elisabeth- Garten, Elisabethstr. 30. Elysium, Landsberger Allee 40/41. Englischer Garten, Alexanderstr.27c. Feindt, Weinstr. 11. Flechs Festsäle, Fruchtstr. 36a. Fortuna- Säle, Strausbergerstr. 3. Germaniabrauerei, Franks. Allee53. Gesellschaftshaus, Lichtenbergerst.16 Gieste, Landsbergerstraße 89. Keller, Koppenstr. 29( Inh. Freyer). Kern, R., Große Frankfurterstr. 18. Rolwigs Festfäle, Gr. Frankfurter ftraße 99. " 1 Bachuras Klubhaus, Landsbergerstroße 85. Philadelphia, Greifswalderft.138/ 39 Restaurant Bürgerheim", Alte Schönhauserstr. 23/24. Rosenthaler Hof, Rosenthaler straße 11/12. Rosenthaler Vereinshaus, Rofen thalerstraße 57. Schüßenhaus, Linienftr. 5. Schweizergarten, Am Königstor. Sophien- Halle, Gipsstr. 9. Sophien- Säle, Sophienstr. 17/18 Union- festfäle, Greifswalderstr.222 Verbandshaus der Gastwirtsge. hülfen, Gr. Hamburgerstr. 18/19. Bendts Pracht- Säle, Münzitr. 17, Eing. Königsgraben. Lotal Komm. Mitglied: Albert Hahnisch, Auguststr. 51, Duerg. pt. 5 6. Wahlkreis. Moabit. Artus Hof, Perlebergerstr. 26. Arminius- Hallen, Bremerstr. 70/71. Danziger Ball- Salon, Stromstr. 28. Eisschlößchen( Plößensee). Gieshoit, Infel- Rest.( Blößensee). E. Koczorowski, Schillingstr. 36. Stron. Brauerei, Alt- Moabit 47/49. Königstadt- Kasino, Holzmarktstr.72. Moabiter Bürgerfäle", Beuffelstt.9. Königstädtisches Stasino, Große Moabiter Gesellschaftshaus, Frankfurterstr. 76. C. Strüger, Gesellschaftshaus, Gubenerstr. 43. B. Litfin, Memelerstr. 67. Markgrafenfäle, Martgrafendamm 34 St.Mayers Vereinshaus, Gr.Frantfurterstr. 133. Wiclefftr. 24, Emdenerstr. 34/35. Moabiter Kasino, Wilsnaderstr. 63. Moabiter Schüßenhaus( Blößensee). Bieleke, Waldfir. 8. Schüler( Brauerei Moabit), Turmstraße 25/26. Spree- Hallen, Stirchstr. 27. Bittoria- Salon, Perlebergerstr. 14. Wedding und Oranienburger Vorstadt. T. Nidel, Gr. Frankfurterstr. 41/42. Oft- Kafino, Frankfurter Allee 106. Ostbahnpark, Nüdersdorferstr. 71. Patriafestsale, Gr.Frankfurterstr.28. Bazenhofer, Landsberger Allee 24. Altmanns Vereinshaus, Invalidenstraße 146. | Zum Boltsheim, Aderstr. 123. Bum Schillerpart, Paul Mann, Müllerstr. 59. 0 Nosenthaler Vorstadt und Gesundbrunnen. Boruffia, Aderstr. 6/7. Brunnen Säle, Brunnenstr. 15. E. Daase, Brunnenstr. 154. Dietrichs Festfäle, Brunenstr. 34. Elfaffer Ball- Salon, Elsafferftr. 15. Fey, Brunnenstr. 184. of. Frantes Festsäle, Badftr. 19. Frischs Victoria- Garten, Badstr. 12. Gramotte, D., Bergstr. 12. Harmonie, Invalidenstr. 1a. Klubhaus Sangeslust, Usedomftr. 7. Melchert, Bergstr. 68. Roads Festfäle, Brunnenstr. 16. DIböter, Usedomstr. 33. Restaurant u. Festsäle, Elsafferftr.26. Roewers Festsale, Elisabethkirchstr.14 Swinemünder Gesellschaftshaus, Swinemünderstr. 42. F. Schuster, Aderstr. 144. F. Wilfes Feftfäle, Brunnenstr. 188. Bum Sängerheim, Beteranenstr. 18 Ballschmieder, Badstr. 16. Bernhard Rose- Theater, Badftr. 58. M. Gradhandt, Bellermannste 70. Gregory- Brauerei, Badstr. 67 Mar Hahn, Koloniestr. 124. Leonhardt, Koloniestr. 147. Marienbad, Badstr. 35/36( Inh. Nagel). Schmidt, Herm., Prinzen- Allee 33. Boltsgarten- Theater, Badstr. 8 ( Behm und Bellermannstraße). Schönhauser Vorstadt. Arndts Festfäle, Belforterstr. 15. Arnim- Festfäle, Schönfließerftr. 22 Schönhauser Prachtsäle„ Alt- Berlin", F. Schmidt, Berliner Bod- Brauerei, Abt. II, Berolina Festfäle, Blumenstr. 10. Residenz Festfäle, Landsbergerst.31. Scholz, Große Frankfurterstr. 74. Schröders Gesellschaftshaus, Frantfurter Allee 127. B. Schumsti, Langestr. 65. Siegels Festfäle, früher Haberecht, Große Frankfurterstr. 30. Tauert, Große Frantfurterstr. 85. Zimmermann, Grüner Weg 29. Lotal- Kommissions- Mitglied: Earl Rott, Straßmannstr.29, ptr. 5. Wahlkreis. Bordes Vereinsfäle, Neue Königst.7. Diesemer, Landsbergerstr. 37. M. Ernst, Prenzlauerstraße 41. Fürstenberg Säle, Straße 38. Rosenthalers Gesellschaftshaus Berliner Musiker, Kaiser Wilhelmstr. 18 m. Heufelder, Dragonerstr. 15. Königsfäle, Neue Königstr. 26. Kürbis, Luisenstr. 26. Kuhns Festsale, Linienſtr. 8. Leydeders Salon, Sophienstr. 34. Logen- Restaurant, sel. Auguftstr. 14. Chauffeestr. 64. Berliner Nordpart, Müllerstr. 148. Gebr. Cranz' Festfäle, Stöslinerstr. 8. DetloffsFestfäle, Invalidenstr.84/ 85. Funtes Gesellschaftshaus, Triftstr.41 Genossensch. Wirtsh.IV Nordufer10 Germania- Säle, Chauffeestr. 110. Gefellschaftshaus, Inh. M. Schölzel, Boyenstr. 12. Hoffmann, Bajewalterstr. 3. Humboldt Säle, Hussitenstr. 40. Hübners Festsale, Chauffecftr. 120. B Allee 28. Bier- Sprudel, Gaudystr. 10. Brauerei Bözow, Prenzlauer Allee. Brauerei Groterjan, Schönhauser Allee 130( Inh. Stein). Brauerei Bjefferberg, Schönhauser Allee 176. Brauerei Gabriel u. Jäger, Delon. Wendorf, Zehdenickerstr. 10. Brauerei Königstadt, Defon. Rob. Liebing, Schönhauser Allee 10. D. Hoffmann, Staftanien- Allee 22. Forper, Prenzlauer Allee 165 ( Ringbahn- Station). Stöhlers Salon, Ziedstr. 24. StromreysFestsaal, Eichendorffstr.8. Meeses Gesellschaftshaus, Schulft.29 Fröbels Allerlei Theater, Schön[ garderstr.3. Milbrodts Gesellschaftsh., Müllerst.7 haufer Allee 148. Oranienburg Festfäle, Chausseest.16 Genossenschafts- Wirtshaus, StarPharus- Säle, Müllerstr. 149. Kopenhagener Klubhaus, Hube, Raabes Festfäle, Kolbergerstr. 23. Kopenhagenerftr. 74. Sachon, Müllerstr. 136. Maertins Festfäle, Pappel- Allee 25, Schmidts Festjäle, Gartenstr. 6. Obiglos Feitfäle, Schwedterst.23/ 24. Karl Schraderhof, Liebenwalderst.36 Brater- Theater, Stastanien Allee7/ 9. Schreiners Vereinshaus, Schul- Steuerhaus, Prenzlauer Allee 148. straße 66. A. Sauer, Schönhauser Allee 134a. Schultheiß, Seeftr. 32. Lokal- Kommissions- Mitglied: Schumanns Vereins- H., Kösliner R. Henschel, Bollinerstr. 51, II. straße 17. ( b. 1. 10. 08: ledermünderstr. 17). Herm. Fall, Familien- Restaurant, Hausotterstr. 43. " Bur Seeterrasse", Timmermann, anienburgerstr. 50. Westen, Tegeler Chaussee. Ernst Muster, Berlinerstr. 29. 3. Franke, Eichbornstr. 18, Ede Augusta Biktoria- Allee. J. Gördes, Waldschlößchen, Waldstraße 50/51. " B. Dito, Berlinerstr. 113/114. Engel, Eichbornftr. 72/73. H. Schiller, Eichbornfäle", Eich bornstr. 60. Moris, Artushof", Berlinerstr. 73. Reppen( D. u. W.- Sternberg). Verkehrslokal:„ Hotel Karl". Alle übrigen Lofale gesperrt. Rixdorf. T.-B. Bereinshaus am Richard plaz gesperrt. Alle anderen Lokale fret. Röntgenthal. H.-B. E. Braun, Restaurant Röntgenthal. Herm. Mary's Waldhaus. Rosenthal. H.-B. a. Kabeliz, Gasthof Bur Mühle", Hauptstr. 38. Rudersdorf( Dorf). H.-B. R. Mary, Luisenstr. 31. Rüdersdorf( Saltb.). H.-B. Grewe, Gasth.z.Linde, Heinigerst.19. H. Möller, am Kalfsee, Karlstr. 8. Rudow bei Johannisthal T.-B. Verkehrslokal: Aug. Palm, Köpeniderstraße. Alle anderen Lokale gesperrt. Ruhlsdorf. H.-B. Alle Lokale gesperrt. Ruhlsdorf b. Teltow. T.-B. Alle Lokale gesperrt. Rummelsburg. N.-B. Alle Lokale frei. Saarmund( Luckenwalde). Hildebrandt. Saatwinkel. P.-0.-H. Alle Lokale frei. Sachsendorf. ( Cottbus- Spremberg.) Aug. Dobring u. Paul Sachs. Sacro.( Sorau- Forst.) Bw. Ziegler, Brauerei. Sadowa. T.-B. Pflugs Rest. a. b. Oberspree. Zur Waldschänke, Inh. Töldte. Sandberg- Belzig. Fr. Thiele, Bur grünen Tanne. Sandhausen. N.-B. Heiligenseer Schweiz( Gruber). Schenkendorf. T.-B. Otto Bätsch( Saal). Scheune.( Sorau- Forft.) G. Schneider u. E. Gebhardt, ( Waldschloß). * Schildhorn. P.-0.-H. * Hans Rithaupt. * Schmidt, Wirtshaus Schildhorn. * Schröder. Schildow. N.-B. Ile Lotale gesperrt. | Schlachtensee. T.-B. Sommerfeld.( Schwiebus.) Sonnenburg. ( D. u. W.- Sternberg). Wilh. Greiser und Hotel Markgraf. Soran. Beelithof, Wilhelmshöhe und Bum Kurfürsten, Bahnhofstraße. Kastanienwäldchen, Inh. Krüger, Sommerfeld b.Kremmen.P.O.H. frei; alle anderen Lokale gesperrt. Brauerei Weber frei. Schmargendorf. T.-B. Kübler's Wirtshaus, Schmargendorf, Warnemünderstr. 6. Lindenbaum", Spandauerstr. 40, Inh. Ad. Pöttscher. Schüßenhaus, Hundekehlenstr. 20, Inh. H. Meißner. Schmellwitz( Cottb.- Sprembg.). Richard Lucian. Herm. Hoffmann. Schmertzke bei Brandenburg a. d. H. Restaurant Geride. Schmöckwitz. T.-B. Gasthof Zur Balme", am Seddinsee, Herm. Beter. Road, Restaurant Zum Seddinsee. Murfeldt, Seglerschloß". Bald- Jdyll", Bitwe Lorenz. Schöneberg. T.-B. Alle Säle frei. Schöneiche- Schönebeck. N.-B. Emil Süßmilch, Waldschloß. Schönerlinde. N.-B. Sperrliesti. Schönfliess. H.-B. Restaurant Schirmer. Schönholz. H.-B. S. Ramlow ,,, Staftanienwäldchen", B. Baumgärtner, Parkrestaurant, Schönholz 14. Schönholz 11.[ holzer Weg 31. H. Baprit, Birkenpark, SchönSchönow. H.-B. Schulz. Schönwalde i. d. M. H.-B. 2. Liebenhagen. H. Schulz. H. Borowski, Internat. Sportshaus a. Gorinfee. Schöpfurth. 0.-B. Schützenhaus( F. Müller). Schulzendorf. N.-B. Rest. ,, Hubertus", Triller. Schulzendorf b. Eichwalde. T.-B. Rein Lotal frei. Schwanebeck. I.-B. Alle Lokale gesperrt. Schwedt a. 0. Deutsches Haus, Heinersdorferstr. Schwiebus. Gafth. z. deutsch. Eiche, Troffenerstr. Gustav Gondolatsch, Mühlenstr. Jänide, Sandvilla. Bilh. Bansch, Herrenstraße. Beißer Schman, Stutschlauerstr. 3. weißen Lamm, R. Weber, Poststr. Seifersdorf bei Sorau. Schober, Dorfstraße. Senftenberg II ( Calau- Ludau). Beusters Gasthof in Sauo. Senzig. T.-B. Alle Lotale frei. Slamen.( Cottb.- Sprembg.) E. Fischer; Reft. F. Lemte; Abolf Jurf, Bellevue. Slamen Biegelei: Dtto Hoffmann. Gasthof Rumbauer, Goldener Anker, Flora, Saganerstraße. zur Eile, Eilplay. Pförtnerstraße. Briebuserstraße. Spandau. P.-O.-H. BerkehrsIotale: Baul Kumfe, Schönwalderstr. 80. st. Schwabe, Seegefelderstr. 54/55. . Köpnids Ball- Salon, Pichels. dorferstr. 39. Gust. Borchardt, Seeburgerstr. 26. Ulrichs Ballsalon, Havelstr. 21. Jnh. Böhle. Spindlersfelde. T.-B. Rest. Ruhwald. Spreenhagen. T.-B. Alle Lokale gesperrt. Spremberg. Baul Heinze, Gesellschaftshaus. Baul Robelt, Konzerthaus. Ludwig Krüger, Bergschlößchen. Bruno Rüdert, Bürgerhaus. Springelberg. N.-B. Restaurant Fathle. Staaken, P.-O.-H. Gasthof Bum_braunen Hirsch", Hamburger Chauffee. StahnsdorfKlein- Machnow. T.-B. Alle Lokale gesperrt. Steglitz. T.-B. Frei: Schellbase, Saal u. Garten Ahornstr. 15a, u. Birkenwäldchen Saal und Garten, Schüzenstr. Steinfurt. 0.-B. Bilh. Schleusener. Stolpbrück. H.-B. Wilhelm Lehmann. Stolpe a. b. Nordbahn. H.-B. Bergemann, im Dorf. Storkow. T.-B. Hermann Schloß, Rathaus- Hotel, Martt 12. Stralau. N.-B. Alle Lokale fret. Strausberg( Stadt). Franz Magnus, Restaurant Wilhelmstraße. Rose, Bürgergarten, Briezenerstr. Strausberg( Vorft.u.Umg.). Landhaus Bolfsihal See bad Rot Schlagmühle täppchen Neue Spizmühle Alte Spigmühle Rest. zum Hungrigen Wolf. Ströbitz( Cottb.- Sprembg.). Paul Nowka, Prellbod. Baul Beigelt, RI. Ströbih. la Scholz, Marktstr. 16. Nauen. P.-O.-H. August Schulze Nr. 91. Nahmitz bei Lehnin. Alle Lotale gesperrt. Münchehofe. H.-B. Aug. Mayer, Buchhorsterstraße. Ad. Baersch, Woltersdorferstraße. Mühlenbeck. N.-B. Alle Lokale frei. Müggelheim. T.-B. Neuer Grund", Schönborn. Mückenberg b. Guben. Lenz. Mönchwinkel. N.-B. Alle Lokale frei. Mönchsmühle b.Schildow N.B. Wilhelmstr., Ede Friedrichstraße. Ernst Schmidt, früher Kaiser- Saal straße 31. Mar Singer, Bolfsgarten, PriesterNowawes T.-B. Straffes Lokal frei. Nossdorf.( Sorau- Forst.) Alles andere frei. Gesperrt: Café Asmus. Nordend. N.-B. Fleischer, Bittenbergerstraße. Niemegk( Zauch- Belz.- Luckenw.) Alle anderen Lofale frei. hof, Kaiser Wilhelm- u. Eichenstr. Hotel WilhelmsAugustastr. Schönhausen, Linden- u. Kaiserin| Pichelswerder. P.-0.-H. * Wilh. Rackwik. * P. Schmidt, Bruder, Wilhelmshöhe. Königgräßer Garten. * Herm. Ber Frankfurt- Lebas. Plathkow bei Gusow. tehrslokal: Freunds Infelgarten. Vereinshaus. gesperrt. Alle anderen Lokale mit Tanzjälen Reicherts Etablissement, Neu Prenzlau am Bahnhof Charlottenhof. Viktoriagarten, Alte Louisenstr. 32, Kaiser Wilhelmstr. 38 Berkehrslokale: Wilh. Ladenthin, Potsdam. P.-O.-H. Restaurant Stühl, Zentralherberge. Plane a. H. brandenburgerstr. Schüßenhaus, Inhaber D. Kumle, Ob.- Schöneweide. N.-B. Carl Trebesch, An der Schnelle 67. Chausseestr. 33. Neubrück. P.-O.-H. Aug. Wünsche. Nenenhagen. I.-B. Fischwassers Lokal. Nehesdorf.( Calau- Ludau.) Bungart, Bur Römerschanze". Nedlitz. P.-0.-H. Wilh. Bedmann. Braun, Kurfürstenstr. 48( Saal). Oranienburg. H.-B. Alle anderen Lokale frei. Aue" und Schüzenhaus". Gesperrt: A. Irrlib, 8ur grünen Oderberg i. M. helminenhofstr. 18. Verkehrslokal: E. Kaufholt, Bil Alle Lokale frei. Landsberg. N.-B. Radebrück b. AltAlle Lokale gesperrt. Putlitz.(.- Prignig.) Carl Schneider. Pumpe( Cottbus- Sprembg). Gustav Fiebig, am Bahnhof. Pritzwalk( Dft- Brignig). Preuden. N.-B. Engelhardt. Neu- Dabendorf b. Zossen. E. Schumann, Waldhaus Sand- Wilhelmsruh", Inhaber Schwarz, T.-B. Gasthof zur Schleuse( W. Thor Neumühle. T.-B. T.-B. Gasthof Treplin frei. Neu- Golm. Hotel Kaiserhof, Reft. Paul Schäfer. Neudamm.( Heumark.) Wiese, Rest. Zur Vogelwiese. Haaker, Wald- und Seeschloß. mann). Klub- Haus( Dietrich). Rest. Bellevue( Jos. Reichelt). Rest. Waldschlößchen, T. Leiste. Großfurt, Feldschlößchen", Ber Berlinerstr. 102.[ linerstr. 27. Ebersbach, Zum Kurfürsten", Jul. Redow, Dameromstr. 19. Pankow. N.-B. Restaurant Bur Dubrow". Pätz bei Gr. Besten. T.-B. Borwerk, Berlinerstr. 39 b. straße 31. F. Heider, Verkehrslokal, Mühlenhausen( Saal), Schüßenstr. Bärenhöhle Rahnsdorf. N.-B. Zum Jammerfrug, Otto Wittwer. Rädnitz.( Züllich.- Cross.) gesperrt. Alle Rathenow. : Gasth. v. Bw. Klemm. Verkehrsl.: N.-B. Alle Lotale frei. Rahnsdorfer Mühle. gesperrt. b. Müller, am Bahnhof, Lotale infl. R. Brandt, Willners Brauerei M. Stärkow. Renters Bollsgarten, Schloßstr. 2. Rozydi, Gesellschaftshaus, Kreuz[ straße 3/4. Oppermanns Boltsgarten, straße 113. Zum Roland, C. Müller, Wollant Stryftallpalast, Inh. Stockfisch. M. Mörschel; Nest. Biegenhals", Zum Sportshaus Biegenhals", Niederlehme Abbau. T.-B. Reft. Jägersul, Gust. Koch. Niederlehme. T.-B. Burig. Friedrichshof, Inh. Frent, Kolonie Hubertushof, Gosenerstr. 16. Waldschlößchen, Schulz, Gosenerstr. Neu- Zittan. T.-B. Gasthof zur Sonne, Bahnhofstr. Neuzelle( Guben). Müllers Restaurant, Rauen. T.-B. Rutkowskis Waldhaus. Rauchfangwerder. T.-B. Bentral- Herberge, Waldemarstr. 9. Schlachthausstr. 1 a. Osten. Reinickendorf. A. Müller. Gasthof zum großen Stein, Inh. H.-B. Alle Lokale gesperrt. Perleberg. Berthold Gertys Lokal. Lehmann, Cottbuser Vorstadt. Ernst Stegling, Reichshallen. Peitz( Cottbus Spremberg). ( Lenz). ( Donay) und Rest. Havelschloß Restaurant Endrigat, Eichenhain Papenberge. P.-0.-H. Rest. Tivoli, Esplanade. Schüßler, Part- Reft.( Schloßpart). Gasth. 3. Löwen, Inh. Paul Heinze. Kaiser- Friedrichstr. 12. Roy, Bantower Gewerkschaftshaus, Ausschant, Berlinerstr. 80/82. Gasthof Ferd. Roggisch. Nieder Schöneweide. Petersdorf b. Ketschendf. T.-B. ( Oberhavel) P.-O.-H. Nieder- Neuendorf Guft. Heiß. Kein Lokal fret. T.-B. Gesperrt:„ Neptunshain", Se- 3. Eichhorn. dan", " Neuer Strug". Alle anderen Lokale sind frei. Petershagen. N.-B. Dtto Giese. Nieder- Schönhausen.* Pichelsberge. T.-B. H.-B. Gesperrt: Liedemit, an der Pichelsdorf. P.-0.-H. Seeschloß, Haase- Brauerei. * 5. Kühne, Rest. Kaisergarten. J. Weber, Restaurant zur Eisen. Provinzstr. 69-72. Schaller, Schönholzer Tivoli", D. Knebel, Hauptstr. 51. Kopenhagenerstr. 71. A. Schorsch, Bur Wartburg", F. Sadau, Residenzstr. 124. Residenzstr. 109. . Dähne ,,, Kastanienwäldchen", E. Kirsch ,,, Seepark", Marfstr. 2/3. R. Provinzstr. 79. Schmidt, bahn, Nordbahnstr. 22. F.Göride, Wirtshaus ,, Bur Tanne", Bum Storchnest", Nordbahnstr. 11. Hermann Giese, Hausotterstr. 55. Otto Brüdner, Provinzstr. 81. Gesellschaftsgarten, Bismard- u. Rheinsbergs Gartenlokal( C. Ruppe E. Großmann ,,, Schönholz. Flora", Kirche und Waldstr. Kaiserin Augustastr. Thieles Schloß recht). Provinzstr. 76. Wiemer, Karlshof". * Blankenfelde. H.-B.| Rudolph, Klostergarten". Provinz Brandenburg. Ahrensfelde. Bahnhof Spindlersfelde. Reft. Ruhwald, Inh. Adam, straße 3/4( Gehrfe). Kaiser Friedrichgarten, SedanBismarckstr. 60. Adlershofer Garten, Inh. Dähne, mardstraße 10. Behers Gesellschaftshaus, BisR. Kaul, Bismardstr. 15. BöllsteinsLustgart., Bismardstr. 24.* Stab. Adlershof. T.-B. H.-B. Königsdamm. Paul Fritsche, Heideschlößchen", Blankensee bei Mühlbock K. Dyd, Deutscher Kronprinz". Brauerei T.-B. A. Fischer, Fischersruh". Cüstrin- Neustadt. schloß. Joppisch. Reft. Waldburg. Havel Bötzow. P.-0.-H. Fr. Rhinom. Conradshöhe, Bez. Tegel. A. Wohwodt, Schw.adl., Mittelstr.12 Reft. Thom. Schmidt. August Schulz, Friedr. Wilhelmstr. Alt- Landsberg H.-B. Bornstedt- Bornim. P.-0.-H. Colonie Baufelde bei Am Alle Lokale frei. Fischers Gasthof, frei. Borsigwalde. N.-B. ftaurant, Fallenrub", Billa Kahl. Clettwitz.( Calau- Ludau.) Jul. Werner ,,, Zum Lindenbaum". Berkehrslokal: Carl Mentel, Re-. Sühn, Bum weißen Roß". Bohnsdorf. Buchwald. ( Züllichau- Crossen). Baumschulenweg. T.-B. R. Sebastian, Radlersruh". Basdorf. N.-B. Gasthof z. Löwen( Bw. Schimming) Arnswalde. Alle Lokale gesperrt. Angermünde Gasthof 3. grün. Baum( H.Möbius). Alt- Stahnsdorf. T.-B. Alle Lokale gesperrt. walde a. 0. Alt- Ranft bei FreienRest. Lenz, Verkehrslokal. Alt- Mönchwinkel. H.-B. Berkehrlokal: Halms, Berlinerstr. Alt- Landsberg. N.-B. Stern", H.Saß, Grünauerstr. 29. Berkehrsl.: Wirtshaus Bum gold. Alle Lokale frei. Alt- Glienicke. T.-B. Restaurant Thomann. Alt- Geltow. P.-O.-H. Alle Lokale gesperrt. Alle Lokale frei. Verkehrslokal. Zum Einsiedler( Czekowski). Bergfelde( Kolonie) N.-B. Restaurant Wille. Beetz b. Kremmen. P.-0.-H. Kein Saal frei. Beeskow. T.-B. Gasth. z. Stadt Beeliz, Brückerstr.285 Beelitz i. M. Café N.-B. Cüstrin- Kietz. Jacobi, Blantagenstraße 15. Buch( Kolonie) N.-B. Crossen a. 0. Buch. H.-B. Alle Lokale fret. Schulz, Wachsbleiche. Dobring. Rob. Müller, Stap d. guten Hoffnung Nagel, 8. Prinz. Heinrich". Bruchmühle bei Alt- Landsbg. N.-B. Herm. Kollwig, Konzerthaus. Britz. T.-B. Sämtl. Säle frei. Sarnanke, Bur Krone. Reftaurant Zum Kaiser Wilhelm Britz bei Eberswalde. Bettermann, Wilhelmsdorferstr.111 A. Döring, Gesellschaftshaus. Cottbus. straße 3. 8entral- Herberge. Gasthof zur Mühle, Wollenweber Wendtlandt, Chausseestraße. straße 17. Helgoland, Wilhelmsdorfer Bürgerhalle, Gr. Gartenstr. 1. Bolksgarten, Bergstr. 20. Brandenburg a. d. H. Kaiser Friedrichgarten. Dröscher, Bw. Flohr, Schüßenhaus. Zur Meze. Alle Lokale gesperrt. Buckow bei Britz. T.-B. Dabendorf b. Zossen T.-B. Saallokale gesperrt. straße 12. Berkehrslokal: R. Klein, ChausseeAlle Alle Lokale gesperrt. Dahlem. T.-B. ( Siehe Neu- Dabendorf.) Dahme. Buckow.( Mart. Schweiz.) Restaurant zum Staiſergarten. Anfragen find zu richten an: Rich. Reinsch, Schweizerhaus". ( Frankfurt Lebus) Dissenchen( Cottb.- Spremb.) Alle Lokale gesperrt. D.- Wusterhausen. T.-B. Marie Elias. Eduard Heisrath. Döhringsbrück. P.-0.-H. Gr.Buckow Cottb.Spremtb. M. Boll. Dtto Stolbe, Budom, Lindenstraße. Calau.( Cal.- Luckau.) Caputh. B. Dubiel. Domsdorf( Sorau- Forst). ( Ruppiner Kanal) fret. ( Bauch- Belzig.) Koal. Carow. I.-B. Ernst Liesche, Weberstr. 36. Berkenbrück b.Fürstenwalde. Alle Lokale gesperrt. Gasthof Dunarsti. Driesen.[( Saal). Kein Lokal fret. Drewitz. T.-B. Berkenbrück b.Luckenwalde. A. Bartsch, Rosinenstr. 3, Bolts Drossen( O.-..- Sternberg) Charlottenburg. T.-B. Ferdin. Buchholz, Nittergutsgarten Bernau. H.-B. Gasthof Köppen. Eberswalde. Gesperrt: Gratias Stadthof. Alle anderen Lokale, sowie Kirsch Stowes Kaisergarten gesperrt. Herm. Bod, Tegeler Weg 40, Restaurant Ferd. Müller, Spandauer Chauffee, [ Roß- Trappe". haus". ( Körting), Schröders L.Festfäle". Alle anderen Lokale gesperrt. Lutherstr. 31/32. H. Berlin, Marzahnerstr.( Nord.) Auguste Vittoria- Säle Biesdorf. N.-B. garten u. Waldkater b.Bernau frei. E. Schulz, Kaiser Friedrichstr. 24, ,, Waldkater". Biesenthal. Volksgarten, Freien sammlungslokal)[ walderstr. 8. werderstr. 55.( Berkehrs- u. VerBur Mühle", Eich Gasth. Lindenberg. W. Fiedler, Tegelerweg 63, Ba- Eggersdorf b.Strausberg, N.-B. radiesgarten". Alle Lofale gesperrt. Bindow. T.-B. H. Höhne, Tegelerweg 74/75 ,,, Ber straße. [ gnügungspark". haus". Berkehrslokal: Franz Stoll, Breites&. Kant, Tegelerweg 38/39 ,,, Bald. Wirtshaus an der Banke. Blankenburg. H.-B. Alle Lokale gesperrt. Birkholz. N.-B. H. Schulz, Paradiesgarten". Birkenwerder. N.-B. Pferdemarkt, Königsdamm. C. Salomon, Charlottenburger Wittes Waldschlößchen. Eichwalde. T.-B. Rest. Lindenhof( H. Mitschrick). Eisenspalterei bel Eberswalde. Erkner. N.-B. Alle anderen Lokale frei. zur Traube" gesperrt. Garten, Salzufer 1 a. F. Lindstedt, Zum Englischen Rest. Klosterhof" und" Gasthaus Am Spand. Schiffahrtskanal: Gerths Festfäle, Englischestr. 26/27. Eulo ( Sorau- Forst). manns Lokal frei. May Broß, Gasth. z.deutschen Kaiser. Bruno Woiths Kastanienwäldchen. A. Schulze, Brauerei und Pfiz 3 9