Nr. 3. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mart, monate lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit bem ,, Sonntags= Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3/30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Beltungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, v. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. " Kleinbürgerliches. " Sonntag, den 4. Januar 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. nicht. Auch nicht darüber, ob die sozialistische Bewegung Vormundschaft und wir brauchen kaum zu betonen, daß kulturfeindlich werden kann. Denn wer auf die die Sozialdemokratie solch kindliche Selbsttäuschung mit der Europa steht noch fest!" So lautete das berechtigten Ansprüche" der Arbeiter, auf" politische Heiterkeit behandeln wird, die ihr gebührt. geflügelte Wort, mit dem der abgedankte Herkules Freiheit und soziale Gleichberechtigung" direkt losgeht, der Es giebt so viele superfluge Leute, die der Sozialdes Jahrhunderts" jüngst seine spärlichen Getreuen kann doch nicht„ kulturfeindlich" sein oder werden, weil demokratie vorschreiben wollen, was sie zu thun und zu in Berlin begrüßte. Wir konnten erst keinen rechten Sinn er ernsthaft erstrebt, was Andere nur als Phrase be- lassen hat. Hätte sie sich darum bekümmern wollen, so in das Wort hineinbringen, denn die grollende Durchlaucht nutzen. Wir meinen es eben ernsthaft mit den sozialen wäre sie das nicht geworden, was sie ist. Auf ein steifhat doch eigentlich keinen Grund, selber daran zu erinnern, Reformen", Andere verzieren ihr Programm mit An- leinenes demokratisches Bürgerthum" kann und wird sie keine Rücksicht nehmen. daß„ Europa" heute fester steht als zu den Zeiten ihrer flängen an solche, weil es heute einmal so Mode ist. Wir sind es gewohnt, auf allen Seiten NachtwächterRegierung. Aber nunmehr verstehen wir das Wort, denn Sie wird ihren eigenen Weg gehen, wie bisher. " " 11 " immer noch Autorität genug. " 1 Politische Politische Itebersicht. Berlin, den 3. Januar. der gleiche Stoßseufzer hat sich von tausend und aber rufe ertönen zu hören, wenn wir die Schäden der gegenJa, wärtigen Gesellschaftsordnung kritisiren. Aber man tausend Herzen ehrfamer Bürger" losgerungen. Europa steht noch fest!" Die Sozialdemokratie hat in sollte es nicht glauben!- die Gesellschaftsordnung wird Sem Probevierteljahr noch nicht losgeschlagen, gar zu leicht mit„ Kultur" verwechselt. In demselben In demselben die sozialdemokratische Kommune ist nicht proklamirt worden Blatt wird gemeldet, daß in London infolge des Frostes und zum Jahreswechsel kann man sich noch einmal freuen, die Arbeitslosigkeit die Dimensionen einer HungersEine neue Sperrgelder- Vorlage ist in Aussicht daß der erste Mai und der erste Oktober so glücklich" noth annehme, und aus Wien wird berichtet, daß sich vorübergegangen sind und daß mit einem Wort„ Europa dort ganze Familien mit Kind und Kegel in die öffent- gestellt d. h. eine solche Regierungsvorlage, welche die Der Widerhall dieses Stoßseufzers ist in lichen Wärmstuben flüchten, daß in vier Wärmstuben in vollständige Rückzahlung der, während des Kulturkampfes noch feststeht. tausend Spießbürgerblättern zu vernehmen; dem genialen drei Tagen 14 432 Portionen Suppe und Brot verabreicht gesperrten" d. h. vom Staat beschlagnahmten Kirchengelder bezweckt. Daß die nationalliberale Presse hierüber zetert, Staatsmann" wird in Masse nachgeseufzt, dazu ist er worden sind. Wo bleibt da die„ Kultur" der kapitalistischen ist sehr natürlich- die„ Partei" der Mannesseelen fristet Weltordnung und sind wir wirklich Feinde der Kultur ihr Betteldasein ja nur mit Kulturkampf und Jesuiten Ach, dieſes Bürgerthum! Von seinen beſſeren und des Fortschritts, wenn wir einen ganzen Geſellſchafts- daß aber auch fortschrittliche Blätter die Vorlage Elementen wird ihm tagtäglich vorgeredet, welch' große zustand, eine ganze Produktionsform für nicht existenz- bekämpfen und von einer Unterwerfung des Staats unter Kulturaufgaben seiner harren, und schließlich glaubt es berechtigt erklären, die in ihren Wirkungen zu solchem die Kirche pen, das ist" denn doch ein starkes Stück und selbst daran, daß es berufen sei, die große Rolle zu Unheil führen und nicht im Stande sind, bessernde oder beweist, daß dieser Partei der letzte Rest von demokratischem Die Rückgabe der spielen, die man ihm andichtet. Aber wenn man sich die auch nur ernstlich lindernde Bestrebungen hervorzubringen? Bewußtsein abhanden gekommen ist. Sache in der Nähe ansieht, was bleibt dann übrig? Nichts Was heute die Kultur bedroht, ist in erster Linie der Sperrgelder ist unseres Erachtens Forderung der der Gerechtigkeit. Und nicht als die traurige Wahrheit, daß der große Dichter auch in Kapitalism us; darüber sind sich nachgerade die bloß das in diesem Falle würde sich auch das unſerer Zeit immer noch Recht behält mit seinem Spruch, Gelehrten einig. Andere ſehen das ein und legen feufzend englische Sprichwort:„ Ehrlichkeit ist die beste Politik" voll daß der Spießbürger weiter Nichts ist, als ein hohler die Hände in den Schooß; die Sozialdemokratie sammelt bewahrheiten. Die Regierung kann dem Zentrum thatsäch Darm, voll Furcht und Hoffnung, daß Gott erbarm'!" werkthätig die Mühseligen und Beladenen, damit sie in lich keinen schlimmeren Streich spielen, und ihre eigene Die geistige Degeneration des Bürgerthums steckt Reih' und Glied ankämpfen gegen die Alles mit ihrem Stellung nicht besser kräftigen, als indem sie dem Zentrum auch die besseren Elemente desselben an. Was soll man Netz umspinnende Kapitalsherrschaft. jeden Vorwand zu Beschwerden und zur Heßerei nimmt. dazu sagen, daß die" Frankfurter Zeitung" sogar sich in einer Neujahrsbetrachtung den Satz leistet: Auf das Bürgerthum ist die volle Verantwortlichkeit übergegangen, die sozialistische Bewegung nicht zu einer dem Fortschritt und der Kultur den Untergang brohenden Macht werden zu lassen." eine einfache Es könnte nach den Ausführungen des demokratischen Das Zentrum ist keine Partei mit einem bestimmten, Blattes schier aussehen, als bilde man sich dort immer dauernden Programm, wie die Sozialdemokratie es ist noch ein, man könne der sozialistischen Bewegung die bloß eine Gelegenheits partei, eine Partei ad hoc, die durch bestimmte Vorkommnisse veranlaßt, bloß zu einem beRichtung geben, wie sie den Zeitern der bürgerlichen stimmten Zwecke gebildet worden ist oder sich gebildet hat. Demokratie beliebt. Auf diesen Wahn sind wir schon während die Sozialdemokratie erst dann aufhören kann, eine mehr als einmal gestoßen und es mag schon sein, daß Partei zu sein, wenn ihr ganzes Programm erfüllt Der Widersinn dieses Sates wird nur schwach da einige bürgerlich- demokratische Staatsmänner sich von der ist, muß eine programmlose Partei, wie das Zentrum, mit durch gemildert, daß hinterher den Arbeitern berechtigte Vorsehung bestimmt glauben, noch einmal die Zügel der logischer Nothwendigkeit von der Bildfläche verschwinden, Ansprüche" auf" politische Freiheit" und" soziale Gleich- Arbeiterbewegung zu ergreifen. Die sozialistische Partei sobald der bestimmte Anlaß, dem sie ihren Ursprung verberechtigung" zugestanden werden. Die sozialistische Be- wäre also nur darum so groß geworden, um sich an ein dankt, weggeräumt, und der bestimmte Zweck, zu dent fie wegung soll, so steht es da, in ihrer Entwickelung die kleinbürgerliches Schlepptan hängen zu lassen! Was soll gegründet wurde, erreicht ist. Dieser Anlaß ist bei dem Zenes denn heißen, daß die kleine demokratische Gruppetrum der Kulturkampf und der Zweck die Abschaffung der AusKultur und den Fortschritt bedrohen. denn von einer anderen kann das Frankfurter Blattnahmegesetze. Mit der Einstellung des Kulturkampfes und der AbWenn das am grünen Holze geschieht! schaffung der Ausnahmegesetze gegen die Katholiken muß die Verantwortlich der Thurm" des Zentrums zusammenfallen. Das wissen Wir werden uns natürlich mit der bürgerlichen Demo- doch wohl nicht sprechen fratie o wenig wie mit der„ Kreuzzeitung" darüber ke it dafür haben soll, wie ſich die sozialistische Bewegung die Windthorst und Genossen, und darum sind sie so herungstreiten, ob der Sozialismus" kulturfeindlich ist oder in Zukunft gestaltet? Das klingt ja ſchier wie angemaßte eifrig bemüht, den Kulturkampf, welchen die Regierung Feuilleton. Nachdruck verboten.] CO Mann und mancher sehr kleine Mann ein sehr droßer auf der Straße etwas sähe! Allein nicht einmal das. Mann!" Höchstens einen Bauer, der mit seiner Schindermähre heranDie alte Kari lachte, daß ihr die Thränen herab- gerasselt kam; und genügsam mußte Derjenige sein, flossen: welcher nach solchem den Kopf umwendete. So blieb denn " Hahaha; das paßt, das paßt! sagte das Schwein, als kein Zeitvertreib als die Kleine, welche knauerte und quälte es einen Schnürleib bekam". und auf die Gasse wollte;- gab sie eine Weile Ruhe, so Bei Mama. Die todte Saison hatte begonnen und da ging es so wie konnte man sicher sein, daß sie auf irgend einen bösen Es endete damit, daß der Admiral bei der nächsten Vor- gewöhnlich. Was man in der Arbeitszeit verdient hatte, Streich gerathen. Frau Holmsen sah den langen Sommerſtellung seine„, little petite amie" mit sich auf der Tri- war nicht mehr, als man nach und nach aufbrauchte; außer monaten mit Verzweiflung entgegen. Die Tage schlichen büne haben wollte. Die Frau Admiralin gab nach einigem dem mußte hier und da ein Kleidungsstück, ein Paar Schuhe, träg dahin, wie Regenwürmer auf der Landstraße; man Bedenken ihre Erlaubniß, und da der Admiral Fanny etwas neuer Aufputz für den alten Sonntagsanzug herbei- merkte nicht, ob sie vom Fleck kamen. Die kleine Golduhr, die man ihr aus dem Konkurs eine Marke" versprach, ließ auch Frau Holmisen es geschafft werden; Fanny mußte bekommen, was sie bedurfte; brachen dann die arbeitslosen Tage an, oder angenommen, gerettet, weil sie altes Erbstück war, lag in ihrem Behälter hingehen. gangen sein. Sie sah auf die Uhr. Ja freilich. Sechszehn Minuten waren vorbei. Frau Holmsen legte ihre Strickerei hin, erhob sich, Auf dem großen Tisch droben war ein kleiner Tisch ange- Haus. Und sonst stets die alte Geschichte: von Erdäpfeln hinzuschauen. Sie zwang fich, lange Stunden an etwas Er sprach diesmal über das Thema„ Der größte Mann." man wurde krant, so war sogleich die bitterste Noth im auf dem Tisch und tickte und tickte; es half nichts, darauf bracht, auf welchem der Admiral seine Bücher hatte; neben leben und von Mehlkoch, und zur Abwechslung nur ein anderes zu denken, an die Reise nach Kristiania, an die Admiral gehörte, nun saß aber Fanny drin und präsidirte. aushielt, und im Uebrigen mit den Bissen rechnen, die von so lang, daß man davon graue Haare friegen konnte Das Publikum tam in so gute Laune, daß die Admiralin alter Freundinnen Tisch für sie abfielen, ach ja, sie l'annte nun müßte doch wohl eine Stunde oder dergleichen ver allen Grund hatte, die Vorstellung noch einmal mit derselben dies Lied schon auswendig, die Frau Holmsen. Und doch war der Brotmangel nicht das Schlimmste. Anordnung wiederholen zu lassen. Diesinal war das Haus figkeit plöglich auf eigene Fauft aufzutreten und sich mit den schwer fallen, bei Frenden zu arbeiten, man fühlte sich be- streckte sich, gähnte, legte sich ins offene Fenster und gedrängt voll. Und da Fanny nun im Gefühle ihrer Wich- Das Schlimmste war die Langeweile. Es mochte Einem oft Zuschauern pantomimisch zu unterhalten begann, da er ständig gleichsam im Weg; aber so daheim ſizen, mit einem sah hinaus; vielleicht tam des Nachbars Dienstmädchen gereichte die Munterfeit eine solche Höhe, daß der Admiral, Strickzeug in der Hand, und die vier leeren Wände an- gangen. Das gab ein Gespräch;- speisen sie bald? was selbst vom Zachen überwältigt, seinen Vortrag über den starren, da war man ja rein außer Stande, die Zeit von hatten sie zu Mittag? hatte Hansemann seinen vierten Zahn? der Stelle zu bringen. hörten sie nichts von Jens aus Amerika? Oder sie ging größten Mann abbrechen mußte. Es hatte den Anschein, als wolle dies Jahr Niemand hin und her, von der Stube in die Küche, von der Küche in Seither war Admiral Picklonomini eine stehende Figur Gie imitirte ihn voll Selbst- sie aufs Land hinausnehmen. Wahrscheinlich überlegte man die Stube, rückte an diesem und jenem, wässerte ihre Blumen; befriedigung:„ Ein droßer Mann ein kleiner Mann!" sich's wegen Fanny; Fanny war überall im Weg. So vielleicht fiel ihr mittlerweile etwas ein.- Oder es fam ein droßer mußte man denn hier sizen bleiben und sich langweilen. Ja, vielleicht die alte Kari und hatte Zeit, so daß man eine deklamirte fie, ein kleiner Mann ein sehr kleiner wenn es zum mindesten hier wie in Kristiania wäre und man Partie nach dem Wasserfall machen konnte! Und die Mann. Jedoch ein droßer Manu in Fanny's Repertoire. " thatsächlich aufgegeben hat, künstlich ins Leben zu galvani-| Und dem drastischen und sehr anschaulichen Titel folgt dann| jüdischen Kollegen von ihrer Tischgesellschaft ausgeschlossen firen. Und bisher hat die Regierung durch ihr schwanken- die Beschreibung irgend einer der nicht mehr ungewöhnlichen hatten, von Hildesheim strafversetzt hatte des, unklares, schwächliches, kompromisselndes Vorgehen den Todtschießereien auf offener Straße. Nun, die Kollegen des Herrn von Bardeleben werden Zentrumsführern dieses Spiel auch erleichtert. Statt ohne Daß die Todtschießerei unschuldiger Menschen durch es sich merken, sie werden nichts gegen die Antisemiten verRückhalt und ohne Hintergedanken die Ausnahmegesehe in Schildwachen oder andere uniformirte Personen eine mili suchen, um ihre Gesundheit zu schonen, so daß sie nicht den Papierkorb zu werfen, machte man tropfenweise Kon- tärische oder politische Nothwendigkeit sei, das ist eine tief beurlaubt werden müssen. Der Stöcker ist entlassen, die zeffionen, verfolgte eine fleinliche Schacherpolitik, die dem sinnige Weisheit, die in einen französischen Schädel nicht Stöcker sind geblieben. Zentrum nur nügen konnte, und machte es den Zentrums- hineingeht. Bleiben wir standhaft, umsichtig und thatenfroh! führern möglich, ihren Wählern nach wie vor den alten Kulturkampf- Sand in die Augen zu streuen. Die Bochumer Nachwahl ist den Ultramontanen recht ruft die„ Magdeburger Zeitung" in ihrem Neujahrsartikel Entschlösse die Regierung sich dem Zentrum gegenüber unbequem. Die hiesige" Germania" verschwieg sogar in aus. Das ist der erste Wit, den dieses Blatt jemals gezu einer Politik absoluter Gerechtigkeit, so würden die ihrer gestrigen Nummer ihren Lesern das amtliche Wahl- macht hat man dente ein nationalliberales Bleiben, wohl gemerkt bleiben wir, d. h. Bentrumsführer bald einpacken können. Aber- wir ver- resultat. Wir begreifen dies, denn wie sollte die„ Germania" Blatt! muthen sehr stark, die Regierung hat keine Lust, dem dasselbe in Zusammenhang bringen zu ihrer Besprechung wir Nationalliberalenstandhaft, man denke Zentrum diesen Schabernad zu spielen und wird es vor- des Rückganges" unserer Stimmen in ihrer Nummer vom sich st and hafte Nationalliberale!, umfichtig- man denke die Um sicht der an die Wand gedrückten, politisch ziehen, sich dasselbe als offiziöse oder geheime Regierungs- 31. v. M. Damals schrieb sie: partei zu erhalten. " Die sozialdemokratische Stimmenzahl hat ebenfalls ab- und moralisch bankerotten Nationalliberalen!-und thatengenommen. Man sieht auch hier wieder, wie läftig den froh thatenfrohe Nationalliberale, deren Thaten blos Von einem sonderbaren Sieg der Theorie" und sozialdemokratischen Führern die Abschaffung des Sozialisten Darin bestanden haben, Fußtritte zu empfangen und sich vor jedem anderen sonderbaren Dingen schreibt das„ Militär- Wochen gefeßes fällt, das fruchtbringend für die sozialdemokratische Konflikt„ thatenfroh" ins Mausloch zu verkriechen! Wahrhaftig die Magdeburger Zeitung" ist gut. Apropos zunächst die Einführung des kleinkalibrigen Ge- demokratischer Blätter mehr und mehr an Zugkraft ver- Seren, und wenn er auch nur ein Herr a. D. ist. Der blatt" in seinem Artikel:" Bur Jahreswende". Es feiert Agitation wirkte, während die abgestandenen Phrasen sozial die Magdeburger Zeitung" ist gut. Apropos- wenn man vom Knecht spricht, denkt man unwillkürlich auch an den wehrs als einen„ Sieg der berechnenden Theorie über die lieren." Herr a. D. poltert wie ein richtiger Poltergeist in seinem Routine, die so oft und so hoch gepriesene Praxis" und Wenn man noch in Erwägung zieht, daß schon sechs Unruhe- Winkel herum. Die Lorbeeren des Resauer Spukfährt dann fort: Tage vor der Nachwahl der Papst dem Volksverein für das helden lassen ihn offenbar nicht schlafen. Die Kognak Das neue Jahr beginnt, wie feine Vorgänger, unter den fatholische Deutschland den apostolischen Segen gab, so umß Sendungen zu Weihnachten scheinen recht gut und reichlich zuverlässigsten Friedens Aussichten. Armee erwartet auch in Butunft nur die ernste, das Wanken des Zentrumthurmes schon recht bedenklich sein. ausgefallen zu sein. Nun, so lange die alte Raketengleichmäßige Friedensarbeit. Diese wird durch Ein netter Beginn für den zur Bekämpfung unserer Partei tiste" hübsch abseiten steht, kann ja nicht viel Schaden immer neue Aufgaben und immer höhere Anforderungen von gegründeten, vom Papste gesegneten Volksverein für das angerichtet werden, und so wollen wir den widerJahr zu Jahr schwieriger und im Einzelnen peinlicher. 3 katholische Deutschland ist jedenfalls das Ergebniß der spenstigen Todten" ruhig- oder vielmehr unruhig gilt nicht mehr den Massendrill früherer Bochumer Wahl. Wir wünschen ihm recht viel weitere Erfolge poltern lassen. Beiten, sondern die geistige und körperliche Ausbildung und dieser Art. M Die werden. Gegenüber dem doppelten Bestande an Menschen" nicht treiben. " Zur Stichwahl läßt sich die„ Kölnische Zeitung" aus " fort Förderung jedes Individuums. Die imoralische, ja selbst die Nicht nur die ultramontane, auch die nationalliberale In Belgien haben die Sozialisten bei den Wahlen politische Erziehung des Soldaten muß, Angesichts der um Presse ist durch die amtliche Feststellung des Wahlresultats zu den Gewerkgerichten( Werkgerichten- Conseils ſtürzenden Tendenzen der Gegenwart, forgfältig ins Auge gefaßt in teine fleine Berlegenheit gerathen. Sofort nach dem des Prudhommes) namhafte Erfolge gehabt. Der„ Köln. material auf Seiten unseres öftlichen Nachbars und der ins Wahltage verhöhnten sie Bebel's Agitationsreden, welche Beitung" wird darüber aus Brüssel, d. d. 29. Dezbr., Ungemessene wachsenden Friedensstärke Friedensstärke des westlichen ganz erfolglos blieben, und jetzt behaupten sie, daß nur geschrieben: Nachbarheeres wird die deutsche Armee mehr denn je dazu Bebel's Bemühungen der Erfolg der Wahl zuzuschreiben ist. An mehreren Drten fanden gestern Wahlen von aufgefordert, das, was ihr an 3ahl abgeht, durch Es geht doch nichts über die Konsequenz unserer bürger- Arbeitervertretern für die Werkgerichte statt. Die Betheiden Grad der Ausbildung, vor Allem aber durch die lichen Presse. ligung war, wie schon in anderen Ortschaften des Landes, stramme Heereszucht und den jedem Soldaten anzuerziehenden Geist der Unterordnung und des Gehorsams zu ersetzen. Aus Berlin telegraphiren: nicht sehr rege, der Ausgang ist für die Machtstellung der Sozialisten bezeichnend. In Lüttich erhalten die Sozialisten dieser Rücksicht kann auch der immer wieder auftauchende von 1900 Stimmen deren 1100, die Klerikalen 500, Versuch, eine Herabsehung der Dienstzeit durch" In hiesigen Sozialistenkreisen verlautet, daß im Wahl die Altliberalen 80 Stimmen; in Verviers ſiegen erstere zufeßen, nicht auf Erfüllung rechnen." freis Bochum das Zentrum von der Sozialdemokratie keine mit 100 Stimmen Mehrheit. In Antwerpen jedoch Die Bossische Zeitung", der wir dies Zitat entnehmen Unterstützung zu erwarten habe." ging es anders: von 1927 Wählern stimmten 878 für die denn wir selbst lesen das„ Militär- Wochenblatt" natürlich Dieses Telegramm ist jedenfalls in Köln fabrizirt wor Sozialisten, 755 für die Klerikalen, 299 für die Liberalen nicht,- bemerkt dazu: den, da uns in Berlin keine Sozialistenkreise bekannt sind, und 107 für eine unabhängige Liste, so daß eine Stichwahl Sollte nicht der Tag kommen, wo auch die Herab- die mit der„ Köln. Ztg." und ihren Korrespondenten Be zwischen den Anhängern der beiden ersten Gruppen ersehung der Dienstzeit als ein Sieg über die ziehungen unterhalten. In unseren Kreisen hält man viel forderlich ist; nur drei von den Klerikalen und Liberalen Routine", die hochgepriesene Praris" gefeiert wird?" auf anständige Gesellschaft. Nicht nur die Köln. 3tg.", gleichzeitig empfohlene Bewerber aus dem Diamantfach sind Fürwahr, weiter fann man die politische Bescheidenheit auch die Frankfurter Btg." und die" Vossische" interessiren im ersten Gange gewählt. Im Borinage endlich siegten die sich sehr für den Sieg der Nationalliberalen bei der Stich- Sozialisten mit einer ganz beträchtlichen Mehrheit über die Wir für unser Theil sind nicht so bescheiden und haben wahl und bemühen sich, uns zur Unterstützung der von den Arbeitgebern empfohlenen Bewerber; klerikale etliche andere Bemerkungen zu machen. Nationalliberalen zu veranlassen. All' dieses Liebeswerben Listen konnten daselbst nicht aufgestellt werden. Und da Ein Sieg der Theorie" über die Routine soll ist umsonst. Unsere Parteigenossen haben alle Veranlassung, die Sozialisten es einmal ohne einen Umzug nicht mehr die Einführung des Kleinkalibrigen Gewehres sein den Stichwahl Kampf von den bürgerlichen Parteien allein thun, schaarten sich am Abend einige Tausend in ihrer ein sehr merkwürdiger Sieg der Theorie dies! Oder weiß führen zu lassen. Nur strik teste Stimmenthaltung Festfreude zusammen. Man konnte sich dabei vorstellen, das Militär- Wochenblatt" nicht, daß die verkommenen kann in Bochum die Parole unserer Partei sein. wie es etwa dereinst hierlands unter der Herrschaft des allFranzosen" das kleinkalibige Gewehr schon drei Jahre früher Endlich ein Fall der Bekämpfung der Sozial- gemeinen Wahlrechts zugehen wird." gehabt haben als wir, und daß unser" Sieg" also thatsäch demokratie durch die Schule. Im Halle'schen„ BoltsDie Aussichten, daß die herrschenden Parteien das lich darin besteht, von den Franzosen nm does abres- blatt" lesen wir: allgemeine Wahlrecht gutwillig einführen werden, sind sehr Längen geschlagen worden zu sein? im Schwinden begriffen. Und was versteht denn eigentlich das" Militär- Wochen Klasse hiesiger Volksschule sangen die Kinder während der Sozialdemokratie in der Schule. In einer blatt" unter" Friedensarbeit der Armee"? Abwesenheit ihres Lehrers die Arbeiter- Marseillaise, als Paris gefaßt: Die Stadt Paris wird den in Frankreich Einen großherzigen Entschluß hat der Stadtrath von Friedensarbeit“ und„ Armee" sind zwei Begriffe, die Armee" find zwei Begriffe, die derselbe plöglich mit den Worten ins Zimmer trat: Das Lebenden Sohn De Paepe's auf öffentliche Kosten erist wohl hier die reine Sozialdemokratie. Der freudige ziehen. Der Beschluß, welcher auf Antrag Longuet's, Die beste Friedensarbeit" ist unzweifelhaft die Beseiti Gesang verstummte und der Rohrstock des Lehrers begann des Schwiegersohnes von Mary, erfolgte, und zwar ein gung der Armee", d. h. des stehenden Heeres; und wenn seine Thätigkeit." stimmig, lautet: die Friedensaussichten" wirklich so zuverlässig" find, wie Der Rohrstock als geistige Waffe" in der Schule, der In Erwägung der großen Dienste De Paepe's um die das Militär- Wochenblatt" selbst zugeben muß, so verschone Dreschflegel auf dem Lande. Es ist doch lustig zu sehen, sozialistische Wissenschaft und um die Sache des menschman uns mit nebelhaften Phrasen, die alles mögliche be- was das Volk der Denker und Dichter unter geistigen lichen Fortschritts und der Arbeiter- Emanzipation beschließt deuten können und deshalb nichts bedeuten und Waffen versteht. der Stadtrath, daß die Stadt Paris die Kosten des Unterschaffe die Armee" ab, ohne viel Federle ens zu machen. er in Paris weilen wird, übernimmt." " unferes Erachtens einander ausschließen. halts und der Erziehung von De Paepe's Sohn, so lange Ein Bravo dem Pariser Stadtrath! Und die Berliner Stadtväter merken vielleicht, daß sie noch nicht an der Spitze der Zivilisation" marschiren. Oder braucht man sie für den inneren Feind"? Die Antisemiten scheinen zu den geheiligten Einrichtungen des deutschen Reichs zu gehören, denn der OberMoeurs allemandes deutsche Sitten so lautet eine Landesgerichtspräsident Dr. Bardeleben zu Celle ist seiner stehende Rubrik in französischen Zeitungen. Und der zweite, leidenden Gesundheit(!) wegen vom 12. Januar an auf erläuternde Titel macht uns sofort flar, welche spezifisch sechs Monate beurlaubt worden. Herr Dr. Barde deutschen Sitten die Franzosen im Auge haben: une leben war vor kurzer Zeit Gegenstand heftiger Angriffe in Der Streik der schottischen Eisenbahn Beamten cible vivante eine lebendige Scheibe. einigen Blättern, weil er einige Referendare, die einen ist nicht beendigt. Die Nachrichten, daß für die AusManchesmal mußte sie nachgeben und laut aufweinen. Wenn es nicht zum aushalten war und man doch aushalten sollte! Gott, o Gott, daß ihr junges Leben so elend zu Grunde gehen sollte! Aber die Langeweile kam wieder, und eines Tages schickte Frau Holmsen den Brief ab. Herrgott, was sollte die Arme thun! Wenn man nicht die Mittel hatte, in gerader Haltung zu gehen, so mußte man eben frumm gehen; man sollte eher versuchen, sich späterhin wieder stramm aufzurichten. kleine Uhr lag dort in ihrem Etui und zeigte und zeigte Hier sitzen und in ihren besten Jahren versauern, halb blicke überlegte sie fich's. Es war ihr nicht möglich, stets die gleiche Stimde, so daß Frau Holmsen Lust ver- von fremden Gnaden leben und halb am eigenen Hunger- sich so weit herabzulassen, eher wollte sie versuchen zu spürte, sie auf den Boden zu schleudern und darauf herum- tuche nagen und dabei sich aufs Alter vorbereiten, das warten. zuſtampfen. waren die Aussichten, an welchen sie sich erfreuen konnte, Wonach haftete sie also? Wurde sie nicht rasch genug alt? Warum lag ihr denn soviel daran, die Zeit zu tödten? Sie langweilte und ärgerte sich, bis sie Kopfschmerzen Die Zeit verflog schrecklich schnell. Jahr um Jahr, bekam. Das war nicht jener gewöhnliche Kopfschmerz, den Jahr um Jahr-; wie ein Dampfschiff, das von ihr weg- man mit Essig und Wasser wegwäscht; es war ein Kopf- Sie durfte nicht warten bis zum nächsten Jahr. fuhr; nun bog es um die Landzunge; sie aber blieb zurück, schmerz, der sie halbtoll machte, ein Schmerz, der die Hirn Jetzt hatte sie das Angebot und jetzt mußte sie es annehmen. dumm, hilflos, rathlos. War sie etwa nicht schon 27 Jahre schale sprengen wollte und ihren ganzen Körper mit Unruhe Fm nächsten Jahr konnten tausend Dinge im Wege stehen; alt? Wie lang hatte sie da noch auf die Dreißig? Nicht und Augst erfüllte; wenn derselbe kam, mußte sie nur ins Nils konnte vielleicht dann weniger Geld haben, Marie der Rede werth. Nicht der Rede werth. Es war wie auf Bett gehen und die Welt ihren Kurs segeln lassen. Auch konnte noch elender sein; nein, die Gelegenheit ergreifen, so stehen und sich wieder niedersetzen. sonst war sie nicht gesund; weiß Gott, was es war wohl lang sie da war; ein Andermal" ist ein Schelm. vom kalten Fußboden in diesem Winter. Ach dieser Schurke, dieser Schurke, dieser Abschaum 111. Schließlich that sie es ja auch nur um der Kinder willen. Wie heißt Du denn?" " " Fanny Ma'dajethe Holmsen." " Nein wirklich! Wie alt bist Du eigentlich?" " Eidentlich werde ich am neunten Janua' fünf." " Ist das aber merkwürdig! Du bist ja ein gescheidtes Mädchen!" Nun lebte sie seit drei Jahren als Wittwe. Drei der besten Jahre verschwendet in lauter Nichtigem; nicht einen Tag würde sie davon wieder sehen, niemals in aller Ewig- Nein, nein, man mußte doch einen Ausweg für diese keit nicht. Und da saß sie. Die Zeit verrann und die Zeit Reise nach Kristiania finden. Und schon um Abwechslung zehrte an ihrer Haut und an ihrer Laune; eins, zwei, drei zu haben, mußte fie fort. Ronnte Jungfer Henriksen denn und sie war ein altes Weib, das Niemand ansah, dann nicht Fanny nehmen? Nur für ein paar Monate? Sie, die konnte sie es wieder gut haben. ja auch die beiden Andern hatte? Pfui! Nein, so schlimm Ach, erer, der Schurke! der Verbrecher!-Wäre würde es doch nicht mit ihr werden, daß sie die Geliebte sie doch wenigstens eine ordentliche Wittive! Aber wer hatte ihres Mannes um etwas bäte. Es war bei Gott arg genug, fleines den Muth, sich mit einer geschiedenen Frau einzulassen? daß diese Tom und Lea hatte. Allein das kam doch hauptEiner geschiedenen Frau mit drei Kindern?- Ja, der sächlich ihm aufs Kerbholz. Buchbinder, allerdings. Aber Jemand, von dem bei ihr Aber der Gedanke kehrte wieder. Fanny konnte dadurch die Rede sein konnte?... ja nicht Schaden nehmen, und was die Demüthigung anUnd gerade sie, welche so gern leben und genießen betraf, so war dieselbe ja auch so vorhanden wollte! War nicht gerade das auch ihr Unglück gewesen, Gelangte man nach Kristiania, so vermochte man es sich damals als sie heirathete? Sie hatte nicht länger warten so einzurichten, daß man nachher alle Kinder nach Hause lachen. können, wie ihr dünfte... Und nun sollte es vorbei sein, bekam; ging Und nun sollte es vorbei sein, bekam; ging man nicht hin, so blieben höchstwahr mitten in den üppigsten Jahren, ohne Hoffnung, ohne Hilfe, scheinlich Lea und Tom, wo sie waren, bis sie vielleicht Ropf gefeßt," erklärte Frau Holmsen. ohne Aussicht! ganz verdorben worden. Bruder Nils brauchte die Sache " Ja." „ Hehe." " und wenn ich djoß bin, so werde ich noch deseiter." Ja, was wirst Du denn da?" Dann werde ich Sauspielejin." Frau Holmsen und Jungfer Henriksen mußten beide Rechtsanwalt Lehmann drüben hat ihr das in den Ach, so wahr sie Gott tröste, die Zeit verging schnell nicht einmal zu wissen. Man redete ihm irgend etwas ander zu und redeten füß; aber jeden Augenblick stockte das Die Unterhaltung floß träg dahin. Sie lächelten eingenug. Bu schnell und dabei zu langsam, ein wunder- ein; er verkehrte ja weder mit Holmsen noch mit Jungfer Gespräch, und so füllte man nur mit Fanny's Hilfe die liches Hexenstück! So langsam, daß man darüber sterben Henriksen. fonnte, und dann auf einmal spurlos verschwunden! Sie wiederholte sich diese Argumente, bis sie sich eines Warum tamen sie nicht? War ihnen etwas? Waren sie Bausen aus. Frau Holmsen wartete auf Lea und Tom. Der Tag lang wie eine Postille, das Jahr kurz wie ein Tages überwand und an Jungfer Henriksen schrieb. Der Brief wurde nicht abaesandt, im letzten Augen- Hatten sie nicht genug Kleider, um sich zeigen zu können? Athemzug. frant? ausgehungert, so daß sie nicht zu gehen vermochten? " 1 4. Bei den legten Reichstagswahlen wurden mir drei Kandaist sie ständischen Ersatz durch Zuzug aus England gefunden wor- Die internationalen Anarchisten- Kongresse" sind beiläufig| Gang meiner Studien so ein, daß daraus der Verzicht auf den sei und daß die meisten sich wieder zur Arbeit ange Zwillingsbrüder der allgemeinen" oder" internationalen jede mit meinen Ueberzeugungen unvereinbare boten hätten, find Len benz lügen der Herren Unter Bergarbeiter- Streits."" Eine andere Depesche verkündigt„ Lehrerſtelle" flar hervorleuchtet, nehmer und ihrer journalistischen Handlanger. Wohl sind uns aus London: 3. Unmittelbar nachdem ich durch. Erlangung des viele. Stellen ,, besetzt", aber wie! Die Blinden, Lahmen Doktorgrades mich von meiner bisherigen akademischen und „ Die" Times" erfährt, daß seit der Ermordung Seliv- wirthschaftlichen Abhängigkeit befreit hatte, d. h. vor 24 Jahren, und Hinkenden sind jetzt auf den schottischen Eisenbahnen stows die ausländische Abtheilung der russischen Geheim- begann ich öffentlich für die Partei zu agitiren und versammelt", so spottet ein liberales Bourgeoisblatt, der polizei reorganisirt wurde. Paris bleibt 3entral habe einer Zeit, als noch niemand das Aufhören des So" Star". Thatsache ist, die Herren Eisenbahndirektoren haben stelle, aber Subagenturen wurden in Zürich, Bern, Genf, sialistengesetzes vermuthen konnte, unermüdlich in mindestens 200 auf dem„ Arbeitsmarkt" blos„ Schundwaare" bekommen Mentone und Montpellier errichtet, 84 neue Agenten wurden Berliner Versammlungen Vortrag gehalten. tein anständiger Arbeiter will etwas mit ihnen zu thun angestellt." haben, und es sind die besten Aussichten vorhanden, daß der Dummes Zeng. Paris ist für die russischen Spitzel etwas didaturen angeboten ein Beweis, daß ich doch„ als Parteiso wohlberechtigte Streit einen siegreichen Ausgang haben zu heiß geworden. Wahr an der Notiz ist allerdings, daß genosse zu betrachten war". wird. Daß keiner der Ausständigen um Wiederanstellung die russische Spigelarmee in jüngster Beit sehr stark vermehrt meiner Persönlichkeit, hat nur über mich reden hören, 5. Herr Grillenberger hat gar keine unmittelbare Kenntniß gebettelt hat, ergiebt sich aus dem Vorgesagten von worden ist, und daß ihr viele, der seit Bismarck's Beseiti und noch dazu in einer Zeit, als verlogener Klatsch in felbft. gung brotlos gewordenen deutschen Spigel bei der Partei graffivte. Friedrichshagen bei Berlin. Bruno Wille. Ein Telegramm meldet den demnächstigen Rücktritt getreten sind. Man wird ein Auge auf die Gesellschaft Gladstone's von der liberalen Parteiführerschaft. Wir haben. การ กร Gen. Grillenberger beantwortete die Berichtigung Dr. Wille's folgendermaßen: glauben nicht, daß Gladstone sich schon entschloffen Ich habe zu dieser Berichtigung des Herrn Dr. Br. Wille hat, find aber gewiß, daß er sich bald Am 29. Dezember starb zu Köln der frühere sozial- lediglich zu bemerken, daß durch dieselbe der eigentliche Stern Rücktritt gezwungen werden wird. Der Barnell- Skandal demokratische Reichstags Abgeordnete Nittinghausen im meiner Behauptung nicht widerlegt wird. Es ist zur Sache war für ihn ein„ Stoß ins Herz"; und wenn nun auch Alter von 76 Jahren. Rittinghausen war einer der ersten, gleichgiltig, wann Herr Wille Sozialdemokrat wurde; vielmehr nach den neuesten Berichten Parnell zum Einlenken geneigt welcher in Deutschland für die sozialistischen Ideen ein handelt es sich ausschließlich darum, ob er erst abwarten wollte, sein soll, so läßt der angerichtete Schaden sich nicht mehr getreten ist. Nachdem er im Jahre 1884 durch einen ob er eine Lehrerstelle bekäme, in welchem Falle er der Partei gut machen, und insbesondere Gladstone ist zu arg tom taktischen nicht prinzipiellen Mißgriff in Konflikt nicht beitreten zu können erklärte." Was ich darüber geäußert, promittirt, als daß seines Bleibens in der politischen Arena mit der sozialdemokratischen Parteileitung gekommen war, ist mir von durchaus glaubwürdigen Berliner Parteigenossen noch lange sein könnte. Daß Gladstone's Rücktritt von der suchte er bei der Wahl jenes Jahres sich auf eigene Faust mitgetheilt worden. Nürnberg. 6. Grillenberger. Führerschaft seinen Rücktritt aus dem politischen Leben be- ein Mandat zu erwerben, was jedoch mißlingen mußte und Gen. Dr. Wille sah sich veranlaßt, die Antwort Grillenbergers Seutet, versteht sich von selbst. den völligen Rücktritt Rittinghausen's aus dem politischen durch die folgende Buschrift zu berichtigen: Leben zur Folge hatte. Die, welche damals in Konflikt mit Herr Grillenberger bemerkt, es sei zur Sache gleichgiltig", Die Zänkereien Milaus und seiner Ex- Natalie füllen ihm waren, hatten ihm längst verziehen, und heute sehen wann ich mich der Partei angeschlossen habe*). Nach meiner wieder die Spalten verschiedener Zeitungen. Was diese alle Sozialdemokraten nur das, was Nittinghausen für die Logit aber ist das entscheidend. Denn a) wird dadurch beiden Mustermenschen aus der vornehmst en Gesellschaft Sozialdemokratie gethan hat. Seine Hauptthätigkeit galt Brillenberger's Behauptung widerlegt, daß ich im verflossenen einander an den Kopf werfen, ist weder fein noch sauber, dem Prinzip der direkten Gesetzgebung, die er auch in das und b) geht daraus hervor, daß ich bereits der Partei angehörte Sommer noch gar nicht als Parteigenosse zu betrachten war", hat indeß an sich gar kein Jntereffe. Nur dadurch erlangt Programm unserer Partei gebracht hat. Die deutsche zu einer Zeit, wo ich auf eine„ Behrerstelle" gar nicht warten diese Schmutzgeschichte eine gewisse Bedeutung, daß sie von Sozialdemokratie wird Rittinghausen ein trenes und dank- tonnte. der russischen Regierung provozirt ist, um Serbien zu unter- bares Andenken bewahren! zum தி unvereinhaupt niemals auf eine( mit meinen Ueberzeugungen Grunde, Und wenn Herr Grillenberger vollends den 2. Punkt meiner I. Berichtigung beachtet hätte, so müßte er sehen, daß ich überbare) Lehrerstelle warten fonnte aus dem einfachen Grunde, weil meine Studien nicht dahin gingen( vielmehr mich schriftftellerisch ausbilden sollten). Ich füge zur völligen Deutlichkeit noch hinzu, daß ich mich gar bekäme"). Niemals habe ich daran gedacht, einer Stellung megen wäre, wenn ich hätte abwarten wollen, ob ich eine Lehrerstelle meine Ueberzeugung zu unterdrücken. Das Gegentheil ist sogar der Fall. Und ich möchte den sehen, der mir hierin mit Erfolg widersprechen fann! Friedrichshagen. wühlen. Frau Natalie ist nämlich eine diplomatische Dem Zentrum in's Stammbuch. Aus einer der Agentin" Rußlands, und ihre Mission war es, den dicken Milan, und durch ihn Serbien für Rußland einzufangen. schwärzesten Ortschaften der Pfaffengasse am Rhein" Und das ist auf die Dauer nicht geglückt-woher die ist uns folgender Brief zugegangen, den wir als typisch für Thränen und das Gefchimpfe. Das ewig Weibliche" spielt zahlreiche Briefe ähnlichen Inhalte nachstehend zum Abdruck in der russischen Diplomatie eine große und hervorragende bringen. Er ist an Liebknecht gerichtet und lautet: feinem Zehrereramen unterzogen habe( was doch wohl gewesen Rolle wie in der geheimen Polizei aller Länder. Die Geehrtester Herr! Russen haben zuerst die innere Verwandtschaft der Spigelei Ich wollte Sie höflichst bitten, mir doch einige und der Diplomatie begriffen die Diplomatie ist ihnen Exemplare Ihrer neuen, von Ihnen redigirten Zeitung zu nur ein höheres Spigelthum und ihre„ diploma- eschicken, und wenn Sie in Ihrer Zeitung nichts gegen tischen Agenten" sind auf gut deutsch: Spitzel- darunter viele weibliche, die geschickt das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden wissen. In England treibt sich z. B. eine Madame Novikoff herum, die es dem alten Gladstone angethan und ihn schon zu manchem Narrenstreich im Jutereffe ihres Baterlands verleitet hat. Gegenwärtig entwickelt Hochachtungsvoll ze. dieselbe wieder eine fieberhafte Thätigkeit gleich dem gauzen diplomatischen und undiplomatischen Spizelthum Väterchens." " Die Nordamerikaner scheinen sich bei der Mac Kinley Bill nicht beruhigen zu wollen. So wird der„ Times" aus Philadelphia gemeldet, daß gegen die Verfassungsmäßig feit der Mac Kinley Tarifbill das bedeutendste Handelshaus der Vereinigten Staaten, Marschall, Field und Komp. in Chicago einen Prozeß angestrengt hat. Der Prozeß stüzt fich auf die Weglaffung der Tabakrabatt- Paragraphen, wodurch, wie behauptet wird, das ganze Gesez ungiltig ge macht werde. Seitens der Regierungsbeamten wird bezweifelt, ob diese Behauptung ganz begründet sei. unsere fatholische Religion bringen, weil die Landleute gut katholisch find, so gebe ich Ihnen die Versicherung, Saß Sie in furzer Zeit die ganze Landbevölkerung auf Ihrer Seite haben werden, denn die Erbitterung wegen des neuen Invaliditätsgesetzes ist sehr groß. Der Hinweis auf das Invaliditätsgefeß ist interessant wir empfehlen ihn dem Nachdenken der Pfiffikusse, die da glauben, durch jenes Gesetz sei uns ein Stein in den Weg gelegt worden. Statt des Juvaliditätsgesetzes figuriren in anderen Briefen als Unzufriedenheits- Erreger die Kornzölle und die Haltung des Zentrums in der Militärfrage u. s. 1o. Korrespondenzen und Bruno Wille. entnehmen wir der Elberfelder" Freien Presse" folgende MitBochum. Ueber die Wahlbeeinflussungen bei der Nachwahl theilungen:: Aus den benachbarten Wahlkreisen, namentlich aus Elberfeld- Barmen und Düsseldorf, batten sich zahlreiche Genossen dem Wahlkomitee zur Verfügung gestellt und die Vertheilung von Stimmzetteln an den Wahllokalen übernommen. Gegen diese richtete sich die ganze Wuth des hohen und niederen nationalliberalen Böbels. Sie waren allen erdenklichen Insulten und Mißhandlungen ausgesetzt und zwar zum Theil unter Konnivenz der anwesenden behördlichen Organe, zum Theil sogar unter dire ter Beihilfe. So wurden in Hattingen unsere Stimmzettelvertheiler meist Elberfelder Genossen aus den Wahllokalen auf die Straße verwiesen eine ganz nichtswürdige Barbarei, wenn man bedenkt, daß an jenem Tage eine wahrhaft sibirische Kälte( 140 K, herrschte. Auf der Heinrichshütte bei Hattingen Parteinachrichten. dos fügte man zu biefer Brutalität noch den Sohn, " Seite 55 des Protokolle bemerft Herr Grillenberger: Neueste Nachrichten. " Herr Bruno Wille, der noch gar nicht als Parteigenosse zu beDas internationale Spigel- frachten war, der erst abwarten wollte, ob er eine Lehrerſtelle thum wird wieder einmal einen internationalen bekäme, in welchem Falle er der Partei nicht beitreten zu können Anarchisten Kongreß veranstalten. Diesmal in erklärte( Heiterfeit), trat plöglich auf.. Tessin. Der letzte fand in London statt, vor ungefähr Auf diese beweislose Behauptung erwidere ich: anderthalb Jahren gerade als es galt, das ewige GoSo 1. Bereits als Bonner Student im Jahre 1882 wurde ich zialistengeset" im deutschen Reichstage durchzudrücken. Der sur sozialdemokratischen Ueberzeugung befehrt, und zwar haupt Kongreß, der von den Spizeln sehr zahlreich besucht war, philosophen" Josef Dieggen, mit welchem ich vertrauten Verkehr fächlich durch unfern, damals in Siegburg weilenden, Arbeiter wurde leider von der sozialdemokratischen Polizei entdeckt hatte wie ich durch Briefe jedem Genossen und mußte deshalb unverrichteter Sache auseinander beweisen tann. gehen. 2. Entgegen dem Willen meiner Verwandten richtete ich den in= Dem man dem betreffenden Genoffen einen falten Ofen Uns geht folgende Berichtigung zur Veröffentlichung zu: hinaustrug und vor seinen Augen eben empfangene sozialbemo Die Stellung der Regierungsbeamten zu diesem Prozeß Im Protokoll über den Parteitag in Halle findet sich ein unbe- fratische Stimmzettel hineinwarf, diese anzündete und ihm zurief, scheint anzudeuten, daß eine Umkehr in der nordameri- rechtigter Angriff gegen meine Person. Daher sehe ich mich ge- er möge sich daran wärmen. Später firich man den Ofen mit tanischen Bollpolitik nicht zu den Unmöglichkeiten gehört. nöthigt, die Höflichkeit der Parteiblätter und Genoffen rother Farbe an und gegen Abend wurde die Haltung der naum Berbreitung dieser Berichtigung zu ersuchen. tionalliberalen Rowdies eine derartige, daß unser Genosse vor den ihm drohenden Messerstichen flüchten mußte. Drei andere Genossen wurden, trotzdem sie sich genügend legitimiren fonnten, polizeilich sistirt, ein vierter durch einen Gendarm verhaftet und fünf Stunden eingesperrt. An vielen Wahllokalen wurden unsere braven Genossen thätlich mißhandelt, dagegen angerufener polizeilicher Schutz versagt. Der Genoffe v. Wietersheim aus Soest wurde in einer am Tage vor der Wahl abgehaltenen, von den Nationalliberalen arrangirten Versammlung, als er sich zum Worte der Gentlemen" niedergebrüllt und von beren stets zu allen meldete, troh zugefagter freier Diskussion, von der Partei Prätorianerbande mit Todtschlagen bedroht. In Berne wurde Schandthaten bereiten, leider aus Arbeitern(!!!) bestehenden unser Stimmzettelvertheiler unter den Augen der Polizei von den Troßbuben der Rohlenjunker auf die Straße geworfen, roh mißhandelt und mit Schlachtmessern bedroht. Sein Verlangen un Sie saß und schielte verstohlen nach Jungfer Henriksen blieb, wie sie geschrieben, sagte sie. Herr Holmsen war ihr polizeilichen Schuh wurde ihm von dem Schuhmann" Holtmann und sann darüber nach, was wohl in ihr wohnen möge. im Geschäfte durch Buchführung und durch Ordnung von mit den Worten abgeschlagen:" Sie haben hier nichts zu ver Konnte in solch einer Person etwas Gutes stecken? Sie allerlei Schwierigkeiten so nüglich gewesen, daß sie auch ihm langen!" In Bochum selbst wurde Genosse Wesch aus Crefeld schaute nicht so aus: sie war ein dünnes, mageres Wesen gegenüber so entgegenkommend wie möglich sein wolle. Ich haftung bedroht. beim Stimmzettelvertheilen von einem Schuhmann init Vermit steifen Bewegungen; die Augen waren klein und kalt, weiß zwar, was die Leute reden," fügte sie bei, jedoch menge herbei, die eine drohende Saltung gegen Wesch einnahm Der Wortwechsel zog schnell eine Menschendie Lippen bleich; die Stimme betam leicht einen scharfen wenn man auf Geschwäg hören würde, wäre man bald und ihn mit Schimpfworten wie" Lump" u. f. w. belegte. Nur Klang; man konnte sie für einen Geizkragen halten. Allein grauhaarig." Uebrigens set sie stets eine Kinderfreundin die Dazwischenkunft des Kassirers des Bergarbeiter- Verbandes, das war sie ja doch unmöglich, nachdem er es mit ihr aus gewesen, und wenn es sich gar um Kinder handelte, welche Bergmann Meyer, und dessen energisches Auftreten schützten Wesch hielt; da mußte sie ja doch schön oder gut sein, sollte man sozusagen heimathlos dastünden, und wenn Frau Holmsen vor Mißhandlungen. benken, und sintemalen sie nicht schön war wessen sie feinen anderen Ausweg hatte, es war immer so schwer, att dieser unerhörten Wahlbeeinflussungen registriren; unferen - weſſen Es würde uns zu weit führen, wollten wir jeden einzelnen Niemand beschuldigen konnte, so mußte sie es demnach etwas abzuschlagen. Sie glaube wohl, daß ste verstehe, Zefern werden diese Episoden aus dem geistigen Kampf" gegen alter Wahrscheinlichkeit im Gemüthe haben. Obwohl es ganz Kinder zu behandeln; in dieser Hinsicht brauche Frau die Sozialdemokratie vorderhand genügen." Der Ausfall der Wahl unglaublich war, womit die Männer fürlieb nahmen, wenn Holmsen sich keine Sorgen zu machen, Fanny sollte es haben vom 29. Dezember giebt uns die Gewähr, daß die Bewegung in fie nur unverheirathet bleiben durften! Oder vielleicht wie die beiden Anderen; mehr würde Holmsen selbst nicht jenem Riesenwahlkreise mit seiner massenhaften Arbeiterbevölkerung machte er ihr nur des Geldes wegen den Hof? Er war verlangen. Sie hatte mit ihm persönlich über die Sache siegreich voranschreitet, trotz aller Brutalitäten des Unternehmeralles im Stande. Und Geld hatte sie wohl genitg. Alles gesprochen; und ihm zu Liebe, wie gesagt,... und nachdem thums und seines Anhangs. Der Wahlkreis Bochum muß und ringsum zeugte von Wohlstand, ihre Kleidung, die Ohrringe Frau Holmsen in solcher Lage sei.. wird unser sein. und der übrige Goldschmuck, die Möbel aus Birken- und Frau Holmsen war verstummt. Sie ließ Fanny zurück Unfere wackeren Genossen, die allen jenen Schurtereien und Walnußholz mit Nips- und Plüschbezug, die feinen Teppiche und ging mit übereinandergebissenen Zähnen und mit heißen Provokationen eine durch nichts zu erschütternde Nuhe ent und die großen prächtigen Deldruckbilder an den Wänden Augen fort. gegensetzten und ihre Pflicht big gum letzten Moment ach ja, so ein Modehandel mußte ein einträgliches Ge Es stand gut mit Bruder Nils, jedoch mit seiner Arbeiter für ihr tapferes, aufopferndes Verhalten erfüllten, dürfen des Dantes aller klassenbewußten ficher schäft sein! Gattin Marie stand es minder gut. Sie wanderte träumend fein. Die Bochumer Wahlbanditen aber mögen sich das heute -Da kamen die Kinder! frischgewaschen und nett; in und fremd im Hause herum und nahm au gar nichts Theil. mir, morgen dir" ins Gedächtniß rufen, wenn sie dereinst ernten, einem Satz war sie bei ihnen, bengte sich herab, nahm sie in Ein halbtoller Theolog hatte ihr eingeredet, sie werde mit was sie gejät.ob die Arme, küßte fie, weinte; o Gott sei Lob und Dank! ihm und einigen Anderen lebend in den Himmel entrückt Was die Ultramontanen anbelangt, so haben diese sich der So sehr schlecht sahen sie doch nicht aus. werden; so ging denn Marie Petersen und wartete auf Thätlichkeiten enthalten, dafür aber um so toller geschimpft um Sie schauten eher gut aus; etwas knapp gekleidet diese Begebenheit und hielt sich zu jeder Stunde bereit, und verleumdet. schienen sie wohl, aber ganz und rein, und was die Haut damit der Bräutigam, wenn er kam, sie nicht schlafend sich für einen der beiden zur Stichwahl stehenden Kandidaten zu Unsere Genossen in Bochum haben sonach keine Beranlassung, farbe betraf, du lieber Himmel, alle Kinder waren blaß jinde. Das Dienstmädchen führte das Haus und Alles ging engagiren und werden sich daher eingedent des Umstandes,„ daß in Kristiania. Sie hatte sich mehr gesorgt, als noth that. so gut, wie es eben möglich war. Bruder Nils hatte Recht sie alle beide stinken", der Wahl enthalten. Erziehung bekamen fie offenbar auch; sie hatten Mama recht gehabt: das war kein Ort für Famy. artig begrüßt, und still und brav waren sie, daß Fanny im Frau Holmsen dagegen hatte es ganz angenehm und Hierin irrt Genosse Wille. Grillenberger sagt, wie Jeder Bergleich zu ihnen sich ausnahm, wie eine kleine Wildfaze. war außerdem so glücklich, bei den Schwestern Mehlum in aus vorstehender Erklärung desselben sehen kann: es sei gleichGenau genommen that ihr wohl gerade ein kurzer Aufenthalt der Prinzengasse Unterkunft zu finden. Der Modesalon der giltig, wann Wille Sozialdemokrat wurde. Sozialhier gut. Zu Hause, in der Kleinstadt, hatte sie mehr als Schwestern Mehlum war einer der angesehenften der Stadt. lich giebt es solche auch in allen Ständen und Berufen, teinen Demokrat kann man in allen Lebensfragen sein und thatsäch= gebührlich ihren eigenen Willen gehabt, bei Jungfer Henriksen ( Fortsetzung folgt.) ausgenommen. Aber seine Zugehörigkeit zur Partei offen be würde es vielleicht etwas Bucht sehen, und das konnte ihr tunden, also offen Parteigenoffe zu sein und sich als solcher zu gewiß nicht schaden. bekennen, das ist in einer Reihe von Berufen für die Betreffendin einfach ausgeschlossen. Frau Holmsen bracht die Angelegenheit zur Sprache, und Jungfer Henriksen gab eine gnädige Antwort. Es treu ( Die Roh) Theater. Sonntag, den 4. Januar. Opernhaus. Lohengrin. Montag: Doktor und Apotheker. Zum Schluß: Das schlecht bewachte Mädchen. Schauspielhaus. Die Quizow3. Montag: Der Kaufmann von Benedig. Lessing- Theater. Auf der Höhe des Jahrhunderts. Montag: Sodom's Ende. Berliner Theater. Die Journalisten. Montag: Goldfische. Deutsches Theater. Die Gondoliere. Die Kinder der Exzellenz. Montag: Faust I. Theil. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Montag: Dieselbe Vorstellung. Wallner- Theater. 3'Nullerl. Montag: Mamfell Nitouche. Residenz- Theater. Der Kampf ums Dasein. Montag: Dieselbe Vorstellung. Viktoria Theater. Die sieben Raben. Montag: Dieselbe Vorstellung. Bellealliance- Theater. Mein Freund Lehmann. Montag: Dieselbe Vorstellung. Oftend- Theater. Die sieben Raben. Montag: Dieselbe Vorstellung. Thomas- Theater. Der Soldatenfreund. Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Don Juans. Unsere Montag: Dieselbe Vorstellung. Kaufmann's Variété. Große Spe zialitäten- Vorstellung. Theater der Reichshallen. Große Spezialitäten- Vorstellung. Concordia. Große Spezialitäten Vorstellung. Circus Renz. Karlstraße. Sonntag, den 4. Januar 1891: 2 Vorstellungen. Um 4 Uhr Nachm.( 1 Kind frei) Aschenbrödel, oder: Der gläserne Pantoffel. Großes phantast. Zaubermärchen in 4 Abth. Neu arrangirt u. ausgestattet. Abends 71/2 Uhr: Die Touristen, oder: Karlchen! Zum 32. Geburtstage ein donnerndes Die Fachvereins- Versammlung der Steinmetzen Hoch, daß die Arbeitsstube wackelt und findet am Sonntag nicht statt. die Cimbel brummt. Ob heute die Oper 2591 Bullengrin gegeben wird? rabbiat!! 61 J. A. der Unverbesserlichen. Unserm Freund und Genossen, dem zu seinem 40. Geburtstag e. donnernd. Geheimbund- Budifer Emil Schmidt, Hoch, daß der Manifestationsberg und beide Wasserthürme wackeln. Der radikale Klub. 30 Der Vorstand. Gr. öffentl. Steinmetz- Versammlung am Sonntag, den 4. Januar 1891, Vormittags 10 Uhr, Johannisstrasse 20 bei Müller. Tages Ordnung: 1. Abrechnung über die für die Hamburger Ausgesperrten gesammelten Am Neujahrstage verstarb nach langen Gelder. 2. Bericht über die Gewerkschaftskonferenz. 3. Verschiedenes. Leiden der Klempner Jeder Steinmetz ist zu dieser Versammlung eingeladen. A. Berkander im 32. Lebensjahre. Ein Sommertag am Tegernsee. Gr. Orig.- Pantomime m. Tänzen und Nachmittag 3 Uhr vom Krankenhause Die Beerdigung findet am Sonntag Gruppirungen vom Hof- Balletmeister Am Urban aus statt. A. Siems, neu arrangirt und in Szene gesetzt vom Direktor E. Renz. Musik vom Rapellmeister A. Cahnblen. In beiden Vorstellungen Auftreten der hervorragendsten Künstlerinnen u. Künstler, sowie Reiten und Vorführen der bestdressirten Schul- u. Freiheitspferde. Komische Entree's und Intermezzo's von sämmtlichen Clowns. Morgen, Montag, Extravorstellung. „ Die Touristen." E. Renz, Direktor. Circus Schumann. Friedrich- Karl- Ufer. Sonntag, den 4. Januar 1891: 2 Vorstellungen, Nachm. 4 Uhr und Abends 7%, Uhr. Programmen. Beide Vorstellungen mit verschiedenen Gebr. Richter's Variété. Große jeder Besucher das Recht, ein Kind In der Nachmittagsvorstellung hat Spezialitäten- Vorstellung. Wintergarten. Große Spezialitäten- frei mit einzuführen. Vorstellung. Englischer Garten. Garten. Direktion: C. Andress, Alexander: 27c. Clara Conrad, Lieder- und Walzerfängerin. Jenny Reimann, Rostüm- Soubrette. Max Menzel, Gesangskomiter. Mr. Koberstein, Malabarist. Mc. Lean Brothers, Amerikan. Neger- Excentric. Gebr. Willmo, musikalische Clowns. Anfang Wochentags 8 Uhr. Sonntags 51/2 Uhr. Entree Wochentags u. Sonntags 30 Pf. 50 Pf. und 75 Pf., im Vorverkauf 20 und 30 Pf. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Täglich: Grosses Concert. I 獎 Direktion A. Rödmann. Zum Schluß der Abendvorstellung die fenfationelle Wafferpantomime 69 2592 Der Einberufer. Sozialdemokratischer Wahlverein Die Hinterbliebenen. für den 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis Maler Filiale III.( Ost). Vereinigung deutscher Maler, Lackirer, Anstr. u. v. Berufsgen. General- Versammlung am Dienstag, den 6. Januar, Abends 81/2 Uhr, in Henke's Lokal, Blumenstraße 38. Tagesordnung: 1. Kassenbericht. 2. Wahl eines Beifizzers u. eines Beschwerde- Kommissionsmitgliedes. 8. Filial- Angelegenheiten. 4. Verschiedenes. Bahlreiches Er43] Versammlung am Montag, den 5. Januar 1891, Abends 8 Uhr, im Lokale der Brauerei Bötzow am Prenzlauer Thor. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Curt Baake über:„ Der Jns Differentismus der Arbeiter." 2. Diskussion. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Pflicht aller Wähler ist es, zu erscheinen. 58 Der Vorstand. Unterstützungsbund der Hausdiener Berlins. Zweite ordentliche General- Versammlung am Dienstag, den 6. Januar, Abends 9 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobftraße 75 1. Tagesordnung: 1. Mittheilungen und Bericht vom Weihnachtsscheinen der Mitglieder ist erforderlich. feft. 2. Vierteljahresberichte und Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Neuwahl Die Bevollmächtigten. des Stellenvermittlers und des zweiten Vorsitzenden. 4. Anträge. 5. Bundesangelegenheiten und Fragekasten. Der Vorstand. Ordentliche General- Versamml. des Vereins der Zinkgiesser u. Stürtzer Berlins u. Umgegend in Schröder's Restaurant, Reichenbergerjir. 24. Tagesordnung: 1. Bericht des provisorischen Vorstandes. 2. Wahl des definitiven Eine Eine ländl. Hochzeit, Borstandes. 3. Verschiedenes.- Um Circus nuter Wasser. Spezialität: 4 Wassernymphen. Montag, den 5. Januar: Vorstellung mit vorzüglich gewähltem Programm. Eine ländliche Hochzeit. Kaiser- Panorama. Paffage 1 Tr., v. 9 M. bis 10 Ab. Diese Woche: 1. Reise auf der Insel Rügen. 2. Wanderung d. Rußland. 1. Cycl. Pariser Weltausstellung. Hertha- Reise. Eine Reise 20 Pf., Kind nur 10 Pf., Abonn. 1 Mr. V Masken Garderobe von Otto Runge, Gr. Frankfurterstr. 57( Gegr. 1862.) 60] Der Vorstand. Posamentenbranche! Freie Vereinigung d. Arbeiter und Arbeiterinnen gen. Branche. Versammlung am Dienstag, d. 6. Jan., Abds. 81/2 Uhr bei Feuerstein, Alte Jakobsir. 75. Tagesordnung: 49 1. Bericht der Delegirten vom Posamentierkongrek. 2. Stellungnahme zu den Beschlüssen desselben zc. Alle Kollegen u. Kolleginnen sind hierzu Kollegen als Gäste gern gesehen. Versammlung 50 des Fachvereins der Holz- und BretterTräger Berlins am Mittwoch, den 7. Januar ds. Js., Abends 8 Uhr, in den Central- Festsälen", Oranienstrasse No. 180. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Theodor Glocke. 2. Dis fuffion. 3. Ausgabe der Billets zu dem am 10. d. M. stattfindenden Masken Ball. 4. Verschiedenes. 67 Der Vorstand. Central- Verein der Haus- und Geschäftsdiener Berlins. Ordentliche Generalversammlung am Dienstag, den 6. Januar, Abends 9 Uhr, bei Deigmüller, Alte Jakobstr. 48 a. Tagesordnung: 1. Was find die Ursachen der häufigen Ver untreuungen in unserem Beruf? Referent: Frizz 3ubeil. 2. Disund Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes und Fragekasten. fussion. 3. Mittheilungen, Abrechnung vom 9. November, Vierteljahresberichte Das Erscheinen sämmtlicher Mitglieder ist nöthig. Gäste haben Zutritt. Der Vorstand. 27 eingeladen. Der Vorstand. Verein Zentral- Kranken- u. Sterbekasse d. Maler 2c. Hamburg. Dertl. Verwaltung Berlin SW. V. der Klempner Berlins u. Umgegend. Grosse Versammlung am Montag, den 5. Jannar, Abends 8 Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstr. 77-79. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Werner: Die AltersDienstag und Freitag: Walzer- Abend. empfiehlt zur Saison eine Auswahl von Mitgl.- Versammlung und Invaliditäts- Versicherung. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und FrageEntrée Wochentags 10 Pfg., Sonn- und Festtags 25 Pig. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Payenhofer Export- Bier, Seidel 15 Bf. 641 F. Müller. 2000 Kostümen zu den billigsten Preisen. Vereine 15 pЄt. Ermäßigung. Große Auswahl von Aufzügen. 2574 H. Stramm's Restaurant, Montag, den 5. Januar, Abends 81/2 Uhr, bei Burkhardt, Nostizstraße 50. Tagesordnung: 1. Rassenbericht. 2. Wahl des gesammten Vorstandes und Kaffenarztes. Bratweil'sche Bierhallen Arbeits: Premben fogie, Serberge und S. Wahl von Krantenbeſuchern. 4. BerKommandantenstr. 77-79. Täglich: Grosses Concert mit Quartett- Sängern, ausgeführt von dem Musik Direktor H. Sanftleben. Wochentags: Frei- Concert. Sonntags Entrée 20 Pf. Empfehle auch zugleich 8 Billards, 3 Regelbahnen und einen Saal zu Vergnügungen und Versammlungen. F. Sodtke. 708 Castan's Panopticum. Prof. Dr. R. Koch im Labora torium. Amazonen- Truppe a. d. Leibwache des Königs von Dahomey. eu WeihnachtsAusstellung. Damen- Kapelle. Entree 50Pf. Kinder 25 Pf. v.9 Uhr Morg. bis 10 Uhr Ab. 123. Ritterstraße 123. Großes Fremdenlogis, 3. Arbeits- Nachweis der Vereine der schiedenes. Klempner, Glaser und Korbmacher. Reichhaltiger Frühstück-, Mittagund Abendtischy à la carte zu soliden 72] Preisen. 51 Der Vorstand. fasten. Gäste sind willkommen. 28 Zahlstellen für Berlin. Süden: Ritterstr. 123 bei Stramm. Westen: Biethen- und Schwerinstraßen- Ecke bei Grafunder. Norden: Granseerstr. 4 bei Leue. Often: Landsbergerstr. 105 bei Görmer. Beiträge und Aufnahmen werden jeden Sonnabend Abend von 81/ 2-10 Uhr und Sonntag Vormittags von 10-12 Uhr angenommen. Herr Werner hat sein Erscheinen ganz bestimmt zugesagt. Der Vorstand. E. Hasche, Saffirer, Freie Vereinigung der Maurer Berlins Noftigstr. 33, 4 Tr. Ausschank von vorzüglich. Weiss- Freie Kranken- u. Begräbn.und Bairisch- Bier.. Kasse der Schuhmacher und Umgegend. General- Versammlung Reſtaurant Zum Rothen Meer Berufsgenossen Berlins( E. H. No. 27). All Donnerstag, den 8. d. M., Abends 8 Uhr, u. am Boeckhstr. 12, General- Versammlung Montag, d. 19. Jan., Abends 81/2 Uhr, im Lotale des Herrn Feuerstein, Alte Jakobstr. 75( oberer Saal). 38 Tagesordnung: 1. Vierteljähl. u. jährl. Kassenbericht. Montag Abend von 8-10 Uhr ent- 2. Innere Angelegenheiten. 3. Wahi hält sich allen Freunden und Genossen bestens empfohlen. Gleichzeitig zeige hiermit an, daß sich die Zahlstelle der Maurer( Grundstein zur Einigkeit) bei mir befindet. Beiträge werden jeden gegengenommen. W. Haugk. 2553 des Vorstandes und Ausschusses. Quittungsbuch legitimirt. Der Borstand. J. A.: F. Lu h. H. Richter, Optiker, Berlin C., Wallstrasse 97, am Spitteld. markt. 2. Geschäft: Weinbergsweg 15b, am Rosenthaler Thor. [ 1986] AlumingoldStranfen- und Sterbekasse Berl. Hausdiener, E. H. 61. Montag, den 19. Januar 1891, bei Orschel, Sebastianstr. 39. Tages Ordnung: 1. Abrechnung des Kassirers vom 4. Quartal 1890, sowie Bericht der Revisoren. 2. Abrechnung des Vergnügungskomitees vom zweiten Stiftungsfest. 3. Abrechnung der Protokolle. 4. Wahl eines Revisoren. 5. Erfahwahl des Ausschusses. 6. Stellungnahme zur Revision des Statuts. Referent Herr rieg. 7. Verschiedenes und Fragekasten.- Mitglieder werden aufgenommen. NB. Diejenigen Kollegen, welche Protokolle zum Vertrieb erhalten und noch nicht abgerechnet haben, werden ersucht, diesem in den nächsten Tagen nachzukommen, indem durch Namensaufruf die Abrechnung erfolgt. Wir bitten die Mitglieder, zahlreich in dieser Versammlung zu erscheinen. Der Vorstand. 44 General Versammlung Arminhallen, Kommandantenstr. 20. des Berliner Arbeiter- Bildungs- Vereins Tagesordnung: Montag, den 5. d. M., Abends 8 Uhr, Schwedterstr. 23-24. 1. Mittheilungen. 2. Bericht der Delegirten über den stattgehabten Kongreß der Hilfskaffen. 3. Jahresbericht. 2. 4. Antrag des Ausschusses, betr. einer Weihnachts- Gratifikation f. d. Kassirer. 87 5. Wahl des Vorstandes§ 11. 6. Wahl Brillen und Pince- nez, garantirt nie des Ausschusses§ 17. 7. Wahl eines schwarz werdend. M. 2,50 Kranten- Kontroleurs. 8. Festsetzung der Nickelbrillen u. Pince- nez M. 1,50 Remuneration des Vorstandes und des M. 2, Honorars für den Kontroleur. 9. VerM. 1- fchiedenes, Auflage und Fragekasten. M. 2- Quittungsbuch legitimirt. rein achrom. m. 7, Der Vorstand. mit Etuis, Friedrich Hamann, Heiligegeiſtstr. 12. len! Richter's Opern- u. Reiseglas do. allerfeinste Qual. do. allerfeinste Qual. Passage- Rathenower Brillen Panopticum. Sperngläser, 100 nene Gruppen und Figuren. SpezialitätenVorstellung. Entree 50 Pfennig Gröffnet u. 10 Uhr Vorm. b. 11. Ab. ,, Excelsior 9 das Beste auf dem Markte, mit Etuis und Riemen M. 12,-. Tages Ordnung: 87 Diskussion. 3. Kassenbericht. 4. Vorstandswahl. 5. Verschiedenes. 1. Vortrag des Herrn Metzner über: Die Religion der Zukunft". Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Freireligiöse Gemeinde. Außerordentliche Versammlung 3 am Montag, den 5. Januar, Abends 8 Uhr, Rosenthalerstr. 38. Tagesordnung: Wahlbesprechung und definitive Aufstellung der Kandidaten des Vorstandes. Achtung! Schlächter! Geehrte Genossen! Ohne der Gemeinde das Bewilligungsrecht zu überGeneralversammlung 300 art au rein persönlichen Zweden verfügt und Gerichts- und Anwalte lassen, nach§ 27 des Statuts, hat der Gesammtvorstand über eine Summe von Mart Beste und billigste Bezugsquelle des Fachvereins der Schlächer- gebühren bezahlt. Dies zur Steuer der Wahrheit. Es sei daher an Guer aller optischen Artikel, genaueste Fachgesellen Berlins und Ungegend. gutes Recht appellirt und bringend um zahlreiches Erscheinen am 5. und fenntniß, eigene Werkstatt, prompt, Ver- Heute, Sonntag, den 4. Januar 1891, 19. Januar( Wahl) gebeten. Mehrere Mitglieder. fandt nach außerhalb gegen vorherige Nachmittags 42 11hr, Tanx- Institut, Einsendung oder Nachnahme. 46 in May's Feſtſälen, Beuthstraße 20/21. Restaurant zum ,, 39] F. Pietsch, Dresdenerstr. 10. Ein neuer Lehrkursus f. Damen u. Herren beg. Conntag, 11. Jan., Nach. br. Meyer's Bader, Brehm, Set: Meld. Adalbertstr. 98 und bei Beginn gefchichten kauft A. Hannemann, Roch des Unterrichts. 2595 straße 56. Fernsprecher Ic 4027. Vorstand. Die Beleidigung, die ich dem Drechsler Föhnel zugefügt haben soll, 19 nehme ich hiermit zurück. Heinrichy. 70| 51 Bukunftsstaat" Adolph Scholtz, Kastanien- Aller Nr. 35. Gesammte Arbeiterliteratur intl. ,, Gazeta Robotnicza" liegt aus. Hierzu zwei Beilagen. Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 3. Chronik der wichtigsten politischen und Partei- Ereignisse im Jahre 1890. Juni. Anfangs Juni. Die Hamburger Behörde läßt streikende Arbeiter photographiren. 3. Präsident Carnot amnestirt den Herzog von Orleans. 4. Erste Sitzung der Arbeiterschutz- Kommission des Deutschen Reichstags. 7. Präsident Carnot begnadigt 72 wegen Streifvergehens verurtheilte Arbeiter. 9. Schlichtung des Konflikts in der freisinnigen Partei. 10. Kammerwahlen in Belgien. Das Parteiverhältniß bleibt fast unverändert. Unbedentender Fortschritt der Liberalen. 13. Der Londoner Polizeipräsident tritt zurück. 14. Frankreich erkennt die brasilianische Republik an. 15. Eröffnung des internationalen Gefängniß- Kongresses. Costa zum Deputirten wiedergewählt. 16. Ausbruch der Gholera in Spanien. " Großartige Kundgebung von 60 000 Bergleuten zu Gunsten des Achtstundentages in Barusely( England). 17. Diskussion der Arbeiterschutz- Kommission über den NormalArbeitstag. " " " Zweite Lesung der Gewerbegerichts- Vorlage. Ausbruch eines großen Bäckerstreits in Stockholm. Die französische Regierung beschließt Maßregeln gegen die Einschleppung der Cholera aus Spanien. 18. Der französische Ausschuß der Arbeitergeseze nimmt den Antrag auf Einsehung eines Ober- Arbeitsraths an, der überwiegend aus Arbeitervertretern bestehen soll. 19. In einer Volksversammlung in Berlin wird nach einer Rede Bebels der Bier- Boykott aufgehoben. 20. Vierter sozialdemokratischer Rongreß in Kopenhagen. 22. Sozialdemokratischer Parteitag für den Regierungsbezirk Frankfurt a. D. 23. Die neue brasilianische Verfassung wird veröffentlicht. " Dr. V. Adler verläßt nach viermonatlicher Gefangenschaft das Wiener Landgericht. 24. Miquel wird zum preußischen Finanzminister ernannt. 25. Rede Bebels im Reichstage über Soldatenmißhandlungen. Megeleien der Schwefelhütten- Arbeiter auf Sizilien. 15./27. Töpferkongreß in München. 27. Dritte Berathung der Gewerbegerichts- Vorlage. 28. Die Vertagung des Reichstags bis zum 18. November wird beschlossen. " " " " " Ende des Leipziger Belagerungszustandes. Abschluß des deutsch schweizerischen Niederlassungs- Vertrages. Einschränkung der Dienstalters- Zulagen für preußische Lehrer. Die Pariser Nihilistenverhaftungen werden auf den agent provocateur Landeisen zurückgeführt. Major Panizza wird in Sofia erschossen. 29. Verstaatlichung der Beerdigung im Kanton Zürich und obligatorische Stimmabgabe bei den Wahlen angenommen. 30. Freiherr v. Münch, das enfant terrible der Volkspartei, erklärt seinen Austritt aus der Fraktion. Juli. Im Reichstag zweite Berathung des Nachtragsetats, betreffend die Erhöhung der Beamtengehälter. Der Antrag der Sozialdemokraten, die Gehälter der diätarisch be= schäftigten Beamten und Unterbeamten statt um 2 536 657 M. um 3 804 985 M. zu erhöhen, wird abgelehnt. 1. Die Arbeiterschuh- Kommission des Reichstags vertagt ihre Arbeiten bis zum 5. November. " In Leeds( England) streiken die Gasarbeiter. Die Gasbeleuchtung muß eingestellt werden. Tumulte. 2. Der Reichstag wird bis zum 18. November vertagt. 4. Die Gasarbeiter in Leed erringen einen vollkommenen Sieg. " Vor dem Pariser Zuchtpolizei- Gerichte beginnt die Verhandlung gegen die verhafteten Polen und Russen. Das am folgenden Tage verkündete Urtheil lautet: Sämmtliche Angeklagte mit Ausnahme der Frau Reinstein und des Fräulein Bromberg, welche freigesprochen wurden, wurden zu 3 Jahren Gefängniß und zu Der Lockspizzel Land200 Fr. Geldbuße verurtheilt. eisen wurde in contumaciam zu 5 Jahren Gefängniß verurtheilt. 7. Streit der Londoner Schuhleute. Die Mannschaften des 2. Bataillons des Garde- GrenadierRegiments in der Wellington Kaserne in London verweigern den Gehorsam. Rothenburger Tage. Sonntag, den 4. Januar 1891. Juli. 8. Der große Hamburger Maurerstreit wird als beendet erflärt, bricht aber auf die unverschämte Forderung der Unternehmer hin, die Arbeiter sollten aus dem Fachverein austreten, von Neuem aus. 9. Streif Londoner Postbeamten. 10. Prozeß vor dem Reichsgericht gegen die Anarchisten Schneider Reinhold und dessen Frau, Maler Behr und Schloffer Wagenknecht aus Berlin wegen Verbreitung anarchistischer Blätter. " Das Abkommen mit England über Helgoland und Ostafrika wird vom Reichs- Anzeiger" mitgetheilt. 14. Attentat eines Verrückten auf Carnot. Streits in Spanien. 15. Weltfrieden- Kongreß in London. 23. Sieg der Sozialisten in Mainz bei den Wahlmännerwahlen zum hessischen Landtage. Wir gewinnen ein Mandat zu den zwei alten. " " " Liebknecht wird das Reden im ehemaligen Leipziger Belagerungszustand- Gebiet verboten. In Barcelona( Spanien) streifen 2000 Arbeiter und Arbeiterinnen. Streit der Seeleute in Kopenhagen. 24, Neuerlicher Ausbruch des Doctarbeiter- Streits in England. 26. Constantin Janiszewski wird auch aus Friedrichshagen ausgewiesen. " == " Ausbruch der Revolution in Argentinien. Die Bewegung für das Banknotenmonopol in der Schweiz beginnt. 29. Die Dockarbeiter in Cardiff nehmen die Arbeit wieder auf. Zahlreiche Streiks in London. " 30. Niederschlagen der Revolution in Argentinien. 31. Explosion schlagender Wetter in Gelsenkirchen. Sieben Bergleute todt, andere verletzt. August. 1. Einberufung des Parteitages der deutschen Sozialdemokratie auf den 12. Oktober nach Halle a. S. Veröffentlichung der Tagesordnung in der ganzen sozialdemokratischen Presse Deutschlands. 2. Präsident Carnot erläßt wiederum eine Anzahl Strafen betr. Streifvergehen, " 27 " Schlagende Wetter in Bergwerken in Fünfkirchen( Ungarn). Zahlreiche Berunglückungen. Das Berliner Volksblatt" veröffentlicht die Einladung zum internationalen Arbeiterkongreß von 1893 nach Chicago. Die Ergebnisse der französischen Enquête über den Normal- Arbeitstag werden veröffentlicht. 3. Wegen der nordböhmischen Glasarbeiter- Exzesse" werden 80 Personen zu Rerfer- und Arreststraßen verurtheilt. Der Kongreß der österreichischen Textilarbeiter wird einberufen. 6. Das Gesetz über die Gewerbegerichte wird publizirt. Internationaler medizinischer Kongreß in Berlin. Zunahme der Cholera in Spanien. " " " Die Fleischergesellen in Rom stellen die Arbeit ein. 7. Bebel veröffentlicht im„ Berliner Volksblatt" die Widerlegung der gegen die Parteileitung erlassenen Vorwürfe. ( Die Sächsische Arbeiter- Zeitung" und tutti quanti.) 8. Bäckerstreit in Lissabon( Portugal). " " Die sozialistische Parteipresse veröffentlicht den Organisations Entwurf für die sozialdemokratische Partei Deutschlands. Zirkular des Ministers Herrfurth über die Stellung der Behörden zur Sozialdemokratie unter der Herrschaft des gemeinen Rechts. 9. Große Ueberschwemmungen in Desterreich- Schlesien. 10. Großartige Arbeiterdemonstration für das allgemeine Wahlrecht in Belgien. 11. Eine von 2000 Personen besuchte Versammlung in Dresden spricht sich mit allen gegen 10-12 Stimmen gegen die parteifeindliche Haltung der Sächs. Arbeiter- 8tg." und für die Politik der Parteileitung aus. Es wird ferner beschlossen, die Sächs. Arbeiter- 3tg." in Parteibesitz zu übernehmen. " Wegen der„ Erzesse" in Hürschau( Böhmen) wurden 51 Personen wegen des Verbrechens der öffentlichen Gewaltthätigkeit verurtheilt. 14. Der große Streit der Eisenbahn- Arbeiter in Wales wird in für die Arbeiter günstigem Sinne beigelegt. Streit der Bergarbeiter in Ostrau( österr. Schlesien.) " 15. Eröffnung des 3. allgemeinen skandinavischen ArbeiterKongresses. 16. Die Sammlungen für die Hamburger Ausgesperrten können eingestellt werden. Reine Sieger, teine Besiegte", damit wird das Ende der Aussperre gekennzeichnet. Auguft. 8. Jahrg. 16. Singer wird von der Polizei verboten, auf die Angriffe gegen die Fraktion in Berlin zu antworten. 17. Große Demonstration der Dockarbeiter im Hydepark am Jahrestage des Ausbruches des vorjährigen Dockarbeiter Streifs. " Der Lockspizel Pourbaix wird, nachdem er noch nicht die Hälfte seiner Strafe abgesessen, aus dem Gefängnisse entlassen. 20. Bebel antwortet im„ Berliner Volksblatt" auf die Kritik des Organisations- Entwurfs der Fraktion. " Die zweite für den 20. Auguft einberufene VoltsversammTung, worin Genosse Glocke über die Angriffe gegen die Fraktion referiren sollte, wird auch verboten, weil die Polizei befürchtet, daß Singer in der Diskussion das Wort ergreifen wolle. 23. Die französische Regierung beschließt eine Enquête über die Arbeiterschutz- Gesetzgebung der europäischen Staaten. Streit der Schiffsoffiziere in Melbourne, Australien. " " In Bochum kommen ungeheuerliche Steuerunterschlagungen seitens liberaler und ultrainontaner Größen an den Tag. 24. Enthüllung des Hasenclever- Denkmals auf dem Friedhofe der Berliner Freireligiösen Gemeinde. " " In Mons( Belgien) jeiern 17 000 Arbeiter. In Australien streiten die Dockarbeiter. 25. Große Versammlung bei Lips in Berlin, zu der Zehns tausende pilgern, in der nach einem Referate Bebel's mit 4000 gegen 60 Stimmen eine Resolution angenommen wird, in welcher die Angriffe auf die Parteileitung in ener gischer Weise zurückgewiesen werden. Kolossale Polizeimaßregelungen und Verhaftungen vor und nach der Verfammlung. " == t Abnahme der Cholera in Spanien. Kablukow, der Mitschuldige Panizza's, wird den russischen Behörden übergeben. Nachwahl in Colmar. Der sozialdemokratische Kandidat erhielt 2633 Stimmen, während am 20. Februar keine sozialdemokratische Stimme abgegeben wurde. 27. Gin Komitee Berliner Genossen hat sich gebildet, um die nach Berlin heimkehrenden Ausgewiesenen festlich zu empfangen. Aehnliches geschieht in den anderen Belagerungszustands- Gebieten. 29. August bis 3. September. Spanischer Sozialisten- Kongreß in Bilbao. 31. Lassallefeier in Berlin. September. 1.- 6. Kongreß der Trades- Unions in Liverpool. Starke Ver tretung der neuen Unionen( Unionen der ungelernten Arbeiter). Sieg der neuen über die alte Richtung. Beschluß, vom Parlament die Festsetzung des achtstündigen Arbeitstages zu fordern. Zum ersten Male ein Sozialdemokrat, Burns, in das parlamentarische Komitee gewählt. 2. Sechs Düsseldorfer Arbeiter erhalten die Anklage in einem Geheimbunds- Prozeß zugestellt. 3. Arbeiterunruhen in Jaroslaw( Rußland). 5. Nihilisten- Verhastungen in Petersburg. 6. Katholischer Sozialfongreß in Lüttich. 8. Dockarbeiter- Streit in Southampton. 10. Grregte Szenen bei der Beerdigung der in St. Etienne durch schlagende Wetter verunglückten Bergleute. Der Fahr lässigkeit und Profitwuth der Grubenverwaltung wird die Schuld an dem Unglück beigemessen. " Enthüllungen über die boulangistische Rorruption durch den ehemaligen Boulangisten Mermeir. 11. Revolution der Liberalen in Bellinzona( Tessin, Schweiz). 14. Arbeitekrongreß in Brüssel zu Gunsten des allgemeinen Stimmrechts. 15./19. Deutscher Bergarbeiter- Kongreß in Halle a. S. 15. Joffrin, Chef der französischen Possibilisten t 16. Sämmtliche Arbeiter in den Kohlenbergwerken von NeuSüd- Wales stellen die Arbeit ein. 17. Die Beschuldigung der„ Times", die deutschen Behörden in Bagamoyo in Ostafrika begünstigten den Sklavenhandel, wird vom Reichsanzeiger" bestritten. 18. Unruhen in Lissabon. 19. Die Parnelliten Dillon und O'Brien verhaftet. 20. Genosse Karl Schulze in Erfurt, Redakteur der Thüringer Tribüne", zu 10 Wochen Gefängniß wegen Beleidigung durch die Presse verurtheilt. In Witu( Ostafrika) Kunzel und 7 Gefährten getödtet. 22. Sigung des internationalen Bergarbeiter- Komitees in Brüssel. 23. Ausbruch eines Kohlenarbeiter Streits in Dombrau bei Troppau und in Mährisch- Ostrau. 25. Lorenz v. Stein, berühmter Nationalökonom, Geschichtsschreiber des älteren französischen Sozialismus+. hergerichtet und wurde aufgetragen in dem kleinen trau- Wohlhin," sagte Doktor Eucharius, und doch hat es lichen Gemach neben dem großen Rittersaal. Agnes stellte mir nirgend so gut gefallen wie in meinem schönen FrankenRoman aus der Zeit des großen Bauernkrieges von 1525. die silbernen Becher auf den Tisch, die nur bei besonderen land am grünen Main, wo mein väterlich Haus stehet. Der Gelegenheiten aus dem Schrein genommen wurden; der Himmel möge uns bald den Frieden wieder geben und mir Burgherr hatte es also gewünscht. Sie öffnete die Fenster ein lieblich Ehegemahl in mein Haus, die drinnen schalten mit den farbigen runden Scheiben und ließ die milde, und walten mag, auf daß ich nicht mehr einsam site, wie würzige Luft der flaren Sommernacht hereinströmen. bisher." Von Wilhelm Blos. ( 27. Fortsetzung.) Agnes bog sich hinaus, um nach dem fremden Reiter zu schauen; da gewahrte er sie und schwenkte grüßend seinen Hut. Sie fuhr zurück und eilte nach ihrer Kammer, denn sie mochte Niemanden sehen, so trübe war ihr zu Muth. Des Mondes silberne Sichel war am Himmel Er sprach mit eigenthümlicher Betonung und schaute aufgezogen und die Jungfrau blickte sinnend empor; da Agnes dabei wieder scharf an, so daß sie in den Schooß wurde ihre Schulter berührt, Bärbchen stand hinter ihr. blickte. ,, Es wird einem Manne, wie Ihr seid, nicht gar schwer fallen, ein passend Weib zu finden," sagte sie möglichst unbefangen. Sie kommen", flüsterte sie. Bärbchen fam eilig die Treppe herauf. Wilhelm von Grumbach trat ein mit dem Fremden. " Komm herunter", sagte sie, wir wollen für einen Der Burgherr war äußerst aufgeräumt, der Fremde mußte Imbiß sorgen, es ist ein Gast gekommen." ihm gute Nachrichten gebracht haben. Agnes feufzte. Wohl wieder einer von jenen Kumpanen des Vetters, die ihm seinen Wein austriuken und dazu so lästerlich toben und fluchen." Bärbchen machte eine abwehrende Bewegung." nein", sprach sie, das ist ein feiner Herr und Schreiber, wie man nur im Reiche einen finden mag". Agnes lächelte ein wenig spöttisch. " Und was will der hier?" Meint Ihr," sagte er ,,, ich verlange etwas viel; sie Doktor Eucharius Steinmetz war ein hochgewachsener müßte so schön und muthig sein wie Mann von etwa vierzig Jahren. Dichtes schwarzes Haar Er vollendete nicht, denn der wilde Grumbach schlug hing wohlgescheitelt um das mächtige Haupt und das glatte mit der Faust auf den eichenen Tisch, daß die silbernen regelmäßige Gesicht hätte den Eindruck der Biederkeit und Becher leise erklangen. Gutmüthigkeit machen müssen, wären die funkelnden schwarzen ,, Hollahe!" rief er, ,, nur herein und her mit Augen nicht so unftät und lauernd gewesen. dem edlen Trank, gegen den der Nektar der seligen Götter Er grüßte mit höfischem Anstand. Seine Blicke hafteten auf dem Olympos nur ein elender Rachenputzer ge auf Agnesens Antlig und wichen nicht mehr davon; es wesen." ward ihr das einige Mal nubequem und sie fühlte, wie sie Diese Worte galten der Schaffnerin, die keuchend leicht erröthete. Aber sowie sie die Blicke wieder aufschlug, einen mächtigen Steinkrug voll edlen Weines hereinschaute sie immer wieder in des Doktors funkelnde Augen. schleppte. Herr Eucharius, ein viel gereister Mann, erzählte Der Wein glitt in die Becher, funkelnd und einen feinen, während des Schmauses, was er in fremden Ländern gewürzigen Duft verbreitend; er glitt die Kehle hinab wie sehen. Auch Jerusalem, die heilige Stadt, hatte er ge- ein milder Feuerstrom, belebend, erfrischend, erfreuend. Der sehen. Ritter und der Doktor thaten tiefe Züge und der Doktor Solches weiß ich nicht," sagte Bärbchen, aber es ist der Doktor Eucharins Steinmetz aus Heidingsfeld bei Würz burg, schon lange ein Freund meines Bruders. In seinem ihnen ihre Briefe an die Fürsten und Herren, da er so fürtrefflich mit der Feder umzugehen vermag. Mein lieber Florian ist manchmal zu Gaste bei ihm gewesen und hält Es ist wirklich wahr, was man sagt," wandte er schien als ein Weinkenner das edle Naß auf der Zunge zu ein großes Stück auf ihn." sich an Agues, Eure Vaterstadt, wenn man sie über das zerdrücken. Auch die Damen schlürften den Wein mit sichtAgnes entgegnete Nichts, sondern wandte sich, die Tauberthal hinüber vor Augen hat, gleicht gar sehr der lichem Behagen. Treppe hinab zu steigen. Bärbchen folgte ihr etwas ver Stadt des heiligen Grabes." Frankenwein- Krankenvein," sagte der Doktor, doch Das müsset Ihr wissen," sagte Agnes. Aber Ihr solch ein Tränklein thut auch dem Gesunden gut." ,, Das will ich meinen," lachte Grumbach. Ihr mögt habt" viel von der Welt gesehen." wundert. Bis der Abend herniedersank, war ein reichliches Mahl " September. 25. Genosse Luz wird von der Amtsanwaltschaft Rastatt verfolgt, weil er auf die Gräber der 1849 erschossenen Märtyrer Kränze niedergelegt hat. Die Spaltung der französischen Possibilisten tritt an den Tag. 26. Antimonarchische Demonstrationen in Portugal. 28. Parteitag der Sozialdemokratie im Oberbarnimer Kreise. 30. Ablauf des Sozialistengesetzes. Große Demonstrationen in Die Ausgewiesenen fehren zurück. ( Schluß folgt). Berlin. Lokales. " in der " daein Unterkommen suchen? zu re= haupt nicht existirt oder mindestens nur für den Arbeit- ihm doch das Buch für 40 Pf. abzukaufen. Aber auch nehmer, für den Arbeitgeber aber nicht, daß in der dieses Angebot wurde nicht angenommen, vielmehr wurde der Regel die Arbeiter aber nichte haben, darin hat der Artikelschreiber staatsgefährliche Tischler unter sicherer polizeilicher Begleitung leider Recht! Derselbe fährt fort: 31 einem Spaziergang nach der Fabrik eingeladen, wo dem Durch das Streiten waren Kontraktbrüche etwas all- Fabrikanten von Polizeimegen eröffnet wurde: Den Mann tägliches, denn nach§ 152 der Gewerbeordnung ist das Gin dürfen Sie nicht beschäftigen, das ist ja ein Sozialdemokrat! stellen der Arbeit zum Behufe der Erlangung günstigerer Lohn Schleunigst erhielt der Tischler seine Papiere zurück, wogegen er und Arbeitsbedingungen gestattet. Wie ausgiebig von diesem seinerseits den Arbeitsschein zurückgab und schüttelte den staatsBaragraphen Gebrauch gemacht worden ist, haben die vielen erhaltenden Staub der guten Stadt Wetschau von seinen Füßen. Streits in dem verflossenen Frühjahr bewiesen. Berufsmäßige Aber das sind die großen staatserhaltenden Aufgaben der VerAgitatoren setzten allerorts Streifs ins Wert, oft und meisten pflegungsstationen! Wir verlieren über diese Befehrungsanstalten theils ohne Erfolg, nur zum Schaden der arbeitnehmenden Be- für Sozialdemokraten" kein Wort weiter; aber ein Punkt bedarf völkerung. Durch die„ Novelle zur Gewerbe- Ordnung" wird die doch noch der Aufklärung. Es entsteht nämlich die Frage: Ist Lust zum Streifen etwas genommen werden. Die Arbeiterschutz- die Verpflegungsanstalt zu Betschau eine kommunale oder eine Kommission des Reichstags hat einen Paragraph angenommen, Privateinrichtung? Ist sie Privateinrichtung, wie kommt der welcher lautet: Sat ein Geselle oder Gehilfe rechtswidrig die Arbeit Polizist dazu, dort seines Amtes zu walten, wie fommt namentlich verlassen, so kann der Arbeitgeber als Entschädigung für den Tag des er die Taschen Derjenigen Dies VerKontraktbench. Die„ Thierbörse", ein zum größten Theile Vertragsbruchs und jeden folgenden Tag der vertragsmäßigen oder vidiren, die dort in ländlichen Distrikten verbreitetes und gelesenes Fachblatt, gesetzlichen Arbeitszeit, höchstens aber für sechs Tage, den Betrag fahren ist durchaus ungesehlich. Oder ist die Verpflegungsanstalt öffnet ihre Spalten einer Betrachtung über Kontraktbruch, die des ortsüblichen Tagelohnes fordern. Diese Forderung ist an Kommunal Eigenthum? Dann ist das Verfahren noch weniger darauf berechnet ist, die ländlichen Arbeiter für die in der„ No- den Nachweis eines Schadens nicht gebunden. Durch die Geltend- gerechtfertigt. Soweit waren wir selbst unter dem Sozialistenvelle zur Gewerbe- Ordnung" vorgesehenen gesetzlichen Bestimmungen machung derselben wird der Anspruch auf Erfüllung des Ver- gefeß noch nicht, daß Sozialdemokraten von der Benutzung kom zur Bestrafung des Kontraktbruches zu gewinnen, dieselben ihnen trages und auf weiteren Schadenersatz ausgeschlossen. Dasselbe munaler Einrichtungen ausgefchloffen werden konnten. plausibel zu machen als etwas, was nur zum Nutzen der Arbeiter Recht steht den Gehilfen oder Gesellen gegen den Arbeitgeber zu, Bürgermeister und der Polizist in Vetschau nehmen ihre Besolerdacht worden ist und vor allem auch die ländlichen Arbeiter wenn er von diesem vor rechtmäßiger Beendigung des Arbeits- dung aus den Steuern ganz gewiß auch dann, wenn Sozialvor der Sozialdemokratie zu warnen. Das ganze Machwerk ist verhältnisses entlassen worden ist." demokraten dazu beigetragen haben. In jedem Falle liegt hier eben auch ein Rampf mit geistigen Waffen" gegen die Sozial- Das Streiten wird ja dadurch nicht aus der Welt geschafft ein amtlicher Uebergriff vor, von dem wohl zu wünschen wäre, demokratie, weshalb wir demselben eine unverdiente Beachtung werden und es ist in manchen Betrieben auch nur als geeignetes daß er eine weitere amtliche Untersuchung nach sich zöge. schenken und dasselbe einer ober lächlichen Kritik unterziehen. Mittel zu betrachten, um höhere Löhne und günstigere Arbeits- Die Alters- und Juvaliditäts- Versicherung muß vielfach Nachdem der Begriff des Kontrattbruches fachlich erläutert bedingungen zu erzielen. Durch Annahme dieses Paragraphen dazu herhalten, um in der Bevölkerung Stimmung gegen die und dargelegt worden ist, daß der Kontraktbruch sowohl von wird jedenfalls aber den Agitatoren von Beruf das Handwerk Sozialdemokratie zu machen. Daß die Herren Landräthe die BeSeiten des Arbeitgebers wie des Arbeitnehmers erfolgen fann, gelegt werden, die nur darauf ausgehen, aus den Streikgeldern deutung und die praktische Handhabung des Gesetzes überall in fährt der unbekannte Artikelschreiber fort: für sich Nutzen zu ziehen und denen es wenig und gar nicht das denkbar günstigste Licht zu sehen suchen, ist ja begreiflich; Rontrattbrüche gereichen beiden Theilen zum Schaden; darauf ankommt, ob die Arbeiter besser gestellt werden oder nicht. aber die Herren und ihre Beauftragten erleben dabei mancherlei der Arbeitgeber kann in seinen Betriebe bedeutende Verluste Die Kontraktbrüche, die bei der Niederlegung der Arbeit( Streit) Ueberraschungen, auf die sie nicht gerechnet zu haben scheinen. erleiden, wenn der Arbeiter eines Tages nicht erscheint und so massenhaft vorkommen, sind undedingt verwerflich, da sie beiden Während der Weihnachtsfeiertage besuchte ein hiesiger jüngerer der Prinzipal nicht gleich Ersatz hat oder findet. Das ist Theilen zu Schaden gereichen und auch andere Gewerke in Mit Gewerbegehilfe seine Verwandten im Kreise Landsberg a. Warthe. sehr einleuchtend; wenn wir die Gärtnerei als Beispiel leidenschaft ziehen." Er erfuhr dort, daß für den dritten Feiertag eine Verannehmen, welch' unermeßlicher Schaden kann dem Prinzipal er- Aus Vorstehendem wird ein Jeder mit Leichtigkeit zu ersehen sammlung einem der Dörfer anberaumt war, zu wachsen, wenn eines schönen Tages, wenn die Sonne so recht vermögen, weß Geistes Kind der Artikelschreiber ist. Daß der welcher Geistliche aus dem benachbarten Kirch heiß scheint, der Gehilfe die Arbeit plöglich verläßt, weil es ihm selbe besonders geschickt operirt, fann man gerade nicht behaupten, dorf herüberkommen und seine gläubigen Landleute über nicht mehr paßt", und die Pflanzen in den Mistbeeten und denn wenn derselbe die längst verbrauchten Fabeln von den be- die Segnungen der Alters- und Invaliditäts- Versicherung Häusern verbrennen. Andererseits befindet sich der Gehilfe in russmäßigen Agitatoren, die nur Streits anzetteln, um aus" den aufklären sollte. Die Versammlung fand statt; eine Bureauwahl einer recht bedauerlichen Lage, wenn er eines Tages entlassen Streifgeldern für sich Nußen zu ziehen," wieder ins Treffen führt schien man für überflüssigen Lurus zu halten und der Herr Pastor wird, und dann nicht weiß wo er hin soll; denn die Stellen sind wie dies ja auch von anderer Seite geschieht, siehe„ Dresdener verbreitete sich nicht blos über die Alters- und Invalidenversiche nicht immer offen. Nachrichten"," Magdeburger Zeitung" 2c. so fann er sich darung, sondern auch über die sozialpolitische Gesetzgebung im AlDie Tendenz des Artikels ist bereits aus Vorsiehendem er mit eben nur noch vor die unaufgeklärte ländliche Bevölkerung gemeinen und besonders über die Arbeiterschuß- Vorlage, die er sichtlich, jedoch es kommt noch besser! Zunächst ist zu bemerken, daß wagen, wo er vielleicht noch Glauben findet. Um aber auch als eine Maßregel bezeichnete, wie sie in feinem anderen Staate tein Arbeiter, mag er nun Gärtnergehilfe oder sonst ein Arbeiter dieser Möglichkeit den Boden zu entziehen und ähnliche Beein bestehe, und die Beweise, wie gut es die Regierung mit den Arfein, die Arbeit„ plöhlich" verläßt, weil es ihm nicht mehr past!" fluffungen, der wie die vorstehende unmöglich zu machen, erwächst beitern meine. Um diesen letteren offenbaren Irrthum richtig zu Eine Lohnbewegung bedarf der sorgfältigsten Vorbereitung und Zeit. um so mehr die Pflicht, die ländliche Bevölkerung über ihre Instellen, erbat sich der zufällig anwesende Berliner das Wort; er Die schließliche Arbeitseinstellung feitens der Arbeitnehmer teressen aufzuklären, insbesondere aber auch über die Tragweite fennzeichnete den zweifelhaften Werth der Alters- und Invaliditätstrifft also die Arbeitgeber keineswegs unvorbereitet, umsoweniger, der Bestimmungen der„ Novelle zur Gewerbe- Ordnung", die Be- versicherung und verwies auf die Schweiz, wo man uns in Bezug da von den Arbeitern regelmäßig den Arbeitgebern die zu stellen- strafung des Kontrattbruches betreffend. auf Arbeiterschuh- Bestimmungen weit über sei. Der Herr Pastor den Forderungen bei Zeiten bekannt gegeben werden. Dieselben Die fozialpolitische Bedeutung der Verpflegungs. war von diesen Bemerkungen sichtlich überrascht. Dreimal fam haben also genügend Zeit, fich auf den Fall einer Arbeitsein- anstalten haben wir früher bereits wiederholt gekennzeichnet und der Berliner zum Wort und der Herr Pastor hielt es für gerathen, ftellung vorzubereiten, d. h. für Ersatz der Arbeitskräfte Sorge uns dadurch das Mißfallen aller Derjenigen zugezogen, die sich sich mit dem anwesenden Ortsschulzen zu verständigen, worauf zu tragen, was bei der immer mehr anwachsenden Reservearmee noch einbilden, das soziale Elend durch solche Humanitätspflästerchen, die Versammlung geschlossen wurde. Das verhinderte aber nicht, der Arbeiter ja nicht allzu schwierig ist. Jedenfalls ist der Ar- die dem franken sozialen Körper an besonders heftig schmerzenden daß sich um den Berliner zahlreiche ländliche Arbeiter, namentlich beiter, der entlassen wird, in einer„ bedauerlicheren" Lag e, da Stellen aufgeklebt werden, beseitigen zu können. Wer die Verpflegungs- sogenannte Sachfengänger sammelten, um ihm ihre Zustimmung diese Entlassung meistené plöglich geschieht, weil es dem Aranstalten wirklich noch für bloße Humanitätseinrichtungen hält, auszudrücken. Die Stimmung über die geltenden Steuern kam in beitgeber nicht mehr paßt". Sodann heißt es weiter: dem kann eine Mittheilung vielleicht die Augen öffnen, die uns der drastischen Bemerkung eines alten Landmannes zum AusDamit nun nicht durch die Kontraktbrüche den von einem hier durchreisenden Tischlergesellen gemacht wird. druck, welcher meinte: Wi wer'n jo nu of wol bald det Water Kontratischließenden Schaden erwachsen kann, schreibt das Derselbe tam vor einigen Tagen von Bolnisch- Schlesien nach verstüren möten! Jedenfalls ließ die seltsame Versammlung Geseh vor, daß derjenige, welcher das Arbeitsverhältniß zu lösen Rottbus und wurde von dort nach Vetschau Vetschau geschickt deutlich erkennen, daß für eine sozialistische Propaganda hier ein gedenkt, dies dem andern 14 Tage vorher anzeigen muß; da mit der Andeutung, daß dort in der landwirthschaft: fruchtbarer Boden vorhanden ist. durch ist der Arbeitgeber in der Lage, sich nach einer andern lichen Maschinenfabrik von Voigt vielleicht Beschäftigung für Der fozialdemokratijdje Wahlverein des 5. Berliner Person umzusehen, und der Arbeitnehmer( Gehilfe), kann sich eine ihn zu finden sei. Auf seine Anfrage in der erwähnten Fabrik wurde Meichstags- Wahlkreises feierte am Mittwoch bei Bözow sein andere Stelle während dieser Zeit suchen. Der§ 123 der Ge- dem Tischler die Gegenfrage vorgelegt, ob er etwa Sozial- Sylvesterkränzchen. Dasselbe war zuerst sehr spärlich besucht und werbeordnung fagt nämlich:" Das Verhältniß zwischen den Ge- demokrat sei, worauf er mit dem Ausdruck gerechtfertigter Ver- ließ nichts Gutes vermuthen, jedoch füllte sich der Saat von fellen oder Gehilsen und ihren Arbeitgebern kann, wenn nicht ein wunderung erklärte, daß diese Frage doch mit der Arbeit in der 9-10 Uhr derartig, daß schließlich kaum noch für den Tanz geanderes verabredet ist, durch eine jedem Theile freistehend, Fabrik nichts zu thun haben könne; er werde aus seiner politi- nügend Raum vorhanden war. Es ließ sich jedoch Niemand vierzehn Tage vorher erklärte Ausfündigung gelöst werden." schen Ueberzeugung fein Hehl machen, sehe aber nicht ein, daß durch die Enge stören, und Jeder amüsirte sich auf das Beste. Troß dieser Vorschrift sind Kontraktbrüche an der Tagesordnung. Die Frage oder die Antwort darauf hier am Platze sei. Hierauf Als die Musik die Klänge der Marseillaise erschallen ließ, traten Wie häufig kommt es vor, daß ein Handelsgärtner seinen Ge- erhielt der Tischler eine schriftliche Bescheinigung, daß er in der die Genossen in der Mitte des Saales unter einem großen rothen hilfen ohne triftigen Grund entläßt, ohne 14 Tage vorher zu Fabrit Beschäftigung erhalten und ließ seine gewerblichen Aus- Banner, welches von einem Genossen dem Wahlverein geschenkt tündigen. Dem Gehilfen steht das Recht zu, von dem Prinzipal weise im Fabrikkomtoir zurück. Da der Tischler ziemlich mittel- worden, zusammen, um ihre Stimmen mit der Musik zu ver alsdann den Lohn für 14 Tage zu verlangen und wenn er ihn los war, so begab er sich zu der in Vetschau eingerichteten Vermischen. Jetzt begann der von Vielen sehnlich erwartete Tanz, nicht erhält, den Prinzipal zu verklagen. Der Gehilfe wird stets pflegungsanstalt, um dort bis zum Arbeitsbeginn Unterkunft zu den fomische und andere Vorträge von Genoffen oft unterbrachen. Recht erhalten und zu keinem Schaden kommen. Verläßt der finden. Hier wurden zunächst von einem Polizeibeamten die Kurz vor 12 Uhr hielt der Vorsitzende die Festrede. Er gedachte Gehilfe die Arbeit, ohne vorher gekündigt zu haben, so steht dem Taschen des Tischlers durchsucht und es wurde des Guten und Bösen, welches das alte Jahr gebracht, und der Brinzipal natürlich auch das Recht zu, von dem Gehilfen Schaden entfeße dich o Publikum- ein Gremplar des bekannten Lieder- frohen Hoffnungen, mit denen wir das neue begrüßen. Als er ersay an Lohn für 14 Tage zu verlangen. In der Regel haben buches von Regel zu Tage gefördert. Sie sind Sozialdemokrat!" geendet, war auch das Jahr 1890 zur Neige gegangen, und mit die Gehilfen, aber nichts und da läßt der Prinzipal das Klagen behauptete nachdrücklich der Wächter der öffentlichen Ruhe und einem frohen: Profit Neujahr! wurde das junge Jahr 1891 sein und den Gehilfen lieber laufen." Sicherheit in Betschau und deutete auf das kleine Büchelchen: empfangen. Nach einer kurzen Raffeepause traten wiederum der Der Artikelschreiber erwähnt hier offenbar absichtlich nicht, dann lief er schleunigst zum Bürgermeister des Drts, der ein hoch Tanz und die Vorträge in ihre Rechte. So verging die Zeit in daß neben der gefeßlichen Bestimmung auch eine sogenannte" freie nothpeinliches Verhör mit dem Tischler anstellte. Dieser gestand angenehmster und gemüthlichster Weise, bis man sich endlich in Vereinbarung" existirt, welche die gesetzliche Kündigung illusorisch sein Verbrechen, der Sozialdemokratie anzugehören, unumwunden früher Stunde trennte. machen fann und daß diese freie Vereinbarung" wohl ein, verlangte aber sehr nachdrücklich die Zurückgabe seines Eine längere Unterredung mit Profeffor Robert Koch schon in den allermeisten Arbeitsverhältnissen Platz gegriffen Liederbuches; als der Herr Bürgermeister sich hierzu nicht ent- haben kürzlich die ärztlichen Delegirten des Wiener Gemeinde hat und zwar dergestalt, daß eine Kündigung über schließen zu können schien, machte ihm der Tischler den Vorschlag, raths gehabt. Einige Aeußerungen des großen Forschers den " aber auch lange suchen, bis Ihr solch einen Tropfen wieder finden könnt." Der mag nicht weit von hier gewachsen sein," sprach der Doktor. ,, Ein alter Leisten ist's und just da gewachsen am Würzburger Schloß, wo jetzt die Geschüße donnern und wo meine tapfere Base das Fähnlein der Rothenburger Mannen zum Sturm hat fliegen lassen." Agues erröthete unter den Blicken des Doktors. ,, Hab' davon gehört," sprach dieser, aber er ging leicht über die Sache hinweg, da ihm schien, als höre Agnes nicht gern davon sprechen. Mit feinem Taft fuhr er fort: " Aber um das Schloß wird heuer nicht viel Wein wachsen. Die Winzer und Häcker tragen den Spieß und die Büchse und die im Weinberg hacken, nehmen auch dorthin die Büchsen mit." " Da wird man im Herbst 1525 viel Wasser in den Wein schütten müssen, um die Durstigen alle zu legen, sonst mags nicht reichen," meinte Grumbach. Und sonach wird man, der neuen Lehre zu Gefallen, den Wein von 1525 den Wiedertäufer heißen," sagte der Doktor. Grumbach lachte hellauf und auch die Damen spendeten dem Wize des Doktors ihren Beifall. tische Ritterschaft wird seine Güter nicht unter sich theilen fönnen." Ihr sagt's," stammelte Grumbach. Agnes horchte hoch auf. Ihr müßt bei Zeiten wieder unterschlüpfen," meinte der Doktor, damit man Euch nicht sieht, wenn die Ursächer der Empörung an den Tanz müssen." Agnes weigerte fich, auf den Untergang der Volkssache mit dem Doktor anzustoßen. hoffen." Der Wein hatte des Doktors Sinne schon benebelt; er plauderte aus. " Was soll ich gewinnen bei dem Aufruhr?" sprach er. Wenn ich mich nicht vorsehe, werden sie mir den Kopf abschlagen. Der Truchseß und die verbündeten Fürsten ziehen mit Macht heran. Ueberall ist ein jämmerlich und er schrocken Wesen. Zu Heilbronn sind die Verfassungsräthe der Bauern, die eine neue Ordnung für das Reich haben entwerfen sollen, so schnell davon geritten, daß sie Ich will nicht," sagte sie, ich hoffe, daß das kräftige die Sättel dahinten ließen. Zu Neckarsulm hat Frankenvolk in diesem Kampfe siegen wird." der Truchseß zwei Fähnlein vom Odenwälder Haufen Ah," meinte der Doktor, sich artig verbeugend ,,, unsere gefangen genommen. An die sechszig haben müssen fühne Stürmerin hofft noch. Aber es ist nicht viel mehr zu die Köpfe lassen. Göz von Berlichingen, der Bauern oberster Feldhauptmann, ist verschwunden; mit zehn Redet, was ist's!" rief Agnes erbleichend und sich Beg leiter ist er zur Adolzfurth davongeritten." schier vergessend. " Der Feigling und Verräther! Nun läßt er das ,, Ei, meinte der Doktor ,,, mit der Sache der Bauern arme Volf im Stich!" rief Agnes. gehts rasch abwärts. Schweinfurt ausgeschrieben, aber es sind kaum zwanzig Ab- fagte" der Doktor. Aber der hätte das Kraut auch nicht Sie haben einen Landtag nach" Den haben sie gezwungen, ihr Hauptmann zu sein", geordnete gekommen. Nur Rothenburg und Würzburg haben fett gemacht. Denn" gestern hatte der Truchseß den hellen Abgeordnete geschickt, die meisten Städte sind schon halb Haufen eingeholt im Taubergrund bei Königshofen. Wie oder ganz abgefallen. Alle anderen Abgeordneten find aus er hervorkam aus dem Schüpfergrund, da verging den dem Markgrafen Kasimir von Brandenburg und Herr richten wollten auf der großen Wiese an der Tauber. Da den Feldlagern gekommen. Sie wollen den Frieden mit Bauern der Appetit zum Mittagsmahl, das sie eben zus Florian Geyer soll mit ihm verhandeln. Darum ist er rückten sie mit leerem Magen die Neige hinauf und fuhren nach Rothenburg geritten." ihre Wagenburg zusammen um den alten Wartthurm. Oben bringen, er ist flug", rief Bärbchen. " Oh, Herr Florian wird den Frieden zu Stande richteten sie ihr Geschütz gegen die Bündischen und ließen es eilfmal abgehen. Aber das Fußzeug der Bündischen kam Der Markgraf wird ihn über den Löffel barbieren" doch über den Fluß und hatte wenig Schaden; die Büchsenrief Grumbach roh auflachend. meister der Bauern mochten schlecht schießen. Dann tam Der feurig- milde Frankenwein that seine Wirkung; der Ritter und der Doktor wurden immer gesprächiger. Agnes hoffte immer, sie würden über den Stand der Volkssache und über den Ausgang des großen Kampfes in Würzburg sprechen. Schon wurde die Zunge des Ritters etwas schwer und auch dem Doktor stieg sichtbarlich der Wein zu Kopf;„ Das glaub' ich fast auch", rief der Doktor; er stieß auch das reisige Zeug mit dem Geschüß herbei und der sein glattes Gesicht glühte und seine Augen glänzten immer mit dem Ritter an und sie leerten die Humpen bis auf den Truchseß mit dem Rennfähnlein ritt um den Berg. So unheimlicher. Er wandte sie schier nicht von Agnesens Grund. Eben hatte die Schaffnerin den großen Steinfrug wurden die Bauern durch die bändische Schlachtordnung wieder neugefüllt hereingebracht. eingeschlossen; da däuchte ihnen, es sei fein Entrinnen mehr „ Der Markgraf wird die Bauern mit Unterhandlungen und es schwand ihnen der Muth. Darum schnitten erft die hinhalten, bis der schwäbische Bund mit Heeresmacht das großen Hasen, die Hauptleute und die Waibel, die Stränge Land überzieht." Gäule ab und ritten davon den nahen Wald zu erreichen; auch " Welch ein schändlich Gebahren!" rief Agnes. Ihr, Doktor, Ihr thatet doch immer, als wäret Ihr der einem jungen Rappen eilends davon. „ Und Jörg Meßler, der Wirth von Ballenberg, machte sich auf Bauern Freund. ( Fortsegnug folgt.) Antlig. Stoßen wir an, daß bald wieder Ruhe wird im Frankenland," sprach der Doktor.„ Die Büberei und der Aufruhr müssen endlich niedergelegt werden." " Ja, Ruhe muß werden," lallte Grumbach. " Das mögt Ihr wohl wünschen," rief lachend der Doktor, denn der Bischof bleibt doch oben und die fränder Boziale Meberlicht. Delegirten gegenüber sind von allgemeinem Jnteresse. Geh. Rath| Ausnahme der Bauersfrau leisteten nunmehr alle Betheiligten| Menschenklasse sind, wird leider nur zu oft dargethan und auch Roch bemerkte u. A., daß die hin und wieder mit seinen Er- Verzicht auf ihren Theil Pflaumenmus. Die spekulative Bäuerin der Vertreter dieser Zagediebe, welcher in der Person des Karl vor fahrungen nicht ganz übereinstimmenden Urtheile wohl darauf verkaufte indefsen den ganzen Segen in Oranienburg und soll da- Ludwig Silgenhöfel als erster im neuen beruhen, daß man sein Heilverfahren einer nicht genügend langen für eine ganz hübsche Geldsumme erhalten haben. Jeßt, nachdem II. Straffammer hiesigen Landgerichts 1. stand, bewies diese Thatund nicht genügend gründlichen Prüfung unterzogen habe oder die Sache ruchbar geworden ist, empfinden verschiedene Personen, fache aufs Neue. Der Angeklagte hatte sich zu einem wahren nicht ganz genau nach feinen Angaben und Kautelen verfahren die von dem Mus genossen haben, eine Art Kazenjammer und Tyrannen für das Mädchen gemacht, welches ihm sein tägliches sei. Ferner sprach Koch seine Verwunderung aus, daß man haben Strafanzeige gegen die Bäuerin erstattet. Futter gab und wenn seine Ansprüche größer waren, als die mehrfach seinem Mittel eine ganz besondere Gefährlichkeit zuschreibe, Erstickt. In dem Hause Kaiserin- Auguftastraße 68, nahe Erfüllung derselben, so feierte seine Rohheit wahre Orgien. Er und erklärte wiederholt und auf das Entschiedenste, daß die der Friedrich- Wilhelmitraße, befindet sich im ersten Stockwerk die stand unter der Anklage der Kuppelei, Körperverlegung, SachFlüssigkeit in der Hand eines geschickten, verständigen Arztes chilenische Gesandtschaft. Die Köchin des Gesandten, ein hübsches beschädigung und Bedrohung und wurde zu zwei Jahren und ein solcher müsse denn doch immer vorausgesetzt werden eine junges Mädchen, hat ihre Kammer auf dem Boden, über den in 3uchthaus verurtheilt. sozusagen harmlose wäre. Robert Roch erwähnte vergleichsweise der dritten Stage gelegenen Wohnungen. Am Sylvesterabend Ob die Unverschämtheit oder die Dummheit größer war das Chinin, welches durch eine ungeschickte Anwendung auch nun befand sich dieselbe, wie gewöhnlich nach vollendeter Tages darüber blieb man bei dem Reisenden Louis Herzfeld, mitunter Schaden stiften könne. Er erflärte weiter, daß man für arbeit, in ihrer Kammer; man sagt, sie habe Bekannte um sich welcher sich gestern wegen Diebstahls und Sachbeschädigung vor die richtige Handhabung des Mittels nicht einmal besonders gehabt und ihre Verlobung gefeiert. Als am Neujahrsmorgen der 2. Strafkammer zu verantworten hatte, einigermaßen im hervorragender ärztlicher Kenntnisse und Fähigkeiten bedürfe. ein Bewohner des dritten Stockwerks auf den Korridor trat, fiel Zweifel. Der erst 19 Jahre alte Mensch hat es zu Stande geMan müsse aber genau nach den in seinem Berichte gemachten demselben ein starter Qualm auf, welcher vom Boden herzu- bracht, in den letzten drei Jahren fünfmal wegen Diebstahls beAngaben vorgehen, dann werde man sicher keine wirklich gefahr kommen schien. Sofort eilte er hinunter zum Portie und theilte straft zu werden und stand nun bereits das sechste Mal unter der drohenden Krankheitserscheinungen zu beklagen haben, wie ja diesem seine Vermuthung mit, daß es oben auf dem Boden Anklage desselben Vergehens. Er befand sich im August dieses weder ihm, noch seinen flinischen Mitarbeitern trotz der großen brennen müsse. Sofort wurde die Feuerwehr alarmirt und die Jahres in einer Destillation und da feine Geldmittel gänzlich Zahl der beobachteten Fälle Derartiges vorgekommen sei. Die beiden Männer stiegen wieder die Treppen hinauf, um womög erschöpft waren, machte er plöhlich einen tühnen Griff hinter Reaktionserscheinungen, wenn auch mitunter alarmirend, sind nur lich das oben wohnende Mädchen zu retten. Auf dem Boden den Ladentisch, nahm eine Hand voll Nickel- und Kupferscheinbar bedrohlich, da sie verhältnismäßig rasch verschwinden. bemerkten sie sofort, daß der Qualm aus dem Zimmer desselben münzen heraus und suchte das Weite. In der Gile hatte er Die Frage, ob schon geheilte Fälle von Tuberkulose vorliegen, bejahte hervordrang; als sie die Thür öffneten, gewahrten sie das aber seinen Hut im Lokale vergessen und er hatte die Frechheit, Roch in bestimmter Weise: Er habe schon eine Reihe im Anfang Mädchen vollkommen angekleidet leblos am Boden liegen. Alle nach einiger Zeit noch einmal vor dem Destillationsladen zu erder Phthise behandelter Stranker entlassen, von denen er annehmen Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos, ein sofort herbei scheinen, um sich den Hut zu holen. Er flopfte abermals an die fonnte, daß sie geheilt seien... Der Gelehrte fügte hinzu: gerufener Arzt konnte nur den bereits eingetretenen Tod kon Scheibe, um den Gästen verständlich zu machen, daß er seine „ Ich spreche jetzt nicht als prattischer Arzt, sondern als Hygienifer, statiren. Das Mädchen hat, allem Anscheine nach, Abends bei Kopfbedeckung zu haben wünsche; als aber Niemand so gütig und da muß ich erklären, daß die Wirkung des Mittels, nämlich der Lampe gelesen und ist darüber eingeschlafen; irgend ein leicht war, ihm dieselbe zu reichen, wurde er so wüthend, daß er mit Beseitigung der Tuberkelbazillen im Auswurf, was man wohl Feuer fangender Stoff muß dann mit der Lampe in Berührung dem Absage seines Stiefels die Scheibe des Schaufensters in nicht leugnen könne, von größter Wichtigkeit für die Prophylaxis und ins Schwelen gerathen sein. Leise fortglimmend hat das Trümmer schlug. Der Staatsanwalt empfahl dringend, den undieser Krankheit ist, weil dadurch die Quelle der weiteren In Feuer schließlich die Kleider des Mädchens erfaßt. Durch den verbesserlichen Menschen ins Zuchthaus zu schicken, der Gerichtsfektion verstopft wird." Dr. Cornet hat, wie er den Dele- Qualm hat dann, ehe sie zur Besinnung fam, die Schlafende hof nahm aber noch einmal Rücksicht auf die Jugend des Angegirten der Stadt Wien mittheilte, gelegentlich der Behandlung ihren Tod gefunden. Bu verwundern bleibt es, daß sich das flagten und verurtheilte ihn zu 1 Jahr 3 Monaten Gefängniß. nach Koch in den Höhlenbildungen der Lunge ein noch un- Feuer bei dieser Gelegenheit nicht weiter verbreitete. Es gelang bekanntes Bakterium giftiger Art gefunden, welches Meer- bald, desselben ganz Herr zu werden. Gegen Abend des Neuschweinchen und Kaninchen schon in geringer Menge tödtet, jahrstages befand sich die Leiche des Mädchens noch im Hause, auf Agar- Agar ein starkes Wachsthum zeigt und Vegetationen in da um diese Zeit seitens der Staatsanwaltschaft eine genaue Form großer grüner Tropfen darauf bildet. Cornet ist gegenwärtig Untersuchung über den Vorfall vorgenommen wurde. mit einer Arbeit über die in Lungenhöhlen vorhandenen Bakterien Polizei- Bericht. Am 2. d. M. Vormittags fiel ein Dienst- Ueber„ Vagabundenwesen" bringt ein echtes und rechtes beschäftigt, die er demnächst veröffentlichen wird. Die Frage des mann vor dem Hause Buttkamerstr. 7 in Folge der Glätte zur Kapitalistenorgan, das„ Leipz. Tagebl.", ausnahmsweise einen Recidivs hatte, wie man sich erinnert, Professor Koch noch als Erde und brach das rechte Fußgelenk, so daß er nach der Charité zum größten Theil vernünftigen Artikel. Derselbe konstatirt, daß eine offene angesehen. Cornet theilte nun den Wiener Abgeord gebracht werden mußte. Nachmittags wurde ein Mann in das Bagabundenthum" sich aus allen Gesellschaftsklassen rekrutiri. Coquet neten mit, daß das Thierexperiment in dieser Beziehung positiv feiner Wohnung in der Memelerstraße, und eine Frau in ihrer Unter den Handwerkern stelle ganz besonders das Müllergewerbe ausgefallen sei; er habe 4000 Meerschweinchen mit Tuberkel- Wohnung in der Blücherstraße, erhängt vorgefunden. Abends sehr viele Vagabunden. Abends sehr viele Vagabunden. Der Müller gelangt nur schwer bazillen infizirt, alle ohne Ausnahme wurden tuberkulös und alle fiel ein Mann von der unbeleuchteten Treppe des Hauses Koppen- ur Selbstständigkeit, er wird ein gestandener wurden durch Koch's Injektionsflüssikeit nicht nur geheilt, sondern straße 34 und brach den rechten Fuß, so daß seine Ueberführung Bursche" ohne eigenen Herd, und das schwere Handwerk macht auch für eine weitere Injektion immun. Wenn man auch nicht nach dem Krankenhause am Friegrichshain erforderlich wurde. ihn endlich unlustig zur Arbeit. Da ergreift er den Wanderstab ohne Weiteres vom Thierexperiment auf den Menschen schließen Bu derselben Zeit wurde auch ein Mann am Friedrich Karl- Ufer, und wandert das Wandern ist des Müllers Lust könne, so ist doch dasselbe Verhalten als nicht unwahrscheinlich nahe der Alfenbrücke, mit gebrochenem Unterschenkel auf dem bettelt..." Es ist wenigstens vernünstig, daß der Verfasser das anzunehmen. Beim Abschied sagte Prof. Koch, dessen schlichtes Bürgersteige liegend aufgefunden und nach der Charité gebracht, Bagabundiren" aus ökonomischen Ursachen erklärt. Hören und edles Wesen auf die Delegirten einen tiefen Eindruck machte: Er ist in Folge der Glätte verunglückt. Abends wurde ein wir weiter: Ant traurigsten geht es meist den armen Berichten Sie, die Sache ist ganz nett, es scheint auch etwas Mann in seiner Wohnung in der Sorauerstraße erhängt vor- außerehelich Geborenen. Von gewissenlosen Handbaran zu sein, aber gebt uns nur vor allem Gelegenheit und die gefunden.- Im Laufe des Tages fanden 7 Brände statt. werksmeistern in die Lehre genommen, werden sie nach vollMittel, das Verfahren an unseren leidenden Mitbürgern zu er brachter Lehrzeit in die Welt getrieben" Aber neben diesen proben." ( den Handwerkern) reisen" auch Kaufleufe, Rünstler, Offiziere, Lehrer, Theologen, Aerzte u. s. w., furz es giebt in allen Ständen verlorene Existenzen Das beweisen die sogenannten bemooften Häupter auf unseren Universitäten, die Studenten mit Dußenben Ein tribes Bild aus der Großstadt entrollte eine Gerichts von Semestern, die allmälig zu Spaßnachern und Stiefelfüchsen Ein seltsamer Anblick bot sich gestern Mittag gegen 12 Uhr verhandlung, welche die II. Strafkammer hiesigen Landgerichts I der akademischen Jugend herabsinken. Was aus den auf der Anhalter und Dresdener Bahn fahrenden Passagieren beschäftigte. Margarethe B. ist die noch nicht 14jährige Tochter später wird, wenn auch dies Gewerbe nicht mehr geht, in der Nähe der königlichen Hauptwerkstatt zu Tempelhof. Auf eines ehrsamen Kleinhändlers; die Natur hat sie mit allen Reizen das wissen die Götter. Die Selbstmord Statistit giebt vielleicht der Strecke der königlichen Militär- Eisenbahn stand nämlich eine der Jungfräulichkeit reichlich ausgestattet und das blauäugige hierüber den besten Aufschluß." Der Verfasser schildert sodann volle Stunde lang eine größere Bahuwärter Bude in Flammen Mädchen mit dem Gretchenzopf schien nur darauf zu warten, daß das Leben der„ Vagabunden" ziemlich treu und anschaulich nach und brannte nieder, da ein Löschversuch unterblieb. Der Hergang ein moderner Faust Arm und Geleit ihr anzutragen sich erbot. dem Leben; soweit er die Thatsachen beschreibt, läßt sich ihm war folgender: Ein Soldat des Eisenbahn- Regiments, welcher und die Stunde der Versuchung war für das junge Mädchen, zustimmen. Wenn er aber in dem Versuche, die Erklärung der den Wärterdienst zu verrichten hatte, hatte sich im Ofen der in dessen lachende Augen so sorglos in die Welt hinausblickten, Thatsachen zu gewinnen, zwischen den„ ordentlichen HandwerksRede stehenden Bude ein Feuer angemacht; darauf mußte er näher, als sie selbst und noch weniger ihre Eltern ahnen burschen" und den herumlungernden, zwecklos umherziehenden to in hinaus, um die Strecke zu revidiren. Kaum hatte er sich ein mochten. Die letteren wurden durch ihren Beruf ver- Taugenichtsen" einen scharfen Strich zieht, obwohl" Beide ver en herumlungernden, zwecklos umherziehenden Stück entfernt, als aus allen Fensteröffnungen mit einem Male hindert, ihre beiden Mädchen beständig unter ihrer Obhut betteln", so wird er inkonsequent. Dekonomische Ursachen machen helle Flammen herausschlugen, ohne daß dies der Soldat bemerkte. zu behalten, sie waren aber ganz beruhigt, denn eine den ordentlichen Handwerksburschen zum Bettler" und den Bettler Mit rapider Schnelligkeit verbreitete sich das Feuer, da es an gute Hausfreundin, die verehelichte Anna Becker, separ. Hein, allmählich zu jenen„ Vagabunden", deffen Treiben der Verfasser dem Mobiliar und an den hölzernen Wänden reichliche Nahrung verw. Groß, sorgte mütterlich für die Kleinen und die Eltern der lebenswahr schilderte. Der Verfasser hätte diejenige Methode der Grfand. In einem Zeitraum von einer Stunde war die Bude ein selben hatten keinen Zweifel daran, daß Frau Becker es gut mit flärung, welche er beim Müller anwandte, nur folgerichtig weiter Raub der Flammen geworden. Als der Soldat die Strecke den Kindern meinte. Die Leichtgläubigen! In Wahrheit war Frau benützen sollen. Am Schlusse leiert er ganz das alte Lied: revidirt hatte und zurückkehrte, fand er zu seinem nicht geringen Anna Becker eine Kupplerin der verwerflichsten Art, welche alle Diesem Uebel läßt sich nur steuern durch Erziehung zur Arbeit, Erstaunen statt seines Heims einen Schutthaufen vor. Das Feuer Schliche und Kniffe der Weiber solcher Sorte in Anwendung durch Anstellung tüchtiger Polizeidiener und durch Wiedererwecken ist offenbar dadurch entstanden, daß glühende Stücke aus dem brachte, um die Seele nicht nur dieser eben aufgeblühten Knospe, von Gottesfurcht und Religiosität." Dieser Schluß überrascht Ofen herausgefallen sind und die hölzernen Bestandtheile der sondern auch der jüngeren Schwester derselben, der neunjährigen nach dem meist vernünftigen Inhalt, der vorangeht. Das, Vaga Bude dann Feuer gefangen haben. Marie, systematisch zu vergiften. Auf ihren Rath schmückte sich bundenthum" hat ökonomische Ursachen und da sollen Polizei und Der Schnee als Lebensretter. Gestern wurde aus dem das blonde Gretchen eines Tages sorglich mit ihrem Sonntags Religion helfen? Und" Erziehung zur Arbeit"! Wie steht's städtischen Krankenhause am Friedrichshain das Dienstmädchen staat, Frau Becker wand ihr das Haar zu einem denn mit der Gelegenheit zur Arbeit? Es ist übrigens die echt einer in der Thaerstraße wohnhaften Schlächterfamilie entlassen, dicken Zopf, der bis über die Taille hinabfiel, fräu- bürgerliche Steigerung nach unten: Arbeitsamkeit, Polizei, bas ſeine wunderbare Lebensrettung Schfee verbanden te bieber und nahm sie mit sich zu Religion. Bemooste Burschen singen ein Lied mit vielen Die Kälte der letzten Nacht brachte wieder an mehreren Stellen der Stadt Wassersnoth durch Plazen von Rohrleitungen. In zwei Fällen in der Kurzestr. 6 und in der Bischofstr. 26 wurde die Hilfe der Feuerwehr in Anspruch genommen. did Gerichts- Beitung. 59 " " • 9 Versammlungen. und hatte. Einen Tag vor Weihnachten, an welchem wir, wie wohl einer Promenade durch die Friedrichfiraße und die Linden. Das Varianten, so z. B. neupreußisch: Jufanterie, Kavallerie, Artillerie; noch erinnerlich sein dürfte, einen starken Schneefall hatten, Mädchen war fofett genug, um sehr wohl zu merken, daß häufig, fulturkämpferisch: Bismard, Kulimann und Hauthaler. Der stürzte die betreffende Küchenfee beim Pußen der Fenster von der wenn Frau Becker mit ihr an ein hell erleuchtetes Fenster trat Kulturkampf ist jetzt vorbei, jeht können sie sozialistentödterisch Höhe des dritten Stockwerkes auf den Hof hinab und fiel auf und sich ihre Sinne bei dem Anblick all der Habseligkeiten, die singen: Arbeit, Bolizei, Religion.aesztaustazülina einen großen Haufen zusammengeschobenen Schnees, so daß es dort auslagen, faft verwirrten, mancher junge und alte Mann lim3 inde? mit einigen nicht sehr erheblichen Verlegungen an den Füßen auch dort herantrat, ihr ein freundliches Lächeln schenkte und davonkam, die zwar ihre Ueberführung nach dem obengenannten einen fragenden Blick auf ihre Begleiterin warf. Gin älterer Krankenhause erforderlich machten, dort aber in wenigen Tagen Herr drückte sogar sein Wohlgefallen an der Kleinen in scherzgeheilt wurden. haften Worten aus, welche den Stolz derselben erweckten Gestohlen wurden aus dem Laboratorium der Königlichen und als der fremde Herr gar in einen Konfektladen Kongreß der Lithographen, Steludrucker und Berufsgenossen Technischen Hochschule in Charlottenburg ein Platina- Trichter, trat und ihr eine Schachtel föstlicher Süßigkeiten überDeutschlands. ein Platina- Tiegel und zwei kleine hohe Platina- Schalen im reichte, da hielt sich das armie Gretchen für das glücklichste Am 25. Dezember, Nachmittags 3 Uhr, wurde in Magdeburg Gesammtwerthe von 600 Mart. Der muthmaßliche Dieb ist ein Backfischlein unter der Sonne. Der fremde Herr war aber auch durch Kollegen Apitz der Kongreß eröffnet. Er hieß die DeleChemiker Dr. Edmund Morgan aus Wien. Morgan, welcher zu nett. Er plauderte so reizend mit der Frau Becker, sagte der girten willkommen. Laut Bericht der Mandat- Prüfungskommission plötzlich verschwunden ist und von der Kriminalpolizei eifrig ge- fleinen Begleiterin Artigkeiten über Artigkeiten und war sogar so find anwesend 33 Delegirte, die 40 Städte vertreten. fucht wird, ist 24 Jahre alt, groß und schlank und bartlos und liebenswürdig, die Beiden zu einer Erfrischung in einem Restau- nun vollzogenen Bureauwahl gingen als Vorsitzende hervor: an einem großen Feuermate auf der rechten Wange kenntlich. rant aufzufordern. Das Mädchen war schon von Allem, was sie Rollege Sillier- Berlin und Pinkau- Leipzig; als Schriftführer die Minglückte Spekulationen, zu welchen sich die Angestellten auf diesem Spaziergang gesehen, ganz berauscht, und als sie nun Kollegen Mescha- Berlin, Seufferth- Nürnberg, Widmay- Hamburg. in großen Bankhäusern ot verleiten lassen, haben wieder einmal in dem glänzend ausgestatteten Lokal faß und mit dem freund- Das Bureau wurde täglich neugewählt. Kollege Sillier macht einen bisher rechtlichen Menschen auf die Verbrecherbahn geführt. lichen Herrn und ihrer mütterlichen Freundin perlenden nunmehr auf die Bedeutung des Kongresses aufmerksas und Verhaftet wurde gestern der Privatbank- Beamte Alexander W., Champagner aus hohen Relchgläsern schlürfte, da ver spricht die Hoffnung aus, daß die Beschlüsse desselben zum Wohle der am 22. Dezember v. J. der Bank, bei welcher er in Dienſten wirrten sich ihr gänglich die Sinne und halb im Traume malte der Gesammtheit gereichen mögen; möge auch die neu zu war, zwei Stück fünfprozentige griechische Goldanleihe über je ihr ihre jugendliche Phantasie einen herrlichen Tempel mit golde schaffende Organisation ein Binbemittel für alle Kollegen 100 Litrl. aus dem Puit eines ihm zugänglichen Kassenraumes ge- nen Säulen und tristallenen Fenstern, in welchen sie eintrat, Deutschlands sein. Kollege Pinkau erstattete hierauf Bericht zum stohlen hat. Die Werthpapiere hat 23. für 3600 Mark bei einem um dort aus dem Füllhorn der Göttin Fortuna so viel ersten Punkt der Tagesordnung: Bericht der Agitations- komhiesigen Bankier verkauft und das Geld zum größten Theil für zu erhaschen, als ihr möglich war. Was mit ihr geschehen, als mission". Die Agitation habe bedeutende Fortschritte gemacht. tie Leckung von Ultimo- Geschäften verwandt. Gefunden wurden die Geister des Champagners mit ihr einen tollen Wirbeltanz Obwohl sie auf viel Schwierigkeiten stoße, an vielen Orten sogar bei ihm nur noch 100 Mart. aufführten, das wußte das Mädchen nicht; sie fam erst wieder noch vollständig unmöglich sei, so müsse andererseits doch zuge " Aus der Ein Eisenbahnunfall, der leicht bedenkliche Folgen hätte zu sich, als sie sich mit ihrer Begleiterin auf dem Heimwege geben werden, daß da, wo die Bewegung einmal Fuß gefaßt mit sich bringen können, ereignete sich am Neujahre befand und auf dem Grunde ihrer Kleidertasche ein schönes, habe, sie fich immer mehr entwickelt. Die aufgenommene Statistit tage furz vor 10 Uhr auf der Stadtbahn, nahe der Station blantes Goldstück vorfand. Da ging es ihr wie den ist als sehr mangelhaft zu bezeichnen, da wohl die meisten Kollegen Börse. Der um 9 Uhr 45 Minuten von Breslau kommende, die Gretchen des Dichters: auch aus ihrem Herzen schrie es den Werth einer solchen verkennen. Der Agitationsfonds hat Station Alexanderplatz passirende Personenzug mußte auf der plötzlich: Weh! Weh! Wär ich der Gedanken los, die mir an Einnahme 1988,74 Mart, an Ausgabe 1377,22 Mart zu verStrecke zwischen Alexanderplatz und Börse plötzlich halten, da für herüber und hinüber gehen wider mich!" Frau Becker aber zeichnen; bleibt ein Bestand von 611,52 Mart. Dem Kollegen ihn das Signal zur Weiterfahrt noch nicht gegeben war. Unter wußte so harmlos alle" dummen" Gedanken zu zerfireuen, Binkau wurde auf Antrag der Revisoren einstimmig Decharge dessen kam, gleichfalls vom Bahnhof Alexanderplatz auf demselben daß das Mädchen noch einmal und wieder einmal im Sonntags ertheilt. Beiur zweiten Punkt,„ Bericht der StatutenberathungsGeleise ein Ostbahnzug herangefahren, der jedenfalls auf der staat den Spaziergang mit der erfahrenen Freundin unternahm Kommission", erstattete Kollege Sillier Bericht. Nach längerer Station Alexanderplas das Hallesigual nicht respektirt hatte. Er und vielleicht unüberwindlichen Geschmack an diesen Exkursionen Debatte wurden die Statuten mit einigen Aenderungen angefuhr auf den stillstehenden Zug auf und hob den lezten Wagen gefunden hätte, wenn nicht die Eltern durch Zufall von den nommen und die Zentralisation" beschlossen. Sie führt den desselben aus dem Geleise. Mit Ausnahme einiger unbedeutender felben Kenntniß erhalten und mit Entfehen erfahren hätten, daß Namen Verein der Lithographen, Steindrucker und BerufsBeschädigungen an Buffern 2c. ist tein weiterer Schaden ent- nicht nur das 14 jährige Gretchen, sondern auch die jüngere genossen Deutschlands". Der Sih des Vorstandes ist Berlin, Kollege standen. Die Passagiere sind mit dem bloßen Schrecken davon- Tochter von der Frau Becker zu schimpflichent Erwerbe gemiß Sillier wurde als Vereinsvorsitzender gewählt. Der Siz des gefommen; verlegt ist Niemand. Der Betrieb wurde vor- braucht wurden. Das schändliche Weib wurde deshalb in Haft Ausschusses ist Nürnberg. läufig eingleisig weitergeführt, schon um halb 11 Uhr konnte genommen und stand nun wegen schwerer Kuppelei vor der auch auf dem anderen Geleise der Verkehr wieder aufgenommen Straftaminer. Der Gerichtshof verurtheilte sie zu zwei Jahren Zuchthaus. Der Kater im Pflaumenmus. In dem Dorfe Fiddichow Auf dem Kriminalgerichte weht augenblicklich ein sehr ( Kreis Niederbarnim) tochte im Herbst vorigen Jahres eine wohl scharfer Wind gegen die lichtscheuen Subjekte, welche sich dazu habende Bauersfrau einen großen Kessel Pflaumenmus ein. Durch hergeben, sich zu Beschützern gewisser Mädchen aufzuwerfen und irgend einen Zufall gerieth nun in Abwesenheit der Hausfrau auf deren Kosten ein bequemes Leben zu führen, welches nur der alte schwarze Hauskater in den kochenden Brei und wurde in dann gewaltsam ans Tageslicht gezogen wird, wenn sie in der demselben geschmort. Erst als der große Kessel seines Inhalts ihnen angeborenen Rohheit irgend einen Gewaltakt ausgeführt entleert wurde, entdeckte man den unglücklichen Dachhafen. Mit haben. Daß gerade diese Zuhälter eine gemeingefährliche werden, Ferner wurden 5 Vertrauensmänner zur weiteren Agitation gewählt in Sachsen, Bayern u. f. w.; wo es nicht möglich ist, Lokalfilialen zu errichten, haben diese ihre Wirksamkeit zu entfalten. Gewählt wurden die Kollegen Pintau, Leipzig; Reichelt, Chemnit; Scheitel, Frankfurt a. M.; Seufferth, Nürnberg und Müller, Hamburg. Die Regelung der Gründung eines BentralArbeitsnachweises" wurde Nürnberg übertragen. Kollege Müller- Schfeuditz berichtete hierauf über den Stand des Fachorgans, der„ Graphischen Presse". Dieselbe habe im lezten Jahre erfreuliche Fortschritte gemacht und werde vom 1. Januar 1891 ab sollen. Depeschen. monatl. 3 mal erscheinen. Der Abonnentenstand betrage jetzt über 3000| liches Attest ist bei der Aufnahme in diese Versicherung nicht| gegen 2000 im vorigen Jahre. Die Haltung des Blattes wurde erforderlich. In der vom Verein erbauten Urnenhalle auf dem nach längerer Debatte für richtig bezeichnet. Hierauf wurden die städtischen Friedhofe bei Friedrichsfelde find bis 1. Januar 1891 ( Wolffs Telegraphen- Bureau.) in diesem Jahre vorgekommenen Streits einer Besprechung unter- 43 Plätze belegt worden. Ende Dezember v. J. wurde vom VorTroppau, 3. Januar. In dem Dreifaltigkeitsschacht in zogen und folgende Resolution angenommen: stande die vertragsmäßige Anzahlung für den Bau des Colum" Der vom 25. bis 27. Dezember 1890 in Magdeburg bariums in Höhe von 9000 M. an den Rathsmaurermeister Jacob Bolnisch- Ostrau fand heute eine Explosion schlagender Wetter tagende Kongreß der Lithographen, Steindrucker und Be bezahlt. Nach Deckung der Nestbaugelder( ca. 4000 M.) wird der statt, durch welche gegen 15 Personen das Leben eingebüßt haben rufsgenossen empfiehlt den Kollegen Deutschlands, Verein die Errichtung des Berliner Krematoriums, von welchem Troppau, 3. Januar, Abends. Aus dem Dreifaltigkeits alle Angriffsstreifs, bis eine bessere Geschäftszeit Herr Regierungsbaumeister Hahn( Firma Enders u. Hahn) bereits gekommen ist, zu vermeiden. Die ganze Kraft ist die Zeichnung entworfen, in die Hand nehmen. Ende Januar schachte des Grafen Wilczek in Polnisch- Ostrau sind bisher 12 Todte auf Abwehrstreits zu richten, um so den Angriffen der findet die alljährliche Generalversammlung des Vereins im herausbefördert worden. Im Ganzen dürfte die Zahl der um Unternehmer auf unsere Organisationen energisch ent- Restaurant Feuerstein, Alte Jakobstraße 75, statt. Pläge in der gekommenen Bergleute etwa 40 betragen. 13 Bergleute wurden gegentreten zu können. Alle Angriffsstreits bedürfen erst Urnenhalle für Mitglieder à 50 M., für Nichtmitglieder à 75 m., in betäubtem Zustande zu Tage gefördert und wieder zum Leben der Zustimmung der gewählten Vertrauensmänner." fönnen bei dem Vorsitzenden, Stadtverordneten Matterne, S., gebracht. Die Ursache der Explosion ist bis jetzt noch unbekannt. Für den in Aussicht genommenen großen Gewerkschafts- Neu Kölln a. W. 22 oder im Bureau für Feuerbestattung( Vortongreß wurden provisorisch gewählt die Kollegen Müller steher E. Astel) C., Breitestr. 5, gesichert werden. Schleudig, Pintau- Leipzig, Sillier- Berlin und als Stellvertreter Freie Diskdenten- Gemeinde Charlottenburg. Am Sonntag, den Rose Berlin; in der Frage des 1. Mai wurde beschlossen, sich 4. Januar, Nachm. 3 Uhr, im fleinen Saal Bismardshöhe: Mitglieder- Ber den Beschlüssen des Parteitages in Halle anzupassen. Nach ſammlung. Centralverein der Haus- und Geschäftsdiener Berlins. Ordent Erledigung einiger unwesentlicher Fragen wurde der Kongreßliche General Bersammlung am Dienstag den 6. Januar, Abends 9 uhr, bei mit einem dreifachen Hoch auf die neugegründete Organisation Deigmüller, Alte Jakobstraße 48a. Tagesordnung: 1. Bortrag bes Stadt im Sinne der modernen Arbeiterbewegung durch Kollege Pinkau verordneten Herrn Zubeil über:" Was sind die Ursachen der häufigen Berun treuungen in unserem Beruf? 2. Distuffion. 3. Mittheilung, Abrechnung am 27. Dezember geschlossen. vom 9. November, Bierteljahrsberichte und Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Berichtedenes und Fragetaften. Kollegen als Gäste willkommen. Verein Serliner Portiers und Berufsgenoffen. Generalversammlung Montag, den 5. Mts., Abends 9 Uhr, bei Weigt, Martgrasenstr. 87, Wahl des 1. Borsigenden. Vierteljahrsbericht. Die freie Vereinigung der Bau- und gewerblichen Hilfsarbeiter für Schöneberg und Umgegend hielt am 21. v. M. ihre Mitgliederversammlung ab. Da die Versammlung nur schwach besucht war( 25 bis 30 Mitglieder), so wurde von der Erledigung der Tagesordnung für diesmal abgesehen mit der Hoffnung, daß zur nächsten Versammlung die Mitglieder sich etwas zahlreicher einstellen werden. Zugleich sei hier noch einmal bekannt gemacht, daß am Sonntag nach dem 15. jedes Monats die Mitgliederversammlung stattfindet und dieselbe im Vorwärts" Berliner Volksblatt und im„ Arbeiter" bekannt gemacht wird. Verein für Feuerbestattung. Die Mitgliederzahl ist bis Ende Dezember 1890 auf 987 gestiegen, davon sind 113 bei der Schlesischen Lebensversicherungs- Aktiengesellschaft mit je 450 M. für ihre dereinstige Bestattung durch Feuer versichert, ein ärztFachverein der in Buchbindereien und verw. Betrieben beschäftigten 1. Bortrag des Julius straße London, 3. Januar. Etwa zweihundert Beamte der dem Ministerium der Posten unterstellten Sparkasse sind entlassen worden, weil sie sich gestern Abend weigerten, zwei Stunden über ihre vorgeschriebene Arbeitszeit hinaus im Dienst zu bleiben. New- York, 3. Januar. In dem Kohlenbecken von Alton in Pennsylvanien hatten die Grubenarbeiter eine Lohnerhöhung verlangt, welche jedoch von den Bergwerks- Besizern verweigert wurde. Man glaubt, daß infolge dessen am Montag gegen 16 000 Arbeiter die Arbeit niederlegen werden. Brietkaffen der Redaktion. Arbeiter. Montag, den 5. Januar cr., Abends pünktlich Uhr, Alte JakobTürt über: Gerenproseffe. 2. Berschiedenes." Aufnahme neuer Mitglieder. Bei Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Brieſlich um recht zahlreichen Besuch wird gebeten, Ehlert'sche Kranken- und Sterbekaffe Nr. 27. Sonntag, den 4. Januar, Bormittags 10 Uhr, General- Versammlung. Montag, den 5. Januar cr., Abends s¼ Uhr, in der Brauerei Königstadt, Deutscher Schneider- und Schneiderinnen- Verband( Filiale Berlin 3). Schönhauser Allee. Tagesordnung: 1. Bortrag über die gegenwärtige Krisis und die gage der arbeitenden Klaſſen. Referent: P. Litfin. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Freie Vereinigung Verein zur Wahrung d. Jnteressen d. Berliner Knopfarbeiter. der Graveure u. Ciseleure. Zur Feier des dritten Stiftungsfestes: Großer Wiener Maskenball am Sonnabend, den 10. Januar, im Elysium, Landsberger Allee 39-41. Alle Freunde und Gönner des Vereins sind herzlich eingeladen. Der Ueberschuß ist zu einem wohlthätigen Zweck bestimmt. Ain Montag, den 5. Januar, Abends 9 Uhr, Dresdenerstraße 45, General Versammlung. 1. Geschäftliches, u. Antwort wird nicht ertheilt. Rosenhagen. Inserate sind nicht an die Redaktion, sondern an die Expedition, Beuthstr. 8, zu schicken! Von Ihrem ersten Inserat ist uns übrigens nichts bekannt. H. L., Bochum. Besten Dank für Ihren Bericht, der aber, wie Sie wohl gesehen haben werden, durch unsere Besprechung der Wahlresultate schon überholt ist. Wenn Sie uns von Zeit zu Zeit Berichte aus Ihrer Gegend senden wollen, wird uns dies natürlich sehr angenehm sein. Besten Gruß. Heute wurde ausgegeben: Die Nene Zeit. Genehmigung der Halbjahresrechnungen Revue des geistigen und öffentlichen Lebens. Billets à 50 Pf. sind beim Rendanten M. Friedemann, SO. Pücklerstr. 8, 1 Tr., und bei den Fabrikkassirern A. Assig, N. Verteranenstr. 4; 5. Jahr, H. SO. Wrangelſtr. 49; B. Luttig, N. Demminerstr. 6; Guddat, Müncheberger- 4. Straße 8, Hof 3 Tr.; Fr. Meh, NO. Lichtenbergerstr. 6; 23. Krause, Andreas straße 8, Hof 3 Tr.; Fr. Meh, NO. Lichtenbergerstr. 6; W. Krause, Andreas ſtraße 63, 2. Hof 2 r., und bei sämmtlichen Vorstandsmitgliedern zu haben. 12 Das Komitee. Central- Kranken- und Sterbekasse der Tischler und anderer und Berichte. 2. Wahl des Vereinsbeamten. 3. Bericht der Kommission event. Anträge auf Statutenänderng. 4. Wahl der Revisoren. 5. Verschiedenes. Der Arbeitsnachweis befindet sich im Bereinslokal, tägl. Abds. v. 1/ 29-10 Uhr. 48] Der Vorstand. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 4. Januar, gewerblicher Arbeiter( E. H. 3 Hamburg), Verwaltungsstelle Abends 71/8 Uhr, Grenadierſtraße 83, Sonnabend, den 24. Januar: Berlin D. Moabit. Grosser Wiener Maskenball im Lokale der Volks- Brauerei", Alt- Moabit 47-49. Anfang 8 Uhr Abends. Billets sind bei den Vorstandsmitgliedern, sowie in den Zahlstellen: Restaurant Linnede, Beusselstraße 57; Restaurant Rosenberg, Lübeckerstr. 22, und Restaurant Otto Rühl, Zwinglistraße 26, zu haben. 66 J. A.: A. Rosenhayn, Spenerstraße 1. Musik- Instrumente. Größte Auswahl in allen Blass, Streich- und Schlag- Instrumenten, sowie Mufitwerke mit Marseillaise. 38 Aug. Kessler, Lausitzerstraße Nr. 51. Theilzahlungen gestattet. Dr. med. Albert Lewy, praktischer Arzt und Frauenarzt. wohnt jetzt 65 Kurfürstenstrasse 41, I. Sprechst. 8-10, 4-6, Sonnt. 9-10. Robtabat A. Goldschmidt, Spandauerbrücke 6, am hiesigen Blaze bekanntlich Größte Auswahl. Garantirt ficher brennende Tabake. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabake sind am Lager. A. Goldschmidt, Spandauerbr. 6, am Eacke'schen Markt.[ 746 Stenographie! Der letzte unentgeltliche Unterrichtsgang beginnt Mittwoch Abend 9 Uhr im Seidelstr. 16. Die Erlernung ist für Jeden, Spiegel und Möbel, Polsterwaren eigener Gr. Lager, bill. Breiſe. Fabrik. Emil Heyn, Brunnenstraße 28, Hof parterre. Theilzahlung nach Uebereinkunft. 2412 Sutfabrik Blücherstraße 11, vis- à- vis der Heiligen Kreuz- Kirche. Wilhelm Böhm. Sämmtliche Hüte mit Kontrolmarten. Großes Lager in Schirmen und Filzschuhen. Reelste Bedienung Eisenwaaren, Werkzeuge, 23 bei Seefeldt. Vortrag des Herrn Dr. Bruno Wille , War Christus ein Buddhist?" Nachher gesellige Unterhaltung und Tanz. Gäste, Damen und Herren willkommen. [ 8 Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonntag, den 11. Jan., Bormittags 91/2 Uhr, in den Arminhallen, Rommandantenstr. 20( oberer Saal): Ausschuss- Sitzung. Tagesordnung: 1. Aufnahme von Vereinen. 2. Wahl der Revisoren. 3. Ausgabe d. Bundes lieder. 4. Verschiedenes. Bundes farte legitimirt. Der Vorstand. Deutscher Schneiderund Schneiderinnen- Verband. Filiale Berlin III. 40 Grosse Versammlung Montag, den 5. Jan., Abends 81/2 Uhr, in der Brauerei Königsstadt, Schönhauser Allee. Tagesordnung: 1. Vortrag über:" Die gegenwärtige Krisis und die Lage der arbeitenden Klaffen. Ref.: Paul Litfin. 2. Dis fussion. 3. Verschiedenes.haben Zutritt. 86 Gäste Die Lokalverwaltung. Verband deutsch. Zimmerlente. Versammlung am Montag, den 5. Januar, Abends 8 Uhr, in Feuerstein's Salon, Alte Jakobstr. 75. ton diesem Jahre zu entfalten? in Reſtaurant Scien, ob er mit der Haus- und Küchengeräthe E. Vogtherr, Berlin C., aller Mitglieder ist nothwendig. Feder zu thun hat oder nicht, von höchstem Intereffe; für Schriftführer 2c. geradezu unentbehrlich. Die gesammten Unkosten für Lehrmittel betragen nur 3 Mark. Clausen, Wilhelmstr. 119-120. Kranzbinderei und Blumenhandlung Berlin SO ,, 62 J.Meyer, Wienerkr. 1. an. Landsbergerstr. 64, am Aleranderpl. Stephanßtr. 16( Moabit). ( Sonntags geschlossen.) Meine Buchhandlung verbunden mit Papier, Schreib-, Galanterienebst reichhaltigem Heft 14. Inhalt: Zur Jahreswende. Die Zivilisation und die großen hifto rischen Flüsse. Von G. Plechanoff. Die jüngste Schwenkung des fram zösischen Klerus. Von Paul Lafargue. Pariser Spaziergänge eine Hamburgers im Jahre 1796. Von Reinhold Rüegg. Notizen. Feuilleton: Töchter unserer Zeit. Roman aus dem modernen Gesellschaft leben von F. v. Ost a.( Fortsetzung.) Pro Quartal( 13 Heste) 2,50 M., pro Heft 20 Pf. E Zu beziehen durch die Expedition, Beuthstraße Nr. 3. Verlag des Berliner Volksblatt" Berlin SW., Beuthstraße 3. In unserem Verlage erschien soeben: Die Invaliditäts- und AltersVersicherung nach dem Reichsgesetz vom 22.16. 1889 übersichtlich Sargestellt. Mit ausführlichem Sachregister. ca. 4 Bogen 80. Preis 20 Pfennige. Das vorliegende Handbuch ist bestimmt, allen an der Alters- und Invaliditäts- Versicherung Betheiligten ein zuverlässiger und unentbehrlicher Rathgeber in allen dabei in Frage kommenden Verhältnissen zu sein. Es ist kein bloßer Kommentar des Gesetzes, sondern eine flare, übersichtliche, gemeinverständliche Darstellung, wie sie allein bei der Komplizirtheit desselben dem Laien von Nugen sein kann. Ein erschöpfendes S a chregister ermöglicht schnellste und zuverlässigste Orientirung. Vereinen und Wiederverkäufern beim Bezuge von Partien Rabatt. Im Tuchgeschäft jezt Oranienstr. 126, I. Herren- und KnabenAnzüge, Paletots, fowie Damenkleider etc. Auf Wunsch auch gegen Theilzahlungen. Jede Uhr 52 5. Fischerstraße 5. ff. Mittagstisch mit Bier 50 Pi 4/10 1. 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Januar 1891. tuoj Soziale Meberlicht. 8. Jahrg. für erwiesen, daß der Angeklagte eine betrügerische Absicht gehabt Grünstr. 21; 6. K. Bohnstengel, Seydelstr. 16; 7. W. Wolf, und da das ganze Belastungsmaterial in der Aussage des nicht Engel- Ufer 14; 8. A. Lippe, Friedrichsberg, Friedrich9. W. Schmidt, Wrangelstraße 141; ganz unbefangenen Zeugen John bestand, so fällte der Gerichts- Karlstraße Nr. 11; 10. A. Gichoff, Roppenstr. 74; 11. R. Grüßmann, Elisabethstr. 65; Hof ein freisprechendes Urtheil. 12. A. Scholz, Kastanien- Allee 35; 13. D. Thierbach, Schwedterstraße 44; 14. F. Taborski, Wollinerstraße 9; 15. J. Leininger, Boyenstr. 40; 16. B. Warttig, Templinerstr. 12; 17. F. Alms, Alte Jakobstr. 66; 18. R. Heifing, Ruheplatstr. 18, gemeldet und wurden einstimmig aufgenommen. Die Kommission erstattete sodann Bericht; die Angelegenheit Böhl ist dadurch erledigt. In der Sache des Kollegen Lippmann wird beschlossen, dieselbe als ersten Punkt der Tagesordnung der nächsten Versammlung zu setzen. Der vorgerückten Zeit wegen werden die beiden Punkte Verschiedenes" und" Fragen" von der Tagesordnung abgesetzt. .CLS 6,85. W. Wente, Osnabrück 47,-. " # " Sprechlaal. Die Redaktion ftellt die Benutzung des Sprechsaals, soweit Raum dafen einen neben ist, dem Bublifum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Interesses zur Verfügung: fie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifizirt zu werden. Eine mysteriöse Persönlichkeit, welche namentlich die Freiniaurer- Logen zu brandschatzen versteht, stand gestern in der Person des Amerikaners Ramiro Benato Alvarez Guatemala vor dem hiesigen Schöffengericht, um sich wegen versuchten Betruge3 zu verantworten. Der Angeklagte, ein Maun von sicherem Auftreten und offenbarer Verschlagenheit, ist anfcheinend ein gefährlicher internationaler Hoch stapler. Er spricht das Deutsche außerordentlich fließend, mit etwas Suittung über eingegangene Gelder bei der General österreichischem Dialekt, und behauptet, in Santiago de Guate fommission der Gewerkschaften Deutschlands in der Zeit mala geboren zu sein. vom 22. bis 28. Dezember. Bezirk 22, Altona, 7,30. SparDer Vorſizende, Amtsgerichtsrath flub Fersia", Hamburg, 18,75. Verein der Nammer Hamburgs Bartisius, hatte Interesse daran, diese Angabe des G. Angeklagten zu prüfen, indem er sich eine Beschreibung 20,50. C. Koch, Hamburg, 2,-. Von den Hutmachern Altonas der Lage diefer mittelamerikanischen Stadt geben ließ Stadt geben ließ. 20,- Von Herrn Hank durch Jörgens, Ottensen, 22,10. UeberDer Angeklagte bestand aber diese Prüfung und erzählte, schuß vom Bau Albers u. Rockstrohen, Admiralitätstraße 8,-. ohne sich zu besinnen, daß Guatemala etwa 12 Meilen Drechsler, Ortsverwaltung II Hamburg 27,75. Sparklub„ Frühvon großen Ozean in der Mitte der Hochebene von Guatemala Nettmer, Ottensen, 24,05. Von Herrn Petersen 5,10. Von Herrn ling", Bürgerweide, Hamburg, 22,20. Sparklub Biene" bei liegt, durch eine Eisenbahn mit Santo Thomas, durch eine Telegraphenlinie mit Amatitlan verbunden ist zc. 2c. Ueber seine Gimsbüttel, 11,15. Joh. Keller, B.- Baden, 6,-. Ludw. Kopehl, Nien Danzmann 1, Familienfest Sparklub„ Einigkeit" im ,, Lindenhof", transatlantische Herkunft scheint hiernach kein Zweifel zu sein, dagegen Klingt seine Erzählung von seiner Abstammung und burg- Saale 7,65. Fried. Bechthold. Edingen 2,70. Albumarb. Berlins feinen Lebensschicksalen fast wie ein phantastisches Kapitel aus 30. Leseklub, Feuerbach" d. Wörlig, Berlin 20,-. F.K., Wandsbeck Er behauptet, daß er der Sohn eines sehr hohen Gnadt in Berlin d. Ewald 16,-, Versammlung der fr. Ge13,80. Grtrag einer amerif. Auktion einer Lassalle- Büste bei Wie von allen hiesigen Zeitungen, so auch vom„ Berliner Beamten aus Guatemala sei, der als Opfer des Bürgerkrieges meinde Rixdorf d. Höpfner 240, Schulze mit n'; 1,-, Gine Boltsblatt", ist die Mittheilung seiner Zeit gebracht worden, daß unter dem Präsidenten Carreoa den Freistaat Guatemala verlassen und sich nach Meriko sich nach Merito gewandt habe. Dort Spandauer amerit. Auktion 3,82, Seiler und Reepschläger, das Fleisch finniger Thiere mittelst Dampf gekocht und mit der fei Derselbe Genera! der Infanterie Hamburg- Altona 2c. 30,-. Jos. Pistner, Worms 3,15. Verb. d. Brühe zum Verkauf, welcher am 1. Januar beginnen wird, geund Gouver des Staates Guerrero geworden und habe später Bremen 20,-. Gemüthl. Zusammenkunft d. Männer- Quartett Ziegeleiarbeiter, Fil. Langenfelde 12,-. Bildhauer Verein in stellt werden soll. Obgleich das Berliner Voltsblatt" seine Entrüstung derb als Parteigänger des Kaisers Maximilian demselben zur Seite Dortmund 8,05. W. Sch., Witten 31,-. Fachverein d. Metall- und deutlich genug darüber ausgesprochen hat, so wird es gewiß gestanden, bis die Katastrophe von Queretaro gekommen sei: arbeiter, Altona 50,-. Während die beiden Generäle Miramon und Mejca am 19. Jnni graphen Berlins d. M. Obier 500,-. Radaubrüder, Hamburg-, 80. noch einmal zur öffentlichen Besprechung und zwar von Generalfonds d. Steindrucker u. Litho- nicht für überflüssig gelten dürfen, wenn dieser Fleischverkauf 1867 mit dem unglücklichen Kaiser Maximilian erschossen worden entralverein der deutschen Böttcher, Filiale Samburg 100,- feiner ethischen, hygienischen und wirthschaftlichen Seite gebracht feien, habe man feinen Bater zu 10jähriger Festungshaft ver Sparklub Je mehr, je lieber", Hamburg 3,55. J. H. 2. Diet, wird. urtheilt. Während dieser wechselvollen Schicksale seines Vaters Stuttgart 700,-. Kfm. d. Bérard 10,-. Von den Setzern der Der Mensch ist von der Natur mit dem Gefühle des Abfei er in Wien im Theresianum erzogen worden und habe die Schiffsnachrichten 4,-. Anstalt im Jahre 1875 als 17jähriger Jüngling verlaffen. Da Franz Wiedig, Ottensen 19,- S. Geehausen, Hamburg 3, welche warnend ihm entgegentreten, wenn er die Grenzlinie zu Ein Schlachter von Borgfelde 10,- scheues und des Gkels ausgestattet worden; beide sind die Wächter, infolge der veränderten Verhältnisse feines Vaters bald die nöthigen Strube, grantjurt a. M. 30, A. Böckenbrinck, Düsseldorf überschreiten sich anschickt, die ihm zur Erhaltung seiner geistigen wie Mittel ausblieben, habe er Kriegsdienste in Montenegro genommen, 10,05. Genolien in Kreuznach 5,30. Indisteln, Werther i. W. leiblichen Gesundheit vorgezeichnet ist. Mit der zunehmenden Kultur habe dann den serbischen Feldzug mitgemacht und sei daselbst verwundet worden, später habe er in Rußland D. Gärher, Kupfer- erweitert sich diese Linie, und es heißt, sich schwer an der MenschGewerkschaften in Herford 40,- heit versündigen, wenn Jemand das Gefühl des Abscheues und Dienste genommen und sei in der Kampagne durch zwei Säbel- schmied, Bremen 10,-. stiche in die Brust schwer verwundet worden. Er habe deshalb Unterstützungsfonds d. Maurer Altenburgs 25,-. Franz König, des Ekels abzuschwächen versucht. seinen Abschied genommen und sei nach Guatemala zurückgekehrt, Ghler'sche Bigarrenfabrit, Rethwischboden- Oldesloe 6,- Sut gefagt, trifft dieser Vorwurf unsere Stadtverwaltung, sie bat Klempnermstr., Gollnow i. P. 5,-. W. G., Dresden 150,-. Leider und zur Beschämung der Berliner Bürgerschaft sei es wo er unter Manuel Bariguas 1885 den Feldzug mitgemacht und abermals schwer verwundet worden sei. Er habe alsdann in macher Königsberg 3,20, Aschern 11,40, Guben 16,35, Neudammer durch ihr Schweigen den Verkauf sinnigen Fleisches seitens der San Salvador und Costa Rica gelebt, fei Privatsekretär der Ulm 22,-, Altenburg 50,- abzüglich Porto d. Metschte 168,75. daß finniges Fleisch etelerregend ist und wenn dennoch solches Hutmacher und Tuchmacher 53,40, Hutmacher Stadtilm 12,60, Viehhofs- Verwaltung gutgeheißen. Wer wagt es zu bestreiten, merikanischen Gesandtschaft gewesen und sei schließlich wieder Marmor- und Granitarbeiter, Berlin 20,-. über den Ozean gefahren, um in Karlsbad Heilung eines Leber- Metallarbeiter in Gas, Wasser 2c., Berlin 50,-. Fachverein der Fleisch reißenden Absatz finden wird, so ist es die bittere Noth, leibens zu erzielen. Wie weit diese romantische LebensFachverein in welche zum Genusse des Etelhaften treibt. Wird wohl die beschreibung auf Thatsachen beruht oder nur ein Phantasie- Freiburg 24, Vereinigung deutscher Maler, Fil. Lübeck 10,- Staatsbehörde einschreiten!? gemälde ist, konnte der Gerichtshof natürlich nicht entscheiden. Burtehude 15,-. Verein 3. Wahrung d. Interessen d. Klavier- und Abscheues für widerliche Nahrungsmittel auch der Abscheu Bon den Zimmerern Lauenburgs 13,80. Von den Maurern in Ein warnendes Beispiel, wie mit der Abstumpfung des Etels Soviel steht fest, daß der Angeklagte, seitdem er der alten Efel für Unfittlichkeit sich mindert, bietet uns Welt seine Gegenwart wieder geschenkt hat, ein überaus aben- arbeiter in Berlin 200,-. Moßhauer, Schneider, München und 9,- Verein der teuerliches Leben geführt haben muß, denn bald tauchte er in Berlin, Maurer Danzigs 50,-. G. Krüger, das chinesische Volf. Hochbegabt, in Wissenschaft, Kunst balo in Mailand, Benedig, Genua, Marseille, in der Schweiz, Arbeiter von Gcebitz bei Stettin 12,-. Glas- Arbeiter, Brunshausen 70,-. Mehrere und Technik alle Völker der Erde einst weit überragend, Frankfurt a. M., Mainz, Hamburg, Kopenhagen 2c. auf. Hier in Dresden 10,-. A. W., Ham- weicht man der Berührung mit dem Chinesen aus, Schmuh, AusBerlin hat er dem Konsul für Guatemala, Herrn Boas, seine burg 4,30. A. W., Hamburg 1,50. Militärwerkstatt von Grüder, saß und die grenzenlosesten Ausschweisungen sind ihnen Gewohn Visite gemacht und um Unterfügung nachgesucht, ebenso dem Berlin 20,- Unbekannt durch H. P. 1.-. Schneider- und heit, aber ebenso der Genuß von Ratten, Würmern und allerlei Geh. Hofrath Hoffmann, dem er sich auf Grund einer gefälschten Schneiderinnenverband durch Stühmer 100,-. Fran Kruse Wwe, anderem ekelhaften Gethier. Legitimation als Mitglied der Loge zu Buenos- Ayres vorstellte Hamburg 3,-. Emil Koch, Beddel 3,- Leipziger Gewert Und wohl aufgemerkt, seit wann datirt der Verfall Chinas? und Unterstützung verlangte. Geraume Zeit darauf fam er wieder schaften durch B. 400,-. Expedition Volkswille", durch Lohr- Seit der jegt herrschenden Dynastie. Und Berlins Behörden, die zu demselben Herrn und während sich früher unter berg, Hannover 75,- Vertrauensmann Becker, Linden- Hannover bei jeder Gelegenheit nicht genug sich ihrer Sorge zu rühmen Dem Namen Veracruz 150,- Kommission zur Sammlung für Ausgesperrte durch Schid- wissen, welche sie für die geistige Wohlfahrt ihrer Bewohner eingeführt hatte, nannte er fich lowski, Brandenburg 100,-. Malerwerkstatt Freeneit, Berlin tragen, scheuen sich nicht, chinesische Sitten hier anzubahnen! jetzt Alvarez. Herr Hoffmann faßte Verdacht, bestellte den Fremden auf den nächsten Tag wieder und sorgte für die der Metallindustrie, Hannover 50,- Töpfer, Velten 30,-gesundheitlichen in dieser Angelegenheit. Der Magistrat hat, wenn 11,60. Lofalverband der Glasarbeiter, Berlin 66,75. Fachverein Nicht minder schlecht als mit der sittlichen Seite steht es mit der gleichzeitige Anwesenheit eines Kriminalbeamten, der ihn in Saft Verein der Steinkohlen und Mobilientransport Arbeiter, fein Frrthum obwaltet, unter seinen Mitgliedern einen Arzt, die nahm. Bei der Augenscheinnahme der Habseligkeiten des InVerband Hamburg 50,-. hastirten fand man demselben im Besitz mehrerer montenegrinischer Bom Bergnügen der Tapezirer, Altona 2,50. Unterstützungs- dieser Männer hat bis jetzt wenigstens fo weit es öffentlich be deutscher Kürschner 89,- Stadtverordneten- Versammlung zählt deren mehrere, und feiner und serbischer Orden und einer Brieftasche, die mit außer Kurs geschten und deshalb werthlosen Behn- und Fünfzig- Dollar- verein der Bürsten u. Pinselmacher, Filiale Hamburg und um fannt geworden ist, seine Stimme gegen den Fleischverkauf erNoten gefüllt war. Er behauptete, daß er auf der Reise nach B. Megger 100,-. Bertrauensmann der Schmiede Deutschlands gegend 25,-. Von den Klempnern Berlins durch Herrn hoben. Deutschland beim Umwechseln einer größeren Summe Geldes Daß ein finniges Thier frank sei, wird selbst kein Arzt selbst mit diesen Dollarnoten betrogen worden sei. Alvarez ist 80,- Verband der Schneider und Schneiderinnen, Wandsbek bestreiten wollen; es steht ferner feft, daß, wenn die lebende fürzlich wegen des Betruges gegen Hoffmann und Führung Frau Ihrer, Welten i. M. 30,-. F. Jung, Merseburg 5,35. wickelt und die Gesundheit des Individuums schädigt. Um aber fürzlich wegen des Betruges gegen Hoffmann und Führung 14, Von den Freunden des St. Georger Burenvogt 150, Finne in den menschlichen Körper gelangt, sie sich weiter entfalscher Legitimationspapiere zum Zwecke des besseren Fortkommens zu sechs Monaten Gefängniß vernd. Steuble, Heidingsfeld a. M. 8, Tabatarbeiter, Ostrowo dem vorzubeugen, wird eingewendet werden, wird das Fleisch 5,30. Gallerie Carp, Berlin 3,30. Arbeiter der Kluckow'schen mittelst Dampf unter einem höheren Wärmegrade, als der des urtheilt worden. Als Logenbruder scheint er auch an anderen Orten aufgetreten zu fein, wenigstens steht fest, Werkstatt Schüler, Berlin 7,50. Bon den Tischlern Harburgs Behauptung, die übrigens noch keineswegs erwiesen ist, so ist es Tischlerei, Berlin 4,-. Sieben solid. Kollegen der Drechsler kochenden Wassers ist, gekocht. Zugegeben die Richtigkeit jener daß er in Mainz Eingang in die dortige Freimaurerloge ge- 16,- Werkstatt Barth, Fruchtstr. 8, Berlin 5, Arbeiter doch fraglich, ob der Krankheitsstoff, welcher durch die Finnen funden und mit den Logenbrüdern freundschaftlichst verkehrt hat. Bei den Grhebungen über seine abenteuerliche Persönlichkeit iſt partei Pirna 40,-. A. Moßhagen, Zürich 45,- in dem Thiere erzeugt worden ist, ebenfalls zerstört worden ist. nun zur Sprache gekommen, daß er in Mainz in einem großen Unterſtützungsverein der Kupferschmiede, Filiale Hamburg 75,- 3ft dies nicht der Fall, so bleibt der Genuß des gefochten Fleisches Ist Restaurant mit Damenbedienung mit allem Eifer versucht hat, des Berliner Voltsblatts" 61,75. M. Stephan, Madaistr. 14, der von ihnen hervorgebrachte Krankheitsstoff durch das Kochen Schneiderwerkstatt von Martens, Berlin 5,-. Durch die Grped. oder der Brühe desselben schädlich. Sind indeß die Finnen und eine der werthlosen Zehndollar- Noten zu verwerthen und sie schließ Berlin 5,65. Schneider, Halle a. S., durch Lehmann 8,20. Teller vernichtet worden, so sind es aber auch die in dem Fleische entlich beinahe einer vertrauensseligen Kellnerin angehängt hätte. Die Staatsanwaltschaft faßte dies auch als versuchten Betrug auf, sammlung des Vereins der Kupferschmiede, Berlin 13,50. Verhaltenen Nährstoffe, das Albumin und das Fett, es bleibt die für und so lebhaft der Angeklagte auch dagegen protestirte, er wurde steigerung eines fauren Herings, Elmshorn 11,45. 2. Motes, die menschliche Ernährung ziemlich werthlose Fleischfaser übrig, denn für dieses Mainzer Abenteuer abermals mit zwei Monaten lung, 21. Dezember, bei Nürnberg, Schönhauser Allee, Berlin 4,33. weiß jedermann, der Genuß pflaumenweich und hartgefottener Gier für dieses Mainzer Abenteuer abermals mit zwei Monaten Bigarrenarbeiter, Berlin 80,-. Tellersammlung der Versamm daß der Eiweißstoff durch große Size unverdaulich gemacht wird, Gefängniß belegt. Arbeiter der Telegraphen- Bauanstalt, Friedrichstr. 24, Berlin 6,30. hat ihn darüber belehrt, und daß schon bei der Siedehize des Zur Warnung für Schnellfahrer. In dem bekannten Tischlerverband, Bahistelle Helmstedt 17,80. Fachverein der Litho- Waffers Fett verdampft, erweist sich an dem Deckel des Topfes, wilden Schlächtertrab fuhr der Schlächtergeselle August Bimdars graphen und Steindrucker, Nürnberg 50,-. Gesammelt in einer in welchem Fleisch gekocht wird, es schlägt sich Fett an ihm aus Berlin an einem Novembertage um die Ecke der Thaer- und Mechanikervers. Heidelbergs1,50. Bahnen, Bigarrenarb., Nyborg7,16. nieder. Eldenaerдraße nach dem Zentral- Viehhofe zu. Der an jener Ecke Bremer Bürgerzeitung 300,-. Th. Flasig, Finsterwalde 12,-. Und dieses im besten Falle werthlose Fleisch und die Brühe postirte Schugmann begnügte sich zunächst damit, dem Zimdars Grped. d. vogtl. Voltsblattes, Plauen i. V. 840. Gewerkschaften davon bietet man dem Armen. Wissen denn die Aerzte nicht, zu winken, daß er langsamer fahren solle, da dieser aber lachte Wannheims burch Süßkind 150,-. F. Schmidt, Gilenburg 15, daß die Belastung des Magens mit werthlofen Stoffen dem da der Berlegte der Aufforderung, still zu halten, nicht nachtam, Tischler Braunschweigs 50,-. Töpfer Charlottenburgs 45, Stimme hören lassen, die die Verwendung des finnigen Fleisches aber Berlegeller fuhr, ritt ihm der Schuhmann nach fan, Besammelt von den stoege, Copier 141 Störper schädlich ist? Bis jest hat ſich aus ihrem Kreiſe feine tem Pferde in die Zügel. Zimdars hatte sich daher gestern vor Bon den Steinmetzen Berlins 50,- Aug. Weisbrod, Beelik als Nahrungsmittel bekämpft. Oder ist ihnen mit einem Male tem Schöffengericht in Moabit wegen Uebertretung der Fahr( Mark) 9,- Ueberschuß vom 2. badischen Arbeitertag, Dffen die Erleuchtung gekommen, daß ausgekochtes Fleisch doch sehr ordnung und wegen Nichtbefolgung einer behördlichen Anordnung burg 20, J. Liege, Milchhändler in Alt Budelsdorf 1- nahrhaft sei und sie sich bisher auf dem Holzwege befunden Der Amtsanwalt beantragte für die erste Kimi. durch Bérard 10,-. Uebertretung 14, für die zweite 1 Tag Hast, der Gerichtshof hätten mit ihrer Warnung vor dem Genusse finnigen Fleisches 2. Dammann, Kassirer, glaubte jedoch ein Erempel statuiren zu sollen und erkannte auf und ihrer Behauptung von dem Nährwerth des gekochten monte Hamburg, Fürstenplat 2, 1. Etage. Fleisches? 6 Wochen und 1 Woche, in Summa auf 7 Wochen Haft. In der Quittung vom 8. bis 14. Dezember muß es heißen: Uureelles Berhalten beim Verkauf eines Hauses wurde statt Schneider, Schmiede Deutschlands, 100 m. dem Maurermeister Karl Rarra 3 zur Laft gelegt, der gestern Die Vorstände von Gewerkvereinen, welche ihre Adresse noch wegen Betruges vor der ersten Straffammer des Landgerichts I nicht eingesandt haben, werden ersucht, selbige ungefäumt an den stand. Karras hat im September 1888 sein in der Rathenower- Vorsitzenden E. Legien, An der Koppel 79, I., HamburgStraße belegenes Wohnhaus gleich nach der Fertigstellung an den St. Georg, einzusenden. Mechaniker John verkauft. Die Gebrauchsabnahme- Bescheinigung war seitens der Polizei noch nicht erfolgt, weil die Behörde vorher gewisse Mängel beseitigt wissen wollte und waren be sonders zwei Waschküchen als unvorschriftsmäßig bezeichnet worden. Wie der Käufer behauptet, hat Starras ihm das verzu verantworten. er Die Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. alak ſchwiegen, und der Erſtere hat später zwei Wohnungen opfern Versammlungen. müssen, um neue Waschküchen herzustellen. Der AngeWollte man sich nun auch über die geäußerten sittlichen oder hygienischen Bedenken hinwegsehen, so ist es doch geradezu empörend, daß dieses ekelhafte Fleisch noch als Objekt der Profitwuth benugt wird; noch an dem ekelhaften Bissen, den in den Mund zu stecken, den Armen der Hunger zwingt, muß sich der Bourgeois bereichern. Ein Herr Otte zahlt für das Kilo Fleisch 40 Pjennige und wird, wie gesagt wird, 70 und 75 Pfennige als Berkaufspreis bestimmen. Ein Weiteres hierüber zu sagen, ist überflüssig. Einem etwaigen Einwande des Magistrates, daß der Verkauf des Fleisches nicht von ihm, sondern von der Viehversicherungs Kasse ausgehe, sei hiermit im Voraus entgegen getreten, der Magistrat hat darüber zu wachen, daß auf den Viehhofe tein flagte bestritt, daß er dem Käufer irgend welche falsche Der Verein zur Wahrung der Interessen der Gaft Unfug getrieben werde. Daß die Polizei die Abkochung über Vorspiegelungen gemacht, oder etwas verschwiegen habe, derselbe und Schankwirthe Berlins und Umgegend hielt am Freitag, wacht, entbindet ihn nicht von dieser Pflicht. Uebrigens folli habe vielmehr selbst die polizeiliche Verfügung gelesen, welche auf den 17. Dezember 1890, beim Kollegen Gründel, Dresdenerstraße diren feine Ansichten so oft mit derjenigen der Polizei, deren die erwähnten Mängel hinwies. Die Verhandlung ergab, daß Nr. 116, feine regelmäßige Mitgliederversammlung ab. Zum Zustimmung zu dem Fleischverkaufe dem einfachen MenschenDer Zeuge John das fragliche Haus bald nach dem Erwerbe mit 1. Punkt hielt der Regierungsbaumeister Reßler einen lehrreichen verstande nicht begreiflich ist, warum denn in diesem Falle nicht? einem Nußen von einigen tausend Mark weiter verkauft hatte, Vortrag über das Alters- und Invaliden- Versicherungsgesetz. Holzmarktstr. 8. von einer Bermögensschädigung konnte also nicht die Rede sein. Zur Aufnahme hatten sich die Herren: 1. Aug. Günther, GitFehlte somit ein wesentliches Thatbestands- Merkmal des Betruges, schinerstraße 87; 2. 2. Ehrenberg, Annenstr. 14; 3. G. Hering so hielt der Gerichtshof ebenso wenig durch die Beweisaufnahme Lagerhof; 4. R. Gehlhoff, Mariannen- Ufer 4; 5. H. Pickert, Baader. Berlin. Verkauf nur gegen Baar zu streng festen Preisen. 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