Nr. 55. Grscheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: Viertel jährlich 3,30 Mart, monatlich. 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg frei in's Haus. Einzelne Nummer 5fg. Sonntags: Nuimmer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs: Preislifte für 1893 unter Nr. 6708 Vorwärts 10. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Berfammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochens tagen bis 7 Uor Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vor-. mittags geöffnet. fernsprech- Anschluk Amt 1, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Rann Europa abrüften? V. Sonntag, den 5. März 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. halt, in dem alles Heil liegt, andererseits auf die hilflose durch die Hände diebischer und bestechlicher russischer Verlassenheit des vereinzelten, auf die eigene Initiative an- Tschinowniks geht? Die russische Mobilmachung δας gewiesenen Individuums. Diefer Charakter bleibt dem wird ein Schauspiel für Götter. Russen auch im Militär; die Bataillonsmassen sind fast Eins mit dem andern: wir können den Russen schon nicht zu sprengen, je größer die Gefahr, desto fefter ballen aus rein militärischen Gründen erlauben, so viel Soldaten Wir kommen jetzt auf Rußland. Und da ist es, grade sich die Klumpen zusammen. Aber dieser Justinkt des einzustellen und sie so lange bei der Fahne zu behalten, herausgesagt, ziemlich gleichgiltig, nicht nur ob Rußland Busammenschließens, der noch zur Zeit der napoleonischen wie es dem Zaren beliebt. Außer den Truppen, die jetzt einen Bertrag zur allmäligen gleichmäßigen Herabjegung Feldzüge von unschätzbarem Werthe war und manche schon unterm Gewehr stehen, wird er schwerlich viel mehr der Dienstzeit einhält, sondern selbst ob es ihn überhaupt weniger brauchbare Seite des russischen Soldaten aufwog- auf die Beine bringen, und auch dies schwerlich zur rechten eingeht. Wir können Rußland in Beziehung auf unseren er ist heute eine entschiedene Gefahr. Heute sind die ge- Zeit. Das Experiment mit der allgemeinen Wehrpflicht kann Fragepunkt in der That fast ganz außer Acht lassen, und schlossenen Maffen aus der Gefechtslinie verschwunden, heute tußland theuer zu stehen kommen. zwar aus folgenden Gründen. handelt es sich um den Zusammenhalt aufgelöster Schüßen- Und dann, wenn's zum Krieg kommt, dann steht die Das russische Reich enthält zwar über hundert Millionen schwärme, wo Truppen der verschiedensten Verbände durch russische Armee an der ganzen Grenze von Kowno bis Menschen, also reichlich doppelt soviel wie das Deutsche einander geworfen werden und das Kommando oft und Kamienice auf ihrem eigenen Gebiete in Feindesland, mitten Reich, ist aber weit entfernt davon, eine annähernd der rasch genug an Offiziere übergeht, die den meisten Mann- unter Polen und Juden, denn auch die Juden hat die deutschen gleichkommende militärische Angriffskraft zu be- schaften total fremd sind; heute soll jeder Soldat im stande zarische Regierung sich zu Todfeinden gemacht. Ein paar figen. Die fünfzig Millionen in Deutschland sind zusammen- sein, selbständig das zu thun, was im Moment gethan für Rußland verlorene Schlachten, und das Kampfesfeld gedrängt auf 540 000 Quadratkilometer; die höchstens 90 werden muß, und doch den Zusammenhalt mit dem Ganzen wird von der Weichsel an die Düna und den Dniepr vers bis 100 Millionen in Rußland, die militärisch für uns in nicht verlieren. Das ist ein Zusammenhalt, der nicht durch legt; im Rücken der deutschen Armee, unter ihrem Schuße, Betracht kommen, sind zerstreut über, mäßig gerechnet, 3% den primitiven Heerdeninstinkt des Russen, sondern nur bildet sich ein Heer polnischer Bundesgenossen; und es wird Millionen Quadratkilometer; der Vortheil, der den Deutschen durch Ausbildung des Verstandes bei jedem einzelnen er eine gerechte Strafe für Preußen sein, wenn es dann zu aus dieser weit größeren Bevölkerungsdichtigkeit erwächst, möglicht werden kann, und dazu finden wir die Vor- seiner eigenen Sicherheit ein starkes Polen wieder wird noch bedeutend gesteigert durch das unvergleichlich bedingungen nur auf einer Kulturstufe von höherer indi- herstellen muß. bessere Eisenbahnnetz. Trotzdem bleibt die Thatsache, daß vidualistischer" Entwickelung, wie sie bei den kapitalistischen Soweit haben wir nur die direkt militärischen Ber hundert Millionen auf die Dauer mehr Soldaten stellen Nationen des Westens besteht. Der kleinkalibrige hältnisse betrachtet und gefunden, daß für den vorliegenden fönnen als fünfzig. Es wird, wie die Dinge liegen, Wagazin- Hinterlader und das rauchschwache Pulver haben Fragepunkt Stußland außer Acht gelassen werden kann. längere Zeit foften, bis sie tommen; aber kommen müssen die Eigenschaft, die bisher die größte Stärke der Noch mehr aber wird sich dies zeigen, sobald wir einen sie schließlich doch. Was daun? russischen Armee war in eine ihrer größten Schwächen Blick werfen auf die allgemeine ökonomische und speziell die verwandelt. Es wird also heutzutage noch längere Beit er- finanzielle Lage Rußlands. Fr. Engels. fordern als früher, bis der russische Refrut ein gefechtsbrauchbarer Soldat wird, und den Soldaten des Westens thut er's überhaupt nicht mehr gleich. Zu einer Armee gehören nicht nur Rekruten, sondern auch Offiziere. Und damit sieht es in Rußland schofel aus. In Rußland kommen für den Dffiziersrang nur der Adel und die Bürgerschaft der Städte in Betracht; der Adel ist verhältnißmäßig sehr wenig zahlreich, der Städte sind wenige, Zweitens aber: woher sollen die Offiziere kommen, um höchstens der zehnte Mann wohnt in einer Stadt, und von alle dieſe Maſſen im Krieg in Neuformationen einzu- Politische tebersicht. diesen Städten verdienen die wenigsten den Namen; die Zahl der Mittelschulen und der sie besuchenden Schüler ist äußerst gering; wo sollen da die Offiziere herkommen für alle die Mannschaften? Eines schickt sich nicht für alle. Das System der allgemeinen Wehrpflicht setzt einen gewissen Grad ökonomischer und intellektueller Entwicklung voraus; wo diese fehlt, richtet das System mehr Schaden als Nuzen an. Und dies ist offenbar der Fall in Rußland. rahmen? Wenn Frankreich schon Schwierigkeit hat, die hinreichende Zahl von Offizieren zu finden, wie wird es erst Berlin, den 4. März. Rußland gehu? Rußland, wo die gebildete Bevölkerung, Aus dem Reichstage. Die Fortsetzung der Be aus der allein tüchtige Offiziere genommen werden können, rathung des Postetats brachte heute dem Generalpostmeister einen so unverhältnißmäßig geringen Prozentsatz ber Ge- stellenweise recht unangenehme Minuten. Im Gefühle sammtzahl ausmacht, und wo dennoch der Soldat, selbst seiner Selbstherrlichkeit hatte dieser Herr gestern Töne ander ausgebildete, einen größeren Prozentsaz von Offizieren geschlagen, wie sie selbst im deutschen Parlamente, wo man braucht als in anderen Armeen? in puncto Ministerüberhebung doch etwas gewohnt ist Und drittens: Bei dem in Rußland notorischen allge- selten gehört werden. Die Folge war die Bestätigung des Erstens braucht es überhaupt eine verhältnißmäßig meinen System des Unterschleifs und Diebstahls von Seiten alten Wortes, daß, wie man in den Wald hinein rufe, es lange Zeit, um aus dem russischen Durchschnittsrekruten einen der Beamten, und oft genug auch der Offiziere, wie soll da wieder heraus schalle! Herr v. Stephan hatte gestern dem ausgebildeten Soldaten zu machen. Der russische Soldat ist eine Mobilmachung verlaufen? Bei allen bisherigen Kriegen Abgeordneten Vollrath vorgeworfen, daß dessen ganze Rede von unbezweifelter großer Tapferkeit. So lange die Rußlands stellte sich sofort heraus, daß selbst ein Theil der von Unrichtigkeiten wimmelte". Dieser antwortete heute taktische Entscheidung in dem Angriff geschlossener In- Friedensarmee und ihrer Ausrüstungsbestände nur auf dem damit, daß er Punkt für Punkt die Unrichtigkeiten fanteriemassen lag, war er in seinem Element. Seine ganze Papier existirte. Wie soll es erst gehen, wenn die beur- der Stephan'schen Behauptungen nachwies. Der Herr Lebenserfahrung hatte ihn angewiesen auf den Anschluß an laubten Reserveleute und die Opolischenie( Landwehr) unters Generalpoftmeister hatte erklärt, der Werband der Postseine Kameraden. Auf dem Dorf die noch halb- Gewehr treten, und mit Uniform, Bewaffnung, Munition assistenten sei pleite, dessen Verwaltungskosten beziffern fommunistische Gemeinde, in der Stadt die genossenschaft- versehen werden sollen? Wenn bei einer Wiobilmachung fich auf 25 000 Mark; die Mitglieder des Verbandes liche Arbeit des Artel; überall die krugovaja poruka, die nicht alles flappt, nicht alles zur rechten Beit und am nehmen rasch ab. In Wirklichkeit besitzt der Verband ein gegenseitige Haftbarkeit der Genossen; turz ein Gesellschafts- rechten Ort vorhanden ist, dann ist die Konfusion voll- Baarvermögen von 38 000 t., die Verwaltungskosten be zustand, der handgreiflich hinweist einerseits auf den Zusammen- ständig. Wie soll aber alles tlappen, wenn alles tragen nicht den fünften Theil der Stephan'schen Angaben, Feuilleton. Nadbrud verboten.) Von S. Stepniat. Autorisirte Uebersegung. Frei ins Deutsche übertragen von Bertha Braun. Kapitel III. [ 31 aufregend und erschöpfte die Geldmittel. Die für die Aus- und vieles andere. Aber keiner war sehr zum Sprechen führung des Planes wichtigsten Personen mußten ihre Zeit aufgelegt, und so verbrachten sie den größten Theil des Tages in vollständiger Unthätigkeit hinbringen. Sich durch Theil schweigend, jeder in seiner Ecke sitzend und die Pfeife nahme an der Propaganda, welche in Dubrawnit wie rauchend. warten. überall vor sich ging, der Gefahr auszusehen, fompromittirt Wassilij ertrug dieses Leben mit dem größten GleichDie Laufbahn eines Nihilisten. werden, wäre höchft thōricht geweſen. Sie mußten sich hier- muth. Er beschäftigte sich mit seinen Pferden, puhte das zu von, wie von allem andern fernhalten. Auch das sorgfältigste Geschirr und blickte, die Pfeife im Munde, mit unerschütter Studium des Terrains ihrer zukünftigen Thätigkeit und der licher träumerischer Ruhe stundenlang zum Fenster hinaus, umgebenden Straßen erforderte nur wenige Tage. Nach als ob er nie etwas anderes gethan hätte. Andrej fügte dem dies geschehen war, blieb ihnen nichts übrig als zu sich, so gut er konnte ein Kämpfer muß auch zu warten verstehen. Geduld bei der Vorbereitung ist ebenso wichtig In seiner Eigenschaft als Geschäftsmann konnte Andrej für den Erfolg eines Unternehmens als Tapferkeit und In Erwartung der Dinge. nicht immer zu Hause bleiben; dies hätte Verdacht erregt. Entschlossenheit bei der Ausführung desselben. Auf Andrej Andrej und Wassilij hatten in den nächsten Tagen alle Ueberdies mußte er die Beziehungen mit Sina, welche für jede wirkte dieses eintönige Leben geradezu tödtlich, besonders in der Vorbereitungen getroffen und sich hinlänglich in dem Wirths. Auskunft der Mittelpunkt war, aufrecht erhalten. Jeden ersten Zeit, wo die Gewohnheiten seines thätigen Lebens in haufe eingerichtet. Sie lebten dort einen ganzen Monat, Morgen verließ er das Wirthshaus und ging nach dem Stadt- St. Petersburg noch zu frisch in seinem Gedächtnisse hafteten. ohne daß die Fluchtangelegenheit in etwas weiter garten oder sonst nach irgend einem Orte, der am vorhergehenden Mit der Beit paßte er sich aber immer mehr und mehr den geschritten wäre. Einige Tage nach Andrej's Ankunft in Tage bestimmt worden war und wo er- wenn etwas Besonderes neuen Lebensbedingungen an, und die früher unerträgliche Dubrawnik trat ein sehr widerwärtiges Hinderniß vorgefallen war präzise elf Uhr mit Sina, häufiger aber Langeweile machte sich nicht mehr so fühlbar. Doch ers ihrem Unternehmen in den Weg. Die gemeinen Verbrecher noch mit Annie Wulitsch zusammentraf. Diese schien großen wartete er den Tag der entscheidenden Handlung mit aus Berkut's und Kunigin's Belle wurden durch die Gesell- Gefallen an seiner Gesellschaft zu finden, und Sina gewährte brennender Ungeduld, als einen Tag der Befreiung schaft eines gewissen Sudat, eines Falschmünzers, den sie ihr gern diese kleine Berstreuung. Den Rest des Tages für sich selbst nicht minder als für seine gefangenen nicht ohne Grund im Verdacht hatten, daß er als Spion verbrachte er auf seinem Zimmer. Wassilij leistete ihm, Freunde. im Dienste der Gefängnißverwaltung stehe, überrascht. Bei einer wenn er seinen Pflichten als Kutscher nachgekommen war, Die Sonne war bereits untergegangen. Die beiden Besprechung der bisherigen Zelleninhaber wurde beschlossen, Gesellschaft. Freunde waren wie gewöhnlich zu Hause. Andrej hatte das Graben des unterirdischen Ganges aufzuschieben, bis sie Man kann nicht sagen, daß ihnen die Zeit angenehm sich träge auf ein Sopha ausgestreckt, ein geöffnetes Buch, diesen unwillkommenen Gefährten los feien. Drei Wochen verging. Troz ihrer äußeren Ruhe waren sie durch die das er nicht las, lag neben ihm. lang bemühten sie sich nach Kräften, dem Ankömmling das Erwartung des Kommenden zu erregt, um an dem Studium Wassilij saß, seine Pfeife rauchend, am Fenster, δα Leben unerträglich zu machen. oder der Lektüre irgend welcher Art Vergnügen zu finden. Klopfte jemand. Sie brachten es so weit, daß der Mann die Gefängniß- Selbst Romane konnten kaum ihre Aufmerksamkeit fesseln. Wassilij sprang auf und lief in das andere Zimmer, verwaltung anflehte, ihn in eine andere Belle zu versetzen. Gelegentlich sprachen sie über die verschiedenen Seiten und in dem er schlief und angeblich auch wohnen sollte. Es Seitdem war die Aushöhlung wieder fortgesetzt worden. Aussichten der Revolution, über gemeinschaftliche Bekannte, wäre für ihn, den Kutscher, unschicklich gewesen, in Gegen Dieser Aufschub war außerordentlich unangenehm, nervens über die laufende Literatur, über Gambetta und Bismarck wart seines Herrn zu fizen. Feuerwehr bin, so wäre es mir sehr unlieb, da ich allgemeine Achtung von meinen 32 Feuerwehren habe, Ich bitte Sie nochmals unter dem Sigll der Verschwiegenheit. Diesen Sommer ist wie ich hörte in München deutscher Feuerwehrtag wo ich so frei sein werde Sie zu besuchen um meinen Dant abzustatten. Mit aller Hochachtung und freundlichen Gruß ergebenfter Riß Bürgermeister." und die Mitgliederzahl des Verbandes wächst von Monatsinspektions Bericht für 1892, der zuerst vom zu Monat, trotz aller Schuhriegeleien seitens der Post- Vorwärts"( Nr. 43 vom 19. Februar) besprochen verwaltung. Außer den Abgeordneten Vollrath und worden ist, offenbar recht verdugt. Trotz der intimen BeBaumbach von den Freifinnigen legten Liebermann von ziehungen des Pindter'schen Rattenkönigs zur Regierung Sonnenberg und Stöcker Lanzen für die Postassistenten ein, liegt dem öffiziösen Blatte der Wörrishofer'sche Bericht und schließlich schickte auch das Zentrum noch den Ab- bisher noch nicht im Original" vor, obwohl er von jeder geordneten Gröber vor, der die Aufgabe hatte, die Un Buchhandlung sofort nach seinem Erscheinen zu beziehen geschicklichkeit, mit der gestern Lingens gegen die Post- war. Die Norddeutsche" kennt ihn, wie sie sagt, nur Man sieht, der Herr hat zwei Gesichter zur Verfügung, Unterbeamten und für die Postverwaltung Partei ergriffen durch„ Auszüge", die„ von sozialdemokratischer je nach Bedarf. Nachdem er in Amberg öffentlich sein hatte, wieder gut zu machen, so weit dies möglich war. Für Seite gemacht sind", was wieder einmal beweist, welche grobes gezeigt, zeigen wir im Bild." öffentlich sein die Praktiken der Postverwaltung traten nur ein paar Quelle der Belehrung sogar für so hoffnungslose Reptile höfliches." Das Zentrum tann auf diesen Riß stolz sein. " lichkeit verstoßen könne. rufen. B der in ber " " " tonservative Größen fünfter und sechster Ordnung ein und die Arbeiterpresse sein kann. Wie die Katze nicht das Entschädigung für unschuldig Verurtheilte. Der diese in einer Weise, daß Herr Stephan Ursache zu dem Maufen lassen tann, so die" Norddeutsche" nicht das württembergische Staats- Anzeiger" berichtet von einer EntStoßseufzer batte: Gott bewahre mich vor meinen Freunden! denunziren. Und zwar denunzirt sie so plump und täppisch, schädigung, die einem unschuldig Verurtheilten Auf Antrag Bebel's wurde die Verhandlung vertagt und wie das eben nur ein Bindter fann. Sie schreibt: In zu theil geworden ist. Der Dienstknecht Andreas Pfau von wird am Montag fortgesetzt. der wissenschaftlichen" sozialdemokratischen Revue Die Dornhan wurde am 11. März 1890 wegen Diebstahls im Aus der Ferienkolonic. Aus La uban( Schlesien) ist der Herr Redakteur der" Frankfurter Zeitung" alles verurtheilt. Diese Strafe hat er verbüßt. Im September Neue Beit" hat Dr. May Duard.- so viel bekannt, Rückfall vom Landgericht Rottweil zu 22 Jahren Zuchthaus wird berichtet, daß zwei Unteroffiziere, Spremberg aus dem gedachten Bericht zusammengesucht, was sich im vor. Js. meldete sich der wirkliche Dieb, und Pfau wurde und Scholze, wegen Wißhandlung eines Musketiers agitatorischen Interesse der Sozialdemos im Wiederaufnahme- Verfahren wie wir seiner Zeit beMenzel zu Feftungsstrafen verurtheilt worden sind. In tratie verwerthen ließe, und läßt diese Rompilation auch richteten als völlig schuldlos befunden. Seiner Bitte folge der Schinderei ist Menzel, ein armer beschränkter in der Form ihren Zweck nicht verkennen. Letzteres entsprechend find ihm aus dem allgemeinen Gratialienfonds Bursche, geisteskrank geworden. Er mußte in eine trifft weniger zu auf einen von dem bekannten Hein- 1500 M. Entschädigung vom König bewilligt worden. Trotz Frrenanstalt überführt werden. Dank dem ge- rich Herkner dem Sozialpolitischen Zentral- dieses für Pfau günstigen Erfolges weist auch dieser Fall heimen Verfahren erfährt man nichts über die Höhe der blatt" gelieferten Auszug, dessen Tendenz im Uebrigen auf die Nothwendigkeit einer geseblichen Regelung der über die Quäler verhängten Strafen. mit dem erstgedachten zusammenfällt." Wir brauchen unseren Entschädigungsansprüche für unverschuldet erlittene Haft hin. Im preußischen Abgeordnetenhause wurde heute Lesern nicht erst zu sagen, daß der bekannte Heinrich Rein Gnadenakt, ein rechtmäßiger, gesetzlich verbürgter Andie Berathung des Etats der Berg, Hütten- und Salinen Herkner" ordentliche Professor der spruch auf Schadloshaltung thut noth. verwaltung fortgesetzt, und zwar zunächst mit einer langen Staatswissenschaften an der großherzoglich Debatte über die Doppelwährung. Sodann sprach der Abg. badischen polytechnischen Hochschule in Karlsruhe, Desterreichisches. Der Jungezechen Klub bev. Minnigerode gegen die Einführung von Berg- Gewerbe- vorher außerordentlicher Professor an der Universität schloß, wie aus Wien gemeldet wird, einen Antrag auf an der Universität schloß, wie aus 28 i en genietet immrechts eingerichten, welche nur die Disziplin lockern und der Sozial- Freiburg i. Br., ist, natürlich kein Sozialdemokrat, Einführung des allgemeinen Stimmrechts einSemofratie ein bequemeres Bett bereiten. Auf seine Be- fondern ein bürgerlicher Detonom, der allerdings zubringen für das Abgeordnetenhaus, das im Ganzen 400 Mit merkung, daß man von 1890 ab immer nur vom Arbeiter ein eifriger und sachkundiger Vertreter der Arbeiterschuß- glieder zählen. Die österreichische Sozialdemokratie kämpft gesprochen habe, erwidert der Minister v. Berlepsch: Nach Gesetzgebung ist. Der bekannte Heinrich Herkner" hat das rastlos für das allgemeine Stimmrecht. Auf die Dauer dem man 30 Jahre lang garnicht von den Arbeitern ge- vortreffliche Buch über die oberelsässische Baumwollen kann der bürgerlich- feudale Widerstand gegen diese Reform sprochen hätte, wäre es endlich einmal an der Zeit gewesen, Industrie, das den schmählichen. Despotismus der Dolfuß nicht standhalten. Ein Anzeichen für den Umfchwung auch von Arbeitern zu sprechen. und der anderen Baumwollbarone enthüllte, geschrieben und ist jener Antrag der Jungczechen, einer Bourgeoisfraktion. den Anstoß zu einer Reform der Gewerbe- Gesetzgebung der Der kaiserliche Oberpofidirektor Geheimer Ober- Reichslande gegeben. Deshalb und wegen seiner scharfen, Schweiz. Die eidgenössischen Räthe treten postrath Griesbach sendet uns nachfolgende Berichtigung zu: fachlichen Kritik der Gewerbenovelle, wegen seines Gintretens am 13. März zur Fortsetzung ihrer ordentlichen Winter Die Nr. 49 des Borwärts" vom 26. Februar enthält die für eine volksthümliche Sozialpolitit ift er den Syto- feffion zusammen. Die schweizerische Gesell Nachricht, daß feitens des Poftamts des Reichstages die An- phanten der politischen Steaktion und des Großkapitals, fchaft für Bodenbesis Reform( Freiland") nahme eines Telegramms, welches sich auf die Beschlüsse der die Norddeutschen" ihr Unwesen treiben, veranstaltet eine Versammlung von Delegirten ihrer Set fogenannten lex- Heinze Kommission bezog, feines unfittlichen ein Dorn im Auge und deshalb das Denunziatiönchen. tionen und von Gesinnungsgenossen auf den 12. März. Die Inhalts wegen verweigert worden sei. bie Angeber der Norddeutschen" in Olten stattfindende Versammlung wird über folgende Diese Nachricht ist durchaus unrichtig; das bezeichnete Post- Jedenfalls hat Die Heldenthat ber amt hat im Gegentheil mehreren Beitungs- Berichterstattern auf „ Schlesischen Traktanden berathen: 1. Weitere Schritte, betreffend die Beitung" ihre Anfragen ausdrücklich erklärt, daß Bedenken gegen die nicht schlafen laffen. Dies Organ der schlesischen Junker, Monopolifirung der Wasserkräfte; 2. Enquete über die Annahme folcher Telegramme nicht zu erheben seien, weil der Pfaffen und Kohlenritter, das unseres Wissens den statisti- Bodenverschuldung; 3. Hypothefarreform und HypothekarText eines Gefeßes gegen die Unfittlichkeit nicht gegen die Sitt- schen Schönfärber Neefe zur sozialpolitischen Egeria hat, monopol; 4. Gründung einer sozialpolitischen Zeitschrift. hatte vor einiger Zeit, was wir gebührend brandmarkten, Im Zusammenhange mit dem legteren Gegenstande soll die Unter Hinweis auf den§ 11 des Preßgefeges erfuche ich den Breslauer Universitäts- Professor Werner Sombari Erweiterung des Verbandes zu einer Schweizerischen Geselldie Diedaktion ergebenft, die oben bezeichnete völlig unzutreffende in einem mit ausgesuchter unanständigkeit geschriebenen schaft für Sozialreform" besprochen werden. Nachricht in der nächsten Nummer Ihres Blaties zu wider Artikel als verlappten Sozialdemokraten" ausgeschrien, Das Referendum wird in Belgien fortgefekt. In Das Telegramm über den Jubalt eines Beschlusses der auch wegen seiner in dem vortrefflich geleiteten Sozial zahlreichen Gemeinden, wo es vorigen Sonntag nicht stattlex- Heinze- Kommission ist allerdings nicht auf dem Poftamt politischen Zentralblatt" abgedruckten Aufsäge. Sombart haben konnte, wird theils morgen, theils morgen über acht des Reichstags, sondern auf einem anderen Telegraphenamt ist gleich Herkner bürgerlicher Nationalökonom und tritt Tage die Volksabstimmung vorgenommen. Der imposante zurückgewiesen worden. Das Telegramm trug als Unter- ebenfalls entschieden für soziale Reformen ein. Es leuchtet Ausfall der Abstimmung des vorigen Sonntag scheint auf fchrift ein Mitglied der Kommission". Der Telegraphen- ein, daß auch Max Quarck der Pindterei gar sehr fatal die Kammer doch nicht ganz ohne Einfluß geblieben zu sein. beamte meinte, das Telegramm sei inhaltlich sehr bedent- ist übrigens gehört er nicht, wie die" Norddeutsche" fabelt, Die letzte Sigung wurde plöglich vertagt, obgleich viele licher Natur, so wie geschehen, tönne schließlich jeder unter der Redaktion der Frankfurter Zeitung" an. Daß die Hedner zur Revisionsfrage gemeldet waren und die Parteizeichnen, es sei erforderlich, festzustellen, ob der bedenkliche Ginwendungen, welche die" Norddeutsche gegen den führer traten zu Berathungen zusammen. Herkner'schen der Auffaz erhebt, Ausdruck Inhalt des Telegramms mit dem Inhalt der Kommissionsbeschlüsse in der That übereinstimme. Nachdem diese Fest- mit Stecht hatte H. die Thatsache, daß trotz unterm 3. März gemeldet: Der Premierminister Gladstone am frivolften Unternehmerkeckheit sind, versteht sich Achtstundentag in England. Aus London wird stellung erfolgt war, wurde dann das Telegramm befördert.des doch vielfach äußerst bedenklichen Jubalts ber Arbeits empfing eine Deputation von 70 Personen, darunter bie Eine Kleist Retow- Stiftung wollen die Junker und ordnungen Einsprachen von Seiten der Arbeiter gelegentlich Parlamentsmitglieder Pickard, Dille, Burns, Tillet, Wilfrid Junkergenossen ins Leben rufen. Es soll in Belgard ihrer gefeßlich vorgeschriebenen Anhörung" nur äußerst Lawson und andere. Es wurden mehrere Reden gehalten, ( Bommern) eine berberge zur Heimath", eine felten erfolgten, als Beweis für die hilflos abhängige in denen die Opportunität und die Nothwendigkeit der Einjener muckerischen Anstalten, geschaffen werden. Stellung der Arbeiter angeführt. Der Norddeutschen" er- führung des gesetzlichen Achtstundentages betont wurde. scheint es natürlich, daraus zu schließen, daß in die Gladstone erwiderte, die Regierung könne in dieser AnIm Haus des Gehenkten soll man nicht vom Strick Gewerbe- Ordnungs Novelle Bestimmungen aufgenommen gelegenheit nichts thun, bis unter den Arbeitern selbst eine reden und auch nicht im Haus Eines, der hätte gehängt sind, welche denen, die man damit schüßen wollte, nichts größere Ginmüthigkeit über diese Frage bestehe, aber sie werden sollen. Die Kreuz- Zeitung" scheint dieses Sprich- nügen." Heißt das nicht die Proletarier erst knebeln und würde sich der Einbringung eines Gesezentwurfs, betreffend wort nicht zu kennen. Sie standalisirt sich heute über die dann noch verhöhnen? Aber diese Schamlosigkeit genügt den Achtstundentag, nicht widersetzen." Die Bewegung geht Freisprechung des Biedermanns Saling von der Auflage den Lohnschreibern des Zentralverbandes deutscher Industrieller vorwärts. des Meineids. Das ist unvorsichtig. Hat die„ Kreuz noch nicht. Sie meinen, das Schweigen der Arbeiter könne Zuderprämien Konvention. Im englischen UnterBeitung" einen anderen Biedermann vergessen, der einst man daraus erklären, daß ihnen der Inhalt der er war damals Hofprediger seines Beichens- notorisch Arbeitsordnungen weniger bedenklich erschien als Herrn sekretär des Auswärtigen Grey, daß die Uebereinkunft be hause erklärte am 3. März der Parlaments- Unterstaatsfalsch schwor, daß er den Zeugen Ewald nicht kenne", und Herkner, und weil sie empfanden, daß die Arbeitsordnung treffs der Buderprämien von teiner Macht ratifizirt worden der deshalb gar nicht einmal vor Gericht gestellt worden ist? festzustellen natürlich innerhalb der geseglichen Vorschriften und nicht in Kraft getreten sei. Die deutsche und belgische Gin gewiffer Stöcker wird ihr nähere Auskunft zu geben naturgemäß Sache der Unternehmer ist". Die Huthe, Regierung hätten Wlaßregeln getroffen, um bis zu einem im stande sein. Herr Pindter, die Ruthe! gewissen Grade den Zweck des ersten Artikels der Konvention Auch ein ultramontaner Reichstagskandidat. zu erreichen. Die gewerbsmäßigen sozialpolitischen Nichts In dem bayerischen Reichstags Wahltreise Amberg wiffer der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung findet demnächst eine Nach wahl statt. Kandidat der Ein sozialistischer Minister und noch obendrein ein sind über den vortrefflichen badischen Fabritoffiziellen Ultramontanen ist der Bürgermeister Riß. fozialistischer Finanzministero Graus! Und zwar B. Ueber diesen schreibt Dr. Sigl, der gleichfalls in Amberg ein neues Ministerium, das sich radikal" nennt, dem alten wird die Schreckensbotschaft aus Portugal gemeldet, wo Mit einer Munterfeit, wie man sie diesem plumpen fandidirt, im Bayerischen Vaterland": Burschen gar nicht zugetraut hätte, ergriff Wassilij eine Reichstagswahl in Amberg hatten wir uns gänzlich zu igno- tonservativen Diebesministerium gefolgt ist. Wir lesen in Bürste, steckte die linke Hand in einen Stiefel seines Herrn riren vorgenommen und deshalb bis zur Stunde über Wahl bürgerlichen Blättern: und begann ihn mit dem Eifer und der unschuldigen tiene und patriotischen" Kandidaten kein Wort verloren. Nun man theilt mit: War eines tüchtigen Bedienten zu pußen. folgenden Vorfall Herein," sagte Andrej, aus dem Vorderzimmer. da unlängst eine Anzahl Bürger im Gasthof" Bum beim Glas Bier Annie Wulitsch trat ein. Wassilij's Spiel war dies- König von Bayern"( Bruckmüller) beim der eben als Reichstags. mal unnöthig. Er legte Stiefel und Bürste wieder hin beisammen, darunter Kandidat in Vorschlag gebrachte Bürgermeister und folgte dem Mädchen ins Borderzimmer. Als dieser im Fortgehen und Annie Wulitsch kam dann und wann nach dem Wirths. Riß von Hirschau. hause und fragte immer nach Wassilij, dem Kutscher. schon an der Thüre war, rief ihm einer aus der Gesellschaft Darin lag nichts Auffallendes. Sie war wie ein Haus- nach:" Nun paß auf, wenn das der Sigl erfährt, daß Du mädchen gekleidet und es war natürlich, daß Waffilij, ein als Kandidat vorgeschlagen bist, der kommt über unverheiratheter Bursche, ein Liebchen hatte. Dich!" Darauf erwiderte der gebildet" sein wollende 1113 M • ber Die " Da sie heute niemand im Flur traf, ging sie die Treppe Reichstagsabgeordnete in spe:" Der wenn wos über mi hinauf und klopfte an der Thüre. schreibt, na schreib'n i an Brief, er soll mi im.. Haben Sie Lust, an einem Bicknick unter freiem und fort war er. Ich glaube Ihnen diesen Vorfall, über Himmel theilzunehmen," fragte sie, die ältere Duborom den sich viele ärgerten, mittheilen zu sollen, damit Sie hat ihr Examen bestanden. Nur wenige Freunde fommen. einen kleinen Begriff von dem Bildungsgrad unseres Herrn Doch wird es sicherlich eine lustige Gesellschaft sein." Reichstagskandidaten Riß bekommen." So die MitAndrej wie auch Wassilij nahmen die Einladung bereit theilung. Das war grob und sehr ungebildet von dem Herrn Kandidaten Jakob Riß, Bürgermeister in willigft an. Hirschau. Daß dieser Herr aber auch sehr höflich und gebildet thun kann, geht aus folgendem Brief hervor, den er unterm 17. Februar an uns schrieb und den wir zur Revanche für seine zarte öffentliche Einladung hiermit gleichfalls wörtlich veröffentlichen: Wird Sina auch mit dabei sein?" fragte Andrej. " Nein, sie werden nicht kommen, haben mir aber die Erlaubniß gegeben, theilzunehmen," sagte das Mädchen muthivillig, indem sie die Pluralform anwandte, um ihre Herrin zu bezeichnen, wie es die Dienstboten in Rußland zum Ausdruck ihrer Achtung gewohnt sind. Sie schritt dem Sopha zu, von dem sich Andrej erhob, wobei sie den Saum des Kleides ein wenig aufraffte, wie es Frauen beim Ueberschreiten der Straße bei schmuzigem Wetter thun. Als sie sich niederfette, trug sie Sorge, daß das Kleid nicht den Boden berühre. ( Fortsetzung fofgt.) Das neue portugiesische Ministerium Ribeiro zählt zu seinen Mitgliedern auch einen- Sozialdemokraten, dem Herr Ribeiro das Portefeuille der Finanzen anvertraut hat. Das Programm, mit welchem das neue Kabinet vor die Kortes ge treten ist, zeigt denn auch deutliche Spuren( Amnestie für alle politischen Verbrechen, mit Ausnahme der durch Offiziere des des Heeres begangenen; Umgestaltung des Preßgefeßes auf freiheitlicher Grundlage mit besonderem Gerichtsstand; Versprechen, ein Gesetz über die Ministerverantwort lichkeit vorzulegen und dem Versammlungsrecht die größtmöglichsten Garantien zu geben; Versprechen, die Gesebe bezüglich der Gemeindeverwaltungen zu revidiren in bezentralistischem Sinne 2c.) eines sehr radikalen Einflusses. Aber die Gesinnungsgenossen des Herrn Fuschini sind trotzdem mit ihm nicht zufrieden. Hierüber und über fein erstes Auftreten in den Kortes wird aus Lissabon gemeldet: " Der neue Finanzminister Fuschini debütirte nicht glücklich; feine bisherigen politischen Freunde gingen ihm scharf zu Leibe und warfen ihm Infonsequenz vor, da er seiner ganzen politischen Vergangenheit nach nicht in einem Kabinet Hinge Ribeiro Siz nehmen dürfe, Hinge Ribeiro, den er als den Water so vieler Syndikate bekämpft habe. In seiner Antwort bekannte Fuschini sich als Sozialisten, ber von feinen politischen politischen Prinzipien nicht abweichen werde, aber aus Opportunitäts Rücksichten es für geboten erachtet habe, das angebotene Portefeuille anzunehmen. Jedenfalls eine eigenthümliche Sprache seitens eines Ministers der Krone. An scharfem Spott darüber hat es denn auch nicht gefehlt." Das Ausland blidt natürlich, feitdem Herr Fuschini sein politisches Glaubensbekenntniß abgelegt hat, mit noch größerem Mißtrauen als bisher auf die weitere Entwidelung der portugiesischen Finanzen und sonstigen Zustände. " Hochgeertester Hochwohlgeboren Herrn Dr. Sigl: Ich bin gestern am 16 Febr. vorgeschlagen worden als Canditat zum Reichstage, und habe auch bei der Besprechung die Canditatur angenommen. Nachdem wahrscheinlich auch über meine Persöhnlichkeit allerlei Verläumdungen erdichtet werden, u Aufnahmen in Ihr geschätztes Blatt gegeben werden, so bitte ich Sie wo möglichst mich zu verschonen un nicht ins Lächerliche zu ziehen, da ich doch schon 12 Jahre Bezirksfeuerwehr- Bertreter der fr: sich " Ein opportunistischer Sozialist". Die Philister können beruhigen! Wenn übrigens die opportunistischen Soztaliten eben so wenig stehlen, wie die nichtopportu nistischen, dann können die Portugiesen ganz zufrieden fein. Schwarze Wäsche in Frankreich. Das Schwur gericht in Bordeaux verurtheilte den früheren Administrator Der République française", Denayrousse, welcher Raynal in ber„ Cocarde" bezichtigt hatte, von dem„ Crédit foncier" 300 000 Fres. für die République française" verlangt zu haben, zu drei Monaten Gefängniß, und den Herausgeber der Cocarde" zu 100 Frcs. Geldstrafe. gu # oder G " Troß wird. Bur zweiten Position, Verstärkung der 173 Bataillonsstäbe, I war, schien Ruhe eingekehrt zu sein, die aber nicht von langer meldet sich niemand zum Wort, in die Berathung über die Dauer sein sollte, denn die Gendarmen drängten sich weiter in nächste Stärte der Regimenter, wird nicht mehr eingetreten, den Saal und forderten im Namen des Gesezes die Auflösung sondern die weitere Diskussion auf die nächste Sitzung, Dienstag der Versammlung. Gründe wußten sie auf Befragen nicht anzuVormittag 1/211 Uhr, vertagt. geben. Die Versammlung wurde darauf ruhig abgehalten. Nun haben 66 Genossen eine Anklage wegen Abhaltung einer„ öffent nahm in ihrem fulturfeindlichen Eiser heute nach fehr lebhafter ber, weil es sich um eine gefchlossene Bersammlung handelte, Die Kommission zur Vorberathung der lex Seinze lichen" Versammlung erhalten. Die Anklage wird begründet mit Debatte den in erster Lesung angenommenen§ 184a auch in nicht geschehenen Anmeldung beim Magistrat und der nicht einzweiter Lesung mit 11 gegen 2 Stimmen an. Darnach soll mit geholten ministeriellen Erlaubniß. Gefängniß und Geldstrafe belegt werden: wer an öffentlichen hatten sich Genosse Garber und eine Gastwirthin in BoizenIn ähnlicher Angelegenheit Straßen oder Plätzen Schriften, Abbildungen oder Darburg a. G. vor dem Schöffengericht bereits zu verantworten. stellungen ausstellt oder anschlägt, welche durch unfläthig Grifterer sollte eine öffentliche politische Versammlung ohne In Spanien werden morgen, Sonntag, die Cortes teit oder Lüfternheit geeignet sind, das Scham ministerielle Genehmigung und ohne Anmeldung bei der Ortsnengewählt. Die neue Regierung, die eine konfer- oder Sittlichkeitsgefühl gröblich zu verlegen. polizei veranstaltet und die Wirthin dazu ihr Lokal hergegeben vative Majorität vorfand, mußte auflösen und hofft nun 13§ 184b schlugen die ultramontanen Abgeordneten haben. Das Schöffengericht verurtheilte den Genossen au 10 wir den üblichen Mitteln eine liberale Majorität zusammen Gefängniß bis zu einem Jahre und Geldstrafe bis zu 1000 M., Staatsanwalts auf 100 M. oder 4 Wochen Haft und auf 20 M. Gröber, Spahn sowie Dr. Stephan vor einzufegen: Wit und die Wirthin zu 5 M. Geldstrafe, während der Antrag bes zu bekommen. Der Ausgang der morgigen Wahlen hat oder mit einer dieser Strafen wird bestraft, wer öffentlich lautete. Die Versammlung war aber eine gefchloffene gewesen; biesmal eine besondere Wichtigkeit, weil sie die Macht der theatralische Vorstellungen, Singspiele, vereinigten republikanischen Parteien uns zeigen werden.deklamatorische Vorträge, Schaustellungen von Personen oder Namen lautende Karten eingeladen. Eine strengere Geschlossen Gesangs oder man hatte zahlreiche Stadt- und Landbewohner durch auf ihre Heute am 4. März beginnt in den Vereinigten gröbliche ähnliche Aufführungen veranstaltet oder leitet, welche durch heit läßt sich nicht wohl denten. Da das mecklenburgische Recht Verlegung Des Scham taaten die Präsidentschaft Cleveland's. Ueber die gefühls Aergerniß Sittlichkeits die Anmeldungspflicht und das Genehmigungserforderniß nur für Ruhe, mit der ein Regierungswechsel sich in der großen Sie Vertreter des preußischen Polizeiministeriums erachteten daß die gegen das Urtheil eingelegte Berufung von Erfolg sein erregen geeignet sind." find." Selbst öffentliche politische Bersammlungen vorschreibt, so ist anzunehmen, amerikanischen Republit vollzieht, haben wir schon ge- folche Kunstfessel für fiberflüssig und bedentlich. ge- folde et sprochen. Der Grund ist darin zu suchen, daß in einem dem eiferte für diese neue Strasbestimmung der Stöcker.-Das Reichsgericht verwarf die Revision der Ge freien gefitteten Land das Gemeinwesen nicht von den Als Grund führte er an, sein Stand verbiete ihm, Theater noffen Pischel in Wüstegiersdorf und Schindler in Walbiz fchwecken Schultern eines einzelnen, sondern von der Ge- vorstellungen zu besuchen, aber was ihm andere mitgetheilt, von denen der erstere zu neun und der letztere zu brei Monaten fammtheit des Volkes getragen wird. Und, da das Ge Stadthagen leuchteten dem jeder Sachfenntniß baren" montanen Bersammlung im Neurober Kreise fich vor oder wäh mache dringend eine Strafbestimmung nöthig. Bebel und Gefängniß verurtheilt worden war, weil beide in einer ultrafomnitvolt selbstverständlich Millionenmal stärker ist als Gottesmann gründlich heim und hoben hervor, daß die Polizei rend des Hochs auf Kaiser und Papst aus dem Saale entfernt ein Einzelmensch und ungleich größere Lasten leicht tragen fich unnüße Arbeit machte, als sie z. B. von Sittlichkeitswegen" und sich dadurch der Majestätsbeleidigung schuldig gemacht haben fane, so ist demnach auch das Gemeinwesen geringeren die Aufführung der zweifellos höchst anständigen und moralischen follen. Echwankungen ausgefeßt. Auch die Uebergänge von einem Bilder aus der franzöfifchen Revolution" vor Arbeitern verhinderte. In den Lokalitäten des Hamburger Echo 3" suchte Eyfiem zu einem andern können in freien Staaten nicht so plötz- Der Gesetzgeber habe feinerlei Recht, Zensur zu üben; sei denn am Freitag die Polizei nach dem Manuskript des vom Genossen lich, nicht so ruckweise stattfinden, wie in solchen mit persönlichem Deutschland eine Kleinkinderbewahranstalt? Keineswegs sei ge-. Legien als verantwortlichem Herausgeber unterzeichneten Regiment; und wir dürfen deshalb auch nicht erwarten, daß unsittlich hinzustellen: Brüderie und Heuchelei wohnen eng zu verbreitet worden sind. Die Haussuchung war natürlich erfolglos. rade der besonders sittlich, der sich ereifere, möglichst viel als glugblatts, von dem am vorigen Sonntag 150 000 Cremplare der Bruch mit der Hochschutzoll Politif, wie sie in der fammen. Der Antrag§ 184b fiel darauf mit 10 gegen 9() Stimmen. In dem Flugblatt war an Hamburgs Gesetzgebung und Ber Mac Kinley Bill zum Ausdruck fam, unmittelbar, tnall und Die Kommission trat dann in die Berathung über den Lattenarrest- waltung Kritit geübt, und diese scheint, wie jede Kritik, oben fall erfolgen werde. Es kann mir in langsamen Ueber vorschlag ein. Bei dieser Gelegenheit nahmen Stadthagen verschnupft zu haben. sängen gefeheben. Unsere Fabrikanten, die nach der Wahl und Bebel u. a. Veranlassung, darauf hinzuweifen, daß Cleveland's die Mac Kinley- Bill schon abgeschafft sahen und die wiederholt ausdrücklich abgegebene Zusicherung der Regierung, darauf hin toll darauf los produziren ließen, werden, wie politische Vergehen nicht mit dem Lattenarreft- Vorschlage irgend ihnen im Reichstag vorausgesagt ward, eine bittere Ent- ie treffen zu wollen, vor mißbräuchlicher Anwendung nicht schüße. täuschung erleben. Oder richtiger: haben sie schon erlebt. Redakteur, erst türzlich in Dortmund troy aller So fei Dr. Diederich, ein sozialdemokratischer Denn die Produktion mußte bereits vielfach wieder ein- strafprozessualen Vorschriften an den Händen gestellt und viele Bestellungen zurückgenommen werden. Die gefeffelt zum Gericht geführt. Der Vertreter der Boreiligkeit hat nur die Wirkung gehabt, die Ueber- preußifchen Regierung verfprach, fchleunigst Information fich zu produktion noch zu steigern, und deren Uebel entsprechend verschaffen und eventuell nach Möglichkeit Hemedur eintreten 3 zu vermehren. laffen. Die Debatte wurde dann auf den 9. März, Borm. 10 Uhr, vertagt. WASTS Parlantentarisches. " Parteinachrichten. Parteigenoffen! Soziale teberlicht. An die Gewerkschaften Berlins. Der Unterzeichnete ersucht alle, welche noch im Beablen find, balbmöglicht an nachfolgenden fige von Sammellisten zu den GewerbegerichtsStellen abzurechnen: R. Millarg, Tischler, Lehrterstr. 22; G. Busse, Lederzurichter, Sophienftr. 28; B. Jost, Buchbinder, Greifswalderstr. 68; 2. Rörften, Former, Staligerstr. 68/64; A. Maffini, Buchdrucker, Belle- Alliancestr. 66; D. Böllel, Hutmacher, Genossenschafts- Hutfabrit, Pappel- Allee 3/4; H. Faber, Goldarbeiter, Grünauerstr. 4, S. 1 r. Ferner wird bekannt gegeben, daß am Donnerstag, den 9. d. M., Abends 8 Uhr, im Restaurant Ehrenberg, Annenstr. 16, 23. Sigung der Militärkommiffion. Auf Vorschlag des In den letzten Jahren ist bekanntlich jeweilen zum 18. März eine öffentliche Versammlung der Delegirten der Berliner Streit Borfißenden Freiherrn v. Manteuffel wird wie es scheint, um von der Berliner Boltstribüne" eine auf rothem Papier ge- Kontrollkommission mit folgender Tagesordnung stattfindet: → wie die Abstimmung über den§ 2, die heute ganz gut möglich wäre, bruckte Märznummer herausgegeben worden. Da mit Neujahr missionswesen des Magiftrats. 2. Bericht über die Gewerbefine 1. Stellungnahme der Berliner Gewerkschaften zum Subnoch weiter hinauszuschieben erft eine Spezial- die Voltstribüne" ihr Erscheinen eingestellt hat, so wird zum diskussion über die Stärke der einzelnen Truppenformationen, diesjährigen 18. März auf Anregung das Teltower Volts. gerichts- Wahlen. 3. Die Sentralisirung der Arbeitsnachweise über hohen", mittleren", niederen" Etat der Bataillone zc. ein- blatt" als Erfaß eine rothe März nummer erscheinen nach den Vorschlägen des Herrn Dr. Freund. 4. Die Umgetreten, Sehr warm unterftigte Graf v. Ballestrem( 8.) laffen. gestaltung der Berliner Streit- Kontrollkommission. den Vorschlag des Präsidenten, noch einmal die geftrige Gr Das Zeltower Boltsblatt" ist bekanntlich ParteiBezüglich des eriten Punktes soll hervorgehoben werden, daß klärung Dr. Lieber's betonend, daß das Zentrum recht ein Unternehmen und fließt mithin der aus diefer Märznummer es unbedingt von seiten der Gewerkschaften nöthig ist, in Sachen gehend berathen wolle, um jebem Abgeordneten die Abstimmung eventuell erzielte Ueberschuß nicht in Privathände, sondern kommt des vom Magistrat gehandhabten Submissionswesens bei Bernach persönlichem Ermessen und auf eigene Berant- der Partei zu gute. gebung von städtischen und Magistrats- Arbeiten Stellung zu wortung zu ermöglichen. v. Komierowski giebt eine Da nun, wie durch Prospekte und Plakate angekündigt, auch nehmen, um den Magistrat zu veranlassen, bei Vergebung solcher allgemeine polnische Erklärung ab, aus der ungefähr zu ent- von anderer Seite auf den 18. März eine sog.„ Märznummer" Arbeiten die Forderungen der Gewerkschaften betreffs des Lohnes, nehmen war, daß er sich durch die Ausführungen inge's herausgegeben wird, so erklären wir, daß mit Ausnahme der der Arbeitszeit u. 1. w. zu berücksichtigen. auch von der Nothwendigkeit" der vierten Bataillone überzeugt Teltower Voltsblatt"-Ausgabe alle von Berlin, oder Umgebung In anbetracht der überaus wichtigen Tagesordnung ersuchen habe, übrigens feien die sämmtlichen Abstimmungen der Polen aus sonst angekündigten Zeitungen für den 18. März als Privat wir deshalb sämmtliche Delegirte, pünktlich zu erscheinen. zunächst nur eventuelle. Unternehmungen zu betrachten find. Zum Schluffe verweisen wir nochmals auf das zuerst an geführte, die Gewerbegerichts Sammellisten betreffend, um eine möglichst baldige Abrechnung über die Wahlen herbeizuführen. Der geschäftsführende Ausschuß der Berliner Streit Kontrolltommiffion. " Herr v. Friesen hält eine große Rede über die Gesammte vorlage und ist sehr indignirt darüber, daß Abg. Richter ihm zuruft, daß das ja eine abermalige Rückkehr zur Generaldiskussion sei. Er will seine Zustimmung zur zweijährigen Dienstzeit unter feinen Umständen geben, wenn nicht die 178 vierten Bataillone genehmigt werden. " Parteigenoffen, zersplittern wir daher unsere Kräfte nicht, sondern treten wir vereint für die Verbreitung der rothen Nummer des Teltower Volksblatt" ein. J. A.: H. Werner, Bertrauensperson des zweiten Berliner Reichstags- Wahlkreises. # " J. A.: Hermann Faber, SO., Grünauerstr. 4, Hof I. Nur um ein Mißverständniß nicht aufkommen zu laffen", Aufruf alle Arbeiter und Arbeiterinnen in Buch Die Parteipreffe wird um Nachdruck gebeten. erklärt Dr. Lieber, daß das Bentrum ohne jeben Seitenblic bindereien, Leber, Galanterie, Album, Karton, Papier- und auf ben Kulturkampf und ohne die Absicht irgend eines Luruspapier abriten. Werthe Protestversammlungen gegen die Militärvorlage sind Kollegen und Kolleginnen! Wie Euch bekannt sein wird, hat in der Handels firchenpolitischer Art" rein fachlich über die weiter abgehalten worden in schacksdorf bei Forst( Ref. vorigen Woche in Frankfurt a. M. die Generalversammlung Borlage verhandle. Zu seiner Freude(?) könne er fonstatiren, Fischer- Frankfurt). Im hessischen Wahlkreise Gießen- Grün- unferes Verbandes stattgefunden und werdet Ihr über den Verdaß auch bei der Regierung zu einem Handel", wie er in der berg- Nidda fanden bis jetzt in folgenden Orten Versammlungen lauf durch die kurze Berichterstattung des Vorwärts" unterrichtet Breffe des öfteren angedeutet wurde, teine Neigung beſtehe. ftatt: euchelheim, Daubringen, Alt. Bused, Daubringen, Alt Bused, sein. Bei der hohen Wichtigkeit der dort gefaßten Beschlüsse ist Seine übrigen Ausführungen schienen den Bwed zu haben, u Garbenteich( Ref. Orbig Gießen), Gießen( Ref. es jedoch nöthig, baß alle Berufsangehörigen eingehend Kenntniß zu reden, ohne etwas zu sagen. Paul Hannover). Die Versammlungen waren sämmtlich zahl nehmen von den dort gepflogenen Verhandlungen und werden An der weiteren Diskussion betheiligen fich General reich besucht und nahmen die Resolution gegen die Militär- dieferhalb die Delegirten der Berliner Kollegenschaft in einer BerD. Goßler, Graf Kleist, v. Reudell, v. Hammer vorlage einstimmig an. Weitere Versammlungen gegen dieses fammlung am Montag, den 6. b. M., Abends 8/2 Uhr, Alte stein. Hinze wiederholt noch einmal, daß er nicht an die neue Schröpfmittel des Voltes werden demnächst folgen. Möglichkeit glaube, noch 60 000 Refruten, die so dienst In Memel erflärte sich eine öffentliche Bauhandwerkertretung Gurer Interessen, beschaffen sein wird. Die erfolgten Jakobstr. 75, darlegen, wie in Zukunft der Verband, die Vertauglich feien, wie die bisher ausgehobenen, einstellen au Bersammlung nach dem Vortrage des Genossen Blauro Aenderungen in der Organisation erregen ficher Euer Intereffe, tönnen. Zur Richtigstellung einer Aeußerung Lieber's über seine aus Berlin gegen die Militärvorlage und für den Anschluß so daß wir erwarten, Guch in großer Anzahl, gleich viel ob ( Hinge's) gestern gemachten Ausführungen über die vierten Bataillone der Bauhandwerker an die bestehenden sozialdemokratischen Dr Ihr Mitglieber feib oder nicht, am Plaße zu bemerkt er, daß er für den Friedens dienst die Formation au ganisationen. drei Bataillonen für ausreichend, für den Kriegsfall aber, für die finden. Mobilifirung, die vierten Bataillone für nüglich und nöthig halte Die Gidesformel, durch die unser Genosse Sted als Mit- Neu- Organisation ins Leben treten, doch richten wir schon jett Am 1. Mai, dem Festtag der Arbeit, soll die beschlossene und daher im Prinzip" dafür stimmen werde. Buhl muß glied des Großen Rathes von Bern vereidigt wurde, hat folgenden an alle Fernstehenden die Aufforderung: Tretet ein in die sich betreffs der Stärke der vierten Bataillone feine Ents Wortlaut: scheidung bis zur Abstimmung über den Absatz 1 des§ 1 vor-" Ich gelobe auf meine Ehre und mein Gewissen, die Rechte Organisation, zeigt, daß Ihr erkannt habt, daß im geschlossenen behalten"; bis dahin werde er die Ausschlüsse der Militärver- und Freiheiten des Voltes und der Bürger zu achten, die Beretstehen allein es möglich ist, dem Kapital bessere Lebenswaltung näher geprüft" haben. Abg. Richter fassung und verfassungsmäßigen Geseze streng zu befolgen und zu wirken für die Stärkung der Vereinigung. Zum Schlusse er bedingungen abzutrogen. Unsere Mitglieder feuern wir an, rege wendet sich in längerer Ausführung gegen die vierten Bataillone die Pflichten meines Amtes getreu und gewissenhaft zu erfüllen, fuchen wir unsere Mitglieder, die Beiträge in den Zahlselbst und auch gegen die projektirte Stärke derselben, worauf ohne Gefährde." General v. Goßler erwidert. Ganz richtig bemerkt hierzu eines unserer Schweizer Partei- pünktlich zu entrichten, damit die Umwandlung sich glatt vollstellen, die auch neue Mitglieder aufnehmen, Lieber zapft die Regierung daraufhin an, wie es mit den blätter:" Wer ein solches Versprechen nicht hält, der würde es ziehen kann. Die Zahlstellen sind jeden Sonnabend geöffnet und vierten Bataillonen später stehen werde. Hammerstein habe auch nicht halten, wenn noch dabei stünde: So wahr mir Gott dieselben ein„ Minimum" genannt. Wie nun die früher ein- helfe!" zwar: 1. Benz, S., Alte Jakobstr. 69; 2. Thalmann, S., geführten vierten Bataillone im Rahmen der Zeit, für die sie beWasserthorstr. 22, in beiden von 6-8 Uhr; 3. Gründel, S., willigt waren, in Regimenter umgewandelt wurden, so könne es Zur Taktik unserer Gegner. Der Gemeinderath des traße 22; 5. Reichert, SW., Friedrichstr. 34.; 6. Hente, Dresdenerstr. 116, von 7-9 Uhr; 4. Norbert, SW., Beuthauch mit diesen neuen vierten Bataillonen wieder geben, eventuell reußischen Dorfes Pohli hat seine Sigungen vom Gasthof O., Blumenstr. 38; 7. Krüger, C., Sirtenstr. 10; 8. Giestönnte wenigstens der Präsenzstand derselben erheblich erhöht weg nach einem andern Lofal verlegt, weil der Saal des Gast- hoit, N., Boyenstr. 40, von 8-10 Uhr. werden. Der Reichstanzler erflärt die Lieber' fchen hofs unserer Partei zur Abhaltung einer Voltsversammlung überMit Arbeitergruß Möglichkeitsmalereien für ein Butunftsbild". Auf lassen worden war. Anfragen über Zukunftsbilder aber könne die " Der Vorstand des Vereins der Arbeiter und Arbeiterinnen Regierung nicht antworten. Der Reichstag habe In Magdeburg beschloß eine Boltsversammlung, den über der Buch, Papier u. Lederwaaren Industrie. es ja in der Hand, etwa weitergehende spätere Forderungen der dortige Brauereien wegen Saalverweigerung verhängten Bontott Regierung die aber nicht beabsichtigt feien abzulehnen. aufrecht zu erhalten. Nach den Angaben der Lokalkommission In ähnlicher Weise wendet sich der Kanzler gegen Richter, fest der Brauerei- Ring monatlich 3-4000 Tonnen Bier weniger welcher aus Vergleichen mit Frankreich die Unzweckmäßigkeit der ab als früher. vierten Bataillone nachzuweisen versucht hatte. Richter schaffe sich einen Gegner, wie er thn brauche. Er stelle Zukunftsbilder nach nach eigener Erfindung auf, ver= Achtung, Schirmmacher und Schirmuäherinnen! Die legten Branchenversammlungen haben gezeigt, daß die Kollegen und Kolleginnen sich leider nicht in dem Maße um die Wahrnehmung ihrer Interessen fümmern, als dies in anbetracht Polizeiliches, Gerichtliches 2c. der elenden Lage, in der sie sich befinden, erforderlich wäre. Mecklenburgisches. Am 26. Januar hatten, wie Lehrt uns doch die Erfahrung, daß nur eine gute Organisation arbeite fie dann und verlange Auskunft darüber. Herr die Mecklenburgische Bolts- Beitung" mittheilt, die Genossen in im stande ist, die Angriffe des Rapitals abzuwehren und bessere Richter möge doch selbst positive Borschläge machen, waren eine geschlossene Versammlung im Lokale des Herrn Lohn- und Arbeitsbedingungen zu schaffen. Um den Kollegen und damit man ihn fritifiren fönne. Richter lehnt dies ab und Heinmüller anberaumt, um daselbst über ihre Lage zu sprechen. Kolleginnen ein Bild von der Lage des Gewerbes zu geben und beschränkt sich auf seinen bisher eingenommenen Standpunkt. Zu diesem Zwecke waren Einladungstarten ausgegeben, und am gleichzeitig sie mit den Vortheilen der Organisation vertraut zu v. Hammerstein behauptet, der Abg. Richter sei den Bersammlungsabend hatten fich gur genauen Kontrolle machen, findet am Mittwoch, den 8. März, bei Ehrenberg, AnnenNachweis für feine finanziellen Aufstellungen, wonach die Er- der Eingeladenen zwei Mann am Eingange des Lotals straße 16, eine öffentliche Bersammlung statt, zu der die Anforderniffe der Vorlage über die Kräfte des Volkes hinausgehen, poſtirt. Nachdem das Bureau gebildet war, brangen gehörigen unseres Berufes hiermit eingeladen find. Vor allem fchuldig geblieben. zwei Gendarmen, ohne sich um die Kartenkontrolleure zu werden die organisirten Kollegen ersucht, für einen regen Besuch Nach längerer Briefprache zwifchen Richter und Major fümmern, in den Saal und verlangten Auskunft über den Zweck der Versammlung au forgen. Wachs wird die Debatte über diese Position geschlossen. der Zusammenkunft. Nachdem ihnen diese Auskunft gegeben Die Agitations Rommission. Für den Inhalt der Inserate über nimmt die Redaktion dem Publikum Circus Renz. ( Karlstraße.) Sonntag, den 5. März 1893: gegenüber keinerlei Verantwortung 2 grosse Vorstellungen. Theater. Sonntag, den 5. März. Opernhaus. Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg. Montag: Carmen. Schauspielhaus. Die Jungfrau von Orleans. Montag: Basantasena. Leffing Theater. Heimath. Montag: Dieselbe Vorstellung. Residenz- Theater. Familie Pont Biquet. Vorher: Gläubiger. Montag: Dieselbe Vorstellung. Deutsches Theater. Der Talisman. Montag: Zwei glückliche Tage. Berliner Theater. Die Danischeffs. Montag: Der Hüttenbesitzer. Wallner- Theater. Der Fall Clé menceau. Montag: Die Großstadtluft. Kroll's Theater. Der wilde Jäger. Montag: Der Barbier von Sevilla. Viktoria Theater. Die Reise um die Welt in achtzig Tagen. Montag: Dieselbe Vorstellung. Nenes Theater. Toska. Montag: Dieselbe Vorstellung. Friedrich- Wilhelmstädt. Tyenter. Don Gäfar. Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Modernes Babylon. Montag: Dieselbe Vorstellung. Thomas- Theater. Der Talisman. Montag: Dieselbe Vorstellung. National- Theater. König Ottokars Glück und Ende. Montag: Fiesto, oder: Die Verschwörung zu Genua. Alexanderplatz- Theater. Dorf und Stadt. Montag: Der Trompeter Sättingen. Apollo Theater. Vorstellung. Don Spezialitäten Theater der Reichshallen. Spezia. litäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenBorstellung. Unserem Zeitungsspediteur Gonschur zu seinem gestrigen Wiegenfefte ein donnerndes Hoch. 1625b Die Grünauer von 3 und 4. Unserem Freund, dem Reſtaurateur Emil Mothe 3, zu seinem heutigen Maler, Lackirer, Anstreicher u. verw. Berufsg. Berlins u. Umg. Große öffentliche Versammlung Geburtstage ein donnerndes Hoch, daß am Mittwoch, 8. März, Abends 8 Uhr, in Gratweil's Bierhallen. Kommandantenstraße Nr. 77-79. Tagesordnung und alles Nähere durch Säulenanschlag am Dienstag, den 7. d. Mts. 234/8 Die Kommission. Um zahlreichen Besuch bittet In beiden Vorstellungen Auftreten sämmtlicher Künstler- Spezialitäten ersten Ranges, sowie Vorführen und Reiten die ganze Buttmannstraße wackelt. 1611 b Die Stammgäste. der bestdressirten Freiheits- und SchulK. M. H. L. G. H. R. Sch. pferde. Nachm. 4 Uhr( 1 Kind unter 10 Jahren frei): Gr. Komiker- VorUnserem Pfeifen- Bruder Grappe zu Bellung mit bef. gewähltem humorist. seinem heutigen Wiegenfeste ein drei Programm. Zum Schluß: Die mal donnerndes Hoch, daß die Krufen Verein der Plätterinnen Touristen. Abends 72 Uhr: im Keller wadelu. Ein Künstlerfest. Große Ausstattungs- Pantomime vom Hofballetmeister Siems. Auf das Glänzendste in Szene gesetzt v. Direktor Fr. Renz. Neue Einlagen mit überraschenden Licht- und Wassereffecten. Ballet von 100 Damen. Glänzender Blumen- Corso. Grosses BrillantFeuerwerk. Außerdem u. a.: Mr. James Fillis mit dem Schulpferde Germinal. Morgen, Montag, Abends 74 Uhr: Gr. Vorstellung. Ein Künstlerfest. Fr. Renz, Direktor. Feen- Palast Jeden Tag: 16456 Die Humoristischen. Todes- Anzeige. und verwandten Berufsgenossen. Dienstag, den 7. März 1893, Abends 8 Uhr, in Nieft's Salon, Weberstraße Nr. 17: Allen Freunden und Bekannten die Mitglieder- Versammlung. traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, unser guter Vater Bruder, und Schwager, der Tischler Wilhelm Bansch am Montag, den 27. Februar, Morgens 72 Uhr, gestorben ist. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet am Sonntag, 1. Vortrag des Regierungsbaumeisters a. D. G. Kessler. 2. Diskussion. 3. Was haben die in lezterer Zeit einberufenen öffentlichen Versammlungen für einen Zwed? 4. Diskussion. 5. Antrag Möhring. 6. Abrechnung vom Mastenball. 7. Verschiedenes. Um recht regen Besuch der wichtigen Tagesordnung wegen bittet 256/4 Der Vorstand. Verband der Geschäftsdiener, Pader und Berufsgenossen. den 5. März, Mittags 1/2 Uhr, von der Bureau und Arbeitsnachweis: C., Neue Grünstr. 10, I. Fernfpr.: Amt 1, 810. Leichenhalle des neuen Kirchhofes zu Friedrichsberg aus, statt. Große Versammlung Gr. Spezialitäten Borstellung. gestorben ist. Die Beerdigung findet Boltz über: Privat- Eigenthum. Korreferent Herr Dr. Adolf Braun. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Große Spezialitäten- Borstellung. Vollständig neues Programm. Tom. Belling, Original- August. Truppe Hugoston, Akrobaten. Kolling Müller, Wasserkünstler. The Matinos, Erentrics. Geschw. Tacianu, Duettiſtinnen. Heinr. Bender, Humorist. Martha Ventura, Kostümsoubretten, sowie sämmtl. engag. Spezialitäten. Anfang Wochentags 8 Uhr. Entree 50 Pf. Gebrüder Richter's Variété. Spe- Moritz zialitäten- Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Bor ftellung. Etablissement Moriz Play. Allen Bekannten zur traurigen Nach am Dienstag, den 7. März, Abends 9 Uhr, in Bolk' Salon( früher richt, daß mein lieber Mann, der Feuerstein), Alte Jakobstraße Nr. 75. Tischler Gustav Tiek am 1. März Tagesordnung: 1. Mittheilungen. 2. Vortrag des Rentier Herrn Sonntag, den 5., von der Waldemar 3. Diskussion. 4. Ausgabe der Billets zum Maskenball am 11. März in straße 69 um 4 Uhr nach dem Thomas- den Konkordia- Festsälen und Aufnahme neuer Mitglieder. Kirchhof statt. Die trauernden Hinter- Gäste gern gesehen. Jeder Hausdiener ist eingeladen. I bliebenen. Wiv. Tiek nebst Kindern. 170/9 Der Vorstand. Danksagung, " Dem Gesangverein Waldesgrün", welcher uns bei unserer Hochzeit mit feinem Gesang und Vorträgen erfreute, sagen wir herzlichen Dank. 1619 b Heinrich Grimpe nebst Frau. Tischlerverein. Heute Abend 9 Uhr, Melchiorstr. 15, Versammlung mit Damen. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Dr. Za det. Abrechnung vom Mastenfest und Aus gabe der Billets zur Urania. Der Vorstand. 331/10 Große öffentliche Schneiderund Schneiderinnen- Versammlung am Montag, 6. März, Abends 81/2 Uhr, in Haberecht's Festsälen, Gr. Frankfurterstr. 30. Zages Ordnung: 272/17 1. Der Druck des Unternehmerthums in der Schneiderei und wie stellen sich die Kollegen im Frankfurter Viertel zu unserer Lohnbewegung. Referent Kollege 2. Pfeiffer. 2. Diskussion. 3. Wie stellen wir uns zur Feier des 1. Mai? Zu dieser Versammlung sind die Kollegen der Firma Baer Sohn, Lindenbaum, wie überhaupt aller Konfektionsgeschäfte im Frankfurter Viertel besonders eingeladen. Die Agitations- Kommission. Buggenhagen. Straukenunterfügungs- Bund Große öffentliche Versammlung Play. Täglich: Instrumental- Konzert. Freie Volksbühne.( Leffingtheater.) Großer Frühüds. n. MittagsII. Abth. Nachmittag 2%, Uhr: tifd. Spezial- Ausschant von PahenDer zerbrochene Krug. Die Groß- hofer Lagerbier, hell und dunkel. ftadtluft. An Sonn- und Feßttagen findet das Konzert in den oberen Sälen statt. Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Pf. Adolph Ernst- Theater. Bum 71. Male: Modernes Babylon. Gesangspoſſe in 3 Atten v. Ed. Jacobson und W. Mannstädt. Couplets theilweise von G. Görss. Musik von G. Steffens. In Szene gefeßt von Adolph Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. American- Theater. Novität! Novität! Der Dussel ( Nulpus) Parodistisch- realistischer Vorgang in der Dachtammer, frei nach Jbsen und Tolstoi von Oscar Wagner. ( Klemm Ede.. Martin Bendix.) Alfred Bender in seinem neuesten Originalvortrag Der Volksmund in Berlin. Blank, der beste Bauchredner. Anhaltender Erfolg. Die Trockenwohner. PassagePanopticum. Neu! Das unerklärliche Verschwinden eines frei in der Luft hängend. Mädchens. Castan's Panoptikum. Letzte Woche! Hagenbeck's gr. zoolog. Wunder: Lili, fleinst. lebend. Elefant d. Welt, Tai- za- Wunder- IllusionenTheater. Säle für Bersammlungen, Kommerse Festlichkeiten 2c. Gratweil's Bierhallen der Schneider u. Berufsgenossen Versammlung am Dienstag, den 7. d. M., Abends 81/2 Uhr, Kommandantenstr. 20. Tagesordnung: Bericht über Anschluß an die Bereinigung freier Hilfskaffen. Verschiedenes. Die Lokalverwaltung. zu Gunsten der Arbeiter- Bildungsschule am Montag, den 6. März, Abends 8 Uhr, bei Nieft, Weberstraße 17. Zages Ordnung: 402/9 1. Vortrag des Herrn Dr. Munter, über: Verbrechen und Geisteskrankheit. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. All. deutsch. Tapezirer- Verein montag, b. 6. März, Abends 8/8 Uhr 402/9 Versammlung Kommandantenstraße 77-79. bei Bolt, Alte Jakobstr. 75. Täglich: Tagesordnung: 1. Vortrag vom Ge noffen R. Schmidt über Gewerk Germania- Konzert- ufchaftskartelle und Industrieverbände. 2. Diskussion. 3. Protest Grimpe. Ueber Bureauangelegenheit. 1637b Kouplet- Sänger sowie Auftreten des musikal. Clown Mr. Barna und Damen- Imitator Willy Wilson. Gr. Frühtüdts- u. Mittagstisch. Zwei Säle zu Versammlungen und Vergnügungen. sowie 6 Billards und 3 Kegelbahnen, F. Sodtke. Concordia- Festsäle C. Säger Andreasstr. 64 und Krautstr. 38. Größtes und schönstes Pracht Etablissement der Residenz. Heute, sowie jeden Sonntag: Gr. Instrumental- Konzert. Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pf. Nach dem Konzert: Grosser Ball, ausgeführt von 2 stark besetzten Orchestern. Meine auf das komfortabelste eingerichteten großen und kleinen Säle, sowie 5 neue Regelbahnen, Billard und Vereinszimmer, stehen den geehrten Vereinen zur gefl. Benußung unter toulantesten Be50/24 dingungen. AUERE FRIEDRICHSHAIN AktienBrauerei Friedrichshain am Königsthor. Heute Sonntag: Grosses InstrumentalKonzert W. Böhme unter Mitwirtung der neuen großen 3723L Konzert- Orgel. Anfang 4/2 hr. Eintritt 30 Bf. Kinder frei. Programm unentgeltlich. Bockbier- Ausschank. Die Ortsverwaltung. Graveure, Giseleure! Montag, den 6. März cr., Abends 167/14 81/2 Uhr Versammlung im Vereinslokal, Dresdenerstraße 145. Tagesordnung: 1. Geschäftl. 2. Freie Diskussion. 3. Verschiedenes. Der Vorstand. Der Arbeitsnachweis befindet sich bei Coll. Zwirk, Staligerstr. 125. Achtung! Gewerkschaften! Um Irrthümern zu begegnen, erkläre ich hiermit, daß meine Schlafräume vom 1. April d. J. ab anderweitig vermiethet sind, somit mit diesem Tage die Herberge aufhört. Die übrigen Lofalitäten empfehle den Genossen nach wie vor. 1642b W. Gründel, Gastwirth, Dresdenerstr. 116. Achtung, Kollegen u. Genossen! Den mir gemachten Borivurf in betreff des Restaurateurs Saß, daß ich schuldiger Theil sein soll, erkläre ich als unwahr. J. Jonas, Gastwirth, Gr. Frankfurteritr. 82. 1618b Der Einberufer. Deutscher Tischler- Verband. Zahlstelle Berlin. Dienstag, den 7. März 1893, Abends 8 Uhr, bei Th. Bolk, Alte Jakobstraße 75( unterer Saal): Außerordentliche General- Versammlung. Tagesordnung: Besprechung der zum Verbandstage zu stellenden Anträge. Anträge des Vorstandes, die Geschäftsordnung u. den Arbeitsnachweis betreffend. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Um regen Besuch bittet Die Ortsverwaltung. Deffentliche Versammlung der 317/6 Töpfer Berlins u. Umgegend am Donnerstag, den 9. März, Abends 6 Uhr, im Saale des Herrn Joël, Andreas- Strasse No. 21. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Reichstags- Abgeordneten Molkenbuhr über: Die wirthschaftlichen Krisen. 2. Die Verlängerung der Arbeitszeit in der Firma Burg( Hennigs dorf- Berlin). 3. Neuwahl eines Vertrauensmannes. 4. Gewerkschaftliches. 1648b Um zahlreichen Besuch der Kollegen zu dieser Bersammlung ersucht ( Siehe Säulenanschlag am Mittwoch.) C. Thieme. Ethische Gesellschaft. Am Sonntag, den 5. März, Abends 61/2 Uhr: Die Beleidigung gegen den Herrn Zwei Versammlungen. Wladyslaus Budzyinšti nehme ich hiermit zurück und erkläre ihn für einen Marie Kublik. achtbaren Mann. Warnung!! Warne hiermit jedermann, meiner Frau Amalie, geb. Scharf, auf meinen Namen etwas zu borgen, da ich für 1615 b nichts auffomme. August Graupe, Zimmerer. Hiermit erkläre ich die Frau Grüdsmacher, wohnhaft Lausitzerstr. 3, für eine achtbare Frau. 1621b* 1624b 1. Kommandantenstr. 79, Gratweil's Bierhallen: Vortrag des Herrn Dr. Bernstein, über: Schuld und Sühne in sozialistischer Auffassung. 141/7 2. Grenadierstr. 33 bei Seefeld: Vortrag des Herrn Dr. Joel, über: Aus den ältesten Tagen der Menschheit. Nach den Vorträgen: Gemüthliches Beisammensein. Herren und Damen als Gäste stets willkommen. Warnung! Den Arbeitern Berlins zur gefl. Kenntnißnahme, daß folgende Personen: Wilh. Kuschke, Tischler, Wohnung unbekannt, Fritz Klein, Schlosser, Kottbuferstraße 18, Max Wolff, Arbeiter, Schönleinstraße 6 bei Ullrich, Ewald Lorique, Nadler, Urbanstraße 83, Fr. Hayti, Wienerstraße 28. Nur I Mark. Klagen, Eingaben, Reflamationen, Groth's Restaur. 3. Markthalle", Rath im Bivil- und Strafprozeß. Ein Bremerstr. 71, vis- à- vis der Martthalle. ziehung von Forderungen. Pollak, Täglich Zither- Konzert.[ 1623b| jezt Blumenftr.19 Ir.Auch Sonntags. Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Grosses Konzert. Sämmtlich ohne Extra Entree. Otto Rumler, Schlosser, Urbanstraße 87 bei Hartwig, fich troh mehrmaliger Aufforderung nicht gemüßgt gefühlt haben, ihren Bers pflichtungen unterzeichnetem Verein gegenüber nachzukommen. Arbeiter- Gesangverein ,, Sängerkette", Paul Zeitsch, Borsigender. 1644b Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 55. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. Sonntag, den 5. März 1893. V 10. Jahrg. bürgerlichen Rechte erfährt, ist höchst bedenklich und gefährlich. Ich kann das nur in einigen wenigen Punkten von nebensächlicher Bei der Aufstellung des Sayes stehen ja die Interessen aller Bedeutung zugeben. Ich habe nicht ohne weiteres behauptet, Beamten, nicht blos der Mitglieder des Postassistenten- Verbandes daß Postassistenten nicht zu Reserve- Offizieren befördert würden, auf dem Spiel. Durch den Eintritt in den Staats- oder Reichs- ich habe nur eine Anfrage an den Staatssekretär gerichtet und 58. Sigung vom 4. März 1893. 1 Uhr. dienst verzichtet der Beamte auf kein staatsbürgerliches Recht. diese auch beantwortet erhalten. Ich habe ferner gesagt, es gehen Am Bundesrathstische: v. Bötticher, v. Stephan. Er erhält neben den staatsbürgerlichen Rechten auch noch die 14 Jahre darüber hin, bis der Postgehilfe in eine feste StelDie Berathung des Post- Etats wird fortgefeßt beim besonderen Beamten- Rechte und Pflichten und hat darauf zu lung hineinkommt. Diese Zahl ist absolut richtig; vorher kann Titel„ Staatssekretär 24 000 m." achten, daß die letzteren durch die ersteren nicht verlegt werden. der auch bereits angestellte Assistent nach dreimonatlicher KündiAbg. v. d. Schulenburg( df.) bittet in Vertretung des ver- Alle Preußen haben das Recht, sich zu erlaubten Zwecken zu ver: gung entlassen werden. Auf meine Behauptung, die Postbeamten hinderten Abg. Mehnert die Postverwaltung, den Telephon- einigen. Dieses Recht hat auch der Beamte. Die Postverwaltung müßten 20 Jahre und länger auf eine feste Anstellung warten, anstalten nicht eine allzugroße Bevorzugung vor den Telegraphen- ist gar nicht berechtigt, gegen einen solchen Verein oder Verband hat der Staatssekretär bestritten, während die allgemeine Dienst. anstalten angedeihen zu laffen. Ferner empfiehlt er dringend einzutreten, wie Herr von Keudell glaubt, wenn nicht eine Verordnung für Zivilanwärter sogar eine Gesammtdienstzeit von die Befferstellung der Inhaber der Postagenturen auf dem Lande. leßung des Reichsbeamten- Gesetzes vorliegt. Die Zwecke des 30 Jahren vor der definitiven Anstellung vorschreibt! Für die Außerdem lenft Redner die Aufmerksamkeit des Hauses auf die Verbandes stehen weder dem Gesetze, noch der Disziplin ent- Kaiser Wilhelm- Stiftung werden zwar laufende Sammlungen Frage der Tarifirung der Postbeförderug von Zeitungen. Der gegen. Gegen die aufgestellte Theorie muß ich also auf das nicht veranstaltet, aber doch gelegentliche Sammlungen, deren Beförderungspreis richte sich nach dem Abonnement und sei bei entschiedenste Berwahrung einlegen. Wenn es mißfällig auf eine nicht weniger als 55 000 m. ergab! Daß die Bekehrs den billigen Zeitungen dementsprechend so gering, daß die genommen ist, daß der Verband sich in Berlin versammelt zeitung" fein amtliches Organ ist, habe ich ja gerade betont und Boft dabei ganz erheblich zusetze. Wenn man berücksichtige, daß hat, daß es dabei etwas potatorisch" zugegangen sein soll, so ist es deshalb getadelt, daß trozdem amtlich Abonnements und Indiefe billigen Zeitungen zumeist auch solche sind, welche das das doch einmal gute alte deutsche Sitte, und dann haben doch serate dafür gesammelt werden. Eine Ziffer von 25 000 m. für Bolt durch ihre oppofitionelle, jede Autorität untergrabende auch die Versammlungen der nothleidenden Landwirthe in den Verwaltungskosten kommt in dem ganzen Bericht des Post Schreibweise vergifteten, so erscheine eine Aenderung des Systems, lezten Tagen nach glaubwürdigen Nachrichten nicht den Eindruck assistenten- Verbandes nicht vor. Allerdings stehen daselbst eine Abschaffung dieser Ungerechtigkeiten angezeigt. einer Abordnung von Mäßigkeitsvereinen gemacht.( Heiterkeit.) 29 715 M. als Verwaltungskosten aufgeführt. Darin steckt aber Staatssekretär v. Stephan: Der Mißbrauch der Telephon- Der Etat sieht in der Kategorie der Praktikanten feine Vermeh- das Geschäft des Kleiderverkehrs, welches der Verband feit anschlüsse, der in einzelnen Fällen vorgekommen ist, wird auch von rung vor, dagegen eine Bermehrung der Assistentenstellen um längerer Zeit betreibt. Eine Unterbilang ist vorher nicht vorder Verwaltung fehr bedauert. Es wird darauf ankommen, den etwa 1000; das spricht doch auch dafür, daß man die handen gewesen. Nur einmal ist eine Aufforderung zur Zahlung Direktoren diese Fälle des Mißbrauchs möglichst voll- Nothwendigkeit der Vermehrung der festen Stellen einsieht. der Beiträge ergangen zur Vermeidung einer möglichen Unterbilanz. ständig zur Anzeige zu bringen. Die Postagenten aufzubessern, Andererseits find aber auch verhältnißmäßig hohe Summen für Der Verband hat ein Vermögen von 38 000 m.; man tann ihn liegt zur Zeit nur geringe Möglichkeit vor; die Verwaltung die Vermehrung der Hilfskräfte und sonstige nicht angestellte nicht mehr schädigen, als wenn man behauptet, er sei dem wird den Zeitpunkt, wenn er gekommen ist, nicht versäumen. Personen ausgesetzt, wie auch die in früheren Etats für diese Ruin nahe. Der Eintritt neuer Mitglieder nimmt zu; der gegenDas Postporto für die Zeitungen wurde früher nach der Bogen- Kräfte ausgeworfenen Summen ganz bedenklich überschritten wärtige Mitgliederbestand ist 4500. stärke erhoben; dieses System ist 1848 durch dasjenige der Be- worden sind, während bei etatsmäßigen Stellen sich Minder- Abg. Liebermann von Sonnenberg( Antisemit): Ich bin rechnung nach dem Bezugspreise ersetzt. Es haben sich allerdings ausgaben finden! Das Bedenkliche ist vielfach, daß die der allerletzte, der an der Disziplin irgend etwas gelockert sehen ganz erhebliche Unzuträglichkeiten mit der Zeit bei diesem System Verwaltung ganz junge Leute in verantwortliche Stellen bringt wollte, bin auch der Ansicht, daß der Beamte durch den Beamtenherausgestellt. Die Aenderung des Systems ist aber technisch und ihnen dabei nicht ein Gehalt, sondern einen Diätensatz von eid, die Disziplinargefeße u. f. w. eine freiwillige Beschränkung ganz außerordentlich schwierig. Wenn aber auch die technischen 2 Mark oder noch weniger giebt, mit dem absolut nicht auszu seiner staatsbürgerlichen Rechte auf sich genommen hat, aber die Schwierigkeiten zurücktreten müssen, wie sollen wir das neuere, fommen ist. Diesem System verdanken wir die vielen Ver- Grenze muß hier scharf eingehalten werden, und dem Postbeffere Syftem finden? Es erscheinen jetzt 7416 Beitungen in urtheilungen entgleister Postbeamter, denen die Geschworenen in assistenten- Verband gegenüber sind sie nach Meinung vieler überden allerverschiedensten Ausgaben allein in deutscher Sprache; der Regel mildernde Umstände bewilligten. Endlich möchte ich schritten worden. Material für Beschwerden bekommen wir alle jährlich werden 717 Millionen Zeitungsexemplare im Reichspost die Dienst- Altersstufen noch befürworten, für die ich immer gern massenhaft; troß aller Sichtung tönnen Irrthümer vorkommen. Gebiete außer Bayern und Württemberg versandt. Das Berliner eingetreten bin. Herr v. Stephan ist bisher kein Freund dieses Ich werde mich hüten hier vorzubringen, daß die Livreen für die Post- Zeitungsamt versendet täglich 7800 Pacete an auswärtige Systems gewesen; nach seiner Meinung müßte darunter die Dis- Privatbedienung des Herrn v. Stephan aus den Ersparnissen an Poftämter. Die Einnahmen betragen ca. 4 Millionen, im Durch ziplin leiden. Die Vorlegung einer Anciennitätsliste hat er uns den Bekleidungsfonds hergestellt sein sollen, daß die Hühner auf schnitt 43/73 Pfg., etwa 1/2 Pfg. pro Exemplar. Es find Zeitungen stets verweigert. Die Einführung der Altersstufen ist durchaus dem Hofe des Generalpostamtes mit fistalischem Hafer gefüttert darunter, welche nur 1/6 Pfg. Postexpeditions- Gebühr, ja selbst nothwendig. Was bei der Reichs- Eisenbahnverwaltung möglich werden und die Eier schockweise zum Herrn Staatssekretär solche, die nur 1/10 Pfg. bezahlen, andererseits solche, welche 14, 20, ift, muß auch bei den Postbeamten möglich sein. Man brauchte wandern( Heiterkeit); solche an Wahnwit grenzende Be25 Pfg. tragen, namentlich theure illustrirte und sonst in ihrer nur die untersten Stufen nicht zu lang zu bemeffen und könnte hauptungen vertrete ich nicht!( Große Heiterkeit.) Aber was über Herstellung vertheuerte Zeitschriften. Wie nun Abhilfe schaffen? andererseits das Anfangsgehalt gewisser Kategorien wie der den Assistentenverband hier von dem Abg. Vollrath gesagt worden Es handelt sich nur um Vergütung für die Leistungen; die poli- Landbriefträger überhaupt etwas erhöhen. Jedenfalls bitte ist, muß ich durchaus billigen. Der Verband hat, wie ich mich selbst tische Stellung spielt selbstverständlich für uns keine Rolle. Diese ich das Haus, die Resolution wegen der Dienst- Alterstufen mög- aus den Büchern überzeugt habe, über 4000 Mitglieder. Leiftung zeriällt in 2 Theile, in das Abrechnungswesen und den lichst einstimmig anzunehmen. Die Aufrechterhaltung der Disziplin Bestrafungen find ja nicht verfügt worden, aber desto mehr Ver täglichen Transport. Man tönnte ja daran denken, für den und einer gewiffen Strammheit und Straffheit gebe ich als nothwendig fegungen. Ich muß auch die Ausführungen des Abg. Lingens ersten Theil der Leistung das bisherige System beizubehalten und für zu. Ebenso nothwendig ist aber Berufsfreudigkeit, und diese sett gute zurückiveisen, als ob der Verband teine Ideale hätte. Er tritt die Beförderung pro Exemplar einen festen Satz zu berechnen. Behandlung und leidlich gute Bezahlung voraus. Wenn auch auch für Sonntagsruhe und Sonntagsheiligung fräftig ein. Ich Seit Jahren sind wir dabei, Säge zu ermitteln, welche nicht zu Herr von Stephan keinen Werth auf Popularität legt, wir legen habe zwei Fälle zur Kenntniß zu bringen, wo das Brief- resp. große Verschwendungen mit sich bringen. Ueber unsere Vor- Werth darauf, daß das Institut populär sei. Herr von Keudell Telegraphengeheimniß verlegt worden ist, und welche beide Ver schläge muß dann zunächst eine Verständigung mit Bayern und wünscht, die Postbeamten sollten sich überhaupt keiner Partei an bands Mitglieder betreffen. Das Telegramm enthielt eine Württemberg erfolgen. Die Vorbereitungen sind dahin gediehen, schließen. Ich habe Kenntniß davon, daß sie diesem Wunsch poetische Begrüßung des Verbandstages. Trotz des Telegraphendaß noch in diesem Monat eine Konferenz zwischen den bethei- nicht entsprechen, daß sie sich in großer Zahl namentlich der geheimnisses hat man von einem Unterbeamten mit Androhung ligten Postverwaltungen stattfinden wird, welche die vorläufigen Sozialdemokratie anschließen. Es ist dies ein Symptom dafür, der Dienstentlassung die Nennung des Absenders erzwungen, der Vorschläge der Reichspost- Verwaltung zu debattiren hat. Noch daß in den Kreisen der Postunterbeamten die Zufriedenheit nicht Absender ist stafversetzt worden. Das Briefgeheimniß ist verim Laufe des Sommers wird hoffentlich die Sache dem Bundes- vorhanden ist, die dort vorhanden sein sollte. Indem wir dafür legt worden in Straßburg i. Elsaß, wo man Abschrift der rath zugehen und eventuell schon in der nächsten Session dem eintreten, treten wir ein für die Interessen der Gesammtheit. Adressen der Empfänger des Organs des Verbandes genommen Reichstage vorliegen. ( Beifall links.) hat. Bu meit gegangen ist die Postbehörde auch bei den War Abg. v. Kendell( Rp.): Nicht der Staatssekretär, sondern Direktor im Reichspostamt Fischer: Die Beamteneigenschaft nungen vor dem Beitritt zum Verbande oder dem Abonnement ich habe in der Budgetkommission ausgesprochen, daß der schränkt allerdings eine Reihe von staatsbürgerlichen Rechten des Verbandsorgans, wie auch bei der Verwerthung der Zahlen, Staatsbeamte auf einen Theil seiner staatsbürgerlichen Rechte ganz erheblich ein. Das Recht der Freizügigkeit, das Recht, seine welche über die Verschuldung der Assistenten Aufschluß geben, verzichten müsse, nämlich soweit es die dienstlichen Interessen Meinung frei zu äußern, das Wahlrecht sogar wird durch die Zahlen, die man sich auf ganz geradem Wege auch gar nicht hat erfordern. Auch für den Richter gilt dies trotz der gegentheiligen Anforderung an die Pflichten der verschiedenen Beamtenkategorien verschaffen können. Herr v. Stephan hat gestern einen Brief Meinung des Abg. Gröber; denn ein Richter, der offen an den in ganz beträchtlichem Maße reduzirt. So einfach wie das Ent- verlesen, der der Postverwaltung in die Hände gefallen ist". Bestrebungen der anarchischen Partei sich agitatorisch betheiligte, weder Oder des Herrn Baumbach liegt die Frage hinsichtlich Fallen der Verwaltung öfter solche Briefe in die Hände?( Heiterwürde auf grund des Disziplinargefeßes in Anklagezustand ver- des Postassistenten- Verbandes nicht. Mit der blos repressiven teit). Nach dem Verwaltungsbericht des Assistentenverbandes haben segt worden sein und dann finden, daß es mit seiner Unab- Thätigkeit der Verwaltung wäre ihr der Kreis ihrer Wirksamkeit die Verwaltungskosten vom 1. März bis Ende des Jahres 1892 rund hängigkeit doch nicht so bestellt ist, wie Herr Gröber glaubt. viel zu eng gezogen. Auch der Erlaß wegen des Erholungs 5000 Mart betragen, also eine durchaus nicht zu hohe Summe. Die disziplinarischen Rücksichten tonimen aber auch bei allen urlaubs war erst die Folge unliebsamer Erscheinungen, welche Auch kann von Eigennutz der Leiter des Verbandes keine Rede Staatsbetrieben und namentlich bei dem größten, der Post, in sich an eine frühere Versammlung des Verbandes ge- sein. Der Verwalter erhält für seine Mühewaltung nur 200 M. Betracht. Die Postbeamten sollten, wie die Angehörigen der knüpft und zu mehrfachen Bestrafungen geführt hatten. monatlich. Die Kleiderkasse des Verbandes bedient ihre Leute Armee, mit denen sie schon ohnehin viel Aehnlichkeit haben, auch Die Lage der Postassistenten ist keineswegs eine prefäre; ihr Ge- gut und hat getreu dem Gedanken, Schutz der nationalen Arbeit" das aktive und passive Wahlrecht nicht ausüben dürfen. halt ist ausreichend, ihre Avancementsverhältnisse sind günstig. mit einer christlichen Aachener Firma abgeschloffen. Die amtliche Den Postassistenten Verband würde ich, wenn ich an der Stelle Von einer Willkür der Verwaltung bei der Beförderung ist keine Kleiderkasse hat in Berlin und Magdeburg mit der jüdischen des Staatssekretärs gewesen wäre, verboten haben. Es darf nicht Rede; jeder, der seine Amtspflichten erfüllt hat, rückt nach 4 bis Firma Gebr. Sachs abgeschlossen. Ist das vom nationalen sein, daß diese sich abseits stellenden Beamten ein schlechtes Bei- 5 Jahren zum Ober- Dostassistenten auf. Die Posthilfsstellen- Inhaber Standpunkt aus berechtigt? In Magdeburg läßt der Oberpostspiel geben und sogar durch ein eigenes Organ für ihre dem find gar keine Beamten, fie haben blos die Briefe zu sammeln direktor sogar die Eltern der jüngeren Postbeamten auffordern, Ganzen schädlichen Bestrebungen Propaganda machen. Wenn und werden auf das Briefgeheimniß verpflichtet. Für diese ihre Kleider bei Sachs zu entnehmen. Sind denn unsere oberen nun die Briefträger auch einmal einen Verband gründen würden, Thätigkeit erhalten sie eine kleine Vergütung. Die Vermehrung Postbehörden dazu da, als eine Art Reisende für jüdische Firmen wenn sie etwa auf den Gedanken fämen, einmal zu streifen? Dieser Stellen hat also überhaupt keinen Einfluß auf die Berau dienen.( Heiterkeit.) Für Kassel ist noch immer fein neues Wollten sich die Postbeamten wirklich helfen, so müßten sie eben mehrung des Hilfsbeamten- Personals, und Herr Baumbach hat Bostamt in den Etat eingestellt, trozdem dieser Mangel den Nordstreifen, aber ein solcher Streit würde an der allgemeinen Ent- sich in diesem Punkte tros jahrelanger eifriger Beschäftigung mit osten von Kassel aufs schwerste schädigt. Während bei den anrüstung elend zu Grunde gehen. Vielleicht hat der Staatssekretär dem Posietat geirrt. Was die Dienstalters- Bulagen betrifft, so deren Postanstalten die Beamten mit der Abfertigung der Packete weiser gehandelt, indem er die Assistenten gewähren ließ. Die geht die Sache nicht so leicht, wie der Vorredner meint. Aber unmäßig angestrengt sind. Auch die Leinwandjacke für die Hamburger Borgänge haben allerdings ihre bedenkliche Seite, bie Verwaltung ist keineswegs der Einführung dieses Systems Briefträger in der heißen Sommerzeit muß ich wieder reklamiren. wenn auch den Staatssetretär fein Borwurf trifft; er konnte doch die Briefträger, die ihr Scherflein für ihre unglücklichen Kollegen beitragen wollten, nicht zurüdweifen. Aber bei jeder offiziellen Sammlung, die unter den Augen der Vorgesetzten geschieht, wird auf die einzelnen Theilnehmer ein 3wang ausgeübt; es sollte von solchen Sammlungen in Zukunft möglichst abgesehen werden. Abg. Vollrath( dfr.): Die Lobrede des Herrn v. Keudell war Abg. Stöcker( ok.): Auch ich bin der Meinung, man soll Ueber unsere deutsche Postverwaltung im Allgemeinen läßt sich eine verspätete Jubiläumsrede auf die 40 jährige Amtsthätigkeit den Postassistenten- Verband gewähren lassen. Die Leute befinden nur das Allerrühmlichste sagen, und ihre folossale Entwicklung ist des Herrn v. Stephan. Sie hätte aber bei seinem 50jährigen sich ja in eigenthümlicher Lage; sie dürfen nicht Poſtsekretäre das Werk des General Postmeisters von Stephan. Er hat von Jubiläum lange nicht so schädlich gewirkt als jetzt. Erfreulich ist werden, weil sie das Abiturienten- Examen nicht gemacht haben, der ersten Möglichkeit selbständigen Wirkens als vortragender mir, daß auch Herr v. Keudell anerkennt, daß die erwähnten Kollekten während andererseits Reserve- Offiziere unter ihnen sind. Man Rath an bis zur Schaffung des Weltpost- Vereins eine beispiellofe immer einen Zwang ausüben und deshalb zu vermeiden wären. fann ohne dieses Examen Minister werden und man soll nicht Wirksamkeit entfaltet. Wir sind stolz auf unseren Staatssekretär! Der Assistenverband hat sich nicht seinerseits seitwärts gestellt, Posisekretär werden können? Das ist doch ungerecht. Viel besser ( Beifall rechts.) wohl aber haben die anderen Beamten, wie z. B. in Köln, die wäre es, wir fämen zu englischen Verhältnissen, wo man nicht Abg. Baumbach( dfr.): Die Erhöhung der Gewichtegrenze Assistenten von ihren Vergnügungen und Vereinigungen aus fragt, wo das Erlernte erlernt ist, sondern was man gelernt hat bei den einfachen Briefen, wie sie gestern der Kollege Schmidt- geschlossen, und erst als sich Assistenten derart seitwärts gestellt und kann. Wenn sie nichts Unrechtes thun, soll man diese VerElberfeld wieder befürwortet hat, habe ich schon früher gefordert. fahen, haben sie sich zusammengeschlossen. Mit Freuden begrüße einigung pflegen. Jede Vereinigung von Berufsgenossen muß Aus dem Publikum ist mir die Anregung geworden, ob man ich die Anfündigung, daß das Post- Zeitungswesen reformirt uns angenehm sein. In den finanziellen Angelegenheiten ist der nicht wenigstens das Strasporto los werden könnte, ob es nicht werden soll; ich protestire aber gegen die Ausführungen des Staatssekretär nicht orientirt gewesen. Er hat uns von 25000 M. genüge, fich mit der Nachzahlung des fehlenden Portos ab- Herrn von der Schulenburg, als wenn die Poſt eine Zensur zu Defizit erzählt. Das zeigt doch, daß er gegen den Verband ver zufinden. Die gestrige starke Kanonade, die wir vom Bundes üben habe und diese oder jene Art von Zeitungen verschieden zu eingenommen ist. Auch von den Erlassen gegen den Verband wird rathstische hören mußten, hat mich nicht sehr erschreckt; sie schien behandeln habe. Herr von Stephan hat diese Anschauung auch mancher hier im Hause von niemandem unterschrieben werden. mir mehr einen Rückzug zu mastiren. Nach meiner Ueber- zurückgewiesen, aber doch auch seinerseits davon gesprochen, daß Durch solche Erfahrungen werden die Beamten in Mißmuth versetzt, zeugung wird der Postassistenten- Verband in der Zukunft nicht auf den Geist der Zeitungen Rücksicht genommen werden müsse. in ihrer Berufsfreudigkeit gestört; Mißtrauen wird gefäet zwischen mehr mit Gewaltmaßregeln behelligt werden, wie es bisher be- Diefer Umweg würde zu dem Wunsch des Herrn von der ihnen und den Kollegen, die nicht zum Verbande gehören, als ob Dauerlicherweise geschah. Entweder ist der Assistenverband dis. Schulenburg zurückführen, und ich möchte dringend davor warnen. Die Ersteren Staatsstörende oder zerstörende Elemente seien. ziplinarisch unzulässig, dann soll man ihn auch mit aller Ent-( Sehr richtig! Links.) Gerade diese Angelegenheit zeigt, wie Die Behörde sollte versuchen, den Verband mit Wohlwollen zu schiedenheit bekämpfen, nach dem Disziplinargefeß einschreiten. richtig die Behauptung der Stagnation im Postwesen ist. Das behandeln, um einen ihr genehmeren Geist in ihn hineinzubringen, Der Erlaß des Heren Direktor Fischer gegen den Verbandstag Steigen des Korrespondenzverkehrs ist ja doch von dem Staats die Zeit der kleinen Drangfale follte aufhören. Im einzelnen des Assistentenverbandes und gegen die Benutzung des Ersekretär und von den technischen Einrichtungen der Postverwaltung follte für die Briefträger die Behörde die Beschaffung von holungsurlaubs zur Betheiligung an dieser Versammlung erscheint ganz unabhängig. Schon vor 19 Jahren hat Herr von Stephan Wohnungen in die Hand nehmen, namentlich in den großen mir als ein fleinliches Mittel und ich bedauere, daß gerade Herr die Abänderung für sehr wünschenswerth erklärt; aber noch heute Städten. Eine weitere Einschränkung des Sonntags- NachFischer der Vater des Erlasses ist. Liegt eine Verlegung der ge- find wir nicht weiter als damals. Jezt endlich scheint die mittagsdienstes muß ebenfalls immer wieder gefordert werden. fehlichen Vorschriften aber nicht vor, dann sind diese fleinlichen Sache energisch in Angriff genommen zu werden. Aus der Neu- Staatssekretär v. Stephan: Der Schluß der Schalter am Mittel erst recht nicht am Plage. Ungefeßliches ist aber nirgends regelung wird die Postverwaltung erhebliche Einnahmen Sonntag Nachmittag ist nach dem Berichte der Ober Postund von niemandem, auch nicht von Herrn v. Keudell, nach haben und um fo unbegreiflicher ist ihre Bögerung. direktionen nicht angängig, weil namentlich für die Landgewiesen worden. Die aufgestellte Theorie, daß der Be Nun hat Herr von Stephan gestern gesagt, gestern gesagt, meine bevölkerung daraus die größten Schwierigkeiten entstehen würden. amte durch seine Beamtenstellung eine Minderung seiner staats- gestrigen Ausführungen hätten von Irrthümern gewimmelt. Die Frage unterliegt aber noch der näheren Prüfung. Die Be-feindlich gesinnt; sie ist mit dem Inhalt der gefaßten Re folution einverstanden. Sie hat auch schon Verhandlungen mit dem Reichs- Schazamt angeknüpft. Jedenfalls ist auch Herr Baumbach nicht der Meinung, daß die Sozialdemokraten die einzigen find, welche sich der Unterbeamten annehmen. Direktor Fischer: Eine Untersuchung der vorgetragenen Beschwerden kann ich zusagen. Die Einrichtung einer Zweig. Bostanstalt in Kassel ist auch von der Verwaltung als Bedürfniß anerkannt und Ermittelungen über den Ort, wo sie unterzubringen wäre, sind im Gange. B schaffung leichterer Kleidung für die Briefträger ist hier schon auf dem Biehhofe beschäftigt sind. Db Schlächter, ob Bieh- dieses Vereins Vereins hatte von der Polizeibehörde die Ers oft verhandelt worden. Die Beamten wollen sie selber nicht, treiber, ob Thierarzt, Händler oder Kommissionär, ob Gastwirth laubniß erwirkt, an jedem Sonntage eine Bersammlung weil sie dann viel leichter Erkältungen ausgefeßt find. Be- oder Kellner, ob Fleischbeschauer oder sonst was: alle werden in der Mitglieder abzuhalten. Da jedoch die Versamm fremdet bin ich über den Rath, den Assistentenverband mit Gemeinschaft eine große Anzahl von Kremsern füllen und mit lungen nicht mehr regelmäßig an jedem Sonntage stattfanden, Wohlwollen zu behandeln. Nein, verehrter Herr Abgeordneter, Mufit an dem Schloß vorbei, die Linden entlang, durch das so theilte der jetzige Vorsitzende, der Angeklagte, dem übereine Aenderung unserer Haltung können wir nicht eintreten Brandenburger Thor nach dem Grunewald wallfahrten. An den wachenden Gendarmen mit, er werde ihn künftig vorher Mitlaffen, wenn wir die Disziplin aufrecht erhalten wollen. Es Ausflug schließt sich ein Festessen in den Zelten. theilung machen, wenn eine Versammlung abgehalten werde. sind sehr freche Aeußerungen, sehr böse Vorkommnisse zu verzeichnen gewesen. Um die Auffassung der einzelnen Vorredner In der Ausübung seines Berufs gestorben ist gestern am Sonntag, den 5. Juli 1891, war nun eine Versammlung, von der günstigen Finanzlage des Verbandes zu entkräften, giebt Vormittag um 11 Uhr der sechszig Jahre alte selbständige Dienst- ohne daß die vorherige Anzeige erfolgt war. Das Schöffengericht und die Strafkammer hatten deshalb den Vorder Staatssekretär dann eine ausführliche Darlegung mann Wilhelm Musterer. Er war von einem Herrn beauftragt über Der deinem an die die fortlaufenden finanziellen Schwierigkeiten, mit welchen worden, einen Korb nach dem Hause Luisenstr. 65 zu tragen, und zenden bestraft. Die beiden Gerichte fanden in der Erflärung des Vorsitzenden gegenüber dem Gendarmen einen ber Verband seit Oftober 1891 zu kämpfen gehabt habe. der Auftrag sollte mit der größtmöglichen Gile ausgeführt werden. Verzicht auf die früher erwirfte allgemeine Erlaubniß. Auf Wenn hier angedeutet wird, daß die verlesenen Briefe auf nicht Der alte Mann wollte seinem Berufe Ehre machen und fing an die beantragte Revision hob das Kammergericht diese erlaubtem Wege in den Besitz der Behörde gelangt sind, so muß zu laufen. Als er den Bestimmungsort erreicht hatte, brach er Entscheidungen auf und verwies die Berufung zur nochmaligen ich das zurückweisen. Ich will Ihnen auch den Weg angeben, Ein Herzschlag hatte seinem Leben ein Ziel gesetzt. Der hinzu- ging von der Ansicht aus, daß ein Verzicht nur gegenüber dem auf welchem wir dazu gelangt sind, wenn Sie mir angegeben gezogene Stabsarzt Steinrüd tonnte nur den Tod feststellen. haben werden, wie Sie zu den Erlassen u. f. w., welche nur tönigl. Polizeipräsidium hätte ausgesprochen werden können; unter Mißbrauch des Amtsgeheimnisses, der ersten Pflicht der Beamten, in Ihren Besitz gelangt sein tönnen, gekommen find ( Heiterkeit). Daß Herr Stöcker die Postsekretärfrage hier wieder aufrollt, ist mir auch unverständlich. Es handelt sich doch, wie bei vielen anderen Verwaltungszweigen, um zwei ganz getrennte Karrieren. Wenn der Abg. Glöcker nur 8 Tage Generalpoft meister wäre, würde er für diesen Verband, der alle guten Traditionen untergräbt, nicht einzutreten verlangen. Abg. Samhammer( dfr.) plädirt für eine Herabsetzung des Packettarifs nach Amerika im Interesse der Produktion des Sonneberger Industriebezirks. Soziale Ueberlicht. " Sie Gastwirtheinnuung, hie Gastwirthsverein! Seit außerdem sei der derzeitige Borsigende nicht ohne weiteres Jahren besteht zwischen der freien Bereinigung der Gastwirthe berechtigt, für den Verein auf die biefem und der Gastwirthsinnung ein dauernder Kampf. Die Innung ertheilte Erlaubniß zu verzichten. Das heutige hatte durchgesetzt, daß die Nichtmitglieder zu den Kosten der von Urtheil sprach den Angeklagten frei und legte alle Rosten, auch Innung in das Leben gerufenen Wohlfahrtseinrichtungen, wie die der Bertheidigung, der Staatstaffe zur Last.( Frtf. 8tg.") Kellnerkontrolle, Herberge, Schiedsgerichte, Fachschule mit herangezogen wurden. Nachdem es der freien Vereinigung zunächst gelungen war, sich die Fachschule vom Halfe zu schaffen, hat sie m jezt auch ihre Heranziehung zum Schiedsgericht beseitigt. Gleichzeitig ist dem Vorsitzenden des Gastwirthsvereins von der Ge werbe- Abordnung die Mittheilung geworden, daß man auf grund Staatssekretär v. Stephan erkennt den Wunsch als be eines Gutachtens des Poiizeipräsidenten höheren Ortes befürAchtung Schneider! Die Firma M. Lewin, Friedrichs rechtigt an, boch feien bisher seine Bemühungen bei den ameri- worten will, daß die Gerechtsame der Innung aus dem Para traße 79a, fuchte in einer Annonce der Volkszeitung" vor tanischen Behörden erfolglos geblieben. graphen 100f der Gewerbe- Ordnung ihr fortab gänzlich entzogen stelle. Wie uns aus Kollegenfreifen mitgetheilt wird, handelt es einigen Tagen selbständige Schneidermeister mit eigener WerkUm 5 Uhr wird ein Bertagungsantrag abgelehnt. werde. Dies bezieht sich auf die bisher kostenpflichtige Theil sich um eine ganz gewöhnliche Lohndrückerei. Es werden nämlich Abg. Gröber( 3.): Die Ausführungen des Herrn v. Stephan nahme der Vereinigung an den für sie noch nicht beseitigten ben Betreffenden, die sich melden, Jaquette zu 8 M. angeboten, gegen den Verband beweisen nur, daß der Verband der Verwaltung Wohlfahrtseinrichtungen. unangenehm geworden ist; weiter nichts! Ich habe zu konstatiren, Zwei schwere Unglücksfälle durch Ueberfahren werden uns von 831/8 pet. Wir fordern unsere Kollegen auf, zu diesen BeSachen, für die es sonst 12 m. giebt. Das ist ein Lohnabzug daß die Aeußerungen des Abg. Lingens gestern mißverstanden dingungen keine Arbeit dort anzunehmen. worden sind. Auch er verwirft die Maßregelungen des Ver- vom geftrigen Tage gemeldet. bandes, gerade so wie wir. Der Handelsmann Thaim aus Belzem bei Torgau war am Die Agitationstommission der Schneider und Wenn der Berein erlaubt ist, fann Freitag Nachmittag gegen 5 Uhr auf Bahnhof Alexanderplatz dur man nicht, wie der Ober- Postdirektor Köhne in Düsseldorf ge eingetroffen und begab sich zu Fuß nach der Prenzlauerstraße, Achtung! Drechsler und Berufsgenoffen Berlins. Die Schneiderinnen Berlins. than, die Betheiligung als pflichtwidrig erklären. Nun ist um dort Logis zu nehmen. Der Landmann, zum ersten Male in Herr von Keudell dem Herrn von Stephan zu Hilfe gekommen. Berlin, war mit dem Verkehrsleben in der Großstadt nicht ver- Sperre über die Holzgalanteriewaaren- Fabrik von H. A. Schoj, Nur mit einem Schein von Recht fann man fagen, es habe der Reichenbergerstr. 84, dauert unverändert fort. Staatsbeamte nicht mehr die gleichen Rechte wie jeder Staats- traut, und so geschah es, daß Th., die Schaufenster der Häuser sowie Ablieferung der Listen findet jeden Abend von 81/2 bis betrachtend, an der Ecke der Alten Schüßenstraße geradewegs in bürger. Wenn man so spricht, erzeugt man Folgerungen, wie die Pferde eines Omnibusses der Linie Schönhauser Thor- 9 Uhr bei Gründel, Arbeitsnachweis, Dresdenerstr. 116, und bei der sozialdemokratische Redner fie gestern gezogen hat, als ob die Beamten durch den Eintritt in den Staatsdienst eine Ehren- Rottbufer Thor hineinlief und von denselben zu Boden gerissen dem Kollegen Bock, Markusstr. 26, vorn 2 Tr. statt. Kollegen! minderung erfahren. Die Beiſpiele, welche Herr Fischer und Gefährt zum Halten zu bringen, die Näder gingen über die Brust habt Ihr Euch verpflichtet, die Ausständigen moralisch und wurde. Der Kutscher vermochte im Augenblick nicht, das schwere In der am 7. Februar stattgefundenen öffentlichen Versammlung Herr von Reudell angezogen haben, treffen die Frage garnicht. des Th. hinweg und mit schweren inneren Verlegungen wurde materiell zu unterſtüßen. Wie bekannt, hat der geschäftsführende Nach dem Erlaffe des Herrn Fischer bezweckt der Verband bas berselbe mittels von der Polizei requirirten Krantenwagens nach giften abgelehnt mit der Motivirung, daß bei partiellen Streifs Ausschuß der Streit- Kontrollfommission die Abstempelung der schreckliche Verbrechen, in seinen Anhängern die Hoffnung zu er dem städtischen Krankenhaus Friedrichsbain geschafft. wecken, daß es ihm gelingen werde, die Postassistenten in höhere Stellen zu bringen. Wenn das selbst zuträfe, weshalb soll es strafbar sein? Werden doch nach wie vor Militäranwärter au Sterauf wird nach 16 Uhr die weitere Berathung auf dem Examen zugelassen. Montag 1 Uhr vertagt. Tokales. veranlaßte fast um dieselbe Zeit einen zweiten schweren Unglücks- bringen haben. Kollegen, ich richte nun an Euch den Appell, Das polizeiwidrige schnelle Fahren eines Fleischerwagens die betreffenden Gewerkschaften selbst die Unterfügungen aufzu fall in demselben Stadttheil. Im rasenden Galopp unaufhörlich den obengefaßten Beschluß hoch zu halten und die Familien der Ausständigen nicht dem Hunger preiszugeben. Gleichzeitig er von dem Führer des Gefährtes mit der Beitsche bearbeitet, jagten suche ich den Perlmuttarbeiter Kollegen Reibedanz um sofortige zwei Pierde, welche vor den Break gespannt waren, auf der linken Seite des Fahrdammes der Linienstraße zwischen Brenz- Einsendung seiner Adreſſe. lauer- und Neue Königstraße, so daß die Passanten erschreckt auf den Bürgersteig flüchteten. Ein dem Fahrdamm überschreitender Arbeiter Neubauer wurde vor dem Hause Linienstraße 7 von den Pferden zu Boden geworfen, die Räder des Wagens gingen über den Mann hinweg und mit schweren Verlegungen an beiden Armen und Füßen wurde der Aermste nach der nahebelegenen Sanitätswache in der Prenzlauerstraße geschafft und von da in das obenerwähnte Krankenhaus überführt. Der schuldige Kutscher ist leider entkommen. Der fozialdemokratische Zukunftsstant". Unter diefem Titel hat die Buchhandlung des Vorwärts" die Zukunftsstaats. Debatte im Reichstag, nach dem offiziellen stenographischen Be richte, herausgegeben. Die acht Bogen starke Broschüre, welche die Neden sämmtlicher Abgeordneten wortgetreu wiedergiebt, wird im Einzelverfauf mit 15 Pf. abgegeben. Bei Partienbezug Das städtische Obdach ist in dem ungewöhnlich milden wird Rabatt gewährt. Es bedarf wohl nur dieser Mittheilung, Februar 1893 von 58 846 obdachlosen Personen aufgesucht um die Genossen zum eifrigsten Eintreten für die Verbreitung worden. Im Vorjahre( Verwaltungsjahr vom 1. April 1891 der Broschüre zu veranlassen. bis 31. März 1892) fonnte selbst der Monat Januar 1892, Arbeiter Sanitätskommiffion. Von Herrn Otto Meyer, dem Besizer des„ Meyershof" genannten Häuferkomplexes in der Aderstr. 182/38, wird uns berichtigend mitgetheilt, daß in diesem Hause nicht 283 sondern nur 263 Haushaltungen sind. In den felben wohnen 1087„ Seelen". Hiervon, so schreibt Herr Meyer ferner, gehen 157 aufs Borderhaus, welches mit 22 Etagen- Klosets versehen ist. Die Agitationsfommission der Drechsler Berlins. J. A.: Karl Dost, Wienerstr. 29, v. 2 Zr. Wegen abermaliger Lohnherabsehung werden die Glasarbeiter in Oter a. H. nach Ablauf ihrer Kündigungsfrist die Arbeit niederlegen. Die Spiegelglasmacher werden ersucht, den Zuzug nach der Karlbacher und Eisendorfer Hütte in Elisenthal( Böhmer wald) strengstens fern zu halten. Der Inhaber dieser Hütten, Fabrikant Wenzel Schrent, verlangte von seinen Arbeitern den Austritt aus dem Fachverein, widrigenfalls fie binnen drei Tagen entlassen würden. Die Arbeiter aber find fest entschlossen, ihre junge Organisation hochzuhalten. welcher die stärkste Frequenz des ganzen Jahres hatte, nur Die deutschen Tapezirer werden gewarnt, Angebote der 51 927, das find beinahe 7000 weniger als im Februar 1893, Firma Star Wolters in Meran( Tirol) anzunehmen. aufweisen. Da darf man auf das Gesammtergebniß des Ver: Näheres durch den dortigen Maler- und Tapezirer- Fachverein. waltungsjahres 1892/93 in der That gespannt sein. Polizeibericht. Am 3. d. M., Morgens, wurde auf der Treppe des Hauses Swinemünderftr. 12a ein Arbeiter erhängt vorgefunden. Nachmittags stürzte sich ein Gymnasiallehrer aus Es bleiben demnach 880 Personen in den Hinterhäusern. einem Fenster der im ersten Stock eines Hauses in der Barnim In den Werkstätten arbeiten ca. 90 Personen, von denen Straße belegenen Wohnung seiner Mutter auf den Hof hinab und etwa die Hälfte im Hause wohnt, also in den obigen 880 ein- erlitt einen Schädelbruch. Er wurde noch lebend nach dem begriffen sind, sodaß zu diesen nur zirka 50 hinzugerechnet Krankenhause am Friedrichshain gebracht.- Gegenüber der werden müssen. Für diese 930 Personen sind 35 Klosets vor Thomastirche sprang in der Nacht zum 4. d. M. ein unbekannter handen, es fommen also nicht ganz 27 Personen auf je ein Mann in den Luisenstädtischen Kanal und ertrant. Am Kloset. Sämmtliche Klosets werden durch einen Angestellten der 3. d. M. und in der darauffolgenden Nacht fanden sieben kleine Berwaltung zwei Mal täglich gereinigt, und ein Üebelstand in Brände statt. dieser Beziehung hat sich noch niemals gezeigt. Im übrigen meint Herr Meyer, daß in seinen Wohnungen, soweit die Verhältnisse der Großstadt es zulassen, in hygienischer Beziehung so viel gefchehe, als dies einem Privaten möglich sei. Auch sei das Verhältniß zwischen Vermiether und Miethern fast durchgängig ein gutes, was sich am besten aus der Stabilität der Bewohner ergebe. Wir müssen es der Arbeiter- Sanitätskommission über laffen, auf diese Darlegungen eventuell zurückzukommen. Gerichts- Beifung. Aus Cardiff wird gemeldet, daß die Arbeiter in den Kohlengruben von Forest of Dean infolge einer 10prozentigen Lohnherabsetzung den Aus stand erklärt haben. Versammlungen. Der sozialdemokratische Wahlverein für den fünften Berliner Reichstags- Wahlkreis hatte feine Mitglieder zu einer Versammlung am 3. d. M. nach dem Philipp'schen Lokale, Rosenthalerstraße 88, eingeladen. Die zahlreich Erschienenen waren indessen nicht wenig erstaunt, als sie das vermeintliche Versammlungslokal besezt" fanden. Eine Privatgesellschaft hielt dort eine Tanzlustbarkeit ab. Wie sich herausstellte, war ein Jrrthum bei der Anmeldung der Versammlung unterlaufen. Das Lotal war erst für den 9. d. M. festgemacht und mußte die Bersammlung demzufolge bis dahin vertagt werden. Das Spielen eines ,, wilden Mannes" hat für den Ar Der fozialdemokratische Verein für den Teltowbeiter Wilhelm Sachse, der gestern der 136. Abtheilung des Charlottenburger Wahlkreis hielt am 2. März in Charlottenburg Schöffengerichts vorgeführt wurde, recht üble Folgen gehabt. Nummer des„ Sozialiſt" sein. Der bei der Polizei Anstoß er gericht zu einer einjährigen Gefängnißstrafe wegen Körper: Widmungsschleife niederzulegen. Weiter soll das Andenken der Konfiszirt wegen Majestätsbeleidigung foll die vorlegte Bor etwa zwei Monaten wurde Sachse von demselben Schöffen- eine Versammlung ab, in der zunächst beschlossen wurde, am 18. März auf den Gräbern der Gefallenen einen Kranz mit regende Artikel trägt die Ueberschrift: Juristenhandwerk". verlegung verurtheilt. Er versuchte den alten Kniff, sich geistes Freiheitstämpfer am Abend dieses Tages durch eine VoltsAm Dienstag, den 7. März, Bormittags 10 Uhr, findet gestört zu stellen, da er das Irrenhaus dem Gefängniß vorzog, versammlung mit nachherigem gemüthlichen Beisammensein gevor dem Bezirksausschuß Niederwallstr. 39 die mündliche Ver- Geheimrath Lewin erklärte aber, daß Sachse Komödie spiele und feiert werden. Nachdem diese Beschlüsse gefaßt waren, hielt Gehandlung der Klage statt, welche Gerhart Hauptmann wurde deshalb die Verhandlung trok des Tobens des Angeklagten feiert werden. Nachdem diese Beschlüsse gefaßt waren, hielt Gegegen den Polizeipräsidenten von Berlin wegen der Nichtgeneh zu Ende geführt. Nach seiner Belle im Untersuchungsgefängnisse noffe öft er einen beifällig aufgenommenen Vortrag über die migung der öffentlichen Aufführung der Weber" angestrengt zurückgeführt, feste Sachse das Toben fort. Im Anschluß an die AusEr riß sich Pariser Kommune von 1871. hat. Die Klage vertritt Rechtsanwalt Dr. Richard Grelling. Die Kleider vom Leibe, verunreinigte die Belle und geberdete sich führungen des Redners forderten die Genoffen Köster, Klück und Was kostet die Verschönerung des Schloßplates? wie ein wildes Thier, so daß er gefesselt werden mußte. Es ge- Beyer zum fleißigen Lesen der sozialistischen Literatur auf. Des Um sich hierüber zu vergewissern, hat der Konfektionär", wie lang ihm aber, die kurze Kette, die seine Hände hielt, abzustreisen, gleichen richtete der Vorsitzende einen Appell an die Mitglieder, Um sich hierüber zu vergewissern, hat der„ Konfettionär", wie er warf sie, die Scheiben zertrümmernd, durchs Fenster. Die fich fleißig an einer demnächst stattfindenden Agitationstour zu derselbe mittheilt, ber den Eigenthümern der in betracht kommenden Folge dieser Auftritte war, daß Sachse eine neue Anklage wegen betheiligen. Sodann wurde die Beitrag- Sammelstelle bei Schirr. mann, Schloßftr. 25, aufgehoben, und nach der Magazin Häuser Nachfrage gehalten und ist dabei zu folgendem Ergebnis Sachbeschädigung erhielt. Die gestrige Verhandlung verlief ohne mann, Schloßftr. 25, aufgehoben, und nach der Magazingelangt: Für die Häufer 1-6, Alte Pont( Eigenthümer König: Störung. Der Staatsanwalt beantragte gegen den Angeklagten straße 16 bei Bolter verlegt. Nachdem noch die Ber städtische Baugesellschaft, Baron von Westernhagen) wird ein eine Busahürafe von einem Jahre, der Gerichtshof hielt drei urtheilung der Genossen Schulz und Luther besprochen worden Preis von 4 Millionen M. verlangt. Am Schloßplatz würden wonate Gefängniß für eine ausreichende Sühne. war, schloß der Vorsitzende die Versammlung mit einem Hoch auf insgesammt 8 Häuser anzutaufen sein nominell eigentlich die Sozialdemokratie. 10 Häufer von 7-16. Nr. 7 und 8 und Nr. 14 und 15 bilden aber nur je ein Haus. Für ein Haus, das ungefähr den Durch schnittswerth der dortigen Häuser repräsentirt, werden 500 000 m. verlangt. " Mehrere Studenten, die in der Nacht vom Freitag zum Sonnabend am Invaliden- Part Gaslaternen erfletterten und das Gas auslöschten, wurden von einem Nachtwächter und einem Schuhmann ertappt. Da es aber Studenten waren, begnügte man sich damit, fie an der Fortseßung ihres Treibens zu hindern. Bei den Studenten nennt man es ult, was man bei den Arbeitern nicht scharf genug verurtheilen kann. Barnay geht. Soeben geht uns die Nachricht zu, daß ein neuer Pachtvertrag mit dem Eigenthümer des Berliner Theaters zu stande gekommen ist. Der neue Pächter ist Herr Felig Lüpschüß aus Dresden, welcher nach kurzer Verhandlung mit Herrn Kommissionsrath Großkopf eine Einigung erzielt hat. Ortsverein der Bildhauer. Montag, den 6. März, Abends 8 1hr, Dresdenerstr. 10, Vortrag des Herrn Borchhard über Schule und Haus. Nachdem Fidelitas. Mitglieder und Fidelitas am Montag, den 6. März, bei Sauermann, Privat- Cheatergefellfdjaft Goffnung". Sigung. Aufnahme neuer Adalbertstr. 8. Freie Vereinigung der Graveure, Biseleure und verwandten Berufs: Berfammlung im Vereinslotal Dresdnerstr. 45. 1. Geschäftliches. 2. Frete genoffen Berlins und Umgegend. Montag, den 6. März, Abends 8 Uhr, Distusfion. s. Verschiedenes. Fulda, 8. März. Die streitige Frage, ob den Ifraeliten Straflosigkeit für eine durch die Landesgesetze verbotene Handlung zustehe, wenn diefelbe ihnen durch eine Kultusvorschrift geboten war, hat das tönigliche Schöffengericht zu Burghaun fürzlich in einem verneinenden Sinne entschieden. Die Juden hatten auf ihrem Todtenhof am Sonntag ein Grab gemacht und gegen die beshalb erhobene Anklage mit der Einrebe fich zu Schüzen gesucht, daß es ihnen verboten fei, am jüdischen Sabbath auf ihrem Todtenhofe zu arbeiten, sowie ein Grab über Nacht Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Holzplähen offen stehen zu lassen. Die Verwefung der Leiche sei bereits start vorgeschritten und letztere nicht länger im Hause aufzubewahren gewesen; demnach mußten auch die Anfertiger des Grabes straf los bleiben. Das Gericht erkannte jedoch einen die Strafe aus: schließenden Nothstand(§ 54 Str.-G.-B.) nicht an und bestrafte die Angeklagten mit der Begründung, daß da, wo eine Kultus vorschrit mit den Staatsgesehen in Widerstreit gerathe, jene den lehteren nachzustehen habe. Ein eigenthümlicher Festzug wird sich morgen, Sonntag, Wiesbaden, 2. März. Vor der hiesigen Strafkammer tam Mittag um zwölf Uhr vom Zentral- Biehhofe aus nach dem heute zur Verhandlung die Berufung des Schneiders Adam Grunewald bewegen. Es gilt, die erste Sonntagsruhe zu feiern, Warschko zu Heddernheim gegen das Erkenntniß des Schöffen die mit dem morgenden Tage auf dem Schlachthofe eintritt. Die gerichts zu Frankfurt, durch das er wegen Uebertretung des Stürme, die sich anfangs gegen diese Einrichtung erhoben, haben Vereinsgefeges vom 11. März 1850 zu 15 Mart Geldstrafe vereiner der Sonntagsruhe entsprechenden Stille Plaz gemacht. An urtheilt ist. Der Angeklagte ist Borsitzender des sozialdemokra dem Aufzuge werden sich sämmtliche Personen betheiligen, die tischen Wahlvereins in Heddernheim. Der frühere Vorsigende Berlin 1. Mitgliederversammlung am Montag, den 6. März, Abends 8% Uhr, bet Säger, Grüner Weg 29. Tagesordnung: 1. Vortrag von Frau Palm über Grziehung und Ernährung. 2. Anträge zur General- Versammlung und Wahl eines Delegirten zu derfelben. 8. Gewerkschaftliches. Frauen sind ganz besonders eingeladen. beschäftigten Arbeiter und arbeiterinnen Deutschlands, Ortsverwaltung Verein der Arbeiter und Arbeiterinnen der Such. Papier- und gederwaaren- Industrie. Montag, den 6. März, Abends 8½ Uhr, Berfammlung bet Bolts, Alte Jatobir. 75. Tagesord ung: 1. Bericht der Dele girten vom Verbandstag. 2. Verschiedenes und Fragetasten. Allgemeiner denischer Tapezirerverein. Montag, den 6. März, Abends 8 Uhr, bet Bolg, Alte Fatobftr. 75, Versammlung. Bortrag vom Genoffen St. Smidt über Gewerkschaftstartelle und Industrieverbände. Vergnügungsverein Sorusha". Sonntag, den 6. März, Nach mittags 6 Uhr, bei Haberecht, Große Frankfurterfir. 30, Sizung. Fidelitas, Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 5. März, Abends ex uhr, zwei Ber fammlungen. 1. Kommandantenftr. 79, in Bratwell's Bierhallen. Bortrag bes Herrn Dr. Bernstein über: Schulb und Sühne in fozialistischer Auffaffung. 2. Grenadterstr. 33, bet Seefeldt. Vortrag des Herrn Dr. Joel über: aus den ältesten Tagen der Menschheit Vorträge. " Verein der Maschinisten und Heizer Berlins. Sonntag, den 5. März, Nachmittags 6 Uhr, in Schultheiß' Brauereiausschant, Neue Jatobftr. 24-25, Bersammlung. Vortrag des Herrn Rechtsanwalt Morris. Große öffentliche Persammlung für Männer und Frauen am Sonnordnung: Bortrag von Frl. Baader über Utopie und Wirklichkeit. tag, den 6. März, Abends 6 Uhr, bei Otto Klein. Schönleinitr. 6. Zages: Theater- und Vergnügungsverein„ Fritillaria". Generalversamm lung Abends 6 Uhr bei Herrn Dressler, Barnimftr. 16. Verein Berliner Portiers und Berufsgenossen( gegr. 1885). Ber fammlung am Montag, den 6. März, Abends 9 Uhr, Markgrafenftr. 87, bet Weigt. Sozialdemokratische Lese- und Diskutirklubs. May Rayser, jeben Sonntag Vormittags 10% Uhr im Restaur. Schömann, Heimstr. 16. Reimer", jeden Montag, Abends» Uhr bei Rudolph Bahr, Gerichtsftr. 19. Meda A. S. Die Blindschleiche gehört zu den Eidechsen. R. F. Im Vereinstalender" des Vorwärts" finden Sie die Turn- Vereine. A. N. 63. Man wendet sich an die Armen- Direktion, Abtheilung für die Waisen- Verwaltung. Die Anrede machen Sie wie Sie wollen. D.$. Das Schriftchen Wissen ist Macht" von W. Liebknecht ist in allen Partei- Buchhandlungen zu beziehen. O. W. Wenn Sie noch Mitglied der Kasse waren, haftet allein diefe; ob Sie aber Mitglied der Kaffe waren, läßt sich ohne Einsicht in das Statut und ohne Rücksprache nicht be urtheilen. Geselliger Verein Brüderbund". Sigung mit Damen am Sonntag,| Vorzüge des einen und des anderen Systems nach dem Zwecke, I nach dem festen Thurm des Temple, wo er bis zu seinem Tode ben 6. März, nachdem Fidelitas, in Miegel's Restaurant, Stralauerstr. 67. Kranken- und Begräbnißkaffe des Vereins fämmtlicher Bernfa- dem es dienen soll, zu beurtheilen ist, und überlassen es ben verblieb. 4. Marie Antoinette wurde am 16. Oftober 1793 hinklaffen. Generalversammlung am Sonntag, den 5. März, Nachmittags Stenographen, den Streit über das beste System unter sich ab- gerichtet. 4 Uhr, Blumenftr. 78 bei Wollschläger. zumachen. Wir hoffen, hiermit die Frage für unser Blatt erledigt zu haben. Etwaige anderweite Zuschriften würden nur unseren juristischen Sachverständigen persönlich angehen. Ein ehrlicher Deutscher, Breslan. Die Anonymität Ihres Schreibens weist nicht gerade auf einen ehrlichen Deutschen" hin. Sie halten den Arbeitern die hohen Ansprüche bei geringer Besoldung vor, die oft genug an Beamte gemacht werden, und zitiren zum Beweise hierfür Anzeigen aus der Monatsschrift für deutsche Beamte". Aber sind es denn die Arbeiter, welche die Hungerlöhne der unteren Beamten zu verantworten haben? Gerade die Sozialdemokratie ist jederzeit für Und eine menschenwürdige Besoldung derselben eingetreten. glauben Sie, daß Sie besser stehen würden, wenn die Töpfer, beren hoher" Lohn Sie so alterirt, schlechter gestellt wären? O. 3. Wenden Sie sich mit Ihrer Anfrage direkt an den Briefhaffen der Redaktion. Grütli- Verein. G. B., Charlottenburg. Schriften zur Agitation in Die Frage in Betreff des bewährtesten stenographischen Systems war unter die Rechtsfragen gelangt, und ist in Schlesien sind zu senden an Gutsche, Hermsdorferstr. 11. der vorigen Nummer von unserem juristischen Sachverständigen Zwei Wettende in der Pappel- Allee. 1. Der Bastillen nach seiner privaten Ansicht beantwortet worden. Die Re- fturm fand am 14. Juli 1789 statt. 2. In Varennes, wo daktion maßt sich feinesfalls an, jene Frage zu entscheiden Ludwig XVI. auf seiner Flucht am 21. Juni 1791 angehalten Sie weiß, daß jedes der bestehenden Systeme seine Vorzüge und wurde, war wohl Reiner der genannten anwesend. 3. Am Mängel hat, daß den Anlagen und dem Bildungsgange des einen 11. August 1792 wurde der König als Gefangener nach dem das eine System beffer entspricht als dem des anderen; daß die Palast Luxembourg gebracht und von dort nach einigen Tagen bloged Berliner Bock- Brauerei [ 3795 L Tempelhofer 54. Bock- Saison. Berg. Heute Sonntag: Großes Militär- Doppel- Konzert. Anfang 4 Uhr. Bock Jubel und-Trubel. E Welt- Nestaurant S. Dresdenerstr. 97.9100 B Allen Freunden, Bekannten und Genossen empfehle mein neu eingerichtetes Weiß- u. Bairischbier- Lokal. Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. Vereinszimmer für 60 Perfonen zu vergeben. Otto Brückner, Schlegelftr. 14, früher Lothringerstraße 67. 16266* Bettfedern, Daunen, fertige Betten. Gr. Bettfedern- Spezial- Geschäft Don L. Beutler, Berlin. 1. Geschäft: Ackerftr. 85. 2. Geschäft: Mariannenstr. 11. Adalbert- 3. Geschäft: Kurfürstenstr. 148. F. Pietsch, Tanz- Institut, Dresdenerstraße 10. Der letzte Lehrkursus in der Saison beginnt für Damen u. Herren Sonntag, 5. März, Nachm, 4 Uhr. Meld. 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Die Gesänge werden vom Gesangverein ,, Berliner Typographia",( Mitglied des ArbeiterSängerbundes), Dirigent Herr Böhlke, ausgeführt. Musit, ausgeführt von Zivil- Berufsmusikern unter Leitung des Herrn Grass. Anfang 5 Uhr. Billets à 30 Pf. inkl. Tanz sind in sämmtlichen mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. 198,20* Das Komitee. Hierzu ladet freundlichst ein Achtung! Möbelpolirer. Die bereits angekündigte Versammlung findet am Sonntag, ben 12. März, Vormittags 10 Uhr, in den Konkordia- Sälen, Ans dreas str. 64 und Krautstr. 38, statt. Referent Herr R. Schmidt, über: Industrieverbände nnd Kartellverträge. Die Kommission. Verein aller Arbeiter und Arbeiterinnen der Wäsche- und Kravattenbrandje. Dienstag, den 7. März, Abends 81/2 Uhr, bei Kuhlmey, Schönhauser Allee 28: Versammlung. Zages Ordnung: 1. Vortrag der Frau Ihrer Welten, über: Die Frau und die Organi fation. 2. Diskussion. 3. Bericht über das Weihnachtsvergnügen. 4. Wahl der Revisoren und Verschiedenes. Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht Stuckateure! 884/7 Der Vorstand. Studiateure! Vereins- Versammlung am Dienstag, den 7. März 1893, Alte Jakobstraße 48a. Tagesordnung: 1. Vortrag über Henrik Ibsen". Referent Kollege H. 2ichte. 2. Dis tussion. 3. Verschiedenes. Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste willkommen. 271/12 NB. Jn anbetracht des interessanten Vortrags ist das Erscheinen aller Kollegen wünschenswerth. Der Vorstand. Allg. Hilfsarbeiter- und Arbeiterinnenverein Berlins und Umgegend. 160/13 Montag, 6. März, Abends 81/2 Uhr, in Schneider's Salon, Belforterstr. 15: Versammlung. V Zages Ordnung: 1. Vortrag. Referent Reichstags- Abgeordneter Wilhelm Schmidt( Frankfurt). 2. Diskussion. 3. Aufnahme von Mitgliedern. 4. Verschiedenes. Gäste, Herren und Damen, willkommen. Die Mitglieder, namentlich aus dem Norden, werden ersucht zu er scheinen. Der Vorstand. Blumen- u. Putzfeder- Arbeiter u. Arbeiterinnen. Sonnabend, 11. März, im Louisenstäätischen Konzerthaus, Alte Jakobstr. 87: Wiener Maskenball. Damen 30 f. Herren 50 Pf. Billets find zu haben im Norden bei Fri. Hahn, Sophienstr. 34, Hof 2 Tr.; im Osten bei Fr. Heider, Münchebergerstr. 15, Hof 2 Tr.; im Süden bei Fr. Goldacker, Gneisenaustr. 63, Qg. 4 Tr.; Frl. Lindau, Falkensteinstr. 43. Es ladet ein Das Komitee. Achtung, Vereine! = 87/5 Die Vereins Vorstände resp. Vergnügungs- Komitees, welche uns mit Musikaufträgen unterstüßen wollen, werden gebeten, dieselben nicht an Borstandsnoch Einzelmitglieder zu richten, sondern nur an den Geschäftsannehmer der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker Berlins und Umgegend, von 11-1 Uhr im Restaurant Rosenstr. 30, denn nur im legteren Falle fann der Verein die Verantwortung übernehmen, oder an Genossen Wernau, Rosenftraße 30. 87/19 Maler, Lackirer und Anstreicher der Filiale III, Often. Dienstag, den 7. März, Abends 8 Uhr, bei Henke, Blumenstr. 38: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. FilialAngelegenheiten. 4. Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. Um zahlreichen Besuch der Mitglieder wird gebeten. 1654b Der Vorkand. Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Holzplätzen beschäftigt. Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. ( Ortsverwaltung Berlin 1.) Mitglieder- Versammlung Der Vorstand. E. Voigt, Geschäftsannehmer. Große öffentliche Versammlung aller in der Kirschnerbrauche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Montag, den 6. März 1893, Abends 8/2 Uhr, im Saale der Bötzow'schen Brauerei, Prenzlauer Allee 242. Tagesordnung: 1. Wie stellen wir uns einer diesjährigen Lohnbewegung? 2. Verschiedenes. ZU Zu derselben Zeit, wo zwei Mitglieder des unterzeichneten Vereins, die Abgeordneten Goldschmidt und Rösicke, im Reichstage die Verwendung von Surrogaten bei der Bierbrauerei zur Sprache brachten und energisch für ein seit Jahren von den Norddeutschen Brauern befürwortetes gesetzliches Verbot aller Surrogate eintraten, hat ein anderes Mitglied des Reichstags, der Brauereibefizer Lutz aus Heidenheim in Bayern sich bemüßigt gefunden, in einer Sigung des Kongresses deutscher Landwirthe die Berliner Biere einer beschimpfenden Kritik zu unterziehen und den Berliner Brauereien die Verwendung gesundheitsschädlicher Surrogate nachzureden. Nachdem inzwischen Herr Luz in einer Zuschrift an die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" seine damaligen Behauptungen theils als irrthümlich, theils als Scherze bezeichnet hat, könnte man über das feltfame Gebahren des genannten Herrn zur Tagesordnung übergehen, wenn derselbe nicht von Neuem die Behauptung aufgestellt hätte, daß die dunklere Farbe einzelner Berliner Biere nur mittels Zuckertouleur hergestellt werden könne. Wir sehen uns daher veranlaßt, auch diese Behauptung für unwahr und den Thatsachen wider sprechend zu bezeichnen. Trotzdem Herr Luz" Fachmann" zu sein erklärt, scheint er nicht zu wissen, daß man mittels start gedarrten bezw. gerösteten Malzes beim Biere auch die dunkelste Farbe erzielen kann. Gerade so wie Münchener, Erlanger, Nürnberger und Culmbacher Biere sind denn auch die dunklen Biere der unterzeichneten Brauereien auf diese Weise hergestellt. Die Direktion der von Herrn Luz namentlich angegriffenen Brauerei hat inzwischen die Einleitung des Strafverfahrens auf Grund des§ 187 des Reichs- Strafgesetzbuches beantragt. Berlin, den 2. März 1893. Der Verein 199 der Brauereien Berlins und der Umgegend. F. Happoldt, Vorsitzender. Schultheiss' Brauerei- Act.- Ges. Act.Brauerei- Ges. ,, Friedrichshöhe", vorm. Patzenhofer. Act.- Brauerei Friedrichshain. Actien- Brauerei- Ges. Moabit. Act.- Ges. SchlossBrauerei Schöneberg. Bergschloss- Brauerei- Act.- Ges. Berl. BärenBrauerei( F. W. Reichenkron). Berliner Bock- Brauerei. Berliner Kronen- Brauerei, Act.- Ges. Böhm. Brauhaus, Comm.- Ges. auf Actien. Julius Bötzow. Brauerei„ Germania'( David& Martin). Karl Gregory. Brauerei Königstadt, Act.- Ges. Brauerei Pfefferberg, vorm. Schneider& Hillig. Bürgerliches Brauhaus, Otto Müller. C. Habel's Brauerei. National- Brauerei, Act.- Ges. Norddeutsche Brauerei, Act.- Ges. Radeberger Exportbier- Brauerei. Oswald Berliner. Spandauerberg- Brauerei, vorm. C. Bechmann. VereinsBrauerei Rixdorf. Victoria- Brauerei, Act.- Ges. Gebrüder Josty. Berl. Unions- Brauerei. A. Werm. Gambrinus- Brauerei, Act.- Ges. 43 Kaiser- Brauerei, Dummér& Kahl. 32. Rosenthalerstr. 32. Welthans O. Polke 1. Geschäftshaus: Rosenthalerstraße Nr. 32, Ede Sophienstraße. 2. Geschäftshaus: Brunnenstraße Nr. 131, an der Invalidenstraße. Die fertigen Sachen von O. Polke sind berühmt durch ihren noblen patenten Siz und sind die Preise anerkannt die Hälfte billiger wie überall. 120 000 Jaquet- und Rock- Anzüge, Mode 1893( darunter die nobelsten Kammigarn, Gesellschafts- und Brautanzüge) zu halben Breisen, nur 6, 8, 10, 12, 15, 18-35 9. 8000 Frühjahrs- Paletots, Modell 1893 nur 6, 8, 10, 12, 15-21 9. 6000 Rammgarn- Hosen und Westen v. 3 M. an. Arbeits- u. Lederhosen v. 11/2 M. an. Einzelne Jaquets u. Rödfe, fomie 6000 Knaben- u. 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Dienstag, 7. März, Abends 8½ Uhr: Versammlung bei Ehrenberg, Annenstraße 16. Tagesordnung: Heinrich Meyer, Tischlermeister, Naunynstrasse 3. " " " " D. 6-22 M. D. engl. Anzüge v. 12-30 Kammg.ge n. 20-38 D. Ginsegn.- Auz. 7-22 Hosen + " " " v. 3-12 " Buchdruckerei von M. Schrinner uaben- Anz. u.Bal.. 3 M. an. 124 Brunnen Straße 124 = 3371L empfiehlt sich zur Anfertigung von Drud fachen jeder Art. G. Superczynski, fünstliche Zähne, Juvalidenstr. 105, II Besprechung über Angelegenheiten auf Der Zukunftsstant!" Sites Beit Rouplet( ben Sozialistenam Montag, 6. März, Ab. 81/2 Uhr, Play Plöger. Grüner Weg 29. Tagesordnung: 117/8 Es ist nothwendig, daß besonders die Steinbildhauer zahlreich vertreten Der Vorstand. 1. Vortrag von Frau Palm, über: find. Jugenderziehung und Ernährung. 2. Anträge zur Generalversammlung und Wahl eines Delegirten zu derfelben. 173/9 3. Gewerkschaftliches und Fragekaften. Frauen find ganz besonders zu diesem Vortrag eingeladen. Der Vorstand. Soziales Zeit- Kouplet vertilgern in's Stammbuch!) chienen. Preis mit Klavierbegleitung 50 Pf. Žu haben in den Buchhandlungen von H. Baake, S., Dresdenerstr. 52/53( City- Paffage); Th. Mayhofer, N., Weinbergsweg 15b, bei allen Kolporteuren und beim Verfasser R. Heise, Berlin N., Zionskirchstr. 11, vorn 3 Tr. Möbel- Magazin Kinderwagen- Ausverkauf R. Schmidt, Veteranenstraße 15 auch Theilzahlung. Möbel Lager. Auch Jerusalemerstraße 42 I und Brunnenhtraße 6 part. Einige ältere Muster sollen, um damit zu räumen, zu außerordentl. ermäßigten Breifen ausverkauft werden. 3701L* 1646b Achtung! Kein Laden. Nur eigene Fabrikation, 25 Zigarren 1 Mart. Garantie rein amerikanische Tabake. Rippentabak 2 Bfd. 60 fg. 3561 L H. F. Dinslage, Rottbuserstr. 4, Hof part. M. Krüger's 1301 b* Alte Stiefel Sr. Ausw., Reparatur Stets gebrauchte gabel af fag si Das größte Brot Speiſe- geinst ist das anerkannt Beſte. Runge, nunguftr. 2. Langestraße 49. Fabril- Lager Stalizerstr. 105. 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Wir setzen den gestern abgebrochenen Bericht über den 'oierten Berhandlungstag fort und beginnen mit Plaidoyer des Ersten Staatsanwalts G o e tz e: Er will sich zunächst auf den Standpunkt des Vertheidigers der angeklagten Sozialdemokraten stellen und muß in dieser Stellung an- nehmen, daß den Sozialdemokraten besonders viel daran ge- legen ist, die Sache vor das Schwurgericht zu bringen, wie seiner Ansicht nach außer den Anträgen Heine's die Depesche im„Vorwärts" beweise, welche jene Anträge mittbeilt. Angenommen nun, die Strafkammer würde sich für unzuständig erklären, dann fielen auch die drei Schüsse, die der Angeklagte Franke auf Menschen abgegeben, ganz anders ins Gewicht. Es würde dann ferner zu untersuchen sein, ob nicht die Der- samnilung der Sozialdemokraten als eine Zusammenrottung zu betrachten sei. Es müßten dann auch ferner alle Fälle aus- geschieden und besonders beurtheilt werden, die sich als Einzel- Handlungen charakterisiren. Er will nunmehr diesen Standpunkt verlassen und den seinen hervorkehren, und da behauptet � er zu- nächst mit erhobener Stimme, daß es den Sozialdemokraten, trotz der angestrengtesten Bemühungen, nicht gelungen ist, auch nur ein Atom von einem Beweise für die konsequent festgehaltene Behauptung zu erbringen, daß die Beamten der Gewerkschaft die geistigen Urheber jener Vorgänge vom 31. Mai sind.„Was ist nachgewiesen," fährt er fort,„nichts." Einer hat den andern bestellt, mit nach der Versammlung zu gehen, aber nur privatim. Ferner soll die Frau eines An- geklagten gesagt haben, wenn etwas passirt, würde sie versorgt werden. Nun steht aber fest, daß alle Wittwen von der Gewerk- schaft ausreichend versorgt werden. Ferner fei behauptet, die Bergleute hätten Freibier bekommen, womit ihnen die Köpfe er- hrtzt werden sollten, und eine Schicht sollten sie angeschrieben er- halten. Nichts von alledem konnte festgestellt werden, trotzdem sich die Sozialdemokraten die größte Mühe gegeben, das festzuüellen, ja einer von ihrer Partei sich sogar in der Maske eines Wohlthäters in die Familien der Bergleute eingeschlichen habe. So entstehen dann Gerüchte, die in die Welt hinausgeschleudert werden. Von Köhler erscheine allerdings festgestellt, daß er zu dem Zeugen Riedel gesagt, er solle nur hingehen u. f. w. Das sei einfach eine Unvorsichtigkeit von ihm, die im Drange seiner Thätigkeit begangen, die aber gar nichts für eine vorherige Verabredung einer Zusammenrottung in der Absicht mit Gewalt Personen und Sachen zu schädigen beweise, so lange nicht weitere Thatsachen erwiesen werden. Es muß das Zustreben zu einem gemeinschaftlich ge- wollten Ziele festgestellt werden, anders kann von einer Zu- sammenrottung nicht die Rede sein. Wenn z. B. ein in großem Ansehen stehender sozialdemokratischer Führer an Eisleben vorbei- fährt und die MasssN, die davon Kunde erhalten, strömen auf dem Bahnhof zusammen, so ist das auch keine Zusammenrottung, selbst wenn sie sich in ihren Lokalen zusammenfinden nach dem Bahnhos marschiren. Eine sei auch selbst in dem Falle wenn wirklich die reichstreuen Vereine derselben einen Beschluß gesaßt hätten, zu- die sozialdemokratische Volksversammlung besuchen zu Wie kamen denn die Sozialdemokraten überhaupt dazu, und in Trupps Zusammenrottung nicht vorhanden. resp. die Vorstände sammen wollen. die zirka 18(XK) Bergleute aus der Umgegend von der Volks Versammlung auszuschließen? Das sei doch die reine Ironie aus den Begriff„Volksversammlung". Was Hai nun wohl die Berg- leute veranlaßt, die Versaniinlung zu besuche» V Wie ihm festgestellt erscheine, die reine Neugierde. Seit Jahren haben die Sozialdemokraten gegen die Gewerkschaft und die Verwaltung auf- gereift und gehetzt, und da ist es erklärlich, wenn die Bergleute neugierig waren, zu erfahren, was die Sozialdemokraten denn nun eigentlich wollen. Was es für die ganze Grafschaft Maus- selb aus sich hat, fortwährend die Bergleute aufzuhetzen, ist nicht nöthig, an dieser Stelle besonders hervorzuheben. Darin kann also eine strafbare Absicht, ein gewolltes Zusammenwirken zur Ausübung von Gewaltthätigkeiten nicht erblickt werden. Die Bergleute haben sich in durchaus friedlicher Absicht hin- begeben, wofür die Versammlung vom 3. Mai einen sprechenden Beweis lieferte, woselbst alles friedlich verlaufen. Franke erklärt diese Thatsache damit, daß er erklärt, er habe an dem Tage alles vernneden, was die Bergleute irgendwie reizen konnte, woraus ersichtlich, daß die Bergleute friedlich gesonnen waren. Als ihnen dann am 31. Mai der Eintritt nicht gewährt wurde, haben sie sich ruhig beschieden und sich darauf verlassen, wenn die Polizei käme, würden sie schon herein kommen. Da fiel, wie für unwiderleglich festgestellt erachtet werden muß, aus dem Saale der erste Schlag auf die Berg- leiste, das erste Seidel flog aus dem Saale heraus, und Liebau erhielt den ersten Stich. Nun haben sich die Bergleute gewehrt, und es sind dann weitere Seidel, Stuhlbeine und ein Biersaß aus dem Saale geflogen gekommen, alles Beweise dafür, daß die Sozialdemokraten die Angreiser, die Bergleute die Angegriffene» waren. Da kann von einer Absicht, sich zusammenzurotten und mit Gewalt gegen Personen und Sachen vorzugehen, nicht die Rede sein. Nun hat der Zeuge Huber bekundet, daß er gesehen, wie Knüppel zum Empfange der Bergleute bereit gestellt sind, daß ihm ein Sozialdemokrat gesagt: laßt sie nur kommen, wir werden sie schon empiangen, daß Franke gesagt:„Tod oder Sieg, ich habe einen Revolver", Bischof:„wir haben die Bergleute ordentlich ver- hauen" jc., das klingt wie Triumphgeschrei. Daß Franke sich so fürsorglich mit dem Revolver bewaffnete, lasse darauf schließen, daß die Sozialdemokraten beabsichtigten, die Bergleute zu überfallen, daß die Erklärung, Bergleute wären ausgeschlossen, nur eine Falle war, um die Berg- leute in den Saal zu locken, und sie dort zu mißhandeln! Bon dem Augenblick an, wo die Bergleute dann in den Saal gelassen worden sind, kann nun überall nicht mehr von einer Zusammenrottung die Rede sein, sondern die ganzen Vorgänge daselbst stelle» sich unbedingt als eine Reihe von Einzelhandlungen dar. Die Bergleute sind dann ruhig in den Saal gegangen und haben sich„bescheiden" an den Wänden entlang gezogen. Ruhig haben sich einige dann Bier bestellt, gemüthlich an die Tische gesetzt und die daraus liegenden.Volksboten" gelesen, ein Beweis dafür, daß sie neugierig waren zu erfahren, was die Sozialdemokraten denn nun eigentlich wollten. Daraus erklärt sich auch, daß sie gefragt:„geth's denn noch nicht los?" und„wo ist denn der Vergolder?" Dann erst ist es zu wörtlichen und später zu thätlichen Reibereien gekommen. Bezüglich des An- geklagten Franke steht fest, daß ihn niemand thätlich angegriffen, als er die Schüsse abgab. Daß derselbe mit Stöcken ze. bedroht worden sei, erscheine ihm nach keiner Richtung hin erwiesen. Uebrigens hätte er doch zweifellos auch von den Schüssen retiriren können, wie er es nachdem gethan. Genug es war sür ihn keinerlei Gefahr vorhanden, er war nicht in der Lage, schießen zu müssen. Daß er in Furcht oder Aufregung von der Waffe Gebrauch gemacht, sei nicht annehmbar, denn sein ganzes Verhalten während der viertägigen Verhandlung lasse auf kühle Ruhe und Besonnenheit schließen. Auf die dieser Auffassung entgegen st ehenden Aussagen der Sozialdemokraten könne er kein Gewicht legen, da es für ihn feststehe, daß es für sie, wenn es sich darum handle, einen Genossen der drohenden Strafe zu entziehen, eine Heiligkeit d es Eid es nicht gäbe. Was nun die Vorfälle, die sich später auf der Straße abgespielt, anbetrifft, so könne auch hier von einer Zusammenrottung nicht die Rede sein. Nachdem die Schüsse gejallen und„drei Bergleute zur Strecke gebracht", kam das Blut der jungen Bergleute in Wallung. sie mußten annehmen, ihre Kameraden seien in eine Falle gelockt, um gehauen zu werden, und nun begann die Schlägerei draußen, um die Kameraden zu rächen Aber eine bestimmte Absicht,«ine Zusammenrottung zu einem gemeinsam gewollten Zweck war es nicht. Auch das hat nichts damit zu thun, daß zwei oder mehrere gemeinschaftlich Personen geschlagen haben. Zu den Einzelheiten übergehend, hält es der Staatsanwalt für nöthig, zu versichern, daß er für das Prinzip eintrete„Gleiches Recht für Alle", sowie auch die Politik aus dem Gerichtssaale fern zu halten. Aber das mit einerThatver folgte Streben sei bei ihrer Beurtheilung in Betracht zu ziehen, und darum komme es auf die politische Gesinnung der Thäter an. Wo, wie hier, die Ziele so weit auseinandergehen. komme für die Bergleute als Entschuldigung in Betracht, daß ihre bewährten Beamten seit Jahren von den Sozialdemokraten herunter- gesetzt, sie durch jahrelange Hetzereien gegen die Betriebsleiter, welche es sich st eis zur Auf gäbe gemacht, für das Wohl d er B ergarb eiter zu sorgen, bis aufs Blut erbittert worden sind, und es sei nur zu erklärlich, wenn sie in ihren Handlungen weiter gegangen sind, sodaß es Blut gekostet hat. Andererseits seien auch die Motive nicht aus der Acht zulassen, Leute, die seit Jahren gegen Thron und Altar auf- gehetzt worden sind, wenn sie mit den Hetzern zusammen st oßen, sprühen Funken. Auf der einen Seite Leute, welche den Staat und die Gesellschaft retten, auf der anderen solche, die alles umstürzen und verderben wollen. Zu den Strafanträgen übergehend, beantragt er gegen Franke aus grund des K 223a des Str.-G.-B. 2 Jahr« Ge- fängniß, Konfiskation des Revolvers und sofortige Ver- hastung, gegen Wolf, der seiner Meinung nach die Schlägerei begonnen, 6 Monate, gegen R i t l e r, von dem ihm fesigestellt erscheint, daß er sich des Widerstandes schuldig gemacht, 4 Wochen, gegen Krüger, der überführt erscheine, einen Berg- mann mit einem Stuhlbein geschlagen zu haben, 6 Wochen, gegen Liebau und Wunderlich wegen Körperverletzung in je einem Falle je 1 Monat Gefängniß und Berücksichtigung der fünswöchentlichen Untersuchungshalt, gegen G l a tz nur wegen Körperverletzung, nicht aber wegen Sachbeschädigung 2 Monate, gegen Breithaupt, welcher die„geheiligten sozial« demokratischen Embleme" vernichtet hat, was der Wirth Kallmcycr sür so„wichtig gehalten", deshalb Straf- antrag zu stellen, 4 Wochen, gegen N e u p e r t ebenfalls wegen Sachbeschädigung und Körperverletzung S Wochen. gegen Z i ch und Günther wegen gemeinschaftlicher Körperverletzung je 14 Tage, gegen D ö t t m e y e r wegen zweier Fälle der gefährlichen und gemeinschaftlichen Körperverletzung 3 Ma nate. gegen Köhler 4 Monate und gegen F r i e ß wegen ge sährlicher und gemeinschaftlicher Körperverletzung 6 Wochen Ge fängniß, dagegen Einstellung des Verfahrens gegen Beinroth, da Strasantrag gegen denselben nicht gestellt ist. und Freisprechung des Angeklagte» Ho ff mann, gegen den ein Beweis nicht erbracht ist. Rechtsanwalt H e i n e, der darauf zu seinem Plaidoyer das Wort erhält, weist zunächst daraus hin. daß er in doppelter Elgen- schaff, nämlich als Nebenkläger und als Vertheidiger hier stehe, und betont dann, daß er, entsprechend der bei Beginn dieser Ver- Handlungen geäußerten Bitte des Präsidenten, dre Politik nicht hereinziehen zu wollen, Rechnung tragen werde. Sich dann über die Qualität der Zeugen verbreitend, führte er eine Reihe von Aussagen vor, welche ein negatwes Resultat ergeben, nämlich solche, welche nichts oder immer nur das ge- 'ehen haben wollen, was auf gegnerischer Seite geschehen ist. Allen derartige» Aussagen ist nur ein geringes Gewicht beizulegen. Wenn nun aber der Staats« niv alt behauptet, daß den Sozialdemokraten in Wort und Schrift der Meineid empfohlen werde, wo es gelte, einen Genossen zu entlasten, so ist das eine durch nichts zu beweisende Be� hauptung. Die angeblichen Aeußerungen, aus die der Staats' anwalt sich beruft, hat er dem Gericht nicht vorgelegt. Wenn ich die Anführung überhaupt für zu berücksichtigen hielte, so würde ich von dem Herrn Staatsanwalt den Beweis verlangen und wollte sehen, ob er meinem Gegenbeweise standhalte» könnte. Betreffs der Aussagen der als Zeugen vernoinmenen Bergleute müsse er die Richter fragen, ob sie den Eindruck empfangen hätten, daß dieselben die Wahrheit gesagt? Er nicht. Noch viel weniger sei das bei den angeklagten Bergleuten, die wiederholt vällig einwandsfreien Zeugen dreist ins Gesicht geleugnet, und dieselben somit in den Verdacht des Meineides zu bringen gesucht haben. Es sei ja nicht zu verlangen, und er persönlich ver- lange dies am allerwenigsten, daß sich die Angeklagten selbst belasten, aber gegenüber den Thatsachen könne man doch nicht jedes Wort der Bergleute ohne weiteres als wahr hinnehmen. Zum Beispiel wollen 10 Zeugen keinen Gummischlauch in den Händen einiger Angeklagten gesehen haben, wohingegen eine ganze Reihe unparmischer Zeugen das Gegenlheil bekunden. Die An- sscht des Staatsanwalts. daß die Sozialdemokraten die Schlägerei begannen, erscheine ihm merkwürdig, ebenso wie auch, daß jene Versammlung nur eine Falle gebildet haben solle, in welche die Bergleute gelockt wurden, um verhauen zu werden und merkwürdig erschein- ihm auch die Motivirung dieser Mei- nung unter Berufung auf die vorgeblichen Wahrnehmungen des Zeugen Huber. der ja wiederholt versichert hat. er sei„gänzlich unparteiisch". Danach haben also die Sozialdemokraten die Knüppel und die Rone zurechtgestellt, um die Bergleute zu ver- hauen. Da sei denn aber doch merkwürdig, daß sie diese Waffen nicht hereinnahmen, zumal sie wußten, daß die Bergleute kommen, sondern daß sie dieselben den Bergleuten überlassen, welche denn auch in der uner- hörtesten Weise davon Gebrauch gemacht haben, denn es ist ja unzweifelhaft festgestellt, daß einer der Angeklagten mit einem Birken- resp. Maienknüppel geschlagen hat. Nicht anders verhält sich's mit dem Gutachten des Sachverständigen Huber de- treffs des Thürfensters, von welchem er erst behauprele, es könne nur infolge eines von innen geführten Schlages herunter gefallen 'ein. Nachdem er dann, in die Enge getrieben, zugegeben, es önne durch jeden Schlag ob von innen oder von außen herunter- allen, behauptet er gleich darauf mit großer Emphase, es könne nur durch einen Schlag von innen heruntergefallen sein. Wenn der Staatsanwalt meint, daß die Bergleute in friedlicher Absicht gekommen und keine Handgreiflichkeiten geplant, so stehen dieser Auffassung die Aussagen von IS bis IS Zeugen, zum Theil völlig einwaudssrei, gegenüber. Die Gerüchte, daß ein Hand- streich von den Bergleuten geplant sei, schwirrten in der Luft, die Kinder und Frauen haben sich's auf der Straße erzahlt, und aus nichts entstehen solche Gerüchte doch nicht. Bedauer« lich nur, daß sich heute so viele Bergleute ihrer damals gethanen Aeußerungen so ganz und gar nicht mehr erinnern können, wie z. B. der Zeuge Heerde u. a. Nach dieser Richtung genüge übrigens auch völlig die Aussage des Zeugen Riedel, dem Köhler am Abend vorher die Mittheilung von der bestehen- den Absicht der Bergleute gemacht. Der Staatsanwalt betrachtet dies als eine Renommage von Köhler; nun, daß es auf eine Störung der Versammlung abgesehen war, wird aber dadurch bewiesen. Und dann die Reden im Wachsmuth'schen Lokale, welche verschiedene Zeugen, so der Geschäftsmann Otto und der Bergmann Männicke aus Aschersleben, welch letzterer zum Unglück der Bergleute seine Bergmannsmutze aus- hatte und so für einen der ihrigen gehalten worden ist, gehört und hier wiedergegeben haben. Ferner ist mehrfach bekundet, daß sie allerlei Waffen, Knüttel, Gummischläuche w. bei sich ge- habt. Das thut man nicht, wenn man friedliche Absichten hat. Dann das Hinmarschiren in geschlossenen Trupps, worüber Zeuge Große sagt, er sei„für seine Person alleine hingegangen. Die Verabredung erscheine ihm, auch wenn man dann noch hinzu rechne, daß sich der Zeuge Schunke geäußert:„so was beschließt man nicht in einem Ver- ein", und daß ein Steiger seine Kameraden als„Privatmann' aufgefordert, zur Evidenz erwiesen. Der Staatsanwalt habe feierlich erklärt, daß nichts erwiesen sei, was einen Schatten aus die Gewerkschaft werfe. Er als Vertheidiger müsse ebenso er- klären, daß jeder der befragten Bergleute beschworen habe, nichts von der Gewerkschaft erhalten zu haben und nicht von ihr angestiftet worden zu sein. Das Gerücht aber habe bestanden und sei vor fast 2 Jahren schon im„Volksboten" verbreitet worden, ohne daß die Gewerkschaft gegen dies Blatt vor- gegangen sei. Bergmeister Schräder hat bekundet, daß er „keine Kenntniß" von den Vorgängen gehabt, daß er„nicht glaubt", daß den Bergleuten irgend welche Vortheile versprochen worden seien, da dies den„Traditionen der Gewerkjchast zuwider" sein würde. Klarer wäre Alles gewesen, wenn der Herr Zeuge ge- naue Kenntniß gehabt und direkt vor aller Welt jeden derartigen Verdacht durch ein bestimmtes Zeugniß beseitigt hätte. Wie kommt es denn, daß Breilhaupt den Wirth Kallmeyer durch die Worte:„Wenn Sie sich zu uns gehalten hätten, wäre das nicht pafsirt", einzuschüchtern suchte? In eigenthümlichem Lichte erscheint der Vorfall zwischen dem Bergmeister Schräder und Schmüljun, welch letzterer zur Rede gestellt wird, weil er sich mißliebig über das Thun und Treiben Lrebau's ge- äußert haben soll, und charakteristisch ist, daß Liebau und Wunder- lich auch noch die Dreistigkeit hatten, sich über den berechtigten Tadel des Schmüljun bei dein Bergmeister zu beschweren und daß sie bei dem auch Unterstützung fanden, sodaß Sch. noch einen Tadel wegkriegte. Daß der Handstreich vorbereitet und auch die Polizei Kenntniß davon hatte, geht aus der Aussage des Polizei- sekretärs Müller hervor, der sich ja freilich der Worte gegenüber dem Wunderlich:„Gehen Sie nur hin, mit den lO Pfennig Entree das werden wir schon verhindern", angeblich nicht mehr erinnern kann. An all de» Greuelszenen, die damals vorgekoinmeu, trifft ein gut Theil Schuld diesem Polizeisekretür mit, ja die Auskunft dürfte die Hauptschuld tragen, womit nicht gesagt sein soll, daß diese groben Ausschreitungen beabsichtigt gewesen, oder auch nur annähernd geahnt worden sind. Alles in Allem erscheint der Tbatbestand der Zusammenrottung erwiesen. Nun zu den Szenen an der Thür. Wenn der Staatsanwalt behauptet, der erste Schlag ist von den Sozialdemokralen gefallen, so ist das zu bestreiten. Es sind mehrere Zeugen, die das Gegentheil bekunden, und An- geklagter Wolf behauptet in glaubwürdiger Weise, der erste Schlag ist auf ihn gerichtet gewesen und er hat den Stock fest- gehalten und ihn dem Gegner entrissen, und als dann Zeuge Topf einen Schlag ins Gesicht bekommen, hat er mit dem erbeuteten Stock sich seiner Haut gewehrt. Da sind dann Schläge von hüben und drüben gefallen. Nun aber das Bierfaß; wo ist das hergekommen? Zeuge Kallmeyer und feine Kellner bekunden auf da- Bestimmteste: die leeren Bier- fässer wurden stets in den Hof gebracht; im Saal ist kein leeres Faß gewesen, also muß es erst von außen nach innen geworfen worden fein. Wie der Staatsanwalt dazu kommt, den dann erfolgten Eintritt in der Weise zu schildern, wie er es ge- than, ist mir nicht klar. Jawohl, die Bergleute sind bescheiden eingetreten und haben sich so gemüthlich neben die dort sitzenden Gäste gesetzt, daß dieselben mit sammt den Tischen zu Boden gestürzt sind. Sie habe» sich bescheiden an den Wänden entlang gezogen, uin die kleine Schaar Sozialdemokraten zu um- zingeln und ganz in der Gewalt zu haben, und dann diese„Neugierde", den„Vergolder" zu sehen und zu hören i Ferner oie Lethargie einiger Bergleute, z. B. des Zeugen Steiger Schiering, der während des ganzen Tumultes so in die Lektüre des„Volksboten" vertieft gewesen sein will, daß er nichts gehört und gesehen. Das ist mehr wie eigenthümlich. Freilich, als Landsriedensbruch lassen sich die Vorgänge im Saal nicht bezeichnen, auch nicht als qualifizirter Hausfriedensbruch, denn ie sind freiwillig hereingelassen worden. Zu den einzelnen An- geklagten übergehend, müsse er für Wolf Freisprechung bean- trage», indem festgestellt erscheine, daß derselbe nicht den ersten Schlag geführt und nachher sich nur seiner Haut gewahrt habe. Desgleichen Ritter. Derselbe habe sich kemes Widerstandes schuldig gemacht, indem Köhler sich nicht in der rechtmäßigen Ausübung seines Berufes befand, er hatte kein Recht, den Ritter aus der Küche zu weisen resp. zu werfen, wohingegen dem R. ein durch sein Dienstverbältniß begründetes Recht, in der Küche zu weilen, zur Seite steht. Köhler hat sich eines Mißbrauchs seiner Amtsgewalt in diesem wie in weiteren Fällen schuldig gemacht. Ferner hat dem R. auch, selbst wenn der Widerstand angenommen werden sollte, was aber undenkbar, das Bewußtsein des Widerstandes gefehlt, da er in Angst und Schrecken gehandelt. n Desgleichen beantragt der Vertheidiger die Freisprechung Krügers, dem eine strafbare Handlung nicht nachgewiesen, bezw. dort, wo eine solche behauptet werde, kein Strafantrag vorliege. Auch den Angeklagten Franke bitte er freizusprechen, da derselbe unbedingt in der Nothwehr begriffen war, denn es ist festgestellt, daß er in drohender Weise umringt, 'ein Genosse Krüger schon zu Boden geschlagen war und er mit geschwungenen Knütteln und so weiter bedroht wurde. Der Staatsanwalt sagt, er konnte vor dem Schießen entfliehen. Doch wir haben gehört, daß er das nicht konnte, jeder Ausweg war ihm versperrt, und erst»ach Abgabe der Schüsse lichtete sich die umgebende Menge, so daß er den Weg durch die Buffetklappe frei bekam. Der Staatsanwalt habe ferner einem Bergmann zugestimmt, der als Zeuge erklärte, Franke sei nicht in Roth gewesen, denn wenn er das gewesen wäre, so wäre er gar nicht bis zum Schießen gelangt. Also sei man nach dieser Ansicht erst dann in Nothwehr, wenn es zu spät ei, sich zu wehren? Wenn das der Fall wäre, so wäre der ganze Nothwebrparagraph überflüssig. Aus diesen Gründen bitte er um Freisprechung Franke's. Was nun die senieren Vorgänge draußen anbetreffe, so über» 9 Eine öffentliche Versammlung von im Baugewerbe be schäftigten Arbeitern und Handwerkern nahm am 1. d. M. den Bericht des Genossen Bernau über das Verhalten der freifinnigen Stadtverordneten gegenüber der Baubudenfrage entgegen. Derselbe bemerkte, es sei erforderlich, daß die Arbeiter alle er es auch hier dem Gericht, zu befinden, ob zusammen- Referentin bringt hierauf das von ihr gesammelte Material| wiederum zugestimmt. Dadurch verpflichteten sich die Berrottung vorliege. Die Nebenklage gegen die angeklagten Berg über die Lohn- und Arbeitsverhältnisse der verschiedensten sammelten, einer Organisation beizutreten und im Frühjahr die Leute lege er in die Hände des Gerichtshofes, deffen Milde er die Kategorien von Arbeiterinnen zur Kenntniß der Versammlung. neunstündige Arbeitszeit allgemein zur Durchführung zu bringen, Bergleute empfehle. Seinen Mandanten ist nichts daran ge- Des beschränkten Raumes wegen können die betreffenden An- sowie die fanitären Verhältnisse der Werkstätten aufzubeffern. Tegen, daß diese verführten Leute auch noch besonders hart be- gaben hier nicht wiedergegeben werden, worauf um so eher Bum Schluß wurde eine Arbeitsvermittlungs- Kommission für die straft werden. Nicht dieselbe Milde halte er aber dem Köhler verzichtet werden kann, als beabsichtigt ist, dieselben in der dazu jetzt vereinten Nachweise der organisirten Tapezirer gewählt. gegenüber am Plaze, deffen gesezwidriges Vorgehen daran schuld berufensten Zeitschrift, der Frauenzeitung Gleichheit", zum Ab- Sie besteht aus den Herren Markiel, Dembrowski, fei, daß die Bergleute sich später auf der Straße zu solchen druck zu bringen. Aus den bezüglichen Ausführungen ging her- Köhler, Bilinski, Bonide und Sander. Herr Brutalitäten verstiegen hätten. vor, daß Tausende und Abertausende von Arbeiterinnen mit Kollbron wurde als Arbeitsvermittler gewählt. G Zum Schluß ersuchte er den Gerichtshof nicht im Sinne und ihrem Verdienst kaum auf das nothdürftigste ihre Nahrungs-, Geiste der Ausführungen des Staatsanwalts zu urtheilen und Kleidungs- und Wohnungsbedürfnisse befriedigen, geschweige denn Eine öffentliche Versammlung fämmtlicher DienstRücksichten walten zu lassen, ob für Thron oder Altar geprügelt sparen können. Unter stürmischem Beifall schloß Rednerin: Droschkentutscher tagte am 24. Februar im Gisteller. worden sei, das wäre kein juristisches Urtheil, sondern ein solches Wenn Eugen Richter unter den großen Schaaren der Arbeite Als erster Gegenstand der Tagesordnung war die Wahl eines aus politischer Gunst oder Ungunst. Ueberzeugt, daß seine rinnen eine findet, die neben der Bestreitung ihrer Bedürfnisse Delegirten zur Streit- Kontrollkommission zu erledigen. Die Wahl Mandanten sämmtlich freigesprochen werden, ersucht er nur betr. von ihrem Berdienst in 5 Jahren 2000 Mark fiel auf den Kollegen A. Stiller; Tschepe wurde zu dessen Franke's das beantragte Strafmaß von 2 Jahren überhaupt nicht auf die Sparkasse geben fann, dann ist diese werth, Stellvertreter berufen. Sodann referirte der Kollege Schütte in Betracht zu ziehen. im Panoptitum ausgestellt zu werden. Frau Ihrer über den zweiten Gegenstand der Tagesordnung: Stellungnahme Darauf ergreift der Staatsanwalt nochmals das Wort zu beschäftigte sich in ihrem darauffolgenden Referate mit zur Einführung eines Kontrollapparates( Fahrpreis- Anzeigers) einer Entgegnung betreffs der hereingezogenen politischen Partei- dem tragischen Ende bes Kindes Anni, das Richter im Droschtenfuhrwesen und welche Vortheile oder Nachtheile fragen. Es mag in gewöhnlichen Zeiten derartiges nicht zu in feinen Zukunftsbildern sterben läßt, weil es fich, bietet eine solche Einführung den Dienst Droschkentutschern? lässig erscheinen, aber in besonders start aufgeregten Zeiten fei von der Mutter nicht beaufsichtigt, bloßitrampelte und Der Redner war der Meinung, daß die Dienst- Droschkentutscher das, namentlich namentlich bei Abwägung des Zeugnisses, des Zeugnisses, nicht sich dabei erfältete. 3ufunftsbilder dieser Art zu machen, einen gut und richtig funktionirenden Apparat mit Freuden be= zu umgehen. 3 handelt sich für die Sozial- hätte Richter unterlassen können; Bilder der Gegenwart, grüßen müßten, da durch denselben wenigstens der Anfang geDemokraten in der Eidesfrage um die funda- die sich mit den Familien- und Erziehungsverhältnissen befaffen, macht werden könne, die Lohn und Arbeitsverhältnisse mentalen Grundsähe der Ehre und da gebiete wären wichtiger gewesen. Unter den heutigen wirthschaftlichen in dem Berufe zu regeln. Nachdem noch noch die Kollegen nach den Grundsägen der Sozialdemokratie Verhältnissen fönne thatsächlich die große Menge der Prole- H. Schulz, C. Hoffmann, Barth, Reitel, die Ehre eines Genossen einen Meineid zutarierinnen nicht ihre Kinder beaufsichtigen und erziehen, ba fie Stiller, Gadegaff, Büchele, Schreiber, Krause leisten, wenn es gelte, einen angetlagten Gedas Heim verlassen und in die Fabrit gehen müssen. und andere mehr in der Distuffton gesprochen hatten, nossen vor Strafe zu schüßen. Im übrigen ist er mit Aber nicht nur die lebenden Kinder hätten darunter wurde folgende, von dem Kollegen H. Schulz einden Ausführungen des Rechtsanwalts Heine in mancher Beziehung zu leiden, auch die noch garnicht geborenen. Entweder gebrachte Resolution fast einstimmig angenommen:" Die heute einverstanden, bemängelt dann nur noch die Vertheidigung der kämen sie verfümmert zur Welt, oder gingen schon im im Eisfeller tagende öffentliche Versammlung sämmtlicher Dienst einzelnen, den angeflagten Sozialdemokraten zur Last ge- Leibe der abgehezten Mutter zu Grunde. Rednerin verliest be- Droschkentutscher beschließt: Wir erklären hiermit ein für alle mal, legten Strafthaten von seiten Heine's, bekämpft nochmals bie zügliche Statistifen. Es falle nun aber demgegenüber feiner auf daß die heute im Droschtenfuhrwesen bestehenden Verhältnisse Auffassung der Zusammenrottung und hält seine Strafanträge geklärten Arbeiterin ein, die Beseitigung der Frauenarbeit zu ver- unhaltbare sind und daß wir eine Regelung der Lohn- und aufrecht. langen; diefelbe lasse sich einfach nicht mehr aus der Welt schaffen, Arbeitsverhältnisse in demselben nur durch Einführung eines genau Das Plaidoyer des R.-A. Keil mußte, nachdem der Staats- Aber was man verlange, sei, daß der Staat für eine gleich gute funktionirenden Fahrpreis- Anzeigers" erblicken. Wir fordern dann anwalt deffen Mandanten, die angeklagten Bergleute, bereits so Erziehung der der Kinder Kinder aller Gesellschaftsmitglieder forge aber auch einen zur Erhaltung unserer Familien austömmlichen energisch und warm vertheidigt, äußerst trocken ausfallen, und bot und dafür, daß die Arbeiterin die Arbeiterin nicht unmäßig aus Minimallohn und sehen denselben pro Tag, bei einer Arbeitszeit nur insofern ein interessantes Moment, als Herr Reil geftand, daß er genügt werde. Die Arbeiterinnen hätten auf grund von höchstens 12 Stunden, auf 3,50 M. und einer Tantieme von auch früher als Student in Halle sozialdemokratische Versammlungen der in den Referaten gegebenen wahrheitsgetreuen Gegen- 10 pCt. der Tageseinnahme feft. Jeder Kollege, der eine besucht, wozu er und feine Kommilitonen sich auch stets mit wartsbilder alle Ursache, ein gesellschaftliches Gemeinwesen Droschte mit Fahrpreis- Anzeiger führt, erkennt diesen Lohnfah Knüppeln versehen hätten, damit, wenn es etwas gäbe", sie auch mit anstreben zu helfen, in welchem diese Zustände geändert und als rechtsverbindlich für sich an und verpflichtet sich, tüchtig mit dreinhauen könnten. Ferner behauptete er betreffs der Wille des Volkes das oberste Gesetz sei.( Stürmischer Beifall.) vom 1. Mai d. J. ab nur unter diesen Bedingungen zu fahren." des Angeklagten Köhler, daß derselbe der beftgehaßte An der Debatte betheiligten sich im Sinne der Referate die Ge- Auf Antrag des Kollegen C. Hoffmann wurde Kollege Mann unter den Sozialdemokraten Eislebens fei, weshalb sie nofsinnen Fahrenwaldt,. Scholz, Palm, engels Schütte beauftragt, bei dem Kommissar für öffentliches Fuhr ihn gern los fein wollten. Er schloß sein turzes Plaidoyer, das und Dundey, sowie die Genoffen Haupt und Schulz. wesen dahin vorstellig zu werden, ob bei der Ertheilung von er übrigens auch noch dazu benutzt hatte, den Beugen Erdmenger Der gute Eugen hätte seine Freude daran haben tönnen oder Fabrfcheinen jegt eine andere Praxis beobachtet werde. Der nochmals des Meineibes zu beschuldigen, mit den Worten des auch nicht wenn er gehört hätte, wie die auftretenden wirt Ueberschuß der Zellersammlung wurde auf Antrag der Kollegen römischen Dichters Horaz: Quis tulerit Gracchos de seditione lichen Vertreterinnen des arbeitenden Volfes seine beiden Kinder, H. Schulz und G. Hoffmann dem Verein Berliner querentes".( Wer würde sich's gefallen laffen, wenn sich die Agnes und Anni, auffaßten, und an den Bildern der Gegen- Droschfentutscher überwiesen, um daraus den drei Beisitzern Gracechen über Revolution beschwerten.) wart, welche fie entrollten. Alle Rednerinnen fanden die zum Gewerbegericht für die gehabten Versäumnisse schadlos zu Hierauf wandte sich der Staatsanwalt nochmals gegen den lebhaftefte Zustimmung der Versammlung. Großen Un halten. Die Einnahme betrug 64,75 M., die Ausgabe dagegen Bertheidiger, Herrn Rechtsanwalt Heine, betreffs des Eides der millen rief in der Versammlung die Mittheilung her- 35 M. Netto für Säulenanschlag, so daß der Vereinstasse ein Sozialdemokraten, und erklärt, daß es stets sein Bestreben ge- vor, daß Nauck u. Hartmann die von Maurer u. Dimmick Ueberschuß von 29,75 M. übergeben werden fonnte. Kollege wesen sei, für Recht zu sorgen. Beide Parteien mögen Jdeale gedruckten Plakate nicht an die Säulen ankleben ließen, H. Schulz brachte noch eine Resolution ein, welche haben. Von den Angeklagten seien die einen Anhänger des Be- weil der Name Richter's darauf stand. Schließlich wurde eine sich gegen die Handlungsweise des Gendarm Höppner stehenden, die anderen Feinde desselben, die deshalb anders zu Resolution einstimmig angenommen, welche den Gegnern die zu Schöneberg unserem Kollegen E. Schulze gegenüber richtete. beurtheilen seien. Fähigkeit abspricht, über Arbeiterfragen zu urtheilen. Namentlich Ueber diefelbe fonnte jedoch nicht abgestimmt werden, da der Rechtsanwalt Heine, der sich nochmals das Wort erbittet, habe der große Eugen Richter durch die lächerlichen Figuren überwachende Beamte der sich steigernden Uuruhe wegen mit erinnert den Staatsanwalt an das von ihm angezogene Prinzip seiner Spar- Agnes und Strampel- Anni bewiesen, daß er durchaus Auflösung drohte. Mit Hochrufen auf die gewerkschaftliche als „ Gleiches Recht für Alle", welches das seine unter allen Um- tein Verständniß für die traurige Lage der Arbeiterinnen befize, auch auf die politische Arbeiterbewegung wurde die Versammständen sei. Wenn die Sozialdemokraten nur umstürzen und was er in den Debatten über den Zukunftsstaat nochmals be- lung um 1 Uhr Nachts geschlossen. Unter Abfingung der zerstören wollten, so könne er gegen den Herrn Kollegen weifen zu müffen geglaubt habe. Bekannt gegeben wurde dann Marseillaise ging die von 1500 Kollegen besuchte Bersammlung Reil bemerken, müßten sie sich recht viele solcher staats- noch, das am 7. d. Mts. bei Joël die nächste Bolfsversammlung auseinander. erhaltenden Beamten wünschen, wie Köhler sei! Nichts stattfindet. Man möge diese zahlreich besuchen. Mit einem fei mehr geeignet alle staatliche Autorität zu untergraben und stürmischen Hoch auf die internationale Sozialdemokratie und so gründlich zu zerstören, wie ein solcher Beamter. 148 unter dem Gefange der Marseillaise ging die imposante VerWenn bann der Herr Staatsawalt nochmals auf fammlung auseinander. die Eidesfrage eingegangen, so tenne er die Weise und den Text und auch die Verfasser. Auf grund dieser In der außerordentlichen Generalversammlung des Kenntniß aber", fährt der Redner mit erhobener Stimme Fachvereins der Tapezirer vom 27. Februar wurde Kollege mehr Fühlung mit den Stadtverordneten unterhielten und denfort, behaupte ich es ist nicht wahr, was der Herr Sczilinski zum zweiten Vorsitzenden gewählt. Hierauf wurde der selben das erforderliche Material zukommen ließen. Die StadtStaatsanwalt hier ausgesprochen hat, es Antrag der Werkstätten- Kontrollkommission, welcher besagt, daß verordneten würden fernerhin das benöthigte Material von der ist eine leere Behauptung, durch nichts aus ihrem Fonds Geld nach Bedarf zur Agitation entnommen Streif- Kontrollfommission einfordern und damit gleichzeitig deren erwiesen! Der Herr Staatsanwalt hat ge- werden kann, nach kurzer Debatte einstimmig angenommen. Im Eigenschaft als Bertreterin aller Gewerkschaften Rechnung tragen. wiß die Broschüre Der Meineid und Sie Anschluß hieran wurden die Kollegen Holt und Schröder Am Blake sei es daher, daß auch die Maurer sich in der Das Sozialdemokratie" gelesen, aber das darin an- als Erfaßmänner in die Lohnkommission gewählt. Beim letzten Streit Kontrollkommission baldigst vertreten ließen. gezogene Material hat er sicherlich nicht gelesen, ich aber habe Bunft, Arbeitsnachweis, entspann sich wieder eine lebhafte Debatte. Bauarbeiter Kartell, welches dieselben früher davon abgehalten es studirt, und auf grund dieses Studiums behaupte ich die Un- Alle Redner, mit Ausnahme des Kollegen Grimpe, sprachen habe, sei so gut wie entschlafen, seitdem Reßler sich davon wahrheit jener Darstellungen." für das einheitliche Bureau, welches im Restaurant Frengang, zurückgezogen habe, und gänzlich bedeutungslos geworden. Nach dieser Abfertigung unterließ der Staatsanwalt jede Schüßenstr. 18/19, bleibt und durch welches die Arbeit unentgelt- In eingehendster Weise verbreitete fich der Berichterstatter weitere Aeußerung, und der Gerichtshof zog sich zur Berathung lich vermittelt wird. Hierauf wurde das Bureau des Fachvereins, über den Antrag und dessen Schicksal in der Stadtverordnetenüber die Zulassung der Beeidigung der obgenannten 4 Beugen zurück. unter der Bedingung, daß der Arbeitsnachweis in der Schüßenstraße Versammlung. Seine Meinung ging dahin, daß trotz der AbNach kurzer Zeit wurde der Beschluß verkündet, die Zeugen bleibt, die Arbeit unentgeltlich vermittelt wird und die Unkosten lehnung des Antrages in den diesbezüglichen Bestrebungen nicht nunmehr zu vereidigen, was denn auch geschieht. zu gleichen Theilen getragen werden, mit allen gegen 3 Stimmen erlahmt werden dürfe, daß alles Material gesammelt und den aufgelöst. Alles übrige in dieser Sache wurde der öffentlichen Vertretern im rothen Hause unterbeitet, wie auch die Organi Versammlung vom Mittwoch, den 1. März, überlassen. fation gestärkt werden müsse. Die Stadtverordneten hätten sich jederzeit bemüht, die Interessen der Arbeiter zu vertreten, doch Die Tapezirer hielten ferner am 1. März eine Versammlung dürfe man sich nicht allein auf sie verlassen. In der Diskussion ab. Laut Beschluß der letzten öffentlichen Versammlung wurde noch- bemängelte Bauarbeiter Hige, daß Wernau lediglich für die mals die Ernennung eines Gehilfenausschusses durch die Innung Maurer gesprochen. Maurer Kaufmann machte Stimmung zur Diskussion gestellt. Daran betheiligten sich die Herren gegen die Betheiligung der Arbeiter an den StadtverordnetenFeder, Wachsen, Martiel, Friedmeier, Rahlen wahlen. Stadtv. Bruns äußerte sich gleichfalls über die abund Thiele. Alle Redner verurtheilten scharf das Verfahren lehnende Majorität der Stadtverordneten- Bersammlung und der Innung, die sich einen Gesellenausschuß ernannt Gabe, trotz- fchilderte lettere als reine Jutereffenvertretung. Die Vertretung dem am 12. August 1891 eine vierhunderttöpfige Versammlung der Arbeiter darin sei erforderlich und die Unterstüßung der der Gehilfen die von der Innung gewünschte Schaffung eines Arbeitervertreter durch die Gewerkschaften nothwendig, dem Ausschusses bezw. Schiedsgerichts mit allen gegen eine Stimme stimmte Töpfer Thieme zu. Derselbe war jedoch der verwarfen und für Gewerbegerichte plädirt habe. Daß bei dieser Meinung, daß eine Vertretung der Bauarbeiter in der Gelegenheit die Innung als Vertreterin wirthschaftlicher Reaktion Streit Kontrollfommission nach wie vor unzweckmäßig sei, ins rechte Licht gerückt wurde, ist selbstverständlich. Auch die und daß Wernau sich irre, wenn er glaube, daß das Eine Volksversammlung war zum 2. März nach dem ernannten" Mitglieder des Gehilfenausschusses wurden nicht Bauarbeiter Kartell felig entschlafen fei. Dasselbe werde zu ge Buggenhagen'schen Lokal von der hiesigen Frauen- Agitations ganz fanft behandelt. Folgende Resolution fand einstimmige eigneter Beit schon wieder in Aftion treten. Nachdem noch fommission einberufen worden. Aeußerst zahlreich folgten die Annahme:„ Die Versaminlung bedauert, daß troß der Einladung Bielicke, Jänsch und Wille zur Sache gesprochen, wurde Genossinnen und Genossen dem Rufe, denn bald nach/ a9 Uhr fein Mitglied des Gehilfenausschusses erschienen ist, um sein Ver- die Referentenfrage des längeren erörtert. Die Stadtverordneten wurde der geräumige Saal polizeilich abgesperrt, so daß Hunderte halten der Gehilfenschaft gegenüber zu vertreten. Sie fordert standen auf dem Standpunkte, daß sie nicht verpflichtet werden wieder umkehren mußten. Zrozdem waren noch über 1500 Ber- den Ausschuß auf, entsprechend dem Beschluß der Tapezirer- Ber- tönnten, ohne persönliche Einladung in Versammlungen zu er sonen anwesend, zum weitaus größten Theil Frauen. Ein Be- fammlung vom 19. Februar, sein Mandat niederzulegen. Im scheinen, da sie noch vielerlei andere Aufgaben zu erfüllen weis, daß sich die Frauen des arbeitenden Wolfes lebhaft für die gegentheiligen Falle erkennt die Tapezirer- Gehilfenschaft die Mit- hätten. Die Versammlung nahm schließlich folgende Rebeiden Phantasiegebilde des grrroßen Eugen: die Spar- Agnes glieder deffelben nicht mehr als Kollegen an und spricht ihnen solution an: und die Strampel- Anni, intereffiren. Denn diese beiden sollten das Recht ab, die Gehilfen zu vertreten." Hierauf berichtete" Die heute in Joel's Salon tagende öffentliche Bauarbeiter von den Referentinnen, den Genofsinnen Rohrlack und Ihrer Feder über die Thätigkeit der Werkstatt- Kontrollkommission. und Bauhandwerker- Versammlung beschließt: Da die Verhältnisse beleuchtet werden. Frau M. Rohrlack führte aus: Große Erfolge Veranlaßt durch Klagen über mißliche Zustände in der schon auf den Bauten, insbesondere die Baubuden, grenzenlos schlecht habe das Buch von Richter: Die sozialdemokratischen Zukunftsbilder, so oft kritisirten Werkstelle des Herrn Töppfe, habe sich find, und die freisinnige Majorität der Stadtverordneten bei den aufgeklärten Proletariern erzielt, nämlich große die Kommission mit den Werkstellen Berhältnissen über Bersammlung in ironischer Weise sich ihrer Pflicht erledigt hat, Lacherfolge. Niemand unter denselben habe es ernst genommen. haupt näher befaßt. Sie habe fast überall Mißstände verpflichten sich sämmtliche Anwesenden, in Butunft sich energischer Die Versammlung sei einberufen worden, damit den Frauen, den gefunden, sogar in den besseren" Wertstellen, hier dieser, dort der Sache zu widmen und die sozialdemokratischen Stadtverordneten hier zunächst Betheiligten, Gelegenheit gegeben werde, die Figur jener Art. Besonders hervor trete die häufige sanitäre Unzu- mit erforderlichem Material zu versehen, um Herrn Esmann und der berühmten Spar- Agnes einer fleinen Kritik zu unterziehen. länglichkeit der Arbeitsräume und die zu lange Arbeitszeit. Bor Genoffen zu beweisen, daß sie auf tapezirte Baubuden In den Reihen der Arbeiterinnen habe es Verwunderung erregt, Jahren schon hätten sich die Gehilfen den Neunstundentag er verzichten. Ferner verpflichten sich die Anwesenden, sich einer daß eine ihresgleichen in 5 Jahren 2000 m. sparen tönnen folle. tämpft und bereits werde 10, 11 und öfter sogar 12 Stunden Organisation anzuschließen, um den gemeinsamen Feind, das ( Seiterkeit.) Sie feien vielmehr der richtigen Meinung, daß in gearbeitet. Diese beiden Uebel müßten zunächst abgeschafft Rapital, erfolgreich bekämpfen zu können." dieser Zeit eine Arbeiterin faum 2000 Pfennige zurückzulegen im werden und zwar schon in diesem Frühjahr. Leider sei der Inftande sei.( Heiterkeit und lebhafte Zustimmung der anwesenden differentismus der Kollegen sehr groß; von den Kollegen in Mädchen und Frauen.) Spare ein für Lohn arbeitendes weib: 14 Wertstellen, die eingeladen seien, sich in einer Sitzung der liches Wesen wirklich, dann habe es mindestens einen Unter- Rommission vertreten zu lassen, weil man die betreffenden beamten oder Kleinmeister zum Vater, welcher alle Be Firmen für die schlechtesten hielt, hätten sich zwei Werkstellen dürfnisse und vielleicht sogar das Taschengeld bestreite. vertreten laffen. Troß dieser momentanen Gleichgiltigkeit, hoffe Im Verein deutscher Schuhmacher, Filiale Süd, hielt am Solche Mädchen gebe es zum Beispiel in Berlin bei er, daß es in der Saison ein leichtes sein werde, 27. Februar Genosse Dr. Lütgenau einen mit Beifall aufWertheim. Die tönnten wohl die von Richter angenommene die genannten Forderungen durchzudrücken. awar genommenen Vortrag über die Lebensbedingungen der arbeitenSumme in 5 Jahren sparen, betrachteten sich aber nicht als Ar- deshalb, weil während derselben einige Wochen lang den Klassen". In der Diskussion fprachen mehrere Kollegen im beiterinnen. Wenn Herr Richter wieder einmal das Bedürfniß alle brauchbaren Gehilfen sich in Stellung befänden. Die Herren Sinne des Referenten. Im Verschiedenen wurde die Stellunghabe, über die Verhältnisse der Arbeiter und Arbeiterinnen sich Perfchte, Rungel, Saube, Thiele, Schneider, nahme des Kollegen Bapte gegen die freie Arztwahl einer einauszulassen, dann möge er bas Material studiren, welches fie, Stirchner, Rahlen, Martiel, Fischer, Kloh und gehenden Kritit unterzogen. Diese Angelegenheit wird in einer Rednerin, nun verlesen werde. Da 3 stamme von zuverläs noch einige Kollegen ließen sich dann allgemein über die Miß- öffentlichen Versammlung zur Sprache gebracht werden. Zum figen Arbeitern und von ebensolchen Arstände im Tapezirerberuf aus, diese durch Beispiele aus einzelnen Schluß wurde bekannt gegeben, daß am Sonntag, den 12. März, beiterinnen, und veranschauliche die wirklichen Werkstellen illustrirend. Der in der Versammlung vom 19. Fe: Nachmittags 4 Uhr, bei klein, Schönleinstraße, eine VersammiErwerbsverhältnisse der arbeitenden Mädchen und Frauen. Die bruar angenommenen Resolution wurde nach Debattenschluß lung mit gemüthlichem Beisammensein stattfindet. " Darauf verkündete der Präsident die Ablehnung des Antrages des Staatsanwalts auf Inhaftirung des Angeklagten Franke. Die Urtheilsverkündigung in dieser Sache wird, wie bereits telegraphisch gemeldet, auf Donnerstag, den 9. d. M., Vormittags 11 Uhr, festgefeßt. Der Staatsanwalt beantragt dann noch zum Schluß, daß ihm die schriftliche Uitheilsbegründung gleich bei der Berkündung zugestellt wird, was vom Präsidenten zugesagt wird. Versammlungen. Und A = : Ein Antrag, demnächst wenn möglich im Norden- eine öffentliche Maurerversammlung einzuberufen behufs Stellung nahme zur Streit- Kontrollkommission wurde den Vertrauens männern überwiesen. Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Boltsblatt Berlin SW., Beuthstraße 2. Am Dienstag gelangt zur Ausgabe: Der sozialdemokratische 400/ 18* „ Zukunftsstaat." Verhandlungen des Deutschen Reichstages am 31. Januar, 3., 4., 6. und 7. Februar 1898. ( Veröffentlicht nach dem offiziellen stenographischen Bericht.) ca. 128 Seiten Lexikon- Oktav. Preis geheftet 15 Pf. Ju Partien Rabatt. Unser Bericht bringt nicht nur die Neden der sozial. demokratischen Abgeordneten, sondern die gesammte Debatte über die betr. Frage, also auch die Reden der Gegner, und wird derselbe den Parteigenossen als gutes Agitations. mittel dienen. Zahlreichen Bestellungen, die wir baldigst aufzugeben bitten, sehen wir entgegen. Alle Buchhandlungen, Kolporteure und Zeitungs- Spediteure nehmen Bestellungen entgegen. Bei Aufträgen von außerhalb ersuchen wir um gleichzeitige Einsendung des Betrages( Porto extra). Deutsche Kaffeemischung à Pfund 40 Pfg. Sozialdemokratischer Wahlverein Rohtabak. für den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Grösste Auswahl! am hiesigen Playe Dienstag, den 7. März, Abends 81/2 Uhr, im Lokale Königsbank, Große Frankfurterstr. 117: Versammlung. Preise!!." S. Wahl ber Billigste bequemste Bedingungen jetzt Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genofen R. Köster über die Pariser Kommune. 2. Diss fuffion. 3. Wahl der Revisoren. 4. Vereinsangelegenheiten. 5. Verschiedenes. Gäste willkommen. Neue Mitglieder werden in der Versammlung aufgenommen. Um zahlreichen Besuch ersucht der Vorstand. D Die Zahlstellen des Vereins befinden sich im Osten: W. Lock, Friedrichsbergerstr. 11, 0. Zabel, Frankfurter Allee 90. Oranienburgerstr. 2 B. bicht am Hackeschen Markt A. Goldschmidt Oranienburgerstr. Nr. 2 8728L* dicht am Hackeschen Markt. Möbel, Böhl, Frankfurter Alle 74. E. Ungering, Breslauerstr. 27. Spieckermann, Markusstr. 6. Rattke, Krautftr. 48. Gumpel, Barnimftr. 42. Südosten: Fritz Zubeil, Naunynstr. 86. Karl Scholz, Wrangelstr. 32. Gottfried Schulz, Admiralstr. 40a. W. Gesche, Wrangelstr. 85. Spindler, Reichenbergerstr. 118. 876/14 Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Mitglieder- Versammlung Dienstag, den 7. März, Abends 81/2 Uhr, Perlebergerstr. 13. Tages- Ordnung: Spiegel- 1. Bortrag des Reichstags- Abgeordneten Förßter über Arbeitslosigkeit 1. Polster- und Fragetasten. waaren, fowie ganze Ausstattungen, empfiehlt H. Strelow, Rixdorf, 2858L Berliner Strasse 40, am Denkmal. Unentbehrlich für jeden Haushalt. Dieſe Miſchung giebt von 1 Loth 2 Liter vorzügliches Kaffee- Bitte getränk. Nur allein echt in der Kaffeerösterei von A. Pennitz, Rosenthalerstr. 59. Bitte lesen Sie! und ihre Ursachen. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten, Verschiedenes 240/ 2* Gäfte haben Zutritt. Die Broschüren werden gratis an die Mitglieder in der Versammlung wie in den Zahlstellen verabfolgt. Die Zahlstellen befinden sich bei: 1. Franz Gleinert, Müller- u. Fennstraßen- Ecke im Lotal; 2. Steinbach, Antonstr. 1, Bigarrengeschäft; 3. Hilgenfeld, Bergstr. 60 im total; 4. Raabe, Ruppinerstr. 46 im Lotal; 5. Joh. Gnadt, Swinemünderftr. 120 im Lotal; 6. Emil Schmidt, Trescom- und Diedenhofenerstr.- Ede im Lotal; 7. Germ. Meinhardt, Pappel- Allee 3-4 im Lotal; 8. F. Lieske, Schwedterstr. 33 im Lotal; 9. Haverlandt, Bellermannstr. 87 im Lotal; 10.. Hermerschmidt, Moabit, Perlebergerstr. 28 im Lotal; 11. A. Linneken, Beuffelstr. 57 im Lotal. Die Zahlstellen bei Rogge, Veteranenstr. 14, und Fischer, Alt- Moabit 37, find eingegangen. Der Vorstand. Altenberg's dem. Färberei, Wäscherei, Garderob.- Reinig.- tot, 2000 Anzüge, fowie einzelne Zentral- Verband der Konditoren, Pfefferküchler und Anstalt, Neue Jakobstr. 9, Brunnenstr. 123, Andreasstr. 54, Fruchtstr. 36, Potsdamerstr. 57/58, empf. f. 3. Färb. u. Reinig. v. Garderob. feb. Art, Spizen, Gard., Möbelst. gef. 1 Mt. p. Pfd., Bettdeck. gef. 1,25 Mt. p. Stück. HerrenAnzug gereinigt, gebügelt von 2,50 k. an. Reparaturen billigst. Neu! 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Achtung! 96/6 Vergolder. Achtung! Große öffentliche Versammlung aller im Vergoldergewerk beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen am Montag, den 6. März 1893, Abenbe 8½, hr, in Th. Bolt Feßrälen, Alte Jakob- Straße Nr. 75. Tagesordnung: 1. Wie stellen sich die Bergolder Berlins zu den Abzügen bei der Firma Jörs und Sohn? 2. Verschiedenes. 858/5 Es ist dringend nothwendig, in dieser Versammlung zu erscheinen. Der Einberufer. Kranten- u. Sterbekaffe der Berliner Hausdiener.( E.§. 61.) cente Rassenstunden von 8-3 Uhr. Sonntags geschlossen. Verlegung des Kaffenlokals. Am 15, März cr. verlegen wir unser Rassenlokal nach Spittelmarkt 7, an der Gertraudtenbrücke, Vorderhaus 1/ a Treppe. Gravirung von Inschriften etc. 1647b Geringer Verdienst! T. M. Retzlaff, Brückenstr. 6( Jannowißbrücke). Betten-, Bettfedern- und Daunen- Handlung En gros. En detail. Spezialität: Mikado- Federn und Daunen. Theilzahlung gestattet! Bettenreinigun mit Dampfbetrieb. Rohtabak Großer Umfah! 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Mitgliederaufnahme. vis- à- vis der 1638 b 156/11 Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Achtung! Die Einberuferin. Achtung! Mäntelnäherinnen, Bügler u. Stepper! Versammlung Gold- u. Silberwaaren Wilhelm Böhm. des deutschen Sneider- und Shneiderinnen- Verbandes 3665L* Reinh. Wankel, Brunnenstr. 121 b, Gde der Anflamerstraße. Pferdebahn- Haltestelle. Treptow, Park. Jeden Sonntag im neu renov. Barquet. strasse. Gr. Ball. Sämmtliche Hüte mit Kontroll- am Montag, 6. März. Ab. 81/2 Uhr, in Hoffmann's Pestsälen, Oranienſtr. 180. marken. Großes Lager in Schirmen. E. Strauss, Schneidermstr., Blumenstr. 46, part., 3708L* Zages Ordnung: 1. Lohne und Lehrverhältnisse in der Mäntelbranche und die Frau als billige Arbeitskraft. Referentin Kollegin Frau Reimann. 2. Diskussion. Um zahlreichen Besuch bittet 270/13 Die Lokalverwaltung. empfiehlt sich zur Anfert. eleg. Herren- Vereinsabzeichen, Fahnen und Banner, Garderoben. Für guten Sitz u. saubere Arbeit wird garantirt. Lager v. 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Man wendet sich an die Armen- Direktion, AbVerein der Maschinisten und Heizer Berlins. Sonntag, den 5. März, Nachmittags 6 Uhr, in Schultheiß' Brauereiausschant, Neue Jatobstr. 24-25, Bersammlung. Vortrag des Herrn Rechtsanwalt Morris. Große öffentliche Versammlung für Männer und Frauen am Sonnordnung: Vortrag von Frl. Baader über Utopie und Wirklichkeit. D. H. Das Schriftchen Wissen ist Macht" von W. Liebfnecht ist in allen Partei- Buchhandlungen zu beziehen. zumachen. Wir hoffen, hiermit die Frage für unser Blatt er ledigt zu haben. Etwaige anderweite Zuſchriften würden nur unseren juristischen Sachverständigen persönlich angehen. Ein ehrlicher Deutscher, Breslan. Die Anonymität tag, den 6. März, Abends 6 Uhr, bei Otto Klein, Schönleinitr. 6. Tages- Shres Schreibens weist nicht gerade auf einen ehrlichen theilung für die Waisen- Verwaltung. Die Anrede machen Sie Theater- und Vergnügungsverein Fritillaria". Generalversamm Deutschen" hin. Sie halten den Arbeitern die hohen Ansprüche wie Sie wollen. lung Abends 6 Uhr bei Herrn Dressler, Barnimstr. 16. bei geringer Besoldung vor, die oft genug an Beamte gemacht werden, und zitiren zum Beweise hierfür Anzeigen aus der Monatsschrift für deutsche Beamte". Aber find es denn die Arbeiter, welche die Hungerlöhne der unteren Beamten zu verantworten haben? Gerade die Sozialdemokratie ist jederzeit für eine menschen würdige Besoldung derselben eingetreten. glauben Sie, daß Sie besser stehen würden, wenn die Töpfer, deren hoher" Lohn Sie so alterirt, schlechter gestellt wären? O. 8. Wenden Sie sich mit Ihrer Anfrage direkt an den Grütli- Verein. bet Weigt. Verein Berliner Portiers und Berufsgenossen( gegr. 1885). Berfammlung am Montag, den 6. März, Abends Uhr, Markgrafenftr. 87, Sozialdemokratische Lese- und Diskutieklubs. May Ranfer, jeben Sonntag Vormittags 10% Uhr im Stestaur. Schömann, Heimstr. 16. Reimer" jeden Montag, Abends Uhr bei Rudolph Bahr, Gerichtstr. 10. Briefkaffen der Redaktion. Und G. B., Charlottenburg. Schriften zur Agitation in Schlesien sind zu senden an Gutsche, Hermsdorferstr. 11. D. W. Wenn Sie noch Mitglied der Kasse waren, haftet allein diefe; ob Sie aber Mitglied der Kaffe waren, läßt sich ohne Einsicht in das Statut und ohne Rücksprache nicht be urtheilen. Für die Arbeiter- Bildungsschule empfangen vom Spar und Kreditverein Einigkeit" 20,- Von der Ethischen Gesellfchaft 50,-. Bund der geselligen Arbeitervereine 10,- Summa 80 M. Besten Dant 6. Gumpel, Barnimftr. 42. Die Frage in Betreff des bewährtesten stenographischen Syftems war unter die Rechtsfragen gelangt, und ist in der vorigen Nummer von unserem juristischen Sachverständigen Zwei Wettende in der Pappel- Allee. 1. Der Bastillend nach seiner privaten Ansicht beantwortet worden. Die Re- sturm fand am 14. Juli 1789 statt. 2. In Varennes, wo dattion maßt sich feinesfalls an, jene Frage zu entscheiden Ludwig XVI. auf seiner Flucht am 21. Juni 1791 angehalten Sie weiß, daß jedes der bestehenden Systeme seine Vorzüge und wurde, war wohl keiner der genannten anwesend. 3. Am Mängel hat, daß den Anlagen und dem Bildungsgange des einen 11. August 1792 wurde der König als Gefangener nach dem das eine System beffer entspricht als dem des anderen; daß die Palast Luxembourg gebracht und von dort nach einigen Tagen Berliner Bock- Brauerei [ 8795 L Tempelhofer 54. Bock- Saison. Berg. Hente Sonntag: Großes Militär- Doppel- Konzert.[ Anfang 4 Uhr. Bock Jubel und-Trubel. Welt- Restaurant S. Dresdenerstr. 97. Norddeutsche Sänger, 7 Pers. 2. Saal: Herr Wehl, plattdeutscher Romiter, Frl. Johanna Hansen, Fris. Geschw. Valconie. Anf. in der Woche 7 Uhr, Sonnt. 5 Uhr. Concerthaus Sanssouci, Kottbuserstrasse 4a. Sonnabend, den II. März cr.: Grosser Wiener Maskenball des Gesangvereins Männerchor ,, St. Urban: Billets à 50 Vf. find in den mit Blafaten belegten Geschäften zu haben. 158/4 Der Vorstand. Restaurant Concordia- Garten. 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