Nr. 56. Erscheint täglich außer Montags. Brets pränumerando: Biertel: jayzlich 8,30 Mart, monatlich 1,10 m, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags= Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Gelt" 10 Pfg. Boft- Abonnement: 8,30 ml.pro Quartal. Unter& reuz band: Deutschland u. Defterreich: Ungarn a Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1893 unter Nr. 6708 Vorwärts 10. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Betttzelle oder beren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Beriammlungs- Anzeigen 20 fg Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Dte Expedition ist an Wochens tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Bormittags geöffnet. Sernfprech- Anschluß Amt 1, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Rann Europa abrüffen? VI. Dienstag, den 7. März 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Bevölkerung Rußlands, und der Ruin des Bauern war außer ftande ist, einen Verzweiflungstrieg vom Zaun zu gleichbedeutend mit dem wenigstens zeitweiligen Ruin brechen, falls wir nicht selbst dumm genug sind, das Geld Rußlands.*) dazu ihm in den Rachen zu werfen. Nachdem dieser Prozeß der gesellschaftlichen Umwälzung Man begreift nicht die Unwissenheit der französischen an die zwanzig Jahre gedauert, stellten sich noch andere Regierung und der sie beherrschenden französischen, bürgerDie innere Lage Rußlands ift augenblicklich eine faft Resultate heraus. Die rücksichtslose Entwaldung vernichtete Itchen, öffentlichen Meinung. Nicht Frankreich bedarf verzweifelte. Die Bauernemanzipation von 1861 und die die Vorrathskammern der Bodenfeuchtigkeit, das Regen- Rußlands Rußland bedarf vielmehr Frankreichs. Ohne mit ihr theils als Ursache, theils als Wirkung zusammen- und Schneewasser floß, ohne aufgesogen zu werden, rasch Frankreich wäre der Zar mit seiner Politik isolirt in hängende Entwickelung der tapitalistischen Großindustrie durch die Bäche und Ströme ab, starke Ueberschwemmungen Europa, machtlos müßte er im Westen und im Balkan haben dies stabilfte aller Länder, dies europäische erzeugend; aber im Sommer wurden die Flüsse seicht und alles gehen lassen, wie es geht. Mit etwas Berstand könnte China, in eine ökonomische und soziale Revolution ge- der Boden vertrocknete. In vielen der fruchtbarsten Frankreich aus Rußland alles herausschlagen, was es worfen, die nun unaufhaltsam ihren Gang geht; und Gegenden Rußlands soll das Niveau der Bodenfeuchtigkeit wollte. Aber statt dessen kriecht das offizielle Frankreich diefer Gang ist einstweilen ein vorwiegend verwüstender. um einen vollen Meter gefallen sein, so daß die Wurzeln auf dem Bauche vor dem Baren. Der Adel erhielt bei der Emanzipation Entschädigung der Getreidehalme es nicht mehr ferreichen und verdorren. Der Weizenerport Rußlands ist bereits ruinirt durch in Staatsschuldscheinen, die er möglichst rasch verjubelte. So daß nicht nur die Menschen ruinirt sind, sondern in die wohlfeilere amerikanische Konkurrenz. Bleibt als HauptAls dies vollbracht, eröffneten ihm die neuen Eisenbahnen vielen Gegenden auch der Boden selbst auf wenigstens ein ausfuhrartikel nur der Roggen, und der geht fast auseinen Markt für das Holz seiner Wälder; er ließ das Menschenalter hinaus. nahmslos nach Deutschland. Sobald Deutschland Holz schlagen und verkaufen, und lebte abermals herrlich und Diesen, bisher chronisch verlaufenden Prozeß des Ruins Weiß brot ißt statt Schwarz brot, ist das in Freuden, so lange der Erlös reichte. Die Bewirth hat die Hungersnoth von 1891 atut und damit vor alleriebige offizielle garisch großbürgerliche schaftung der Güter, unter den neugeschaffenen Bedingungen Welt sichtbar gemacht. Und deshalb kommt Rußland seit Rußland bankrott. und mit freien Arbeitern, blieb meist sehr unbefriedigend; 1891 nicht aus der Hungersnoth heraus. Das böse Jahr was Wunder, daß der russische grundbesitzende Adel hat das letzte und wichtigste Produktionsmittel der Bauern über und über verschuldet, wo nicht geradezu bankrott ist, und daß der Ertrag seiner Güter an Produktion eher ab als zunimmt. das Vieh großentheils ruinirt und ihre Verschuldung auf einen Höhepunkt getrieben, der ihre leyte Widerstandstraft brechen muß. Fr. Engels. In einer solchen Lage könnte ein Land höchstens einen Politische ebersicht. Der Bauer erhielt weniger und meist schlechteres Land als er bisher befeffen; die Gemeinweide- und Waldnugung Verzweiflungsfrieg unternehmen. Aber auch dazu fehlen die Berlin, den 6. März. wurde ihm entzogen, und damit die Grundlage der Bieh- Mittel. In Rußland lebt der Adel von Schulden, lebt haltung; die Steuern wurden bedeutend erhöht und sollten jeht auch der Bauer von Schulden, und von Schulden lebt Aus dem Reichstage. Bei Beginn der Sigung nun von ihm selbst überall in Geld gezahlt werden; dazu vor allen der Staat. Wieviel Geld der russische Staat waren heute keine zwei Dutzend Abgeordnete im Gal. famen die Ratenzahlungen ebenfalls in Geld für Ver nach außen schuldig ist, weiß man: über vier Milliarden Der Abgeordnete Bebel hielt zunächst noch eine fleine Nach zinfung und Amortisation des vom Staat vorgeschossenen Mart. Wieviel er im Innern schuldig ist, weiß kein lefe zu den Verhandlungen über den Bostassistenten- Verband, Lostaufsgeldes( wykup); furz, zu aller Verschlechterung Mensch; erstens weil man weder die Summe der um dann das Bestreben der Postverwaltung zu geißeln, das feiner allgemeinen ökonomischen Lage tam die plötzliche aufgenommenen Anleihen noch die des in Zirkulation überall darauf hinauslaufe, Ueberschüsse zu erzielen, um Zwangsversehung aus der Naturalwirthschaft in die Geld- befindlichen Papiergeldes kennt, und zweitens weil dies damit den Militärmoloch zu füttern. Nach Bebel bestritt wirthschaft, die allein hinreicht, die Bauerschaft eines Landes Papiergeld jeden Tag seinen Werth wechselt. Soviel aber der Direktor des Reichspostamtes die Berechtigung aller zu ruiniren. Die Folge davon war die üppige Entwicklung ist sicher: der Kredit Rußlands im Ausland ist erschöpft. vorgebrachten Klagen und vertheidigte, so gut es gehen der Ausbeutung des Bauern durch die ländlichen Geld- Die vier Milliarden Mart russischer Staatsschuldscheine haben wollte, die Maßnahmen seines Ressorts. Nach diesen beiden befizer, reichere Bauern und Schnapskneipenwirthe, mirojedy ben westeuropäischen Geldmarkt über und über gesättigt. Eng- Reden nahmen die Verhandlungen ein sehr rasches Tempo an. ( wörtlich Gemeindefreffer) und kulaki( Binswucherer). Und land hat sich längst, Deutschland hat sich neuerdings des größten Schmidt( Mittweida) vertrat noch die Klagen der Post- Unterals ob alles das nicht genüge, tam dazu die neue große Theils seiner Russen" entledigt. Holland und Frankreich beamten über die Geringfügigkeit des Anfangsgehaltes und die Industrie und ruinirte die Naturalwirthschaft der Bauern haben sich durch den Ankauf derselben ebenfalls den Magen Mängel der Winterbekleidung. Die einzelnen Pofitionen bis auf den letzten Reft. Nicht nur untergrub ihre Ron- verdorben, wie sich bei der letzten russischen Anleihe in wurden nach den Vorschlägen der Budgetkommission anfurrenz die häusliche industrielle Produktion des Bauern Paris zeigte; von den 500 Millionen Franken konnten nur genommen und so der ganze Bostetat in zweiter Lesung erfür den eigenen Bedarf, fie nahm auch seiner für den Verkauf 300 untergebracht werden, 200 Millionen mußte der russische ledigt. Morgen steht der Marine- Etat auf der Tages bestimmten Handarbeit den Markt weg oder stellte fie, im Finanzminister den zeichnenden und überzeichnenden Bankiers ordnung. günstigsten Fall, unter die Botmäßigkeit des tapitalistischen wieder abnehmen. Der Beweis ist damit geliefert, daß eine In dem Strafverfahren gegen Freiherrn von Münch, „ Verlegers" oder, was noch schlimmer, seines Mittels- neue russische Anleihe selbst in Frankreich für die nächste das bereits mit der Verurtheilung abgeschloffen ist, hatte mannes. Der russische Bauer mit seinem waldursprüng- Beit absolut keine Aussichten hat. der Reichstag bekanntlich Aufschub bewilligt, in lichen Ackerbau und seiner altkommunistischen Gemeinde- Das ist die Lage des Landes, das uns angeblich mit irrigen Voraussetzung, daß das Verfahren noch schwebe. verfassung wurde so plößlich in Kollision gebracht mit der unmittelbarer Kriegsgefahr bedroht, und das doch sogar Der Reichstanzler übersandte infolge dessen an den entwickeltsten Form der modernen großen Industrie, die sich Reichstag ein Schreiben, in dem er erklärte, der bes einen inländischen Markt gewaltsam schaffen mußte; eine Ich habe das alles schon vor einem Jahre entwidelt in zügliche Beschluß beruhe wahrscheinlich auf einem Miß-, Lage, worin er rettungslos zu Grunde gehen mußte. Aber der Neuen Zeit" 1891/92, Nr. 19, Artikel: Der Sozialismus in verständniß, bisher habe der Reichstag in tonftanter Praxis bas war beinahe neun Zehntel der Deutschland. nur das Recht in Anspruch genommen, daß ein schwebendes der Bauer Feuilleton. Radbrud verboten.) [ 32 Die Laufbahn eines Nihilisten. Von S. Stepniat. Bimmers betrachtete er aber als unnüze Zeit- und Kraftverschwendung. Er fand keinen philosophischen Grund, warum der Staub, den wir auf der Straße treten, auf dem Fußboden des Zimmers so verwerflich sein sollte. Da Andrej auch nicht sehr darauf achtete, wurde das Zimmer nur einmal im Monat ausgefegt. Das Picknick sollte in einem eine Meile von der Stadt gelegenen Wäldchen vor sich gehen. Es war ein weiter Weg bis zu dem Drte. Für das Abendessen, welches am Orte selbst gefocht werden sollte, war erst der späte Abend festgesetzt. Wassilij hielt es daher als praktischer Mann für rathsam, sich vor dem Weggehen zu stärken. Er hatte alles Nothwendige bei der Hand und wollte recht rasch etwas zubereiten. Sie der reitete den Thee. Annie Wulitsch als Gaft und Andrej als Herr erhielten jeder eine der zwei Gabeln und Teller. Wassilij mußte sich in seiner Eigenschaft als Diener mit einer Untertaffe nnd dem Taschenmesser begnügen, welches er durch eine Schnur am Gürtel befestigt hatte Aber ums Himmelswillen, ich kann doch nicht auf einem solchen Tische essen. Ihr könntet Kartoffel barauf pflanzen," sagte Annie Wulitsch, während sie mit den Fingerspigen Figuren in dem aufgehäuften Staube zog. Wenn's weiter nichts ist!" sagte Wassilij, in einer Minute soll alles in Ordnung sein." Autorisirte Uebersehung. Frei ins Deutsche übertragen von Bertha Braun. Er sah sich nach einem Staubtuch um und seine Augen Das Zimmer, in welchem die beiden Freunde wohnten, fielen auf sein rosafarbenes Beinkleid, welches groß und war in der That kein Muster von Reinlichkeit. Der vierbreit an der Wand hing. Wassilij war ein sparsamer eckige Tisch, der von ihren Aermeln beständig gerieben Haushälter, welchen der Gedanke, etwas einzubüßen, sehr wurde, war noch verhältnißmäßig sauber; nur die Ecken Sie hatten teine Luft, ihr Mittagbrot täglich im quälte. Er hatte seine ganze Garderobe aus der Schweiz waren mit Staub und Brotkrumen bedeckt. Auf dem Fuß- Restaurant einzunehmen, denn einerseits war es zu fost mitgebracht und hoffte, daß sie ihm auf die eine oder Da Weise nüßen könnte. boden lag aber eine grau- blaue Schicht weichen flaumigen spielig, andererseits auch nicht sicher an einem Ort zu gehen, andere es ihm aber von Sina Staubes gleich dem ersten dünnen Schnee in einem Hof- der von Leuten verschiedenster Art besucht wurde. worden war, dies entschieden verboten raum. Weißes, gelbes und blaues Backpapier lag in aßen deshalb zu Hause und bereiteten sich selbst ein Mittags auffallende Beinkleid zu tragen, welches überall die Aufmalerischer Unordnung umher. Einige Stücke waren bereits effen, welches wenig Geld und Mühe foftete ein Stüd merksamkeit auf sich ziehen mußte, hing er es in sein mit einer dünnen Staubhülle bedeckt, welche die ursprüng- Schinken, ein halbes Dutzend Eier, einige Häringe, dazu Zimmer, um demselben, wie er sagte, ein wohnlicheres lich Farbe trübte und bewies, daß sie nicht erst seit der unvermeidliche Thee genügten ihrem anspruchslosen Aussehen zu geben". Aber in seinem Uebereifer, wenn heute dalagen. Der farbige Mosaikboden war mit Gaumen vollkommen. er einer Dame dienstbar sein konnte, vergaß er seine SparEierschalen, Bigarrenstummeln und vertrockneten Brot- Wassilij öffnete den Speiseschrank, in welchem er die samkeit. fruften bedeckt, welche welche unter dem Fuße frachten, Theebüchse, das Brot und die Borräthe aufbewahrte. Dort Er nahm das so lange aufbewahrte Beinkleid vom und wenn man sie vom Platze stieß, dichte Staubwölkchen befand sich ein großes Laib Brot, Thee, Zucker und Milch. Nagel, riß ein Stück heraus und reinigte zuvorkommend aufwirbelten. Für ein einfaches Mahl hätte dies genügt. Bei dieser den Tisch damit, bevor das lachende Mädchen Einwand er Gelegenheit wollte er aber etwas besseres haben. Er eilte heben konnte. zum nächsten Laden und kehrte nach ein oder zwei Minuten mit einem Stück Käse und einem großen Packet warmer Würstchen, die in Papier eingeschlagen waren, zurück. Andrej hatte nämlich das Zimmer ohne Bedienung gemiethet. Die Bedienung, alles, das Fegen eingeschlossen, lag dem angeblichen Kutscher ob. Wassilij führte die Aufträge aus, putte Andrej's Stiefel und besorgte mit lobenswerther Pünktlichkeit den Samowar. Das Ausfegen des Wassilij setzte den Samoroar auf den Tisch und be " Sie sind ein wahrer Barbar, Wassilij!" rief sie. " Warum?" fragte er in unschuldiger Ueberraschung. Wollenstoff reinigt besser als Leinen." Möglich. Leider gebrauchen Sie aber weder wollene " erflärt. Bei der Reichstage Stichwahl im Wahlkreise LiegnißHannau- Goldberg am 4. März find bis jetzt gezählt: für Stadtrath Jungfer( freif.) 12 001 Stimmen, für Hertwig ( Antifem.) 7449 Stimmen. Nur noch einige Orte stehen # = # = Dilemma. Strafverfahren gegen einen Abgeordneten einzustellen sei. Junker und Junkergenoffen nicht fähig sind, ihr Blatt über von anderen Genoffen abgehalten. Trotz der immer wiederholten Der Beschluß sei daher ungiltig, zumal er dem Wortlaut Wasser zu halten? Wir fragen noch. Die nothleidenden Aufforderung wagten die Liberalen nirgends, uns in öffentlichen der Verfassung widerspreche. Die Geschäftsordnungs- Kom- Landwirthe" sind pfenniglos, und die Bölle müssen erhöht Bersammlungen gegenüberzutreten, dagegen machten sie natürlich miffion hat sich aus diesem Anlaß heute mit der Frage werden, schon um des Herrn Schrempf, des mit der Wahr Umstande, daß bei der indiretten Wahl die Stimmabgabe in der von dem Einfluß des Geldfacts ausgiebigen Gebrauch. Bei dem beschäftigt und die Sache durch das Schreiben für erledigt heit gar munter umspringenden Sozialistentödters, willen. Braris aufhört, eine geheime Wahl zu sein, ist es außerordentlich Chriftliche Liebe. Mit großem Behagen druckt die anzuerkennen, daß sogar in jenen Orten, wo irgend ein Rabob Deutschfreifinnige Denunzianten. Den Tintenfulis Germania" aus dem diesjährigen Fasten Hirten für uns unmöglich schien, wir sehr ansehnliche Minoritäten er unbedingter Herrscher ist und ein Durchbringen von vornherein des Geldjudenthums sind die schäbigsten Mittel zum Kampfe briefe des aus dem Rock Prozesse bekannten Bischofs langten. So unterlagen wir in Tannwald mit 59 gegen gegen die mit tödtlichem Haffe verfolgten Antisemiten Korum in Trier ein Langes und Breites wider die 61 Stimmen, in Johannisberg mit 22 gegen 24, in Neudorf mit gerade gut genug. Wie Herr Eugen Richter in der Juden gemischten Ghen ab. Die Kirche hat an der Ver- 81 gegen 83. Fm Sablonzer Bezirke, wo vor zwei Jahren nicht flinten- Geschichte gehandelt, das ist von uns feiner Beit ge ewigung der tonfeffionellen Gegenfäße ein lebhaftes Interesse. ein einziger Sozialdemokrat als Wahlmann burchging, hatten bührend beleuchtet worden. Sein Gesinde eifert ihm nach und Macht geht vor Duldsamkeit. wir diesmal 81 Wahlmänner; in dem ganzen Wahlbezirk iſt und sucht den Meister noch zu überbieten. Sobald die unfere Stimmenzahl von 50 im Jahre 1891 auf 105 gestiegen. Interessen dieses Liberalismus bedroht sind, verflüchtigen Zu den Poftdebatten. Der ultramontane Reichstags. Wir fönnen mit dem Erfolg unserer Wühlarbeit", wie unsere fich die Säge des Programms zu eitel Dunst, Ausnahme- Abgeordnete ingen 3 bat bekanntlich in der Bostetat Gegner die öffentliche agitation in größtem Stil bezeichnen, zumaßregeln wider die Gegner werden empfohlen, die Breß- Debatte als freiwilliger Regierungskommissär die Schale frieden sein. Es zeigte sich, daß weit in den Mittelstand hinein und Redefreiheit ist für die Widersacher der Mosse und feines Bornes über den Potassistenten- Berband der Druck der sozialen Noth so groß geworden ist, daß das Zutrauen zur heutigen Gesellschaftsordnung und die Neigung, sich Cohn zu tafsiren, und die verächtliche Angeberei steht im ausgegossen und dabei sein sozialreformerisches Herz aller von den staatserhaltenden Barteien nasführen zu lassen, rasch im Schwange. Hat da mährend der Stichwahl- Agitation im Welt gezeigt. Die Kölnische Bolts Zeitung" liest ihrem Schwinden begriffen ist. Kein Wunder, daß das Resultat unsere Liegniger Kreise der Ahlwardt seine spaßhaften Reden ge. Parteigenossen den Text: Diese Aeußerung läßt den Kern Gegner erschreckte. Insbesondere aber der Umstand, daß in dem redet, die deutschfreifinnigen Blättern, wie dem Liegniger puntt, um welchen es sich handelt, außer Betracht, nämlich rein ländlichen Bezirk Friedland nicht weniger als 29 sozialAnzeiger" dem Berliner Tageblatt", ber die Frage: ob die Reichspoft- Verwaltung die Zugehörigkeit demokratische Wahlmänner( auf je 500 Einwohner entfällt Bossischen Zeitung", die ihren Mary ganz ver- zum Verbande zu verbieten, bezw. durch Maßregelungen ein Wahlmann) gewählt wurden, ist es, der sie starr vor Ergeffen zu haben scheint, u. s. w., die willkommene Gelegenheit aller Art unmöglich zu machen berechtigt ist. Diese Frage ftaunen machte. Es ist fein Bweifel: Hätten wir in diesem Bebieten, ihn zu denunziren wegen einer sehr wenig ehrer- muß verneint werden. Die Postassistenten machen lediglich Wahlzensus, so hätte die Sozialdemokratie auf der ganzen Linie sirt auch nur das direkte Wahlrecht, selbst mit dem heutigen bietigen Aeußerung über den Kaiser". So schüßt der Deutsch brauch, wenn sie sich behufs Wahrung ihrer berufs- unferer Seite gang außerordentlich zugänglich, und die Gr von einem verfassungsmäßigen Recht Ges gefiegt. Die Kleinbauern erwiesen sich der Aufklärung von freifinn die Redefreiheit. genossenschaftlichen Interessen zu einem Verbande zusammen- fahrungen, welche gerade diese Wahlagitation für uns gebracht Der Bund der Landwirthe wird, wie sein Vorstand schließen. Sie folgen dabei lediglich dem Beispiele anderer hat, sind allein genügend, um das Wort vom„ antiin einem an die Blätter versendeten Rundschreiben befannt Beamtenkategorien und der weitesten Bevölkerungskreise. follettivistischen Bauernschädel" in das Gebiet der Märchen giebt, demnächst seine Organisation durchführen. Es Auch wenn der Verband auf die Förderung der wirth zu verweisen. Die Fasanengärten und Wilegehege der Großist selbstverständlich, daß dieser Fach verein ber Brotschaftlichen Interessen sich beschränkt, so ist das grundbesitzer in der bortigen Gegend sprechen eine sehr deutliche vertheuerer sich als Beutralverband aufthun darf, tein Grund, gegen denselben sich auszusprechen. Es ist uns Sprache; und wenn die Fabrilanten, welche die Bezirksverwal tung beherrschen, für die Prinzipien des Liberalismus" eintreten, ohne daß ihm jene Schwierigkeiten erwachsen, die für die nicht bekannt, daß der Verband als solcher der Religion fo genügt ein Blick auf bie ausgemergelten, degenerirten AusArbeiter Verbände alltäglich sind. Wenn der Borftand und Sittlichkeit jemals zu nahe getreten wäre; etwaige beutungsobjekte der Fabriksbarone, um zu veranlassen, daß man des Bundes bei uns anfragt, ob uns auch für die Zukunft Ausschreitungen einzelner Mitglieder aber fönnen nicht zu ihnen ins Geficht lacht. Sicher ist, daß der Boden in den Infeine Busendungen genehm seien, so ist die quellenmäßige einer Berurtheilung der Verbandsbestrebungen überhaupt duftriebezirken Desterreichs, insbesondere aber in Nordböhmen Erforschung der agrarischen Wünsche und Strebungen natür- führen; solche tommen auch in anderen Verbänden und Ver- von der Sozialdemokratie so durchpflügt ist, daß bei der geringsten lich willkommen. einen vor, ohne daß man benselben deshalb die Daseins Erweiterung des Wahlrechtes, vom allgemeinen Wahlrecht gar berechtigung abspricht." Wie kann Herr Lingens auch so nicht zu sprechen, eine ganze Reihe von Bezirken uns gehört. unverblümt aus der Schule plaudern?- Der Berlinerie bürgerlichen Parteien befinden sich nun in einem argen Nachrichtensammler der Frankfurter Beitung" verübt in völkerung immer brückender, der Ruf nach dem allgemeinen Der heutige Buftand des Wahlrechtes wird der Bea der Sonntagsnummer seines Organs einen Schreibebrief, der Wahlrecht ist durchaus nicht mehr auf die Sozialdemokratie be ein Muster des Nichtwarm- und Nichttalt- Stils ist. Nachdem schränkt und immer mehr werden die heutigen Zustände als der Vorwärts" seit Jahr und Tag die Lage der Post- Unter. Schach empfunden, für welche insbesondere bie liberale Bartei Vertrauliches and dem deutschkonservativen beamten und die selbstherrliche Unterdrückungspolitik der Post. verantwortlich gemacht wird. Wenn also das heutige Wahlrecht Lager. Unser Bruderblatt, die Schwäbische Tag: Debersten mit urkundlicher Sorgfalt beleuchtet hat, nachdem in der aufrecht erhalten bleibt, verlieren alle Barteien immer mehr an veröffentlicht ein vertrauliches Rundschreiben Postdebatte diese betrübenden Zustände haarscharf zu Tage Boden im Bolte; erweitern sie das Wahlrecht aber, so wissen sie vom Aufsichtsrath der Teutschen Reichspoſt" und vom getreten find, nachdem der mitleidslos zerzaufte Auerhahn sehr genau, daß ihnen eine ganz beträchtliche Zahl von WahlIreifen sofort und unwiderbringlich verloren geht. Darum ver geschäftsführenden Ausschuß des conservativen Vereins in Schüße Stephan trotz der zufällig" in feine Hände" ge ichanzen sich die Deutschliberalen hinter allerhand angeblichen Württemberg. Die schwäbischen Konservativen, deren Organ fallenen" Briefe- das Briefgeheimniß ist fo ficher wie Rücklichten, auf nationale Intereffen und eben fo wenig be die öde Deutsche Reichspost" ist, sind nach dieser Kund- die Bibel auf dem Altar in die Wolfsschluch t" gegründete Beforgniffe por tleritalen Erfolgen, um die Aufrechtgebung in arger Bedrängniß und schwingen den Bettelsack. morfen war, flötet der Gewährsmann der„ Frants. Btg.":" Ein erhaltung des bisherigen Wahlmodus zu rechtfertigen. Aber Sie sagen:" Thatsächlich ist die Lage so, daß wenn unsere Gemisch von Abwehr und Angriff war die große Rebe, in immer mehr wird es tlar, daß einzig und allein das allgemeine Varteigenoffen und Freunde für die Reichspoft und für der er( Stephan) Herrn Vollrath zu widerlegen suchte. Wahlrecht Defterreich aus der vollständigen Bersumpfung der Grhaltung des Sekretärpostens des Herrn Schrempf die Dabei tommt er mit der Kenntniß einzelner Thatsachen, politischen Verhältnisse retten kann. oben angegebene Summe nicht aufzubringen bereit sind, die kleinen Geschichten, in denen man ihn nicht widerlegen Die Judengefehe in Rußland. Im russischen MiDeutsche Reichspoft am 31. März 1893 zu erscheinen tann, Geschichten, die außer ihm niemand tennt, von denen nifterium des Innern ist ein Gesezentwurf in Ausarbeitung, aufhören wird. Wir sind der Ansicht, daß es ein großer auch unklar bleibt, woher er fie tennt, aber er weiß alles, nach welchem den Juden, welche in den Flecken und Städten nicht mehr gut zu machender Fehler wäre, wenn in der er fennt seine Pappenheimer, die Verfasser anonymer An- des 50 Werft breiten westlichen Grenzgürtels wohnen, das jeßigen Beit allgemeiner Gährung die einzige konservative griffe. Das Urtheil wird für den Reichstag in solchen Recht verliehen werden soll, bort weiter zu wohnen, wäh Zeung Württembergs aus Mangel an Geldmitteln ällen wirklich schwierig und der gewandte Be rend das zur Zeit giltige Gesetz den Juden verbietet, daeingehen müßte und damit jede Vertretung unserer herrscher des Reichs- Bostwesens geht schließlich als Sieger felbft zu wohnen, falls fie nicht bereits vor dem 27. Oftober Grundsäge in der Presse aufhören würde. Gine hervor." In solchen Fällen wird das Urtheil wirklich 1858 fich dort niedergelassen haben. Der neue Gesezentwurf Partei ohne eigenes Blatt ift ohne Einfluß schwierig", wie man solche Schreibübungen zu tagiren hat- soll in der nächsten Reichsrathssession zur Verhandlung auf die öffentliche öffentliche Meinung Meinung und das öffentliche in einem Organ der Demokratie. tommen. Die Gouverneure find angewiesen worden, die Leben und verliert naturgemäß ihre bisherigen AnAusweisung von Juden inzwischen zu sistiren. Diese Verhänger; von unseren Gegnern, namentlich den SozialKönig Bell ist vor einigen Tagen in Hamburg an- günstigungen erstrecken sich auch auf schon verfügte und demokraten, könnten wir lernen, welchen Werth sie auf ihre gekommen und wird jetzt wohl in Berlin sein. Da nun rechtskräftig gewordene Ausweisungen. Barteiblätter legen, mit welchen Opfern sie dieselben unter König Bell ein sehr ruppiger König ist, und so aussteht wie Spanische Korteswahlen. Aus Madrid wird gea flüßen und welchen ungeheuren Erfolg sie denselben ver- sivilifirter Strolch, so wird es den rechtgläubigen Berehrern meldet: In Madrid find alle republikanischen ein ganz gemeiner Strolch, ja noch etwas ruppiger als ein danken. Wir erlauben uns deshalb die ebenso dringende bes Königthums von Gottes Gnaden angst und bange um Randidaten gewählt; Madrid entsendet somit 6 Republikaner als herzliche Bitte, Sie wollen nicht nur Ihren seitherigen ben Respekt, welchen das Menschenvolt vor einem König und 2 Monarchisten in die Deputirtenkammer; unter den Beitrag für die Deutsche Reichspost" entsprechend erhöhen, haben muß; und sie belehren uns, vorgreifend und für gewählten Republikanern befindet sich Borilla. oder falls Sie bisher noch feinen Beitrag gegeben haben, einen solchen bewilligen, sondern auch Ihnen bekannte Ber- fichtiglich, daß König Bell gar kein richtiger König sei, sondern Klerikalen haben feinen ihrer Kandidaten durchgebracht. Gewählt sind sonen conservativer Gesinnung zur Zeichnung von Beiträgen blos ein Negerhändler und so etwas wie ein Dorfschulze bei Castelar ist in Sevilla gewählt worden. auffordern und veranlassen." Wie kommt es wohl, daß die uns. Mit Verlaub, Ihr Herren, König Bell mag sehr ruppig in der Stadt der Straßenkämpfe, Barcelona, zwei fein, aber er ist ein richtiger König; er ist ein König, genau Re publifaner, drei Ministerielle; in Sevilla ein so wie die alten Könige der Germanen Rönige waren nicht te publitaner, zwei Ministerielle, ein Konservativer; noch Leinen- Staubtücher, noch Besen irgend welcher Art, beffer und nicht schlechter. Und wenn die Dinge in Afrika fich in Saragossa zwei Republikaner, ein Ronwie ich bemerken muß," fagte fie, auf den Fußboden zeigend. ebenso entwickeln wie in Europa, wird der Ur- Urenfel des Sie follten sich schämen, das Bimmer ihres Herrn in Königs Bell die unverschämten Gesellen, die seine Königschaft so einem solchen Zustande zu halten." frech anzweifeln, wie das jetzt mit König Bell geschieht, Wassilij zuckte nur mit den Schultern. D, das wegen Majestätsbeleidigung auf mindestens anderthalb Jahre Bimmer? Das ist noch gar nichts," fiel Andrej ein. ins Loch" stecken lassen. Fragen Sie lieber, ob wir nicht ganz in einen Zustand ber Barbarei verfallen." aus. 10 a cht" " " 17 " Arbeiterinnenschutz in der Schweiz. Das schweize Er erzählte, wie Waffilij, seitdem er Rutscher geworden rische Nationalkomitee des internationalen Bundes der war, die Gewohnheit angenommen habe, sich nur am Freundinnen junger Mädchen" richtet an die BundesSonntag das Gesicht zu waschen, nie ein Handtuch zu ge- versammlung ein Gesuch um Revision des Artikels 81 der brauchen, das Gesicht am Kissen abzuwischen und die Hände pan selbst trocknen zu lassen. Es macht Hände und Gesicht rauh, wie sich's für einen Rutscher geziemt," erklärte Wassilij. Bundesverfassung in dem Sinne, daß dem Bund die Gesezgebung über das Wirthschaftsmejen zustehen soll. Die Eingabe verlangt namentlich die Berück fichtigung der Kellnerinnen im Ruhetags oder im Fabritgefes, Schließung der Wirthschaften an Sonntag Vormittagen und frühere Schließung derselben des Nachts; endlich eine Erhöhung des Alters für die Zulassung zum Er scheufte den Scherzen seiner Freunde teine weitere Aufmerksamkeit, sondern schlürfte mit Gleichmuth seinen Thee, als ob sie sich über einen andern beluftigten. Nachdem der Thee eingenommen war, erhoben sich Kellnerinnenberuf. Wassilij und Wulitsch, Andrej blieb noch zurück. Es war nicht gut, wenn man sie zusammen gehen fab. Andrej gefellte sich in einer Straße, die außer dem Gesichtskreise lag, zu ihnen. Die fervativer, ein Ministerieller; in Valencia zwei Republitaner, ein Konservativer. Das Gesammtresultat ist noch nicht bekannt, scheint aber was auch durch die der Schweigfamfeit des Telegraphen bestätigt wird Regierung nicht günstig zu sein. Ueber die sozialistischen Kandidaturen meldet der Telegraph noch nichts. Jules Ferry, der Tonkinese, hat durch seine Era wählung zum Präsidenten des Senats den französischen Demokraten und Sozialdemokraten einen großen Dienst geleistet. Seit zwanzig Jahren wird das Wachsthum der Republik durch einen häßlichen Weichselzopf gehemmt, den abzuschneiden bisher unmöglich war, weil die Massen des Bolts sich von seiner Schädlichkeit nicht überzeugen lassen wollten. Dieser Weichselzopf ist der Senat eine Körperschaft, die den einzigen Zweck hat, volksthümliche Maßregeln, welche die Deputirtenkammer etwa beschließen könnte, in den Papierforb zu werfen. Und diesen Zweck hat der französische Senat denn auch im vollsten Maß erfüllt. Dank der Wahl Ferry's, Aus Oesterreich schreibt man uns d. d. Wien, des verhaßtesten Mannes in Frankreich, ist den Volksmassen 25. Februar: nun endlich ein Licht aufgegangen über die Ungesundheit Gestern fand die Reichsrathswahl für den Landbezirk und Widersinnigkeit dieses abscheulichen Weichselzopfes, der fratische Kandidat, Dr. bler, mit 105 Stimmen gegen 220 die Stevision der Berfassung und die Beseiti Reichenberg ftatt. Das Ergebniß war, daß der sozialdemo- Lieblingsschöpfung des boshaften Zwerges" Thiers. Und liberale in Minorität blieb. Also eine Niederlage; und doch ein gung des Senats steht jetzt in Frankreich auf der großer Erfolg für die Sozialdemokratie, welcher auch von den Tagesordnung. Gegnern mit Schre fen anerkannt wird. Man denke: Unter einem Wahlsystem, welches das Wahlrecht an einen direkten Taine, dessen Werke über die französische ReSteuerzenfus von fünf Gulden knüpft und somit die eigentlichen volution das Entzücken aller Reaktionäre sind, ist heute Lohnarbeiter vollständig ausschließt, in einem Bezirke, der noch gestorben. Das„ Genie" des Herrn Taine bestand darin, außerdem die weitere Beschränkung des indirekten Wahlmodus hat, erreichen die Sozialdemokraten ungefähr ein Drittel Daß er allen Schmuz, der zur Zeit der französischen Revoder Stimmen. Außerdem mus in Betracht gezogen werden, daß lution vorgekommen und von den Royalisten und Pfaffen dieser Bezirt, wie ganz Nordböhmen, als unbeschränkte Domäne über die Revolution geschrieben worden ist, mit wirklich der liberalen Partei galt, welcher fämmtliche Fabrikanten und anerkennenswerthem Fleiß zusammengefehrt und auf den Der Richtung der Stimme folgend gelangten sie bald Großgrundbefizer angehören. Allerdings und in diesem Umstand großen Schmutzberg geschrieben hat: Geschichte der französi zu einem grünen Flecken am Saume des Waldes, der von allein liegt die Berechtigung unserer Partei, auf diese schen Revolution. Es ist ungefähr eine ebenso gute Gebrei Seiten von dichten Baumgruppen eingeschlossen war. Wahl soviel Arbeit zu verwenden find in bem Beschichte der evolution, als es eine Geschichte der deutschen Auf der vierten Seite wurde er von Büschen begrenzt, die ihn sirke Taufende von Hausindustriellen in der Glasindustrie Sozialdemokratie wäre, wenn ein beliebiger Krüger oder dem Anblick verbargen, ohne die Aussicht auf die Vorstädte hätig, auch finden sich noch Reite von der Hausweberei Ihring- Mahlow die Berichte der Vismard'schen Spizel und Insofern gestalteten die wirthschaftlichen Verhältnisse den von Dubrawnick und die Wiesen, welche sich rechts und links Bezirk für unsere Partei zuen günnigsten in ganz Desterreich. Es Reptilien über die deutsche Sozialdemokratie in ein dickes erstreckten, zu verschließen. wurde auch raftlos gearbeitet. Der Kandidat allein hielt etwa Buch sammelte, und den Schmieratel: Die deutsche Sozial( Fortsetzung fofgt.) dreißig Versammlungen ab, und mindestens ebensoviel wurden demokratie" nennte. Es dunkelte bereits, als sie sich dem Eichenwäldchen, das östlich von der Stadt lag, näherten. Der Wald war, wie immer an Wochentagen, leer. Der frische Abendwind trug ihnen den Ton einer entfernten Melodie zu, die von einer angenehmen, aber nicht sehr träftigen Baritonstimme gesungen wurde. Hört Ihr? es ist Watajko! Ich kenne seine Stimme," rief Annie Wulitsch lebhaft und ergriff Andrej's Arm, um ihn zu schnellerem Gehen zu veranlassen. Als Tochter des Südens liebte sie die Musik leidenschaftlich, auch sang fie felbst. im 1892 09 . 15 660,84 m. 4736,08. 14 344,90 4966,59" 29 187,57 8958,10 " Amerikanische Bourgeois- Trics. Der Senat der Das Ende der Spenger Schlacht. Am 1. März ftanden| E. Janisch mit 24 gegen 2 Stimmen in den Schulvorstand Bereinigten Staaten hat, wie wir schon gemeldet, feine Bu- vor dem Herforder Schöffengericht einige Personen wegen Miß gewählt worden ist. Auch auf dem Lande wird es Licht, troy stimmung zu einem Auslieferungs- Vertrage zwischen Ruß- handlung von Sozialdemokraten unter Antiage und zwar: 1. ber alledem! land und den Vereinigten Staaten ertheilt. Knecht August Beckmann auf Gut Mühlenburg bei Spenge Da dieser wegen Verlegung des Schloffers Frih Müller aus Bielefeld und Parteifinanzen. Nach den letzten Jahresberichten der Vertrag auch einbegreift die Auslieferung der Personen, wegen Werfens mit Steinen auf Infassen eines Wagens, 2. der sozialdemokratischen Vereine der drei Hamburger Wahl. welche des thätlichen Angriffs des Baren oder der Ver- Tischlermeister Kafp. Heinr. Lümfemeyer zu Wallenbrüd wegen reife stellen sich Mitgliederzahl und Raffenverhältnisse wie folgt: schwörung zu einem solchen schuldig sind, so ist damit das Verlegung eines Unbekannten, 3. der Schuhmachermeister Rasp. Sozial, Verein Mit Einnahme Ausgabe Ruffenbest. 1892 glieder Asylrecht für die Russen aufgehoben, denn in einem Heinr. Behr zu Spenge wegen deffelben Bergebens und 4. der Kolon 8800 20 896,92. despotischen Staate wie Rußland erscheint jede Auflehnung Christ. Heinr. Pörtner zu Lenzinghausen wegen Körperverlegung 1. Wahlkreis 2650 19 311,49 gegen die Regierung als Angriff gegen die Person des und Werfens mit Steinen auf unbekannte Berfonen. Das Gericht 2. 6338 33 145,67 Beckmann und Börtner haben wegen 3. Baren. Eine solche Willfährigkeit seitens der Republik urtheilte recht milde. erscheint um so abscheulicher, als sie der Preis eines Rörperverlegung 30 M. Geldstrafe zu zahlen, Bedmann noch Schachers ift, indem die Republik sich hierfür die Unterwegen Steinwerfens 5 M. Die übrigen Angeklagten wurden freigesprochen. Der Staatsanwalt hatte gegen Beckmann zwei ftügung Rußlands in ihren Plänen auf Ausdehnung ihres Monate Gefängniß und 30 M. Geldstrafe beantragt. Soweit Machteinflusses ausbedang. sind die Prügelhelden noch gut weggekommen. Einen ordentDiesem russisch- amerikanischen Handel steht würdig zur lichen Dentzettel haben Beckmann und Börtner aber infofern er Seite die vom Kongreffe genehmigte Bill Chandler. Nach balten, als sie zusammen die Kosten des Prozesses zahlen sollen. derselben erstreckt sich das Verbot der Einwanderung Diese belaufen sich auf ungefähr neun hundert Mart, nach den Vereinigten Staaten auf Personen im Alter von was erklärlich ist, da im ganzen über 100 Beugen vernommen über 16 Jahren, welche verfrüppelt, erblindet oder des Lesens worden find. und Schreibens unkundig sind, auch Personen, die mit förperAntiInsgef. 12 283 72 854,08 m. 59 193,81 m. 13660,77 m. Unter den 6888 Mitgliedern des Vereins im 8. Wahlkreise befinden sich, wie schon früher mitgetheilt, 82 weibliche. Der Sozialdemokratische Verein in Altona zählt rund 2300 Mitglieder. Die letzte Jahreseinnahme betrug 6655,60 m., bie Ausgabe 4881,70, der Raffenbestand 1828,90 m. bestand 858,68 m. Der Sozialdemokratische Verein in Ottensen zählt rund 1400 Mitglieder. Die Einnahme betrug 3876,40 M., Ausgabe 2748,90 M., Raffenbestand 1127,50 M. Der Sozialdemokratische Verein für Wandsbet hat eine Von der Agitation. Aus Leipzig wird uns geschrieben: Mitgliederzahl von 1100. Die letzte Jahreseinnahme beziffert sich lichen Gebrechen behaftet sind, welche dem Staate zur Last Jm überfüllten Saale des Pantheon" sprach am Sonntag Vor- auf 2881,20 m., die Ausgabe betrug 2022,60 M., der Kaffenfallen können und endlich auf Mitglieder von Vermittag Genosse Liebknecht in glänzender Rede über einigungen, welche verbrecherische Bestrebungen gegen femitismus und Sozialdemokratie". Die anwesenden AntiDer Sozialdemokratische Verein in Harburg hat einen Leben und Eigenthum begünstigen. Die lettere Bestimmung semiten wußten nichts zu erwidern. Eine Resolution im Sinne Raffenbestand von 518,80 M. Der Sozialdemokratische Verein von Wilhelmsburg trägt zu deutlich das Gepräge einer echten reaktionären des Referenten wurde angenommen und mit einem braufenden und Umgegend zählt 700 Mitglieder und erzielte an Einnahme Bolizeimaßregel gegen der Bourgeoisie mißliebige Bes Hoch auf die Sozialdemokratie ging man auseinander. strebungen.In Jabel( Kreis Lüchow, Provinz Hannover) wurde am 2309,35., hatte eine Ausgabe von 1306,45 M. und einen Kaffenvergangenen Sonntage zum ersten Male eine von unserem Partei- bestand von 1002,90 M. Der Sozialdemokratische Verein in Schiffbet zählt Kampf gegen die Trusts in Nordamerika. Die genossen, Hofbefizer C. Janisch, einberufene öffentliche Bolts juristische Kommission des Repräsentantenhauses hat, wie versammlung abgehalten. Wierzehn Tage vorher hatten die 250 Mitglieder. Die Einnahme betrug 643,98 M., die Ausgabe wir dem„ Sozialpolitischen Zentralblatt" entfammlung dadurch unmöglich gemacht, daß sie den Wirth ver- belegt. Nationalliberalen eine von uns nach Lüchow einberufene Ver- 501,98 M., der Kassenbestand 142 M. Außerdem find 100 m. nehmen, den Bericht ihrer Unterkommission angenommen, anlaßten, sein uns bereits zugesichertes Lokal zu verweigern. In Von den Sozialdemokratischen Vereinen in Altenwärder und welche eine Enquete über den Whisky- Trust angestellt hat. Sabe I waren nun von den Nationalliberalen die drei Krieger- von Lokstedt- Langenfelde und Umgegend liegen nähere Angaben Der Bericht empfiehlt den Eingangszoll auf Getränke von vereine Plate, Göttien und Küsten mobil gemacht worden, und nicht vor. Aus diesen Daten ergiebt sich, daß die sozialdemokratische 2/2 Dollars auf 1 Dollar pro Gallone herabzusehen und der Hauptmann des Kriegervereins zu Lüchow, Sohn des den Zoll auf Waaren jeder Art stets dann herabzusetzen, dortigen Webereibesizers, Wenz jun., follte von seinen Getreuen Organisation in dem zusammenhängenden Ståbtetomplex wenn dieselben durch einen Trust oder eine andere ähnliche zum Borsigenden gewählt werden. Als Genosse Janisch die Ver- Samburg Altona Ottensen Wandsbet ins Unternehmer- Vereinigung beeinflußt würden. Diese Maß- fammlung eröffnete, begannen die Kriegervereinler ihren Schlacht gesammt rund 17 000 Mitglieder zählt, daß eine Jahreseinnahme regel mag unter Umständen die Preisbildung beeinflussen, gefang in der deutlich erkennbaren Absicht, die Versammlung von 86 267,28 M. erzielt wurde und am Jahresschluß ein Berzu Sprengen, Genosse Janisch vertagte jetzt schleunigst mögen von 28 470,80 M. vorhanden war. die Kartelle als folche aber nicht wesentlich hemmen.die Verfammlung, bis die Sangeswüthigen fich ausgetobt hatten. Todtenliste der Partet. Durch Herabftürzen von ber Dann schritt man zur Wahl und nun froh In Sanfibar hat plöglich etwas wie eine Palast locten die tapferen Krieger, denn sie hatten die Mehrheit und Leiter hat sich in Modau bei Leipzig der bewährte Bartei revolution gespielt. Der Sultan ist unerwartet und unter wählten ihren Hauptmann Wenz zum Vorsitzenden. Bekleidet mit genoffe Friedrich Weßner derartig verlegt, daß bald darauf verdächtigen Umstäden gestorben einer der Söhne suchte Reiterstiefeln und Sporen und die Reitgerte in den Stiefeln steckend, fein Zod erfolgte. fich durch einen Handstreich der Regierung zu bemächtigen, bie begann der Borsigende jetzt, jedoch ohne seine Kopfbedeckung, wie es Engländer aber schifften sofort Marinetruppen und fich geziemte, zu entfernen( die Rufe, doch wenigstens den Hut abMatrosen aus, besetzten den Palast, proklamirten ihren zunehmen, schien er nicht zu hören), die Versammlung damit, wie er sich ausdrückte, einzuleiten", daß er erklärte, von der Militärfind " 1 Parlamentarisches. Parteinachrichten. zu Soziale Uebersicht: Die Maurer und Zimmerer Kiels haben Lohndifferenzen mit den Unternehmern und ersuchen deshalb dringend um Fern haltung des Zuzugs. Polizeiliches, Gerichtliches ze. -Defterreichisches. Der Redakteur des Brünner Boltsfreund", Genoffe Dundela, wurde wegen eines Thronfolger und nahmen thatsächlich von der Regierung vorlage nichts hören zu wollen, das wisse er beffer; er stellte Preßvergehens zu 14 Zagen Arrest, verschärft mit einem Faft. Besiz. Das ist in furzen Umrissen, was aus den verbann an den Einberufer die Frage, ob der Vortragende ein tage, verurtheilt. Besiz. ist in wirrten und zum Theil einander widersprechenden Nach- Sozialdemokrat sei, worauf ihm geantwortet wurde, daß er richten erhellt. Vieles bedarf aber noch der Aufklärung. danach nicht zu fragen habe. Dann fuhr er fort: Die Sozial demokraten wollen die Monarchie abschaffen, uns unfern Raiser und König nehmen; fie wollen uns unser Privateigenthum nehmen.( Nach einer Bause der Erholung): Nun tommen wir zum Größten: Unsere Religion, unseren Glauben wollen sie uns nehmen; den Glauben, in dem wir getauft sind, in dem wir In die IX. Kommission( Abänderung der Gewerbe- fonfirmirt und erzogen find, wollen fie uns nehmen." Diese Ordnung: Antrag Gröber) ift an Stelle des Abgeordneten große Rede hatte etwa 15 Minuten Beit erfordert. Dann er- Die Mannheimer Brauergehilfen haben, wie das Schwarz- Lübeck der Abgeordnete Dich eingetreten. theilte er dem Past or Reinicke das Wort, der aber, wie D.-B. Herold meldet, theilweise die Arbeit niedergelegt, weil die Der Volkswille", dem mir diesen Bericht entnehmen, Brauereien, mit Ausnahme der Badischen Brauerei, ihre Forde mittheilt, noch gar nicht ums Mort gebeten hatte. rungen nicht bewilligen wollten. Nähres über die Ursachen dieses Pastor Reinicke sprach über den Himmel, die Spazen und die Ausstandes ist noch nicht bekannt. Ueberwindung der Sozialdemokratie durch die Religion. Von dem Einberufer daran erinnert, doch zur Tagesordnung: Die Die Waggonfabrit von Lipinski in Samot und NeuMilitärvorlage und die Sozialdemokratie" zu sprechen, erklärte 8agora( Galizien) hat 54 Arbeiter entlassen, weil sie sich An die Vertrauensmänner der Partei er, daß er sich nur zum Wort gemeldet habe, um zur religiösen weigerten eine Erklärung zu unterschreiben, in der sie fich vers refp. die Prestommissionen in denjenigen Orten Frage zu sprechen und daß es seine Absicht gewesen sei, nur dann pflichten sollten, feinem Arbeitervereine und besonders nicht dem ( hauptsächlich Sachsens), in welchen Arbeiter zu sprechen, wenn wir angegriffen werden". Wahrscheinlich Arbeiter- Bildungsvereine Sila" in Neu- Bagora beizutreten. Die zeitungen erscheinen! aber, weil noch fein Angriff erfolgt war, gerieth der Herr Paftor, Entlassenen sind die besten Arbeiter der Fabrit, und Lipinski In der zweiten Beilage des Vorwärts" Nr. 40 vom der allem Anschein nach nie in einer öffentlichen Voltsversamm wird nachgeben müssen, wenn kein Zuzug fommt. Wir wenden 16. Februar d. J. ist ein Aufruf" An die Lagerhalter, welche lung gesprochen hatte, ins Stocken und erklärte nach einigem uns an Euch Genoffen mit der Bitte, jeden Zuzug fernzuhalten. Der Vertrauensmann in Neu- zagors. für Konsum und ähnliche Vereine in offenen Verkaufsstellen Bögern, daß er jest warten werde, bis der Referent gesprochen thätig find" zum Abdruck gekommen. Durch diesen werden alle habe. Sprach's und trat ab von der Bühne. Der Vorsitzende In der ungarischen Schraubenfabrik in Budapest int arbeiterfreundlichen Zeitungen- die fächsischen ganz besonders wollte jetzt einem der lautesten Rufer das Wort geben; diefer er ein Streit ausgebrochen, weshalb um strenge Fernhaltung des höflicht, aber dringend" aufgefordert, den Aufruf tlärte aber, sich noch nicht gemeldet zu haben. Dem Versuch, aufzunehmen. Mir, dem Beauftragten in diefer Angelegenheit, einem Dritten das Wort zu ertheilen, tam Genoffe Rauch aus Buzugs gebeten wird. In Genf haben die Buchdruckereibeflyer und Buchdruckerdie Nummern zweier sächsischer Parteiblätter über- Limmer zuvor, der als Referent angemeldet war. Gr widerlegte fandt worden, in denen der Aufruf nicht wie er im zunächst die Behauptung, daß die Sozialdemokratie bestrebt sei, dem gehilfen ein Uebereinkommen getroffen, wonach der bisherige Borwärts" gebracht wurde, sondern nur im Auszuge Bolt den Glauben und die Religion zu nehmen; die Sozial.( 1877er) Lohntarif erhöht und die neunstündige Arbeitszeit einabgedruckt ist. Dem Uneingeweihten ist es durch die Kürzung demokratie erstrebe die Gleichberechtigung Aller auch auf wirth geführt wird. Die Uebereinkunft gilt auf 7 Jahre und tritt am unmöglich gemacht, fich vollständig zu orientiren, und so ersuchen schaftlichem Gebiete und dieses Bestreben habe mit der Reli- 1. April in Kraft. Bon 24 Druckereien find ihr nur 2 ober 8 wir die Genoffen, dafür Sorge tragen zu wollen, daß der Auf- giosität und dem Glauben des Bolles nicht bas mindeste zu thun. nicht beigetreten. Die in diesen beschäftigten Gehilfen haben des ruf, so wie er im Vorwärts" gestanden hat, in allen( aum Den Behauptungen des Pastors Reinicke gegenüber berufe er sich halb die Arbeit niedergelegt. mindesten aber fächsischen) Parteizeitungen, alfo unverkürzt ab auf die trefflichen Ausführungen des Pastor Schall au Herr Rudolf Raiffeisen, der Begründer der in ihrer Art gedruckt wird. Bemerft sei noch, daß ich im Auftrage von Bahrdorf, der die Bestrebungen der Sozialdemokratie zu wür hochbedeutenden Organisation ber landwirthschaftlichen Darlehns 23 Lagerhaltern handle und diese sämmtlich der sozialdemo- digen wisse. fratischen Partei angehören. Er richtete auch die Frage an die Versammlung, ob denn jene, faffen, bittet uns um Aufnahme folgender Mittheilung: Weißthurm b. Neuwied, den 3. März 1893. Auf welche besonders gegen uns den Vorwurf erheben, daß wir die Religion vernichten, nämlich die besigende Klasse und auch eine grund eines Abkommens legte ich unterm 28. November v. J. mein Amt als Generalanwalt des Neuwieder Genossenschaftsnicht geringe Anzahl von Vertretern der Religion, die Borverbandes aus Gesundheitsrücksichten" nieder, nachdem ich schon schriften der Religion befolgten, ob diese denn wirklich religiös unterm 20." Oftober meine Amtsniederlegung, und zwar nicht feien, oder ob sie nur den Splitter in den Augen der zur Erfenntniß gekommenen Arbeiter, nicht aber den Balfen in den aus Gesundheitsrücksichten in Aussicht gestellt hatte. Das betreffende Abkommen ist von anderer Seite schon am eigenen Augen sähen? Er erwähnte jetzt die Pastoren Sar: 1. Dezember gebrochen worden nnd es haben inzwischen Gerüchte der, Fled, Müller c. und wies nach, in welch grober über mich Verbreieung gefunden, welche mich nöthigen, nunmehr Weise fich diese Diener Gottes gegen die Gebote ihres Herrn aus meiner Seserve hervorzutreten. vergangen haben; dann zeigte er, wie täglich, ftündlich die be- Ich erkläre hiermit, daß ich unterm 28. November v. J. figende Klaffe sich gegen die Vorschriften der Religion vergehe. meines Amtes entfegt wurde und daß die Ankündigung meiner Bei dem fün ten Gebot:„ Du sollst nicht tödten", verurtheilte er Amtsniederlegung vom 20. Oftober v. 3. mit meiner Gesundheit unter der Zustimmung fast der gesammten Versammlung nichts zu thun hatten, sondern daß ihr prinzipielle Fragen zu die neue Militärvorlage. Selbst zahlreiche Mitglieder Grunde lagen. Diese werde ich an Hand von Attenstücken demDer Kriegervereine folgten mit Aufmerksamkeit den Ausführungen nächst der Deffentlichkeit übergeben. und zollten Beifall. Nachdem Genosse Rauch dann noch Gleichzeitig bemerke ich, daß, um eine gerichtliche Behand Die Parteigenossen im Wahlkreise Mülheim- Wipper- nachgewiesen hatte, in welcher Weise das Bolt von den Besitzen- lung der Frage, soweit sie meine Entlassung angeht, zu ermögfürth- Gummersbach, wo infolge des Todes des Reichstage den ausgebeutet wird, und daß nicht nur der industrielle, sondern lichen, ich Rechnungslegung nicht überhaupt, sondern nur dem Abgeordneten Bödicker eine Neuwahl vorzunehmen ist, werden auch der ländliche Arbeiter, der Kleinbauer und der Handwerker General- Anwaltschaftsrathe gegenüber verweigert habe, da mir vom Agitationskomitee aufgefordert, ohne Säumen alle Borberei ein lebhaftes Interesse an der Umgestaltung der kapitalistischen in diesem feine juristische Person gegenübersteht, an welche ich tungen zur Wahl zu treffen. Deffentliche Wählerversammlungen Produftionsweise hätten, schloß er damit, daß weder Gewalt nach Bedürfniß abzuhalten, werde des Lokalmangels halber noch infame Berleumdung den Siegeslauf der Sozialdemokratie mich halten könnte. Ich gebe dies meinerseits öffentlich bekannt, schwer gelingen, deshalb folle ein jeder in feiner Ortschaft per aufhalten fönne. Nur der Sozialdemokratie gehöre die Zukunft. a man aus genannter Thatsache gegen mich bereits Rapital ge= schlagen hat. fönlich aufs thatfräftigne agitiren, damit dem Hauptgegner, dem( Langanhaltender Beifall.) Die Bersammlung war so sehr von Hochachtungsvoll Rudolf Raiffeisen." Zentrum, bei der Wahl die Antwort gegeben wird, die ihm für der Wahrheit dieser Ausführungen überzeugt, so viele waren aus Aus dem Saarrevier wird uns über das Verhalten der die jortgesetzten Berleumdungen unserer Partei und überhaupt Sauluffen zu Pauluffen geworden, daß sie den Vorsitzenden, der der Bestrebungen der selbständigen Arbeiterschaft gebührt. Bei wiederholt durch sein taktvolles Betragen er schlug wieberholt Bergwertsdirektion den Bergleuten gegenüber berichtet: Die den Wahlen in den Jahren 1887 und 1890 stellte sich das Stimmen- und fast jedes Mal, wenn Genosse R. das Gebahren der Unter- Direktion verlangt von den Bergleuten den Austritt aus dem verhältniß der verschiedenen Parteien wie folgt: nehmer scharf verurtheilte, mit dem unteren Gnde seiner Reit- Rechtsschutzverein, zweitens dürfen sie das Blatt Schlägel und 1890 peitsche auf den vor ihm stehenden Tisch, vielleicht, um dadurch Eisen", den Vorwärts" und den Boten von der Saar" nicht 12 109 fein Mißfallen auszudrücken die Versammlung gestört hatte, lesen, brittens teinem Rafino angehören, widrigenfalls ste von 129 gar nicht mehr hören wollten. Als er den Mund der Grube entlassen werden. Viele Bergleute geben aus Noth 4370 aufthun wollte, erhob sich ein solcher Lärm, daß er es vorzog, die ihre Namensunterschrift dazu her. Ferner wird von den AbBersammlung zu schließen und sich mit der größten Geschwindig gelegten fogar verlangt, daß sie durch Namensunterschrift auf teit durch die Hinterthür zu entfernen. Nach Schluß der Ver- ihre wohlerworbenen Rechte an die Knappschaftskasse Verzicht sammlung haben die nationalliberalen Geifteshelden beschämt fich leiften, nämlich auf freie Kur in Krankheitsfällen, auf Beschaffung gegenseitig ihr Leid geklagt. Ihre Niederlage haben sie damit von Schulbüchern für ihre Kinder sowie auf die Sterbe- Unter eingeftanden, daß fie nachher äußerten: Ja, wir hätten uns füßungsgelder. Dies Aues wird auf das strengste durchgeführt. einen tüchtigen Redner kommen lassen müffen!" Die oft recht Dabei stehen der Direktion Kapitalisten und Geistlichkeit zur Seite. braftischen Bemerkungen der empörten Männer und Frauen, denn Die Noth unter den Abgelegten ist groß. Unterstügung auch leistere hatten zugehört, über das Gebahren ber National- besbalb nach wie vor dringend nöthig. Wenn man den Abgelegten zumutbet, auf ihre Raffenliberalen wiederzugeben, würde zu weit führen; wir schließen uns ihrem Wunsche an: Möge bald wieder eine solche Bersammlung rechte Berzicht zu leisten, was fann fie zwingen, ber Direktion stattfinden. Mittheilen wollen wir noch, daß Genosse diesen Gefallen zu thun? Sie follen einfach nicht verzichten. J. A.: Ernst Grenz, 3. 3. Lagerhalter in Chemnit, Louisenstr. 8, 2 r. Dem Wunsche des Einsenders, dieses Gesuch um wörtlichen Abdruck des Aufrufs unsererseits zu unterstüßen, fommen wir hiermit nach. Red. d. Vorwärts. Protestversammlungen gegen die Militärvorlage wurden abgehalten in Durlach( Referentin Frau Klara Bettin), Groß- Ottersleben( Referent& ange- Magdeburg), Jen ( Ref. Leutert- Apolda). a Landtagswahlen. Im 5. Streise Dresdens( Antonstadt) ist an stelle des früheren Kandidaten, Genoffen F. Winkler, welcher diesmal ablehnte, der Genosse Paul Gruner als Kandidat zum fächsischen Landtage aufgestellt worden. Zentrum Konservatismus. Nationalliberalismus Sozialdemokratie. Freisinn. 4 1887 . 18 928 8885 1.666 611 3 360 2007 3n Mitgliedern der Generalversammlung der Leip ziger Orts- Kranfenfasse wurden in allen brei Abtheilungen Sozialdemokraten gewählt und zwar in der ersten Abtheilung mit 3003, in der zweiten mit 928, in der britten mit 1615 Stimmen. Die Gegner hatten bei der Aussichtslofigleit eines Sieges gar teine Liste aufgestellt. Unter den Gewählten befinden fich auch 23 weibliche Mitglieder. " " Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Dienstag, den 7. März. Opernhaus. Die Walküre. Schauspielhaus. Wohlthätige Frauen. Leffing Theater. Heimath. Reßdenz- Theater. Familie Pont Biquet. Vorher: Gläubiger. Deutsches Theater. Der Talisman. Berliner Theater. Kean. Wallner- Theater. Der Fall Clémenceau. Broll's Theater. Das Glöckchen des Eremiten. Viktoria Theater. Die Reise um die Welt in achtzig Zagen. Nenes Theater. Tosta. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Don Cäsar. Adolph Ernst- Theater. Modernes Babylon. Thomas- Theater. Der Talisman. National- Theater. Rönig Ottotars Glück und Ende. Circus Renz. ( Karlstraße.) Dienstag, 7. März, Abends 74 Uhr: Auf allseitiges Verlangen: 7. Wiederholung der Gala- Festvorstellung vom 27. Januar. Großer Feßtaufzug. 1. Reigen der Ritter und Edeldamen; 2. Militärisches Divertissement( Gegen wart). Zum Schluß: Ein Künstlerfeft. Große Ausstattungs- Pantomime. Neue Einlagen mit überraschenden Wasser- und Lichteffecten. Ballet von 100 Damen. Grosser Blumen- Corso. Brillant- Feuerwerk. Außerdem: Mr. James Fillis mit dem Schulpferde Germinal. Bum 1. Male: Das bozende Känguruh ( Parodie), direkt von Australien importirt, 2c. Morgen, Mittwoch, Abends 744 Uhr Ein Künstlerfest. Fr. Renz, Direktor. Feen- Palast Jeden Tag: Alexanderplah- Theater. Dorf und Gr. Spezialitäten- Vorstellung. Stadt. Apollo Theater. Vorstellung. Allen Kollegen und Freunden, insbesondere den Mitgliedern des„ Gaus Sozialdemokratischer Wahlverein vereins Berliner Bildhauer", sowie bem für den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Gesangverein Stralauer Liedertafel II fage hiermit für die rege Betheiligung bei der Beerdigung meines unvergeßlichen Mannes Ernst Schulze meinen herzlichsten Dank.[ 1664b] Frau Schulze. Danksagung. 1675b Dienstag, den 7. März, Abends 81% Uhr, im Lokale Königsbank, Große Frankfurterstr. 117: Versammlung. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen R. Köster über die Pariser Rommune. 2. Dis fuffion. 3. Wahl der Revisoren. 4. Vereinsangelegenheiten. 5. Verschiedenes. Gäste willkommen. Neue Mitglieder werden in der Versammlung aufgenommen. Um zahlreichen Besuch ersucht der Vorstand. Die Zahlstellen des Vereins befinden sich im Osten: Allen meinen lieben Verwandten, Freunden, sowie den Mitgliedern des Altdeutschen Rauchtlubs, insbesondere den Frauen desselben, ferner den Arbeitern der Möbelfabrik des Herrn G. Klug und dem Gesangverein Sängergruppe des Arbeiter Bildungsvereins W. Lock, Friedrichsbergerstr. 11. zu Friedrichsberg Hoffnung I für die O. Zabel, Frankfurter Allee 90. innige Theilnahme bei der Beerdigung E. Böhl, Frankfurter Allee 74. meiner lieben Frau Anna meinen tief- Ungering, Breslauerstr. 27. gefühltesten Dank! Spieckermann, Markusstr. 6. Rattke, Krautftr. 48. Gumpel, Barnimftr. 42. Max Frohmann nebst Tochter. Danksagung. Allen Freunden und Bekannten unsern herzlichsten Dank für die liebe Südosten Fritz Zubeil, Naunynftr. 86. Karl Scholz, Wrangelstr. 32. Gottfried Schulz, Admiralftr. 40a. W. Gesche, Wrangelstr. 85. Spindler, Reichenbergerstr. 118. Sozialdemokratischer Wahlverein 876/ 14° volle Theilnahme und Kranzfpendung für den 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. bei der Beerdigung meiner lieben Frau. Ferner sage ich der Familie Thierlein für alle Güte meinen besten Dant. 1677b Der tiefbetrübte Gatte J. Liebich und Sohn. Orts- Krankenkasse Spezialitäten Gratweil's Bierhallen der Strumpfwirker. Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Borstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spe zialitäten- Borstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Bor ftellung. Rommandantenstraße 77-79. Zäglich: Germania- Konzert- u Kouplet- Sänger sowie Auftreten des musikal. Clown Mr. Barna und Damen- Imitator Willy Wilson. Adolph Ernst- Theater. Gr. Zum 73. Male: Modernes Babylon. Gesangsposse in 3 Utten v. Ed. Jacobson und W. Mannstädt. Couplets theilweise von G. Görss. Mufit von G. Steffens. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Frühmtids- u. Mittagstisch. 3wei Säle Außerordentliche Donnerstag, den 9. März, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Philipp, Nosenthalerstraße 38: Versammlung. Zagesordnung: 1. Vortrag des Genoffen Richard Fischer. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorkand. NB. Die Abrechnung des Stiftungsfeftes findet Dienstag Abend 8/2 Uhr bei Pyrtet, Gipsstraße 3, statt und werden die Genoffen ersucht, daselbst 878/8 Generalversammlung ihre Billets abzurechnen. am Donnerstag, 16. März, Ab. 8 Uhr, in Feind's Salon, Weinstr. 11. Tagesordnung: Sozialdemokratischer Wahlverein 1. Da der Bezirksausschuß die Gefür den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. nehmigung des§ 13 des neurevidirten Statuts versagt, nochmalige Abstimmung über denselben. 2. Zusatz zu§ 63a. Mitglieder- Versammlung Dienstag, den 7. März, Abends 81/2 Uhr, Perlebergerstr. 13. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Förter über Arbeitslosigkeit und ihre Ursachen. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten, Berschiedenes 287/2 und Fragekasten. Die Kassenmitglieder und Arbeitgeber zu Versammlungen und Vergnügungen. fowie 6 Billards und 3 Kegelbahnen, werden nach§ 44 des Statuts hierzu F. Sodtke. eingeladen. Der Vorstand. Morik Etablissement Moris Berl.Arbeitervertreter- Berein. Bla. Buggenhagen. Play. Täglich: Instrumental- Konzert. Großer Frühßücks- u. Mittage tifd. Spezial- Ausschant von Pakenhofer Lagerbier, hell und dunkel. An American- Theater. Sonn- und Feßttagen Novität! Novität! Der Dussel ( Nulpus) Barodistisch- realistischer Borgang in der Dachlammer, frei nach Jbfen und Tolstoi von Oscar Wagner. ( Klemm Ede.. Martin Bendix.) 3 Alfred Bender in seinem neuesten Originalvortrag Der Volksmund in Berlin. Blank, der beste Bauchredner. Anhaltender Erfolg. Die Trockenwohner. Castan's Panoptikum. Letzte Woche! Hagenbeck's gr. zoolog. Wunder: Lili, fleinft. lebend. Elefant d.Welt, Tai- za- Wunder- IllusionenTheater. Grosses Konzert. Sämmtlich ohne Extra Entree. S PassagePanopticum. Neu! Das unerklärliche Verschwinden eines frei in der Luft hängend. Mädchens. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Große Spezialitäten- Borstellung. Vollständig neues Programm. Tom. Belling, Original- Auguft. Truppe Hugoston, Afrobaten. Kolling Müller, Wafferkünstler. The Matinos, Erentrics. Geschw. Tacianu, Duettistinnen. Heinr. Bender, Humorist. Martha Ventura, Rostümsoubretten, somie sämmtl. engag. Spezialitäten. Anfang Wochentags 8 Uhr. Entree 50 Pf. Größtes LagerBerlins Kinderwagen. Andreasar. 23. Sp findet das Konzert in den oberen Sälen statt. Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Pf. Säle für Versammlungen, Rommerse, Festlichkeiten 2c. * Ich warne Jeden, meiner Frau auf meinen Namen etwas zu borgen, da ich für nichts aufkomme. Franz Köhler. Mittwoch, den 8. März, Ab. 812 Uhr, bei Seefeld, Grenadierstr. 32: Vereins- Sitzung. Tagesordnung: 1. Die Umgestaltung der Kranten fassen nach dem neuen KrankenkassenGesetz. Ref.: Herr Gutheit. 2. Disfusion. 3. Verschiedenes. 1674b Die versicherten Vorstandsmitglieder der Orts- Krankenkassen Berlins sowie die Vorstände der Freien Hilfskaffen werden zu diefer Sizung ganz ergebenst eingeladen. Der Vorstand. J. A.: Martin. Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstraße 2. Heute gelangt zur allgemeinen Versendung: Der sozialdemokratische 400/18 „ Zukunftsstaat." Verhandlungen des Deutschen Reichstages am 81. Januar, 3., 4., 6. und 7. Februar 1893. ( Veröffentlicht nach dem offiziellen stenographischen Bericht.) ca. 128 Seiten Lexikon- Oktav. Preis geheftet 15 Pf. In Partien Rabatt. Unser Bericht bringt nicht nur die Reden der sozial. demokratischen Abgeordneten, sondern die gesammte Debatte über die betr. Frage, also auch die Reden der Gegner, und wird derselbe den Parteigenossen als gutes Agitations. mittel dienen. Zahlreichen Bestellungen, die wir baldigst aufzugeben bitten, sehen wir entgegen. Alle Buchhandlungen, Rolporteure und Zeitungs- Spediteure nehmen Bestellungen entgegen. Bei Aufträgen von außerhalb erfuchen wir um gleichzeitige Einsendung des Betrages( Porto extra). Roh- Tabak !! Größte Auswahl!! am hiesigen Plage. [ 3727L* Billigste Preise!!! Bequemfte Bedingungen!! Jekt Oranienburgerstrasse 2, dicht am Hacke'schen Markt. A. Goldschmidt Oranienburgerstraße 2, vorn am Hacke'schen Martt. 240/ 2* Gäste haben Zutritt. Die Broschüren werden gratis an die Mitglieder in der Versammlung wie in den Zahlstellen verabfolgt. Der Vorstand. Berliner Streik- Kontrollkommission. Donnerstag, den 9. März, Abends 8 Uhr, Annenstr. 16: Oeffentliche Versammlung der Delegirten. Tagesordnung: 1. Stellungnahme der Berliner Gewerkschaften aum Submissionswesen. des Magistrats. 2. Bericht über die Gewerbegerichts- Wahlen. 3. Die Zentralisirung der Arbeitsnachweise nach den Vorschlägen bes Herrn Dr. Freund. 4. Die Umgestaltung der Berliner Streit- Kontrollkommiffion. Um recht zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der geschäftsführende Ausschuss der Berliner Streik- Kontrollkommission. 274/8 J. A. Hermann Faber, SO., Grünauerstr. 4, Hof I. Deutscher Tischler- Verband. Zahlstelle Berlin. Hente, Dienstag, den 7. März 1893, Abends 8%, Uhr, bei Th. Bolk, Alte Jakobftraße 75( unterer Saal): Außerordentliche General- Versammlung. Tagesordnung: Besprechung der zum Verbandstage zu stellenden Antge. Anträge des Vorstandes, die Geschäftsordnung u. den Arbeitsnachweis betreffend. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Um regen Besuch bittet Die Ortsverwaltung. 317/6 Kranken- Unterstützungsverein der Tabakarbeiter ( früherer Medizinal- Verein). Dienstag, den 7. März, Abends präz. 81/2 Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44: General- Versammlung. Zagesordnung: 1. Rechnungslegung. 2. Neuwahl des Vorstandes und Ausschusses sowie der Kranten- Kontrolleure. 3. Vereinsangelegenheiten. Der Vorstand: Louis Dechand. Berlin II. Central- Krankenkasse der Tabakarbeiter. Dienstag, den 7. März, Abends 9 Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstraße 44: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Abrechnung. 2. Verschiedenes. Die Ortsverwaltung: Louis Dechand. 1488b Verband deutscher Zimmerlente. Lokalverband Berlin. Mittwoch, den 8. März, Abends 8 Uhr, bei Th. Boltz( früher Feuerstein), Alte Jakobstrake 75: Monats- Versammlung. Tagesordnung: 360/9 1. Vortrag über Prostitution. Referent: Genoffe Wach. 2. Bibliothekfrage. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonntag, den 12. März, Vorm. 10 Uhr, im Saale der Brauerei Friedrichshain: Uebungsstunde. Die Bereine sind verpflichtet, pünktlich und vollzählig zu erscheinen. Bundesnoten neueren und älteren Datums sind mitzubringen. NB. Laut Beschluß der Ausschußsitung hat zur Aufführung einer Gesangspièce jeder Verein zu dieser einen Sänger zu stellen. Die Eintheilung der betreffenden Stimmen ist beibehalten, wie dies bereits schon einmal geschehen. Der bestimmte Sangesbruder hat zu erscheinen. 105/10 3637L* Der Vorstand. Musik- Instrumente. Größtes Lager in Zithern, Violinen, Guitarren, allen Blasinstrumenten, sowie Harmonikas jeder Art. Musikwerke zum Drehen und selbstspielend( mit Arbeiterliedern). Reparaturen schnell und gut. Großes Notenlager. Aug. Kessler, 51. Lausitzerstr. 51. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Hierzu eine Beilage. Beilage zum„Vorwärts" BerUntt Volksblatt. Nr. 56. Dienstag, den'7. März 1893. 16. Jahrg. Vnvlnnrenkslrevichke. Deutscher Reichstag. SS. Sitzung vom«. März 18S3. I Uhr. Am Tische des Bundesrathes: v. Stephan. Die Berathung des Post-Etats wird fortgesetzt. Die Diskussion über den Ausgabetitel„Gehalt des Staats- fekretärs 24 000 M." nimmt ihren Fortgang. Abg. Bebel: Der Staatssekretär hat mit einer Hartnäckig- keit, die einer besseren Sache würdig wäre und trotz des Wider- spruchs fasi allen Parteien an seiner alten Auffassung in bezug auf den Postassistenten-Verband festgehalten. Wir halten dafür. daß dem Beamten durch seine Beamtenitellung seine staatsbürger- lichen Rechte nicht im geringsten beschnitten werden dürfen. Will man in dieser Beziehung Aenderungen. so muß der Weg der Gesetzgebung beschritten werden, nimmermehr darf aber die Ver» waltung auf dem Wege des Erlasses besonderer Vorschriften diese Beschneidung eintreten lassen. Bei der Berathung der Bundesverfassnng wollte der Reichskanzler, damalige Bundes- kanzler Graf Bismarck eine Bestimmung aufgenommen wissen, welche den Staatsbeamten das passive Wahlrecht nahm. Wir würden einer solchen Bestimmung durchaus nicht widerstreben. Wir würden es für einen Vortheil halten, wenn Landräthe, Re- gierungs- und Oberprästdenten, Staatsanwälte u. Vgl. aus diese Weise vom Reichstag fern gehalten werden könnten. So lange es aber gesetzlich anders vorgeschrieben ist, darf man sich nicht darüber hinwegsetzen; was den höheren Beamten recht ist, muß oen unteren und auch den Postassistenten billig sein. Es handelt sich nicht einmal um einen politischen, sondern um einen reinen Privatverein, an dem sich die gemaßregelten Postassistenten betheiligten Der Staat kann von seinen Beamten nichts anderes verlangen als was ihnen an Amtspflichten obliegt. Innerhalb dieser Grenze ist eine gewisse Disziplin nothwendig, aber darüber hinaus hört die Vollmacht der Verwaltung auf Vorschriften zu erlassen. klandräthe, Präsidenten, Oberpräsidenten und Staatsanwälte und Richter dürfen sogar ins Land hinausgehen und politische Agitation machen, zum theil gegen die Regierung, und dieser Verband soll nicht seine materiellen Interessen vertreten? Was Herr v. Stephan hier an den beiden Tagen gegen die Assistenten und ihren Verband vorbrachte, zeigte ein solches Mab von Feindseligkeit, ja von Gehässigkeit gegen die ihm unterstellten Beamten, wie es kaum bei einem so hohen Beamten des Reichs erhört ist. Die klein- lichen Dinge, bis zu denen der Herr Staatssekretär sich herab- gelassen hat, um die Schlechtigkeit des Postasststenten-Verbandes zu beweisen, haben für diese Behauptung keinen Beweis erbracht, weder die väterlichen Ermahnungen gewisser Oberpostdirektoren an die jüngeren Beamten, gewisse Peiisionate zu benutzen, noch die Kritik der Wirthschaft der Bckleidungskasse des Verbandes. Daß eine Genossenschaft mit einem bedeutenden Waarenumsatz er- hebliche Außenstände hat, ist selbstverständlich, es folgt aber nicht, daß eS ihr finanziell schlecht geht. Wen» jeder Privatmann die Sicherheit hätte, daß die bei ihm Kaufenden so regelmäßig abzahlten, wie eS bei dem Verbände der Fall ist, dann könnte er sich gratuliren. Es ist Sache der einzelnen Beamten, ihr Geld auszugeben und anzulegen, wie sie wollen, darüber hat der Staatssekretär keine Vormundschaft auszuüben. Es ist aber oben- drein nicht wahr, daß die Verivaltungskosten so hoch sind. Von den LS 000 Mark entfallen nur 2400 Mark aus das Gehalt eineS Beamten, der Rest setzt sich auS den verschiedensten Ausgaben zusammen. Man sieht, mit welchem Mangel an Objektivität fortgesetzt dieser Verein von der vorgesetzten Behörde beurtheilt wird. Das angebliche Defizit von 25 000 M. konnte nur beim Mangel auch der letzten Spur von Objektivität aus dem Bericht des Verbandes herausgelesen werden. Herr von Keudell fürchtet das Umsichgreifen dieser die Disziplin erschütternden Bestrebungen. Ja, in Bayern existirt, ohne von der Regierung molestirt zu werden, ein Verband der Briefträger und Postboten; in Sachsen bestehen zahlreiche Vereine und Verbände von Unter- beamlen, welche durch die Förderung der Regierungsorgane zur Blülhe gelangt sind. Da bis auf Herrn von Keudell das ganze Haus die Haltung deS Herrn von Stephan verurlheilt hat, muß, wenn im nächsten Jahre der Reichstag wieder in die Lage ver- Freie Dolksbühne. AIS die„Freie Volksbühne" noch im Entstehen war, ent- spann sich«in nicht uninteressanter Kampf darum, ob auf der neuen Buhne der Ernst oder der Scherz den Vorrang haben solle. Ein Theil der Mitglieder verlangte„was Lustiges", da ja das Leben schon ernst und traurig genug sei. Schließlich siegte aber die andere Richtung, und man bewegte sich im allgemeinen nur in den durch die Erössnunas-Vorstellung, Ibsens„Stützen der Gesellschaft", vorgezeichneten Bahnen sozialkrilischer Dramatik. Anzengrubers derbe Bauernkomödie„Doppelfelbstmord" gab freilich bald Gelegenheit, zu zeigen, daß man auch in der„Freien Volksbühne" zu lachen versteht. Und diese lehrreiche Erfahrung eines früheren Vereinsjahres ist am letzten Sonntag durch die Aufführung des einaktigen Lustspiels„Der zerbrochene Krug" von Heinrich von Kleist, und des vieraktigen Schwankes„Die Großstadtluft" von OskarBlumen- t h a l und Gustav Kadelburg aufs Neue und zugleich aufs Nachdrücklichste bestätigt worden. Die Wahl zum mindesten des letzten Stücke? für eine Aufführung in der„Freien Volksbühne" hätte gewagt scheinen können. Wir vermuthen beinahe, daß man an gewisser Stelle selber so etwas empfunden hat. In der von Dr. Franz Mehring trefflich geleiteten Monatsschrift„Die Volksbühne" vertheidigt Oskar Blumenthal als einer der Verfasser der„Großstadtluft" das„Recht zu lachen". Es hat sich gezeigt, daß das gar nicht nöthig war. Die meisten Mitglieder der„Freien Volksbühne", w lche am Sonntag das Stück gesehen haben,— die dritte Abtheilung bekam diesmal die erste Vorstellung,— machten nicht den Eindruck, als ob st« jemals daran gedacht hätten, sich das „Recht zu lachen" verkümmern zu lassen. Man hat Thränen ge- lacht, und diese Thränen waren so aufrichtig, wie nur jemals die gewesen find, welche man sonst geweint hat. Aber die Zusammenstellung von Blumenthal- Kadelburg's „Großstadtluft" mit Kleist's„Der zerbrochene Krug" nahm sich doch etwas wunderlich aus. Wollte man zeigen, wie weit der Weg ist, der vom„Zerbrochenen Krug" bis zur„Großstadtluft" führt? Geschadet bat diese Zusammenstellung jedoch keinem der beiden Stücke.— selbst nicht der„Grobstadtluft". Mehr Beifall hätte dieser harmlose Schwank auch ohne die gefährliche Nach- barschaft des„Zerbrochenen Kruges" nicht gut finden können. Wir haben uns bisher hier niemals über den literarischen Werth der in der Freien Volksbühne aufgeführten Stücke aus- gelassen. Wir wollen es daher auch heute nicht thun,— zumal da wir glauben, daß das überhaupt nicht unsere Ausgabe ist. Den Verfassern der„Großstadtluft" thäte man sogar Unrecht. menn man ihre Arbeit auf den literarischen Werth hin prüfen wollte. Darf man etwas anderes von ihnen verlangen, als sie selber bieten wollen? Blumenthal sucht in dem oben an- geführten Artikel die Bühne dagegen zu schützen, daß man ihr setzt wird, über diese Dinge Klage führen zu müssen, erwogen werden, ob nicht in der nächsten Session der Postverwaltung in Form einer Resolution ein entschiedenes Mißtrauensvotum zu erlheilen ist. Es ist ein unerhörter Zustand, daß der Reichstag es sich gefallen läßt, daß Jahr für Jahr die Postverwaltung immer dieselben Wünsche unberücksichtigt läßt. Gegen die Bevormundung der unteren Postbeamten, wie sie ihr Geld anlegen und verbrauchen sollen, muß ich auf das Ent- schiedenste Protest erheben. Die Postgehilfen werden ganz unzu- reichend besoldet; der Staatssekretär weist einfach darauf hin, daß hier die Eltern zuzuschießen haben. Dieses System besteht lediglich im Gebiete der Justizverwaltung bei den Referendaren; diese müssen eine zeitlang dem Staate umsonst dienen. So liegt es aber bei den Postgehrlfen nicht, und diese müssen also auch hinreichend bezahlt werden. Fälle gerichtlicher Verurtheilung solcher Beamten, welche wegen ungenügender Bezahlung sich an amtlichen Geldern vergriffen haben, sind nicht selten; die Verwaltung sollte die Wiederkehr solcher Fälle verhüten, anstatt immer nur auf Ueberschüsse zu sinnen. In Berlin werden Hunderte von Unterbcamten beschäftigt, denen man, soweit sie intelligent sind, die Geschäfte von Oberbeamten überträgt, um mit den höheren Gehältern möglichst zu sparen. Dieses System geht durch die ganze Verwaltung und erzeugt in den Kressen der Beamten die allergrößte Unzufriedenheit. Wir angeln nicht, wie Herr Liebermann von Sonnenberg glaubt, nach den Postbeamten. wir bringen nur ihre berechtigten Klagen vor; was den Aufruf betrifft, der durch den„Vorwärts" an die Postunterbeamten ver- breitet wurde, so ist er allerdings von einem Unterbramten verfaßt, der sich an uns gewendet hat, weil er bei keiner anderen Partei Gehör fand. Herr v. Stephan hat bekanntlich sofort nach Bekanntwerden des Aufrufs eine Statistik über die Wohnungen der Post-Unterbeamten veranlaßt; den Erfolg hat der Aufruf sofort gehabt, und das beweist, wie berechtigt die Klage der Beamten über die Höhe der Wohnungsgeldzuschüsse ist. Auf das System der Garnisonirung der Postbeamten, wie sie Herr Stöcker empfohlen, wird ja der Reichstag gewiß nicht eingehen; für Berlin ist das ohnehin undurchführbar. Der Zuschuß von 210 Mark ist absolut unzu- reichend: eine Aenderung braucht nicht erst 1897, wo der zehn- jährig« Turnus herum sein würde, sondern mnß, weil sie dringend nothwendig ist, schon jetzt eintreten. Eine unglückliche Ein- richtung sind auch die Amtsärzte, die nach dem Glauben der Unterbeamten lediglich den Zweck haben, möglichst streng und rigoros bei der Untersuchung und der Urlaubsbewilligung zu verfahren, damit die Verwaltung möglichst wenig belastet würde. Aus Leipzig werden traurige Fällck von Härten der oberen Be- amten gemeldet. Ein Briefträger erhielt nicht die erbetenen zwei Stunden Urlaub, welche er zur Theilnahme an der Beerdigung seiner 15 jährigen Tochter benutzen wollte. Ein anderer Beamter erhielt nicht zwei Stunden Urlaub, um sich trauen zu lassen. (Heiterkeit und Hört! Hört!) In andern Fällen wurde ein Ersatzmann verlangt, den der Urlaubnachfuchende nicht stellen konnte. Einem Beamten wurde nicht gestattet, an das Sterbebett seiner todtkranken Frau zu eilen; er kam erst nach Hause, als die Frau schon gestorben war. Solche Fälle grenzen doch an Grausamkeit. Diesen Beschwerden könnte abgeholfen werden, ohne daß es die Reichspoft etwas kostet«, und andererseits würde die Arbeits- sreudigkeit der Beamten sehr gehoben werden. Wenn Herr v. Keudell davon spricht, daß Deutschland froh und stolz sein müsse, solchen Generalpostmeister zu haben, so enthalten doch alle die gerühmten Reformen deS Herrn v. Stephan nichts, waS nicht in dem einen oder anderen Lande schon vorher vorhanden war; Neues hat er nicht gebracht; sein Verdienst besteht nur darin, das vorhandene Gute auf das deutsche Rcichspostgebiet übertragen zu haben. In den letzten Jahren sind alle Neuemngen nur nach dem heftigsten Widerstande des Herrn v. Stephan eingeführt worden. Wie viel Mühe hat es gekostet, die Streifbandsendungen für ö Pfennige durchzusetzen! Jetzt weigert sich Herr v. Stephan hartnäckig, die Gewichtsgrenze für einfache Briese von IS aus 20 Gramm zu erhöhen; er bezieht sich aus den Ausfall, der ent- stehen würde und weist die Exemplisikation aus Oesterreich zurück. Ist denn eine Institution wie die Post nur zur Plusmacherei da? Oesterreich steht hinter Deutschland nicht zurück, sondern es ist ihm in postalischen Einrichtungen weit voraus! Oester- reich hat zuerst die Postkarten eingeführt, Oesterreich hat auch „die vergnügliche Kunst der Unterhaltung entziehen will", und bricht eine Lanze für die„nur noch wenigen Lebenskünstler, die den Muth der Oberflächlichkeit haben und fröhlich die Stunden pflücken". Diesem Programm ist er im Verein mit seinem Schwank- dichter-Kompagnon gerecht geworden. Daß er selber auch noch etwas mehr, als blos die vergnügliche Kunst der Unterhaltung versteht, hat er in einigen seiner früheren Arbeiten gezeigt. Ueber die Handlung eines Schwankes zu referiren, ist eine heikle Aufgabe. Die, welche ihn gesehen haben, wissen einem dafür keinen Dank, und die, welche ihn erst sehen wollen, noch viel weniger. Es kommt hierbei auch ziemlich wenig darauf an, was geschieht, und beinahe alles darauf, w i e es geschieht. In der„Großstadtluft" heirathet ein Ingenieur,„echter" Berliner und flotter Lebemann, die Tochter eines klein» städtischen Fabrikanten, wird aber von dem in Ludwigswalde ansässigen Schwiegervater, der bei einem gelegentlichen Auf- enthalt in Berlin die hauptstädtischen Genüsse und die sie ge- nießenden Berliner gründlich kennen gelernt hat, gezwungen, ihm in das kleine Nest zu folgen. Der junge Ehemann beißt in den sauren Apfel, entbehrt aber in Ludwigswalde die ihm zum Lebenselement gewordene„Großstadlluft" und setzt es nach langem Kanipfe durch, daß er mit seiner Frau wieder nach Berlin übersiedeln darf. Das Drum und Dran dieser Hand- lung, wozu auch die Trennung und Wiedervereinigung eines rechtsanwaltlichen Ehepaares gehört, füllt vier flott geschriebene Akte. Die gleichfalls sehr flotte Darstellung täuschte einen schnell und leicht über das Stück und den Nachmittag hinweg. Die der Lebewelt angehörigen Berliner des Schwankes schienen lebens- ivahr zu sein, wenn man von dem Zug ins Jdiotenhafte absieht, den die nun einmal üblich gewordene Darstellungsweise der Schwänke selbst in die vernünftigsten Figuren hineinzulegen liebt. Der Rechtsanwalt Lenz(Oskar Sauer) besaß gerade so viel gewissenlosen Leichtsinn, der Ingenieur Flemming (Theodor Brandt) gerade so viel durch Schliff gemilderte Schnoddrigkeit, der Stutzer Gempe(Franz S ch ö n f e l d) gerade so viel gutumthige Bornirlheit, als erlaubt(oder sollen wir sagen: nöthig?) ist, um in der„guten Gesellschaft" seinen Platz ausfüllen zu können. Die Kleinstadter dagegen waren fast durchweg übertrieben karrikirt. Es wäre gut, wenn sich die Schwächen der kleinstädtischen Bourgeoisie so mit Händen greifen ließen. Die Frauen insbesondere geben sich in der Honoratioren- käste der Meinstädte keineswegs so offen als die Klatsch- basen, die sie sind. Vollständig lebenswahr—(warum soll nicht auch eine Schwankfigur einmal Mensch sein und nicht bloß zusammengepapptcr Hampelmann?) — war der alte Dr. Crusius(Oskar Höcker), dessen einstige Jugendsrische in dem trübseligen Nest und unter dem Einfluß der ihn niederpantoffelnden Frau (Johanna Walter. Trost) vollständig geschwunden ist— längst daS Institut der Briefkarten, welche? Herr v. Stevhan ebenfalls nicht annektiren will. Wir haben in Berlin noch heute das Groschenporto, während die Briefkarte in Wien nur 3, im Verkehr mit dem übrigen Lande aber nur S Kreuzer kostet. Natür« lich muß, wenn die Verwaltung sich so zurückhält, die Privatpost ihr große Konkurrenz machen und Schädigungen zufügen. Was nun den Beförderungspreis der Zeitungen durch die Post betrifft, so anerkennen wir auch, daß die gegenwärtig« Einrich- tung sehr mangelhaft ist und lassen über die Aenderung mit uns reden. Aber Herr v. d. Schulenburg sprach nicht blos von der technischen Seite der Sache, sondern ging weiter, indem er ver- langte. Rückficht auf die Tendenz der Blätter zu nehmen; er zog gegen die billigen Blätter los, welche die Person des Monarchen verunglimpften, Umsturz gegen die bestehende Ordnung predigen u. s. w. und Herr v. Stephan sprach dementsprechend davon, daß auch auf den Geist der Zeitungen Rücksicht zu nehmen sein würde. Ich hoffe, daß sich nie ein Reichstag finden wird, der sich diesen Ausführungen zugänglich erweist.(Widerspruch deS Staatssekretärs v. Stephan.) Ja, dann bitte ich um eine Aufklärung. was es heißen sollte: die Blätter bestehen nicht blos auS Papier und Druckerschwärze, sondern auch aus Geist, und es wird darauf Rücksicht genommen werden müssen. Natürlich ist die Presse anderer Parteien denen um den Herrn v. d. Schulenburg ein Greuel. Die sozialdemokratische Presse wird heute relativ am wenigsten durch die Post befördert. Den Schluß der Schalter am Sonntag Nachmittag muß ich dringend befürworten; erst dann bekommen die Beamten wirklich eine Sonntagsruhr, die sie heute nicht haben. Direktor Fischer: Wr haben gegen den Postassistenten-Ber- band keine Maßnahmen getroffen. die wir nicht treffen konnten. Es ist kein Beamter wegen Theilnahme am Verbände bestraft worden, es ist der Beitritt zum Verbände nicht verboten worden. Aufmerksam haben wir darauf zu achten, daß unsere Beamten in ihren Privatverhältnissen nicht in Schulden gerathen, die Ver- fehlungen nach sich ziehen. Unsere Einwirkung auf die Beamten würde viel zu eng gesaßt sein, wenn wir uns um ihre Privat- Verhältnisse schlechthin nicht zu kümmern hätten. Darum sind auch die getadelten Erlasse durchaus berechtigt gewesen. Für Gehaltsverbesserungen treten wir ein, ohne daß es einer An» regung aus dem Reichstage bedürste. Vor zwei Jahren sind von den Gehaltsverbesserung ll'/z Million aus die Postbeamten ent- fallen. Alle Beamten glücklich zu machen, wird uns nicht ge- lingen. Die Post-Kriminalstatistik bessert sich von Jahr zu Jahr, weil das soziale Niveau unserer Beamten durch den Chef der Reichs- Verwaltung immer mehr gehoben wird. Der Vorwurf mangelnder Objektivität bei der Beurtheilung der finanziellen Ver- Hältnisse des Verbandes muß ich zurückweisen. Nach der neuesten Nummer der Verbandszeitung ist die Zahl der Pflichtvergessenen, welche den Beitrag schulden, noch eine sehr große, und es wird der Vorschlag gemocht, den Beitrag jährlich auf einmal im Voraus zu erheben. Die Postgehilfen beziehen kein Gehalt, sondern nur eine Beihilfe; nicht blos in der Justizverwaltung, sondern in allen Verwaltungszweiacn muß der Anfänger ganz unentgeltlich für die Verwaltung arbeiten. Die Einrichtungen in Bayern und Sachsen, welche der Vorredner lobte, sind nach preußischem Muster viel später geschaffen worden. Wir find trotz dem Borredner nicht der Meinung, daß der Ausruf wegen der WohnungSgeld- Zuschüsse von einem Post-Unterbeamten verfaßt ist, sondern wohl von der Redaktion selbst. Der WohnungSgeld- Zuschuß ist eben nur ein Zuschuß, der für die ganze Miethe gewiß nicht ausreichen mag, namentlich nicht in Berlin. Die Vermehrung der Sekretärstellen von ca. 2000 im Jahre IM 1 auf 4502 im gegenwärtigen Etat widerlegt doch deutlich die 73e- hauplung, daß bei der Kreirung von höheren Stellen karg ver- fahren worden ist. Die Wohnungsgeld-Zuschüfle erreichen nt.i der Hälfte der Beamten die ganze, bei der andern Hälfte db'- halbe zahlbare Miethe. Bei dieser letzteren Hälfte wird der R»st durch Abvermiethen von Zimmern u. f. w. gedeckt. Und diese Er- scheinung ist es auch, die unS dem Gedanken der Erbauung von Wohnhäusern für die Postbeamten skeptisch gegenüberstehen läßt. Die Einrichtung des Postvertrauensarztes hat Herr Bebel ver- dächtigt, ohne eine Spur von Beweis anzubieten. Die Ein- richtung stammt aus dem Jahre 1831, aus der Cholerazeit, sie schließt für die Unterbeamten die unent- eine prächtige Figur, so angelegt von den Verfassern und vom Darsteller so wiedergegeben, daß fie sich thurmhoch über die üb- liche Schablone des beinahe unvermeidlichen altm Lustspiel- doktors erhob. In ein VolkStheater gehört die.Großstadtluft" trotz der bei- fälligen Aufnahme, die sie am Sonntag Nachmittag gefunden hat, nicht— und auf die„Freie Volksbühne" erst recht nicht. Dagegen hat Kleist'S„Der zerbrochen« Krug" ein ganz entschiedenes Anrecht darauf. Das ist eine Sattre, so fein und so scharf geschliffen, wie nur irgend eine der mooernsten „Komödien". Der alte, verliebte Dorfrichter, der seine amtliche Stellung dazu mißbraucht, von einer jungen Schönen gegen das Versprechen der betrüglichen Befreiung ihres Geliebten vom Militärdienst Zärtlichkeiten zu erpressen, dürste, wenngleich in etwas anderem Geivande, auch heute noch zu finden sein. Der lüsterne Sllte zerbricht bei dem nächtlichen Stelldichein, daS er dem Mädchen aufdrängt, einen Krug und bekommt von dem herbeieilenden eisersüchtigen Geliebten eine Tracht Prügel. Am andern Tage klagt die Mutter des Mädchens vor demselben, im Gesicht zerschundenen, vor Schmerzen hinkenden Dorfrichter gegen den Geliebten, den sie der an dem Kruge verübten Frevelthat bezichtigt. Wie der alte FuchS im Richtergewande den Unschuldigen hineinzureiten sucht, um desto sicherer von sich selbst dm Verdacht abzulenken,— das ist mehr alS blos„vergnügliche Kunst der Unterhaltung", und an manchen Stellm will es aus dem Humor des Dichters wie ein Zornesblitz hervorbrechen. Die Darstellung des zierlichen Einakters war in allen Theilen vollendet. In dem Spitzbuben von Dorfrichter hatte Oskar Höcker eine Gestalt geschaffen, der wir nicht leicht eine andere von gleich köstlichem Humor an die Seit« zu stellm wissen. Man hat über ihn weniger laut als über die„Großstadtluft, aber da- für um so herzlicher gelacht. Lr. Das Wimer Ensemble setzt im ThomaS-Theater seine Nestroy-Vorstellungen fort und führte uns am Sonnabend die Posse„Der Talisman" vor. Ein vagabundirender herunter- gekommener rothköpsiger Barbier kann nirgends ein Unterkommen finden, bis ihm eine Perrncke zum Talisman wird und er überall gute Aufnahme findet. Mit der Perrücke schwindet sein Glück und, wo er vorher freundlich aufgenommen war, wird er wieder hinausgeworfen, bis er wieder durch die Aussicht aus reiche Erb- schaft die verlorene Gunst, die er nunmehr verschmäht, wiedererlangt. Der äußere Schein deckt alle Mängel, und wenn Geld da ist, bedarf es auch nicht einmal der Verstellung. Gespielt wurde recht flott. Die Hauptrolle des Stücks ivar vortrefflich durch Herrn Müller dargestellt. Besonders vorzüglich war auch die gleichfalls rothköpfige Gänsemagd durch Frl. Jolly gegeben. die naive Unschuld und herzige Empfindung lieblich zur Er- scheinung brachte. 0 " 22 зи ber geltliche ärzliche Behandlung ein und hat sich außer- Direktor Fischer, daß ein Bericht über die Angelegenheit| Das Gesuch, zwei für die nächsten Wochen angefeßte neue ordentlich bewährt. Die Berichte der Ober Postdirektionen dem Reichspostamt noch nicht vorliegt. Termine so lange zu verschieben, bis dieses Erfenntniß, wogegen ftimmen darin überein, daß die Unterbeamten in wachsendem Die von der Budgetkommission vorgeschlagene Resolution Berufung eingelegt wird, rechtsträftig werde, ist abgelehnt Maße das Segensreiche diefer Einrichtung erkennen. Die öfter den Reichskanzler zu ersuchen, die Ausdehnung des Systems worden. reichischen Vorzüge lobt Herr Bebel ohne Kenntniß der gefchicht ber Dienstaltersstufen auf die Unterbeamten der Reichsposts und lichen Thatsachen. Die Postkarte ist 1865 von Herrn Stephan Telegraphen- Verwaltung ohne Schädigung derfelben in ihren Der Verein gegen Verarmung" hat am Dienstag unter zuerst auf der damaligen Bonkonferenz empfohlen worden. Wenn Bezügen wiederholt in Erwägung zu ziehen" wird angenommen; Borsiz des Ministerialdirektors Reichardt feine alljährliche man hier immerfort Briefe von Unzufriedenen verwerthet, vergißt desgleichen die sämmtlichen Stafforderungen für die Subaltern- Generalversammlung abgehalten. Der dort erstattete Jahresman, daß niemand aus allen Menschen Engel machen tann. und Unterbeamten. bericht, dessen Hauptdaten durch die bürgerliche Preffe ver Wir verjügen aber auch über ein großes Material von Briefen Für 14 900 Landbriefträger find 11 547 500 m. aus öffentlicht werden, hat zu den ungezählten Beweisen von dem zufriedener und dankbarer Männer, von welchen wir in der geworfen; Bugang 400 neue Stellen à 775 M. Das Gehalt Fortschreiten einer Berarmung und Verelendung der hauptStegel leinen Gebrauch machen. Hier aber wird es erlaubt fein, variirt von 650 bis 900 m. itädtischen Arbeiterbevölkerung einen neuen Beweis hinzugefügt. einen folchen Brief vorzulesen, der die Gesinnung der großen Abg. Schmidt- Sachsen( Soz.) tritt für eine Aufbefferung Die Zahl der Unterſtügung fuchenden Personen betrug im verMaffe der Boktbeamten wiederspiegelt.( Der Redner verliest den diefes so geringen Anfangsgehalts von 650 M. ein. Das Durchgangenen Jahre 17 137, die der unterſtüßten Personen uur 4607. betreffenden Brief.) Diese Gesinnungen gereichen uns zur wirt schnittsgebalt jei ja wiederholt, namentlich 1890, hauptsächlich Bwei Jahre früher lag das Verhältniß zwifchen Unterstügungslichen Befriedigung. auf Betreiben des Abg. Singer und einiger freisinniger Mitglieder gesuchen und ausgetheilten Unterstügungen bei weitem noch nicht Abg. Abt( ntl.) bedauert, daß die Postverwaltung gegenüber erhöht worden; das Anfangsgehalt sei aber sehr niedrig geblieben. fo ungünstig: es betrug erst 12 000 gegen 4000. Die Zahl der feinen Wünschen in betreff der Ausdehnung des Telephonwesens Die Eisenbahn- Unterbeamten hätten ein viel höheres Anfangsgehalt. Hilfefuchenden hat sich also ganz bedeutend vermehrt, die gefich nicht auf den Standpunkt stellen will, jeden Anschluß ein Außerdem wünscht Redner eine Aenderung in der Kleidung der leistete Hilfe hat mit dieser Vermehrung nicht Schritt gehalten. zuführen, sobald er gewünscht wird und sobald die festgesezten Landbriefträger derart, daß sie im Winter eine wärmere, den Bor zwei Jahren gab der Vorsitzende Reichardt, als er diese Gebühren gezahlt werden. Er tittet nochmals um größeres Ent- Körper mehr schüßende, im Sommer eine leichtere Bekleidung be- Zahlen in der Generalversammlung mittheilte, den verehrlichen gegenfommen gegen die Wünsche der Industrie, namentlich bleibe fommen. Mitgliedern die beruhigende Versicherung, daß das Mißverhältniß es eine große ungerechtigkeit, baß diejenigen Etablissements, die Direktor Fifcher: Das Durchschnittsgehalt der Landbrief nicht so schlimm sei, wie es aussehe. Es fei im Gegentheil über 15 Rilometer von der Zentralstelle entfernt find, feinen Anträger bleibt gegen das der entsprechenden Eisenbahnbeamten, der gerade gut, daß man 8000 Gesuche zurückgewiefen habe. Eben fchluß erhalten sollen. Bahnwärter, um 25 M. zurück, aber das Maximum wird schon in dieser Zurückweisung sei auch ein Theil der Thätigkeit des Abg. von der Schulenburg( df.): Herr Stöcker hat nur etwa mit dem 9. Jahre erreicht. Den Bestrebungen zur Auf- Vereins, und vielleicht nicht ber unwichtigste, in feinem Namen gesprochen; ich babe dagegen im ausdrück- befferung des Minimalgehalts stehen wir durchaus nicht ab erblicken; denn die Hilfe des Vereins werde auch vielfach von lichen Auftrage des Parteivorstandes dem Staatssekretär lehnend gegenüber. Zur Entschädigung für die Landbriefträger folchen nachgesucht, die ihrer weder bedürftig noch würdig seien. zu danten für die Entschiedenheit und Entschloffenheit, mit welcher wirft außerdem unser Etat noch extra über 1 Million aus. Die Wir wissen nicht, ob man im Verein gegen Berarmung" auch er die Autorität und Disziplin in seinem Reffort gewahrt hat. Leistungen der Landbriefträger haben sich nicht erhöht, sondern dies mal den Muth gehabt haben wird, die inzwischen ( Beifall rechts.) Wir bedauern sehr, daß für ihn fein Wort der verringert. Die Erhöhung im Ganzen wird bedingt durch die ungeheuer gewachsene Zahl der Ablehnungen( über 12 500) au Anerkennung außer der unferigen hier laut geworden ist. Der Vermehrung dieser Beamtenzahl, fowie durch die Verwendung rechtfertigen oder gar dem Verein als ein Verdienst anzurechnen. preußische Beamte wird immer noch Recht finden, wenn er Recht eines ausgedehnten Hilfslandbriefträger- Personals. Daß alle diese Uebergangenen mit Grund und Recht übergangen fucht, aber er foll sich an eine andere Adresse wenden. Was Herr Der Titel wird bewilligt. worden seien, daß sie nur darauf ausgegangen feien, den Berein Bebel mir vorhält wegen der Zarifirung der Zeitungen, entspricht Bei der Forderung von 18 952 700 M. für Pofthilfestellen und als verschämte Arme" anzuschnorren, während sie daheim herrnicht den Thatsachen, ich habe das Gegentheil gefagt. Ich habe für Silfeleistungen im Unterbeamtendienste bei den Berkehrs- lich und in Freuden leben, daß werden die Herren schwerlich jemanden glauben machen. Der Berein gegen Verarmung", nur verlangt gleiches Recht für alle, was wir Ronfervative anstalten regt immer perlangen.( Lachen lints.) Wir wollen, daß die zei- Abg. Schmidt( Sachfen) eine Renderung dieses umfangreichen auch das Wort gegen Bettelei!" auf sein Banner geschrieben hat, tungen, welche nicht den Umfturz predigen, nicht theurer Titels an. Die Pofthilfsstellen feien Ehrenamter, beren unglück verfolgt diese Abweisungspraxis doch nicht erst seit heute und bezahlen müssen als andere. Den Geist der Beitungen liche Inhaber mit einer Pauschalvergütung abgefunden werden. geitern. Sie müßte doch also die gewerbsmäßigen Schnorrer will ich unter teinen hineingezogen wissen. Für Posthilisboten wird den Poftamtern auch eine Bauschal endlich einmal abschrecken, wenn es sich vorwiegend um solche Kommt man dabin, die guten Zeitungen möglichst billig und die fumme zur Verfügung gestellt. Die daraus gezablten Tagelöhne handelte. Aber obwohl die Zahl der Abweisungen zunimmt, fchlechten möglichst theuer zu tarifiren, dann halte ich es für fämen nur in den größten Städten auf eine Höhe von über nimmt die Zahl der Siljesuchenden gleichfalls zu, und wenn natürlich, daß man die Kreuz- Beitung" umsonst befördert. 2 M. Die 19 Millionen unter diesem Titel stehen in feinem im nächsten Jahre infolge dessen die Bahl der Abweisungen erst ( Heiterkeit links.) Wir wollen eine gleiche Beförderungsgebühr. richtigen Verhältniß zu den etatsmäßig angestellten Beamten. recht zugenommen hat, sieht sich der Verein im nächstnächsten Das bisherige System fezt eine Prämie auf die billigen Umsturz- Echon 1889/90 habe der Abg. Baumbach darauf hingewiesen, in seiner Erwartung auf eine abfchreckende Wirkung erst recht blätter, das geht zu weit, das Geld aller Steuerzabler für diefe fchon früher 1885 habe von Bollmar die schlechte Lage dieser getäuscht. Und so geht das weiter, Jahr für Jahr, im„ Verein Zwecke auszugeben. Die Berliner Morgen- Zeitung" tofiet Hilfsbeamten dem Reichstage geschildert und schon damals eine gegen Berarmung und gegen Bettelei." Wer ist es denn jährlich 8,20 pro Exemplar Zuschuß, oder jährlich bei 90 000 Erhöhung der Tagegelder verlangt. Die große Mehrheit der aber, der bei dem Verein anklopft, der ihn um Hilfe bittet, nachBeitungsauflage faft 100 000 Thaler auf Kosten der Steuerzahler. Pofthilfsbeamten in den kleinen Städten und auf dem Lande be- dem er verarmt ist? Nicht Bettler, die von Haus zu Haus gehen, Im Ganzen fezt die Reichspost mehr als zehn Millionen jährlich ziehen noch heute höchstens 1,50 M. tägliche Vergütung. Es find es, die weiß man sich durch das bekannte Schild, bas au, wie die Staatsbürger- Zeitung" ausgerechnet hat. Von der follte in Bufunft der betreffende Titel zerlegt werden in zwei jedes Vereinsmitglied an seiner Thür anbringt, vom Halfe zu Loyalität des Herrn Bebel erwarte ich, daß er eine Erklärung Titel, für Posthilfsstellen und für Hilfsleistungen und die Bezüge halten, sondern kleine Leute", Arbeiter und Arbeiterinnen, abgiebt, mich misverstanden zu haben. Landräthe und Präfi- für Hilfeboten erhöht werden. Die Arbeiter bezeichneten heute oder auch hungernde Handwerksmeister und darbende Unterdenten find ja Herrn Bebel unangenehm. Ich hoffe, in dieser Be allgemein die sogenannten ortsüblichen Tagelöhne, nach benen beamte, bie noch auf der Grenze zwischen Bourgeoisie und siebung nicht zu erlahmen, mich ihm und seiner Partei auch ferner das Gehalt dieser Hilfsboten fich richte, als Hungerlöhne. Sier Proletariat au stehen meinen, die noch zu jener halten, möglichst unangenehm zu machen. tönne die Verwaltung ändern; das Geld sei ja da, die aber bereits สิน biesem gehören. Die Berarmung Abg. Bollrath( fr.): Wenn die Konferenz wegen der Boft mache in diesem Etat wieder 21 Millionen Ueberschüsse. und Berelendung auch dieser am weiteften vorgeschobenen Beitungsbeförderung zusammentritt, bitte ich auch Angehörige Titel 38 fordert 1815 250 M. zu Vergütungen für unge- Posten der Arbeitertlaffe fie gehören zu ihr, wenn fie Dieses Erwerbs- oder Literaturzweiges zuzuziehen. Es freut wöhnliche Leistungen der Beamten, zu Unterstügungen an bedürf- fich auch noch so hartnäckig das Gegentheil einzureden mich, daß von einer Rafernirung Der unteren Post- tige Beamte mit Gehältern bis 4500 M., zur ausnahmsweisen suchen, fann tein Verein gegen Verarmung" hindern oder beamten abgefehen werden soll. Bon einer folchen zu unterstützung höher befoldeter Beamter, zur Gewährung von aufhalten. Darüber wird man sich in dem Verein auch schwer. fammenpferchung in amtlichen Wohnhäusern ist in der That nichts Vergütungen für den Vertrieb der Wechselstempelmarten und der lich täuschen, ebenso wenig wie in irgend einer anderen Vereini zu erwarten. Die Zunahme der Sekretäre von 1871 ab ist Herrn Marten für die statistische Gebühr, und zur Beihilfe für die gung oder Korporation, die sich die Aufgabe geftelt hat, die Bebel als Argument entgegengehalten worden, aber mit Ünrecht. Beamten, welche sur Post- und Telegraphenschule in Berlin Noth des Volles zu lindern". Man tennt die Erfolglosigkeit Früher war der Sekretär ein ganz anderer als hente; früher herangezogen find. dieser Bestrebungen die Jahresberichte mehrerer Dußend war er der Abschluß der Subalternfarriere, jezt ist er der Anfang wohlthätiger", gemeinnüßiger", u. f. w. Bereine gestehen sie ja der höheren Karriere. Man hat eben hier der Postaristokratie mehr oder weniger offen ein aber es wird fortgewurstelt". große Konzessionen gemacht. Ich muß nun noch auf die Rede Wie lange noch? Das ist die Frage. des Herrn v. Stephan vom Freitag zurückfommen. Ich habe von Postproletariern nicht im wegwerfenden Sinne gesprochen, sondern Se fortschreitende Proletarifirung bedauert. Bei der Kaiser- Eine Antwort vom Bundesrathstisch erfolgt nicht. Wilhelm- Stiftung hat dann Herr v. Stephan darauf hingewiesen, Bei den Betriebsausgaben im Bereiche der Telegraphie daß 38 000 Beamte unterstügt worden sind. Diese Ziffer ist sehr eigen thümlich; wenn fie richtig ist, würde der Staatssekretär doch Staatssekretär v. Stephan auf die Anregung des Abg. Adt, mehr den Titel eines Groß Almosenier der nothleidenden Poft daß die Vergrößerung des Fernsprechneges auf große Hindernisse beamten als den des Staatssekretärs des Reichs Boftamts ver- fößt. Für Wiederherstellung der Telephondrähte, welche welche dienen. durch den Sturm in Hamburg in einer einzigen Nacht gerriffen Direktor Fischer: Herr Vollrath hat zwei Mal ausdrücklich waren, hätten 190 000 m. ausgegeben werden müssen. Wit von Proletarierm gesprochen. Eine Verfügung vom Reichs- der Bostamt in Sachen der Verkehrszeitung" ist nicht ergangen. Diese Behauptung ist ein Märchen. W Abg. Vollrath verlangt eine Zerlegung des fo umfangreichen Titels, der zu den verschiedensten Dingen Beträge auswirft. Vor allem aber wünscht er zu erfahren, wie viel auf die Ausgaben für die Poft- und Telegraphenschule bei diesem Titel entfällt, damit man die Kosten dieser Schule tennen lernen könne. erklärt Ermäßigung der Gebühren müßte man aber auch wegen des Anwachsens der Anlagekosten fehr vorsichtig fein. Anschließend giebt der Staatssekretär eine ausführliche Uebersicht über die Entwickelung des Fernsprechneges im deutschen Reichs poftgebiet. Die Einzelheiten werden aber auf der Journalistentribüne der herrschenden Unruhe wegen nicht im Zusammenhange Abg. Bebel: Die weitere Bethätigung des Herrn von der Schulenburg soll uns angenehm sein; wir werden ihm zu dienen wiffen. Wenn die neuen Maßnahmen der Poftverwaltung darauf hinausgehen, den Zeitungsvertrieb zu vertheuern, verständlich. fo werden mir im Reichstag zu überlegen haben, ob Die Positionen werden bewilligt, desgleichen der Rest des ber Post ihr Regal weiter belaffen werden fann. Ordinariums. Beim Erytraordinarium find von der Kommission Ich habe feinen Unterschied zwischen guten und schlechten Blättern für Apolda nur 108 480 M. zur Vergrößerung des Postgrundgemacht. Wenn Herr Stöcker jetzt von der Partei verleugnet ftücks bewilligt worden, während der Etat darüber hinaus noch wird, so tommt es mir nicht darauf an. Mir ist es genug, daß 114 350 M. als erste Rate zur Herstellung eines neuen Dienft ein Mann von feuner Richtung sich so geäußert hat. Herr Stöcker gebäudes verlangte. Außerdem sind die erste Rate für neue Postweiß in dem Kreise der Postbeamten doch recht viel mehr Besdienstgebäude in Berleberg mit 70 000 M., in Greifs scheid als Herr 1. d. Schulenburg. Die Reichsbeamten haben wald mit 89 589 M. gestrichen. nicht übereinstimmend die Meinung, daß sie ihr Recht finden, Für den Erweiterungsbau des Reichs- Poftamts auf den Grund wie die preußischen Beamten, von denen Herr v. b. Schulenburg ftüden an der Ecke der Leipzigers und Mauerstraße werden als auffallenderweise sprach. Darum menden fie sich mit ihren Beerfte Rate 404 000 M. gefordert. schwerden an uns. Wir werden deshalb auch ferner die Befchwerden, die an uns tommen, gewissenhaft prüfen und sie auch fernerhin rücksichtslos zur Sprache bringen.( Beifall links.) Abg Marquardfen( nl.): Ich will nur Zeugniß dafür abLegen, daß auch wir von dem Gewichte der Verdienste des Herrn v. Stephan voüftändig durchdrungen sind und wünschen, daß der Beitpunkt feines Scheidens noch recht fern sei. Im Punkte des Postassistenten Berbandes stehe ich allerdings auch nicht auf feinem Standpunkte, sondern auf dem der Mehrzahl der Redner aus dem Hause.( Beifall bei den Nationalliberalen.) 9 Abg. Vollrath begrüßt es mit Freuden, daß bei dieser Ge. legenheit auch das Postmuseum würdiger untergebracht werden foll, wünscht aber für die projektirte Oberlichthalle einige bauliche Veränderungen, um den Lichteffekt nicht zu ſehr zu be schränken. Das Extra Drbinarium und die Einnahmen merden nach den Kommiffionsanträgen genehmigt. Ebenso ohne Debatte der Etat der Reichso ruderei. Schluß 5 Uhr. Nächste Sigung Dienstag 1 Uhr. ( Marine Etat). Tokales. Abg. Bollrath: Wir haben die augenblickliche Lage bes poftalischen Wefens gana objektiv und nüchtern au beurtheilen und müssen dabei bleiben, daß eine Stagnation eingetreten ift. Wenn auch eine Verfügung des Reichspostamts wegen der Verkehrs- Zeitung" nicht existirt, so ist das nur ein Streit um Worte. Das betreffende Aftenstüd bezeichnet sich als Dentfchrift, und thatsächlich hat man Abonnenten und Inserate gesammelt. Religionsfreiheit oder Glaubenszwang? Am 4. März Im wegwerfenden Sinne habe ich von Proletariern nicht ge- wurde vom Schöffengericht in Moabit der Diffident, Weber sprochen, wie ich nochmals hervorhebe. Alfred Rosenkranz aus Rummelsburg zu 2 M. Strafe verurtheilt, Damit schließt die Disfuffion. Das Gebalt des Staats- weil sein Rind 13 Schul- Religionsstunden ohne Dispensation ver: fekretärs wird bewilligt, ebenso die übrigen persönlichen Ausgaben fäumt hatte. Die Dispensation war zwar mit dem Nachweis für die Zentralverwaltung. des Austritts aus der Landeskirche nachgesucht aber verweigert worden. Bei den Besoldungen für die Betriebsverwaltung I. Ober- Postdirektionen, nimmt bei den Gehältern für die PostBauräthe das Wort Abg. Vollrath, um die Werbefferung der Besoldung der Bostarchitekten zu befürworten. Ihre Einkommensverhältniffe, Durchschnittsgehalt 5100 M., ständen gegen die Einnahmen tüch tiger Privatarchiteften entschieden zurück. Redner fragt, ob ihnen wenigftens nebenamtlich die Uebernahme von Privats arbeiten erlaubt ist. bittet Direktor Fischer bestätigt, daß diese Erlaubniß gegebenen Falls ertheilt wird. Bei dem Titel Poft und Zelegraphen Memter Abg. Endemann( ntl.) die Errichtung einer Boftanstalt in Kaffel zu beschleunigen. Bei dem Titel Oberpoft und Poftfekretäre" erklärt auf eine Anfrage des Abg. Frohme, wie es um bie Wiedereinsehung eines un Chuldig verurtheilten Sekretärs stehe, " Als auf die Frage, ob er evangelisch fei, Rosenkranz furz antwortete: Nein, Diffident", bemerkte der Borsigende dazu: Es ist ein trauriges Geständniß, Diffident zu fein, an nichts zu glauben. Religion ohne Glaube an einen persönlichen Gott giebt es nicht. Sie wiffen nicht, in welche Lage Sie noch fommen werden, wo Sie die Religion sehr nöthig gebrauchen fönnen." In der Begründung des Urtheils heißt es, daß der dem Rinde in der Berliner freireligiösen Gemeinde ertheilte Unterricht, da dort nicht der Glaube an den persönlichen Gott gelehrt werde, nicht als Religionsunterricht angesehen werden könne, die Dis pensation sei daher mit Recht verweigert worden. Auf das freis fprechende Urtheil gegen Ewald in Brandenburg a.$.( der librigens auch der Berliner freireligiösen Gemeinde angehört) berufe fich der Angeklagte mit Unrecht, denn Ewald's Kinder follten in einer anderen Religion, als in der Schule gelehrt werbe, Unterricht empfangen, er aber und die freireligiöse Gemeinde hätten ja gar teine Religion! Der Aufführung von Hauptmann's Weber" in der Freien Bühne" widmet Julius Freund in der Bolts- Zeitung" folgende Verse: Ein lauschendes Auditorium Jm Saale der Freien Bühne", Und Alles horchte gespannt und ftumm Auf die Tragödie, die kühne. Das war ein Reuchen aus franker Bruft, Ein Stammeln aus heis'rer Kehle-; Ein wilder Aufschrei in Schmutz und Wust Aus angstgefolterter Seele. Das roch nach efel verdorb'ner Luft, Nach Speisen, schlecht und mißrathen, Nach süßem, widerwärtigem Duft Bon ranzigem Hundebraten. Das troch hervor zum Verzweiflungstampf, Bum rasenden, mörderischen; Da erhob sich ein leichter Bulverdampf, Da trachten Salven dazwischen. Und in der Loge dicht neben mir Saß feist ein dicker Geselle, Brillanten an jedem Finger schier Bon köstlichster Wasserhelle. Der hauchte gar manchen Seufzer aus, Und zog am Ende begeistert Sein seidenes Taschentuch heraus Und ftöhnte, von Mitleid bemeistert: " Ihr Aermsten- dem ficheren Tode geweiht Ihr hungernden Hundeschlächter, Ihr Webersleute, wie thut Ihr mir leid!" Der Mann war ein-- Grubenpächter. Der Herr Millionär in Rüdersdorf. Jm Frühjahr 1892 tam der Maurergeselle Michaelis aus Berlin nach dem benach barten Rüdersdorf und erzählte dem Bäckermeister David E. auf der Schulzenhöhe, daß ihm eine große Erbschaft aus Rußland zugefallen fei. Die Auszahlung der Gelder es handelte fich um nicht weniger als 2/2 Millionen Rubel sei mit vielen Schwierigkeiten verknüpft und sämmtliche Zweige der Michaelisfchen Familie als Miterben hätten Michaelis zum Generalvertreter auserwählt. Er habe sich als juristischen Beistand den Rechtsanwalt Arthur Stadthagen genommen. Neidischen Auges wurde Michaelis von den Rüdersdorfern angefehen, und die Optimisten, darunter der genannte Bäckermeister, hatten nichts Giligeres zu thun, als den ungehenden Millionär auf die Vorzüge von Rüdersdorf aufmerksam zu machen. Ein Millionär in Rüdersdorf war immerhin nicht zu verachten. Außerdem war Michaelis ein leutseliger, jovialer Herr, der sich alsbald mit einem großen Theil der Bewohner der Ralfberge verbrüdert hatte. Eines Tages zeigte er feinem Freunde David ein Dokument des Aus wärtigen Amtes, wonach die Erbschaft im Oktober v. J. aus. gezahlt werden sollte. Leider hatte Stadthagen die Angelegenheit feines Auftraggebers nicht recht mit Eriolg vertreten, denn ber russische Staat erhielt nach den Abmachungen eine halbe Million Rubel und der preußische von dem Reste 25 pCt. Daher war Michaelis auf Stadthagen nicht gut zu sprechen und hatte angeblich in der Hauptsache zu seiner Entfernung aus dem Anwalt ftande beigetragen, Troß des durch Stadthagen verschuldeten Verlustes berrichte in Rüdersdorf eitel Freude, als Michaelis feinen Entschluß dahin fund gab, sich in Rüdersdorf anzusiedeln. Das Geld lag freilich in Rußland recht sicher, aber die Distonto gesellschaft, die Deutsche Bank wie auch Fromberg u. Cie. hatten nach feiner Angabe einen Vorschuß versagt, weil der Stempel unter dem Dokument des Auswärtigen Amtes burch Bufall" etwas verwischt worden war. Man spottete der fleinbürgerlichen höhe. Bald erhob sich dort ein Prachtbau, der außen und innen Gerichts- Beitung. genommen: " Die Berufsmufiker Berlins hielten am 28. Februar eine öffentliche Versammlung ab, in welcher die Agitationstommiffion Bericht über ihre Thätigkeit erstattete. Nachdem dann Genosse Stadtverordneter Wernau über die Bedeutung der StreifRontrolltommiffion in längeren Ausführungen Aufklärung gegeben, wurde Kollege oppe zum Delegirten und Kollege Graß zum Erfagmann gewählt. In die Agitationskommission wählte die Versammlung die Kollegen F. Wegner, Kuna mer und G. Schonert. Banliers, und Freund David stellte sein ganzes Bermögen zur| 3ander von 2,40-1,00 m. Hechte von 1,80-1,00 m. Barsche zugestellt worden sind, erhalten nur die erwähnten Formulare Verfügung. Michaelis nahm davon zunächst zehntausend Mart von 1,60-0,70 M. Schleie von 2,40-1,00 M. Bleie von 1,40 mit der Weisung, dem Bureau resp. der Agitationsfommission und taufte von dem Bäckermeister B. ein Stück von Schulzen- bis 0,80 M. Krebse per 60 Stück von 10,00-3,00 m. der Schneider und Schneiderinnen innerhalb einer bestimmten, Beit Antwort zukommen zu laffen, wie sich die betreffenden G den Millionär verrieth. Berliner und Rüdersdorfer Lieferanten Polizeibericht. Am 4. d. M. Mittags fand an der Ecke schäfte hierzu stellen. Zur Santtionirung dieser Bestimmungen wetteiferten mit ihrem Kredit; am 1. Oktober v. J. bezog der neue der Friedrich- und Dorotheenstraße ein Zusammenstoß eines werden zum Montag, den 18. März, in den verschiedenen Gegenden Rüdersdorfer Bürger seinen Palast;. erhielt eine Hypothek von Pferdebahnwagens mit einem Rollwagen statt, wobei der Führer 4 große öffentliche Versammlungen einberufen. Acht Tage zwanzigtausend und einen Wechsel über zehntausend Mart. Ein des letzteren vom Bock geschleudert wurde. Er gerieth unter die später finden in den betr. Lokalen wieder 4 große öffentfehr netter Bug war es, daß er auch seinem Freunde David ein Räder feines Wagens und erlitt bedeutende Verlegungen an der liche Versammlungen statt, in welchen die Agitationskommission Haus mit einem Backofen neuester Konstruktion errichten ließ. rechten Hand und im Gesicht, so daß er nach der Charitee ge- Bericht zu erstatten hat. Zu eingehender Information der Kollegen Da er aber wider alles Erwarten sein Geld aus dem Barbaren- bracht werden mußte. Nachmittags wurde an der Ecke der gelangt zu den vier Bersammlungen ein Flugblatt zur Vertheilung. lande nicht erhielt, was er auf politische Trübungen zurückführte, Weber- und Großen Frankfurterstraße ein Knabe von einem In der ausgedehnten Diskussion erklärten sich die Redner init so ging er die Rüdersdorfer Vorschußbant um fünfzigtausend Möbelwagen überfahren und am rechten Arm und Fuß be- obigen Ausführungen im ganzen einverstanden. Kollege Pfeiffer Mart an. Diese fleine Bank hatte aber kein Verständniß für deutend verlegt. Abends wurde an der Ecke der Kraut und berichtete über die nach außerhalb getroffenen Maßnahmen, wodas vortheilhafte Angebot und lehnte es ab. Als nun aber der Kleinen Andreasstraße eine Frau von einem Bierwagen über nach im gegebenen Falle Zuzug fern zu halten ist. Hiernach Glafermeister Klinger in Rüdersdorf die Aeußerung hatte fallen fahren. Sie erlitt dadurch einen doppelten Bruch des Ober- wurden einstimmig die eingangs aufgestellten Forderungen als laffen, daß die Erbschaft Michaelis anstatt in Rußland im Monde schenkels und mußte nach dem Krankenhause am Friedrichshain gerecht anerkannt. Ferner wurde folgende Resolution anzu liegen scheine, so suchte der Zimmermeister Berthold G. den gebracht werden. Am 5. d. M. Nachmittags fiel der Maurer Rechtsanwalt Stadthagen auf, um zu erfahren, daß Stadthagen Beßle vor dem Hause Chauffeestr. 14 beim Absteigen von dem Die Versammlung heißt die von den Kollegen aufgestellten von Michaelis und Millionen nichts wisse. Dies gab einen Vorderraum eines in der Fahrt befindlichen Pferdebahnwagens Forderungen gut. Die Agitationstommission wird aufgefordert, gewissen Rückschlag. Die Handwerfer ließen Nothhypotheken zur Erde, gerieth unter die Räder und wurde am Unterschenke! Dieselben den Kollegen durch Flugblatt zu unterbreiten, damit auf Schloß Michaelis" eintragen. Der Millionär wandte sich so bedeutend verlegt, daß seine Ueberführung nach der Charitee dieselben in den weiteren Versammlungen zur Genehmigung gewüthend, wie er fagte, an den Reichskanzler v. Caprivi, der ihm erforderlich wurde. In der Nacht zum 6. d. M. wurde ein langen. Die Kollegen der einzelnen Geschäfte, welche wünschen, die Strafverfolgung sämmtlicher Handwerker zusicherte. Hierdurch Schriftseger- Lehrling in der Wohnung seines Baters, in der daß formulirte Tarife ihren Geschäften unterbreitet werden, find wurde W. wieder umgestimmt und Michaelis fonnte wiederum Lübeckerstraße, erhängt vorgefunden. Am 4. und 5. d. M. und aufgefordert, dieselben bis mindestens zum 11. März der Agita überall Gelder flüssig machen. Die ihm zufließenden in der darauf folgenden Nacht fanden 11 Brände statt. tionstommission an die Adresse J. Timm, Schüßenftr. 18/19, Summen grenzten an das Fabelhafte, und er ließ Arbeitsnachweis und Auskunftsbureau, zu senden." durch den Bauunternehmer M. einen britten Pracht bau aufführen. Auf das Drängen seiner Gläubiger brachte er am 12. v. M. vierzehn heftographirte Erkenntnisse des Kammergerichts mit dem behördlichen Stempel, aber ohne Unterschrift. Die lettere sollte am 26. v. M. vollzogen werden. Da aber immer und immer noch kein Geld eintraf, wandte man sich Eine Explosion beim Feuerwerk im Etablissement an den Rechtsanwalt Schent in Straußberg, der die Unverfroren Sterneder( Schloß Weißenfee) führte am Sonnabend den beheit hatte, sämmtliche Papiere für falsch zu erklären. Nach fannten Kunstfeuerwerker Paul August Wilhelm Zeibler Michaelis würde das Auswärtige Amt nun auch gegen Schent und den Sohn des früher berühmten, bei einer großen Explosion vorgehen, und der Berliner Rechtsanwalt Senff sollte beauftragt um das Leben gekommenen Feuerwerkers Schulenburg, den worden sein, für die Löschung der Nothhypotheken zu forgen. Konditor- Lehrling Gustav Wilhelm Eugen Schulenburg, Später zeigte auch Michaelis die Abzüge des kammergerichtlichen unter der Anklage der fahrlässigen Körperverlegung vor die erste Im Fachverein der Uhrmacher und verwandter BerufsUrtheils, die nun die Unterschrift v. Jebens" trugen. Inzwischen Strafkammer am Landgericht II. Am 8. August v. J. explodirte genoffen Berlins und Umgegend sprach am 25. Februar Herr hatte aber der Vorschußverein Rüdersdorf auf eine Anfrage beim bei einem der bekannten großen Land- und Wasserfeuerwerke in offmann über die lex Heinze. Dem Vortrage folgte eine Auswärtigen Amt die Antwort erhalten, daß alles dem genannten Etablissement ein sogenannter Feuertopf. Die Diskussion, an welcher sich die Kollegen Naether und Krause Schwindel sei, und man wollte vor einigen Tagen mit weit umhergeschleuderten Splitter der aus Eisenblech bestehenden betheiligten. Unter Verschiedenem" wurde beschlossen, einer hiesigen Firma, welche ihren Angestellten verboten haben soll, Michaelis zu dem Rechtsanwalt Senff fahren, nachdem auch dieser Hülle des Feuerwerkskörpers verlegten die in der ersten Reihe des hiesigen Firma, welche ihren Angestellten verboten haben soll, die Sache als Schwindel bezeichnet hatte. Michaelis fuhr aber Buschauerraums sitzenden Kellner Otto und Fintenaöller, biefes Verfahren rügendes Schreiben zuzusenden. Ferner gab der in die Versammlungen ihrer Fachorganisation zu gehen, ein in die Bersammlungen ihrer Fachorganisation zu gehen, ein nicht mit, da er die" Postfachen zu erwarten habe", sondern ver- ben einen leicht am rechten Oberschenkel, den anderen schwer am dieses Verfahren rügendes Schreiben zuzusenden. Ferner gab der schwand kurz darauf. Bald nachher traf bei seinem Freund Unterschenkel. Beidler hat das Feuerwerk geleitet, der junge Borsitzende bekannt, daß Herr Dr. Pinn in der am 11. März David B. ein Brief des Inhalts ein: Lieber David, verzeihe Schulenburg hatte die betreffenden Feuerswerkskörper hergestellt. stattfindenden Vereinsversammlung einen Vortrag über sprechen hat Michaelis bis jetzt ebenso wenig eingelöst, wie alle Anklage gestellt, obwohl Zeidler den Verletzten Schmerzensgeld, Abends 6 Uhr, in Gratweil's Bierhallen eine öffentliche Uhrmir; ich stelle mich selbst der Staatsanwaltschaft." Dieses Ver- Beide wurden für den Unfall verantwortlich gemacht und unter Märstage des Jahres 1848" halten wird. Am Schluß der Versammlung wurde erwähnt, daß am Sonntag den 26. März, übrigen. Viele Anzeigen sind bereits behördlich anhängig gemacht Kurtosten und verlorenen Arbeitsverdienst mit zirka 400 Mart Abends 6 Uhr, in Gratweil's Bierhallen eine öffentliche Uhrerfetzt hat. Wie die Explosion möglich wurde, obwohl alle macher- Versammlung mit Damen stattfindet. Vorsichtsmaßregeln angewendet worden waren, hat auch die Eine rohe Handlungsweise hat zu der Berhaftung des Staatsanwaltschaft nicht zu ergründen vermocht. Dieselbe fand die Der Ganverein Berliner Bildhauer tagte am 21. Februar bereits zweimal wegen Körperverlegung bestraften Arbeiters Bohl Fahrlässigkeit der Angeklagten lediglich in dem Umstande, daß in einer gut besuchten Mitgliederversammlung. Nach Erledigung geführt. Ein Fräulein 2. war am Sonnabend mittels Droichte der betreffende Feuertopf nicht in die Erde eingegraben, sondern des geschäftlichen Theils hielt Herr Rob. Schmidt( Tischler) nach einem Haufe der Kronenstraße gefahren, um daselbst ein in einer Holzbatterie befestigt war. Ein solcher Feuertopf besteht einen Vortrag über Industrieverbände und Kartellverträge. schlag auf und nahm, ohne dazu beauftragt worden zu sein, der Centimeter Weite und ist mit Leuchtkugeln und etwa 1 Loth Packet abzuliefern. Als die Droschte hielt, riß Pohl den Wagen aus einem eisernen Bylinder von 30 Centimeter Höhe und zehn Unter Anführung der mannigfaltigen Schwierigkeiten, welche der Verwirklichung einer solchen Jbee entgegenstehen, hielt der Dame das Packet ab, um es an den Bestimmungsort zu bringen. Bulver gefüllt. In Ermangelung eines gerichtlichen Sachvers Redner die Sache für fehr problematisch. Namentlich würden Da er es aber anscheinend infolge feines angetrunkenen Buständigen für Pyrotechnik hatte der Bertheidiger, Rechtsanwalt wohl die verschiedenartigen Beiträge und Leistungen der in ftandes aus der Hand fallen ließ, rief Fräulein 2. einen anderen Sugo Sachs die ebenfalls in Berlin sehr bekannten Kunst- einem Verbande zusammengewürfelten Einzelorganisationen ein daneben stehenden jungen Mann zu sich, um das Packet zu be- feuerwerter Bock und Bonander laden laffen, unüberrückbares Hinderniß bilden. Größere Summen für Kampfes fördern. Hierüber wurde P. aufgebracht und schlug die Dame befundeten, daß alle diejenigen Vorsichtsmaßregeln gewecke zufammen zu bekommen, sei unwahrscheinlich; sicherer fei wiederholt in das Gesicht. Als ein Schuhmann zu ihrem Bei- troffen waren, welche die Erfahrung gebiete. Gin Gin aber, daß über die Verwendung der eingegangenen Gelder stande erschien, warf er sich auf die Erde, schlug mit Händen graben der Feuertöpfe fei an der gegebenen Stelle infolge Meinungsverschiedenheiten und damit Mißhelligkeiten entstehen und Füßen um sich und konnte nur mit großer Mühe nach der bes Sumpfbodens nicht möglich gewesen, der Schuß des Publikums würden. Die Kartellverträge feien schon annehmbarer, allein als sei durch eine starke Balfenlage hergestellt worden. Gleich nach Uebergangsphase zu Industrieverbänden und nach Abzug sonstiger, In die Falle gegangen sind am Sonnabend Abend drei der Explosion haben sich die Sachverständigen überzeugt, daß ein näher erläuterter Mängel bleibe auch hier nicht viel Erstrebensübrig. Eine Regelung des Herbergswesens, Ladendiebe. Sie hatten es auf die Ladentasse des Bäckers H. in Verschulden der Angeklagten nicht vorliegen konnte. Der Unfall werthes der Brüderstraße abgesehen, den Verdacht des Bäders aber da- fei lediglich auf unerklärliche Umstände zurückzuführen. Unter der Reise Unterstützungs- und Beitungsfrage tönne durch erweckt, daß sie den Laden lange Zeit von der Straße aus diesen Umständen hat sich der Staatsanwalt selbst veranlaßt, die auch durch anderweitiges Entgegenkommen erreichen. Freisprechung zu beantragen, Vertheidiger und Gerichtshof waren Ganzen fei die Organisation an sich bas Wichtigere beobachteten und daß Einer mehrfach eintrat, und an den In- berselben Meinung und so wurde auf Freisprechung er- und nicht die Form derselben. Man solle die bestehenden haber des Geschäfts auffallende Fragen, wie z. B. ob er das GeOrganisationen zu träftigen suchen und würde dann schon mit fchäft verkaufen wolle, richtete. Um fie auf die Probe zu stellen, Hilfe der Solidarität eine respektable Macht sein. Im Laufe verließ H. vollständig angekleidet den Laden, betrat aber durch Ans Beuthen bringt die Oberschlesische Gerichts- Zeitung" der lebhaften, sich ausschließlich im Sinne des Referats be bie hofwärts belegenen Räume den Laden wieder. Er fah nun, folgenden Bericht: wegenden Diskussion wurde folgende Resolution angenommen: wie sich die Drei dem Laden näherten, durch das Schlüsselloch Einen recht unerwarteten Ausgang nahm der mit großer Die Versammlung ist der Ansicht, daß von der Bildung von fahen und mehrere Schlüffel an dem Schloß versuchten. Nun Spannung erwartete Prozeß wider den Polizeisergeanten Alexander Industrieverbänden und Kartellverträgen vorläufig abzusehen sei, hob der Bäckermeister die Rolljalousie hoch und rief um Hilfe. Januschowiß aus Königshütte, welcher sich fürzlich wegen Be da die beruflichen Organisationen noch nicht die genügende Kraft Zwei der Einbrecher wurden festgenommen, der dritte entkam. leidigung des Oberbürgermeisters Girndt zu Königshütte vor der und Stärke befizen. Dagegen empfiehlt sie den Delegirten zum Einer der Berhafteten ist ein bereits mehrfach bestrafter Techniter hiesigen Straftammer zu verantworten hatte. Kongreß in Kaffel für Berufsorganisation sowie für Bildung Fähndrich. örtlicher Kartellkommissionen in Form der Berliner Streit- Kontrollfommiffion einzutreten. worden. Wache gebracht werden. fannt. welche # Die man Im Der Anflage lag eine Aeußerung zu grunde, welche Ein Unfall, der leicht hätte schredliche Folgen haben als dieser ihn am 29. August v. J. dabei betraf, wie er in der Janufchowit dem Polizei- Inspektor Roop gegenüber gethan hatte, Wie nothwendig der Anschluß an eine Organisation ist, tönnen, ereignete sich am Sonntag während der Abendvorstellung Dienstmüße Einkäufe auf dem Markte machte. Da dies den dürften wieder jene fünf Kollegen gesehen haben, welche bei dem der Budapester Drpheum- Gesellschaft im Wintergarten des Grand Hotel Alexanderplay. Dafelbst stürzte plötzlich von der Decke des Polizeibeamten aus leicht erklärlichen Gründen verboten ist, so Meister Schmidt, Fruchtstraße 59, wegen zu geringen Lohnes die Glasdaches eine der großen Scheiben herunter, und nur einigen stellte Herr Koop ihn darüber zur Rede, erhielt indeffen zur Ant- Arbeit niederlegen mußten. Am 14. März unternimmt der VerDie ein einen Besuch des Trachtenmuseums, der auch für Damen von im Saale aufgestellten Balmenbäumen, durch welche die Scheibe wort, ber Oberbürgermeister nehme auch Geschenke an. beim Fallen aufgehalten wurde, ist es zu verdanten, daß niemand dolge davon war, daß Herr Oberbürgermeister Girndt, von der Intereffe ift. Treffpunti im Rathsteller 1/210 Uhr. von dem überaus zahlreichen Publikum verlegt wurde. Durch beleidigenden Aeußerung durch Herrn Koop in Kenntniß gefeßt, Der Allgemeine Arbeiterinnenverein sämmtlicher Bes schnell aufgespannte Sprungtücher wurde dafür gesorgt, daß nicht Strafantrag gegen Januschowig stellte, der feinerseits fich anbie noch in der Deffnung verbliebenen Scherben beim Herunter- beischig machte, den Beweis für die Wahrheit seiner Behauptung rufszweige Berlins hielt am 22. Februar feine legte Generalversammlung ab. Auf der Tagesordnung stand: 1. Kaffenbericht. zu führen. fallen etwaiges Unheil anrichten tönnten. Thatsächlich gelang es ihm auch mehrere Zeugen zur Stelle 2. Wie ftellen sich die Mitglieder zur Auflösung des Vereins und 3n rekogno8ziren. In dem Gutsbezirk Plötzenfee hat sich zu schaffen, welche bekundeten, daß der Ober- Bürgermeister Ge- zur Gründung eines Bildungsvereins für Frauen und Mädchen am Sonntag ein unbekannter etwa breißig Jahr alter Mann schenke von ihnen angenommen habe, allerdings nicht in feiner des arbeitenden Voltes? Nach Verlesung des Kassenberichts, erschoffen. Für etwaige Angehörige fei mitgetheilt, daß er mit amtlichen Eigenschaft, sondern nur bei feftlichen Gelegenheiten, welcher einen Bestand von 99,65 M. aufwvies, wurde der Raf einem blauen Rock und Weste, einem schwarz, gelb und blau-. B. bei der Feier feines 25jährigen Dienstjubiläums, bei der firerin für ihre musterhafte Buchführung Decharge ertheilt. Berlobung feiner Tochter, bei seiner filbernen Hochzeit u. f. f. Hierauf berichtete Frau Deutschmann, daß die Abrechnung gemischten Beinkleid, schwarzen Ueberzieher, schwarzen Filzhut mit Rücksicht hierauf billigte der Gerichtshof dem Angeklagten über die" Gleichheit" einen Ueberschuß von 20,66 m. ergebe. und einem blau- und weißgestreiften Unterbeinkleide angethan ben Schuß§ 198 Strafgesetzbuch3 zu und erkannte auf lostenlose In einer Ansprache legte Frau Fahrenwald sodann dar, war. Die Wäsche ist H. A. 1 gezeichnet; die bei der Leiche auf- Freisprechung. Bei der Begründung des Urtheils führte der daß es zweckmäßiger fei, wenn war. Die Wäsche ist H. A. I gezeichnet; die bei der Leiche auf der Verein sich auflöse gefundene Bylivderuhr trägt die Nr. 96'621 und ist an einer mit dem Frauen Bildungsverein zusammen einen Nickeltette befestigt; in der Geldtasche befanden sich 2,85 Mart. Herr Borfiende auß, daß die Aeußerung des Angeklagten zweifels- und Gegen zwei Stimmen fand das Der Toote hat braunes Haar und einen Vollbart und ist in daß der Angeklagte aber in Wahrnehmung berechtigter Intereffen auf ein diesbezüglicher Antrag Annahme. ohne eine Beleidigung des Herrn Oberbürgermeisters enthalte, größeren Verein bilde. Bur Regulirung des Bereinsvermögens und des Materials wurde eine gehandelt und daher habe freigesprochen werden müssen. Rommission gewählt, welche aus den Damen Frau Fahrenwald, Frau Deutschmann, Frau Frohmann, Frau Schubert und Frl. Janz besteht. Die Versammlung beschloß darauf, auf dem Grabe der Märzgefallenen einen Kranz niederzulegen. Hierzu erboten fich zwei Genoffinnen, Kranz und Schleife dem Verein zu fchenfen. Dies Angebot wurde angenommen, worauf die Verfammlung auf Antrag der Frau Fahrenwald die für den Ankauf eines stranges bestimmten 10 M. den ausgesperrten Bergleuten überwies. Bum Schluß gab Frau Fahrenwald bekannt, daß die beim legten Wintervergnügen auf die Nummern 80, 83 und 97 gefallenen Gewinne in ihrer Wohnung, Schönleinstr. 19, vorn 4 Treppen, abzuholen find. Plößensee verblieben. Der Ausbruch der Scharlach Epidemie in allen Theilen des Nieder- Barnimer Kreises wird durch den Landrath deffelben, Herrn von Waldow, bekannt gemacht und allgemeine Anzeigepflicht der gefährlichen Krankheit angeordnet. Frau Dr. Völkel- Magdeburg ist, wie die Bolts- 8tg." erfährt, gestern aus der Schweiz mit ihrer aus 8 Köpfen be stehenden Familie in Berlin angekommen. Sie foll, da sie sich über ihre Existenzmittel nicht ausweisen tonnte, a wangsweise über die schweizer Grenze gebracht worden sein. Versammlungen: Die Schneider hielten zur Besprechung der Lohnbewegung am 1. März eine Versammlung der Werkstatt- und Geschäftsbelegirten ab, welche zahlreich besucht war. Nach einigen ein leitenden Worten ftellte der Kollege Timm folgende Forde rungen zur Diskussion: 1. Ein allgemeiner Lohnaufschlag von Marktpreise in Berlin am 4. März, nach Ermitte. 25 pet. 2. Aushängung von Lohntarifen. 3. Nur zwei Klaffen lungen des Polizeipräsidiums. Weizen per 100 Rg. guter von werben für Maßbestellung als zulässig erkannt. 4. Beseitigung Der Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und 13,60-15,10 2., mittlerer von 15,00-14,60 m., geringer von des Plasgeldes auf den Wertstellen. 5. Anstellung eines Maschi Umgegend hielt am 19. Februar feine Monatsversammlung ab. 14,50-14,00 M. Roggen per 100 kg. guter von 13,50-13,00 M., nisten in Wertitellen über 10 Mann, welcher vom Geschäft be- In derselben legte der Vorsitzende, Herr Gustav Bock, sein Amt mittlerer von 12,90-12,70 m., geringerer von 12,60-12,40. zahlt wird. Der Minimallohn ist 27 Mart. 6. Bis spätestens nieder, weil gegen ihn von einer Seite Beschuldigungen erhoben Gerste per 100 kg. gute von 17,50-16,30 m., mittlere von 6 Uhr Abends müssen alle Proben, die am nächsten Tage um worden sind. Zur Untersuchung dieser Angelegenheit wurde eine 16,20-15,10 m., geringe von 15,00-13,80 M. Safer per 100 g. 8 Uhr Morgens geliefert werden sollen, den Arbeitern ins Haus Kommission von 5 Personen gewählt. Die vom zweiten Vorguter von 15,70-15,10 M., mittlerer von 15,00-14,50 m, gefchickt sein. 7. Bezahlung der Nachtarbeit mit 5 Mart Auf- fißenden weitergeführte Versammlung überwies der Arbeitergeringer von 14,40-13,90 m. Stroh, Richt per 100 Rg. von fchlag. 8. Bezahlung der Extra- Arbeit. 9. Anstellung der Tag: Bildungsschule 10 M. Mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie 4,80-4,00 m. Seu per 100 Kilogramm von 7,80-5,20 M. Erbfen schneider nach Wochenlohn, deren Minimalſag 27 Mart ist. Bei wurde darauf die Versammlung geschlossen. per 100 kg. von 40,00-25,00 M. Speifebohnen, weiße per Bezahlung nach Stunden 50 Piennige pro Stunde. Die Arbeitss 100 g. von 50,00-20,00 2. Linfen per 100 Rg. von 80,00 eit beträgt 10 Stunden. Sonntagsarbeit ist ausgefchloffen. Eine öffentliche Versammlung der Puhmacherinnen, bis 30,00 m. Kartoffeln per 100 Rg. von 7,00-4,50 M. Rind- Alle Kollegen haben den obigen Forderungen entsprechend ihre fowie der in der Feder und Blumenfabritation beschäftigten fleisch von der Reule per 1 Kg. von 1,60-1,20 m. Bauchfleisch Lohntarife zu formuliren und dieselben reinschriftlich in zwei Personen fand am 1. März statt. Genosse Roland sprach über per 1 Kg. von 1,30-0,90 M. Schweinefleisch per 1 Kg. von Exemplaren an das Bureau, Schüßenstraße 18/19( Restaurant die Nothwendigkeit der Organisation für die Arbeiter, worauf 1,50-1,20 m. Kalbfleisch per 1 Kg. von 1,60-0,80 m. Hammel Freygang) zu fenden. Ein Exemplar bleibt dort zur Kontrolle Rollege Jäger zum Anschluß an die bestehende freie Ber fleisch per 1 Kg. von 1,50-0,90. Butter per 1 Kg. von 2,80 zurück, das zweite wird dem betreffenden Geschäft zugestellt, nebst einigung der Arbeiter und Arbeiterinnen dieser Branchen aufbis 1,80 m. Gier per 60 Stück von 6,60-3,00 M. Fische per einem gedruckten Formular, in welchem obige Forderungen forderte. Die Wahl einer Agitationstommission soll in einer 1 Rg.: Rarpfen von 2,40-1,20 M. Aale von 8,00-1,20. formulirt find. Geschäfte, von denen uns feine Lohntarife nächsten Bersammlung vorgenommen werden. und Die Filiale 2 des Vereins deutscher Schuhmacher hatte nimmt Ludwig Werner entgegen. Anfragen und Wünsche betreffe| bayerischen Staatsministerien gebührt bas Berbienft und die am Montag ihre konstituirende Versammlung. In derselben er- der Agitation sind zu richten an Genoffen Hermann Schibotky. Ehre, in einem an einen bayrischen Stadtmagistrat gerichteten läuterte Rollege Aug. Fleischer die Statuten des Vereins. Hierauf wählte die Versammlung folgende Kollegen in den Vor- Bureau: E. Holzmarfiitr. 67. Dienstag, den 7. März, Abends 8 Uhr, im Wortgebilde bereichert zu haben; es lautet Nationale kaufmännische Kranken- und Sterbekaffe.( E.§. 71.) Amtsschreiben den deutschen Sprachschah um ein wunderbares unziel seglichst"! fstand: Zum ersten Bevollmächtigten Germann, Flemmingstr, 16, Restaurant P. Bodenburg, Kommandantenftr. 10-11, Borstands- Stzung. Scheußlich! bei Runge; zum zweiten Bevollmächtigten Aug. Baehr, Gran- Bersammlung am Dienstag, den 7. März. Abends s½ Uhr, Annenſtr. 16. Zentralverein der Bildhauer Deutschlands. Gauverein Berlin. In Bukarest soll die Polizei ermittelt haben, daß nicht feerstr. 9, Hof 4 Tr.; zum dritten Bevollmächtigten Strud, Feld- Tagesordnung: Angelegenheiten auf Platz Bloger( Siehe Annonce). Am weniger als hundertfünfzig Briefträger eine straße 13, 2. Eingang, 2 Tr.; zu Revisoren Krause und Quandt. Sonntag, den 12. März, Ertursion nach dem Trachtenmuseum. Diebesgesellschaft bildeten, die Briefe und PostIm Berschiedenen wurden die Kollegen, die noch Streitliſten hält eine große Versammlung am Dienstag, den 7. März, Abends 9 Uhr, im sendungen ſyſtematiſch ſtahl. Bei hundert Briefträgern habe man haben, ersucht, über dieselben so bald als möglich abzurechnen. Bolt'ichen Gaale, alte Jatobitr. 75, ab, in welcher des Rentier Herr Bolz entwendete Postsendungen gefunden. Wahrscheinlich werden die Ebenso wurde um Abrechnung über die Billets vom Maskenball einen Bortrag hält über Privat- Eigenthum". Briefträger sehr schlecht bezahlt, andernfalls wäre die große erfucht. Darauf machte Kollege Niederauer bekannt, daß die mebistalberein) as Sen. Märe. Abends 8% ubt, bet nodig, Bahl der Unredlichen nicht wohl erklärlich. Kranken- Unterstütungsverein Puzer in der Schuhfabrit von Fürstenheim die Arbeit eingestellt Neue Friedrichstr. 44, Generalversammlung. haben, weil Herr Fürstenheim infolge Anschaffung einer neuen Maschine einen Abzug von 20 Pfg. pro Paar in Anwendung bringen wollte. Die Maschine arbeite aber noch mangelhaft, und fei der Abzug ein zu hoher. Die Sache wurde der Agitations tommiffion überwiesen. Am Sonntag, den 12. März, findet eine Bersammlung der 1. Filiale statt, mit nachherigem gemüthlichen Beifammensein. Tabakarbeiter( früherer Bentral- Kranken- und Sterbekaffe der Tabakarbeiter( Berlin 2). Dienstag, den 7. März, Abends 9 Uhr, bet Röllig, Neue Friedrichstr. 44, Mitglieder- Versammlung. Literarisches. Die Depeschen: ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Briefhaffen der Redaktion. Paris, 6. März. Die Deputirtenkammer beschloß auf das Sozialpolitisches Zentralblatt( herausgegeben von Dr. Millevoye über das Eingreifen Floquet's, Freycinet's und Cle Verlangen der Regierung, die Berathung der Interpellation Die Freie Vereinigung der Seifenfieder und Berufs- Heinrich Braun, Berlag von J. Guttentag in Berlin). Die menceau's in die Panama- Affäre bis nach Beendigung des genoffen hielt am 23. Februar ihre Generalversammlung ab. foeben erschienene Nummer 23 hat folgenden Inhalt: Zur Land- Banama- Prozesses zu vertagen. Der Vorstandswahl wegen war von einem Referat Abstand ge- arbeiterfrage in Rußland. Von P. v. Struve. Entwurf betr. der Gesetzesvorlage über die Preffe wieder aufgenommen. Die Sodann wurde die Berathung nommen worden. Es wurden neugewählt: Otto Ha a fe zum Abänderung des Unterstüßungswohnsitz- Gesetzes.- Rückgang des Banama- Untersuchungskommission wird heute wegen Unwohlfeins 1. Borfizenden, Aug. Spitz zum 2. Vorsitzenden, G. Neu- Fleischkonsums.- In der preußischen Steuerreform- Kommission. Brisson's nicht zusammentreten. mann zum 2. Schriftführer, E. Nitsche zum 2. Raffirer, Gegen die progressive kommunale Einkommensteuer. Ueber Bischof und Büttner zu Beisigern, E. Hoffmann zum indirette Gemeindeſteuern. Ergebnisse der statistischen Erin Serradifalco( Provinz Caltanisetta) fam es zu einem Zu Rom, 6. März. Gelegentlich der geftrigen Deputirtenwahl Revifor und B. Grachu zum Bibliothekar. Wiedergewählt hebungen im Tischler-( Schreiner-) Gewerbe pro 1891. Von Dr. sammenstoß mit den Truppen, wobei 2 Personen getödtet und wurden: E. Gabbey zum 1. Schriftführer, Paul Hentschel S. Lux.- Erhebungen des evangelisch- sozialen Rongreffes über 2 verwundet wurden. 20 Personen wurden verhaftet. zum 1. Raffirer, F. Mindach und W. Mandel zu Revisoren. Die Lage der ländlichen Arbeiter im Deutschen Reiche. ArbeitsKollege Hentschel machte bekannt, daß für die Gewerbegerichts- lofen- Statistik. Frauenarbeit in den Bereinigten Staaten.Wahlen auf Liften 28,70 M. gesammelt worden sind. Außerdem Der Ausstand der Baumwollenarbeiter in Lancashire. erstattete Kollege Hentschel den Bericht über die am 6. Februar Union der vereinigten Maschinenbauer Englands. Der von Herrn Dr. Freund einberufene Versammlung, betreffend Ursprung der Arbeiterbewegung in Belgien. Von Dr. Gründung eines allgemeinen Arbeitsnachweises in Berlin. Die Emile Bandervelde. Die Bekämpfung des Trusts durch Bersammlung befchloß, daß der Verein sich an dieser Angelegen die 3ollpolitik der Vereinigten Staaten.- Desterreichische parla heit nicht weiter betheilige, da es unter den heutigen wirthschaft mentarische Enquete über die Gewerbe- Ordnungs- Novelle. Entlichen Verhältnissen unmöglich sei, den Arbeitern dadurch Vorwurf einer neuen Seemannsordnung für das Deutsche Reich. theil zu verschaffen. Ferner beschloß der Verein, den März Arbeitszeit in der deutschen Steinindustrie. Zur Sonntagsruhe in gefallenen einen Kranz zu widmen. Bafel. ZurFrage desAnspruches einer Invaliditäts- und Altersrente. Die Freie Vereinigung der Bau- und gewerblichen Darstellung der deutschen Arbeiterversicherung für die WeltHilfsarbeiter hielt am 19. Februar ihre regelmäßige Mitglieder ausstellung in Chicago.- Wittwen- und Waisenversicherung der versammlung ab. Genoffe allenthin sprach in derselben Seeleute. Bau von Beamten- und Arbeiterwohnungen durch über den Streit und seine Bedeutung und erntete für seine Aus- deutsche Gemeindeverwaltungen. Zur Arbeiterwohnungsfrage. führungen reichen Beifall. An der Diskussion betheiligten sich Berbot offener Koatsöfen. Beschränkung des Ausschants die Kollegen Behrend, Klinge und Seidel. Zu Vereinsangelegen geistiger Getränke in England. Mäßigkeitsvereine und Mäßig heiten wurde darauf beschlossen, den Vorstand nicht wie bisher feitswirthschaften in der Schweiz. Gewerbliche Fortbildung erst im April, fondern bereits im März zu wählen. Sodann in Hessen. Unterrichtsverband der Arbeitervereine Niederwurde dem Kassirer über die Jahresabrechnung Decharge ertheilt. Desterreichs. Voltsbibliotheken. Zum Schluß fand eine Resolution Annahme, worin sich die VerAbdruck sämmtlicher Artikel ist Zeitungen und Zeitschriften fammlung mit dem Aufruf des Genoffen Bauer in Halle ein- gestattet, jedoch nur mit Angabe der Quelle. verstanden erklärte. Zur Erörterung derselben soll demnächst in Schöneberg eine Versammlung abgehalten werden. In Charlottenburg tagte am 26. Februar eine öffentliche Versammlung für Männer und Frauen, in welcher Genosse Schwarze- Berlin über die soziale Lage der Arbeiter referirte, Der intereffante Vortrag wurde von der Versammlung mit lebhaftem Beifall aufgenommen. In der Diskussion forderten die Genoffen Schulze, Bernsen und Schorlis zur Agitation, sowie zum Beitritt in den Wahlverein auf. Ferner wurde um rege Verbreitung der rothen Nummer" des Volksblatt für TeltowBeeskow" ersucht. Nachdem der Referent noch auf die März gefallenen hingewiesen hatte, wurde die Versammlung mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie geschlossen. -V Jsraels Gemeinschaftsleben mit den vorchriftlichen Völkern. Von Zob. Cohn. Berlin, Verlag von Richard Leffer. Cäcilie Seler. Berlin, Berlag Richard Lesser. Die Frau im alten und im heutigen Mexiko. Von Der Russische Bauer. Von Stepniat. Autorisirte Uebersetzung von Dr. Viktor Adler. XVI und 212 Seiten. Preis brofchirt 1,50 M., gebunden 2 M. Verlag von J. H. W. Dieß in Stuttgart.- Wer sich über die heutige Lage der russischen Bauern unterrichten will, dem ist die Stepniak'sche Schrist zu empfehlen. Vermischtes. Blattes hat der Artikel, auf den Sie bezug nehmen, gestanden? R. R., Landsbergerstraße. In welcher Nummer dieses sprache nach der Redaktion. O. G., Nene Grünstraße. Rommen Sie zu einer RückParteibons an den Vertrauensmann. P. W., Fruchtstraße. Geben Sie doch die gefundenen M. S. M. Sie wollen zur Erreichung Ihres Zwedes bas Patentgesetz und das Musterschußgefeß sich kaufen und eventuell zwischen 12 und 1 Uhr vorsprechen. Rönneburg. Nur Preußen tönnen auf Grund des preußischen Gesezes aus der Landeskirche scheiden; ob für Anhaltiner ein ähnliches Gesetz existirt, ist uns nicht bekannt. K. Z. Das Zusammenwohnen noch nicht verheiratheter Brautleute fann in Preußen als Konkubinat verboten und mit polizeilichen Strafen belegt werden, wenn das Konkubinat Aergerniß erregt. 2. K. Berufung wäre erfolglos; Ronzessionsentziehung ift nicht zu befürchten. O. E. W. Ihre Frage: was Sie dagegen machen können, daß Sie aus einer Rasse plötzlich ausgeschlossen worden sind, fann erst nach Einsicht der Kaffenftatuten beantwortet werden. Sprechen Sie doch gegen 1 Uhr bei uns vor. R. L., Wriezen. Leider ja. Fabrum. Wenn er arbeitet, muß er Beiträge zahlen. nicht vom Hauswirth, so steht dem Hauswirth kein Recht, auch 2. 500. Wenn Sie von einem Miether gemiethet haben, fein Retentionsrecht, gegen Sie zu. 2. M. R. 1. Nein. 2. Ja. Briefkaffen der Expedition. Für die Bergarbeiter gingen ferner ein: Ertrag einer amerikanischen Auktion in Rigdorf unter Arbeitern von Siemens u. Halste 4,-. Gesammelt am Biertisch, Gesangverein Helvetia", Rigdorf 8,10. Gesellschaft Rothenhahn 1,60. Lese- und Diskutirklub ,, Dieggen" 12, Gesammelt durch Untas im Schweinefopf 2,-. Sozialistischer Klub, Glasgow 17,30. Genossen Zittau's durch Brückner 8,- Gewerkschaftskommission in Hagen: Nichtgewerbliche Arbeiter 20,10. Tischler- Verband 15,-. Schneider Verband 10,-. Bon einer Voltsversammlung 7,50. Von Töpfern Rigdorf's, Bau Ertstr. 9 durch D. 2,85. Maler vom Bau Klopstockstr. 27 8,20. Summa 111,65 M. Bereits quittirt 12 646,90 m.; in Summa In Bernan fand am 19. Februar eine Boltsversammlung ftatt, in welcher Reichstagsabgeordneter Moltenbuhr über Das Königl. Eisenbahn- Betriebsamt Berlin- Sommerdie Arbeitslosigkeit und ihre Ursachen einen mit Beifall auf- feld meldet: Am 5. 6. M., Abends gegen 61/2 Uhr, entgleisten genommenen Vortrag hielt. Hierauf stand die Wahl eines vom Personenzug Nr. 7 bei Einfahrt in den Bahnhof SommerAgitationskomitees auf der Tagesordnung. Nachdem Molten- feld in einer Weiche der Backwagen, der Poftwagen und vier buhr und der Vertrauensmann Werner die Vortheile einer Personenwagen. Von den Reisenden ist niemand verlegt, vom folchen Einrichtung dargelegt hatten, setzte die Versammlung das Fahrpersonal hat ein Bediensteter eine Gehirnerschütterung erRomitee aus 20 Genoffen zusammen. Ferner wurde zur Kon- litten. Die Reifenden wurden mit Zug Nr. 5 weiter befördert. trolle des Volksblatt- Spediteurs am Orte eine Kommission ge- Der Betrieb ist nicht gestört. Die Ursache ist noch nicht festwählt. Dieselbe besteht aus den Genossen G. Krüger, Hohestein- gestellt. Untersuchung ist eingeleitet. straße 66, Heinrich Höhne, Weinbergstraße und Hermann Schi Der Münchener Bürgermeister Dr. v. Wiedenmayer boyty, Neuestraße. Die Abonnenten des Voltsblatts werden ist am Montag verschieden. ersucht, etwaige Beschwerden an einen dieser Genossen zu richten. Auch eine Bereicherung" der deutschen Sprache. Aus Alle zur Agitation dienenden Broschüren und Arbeiterblätter Bayern wird der Frankfurter Zeitung" geschrieben: Einem der 12758,55 M. Achtung, Rixdorf! Dienstag, den 7. März 1893, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Hoffmann, Bergstraße 133: Große öffentliche Versammlung Warnung. Unterzeichneter Verein warnt hiermit alle Brudervereine und Genossen vor einem Albert Bannert, Schloffer aus Wien, welcher hier mehrere Schwinbeleien von bedeutendem Betrage verübte, wozu er den Namen des Vereins 5 3 Pfund Albrecht's R. Krösche's Gesellschaftshaus, Brot für Bäckerei, 50 Pfennig Fichteftraße 29. Mein großer Saal mit Theaters liefert Wrangel- Strasse 8, bühne u. Parquetfußboden, 400 Berf. Langestr. 26, Palkensteinstr. 28. faffend, ist noch einige Sonnabende u. Sonntage im April u. Mai zu Fest Empfehle mein Geschäft in friscдen lichkeiten u. Versamml. 8. vergeb.[ 87932* aller Gewerbetreibenden sämmtl. Branchen. misbrauchte, und sich alsdann heimlich Blumen und Kränzen. Tages- Ordnung: 1. Wie ftellen fich die Arbeiter hiesigen Drts zu dem Gewerbegerichte, nachdem dieses von der Gemeindevertretung abgelehnt ist? Referent: Stadtverordneter Th. Mehner. 2. Diskussion. 3. Berschiedenes. Die Gemeindevertreter aller Parteien werden gebeten, in diefer Ver fammlung zu erscheinen. Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung ist es Pflicht eines jeden Arbeiters, diese Versammlung zu besuchen. 341/20 Die Vertrauensperson: Robert Köppen. Ausstellungs- Möbel. Die von mir seinerzeit im Landes- Ausstellungspart ausgestellten WohnungsEinrichtungen fanden beim Publikum den ungetheilteften Beifall. Möbel aller Art, ganze Wohnungs Einrichtungen ze. werden stets angefertigt, und sind folche auch im Fabrikgebäude Naunynstr. 3, 1. u. II. Et., ausgestellt. Verkauf nur unter Garantie zu mäßigen Preisen. 3791L " Heinrich Meyer, Tischlermeister, Naunynstrasse 3. Aug. Herold, Möbel u. Polsterwaaren Oranienstr. 83/84. Blousen- Arbeiterinnen mit Probearbeit verlangt 00000 0 0 0 0 Saling Fischer, Rathhausstraße 2. 000000 Halt!! Finger weg!! 00 Martin Klein, 8544L von hier entfernte. 3528 L Der Verlierer von 9,50 M. fann Bemerkt sei noch, daß Bannert nicht Robert Meyerfich melden bei Krause, Triftftr. 3. etwa aus Noth diese Schwindeleien verübte, da er gutbezahlte, bauernde Arbeit hatte. Allgemeiner Arbeiterverein Lausanne. Cohn's Hosen- Fabrik, Nr 2. Mariannenstraße Nr. 2. NB. Um häufigen Irrthum zu ver meiden, bitte ich meine Freunde und Genoffen, genau auf meine Adresse zu achten. 1000 Regenmäntel à 3,50 Mart, 500 Backfisch- Jaquets à 2,50 Mart im Damen- Mäntel- Lager S. E. 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