Nr. 58. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 M, wöchentlich 28 Bfg frei in's Haus. Einzelne Nummer aig. Sonntags= Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Elt" 10 Pfg. Boft- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. Defterreichlingarn 2 Mr., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Poft Beitungs- Preisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Naum 40 Pfg., für Vereins- und Berfammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in Der Expedition abgegeben werden. Die Ervedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprech- Anschlug 3mt 1, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Quittung. Jm Monat Februar gingen bei der Parteikaffe folgende Beiträge ein: Donnerstag, den 9. März 1893. Kann Europa abrüften? VII. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Die Berichte englischer Offiziere stimmten ein im Lob des ausnehmend guten Verhältnisses zwischen Vorgesezten und Soldaten der 1891 in der Champagne manövrirenden französischen Armee. In dieser Armee wären Dinge, wie Berlin, Wahlkreise: 2. Kreis 200,-. 3. Kreis Ueberschuß der sie bei uns so oft aus den Rasernen in die Presse bringen, Sammlungen für Delegation zum Parteitage 331,45, 4. Kreis Wir haben nun unsere benachbarten friedlichen Freunde geradezu unmöglich. Schon vor der großen Revolution Dit 400,-. 4. Kreis Südost 460,20. Berlin div. Beiträge: hinreichend kritisirt. Wie sieht es aber bei uns zu Hause aus scheiterte der Versuch, die preußischen Stockprügel einzuLese- und Diskutirklub Südost 80,-. Desgl. Ueberschuß von der Und da müssen wir geradezu sagen: eine ſtufenweise führen. Zur schlimmsten Zeit der algierischen Feldzüge und Urania 34,80. Görliger- und Sorauerstraßen- Ecke 25,-. A. B. Herabsetzung der Dienstzeit kann für die Armee nur dann des zweiten Kaiserthums hätte kein Vorgesetzter gewagt, dem 50,-... 50,-. Dr. L. A. 20,05. Ueberschuß einer Annonce durch Geyer 4,- Produttivgenossenschaft Spar- Agnes, Eugen von Vortheil sein, wenn ein für allemal total unmöglich französischen Soldaten den zehnten Theil dessen zu bieten, 11. Ro.-81. Roland 5,-. Statklub" Mullonvert" 13,50. Aus gemacht wird die Soldatens chinderei, die in den lezten was vor unser aller Augen in deutschen Rafernen geboten worden tem Dispositionsfonds der Hutmacher 50,- Gesammelt von Jahren eingerissen und in der Armee viel mehr zur Regel ist. Und heute, nach Einführung der allgemeinen Wehrfünf Hutmachern und dem Bierfahrer J., Königstr. 25, 15,-. geworden ist als man zugeben will. pflicht, möchte ich den französischen Unteroffizier sehen, der Stontobucharbeiter Rochstraße 4,-. Deutscher Möbel- Transport- Diese Soldatenschinderei ist das Gegenstück des Ramaschen- fich unterfinge, den Soldaten zu befehlen, einander zu ohrBaderverband 9,95. Die rothen Buchbinder aus der Grünstraße dienstes und Paradedrills; beide breiten sich von jeher in feigen oder ins Gesicht zu spucken. Welche Verachtung 5,- Gesammelt am Biertisch Kürassierstraße 45. Rothe der preußischen Armee aus, sobald diese eine Beit lang milffen aber nicht die französischen Soldaten für ihre Bürstenmacher im Norden 1,60. D. G., Sattler 2,-. G. G. 1- Friedensarmee wird, und von den Preußen geht sie über fünftigen Gegner empfinden, wenn sie hören und lesen, was Ingenannt-50. Barmen 100,-. Barmen 100,-. Bremen, amerikanische J. auch zu den Sachsen, Bayern zc. Multion veranstaltet vom rothen Zonnenmacher bei 3. Seibe ber echten„ altpreußischen" Beit, wo der Soldat entweder an- zucken. Und daß die Leute in jeder französischen Kaserne Sie ist ein Erbstück aus in vielen Fällen diese sich stellenweise bieten lassen, ohne zu 13,-. Brandt bei Freib., Maulwürfe 20,-. Chemnitz, 16. sächsischer Wahlkreis durch J. 50,-. Dresden, rothe geworbener Lumpazius, oder leibeigner Bauernsohn war das lesen und hören, dafür wird gesorgt. Kindtaufe 1,-. Dresden, deutsch russische Geistes- und daher jede Mißhandlung und Entehrung von seinem junker- Bei den Franzosen herrscht in der Armee der Geist waffenbrüderschaft 5,-. Eppendorf, Sparklub Ginigkeit 15,-lichen Offizier ohne Murren hinnehmen mußte. Und nament- und das Verhältniß zwischen Offizier, Unteroffizier und Frohburg i. Sachsen, S. S. 10,- Forst i. 2. 100,- Flens lich der heruntergekommene Hungerleider- und Schmaroger- Soldat, das in Preußen 1813 bis 15 herrschte und unsere burg, d. 28. 10, Greiz, gesammelt in Pohlik am Biertisch Adel, der östlich der Elbe gar nicht schwach vertreten, stellt Soldaten zweimal nach Paris führte. Bei uns dagegen d. K. F. 2,90. Gevelsberg 2,50. Gera, von den Genossen 50, noch heute sein Kontingent der schlimmsten Soldatenschinder nähert das alles sich mehr und mehr dem Stand von 1806, Groißsch, gesammelt d. Germer in G.- 3 Schuhfabrik 6,50. und wird in dieser Beziehung nur erreicht von den prozigen wo der Soldat als kaum ein Mensch angesehen, geprügelt Hannover 500,-. Hamburg, rothe Bude Hopfenmarkt 20,-. Halberstadt 50,-. Heldenbergen 15,-. Hanau, Wahlfr. 100,- Bourgeoissöhnchen, die den Junker spielen möchten. und geschunden wurde, und wo zwischen ihm und dem Hannover- Queftenhorst, amerit. Auft. auf D.- 3 rother Hochzeit Ganz ausgeftorben ist diese Schuhriegelei des Soldaten Offizier eine unüberschreitbare Kluft lag und dieser Zu6,62. Hamburg, Ueberschuß einer Geburtstagsfeier b. Spigel auf nie in der preußischen Armee. Aber sie war früher seltener, stand führte die Armee nach Jena und in die französische Reifen 1,40. Karlsruhe, J. u. 2. leberschuß v. Wahren gelinder und stellenweis humoristischer. Seitdem aber einer Gefangenschaft. B. Jakob" 10,50. London 2,50. Lübeck 200,- Leitelshain, feits dem Soldaten immer mehr und mehr Dinge beigebracht Es wird so viel geredet vom entscheidenden Werth der Streittöppe 1,20. Lüneburg, Dreieinigkeit 1, München, von werden mußten, während man andererseits nicht daran moralischen Faktoren im Krieg. Und was anders thut man den Münchener Weibern alt und jung, Ueberschuß 80,50. dachte, den unnützen Plunder überlebter und sinnlos ge- im Frieben, als sie fast systematisch vernichten? München, rothe Steindrucker„ Eisernes Kreuz" 5, Neustadt wordener taktischer Uebungen abzuschaffen, seitdem erhielt Herz. Cob., Genossen 5,-. Neuhaldensleben, Handschuhmacher, J B. zu Ehren, die Partei zu mehren 5,-. Offenbach a. M., der Unteroffizier mehr und mehr stillschweigende Vollmacht, zu 3. D. 25,-. Pforzheim, Genossen im Thal 10, jeder ihm passend erscheinenden Ausbildungsmethode, und wurde Bieschen bei Dresden, von einigen Porzellinern 5,- andrerseits zur Anwendung gewaltsamer Mittel indirekt gezwunRemscheid 30,-. Remscheid, Gesangverein Sängerkranz 10,-. Rötha, gen durch das Gebot, in beschränkter Zeit seiner Korporalschaft Weißgerber 10,-. Rötha, sozialdemokratischer Arbeit dies oder jenes genügend einzupaufen. Dazu dann das geber 3,-. Remscheid, E. B. 20,- Schwedt a. D., A. B. Beschwerberecht des Soldaten, das ein Messer ohne Klinge ist2. 20,- Schönefeld 30,-. Schmalkalden 10,-. Stettin, Ueber- kein Wunder, daß die beliebte altpreußische Methode wieder schuß einer amerit. Auft. v. Maskenball d. deutsch. Metallarb. Werb., gesammelt b. St. 6,45. Straßburg i. G. 2. u. D. C. in lustigen Schwang fam, da wo die Soldaten es sich ge " Vorwärts" 10,-. Tangermünde 6,-. Tannenberg, vom auf- fallen ließen. Denn ich bin sicher, daß Regimenter des gelöften Verein Feite Burg 9,80. Wermelskirchen 40,-. Westens, oder mit starkem Beisaz großstädtischer Leute, weit weniger Soldatenschinderei aufweisen, als die vorzugsweise aus oftelbischen Landleuten zusammengesetzt sind. ( Engels weist hier auf die Folgen hin, zu denen in früheren Zeiten oft die Verzweiflung maltraitirter Soldaten geführt hat. Wir geben diese Ausführungen, so objektiv sie gehalten sind, deshalb nicht wieder, weil wir die gerichtliche Praxis kennen, die sehr oft aus der objektiven Mittheilung von Thatsachen zur Warnung die Absicht solche Thatsachen herbeizuführen, herauslas. Die Red.) Bei dem Genoffen Bebel sind noch eingegangen: Berlin, Knöpfle 1,-. Frigge 3,-. Binder 1,-. In der Quittung vom 7. Februar muß es statt Hamburg F. H. 6, Gemüthlicher Pfeifenklub Waaterkant Gimsbüttel 76,70 heißen: Hamburg II F.§. 6 50,-. J. P. 6 20,-. Gemüthlicher Pfeifentlub Waterkant Eimsbüttel 6,70. Berlin, den 7. März 1893. Für den Parteivorstand A. Gerisch, Raßbachstr. 9, I. Feuilleton. Nagbrua verboten.] [ 34 " Watajko, Wulitsch", fuhr sie fort, warum wollt ihr nicht einen Chorgesang für uns anstimmen?" treiben. Fr. Engels. Aus Spanien. Granada, Ende Februar 1893. ,, Wir leben in einem fortwährenden Panama und werden in einem ewigen leben!" das ist der laute Gedanke oder das ausgesprochene Urtheil vieler denkender Spanier, welche sich mit Abscheu von allem Barteigetriebe abgewandt haben, sich aber noch nicht entschließen können, in dem Sozialismus das Aaheilmittel gegen alle Schäden und Krankheiten unserer heutigen Gesellschaft zu erblicken. Und es ist auch nur allzu begreiflich, in einem Lande, in welchem das soziale Denten eine unbekannte als ein lächerlicher Idealismus gilt, in welchem die Herrschbegierde Sache ist, in welchem die volle Hingabe an das Allgemeinwohl des einzelnen alle Zugenden unterdrückt, in welchem man auf Rosten der Gemeinde, der Provinzialverwaltung, des Staates stiehlt, was das Zeug nur halten will. Alphonse Daudet hat in seinem bekannten Ausspruch:" Afrita beginnt Annie Wulitsch war keine Sängerin von Beruf, obgleich fie es hätte werden können. Sie hatte eine volle, kräftige Man versuchte einige russische Lieder, doch ohne Erfolg. Stimme. In den vier Wänden eines Wohnzimmers verWatajko und Annie Wulitsch waren die einzigen Sänger legte sie sogar das Ohr durch zu große Stärte. Sie hätte und Botscharow sang absichtlich falsch, um Possen zu viel geleistet, wenn sie eine gute Schule gehabt hätte. Aber feine Schule hätte sie die Volkslieder besser singen gelehrt, als fie es bereits that. Sie war dem Schooße des Voltes entsprossen, aus den weiten Steppen, aus denen diese tiefen und erschütternden Melodien hervor gegangen waren. Sie sang fie, wie nur der Eingeborene fie fingen kann, und ihre Stimme war unter dem Himmelsgewölbe, in der Stille der Nacht, als sie eine Tonwelle nach der anderen der schlafenden Ebene zusandte, sanft und zart. Die Laufbahn eines Nihilisten. Stimme. Von S. Stepniak. Wulitsch schonte sich jetzt noch und sang nur die zweite Sie wußte, daß sie später noch allein werde singen müssen. Sie wollte sich jetzt noch zurückhalten, um dann aus voller Seele, mit ganzer Kraft ihre Stimme er fchallen laffen zu können. Das füdliche Element war in der Gesellschaft start vertreten und man verlangte deshalb bald ein echt ukrainifches Lied. Annie Wulitsch willigte ein. Was soll ich fingen?" fragte sie Andrej, der ihr am nächsten saß. Das, welches Sie am tiefften empfinden," antwortete Annie Wultisch nickte verständnißvoll. Man klatschte ihr weder Beifall, noch wurde sie durch ihr Publikum in lauter Weise ermuthigt. Mascha flüsterte nur Botcharom zu, daß sie Annie nie so schön hätte singen hören, wie heute. Waffilij blickte düfter auf's Feuer, stützte die Wange auf die Hand und nickte dann und wann mit dem Kopfe. Andrej war weiter gerückt, um besser zu hören und ganz allein zu sein. Autorisirte Uebersehung. Frei ins Deutsche übertragen von Bertha Braun. Außerhalb des Kreises, den das Feuer beleuchtete, war es jetzt fast dunkel. Die Wolken hingen schwer über dem Walde und nur wenige Sterne sandten ihre bleichen Strahlen durch die Deffuung der hohen Bäume. In der Stadt wurden die Lichter angezündet; die Stadt selbst schien fich ausgedehnt zu haben und zu gleicher Zeit ferner gerückt zu sein und sah wie eine große Insel aus, die von ihnen er ehrerbietig. burch das Meer der Finsterniß getrennt war. Alle saßen sie in dem rothen Feuerschein und blickten Sie nahm das Jaquet ab, damit es ihr nicht im Wege schweigend auf den dampfenden Kessel. Wassilij sei, und erhob sich, um sich etwas entfernt von der Gesell- Das Mädchen fah ihn nicht, fühlte aber, wo er war. schürte das Feuer und rührte dann und wann schaft zu stellen. Einen Moment stand sie gedankenvoll da; Nachdem sie ihr Lied beendet hatte, wandte sie sich sofort die Suppe mit einem langen Löffel um. Als er sich ihr Gesicht war ernst, fast streng; dann begann sie zu fingen. an ihn, ihr Gesicht glühte in künstlerischer Erregung und umher bewegte, dehnte sich sein Schatten auf dem ebenen Die halbgeschlossenen Augen schweiften in die Ferne, sie dem Bewußtsein des Erfolges. Mit einem leichten Sprunge Boden bald unendlich aus, bald troch er zu dem Stamm schien von ihrem eigenen Gesang hingerissen zu sein. Doch war sie an seiner Seite und warf sich auf's Gras, ohne eines alten Baumes empor, oder verlor sich in den umlie- fühlte fie, daß Andrej's Augen auf sie gerichtet waren, und ihm die Zeit zu lassen, ihr etwas unterzubreiten. Sie sah genden Gebüschen, die von unten phantastisch beleuchtet er sie bewunderte. Dies regte und spornte sie an und gab reizend aus in der ukrainischen Tracht. Anstatt eines wurden. Die Käfer summten in der Luft, durchflogen für ihrem Liede einen eigenthümlichen Reiz. Es war eine Er- Mieders trug fie ein loses, weißes Hemd, welches am Halse einen Moment den Lichtkreis und verschwanden dann in innerung aus der Zeit, als die ukrainischen Kosaken im offen und reich in blau und roth gestickt war. Ein breites der Dunkelheit. Das Knistern des Feuers machte die Südosten den Glaubenskrieg gegen die Muhamedaner scharlachrothes Band war um ihre schlanke Taille gering sum herrschende vollkommene Stille erst recht bemerkbar. führten, eine Ballade auf einen jungen Kosacken, der sein schlungen. Ihre lang en braunen Flechten waren mit einem Die passendste Zeit zu Geistergeschichten", sagte Annie Heim und sein Lieb verließ und ins Land der Ungläubigen Band durchwunden, und einige Korallenschnüre hatte sie Wulitsch. ging, um seine Kameraden, die in der türkischen Gefangen- um ihren bloßen Hals geschlungen. " Warum nicht zum Singen?" sagte Mascha Duborow. schaft schmachteten, aus den Ketten zu befreien. Man würde gern gegen die Türken fechten," sagte bleibendes Andenken bewahren wird. Sagafta, hinter den prenden!" durchaus nicht unrecht, wenn er Gesellschaftsanzuge, Bylinder auf dem gedankenschweren Haupte,| Majunte mußte seine Strafe in Blößenfee weiter verbüßen unter Afrika Anarchie und ähnliche politische und soziale Begriffe Maulbelden in den Cafés oder in öffentlichen Versammlungen- Seitdem ist die Achtung vor den Privilegien des Reichstags versteht. und fein spanischer Ministerpräsident nimmt sie ernst, ge bei den Abgeordneten aller bürgerlichen Parteien bereits so Die liberale Bartei, welche gegenwärtig am Ruder ift, wirth- schweige denn ein Staatsanwalt. Dagegen ein nicht falon weit auf den Hund gekommen, daß heute im Falle von schaftet durchaus nicht beffer als die Regierung der Konfervativen, fähiger Arbeiter und er pflegt felten falonfähig zu feinwelche sich unter dem Namen Canovas de Castillo ein der gewillt ist, feine Interessen bis auf das Neußerste zu ver- Münch, der ganz ähnlich wie der Fall Majunke gelagert ist, der theidigen, ift mit dem Der Staat ift in Gefahr" gezeichnet und nur mehr die Sozialdemokraten für die Wahrung des Pri Führer der liberalen Regierung, ist nicht machtig genug, bat geeignetenfalls die daran sich knüpfenden Konsequenzen zu vilegiums eintraten. Der Abg. Stadthagen that dies in um die Schurkereien, welche sich an den Ebrofanal fnüpfen, auf ertragen. energischer und geschickter Weise. Bebel unterstützte ihn becken zu lassen. Arbeiter, welche dem Staate ihre Kraft für In vielen Wahlkreisen Spaniens hat die sozialdemokratische dabei. Der freisinnige Horwit als Referent und Acereinen Hungerlohn verfaufen, fönnen ebenso wenig zu ihrem Partei eigene Kandidaten aufgestellt, so in Madrid, Bilbao, mann führten aber das Haus zu einem Beschlusse, für den Gelde lommen, wie der Fall in Huelva, die Reftaurations- Barcelona, Linares, Malaga, Palma de Mallorca u. f. w. Es eine geringe Majorität zu gewinnen 1874 der Reichskanzler arbeiten in dem Klofter Santa Maria de la Rabida, bereift. ift aber wenig Hoffnung vorhanden, daß sie irgendwo siegreich Bismard seine ganze Autorität einsehen mußte. Was da Die Volksschullehrer, diese elenden Hungerfandidaten, bitten sein werden. Neben den abscheulichen Wahlfälschungen, welche noch immer um die Erlaubniß, öffentlich und im Auftrage der überall vorkommen werden, tragen die Arbeiter auch viele Schuld mals nur äußerster Bwang vermochte, wird heute freiwillig Regierung betteln zu geben. Einem Schulmeister in Canencia in sich selbst. Die Indolenz und Indifferenz der Arbeiter tros apportirt. Wahrlich, die Zeiten haben sich geändert! ( Provinz Madrid), schuldet der Staat 4000 Mart, verauftionirt ihrer elenden Lage, der Mangel an Klaffenbewußtsein, die soaber feine Besizungen, ein väterliches Erbe, weil er einige Moziale Unreife, die grenzenloſe Unwissenheit, die politische Der Umfall des Deutschfreisinns. Die 173 nate in feinen Steuern rückständig ist. Die Ammen der Findel Charakterlosigkeit, der religiöse fanatismus bilden Hinder Dierten Bataillone", welche inze und seine häuser, welche oft drei und mehr Kinder zu fäugen haben, werden niffe, welche die edelft denkenden, sich aufopfernden, Gut und Freunde bewilligen wollen, bedeuten eine Verstärkung nicht bezablt und droben in Murcia mit einem Streif. Blut einsetzenden, überzeugten Sozialdemokraten bisher des Heeres um 33 315 Mann; sie würden nach den Die Krankenhäuser in Malaga und Granada erhalten feit nicht überwinden können. Man muß es sehen, wie die Berechnungen der Regierung 20 millionen Mark toften. langem feine Gelder mehr; der Auftaltsgeiftliche Anftaltsgeistliche in dem Arbeiter für die graufamen Stiergefechte Geld haben, während Ridert, der Großsiegelbewahrer der Wadelstrümpfe, Krankenhause der legtgenannten Stadt foll nach ber es ihnen im Hause am Nöthigften fehlt, man muß es sehen, dortigen Preffe um die Erlaubniß eingelominen fein, öffent welche Sklaventellung die Frau einnimmt und ihre ganze Hoff deffen nationalliberal fezessionistisches Herz gar gerne für lich betteln gehen zu dürfen. Wege, welche längst nung auf den Schwindel der Pfaffen baut, man muß es sehen, die Regierung flopft, ist jetzt, da der Ahlwardt die Geldprojektirt oder angefangen worden find, werden nicht wie die Leute sich in den Weinkneipen die Messer in die Brufi juden schreckt, für ein Rompromiß jederzeit zu haben. Wer ausgeführt oder tommen nicht weiter, trobem fie jährlich stoßen ohne den geringsten Anlaß, man muß es sehen, wie die den Schutz des beschnittenen Rapitals zu seinem Hauptberuf toloffale Summen verschlingen, so z. B. eine Chauffee von Lorre Rohheit in den Karnevallagen wüthet, um begreifen zu fönnen, erfieft hat, wie Herr Rickert, weiß, daß es wichtiger ist, ( Proving Granada), Eisenbahnstation, nach Montefrio, einer daß die Arbeit des Sozialismus fast unmöglich erscheint. Was mit dem Stöcker über die muffigen Talmud- Scharteken zu Stadt von 10 000 Einwohnern. Nur ein elender Saumpfad ver- darf man von der fittlichen Reife eines Voltes halten, wenn in streiten und mit theologischen Schnurrpfeifereien seine Beit bindet diese Stadt mit der übrigen Welt. Bei den Wegebauten Granada, einer Stadt von 60000 Einwohnern, in einer einzigen todtzuschlagen, als die Auspowerung der Maffen zu verin Malaga follen ebenso die größten Betrügereten und Nacht 13- fage dreizehn- Schwerverwundete auf der Straße auf Schurtereien vorgekommen fein, wie vor einiger Zeit der gelesen werben, von denen bereits 8 geftorben sind, wenn in einer Nacht hüten. So hat er denn in einer Versammlung in HerzImparcial", ein angefebenes liberales Blatt, vers über 30 Berhaftungen infolge des Karnevalsfandals vorgenommen berg, in dem Wahlkreis Wittenberg- Schweidnig, in einem ficherte. Eine Elektrizitätsgesellschaft, welche die Beleuchtung werden müffen, wenn die schmugigsten Bücher und Bilder in Bortrag über Tagesfragen der Erwartung Ausdruck gevon Madrid beforgt, ist auch nach Bersicherungen einer ton- Massen öffentlich verbreitet werden, wenn auf etwa 100 Personen geben, daß die Regierung schließlich doch zu einer Verfervativen Beitung" El Dia"( Der Tag) die Beschüßerin von der Bevölkerung ein Priester kommt? Was ist mit einem solchen ständigung in der Militärvorlage die Hand bieten Schurken und Dieben; unter den Beftechungsgeldern u. f. w. Bolte zu machen, in welchem die Rorruption der regierenden werde". Es ist gut, daß die Wähler allerorten erfahren, figuriren Summen von 10 000-30 000 Beseta( 1 Pef.= 80 Bf.). Kreise und Beamten in Blüthe steht, in welchem die finanzielle weß Geistes Kind dieser volksverwüstende, verrätherische Wie der Vorwärts" schon verschiedentlich berichtet hat, steht Noth einen epidemischen Charakter trägt, in welchem feine Spanien jetzt unter dem Beichen der allgemeinen Wahlen Bartei im ftande ist, der Lage Herr zu werden, in welchem die Deutschfreisin ist. für die Rammer( Cortes). Was da nun alles von der liberalen breiten Schichten der Bevölkerung in blödsinnigfter Unwissenheit Regierung an Wahlbeeinflussungen und Beftechungen geleistet und vandalischer Barbaret dahinleben? Wo finden sich die wird, scheint einem Deutschen unmöglich, trotzdem er Retter, die das Bolt erziehen können? Es wird nicht lange auch in Deutschland an ftarle Dinge gewöhnt ift. Man fet dauern, und der finanzielle Zusammenbruch eines einst glänzenden Bürgermeister ab, weil man von ihnen erwartet, daß sie nicht Landes ist da und ein Chaos wird alles burcheinander werien. mit dem gehörigen Hochdrud für einen liberalen Kandidaten Sur dem mächtigen Drucke von seiten des Auslandes wird es arbeiten werden. So ift es vorgekommen in Motril, Balls und gelingen, auch hier gefunde Zustände zu schaffen. anderen Städten. Die neuen Bürgermeister entlassen dann die Stadtbeamten, häufig bis zum unschuldigsten Nachtwächter herab, indem sie ihre eigenen oder die Kreaturen ihrer Freunde an deren Stelle feßen. So ging es in Motril; die abgesetzten Be amten wollten das Ungerechte ihrer Entlassung nicht anerkennen und begaben sich in ihre betreffenden Bureaus, woselbst sie aber von Polisiften, mit Flinten bewaffnet, empfangen wurden. Hätten fie fich nicht zurückgezogen, so würde ein graufiges Blutbad die unvermeidliche Folge gewesen sein. Und was geschieht? Nichts! Das Bolt von Motril ift in großer Aufregung und wird in semer Majorität gegen den minifteriellen Kandidaten ftimmen, ber trotzdem aus der Wahlurne als gewählt hervor. gehen wird. " Politische Lebersicht. Berlin, den 8. März. Der Septennatorummel in neuer Auflage. Unter'm neuen Kurs wird die Agitation für die Regierungsvorlagen gerade so betrieben wie unter Bismard. Hurrah Patrioten, tommandirte Jasager und Kopfnicker, Streber Bersammlungen zu und Byzantiner bemonstriren in gunften der Militärvorlage in Cassel, in Schleswig, in Spanbau u. f. w., faffen als Bürger verschiedener Parteien" Resolutionen und werden burch den offiziösen Telegraphen- Wolff aller Welt als leuchtendes Muster vorgeführt. Die Steuerzahler triechen aber nicht auf diesen Leim. Ein Ausnahmerecht für die Kriegervereine fon. struirt die Norddeutsche Allgemeine Beitung". Aus dem Reichstag. Die zweite Lesung bes Diese hurrah patriotischen Organisationen find nach den Marine Etats vollzog sich heute ohne nennenswerthe wundersamen Erörterungen des offigiösen Blattes un Debatte. $ Das Haus trat ausnahmslos den Beschlüssen seiner Politische Vereine, wenn sie sich auch mit hoch poli seinerischen Fragen, wie z. B. der Militärvorlage Wie schurfenhaft Beamte zuweilen sind, davon ein Beispiel, Rommission bei, welche vorschlägt, eine Reihe erster Raten beschäftigen. Diesen Alfanzereien des Bindter gegenüber ist welches ich felbft erlebt habe. Vor einigen Tagen tommt der für den Bau größerer Schiffe abzulehnen. Bwar versuchte um ein Empfehlungsschreiben an den Führer der hiesigen Ronfer er auf die Wichtigkeit großer Kreuzer im Kriegsfalle für Aber da die Kriegervereine nur die Wünsche und Forde Bürgermeister eines fleinen Orts zu einem Bürger und bittet der Reichskanzler selbst diese Positionen zu retten, indem einfach festzustellen, daß jeder Verein, der sich mit politischen Dingen befaßt, politisch ist. Mitgefangen, mitgehangen! vativen. Auf die Frage, was er damit wolle, giebt er die Ant ben Schuß unserer Handelsmarine hinwies, aber mit Aus rungen der Regierung lärmend gutheißen und fördern und wort, es folle ihm für die bevorstehenden Wahlen dienen. Er wußte also noch nicht, daß die Konservativen nicht mehr am nahme der Landräthe von der Rechten verblieb das Haus als Sozialistentödter auftreten, so wird keine Polizeibehörde Ruder feien. Auf eine diesbezügliche Bemerkung meines Be- bei seiner ablehnenden Haltung. Abgelehnt wurde auch die und fein Staatsanwalt ihnen das Handwerk legen, mögen tannten erwiderte der Schuft, dann möchte er um ein Empfehlungs- erfte Rate für den Bau von zwei großen Trodendocks in Schreiben an den liberalen Kandidaten bitten. Jenet gab ihm Riel. Die Herstellung dieser Docks ist innerhalb 6 Jahren fie einzeln oder zentralisirt ihre reaktionären Hegentänzchen aber zur Antwort, daß er es nicht thue, er möge fich nur ohne geplant und die Gesammttoftenfumme auf 17 Millionen aufführen. So gehört es sich im modernen Rechtsstaat".weiteres dem Kandidaten zur Verfügung stellen und fönne eines Mark veranschlagt. Nach Erledigung des Marine- Etats Im preußischen Abgeordnetenhause begann heute einträglichen Geschäftes sicher sein.- Freudeftrahlend zog der führte der Antrag der Geschäftsordnungs- Kommission, die dritte Berathung des Etats. Die Generaldebatte wurde Bürgermeister feine Straße, um durch fein Buthun Spanien, fein einen früher gefaßten Beschluß, Baterland, zu beglücken. So geschehen in Granada, im Jahre den Abgeordneten Freiherrn von Beschluß, wonach ein gegen vom Abg. v. Minnigerode eröffnet, der als Beichen unserer Münch schwebendes Herrn 1893.( Rommt auch in Deutschland vor. R. d. V.) gegenwärtigen Finanzlage ein Defizit von 58 Millionen und eine Anleihe hervorhob. Dann begannen seine agrarischen Slagen und sein Angriff gegen den russischen Handels vertrag. Die agrarischen Debatten wurden auch fortgesett bei den Einzeletats der Domänen, der Finanz- und Handelsministerien; nur der Etat des auswärtigen Ministeriums brachte zur Abwechselung etwas Doppelwährungsreberei. Die Monarchie lebt nur weiter, weil feine Oppositionspartei des Strafverfahren eingestellt werden foll, für vorbanden ist, welche den Sumpf der Bourbonen Regierung ledigt zu erachten, zu einer längeren Auseinanderseßung. trocken legen tönnte. Die Regierung läßt jebem die Freiheit, zu Es hat sich nämlich ergeben, daß das gegen v. Münch ein reden und zu schreiben, wie es ihm gerade einfällt, so lange geleitete Verfahren bereits зи einer rechtsfräftig ge er nur einen guten Rod anbat und nicht ernst zu wordenen Berurtheilung geführt hat, und dem Strafvollzug nehmen ift. Man muß sich wundern über die Fülle glaubt die Majorität des Reichstags nicht hindernd in den Don Majeftätsbeleidigungen, Gotteslästerungen und ähnlicher nach deutschem Strafgesetzbuch schwerer Berbrechen, eg treten zu sollen. Früher war der Reichstag aller Reichstags Stichwahl im Wahlkreise Liegnik welche in den Cafés oder an anderen öffentlichen Orten begangen dings vorübergehend auch schon anderer Meinung gewesen. werden, häufig unter den Augen der Polizisten, welche manchmal Als nämlich im Jahre 1874 der damalige Redakteur der Goldberg- Haynan. Das amtliche Wahlresultat liegt jett mit den elenden Biviliften besonders in Gottesläfterungen wett- Germania" während der Tagung des Reichstags plöglich vor. Abgegeben wurden insgesammt 21 489 Stimmen. eifern. Dagegen muß einet, welcher die Wurzeln ber sozialen verhaftet wurde- Bismard haßte den schneidigen Majunte Davon entfielen auf den Rentner Auguſt Jungfer zu Rranfheiten auszuroden sucht, sich vor dem Strafgefeßbuch auf auf den Tod und ruhte nicht eher bis er denselben in Liegniß( deutschfreifinnig) 12 936 und auf den Rechtsanwalt das sorgfältigste in Acht nehmen. Plößensee wußte da überkam der Reichstag in der er sten Hertwig zu Charlottenburg( Antisemit) 8553 Stimmen. So tann ein Salonrepublikaner in einer öffentlichen Volks. Aufregung ein Gefühl der Scham and Entrüstung und es Ersterer ist mithin gewählt. versammlung fagen: Was ist der König von Spanien? fand ein Antrag Hovenbeck Annahme, der das Privilegium Es wurden 2090 Stimmen weniger abgegeben, als am Mumpis, Humbug!", wie es vor einigen Tagen in Granada ge bes Hauses energisch in Schuz nahm. Diese edlere Hegung 20. Februar. Die Stimmenzahl des Antisemiten vermehrte schah, ohne daß ihm ein haar gekrümmt wird; während ein hungernber Arbeiter, der mit mächtigen Worten feine Klaffen hat allerdings auch damals nur zwei Tage angehalten, sich außer um die Stimmen der Konservativen nur um 604, intereffen vertheidigt, auf Monate ins Gefängniß wandert. Die dann zogen sich die nationalliberalen Mannesseelen die des freisinnigen Kandidaten um 2269. Es erscheint Revolutionäre müssen nur salonfähig fein, hübsch in schwarzem tapfer wie immer- zurück, der Antrag Hoverbeck fiel, und hiernach als sicher anzunehmen, daß von den Sozialdemo Andrej, nur um nachher so befungen zu werden, wie sie es heute thaten." " Gefiel Jhnen mein Gesang? Das freut mich. Ich fang ja für Sie," flüsterte sie, und nur auf Sie ist es gemünzt. Ich bin fest davon überzeugt, daß Sie die Ketten unserer Freunde brechen werden, wie es mein Rosac ge than hat." munter. an, daß sie fannte, voll echten, frischen, ukrainischen Humors, der sich zu der leidenschaftlichen, ungestümen Fröhlich feit der Großrussen verhielt, wie der Gesang der Lerche, die im Morgenhimmel schiebt, zu dem Schrei der Seemöme, die mit dem Sturme spielt. Er versuchte sich selbst zu sagen, daß er über diese Entdeckung betrübt war. Er wußte aber, daß dem nicht so fei. Es giebt Leute tiefem Bartvon tiefem bei benen eine Liebe unglückliche eine gefühl, besondere Güte und Bärtlicheit für Frauen hervor ruft. Andrej gehörte nicht zu diesen. In seiner Liebe zu Tanja getäuscht, wollte er sich an den Frauen rächen. Seine erste Empfindung war jest die grausamer Befriedigung. Die seinem Mannesstolz widerfahrene Demüthig ung war weggewischt. Der Gedanke, daß ihn dies nicht im Geringsten glücklicher machte, tam erst später. Jezt fühlte er sich stolz und erhaben. Sie ergößte sich an ihrer Macht, die Gefühle und Gemüthsbewegungen anderer nach Belieben zu beherrschen. Es wird nicht minder Ihr Verdienst sein, Annie," Sie freute sich, als sie Wassilis's Gesicht plöglich erglänzen, antwortete Andrej Sie haben einen ebenso großen Antheil seine Hände eine Bewegung machen fab, als ob er etwas baran, als ich." zu Boden werfen wolle, und seine schweren Schultern sich Nein, wir Mädchen nehmen an Rosackenthaten und hoben, gleichsam als wolle er auf die Beine springen und Rosacenruhm feinen Antheil," sagte sie in bedauerndem tanzen. Tone. Wir fönnen nur Euere Rosse halten und Euch Ihr eigenes Herz nahm aber feinen Antheil an der Sie mußten zusammen nach der Stadt gehen. An den Schwert und Büchse bringen. Wir murren aber nicht; Fröhlichkeit, welche sie in den Herzen der anderen entfachte. Thoren trennte sich die Gesellschaft. Andrej und Wassilij wir freuen uns wenigstens das thun zu tönnen," sagte sie es wurde trauriger und trauriger je weiter sie mit dem wollten das Mädchen nach Hause begleiten. Sie lehnte fröhlichen Liede fam. Schließlich ging ihr die Kraft aus; es aber energisch ab; fie bedürfe feines Geleits und Unter dem Einfluffe eines inneren Feuers strahlten ein aufsteigendes Schluchzen schnürte ihr die Keble zu könne den Weg auch allein finden. Als Andrej ihre Augen einen höheren Glanz aus, und ihre Wangen sammen und erstickte den legten fröhlichen Ton. Sie mußte darauf bestehen wollte, wurde sie ärgerlich. glühten in dem Uebermaß des Lebens und der Freude. sich zusammennehmen, um die Thränen zurückzuhalten. Andrej und Wassilij gingen in ihr Wirthshaus. Hier Gewöhnlich still, war sie heute ganz Fröhlichkeit und belebte Sie feyte fich in einiger Entfernung allein nieder, und erwartete fie eine Ueberraschung; auf dem Tische der Vorjedermann durch ihr munteres, übermüthiges Wesen. nichts konnte sie bewegen, wieder zu fingen. Sie sprach den halle lag ein an Andrej gerichteter Brief. Der dienstDas Abendessen war sehr fröhlich und sehr schlecht, Rest des Abends faum; ihr einziger Wunsch war jetzt, daß thuende Kellner schlief auf der Bant. Sie weckten ihn auf denn Wassilij, der sehr achtsam war, wenn keine Roth- die Gesellschaft aufbrechen möge und sie allein sein könnte. und erfuhren, daß der Laufbursche vom Bureau, nach den wendigkeit vorlag, hatte gerade im kritischen Momente um zurühren vergessen und die Suppe anbrennen lassen. Von allen Anwesenden war Andrej der einzige, dem Andrej angeblich täglich ging, dagewesen sei und diese BotMulitsch machte den Vorschlag, um das Feuer zu springen, das Abbrechen des Gesanges etwas, wenn nicht gar alles fchaft hinterlassen habe. Es war eine offene Notiz, welche wie es die Bauerndirnen und Burschen in Mitsommer sagte. Er war auf diese Offenbarung gewissermaßen vor- rauh und unorthographisch hingefrigelt war, und Andrej Das Mädchen hatte es nicht verstanden, das auftatt um elf um zehn aufs Bureau berief. nächten thun. Sie sprang selbst mit Andrej, Watajto bereitet. und wiederum mit Andrej herum. Dann sang Geheimniß, welches ihr Herz versengte, verborgen zu halten. Die Botschaft konnte nur von Sina herrühren und bes fie Der Mond" ein Utrainisches Liebeslied, mit Er konnte nicht länger zweifeln. Sie liebte ihn. Und deutete, daß etwas vorgefallen sei. Ohne drängende Noth einem solchen Schmelz und einer solchen Melancholie, daß er was fonnte er als Erfaz für diesen größten Schah wendigkeit hätte Sina den regelmäßigen Gang nicht unterWaffilij nahe daran war, in Thränen auszubrechen. Als er einer Frauenseele geben? Dankbarkeit und Freundschaft, brochen. fie bat, es nochmals zu fingen, stimmte sie das luftigste Lied I womit sie nichts anzufangen wissen wird. Fortsetzung folgt.) froten ehte HNste fich der Wah7 enthalten, während die andere dem freisinnigen Kandidaten ihre Stimme gegeben. Zwei amtliche Aktenstücke hat jener neckische Zufall, welcher den Redaktionen sozialdemokratischer Zeitungen zum Aerger hoher Behörden ic. stets so günstig ist, dem Ham burger„Echo* in die Hände gespielt. Sie lauten: An die Polizeibehörde.... P. L. zu Hamburg. Zur Arbeit hat sich gemeldet......... ottS..... geboren am....... 18. wohnhaft....... Die verehrliche Polizeibehörde wird ergebenst um gest. Benachrichtigung hierunter ersucht, od Wohlderselben etwas Nachtheiliges über den Genannten bekannt geworden ist. Hamburg, den........ 1893. (Zwei Buchstaben.) An die Kai- Verwaltung hier mit dem Erwidern zurück. daß der unterzeichneten Polizei- bebörde über die Führung des am......>8.. zu..... geborenen......... während seines hiesigen Ausenthalts (abgesehen von dem Umstehenden) Nachtheiliges. l n s b e- sondert auch in politischer Beziehung, nicht bekannt geworden ist. Hamburg, den........ 1893. Die Polizeibehörde. Sekretariat. Diese beiden Schriftstück« sprechen für sich allein und wir glauben nicht nöthig zu hoben, ihren Zweck unseren Lesern auseinanderzusetzen. Die Kai-Verwaltung will in ihrem Betrieb Sozialdemokraten nicht haben, auch keine Leute, die auf gewerkschaftlichem Gebiete irgendwie hervorgetreten sind. Deshalb wendet sie sich vertrauensvoll an die Polizei und in freundschaftlicher Weise giebt diese Auskunft. So wird es in der„Republik" Hamburg gehalten, allwo dem Vernehmen nach verfassungsgemäß Geivisseusfreiheit aus religiösem Gebiete garantirt ist und man voraussetzen mußte, daß die? auch auf politischem Gebiet« der Fall se».— Wir hoffen, daß uns bald der Zufall ein ausgefülltes Fonnular der oben wiedergegebenen Art in die Hände spielen wird und wir werben dann ja sehen, wie eine hoch- löbliche Polizei über die„Unterthanen" Auskunft giebt. Jedenfalls echt republikanisch!— Zur Sanitätskonferenz in Dresden schreibt die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung": „Die Eröffnung der demnächst in Dresden zusammen- tretenden internationalen Eanitätskonferenz wird am 11. d. M. stattfinden. Die Initiative zu der Konferenz ging von der österreichisch-ungarischen Regierung auS, die zunächst mit Deutsch» lond und dann mit anderen europäischen Staaten wegen der Beschickung der Konserenz und des Programm« für dieselbe in Verhandlungen trat. Dem Wunsche der österreichlsch-ungari- scheu Regierung, daß die Konferenz auf deutschem Boden ab- gcbalten werden möchte, wurde deutscheiffettS zugestimmt, und es sind demzufolge die formellen Einladungen zu der Konferenz von der deutschen Regierung erlaffen worden. Auf der Kon- ferenz wird beabsichtigt, im Hinblick auf die schweren Echädi- gimaen, welche das gesammle wirthschastliche Leben nicht nur in Deutschland, sonder» auch in anderen Ländern durch die in . einzelnen Staaten an läßlich der vorjährigen Cholera-Epidemie ergangenen weitgehenden und verschiedenartizen Verkehrs- beschränkungen erlitten hat, für die Zukunft bestimmte Grenzen zu vereinbaren, über welche bei den zur Abwehr der Cholera zu ergreifenden Maßnahmen allerseits nicht hinaus- zugehen wäre."— Der prenstische StaatShanShalt ist nach den Be- schlüsfen in der zweiten Bcrathung des Abgeordneten- Hauses für das Jahr vom 1. April 1893/94 in Einnahme und Ausgabe auf 1 393 254 760 M. festgesetzt. Davon ent- fallen 1 844 103 255 M. auf die fortdauernden und 49 151 505 M. auf die einmaligen und außerordentlichen Ausgaben. Zur Ergänzung der Einnahmen ist ein« An- leihe in Hohe von 57 800 000 M. nölhig. Fabrikinspektion in Preusten. Wie die„Hamburger Nachrichten" melden, werden vom l. April d. I. ab in folgenden Regierungsbezirken neue Gewerbe-AufsichtS- bezirke zur Durchführung kommen: in Frankfurt a. O. 4, Breslau 4, Liegnitz 3, Oppeln S, Magdeburg 4. Merfe- bürg 4, Erfurt 2 und Schleswig 4 Aufsichtsbezirke. Aber die Beamten sind durchgängig sozialpolitisch nicht oder ungenügend geschult, stehen als frühere Techniker ec. in zu enger Beziehung mit der Unternehmerschaft, deren Auffassung sie nur zu oft theilen, und sind mit der Kesselrevision belastet, die zu einer erfolgreichen Gewerbeaufsicht paßt wie die Faust aufs Auge.— AuS dem Reiche Gotha. Herr Strenge, früher eifriger liberaler Politikus, jetzt golhaischer Staatsminister, hat, wie wir jüngst meldeten, gegen den Redakteur B o s- hart eine Klage angestrengt, weil dieser unerhörte Miß- stände im Gefängniß von Ichtershausen � auch wir haben darüber berichtet— aufgedeckt hat. Jetzt ist eine zweite Reihe von Enthüllungen gefolgt. Es wird zunächst festgestellt, daß im Widerspruch mit der Haus- ordnung der Anstalt geprügelt wird, und daß dabei die Opfer gothaischer„Erziehung" aus eine Bank geschnallt werden, weil man natürlich kein Kind dazu bringen kann, während der Mißhandlungen freiwillig still zu halten. Sodann wird ausgeführt, in welcher Art die „Hausordnung" die Anwendung und Vollstreckung von Disziplinarstrafen vorschreibt. Es ist dabei vorgesehen, daß bei Strafen, die ohne Erholungspausen gesundheitsschädlich wirken müssen, mehrtägige Pausen gemacht werden. Die Austaltsleitung hat nun diese Pausen in ebenso sinnreicher wie humaner Weise dadurch zu„verbessern" gewußt, daß sie diese durch andere, ebenfalls schwere Dis- ziplinarstrafen ausfüllte und so in einzelnen Fällen geradezu barbarisch verfuhr. So erhielt im Widerspruch mit der Hausordnung m Gefangener Wedel ohne Unter- brechung hintereinander 4 Tage Dunkelarrest, 2 Tage schmale Kost und 2 Nächte hartes Lager. Ein anderer, NamenS E i l e n st e i n, erhielt 8 Tage Dunkelarrest, dazwischen 6 Tage schmale Kost und 6 Nächte hartes Lager, also ohne Unterbrechung 20 Tage hintereinander schwerste Disziplinarstrafen. Noch schlechter erging es einem gewissen Narr, der ebenfalls 20 Tage hintereinander schwere Strafen er- hielt, die er obendrein in Ketten verbüßen mußte, und zwar die Hände Tag und Nacht fest gefesselt. Der Gefangene Engelhardt hatte 26 Tage die schwersten Strafen durchzumachen und dieselben Strafen verbüßten Jahn und Radi gast in Ketten Tag und Nacht. Die Anlegung von Ketten soll nach der Hausordnung nur zur Brechung thätUchen Widerstandes, bei Fluchtversuchen, Zerstörungswuth u. s. w., angewendet werden. Daß in den erwähnten Fällen die Anlegung der Ketten nicht be- rechtigt war, zeigt Redakteur Boshart ganz genau an dem Versahren gegen den oben erwähnten Radigast Es Hecht da:„Die frisch eingelieferten Gefangenen werden zur Dresiur einem Aufseher anvertraut, der als ehemaliger Tambourmajor den Kommißknopf nicht los werden kann. Dieser macht einen Sport daraus, seine„Pflegebefohlenen" beim Spaziergang recht schöne, militärisch gleichmäßige Ab> stände halten zu lasten. Dabei erhebt sich sehr häufig«in Gebrüll, da? mehrere hundert Schritte weit deutlich ver- nehmbar ist. So war es auch mit Radigast, der stch'unge- lehrig, aber nicht widerspenstig zeigt« und sich zu ent schutdigen versuchte. Der Aufseher, der gar kein» Straf- befugniß hat. dem im Gegentheil die Hausordnung die Strafbefugniß abspricht, schickte aber den Radigast sofort in seine Zelle und als er nicht sogleich ging, wurde Gewalt gegen ihn angewendet und obendrein noch die oben er- wähnte grausame Strafe gegen ihn durchgeführt. Herr BoS hart sah den Unglücklichen beim Beginn seiner Strafzeit. Er war ein Bild strotzender Gesundheit und Kraft? einige Wochen genügten, ihn zu einem Skelett umzuwandeln, daS stch und die schweren Ketten kaum fortschleppen tonnte." Was auS ihm geworden, weiß Herr Boshart nicht, daS aber weiß er, daß manchmal die Kettenlast getragen werden mußte, bis das rohe Fleisch zu Tage trat und daß auch dann nur die Am legung von Binden, aber nicht die Abnahme der Ketten verfügt wurde. Weitere Enthüllungen will B. folgen lassen. Herr Strenge hat sich beeilt, die Mißstände zu be- seitigen? O nein, gegen jene Beamten, die möglicher weise verdächtig erscheinen, Herrn Boshart Material zu seinen Beröstentlichungen geliefert zu haben, die Disziplinar Untersuchung einzuleiten! Ist kein Tempeltey da, der diesen staatsmänmschen Thalen ein litterarisches Denkmal setzt? Over wird die rechte Hand des Memoiren schreiben- den Herzogs Ernst, der Jenenser Geschichtsklitterer Lorenz, Herrn Strenge nicht geschichtlich verklären? Verdient hat er's gewißlich. Uebrigens sind die Staat?- weisen Gotha'?, des liberalen„Musterländchens" Mittel- deutschlandS, nur folgerichtig in ihrer Erhaltung der so bedeutsamen Traditlon. Wenn 1893 jugendliche Gefangene geprügelt, über die Bank gelegt und mit Ketten beschwert werden, so ist Gotha auch derjenige deutsche Staat, der zuletzt auS seinem Kriminalverfahren die schmachwürdige Folter entfernt hat.— I« Serbien find Bauern-Unruhen auS gebrochen. Ob„Väterchen" dahintersteckt, ist noch nicht sicher. Allerdings sind die Bauern mit dem russischen Berdangewehr bewaffnet. Jedenfalls ist in Serbien dank dem sozialen Druck, der auf der Bauernschaft lastet, Zünd- stoff genug vorhanden.— Bulgarien. Tie Wahlen zur großen S o b r a n j e, welche über die Verfassungsänderung Be- schluß fasten soll, sind aus den 80. April festgesetzt.— DaS Gesammtrefultat der spanische» Wahlen ist in runder Summe— bei 43! Mitgliedern: 60 bis 60 Republikaner, 60 Konservative, 16 Carlisten(Leaitimisten), 9 sog. Autonomisten aus Euba(die für die Selbstregierung der„Antillenperle" sind— etwa nach Art der irischen omerule). und der Rest— nahezu 800— Ministerielle. as Ministerium hat in Spanien— ähnlich wie in Italien— stets eine große Majorität. Sozialisten scheinen nicht gewählt zu sein. Wie spanische Wahlen ge- macht werden, ersieht der Leser aus unserem heutigen Briefe aus Spanien.— Frankreich. Herr Andrieux und sein Spießgeselle C o n st a n S setzen all ihre Hoffnung auf die bevorstehen- den Wahlen. Während dieser sich vorsichtig im Hinter- grund hält, zieht jener mit der Reklametrommel durch'« Land, hält Agitationsreden und droht mit einer ganzen Pandorabüchse von Panama-Tnthüllungen. ES nimmt ihn aber niemand mehr ernst und, da er selber mindestenSeben- soviel Schmutz am Stecken hat, wie einer der von ihm An- geklagten, so wird er mit seinen Drohungen nur ausge- Inzwischen stärkt sich die Bewegung zu gunsten der Verfassungsrevision, lind wenn nicht alle An- zeichen trügen, wird der Kampf gegen den PanamiSmuS sich bei den nächsten Wahlen, die nicht mehr lange hinaus- zuschieben sind, sich zuspitzen zu einem Kampf gegen die reaktionären Bestimmungen der Verfassung von 1875— namentlich gegen den Fortbestand des Senats, und gegen das undemokratisch« Institut der Präsidentschaft.-> Belgien. Ein sonderbarer Herr scheint der dortige König zu sein. Er weigerte sich vorgestern, eine Deputation bezüglich des Referendums zu enipfangen, weil unser Genosse V o l d e r s Mitglied derselben war. Für VolderS ist das natürlich kein Unglück— wie schlecht muß aber der Monarch über die Lage der Dinge in„seinem" Lande unterrichtet ein! Vielleicht ist er gelegentlich einmal sehr froh, wenn VolderS nicht Gleiches mit Gleichem vergilt, und— nach dem gut sozialistischen Grundsatz: Gleiches Recht für Alle! auch, h n anzuhören bereit ist.— Gladstone hat nnn einmal kein Verständniß für die Arbeiteriache. Die Antwort, welche er vorige Woche einer Deputatton von Bergarbeitern bezüglich des Acht- tundentages gegeben hat, zeigt, wie gründlich sich »iejenigen getäuscht haben, die den„großen alten Mann" noch für lernfähig hielten. Erst wenn die Arbeiter unter ich einig und einhellig für den Achtstundentag sind, will er an die Einbringung eines Gesetzes denken. Ja, aber mit solchen Grundsätzen kommt man über- Haupt zu keinem gesetzgeberischen Fortschritt. Einhelligkeit und Einheit wird niemals vorhanden fem. Und wenn die Gesetzgebung stets erst warten will, bis sie von der Volks- bewegung gewaltsam vorangestoßen wird, dann sollte der Liberalismus doch lieber gleich einpacken und zu gunsten des absoluten Regiments abdanken. Wie rückständig Gladstone auf sozialem Gebiet ist, enthüllte er auch dadurch, daß er die Möglichkeit eines akultativen Achtstundentages andeutete, d. h. eines gesetzlichen Achtstundentages, der aber nur für die Arbeiter gilt, die ihn auch wollen, und nicht für die anderen. Unter den englischen Gewerkvereinlern, die sich von ihrem alten traditionellen Bourgeoishaß gegen die Staats- einmifchung«ur schwer trennen kSnnen, spukt diese Idee bekanntlich, deren �Verwirklichung geradezu chaotische Zu- stände herbeiführen würde.— Die Folgen der Gladstone'schen Beschränktheit sind schon ficht- und fühlbar geworden. Bei einer Ersatzwahl, die vorgestern in GrimSby statthatte, erlitten die Liberalen eine Niederlage, weil die Arbeiter, unter Bezugnahme auf jene Erklärung Gladstone'S, den Liberalen die Heerfolge verweigerten. Und so kam ein Sitz, der den Liberalen seit Menschenaltern gehört, in die Hände der Konservativen. Herr Gladstone ist gewarnt! Die Arbeiter haben ihn in der Gewalt.—- Varlanrenkarisikzesl In der Sitzung der Mtlitärkommisftou vom Dienstag wurde die am Sonnabend begonnene„Epezialdislussion" über die Stärke der einzelnen Truppenkörper fortgesetzt. Von den Militärkommtssarien wird ein wahres ChaoS van Zahlen über „hohen",„mittleren" und„niederen" Etat der verschiedenen Re- gimenter vorgetragen. An der Debatte betheiligen stch die Abgg. Buhl. Hinz«(welcher„im Prinzip" der Verstärkung der Re- gimenter mit hohem Etat, die zum Srenzschutze bestimmt sind. zustimmt, die übrigen Erhöhungen aber ablehnt). General von Gohler, Gras Kleist. Major Wachs, Richter (welcher die gegenwärtigen Verhandlungen für sehr unwesentlich und den Standpunkt für falsch hält, fich vom Militär- sachverständigen Gesichtspunkt» au«„im Prinzip' für die Ver- ftärkung einzelner KadreS zu erklären, da dir freisinnige Partei einer Erhöhung der Präsenzstärke an fich dach nicht zu stimmen werde.) Der R e i chs k a n z l er hält der Kom- Mission eine Vorlesung über den Werth der„Sachverständigen- Urtheile" und sucbt speziell den Abg. Richter über die„Roth- ivenvigkeit" der Offiziersburschen zu belehren, da es in heutiger Zeit, wo„Kontrakte so leicht gebrochen werden', ausgeschloffen sei. diese nützlichen unisormirten dienstbaren Geister durch„Zivil- arbeiter männlichen oder weiblichen Geschlechts' zu ersetzen.— Ein Hauptlapitel der Unterhaltung bildet die„wichtige' Frage, od Kriege im Sommer oder im Winter angefangen werden oder anzusaugen seien.— Die Stimmung zwischen den Herren Richter und Hinz» scheint ein» recht gemüthliche werden.„Selbst auf die Gefahr hin. von einer »tte meiner Eigeuscyaft als Kommissionsmitglied ent- kleidet unv nackt alt bloßer militärischer Sach- verständiger hingestellt zu werden'— so leitete er eine kurze Entgegnung auf die Ausführungen des Major? WachS ein. Diesen deutlichen Hieb gegen seinen Parteigenoffen Richter ver-iärkte er zum Schluß noch durch die Erklärung, daß er eS für eine Gewissenlosigkeit nicht bloS gegen den Reichstag und das Volk, sondern selbst gegen die eigene Partei halten würbe, wenn ein Mitglied der Kommission, welch»? infolge seine? früheren Standes von ben technischen Fragen vielleicht etwa» mehr versteht als andere Mitglieder, von diesem Umstand« nicht Gebrauch machen würde, um alle Einzelsragen diS in ihr» tiefsten Tiefen aufzuklaren. Dte Mtliärkommifstan setzt» auch heute dt« DiS- tusflon über die verlangten Verstärkungen der einzelnen Truppen- sormationen fort. Es handelte stch um die Jägerbataillone, um Artillerie, Pionier«, Eisenbahnlrnppen. Lustschiffer, Train, Ka- vallerie w.„Große' Reden wurden dazu nicht gehalten, meist handelt» tS sich um freisinnige„Nörgeleien', sowie um„An- fragen" bewilligungslustiger Patrioten und um Auskunstsertheilung seitens der militärischen Komanffarieii. So bereit, villig nun letzler« über alle technischen Angelegenheiten sich äußern, so sind sie doch fommt dem Herrn Reichskanzler nicht dazu zu be- wegen, dem natianalliberalen. von Herrn Hinz« unter- stützten Echmerzensrufe des Herrn Dr. Buhl Rechnung zu tragen und stch darüber zu äußern. was von dem Verlangten„absolut nöthig',«aS bloS„wünschen?- werlh' und was allenfalls entbehrlich sei, damit mau auf der dadurch gegebenen Basis zu einer'Verständigung' gelangen könne. Di« Reglerlmg sagt:„Sucht Ihr Herren von der Kom- Misston nur selbst heraus, waS Ihr bewilligen oder ablehnen wollt, w i r halten Alle? für unumgänglich nöthig.'— Ueber dies« Frage entstand heut« mitten in der Spezialdiskusfion über die Stärke der Einzelsorinationen wieder eine General debatte, die indessen nach Lage der Sache auch nur«in negatives Resultat haben tonnt«. Den Herren wurde ob dieser grausamen verschlepperei. die nur den Zweck hat. den„seinhörigen" Kompromißlern Gelegenheit zu ergeben, doch endlich von der Regierung zu erfahren, an welcher Stell« st« etwa mit stch handeln lassen will, vom Abg. Bebel kräftigst die Meinung gesagt. Schon seil einer Reihe von Tagen, fogie Bebel, gingen die Herren. welche komproniißsüchrigen Herzen» find, herum„wie die kranken Hühner', immer sehnsüchtigst harrend, daß endlich die Regierung den Mund austhu», werde,»m ihnen in ihrer Be- dränamß zu Hilfe zu kommen. Es sei hoch an der Zeit, diesem Spiel ein End« zu machen; wie stch jetzt auf's deutlichste ergiebt, wäre eS am zweckmäßigsten gewesen, den sozialdemokratischen An- irag anzunehmen, zuerst den ganzen 8 t, der die Friedenspräsenz- stärke bestimmt, zu berathen. Das Resultat dieser Berathung hätte einen Maßstab dafür abgegeben, was dann zu thun übrig geblieben wäre. Zur Geschäftsordnung brachte Bebel auch noch den sonderbaren Umstand zur Sprache, daß gestern de» Mitgliedern der Kommisston im amtlichen Kouvert je ein Exemplar des nattonallideralen.Chemnitzer Tagebl.', in welchen, ein Bericht über ein« Versammlung zu Gunsten der Militär- vorläge enthalten war, zugestellt wurde. Wenn sich derartiges wiederholt«, würde er verlangen, daß künftig jedem Mitglied auch ein Exemplar des„Vorwärts', worin Protest berichte enthalten sind, beigeschloffen werde. Der Präsident erklärt, er sei an der Bescheerung unschuldig. Di« nächst« Sitzung findet morgen Vorm.'/,!! Uhr statt. Die El. Kommission(Abänderung der Gewerbeordnung) hat in ihrer letzten Sitzung die Anträge: Zigarren und Tabake, Uhren aller Art und Druckschriften in Lieserungen vom Gewerbebetriebe im Umherziehen auszuschließen, ab- gelehnt. Ein Antrag, wonach Druckschriften, welche heftweise in Lieferungen im Umherziehen feilgeboten und verkauft werden. auf dem Umschlage den Preis des einzelnen Heftes und die An- gäbe der Zahl der erscheinenden Hejt« enthatten müssen, wurde angenommen. Die Wahlprüfung« Kommission verhandelte heute über die Ergebnisse der Erhebungen über die Verstöße bei der Wahl deS Abgeordneten Prinzen Handjery(10. Pol-dom). Die Erhebungen haben zum Theil ganz unglaubliche Vergewaltigungen der sozialdemokratischen Wahlagitatoren in diesem Kreise ergeben. Di« Kommission ist mit den Verhandlungen nicht zu Ende ge- langt und wird die Schlußabstunmung erst in nächster Sitzung erjolgen. DviekkaKen dev Dvdas»klon. F. S. 4S. Nur Vergnügen innerhalb eines geschlossenen KreiseS bedürfen keiner Erlaubniß. H. 80. Die Einrede, daß die Mutter eines unehelichen Kindes bereits außerehelich geboren habe, befestigt in Preußen den Alimentenanspruch von Mutter und Kind. Für den Inhalt der Inferate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Thenter. Donnerstag, den 9. März. Opernhaus. Keine Vorstellung. Schauspielhaus. Keine Vorstellung. Deutsches Theater. Der Talisman. Beriiner Theater. Die Danischeffs: Leffing- Theater. Heimath. Wallner- Theater. Der Fall Clemenceau. Kroll's Theater. Die Nachtwandlerin. Residenz- Theater. Familie PontBiquet. Viktoria- Theater. Die Reise um die Welt in achtzig Tagen. Neues Theater. Losta. Friedrich- Wilhelmätädt. Theater. Don Cäsar. Adolph Ernst- Theater. Modernes Babylon. Thomas Theater. Der Talisman. National- Theater. König Ottokars Glück und Ende. Circus Renz. ( Karlstraße.) Donnerstag, 9. März, Abends 74 Uhr: Grosse brillante Vorstellung. Ein Künstlerfest. Große Ausstattungs- Pantomime. Neue Einlagen mit überraschenden Wasser- und Lichteffecten. Ballet von 100 Damen. Glänzender Blumencorso. Grosses Brillant- Feuerwerk. Außerdem: Mr. James Fillis mit dem Schulpferde Markir. Johanniter u. Alep, in d. hohen Schule ger. v. Frl. Oceana Renz. Das boxende Känguruh, vorgef. vom Clown Misko. Marietta und Belloni mit ihren dress.| Kakadus, 2c. Morgen, Freitag: 8. Wiederholung der Gala- Festvorstellung v. 27. Januar. Sonntag: 2 große Vorstellungen. Um 4 Uhr( 1 Kind unter 10 Jahren frei): Die lustigen Heidelberger. Abends 71/2 Uhr: Ein Künstlerfest. Fr. Renz, Direktor. Feen- Palast Jeden Tag: Alexanderplay- Theater. Dorf und Gr. Spezialitäten Vorstellung. Apollo Theater. Borstellung. Spezialitäten Theater der Reichshallen. Spezia. Gratweil's Bierhallen litäten- Vorstellung. Baufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Vorstellung. Vinter- Garten. Spezialitäten- Bor stellung. Kommandantenstraße 77-79. Täglich: Germania- Konzert- n Kouplet- Sänger fowie Auftreten des musikal. Clown Mr. Barna und Damen- Imitator Willy Wilson. Bwei Säle Adolph Ernst- Theater. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. zu Bersammlungen und Vergnügungen. Modernes Babylon. fowie 6 Billards und 3 Kegelbahnen, 3um 75. Male: Gesangspoffe in 3 Aften v. Ed. Jacobson und W. Mannstädt. Couplets theilweise von G. Görss. Musik von G. Steffens. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. American- Theater. Novität! Novität! Der Dussel ( Nulpus) Parodistisch- realistischer Vorgang in der Dachkammer, frei nach Ibsen und Tolstoi von Oscar Wagner. ( Klemm Ede.. Martin Bendix.) Alfred Bender in seinem neuesten Originalvortrag Der Volksmund in Berlin. Blank, der beste Bauchredner. Anhaltender Erfolg. Die Trockenwohner. Castan's Panoptikum. Letzte Woche! Hagenbeck's gr. zoolog. Wunder: Lili, fleinst. lebend. Elefant d. Welt, Tai- za- Wunder- IllusionenTheater. Grosses Konzert. Sämmtlich ohne Extra Entree. 9 F. Sodtke. Etablissement Moriz Verspätet! 1703b Unserm Rauchbruder Carl Ewald zu feinem gestern stattgefundenen Wiegenfeste ein dreimal donnerndes Hoch! Rauchklub Ringelwolke. Carl, fall nicht vom Stengel! Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Sonntag, den 19. März, Vormittags 10 Uhr, in den ,, Armin- Hallen", Kommandantenstraße Nr. 20: 201 Orts- Krankenkasse für das Tapezier- Gewerbe. Versammlung fämmtlicher großjährigen Kaffen- Mitglieder am Sonntag, den 12. März 1893, Bormit: Fragetaften. tags 10 Uhr, in den Arminhallen, Rommandantenstr. 20. General- Versammlung. 172/8 Tages- Ordnung: 1: Jahresbericht des Borstandes. 2. Aufnahme neuer Vereine. 3. Wahl des gesammten Vorstandes. 4. Bundesangelegenheit und Die Vereine werden ersucht, die Mitgliederzahl so schnell als möglich 1707b an Genoffen Rosel, Zehdenickerstr. 19, Hof part., zu schicken. In dieser Versammlung findet die Ausgabe der Billets zum zweiten Stiftungsfest statt. Der Vorstand. Tagesordnung: Wahl von 20 Vertretern zur Generalversammlung. Das Quittungsbuch ist als Legitimation vorzuzeigen. Versammlung der Herren Arbeitgeber, welche aus eigenen Mitteln Beiträge zur Raffe leisten, bei Wolter, Klosterstr. 55-57. Tagesordnung: Wahl von 10 Vertretern zur Generalversammlung. Um zahlreiches und pünktliches Er fcheinen ersucht Der Vorstand. Achtung! Deffentliche 4 Achtung! Bersammlung für Frauen und Männer am Sonnabend, den 11. März, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Hoffmann, Oranienstraße 180. Lages Ordnung: 1 Vortrag des Genoffen Kößter über Religion. 2. Diskussion. 3. Ers gänzungswahl eines Mitgliedes zur Frauen- Agitations- Kommission. Nach der Versammlung findet ein gemüthliches Beisammensein statt. Bu regem Besuch ladet ein Die Frauen- Agitations- Kommission. Wir geben hiermit bekannt, die Streifliſten der Korbmacher Berlins mit untenstehenden Nummern innerhalb 156/12 acht Tagen zurückzuerstatten, widrigenfalls wit bie Manten veröffentlichen. Achtung! Streik- Komitee Korbmacher. J. A.: Hermann Schölzel. Die Nummern der Liſten find folgende: 1, 25, 34, 69, 175, 111, 112, 64, 85, 213, 235, 250, 252, 266, 267, 273, 293, 296, 300, 301, 302, 309, 310, 311. Getreideträger( Schipper) und Speicherarbeiter. Mitglieder- Versammlung Sonntag, den 12. März, Vorm. 10 Uhr, in Röllig's Salon, Neue Friedrichstraße 44. fuffion über den Zarif. 8. Verschiedenes. Zagesordnung: 1. Bortrag über Lohn- und Attordarbeit. 2. Dis Gäfte willkommen. Ausgabe neuer Rarten. Um zahlreiches Erscheinen Der Vorstand. 194/13 Sämmtliche Listen sind zu senden an Herm. Schölzel, Pücklerstr. 12, v. 111. ersucht Urbanhafen. Große öffentliche Versammlung 197/7 Diejenigen Arbeiter, welche beim sämmtl. Kutscher Berlins u. Umgegend Unternehmer Schneider am Urbanhafen gearbeitet haben und bei der Löhnung am Freitag, den 10. März, Abends 91/2 Uhr, am 25. Febr. irgend welche unberech im großen Saale der Aktien- Brauerei Friedrichshain( am Königsthor). tigten Abzüge erlitten, wollen ihre Adressen unter U. H. in der Expedition des Vorwärts" niederlegen. " MorigBlah. Platz. Täglich Jnrumental- Konzert. Großer Frühstücks- u. Mittagstifd. Spezial- Ausschant von Pahenhofer gerbier, hell und dunkel. Blab. Jede Uhr 2 Buggenhagen. An Sonn- und Festtagen Sälen statt. findet das Konzert in den oberen Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Pf. Säle für Bersammlungen, Rommerse, Festlichkeiten 2c. Kinderwagen. 1701b unter Garantte toftet bei mir 1,50 Mk. zu repariren ( außer Bruch) Kleine Reparaturen entsprechend billiger. 1702b Uhren, Gold- u. Silberwaaren C. Wunsch, nr. 38, Naunynftr. a. d. Dranienplay. Ich warne Jeden, meiner Frau auf meinen Namen etwas zu borgen, da ich für nichts auffomme. Franz Köhler. Größtes LagerBerlins Dr. Hoesch, homöopath. Arzt, Andreasftr. 23. Hp| Linienstr. 149. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10. Feen- Palast. Freitag, den 10. März 1893: Einmaliger Ringkampf bis zur Entscheidung zwischen dem Meisterschaftsringer der Welt Zages Ordnung: 0 1. Vortrag des Stadtverordneten Erik Bubeil. 2. Diskussion. 3. Berichterstattung der Kommission und Verlefung der Statuten der Freien Vereinigung der Kutscher nd Verschiedenes. Herr Schütte ist schriftlich zu dieser Versammlung eingeladen. Die Einberufer: A. Schulz, Droschtenkutscher, u. Böttcher, Arbeitskutscher. Ausstellungs- Möbel. Die von mir seinerzeit im Landes- Ausstellungspart ausgestellten Wohnungs Einrichtungen fanden beim Publifum den ungetheiltesten Beifall. Möbel aller Art, ganze Wohnungs Einrichtungen zc. werden stets angefertigt, und find solche auch im Fabrikgebäude Naunynstr. 3, 1. u. II. Et., ausgestellt. Verkauf nur unter Garantie zu mäßigen Preisen. 3791L Heinrich Meyer, Tischlermeister, Naunynstrasse 3. Echter Langensalza'er Rautabak 31062 von Gebrüder Adler. Zu haben in den meisten Tabathandlungen Berlins und Umgegend. M. Haupt- Niederlage: Jüdenstrasse 20. Cigarren Engroslager in den Preislagen von M. 25,- bis 12. 100,-; Herrn Carl Abs aus Hamburg Altenberg's gem. 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Caprivi. _ Am Bundesrathslische: Graf von Caprivi. von Bött icher, von Maltzahn, Holl mann. Tie Berathung deZ M arine-Etats wird beim Extra- Ordinarium forlgesetzt. Die Budgetkommission hat im ganzen die geforderten ersten Raten für V neue Kriegsschiffe gestrichen und zwar für das Panzerschiff„Ersatz Preußen" 200 000 Mark, Panzerfahrzeug W i 000 000 M., Panzerfahrzeug X 500000 M.. Kreuzerkorvelte K 2 Millionen, Kreuzer„Ersatz Möwe" 750 000 Mark, Aviso„Ersatz Falke" 1200 000 M.; in Konsequenz sind auch die Forderungen für artilleristische und Torpedoarmirung gestrichen. Die Kosten für„Ersatz Preußen' sind im ganzen auf 12 580 000 M. im Etat bemessen. Ein Antrag der deulschkonser- vativen Abgg. Hahn und Genossen will die Forderung für „Ersatz Preußen" unverkürzt bewilligen. Die übrigen Forde- rauigen deS ordentlichen Etats im Extraordinarium des Marine- Etats hat die Konimission nicht beanstandet. Die Verhandlungen waren ohne jedes weitere Interesse. Reichskanzler Caprivi griff ebenfalls in die Debatte ein und lauteten dessen Ausführungen wie folgt: Ich bin lein Marine-Enthusiast, aber ich verkenne nicht, welche hohen Auf- gaben in einem Kriege unsere Marine zu erfüllen habe» wird. Ein Lclsiff kann sich nur offensiv schlage», eine Flotte wohl stra- tegisch defensiv. Wenn wir in dem Ersatz für Schiffe, deren Hinfälligkeit vorherzusehen ist, zu sparsam werden, wird es mir zweifelhaft, ob die Marine der Aufgabe die Küste zu schützen, gewachsen sein wird. Run will man die Küste vom Lande aus scbützen; es giebt aber auch Lagen, wo der Feind nicht landet. Wir können unsere Küste gewiß zu Lande schützen, aber das ist •nicht alles, was man im gewöhnlichen Leben unter Schutz der Küste versteht. Man versteht darunter auch den Schutz der Handelsstädte und ihres Handels. Dazu muß man die Blokade des Feindes abhalten können. Der Reichstag hat jetzt wieder einen Antrag vorgelegt erhalten, der den völkerrechtlichen Schutz des Eigenthums zur See anstrebt. Ich stehe diesem Antrage noch heute wie früher gegenüber, ich glaube nicht. daß er ausführbar ist, aber in seiner Richtung gelegen ist das Bestreben, die Küste von feindlichen Biokaden frei zu halten. Dazu müssen wir sie aber schützen können durch Panzer, welche die feindliche, i Geschwader im Schach halten können. Unter einigermaßen normalen Verhältnissen werden wir ja im Kriege nicht absolut auf den Import freniden Getreides angewiesen sei», wir können Kartoffeln essen statt zu brennen und statt Rüben Getreide bauen. Aber wir haben kein Recht mit uns günstigen Umständen zu rechnen. Können wir Landungen des Feindes nicht verhindern, dann wären unsere Aecker für die Feinde bestellt. Unsere Häfen müssen wir entiveder ganz oder theilweise blockade- frei halten, nicht blos um den Import von Getreide sondern auch den der anderen Maaren zu ermöglichen. Wir würden eine Menge Dinge schwer entbehren, an deren Genuß ivir uns gewöhnt haben. Um während des Krieges das Landheer leistungsfähig zu erhalten, müffen wir die Fernhaltung der Blockade erstreben, und dazu können wir die Panzer, Kreuzer und Torpedoboote nicht ent- behren. RamenS der Geschäftsordnungs-Kommission erstattet alsdann Abg. Horwitz Bericht über das Schreiben des Reichskanzlers, wonach die Ausführung des Reichstagebeschlnsses bezüglich der Einstellung des Strafverfahrens gegen de» Abg. von Münch dadurch hinfällig wird, daß es sich nicht mehr um ein Straf- verfahren, sondern uni ein bereits rechtskräftig gewordenes Urtheil handelt. Die Kommission beantragt den Reichstagsbeschluß vom 0. Februar durch diese Mittheilung des Reichskanzlers für erledigt zu erachten.(Während der Redner spricht, wird ihm von dem in der Näh« des Referenlenlisches stehenden Staatssekretär von Bötticher ein Glas Wasser eingeschenkt und dargereicht. Der Borgang erregt die Heiterkeit des Hauses.) Abg. Stadthag'en(Soz.): Ich bitte Sie, nicht zurückzu- schrecken vor Dem, was stets die Praxis des Hauses gewesen ist. Von keinem einzigen theoretischen Juristen ist die 1874 seitens der Abgg. Windthorst und Lasker vertretene Ansicht als hinfällig bezeichnet morden, und wir dürfen die Privilegien des Reichs- tages nicht preisgeben. Die Frage ist nie anders beantwortet ivorden, als daß eine Verhaftung eines Abgeordneten nach den, Wortlaut des Art. 31 der Verfassung nicht stattfinden darf. Ich halte es für unbegreiflich, wie man zur entgegengesetzte» Auf- fassung kommen kann. In dem Fall Majunke hat allerdings die nationalliberale Partei den Art. 31 anders intcrpretirt, wie die Abgg. Windthorst und Lasker; aber die Reichstagsmedrheit be- schloß damals, daß Majunke zu Unrecht verhaftet sei. Der Polizeipräsident hatte die Verhaftung abgelehnt, weil sie gegen die Versassung verstoße, das Stadlgericht ebenso. Das Kammer- gericht hatte die Verhaftung angeordnet, weil sie nicht gegen die Verfassung verstoße. Bestimmend für die Mehrzahl der Kom- Mission war die Meinung, daß Majunke sich an das Ober tribunal wenden könne und daß man dessen Entscheidung nicht vorgreifen solle. Aus diesem Grunde kam die Kommission ohne Antrag heraus und die Sache gelangte nicht zum prinzipiellen Austrag. Seit 1874 ist nun kein Jall vorgekommen, wo ein rechtskräftig Verurtheilter zwecks Ab büßung der Strafvollstreckung während der Session gegen seinen Willen verhastet wurde. Die Frage der Entlassung eines bereits Jnhaftirlen ist hiermit nicht zu verwechseln. Im ersten Absatz des Art. 31 ist von Verhaftung ganz allgemein die Rede. im drillen Absatz wird ausdrücklich von Untersuchungs- und Zivilhast gesprochen. Das beweist gerade, daß jede Verhaftung ohne Ausnahme an die Genehmigung des Reichstags gebunden ist. Wenn Sie mit der bisherigen Praxis nicht brechen wollen, dann können Sie dem Kommissionsantrag nicht zustimmen. Der württembergische Justizminister hat gar nicht das Recht, in die Befugnisse des Richters einzugreifen. Ein Rücktritt von der einmal gefaßten Entschließung würde dem Reichstage nicht zum Ansehen gereichen. Abg. Ackermann(kons.) weist die Interpretation des Art. 31, wie sie bezüglich des Sinnes des Wortes„Verhaftung» der Vorredner gegeben, als unzutreffend zurück. Der Antrag des Abg. Singer habe ausdrücklich auf Einstellung eines Strafver- fahrens gelautet, während es sich um eine rechtskräftig gewordene Verurtheilung handle. Nach kurzer Replik deS Abg. Stadthagen und Duplick des Abg. Ackermaun bemerkt Abg. Bebel: 1874 war der Reichstag mit�wenigen Aus- nahmen der Meinung, daß auch der Antritt der Strafhast unter die Bestimmung des Artikels 31 der Verfassung fällt. Es ist nicht denkbar, daß sich der Reichstag mit einem geringeren Recht begnügen soll, als die Vertretungen aller anderen Verfassungs- staatc». Der Artikel 31 der Reichsveriassung ist allerdings in dieser Beziehung etwas unklar. Die sächsische Verfassung spricht es in weit klarerer Weise aus, daß über ein Mitglied der sächsischen Sländekammer ohne Zustimmung derselben keine Haft verhängt werden kann. Ich bin auch heute noch der Meinung, daß der Reichstag sich dasselbe Privilegium hat vor- behalten wollen. Im Falle North lag die Sache anders, weil ein gemeines Verbrechen vorlag. Aber in allen anderen Fällen können wir unser Privilegium nicht aufgeben. Daß der Artikel 31 der Verfassung nicht so ausgelegt werden kann, daß ein Mitglied des Reichstages aus der Strafhast entlassen werden muß, dar- über hat der Reichstag sich klar entschieden. 1373 beantragte Abg. Schraps, daß ich während der Dauer der Session aus der Festungshaft entlassen werden sollte. Der Reichstag lehnte es aber mit großer Majorität ab. Das württembergische Gericht wollte die Strafhait des Abg. v. Münch aussetzen, so- bald er einen dahin gehenden Beschluß des Reichstags beibringe. Aehnlich haben die sächsischen Gerichte erkannt und gehandelt, als Liebknecht und ich am 6. März 1872 vom Schwur- gericht zu Leipzig wegen Vorbereitung des Hochverraths zu zwei Iahren Festung verurtheilt waren. Ich war Mitglied des Reichstags, Liebknecht nicht. Nach Verwerfung der Revision durch das Oberlandesgericht wurde Liebknecht aufgefordert. An- fang Juni die Haft anzutreten, ich ivurde erst nach Ablauf der Session dazu aufgefordert. Wenn die Gerichte in Deutschland eine gleiche Auffassung hierüber gehabt haben, besteht für den Reichstag erst recht die allergrößte Ursache, sich sein Privilegium nicht nehmen zu lassen. Ist der Art. 31 unklar, so muß durch Interpretation Klarheit geschaffen werden. Würtiembergischer Gesandter v. Moser: Die württem- bergische Regierung vertritt mit allen verbündeten Regierungen den Standpunkt, daß Artikel 31 der Verfassung Absatz 1 sich auf die Strafvollstreckung nicht bezieht, sie hat dem Amtsgericht in Stuttgart wegen der Irrigkeit der von ihm vertretenen Ansicht das Nöthige zu erkennen gegeben, ivei» das Gericht ausdrücklich die Beibringung eines Reichstags-Beschlusses auf grund des Absatz 3 von dem Herrn Frhrn. v. Münch verlangt hat. Der Antrag der Geschästsordnungs-Kommission wird darauf gegen die Stimmen der Sozialdemokraten sowie einiger Mit- glieder des Zentrums und der freisinnigen Partei a n g e- » o m m e n. Die beim Reichstage nachgesuchte Ermächtigung zur straf- rechtlichen Verfolgung des Abg. Metzger(Hamburg) wegen Beleidigung des Senats und der Bürgerschaft der Stadt Ham- bürg wird entsprecheild dem Antrage der Geschäftsordnungs- Kommission nicht ertheilt. Tarauf wird die E t a t s b e r a t h u n g fortgesetzt und der Etat des Rechnungshofes, des allgemeinen Pensionsfonds und des Reichs-Jnvalidenfonds bewilligt. Ucder die Petition be- treffend die Gewährung einer Ehrenzulage an die Inhaber des Eisernen Kreuzes von 1870/71 wird zur Tagesordnung über- geganzen. Schluß Sh't Uhr. Nächste Sitzung Donner st ag 1 Uhr. (Militär-Etat.) Protestversammlungen gegen die Militärvorlage sind weiter abgehalten worden in Waren(Ref. M e i e r- Lübeck). Bon der Agitation. Parteigenossen aus S t o l b e r g (Rheinland) vertheilten am Sonntag in den Ortschaften Scherpefell, Hastenrath, Volkenrath, Bohl, Bergrath und Esch- weiter sozialdemokratische Flugblätter, Zeitungen und Broschüren, die von der ländlichen Bevölkerung mit um so größerem Danke angenommen wurden, als am Morgen desselben Tages von den Schwärzen das Flugblatt verbreitet worden war, worin das Zukunftsstaats-Geschwätz Bachem's abgedruckt ist. Die Parteigenossen in Baden-Baden vertheilten dort wie in der Umgegend die Rede Bebel's über den„Zukunftsstaat", sowie Exemplare des„Vorwärts" und des Offenburger„Volks- freunds"' und machten dabei die erfreuliche Erfahrung, daß in der Stimmung der Landbevölkerung eine Wendung zu unseren Gunsten eingetreten ist. Auch die Würzburger Genosse», die 4000 Exemplare von Bebel's Rede im Landkreise verbreiteten, fanden, wie die „llnteriränkische Volkslribüne" berichtet, bei den Bauern überall sehr gute, stellenweise sogar herzliche Aufnahme. Ebenso guten Erfolg hatten die Genossen aus Delmen- h o r st und Ganderkesen bei ihrer letzten Agitationstour auf dem Lande. Die schwäbische Sozialdemokratie hat den Wahlfeldzug im 17. württembergischen Reichstags-Wahlkreise(Ravensburg- Tettnang) unter sehr guten Aussichten begonnnen. Die in Scheer, Hobentengen und Mengen am Sonnabend und Sonn- tag abgehaltenen Versammlungen, in welchen unser Kandidat Tauscher sprach, waren trotz der Hetzereien der Pfaffen- blättcr ausgezeichnet besucht, und überall zeigte es sich, daß die arbeitende ländliche Bevölkerung mit dem, was die Sozialdemo- kratie will, im wesentlichen übereinstimmt. Besonders interessant verlies die Versammlung in Hohentcngen. Dort hatte sich die Bevölkerung von 14 Gemeinden zum Gottesdienste eingefunden, und als dieser beendet war, zogen die katholischen Wähler vor das Gasthaus zur Traube, wo sie auf dem freien Platze Aus- Ncllung nahmen, da der Saal, wohin die Genossen die Versamm- lung einberufen hatten, die Menge nicht fassen konnte. Genosse Tauscher mußte von einem Fenster des ersten Stockes aus zu den Versammelten sprechen. Sein �ständiger Vortrag wurde mit Beifall aufgenommen und nachher im öffentlichen Wirths- lokale lebhaft diskutirt. Eine ganze Reihe Wähler stellten Fragen, der Referent gab über alle zufriedenstellende Auskunst und befand sich am Schlüsse der Diskussion in völliger Ueber- einstimmung mit den Wählern.— Durch diese Versammlungen ist. wie die„Schwöb. Tagwacht" bemerkt, auch viel zur Zer- streuung der Jrrthümer beigetragen worden, die über die Sozial- demokratie im Schwange� sind. � Um der fortgesettte» öoralabtreiberei ein Ende zu machen, beabsichtigen die Parteigenossen in Burg die Beschaffung eines eigenen Vcrsammlungshauses. Sie haben zu diesem Zweck einen Verein gegründet, der das hierzu nöthige Geld an- sammeln soll.# � AuS Lüdenscheid wird der„Rheinisch-Westfäl. Arb.-Ztg." geschrieben: Infolge des Betragens des Herrn Lenzmann in der letzten Volksversammlung wird mancher sich die Frage vorgelegt haben: Wie ist es möglich, daß ein Mann wie Lenzmann, der lange Zeit hindurch gewissermaßen in dem Ruf eines Volks mannes stand, der Arbeiterschaft so entgegen tritt, wie letzthin? Die Frage ist leicht beantwortet. Bis zum Jahre 1884 und noch darüber hinaus war hier von einer seloständigen sozialistischen Bewegung keine Rede. Das radikale Bürgerthum konnte zu der Zeit'sich»och als Vertreter der Interessen der Arbeiter auf spielen, obne befürchten zu müssen, daß sein demagogisches Treiben ausgedeckt würde. Der damals noch einigermaßen an- ständige Verdienst der Arbeiter kam den fortschrittlichen Dema- zogen sehr zu statten. Herr Lenzmann, der enragirte Vertreter jener Leute, brauchte' sich nur in einer Versaminlung sehen zu lassen, und das Bürgerthum sowie die Arbeiterschaft brachte ihm während eines Abends wiederholt stürmische Hochs dar. Diese Ovationen machten Herrn Lenzmann übermuthig. Denn nur so konnte er es wagen, den Nationalliberglen zu drohen, ihnen die„Rothen" auf den Pelz zu schicken, wenn sie nicht nach seiner Pfeife tanzten. Die„Rothen" sind jetzt dal! Nicht infolge der Drohung, nein, trotz des Herrn Lenzmann. Sein Wunsch ist es nie gewesen, daß die Sozialdemokratie hier auskommen möchte, denn wir halten ihn für viel zu klug, altf daß er es nicht erkennen würde, welche Gefahr die„Rothen" für ihn sein würden. Herr Lenzmann, der sich wahrscheinlich bis vi)t kurze», noch sagte:' erst komme Ich, dann wieder Ich und dann nochmals Ich und dann die andern, konnte niemanden über sich dulden, nicht einmal neben sich. Er hielt sich für unerreicht» jr, für unwiderstehlich. Von dieser seiner vermeintlichen tz jh- haben ihn jäh hinabgestürzt die„Rothen". Und daS ist bitter! Daher der letzte krampfhafte Versuch, durch unparlamentarisches Benehmen Rache an den„Rothen" zu nehmen. Wir sind nicht schadenfroh: können es uns wohl so ungefähr vor- stellen, wie es Herrn Lenzmann zu Muthe ist. Früher in jeder Versammlung mit donnernden Hochs empfangen, jetzt kau vi noch beachtet. Ein solches Schicksal passtrt nur Egoisten, nicht s'euten, welche selbstlos bis zum letzten Athemzuge dem armen Äo lke eine bessere Zukunft erkämpfen helfen. Für die„Freisinnig« z" oder wie sie sich sonst nennen mögen, ist hier kein Boden meh'/. Die Arbeiterschaft und auch die einsichtigeren Leute aus anderen Gesellschaftskreisen lassen sich von einfältigen Reden scher den „Zukunftsstaat" nicht mehr dupiren. Die Gefahr wäre vielleicht vorhanden, wenn die Sozialdemokratie nicht immer mch immer wieder sagte: Leute denkt über Eure Klassenlage nach. Und dies hat gewirkt! Die Leute denken selbständig. Kommt nun so ei» Mann, der dem Volk die„Herrlichkeiten" der Gegeizwart ein- pauken möchte, dann geht das Volk nach Hause und. sagt sich: „Sprecht nur ihr Herren! wir wissen es, unter welchem Druck, in welchem Elend das Volk schmachtet, die einzPe, wahre und ehrliche Helferin ist und �bleibt die Sozialdemokratie." Todtenliste der Partei. Gestorben in Frankfurt a. O. der Schuhmacher Emanuel Pilz; in Seifhennersdorf der Genosse Reinhold Kühne l. Polizeiliches, Gerichtliches re. — Der sächsische Landtags-Abgeordnete und Stadtverordnete Heinrich Stolle verbüßt gegenwärtig im Meeraner Amts- gerichtsgefängniß die dreiwöchige Strafe, die er si�ch dadurch zu- zog, daß er einen Eisenbahn- Bediensteten au. der Arretur eines armen Knaben hinderte, der am Bahnhofe Kohlen auf- gelesen hatte. — Der wegen Beleidigung einer Bergwerk-s-Verwaltung zu 1 Jahr Gefängniß verurtheilte Genosse G l a d e w i tz in Zwickau hat wegen der von ihm beantragten Wieder- aufnähme des Verfahrens einen einmonatlichen Strafaufschub be- willigt erhalten. ITolmles. Wegen hrS Verbotes der Aufführung der„Weber" hatte der Dichter, Gerhardt Haupmann, bei dem Bezirksausschuß Klage erhoben. Dieselbe kam gestern(Dienstag) zur Berhand- lung. Den Kläger vertrat Rechtsanwalt Dr. Grelling, der be- tonte, daß„Die Weber" keineswegs den seqialistischen Zukunsts- staat verherrlichen, sondern das Elend der gegenwärtigen Zu- stände dieser bedauernswerthen Menschen beleuchten sollen. Der Polizeipräsident hatte dagegen in seiner Kl.agebeantwortung aus- geführt, daß die öffentliche Aufführung des Stückes in Berlin und zu einer Zeit, in der die sozial-revolutionäre Bewegung noch in stetem Wachsen begriffen sei, mit dem Interesse der Aufrecht- erhaltung der öffentlichen Ordnung nicht vereinbar sei._ Nach einer Berathung von fünfzehn Minuten verkündete der Präsident das Urtheil: Die Klage ist zurückgewiesen, dem Kläger sind die Kosten aufzuerlegen. Die Gründe der Zurück- Weisung wurden nicht publizirt. Es wird Berufung an die höhere Instanz seitens des Klägers eingelegt werden. Daß eine durchaus nicht tendenziöse, poetisch meisterhafte Darstellung verboten wird, weil die Wahrheit und Wahrhaftig- keit der Staatsordnung gefährlich fein könnte, beweist, auf wie schivachen Füßen diese steht und wie sehr sie des inneren Halts entbehrt.„Die Weber" sind übrigens im Druck erschienen und zwar in doppelter Ausgabe, einer im vollständig schlesischen Dialekt, die wir denen empfehlen, die desselben mächtig sind, und in einer anderen Ausgabe, in welcher ein Ausgleich zwischen dem Dialekt und der hochdeutschen Sprache unternommen wird. Der Verstorbeue Geh. Kommerzienrath v. Bleichröber war im Jahre 1391/92 von der der Behörde aus ein Einkommen von 3 Millionen abgeschätzt. Nach der Selbsteinschätzung für 1392/93 erhöhte sich dieses Einkommen aus 7»/» Millionen. Er hatte sich, wie die meisten Finanz- und Agrar-Fürsten die behörd- liche Unterschätzung sehr gern gefallen lassen. Gegen eine ganze Anzahl sogenannter„Jncasso-Ge- schäfte" finden zur Zeit strafrechtliche Ermittelungen statt. Es waltet der Verdacht ob, als ob diejenigen, welche nur mit „Abonnementskunden" arbeiten, zum Theil auf den Bauernfang eingerichtet sind. Das Abonnement kostet gewöhnlich 40 M., welches sich nach den vom Kunden unterschriebenen Geschäfts- bedingungen stillschweigend aus ein Jahr verlängert, wenn es nicht rechtzeitig aufgekündigt wird. Die Kunden, welche de» Inkassogeschäften ihre faulen Forderungen zur Realistrung ein- senden, bezahlen gewöhnlich die ersten 40 M. sehr gerne, hören dann aber von dem Schicksale ihrer Forderungen nicht mehr viel. Vielfach beschränken sich die Schritte, welche das Inkassogeschäft zu gunsten ihrer Kunden unternimmt, auf eine einfache resultatlose Anfrage bei der Polizei nach dem Verbleiben der betreffenden Schuldner, oder auf eine Anfrage bei Privatpersonen. Die Forderungen werden danach gewöhnlich als„uneinziehbar" aä acta genommen. Die Kunden tragen geduldig das erhebende Bewußtsein mit sich herum, ein- mal gehörig„hineingefallen" zu sein; dasselbe Schicksal blüht ihnen aber gewöhnlich gleich zum zweiten Male, denn sie ver- geffen natürlich, ihr Abonnement aufzukündigen und das Inkasso- geschäst macht gegen sie einen Anspruch auf abermals 40 M. gellend. Soweit diese Fälle Anlaß zu einem Zivilstreit geben, fällt derselbe in der Regel zu Gunsten des Inkassogeschäfts aus, da dasselbe unschwer den Beweis erbringen kann, daß es irgend einen Schritt zum Zwecke der Eintreibung der Forderungen ge- than. Nach den Ermittelungen des Kriminalkommissarius List auf diesem Gebiete ist anzunehmen, daß diese ursprünglich von einem Wiener hier eingeführte Geschästspraxis, ivelche bald viele Nachahmer gefunden hat, eine ganz lukrative ist. Ob sich mit Hilfe des Betrugsparagraphen gegen dieselben wird ankämpfen lassen, wird die Zukunft lehren. Die Angelegenheit des Stationsvorsteher» Sachtler vom Bahnhof Groß-Lichterfelde, der am 4. d. M. wegen Unter- schlagung amtlich anvertrauter Gelder verhaftet wurde, wird noch einen zweiten Beamten ins Verderben ziehen. Nachdem der älteste Stations-Assistent das Verschwinden des Vorstehers bei der Eisen- S " = • bahn- Direktion gemeldet hatte, fand eine Super Revision der führende Glasthür, fanden aber diesmal kein Geld. Dafür nahmen fängnißtrafe von 2 Jahren zu drei Jahren Buthang Stationskaffe statt. Dieselbe wurde durch einen Affeffor und sie Geld- und Bigarrentaschen, Laubsägen und Meffer und verurtheilt. Bezuglich des lehteren hatte Rechtsanwalt Sage mehrere andere Hevisionsbeamte vorgenommen. Zunächst wurde was sich sonst bot. Ferner hat sich herausgestellt, Sachs die Revision eingelegt, welche aus einem eigenartigen ein Defizit von 1400 M. festgestellt( später ist noch ein bedeutend daß die junge Bande auch Zinkdiebstähle ausgeführt hat. Welcher Grunde Erfolg hatte. Die den Geschworenen vorgelegte Frage größerer Fehlbetrag ermittelt worden). Während die Revisions Familie Gezanis angehört, mag daraus entnommen werden, daß war nämlich bezüglich des Weiß richtig dahin formulirt, ob er Beamten bei der besten Arbeit waren, stürmite ein junger Mann fein älterer Bruder wegen Brandstiftung bestraft ist. Die Brüder schuldig sei als Schuldner, welcher seine Zahlungen eingestellt hat, die Treppe zu der im Stationsgebäude liegenden Privat- Obiersty entstammen einer achtbaren Familie. Nachdem der in der Absicht, seine Gläubiger zu benachtheiligen zc. c." Bezüg wohnung des Stationsvorstehers berauf. Die Treppe war jedoch Kriminal- Schußmann Pauly, der die beiden ihm entkommenen lich des Günther dagegen lautete die Frage nur dahin, ob er burch einen Unterbeamten befeßt, der während der Revision Knaben nicht gleich greifen fonnte, auf der Straße sich hinter schuldig sei, dem Weiß zur Begehung des Verbrechens des niemand passtren laffen durfte. Die Revisoren wurden gerufen, einem aufgespannten Regenschirm versteckt gehalten hatte, und so betrügerischen Bankrotts durch Rath und That wissentlich Hilfe der angehaltene junge Maun gab auf Befragen an, er babe nicht ertannt wurde, konnte er auch die letzten einfangen. Alle geleistet zu haben." Auf diesen Formiehler gründete Rechts dringend mit der Frau Sachtler zu sprechen. Durch ein längeres drei befinden fich in Haft. Man legt ihnen noch eine Reihe anwalt Sachs seine Revision und das Reichsgericht pflichtete ihm Inquisitorium wurde festgestellt, daß der Fremde der Sohn des anderer Strafthaten zur Laft. bei, indem es ausführte: es genügt nicht, die That, zu der die Kontrolleurs der betreffenden Bahnstrecke ist. War vorher schon Beihilfe geleistet sein sollte, mit einem allgemeinen Verbrechensaufgefallen, daß der Kontrolleur zwei Tage vor dem Verschwinden Ueber einen Leichenfund wird uns aus Fürstenwalde bei negriff wie betrügerischer Banfrott" zu bezeichnen, vielmehr de Stationsvorstehers die Raise fontrollirt und für richtig be- Berlin berichtet: Der Bäckermeister Kablow aus Fürstenwalde, nußte die Frage so gefaßt werden, mie§ 293 der fun den hatte, so fiel die Dringlichkeit, mit welcher der Sohn des der im dortigen Stadtforn Holz gekauft und im Fagen 91 ge Strafprozeß Ordnung vorschreibt. Infolge dessen hatte Kam trolleurs Frau Sachtler zu sprechen wünschte( von der Rücklagert hatte, begab sich am 27. v. M. dorthin, um nachzusehen, ich das Schwurgericht in einer überaus anftrengenkehr des Herrn Sachtler hatte er augenscheinlich noch feine ob alles in Ordnung sei. Vier Kilometer von der Stadt fand den Sigung gestern nochmals mit dieser Angelegen Ah nang), noch ganz besonders auf. Es wurde sofort eine er mitten im Walde in der Richtung nach dem Dorfe Berfen- heit zu beschäftigen. In der Verhandlung tam unter Haussuchung in der Privatwohnung des Stationsvorstehers vor brück zu, unweit eines Weges, die Leiche eines etwa 30jährigen anderem zur Sprache, daß während der Untersuchungss geni nimien und dabei wurde ein Schuldschein über 2400 Mart Mannes mit dunflem Haar und röthlichem Schnurrbart auf. naft des Angeflagten ein erwachsener Sohn des Angeklagten fich vorgefunden, laut welchem der Sohn des Kontrolleurs schriftlich An der rechten Halsseite und im rechten Ohr war je eine Schuß aus Gram erschossen hat, ein anderer in geistige Umnachtung veraner tannte, von Heren Sachtler ein Darlehen von 2400 M. er runde wahrnehmbar, deren jede der Annahme nach tödtlich war fallen ist. Die neue Verhandlung hatte für den Angeklagten ein halten zu haben. Angesichts dieses Dofuments geftand der Sohn Unter dem linken Ellenbogen lag ein Revolver, aus dem fünf wesentlich günstigeres Resultat. Auf Antrag des Vertheidigers des Kontrolleurs( nebenbei bemerkt, ein Berliner Geschäftsmann) Schüffe abgefeuert waren. Wenige Schritte von der Leiche ent- bewilligten ihm diesmal die Geschworenen mildernde Umstände zu, vom Sachtler wiederholt Darlehen emptangen zu haben. Der fernt lag ein schwarzer Filzhut, der im Innern die Firma und der Gerichtshof ertannte zufäglich zu der alten GefängnißBater muß unter allen Umständen Kenntniß davon gehabt haben, H. Feder, Berlin, trug. Um den linken Aermel des dunkel- ftrafe au 1 Jahr Gefängniß. denn bei der legten Kontrolle tonnte er das Manto gar nicht blauen Winterüberziehers, mit dem der Todte bekleidet war, übersehen. Wenn er die Kane als in Ordnung befindlich erklärte, haftete ein Trauerflor. Rock und Weste waren von schwarzer, Eine Auflage wegen Urfundenfälschung, welche so muß er wider besseres Wissen gehandelt haben, lediglich, weil das Beinkleid von grauer Farbe. Das Taschentuch hatte das fürzlich vor der ersten Strastammer des Landgerichts I verhandelt er Renn biß hatte von den Verbindlichkeiten seines Sohnes gegen Beichen H. E. 17. In einer Tasche steckte ein Exemplar der wurde, richtete sich gegen den Zahntechniker Victor Ehrenüber dem Stationsvorsteher und daß dieser die gegebenen Darlehen englischen Zeitschrift The Million" vom 25. v. M. Die filberne berg. Derselbe hat eine hiesige Fabrit zahnärztlicher Fournituren der Kaffe entnahm, unterliegt feinem Zweifel. Remontoiruhr hing an einer Haarfette mit goldenen Schiebern. in recht raffinirter Weise geschädigt. Eines Tages wurde dem Da die Feststellung der Persönlichkeit bisher nicht gelungen ift, betreffenden Fabritgeschäft einem demselben bekannten Dur einen gefährlichen Kautionsschwindler ist in den so schwebt über dem Vorgange noch ein räthselhaftes Dunkel. Kunden per Telephon gemeldet, daß einem in furzer Zeit erIeßten Wenaten eine ganze Reihe von Personen empfindlich ge- Die biefige Kriminalpolizei ist um Hilfe bei den Nachforschungen scheinenden Dienstmann ein größeres Sortiment von zahnschädigt worden. In hiesigen Tageszeitungen erließ ein Groß- ersucht worden. ärztlichen Bedarisartikeln, theilweise in Gold, für RechTaufmann Rudolf Keln, in Rixdorf Hobrechtstraße 3 wohnhaft, nung des Kunden ausgeantwortet werden möge. Der Inferate, in welchen er für Jein Engrosgeschäft Reisende, Marktpreffe in Berlin am 7. März, nach Ermitte. Dienstmann erschien bann auch und da er eine VifitenMagazinier und Kutscher suchte, die jedoch im ftande sein lungen des Polizeipräsidiums. Weizen per 100 kg. guter von tarte des betr. Kunden überreichte, auf welcher der mußten, ar gemessene Kautionen zu stellen. Die Zahl der 15,50-15,10 M., mittlerer von 15,00-14,60 M., geringer von Wunsch wiederholt war, so nahin der Vertreter des Geschäfts Stellungssuchenden, denen Kelln Summen in der Höhe von 50 14,50-14,00 M. Roggen per 100 kg. guter von 13,30-13.00 m., feinen Anstand, die verlangten Waaren zu verabrolgen. Der bis 200 W. abnahm, ist eine sehr große gewesen, und der mittlerer von 12,90-12,70 m., geringerer von 12,60-12.40 Vorgang wiederholte sich noch einmal auf grund eines angeblich Industrieritter muß nach oberflächlicher Schäßung etwa 10 bis Berite per 100 kg. gute von 17,50-16,30., mittlere von von dem Kunden ausgerertigten Briefes. Die Sache tam der 15 000 M. auf diese Weise erbeutet haben. Toch Anfang diefer 16,20-15,10 M., geringe von 15,00-18,80 M. Safer per 100 g. betr. Handlung schließlich aber doch verdächtig vor, ste Woche wurde ein Kaufmann Menge aus Berlin und ein Kutscher Auter von 15,70-15,10., mittlerer von 15,00-14,50 m. fragte bei dein betreffenden Herrn an und erfuhr, daß Duve Opfer des Schwindlers, der beide zu Inspektoren geringer von 14,40-13,90 M. Stroh, Richt per 100 Kg. von dieser Don solchen Bestellungen absolut nichts mußte. der Berliner Marktballen ernannte, woselbst er 8 Bertaufsstände 4,65-4,15 M. Seu per 100 Kilogramm von 7-5,20. Grbsen, gelbe als britten Male ein Dienstmann erschien, habe, die beide Herren täglich revidiren mußten. Aber auch zum Kochen per 100 Rg. von 40,00-25,00 M. Speisebobnen, weiße wurde ihm ein Angestellter des Geschäfts nachgeschickt, und da hiesige Geschäftsleute sind auf die Betrügereien des Kelln hinein per 100 kg von 50,00-20,00 M. Linsen per 100 Kg. von 80,00 ergab sich denn, daß der Angeklagte der Empfänger der Waaren gefallen; mit ruffinirter Geschicklichkeit hat derselbe es verstanden, bis 30,00 M. Kartoffeln per 100 kg. von 7,00-4,50. Rind war. Er hatte seine Kenntniß der einschlägigen Verhältnisse und große Posten Maare auf Kredit zu erlangen, die der Schwindler fleisch von der Keule per 1 Rg. von 1,60-1,20 M. Bauchfleisch eine zufällig in feinen Besitz gelangte Visitenkarte dazu benußt, Dann sofort versilberte. Ja, selbst das Poftamt Rigdori refp. ein per 1 Kg. von 1,30-0,90 M. Schweinefleisch per 1 Kg. von um den betrügerischen Streich auszufuhren. Der Staatsanwalt in bemfelben aangestellter Beamter des Fernsprechamtes hat an 1,50-1,20 W. Ralofleisch per 1 Kg. von 1,60-0,80 m. Saminel- beantragte 1 Jahr 6 Monate Zuchthaus, der Gerichtshof ers die Betrügereien des Gauners glauben müssen; für die groß- fleisch per 1 Kg. von 1,50-0,90 m. Butter per 1 Kg. von 2,80 tannte auf 9 Monate Gefängniß. artig eingerichteten natürlich gleichfalls nicht bezabllen bis 1,80 M. Gier per 60 Stüd von 5,00-2,80 M. Fische per Bureaus Hobrechtstr. 8 ließ sich R. vor furzer Zeit Telephon an- 1 kg.: Rarplen von 2,40-1,20 M. Nale von 8,00-1,20 m. Im Falle des Widerspruchs gegen ein Straf legen, deren Anschlußgebühren er natürlich nicht bezahlen fonnte Bander von 2,40-1,00 m. Hechte von 1,80-1,00 m. Barsche mandat ist das Gericht nicht an die im Strafbefehl ausDer faubere Patron mußte nun den von 1,60-0,70 M. Schleie von 2,40-1,00. Bleie von 1,40 gesprochene Strafe gebunden, sondern zu einer Schärfung der betreffenden Beamten zu bewegen, die erwähnte Summe für ihn bis 0,80 M. Krebse per 60 Stück von 10,00-3,00 m. felben berechtigt. Auf diefe ftrafprozeßliche Bestimmung tann zu verauslagen unter der Vorspiegelung, daß er erst in den nicht häufig genug hingewiesen werden, da faft in jeder Sigung nächsten Tagen Geld bei der Reichsbant abheben müsse. Polizeibericht. Am 6. d. M. Abends fand ein Drofchten- des Schöffengerichts solche Strafverschärfungen, manchmal sogar zwischen wurde dem Industrieritter der Boden denn doch zu heiß futscher einen unbekannten jungen Mann, den er vom Kemper böchst unangenehmer Natur, vorkommen. Zu Nuß und Frommen unter semen Füßen, umfomehr, als ihm die Verbüßung einer plaz nach dem Hause Stromfir. 37 gefahren hatte, in seiner etwa Betheiligter berichten wir in Kürze über einen dergleichen Strafe von 9 Monaten Gefängniß in Plößenfee wegen Betruges der Fahrt beigebracht hatte, jedoch noch lebend vor und brachte tundung einwandsfreier Zeugen am Abend des 15. Dezember v. J. Droschte mit einer Schußwunde im Kopfe, die er sich während Straffall. Der Buchhalter Hugo Michaelis hat nach der Be bevorstand; am Mittwoch ist K., der eine beträchtliche Summe bei sich führen dürfte, die Ersparnisse aus seinen Rautions ihn nach dem Krankenhause Moabit. Am 7. d. M. Vor in der Klosterstraße kurz hinter einander je eine ihm entgegen schwindeleien, Spurlos verschwunden, seine Familie in größtem mittags fiel ein Rutscher vor dem Hause Invalidenftr. 146 vom tommende Dame angerempelt. Der eine Beuge Dieser Glend zurückfluffend, was um so bedauerlicher, als die nächsten Sinterraum eines in der Fahrt befindlichen Bierdebahnwagens Ausschreitung ließ ben Mann durch einen Schutzs Berwandten des gewißlenlosen Menschen durch deffen Betrügereien und erlitt so schwere Verlegungen am Kopfe, daß seine Ueber mann zur Wache 100 fich derfelbe als Buch führung nach dem Lazarus Krankenhause Die erforderlich halter Hugo Michaelis legitimirte. an den Bettelstab gebracht sind. Die Polizei nimmt an, daß Rwurbe. Nachmittags sprang ein Mädchen aus einem Fenster fab oen fall stemlich milde an und legte dem Gesezesübertreter Polizeibehörde fich in Berlin aufhält und die Recherchen nach dem Hochstapler oer un zweiten Stod des Hauses Potsdamerstr. 46 belegenen durch Mandat eine Geloftrafe von 10 W., der im Unvermögenss find bereits in vollem Bange. Wohnung seiner Dienstherrschaft auf den hoi hinab und erlitt fall 2 Tage Haft zu substituiren sind, auf. Anstatt diesen Betrag außer einem Schädelbruch mehrere Knochenbrüche. Es wurde cuhig zu bezahlen und zufrieden zu fein, fo gnädig davon nach dem Elisabeth- Krankenhause gebracht. Vor dem Hause gekommen zu sein, erhob p. Michaelis Widerspruch, hielt es aber Botsdamerstr. 1 fiel eine Dame von einem Pferdebahnwagen und nicht einmal der Mühe für werth, in dem vor der 141. Aberlitt eine Berlegung der Hüfte. Auf dem Potsdamer Außen theilung des Berliner Schöffengerichts anberaumten Termin zu Bahnhofe wurde Abends der Bodenarbeiter Scheidekat durch einen erscheinen und etwaige Entschuldigungsgründe vorzubringen. Eisenbahnzug überfahren und wurden ihm beide Unterfchentel auf den Antrag des Amtsanwalts wurde in Abwesenheit des vom Körper getrennt, er wurde nach dem Elisabeth- Krankenhause Angeflagten verhandelt und demselben nach der tonstanten gebracht. In der Nacht zum 8. d. M. sprang ein unbekannter, Braris des Gerichtshofes für den gegen zwei fremde Damen ver etwa 30jähriger Mann von der Jannowigbrücke in die Spree und übten Esseß eine Haftstrafe von einer Woche auferlegt. ertrant. Am 7. d. M. fanden vier Brände statt. ober wollte. InZu dem Vorfalle im Friedrichshain wird weiter gemeldet, daß der Verlegte nicht Harnow, sondern Horauf heißt und aus Weißdrup bei Meißen gebürtig ist; er hält sich schon seit mehreren Jahren in Berlin auf und hat sich auch meist obbach- und arbeitslos umbergetrieben. Er ist wegen Bettelns und Landstreichens bereits mit Arbeitshaus bestraft worden. In der lezten Zeit wurde er vielfach in der Wärmehalle am Alexanderplaz gesehen. Die Verlegungen werden nach dem Gut achten des Arztes im Krankenhause in einigen Tagen geheilt sein. Der Darstellung Horauf's steht die Bolizei ungläubig gegenüber: es ist nicht gut dentbar, daß der fräftige Mann zwischen 12 und 1 Uhr in dem um diese Zeit sehr belebten Friedrichshain hat verschleppt werden tönnen, ohne daß seine Hilferufe gehört worden wären. Bengen gefucht. Am 80. Januar 1898 fam der Briefträger Hindfleisch vor dem Grundnud Siemensstraße 1-7 so unglüdlich zu Falle, daß er an den Folgen des Falles wenige Wochen später verstarb. Die arme Wittwe wünscht die Namen des Ehepaares zu erfahren, die den Fall mit angesehen haben, um ihre Schadenersazansprüche geltend machen zu tönnen Der Verstorbene stand sofort nach dem Fall auf und begab sich nach Hause, die bösen Folgen traten erst später ein. Beim Fall trug er einen Briefträger- Mantel. Die Adressen der Zeugen nimmt die Rebattion gern entgegen. = Gerichts- Beifung. Unter der Anklage der Majestätsbeleidigung stand bann zum bringen, Soziale Leberlicht. Achtung, Filzschuharbeiter! Der Streit in der Fabrit von Landsberger, Barnimftr. 22, gestern der Bimmerpolier Fr. Heinrich vor der ersten Straf: dauert unverändert fort. Streifbrecher haben sich bis jest außer lammer hiesigen Landgerichts 1. Der Angeflagte befand sich eines einen Stepper, dessen Konkurrenz aber nicht zu fürchten ist, nicht Tages auf dem Bahnhof Gesundbrunnen, als gerade ein Eisen- gefunden. Die Streikenden sind zum Ausharren fest entschlossen bahnzug, in welchem sich der Kaiser befand, daselbst einen ganz und erwarten, daß nach wie vor der Zuzug firengstens fernfurzen Aufenthalt hatte. Der Angeflagte nahm diese Gelegenheit gehalten wird. wahr, um in einem häßlichen Liede feiner Unzufriedenheit mit den bestehenden Verhältnissen Ausdruck zu verleihen. Er wurde zu 4 Monaten Gefängniß verurtheilt. Die Bohntommission ber Filsschuharbeiter Berlins. Achtung, Binfgießer und Stürzer. Wegen Lohndifferenzen Schwere Urfundenfälschungen in mindeftens vierzig Fällen In achtftändiger Sigung verhandelte am Dienstag die ist in der Gießerei von Bechini u. Brösel, Stalizer foll sich der Kaufmann Fuchs in der Veteranenstraße, der in der Markt- vierte Straffammer des Landgerichts I gegen 12 Berfonen, welche fitraße 104, die Arbeit eingestellt worden. Zuzug ist stiengstens halle der Dorotheenstraße einen Handel mit Geflügel und Fischen des Verbrechens gegen das feimende Leben beziehungsweise der fernzuhalten. Max Schulz, Waldemarjir. 4, I. betreibt, haben zu Schulden komunen laffen. Er hat ein hiesiges Anstiftung dazu beschuldigt waren. Die Hauptangeflagte war die großes Hotel um minde tens 2000 M. dadurch geschädigt, daß er unverebelichte Emilie Krupkat, neben ihr batten acht junge Mitglieder der Orto- Krankenkaffe Sem Bureau Quittungen über gelieferte Waaren vorlegte, die er Mädchen aus dem Mittelstande und drei junge Leute Play zu der Drechsler and Berufsgenossen Berlins. gefälscht und mit dem Hotelstempel verfehen, während er die nehmen. Die Kruptat hatte durch Annoncen verschleierten In- das Bureau beauftragt, in nächster Beit im Zentrum der Stadt Laut Beschluß der Versammlung vom 6. Februar d. J. wurde Waaren gar nicht geliefert hatte. Bu dem Stempel war er ges halts auf ihre verbrecherische Thätigkeit aufmertfam gemacht. langt, indem er den Fernsprecher, in dessen Nähe der Stempel Sie hatte früber angegeben, das ein praktischer Arzt ihr diejenige eine Versammlung mit gleichlautender Tagesordnung einzuberufen. lag, wiederholt benugte. Er ist verhaftet worden. Anleitung gegeben habe, welche fie in den vorliegenden Fällen Mitglieder! Der rege Besuch obengenannter Bersammlung hat zur Anwendung gebracht. Der bezeichnete Arzt ist darauf auch den Beweis erbracht, daß Ihr mit dem Vorgeben eines Theils in Untersuchung genommen, aber bald wieder entlassen worden, der Delegirten einverstanden seid, Gure Pflicht ist es nun, auf dem da er das Baltlose der Besichtigung nachzuweifen vermochte. einmal betretenen Weg weiter zu schreiten und diejenigen aus Die Verhandlung, welche unter Ausschluß der Deffentlichkeit statt dem Schlafe zu rütteln, nach deren Meinung die Einführung der fand, endete mit der Verurtheilung der Kruptat zu fünf Jahren freien Arztwahl alles andere, nur nicht eine schnellere und sorgBuchthaus, einer der jungen Männer wurde freigesprochen, die famere Heilung der Mitglieder bewirken töune. Saßt Euch nicht Eine Räuberbande in Kinderschuhen ist wiederum durch bis 6 Monaten verurtheilt. übrigen Angeklagten wurden zu Gefängnißstrafen von 2 Wochen beirren durch den Einwand unserer Gegner, daß die Vortheile nur den Aerzten zu gute tommen, sondern agitirt für zahlreichen bie Charlottenburger Kriminalpolizei aufgeboben worden. Am und pünktlichen Besuch zu der am Sonntag, den 12. März, VorDienstag Nachmittag sah der Kriminal- Schußmann Bouly in der Wegen schwerer Stuppelei verurtheilte gestern die zweite mittags 10 Uhr, in den Fensälen des Industriegebäudes, Beuthe Berlinerstraße drei Knaben, die Gebrüder Alex und Stanislaus Straitammer hiesigen Landgerichts I die Wittwe Augufte Abelt straße 20, stattfindenden öffentlichen Mitgliederversammlung, die Obiersty, 13 bezw. 12 Jahre alt, die Potsdamerstr. 5 bei den zu 1 Jahr 4 Monaten Buchthaus. Die Angeflagte folgende Tagesordnung bat: 1. Die freie Urstwahl. Rejerent Eltern wohnen, sowie den löjährigen Albert Gezanih, deffen hatte ihre Wohnung zum Absteigequartier für Dirnen feinerer" Herr Dr. Mugoan. 2. Distussion. 8. Verschiedenes. Legitis Eltern Magazinftrabe 15 wohnen. Beim Anblick des Beamten Art bergegeben und fich nicht gescheut, ihre beiden Töchter selbst mation ist nicht erforderlich. entflohen alle drei, Stanislaus Obiersfy wurde aber ergriffen und zu einem Lüderlichen Lebenswandel anzuhalten. nach der Wache gebracht. Hier stellte sich heraus, daß die Knaben Moris Arndt, ein Stadtreifenber, ift verhaftet worden, weil er im Berdacht steht, fich in Schantlofalen an Statspieler berangedrängt zu haben, anscheinend dem Spiel auf mertfam gefolgt zu sein und den Spielern, wenn sie besonders eifrig waren, die Geldtaschen entwendet zu haben. orejse. Die Beauftragten. J. A.: Gari Dost, Wienerstr. 29. sich zu einer Bande organisirt batten. Stanislaus O. hatte sich Die Verhandlung, welche gegen den Rechtskonsulenten Gleichzeitig erfuche ich den Perlmuttarbeiter Hermann am Neujahrstage aus Draht einen Dietrich gemacht und war Karl Josef Günther wegen Beihilfe zum betrügerischen Reibedans nochmals un fojortige Einsendung seiner genauen hiermit zur Nachtzeit in den Potsdamerstraße 5 belegenen Laden Bankrolt stattfand, dauerte von 91/2 Uhr Morgens bis 11 Uhr D. D. von Thiele eingedrungen, während die Anderen Schmiere" Uhr Nachts. Es handelte sich um eine große Schiebung", standen. Er hatte außer verschiedenen Gegenständen sechsund welche f. 3. der Kaufmann May Weiß mit seinem in der Achtung! zwanzig Mark baar erbeutet, wofür man ein Teschin kaufte, um Oranienstraße betriebenen Droguen- und Parfümeriegeschäft in Arbeiter und Parteigenossen!" Seit dem 28. Januar d. J. bei späteren Ueberraschungen bewaffneten Widerstand leisten zu Gemeinschaft mit einem Agenten Friedrich Wilhelm Pieper befinden sich die Feilenbauer von Binden Hannover Fönnen. Da der erste Einbruch geglückt war, so brachen die drei und dem Rechtskonsulenten Günther zum Nachtbeile feiner im Ausstand. Um ihnen zum Sieg au verhelfen, legten am Taugenichtse am nächsten Sonntag wieder in denselben Baden Gläubiger ausgeführt haben foll. Das Schwurgericht hatte am 18. Februar auch die Schleifer die Arbeit nieder. Da feinerlei ein, nachdem sie den Besiger mit Familie hatten ausgeben feben. 21. Oftober v. J. den Weiß zu 2 Jahren 6 Monaten Mebrforderung gestellt wird, sondern nur der bisherige 9 stündige Sie brangen vom Flur mit Hilfe des Dietrichs in den Laden, Gefängniß, Pieper au 9 Monaten Gefängniß, Günther barbeitstag hochgehalten werden soll, so hoffen wir auf baldigen zerschlugen mit einer Bierflasche die von hier in das Schlafzimmer gegen unter Aufhebung einer vorher gegen ihn erfannten Ge Sieg. Es haben bis jetzt vier Berhandlungen mit den Meistern $ getgefunben, aber zu feinem Stefultat geführt; beibe Parteien| Borrmann eine persönliche, lebenslängliche Zulage von 20 Mart,| Hierauf schloß die Bersammlung mit einem Hoch auf die intermpfen mit großer Ausdauer. Wie wir nun erfahren, sollen geschrieben zwanzig Mart, die ihm am 1. März eines jeden nationale Sozialdemokratie. fich die Feilenhauermeister von Linden- Hannover auch nach Jahres von mir persönlich ausgezahlt werden wird. Indem ich anberen Orten und an den Unternehmer- Arbeitsnachweis in dieses meinem nunmehrigen Stallmeister Gottfried Borrmann Eine öffentliche Versammlung der polnischen Sozia Berlin gewandt haben, um Feilenhauer und Schleifer zu be fund thue, wünsche ich von ganzem Herzen, daß selbiger noch liften fand am Sonntag Nachmittag tatt. In einem Vortrage tommen. Bir ersuchen nun die gesammte deutsche Arbeiterschaft, lange Jahre in alter gewohnter Rüftigkeit feinem Dienst nach über die Militärvorlage wies der Referent, Genoffe Berfus, uns in dieſem aufgedrungenen Rampf zu unterstüßen und den gehen möge. Schlodien, den 1. März 1893. Adolf Chriftoph nachdem er die Schäden des Militarismus im allgemeinen Buzug von Feilenhauern und Schleifern streng fern zu halten. Rudolf, Burggraf zu Dohna- Schlodien, Rittmeister a. D., tönigl. treffend charakterisirt hatte, auf die zweifelhafte Stellung hin, die Alle Briefe und Sendungen find an unsern Vertrauensmann Rammerherr, erbliches Mitglied des Herrenhauses, Fideikommiß die Zentrumspartei und mehr noch ihr Anhängsel, die Bolen, in Hugo Witted, Linden- Hannover, Limmerstr. 81, zu richten. befizer auf Schlodien und Carwinden." dieser Frage einnehmen. Entschieden wandte sich der Redner Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. " Wenn der Herr Graf nur seine verschwenderische Großmuth gegen die in der Kommission von dem Abg. v. Romierowsky nicht zu bereuen hat. Bwanzig Mart pro Jahr sind ausgesprochene Verdächtigung, daß die polnische Bevölkerung mit Ju ber Wehrenpfennig'schen Werkzeugfabrik in doch ein riesiges Kapital. Möge ber so Beglückte nie vergessen, der Militärvorlage sympathijire. Am Schluß des Vortrags fand Braunschweig haben am 8. Februar die Holzbrechsler die die Großmuth mit unterthänigstem Dant zu lohnen; Undant eine Resolution Annahme, in der die Versammlung einen entArbeit einstellen müssen, weil es ihnen absolut unmöglich war, würde den Herrn Grafen berechtigen, seine Schenkung zu wider- fchiedenen Protest gegen die Aeußerungen des erwähnten Abnoch länger bei den miserablen Löhnen, die Herr Wehrenpfennig rufen. geordneten einlegte. Sodann erstattete der Genosse Gemzicki den zahlt, ihr Leben zu fristen und ihre Arbeitstraft zu erhalten. Bericht der Preß- und Agitationstommission. Redner führte an, daß Der Fabrikant hat sich bisher noch nicht herbeigelaffen, eine Lohn- And den fächsischen Grubenbezirken wird der Franks. trotz aller Verfolgungen, welcher die Agitatoren besonders in aufbefferung zu gewähren, doch sind die Streifenden bis auf einen 3tg." geschrieben. Der Bergbau in Altenberg, der sich Oberschlesien ausgefeßt find, der Sozialismus ständig neue Anfchon anderweitig untergebracht. Sämmtliche Holzdrechsler wer namentlich mit der Gewinnung von Zinn und Eisenerzen be- hänger unter der polnischen Bevölkerung gewinnt. Auch die zu den deshalb ersucht, die genannte Werkstätte Braunschweigs als schäftigt, befindet sich seit einiger Zeit in so schlechter Lage, daß nehmende Berbreitung der Gazeta Robotnicza" lege Beugniß gesperrt zu betrachten. Die Arbeiter( Lithographen, Steindrucker, etwa 100 Arbeiter am 15. März entlassen werden sollen. Es dafür ab, daß es auch in Polen Licht werde. An der lebhaften Buchdrucker und Buchbinder) der Firma Fr. Dokmann in handelt sich meistens um Familienväter, deren Löhne stets so Diskussion, die dem Berichte folgte, betheiligten sich die Genossen Iserlohn ersuchen um Fernhaltung jeglichen Buzugs nach dort. gering waren, daß an Gisparnisse nicht gedacht werden fonnte. Markowski, Berfus, Kempowsti, Morawski, Gossinifi und andere. Man will die Arbeiter zwingen, der mit der Fabrik- Krankenkasse Sollte unter diefen Leuten ein Nothstand eintreten, so will man sierauf wurden die Genossen Berfus, Maciejewski, Thiel, Merverbundenen Invalidenkasse beizutreten, unter Bahlung von 4 M. öffentliche Mittel zur Verfügung stellen. Insgesammt werden in fowsti und Hellwig auf ein Jahr zu Mitgliedern der Preß- und Einschreibegeld. Selbstverständlich weigern sich die Betroffenen den Altenberger Gruben etwa 300 Arbeiter beschäftigt. Agitationstommiffion gewählt. Genosse Gemzici machte noch auf (§ 85 des Krankenversicherungs- Gesetzes), diesem Zwange Folge Kasprzack aufmerksam, der wegen des dringenden Verdachts, zu leiften und haben beim Lesen dieser Zeilen wahrscheinlich schon ( Siehe auch den Leiter in Nr. 57 des„ Vorwärts". D. Red.) Spigeldienste zu leisten, aus der Partei ausgeschlossen worden ist. die Arbeit niedergelegt. Die Generaltommission. Mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie wurde sodann die auch von Damen zahlreich besuchte Versammlung geschlossen. In Mannheim haben die Badische Brauerei und die Brauerei Eichbaum, über welche von einer Volksversammlung der Boykott verhängt worden war, die Forderungen der Brauer gehilfen bewilligt. Organisationen. er wird der„ Granff. 31g. geschrieben: Sarte Strafen Deutsche und ruffische Justiz. Aus dem Sa arkoblen revier verhängen die Gerichte jetzt gegen die Personen, die während des legten Streits als Redner aufgetreten sind und die Bergleute direkt oder indirekt zum Streifen ermuntert haben, ohne ihnen anzurathen, vorher zu fündigen. Es fizen die sämmtlichen In der öffentlichen Versammlung der Mechaniker, Führer hinter Schloß und Riegel und im Laufe der nächsten Optiker 2c., die am 1. März tagte, erstattete der Vertrauens Ueber die Zahl der Streits in Oesterreich theilte der Bewegung geleitet werden müffen. Wenn man erwägt, daß tabelte im Anschluß baran, daß sich verschiedene Werkstätten immer Monate wird der Bergarbeiter Verband von Neulingen in der mann Ziegler Bericht über seine bisherige Thätigkeit und Handelsminister Bacquebem im österreichischen Abgeordnetenhause Bunte zu einem Jahr Gefängniß verurtheilt ist, ebenso noch nicht gemüssigt gesehen haben, Vertrauensleute zu entsenden. mit, daß diese im Jahre 1891 104 betragen habe. Betroffen Ballmann in Effen zu einer gleich hohen Strafe, fo fällt das Bedauerlich sei es ebenfalls, daß manche Kollegen troh wieders wurden von ihnen am meisten Niederösterreich, Böhmen und um so mehr ins Gewicht, als diese beiden Männer noch holter Aufforderung noch mit der Ablieferung der Gelder im Mähren; in Salzburg, Schlesien und Dalmatien tamen feine teine Vorftrafe erlitten haben und daß sie, was sogar Rückstande wären. Die Versammlung müsse erwägen, ob gegen Streits vor. Die Zahl der am Streit betheiligten Arbeiter be- von der Staatsanwaltschaft anerkannt wird, im Großen und die Betreffenden nicht vorzugehen sei. Der Vertrauensmann legte trug 14 000, der Verluft an Arbeitstagen 247 000. In 19 Fällen Ganzen sehr gemäßigt gewesen find. Wie schwer auch nach erfolgter Berichterstattung sein Amt nieder, wurde jedoch wurden die Forderungen der Streifenden gänzlich, in 29 theil die fleinften Vergehen bestraft werden, ergab eine Verband von der Versammlung einstimmig wieder gewählt. Nach Erweise und in 54 Fällen gar nicht bewilligt. Mit Ausnahme des lung vor der Straffammer in Dortmund gegen einen jugend- ledigung der Angelegenheit Brittelriz contra Mörschel wurde Bergbaues bezieht sich diese Statistit auf alle Gewerbe. lichen Bergmann von Zeche Raiserstuhl. Er befand sich in der die Organisationsfrage erörtert und sodann die Versammlung Internationaler Schuhmacherkongrek. Waschtaue, in der die Belegschaft versammelt war, unschlüssig, ob geschlossen. Provisorische Tagesordnung; I. Landesberichte. fie anfahren folle oder nicht. Junge Burschen umstanden die 2. Gründung eines internationalen Sekretariats. 3. Statifit. Thür und machten es den Arbeitswilligen schwer, hinauszu In der Wanderversammlung des Verbandes der Ge4. Regelung des Unterſtüßungswesens. 5. Regelung des Arbeits- kommen, um die Arbeit aufzunehmen. Der Angeklagte hat ein- fchäftsdiener, Packer und verwandter Berufsnachweises und Herbergswefens. 6. Stellungnahme bei Streits. mal gerufen: Thür zu! Hierin fand die Strafkammer die Merk genossen, die am 1. d. M. stattfand, erstatteten die Kollegen 7. Fachpresse. 8. Einführung einer Normal- Arbeitszeit und Ab. male der Nöthigung, weil er mit den übrigen jungen Burschen Grauer und Blath Bericht über die Verhandlungen der in fchaffung der Stücfarbeit. 9. Die Frauenarbeit in unserer aufammengewirkt habe, Leute von der Anfahrt zurückzuhalten. Der legten öffentlichen Versammlung gewählten Deputation mit Industrie. 10. Bessere Verbindung der Hand- und Fabrikarbeiter. in den Streiffachen werden gegen die Erkenntniffe Revision ein- fchmidt. Das Resultat dieser Verhandlungen ist, daß der Re Die Strafe lautete auf drei Monate Gefängniß. Die Bertheidiger dem Dezernenten des Polizeipräsidiums, Regierungsraths Messer11. Herausgabe eines Adressenverzeichnisses sämmtlicher Berufs- legen, so daß auch das Reichsgericht sich mit den Auflagen zu gierungsrath die Erklärung abgab, es fönn für Berlin von einer Berufsgenossen und Genoffinnen aller Nationen! Wir bitten befaffen haben wird. Verlängerung der Sonntagsarbeit unter allen Umständen feine Sie, su obiger provisorischen Tagesordnung Stellung zu nehmen, Mädchen, Namens Alexandria Blonsky, ift von einem Warschauer Mittheilung des Kollegen Grauer Ausdruck, daß in den meisten Weiter meldet daffelbe Blatt aus Warschau: Ein junges Rede sein. Ferner gab derselbe seiner Verwunderung über die uns die Anträge zur ordentlichen Tagesordnung sobald wie mög: lich einzusenden, damit wir diese rechtzeitig festiellen und ver- Gerichte zu neunundeinhalb Jahren Strafarbeit Geschäften vor wie nach während der gefeßmäßigen Ruhezeit ge= öffentlichen fönnen. Im fernern theilen wir Ihnen mit, daß in den Minen und nach Verlauf dieses Zeitraums zu arbeitet werde. Der Beamte meinte, daß dies unmöglich sei, da auch die amerikanischen Kollegen den Kongreß begrüßen und sich lebenslänglicher Verbannung in Sibirien ver- die Handelsangestellten sich die Verkümmerung ihrer Rechte nicht gebereit erklärt haben, nach besten Kräften für denselben einzustehen. urtheilt worden. Die 22 Jahre alte Dame war angeflagt, in fallen laffen würden. Grauer wies ihn jedoch darauf hin, daß die Mit follegialem Gruß: einer Familie, in welcher fie als Gouvernante angestellt war, Angestellten dazu außer Stande wären, weil sie durch die Aneinige hundert Rubel gestohlen und die ihr anvertrauten zeige solcher Fälle sofort ihrer Stellungen verlustig gehen würden. Kinder verdorben zu haben. Bei der Verhandlung erging fich Herr Messerschmidt versprach darauf, gegen jede derartige Ge das junge Mädchen in heftigen Angriffen gegen den Richter und fegesverlegung, sobald sie zu seiner Kenntniß gelange, energisch wurde dafür mit schwerer Strafe belegt. Aus Verzweiflung einzuschreiten. Die Genoffen Grauer und Plath forderten des wohl eine Folge der Einzelhaft- fuchte sie Feuer ans Gefäng- halb am Schluffe ihres Berichts die Versammlung auf, recht niß zu legen, um während der hierdurch hervorgerufenen Ver- rege zu agitiren und alle Fälle von Umgebungen der Sonntagswirrung zu entfliehen. Der Versuch mißlang und die Folge war ruhe unverzüglich dem Kollegen Seegebrecht, Posenerstr. 11, zu Der Kongreß der Porzellanarbeiter Böhmens, der am die oben erwähnte Strafe. Dem Daily Chronicle" zufolge melden, um so dem Regierungsrath den Beweis von dem Be 12. und 18. Februar in Eger stattfand und über den bereits furz befindet sich eine andere junge Gouvernante, Namens Techonowsky, stehen dieser Ungehörigkeiten bringen zu fönnen. In der berichtet worden ist, faßte eine für den Gang der Arbeiter in den Kasematten der Peter Pauls Festung in Petersburg. fehr regen Diskussion wurden zunächst eine ganze Reihe bewegung besonders bemerkenswerthe Resolution, die im Aus- Dieselbe wird beschuldigt, eine Nihilistin zu fein, weil sie in von Firmen namhaft gemacht, die ihr Personal auch zuge lautet: Die alten Unterstüßungsvereine waren feiner Zeit ihrem Tagebuche revolutionären Gedanken Ausdruck gegeben während der gesetzlichen Ruhezeit arbeiten laffen. Diese den Verhältnissen und den Intereffen der Porzellanarbeiter ent- haben soll! Mittheilungen wurden dem Kollegen Seegebrecht übergeben, fprechend, da ote Uebelstände, die gegenwärtig existiren, noch Die Urtheile der russischen Richter sind entseglich. Unter um ste nach genauen Recherchen dem Polizeipräsidium zu übernicht vorhanden waren, weil die Arbeitstraft der gelernten Ar Berücksichtigung des weit höheren Grades, den die deutsche mitteln. Grauer forderte sodann zur Organisation und Agitation beiter den Unternehmern unentbehrlich war und infolge von Kultur vor der des Barenreiches voraus hat, meinen wir aber, und ferner, da die Stellenlosigkeit jezt eine ganz enorme fei, zur Mangel an genügenden Ersagträften entsprechend bezahlt werden daß die westfälischen Urtheile faum minder hart lauten als die Meldung von etwaigen vakanten Stellen auf. Ties theilte der mußte. Seitdem jedoch die verbesserten Erzeugungsmethoden ruffifchen. Versammlung mit, daß bei der Firma Hermann Gerson 50 Hauseinerseits, die Hilfsarbeiter und Lehrkräfte andererseits dazu Diener entlassen, dafür aber 15 Soldaten eingestellt seien; hierbenügt werden, die Lebensexiftens der gelernten Arbeiter herabzudrücken, find legtere gegen müsse ganz energisch eingeschritten werden. Ferner wurde vor die Wahl gestellt: Entweder die Handlungsweise des Inhabers der Firma Leonhard Sprid, eine Bereinigung zu schaffen, die sie zu wirthschaftlichem Zaubenstraße( diese Firma fuchte für 15 M. Wochenlohn einen Gegendrud mit den Biljsarbeitern und Arbeiterinnen au mit allen möglichen guten Eigenschaften begabten Hausdiener fammenschließt und so DOT ber gefteigerten Ausbeutung und verlangte zur größeren Sicherheit von demfelben zu allem Schüßt, oder fich zum ärmften Proletarier herabdrücken zu laffen. Der fozialdemokratische Wahlverein für den vierten Demnach beschließt der Kongreß: Die nach den alten Berhältnissen Berliner Reichstage- Wahlkreis hielt am 7. Mära eine lebrigen noch 150 M. Raution geftelt!), einer scharfen Kritik unterzogen. Nachdem dann noch einige geschäftliche Angelegen eingerichteten Unterstüßungsverbände sind aufzulösen und dafür Bersammlung ab, in der Genosse Köfter über die Pariser heiten erledigt worden waren, wurde die Versammlung mit einem ein Verband der Porzellanarbeiter Böhmens zu gründen, welcher Kommune von 1871 einen beifällig aufgenommenen Vortrag dem System der Gewerkschaftsorganisation der Neuzeit in jeder hielt. Nach Beendigung deffelben wählte die Bersammlung die doch auf die Arbeiterbewegung geschlossen. Hinsicht entspricht. Da ein solcher Verband für das Königreich Genoffen Otto, Bogaret und Bolze zu Revisoren für die Abs Die Filzschuharbeiter hatten in ihrer Versammlung vom Böhmen bereits besteht, ist in allen Industriediftritten dafür rechnung dieses Quartals. Der Vorsitzende machte sodann auf 5. März die Streifirage bei Landsberger auf der Tagesordnung. Sorge zu tragen, daß die Kollegen diesem Berbande beitreten und das am 1., Osterfeiertag im totale Königsbank stattfindende Den zahlreich Erschienenen entrollte einer der Kollegen ein trübes Ortsgruppen gegründet werden tönnen." Familienfest aufmerksam und ersuchte um rege Betheiligung an Bilb von den Verhältnissen in der Filzschuhbranche im Alldemselben. Genoffe Betric theilte mit, daß der Verein gemeinen, und speziell von den Zuständen bei genannter Firma. Der Reichsbote" polemifirt dagegen, daß der National Berliner Hausdiener, der vorgebe, auf dem Boden der modernen Nach Ausführungen des Redners handelte es sich darum, die seit Erziehungsrath in Chikago dem Breslauer Augenarzt Profeffor Arbeiterbewegung zu stehen, sich durch seinen Vorstand unter Jahresfrist gemachten direkten und indirekten Sohnabzüge wieder Dr. Hermann Cohn die Ehren- Bizepräsidentschaft des während Mitführung des Banners bei Vergnügungen indifferenter Vereine, zurück zu erobern. Hierzu habe man die minimalen, durchaus der Weltausstellung stattfindenden pädagogischen Weltkongreffes die in gesperrten Sofalen abgehalten worden seien, vertreten gerechtfertigten Forderungen geftellt, 30 pet. Lohnaufschlag, angeboten hat. Das Stöckerblatt meint, in pädagogischer Bes laffen babe. Bezeichnend für den Verein Berliner Hausdiener fei, Lieferung aller der fleinen Buthaten und 9stündige Arbeitszeit. ziehung habe es von Berdiensten Cohn's noch nie etwas gehört daß derselbe am 18. März in den Konkordia- Festfälen Der Kollege eine berichtete hierzu, daß der Fabrikant jede und von dessen statistischer Sammelthätigkeit fei allezeit viel Ge- einen Mastenball abhalte. Selbstverständlich werde Unterhandlung mit der dazu beauftragten Kommission turzweg schrei gemacht worden, während sie wissenschaftlich teineswegs fein Genosse diesen Gedenktag des Proletariats durch abgewiesen habe. Ergänzend fügte Bliem chen hinzu, daß Das internationale Schuhmachertongreß Romitee. Alle Rorrefpondenzen find zu senden an E. Schönbucher Bwingliftraße 22, Zürich III. Die Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. Versammlungen. hoch gestanden habe und praktisch ziemlich einflußlos geblieben Wetheiligung an einem berartigen Vergnügen entweihen. Nach allenfalls die 9 stündige Arbeitszeit bewilligt werde. Einstimmige sei, weil der Bau der Schulen noch von anderen Rücksichten ab- bem befannt gegeben war, daß der 18. März im Lofal Königs: Annahme fand nach längerer Diskussion folgende Resolution: hing und abhängt, als allein von den Augen der Schüler". bant und im Elysium von den Genoffen des 4. Wahlkreises Die heutige öffentliche Versammlung der in der Filsschuhbranche Wenn der Kongreß seine Leute weiter so aussuche, werde er in gefeiert wird, forderte Genoffe Köfter aur fleißigen Leftüre der beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins spricht dem pädagogischen Kreifen nicht viel Ansehen erwerben. Wenn die fozialinifchen Literatur auf. Hierauf beklagten fich einige auf Vorgehen der Arbeiter in der Landsberger'schen Fabrit ihre An um Stöcker dem hochperdienten jüdischen Arzte neidisch ihre An- dem Biehhof beschäftigte Genoffen, daß durch Berlegung beserkennung aus, fie verspricht, sie mit allen Mitteln zu unter erfennung versagen, so wird er sich durch die Sympathien der Marktes vom Sonntag und Montag auf den Mittwoch und füßen, und fordert alle Filsschuharbeiter auf, die Fabrik zu Arbeiterschaft, die er seit langen Jahren genießt, sicherlich aus- Sonnabend den bortigen Arbeitern bedeutende Nachtheile er meiden, bis die Arbeiter den Sieg errungen haben". reichend entfchädigt fühlen, und die Amerikaner werden auf die wachsen seien. Bon einer Sonntagsruhe könne man gar nicht Bunimmung der pädagogischen Kreise Stöcker's um so lieber ver- mehr reden, fie müßten jest an Sonntagen angeftrengter als Die Hausarbeiter( Kleinmeister) der Pelzwaaren- Branche zichten, als die brutale Bemerkung des Stöckerblattes, der Bau früher arbeiten. Ihre Arbeitszeit an Wochentagen betrage waren ebenfalls am 6. März versammelt, um zu berathen, in der Schulen hinge noch von anderen Rücksichten ab, als allein 14 Stunden mit Baufen von insgesammt 14 Stunde. Zum welcher Weise sie die günstige Konjunktur der anbrechenden Saison von den Augen der Schüler, ja genügend erkennen läßt, wie es Schluß ersuchte Böhm alle Genoffen, welche Anträge oder Bor- ausnügen fönnten. Wie Kollege Mertins betonte, find troß um die„ Pädagogit" der Stöcker'schen bestellt ist. fchläge zu der auch in ihrem Wahlverein geplanten Schriften- der für die Pelzwaaren- Branche im Allgemeinen günstigen Umvertheilung vorbringen wollen, dieses in der nächsten Borstands stände in den lezten Jahren die Löhne statt zu steigen zum Theil figung zu thun, welche am 14. März bei Ullrich, Wrangels noch weiter zurückgegangen. Würde die gegenwärtige Bewegung straße 84, ftattfindet. In einer Generalversammlung soll dann der Gebilfen auch von den Hausarbeitern thatkräftig unterstützt, darüber beschlossen werden. so sei nicht daran zu zweifeln, daß es gelingen werde, den Ausbeutungsgelüften der Fabrifanten endlich ein Halt zu gebieten. Nach erfolgter Diskussion, in der vor allem zum Anschluß an die Organisation aufgefordert wurde, beschloß die Versammlung, zur Berathung der weiteren Schritte in nächster Zeit eine öffent liche Versammlung aller selbständigen Interessenten der Kürschnerbranche einzuberufen. Noblesse oblige( Adel verpflichtet). Nicht blos in Mecklenburg blüht der hochherzige Sinn des Grafen Hahn- Hahn, auch in Ostpreußen treibt er Sproffen. Der Graf zu Dobna hat feinem Futtermeister dem Kutscher G. Borrmann aus Schlodien, der der Familie dieses Herrn 50 Jahre lang treu gedient Im Sozialdemokratischen Wahlverein für den fechften hat, die Photographien fämmtlicher Familienmitglieder, noch Berliner Reichstage- Wahlkreis sprach am 7. d. M. Abg. Förster ein anderes namhaftes Geschenk" gespendet und ihn zum gräfs fiber die Ursachen der Arbeitslosigkeit. Die vortrefflichen Dar lichen Stallmeister ernannt". Es ist über diesen Att auch eine legungen des Redners wurden mit reichem Beifall aufgenommen. " Urfunde" aufgefeßt worden, die folgenden Wortlaut bat: In Dem allgemeinen Wunsche entsprechend erklärte fich Genoise Föriter bankbarer Anerkennung der treuen Dienne, die der Futtermeister bereit, denselben Vortrag in allen Bezirfen des Wahlkreises in Gottfried Borrmann während eines halben Jahrhunderts, über entsprechenden Abständen zu halten, um ihn möglichst weiten Der Verein zur Wahrung der Intereffen der Zinkfiebenundvierzig Jahre meinem feligen in Gott ruhenden Herrn Kreifen der Parteigenoffen zugänglich zu machen. Laut Beschluß gießer und Stürzer hielt am 28. Februar feine regelmäßige Diefelbe beschloß, die fäumigen Bater, bem Obermarschall des Königreiche Preußen, Burggrafen der Berfammlung wurde bie frühere Bahlstelle Alt- Moabit 87 Mitgliederversammlung ab. und Grafen Karl Ludwig Alexander Erdmann zu Tohna- Schlodien, nach Calvinftr. I verlegt. Ferner wurde der Vorstand beauf- Bahler an ihre Pflicht zu erinnern und sie zu einer am 14. März und beinahe drei Jahre mir geleistet bat, bestimme ich, daß der tragt, die Niederlegung eines Stranges auf den Gräbern der Märss stattfindenden Generalversammlung einzuladen. Ferner erledigte felbe fortan den Titel„ Gräflicher Stallmeister," den ich ihm am gefallenen am 18. März zu veranlaffen. Da Genoffe artdie Versammlung noch einige Vereinsangelegenheiten und be heutigen Zage, fei em fünfzigjährigen Jubiläum, beilege, mann inhaftirt ist und Genoffe ennide Berlin verlaffen schloß am 18. März einen Krans auf die Gräber der März führen soll. Herner erhält der nunmehrige Stallmeister Gottfried hat, so wurde Genosse 6 pene zum Schriftführer gewählt. gefallenen niederzulegen. w Depeschen: Die Nationale Krankenkasse der deutschen Gold- und| Gemeindevertreter im befonderen. An den Bericht fnüpfte sich glödhen, Englischer Hof, Neue Noßstr. 3. Rauchflub Brüderlich Silberarbeiter und verwandten Berufsgenossen hatte am eine lebhafte Besprechung, woran sich aber feiner von den anderen fett, von 9 bts 11 Uhr bet Lehmann, Staifer Franz- Grenadier- Plas 7. 27. Februar eine Mitgliederversammlung. Rauchtlub Nordstern, jeden Donnerstag nach dem 15. im Monat bet In derselben er- Herren aus der Gemeindevertretung betheiligte. Diese Herren G. Heinide, Friedrich- Karlstr. 11, Friedrichsberg. Rauchklub Eldorado, stattete der Vorsitzende Holtkamp den Kaffen- und Rechen haben es vorgezogen, troßdem sie öffentlich höflichst ein- Abends 8 Uhr, Restaurant W. Schulze, Otbahnhof 7. Rauchtlub Suschaftsbericht für das verflossene Geschäftsjahr. Danach steht geladen waren, nicht zu Es zu erscheinen. matra, Abends 8 Uhr, im Restaurant Krause, Gitschinerstr. 93. wurde - Stat der Netto- Einnahme von 19 132,75 M. eine Netto- Ausgabe von folgende Resolution Statflub Tournee, Abends 8% Uhr, bei Ulrich, Wrangelftr. 84. gegen eine Stimme angenommen: flub Rückwärts, Abends 8% Uhr bei Arndt Pallisadenstr. 47. 17 458,67 M. gegenüber; es ist also eine Mehr- Einnahme von Die Versammlung erklärt sich mit den Ausführungen des sozialNuderverein Vorwärts. Sihung Abends 8 Uhr, bei Bodenburg, 1674,08 M. für die Mitgliedschaft Berlin zu verzeichnen. Die demokratischen Gemeindevertreters Bilz und mit dem Verhalten Abends s uhr bei Nitolet, Elifabethkirchstr. 17. Kommandantenstr. 10-11. Gäste willkommen. Schießtlub Tell, Zahl der Krankheitsfälle betrug 251 mit 5397 Unterstützungs- der sozialdemokratischen Gemeindevertreter einverstanden und tagen, davon waren allein durch Unfall 23 Fälle mit 324 Tagen beauftragt dieselben, in der bisherigen Weise fortzuwirken. verursacht. Für erwerbsfähige Krante wurden an Behandlung, Me- Hierauf gab Genosse Kotz die Abrechnung über die Ge Ditamente 2c. 3179,85 M. verausgabt. Nachdem sich hieran anschließen- meinderathswahl sowie den Bericht des Vertrauensmannes den Bericht der Frauen- Sterbefaffe wurde auf Antrag dem Kassirer und ersuchte die Versammlung, zur Prüfung seiner Kassen= die Decharge einstimmig ertheilt. Die bisherigen Verwaltungsführung zwei Revisoren zu wählen. Als solche beamten wurden wieder und an Stelle der ausscheidenden die wurden gewählt die Genossen Sonntag und Bilz. Zum ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Mitglieder Schönemann, Blank und Großmann neu gewählt. Vertrauensmann wurde Genosse o einstimmig ge- Der Präsident ordnete auf Ersuchen des Vertheidigers SansParis, Mittwoch, 8. März. Panama- Bestechungsprozeß. Zu Bertrauensärzten wurden die Herren Dr. Bernstein, Badet, wählt. Genosse Bilz berichtete über die Thätigkeit der 2otal- leroy's an, daß demselben ein Auszug aus dem Notizbuche Christeller, Guttmann und Kann für die Mitgliedschaft be- tommiffion. In diefelbe wurden gewählt die Genossen Artons, welches der Untersuchungsrichter in Verwahrung hat, stimmt. Nachdem noch im weiteren beschlossen war, die Beiträge Grünberg und Krause, beide in Pankow, und Hublow mitgetheilt werde. Darauf begann vom 1. April ab in allen Bahlstellen nur jeden Sonnabend ein- in Nieder- Schönhausen. Es wurde noch darauf aufmerksam ge- effeps.- Charles Lesseps deponirte, daß als er im Jahre 1885 das Verhör von Charles zuziehen, schloß der Vorsitzende die gut besuchte Versammlung macht, daß die Gesangsklasse des Vereins am 1. Oft er bei der Regierung die Einbringung des Gefehentwurfs über die mit der Aufforderung, für recht zahlreichen Beitritt zur Frauenfeiertag im selben Lokale eine Festlichkeit veranstaltet. Loosobligationen beantragt habe, Cornelius Herz zu ihm geSterbekasse in den betheiligten Kreisen zu wirken. Nachdem Genosse Rot mitgetheilt hatte, daß am nächsten Sonn- fommen sei und für die Unterstüßung seines Antrages bei der Vorsitzende die Versammlung mit einem Hoch auf die Sozial- um ihm seinen Einfluß zu beweisen, zu einem achttägigen Besuch tag Abend eine Maurerversammlung abgehalten wird, schloß der Regierung von ihm Geld verlangt habe. Herz habe ihn dann, demokratie. bei Grévy mit sich genommen. Er habe das Geld an Herz aahlen müssen, um sich diesen Kommanditär des Blattes Clémenceau's nicht zum Feinde zu machen. muß am Die öffentliche Versammlung aller im Vergolder. gewerbe beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen, welche am 6, d. M. abgehalten wurde, hatte die Frage zu erörtern: Wie stellen sich die Vergolder Berlins zu den Abzügen bei der Friedrichsfelde. Eine öffentliche Rorbmacherversammlung Firma Jörs u. Sohn?" Wie von Arbeitern dieser Firma kon- fand hier am 26. Februar statt. Der Kollege Däu mich en statirt wurde, find schon seit Monaten Abzüge im Gange, die legte den Versammelten die elende Lage dar, unter welcher die bis zu 5 Mart pro 100 Fuß farbige Leisten hinaufreichen. Um Arbeiter dieses Gewerbes leiden und wies darauf hin, daß es diesen fortwährenden Abzügen ein Ende zu machen, verlangen der regsten Betheiligung an der Organisation, dem Verbande die dortigen Arbeiter die Aushängung eines fest normirten Preis deutscher Korbmacher bedürfe, um zu befferen Zuständen zu ge Briefhaffen der Redaktion. tarifs. Ein derartiges Versprechen ist den Arbeitern seitens des langen. Nach längerer Diskussion, die sich im Sinne des RefeHerrn Jörs auch gemacht worden. Bis zum 20. März soll ein renten bewegte, beschloß die Versammlung die Wahl einer Mehrere Aufragen. Wann muß ich in Berlin Serartiger Preistarif ausgehängt werden. Die Frage war nun, Agitationskommission, welche es sich zur Aufgabe machen soll, ziehen, wenn der Umzugstermin auf den ob die Förs'schen Arbeiter unter den reduzirten Preisen weiter den Kollegen in der Umgegend Berlins die Zwecke und Ziele der April fällt? Der Miether von aus höchftens 2 Wohnarbeiten sollen oder nicht? Die Versammlung erklärte nach Korbmacher- Organisation flar zu legen. Gewählt wurden in zimmern und Zubehör beſtehenden Wohnungen langer Debatte in einer einstimmig zur Annahme gelangten diese Kommission die Kollegen Däumichen, Bräuer, Bennemann, und Zubehör bestehenden Wohnungen muß am 2. April Mittags 1. April, der Miether von aus höchstens 3 bis 4 Wohnzimmern Resolution ihr Nichteinverständniß mit den Abzügen Gütte, Hennig, Pfeil und Kummer. der Jörs'schen Werkstätte und sprach das Verlangen 12 Uhr, der Miether von großen, d. b. aus mehr wie 4 Wohnaus, daß der zugesagte Preistarif von den Jörs'schen Arbeitern Arbeiter- Bildungsschule. Donnerstag Abends 8%-10% uhr: Südzimmern umfassenden Wohnungen muß am 3. April 12 Uhr binnen acht Tagen gefordert werde und diese im Falle der Nicht- ule: Hagelsbergerstraße 43: Unterricht in Deutsch( oberes). Südo ft Mittags die alte Wohnung geräumt haben. Unter Zubehör find Schule, Reichenbergerstr. 133: Geschichte( mittl.), Kaufmännisches Rechnen, Alfoven, Küchen, Kammern, Bodenräume, Verschläge und erfüllung dieser Forderung die Arbeit niederzulegen haben. Von Wechselrecht und Korrespondenz; Oft- Schule, Martusstr. 31: Unterricht den Jörs'schen Arbeitern wurde sodann eine Kommission gewählt, in phyftologte; Nord- Schule, Müllerftr. 179a; Unterricht in Chemie, Vorrathskeller zu verstehen. Die Inhaber von Wohnungen mit welche dem Fabrikanten dieses Ultimatum überbringen soll. In fönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch jetzt, im Laufe des Semesters, großen Wohnungen zwei Zimmer schon am 1. April für die In allen Unterrichtsfächern, mit Ausnahme Mathematit und Buchführung, 3 oder 4 Wohnzimmern müssen ein Zimmer, die Inhaber von Betracht kommen 30 Arbeiter. Zum Delegirten zur Streit eintreten. Kontrollkommission wurde im Anschluß hieran Möhring gebet Schröder, wiefenſtr. 39.Sele- u. Diskutirklubs. Donnerstag. Dieygen, Abends sy uhr, Unterbringung der Möbel des neu anziehenden Miethers zur Ver Neue Beit, Abends 8% Uhr, Boyenstr. 40, bei fügung gestellt haben. Gieshott. Süd- Ost, bei Zoltsdorf, Sorauer- und Görligerstraßen Ecke. Klub ber Freunde" bet Gnadt, Swinemünderstraße 120. august Getb, Donnerstag bei Zubeil, Staunynitraße 86, Abends Uhr. Hafenelever, Abends 8 Uhr, Restaurant Bischof, Baumschulen wählt. Der Verein der Roll- und Laftfuhrwerks Kutscher zu Berlin hatte sich in seiner letzten Versammlung mit der angestrebten Verschmelzung der hiesigen Kutschervereine zu beweg reptow. schäftigen. Das Resultat der diesbezüglichen Verhandlungen war die Wahl einer fiebengliedrigen Kommission, welche mit der letthin in einer öffentlichen Kutscherversammlung gewählten Kommiffion fich ins Einvernehmen sezen soll. " Mölter. Goring. : = W. B., Steglig. Das Gewerbe muß angemeldet werden ( bei der Gemeindebehörde), auch wenn keine Gesellen beschäftigt werden. Die Unterlassung der Anmeldung ist strafbar. Emanzipation, Abends 8% Uhr bei Spät, Weinstr. 28 H. 2. 12. Zur Anmeldung eines Kindes wird der JmpfSozialistischer Lese- und Distutirklub Abends 8 Uhr, Manteuffelstr. 60. Distutirklub Beitgeist" jeden Donnerstag nach schein erfordert, der Taufschein wird nicht gefordert. Der Taufdem 1. und 15. des Monats bei Tempel, Langeftr. 65, Abends 8% Uhr. schein ist nicht kostenfrei. Behufs Erlangung desselben muß vereinstalender find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelitr. 70. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Alle Aenderungen im man sich an die Kirche, wo das Kind geboren ist, wenden. BeDonnerstag. Nebungsstunde Abends 9 Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. bufs Erlangung eines Geburts attestes müssen Sie sich an das St. Urban, Annenstr. 9, bei Prob. Kornblume, Blumenftr. 54, bei Standesamt wenden, bei welchem des Kindes Geburt angemeldet Wuttte. Brezelschluß, K. Eine Versammlung des Verbandes der Metallarbeiter Annenitv. 10, bet stegner. – 28 e t Be to je, Steinidendorf, Geefchlöschen bei war. Das Geburtsattest foftet 50 Bf., die Besorgung deffelben Berlins fand am 6. d. M. in der Kronenbrauerei zu Moabit Böttcher.- Morgenroth 1, Rummelsburg, Berlinerstraße 9, bei Friefecte.- ift zu empfehlen, da das Geburtsattest häufig gebraucht wird. statt, in welcher Genoffe Keßler über die französischen Arbeiter- orfglödlein, Wilmersdorf, Berliner- und Auguststr.- Ecke bei Schulz. Gesetzliche Bestimmungen darüber, welche Scheine bei der organisationen und die Arbeitsbörsen berichtete. Nach dem Vor- Ginigte it( Sutmacher), Bappel- Allee 3/4, b. A. Meinhardt.- Harmonte. Anmeldung eines Schulkindes erforderlich find, giebt es nicht. Tempelhof, Dorfjtr. 10, bei Gerth. 8ufunft 2, Nieder- Schönhausen, Buchtrage nahmen einige sogenannte„ Anarchisten" das Wort und Holzeritraße bei Hempel. Oft- und Westpreußischer Männer Die Anmeldung ist noch nicht zu spät. Woran es liegt, daß fuchten in platten und bandwurmartig langen Reden, in welchen fie Gefangverein, Holzmarktstr. 3, bei Deter Edelweiß Melchior- Fragen, die Sie vor 6 bis 7 Monaten gestellt hatten, nicht befiraße 15, b. Stehmann. Boray, Wienerstr. 31 b. Drügemüller. immer diefelben fünf bis sechs Phrasen, man kann nicht sagen glöckchen 2, Süd- Ost, Reichenbergerstr. 16 b. Päzold.- Einigkeit 2, ist Sorge dafür getroffen, daß jede juristische Anfrage aufbewahrt at antwortet wurden, läßt sich nicht mehr feststellen. Seit dem 1. Jan. Gedanken, wiederkäuten, den versammelten Metallarbeitern zu Groß- Lichterfelde, Amaltenstraße, b. Hann. Freie Sänger, Krautstr. 6, Butunft 3, Belten, bei W. Grunow. beweisen, daß Organisation und gewerkschaftliche Bestrebungen bei Rudolf. Kreuz- und sofort beantwortet wird. Wenn hin und wieder einige Nordstern, Tage bis nichts find, sondern daß man die Massen revolutioniren" und berger armonie, Fichteftraße 29, bet träfche. zum Erscheinen der Antwort im Vorwärts" Müllerstr. 7 bei Reichardt. Morgengrauen,( Bäder), 3 bis 5 Uhr demonstriren müsse. Auf die Frage eines Kollegen Neumann, Nachmittags, Gipsstraße 3 bei Byrted. Steinfeger Sängerdor, vergehen, so beruht dies meist darauf, daß Anfragen an dic wie sie sich das Revolutioniren" eigentlich denken, wurden die Kaftanien Allee 28 bei Maiwald. Stedes Echo, Reichenberger- und Expedition oder an den Verlag statt direkt an die Redaktion geselben Phrasen Dom Anfang wiederholt und nochmals Forsterstraßen Ede, bet Spindler. Liedertafel Weft end, Blumenthal- richtet werden, ferner darauf, daß allgemein interessirende Antstraße 5 bei Behrendt. Vorwärts 9, Charlottenburg, Schillerstr. 102 und nochmals wiederholt. Es zeugt von einer wirklich bei Stahl. Gefangverein Freundschaft 1, Brunnenstr. 114 bei worten, zu der am meisten intereffirenden Zeit gebracht zu werden nicht mehr zu rühmenden Geduld, wenn die Arbeiter sich ihre Oswald Berliner. Gefangverein Abendroth in Deutsch- Wilmersdorf bei pflegen und manche Anfragen die Einsicht von Material erfor Versammlungen durch solche leeren Schwätzer verderben lassen. Straße 30 bet Preußer.- Arbeiter- Gesangv. panda u 2nnarſtraße Nestaurant der Briefkasten auch nach dem vorhandenen Raum richten. Sehr Gefangverein der Stuca te ure Bert ins und umgegend, Seydel: bern, das nicht sofort zur Hand ist. Selbstverständlich muß sich Wir wollen nicht sagen, daß man nicht ab und an noch mit Riefers. Gefangverein, Borwärts 2" Schönhauser Allee 28, bet Kuhleinem Anarchisten einmal seine Grundsätze erörtern soll, das men. Arbeiter- Gesangverein yra 2, Charlottenburg, Caurfir. 23, bei ausnahmsweise vergehen zwischen Anfrage und Antwort mehr Lange. Gesangverein Felsenfest( Gem. Chor), Badstr. 12, Victoriagarten.setzt aber voraus, daß man es mit einem Manne zu thun hat, Gesangverein Gollegia 2( freie Wereinigung der Zivil- Berufsmuster), Neue als wenige Tage. Wünschen Sie schleunige Antwort in der weiß, was er will, llar denkt, und seine Gedanken folge- Friedrichstr. 44, bei Röllig. Gesangverein der Kürschner, Landsberger juristischen Fragen, so tragen Sie Sorge dafür, daß Ihr Brief richtig auszudrücken weiß. Warum soll man mit solch einem ftraße 31 bet Seehausen. Gefangverein Proletariat( gem. Chor). sich vor 12 Uhr Mittags in den Händen der Redaktion befindet Manne nicht debattiren? Wenn aber ein tonfuser Wirrtopf einen Böchftr. 8, bei A. Moewes. Gesangverein Arion in Wittenberge, bei und betonen Sie ausdrücklich, daß Sie möglichst schleunige AntGesangverein Glodenrein( gem. Chor) Kastanien- Allce 95/96. Schwall leerer Phrasen ohne Zusammenhang und ohne Sinn wort wünschen Steinnelte, Röslinerstr. 17. Sängerrunde, Kottbuserstr. 7, dann finden Sie die Antwort in der nächsten Alpenrose, Grenzitr. 16 bet Seidel. über eine Versammlung ergießt, so ist das" grober Unfung", Cafee Braun. Frohsinn 2, Nummer des Vorwärts". Noch schleunigere Auskunft erhalten den teine Versammlung zu dulden braucht. Eine solche un= Friedrichsberg- Lichtenberg, Frankfurter Chauffee bei Müller. Treu und Sie, wenn Sie gegen 1 Uhr in der Redaktion vorsprechen. Fest, Lebuferstr. 5 bei Nemiz. Gesangverein Bruderschaft( Hausgerechtfertigte Duldung wird den Konfusionsräthen auch nur in biener), Fischerstraße 41 bei Seidemann. Gesangverein Freundestreue Vegesack. Die Mittheilung über das Verhalten des KriegerArbeiterversammlungen zu theil, in teiner anderen Ver-( gem. Chor), Landsbergerstr. 31 bei Seehausen. vereins ist nur von lokalem Interesse. fammlung werden sie es versuchen, die Geduld der An- Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Buhl Elfaßt. 1. Eine Entlaffung ohne Einhaltung der wesenden so zu mißbrauchen. Deshalb sind sie auch immer alle Zuſchriften den Bund betreffend find zu richten an: Sentel, nicht ausdrücklich ausgeschlossenen Kündigungsfrist ist unzulässig. Bergmannstr. 21, Hof 3 Tr. Donnerstag: Bergnügungsverein Bruder nur bei uns zu finden. Auf die Frage eines der bund, Andreasftr. 3 bei Noll. Rauchflub Graue Wolfe, Krautstr. 48. Die Kündigung kann ohne jeden Grund erfolgen, war, wie Redner, warum die Herren Anarchisten sich immer nur die-Musttverein Osiris, Adalbertstr. 21. Geselliger Berein Grüne in Ihrem Fall entlassen ohne Einhaltung der Kündigungsfrist, sozialdemokratischen Versammlungen zur Ablagerungsstätte ihrer the( vor dem halle'schen Thor), Solmsstr. 1 bei Razorte. Simmer so steht dem Mädchen der erst in Jahren zur Verjährung ge Schützenverein Fein Korn, Boechstr. 51 bei Klatt. Weisheit machen, weshalb fie nicht in andere Versammlungen Bautenschwengel, Stallschreiberitr. 58 bei Sommer. Regel lub langende Anspruch auf 14 Tage Lohn zu. 2. Brennt eine Fabrit gehen, um für ihre Sache Propaganda zu machen, weshalb sie 2uftige 13", Wienerstr. 1 bei Boll.. Bergnügungsverein Jugendlust, ab und werden dadurch Arbeiter beschäftigungslos, so steht ihnen nicht die Indifferenten zu revolutioniren suchen, sondern sich fort- Ohmgaffe 2 bei ferebs.- Theaterverein Rhetorit, Naunynftr. 86 bei Bubett. dennoch, wenn nicht ausdrücklich die Kündigungsfrist ausGefang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Männer während der Mühe befleißigen, überzeugte Sozialdemokraten zu Gefangverein Alt- Dessau, abends& Uhr, bei Kind, Wrangelftr. 91.- geschlossen war, der gerichtlich verfolgbare Anspruch auf 14 Tage befehren, was doch vergebliche Mühe ist, geben die Herren ebenso Gesangsabtheilung des fozialdemokratischen Arbeitervereins für Lohn zu. 3. Ihr Artikel ist zur Zeit nicht weiter verwendbar, wenig Antwort, als auf die frühere Frage, wie sie sich das bei Müller( Pfeifenmüller), Königs- Chauffee. Weißensee und Umgegend. Donnerstags und Sonnabends Abend; weil leider die von Ihnen hervorgehobenen Mißstände überall Männer Gefangverein Revolutioniren" eigentlich vorstellen. Wir wissen aber, yrolienne, Abends» Uhr bet Faufmann, Reichenbergerstr. 73a. herrschen. Sie würden gut thun, wenn Sie vielleicht statistisch warum sie es nicht thun, weil man sich anderswo durch solches Gefangverein Gĺodenrein, gemifchter Chor, jeden Donnerstag von 9 bis feststellen, wie viel jugendliche Arbeiter und Arbeiterinnen, wie Gewäsche nicht die Zeit würde stehlen lassen. lange Zeit hindurch, gegen welchen Lohn dort beschäftigt sind. Brivat- Theaterverein Fideler Geift 2", Abends» Uhr, im Märkischen Derartige allerdings mühsame Arbeiten lassen sich dann zu cinem Die Arbeiter brauchen sich nicht zu wundern, wenn die Ver- Sof, Admtralftr. 18.-- Theater- Berein ,, Bultania 2" 9% Uhr, Vorstädtisches fammlungen schlechter und schlechter besucht werden. Wir meinen, Rafino, Ackerstr. 144. Artikel über die elende Lage elsassischer Arbeiter und Arbeiterinnen die Geduld der Berliner Arbeiter habe auch ein Ende solchem und Donnerstag Abend von 8-10 Uhr, in der Turnhalle, Banfftr. 26. Zurnvecin Gesundbrunnen( Lehrlings- Abtheilung) turnt Montag gelegentlich verwerthen. Statuten folgen zurück: diefelben entUning gegenüber. Gine gewerkschaftliche Versammlung wird nicht Geselliger Berein Freiheit, abends 9 Uhr, bei Thierbach, Schwedter sprechen dem Geseze. Besten Gruß. berufen, um die närrischen Anschauungen einiger sogenannter ftraße 44.- Geselliger Klub Blau Beilchen, Abends 9 Uhr, Annenjir. 9 bei F. B. 143. Wenn Ihnen zum 1. April die WohAnarchisten", in Wirklichkeit tonfuser Quaßler zu diskutiren, Verein ehemaliger 22. Gemeindeschüler, punft nung nicht in brauchbarem Zustande übergeben wird, können 9 Uhr bet Schröder, Stegligerstr. 18. Pfropfenverein Wedding, Abends sondern um die gewerkschaftlichen Intereffen zu pflegen. Mögen 8% uhr, bei Helterhoff, Antonstr. 5. Vergnügungs- Verein Renata 9 Uhr, Sie nach Ihrer Wahl Schadenersatz verlangen oder vom Verdie Leiter dieser Versammlungen und die Theilnehmer, welche Abends im Restaurant Göy, Drantenstr. 153.- Bithertlub Gleichheit trag abgehen. Eine frühere Fertigstellung zu verlangen, sind dort Belehrung und Ausmunterung suchen, diesem ekelhaften( gem.Chor) Abd. 9 Uhr, uebungsstunde b. Möwes, Böckhiir. 8.Abend 9 Uhr, bei Hohn, Zionskirchplay 11a. Gefangverein Proletariat Sie nicht befugt. Geselliger Berein Treiben bald ein Ende machen, bevor daraus den Organisationen univerfum, Sigung mit Damen Abends 9 Uhr b. Hagemann, Lothringer- Alter Abonnent. Es bleibt leider nur Beschwerde bei der mehr Schaden geschieht. Wer unseren Bestrebungen feindlich straße 81. Borträge, Fidelitas. alten Armendirektion übrig. entgegentritt, der gehört nicht zu uns, da gebrauche man energisch jeben Donnerstag nach dem 15. im Monat Sigung mit Damen. Moabiter, Stephanstr. 23, bei Littto, jeden Donnerstag um 8% Uhr und Lütgendortmund. Die Gericht 3 gebühren für das Geselliger das Hausrecht. Man nehme sich ein Beispiel an diesen fogenannten„ Anarchisten" selbst, die für sich die Ruhe der Verfammlung beanspruchten, aber jeden anderen, wenn er sprach, zu stören ſuchten. " " 11 Uhr bei Knapp, Kastanien- Allee 95/96. 6. Prob. Musikverein ber Geselliger lub Berein univerfum, Gigung Abends 9% hr, im Renaurant Neumann, Verfahren in Beleidigungssachen betragen: wenn vor Begin Linienftr. 19: Vorträge, Fidelitas. infolge Vergleichs Verein Gemüthlichtett und lub der Hauptverhandlung die Privatklage umor. Abends 9% Uhr, Lothringerfir. 105: Geselliges Beiſammensein mit, oder aus anderen Gründen zurückgenommen wird, 2 Mark, Damen, Fidelitas und Tanz. Männergesangverein Sangesfreunde Abends 9-11 Uhr, Bazenhofer Ausschant, Sandsbergersir. 82.- Berein wenn nach Beginn der Hauptverhandlung das Verfahren( inWaldesgrün, Abends 9 Uhr Sigung bei Nebelin, Langestraße 108. folge Klagerücknahme, Vergleichs u. f. m.) eingestellt wird, 5 Mark; In Pankow fand am Sonntag eine öffentliche Bolts- Rauchflub Kollegia, Abends 9 Uhr, in Bernhardt's Destillation, wenn ohne Beweisaufnahme ein Urtheil gesprochen wird, 15 Mart; Staligerstr. 41,- Rauchflub Waldesgrün, Abends 8% Uhr, Restaurant versammlung im Saale des Herrn Lehmann( früher Rahn), 2. Gaspar, Reichenbergerir. 113a. – Rauchtlub hneforge, Abends 9 1hr wenn nach Beweisaufnahme ein Urtheil gefällt wird, 20 Mark. Wollantstraße, statt. Zunächst gab der sozialdemokratische Ge- Restaurant Buber, Gräfestraße 18. Rauchtlub ernipige. Abends Daneben sind die Zeugengebühren zu zahlen. Ob ein oder meindevertreter, Genosse Bilz, einen längeren, sehr viele Einzel- 8% Uhr, bet 2. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. Rauchtlub Arabi Bafcha, zwanzig Termine stattfinden, ist für die Höhe des Gebührensages heiten beleuchtenden Bericht über die Thätigkeit der Pantower abend 9 Uhr bei Fürstenau, Reichenbergerstraße 39. Rauchflub gleichgiltig. Weder in Straf noch in Zivilsachen wird die Höhe Gemeindevertretung im allgemeinen und der sozialdemokratischen üb: eft, Abends 9 Uhr, Simeonftr. 23 bei Flick.- Theaterverein Maider Gebühren durch die Anzahl der Termine bestimmt. 1 Abends 9 Uhr, bei Berndt, Berlebergerstr. 17. Klub Ohneftrett, Restaurant Seefeld R. Krösche's Geſellſchaftshaus,| Schmerzlos: Bahnziehen von 1,-. M. Neue 3. Zahnarzt Cohn. Fichteftraße 29. Füllen u. Zahnersat. Theilzahlung. Mein großer Saal mit Theater- Poliklinik. Grenadierstrasse 33. Ich empfehle den geehrten Vereins- bühne u. 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