Nr. 260. Abonnements- Bedingungen: Abonnements. Preis, bránumerands s Bierteljabrl. 8,80 M., monatl 1,10 wöchentlich 28 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Big. Sonntags nummer mit illuftrierter Sonntags. Beilage Die Neue Welt" 10 Big. Bost Abonnentent: 1,10 Mark bro Monat, Eingetragen in die Boft Beitungs. Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich. Ungarn 2 Met, für das übrige Ausland 8 Mel bro Monat Bostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemart, Holland, Italien. Luremburg. Bortugal Rumänien, Schweden und die Schweis I Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dollsblaff. 25. Jahrg. Die Infertions- Gebühr Beträgt für die fechsgespaltene stolonel geile oder beren Raum 50 Bfg.. für bolitische und gewerfichaftliche Bereins und Berlammlungs- Anzeigen 30 Big. Kleine Anzeigen", das erste( fett. gedruckte) Bort 20 Big., jedes weitere Bort 10 Big. Stellengeiuche und Schlaf ftellen Anzeigen das erite Wort 10 Big., fedes weitere Wort 6 Big. Worte über 15 Buchitaben zählen für zwei Worte Inferate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Zelegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1983. Donnerstag, den 5. November 1908. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69.. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. bürgerlichn Gerichte zu schützen, abgelehnt. Die Wahl Tafts, vorliegen, nur kurzer Hand erledigen und sich dann vertagen, Bedrohung der Arbeiterorganisationen. Es ist kein Fragen, die durch die Katastrophe heraufbeschworen scien, Zweifel, daß eine solche Politik über kurz oder lang den Wider- gründlich zu beraten. Die Präsidentenwahl in Amerika.es alten Gegners der Gewerkschaften, bedeutet eine unmittel- damit die Fraktionen Zeit hätten, sich über die wichtigen Der Kandidat der republikanischen Partei, Williamsstand der Arbeiterklasse hervorrufen wird und das noch Gen. Singer widersprach diesem fürstlichen DiplomatenTaft, ist als Sieger aus dem Wahlkampf her schlummernde Klassenbewußtsein eines großen Teils der coup, da er eine Rücksichtslosigkeit gegen die Petenten sei und borgegangen. Er hat mit großer Mehrheit seinen amerikanischen Arbeiterklasse weden muß. Daß Taft auch den Abgeordneten hinreichend Zeit zur Verfügung gestanden demokratischen Gegner Bryan aus dem Felde geschlagen die imperialistische Politit Roosevelts fortseßen hätte und noch stehe, um sich klar zu werden. Er fand dabei und wenn seine Majorität auch nicht ganz so groß zu sein wird, ist wahrscheinlich, da starke kapitalistische Interessen die die Unterstüßung des nationalliberalen Bassermann, so scheint, wie die Roosevelts im Jahre 1904, so bleibt sie Expansionspolitik verlangen. Allerdings werden wohl die daß der Block offenbar noch verwirrt im Dunkeln tappt, ohne doch nur um ein Geringes hinter dieser zurück. Es ist das politischen Methoden etwas weniger geräuschvoll werden, als sich geeinigt zu haben. Aber der Dr. Arendt fühlte sich gevierte Mal, daß die demokratische Partei nach dem Ablauf die waren, die Roosevelt befolgt hat. Um so flarer wird der drungen, seinem Fraktionsfollegen Hatzfeld mit dem der Amtsperiode Clevelands im Jahre 1896 geschlagen rein fapitalistische Charakter der republikanischen Partei seine Einwande beizuspringen, die„ Daily Telegraph"-Enthüllungen worden ist und zum dritten Male hat jezt Bryan selbst das Wirkungen entfalten, aber auch seine Gegenwirkungen hätten so erschütternd auf ihn und seine Freunde gewirkt, daß sie Wahlglück vergeblich gesucht. Die Niederlage muß die auslösen. dringend der Sammlung bedürften. Singer erwiderte prompt, Partei besonders schwer treffen, weil gerade diesmal die daß diese verwirrende Erschütterung der Arendt- Gehirne dr ch Chancen für sie sehr günstig standen. nur ein Beweis für deren geringe. Einsichtsfähigkeit sei, de m was sich da neuerdings offenbart habe, sei doch längst erfer nbar gewesen und von unserer Seite oft genug gefennzeichnet worden. Es blieb denn auch bei der Durchberatung der Petitionen, von denen eine Anzahl ohne Debatte erledigt wurden. Zu größeren Auseinandersetzungen fam es zunächst bei der Forderung zweier Landwirtschaftskammern, daß ein 8oll für Milch von 4 Mart und von 10 Mart für Rahm eingeführt werden solle. Die Agrarier hatten nicht übel Lust, dies Attentat auf die Volksgesundheit zu befürworten. Es stellte sich aber dabei heraus, daß die Kommission in ihren Beschlüssen so wenig Sachfenntnis bewiesen hatte, daß Herr Spahn namens des Zentrums rettend einsprang, indem er die Rückverweisung an die Kommission beantragte, was auch beschlossen wurde. Das Wahlsystem. Der Präsident der Vereinigten Staaten wird in indirekter Wahl gewählt durch Wahlmänner, die von den stimmberechtigten Bürgern der Einzelstaaten gewählt werden. Die Gesamtzahl der Wahlmänner beträgt jetzt 488. Die abfolute Majorität beträgt also 242 Stimmen. Dienstag erfolgte nur die Wahl der Wahlmänner. Diese werden erst am 11. Januar 1909 zur eigentlichen Präsidentenwahl zusammentreten. Die größte, bisherige Majorität bei den Wahlmännerwahlen erreichte Roosevelt im Jahre 1904. Seine Wahlmänner hatten damals eine Majorität von 1786 264 Stimmen. Der Sieg der Demokraten hätte die Gefahr einer Jrreführung mit fich gebracht, hätte die Illusionen der amerikaDer Gegensatz zwischen den Republikanern und den nischen Arbeiterklasse über die Natur des fapitalistischen Demofraten gehört zum großen Teile der Geschichte an. Die Systems verlängert. Der Sieg der Republikaner ist der Demokraten waren ursprünglich die Partei der landwirt Sieg der offenen Gegner, und wir dürfen erwarten, schaftlichen Interessen. Als die rasche industrielle Ent- daß er die Entfaltung der Klaffengegensäge in dem Lande der wickelung der Nordstaaten den Kapitalisten, Arbeitern und riesenhaftesten fapitalistischen Entwickelung fördern und die freien Farmern des Nordens die Sklavenwirtschaft des Reife der sozialistischen Saat beschleunigen wird. Südens immer unerträglicher machte, da traten die Demofraten als die Verfechter der Freiheit des Südens" auf, die jeden Eingriff der Zentralgewalt für die Abschaffung der Sklaverei befämpften. Die Niederlage der Südstaaten wurde so zugleich zu einer Niederlage der demokratischen Partei, deren Demokratie ja durch ihr Eintreten für die Stlaberei hinlänglich gekennzeichnet ist. Die Südstaaten freilich find den Demokraten seitdem stets treu geblieben und auch bei dieser Wahl scheinen sie größtenteils für Bryan ge stimmt zu haben. Auch jetzt ist es zu einem großen Teil die Negerfrage, in der die Demokraten alle schlechten Instinkte des Rassenhaffes der Weißen ausnüßen, die ihr die Gefolgschaft sichert. Im übrigen fann von den Demokraten, die in Den legten 48 Jahren das Heft der Regierung vollständig nur bon 1898 bis 1895 in Händen hatten und nur zweimal während diefer Zeit den Präsidenten stellten, nicht gesagt werden, daß fie eine bestimmte gefellschaftliche Klasse oder ein bestimmtes foziales Programm vertreten. Neben den Südstaaten beherrschen fie so manche großen Städte des Nordens, vor allem mit Hilfe von Tammany- Hall New York, eine Herrschaft, die auf Bestechung, Wahlschwindel, Erpreffung und Einschiichterung beruht. Als Oppositionspartei fammelt fie alle Elemente, welche mit der herrschenden Partei unzufrieden sind und von einem Wechsel sich Besserung New York, 3. November. Bei den heutigen Wahlen erfolgte versprechen. Demgegenüber ist die republikanische Partei die konsequente Vertreterin des Kapitalismus, die in allen Landesteilen eine starte Stimmabgabe. Die Partei des Hochschutzzolles, der hohen Finanz, der Eisen- ersten Wahlresultate aus den Landdistrikten von New York geben bahnmagnaten und in neuerer Zeit die Partei des Imperia. Taft einen erheblichen Vorsprung vor Byran. Taft Roosevelt im Jahre 1904. Ueber das Wahlergebnis unterrichter nachfolgende Depeschen: New York, 4. November, 8 Uhr morgens. Nach den letzten New York, 4. November, 8 Uhr morgens. Nach den letzten Jeffstellungen find bisher für Taft 298 Elettoral stimmen abgegeben; 13 sind noch zweifelhaft. Nach ben bisherigen Schäßungen ist die Wahl Tafts mit einer Majorität bon 1 091 000 Stimmen erfolgt. Präsident Roosevelt übersandte Taft ein herzliches Glüdwunschtelegramm. Taft dankte hierfür und betonte, diese Wahl bedeute einen Triumph für die Geschäftsführung Roosevelts. Die Südstaaten haben geschlossen für Bryan gestimmt. Eine Petition der verschiedenen Bergarbeiterorganisationen gegen das System der schwarzen Listen und er verderblichen Ueberschichten wollte Herr Spahn überhaupt nicht zur Verhandlung kommen lassen, wie es heißt, weil seine Fraktion eine Interpellation über den nämlichen Gegenstand vorbereitet. Das Haus trat aber den Antrage nicht bei, und so hatte, nachdem Genosse Sachse als Referent kurz die Begründung gegeben und der Zentrunismann Giesberts für die die Petition Petition ge sprochen hatte, doch noch Genosse Heng& bacha sprochen Duisburg Gelegenheit, in längerer Rede die furchtbare Drangsalierung der Bergarbeiter durch die Unternehmer an zahlreichen Einzelfällen nachzuweisen. Dann wurde die Debatte vertagt und auf die Freitag Tagesordnung das Automobilgeset gebracht. = Beamtenbefoldungen. lismus, die den Krieg gegen Spanien geführt, Kuba erhielt in diesen Bezirken cine größere Stimmenzahl als bauses fette am Mittwoch ihre Beratungen fort. Die Sozials und die Philippinen den Bereinigten Staaten angegliedert hat und für den Bau einer großen Schlachtflotte eintritt. Aber die fapitalistische Entwickelung hat den Gegen. fat zwischen den beiden großen Barteien außerordentlich ber. wischt. Noch im Jahre 1900 suchte Bryan durch ein radikales Programm, das eine starke Bollermäßigung und Silberwährung forderte, die landwirtschaftliche Bevölkerung und die Arbeiter zu gewinnen, um mit ihrer Hilfe die Republifaner zu besiegen. Das Scheitern des Versuches führte dazu, daß Bryan im Jahre 1904 von seiner eigenen Bartei nicht mehr fandidiert wurde und dem Richter Parker weichen mußte, der alle radikalen Forderungen aus seinem Programm ausmerzte. Und als die demokratische Partei jetzt Bryan noch einmal fandidierte, war auch er ein Gewandelter, dessen vornehmstes Versprechen darin bestand, er wolle die Politik Roosevelts fortführen und mit ihr Ernst machen. Es ist wieder vergebens gewesen. Die schwere wirtschaftliche Strife, von der manche glaubten, daß sie die Wähler den Republifanern abspenstig machen werde, die Aufforderung des Gewerkschaftsführers Gompers an die Arbeiter, demokratisch au stimmen, die Erbitterung gegen die Wirtschaft der Trusts, haben den Republikanern trotzdem den Sieg nicht entreißen fönnen. Ebensowenig hat die Unabhängigkeitspartei des Herrn Hearst einen beachtenswerten Erfolg erzielen fönnen, trop der beispiellosen Agitation und troß des Nachweises Hearts, daß sowohl Demokraten als Republikaner im Solde der Trusts stehen. New York, 3. November.( Auf deutsch- atlantischem Kabel.) Taft fiegt in allen wichtigen Staaten, die bis zulebt 3weifelhaft waren, mit großen Majoritäten. Der nächste Kongres dürfte stark republikanisch sein. Die verstärkte Budgetkommission des preußischen Abgeordnetendemokraten haben sich die Arbeit in der Weise geteilt, daß die Abgeordneten Hirsch und Ströbel sich ablösen, ersterer soll hauptfächlich bei der Besprechung der Dedungsfrage. Letzterer bei der Besprechung der Besoldungsfrage den Standpunkt der Fraktion ver treten. In der Debatte wurde u. a. angeregt, daß den MilitärDer anwärtern ihr früheres Dienstalter mit angerechnet wird. Finanzminister Frhr. b. Rheinbaben erwiderte, daß dadurch große Eifersüchteleien unter den Beamten hervorgerufen würden, daß aber die Reichsregierung in Erwägungen darüber eingetreten sei, ob und wie man den Militäranwärtern entgegenkommen fönne. New York, 4. November. Tafts Sieg überraschte die eigene Parteileitung, noch unerwarteter ist ihr, daß die republikanische Kongreßmehrheit um 12 Stim men augenommen hat. Kein Sozialist wurde gewählt. Cannon ist wiedergewählt. Die Gründe des großen Sieges sind das Vertrauen zu Roosevelt und der Wille zur Fortsetzung seiner Politik, der Mangel an Vertrauen zu Byrans Persönlichkeit, die glänzende Ernte, der allgemeine Wohlstand der Farmer, die Be sorgnis der Geschäftsleute und die angedrohten Arbeiterentlassungen, falls Byran gewählt wird. Heute geht das allgemeine Urteil dahin, Hochzöllner daß Byran erledigt ist. Die och 3öllner legen jeden falls den Sieg Tafts und der Kongreßmehrheit als Billigung der protektionistischen Politit aus, das verschlechtert entsprechend die Aussichten der Tarifreform. New York, 3. November. Der republikanische Gouber- Das Gehalt für die zweite Klasse hatte die Regierung neur von New York Hughes wurde wiedergewählt Geplänkel vor der Schlacht. Die Abstimmung über die Gehälter der untersten Stufen ergab, daß sowohl für die Klasse 1 als auch für die Stlasse 2 das Antfangsgehalt um je 100 m. erhöht wurde. Zu Klasse 1 gehören die Stodmeister, Bahnwärter, Aufseherinnen bei den Gefängnissen und dergleichen. Nach der Regierungsvorlage follte ihr Gehalt auf 1000 bis 1200 Mark bemessen werden, nach dem Ve schluß der Kommission beträgt es 1100 bis 1200 Mart. auf 1000 bis 1500 M. bemessen, die Kommission erhöhte es auf 1100 bis 1500 W. Von dieser Erhöhung werden u. a. betroffen 21 802 Schaffner und Bremser, verschiedene Beamte der Domänen verwaltung, 120 Brückenwärter, 78 Leuchtfeuerwärter. Alle weiter gehenden Anträge, namentlich die auf Erhöhung des Höchstgehalts, Aus dem Reichstage( 4. November). Vollzählig wurden abgelehnt! Ja, es ist sogar fraglich, ob diese minimale Aufgemug hatte sich das Haus versammelt, aber zu Auseinander besserung nicht in der zweiten Lesung wieder ridgängig gemacht Der republikanische Sieg bedeutet, daß in der bisherigen fegungen über die Regierungstatastrophe, die zurzeit in wird. Eine längere Debatte entspann sich über die Beamten der Politik feine Aenderung stattfinden wird. Die Republikaner Deutschland das allgemeine Intereffe fast ausschließlich in Von verschiedenen dritten Klaffe, unter die u. a. die Amtsdiener bei der Verwaltung haben zwar gewisse Versprechungen in der 3ollfrage ge- Anspruch nimmt, fam es noch nicht. macht, aber es ist sicher, daß diese Versprechungen nicht er- Frattionen, auch von der sozialdemokratischen, waren Inter- der Zölle und indireften Steuern, Schuldiener bei höheren Lehre füllt werden und es bei dem bisherigen System des Hochschutz- pellationen eingegangen: was der Reichsfangler angesichts der anstalten und bei Seminaren, Eisenbahngehilfinnen, Weichensteller, zolls bleiben wird. Damit ist aber zugleich gesagt, daß auch Enthüllungen im„ Daily Telegraph" zu tun gedenke. Bülow Wagenwärter, Schleusenmeister, Oberaufseherinnen und Werkmeiste Die Regierunge gegen die Trusts nichts Ernsthaftes unternommen werden zog es vor, sich vom Schlachtfelde vorläufig fernzuhalten, so rinnen bei der Strafanstaltsverwaltung fallen. wird. Bei der großen ökonomischen Ulebermacht, bei der völligen daß noch nicht festgesetzt werden konnte, wann er der Rechen Beherrschung der politischen Maschinerie durch die Vertrauens. fchaftsforderung standhalten muß. leute der Kapitalmagnaten ist an andere als Scheingefechte, Aber auch ein Teil der bürgerlichen Parteien befundete mie fie Roosevelt mit so meisterhafter Demagogie zu führen das Bedürfnis einer längeren Frist, um hinter den Stuliffen wußte, nicht zu denken. Der beste Beweis dafür ist, daß die erst noch die Vorbereitungen au treffen. Solche Symptome Sympathien der Börsen der ganzen Welt in voller Ueber deuten immer an, daß die Beschwichtigungshofräte am Werke Die Beamten der Klasse 4 will die Regierung mit 1200 bis einstimmung auf seiten der Republikaner standen, als der sind, um den Starren aus dem Dreck zu ziehen. Aber er steckt 1700 M. abspeisen. Hierunter fallen u. a. 36 Stanzleidiener bei der Bartei des Kapitalismus ohne jede Einschränkung. Wichtiger doch diesmal zu tief darin, als daß das gelingen könnte. für die Zukunft ist es aber, daß diesmal die republikanische Auf der Tagesordnung standen eine Reihe Petitionen. Direktion für die Verwaltung der direkten Steuern in Berlin, Bartei gefiegt hat in vollem Gegensaß zur organis in deren Erörterung eingetreten werden sollte, beantragte 40 Bollziehungsbeamte bei den Kreistassen, 89 Magazine, Kanzleifierten Arbeiterschaft. Ausdrücklich hat die Partei Fürst Haßfeld in Vertretung der Diplomatenfraftion, man und Kaffendiener bei der Verwaltung der 8ölle und indirekten die Forderungen der Gewerkschaften, sie gegen die Willfür der möge diejenigen Petitionen, zu denen feine Wortmeldungen Steuern, 870 Magazinauffeber, Fabrfartenbruder. Bureaubiener und vorlage bemißt ihr Gehalt auf 1100 bis 1600. Die Stommiffion trat diesem Vorschlag unter ablehnung eines Antrages auf Erhöhung um 100 M. in jeder Stufe bei. Nur vier Mit glieder der Kommiffion ftimmten für diesen Verbesserungsantrag, den die Vertreter der Regierung mit dem Hinweis auf finanzielle Schwierigkeiten heftig befämpften. in zahlreichen anderen Bezitten eine entscheidende Stimme haben. Solche Feststellungen müßten die ohnehin durch den Einzug der Sozialdemokraten in die Zweite preußische Kammer haltlos gewordene Agitationsphrase, das geltende Wahlsystem schließe das werftätige Volt von der Vertretung im Abgeordnetenhause aus, ihrer legten Wirkung berauben." Herr b. Mirbach hat auch ganz recht, wenn er von der von der Regierung für notwendig gehaltenen Statistik eine Förderung der reaktionären Bremsabsichten erwartet. Man wird schon durch allerlei rechnerische Kunststückchen heraustüfteln, daß auch die nicht besigende Klasse einen gewissen Einfluß aus Der Abgeordnete Bassermann hält Bülows Bleiben zuüben vermag, daß also das Proletariat nicht völlig rechtlos ist. für unmöglich. Er vergleicht die Situation mit grober wird es doch bereits von den Reaktionären als Beweis für die Bummelet, die, wenn sie in einem Privatgeschäft passierte, inäre als die unsere. Sind in Deutschland die Kapazitäten, die Brüdengeldeinnehmer in der Eisenbahnverwaltung, 400 Raffendiener im Kanner und die Leute mit einem Willen seltener als anderswo? Finanzministerium, 19 Dünenaufseher, 123 Gerichtsdiener und Oder sind wir durch die Gewohnheit des Gärgelbandes und der Staftellane bei den Oberlandesgerichten, 3906 Gerichtsdiener bei den Schevitlappen so bar jedes Selbstgefühls geworden, daß wir uns Landgerichten und Amtsgerichten, 515 Aufseher bei den besonderen nicht mehr zutrauen, für jede große Aufgabe, die uns ein wichGefängnissen, 487 Streisboten, 1464 Aufseher bei der Strafanstalts tiger Augenblid stellt, die nötigen Männer und die Helden unter berwaltung, 202 untere Wertsbeamte in den Bergiverksdirektionen, uns zu finden?" 15 798 Zotomotivheizer und Schiffsheizer, insgesamt 25 268 Beinter Selbst der Abgeordnete Bassermann ist vorläufig Hierzu lagen eine Reihe von Anträgen vor; der eine verlangte eine noch sehr oppositionsluftig. Ueber eine Unterredung, die der generelle Aufbefferung, und zwar und zwar follte das Anfangsgehalt torrespondent der Dortmunder Zeitung" mit ihm gehabt bei 1200 Mart bemessen bleiben, dagegen die Stufen all- hat, berichtet das genannte Blatt: mählich aufsteigen, bis das Höchstgehalt 1800 Mart, also hundert Mark über die Regierungsvorlage hinaus beträgt. Andere Anträge forderten die Befferstellung einzelner Kategorien dieser Klasse, insbesondere der Gefangenenauffeher bei den Landgerichten und Amtsgerichten und der als Gefangenenauffeher beschäftigten Gerichtsdiener. Man wünschte für diese Beamten ohne Erhöhung des Mindestgehalts wenigstens eine Berkürzung der Aufrückungsfristen und wies auf die Schwierigkeit ihres Dienstes hin. Die Bertreter der Regierung machten ihre Bedenken auch gegen diese Anträge geltend, sowohl finanzielle Bedenfen als auch Bedenken verwaltungs technischer Art. Interessant war die Mitteilung eines Regierungs Tommissars, daß für den Dienst in den Erziehungsanstalten, der be sonders schwer ist, feine Bevorzugung der Militäranwärter stattfindet, fondern daß hier auf eine handwerksmägige Vorbildung der Beamten Bedacht genommen wird. Also scheinen sich die, Stellvertreter Gottes" doch noch nicht für alle Aemter zu eignen. Besonders scharf wandte sich der Finanzminister gegen einen Eintrag, wonach den mit der Wahrnehmung der Botenmeistergeschäfte beauftragten ersten Gerichtsdienern besondere, nicht pensionsfähige Etellenzulagen gewährt werden sollten. Nicht ohne Berechtigung konnte er darauf hinweisen, daß das Blenum wiederholt die Regierung auf gefordert habe, die Stellenzulagen zu befeitigen; jegt jei die Re gierung dem Wunsche des Hauses nachgekommen, und nun fordere man auf einmal die Wiedereinführung der Stellenzulagen. Besonders lebhaft war die Diskussion darüber, ob den Lokomotiv- und Schiffsheizern das Gehalt aufgebessert werden sollte. Die Regierung Bekämpfte diese Anträge mit dem Sintveis darauf, daß dann auch die Gehälter der Lokomotivführer aufgebessert werden müßten, wo durch eine Mehrausgabe für beide Beamtenkategorien in Höhe von 8 Millionen notwendig sein werde. Die weitere Beratung wurde fchließlich um 5 Uhr auf Donnerstag 12 1hr vertagt. Kanzler und Reichstag. Fürst Bülow scheint jetzt zwei Sorgen zu haben; einntal ber erregten Deffentlichkeit wenigstens zum Schein eine getviffe Genugtuung zu geben und so seiner Blockmajorität den Umfall zu erleichtern. Nachdem Herr v. Schoen schon ertrankt ist, heißt es jest, daß Herr Dr. Stemmrich, der Unterstaatssekretär, der damals allein in Berlin war, von feinem Urlaub nicht mehr auf seinen often zurüdtehren soll. Ihm sollen dann noch vielleicht ein paar andere Beamte des Auswärtigen Amtes folgen. Die zweite Sorge gilt der möglichst weiten Hinausschiebung der Reichstagsdebatte. Bilow will Zeit gewinnen, um sich seiner Majorität zu verfichern, und nach den Stimmen der Berliner Preffe zu urteilen, scheint diese Taktik Erfolg zu versprechen. Denn die Organe des Blocks beginnen immer zuversichtlicher zu werden und immer lauter au versichern, daß es eine unumgängliche Notwendigkeit sei, Bülow als Kanzler zu erhalten. Man schredt sogar vor dem Schwindel nicht zurück, uns zu versichern, daß der Sturz Bülows vermieden werden müffe aus Rücksichten auf das Ausland. Als ob sich diejenigen, welche Deutschland feind find, einen Mann denken könnten, der mit größerem Erfolg die Geschäfte der Feinde Deutschlands besorgen würde! Fast aber will es scheinen, daß man sich mit der Frreführung der öffentlichen Meinung durch die offiziöse und Blockpresse nicht begnügt und stärkere Künste angewandt werden sollen. Gerade jetzt macht sich plötzlich eine Verschärfung unserer Beziehungen zu Frankreich bemerkbar. Man erinnert sich vielleicht noch jenes Zwischenfalles, der aus der Flucht einiger deutscher Fremdenlegionäre in Casablanca entstanden ist. Es kam damals zu einer Schlägerei, in der ein deutscher Konsulatsbeamter, der die Flüchtigen beschüßte, von französischen Beamten angeblich tätlich beleidigt sein soll. Herr v. Schoen regte damals an, daß der Zwischenfall einem Schiedsgericht überwiesen werden solle und die französische Regierung wollte dieses Anerbieten annehmen. Jezt erfährt man plöglich, daß Deutschland neue Forderungen stellt und auf einer fofortigen Genugtuung besteht. In Frankreich ist man über diese neue Unfreundlichkeit der deutschen Regierung ziemlich erregt und unsere alldeutsche Presse scheint große Lust zu haben, wieder die chauvinistische Lärmtrommel zu schlagen. Das kommt nun der deutschen Negierung so gelegen, daß es sehr schwer fällt, an einen Zufall zu glauben. Aber wir möchten denn doch mit aller Entschiedenheit fordern, daß man das deutsche Volk mit solchen Künsten verschone. In der jezigen gespannten internationalen Situation, bei der völligen Diskreditierung der Leitung der auswärtigen Politik um völliger Nichtigkeiten willen internationale Gefahren hervorzurufen, wäre ein Verbrechen, an das wir vorläufig nicht glauben wollen. Aber um so dringender notwendig ist es, daß die Situation möglichst rasch geklärt wird, daß der Neichstag zu Worte kommt, und daß mit dem System, das in den legten Tagen so schmählich aufammengebrochen ist, endlich abgerechnet wird. Im Gegensatz zur Berliner Preffe beharrt die Provinzpreffe porläufig in ihrer Opposition. So schreibt die freiimage Breslauer Morgenzeitung": zur Folge haben würde, daß der Chef die Angestellten sicherlich Nichtentrechtung des Proletariats bezeichnet, daß es der Arbeiterflasje nicht behalten würde, durch deren Fehler er zum Gespött gelungen ist, ganze sieben Mandate von 443 zu erobern! Der der ganzen Stadt gemacht wäre. Andererseits sagt Basser- Grundsatz, daß die zahlreichste Klasse des Voltes auch den größten mann, daß Bülom im Reichstage jedes Vertrauen Einfluß auf die Gesetzgebung auszuüben berechtigt sei, wird ja von verloren habe. Bülow mußte in Kenntnis der Eigenart des der besigenden und privilegierten Minderheit nic Staifers e dauernde Gefahr einer Ueberraschung im Auge be- mals anerkannt! Sie weiß ja, daß bei einem wirklich demofratischen Wahlrecht das Wohlleben der Wenigen auf Kosten der Bielen vorbei wäre! haltent.. Ja Answärtigen Amt wird nach Bassermann die aller größte Veränderung eintreten. Stemrich werde wieder ins Ausland geschickt, drei Räte mindestens gehen. Schoen fehre nicht mehr wieder, Geheimrat Schaefer, der aus dem Bülow- Brand- Prozeß bekannte GeHeimjetretär des Reichskanzlers, werde Generalfonful in Butaret, nach Washington solle Graf Goetzen gehen, sobald Sie amerikanische Präsidentenwahl vorbei ist. Die Botschaft von der Oppositionslust des nationalliberalen Führers ist kaum zu glauben und wir fürchten, daß der Herr Abgeordnete Baffermann heute nur so wild tut, uni dem Fürften Bülow durch seine Zähmung zu einem um so größeren Triumph verhelfen zu fönnen. Politifche Ueberficht. Berlin, den 4. November 1908. Die Preffe und die neuen Steuerentwürfe. Bisher haben sich von größeren Blättern nur erst einige wenige über die gestern von der Nordd. Allgem. 3tg." im Auszug veröffentlichten neuen Steuergeschentwürfe geäußert. Die meisten bruden die Mitteilungen des Kanzlerblattes ganz oder teilweise ab und behalten sich für später nach dem Studium der Originalentwürfe, die heute dem Reichstage zugegangen find, ihr Urteil vor. Zu den Blättern, die bereits im wesentlichen mit ihrem Urteil fertig sind, gehören das„ Berl. Tagebl.", die„ Berl. Wolfsztg.", die Deutsche Tagesztg." und die Freifinnige 3tg.". Das Berl. Tagebl." schreibt: In Summa: Diese Reform ist un möglich! Die liberalen Parteien würden sich um jeden Kredit bringen, wenn sie sich dafür einfangen ließen. Nur eine völlige Umgestaltung der Vorschläge der Verbündeten Regierungen fönnte zum Ziele führen. Wir bezweifeln die Möglichkeit und Durchführbarkeit einer solchen gründlichen Redaktion, die vor allen Dingen den Konfumenten schonen, die stärkeren Schultern mehr belasten und die Bundesstaaten zu den Reichseinnahmen ernstlich heranziehen müßte. Geht das nicht, dann sollten die Freisinnigen äußerst höflich, aber kalt die Mitarbeit an dieser fiskalischen Spottgeburt ablehnen." Die Ber!. Wolfsztg." beschränkt sich vorläufig auf die folgende kurze Kritik der Anzeigensteuer: Der Freifinn fann dem Zureden der Konservativen leider nicht entsprechen und auf eine baldige Aufrollung der Wahlrechtsfrage nicht verzichten. Aber mit der bloßen Grörterung der Wahlrechtsfrage wird sich der Freifinn auch nicht bescheiden dürfen! Die Masse der Entrechteten will Taten sehen! Entweder ein entsprechendes Entgegenkommen der Regierung, eine schleunige Wahlreform oder den rücksichtslosen Kampf der angeblich so eifrigen liberalen Wahlrechtsfreunde gegen die wahlrechtsfeindliche Reaktion! Kaiserliche Politik. Wilhelm II. ist unermüdlich. Nach der Kundgebung im „ Daily Telegraph" kommt wieder ein Geschent. Es ist nur ein Glück, daß es sich diesmal nur um eine überflüssige, aber sonst harmlose Sache handelt. Das offiziöse Depeschenbureau meldet aus London: Der Vizekanzler der Universität Drford erhielt einen Brief von dem deutschen Botschafter Grafen Wolff- Metternich, mit dem dieser auf Befehl Kaiser Wilhelms ihm ein Exemplar der englischen Ausgabe des Baumgartenschen Wertes über die Wartburg übersandte, das der Kaiser der Universität Orford zum Gefchent macht. Der Vizelangler übergab das Werk der Bodleianischen Bibliothek." Hoffentlich sind jetzt die Engländer endgültig für die deutsche Politit gewonnen! Das Arbeitspensum des Reichstags. An Vorlagen, die aus der vorigen Tagung noch zurüdgeblieben find, liegen vor: Gewerbenovelle, Viehseuchengefeh, Sicherung der Bauforderungen, Wechselstempelstenergesez, Aenderung des Zivilprozesses. An neuen Vorlagen liegen vor: Arbeitslammergesetz, Gesetz betreffend Telephongebühren, Automobilgefeh, Weingeses, Novelle zur Bekämpfung des untauteren Wettbewerbs, Strafprozeßreform, Beamtenhaftpflichtgeset, Reichsapothekengefeß, Kurpfuscher- und Geheimmittelgejet, über Erwerb und Verlust der Reichs- und Staatsangehörigkeit, ferner steht aus Rovelle zum Reichsbankgejez, Gefeß über die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe, Gesez betreffend die Heranziehung des Reichssistus zu den Gemeindesteuern, dann die Gesetzentwürfe über Abdeckereiwesen, Aenderung der Bestimmungen der Konkurrenzflaufel, über Konzessionswefen für Theater und Schankwirtschaften, über Neuordnung der Vieh- und Marktverhältnisse, das Beamtenbesoldungsgeseh. Ferner sind die Steuergeseze eingegangen. Dazu tommt die Beratung des Etats, die Erledigung der sonstigen laufenden Geschäfte, und außerdem liegt eine Unzahl von Initiativanträgen aller Barteien bor. Wie und wann der Reichstag dieses Arbeitspenfum erledigen foll, das mögen die Götter wiffen. Schon nach den Andeutungen, die bereits früher über die Ankündigungssteuer gemacht worden sind, hat man darauf schließen können, daß sich bei keiner der vorgeschlagenen Steuern der Dilettantismus so blutig enthüllt hat wie bei dieser Steuer. Die Steuer selbst und ihre verschiedenen Formen find dermaßen unsachlich, unlogisch, schädigend für die weitesten Kreise der ortverbstätigen Bevölkerung, daß die jetzt wieder Konsumvereinstöter in Preußen und Sachsen. für die Abschaffung reife Fahrkartensteuer dagegen ein reines Wie wir gestern berichteten, hat die Deputation der Meisterstück ist. Aehnliche Ausführungen, wie wir fie bereits vor sächsischen Ersten Rammer durch ein Gutachten Monaten gegen die Inferatensteuer gemacht haben, sind inzwischen energisch ausgesprochen, daß ein Attentat auf die Konsumvon der Presse aller Barteien gegen diese geschäfts- und arbeitsvereine in Gestalt der Umsatzsteuer ein schwerer poli feindliche Steuer geltend gemacht worden. In der Zeit einer tischer und wirtschaftlicher Fehler" sein werde, wirtschaftlichen Depression, wo dem Zeitungsinserat eine er da die Konsumvereine„ bon günstiger wirtschafthöhte wirtschaftliche Bedeutung zutommt, ist eine unlogisch ersonnene und widerfinnig abgestufte Inferatensteuer aus all- licher Wirkung für die breiten Schichten.... und selbst gemeinen Rüdfichten doppelt verwerflich." für den Mittelstand seien. In der Deutschen Tages 3tg." läßt beren Chefredakteur, der unter der Kognafmarte schreibende Dr. Georg Dertel, sich folgendermaßen vernehmen: Die Agrarier sind nicht nur Produzenten, sondern auch Konsumenten. Sie bringen also bei der Brausteuer, der Tabata steuer, der Elektrizitäts- und Gassteuer Opfer wie die anderen Bevölkerungsklassen. Sie bringen aber auch besondere Opfer, mittelbar und unmittelbar, bei der Tabaksteuer und bei dem Branntweinmonopole. Sie sind aber weiter noch bereit, mit dafür einzutreten, daß der größere leistungsfähige Besiz und der über das Durchschnittsmaß steigende, insbesondere der mühelose Getoinn herangezogen werde. Sie wollen die Kreise treffen, die eine stärkeve Belastung zu tragen vermögen, die Kreise, die fich eines leichten Gewinns und eines nicht belasteten Befiges erfreuen. Die Nachlaßsteuer halten fie aber für eine eminente wirtschaftliche, politische, ja völtische Gefahr. Sollte sie Gesetz werden, dann würde der Zweck der Finanzreform, die Sicherheit des Reiches, nicht erreicht, sondern gefährdet. Deshalb: and davon!" Die reis. 8tg." erlärt: Was nun die Freisinnige Bolts partei betrifft, so wird sie borurteils frei an die Prüfung der Vorlage herangehen. Sie ist sich in vollem Umfange des Ernstes der Situation bewußt und verschließt sich der Erkenntnis nicht, daß unter den heutigen Verhältnissen mehr als je eine Sanierung der Reichsfinanzen notivendig ist. Andererseits weiß sie aber auch, was fie ihrem Programm schuldig ist, und wird die Grundfäße, von denen sie sich bei Finanzfragen bisher hat leiten laffen, auch in Zukunft zur Richtschnur nehmen. Das wird sie um so mehr tun, als diese Grundsähe ja nicht schädliche Sonderwünsche der einen oder anderen Interessengruppe berücksichtigen, sondern das Wohl der Gesamtheit." Er schreibt: Verschleppung! Werden wir gut regiert? Nein! Wir werden schlecht regiert, ungeschict, sebst herrlich. die rudimentären Formen des Absolutismus, die Wilhelms II. Selbstherrlichkeit im Inneren und im Aeußeren zu schädlichen Irrtümern sich betätigen läßt, werden durch die beschämenden MißDer Freiherr von Mirbach legt sich im Tag" lebhaft für erfolge der deutschen Politit auf allen Gebieten eine Verschleppung der Wahlreform ins Beug. Bugleich spricht er als unheilstiftend jetzt endlich erkannt werden müssen. es ganz offen aus, daß er von der Verschleppung und der BeDie Zeiten sind vorbei, in denen ein getröntes Genie die Ges schaffung statistischen Materials eine Bereitelung einer gründschide von Millionen zum Gegenstand seiner politischen Experis lichen Wahlreform erhofft! mente machen durfte. Aber niemals sind getvesen und werden tommen die Zeiten, in denen ein politisch nicht begab. ter Fürst jeden sein Hirn zufällig treuzenden Freundschaftsber Beindschaftsgebanten tri titlos in die Tat umsehen darf." Und über die Notwendigkeit, Bülow fortzuschicken, sind fogar die nationalliberalen Organe im flaren. So schreibt die„ Magdeburgische Zeitung": Aber wenn der Ersat auch eines so ausgezeichneten Gtaatsmannes wie des Fürsten Bülow wirklich unmöglich fein sollte, so wäre diese Tatsache beinahe das Beschämenbste an dieser ganzen Affäre. In anderen Ländern wech feln die Staatsmänner auf einen Wint der Wähler alle paar Jahre duhendweise die Posten, und man wird nicht behaupten, daß die englische, die französische auswärtige Politik schlechter Die Deutsche Tages- 8eitung" ist äußerst erbost über das Gutachten der Deputation der sächsischen Ersten Kammer. Sie entrüftet sich folgendermaßen: Der gewerbtätige und faufmännische Mittelstand wird überrascht sein, wenn er liest, daß es ein schwerer politischer und wirtschaftlicher Fehler sein soll, die Konsumbereine durch die Geseygebung zu beeinträchtigen. Daß es nicht angängig ist die Konsum vereine, die den kleinen Kaufmann auszuschalten bestimmt sind, mit den landwirtschaftlichen Genossenschaften in einen Zopf au werfen, sollte doch auch Herr Zweininger wissen." Statt ihren Zorn an dem Berichterstatter der Deputation auszulassen, hätte sich das Dertel- Drgan gegen die ganze Erste Sammer wenden sollen, hat diese doch den gegen den Beschluß der Zweiten Kammer gerichteten Antrag der Deputation einstimmig angenommen! In Preußen hat die Regierung bekanntlich in dem Gesellschaftssteuerentwurf auch eine schwere Neubelastung der Sonfumbereine geplant. Hier wird man also den erlauchten und eblen Herren unseres ostelbischen Krautjuntertums das ( freilich sehr ausnahmsweise!) bernünftige Gutachten der fächsischen Pairstammer entgegenhalten können! Oldenburger Landtag. Der Landtag des Großherzogtums Oldenburg wurde gestern nachmittag 5 Uhr eröffnet. Die durch Finanzminister tu 5 strat berlesene Thronrebe kündigt außer dem den Abgeordneten bereits zugegangenen Schulgesetzenttvurf einen Gefeßentwurf, betreffend aftung des Staates und der Kommunalbeamten für etwaigen Schaden, den diese in Ausübung ihres Amtes Dritten zufügen, an. Weiter soll dem Landtage ein Gesetz, den Bau bon Kommunal- Eisenbahnen betreffend, zugehen. Auch soll die Wahlreform endgiltig erledigt werden, wobei sich die Regierung, wie es in der Thronrede heißt, veranlagt gesehen hat, den Entwurf, betreffend die 28 ahl der Abgeordneten, nad) den damaligen Berhandlungen in einigen Punkten zu ändern. Man wird abwarten müssen, worin die Abänderungen" bestehen. Für die beiden Fürstentümer übed und Birkenfeld beabsichtigt schließlich die Regierung eine Regelung der Bestimmungen betreffend die Sonn- und Feiertage, sowie die Abhaltung von Luftbarkeiten. Der Verstoß der Kreishauptmannschaft Leipzig gegen das Vereinsgefeh, Wenn ferner die linksstehenden Parteien statistische Ermittelungen über die legten Wahlen zum Abgeordneten haus als unerheblich für die Reformfrage bezeichnen und mit dieser den Landtag schon in feiner jetzigen Tagung befaßt zu sehen wünschen, so ist dem entgegenzuhalten, daß nur burch sehr eingehende Erhebungen Klarheit darüber geschafft werden fann, ob wirklich, wie die Reformfreunde behaupten,( das Werbot des Forelschen Vortrags) ist, wie wir seinerzeit meldeten, drei viertel der preußischen Wähler heute ent- bom sächsischen Ministerium des Zunern redressiert, das Verbot auf rechtet sind. Die in Arbeit befindliche Statistik dürfte von gehoben worden. Die Gründe der Entscheidung sind interessant. dem Wahleinfluß der Wähler dritter Slafie ein ganz anderes Sie besagen im wesentlichen: Bild als das gemeinhin zu Propagandazwecken entworfene geben; fie dürfte erweisen, daß diese nicht nur in den von der Sozialdemokratie eroberten reifen, fondern auch Die Kreishauptmannschaft gründet das Verbot auf§ 1 Absatz 1 des Reichsvereinsgefetes vom 19. April 1908, aber wenn die Kreishauptmannschaft ausführt, daß sich die auf das koreliche " Der Gas- Glühförper ist ein leichtbrüchiges Produkt, das in fehr vielen Fällen unbrauchbar wird, bevor es seiner Bestimmung übergeben wird. Es wäre ungerecht, in allen diesen Fällen eine Steuer für einen Artifel zu entrichten, der seinen Dienst nicht geleistet. Die fast 100prozentige Verteuerung des Glühtörpers wird zu einer wesentlichen Einschränkung des Konsums beitragen und auch diese Rückwirkung der geplanten Glühförpersteuer wird in hohem Make die Rentabilität unseres Gewerbes beeinträchtigen." Rußland. Die parlamentarischen Arbeitet, Petersburg, 4. November. Der Ministerpräsident hat dem Dumapräsidenten ein Arbeitsprogramm für die bevorstehende Dumasession, wie es der Regierung erwünscht wäre, übersandt. Die Regierung betont insbesondere die Wichtigkeit der Reformen der Bestimmungen für die Gemeindeverwaltung, des Gesetzes für die Se mstwowahlen und des Gesetzes über die Lokalgerichtsbarkeit und zählt sodann eine ganze Reihe kleinerer Gesezentwürfe und bereits beIn der heutigen, ateiten fannter Regierungsvorlagen, auf. Das Gesetz über die Agrarreform ist in dem Programm nicht erwähnt. Buch Die feguelle Frage" fich gründenden pfeudo- wissenschaftlichen Darbietungen gegen fundamentale Einrichtungen, insbesondere die Einehe, richten, deren Bestand im Interesse des Staates strafrechtlich geschützt ist, und daß sich deshalb der Vortrag Forels als eine nach§ 1, Absatz 1 des Reichsvereinsgefeges verbotene Veranstaltung einer Versammlung darstelle, deren Zwed den Strafgefeßen zu tiberliefe, so übersieht die Streishauptmannschaft hierbei böllig, daß( selbst wenn obige Voraussetzungen zuträfen) in der fachlichen Besprechung solcher Fragen, und selbst in ber entsprechenden Anregung der Aenderung der einschlagenden Gesetze, doch noch nicht ein guwiderhandeln gegen diese Gesetze selbst läge. Anders läge die Sache, wenn Forel in seinem Vortrage dazu aufforderte, den Strafgefeßen, zum Beispiel hin fichtlich des Ehebruchs, der Doppelehe usw., ohne weiteres zuwider Sigung der türkischen und bulgarischen Delegierten, an der zu handeln; dafür jedoch, daß dies der Fall ist, fehlt es auch auch die Direktoren der Orientbahn, Groß und Müller, nach der Eingabe des Leipziger Sittlichkeitsvereins an jedem teilnahmen, erklärte der bulgarische Handelsminister Liaptschew, Beweise, auch wird das von der Streishauptmannschaft felbst bezüglich der Drienbahnfrage sei er bereit, mit der forte au nicht behauptet. Nach alledem wird die angefochtene Verordnung verhandeln, wenn die Bahngefellichaft zustimme, oder auch mit der Kreishauptmannschaft vom 19. Oftober dieses Jahres auf der Gesellschaft, falls die Pforte einverstanden fei. gehoben." " Das Ministerium ist also aus denselben Gründen zur Aufhebung des Verbotes gekommen, die wir schon in der Nr. 249 des„ Vorwärts" für die Rechtsungültigkeit des Verbotes angeführt haben. daß die Polizei ein Recht hätte, den Bortrag zu verbieten, falls Uebrigens können wir dem Ministerium darin nicht zustimmen, Forel nach Ansicht der Polizei in feinem Vortrage dazu auf forderte, den Strafgesetzen z. B. hinsichtlich des Ehebruches, der Doppelehe usw. ohne weiteres zuwider zu handeln. Die Polizei Tönnte dann lediglich eine Strafverfolgung des Redners einleiten, aber sonst nichts! Gin Präventivberbot aber ist unter allen Umständen ungefeglich! des Komitees: " Die Balkankrise. Die Bahnfrage. Ronftantinopel, 3. November. Die Haltung Frankreichs. Konstantinopel, 4. November. Schurai- Ummet bespricht die vermittelnde Haltung Frankreichs und sagt, diese Berfriedige die türkische Politik und verdiene Anerkennung mittelung Frankreichs zwischen Rußland und Desterreich- Ungarn beOefterreich. Die Altersversorgung. Aus der Partei. Die Enthüllung des Grabdenkmals für den Genossen Defnet. Brüssel, 2. November.( Eig. Ber.) Nach Jean Volders, dem die belgische Arbeiterpartei Biesbroec das ergreifende Grabmal des Genter Künstlers Bies broed für die fortlebende Dankbarkeit des belgischen Proletariats be widmete, hat nun auch Gustave Defnet, der vor vier Jahren verstorbene unermüdliche sozialistische Streiter das äußere Zeichen tommen. Die belgische Partei hat auch bei Defnet an dem schönen Streben festgehalten, die Grabhügel ihrer Genossen nicht mit einem„ Leichenstein", als einem äußeren Symbol, zu schmücken, welt fprechen zu lassen. Defnets Büste ist das letzte Werk des genialen Belgiers Jef Lambeaug, und er hat mit dem Griff feiner feurigen. Künstlerhand, die bald darauf für immer ruhen follte, aus den getreuen Zügen des Kämpfers alle Kraft und Secle herausstrahlen lassen.... Wie bereits furz gemeldet, hat die Regierung das Gesondern aus einem reinen St un st wert die Erinnerung zur Nach set über die Altersversicherung dem Reichsrat zugehen lassen, zugleich mit einer Neuregelung der bisherigen Kranken- und Unfallversicherung, so daß die ganze soziale Versicherung jetzt Ein gewissenhafter Zentrumsmann. einheitlich zusammengefaßt werden soll. Die Altersverfiche Unfer Elberfelder Parteiorgan erzählt: rung schließt nicht nur die Arbeiter, sondern auch die Selb- Zum Friedhof St. Gilles, wo Defnet begraben liegt, Tagte da dieser Tage in Redlinghausen eine Beamten ständigen( lein grundbesiter, Kleingewerbe wanderten am Sonntag in den Morgenstunden Tausende und verfammlung, die fich mit der Frage der Wohnungsgeldzuschüsse und treibende und leinhändler) ein. Es sollen alle, Taufende aus St. Gilles selbst( einer demokratischen Gemeinde Streises waren dazu eingeladen. Bruft fam, Schiffer entschuldigte Ersparnisse für ihr Alter zu sorgen, zur Versicherung heran- aus allen Provinzen Belgiens. Denn wo in dem der Ortszulagen beschäftigte. Die drei Zentrumsabgeordneten des die infolge niedrigen Einkommens nicht in der Lage sind, durch bei Brüssel), wo Defriet Gemeinde- und Stadtrat war, aus allen Brüsseler Bezirken und Vororten, sich und der Abg. Oftrop erflärte auf die mündliche Einladung gezogen werden, gleichgültig, ob sie als Selbständige oder einen Belgien, an welchem Kampfplaß und in welcher Region Ich habe keine Zeit, zu jeder Krämerfirmes Unselbständige wirtschaften. Die se rankenversiche- sozialistischer Betätigung hatte Defnet nicht gewirkt! Er war einer zu gehen."„ Glauben Sie denn, diese Veranstaltungen übten rungspflicht soll auf nahezu alle Bohnarbeiter, der Mitbegründer der belgischen Arbeiterpartei irgend einen Einfluß auf die Regierung oder auf uns aus?" auch auf die landwirtschaftlichen, sowie auf Seim und ihr Sekretär. Er hat auf dem Boden der Gewerkschaftswar Sekretär bei den TypoAußerdem will ich in meinem Urteil un- arbeiter und Dienstboten ausgedehnt werden. Die bewegung gearbeitet befangen bleiben." Leistungen der Krankenversicherung werden dadurch bedeutend graphen und in der Internationalen Bergarbeiter- Föderation". Vor der Wahl wäre der brave Zentrumsabgeordnete offenbar gesteigert, daß die Dauer der Krantenunter- und er war mit Hingabe in der Genossenschaftsbewegung tätig, biel umgänglicher gewesen. Vor der Wahl wäre er sicher mit stübung von 20 Wochen auf ein Jahr auswar Mitbegründer des Brüsseler Maison du Peuple" Bergnügen zu jeder Strämerkirmes" gegangen. Nun aber glaubt gedehnt wird. Bezüglich der Unfallversicherung journalist und schließlich der erste der erste sozialistische er fünf Jahre seines Mandats sicher zu sein! Wenn sich die Beamten ein befieres Gedächtnis an- besteht eine wichtige Kenderung darin, daß der zehnprozentige Deputierte von Namur In den großen heroischen Kämpfen schaffen wollten, würden sie nicht nur Herrn Ostrop nicht wieder Beitrag der Arbeiter entfällt, und die Lasten der Partei stand Defnet im Vordertreffen, wie er auch unermüdlich wählen helfen, sondern das 8entrum überhaupt! Denn. wir der Unfallversicherung ausschließlich von den in allen seinen so mannigfaltigen Betätigungen war. Und was fürchten, daß namentlich die unterbeamten sehr unternehmern zu tragen sind. er war, floß aus eigener Tat und Kraft- denn wenig Ursache haben werden, dem Zentrum Defnet war armer Leute sind ein Autodidakt, der dankbar zu sein! fich selber aus dem Dunkel und der Not des Tages feine Stufen u Fähigkeit und Wissen aufbauen mußte.... So gibt es denn tausende Fäden, die ihn mit dem belgischen Proletariat aufe innigste verknüpfen und sein Andenken mit den Jdealen des Prole tariers über die Zeiten hinaus lebendig erhalten werden. Vom arbeiterfreundlichen Zentrum. Er war Partei. Bezüglich der Invaliditäts- und Alters. versicherung wird die 3wangsversicherung eingeführt. Bei den Arbeitern steht die Versicherung für den Invaliditäts fall im Vordergrunde, während bei den Die Industriestadt Stolberg bei Aachen steht vor den Stadt- Selbständigen das Hauptgewicht auf die Altersversich e berordnetenwahlen. Die erfte und zweite Klaffe ist in ficherem rung zu legen ist. Der Uebergang der unselbständigen zu Ein endloser Bug von Tausenden wogte von St. Gilles nach Besitz der Liberalen, die dritte Klasse tönnte das Bentrum erobern, den selbständigen Berufen soll nicht erschwert, sondern be- dem Friedhof und unzählig waren die Gruppen, die die Gewenn die Zentrumsleute wollten. Aber sie wollen nicht, weil günstigt werden. Der Arbeiter verliert nach dem Entwurf nossenschaften, die Gewerkschaften, die Jeunes ihre Mehrheit es mit den Liberalen hält und mit diesen bei dem Uebergang zur Selbständigkeit zwar die Anwartschaft Gardes" gestellt hatten. Da war die zahlreiche parla= eine Mischmaschpartei bildet, deren Hauptstreben darauf ge richtet ist, einen Arbeitertandidaten in die Stadt auf die Invalidenrente und bleibt auf die Altersrente be- mentarische Gruppe, Wertreter des General. berordnetenversammlung gelangen zu laffen schränkt, es werden ihm jedoch die Beitragszeiten, die er als rats, der Genossenschaften, unzählige Musikkorps und allüberall Fahnen, Kronen", Blumenschmuck, Standarten. Nach der„ Kölnischen Volkszeitung" fest fich diefe Mischmaschpartei Unselbständiger zurückgelegt hat, voll angerechnet. Der Ar- Den ganzen Weg spielten die Musikkorps Traueriveisen. zufammen aus Leuten, die sonst wohl noch zum Zentrum gehören, beiter erhält mit dem vollendeten 65. Lebens. Wie bei allen hiesigen sozialistischen Manifesten bot auch der die aber abschwenden und obstruieren, sobald ihnen jahre eine Altersrente. Wird er aber vor dieser Bug zu Defnets Grabmal- Enthüllung ein imposantes und unein Kandidat nicht gufagt, die teine Parteidisziplin Beit invalid, so erhält er die Invalidenrente. Auch die Selb- vergeßliches Bild. tennen; ferner aus allen möglichen Elementen, vorab den ständigen erhalten im 65. Lebensjahre eine Altersrente. Die Mittags erfolgte im Beisein des Gemeindekollegiums die liberalen Wählern, wie denn diese Wischmaschpartei sich der besonderen Höhe der Invaliden- oder Altersrente ist von der Dauer und Denkmals Enthüllung durch den Bürgermeister Gunst der Liberalen erfreut. Der Zentrumswahlverein hat die der Höhe der Einzahlung abhängig. Die Hinterbliebe. Meenen von St. Gilles. Vorher dankte der sozialistische Gemeinderat von St. Gilles und Deputierte Genosse Delporte wieder die frühere Disziplinlosigkeit! Daß es hier so viele bisziplinen erhalten eine einmalige Rapitalabfertigung. im Namen der sozialistischen Gemeinderäte von St. Gilles dem Lose Wähler gibt, liegt einmal daran, daß manche Wähler Weibliche Versicherte erhalten bei der Ver- Bürgermeister der Gemeinde für die Ueberlassung des Grabes in sich von den Liberalen beeinflussen lassen, andererseits daran, heiratung die Hälfte der geleisteten Beiträge der Gemeindegruft. daß viele Bürger einem Arbeiterkandidaten zurückerstattet. Die Beiträge werden bei den Arbeitern nach Der Bürgermeister selbst feierte Defnets Charakter und ihre Stimme geben wollen, obwohl Stolberg eine Stadt 2ohnflasien berechnet und sind zur Hälfte von den feine Berdienste um die Oeffentlichkeit. mit drei Viertel Arbeiterbevölkerung iſt." Arbeitern, zur anderen Hälfte von den Arbeit- Nach der Enthüllung des Denkmals sprachen noch Hubert Kandidaten für die Wahl ordnungsmäßig aufgestellt. Und doch Die Stolberger Zentrumsleute liefern eher die Stadtverordneten- gebern zu tragen. Bei den Selbständigen ist ein obligamandate dem liberalen Gegner aus, ehe sie sich dazu verstehen, torischer Minimalbeitrag festgesetzt. Die Gesamtkosten der einem fatholischen Arbeiter Bugang zum Rathaus zu gewähren. Arbeitermangel? PI van im Namen des Maison du Peuple". Hubert, ein Freund Defnets, brachte dann das interessante Lebensbild dieses in Arbeit und Stampf aufgelöste Leben des Verstorbenen in Erinnerung.- Genoffe Fischer vom Beuple" erinnerte an die aufopferungsbolle und fruchtbare Tätigkeit Defnets als Parteijournalist. es sprachen dann noch Parteisekretär Maes, der Abgeordnete Furnemont und Genosse Fossion, von denen jeder einzelne neue Seiten der Kämpfertugenden, des Charakters und des Arbeitsfleißes Defnets rühmen mußte. Dann defilierte die Menge vor dem Invaliden- und Altersversicherung der Arbeiter und Selbständigen werden in den ersten brei Jahren 13,8 mil. lionen Kronen betragen, im vierten Jahre etwa das Während überall aus den industriellen Bezirken Arbeitslosigkeit Doppelte, im zehnten Jahre 106,2 Millionen, im zwanzigsten und Arbeiterentlassungen gemeldet werden, hat der frühere Be Jahre 206 Millionen, im vierzigsten Jahre 277 Millionen, herrscher Saarabiens, jetzige Generaldirektor der Laurahütte, Geh. im Beharrungszustande 305 Millionen Kronen. Der Bergrat Hilger, einen Mangel an Arbeitern entdeckt. Auf der Staat übernimmt ständig von den laufenden Verwaltungs- Dentmal.... Hauptversammlung dieser Gesellschaft hat er nach der Kreuz- Zeitung" fosten einen Betrag von zwei Millionen Kronen, Bon der Parteipreffe. Die„ Freie Presse" su Straß mitgeteilt: Auf der Lairahütte fehlten zu normalem Betriebe noch etwa weiter einen Staatszuschuß von 90 Kronen zu burg i. E. vollendete am 2. November das zehnte Jahr ihres Be1500 Arbeiter, die nicht zu beschaffen feien, außerdem be- iederente. Der Staat wird also nach etwa zehn Jahren stehens. fchäftige man 2000 ausländische Arbeiter. Man habe erwartet, 40 Millionen, nach zwanzig Jahren 80 millionen und im daß bie höheren Löhne der Hochkonjunktur den Sparfinn der Beharrrungszustande nach dem 40. Jahre rund 100 Mil- seinen Wunsch aus der Rebattion der„ Beipaiger Bolls. Leute fördern würde; doch dies fei nicht eingetreten. Das lionen Kronen jährlich beizutragen haben. Feiern der Arbeiter an Arbeitstagen fei außerordentlich stack. So fehlten an den Tagen vor Feiertagen bis zu 19 Proz. der Belegschaft, an Tagen nach den Feiertagen bis 26 Proz. Ebenso feien vor bezw. nach Lohnzahlungstagen bis 14 beziv. 271 Broz. der Arbeiter ausgeblieben. Bestände nicht eine gewisse Scheu bor gewiffen Arten von Arbeiten, wie vor dem Puddeln, so hätte man Sen Export nach Glandinavien ausdehnen können. Die Leute wollten zum Teil nur nicht aus der Großstadt fort." Frankreich. Die Todesstrafe. Berfonalien. Genosse Beher ist mit dem 1. November auf zeitung" ausgeschieden. Ein neues spanisches Parteiblatt. Bom 7. November ab erscheint in Barcelona ein neues. foziaParis, 4. November. Die Deputiertentammer berhandelte liftisches Wochenblatt: La Internacional". Andalusien und heute vormittag über die Todesstrafe. Willm( Sozialist) Katalonien waren bisher die Hauptgebiete des spanischen Anarchis forberte unter Beifall auf der äußersten Zinken ihre Ab.mus. In Statalonien hat jedoch während der letzten Jahre die schaffung, während Berry( tonservativ) im Intereffe der sozialistische Betvegung gegen den Anarchismus ständig an Boden Die Kreuz- Zeitung" brudt bas mit Behagen ab und beeilt Sicherheit der Gesellschaft für ihre Beibehaltung eintrat. gewonnen, teils infolge der rührigen Agitation unserer Genoffen, fich zu lagen, daß die privaten Wohlfahrtseinrichtungen es den Der Sozialist Meunier bestritt, daß die Gesellschaft teils infolge der Zäntereien und Barteigertlüftungen im anarchistischen Lager. Um den Fortschritt der sozialistischen Bewegung weiter zu Arbeitsscheuen ermöglichen, in der Großstadt zu bleiben, anstatt das Recht habe, zu ihrer Verteidigung zu töten und führte das fördern und ihr einen Mittelpunkt zu verschaffen, hat der Verband daß sie sich bereit finden laffen, für den Herrn Geheimrat Beispiel mehrerer fremder Länder auf. Redner lobte den Präfi- der sozialistischen Arbeitervereine Stataloniens, Hilger zu puddeln. Jeder denkende Mensch weiß natürlich, denten Fallières, der die Guillotine abgeschafft habe; es würde Föderation, bie Herausgabe eines großen fozialistischen daß wenn auf der Laurahütte in der Tat ber beklagte beschlossen und die dazu nötigen Mittel Arbeitermangel herrschen sollte, die Ursachen tiefer liegen. Gerade eine Schande für die Rammer fein, fie wieder auf- Bochenblattes aufgebracht. Die Leitung des politischen Teils übernimmt die oberschlesischen Arbeiter find dafür bekannt, daß fie fich bor zurichten.( Beifall auf der äußersten Sinken.) keiner Arbeit, und sei sie noch so untergeordnet, fcheuen. Nicht Der sozialistische Radikale Puech legte dar, daß die Kom- Genoffe Antonio Fabra Ribas, der sich jahrelang in Deutschland, Oberschlesiens dafür bekannt, daß fie die denkbar miserabelsten die Todesstrafe als das äußerste Mittel für Ausnahme Reben verschiedenen spanischen Barteiführern ist eine Reihe bekannter minder sind aber auch die großen industriellen Unternehmungen mission, deren Vorsitzender- er ist, zu dem Schlusse gelangt sei, daß England und Frankreich aufgehalten hat und die sozialistische Arbeiterbewegung dieser Länder aus eigener Anschauung kenut. Löhne bezahlen. Wenn die von Herrn Hilger geleitete fälle anzusehen sei, daß man ihre Abschaffung für die Zukunft ausländischer Sozialisten als Mitarbeiter gewonnen, darunter fir Gesellschaft sich dazu entschließen tönnte, die Arbeiter an borbereiten müsse, daß aber angesichts des Anwachsens der Krimi- Deutschland Kautsky und Cunow, für England Aster und Beer, für ständig zu bezahlen, wenn die Aufsichtsorgane diefer Betriebe nalität der gegenwärtige Augenblic schlecht gewählt wäre. Frankreich Dubreuilh, Lafargue, Longuet, Jaurès, Duc Quercy, so weit zu bringen wären, daß sie die Arbeiter als Wienfchen be- De 3 chane!( Republikaner) sprach sich für die Abschaffung Morizet und andere, für Defterreich Danneberg, für Italien Rondani, handeln, und wenn endlich die Kommunen im oberschlesischen Industriegebiet Fürsorge treffen wollten, daß die Arbeiter anständig der Todesstrafe aus, da in der Justiz erschreckende Irrtümer be für Rußland Rappoport, für Belgien Troclet, für Argentinien Vidal wohnen können, dann würden sich Herrn Hilger so viele Arbeits- gangen würden.( Lebh. Beifall auf der äußersten Linken.) Labori und Justo. Wir heißen den neuen Witkämpfer für die Befreiung des träfte zur Verfügung stellen, daß er sie gar nicht unterbringen( radikaler Republikaner) verlangte, daß die Kammer einen Beschluß Proletariats, per fich völlig auf den Boden der marristischen Lehre fönnte. fasse, aus dem hervorgehe, daß das Gesetz ausgeführt werden müsse. Ein Abgeordneter machte hierbei den Zwischenruf: Und wenn stellen will, herzlich willkommen und wünschen ihm besten Erfolg. man Dreyfus erschossen hätte? worauf Labori antwortete: Die vlämischen Sozialisten der wallonischen Landesteile Belgiens Dann würden wir das Andenken Dreyfus' verteidigt haben!( Burufe hielten am vergangenen Sonntag ihren giveiten Kongres in und Lachen.) In seinen weiteren Ausführungen sagte Labori, Lüttich ab. Hier in den industricreichen Gebieten von Lüttich, ihm scheine es besser, Gefahr zu laufen, einen Unschuldigen zu Ramur, Charleroi ust. find Tausende von Arbeitern beschäftigt, die töten, als zu gestalten, daß ein Sträfling durch Entweichen aus den bäuerlichen Distrikten der blämischen Gebiete entstammen. dem Gefängnis in die Rage komme, die Verbrechen zu vermehren. wallonischen Bezirke, brücken auf die Löhne und sind auch politisch Diese sind naturgemäß rückständiger wie die Industriearbeiter der Die Versammlung erblidt in der von der Reichsregierung Gembat( uniierter Sozialist) verlangte schließlich ebenfalls, daß unaufgeklärt, was nicht zu verwundern ist, da sie aus den vorgeschlagenen Gas- und Elektrizitätssteuer eine schwere Schädigung ihres Handwerks. Besonders brüdend für diese die Todesstrafe abgeschafft werde, damit die Interessen der Gesellschwärzesten Gegenden lommen, wo der Kaplan unbeschränkter Herra Berufsgruppe dürfte sich die Durchführung der vorgeschlagenen schaft geschüßt würden. Die Debatte wird am nächsten Mittwoch icher ist. Seit Jahren bemüht fich unfere belgische Bruberpartei, Steuer auf Gas- Glühförber gestalten, fortgefekt diese Leute aum Sozialismus zu ergieben und ben Gewerkschaften Gegen die Gas- und Elektrizitätsstener. Die Freie Vereinigung selbständiger Klempner, Installateure und verwandter Berufsgenossen", Bezirk Berlin- Often", hat in einer zahlreich besuchten Versammlung nach einem eingehenden Referate des Redakteurs. Goldberg nachstehende Resolution angenommen: auzuführen. Der Kongreß befchlog, eine foaialistiider Eine am Dienstag in den Industrie- Feftsälen tagende öffentliche 1 Gegen den Strafbefehl wurde. Einspruch erhoben, weil das Tageszeitung für die Blämen in der Wallonie zu gründen, Gastwirtsgehilfen- Versammlung, in der Stadtverordneter Genosse Mädchen gar nicht als zum Gesinde des Bächters Wendt gehörig zu die am 22. November zum erstenmal erscheinen soll. Die Zeitung Pitter über das Krankenkassengeses referierte, nahm zu den betrachten sei; es bestände lediglich ein Arbeitsverhältnis zwischen wird von Gent aus und auch durch die Gewerkschaften Unter Wahlen Stellung und beschloß, die kurze Zeit noch eifrig auszu- dem Mädchen als Scharwerkerin und seinem Stiefbruder als ftüßung finden. Ferner wurde eine Kommission von 9 Mitgliedern nüßen, damit die Liste des Verbandes siegreich aus der Wahl her- Instmann. gewählt, welche zu untersuchen hat, in welcher Weise in der Cams vorgehe. pine, dem neuentdedten Kohlengebiet, die Propaganda unter der dortigen zumeist blämischen Bevölkerung betrieben werden soll. Polizeiliches, Gerichtliches ufw. Redakteurfreuden. Genosse Reimling von der„ Leip aiger Boltszeitung" hat eine sechswöchige Gefängnisstrafe angetreten, die ihm die Leipziger Straffammer wegen angeblicher Beleidigung der Richter im Hohenau- Lynar- Berfahren erfannt hat. Die Bresse vor der Revisionsinftans. Wegen Beleidigung eines Diatonus in Sprem berg ist am 24. Juli Genosse August Freudenthal von der Märkischen Volksstimme" durch das Landgericht Kottbus zu awei Monaten Gefängnis verurteilt worden. In einem Eingesandt aus Spremberg wurde mitgeteilt, daß der genannte Pfarrer die Konfirmanden aufgefordert habe, das Konfirmanden geld mitzubringen. Einige der Kinder hätten dann auch 1,50 bis 3,00 M. mitgebracht, die anderen nichts. Daran Inüpften sich Bemerkungen über die Bedürftigkeit der Kinder und ihrer Guern, und schließlich wurde von einem Bettelsystem" gesprochen. Nur in diesem Worte wurde die Beleidigung erblickt. Das Gericht hat festgestellt, daß es in Spremberg Sitte und Gewohnheit ist, dem Pfarrer eine Konfirmandengabe zu überreichen. Die Revision des Angeklagten wurde am 3. November vom Reichsgericht als un begründet verworfen. Eingestelltes Berfahren. Wegen Beleidigung, begangen durch die Herstellung von Flugblättern für streifende Fliesenleger, in denen die Arbeitswilligen" einer größeren Arbeitsstelle namentlich aufgeführt waren, wurde gegen einen der Firmenträger der Arbeiter Beitung" au Gifen, den Genoffen Gemoll, das Untersuchungsverfahren eingeleitet. Als dieser jedoch jede Berantwortung zurüdwies, da er selbst den Betrieb nicht leite, wurde ein Verfahren gegen den Geschäftsführer, den Genossen Derichs, eröffnet. Auch dieser erhielt nun von der Staats anwaltschaft die Mitteilung, daß das Strafverfahren gegen ihn eingestellt sei. Nun bleibt die„ Ghre" der Arbeitswilligen" ungerochen. Gewerkschaftliches. Konkurrenz für Lebius. Dieser Tage ging an eine Reihe von Unternehmern folgendes: Birtular: CH Fernsprecher Amt 6, 4379. Ausschuß zur Förderung der Bestrebungen vaterländischer Arbeitervereine. ( Förderungs- Ausschuß.) Berlin SW. 11, Hafenplay 10. Berlin, den 24. Oftober 1908. Hochgeehrter Herr! Jch gestatte mir ganz ergebenst, für eine ben wichtigsten Aufgaben unserer inneren Politik Ihr Interesse zu erbitten. Es handelt sich um die Befreiung der deutschen Arbeiterschaft vom Joche der Sozialdemokratie durch die Arbeiter felbst. In breiten Streifen der deutschen Arbeiterschaft ist der Wille hierzu borhanden. Gegenüber der machtvollen Organisation der Sozialdemokratie find jedoch die einzelnen Arbeiter wehrlos. Es kommt daher darauf an, diesen einen Halt und eine Organisation zu geben, und zwar durch Bildung bater. ländischer Arbeitervereine. Dies hat der unter meinem Borfit tätige Ausschuß zur Förderung der Bestrebungen vaterländischer Arbeitervereine" bereits mit Erfolg in Angriff genommen. Damit sich die Bewegung aber weiter entwideln fann. müssen entsprechende Mittel aufgebracht werden. Hierzu find die einzelnen Arbeitervereine, die ihrer Mittel im Stampfe felbst bedürfen, nicht imstande. Hier müssen die anderen staats. erhaltenden Streise mithelfen. Diefe Aufgabe hat sich neben anderen der Förderungsaus, schuß gestellt, über dessen Ziele und bisherige Tätigkeit näheres die Anlage ergibt. Der Förderungsausschuß bildet eine not. wendige Ergänzung derjenigen Organisationen, die die Sozial. demokratie nur politisch bekämpfen. molten. Namens des Förderungsausschusses erlaube ich mir daher die ergebene Bitte an Sie zu richten, unsere nationalen Bestrebungen durch einen Geldbeitrag hochgeneigtest unterstüßen zu strebungen durch einen Geldbeitrag hochgeneigtest unterstüßen zu Mit Hochachtung Generalmajor 3. D., Vorsitzender. Ueber die Aufgaben des Förderungs- Ausschusses sagt ein bem Zirkular beigelegtes Flugblatt: bon Loebell Dieser Förderungs- Ausschuß" ist ein Organ, das, konfeffionell und, die Sozialdemokratie ausgenommen, auch parteipolitisch völlig neutral, die nationalen, wirtschaftlichen und fulturellen Bestrebungen der deutschen Arbeiterschaft fördern will. Insbesondere will er in derselben folgende Erkenntnis verbreiten: 1. Die Interessen der deutschen Arbeiterschaft sind nicht international, fondern national. 2. Die Aufwärtsentwidelung der deutschen Arbeiterschaft steht und fällt mit der wirtschaftlichen Macht des Reiches. 3. Die Intereffen der Arbeiter und die der Arbeitgeber find überwiegend gleichlaufend und untrennbar miteinander verbunden. Dentiches Reich. Der neue Lohn- und Arbeitstarif für das rheinisch- westfälische Stuffateurgewerbe ist mit dem 1. Oftober d. J. in Kraft getreten. Er hat Gültigkeit bis zum 1. April 1910. Er gilt für die Lohngebiete Bochum, Dort mund, Essen, Gelsenkirchen, Hagen, Recklinghausen, Unna- Kamen, Aplerbeck, Werl und Wanne. Diesen Gründen mußte sich das Gericht anschließen. Das Mädchen wurde freigesprochen, die Kosten der Staatskasse auferlegt. Der Vorsitzende des Gerichts gab dem Pächter und Amtsvorsteher den Rat, in Zukunft auch mit den Scharwerkern die von Inftleuten gestellt werden schriftliche Verträge abzuschließen! Dann untertänden auch die Scharwerker der Gesindeordnung. An die Gefähr lichkeit der Hörigkeitsbestimmungen der Gesindeordnung für die Arbeiter dachte der Gerichtsvorsitzende wohl nicht? Da möchten wir die Scharwerker und Scharwerkerinnen auss drücklich darauf hinweisen, unter keinen Umständen mit den Ve fibern schriftliche Verträge abzuschließen, die nicht ausdrücklich die nichtanwendbarkeit der Gesindeordnung und des Gesetzes von 1854 erklären. Die Arbeitszeit ist auf 10 Stunden täglich bemessen; nur in den Städten Bochum und Dortmund beträgt sie 912 Stunden. Sie foll unter Berücksichtigung der Witterungsverhältnisse noch bes In der Zeit vom 1. März bis fondere Regelung erfahren. 31. Oftober soll Sonnabends eine Stunde früher, wie sonst üblich, Anschließend an diesen Fall, verhandelte das Gericht folgenden: Feierabend gemacht werden. Lohn wird für diese Stunde nicht Die Mutter des freigesprochenen Mädchens sollte 9 Mr. bezahlen, gezahlt. weil sie ihren Sohn nicht polizeilich angemeldet hatte. Es handelt In bezug auf die 2obnfrage ist eine örtliche Regelung ge- sich um die Witwe des Instmanns, der 47 Jahre auf dem Gute troffen. Die Arbeitgeber haben Eimer, Schablonen, Schlitten, tätig war, eine schwache, leidende Frau. Ihr Sohn, der auswärts Latten, Pinsel, Säge und Licht, und ferner möglichst einen verschließ arbeitete, war erkrankt und wollte sich bei seiner Mutter aufbaren Raum für die Arbeiter zu stellen. halten, bis zu seiner Gesundung. So vergingen drei Wochen, ohne daß die Mutter den Sohn beim Gutsvorsteher anmeldete. Der Amtsvorsteher schidse einen Strafbefehl, die Mutter beantragte Gerichtsentscheidung; sie wollte eine mildere Strafe. Bei der Beweisaufnahme fonnte es sich der Vorsitzende des Gerichts nicht versagen der Frau zu sagen: Die Lohnperio de umfaßt im allgemeinen 14 Tage; wo der Lohn bisher in fürzeren Zeiträumen ausbezahlt wurde, soll folches Verfahren beibehalten werden. Die Lohnzahlung erfolgt Freitags bor Feierabend auf der Arbeitsstätte. Die Bestimmungen des§ 616 des Bürgerlichen Gesetzbuches finden feine Anwendung. Die Lohn periode fchließt zwei Tage vor dem Lohnzahlungstage. Bei fleineren Arbeiten ist der Lohn vom Bureau des Meisters abzuholen. Abfchlagszahlungen find in der Mitte der Lohnperiode in Höhe von ungefähr 80 Broz. zu leisten. Bezüglich der Kündigung ist folgendes vereinbart: Das Arbeitsverhältnis fann von beiden Seiten ohne Innehaltung einer Kündigungsfrist gelöst werden, jedoch nur am Schlusse eines Tages. Bei Auffündigung oder Entlassung erfolgt die Lohnzahlung am darauffolgenden Werktage. Zur Schlichtung von Streitigkeiten, die aus dem Vertrage entstehen, ist in den acht Hauptstädten des Geltungsbereichs je eine örtliche Schlichtungsfommission gebildet. Können diese Schlichtungsfommiffionen die Streitigkeiten nicht beilegen, so entscheidet das aus Mitgliedern des Stuffateurgewerbes in Essen zu bildende Einigungsamt endgültig. Die Verhängung von Streiks oder Aussperrungen ist unzuläffig, bevor Schlichtungsfommission oder Einigungsamt entschieden haben und den Beschlüssen nicht Folge geleistet wird. ,, Es ist unrecht von Ihrer Tochter, daß fie aus dem Dienst rannte. Wenn wir fie freigesprochen haben, dann ist sie deshalb nicht unschuldig. Wir mußten sie leider(!) freisprechen, den geschlichen Bestimmungen entsprechend." Der Amtsanwalt beantragte 10 Mt. Das Urteil lautete auf 5 Mr. Strafe. Ist es ein Wunder, wenn Arbeiter zu den Gerichten, wo sich solche Ereignisse wie das hier geschilderte abspielen, absolut tein Vertrauen haben? Schreiber dieser Zeilen wohnte der Gerichtss verhandlung bei. Er und andere haben die feste Ueberzeugung: die Verurteilung der Frau wäre milder ausgefallen, wenn der Amtsvorsteher und Pächter nicht vorher den argen Reinfall erlebt hätte. Sogar eine Freisprechung wäre möglich gewesen, da sich der Sohn nicht dauernd bei seiner Mutter aufhalten wollte. Die fragliche Polizeiverordnung spricht nur von einem dauernden Aufenthalt. Bum mindesten hätte eine eingehendere Beweiserhebung nach dieser Richtung hin erfolgen müssen. Würden sich die Sozialdemokraten des Mädchens und der Frqu nicht angenommen haben, dann wären die beiden Strafbefehle be zahlt worden und das Mädchen wieder zurückgegangen zu den 63 Schweinen und 10 Kühen. Die Sozialdemokraten werden sich für den Pächter Wendt wohl zum Besten der Witwe noch weiter interessieren müssen Dem westpreußischen Parteisekretär ist nachstehendes zur weiteren Erledigung mitgeteilt: Der Stiefsohn der Witwe wie der Bächter Wendt vor Gericht meinte: ein Blödsinniger erhielt als Instmann 10 Mt. monatlich, das 16 jährige Mädchen 50 Pfg. pro Tag. Beide zusammen zwei Scheffel Roggen im Monat. Seit dem 9. Februbar 1908, dem Todestage des Mannes hat die Witwe an Brennmaterialien erhalten: 1 Meter Knüppelhola, 1 Meter Klobenholz, 1 Zentner Steinkohlen. Im Mai lag die Witwe drei Wochen wegen Lungenblutens zu Bett. Die Not war so groß, daß mildtätige Leute der Kranken drei Wochen hindurch Mittagsmahlzeiten brachten. Der Verdienst der beiden Kinder reichte nicht entfernt zur Bestreitung der Lebensbedürfnisse aus. So sehen die Schicksale der Familie eines Mannes aus, der 47 Jahre lang feine Arbeitstraft willig dem Besizer hingegeben hat. Verfammlungen. Ein Verbandstag deutscher Post- und Telegraphenarbeiter tagte vom 31. Oftober bis 2. November in Frantfurt a. M. Der Verband, der natürlich gut patriotisch und christlich ist, zählt nach dem Geschäftsbericht 3200 Mitglieder. Das erste Referat auf dem Verbandstage, dem die Reichstagsabgeordneten Defer, Dr. Böhme und Schirmer und ein Bertreter des Gesamtverbandes hristlicher Gewerkschaften als Gäste beiwohnten, hielt Fischer- Bochum. Dieser sprach über die Lohn- und Arbeitsverhältnisse der Telegraphenarbeiter, die ja be kanntlich sehr miserable sind. Der Referent verlangte Fortfall der Sonntagsgelder und statt dessen Erhöhung des Lohnes, eine Zulage für Arbeiten außerhalb der Zweikilometergrenze, ärztliche Untersuchung der Arbeiter bei der Einstellung und nicht, wenn fie nach zehnjähriger Dienstzeit in den Unterbeamtendienst übernommen werden. Die Arbeitsverhältnisse der bei der Reichs telegraphenverwaltung beschäftigten Dachbeder müssen geregelt werden, diese müßten überhaupt nicht, unter welchen Um ständen sie später einmal in den Unterbeamtendienst übernommen werben. An das Referat schloß sich eine stundenlange Diskussion, in der die Mißstände in den einzelnen Oberpostdirektionsbezirken fritisiert und über die schlechten Lohnverhältnisse geflagt wurde. Der Vorsigende Reller Essen sprach dann über Arbeiter. ausschüsse. Er bemängelte deren geringe Befugnisse Der Zentralverband der Fleischer hielt am Sonntag eine Mit und verlangte, daß sie auch das Recht haben sollen, über Lohnverhältnisse zu verhandeln. Ein zu diesem Bunft angenommener gliederversammlung ab. Ein starkes Polizeiaufgebot war vor und Antrag berlangt, daß alle Arbeiter, auch die unter 21 Jahre, au im Versammlungslokal anveiend. Warum, wußten die Beamten den Ausschüssen wahlberechtigt find. Derselbe Redner referierte wohl selbst nicht. Ueber die Einführung des Achtuhr- Ladenschlusses" auch über" Anrechnung der Dienstjahre zum Besoldungsdienst- sprach Hensel. Er schilderte den Kampf um denselben und hob alter". Ein Telegraphenarbeiter werde erst nach neun Jahren mit hervor, daß nur durch die Hilfe der organisierten Arbeiterschaft dieser 900. feft angestellt, während die Postboten 1000 m. erhielten. Sieg erfochten fei. Den zweiten Punkt: Wie stellen wir uns zu Das Gehalt von 1500 M. erreichten die Postboten nach 27 Dienst- einer Tarifbewegung in Berlin?" behandelte Bergmann. Redner jahren, die Telegraphenarbeiter erst nach 30 Jahren. Das sei betonte, daß versucht werden müffe, bei den einzelnen Arbeitgebern eine Ungerechtigkeit und verlangt Redner mindestens Gleichstellung die Wünsche der Gesellenschaft zur Durchführung zu bringen. Die Hauptmit den Bostboten. Am dritten Verhandlungstag wurden die vor- fache fei zunächst die Anerkennung unferes tostenlosen Beschlüsse niedergelegt, in denen die Forderung Lohnauf. lebhaften Diskussion wurde gerügt, daß eine Anzahl der freien gebrachten Wünsche bezügl. der Lohn- und Arbeitsverhältnisse in Arbeitsnachweiſes, ferner die Regelung der Arbeitszeit. In der ziemlich befferung an erster Stelle steht. Dann befaßte man sich mit Gastwirte bei ihren Wurstmachen unorganisierte Fleischerinternen Verbandsangelegenheiten. Der nächste Verbandstag soll gefellen beschäftigen. Viele beziehen ihre diesbezüglichen Hilfskräfte bom privaten Stellenvermittler. Die Abrechnung vom 3. Quartal gab 1910 in Köln ftattfinden. Bergmann. Die Einnahmen der Hauptkasse betrugen 1475,20 m., die der Lokalfaffe 1279,86 M., die Ausgaben der letzteren betrugen 887,51 M. Wegen der in diefem Quartal fich besonders geltend machenden Arbeitslosigkeit sei ein Fortschritt nicht zu verzeichen, Brüg, 3. November. Den Abendblättern zufolge find geftern doch sei es möglich gewefen, das Errungene zu halten. Hierauf mittag die Belegschaften der Schächte Sagonia und Julius V nicht wurde noch auf die am Sonntag, den 29. November stattfindende eingefahren. Abends schlossen sich ihnen die Nachtschichten der Stranfenfaffenwahl hingewiesen und die Anwesenden ersucht, schon Schächte Julius III, Julius IV und Alexander an. Heute sind jetzt ihre Stollegen auf dieselbe aufmerksam zu machen. die Belegschaften der Schächte Julius III, Julius IV, Julius V, Anna und Mathilde, sowie die der Gruppe Prinz Eugen ausständig. Nachrichten von einem Generalstreit finden keinen Glauben. Ausland. Kohlengräberstreit. Der Telegraph meldet: Die Buchbinderaussperrung in Schweden. Ueber seine Tätigkeit sagt der Ausschuß: Der Förderungs- Ausschuß hat ein Storrefpondensblatt be. gründet, das der Bresse der nationalen Arbeitervereine möchent. lich unentgeltlich überfandt wird. Die Korrespondena bringt von namhaften Schriftstellern Auffäße von allgemeiner Bedeutung, die, den Grundsätzen des Förderungs- Ausschusses entsprechend, blieben. Man geht aber schon lange mit dem Plan um, sie auf das gute Einvernehmen zwischen Arbeitern und Arbeitgebern pflegen sollen. Hierdurch ist einem lange bestehenden Bedürfnisse genügt worden. Schließlich fommt genau im Stile des Herrn Lebius Der Klingelbeutel: Zur Erfüllung dieser Aufgaben sind große Geldmittel er. forderlich. Der Förderungs- Ausschuß bittet daher um Einfendung von namhaften Beiträgen. Es ist dem Vermittelungsbeamten in Stocholm gelungen, von neuem Verhandlungen zur Beilegung des Lohnkampfes im Buch bindergewerbe anzufnüpfen. 8u- gleicher Zeit hat jedoch der Bor. stand der Schwedischen Arbeitgebervereinigung beschlossen, einer auf Sonnabend einberufenen Delegiertenversammlung eine weitere Ausdehnung der Buchbinderaussperrung zu emp fehlen. Bis jept ist die feit einem Vierteljahr dauernde Aus. sperrung bekanntlich auf Stockholm und Eskilstuna beschränkt ge das ganze Land auszudehnen, und der Stockholmer Buchbindermeisterverein hat zu diesem Bred auch bereits bei sämtlichen Buchbindereibesizern der anderen Städte Schwedens angefragt, ob sie nicht ebenfalls ihre Arbeiter aussperren wollten. Danach ist kaum anzunehmen, daß die jetzt angeknüpften Berhandlungen zu einer Einigung führen. Soziales. " Letzte Nachrichten und Depefchen. Beigelegte Aussperrung. Aachen, 4. November.( B. S.) Die vom Arbeitgeberverband der Metallindustriellen Südwestdeutschlands angeordnete Maffen. aussperrung wurde infolge direkter Verhandlungen mit den Bere tretern ber Metallarbeiter szurüdgenommen. Erdbeben in Leipzig. Leipzig, 4. November.( W. T. B.) Heute nachmittag 2 Uhr 10 Minuten wurde hier ein Erdbeben wahrgenommen, das be sonders heftig in Neufchönefeld und Leugsch verspürt wurde. Auch in der Altstadt von Leipzig war die Erschütterung deutlich wahr nehmbar. Das Beben dauerte mehrere Sekunden und schien von Often nach Westen zu verlaufen. Der Räuber im Poftamt. Budapest, 4. November.( B. H.) Wie aus Mediasch gemeldet wird, drang in das dortige Postamt ein Individuum ein. Im Bureau zog der Räuber einen Revolver und richtete ihn auf den Vorsteher des Postamtes mit der Drohung ihn zu erschießen, wenn er sich rühre. Dann erbrach er die Kaffe und raubte aus ihr 70 521 Stronen, worauf er unbehelligt das Postamt verlich. Wie verlautet, ist es der Polizei bereits gelungen, den Einbrecher sowie einen Komplicen zu verhaften. Ein ungarischer Potsdamer. Unterzeichnet ist das Zirkular: Generalmajor 3. D. von Boebell, Borsitzender, Direftor Galow, Oberbergrat Schidiale einer Lanbarbeiterfamilie nach 47 jähriger Arbeit. a. D. Krap, Frhr. v. Neibniz, Justizrat Franz. 47 Jahre war der Instmann Nowaki auf der Domäne Artschau, Wagner. Das also find die Arbeiter, welche die Be- Kreis Danziger Höhe, tätig. Am 9. Februar 1908 starb er infolge freiung der deutschen Arbeiterschaft vom Joche der Sozial- eines Unfalls. Nach seinem Tode vereinbarte der Domänenpächter demokratie durch die Arbeiter selbst( 1) betreiben Wendt mündlich, daß der Stiefsohn des Verstorbenen, bisher Scharwollen. Generalmajor, Direktor, Oberbergrat, Freiherr und werker, Instmann werden solle und die Tochter des Toten ScharJustizrat! Allerdings würdige Vertreter der schwieligen werkerin bei ihrem Stiefbruder. Das Mädchen ist 16 Jahre alt. 63 Schweine sollte es füttern, Budapest, 4. November.( B. H.) Der Oberleutnant im 68. Jn. Faust", die Partei und Gewerkschaften den Hals um das dazu nötige Futter heranschaffen und 10 Kühe hüten! Ratür- fanterie- Regiment offer hat sich heute vormittag erfchoffen, nach drehen soll! lich lonnte das Mädchen diese Arbeit auf die Dauer nicht be- dem ein Feldwebel gegen ihn die Anzeige wegen fegueller Ber mältigen. Es verließ die Stelle, um in der Stadt Dienft zu nehmen. fehlungen erstattet hatte. Darauf fam vom Amtsvorsteher das ist der Bächter Wendt Liebesbrama. gleich selber prompt ein Strafbefehl bon 15 t oder drei Tage Haft- wegen unberechtigten Verlaffens Rybnik, 4. November.( B. S.) Der Buchbinder Fiebig des Dienstes. Der Amtsvorsteher verweigerte gleichzeitig die Aus- erfchoß feine Geliebte, das 18jährige Dienstmädchen Spaethe und ftellung des verlangten Dienstbuches und forderte das Mädchen dann sich selbst mit einem Revolver. Der Grund zur Tat ift auf, bei ihm wieder zur Arbeit anzutreten. Liebesgram. Beide find tot. Berlin und Umgegend. 0 Die Arbeitnehmervertreterwahlen zur Innungsfrankenkasse der Berliner Gastwirte finden am Freitag, den 6. November, nach mittags 4 Uhr, in, den Andreas Festfalen, Andreasstr. 21 statt. Die Herren Gastwirts ,, meister" haben sich mit einer gelben Garde umgeben, die ihnen helfen soll, die organisierten Gaft wittsgehilfen wieder aus der Kassenverwaltung herauszudrängen. Berantw. Rebatteur: Hans Weber, Berlin. Inseratenteil verantw.: も Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Berwärts Buchbr. u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Gierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsbl. Dr. 2G0. 23. Zahrgaug. 1. KtiliP Ks.Hmärls" KM» WIksblM Dounttstllg. 3. November M8. �.eickstag. -tvs. Sitzung. Mittwoch, den 4. Novetnber» nachmittags 2 Uhr. Am BundeSratStischc: Niemand!! Aus der Tagesordnung stehen Petitionen. Bor Eintritt in die Tagesordnung ehrt daZ HauS zunächst in der üblichen Weise das Andenlen der inzwischen verstorbenen Mit- glieder: des früheren Alterspräsidenten v. Winterfeldt-Menkin(k.). v. Kausfmann(Hosp. d. Natt). Ehrhart(Soz.j. v. Gersdorff(Rp.). Präsident Graf Stolbcrg teilt mit, daß folgende Jnter- �ellationen eingegangen sind: Interpellation Bassermann(natl.): Ist der Herr Reichskanzler bereit, für die Veröffentlichung einer Reihe von Gesprächen Seiner Majestät des Kaisers im „Taily Telegraph" und für die in denselben mitgeteilten Tat- fachen die verfassungsmäßige Verantwortung zu übernehmen? Interpellation Graf Hompesch(Z.) über Matznahmen gegen die Arbeitslosigkeit und gesetzliche Garantien gegen die schwarzen Listen. Interpellation Ablaß(frs. Vp.) und Genossen: Durch die Berösfcntlichung von Aeußerungen deS deutschen Kaisers im„Taily Telegraph" und durch die vom Reichskanzler veranlaßt? Mitteilung des Sachverhaltes in der„Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" sind Tatsachen bekannt geworden, die schwere Mängel in der Behandlung auswärtiger Angelegenheiten bekunden und geeignet sind, auf die Beziehungen des Deutschen Reiches zu anderen Mächten ungünstig einzuwirken. Was ge- denkt der Herr Reichskanzler zu tun, um Abhilfe zu schaffen und die ihm durch die Berfasjung des Deutschen Reiches zu- gewiesene Berantwortlicksteit in vollem Umfange zur Geltung zu bringe«? Interpellation Albrecht(Soz.) und Genossen: Welche Maßregeln gedenkt der Herr Reichskanzler zu er- greifen, um den Folgen der wirtschaftlichen Krisis, die sich in Betriebseinschränkungen, Lohntürzungen und vornehmlich in Lrbeiterentlassungen bemerkbar machen, zu begegnen, und dem dadurch hervorgerufenen Notstand weiter Volksschichten entgegen- zuwirken? 'Eine weitere Interpellation Albrecht(Soz.): Was gedenkt der Herr Reichskanzler zu tun, um Vorgänge zu verhindern, wie sie durd» die Mitteilungen des„Daily Tele- graph" über Handlungen und Aeußerungen des deutschen Kaisers bekannt geworden sind? Interpellation v. Norman»(k.): Ist der Herr Reichskanzler bereit, nähere Auskunft zu geben über die Umstände, die zur Veröffentlichung von Gesprächen Se. Majestät deS Kaisers durch englische Zeitungen geführt haben? Präsident Graf Stolberg: Ich werde auf diese Interpellationen bei Festsetzung der Tagesordnung für die nächsten Sitzungen zurück. kommen. Vom Abg. Held(null.) ist ein Schreiben eingegangen, in welchem er um Verlängerung seines Urlaubs auf unbestimmte Zeit bittet. Auf Grund deS bekannten Urteils deS Schöffengerichts Hannover in seinem Privatflageverfahren hat er die Emleitung eines Strafverfahrens gegen sich selbst beantragt, diese ist wegen Verjährung abgelehnt worden. Abg. Held legt Verwahrung ein gegen dieses ungewöhnliche, ihn aufs schwerste schädigende Verfahren und wünscht bis zu seiner Rehabilitierung von der Ausübung seines Mandats entbunden zu sein. Der Urlaub wird auf Vorschlag des Präsidenten zunächst bis Weihnachten erteilt. Hierauf gibt der Präsident das Wort zur Geschäfts- ordnung dem Abg. Fürst Habfeldt(k.): Herr Präsident, ich möchte vorschlagen, zunächst diejenigen Petiiionen zu erledigen, zu denen keine Wort- Meldungen vorliegen Ich glaube, daS wird nicht lange Zeit in Anspruch nehmen. Nachher aber möchte ich bitten, die Sibiing zn uerlage», um den Fraktionen Zeit zu lasse», angesichts der politischen Lage sich zu beraten. Abg. Singer(Soz.): Ich würde Sie meinerseits bitten, diesem Alttrage nichl stallzngeben. Ich bin der Meinimg, daß Petitionen kleines feuilleton. Das moralische Amtsgericht und das unmoralische Denkmal. Unter dieser Spitzmarke wird der„Franks. Zeitung" aus Düssel- darf geschrieben: Wenn in der nächsten Zeit, wie beabsichtigt ist, die Akren des ehemaligen Düsseldorfer Heine-Dcnkmal-Komitces der Stadt- uird Landcsbtbliothek überwiesen und dem Heine- Forscher zugängig gemacht sein werden, wird besonders ein Akten- stück sein Interesse erregen, das bisher nur wenigen zur Kenntnis gekommen ist. Der vor einigen Jahren verstorbene Geh. Justizrat Emil Bloem, der von Anfang an an der Spitze des Komitees ge- standen und der in dem unglückseligen Kampf um das Düsseldorfer Heine-Dcnkmal mit großer Tapferkeit für den Dichter gestritten hat, beabsichtigte im Jahre 1300 für den noch vorlMdenen an- sehnlichen Fonds einen gesetzlichen Pfleger zu bestellen. Das in diesem Jahre in Kraft getretene Bürgerliche Gesetzbuch enthält Be- stimmungen, die eine solche Pflegschaft und damit die gesetzliche Sicherung solcher Fonds ermöglichen. Einer von Bloems Sekretären sollte Pfleger werden. Der Justizrat im Verein mit den übrigen noch lebenden Mitgliedern des Komitees richtete also einen dahin- gehenden Antrag an das Amtsgericht Düsseldorf. Zu ihrem nicht geringen Erstaunen wurde ihm alsbald ein„Beschlutz" dieses Ge- richtes zugestellt, worin die Bestellung eines Pflegers abgelehnt lvurde, weil—„die Gelder zu einem unmoralischen Zwecke g"'ammelt seien". So wörtlich zu lesen in dem„Beschlutz", der in den Akten des Komitees nachzulesen ist und der wirklich ver- dient, als llocument hurnain aufbewahrt zu werden. Auf eine sofortige Beschwerde hob dann das Landgericht Düsseldorf unter dem persönlichen Vorsitz des damaligen Landgerichtspräsidenten Witte den„Beschluß" des Amtsgerichts Düsseldorf auf und bestellte den beantragten Pfleger. Chronische Schwcfclwasserstosfvergiftuiig. Während die akute Form der Schwefelwosserstoffvergiftung infolge industrieller Betriebsunfälle wohl bekannt ist, weiß man von der verhältnismäßig häufigen chronischen Forin nur wenig. Gleichivohl ist diese, die namentlich unter den Arbeitern in Gasfabriken nicht selten auftritt, durch ziem- lick ernste Erscheinungen gekemizeichnet. Ihr näheres Studium er- inöglicht erst bei gewissen AuszehrungSzuständen sowie bei Blutleere und Bleichsucht die ivahre Ursache der Erkrankung festzustellen. Wie die„Revue Scieliiifiqne" ausführt, äußert sich die Vergiftung vor allem in heftigem Kopfschmerz, Schlafsucht und verschiedenen Störungen der Sinnesorgane, die zunächst den Verdacht einer Kohlenoxydvergifmng erwecken könnten. Dazu gesellen sich bisweilen noch Lähmungen und katarrhalische Affektioncn der Atmnngs- und VerdaitmigSwege. Der Appetit schwindet, und cs� stellt sich sehr bald vollständige Arbeitsunfähigkeit ein. Auf diese ersten Zeichen folgt bald eine Periode eines allgemeinen Marasmus, dem sich schwere Leberstörungen, Gelbsucht und sehr heftige Schmerzen zugesellen.� Starke Blutleere vervollständigt daS KrankheitSbild. In seltenen Fälle« führt das Leiden in etwa sechs Wochen zum Tode. Meist kommt es nach dem Gelbstichtfall zu einer allerdings sehr langwierigen Genesung. AlkoholiomuS und starke Ermüdung schwächen die Widerstandsfähigkeit deS Körpers gegen die im Reichstag teils aus Gründen der Geschäftslage, teils aus anderen Gründen an und für sich viel zu mangelhaft behandelt werden.(Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Ich mache daraus aufmerksam, daß am Ende der vorigen Tagung ausdrücklich von den verschiedensten Seiten betont worden ist, daß man den Reichstag möglichst zeitig einberufen solle, damit endlich einmal die Petilioneii zur Erledigung gebracht werden könnten. Ich glaube, diesem von allen Seiten geäußerten Wunsche des Hauses wohnt heute noch dieselbe iniiere Berechtigung bei. (Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Ferner meine ich. daß die Petitionen, bei denen keine Wortmeldungen vorliegen, nicht wichtiger sind. Man könnte vielleicht der gegenteiligen Meinung sein, daß gerade die Petitionen, zu denen im Hauie das Bedürfnis vorherrscht, zu sprechen, wichtiger sein können, als die anderen. Es liegt also kein Grund vor. die Petitionen, zu denen bestimmte Parteien des Hauses das Bedürfnis haben zu sprechen, schlechter zu bchatideln. � Der Herr Vorredner scheint zu glauben, daß ein großer Teil dieses Hauses noch der Sammlung bedarf(Heiterkeit bei den Soziaidemolraten) und sich mit anderen Arbeilen überhaupt nicht beschäftigen kann, als mit den Vorgängen, die ja demnächst hier zur Sprache kommen werden. So wichtig diese auch sind. und so sehr auch wir durch die Einbringung unterer Jnlerpellalion bewiesen haben, für wie notwendig wir eine Besprechung dieser An- gelegenheil halten, so glaube ich, braucht der heme für die Petitionen reservierte Tag dadurch nicht beeinträchtigt zu werden. Das Haus ist jederzeit in der Lage, die Diskussion zu schließen, wenn es ihm notwendig erscheint. Aber es ist doch neu, daß ein Antrag gestellt wird, eine bestimmte Kategorie von Petitionen anders zu behandeln als andere. Außerdem vergegenwärtigen Sie sich: wir werden in dieser Zeit nur den einen Tag für die Petitionen haben; die Ge schäfte des Hauses werden so gelagert werden, daß die Notwendig keit drängt, die Petitionen zurückzustellen. Ich glaube, es wird im Volke arg aufgenonimen werden, wenn die Petitionen wieder zurück- stehen. Das Volk kommt schon jetzt bald zu der Auffassung, daß das verfassungsmäßig gewährleistete Petitionsrecht in diesem Hause in einer Weile behandelt wird. daß sein Recht viel zu kurz dabei kommt.(Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Im übrigen haben die Fraktionen nachher immer noch Zeit, diejenigen Dinge zu besprechen, die sie für notwendig halten.(Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Abg. Bassermann(natl.): Man könnte an und für sich bielleicht der Meinung sein, daß dem Antrage des Fürsten Hatzfeld beizutreten ist, da seine Fraktion den Wunsch hat, ihre begonnenen Beratungen über die politische Lage baldmöglichst fortzusetzen. Wenn ich aber die Gründe des Herrn Abg. Singer erwäge, so komme ich zu dem- selben Resultat wie mein Herr Vorredner. Ich bin auch der An- ficht, daß das Pelitionsrccht im deutschen Reichstag nicht sehr gut wegkommt. Wünschenswert wäre es aber zur Förderung der Petitions- beratung, wenn eine möglichste Beschränkung der Redelust dabei Platz griffe; denn wir haben es wiederholt erlebt, daß für die Be- ralung einer einzigen Petition ein ganzer Tag gebraucht wurde. Im übrigen meine ich, wir sollten in die Beratung der Petitionen eintreten. Dagegen habe ich nichts einzuwenden, daß diejenigen Petitionen vorweggenommen werden, bei welchen Wortmeldungen nicht vorliegen; eine bessere Behandlung dieser Petitionen bedeutet daS nicht, vielmehr liegt die Erledigung möglichst vieler Petitionen im Interesse der Petenten. Präsident Gras Stolberg: AIS wir daS letzte Mal Petitionen behandelt haben, haben wir diejenigen zuerst behandelt, zu welchen Wortmeldungen und Anträge nicht vorliegen, und ich hatte die Ab- ficht, Ihnen dasselbe Verfahren auch heute vorzuschlagen. Abg. Dr Spahn(Z.)(zur Geschäftsordnung): Mit dem Vor schlage des Präsidenten bin ich einverstanden. Im übrigen meine ich. daß wir bei der großen Zahl der auf der Tagesordnung stehenden Petitionen sämtliche keinesfalls erledigen werden. Den Zeitpunkt der Vertagung kann daS Haus ja später bestimmen. Abg. Dr. Arendt(Rp.): An Interesse für die Petitionen fehlt eS uns nicht, vielmehr entspringt die Anregung des Fürsten Hatzfeldt dem Jmeresse an den Pelilionen(Lachen bei den Sozialdemokraten). denn bei der gegenwärtigen Stimmung des Hauses ist es unmöglich, in eine sachliche Erörterung der Petitionen einzutreten.(Widerspruch bei den Sozialdemokraten.) Es ist auch deswegen nicht möglich, weil die Fraktionen noch nicht in der Lage waren, zu den Petitionen Stellung zu nehmen. Abg. Fürst Hayfrldt(Rp.)(zur Geschäftsordnung): Ich ziehe den Anttag zur Zeit zurück. Schwetelwasserstoffeinwirkung allerdings in sehr erheblichem Maße. Bei, den Vergifteten sinkt die Zahl der roten Blutkörperchen außerordentlich schnell. Leber und Milz sind geschwollen und schmerz- hast. Die Gegenwart von Schwefelwasserstoff läßt sich durch Blei- essigpapier nachweisen, das unter dem Einfluß des Gases geschwärzt wird. Der quantitative Nachweis des Gases ist sehr einfach. Es genügt, ein bekanntes Volumen durch Jodlösung streichen zu laffcn. Mit Hilfe dieser Methode ließ sich festitellen. daß die Luft mancher Arbcitsräume bis zu 0.74 auf tausend Teile Schwefelwasserstoff ent- hielt(es handelt sich um französische Fabriken), welche Dosis auf die Dauer sogar tödlich wirken kann. Theater. Friedrich-Wilhclm städtisches Schauspielhaus: A n t e r o s Drania in fünf Akten von Erich Korn. Wie Becr-Hofinann im„Grafen Charolais" und Hoffinannsthal im „Geretteten Venedig' hat Erich Korn den Stoff zu seinem Drama einem alten englischen Schauspiel aus der Shakespeare-Zeit entnommen. In ungleich höherem Grade noch als jene beiden früheren Versuche trägt der seine einen ausgesprochen archaistischen Charakter. Die Handlung, aus jede näher motivierte Wahrscheinlichkeit ver- zichtend, gibt sich romantisch-märchenhaft und erhält, was den Ein- druck des Phantastischen noch steigert, durch Einführung eines Hofnarren Shakespeareschen Stiles ein parodistisches Gegenspiel. Es ist cm Experi- ment, das offenbar aus vielem Nachdenken und Grübeln geboren wurde, und das trotzdem, obwohl in Einzelheiten sich ein entschiedener Spürsinn für Bühnenwirkungen verrät, im ganzen doch nur als Kunosum interessieren kann. Was der Autor in den einleitenden Notizen des Theaterzettels als sein höchstes Ziel bezeichnet: daß der Zuschauer ein höheres Walten spüren soll, den Anhauch von der Geister- schlacht in den Lüften, von der Ibsen einmal spricht, die über den tragischen Vorgängen einer Dichtung, wie über denen deS Lebens stets ausgefochlen wird— davon ist in dem Drama schlechterdings nichts realisiert. Zu solchen Erschütterungen bedarf es einer Kunst, die gerade im Gegensatze zu der romantisch-bunten Willkür, in welcher der Verfasser sich hier gefällt, die inneren zwingenden Zusammenhänge eines Schicksals, die in den Handlungen erscheinende Notwendigkeit der Charaktere aufdeckt. Nur die stoffliche Neugier, was sich aus den seltsamen Situationen wohl zu guterletzt ergeben werde, nicht die Erzeugung einer künstlerischen Illusion regt hier die Spannung auf, und solche Neugier hält nicht lange an. 'Ein junger nngarischer Riiter verlätzt daS ihm anVerlobte Mädchen, um auf Geheitz des Königs die wunderschöne Evadne zu freien. In der Brautiiocht— das ist die zentrale, frappant- sensationelle ähnlich bereits in dem altenglischen Stücke misge- staltete Hauptszenc,— erklärt sie ihm, sie sei die heimliche Liebste des Herrschers und werde es bleiben. In dieHeirat habe sie nur gewilligt, um für das Kind, das sie von jenem im Schöße trage, vor der Welt einen Vater zu erhalten. Niemals aber werde sie ein anderer als der junge Fürst, an welchem sie mit jeder Faser ihres Herzens hänge, berühren ürfen. Der Ritter, wahnsinnig in seiner Verliebtheit, beugt sich ihrem Willen, seine fiebernde Begierde hosjt, er werde, wenn er aus- harrt, die Entehrte, die ihn selbst entehrt hat, doch doch einmal be- sitzen. Indem Korn, nicht wie Bccminont und Fletscher den Ehrgeiz, Abg. Singer(Soz.)(zur Geschäftsordnung): Wenn der W- geordnete Arendt sagt, der Reichstag befinde sich in voller Auf- regung, so kann sich das doch nur auf diejenigen Mitglieder beziehen, die in den Vorgängen etwas Nußergclvöhnliches sehen.(Große Heiterkeit und Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) Aber diese Dinge sind in Deutschland gang und gäbe. (Lebhafte Zustimmung bei den Sozialdemokraten.) Herr Arendt sagt ferner, die Fraktionen hätten zu den Petitionen nicht Stellung gc- nommen; das ist doch sehr wunderbar. Diese Petitionen haben vor der Sommerpause wiederholt auf der Tagesordnung gestanden. und man mutz doch annehmen, die Herren hätten sich damals mit ihnen beschäftigt.(Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Darauf werden eine Anzahl Petitionen debattelos nach den An- trägen der Petitionskommission erledigt. Es folgt die Beratung von Petitionen der Bureau» b e a m t e n, welche Ausdehnung der Erhebungen der Kommission für Arbeiterstatistik auf die Verhältnisse der Bureaubeamtcn wünschen, ferner die Rechtsgleichheit aller Burcaubeamten unter- einander und ihre Gleichstellung mit den übrigen Angestellten ver- langen sowie eine grundsätzliche Sozialpolitik für Bureaubeamte. Die Kommission beantragt, soweit eine Besierung der Verhält- niste mit Ausnahme der Lobnverhältnisie verlangt wird, die Petitionen dem Reichskanzler zur Berücksichtigung zu über- weisen; soweit die Bildung von Arbeits- bezw. GehitfcnauSschüsien verlangt wird, die Peiitionen dem Reichskanzler zur Erwägung zu überweisen, soweit aber eine Besserung der Lohnverhältnisse ver- langt wird, über sie zur Tagesordnung überzugehen. Abg. Linck(natl.): Es ist für den Reichstag ein nodilo officium (eine Ehrenpflicht), endlich einmal den Bureaubeamten zu helfen, deren Bezüge talsächlich sehr gering sind; auch die im Bureau- betriebe übliche LehrlingSzüchterei ist schon aus hygienischen Rücksichten zu verwerfen. Abg. Raab(Wirtsch. Vg.) tritt ebenfalls für die Beschlüsse der Kommiision ein. Abg. Dr. Pieper(Z.): Die Verbündeten Regierungen sollten sich zu den Wünschen der Bureaubeamten recht bald äutzern und bei den ♦ Erhebungen auch die Bureaubeamten selbst befragen. Abg. Lehmann-Wiesbaden(Soz.): Die Aufmerksamkeit deS hohen Hauses ist ja nicht sehr groß, so daß es vielleicht ebenso gut gewesen wäre, die Petitionen abzusetzen, weil die Herren sich ja doch mit anderen Dingen beschäftigen. Gegenüber den Wünschen der Bureau- beamlen stehen wir heute noch auf demselben Fleck, weil die Regierung ihre Pflicht nicht getan hat. Seit 1897 bereits petitionieren die Bureauangestelltcn, die Regierung erklärt, sie wolle Erhebungen anstellen und eine Anfrage bei den Prinzipalen ver- anlassen, aber von einigen Bundesregierungen sind Antworten noch nicht eingegangen. Würde es sich um Wünsche der Agrarier handeln, so würde eS etwas schneller gehen.(Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Wenn die Regierungen die Erhebungen nicht anstellen wollen, so sollte die Reichsregierung selbst eine Um- frage nicht bei den Prinzipalen, sondern bei den Angestellten veranlassen— das könnte sehr leicht bewerkstelligt werden. Mindestens zwei Drittel der Bureauangestellten sind jugendliche Arbeiter. Dieselben Leute, die bei dem kleinen Befähigungsnachweis nicht genug schreien können. sie wollen eine Sicherheit für die Ausbildung der Lehrlinge haben. dulden eS, daß zwischen Rechtsanwälten und Bureauangestellten Verträge geschlossen werden, welche eine Gewähr für die Ausbildung in keiner Weise geben. Mit Recht verlangen die Bureauangestellten die Unterstellung unter den 8 63 deS Handelsgesetzbuches, die Unterstellung unter die Gewerbeordnung. Auch bei der neuen Novelle zur Gewerbeordnung hat die Regierung diese Wünsche nicht berücksichtigt. Meine Partei wird versuchen, das Versäumte nachzuholen, und Sie weroen bei der Beratung der Novelle Gelegenheit haben. Ihr warmes Herz für die Bureauangestcllten zu betätigen.(Bravo! bei den Sozialdemokraten.) Damit s ch l i e.b t die Diskussion. Die Anträge der Kommisston werden angenommen. Es folgt eine Petition betr. Einführung eines Zolle» auf Milch und Rahm. Die Kommission beantragt Neberweisung der Petition als Material, so weit sie eine Aendernng des Zolltarifs verlangt und Ueberweisung zur Berücksichtigung, so weit sie ver- schürfte hygienische Kontrolle fordert. Abg. Gluer(k.) beantragt, die ganze Petition dem Reichs- kanzler zur Berücksichtigung zu überweisen. sondern finnliche Leidenschaft alS das Motiv, das Evadne an den König fesselt, darstellt, wird die Figur dem Anschein nach ein wenig menschliche� Genauer zugesehen freilich bleibt sie auch so in ihrem Handeln wie Empfinden fremd und unverständlich. Schließlich führt sie den Gatten vor den König. Er soll eS vor dem Eifersüchtigen beschwören, daß sie ihm nicht« gern gewährt hat. Es ist in diesen Bildern bei aller psychologischen Unmöglichkeit eine Keck- heit der Erfindung, ein Raffinement, das wenigstens im ersten Augen- blick verblüfft. Die Begegnung des Ritters mit der verlassenen Braut, die ihm sterbend verzeiht, hat balladenhaft lyrische Stimmung. Dann geht die Kurve abwärts. Gott Anteros, der Bruder deS Eros, läßt auch Evadne die Qualen deS Verschmäht- eins kosten. Der König wirbt um eine andere. In einem Grab- gewölbe schwört ihm Evadne Rache. Rebellen besetzen iein Schloß und er selbst erbittet sich den Tod von der Hand der Geliebten. Zwischendurch tummelt sich Hanswurst. mit Mopsa, seinem Kolumbinchen. Er heiratet und boykottiert sie nach der Ehe. wodurch eine scherzhafte Parallele zur Haupthandlung genommen werden soll. So dürftig das auch motiviert wird, im Pantomimischen der bunten Nebenszenen ist manches Lustige. Eine Intrige Kolombinchens, die dem pflichtvergessenen Gatten eine ge- hörige Tracht Prügel einbringt, führt ihn am Schluß zur Ehemanns- raison zurück. Die Aufführung des Stückes mit seinen zahlreichen Massenszenen qelang im Friedrich-Wilhelmstädtischen Theater unter eigener Regie )eS Verfassers über Erwarten. In erster Reihe standen Lettinger als Amintor. Gertrud Korn als Evadne. Elfriede Heisler in der Kolumbinchenrolle, aber die Reihe der anerkennenswerten Leistungen ist damit bei weitem nicht erschöpft. Mit manchen, hübschen Detail, wenn auch nicht in gleichmäßiger Rundung gab Ä a s e l t die schwierige Figur deS Narren. Sehr eigenartig und geschmackvoll war die von Leo Impekoven entworfene Deko- ratio», die mit den einfachsten Mitteln, ohne Kulissen und gemalte Hintergründe den wechselnden Schauplatz der Handlung sicher anzu- deuten verstand. Der Applaus klang stark. dt. Humor und Satire. Die Ehe als Vorschule.„Haben Sie schon mal ein Kreuzverhör zu bestehen gehabt V fragte der Verteidiger den Zeugen. „Und ob I" entgegnete der Mann. Habe ich Ihnen nicht eben erst gesagt, daß ich verheiratet bin?"„Pick me up". Die Macht der Eifersucht.„Neulich hatte ich meinen Geldschrank verschlossen und konnte mich nicht ans die Kombinatiop besinnen." „Und was taten Sie da?" „Ich ließ meiner Frau gegenüber durchblicken, daß einige Briefe von öiner alten Liebe von mir darin wären. Sie hatte den Schrank in zehn Minuten offen."„Jndianvpolis-Journal". Er hält fein Wort. Kellner:„Was wünsche,, Sie Mister?" Engländer:„Einen Whiskl) mit einem Strohhalm." Kellner:„Mit was?" Engländer:„Mit einem Strohhalm.. Ich habe meiner Frau versprochen, daß während meiner Reise kein Tropfen Whisky mein« Lippen befeuchten soll."„Caras tz CaretaS". Bon dem Abg. Albrecht( Soz.) und Genoffen läuft ein Antrag| Gewerbegericht Duisburg bertiefen. Diefes erklärte, es Be- I( Nr. 999) Enttvurf eines Gefeßes wegen enderung bes ein, über die Betition zur Tagesordnung überzugehen. trachte den leberweisungsschein als eine periönliche Empfehlung, die Erbschaftssteuergesetes( nebst Begründung).. Unter normalen Verhält Abg. Gothein( ri. g.): Die Klagen der Petition über die man jemand geben könne oder nicht! ( Nr. 1000) Entwurf eines Elektrizitäts- und Gasangebliche Gesundheitsschädlichkeit der eingeführten dänischen Milch nissen wäre dagegen nichts einzuwenden. Aber angesichts der Tat- steuergesetzes( nebst Begründung und 13 Beilagen). find ganz unberechtigt. In der Prüfung dieser Frage hat die Kom fache, daß es gerichtsnotoriich war, daß Arbeiter ohne Ueber-( Nr. 1001) Entwurf eines Anzeigensteuergefeges miffion fehr oberfläche gearbeitet, sie hat darüber nicht einmal weifungsschein feine Arbeit bekommen, ist diefer Spruch mit dem( nebst Begründung und 2 Anlagen). ( Nr. 1002) Entwurf eines Gefeßes betreffend die einen Regierungsfommissar gehört. Wenn also der Antrag auf Rechtsempfinden nicht vereinbar.( Sehr richtig! bei den SozialUebergang zu Tagesordnung nicht angenommen wird, sollte die demokraten.) Trotzdem sind die Herren nicht dazu übergegangen, von dem Einwirkung von Armen unterstügung auföffentPetition nochmals an die Kommiffion zurüdverwiesen werden.( Bravo! gegen die guten Sitten verstoßenden System der Sperren abzugeben, liche Rechte. fints.) vielmehr deuten die späteren an die Deffentlichkeit gekommenen Dinge darauf hin, daß die Maßnahmen gegen die Arbeiter sogar noch verschärft sind. Dabei handelt es sich nicht etwa, wie viel leicht mancher meinen könnte, um einzelne Fälle, sondern ich bin in der Lage, Ihnen schwarze Listen vorzulegen, durch welche bis in die allerjüngste. Beit hinein Arbeiter auf das flaster geworfen wurden und nicht nur im rheinisch west fälischen Kohlengebiet, sondern in allen Bergwerksgebieten. Am 13. Mai fonnte die Bergarbeiter- Beitung" einen Geheimbund von Tercoriften Abg. Sievers( natl.) tritt für den Kommissionsbeschluß ein. Abg. Wommelsdorff( natl.) wünscht baldigste Einführung eines Bolles auf Rahm und Milch gegenüber Dänemark. Abg. Dr. Spahn( 3.) beantragt, mit Rücksicht darauf, daß der Kommission der Vorwurf gemacht ist, fie hätte ihren Beschluß ohne genügende Unterlagen gefaßt, die Petition an die Kommission zurüdzuberweisen. Dieser Antrag wird angenommen. Es folgt eine Betition betr. Schiffahrtsabgaben auf den natürlichen Bafferstraßen Deutschlands. Abg. Dr. Spahn( 3.) beantragt Vertagung. Abg. Bassermann( natl.) beantragt Absezung der Petition von der Tagesordnung. betrieb. Die Lehrerbesoldungskommission des preußischen Landtages, der auch die Frage der Besoldungsordnung der Geistlichen mit überwiesen ist, hat zunächst die leytere zur Beratung gezogen. Die erste Lesung der Vorlage über die evangelischen Geistlichen ist schnell erledigt. Es wird hierzu nur ein Abänderungsantrag geitellt, außerdem ein Antrag: zur Aufbesserung der jüdischen Geistlichen die Regierung um Einbringung eines Gefeßentwurfes zu erfuchen, in welchen 400 000. zu jenem 8wed zur Verfügung ge stellt werden sollen. Bei dem Regierungsentwurf bezüglich der Gehaltsverhältnisse bekannt geben, dessen Mitglieder sich verpflichten, während eines der katholischen Geistlichen brachte das Sentrum pefuniäre ausstandes sowie drei Monate nach demselben keinen auf dem be- Paritätsschmerzen zum Ausdruck. Auch wurde darüber geklagt, daß treffenden Werk beschäftigten Arbeiter anzunehmen. Arbeiter, welche für die Hilfsgeistlichen und Missionsprediger keine Beihilfen vorDer Antrag auf Bertagung wird gegen die Stimmen des bereinzelt oder gemeinschaftlich die Arbeit auf einem Verbandswert gesehen find, was umfomehr zu bedauern fei, als Zentrums und der Konservativen abgelehnt, der Antrag auf niedergelegt haben, dürfen 6 Monate lang auf einem anderen Siese einen wesentlichen Schub gegen die Sozial. Verbandswerk nicht beschäftigt werden. Erfährt man auf dieſem demokratie barstellten! Der Regierungsvertreter wies Abjegung der Petition mit großer Mehrheit angenommen. Eine Betition der vereinigten Bergarbeiterverbände Deutschlands Berte erst später, wenn der Arbeiter schon beschäftigt ist, daß er auf bemgegenüber darauf hin, daß die Bischöfe mit der Regierungswünscht gefeßliche Schußbestimmungen zum Verbot und zur Be- einem anderen Verbandswerk die Arbeit niedergelegt hat, so ist er vorlage vollständig einverstanden seien. Zu lebhaften Auseinanderlegungen lam es bei der Beratung systems der Zechenverwaltungen und gefeßliche Verhinderung des Beschäftigung nicht schon drei Monate dauert. It in einem anderen des§ 15, der die Ausnahmestellung der polnischen Geistlichen ordnet. strafung fast entlassen( hört! hört! bei den die Gesundheit ruinierenden Ueberschichtenwesens im Bergiverks während desselben und drei Monate nachher fein Arbeiter aus dem( 18 Stimmen von 21) angenommen, der eine geringe Abschwächung Gebiete ein Ausstand ausgebrochen, so kann beschlossen werden, daß mit Hilfe der Nationalliberalen wurde ein konservativer Antrag Ausstandsgebiet auf einem Verbandswerk beschäftigt werden darf. enthält. Berichterstatter Abg. Sachfe( Soz.) befürwortet im Namen der Bei Zuwiderhandlungen gegen das Statut oder die Beschlüsse des Kommission die leberweisung der Betition zur Berücksichtigung. Berbandes verfällt das zuwiderhandelnde Mitglied in eine an den der Ruhegelder für die katholischen Geistlichen nur 120 000 M. im Im weiteren wurde darüber geflagt, daß für die Aufbefferung Abg. Giesberts( 3.): Das System der schwarzen Listen blüht Verband zu zahlende Strafe bis zu 1000 m., wofern es nicht Gesetze vorgesehen sind, während für diese Zwecke bei den evanim Bergwesen ganz besonders. Die Zechenbesitzer erklären, fie müßten überhaupt aus dem Verbande ausgeschlossen wird. zu den schwarzen Liſten greifen wegen der großen Fluktuation der Die Bertretung der Bergarbeiter hat sich an den gelischen mehr als eine Million bereitgestellt würden. HierStaats- zu gab der Regierungsvertreter die interessante Erklärung ab: Es sei Arbeiter. Aber die Fluktuation wird veranlaßt durch die Schwere der Arbeit und die Behandlung der Arbeiter. Am besten wirken anwalt mit der Frage gewandt, ob er nicht in der Lage ist, gegen zwar richtig, daß die Ruhegeldbezüge der katholischen Geistlichen der Fluftuation entgegen Organisationen der Arbeiter, die auf Ver- derartiges offenbar gegen die guten Sitten verstoßendes Geheim- niedrig feien, aber die Bischöfe hätten sich geweigert, den Staat mit besserung der Arbeitsverhältnisse hinwirken. Die Unternehmer da bündlerium vorzugehen. Die Staatsanwaltschaft hat ein Einschreiten in diese Dinge bineinreden zu laffen, wie es bei der ebanaber abgelehnt, und die Oberstaatsanwaltschaft bat sich diesem Be gelischen Kirche der Fall fei. Die Resolution bezüglich der scheide angeschlossen.( hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Ichibischen Geistlichen wurde als ungeeignet durch Uebergang möchte Ihnen nun einige schwarze Liften vorlegen, welche dentlich zeigen, daß es sich nicht um vereinzelte Fälle handelt.( Der Nebner sur Tagesordnung erledigt und damit die erste Lesung beendet. legt eine Anzahl schwarzer Listen auf den Tisch des Hauses nieder, darunter eine solche, welche 586 Namen enthält, eine mit 1068 Namen, eine mit 1800, eine schwarze Lifte mit 5299 Namen! Abg. Hengsbach( Soz.): daß eine solche Sperre überhaupt besteht. Als aber die Beweise Ser Montanindustrie gegen die werden auf der anderen Seite Ueberschichten gemacht.( hört! hört! Lebius, der ,, Beleidigte". Lebius war gestern wieder einmal in wenig erfreuliches 27 gegen befördern die Fluftuation, indem sie auf alle Weise fremde und ausländische Arbeiter anloden, die der schweren Arbeit nicht gewachsen find. In einem Aufruf, in welchem die Masuren aufgefordert werden, in einen Bergwerksbezirk zu kommen, werden die Verhältnisse in einer Weise geschildert, daß man meinen follte, die Leute werden nicht zu schwerer Arbeit aufgefordert, sondern zu einem angenehmen Landaufenthalt! Verichwiegen wird die schwere Arbeit, verschwiegen wird die Unfallgefahr, verschwiegen wird die verichwiegen wird. wie leicht Teuerung der Lebensmittel, Wir fordern, daß die Regierung gegen ein folches System Lage. Er mußte sich eine Beleuchtung seiner Person und die Arbeiter auf die schwarzen Listen tommen. Das ist einschreitet. Die Arbeiterschaft, die ebenfalls zu den steuer- seiner Rolle gefallen lassen, und das kann für ihn nicht andirekt Vorspiegelung falscher Tatsachen. Die schwarzen Listen zahlenden Bürgern gehört, muß vor diesem Vorgehen der Werkes gehen von dem neugegründeten Bechenverbande aus, der befizer geschützt werden. Daß sich dieses Vorgehen nicht etwa genehm sein. Er hat sich diese Unannehmlichkeit abermals anfangs als Geheimbund gedacht tvar. Ein Arbeiter, der nur fogenannten fozialdemokratischen Umtriebe durch eine Klage gegen den Vorwärts" zugezogen. Db ihm auf einem Werte die Arbeit niedergelegt hat, darf vor 6 Monaten richtet, beweist die Tatsache, daß auch gegen den Steiger- die 30 Mart, zu der Genosse Weber wegen formeller Beauf feinem Werke der dem Verbande angehörigen Bechen beschäftigt verband vorgegangen wird, ber feine Sigungen öffnet leidigung verurteilt wurde, ein genügendes Pflaster für seine werden. Aufs ernsteste sollte die Regierung darauf bedacht sein, und schließt mit einem Hoch auf den obersten Berg- Wunden sind? Seine bewegliche Klage über die Berichte, diefem unerhörten Unfuge zu steuern. Der Reichstag follte Ver- herrn. Aus einem Zirkular des Zechenverbandes Eisen a. die der Vorwärts" über die Verhandlungen seiner Sachen anlaffung nehmen, seine Wünsche in dieser Richtung energisch zum geht hervor, daß die Verbandsgechen sich darauf einrichten, daß bringt, scheint uns start dagegen zu sprechen. Ausbruck zu bringen.( Bravo! im Zentrum.) diefes Sperresystem noch lange weiter besteht. Daher ist es unbe Lebius befolgt zurzeit die bekannte Taftit, die auch an dingt nonvendig, daß das Parlament fich aufrafft, um gefegliche Reichsverbändlern vielfach zu beobachten ist. Er fällt die Maßnahmen gegen eine derartige Erpressung zu beschließen. Sozialdemokratie und ihre Drgane, so den Vorwärts", mit Die vorliegende Petition hat auch dem aufgelösten Reichstage Was nun Jereits vorgelegen und ist mehrmals auf der Tagesordnung gewesen, das menschenmordende Ueberschichtswesen den schmutzigsten Beschimpfungen an und läuft dann höchlichst aber immer wieder abgesetzt worden. Daher ist es wohl angebracht, anbetrifft, so steht es im engsten Zusammenhange mit dem ersten moralisch entrüftet zu Gericht, wenn er dafür entsprechend fie etwas eingehender zu besprechen, als es sonst bei Betitionen Teil der Betition. Beigern fich nämlich die Arbeiter. Ueberschichten abgerieben wird. Der Widerflage weiß er sich vorsichtig zu der Fall ist. Als nach dem großen Bergarbeiterstreit im Jahre 1905 im Ruhrgebiet die Grubenherren in größerem Maßen machen, dann fliegen sie hinaus, fie werden auf die schwarze entziehen. Liste gesezt, berlieren ihre Pension usw. Es ist vorgekommen, daß So erzielt der Herr" Triumphe" im Gerichtssaal, die ihm mit Ausiperrungen vorgingen, als über Tausende von Berg statt der ordnungsmäßigen 25 Schichten bis zu 48 Schichten im aber etwas teuer werden. Yeuten die Sperre verhängt wurde, wollte man anfangs bestreiten, monat verfahren worden sind.( hört! hört! bei den Sozialdemokr.) Einen unqualifizierbaren Ausfall, den Lebius sich in seiner dafür immer mehr und mehr erbracht wurden, da schrieb das In der Hochkonjunktur war es natürlich noch schlimmer, aber auch Bedrängnis gegen den Genossen Mehring erlaubte, wird man Blatt der rheinisch westfälischen Kohlenbarone, die Rheinisch. iezt, wo eine große Anzahl Bechen Feierfchichten eingelegt haben mit dem gebührenden lächelnden Verständnis aufnehmen. Westfälische Zeitung", daß die Uebelstände, welche sich aus bei den Sozialdemokraten). Jufolge dieses Ueberschichtenwesens find Der Versuch eines Lebius, einen Mann wie Mehring zu bedem ftändigen Wechsel der Belegschaft ergeben, die Krankenziffern von Jahr zu Jahr gestiegen, ebenso ist die Bahl schmugen, ist so hoffnungslos, daß er nicht zurüdgewiefen au einer nachbarlichen Verständigung geführt haben, daß kein Arbeiter auf einer Beche angenommen werden sollte, der auf der Unfälle beständig gewachsen, und start herabgegangen ist das werden braucht. Alter, in welchem die Invalidität bei den Bergleuten eintritt.( Hört! Ueber die Verhandlung ist zu berichten: einer anderen die Arbeit niedergelegt hat. Damit war das Jm November vorigen Jahres brachte der Borwärts Vorhandensein einer solchen Vereinbarung eingestanden; denn freilich hört! bei den Goz.) Die Zahlen hierfür find, wie die Betenten mit fonnte man nicht verlangen, daß dieses Blatt erklärte, daß die Recht sagen, erschreckend; sie beweisen aufs deutlichste, daß einen Artikel, in welchem nachgewiefen wurde, daß eine fleine Zahl brutale Behandlungsweise, welche die Arbeiter auf den Bechen die Arbeitszeit viel zu lang ist. Hier muß unbedingt die Gefeß- von Attiengesellschaften, die zufammen 100 000 Arbeiter beschäftigen, erfahren, den fändigen Wechsel der Belegschaft veranlaßt, und gebung eingreifen. Trotzdem das Berggesetz vorschreibt, daß vor in einem Jahre einen Reingewinn von 64 Millionen Mart erebenso wenig erwarten, daß das Blatt die einer regelmäßigen Schicht eine mindestens achtstündige Ruhe zielten, so daß alio jeder einzelne Arbeiter aus dem Ertrage feiner wenig konnte man Die Arbeiter ein- pause liegen muß, wissen die Herren sich um diese Klausel Arbeit 644 M. im Jahre in die Taschen der Attionäre hat fließen Vereinbarung als einen Racheaft gegen gestand. Für die Bergleute wie überhaupt für die Arbeiter herumzudrücken. Sie machen statt einer bollen Ueberschicht nur laffen. Unter Artikel war eine rein fachliche Erörterung wirtschafteine Rebenüberschicht von sieben Achtel, d. h. eine Reben- licher Vorgänge, die den Nugnießern des Kapitalismus allerdings wurde diese nachbarliche Verständigung fchicht von sieben Stunden. So erhalten sie eine ununterbrochene unbequem fein mochte. zu einer vollständigen Aufhebung der Freizügigfeit. Dafür, 15ständige Arbeitszeit.( Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Herr Lebius, der in seinem gelben Arbeiterdaß die Betriebsleitungen nach diesem Abkommen auch verfahren. Daß der Gesetzgeber das nicht gewollt hat, ist klar, und es müssen blait Der Bund die Interessen des Unternehmerfann ein sehr reiches Waterial beigebracht werden. hat, fuchte in feinem Organ der AufDer Redner führt eine Reihe von Fällen an, in welchen Bechen- Mittel und Wege gefunden werden, um dem einen Riegel vor- tums zu vertreten verwaltungen von der Einstellung von Arbeitern absehen mußten, zuschieben. Die Kranken- und Invalidenversicherungskaffen müssen faffung unferes Artikels entgegenzutreten. Er tat das, soweit er weil die betreffenden Arbeiter nicht im Besize eines Ablegefcheines Jahr für Jahr Millionen aufwenden zur Heilung von Lungenkrank- fachlich war, in einer Weise, die jede nationalökonomische Einsicht von einer benachbarten Beche, auf der sie in Arbeit standen, waren. beiten. Hier aber laffen Sie diesen Raubbau an der menschlichen vermissen läßt. Im übrigen spidte er feinen Artifel mit Arbeitskraft zu. Dagegen muß mit gefeßlichen Maßnahmen voreiner Schlammflut wüster Schimpfercien gegangen werden, damit endlich diesem Unwesen ein Ende gemacht wird.( Lebhaftes Bravo! bei den Sozialdemokraten.) gegen den Vorwärts". Infere rechnungsmäßige Feststellung des haben die Zechenbesitzer sich verpflichtet, nach diesen Abmachungen Hierauf wird ein Bertagungsantrag fast einstimmig anals eine bewußte Fälschung, als unverschämte und Reingewinns der betreffenden Aktiengesellschaften bezeichnete Lebius zu handeln. Sechs Monate lang soll der Arbeiter am Hungertuch nagen, oder überhaupt mit Weib und Kind das Industriegebiet genommen. Nächste Sigung: Donnerstag 1 Uhr.( Erste Beratung des Auto- fame Lügen des roten Segblattes, als Blöb sinn usw. berlassen, wenn er nicht im Befig eines Ueberweisungsscheines von einer Beche an die andere ist. Eine andere Maßregel ist, daß auf mobilgesetzes und der Novelle zum Gerichtsverfassungsgefeg. Als Erividerung auf diefe Schimpfepistel des Herrn Lebius Schluß 6 Uhr. dem Abkehrschein das Wort„ ordnungsgemäß" weggelassen wird; auch brachten wir eine Notiz, die natürlich auf den groben Klotz einen in diesem Falle wird der Arbeiter auf feiner Zeche eingestellt! groben Keil setzte und Herrn Lebins in dem Tone antwortete, in dem Die Arbeiter wehren sich vor allem dagegen, daß solche Maßer zuerst gegen den Vorwärts" polemisiert hatte. Lebius, der als erster mit den gröbiten Schimpfworten gegen den Vorwärts" nahmen in Zeiten des wirtschaftlichen Friedens getroffen werden. Die Regierung hat in der Kommission erklärt: Benn gefeßliche losgezogen war, zeigte sich in der Behandlung seiner eigenen werten Aus der Sigung der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion. Berion fo empfindlich, daß er wegen der Antwort, die wir ihm auf Maßnahmen gegen das Sperrsystem der Unternehmer ergriffen werden sollten, so müßte man auch gegen die Arbeiter strafbar vor Gestern mittag beschloß die Fraktion nach einer Ehrung feine Schmähungen des Borwärts" erteilten, eine Beleidigungs gehen, wenn sie ihrerfeits die Sperre gegen Unternehmer verhängen. des Andenkens der verstorbenen ehemaligen Reichstags. tlage gegen unseren berantwortlichen Redakteur wirtschaftlichen Friedens, fondern lediglich bei Streits und Aus: bringung der im Eingange des Reichstagsberichts von uns nationalökonomischen Darlegungen als Blödsinn bezeichneten und Die Sperren der Arbeiter aber erfolgen niemals in Zeiten des mitglieder Genossen Ehrhart und Tugauer die Ein- ans Weber einreichte. Herr Lebius fühlt sich dadurch getränkt, daß wir seine absurden Sperrungen.( Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Auf Die schwarze Liste kommen auch freiwillig ausgetretene mitgeteilten Interpellationen. Die Interpellation über die ihm sagten, er verstehe von Rationalökonomie beinahe so viel, Arbeiter und solche, die die Kündigungszeit durchgehalten haben. Mitteilungen des" Daily Telegraph" foll Genosse Singer wie der Die vom Sonntag. Das ist ja die reine Grpreffung, die hier ausgeübt wird.( Sehr begründen, in die Debatte soll Genosse eine eingreifen. wahr bei den Sozialdemokraten.) Von einem freien Arbeits- Zur Begründung der Not standsinterpellation wurde Schöffengericht Berlin- Mitte verhandelt. vertrag kann daher nicht mehr die Rede sein, man fucht die Zeit Genosse Moltenbuhr, als zweiter Redner Genosse der Leibeigenschaft wieder herbeizuführen. Auf der Beche Severing bestimmt. Die Fraktion beschloß ferner, eine " Phönig“ wurde ein Arbeiter entlassen, der seit seiner Jugend Reihe Abänderungsanträge zu den Petitionsberichten zu stellen Dort gearbeitet hatte, dann für eine furze Zeit den Betrieb und bestimmte auch die Redner hierfür. berließ, wieder dort eintrat und im elektrischen Betriebe als Maschinist usw. wichtige. Funktionen hatte. In seinem Abgangsattest hieß es, er habe sich während seiner Tätigkeit ab fleißig erwiefen und gegen seine Führung sei nichts zu erinnern. Aus dem Reichstage.( Nr. 992) Entwurf eines Gefeßes ( Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Er wird von uns heute betreffend Aenderungen im Finanzwesen( nebst Beentlassen." Beil in diesem Sage das Wort, ordnungsgründung). mäßig" fehlte, konnte der Arbeiter trotz des guten Zenguiffes bier( Nr. 993) Entwurf eines Gesetzes über den 8 wischenhandel Monate lang teine Arbeit finden!( Hört! hört! bei den Sozial- des Reichs mit Branntwein( nebst Begründung und 17 Andemokraten.) Der Grund war, daß er alt einer von den Hirsch lagen). Dunderfchen einberufenen Besprechung über Abstellung von Mißständen( Nr. 994) Entwurf eines Zabatverbrauchsteuergefeges im Betriebe teilgenommen und ein Amt in einer Stommission, die( nebst Begründung und 25 Anlagen). bei der Direktion vorstellig werden sollte, angenommen hatte. Als er hörte, daß die Kommission von der Betriebsleitung fehr ungnädig empfangen werden würde, hat er dies Amt sofort niedergelgt, aber das half ihm nichts. Er flagte gegen die Hütte beim Gewerbegericht Nuhrort. Bei diesem aber waren sämtliche Beisiger Beamte der allmächtigen Hütte Phönig auch ein Gharatteristikum für die RechtsTage im Ruhrgebiet!( Sehr wahr! b. d. Sozialdemokr.) Das Gewerbegericht erklärte fich für befangen, und die Sache wurde an das Bei einer Konventionalstrafe von 1000 m. Parlamentarifches. Drucksachen. " " Die Klage Lebius' gegen Weber wurde gestern vor dem Rechtsanwalt Dr. Kurt Rosenfeld als Verteidiger Webers erhob widerflage auf Grund nicht nur bes Lebiusichen Artikels, der unsere beleidigende Antwort provoziert hat, sondern auch wegen sieben anderer Artifel, in denen Lebius in feinem Bund" den Vorwärts" in derselben Weise beschimpft bat. Fünf dieser Artikel ließ das Gericht für die Widerflage nicht zu, weil sie in der Zeit vom Juli bis August 1907 erschienen, und deshalb verjährt find und nicht mehr zum Gegenstand der Widerklage gemacht werden tönnten. Hinsichtlich der übrigen Artifel vertrat der Borsigende Amtsgerichtsrat Wollner die Ansicht, der Standpunkt des Gerichts sei der, daß der einzelne Redakteur durch Beleidi gungen, welche gegen seine Zeitung gerichtet sind, nicht ohne weiteres beleidigt sei und deshalb kein Recht habe, zu, flagen. Vergebens wiefen Weber und sein Verteidiger darauf hin, daß schon öfter in Preußen gegen sozialdemokratische Redaktenre entschieden und vom ( Nr. 995) Entwurf eines Geieges wegen Aenderung des Reichsgericht bestätigt worden ist, daß sich verantwortliche Redakteure Brausteuergesetes( nebst Begründung und 11 Anlagen). bürgerlicher Blätter durch Angriffe auf ihr Blatt beleidigt füblen können. ( Nr. 996) Entwurf eines Weinsteuergefeges( nebst Be- Nur einen einzigen Artifel, in dem Lebmus feine Schimpfereien und gründung und 5 Anlagen). Ebrverletzungen unverkennbar gegen den verantwortlichen ( Nr. 997) Entwurf eines Nachlaßsteuergesetes( nebst Redakteur des Vorwärts" richtete, erklärte der Vorsitzende für die Vegründung und 2 Anlagen). Widerklage in Betracht komunend. Nachdem über diesen Punkt berhandelt war, machte Lebius' Bers teidiger, Rechtsanwalt Hennigion, bie Ent ( Nr. 998) Entwurf eines Gesetzes über das Erbrecht des längere Beit Staates( nebst Begründung und Anlage). " 1903 1904 1905 1906 1907 28. Dtt. 1,1 26. Dft. 1,6 24. Nov. 1,1 23. Nov. 1,7 2,7 Broz. 1908 Wie im dedung, daß für diesen Artikel nicht Lebius, foudern fassen diesmal 49 Verbände mit 1 272 549 Mitgliedern. Von diesen Gesamtumfaß d. H. die Einnahme für Bier und Nebenprodukte betrug ein anderer verantwortlich gezeichnet hatte. techtsanwalt waren am Schluß der 18. Quartalswoche( 26. September) als im Geschäftsjahr 1907/08 26 179 904.66., im Geschäftsjahre 1906/07 Rosenfeld behauptete, daß Lebius der Verfasser sei, erklärte arbeitslos am Drt und auf der Seife gemeldet 34 046 25 808 839,20 2., weist also eine Zunahme auf von 376 065,46 M. jedoch, daß er dafür keinen Beweis antreten werde. Nach diesem Vorgefecht begann die Erörterung dessen, was am Schluß der 8. Quartalswoche war die betreffende Zahl 34 355 Gine wesentliche Erhöhung ist ferner bei den verschiedenen UnfoftenNach diesem Vorgefecht begann die Erörterung dessen, was und am Schluß der vierten 34 624, was beide Male gleichfalls 18 035 015,41 M., im Geschäftsjahre 1906/07 12 707 984,77 M., find fonten zu verzeichnen. Dieselben betrugen im Geschäftsjahre 1907 08 Rebius zum Gegenstand feiner Klage gemacht hatte. Nechtsanwalt Hennigfon beantragte eine nicht zu milde 2,7 Proz. betrug. Die Arbeitslosigkeit hat sich damit noch auf einer also um 327 030,64 M. höher. Die Abschreibungen belaufen Bestrafung des Angeklagten. erschreckenden Höhe gehalten, wenn sie auch gegen das vorhergehende sich bei den bisherigen prozentualen Sätzen auf 1680 116,70 M. Rechtsanwalt Rosenfeld führte aus, Weber könne schon des- Quartal um eine Kleinigkeit gesunken ist. Wie nachfolgender Ver- gegen 1 557 337,04. im Vorjahre. Nach Abzug der Unbalb nicht bestraft fein, weil der Artifel, welcher den Gegenstand der gleich mit den Ergebnissen früherer Stichtage beweist, ist seit Auf- tosten verbleibt ein Gewinn von 3 686 595,33 m., der sich ernach Klage bildet, nichts anderes ist als die Antwort auf die Beleidigungen, machung dieser Statistiken die Arbeitslosigkeit im dritten Vierteljahr gebende Reingewinn von 2006 478.63. erhöht sich welche Lebius zuerst gegen den Vorwärts" richtete. Ein rein diesmal die größte gewesen. Hinzuziehung des Gewinnvortrages von 53 896,18 m. aus demi Borjahre auf 2060 374.81 2. und gestattet die Verteilung einer akademisch gehaltener Artikel war es, welcher dem Kläger Anlaß gab, unerhörte Beleidigungen gegen den Vorwärts" zu schleudern. Die 26. Jan. 1,7 25. Jan. 2,9 Dividende von 14 Broz.( im Vorjahre 17 Proz.) auf das frühere Antwort, welche der Vorwärts" darauf erteilte, sei durchaus ge23. Febr. 1,6 22. Febr. 2,7 Aktienkapital von 12 Millionen Mark und einer Dividende von rechtfertigt. Um nachzuweisen, daß der" Borwärts" den 31. März- 31. März 2,0 31. März 1,6 31. März 1,1 30. März 1,3 28. März 2,5 31 Proz. auf die in Gemäßheit des Beschlusses der Generalversammlung Lebiusschen Artikel vollkommen zutreffend als nationalökonomischen 27. April 1,3 25. April 2,8 vom 22. Februar 1908 ausgegebenen neuen Aftien von 2 Millionen 25. Mai 1,4 23. Mai 2,8 Mart, von welchen ein Viertel bis 21. März 1908 und die restlichen Blödsinn bezeichnete und daß er ebenso zutreffend fagte, Herr Lebius verstehe von Nationalökonomie so viel wie der Ochse vom Sonn- 30. Juni 3,2 30. Juni 2,1 30. Juni 1,5 30. Juni 1,2 29. Juni 1,4 27. Juni 2,9 brei Viertel am 31. August 1908 einzuzahlen waren. 28. Juli 0,8 27. Juli 1,4 25. Juli 2,7 Bericht betont wird, sind auf das nominell jegt 14 Millionen bes tag, mußte der Verteidiger natürlich auf den Inhalt des bes 25. Aug. 0,7 24. Aug. 1,4 22. Aug. 2,7 treffenden Artifels eingehen. Als Rechtsanwalt Rosenfeld die 30. Sept. 2,3 30. Sept. 1,8 30. Sept. 1,4 29. Sept. 1,0 28. Sept. 14 26. Gept. 2,7 tragende Aktienkapital feitens der Aktionäre in Wirklichkeit von Lebius verzapfte Nationalökonomie" in einem der wesent 23 Millionen Mark eingezahlt worden und der zur Ausschüttung lichsten Bunfte gekennzeichnet hatte, unterbrach ihn der gelangende Betrag von 1 750 000 m. bringt somit in diesem Jahre Vorsitzende mit der den Aktionären eine tatsächliche Berzinsung von zirka 72 Prozent. Bemerkung. das gehöre nicht 31. Dez. 2,6 31. Dez. 2,4 31. Dez. 1,8 29. Dez. 1,6 28. Dez. 2,7 hierher. Denn das Gericht habe nur über Beleidigungen, aber nicht Die höchsten Arbeitslosengiffern an den drei Stichtagen weisen über nationalökonomische Streitfragen zu entscheiden. Das Gericht die Frifeurgehilfen( mit 14,3 Proz. am 26. September), die BildVertenerungszoll. wolle unterstellen, daß Lebius nicht viel oder gar nichts von hauer( 18,1 Broz.), die Photographen( 11,5 Proz.) und die Handschuh- Die Aufhebung des Roheisenfyndifats hat eine„ die nationale Nationalötonomie verstehe, aber das Gericht habe zu prüfen, ob man macher( 9,8 Proz.). Dagegen hatte, wie auch früher beobachtet, be- Arbeit" schüßende Wirkung gehabt. Wie die Deutsche Ind.- 3tg." den Kläger deshalb einen Ochsen nennen dürfe. Der Ver teidiger erwiderte, es sei doch für das Strafmaß von Besonders niedrige Arbeitslofenziffern der Verband der Berg- schreibt, hat die Auflösung der deutschen Roheisensynditate besonders deutung, ob man zu einem Manne, der die Nationalökonomie be- arbeiter Deutschlands mit nur 0,01 Proz. am Schlusse der 13., am englischen Eisenmarkte eine hochgradige Erregung hervorgerufen. herrscht, oder zu jemand, der nichts davon weiß, fagt, er verstehe 0,1 Proz. am Schlusse der 8. und 0,04 Broz, am Schlusse der von Rationalofonomie so viel wie der Ochse vom Sonntag. 4. Quartalswoche. Nicht so günstig liegen die Verhältnisse in der MetallDeshalb müsse nachgewiefen werden, daß die Auslaffungen industrie. Der Deutiche Metallarbeiterverband( Stuttgart) zählte des Klägers nicht nur mit der Wissenschaft, sondern auch an den drei Stichtagen 3.1, 2,8, 2,9 Proz. Arbeitslose. Ebenso ver mit der Wahrheit in Widerspruch stehen. Rein fachliche hielt sich die Arbeitslosigkeit im Deutschen Holzarbeiter verband Ausführungen des Vorwärts" habe der Kläger mit Schimpf mit 3,4, 3,3 und 3,9 Proz. an den drei Erhebungstagen auf einer borten beantwortet. Darauf habe der Beklagte erwidert Bedeutend über den Durchschnitt standen am in einem Artikel, der allerdings Beleidigungen enthalte, die aber unter den vorliegenden Umständen straffrei bleiben müssen. Der 26. September noch die Bäder( 7,8), Buchdruder( 6,9), Glaser( 6,9), Kläger sei ein Mann, in bezug auf den das Gericht in einem Senefelder Bund( 6.7) und Gärtner( 6,6). früheren Prozeß für festgestellt erachtete, daß feine Die Prozentziffer der Fälle von Arbeitslosigkeit, welche die Beriönlichfeit nicht einwandfrei ist, weil er gleich Säufigkeit der Arbeitslosigkeit im Laufe des Quartals zeitig als Redakteur eines nationalliberalen fowie eines darstellt, beträgt diesmal 9,6 Proz Es ist dies die größte bisher zentrumsfreundlichen Blattes und außerdem noch als gefundene Ziffer und zivar war für die männlichen Mitglieder der Korrespondent einer sozialdemokratischen Beitung tätig durchschnittliche Sag 9,8, für die weiblichen dagegen nur 6,6 Bros. ivar. Die Bemerkungen des Vorwärts" feien lange nicht fo beleidigend wie die Schimpfereien, welche Lebius zuerst Die Gesamtzahl der Arbeitslosentage betrug im 8. Quartal 1908: Nicht nur, weil er den gleichen 1954 852. Da 121 679 Fälle von Arbeitslosigkeit am Ort gemeldet gegen den Vorwärts" richtete. Ton anschlug wie der Kläger, sondern auch, weil er eine ihm zu- wurden, so ergibt das eine durchschnittliche Dauer des Arbeitsgefügte Beleidigung auf der Stelle erwiderte, müsse der Beklagte lo fenfalles von 16,3 Tagen gegen 16,7 Tage im, vorhergehenden freigesprochen werden. " ziemlichen Höhe. Quartal. Hierauf nahm Lebius das Wort, um seine Tätigkeit in ver- Es erscheint sehr fraglich, ob die Krise ihren Höhepunkt bereits schiedenen Parteilagern zu erklären. Er habe einen Mauierungsüberschritten hat oder ob der hereinbrechende Winter weitere Scharen prozeß durchgemacht, sagte er, und sei dabei vorübergebend ins von Arbeitslofen auf das Pflaster werfen und damit neue Sorgen fozialdemokratische Lager geraten, aus dem er sich dann wieder und Leiden über ungezählte Familien bringen wird. hinausgemaufert hat. gegen den " „ Vorwärts" abgefaßt. Vorwärts" Der Leipziger Aerzteverband an der Arbeit. " man zweifelt dort nicht länger daran, daß der Zusammenbruch der deutschen Nobeisenfyndikate auf die Dauer den völligen Ausschluß des englischen Gießereieifens vom deutschen Markte zur Folge haben werde. Schon jest laffe die Breisherabießung für deutsche Roheisen englische Verfäufe nach Deutschland ais ganz und gar verlustbringend erscheinen." " Damit ist festgestellt, daß der Schuß" zoll mittels des Syndikats mur als Jnstrument der Verteuerung benutzt worden ist. Trotz des Schüßenden" Bolles fonnte ausländisches Roheisen am deutschen Marfte toufurrieren; nun, da dem Jnstrument durch Auffliegen des Syndifats die Schärfe genommen ist, kann die englische Industric den Wettkampf nicht mehr aushalten, die nationale Arbeit" ist geschügt, dank der Auflösung des Syndikats. 108 000 Mark in 3 Jahren ,, verdient". Welche Riesengewinne unferen Agrariern durch die deutsche Zollpolitit in den Schoß geworfen werden, dafür ein Beispiel aus Pommern. Im Juni 1905 übernahm ein Herr Tominski das Rittergut Goffenthin zum Preise von 227 000 Mark. T. ist vor furzem gestorben und seine Erben haben nunmehr das Gut für 335 000 Mart an den Hauptmann Saul vom Danziger Fußartillerieregiment verkauft. Vielleicht wird der neue Rittergutsbesitzer bald einstimmen in das Gefchrei von der Not der Landwirtschaft und noch höheren Schutzzoll fordern. Würde er gewährt, könnte auch Herr Saul mit einem Riefengewinn verkaufen und der nächste Befizer hätte Gelegenheit, über die schlechte Rentabilität der Landwirtschaft zu flagen. so fann die Leier fortgehen ohne Ende und die Broteffer müssen Wucherpreise zahlen. Weber entgegnete, es möge ja dem Kläger unangenehm sein, wenn ihm nachgewiesen wird, daß er gleichzeitig für Blätter verDie deutschen Aerzte erhielten auf Grund eines Vertrages schiedener Parteien gearbeitet hat, aber dieie Tatsache stehe fest, sie diene in hervorragendem Maße zur Kennzeichnung der Persönlichkeit von den in Deutschland arbeitenden in- und ausländischen Lebensdes Klägers Lebius. Einen solchen Menichen nenne man einen versicherungsgesellschaften für jede vertrauensärztliche UnterSchmod. Diese Stennzeichnung feiner Berion habe ja Lebius felbft suchung zweds Aufnahme in die Lebensversicherung 10 M. eine Jahresbericht des Bergbauvereins Effen. Vom Bericht des gegeben. In einem von ihm verfaßten Artifel: Befenntnisse Tätigkeit, welche ungefähr eine halbe Stunde Zeit Vereins für die bergbaulichen Jutereffen in Oberbergamtsbezirk in Anspruch nimmt. Diesen Vertrag haben die organisierten eines früheren Sozialdemokraten" fage Lebius, er bor. national- erzte Teil mußte gleichzeitig tilel für ein nationalliberales Blait in national Aerzte gekündigt, weil denselben diefes Honorar nicht mehr standes- Dortmund über das Jahr 1907 liegt nunmehr der statistische Die gesamte Kohlengewinnung der Welt im Liberalem Sinne, für ein zentrumsfreundliches Blatt in unpartei- würdig erscheint. Der Verband der Lebensversicherungsgesell- Jahre 1907 schäzt der Verein auf 1090 Millionen Tonnen; das ischem Sinne abfaſſen und dann habe er auch noch für ein sozial- fchaften hatte nun der Aerzte- Organisation das Anerbieten ge- fine gegen das Vorjahr etwa 90 Millionen Tonnen mehr. Der demokratisches Blatt geschrieben. Das Blatt, welches Lebius jetzt macht, bei Versicherungen bis zu 5000 M. Höhe 10 M., über 5000 Anteil der Vereinigten Staaten von Amerika daran beträgt herausgibt, Der Bund", werde von Unternehmern aus bis 19 900 2.15 M., bon 20 000 M. an 20 M. Honorar für jede 40 Broz.; auf Großbritannien entfällt etwa ein Viertel und auf gehalten, deshalb müsse er im Sinne der Unternehmer vertrauensärztliche Untersuchung zu zahlen, während die organi Deutschland ungefähr ein Fünftel. Diese drei Länder zufammen schreiben. Aus diesem Grunde habe Lebius seinen Schmähartitel fierten Aerzte für jede derartige Untersuchung ohne Rücksicht auf förderten 84 Proz. der Welterzeugung. Die Anteile Desterreichdie Höhe des zu versichernden Kapitals 25 M. berlangen. Der oben Wenn der 2,2 Proz Außer Nordamerita fommen von außereuropäischen Diejen Schmähartikel mit fräftigen Ausdrüden beantwortete, erwähnte Bertrag hat am 1. November dieses Jahres sein Ende garns, Frankreichs und Belgiens steten fich auf 4.4, 8.4 und Schuß des erreicht und eine Einigung wurde bisher nicht erzielt. Das An Ländern für die Kohlenförderung hauptsächlich noch Japan mit rund berantwortlichen Redakteur der erbieten der Lebensversicherungsgesellschaften wäre für die Aerzte 14 Millionen Tonnen, Australien mit 10% iionen Tonnen, § 193 zur Seite. Herr Lebius fagte Weber fann gegen mich ichreiben, was er will, ich verllage ihn nicht, er steht im Solde gewiß annehmbar, lektere bleiben auf ihrer Forderung bestehen. Britisch- Indien mit annähernd 10 Millionen Tonnen und Stanada des Unternehmertums; foldje Leute zu verklagen, habe ich feine Der Verband der deutschen Lebensversicherungsgesellschaften hat mit 9 Millionen Tonnen in Betracht. Die Kofserzeugung der daher beschlossen, Vertrauensärzte anzustellen, da nicht alle Aerate Welt belief sich im Jahre 1906 auf 86% Millionen Tonnen gegen Beranlassung. Das Gericht wollte sich hierauf zur Beratung zurüdziehen, aber der Zeipziger Organisation angehören. 76% Millionen Tonnen im Jahre 1905. Zur Darstellung dieser Rebius verlangte noch einmal das Wort. Er müsse auf Webers Menge wurden 133 Millionen Tonnen Kohlen verbraucht, was einem Ausführungen antworten, denn morgen ständen davon drei Spalten Koksausbringen von 65 Broz. entspricht. Auch bei der Stofserzeugung im Vorwärts". Na, dann lefen Sie es doch nicht," erwiderte betrug im Jahre 1906 33 Broz. Auf Deutschland, das im Jahre nehmen die Vereinigten Staaten den ersten Platz ein; ihr Anteil der Vorsitzende unter allgemeiner Heiterfeit. Lebius tam nun nochmals auf feine vielfeltige Tätigkeit zu 1906 an die zweite Stelle rüdte, entfielen 23,4, auf Großbritannien sprechen und rief mit Emphase aus: Ich bin fein Schmod, 22,7 Proz wie der sozialdemokratische Schriftsteller Franz Mehring, der in verschiedenen Barteilagern tätig war und dem Stäuflichkeit nachgewiesen ist, daß er sich als Parteischriftsteller hat taufen lassen. so stehe dem Rechtsanwalt Rosenfeld legte gegen diese Anrempelung eines Richtantvefenden und gegen den lächerlichen Verfuch des Lebius, fich mit Mehring auf eine Stufe zu stellen, entschieden Verwahrung ein. Es tönne gar teine Rede davon sein, daß Franz Mehring jemals das getan bat, was ihm der Kläger vorwarf. Gegen diese Berunglimpfung müsse er entschieden protestieren. Auf die Behauptung des Klägers Lebius, sein Blatt werde nicht von Unternehmern ausgehalten, antwortete Weber: Das tönne bewiesen werden. Der Bund" werde ja den Unternehmern zugesandt, mit der Aufforderung für die Verbreitung des Blattes unter den Arbeitern zu sorgen( möglichst so, daß sie garnicht erfahren, wer es ihnen zustellen läßt), weil es den Jnteressen der Unternehmer diene und weil es die Arbeiter, welche ihre wirtschaft lichen Intereffen vertreten, befämpft. Die Tatsache sei ein Beweis dafür, daß Lebius mit unehrenhaften Mitteln fämpfe und daß er sich deshalb nicht beleidigt fühlen tönne, wenn seine Schmähungen so beantwortet werden wie sie der Vorwärts" beantwortet hat. Ein Mann, der im Dienste des Unternehmertums in dem gefennzeichneten Sinne unter den Arbeitern zu wirken fucht, tönne nicht so behandelt werden wie einwandfreie Beute. " Aufgehobene Beanstandung eines Gemeindebeschlusses. einer Spar- und Darlehnstasse, einer eingetragenen Genossenschaft, Die Gemeindebertretung von Berghausen hatte beschlossen, bei eine Anleihe aufzunehmen. Der Amts- und Gemeindevorsteher sollte die Urkunde vollziehen. Der Amtmann beanstandete den Beschluß als rechtswidrig und den Gemeindeinteressen widersprechend. Die Roheisenerzeugung der Welt wird für das Jahr 1907 mit Die Gemeindevertretung flagte im Verwaltungsstreitverfahren auf 60,7 Millionen Tonnen angegeben. Amerifa war an der Welterzeugung Aufhebung der Beanstandungsverfügung. Es wurde auch nach mit 26,2 Will. To.( 43,2 Proz.) beteiligt; auf Deutschland entfielen ihrem Alageantrag vom Bezirksausschuß erkannt. Das Obers 12,9 Will. To.( 21,2 Proz.) und auf Großbritannien 10,1 Mill. To. verwaltungsgericht bestätigte bas Urteil mit folgender Begründung:( 16,6 Broz.). Diefe drei Länder lieferten zusammen 81 Broz. Es handele sich um einen Beschluß der Gemeinde, der von der der Gesamterzeugung. Wie bei der Kohlengewinnung und Rohhöheren Behörde genehmigt werden müsse. In einem folchen Falle eifenerzeugung, nehmen auch in der Stablherstellung die Vereinigten fönne eine Beanstandung nicht in Betracht kommen, denn die höhere Staaten mit 23,7 Millionen Tonnen( 46,4 Proz.). Deutschland mit Behörde prüfe ja bei der Frage der Genehmigung, ob der Beschluß 12,1 Millionen Tonnen( 23,6 Proz.), und Großbritannien mit rechtswidrig sei und die Gemeindeinteressen verlege. Der Ge- 6,6 Millionen Tonnen( 13 Proz.) die ersten Stellen ein. Diese drei meindebeschluß umfasse nun aber nicht nur die Aufnahme einer Länder stellten im Jahre 1907 vier Fünftel der Welterzeugung her. Anleihe an sich, sondern er bestimme auch, daß sie bei einer ganz bestimmten Spar. und Darlehnskaffe aufgenommen werden solle. Wenn man nun davon ausgehen wollte, daß die Beanstandung nur auf diesen letzten Punkt des Beschlusses sich bezöge, nämlich darauf, wo die Anleihe aufzunehmen sei, dann wäre die Beanstandung erst recht unzulässig. Es handele sich hier um eine Frage, über die die Gemeinde selbständig zu bestimmen habe. Wenn sie die Anleihe bei einer Spar- und Darlehnskasse aufnehmen wolle, dann sei das lediglich ihre Sache. Auch aus diesem Grunde sei die Beanstandung verfehlt und nicht aufrecht zu erhalten. Aus Induftrie und Bandel. Liebesgaben. Verfammlungen. Die Arbeiter- Bildungsschule nahm in ihrer ordentlichen General versammlung den Bericht vom 3. Quartal entgegen. Durch einen furzen Ueberblid über die Tätigkeit der Schule im 17. Geidjäftsjahr wurde der Bericht vom Vorsitzenden Genossen Geithner ergänzt. Der Jahresbericht lag der Generalversammlung gedrudt vor. Der Mitgliederbestand ist von 1705 auf 2020( 129 Frauen, 1801 Herren), also um 315 gestiegen. Wie der Vorsitzende bekannt gab, soll in diesem Jahre der Versuch mit gelegentlichen Mitgliederversammlungen gemacht werden, denen die Aufgabe obliegt, schwierigere Themata der Arbeiterbewegung und der Theorie durch Referat und Diskussion zu erörtern. Die Einnahmen der Schule beliefen fich im 3. Quartal auf 1811,25 M., die Ausgaben auf 1144,28 m. Der Gesamtkaffenbestand betrug 2889,01 M. Die Bibliothek war auch während der Schulferien jeden Donnerstag geöffnet und von 453 Mitgliedern benutzt worden. 38 Bände wurden neu angeschafft, so daß der Bücher bestand zurzeit Der Vorsigende verkündete das Urteil, welches im wesentlichen dahin geht: Die Behauptung, die Ausführungen in dem Artifel des Klägers feien Blödsinn und der Kläger verstehe von der Nationalötonomie fo biel wie der Dise Die Berechtigung, für jede Tonne Getreide bei der Ausfuhr vom Sonntag find formale Beleidigungen, die nicht unter den einen Einfuhrschein in der Höhe des Bolliages der betreffenden Schutz des§ 193 fallen und deshalb bestraft werden müssen. Getreideart zu bekommen, den man bei der Einfuhr als ZollStompenfation der Beleidigungen fann nicht angenommen werden, leistung in Bahlung geben tann, ist ja au deutlich und verlockend, 1900 Bände beträgt. Eine furze Debatte über allgemeine Bildungsweil sich der Artikel des Klägers nicht gegen die Berson des Be als daß sie durch unfere lieben Junker nicht ausgenugt werden fragen und die mutmaßliche Ausgestaltung der Schule, den Bildungs tlagten richtet, der Vorwärts" aber beleidigende Ausdrücke auf die follte. In diesem Jahre ergeben die amtlichen Zahlen eine riesige bedürfnissen der Arbeiterschaft Groß- Berlins entsprechend, beschloß Perion des Klägers angewandt hat. Von den Artikeln, auf welche fich die Widerklage stützt, fann nur der herangezogen werden, welcher Steigerung der Ausfuhr in den wichtigsten Getreidearten. Vom den Vorstandsbericht. Die Neuwahlen ergaben folgende Zusammen eine persönliche Spige gegen den verantwortlichen Rebatteur des Anfang dieses Erntejahres 1. August 1908 bis zum 20. Oftober fegung des Vorstannes: 1. Borsigender: Otto Geithner, Borwärts" enthält. Dieser Artifel ist aber nicht vom Widerbeklagten wurden 206 769 Tonnen Roggen mehr ausgeführt, als in Friedenstr. 70, 2. Borfigender: H. Lamme, 1. Staffierer: Heinrich verantwortlich gezeichnet und der Nachweis, daß er der Verfasser demselben Zeitraum des vorigen Jahres! Dies bedeutet bei önigs, Safenheide 56, 2. Kaffierer: Paul Eisner, 1. Schriftführer: N. AB mann, 2. Schriftführer: Neuhaus. Als erster sei, ist nicht erbracht. Hinsichtlich des Strafmaßes ist als dem Zollfag von 50 M. pro Tonne eine Mehrausgabe an Einfuhr Bibliothekar wurde Genosse Balzer, als hilfsbibliothefare die Milderungsgrund berücksichtigt, daß eine außerordentliche Erbitterung scheinen von 10338 450 Mart! Weizen wurde in demfelben Zeit Genossen Gerlach, Andreas, uhnert und Martha Suhzwischen den Parteien herricht und daß der Beklagte beraume dieses Jahr 88 540 Tonnen mehr ausgeführt, dies bedeutet ring gewählt. Die statutengemäß ausscheidenden Nevisoren rechtigt war, die Angriffe des Klägers energii bei einem galliat von 55 M. Einfuhrfcheine im Werte von Markus und Miethe wählte die Versammlung wieder. Unterzu erwidern. Aber die beleidigenden Ausdrücke hätte er unter 4549 700 Mart. An Hafer wurden mehr ausgeführt richtsvertreter wurden: für Naturerfenntnis Riedel, Gejegeskunde Laffen müssen. Nach Lage der Sache war eine milde Strafe am Piazz. Der Beklagte wird zu einer Geldstrafe von 30 m. 15 662 Tonnen, dies ergiebt bei einem Bolsas von 50 M. eine Gustav Strüger, Gewerkschaftswefen Ott, Nednerfchule Werber, verurteilt; der Widerbeklagte wird freigesprochen. Der Kläger ist Summe von 788100 Mart. Für die drei angeführten Getreides Nationalökonomie Frau Raue, Geichichte Frig Strüger. Mit berechtigt, das Urteil im Vorwärts" und im Bund" zu ver- forten zusammen kommt eine Summe von 15671250 Mart dem energischen Hinweis auf die Verpflichtung jedes Mits öffentlichen. heraus, in 2 Monat! Dazu kommen außerdem für die Exporteure gliedes zur regen Agitation im Interesse der Schule, schloß der Vorfigende die Versammlung. noch die Vorteile der billigen Exporttarife der Staatseisenbahn. Und den Armen wird in unerhörter Weise das Brot verteuert. Soziales. " Schultheiß- Brauerei. Eingegangene Druckfchriften. Schant nur hinein Spiegelbilder, Spißfindiges, Satiren, Sport. liches von R. Scharl. Verlag von 2. Rausa, München. Kartoniert 1,50 M. Der Roman eines Strolches. Bon F. H. Helmer. Broschiert 4 M., Arbeitslosigkeit in deutschen Fachverbänden im dritten Quartal 1908. Die vom Reichsarbeitsblatt" vierteljährlich veröffentlichten Nach- Der Geschäftsbericht gibt über Produktions- und Abfahmengen weisungen über die Arbeitslosigkeit in deutschen Fachverbänden um feinen Aufschluß. Nur der finanzielle Effeft wird mitgeteilt. Der gebunden 5 M. Berlag: T. Seifert, Köstrik- Lethata A.WERTHEIM Junge Schoten 1 KONSERVEN Stangenspargel I Dose 1.35,%, Dose 78 Pl. Dose 1.20 Stangenspargel II Riesen- Bruchspargel Saure Kirschen mit Steinen Dose 65,%, Dose 38 Pf. Mirabellen Dose 68,%, Dose 40 Pf. Reineclauden Dose 85,%, Dose 48 Pl. Dose 1.20,%, Dose 65 PL. Rheinisch Kraut Dose 85, Dose 45 Pl. Dunstobst 55 PL. Stachelbeeren, Johannisbeeren, Kirschen mit Steinen, Heidel beeron Bratheringe Bismarckheringe Glas Dose 45 Pl. Dose 45 Pf. Delikatessheringe Dose 52, 83 Pt. Dose 80, Dose 45 Pf. Junge Schoten II ½ Dose 52 Pl. Junge Schoten III 1 Dose 48 Pl. Junge Schoten IV Dose 38 Pf. Schoten u. Karotten Dose 60 Pf. Karotten in Streifen Dose 30 Pl. Karotten I Dose 68,%, Dose 40 Karotten Dose 48,% Dose 30 Pf. Gemischtes Gemüse extrafeln Pf. Kohlrabi Teltower Rüben Spinat Dose 1.35,%, Dose 73 Pf. Bruch- Spargel extrestark Dose 1.20 ohne Köpfe Bruch- Spargel Dose 65 Pf. Abschnitt- Spargel/ Dose 44 Pf. Dose 28 Pf. Dose 68 Pf. Dose 40 Pf. 1 Dose 45 Pl. Rote Rüben, Dose 38,%, Dose 24 P. Erdbeeren naturell Dose 85, Dose 50 Pf. Aprikosen Stachelbeeren Lachs- Koteletts Heidelbeeren Preisselbeeren Sardinen Marke ,, Actoll" Dose 40 Pl 1 Kilo 70 Pf., 2 Kilo 1.35, 5 Kilo 8.80 Dose 95, Dose 53 Pl. Makrelen ta Oel klelas Dose 80 PL Pfefferlinge Dose 1.25,% Dose 68 Pf. Gemischt. Gemüse II, Dose 65 Pf. Gemischtes Gemüse, Dose 48 Pf. Riesen- Stangenspargel, Dose 1.90 Stangenspargel extra stark Dose 1.50, Dose 85 Pf. Saure Kirschen ohne Steine Johannisbeeren Dose 68,%% Dose 40 Pr. Dose 65,%, Dose 38 Pl. / Dose 58 Pf. Aal in Gelee Russ. Sardinen Hummern Dose 75 Pl. Glas 25 Pl. Dose 2.15 1 MK. Marokkaner- Sardinen Doss 65 Pf. Rangoon- Reis KOLONIAL- WAREN Pfd. 17 Pl. Gebrannter Kaffee Bassein- Reis Patna- Reis Pfd. 20 Pf. Pfd. 25 Pr. Java- Reis Pfd. 25, 80, 38 Pf. Extra grosse Linsen Pfd. 28 Pf. Mittel- Linsen Riesen- Erbsen Pfd. 20 Pf. Mischung I II IV V VI Französische Pflaumen Pfd. 88, 45, 55, 65 PL. Prünellen Pld. 60 Pl. PIL. 48 Pl. 83 Pt. 95 Pt. 1.10 1.35 1.50 1.70 1.90 Amerikan. Ringapfel Pd. 17 Pl. Deutscher Kakao Glasierte Erbsen gelb 23, grün 25 Pl. Spalt- Erbsen gelb Kleine Erbsen mit Hülsen Zervelatwurst Kalifornische Aprikosen PN. 60, 75 Pl. Pfund 85 Pf. 1.10 Kirschen Sauer Kirschen süss Pld. 55 PL Pfd. 85 Pf. Pld. 19 Pl. Schokolade In Tafeln Pfd. 80 Pf., 1.20, Pfd. 16 Pf. in Rinddarm 1.10 Pfd. Salamiwurst in Rinddarm Pfd. 1.10 Teewurst( weiche Zervelatwurst) 1.20 1.30 Italienische Birnen PM. 48, 58 PL. Gänsebrust Schinkenspeck Mausschinken Pfund Plockwurst Schinkenwurst Pfund 1.10 Pfund 1.20 Rotwurst Pfund 45, 65 PL Zwiebelwurst Pfund 45 Pf. Landleberwurst Pfund 90 Pf. Feine Leberwurst Pfund 95 Pf. Jagdwurst Pfund 1.50 Pfund 95 PL Pfund 1.10 2-3 Pfund schwer Pfund 90 Pl, Knochenschinken Pfund 1.10 Gänse. Pfund 58.62 Pt. Brathühner...... 1.45 Enten...... 2.65, 2.90 Fasanenhähne Jung 2.40 Suppenhühner 1.65, 1.85 Fasanenhennen. 1.90 Datteln Feigen Karton 50 Pf. Kistchen ca. 1 Pfd. 33 Pf. Tafel- Aepfel Goldparmänen 5 Pfund 50 Pf. Moselwein Rehkeulen grosse 6.25 Mk. WEIN Rheinwein Trauben- Rosinen Schalen- Mandeln Pid. 70 Pl. Pld. 75 Pl. Neue Para- Nüsse Pfd. 55 Pf. Neue Wall- Nüsse Pld. 30 Pl. rund lang Neue Haselnüsse Pl. 35, 40 PL. Bordeauxwein Obermoseler 1/ Flasche 60 PI. 1906er Dienheimer 1/ Flasche 75 Pf. 1904er Larsche Beaurech Flasche 80 Pr. Mesenicher 80 Pf. 1904er Bretzenheimer 90 Pl. " دو 1906er Bruttiger 29 90 Pf. 1905er Crettnacher 1.10 1904er Laubenheimer 1905er Rüdesheimer " 1 Mk. 1.20 1905er Chât. Blaye Moncouseil 1905er Chât. d'Arche Ludon 1904er Chât. Larrivaux Cissac 9 90 Pf. 1 Mk 99 1.15 99 99 99 1906er Trabener 1.20 1903er Binger Rochusberg 1.40 1904er Blanquefort 1.20 募 59 " 1905er Niederemmler Ginterslay 1904er Enkircher Steffansberg 1.50 59 2. Mk. 1904er Niersteiner Heiligenbaum 1904er Rüdesheimer Berg ( Wachstum: Phil. Naegler) 1.70 1900er Cru Corneillan 1.40 " 2.50 1905er Chât. Brane Cantenac ( Grand vin) 1.80 99 Apfelwein inkl. Flasche 32 Pf. | Engl. Porter inkl. Flasche 38 Pf. Rand gesetzl geschützt. Verantwortlicher Medakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Inferatenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruderei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Br. 260. 25. Jahrgang. 2. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 5. Bovember 1908. entnehmen. 2. Partei- Angelegenheiten. Der Borstand. Rigdorf! Achtung! Sonntag, den 8. November, nachmittage 22 Uhr, findet im Rigdorfer Theater, Bergstr. 147, eine Wiederholung des Theaterstücks Kater Lampe" von Emil Rosenow statt. Billetts find in nur ganz beschränkter Zahl von Freitag, den 6. Nobember ab in der Parteispedition, Neckarstr. 2, zu erhalten. Kinder unter 10 Jahren feinen Eintritt. Wir ersuchen die Obleute, nichtverkaufte Billetts bis zu dieser Zeit in der Spedition niederzulegen, andernfalls dieselben als verkauft gelten. Der Bildungsausschuß. I Zum Austritt aus der Landeskirche Regierungsrat Dominicus bemerkte hierzu, ehe er über die tat gefährliche Seifenpinsel, welcher schon so viele Krankheitsüber fächlichen Angaben des Herrn Rabardt nicht auch die andere Seite tragungen verschuldet hat, ist leider noch immer recht vielfach im gebört habe, fönne er diese Angaben nicht für erwiesen balten. Gebrauch, da die neuen Bestimmungen seine Benutzung nicht völlig Wenn es richtig sein sollte, daß Ledige Arbeiten nach außerhalb ab- ausschließen. Er darf befanntlich nur noch im Geschäftsverkehr Zweiter Wahlkreis. Die Billetts zu dem Vortragslebnen, oder wie Herr Rahardt fagte, nach ganz furzer Zeit wieder mit festen Kunden angewendet werden. Infolgedessen steht zyklus find bei den Abteilungs- und Bezirksführern sofort zu aufgaben, so würden diefe allerdings keine Unterſtügung be- dem nicht hygienisch arbeitenden Meister im Betretungsfalle Sonnabend, den 7. November, abends 81% Uhr, bei fommen. Das sei auch die Ansicht jeder verständigen Gewerkschafts- immer die Ausrede zur Seite, daß er gerade folchen festen Stunden leitung. bediente. Das Gegenteil wird naturgemäß sich nicht immer bes Kliem, Hasenheide 13/15: Unterhaltungsabend, beProfeffor Herkner äußerte ebenfalls Bedenken gegen die Be- weisen laffen. Am besten sollte der Pinsel gänzlich verschwinden. stehend aus Konzert, Gesang, humoristischen Vorträgen, unter Mitwirkung des Gesangvereins„ Kreuzberger Harmonie" und des be- Diskussionsredner, der Zentrumsabgeordnete Becker, meinte auch, es barbiere aufs Storn genommen. Mit den neuen Bestimmungen ist wirtung des Gelangvereins Streuzberger Harmonie" und des beschränkung der Unterstützung auf die Organisierten. Ein anderer Besonders sind von der Kontrolle zunächst die sogenannten Sechserliebten Berliner Ulf- Trio". Eintrittspreis inkl. Tanz 30 Pfennige. müsse für die Ungelernten und die Unorganisierten gesorgt werden, ihnen der Garaus gemacht, denn sie können für den alten billigen Billetts find bei den Abteilungs- und Bezirksführern sowie in den obgleich er leinen Grund ſehe, weshalb sich irgend ein Arbeiter nicht Breis unmöglich arbeiten, wenn sie den hygienischen Anforderungen Parteiipeditionen zu haben. einer Organisation anichließen sollte. entsprechen wollen. Auch viele derjenigen Barbiere, welche bisher Der Referent bezeichnete die Unterstützung der ungelernten und noch für 10 Pf. rasierten, haben sich zur Preiserhöhung auf 15 Pf. unorganisierten Arbeiter als in der Pragis nicht durchführbar und entschlossen. meinte, er würde sich freuen, wenn ihm durch praktische Versuche ein Der alte Begräbnisplatz vor dem Potsdamer Bahnhof ist der Weg gezeigt würde, auf dem auch die Ungelernten und Unorgani- Kirche längst ein Dorn im Auge. Welches schöne Stück Geld fönnte fierten unterstützt werden können. fie aus diesem unmittelbar vor dem Bahnhofsgebäude an der Königs gräger Straße gelegenen Landstreifen, der für den Verkehr von fo großer Bedeutung ist, herausschlagen! Es ist doch zu ärgerlich, daß sei darauf aufmerksam gemacht, daß, wer ein volles Jahr Kirchen- man mit alten Knochen nicht wie mit Lumpen handeln kann. Denn steuer sparen will, feinen Austritt schleunigst dem zuständigen Amts- Sie hier liegen im legten Schlaf, haben verbriefte Rechte. Sie gericht anzeigen muß, damit er in die Lage tonunt, noch in diesem dürfen genau genommen noch lange nicht von der Scholle vertrieben Jahre auf dem Gericht seine Unterschrift unter das aufzunehmende werden, weil es solche Leute sind, die sich vor langen Jahrzehnten Protokoll zu leisten. ein Erbbegräbnis leisten konnten. Du lieber Himmel, das be Ausfünfte in Kirchenaustrittsangelegenheiten wie in Kirchensteuer- gründet heutzutage auch nicht den Anspruch auf die irdische Ewigfragen werden an folgenden Etellen erteilt: feit. Wenn der Plaz gebraucht wird, muß man eben nach Berlin O.: Restaurant Braudes, Grüner Weg 2; Konfum- Wittelchen suchen, um die verbrieften Rechte über den Haufen verein Markusstraße; Restaurant C. Rott, Straßmannstr. 29; zu werfen und die unbequemen Echläfer ein paar Meter tiefer Restaurant C. Voigt, Koppenstr. 34; Zigarrengefchäft W. Schrolle, in legen. Am besten ist es, wenn fein verwandter Hahn nach den Rummelsburg: Borndorfer Straße 58. Bigarren Ruheplägen der Toten fräht. Dann weg mit dem Erbbegräbnis geschäft R. Ried, Kantstr. 22. Berlin SO.: Restaurant und her mit dem Geld! Bei dem vorliegenden Kirchhofsland hat Seifengeschäft Frizz Kruse, man es ganz besonders eilig. Soeben ist eine Bekanntmachung des M. Mig, Efaliger Straße 59; Mariannenstr. 11. Rigdorf: Vorwärts"- Expedition, Neckar- zuständigen Gemeindefirchenrats erschienen, die alle Interessenten Straße 2. Berlin S.: Zigarrengeschäft W. Boerner, Ritter- auffordert, irgend welche Ansprüche oder Rechte an mehreren völlig straße 15; Restaurant Georg Leu, Boeckbstr. 7. Berlin W.: verfallenen Erbbegräbnissen geltend zu machen. Geschieht das nicht Restaurant R. Blaurock, Kurfürstendamm 187; Theatergarderobe innerhalb einer Frist von sechs Monaten, so wird angenommen, daß B. Schröder, Passauer Str. 4. Berlin NW.: Bigarrengeschäft dergleichen Rechte oder Ansprüche nicht mehr bestehen, über die ErbG. Menz, Wilhelmshavener Straße 61.- Berlin N.: Restaurant begräbnisse felbst aber im Interesse der Kirchengemeinde verfügt . Kowalczyk, Dalldorfer Straße 5; Bigarrengeschäft H. Vogel, Lorging werden. Dieses Jutereffe der Kirche besteht eben darin, daß man straße 37; Uhrengeschäft W. Flade, Butbufer Straße 20. Bigarren sich freut über das Verstreichen der Frist und von jenem Kirchhofsgeschäft M. Jstema, Seelower Straße 25; Totengräber W. Strauſe, land ein Stück nach dem andern in flingendes Gold umwechselt. Pappel- Allee 15/17. Berlin NO.: Friseur P. Schrolle, Landwehrstr. 3.; 8igarrengeschäft H. Kraft, Weberstr. 24a. Wilmersdorf. Heute abend von 7 Uhr an findet von den Bezirtslofalen aus eine Handzettelverbreitung statt. Das voll ständige Erscheinen der Genoffen ist dringend erforderlich. Der Vorstand. Treptow- Baumschulenweg. Heute Donnerstag abend 8%, Uhr findet im Lokal von Käding, Baumschulenstr. 67, eine öffentliche Versammlung statt, in welcher Genosse Dr. Bernstein über Frauenfranfheiten" sprechen wird. Berliner Nachrichten. Die Arbeitslosenversicherung nach dem Genter System Bildete den Gegenstand der Erörterung in einer öffentlichen Verfammlung, welche die Gesellschaft für soziale Reform am Montag abhielt. Die Versammlung war nicht gut befucht. Zumeist waren Leute aus bürgerlichen Streifen anwesend, außerdem eine fleine Baht von Arbeitern und eine Gruppe scharfmacherischer Obermeister mit Herrn Rahardt an der Spize. Referent war der Beigeordnete der Stadt Straßburg i. E., Regierungerat Dominicus. Bekanntlich hat die Stadt Straßburg die Arbeitslosenunterstügung nach dem Genter System mit einer unwesentlichen Modifikation eingeführt. Dies System besteht darin, daß den gewerfichaftlich organisierten Arbeitern aller Richtungen, sofern sie von ihren Organisationen Arbeitslosenunterstügung beziehen, aus städtischen Mitteln ein Zuschuß von 50 Proz. zu den Unterstügungsfäßen der Gewerkschaft bezahlt wird, ohne daß dafür besondere Beiträge erhoben werden. -Außerdem: Für auswärts( brieflich, Rückporto beifügen) durch: D. Friederici, Südende bei Berlin, Mittelstr. 3. Ad. Hoffmann, Berlin O., Blumenstr. 14. Ad. Harndt, Berlin O., Rüdersdorfer Straße 48. Am kommenden Sonntag wird Genosse Adolf Hoffmann in der Neuen Welt", Hafenheide, über das Thema reden: Los von der Kirche und der feine Stirchensteuern bezahlenden Geistlichkeit". Anfangslohn 4,25, nach 4 Jahren 5,00 4 " 3 4,75 nach 8 Jahren 4,00 3,75 nach 3 Jahren 2,50 Bauunglück. Am Dienstag stürzte ein im Korridor des Postfuhramtes Oranienburger Str. 35/36 im zweiten Stodivert errichtetes Bockgerüst ein. Das Brett brach durch und riß einen Teil des Ges rüſtes mit sich. Der 64 Jahre alte Maurerpolier Christian Keller aus Nixdorf und der 46 Jahre alte Maurergefelle Wilhelm Nichter aus Wilmersdorf stürzten zwei Meter tief hinab und blieben hilflos liegen. In einer Drojdite schaffte man sie nach der Unfallstation der fönigl. Klinik in der Ziegelstraße, wo der Arzt bei Keller einen Nervenchoc, Hautabschürfungen am Hinterkopf, fowie einen Bruch des linken Fußknöchels feststellte und feine Aufnahme in der Klinik beranlaßte. Richter, der einen Bruch der linken Ferse erlitten hatte, fonnte nach Anlegung eines Verbandes seiner Wohnung zugeführt werden. Die Stadt Straßburg geht I wie der Referent ausführte bon dem Gedanken aus, daß es eine soziale Pflicht der Gemeinde Die Parkdeputation beschäftigte sich in ihrer gestrigen Sigung ist, Arbeitsgelegenheit für solche Arbeiter zu schaffen, die arbeiten mit der Beratung des Etats und den dazu gestellten Forderungen wollen und doch feine Arbeit finden können. Da die Stadt aber der Gärtner und Arbeiter um Erhöhung des Lohnes. Von einem nicht in der Lage ist, den gelernten Berufsarbeitern Beschäftigung Mitgliede des Magistrats wurde hierzu ausgeführt: Die Löhne der zu gewähren, so zahlt sie diesen im Falle von Arbeitslosigkeit den Gärtner und Arbeiter haben in den legten 5 Jahren eine Auf- Bom Red gestürzt. Dienstag abend gegen 9 Uhr stürzte der Unterſtügungszuschuß unter den angeführten Voraussetzungen. Un- befferung von zirka 50 Broz. erfahren und es wäre angebracht nun 20 Jahre alte Akrobat Konrad Küttimann aus Rigdorf während gelernte Arbeiter sollen nicht durch Geld, sondern durch Zuweifung einmal mit Aufbesserungen der Löhne haltzumachen. Man dürfe feiner Vorführungen im Theateretablissement von Buggenhagen am von Arbeit unterstützt werden, wozu die Gemeinde in der nicht vergessen, daß die Arbeit in unseren öffentlichen Anlagen eine Morigplaz infolge eines Fehlgriffs so unglücklich vom Reck, daß er Lage ist. Für die Arbeitslofenunterſtügung hat Straßburg fehr angenehme und mit Arbeiten in anderen städtischen Betrieben einen Bruch des linken Oberschenkels erlitt. In einem Wagen des feit 1906 jährlich 5000 W. aus städtischen Mitteln an nicht zu vergleichen sei. Aus diesem Grunde schon tönne man Verbandes für erste Hilfe transportierte man ihn nach dem Krankengewiefen. Diese Summe war bis jetzt ausreichend. Durch das Gärtner und Bartarbeiter mit anderen Arbeiterkategorien nicht gleich- haule Am Urban. Die Unruhe, die sich der Theaterbefucher be städtische Arbeitsamt wird eine Kontrolle der Arbeitslofen ausgeübt, stellen. Bon anderer Seite wurde bemerkt: Wenn die Löhne in den mächtigt hatte, legte sich bald, als man ihnen mitteilen fonnte, daß um festzustellen, daß es sich in jedem Falle um unverschuldete letzten fünf Jahren um 50 Broz. gestiegen feien, so wären dieselben der Unfall nicht tödlich verlaufen iſt. Arbeitslosigkeit handelt. Das geschieht in vollem Einverständnis mit vorher so niedrig gewesen, daß die Behörde gezwungenermaßen den Gewerkschaften. Die Durchführung des in Straßburg ange endlich eine Aufbesserung vornehmen mußte. Die Forderungen, die Tat einer Unbekannten hervor. Eine etwa 35 Jahre alte Frau hatte Großes Aufsehen rief gestern in der Frankfurter Chauffee die wandten Systems der Arbeitslosenunterstützung feßt wie der Re- die Arbeiter stellten, seien so minimal, daß man denselben angesichts sich vor dem Grundstüd Nr. 130 vor einen heranfaufenden Straßenferent des weiteren darlegte voraus, daß ein Arbeitsnachweis der ungeheuer gestiegenen Lebensmittelpreise ohne weiteres Besinnen bahnwagen geworfen, um sich totfahren zu lassen. Ein hinzuvorhanden ist, der die Lage des Arbeitsmarktes zu überschauen zustimmen könne. Man solle auch endlich mit dem Märchen von den springender Schußmann riß die Frau noch im legten Augenblick von ermöglicht, damit den Arbeitslosen, soweit es irgend möglich nicht vollarbeitsfähigen Arbeitern brechen; diefelben müssen die Arbeit den Gleisen herunter. Wenige Sekunden später und sie wäre ist, Arbeit zugewiesen werden kann, denn das ist die beste leisten so gut als die bollarbeitsfähigen Arbeiter und hätten auch zweifellos germalmt worden. Es stellte sich nun heraus, daß man Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. Die Versicherung der denselben Lohn zu beanspruchen. Nach weiterer Debatte beschloß es mit einer Geistestranten zu tun hatte. Sie wurde nach der HeilUnorganisierten durch Epareinlagen, wie es in Gent versucht wird, die Mehrheit der Deputation, dem Magistrat folgende Lohnfäge zu anstalt in Herzberge gebracht. hat sich als so wirkungslos erwiefen, daß Straßburg auf einen der empfehlen: artigen Verinch verzichtet hat. So fommt also die städtische Arbeitslofenunterstützung den Unorganisierten, das sind zurzeit dreiviertel aller Arbeiter, nicht zu gute. Wenn hiergegen eingewandt wird, daß durch das Straßburger System die Arbeiter geradezu veranlaßt werden, sich einer Organisation anzuschließen, so hat die Gemeinde, wie der Referent fagte, feine Ursache, sich davor zu fürchten. Mit den Gewerkschaften hat das städtische Arbeitsamt in Straßburg fehr Bei den nicht voll Arbeitsfähigen bleibt es beim alten. gut zufanimengearbeitet. Daß die Beschränkung der Unterſtügung Es wurde bei diefer Gelegenheit gerügt, daß durch die schlechte auf die organisierten Arbeiter ein durchaus gangbarer Weg zur Lösung des Problems ist, hat Straßburg bewiesen. Hier find Dotierung der einzelnen Reviere, trotzdem noch Arbeit genug vorauch im übrigen die Voraussetzungen zur Durchführung des handen, schon so zeitig Arbeiterentlassungen stattfinden. Demgegen angewandten Systems vorhanden. Ob sie in anderen Städten ge- über wurde von anderer Seite bemerkt, daß die Deputation die geben sind, fann der Redner nicht beurteilen, aber man sollte prüfen, Pflicht habe, nicht nur Arbeiterinteressen zu wahren, sondern in geboren am 5. Dezember 1865 zu Bartenstein in Ditob das Straßburger System nicht verallgemeinert werden könne. erster Linie an die Interessen der Stadt zu denken. Partei" fann der Mann gemeint haben? daß eine Kommune, die sozial Das Alpha und Omega desselben ist ein nach Branchen zentrali wurde entgegengehalten, Hat er auch noch anderswo zu sammeln versucht und dabei dieselbe fierter Arbeitsnachweis. Daran fehlt es aber in Deutschland noch. politisches Berständnis besigt, darauf balten müffe, die von Angabe gemacht? Arbeiterkolonien", für die er gesammelt haben Der Redner schloß mit dem Wuniche, daß die gegenwärtige ihr beschäftigten Arbeiter bei Beginn des Winters so lange zu be- tönnte, gibt es in und um Berlin mehrere. Die Leiter dieser Zeit der Wirtschaftskrise Veranlaffung geben möge zur praktischen schäftigen, wie es die Witterungsverhältnisse irgend gestatten Arbeiterkolonien oder der hinter ihnen stehenden Bereinigungen und nicht, wie geschehen, schon anfangs Oftober aufs Pflaster zu werden sich zu diesem Vorkommnis äußern müssen. Das Publikum Durchführung der Arbeitslosenfürsorge. In der Diskussion erhob zunächst Stadtrat Glüdsmann- Rigdorf werfen. Ferner ist den Forderungen der Arbeiterinnen nachgegeben, aber wird gut daran tun, sich Gabensammler dieser Art Bedenten gegen die Einführung des Straßburger St, items. Das diefelben abwechselnd an Sonntagen zu beschäftigen. Eine Aende Borhandensein verschiedener gewerkschaftlicher Richtungen laffe es rung im Wechsel der Barfwächter wurde von der Mehrheit nicht be. möglichst weit vom Leibe zu halten. nicht ratiam erscheinen, daß die Stadt den Gewerkschaften Mittel in liebt, weil hierzu nur bertrauenswürdige Personen genommen werden die Hand gibt. Die Stadt müsse auch für die Unorganisierten tönnen, obwohl darauf hingewiesen wurde, daß es mit der Verforgen, fie müsse sich doch vor dem Verdacht schüßen, daß fie die trauenswürdigkeit sehr oft nicht weit her ist, wie aus einem Beispiel Kampforganisationen der Arbeiter unterstügt.( Am Tische der Ober- aus Moabit fonstatiert werden konnte. meister wurde diefer Satz mit einem träftigen:" Sehr richtig" unter strichen.) Der Arbeitslosenunterstüßung durch die Gemeinde ständen biele Schwierigkeiten entgegen. Wenn nicht alle Gemeinden GroßBerlins gleichzeitig die Unterstützung einführen, dann lönnte es ja vorkommen, daß eine Gemeinde an Mitglieder einer anderen GeGärtner: jezt 4,00, Arbeiter: Anfangslohn 3,75, jetzt 3,50, Arbeiterinnen: Anfangslohn 2.25, jett 2,00. OR Milde Gaben für eine Arbeiterkolonie forderte ein gut gefleideter Mann, der in dem Restaurant von Pflaumbaum, Rostoder Straße 28, vorsprach. Als der Inhaber des Lokals ihn fragte, wer denn hinter diesem Gabensammlungsunternehmen stehe, antwortete der Solleftant: Die Partei". Nun verlangte der Restaurateur, daß ihm eine Legitimation vorgewiesen werde, durch die der Kolleftant sich als Beauftragter der Partei" ausweisen könne. Aber da empfahl sich der lästige Gast. Als er sich anschickte, ein anderes Restaurant aufzusuchen, folgte ihm der erſterwähnte Restaurateur, holte ihn heraus und brachte ihn zur nächsten Polizeiwache. Dort bezeichnete der Fremde fich als einen Gustav Fuhr, wohnhaft in Berlin, Reinickendorferstraße 120, Dem preußen. Welche Es ist leider bitter wenig, was von der Deputation für die Barkarbeiter herausgeschlagen werden konnte. an Neber die Verteilung der unentgeltlichen Lehrmittel in den Schulen bedürftige Kinder fcheinen bei manden Schullommissions mitgliedern fonderbare Ansichten vorzuberrschen. Eine Frau aus dem Norden( Gesundbrunnen) teilt uns eine Unterredung mit, die sie in dieser Sache mit einem Rechercheur der Schulfommission hatte. Die letzte Prüfungsfahrt des, Parseval" hat gestern mittag statt. gefunden. Früh um 7% Uhr wurde der Ballon, dessen Bestandteile auf zwei Wagen des Luftschifferbataillons verpackt waren, auf den für den Aufstieg bestimmten freien Platz am Spandauer Weg geschafft. Die Füllung des Ballons war um 12 Uhr 20 Minuten be endet. Das Luftschiff stieg direkt von der Füllstelle auf und steuerte mit dynamischer Kraft gegen den scharfen Nordwest. Bald verschwand es in dem dichten Rebel, der in einer Höhe von 60 bis 70 Weter fiber der Erde lagerte. Um den Luftschiffern Gelegenheit zu geben, meinde Unterstüßung zahlt.. Wenn Groß- Berlin die Arbeitslosenich zu orientieren, wurden auf dem Schießplatz fortgesezt Hornunterfügung einführt, dann würde ein starker Zuzug von Arbeits. ignale abgegeben. Die Führung des Ballons lag in den Händen lofen eintreten. Die Frage tönne nur gelöst werden in Gestalt einer des Hauptmanns v. Kehler. Ferner nahmen an der Fahrt teil Reichs- Arbeitslosenversicherung im Anschluß an die bestehende Die Frau befindet sich zurzeit mit ihren Kindern und ihrem Major v. Barjeval, Hauptmann George und die Ingenieure Kiefer und Weit. Der Barseval", der auf seiner Fahrt erst wieder in Urbeiterversicherung. Obermeister Rahardt trat den Ausführungen des Referenten manne, der schon lange arbeitslos und frank iſt, in einer Groen in allen wesentlichen Bunften entgegen. Ganz besonders bekämpfte Notlage. Sie wurde deshalb vorstellig um unentgeltliche Lieferung Berlin landen follte, mußte die Landung vorzeitig bei Friedrichsder Bücher und sonstigen Schulutensilien, da sie diefelben in ihren bagen vornehmen. er den Gedanken, daß die Unorganisierten bei der städtischen jezigen Verhältniffen unmöglich selbst beschaffen tann. Ueber die geftrige Fahrt des Parfeval- Ballons ist noch zu bes Arbeitslosenunterstützung nicht berücksichtigt werden. Der Redner Ein Rechercheur, Herr Scheffermann, Milchbändler, hatte nun die richten: Gleich nach der Abfahrt um 12 Uhr 15 Minuten befand sich behauptete, die Berliner Tischler wollten troz des Tarifvertrages nähere Austunft einzuholen und gab nun der Frau auf ihr Eriuchen das Luftschiff in so dichtem Nebel, daß eine Orientierung nicht und gemeinsamen Arbeitsnachweises in der Zeit guten Geschäftss folgende Antwort: Ja, Sie haben doch Ihrem Jungen noch Schuhe möglich war. Daher ging der Führer über den Nebel hinauf bis ganges nicht anders als bei Entlohnung über den Tarif Arbeit an- faufen fönnen; so lange Sie dazu noch imitande find, lönnen Sie etwa 250 Meter über der Erde, in der Hoffnung, den vor dem Aufnehmen. In der jetzigen schlechten Geschäftszeit sei unter 3500 arbeitslosen Holzarbeitern teiner bereit gewesen, Aushilfs sich auch noch die Schulbücher kaufen. Jeder Bezirk erhält bloß stieg zur Orientierung abgelassenen Drachenballon zu sehen. Doch 200 M. und das reicht nicht einmal für alle Witwen." war dieser Ballon nicht zu erblicken. Das Luftschiff ging desDie Frau äußerte uns gegenüber, ob sie denn ihre Kinder barfuß außerhalb tönnten nicht befeßt werden, weil selbst die Ledigen zur Schule schiden solle im Winter, Stiefel wären doch das Rot balb langsam wieder bis dicht über den Erdboden hinunter, nicht aus Berlin Auch dies erschien hinauswollen. Unter folchen Umständen um sich hier nach Gegenständen zu orientieren. tönne nicht festgestellt werden, Arbeits. wendigste in der jeßigen Jahreszeit. tbo unverschuldete jedoch fast unmöglich und Hauptmann v. Kebler befchloß die Landung, Lofigkeit vorliegt. Wenn nur den Organisierten die Arbeits- Die Kontrolle der Barbierstuben auf Grund der vor kurzem von die ohne jede fremde Hilfe glatt auf einem Felde bei Schöneiche in der loienunterstützung zukommen solle, dann würden ja die Arbeiter der Handelstammer erlassenen hygienischen Bestimmungen hat Nähe von Friedrichshagen erfolgte. Es bestand die Absicht, abzuwarten, geradezu in die Organisation gestoßen werden, und die Folge würde bereits begonnen. Von der Handelskammer find zwei Innungs- bis der Nebel sich wieder verzogen hätte, um dann wieder mit dem Ballon arbeit zu Wodenlöhnen von 30 M. anzunehmen. Stellen nach Ehe die sein, daß die Hirsch- Dunckerschen und die christlichen Organisationen meister bestellt worden, welche die Kontrolle ausführen. hinweggefegt werden. Das aber können die Arbeitgeber nicht beiden Herren jedes Berliner Barbiergeschäft nur ein einziges Mal nach Tegel zurückzufahren. Der Ballon wurde von Feldarbeitern wünschen und deshalb erklärte sich der Redner gegen die Einführung befucht haben, kann also mindestens ein Jahr vergehen, und damit auf dem Felde bis gegen vier Uhr gehalten und war so stets zur bes Genter Systems in Berlin. schrumpft der praktische Wert der Kontrolle ziemlich zusammen. Der Abfahrt bereit. Da der Nebel jedoch immer dichter wurde, so ent schloß man sich, den Ballon zu leeren. Dies geschah ohne trgendwelche Beschädigung des Ballons oder der Gondel. Eine Gasexplosion erfolgte gestern abend in der Fransedi straße 24. Dort wird zurzeit ein neues Schuhwarengeschäft bon dem Schuhmachermeister irsch eingerichtet. Gestern abend wollte nun ein Bruder des Hirsch die Schaufensterbeleuchtung in Ordnung bringen. Als sich bei dieser Arbeit ein starter Gasgeruch im Laden bemerfbar machte, zündete Hirsch ein Streichholz an, um die Gasleitung im Schaufenster abzuleuchten. Staum hatte er eine Trittleiter mit dem brennenden Streichholz betreten, als eine starke Explosion erfolgte. Der Mann wurde durch den Luftdruck von der Leiter herabgeschleudert und erlitt durch Stichflammen auch Brandwunden im Gesicht und an den Händen. Die große Schaufensterscheibe flog flirrend auf den Straßendamm, ebenso eine zweite aus dem Reben haufe. Auch mehrere Wohnungsfenster wurden zertrümmert. Die alarmierte Feuerwehr fonnte fich auf die Aufräumungsarbeiten befchränken, da Feuer weiter nicht entstanden war. 8 Einen entsetzlichen Tod hat der 32jährige Händler Hermann Efter aus Rigdorf gefunden. In der Nähe des Bahnhofs Hermann ftraße warf er sich vor einem herannahenden Ringbahnzug auf die Gleise, wodurch ihm Arme und Beine fast vollständig vom Rumpf getrennt wurden. Ein Streckenwärter fand später die Körperteile des Selbstmörders. E. war auf der Stelle getötet worden. Groß- Lichterfelde. Milde Strafe gegen Gebildete". Aus Halle a. S. berichtet man uns unterm 3. November: Bes fanntlich darf man nicht sagen, es gibt eine Klaffenjuftiz. Tat fache ist aber, daß in der letzten Zeit mehrere recht erhebliche Ausfchreitungen, die von Studierenden begangen worden sind, stets mit Geldstrafen geahndet wurden. Heute stand der stud. med. Georg Scholz von hier, der u. a. wegen Hausfriedensbruchs schon vorbestraft ist, wegen Verübung groben Unfugs, Beleidigung und In der letzten Gemeindevertretersitung wurde nach Einführung Widerstandes vor dem Schöffengericht unter Anklage. Der und Verpflichtung der neu gewählten Gemeindeverordneten über das Studiosus war in der Nacht aus einem Café gekommen, hatte mit Projekt: den Bau eines Realgymnasiums beraten. Die Errichtung feinem Stode gegen die Fensterläden geschlagen und dann einem dieser neuen Schule für die Sprößlinge der befizenden Klaffen ist Bäckermeister sämtliche Brötchen, die in einem Fensterbrett standen, von außerordentlicher finanzieller Tragweite für unseren Ort, denn mit dem Stock in den Teig gestoßen. Als der Meister ihn zur Rede die Baufosten sind mit 770 000 m. veranschlagt und bei den in der stellte, sagte der Student, er solle machen, daß er mit seinem„ dicken Regel sich ergebenden Ueberschreitungen des Voranschlags werden Want" wegkomme. Den darauf einschreitenden Bolizisten ohrwir von einer Million nicht allzuweit entfernt bleiben. feigte er links und rechts. Auf der Wache schlug er mit seinem Während man auf der einen Seite die verhältnismäßig geringen Stode auf den Tisch und verfekte dem Wachtmeister einen Tritt Kosten des Anschlusses der Gemeindeschule in der Kastanienstraße an Feuerwehrnachrichten. Die Berliner Feuerwehr hatte in der die Kanalisation scheut, also nicht einmal die dringendsten orts- gegen den Unterleib, daß der Getroffene gegen eine Wand flog. au Finger und nannte ihn permanent bummes Aas". Der geletzten Nacht in der Friedrichstraße 13 zu tun, wo in einer Küche polizeilich vorgeschriebenen sanitären Einrichtungen in den Volts. Dann stieß er den Wachtmeister gegen die Brust, biß ihn in die nachts um 4 Uhr Feuer ausgekommen war und Regale, Kohlen- fchulen trifft, wird auf der anderen Seite troz der schlechten Finanz hundene Beamte verspürte acht Tage Schmerzen. In der Wache fasten usw. ergriffen hatte. Um ein Verkehrshindernis zu beseitigen, lage des Ortes ein foftipieliger Schulpalast" wie ein bürger trat ber brutale Mensch solange gegen die Tür, bis er gefesselt wurde die Feuerwehr nach dem Kurfürstendamm 3 gerufen. An der licher Gemeindevertreter sich ausdrückte erbaut. Gemeindebertreter wurde. Er verteidigte sich u. a. dahingehend, die Bezeichnung: Ede der Memeler- und Königsbergerstraße war ein Kind von der Meyer sprach seine schweren Bedenken über diese Borlage aus. Die" bummes Aas" sei für einen Wachtmeister keine Beleidigung. Das verletzte Kind Finanzkommission habe sich nicht genügend mit dem Projekt des Schul. Staatsanwalt und Gericht waren sich darin einig, daß eine schwere elektrischen Straßenbahn überfahren worden. wurde nach der nächsten Unfallstation gebracht und dort verbunden. baues befaßt. Es handle sich hier nicht mehr um ein Schulhaus Ausschreitung vorliege, die eines Gebildeten unwürdig sei. Das In bezug auf Architektur und Ferner hatte die Feuerwehr in der Camphaufenstraße 32 und Ad- sondern um einen Schulpa l'a st. miralstraße 29 zu tun. Die Schöneberger Feuerwehr hatte geftern Ausstattung hätte man ohne auf die modernsten schultechnischen Urteil lautete auf- 90 Mr. Geldstrafe. mit wesentlich geringeren Summen früh von 4 bis 7 Uhr im Stadtpark zu tun, wo auf dem Gelände Einrichtungen zu verzichten Die Vorlage berge den Keim zu einer neuen an der Mühlenstraße ein großer Schuppen in Flammen stand. Um austommen fönnen. Anleihe in fich. Er beantrage daher Stückverweisung derselben in die diefe zu löschen, mußte die Wehr fräftig Wasser geben. Finanzkommission. Gemeindevorsteher Schulz und eine Anzahl Ges Mitglieder des Touristenvereins ,, Die Naturfreunde", Siz Bien, meindevertreter erklärten sich jedoch gegen diefen Antrag und hielten laden zu einer Besprechung zum Sonnabend, den 7. d. Mts., abends die Ausführung des Baues für absolut notwendig. Die 8 Uhr, nach Neue Königstraße 26, Eingang Wadzedstraße, alle Vorlage alsdann eine gegen Stimme Außer im Vogtlande haben auch in anderen Zeilen Deutsch genehmigt. Freunde der Touristit ein gweds Schaffung einer Ortsgruppe Berlin. Von einigem Jntereffe war nur noch die Rechnungslegung über den lands Erdbeben stattgefunden. Wie eine Meldung aus Plauen im Der Zweck des Vereins ist: a) die Kenntnis von Naturschönheiten diesjährigen Betrieb der Gemeinde Bade- und Schwimmanstalt. Vogtlande besagt, haben die Erdbeben dort erneut mit aller Straft zu vermitteln und seinen Mitgliedern Gelegenheit zu geben, folche Danach betrugen die Einnahmen 12 424 M., die Ausgaben 4515 M. eingefegt und übertrafen die früheren an Stärke. In Brambach fennen zu lernen; b) die Liebe zur Natur zu erweden; c) die Ber- Der lleberichuß von 7909 M. entspricht einer 3/ prozentigen Ber- wurden feit vorgestern mittag über hundert Erdstöße, darunter solche breitung der Kenntnis des Volfslebens und der Volfssitten. Der zinsung des Anlagefapitals. von außerordentlicher Heftigkeit, gezählt. Die Nacht hindurch hielten Verein zählt girta 10 000 Mitglieder, welche fich auf Desterreich, die die Erderschütterungen fast ununterbrochen an. Sechs starke ErdSchweiz und Deutschland verteilen. Die Tendenz des Vereins ist Rummelsburg. proletarischen Charafters und werden daher alle Genoffen und Ges ſtöße schreckten gestern früh zwischen 3 und 4 Uhr die Bewohner noffinnen, welche gewillt find, ihre freie Zeit nicht vorwiegend in aus dem Schlafe. Aus Untersachsenburg wird berichtet, daß die ftidigen Räumen zu verbringen, um ihr Erscheinen ersucht. Einwohnerschaft sich zum Teil bis spät in der Nacht auf der Straße aufgehalten habe. In 3wota haben eine Anzahl von Häusern und Dächern Riffe bekommen. Lichtenberg. Vorort- Nachrichten. wurde In einem Eispfuhl hat der 55 Jahre alte Rentenempfänger August Müller aus der Hauptstraße den Tod gesucht. Lebens überbruk, hervorgerufen durch Rot und Entbehrungen haben M. zu feinem Borgehen veranlaßt. Er ertränkte sich in dem Baetschen Pfuhl an der Berlin- Rummelsburger Grenze. Borgeftern wurde die Leiche des Lebensmüden gefunden und nach dem Schauhause geschafft. Gerichts- Zeitung. Religion gut- Rechnen schlecht. Wegen Anreizung der polnischen Bevölkerungsklasse zu Getvalt. tätigkeiten in drei Fällen ist am 30. Juni vom Landgerichte Bosen die Redakteurin eines polnischen Blattes, Emilie v. Karwowska, zu Geldstrafen von zusammen 180 m. verurteilt worden. Im ersten Falle handelte es sich um ein Gedicht über eine Schlacht, im zweiten Auf die um einen Artikel Ehret das Andenken der Bäter". Revision der Angeklagten stellte am Dienstag das Reichsgericht das Urteil dahin richtig, daß die Gesamtstrafe 170, nicht 180 9. beträgt. Im übrigen wurde die Revision leider verworfen. Der Agent für Arbeitswillige abermals unter der Anklage des Betrugs. Vermischtes. Neue Erdbeben in Deutschland. Nach einer Meldung aus Erfurt wurde gestern nachmittag um 21 Uhr im füblichen Teile der Stadt eine leichte Erderschütterung verspürt. Ebenso werden aus Apolda eine Erderschütterung, die sich um diefelbe Zeit ereignete, und aus Greiz verfchiedene Erderschütterungen gemeldet, die vorgestern abend, in der vergangenen Nacht und gestern mittag stattfanden. Die Erderschütterungen in Greig waren zum Teil start und mit einem unterirdischen rollenden Geräusch verbunden. Ein Telegramm hierüber befagt: Greig, 4. November. Hier und in der Umgebung wurden fieben starte Gröstöße, die stärksten Die Bewohnerschaft wurde durch unterseit Jahren, verspürt. irdisches Rollen und Fensterflirren erschreckt und flüchtete auf die Straße. Regensburg, 4. November. Wie dem Regensburger Anzeiger" aus verschiedenen Orten des Fichtelgebirges gemeldet wird, fand gestern nachmittag dort ein starfes Erdbeben statt, fo in den Gegenden von Waldsafsen, Wunsiedel, Selb und Marktleuthen. An legtem Drte war das unterirdische Nollen so start, daß die Fenster flirrten und die Lampen in den Wohnhäusern in Schwingungen gerieten. Karlsbad, 4. November. Heute frith 4 Uhr wurden hier neuerdings Erdstöße beobachtet. Die letzte Stadtverordnetenversammlung war außerordentlich geeignet den Nachweis für die pofitive Tätigkeit der Sozial demolratie in den Gemeinden zu erbringen. Ein am 12. März cr. seitens unferer Genoffen gestellter Antrag auf Speisung von bedürftigen Schullindern war endlich, Dank der Tätigkeit unserer Bertreter in der Kommiffion, soweit gediehen, daß der Magistrat soll der Berein aus seinen Mitteln geben. Hiervon follte denjenigen Kindern, welche ohne Frühstück zur Schule fommen, je ein Glas Milch und eine Schrippe im Betrage bon 7 Bf. pro Portion in der Beit vom 1. November 1908 bis 31. März 1909 geliefert werden. Damit nicht Unberufene in den Besitz dieser Wohltat gelangen, soll die Bedürftigkeit von Monat zu Monat durch die Drgane der Schule nachgeprüft werden. Doch dieses Wenige war unseren bürgerlichen Sozialpolitikern schon zu viel und flugs beantragte Stadtverordneter Rechtsanwalt Schachtel Ablehnung, weil derartige Ausgaben über den Rahmen der Armenunterstüßung zu leisten nicht Sache der Gemeinden sei. Auf die Entgegnungen In einer Anklage wegen Betruges, die sich gegen den früheren unferer Genossen hatte dieser Herr den Mut, zu betonen:" Es fei Bauunternehmer Otto Genske richtete, stand gestern vor der 1. Straf furchtbar leicht, aus anderer Leute Taschen Wohltätigkeit zu üben, fammer Verhandlungstermin an. Der Angeklagte war 5 Jahre er möchte einmal sehen, wie die Sozialdemokraten stimmen selbständiger Bauunternehmer und nannte sich Maurermeister. Er Eine Zuderraffinerie niedergebrannt. Nach einem Telegramm würden, wenn ihre Wähler das Geld für derartige Aus- hatte dann in der Emdener Straße ein Bureau zur Beschaffung gaben bezahlen müßten." Genosse Dwell leuchtete diesem Herrn von Arbeitswilligen aller Gewerkschaften Deutschlands" eingerichtet. aus tiem ift die Sobolewiche Buderraffinerie in Gajfin( Gouver gehörig heim und zeigte, wer sich am meisten aus anderer Leute Der Bwed dieses Bureaus war, im Falle eines Streits den Unter- nement Bodolien), die jährlich gegen eine Million Bud Buder Zaschen Ausgaben bewilligen läßt. Stadtverordneter Apotheker Hagenbed glaubte, daß ein appell an die Lichtenbürger Bürger fo- nehmern Arbeitswillige, insbesondere Bauarbeiter nachzuweisen erzeugt, bis auf den Grund niedergebrannt. Der Schaden erreicht biel Mittel flüffig machen würde, so daß es nicht notwendig fei, und zuzuführen. Seine unsaubere Tätigkeit als Menschenhändler Gemeindemittel für diesen Zwed zu verwenden. Er ersuche um ist durch uns bekannt geworden. Am 8. Juni wurde er verhaftet. Ablehnung der Anträge, da es Pflicht der Familie fei, für ihre Es hatte sich herausgestellt, daß er sich in 15 Fällen der RautionsKinder selbst zu sorgen. Nachdem Stadtverordneter Rott gemein schwindelei schuldig gemacht hatte, indem er jungen Leuten, die schaftlich mit Herrn Rechtsanwalt Schachtel vergeblich berfucht er als Arbeitertransporteure"," Buchhalter"," Filialleiter" usw. hatte. die ganze Angelegenheit durch Rückverweisung an die engagierte, Rautionen von je 600 M. abgenommen und diese für Stommission zu verschleppen, wurden die Anträge unserer Genossen auf Einstellung von 2000 2. für diefen 8wed abgelehnt und die sein Geschäft verbraucht hatte. Er ist dafür am 23. September von Magistratsvorlage in namentlicher Abstimmung mit 35 gegen die der Straffammer zu einem Jahr Gefängnis unter Anrechnung von Stimmen der Herren Hagenbed, Dr. Wolff, Schachtel, Lehne, Sommer- drei Monaten Untersuchungshaft verurteilt worden. Gestern sollte noch über einen Fall dieser Art verhandelt werden. Rechtsanwalt forn, Röder, Rott angenommen. Bahn beantragte aber die Bertagung, um die Erledigung der ersten Sache vor dem Reichsgericht abzuwarten und zu prüfen, ob der jezt zur Anklage stehende Fall nicht durch das erste Urteil, welches eine fortgesette Handlung annahm, fonsumiert ist. Das Gericht beschloß in diesem Sine die Bertagung. Durch die Halsstarrigkeit der Herren Schachtel und Wolff, von dem ihnen gehörigen Terrain an der Schule in der Friedrichstraße den Streifen Straßenland abzutreten, haben sich für die Kinder ganz unhaltbare Zustände entwickelt. Den Herren wurde von ihren Freunden die Genugtuung verschafft, die Straße nun auf Roften der Gemeinde gepflastert zu bekommen. Unsere Vertreter stimmten gegen diese Bewilligung aus den Taschen anderer. Unzüchtig? eine Million Rubel. Lese und Diskutierklub Wilhelm Liebknecht. Heute abend 9 Uhr bei Eichhorn, Danziger Str. 98. Verband der Friseurgehilfen Deutschlands. Heute abend 1,10 Uhr Rosenthaler Straße 57. Deutscher Arbeiter Abstinenten Bund. Ortsgruppe Berlin Freitag abend 8%, Uhr: Deffentliche Bersammlung im Englischen Sof". Neue Roßstr. 8. Eingegangene Druckfchriften. " Gewerbe- und Kaufmannsgericht", Monatsschrift des Berbandes deutscher Gewerbe- und Kaufmannsgerichte. Herausgeber: Dr. J. Jastrow, v. Schulz, Dr. Flesch. Verlag von Georg Reimer in Berlin. Bon der arbeitenden Jugend" ist soeben die November- Nummer erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: aufzurrüftigen arbeit! Die Einrichtung der Gesellschaft. Bon Dr. 2. B. VII. Der Kapitalismus als Fortschrittler. Freiheit. Gedicht von Auguste Stoppenbach. Unsere Gegner. Bitte, Herr Staatsanwalt unnüge Stopfschmerzen. Geriffene Geschäftsleute. Sammelt nicht Schäße auf Erden! Die Dummheit eine Kraft. Breußische Landräte als Abonnentensammler. Aus unserer Bewegung. Die weibliche Jugendschub. Jugend und ihre Drganisation. Quittung. Berichte. Die internationale Vereinigung für gefeblichen Arbeiterschutz. Sind LehrRundschau. linge frantenversicherungspflichtig? Schulwesen. Fortbildungsschulen für die weibliche Jugend. Die gefürchtete rote farbe. über die Bereitstellung beiten- Bertriebs- Gesellschaft Novitas", die außer in Berlin auch Gründet Jugendschuskommissionen! Ein Opfer des Kapitals. Ge. undheitspflege. Der moderne Fabritbetrieb und die Gesundheit ber Arbeiter. Gislauf. Feuilleton. Literatur. Einen Antrag unserer Genossen, den Magistrat zu erfuchen, ge Gine Anklage wegen Verbreitung unzüchtiger Abbildungen, die meinsam mit der Stadt Berlin bie Arbeitslosenzählung vorzunehmen und die erforderlichen Mittel dem Ausgleichsfonds zu entnehmen, gestern vor der 1. Straffammer des Landgerichts I berhandelt begründete Genosse Brühl. Der zweite Teil des Antrages wurde, richtete sich gegen den Bostkartenhändler Baul Fink und den lautet:„ Der mit den Stadtverordneten Kaufmann Ostar Heiermann. Letzterer ist Mitinhaber der NeuDer Magistrat möge in gemischter Kommission verhandeln in Paris und Wien Geschäfte betreibt. Die Gesellschaft hatte eine bon Mitteln für die Familien ortsansässiger Arbeitslosen. Rechtsanwalt Schachtel ersuchte, den zweiten Teil unserer Anträge Kollektion künstlerischer Postkarten unter dem Titel" A la Toilette", abzulehnen, aber bei den Arbeitgebern am Drte eine Umfrage zu 10 Cartes des Parisiennes, par Raph. Kirchner, Paris" in den veranstalten, ob Arbeitsgelegenheit vorhanden sei und ob sofort Handel gebracht und der erste Angeklagte hatte fie feilgeboten. Arbeitskräfte zu haben feien. Nachdem Herr Dr. Bulovzer und Gen. Die fehr fein gezeichneten Bilder tourden von dem Staatsanwalt Düwell für Vinahme beider Zeile plädiert hatten, wurde der erste als unzüchtig angesehen, da sie eine junge Dame in den verschiebenen Stadien ihrer Morgentoilette darstellen. Der StaatsTeil angenommen, dagegen der zweite Teil abgelehnt. anivalt beantragte gegen beide Angeklagte Kleine Geldstrafen. Der Verteidiger bestritt, daß die nach guten fünstlerischen Originalen hergestellten Starten etwas Unfittliches darstellen. Er berief sich in dieser Beziehung auf den von ihm als Sachverständigen geladenen Prof. Hans Fechner, Mitglied des Vereins Berliner Künstler und Mitglied der Jury dieses Vereins. Auf Grund des von diesem abgegebenen Gutachtens erfolgte die Freisprechung der Angeklagten. Den Schluß bildete eine Interpellation unferer Genoffen bezüglich owehr der drohenden Steuer auf Gas und Elektrizität, die vom Furgermeister Biethen dahin beantwortet wurde, daß der Magistrat, so lange ihm noch fein authentisches Material über die Steuer vor liegt, mehr zu unternehmen gedenkt. Die Herren Bürgerlichen schwiegen. Wilmersdorf. Was alles Margarine ist! Preis der Nummer 10 Bf.. in Bartien billiger. Verlag Arbett und Jugend", Berlin C. 2, Stralauer Straße 13/14. 3. Umfahrer, Beweis der Richtigkeit bes großen Fermatfchen Sates. Verlag non D. Th. Scholl, München. Preis 40 Bi. Selbsterziehung von Prof. Dr. P. Dubois. Brosch. 3 M., geb. 4 M. Berlag von U. Frande in Bern. Rechtsverfolgung im Auslande. Bon Dr. B. Borgius. Heft 4 der handelspolitischen Flugschriften. Berlag Liebheit u. Thiessen, Berlin C. The Evolution of Modern Germany by W. Harrbutt Dawson. 2 sh. London, T. Fischer Unwin. Der Ausgang der Moderne. Bon S. Lublinski. 314 G. Berlag: C. Reigner in Dresden. Moraitis. Berlag: 6. Kreyfing and rzählungen von Zimm Krüger. Hellenismus. Monatl. Organ. 1. Heft. Redakteur Prof. Dr. S. in Leipzig. Aus alter Truhe. Novellen 294 S. Berlag: 2. Janssen in Hamburg. Die türkische Revolution und ihre Aussichten. Von Dr. Bladom Georgewitsch. Geb. 1,40 M. Verlag: S. Hirzel in Leipzig. Protokoll des 7. Bundestages des Arbeiter- Radfahrerbundes Soli Die Mufitmappe. Heft 1. 50 Pj. Verlag: B. Bobach u. Co., barität". 1 M., Mitglieder 50 P. Selbstverlag. Der Grütlikalender für das Jahr 1909. 50 Centimes. Berlag: Grütlibuchhandlung in Zürich Seemannskalender 1909. Herausgeber: 8entralverband der fee. männischen Arbeiter. 60 Bi. Berlag: Der Seemann, Hamburg. 1 M. Zeitschrift für Sozialwissenschaft. Heft 10. Herausgegeben von 3.. Dr. J. Wolf. 12 Hefte ein Band. Vierteljahr 5 M. Berlag: Delchert Stadtverordnetenwahlen. Der Termin für die bevorstehenden Stadtverordnetenwahlen ist bekanntlich für die dritte Abteilung auf den 19. November festgesetzt. Die Genossen haben daher nicht mehr Am 11. April ist der Fabrikdirektor Wilhelm Glein wegen Verallzu lange Zeit, um eine umfaffende Agitation hierfür vorzubereiten. gehens gegen das Margarinegejek verurteilt worden. Er läßt die Am Freitag, den 6. November, abends 8 Uhr, findet in den Kokosnußbutter Quififana herstellen, der nicht Sesamöl zugefekt Prachtfälen des Westens, Spichernstraße 3, eine vom und die nicht als Margarine bezeichnet wird. Er behauptet, fein Berlin. Produtt sei teine Margarine, sondern Kokosnußbutter. Sie ist fozialbemokratischen Wahlfomitee einberufene Bolts- aber, so sagt das Urteil, der Milchbutter ähnlich und kann mit ihr versammlung statt, in welcher der Reichstagsabgeordnete Genoffe verwechselt werden. Sie hat dieselbe Konsistenz wie Butter, läßt Mottenbuhr über: Die Forderungen der Sozial- sich streichen wie Butter, schäumt und bräunt beim Braten, schmeät bemokratie in der Kommune" fprechen wird. Es ist roh und verwendet wie Butter und sieht aus wie Butter. Die Pflicht aller Genossen, für diese Bersammlung lebhaft zu agitieren. butterähnliche Farbe genügt bereits zur Anwendung des Mar. garinegefeßes. Quisisana ist anfangs weißlich, später oft gelblich, Rixdorf. aber immer butterähnlich. Sie war zum Verkauf bestimmt, hätte Die Wahlen der Delegierten zur hiesigen Ortsfrankenkasse gingen daher mit Sesamöl bersetzt und als Margarine bezeichnet werden am 1. bezw. 2. November unter zahlreicherer Beteiligung als vor müssen. Besißer der Fabrik ist Herzog Ernst Günther von Schles. Der zwei Jahren vor sich. Erzielte die Arbeitnehmerliste der Gewerk wig- Holstein, der sich aber um den Betrieb nicht fümmert. fchaftstonimiffion 1906 nicht ganz 400 Stimmen, so wurden diesmal Angeklagte hat allein die Verantwortung. Erkannt ist auf eine 899 Stimmen abgegeben. Die Liste der Arbeitgeber erhielt 156 Geldstrafe. Das Reichsgericht verwarf am Dienstag die Revision, Stimmen gegen 120 vor zwei Jahren. Gegenkandidaten waren nicht da die Buttermerkmale richtig gewählt seien. Wenn Schweine. aufgestellt, so daß das zahlreich aufgebotene Schleppmaterial bei den fchmalz oder Pflanzenfett butterähnlich aubereitet werbe, fo feien Arbeitgebern nicht in Aftion zu treten brauchte. beide Margarine. in Leipzig. Weltenträume. Bon H. Holz. 2,50 M., gebunden 8,50 M. Leipzig, Berlag von Walther Fiedler. Goethe- Kalender auf das Jahr 1909, herausgegeben von D. J. Bier baum. Leipzig, Dietrichsche Verlagsbuchhandlung, Th. Weicher. Gebunden 1,80 R., Liebhaberausgabe gebunden 5 M. " März. Halbmonatsschrift. Herausgeber: 2. Thoma, H. Seffe, . Langen, S. Aram. Zweites Ditoberheft. Breis 1,20. Berlag von Albert Langen in München. Kunstgenuß und Kunstwissenschaft. Von W. Weißbach. Sonder abbrud aus den Preußischen Jahrbüchern von Q. Delbrüd. Berlag: G. Sille, Berlin. 12 Die Abstammung des Menschen. Bon Ch. Darwin. 1. Kritik der reinen Vernunft. Von Kant. 1 M. Berlag: A. Kröner in Leipzig. Saat und Ernte. Heft 2. Agricola: Landwirtschaftliche Vorträge für Soldaten. 60 Bf. Asgard Verlag in Leipzig. Vom Urtier zum Menschen. Herausgegeben von Dr. S. Guenther. 20 Lieferungen a 1 M. Stuttgart, Deutsche Berlagsanstalt. Briefkaften der Redaktion. We inriftifdhe Evrechstunde findet Lindenstraße Nr. 3, zweiter Sof. dritter Eingang, vier Treppen, Fahrstuhl toochentäglich abende bon 7 bis 9½ lbr statt. Geöffnet 7 ihr Sonnabende beginnt die Svrechstunde um 6 lbr. Jeder Anfrage ift ein Buchstabe und eine Zahl als Werkzeichen beizufügen. Briefliche Antwort stricht erteilt. Bis zur Beantwortung im Briefkasten können 14 Tage vergehen. Eilige Fragen trage man in der Sbrechitunde vor. glaubigten Antrag auf Vornahme des Aufgebots von Ihnen verlangen... N. 88. 1. 3a. 2. und 3. Nein. Die juristische Sprechstunde steht jedem Abonnenten offen. R. R. 33. Der Betreffende müßte in Deutschland verklagt und bei Gericht die Beschlagnahme des Guthabens erwirkt werden. Baldige Klageanstellung ist zmedmäßig, wenngleich die Verjährungsfrist 30 Jahre beträgt. R. 2. 93. Nein. Wasserstands- Nachrichten der Landesanstalt für Gewässerfunde, mitgeteilt dom Berliner Wetterbureau. Bafferstand Stroffen Franffurt Barthe, Schrimm Memel, Zülfit Bregel, Infterburg 6. 444. Die betreffende Klinit befindet sich Friedrichstr. 131a.eidiel, Thorn Leitender Arzt ist Dr. Ledermann. R. N. 100. Nicht gegen den Bater, Dber, Ratibor sondern nur gegen die Cousine steht Ihnen ein Anspruch zu. Der Briefs träger steht offenbar zu der Weigerung der Briefannahme in feiner Be ziehung. 2. 101. Zeilen Sie der unberechtigt Stirchensteuer fordernden Behörde mit, wann und bei welchem Gericht Sie aus der Kirche aus getreten find, und verlangen Sie Anerkenntnis, daß Sie steuerfrei sind. Sollte trogalledem die Aufforderung abermals erfolgen, dann fönnen Sie bei der Staatsanwaltschaft Strafanzeige wegen Erpressung erstatten. W. 2. 27. Für das Standesamt sind die Militärpapiere, die Geburts urkunden und, falls die Braut noch nicht 21 Jahre alt ist, die polizeilich beglaubigte Einwilligung des Baters notwentig, Bollen Sie das Aufgebot auswärts stattfinden lassen, so kann der Standesbeamte einen schriftlichen, be Sozialdemokratisch. Wahlverein des 6.Berliner Reichstagswahlkreis. Todes- Anzeige. Am Dienstag, den 3. November, verstarb unser Mitglied, der Maler Gustav Rosenthal. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Freitag, den 6. November, nach mittags 3, Uhr, vom Trauer hause Stephanftr. 53 aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Perband der Maler, Lackierer, Auftreicher usw. Filiale Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unfer langjähriges Mitglied Gustav Rosenthal am 3. November verstorben ist. Ehre feinem Andenken! Die Beerdigung findet Freitag, den 6. November, nachmittags 34 1hr, bom Trauerhause Stephanstraße 58 aus nach dem Johannis- Kirchhof in Blößensee statt. Um rege Beteiligung erfucht 130/13 Die Ortsverwaltung. Gesangverein„ Rote Nelke I' ( M. d. A.-S.-B.). Unseren Mitgliedern zur Nach richt, daß unser langjähriger Sangesbruder Gustay Rosenthal am 3. b. M. bverstorben ist. Ehre seinem Andenken! am Die Beerdigung findet Freitag, den 6. d. M., nachmittags 31, Uhr, bom Trauerhaufe Stephanstr. 53 aus statt. 26175 Der Vorstand. Deutscher Transportarbeiter- Verband. Drtsverwaltung Berlin I. ( Verein Barliner Hausdiener). Todes- Anzeige. Unsern Mitgliedern zur Nach richt, daß der Kollege Anton Röhr verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung erfolgt am Donnerstag, den 5. November 1908, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Luther- Kirchhofs in Lantwiß aus. 57/8 Die Ortsverwaltung. Am Sonnnabend, 81. Dftober, nachmittags 2, Uhr. entschliej nach furzem, aber schwerem Leiden meine liebe Frau Berta Brandenburg geb. Schober. Dies zeigt tiefbetrübt Am Dienstagabend 11 Uhr ber schied unser lieber Kollege und Bertrauensmann Landsberg Nee, Bordamm Elbe, Leitmeriz Dresden Barbh Magdeburg Amtlicher Marktbericht der städtischen Markthallen- Direktion über den Großhandel in den Zentral- Markthallen. Marktlage: Fleisch: Bufuhr schwach, Geschäft schleppend, Breise unverändert. Wild: Zufuhr genügend, Geschäft lebhaft, Preise gut. Geflügel: Zufuhr reichlich, Geschäft ziemlich rege, Breise etwas steigend. Fische: Zufuhr genügend, Gefchäft matt, Breise wenig verändert. Butter und Käse: Geschäft rubig, Breise unverändert. Gemüse, D6ft und Südfrüchte: Sujuhr mäßig, Geschäft ruhig, Preise wenig verändert. Witterungsübersicht vom 4. November 1908, morgens 8 the. am feit am feit 3. 11. 2. 11. Bafferstand 3. 11. 2. 11. cm cm ¹) 125 27 68+2 cm om¹) +2 Saale, Grochlit 68-6 Havel, Spandan 37 Nathenow) 14-8 Stationen 111 1)+ bedeutet Wuchs, Danksagung. -10 77 Spree, Euremberg) 74 0 Beeskow Befer, Münden Rhein, Maximiliansau 304 Wetter Stationen 1 Haparanda 758 N -3 Petersburg 749 SS មន្ត Wetter Temp. n. C. 64+1 -107-1 Eminembe 763 23 1 Dunst 2 heiter 7 Minden -38+2 Hamburg 764 Still Berlin Nebel 2 Regen 3 763 SD 2 Nebel -2 Scilly 760D Kaub 102 Frankia N7639 Münden 1 bedeckt 3 Aberdeen 764 SD Stöln 74 -189 26+1 Redar, Heilbronn 28 Bien 3 Rebel Nebel 1 Baris 767 30 762 25 5 wolkig 13 1bededt 9 Main, Wertheim 101 59 Mosel, Trier 10 Fall, 5) Unterbegel. Für die vielen Beweise der Tellnahme und die reichen Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Richard Hellbach annes im 54. Lebensjahre plöblich am Herzschlag. Sein echt tollegiales Besen sowie feine zwanzigjährige Tätigkeit als Vertrauensmann, fein ftetes Eintreten für die Organisation fichern ihm bei uns allen ein bleibendes Andenken. Die Kollegen der„ Berliner Zeitung" und" Morgenpost". Die Beerdigung findet am Sonntagnachmittag 2 Uhr auf bem alten Jakobi- Kirchhofe am Rollfrug statt. Danksagung. Beerbigung meiner lieben Frau Auguste Steinicke Für die herzliche Teilnahme bei der geb. Drendel fagen toir allen unseren innigften Dant 49402 Ernst Golisch fage ich allen, insbesondere dem Gesangverein der Buzer und den Genossen bom Wahlverein des 4. Kreises, meinen herzlichsten Dant. Witwe Henriette Golisch. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und zahlreichen Stranz( penden bei der Beerdigung meines lieben Mannes und Baters fagen wir auf diesem Wege unseren innigften Dant. 49392 1 wolfen! 1 764 Still Wetterprognose für Donnerstag, den 5. November 1908. Ein wenig wärmer, vorwiegend trübe, bei ziemlich frischen nordwestlichen Winden; teine erheblichen Niederschläge. Berliner Wetterbureau. Santa Lucia Fl. 1.50 a 2.00 Kraft- Rotwein Käulich in Apotheken, DrogenKolonial- Geschäften. In Apotheken, Drogen- u. Delikatessen- Geschäften, steht unt. ständiger Kontrolle d. chem. Laborator. Dr. C. Bischof Billigste Bezugsquelle Ste. Marie Tietze nebft Stinbernur Drogen, Farben, Parfümerien. Danksagung. Für die vielen Beweise geraliber Zellnahme und die reichen Strang spenden beim Begräbnis unferer lieben Mutter und Frau Frida Wenzel fagen allen Verwandten, Freunden und Heinrich Steinicke Befannten berglidften Dank. nebst Verwandten. Die trauernden Hinterbliebenen. 26155 Familie Georg Wenzel. Zentralkrankenkasse der Maurer ,, Grundstein zur Einigkeit". Verwaltungsstelle Berlin. Sonntag, den 8. November, vormittags 10 Uhr, im Gewerkschaftshanie: Mitglieder- Verfammlung. 149,18 Lages Ordnung: 1. Kaffen- und Nevifionsbericht. 2. Berichtebenes. Mitgliedsbuch legitimiert! Die örtliche Berwaltung. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Ortsverwaltung Berlín. Sonntag, den 8. November: Urabstimmung über den Antrag, die zukünftigen Generalversammlungen ans Delegierten zufammenzusetzen, in folgenden Lokaten: 1. Habels Branerei, Bergmannstr. 5-7. 2. Märkischer Hof, Admiralstr. 18c. 3. Krumbein, Schönleinstr. 6. 4. Reichenberger Hallen, Reichenberger Str. 147. 5. Mig, Sfaliger Str. 59( am Schlesischen Tor). 6. Andreas Festfäle, Andreasstr. 21. 7. Litfin, Memeler Str. 67. 8. Wildner, Friedrichsberg, Friedrich- Karl- Str. 11. 9. Boefer, Weberstr. 17. 10. Obiglo, Schwedter Str. 28. 11. Raabe, Kolberger Str. 23. 12. Lamprecht, Buttligstr. 10. Die Abstimmung beginns um 9 Uhr vormittags und endet um 12 1hr mittags. Die Stimmzettel werden in den Abstimmungslotalen ausgegeben. Sedes Mitglied muß persönlich zur Abstimmung erscheinen und als Legitimation Ohne Mitgliedsbuch wird niemand das Mitgliedsbuch vorzeigen. zugelaffen. Die Abstimmung fann jeber Rollege in dem Lokale ausüben, welches für ihn am bequemiten zu erreichen ift. Die Werfitattvertrauensleute werden ersucht, den Kollegen bie Mitgliedsbücher auszuhändigen. 92/ 18* Die Ortsverwaltung. Otto Brandenburg. Oris- Krankenkasse der Bureanangestellten zu Berlin 102. Die Beerdigung findet am Freitag, nachmittags 2%, Uhr, vom Krankenbause Urban aus nach dem neuen Zalobi- Kirchhof, Hermannstraße, statt Am 2. November, nachmittags 8 Uhr, flarb plöglich an Herzlähmung meine geliebte Frau, unfere treusorgende liebe Mutter Ernestine König geb. Nenber im 48. Lebensjahre. Mit der Bifte um stille Teil nahme zeigen dies schmerzerfüllt an August König nebst Sohn. Die Beerdigung findet am Frei tag, den 6. November, nachmittags 4 Uhr, von der Bhilipp- ApostelKapelle nach dem städtischen Fried hofe, Müllerstraße, Ede der See 49412 ftraße, ftatt. Die Wahlen der Delegierten für die Jahre 1909/1910 finden an den nachstehend bezeichneten Orten und Zagen ftatt: a) für Arbeitgeber im Raffenlokal, Stralauer Str. 56, vorn 1 Treppe, am Freitag, den 13. November 1908, abends von 7%, bis 8 Uhr. Es sind zu wählen 204 Bertreter. b) für Arbeitnehmer in den Musikerfälen, Statjer- Wilhelm- Str. 18m, am Montag, ben 16. November 1908, abends. Es sind zu wählen: Bon 7 bis 7, Uhr durch die Kassenmitglieder aus der Abteilung der Be. rufsgenossenschaften 32 Vertreter. Bon 7, bis 8 Uhr durch die Kaffenmitglieder aus der Abteilung der Ber ficherungsanstalten 210 Bertreter. Bon 8 bis 8, Uhr durch die Staffenmitglieder aus der Abteilung der Strantenlassen 30 Bertreter. Bon 8 bis 9 Uhr durch die Kassenmitglieder aus der Abteilung der Matpälte, Notare und Gerichtsvollzieher 174 Berireter. Mitgliedskarte legitimiert. Wahlberechtigt und wählbar find Staffenmitglieder beam. Arbeitgeber, welche großjährig und im Befize der bürgerlichen Ehrenrechte find. Berlin, den 28. Oftober 1908. 278/1 Der Borstand. G. Bauer, Borfikenber. Alle Artikel zur Krankenpflege. Irrigatoren, kompl. von 1 M. an, Clysos von 2 M. an. Streichfertige Farben und Lacke in großer Auswahl. Vorzeiger dieser Annonce erhält 5 Proz. Extrarabatt. Mariendrogerie Johannes Fischer, Koppenstr. 44 und Richthofenstr. 26. Heute früh 8 Uhr! kannte noch niemand meine herabgesetzt billigen Preise. Ich empfehle einen Posten getragener Monatse arderoben, In feinsten Werkstätten gearbeitet, von Herrschaften, Kavalleron, Reisenden nur Wochen gebrauchte Monats- Anzüge 8, 10, 14, 18 Mk. Monats- Paletots 6, 8, 12, 16 Mk. Monats- Hosen.. 2.50-5.00 Mk. 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Zu wählen sind nach§ 50 bes Statuts feitens der Arbeitnehmer 73 Vertreter, seitens der Arbeitgeber 36 Bertreter. Wahlberechtigt und wählbar find nur solche Personen, welche großjährig und im Besiz der bürgerlichen Ehrenrechte find. Die Wablen finden statt im " Rheinschloß", Rheinstr. 60, und zwar für die Arbeitnehmer am Freitag, den 13. November 1908 nachm. von 4-7%, Uhr, für die Arbeitgeber ebendaselbst am Freitag, den 13. November 1908, abends von 8-9% Uhr. Die Wahl ist geheim. Zutritt zum Wahllokal haben nur folche Arbeitgeber refp. deren Ber tieter, welche Beiträge an die diesfeitige Staffe zahlen, und nur wahlberechtigte Mitglieder der genannten Kaffe. Diese haben sich durch ihre Mitgliedskarte jowohl beim Eintritt in das Wahllofal wie zur Ausübung des Bablrechts au legitimieren. Zu diesem Zwed werden die Herren Arbeitgeber ersucht, den bei ihnen be: fchäftigten Staffenmitgliedern die Mitgliedskarten rechtzeitig auszuhändigen. Im übrigen wird auf die Bestim mungen der$$ 49 und 50 des Statuts verwiesen. 277/20 Der Vorstand. H. Heider, Borsitzender. N. Hildebrandt, Schriftführer. Dr. Simmel Spezial- Arzt für Haut- und Harnleiden. dicht am Prinzenstr. 41, Moritzplatz, 10-2,5-7. Sonntags 10-12, 2-4 Möbel Dessin Pianino, C. Rosenthaler Straße 39 Stadtbahnhof Börse Vorwärtslelero erhalten 6 bei Kaffakaut M. 75.0 Hoflieferant, um jeden Preis fofort zu verkaufen Frau zöfifche Ste. 15, I rechts. Elysium Landsberger Allee 40/41. Jeden Donnerstag: Kinematograph Konzert, Ball.[ 48382* Unf. 7 Uhr. Dauervorstellung 20 f. Möbelfabrik Julius Apelt 6 Adalbert- Straße 6 Hochbahnhof Rottbufer Tor ( früber Staliger Straße 6). Co A. JANDORF& CO Spittelmarkt Belle Alliancestrasse Grosse Frankfurterstrasse Brunnenstrasse Lebensmittel Cervelatwursted.1.10.1.25 Salamiwurst........ Teewurst............ Leberwurst ff........... Pfund 1.00 Plund 1.00 Pfund 1.10 Landleberwurst........ Pfund 90 PE. Pfund 90P. 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Die„ Post" fürchtet und mit Recht daß die Frauen, wenn fie erst einmal das Stimmrecht erlangt haben, auch nach Siz und Stimme im Barlament streben werden. Damit würde aber ein feminines Element in die Staatsleitung hineingetragen, das zu einer Verweichlichung und Zeisplitterung der den Staat leitenden Elemente führen müßte." In etwas verklausulierten Wendungen wird dann das beliebte Motiv der Minderwertigkeit der Frau ins Treffen geführt, und dabei werden die Dinge nun völlig auf den Kopf gestellt. Die Frau soll niemals in gleichem Grade wie der Mann imftande sein, ihre Periönlichkeit zu vergessen und ganz in einer Gemeinschaft oder Idee aufzugehen. Bewußtsein mache es ihr so unendlich schwer, ihre Individualität zu opfern. Es wird ihr Mangel an reiflicher Ueberlegung, Ungeduld bei der Verwirklichung eines Planes, furz Mangel jeder staatsbürgerlichen Begabung vorgeworfen. bat sie bewiesen, daß alle von reaktionärer Seite geäußerten Zweifel an ihren politischen Fähigkeiten törichtes Geschwäg find. " 1 Diese Harmonie des Taseins, die heute nur für die Herrschenden egiftiert, für alles was Menichenantlig trägt, erringen zu helfen, wird troß aller reaktionären Unfenrufe Aufgabe der Frauen fein, die der proletarische Befreiungstampf für ihre großen politischen Auf gaben in der Zukunft schult. Defterreichische Genossinnen in der Agitation. ist, das haben diese Wahlen wieder unwiderleglich bewiefen. Der Wahlrechtsraub in Niederösterreich wurde dieses Mal von den Wer freilich zu den Catten und Zufriedenen zählt, muß in jedem Christlichsozialen großbetriebsmäßig" ausgeübt, wie ein Verfuch, eine Aenderung der bestehenden Zustände herbeizuführen Genosse sich ausdrückte. Jede Unterstügung, die fich Franen in den und sei es selbst das durchaus nicht revolutionäre Streben der eng letzten zwei Jahren von der Gemeinde geben ließen und von der in nicht nur eine Gefahr für den vielen Fällen die Männer gar nichts wußten, wurde vom christlichlichen Stimmrechtskämpferinnen ruhig besonnenen Gang der Staatsmaschine" sehen, sondern auch sozialen Armendepartement in Evidenz gehalten und den christ einen brutalen Angriff auf die Harmonie des Daseins". Lifozialen Leitern des Wahltataiters zur Verfügung gestellt. Die Männer erfahren von der Unterstügung in vielen Fällen erst in wie die Verfasserin des Post"-Artifels so hübsch fagt. dem Augenblick, wo ihnen deshalb das Wahlrecht aber fannt wurde. Ein fleines Quantum Brennmaterial, ein Paar Strümpfe für ein Kind, einige Schulrequifiten werden nur gegeben, um dann den Arbeitern, den Sozialdemokraten das Wahlrecht für den Landtag zu nehmen. So siegen" die Wiener Christlivsozialen und die Arbeiterfrauen mußten in tausenden Fällen erfahren, daß ibre Demütigung beim Herrn Armenrat, dem Manne das Wahlrecht gefoftet hat! Wenn Armut und Not noch so groß find, so find wir Bei der Agitation für die am 26. Oftober stattgefundenen Land- doch überzeugt, daß viele Arbeiterfrauen auf die Unterſtügung vertagswahlen in Niederösterreich haben auch die Genofsinnen mit ge- zichten werden, wenn sie einmal wissen, wie man ihre Wänner dafür wohntem Eifer mitgeholfen. Achtundzwanzig Frauenver- beraubt. Und wenn sie weiter wissen, welche große Bedeutung die fammlungen wurden allein in Wien abgehalten, dazu tommen noch Ausübung politischer Rechte hat. Daher ist die indifferente Frau in ganze Anzahl der eine Broving. Die Frauen sind nicht erst dann eine Gefahr wenn sie selber das Wahlrecht hat, natürlich rechtlos, fte tönnen weder zum Landtag wählen, fie ist immer eine Gefahr und ein Hemmnis für die Arbeiterklasse, wenn sie nicht aufgeklärt ist. wieder selbstverständlich" Ihr größeres Jch noch weit weniger fönnen sie gewählt werden. Die Genoffinnen wissen aber sehr gut, daß troz aller Einwendungen, die noch ab und zu gemacht werden, die Sozialdemokraten die aufrichtigsten Berfechter des Frauenwahlrechts find. Sie wissen auch, daß je mehr Sozialdemokraten in die gefeß Von alledem ist ungefähr das Gegenteil richtig. Gelbst gebenden Körperschaften gewählt werden. um so näher rückt die verleugnung. Opferfreudigkeit und Geduld gehöreu bon jeher zu den Einführung des Frauenwahlrechts. Daß aber die Frauen nicht unhervorstechendsten Eigenschaften der Frauen. Angenommen aber, die tätig warten dürfen, bis dieser Augenblick gekommen ist, ist selbstvorerwähnten Vorwüife träfen wirklich auf einen erheblichen Teil verständlich. Die Agitation muß von den Arbeiterinnen sehr energisch der Frauenwelt zu. so gibt es doch sicher auch eine sehr große felbst betrieben werden, je mehr sie sich politisch betätigen, um so sicherer Anzahl von Männern, welche die getadelten Eigenschaften in erlangen sie die Reife", die man ihnen heute noch abspricht. Und höherem oder geringerem Grade befizen. Noch nie ist es aber Wahlzeiten sind für die politische Betätigung der Frauen sehr jemand eingefallen, allen eiteln, egoistischen, felbstbewußten und geeignet. Da gibt fich Gelegenheit fiber viele Dinge zu sprechen, allzuimpulsiven Männern dieser ihier Eigenschaften wegen ein die sonst den Frauen ferne liegen. So wurde dieses Mal bei den politisches Recht Außerdem fireitig zu machen. ist Kinderfürsorge wie sie es Landtagswahlen speziell fol und wie sie in Niederösterreich nicht ist, beetwas viel verlangt, staatsbürgerliche Begabung von den Frauen zu sein Auch die Kandidaten find in die Frauen 6. Wahlfreis. 11. Abteilung. Jeden dritten Freitag im Monat; erwarten, die als Staatsbürgerinnen in den meisten Kulturländern iprochen. haben vor den Frauen, vor so gut wie nichts zu sagen und folglich auch keine Gelegenheit haben, versammlungen gekommen und der nächste am 20. November. eine solche Begabung zu entwickeln. Wo die Frau sich aktiv in der den Nichtwählerinnen, das sozialdemokratische Programm 3. Wahlkreis. Donnerstag im Gewerkschaftshaus, linfer SeitenBolitik betätigen fonnte, wie in Australien, Norwegen und Finnland, erörtert. Wie notwendig die politische Aufklärung der Frauen flügel 8 Treppen. D " die So werden diese Landtagswahlen, die unter so erschwerten Verhältniffen, troß eines raffiniert eingerichteten Raub- und Fälschungssystems, der Sozialdemokratie fechs Abgeordnete gebracht haben, auch dazu dienen, daß der politischen Aufklärung der Frauen in Zukunft erhöhte Aufmerksamkeit wird zugewendet werden. Versammlungen Veranstaltungen. Rigdorf. Freitag, den 6. November, 8%, Uhr, im Lotale von Thiel, Bergstr. 151'152: Deffentliche Versammlung. Vortrag. Die wirtschaftliche Krise." Genosse Störmer. Leseabende. HERMANN TIETZ Leipzigersitasse Alexanderplatz Frankfurter Allee 109/111 Wohlfeile Woche Glaswaren, Pressglas- Service Brillant Schalen rund 9, 12 bis 55 PL| Salatieren rund, tiet. ... 15, Schalen viereckig 15, 18 bla 58 Pl. Kuchenteller rund.. 1 Beste Musterschliff- Imitation Amerikanische Art ....... 55 Pl.| Kompotteller 33, 38, 55 Pl. Zuckerschalen Eln Baccaratschliff- Imitation Kompotteller 8P Poten Waschgarnituren Hausschuhe 8, 10 Pl 18 PT. grosse, moderne Form, m. 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