Nr. 57. Erscheint täglich außer Montag Abonnements Prets für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mart, monat lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Bfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit dem ,, Sonntags- Blatt" 10 fg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschlandu.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Beitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469, Vorwärts 8. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Sernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Die Mängel der heutigen Gewerbesteuer. Die Reform der Gewerbesteuer ist vom Finanzminister Miquel gleichfalls auf sein Programmi gesetzt worden. Der Entwurf hat bereits das Fegefeuer der Kommissionsberathung passirt, und es ist angebracht, über das Gesetz und die Kommissionsbeschlüsse einen Ueberblick zu geben. Das Abgeordnetenhaus hat sich ja mit der zweiten Berathung in allernächster Zeit zu beschäftigen. Sonntag, den 8. März 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. gegenüber vollständig veraltet. Seit geraumer Zeit wird mit derjenigen der Handwerker, verwiesen. Aber in der Folge wachsender Schärfe der Vorwurf gegen sie erhoben, daß sie die zeit hat sich die Spezialisirung der Klassen, selbst in dem Betriebe durchweg ungleich belaste, und insbesondere die geringen Maße, wie sie in dem Gesez durchgeführt war, schwachen, wenig leistungsfähigen Betriebe zu hart treffe, das nicht bewährt. Allmälig", heißt es in dem Entwurf, find, gegen die großen gewinnreichen Betriebe mit einer verhältnißmäßig geringen Steuer belege. Es läßt sich nicht bestreiten, daß nachdem die Brenner infolge der Einführung der MaischDiese Selagen in Wirklichkeit begründet sind. Die Staatsregierung raumsteuer von der Gewerbesteuer befreit worden waren, hat sich deshalb der Aufgabe nicht entziehen dürfen, die von ihr sowohl die Brauer, als die Bäcker und Fleischer und schließerstrebte gerechtere Vertheilung der direkten Steuerlast lich auch die Müller in die Handelssteuer- Klassen aufauch in Betreff der Gewerbesteuer zu sofortiger Verwirklichung genommen; nur die geringsten Mühlenbetriebe werden mit zu bringen... den Handwerkern besteuert." An dieser Stelle bleibt nur zu konstatiren, daß die vor- Die Zahl der qualitativ unterschiedenen Gewerbearten geschlagene Reform der Gewerbesteuer, wenn sie die Zustim ist also abgesehen von der Klasse der Fuhrleute und mung der Landesvertretung findet, unbe streitbar zu einer Schiffer auf 3 vermindert, nämlich: Handel( einschließ bedeutenden Entlastung der kleinen Gewerbelich der Fabrikation zc.); Handwerk( einschließlich der gebetriebe, insbesondere des Handwerks und der nicht handDie Gewerbesteuer, bei der es sich lediglich um das fte hen de Gewerbe handelt, gehört zu der Gruppe der Objekts- oder Ertragssteuern, das heißt derjenigen Steuern, welche den Reinertrag an der Quelle treffen und die Steuerpflichtigen, ohne Berücksichtigung persön licher Verhältnisse, der etwaigen Verschuldung 2c., nach bestimmiten Durchschnittssätzen belaften. Die Gewerbe- Ende nehmen wird, gleichwohl aber eine Ueberlastung Die Besteuerung erfolgt nach Mittelsätzen, die Mittelsteuer, die als eine Ergänzung der Einkommensteuer dienen der letzteren nicht zu besorgen ist, da eine Steigerung der bis- säge sind abgestuft nach der Größe und Gewerbsamkeit der Beherigen höchst mäßigen Gesammteinnahme auch bei der refor triebsorte. Die Einrichtung nach Mittelsätzen, eine preußische foll, leidet, wie fast alle Objektssteuern, an der Starrheit mirten Gewerbesteuer, wie schon hervorgehoben, nicht beab- Besonderheit, beruht auf der Erwägung, daß ,, es zur Erleichterung ihrer Einrichtungen. Die Veranlagungsgrundsäge, welche sichtigt wird." in früheren Zeiten unter durchaus anderen wirthschaftlichen der Gewerbe angemessen ist, daß dem Steuerpflichtigen selbst Das gleichzeitig mit Einführung einer Klassensteuer und bei der Vertheilung der Steuer so viel als möglich eine EinZuständen und Produktionsbedingungen gegolten haben, stehen noch heute in Kraft. Und so kommt es, daß die Regelung der Mahl- und Schlachtsteuer in den größeren und wirkung gestattet werde." Sie besteht darin, daß die Steuer Entwickelung Preußens aus einem Acerbauſtaat zu einem mittleren Städten im Jahre 1820 erlassene Gewerbesteuer- Gesetz für jedes stehende Gewerbe einer bestimmten Klasse in einem Industriestaat, die Umgestaltung des ökonomischen Lebens, sollte nach dem Gutachten der damaligen Staatsrathskommission Mittelfake festgesetzt ist, den die Gewerbetreibenden dieser die Metamorphose der Gewerbe, der Uebergang vom Hand- hauptsächlich„ den lohnenden Gewerbebetrieb treffen, welcher Art im Durchschnitt als Gewerbesteuer aufbringen müssen. werk zur Manufaktur und zum Fabriksystem, der Ersatz des sich in den großen und in den nahrhaften mittleren Städten Der Mittelsay wird also mit der Zahl der GewerbetreibenKleinbetriebes durch das Großgewerk, des Kleinhandels durch vereinigt"; von den Kleinstädten und dem platten Land er den des Veranlagungsbezirks Der Städte in den drei den Großhandel, die Herrschaft des Dampfes und der aufs wartete man nur einen geringen Ertrag. Für das platte ersten Abtheilungen, des Kreises in der vierten Abtheilung höchste vervollkommneten Arbeitsmaschinen anstatt der alt- Land und die kleinen Städte, das ist für 1/15 der Nation, multiplizirt. Das Ergebnis der Berechnung bildet die väterischen Betriebsweise, daß mit einem Worte der Sieges kann die Gewerbesteuer als ein Zuschlag zur Klaffensteuer dem Staate gebührende Steuersumme, die Steuerpflichtigen lauf des Großkapitals spurlos an der preußischen Gewerbe- angesehen werden," hieß es in demselben Gutachtert. Sieht der betreffenden Klasse aber bilden eine Steuergesell. fteuer vorübergegangen ist. man aber, nach welchen Grundsägen die Besteuerung erfolgte, schaft und dieser liegt die Vertheilung unter ihre MitSpurlos vorübergegangen, ohne eine schon seit Jahr so wird es sofort klar, daß wie Herr Miquel in den Motiven glieder durch ihre Abgeordneten ob, welche sie jährlich durch zehnten nothwendige Revision des Gesetzes herbeizuführen, zum Gewerbesteuer- Entwurf sagt, nach dem Buchstaben des Stimmenmehrheit aus ihrer Mitte erwählen. Von den fodaß die schreiende Ungerechtigkeit des bestehenden Rechts, Gesetzes gerade die große Masse der Gewerbe geder Widersinn von Bestimmungen, die trotz aller schönfärbe- ring ster Art empfindlich betroffen wurde". Wie bei der jenigen, welche den Mittelfat nicht anfbringen können, ist ein schönfärberingster bestimmter niedrigeret Satz zu zahlen, der Ausfall der dadurch rischen Redensarten der ausgleichenden Gerechtigkeit ins Ge- ersten Berathung der Regierungskommissär General- Stener entsteht, ist durch höhere Beiträge derjenigen zu decken, sicht schlugen, wieder einmal zu Tage trat. Denn die Ge- direktor Burghart es ausdrückte:" Erst in neuerer Zeit hat welche vermöge, ihres stärkeren, Gewerbebetriebes mehr als werbesteuer, welche in der Hauptsache noch jetzt auf dem man aktenmäßig und zahlenmäßig konstatiren können, daß den Mittelsat zahlen können. Gesetze vom 30. Mai 1820 beruht, ist eine schwere Laft für die kleinen Gewerbebetriebe 3 und 4 pбt., manche noch. Nach diesen Untertscheidungspunkten sind die vier Geden im Kampf ums Dasein hart und verzweifelt ringenden höher zahlen, und daß die Großbetriebe/ 10, 1/7, 1/6 pt, werbesteuer- Abtheilungen gebildet. Die HanKleinbetrieb geworden, fie begünstigte aber in unerträglicher manche sogar noch weniger zahlen, auch bei Einkommen, die delsklasse wird aber nicht in einer, sondern in drei verWeise die großen Gewerbebetriebe. Die Schwerfälligkeit nach Hunderttausenden zählen“.( Stenographische Berichte, schiedenen Klassen bestimmt, andere Betriebe von beunferer" Gesetzgebung, wo es sich sich um fchärfere S. 182.) deutendem Umfange in Klasse AI, Betriebe Heranziehung Des mächtigen Unternehmerthums, ja Das Gesetz sprach nicht eine allgemeine Steuerpflicht von mittlerem Umfange in Klaffe A II, Be um Entlastung der Kleinen ohne gleichzeitige irgendwie in's der stehenden Gewerbe aus, sondern faßte die zu betriebe von geringstem Umfange in Klasse B Gewicht fallende Belastung der kapitalkräftigen Betriebe steueriden Gewerbe in 10 besondere Klassen zusammen, besteuert werden sollen.) Allmälig, gab man es auf, die kaufmännischen Rechten handelt, ist nur der Einzelfall eines gesellschaftlichen Gesetzes nämlich Handel mit Rechten und Bäcker und Fleischer nach einem bestimmten Ansatz für jeden ohne solche; Gast- und Schankwirthe, Bäcker; Flei- Kopf der Bevölkerung des Betriebsortes, die Brauer nach im Klassenstaate. Schon in der Begründung des Einkommensteuer- Ent- scher; Brauer; Brenner; Handwerker; Müller; Fuhr wurfes führte die Regierung aus: leute und Schiffer. In die Handelsklassen wurden*) Den Motiven ist folgende Zusammenstellung der Steuerfäße Die bestehende Gewerbesteuer ist den gänzlich ver- jedoch zugleich alle Fabrikbetriebe und überhaupt und Bestimmungen über Steuervertheilung beigefügt. 1. Nach Mittelsägen werden besteuert die Gewerbe der änderten gewerblichen und wirthschaftlichen Verhältnissen alle Verfertigung von Waaren auf den Kauf, mit Ausnahme werksmäßigen Fertigung von Waaren, sowie des Kleinhandelsringen Mühlen); Gaft- und Schankwirthschaft( einschließ= führen wird, daß zwar die bisherige unverhältnißlich des Vermiethens möblirter Zimmer, der Speisewirthmäßige Begünstigung der Großbetriebe ein schaft 2c.). Feuillefont. Nachdruck verboten.] day Die Falkner von St. Vigil. von Robert Sa, weichel. ( 7 . B 4 Nachsommer entschädigte sie jedoch für den reizlosen Frühling mitbringt. Mit Ferg Arigaya laß mich aus. Er ist für und verbarg die Altjungferlichkeit unter matronlicher Fülle. die Lisei viel zu jung. Bevor der Ambros mir nicht eine Die übergroße Sorgfalt ihres Anzuges gab übrigens den Söhnerin zuführt, laß ich die Lisei nicht aus dem Haus, Verdachte Raum, daß sie nicht abgeneigt war, das Nord- das weißt Du, und bis dahin könnte sie leicht eine alte licht auf ihren Wangen für die Röthe des Frühlingsabends Jungfer werden, wie Du. Die Jüngste ist sie so wie so auszugeben. Nach ihrer Ueberzeugung war es ihr nur nicht mehr.". Möchte wohl wissen, was dem Spaßvogel an der Lifei gefallen könnte? Hübsch ist sie doch nicht." Es ist aber so," versicherte Vefa. Weshalb wär' er sonst gestern mit ihr und seiner Stiefmutter nach St. Lorenzen gefahren?" " Schau, wie Du wieder gefcheidt bist, spottete der Klosterbauer." Ich hab' halt gemeint, daß die Sach' auf was Anderes ist gespitzt gewesen. Ist doch ein Teufelsbub, darum nicht möglich gewesen, in den Stand der heiligen Veva ließ den Stich des Bruders auf ihren Taufschein Roman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tirol Ehe zu treten, weil ihr Heirathsgut allzu karg bemessen aus diplomatischen Gründen unbeachtet. Der Jörg ist höchstens ein bis zwei Jahre jünger als Pforten zu erschließen und im gegenwärtigen Augenblick war die Lifei," rief fie." Das macht nichts aus, und er wartet Nein, ein Duckmäuser war Ambros wahrlich nicht und sie eifrig dabei, diesen Pförtnerdienst ihrer Nichte zu leisten, schon. Er mag die Lisei gar so gut leiden er wuchs wie ein Füllen in völliger Freiheit heran, großmüthig die Abneigung vergessend, die sie bisher von während sein Bruder Hannes, von dem Pfarrer auf Rathi auf deren Tochter übertragen gehabt. Aber die Geduld des Klosterbauers schien erschöpft und das Gymnasium vorbereitet, die lateinische Schule in Brixen durchlief. Ob Hannes Beruf zum Geistlichen rücksichtslos warf er in den Redefluß Vefa's den Stein: fühlte oder nicht, danach ward nicht gefragt. Wann Aus Euch Weibsbildern werde der Teufel klug. Jetzt hat wäre auch dem Klosterbauer eingefallen, bei seinen Ent- Dich der alte Arigaya zweimal sizen lassen und Du redest schlüssen, seinem Thun und Lassen auf Andere Rücksicht zu seinem Buben das Wort, als ob er Dein eigener Sohn wäre!" " D, lieber Bruder," faltete Vefa bittend die fetten nehmen? Daß er mit den Jahren nicht nachgiebiger geworden, darauf brauchte man ihn nur anzusehen, wie er Hände, er aber rief grob: jetzt in Hemdärmeln, die Müge von Jltisfell auf dem Kopfe Ach was, es soll wohl nicht wahr sein, daß Um so mehr wär's an der Zeit, daß unser Ambros in seiner Wohnstube stand und mit den plumpen Fingern Du Dir auf den Sägemüller Hoffnung gemacht hast, zuletzt nach einer Frau sich umthut," bohrte bie Schwester eifrig ungeduldig auf der Tischplatte trommelte. Es war ein wieder als seine erste Frau gestorben war? Meinetwegen, weiter.„ Er brauchte blos die Hand auszustrecken und hartes, hochmüthiges Gesicht mit vorgewölbten Brauen, von was geht's mich an? Aber in dem, was Du da redeft, ist zehn Gitschen griffen nach jedem Finger. benen einzelne längere waare über die ftahlgrauen stechen- kein Berstand nicht. Himmlischer Herrgott, Du weißt ja, Warten wär's daher für die Lisei so schlimm nicht. Zudem den Augen herabhingen. Der Kopf saß mit einem kurzen, daß die Lifei mit dem Schmied in St. Vigil einig geworden ist der alte Arigaya ein reicher Mann und der Jerg sein dicken Halse auf den breiten Schultern. ist, und meinetwegen mag sie heirathen, wen sie will." einziges Kind. Daß von der Stiefmutter noch Kinder Mit dem Wolf Lechner!" sagte Vefa und dehnte den kommen, glaub' ich nicht, und von solcher Verwandtschaft Seine Ungeduld galt seiner Schwester Vefa, die an der Kante des Tisches auf der Fensterbant faß und Namen, als könnte sie nicht genug Berachtung hineinlegen. hat man doch seine Ehr." mit süßlich gefältelten Munde in ihn hineinrebete. Sie" Und er ist obendrein aus Bayern zugewändert." Der Bruder warf ihr einen bösen Blick zu; denn mißMir ist's gleich, wo er her ift, ich heirathe ihn nicht," trauisch wie er war, hörte er in ihrer letzten Aeußerung eine war eine kleine rundliche Person mit lebhaften Farben, glatt und glau, wie es einer ordentlichen Pfarrwirthin ge- verfeßte der Klosterbauer." Gt versteht übrigens seine Anspielung auf die Verwandtschaft, in die er selbst hineindiemt. Hübsch war sie schwerlich je gewesen; ein milder Sach' ordentlich und ist zufrieden mit dem, was die Zisei geheirathet hatte. Vefare kannte ihren Mingriff und " der Ambros!" Mit dem % Politische Itebersicht. Berlin, den 7. März. dem Malzkonsum, die Müller nach der Bauart der Mühlen, Standorts ihrer Betriebe ist den Gewerbetreibenden hierdurch| Besteuerung der Betriebe von bedeutendem Umfange in einer ihren Mahlgängen und Sägegattern zu besteuern, faßte das wesentlich erleichtert, und bei derselben tommen häufig ganz besonderen Klasse A I mit erhöhten Steuersägen von der Meifte unter Handel und Fabrikation zusammen und statuirte andere Momente, z. B. die Lohnfrage, mehr in Betracht, als Entwickelung dieser Unternehmungsform in den letzten drei hier nur noch nach dem Umfang eine Klaffentrennung. So die Größe und Gewerbsamkeit des Drts." Jahrzehnten längst überflügelt worden ist und von einer tam es, daß die Handelssteuer- Klassen über zwei Drittel der Die Mängel der bestehenden Eintheilung der Ge- angemessenen Besteuerung derselben nicht die Rede sein kann. Gewerbesteuer, 12/2 Millionen Mart, aufbringen, während werbesteuer Klassen sind gleichfalls offenfundig. Die gleichzeitig zugelassenen Erleichterungen für geringe die Klasse der Gast- und Schankwirthe u. f. w. 34 Millionen, Eine Anzahl gewerblicher Betriebe, Theater, Banoramen, Kleinhandels- und Handwerksbetriebe sind nicht wirksam die Klasse für Handwerksbetriebe 2 Millionen trägt. In Straßenbahnen mit Dampf und elektrischem Betrieb und genug gewesen". den Motiven heißt es deshalb mit Recht: Es fann nach dergleichen haben bis jetzt überhaupt keine Gewerbesteuer zu Die Reformbedürftigkeit der Gewerbesteuer liegt klar zu der gegenwärtigen Gestaltung der gewerblichen Verhältnisse entrichten, da sie in keine der bestehenden Klassen sich ein- Tage, und die Einmüthigkeit, mit welcher dieselbe von den schon von vornherein Bedenken erregen, daß auf die ge- reihen ließen. Daß dies ein unbegründetes Vorrecht ist, bürgerlichen Parteien im Landtage begrüßt worden ist, legt fammten Fabrik- und die gesammten Handelsunternehmungen leuchtet ein: der Betrieb eines Theaters, einer Dampf- Beugniß dafür ab, wie täglich die Zustände bisher gewesen nicht noch ein höherer Antheil an der Gewerbesteuer entfällt." Straßenbahn 2c. ist ein industrielles Unternehmen so gut sind. Was freilich nicht hinderte, daß die Interessen der Nach der Veranlagung für 1890-91 beträgt das Soll- wie eine Papierfabrik oder eine Schantstätte, die leitenden verschiedenen Bourgeoisgruppen schon in der ersten Be aufkommen an Gewerbesteuer 18 515 783 M. Hiervon Gesichtspunkte sind privatkapitalistischer Natur. Ferner giebt rathung flipp und klar zum Vorschein gekommen sind. Doch entfallen auf die großen und mittleren Städte, es Gewerbebetriebe, welche unter verschiedene Klassen gleich davon von dem Entwurf der Regierung und den Vorwelche die er ste und zweite Gewerbesteuer Abtheilung zeitig fallen und in mehreren Klassen steuern müssen, ob schlägen der Kommission in einem späteren Artikel! bilden, rund 11 300 000 M., auf die kleineren Städte wohl es sich nicht um völlig gesonderte, selbständige Be der dritten Gewerbesteuer- Abtheilung wie auf die noch triebe handelt, wie der Betrieb einer Schneiderei und des tleineren Städte und das platte Land( vierte Gewerbe- Handels mit Kleiderstoffen, einer Gastwirthschaft und zufteuer- Abtheilung) insgesammt 7 200 000 M. Die ökonomische gleich des Fuhrgewerbes. Wichtig ist auch der Umstand, Entwickelung hat die Physiognomie des Gewerbewesens seit daß es immer schwieriger wird, eine feste Grenze zwischen dem Erlaß des Gesetzes vom 30. Mai 1820 durchaus ver- der Handwerkerklaffe und der Handels- Steuerklasse zu ändert. Der Gegensatz zwischen Stadt und Land, welcher ziehen, da man nicht mit voller Sicherheit weiß, wo der Die Berathung des Marine- Etats im Reichstag wurde zum Ausdruck kam in der Fesselung der Gewerbe an die Betrieb aufhört handwerksmäßig zu sein und anfängt, heute fortgesetzt. Ein Zentrumsmanöver giebt dem heutigen städtischen und vorzugsweise großstädtischen Bezirke gegen fabrikmäßig zu werden. Seetreffen eine andere Wendung. Der gestrige Tag brachte über der vorwiegend landwirthschaftlichen Thätigkeit des Doch weit größere Echwierigkeiten erhoben sich dadurch, dem Zentrum eine Schlappe, die es gern verdecken möchte. platten Landes, ist nicht mehr vorhanden: vielmehr geht die daß die Vertheilung der Steuerpflichtigen in drei Handels- Während der Abg. v. Reudell eine unverständliche Rede hält, Tendenz auf die Verlegung der industriellen Unternehmungen Steuerklassen, zu denen alle Fabrikationsgewerbe gehören, gruppiren sich die Führer der Majoritätsparteien in den in die ländlichen Distrikte, in die Gegenden, wo die Lebens- eine durchaus unhaltbare ist. Die umfangreicheren" Betriebe, Gängen des Hauses, um sich zu einigen, wie die Mogelei, haltung der Massen eine niedrigere, die Zufuhr billiger bei denen" theils nach der Höhe des dazu erforderlichen An- die Windthorst in Szene sehen möchte, am unschädlichsten Arbeitskräfte eine möglichst stetige und reichliche ist. Die lages und Betriebsfapitals, theils nach der Erheblichkeit für jede der Majoritätsparteien mitgemacht werden kann. Industrie wandert aus dem Bannkreis der Großstadt ihres jährlichen Umfazes auf einen Betrieb von bedeutendem Das Haus bietet deutlich den Anblick einer Börse, die poin die Kleinstädte und börsischen Gemeinwesen, fie umfang zu schließen ist", sollen, wie oben schon bemerkt, zur litischen Abmachungen werden von lebhaften Gesten der tann dies thun dank dem bewundernswerthen Auf Klasse A 1, die Geschäfte geringster Art für Klasse B aus einzelnen Jobber begleitet. Der Abgeordnete v. Manteuffel schwung unseres Transports und Rommunikations- gesondert, die mittleren Betriebe der Klasse A Il zugewiesen stellte einen Antrag, die ftreitigen Positionen, welche wesens, daß die altfränkischen Verkehrsmittel in's alte Eisen werden. Es liegt auf der Hand, daß mit den Worten bewei Millionen Mark erheischen, ant die geworfen hat und die Herrschaft über Raum und Zeit zu deutender, mittlerer Umfang", Betriebe geringster Art" Budgetkommission zurückzuverweisen. einer immer gewaltigeren zu gestalten weiß, und weil nicht je nach der Größe und dem gewerblichen Charakter der Das geht jedoch Windthorst wider den Strich. Der mehr der lokale Bedarf, sondern die Produktion für den Veranlagungsbezirke sich die verschiedenartigsten Vorschlaue Schacherer möchte zwischen der zweiten und dritten großen Markt den Ausschlag giebt. Die Begründung sagt stellungen verknüpfen, so daß man z. B. im Bezirke Gum- Lesung mit den Spigen der Regierung allein verhandeln, hierüber: Mehr und mehr hat sich die Erkenntniß Bahn binnen zu anderen Ergebuiffen gelangen muß, als etwa im damit nicht allzu offenbar der sicher zu erwartende Um fali gebrochen, daß gegenwärtig die Bedeutung der Gewerbe- Bezirke Düsseldorf. des Zentrums beffen schmähliche Haltung zeige. betriebe in weit geringerem Maße als ehedem von der Indeß am schwersten ins Gewicht fällt die Thatsache, daß Dagegen will der Abg. v. Bennigsen die BudgetGröße und der allgemeinen Gewerbsamkeit des Ortes oder die Gewerbesteuer in ihrer jezigen Gestalt die leistungsun kommission als Deckmantel für die Mogelei der MajoritätsBezirkes abhängig ist, in wechem der Betrieb stattfindet. fähigen Betriebe unverhältnismäßig höher belastet, als die parteien benügen; er erklärt sich deshalb für nochmalige Die ungeahute Entwickelung des modernen Verkehrslebens, mächtigen Großbetriebe. So hat sich bei den in Berlin ver- Rommissionsberathung. Im Uebrigen fällt es dem Drehder Transport- und Kommunikationsmittel, die gewaltige anstalteten Erhebungen ergeben, daß die Großbetriebe über scheiben- Politiker Bennigsen nicht schwer, die Abstriche der Zunahme solcher Unternehmungen, bei denen die lokale wiegend weniger als 1 pet. an Gewerbesteuer entrichten Kommission als einen Irrthum hinzustellen. Dabei ist Nachfrage nur eine verschwindende Rolle spielt, hat in der und gerade bei Bankgeschäften die Steuer mehrfach nur Redner von dem Bestreben geleitet, bas Zentrum die Regierung zu fraglichen Beziehung nivellirend gewirkt. Die Wahl des einen Bruchtheil eines Prozents vom Reinertrage in im Entgegenkommen für Anspruch nimmt, der bei den größten Banten sich dem trumpfen und die Unentbehrlichkeit der Nationalliberalen Klaffen A. I.( Handel bezw. Fabrikation in bedeutendem Um Saße von einem pro Tausend des Reinertrages zu betonen. Er folgert: Wir haben alle Jahre bewilligt, fange), A. II( Handel bezw. Fabrikation in mittlerem Umfange), nähert". Dagegen werden zweifellos die Handwerker und wir wollen weiter bewilligen; es ist darum unbegreiflich, B.( Handel bezw. Fabritation in geringerem Umfange, Handel die kleinen Handelsbetriebe vielfach mit Steuersägen von warum man in diesem Jahre nicht bewilligen, sondern, wie mit geistigen Getränken), C.( Gast, Speise- und Schankwirth- zwei und mehr Prozenten des Reinertrages betroffen". Der der Abg. Windthorst wünscht, der ja auch bewilligen will, schaft) und H.( Handwerksteuer). 2. Die Mittelfäße für die einzelnen Klassen und Ab- rapide Fortschritt der Großproduktion macht es verständlich, diese Bewilligung auf ein Jahr hinausschieben sollte. Be theilungen, sowie die niedrigsten Steuersäge, welche in jeder daß die durch das Gesetz vom 19. Juli 1861 eingeführte Klasse und Abtheilung überhaupt zulässig sind, sind folgende: I. Rlaffe A. I. in den a) zur ersten Abtheilung b) zur zweiten Abtheilung. · dieser klasse gehörigen Bezirken. II. In der I. Gewerbesteuer- Abtheilung. a) Klasse A. 11, . b) B. " . . C. " • d) H.. " 11. In der II. Gewerb a) Klasse A. 11. b) • B.. " c) " d) C.. H.. Niedrigster Steuerfaß jährlich monatlich Smt. Mt. Mittelfah jährlich monatlich Mt. Ant. 288 24 144 12 • 216 18 6242 36 0,50 über willigen wir also jetzt. Und im Grunde ist das vom Stand punkt der Bewilligungsmaschine ganz richtig. Man darf ihre Gangart nicht unterbrechen, es tönnte sich sonst ein Rostfleck ansetzen. Das gestrige Desaveu des Reichstanzlers hat dem Staatssekretär des Marine- Amtes sehr mehe gethan, deshalb bemüht er sich heute, durch ein angebliches Manuskript dann aus der Kommissionssigung seine damaligen Erklärungen festzustellen. Dabei begeht er den für alle Rommissions mitglieder sofort erkennbaren Fehler, nur das zu verlesen, was die Sache nicht trifft, und die Hauptsache zu ver schweigen. Der Abg. Rickert findet es wunderbar, daß alle Kommissionsmitglieder, die in dieser Frage einig sind, sich geirrt haben sollten. Doch kann es Niemand Wunder nehmen, wenn die Marinebeamten für eine Marine ersten Ranges sich begeistern, nachdem seinerzeit die Kartellpresse verkündete, diese Wünsche bestünden auch an höheren Stellen. 308 2016 62 4626 86 0,50 72 24 54 24 1,50} 12 1 A itung. 48 4 18 1,50 36 3 12 1 18 1,50 0,50 30 2,50 18 1,50 12 24 0,50 IV. Jn der Ill. Gewerbesteuer- Abth a) Klasse A. 11. " B.. C.. e) " d) " • H... V. Jn der IV. Gewerbesteuer Abtheilung. a) Klasse A. 11. b) c) " " " B.. C.. H.. suchte den schlechten Eindruck rasch zu verwischen, indem sie schmeicheilte: #! 22 222 22 12 2127 636 30 2,50 18 1,50 6 0,50 0,25 12 12 1 1 0,50 Der Abg. Singer präzisirt die Stellung der sozial demokratischen Fraktion, welche aus prinzipieller Hinsicht die gestellten Forderungen für die Marine ebenso ablehnt, wie diejenigen für das Landheer. Singer geißelt den Humbug, der mit der Rückverweisung an die Budgetkommission Die Dinge, um welche es fich handle, getrieben wird. mürden vor den Thüren der Kommission gemacht und die Reden im Plenum oder in der Kommission seien nur " Freilich," bemerkte Hartwanger und setzte sich Vefa Lebtag feinen Prozeß, noch einen Anstand mit den Gerichten gegenüber an die andere Ecke des Tisches auf die Fenster gehabt." Es giebt keinen angeseheneren Mann im ganzen Bigil bank. Er hatte kluge, ehrliche Augen, und als klug und Dazu lann einer gelangen, ehe er's sich versieht", meinte thal, als den Klosterbauer, und einen flügeren giebt's auch rechtschaffen galt er überall, wohin er fam, und das war der Glaser. Aber dann noch Eins, Bauer, das müßt auch nicht. Um unseren Ambros brauchen wir nicht zu sorgen, weit und breit in den Dörfern und Hütten der Gebirgs- Ihr merten! Seitdem der bayrische Schlagbaum nicht mehr und wenn sich daher eine gute Partie für die Lifei bietet, thäler. Sein Geschäft beschränkte fich aber nicht auf das da ist, kommt von drüben Vieles billiger ins Land, was fanst Du sie ruhig ziehen lassen. Eine gute Partie wär's Flicken und Erneuern zerbrochener Fensterscheiben. Er war mir vordem mit dem theuersten Groschen haben bezahlen doch, wenn der Alte dem Jerg die Sägemühl' abtritt." der Rathgeber, Vermittler und Kommissionär für alle Welt. müssen." " Aber das thut der Alte nimmer," lenkte der Kloster- Wenn den Leuten im Gebirge irgend eine Angelegenheit" Ja, und auch das schlechte Geld und die hohen bauer ein und schien den Schmied ganz vergessen zu haben. zu viel Kopfzerbrechen machte, oder sie aus Noth und Sorge Steuern, die Einer faum noch aufbringen fann", grollte der Seine Frau giebt's nicht zu und ich fann's ihr nicht ver- keinen Ausweg wußten, dann setten sie ihre letzte Hoffnung Klosterbauer. übeln, daß sie ihr junges Leben genießen will. Geht's auf auf Hartwanger. Bei seiner Berständigkeit und Erfahrung Jedennoch hab' ich mir sagen laffen, daß wir nicht der Mühl nicht zu, als ob nichts wie Feiertäg' im Kalender wußte er dann auch in den meisten Fällen Hilfe und dabei mehr zahlen, als die im Bayerland drüben", entgegnete Hart stünden? Damit würd's nachher aus sein. Denn woher war er verschwiegen wie ein Beichtiger. Obgleich er ge- manger. Wir sind freilich ein armes Volt und das macht foll's Geld zum luftigen Leben kommen, wenn der Müller sprächig war, denn es gehörte zum Geschäft, daß er den einen Unterschied." auf dem Altentheil sitzt? Red' nicht weiter von der Sach'; Leuten die Beitung vertrat, so glitten ihm anvertraute Ge- Und die Aufhebung der Klöster?" bemerkte Vefa. es fällt fein Ruppelpelz dabei für Dich ab." heimnisse dennoch nie über die Lippen. ,, Und daß wir nicht mehr in Prozession zu den Heils- und Gnadenörtern beifahren dürfen?" Diese Gründe waren nicht leicht zu widerlegen und Befa schwieg daher. Sie nette mit den Lippen die Spite ihres Beigefingers nnd strich nachdenklich ihre Brauen glatt, während ihr Bruder fich anschickte, zu den Heumachern auf die Wiese zu gehehen. thür. Nichts zerbrochen?" rief es durch die offene StubenDer Klosterbauer verneinte. Aber tommt herein, Wieifter Hartwanger," fügte er hinzu, und verruht Euch." Das schlag ich nicht aus," antwortete der Rufer, ein bereits bejahrter Biann, der ein Gestell mit Glassa, jeiben auf dem Rücken trug. Grüßend trat er über die Schwelle und stellte seinen Stock, auf den er seine Schirmmüze stülpte, in die nächste Ede, worauf er sich vorsichtig seines GlasLastens entledigte. Uff, das macht warm! Aber gesegnetes Wetter für's Heuen," sagte er, ein blaugewürfeltes Tuch hervorziehend, mit dem er sich die schweißtriefende Stirn trocknete. Man muß es halt nehmen, wie es ist," meinte der Alofterbauer refignirt. Der Klosterbauer hatte inzwischen aus einem altmodischen Eckschrank eine Flasche mit Kirschwasser und ein Gläschen genommen. Wie schaut's denn aus in der Welt?" fragte er, nachdem er dem Gafte zugetrunken und dieser ihm Bescheid gethan hatte. " Ja, wie soll's ausschauen?" entgegnete Hartwanger. " Uebel schaut's aus, wenn ich auch nicht verreden will, daß lanches besser geworden ist, seitdem der Bayer Herr im Land ist." " Oho!" rief der Klosterbauer, der sich unterdessen einen Stuhl an den Tisch geschoben hatte. " Nein, alles was wahr ist," versicherte ruhig der Glaser. Es geschieht jetzt bei uns doch was für die Schulen und ie Kinder werden zum Lernen angehalten. Auch mit unsern Gerichten ist's besser geworden. Es geht damit ordentlich und schneller und wenn jetzt Einer einen Handel hat, so braucht er nicht mehr bis zum jüngsten Tag auf einen Spruch zu warten." So, so, das mag wohl richtig sein," sagte der Wirth und fügte mit Selbstgefälligkeit hinzu:„ Ich habe mein ,, Das ist freilich die Kehrseite von der Sach' und die schaut schwarz genug aus," gab Hartwanger zu. Und ist es denn wahr, daß der Bayer die Bildstöc an den Straßen verunehrt hat?" fragte Vefa. Leute, die gestern in St. Lorenzen waren, haben's erzählt." Ja, man hört's wohl von vielen Orten, daß sie die heiligen Kreuze an den Wegen umgehauen haben," seufzte Hartwanger. Heut Morgen hat der Kreishauptmann in Bruneck die Kapelle auf der Frohnwiese zu St. Lorenzen zuschließen lassen und darf dort das heilige Opfer nicht mehr gebracht werden." Heilige Mutter Gottes, weshalb denn?" rief Befa. " Es soll gestern auf der Wiese Händel gegeben haben, und dabei ist den Soldaten übel mitgespielt worden," bes richtete der Glaser. " Davon hat der Ambros nichts zu vermelden gewußt," topfschüttelte der Klosterbauer und der Gast fragte: " Ist der auch dort gewesen?" ( Fortsetzung folgt.) Die Resultate sämmtlicher Wahlen in Canada find Die Majorität der Regierung beträgt Zahlreiche die Feier des 1. Mai ankündigende nunmehr bekannt. Maueranschläge in den bevölkerteren Stadtvierteln von nur 27 Stimmen. Baris wurden heute Morgen von der Polizei abgerissen; kaum aber hatte diese den Rücken gekehrt, so wurden neue folgender Meldung des Reuter- Bureaus aus Buenos- Ayres Mie nahe Argentinien vor dem Bankerotte steht, geht aus aufgeklebt.hervor: " Flosteln für das Bolt draußen, das man über die Vor- Idaraus erklärt, daß es in Wien feit vielen Jahren Unfitte beschweren. Herr Johann Most nennt das eine Bourgeois gänge täuschen will. Die Sozialdemokraten beift, die Wähler in Equipagen und Droschken abholen zu Anschauung. Herr Most scheint vergessen zu haben, was er willigen nichts, deshalb stimmen sie auch laffen, welchen Luxus sich, ganz abgesehen von anderen vor 15 Jahren doch wußte: daß der ganze Anars gegen die Rüdverweisung der betreffenden Gründen, unser Wahlkomitee nicht leisten konnte. In chismus eine Bourgeois- Anschauung" ist, und daß die Zitel an die Budgetkommission. Erheiternd Schlesien und in Mähren haben unsere Kandidaten in wüthendsten Anarchisten, wenn sie auch jeden Tag hundert wirkte die Erklärung Singer's, daß der Reichskanzler ver- einzelnen Wahlkreisen ansehnliche Stimmenzahlen aufzu- Mal das Wort Revolution in die Luft hinaus brüllen, doch säumt habe, diesmal die gemachten Forderungen auf die weisen. Wir hoffen unsern Lesern bald eine zusammenhän- im Grunde jämmerliche Philister und Reaktionäre" sind. Gefährlichkeit der Sozialdemokratie zu prüfen und zu be- gende Darnellung der Wahlbewegung aus der Feder unseres Worte machen's nicht. gründen. Es könnte ja eine sozialdemokratische Seeräuberei" Wiener Korrespondenten bieten zu können. staatserhaltende" Gemüther beunruhigen, die man mit dem Bau dieser Kanonenboote beruhigen zu müffen glaubt. Vielleicht Ließe sich auch ein anderer Grund mit Rücksicht auf den ehemaligen Ropenhagener Kongreß der Sozialdemokraten auf finden. Abg. Richter erklärt es für einen politischen Fehler, wenn man nicht bei den Kommissionsbeschlüssen stehen bleibe. In Baris tagt soeben ein nationaler Bergarbeiter Die Aeußerungen des Admirals Hollmann in der Kommiffion Kongren. Die erste Sigung wurde gestern Abend im stellt Redner nach seinen Aufzeichnungen feft, weist auf die Saale des Stadthauses zu Commentry abgehalten. Nach Widersprüche der verantwortlichen Minister in den letzten erzielter Verständigung mit den englischen, belgischen, Jahren hin, welche den öfteren Wechsel der Minister mit deutschen und amerikanischen Verbänden will die nationale zur Folge hatten. Die bestimmten Erklärungen Richter's Föderation einen allgemeinen bergmännischen Ausstand erverschärfen die gestrige Desavouirung des Admirals durch örtern. den Reichskanzler. Die heutige Rede des Admirals bietet Richter zu Angriffen auf den Reichskanzler Anlaß, der sich nach den Worten Hollmann's, daß die Ausdrücke Marine 1. oder 2. Ranges nur Schlagworte seien, danach des Schlagwortes von einer Marine 2. Ranges bedient habe. Windthorst plädirt darauf für seinen VorSchlag, anstatt die Sache an die Kommission zu verweisen, fie in einer freien Vereinigung zu behandeln. Bestehe jedoch Die Mehrheit auf Kommissionsberathung, werde er mit einem großen Theil feiner Freunde auch für dieselbe stimmen. Kurz, Windthorft brachte einen regelrechten Burzelbaum fertig die Forderungen der Regierung sind gerettet. Bei der Abstimmung ist ein Hammelsprung" noth wendig, da die Deutschfreisinnigen getrennt stimmen. Der " Hammelsprung" verursachte übrigens einzelnen Abgeord Umfall Als Zeichen der unsicheren Lage auf dem Geldmarkte kann es aufgefaßt werden, daß die Londoner Aktienbanken gestern beschlossen, dem Vorschlage Goeschens entsprechend, ihre Monatsausweise zu veröffentlichen. A Die Gefahr eines allgemeinen] Seeleute- Streiks in England steht bevor, da die überaus maßvollen, von der Friedensliebe eingegebenen Forderungen der Seeleute von der Rhederföderation abgewiesen wurden. Ein Wolff'sches Telegramm meldet nämlich: Telegramm meldet nämlich: Die Exekutive der Rhederföderation erklärte in Erwiderung auf eine Anfrage des Sekretärs des Seeleute und Heizer: Berbandes, Wilson, daß die Lösung einer Föderationstarte für alle Angestellten unbedingt erforderlich sei. Die Banken und das Zollamt sind heute geschloffen. Eine heute unter dem Borsize Üriburu's stattgehabte Versammilung von Kaufleuten und Bantiers sprach sich dahin aus, daß, fofern sich das Publikum zur Zeichnung auf eine Boltsanleihe herbeiließe, die Provinzial- und Nationalbant gerettet sein würden, daß andernfalls die Regierung aber Maßregeln zu ergreifen haben würde, die zwar die Banten retten, uin herbeiführen jedoch den allgemeinen Ruin würden. Es wurde ein Ausschuß eingesetzt, der mit der Regierung fich ins Einvernehmen sezen soll." Korrespondenzen und Parteinachrichten. wurde als verantwortlicher Redakteur des Sonntagsblattes", Königsberg i. Pr. Redakteur R. Cronheim aus Berlin das auch dem Königsberger Partei- Organ beigelegt war, wegen Aufreizung, begangen durch den Abdruck des Gedichtes Das Lied des Glends", von der Strastammer heute au 100 M. Geldstrafe verurtheilt. " im 2. Meininger Kreise. Stolz wie ein echter spanischer Nachträglich noch etwas Heiteres aus dem Wahlkampf Stierfechter" erflärte am 11. Februar in der Wählerversammlung zu Pößneck Herr Dr. Witte aus Mecklenburg: Ex- Bitte verzichte auf jede nationalliberale Stimme, er und seine Partei buble(??) nicht um die Stimmen der Nationalliberalen! Der Stola hat ich sehr bald gelegt, er hielt nur bis zur Hauptwahl vor; dann fing die echt freisinnige Bauchrutscherei um die Stimmen der Nationalliberalen gründlich an. In dieser Versammlung gestattete sich der Herr Dr. Witte Der deutsch- österreichische Handelsvertrag soll nach neten des Zentrums und Deutschfreisinns ein solches Meldung eines parlamentarischen Berichterstatters den Bauchgrimmen, daß fie fich vor nicht bewahren konnten. Die Abstimmung ergiebt Reichstag noch in dieser Session beschäftigen. Sollte sich Beschlußunfähigkeit des Hauses, da 121 für Ver- diese Mittheilung bestätigen, so dürfte man wohl wieder den weifung an die Budgetfommission stimmen, 77 dagegen. Es Reichstag vertagen und nicht die Session schließen. fehlt ein Abgeordneter zur Beschlußfähigkeit. Die Situng Die Polen wurden zu Bismarcks Zeiten nächst den wird darauf vertagt bis Monta g. Sozialdemokraten als Reichsfeinde erster Güte behandelt, das Die Organe der Nebenregierung in Friedrichsruhe scheint sich jetzt ändern zu sollen, besonders seitdem Herr hegen fortwährend nach Kräften gegen Frankreich. So v. Roszielsti als Referent über den Marine- Etat sämmtliche das allerdings überaus tindliche Bergnügen, unseren Genoffen behaupten fie jest u. a., bie französische Regie- Forderungen zur Annahme empfohlen hat. Herr von Siebknecht als einen Dummlopf hinzustellen, der weder die FähigDas Lachen der Versammlung be rung babe hinter den Deroulède'schen Hegereien geftanden; Koszielski bat dafür vom Kaiser ein Bild mit dem Aus- teit habe noch die Bedeutung besise, welche ihm immer Herrn Witte, wie ernst er genommen wurde. insbesondere sei der Kriegsminister Freycinet bei dem drucke seines Dankes geschenkt erhalten. Wir bezweifeln, daß augeschrieben werde. Am 18. Februar referirte Genoffe Neishaus in Saalfeld. Ruminel betheiligt. Herr Freycinet habe das patriotische die polnischen Wähler sich auch Herrn v. Koszielsti zu Dant Die Bersammlung, welche sehr stark besucht war, gab durch Gefühl" etwas anstacheln wollen, um die öffentliche Mei- verpflichtet fühlen. wiederholt stürmischen Beifall ihre Zustimmung zu erkennen. nung, welche sich dem Militarismus mehr und mehr entAuch Italien trägt bekanntlich Kultur nach Afrika, Das schien dem bekannten Dr. Frankel aus Weimar sehr unangegenstemmt, für weitere Heeresausgaben geindem es an den Gestaden des Rothen Meeres die Kolonie genehm zu sein, infolge dessen trieb er die Versammlung durch neigt zu machen. In diesen Behauptungen ist auch Massauah unter ungeheuren Opfern an Geld und auch an feine immerwährenden Hezereien zur Auflösung durch den Bolizei fein Atom von Wahrheit. Die Haltung der französischen Menschenleben gründete. Welcher Art diese Kultur ift, geht Beamten. Die Besucher waren über die allerdings ohne jeben Regierung war bei dem Pariser Skandal von tadelloser aus einer Mittheilung von italienischen Regierungsbeamten greifbaren Grund erfolgte Auflösung fehr aufgebracht. Genoffe Korrektheitwas übrigens durchaus nicht als Verdienst hervor, welche zugestehen, daß in Massauah thatsächlich Reishaus forderte die Bersammlung auf, rubig auseinander zu hingestellt werden soll, sintemalen es blos das Gebot des schreckliche und schändliche Verbrechen begangen wurden. gehen. Für diese Aufforderung hat derselbe ein Strafmandat einfachsten Selbſterhaltungstriebs war. Denn wäre es zum Die Regierung hat die Ueberzeugung gewonnen, daß diese über drei Mark empfangen. Ist das nicht prächtig 3. Krieg gekommen, so würden die Chauvinisten, d. b. ungeheuerlichkeiten nicht der Verwaltung im Allgemeinen, Weißenfels, 6. März. Genoffe Louis Schmidt wurde wegen die ingrimmigsten Feinde der Regierung, auch ohne sondern nur einzelnen Persönlichkeiten zur Last fallen, welche Beleidigung der Bolizeiverwaltung mit 3 Monaten Gefängniß Zweifel das Heft in die Hände bekommen haben. Was aber das Vertrauen des Militärkommandanten der Kolonie schwer bestraft. Schmidt hatte die Polizeiverwaltung in einer Mitdie der französischen Regierung untergeschobenen Motive be- mißbraucht haben. So weit bisher festgestellt werden kann, gliederversammlung des Unterstützungsvereins deutscher Schuhtrifft, fo erinnern sie lebhaft an das Sprichwort, daß scheinen die Schuldigen, außer einigen Arabern, Feinden Mussae macher der Bestechlichkeit beschuldigt, weil sie gegen die Rähheiten, man Niemanden hinter der Thüre sucht, wenn man Ballads, ausschließlich Exlieutenant Livraghi und der verhaftete welche Studenten in Weißenfels bei einem akademischen Geft benicht vorher selber dahinter gestanden hat. Und wie Sekretär Gaynafsi zu sein, die beide fich als Typen ent- gangen hätten, angeblich nicht vorgegangen wäre. oft hat der Chef" der Bismarc'schen Reptilpresse hinter puppen, welche eines Cafar Borgia würdig sind. Die bruar, Termin vor der Straftammer, wo er wegen Bergehens der Thüre gestanden? Von den anderthalb Dugend er- Schuld der Verbrechen wird aber von dem Lieutenant gegen§ 108 des R.-Str.-G.-B. auf die Anklagebank spazieren höhter Militäretats, die er den deutschen Steuerzahlern auf Livraghi auf dessen Vorgesetzte geschoben. Derselbe ver- mußte. 2. hatte ein unrichtiges Ergebniß der Wahlhandlung vorpatriotischen oder unpatriotischen Rummels oder Wauwaus deutet, daß die Unterdrückung von Personen, welche die Wähler in die Wählerliste bewirkte. Seine Straje war eine „ durchgedrückt" worden. Unter dem„ Chef" der Reptilpreffe Sicherheit der Kolonie beeinträchtigten oder fich mißliebig Woche Gefängniß. wurde diese Gewohnheit so eingewurzelt, daß sogar der machten, von den Vorgesetzten anbefohlen worden sei. Die Das Bergehen des Wahlvorstehers Leißling wurde durch die neue Reichskanzler sich nicht von ihr zu emanzipiren ver- Regierung wird natürlich bemüht sein, in dem bevor Wachsamkeit der Sozialdemokraten aus Weißenfels ans Tageslicht mochte, und vorigen Freitag und Sonnabend die bekannte stehenden Prozesse alle Schuld auf den untergeordneten britten Wählers, in welchem er einen sozialdemokratischen Wähler gefördert. G3 wurde entdeckt, als er die Nachtragung eines Schwenkung der rothen Fahne vollzog. Offizier zu schieben, aber damit ihre Kulturarbeit" vermuthete, verweigerte. Dieses Bergehen wurde im Protest rechtzeitig vermerkt und an die Reichstags- WahlprüfungsGine treffliche Illuftration zu der vom Reichstags- nicht in besserem Lichte erscheinen laffen. Rommission eingeschickt. Wie den Lesern des Vorwärts" be Abgeordneten Biehl unlängst bei der Debatte über den Der Agence Balcanique" zufolge überreichte bas tannt, ist die Wahl des Herrn Günther- Naumburg( Kartell) trob Arbeiterschutz aufgestellten Behauptung: In München gebe deutsche General- Konsulat in Softa, welches mit der Wahr- der Beweise, daß Wahlbeeinflussungen vorgekommen find, für es das nicht wie in Berlin, daß Kellner und Kellnerinnen nehmung der russischen Interessen betraut ist, der bulga- giltig erklärt worden. Wir hoffen von unseren Genossen im feinen Lohn erhalten", dürfte die von der Münchener Bost" rischen Regierung eine Note, betreffend Reklamationen der Reichstag, daß ste, sobald über die Wahl im Plenum verhandelt gebrachte Thatsache bilden, daß in kurzer Zeit eine Berding- russischen Regierung wegen zweier aus Bulgarien ausge- wird, den Nachweis liefern, daß der Wahlkreis Weißenfels- Zeizanstalt in München 19 Mädchen als Kellnerinnen ohne wiesenen russischen Unterthanen. Rußland wünscht, daß die Naumburg rechtlich einzig und allein der Sozialdemokratie gehört. Lohn verdungen hat. ihm unbequemen Russen von der bulgarischen Grenze ausgewiesen werden, daß aber den Wühlern und Ruhejtörern, Das Zunehmen der Frauenarbeit wird von dem die Rußland in Bulgarien befoldet, fein Haar gekrümmt Hannoveranischen Fabritiuspektor konstatirt. werde. Das werden aber die Bulgaren wohlweislich bleiben Lassen. " Der neuernannte Schafetretär( Finanzminister) der Vereinigten Staaten hat sich in einem programmartigen Schreiben als eifriger Schutzöllner erklärt. Der hat Der Gutsbesitzer Leißling hatte am Mittwoch, den 18. Fe Frankfurt a. M., den 6. März. Das hiesige Partei- Organ schreibt:„ Die Sozialdemokratie und die Frants. 8tg." Die Meinungsverschiedenheit, welche unter den Frankfurter Genossen bei der Aufstellung der Kandidaten zum Gewerbeschiedsgericht zu Tage trat, wollten die Organe der Frankfurter Demokraten zu ihrem Vortheile ausbeuten. Hierbei zeigte sich, bis zu welch' verächtlichen Mitteln diese Blatter im Stampfe gegen die Sozial demokratie heruntergekommen sind. Dies trifft nicht nur die Kleine Presse", sondern auch die Frants. 3tg." Sie suchte jene rein fachliche Angelegenheit zu einer Personenfrage zu verdrehen. zu diesem Zwecke bauschte sie jede persönliche Bemerkung, die im Gifer der Debatte unvermeidlich ist, möglichst auf und unterdrückte nicht nur die von dem Antragsteller vorgebrachten Gründe, " Daß die Kleinkraftmaschinen den Kleingewerbetreibenden die Konturrenz mit der Großindustrie ermöglichen tönnen, ist ein nationalökonomisches Märchen, das, obgleich längst widerlegt, immer wieder vorgebracht wird. Jezt aber scheint sogar ein Bourgeoisblatt wie die Weser- Beitung" In der amerikanischen Korrespondenz eines mit dieser Anschauung brechen zu wollen. Dieselbe schreibt: Berichte fiber Fabritinspektionen in Hannover und an- Bourgeoisblattes heißt es, die Bourgeoisie der Vergrenzenden Gebieten ergeben, daß die Berivendung von Ma- einigten Staaten fürchte sich vor den Arbeitern, weil sie schinenfraft in fleinen Betrieben nicht den erwarteten Nugen fein stehen des Heer zur Verfügung gegen sie habe, sondern auch den Beschluß, aus welchem klar hervorgeht, daß bringt, sondern oft mit nicht unbeträchtlichen Nachtheilen ver- wie die Bourgeoisie der europäischen Militärstaaten. Nun, von den Betheiligten die Angelegenheit als eine persönliche nicht betrachtet wurde. Die lezte Bersammlung protestirte bunden ist, weil der Umfang der von der Maschine zu leistenden die Bourgeoiste ist überall angstmeierlich, und be: in einer besonderen Resolution gegen die Art und Weise, etwas, Arbeit nicht ausreicht, die Maschinenkrajt den Kosten der An- immer wovor sie sich fürchtet. in welcher die Frantf. Zeitung" und" Kleine Presse" die Iage entsprechend auszunuzen. Soll eine Maschinenanlage treffende Korrespondent ift aber jedenfalls ein rein fachliche Angelegenheit ins Persönliche hinüberzuzerren suchen. fleinen Gewerbetreibenden Nugen bringen, so müssen diese eine sehr großes Grünhorn" wenn er meint, die Diese Resolution wurde mit allen gegen eine Stimme anhinreichend große Genossenschaft bilden, um die Maschine in voller amerikanische Bourgeoisie bedauere, keine große stehende genommen. Dies verschweigt die Frankfurter Zeitung", fein flein find, Janungsverbänden ist zu empfehlen, solche Anlagen Armee zu haben. Wenn sie eine solche haben wollte, bann Wort berichtet sie darüber. Dagegen fügt die Redaktion dem zu machen und die Maschinenarbeiten für Tischler, Schlosser, hätte sie längst eine, allein sie weiß sehr gut, daß sie Berichte über die Gererischaftsversammlung folgende Bemerkung Dreher u. f. w. zum Selbstfostenpreise anfertigen zu lassen, um fraft ihres toloffalen Rapitals im Verhältniß mindestens bei:" Damit hat die hiesige Arbeiterschaft gezeigt, daß sie fich dem Kleingewerbe die Existenz zu erleichtern und den Stand ebenso große Machtmittel gegen die Arbeiter hat, als die noch nicht von radikalen Schreiern majorifiren läßt." Der Ausder selvständigen Handwerker vor einem Stückgange zu be- europäische Bourgeoisie. Was wollen unsere Armeen als druck radikale Schreier" beweist nichts als den Geschmack der als" rff. Btg. Der Juhalt jener redaktionellen Bemerkung aber ist wahren." Machtmittel der Unterdrückung neben unwahr. Der betreffende Beschluß ist in einer allgemeinen VoltsDies ist in der Theorie ganz richtig, nicht aber in der der tapitalistischen Presse, die in Amerika zu geradezu versammlung gefaßt, zu der jeder Arbeiter eingeladen war, in der Praxis, denn unsere Kleingewerbetreibenben haben nicht die riefenhafter, für uns kaum begreiflicher Entfaltung ge- jeder Anwesende auf seinen Wunsch das Wort erhielt. Nachdem Fähigkeit, sich auf lange Zeit zu affoziiren, die Innungen langt ist? Und die amerikanischen Wili zen und die der Antrag von einer ganzen Reihe von Rednern vertheidigt und find todtgeborene Organisationen, denn die kleinliche Eifer- Pinkertons( Privatpolizisten) find ja schließlich auch da, angegriffen war, beschloß die Versammlung den Schluß der Debatte und nahm den Antrag an. Kann bei diesem Verfahren füchtelei der Handwerksmeister läßt lebensträftige Bereini wenn es ans Schießen und Hauen geht. gungen nicht zu. Eine niedergehende Klaffe, wie die der Von allen Bourgeoisien der Welt ist die amerikanische von einem Majorisiren der Arbeiterschaft die Rede sein? Gewiß nicht. Wie muß es mit der bürgerlichen Demokratie Kleingewerbetreibenden, ist unfähig, die von der Weser- wohl die stärkste und festeste. bestellt sein, wenn ihr vornehmstes Organ mit solchen Waffen Zeitung" gemachten Vorschläge durchzuführen. Der amerikanische Anarchist Tucker ist mit anderen tämpft" Das Wiener Wahlresultat ist jetzt vollständig be- Anarchisten deshalb in Streit gerathen, weil erhauptet kannt und damit auch die sozialistischen Sti men. Dieselben hat, die organisirten Arbeiter hätten kein Recht, sich über sind sehr niedrig, denn es wurden im ganzen aur 700 Stimmen die" Scabs" oder„ Blacklegs"( die unorganisirten, unter dem für unsere Kandidaten abgegeben, was sich zum Theil Preis„ arbeitenden rändigen Schafe" oder„ Schwarzbeine") zu Coblenz, 5. März. Genoffe A. Schiel wurde am 28. Februar wegen o atlicher Beleidigung des Freiherrn von Stumm vom hiesigen Schöffengericht zu 30 M. ev. 6 Tagen Haft verurtheilt. Berufung ist eingelegt. Theater. Sonntag, den 8. März. Opernhaus. Oberon, König der Elfen. Montag: Keine Vorstellung. Schauspielhaus. Der neue Herr. Montag: Keine Vorstellung. Lelling- Theater. Der Probepfeil. Montag: Geschlossen. Berliner Theater. Arbeit. Montag: Die Kinder der Erzellenz. Deutsches Theater. Das alte Lied. Montag: Goldfische. Circus Schumann. Friedrich- Karl- Ufer. Sonntag: Zwei gr. Vorst. Nachm. 3/2 u. 71/2 Uhr. Beide Vorstellungen mit verschiedenem, vorzüglich gewähltem Programm. In beiden Vorstellungen Auftreten sämmtlicher Künstler und Künstlerinnen. Reiten und Vorführen der bestdressirten Schul- und Freiheitspferde. Komische Entrees sämmtlicher Klowns. In beiden Vorstellungen: Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Gircus unter Wasser. Der Vogelhändler. O Montag: Dieselbe Vorstellung. Wallner Theater. Miß Helyett. Montag: Dieselbe Vorstellung. Residenz- Theater. Der felige Zoupinel. Vorher: Die Schulreiterin. Montag: Dieselbe Vorstellung. Viktoria Theater. Raben. OOO Die sieben Montag: Dieselbe Vorstellung. Bellealliance- Theater. Othello. Montag: Kean. Die Marionetten. oder: Täuschungen in ein. Damen- Pensionat. Senfationelle Wasserpantomime. Montag: Große außerordentliche Vorstellung mit neuem Programm. Die Marionetten. Zirkus unter Wasser. Oßtend- Theater. Heinrich Seine. Berl. Bock- Brauerei, Montag: Dieselbe Borstellung. Thomas- Theater. Der Registrator auf Reifen. Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Adam und Eva. Montag: Dieselbe Vorstellung. Tempelhofer Berg. Täglich: Alt- Berlin auf d. Bock. = Humoristisch historischer Rückblick zur Feier der Kaufmann's Variété. Große Spe- Bock- Saison 1891, zialitäten- Borstellung. Theater der Reidjshallen. Große Spezialitäten- Vorstellung. Concordia. Vorstellung. Große SpezialitätenGebr. Richter's Variété. 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Danach abDie Beerdigung findet Montag, den unter Mitwirkung des Gesangvereins ,, Zufriedenheit". Von 5 Uhr ab: Konzert Reichenhalle des Georgen- Kirchhofes, wechselnd Konzert und Vorträge. Entree 20 Pf. Alle Freunde und Gönner des Landsberger Allee, aus statt.[ 856 b Leseklubs sind hierzu eingeladen. 209/20 Beerdigungsverein Berliner ELYSIUM", Landsberger Allee 39. Simmerlente. Unser mehrjähriges Ehrenmitglied, der Zimmermeister Herr Louis Eggert, ist am 5. d. M., nach längeren Leiden gestorben. Die Beerdigung findet Sonn tag, den 8. d. M., Nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Prinzen- Allee 72, aus statt. Sein dem Verein stets bewiesenes Wohlwollen sichert dem Verstorbenen ein bleibendes Andenken. 847b] Der Vorstand. C. Plötz. Butter- Handlung, Delikatessen und Fleischwaaren Don Sonntag, den 15. März 1891: Grosses Arbeiter- Fest, arrangirt von den Varteigenollen im Often Berlins Vokal- u. Instrumental- Konzert verbunden mit interessanten Vorträgen, ausgeführt vom Arbeiter Gesang- Verein ,, Nord", 318 L fowie unter gütiger Mitwirkung des berühmten Malabaristen Mr. Charles und anderer Spezialitäten. J. Ruff& Töpfer, Berlin SW., 10 Bergmannstraße 10. Auflösung!! Da die Doppelfirma M. Jacoby und Co. fich auflöst und die beiden Inhaber sich separiren, so werden die großen Lager- Bestände in fertigen Herren- und KnabenAnzügen zu außergewöhnlich billigen Preisen ausverkauft. Nach dem Konzert: Grosser Ball. Herren, welche daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Um 11 Uhr: Kaffee- Pause. Anfang Nachm. 4 Uhr. Hierzu ladet freundlichst ein Entree 25 Pfg. Das Komitee. NB.: Billets sind in den bekannten Lokalen im Often, sowie auch bei den Vertrauensleuten Wengels, Große Frankfurterstraße 124; D. Heindorf, Langestraße 70, zu haben. Große öffentliche Versammlung Friedrichshain Dem werthen Publikum wird felten ämmtl. Zimmerlente des Westen Berlins Königsthor. InstrumentalKonzert Arnold. Anfang 42 Uhr. Eintritt 30 Pf. Programm unentgeltlich. A.d.Verbin Paul Jülich, Gefangshumorit... Berbin- Treptow Dungsbahn. Kathi und Pepi Wolter, GesangsDuettisten. Ballet- Gesellschaft Menni, 6 Pers. Anfang Wochentags 8 Uhr. Sonntags 51/2 Uhr. dungsbahn. Berliner Bock- Brauerei, 99 Ausschank d. Orig. Bock- Bieres. #. Lagerbier, 4/10 15 Pf. Borwärts" liegt aus. Wilh. Jacob, Gastwirth. Entree Wochentags u. Sonntags 30 Pf. 50 Pf. und 75 Pf., im Vorverkauf 805b 20 und 30 Pf. " Gtablissement Buggenhagen Bei der Inventur zurückgesetzte am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Bazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. 641 F. Müller. Bratweilige Bierhallen Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Grosses Concert ausgeführt von der Kapelle des MusikDirektor H. Sanftleben unter Mitwirkung des Opernfängers u. Ronzertmalers Signor Travieki aus Rom. 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Theilz. gestattet. Andreasstr. 53, part. und 1. Etage. am Montag, den 9. März, Abends 8 Uhr, im Saale Königshof, Bülowtr. 40. Zages Drdnung: 1. Bortrag: Ueber Invaliditäts- und Alters- Versicherung. Referent Herr Hildebrandt. 2. Wie gestaltet sich die Gewerkschafts- Organisation in der jüngsten Zeit? 3. Ist es möglich, eine Arbeitsvermittelung für uns hier im Westen zu gründen? Alle Zimmerleute des Westens, hauptsächlich des früheren Lokalverbandes Berlin- West, find höflichst eingeladen. 851/6 A. Wolter, Berl. Göbenstr. 5. Arbeiter- Verein für Rummelsburg u. Umg. Versammlung am Dienstag, den 10. März, Abends 81/2 Uhr, im Lokale des Hrn. Weigel, Thürschmidt- u. Göthestr.- Ecke. Tages Ordnung: 1. Die Arbeiterbewegung und die Vorwürfe der Gegner. Referent: Reichstags Abgeordneter H. Förster. 2. Distusfion. 8. Die Petition der hiesigen Grundbefizer. 4. Wahl eines Vergnügungskomitees. 5. Verschiedenes. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Gäste haben Zutritt. Bur Dedung der Untoften findet Tellersammlung statt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung 110/2 der Bau- und gewerbl. Hilfsarbeiter Schönebergs u. Umg. am Dienstag, den 10. März, Abends 7 Uhr, E in der Schloßbrauerei, Hauptstr. 60-63. Zages Ordnung: 1. Biele und Zwede der Organisation. Referent Carl Vallentin. 2. Wahl eines Delegirten. 3. Wahl eines Vertrauensmannes. 4. Diskussion. 5. Verschiedenes. 121/3 Der Einberufer. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Üm zahlreiches Erscheinen ersucht Fachverein der Lederarbeiter. Am Montag, den 9. März, Abends 8½½ Uhr, im Lokal des Herrn Kessner, Annenstraße 16: Versammlung. 1. Vortrag des Herrn Mattutat über: Bodenreform". 2. Vereins angelegenheiten. 3. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. 201/6 Achtung, Maurer! Donnerstag, den 12. d. M., Abends 8 Uhr, in der Böhmischen Brauerei, Landsberger Allee 11-13. Große öffentliche Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Abrechnung der 3 Vertrauensmänner und Neuwahl von Vertrauens männern in jedem Stadttheil. 2. Die im Reichstag zur Berathung Kehende Gewerbenovelle mit besonderer Berücksichtigung der §§ 119 a und 119 b. Referent Herr Regierungsbaumeister a. D. Rekler. 3. Gewerkschaftliches. Kollegen, mache es sich ein Jeder zur Pflicht, in dieser Versammlung zu erscheinen. Der Einberufer: Carl Weisse, Teglerstraße 27. 234/10 Verband der Möbelpolirer Berlins und Umgeg. Montag, den 9. März, Abends 8 Uhr, in den ,, Industriehallen", Mariannenstrasse No. 31-321 Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. glieder werden ersucht, ihre Beiträge zu entrichten. 231/6 Die restirenden MitDer Vorstand. Beste and billigste E. Strauss, Shneidermft., Gas- Jutenfio- Lampen von 38. an. Blumenftr. 46, part..[ 289 L empfiehlt sich zur Anfert. eleg. HerrenGarderoben. Für guten Sitz u. saubere Cohn& Grosskreutz Arbeit wird garantirt. Lager v. Stoffen in grosser, geschmackvoller Auswahl. Koulante Zahlungsbedingungen! Reichenbergerstr. 155. Berlin. Druck und Verlag von May Badiva in Berlin SW, Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilazen 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 57. Parlamentsberichte. Deutscher Neichstag. 83. Sigung vom 7. März, 1 Uhr. Sonntag, den 8. März 1891. Am Tische des Bundesrathes: v. Caprivi, v. Bötticher, b. Malzahn, Hollmann und Kommissarien. Die Berathung des Extra Ordinariums des Marine- schränkt, und vor Allem giebt es dort keine stenographischen Berichte. Etats wird fortgefeßt. Die Verhandlung über die Frage der Bewilligung der ersten Raten für drei neue Panzerfahrzeuge war gestern nicht zu Ende geführt worden. Die Kommission beantragt bekanntlich die Ablehnung aller drei Neubauten für dieses Jahr, Abg. von Manteuffel die Bewilligung von zwei Panzer fahrzeugen. Abgeordnetenhaus. 8. Jahrg. Abg. Richter: Ich bin gegen die Kommissionsberathung. zählung ergiebt die Beschlußunfähigkeit des Hauses, da nur 198 Aus Courtoisie habe ich auch selbst für Kommissionsberathungen( statt der absoluten Majorität von 199) Mitglieder anwesend gestimmt, aber hier liegt ein derartiger Fall nicht vor. In jenen sind, von welchen 121 für, 77 gegen die Ueberweisung stimmten. Fällen handelte es sich um untergeordnete, erst neu auftauchende Die Sigung wird damit um 41/2 Uhr aufgehoben und die Fragen. Gewiß ist die Deffentlichkeit angezeigt, fie fann nicht weitere Berathung des Etats auf Montag 2 Uhr vertagt. weit genug sein, nachdem sich die Aufmerksamkeit des Voltes auf diese Sache gerichtet hat. Die Deffentlichkeit der Kommission ist sehr beGerade dieses Moment sollte abhalten von erneuter Rommissionsbe 51. Gigung vom 7. März, 11 Uhr. rathung. Die Sache ist so klar, daß sie weiterer Klarstellung nicht Am Ministertische: Dr. Miquel, Herrfurth und bedarf. Wenn man in Erklärungen der Regierung eine neue Unterlage erblickt, liegt die Sache anders; das ist aber keineswegs ein- Kommissarien. Auf der Tagesordnung steht zunächst die dritte Lesung. getreten. Rein faltulatorische Ersparnisse hat die Kommission stets mit großer Mehrheit zurückgewiesen. Auch wäre es eine des Gesezentwurfs, betreffend die Aenderung Abg. Frhr. v. Manteuffel( t.) beantragt, die Titel 15 und 17 fehr zweifelhafte Operation, wenn man jetzt bei den großen vier des Wahlverfahrens. Derselbe wird ohne Debatte an mit dem von ihm gestellten Antrage auf Bewilligung der gefor- Panzern deu Bau verlangsamen wollte, was doch die einzige genommen. Es folgt die zweite Berathung des Gewerbederten und von der Kommission gestrichenen Summen von je Wirkung der Herabminderung der zweiten Rate für dieselbe sein 1 Mill. M. an die Kommission zurück zu verweisen. würde. Wenn sich erfahrene Budgetmänner dieser Maßnahme steuer- Gesezes. Die§§ 1 und 2 werden ohne Debatte Abg. v. Kendell( Rp.) führt aus, daß die Entwicklung des als Ersparniß rühmen wollen, so können sie das kaum anders, angenommen. Nach§ 3 sollen von der Gewerbesteuer befreit Torpedowesens den Bau von Panzerschiffen längere Zeit in den als in der Rolle der römischen Haruspices. Herr Windt sein: 1. das Reich und der preußische Staat; 2. die ReichsHintergrund geschoben habe, hier handle es sich nicht um Panzer- horst hat das richtige Sachverhältniß gestern sehr zutreffend dar- bank; 3. die landwirthschaftlichen Kreditverbände, sowie die Die Annahme dieses Kompenfationsanerbietens tann öffentlichen Versicherungs- Anstalten( nach der RegierungsSchiffe, sondern um gepanzerte Kanonenboote, welche zur Küstenver- gestellt. theidigung unentbehrlich seien. Die Meinung des Abg. Windthorst, keine Grundlage für weitere Verhandlungen sein. Diese Panzer- Vorlage auch die ausschließlich auf Gegenseitigkeit beruhenDon ihnen betriebenen gewerblichen Unterdaß hierzu vorzugsweise die Torpedos besorgt werden, sei durch Fahrzeuge beruhen freilich auf der Denkschrift von 1887. Seit den Versicherungsanstalten); 4. die Kommunalverbände wegen die Denkschrift widerlegt, nach welcher hierzu auch Schlachtschiffe dem haben wir doch eben den neuen Flotten- Gründungsplan; folgender gehörten. unb Die Regierungsvorlage wird wieder hergestellt und in allen Theilen angenommen, und darauf um 31/2 Uhr die weitere Berathung bis Montag 11 Uhr vertagt. Parlamentarisches. Man müsse doch bedenken, daß eine friegstüchtige sehr kostspielige Panzer- Schlachtschiffe werden gebaut, und die nehmungen: gemeinnützigen Zwecken dienende Kassen aller Anstalten zur BeFlotte die Landarmee erheblich entlaste; für die Küste von Memel Finanzkraft des Landes erheischt doppelte Schonung. Grade der Art, Kanalisations- und Wasserwerke, Schlachthäuser und bis Emden würde doch eine bedeutende Truppenmacht erforder- Plan des Herrn v. Caprivi verlangte bis 1892 nur die Her- Viehhöfe, Markthallen, Volksbäder, lich sein, um das Land und die Städte zu schüßen. Auch müßten stellung von 4 Panzerfahrzeugen; dieser Plan schließt nun das leihung von Pfandstücken. Der Finanzminister ist ermächtigt, jetzt, wo die Kolonialpolitik zu einem gewissen Abschluß gefommen ganze Etatsjahr 1891/92 ein. Herr v. Caprivi sprach von den auch für andere gemeinnützige Unternehmungen Steuerfreiheit zu sei, unsere Schiffe Gelegenheit haben, sich in fremden Meeren zu Panzerfahrzeugen als seinen Kindern; aber er hat doch damals gewähren; er muß sie gewähren, so lange sie ertraglos find. zeigen und nicht zur Rüstenbefestigung zu dienen. Seine Partei selbst nicht auf eine so starke Bermehrung seiner Familie gerechnet. Der Finanzminister kann endlich auch Vereinen und Korpohabe stets für die Marine ein warmes Interesse gehabt und sei( Große Heiterkeit.) Nachdem schon über 20 Millionen für Schiffe- rationen Steuerfreiheit für gemeinnützige Unternehmungen gestets für die Forderungen eingetreten, welche ihre Entwickelung bauten aufgeschüttet waren, mußte an dieser Stelle Halt gemacht währen. Abg. v. Jhenplis will in Nr. 2 die Versicherungs- Gesellbefördern sollten, er werde auch für diese Forderungen, wie schon werden. Die Kommissionsmitglieder werden mit einer gewissenschaften auf Gegenseitigkeit wieder einfügen. in der Kommission, eintreten. Verwunderung den Strauß entgegen genommen haben, Nach kurzer Debatte wird der Antrag v. Jhenpliz zurückAbg. Dr. v. Bennigfen( ntl.) stimmt dem Antrage auf Rück- Herr Hollmann heute als den Inhalt seiner KommissionsWie hätte diese Rede solches Auf- gezogen und Nummer 3 nach dem Antrage der Kommission anverweisung der Positionen an die Kommission zu. Die Sparsam- rede Ihnen darbot. Es sind doch genommen. teit, welche der Abg. Windthorst für das Landheer empfohlen, sehen machen können in der Kommission? Auch Nr. 4 wird unverändert genehmigt. habe die Kommission für die Marine gewiß bethätigt, auch wenn lauter alte Leute da, die sich nicht so leicht erregen lassen. Nach§ 4 find steuerfrei: 1. Land- und Forstwirthschaft, die fraglichen Kanonenboote bewilligt werden würden, denn dann Jene Erregung aber blieb, als auch am nächsten Tage die Von allen Seiten erklärte man Jagd, Viehzucht, Obst- und Weinbau mit Ausnahme der Kunstblieben immer noch 10 Millionen Mark, welche die Kommission ge- Debatte fortgeführt wurde. strichen habe. Allerdings hätten die Erklärungen des Staatssekretärs sich gegen eine Rampfesflotte, eine Kriegsflotte, wie sie Herr Holl- und Handelsgärtnerei; 2. die landwirthschaftlichen Brennereien; 4. alle Gräbereien verbundenen Roksanlagen; es bewirkt, daß die Fahrzeuge S, T, U gestrichen seien, und er mann verlangt hatte. So lange es noch Deutsche sind, die be- 3. der Bergbau und die mit dem Bergbau am Gewinnungsglaube, daß die beruhigenden Erklärungen des Reichstanzlers fcheiden sind, zu glauben, daß man mit einer Marine zweiten orte dazu beitragen würden, die Sache wieder gut zu machen. Die oder dritten Ranges auskommen kann, daß kein Geld für eine Steinbrüche; 5. der Handel außerpreußischer Gewerbetreibender Rommission habe es feiner Zeit anerkannt, daß bei der Küsten- Marine ersten Ranges in Deutschland sei, wo bleibt da die auf den Jahrmärkten, Messen und auf den Wochenmärkten; vertheidigung auch angriffsweise vorgegangen werden müsse, habe Existenzberechtigung einer deutschen Marine überhaupt?" So 6. der Betrieb der Eisenbahnen und 7. die Ausübung eines amtsich aber nicht über die damals gestellten, Forderungen war wörtlich der Sah, welchen Herr Hollmann sprach. Ich lichen Berufes, der Kunst, der wissenschaftlichen und schrifthinaus verpflichtet. Irgend welche Bedenken feien gegen fragte sofort, ob diese Ausführungen im Auftrage des Reichs- stellerischen Thätigkeit u. s. w., insbesondere die Thätigkeit als diese Schiffe nicht erhoben, denn die Frage der Dimensionen der tanzlers gemacht seien. Herr Hollmann sagte, es werde ihm in Arzt, Rechtsanwalt u. s. w. Nach dem Antrage der Kommission soll in Nr. 1 die KunstHäfen 2c. träfen hier nicht zu. Nach den Erklärungen des feinen Ausführungen über die Marine weder der Reichskanzler, Reichskanzlers werde er für die Forderung stimmen, für einen Auf- noch Jemand anders entgegentreten. Der Reichskanzler sprach und Handelsgärtnerei steuerpflichtig sein, soweit die Betriebe in schub derselben um 1 oder 2 Jahre sei gar feine Veranlassung. nun gestern von einer Flotte zweiten Ranges; er hat sich also den lassen 1, ll und lll einzuschäßen sind. Staatssekretär Hollmann verwahrt sich nochmals gegen nach den Ausführungen des Herrn Hollmann eines Schlagwortes" die Behauptung, daß er mit seinen Erklärungen in die Rom- bedient.( Heiterkeit.) Herr Hollmann hat aber erklärt in der mission über das ursprüngliche Programm von 1889/90 hinaus. Kommission noch weiter: Bewilligen Sie nur die nöthige Angegangen sei, und verlieft aus dem Manuskript feiner Rede eine zahl Schiffe, so ist es mir ganz gleichgiltig, ob man die Flotte Reihe von Stellen, welche dieser Behauptung entgegen treten als ersten oder zweiten Ranges bezeichnet.( Heiterkeit.) Die follen. Er habe fest und flar auf dem Programme von 1889/90 Dentschrift enthält ja auch gar keinen definitiven Flottengestanden, und es werde nicht möglich sein, ihm das Gegentheil gründungsplan, bloß den Plan bis 1895. Wenn diese Schiffe zu beweisen. gebaut sind, so mit 1895 die Denkschrift abgelaufen, und was Die Wahlprüfungs- Rommission brachte in ihrer Abg. Rickert hätte gewünscht, daß den Mitgliedern der steht dann dahinter? Und so habe ich die Rede Hollmann's Kommission diese Rede sofort mitgetheilt worden wäre, dann aufgefaßt als Perspektive für die Zeit nach 1895. Die Marine gestrigen Sizung den Protest gegen die Wahl des Abgeordneten hätte ein Mißverständniß nicht vorkommen können. Redner ist noch in der Entwicklung, die Marine blickt auf Sie!" sagte Herr Pickenbach zur Erledigung. Gegen diese Wahl wurde seinerwird gegen nochmalige Kommissionsberathung stimmen, und Hollmann, und wünschte ausdrücklich die Veröffentlichung dieser Nede, seit die Beanstandung ausgesprochen, weil mehrere Wahlurnen schlägt vor, die Sache im Plenum zu berathen. Falls do ch damit man in weiteren Streifen Aufklärung bekomme über die Absichten. nicht vorschriftsmäßig besetzt gewesen sein sollen und dann weil Kommissionsberathung beliebt werde, müsse dieselbe öffentlich ge- In welche Periode der Mißverständnisse sind wir seit Jahresfrist Bersammlungen aufgelöst wurden aus dem Grunde, daß deutschschehen, um den übrigen Mitgliedern Gelegenheit zu geben, die getreten! Herr von Verdy bezeichnete in der Kommission die freisinnige Redner" unseren Kandidaten Pickenbach beleidigten" wie sich in einem Falle der überwachende Bürgermeister ausSachlage ausführlich kennen zu lernen. Daß die Rede des Reichs- Mehrforderung für das Heer als abgeschlossen; gleich darauf kam drückte. Die Beleidigung soll durch die Erzählung der be fanzlers alle Bedenten zerstreut habe, könne er freilich nicht be- die Verstärkung von 18 000 Mann- Mißverständniß! Herr kannten Wucherstückchen Pickenbach's erfolgt sein. Aus den haupten, frühere Erfahrungen hätten bewiesen, daß auf der von Berdy erklärte uns, wohin seine letzten Ziele gingen; Herr mittlerweile gepflogenen Erhebungen, welche nunmehr der Komartige beruhigende Erklärungen sofort wieder Mehrforderungen von Caprivi erklärte das für Mißverständnisse; Herr Hollmann gefolgt seien. zeigt uns hier die neuen Ziele der Marine und der Reichstanzler mission vorlagen, geht hervor, daß die Gesinnungsgenossen des Herrn Pickenbach in den betreffenden Versammlungen einen Abg. Singer( Soz.): Ich glaubte, der Reichskanzler würde weiß nichts davon- Mißverständniß! Den verbündeten Regierungen auch diese Vorlage mit der Gefährlichkeit der Sozialdemo- ist nichts bekannt, hieß es gestern; auch Herr v. Bötticher sagte uns Heidenlärm aufgeführt haben, und führen die vernommenen fratie begründen, indem er vielleicht mittheilte, daß die Ge- einmal dasselbe, und kurz darauf hatten wir das Tabaksmonopol Bürgermeister diese Borgänge als Grund für die erfolgten Verfahr bestände, daß die Sozialdemokratie eine Seeräuber-( Sehr gut! lints.) Es bereiten sich manche Dinge vor in den sammlungsauflösungen an. Die Kommission tam zu dem einschaft ausrüste und einen Angriff auf Deutschland vorbereite oder oberen Regionen, wovon die verantwortlichen Minister nichts timmigen Beschluß, die Wahl des Abgeordneten Pickenbach für daß die Flotte vermehrt werden müsse, weil die Sozialdemokraten wissen, namentlich seit das Oberkommando getrennt ist von dem giltig zu erklären. Der gleiche Beschluß wurde in Bezug auf einen Kongreß in Kopenhagen abgehalten haben. Nach den ver- Reichsmarine- Amt. Es ist jetzt eine mächtige Strömung vor: die Wahl des Abgeordneten von Bennigsen( 18. Hannover) geschiedenartigen Aeußerungen des Staatssekretärs in der Rom- banden, welche einer Ueberschätzung der Wtarine Ausdruck zu faßt, gegen deffen Wahl ein eben so umfänglicher als inhaltloser mission und des Reichskanzlers herrscht in den leitenden Kreisen geben sucht in einer überhafteten Herstellung neuer Schifie. Protest seitens des freisinnigen Gegenkandidaten Dr, Waltemath ein Wirrwarr, den wir nicht mit verantworten tönnen. Der Dieſe Ueberschätzung steht mit den Staatsintereffen nicht im Gin- aus Hamburg vorlag. Staatssekretär hat wohl die Form seiner ersten Rede in der Kom- flange. Es wird sich hier zu zeigen haben, ob der Reichstag die mission gemildert, in der Sache aber kein Wort zurückgenommen. Kraft und die Entschlossenheit hat, dieses überhaftete Tempo zu Die Eindämmung der Rede des Staatssekretärs durch den Reichs: hemmen. Besonders bedeutend ist die Frage geworden durch die tangler hatte wohl nur den Zweck, das Haus für einen Theil Art, wie parlamentarisch und unparlamentarisch die Entschei der Forderungen williger zu machen. Selbst angenommen, der dung zu beeinflussen gesucht wird. Es ist ein politischer Fehler Aus der Reichsdruckerei. Am 4. März fand bekanntlich Reichskanzler stehe vollständig auf dem Boden der Denkschrift hier in diesem Punkte von den Kommissionsansichten zurückzu eine Versammlung der Buchdrucker- Hilfsarbeiter und-Arbeiterinnen Don 1889-1890, so haben wir oft genug er ahren, daß, was die treten.( Bei all links.) Abg. Windthorst: Ich würde mich überhaupt auf nichts der Reichsdruckerei statt, in welcher mannigfache Klagen über Regierung heute als unabänderliches Ziel hinstellt, in wenigen Jahren geändert wird. Ich wundere mich, daß Herren, die hier eingelassen haben, wenn von irgend einer Seite auch die Be- dieſes Institut, das als„ Musteranſtalt" überhaupt feinen Anlas u seit Jahrzehnten eine führende Rolle spielen, wie Windhorst und willigung der Forderung für das dritte im Etat erwähnte Bemängelungen geben sollte, laut wurden. Der Hilfsarbeiter Splieth nahm in dieser Versammlung auch das Wort und kritiBennigsen, durch die Erklärung des Reichskanzlers so sehr be- Panzerfahrzeug beantragt wäre. ruhigt sind. Für mich ist diese Erklärung kein Beweis, daß wir Freude nicht geschehen. Die Flottengründungspläne werden firte die Zustände in der Reichsdruckerei in scharfer Weise. Am nicht in einigen Jahren in der Entwickelung unserer Marine noch uns zur Kenntniß, nicht zur Genehmigung vorgelegt; jedenfalls nächsten Tage schon erhielten sämmtliche Hilssarbeiter und-Arweiter gehen werden. In einer Zeit des industriellen Niedergangs ist niemals einer dieser Pläne vom Reichstag genehmigt worden. beiterinnen ohnzulage. Die Versammlung hatte jedenfalls fönnen wir nicht Ausgaben bewilligen, welche das durch die Das Programm von 1889 harmonirt nicht mit dem von 1887, biefe schöne Wirkung gezeitigt. Nur Splieth wurde bei dieser Getreidezölle schon start belastete Bolt noch mehr belaften sollen. Das ist außer Zweifel. Damals hat man uns den Nord- Ostsee- Lohnzulage nicht bedacht; als die Liste verlesen wurde, hordhte er Das von dem Reichsfangler angebotene Aequivalent würde nur fanal als Verstärkung unserer Flotte dargestellt, jest müssen wir auf seinen Namen vergebens. Er ging beshalb am nächsten Tage eine Verschiebung der Ausgaben herbeiführen. Oder hat er dar die Flotte verstärken, um diesen Kanal zu schüßen; das ist doch Vormittags zum Betriebsinspektor und fragte ihn nach dem Grunde, unter vielleicht einen Verzicht auf die Unteroffizierprämien ver- feine erfreuliche Erfahrung. Unsere Ablehnung ist ja keine der die Direktion veranlaßt hätte, ihn von der Besserstellung ausdefinitive; wir widerstreben einer neuen Prüfung der Sache im zuschließen. Zur Antwort erhielt derselbe, daß er sich doch das standen? Meint er aber den Marine- Etat, so sind wir wenigstens ich nicht so naiv, um uns durch einen solchen Hin nächsten Jahre gar nicht. Gestern ist nun das Novum ein leicht denken könne; er hätte doch in so wegwerfender Weise über und seine Beamten gesprochen. Der Herr weis für die Bewilligung der Forderung bestimmen zu lassen. getreten, daß der Rangler die anderen Forderungen fallen ließ das Institut fügte noch hinzu Splieth folle das Ich komme zu einem ganz anderen Schluß. Hält man die und sich auf die beiden Schiffe konzentrirt, diese mit Zähigkeit Inspektor feinen Parteigenossen mittheilen und rubig aus der Streichung der 2 Millionen an einer anderen Stelle für möglich, vertheidigt, dafür aber eine andere Kompensation angeboten hat. Arbeit gehen. Uebrigens würde der Geheimrath Busse so hätte man die betr. Forderungen als nicht dringlich zurück Ich halte es nicht für leicht, eine solche zu finden, es sei denn, stellen sollen. In der Denkschrift von 1887 ist wiederholt darauf daß eins oder das andere der schon bewilligten Schiffe definitiv noch ein Wörtchen mit ihm fprechen. Und in der That, hingewiesen worden, daß sechs Panzerfahrzeuge genügen, um den aufgegeben wird. Der Gedanke muß erwogen werden, aber der Herr Geh. Rath sprach dieses Wörtchen recht bald. Splieth Nord- Ostsee- Kanal und unsere Küste zu schützen. Einer noch nicht in der Kommission, sondern in freier Besprechung erklärte ihm, er habe ihn rufen lassen, um ihm seine Entlassung wurde gleich nachher zum Herrn Geh. Rath befohlen, und dieser der dritten Berathung; indessen über. Die Kommission giebt keine Garantie dafür, daß andere der Verweisung in die Kommission nicht widersetzen, zumal die bekannt zn geben. Herr Busse las ihm aus der Gewerbeordnung Herr gut wie Herr Windthorst wissen, daß bis zur endgiltigen Ab- meiner Freunde für die Kommission stimmen.( Große Heiterfeit hinzu, Sie find entlassen, und wenn Sie einen Schein haben stimmung über diese Frage eine veränderte Auffassung zum links.) Durchbruch zu bringen ist sowohl in den Verhandlungen vor Abg. Haußmann( Bp.): Wir halten unsererseits die Frage wollen, so lönnen wir Ihnen nur einen solchen ausstellen, auf der Thür der Kommission als in den vertraulichen Besprechungen für spruchreif, wir sehen von einer nochmaligen Kommissions dem der Entlassungsgrund angegeben ist." Ein Entlassungsschein zwischen der ersten und zweiten Lesung. Wir wissen, daß gewisse berathung um so mehr ab, als dort sich eine Zweidritteimehrheit darf nur Bekundungen über Art und Dauer der Beschäftigung Gleichwerthige Kompenfationen enthalten. So steht's auch in der Gewerbe Ordnung, Herr Ginflüsse auch den anfänglichen Widerstand brechen. So bin ich für den Abstrich erklärt hat. benn überzeugt, daß die„ Nothwendigkeit" der Bewilligung dieser lassen sich auf diesem Wege nicht ermitteln. Die Verschiebung beiden Banzerfahrzeuge nachgewiesen werden wird und daß der der Verhandlungen tönnte nur geeignet sein, persönlicher Beein Reichstag„ blutenben und weren Herzens" zum Schutz des be flussung weiteren Spielraum zu gewähren und das wollen wir nicht. drohten Baterlandes die Forderung bewilligen wird. Wir werden gegen die nochmalige Kommissionsberathung und gegen die Bewilligung der Forderungen stimmen. Damit schließt die Diskussion. Das ist meiner zu werde ich mich Die Abstimmung über den Antrag auf Burückverweisung der Titel mit dem Antrage Manteuffel bleibt zweifelhajt; die AusGeh. Rath! P Lokales: Wer hente auf dem Berliner Haupt Telegraphen und Fernsprech Gebäude in der Französischenstraße stehend die fast endlose Reihe von eisernen Gestängen überschaut, welche zur Zeit über dreitausend Drähte der Fernsprech- Anlage zum Eintritt in die Bermittelunasanstalt 1 aufnehmen, und wer dann laine Micke " S. zurückwendet zu dem in der Mitte des Daches im Jahre 1881| bas über und über mit Blut befudelt war, 2. selbst war weder Menschen feierten. Die Gesammteinbuße an Löhnen wird au errichteten kleinen hölzernen Ausbau, von welchem aus seiner Zeit in der Behausung, noch in Hohen- Schönhausen aufzufinden. Was eine Million Dollars geschäßt. die ersten wenigen Fernsprech- Leitungen den Kühnen Weg über den Vorfall noch verwickelter macht, ist der Umstand, daß in den die Dächer angetreten haben, der hat so heißt es in einem anderen Näumen des' schen Hauses, im Hausflur und auf der Arbeiter- Bildungsschule. längeren Feuilleton der D. Vert.- 3tg."- in lebendigster Unmittel- Straße teine Blutfpur aufgefunden wurde; auch sind Werthsachen, Seit dem 1. März hat eine neue Vertheilung der Bahlstellen barkeit ein Bild vor sich von der außerordentlichen Entwickelung, die zum großen Theil in der Wohnung frei umherstanden, nicht Plak gegriffen, und zwar find folgende Bahlstellen eingerichtet, welche das Fernsprechwesen in Berlin seit zehn Jahren durchgemacht vermißt worden. 2., ein gut fituirter und allgemein geachteter an denen die Beiträge gezahlt, die Mitgliedskarten in Statutenhat. Richtet sich dann das erstaunte Auge von der hohen Warte Mann, hat sich anscheinend in einem Anfall von Geistesgestörtheit bücher umgetauscht und neue Meldungen angebracht werden, hinweg nach den in weitem Umkreise sichtbaren Dächern mit ihren das Leben zu nehmen versucht, ist dabei geftört worden und hat und woselbst auch Eintrittskarten zum Aquarium a 80 Pfg. zu auf- und absteigenden Linien, den Thürmen und Kuppeln, vor sich aus der Wohnung entfernt. Die Nachforschungen nach dem haben sind. Allem aber nach den hunderten von Leitungen, die nach allen Verbleib des Liebchen sind bis jest gänzlich erfolglos geblieben. Richtungen sich hinziehen, so hat man sofort den Eindruck, daß der Zugang über die Dächer zur Heranführung weiterer Leitungen nunmehr so gut wie versperrt ist. Seit dem Jahre 1889 ist deshalb bekanntlich mit der Herstellung der unterirdischen Telegraphenanlagen in Berlin in umfassendem Maße begonnen worden und diese Arbeiten wurden im August v. J. beendet. Im Ganzen find 42 083 Meter Röhren unter der Straßenoberfläche eingebettet worden. Die Länge der Linien beträgt rund 24 400 Meter mit einfachem Rohrstrang und rund 9500 Meter mit zwei neben einander liegenden Strängen. U Eine aus acht Burschen bestehende Bande, sogenannte Abhängediebe, ist gestern festgenommen worden. Die jugendlichen Verbrecher pflegten sich täglich in einem Lokal in der Rottbuser Straße einzufinden und von hier aus, in zwei Gruppen getheilt, die Stadt zu durchstreifen, um aus Ladenthüren, Schaukästen zc. Waaren zu stehlen. Die gestohlenen Sachen wurden dann immer auf Grund gefälschter Legitimationen bei Pfandleihern versett und der Erlös getheilt. Bei den jugendlichen Dieben and man eine ganze Rollettion von Pjandscheinen und gestohlenen Waaren. Die Zur Verbesserung der Pläge der Journalisten auf der Zuhörertribüne der Stadtverordneten Versammlung hat der Wegen unglücklicher Liebe hat jenes junge Mädchen freiMagistrat auf Borschlag des Stadt- Bauraths Blankenstein bewillig den Tod gesu yt, welchem vor einigen Tagen von einem schlossen, die jetzige Brüstung der Tribünen so weit in den Saal Eisenbahnzuge bei Spandau der Kopf abgefahren wurde. vorzuschieben, daß einmal den genannten Herren der lleberblick 1871 in Berlin geborene Selbstmörderin heißt Martha Pollüber den ganzen Saal gewährt wird, und hinter der Stuhlreihe mächer und wohnte Krautstr. 48 b in Berlin. Ein Bruder und statt der jezigen Bank noch ein abgeschlossener Raum bleibt zur eine Schwester haben die Leiche nach der Kleidung bestimmt Ablegung der Garderobe. rekognoszirt. Vor ihrem Tode hatte die Unglückliche Briefe an ihre Mutter und ihren Bräutigam geschrieben, worin sie erklärte, daß sie sich von einem Eisenbahnzuge überfahren lassen werde, weil sie in ihrer Liebe getäuscht worden wäre. Eine Enquête über die Handlungsgehilfen- Verhältnisse wird, nachdem die Freie Vereinigung der Kaufleute" dieser Abficht zugestimmt hat, von dem Kaufmann G. Miefer unternommen werden. Ein auszugebender Fragebogen bezeichnet die Punkte, über welche eine genaue und wahrheitsgemäße( nicht schönmalende) Angabe im Interesse der auf eine Besserung der Handlungsgehilfenlage abzielenden Agitation dringend erwünscht ist. Man dari warten, daß der politisch nicht mehr indifferente Theil unter den Handlungshilfen und insbesondere die Mitglieder der Freien Bereinigung" fräftig für eine Verbreitung und gewissenhafte Aus füllung der Fragebogen wirken werden. Selbuverständlich werden die einlaufenden Beantwortungen diskret behandelt. Ein Einbruch ist vorgestern in der Wohnung des Marmorschleifers Schünemann, welcher im Hause Böchstr. 16 im vierten Stockwerk wohnt, verübt worden. Frau Schünemann hatte die Wohnung verlassen, um ihrem Mann das Mittagessen zur Arbeitsftätte zu tragen, die Kinder waren noch in der Stube, und diese Umstände hatten die Spitzbuben benugt, sie sind in die Wohnung eingedrungen und haben den Kleiderschrank ausgeräumt. Ge stohlen find ein Herrenanzug, ein Damenpaletot, ein Damen- und ein Kinderileid, fowie Stoff zu Kleidern. Die Sachen repräsentiren einen Werth von nahezu 100 M. * örner, Ritterstr. 108. * Gründel, Dresdnerstr. 116, Günther, Gitschinerstr. 87. Klein, Rottbuser Damm 14. SO. Rehr, Röpnickerstr. 126. Schmidt, Wrangelftr. 141. * Schulz, Admiralstr. 40 a. Ulrich, Wrangelstr. 84. * 3ubeil, Naunynftr. 86. Linte, Forsterstr. 45. SW. Schönfeld, Mariendorferstr. 10, * Wilschte, Junkerstr. 1. * Wilschte, Raybachstr. 1. * Antric, Steinmezstr. 60. Müller, Winterfeld- und Ziethenstraßen- Ecke. 0. A. BHI, Rüdersdorferstr. 8. * E. Böhl, Frankfurter Allee 74. * Heindorf, Langestr. 70. Insinger, Krautstr. 48. Lock, Friedrichsbergerstr. 11. * Tempel, Breslauerstr. 27. C. Sommer, Grünstr. 21. * Ruhlmey, Rosenstr. 30. " Vogtherr, Landsbergerstr. 64, N. Abraham, Straßburgerstr. 5. Gleinert, Müllerstr. 174. * nadt, Brunnenstr. 38. Hafenelever, Chauffeeftr. 49/50. Kleinau, Gartenstr. 171. Lehmann, Brunnenstr. 83. * Schmidt, Trestowstr. 24. * Thierbach, Schwedterstr. 44. Raabe, Ruppinerstr. 46. NO. " Gumpel, Barnimstr. 42. Grashold, Ballifadenstr. 59. Drescher, Linienstr. 50. F8WW. Bogthert, Stephanstr. 16. Boß, Birkenstr. 59. Auch in der Umgebung von Berlin hat das Unwetter vom vorgeftrigen Tage arge Verwüftungen angerichtet. In Rig- Die Zahl der Kindesmorde hat in diesem Jahre furchtbar dorf wurde ein in der Nähe der Kölnischen Wiesen errichtetes augenommen. Im Jahre 1889 wurden in Berlin insgesammt Bretterhäuschen aus dem Grdboden herausgerissen und zertrüm 34 Leichen neugeborener Kinder aufgefunden, an deren Körpern mert, und ebenso wurden in Briz mehrere Zäune niedergelegt. in 16 Fällen das Verbrechen des Mordes durch die Gerichtsärzte In Charlottenburg an der Ecke der Wilmersdorfer und Schul- fonstatirt wurde. 1890 betrug die Zahl der aufgefundenen straße riß der Sturm von einem dortigen Neubau die Dachdecker- Kindesleichen 33, von denen bereits 21 der Neugeborenen durch Rüstung mit solcher Gewalt herunter, daß die starken Bohlen die unnatürlichen Mütter ermordet worden waren. In den förmlich zerfplitterten; glücklicher Weise wurde teiner der zahl wenigen Monaten des Jahres 1891 wurden schon 16 Kindes reichen Passanten verlegt. In der Königs- Chaussee in Weißens leichen aufgefunden, bei welchen an 10 das Verbrechen eines fee wurde eine diese Straße paffirende Frau durch eine herunter Worces fonstatirt wurde. Sechs der Kindesmörderinnen sind be stürzende Fensterscheibe erheblich am Hinterkopf verlegt und mußte reits ermittelt und befinden sich in Untersuchungshaft. nach Anlegung eines Nothverbandes nach dem nächsten Berliner Krantenhause geschafft werden. Die meisten der am vorgestrigen Auf entseglicho Weise verunglückte am Mittwoch in der Tage hier eintreffenden Bahnzüge erlitten Verspätungen und Zuruspapierjabrit von Priester u, Eyck in der Tresdener Straße fonnten nur unter Vorspann" d. b. durch Antuppelung einer ein dortselbst angestellter Maschinenmeister. Derselbe wollte eine zweiten Lokomotive vorwärts kommen. In recht kritischer Lage der Maschine an der Hand erfaßt wurde. Im Nu zermalmen Verrichtung au der Maschine machen, als er von den Walzen befanden sich die in der Spree und in der Havel anfernden Bon Montag, den 9. März an werden an den mit be Schiffe; viele derfelben, namentlich auf der Oberspree wurden ihm die Walzen den Arm zu einer formlosen Fleischmasse. Der zeichneten Zahlstellen meldungen zum Unterricht von Schiffe; viele derfelben, namentlich auf der Oberspree wurden Bedauernswerthe, welcher zuerst noch versucht halte, im Augen. Wännern und Frauen entgegengenommen. fect und konnten nur mit Mühe über Wasser gehalten werden. blick der drohenden Gefahr die Maschine abzustellen, war sofort dungen müssen möglichst sofort geschehen! Es werden vier Diese MelGegen den sehr hohen Weliengang mußten die Fahrzeuge durch ohumächtig umgesunken. Er wurde nach einer Klinik geschafft, Schulen, im Norden, Süden, Den, Westen je eine, einge " Noth" resp. Doppelanter geschützt werden. " Hanssuchung. Bei Maurer, Werner und Dimmick fand heute eine Haussuchung statt. Gefunden wurde ein Liederbuch 12. Auflage, Hottingen- Zürich. Der Satz für dieses Buch wurde zerstört. Angeblich sind noch keine weiteren Eremplare gedruckt worden. Friedrichsberg. Lippe, Friedrich- Carlstr. 11. Neu- Weissensee. Pruz, Sedanstr. 35d. woselbst ihm der Arm amputirt worden ist. richtet. Als Lehrfächer, in welchen in jeder der vier Schulen unterrichtet wird, sind vorläufig in Aussicht genommen: Polizeibericht. Am 5. d. Mts. Morgens wurde der Hut Nationalötonomie, Geschichte, Deutsch, Natur arbeiter Scholz am Mariannen- Ufer, nahe der Schillingsbrücke, wissenschaft, Rechnen, Schreiben, Beichnen, von einem Schlächterwagen überfahren und erlitt einen Bruch Buchführung und Stenographie( Neu- Stolze und des Unterschenfels, so daß er nach dem Krankenhause Bethanien Roller.) gebracht werden mußte. Als Nad, mittags der Arbeiter Kiel In der Todtschlagsaffaire Pollad ist es bisher immer noch den Thorweg des Grundstücks Müllerstraße 148 schließen wollte, nicht der Polizei gelungen, vöuige Aufklärung über jenen Borja wurde ihm durch den heftigen Sturm der eine Flügel gegen den zu gewinnen. Der in Untersuchunge haft befindliche Lange hat Ropi geschleudert, so daß er eine Verlegung am Hinterkopfe er wohl zugegeben, dem P. den todbringenden Stich in den Hals litt. Er wurde nach seiner Wohnung gebracht, wo er schon am verfezt zu haben, behauptet jedoch, daß er nur in der„ Nothwehr" Abend verstarb. Am 6. d. Mts. Morgens wurde ein Schant gehandelt, weil P. ihn vorher mit dem Messer bedroht hatte. wirth in seinem Geschäft in der Köthenerstraße erhängt vorge Ueber den Berbleib der Uhr und des Portemonnaies des Ge- funden. Nachmittags gerieth ein vierjähriges Mädchen vorzeitig gelten. tödteten velautet nichts; die Nachforschungen der Polizei bezüglich dem Grundstück Treschowstraße 20a unter einen mit Bauholz be- Die nächste Mitgliederversammlung( Gäste 20 Pfg.) findet dieser Gegenstände in' Pandleihen und Trödlergeschäften sind ladenen Wagen und erlitt einen Beinbruch. Das Mädchen wurde am Donnerstag, den 19. März, bei Lips statt; Vortrag von erfolglos geblieben. nach dem Krankenhause am Friedrichshain überführt.- Am August Bebel! 6. d. Mts. fanden 6 kleine Brände statt. Eine aufregende Szene spielte sich gestern Nachmittag auf der Möckernbrücke ab. Cinem Kassenboten, der in einer Tasche Banknoten im Betrage von etwa 20 000. bei sich trug, wurde burch einen Windstoß die Kopjbededung heruntergerissen und in ben Kanal geworfen. Von einer niedrigen Stelle der Böschung aus machte derselbe nun den Versuch, seinen Hut wieder zu erlangen. Er verlor dabei aber das Gleichgewicht, stürzte in die Fluth und ging unter. Ein auf der Bruce stehender jüngerer Mann hatte dem Vorgange zugefehen, er entledigte sich seines Baletots und sprang dem Untergegangenen uach, ihn nach einigen Augenblicken unter dem Jubel einer nach Hunderten zählenden Menschenmenge, die sich mittlerweile angesammelt, wieder ans Trockene bringend. The der Brave den Dank des Geretteten empfangen, war er in der Menge verschwunden. Er wurde später als der in der Swinemünderstr. 11 wohnende Kaufmann Diag B. ermittelt. Gerichts- Beitung. Naubes begangen an dem Spankwirth Nagel, Grüner Weg 92, Wegen versuchten Mordes und versuchten schweren wurde heute der 18 jährige Tischlerlehrling Willy Karl Friedrich August Schmidt zu 9 Jahren Buchthaus unter Anrechnung der früher erkannten Strafe verurtheilt. Wegen Gefährdung des öffentlichen Friedens" durch aufreizende Reden" in öffentlicher Versammlung stand gestern der Klavier- Arbeiter Hermann Peez vor der vierten Straftammer des Landgerichts 1. Am 9. September v. J. fand in einem Lofale in der Oranienstraße eine Versammlung der Klavier- ArAbgestürzt ist gestern Abend in der Prinz- Handjerystraße Bubeil einen Vortrag hielt über die sozialistische Bewegung und beiter und Berufsgenossen statt, in welcher der Stadtverordnete in Rigdorf der Schornsteinfeger Kratsch aus Berlin, als er mit ihre Ursachen. Der Angeklagte nahm das Wort, um einigen An der Sauberung einer Esse auf dem Dache eines Schlachthauses fichten des Vortragenden entgegenzutreten. Er führte aus, daß beschäftigt war, da er plöglich durch einen hejtigen Windstoß man sich nach Aufhebung des Sozialistengesezas nach neuen vom Schornftein fortgeweht und über das Dach geschleudert Waffen umsehen müsse, um den Kampf gegen das Großkapital wurde. Der Unglückliche versuchte fich trampshaft an der Dach mit Grfolg fuhren zu fönnen. Jeder Fabrikant halte sich für rinne festzuhalten, jedoch vergebens, denn wenige Sekunden dar einen Kleinen Bismarck und jeder Aufpasser für einen Buttfamer. auf stürzte er auf den gepflasterten Hof hinab, wo er mit ge- In seinen weiteren Ausführungen soll der Angeklagte sich nun brochenem Schädel bewußtlos liegen blieb. Der Berunglüdte nach den Auszeichnungen des überwachenden Lieutenants einer wurde mittelst Bachmann'schen Krantenwagens nach Bethanien aufreizenden Redewendung bedient haben. Der Beschuldigte bestritt, gebracht; sein Zustand ist hoffnungslos. daß er die beanstandete Aeußerung gethan habe, der überwachende Ein alter Schwindel, auf den noch immer Dumme" hinein. Der Lettere hielt dagegen die Möglichkeit eines Frrthums für Bolizeilieutenant, der sie niederschrieb, müffe fich geirrt haben. fallen, wird von einem geriebenen Gauner, anscheinend mit günstigstem Erfolge betrieben. Der Schwindler, ein etwa 28 jähriger Der Versammlung beigewohnt hatten, vermochten ihn nicht zu ausgeschloffen und verschiedene Kollegen des Angeklagten, welche Mann, welcher in der Gegend des Hacke'schen Marktes sein Un- entlasten. Der Staatsanwalt hielt die Schuld des Angeklagten wesen treibt, tritt in der Regel, sich als städtischer Beamter auß- daher auch für erwiesen, er beantragte eine Gefängnisstrafe von gebend, an Pasjanten zumeist junge Leute und Frauen heran und frägt dieselben, ob sie ihm wohl den Gefallen er- fechs Wochen. Dem Vertheidiger, Rechtsanwalt Deine, gelang weisen und einen Ring, der sehr werthvoll sei, nach der Pfand- es, für den bisher unbescholtenen Angeklagten eine Geldstrafe zu leihe tragen wolle, da er durch die Noth gezwungen sei, sein erwirten, die der Gerichtshof auf 100 m. bemaẞ. einziges Besigthum zu versetzen. Der Gauner weiß dann das Gespräch dahin zu bringen, daß er den Ring schließlich den vor ihm Stehenden zum Kauf anbietet. Tann begiebt sich der Verkäuser mit dem Käufer in den ersten testen Juwelierladen, läßt den Ring, der etwa einen Werth von 20 M. hat, taxiren und ver= fauft ihn trotzdem für 3 M. Dann und das ist der Der sozialdemokratische Lese- und Diskutirklub ,, Natur" Kniff des Schwindelmanövers, der Käufer erhält nicht den hat sich ausgelöst. Nach nowymaliger Nachrechnung bleibt anstatt foeben abtaxirten Ring, sondern einen anderen, aber ebenso aus- 1,50. Ueverschaß ein Denzit von 90 Pf. Dies den Mitgliedern sehenden Ring, der den Werth von etwa 50 Pi. hat, weil der zur Nachricht. Berkäufer balo nach Verlassen des Juwelierladens beide Ringe vertauschte. Der Polizei sind schon mehrere Anzeigen von derartig " Hineingefallenen" gemeldet worden. Ein mysteriöser Vorfall verursacht in dem benachbarten Hohen- Schönhausen großes Aufsehen. Als vorgestern früh die Angehörigen des Eigenthümers Lievchen das gemeinschaftliche Wohngimmer betraten, bemerkten sie am Fußboden eine große Blut lache, während auf dem Tische ein haarscharfes Küchenmesser lag, Soziale Lebersicht. haben gestern jämmtliche Eisenoreher, fün, an der Zahl, die Lohnreduktion. In der Fabrik von Richard Weber u. Ro. Arbeit niedergelegt, weil Herr Weber eine zehnprozentige Lohnreduktion angefündigt hatte. Die Meldungen zum Unterricht müssen die Angabe der zu belegenden Fächer, sowie der betreffenden Schule( Nord schule 2c.) enthalten, wo der Unterricht besucht werden soll! Es wird hoffentlich möglich sein, den Unterricht allfeitig am 6. April beginnen zu lassen, wenn die Meldungen schleunigst erfolgen, und es sei noch bemerkt, daß die Unterrichts. tarten( etwa 75 Bfg. vierteljährlich) für alle Behrjächer gleichSammlung für die ausgesperrten deutschen Arbeiter. Sammelbons werden in folgenden Zahlstellen ausgegeben: C. Kuhlmey, Rosenftr. 30, part. N. Abraham, Straßburgerstr. 5. Butry, Stralfunderar. 15, 2 Tr. Gleinert, Müllerstr. 174, im Keller, Gnadt, Brunnenstr. 38, Hof part. Hasenclever, Chausseestr. 49/50, Laden, Kleinau, Gartenstr. 171. im Keller. Lehmann, Brunnenstr. 88, Laden. Nurnberg, Schönhauser Allee 28, Hof part. Schmidt, Treschowstr. 24, Laden. Thierbach, Schwedterstr. 44, part. NO. Gumpel, Barnimstr. 42, Laden, Drescher, Linienftr. 50, Laden. NW. Kern, Stromstr. 45, Baden. Boß, Birkenstr. 59, Laden. S. Börner, Ritterstr. 108, Laden. Klein, Kottbuser Damm 14, Laden. SW. Wilschke, Junkerstr. 1 und Raybachstr. 1, Laden. Schröder, Kreuzbergstr. 15, Laden. SO. Göde, Wrangelstr. 125, Laven. Bräuer, Reichenbergerstr. 148, Laden. Herschleb, Adalbertstr. 4, Laden. Kunze, Forsterftr. 5, Laden. Mertens, Guorystr. 54, Laden. Zuveil, Naunynftr. 86, part. 0. A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8, im Reller. E. Böyl, Frankfurter Allee 74, Laden. Heindorf, Langestr. 70, part. Höhne, Eldenaerstr. 2, Laden. Lod, Friedrichsbergerstr. 11, Laden. Motes, Posenerstr. 11, Hoi 1 Tr. Tempel, Breslauerstr. 27, Laden. Babel, Frankfurter Allee 90, Laden. Lippe, Friedrichsberg, Friedrich Karlstr. 11, Laden. Ritter, Rummelsburg, Rantir. 6, Laden. Die Kommission für öffentliche Angelegenheiten der Zabalarbeiter Berlins. Versammlungen. Sechster Wahlkreis. Pittsburg, Freitag, den 6. März. Der Ausstand der Grubenarbeiter im Revier Monongahela ist bee det, nachdem die Grubenbefizer in die Erhöhung der Arbeitslöhne gewilligt haben. Der Ausstand währte zehn Wochen, während welcher Beit 10 000 be Die Frage der Feier des ersten Mat befchat fechften Wahlkreises unter Borfis des Genoffen Ernst; das Referat zahl Billets ausstehen; es wurde jedoch beschlossen, daß die- bes Herrn Knebel, Babftr. 68. Zagesordnung: 1. Bortrag des Reichsings bielt an Stelle bes noch nicht erschienenen Genossen Link der Ge- jenigen Billets, welche nicht bis zum 15. März zurück- und Fragefaften. Gäfte haben Butritt. Die Bahlstellen des Bereins, wo des Abgeordneten Wurm über Fabritinspektion. 2. Distuffton. 3. Berschtebenes. noffe Millarg. Er empfahl, sich dem Vorschlage der Reichstags- gegeben sind, als verkauft betrachtet werden. Beschlossen Sonntags von 10-12 Uhr Beiträge entgegen genommen werden( auch werden frattion anzuschließen( Widerspruch). Wenn heute gefragt würde, wurde auf den Antrag des Vorstandes: Im Norden der daselbst Mitglieder aufgenommen) befinden sich in folgenden Botalen: foll der erste Mai ein Ruhetag sein? Dann würden gewiß Alle Stadt, einschließlich Schönhauser Vorstadt sowie Prenzlauer Thor, die Hände erheben; es frage fich jedoch, ob es auch Alle thun würden und Alle aushalten könnten. Er bitte die Frage genau zu prüfen und nicht vorschnell zu entscheiden.( Beifall und Widerspruch.) Die erste lautet: " Ich stelle den Antrag, die Feier des 1. Mai d. J. auf den Sonntag zu verlegen, da die wirthschaftlichen Verhältnisse, sowie die Arbeitslosigkeit zu einer großen Rundgebung es nicht bringen werden, und wir infolge dessen noch größeren Schaden haben, als im vorigen Jahre. Im Uebrigen ist die Versammlung nicht tompetent, einen Beschluß zu fassen." " Franz Gleinert, Müllerstr. 174, Ece Fennstraße. Ostar Kleinau, Gartenstr. 171. Julius Otto, Bantstr. 32.. Bouts Wied, Birtenftr. 24. Fr. Lünite, Beuffelstr. 57. Emil Schmidt, Trestom- und Diebenhoferstraßen- Ecke. Steinbach, Antonftr. 1, Bigarrengeschäft. Lehrkursus der Berliner Arbeiter und Arbeiterinnen per resten Silfe bei Unglücksfällen( männliche Abtheilung). Montag den 9. März, Bernstein. Lehrstunde. Billetausgabe zu dem am 17. März stattfindenben In der„ Literarischen Vereinigung zu Berlin wird am Montag, den Die beutsche Berne bei Feuerstein, Alte Jakobsstr. 75. Vortrag des Herrn Dr. " Großes Arbeiterfest im Ofen Berlins am Sonntag ben 15. März, bei Reimann. " " soll eine Filiale begründet werden. Als Versammlungslokal ist Rehliz, Bergstr. 12, festgemacht. Die Stadttheile Osten und Südoften bekommen gemeinschaftlich eine Filiale und die Versammlungen sollen abwechselnd einmal in der Andreasstraße, das andere Genosse Lint, der inzwischen erschienen, meint als Ror Mal in der Waldemarstraße abgehalten werden. Die Stadttheile referent, der erste Mai müsse als Feiertag angesehen werden, doch Süden und Westen bekommen vorläufig keine Filiale. Beim heute nach dem Fraktionsbeschluffe wäre es Wahnsinn, die Arbeit 5. Punkt erstattete Kollege Grauer Bericht über den zu begründenden ruben zu lassen. Er sei also dafür, daß am ersten Mai gearbeitet Sängerchor. Die Kollegen Matull, Dopatka und Bartels waren Stiftungsfeft. Berschiedenes. Gäste haben Zutritt. werde, daß man Albends große Versammlungen abhalte, daß man dagegen, die Kollegen Üthes, Schumann und Grauer für die 9. März, Abends 8 Uhr, im testaurant Dret a ben", unter den Linden fich aber am Sonntag von einer Massen- Demonstration fernzuhalten Gründung. Nach längerer Debatte wurden die finanziellen Ver- r. 18. Herr Nebenwurzel einen Vortrag halten über: habe, da am Sonntag der Charakter der Demonstration verwischt hältnisse in Betracht gezogen und betont, für das Gelo, was ein Kunst und Rembrandt, als Erzeher. Gäfte haben Zutritt. würde. Die Fraktion habe den Karren verfahren, sie hätte schweigen Gesangverein kostet, soll lieber eine Bibliothek gegründet werden. Andreasfir. 56, bei Bolzmann, Abends 8% Uhr Mitgliederversammlung. Verein deutscher Schuhmacher( Filiale Berlin), Montag den 9. März, müssen. Man sollte den Genossen im 6. Berliner Wahlkreise Dieser Antrag wurde mit geringer Majorität abgelehnt. Als Tagesordnung: 1. Borlesung. 2. Discussion. 3. Berschiedenes und Fragefaften. nicht mit solchen Ansinnen kommen.( Beifall.) Auch Fr. Lößti dann wurden folgende vom Kollegen Alboldt eingebrachten Reso- Gäste find willkommen räth, den 1. Mai hoch zu halten und nicht, wie die Fraktion lutionen zur Distussion gestellt: Die heute bei Feuerstein tagende etabliffement, infium", Landsberger Allee 39. Ausgeführt vom Arbeiter- Bewolle, den 3. Mai. Nach der Meinung der Rednerin hätte die außerordentliche Generalversammlung des Unterstützungsbundes sangverein Nord" und der Kapelle des Hauses unter gütiger Mitwirkung ver Fraktion erst eine öffentliche Versammlung einberufen müssen, der Hausdiener Berlins spricht dem gesammten Vorstand ihr volles ich.edener bekannter Spezialitäten. Der Reichstagsabgeordnete Singer hat sein ehe sie den Beschluß faßte. Bigarrenmacher Lehmann erklärte Vertrauen aus und erhebt energisch Protest dagegen, daß die Erscheinen zugefagt, die Feſtrebe wird vom Stabto. Heren Bogtherr gehalten. Anfang des Konzerts Nachmittags 4 Uhr. Billets pro Person 25 Pf. find in fich gleichfalls für die Feier am 1. Mai und meinte, wenn am Kollegen Lambrecht, Wiemer und Genossen bei der am 28. Febr. den bekannten Botalen im Dien, sowie auch bei den Vertrauensleuten engels. 1. Mai hundert Arbeiter feierten, so sei das besser, als thäten stattgehabten öffentlichen Hausdiener- Bersammlung erklärten, der Große Frankfurterfir. 124, und Heindorf, Langefir. 70, an haben. es am Sonntag 100 000.( Beijall.) Auch) Gen. Rectner spricht sich Vorstand hätte gegen die Einigkeit" Saalabtreiberei begangen; 10% uhr, im Restaurant„ Bur Schneetoppe", Nofitzstraße 29. Gäfte, durch Lese- und Diskutir- klub Mar Kayser" Sonntag, Bormittags im Sinne des Genossen Lint aus. Genoffe Heß: Jeder Genosse sie protestirt jerner dagegen, daß Bundesangelegenheiten in öffent- mitglieder eingeführt, haben Zutritt. Sozialdemokratischer Lesetlub hält, wenn er tann, die Feier des 1. Mai hoch; es giebt aber lichen Versammlungen verhandelt werden. Ferner erhebt die Ver- effing", jeden Montag, Abends 8x Uhr, im Restaurant Spiekermann, Oft, Martusstraße 6: Vortrag. Spinoza", Oppelnerstraße 29, bei Wiele, die es nicht können. Die Fraktion darf nicht immer als fammlung Protest gegen eine beleidigende Aeußerung des Kollegen Brandstahl. Bum Licht", Sonntag Vormittag 10 Uhr, im Restaurant Sündenbock hingenellt werden. Redner schließt sich dem Genossen Falfenthal, welche in der oben angeführten Versammlung gefallen ist. Reßner, Annenftr. 16. Millarg an.( Beifall und Widerspruch.) Siefordert Falkenthal auf, diefe Aeußerung öffentlich zurückzunehmen. Arbeiter- Sängerbund Berline und Umgegens. Montag, Abends Im gleichen Sinne sprach Genosse Unger, der bei einer Feier Die Versammlung beschließt: Gin jeder Kollege ist moralisch verur: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder- Gefangverein Sene= felber" Restaurant Trieschmann, Jüdenstraße 65. Stebertafel der am 1. Mai eine arge Blamage befürchtete. Genosse Metalldreher pflichtet, auf den Vorivärts" und zu seiner weiteren Ausbildung maler und verwandten Berufsgenossen bei Berg, Natfer- Franz- GrenadierWerner: Der Beschluß in Paris sei sehr unbestimmt. Der auf die Arbeiter- Bibliothek" zu abonniren, ferner verpflichten sich Blas 7. Gesangverein Myrthenblätter, Alte Schönhauserstraße 42, Fraktion tresse tein Vorwurf. Die wirthschaftlichen Verhältnisse die Kollegen für die weiteste Verbreitung der„ Einigkeit" Sorge Männer- Gesangverein Biebertus", Fichtestraße 29 bet trofche( früher Gefangverein armonie", Meyerbeerfte. 9 bei Dornblatt. gestatteten ein Niederlegen der Arbeit nicht. Man solle nicht zu tragen. Es entspann sich hierüber eine lebhafte Debatte, an Moemes). Gesangverein Geselligtett 2", Münzstraße 11 bet zemter. immer an den 2eschlüssen der Fraktion nörgeln. Nachdem noch welcher sich die Kollegen Grauer, Dopatka, Wiemer und Aĺboldt Arbeiter- Gesangverein Vorwärts"( Südost) bei Biemer, Guvry= eine Anzahl Redner für und wider gesprochen, darunter Wilhelm betheiligten. Legterer führt der Versammlung vor Augen, daß straße 16.- Gesangverein ,, gra", Charlottenburg, Rostnenfir. 3 bei Grischow von 8 bis 10 Uhr. Werner, welcher zu dem Vorschlage gelangt, am 1. Mai zu arbeiten, der Vorstand absolut fein Unrecht gegen die Einigkeit" begangen Gesang-, Curn- und gefellige Vereine. Lübeck'scher Turnverein am am Sonntag aber auch keine Feier zu veranstalten, gelangen zwei hätte und verwirft die Handlungsweise der Kollegen Lambrecht, Sonntag, Abends von 6-8 Uhr, 2. Lehrlingsabtheilung; am Montag, Abends von 8-10 Uhr, Männerabtheilung.- ,, Berliner Zurngen offenfchaft" Resolutionen zur Verlesung: Die erste Resolution wird gegen 1. Lehrlings- Abtheilung turnt Montag von 8-10% Uhr Bant ftr. 9-10 im Wiemer und Falkenthal. 6 Stimmen, die zweite wird einstimmig angenommen. Nachdem Leffing- Gymnasium. Turnverem, ften". Lehrlingsabtheilung, Montag der Vorsitzende noch einmal auf den Maskenball aufmerksam von 8-10 Uhr Abends, Blumenstr. 63a. Rauchtlub, Arcona", Montag, Abends 8%-10% Uhr bei 8iplinsti, machte und der Fragekasten zur Zufriedenheit Aller erledigt, schloß Steichenbergerfir. 71.- Nauchklub, Weiße Wolte", Montag, Abends der Vorsitzende mit einem Hoch auf das fernere Gedeihen des von 9-11 Uhr, Strelitzerstr. 16, bei Becker. Rauchflub Deutscher Bundes die Versammlung. Michel Montag bend von 8-10% Uhr bei Schöneburg, Grüner Weg 9.Rauchtlub, Fretheit", jeden Montag um 9 Uhr bei Wuttte, FriedrichsbergerEine öffentliche Versammlung der Tapezirer fand am fraße 4. 1. März bei Norbert, Beuthstr. 22, unter Leitung der Kollegen straße 14 bet Stach. Verein Wanderluft", Sigung: Sonntag, Nachmittage 4 Uhr, GrünauerBerein der Oberlausiber", Montag, Abend 9 Uhr Friedrichs- Berein", " Die heute im sechsten Wahlkreise tagende öffentliche Bolts. Freiwaldt, Feder und Kirchner statt. Zum 1. Punkt der Tages- im Restaurant Hedwig, Rosenthalerstr. 45. ordnung: Wie haben wir uns zu organisiren?" erhielt Reßler ehemal. Schüler des Friebrichs- Waisenhauses, Montag, Orantenstr. 34. versammlung erklärt: In Erwägung, daß die sozialdemokratische das Wort." Derselbe besprach, oft vom Beifall der Anwesenden Verein ehem. Schüler der 4. Gemeindeschule am Montag Damen- Sisung. Reichstagsfraktion am 6. Februar einen Vorschlag machte, die unterbrochen, unfere moderne Wirthschaftsweise, in welcher der Brinzenstraße fos." Bergnügungs- Berein Bergnügungsverein ,, Freundestreue", 9% Uhr, im Restaurant Gerth, Reichstrone", Sigung Maifeier am 1. Sonntag im Mai zu begehen, dieser Vorschlag Arbeiter immer am schlechtesten gestellt ist und erläuterte dann Sonntag, Nachmittags 4 Uhr, im Bittoria- Ballfalon, Perlebergerstr. 13. Gäste fich auch auf fernere Jahre erstrecken soll, so ist die heutige Volkswillkommen. Bergnügungsverein Fidelto", Montag Abends 9 Uhr im Den Zweck und die Nothwendigkeit der gewerkschaft Resaurant Sum Reichsgarten", Oranienſtr. 108. Damen und Herren als versammlung entschieden dafür, daß der Antrag, welcher auf dem lichen Organisation; Referent Referent betonte, daß es nicht äfte roilltommen. Vergnügungsflub Mephisto", Montag Abend internationalen Arbeiterfongreß zu Paris vom Jahre 1889, von Aufgabe der gewerkschaftlichen Bewegung fein tann, diese 8% Uhr bet Wolff, Brunnenftr. 135a. Bergnügungsverein, belweiß 2" den Delegirten Südfrankreichs eingebracht und dann vom Kongreß moderne anarchistische Produktionsweise abzuschaffen, dahin zu leben Montag im teftaurant Meidsgarten, Drain the Bergnügungszum Beschluß erhoben worden ist, den 1. Mai als Ruhe und wirken, sei Ausgabe der politischen Arbeiterbewegung. Die Ge willkommen. Amicitia", Montags von 9-11 Uhr Wilhelmstr. 118. Gäfte Feiertag zu proflamiren, von den Sozialdemokraten des fechsten wertschaftsbewegung kann nur in der Zeit bis zur vollendeten 10 Uhr bet Roth, Naunynftr. 31.-- Theater- Verein, Blumenlese", Bors. Berliner Reichstags- Wahlkreises voll und ganz aufrecht er- Umformung fördernd und erhaltend, so weit es in ihren Kräften. Wuthe. Sizung mit Damen. Sonntag Nachm. 4 ühe im ,, Dresdener Garten". Dresdenerstraße 45. Gäste willkommen. Privat- Theatergesellschaft off= Große Versprechungen fönnen nung", Sonntag, Abends 8 Uhr, bet Prebs, Ohmgasse 2. Gäste, Damen und Die legte Resolution gelangte zunächst aur Abstimmung und steht, für die Arbeiter wirken. Serren, willkommen. Privattheater- Gefeufchaft Augusta- Victoria", nicht gemacht werden. wurde mit überwältigender Majorität angenommen. Jad Heferent beleuchtete hierauf unsere deutschen Vereinsgefeße Sonntag 3 Uhr im Bittoria- Saal, Perlebergerstr. 18. Gäste wolltommen. Pollack- Club Eintracht", bei Gustav Schulze, Wienerstr. 68. Gäste willKlubeseitigtett", Sigung Sonntags 0% Uhr bei Schmidt, Der Unterstützungsbund der Hausdiener Berlins hielt und kam hiervon ausgehend zu dem Resultat, daß unter tommen. die lokale Organisation Wrangelfir. 141. am Dienstag den 5. März seine start besuchte außerordentliche den gegenwärtigen Verhältnissen Generalversammlung ab. Der Vorsitzende, Kollege Kepler, theilte mit einem von dieser unabhängigen Bertrauensmännersystem, wie mit, daß noch 9 Kollegen frank und 2 sich gesund gemeldet haben, es die Maurer u. s. w. schon haben, die zweckmäßigste Form sei; daß zwei Extra- Unterstüßungen a 15 M. und eine a 10. be es giebt ja Berufe, denen die zentralisirte Organisation zu willigt worden find; ferner, daß am 9. März eine Wander- Ver- empfehlen fei, für die Tapezirer aber, mit ihrer sehr vertheilt fammlung im Vereinshaus Südost, Waldemarjtr. 75, stattfindet, liegenden Arbeit, sei die lokale Form die bessere. ( Wolffs Telegraphen- Bureau.) wo Genosse Werner referiren wird, daß weiter am 17. März bei Der zweite Punkt, Diskussion, sowie der dritte Punkt, Wien, Sonnabend, 7. März. Bei den Wahlen des Groß. Rehliz, Bergstr. 12, für den Norden eine Wanderversammlung Stellungnahme zur Bau- Arbeiter Konferenz event. Wahl von und daß am 14. März der legte diesjährige Maskenball in der elegirten wurden zusammen erledigt und die Resolution der grundbesizes wurden in Schlesien die drei bisherigen Liberalen Philharmonie stattfindet. Ferner hat der Vorstand mit Herrn Konferenz der Bauhandwerker zugleich verlesen. Sämmtliche wiedergewählt, in Krain wurden die zwei bisherigen Liberalen Norbert, früher Heydrich, Beuthstr. 21, für den 12. April für ein Redner bis auf einen erklärten sich mit dem Referenten wiedergewählt; in Oberösterreich wurden zwei Konservative Familien- Kränzchen Vertrag abgeschlossen. Kollege Uthes sowie mit der Resolution einverstanden. Außerdem wurde wieder- und einer neu gewählt. In der Bukowina wurden ein Konservativer, ein Rumäne und ein Armenier gewählt. Die berichtet noch über einige Rechtsschutzfälle, wobei der noch folgende Resolution gegen eine Stimme angenommen: Fall Anders contra Görs u. Sto. eine Debatte hervor Die heutige öffentliche Tapezierer- Versammlung erklärt fich Landgemeinden im Vorarlberg wählten zwei Ronfervative. rief, woran fich die Kollegen Grauer, Dobatta, Fallenthal mit den Ausführungen des Herrn Referenten einverstanden und und Uthes betheiligten; jedoch wurde diese Angelegenheit als er verpflichtet sich, mit allen Mitteln dahin zu wirken, daß ein ledigt betrachtet und zur Tagesordnung übergegangen. Nunmehr Jeder einer Organisation angehört. Da für Berlin der Facherhielt Genosse Auerbach zu seinem Vortrage das Wort. Er verein die maßgebende Organisation ist, so wollen wir mit allen führte etwa Folgendes aus: Wenn wir die maschinelle Ent- Kräften denselben unternügen und hochhalten und ihm beitreten". widelung betrachten, finden wir, daß die Zahl der überschüssigen Sierauf wurden zu Delegirten die Kollegen Freiwaldt und Arbeitskräfte immer mehr anwächst. Gleichzeitig wird dann über Lindstädt gewählt. Die zweite Resolution lautet: halten wird." S Berein " " Bergnügnngsverein, Annita". Montag Abend von 8 bis Depeschent. Wien, 7. März. Bei der heutigen Reichsraths- Stichwahl in dem Wiener Bezirke Hernals wurde Prinz Lichtenstein mit 4320 Stimmen gewählt gegen den Demokraten Kronawetter, welcher 3179 Stimmen erhielt. Wien, 7. März, Mit den heute stattgehabten 47 Reichsraths- Wahlen beträgt die Gesammtzahl 275: hierzu treten 4 heutige Wiener Stichwahlen, deren Ausgang noch unbekannt ist, sowie 4 am Montag stattfindende böhmische die sich stets vergrößernden Krisen gesprochen; sie sind aber zu Der Arbeiter Bildungsverein hielt am Montag, den Stichwahlen. Bisher erreichten die Deutschliberalen 85 Size, mildern, wenn man den überschüssigen ärbeitern Lohn und Arbeit 2. März, eine Versammlung mit folgender Tagesordnung ab: die Deutschnationalen 9, die konservativen 29, die Jungczechen 31, giebt, damit die Massen kauffähig werden. Wir haben Arbeiter- 1. Vortrag des Genossen Gründel über: Die Ernährung des die Altezechen 10, die Czechen unbestimmter Parteistellung 4, die organisationen geschaffen, um der Ausbeutung der Arbeiter wirksam wolkes. 2. Diskussion. 8. Verschiedenes und Fragefasten. Der Polen 37, die Slovenen 13, die Ruthenen 8, ber Coroninitlub 6, entgegentreten zu fönnen. Die Arbeiter haben erkannt, daß, wenn auch Referent erntete für seinen Vortrag( über den bei anderer Ge- der böhmische konservative Großgrundbesis 18, die mährische nur vorübergehend, eine Besserung der Arbeitsverhältnisse durch eine Verkürzung der Arbeitszeit- Redner legt hierbei genauer die Borlegenheit bereits berichtet worden ist. Redaktion) lebhaften Beifall. Mittelpartei 5, die Italiener 4, die Deutschtonfervativen 2, Die theile einer achtstündigen Arbeitszeit dar- herbeigeführt werden kann. An der Diskussion nahmen die Genoffen Siegmund, Srofa, Rumänen 2 und die Antisemiten 12 Gige. Prag, 7. März. Die heutige Reichsraths- Wahl des fideiRedner geht nun näher auf die Schutzoll- Politik ein; an der Dornbusch und einige andere theil. Ein Antrag des Genossen Hand der Statistik weist er nach, daß durch die Bismarck'sche Dornbusch, zur Geier bes 18. März eine Bersammlung ab- kommissarischen Großgrundbesizes ergab 5 Konservative, im zuhalten, wurde einstimmig angenommen. Nachdem der Vor- nichtfideikommissarischen Großgrundbesize wurden 2 Konservative Bollpolitik die Preise aller Lebensmittel um das Doppelte geigende noch die Anwesenden auf das am 21. März im und 6 Liberale gewählt. fliegen, dagegen die Löhne bedeutend herunter gegangen find. Böhmischen Brauhause stattfindende 2. Stiftungsfest des Vereins Bekannt ist auch das Monument, welches sich kürzlich die Mehr aufmerksam gemacht, mit der Aufforderung, sich recht rege an heit im„ Rothen Haufe" bei der Nothstandsdebatte feste, als das dem Billetverkauf zu betheiligen, wurde die Versammlung geBorhandensein eines Nothstandes vom Ober- Burgermeister be schlossen. ftritten wurde. Der muß es ja wissen.( Heiterfeit.) Freilich unsere Bürgerschaft kann mit Recht der Meinung sein, daß ein Versammlung der Lachkirer( Filiale 4 der Vereinigung) am Montag 3. Aufnahme neuer Mitglteber und Entrichtung der Beiträge. Um Große öffentliche Versammlung für frauen und Männer am Literarisches. Die Lage der Mäller, Berliner Volks Tribüne, Sozialpolitische Wochenschrift. monatlich 50 Pf. pränumerando von ihren Vertretern für Festessen, Schüßenfeft, Illuminationen zc./Zagesordnung: 1. Bericht des Borstandes und Neuwahl deffelben. 2. Bericht( frei ins Haus). Einzelne Nummer 15 Pf. Durch jede Postder Arbeitsvermittelungs- Rommission und Neuwahl derselben. 3. Verschiedenes. aus dem Steuersäckel ausgegeben werden. Redner schließt mit Die Mitglieder werden ersucht, ihre Mitgliedsbücher mitzubringen. Neue Mit- Anstalt Deutschlands zu beziehen. Preis viertelfährl. 1 M. 50 f. Redaktion und Erpedition: SO,( 26), Elisabethufer 55). Nr. 10 den Worten: Treten Sie den bestehenden Organisationen bei, glieder werden aufgenommen. Gäfte willkommen. Verein zur Wahrung der Interessen der Schuhmacher and serw. enthält: Aus der Woche. erfannt organisiren Sie Der Unteroffizier als Gesellschaftssich, und je mehr Sie das Berufsgenossen. Versammlung am Montag, den 9. März, bet gemter, Münz- retter. Neues vom Anleiheschwindel. Heimstättenrecht. haben und je fester Sie sich zusammenschaaren, desto fraße 11.( Näheres siehe Annonse.) Nationals kaufmännische Kranken- und Sterbekas( E.. 71). Neuer Kurs. Gine französische Einkommenstatistit. Wer mehr nähern Sie sich Ihrem Ziele, der Befreiung der Arbeit. Bureau: Nordoft, Reibelstr. 40. Montag, den 9. März, Abends 8% ubr, tm arbeitet, verdient auch. Zur Kupitalfonzentration. Gedicht. ( Lebhafter Beifall.) Von einer Disfuffion wurde Abstand ge: Bittoria- Nestaurant, Münzstraße 11; Borstands- Sizung. Aufnahme neuer Novelle. Der russische Markt. Etwas über Arbeitsnommen, und folgende Resolution fand einstimmige Annahme: Mitglieder. Sachverein für Schloffer und Maschinenbau- Arbeiter Berlins und losigkeit. Gefehlicher Wucher. Die heutige Versammlung macht die Ausführungen des ReVersammlung. Tagesordnung: 1. Bortrag. Dis ferenten zu den ihrigen und ist mit ihm der Meinung, daß eine atobnicaße 75 Große Berfammur, bens sy br, bei Feuerstein, Atte Vom Reichstag. Besserung der wirthschaftlichen Lage nur durch eine Arbeiter- fussion. schus- Gesezgebung, wie sie von der Bertretung der Arbeiter im aahlreiches Erscheinen wird gebeten. Briefkaffen der Redaktion. Reichetage eingebracht, erreicht werden kann. Sie verspricht, mit allen Sonntag, den 8. März. Abends& Uhr, in Knebel's Salon, Badftr. 58( SefundMitteln dahin zu wirken, daß durch eine immer größere Organi brunnen). Tagesordnung: 1. Böltertrennung bensure Deckung fent: Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung betzufügen. Briefich sation der Kollegen diesem berechtigten Verlangen mehr Nachoruck Herr Dr. Zütgenau. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zur Deckung der Unfoften findet Zellerfammlung flatt. Um recht zahlreichen Besuch wird gegegeben wird. Eine wirkliche Aenderung der wirth- beten. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 5. Berliner Reidotageschaftlichen Lage wird aber und kann uns nur die Umwandlung der heutigen privatkapitalistischen Produktionsweise in Wahlkreis. Am Montag, den 9. März, Abends 8 Uhr, im Saale des Herrn Müller, Johannisftr. 20: Große Versammlung. a seus. 3. Distulo. die genossenschaftliche bringen". Die zweite Resolution, welche fließt die Quelle alles Reichthums? Referent: Herr Peus. 2. Diskussion. ebenfalls einstimmig angenommen wurde, lautete:" Die 3. Verschiedenes. Unterkühungsband der Hausdiener Berline. Wander- Versammlung in Feuerstein's Salon tagende Versammlung im Südosten: Vereinshaus„ Sud- O", Waldemarir. 75, am Montag, den Mitgliedern Des Unterstützungs- Bundes Hausdiener 9. März. Tagesordnung: 1. Mittheilungen, 2. Bortrag des Buchdruckers Berlins protestirt energisch gegen das Verfahren Der M. Werner über: Der Arbeiterschus und die Sonntagsruhe im Reichstage. Firma Gebrüder Simon, Klosterir. 82, bei der jezigen großen 2. Distuffton. 3. Aufnahme neuer Witglieder und Geschäftliches ich stage. gabe der Billets zum Mastenball am 14. März und Fragekasten. Gäste gern Arbeitslosigkeit noch Goloaten und Feuerwehrleute zur Aushilje zu beschäftigen." Alsdann wurde in Punkt 4 der Tagesordnung Der lehte diesjährige originelle Wiener Maskenball des Gefangam Sonnabend, den 14. März, fiatt. Genoffen, Freunde, sorte frühere Mitheute Der von gesehen. und Reichenbergerstr.- Ecke; Lausch, Wafferthorstr. 8; Nitsch, Naunynstr. 77, Antwort wird nicht ertheilt. Weißenfels. Ueber die Vorfälle in Naumburg haben wir bereits berichtet. Besten Dant. W. Kickert. Dagegen tann die Polizei nichts haben. Zoll wäre nicht zu bezahlen. Blaukopf. Sie sind nicht verwandt. Zwei Streitende. Der Erstere hat Recht. Brieffaffen der Expedition. Für die Ausgesperrten gingen ferner ein: Liberté 1,50. Rückwärts" 7,50. Tischlerei Koppenstr. 37, 3. B. 3,25. Vom eingetreten. Seit der letzten Wanderversammlung vom 17. v. M.vereine Männerchor St. Urban findet in Renz' Ballsalon, Naunynstr. 27. Freie Bereinigung der Kaufleute durch Singe 17,80. Statklub bis jezt haben 50 Kollegen ihre Aufnahme in den Bund nach- alteber des Vereins find herzlich willkommen. Billets für 50 Bf. find zu haberbegrüßte und machte die Kollegen auf die Pflichten, die sie dem Bunde ftraße 154; tungmann, Manteuffel- und Staligerstr.- Ecke; Hahn, Liegniger: D. G. 1. 4,-. Ueberschuß eines Gautschfestes 4,25. Mechaniker gegenüber zu erfüllen hätten, aufmerksam. Er theilte dabei mit, fowie Waldemarstr. 74 und Laufizer- Plaz 2, Reichenberger- und Kotibuferstr. von Sokol 4, Gesammelt d. F. Genf 2,40. KontobücherDaß treg der Agitation gegen uns der Bund die Höhe von 1000 de, außerdem in fämmtlichen Arbeiterlokalen und Bigarrenläden des Südens Fabrik und Buchdruckerei Spandauerstraße 30 8,45. Aus der Mitgliedern bald erreicht haben wird. Die Abrechnung vom und Südoitens. Sozialdemokratischer Wahlverein des 6. Ferliner Wahlkreises. Modelltischlerei von Lukas, 7 Mann 3,25. Gesammelt von weil noch eine An- Große Berfammlung am Dienpag, den 10. März, Abend sy upr, im Sofate Süber 1,20. Freie Volksbühne. Posamentenbranche. Heute Nachmittag, präcise 3 Uhr, findet im Ostend- Theater Deffentliche Versammlung aller Arbeiter Gr. Frankfurterstr. 132, für die 1. Abtheilung( rothe Karten) die sechste und Arbeiterinnen Dienstag, den Vorstellung statt. 849 b 10. März, Abends 8 1hr, bei Zur Aufführung fommt: ,, Der Leibrigene", Schauspiel in 4 Aften Feuerstein, Alte Jakobftr. 75. von Pilfemsti. Uebersetzt von E. v. Schabelski. Tagesordnung: Das Theater ist von 1/22 Uhr geöffnet und wird pünktlich um 3 Uhr geschlossen. 1. Vortrag des Reichstags- AbgeordAlle Diejenigen, welche gesonnen sind, der Freien Volksbühne neten Molkenbuhr. beizutreten, werden gebeten, ihre Aufnahme möglichst bald zur 3. Abtheilung zu vollziehen, damit die Vorstellung für die Neueingetretenen noch rechtzeitig festgesetzt werden kann. Das Einschreibegeld beträgt 50 Pf. mindestens und der Monatsbeitrag ebenfalls 50 Pf. In nachfolgenden Zahlstellen kann die Aufnahme jederzeit bewirkt werden: Norden: August Hinge, Zigarrenhol ,, Pantstr 14a. Ww. Klara Hasenclever, Brunnenstr 122. Konrad Engel, Chorinerstr. 9. Mehnert, Zig.- Fbt., Diedenhofenerstr. 3. Nord- Osten: Franz Niemeyer, Weberstr. 19. Süden: Albert Auerbach, Kottbuser Damm 7. Gottfried Schulz, Admiralstr. 40a. Wilhelm Börner, Ritterstr 108. R.Baginsti, Dresdenerstr.52/ 53( Passage) Zentrum: Vogtherr, Werkz.- Hdl., Landsbergerstr.64. Osten: Hermann Grashold, Pallisadenstr. 59. Süd- Osten: Ernst Arndt, Staligerstr. 108. Adolf Kehr, Köpenickerstr. 126. Westen: Otto Antrick, Steinmetstr. 60. Wilschke, Zigarrenholg., Kazbachstr. 1. Süd- Westen: Ad. Lange, Restaurat., Fürbringerstr. 22. Alley Ochs, Zigarrenhdl., Lindenstr. 59. Frit Voß ,, Birkenstr. 59. Moabit: Unterstützungs- Bund der Hausdiener Berlins. Wander- Versammlung im Süd- Osten Montag, den 9. März, Abends 9 Uhr, im Lokale„ Süd- Ost", Waldemarstr. 75. Tages- Ordnung: 1. Mittheilungen. 2. Vortrag des Buchdruckers Herrn W. Werner:„ Der Arbeiterschutz und die Sonntagsruhe im Reichstage." 3. Diskussion. 4. Ausnahme neuer Mitglieder und Geschäftliches. 5. Ausgabe der Billets zum Maskenball am 14. März und Fragekasten. Gäfte gern gesehen. Große öffentliche Versammlung 168/5 der Weber und Weberinnen am Dienstag, den 10. Märzy, Abends 8 Uhr, Tages Ordnung: 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 248/3 Anfang präzise 8 Uhr. Zahlreiches Erscheinen erwünscht. Bildhauer! Hiermit allen Kollegen zur Nachricht, daß die Kommission jezt zu Proben nach Außerhalb portofrei.[ Gardinen- Fabrik! von Bruno Günther ,. No.80 Grüner Weg No. 80, parterre, Gingang v. Flur, zwischen Andreas- und Koppenstraße,[ 391LE offerirt z. Osterfeste u. Wohnungswechsel a. Spezialität: Englische Tüll- Gardinen an 2 Seiten mit Band eingefaßt in garantirt dauerhafter Waare, das Meter schon von 45 Pf. an bis zu den Elegantesten. Ferner Mull m. TüllGard., Geft. Tüll- Gard., Dopp.- Zwirn- Gard. Bei Abn. v. 22 Mtr. berechne nur 20 mtr. 800 Refte zu 1-4 Fenster passend, werd. unt. Selbstkostenpreis abgegeb. Außerdem groß. 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Die Kommiffion der Bildhauer. Centralverein deutsch. Böttcher. Montag, den 9. März, Abends 8 Uhr, in Heise's Salon, Lichtenberger ftraße 21: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Abrechnung. 2. Vereins- Angelegenheiten und Verschiedenes. Um pünktliches Erscheinen ersucht. Der Vorstand. 122/3 im kleinen Saale des Böhm. Brauhauses, Landsberger allee 11/13. Interessen- Verein d. 347/5 1. Stellungnahme der Weber und Weberinnen Berlins zum TextilArbeiter- Kongreß in Pößneck. Referent Kollege Vanl Wagner. 2. DisTussion. 3. Wahl von Delegirten. 4. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht 847/5 Der Einberufer: Julius Labe. Arbeiter- Sänger- Bund Berlins und Umgegend. Kistenmacher. Mitglieder- Bersammlung Montag, den 9. März, Abends 81/2 Uhr, Dresdenerstraße 45. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn B. Stabernac über das Invaliden- und Alters- Versicherungs- Gesetz. Montag, den 16. März 1891, Abds. 82 Uhr, in der Brauerei schiedenes. Friedrichshain( früher Lips): General- Probe 2. Vereinsangelegenheiten und VerDer Vorstand. 190/3 Fachverein für Schlosser fämmtlicher zum Bunde gehöriger Vereine. Um pünktliches und zahl- und Maschinenbau- Arbeiter reiches Erscheinen und Mitbringen der vier ersten Lieder bittet 105/6 Der Vorstand. NB.: Ginlaßtarte legitimirt. Gäste haben keinen Zutritt. Bötzow's Brauerei, Prenzlauer Allee. Sonntag, den 15. März 1891: Grosser Wiener Masken- Ball, veranstaltet vom Verein der in der Schäftebranche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Freunde und Gönner find ganz ergebenst eingeladen. Billets sind zu haben bei Adamczak, Auguststr. 6 a; Krause, Alexandrinenstr. 116 a; Kleinau, Gneisenauftr. 90; Gabriel, Kronenftr. 68/69. 280/1 J. A.: F. Gabriel, Rronenftr. 68/69. Berlins und Umgegend. Am Montag, den 9. März, Abends 81/2 Uhr, in Feuerstein's Salon, Alte Jakobstr. 75: Große Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag. Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder und Entrichtung der Beiträge. 4. Verschiedenes und Fragekasten. Gäste willkommen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 275/6 Der Vorstand. 140/12 156/5 Bur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Gesang- Verein Männer- Chor ,, St. Urban". Lehter diesjähriger origineller Maskenball. Sonnabend, den 14. März 1891 in Renz' Ball- Salon, Naunynstr. 27. ( Genossen herzlich willkommen.) Billets 1. redaktionellen Theil. Gleichzeitig geben wir bekannt, das am 1. Osterfeier tag der Verein einen Arbeiterlieder- Abend veranstaltet. Zur Aufführung kommen nur Arbeiterlieder und werden die Genossen des 2. und 4. Wahlkreises, sowie von Rigdorf zu derselben eingeladen. Näheres spätere Annonce. H. Matthies, 70. Grüner Weg 70, n. d. Koppenstr. Spezial- Geschäft für 7791 Mehl, Mühlen- Fabrikate, Hülsenfrüchte, Taubenerbsen und Vogelfutter empfiehlt beste Waare 3. bill. Preis. Von 5 Pfd. ab Engros- Preise. 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Tagesordnung: Vortrag des Herrn Julius Türk über Herenprozeffe": 9 Uhr, in den Arminhallen, RomMontag, den 9. 5. M., Abends Nachher gesellige Unterhaltung mit Zang. Zur Deckung der Unkosten findet mandantenstraße 20: eine Tellersammlung statt. [ 309/2] Louis Dechand, Elsasserstr. 15. Charlottenburg. Große öffentliche Volks- Versammlung. Montag, den 9. März 1891, Abends 81/2 Uhr, im Lokal ,, Bismarckhöhe", Wilmersdorferstr. 31. Tages Ordnung: 1. Bortrag über die Sonntagsruhe". Referent: Reichstags- Abgeordneter August Bebel. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Die kaufmännischen Angestellten sind zu dieser Versammlung besonders eingeladen. Um zahlreichen Besuch ersucht A. Rohtabat A Goldschmidt, 6, Spandauerbrücke am hiesigen Plage bekanntlich Größte Auswahl. Garantirt ficher brennende Tabake. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabate sind am Lager. A. 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Berlin O., Andreasstr. 78, ( nahe dem Stralauer Blaze) [ 842b Handjernstr. 32, [ 845 b Arbeiter- Gesangverein sucht einen Dirigenten für Dienstag. [ 846b empfiehlt sich zur frühesten und pünkt- F. Mundt, Schlesischestr. 12. lichsten Lieferung aller hiesigen und. Schuhmacher Lehrling wird verl. auswärtigen Zeitungen.[ 862b 860b] Inseraten- Annahme. Schönhauser Allee 160. Gine hiesige Brauerei mit als gut bes Allen Genoffen und Gangesbrüdern kanntem Bier sucht einen zahlungsfähig. empfehle mein Cigarren u. Tabat. Verleger, Flaschenwagen nebst Betriebs Westfälischer Heinrich, inventar wird gestellt. Offert. erb. unt. 859b] Spreestr. 10, H. Wibbing. J. V. 3700 an Rnd. Mosse, Berlin SW. mit Rontrollmarke O. Nader, [ 864b Geschäft. Hüte Fürstenwalderjit. 2. Der Einberufer. Möbel, eigener Spiegel und Polsterwaaren. Gr. Lager, bill. Preise. Fabrik. Emil Heyn, Brunnenstraße 28, Hof parterre. Theilzahlung nach Uebereinkunft. Abends 81/2 Uhr, bei Zemter, Münzstraße 11: Bersammlung. Tagesordnung: Vortrag von Herrn Dr. Lütgenau über Christenthum Schnitzer Stockfabrik Grimma bei Leipzig. Getragene Sommer- Paletots und per sofort sucht die Anz. preiswerth zu vert. Pfeiffer, Schneidermstr., Dennewigstr. 19, 806 b 2. Hof D. I. Da in der Werkstatt der Firma 83 M [ 855 b Vergoldergehilfen auf Plein- u. glatte Leisten bei hohem Lohn verlangt Achtung Dreher! Mariannenplatz 13. Ein tüchtiger Silberdrucker und Sozialismus, Diskussion, Ver- Richard Weber, Zehdenickerstr. 21, für eine Silberwaarenfabrit Oesterreichs schiedenes. Um zahlreiches Erscheinen 5 Kollegen die Arbeit wegen Lohn- wird fofort aufgenommen. Offerten Der Vorstand.[ 277/2 reduzirung niedergelegt haben, so bitten sub Chiffre Drucker" an das Allgem. Das gr. Lager Berlins wir jeden aufgeklärten Kollegen danach Inseraten- Bureau in Prag, Graben, bittet E. Schlafſt. Oranienſtr. 206 b. D. Blöger. Kinderwagen. [ 858b Bazar. Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. " 833b 2. Beilage zum Nr. 57. Horrespondenzen und Parteinachrichten. Apolda. Wie schon berichtet, sollte am 14. Dezember v. J. in unserem Nachbarorte Buttelstedt eine Volksversammlung stattfinden. Der dortige Bürgermeister verbot dieselbe jedoch, weil eine dringende Gefahr für die öffentliche Ordnung zu befürchten ſtehe. Auf die beim Bezirksdirektor eingereichte Beschwerde erfolgte folgende Antwort: Die Beschwerde wird daher von mir hierdurch abgelehnt". Apolda, den 3. Januar 1891. Der großherzoglich sächsische Bezirksdirektor.. Schmid i. V. ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, den 8. März 1891. 8. Jahrg. Sächser" das Argumentiren ganz vortrefflich. Der preußische die in die Städte eindringende Landbevölkerung dadurch nur Puttkamer sah doch wenigstens hinter jedem Streit die Hydra aufgeklärt und sich höhere Kulturbedürfnisse angewöhnen würde. der Revolution lauern. Unsere Puttkamer sehen sie schon hinter Darauf schloß der Vorsitzende die Versammlung mit einem Hoch jeder Versammlung. Aber deswegen gehen wir doch aufs Land, auf die Sozialdemokratie. wir finden unsere Anhänger auch ohne Versammlungen. Gerichts- Beifung. ihn Wolfsversammlung. Eine von zirka 1000 Personen Männern und Frauen besuchte Volksversammlung fand am 6. März unter dem Vorsitz des Buchhändlers Friederici statt. Sie war zur Agitation für den Verein für Reform der Schule und Erziehung" einAuf die Beschwerde vom 17. v. Mts. ist dem Herrn Karl Uebel angebrachte Sparsamkeit hat dem Bäckermeister berufen worden. Das Referat über„ Wissenschaftlicher und fittlicher Materialismus" hielt Frau Henrich Wilhelmi. Sie Saupt, hier, zu eröffnen, daß die Abhaltung öffentlicher Ver- E. Unger, Mittenwalderstr. 44 wohnhaft, eine Anklage wegen führte ungefähr aus: Es macht sich schon seit langen Zeiten das fammlungen zu politischen Zwecken von der Ortspolizeibehörde Berfälschung von Nahrungsmitteln zugezogen, Streben geltend, die theologisch- metaphysische( überfinnliche) Aufauf Grund der ihr allgemein nach dem im Großherzogthum gel- die gestern vor der 93. Abtheilung des Schöffengerichts fassung und Erklärung alles Bestehenden und der Vorgänge tenden Rechte, sowie auch insbesondere nach dem Gefeße vom gegen verhandelt wurde. Jm vorigen Sommer innerhalb desselben zu überwinden. Schon Demokrit sagte 7. Januar 1854 zustehenden Befugnisse, bei dringender Gefahr erhielt die Polizei von einem entlassenenen Dienstmädchen des 500 Jahre vor Christo: Aus nichts wird nichts; nichts was iſt für die öffentliche Ordnung und Sicherheit untersagt werden Angeklagten eine Anzeige, welche schwere Beschuldigungen gegen fann vernichtet werden; alles neu sich bildende ist nur eine Vertann, und daß mithin die angefochtene Verfügung, durch welche ihren früheren Dienstherrn in Betreff seiner Geschäftspraxis entder Gemeindevorstand von Buttelstedt die von dem Fr. Franz hielt. Die Denunziantin behauptete, daß sich in der Unger'schen änderung von Theilen des Alls. Der Materialismus oder die daselbst für den 14. Dezember v. 33. angemeldete öffentliche Backstube ein großer Schrank befinde, dessen unterer Theil eine Erklärung der Weltordnung aus mechanischen Ursachen ist Was dieser vorBolksversammlung von offenbar politischem Charakter, wegen Riste bilde. In diesen Raum wurde alles altbackene unverfäuf also nicht ein Produkt unserer Beit. behalten, war nachzuweisen, daß auch in der EntGefahr für die öffentliche Ordnung nicht erlaubt hat, an sich liche Brot jeder Gattung und selbst alle solche Brotreste hinein wickelung des Organischen keine überfinnlichen Ursachen in zulässiger Weise erlassen worden ist. geworfen, welche von dem Personal übrig gelassen wurden. Bei Da aber auch ferner der Gemeindevorstand bei seiner bem jedesmaligen Backen werde ein Pfund dieses Abfalles wieder mitspielten. Diesen Nachweis hat Darwin erbracht. Derselbe Kenntniß der örtlichen und insbesondere auch der Parteiverhält aufgeweicht und mit einem Zentner frischen Teig vermischt erschütterte mit seiner Theorie von der Abstammung und Rüchtung den stolzen Wahn von der unantastbaren Stellung des Menschen nisse seines Bezirks am meisten in der Lage ist, richtig beurtheilen und so gelange die altbackene, dumpfige und schimmelige in der Natur und führte damit den wuchtigsten Schlag gegen die zu können, ob von der Abhaltung einer öffentlichen Versammlung Waare nach und nach wieder in die Hände und Magen der zu politischen Zwecken eine dringende Gefahr für die öffentliche Käufer. Die von der Polizei angestellten Ermittelungen ergaben, theologische Auffassung derselben. Am meisten hat der wissenOrdnung und Sicherheit zu erwarten steht und andererseits von daß der größte Theil der Anzeige auf Wahrheit beruhte. Geschaftliche Materialismus durch Angriffe von Leuten auszustehen, die vom sittlichen und ethischen Standpunkt ausgehen. Rednerin bem Beschwerdesfihrer keine Thatsachen vorgebracht worden sind, wurde in dem bezeichneten Kasten eine große Menge schimmeligen weist nun in ausgezeichneter Weise nach, wie wenig ftichhaltig welche die angefochtene Verfügung des Gemeindevorstandes zu Brotes gefunden, indessen nicht solche Reste, welche augenscheinlich Buttelstedt als unbegründet erscheinen lassen tönnten, so habe ich von einer Mahlzeit übrig geblieben waren. Im gestrigen Termine derlei Einwendungen sind und erörtert den Unterschied zwischen feine Veranlassung, der erhobenen Beschwerde stattzugeben und gab der Angeklagte zu, daß die Ueberbleibsel in der erwähnten wissenschaftlichem und sittlichem bezw. sinnlichem Materialismus. den Gemeindevorstand zu Buttelstedt zur Gestattung der beabsich- Weise wieder Verwendung fänden, er habe seinem Personal aber Letzterer bezw. seine Vertreter gehen darauf aus, alles Schöne und Gute im materiellen Leben sich anzueignen und in egoistischer tigten Bolfsversammlung anzuhalten. streng befohlen, die alten Brotstücke vorher durch Bürsten von That zu genießen. Der wissenschaftliche Materialismus hingegen dem ihnen anhaftenden Schimmel zu reinigen. Das entlassene Dienstmädchen hat nicht ermittelt werden können, dagegen trat leiste Großes in der Forschung, in der Sammlung von Erund tenntnisjen wolle den N. hen davon der ganzen ein Hausdiener auf, durch dessen Zeugniß der Angeschuldigte Rednerin widerlegt noch schwer belastet wurde. Allerdings habe der Meister angeordnet, daß Menschheit zukommen lassen. der Schimmel abgebürstet werde, dies habe aber nur in oberflächlicher in längeren Ausführungen die Behauptung, daß der Gedanke an die Abstammung der Menschen von Thieren; Selbstverständlich fühlte sich der Beschwerdeführer durch Weise geschehen können. Einmal habe der Zeuge ein stark ver: der Gedanke, daß der Mensch nur ein hochentwickeltes Thier sei, diesen Bescheid nicht befriedigt, sondern erhob Beschwerde beim schimmeltes Schwarzbrot durchgebrochen und dem Angeklagten den Menschen vor sich selbst herabwürdige, und kommt dann zum Ministerium. Die Thatsachen, die der Herr Bezirksdirektor ver gezeigt, daß die Schimmelbildung sich besonders stark im Innern mißte, wurden in Masse angeführt und unter Beweis gestellt, und des Brotes entwickelt hatte. Der Meister habe ihm einfach be- Schluß: Der Geiſt beherrscht die Materie mir da, wo er fie verder Erfolg? Hier ist die Antwort des Herrn Ministers: vom" Gemeindevorstand zu Buttelstedt ausgesprochene Verbot einer fahren des Angeklagten als durchaus verwerflich und mit den Materie immer mehr verstehen zu lernen, um endlich der All" Die mit Beschluß vom 5. b. M. vorgelegten Atten, das Obermeister der Bäcker- Innung, Herr Kunze, bezeichnete das Wer- Das einzige, worin wir uns vom Thiere unterscheiden. Den Die mit Beschluß vom 5. d. M. vorgelegten Atten, das fohlen, er solle die schlimmsten Stellen herausschneiden. Der steht. Die Herrschaft des Geistes ist ein menschliches Symbol, wissenschaftlichen Materialismus hochzuhalten, das All, die für Sonntag, den 14. Dezember v. J., angemeldeten öffentlichen Ansichten eines reellen Bäckers unvereinbar. Der als SachBolksversammlung daselbst betreffend, geben wir dem großherzogl. verständiger vernommene Gerichtschemiker Dr. Bischof begut gemeinheit der Menschen von dem Errungenen den Nußen zuDirektor des zweiten Verwaltungsbezirks mit der Anweisung achtete, daß aus dem Schimmel ein Gist hergestellt werden könne, kommen zu lassen, das müſſe unser Streben sein.- Der in seiner zurück, den Karl Haupt zu Apolda auf dessen dem Herrn Bezirks- welches der Wirkung der hetigsten Pflanzengifte, wie Strychnin und Ausführung und in seinen Einzelheiten interessante Vortrag wurde direktor mit diesseitigem Beschlusse vom 26. Januar d. J. mit- ähnlichen Alkaloiden gleichkomme. Selbst wenn die äußere Schimmel- mit großem Beifall aufgenommen. Es schloß sich an ihn eine getheilte Eingabe vom 22. desselben Monats zu eröffnen, daß wir bildung vollständig beseitigt worden wäre, welches nach dem Gehörten lebhafte, sich aber leider nicht an die Sache haltende Debatte. ver mittelst dieser Eingabe erhobenen Beschwerde wider die fragliche doch kaum anzunehmen sei, so müsse das Brot dennoch als unge fowie auf eine Betition für Einführung der Feuerbestattung aufNachdem der Vorsitzende zum Beitritt zum Verein aufgefordert, Verjügung des Gemeindevorstandes zu Buttelstedt und bezw. die in nießbar bezeichnet werden. Der Schimmel bewirke nämlich auch der gleichen Angelegenheit ergangene zweitinstanzliche Entscheidung eine Bersetzung des verbackten Mehles. Der medizinische Sach- merksam gemacht, wurde die Versammlung geschlossen. des Großherzoglichen Bezirksdirektors nicht stattzugeben vermögen, verständige, Gerichtsphysikus Dr. Philipps, bezeichnete verschimmelStöcker bekommt in Berlin keine Versammlung mehr und zwar aus folgenden Gründen: tes Brot als zur menschlichen Nahrung durchaus ungeeignet. Der Die angefochtene Verfügung des Gemeindevorstands zu Buttel- Genuß desselben könne schwere Störungen im menschlichen Drga u Stande. Der Hofprediger aller Deutschen"( so deutet der stedt stellt sich als eine solche ortspolizeilicher Natur dar, diefelbe nismus hervorrufen. Staatsanwalt Kindler wies auf das Ber- test seiner Freunde jetzt das„ a. D.") ist in Wirklichkeit ein geist zweitinstanzlich vom Großherzoglichen Bezirksdirektor bestätigt werfliche hin, welches in der Handlungsweise des Angeklagten einer Autorität gelenkt sein und Stöcker ist feine Autorität mehr. miedener Mann geworden; feine Chriftlichsozialen wollen von worden, und es erweist sich daher, da nach dem Gefeße vom liege. Wenn das Hauptnahrungsmittel der Menschen in solcher Am Mittwoch wollte Stöcker in dem Lokale Große Frankfurter11. Februar 1868 eine dritte Instanz in Polizeiverwaltungsfachen Weise verfälscht und verunreinigt werde, so höre doch Alles auf. straße 117 öffentlich sprechen; nicht 150 feiner Anhänger famen im Großherzogthume nicht besteht, die vorliegende Angelegenheit, Die Strafe müffe eine empfindliche sein und nur mit Rückacht und er selber kam auch nicht, sondern er schrieb, er jei heiser. insoweit das Thatsächliche des Falles in Frage ist, als er auf die bisherige Unbescholtenheit des bereits im vorgerückten Am Freitag Abend wieder sollte er vor der christlichsozialen ledigt. Alter befindlichen Angeklagten, nehme er davon Abstand, eine strafe event. 30 Tage Gefängniß zu erkennen. Der Gerichtshof Mann zusammen, darunter noch zahlreiche Gegner. Stöcker fam Gefängnißstraße zu beantragen. Er bitte aber, auf 300 M. Geld- Partei im Friedrichstädtischen Kasino" reden, der Anfang war auf Geld- 8 Uhr festgesetzt. Um 9 Uhr waren glüdlich ein paar Hundert erkannte auf 100 m. Geldstrafe, event. 10 Tage Gefängniß. nächst nur die Prüfung der Frage übrig, ob es für die Maßnahme Für das unterzeichnete Staatsministerium blieb hiernach zu der Ortsbehörde zu Buttelstedt, wie der Beschwerdeführer behauptet, an einer rechtlichen Grundlage gefehlt hat, bezw. ob diefelbe die Verlegung eines den Betheiligten zustehenden gesetzlichen Rechtes in sich schließt. in Betracht. Versammlungen. aber wieder nicht; der„ dritte Präsident", Kühne, theilte mit, daß dem verehrten ersten Präsidenten", Stöcker, vom Arzte das Besuchen von Lokalen am Abend verboten worden sei, weshalb an seiner Stelle Herr Oberwinder die kleine Versammlung amüsiren werde. Daß Stöcker nicht kommen konnte, mag am Ende wahr sein, trotzdem er es wiederholt versicherte und trotzdem es tomisch ist, daß er von dem ärztlichen Verbot am Morgen noch nichts wußte. Es bleibt indeß doch bestehen, daß die Anfündigung feines Auftretens kein Haus mehr füllt. Die Stöckerei fcheint, wenigstens in Berlin, am Ende zu sein. " Volks- Versammlung. Nach beiden Richtungen hin hat nach dem Stande der einschlagenden gesetzlichen Bestimmungen im Großherzogthume dem Beschwerde führer nicht zugestimmt werden können. Ein Vereins: Der sozialdemokratische Wahlverein für den 2. Verliner und Versammlungsgeseh, durch welches den Angehörigen des Neichstags- Wahlkreis Großherzogthums allgemein und bezw. unter bestimmten Bor- hielt am Montag, den 2. März, eine Versammlung ab. In der ausfegungen ein verfassungsmäßiges Recht auf Begründung felben sprach Genoffe Regierungs- Baumeister a. D. Keßler. Der politischer Vereine und Abhaltung politischer Versammlungen zu- felbe führte etwa folgendes aus: gesprochen wäre, besteht für das Großherzogthum nicht; vielmehr Der Vorwurf, den uns die Dummen öster machten, wir Eine Versammlung des Männerbundes zur Be kommt für das Gebiet desselben ein gewährleistetes Recht dieser wollen theilen, war ziemlich verstumunt, bis Herr Richter seine kämpfung der Mujittlichkeit fand am Mittwoch Abend im Art nur für Reichstags- Wahlzeiten infolge der in§ 17 des Irrlehren verkündete. Wenn man nun jezt in Versammlungen Wohrmann'schen Saale in der Großen Frankfurterstraße, also Reichs- Wahlgesetzes vom 31. Mai 1865 enthaltenen Bestimmung außerhalb Berlins fommt, so stößt man immer auf diese Irr im Arbeiterviertel, statt. Sie war von 300 Personen, zur Hälfte lehre, das Theilen. Sehen wir uns das einmal näher an. Die Arbeitern, besucht. Pastor Reller und Missionar Werkenthin Die Befugniß der Polizeibehörden des Großherzogthums, Grundlage der heutigen Gesellschaft ist die christliche Moral. Sprachen, während Stöcker durch Heiserkeit verhindert war. Die gegen politische Versammlungen auch mittelst vorherigen Ver- Man predigt uns den Verzicht auf irdische Genuiffe, während Redner gingen um die sozialen Ursachen der Unsittlichkeit herum. Lotes einz schreiten, begrenzt sich daher in dieser Beziehung man sich selbst an irdischen Gütern, an Privateigenthum bereichert. Auch die zur Vertheilung gelangenden Flugschristen waren volllediglich durch deren allgemeine Zuständigkeiten, und da diefelben Wir fordern aber die Aufhebung des Privateigenthums. Dieses ständig unpraktisch. Mehrere Arbeiter meldeten sich zum Wort; dahin gehen, daß bei dringender Gefahr für die öffentliche Ord- aufzuheben, ist aber kein Theilen. Privateigenthum ist schon oft auch wurde angefragt, ob die Herren bei ihrer Schilderung die nung und Sicherheit, bezw. zur Abwehr gemeinschädlicher, mit genommen worden. Was ist das Steuernvegnehmen anderes? Arbeiterklasse oder die Bourgeoisie im Auge hätten. Der VorGefahren für das öffentliche Wohl, das Leben, die Gesundheit Man sagt uns, das Privateigenthum kann nicht auf friedlichem sigende schloß hierbei eiligst die Versammlung. oder das Vermögen verbundener Handlungen mittelst ent- Wege enteignet werden, man vergißt bei diesem Vorwurfe ganz, sprechender, mit bestehenden Gefeßen nicht in Widerspruch stehen- daß der Staat ja heute schon expropriirt. Man denke an die den polizeilichen Verfügungen einzufchreiten ist, so ergiebt sich Eisenbahnen. Ebenso könnten die Gasanstalten, Pferdebahnen, Am 5. März fand in dem Saale des Böhmischen Brauhaufes hierauf für ein derartiges, auf thatsächlichen Voraussetzungen der die Erzeugung des elektrischen Lichts u. f. w. vom Staat oder der unter Leitung von Fräulein Baader eine große Bolts- Berbemerkten Urt beruhendes Vorgehen die erforderliche rechtliche Gemeinde übernommen werden. Wir sind aber nicht so grausam sammlung statt. Auf der Tagesordnung standen folgende Bunkte: Grundlage. die Aufhebung des Privateigenthums bewerkstelligen zu wollen 1. Bortrag der Frau Hedwig Henrich Wilhelmi über: Uebrigens wollen wir nicht anstehen, auch unsererseits zu er- ohne den Besitzern eine Entschädigung zu geben. Es muß Frauenrecht ist Menschenrecht." 2. Diskussion. lären, daß nach den aus den vorgelegten Aften zu ersehenden natürlich ein levergangsstadium eintreten. Redner schildert 3. Verschiedenes. Die Vortragende führte in Kurzem folgendes Umständen am Vorhandensein der thatsächlichen Voraus- nun der Entwickelung fapitalistischen Gesellschaft, aus: Die Zeit fordere das allgemeine Interesse für die gegen fegungen eines polizeilichen Vorgehens der hier vorliegenden Art tommt auf die Unternehmerkartelle zu sprechen, deren wärtige Nothlage der Frau, welche in allen Ständen herrsche. Die und führt dann weiter fort: Männer feien verantwortlich für die Thorheiten und Schwächen des verdammit, fich ein Zweifel für uns nicht ergeben hat. Von Seiten der Treiben fozialdemokratischen Partei ist öffentlich und mit allem Nachdruck Wir sind aber Sozial demokraten. Wenn wir das Privat- Weibes, weil sie dasselbe an seiner geistigen Entwicklung hemmen. ausgesprochen worden, daß es ihre Absicht fei, ihre Agitation eigenthum in dem heutigen Klaffenstaat, ohne diesen gleich mit, Dies sei der Fall bei allen Völkern, bei den wilden, wie bei und ihre Anschauungen demnächst vor allem auch unter der abschaffen würden, so würden wir einen Staat bekommen, wie den Hochzivilisirten. Nur die Form der Geringschätzung der Landbevölkerung zu verbreiten. Wenn, offenbar in Ausführung er zur Zeit der Pharaonen in Egypten bestanden hat. Dort ge- Frau wechsele mit der Entwickelung der Kultur. Bewunderns= dieses Vorhabens, außerhalb der Neichstags- Wahlzeiten Verhörte Alles dem König und der Priesterkajte. Wenn daher die werth fei es, wenn trotzdem Bedeutendes von der Frau geleistet fammlungen der hier in Frage befindlichen Art angekündigt Staats- und Kathedersozialisten kommen und sagen, wir erkennen würde, wie die Erfolge der weiblichen Studenten und die mannigwerben, in welchen bekannte sozialdemokratische Redner und die Schädigung der Arbeiter durch die Ausbeutung der Kapitalisten, fache Verwendung der Frau in Nordamerika zeigen. Die verAgitatoren aufzutreten beabsichtigen, so liegt allerdings aller durch das Privateigenthum, wir wollen Euch helfen, dann werden schiedenen Religionen weisen der Frau cine unwürdige Stellung Grund zu der Annahme vor, daß ein derartiges ausgesprochen wir fragen: Wollt Ihr auch den Klassenstaat abschaffen? In an. Bei den Indern ist die Frau verpflichtet, in dem Manne agitatorisches Verhalten schließlich nicht ohne empfindliche einem vor einigen Tagen erschienenen Buche werden unsere sozialen ihren Gott zu sehen und sich bei seinem Tode mit ihm verbrennen zit Störung und Gefährdung der öffentlichen Ruhe und Ordnung Forderungen vollständig anerkannt, nur dieselben soll der Kaiser lassen. Auch das Christenthum behandle das Weib wenig anders, im Allgemeinen bleiben wird, und wir vermögen es nicht zu miß durchsetzen. Dadurch bekommen wir aber einen Pharaonenstaat. wie die Erzählung von der Entstehung des Weibes, die Aussprüche von billigen, wenn aus dieser Besorgniß heraus auch bereits im Nur dadurch, daß gleichzeitig mit der Aufhebung des Privat Paulus, den Stirchenvätern und hohen Geistlichen der verschiedensten Einzelnen Orte, dessen Verhältnisse je nach Lage des Falles zu eigenthums bie Umbildung des heutigen Klassenstaats erfolgt, Beiten bezeugen Das Weib ist etwas Unreines." Das moderne beurtheilen wir den in erster und zweiter Instanz zuständigen wird eine Besserung der Lage der Proletarier möglich.( Lebhafter Urtheil über die Frau wurde mehr oder minder durch die reliLokal- und Bezirkspolizei- Behörden überlassen müssen, durch ent- Beifall.) giösen Vorstellungen beeinflußt; man sei bestrebt, die Emanzisprechendes Berbot geeignete Borforge getroffen wird. An der Diskussion betheiligten sich die Genossen Nörenberg, pation der Frau von kirchlicher und weltlicher Autorität zurückNimmich, Ritzler, Knaat, Keller und Regelmann. Auf eine an zudrängen. Der Mann fürchte die Emanzipation der Frau, weil ihn gerichtete Frage erklärte Genosse Steßler sich gegen den Zonen- er in ihr eine gefährliche Rivalin sehe. Nicht die Bestrebungen tarif, ba berselbe nur den Kapitalisten uüßen, sowie einen An- der Frau, welche man heute Emanzipation nenne, Rauchen, Sport, brang der Landbevölkerung nach den Städten verursachen könnte. Loslösung vom Manne u. f. w. feien die wahre Frauenbewegung, Genoffe Kigler bekämpfte diese Meinung, er war der Ansicht, daß auch nicht das frömmelnde Wesen; diese seien der wahren Weimar, den 17. Februar 1891. Großherzoglich sächsisches Staatsministerium, Departement des Innern, gez. v. Groß. Wie man fleht, verstehen auch unsere großherzoglichen Die er Arbeiter Berlins! Gedenkt der ausgesperrten deutschen Arbeiter! " Emanzipation nur schädlich. Die wahre Emanzipation der Frau Jermächtigt, einen wöchentlichen Beitrag von 10 Pfg. pro Woche| Versammlung der Einseher einzuberufen, welche bazu hätte besteht im engsten Anschluß an den Mann, in dem gleichen zu erheben. Dieselbe hat demgemäß beschloffen und durch zwei Stellung nehmen fönnen. Er, Redner, wäre deshalb ohne Streben mit ihm nach einem gemeinschaftlichen Lebensziele, in Aufrufe im Vorwärts" die Kollegen aufgefordert, ihrer Pflicht Mandat aus eigener Initiative hingegangen und habe sich an dem Kämpfen um gleiche Pflichten und gleiche Rechte. Das freie nachzukommen. Eine Anzahl Kollegen hat nun auch Folge ge- den Verhandlungen betheiligt. Dort wäre er förmlich verpflichtet Weib verzichte auf alle Galanterien, Schmeicheleien, wolle nur leistet, doch der größere Theil der Kollegen hat sich noch gar nicht worden, dafür Sorge zu tragen, daß seine Gewerkschaft sich gleich Gerechtigkeit, fönne nur einen freien Mann lieben. Die Stellung darum gefümmert. allen anderen Bau- Arbeiter Gewerken über die vorgelegte der Frau richte auch die moderne Ehe, welche nur eine Versor- Kollegen! Es wäre unnöthige Mühe, Euch hier flar legen Resolution entscheide, deren bekannten Inhalt Redner gungsanstalt sei. Der Mann sehe in der Frau eine Stüße für zu wollen, ein wie gejährlicher Feind in unseren Reihen die eingehend bespricht und zu deren Annahme er entschieden anräth. seine geschäftlichen Spekulationen; oft sei die Ehe für ihn auch Gleichgiltigkeit werden fann. Wir dürfen uns nicht In der darauf folgenden Diskussion erblickte Herr Machayti nur eine Art Hospital. Nicht alle Mädchen haben das zweifelhafte vertrauensselig einlullen lassen, weil es uns gelungen ist, in der Bauhandwerker- Konferenz durchaus teine die Solidarität Glück, eine Ehe zu schließen, dafür sorge die fapitalistische Wirth einige Forderungen durchzudrücken. Dadurch ist wohl etwas er der Arbeiter stärkende Institution, es beständen schon zwei andere schaftsweise. Sie ermögliche den Wenigsten ein behagliches Heim, rungen aber im Hinblick auf unser Ziel leider nur zu wenig. Körperschaften, die Generalfommission in Hamburg und die Ber verdamme Hunderttausende zur öffentlichen Prostitution und ge- Der Beweis dafür ist die jetzt herrschende Arbeitslosigkeit, der liner Streit- Kontrollkommission, welche mit Geldmitteln unterstützt währe einer noch größeren Zahl von Frauen ein Leben voll auch die minder glücklichen Kollegen unter uns ihren Tribut werden müßten; fäme nun noch eine nene hinzu, so würde, da bitterster Entsagung. Darum mögen die Frauen sich der all- zahlen müssen. Dies ist die Zeit, die unsere Gegner benügen, auch diese mit Geld unterstützt werden müßte, nur eine Zersplitte gemeinen Arbeiterbewegung anschließen, unbekümmert um alle und mit welchen Mitteln sie kampfen, ersehen wir ja wieder zur rung der Kräfte herbeigeführt werden. Dieser Redner, sowie die Einwände, welche man ihnen gegenüber geltend zu machen sucht; Genüge aus dem Vorgehen der Firma Gebr. Beidler gegen ihre nach ihm sprechenden Herren Schmitz und Schmidt riethen entdieselben zerfallen in nichts, besonders die Einwände, die Frauen Steinbildhauer.( Siehe Nr. 51, 2. Beilage.) schieden von einer Betheiligung an der Bauhandwerkerhätten nicht die Fähigkeiten und nicht die Zeit, für die Wahrheit Kollegen! Gegen solch ein Vorgehen giebt es nur eine Konferenz ab. Obwohl der Referent nochmals ganz entzu streben. Da die Frau einen gewaltigen Einfluß auf die Erziehung Stellungnahme! Treten wir enger zusammen, fe ließen wir unsere| schieden dafür eintrat und die angegriffene Resolution vertheidigte, der kommenden Geschlechter habe, so musse auch die Gesellschaft dafür Reihen dichter, und seien wir jets fampfbereit! ergab sich bei der Abstimmung, daß die Versammlung einem einforgen, daß die Frau in hohem Maße befahigt sei, diese schwierige gegangenen Antrage, die von einer Beschlußfassung über die Aufgabe zu übernehmen. Resolution und über die Stellung zur Konjerenz Abstand zu nehmen, zustimmte. Reicher Beifall lohnte die Ausführungen des Vortragenden. Nach Verlauf von einer Pause von 10 Minuten wurde der Antrag angenommen, nach Schluß der Versammlung die Tellersammlung fortzusehen und den Ueberschuß den ausgesperrten Hamburgern zu überweisen. Darauf ging man zum zweiten Punkte der Tagesordnung über. Zunächst erhielt Genoje Treuherz das Wort. Er führte aus, daß der Frau für manches die Verantwortlichkeit er= lassen sei, wo der Mann sich verantworten müsse. Die Vorstellungen von ihrer Stellung seien der Frau von Kindheit an eingeimpit; man müsse es der Wissenschaft überlassen, an der Stellung der Frau Besserungen vorzunehmen. In der Ehe biete sich ein genügender Schutz für die Frau. Aber um so dastehen zu können, brauchen wir Mittel und dazu ist der wöchentliche Beitrag bestimmt. Außerdem haben wir auch den anderen deutschen Arbeitern, namentlich den ausgesperrten gegenüber, Verplichtungen, welchen wir unbedingt nachkommen müssen. Die Summe ist so gering, daß kein Kollege sich weigern fann, sie zu entrichten. Die Quittungsfarten find tei der Kommission zu haben. Näheres fiehe Aunonze in dieser Nummer. Wit kollegialischem Gruß: Die Kommission der Bildhauer. Hierauf stattete Herr Machatzki als Delegirter Bericht über die bisherige Thätigkeit der Streif- Kontrollkommission ab. Er bedauerte, daß auch seine Geivertschaft noch keine Gelounterstützung der Kommission habe zu Theil werden lassen und sprach die Er wartung aus, daß das Verabsäumte bald möglichst nachgeholt werden möge. Nachdem hierzu noch die Herren Shmidt, Schmi und Schönberg gesprochen hatten, erklärte sich die Versammlung mit den Ausführungen des Herrn Machazki einverstanden und be schloß, ihn auch fernerhin mit dem Amte eines Delegirten zu betrauen. Unter Verschiedenem legte Herr Bielefeld sein Amt als Mitglied einer„ Fünferkommission" nieder und beantragte gleichzeitig diese überhaupt aufzulösen, welchem Antrage nach einiger Diskussion, an der sich die Herren Machatzki, Bielefeld, Schmiß nicht geschehen, dem Verein der Einfeger beizutreten und auch betheiligten, stattgegeben wurde. unter ihren Berufsgenossen für denselben zu agitiren. Weiter verpflichteten sich alle Anwesenden, soweit dies noch Wäschebranche. Am 3. März tagte in der Brauerei Königstadt die er e ordentliche Versammlung des Vereins zur Wahrung geistiger und materieller Interessen der Arbeiter und Arbeiterinnen in der Waschebranche. Der Vorsitzende eröffnete die Versammlung mit dem Bemerken, daß, da Herr Peus den Diesen Ausführungen trat Frau Ihrer Velten entgegen. angekündigten Vortrag wegen anderweitiger Besetzung nicht halten Ein Warten auf die Hilfe der Wissenschaft sei nicht zu empjehlen, tann, die erſten beiden Punkte der Tagesordnung fortfallen. Der sondern die Frauen müssen sich eng der sozialdemokratischen Der Statuten vorzulesen. Sodann ließ der Vorsitzende die ein Schriftführer wurde vom Vorsitzenden beauftragt, den Entwurf Arbeiterbewegung anschließen. Man müsse mit den hergebrachten Vorurtheilen brechen und energisch für die Zulassung der Frauen zelnen Paragraphen zur Berathung stellen, welche mit wenigen an Universitäten, besonders zum Studium der Medizin eintreten An diesen Berathungen betheiligten sich hervorragend die Herren Abänderungen sowie mehreren Zusagen angenommen wurden. und eine darauf bezügliche Petition an den Reichstag durch Schuhmacher. Unter dem Vorsiz des Kollegen Niederauer zahlreiche Unterschriften unterstügen. Koopmann und Barby. Zur Aufnahme neuer Mitglieder fand am Montag, den 2. März, eine öffentliche SchuhmacherIn ähnlichem Sinne spricht sich Fräulein Wabnih aus und fand eine Pause statt, in welcher sich viele der anwesen Versammlung im Lokale Königshof, Bülowstraße 37, statt, benierft besonders, daß der Frau des Arbeiters faum ein weiteres den Damen und Herren in den Verein aufnehmen ließen. welche leider schwach besucht war. Kollege Süßmayer sprach über Recht gelassen ist, als ihre Muskeltrajt zu verkaufen. Sodann wurde eine Beisigerin gewählt. Da die Statuten ge- die Sozialisirung der Massen infolge der kapitalistischen ProGenosse Neuenburg bemerkt, daß die Frauen in Nord- nehmigt sind, so macht sich eine Neuwahl des Kassirers erforder- duktion und fand den Beifall der Anwesenden. In der Disamerita in ausgezeichneter Weise ihren höheren bürgerlichen lich, da der in der öffentlichen Bersammlung gewählte nicht mehr fusion sprachen die Kollegen Niederauer und Hansmann und in der Branche thätig ist und laut Statut nur die gewählt gingen noch auf verschiedene wirthschaftspolitische Gebiete ein, Frau Reißner bemerkt, daß die Männer vielfach noch werden können, die in der Branche thätig sind. Es wurde darauf besonders auf unsere famosen Arbeiterschutz- Debatten im Reiche ihre Frauen von der Emanzipation zurückhalten, und bedauert, von den Vorgeschlagenen Herr Koopmann gewählt. Unter Ber- tage. Nach dem Schlußwort des Referenten wurde zu„ Verdaß die Vereinsgesetze die Frauen von jeglicher politischen Bewe- schiedenem theilte Herr Grashold mit, daß der frühere Verein schiedenem" noch angeführt, zu Ostern würde im Elysium ein Frau Wilhelmi bittet die Männer, ihr Interesse für die betrage von ca. 800 Mt. dem neuen Verein als Geschent über- trag vom Kollegen Mag Baginsti und Stellungnahme zum 1. Mai. Diese Ueberweisung fand allgemeine Anerkennung. Am 15. März findet ein Maskenball der Stepper statt, welchen Frauenbewegung nicht allein durch Beifalls bezeugungen und Worte zu beweisen, sondern durch die That für dieselbe einzu- Hierauf fragte Herr Grashold wegen der beabsichtigten Maifeier jeder, der in der Lage dazu sei, besuchen solle, da die SchuhWorte zu beweisen, sondern durch die That für dieselbe einzus treten, sich weniger für die Emanzipation anderer Frauen zu an, und es wurde der Beschluß gefaßt, 6 Mitglieder zu wählen, macher keinen abhalten. Lokal Münzstraße 11 bei Zemter. die sich als Komitee mit den Arrangements befassen sollten. begeistern, als vielmehr der eigenen Frau die vollste Freiheit zu gewähren. Pflichten gerecht werden. gung zurückhalten. Damit wird die Diskussion geschlossen. Unter dem dritten Punkte bittet die Vorsigende die Frauen, zahlreich der ArbeiterBildungsschule beizutreten. Mit einem dreifachen Hoch auf die Frauenbewegung wird die Versammlung geschlossen. Bildhauer! Kollegen! Laut Beschluß der öffentlichen Versammlung aller Bildhauer vom 8. Februar cr. ist die Kommission mittelte. Eine außerordentlich schwach besuchte Versammlung Eine öffentliche Versammlung der Einsener Berlins des Fachvereins der Tischler( Norden) tagte am Montag, den und Umgegend tagte am Freitag Abend unter dem Vorsiz des 2. d. M. Herr Dr. Lütgenau sprach über die Wohlthaten Herrn Schönberg. Derselben lag zuerit eine Beschlußfassung über des Alters- und Invalidengefeßes, fowie der Annehmlich die Resolution zur Bauhandwerker Konferenz vor, wozu Herr teiten, welche sonst noch damit verbunden sind. In der Dis Schönberg das Wort ergriff. Derfelve giebt einen Ueberblick fussion wurde eine beträchtliche Anzahl von Fragen gestellt, aus über die vorangegangene Konferenz der Bauhandwerker; damals denen sich die Werthlosigkeit des ganzen Gesezes ergab. Die wäre in der Zeit zwischen dem Aufruf im Vorwärts" und dem nächste Versammlung findet am 11. März in Moabit bei Jlges, Busammentreten der Konferenz teine Gelegenheit gewesen, eine Wilsnaderstraße 63, statt. Möbel- Magazin Otto& Slotawa. Tischlermeister. NW. 67. Bremerstr. 67. NW. Herren- und Platz Magazin für empfiehlt Knaben- Garderobe Frühjahrs- Paletots Einsegnungs- Anzüge von 12-36 M. von 12-30 M. von 4-15 m. ( Hosen prompt und billig. Bestellungen nach Maaß Filiale Rixdorf, Berg Straße 141 Bettfedern, Daunen, fertige Betten. 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