Nr. 61. Erscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Vierteljährlich 8,30 Mart, monatlich 1,10 m, wöchentlich 28 Bfg frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Belt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter@ reuzband: Deutschland u. Defterreich: Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Poft Bettungs- Preisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Bfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Ubr Abends, an Sonne und gefttagen bis 9 Uhr Vors mittags geöffnet. fernfprech- Anschluß 3mt 1, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Der Militarismus auf der Anklagebank. Wieder auf der Anklagebank! Sonntag, den 12. März 1893. ftaat par excellence und er, der allmächtige, unfehlbare Militarismus muß im Reichstag auf der Anklagebant sitzen vor dem Parlamentarismus! Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Schuldig ohne mildernde Umstände. Und zur Förderung dieses Militarismus soll ein neues riefiges Moloch- Opfer gebracht werden. Niemals. Keine Gnade. Fort mit dem Militarismus! Und die Militärvorlage werfen wir Wir begreifen die Aufregung, den nervösen Born des Kriegsministers, der, gewöhnt an unbedingten Gehorsam, hier Rede und Antwort stehen und sich vertheidigen muß! Und was giebt dem sonst so schwachen, schwachmüthigen ihm nach. Reichstag dieses Uebergewicht? Als vor wenigen Wochen unsere monarchische Presse mit pathetischer Entrüstung der Dinge in Frankreich vor hundert Jahren gedachte: eines Königs auf der Anklagebank, der Verurtheilung und Hinrichtung eines Königs- Der Geist der neuen Zeit, der in ihm weht, trotz alle da vergaßen die Lobredner der Gegenwart, daß gegen- dem, während der Militarismus, wenn er auch Manieren wärtig, feit Jahren ein viel mächtigerer König und Herr, der Neuzeit zur Schau trägt, den Geist alter, längst vernicht der Monarch eines Volks, sondern im wahrsten Sinne gangener, von der Kultur weggeschwemmter Zeiten in sich des Wortes ein internationaler Monarch, ein richtiger trägt, ja die Verkörperung dieses Geistes vorkulturlicher Weltherrscher unter schwerster Anflage steht, auf der Au- Barbarei ist. flagebank sitt, und sich auf Leben und Tod den Prozeß machen lassen muß. Der Angeklagte heißt: Militaris. mus, und ist der klassischste Ausdruck desBlut- und Eisen- sie zu tödten! systems, der modernen Barbarei, in welche die faulende und verzweifelnde kapitalistische Gesellschaft zurückgefallen ist und die Menschheit zurück zu werfen droht. 3n den jüngsten RuffenAusweisungen. Ueber die Maßregelungen( Verhaftung, Siftirung, Sauss suchung, Konfistation von Sachen, Ausweisung der Gemaß. regelten), denen eine Anzahl von russischen Studirenden im vorigen Monat hier zum Opfer gefallen ist, empfangen wir aus der Reihe der Gemaßregelten nachstehende Buschrift, deren thatfächliche Mittheilungen wir allen Grund haben, für durchaus richtig zu halten: Wir wollen hiermit einige Einzelheiten aus der Verhaftung der neulich aus Berlin ausgewiesenen Russen der Deffentlichkeit vorlegen inwiefern wir berechtigt waren, die Aufmerksamkeit des Publikums auf unsere persönlichen Erlebnisse jetzt, nachdem die Sache scheinbar erledigt, nochmals zu lenken; die Entscheidung darüber überlassen wir dem deutschen Volke selbst, wir bitten nut, nus so lange anzuhören. Verhaftung wären den Betreffenden die Gründe derfelben anZunächst die Verhaftung. Wer der Meinung ist, bei der gegeben oder wenigstens ein schriftlicher Berhaftungsbefehl vorgezeigt, ber irrt sich start. Nicht nur bei der Verhaftung, sondern auch später und bis auf diesen Moment wurde, troß wiederholter Anfrage, den Betheiligten etwas Schriftliches nie vorgezeigt oder der Grund dieser Maßregel mündlich angegeben. Die Verhafteten befanden sich mit einem Mal in der Gewalt von unteren Polizeibeamten und mußten denselben gehorchen widerspruchslos, willenlos, ohne zu wissen, weshalb, warum? Was ist der letzte 8 wed des Militarismus? Menschen, Feinde, unschädlich zu machen, eventell Und um diesen Zwed zu erfüllen, muß er in seinen Werkzeugen den Menschen tödten, muß er die Bernunft, das Denken tödten, den Mensch zur Maschine umWie alle Despoten haßt der Militarismus die Deffent- drillen. lichkeit, haßt er das Licht des Tages. Nicht, daß er sich in Reden da entrüftet liberale Mannesseelen uns Dunkelheit hüllen, in die Einsamkeit zurückziehen wolle. Jm vor von den Greueln des Jesuitismus, der den Kadaver Gegentheil: er zeigt sich gern auf der Straße, funkelnd, gehorsam heischt! Was ist der Kadavergehorsam der gleißend gligernd in Stahl, goldglänzend, farben- Jesuiten verglichen mit dem Kadavergehorsam des prächtig- mit wilder berauschender Musik aber Militarismus? Der Jesuitismus braucht den tende blendend, betäubend die wahre Gestalt dem Blick Werkzeuge, der Militarismus erstickt in seinen Werkzeugen verbergend, mit ängstlichster Sorgfalt sein innerstes Wesen das Denken, das Judividuum. Er zerreibt, zermalmt sie umschleiernd, sein Weben und Treiben por unberufenen als Menschen er fann nur toote Maschinen brauchen. Augen schen hütend. Und jedes Auge ist unberufen, Wer sich sträubt wer Widerstand leistet, wer zu start außer sein eigenes. oder zu ungelenk ist für die eiserne Form, in die der Mili Wie haßt er die Deffentlichkeit! Wie haßt er den ver- tarismus ihn einzwängt er wird zerquetscht. Die entsetz wünschten Parlamentarismus, der ihm das Kasernendach lichen Fälle der Soldatenmißhandlungen, die wie die immer abdeckt, die Geheimnisse des Kasernenhofs der profanen und immer wiederkehrenden Soldatenselbstmorde, der MiliKritit preisgiebt, das schillernde Nebelgebilde der Ferien- tarismus überall im Gefolge hat, sie zeigen das Loos der folonien auflöst, den bunten Flittertand erbarmungslos Unglücklichen. Und Abhilfe giebt's da nicht. Der Erlaß fie verhaftet waren. Es wurde ihnen nur gesagt, Sie müssen Aber die Verhafteten wußten außerdem nicht einmal, daß abreißt von den parties honteuses*)! des Prinzen Georg von Sachsen, ähnliche Erlasse anderer nach dem Polizeipräsidium, und zwar müssen Sie sogleich mit. Auf der Anklagebant sitzen ist kein Vergnügen. Und Regierungen fie find Blätter Papier geblieben Dann wurden sie nach dem Polizeipräsidium transportirt, durch eine nun gar erst für einen allmächtigen, unfehlbaren Monarchen, ohne jegliche Wirkung. Der befte, der entschlossenste Anzahl verworrener Gänge nach der Gefängnißinspektion geführt der in seinem Reich keinen Widerspruch, keinen Zweifel, Wille mußt nichts. Es ist eben unmöglich, in das Wider- und erst als alles, was sie bei sich hatten, auf das forgfältigste kein selbständiges Urtheil duldet. menschliche Menschlichkeit zu bringen. Frivole Schwäter untersucht worden war, zu welchem Zweck fie sich nackt ausziehen behaupten, der Sozialismus gehe wider die mensch- mußten, und als sie danach in die Gefängnißzellen eingesperrt liche Natur. Schamlose Umdrehung der Wahrheit. Sie wurden, wurde ihnen klar, daß sie verhaftet worden seien. verwechseln den Sozialismus mit dem Militarismus. Der über ihre Lage versetzt, so wurde diese Unsicherheit durch die Waren die Betreffenden also von vornherein in Unsicherheit Militarismus geht wider die menschliche weitere Behandlung noch aufs höchste gesteigert. So wurde Natur, wie er gegen die Kultur geht. auf die häufigen Anfragen, ob und wann man aus dem Gefängniß befreit werden würde, regelmäßig, und dies auch nach dem Verhör, geantwortet entweder:" Sie werden bald befreit werden", oder sogar:" Sie werden gleich frei„ Sie gelaffen." Giner der verhafteten Damen, als sie nach dem Verhöre fragte, ob sie auch noch im Gefängniß übernachten müsse, Leider erwiesen sich alle diese Bersicherungen als irrthümlich. wurde bestimmt geantwortet:" Sie werden gleich freigelassen", Und der Militarismus sigt jetzt auf der Anklagebank des Deutschen Reichstags- wie er schon voriges Jahr, schon vor zwei Jahren darauf gesessen hat. Er auf der Anklagebank! Und angeklagt von Wem? Der Höchste angeklagt von dem Niedersten nach der Weltanschauung des Militarismus. Und er kann es nicht hindern. Dieser verachtete Barlamentarismus ist trotz aller Baghaftigkeit, ja Feigheit feiner Vertreter dem Militarismus doch thatsächlich über den Kopf gewachsen, in seinem Lieblingsland, in dem Militärschämt. Stellen, die man nicht gerne zeigt, weil man fich ihrer Feuilleton. Macbrua verboten.) Die Laufbahn eines Nihilisten. Von S. Stepniat. Autorisirte Uebersehung. G Eine weite Kluft gähnt zwischen dem Geist des Militarismus und dem Geiste der Neuzeit. Keine Brücke, die diese Kluft überspannt. Die Humanität, die Zivilisation gebietet, daß wir den Pfahl des Militarismus aus dem Fleische der modernen Kultur herausreißen. Deutsches Volk! Schaue in die Werkstätte des Militarismus! Und hier sitzt der Schuldige auf der Anklagebank. Kannst Du schwanken? Nein! Schuldig!" Nun dente man sich aber den Seelenzustand der Verhafteten, die, ohne sich irgend welcher Schuld bewußt zu sein( wir hoffen weiter zu zeigen, daß es auch keine ga b), auf solche Weise übersaßen, in Kenntniß feßen, damit sie sich an ihre Posten be- Wenn sie alles recht in's Auge faßten, war es weit geben; während Watajko den Wagen, der ganz bereit stand, besser, den Angriff auf dem Wege vom Gefängniß zu nehmen und schleunigft Wassilij imWirthshause das Signal geben machen. Wenn aber irgend ein Hinderniß dazwischenmußte. Hier waren Menschen, Pferde, Wagen zum sofortigen träte, [ 37 die Straße durch eine Abtheilung Soldaten, Aufbruch bereit. Polizisten, einen Begräbniß oder Hochzeitszug sich im Wenn man die Zeit berechnete, welche das Kleider- fritischen Moment belebte, sollte der Angriff verschoben wechseln, das Durchsuchen und die gebräuchlichen Formali werden, bis die Gefangenen nach dem Gefängniß zurücktäten, bevor man die Gefangenen einer Estorte überlieferte, gebracht wurden. In diesem Falle sollte ein Frontwechsel in Anspruch nahmen, so genügte sie Andrej und Wassilij stattfinden. Der Angriff mußte auf derselben Stelle vor vollkommen, um nach Empfang von Watajko's Botschaft sich gehen, denn auf dem ganzen Wege fand sich fein geden Platz zu erreichen, auf dem sie die Gefangenen erwarten eigneter Plaz vor; Andrej und Wassilij brauchten nur an Frei ins Deutsche übertragen von Bertha Braun. follten. einer anderen Stelle zu warten. Der ganze Stab- die Das Signal, um den ganzen Mechanismus in Be Der Gang zum Gerichtssaale fonnte ungefähr vierzig Wächter und alle anderen- hätten sich nach dem Gerichtswegung zu setzen, sollte vom Gefängniß selbst ausgehen. Minuten in Anspruch nehmen. Nachdem der Gefängnißhof gebäude zu bewegen und eine neue Linie zu bilden, um den Die Gefangenen mußten, bevor sie der Estorte übergeben durchschritten war was ungefähr zwei oder drei Minuten ziemlich ungewissen Weg, den die Eskorte nach dem Gewurden, die Kleider wechseln und wurden im Gefängniß dauerte mußte die Eskorte eine Gaffe betreten, welche fängniß zurücklegen würde zu bewachen, und Anbureau bis auf die Haut durchsucht. Sobald sie nun nach ungefähr eine viertel Meile lang war und zu einer Allee brej das Signal zu geben. Da an diesem Drte unten beordert wurden, sollte Klein, dem dies am leichtesten führte, welche die Vorstädte östlich von der Festung freuzte. leicht eine Verwirrung entstehen fonnte, mußte möglich war, ein Stück blaues Papier in die Ecke seines Zwei Reihen frisch angepflanzter Lindenbäume, welche den Sina in Person am Plaze sein und alles in Ordnung Fensters stecken, welches er, von seinem Stuhle aus, erreichen Bewegungen von Pferd und Wagen nicht hinderlich sein halten. fonnte. würden, zogen sich zu beiden Seiten hin. Längs der Das ganze Arrangement war sehr komplizirt. Alles Jeden Tag, von neun Uhr morgens bis drei Uhr ganzen Allee befand sich keine Polizeiwache, und nur mußte mit der Glattheit und Regelmäßigkeit eines Uhrnachmittags, wurde dieses Fenster, wenn eine Sigung am Ausgange in die Altstadt gab es einige Läden. wertes arbeiten. Das kleinste Hinderniß oder der geringste im Gerichtssaale stattfand, von einem dem Gefängniß gegen- Die Eskorte brauchte faft zwölf Minuten, um Aufschub konnten den ganzen Plan zu nichte machen. über liegenden Hause mit einem Opernglase beobachtet. Diese Allee zu durchschreiten. Man beschloß den Angriff Um sicher zu sein, daß die Maschinerie gut arbeitete, Zwei Freunde hatten sich dort ein Zimmer gemiethet. Wenn hier auszuführen. Der dazu gewählte Ort befand sich wurde Sonntag Morgens, als alles bereit war, eine Probe der eine ermüdet war, nahm der andere seinen Platz ein, fünf. Minuten von der Ecke der Straße entfernt. Eine vorgenommen. Die Rolle der eskortirten Gefangenen überso daß sie das Fenster nicht einen Moment aus den Augen Linie von fünf Wachen, von denen die eine die andere sehen nahmen Duborom und Botcharow. Dieser hatte sich zum konnte, sollte sich vom Gefängnißhose bis zur Allee hin- Scherz ein dickes Stück Tau um die linke Schulter ges Sobald das Signal am Fenster erschien, mußte einer ziehen, um durch besondere Zeichen, von denen jedes seine bunden, um den Gendarmen mit den Schulter der Beobachter zu Watajko, dem Boten eilen, der mit einem Bedeutung hatte, die Angreifer, die bis zum entscheidenden Epauletten ähnlicher zu sein. Die Beiden gingen von der Wache zusammen in einem Wirthshause saß. Der Moment unsichtbar bleiben sollten, vom Herannahen der zur rechten Zeit vom Gefängnißhofe nach dem legte mußte seine Gefährten, welche in einer anderen Schenke Gefangenen zu unterrichten. Gerichtssaale und eine Stunde später zurück; drei Wachen verloren. genug er rumpelt wurden med fortwährend in Ungewißbett gehalten wur- 1bie Bolizei auch jest ben Berein unangetastets Den Bertheidigern des Militär- Strafprozeffes, ben von Spiz ben über ihr Bergeben und ihre Lage, und in jedem Augenblic, bei fortbefehen läßt. jedem Gang des Schließers mit vollem Recht erwarten fonnten, und Genossen, wird die Sühne für das geplaßte Trommeljest würden sie endlich freigelassen! Man fuche nun daraus zu ermitteln, wodurch wir uns fell eines Soldaten natürlich hoch Die Ungewißheit ist politisch fäftig" gemacht haben? Nicht doch etwa dadurch, daß scheinen. Was nun, wenn der Geprügelte dauernden eine große feelische Dual: hat doch selbst das größte religiöse einige von uns ein paar sozialdemokratische Versammlungen be Mufter der Duldfamkeit und Sanitmüthigkeit, Jesus Christus, fucht haben? Haben denn die paar Ruffen durch ihre einfache Schaden an seiner Gesundheit davontragen und in fich nicht enthalten fönnen, in folcher Bage dem Berräther Judas Anwesenheit in den vielfach nach Zaufenden zählenden Berfamms feiner Berufsthätigkeit durch sein Ohrenleiden beeinträchtigt juzurufen: Was Du zu thun gedenfft, thue es doch schneller! lungen etwa irgend welchen politischen Einfluß ausüben tönnen? wird? Welche Strafe hätte der Soldat erhalten, wenn er Dies war die eine große Qual, welche die Verhafteten zu Dabei muß hier noch erwähnt werden, daß die Ruffen in den Ver- dem Applifanten mit gleicher Münze heimgezahlt hätte? Und erbulben hatten, es famen aber noch andere hinzu. So wurde fammlungen sich ganz abgeschlossen verhalten, mit niemandem ge- in Bayern herrscht das öffentliche Verfahren, das vom Bolizeikommiffar beim Verhör ein sonderbares Verfahren Sprächsweise verlehren und im vollen Bewußtsein ihrer Eigenfchaft eine Rontrolle und Kritif der Ferienkolonien ermöglicht. eingefchlagen, für das wir feine paffende Bezeichnung fennen. als Buschauer grundsäglich an teiner Abstimmung theil was unter dem geheimen Verfahren, wie in Preußen, Der Herr Bolizeifommiffar suchte nämlich bei den einzelnen nehmen; auch werden von den Ruffen außer den sozialbemo Sachsen u. f. 1. vor sich geht, entzieht sich leider fast stets Verhafteten Besorgniß zu erwecken um ihre mitverhafteten Freunde fratischen zahlreiche andere Versammlungen besucht. und Verwandten. Am beften fonnte thm dies, selbstverständ Aber vielleicht ergab sich aus den tonfiszirten der öffentlichen Beurtheilung. Herr von Kaltenbornlich, gegenüber den verhafteten Frauen gelingen in bezug Bapieren etwas Rompromittirendes Bei sämmtlichen Aus- Stachau, der schneidige" Kriegsminister, welcher in der auf ihre Männer. So hatte der Polizeikommissar im Verhör gewiesenen wurde irgend was tonfiszirt. Aber fürwahr, man Militärtommission zwar in sieben Sprachen einer Dame gegenüber, als er bemertte, daß diefelbe um das fann nicht gut flar werden, ob die Betreffenden aus ein einziges Mal ausgenommen geschmiegen hat, weiß Befinden ihres Mannes sehr besorgt ift, gleichfam beiläufig die gewiesen wurden, weil man bei ihnen Papiere fich zu helfen. Die Enthüllungen der Kasernen- Herrlichkeit Neußerung gethan, thr Mann werde mohl an die ruffifche Re- tonfiszirt hat, ober ob man bei ihnen tonfis find nur eine bösartige Deze gegen das Heer. Wozu sind gierung ausgeliefert werden. Als die Dame, in großer Selbst airt hat, weil man fie ausweifen wollte. Dies bie Trommelfelle der Gemeinen da? Diese für Instruktionsüberwindung fich faffend, fragte: weshalb denn ihr Mann aus scheint sonderbar, allein es ist Thatsache, daß Drucksachen, welche stunden nüßliche Frage mag der strebsame Unteroffizier geliefert werden follte, da er doch feines; politischen, geschweige bei dem einen tonfiszirt wurden, dem anderen ungehindert zurück beantworten: Damit sie infolge schnerzloser Ohrfeigen fouftigen Bergebens fich schuldig gemacht hätte,-ba antwortete gegeben oder sogar nicht einmal bei der Durchsuchung befchlag plagen. Gigl bemerkt zu der Affäre: Die noch ungeEs scheint also, daß die Polizei, da sie nun einmal gegen plaßten Trommelfelle der Gemeinen werden wahrscheinlich bestimmte Persönlichkeiten einen politischen Argwohn fchopite, fich auch um Begnadigung des Aermsten verauch viel strenger bei der Durchsuchung der Papiere verfahren, wenden." und fo gewann für ihre argwöhnischen Augen manches Gewicht, was für ihre eigenen nicht im Argwohn bejangenen Augen feine Bedeutung hätte. bildet. 9 finnen doch! 0 " " 2 der Polizeikommissar spöttisch: Also Ihr Mann fürchtet sich nahmt wurden. wohl, an Rußland ausgeliefert zu werden? Er ist bei der Re gierung wohl schlecht angeschrieben, was?"( als ob die einfache Thatsache der Auslieferung nicht genügend wäre, um denfelben für den russischen Despotismus als einen Verbrecher zu ftempeln!) Wenn wir nun hinzufügen, daß die Fragen im Verhör nie rein Frauenftudium. Die Petitionstommission objektiv geftellt, sondern immer so gefaßt wurden, um eine fomdes Reichstages hat einen Bericht über die Petitionen romittirende Antwort zu erhalten, so wird sich wohl niemand Ein Berzeichniß der beschlagnahmten Sachen zu liefern würde erstattet, die sich die Zulassung der Frauen zu Barüber wundern. So wurde z. B. nicht gefragt: Waren Sie zu weit führen; es möge die Versicherung genügen, daß es lauter den gelehrten Berufsstudien zum Ziele gepolitisch thätig, fondern: Sie waren doch politisch thätig? ganz harmlose Dinge waren. ober, um ein anderes Beispiel anzuführen: Sie waren doch, Um so befremdender war die an alle Inhaftirten gerichtete nommen haben. Die Kommission beantragt, diese Petitionen felbftverständlich, Mitglied der Arbeiter Bildungsschule? Und Aufforderung, einen Revers zu unterzeichnen, daß fie alle ton dem Reichstanzler zur Erwägung zu überweisen. Daß bies in einem Zone, der die Sache ganz harmlos erscheinen ließ. fiszirten Sachen zurückerhalten hätten mit Ausnahme der Regierungsvertreter starr reaftionären Widerstand ge Daber muß bemerkt werden, daß die meisten Berhasteten das der politisch gravirenden"; daß sich die Ruffen dies leistet hat, versteht sich von selbst Aber über die Alfanzereien Deutsche nicht nur schlecht sprechen, sondern nicht einmal recht au thun energisch weigerten, war felbstverständlich; wäre es doch der Philister, des Bureaufratismus und brotneidischen Bourverstehen. für einen Russen eine Art politischen Selbstmordes gewesen, fich geois geht die moderne Entwickelung doch in absehbarer Fragen wir uns aber, aus welchen Gründen geschah dies felbst des Besizes politisch gravirender" Schriftstücke oder Drud- Beit zur Tagesordnung über. Ein Zeichen des Fortschritts alles, was gab die Veranlassung zu der Verhaftung und zur Schriften zu bezichtigen! Aber bezeichnend ist ein derartiges An- t auch der Beschluß der Petitionstommission. Sogar die Austpeisung, so bleibt auch dies bis jegt in eine undurchdring: bare Duntelheit gehüllt. Wir wollen auch hier das Thatsächliche Ebenso auffallend ist die von einzelnen Inhaftirten Spießbürger der Reichstagsmehrheit wagen nicht mehr offen mittheilen, damit das Publikum sich selbst ein Urtheil darüber berichtete Thatsache, daß ihnen fofort nach Be wider den Stachel zu löfen. endigung des Verhörs und Unterzeichnung des Verhörproto-= tolles die fchon fertige Ausweisungs ordre des PolizeiPräsidenten vorgelesen wurde, ein Beweis, daß die Ausweisung gar nicht das Ergebniß der Untersuchung, sondern eine von nur das formale Mäntelchen für diesen Aft abzugeben schien. Dornherein beschlossene Sache war und das Verhör deutsche Bolt mag nun urtheilen, weshalb einer Anzahl fremder Dies das Thatsächliche über die Russenausweisungen. Das Landesangehörigen das Gastrecht versagt wurde, weshalb ihr Im Verhör wurden die Frage geftellt nach politischer Studiengang gewaltsam unterbrochen wurde, weshalb fie Bethätigung eine Frage, die durchweg verneint wurde, und in ihrer Existenz arg geschädigt, weshalb fte einer auch die Bolizei tonnte nicht nur feinem der Bethetligten eine moralischen Tortur unterworfen, weshalb ihnen die Rückkehr politische Bethätigung nachiveifen, sondern dieser Nachweis wurde nach ihrer Heimath auf Jahre lang unmöglich gemacht nicht einmal verfucht; weiter wurde geiragt: nach wurde! Aber nicht genug, daß die meisten Verhafteten durch Besuch sozialdemokratischer Bersammlungen, Besuch von thre Ausweifung Rußland gegenüber fompromittirt wurden, so Bersammlungen der unabhängigen Sozialisten und von anarchisti wurden noch dazu sämmtliche Verhaftete photo. fchen Berfammlungen, ob Arbeitslosen Bersammlungen befucht graphirt- boch wohl nicht zum Privatvergnügen der Ge wurden, über Belauntschaft mit den Führern der Sozialdemo- fängnißphotographen? Und wer trágt die Garantie dafür, daß fratie, über Mitarbeiterschaft an Jozialdemokratischen Beitungen, die Photographien nicht in den Besiz der russischen Regierung ob man Mitglied von der Arbeiter Bildungsschule, nach Theil fommen, und derselben die Sache noch staatsgefährlicher er nahme an dem hier bestehenden russischen Verein Das Leben scheinen lassen? und die Wissenschaft", und ob in diesem Verein Politit getrieben wurde dies waren so ziemlich fämmtliche Fragen, wie es nach bem polizeiluhen Brototolljormular heißt: Bur Sache" wolle daraus, wem es beliebt, entnehmen, worin diese politische Sache" beftand, die so vielen solche und so viele Unannehm fichteiten bereutet hat! Fra Ausweisungsformular heißt es: weil die Betreffenden fich politisch lastig gemacht haben"; für die Verhaftung felbft wurden gar teine Gründe angegeben. Das Material, aus dem man etwa felbft die speziellen Gründe der Ausweifung und die Gründe ber ftattgehabten Durchsuchung und Berhaftung entnehmen tönnte, wird gebildet durch den Inhalt des polizeilichen Berhörs. 0 $ Doch noch mehr: wo die Polizei nur irgend welche Namen und Adressen vorfand, feien es auch die der unbekanntesten, unverdächtigsten Persönlichkeiten, so wurte alles tonfisgirt, bis auf Empfangscheine der Post über Werth und Einschreibebriefe, die auch als poli tisch gravireno" toufiszirt wurden! Somit wird wahrscheinlich noch ein viel weiterer Kreis von Persönlichkeiten in Mitteiden fchaft gezogen. Weshalb? warum?!. Polizei und Sozialdemokratie unterm neuen Kurs. Der Rheinisch- Westfälischen Zeitung", dem berufenen Bechenorgan, wird aus Barmen unterm 9. März geschrieben: Eine Ueberraschung eigener Art wurde mehreren hiesigen Krieger und Landwehrvereinen bereitet. Diese erhielten dieser Tage von der Polizeiverwaltung ein Schreiben, in dem den Vorständen aufgegeben wurde, die Mit gliederlisten dahin zu prüfen, ob etwa auch Sozialdemokraten Aufnahme gefunden hätten. Wenn dies der Fall, dann seien diefelben sofort auszuschließen, andernfalls wäre den betreffenden Vereinen der Charakter als Krieger- und Landwehrverein zu ent ziehen, d. h. sie würden feine Vereinsfahne führen und nicht mehr öffentliche Aufzüge unternehmen dürfen. Die Vorstände der betreffenden Vereine befinden sich nun in einer sehr üblen Lage. Denn woran sollen fie die Sozialdemokraten ertennen? Die Vorstände bezweifeln übrigens auch, wenn Räubige" unter thnen sein sollten, diese aber als foláje nicht auftreten und feinerlei Anstoß geben, das Recht der Ausschließung. Würde ein derartiges Mitglied es einmal an der nöthigen Achtung patriotischer Rundgebungen feblen laffen, so würde es felbstverständlich so wie so ausgeschlossen werden. Jedenfalls dürfte dieses Mittel, die Sozialdemokratie zu bekämpfen, sich als sehr wenig wirksam erweisen." Arbeiter gerichtete Unterdrückungsmaßregel feiert und Pulver Sogar dem Blatte der Grubenherren, bas jede gegen Giner speziellen Erklärung für den denkenden Refer bedürfen nur die Fragen, betreffend den russischen Verein„ Las Leben Man wird es nach alledem begreiflich finden, daß wir mit und Blei für die wahrhaften Werkzeuge der Sozialreform und die Wissenschaft". Dieser Verein wurde Dor zwei der tiefen Empfindung ins Gril gehen, uns fei großes Unrecht hält, erscheint dieses Eingreifen der Polizei seltsam. Es ist Jabren gegrundet unter polizeilicher Genehmigung. geschehen, ein Unrecht, das nur dann in seinen Wirkungen ge- tlar, daß die Polizei nicht die Aufgabe hat, GesinnungsDie Politik wurde von vorne herein statuten mäßig lindert werden fann, wenn die Ausweisung zurückgenommen, riecherei zu treiben, daß dieser Vigilanzdienst nicht im aus ihm ausgeschlossen. Der Verein hatte zum Zwede, weun fämmtliche tonfiszirte Papiere zurückgegeben und die Photo- Bereiche ihrer Machtvollkommenheiten liegt und offenbar durch populäre wissenschaftliche Vorträge die Bildung seiner graphien sammt den Photographieplatten vernichtet werden. Mitglieder zu erweitern. Es wurden Vorträge gehalten aus den Gebieten der Literatur, der Philosophie, der Jurisprudenz, der Nationalökonomie, der Ethit; es fonnten überhaupt Vorträge auf jedem beliebigen Wissenszweig gehalten werden, wenn fie nur rein wissenschaftlich waren und ein allgemeines Interesse hatten. An die Vorträge tnüpften fich gewöhnlich Debatten. In diesen wurde oft auch das Gebiet der Naturwissenschaften fonnte in der Dabatte nichts Politisches gestreift; doch vorgetragen werden, worauf der jedesmalige Borsigende streng zu achten hatte. Das der Verein politisch harmlos war, hat sich mit voll. ftändiger Evidens aus der Beweisaufnahme ergeben, so daß gaben die Signale ab als sie vorübergingen, und die Boten und. Angreifer machten wie bei einem wirklichen Angriffe alle Bewegungen durch. Im ganzen ging alles sehr gut. Beit und Entfernung waren genau berechnet. Die Leute lannien ihre Rollen ganz genau. Als sie über eine Entfernung nicht sicher zu fein schienen, wurden einige Signale ausgetauscht. Politische Leberlicht. Berlin, ben 11. März. nur als opus superrogationis, als Liebeswerk geübt wird. Denn wer wäre folch ein gott und weltverlaffener Frevler, zu wähnen, die Polizei widme sich dieser Spürthätigkeit im höheren Auftrage, etwa im Bollzuge eines Wintes von oben? Jedenfalls agitirt die Polizei auch hier vortrefflich für die Arbeiterpartei. 01 n Die Nationalliberalen schlängeln sich langsam an Amtliche Stimmungsmache. Die geheimen den Antisemitismus heran. Das Provinzial Fonds liefern den schnöden Mammon zur Agitation für a hitomitee der nationalliberalen Partei Die Militärvorlage. Offiziös und amtlich wird mit Hoch der Provinz Hannover hat auch über den Antibrud gearbeitet. Pyramiden von Flugblättern werden er femitismus einen Beschluß gefaßt. Es wird darin die zeugt und in alle Welt geschleudert, Amts- und Kreis- demagogische" Agitation der Antisemiten verurtheilt", blättchen vertheilen als Beilage amtliche Reflame- und der Standpunkt der Humanität" gegenüber dem JudenMatulatur zu gunsten der neuen Boltsbelastung, aftive thum betont. Dann wird aber auch die Erwartung aus Offiziere, Offiziere a. D. und 3. D. schreiben sich die Finger gesprochen, daß die Israeliten selbst durch öffentund Beitungen werden aufgethan, so geht ein beliches Auftreten gegen Auswüchse in ihren eigenen Reihen sonderes Blättchen, dessen Leiter der Oberst zur Herstellung des sozialen Friedens beitragen. Namentlich lieutenant a. D. Enneccerus ist, worin graufamlich schöne sei zu fordern, daß aus diesen Kreisen selbst die Gedichte und Weckrufe" an den deutschen Michel ab- beffernde Hand an diejenigen in jüdischen Händen befind Es war hohe Beit, daß alles bereit war. Sie mußten gedruckt sind. Der deutsche Michel läßt sich hoffentlich lichen Breßorgane gelegt werde, welche durch ihr vielfach annehmen, daß die Gefangenen in der nächsten Woche diesmal nicht durch dies offiziöse Treiben die Taschen die Gefühle ihrer Witbürger verlegendes Verhalten die Montag oder Mittwoch vorgeladen werden würden. Als leeren. antisemitische Bewegung groß gezogen haben. Insofern der Montag verstrichen war und sie erfahren hatten, daß Wucher, Güterausschlachtung, unreelles Geschäftsgebaren und Bei der Reichstags- Erfahwahl in Amberg ist der andere soziale Schäden, die nicht minder der antisemitischen weber am Dienstag noch Donnerstag Sigung war, schien es Randidat des Zentrums, Bürgermeister Riß, mit 6778 von Bewegung den Nährboden gaben, mit gefeßlichen Mitteln faft ficher, daß Mittwoch der bedeutungsvolle Tag fein 9185 abgegebenen Stimmen gewählt worden. Fabrikbefizer beseitigt oder gemildert werden können, halte das ProHeindl( lib.) erhielt 1110, Schuhmachermeister Sieben vinzial- Wahltomitee ein Vorgehen der Regierung und der Waffilij war bereits vor sechs Uhr Morgens auf den bürger( S03.) 591 Stimmen. Bei der letzten Wahl 1890 gefeßgebenden Körperschaften für erforderlich." Ist es nicht Beinen. Zum hundertsten Male prüfte er jede Schraube erhielt der Zentrumskandidat 8721, der Liberale 1055 und praktisch, wenn die kapitalistische Partei, deren Bresse der am Wagen, feden Nagel an den Bjerdehusen, jede Schnalle der Sozialdemokrat 228 Stimmen. am Geschirr. Dann ging er auf fein Zimmer, wusch das Stimmen des Zentrums um 2000 zurückgingen, haben sich der Nationalliberalismus, um von der Kapitalisten: Während also die Inbegriff der Unternehmerfrechheit und Brutalität ist, Gesicht, tämmte sich die Haare und bürstete feine Kleider die sozialdemokratischen Stimmen mehr als verdoppelt. Classe die Aufmerksamkeit abzulenten, dem Geld= aus. Als die Uhr acht schlug, weckte er Andrej, der am Und doch soll die Sozialdemokratie durch Herrn Dr. Bachem jubenthum zu Leibe geht vorhergegangenen Tage bis in die tiefe Nacht aufgeblieben nach den Zentrumsblättern maufetodt geredet sein. mit papiernen ResoTutionen. Obwohl der christliche wie der jüdische Auswar, und infolge deffen bis jetzt geschlafen hatte. Wassilis richtete den Samovar zurecht und wollte ges rade nach dem Stalle gehen, um die Pferde anzuschirren, als die Thür sich öffnete und Sina eintrat. würde. Wie Soldatenmißhandlungen bestraft werden. beuter, alle beide stinken"! Aus Würzburg wird der Frankfurter Beitung" Kelheim in Preußen. Die ultramontane Parteiunterm 7. März geschrieben: Das Militärgericht leitung hat in Olpe. Meschede eine böse Schlappe Sie hatte den Marktkorb am Arm und den grauen beschäftigte sich heute wieder einmal mit schmerzlosen erlitten. Fus angel's Kandidatur wird aufrecht erhalten, Shawl, der ihr über die Schulter fiel, um den Kopf ge- Ohrfeigen". Der Sergeant im 2. Train- Bataillon, die Fraktion ist durch eine saftige Depesche darüber aufschlungen. Georg Kliegel, ein gelernter Schuhmacher, hatte sie aus geklärt worden, und die Kniehöstmänner des Zentrums sind Sie konnte zufällig gekommen sein, um etwas anzu- getheilt, als ein Gemeiner am Sedantage nach der Ver- durch diese Kundgebung arg blamirt. Einem Extrablatt geben, denn oft bekommt man im letzten Moment einen theilung der Fourage noch einige Hand voll Hafer auf der Sauerländischen Volks- Zeitung" zufolge ist in einer guten Einfall. So sagte sich wenigstens Andrej, um die Umwegen" für sein Pferd erlangen wollte. Der Sergeant Vertrauensmänner- Bersammlung zu sagen, der die AbZweifel bei dem unerwarteten Besuche zu verscheuchen. Als stellte ihn zur Mede, worauf der Soldat eine lächelnde geordneten Hige und Bachem beiwohnten, die Kandidatur bas junge Weib aber den Shawl, der ihr Wund und Kinn Miene annahm. Kliegel, darob erbost, versezte dem Unter- Fusangel einstimmig aufgestellt worden. Die amtliche bedeckte, abnahm und er ihr bleiches, erregtes Antlig er gebenen mit seiner Schusterhand eine derartige Ohrfeige, Bentrumspresse braucht kaum ausdrücklich festzustellen, daß blidte, ergriff ihn Furcht. daß das Trommelfell plante. Die Geschworenen fanden Bachem und Hize nicht mitgeftimmt haben. Als ob es nach berühmten Wustern, daß dieser schallende Schlag trotz darauf anfäme? Aber die ultramontanen Wähler sind der alledem feinen Schmerz verursacht habe. Kliegel tam des- junterlichen Schacherpolitik des Zentrums müde, und fie halb mit 14 Tagen gelinden Arrestes davon." Also protestiren dagegen, wie 1892 die banerischen Bauern durch 14 Tage gelinden Arreftes werden verhängt für eine fchwere die Kandidatur Sigl, durch die Kandidatur Fusangel's, Körperverlegung, die den Gemißhandelten dauernd schädigt! der ihnen tros seines durch den kläglichen Baare Vers Wieder ein Unglück!" rief er aus. " Nein. Aber lesen Sie dies," sagte fie, ihm ein Tele gramm von St. Petersburg hinhaltend, welches er mit einem Blicke durchflog. ( Fortsetzung folgt.) greta tamponeten Stutes immer lieber ist, als die Junter und Kleriter. So wird für uns das Land beftellt. # an Die konservativen Demagogen arbeiten in Eng- 1fteht das Recht zu, fich bebufs Erlangung befferer Sohn und Tand und Irland mit fabelhaftem Fleiß und mit jener Arbeitsbedingungen zu vereinigen. Wer dies Recht verlegt, wird Die Kitingerei. Unsere Leser erinnern sich abfoluten Gleichgiltigkeit dem Gefeß gegenüber, durch welche mit Gefängniß bestraft. Der Bersuch ist strafbar" einzutreten. Rizinger Turnergeschichte. Der Oberstlieutenant Stöler ist Die Konservativen haben nämlich so lange das Monopol Tausende der gewerbsmäßigen Prostitution in die Arme treibt, Unsere Leser erinnern sich der die konservativen Parteien in allen Bändern sich auszeichnen. Daß die gewaltsame hinderung von Frauenvereinen, die ftelle von Hungerföbnen beffere Bedingungen erstreben, aus Anlaß dieser Affäre nach Weiden( Oberpfalz) verber Gesetzgebung gehabt, daß sie die Geseze als ihr Monopol beftritt allerdings beute fo wenig wie früher ein Mitglied setzt worden. Aber die Turner haben auch ihre Loyalität" betrachten und mit ihnen umspringen, wie es ihnen beliebt. der Kommiffion. Auch dieser Antrag wird das Plenum noch fein säuberlich fundgethan. Die englischen Konservativen bereiten in der That in den beschäftigen. Die Berathungen der Kommission wurden nun Eine neue Bundesinitiative. Die Organe der protestantischen Theilen von Jrland alles für den Aufstand endlich gefchloffen. Als Berichterstatter für das Plenum sollen schweizerischen Konfervativen, die Berner vor und erzeugen zu gleicher Beit fünftlich eine Panit auf der ultra.nontane Dr. Stephan unb( als medizinischer Sachs Boltszeitung" und die Allgemeine Schweizer- dem Geldmarkt, und mit Hilfe dieses Aufstands- Wauwaus, verständiger) Abg. Endema un fungiren. Die hier und da 3eitung" rathen zu einer Initiative, welche die Einden sie selbst geschaffen, und dieser Geldpanit, die sie eben aufgeworfene Frage, ob die Berhandlungen im führung des obligatorischen Gesegesrefe- falls erzeugt haben und durch welche die irischen und da der Ausschluß der Oeffentlichkeit nach Art. 22 der Reichs Plenum öffentliche fein werden, ist eine müßige, rendums im Bunde bezweckt. Danach scheint es, englischen Werthpapiere im Breis fallen, suchen sie einen verfassung eine traffe Berfaffungsverlegung wäre. daß die Konservativen die Initiative betreffend die pro- Druck auf das englische Parlament und das englische Volk portionalen Nationalraths- Wahlen bereits wieder aufzugeben beabsichtigen und auch vor der Wahl des Bundesrathes durch das Volk dem obligatorischen Referendum den Vorzug einräumen. Zunächst begründen sie ihr Bestreben damit, daß der Ständerath durch die Wahlen in Genf und Tessin radikal geworden sei und deshalb gegen denselben ein Gegengewicht geschaffen werden müsse. Das schweizerische Staatswesen geht immer mehr aus dem Repräsentatiostaat in die reine Demokratie, von der parlamentarischen zur Volks gefezgebung über. Es ist bezeichnend, daß die konservativen Elemente der Eidgenossenschaft, allerdings in erster Linie aus tattischen, parteipolitischen Beveggründen, dieser Um gestaltung Vorschub leisten müssen. Allerdings wissen die fortgeschrittenen Parteien, Jungdemokraten und Arbeiter partei, sehr gut, daß nicht blos das obligatorische Referendum, sondern auch die Wahl des Bundesraths durch das Bolt erkämpft werden muß; es ist vor allem nöthig, die Bundesregierung zu demokratisiten. Aus der Schweiz wird uns geschrieben: auszuüben. Es ist wirklich ganz interessant, dieses tonfervative Demagogenspiel zu beobachten. Die Wühler" und Umftürzler" nicht fonfervativer Observanz tönnen Diel davon lernen. " Parlamentarisches. Das Gesetz gegen den Verrath militärischer Geheimniffe wurde beute, in zweiter Lesung, von der Rommiffion mit 10 gegen 5 Stimmen angenommen. In der Sigung der Kommiffion wurde zunächst der früber zurückgestellte§ 11 in erfter Lesung erledigt. Die Regierung verlangte in ihrer Borlage, daß der§ 4 Absah 2 Nr. 2 des Straf Gefeßbuchs auch für die§§ 1-5 dieses Gesetzes Anwendung finden sollte. Danach hätten Ausländer, wenn sie im Ausland gegen die genannten Paragraphen dieses Gesetzes verstoßen hätten, in Deutschland bestraft werden können. Gegen diese Bestimmung wurde geltend gemacht, wenn es allgemeiner batten beim Reichstage darüber Beschwerde geführt, daß im wird, dann die Deutschen am meisten darunter zu leiden haben Aus dem Reichstage. Gewerbliche Arbeiter aus übed Brauch werden sollte, daß die Strafbarkeit so weit ausgedehnt Widerspruch zum§ 18, Abjaz 2 des Reichsgefeßes, bewerben, weil diefe am meisten reisen und sich auch sehr viel mit treffend bie Gewerbegerichte, welcher lautet: Die militärischen Dingen befaffen. Wird eine so weitgehende Bestimmung Beisiger erhalten für jede Sizung, der sie beigewohnt haben, in einem deutschen Gefeß aufgenommen, dann haben wir kein Vergütung etwaiger Reisekosten und eine Entschädigung für Recht, uns zu beschweren, wenn andere Staaten es uns nachZeitverfäumniß. Die Höhe der letteren ist durch das Statut machen. entzulegen, eine Zurückweifung derfelben ist unstatthaft," das Qubedische Gesez, betreffend das Gewerbegericht, vom genommen: Der Paragraph wurde dann in folgender Fassung an 30. November 1891 im§ 26, Absah 3 bestimme: die Beifizer versehen ihr Amt als Ehrenamt unentgeltlich". Gin an den eine dem Reichsgefeß entsprechende Bestimmung zu beseitigen, war Senat von Lübeck gerichtetes Gesuch, diesen Widerspruch durch abschlägig beschieden worden. 30. November " Die Bestimmungen im§ 4 Abfah 2 Nr. 2 und§ 98 des Strafgesetzbuchs für das Deutsche Reich finden auch auf die in Bergehen Anwendung." Hiernach fann also ein Deutscher, wenn den§§ 1, 3 und 5 dieses Gesetzes vorgesehenen Verbrechen und er im Ausland gegen die§§ 1, 8 und 5 dieses Gesezes verstößt, in Deutschland bestraft worden. Sodann wurde das ganze Gesez mit einigen unwesentlichen redaktionellen Abänderungen een deeligen und Sozialbemoraten egen bas nach Beschlüssen ersten Lesung angenommen. Gesez ftimmten die Freisinuigen Die legten Sonntag und Montag in verschiedenen Kantonen stattgehabten Wahlen haben leider der Sozialdemokratie teine Eriolge gebracht. In den Kantonen Aargau und Waadt, Der Kommissar des Bundesraths hatte ausgeführt: wo sie selbständig in die Wahl eintraten, vermochten sie feinen ihrer Kandidaten durchzubringen, mit Ausnahme derjenigen, die Die Bestimmung des§ 20 Abfaz 3 des Lubed'schen Gefeßes, ber bemoratischen Bartel angehören und auch auf den einen betreffend das Gewerbegericht vom 30. Dezember 1891, wonach die diefer Partei oder gar aller Parteien ftanden. In Lausanne fiel nach den bisherigen Nachrichten fogar Genosse Fauquez, der Betfizer ihr Amt als Ehrenamt unentgeltlich zu verfehen bisher schon dem Kantonsrath angehörte und legthin anläßlich haben, sei weder im Hinblick auf§ 18 Abfas 2 des Reichsgefeges, In der Wahlprüfungs- Kommission wurde gestern bie einer Nachwahl in den Nationalrath über 4000 Stimmen be betreffend die Gewerbegerichte, vom 29 Juli 1890 noch auch im Prüfung der Wahl des Abgeordneten Prinz Handjern( 10. Potsdam) fommen hatte, durch. Die gegnerischen Parteien gingen Hinblick auf§ 55 des Gerichtsverfassungs- Gefeßes für unzulässig zum Abschluß gebracht. Zroz der zahlreichen erwiesenen Unregel vielfach gefchloffen vor und vereitelten damit der Sozial zu erachten. Der§ 55 des Berichtsverfassungs- Gesezes beziehe mäßigteiten und der tonnatirten Vergewaltigung der sozialdemofratie jeden Eriolg. Diefe herrlichen Wahlsysteme, fich auf die Schöffengerichte und tomme für die gemäß§ 14 Nr. 4 demokratischen Agitation beschloß die Kommission doch, angesichts welche eine jüngere und schwächere Partei vollständig unter dafelbft zugelassenen Gewerbegerichte nicht in Betracht. Zu den der großen Majorität des gewählten Abgeordneten, Handjery drüden und jeder Vertretung berauben, finden naturlich überall legteren gehöre bas nach der Gesetzgebung Lübeds feit 28 945, Werner 22 839, die Wahl für giltig zu erflären. Der den Beifall der herrschenden Parteien, heißen diese nun demo- dem Jahre 1877 fur Entscheidung gewerblicher Streing Antrag auf Ungiltigkeit wurde mit 4 gegen 8 Stimmen abfratisch- liberal oder konservativ. Zu vereinbaren sind solche feiten berufene Gewerbegericht. Das Reichsgefez. be gelehnt. Wahlsysteme mit der Demokratie aber unter teinen Umständen. treffend die Gewerbegerichte, vom 29. Juli 1890 habe in Im Kanton Tessin haben die Liberalen die übrigens nicht§ 80 berartige, auf Landesgesetz beruhende Gewerbegerichte minder tapitalistischer Gesinnung als ihre ultramontanen Gegner aufrecht erbalien, sofern bis zum 1. April 1892 ihre Zus die Mehrheit im Kantonsrath erlangt, womit sie sich nun aufammenlegung den Bestimmungen des§ 12 Absag 1 und 2 des der ganzen Linte in herrschender Stellung befinden. Reichsgesezes angepaß! werden würde. Diesem Erforderniß set DAVA 30. Dezember Literarisches. Sozialpolitisches Zentralblatt( herausgegeben von Dr. Arbeitsein Rheinisch ArbeitsIm Stanton 3 û rich finden die Wahlen für den Rantons- durch das Lübeckische Gesetz vom 30. November 1891 Genüge ge Heinrich Braun, Berlag von J. Guttentag in Berlin). Die und Regierungsrath am 23. April statt. 3wet Regierungsräthe, bie Liberalen Spiller und Walder, haben aus Altersrucksichten schehen. Daß den Beifizern der nach Landesrecht fortbestehenden foeben erschienene Nummer 24 bat folgenden Inhalt: Der gegen ihren Rücktritt erklärt. An ihrer Stelle kandidiren die Liberalen den Gewerbegerichte im Anschluß an die Bestimmungen des§ 12 wärtige Stand der sozialistischen Arbeiterbewegung Belgiens. Oberst Bleuler in Zürich und die Demokraten Nationalrat Locher, Abfaz 2 des Reichsgesetzes vom 29. Juli 1890 eine Vergütung Von Dr. Emile Vandervelde. Gebarot Hauptmann's Weber". Medalteur des Landboten" in Winterthur. Die Stellung der von Reisekosten und eine Entschädigung für Zeitversäumniß ge- Bon Georg Simmel. Verhältnisse der unteren Postbeamten Arbeiter refp. der Sozialdemokraten zu den Regierungstaths: währt werden müffe, fei reichsgefeglich nicht vorgeschrieben des Deutschen Reiches. Zur Hausweberpolitik in Schlesien. Wahlen soll erst in einer nächstens stattfindenden tantonalen worden. Die Kommission mußte das zutreffende dieser Aus- Stand der Arbeiterkolonien in Deutschland. Zum ArbeitsDelegirtenverfammlung bestimmt werden. Betreffend die Kantons- führungen anerkennen, aber sie war doch der Ansicht, daß nachweis in Berlin. Landwirthschaftskammern in Preußen. rathswahlen werden die Sozialdemokraten mit selbständigen es der Billigkeit entspräche, den Beisigern die baaren Aus- Bejah!.. ng der Arbeiter in englischen Staatswerkſtätten. Zum Kandidatenliften in die Wahl eintreten, vielleicht auch gemein- lagen und den entgangenen Arbeitsverdienst zu erfezen. Berbot der Einwanderung in den Vereinigten Staaten. Gegen schaftlich mit den Demokraten gegen die Liberalen vorgehen. Es wurde dabei noch von einer Seite geltend gemacht, daß auch die Kommunalsteuer Privilegien der Beamten. Nachdem vor ach: Tagen im Züricher Kantonsrathe von die Arbeiter aus Travemünde zu dem Gewerbegericht als Bei- ftellungen im Desterreich im Jahre 1891.- Programm der pardem liberalen" Pfarrer Bißmann eine Anarchistendebatte nger hinzugezogen würden. Diese könnten jedenfalls ben wetten iamentarischen Arbeiterpartei von Queensland. provozirt worden ivar, in der er die Polizei an ihren gesellschafts: Weg nicht ohne erhebliche Kosten zurücklegen, so daß für sie die weitfälisches Kohlenfartell und staatliche Verwaltung. retterischen Beruf mahute und von unfern Genossen Greulich Auficht des Lübeckischen Senats, die versäumutß sei für den seit jugendlicher Textilarbeiter in Preußen und Sachsen. und ang gebührend abgefertigt wurde, auch Regierungsrath einzelnen Betfiger feine fühlbare, nicht zutreffe. In der Gr. Sonntagsruhe für Bahnarbeiter. Die Frage des AchtundenSpiller ihn mit der Wittheilung beruhigte, daß die unruhigen fremden wägung, daß nicht nur durch das Reichsgefes, betreffend die tages in England. Vermehrung der Fabrikinspektoren in Elemente ohnehin polizeilich kontrollirt werden Die Gewerbe- Inspektion in Desterreich. gab es legten Gewerbegerichte, sondern auch durch die anderen Reichsgesetze Preußen. Montag eine Debatte über Aufnahme fozialer Statistiken und den Laien bei Ausübung eines Richteramts Entschädigung ge Heichsversicherungsamt und die Elemente der VolkswirthschaftsArbeitsruhe an Sonn- und Feiertagen. Die Regierung fagte die währt wird, beschloß die Kommission zu beantragen: Der Lehre. Zur Turchführung der Alters- und Invalidenversicherung. Erfüllung beider Anregungen zu resp. theilte sie mit, daß bezüg, Reichstag wolle beschließen: die Petition II Nr. 8298 besie Haftpflicht in England. Berg Gewerbegerichte in lich der Sonntagsruhe bereits seit längerer Beit ein Gefeßes Weuphal zu Lübeck und Genossen um Abänderung Preußen. Berliner Arbeiter- Bildungsschule. Die Behand entwurf auf dem Tische des Regierungsrathes liege, jedoch wegen des Lübectischen Gejeges über das Gewerbegericht dem Herrn lung politischer Gefangener. Von Georg Ledebour. anderer dringender Geschäfte immer wieder zurückgestellt werden eiche fanster als Material zu überiveisen für eine etwaige Abdrud sämmtlicher Artikel ist Zeilungen und Zeitschriften mußte. Aenderung des Gejeges, betreffend die Gewerbegerichte, geftattet, jedoch nur mit Angabe der Quelle. vom 29. Juli 1890, durch welche die nach§ 80 des Geseze nicht aufgehobenen älteren Gewerbegerichte gehalten werden, thien Beisigern die Vergütungen und Entschädigungen des§ 18 Aofaz 2 des Reichsgejeges zu gewähren. B . www Das Johannes Jansen. Ein Lebensbild von Ludwig Paftor. Freiburg i. Br. Heider'sche Verlagshandlung. Der Nord- Ostsee- Kanal. Seine Entstehungsgeschichte, sein Bau und seine Bedeutung. Bon 2. Besete. Kiel und Leipzig, Verlag von Lipsius u. Tischer. Drei Weihnachtsabende der deutschen Hausestadt Dorpat in Livland. Lubed, Verlag von W. Gläser. Es müssen, wenn nicht besondere Umstände vors liegen, alle Mitglieder flagen, es sei denn, daß die Statuten eine Ausnahme zulassen. M. N. 100. 1. Wenn jemand für einen andern eine Strafe verbüßt, so faun er wegen Urfundenfälschung bestraft werden. Gefälicht ist das Strafregister. 2. Ja. Nach einer dem Berichte des zürcherischen Regierungsrathes über die Durchführung des Fabrikgefeges beigegebenen statistischen Tafel waren 1891 in den 757 Etablissements des Kantons, welche dem Fabrikgesen unternehen, 43 649 Personen beschäftigt, wovon 4441 verheirathete Frauen, 989 Wittwen und Geschiedene, 2817 Arbetterinnen mit Kindern unter 14 Jahren und 513 Arbeiterinnen mit Die Kommiffion zur Vorberathung der lez Heinze Rindern unter einem Jahre. Bezüglich der Arbeitszeit( 24. Sigung). Dein Gedanken, daß, nach em nun einmal durch herricht in der Textilindustrie der Elistundentag vor; in der die Lattenarrest- Vorschrift für scharfere Strafarten Spielraum Stidere: arbeiten 33 p& t. der Etablissements 11, in der Farberei, geschaffen, dem Richter auch die Möglichkeit gewährt werden Druckerei und Bleicherei 50 pt., Seidenindustrie 34 pSt., müsse, auf leichtere Strafarten zu erkennen, gab die Kommission Wollenindustrie 83 pSt., Gerberei und Schuhia brifation 56 pet., in so weit nach, daß fie, trop lebhafter Gegenbemühungen der M. lleret, Bierbrauerei, Tabafiabriten 2c. 22 pt., chemische Regierungen, beschloß, als§ 16b dem Strafgesetzbuch einzufügen: Briefkasten der Redaktion. Industrie 56 pt., Papierfabrikation, polygraphische Gewerbe bei Verurtheilungen wegen Bergehens tann in besonders 92 pt., Holzbearbeitung 32 pt., Gisenbearbeitung 69 pSt., leichten Fällen, wenn der Thater fich bisher ehre.hast Ehe. Zur Schließung der Hetruth müssen Sie persönlich Ziegelei, Dien und Gla: fabritation 37 pet. unter 11 Stunden. geführt hat und die That felbft nicht auf Mangel an vor dem Standesbeamten erscheinen. Der Standesbeamte sieht Der Stiderei Verband der Arbeiter hat in seiner Chiliebe schließen läßt, statt auf Gefängniß auf Festungs- nicht in Verbindung mit der Polizei. Die meisten lassen als am 5. Wiara abgehaltenen Delegirtenversammlung fich für haft erfannt werden. In gleicher Weise taun die genügende Papiere gelten: Geburtsatteft und Einwilligung der Gründung eines Berufs Getretariats für die Umwandlung einer erkannten Geldstrafe statt in Gefängniß in Eltern. Fragen Sie vorher beim Standesbeamten an. Uns Stiderei Jndustrie erklärt und als dessen Auf- Festungshaft erfolgen. Selbst diefe matte Bestimmung, die weit scheint Ihre Befürchtung unbegründet zu sein. gabe bezeichnet: Förderung der Organiation, Studium ab von dem Gedanken steht: Bei Verurtheilung wegen Ver- R. B. Grenzen für die Dauer einer Untersuchungshaft giebt ber Arbeiter Verhältniffe Unterstügung des schweizerisch en gehen, die nicht aus ehrlofer Gesinnung begangen sind, es im Deutschen Reich leider nicht. Arbeiter Sefretariats, Vermittlung bei Lohn Konflikten, muß statt auf Gefängnißstrafe auf Festungshaft ertannt werden, C. P. Verbindung mit den ausländischen Arbeitern zur Herbeiführung wurde mit nur einer Stimme( 10 gegen 9) Mehrheit gegleichartiger Arbeitsbedingungen, Organisirung eines umfaffenden nehmigt. Als sodann in die Berathung des weiteren Antrages Arbeitsnachweises 2c. Gröber- Spahn, der über Lagerung, Beköstigung und Beschä Die Regierung des Kantons Glarus hat bei Anlaß der Ge- tigung gefeßliche, dem heutigen Gefängnißwesen überlegene Bor nehmigung der Statuten einer Fabrit Krantentaffe befaloffen, fchristen au ftellt, eingetreten werden follte, erhob sich unter es fet die Bestimmung, nach welcher Arbeiter, den Reaktionären in der Kommission und in der Wegierung leb- W. H., Mantenffeistraße. 1. Gegen Erfaß der Schreibdie aus der betreffenden Fabrit austreten und hafter Widerspruch. Die Regierung erklärte die Vorschläge für gebühren erhalten Sie, wenn das Gericht ein Interesse Ihrerseits in einer anderen Fabrit Beschäftigung nehmen, unannehmbar und ohne hinreichende Kenntniß für vorliegend erachtet, ohne Kenntniß der Mutter Abschrift des von der Krantentasse ausgeschlossen werden, der Verhältnisse aufgestellt. Der freifinnige Testaments des Großvaters. 2. Wenn ein Enterbungsgrund nicht unitatthaft und es tönnen solche Arbeiter fort: Abgeorenete Horwis plaidirte lebhaft dafür, die Berathung zu vorliegt, so würde die testamentarisch ausgesprochene Enterbung fahren, der betreffenden Krantentaffe anzu- unterlassen, da die Regierung den Gröber Spahn ungiltig sein. 3. Auf Erbtheil, Pflichttheil u. f. w. hat man erit geboren, wenn sie die ftatuten gemäßen Beiträge fchen Antrag ja für un annehmbar ertlärt habe nach dem Tode des zu Beerbenden einen Anspruch, fann bei ( herrlicher Vollsmann!). Wiewohl ihm sehr lebhaft Stadt dessen Lebzeiten daher auf Erbtheil u. dergl. nicht flagen. Nach dem Mufter der Berner Arbeitslosen Versiche. bagen und auch sein Fraktionsfreund Träger entgegentrat Metallarbeiter. Wenn ein aus der Landeskirche Ausrung soll auch eine solche in St. Gallen errichtet werden. und einmal Gröber in farfaitisch- humorinischer Weise die Ver- gefchievener wieder in dieselbe eintreten will, so muß er sich an Die organisirte Arbeiterschaft hat sich bereits mit einem bezüg- treter der Regierung darauf verwies, daß sein An- den Prediger der Sefte wenden, der er beitreten will. Dieser lichen Entwurf an den Gemeinderath gewandt. trag, Den die Regierung so liebenswürdig charakterisirt veranlaßt das weitere. hatte, lediglich wörtlich Bestimmungen wiedergiebt, die die S. 6. 24. 3um zweiten Mal beantwortet: es giebt leider Panama. In dem Pariser Panama- Prozeß Regierungen selbst im Jahre 1871 vorgeschlagen tein anderes Mittel, als das der Beschwerde an die Armenwurden die Herren Clemenceau, loquet und hatten, beschlossen die Reaftion re mit Hilfe des fretoirektion. En flagbares Recht auf Armenunterstügung hat Freycinet als Zeugen vernommen. Sie suchten sich sinnigen Herrn Horwit nämlich mit 10 gegen memand. herauszuwinden, allein wer unbefangen ihre Aussagen ver 9 Stimmen in eine Herathung des Antrages Gröver nicht St. 33. Jit der Vater ohne Testament verstorben, so erbt folgt, fann an ihrer Schuld nicht mehr zweifeln. Daß sie einzutreten. Dadurch ist die gesegliche Regelung des Straf die Wutter oder Stiefmutter eine, das Kind die andere Hälfte. um die schmachvollen Viogeleien und Schwindeleien gewußt des freisinnigen Abgeordneten und Stadtverordneten Sorwiz gütliche Ginigung nicht erfolgt, im Wege der Klage geltend ge vollzuges, wenigstens der Grundzüge derselben, mit Hilfe Eine Verjährung ist nicht eingetreten. Der Anspruch muß, falls haben, steht fest, und wenn sie auch so schlau waren, nichts in weite Ferne gerückt. Der Antrag Gröber- Spahn soll im Plenum macht werden. entrichten. = Schriftliches zu geben", so wird es einem Staatsanwalt, wiederholt werden. Schließlich lehnte die Kommiffion auch ab, in eine G. K. Ob der Ermordete sofort oder erst nach 24 Stunden ber will, doch nicht schwer fallen, das edle Triumvirat Berathung des Antrags Stadthagen, als§ 184b Str.- 8.- 28. au fezen: ftirbt, ändert an dem Begriff des Mordes nnd an der Strafe auf die Anflagebant zu bringen. Aber? " Jedem Teutschen ohne Unterschieb des Geschlechts nichts. Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Redaktion dem Bublikum Circus Renz, ( Karlstraße.) Sonntag, den 12. März 1893: Todes- Anzeige. Den Mitgliedern des Wahlvereins gegenüber keinerlei Verantwortung 2 grosse Vorstellungen. im 4. Berliner Reichstags- Wahlkreiſe Theater. Sonntag, den 12. März. Opernhaus. Die Afrikanerin. Montag: Die Hochzeit des Figaro. Schauspielhaus. Vasantasena. Mont Othello, der Mohr von Veng Deutsches Theater. Der Talisman. Montag: Dieselbe Vorstellung. Berliner Theater. Rean. Montag: Othello. Lesing- Theater. Heimath. Montag: Dieselbe Vorstellung. Freie Volksbühne.( Leffingtheater.) IV. Abth. Nachmittag 2 Uhr: Der zerbrochene Krug. Die Großstadtluft. Wallner- Theater. Die Großstadt: Luft. Montag: Der Fall Clémenceau. Kroll's Theater. Der schwarze Domino. Montag: Dieselbe Borstellung. Rendenz Theater. Die beiden Champignol. Montag: Diefelbe Vorstellung. Viktoria Theater. Die Reise um die Welt in achtzig Tagen. Montag: Dieselbe Borstellung. In beiden Vorstellungen Auftreten sämmtlicher Künstler- Spezialitäten ersten Ranges, sowie Vorführen und Reiten der bestdressirten Freiheits- und Schulpferde. Nach m. 4 Uhr( 1 Kind unter 10 Jahren frei): Komiker- Vortellung m. 3. Beluftigung der Jugend bes. gewähltem Programm. Bum Schluß: Die lustigen Heidelberger. Abends 72 Uhr: Ein Künstlerfest. Große Ausstattungs- Pantomime. Neue Einlagen mit überraschenden Wasser- und Lichteffecten. Ballet von 100 Damen. Glänzender Blumencorso. Grosses Brillant- Feuerwerk. Außerdem: Mr. James Fillis mit d. Schulpferde Germinal 2c. Morgen, Montag, Abends 74 Uhr: Ein Künstlerfest. Billet- Vorverkauf an der Zirkustasse u. beim„ Invalidenbank", Markgrafenftraße 51a. Fr. Renz, Direktor. Feen- Palast Jeden Tag: Gr. Spezialitäten Vorstellung. Neues Theater. Der Phonograph. Paffepartouts u. Bons haben Giltigkeit. Der Frosch. Montag: Dieselbe Vorstellung. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Das Sonntagskind. Montag: Diefelbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Modernes Babylon. Montag: Diefelbe Vorstellung. Thomas- Theater. Ihr Korporal. Montag: Dieselbe Vorstellung. National- Theater. König Ditotars Glück und Ende. Montag: König Richard III. Alexanderplatz- Theater. Die Ronfettioneufe. Montag: Diefelbe Borstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Theater der Reichshallen. Spezia litäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Große Spezialitäten Borstellung. Vollständig neues Programm. Tom. Belling, Original- August. Truppe Hugoston, Afrobaten. Kolling Müller, Wasserkünstler. The Matinos, Exentrics. Geschw. Tacianu, Duettiftinnen. Heinr. Bender, Humorist. Martha Ventura, Rostümsoubretten, sowie sämmtl. engag. Spezianitäten. Anfang Wochentags 8 Uhr. Entree 50 Pf. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Moritz Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Borstellung. Etablissement Buggenhagen. Moritz Play. Play. Täglich: Instrumental- Konzert. Großer Frühstücks- u. Mittagsdie traurige Nachricht, daß der Genosse Achtung! Achtung! 4. Wahlkreis( Often). Gedenkfeier des 18. März Restaurateur Karl Boll, am Sonnabend, den 18. März, Abends 8 Uhr, Wienerstr. 1, am Mittwoch, Bormittag 10 Uhr, verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, Nachmittag 4 Uhr, von der Leichenhalle des Emmaus- Kirchhofes aus statt. Um rege Betheiligung ersucht Der Vorstand. 376/15 Die Beleidigungen, welche ich gegen den Arbeiter Herrn Paul Deich, Grünthalerstraße Nr. 66, ausgesprochen, nehme ich zurück und erkläre den p. Deich für einen ehrlichen Menschen. 38199 Ostar Kurth, Arbeiter. Concordia- Festsäle C. Säger Andreasstr. 64 und Krautstr. 38. Größtes und schönstes Pracht. Etablissement der Residenz. Heute, sowie jeden Sonntag: Gr. Instrumental- Konzert. Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pf. Nach dem Konzert: Grosser Ball, ausgeführt von 2 stark besetzten Orchestern. Meine auf das komfortabelste eingerichteten großen und kleinen Säle, fowie 5 neue Regelbahnen, Billard und Vereinszimmer, stehen den geehrten Vereinen zur gefl. Benuhung unter toulantesten Be dingungen. 50/25 Neu eröffnet! E Sommer's Bierhallen, Insel- Strasse 13. Täglich: Gr. Frei- Konzert der weltberühmten 1769b Karlsbader Kurgarten Rapelle. Angenehmer Familien Aufenthalt. • Welt- Restaurant S. Dresdenerstr. 97. fifch. Spezial- Ausschant von Vaken- Norddeutsche Sänger, 7 Pers. Adolph Ernst- Theater. hofer agerbier, hell und dunkel. An Sonn- und Festtagen 2. Saal: Herr Wehl, plattdeutscher Bum 78. Male: Modernes Babylon. findet das Konzert in den abereu Romiter, Frl. Lilli Wellini, Soubrette, Sälen statt. Frl. Hedwig Schumann, Chansonette, Otto Seidel, jugendlicher Humorist. Anf. in der Woche 7 Uhr, Sonnt. 5 Uhr. Gesangeposse in 3 Aften v. Ed. Jacobson Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Bf. und W. Mannstädt. Couplets theilweise Säle für Versammlungen, Rommerse, Don G. Görss. Musik von G. Steffens. Festlichkeiten 2c. In Szene geſetzt von Adolph Ernst. Gratweil's Bierhallen Anfang 7/8 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. American- Theater. Novität! Novität! Der Dussel ( Nulpus) Parodistisch- realistischer Vorgang in der Dachkammer, frei nach Jbsen und Tolstoi von D3 car Wagner. ( Klemm Ede.. Martin Bendix.) Alfred Bender in seinem neuesten Originalvortrag Der Volksmund in Berlin. Blank, der beste Bauchredner. Anhaltender Erfolg. Die Trockenwohner. Castan's Panoptikum. Letzter Tag! Hagenbeck's gr. zoolog. Wunder: Lili, fleinst. lebend. Elefant d. Welt, Tai- za- Wunder- IllusionenTheater. Grosses Konzert. Sämmtlich ohne Extra Entree. PassageKommandantenstraße 77-79, Täglich: Germania- Konzert- u. Kouplet- Sänger Albrecht's Ball- Salon, früher Herzog, Memelerftr. 67. Empf. m. 400 Pers. fassend. Saal zu Bersamml. u. Privat- Festlicht. Einige Sonnabende i. April u. Mai s. zu verg. sowie Auftreten des musikal. Clown Mr. Barna und Damen- Imitator Willy Wilson. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. 3. Bwei Säle B zu Versammlungen und Vergnügungen, fowie 6 Billards und 3 Kegelbahnen. F. Sodtke. TIEN- BRAVERE FRIE DRICHSHAIN AktienBrauerei Friedrichshain Fortuna- Säle Stranßberger- Straße 3. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Jeben Donnerstag: Große Gesellschaftsstunde. Empfehle meine Säle zu allen Privateftlichkeiten und Versammmlungen; im Lokale des Herrn Haase( früher Mohrmann), Große Frankfurterstraße 15, und im ,, Elysium", Landsberger Allee 39-41, bestehend in einer sozialdemokratischen Versammlung und nachfolgendem Concert sowie Vorträgen ernsten Inhalts, unter gütiger Mitwirkung der Gesang. vereine ,, Felsenburg und Lorbeerkrang"( Mitgl. des Arb.- Sängerbundes) und des Bitherklubs Gleichheit". 99 99 Programms find in allen bekannten Lokalen und bei den Vertrauens perfonen Heinr. Baumgarten, Bofenerstr. 4, v. 3 Zr., und Rob. Wengels, Koppenstr. 41, zum Preise von 20 Pf. zu haben. 349/ 3* Feen- Palast, Burg- und Wolfgangstraßen- Ede. Sonntag, den 19. März 1893: Gr. Gedächtniß- Feier anläßlich des 10. Todes- Tages von Carl Marx veranstaltet vom Leseklub Carl Marx. 99 Vokal- und Instrumental- Konzert, Prolog, gesprochen vom Genossen Jul. Türk, Fetrede, gehalten vom Stadtverordneten Genossen E- Vogtherr. Lebende Bilder, zur Aufführung gelangt nicht:" Die französische Revolution" von C. M. Scävola, da dieselbe auch für diesen Tag polizeilich verboten worden ist, sondern statt dessen: Engen Dichter's lebende ,, Bukunfts". Bilder, u. a.:,,Spar-Agnes in der Klosterstraße" und StrampelAnnie's Tod". Die Gefänge werden vom Gesangverein ,, Berliner Typographia"( Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes), Dirigent Herr Böhlke, ausgeführt. Mujit, ausgeführt von Zivil- Berufsmusikern unter Leitung des Herrn Grass. Anfang 5 Uhr. Billets à 30 Pf. intl. Tans find in sämmtlichen mit Plakaten belegten 198,20* Handlungen zu haben. Das Komitee. Hierzu ladet freundlichst ein Volks- Versammlung für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis am Freitag, den 17. März, Abends 8 Uhr, im großen Saale der Schultheiß- Brauerei( Tivoli). Tagesordnung: 1. Die Bedeutung des 18. März. Referent: Reichstags- Abgeordneter August Bebel. 2. Diskussion. Bur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung ftatt. Achtung! 845/ 4* Die Vertrauensperson. Achtung! Bier große öffentliche Schneider- und Schneiderinnen- Bersammlungen am Montag, den 13. März 1893, Abends 8 Uhr: 1. H. Mertens, Friedrichstr. 236, Referent: August Täterow. 2. Bol Salon( fr. Fenerstein), Alte Jakobftr. 75, Referent: Leonhardt Pfeiffer. Müller's Salon, Johannisstr. 20, 3. Referent: Johannes Timm. 4. C. Haberecht's Festfäle, Gr. Frankfurterstr. 30, Referent: Emil Rogge. Tagesordnung in allen Versammlungen: 1. Die Zustände in der Schneiderei und die Be rechtigung der aufgestellten Forderungen. 2. Diskussion. 3. Die Zustellung der Forderungen an die Unternehmer. Pflicht aller Kollegen ist es, in diesen Versammlungen zu erscheinen auch sind einige schöne Vereinszimmer Die Frauen der Hausarbeiter sind besonders eingeladen. zu haben. 3670L* Empfehle all. Freunden u. Bekannten am Königsthor. nach wie vor mein Weiß- u. BairischHeute Sonntag: Grosses InstrumentalKonzert W. Böhme unter Mitwirtung der neuen großen Konzert- Orgel. 88851. Anfang 4 Uhr. Eintritt 30 Pf. Kinder frei. Programm unentgeltlich. Bockbier- Ausschank. W. Noack's Konzert- u. Gesellschafts- Säle Brunnenstraße 18-19. Jeden Sonntag: Grosses Streich- Konzert 272/9 Die Agitationskommission. Bier Setelah pelin Deutscher Tischler- Verband. Lokal. Warme Speisen zu jeder Tageszeit. Um geneigten Zu spruch bittet Ed. Blenel, Jerufalemer. straße 66, Ede Lindenstraße. 38262 Hiermit empfehle ich meine in Friedrichshagen, Friedrichstr. 123, neu errichtete Weissbier- Brauerei nebst Ausschank allen Freunden und Bekannten zur ge fälligen Berücksichtigung. Verfandt in Gebinden und Flaschen jederzeit. 3807L* August Kapell. Genossen empfehle meinen Frühnudis, mittags- und Abendtisch. Vereinszimmer mit Piano. Für gute Getränke sorgt stets 86131* NannynZahlstelle Berlin. Versammlung mit Franen am Dienstag, den 14. Mär 1893, Abends 8½ Uhr, bri Buggenhagen, am Morihplak. Vortrag des Herrn Hermann Stüve über: Hamburg und die Cholera, ein Beitrag zur Geschichte des menschlichen Elends, illuftrirt durch 40 Lichtbilder. Diskussion. Die Ortsverwaltung. Verein Berliner Hansdiener. [ 317/8 Dienstag, den 14. März cr., Abends 9 Uhr, in den ,, Arminhallen", Kommandantenstraße 20: Außerordentliche General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Mittheilung. 2. Aufnahme neuer Mitglieder und Ausgabe der Billets zu dem am 18. März stattfindenden Mastenball. 8. Wahl des ersten Schriftführers. 4. Wahl eines Revisors. 5. Abrechnung vom ersten Masten1745b Quittungsbuch legitimirt. unter Leitung des Herrn Musikdirettors Fritz Frohlich, fraße 43. ball. 6. Verschiedenes und Fragekasten. 1772b Marschall. Panopticum. foulantesten Bedingungen. Neu! Albert Florus, Parteigenoffen empfehle mein schön Entree 30 Pf. eingerichtetes Lokal zum gefälligen Be Anfang 6 Uhr. Nach dem Konzert: such. Vereinszimmer als Zahlstelle für Familien- Tanz- Kränzchen. 40 Personen. Edmund Reuter, Empfehle meine hocheleganten Säle 3652L* Swinemünderstr. 45. für Vereine und Privatfestlichkeiten zu W. Noack. Tüchtige Weißbier- Trinker tönnen sich melden bei [ 14895 Vater Jahn, 3offenerstr, 6. Das unerklärliche Verschwinden eines Haugk's Bierhaus. Neu eröffnet: Grüner Weg 61, nahe frei in der Luft -Alle Freunde hängend. Mädchens. dem Rüstriner Play. und Bekannte lade ganz ergebenst ein. W. Haugk. Vereinszimmer, Simeonst.23, Flick. 38032* 71 West Lake Street, Chicago. Bersammlungslokal der Sozialisten. Allen Genossen zur Weltausstellung empfohlen. 3765L* Pfandleihe der Gerichtstraße 32 werden verfallene Betten, Kleidungsstücke, sowie andere Sachen täglich unter Tage verkauft. Der Vorstand. Deutscher Tischler- Verband. Montag, den 13. März, Abends 8% Uhr: Versammlung für die Branche Musikinstrumenten- Arbeiter bei Deigmüller, Alte Jakobstraße 48a, Vortrag über: Kampf gegen das Verbrechen. Referent J. Türt. Versammlung für den Osten bei Schirrmacher, Andreasßtraße Nr. 26. Vortrag über Fabrik- und Werkstatt- Hygiene. Referent: Dr. Christeller. In allen Versammlungen Vortrag, Diskussion, Verbandsangelegenheiten, Verschiedenes. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. 317/9 Hierzu zwei Beilngen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 61. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. Sonntag. den 12. März 1893. 10. Jahrg. erwiefen, namentlich auch der Helm. Der Helm hat den Vorzug, sollte. Ich habe mich bemüht, fachlich die Dinge vorzutragen; da daß er Gesicht und Nacken vor Regen und Sonne schüßt, daß er sollte man nicht so allgemeine Entschuldigungen vorbringen, nicht wie eine Filskappe durch Regen schwerer wird und daß er fondern Worte der Entrüftung über solche Mißstände finden. eine luftige Kopfbedeckung ist.( Heiterkeit.) Sein Fehler ist, daß Wenn die Verhältnisse in Preußen besser sind, so muß es wohl 64. Sigung vom 11. März 1893. 1 Uhr. er schwer ist; aber er ist jetzt schon 200 Gramm leichter als im in Württemberg schlechter stehen. Was die Arreststrafe angeht, Am Tische des Bundesraths: von Raltenborn und Kriege von 1870 und wird durch die Verwendung des Aluminiums so müßte endlich der Dunkelarrest abgeschafft werden, der vielleicht Rommiffarien. befchlags noch leichter werden. Die Reformen, welche in der Be- schon manchen Soldaten zum Selbstmord getrieben hat. Das Haus genehmigt zunächst den Antrag Gröber betr. fleidung nothwendig sind, können nicht sprunghaft gemacht werden, die Einstellung des Strafverfahrens gegen den Abg. Stöbel es muß an das Bestehende angefnüpft werden. An den farbigen und seht dann die zweite Berathung des Militäretats Anzügen der Kavallerie ist nichts zu ändern, denn im Feuer fort beim Kapitel Geldverpflegung der Truppen, Titel 2: gefecht kommt die Kavallerie wenig in Betracht. Nothwendige Militärärzte. Henderungen werden aber vorgenommen werden. Die Militärverwaltung ist sich dabei ihrer Verantwortung vollkommen bewußt. werden. General v. Spin: Wie die Verhältnisse in Württemberg liegen, weiß ich nicht; es fehlt mir jeder Anhalt zur Beurtheilung. Wenn mir der Ausdruck: wenn die Herren überhaupt der Belehrung fähig find" entschlüpft ift, so geschah dies, weil der Vorredner lächelte, als ich von den preußischen Gefängnissen und brem guten Zustande sprach. Abg. Hinze( dfr.) weist darauf hin, daß der Reichstag eine Resolution angenommen habe, wonach es nicht zulässig sei, daß Abg. Haußmann: Der Vorredner hat mein Lächeln falsch Enjährig- Freiwillige über das 32. Lebensjahr hinaus zu Uebungen Abg. Hinze( fr.): Das Bestreben der Militärverwaltung, ausgelegt. Ich habe freundlich gelächelt über die freundliche herangezogen werden, denn wenn sie auch auf grund eines ge- die Ausrüstung es Infanteristen zu erleichtern, ist bekannt. Aber Ginladung nach Spandau. Das Lächeln war also kein höhnisches, währten Ausstandes erst in späteren Lebensjahren dienen als der Helm, der sonst eine sehr gute und auch luftige Kopfbedeckung das wird hoffentlich der Beneral auch anerkennen. gewöhnlich die übrigen Soldaten, so könne man sie doch nicht ist, tönnte fehr viel leichter werden. Die helle Farbe der Abg. Szmula( 3.) spricht sein Bedauern darüber aus, daß als solche betrachten, die durch ihr Verschulden später dienen, Kavallerie- Uniform hat praktisch keine Bedenken; denn im Felde man die Dinge hier vorbringe in einer Uebertreibung und in und nur solche sollen nach dem 32. Lebensjahre herangezogen ist die helle Farbe sehr bald abgedunkelt.( Heiterkeit.) Aber einem Zone, der wohl nur die Absicht habe, Ungehorsam und es wäre doch wohl zu bedenken, ob man nicht zur Einheits- Aufruhr in die Armee hineinzutragen. Dagegen müsse er als Generalmajor von Gosler: Der Reichskanzler hat auf tavallerie fommen fann, ob man nicht die verschiedenen Abzeichen alter Soldat Widerspruch erheben.( Lebhafter Widerspruch links.) grund des Gesetzes entschieden, daß feiner Kategorie von Militär- und sonstigen auf Traditionen beruhenden Dinge beseitigen tann. Redner will auf die Debatte über die Mißhandlungen zurückpflichtigen eine Vergünstigung gewährt werden kann, die der Die Verschiedenheit der Uniform, die ja auch nur historische greifen, wird aber vom Präsidenten daran gehindert. Gerechtigkeit widerspricht. Tradition ist, macht es nicht, denn die berühmtesten Küraffier Beneral v. Spin: Ich tenne die Gewohnheiten des Herrn Hinze: Der Reichstag wird wohl bei der früheren Aufregimenter waren zu der Zeit, als sie ihren Ruhm ernteten, Haußmann nicht; wenn er sein Lächeln anders begründet, so muß fassung stehen bleiben. Dragonerregimenter.( Heiterfeit lints). ich ihm glauben. Abg. Richter: Dieser Vorfall zeigt wieder, wie nothwendig Generalmajor v. Funk: Gewiß beruht die Uniformirung Abg. Richter: Das zeigt, wie bedenklich es ift, wenn man es ist, daß eine oberste Instanz gefchaffen wird für die auf historischen Traditionen, aber man darf nicht vergeffen, daß die Grörterung auch auf die Gefichtszüge ausdehnt.( Brändent Auslegung des Reichs Militär- Gefeßes. Der Reichstanzler unsere Uniformen sehr billig sind, es kommen auf den Kopf nur non Levezom bittet, diesen Zwischenfall als erledigt anzusehen.) legt ja wohl das Gesetz nach bestem Wissen und Gewissen aus; 63,20 M. Der Vorredner hat wohl auf die pommerschen Ob ich etwas für erledigt erachten tann, behalte ich meiner Ent aber ist doch so sehr mit anderen Dingen beschäftigt, daß er nicht Kürassiere angespielt, die früher Bayreuther Dragoner waren. Schließung vor; wir befinden uns hier nicht in einer Schule und auf alle Kleinigkeiten achten kann. Aber sie trugen, als fie ihren Ruhm ernteten, schon weiße es ist mein Recht, auch den Ton eines Regierungsvertreters, der Waffenröcke. sich für das Parlament nicht paßt, zurückzuweisen. Herr Szmula, ber die gestrige Sigung nicht besucht hat, sollte doch nicht auf die geftrige Debatte zurückgreifen. M Beim Kapitel: Naturalverpflegung, und zwar beim Titel Fourageverpflegung, beschwert sich Abg. Richter: Ich vermag es nicht zu begreifen, wie man das weiße Lederzeug, die blanken Knöpfe und viele Dinge, die so viel Buzarbeit erfordern, beibehalten kann. Andere Staaten find in dieser Beziehung sehr viel weiter gegangen als wir. Als ich vor 10 Jahren die Beseitigung der Küraffe verlangte, wurde ich auf die historischen Traditionen verwiesen. Heute ist der Küraß verschwunden. Generalmajor v. Funk: Die blanken Knöpfe find nicht gefährlich; nur der blinkende Helm und das blinkende Kochgeschirr tann vor dem Feinde gefährlich werden. Beim Titel Militär- Gefängnißwesen" macht " Abg. Haukmann: Wir brauchten die Sache vielleicht hier nicht so lange zu diskutiren, wenn das Zentrum sich derselben mehr angenommen hätte. Nicht das Vorbringen der Thatsachen fezt das Ansehen der Armee herab, sondern das Vorhandensein solcher Thatsachen. hätte. Abg. v. Reibnit( fr.) über die mißbräuchliche Benutzung der Krimperpferde, die nicht nur für militärische Zwecke, sondern auch zu Fahrten für die Offiziere und fogar für Zivilisten gebraucht worden sind. Die Fuhrhalter in Tilsit haben sich darüber beschwert, das Kriegsministerium hat auch Abhilfe zugesagt, aber die Befehle des Kriegsministeriums scheinen nicht recht befolgt zu fein, wie sie der Zivilbevölkerung zu gute kommen Abg. Gröber( Zentrum) bestreitet, daß das Zentrum je follen. Ein Wachtmeister des dortigen Dragonerregiments hat mals die Mißhandlungen gebilligt oder nicht hart verurtheilt höhnend über die Anordnung des Kriegsministeriums ausgesprochen und gefagt: Was hat Euch die Beschwerde genützt, Abg. Szmula schließt sich dieser Bemerkung an. wir haben gefahren und wir werden fahren, und zwar werden Abg. Haußmanu( Vp.) darauf aufmerksam, daß es im Beim Kapitel Artillerie und Waffenwesen kommt wir noch mehr als bisher fahren!( Hört! links.) Redner bittet württembergischen Gefängnißwefen nicht ganz richtig sein müsse. Abg. von Marquardsen( nationalliberal) auf seine Inters um eine bindende Erklärung des Kriegsministeriums gegen solche Die Nachricht von der Amtsentseßung des Gefängnißverwalters pellation betreffend die Anschuldigungen Ahlwardt's gegen Mißbranche. Majors a. D. Herbert in Ulm, der seine Disziplinarbefugniß die neue Infanteriewaffe zurück. Die Erklärung des Generalmajor v. Gokler: Die Krümperpferde sind außer überschritten haben sollte, wurde als Beleidigung des Betreffenden Reichskanzlers hat ihre volle Wirkung gehabt; man etatsmäßige Pferde, die für militärische Zwecke verwendet werden aufgefaßt. Es wurde Anklage erhoben; als aber der Redakteur hört von ber Aufwärmung der Klagen sehr wenig. fönnen. Wenn sie im Interesse der Offiziere verwendet werden den Wahrheitsbeweis antrat, wurde die Klage zurückgenommer. Aber vorgestern hat eine in dieser Sache bekannte Persönlichkeit follen, so müssen die Kommandobehörden dazu ihre Zustimmung Redner führt mehrere Fälle von der Handhabung der Disziplin die Beschuldigung hier im Haufe wiederholt. Er behauptet, daß geben. Berstöße sind dem Ministerium nicht bekannt geworden; durch genannten Offizier an. Wenn auch nur ein Theil der die Militärverwaltung nicht mit der nöthigen Vorsicht verfahren es ist auch nicht anzunehmen, daß das Generalfommando des ersten Mittheilungen der Beugen wahr fei, fo liegen darin bedentliche fei. Diese Sache fann nicht so ganz mit Stillschweigen überArmeekorps einen Mißbrauch gestattet hat. Ueberschreitungen der Disziplinargewalt. Wie schlimm die Dinge gangen werden. Wenn es sich blos um einen Rüdblid auf den Abg. Richter: So einfach liegt die Sache doch nicht. Die in dem Gefängniß liegen müssen, geht daraus hervor, daß ein abgeschlossenen Prozeß handelte, würde ich nicht darauf zurüdKlagen nicht blos aus Zilft, sondern auch aus anderen Städten, Gefangener sich selbst wegen Meineids angezeigt hat, um aus gekommen sein. Jeder Verurtheilte hat das Recht, auf seine 8. B. Potsdam, gehen dahin, daß die älteren außeretatsmäßigen diesem Gefängniß ins Buchthaus zu tommen. Redner spricht die Richter zu fchelten. Aber wenn ein Reichstags- Abgeordneter neue Krümperpferde, die aber aus den etatsmäßigen Futtervorräthen Hoffnung aus, daß die württembergische Militärverwaltung solche Beschuldigungen vorbringt, so gehört darauf eine neue Antwort. erhalten werden, für Fuhren verwendet werden, die kein mili Mißstände beseitigen werde. Vielleicht steht es in anderen Mili- Ich werde aus dem, was Herr Ahlwardt gesagt hat, nicht recht tärisches Interesse haben. Es muß hier streng gefchieden werden tärgefängnissen ebenso. Wenn die Strafe so zur Zortur wird, tlug. Aber es wäre doch wünschenswerth, wenn wir Sicherheit zwischen den militärischen und persönlichen Intereffen der dann sind die Selbstmorde aus Furcht vor Strafe erklärlich. über die Qualität unserer Waffen erhalten, um so mehr als wir Offiziere. Reine Verwaltung ist in den Reformen, die mit der Rechtspflege wieder eine große Anzahl von Söhnen des Vaterlandes in die Beim Kapitel: Bekleidung und Ausrüstung der zusammenhängen, so zurückgeblieben, wie die größte Verwaltung Armee einreihen follen. Deshalb frage ich den Kriegsminister, Truppen weist des Reiches, die Militärverwaltung, für welche wir so große ob die Zuversicht zur Güte unserer Waffen ebenso wie früher Abg. Richter barauf hin, daß das neue Gewehr große Um Summen aufwenden. auch gegenüber den neuen Beschuldigungen aufrecht erhalten wälzungen mit sich bringe; bei dem rauchlosen Pulver ver- Generallieutenant von Spih: Die Andeutung, daß es in werden fann. schwindet der Schuß, der bisher im Pulverdampf vorhanden anderen Militärgefängnisfen ebenso sei wie in dem bezeichneten Kriegsminister v. Kaltenborn: Mit Rücksicht auf die war. Die glänzenden Helme und Helmspitzen werden die besten Gefängniß, ist unrichtig. Die Strafen, welche die Soldaten zum früheren Antworten der Regierung und ihre amtlichen Erklärungen Bielscheiben für die Schüßen. Die Sachverständigen und auch Selbstmorde veranlaffen, find nicht Gefängnißstrafen, sondern hielt ich eine Antwort nicht für angebracht, um fo weniger, als das Publikum verlangen deshalb eine Aenderung der Uniformi- verhältnißmäßig leichte Arreststrafen. Unsere Gefängnisse werden ich die an eine solche Antwort sich knüpfenden Debatten nicht für rung. Die Tarnkappe, welche man beim Manöver über den einer ständigen Kontrolle unterworfen und sind gut eingerichtet. zuträglich halte.( Zustimmung rechts.) Ich kann nur die frühere Helm gezogen hat, hat andere Mängel im Gefolge, namentlich Für die Gefangenen ist in jeder Weise gesorgt. Wenn die Herren Erklärung der Regierung wiederholen. Sie ist durch die weiteren das Verschließen der Luftlöcher. Wenn die Soldaten mehr als überhaupt der Belehrung fähig sind, mögen fie sich durch die Erfahrungen nur bestätigt worden. Die Behauptung, daß Läufe früher zum Dienst herangezogen werden sollen, wie fann man es Besichtigung des Spandauer Gefängnisses, zu welcher der Minister aus Solingen bezogen sind, welche die italienische Regierung zurüc noch verantworten, daß das weiße Lederzeug beibehalten wird. gern die Erlaubniß gewähren wird, belehren lassen. gewiefen hätte, ist unrichtig. Die Läufe sind durch die VerWenn es jetzt nicht mehr so auf das Parademäßige antommen foll, mittelung der Spandauer Gewehrfabrik an Löwe geliefert; sie dann sollte man diese Aeußerlichkeiten ebenso beseitigen, sind von Krupp und Marcotty bezogen. Eine Fabrit in wie man mit manchen anderen Traditionen gebrochen hat. Solingen ist überhaupt nicht betheiligt gewesen. Den VorGeneral v. Funk bestreitet, daß irgendwie schlechte Erfahs schlag Ahlwardt's, die Gewehre alle an Löwe zurückzugeben, tann rungen gemacht worden find bezüglich des Tragens des Ueber die Heeresverwaltung nicht ernsthaft nehmen. zuges über den Helm, sobald der Ueberzug nur richtig verwendet wurde. Es ist leicht Kritit zu üben. Der Anzug unseres Heeres hat sich in den legten Kriegen im allgemeinen als zweckmäßig Sonntagsplauderet. Württembergischer Oberst von Walter: Der württembergischen Militärverwaltung sind die vorgetragenen Dinge nicht bekannt geworden. Wenn sie ihr bekannt werden, dann wird fie beftrebt sein, die Mißstände zu beseitigen. Abg. Haußmann: Wenn der General von Spit die Bemerkung machte, wenn wir überhaupt der Belehrung fähig Abg. Richter: Es ist doch seltsam, daß Herr Ahlwardt nicht hier wären", so glaube ich richt, daß das der Ton ist, der vom Bundes- ift, nachdem er die Sache selbst angeregt hat. Es war selbstverständrath den Reichstagsmitgliedern gegenüber angeschlagen werden lich, daß an dieses Kapitel sich die weiteren Erörterungen darüber Geben ist bekanntlich immer feliger denn Nehmen, nament was hätte in einer solchen Situation nicht Alles geschehen lich wenn man die Gaben nicht selbst zu bezahlen braucht. tönnen, wenn nicht adlig Fräulein Kunigund" in rettung# R. C. Während draußen noch der Winter mit dem Und so steuert denn das Schifflein der Militärvorlage bringender Nähe gewesen wäre?! Wird auch in Zukunft Frübling fämpft und dieses ganz natürliche Ereigniß die lustig und munter um die gefährlichsten Klippen herum, ein Gerichtshof irgend welchen Werth darauf legen, wenn Aufmerksamkeit aller Wohlgesinnten gebührend in Anspruch das Häuflein der unversöhnlichen Wasserstiefler unter den der Dichter betheuert: nimmt, tobt im Schooße der freisinnigen Fraktion ein wilder Freifinnigen wird immer dünner, und rathlos sehen diese Weil sie noch nicht lieben tunnt', Männerstreit um die vierten Bataillone. Ein Bataillon ist Mannesseelen einander an. Dunkle, schwere Wolken auf Fuhr sie sicher über Strudels Grund? zu deutsch ein Schlachthaufen, und für die Schlachthaufen den Denkerstirnen, wilden Unmuth im Auge aber bie Verschleiere dein Haupt, Muse des Gesanges, verhülle ist natürlich der ehemalige Major außer Diensten Herr Abzukommandirenden schwenken fröhlich die Hüte: Ach, dein Antlig wir werden alle fromm werden müssen, Hinze. Lange hat es gedauert, bis man bei den Frei- wenn es doch immer so bliebe, hier unter dem wechselnden und wer jemals von der heimlichen Liebe etwas gewußt finnigen das erlösende Wort fand, unter dessen Schirm Mond. hat, der reiße die Erinnerung aus seinem Herzen:„ Wein' man abschwenken konnte, und wie der verpaßte Pferdebahn- Was wir an der Militärvorlage an materiellen Gütern Dir heut' die Aeuglein trüb, Mägdelein voll Trauer" wagen des Herrn v. Fordenbed eine gewisse Berühmtheit einbüßen, gewinnen wir tausendfach durch die lex Heinze junge Predigtamts Kandidaten werden in vorgerückten Das ist so der Lauf in den Annalen dieser Partei erlangt hat, so werden auch an moralischen Errungenschaften. Sittlichkeit, Wohlanstand Jahren stets alte Betbrüder. baran wird wohl auch taum jemals die späten Enkel der Spar- Agnes und Strampel- Annie den und Polizeisäbel, das find die drei Dinge, die wir im geeinten der Welt, und Man pflegte sonst Major Hinze preisen, daß er den Deutschfreisinnigen den Deutschen Reich bisher so schmerzlich vermißt haben. Dahin eine lex Heinze etwas ändern. Ruf als ehrenhafte, patriotische, reichstreue und loyale sind die Zeiten, wo man ungestraft einem brallen Mädchen wohl zu sagen, daß dem Reinen alles rein wäre. Staatsbürger gewahrt hat. die blühenden Wangen streicheln durfte; heute muß man Aber die Zeiten werden nahen, wo man einen Sturm In solch schwerwiegenden Fragen ist die Autorität nach dem Taufschein und verschiedenen anderen Legitimations- auf die Puppen der Schloßbrücke eröffnen wird, denn alles. Was weiß ein Zivilist, und wäre es Eugen Richter papieren fragen, und jedes Mädchen, welches sich füffen lassen ein Feigenblatt ist das Mindeste, es tann auch manch in höchst eigener Person, von militärischen Dingen?! Ein will, thut gut und vorsichtig, wenn es immer eine schrift mal ein Bananenblatt sein was auch eine Marmor Major hat gesprochen, frecher Zweifel rüttelt an Herrn liche Erlaubniß der Herren Eltern hierzu bei sich führt. ftatue unter den bei uns üblichen klimatischen Verhältnissen Richter's Erfahrung und der Graf von Caprivi triumphirt. Verklungen sind jene Lieder, die wohl sonst im über verlangen tann. Daher fort mit allen Nacktheiten- es Das Berliner Tageblatt" eröffnet den Siegesfeldzug gegen schäumenden Drange der Jugend gesungen wurden; wem tönnte sonst vielleicht jemand auf die verbrecherische Idee den heimlich so herzinnig gehaßten Eugen, seine Berdienste würde es heute einfallen, seine Stimme erschallen zu lassen, um verfallen, daß selbst Hofprediger nackt in ihren Kleidern um die Vernichtung der Sozialdemokratie sollen ihm zwar in die Frühlingslüfte hinaus zu schmettern:" D, Röslein stecken, und das wäre der Anfang vom Ende aller Dinge. unvergessen bleiben, aber von militärischen Dingen versteht jung"- das Strafgesetzbuch wird in Zukunft nur noch Der Klapperstorch bringt die Kinder- damit ist der er nichts mehr, und selbst der Schreiber jener überaus lieb- gestatten D, Röslein über achtzehn Jahren!" Und wer Streit der Parteien am besten gefchlichtet. lichen Joyllen, in welchen die Vorkommnisse des Kasernen- des Beifalls der Behörden sicher sein und dem Staatsanwalt zweifelt, wird wegen Unjittlichkeit mit Lattenarrest bestraft, hofes den geduldigen Lesern des Organs des Herrn nicht in die Bruderirallen fallen will, der beschränke sich in und bei Wasser und Brot wird er von selbst zur Einsicht Moffe in jenem Dialekt geschildert werden, den man Bufunft nur auf das melancholische Lied:" Schier dreißig an den Geftaden der Weichsel so unverfälscht spricht, Jahre bist Du alt!" Und wie viel Jahre Zuchthaus triumphirt über den Verfasser der Jrrlehren geborstene würden wohl dem verbrecherischen Fährmann blühen, von Säule, tann stürzen über Nacht! Herr Rickert lächelt verbind dem in dem alten Liede berichtet wird: lich nach dem Bundesrathstische, denn die Höflichkeit ist kein Icerer Wahn, und kleine Geschenke erhalten die Freundschaft. Und ein Mädel von zwölf Jahren Sat er über den Strudel gefahren tommen. Wer daran Zur Einsicht kommt übrigens Jeder einmal, manchmal etwas zu spät allerdings. In der Postdebatte mußte sich Herr Stöcker von seinem Genossen, Herrn v. d. Schulenburg, rüffeln lassen, weil er es gewagt hatte, angesichts des Postgewaltigen den Assistentenverband in Schuh zu nehmer d anruupfen sollten. Ich höre, der Herr ist auf Agitationsreifen p Reichstage Kandidatur. Eine am 5. März abgehaltene Bei Wagner, RI. Frantfurterstraße 20: 1 Gehil unterwegs. Es ist leichter, in Versammlungen Anflagen zu er- Versammlung der Vertrauenspersonen des Wahlkreises Halber- im Laden. heben, als hier angesichts der verantwortlichen Behörde für it a dt beschloß im Falle einer Reichstags- Neuwahl den Wählern Bei Radow, Fruchtstraße 82: 1 Behilfe im Laden. folche Auflagen einzutreten. Herr Ablwardt hat parlamen- die Kandidatur des Genossen Dahlen aus Halberstadt zu Bei Groß, Prinzenstraße 45: 1,70 Meter unter dem tarisch debütirt mit der Vorbringung von Unwahrheiten, die als empfehlen. Das Halberstädter Agitationsfomitee übernimmt im Straßenniveau gelegener Reller, eine enge, dunkle Kammer für folche fofort konstatirt wurden.( Beifall links.) Falle der Neuwahl die Thätigkeit eines Wahlfomitees für den 2 Gehilfen. ganzen Kreis, hat sich jedoch zu verstärken. Die Wahl der betr. Genossen bleibt einer Halberstädter Bolts- oder Parteiversammlung überlassen. Abg. von Marquardsen dankt dem Kriegsminister für seine Erklärung, deren Bedeutung nicht unterschätzt werden sollte. Im übrigen werden die laufenden Ausgaben ohne Debatte genehmigt. Berliner Ort8 Krankenkasse für Handlungsgehilfen nnd Gehilfinnen. Bei der gestern im Rathhause stattgehabten Vorstandswahl der Arbeitnehmer flegte die sozialdemokratische ifte mit überwältigender Majorität. Sonntag, im Feen- Balast eine vom Lefellub Rarl Mare" verSum 10. Todestag von Karl Marg findet morgen, anstaltete Gedächtnißfeter statt.( Das Nähere ist im Annoncentheil mitgetheilt). Bei den einmaligen Ausgaben werden entsprechend dem An- Bur Maifeier. In Brandenburg batte der Vertrage der Budgetkommission gestrichen 180 000 M. zum Neubau trauensmann unserer Partei die Polizei ersucht, zu einem Fen von Magazingebänden in Darmstadt, 886 513 M. zum Neubau zuge der Sozialdemokraten, der am Sonntag nach dem 1. Mai einer Traintaferne in Pofen, 100 000 M. zum Neubau eines stattfinden sollte, ihre Genehmigung zu ertheilen. Die Polizei hat Dienstgebäudes für das Bezirkskommando in Düsseldorf, das, wie üblich, im Intereffe des Verkehrs" verweigert. Da bei 600 000. zum Neubau einer Artillertekaserne in Wesel und Umzügen der Krieger, Gefang-, Turns und sonstiger Vereine 2c. 300 000 M. zum Neubau einer Infanteriefaserne in Köln. die Polizei dergleichen Einwände in der Regel nicht macht, ob- Die Arbeiter- Bildungsschule hat anf Dienstag Abend in Gekürzt werden die Forderungen für Gebäude für das Be- fchon bei solchen Gelegenheiten oft ganze Straßen abgesperrt ber Urania", Wrangelstraße, eine öffentliche Versammlung ver zirkskommando in Köln und für das Generalfommando in Danzig werden, so wollen die Brandenburger Genoffen ihren Anspruch anstaltet, in welcher Dr. Ascher einen Vortrag über„ Verbrechen und für den Umbau von Remontedepots. Im außerordentlichen auf Gleichberechtigung in allen Instanzen zur Geltung bringen, und Geistestrankheit" halten wird. Etat werden gestrichen 2 000 000 M. von der Forderung von 4 960 000. zur Beschaffung und Unterbringung von Feldbahn material und 2 500 000 m. von der Forderung von 5 000 000. zur Vervollständigung der wichtigeren Festungsanlagen. Die Einnahmen werden ohne Debatte genehmigt. Damit ist die Bernthung des Militär- Etats erledigt. Schluß 5 Uhr. Nächste Sigung Montag 1 Uhr.( Novelle zum Gesetz, betr. die Pondampfer- Subventionen; Etat des Reichs: Gifenbobnamtes, der Zölle und Verbrauchssteuern und der Reichs- Stempelabgaben.) Parteinachrichten. Merkwürdiges 8nfammentreffen. Beim Staatssekretär Todtenliste der Partei. In Cottbus wurde am des Reichs- Poftamts, Dr. v. Stephan, findet am 17. d. M. Dienstag der Tuchmacher Gustav Görling zur letzten Ruhe ein größeres Essen statt. So meldet die Kreuz- Beitung". bestattet. Am gleichen Tage wird gegen die Rebatteure des Vorwärts" und der Berliner Presse" der Prozeß verhandelt, welchen Dr. Stephan gegen beide wegen der Kritik über die anläßlich der Samburger Cholera- Epidemie unter den Bosbeamten veranstalteten freiwilligen Sammlung" angestrengt hat. Polizeiliches, Gerichtliches ze. Das Schöffengericht in Guben sprach den Genoffen G. Schulz aus Schlaben bei Neuzelle frei, der sich der öffent: lichen Berbreitung von Druckschriften dadurch schuldig gemacht haben sollte, daß er in der dortigen Schantwirthschaft einem Gast Paasch wieder verhaftet. Wie die„ Staatsbürger Zeitung" auf dessen Verlangen die Thüringer Tribüne" zum Lesen gab. meldet, ist Herr Paasch gestern in seinem Absteigequartier im Die Polizeiverwaltung hatte ihm deswegen ein über 10 M. Westend- Hotel durch den Kriminalfommissar Herrn v. Tausch verlautendes Strajmandat zugesandt. Das Schöffengericht verhaftet worden. handelte auf Antrag des Amtsanwalts über die dagegen eingelegte Berufung in geheimer Sizung. Stirne naß gemacht wurde, tam er zu fich, und das erste Wort, Betreffs des Dr. Völkel- Magdeburg, der sich bekanntlich Maifestblatt. Von seiten der Parteileitung wird auch in nison wurde Genosse Friedrich, Redakteur der Breslauer neunmonatliche Gefängnißstrafe in Erfurt verbüßt. -Wegen Beleidigung von Offizieren der Neisser Garden deutschen Behörden gestellt, wird uns mitgetheilt, daß er seine diesem Jahre durch die Buchhandlung des Vorwärts" ein Bolfswacht", zu 2 Monaten Gefängniß verurtheilt. Die Ver Hunger. Am Sonntag wurde unweit Teltow auf der Straße illustrirtes Maifestblait herausgegeben. Auf Text und Illustration handlung, zu welcher nicht weniger als 42 Soldaten- darunter nach Groß Lichterfelde ein anständig gekleideter Mann von ift auch in diesem Jahre besondere Sorgfalt verwendet. Die 12 Offiziere geladen waren, fand unter Ausschluß der Krämpfen befallen. Als dem Bedauernswerthen mit Waffer die Titelvignette stellt den Genius der Freiheit dar, der von vier Deffentlichkeit statt! den internationalen Gedanten verförpernden Arbeitern auf den Schild gehoben, siegesitolz unser Banner schwingt. Das Bollbild münster, welche vor furzem wegen Flugschriftenverbreitung in franken Menschen Speise gegeben war, fiel er abermals in einen Durch die Freisprechung mehrerer Genoffen aus Neu- das er sprechen fonnte, war:" Hunger". Nachdem dem schwer auf der vierten und fünften Seite versinnbildlicht die Huldigung Schenefeld angeklagt waren, scheint die dortige Behörde eines Bustand der völligen Apathie. Teltower Genoffen, die den Mann der Arbeit vor der Göttin der Freiheit. Die Zeichnungen find Besseren belehrt worden zu sein, denn weiteren zwei Genoffen, hilflos fanden und ihm den ersten Beistand gewährten, fragen, aus bewährter Künstlerhand hervorgegangen, und ebenso ist auch die wegen beffelben Bergehens angeflagt, ging folgender Befchluß indem sie uns dieses mittheilen, ob solch ein Vorkommniß, wie bie technische Herstellung in Sände gelegt worden, welche die vom Amtsgericht Schenefeld zu:„ Beschluß. Der Antrag der es leider nicht felten ist, fein Beichen außerordentlichen Nothtunstvolste Wiedergabe verbürgten. Aber nicht blos auf Königlichen Staatsanwaltschaft gegen den aus Neu- standes sei, den der Minister v. Bötticher ja leugne, oder ob bie tünstlerische Ausstattung, auch auf die Auswahl des textlichen Inhalts ist besondere Sorgfalt verwandt münster, sowie gegen den..... ebendaher, das Hauptverfahren solche thatsächlichen Vorfälle aus der gegenwärtigen Staatsworden. Neben einem politischen Artikel über die Bedeutung vom 12. Mai 1851 zu eröffnen, wird abgelehnt, in Erwägung, Graufen vor den Phantasiebildern Eugen Nichter's vom Zuwegen Uebertretung der§§ 10, 41 des preußischen Preßgesezes und Gesellschafts- rdnung etwa geeignet feien, den Arbeiter mit des Tages, haben Gedichte, ein allegorisches Feuilleton: Mai Daß die ermittelten Thatsachen teinen Anhalt bafür erbringen, funfts staat zu erfüllen. Bugleich gaben unsere Genossen träume". Abbandlungen über den Arbeiterschutz im Ausland und daß die Vertheilung der sozialdemokratifchen Druckschrift: ihrer Entrüftung Ausdruck über die brutale Rohheit vorüberInland, über Kunst und Sozialismus, die Befreiung der Arbeit" Stehendes Heer oder Volkswehr an öffentlichen Orten geschehen gehender Philifter, die über den am Boden liegenden Unglücklichen und die Frauen, eine Sammlung von Bufchriften hervorragender ist, daß insbesondere das hineinbringen einer Dru dfnur Spottreden hatten und thn als einen Betrunkenen höhnten. Sozialisten des Auslandes, ein Aufruf an das werkthätige Bolt schrift in ein Privathaus nicht als eine an auf dem Lande u. f. w. u. f. w., Aufnahme gefunden- fur, ffentlichem Orte vorgenommene Bertheilung angefehen. Komp. wird uns zu der in der Freitagnummer veröffent s. Bon der Rigdorfer Eifengießerei G. P. Müller der textliche Inhalt wird sowohl dem Zwecke des Blattes wie werden kann. Die Koften fallen der Staatstaffe zur Lait lichten Notiz mitgetheilt, daß die 7,72 m., welche jeder der in der fünstlerischen Ausstattung völlig entsprechen. Um bei der Schenefeld, den 28. Februar 1893. Königliches Amtsgericht. Frage kommenden fechs Former am Sonnabend voriger Woche voraussichtlich sehr hohen Auflage die Versendung rechtzeitig zu gez Clauffen." erledigen, tönnen Bestellungen nur soweit fie bis zum 28. März eingehen auf sichere Besorgung rechnen. Der Preis stellt sich für das Ginzelexemplar auf 10 Pf. im Verkauf. In Partien in jedem Quantum pro Exemplar 5 Pf. netto. Porto zu Lasten des Empfängers. * Parteigenoffen! " Genoffe Chr. Gottlieb in Bremen, Redakteur der erhielt, nur den Betrag für die an diesem Zage abgenom „ Bürger- Zeitung"," ber gegenwärtig in Oslebshaufen eine groei- menen Gußstücke darstellten, während jeder derselben Former am Montag früh weitere 8,21 M., wovon nur 48 Pf. KrankenBeleidigung der stadtbremischen Armenbehörde zu fünf Wochen beit, die bis dahin wieder abgenommen war. Da am Sonntag monatige Gefängnißstrafe verbüßt, wurde vom Landgericht wegen und Invalidengeld abgingen, ausgezahlt befam für diejenige ArGefängniß verurtheilt, die mit der gegenwärtig von ihm zu vernicht gearbeitet wird, geht hieraus hervor, daß die Arbeit noch büßenden in eine Gesammtstrafe von zwei Monaten drei Wochen Gefängniß zufammengezogen sind. Der Staatsanwalt hatte ein in voriger Woche geschafft wurde, die Former also mehr ver Monat Gefängniß beantragt. Die Beleidigung soll in Artikeln dienten als site angaben. Daß selbst die Geſammisumme des enthalten fein, die Gottlieb über die Zustände der Woltmars- Bohns niedrig ist, giebt die Firma felbst bedauernd zu, bemerkt hauser Aruenbaracen veröffentlichte. jedoch, daß sie infolge des starten Schneefalls nicht genügend nicht voll arbeiten laffen konnte. Bufuhr an Eifen bekommen fonnte und deshalb den Betrieb In den letzten Jahren ist bekanntlich jeweilen zum 18. März von der Berliner Volkstribüne" eine auf rothem Papier gedruckte Märznummer herausgegeben worden. Da mit Neujahr die Bolkstribüne" ihr Erscheinen eingestellt hat, so wird zum diesjährigen 18. März auf Anregung das Teltower Volks Rosen om, der Redakteur des Chemniger Beobachters", über -Sächsisches. In Hartha( Sachfen) wollte Genoffe blatt als Erfah eine tothe März nummer erscheinen das Thema„ Die bürgerliche Gesellschaft, die Sozialdemokratie Dem Sturm zum Opfer gefallen, der gestern in Berlin Laffen. und der Zukunftsstaat" fprechen. Wegen diefes Themas wurde und Umgebung gewüthet, ist der 88jährige Schiffers: Das Teltower Boltsblatt" ist bekanntlich Partei die Versammlung verboten und zwar mit folgender Begründung: tnecht Rabemann aus Biegenschleuſe. Der Kahn, auf Unternehmen und fließt mithin der aus dieser Märznummer Für die Herbeiführung des von der Sozialoemofratie an welchem R. bedienstet, befand sich auf der Fahrt von Spandau eventuell erzielte Ueberschuß nicht in Privathände, sondern kommt gestrebten Bufunitsstaates" ist innerhalb der bestehenden Rechts- nach Berlin begriffen in der Nähe der Charlottenburger Bracke der Partei zu gute. ordnung ein gefeßmäßiger Weg nicht gegeben; es sei in diefer in der Flucht des Salzufers; dort wurde der obengenannte Da nun, wie durch Prospekte und Plakate angekündigt, auch Beziehung nur an die von der sozialdemokratischen Partei ge- Matrose, als er beim Stafen das Ruder aus dem Wasser zog von anderer Seite auf den 18. März eine fog. Märznummer" forderte Abschaffung der Privateigenthumsrechte an den Arbeits- und fich aufrichtete, von einem heftigen Winditoß erfaßt, der ihn herausgegeben wird, so erklären wir, daß mit Ausnahme der mitteln und der monarchischen Rechte erinnert, welche mit dem über Borb fegte. Leider gelang es dem Schiffspersonal, das Teltower Boltsblatt"-Ausgabe alle von Berlin oder Umgebung willen derjenigen, denen diese Rechte zustehen, nicht zu erreichen, fofort zur Silfe herbeieilte, nicht mehr, den des Schwimmens aus sonst angekündigten Zeitungen für den 18. März als wider den Willen derfelben aber ohne gewaltsamen Eingriff in unfundigen R. aus dem Wasser zu ziehen. Der Unglückliche ist Privat Unternehmungen die bestehende Rechtsordnung und bhne Begehung nach jedenfalls bei dem fußhohen Wellengange und bei der durch den diefer Rechtsordnung strafbarer Handlungen nicht möglich ist. Sturm hervorgerufenen starten Strömung fofort unter das Fahr Der als Referent für den betreffenden Buntt der Tagesordnung zeug gerathen und alsbald ertrunken. Die Leiche des Schiffsangemeldete Hebatteur Rosenow aus Chemnis würde daher, in- nechtes ist bis jetzt noch nicht gefunden worden. dem er den Theilnehmern der Versammlung den angenrebten Zukunftsstaat schildert, und dieselben auffordert, an der baldmöglichsten Verwirklichung deffelben mitzuarbeiten, nothwendiger weise dieselben zu Begeh ng von Gesezesübertretungen auffordern oder zum mindesten sie hierzu geneigt zu machen." " " zu betrachten sind. Barteigenoffen, zersplittern wir daher unfere Kräfte nicht, sondern treten wir vereint für die Verbreitung der rothen Nummer des Teltower Volksblatt" ein. J. A.: H. Werner, Vertrauensperson des zweiten Berliner Reichstags- Wahlkreises. Die Parteipreffe wird um Nachdruck gebeten. Protestversammlungen gegen die Militärvorlage find weiter abgehalten worden in Deuben( Ref. FräßdorfDresden), uhrsleben( Referent Reichstags Abgeordneter Förster Hamburg). 0 Tokales. Arbeiter Sanitätskommission. Anscheinend aus Liebe zu feinem verstorbenen Kinde bat fich geitern früh ein etwa 40 Jahre alter unbekannter Mann auf dem Großen Spielplage im Thiergarten vergiftet. Gegen fleben Uhr bemerkte der Barfwächter Erbach vor einer Bank liegend eine Leiche, daneben einen Bettel, dessen Inhalt in Reimen darlegte, daß der Unbefannte ans Gram über den Zod feines Kindes fich entleibt habe. In der linken Hand hielt der Verstorbene die Puppe feines geftorbenen Töchterchens. Die Persönlichkeit des Todten hat bisher nicht ermittelt werden tönnen. Bur Selbstmord- Chronik wird mitgetheilt, daß sich gestern Gott der Gerechte, wird sich Herr Stöcker gesagt haben, zwei Männer erhängt haben. Der eine, ein Unbekannter, wurde was thut man nicht alles für's Geschäft! Sprang er den Das berühmte patriarchalische" Verhältniß hat sich, zur im Thiergarten in der Nähe des Reiterschirms an einem Baume Boftbeamten nicht bei, so glaubten fich diese vielleicht von Genugthuung der Unternehmerklasse, hier und da noch zwischen hängend todt aufgefunden; der zweite, der Bantoffelmacher den Chriftlich- Sozialen verlassen, und es hätte sich so leicht Arbeitgevern und Arbeitnehmern erhalten, besonders da, wo es Ruder, hat sich auf dem Boden des Hauses Strelizerstr. 44, in nie wieder jemand unter den Postbeamten gefunden, der die Art des Gewerbebetriebes mit sich bringt, daß der Arbeiter bem er wohnte, gestern Mittag infolge Geistesgestörtheit durch aus reiner Herzensüberzeugung für Herrn Stöcker oder bei seinem" Brotherrn" wohnt. Wie der Arveitnehmer hier Erhängen entleibt. ,, wohnt", das in eigentlich nur bei den Bäckern weiteren Kreisen einen feiner Kumpane einen Stimmzettel in die Urne ges genauer befannt geworden, nachdem Genoffe Bebel in feiner worfen hätte. Und das mußte verhindert werden, foſtete bekannten Broschüre die Zustände, welche in den Schlafraumen es auch, was es wollte. Auch der ungnädigste Blick der Bäckergesellen herrschen, aufgedeckt hat.& scheint, als ob hielt ihn nicht von seiner Pflicht zurück, und es die Verhältnisse in anderen Gewerfen nicht beffer liegen. mögen vielleicht auch nicht gerade wohlwollende Ge Wir sind heute in der Lage, über die Schlafftätten fühle gewesen sein, die Herrn von Stephan beseelten, der Barbier und Friseurgehilfen einige nähere als er hören mußte, wie auch ein Erbpächter des Patriotis Angaben zu bringen, welche beweisen, daß auch bei diesen eine mus, ein gewerbsmäßiger Bertheidiger von Thron und Altar allgemeine, umfassende Prüfung der Wohn- und Schlafgelegen gegen ihn zu Felde zog. Es ist sehr bitter, Wahrheiten beiten eine dankbare Aufgabe wäre. Bei Pautsch, Weberstraße 24, Reller: einfenftrtge anhören zu müssen, namentlich wenn sie aus fo liebem Stube, schlecht gelüftet, 1 Gehilie und 2 Lehrlinge. Munde kommen. Auch der Generalpoftmeister fann ein sehr Bei Sachse, Beubelstraße 59: einfenftrige Rüche, böses Lied singen von der Undankbarkeit der Menschen im fchlecht gelüftet, auch zum Waschen benutzt, für 1 Gehilfen. allgemeinen und von der Undankbarkeit der Bresse im be- Bei Setting, Charlottennraße 80: einjenftrige fonderen. Wohin sind die Zeiten, wo allwöchentlich min. Dachfammer, nicht heizbar, fchlecht gelüftet, 5 Meter lang, 1 Meter beftens einmal von der gesammten Breffe aller bürgerlichen breit. 2 Meter hoch, also 10 Rubikmeter Rauminhalt, für 3 Ge Parteien die sprichwörtlich gewordene Findigkeit unserer bilten.( Herr Setting hat unserem Kontrolleur versprochen, wenigftens einen Gehilfen andere wo unterzubringen.) Bost in allen Tonarten gerühmt wurde? Stein Bei Stabenow, Kurzestraße 20: eine Kammer, nicht Bostbeamter, ber eine nicht nach allen Regeln heizbar, wenig Licht und Luft, Fußboden mit Steinen gepflastert, Buttfamer'scher Orthographie verfaßte Briefaufschrift für 1 Gehilien und 1 Lehrling.( Darüber ein Zaubenboden, Seutsch zu reden, ist die Hauptsache entziffert hatte, stellte beffen Geruch den Schlafraum verpeitet.) fein Licht unter den Scheffel, und der ganze Glanz dieser Lichter fiel auf den Generalpoftmeister, der sich gnädig von diesen Strahlen bescheinen ließ. In den ausländischen Boftverwaltungen waren damals nur Leute thätig, die sich burch lange Ohren und ein graues Fell auszeichneten: Und wer druckt heute noch die niedlichen Knittelverse bes Selbstbeherrschers aller Briefträger ab, ver verzeichnet Seine Erlebnisse auf der Auerhahn Jagd? Undankbare Menschheit, sic transit gloria mundi... Bei Hermann, Beußelstraße 67: Schlafftätte für Gehilfen im Laden hinter einer Gardine. Bei Junt, Mobrenstraße 62: 1 Gehilfe in einer Berliner Stube, 1 im Laden. Bei Gobs, Elisabethstraße 60: 1 Gehilfe in der Küche. Bei Stide, Weberstraße 34: 1 Gehilfe im Laden in einem Schlaftaften. Bei Bozion, Dranienburgerstraße 83: 1 Gehilfe im Laden. Marktpreise in Berlin am 10. März, nach Ermitte lungen des Polizeipräsidiums. Weizen per 100 kg. guter von 15,60-15,10 M., mittlerer von 15,00-14,60 M., geringer von 14,50-14,00 9. Roggen per 100 kg. guter von 13,30-13,00 M., mittlerer von 12,90-12,70 M., geringerer von 12,60-12.40 M. Gerite per 100 Rg. gute von 17,50-16,80., mittlere von 16.20-15,10 m., geringe von 15,00-18,80. Safer per 100 kg. guter von 15,80-15,20 M., mittlerer von 15.10-14,60 m., geringer von 14,50-14,00 m. Stroh, Richt per 100 g. von 4,65-4,00 M. Deu p.100 Kilogramm von 6,80-5,00 M. Erbfen, gelbe zum Rochen per 100 Rg. von 40,00-25,00. Speisebohnen, weiße per 100 g von 50,00-20,00 M. Linfen per 100 g. pon 80,00 bis 80,00 M. Rartoffeln per 100 kg. von 6,00-4,50 M. Mindfleisch von der Keule per 1 Rg. von 1,60-1,20 M. Bauchfleisch per 1 Stg. von 1,30-0,90 M. Schweinefleisch per 1 Sg. von 1,50-1,20 m. Ralofleisch per 1 Kg. von 1,60-0,80 m. Hammel fleisch per 1 Rg. von 1,50-0,90 M. Butter per 1 Kg. von 2,80 bis 1,80 m. Gier per 60 Stück von 5,00-2,60 M. Fische per 1 Kg.: Karpfen von 2,40-1,20 m. Hale von 8.00-1,20 m. Bander von 2,40-1,00 M. Hechte von 1,80-1,00 m. Barsche von 1,60-0,70 M. Schleie von 2,40-1,00. Bleie von 1,40 bis 1,00 M. Krebse per 60 Stüd von 10,00-3,00 N. Vor Polizeibericht. Am 10 d. M. Morgens wurde eine Frau vor dem Haufe Prinzenitr. 56 durch eine Drofchte überfahren und an den Armen und Beinen bedeutend verletzt. mittags wurde auf dem Boden eines Hauses der Streligerstraße ein Bantinenmacher und im Thiergarten bei der Rousseau- Insel ein unbekannter, etwa 40jähriger Mann erhängt vorgefunden. am 11. d. M. Morgens fand in der Müllerstr. 1 ein fleiner Brand statt. Gerichts- Beitung. Die Eislebener Affäre vor Gericht. Das verkündete Urtheil haben wir bereits in Nr. 59 Turz gemeldet. Wir laffen heute den ausführlichen Bericht folgen: Es ist test ficht auf fein bisheriges Verhalten ist er milder beurtheilt worden, auf eine Geldstrafe zu erkennen, lag aber eben. falls tein Anlaß vor und ist er zu 1 Monat Gefängniß verurtheilt worden. Daß Krüger Mißhandlungen begangen, davon ist nichts beftraft ist und gegen den der Gerichtshof animos( erbittert) ge= erwiesen; er wird nur von den Angeklagten Bich, der schon vorstimmt ist, beschuldigt, sich der Mißhandlung schuldig gemacht zu haben. Es ist also nichts erwiesen, weshalb seine Freisprechung erfolgen mußte. Bei Zich ift erwiesen, daß er in Gemeinschaft mit Dettmißhandelt hat. Gegen ihn erschien deshalb eine Gefängnißftrafe meyer, den Angeklagten Ritter in ganz unmenschlicher Weise von 3 Wochen angemessen. Dettmeyer hat mit einer Pfingstmate den Fuhrmann und auch Ritter gemißhandelt. Es war ein grober Erzeß, daß er so gegen Personen vorging, die ihm nichts gethan hatten. Mit Rückficht hierauf ist auf eine Gesammtstrafe von 4 Monaten Gefängniß erfannt worden. 3 Wochen angemessen. Achtung! Schneider und Schneiderinnen! Am Montag, ben 13. März, Abends 8 Uhr, finden vier große öffentliche Berfammlungen ftatt und war: fraße 75; Müller's Salon, Johannisftr. 20 und R. Saberecht's Festfäle, Große S. Martens, Friedrichstr. 236, Boly Salon, früher Feuerstein, Aite JafobFrankfurterfir. 30. Tagesordnung in allen Bersammlungen: Die Zustände in der Schneiderei und die Berechtigung der aufgestellten Forderungen. Sheater- und Vergnügungs- Verein Fritillaria", bei Herrn Dreßs ter, Barnimftr. 16. Sigung 6 Uhr, nachher Fidelitas. Borträge und Tanz. Vergnügungs- Verein unige Jugend", Raupachir. 6, Stachel's Blanina- Groite. Sigung Uhr. Nach der Sigung Fibelitas. Dermisdites: Noble Spinbübinnen. Das Schöffengericht zu Rolberg 9 " " Gisleben, 9. März. Bei Eröffnung der Sigung gegen 11 Uhr war der Zuhörerraum des Gerichtssaales dicht gefüllt, von den Angeflagten fehlen einige, u. a. auch Frante. Die Staatsanwaltschaft von Halle, wie auch Herr Rechtsanwalt Reil ( Bertheidiger der Bergleute) war anwesend. Das Urtheil, welches der Herr Amtsgerichtsrath Schlemm verkündete, lautete etia folgendermaßen: In ftundenlanger peinlicher und sorgfältiger Berathung hat der Gerichtshof nach beiden Seiten hin gewissenhaft geprüft und das Für und Wider erwogen. Feft gestellt ift, daß die Urheber dieses bebauerlichen Günther ist durch Erdmenger der Körperverlegung für verurtheilte die jest in, Berlin weilende Frau Hauptmann Grzesses die Berglente gewesen sind. Der über- überführt erachtet worden. Auf eine Geldstrafe zu ertennen, hat. Gleißenberg und deren Tochter Olga wegen wiederwiegende Theil der Schuld trifft die angeklagten Bergleute ihn eine Gefängnißstrafe von 3 Wochen für angemeffen. aber der Gerichtshof für unzulässig erachtet. Es erschien gegen holter Diebstähle zu je 5 Wochen Gefängniß. Beide„ Damen" Liebau und Wunderlich und den Polizeisergeanten Köhler; hatten, wie die N. Stett. 3tg." berichtet, während der Badeein gewiffer Theil Schuld auch den Angeklagten Frante. Der Gefaison 1891 und 1892 auf dem Strandschloßperron wiederholt bie richtshof hat nicht angenommen, daß seitens der Bergleute Landauf den Tischen liegenden Garderobegegenstände, wie Schirme, friedensbruch vorliegt, da der§ 125 des St.-G.-B. gewiffe KriTücher, auch Porzellangeschirr des Wirthes u. f. w. gestohlen, terien fordert, die bei dem Erzeß nicht erfüllt sind. und waren endlich nach längerer Beobachtung durch einen Geheimpolizisten abgefaßt worden. Die Erwartung der zahlreichen Zu gestellt, daß sich die Bergleute vorgenommen hatten, die Verfammlung zu besuchen, aber nicht erwiesen, daß fie beabsichtigten, Wehr gesezt hat, und hoffmann, dem nicht mit Bestimmtheit flagebant zu fehen, ging nicht in Erfüllung, weil sie auf ihren Bei Beinroth, der sich nur gegen einen Unbekannten zur börer bei der Verhandlung, die beiden Damen" auf der Andort Gewaltthätigkeiten zu verüben. Es mag auf grund ihrer staatserhaltenden Gesinnung wohl geplant gewesen sein, in der nachgewiesen werden konnte, ob er den Bischhof getreten, mußte durch den Vertheidiger Rechtsanwalt Friedmann aus Berlin ge ftellten Antrag vom persönlichen Erscheinen entbunden waren, ba Versammlung ein Hoch auszubringen oder dergleichen, damit ist Freisprechung erfolgen. aber nicht erwiesen, daß sie gemeinfain vorgehen und Gewalt unter Bubilligung mildernder Umstände eine Gefängnisstrafe von balismus auf der See in Cuxhaven inhaftirt waren, find am Gegen Frieß, der mit Neupert Kampta geschlagen, erschien die Strafe voraussichtlich sechs Wochen nicht überschreiten würde. Die drei Matrosen der Thekla", welche wegen Ranni. thätigkeiten verüben wollten. Die Neußerungen, die vor dem Exeß von Liebau, Wunderlich und Köhler in bezug auf das Befuchen der Versammlung gefallen sind, deuten wohl auf den§ 125 Röhler hat durch sein besonders exzessives Verhalten zur Freitag an Norwegen ausgeliefert und mit dem Dampfer„ KongSt.-G.-B. bin und streifen die Grenze des Landfriedensbruchs, sie Ausdehnung des Vorganges beitragen. In der Regel bemächtigt Alf" nach Chriftiania transportirt worden. In Boston wurde am Freitag Abend durch eine Feuers fonnten aber nicht als das erfüllende Moment, sondern nur als Gin: fich bei solchen Vorkommnissen der Betheiligten immer ein Gezelbandlungen betrachtet werden. Der Präsident bespricht sodann die Sier ist man aber gerade an den Unrechten gekommen. Er hat Stadtviertels in Asche gelegt. Das Geschäftslokal der Singerwenn bestehenden einzelnen Sandlungen der Angeklagten und meint:& rante hat drei Wial auf verschiedene Berfonen geschossen; es tann sich ähmaschinen Gesellschaft, ein großes Hotel und andere große hat drei Mal auf verschiedene Personen geschossen; es kann sich Geschäftshäuser sind gänzlich ausgebrannt. Drei Personen haben nur fragen, ob er sich in Nothwehr befand. Das Gericht bat nur fragen, ob er sich in Nothwehr befand. Das Gericht hat in den Flammen ihren Tod gefunden, dreißig haben Verwun angenommen, daß sich Franke in Nothwehr befunden, indem bungen davongetragen. Der Schaden wird auf 3 Mill. Dollars Aeußerungen fielen, wie:" Franfe, Du wirst zerhackt"," Frante, Du wirft gefchlachter" u. f. w. Auch durch die Drohungen( Er gefchäßt. heben der Gummischläuche u. f. m.) fonnte sich Franke bedrängt fühlen. Nach Reichsgerichts- Entscheidung braucht bei dem Moment Der Nothwehr nicht ein direfter Angriff oorzuliegen, fondern es genügt ein bevorstehender Angriff. Frante hat aber die Nothwehr überschritten; er hätte müssen andere Maßregeln tressen. Richtiger wäre gewesen, er hätte über die Köpfe hinweggeschossen, oder erst mal wegen derartiger Gewaltthätigteiten vor ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) einen Schuß abgefeuert und diesen als vlothwehr benutzt. Frante bestraft, und einmal begnadigt worden ist, fonnte fammer wurde heute der Vorfüßende des sozialdemokratischen Effen a. d. Ruhr, 11. März. Bon der hiesigen Straf ist auch nicht ein Mensch. dem mon Furcht imputiren tann von Bubilligung mildernder Umstände, in deren Folge auf Geld- Bergarbeiter- Verbandes zu Dortmund, Schröder, und der Streiker erklärte vor der Versammlung:" Sieg oder Tod!" und hat strafe hätte erkannt werden können, feine Rede fein. Er ist agitator Margraf zu Gelsenkirchen, welche der Aufreizung zum merkwürdigerweise gielbewußt auf Rörpertheile und zwar auf die Führer der Bergleute, Liebau und Wunderlich, geschoffen. Bei wegen einer Handlung aber in drei Fällen des Bergebens gegen ungehorsam gegen die Gejeze durch Neden in den BergarbeiterAbmessung der Strafe ist bei Frant: die durch die Bergleute 340 Str.- G... zu verurtheilen. Als Einsatzstrafe für jeden Versammlungen und durch Verbreitung von Flugblättern während herbeigeführte Gereiztheit, gegen welche er mit Haß erfüut sein all find 4 Monate Gefängniß angenommen, welche Strafe zu der Ausstandszeit angeklagt waren, und zwar Schröder zu fonnte, als milderno in Betracht gefommen. Für den gefahr einer Gesammistrafe von 6 Monaten Gefängnis umgewandelt 4 Monaten, Margraf zu 6 Monaten Gefängniß verurtheilt. Dem Antrag auf Buße der Nebenfläger Bischof, Ritter wurde heute Nachmittag 2 Uhr im Gebäude des Ministeriums . f.. ift gegen Köhler, Wunderlich, Glaz, Dettmeyer u. f. w. des Auswärtigen eröffnet. Staatsminister von Mensch hielt die Staatsanwalt Göze mit Hinsicht auf die Bergleute gestellten Un hervorhob. Darauf wurde zum Vorsitzenden der preußische Geftattgegeben worden. Bezüglich der vom Herrn ersten Gröffnungsrede, in welcher er die Bedeutung der Konferenz träge ist der Gerichtshof über die beantragten Strafmaße befandte Graf von Dönhoff gewählt, welcher die Verhandlungen bedeutend unter den Antrag heruntergegangen wurde. deutend hinausgegangen, währenddem bei den Sozialdemokraten emleitete. Die eigentlichen Sigungen beginnen am nächsten Dienstag. Zwei Auflagen wegen Urkundenfälschungen, welche be- droht nächste Woche in dem Kohlenbecken des Borinage ausMond, 10. März. Ein anscheinend umfangreicher Streit gangen waren, um die Orts Kranfenfassen zu übervortheilen, zubrechen. gelangten gestern vor der zweiten Straffammer des Landgerichts I aufgefordert, sich auf einen allgemeinen Streit vorzubereiten. Es Durch Flugblätter werden die Grubenarbeiter zur Verhandlung. Im ersten Falle war der Silberarbeiter Mag finden zahlreiche Zusamment nfte der Bergarbeiter statt. Baumann der Angeschuldigte. Er hatte an Rheumatismus gelitten und während dieser Zeit die übliche Unterstügung ers ( Depeschen des Bureau Herold.) halten. Nach femer Genesung bewilligte der Arzt ihm noch fünf Saarlouis, 11. März. Eine Eingabe der Bildstocker fogenannte Schontage. Dem Angeklagten war dies nicht genug, Einwohner an den Deutschen Reichstag petitionirt um Wiederer änderte die Zahl 5 in eine 6 um und schädigte dadurch die anlegung von 2439 Abgelegten und verlangt die Einfeßung einer Krantentaffe um 2 M. Der Gerichtshof verurtheilte den An- Untersuchungsfommission, bestehend aus dem Oberbergrath Belsen, geflagten zu vierzehn Tagen Gefängniß. dem Landrath von Saarbrücken und den abgelegten Bergleuten Schulo und Thome. erfannt. lichen Schuß ist auf 6 Monate, für die anderen beiden auf je 3 Monate erkannt worden, welche Strafen zu einer Gesammt Strafe von 9 Monaten Gefängnis umgewandelt worden sind. Bei ihm ift 1 Monat für die erlittene Untersuchungshaft als verbüßt erflärt worden. Außerdem ist auf Eingebung des Revolvers Wolf giebt zu, den Thiele, nicht aber Döttmeyer geschlagen zu haben; lezteres ist ihm auch nicht nachgewiesen worden. Er befand sich wohl in einer Bedrängniß, da um ihn herumgeschlagen wurde und er selbst Schläge bekommen hatte, aber in Nothwehr beland er sich nicht. Gegen ihn ist auf 14 Tage Gefängniß erkannt worden. Ritter mußte freigesprochen werden, da nicht nachgewiesen ist, daß er sich des Widerstandes schuldig gemacht. Ob Polizeis fergeant Röbler fich in der rechtmäßigen Ausübung seines Antes beland, fei oahingestellt. Aber wenn auch dies( rechtmäßige Aus übung des Amtes) bei Köhler der Fall war, so ist zu erwägen, daß Richter ein Recht hatte, bei Kallmeyer zu bleiben, da er als Rellner noch feine Ruffe gemacht hatte. Ritter's Festflammern an der Säule gegenüber dem Auftreten Köhler's ist nur ein Moment der Angst gewesen, und dieses erfchten auch berechtigt, da die von Röhler herausgezogenen Personen, wie auch Ritter, nachher draußen furchtbar verhauen wurden. Liebau hat gemeinschaftlich mit Wunderlich Krüger und Zopf mishandelt und zwar mit einem Stod und mit einem Gummischlauch; ihm fallen 2 strasbare Handlungen zur Last. Bei Abmessung der Strafe tommt bei ihm als straffchärfend in Betracht, daß er der Führer bei diefem bedauerlichen Vorfalle gewesen ist. Er hat vorher in einem Lotale gesagt:" Wir lassen Sen Redner 5 Minuten sprechen u. f. w.", das spricht dafür, daß er von vornherein beabsichtigte, Gewaltthätigteiten zu verüben. Er ist mit Gewalt gegen Bersonen, so auch gegen Zopf, vor gegangen, die ihm gar nichts gethan hatten. Als Urheber des Exzeiles find für jede Strafthat gegen ihn 6 Monate, vereinigt in eine Gefamintstrafe von 9 Monaten Gefängniß, erfannt worden, wovon 1 Monat durch die erlittene Untersuchungshaft für vers büßt erklärt worden ist. erst die Veranlaffung gegeben zu groben A sfchreitungen, indem nach seiner Aufforderung Ritter, Fuhrmann und Bischof gemißhandelt worden sind. Hätte Köbler als Beamter seine Schuldig feit gethan, so hätte sich der Grzeß auf der Straße gar nicht so ausdehnen fönnnen. Sein Vergeben gegen§ 340 bes Strafgefeß die Mißhandlungen als Beamter geduldet, sondern er hat den buches war frevelhaft und frivol. Er hat nicht allein Bergleuten extra geheißen, Fuhrmann, Ritter und Bischof zu mißhandeln. Daß er Frante und Ritter selbst gemißhandelt, ist als nicht erwiesen erachtet worden. Mit Rücksicht auf die Gemeingefährlichteit Köhler's, der schon zweiworden ist. = Strafthat schuldig gemacht. Nachdem der Arzt ihn nach überDer Schriftfezer Hugo Diege batte sich einer ähnlichen standener Krankheit wieder für arbeitsfähig erklärt, fälschte der Angeklagte einen Krantenschein, um weitere Unteritüßung zu er halten. Der Gerichtshof fab als erschwerend an, daß der Ana geklagte zu damaliger Zeit überhaupt nicht arbeitete, fondern sich an dem Streit betheiligte, und dadurch durch eigenes Verschulden in Noth gerathen war. Die Strafe wurde auf einen Monat Gefängniß bemessen. Versammlungen. = Depeschen. Dresden, 11. Márz. Die internationale Sanitätskonferenz Briefkaffen der Redaktion. 3. 8. in M. Das geflügelte Wort des Königs von Hannover lautet: 8-, Profefforen und Sänger fann man immer für Geld haben. E. M. in H. B. Dank für Zusendung. Diese Flugblätter find Reptilarbeit, und werden auf Kosten der Steuerzahler zu Hunderttausenden in Leutschland verbreitet, um Stimmung für die Militärvorlage zu machen. .., Neu- Weißenfee. Auf Gratisanzeigen fönnen wir uns nicht einlassen. Senden Sie die Erzählung zur Prüfung ein. Wir bitten Sie um Ihren Besuch in der Zeit Don 12-1/ 2 Uhr Mittags. feine Widerlegung Wiesen a. Luhe. Der Artikel des Kreisblatts verbient D. 3. 100. 1. Staatsbeamte erhalten im Allgemeinen Nielson. Streit Kontrollkommiffion. Zu dem in der vorgeftrigen Sitzung dem„ Vorwäris" gemachten Vorwurf, daß er die Bahl ber bei den Gewerbegerichts- Wahlen abgegebenen Stimmen nicht Wunderlich, der dem Lieban ziemlich gleichgestellt wer den tann, ist nur eines Falles Körperverlegung, und zwar mit gebracht habe, bemerken wir noch, daß das uns zur Verfügung einem Guminifchlauche, für überführt erachtet worden. In an- gesteute Material unvollständig war und daher in der Erwartung betracht der großen Rohheit, mit der er zu Werte gegangen, find auf Ergänzung zurückgestellt wurde. Leider ist bis jetzt weder Poftnumerando ihre Zahlung. 2. Das Wahlrecht geht durch Angegen ihn 6 Monate Gefängniß erkannt worden, von welcher war uns das Material sonstwie vollständig überliefert worden. von Ihren Beamten) nicht verloren. eine amtliche Bublifation der abgegebenen Stimmen erfolgt, noch nahme von Unterstützungen eines Privatvereins( solches ist der Sirafe ebenfalls für die erlittene Untersuchungshaft 1 Monat für Es ergiebt sich daher, daß der gegen den Vorwärts" diesbezüg verbüßt erklärt worden ist. Glas wird dreier Handlungen beschuldigt. Nach der Lokali. tät und nach der Form des eingefeßten Fensters, wovon sich der Gerichtshof selbst überzeugt hat, in er zweifellos derjenige gewesen, der das Fenster von draußen zerschlagen hat. Ferner hat er, nachdem er von Neupert dazu angeftiftet war, Transparente heruntergehauen, auch ist nachgewiesen, daß er in Gemeinschaft mit Döttmeyer den Zigarrenarbeiter Fuhrmann mit einem Stul bein geschlagen hat. In anbetracht der Gemeingefährlichkeit des Ungeflagten ift gegen ihn auf eine Gesammtftrafe von 4 Monaten ertannt. lich erhobene Vorwurf unzutreffend ift. Verein zur Wahrung der Interessen der Schuhmacher. Montag, den 18. März, Versammlung in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. uhr, Monatssigung bei Keller, Bergftr. 69. Arbeiter- Gefang- Berein Nora". Montag, den 18. März, Abends Berliner Naturheilverein Zukunft", Dräfel's Restaurant, Neue Friedrichstr. 85. Montag, den 13. Wars. Abends 9 Uhr, Behrturfus über nipendungsformen in der Naturheilkunde, abgehalten von Herrn Dr. Kants gefeufchaft Heut Sonntag: 8ahltag, Aderir. 123, bet Stümte. Sterbekalle von Arbeitern der Berliner Maschinenbau- AktienDer Diskutirklub Jarostav Dobrowski in Mirdorf. Sonntag, den 12. März, Nachmittags 6 Uhr, im Saale des Gerrn Nifegt, Berg ir. 129 Große öffentliche Verfammlung für Männer und Frauen. Sonn Breithaupt hat auf der Gallerie eine Sachbeschädigung tag den 13. März, Abends Uhr, bei Otto Klein, Schönleinftr. 6. Bortrag ausgeführt, indem er eine aufgestellte Büfte herunterstieß. Seine des Genossen Theodor Glode über„ Dte revolutionare Bewegung Entschuldigung, mit dem Hinaufflettern auf die Gallerie feine von 1848". Turnfünfte gezeigt au haben, trifft nicht zu. Seme ganze That paßte in den Rahmen des bedauerlichen Exzesses hinein. Ihn mit einer Geldstraje wegkommen zu lassen, dazu lag fein Anlaß Dor. Gegen ihn ist wegen Sachbeschädigung auf 1 Woche Gefängniß erfannt worden. Neupert hat Ramla und Topf gefchlagen und den Angeklagten Glatz zur Sachbeschädigung angefiet. Mit RückHolzmarktstraße 12 u. 14 Vergnügungs- Verein Stalta". Reftaurant Roland, Elfafferte. 20. Anfang 6% Uhr. Fidelitas, Tans. Bortrag 6 Uhr. Privat Cheater- Gesellschaft Breciofa". Nachmittags upe, anbreasstraße 8, Sur Kornblume". Billetausgabe gum Oftervergnügen. Privat- Theater- Gesellschaft und Artiften- lub Humor". Stzung Sonntag, den 12. Wiärz, Abends 6 Uhr, bei Schönwalder, Dranten: ftraße 163, part. Gefchaftliches. Gesellschaftstunde. martyrafenftrabe 88, Berfammlung. Wegen Wichtigkeit der Tagesordnung Freier Diskutirverein. Heute Nachmittag, Buntt 8 Uhr, bet Leopold, abtretches Grichetnen erforderlich. Briefkaffen der Expedition. Für die Bergacbeiter gingen ferner ein: Am runden Tisch bei Dieckmann 4,20. Manöver- Adolf 5,50. Zwei v. Frege'sche grüne Jungens aus Moabit 2,-. Aus der Druckerei der Gazeta Robotnicza( Sillier, Janiszewski u. Co.) 4,-. Von den Parteigenossen in Adlershof 1. Rate 10,-. Von einem Kränzchen in der Gartenstr. 162 durch Schwittau 12,-. Nowawes 5,-. Von den Bildhauern Würzburgs 10,-. Geburtstag bei Lücke 4,50. Durch die Streit Rontrolltommiffion: Görs und Kalimann 16.-. Line 540 8,60. Liste 545 Höhne Lifte 529 4,50. ifte 538 9,35. Liste 534 4,20. Liste 537 und Seel 7,50. Lifte 547 6,50. Liste 47 durch Wernau 6,15. Liste 48 durch Wernau 3,20. Liste 79 2,45. Lifte 502 durch Pistoor 5,15. Bereits quittirt 12 758,55.; in Summa 125,80 m. Summa 12 884,35. A. R., Bürgel. 100 Stück toften 10 M. Porto 1,20. Sof. ein Laden mit Wohn., 650 1757b Cine Wohn., 22 M., monatl., Elisabeth firchitraße 7. 1766b Freundl. fleine Wohnungen mit p Eine freundl. Schlafstellef b. Schuster, Wasserl., 50-56 Thlr., zu vermiethen, Ackeritt. 6, 8 Tr. Rigdorf, Bring Handjernstr. 50. 18136 größere, mittlere, fleine Wohnungen und Pferdeställe zu vermiethen. Niheres beim Portier. 1444b* Lieguiterftr. 6 find fleine, saubere Wohnungen billig zu vermiethen. Frol. möbl. Schlafft. z. om. Spiz 70-75 9. EinſegnungsFrol, möbl. Schlafft.( Herrn), Manteuffelstr. 50, v. 1 Tr. r. 1777b Eine Genoffin findet freundliche Sch a stelle d. Fr. Lange, Admiralit 40, of 4 Tr. 1758b Möbl. Zimmer 3. 1. April 3. verin. 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März 1893, Vormittags 11 Uhr, in Wilta's Lokal, Hochstraße Nr. 32a. Tagesordnung: Neuwahl des Gesammt- Borstandes.- Vereinsangelegenheiten. schiedenes und Fragekanten. Ver 123/6 Gäste können durch Mitglieder eingeführt werden. Neue Mitglieder werden aufgenommen. J. A.: W. Genz, Bernauerstr. 114c. Fach verein der Tapezirer Berl. u. Umg. Montag, den 13. März cr., Abends 81/2 Uhr, Versammlung im Lokale des Herrn Boltz, Alte Jakobstraße Nr. 75. Tagesordnung: 1. Bortrag des Genossen 3. Türt über: Der Kampf gegen das Verbrechen. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Um zahlreichen Besuch bittet 811/13 Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung aller in der Lederfabrikation besch. Arbeiter wie Weißgerber, Lohgerber, Färber, Burichter 2c. am Dienstag, den 14. März, Abends 8 Uhr, in Knebel's Salon, Badstr 58. Tagesordnung: 1. Bortrag über Moral und wirthschaftliche Verhältnisse. 2. Bericht der Revisoren über die Abrechnung des Vertrauensmanns. 3. Bericht des Delegirten über die Streit- Kontrollkommiffion. 4. Anträge und Diskussion. 1775b Der Einberufer. Achtung! Lackirer. Achtung! Versammlung der Filiale IV Berliner Bock- Brauerei [ 3795 L Tempelhofer 54. Bock- Saison. Berg. Heute Sonntag: Großes Militär- Konzert. Anfang 4 Uhr. Bock- Jubel und-Trubel. Finger Kaufen Sie nur Kinder- Wagen Halt! aus Metzner's Fabriklager weg! Andreasstr. 23, vis- à- vis des Andreasplatzes. Größtes Lager Berlins. 38291 Bestes Fabrikat 500 M. zahle jedem, der mir nachweist, daß ich der Welt. nicht das große Kinderwagenlager Berlins habe. GESCHAFTSHAUS S.HEINE 2 Die Firma besteht seit 1873. Schwarze Kostüm- und Trauerstoffe. 3833L Neuheiten von hervorragender Schönheit zu außergewöhnlich billigen Preisen. Schwarze Cachemires anerkannt beftes Fabrikat. Meter von 1 Mart nis zu den hochfeinsten Qualitäten. Auslage von Neuheiten in Kleiderstoffen BERLIN N CHAUSSEESTR.14 am Montag, den 13. März, Abends 81/2 Uhr, Alte Jakobstr. 83. = Tagesordnung: 1. Rechenschaftsbericht des Vorstandes. 2. Wahl deffelben. 3. Bericht der Arbeitsnachweis Rommission und Wahl derselben. 4. Unser Arbeitsnachweis. 6. Verschiedenes. Zahlreiches und pünktliches Erscheinen nothwendig. Mitgliedsbuch legitimirt. 214/5 Der Vorstand. für die Frühjahrs- Saison. Reste und einzelne Roben spottbillig. Soeben erschien Heft 5 von Verband aller in der Metallindustrie Mustrirte Weltgeschichte für das Volk beschäftigten Arbeiter Berlins und Umg mit besonderer Berlichfichtigung der Kulturentwickelung von J. G. Bogt( VerDen Mitgliedern hierdurch zur Kenntniß, daß am Sonntag, den faffer von Welt- und Lebensanschauung für das Bolt). Illustrirte Prospekte 19. März 1893, Vormittags präzise 10 Uhr, im Feenpalast( Ecke Burg- franko und gratis. Bestellungen erbitte per Postkarte. und Wolfgangstraße) eine außerordentl. Generalversammlung mit der Tagesordnung: Stellungnahme zum deutschen Metallarbeiter- Berband" ftattfindet. Wir ersuchen die Mitglieder um zahlreiches und pünfliches Erscheinen. Die Mitgliedskarte legitimirt. 229/1 Der Vorstand. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag Vormittags 101/4 Uhr, Rosenthalerstr. 38, Vortrag von Herrn E. Vogtherr: Selbstlosigkeit und Selbstbewusstsein. Gäfte fehr willkommen. Abends 7 Uhr nur für Mitglieder: Gefellige Versammlung und Vortrag von Herrn Dr. Bruno Wille: Der Teufel. Rixdorf! 17785 Bon 5 M. an 37% Th. Mayhofer Nachf. Sozialdemokratische Buchhandlung, Berlin H., Weidenweg 15b. Billigster Detailverkauf für deutsche u. engl. eiserne Bettstellen u. Matrahen, Fabrit mit Dampfbetrieb. 8 Mart. Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Holzplätzen beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Ortsverwaltung Berlin II Nord. Mitglieder- Bersammlung Dienstag, 14. März, Abends 81/2 Uhr, Bergstr. 12. Zagesordnung: 1. Vortrag. 2. Anträge zur Generalversammlung und Wahl eines Delegirten zu derselben. 3. Gewerkschaftliches u. Fragetaften. Um zahlreiches und pünktliches Er scheinen ersucht 174/8 Der Vorstand, Kranken- und Sterbe- Kasse der Berliner Hausdiener. ( Eingeschr. Hilfskaffe Nr. 61). Raffen- Lokal: Alte Leipzigerstr. Nr. 1. Rassenstunden täglich von 8-3 Uhr. Sonntags geschlossen. Verlegung des Kassenlokals. Am 15. März 1893 verlegen wir unser Kaffenlokal nach Spittelmarkt No. 7 ( an der Gertraudten- Brücke) im Borderhause 1½ Treppe. 1746b Der Vorstand. Alb. Reßler, Nollendorfftr. 2. Verband der in der Kürschnerbranche besch. Arbeiter u. Arbeiterinnen. Montag, den 13. d. M., Abends pünktl. 9 Uhr, Landsbergerstr. 31 Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Bortrag des Genoffen Röster über die Kommune von 1871. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 190/6 Die Ortsverwaltung. Verein z. Wahr. der Interessen der Zinkgießer und Stürzer Berlins u. Umgegend. Dienstag, 14. März, Abends 81/2 Uhr, bei Schröder, Reichenbergerstr. 24: Ordentliche Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Raffenbericht. 2. Bericht des Borstandes. 3. Anträge. 4. Verschiedenes. Kiftenmacher. 1736b E. Sass. Detailverlauf nur köpe- am Montag, den 13. März, Abends nickerstr. 127, of pt. 8 Uhr, im Lokale Armin- Hallen, Illuftr. Preiskourant gratis und franko. Samariter", befter Magenliqueur, äußerst wohlschmeckend und ftärtend, pro Liter M. 1,50. Nordhäuser Korn} befte aare, pro Liter M. 1, Getreidekümmel Don M. 2,- an pro Liter [ 8828L Rum u. Cognac in ber Niederlage Alexanderstr. 13. Roh- Tabak. Zum 18. März empfehle ich hierRommandantenftr. 20: Gr. öffentl. Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Stellungnahme zu dem am 4. April in Caffel stattfindenden Holzarbeiter. Rongreß. 2. Wahl eines Delegirten. 3. Der Vorschlag des Herrn Doktor Freund über die Zentralifirung der Arbeitsnachweise. 191/10 4. Der Streit in der Riftenfabrik von Werner. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Rollegen recht pünktlich zu erscheinen. mit Widmungsfränze. Schleifen in Kranten- u.Begräbniß- ZuschußAchtung! Maurer! Achtung! Sämmtliche in und ausländ. Sorten. allen Farben. Klatt, Blumenbandı. Oeffentliche Versammlung der Maurer von Rixdorf und Britz am Dienstag, den 14. März, Abends 72 Uhr im Lokal des Hrn. Kummer, Berlinerstraße Nr. 186. Tagesordnung: ab Billigfte Preislage. Sumatra gut 1723b brennend und schmeckend. Decfraft per Mille 3 M. Memelerstr. 36. 1776b Adalbert Blazek aus Alt- Benatet Max Jacoby, Strelitzerstr. 52. in Böhmen hält Ausverkauf v. allen Ranarienvögel bill. Linienstr. 46, 4 r. Arten Alepfel, 2 Pfd. 15-30 Pf., Bärwaldstr. 52, Hof r. i. Keller.[ 17416* Betten, feiner Stand, neu, sofort für A. Dammann, 1. Bortrag über Zwed und Biele der Konferenz in Berlin. 2. Patentanwalt Ingenieur, BERLIN, 22 Wt. u vert. Brigerite. 10, v. part. eines Delegirten zur Konferenz. 3. Wahl eines Vertrauensmannes. 4. Ver schiedenes. Bur Deckung der Unkosten sindet eine Zellerfammlung statt. Ersuche alle Maurer und Pußer pünktlich zu erscheinen. 242/9 Der Einberufer. Verband der Geschäftsdiener, Packer und Berufsgenossen. Bureau und Arbeitsnachweis: C. Neue Grünstr. 10. Die zu Mittwoch, den 15. b. M., nach dem Norden angesagte Versammlung findet nicht statt, weil am Donnerstag, den 16. d. M., eine öffentliche Versammlung aller Hausdiener bei Boltz, Alte Jakobstr. 75, I. stattfindet. Die Mitglieder des Verbandes werden ersucht, alle Mann zur Der Vorstand. Stelle zu sein. 170/11 Auskunft Prinzenstr. 36, toftenfrei. am Morigplay Alte Kundentischlerei m. 4 Bänten Kinderwagen, größtes Fabritlager, au verkaufen, Wasserthorstr. 14, 1 Tr. billigste Preise, auch Theilzahlung. Dranienstr. 3 im Rorbgeschäft. 1599b* Arbeitsmarkt. Barbierlehrling verlangt H. Grefe, Barbier u. Friseur, Münchebergerstr. 11. Einen Buchbinderlehrling verlangt 1732b* Kinderwagen Kanarienhähne und Weibchen, guter Bum Quartalswechsel empfehle ich 1752b Peters, Dresdenerftr. 77. Rath in Zivil- und Strafprozeß. Ein 1773b Kasse der Töpfer und Berufsgenossen zu Berlin. ( E. H. Nr. 109.) 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Juli Revolution auch 3 Recht ist das, was mit dem allge meinen Interesse übereinstimmt. Moriz Rittinghausen. B " Sonntag, den 12. März 1893. 10. Jahrg. Frankreich; Bictor Confiderant, das Haupt der sozietären Schule Lebensbedingungen der Handlungsgehilfinnen, zu welchem Zweck wünschte " erklärten die es Mit sozialdemokratischem Gruß Die Agitationstommission der Handlungsgehilfinnen Die Sperre ist verhängt über die Bledmann'sche Feilenfabrik in Mürzzuschlag( Desterreich). Es sind dort Arbeiter gemaßregelt worden, weshalb um strenge Fern haltung des Zuzugs gebeten wird. und schrieb. Anders in Grundstein gelegt werden zu einer Statistik der Arbeits- und Fourier's, von Rittinghausen befehrt, offerirte ihm die Zeitung der Versammlung ein Fragebogen zur Beurtheilung vorgelegt La Démocratie pacifique"( die friedliche Demokratie) zur Aus- werden wird. Was aber der Haupterfolg der Versammlung sein einandersetzung seiner Idee, welche damals( September 1850) soll, das ist, eine straffe Organisation zu schaffen, welche im stande ist, durch ganz Frankreich ungeheures Aufsehen erregte. derartigen Uebergriffen des Unternehmerthums, wie sie die oben Mehr als dreißig Journale befürworteten die direkte erwähnte Maßregelung darstellt, in Zukunft die Spitze zu bieten. Gesetzgebung, und doch waren sechs der größten Departe- Wir ersuchen Euch also, da auch für diese Versammlung ein ments in Belagerungszustand erklärt, folglich die dortige Flugblatt vorbereitet ist, uns durch die Verbreitung desselben in republikanische Presse mundtodt gemacht. Die Sozialisten Louis den hiesigen Geschäften im ausgedehnten Maße zu unterstützen. Das System Rittinghausen. Blanc und Proudhon erklärten sich gegen die direkte Gesez- Jeder kann dasselbe Tagsüber im Puzgeschäft von M. Raff. Eine hohe Zeit" tam über uns Schweizer nach der Pariser gebung, und nun entspann sich eine Bolemit, ein Geistestampi, Spandauerbrücke 14, erhalten, und wer dazu nicht Zeit hat, in dem Rittinghausen, der wie Karl Marr so gut französisch als wende sich unter Angabe der gewünschten Anzahl schriftlich an von 1830. Die fantonalen Augiasställe wurden' rausgeschwemmt; die patrizischen und aristokratischen deutsch schrieb, seine Ueberlegenheit und die Tiefe des deutschen den Unterzeichneten, von dem sie prompt verschickt werden sollen. Viehstände" abgetrieben und herein in den sauberen Freiheitsstall Misère( 1846) durch die Misère de la Philosophie( Elend der den Einzelnen eine Kleinigkeit; wir erwarten daher, daß jeder Denters offenbarte. Wie einst Proudhon's Philosophie de la Parteigenossen! In seinem engen Kreise zu wirken, ist für schritt mit ehernem Tritt der forbeerbekränzte, jugendftarke, freß: Philosophie) von Karl Marx( 1847) abgeführt worden, so wurde von Euch seine Pflicht thut. Instige heilige Manchesterstier", vor sich hinbrüllend Freiheit! nun der formgewandte, stilfertige Proudhon von dem deutschen Gleichheit!! Brüderlichkeit!!!" Go tönte es Go tönte es am 22. November 1880 an der großen Züricher Volksversammlung in Logiker Rittinghausen derart in die Pfanne gehauen, daß Uster, welche das Stadtregiment stürzte; aber im gleichen Fabrik- Proudhon für gut fand zu schweigen und fortan weder mit ort Uiter in den Fabriksälen des Spinnerkönigs Kunz hing bald Mary, noch mit Rittinghausen zu thun haben wollte. Proudhon J. A.: Berthold Heymann, C., Rochstr. 18. nachher auch an der Wand der Ochsenziemer( auf Schweizer- war da an die Lähen"( an die unrichtige Adresse) gekommen. Die Wiener Beinknopfbrechsler haben die Arbeit eina deutsch„ de Hageſchwanz"), mit dem man die 10- und 12- jährigen gebung, was Proudhon ja selbst bezeugte, denn er schrieb: ,, Setzen gestellt, weil sie auf ihre Forderung: Einführung des Zehn= Mädchen und Knaben auffrischte", wenn ſie, von überlanger, wir einmal voraus, die vorgelegte Frage sei die folgende: Soll die tundentages und eines gleichmäßig für alle Werkstätten giltigen 14: bis 16- stündiger Arbeitszeit abgemattet, vor Müdigkeit und Gesetzgebung direkt oder indirekt sein? Nach dem Erfolge, Lohntarifs, von den Meistern keine Antwort erhielten. Gerner Schlaf zusammengesunken waren. Schnell füllten sich die Kirchhöfe der Fabriforte mit ausgemergelten Proletarierleichen, aber welchen die Ideen der Herren Rittinghausen und Constreiken die Arbeiter der Maschinenfabrik Winkler und noch schneller füllten sich die Geldsäcke der Fabrikherren. Oberst fiderant in der Demokratie gehabt haben, tann man mit bei- ersuchen um Fernhaltung des Zuzugs. Kunz von Uster, unser Krupp, Stumm, Baare, unser Jay Majorität gegebene Antwort sagen würde: direkt.") Als man nahe vollständiger Gewißheit folgern, daß die mit unermeßlicher Gould, ein Teufel in Menschengestalt, ein mit Gold aufgefüttertes Den Staatsstreich Louis Napoleons herannahen sah, den die Jm böhmischen Isargebirge streifen gegenwärtig gegen 1500 la sarbeiter. Mastschwein, galt damals als der reichste Mann in der Eid Bourgeoisie nicht nur aus Furcht vor dem Sozialismus, sondern genossenschaft. Das junge Manchesterthum simmerte fich feine Repräsentanten- Kammer so zurecht, daß es sich darin auch aus Furcht vor der direkten Gefeßgebung herbei ,, verthun" und räuspern konnte. Bildung, gute Führer der Pariser Arbeiter Elementarschulen" fchrie es! Natürlich, denn die Industrie den Bourgeoisdemokraten, werde sich feine Arbeiter braucht Arbeiter, die etwas lesen und schreiben, wenn auch nicht rückhaltlos für die direkte Gesetzgebung erklärten. Die Demohand für die Republit rühren, wenn sie sich nicht viel rechnen können. Das neue Herrenthum wucherte forsch d'rauf fraten brachten dies nicht über sich und nun hatte der Staats- wurde der frühere Posthilfsbote Kellermann aus Batum vom Aus dem Reiche des Herrn Stephan. In Oldenburg los, war aber dabei freisinnig, ja radikal, ein Feind von Thron streich am 2. Dezember 1851 leichtes Spiel. und Altar jetzt im Alter sieht es seine Jugendeseleien ein, Schwurgericht zu 1 Jahr Gefängniß verurtheilt, weil er in neun jetzt da die Sozialdemokratie bereits die Zähne fletscht, bekommt flipp und klar, radikal und ohne Parlament; von diesem Nixnuz", Das Geld ist durch die gestellte Kaution sowie durch den Vater Rittinghausen will die direkte Gesezgebung durch das Volk Fällen zusammen gegen 400 M. Postgelder unterschlagen hatte. es Angst und fingt jegt peccavi, denn es hat schon längst ge diesem Taugenichts, der soviel Sünden auf dem Buckel hat, von des noch sehr jungen Angeklagten der Postkasse zurückerstattet morten", daß, wie für Thron und Altar, so auch für den Geld: diesem Bielfraß, der nur Gesetze für sich und gegen das Volk worden. Und warum beging der Posthilfebote die Unterschla fact, für's Rapital nicht nur stehende Heere und Polizei sondern auch die geistliche Gendarmerie von Gutem ist, um das Volt, den macht, will er nichts, absolut nichts wissen. Das Gefeß foll in gung? Sein Gehalt betrug täglich eine ganze Mart. dummen Lümmel mit dem Jenseits zu vertrösten. Junge Man- fondern frei aus der Bolts- Intiative hervorgehen; nicht einmal teinem offiziellen Rathe vorberathen und zurechtgemacht werden, chester- Hure, alte Millionen- Betschwester! Freiwillig gestellt, getreu seinem gegebenen Worte, hat dem In Zürich, das so eine Art Athen ist im wilden" die vom Volke gewählte Regierung soll Vorschläge machen dürfen; sich Staatsanwalt der Drucker der Gelsenkirchener schweizerischen Griechenland, berief die liberale Regierung 1839 fie foll regieren, d. h. die aus der Boltsabstimmung hervor. Berg- und Hüttenarbeiter Beitung", Bergmann Werdel den schwäbischen Gottesleugner" Dr. David Strauß, der Das gegangenen Gefeße ausführen. Rittinghausen sagt diesfalls mann. Der Staatsanwalt hatte bekanntlich gegen ihn einen Leben Jesu" beschrieben, als Theologie Profeffor an die das Prinzip" der direkten Gesetzgebung in seiner vollen einer langen Untersuchungshaft überantwortet zu werden, würde wörtlich**): Vor allen Dingen handelt es sich fich darum, Steckbrief erlassen, worauf er öffentlich erflärte, um nicht wieder Rüricher Hochschule; das Büricher Boll in seiner großen Reinbeit hinzustellen Mehrheit noch gläubig" und an der Göttlichkeit Chrifti stramm Soll die Gesezgebung in er sich erst stellen, wenn der Verhandlungstermin angefeßt sei. festhaltend, ließ sich diesen„ Schimpf" nicht bieten, stand auf und andere, demokratische Bahnen gelenkt werden, so kann man jagte die liberale Regierung zum Teufel, wohin sie, nach seiner direkte Gefeßgebung durch das Volk, welcher jene Lokalen sein 14. Stiftungssest. Bei der Vorfeier, die am Sonndas Repräsentativ-System dazu in feiner Weise benutzen, und die Der Leipziger Arbeiterverein, der frühere Fortbildungss verein für Arbeiter, feierte vorigen Sonntag in mehreren großen Meinung, gehörte. Nun Reaktion über Reaktion im ganzen Echweizerland. Die katholischen Kantone beriefen die Jesuiten. große Aufgabe zufällt, muß so organisirt werden, daß keine Bei- abend unter Theilnahme von 3000 Personen stattfand, hielt Und nun war der Teufel erst recht los. Freischaarenzüge gegen mischung geduldeter Reſte der angeblichen Volksvertretung Hinder Reichstags- Abgeordneter Liebknecht die Festrede. Am Sonntag Jesuiten.mischung den Sonderbund der 7 Kantone. Es war hohe Zeit", daß end- nisse schaffen und Gefahren heraufbeschwören kann lich in den reformirten Rantonen Austehr stattfand. Die ver- Gefeßgebung soll sich in organischer Weise aus dem Bolte selbst faßtes Festspiel:„ Der Kampf um die Wissenschaft", von Mitwurde in allen Lofalen ein von Heinrich Friedrich vers blaßte liberale Farbe des 30er Herrenthums wurde fast überall entwickeln; jede Ausarbeitung von Gefeßentwürfen durch eine abgefragt und alles radikal frisch angestrichen und das Bolt von eigens dazu bestimmte Körperschaft, welche ihre Machwerke dem gliedern des Vereins gut aufgeführt und fand beifällige Aufneuem lacfirt"; denn nur um Kulturkampf handle es sich, Volte zur Abstimmung über dieselben zu unterbreiten hätte, nahme. Der Text des Festspiels ist vom Vorsitzenden des VerBertreibung der Jesuiten, Auslösung des Sonderbundes. Immuß mithin vollständig fortfallen. Es liegt näm eins, F. Bosse, Leipzig, Georgenstr. 20, Hof I, für 15 Pf. exkl. Hochland fiel der erste Schuß" im November 1817, in Paris" der lich in der Natur der Dinge, daß jede Körperschaft dieser Art Porto zu beziehen. zweite am 24. Februar 1848, in Berlin am 18. März der dritte von demselben Geiste beseelt sein muß, welcher in unsern Re- Eile mit Weile. In Fermersleben wandte sich, wie bie und so weiter, und so weiter. Während die monarchischen Groß- präsentativ- Bersammlungen herrscht und die Macht des Bürger- Halberstädter Sonntags- Zeitung" berichtet, ein Arbeiter mit dem staaten eben noch willens,„ das wilde Land", wie ein Polen, auf standes zu erhalten und auszudehnen bestrebt ist. Sie wird sich Gesuch an die Polizei, ihm eine Sammlung zum Besten der Rommunistenart zutheilen", mit sich selbst genug zu thun hatten, Einrichtungen im Sinne der Sozialdemokratie und zum Heile der ihn an den Oberpräsidenten, und dieser antwortete na ch miihin nie dazu hergeben, die heutigen gesellschaftlichen nothleidenden Arbeitslosen zu gestatten. Die Polizeibehörde wies feierte der schweizerische Raditalismus seine Hochzeit" durch Annahme der neuen Bundesverfassung von 1848, welche aus Massen unizuformen"..... 54 Tagen ablehnend. einem alten Staatenbund einen neuen Bundesstaat machte. " " Soziale Leberlicht. Achtung, Steinbildhauer! Die Auf dem Steinmetzwerkplatz von Plöger, Subunternehmer bei Gebr. Knoll in Berlin sind die Bildhauer in eine Lohnbewegung eingetreten und bitten um Fernhaltung jeden Zuzugs. Weiterer Bericht folgt. Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck ersucht. Die Steinbildhauer vom Play Plöger. J. A.: Oswald Großmann, Lübeckerstr. 7 Hof IV. Achtung Kistenmacher! " Infolge antisemitischer Störungen wurde in Dresden eine Versammlung der Handlungsgehilfen polizeilich aufgelöst, in welcher Genosse Türk aus Berlin unter lebhaftem Beifall ge= sprochen hatte. Als die Antisemiten merkten, daß sie mit ihren Rednern fein Glück hatten, verließen sie das Lokal mit solchem Geräusch, daß der überwachende Beamte dies als formalen Grund zur Auflösung verwenden zu können glaubte. . Bei diesen Revolutiönchen in den Kantonen wurde uun dem reinen Manchester- Repräsentativsystem da und dort zur Ader ge= laffen. In St. Gallen, Basel- Land und Luzern bestand schon das Veto, in fast allen Kantonen das Verfassungs- Heferendum. Die Revolution im Waadtland 1845 führte zur Initiative; es kann gar wohl sein, daß auch die politischen Jdeen der Schule Baboeuf's Durch die von Paris kommenden Kommunisten Weitling und Genossen dorthin tamen und dann von Druey, Eitel und Dela: rageaz im Rathe befürwortet wurden, wenigstens protegirten Lohn- und Arbeitsverhältnisse im Drechslergewerbe unter der Hand der nachherige Staatsrathspräsident und BundesHamburgs. Die organisirten Drechsler Hamburgs, welche rath Druey, Nationalrath Eitel und Staatsrath Delarageaz die bereits seit mehreren Jahren der Pflege der Statistit obliegen, Kommunistenvereine in Lausanne, Vevis 2c., welchen die gestürzte haben auch Ende des verflossenen Jahres eine umfassende Regierung das Leben so sauer machte. Die Initiative von 8000, statistische Aufnahme veranstaltet, deren Resultat dieser Tage im und eine Art Referendum tam in die Verfassung. In Bern Bum Streit in der Kistenfabrit von Werner u. Jacoby Hainburger Echo" veröffentlicht wurde. Nach dieser ist das wurde 1846 das fakultative Referendum eingeführt, in Genf theilen wir mit, daß die 11 streifenden Kollegen treu ausharren, Drechslergewerbe in Hamburg in sietem Rückgang begriffen. 1846 Revolution. Schwyz ersetzte 1848 eine Landsgemeinde trotzdem ein Kistenmacher namens Albert Büttner und ein Kreis- Während dort vor 8 bis 10 Jahren noch 600 bis 700 Drechsler be= durch Initiative und obligatorisches Referendum; Zug 1848 fägeschneider namens Krüger die Arbeit in dieser Fabrik außer fchäftigt waren, find jekt taum noch 300 vorhanden, von denen ebenfalls Referendum, Thurgau 1849, Schaffhausen 1852 und den beiden bisherigen fremden Arbeitern aufgenommen haben. 170 der Organisation angehören. Als Ursache des Rückganges Solothurn 1856 nahmen Veto und Verfassungs- Referendum an und zu unserem gerechten Siege in jeder Weise beitragen wer- und mehr nach dem Innern des Landes zurückgezogen habe, Wir erwarten, daß alle Kollegen mit uns solidarisch handeln wird angegeben, daß sich das Drechslergewerbe mehr Aargau 1852 eine Art Gesezes- Initiative, wenn fechs tausend Bürger es verlangten; Wallis 1852 und Graubünden den. Vor allem ist natürlich der Zuzug strengstens fern zu wo es noch möglich sei, die Arbeit zu wahren Hungerlöhnen ge1853 führten an die Stelle des alten das moderne Referendum Die streifenden Arbeiter der Kistenfabrik von verdienst eines Drechslers, der sich nach der Aufnahme bei Ledigen halten. liefert zu bekommen. Doch auch in Hamburg ist der Durchschnittsein; Neuenburg 1858 und Waadt 1861 führten das FinanzReferendum ein; St. Gallen 1861 ersetzte sein altes Veto durch Werner u. Jacoby, Michaeltirchbrücke 1. im Jahre auf 963,85 W., bei Verheiratheten auf 1373,15 ein fakultatives Referendum. Baselland 1863 führte obligatorisches J. A.: Franz Ganste, Kistenmacher, stellte, für die Verhältnisse einer Großstadt keineswegs hoch zu Referendum und die Gesezes- Initiative ein. Weinstraße 13, 3 Treppen, bei Wölkerling. nennen, zumal die auf den ersten Blick auffällige höhere Gin Wie man sieht eine nahme der Verheiratheten darauf zurückzuführen ist, daß ganze Sammlung von Staatseinrichtungen, die noch heute dem Deutschen so ziemlich unverAn die Parteigenossen und Genossinnen Berlins! der Nebenverdienst der Frauen mit eingerechnet wurde. ständlich erscheinen, wurden da im wilden Lande" so zu sagen gehilfinnen geschah unter so günstigen Begleitumständen, betheiligten, Die Entstehung der jungen Bewegung unter den Handlungs Von den 128 Kollegen, die fich an der Statistit instinktiv eingeführt, wenn auch anfangs nur wenig prat baß es gröbste Fahrlässigkeit wäre, das Errungene nicht mit aller sammen 346 Wochen arbeitslos, sodaß auf den Einzelnen im waren während des Berichtsjahres 38 zutizirt. Aber trotzdem der Bausteine mehr als genug, schon vor Energie festzuhalten und auf dem eingeschlagenen Wege zur Er Durchschnitt eine neumwöchentliche Arbeitslosigkeit fam. Außerdem 1848, herumlagen, um daraus ein Gebäude der direkten Gesetz reichung einer Organisation fortzufchreiten. Die lettere erweist waren 28 Arbeiter im Ganzen 107 Wochen frank. Bezeichnend gebung durch das Volk zu fonstruiren, fand sich doch kein sich schon deshalb als durchaus erforderlich, weil die bisherige für den Gesundheitszustand im Drechslergewerbe dürfte sein, daß Schweizer, der mit vollem Bewußtsein und Konsequenz hier Agitation bereits ihr erstes Opfer gefordert hat. Ein hiesiges nur 10 pet. der an der Statistik Betheiligten Soldat gewesen Bahn brechen, 8. h. Abschaffung des Repräsentativ: Pußgeschäft hat sich nicht entblödet, eine Werfäuferin, ind. Die längste Arbeitszeit betrug 11 Stunden, die kürzeste systems und Einführung der Direkten Gesetzgebung als die fich an der Vertheilung der Flugblätter be8 Stunden, die durchschnittliche 9/2 Stunden. die richtige Staatsform für die Sozialdemokratie 67 Drechsler auf theiligt hat, deshalb Knall und Fall zu ent hatten Affordarbeit, 52 Lohnarbeit, 6 Betheiligte arbeiteten als den Scheffel gestellt hätte. Zu dieser Auffassung Zu dieser Auffaffung verlassen. Wir glauben, der Hinweis auf diese Thatsache wird Hausarbeiter. Trotzdem das Geschäft äußerst flau ging nnd die mochte sich fein Schweizer aufzuschwingen, es ein Preuße sein. Moris Rittinghausen von Köln hat Lohnproletarier, veranlassen, mußte genügen und Euch, voll des Bewußtseins der Solidarität aller große Zahl Arbeitsloser vorhanden war, wurden doch in uns Schweizern endlich den Staar gestochen und den Standpunkt in ihrem Emanzipationskampf gegen den Druck des Kapitals die 24 Fällen 828 Stunden Sonntags gearbeitet, das find 2339 Ueber veranlassen, dieser Arbeiterinnenfategorie 27 Fällen zusammen 2011 Ueberstunden nach Feierabend und in tlar gemacht, wofür wir ihm aber auch dankbar sind und gerne fräftigste Unterſtüßung zu leihen. Die unterzeichnete Kommiffion stunden oder ein ganzes Jahr Arbeitszeit für einen Mann! In erfenntlich gewesen wären, denn der Bürcherische Erziehungs hat die nächste öffentliche Handlungsgehilfinnen- Versammlung 41 Fällen mußten die Arbeiter von dem geringen Arbeitslohn direktor Sieber, der 1869 vom Dorfschulmeister zum Regierungs- einberufen auf Mittwoch, den 15. März, Abends auch noch fleine Werkzeuge und Arbeitsmaterialien selbst liefern; rath avancirt war, ließ damals vor 25 Jahren Meister Ritting 81/2 Uhr nach dem großen Saal des Etablissements die höchste Ausgabe hierfür im Jahr betrug 52 M., die niedrigste hausen anfragen, ob er geneigt wäre, die an der Züricher Hoch- Buggenhagen am Morigplay. Borbereitet ist für diese 3 W., durchschnittlich 13,70 m. Die Lohn- und Arbeitsverhält schule neu zu freirende Professur des demokratischen Versammlung erstens eine Petition an den Reichstag, in welcher nisse im Drechslergewerbe, so heißt es im Bericht, gehören mit Staatsrechts zu übernehmen. Leider war Rittinghausen, der be- die Ueberflüssigkeit der Sonntagsarbeit in Engrosgeschäften und zu den schlechtesten, und es wird noch wiederholter Kämpfe fähigt gewesen wäre, Deutsch und Französisch vorzutragen, in allen Detailgeschäften, welche feine Lebensmittel führen, nach feitens der gewerkschaftlich organisirten Arbeiter bedürfen, bis nicht in der Lage, unseren Wünschen zu entsprechen. gewiesen werden soll. In dieser Versammlung soll ferner der ihre Lage sich dauernd gebessert hat." Die direkte Gesetzgebung durch das Bolt, wie sie Rittinghausen schon im Jahre 1848 am Rhein propagirte, war viel zu radikal, ols daß sie in Preußen- Deutschland hätte Anklang finden können. Er war ein Brediger in der Wüste, wie ja Marg und Engels auch, mit denen Rittinghausen, als dritter im Bunde. die„ Neue P. J. Proudhon, Idée générale de la révolution au XIX ième siècle.( Allgemeine Idee der Revolution im 19ten Jahrhundert.) Paris 1857, Seite 168. **), Sozialdemokratische Abhandlungen". 4. Heft. Köln 1870. Versammlungen. Verbandsorgans nachzukommen, damit die durch dasselbe ent-[ daß im Januar 67 und feit der letzten Sigung 61 Mitglieder stehenden Defizits aufhören. Im Verlaufe der lebhaften Debatte, dem Vereine beigetreten sind. Es wurde dann dem Vorschlage Der fozialdemokratische Wahlverein für den fünften an der sich die Kollegen Faber, Staiger, Lindemann, Christoph, des Vorstandes zugestimmt, daß statt der Plakate, Annoncen und Berliner Reichstags- Wahlkreis war am 9. b. M. in der und andere betheiltgten, stellte Kollege Faber folgenden Antrag, Einladungskarten vor der nächsten Generalversammlung ein Cage, feine mehrmals durch Umstände unmöglich gemachte welcher einstimmig angenommen wurde: Die Zahlstelle Berlin Korrespondenzblatt erscheinen solle, zunächst als Probenummer. ordentliche Mitgliederversammlung abzuhalten. Genosse Richard wolle beschließen, die Ürabstimmung über die Unterstützungsfrage Nachdem Mattutat noch empfohlen hatte, die Arbeiter- BildungsFischer, welcher einen Vortrag halten sollte, war am Er- so lange aufzuschieben, bis der Zentralvorstand, in Gemeinschaft schule zu benußen und zu unterstützen, wurde die Versammlung Scheinen verhindert. An seiner Stelle sprach Reichstags- mit dem üeberwachenden Ausschuß laut§ 28 des Statuts sich geschlossen. Abgeordneter Förster über die Arbeitslosigkeit und deren über die Sache einig geworden ist. Ein Antrag des Kollegen Ursachen, und erzielte für seinen Vortrag auch hier, gleich wie Christoph wurde wegen vorgerüdter Beit vertagt. Die Ber im sechsten Kreise, den ungetheilten Beifall der zahlreich Ver- gnügungskommiſſion machte hierauf noch bekannt, daß am 12. März sammelten. In der Diskussion setzte sich Genoffe Feder ein Familienabend stattfindet. Die Zahlstelle des Zentralverbandes der Maurer Bevollmächtigte wies bei Gröffnung derselben auf die am nächſten Deutschlands hatte am 5. März eine Versammlung. Der Sonntag im Feenpalaft stattfindende öffentliche Versammlung der insofern mit dem Referenten in Widerspruch, als er der Meinung Der Verband der Geschäftsdiener, Packer und Berufs. Maurer und Buzer hin und machte es den Mitgliedern zur war, daß das Hauptgewicht auf die Pflege der wirthschaftlichen genoffen hielt am 7. März eine Versammlung ab, in welcher Pflicht, sich an derselben zu betheiligen. Sodann ernannte die Organisation zu legen sei, um die Arbeiter widerstandsfähiger zu zunächst zur regen Betheiligung an dem Maskenball am nächsten Bersammlung die beiden über 60 Jahre alten Kollegen machen; doch wolle er den theilweisen Werth der politischen Sonnabend und an der wichtigen Versammlung am 16. März Volkers und Röbben, welche stets ihre ganze Kraft für die Agitation nicht verkennen. Dieser etwas veränderte Standpunkt aufgefordert wurde. Sodann hielt Herr Kentier Bolt einen Entwickelung der Gewerkschaft eingesezt haben, zu Ehrenmitgliedern des Genossen Feder gegen früher wurde wohlwollend bemerkt. Vortrag über das Privateigenthum und forderte des Verbandes. Die auf der Tagesordnung stehende AufDiefer erklärte dagegen, daß er sich in feiner Weise gehäutet und darin als Hilfsmittel" gegen alle bestehenden Uebelstände nichts hebung der Zahlstellen in den verschiedenen Stadtheilen fand er diesen Standpuntt schon von jeher vertreten habe. Auch jetzt noch weiter als folgendes: Da die Immobiliar- Rente nicht garantirt nicht Den Beifall der Versammlung; dieselben bleiben halte er das Parlamentiren für zwecklos, wenn er auch das Aufrütteln ist, so darf auch die Mobiliar- Rente, also vor allen Dingen der daher bestehen. Die Abrechnung der Unterstützungskommission der Maffen bei einer Wahlbewegung für vortheilhaft erachte. Bins, nicht garantirt fein, wie es heute ist, wo der Exekutor dem ergab, daß auf Listen an freiwilligen Beiträgen 249 M. 38 Pf. Die einmal berührte Frage, ob politische, ob gewerkschaftliche Rapitalgläubiger ohne Weiteres zur Verfügung steht. Zu dem gesammelt find. An Ueberschüssen von Bergnügungen sind Bewegung, wurde noch des weiteren erörtert. In seinem Schluß Kampfe, welchen die Sozialdemokraten gegen das Unternehmerthum 369 M. 72 Pf. vorhanden, an Extrafteuer gingen 187 M. 10 Pf. worte legte Genoffe Förster in ausführlicher Weise klar, daß führen, hatte Redner weiter nichts zu sagen, als daß er ein. Mit dem vom Jahre 1891 her erübrigten Bestand, im Be die politische Thätigkeit die Vorbedingung der gewerkschaftlichen auf die kleinen Unternehmer hinwies, die unter der Laft der trage von 76 M. 92 Pf. find mithin in Summa 833 M. 12 Pf. Bewegung sei, indem erst durch Gesetze die Bewegungsfreiheit Schulden selbst ein forgenvolles Leben führen. Durch die Art eingegangen. Unterstüßungen an franke Mitglieder wurden für die gewerkschaftliche Thätigkeit festgelegt werden müsse. In und Weise, wie diese Unternehmer leben und sich zur Spar- 562 M. 15 Pf. gezahlt, sodaß ein Bestand von 270 M. 97 Pf. eben so flarer Weise begründete er die herrschende Parteitaktit, samkeit und zum Lohndrücken veranlaßt sehen, wollte Redner verbleibt. Ein eingegangenes Unterstützungsgesuch wurde der die darauf hinauslaufe, durch Erringung der politischen Macht die traurige Lage der gesammten Arbeiterschaft erklären. Als Kommission zur Erledigung überwiesen. die wirthschaftliche Umgestaltung zu ermöglichen. Nothwendig Mittel, um aus dem gegenwärtigen Elend herauszukommen, feien beide Formen der Bewegung. Man müsse das Eine thun empfahl Redner: Heimstätten- Errichtung und, für den großen Eine Verbandsversammlung der Holzarbeiter, welche und das Andere nicht lassen. Eine Resolution, in welcher die Landwirthschaftsbetrieb, Genoffenschaften. Er schloß dann: Versammlung ihr Einverständniß mit dem Referenten erklärte, fand einstimmige Annahme. Beschlossen wurde, am 18. März einen Kranz auf den Gräbern der Märzgefällenen niederzulegen. Mit der Ausführung dieses Beschlusses wurde eine Kommission betraut. Bekannt gegeben wurde noch, daß in nächster Zeit für den Wahlkreis ein Flugblatt zur Ausgabe gelangen wird. Das Nähere wird im Vorwärts" bekannt gegeben werden. " zahlreich von Männern und Frauen besucht war, hörte am Machen Sie das Privateigenthum frei, und Sie machen den 6. März einen Vortrag von Frau Palm über Ernährung und Arbeiter frei." Jugenderziehung. Die Darlegungen der Rednerin wurden mit Als Korreferent wies Herr Dr. Adolf Braun darauf hin, Beifall aufgenommen und riefen eine lebhafte Diskussion hervor. daß Staatsschulden, Aktien zc. auch verzinst würden und doch keine Unter Gewerkschaftlichem hieß die Versammlung einige vom Sypotheken feien, von welchen letzteren der Vorredner glaubt, daß Borstand vorgelegte Statutenänderungen gut. Zum Delegirten es genügt, wenn fie allein aufgehoben werden. Die Heimstätten, für den Ostern in Bremen stattfindenden Verbandstag wurde der die einen Rückschritt in der Entwickelung der Produktion be- Kollege Kobold gewählt. Nachdem der Vorsitzende die AbEine öffentliche Versammlung der Bau- und gewerb deuten und schon deshalb verwerflich sein würden, könnten das rechnung der Hauptkasse vorgelegt hatte und einige Vereinsangelichen Hilfsarbeiter tagte am 5. März in Schöneberg, um ganze Volt nicht glücklich machen, da Deutschland viel zu flein legenheiten erledigt waren, wurde bekannt gegeben, daß am zu dem Aufruf des Kollegen Bauer in Halle Stellung zu nehmen. ei, als daß jede Familie einen solchen landwirthschaftlichen 18. März eine Versammlung für Männer und Frauen stattzu dem Aufruf des Kollegen Bauer in Halle Stellung zu nehmen. Bergbetrieb erhalten könnte. Die große Mehrheit der Arbeiter findet, der sich ein gemüthliches Beiſammensein anschließt. Nach einem eingehenden Vortrage des Genossen Berndt über leide ja aber gar nicht unter Hypothekenschulden, sondern unter gewerkschaftliche Organisation sprachen sich Wilke, Gaßmann Der Verein der Blumen, Feder und Perlbranche die seungri fus die im Aufruf empfohlene Vertrauens- der Aneignung von Mehrwerth durch das Kapital. Der Vorhielt am Montag eine Mitgliederversammlung ab. Nachdem der und Gustav Berndt für männer- Zentralisation aus. Die Versammlung nahm eine im redner dente aber nur an die Landwirthe, nur diesen wolle er Borsigende die Grüße von Frl. Wabnig überbracht hatte, wurden Sinne des Vortrages gehaltene Resolution an und ging darauf helfen. Redner betonte dann, daß Heimstätten oder landwirth- Borsigende die Grüße von Frl. Wabniz überbracht hatte, wurden Sinne des Bortrages gehaltene Resolution an und ging darauf fchaftliche Betriebsgenossenschaften ohne Kapital nichts anfangen Bersammlung machte der Vorsitzende auf dem am 11. März in verschiedene Vereinsangelegenheiten erledigt. Zum Schluß der mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie auseinander. tönnten, verwies dann auf Amerika, wo die Einrichtung der Im Verband der Gold. und Silberarbeiter hielt am Seimstätten lange besteht, und wo doch das Volf nicht glücklich der alten Jakobstraße 37 stattfindenden Maskenball mit Preis17. Februar Herr Dr. Joel über die naturwissenschaftliche und ist, und auf die Fideifommißbefizer bei uns, die große Seim vertheilung aufmerksam. wirthschaftliche Bedeutung des Salzes einen mit regem Intereffe stättenbesitzer sind, aber, weil sie teine pypotheken aufnehmen In Mariendorf tagte am 7. März eine öffentliche Ver aufgenommenen Vortrag. Sodann wurde der Kollege Pantte dürfen, wenn sie Gelb borgen wollen, sich an Wucherer zu wenzum 2. Raffirer gewählt. Der von Tschentscher erstattete Kaffen- den und unverhältnißmäßig hohe Binsen zu zahlen genöthigt find. bericht ergab, daß einer Einnahme von 387 m. 45 f. eine Aus- Den Agrariern empfahl Redner als Mittel, um den Binsfuß dauernd gabe von 205 m. 50 Pf. gegenübersteht, sodaß ein Bestand von ganz bedeutend finken zu machen, mit den Sozialdemokraten dahin 181 m. 95 Pf. verbleibt. Nachdem die Revisoren die Richtigkeit zu wirken, daß für den Militarismus teine Ausgaben mehr geder Angaben bestätigt hatten, wurde der Kassirer entlastet. Der macht würden. Dann würde das Reich seine Schulden bezahlen, Vorsitzende verlas hierauf die Bekanntmachung des Zentralvor die darin angelegten Rapitalien würden frei und streben, sich standes und unterbreitete der Versammlung hierzu folgenden Antrag: anderen Unternehmungen zuzuwenden, wodurch der Zinsjuß wie Die Zahlstelle Berlin lehnt der schlechten Erwerbsverhältnisse gefagt ständig finken müßte. Freilich würde es dann auch keine wegen den Antrag Braunschweig, betreffend den obligatorischen Gardelieutenants mehr geben. Diese Ausführungen ergänzten in Beitrag zum Unterstützungsfonds, vorläufig ab und fordert seine der Diskussion die Herren Näther, Mattutat und Dreher. Nach besser gestellten Mitglieder auf, so viel wie möglich freiwillig zu dem die beiden Referenten ihr Schlußwort gehalten, wurde eine diesem Fonds beizutragen. Ferner fordert die hiesige Mitglied- Resolution im Sinne der Ausführungen des Herrn Braun an schaft die übrigen Zahlstellen auf, doch endlich den Beschlüssen genommen. des Verbandstages betreffend die obligatorische Einführung des Unter Vereinsangelegenheiten wurde hierauf mitgetheilt, sammlung. In derselben erstattete der Vertrauensmann für Tempelhof Bericht über seine Thätigkeit. Demzufolge betrug die Einnahme 115,80 M., und die Ausgabe 115,65 M. Die Prüfung dieser Abrechnung wurde den Genoffsen Reisen, Leitner, Heinrich und Wolf übertragen.( Letzterer ist, wie aus dieser Mittheilung hervorgeht, somit wieder in die sozialdemokratische Partei aufgenommen, aus welcher er seinerzeit ausgeschlossen worden war.) hierauf wählte die Versammlung den Genossen 2 eitner zum Bertrauensmann für Tempelhof. Nachdem die Lokalkommission über ihre Thätigkeit berichtet hatte, forderte der Vorsitzende die Genossen auf, sich am Sonntag, den 12. b. M., zahlreich an der Agitationstour zu betheiligen. 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Wie im verflossenen, so wird auch in diesem Jahre in unserem Verlage Mitte April ein zur Maifeier bestimmtes Mai- Festblatt= erscheinen. Dasselbe wird auch diesmal einen Umfang von haben. 8 Seiten in Groß- Quartformat Sowohl auf den textlichen Inhalt, als auch nach illustrativer Richtung wird auch bei dem Festblatt für die bevorstehende Maifeier die größte Sorgfalt verwandt werden. Die Titelvignette und das Vollbild, welches die 4. und 5. Seite ausfüllen wird, sind beides neue Originale, von bewährter Künstlerhand entworfen, den Triumph und die Huldigung der Arbeit darstellend; das Mai- Festblatt wird somit für jeden Arbeiter ein Erinnerungsblatt von dauerndem Werthe fein. Um rechtzeitig die voraussichtlich hohe Auflage des Festblattes feststellen zu. können, bitten wir die Genossen, uns so schnell als möglich ihren Bedarf anzugeben. Bestellungen, die bis zum 21. März cr. in unseren Händen sind, werden rechtzeitig und in der Höhe der gewünschten Anzahl erledigt. Für später einlaufende Bestellungen können wir keinerlei Garantie für pünktliche Lieferung übernehmen. Der Preis stellt sich für das Einzel- Exemplar auf 10 Pfennig im Verkauf. In Partien in jedem Quantum pro Exemplar 5 Pfennig netto. 400/ 19* Porto zu Laßten des Empfängers. Wir ersuchen unsere Parteigenossen, für die Verbreitung des Festblattes" recht thätig sein zu wollen und sehen zahlreichen Aufträgen entgegen. " 32. Rosenthalerstr. 32. Welthaus O. Polke H 1. Geschäftshaus: Rosenthalerstraße Nr. 32, Ece Sophienstraße. 2. Geschäftshaus: Brunnenstraße Nr. 131, an der Invalidenstraße. Die fertigen Sachen von O. 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Verschiedenes. 402/10 Der Einberufer. Achtung! Arbeiter und Arbeiterinnen! Altersversicherung! Große öffentliche Versammlung aller versicherten Arbeiter u. Arbeiterinnen d. Juvaliditätsund Altersversicherungs- Anstalt Berlin Montag, den 13. März, Abends 8%, Uhr, bei Joël, Andreasstr. 21. Tagesordnung: 1. Protest der Versicherten gegen den dem Ausschuß gestellten Antrag betreffend Bewilligung von 300 000 Mart an die Berliner Baugenossenschaft( Abzahlungshäuser) und der Etat für 1898. 2. Diskussion. Alle Versicherten werden dringend aufgefordert zu erscheinen. Die Ausschuß-, Vorstands- und Schiedsgerichts- Mitglieder sind hierdurch besonders zu dieser Versammlung eingeladen. 368/ 10* Der Einberufer. Verein deutscher Schuhmacher. Zwei grosse Versammlungen. Filiale I: am Sonntag, den 12. März, Nachmittags 4 Uhr, in Tempel's Lotal, Langestr. 65. Tagesordnung: 1. Bortrag des Genossen other über: Der Kampf um's Dasein. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Nachher geselliges Beisammensein und Tanz. Filiale II: am Montag, den 18. März, Abends 8 Uhr, in Keller's Lotal, Bergstr. 68. Tagesordnung: 1. Vortrag des Gen. Adler über: Arbeiterbewegungen einst und jetzt. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen wird ersucht. 275/3 Steinmetzstraße 40, Achtung! Vergolder. Achtung! Ede Grok- sörfchenstraße. Nur Hüte mit Rontrollmarken. Grosse Auswahl in Schirmen. W. Wolff. Große öffentliche Versammlung aller im Vergoldergewerk beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen O am Dienstag, den 14. März cr., Abends präzise 8 Uhr, in Scheffer's Salon, Inselstr. 10. Tagesordnung: 1. Bortrag des Genossen J. Timm über: Die Grundlage der Gewerk schaftsorganisation." 2. Diskussion. 3. Bericht der Kommission in Angelegenheit Jörs& Sohn. 4. Bericht des Kassirers der Agitationskommission. 5. Verschiedenes. Es ist dringend Pflicht eines Jeden, in dieser Versammlung Die Agitationskommission. 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