Mr. S8S. RbonnflnentS'Bedlngungcn: NdonnementS- Preis pränumeranda, Pieneljährl. 3,30 M!.. monatl. 1.10 2Rf, wöchentlich 28 Pfg. frei inS HauS. Einzelne Nummer ö Pfg. Sonntags- nummer mit illufirierler Sonntag-, Beilage.Die Neue Welt» 10 Pfg. Post- Abonnement: 1.10 Marl pro Monat. Eingetragen in die Polt. ZeitungS. Prei-liite. Unter Kreuzband für Teutschland und Oesterreich. Ungarn 2 Marl, für daS übrige Ausland 8 Marl pro Monat. Postabonnemenl- nehmen an: Belgien. Dänemarl, zollarid. Italien. Luxemburg. Portugal. Mänien. Schweden und die Schwei». CMttit»glich uBtr nsatu«. £5* Jahrg. Verlinev Volksblakk. Sie lnlertionz-Leblllis beträgt für die fechsgefbaltene Kolonel« geile oder deren Raum 60 Pfg., für volitifche und gewerkschaftliche PercinS- und Bersammlungs-Anzeigen M Pfg. „Kleine Hnrelgen", das erste lfett- gedruilte) Wort 20 Pfg., jedes weitere Wort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlaf- stcllen-Anzeigen das erste Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 6 Pfg. Worte über 16 Buchstaben zählen für zwei Worte. Jnferale für die nächste Nummer müsse» bis s Uhr nachmittags in der Expedition ebgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Zelegramm- Adresse: „toiZliltinolilZl EerliD". Zentralorgan der rosialdemokrati fchen Partei Oeutfchlands. Redaktion: SM. 68» Lindenstrassc 69. Fernsstreclicr: Amt IV. Nr. 1S8Z. keichstag- unä Rrone. Heute wird der deutsche Reichstag über sein'Schicksal zu entscheiden haben. Er wird Antwort finden müssen auf die Frage, ob er auch ferner ein ohnmächtiges, schwaches Parlament, ein Spielball in den Händen der Regierung, ein Feigenblatt für den Absolutismus sein, oder ob er die Macht, die ihm die Gunst der Umstände verliehen hat, gebrauchen will, um das Recht des deutschen Volkes auf seine Selbstregierung geltend zu machen. Die Lage, die der Reichstag vorfindet, ist durchaus klar: die Forderung nach Machterweitcrung des Parlaments ist erhoben von den großen Massen des Volkes. Wenn der Reichstag zu einer Tat schreiten will, so hat er das Volk auf seiner Seite. Nach dem Zusainmenbruch des absolutistischen Systems kann die Regierung einen Konflikt nicht wagen; könnte es auch dann nicht, wenn ihre finanzielle Situation weniger verzweifelt wäre. Deshalb wird für den Ausgang des Verfassungs- kampfes der Reichstag allein die Verant» Wartung tragen, denn seine Entscheidung ist frei. Das Wutgeheul der Reaktonäre antwortet auf die Forderung des Volkes. Die konservative Presse hat jede Haltung ver- loren. Die„D. Tagesztg." erklärt jede Einschränkung des Absolutismus für absolut unannehmbar und versteigt sich zu der Prophezeiung: Wenn das Parlament seine Macht zu er- weitern strebt, dann wird die Frage aufgeworfen werden müssen,„ob es in Preufien-Deutschland das Parlament oder die Krone war. der wir allein oder doch vornehmlich Königgrätz und Sxdan, die deutschen Kolonien und die deutsche Flotte danken". Das Organ der Brotwucherer droht also mit einem neuen Staats st reich, mit einem Vernichtungs- kämpf gegen den deutschen Reichstag, wenn dieser es wagen sollte, eine wirkliche Volksvertretung zu werden. Was ist dey Beherrschern Preußens, den Trägern und Nutznießern des Absolutismus die deutsche Einheit, die der deutsche Reichstag verkörpert, wenn sie Gefahr wittern für ihre Privilegien! Dann zerschlagen sie hundertmal lieber das Reich, bevor sie ein Hundertstel ihres Privilegs aufgeben. Feinde der deutschen Einheit waren die preußischen Kon- servativen von jeher und werden es wieder in dem- selben Augenblick, in dem eine Erweiterung der Volksrechte ihre Serrschcrstellung zu bedrohen scheint. Erstaunlich aber bleibt es, um welch geringen Anlaß die Junker ihr mörderisches Geschrei erheben. Im Reichstag kommen die Anträge über die Ministerverantwortlichkeit zur Beratung. Wenn etwas an diesen Anträgen absonderlich ist. so vor allem das, daß sie so spät zur Entscheidung gestellt werden. Acht- unddrcißig Jahre nach der Annahme des Verfassungsartikels, der die Verantwortlichkeit des Reichskanzlers anerkennt, soll endlich das Gesetz geschaffen werden, das diese Verfassungs- bestinimung überhaupt erst ausführbar macht. Selbst wenn das Ministerverantwortlichkeitsgesetz angenonimen wird, wird der deutsche Reichstag nicht ein Titelchen mehr Recht besitzen, als das englische, französische, belgische oder österreichische Parlament. Er wird nicht mehr Recht besitzen, als eine ganze Reihe deutscher Landtage gegenüber ihren Ministerien. Beweist deshalb der erbitterte Widerstand, den die konservativen Feinde des Reichs- tages dieser Forderung entgegensetzen, irgend etwas anderes, als den entsetzlichen Tiesstand unseres Verfassungslebens? Kann es etwas Aufreizenderes geben, als die Möglichkeit einer StaatLslreichdrohung, weil� das deutsche Volk im Jahre 1903 für seine Vertretung ein Recht verlaugt, das Eng- länder und Franzosen sich schon im 17. und 18. Jahrhundert erobert haben? Aber die konservativen Drohungen haben auch eine gute Seite. Wenn die bürgerlichen Parteien des Reichstages noch einen Rest von politischem Verstand und Machtbewußtsein haben, dann können und dürfen sie vor dieser Drohung nicht zurückweichen und müssen die Forderung des deutschen Volkes erfüllen. Die Sozialdemokratie wird ihre Pflicht tun. Wollen die bürgerlichen Parteien auch diesmal den Beweis liefern, daß die Sozialdemokratie allein ihre Pflicht tut? Zwei ausgearbeitete Anträge über Ministerverantwort- lichkeit liegen dem deutschen Reichstag vor. Beide suchen die Verantwortlichkeit des Reichskanzlers zu präzisieren und beide regeln das Verfahren, falls der Reichstag Anklage erhebt. Aber der freisinnige Antrag ist viel zaghafter. Er knüpft die Anklagemöglichkcit an eine Zweidrittelmehrheit, die nicht einmal zu einer Verfassungsänderung notwendig ist, und räumt dem Bundesrat die Befugnis ein, den dritten Teil der Mitglieder des Staatsgerichtshofcs zu er- nennen, der über die Anklage zu entscheiden hat. Der sozialdemokratische Antrag räumt hingegen dem Reichstag allein das Recht auf die Zusammensetzung des Staats- gerichtshofcs ein und kennt nicht das Hemmnis der qualifizierten Majorität. Aber der entscheidende Mangel des freisinnigen Antrages ist ein anderer. In dem Autrag unserer Fraktion heißt es: Der Reichskanzler ist zu entlassen, wenn der Reichstag es fordert. Diese Bestimmung fehlt dem freisinnigen Autrag. Eine Bestimmung aber von weitgehender Wichtigkeit! Denn sie setzt den Einfluß des Reichstags auf die Regierung, wenigstens in der einen Hin- ficht, unumstößlich fest, daß kein Minister gegen Expedition: SM. 68» Lindcnstraesc 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. Ig84. das Parlament regieren kann. Sie bedeutet daher eine Anuäherüng an die parlamentarischen Regiernngsformen Westeuropas, nur eine Annäherung allerdings, da sie das Recht der Krone, auch Nichtparlamcntarier zu Ministern zu ernennen, nicht berührt. Indem der freisinnige Antrag gerade diese Bestimmung nicht enthält. bleibt er an praktisch- politischer Bedeutung weit hinter dem sozialdemokratischen zurück. Die sozialdemokratische Fraktion ist aber auch die einzige, welche die vollen Konsequenzen aus dem Zusammenbruch des Absolutismus zu ziehen wagt. Außer dem Minister- vcrantwortlichkcitsgesetz fordert sie die Entscheidung über Krieg und Frieden für den Zlcichstag. Damit aber der Reichstag die ihm notwendigerweise zustehende Macht auch wirtlich ausnutzen kann, braucht er Bewegungsfreiheit: und deshalb stehen in unlös- lichcm Zusammenhange mit den Vcrfassungsanträgen die Anträge, die unsere Fraktion zur Aendcrung der G e- s ch ä f t s 0 r d u u n g eingebracht hat. Wenn der Reichstag ein wirkliches Kontroll- und Bestimmungsrecht haben will, dann muß er sich vor allem ein wirksames Jnterpella- tionsrecht schaffen, das ihm die Möglichkeit gibt, jederzeit die Regierung zur Rede zu stellen und seinen Willen durch Beschlüsse, die die Jnterpcllativnsdcbattc beenden, kundzugeben. Deshalb würde der Reichstag nur halbe und daher verfehlte Arbeit machen, wenn er nicht zugleich mit der Verfassung auch seine Geschäftsordnung neu gestaltete. Wenn der Reichstag endlich einen wirklichen Schritt nach vorwärts tun will, so muß er die Unterstützung beim Volke suchen. Von der Regierung hat er nichts zu erivarten. Fürst B ü l 0 w wird im Reichstage nicht erscheinen. Er wird nach den Versicherungen seiner Offiziösen Herrn v. Bethmann- Hollweg schicken und diesen erklären lassen, daß der Kanzler zu den Anträgen keine Stellung nehmen könne, denn dazu brauche er eine vorherige Beschlußfassung des Bundesrats. Der Reichstag soll also nüt einer höhnenden Ausrede abgespeist werden. ES wird ihm erklärt, daß Bülolv es nicht einmal für not- wendig gehalten hat, eine Beschlußfassung des Bundesrats einzu holen, obwohl man wirklich meinen könnte, daß das Problem der Ministerverantwortlichkeit gerade in der jetzigen Zeit bc deutungsvoll genug wäre, um eine prinzipielle Stellungnahme der Reichsregierung herbeizuführen. Es entbehrt dabei nicht eines gewissen pikanten Interesses, daß die offiziöse„Franks Ztg." daraus verweist, daß Bülolv seit dem l7. November keine Besprechung mehr mit dem Kaiser gehabt haf und daher auch keine Ermächtigung hat, sich zu diesen Anträgen zu äußern. Enthüllt sich doch so wieder in seiner ganzen Un crschüttcrtheit das persönliche Regiment, von dessen Ermäch tigung es abhängen soll, ob der Kanzler sich zu den Ver fassungsforderungcn äußern darf oder nicht. Sehr geschickt war es nicht, gerade in diesem Moment die Aufmerksamkeit auf diesen Punkt zu lenken. Aber bei der Verweigerung ihrer Mitarbeit läßt die Regierung es nicht bewenden. Die offiziöse Presse ist voll von geheimnisvollen Andeutungen, zu welch' schrecklichen Ver Wickelungen die Reichstagsdebatten führen könnten. Eine Krise wird angekündigt. Zivar keine Kanzlerkrise. Zu solchen Experimenten scheint Fürst Bülow definitiv das Vertrauen ver loren zu haben. Es gibt heute doch schon zu viele, die ihn beim Wort nehmen würden. So wird uns als— unserer Meinung nach allerdings unzureichender Ersatz— eine Reichstags- präsidcntenkrise— das Wort ist fürchterlicher als die Sache— angekündigt. Die Offiziösen prophezeien: Die bürger- lichcn Parteien werden Zurückhaltung üben, die Debatte sachlich führen und den Kaiser nicht wieder kritisieren. Aber von den bösen Sozialdemokraten ist das Gegenteil zu erwarten. Und dann wird daS Fürchterliche kommen: Der Präsident wird den sozialdemokratischen Redner dreimal zur Ordnung rufen und ihm dann das Wort entziehen; unser Vertreter wird an das Hans apclliercn, und wenn dann der Freisinn versagt, tritt die Präsidentenkrise ein und damit auch zugleich die Blockkrise. Von der Bülowkrise schweigt des Sängers Höflichkeit. Die Plumpheit dieser Intrige, die da vorher der Oeffcnt- lichkeit angekündigt wird, ist selbst für die bülowitischen Preß- knechte ein starkes Stück. Die Mache verfolgt einen doppelten Zweck; einmal soll dem Reichstag das Recht der Kritik an dem persönlichen Regiment, das er sich endlich erobert hat, wieder cska- motiert werden. Hat ja Wilhelm II. über die Kritik des Reichstags als einer übertriebenen und ungerechten sein aller- höchstes Mißfallen auszusprechen geruht. Und so soll denn der Reichstag auf das winzige politische Ergebnis, das die Aktion gegen das persönliche Regiment gezeitigt hat, auch noch verzichten. Der andere Zweck ist. den Freisinn mit der Drohung vom Blockende einzuschüchtern. Das dürfte wohl leichter erreicht werden. Verkündete doch heute schon ein freisinniger Abgeordneter in der„Voss. Ztg.", daß die Präsidentenkrise nicht eintreten werde; denn ivürde dem Sozial- dcmokraten das Wort entzogen, so würden die Freisinnigen natürlich für die Wortentziehung stimmen l Denn der Kaiser darf nicht in die Debatte gezogen werden, und das letzte Mal habe es sich nur um einen A u 2 n a h m e t a g ge« handelt. Aber mit diesem Umfall begnügt sich brave Frcisinnsmnnn nicht. Er beteuert seine Blocktrcne und weist den Gedanken, im Bunde mit dem Zentrum ip' der Sozialdemokratie den Verfassungskampf zu führen, we von sich zurück. Und so darf man darauf gefaßt sein, da man auch bei diesem Kampfe nicht mu: mit den Feinden der Verfassungserwciterung, sondern auch mit dem Verrat der angeblichen Freunde wird rechnen müssen. Die Sozialdemokratie sieht ohne Vertrauen, aber auch ohne Zagen den Rcichstagsdebatten entgegen. Wie inimer der Kampf ausgehen wird, die Sozialdemokratie kann dabei nur gewinnen. Verlieren können nur die bürgerlichen Parteien de� Reichstages, wenn sie sich wieder unter das Junkerjoch beugen lassen. Was notwendig ist, wird von den Sozialdemokraten im Reichstage ausgesprochen werden ohne Rücksicht auf die Herrschgelüste des Junkertums oder auf die Angstvorstellungen des Freisinns. Für die Sozialdemokratie handelt es sich nicht um eine Abrechnung mit der Person Wilhelms II. Soweit wir es für nötig gehalten haben, haben»vir das im Reichstage und in unserer Presse getan. Nun steht daS S Y st e m des Absolutismus zur Entscheidung. Die Herren mögen sich nicht der Hoffnung hingeben, daß ihr sauberer Plan gelingen wird, statt den Kampf gegen den Absolutismus zu führen, eine patriotische Attacke gegen die Sozialdeniokratie zu reiten. So leicht soll es ihnen nicht ivcrdcn. Eine Sozialistenhetze steht niorgen nicht auf der Tagesordnung. Dazu ist das Problem der deutschen Verfassung zu ernst, die Aufmerksam- keit des Volkes zu lebendig. Wir Ivollen endlich klare und bestimmte Antwort von der Volksvertretung, ob Deutschland ein wirkliches Parlament erhalten oder der Absolutismus einen neuen Triumph feiern soll. Meittrinnenfchutz. Aus dem Reichstag, 1. Dezember. In det Fortsetzung der Debatte über die Gewerbeordnnngsnovclle wandte sich Genosse Molke nbuhr gegen die von verschiedenen bürgerlichen Politikern vorgebrachte Behauptung, daß die Verkürzung der Arbeitszeit eine industrieschädigendc wäre. Den früheren Gegenbeweisen fügte er noch eine Rede des be- kannten englischen Geschichtsschreibers Mgcaulay hinzu, der schon vor 60 Jahren widerlegt hat, was heute noch deutsche bürgerliche Sozialpolitikcr ini deutschen Reichstage glauben vorbringen zu dürfen. Bei der Abstimmung über Z 137 wurden zunächst sämt- liche sozialdemokratischen Verbcsscrungsanträge ab- g�e l e h n t. Dagegen wurde ein nationalliberalcr Antrag Stresemann mit 2 Stimmen Mehrheit a n g e- n 0 m m e n, der sogar die Kommissionsfassung noch ver» schlechtcrt. Er. streicht nämlich die von der Kommission in den Entwurf hineingebrachte Bestimmung, daß weibliche Arbeiterinnen, die ein Hauswesen zu besorgen haben, am Sonnabend höchstens 6 Stunden beschäftigt werden. Die Herren Stresemann und Hcyl zu Herrnsheim machten diese Bestimmung kaput mit dem Einwand, solche Arbeite- rinnen liefen Gefahr, überhaupt nicht mehr beschäftigt zu werden. Das brachte die Blockmehrheit zusammen. Gegen den ganzen ß 137 stimmten schließlich die Konservativen, die sich immer mehr zu prinzipiellen Arbeiterschntzgegnern entwickeln. An Stelle des Z 137a, der in durchaus unzureichender Weise die Mitgabe von Arbeit nach Hause beschränken will, stellten unsere Genossen einen früher vom Zentrum gestellten Antrag, die Mitgabe nach Hause ganz zu verbieten. Genosse Albrccht wies eindringlich auf die Notwendigkeit der Annahme dieser Bestimmung hin. Bei der Abstimmung fand der Antrag nicht einmal durch Stimmen des Zentrums Unterstützung. Eine Beschränkung der 40 Ausnahmetage, an denen für den Fall von Arbeit�häufung Abweichungen vom Zehnstnnden- tag gestattet sein sollen, ans 30, wurde vom Genossen Hoch warm verteidigt. Nationalliberale und Konservative suchten die Zahl der Ausnahmetage auf 60 zu erhöhen. Beide An- träge fielen, der sozialdemokratische gegen die Stimmen unserer Genossen und der Polen. Eine eingehende Debatte führte auch die Frage herbei, für welche Betriebe der Zehnstundcntag usw. gelten solle. Bekanntlich beseitigt die Vorlage den Begriff Fabrik an dieser Stelle der Gewerbeordnung und will die Schutzbcstimmungen für alle Betriebe gelten lassen, i n d e n c n mindestens 10 Ar- beitcr beschäftigt werden. Genosse Molkenbuhr legte dar, daß bei dieser Fassung die Gefahr bestehe, daß Betriebe vielleicht 9 Arbeiter im Betriebe, Hunderte aber außerhalb bc- schäftigen und so die Heimarbeit, vermehren. Er verteidigte energisch den Antrag, die Worte„in denen" durch„für die" zu ersetzen, und den ferneren Antrag, die Zahl 10 auf 5 bcrabzumindcrn. Dieser Antrag sei ja eine Konzession an die Mehrheit, da an sich für jede Arbeiterin der gleiche Gesund- hcitsschutz verlangt werden müsse, gleichviel mit»vieviel Kollegen sie arbeite. Abg. Triniborn(Z.) wollte aber lieber einer Umgehung als einer Ausdehnung der Arbeitcrschutzvor- schriften gerecht werden und bekämpfte lebhaft den sozialdemo- kratischen Antrag, der gegen die Stimmen der Sozialdemo- kraten und Polen Ablehnung erfuhr. Auch der Antrag, das Schutzalter der jugendlichen Ar- von 16 auf 18 Jahre zu erhöhen und dadurch allen lugendlichen wenigstens den Zehnstundcntag zu retten, wurde in der gleichen Mehrheit abgelehnt. Heute stehen die V c r f a j s u n g s a n t r ä g c auf der ötgeSordnung._ Die geprellten Jlnterbcamfen. Nach dem Studium des Wohnungsgeldzuschuh-EntwurfeS dürfte «S nunmehr den Unterbeamten sowohl in Preußen als auch im Reiche vollends klar geworden sein, daß der von dem preußischen Finanzminister so über den SchellendauS gelobte„Akt weitgehendster staatlicher Fürsorge" nichts ist. als ein kümmerliches Almosen. Während die Wohnungsmieten, Lebensmittel, überhaupt alle Existenzmittel in den letzten fünfzehn Jahren um 25 bis 30 Prozent im Preise gestiegen sind, bleibt die Gehalts- aufbesserung namentlich für die Unterbeamten beträchtlich hinter der Verteuerung deS Lebensunterhalts zurück. Und die Zahl der Unterbeamten beträgt allein in Preußen mehr als hunderttausend. Zirka 106 000 preußische Beamte sollen auch nach den Beschlüssen der Budgetkommission mit einem Anfangs- geholt von 1100 bis 1200 und einem Höchstgehalt von 1500 bis 1800 Mark abgespeist werden I So sollen, um nur einige Beamten- kategorien des preußischen Eisenbahudiciistes anzuführen, nach den Kommissiousbcschlüssen 17 543 Bahnwärter 1100 bis 1200 Mark, 21 338 Schaffner und Bremser 1100 bis 1600 Mark, 7573 Schirr- männer 1100 bis 1500 Mark, 15 738 Lokomotiv- und Schiffsheizer 1200 bis 1800 Mark erhalten, während in Bayern die Bahn- Wärter 1200 bis 1700 Mark, die Schaffner 1400 bis 2000 Mark Gehalt beziehen I Nun hat man die Unterbeamten darauf vertröstet, daß die Erhöhung deS W o h n u n g S g e l d z u s ch u s s e S, der für Preußen allein 22 Millionen Mark Mehrausgaben erheische, die so unzuläng- liche Erhöhung der Gehälter ausgleichen werde. Aber das War nur eine Vorspiegelung falscher Tatsachen! Was bringt der Wohnungsgeldzuschuß den Unrerbeamten in Preußen und im Reiche? Nach der für das Reich und Preußen gleichlautenden Vorlage erhöht sich der WohnungSgeldzuschuß folgendermaßen: Klasse A von 360 auf 480 4- 120 M. „ B, 270„ 360-- 90, „ C„ 216„ 290-- 74„ „ v„ 162 220-- 58„ „ E„ 108„ 150+ 42„ Das wäre nach der Durchschnittsrechnung der R e- gierung eine Erhöhung des WohuungsgeldzuschuffeS von 189 auf 800 M., also um III M. So rechnen, heißt aber mit Zahlen faulen Zauber treiben! Denn wenn wir die Klasse A, die nur Beamte in Berlin, Charlottenburg, Deutsch-WilmerSdorf, Frankfurt a. Main, Friedenau bei Berlin und Schöneberg bei Berlin umfaßt, aus- nehmen, beträgt für die übrigen Klassen B bis E, also den ungeheuer überwiegenden Teil» die durchschnittliche Erhöhung des WohnungSgeldzuschusses nur 65 Mark! Aber damit nicht genug. Für einen großen Teil der Unter- beantten wird nach dem Entwurf der Regierung der WohnungS- geldzuschuß nicht einmal um 65 Mark, sondern nur um 20 Mark, um 4 Mark(schreibe vier Mark), ja sogar für große Gruppen um nicht einen einzigen roten Heller erhöht! Der RegierungSentwurf hat nämlich eine neue Klassen- eint eilung vorgenommen. Dadurch sind allein in Preußen nach der Auskunft deS Finanzministers in der Dienstagsitzung der Budget- kommission 64 000 Beamte in eine niedrigere Klasse versetzt worden- Und unter diesen 64 000 Beamten befinden sich mehrere Zehn- tausende preußischer Unterbeamtenl Gerade die U n t e r b e a m t e n aber leiden am meisten unter dieser Herabsetzung in eine niedrigere Ortsklasse. Denn wenn ein Unterbcamter auS Ortsklasse A in Ortsklasse B versetzt wird, erhöht sich, wie ein Blick aus die obige Tabelle beweist, sein Wvhuuugsgeldzuschuß um keinen Pfennig! Bei Versetzung von Klaffe B in Klasse C erhält der Unterbeamte nur 20, bei Ver- setzung von Klasse O in Klasse V nur 4 M. mehr! Nun ist aber eine große Anzahl der größten Orte in eine niedrigere OrtS- klaffe eingestellt worden, so z. B. in Preußen Altona. Breslau. Köln und Nixdorf aus der ersten in die zweite Klaffe. FürS Reich kommen hier in erster Linie Haniburg, Leipzig, Dresden, Stuttgart, Bremen. München, Metz usw. in Betracht. Weiter werden in Preußen beispielsweise die Städte Barnren, Biete- selb, Bochum, Brandenburg, Gelsenkirchen, Görlitz, Graudenz, Gumbinnen. Hagen, Halle, Hannover, Harburg usw. aus der zweiten in die dritte Klasse versetzt! Der Effekt dieses SchackzugeS ist der, daß viele Tausende von Untcrbcamtcn völlig um jede Wohnungsgcldzuschußerhöhung gr- prellt werden, während viele Taufende anderer nur lächerliche Er- höhnngc» um 4 oder 20 Mark erhalten werden! Und diese schwere Benachteiligung würde in voller Wucht gerade die so schlecht bezahlten Unterbeamten treffen. Denn bei den mittleren Beamten würde die Heruntersetzung in eine niedrigere Ortsklasse immerhin noch eine Zulage von 90 bis 110 M. bedeuten(wenngleich immer noch eine schwere Benach- teiligung), während bei den oberen Beamten ein Plus des Wohnungsgeldzuschusses zwischen 90 und 300 M. auch bei der Herabsetzung in eine niedrigere Ortsklasse zu verzeichnen wäre. Man sieht, wie groß die Gesahr ist, daß die schon bei der ganzen allgemeinen Gehaltsaufbesserung geprellten Untcrbeamten nun auch bei der Festsetzung des neuen WohuungsgeldzuschuffeS erst recht übers Ohr gehauen werden. Was wir den preußischen Beamten erst kürzlich in einem Warnungsartikel rieten, können wir ihnen und zugleich den Reichs- beamten nur nochmals dringend empfehlen: daß sie einen Petitions- und Prote st stürm entfesseln, der diesen neuesten Versuch einer unverfrorenen Prellerei zuschanden macht! Das ist um so dringlicher, als die Budgeikommission deS Abgeordnetenhauses am Dienstag aus konservatives Drängen hin einen höchst gefährlichen Bremsantrag gefaßt hat. der deni Reichstag zur Kenntnis gebracht werden soll. Einen Antrag, in dem zwar gefordert wird, daß die Benachteiligung der Beamten durck, die Herabsetzung in eine niedrigere Ortsklasse möglichst beseitigt werden möge, der aber gleichzeitig betont, daß wesentliche Mehrausgaben bei der Regelung des WohnungSgeldzuschusses gegenüber der Regierungsvorlage nicht bewilligt werden möchten! Wie die berechtigten Forderungen der Beamten befriedigt werden könnten, ohne das wesentlich mehr Mittel zur Verfügung gestellt werden, dicS Rätsel mögen die Parteien zu lösen versuchen, die diesen Passus deS Antrages zur Annahme brachten: Konservative und Zentrum! Die Unterbeamten aber mögen die ihnen noch gegebene kurze Spanne Zeit nach Möglichkeit benutzen, um mit aller Energie für ihre Interessen einzutreten! Die Dreistigkeitcs.Amiirls" Krlim NallisdlM Mittwoch. 3. Mzetuber 1908. Reichstag 173. Sitzung vom Dienstag, den 1. Dezember, nachmittags 1 Uhr. Am Bundesratstische: v. Vethmann-Hollweg. Auf der Tagesordnung steht die Fortsetzung der zweiten Be- ratung des Gesetzentwurfs betreffend Zlbänderung der Gewerbeordnung. Die Beratung wird fortgesetzt bei Z 137. Der Paragraph ent- hält das Verbot der Nachtarbeit für Arbeiterinnen, das die Sozial- demokraten auf die jugendlichen Arbeiter aus- zudehnen beantragen; serner setzt er für die Arbeiterinnen den zehnstündigen'Marimalarbeitstag fest, wofür die Sozialdemokraten den neunstündigen und vom 1. Januar 1912 ab den achtstündigen festzusetzen beantragen, Weiter bestimmt der Paragraph in der von der Kommission angenommenen Fasiung. das; am Sonnabend und an Vorabenden von Sonn- und Feiertagen die Arbeiterinnen nur acht Stunden, diejenigen, welche ei» Haus- wesen zu besorgen haben, nur sechs Stunden beschäftigt werden dürfen. Die Abgg. Ablaß und Genossen sfrs. Vp.) beantragen, diese Ausnahme zu streichen, die Abgg. Dr. Fleischer und Genossen sZ.) wollen durch einen Zusatz die achtstündige Arbeit gestalten, soweit betriebstechnisch die Weiterarbeit anderer Arbeiter dadurch be- dingt ist. Ferner verlangt der Paragraph für die Arbeiterinnen eine ein- stündige Mittagspause und eine elfstündige Ruhezeit; außerdem ent- hält er das Verbot der Beschäftigung von Frauen in Kokereien und beim Transport von Materialien bei Bauten. Schließlich bestimmt er. daß Arbeiterinnen vor und nach ihrer Niederkunft im ganzen lvährend acht Wochen nicht beschäftigt werden dürfen, und zwar frühestens sechs Wochen nach der Niederkunst. Hierzu beantragen die Abgg. Albrccht u. Gen.(Soz.), statt „acht Wochen" zu setzen„13 Wochen" und zuzufügen:„eine Entlassung der Arbeiterin darf während der vorgedachten Zeit nicht erfolgen; die von ihr innegehabte Stelle ist ihr offenzuhalten". Neu eingegangen ist ein Antrag der Konservativen: den Wöchnerinnenschutz lediglich auf sechs Wochen nach der Niederkunft zu beschränken und außerdem das Verbot der Frauenarbeit in Kokereien und beim Transport von Materialien bei Bauten zu streich, en. Abg. Erzbergereren. Wenn Sie aber gegen uns Sozialpolitik treiben wollen, so können Sie das nur durch Ablehnung unserer Anträge. Ich bitte Sie, darin nicht zu weit zu gehen, sondern wirklicke Sozialreform zu treiben, indem Sie Gesetze machen, welche nicht umgangen werden können, sondern auch ausgeführt werden müssen. (Bravo! bei den Sozialdemokraten.) Abg. Streseman»(natl.): Bei den Arbeiten, die außer dem Hause vergeben werden, handelt es sich in der Regel um solche. die im Betriebe gar nickt herstellbar sind. Deswegen ist die Fassung des zweiten Absatzes für uns nicht annehmbar, denn eS ist darin gesagt? daß die Arbeit in solchem Umfange nach Hause mitgegeben werden darf, in welchem sie voraussichtlich in dem Betriebe während des Restes der gesetzlich zulässigen AraeitSzeit her- gestellt werden könnte. Wir behalten uns vor, in der dritten Lesung eine ziveckentspreckcndere Form für den Paragraphen zu beantragen und werden vorläufig für die Kommissionsfassung stimmen. Abg. Wagner(k.) schließt sich dieser Erklärung an; auch die vom Abg. Albrecht beantragte Fassimg gebe keinen absoluten Sckntz gegen Umgehungen des Gesetzes, da hiernach eine bei einem Arbeitgeber beschäftigte Arbeiterin zu Hause Arbeit für einen anderen Arbeit- geber macken könne. Abg. Schock(wirtsch. Vg.) schließt sich den Vorrednern an'und befürwortet den Antrag der Wirtschaftlichen Vereinigung. Abg. Manz(frs. Vp.): Auch wir stimmen heute sür die Kom- Mission, behalten u»S aber eine andere Abstimmung für die dritte Lesung vor. falls bis dahin eine glücklichere Fassung gefunden wird. Damit schließt die Diskussion. Die Anträge Albrecht(Soz.) werden abgelehnt, der Antrag B e'h r e n S(wirtsch. Vg.) angenommen, ebenso der so ver- änderte§ 137a. § 138 a bestimmt, daß wegen außergewöhnlicher Häufung der Arbeit auf Antrag deS Arbeitgebers die untere Verwaltungsbehörde auf die Dauer von zwei Wochen die Beschäftigung von Arbeiterinnen über 13 Jahre bis 9 Uhr abends— außer am Sonnabend— unter der Voraussetzung gestatten darf, daß die tägliche Arbeitszeit 12 Stunden nicht überschreitet und die Ruhezeit nicht weniger als IV Stunden beträgt. Innerhalb eincö Kalenderjahres darf die Erlaubnis einem Arbeitgeber auf mehr als 40 Tage nicht erteilt werden. Der letzte Absatz dieses Paragraphen bestimmt, daß die Be- schäftigung von Arbeiterinnen über 13 Jahre, die kein Hauswesen zu besorgen haben und eine Fortbildungsschule nicht besuchen, unter gewissen Umständen auch am Sonnabend nach 6 Uhr, jedoch nicht über 8 Uhr hinaus gestattet werden darf. Die Abgg. A l b r e ch t(Soz.) und Genossen beantragen, die in einem Jahre zu gewährenden Ausnahmetage von 40 ans 30 herabzusetzen und den letzten Absatz des Paragraphen zu streichen. Abg. Stresemann(natl.) und Genossen beantragen, ent- sprechend der Regierungsvorlage die in einem Jahre zu gewährenden AuSnahmetage von 40 auf 80 zu erhöhen. Abg. Stresemann(natl.) befürwortet seinen Antrag. Es liegt hier kein einseitiges Uniernehmerinteresse vor, denn der Unternehmer wird auch nur dann Ueberstunden arbeiten lassen, wenn er dazu gedrängt ist. Abg. Hoch(Soz.): Der Herr Vorredner hat seinen VerschlechtcrungSantrag so be- gründet, als wenn nur dieser Paragraph Ausnahmen vorsieht. In der Tat aber sind solche Ausnahmen auck im§ 159 bei Natur- ereignisien und Unglücksfällen und im ß 130a sür Betriebe, die mit ununterbrockenem Feuer betrieben werden und ähnliche, vorgesehen. In diesen Paragraphen sollte nur eine außergewöhnliche Häufung der Arbeit die Ueberstunden rechtfertigen. Man sollte erwarten, daß bisher nur in ganz seltenen Fällen dieser Paragraph von den Industriellen in Anspruch genommen worden ist. DaS ist aber nicht der Fall. 1907 sürd auf Grund deS alten Gesetzes 1 846 260 Ueberstunden bewilligt worden! Die Gewerbeinspcktoren haben selbst festgestellt. daß solche Anträge aus ganz nichtigen Gründen gestellt wurden. zum Beispiel weil das Geschäft besonders günstig ging! Das liegt aber nur daran, daß der Fabrikant nicht versteht zu disponieren. Die Begrenzung der Arbeitszeit ist doch beschlossen im In- teresse der geistigen und körperlichen Gesundheit der Arbeiterinnen. Daher haben wir auch die Pflicht, Auenahmen nur in besonderen Notlagen, wo auch ein gewisserhafter Unternehmer nicht ohne sie auskommen kann, zuzulassen. CS hat sich auch gezeigt, daß, wenn die Untemehmer die Ueberstunden besonders bezahlen müssen, sie sehr wohl imstande sind, sie zu vermeiden. So ist es z. B. in Hanau, wo der Sitz der deutschen Metallindustrie ist, den Arbeitern mehr weihen, wie er es so lange getan. Aus diesem Grunde über- nahm sein Sohn Wilhelm, der so lange das ehrliche Gewerbe eines Kellners auszufüllen versuchen mutzte, die traditionellen Sorgen des Vaters. Lange Jahre bekümmerte den Vater, was aus diesem Sohn noch werden solle und wohin der noch mal kommen wird. Endlich fand er den geeigneten Platz. Er hing sein Gewerbe au den Nagel und wurde Polizeispitzel, und mit dem Wechsel des Berufs wechselte er auch zugleich seinen Namen. Nicht Wilhelm Schlaf. Kuglerstr. 45. wollte er mehr sein, sondern Karl Springer, Goldarbeiter. nannte er sich von nun an. Er hätte auch ganz gern seine Ge- sinnung gewechselt, aber das war nicht recht möglich. So den Vornamen und das Gewerbe seines Bruders angebend, meldete er sich als wohnhaft bei der Kriminalbeamtenwitwe Walke. Kastanien-Allee 16/17. Fleißig, wie alle vom Alexander- platz Geschickten, arbeitete er im Bezirk 510 als nunmehr über- zeugter Genosse mit. Wer er trug nicht nur Flugblätter aus, sammelte auf Listen, nein, er sorgte auch für die Ausbreitung der Organisation nach besten Kräften. Niemand war vor seiner Agitation mehr sicher. Namentlich versuchte er seine Werbekraft bei Oesterreichern und anderen Ausländern, ihnen mit treuherzigem, deutschem Blick alle Möglichkeiten ausmalend, wie sie trotz ihrer Parteizugehörigkeit nicht ausgewiesen würden. Selbst wenn er in der Liebe Bann war,— wie z. B. in den Meipen mit Damen- bedienung, Auguststrahe 50, 50a und 50b, wo ihn sogar ein kleiner „Unglücksfall" nicht abhielt, sein Glück zu versuchen,— warb er unermüdlich Anhänger für die Partei. So war er rastlos tätig und seine Erfolge teilte er gewissenhaft seinen Auftraggebern mit. Auch an den Demonstrationen beteiligte er sich, ganz wie seine Vorbilder Traber, Kassube usw., Spott und Hohn über die uniformierten Schutzleute ausgießend. Am 12. Januar d. I. demonstrierte er, durch die Straßen ziehend, für das allgemeine Wahlrecht, tapfer mit seinen Bekannten die Forderung erhebend. Ein Glück sür ibn, daß er am Schiff- bauerdamm und an der Moltkebrücke tätig war, und so nicht in das Gedränge an der Gertraudtenbrücke kam, wo sein„Ge- sinnungs"-Genosse Kassube die Bekanntschast, mit dem Polizei- säbel machen mußte. Schade! Auch am 21. Januar besuchte er die Versammlung, ging aber nicht gleich nach Hause, sondern mit etlichen Freunden auf die Straße, und es schien, als war. er von dem Augenblick ergriffen; denn sehnsüchtig forderte er wirklich einmal für jedermann ehr- gelungen, einen Tarif abzuschließen, in welchem festgesetzt worden ist. daß für Ueberarbeit ein Zuschlag gezahlt werden soll. und die Folge ist gewesen, daß die UeberarHeit fast ganz verschwunden ist.(Hört! hörtl bei den Sozialdemokraten.) Dieselbe Folge ist auch an anderen Orten beobachtet worden. Auch ist fest- gestellt, daß in solchen Fällen in der stillen Zeit die Arbeitszeit eine viel regelmäßigere wurde, so daß die Arbeiter einen viel gleichmäßigeren Lohn bekommen. Wir bitten Sie deshalb. mit der Zahl der Ueberstunden nicht herauf-, sondern herunterzugehen. Durch die Bemühungen der Gewerbeinspektoren ist eS erreicht worden, daß die Zeit, für welche Ueberarbeit in Anspruch genommen worden ist, immer geringer geworden ist. 1004 kamen auf jede Arbeiterin, für die Ueberarbeit bewilligt wurde, 14,3 Ueberarbeitsstunden. im nächsten Jahre nur 12,8, dann wieder 12,8 und im nächsten Jahre 12,5 Stunden. Wir bitten ferner, den letzten Absatz zu streichen, wonach sogar an Sonnabenden Ueberarbeit zulässig sei» soll. Das wider- spricht dem ganzen bisherigen Bestreben der Gewerbeordnung, wonach der Sonnabend ein Ausnahmetag sein soll. Auch ist die Ueberarbeit von Arbeiterinnen am Sonntag bisher fast gar nicht in Anspruch genommen worden: unter 734 Betrieben im Bergbau, Hütten- und Salinenwesen haben sie nur zwei Betriebe beansprucht, in der Textilindustrie von 11440 Betrieben nur 71, in der Nahrnngs- und Genutzmiltel- brauche von zirka 10000 Betrieben nur etwa 120 usw. Was der großen Mehrheit der Betriebe möglich ist. muß doch auch in diesen wenigen Betrieben durchführbar sein. Im übrigen stellen die Gewerbeinspekioren fest. daß. jemehr Ausnahmen gemacht werden. desto mehr Ueberarbeit ohne Genehmiguilg gemacht wird, weil die Kontrolle nicht möglich ist. Ich bitte Sie daher, unseren An- trägen zliziistimmen. lBravo I bei den Sozialdemokraten.) Abg. Schock(Wirtsch. Vg.) erklärt sich für die KommissionS- beschlüffe. Abg. Schmidt-Altenburg(Rp.): ES handelt sich hier nicht bloß um Arbeitshäusung vor Weihnachten, sondern auch zur Zeit der Hoch- konjunktur. Daher müssen wir sehr vorsichtig sein und stimiiien dem Antrage Stresemann zu. Abg. Erzberger/2 Millionen Arbeiter, nur ein geringer Bruchteil, den gewerblichen Schutz genießen, und dieser Bruchteil wird natürlich bei der Annahme der Zahl zehn noch viel geringer. Hoffentlich kommen wir bald einmal dazu, alle Arbeiter zu schützen. fBravo I bei den Sozialdemokraten.) Abg. Triwborn(Z.): Meine Freunde werden den beiden An- trägen nickt zustimmen. Der Antrag,.für die" zu setzen, statt.in denen", soll nach den Ausführungen des Vorredners Umgehungen des Gesetzes vorbeugen. Diese Tendenz ist zu billigen, aber�oer Antrag geht zu weit. Ein Anstreicher z. B., der ein Fabrikgebäude anstreicht, ist auch für den Betrieb tätig, ebenso ein Laufbursche. Auch gegen den zweiten Antrag müssen wir stimmen. Wo es nötig ist. kann ja der Bundesrat auch Betriebe mit weniger als 10 Ar- beitern dem Gesetz unterstellen. Wenn man aber allgemein die Zahl herabsetzt, so greift man in eine ganze Anzahl kleiner Betriebe von Handwerksmeistern ein. Abg. Dove(frs. Vg.): Den Begriff.für einen Betrieb arbeiten", genau festzustellen, muß der Rechtsprechung überlassen bleiben. Wir haben zu ihr Vertrauen, daß sie gegen Gesetzesumgehungen ein- schreiten wird. Aus den vom Abg. Tri», dorn angeführten Gründen werden wir für die Kommissionsbeschlüsse stimmen. Abg. Molkenbuhr II. Band: Das Pferd und seine Geschichte. Broich. 1,50 M.. geb. 2,50 M. Georg Bcmdi, Berlin. Ter Kampf gegen den Katholizismus in der Ostmark. Von M. Erzberger. 62 Seiten. Verlag„Germania", Berlin(?. 2. Naturwissenschaftliche Bibliothek. Herausgegeben von K. Höllcr und G. Ulmer.— Tas Aquarium. Von C. Heller.— Aus Deutschlands Urzeit. Von G. Schmantes.— Der Deutsche Wald. Bon Professor Dr. M. Buesgen.— Reptilien und Amphidieiipflegc. Von Dr. P. Kreit». — Beleuchtung und Heizung. Von I. Herding.— Einzelband 1,80 M. — Verlag: Quelle nnd Meyer in Leipzig. Leipziger Kalender 1909. Herausgegeben von G. Mcrseburger. 2 M. Selbaverlag in Leipzig. Bom alten Hcllmesberger. Aneldoten von A. Bartblme— Frische War'. Gedichte von M. Schädel.— Strichler der Nervöse. Von A. Dworzak.— Einzelband 1,70 M.— Verlag: C. Koncgcn in Wien, Qpernring 3. JAND0RF& C Spittelmarkt Belle-Alliancestrasse Grosse Frankfurterstrasse Brunnenstrasse Kottbuser Damm 0 Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Besonders billiges Tingeboll Teppiche Prima Velour-Teppiche 12.85 1 Prima Velour-Teppiche 33.75 Prima Velour-Teppiche ��°?�22.5e> Prima Velour-Teppiche pÄbisheÄr 46.25 Prima Velour-Teppiche 7-.°°....,-« 56.75 Imit. Perser Teppiche � � 4,5ö, 7.85j II,-.»x« 18.75 Steppdecken(Handarbeit) Q QC beide Seiten Satin............... ca. 150X200 U.00 Wir geben unseren Kunden schon jetzt Gelegenheit zum besonders billigen Weihnachts- Einkauf und verabfolgen trotz billigster Preise bei Einkäufen noch die Doppelte m Rabattmarken Von dieser Vergünstigung sind nur wenige Artikel ausgeschlossen. Verantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag-Vorwärts Buchdruckcrei u. Verlagsanstalt Paul Singer Lc Co., Berlin SIV. s-.2W. 25.?.�. 2. Keilllße Zes Lomillts" Kerliller WllislllÄ. M— M— IWI Bjfini bimw.«*............... 1 1!■■■»Hl........ Uli IB—IIBI———■■■——■■IIMII IlHIIIIII..... IHM III IM II Clne dc$„Cerrorismus" angeklagte Frau vor dem Zugendgericht. Wenn cS gilt, den sozialdemokratischen Arbeiterorganisationen eins auszuwischen und sie des„Terrorismus" zu denunzieren, dann zeigt sich immer wieder, daß alle bürgerlichen Blätter einander gleich sind. Dann macht auch die brave„Bolkszeitung" mit, die sonst gern tut, wie wenn sie etwas Besseres wäre. In diesem Blatt las man am 12. Dezember ISO? die folgende Meldung, die wir hier noch einmal im unverkürzten Wortlaut wiedergeben müssen, auf daß der ollen ehrlichen„Volkszeitung" volle Gercchtig- keit widerfahre: „Entweder BerbandSmitglied oder brotlos." Ein bedenklicher Fall von TerrorisninS ist in Spandau vor- gekommen. In Kaisers Kaffeerösterei, die im Laufe dieses Jahres von Berlin nach Spandau übersiedelt ist, hatte vor einigen Tagen die Witwe Schulz, die fünf unmündige Kinder hat. Arbeit er- halten. Am dritten Tage ihrer Beschäftigung trat die Obmännin des Deutschen Handels- und TranSportarbcitervcrbandcs an sie heran mit der Aufforderung, dieser Organisation beizutreten. Als eine ablehnende Antwort erfolgte, erklärte die Obmännin, es gebe hier nur eine Lösung:„Entweder Sie treten dem Verband bei, oder Sie sind brotlos." Die Witwe wurde veranlaßt, sogleich mit ihrer Arbeit aufzuhören; sie wandte sich um Schutz an den Meister und schließlich an den Betriebsleiter; dieser zuckte die Achseln, und der Meister sagte:„Ich bin mit Ihrer Arbeit zu- frieden; aber Sie müssen dem Verbände beitreten, wenn Sie weiter arbeiten wollen." Die Witwe mußte die Fabrik noch an demselben Tage verlassen. Sie bezieht eine Unterstützung von der Fcldzcugmcisterei, weil ihr Mann bis zu seinem Tode in einer Fabrik der Militärverwaltung beschäftigt gewesen ist; dem Verband konnte sie schon aus dem Grunde nicht beitreten, weil sie befürchten mußte, daß ihr alsdann wegen Zugehörigkeit zu einer sozialdemokratischen Organisation die Unterstützung würde entzogen werden. Die Frau ist also durch das Vorgehen des Verbandes brotlos geworden. Diese Darstellung wurde im„Vorwärts" als durchaus unwahr nachgewiesen. Aber in Spandau war es beschlossene Sache, daß die„Terroristin" der verdienten Strafe überliefert werden müsse. Eine Anzeige wurde erstattet— und cS kam tatsächlich zur Er. Hebung einer Anklage, selbstverständlich aus 8 153 der Gewerbe- ordnung. Es sollte gegen die Witwe� Cäcilie Schulz der Versuch gemacht worden sein, sie durch Drohung zum Eintritt in den Handels- und Transportarbciterverband zu bewegen, und zwar zum Zweck der Erlangung günstigerer Lohn- und Arbeitsbedingungen. Da die Angeklagte zur Zeit jenes Vorfalles noch nicht 18 Jahre alt gewesen war, so mußte sie noch vor das Jugendgericht in Spandau gestellt werden. Sie ist jetzt Ehefrau, Frau Emma Bur- chardt, geborene Wegener. Zunächst endeten ein paar Termine mit Vertagung. Gestern fiel die Entscheidung. Noch vor Eintritt in die Verhandlung wurde eine sehr wertvolle Feststellung gemacht. Der Borsibcndc hielt es für nötig, an die einzelnen Zuhörer die Frage zu richten, welches Interesse sie denn an der Sache hätten. Einer stellte sich vor als ein gewisser Kirsch und fügte hinzu, er sei an der Sache deshalb interessiert, weil er ja derjenige sei, der sie gemeldet habe. Wir wollen hier die Personalien dieses Herrn Kirsch vervoll- ständigen. Er ist in den Militärwerkslättcn als Dreher beschäftigt, betätigt sich politisch als ZentrumSmann und macht in Spandau den Stadtverordneten. Vernehmung der Angeklagten. Nachdem so der Angeklagten Frau Burchardt und ihrem Vcr- teidiger Rcchtsanw. Dr. Kurt Rosenfeld durch des Vorsitzenden Wißbegier die angenehme Bekanntschaft dieses„interessierten" Herrn Kirsch vermittelt worden war, wurde die Angeklagte vcr- nommen. Sie stellte in Abrede, zu Frau Schulz gesagt zu haben, man werde sie nicht im�Vetrieb dulden, wenn sie nicht Mitglied des Verbandes werde. Sic habe ihr nur' auseinandergesetzt, daß sie, die Frau Schulz, Vorteile von der Mitgliedschaft haben würde, z. B. Arbeitslosenunterstützung. Die Angeklagte habe auch nicht darauf hingewirkt, daß Frau Schulz nach ihrer Weigerung ent- lassen wurde, vielmehr habe diese selber veranlaßt, baß man sie aufhören ließ. Frau Sch. hat übrigens nicht bloß drei Tage, sondern— wie der Vorsitzende mitteilte— vier Wochen bei Kaiser gearbeitet, vom 23. Oktober bis zum 19. November. Die Ange- klagte war an sie herangetreten, weil sie damals Kassiererin des Verbandes war. Sie hatte in diesem Amt, das sie vier Monate hindurch bekleidete, Beiträge einzuziehen von den Arbeitern und Arbeiterinnen der Kaiserschen Kaffeerösterei, die fast sämtlich dem Verband angehörten. Dieser hatte mit der Firma einen Tarif- vertrag geschlossen. Die Beweiserhebung mußte mit der Vernehmung der Witwe Cäcilie Schulz, geborene Sommer beginnen. Aus dieser Zeugin eine klare Aussage heraus- zukriegen, war ein schweres Stück Arbeit. Frau Sch. bezieht eine kleine Rente von der Geschützgießerei, in der ihr Mann gearbeitet hatte. Auf die Frage des Vorsitzenden, ob ihr vorgeschrieben worden sei. daß sie nur in bestimmten Betrieben arbeiten dürfe, antwortete sie sofort:„In diesen Verband konnte ich nicht gehen". Borsitzender: Warum schieden Sie aus der Kaffeerösterei aus? Zeugin: Weil ich gezwungen wurde, in den Verband zu gehen. Bors.: Wer zwang Sie? Zeugin: Erstens das Fräulein! Sie sagte, wenn ich nicht in den Verband gehe, so könnte ich hier nicht arbeiten. Bors.: Wie haben Sie das verstanden? Zeugin: Daß sie mich nicht in die Fabrik reinlassen würden. Vors.: Hat man Ihnen das offen gesagt? Zeugin: Dreimal. Das zweite Mal agte sie:„Na, Frau Schulz, haben Sie sich nun entschlossen?"— onst müßte sie mich examinieren. Bors.:. Was ist das? Zeugin: Na, sie würde mich rausschmeißen.— Die Angeklagte erklärte, kein Wort von„examinieren" gesagt zu haben, aber die Zeugin blieb dabei und fügte hinzu, auch beim dritten Mal sei ihr gedroht worden, sie zu„examinieren". Wieder versicherte sie, das bedeute„rausschmeißen". Verteidiger: Wer hat Ihnen das gesagt? Zeugin: Na, das weiß ich selbst. Vors.: Fürchteten Sic. Prügel zu bekommen? Zeugin: Nein. Vors.: Warum fürchteten Sic. auf die Straße gesetzt zu werden? Zeugin: Na, sie hat eben gesagt, sie würden mich examinieren. Verteidiger: Haben Sie mit jemand hierüber gesprochen? Zeugin: Nein. Ber- teidiger: Kennen Sie Herrn Kirsch, der da in der Ecke sitzt? Hat der mit Ihnen gesprochen? Zeugin: Nein, über examinieren nicht. Verteidiger: Aber über die Entlassung? Zeugin: Ich selbst habe nicht mit rhm gesprochen. Verteidiger: Wer denn? Zeugin: Ich habe nur mit meinem Bruder gesprochen.— Dieser Bruder, namens Sommer, ist bei Siemens beschäftigt und wirbt dort unter den Gelben. In der Aktion gegen die„Terroristen" scheint der Gelbe mit dem Zcntrumsmann Arm in?lrm gegangen zu sein. Die Zeugin hat das Wort„examinieren" in frühere» Ber» Handlungen nie vorgebracht. Das wurde vom Verteidiger festge- stellt. Noch lange wurde über die vermeintliche Bedeutung hin und her debattiert. Auf des Verteidigers Frage, ob denn jemand sie am arbeiten gebindert habe, konnte sie nur antworten, das Fräulein (we damals noch unverheiratete Angeklagte) habe sie immer ge- fragt—„immer" bedeutet hier: dreimal!— ob sie eintreten wolle. Verteidiger: Warum wollten Sie nicht? Zeugin: Weil ich nicht wollte. Angeklagte: Sic sagte, dann würde ihr das Geld von der! k Feldzeugmeisterei entzogen. Vorsitzender(zur Angeklagten): Na, da konnten Sie sich doch zufrieden geben! Was brauchten Sie als siebzehnjähriges Mädchen Terrorismus auszuüben!? Angeklagte: Ich habe keinen Terrorismus ausgeübt! Der Verteidiger weist hier bin auf das Verhalten der Feldzeugmeisterei, wie die Zeugin es befürchtete. Vors.: Die Feldzeugmeisterei kann'ja tun, was sie will. Verteidiger: Aber das würde etwa derselbe„Terrorismus" sein. Erneuten Versuchen des Amtsanwalts, die Zeugin über den Sinn des„Examinierens" zu befragen, wehrt der Borsitzende: „Herr Amtsanwalt, geben Sie sich keine Mühe". Frau Schulz blieb dabei:„Ich verstehe es eben nicht besser". Schließlich war aus ihr wenigstens das herauszubringen, daß sie dem Chef gesagt habe, Fräulein lasse sie nicht arbeiten, wenn sie nicht in den Verband gehe; der Chef habe geantwortet, er könne da nichts machen, das machten die Leute unter sich ab; darauf habe sie selber die Arbeit stehen lassen und erklärt, sie höre auf; schließlich habe dann der Meister ihr gesagt, sie brauche morgen nicht wiederzu- kommen. Das waren die Bekundungen der Zeugin, auf die die oben mitgeteilte„TerroriSmils"-Notiz der„Bolkszeitung" sich stützte! Frau Schulz wurde selbst nach Schluß ihrer Vernehmung noch nicht vereidigt, weil ihre Aussagen zu verworren schienen. Der Verteidiger Nechtsanivalt Dr. Rosenfeld hätte jetzt gern den„interessierten" Herrn Kirsch als Zeugen darüber gehört, welche Rolle er gespielt hat. Er beantragte, ihn zu vernehmen� und führte zur Begründung aus, Kirsch sei wohl durch Frau Schulz oder durch ihren Bruder informiert worden, doch sei das Wort „examinieren" erst später hineingetragen worden. Durch seine Aussage werde die Aussage der Frau Sch. erschüttert werden. Roscnfelds Forderung, Kirsch solle einstweilen den Zuhörerraum verlassen, fand Widerspruch beim Borsitzenden wie beim Amts- anwalt und wurde durch Gerichtsbeschluß zurückgewiesen mit der Begründung, das Verfahren sei öffentlich. Auch der Antrag aus Vernehmung Kirschs, der bekunden werde, daß Frau Sch. ihm nur allgemeine Redensarten gesagt habe und erst auf Grund der Presscmittcilungen genauere Mitteilungen mache, wurde abgelehnt, lvcil das unerheblich sei. Bei Verkündung dieses Gerichtsbeschlusses erklärte der Vor- sitzende, es sei auch beschlossen worden, von weiterer Beweisauf- nähme Abstand zu nehmen. Draußen standen noch eine ganze Reihe Zeugen, geladen teils vom Anklagevertreter teils vom Vcr- teidiger, aber das Gericht hielt sie für überflüssig. Rosenfeld: Bekomme ich denn nicht das Wort? Ich muß doch erst meine Be- wcisanträge vortragen. Vors.: Die sind schon abgelehnt, soweit sie sich auf heute vorgeschlagene Zeugen beziehen. Roseufeld: Das ist mir unverständlich. Das Gericht hat ja noch gar keine Ahnung, was ich beweisen will. Vors.: Das muß ich zurückweisen. Haben Sie verstanden, Herr Rechtsanwalt? Roseufeld: Dieser Zusatz war sehr überflüssig. Borsitzender: Ja, die Akustik ist hier sehr schlecht. Roseufeld: Ach nein, die Akustik ist hier sehr gut. Min- bestens der Ton war ungehörig. Vors.: Na bitte, tragen Sie Ihre Beweisanträge vor. Der Verteidiger beantragte dann Ber- nehmung des Firmeninhabers 51ruß, des Meisters Leninger und des Arbeiters Hensel, um zu beweisen, daß bei dem Ausscheiden der Frau Sch. aus dem Betrieb die Angeklagte nicht die Rolle ge- spielt habe, die ihr in der Anklage zugewiesen sei. Die Ver- nehmung wurde abgelehnt. Inzwischen war die einzige Zeugin Frau Schulz nachträglich vereidigt worden und die Beweis- aufnähme wurde geschlossen. Plaiboyers Der Amtsanwalt fand die Aussagen der Frau Schulz„etwas verworren", hörte aber doch heraus, daß die Angeklagte ihr„ein Uebel sin Aussicht gestellt" habe. Er beantragte 59 M. Geldstrafe. eventuell 19 Tage Haft. Als er darauf aufmerksam gemacht wurde, daß bei Vergehen gegen§ 153 der Gewerbeordnung nur Gefängnis- strafe zulässig sei, beantragte er— zwei Jahre Gefängnis. Der Verteidiger Rechtsanwalt Rosenfeld forderte Frei- sprechung. Die Anklage sei völlig widerlegt, von„Drohung" könne keine Rede sein, auf„verworrene" Aussagen hin dürfe man nicht verurteilen. Die Zeugin Schulz sei ein Opfer der Mitteilungen geworden, die irgendein gewissenloser Mensch in die Presse hinein- gebracht habe. Die Beweisaufnahme habe etwas ganz anderes ergeben, als was dort zu lesen stand. Uebrigens habe es sich in dem Betrieb auch gar nicht inehr um Erlangung günstiger Lohn- und Arbeitsbedingungen handeln können. Der Verband stand im Tarifvertrag»nit der Firma, da komme nach Entscheidungen höchster Instanz 8 153 nicht mehr in Frage. Der Angeklagten könne doch auch nicht zur Last gelegt werden, was Frau Schulz aus ihren Worten herausgehört habe. TcrroriSmus üben habe sie nicht gewollt, Terrorismus könne man höchstens daS nennen, was Frau Schulz hier der Militärverwaltung nachgesagt habe, freilich auch wieder, ohne daß sie es beweisen konnte. Das Urteil lautete: Freisprechung. Aus Frau Schulz sei nicht herauszubringen gewesen, daß die Angeklagte sie bedroht habe. So endete dieser„TerroriLmus"-Prozeß vor dem Jugend- gericht. Zu bedauern ist, daß die Anzetteler dieser haltlosen An- klage nicht zur Bestrafung gebracht worden sind. IPriigelpädagogcn. Wieder war es eine Schülermißhandlnng, die gestern vor der 19. Strafkammer des Landgerichts I unter Vorsitz des Landgerichts- ratS Ernst verhandelt wurde. Auf die Anklage der fahrlässigen Körperverletzung unter Außerachtlassung der Aufmerksamkeit, zu welcher er vermöge seines Berufs besonders verpflichtet war, hatte sich der vormalige Professor an der Friedrich-Wcrderschen Ober- realschule, jetzige Direktor einer mit einem Lehrerinnen-Scminar verbundenen höheren Töchterschule in Grvß-Lichterfelde, Dr. Walter Wiillenweber, zu veranttvorten. Er wird beschuldigt, aar 29. Juni 1996 den früheren Schüler der Obertertia der Friedrich-Werdcrschen Oberrealschule, jetzigen Volontär Julius Beetz körperlich verletzt zu haben. Die Sache hatte schon einmal das Oberverwaltungsgericht beschäftigt. Als nach längerer Zeit und erst auf eine vorliegende Beschwerde der Generalstaatsanwalt entschieden hatte, daß die öffentliche Klage auf Grund des§ 239 des Strafgesetzbuches zu erheben sei, hatte das Provinzialkollegium den Konflikt erhoben, über den das Oberverwaltungsgericht zu entscheiden hatte. Das Obcrverwaltungsgericht hatte, wie wir seinerzeit mitteilten, den Konflikt verworfen und die Sache an die Strafkammer verwiesen. Sachdarstellung durch den Angeklagten. Der Angeklagte erklärt sich für nichtschukoig. Er gibt zu, den damals 17jährigen Schüler Julius Beetz geohrfeigt zu haben, glaubt aber, daß er dabei in seinem Rechte gewesen sei und das ihm zu- stehende Züchtigungsrecht nicht überschritten habe. Er sei, wie er auf Befragen zugibt, in unteren Klassen mehrfach in die Lage gekommen, hier und da einmal einen Schüler zu züchtigen, in. oberen Klassen sei dies nicht vorgekommen. Er unterrichtete in Obersckunoa und Prima. Am 29. Juni traf der Angeklagte, wie er angibt, um 11 Uhr, als es läutete, den Schüler Beetz mit noch einem Schüler auf dem Korridor, an welchem die Obertertia liegt. Nach seiner Behauptung schivamm der Korridor, in welchem sich ein Wasserhahn befindet, im Wasser. Jeder Lehrer habe die Pflicht, aufzupassen, daß kein Unfug geschieht. Er habe zunächst oen einen Scküler, namens Petersen, angewiesen, in seine Klasse zu gehen, dieser Anweisung sei auch Folge geleistet worden. Tann habe er sich an de» Julius Beetz mit den Worten gewandt:„Na, für dich ist es auch-Zeit!" Beetz sei aber sehr langsam gegangen und habe dabei die Hände in die Seiten gestenunt gehaor. Er habe dem Beetz noch zweimal zugerufen:»Na. mein Junge, hörst du denn nicht? Du sollst schneller gehen! Dalli! Dalli!" Der Schüler habe darauf gar nicht reagiert, habe sich spöttisch umgedreht und sei weiter ganz langsam in die Klasse gegangen. Da sei er ihm nachgegangen und habe ihm eine Ohrfeige versetzt. Beetz habe gar nichts gesagt, sondern habe ihn und einen anderen Schüler starr angesehen. Das habe er für großen Trotz angesehen. Er habe mehrfach vergeblich nach seinem Namen gefragt, Beetz habe aber eine herausfordernde Stellung angenommen, den einen Fuß vorgesetzt und es sei dem Angeklagten so vorgekommen, als ob die Hand des Schülers zuckte. Da habe er gedacht, der Beetz wolle aggressiv ivcrden und da nun alles auf dem Spiele gestanden habe, nicht nur seine eigene Autorität, sondern auch die Autorität der ganzen Schule, so habe er dem Schüler, obgleich dieser schon blutete, noch etwa sechs bis acht Ohrfeigen gegeben. Er wisse aber nicht, ob diese Zahl zutrifft, glaube vielmehr nicht, daß er so oft zugeschlagen habe Nach dem Vorfall sei er selbst in die Sekunda gegangen, während der Schüler von 11 bis 12 Uhr im Wartezimmer blieb und dann vom Direktor Nahrwold über den Vorfall befragt wurde. Dann habe der Direktor ihm, den Angeklagten, mitgeteilt, daß der Beetz behaupte, nicht absichtlich langsam gegangen zu sein und das Wort„Dalli" nicht verstanden zu haben. Er stamme aus Frankfurt a. Pi. und dort verstehe man unter dem Wort„Dalli" ein Plätteiscnj Daraufhin habe er zu dem Beetz gesagt:„Wenn das wahr ist, dann sollte es mir ja außerordentlich leid tun, daß ich dich geschlageit habe, ich habe dein Verhalten als bewußten Trotz angesehen." Er sei fest der Ueberzeugrurg gewesen, daß der Schüler ihm bei Beginn des Vorfalls nachgeäfft habe. Nach der Unter- redung bei dem Direktor habe er dem Beetz die Hand gegeben und dieser sei damit auch zufrieden gewesen. Er selbst sei am nächsten Tage>n die Obertertia gegangen, Julius Beetz sei aber aus der Schule weggeblieben und so habe er dann in dessen Abwesenheit zu den Obertertianern sein Bedauern über den Vorfall ausgedrückt und sie ersucht, ein jeder an seinem Teil dafür zu sorgen, daß Ord- nung gehalten werde, damit solche Vorfälle stets vermieden werden. Der Vater des Beetz sei später mit Entschädigungsgeldern in Höhe von zirka 799 M. an ihn herangetreten, er habe diese Forderung aber zurückgewiesen. Entschieden müsse er die aufgestellte Behaup- tung bestreiten, daß er zu den Obertertianern gesagt habe:„Ich als Reserveleutnant kann mir so etwas nicht gefallen lassen, wenn wieder so etwas passiert, dann würde ich ebenso handeln." In der Beweisaufnahme bestreitet der als Zeuge vernommene Julius Beetz, der jetzt Volon- tär in der Borsigschen Fabrik ist, daß er dem Angeklagten irgend- wie nachgeäfft habe. Als ihm gesagt worden, daß er in die Klasse gehen solle, habe er den Professor Dr. Wüllenweber nicht gekannt, er sei aber dem Befehle nachgekommen und eS fei nicht richtig, daß er dem Professor in feinen Bewegungen nachahmte. Das Wort „Dalli" habe er nicht verstanden und auf dem Wege in die Klasse über die Bedeutung dieses Wortes nachgedacht. Eine heraus- fordernde und trotzige Haltung habe er nicht gezeigt. Als er von dem Professor geschlagen wurde, sei er ganz perplex gewesen, der Professor habe aber weiter auf ihn losgeschlagen, der erste Schlag sei ihm seines Wissens gegen den Hinterkopf versetzt worden. Die Nase habe ihm geblutet, trotzdem sei er weiter geschlagen worden. Von Trotz sei bei ihm gar keine Rede gewesen, denn er glaubte, er habe es mit dem Dr. Saenger zu tun, der öfter Scherze mit ihm machte. Nach den Schlägen sei seine Backe rot gewesen und das Blut sei ihm hcrabgetropft. Er habe nach dem Vorfall den Haus- arzt seiner Familie aussuchen müssen und sei auf mehrere Wochen in die Sommerfrische zu seiner Erholung gegangen. Er lzabe vielfach Kopfschmerzen gehabt, nicht schlafen können und unter wüsten Träumen gelitten. Beim Turnen, Treppensteigen usw. habe er oft Stiche im Kopf gehabt, so daß er am liebsten in einem dunklen Zimmer weilte. Richtig sei es, daß der Angeklagte ihm nach der Rückspracke mit dem Direktor eine bedauernde Erklärung gegeben und ihm die Hand' gereicht habe. Von den als Zeugen vernommenen ehemaligen Schülern be- hauptetc einer dieser Zeugen ganz bestimmt, daß der Angeklagte bei seinen Aeußerungen zu den Obertertianern gesagt habe:„Er sei Reserveoffizier und sei es seinem Stande schuldig, daß, wen,, so etwas noch einmal vorkommen würde, er genau ebenso handeln würde, wie in diesem Falle." Ein anderer Zeuge hat sich diese Be- merkung nachträglich ausgezeichnet. Einzelne dieser Zeugen er- inner» sich, daß bei dem Schlagen dem Angeklagten etwas Blut an die Manschetten gespritzt sei. Er habe aber die Mjanschctten zurück- geschoben und weiter geschlagen. Zeuge Ingenieur Beetz: Sein Sohn Julius fei nach dem Vor- gange in bejammernswertem Zustande nach Hause gekommen: mit zerknüttertem blutigen Kragen und blutiger Weste. Er habe auch festgestellt, daß das Blut nicht nur vom Nasenbluten I)crrührtc, sondern auch von einer Verletzung des Zahnfleisches. Tics deutete auf besonders starke Schläge hin. Er habe gar nicht begreifen können, wie es möglich sei, daß ein Lehrer in einer besseren Schule in dieser Weise schlage und sei deshalb zun: Direktor gegangen. Dieser habe auch sein höchstes Befremden über den Vorfall und sein Erstaunen darüber ausgedrückt, wie so ctivas vorkommen und wie der Lehrer noch schlagen konnte, als der Schüler schon blutete. Er habe den Direktor gefragt, ob er ihm Garantien geben könne, daß, wenn er seine beiden Söhne in der Schule belassen würde, solche Mißhandlungen nicht wieder vorkommen würden. Tics sei allerdings bejaht worden, er habe aber seine beide» Söhne doch von der Anstalt genommen. Sein Sohn Julius sei bis zum Alter von zehn Jahren schwächlich und nervös gewesen, später habe sich seine Ge- sundheit aber immer besser gestaltet. Sein körperlicher und seeli- scher Zustand habe sich seit dem Vorgange sehr verändert. Dr. Wcecke habe dann angeregt, den Sohn einige Woche,: zur Erholung in die Sommerfrische zu schicken, und durchblicken lassen, daß Dr. Wüllenwebcr die Kurkosten tragen würde, lvcnn dex Strafantr?� zurückgenommen würde. Daraufhin habe er den Sohn in Beglei- tung der Mutter nach Liebenzell im Schwarzioald geschickt. Tic Liquidation über 684 M., die er eingereicht habe, entspreche den wirklichen Ausgaben. Zeugin Frau Beetz stimmt ihrem Manne bei, und teilt noch mit: Als sie, dse selbst das Diplom einer höheren Lehrerin besitze und Wohl wisse, daß Prof. Wüllenwebcr unter allen Umständen seine Befug- nisse weit überschritten lxibe. zu dem Geh. Rcg.-Rat Dr. Vogel, Mitglied des ProbinzialschulkollcgiumS, gekommen, habe dieser ihr sofort vorgehalten, wie sie es wagen könne, einen so verdienten, allgemein beliebten Mann, wie den Prof. Wüllenwebcr, öffentlich anzuklagen. PlädoperS. Nach Schluß der Beweisaufnahme plädiert Staatsanwalt Earl auf Schuldigsprechung des Angeklagten. Die Verabfolgung von acht Ohrfeigen an einen Obdrtcrtiancr sei eine Ueberschreitung des ZüchtigungsvechtS, und der Angeklagte habe fahrlässig gehandelt, indem er sich in der Erregung soweit hinreißen ließ. Der Fall siege aber außerordentlich milde. Die Erregung des Angeklagten sei durchaus menschlich und erklärlich. Er habe dos Verhalten des Beetz, der sich nur sehr langsam und mit in die Seiten gestemmten Händen entfernte, für eine grobe Ungebühr halten können, und des- stalb geglaubt, sein Züchtigungsrecht ausüben zu müssen. Der Staatsanwalt hält eine Geldstrafe von 39 Mark für eine aus- reichende Sühne. Rechtsanwalt Max Löwenthal als Vertreter des Nebenklägers hebt bervor, daß das Züchtigungsrecht überschritten ist. Denn das liege schon in der Tatsache, daß W. noch wcitergeschlagcn habe, als die Nase des Knaben schon blutete. Für ein. solches maßloses Zu- schlagen sei eine Strafe von 39 Mark keineswegs eine ausreichende' Sühne. Justiz rat Dr. v. Gordon hält dagegen eine volle Freisprechung des Angeklagten für geboten. Nach der ganzen Sachlage war die Züchtigung ves B. ovjektiv ganz und subjektiv zur Hälfte berechtigt. Die Sache sei unendlich aufgebauscht, eine Gesundheitsschädigung des-jungen B. sei geradezu widerlegt. Der Angeklagte sei ein durch- aus gewissenhafter und humaner Pädagoge und keineswegs ein »Prügelpädagoge", als welcher er verschrien worden. Urteil. Das Gericht kam auf Grund der Beweisaufnahme zu der Ueberzeugung, daß der Angeklagte zu einer Züchtigung des B. be- rechtigt und unter den obwaltenden Umständen eine körperliche Züchtigung zulässig gewesen sei. Es könne zweifelhaft sein, ob es notwendig war, dem B. mehr als zwei Ohrfeigen zu geben. Er habe aber hier ausgesagt, daß Beetz nach seiner Meinung eine zuckende Bewegung machte, als wenn er sich aktiv widersetzen wollte. Sollte er sich hierin geirrt haben, so wurde nur ein Irrtum über Tatsachen vorliegen, die dem Angeklagten nicht zur Last zu legen seien. Aber er habe auch bei dem eigentümlichen Verhalten des Beetz alle Ursache gehabt, anzunehmen, daß er ihm Widerstand ent- gegensetzen wolle. Es sei nicht mit Bestimmtheit nachzuweisen ge- Wesen, daß Prof. W. noch geschlagen, obgleich er gesehen, daß die Itase schon blutete; ebenso sei nicht festgestellt, daß dem Knaben ge- sundheitsschädliche Folgen aus der Züchtigung erwachsen seien. Nach alledem liege nach Ansicht des Gerichts eine Ueberschreitung des Züchtigungsrechts nicht vor, und der Angeklagte fei deshalb frei- gesprochen worden. » Der Prozeß ist ein trauriges Dokument für den Tiefstand preußischer Kultur. In Oesterreich und auch in einer Reihe beut- Staaten verbietet ibcr Gesetzgeber jede Züchtigung auch in den Volksschulen, weil die Hauerei die Unfähigkeit zum Lehrberuf beweist. Welchen Erziehungszwecken die durchaus nicht nur päda- gogisch unberechtigen Prügel dienen sollten, die der Angeklagte austeilte, ist schlechterdings unerfindlich. Hus Induftric und Handel Internationaler Arbeitsmarkt. Einen trüben Ausblick in den Winter eröffnet die Lage deS internationalen ArbeitsmarkteS. Die Arbeitslosigkeit hat bereits im Oktober in allen wichtigeren Industrieländern eine starke Zunahme erfahren; selbst dort, wo im September eine leichte Erholung sich vollzogen hatte, brachte der Oktober eine erneute Verschlechterung. Die Arbeitslosigkeit in Großbritannien, die bereits im September auf 9,4 Proz. stand gegen 4,4 im September 1907, ging im Oktober noch auf 9,5 Proz. hinauf und war damit 4.8 höher als im Vorjahr. Die ohnehin schon sehr empfindliche Arbeitslosig keit in der Metall- und Maschinenindustrie nahm weiter zu. Das Baugewerbe und die von diesem abhängigen Branchen wiesen ebenfalls eine Iveitere Verschlechterung des Arbeitsmarktes auf. Im Bergbau nahm die Beschäftigiuigsgelegenheit ebenfalls ab: es wurde im Oktober wöchentlich nur an 5,28 Tagen gearbeitet gegen 5,34 im September; im Vorjahre war an 5,64 Tagen in der Woche gearbeitet worden. In den Eisen» und Stah lwerken ging der Beschäftigungs- grab trotz der Zunahme der Roheisengewinnung weiter zurück; er bleibt, nach der Zahl der Arbeiter und der geleisteten Arbeits- stunden berechnet, um 11.2 Prozent hinter dem vorjährigen zurück, Eine unbedeutende Abnahme der Arbeitslosigkeit zeigte sich im Schiffbau, obwohl sie mit 26,3 Proz. gegen 11,6 Proz. im Vorjahr noch immer erschreckend hoch blieb. Die Lage des Arbeitsmarktes im Baumwollgewerbe war noch durch den Spinnerstrcik in Lancashire ganz vcrivirrt. Die Löhne in der Baumwollindustrie standen im Oktober durchschnittlich um 16 Proz. unter denen des Vorjahres. In den anderen Zweigen der Textilindustrie trat nach einer kleinen tzerbstbelebung im September wieder eine merkbare Ermattung ein. Daß auch im Verkehrsgewerbe eine Depression besteht, geht daraus hervor, daß im Oktober 1803 See- lcute iveniger angeheuert wurden als im Oktober 1967. Nächst Großbritannien ist B e l g i e n zu nennen, wo sich die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr äußerst empfindlich verschärft hat. ES betrug nach der belgischen Statistik die Arbeitslosigkeit im September 5,3 Proz. gegen 1,4 Proz. im September 1967; im Oktober aber stieg sie noch um 6,4 Proz., während die Steigerung im Vorjahre nur 6,1 Proz. betragen hatte. Es ist in Belgien vor allem der Bergbau und das Ei se n g e w e r b e, die die hohe Ungunst deS ArbeitSmarkteS veranlaßt haben. Im Bergbau hat der Niedergang später eingesetzt als im Eisen- gewerbe. Die Depression hat aber im Oktober einen hohen Grad erreicht: umfangreiche Borräte von Kohlen müssen auf- gestapelt werden, die Förderung ist verschiedentlich schon sehr stark reduziert. Von den verschiedenen Zweigen des Eisengewerbes leidet vor allein die Roheisenindustrie, in der der Beschäftigungsgrad stark nachgelassen hat und erheblich schwächer ist als im Vorjahre. In einer wenig befriedigenden Situation befand sich im Oktober auch die belgische Textilindustrie; infolge der Ungunst im deutschen und englischen Textilgewerbe ist der Auslandsabsatz der belgischen Textilindustrie unterbunden; dabei besteht im Jnlande selbst nur geringe Kauflust. In Deutschland erfolgte zwar auf, die Belebung im September eine Reaktion während des Oktobers, doch war der Grad der Verschlechterung nicht stärker als in derselben Zeit deS Bor- jähreS. Nur im Baugewerbe und im Bergbau vollzog sich der Rück- gang in schärferer Progression alS 1967. In Frankreich brachte der Monat Oktober eine erheblichere Zunahme der Arbeitslosigkeit als in den anderen Ländern; sie ging von 7,2 Proz. im September auf 8,7 Proz. im Oktober oder um 1,5 Proz. hinauf. An der Zunahme der Arbeitslosigkeit von September auf Oftober ist in erster Linie die Verminderung der Arbeitsgelegenheit im Weinbau und in der Land- und For st Wirtschaft schuld. Verschlechterung zeigt auch die EntWickelung des Arbeitsmarktes in den Vereinigten Staaten von Amerika. Wie die ganze Gestaltung des GeschäftslebenS, so zeigte der Arbeitsmarkt im Oktober ein gegen September nur wenig verändertes Bild. Im Hin- blick auf die Präsidentenwahl herrschte eine ziemlich all- gemeine Zurückhaltung. Der Beschäftigungsgrad verharrte im all- gemeinen auf der Höhe des Vormonats. Nur im Textilgewerbe er- fuhr die Arbeitsgelegenheit eine Zunahme. Zahlreiche Betriebe arbeiteten wieder ohne Einschränkung. Im Eisengewerbe bahnte sich anscheinend ebenfalls eine leichte Belebung an. Böhmisches Brauhaus. Zu der Notiz in der letzten Sonntagsnummer deS„Vorwärts" betreffend Anstellung junger, arbeitsfreudiger Kräfte, sendet uns die Verwaltung eine Zuschrift, in der sie bemertt, daß der PassuS in ihrem Geschäftsbericht zu den von uns gezogenen Schlußfolgerungen wohl verleiten konnte, objektiv seien sie aber doch unzuireffend. Die Direktion bittet uns daher folgender Erklärung Raum zu geben: „Zur Ueberwachung un>ereS Betriebes haben wir eine wissen- schaftlrch gebildete Kraft eingestellt. Alte Arbeiter sind nicht ent- lassen worden, um sie etwa durch jüngere Kräfte zu ersetzen. Wohl aber mußten wir einigen alten Beamten, die wegen an- dauernder Krankheit ihren Dienst nicht mehr versehen konnten, kündigen. Diesen zahlen wir jedoch in Ansehung ihrer unS ge- leisteten langjährigen und treuen Dienste eine Pension, wie wir das in ähnlichen Fällen schon verschiedentlich geübt haben. So zahlen wir zurzeit an 37 Beamte, Arbeiter, Witwen und Waisen Unterstützungen und Pensionen, was wir gegenüber ähnlichen Instituten in reichlicherem Maße tun können, weil wir hierauf schon in früheren Jahren Bedacht genommen und dafür Fonds angelegt haben respektive sind uns solche von der Direktion nahe- stehenden Persönlichkeiten zur Verfügung gestellt worden. Unsere Arbeitnehmer, die wir einmal fest angestellt haben, suchen wir prinzipiell dauernd zu beschäftigen. AuS diesem Grunde machen wir bereits seit dem Jahre 1962 von dem unS zustehenden Rechte, 18 Personen jährlich ohne Benutzung deS Arbeitsnachweises bei uns einzustellen, keinen Gebrauch, um nicht die schon so hohe Zahl der Arbeitslosen in Berlin zu erhöhen." Elcktrobanken. AlS Mitteilungen an die Oeffsntlichkeit kamen, daß die Elektro- konzerne sich eine eigene Bank schaffen wollten, glaubte man erst, es würden die drei Elektroriescn, die Allgemeine Elektrizitäts-Gesell- schaft, die Siemens u. Halske A.-G. und Fellen u. Guilleaume- Lahmeyer gemeinsam vorgehen. Da das letztere Unternehmen bei der Gründung nicht mitbeteiligt ist, kam die Meldung nicht ganz un- erwartet, daß dieses Konzern nun auch eine Treuhandbank gründen will. Bei der Finanzierung von Aufträgen wurde bisher jedes Projekt von zwei Faktoren abgeschätzt: der Industrie und den Banken. Mit diesen Neugründungen schafft sich die Elektroindustrie ihre eigenen Banken, in denen sie selbst daS entscheidende Wort spricht.' Das FinanzierungSinstitut der Felten u. Guillaume-Lahmeyer- Werke soll 25 Millionen Mark Grundkapital erhalten, Obligationen will man bis zum dreifachen Betrage ausgeben. AlS Objekte werden auch die zu elektrifizierenden Vollbahnen genannt. In erster Linie werden wohl die mittleren und kleinen Städte, denen der Geld- markt für Anleihen nicht ohne weiteres offen steht, Mitbeuutzer dieser Einrichtungen sein. Besonders Süddeutschland dürfte in dem kommenden Jahrzehnt ein Betriebsgebiet der Elektrobanl sein. So wird speziell Bayern durch die grobindustrielle Auswertung seiner Wasserkräfte in wenigen Jahren die kapitalistische Hochflut in ihrer modernsten Form bekommen._ Eine Ernte von 35 Milliarden Mark. Die Ernte im letzten Jahre war in den Bereinigten Staaten eine so ausgezeichnete, daß sie nach einer Schätzung des Staatssekretärs Wilson einen Gesamt- ertrag von etwa 35 Milliarden Mark liefern dürfte. Im Vorjahre belief sich daS Ernteerträgnis auf 36—32 Milliarden. ES gibt kein Land auf der Erde, was diesen ungeheuren Ziffern auch nur an- nähernd gleiche an die Seite stellt. Die Kornernte allein hat 66 Millionen Scheffel mehr als im Jahre 1967 ergeben, und zwar ist das Getreide von vorzüglicher Beschaffenheit. Soziales. Die Invalidenversicherung im Jahre 1907. Dem Reichstage sind die Nachweise über die 31 Jnvalidenber- sicherungsanstalten und 16 zugelassenen Kasseneinrichtungen zuge- gangen, die im Jahre 1967 auf Grund des JnvaltdenversicherungS- gefetzes bestanden. Unter letzteren befindet sich auch die am 1. Ja- nuar 1967 ins Leben getretene Invaliden-, Witwen- und Waisen- Versicherungskasse der Sceberussgenossenschaft. Diese 41 Versiche- rungsträger besaßen am Jahresschluß insgesamt 369 Vorstands- Mitglieder, 396 Kontrollbeamte, 3 Rentenstellen, 124 Schiedsgerichte, 2498 besondere Markenverkaufsstellen und etwa 7460 mit der Ein- ziehung der Beiträge beauftragte Stellen. An Wochenbeiträgen wurden bei den 31 Jnvalidenvcrsicherungs- anstalten rund 656 Millionen Stück verwendet, die einen Erlös von 163 457 596 M. ergaben. Hiervon entfielen auf polnische Arbeiter russischer oder österreichischer Staatsangehörigkeit rund 6,1 Mil- lionen Beiträge im Werte von 526 375 M. Bei den Kasseneinrich- tungen betrug die Einnahme aus Beiträgen 15 185 586 M. Bei der Abrechnung für das Jahr 1907 wurden 134 496 Renten als im Jahre 1367 zugegangen behandelt, nämlich 112 184 In- validenrenten, 11 537 Krankenrenten und 16 769 Altersrenten im durchschnittlichen JahreSbetrage von 166,04 M.( 166,24 M. und 161,64 M. Beitragserstattungen wurden im Jahre 1967 festgesetzt bei 152 478 Heiratsfällen, 616 Unfällen und 35 463 Todesfällen, wobei sich der durchschnittliche Betrag auf 38,44 M., 82,76 M. und 85,44 Mark stellte. Auf diese reichSgesetzlichen Entschädigungen wurden zu Lasten der 41 Versicherungsträger, also ohne Anteil deS Reichs, im Rech- nungSjahre 1967 166 827 544 M. gezahlt, und zwar an Renten 97 972 968 M., an Beitragscrftattungen 8 854 636 M. Die hinzu- tretende Leistung deS Reichs belief sich auf 49 626 664 M. Für das Heilverfahren wurden 15 186 286 M. aufgewendet; hierbei sind die von Krankenkassen, von Trägern der Unfallvcr- sicherung und von anderer Seite gezahlten Koslenzuschüffe in Höhe von 3 850 362 M. bereits in Abzug gebracht. Der obige Betrag umfaßt unter anderem die Unterstützung an Angehörige der in Heilbehandlung genommenen Versicherten in Höhe von 1271 466 Mark. Darüber hinaus wurden aber auf Grund des Z 45 des Gesetzes noch weitere 312 836 M. gewährt. Die gesamten Ausgaben für Juvalidenhauspflege beliefeN sich auf 653 337 M. Hiervon wurden durch Einbehaltung der Renten der Pfleglinge 177 256 M. erstattet, und durch ZuscWifie von anderer Seite 32 763 M. ersetzt, sodaß den Versicherungsträgern aus der Anwendung des 8 25 des Jnvalidenvcrsichcrungsgesetzes eine Rein- ausgäbe von 443 983 M. erwuchs. An Verwnltungskostcn überhaupt wurden 16 969 666 M. aus- gegeben! Das macht auf 1660 M. der Einnahme aus Beiträgen eine Ausgabe von 95 M., auf 1060 M. der gesamten Ausgaben eine solche von 126 M. Insgesamt haben sich im Jahre 1967 die Einnahmen auf 226 171 349 M.. die Ausgaben auf 146 629 331 M. beziffert, sodaß sich ein Vermögenszuwachs von 85 542 618 M. ergibt. Am Schlüsse des Jahres 1967 bclief sich daS Vermögen der Ver. sicherungsanstalten und der für die rcickSgefetzliche Versicherung bestimmte Teil des Vermögens der Kasseneinrichtungen auf 1 404 667 649 M. Hinzu tritt noch der Buchwert der Jnventarien mit 5 746 037 M._ Hue der f rauenbewegung. Die Mutter als Erzieherin. Im Verlage der S. D. A. P. in Amsterdam ist soeben eine holländische Ucbersetzung des trefflichen Büchleins vom Genossen Heinr. Schulz„Die Mutter alS Erzieherin" erschienen. DaS gibt uns willkommene Gelegenheit, die deutsche Originalausgabe deS Werkchens als paffendes Weihnachtsgeschenk zu empfehlen. Preis 50 und 75 Pf. Zu beziehen durch alle Partei- fpeditionen und in der Buchhandlung Vorwärts. Abrechnung vom Frauenwahlverein. Einnahmen: Für Marken a 26 Pf........... 2306,40 M. 0. a 16........... 1304.80„ „ Tellersammlungen.'......... 06,41„ „ Broschüren............. 22,50„ Auf Listen< Frauen)........... 12,50 „, LandlagSwahl.......... 803,35 Gumma.. 4105,96 M. Ausgaben: Annoncen, Handzettel, Plakate....... 599,15 M. 56 500 Einladungen für Zahlabend...... 140,—„ Referate............... 03,—„ Delegationskosten............ 1030,—„ An den Parteivorstcmd.......... 1600,—„ Beitragsmarken und Karten........ 190,50„ Porto, sonstige Unkosten.......... 222.11„ Broschüren.............. 05,—„ An Groß-Berlin............ 462,85„ Landtagswahllisien aSgeliefert....... 863,85, Summa., 4105,96 M. Berlin, den 14. November 1908. Revidiert und richtig befunden: Marie Thiel. Margarete WengelS. Elise Panzeram. Versammlungen— Veranstaltungen. Charlottcnburg. Mittwoch. 2. Dezember. Vs9 Uhr. im Volkshause. Rosinenstr. 3: Frauenvcrsammlung. Vortrag und OrganisationS- fragen. Trcptow-Baiimschulcnwcg. Donnerstag, den 3. Dezember, 8Vs Uhr, bei Deuschel, früher Christ, Ernststraße, Ecke Marientaler Straße. Vortrag._ Für den Jnlmlt der Inserate übernimmt die Stedaktio» dem Publikum gegenüber keinerlei Brrantwlirtnng. �IKearer. Mittwoch. 2. Dezember. Ansang VI, Uhr. KöniglichesOpernhauS. Versiegelt. La Habenera.(Anfang 8 Uhr.) Königliches Schauspielhaus. Kaiser Heinrich der VI. Deutsches. Die Revolution in Krähwinkel. Nachmittags 3'/, Uhr i Treulicb und Wunderhald. Kamm erspiele. Der Arzt am Scheidewegs. Ansang 3 Uhr. Anfang 8 Uhr. Lessing. Der Raub der Sabine- rinnen. ReneS Schauspielbaus. Faust I. Teil. Ansang Vi, Uhr. Nachmittags 3 Uhr: Schneewittchen. Komische Oper. Zaza. Berliner. HerodeS und Mariamne. Neues. Israel. Kleines. Moral.* Nesideuz. Kümmere dich um Amelle. .Hebbel. Hohes Spiel. Schiller».-A-allner- Theater.) Vater und Sohn. Sch»er Charlottenburg. Der schwarze 5taoalier. Friedrich- Wilhelmstädt. Schau- spielhauS. Jrmingard. Westen. Der fidele Bauer. Nachmittags 4 Uhr: DornröSchm. Thalin. Künstlerblut. Nachmittags 4 Uhr: Hänsel und Gretel. Luisen. Die Ehre. Bernhard Rose. Die Entgleisten. Wilhelm-Dheater. Die Schöpfung. :'»>Ooieili»»S. Die blaue Maus. Trianon. Die Liebe wacht. Neues Operetten. Di« Dollar- Prinzessin. Berliner Operetten-Theater 8W. Havana. Ansang 8'/. Uhr. Gastspiel- Theater. Dcmimonde. Ansang S'l, Uhr. Bürgerl. Schauspielhaus. AuS- gewiesen. Ansang 8'/, Uhr. Gebrüder Herrnfeld. Die beiden Bindelbands. Vorher- Intern. Künstler-Teil. AP.'llo. Eine lustige Spreewald fahrt. Spezialitäten. Met-opol. Donnerwetter— tadel» los. Wintergarten. Spezialitäten. Vasiage. Spezialitäten. Kasino. Die Dianabäder. Spezia- litäten. Reichsliallen. Stetttner Sänger. Walhalla. Sbezialiiäten Folies-Caprice. Die Brautschau. Die lästige Witwe. Gustav Behrens. Echte Spree- athener. Spezialitäten. Carl Haverlaud. Spezialitäten. Urai�ja. T.'»vc»str>,sie<»«>«». Abend« 8 Uhr: Wissenschastlicher Verein: Prof. Dr. Buchner: Das Problem der Gärung. NachnntiagS 4 Uhr: Kairo und die Pyramiden. Sternivarte. Jnvaliducktr. 87/62. Kleines Theater. Ansang 8 Uhr. Moral. Zsrlmer Theater. Abends 8 Uhr: Herodes und Mariamne. Morgen: Der Veilohenkroeser. Neues Theater. Ansang 8 Uhr. Israel. Donnerstag und folgende Tage: Israel. Ideslei' lies Vesleos. Allabendlich 8 Uhr: Oer kideie Uuuer. Mittw.. Gonnab. 4 Uhr: Doenriiecden. Friedrich-Wilhelnistädtisches Schauspielhaus. Mittwoch, den 2. Dezember, 8 Uhr: Irniingard. Donnerstag: AntcroS. Freitag: Jrmingard. Ftebbd-TkeaTer KSniggrätzer Str. 57/58. Ans. 8 Uhr. Hohes£}plel. Nene« Opepettcn-Theater. Schiffbauerdamm 25, a. d. Luisenstr. 2 Uhr: von l(Snig ilrllelit der Schuh. AbendS 8 Uhr: Ple OollarprimieBsln. Lustspielhaus. Abends 8 Uhr: Die blaue Maus. 8ehUIei.'- 0.(Wallner-Theatcr.) Mittwoch, abend« 3 Uhr: Vatep and Sohn. Komödie in 3 Akten von Gustav ESmann. Donnerstag. abcndSSUHr: Oep Familtontag. Freitag, abend« 8 Uhr- Oep Riehtep von Zalamea. Theater. Schiller-Theater Charlotlenburu. Mittwoch, abend« 8 Uhr: Oep aehrrap;ee Kavalier. Ein deutsches Spiel in 3 Allen von Heinrich ttttiensciii. Donnirstag,abends8Ubr: Oie Urant von Messina. Freitag, abend« sUöi: Oio ZwilHngsachwowtep. Residenz-Theater. — Direktion: Richard Alexander.— Täglich abends 8 Uhr: „Kümmere Dich um Amelie." Schwank in drei Akten(vier Bttdern) von Georges Fehdcau. Luisen-Theater. WenbS 8 Uhr: Hie Ehre. Donnerstag: Premiere: Der Sonnwendhof. Freitag: Die Ehre. Sonnabend, 4 Uhr: Kinder-Vor. stellung: Lügenmäulche» und Wahrheitsmündchen. Abends: Villa Brnkendorf. Qastspiel- Theater Köpenioker Straße 68. 8'/, Uhr Gastspiel Hedwig Lange. Demiinonde. Morg. u. folg. Tage; Demimonde. Foiies Capricej Linienstr. 132, an b. Friedrichstr. I A»m 98. Mute: Die lästige Witwe. Die Brautschau. Anfang 8 Uhr. WMMM0 >Är. Frankiiirler Str>32 8 Uhr. WochentagSPreise. Zum 1. Male: Ol« klntslelstvn. Berlin. Volksstück in 4 Akten(7 Biid.) von Fritz Brentano u. Paul Gisbert. Morgen n. solg. Tage: Die Entgleisten. u Rixdorler Theater Bergstraße 147. Mittwoch, den 2. Dezember, 8 Uhr: 4. Gastspiel des Neuen Operetten- EniemblcS: Die DoNarprintesßtl. Operette in drei Akten von Leo Fall. Sladt-Theater Moabit, AU-noabit 48. Größter und vornehmster Theater- saal MoabitS. Donnerstag, den 3. Dezember: Tie Logeubrüder. Schwank in biet' Akten von C. Lauss. Ans. d. Vorst. 8, Kassenöffnung 7 Uhr. Konzert 7«/, Uhr. Nach der Borslellung:»all. Montag, den 7. Dezember: Soiree der Lustige» Säuger« IJfs&nia. Wissensohaftiiches Theater. Tanbenstraße 48(49 8 Uhr: Wissensohaftlich. Verein. Prof. Dr. Buchner: Das Problem der ttärang. Nachmittags 4 Uhr: Kairo und die Pyramiden. W.KoacUs Theater Ctvektum: Rod. Dill,«riuineuilr. 16. Ein feste Burg ist ttuser Gott! Anfang 8 Uhr Entree 36 Pf. Donnerstag u. Freitag: Zlngeklagt! Sonnabend: Fridolin oder Gang nach dem Eisenhammer. fitast- Theater Burgstraste 24, 2 Minuten vo» Bahnhos Börse. Täglich 8 Uhr: Orr einzig«InMchende Dezember• Spielplan'' U. a.: Dolorlta, die schöne Spanlerid Jstvftn Beliks, Sturz aus der iechsten Etage. Llsrsoo and Oeorgi, Voltige»« La belle Fioreniine, lebend- Bude» Werthers I.eldcn, Burleske vo» Schmidl-HawklnS Und lO Attraktionen. Familieukarten, wochentags halb» Preise, überall grati« I BsrünerE jjlk-Trio. Felix Scheuer XIV. Saison! Zirkus Busch. Mittwock, den 2. Dezember, abend? präz. T'/i Uhr: 6ala-Abend.| Um ca. 9 Uhr: Zizi Bamboula! Das vielumftrittene Naturwunder aus Paris. Alti'vd vaniolG, Gigerl» cwwn. laas-'I'rnpp«. Ferner Malhilde Renz, Schul» reilerin. Herr Ernst Schumann mit d. neuesten Dressuren. Gerard und Fontana, Reitkünstler. Um ü°/, ca.: Barbarossa!! Große Ongin.-Ausst.-Panlomime de? Zirkus Busch in K Bildern. Bis 1 I hr nacht« gooSaet Bis 5'-l, Uhr: Populärer Tag. Eintritt: Erwachs. 50, Kinch30Pf. Verband der Alaler, Sackierer, Anstreicher Mclchlorstraüe 28. Filiale Berlin. m. Fernsprecher Amt IV Nr. 4787. Am Donnerstag» den 3. Dezember» abends 8 Uhr, in den„N r m i n h a l l e n"» Kommandantenstrafte S8/öS: Kiagliselvi'-Vsi'ssmmlung. TageS-Ordnung: 1. Fortsetzung der Beratung über„Die Gestaltung des nächsten Tarifvertrages. 2. VerbaiidSangelegenheiten. IW- Da in dieser Versammlung die Gestallung unseres nächsten LohntarisS besprochen werden soll so ist eS Pflicht eines jeden Kollegen, zu erscheinen. ssssssss Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt.----------- 130/16*_ Die OrtgTerwaltnng._ Oebrüder Hemfeld- Anfang Thoalan Vorverk. 8 Uhr. IllCiUcr. 11-2 Uhr. 57 Kommandantenstr. 57. HtmckldsgrMerErfolg Die beiden Bindelbands. Vorher-.Vollständig neuerKOnstler- teil mit großen Attraktionen. Les Rhyants, Grotesquo- Duett Lona Heggi, hura. Blitz-Modoll Act. Original- Lindström• Terzett schwed.-doutsch. Kunstgesang Mirzl v. Wenzt, Tyrolienne. Die 5 Hardinis. Instrnm.- Virtuosen Casino-Theaier Lothringer Str. 37. Täglich 8 Uhr. 8 Ufa-: Corrndini usw. usw. berühmte Bergfre-Quartett. ö'/j Uhr: Jubelnder Lachersolg I „Die Diansbader�. Sonntag 4 Uhr: Die fidele Kiste. < Passage-PaBoptftuin.j Ohne Extra-Entree! s Lebend I Da? Lebend l I Bärenweib, Simpson der lebende Ambott der Mann mit dem Sloinkb'rper. Neapolitanische Sriganten. i Panophon-Vorträgo: Alexander Oirardl, ? Otto lleattcr, Cura.oetc. AllcS ohne Extra-Entree! Eintritt»0 Pf. Kinder, Soldaten 85 Pf. J£Sm}SSf j Passage-Theater.' |Jeden Abendl 8 Ihr: Bozena Bradsky < Und das großartige d j Dezember-Programm.» Heiropol-Tbeater Tn*Iich 8 fhr -Meli Revue in lOBildern v. Jul. Freund. Musik von Paul Lincke. Regie Direktor Schultz. Sonntag, 6. Dezember, nachm. 3 Uhr: Durehiaucht Radieschen. lst»: Die neuen Attraktionen mit AIa»i Öixl. Prolongiert! Siegwart Tentes. Vorher 8 Uhr: Eine lustige Spree- waldfahrt. Musik von Paul Lincke. MiG/Mn Biirgerliciies Schauspielhaus Kastanien-Allee 7—9. Ausgewiesen. Soziales Drama au? der Zeit Sozialist enge setze? des ___ 12 Jahre wegen Gefährdung der ösfentlichrn Ordnung polizeilich verboten gewesen l WS" Zur gest. Beachtung l Nur die Abonnenten dieses Blattes zahlen ausiiahuiSwetfe heute Mittwoch, d. 2. Dezember bei Voriegung dieier Annonce halbe Kafsenpreise! Pahlmanns Theater und Festsäle (srüh. Kröbel. Jnh.: 1. Leschkowskl). Schönhanser Alice 148. Heute Mittwoch, 4 Uhr: Erste«toste Kinder-Borstellung: Klucinatojcaph. _ Die neuesten Ausnohmen. I�ünixstatlt- Kasino. Holzmarltstr. 72. Gänzlich neues Programm!!!! Franz: Nohanshl. Les Mandras, Gebr. WelB, E. Charten, Grete Reimann, Mstr. Rex, Mstr. Glron. I.cutc von heute. Seil. Lebensbild mit Gesang in 1 Akt. MitIw..Soiuiab.Sonnt.n.d.V: Tanz. 1(5. Dezeinb. beg. d. Weihnachtsvorslllg. Zenorita Plorldo, snon. Tänzerin. Oamille-Trio, kom. Reck- tumer. Kara, Meisterjongl. Mlle. Jonia mit ihren dress. Bären. Kaufmanns 12 ladvs fand- u. cyclo tronpe. 3 Gebr. Wille, iopf-Equilibrist. Dr. Angelos leoend. Porzell. Dorathy Kenton, amor. Banjo- Virtuosin. Paul Conchas, Armoe-Herkul. Fred Walton in ihr. phank Pantom.„Der Holzsoldat. Oer Biograph. S ENTREE Ml RBERV. PIAT? M?; • anschliessl. Garderobe« Programm! m alhalla- Voritfe Theater Wemuergswog 19/20, Rosenth.Tor. Anfang 8 Uhr» DaS neue grvstartl�e Dtitmbkr-Zprnalitäten- Programm. Im Tunnel SleglmentSkapellen-e Theaterbeiucher Hab. freien Eintritt. ?tschl8ä!e des»oedeoz (Pbnru>,-SitlS) Müllerftraste 142|ZnH. Brauncrt). Heute Mittwod,. V" Die beliebten-HP hipree- Athener. Jirfeus Sehuiuann. Heute Mittwoch, den 2. Dezember, abends präz. 7'/, ühr: Cirande Soiree cquestre. Ellte-Prograinm. w« neuen Dezember-Spezialitäten. Die hervorragendsten Original■ Schul- und Freiheitsdressuren des Direktors Alb. Sehuiuann. gM" Um 9'/, Uhr; IM Sensation auf Sensation in der großen Pracht• Ausstattungs• Panlbmlme Golo, der Seeräuber und Mädchenhändier. Besonders hervorzuheben: ZM- Nie gcmchene Pracht. l>le Diamunten-Orotte In Indien Grand-Hotel-Festsäle l Am Alexanderplatz.- B iehmlleh. b Jeden Sonntag und Dienstag:['JlBlb'1,? Hamburger Sänger. Anfang Sonntags 6'/, Uhr, wochentags 8 ühr.| L. 5L- flu* Vorzugskarten haben wochentags Gültigkeit.| ...»«»MW».»..».».»*».* Zentralverband der Lederarbeiter. ——— Filiale I Berlin.——— Donnerstag, den 3. Dezember, abendS 8 Uhr t Mitglieder-VersammlunK im Lokale deS Herr» Sobmldt, Prinzen< Allee 33. Tagei-Ordnung: 1. Zlbrechnung der Verbands« und Lokalkaffe. 2. VorstandSwahl. 144/19 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Zahlreiches sowie pünktliche? Erscheinen erwartet Der Borstand. khielislszüssi-üisslöl Zum Schlusi neu: bei' KoNpapie-BiilL MUitärische Humoreske von Aeysel. Ans. wochentags 8 Uhr, Sonntag? 7 Uhr. Sanssouci., ItZVe. Direktion Wilhelm Reimer. Sonntag, Montag, Donnerstag: und Xanzkränzche». Hochlnteress. Programm! Aktuelle Schlager! Beg. Sonnt. 5, wochent. 8 U. Nächsten Sonnabend: Benefiz für Holtmanns Nordd. Sänger. Gustav Behrens- Theater. Der Obersteiger oder: Bergmanns Freud und Leid. Charakterbild au? der Neuzeit. Mr. Hcnx-z.: Dan Wunder der Uandc-Drcsaur. Außerdem im? Elite• Dezember■ Programm. Anfang 8»/, Uhr. Sonntag? 6 Uhr. Vcrlclhilnstitut: Frledrichsl. 115/1, a.Oiabg. "Tot. Eleg. Frack, Gehrock l.t>(M>oIel,00, Weste 50 Pf, Gänse, Snten gar, leb. Ank., 9 Man. alt, vollkommen ausgewachsen, vollsedrig, fleischig, sdilachlreis. 10 St. ca. 8 Psd. ichwere Gänse 22 M.: 18 schwere Enten 80 M. 252/3 Ad. Streusand, Dxledltz, Schlesien. 45. S tcppsecke« i) srohte AnSwabl. sehr pretSwen,»tr«k» In d. Fobrit Barahard Strohmoadal, Benin s. u, 72 Wallstraße 72 W. 15, ioachimsthaler StraBe 25/23 Alte Steppdecken werden ausgearbeitet, Prakiische Weihnachtszugabe. tiaven Zie Lloit? Ich ferner davon Anzug od. Paletot nach Mass, schick, ilüurrh. Zutaten. von 20 Mark an Moritz Ltband, Neue P'omrnqde',11( ildth. Börse). m waren eigener Fabrik V erkaufe nach beendeter Engros- Saison Pelz-Stolas, Muffen, Kindergarniluren zu sehr bllt. Preis. Enorm große Ausw. H. Bonin, Kürsohnermstr., WeiBenhurgerst. 66 (Kein Laden). Rep. werd. i. eig. Werkst, ong. Vor- zeigor dieses Ins. _ erhalten trotz d billigen Preise extra 6'1, Rabatt. Bekanntmachung. Am Montag, den 14. Dezem- der 1008. abends 9 Uhr, findet im .Prälaten"» Wappensaale, Dircksen slraße, Stadlbahnbogcn HO, die Wahl der 16 Delegierte» der Krankenfassen-Mitglieder statt. Nach der Wahl der Delegierten um 10 Uhr abend? findet die Grdsnti. General-Versammlung der Delegierten statt. Tage?. Ordnung: 1. Wahl des KrankeiikassenvvrstandeS lt.§ 37 u. 38 deS Skrankenlaffen- statutS. 2. Wahl der RechnungSprüsungS- Kommisston. 3. Konstituierung deS Krankenkaffen- Vorstandes. Wahlbercchttgt sind alle diesenigen, welche das 25. Lebensjahr erreicht, sich im Besitz der bürgerlichen Ehren- rechte befinden und bei einem JnnungSmitgliede beschäftigt sind. Der Borstand. I, A.: Pritsch, Vorsitzender. Au die nrbkitkilde Stuöltitnmg. Tausende von Kindern erhalten kein warmeS Mittagesicn, weil die Mutter auster dem Hause arbeitet, oder weil die Haupt- mahlzeit erst abends gekocht wird. wen» der Bater von der Arbeit kommt. Die Kinder erhalten mittags meist Kaffee und Brot uiw. Eillt suldie Erilührnng ist für die Lunder gtsuridheitsschäd- lirfj. Wir verabreichen in unseren Kinder-Bolksküche« für Kinder im Alter von 2-6 Jahren ein Mittagessen für S Pf., sowie für schulpflichtige Kinder ein Mittageflcn für 16 Pf.» anch kann daS Essen nach Hanse gr» holt werde». Die Anstalten befinden sich: Fretligrathstr. 7, Bredow- strafte 22. Antoustr. 33, Grün- »Haler Str. 17. Swinemünder Strafte 26. Senefelderstr. 3, Mulackstr. 33. Wilhelm-Stoize- Strafte 16. Gubener Str. 13, Jorstcr Str. 81, Waftmann- strafte 11. Älcimstr. 13. Turtner Strafte 3. Hitvnerstr. 8. Stralaner Ptan 6/7. Groftgörscheustr. 23. Marken a 8 Pf. und 16 Pf. sind in den mit Plakaten ver- ieheuen Bcrkanfsftellen zu haben. welche auch in de« Kindcr-BolkS- tüchen zu erfahren sind. 489951- P. 8. Die Küche» sind, außer an Sonn- und Feiertagen, von 11'/, Uhr vormittags bis 2 Uhr nach. mittags geöffnet. Der Vorstand de? Vereins für Kinder» Volksküchen, Hermami Abraham, Vorsitzender. Qegrfiadet 1864 Pelzwareii wie alljährlich nach heondoter Engros-Saison. Pdz-Stölas Muffen zu fabelhaft billigen Freisen. Sonntags gefitfnet. ��JJSeparjmobeMiJWIII��� «>.... Zablntelle OroO-Berlin... Bureau: Linienstr. 216. Geöffnet von 9—1 u. 4— 8. Telephon: M, 938. Kezirks- Nersammlungen mit nachfolgenden Tagesordnungen: Donnerstag» den S. Dezember, abends 8'/, Uhr. Für Norden bei Krnmer, Hussitenstr. 46. 1. Vortrag des Genossen Karl Böttcher t„Die Arbeiterbewegung alS historische Notivendigkest". 2. Diskussion. 3. Bericht von der General-Ber« sammlung. 4. Verschiedenes. Für Nordwest bei IllrWcbRcusbl,«euffelsir. S. 1. Vortrag des Genossen Kurt Heinig t»Die gegenwärtige Läge deß WirtschastSmarkles". 2. DiSlussion. 3. Bericht von der Gentral-Bersamm« lung. 4. Verschiedene?. Für 0St6D bei Ziel«, Warschauer Strafte 61. 1. Bortrag des Kollegen Mllift:„Krise und Arbellerorganffatton-, 2. Diskussion. 3. Bericht von der Genernl-Versammlung. 4. verschiedenes. Für SUdOSt bei Hahn. Lausther Plah 8. 1. Vortrag deS Kollegen Rehbein:„Klaube und Wissen'. 2. Diskussion. 3. Bericht von der General-Versammlung. 4. Verschiedenes. Für RiXdOrf bei Hennie, Ziethenstraft« 69. 1. Vortrag de? Kollegen BrunS:„Ethik der GewerffchastSbewegmrg', 2. Diskussion. 3. Bericht von der General-Versammlung. 4. VerschieveneS. Für SChÖDCbOrü bei Gebhard, Gothenstr. 28. 1. Bericht von der General-Versammlung. L. Diskussion. 8. Cef« schiedcnes. Für Weißensee bei Content, Lehderstr. 5. 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Bericht von der Gcneral-Versammwng. 4. Verschiedenes. Für Churiotteilblirü im Yolksbanse, Rostnenstr. s. 1. Vortrag de? Kollegen Weifte:„Die Eharlottenburger Mitgliedschaft nach ihrem Anschluß an Berlin'. 2. Diskussion. S. Bericht von der General- Versammlung. 4. Verschiedenes. Für Ober-Schdneffeide bei Schulte. Wilhelmlnenhofftrafte. 1. Vortrag der Kollegin Luiigwlh. 2. Diskussion. 8. Bericht von der General-Versammlung. 4. Verschiedenes. Gruppe der Kunststemarbeiter. Sonntag» den<». Dezember, vorm 9'/, Uhr. Rosenthaler Strohe 67. 1. Die Vorkommnisse bei der Firma Borgmann£ Co. und welche Lehretl sind daraus zu ziehen? Referent: Bentin. 2. Bericht von der General-- Versammlung. 3. Branchenangelegenheiten. Für lege! bei Ilnblc», Berlinerstrafte, nachmittags 3 Uhr« 1. Vortrag de« Kollegen Benttn:„Die Kirche als Feind der Arbeiier- fchast- 2. Diskussion. 8. Bericht von der General-Verlammlung. 4. ver« schiedeneS. Für Köpenlek bei Joch, Grünauer Str. 7» abends 61/. Uhr. 1. Vortrag der Genossin Kadett:„Die Arbeiterfamilie im Kamps umS Dasein'. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegcnheilen. Nach der Versammlung: FamlllenkrftnBchcn.»»»» Die Mitgsieder werden ersucht, mit ihren grauen recht zahlreich zu erscheinen. Die Versammlungen für Ober-Tchöneweide und Weiftensee werde» pünktlich 8 iihr eröffnet. Zwecks Ausübung einer Kouirolle über die Teilnahme an den Bezirks« Versammlungen wird darauf auimerksam gemacht, dag die Mitglieder ihr? Bücher mitbringen sollen, um den Besuch der Versammlung durch Slempel im MilgliedSbuch eintragen zu können. 64/13 vle Beslrlcaleltnngen. » Verwaltungsstelle Berlin 11 »ilitlcher. IHitfaljrer und Stalleute aus sämtliche» gewerblichen Fuhrbetriebe» Berlins und Umgegend als: Spedition, Möbeltransport» Mörtel-, Mntt-, Bau-, Last- und sonstigen ArbeitsfuhrwertS- betrieben usw.! Donnerstag, den S. Dezember, abend» 8'/, Uhr t Große IProteltverfammluas im Gcwerkfchaftshanse, Engelufer 15(gr. Saal). TageS-Ordnung: 1. Die amtliefte Erhebung über die Arbeitszeit in den gewerb- lichen Fuiirbetrieben und die Borschläge ev. gesetzlicher Regelung der Arbeitszeit seitens des Beirat» für Rrbeiterftatistik. Reserent: Kollege August Werner. 2. Diskussion und Beschlußsasiung. Kollegen! Erscheint Mann für Mann in dieser Versammlung, kein einziger von Euch dars fehlen l 57/20 I. ST.: Albert Utheft. Verband der Bureauangestellten und ÜErwaitiuigsbeaiiiten der Kraitokassen und Berulsgeoossenselialteii Deutschlands.— Ortsgruppe Groß-Bertin. Mittwoch» den 58. Dezember 1008, abends S1/» Uhr» I__ A.___ 11!_■- IT f____ VI � n i>i' im groften Saale der Arminhallen, Kommandantenstr. 88/8». TageS-Ordnung: ..Ssr Jteiehstag und die Sureauangestellten." Referent: Rolchatag-iabgeordnotor Wollgang Heine» _ Kollegen aller Branchen erscheint in Maffe»! �293/8 Beutseber Holzarbeiter-Verband. Terwaltnng Berlin. Die BertrauenSmünnerversammlung für die Bezirle Südosten 1 und 2 findet nur Naunynstraße 6 statt. 84/10___ Die Ortgverwaltnng. Deutseber Holzarbeiter-Verband. —— Kahlstellc Schöncbcrg.—~_— Donnerstag, den 3. Dezember, abend» 8'/, Uhr: Aiißniirdclillilhe Gennlil- Versüiiliillmiß in den Neuen Rathans• Sttlcn, Meiuinger Strafte 8. TageS-Ordnung: 1. Sind die Kollegen gewillt, Exirabeiträge zu zahlen? L. Verschiedenes, ES ist Pflicht«stieS jeden Kollegen, zu erscheinen. St/U Die OrtSverwaltnng. LEIPZIGER STRASSE ALEXANDERPLATZ FRANKFURTER ALLEE 109-Ifl Diese Woche— Stoffhandschuhe Damen-Trikot Schlupfform........ 22 Pf' 2 Druclcknöpfe 3 5 Pf. Damen-Trikot l» Qualität. 2 Druckknöpfe...... 65, 95 Pf- I25 Damen-Ringwoods rein« Wolle........... 38, 75, 95 p* Lange Ringwoods weias............... 45, 75� l10 Lange Trikot Mousquefaireform...........■ 7 5 Pf- V5 1 � Herren-Trikot mit.............................. 55, 95Pf' Herren-Ringwoods reine..................... 95p' I45 Kinder-Trikot u. Ringwoods.......... 18, 35, 65Pf- Damen-Glaces.................... !t Vorrat reicht: Lederhandschuhe Damen-Glaces Lammleder...................... I25 I75 Damen-Glaces ziegenMer...................... I90 290 Lange Glace-Mousquetaires ummieder.*ce�arz und 225 290 Lange Giace-Mousquetaires ziegenieder, rcnwarz.T! 325 390 Herren-Glaces Lammleder und SuSdss.................... 1� Herren-Glaces ganz gesteppt, 2 vruckknspfe............... I®5 Herren-Glaces>- Lammleder gefüttert............... I75 24� Kinder-Glaces 2 DruckknOpfe.......... I25 gefüttert.. I�b paar in eieZanten Kartons verpackt 2" 3�9 5�9 6" ün Posten lange weisse Ballliandscliuiie u. Haiiaiidssliulie 35, 65. T5 T0 Deifter Küchengamitur Handarbeiten bestehend aus: vorgezeichnet Besenvorhang...... Paradehandtuch... Küchentischdecke. Leitungsschoner... Ausgussbehang..... Topflappentasche. Lampenputztasche Stuhldecke.......... Eimerspinddecke.. 9 Teile komplett 600 Badewannendecken � 2 50 Nähmaschinendecken 40 Christbaumdecken eamien 275 Frisierkragen i«mi«r»... 85 KiSSen mit Volant garniert.... 3 Plättbrettbezüge garniert.. I40 Fenstermäntel..... 5°° 575 Schlafdecken...... 900 II50 SchlittschuhtascheQ�90 pf- 66X120 Paradehandtücher MllieUX ca. eoxeo......... Tischläufer ca. ssxmo.... Nachttischdecken ltxas Eisdecken izx,z.......... Mill'eUX ca. eoxeo......... Paradehandtücheri6xi2o Tischläufer«. esxieo.... Nachttischdecken ltXz5 60 pf. 50 pf. mtt Loch- 0Q pf, saum OH ZU Pf. DU. 50 Pf. m. 90 p.. ralcher85 ä Joup Arbeit 40 Pf. Fertige Handarbeiten Tischläufer.......... 1�° 22� Milieux................ I25 I75 Paradehandtücher. I10 l75 Büfettdecken............. 250 Serviertischdecken..... I75 Klammerschürzen...... I20 Ueberhandtücher f.d. Koche 200 Sophakissen™'eEn,,n;l.n; 3 00 425 Kaffeewärmer auf Etammieinen 3 50 Weihnachts-Geschenk! Berlin C., Neue Promenade 7 Tie�-Tie Bahnhof Börse Gratis zu Jedem Apparat 8 doppeleeltlq beepielte Platten. 25,- Mk. 37, so Mk. 52, so Mk. NÖHTER Alte Platten Alte Walzen jede« Fabrikat nehme ich Zahlung. gieße ich um! Bei Kaeh- Zahlung von SO Ff. erhalten Sie ein* neue Goldgußwalze. Hermann Meyer£ Co. A.-G. Wattstraße 11/18. Fabrik feiner Tafelliköre. KrmiiOlgte Preise bei unveränderter vorzüglicher Qualität: Alpenkräuter........ a Fl. M. 0,S0 Stonsdorfer......... an n 0,75 Halb und Halb........ a„„ 0,85 Berliner Getreidckümmel.... a„„1,00 Süße Liköre, alle Sorten.... a„„1,00 Kognak-, Rum-, Arak-Verscbnitt.. a„ ,, 1,00 Berlidbi Doppelkümmel..... a„„ 0,70 Nordbäuser und gemischt.,. a„„ 0,60 Aromatique......... a„„1.10 Thorner Lebenstropfen..... a„„ 0,90 Meyers feiner Magenbitter.... a„„1.00 Klnckerflaschen-Liköre..... a„„ 0,35 Liköressenzen zur Selbstbereitung a„ ,, 0,55 Reiseflaschen........ a„„0,10 Punsch- Extrakte *1, Extrakt,•/, heißes Wasser geben einen vortrefflichen Pansch. Glühwein-Extrakt........ Fl. M. 0,90 Rurn.Grogk.Rotweln.Schlammerpunscb a„„ 1,25 Alkoholfreier Punsch...... a„„ 1,20 Felnete lilkttre, Pnnache und SpirUuoaen in unübertroffener Qualität entsprechend preiswert. Kaaflich in allen Geschäften, welche unsere Fabrikate führen. 11/18" Stoias, Kolliers, Krawatten, Muffen, Herren- u. Kinder- Garnituren, Pelzjacken, Pelze, jarnierte Pelzhüte, Baretts, Pelzdecken, nur eigenes Fabrikat, in größt. Auswahl, aus bestem Material. Kein Zwischenhändler, daher Fabrikpreise. Kein I.adcn! Sonntags geöffnet. F. Kaiman, Rürschnermstr. Kommandanten8tr.15,Tel.:I, 3917, gegenüber Benthstr., vom 1 Tr. Or. Simmel Spezial-Arzt für Haut- und Harnleiden. Prinzeustr. 41, 10— 2. 5— 7. Sonntags 10— 12. 2—4 5255L« Crprobt und bewährt Lampen n. Brenner Spiritus-Zentrale& ny. Berlin NW. 7, Friedrichstr. 96, gegenüber dem Central-Hotel- Köln liaurzwuns! I'reiwliwte ko„t«nloa! in wahres Wunder scheint der WaschprozeB mit Persil— da» neueste und vollkommenste Waschmittel der Gegenwart. Seine Waschkraft ist geradezu staunenerregend. Ohne Seife und Soda, ohne Waschbrett, Reiben und Bürsten, selbst ohne zweites Kochen, nur durch Hinzutun von Persil allein, also ohne jede Mühe und Arbeit wird die Wäsche dauernd blendend weiB, ohne sie im geringsten anzugreifen. Garantiert chlorfrei, unschädlich und gefahrlos!-> Wir vergüten jeden Schaden, der nachgewiesenermaßen selbst bei falscher Anwendung durch Persil entstanden sein solltt» Alleinige Fabrikanten: tteNKkl& CO.. DÜSSeldOff «uch der wettbekannten Henkels Bleich-Socfe» In allen Drogen-, Kolonialwaren- und Setfenge&ehäften erhältlich. Fabrlk-Xlcdcrlago für Berlin and Vororte" Joh. Schmalor, Berlin N., Tieckstraße n. Vttantworllicher Redakteur: Sans Weber. Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke. Berlin. Druck u. Lerlaa: Vorlvärts Buchdruckerei u. VerlagSanstalt Paul Singer Sc Co., Berlin SW. Kr. 282. 25. ZahrMg. 3. Kcilmt Ks Jotmätts" Kali»» Poltelilslt. Mittwoch. 2 DtZtmbtt lW. Partei-)ZngelegenKeiten. Erster Wahlkreis. Sonntag, den 6. d. MtS.. abends S'/z Uhr: Versammlung in der.Lebensquelle", Kommundautenstr. 20. Räch- dem geselliges Beisammensein. Eintritt mit Garderobe 20 Ps. Tanz frei. Vierter Wahlkreis. Sm Sonntag, den 6. Dezember, findet eine Urania-Borstellung statt. Billetts sind noch zu haben im Bureau des Wahlvereins, Stralauer Platz l/2 II. Mohlsdorf a. d. Ostbahn. Die Parteigenofien und Genossinnen werden aus den heute lMittwoch) statifindeuden gahlubend hin- gewiesen. Für Mahlsdorf-SUd(Kiekemal) findet derselbe beim Ge- nossen Lange, Köpenicker Allee, statt. Der Vorstand. ßerllner JVachnchtcn. städtische BerkehrSsrazen. In der gestrig-n Sitznug der siädlischen Verkehrsdeputation ge- langte zunächst der Etat für den Betrieb der städtischen Straßenbahnen für das EtatSjahr 1900 zur Beratung. Die einzelnen Etatspositionen können naturgemäß wegen der kurzen Dauer deS bisherigen Betriebs nur aus Schätzung beruhen. Immer- hin steht soviel fest, daß der Etat gegen die früheren Annahmen ein sehr erfreuliches Bild zeigen wird. Während man früher glaubte. auf mehrere Jahre hinaus mit Fehlbeträgen rechnen zu müsien. zeigt sich bereits jetzt trotz einer Verzinsung von vier Prozent und einer Amortisation von 2 Proz. des Baulapitals ein Gewinnüberschuß von über l 10 000 M. Die Etats für den Urbanhafen und die Lagerhalle am Humboldü Hafen pro lOOS wurden nach kurzer Debatte genehmigt. Die Kontinentale Gesellschaft für elektrische Unternehmungen. Nürnberg, hat bezüglich ihres Projekts der Schwebebahn Ge- sundbrunnrn— Alexanderplatz— Rixdorf unter Auf- Hebung ihres Anerbietens vom 23. September lOOS neue Vertrag» Vorschläge unterbreitet. Gleichzeitig hat auch die Allg. EkektrizitärS> Gesellschaft ihr Konkurrenzprajekt gefördert. In der lang auS- gesponnenen Diskussion platzten die Gemüter ziemlich heftig auf- einander; eS zeigte sich, daß in der Deputation ausgesprochene Seunde und Gegner de« Schwebebobnprojckts sitzen. Man einigle schließlich auf den Vorschlag, den VerkehrSauSschuß mit den weiteren Verhandlungen mit beiden Gesellschaften zu betrauen und sprach dabei den Wunsch auS, daß diese Verhandlungen möglichst schnell gefördert werden möchten. Daö vom Stadtbaurat Krause entworfene Projekt des West Hafens, für den der größere Teil des Terrains vor Jahren vom Johannisstift erworben ist, wurde in mehreren Einzelheiten des genaueren erläutert und sodann mit dem Kostenanschlag, der sich auf 2b'/s Millionen Mark beläuft, genehniigt.• DaS Reichspostamt über den WeihnachtSvcrkehr. Ueber den Paketverkehr vor Weihnachten bat das Reichspostamt soeben eine ausführliche Anordnung an die Postämter erlassen, die zum großen Teil« auch für das Publikum von Wichtigkeit ist. Die Verpackung der Pakete, heißt es darin, muß fest und dauerhast sein. Dünne Pappkasten, Schachteln, Zigarrenkisten u. Vgl. sind nicht geeignet und dllrsen nur ausnahmsweise auf Gekahr des Absenders angenomnien werden, wenn Störungen für den Postbetrieb nicht zu besorgen sind. Die Packereien müsien mit einer dauerhaften, deutlichen und vollständigen Ausschrist versehen sein, so daß nötigenfalls das Paket auch ohne die Postpaletadresie bestellt werden kann. Die Paketoufschrift muß auf den Paketen selbst nieder- geschrieben oder so haltbar befestigt sein, daß sie nicht während der Beförderung durch Zufall abgerissen werden kann. Bei Fleischsendungen und solchen Gegenständen in Leinwandverpackung. die Feuchtigkert oder Fett absetzen, darf die Aufschrist nicht auf die Umhüllung geklebt fein. Aeltere Ausschriften und Beklebezeltel müssen beseitigt oder unkenntlich gemacht werden. Vom tö. bis LS. Dezember muß jedes Paket eine besondere Postpaketadresse habe». Ausgenommen find lediglich Pakete nach— Argentinien. Für die Sicherung der kleinen Paletr soll durch Verpackung in Briefbcutcl oder besondere Paketsäcke gesorgt werden. Auf vorsichtige Be- Handlung der Päckereien ist von allen Beteiligten nachdrücklich zu achten. In den Schalterhallen werden wieder Mahnungen an dos Publikum ausgehängt, die Weihnachtspakete so früh als möglich auf zugeben usw. Die Berliner Postvrrvalwng ist gerüstet, dem bevorstehenden Massenbetrieb im Päckereiverkehr Rechnung zu tragen. Seitens de« PukclposiamtS werden vom lt. d M. ab nach und nach 2000 Per- sonen. die sich für den AuShilsSdienst gemeldet haben, stir die Arbeit im Päckereiverkehr herangezogen werden, und zwar werden diese Privatleute zum größten Teil aus dem Paketpostamt Be- schäftigung finden. Außerdem wird daS Personal der Bahnhofs- ämter ebenfalls durch Hilfsmannschast unterstützt werden. tür die Vermittelung deS PäckereibetriebeS zwischen den ahnhöfen, insbesondere für den sehr starken Durchgangsverkehr werden vom S. d. M. an Möbelwagen herangezogen, deren Zahl je nach Bedarf bis auf lOO erhöht wird. Der Bestelldienst erfordert nicht nur den gesamten, übrigen» in diesem Jahre ver- größerien Wagenpark deS Berliner Postdezirkö, sondern auch wieder die Einstellung von lSO Kremsern, die vom lS. Dezember an nach und nach sur den Postverkehr herangezogen werden. Um die Leistungsfähigkeit der Bestellwagen zu erhöhen, wird jeder Wage» von zwei bis drei Postschaffnern begleitet. Zur Verstärkung deS PostschaffnerdiensteS werden Beamte von den Berliner Bezirks- Postämtern abkommandiert und außerdem Mannschaften der hiesigen Garnison hinzugezogen. Von besonderer Bedeutung dürfte für die prompte Erledigung deS WeihnachtSpäckerciverkehrS der neue Umladebahnhof in ver Mühtenstroße sein, welcher eine erhebliche Beschleunigung in der Abfertigung der Durchgangsiendungen er- möglicht. Di« vorhandenen Postbahnwagaons genügen natürlich bei weitem nicht für die Erledigung deS Weihnachtsverkehr» und so hat die Postverwallung eine große Anzahl Güterwagen über- nommen, die teil« z» selbständigen Poslionderzügen zusanimen- gestellt, teil» als Poftbelwagen in fahrplanmäßige Personenzüge eingestellt werden. Berlin alS Arbeitgeberin. AlS im Laufe de» JahreS die sozialdemokratische Fraktion ihren Antrag auf allgemeine Regelung der Arbeitsverhältnisse der städtische» Arbeiter in der Stadtverordnetenversammlung einbrachte, wurde der- selbe abgelehnt mit dem Hinweise, daß der Antrag an dieser Stelle nicht verhandelt werden könne, da ja die verschiedenen Deputationen für solche Zwecke da seien und kein Anlaß vorläge, die- felben zu übergehen. Mittlerweile haben un« ja schon die Berichte auS den verschiedenen Deputationen gezeigt, wie die Anträge der Arbeiter behandelt werden. Di« meisten der Deputationen lehnten die Forderimgen der Arbeiter ab. In dieseni Reigen durfte nun selbstverständlich die Kanalisation»- depuialion nicht fehlen. Am Montag stand da auf der Tage«. ordnung:»MagtstratSverfüguna vom 10. Oktober d. I. betreffend Löhne." Au» dem Vortrage de« Referenten war zu entnehmen, daß nach der Verfügung eine allgemeine Aufbesserung der Löhne oder eine allgemeine Verkürzung der Arbeitszeit zurzett nicht stattfinden solle. Der Magtstrat hätte sogar beschlossen, die bisher von der Deputation beliebte Bezahlung von Ueber- und Nachtstunden, welche für Ueber- sttmden einen Zuschlag von 50 Prozent und für Nachtarbeit einen Zuschlag von 100 Prozent vorsah, dahin adzuändern, daß künftig nur 25 und 50 Prozent Zuschlag gezahlt werden solle. Natürlich empfahl der Referent, die Deputation möge sich dieser Verfügung deS Magistrats anschließen. Genosse Koblenzer vertrat demgegenüber den Standpunkt, daß die Deputation nicht so handeln dürfe, sondern vielmehr die Pfliwt habe, zunächst die Anträge der Arbeiter nachzuprüfen und event. stir dieselben einzutreten. Er gab sich Mühe, der Deputation die Zweck- Mäßigkeit der Verkürzung der Arbeitszeit im allgemeinen als auch gerade mit Rücksicht auf die allgemeine Lage des Arbeitsmarktes nachzuweisen. Die Stadt Berlin dürfe sich die schlechte Lage des Arbeitsmarktes nicht zunutze machen, sondern hätte vielmehr die Pflicht, Boriorge zu treffen, daß die Folgen derselben möglichst gemildert würden. Ebenso sei die geringfügige Erhöbung der Löhne. wie solche von den Arbeitern gefordert würde, durch die Höhe der Lebensmittelpreise vollauf berechtigt. Man solle nicht Bitterkeit da- durch hervorrufen, daß man berechtigte und erfüllbare Forderungen der Arbeiter ablehne. Die Richtigkeil dieser AuSfÜhmngen wollten die Herren Magistrats» Vertreter ebenso die bürgerlichen Stadtverordneten nicht gelten lassen. Den Segen der Verlürzung der Arbeitszeit könnten sie nicht ein» sehen, die wirtschaftliche Lage der Arbeiter hätte sich im Ver- bältniS viel mehr gebessert als die der anderen Klassen. Sie selbst arbeiteten viel länger denn neu» Stunden und befänden sich ganz wohl dabei, trotzdem ihre Arbeit vielfach an- strengender fei al» die der Arbeiter. Es sei im Laufe der Zeit schon fo viel geschehen, trotzdem würde immer noch mehr gefordert usw. Ja. in der Debatte wurde sogar verraten, daß der Magistrat die Absicht hatte, eine weitere Verschlechterung durch die Eiuführnng von Stundenlöhnen eintreten zu lassen. Hierfür hätte man allerdings nicht eintreten mögen. Nach einer scharfen Reptil unseres Genossen in welcher er die Ansichten der Mehrheit zu widerlegen suchte und vor allen Dingen daS Recht der Arbeiter aus ständige Verbesserung ihrer Lage betonie, wurde von der Majorität der Verfügung des Magistrats zugestimmt. J» der nun folgenden Spezlaldebatte mußten die Herren dann noch etwas recht Uuangenehines erleben. Selbst der Magistrat hat den Zestverhältnissen, gewiß mit schwerem Herzen, etwas Rechnung tragen müsien. Da sich heransgestellt hat, daß die Rohrleger in Privatbetrieben schon lange den Neun- stuiidenlag haben, so sah sich der Magistrat genötigt, zu bestiminen, daß nuniiiehr auch für die von der Stadt mit dem Legen von Rohx- leiiungen beschäftigte» Arbeiter die neunstündige Arbeitszeit ein- zuführen sei. Trotzdem die MagistratSversügung durchaus klar war, tauchte nunmehr die Frage auf, ob dieselbe auch für die Mitarbeiter der Rohrleger gelte» falle. Man hielt diese» für unmöglich, glaubte, der Magistrat sei nicht genügend über die Tragweite seines Be- Beschlusses iiiformiert gewesen und wünschte sogar, daß die Borlage au den Magistrat zurückgehen und derselbe gebeten werden solle, dieselbe rückgängig zu machen. Diese» Vorgehen des Magistrats würde nach Ansicht eine» der bürgerlichen Stadtverordneten furchtbar auf die Berliner Industrie eimvirlen. Erst alS der Vorsitzende erklärte, man könne nach dem klaren Wortlaute der MagistratSversügung nicht so handeln, be- ruhigten sich, die Gemüter etwas. Man beschloß, sich mit der GaS- depuiation in Verbindung zu setzen, und wenn diese nach dem Wort- laut der Magistratsverfügung handeln wolle, ebenso zu verfahren. » Die GaSdrputatlon hat inzwischen schon am 30. November. einem Antrage der Direktion entiprechend, die Einführung de« Neun- slundentageS für die Arbeiter des ZentralmagazinS beschlossen. Hiermit ist. soweit nicht bei kontinuierlichem Betriebe eine achtstündige Arbeits- schicht in Bewacht lommt, der Neuustundentaa in den Betrieben der Gaswerke durchgeführt. Dem Wunsche der städtischen Arbeiter aus Einführung von Wochenlöhnen wurde nicht enl- iprochen. Im Gegenteil soll auf Anregung deS Magistrats an Stelle des TagelohneS der Stundenlohn eingeführt iverdew Ebenfalls wurde auf Anregung des Magistrats jede Lohnerhöhung für die ungelemte» Arbeiter abgelehnt. Der Magistrat behauptet. daß die jetzt gezahlten Löhne der Lage des ArbeitSuiarkteS und auch den in der Privntindustrie gezahlte» Löhnen entsprechen. Ein An- trag, den Tagelohn für alle Arbeiter um 25 Pf. pro Tag zu er- höhen, wurde mit allen gegen eine Stimme abgelehnt. Den gelernten und somit besseren Arbeiter» soll teilweise eine Lohnerhöhung zuteil werden. die hauptsächlich in einer Erhöhung der Endsätze gipfelt. Der Vorsitzende der Deputatton gab die da- durch erforderliche Mehcsuinme auf 65 000 M. an. Die Ueberstunden sollen in Zukunfl von 9 Uhr abends bis 6 Uhr morgetrS mit. 50 Proz., in der übrigen Zeit mit 25 Proz. bezahlt werden. Ueber- stunden an Sonntagen sollen ebenfalls mit 50 Proz. berechnet werden._ „Populäre Tage" im Berliner Eispalast sind von der Direktton al» stehende Einrichtung beschlossen worden. Der erste soll bereits am heutigen Mittwoch staltnuden. Der Eintrittspreis beträgt bis 5'/, Uhr abends für Kinder 30 Pfennig, für Erivachiene 50 Pfennig. Sogar die engagierten Kunstläufer werde» dazu auf der Eisfläche erscheinen. DaS ist natürlich noch lange nicht das, was man verlangen muh. wenn der Eispotost den so gern in den Vordergrund geschobene» „vollShygieiiifchen Zweck" erfülle» will. Wer hat de»» Zeit, bis 5'/»Uhr abends den Vorteil populärer Preise zu genießen? Das eigentliche Volk, welches bis dahin in de» Fabriken und Geschäften festgehalte» ist, doch sicher nicht. Höchsten» das kleinere Bconrtcutum und andere Angehörige deS Milieus zwischen Mittelstand und untersten Voltöklasien. Aber selbst wenn der Arbeiterstnnd Zeit für solches.vollshvgienische" Vergnügen hätte, wären ihm auch die.populären" Preise noch zu teuer. Nameutlich ist der Preis für Kinder, die ja nacbmittags in der Regel an keine Zeit gebunden sind, noch viel zu hoch. Dem Arbeiter und seinen Kindern bleibt also der Eispalast noch immer vcrswlossen, und damit fällt der betonte Wert für VolkShygicne platt ins Wasser. Berlin WW. würde es ja auch der Direktion empfind- lich verdenken, wenn sie in die exklusiven Räume, die eigens für den Geldsack geschaffen sind. Proletarierjugend hineinlassen wollte. „Direktor der Berliner Borortvillen—»nd Terrainzentrale." Einem gefährlichen Kautto»Sschwi»dler hat die Steglitzer Polizei da» Haudwerl gelegt. Unter dem Titel„Direlior der Berliner Vorortvillen— und Terrainzentrale" verstand es der Kaufmann Eugen Wasmut, eine ganze Reihe von Personen um beträchtliche Kautionssummen zu betrügen. W. trieb anfangs sein Unwesen in Groß-Lichterfelde. Vo» dort aus ging er auf den Gimpelfang au». tu der Sternstraße befand sich da».Bureau" der Gesellschaft. äe Opfer des W. mußten aus Geschäfte. die nicht existierten, Anzahlungen leisten, und die Geprellten erhielten dann weder ihr Geld zurück noch überhaupt irgendeine Antwort. W. verstand e» aus diese Weise eine ganze Zeit hindurch Schwindeleien zu verüben. Sein letztes Opfer war ein in Steglitz wohnender Banldeamter au» der Potsdamer Straße. W. brachte diesen um 2000 M. Durch Vorspiegelung falscher Tatsachen verstand eS der Betrüger, die Leute zur Hergäbe der Geldsuninien zu bewegen. So prach er immer von guten Geldgebern in Fraulfurt a. M.. die sein Unternehmen finanziell unterslützleu. Jetzt hat nun dir Kriminal o lizet dem Treiben de» Manne« ein Ende bereitet. Dir Verlegenheit der Hirsch-D, inckcr, che» angesichts des Ausfalls der GewerbegerichiSwahl ist geradezu löstlich. Djx.BolkS-Zeituug" (treibt in einem zweifellos auS dem Bureau der Hirsche tammenden Artikel: .Daß die freien Gcwcrkschasten die weitaus meisten Stimmen erhalten würden, war bei dem Stärkeverhältnis der einzelnen Oraanisationen in Berlin vorauszusehen. Wie wir aus den Kreisen der Hirsch-Dunckerschen Gewerkvereine hören, sind diese mit dem erzielten Erfolge als nächststarkste Gruppe unter den Beisitzern vollauf zufrieden, da die freie» Gewerkscbaften in Berlin etwa 300 000, die Gcwerkvereine dagegen rund 12 000 Mitglieder zählen, von denen für die Wahl noch die 6000 Mitglieder des Vereins der Deutschen Kausleute ausschieden." Das ist ja nett, was hier die Hirsche in unbedachter Weise au«- plaudern. Haben denn die guten Leute ganz veraessen, was sie bis- her über ihre Stärke in Berlin gesagt haben? Wenn die Zahl 6000 bei de» Kaufleuten richtig ist, dann bleiben für alle anderen Hirsch- Dunckerichen Gewerkvereine noch 6000 Mitglieder. Vor nicht sehr langer Zeit aber gaben die Hirsche allein sür den Gelverkverein der Maschinenbauer und Meiallarbeiter in Berlin 7l00 Mitglieder an. Dazu nun die übrigen Gewerkvereine, als da sind: Holzarbeiter, Fabrikarbeiter, Schuhmacher usw. Ja, Ivo sind denn all die Mitglieder geblieben? Oder haben die Hirsche niemals mehr Mitglieder gehabt und waren nun einmal gezwungen, um ihren Reinfall bei den Wahlen zu verdecken, ihre bisherigen Un- Wahrheiten einzugestehen? Dann war e« wohl auch Ausschi, eiderei, daß der Redakteur deS„Gewerkvereius", Herr Goldschmidt, in der Stadtverordnetenversammlung immer stolz von den 20 000 Gewerk- Vereinsmitgliedern in Berlin schwafelte? Es sei aber noch auf eine weitere grobe Unwahrheit in der obigen Notiz hingewiesen. Die freien Gewerkschaften werden mit 800 000 Mitgliedern angegeben. Dabei wissen die Hirsche unsere richtigen Zahlen sehr genau, denn die Herren kennen de» Bericht der Berliner Gewcrkschastskomiilission, wonach die freien Gewerkschaften am Jahresschlüsse 1007 rund 225 000 Mitglieder hatten. Diese Zahl ist von den Hirschen bislang immer als viel zu hoch angezweifelt worden, jetzt aber, wo es ihnen in den Kram paßt, dichtet man ihnen 300 000 Mitglieder an; natürlich nur zu dem Zweck, den Erfolg der freien Gewerkschaften zu verkleinern. Um nun zu verhüten, daß die Hirsche hinterher mit der Ani- rede kommen, sie hätten nur die GewerkvereinSmitglieder für den Stadlkreis Berlin angegeben, sei gleich bemerkt, daß die 225 000 Mit- alieder der freien Gelverkschaften auch nicht nur im Stadtkreise Berlin wohnen, sondern eS sind die Mitglieder in Berlin und Bor- orten. Also wie sich die Herren auch drehen und wenden mögen, fest steht: sie haben eine Niederlage sondergleichen bei den Wahle» erlebt, trotz der schoflen Mittel, mir denen die Erkelenz und Genossen gearbeitet haben, und außerdem haben sie gezeigt, daß ihre Mitglieder- zahlen nur Potemkinsche Dörfer sind. Bom Faustrecht der Hirsch-Dnnckerschen. Uns wird geschrieben: .Am Moulagabend fand in de» Unionssälen, Greifswalder Straße — dem GetverkvereinShauS—, die Vertündung des ReiultateS der Gewerbegerichtswahlen statt. Mit einem Freunde ging ich hin, um da« Resultat zu erfahren. Kurz vor 0 Uhr eröffnete der Vo, sitzende die Versammlung und gab bekannt, daß dieselbe nur für Mitglieder bestimmt sei, und ersuchte die Nichtmitglieder, den Saal zu verlassen. Wir begaben uns naiürlich sofort ruhig zum Saalausgaug, wurden aber dort von einer RotteHäuptlingen mir geballten Fäusten empfangen. Die etwa 100—130 Anwesenden, zum größten Teil graubärlige Spießer, fingen nun ein Geheul an, aus dem Rufe wie: Aha, die roten Hunde! Streitbrecher l Strolche! LausejungenS I Euch werden wir helfen, hier zu horchen I usw. herauSllaugen. Die Treppen hinunter wurden wir beide von zirka 8—10 solcher geistigen Kämpfer unter Stößen und Püffen begleitet, bis wir endlich im Hofe anlangten. Wir haben die Bersamnilung nur besucht, weil an den Anichlagsäulen am Sonntag von Mitgliederversammlung nichts ver- merkt war." In dem Verhalten der blauen Brüder scheint zugleich der Aerger über den recht winzigen eigenen Erfolg zum Ausdruck gekommen zn sein. Sieht ihnen ähnlich I_ Politische Klopffechter und ernsthafte Sozialpolitik. Die gemischte Deputation zur Vorberatung der Einrichtung einer Arbeitslosenversicherung trat am Montag in die Generaldebatte über den von unseren Ge- nossen gestellten Autrag ein. In der Begründung des Antrages, eine kommunale Arbeitslosenversicherung nach dem Genter Syst ein einzuführen, wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, daß eS sich hier nicht um eine sozialdemokratische Forderung handle, sondern um eine sozialpolitische Frage ueutraler Art, die von Sozialpolitikern der verschiedensten Partei» richtungen vertreten wird. Bestimmte Borkommnisse auf dem Wirt- schaftlichen Kampffelde sollten bei der Erörterung dieser Frage nicht hineingezogen werden, hier komme eS nur darauf an, Pen Arbeitslose» zu helfen, die mit ihren Familien unter unverichuldeter Arbeitslosigkeit zu leiden haben. Und dazu sollte jeder die Hand bieten. Das Genter System sei auf die geiverk- schastliche Organisation der Arbeiter aufgebaut. Und da die Mit- giieder der freie».sozialdeniokratischen" Gewerkschaften in der überwiegenden Mehrheit, was die Gewerbegerichiswahlen an, Sonntag wieder bewiesen habe», so seien sie an dieser Frage allerdings ganz besonders interessiert. Nach der zu diesem Zweck veranstalteten Er- Hebung haben die Berliner Zweigvereine von 36 Zenlralverbäuden (mit l86 747 Mitgliedern am Ende 1907), welche die Arbeitslosen- Unterstützung eingeführt haben, in den drei abgeschlossenen Quartalen dieseöJahreS l474710M. an Arbeitslosenunterstützung verausgabt gegen 1 40l 123 M. im ganzen vorigen Jabre. Die übrigen 31 Zweigvereine mit 40 238 Mitgliedern haben die Arbeitslosenunterstützung nicht. Nach dem An- trage unserer Genossen soll nun ein Zuschuß aus städtischen Mitteln in Hohe von höchstens 75 Ps. für jeden UnterstÜtzungStag wie jeden Arbeitslosen, der im Bezüge der Unterstützung und mindestens ein halbes Jahr in Berlin wohnt, gezahlt werden. Außer den drei JnnungSnieistern der gemischten Deputation alS piinzipielle Gegucr jeder erusthaften Sozialrekorm und erst recht natürlich einer Arbeitslosenversicherung stützten sich auch die übrigen Redner darauf, daß die Unorgauisienen hierbei völlig ausgeschaltet seien. Andererseits würden nur die freie» Geiverkichaften einen Erfolg davon haben und dazu sei der Stadlsäckel nicht da. Hierbei sekundierte auch Stadtrat Fi ich deck. Wie stets bei der Behandlung sozialpolitischer Fragen, so blieb er mich hier a» der Oberfläche. Er gerierte sich als ganz geivöhulicher politischer Klopffechter, der mit den verrosteten Waffen aus dem Arsenal des politischen Freisinns auch bei dieser Gelegenheit gegen die Sozialdemokratie zu Felde zog. Neuiralität der freien Gewerkschaften? Mumpitz! Gentcr System? Fauler Zauber! Damit will man uns nur über- tölpeln, um Gelder für die Agitation zu gewimien, wenn nicht gar zn Kainpfzweckcn. Die Unorganisierten sollen zum Beitritt gezwungen werden, dagegen haben wir uns energisch zu wenden. Ueber Zioangsörganisationen der Unternehmer lassen die Herren noch mit sich reden. Bei Arbeitern nur insoweit, als es sich um die gelben Streikbrecher- orgauisationen handelt. Das Genter System sei wohl in kleinen Städten durchführbar, aber nicht in einer Großstadt wie Berlin. Waö dann bei der sich immer mehr ausbreitenden wirtschaftlichen Krise über die bisher getroffenen Maßiiahuieir(?) hinaus von der Koinmune getan werden solle? Vorläufig weiter nichts, gar nichts I Das die Antwort des Stadtrats Fischbeck. Himmel, schicke UNS an Stelle dessen einen Sozialpoliiiler der Bedeutung einer Weltstadt angemessen 1 Auch vo» einein anderen Redner— er bezeichnete sich al» einer, der große» Interesse zeige für den Arbeiten chutz— wurde gegen die freien Gewerkichofte» gewettert: sie seien politijrbc Streik- vereine entgegen den englischen Trade- Union», die infolgedessen viel mehr Gelder für ihre Arbeitslosen aufzubringen vermvchten. Räch dein vorliegende» Antrage der Sozialdemolraien wären so enorme Summen au» dem Stadlsäckel notwendig, daß da« nicht be- willigt werden könne. Wolle man aber dennoch der Sache näher treten, dann nur unter der Bedinquna. daß auch di« Un. organ�flerten In irgend einer Form nnterWtzt leerten. Man klammert sich also an Elemente, die, wenn sie in Unter- nehmerkreisen sich der Organisation abgeneigt zeigen, als minder- wertige Indifferente bezeichnet werden. Man lese nur die„Deutsche Arbeitgeber-Zeitung" und die„Fachzeitung deutscher Tischlermeister und Holzindustrieller". Das Genter System bezeichnete man schließlich auch noch mit Schau mschlägerei. Unsere Genassen werden bei der Fortsetzung der Debatte in 14 Tagen oder drei Wochen zeigen, auf wessen Seite die Schaumschlägerei und die P o l i t i s ch e Klopffechterei. Feucrwehrbcricht. In der letzten Nacht tourde die Feuerwehr wegen eines starken Gasgeruchs nach der Königstr. 27 alarmiert; Gas war dort ausgeströmt. Wegen eines Klichenbrandes erfolgte ein Alarm nach der Landsberger Straße 112, wo der Fußboden und anderes brannte. In einer Wohnung in der Petriftr. 26 wurden Betten ein Raub der Flammen. Stroh brannte in einem Keller in der Solmsstr. 23.— Ferner hatte die Wehr miS verschiedenen Anlässen an mehreren Stellen zu tun. Arieiter-Samariterkoloune. Donnerstag abend S Uhr: 8. Ab- teilung in Schöneberg bei Wieloch, Grunewaldstr. 110; 4. Abteilung in Lichtenberg bei Beckmann, Samariterstr. 11. Vortrag über: Verbrennungen. Erfrierungen, Hitzschlag, Blitzschlag. Beschädigungen durch Elektrizität. Daran anschließende praktische Uebuugen. Neue Teilnehmer können jederzeit eintreten. Vorort- j�ad) nebten« Ochöneberg. Stadtverordnetenversammlung. In gemeinsamer Sitzung mit dem Magifürat erfolgte zunächst die Neuwahl eines Provinzial- Landtagsabgeordneten an Stelle des verstorbenen Stadtrats Hehl. Gewählt wurde Bürgermeister Blankenstein. Sodann machte der Vorsteher davon Mitteilung, daß der Stadtverordnete Hepner(Uimbh. Bg.) sein Amt als stellver- tretender Stadtverordnetenvorsteher niedergelegt habe, weil er in der vergangenen Sitzung nicht die Zustimmung der Versammlung gefunden habe, als er auf einen Verstoß gegen die Geschäftsordnung aufmerksam machte.(Bekanntlich hatte der Stadtverordnete .Hepner gegen die sofortige Bewilligung einer Summe für die Hinterbliebenen der bei der Radbod-Katastrophe verunglückten Berg- leut« protestiert. Er verlangte zunächst Ausschußberatung, was von der Versammlung abgelehnt wurde. Als es sich darum handelte, dem Zeppcl'mfonds einen Betrag zuzuführen, war von dem Herrn nicht der geringste Einwurf erhoben worden.) Von der Neuwahl eines Stellvertreters soll in diesem Jahre Abstand genommen werden. Die Versammlung nahm darauf einstimmig einen Antrag der liberalen Fraktion an, wonach der Magistrat ersucht wird, beim preußischen Städtetag eine Stellungnahme gegen die die Selbswer- maltung einengenden Bestimmungen des RcaicrungsentwurseL zum Lehre r be so ldim gsgese tz anzuregen und selbständig eine Petition gegen diese Bestinimungen an beide Häuser des Landtages wbzu- senden. Ferner soll gegen die von freikonservativer Seite beantragte Einrichtung von Besovdungskassen Protest erhoben und auch in dieser Beziehung eine Petition an die gefetzgebenden Körperschaften ge- richtet werde«. Stadw. Rheinbacher(lib. Frakt.) gab eine eingehende Begründung des Antrages. Nach einer Berechnung des Magistrats würde die Stadt Schöneberg nach dem im Abgeordneten. hause beantragten Versah reu um 769 280 M. mehr belastet werden. Stadtv. K u tz n i tz k y(lib. Frakt.) meint, daß das Petitionieren nicht viel nutzen würde.(Zustimmung bei den Sozialdemokraten.) Tie ganze Bevölkerung muß rebellisch gemacht werden. Man ver- anstalte zu diesem Zweck öffentliche Versammlungen. Auch Stadw. Altertum(lw. Bg.) war dafür, daß alles mögliche getan werden müßic, damit die Anträge im Abgeordnetenhaus« nicht zur Annahme kommen. Stadw. Hepner(Unabh. Bg.) brachte sogar Dem o u st ra t i ans umzüge in Vorschlag.— � Es wurde darauf nock ein Antrag angeuonuileli, einen Ausschuß zu wählen» der die weiierc.i Schritte in dieser Angelegenheit beraten soll. Eo folgte die Beratung des Sparkassenetats für 1909. Nach dem Bericht des Stadw. Molkenbuhr(Soz.), den derselbe namens des Etatsausschusses erstattete, ist die Zahl der ausgegebenen Sparbücher von 63 S84 im Iabre 1907 aus 68 958 im Jahre 1908 gestiegen. Die Einlagen auf diesen Büchern haben sich von 30 Mil- lionci, Mark auf 49 Millionen Mark vermehrt. Der gesamte Etat wurde darauf angenommen und beschlossen, daß die Hauptstelle der städtischen Sparkasse nicht nach dem neu zu errichtenden Rathaus verlegt, sondern an ihrem bisherigen Sitz verbleiben soll. Zur Information über die verschiedenen Prinzipien der unter- bringung von Obdachlosen wurde eine Kommission von 4 Mit- gliedern gebildet, die zu diesem Zweck in einige nicht zuweit entfernt liegende Städte entsandt wird und der Versammlung Bencht zu erstatten hat........_ Ein Antrag des Magistrats verlangte dre provisorische Ver- legung der Desinfektionsanstalt, des Straßenreinigungsparks und der hölzernen Fahrzcugschuppen nach dem Druckenmüllerschen Grundstück. Dem Antrag wurde ohne Ausschußberatung zuge- stimmt, nachdem unsere Genossen Fritz sch und K ü t e r für die sofortige Annahme eingetreten waren. Es wurde aber ein Aus- schütz gewählt, der die weitere Ausnützung des Grundstücks prüfen soll.— Kenntnis genommen wurde sodann von der Mitteilung des �Magistrats, daß derselbe dem Antrage der Stadtverordnetenver- fammlung: von der Einrichtung hon Kellerwohnungen bei Neu- und Erweiterungsbauten von Schulbäusern abzuseilen, zugestimmt hat. Als Bürgerdeputiertcr in die Armendirektion wurde unser Ge- nasse Hermann Fischer gewählt. Durch die Unsitte, kurz vor einem dahinfahrenden Fuhrwerk oder Straßenbahnwagen den Damm zu überschreiten, wäre am Montag mittag beinahe ein Menschenleben vernichtet worden. Als gegen " Uhr der o-Wagen die Akazienstraße entlang fuhr, lief unweit der Belzigerstraße der 7 Jahre alte Knabe Otto Lorenz! wohnhaft Alazi'ensir. 2V. kurz vor der Elektrischen über den Damm. Obwohl der Fahrer den langsam rollenden Wagen sofort bremste, war es nicht zu verhüten,'daß der Kleine ersaßt wurde und unter den Vorderperron geriet. Jeder der Augenzeugen glaubte nur noch den Leichnam borzusindeu. doch wie groß war das Erstaunen der Umstehenden als der kleine Bursche hervorgezogen wurde. Ab- gesehen von einigen leichten Verletzungen am Kopf und den Bemen. hatte er keinen Nachteil davongetragen, er suchte schleunigst zu ent- fliehen, als wäre nichts vorgefallen. Bekannte brachten ihn jedoch zu'einen Eltern. Die Lehrer wie die Eltern können die Kleinen nicht genug zur Vorsicht beim Ueberschreiten eines FahrdammK ermahnen. Steglitz. lieber die Frag-:„Selbständiges GewerkichastSIartell oder Unter- kommiision von Berlin?" beriet in ihrer letzten Sitzung die hiesige Gewerlichaftskommission. Nach einer allgemeinen Aussprache wurde mit allen gegen zwei Stimmen beschlossen, die GewerkschaftS- kommisston in' ihrer jetzigen Gestalt bestehen zu laffm. DaS vor- liegende Regulativ fand einstimmige Annahme. Der Beitrag wurde pro Kops und Jahr auf 15 Pf. festgesetzt. Die Wahlen erfolgen nach der am 3. Dezember im Restaurant Schellhase stallfindenden öffentlichen Versammlung, in der Genosse. Pappe-Berlin über„die GeiverlschaftSbewcguug einst und jetzt" sprechen wird. Diese Ber- sammlnng soll dazu dienen, die Tätigkeit der Gewerkschasten am Orte mehr zu heben, da hierin stark gesündigt worden'st. Es fehlten in dieser Sitzung die Töpfer und Maler. Tempelhof. Die hiesige Gemeinde als Arbeitgeber. Recht sonderbar wird es bei der gegenwärtigen Arbeitslosigkeit empfunden, daß die Gemeinde zwei Parkgrbeiter entlassen hat. Die beiden Arbeiter wurden am 1, August ix I-, als der hiesige Park in das Eigentum der Gemeinde überging, von der Tempekhofer Terraingesellschast— der früheren Besitzerin des Parkes— mit übernommen. Uns tvird nun ver- sichert, daß die Enilaffung der beiden Arbeiter auf Betreiben des Schöffen Lehne erfolgt ist und zwar, weil im Winter Arbeit im Park nicht vorhanden sein soll. Diese Motivierung soll indes nur ein Vorschub sein; wie uns versichert wird, gedenkt die Verwaltung zur Ausübung der Parkorbeit Frauen einzustellen. Es wäre dies allerdings eine besondere Härte Familienvätern gegenüber, wenn sie nur deshalb, weil Frauen billiger arbeiten, von der Gemeinde entlassen werden. Einer der Arbeiter ist Vater von 11 Kindern und behauptet, daß er sich noch nie etwas" habe zuschulden kommen lassen. ES ist wohl nicht anzunehmen, daß die Gemeinde- Vertretung sich mit den Maßnahmen des Schöffen Lehne einverstauden erklären wird. Mariendorf. Die Gemeindevertretung bewilligte als Unterstützung für die Hinterbliebenen der auf der Zeche Radbod verunglückten Berg- arbeiter 300 M. und für die diesjährige Weihimchtsbescherung hiesiger armer Witwen und Kinder 750 M.— Ein Südender Ein- wobner petitionierte auf Ziiweiiuiig der Steglitzer Straße zur Bau- klaffe B. Obwohl es sich bierbei nur um eine ganz winzige Aenderung handeln und der Charakter dieser Villengegend dadurch der gleiche bleiben würde, glaubte ein Teil der bürgerlichen Ver- treter seine ganze Beredsamkeit ausbieten zu müssen, um eine An- nabme des KomniissionSbeschlusses, durch den unter gewissen Voraus- setzungen und vor allem bei Wahrung der G e m e i n d e inleresien Bewilligung des Gesuchs empfohlen wurde, zu vereiteln. Der eine Vertreter spielte sich als Beausirogter einer Jnlereffelitengruppe auf, die ganz energisch dagegen protestierten, in Zlikunft in ihrer Ruhe und Behaglichkeit vielleicht durch Errichtung von Mietskasernen gestört zu werden, selbst der Herr Dr. Leutloff, seines Zeichens prallischer Arzt in Mariendorf. brachte sich bei seinen Südender Gesinnungs- genossen dadurch in empfehlende Eriunerung, daß er um Ablehnuiig des ÄommissioilsbeschlusseS, an dessen Zustandelommen er mitgewirkt hatte, bat, wobei er auch das Schreckgespenst der Schul- und Armenlasten in lebhaften Farben an die Wand malte. Genosse R e i ch a r d t rieb eS dem Herrn etwas unter die Nase, wodurch eigentlich solche Lasten überhaupt entstehen. Die vor- gebrachten Gründe erschienen selbst dem übrigen Teil der Bürger- lichen zu fadenscheinig, uin sich einem Fortschritt entgegenzustellen; sie stimmten in ihrer Mehrheit mit de» Sozialdemokraten für den Kommissionsbeschluß.— Genosse Weber nahm dann Gelegenheit, den Gemeindevorsteher um Angabe der Gründe zu bitien, die ihn bestimmt haben, der Freien Turnerschaft Marien- dorfs auf ihr Gesuch um Ucberlassung der Turnschulhalle für einige Turnabende abschlägig zu bescheiden. Daß das Gesuch erst nach zirka einem halben Jahre beantwortet worden ist, sei ihm(Weber) nicht befremdlich, daß es aber„auf Grund der be- stehenden Bestinunungen" abgelehnt werden mußte, sei ihm nicht klar. Der Verein müsse jetzt in Er-nangelung geeigneter Räume seine Turnabende in einem Tanzsaale abhalten, was doch große Gefahren für Leben und Gesundheit mit sich bringe. Auch die Mit- glieder der Freien Turnerschaft seien kräftige Steuerzahler und können wohl beanspruchen, daß ihnen und ihren Kinder» die auch mir auf ihre Kosten erbaute Halle zur Verfügung gestellt wird. Der Gemeindevorsteher zog bedauernd die Achsel; das sei Sache der SchulaufsichtSbehörde, an die das Gesuch zu richten er anheimstelle. Daß aber auch diese sich auf einen ablehnenden Standpunkt stellen wird, hatte er wohl schon geahnt. Denn wie konnte er sonst das Gesuch ablehnen, wenn die Sache ihn nichts angeht? Weisteusee. Aus der Gemeindevertretung. Für den verstorbenen Gemeinde- Vertreter Zickert wurden Ergänzungswahlen für verschiedene Kom- Missionen vorgenommen; u. a. wurde Genoffe Seifert in den Steuerausschuß gewählt. Für den nach Berlin verzogenen Bürger- deputierten Genossen Hauffchildt wurde ein bürgerlicher Vertreter in die Tiefbaukommisfion gewählt. Der Erlaß einer Polizeiverordnung betreffend die öffentliche Sicherheit, Ruhe und Ordnung auf Straßen und Plätzen wurde angenommen. Der Entwurf hat im ganzen 118 Paragraphen. Die Polizeiverordnung enthält Bestimmungen über den Fuhrwerks- und Rcilverkehr, Bespannung, Geschirre und Art und Weise der Anspannung. Ladung, Eigenschaften und Pflichten der Führer. Schlitten, Schubkarren, Hand- und Hundewagen, serner über die Beschädigung und Belästigung der Tiere, die Zer- störung und Beschädigung öffentlicher Wege, Anlagen usw., die Ver- hütung von Beeinträchtigungen des Verkehrs durch Handlungen und Unterlassungen, die Erhaltung der Reinlichkeit auf den öffentlichen Straßen und Plätzen, das Eingreifen der Anssichisbeamten und die Strafbestimmungen.— Durch einstimmigen Beschluß wurde der Zins- fuß der Gemein'desparkasse von 3'/« aus 3>/s Proz. erhöht. Diese Bestimmung tritt vom 15. Januar 1009 ab in Kraft.— In der geheimen Sitzung wurde den Verträgen der Gemeinde mit drei Birk- holzer Besitzern zugestimmt. Diese gestatten gegen eine einmalige Entschädigung von insgesamt 475 M. die Durchlegnng von Druck- röhren durch ihre Terrains. Die Verkürzung des Wegrt bedeutet für die Gemeinde eine nicht geringe Ersparung von Baukosten. Ferner wurde noch beschlossen, die Druckrohrlegung in der Falken- verger Straße zu beschleunigen, so daß im Laufe der nächsten Woche die Arbeilen beginnen werden. Lei den Wahlen der Brbcitnehmerbeifiycr zum hiesigen Gewerbe» gericht am Sonntag wurden insgesammt 9 58 Stimmen abgegeben. Eine gegnerische Liste war nicht a»fgestellt. Die Beteiligung war im zweiten Bezirk so stark, daß der Wahltennin von 2 Stunden viel zu kurz war. Die Wähler, welche im Wahllokal waren, konnten erst nach 4 Uhr(die Wahl war von 1—3 Uhr angesetzt) alle abgefertigt werden. Festgestellt zu werden verdient, daß die Arbeitgeber, welche im ersten, zweiten und dritten Bezirk in den Wahlvolstand beordert waren, zur Ausübung ihres Amtes nicht erschienen waren. Um die statutenmäßige Wahl vorzunehmen, mutzten unsere Genossen als Ersatz herangeholt werden, welche sich auch bereitwilligst in den Dienst der Sache stellten. Stolpe. Einen jähen Tod erlitt der 58 Jahre alte Arbeiter August Dördel ans Kroßnow. Auf dem Nawhauseweg trat er in der Dunkelheit fehl, stürzte in die Stolpe und ertrank. Da man am Ufer seinen Rock und Weste fand, so ist anzunehmen, daß er diese ausgezogen hatte, um sich durch Schwimmen zu retten. Hierbei ist er jedenfalls in den eisigen Fluten erstarrt. Herzfelde. Die innere und äußere Politik behandelte in einer öffentlichen Versammlung am Sonntag Genosse Dittmer-Berlin. Die Versammelten folgten mit lebhaftem Interesse den Ausführungen des Referenten, der alle wichtigen Vorgänge der letzten Zeit eindringlich behandelte. französisch- Buchholz. Ucber das Wesen des Ehrisientums re�rrerte in einer gut be- suchten Versammlung Genoffe Stern. In der nachfolgenden Dis- iussion wurde zunächst der Brief des Bucher Geistlichen verlesen, der sein Fernbleiben außer mit der Verhinderung durch Berufsgeschäfte auch damit motivierte, daß er unmöglich mir Leuten über das Wesen deö Christentums diskutieren könne, die dieses Christentum innerlich nie erlebt hätten, oder wie es in dem Schreiben hieß: die nie selbst die Mauerkelle in der Hand gehabt haben." Ein zufällig an- ivesendcr früherer Lehrer bedauerte, daß nicht auch die Lehrer ge- laden und erschienen seien. Er gab dann ein paar interessante Schilderungen anS seiner Tätigkeit als Lehrer, die einen erfreulichen Einblick gestatteten in die Auffassung unserer Kinder über religiöse Dinge. An der weiteren Diskussion beteiligten sich außer zwei Ge- nossinnen. die Genoffen Neuniann und Sielte. Zum Schluß ersuchte der Vorsitzende Genosse Ernst Neumann noch für den Eintritt in den Wahlverein und für das Slbonnieren des ,/Sorlväris" zu agitieren. Bernau. Nach Unterschlagung von S— 600 M. flüchtig geworden ist der Weber H. Roter von hier. Roter, dem eine Agentur der Lebens» Versicherung„Friedrich Wilhelm" übertragen war. besorgte auch zu gleicher Zeit das Inkasso für obige Gesellschatt. Da derselbe schon längere Zeit arbeitslos war. war er aus diesem Grunde schon mit den letzten Monatsraien im Rückstände geblieben. Jetzt zog er nun noch für den letzten Monat die Beiträge ein und verschwand spurlos, Frau und Kinder in größter Not zurücklassend. Wie verlautet, soll sich Roter nach dem Auslände gewandt haben. Automatenmarder treiben in der letzten Zeit wieder in Bernau und Umgegend ihr Unwesen. Nachdem in verschiedenen Restaurationen in Bernau und Umgegend dieselben zerschlagen, erbrochen und ihres Inhalts beraubt wurden, wurde Montagabend dein Inhaber ded Casös„Metropol" wieder ein Chvkoladenaulomat gestohlen. Die Diebe schleppten denselben in einem Sack nach dem nahen Bahnhos, wo derselbe am anderen Morgen erbrochen und seines Inhalts br- raubt aus dem Klosett von Passagieren aufgefunden wurde. Da die Automaten außer den Waren nur wenig an Geld enthalten, s? Händelt es sich wie in den meisten derartigen Fällen jedenfalls um einen Bubenstreich._ Sericbts- Leitung. Der beleidigte Reichsverbandsagitator. Eine Beleidigungsklage gegen den Genossen Davidsohu atS verantwortlichen Rcdatteur des„Vorwärts" beschäftigte gestern den zweiten Strafsenat des Kammergcrichts. Zu den Agitatoren des Reichsverbandes zur Bekämpfung der Sozialdemokratie gehört Herr Mertens in Altenburg. Seinerzeit ist vom Parteiblatt in Zwickau der Reichsverbond als Reichslügenverbano bezeichnet worden und damit im Zusammenhang wurde des Herrn Mertens als Agitators dieses Verbandes gedacht. Auf Klage des Herrn Mertens verurteilte man den Redakteur Schubert, der unlcr Zwickauer Brudcrblatt verantwortlich gezeichnet hatte, wegen Be- leidigung zu 100 M. Es wurde angenommen, es sei eine Beleidi» gung, wenn jemand als Agitator des Reichslügenverbandes bezeichnet werde. Der„Vorwärts" nahm von dem Vorfall in der Form Notiz, daß er bemerkte, Schubert sei verurteilt worden, weil er einen Agitator des Reichslügenverbandes mit dem ihm ge- bührenden Titel belegte. In einer anderen Nummer des„Vor- wärts" ist eme ähnliche Bezeichnung des Rcichsverbandes gebrauchr und ebenfalls auf Mertens Bezug genommen worden. Nunmehr verklagte Herr Mertens auch den damaligen verantwortlichen Rc- dakteur des„Vorwärts", Genossen Davidsohn. Dieser wurde aus Grund des' Z 185 des Strafgesetzbuchs zu einer Geldstrafe von 109 M. verurteilt und das Landgericht verwarf seine Berufung. Es war der Beweis angeboten worden, daß der Reichsverband in bervorragendem Matze mit Lügen und Verleumdungen gegen die Sozialdemokratie kämpfe. Auch machte man sich anheischig, nach- zuweisen, daß Herr Mertens den Kampf gegen die Sozialdemo- kratie in einer Meise führe, die die Genossen des Kreises Alten- bürg zwang, ihn von ihren Versammlungen auszuschließen und so ausnahmsweise von der Gepflogenheit abzugehen, Gegnern das Wort zu gestatten. Die Beweisanträge wurden jedoch abgelehnt. weil sie in der Sache selbst und in bezug auf das Strafmaß keinen Einfluß haben könnten. Ob der Reichsverband, führte das Land- gericht aus, den Itamen Reichslügenverband verdiene oder nicht, könne dahingestellt bleiben. Durch die inkriminierte Bemerkung werde der Privatkläger selbst betroffen. Es werde unterstellt, daß er sich in den Dienst eines Verbandes stelle, welcher bewußte Un- wahrbeiten verbreite, und daß er zu dessen Wirksamkeit beitrage. Genosse Davidsohn legte Revision ein. Ter zweite Strafsenal des Kammergerichts verwarf das Rechtsmittel mit folgender Be- gründung: Die Antragssrist sei gewahrt. Der 8 193 des Straf- gesedbuchs(Wahrnehmung berechtigter Interessen) käme auch nicht in Frage. Soweit ersichtlich, sei in der Vorinstanz die Wahr- nebmung berechtigter Interessen nickt geltend gemacht. Das Urteil habe sich deshalb dazu nicht äußern brauchen. Auch sei nicht er» sichtlich, wie„ein solches Schimpfwort" zur Wabrnehmung be- rechtigier Interessen dienen soll. Daun sei gerügt, daß der Wahr- heitöbeweis abgeschnitten sei..Hier handele es sich aber nickit um § 186, sondern unr Formalbeleidigung gemäß§ 185 des Strafgesetzbuches. Höchstens für das Strafmaß hätte der angeboten« Beweis Bedeutung haben können. In der Beziehung habe aber das Landgericht ausdrücklich gesagt, es käme auf solchen Beweis nicht an, da das Gericht trotz eines solchen ans dieselbe Strafe erkennen würde. Damit erledigten sich die Revisionsrügen. S»~ * Daß diese Entscheidung mit dem Grundsatz in Einklang steht, die Gerichte seien zur Ermittelung der Wahrheit berufen, läßt sich nicht behaupten._ Verurteilung des sozialdemokratischen, Freisprechung des kons«» Dativen Redakteurs. Unser Brandenburger Parteiorgan, die„Brandenburger Zei» tung", hatte im Mai 1907 gegen die Sozialdemokratie und gegen vermeintliche Sozialdemokraten gerichtete Angriffe des„Ketzincr Anzeiger" energisch zurückgewiesen. Dabei lvar gesagt worden, daß der„Ketziner Anzeiger" größte Dummheiten und schamlose Lügen verbreite, und es wurde darauf hingewiesen, daß der Herausgeber Lamprecht sei. Lamprecht verklagte den Redakteur Genossen Perner wegen Beleidigung, und das Landgericht Potsdam verurteilte Perner im zweiten Rechtsgange zu 100 M. Geldstrafo. Das Gericht ging davon aus, das; Lamprecht direkt habe getroffen tt.'erden sollen, und daß die Absicht der Beleidigung aus der Form erkennbar fei. Darum iväre gleichgüliig, ob Perner in Wahrneh- mung berechtigter Interessen handelte.— Perner hatte wegen einiger Artikel des„Ketziner Anzeiger" Widerklage gegen Lamprecht er» hoben. Jene Artikel machten im bekannten Stil des ReichsverbandeS in Sozialistenbekämpsung. Es wurde von den„Führern" mancherlei gefaselt, und auch die„Brandenburger Zeitung" genannt und an» gegriffen. Das Landgericht sprach jedoch den Widerbeklagten Lamprecht frei. Unter anderem wurde ausgeführt, es sei aller- dings in herabwürdigendem Ton von sozialdemokratischen Blättern, wie der„Brandenburger Zeitung" und dem„Vorwärts" gesprochen worden. Von deren iKedoktemen sei aber nicht die Rede. Die könnten sich dadurch nicht beleidigt fühlen. Und wenn die Führer der Sozialdemokratie herabgesetzt würden, so könnte Perner als Redakteur eines Provinzblattes sich nicht zu den Führern rechneu. Genosse Perner legte Revision ein und machte geltend, der 8 193 des Strafgesetzbuchs(Wahrnehmung berechtigter Interessen) sei bezüglich seiner anzuwenden. Im übrigen sei das Urteil des Landgerichts fehleriiast, insofern es' seine Widerklage abweise. Durch die beleidigende Herabwürdigung einer Zeitung würden deren Redaktcure beleidigt. Das Kammergericht verwarf gestern die Revision mit folgender Begründung: Das Urteil sei bedcnkenfrei. Bezüglich ivt Klags gegen Perner sei festgestellt, daß der Artikel die Absicht der Bc- leidigung erkennen lasse, weil das Wort„schamlos" gebraucht sei, und daß der Artikel ferner eine direkte Beziehung aus den Be- klagten erkennen lasse. Der§ 193 möge ja an sich dabei obgewaltet haben, könne aber wegen des Ausdrucks schamlos nicht schützen. Was die Widerklage angehe, so hätten die Artikel des„Kctziner Anzeiger" nach den tatsächlichc'N. Feststellungen keine direkte Be- zichung auf den Widerkläger Perner. Deswegen habe das Land- gericht mit Recht keine Bestrafung Lamorechts eintreten lassen. sozialdemokratischer Le'e- und Tiekutierklub„Karl Marx". Heute abend Sitzung. Gäste willkommen. Zentralverband der Hondlunasgehilse« und Gehilfinnen Deutschlands, Bezirk XO. Donnerstag, den 3. Dezember, abends 8l/8 Uhr, in„Pachuras üilubhaus", Landsberger Straffe 85; Sitzung.— Bezirk Ch arl o t t en bu rg. Freitag, den 1. Dezember, abends 8'sz Uhr, in den„Eharkotteuduvger Festsäicn", Kaiser-Friedrich.Straß« 84; Sitzung. Vcrmircbtca* I« den Flammen umgekommen. Wie ans Karlsruhe gemeldet wird, brannte Montag früh in Reibsheim am Bretten das Gasthaus �um Lchsen ab. Die Besitzerin Witwe Moritz Wcstermann kam in den Flammen nnn Man vermutet, daß die Besitzerin, als sie inS Bett ging, das Licht brennen ließ und dasselbe gegen daS Bett 'iel. Ter Materialschaden ist bedeutend. Aus der besten der Welten. In Dortmund stürzte sich am Sonntagabend der arbeitslose, aus Rudolstadt gebürtige Metall- arbeiter Möller in selbstmörderiscker Absicht von der Hafenbrückc ins Wasser. Vorher übergab er einem Paffanten seinen Kontroll- schein vom Metallarbeiterverband mit dem Bemerken, er wolle wegen Nahrungssorgen ein Ende machen. Verhängnisvoller Nebel in Paris. Ein Telegramm vom gestrigen Tage meldet uns: Dichter Nebel lagerte gestern abestd über dem Stadtgebiet von Paris und hemmte den Verkehr. Der Stroßenbahnbetrieb tonnte nur mit Hilfe von Pechfackeln aufrecht erhalten werden. Es ereigneten sich mehrere Unglücksfälle. Eine Person wurde von einem Straßenbahnwagen überfahren und ge- tötet. Infolge Zugzusammenstoßes bei Sevres wurden fünf Per- sonen verletzt. Bei Poissy verunglückte ein Hochzeitswagen; vier Insassen sollten tot geblieben sein. Ein Unglücksfall des Präsidenten Roosevelt. Wie„Daily Ehronicle" aus Washington meldet, wurde Präsident Roosevelt gestern beim Ueberfchreiten der Straße von einem Automobil erfaßt und niedergerissen. Der Präsident kam jedoch mit einigen Quet» schungen davon. ßriefbaftcn der Redaktion. Sit InrlftHcftf StiTtdifttmve fhtvet SiBvrnfttasie Nr. 3, zweiter Kos. dritter Eingang, vier Trcvven, Fahrftuh l"H» wocheniiigliiti abend? von?>/, vi? OVi Uhr statt. Wtöffnel 7 Übt Sonnabend? beginnt die Sörerfi stunde um S tibi. Zeder eintrage, ist ein ynrtiftabe und eine ,'iabl gl? Merkzeichen beizufügen,«riesliche Antwort wird Nicht erteilt. Bis zur Beantwortung im Brieskasten können K4Tag« vergeben. Eilige Kragen trage man IN der Svrechstnnde vor. Zt. 18. Die Steuerbehörde ist nach dem Gesetz berechtigt, die von ihr verlangte Zluskunjt zu fordern.— M. M. 16. Nein.— M. 120. Leider ja.— W. R. 21. 1. Aus Ersuchen wird Einsicht in die Akten in der Gerichtsschreiberel gewährt, cs sei denn, besondere Umstände jprecheu dagegen. 2. Ja. 3. sin 30 Jahren.— G. R. 2. Leider können wir Ihnen eine unentgeltliche Aufnahme nicht nachweisen. Nehmen Sie mit der Waisen- Verwaltung Rücksprache.— M. 3. 1. Za. 2. Ja, aber solange vermietet ist, sindet die Pfändung und Fortschafiung der Möbel nicht statt. — Zl. B. Spätestens heute, am 2. Dezember, mutz die Austrittsanmel- duna beim Gericht eingehen, damit noch in diesem Jahre(am 31. De- zember) der Austritt zu Protokoll vor Gericht erklärt werden kann.— R. W., Mirbachftr. 58. Wenn Erwerbslosigkeit vorliegt, ja: aus Grund deS 5 28 des Krankenversicherungsgesctzes.— 91. P. 3. Nein.— Branlien 4. Luverlässige AuSkunsi in Auswanderungsangelcgenheiten erbaltcn Sie bei der amtlichen Auskmrstsstcllc, Schellwgftr. i.— G. G. 30. Die Behauptung ist falsch.— F. K. Leider nein, falls Sie nicht in eine versicherungspflichtige Beschäftigung eintreten.— W. M. 1000. Nein. ttvitternngsübersirtit vom 1. Dezember lOObi. morgens 8 Ilhr. - Z -- S Bf Setter t-gen tbamburg!773WGW 4 Nebel S-rliv!772WNW 3 dedeckt grants.a.I>i.!77KSW i 2NebeI München!777O j 2Nebel W'en 775 SW 1 bedeckt w« t:� h SS- etationen .§ ä 5 B-2 s? Setter st" ffw WS) 6 4 4 — 1 —5 — 0 „jaranfia 750®N® 4 halb bd.— 2 Petersburg 753 WNW 2 Schnee 0 Ketllb 770KAQ, Swoikia> II Hao Peti Sctllh Aderöee» Baris 770 SSO 771 W 774 SSO wolkig 1 wolkig 1 bedeckt «Settervrognose für Mittwoch, den S. Dezember 1008. Etwas kühler, ziemlich trübe und nebelig bei mätzigen nordwestlich«» Wmdcn: keine erheblichen Niederschläge. Berliner Wetterbureau. Amtlicher Marktbericht der städtischen Markthallcn-Diveltion über den Grotzbandel in den Jcntrai-Martthallen. Marktlage: Fleisch: Zufuhr reichlich, Geschäft schleppend, Preise unverändert. Wild: Zufuhr genügend, Geschäst still. Preise wenig verändert. Geflügel: Zufuhr über Bedarf, Geschäst schleppend, Preise in(Hänfen gedrückt, sonst be- sricdigend. Fische: Zusuhr genügend, Geschäst sehr schleppend, Preise gedrückt. Butter und Käse: Geschäst ruhig, Preise unverändert. Gemüse, Ob st und Südfrüchte: Zusuhr reichlich, Geschäft schleppend, Preise behauptet, WafserstandS-Rachrichtcu der Landes anitaU für Gewäsierlunde, mitgeteilt vom Berliner Detterbureau. Wasserstand M- m e l. Tilsit P r e g e l. Jnfterburg Weichsel, Thorn Oder, Rattbor , 5krossen , Frankfurt Warthe, Schrimm , Landsberg Netz«, Bordamm Elbe, Leitmeritz , Dresden , Bardo , Magdeburg am 30.11. cm 287's 25") 54") 80 68 87 42 25 12 —51 -163 53 66 i ieit 29. 11. cm') +1 +15 +ll 0 +1 +7 -4-2 +1 -4 —8 +8 +5 +1 Wasserstand Saale, Grochlltz Havel, Spandau") _, Rathenow") Spree, Svrcmbcrg") , Bceskow Weser, Münden , Minden Rhein, MaximilianSan , Kaub Köln Neckar, Heilbron» Main, Wertheim Mosel, Trier 's+ bedeutet 4) eisfrei. Wuchs,— Fall.—*) Unterpegek,—•) Elzstand.— ihn lillhi mdrSM dt« echte« denn seit nahezu 20 Jahren hat er sich bewährt als bestes Familiengetränk. Kathreiners Malzkaffee enthält keine gesundheitsschädlichen Bestandteile!— Ueberall erhältlich! In ganzen, halben und viertel Paketen, das Biertel-Paket 10' Pfennig. Man achte aber darauf, daß KaihreinerS Malzkaffee nur echt ist in gefchloffenen Paketen mit Bild und Namenszug des Pfarrers Kneipp und der Firnia„Kathreiners Malzkaffee-Fabriken". 17/19 ZY.Zlekunz S. Kl. 219. KrI. Preuss. Lotterie. Zlebunf tob L Deiember 1908, TormUUtn. Kur dU Gewitm? bb«>40 Mark sind de» betreffend ea Bommern to Klemmern betKefiigt. (Ohne OewXhr.)(Nachdruck rerbotea.) 179(500]«54 418 558 1 050 HO 8* 341 857 74 54« TI4«9 2014 47(1000] 78 798 404<97 815 44(lOOO) 3088 809[3000] 478«80 9« 808 973 83 4313[1000] M (97 587 899 5178 98 889 98 488[500] 701 67 817 49 919 6197 463 81 533 883 7 15» 57[30W>1 525«81[8000] 8027 470 37 771 840 9073 1<7 899 580 618 806 10103 57 79«13 11000 188 54<71 789<17 081 98 12159 758[8000] 807 558 SO«91 717 867[500]«9 13088 m 71 70»(500) 59 879 911 78 14287 890«07 1 80001 70 ,88 809[8000] 078[1000] IS 161 77 981 570 91 775 ' 3000]-14 32«1 16581 iMOffl W ÜO 81 580 6S1 1710» .",«9 80 HS 30 394«09[500] 4[lOOO] 18«9 710 18[1000] 11 951 97 18171 TO 573«07 711 5 1 870 92« 96 IVOS» 13 115 1500] 585 179 519[lOOO] 680«5 818 2O0I3 14 120 88 230 311 30 458 821 21(M« 1?««18 78S 807[ 3000] 22226[lOOOl 84 138 81 90 333 819 23175 ■81 90 533»20 69 821 52 24115 502 579«70 89 25060 128 567 15» 557[300]«82 26115 83 94?«89 904 27188 -0 467 591 608 38 62 773»09 283S9 94 733»47 20229 Ol 45 117 703 895 30301 84«00 718 3117» 37»«19 717 0«7[500] 3 2089 96 199 857 173 590 60« 703 73 33089 79» 131 l 814 37 34073[300] 84 183 571 42 657 88 793 815 1000) 40 50«8 MS 3 6031 157 956 79 591 889 3 6055 :,« 120 33 928 337 12» 88 558 71|500l 37564«13 SO 718 81 059 38156 39801 153 Sl Sit[500] 730 55 4 0013 961 178 91 525 37 79[500]«11[500] 54 il 783 917 41177 799 813 5«0«0« 700 810 4207« 340«44 !500] 00 740 43334 4SI(500]«80 44005 72 339 88 910 19 46080 510«79 095 4 6084 105«98 88 757 817«5 008 «8 47188(500) 775 317 IlOOO] 77 81 478 556«79 00» 48110»81 IT* 49111 869 110 1« 857 6O019 57 8« 11» 713[500] 133[1000]«0*[SOO] 17 »3}[1000] 73 975 5111» 00 508«3 107 39 79 619»33 '500] 6 2004 73] 53[300] 997 53199 310 115 78 7« 3«ä 710«8 63 83 80» 64111 733 70[1000] 89« 557«3 56 12» d 938 423 506 57153«17 771 871 OB 024 27 98 58158 810»28 9 7 5 9002 125 347[1000] 529 684 911 60215 51 510«92 711 81« 965 6 1 083 157 300 10 58» 609 83 89 88« 979 IlOOO] 62111 63 698 60»09 63099 191 t weo] 87 560»87 6 4053 113 70 828 723 905 6 5037«1 103 95 250 85[500] 188 Ml 89 981 66088 256 31« 500 L7 771[500] 874[1000] 907 73[1000] 78 6702» 235 5«8 ■ 76 68013 19« 495[1000] 180 922 69063 29» 3t5[5000] III 29 31 553 616 911 70182 364 75 900 33 7 1271 329 30 99 480«4» 774 llOOO] 72022. 337 81 463 74 98 522 61[1000]«14 6][500] lö 769 0?» 73065 882 768 905 74110 818 708[lOOO] 22 [3000] 76 892 931 7 5742»07 7 6006 21 98 72 07 396 IM 61 SO« SO«92 77006 25« 358 63«07 721 19 50 7 60-5 249 564«61 75 7 9519«85 87[lOOO] 750«fl 80177 207[500] 341 58» 740 830 81303 415 47 46 783 873 OOO 18 60 8 2063 83 188 328 32 8 308« 59 IlOOO] 102 202 364 85 668 8 4213 311 478[lOCO] 874 904 2« 50 85189 91 788 814 915 83 8 6330[500] 499 809 0«2 87623 i;30 875 8 8013 85 381 40» 58 85 88«60 719 89013 77 100 323 28 434 68 303 938 93 90on 150 504 97 738 962 9 1 200 319 SS 400 9 28 7:5 53 O2I07 84 339 54« 902 9 3042 58 89 464[SOO] 58» 755[äOOt'815 34 39[500] 918 29 94 24 275 90 381 545 ■7 850[500] 95025 11« 919 40 SIT i50O) 79 4«0 650 87 728[3000] 57 830 96044«1 71[500] 261 163 597[500] 713 30 83 007 9 7 220 94[500] 751 58 800 98018 50 130 67 783 910 9 9 057 519 38[500] 772 925 100:61 129 350[500] 59 714 58 88 875 927 1 01146 5", 804 75.- 906 1 02617 767 895[5000] 103908 459 563 "52[3000] 903 67 1 04233 419 99 868 718 844 1 05003 II 61 293 425 71 106171 324 51 307 27 423 7 9 717 911 107223 353' 810 725[500] 801»08 108399 591 817 75 109030 321 613 910 63 1 lO-Wl 16 168 95 860«02«11 41»SS«7 111030 210 537[3000] 612 935[lOOO] 79 112087 87« 005 21 623 '30[3000] 91[500] 1132 S«02 99 659«8 715 993 114231 382 180 862 91 115111 79 658 705«07 967 91 116095 101 17 208 59 847 50 487 546 117293 608 90 610 763 118963 316 74 llOOO] 421[500] 543»0 613«0 53 119159 478 90 515 631 746»30[500] 120005 158 223 4SI 571«59 849 82 1 2 107»<16 711 15[300) 122113 58 214«4 87 411«0[500] 548 690 Lc; 12311« 270 413«13 728 980 1 24013 667 722 931 l.-.no] 125268[500] 529 35 810 701 7[1000] 72 9» 881 927 1 26116 246 423»l>« 650 767 951 53 1 2 7005 188 . 59 622(1000! 80 972 1 28184 570 602[500] 918 120117 2,8 3X2 27 1:1 595 C03 71 801 22 130025 166 849 1 31171 205 21 75[580] 420[500] 74 81 ,90 021 743 912 91 13 2026[WO] 52 310 126 31 779[1000] 313 75 909;jOOi SC 07 133.90 33?["'OOl 64 91 494>74 729 46 936 75 1 34lWJ[ICUO] 80 429 770 315 fr-'jOj 928 52 70[ 3000] 85 135219 3 17 51 439 523 620 973 136, 1 89 171 215 340 498 ,»7 137051 111 314[lOOO] -U' 136,192 259 313 151 507[ 500]«05 7 43 736 67 139177 338[lOOOl 60 609[7000] 829 386 flOOfl] 140012 IIS!50C) 35 283«aa 789 836 909 15[500] 14 1 07,3 719 210 21 621 808 937 1 42007 82 62[3000] 60 143 211 524[ÜOOOI 792 801 43 73 674 87 143(,3U gl 1W.,90] 401 70 72 665 82 1 44"iiXl 37[30u] 509 Cä [53160] 864 1 43151 43. 79 83 364 05 415 763(aoco! 961 146�5 2IU 73 82[1000] 363 504 s s«> 147351 41-3 577«71»40 146033 12» 37?»4 420 44 520 7« 88« 93 21» ZHSV« 913[109V] 7«--- 150034 467 1 5 litt 258 429 657 80»j 668 WO (»•»} 40 89» 152157 585»1« 715 153 491 608 1500] 71 7« 9» 800 907 154041 580 47 43» 64«71 765 809 983[1000] 155050 28» 98 338 487 683 717 879 917 1j6 Sa 199 IlOOO] 399 987 1 57099 99 568 959 44? 511 40 157« [1000] 889 1 5 8 056 97 847 90 492 686»08 87 748 74 819 99 16900»[500] 41 119[»"OO] 511 655[500] 758 100016 203 355 414[.WO] 55«22 750 802 161007 143 859 1 6 2350 550 700 SO 63 71 SC«(5001 163030[3000] 261[3000] 497«69 1 6 4029 82 155 1500] 97 IlOOO] 444 506 23 59 794 951 TO 16 3053 151 215 49« 671 747 63 68 017 47 1 66051 200 13000] 80 367 431 730 92 1 67 293 318 448 58 767 99 902 1 6 8065 117 43 657 83»[500] 169528 [1000] 471 528[3000] 818 17002:1 201 371 596 745 924 1 7 1 443 385 903 1 7 2048 slOOO] 190 309 407 19 71 586 683 993[1000] 173 492 556 719 83 174000 204 71 858 690[MOO] 70« 72 86 987 175288 498 338 658 908 176005[lOOO] 157 255 522 [500] 49 71«91 793 985 1 77042«3 66 272 75 363( 15000] 95 556 1 7 8 074 154 85 225 78 724 1 7 9367 455 601 31 180140 59 68 244 6» 545«61 liOO] 74» 834 917 40 81 181179 352 419[lOOO] 74 615[500] 182057 127 210 [3000] 93 665 755 68 82« 55[3000] 98 1 83001 83 104 82 [500] 385 422 649 757 1 84223 369 873 1 8 5005 291 334 625 888 186070 124[3000] 93 383 481[300] 83 51« 831 931 187250(3000] 812 63 377 793 1 88493 634 71 700 189136 334 418 502 669 73«[500] 888 949 190338 300 26 432 8? 546 725 812 1 9 1 070 410 047 [3000] 893 1 92196 207 32 444 693 738[1000] 95 851 940 19 3037 54 279 510 776 1 94031 40 124 652 831 948 195406[600] 34 634 761 858 slOOO] 71 196085 4« 51 218 33 49 593 515 684 718 810 fiOO] 905 92 197040 ISOOfl] 318 75 471[6001 92 811 78 1 9 8040[ 500] 154 59 303 471 693 898 3» 199223 29 333[3000] 40 44 479 797[500] 848 988 55 2OO019 91, slOOO] 41, 5M 9»«00«3[500]»48»10 201338«2» 949 73 2 0 2039 46[3000] 217 63 1500] 331 41» 614 89 879 95 929[SOOOs 203252 30« 419 71 92 204394 600«58 807 48[3000]«5[ 3000] 205298 430 79 [500]»33 46 808 19 2 0 6269 82 466 601 207162 31« 94 97 498[1000] 513 15 208480 209079(SOP 87 703 94 888 98 969 21 0209 93 35« 432 31» ,1«83 92 TOS«5 901 211085 156 995[1000] 417 012 800 976 2 1 2263 619 63 719 896 988[1000] 58 213136 28« 89 730 857 87 94 214090 106 78 2 35 55 413 519[1000] 698[500] 859 908 2 1 5340 464 799 84 933 2 1 621! 389 481 713 923 87 2 1 7065 171 85 200 341 603 2 1 8017 518 96 585 808 219018 63 130(1000] 343 433 41 350[600] 631 895 902[500] 220073 185 915 403 51 588 slOOO] 84 744 863 929 [1000] 22 1 069 127 262 80 2 2 2138 300 438 740 863 911 25 61 2 2 3007 454 91 861 962 2 2 4021 149 729 2 2 5084 742 226007[500] 28 85 042 59 75 825[ 3000] 28 40 935 9:1 2 2 7003 4 6 247 328 720 35 45 75 9« 883 228310 460 311 824 229010 30 MO 451 083 805 9(0 23O1O0 98 375[1000] 84 694 773 822 23 1 099[3000] 810 17 430 791 37 874 919 2 3 2085 434 627 607 2 3 3058 150[300] 359 405 15 505 47 722 75 18 2 3 4:06 318[500] 530 57 1500] 691 780 807 629 50 235090 125 39 659 68 743 56 61 94 811 47 8! 023 25 79 2 3 6029 155 74 619 49 »43[500] 48 837 2 3 7047 250 324 431«32 74 99 953 233044 116 17 64 776[ 500] ,59 909 48 236,0«[590] 9 13 521[3000] 63 647 903 240157 283 352 524 60t 29 738 ,9« 241361 501 748 828 242160 74 283 745 60 243341 258 49» 66» 710 IWO] 244004 34 48[500] 134 993 73 108 51««99 811 245003 66[3000] 199 61 79[1000] 85 15» 74 50* 59 799 888?27 36 48 2 4 6003 462 68 65« 811 5, 992 247511«ei 993 2 4 8123 233 004 15001 15 19 479 55]«35 3« 928 9« 240019 23 280 609«92 8«5 89 99«[500] 250° 48 68 262 513 97 l'COO] 799 842 2-11:00 672 799 903 2 52199 492 941 25 3236 094 73«[SCOl 925 70 254312[1000] 513 255207[3000] 99 372 93 553 790 69 891 947 2 5 6040[3000] 237 SIT 30[500]«39»64[SOOC] 2 5 7056 557 659 700 932 49 2 5 8225 343 91 635[3000] 813 250312 429 510 260073 122 223[600] 417[5000] 55,«9 737[300] 96«[500] 26 1 049 101 495[1000] 029 769[79001 ,13 262188[9000] 514«04 773 73 914 2 6 3233 301 620 81 39 702(30«]?>"6 4O07"t I'OOl 2 9 tv, 3,5 815 70 834 36[1000] 45 26501.)[500]*3 128 80 274«1 375 410[600] 812 IlOOO) 7:>, 8-2 föOOOl'0 132 2-0<13 360 071, 717 977 2 6 7000 330 480 1600] 663«0» 771 851 987 268063 218 78 335 4» 816 911[3000] 260029 50[500] 116 204 323 922 27 0068 876 519 670 859 83 910 51 62 99 271224 64 300 72 417 61 63[500] 701 43 65 943 2 7 2095 138 371 406 40 321 803[500 j 53 925 273197 213 fiOO] 52 672 800 929 274HS[3000] 10 53 41 623[500] 713 275027 59 303 [00000] 88 93 587 fäUOl 98 837 973 2 7 0132 295 SCI 402 So[500] 847 2 7 7005 145 704 874[5001 278(18[1000] 49 592 761 64 2 7 0004 179 317 5) 69«89 709[500] 971 280086[500] 123 708 998 28 1 058 203 40 318 693 772[500] 807-.157 282310 339 617 853 70 2 82031 07 180 309 831 284255[500] 423 23«39 03[6001 810 285889 578 1500] OSO 728 894 2 8 6071 167 261 334 421 [3000] 51 614 23 20 721 287323 32[500] 70 545 650[1000] Im Gewinurade verblieben: 1 PrSmie ru 300 000 M-, t ä 100 000, 1 a 73 000,: a 6-1 000, 3 a 40 000, 3 a 30 000. 3 i 13 000, 19• 10 000,»4» 5000, 420 p 3000,«60 k VM 9004 k 300,'-----"' 20. Ziehung 5. Kl. 219. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 1. Deiember 1906, naehralttaK«. Rar die Gewinne Uber 140 Mark eind den betreffenden Nummern tu Klammem bciKettigl. (Ohne Gewähr.)(Nachdruck verboten.) 115 911[SOO] 450 706 W7 II 0«[500] 981 1164 M4 941[SOOO] 425 611 889 2011 15 351 410 518 704 948 328« 952 4119 917 406-021 23»61 98 5 049[ 500] 118«8 9? 076 [500] 790 873 6071 IlOOO] 91 215 309 53[3000] 88[500] 515 51 65 611 63[1000] 7106 175 806 59 8173 78 307 487 666 891 914 0 013 44 89 103 600 722 3» 10006[1000] 122 220 84 781 96 81» 18 11261 387 93 481 557 89 807 90 93 1 2151 57 1 3204 8 611 13 856 14014 29 100 81 88 391 531 33 50 53[ 500] 612 14 51 741 !)69 1 5148 333 611 42 928 1 6253 1 70I9'S3 651 839 1 8036 161 86 517 639 820 980 10019 34 93 167 224 673 809 985 20251[500] 77 811 15[SOOO] 917 35 93 21SOO 711 40 811 999 22906 9 21 114 974 23071 40«[500] 799 874 92» 89[1000] 55 2 4120 285 313 21 455 57« 762 85 SIS 44 2 5071 247 317 41 82 511 601 11 42 7 5 92(lOOO) 97 012 2 6077 148 336 71« 913 27024 168[3900] 314 674 28207 314 33[3000] 42[1000] 577 806 935 2 0043 70 87[3003] 288 541 693[3000] 800 43 3O033(1000] 425 62 35 62 82 632<9 81 759 803 55 968 91 31108 18 305 403 22 809[500] 798 967 3 2093 129 301 95 410 46 728 894 997 3 3 237 315 37 448 546 677 3 4072 349[3000] 50 862 702 80 914 3 5011 533[ 500] 704 33 53 855 36488 97[5000] 628 711 37122 34 227[ 509] 37 320 IlOOO] 997 3 8169 503 616 30158 264 354 421 66 320 37[1000] 13 600«8 858 930[500] 40024 68 118 S« 231 501 783 898 41154 974 369 449 518[ 3000] 632 95 42 132 387[500] 496 602 II 95 722 818 [500] 25 902 99[3000] 43039 38 89 94 230 36 95 713 tlOOO] 29 96 884 SO»58 4 4141 478 506 31[500] 751 45 497 509 66 90 150«) 809(500)«0 915 4 6068 7 2 278 318 53 548 74[500]«4 1 772[ 40 000] 47062 328 671 770 860»39 75 4 8273 93 603»3[390] 827 9« 40949 516[3000]«85 09 890 934 93 50124 201 57 854 549«5» 7, 791 832»98 SlCM 53 385 67 423 502(1000) 75[1000] 815 5 2118 31 401 88 601 [500] 94 782 833 44[SOOO] 981 53224[lOOO] 83 858 4(3 538 600 39 733 47 909 93| 500] 54002 5» 327 88 98 413 36 715 18 86[SOOO] 8«2 5 5262 82[ovo] 427 525 6« 70 «15 17[500] 884[1000] 56103 54 92[5000] 281 690 712 92 5 7203 417 700«6 846»32 84 5 8045 24»[3000] 359 61 516 613 789[1000] 818 60187 241 85« 55» 881[500] 739 69 832 947[SOOO] 60237 93 355 97»18 770 827 61109 19«« 88 898 42« 83 62159 329 42« 48 714 83»03 47 6312»«45 993 64214 534 633[ 500] 73 986 74 6 5075 99 297[SOOO] 851 029[500], 6 6289 444 690 794 6 7008 16*[500] 309 20 [500] 403 3 524[500] 689 908 11 56 6 8067 206 54 86 507 83 98 60004 6 285 650 709 70000 04 322 474 657»5 7 1001 685 875«1 7200« 97 116 49 98 301 740 73:44 8»«15 2»«96 832 74211«7 73 503 685 75109 S[1000]«3 40»[300]«4[500] 000 19» (35 925 76070[500] 74 27» 77 407 578»11 903 77020 201 94 507«13[1000] 920 7 8 091 50 203 382«11 70020«7 115[500] 55 91» 58[600] 496 550 754 995 801IO 355 405 73[500] 98 592 829»Ol[3000] 74 81112 49 94 98 417 104 62 8217»[500] 9»[8000] 546 859 83132 39, 630 809 60 84183 293 441 854 55 95 926 8 5317 520 28[500] 55 94[ 500] 618»1 94»[lOOO] 8S1O8 5«3 671 721 844 678 8 7285 499 609 802 8 8019 117 63 70 76 325 532 88 611 730[1000]»00 53[MOO] 88 80150 337 525[3000]*75 60 00099 238 94 6«1 707(500) 9 1 611 148 88 44, 511 ,15 34 58 827»06 81 82 0 2138«02 400!« 794 870 93854 703[1000] 955 9 4 377 447 659 MO 95044 154»80 507 61 [1000]»14 9 6259 94 84« 54 470 865 9 7015[500] 191 (500] 243[500] S«8 73 606 785 837 93» 55 M 082»» 529 923 9 0 141 210 6» 785 914 100175 614 75 982 1 01170 18 288 405 27 41 88 609[600] 720 95 80« 86 43[1000] 947 1 02181 84 291 624 757 906 1 03129 3» 85 546 781 104041 136 SO» 70 521 848 97 1 0 5074 194 222 67 357 420 509 689 740 1 06038 184[ 3000] 219 8« 51 II 88 676 656[500] 829 1O7028 31 110 357 450 72 551 899 999 1 0 8057 220 451[3000] 573 701 Ml 10903' 138 383 401 52 524 68« 753 808 llOOlä 192 254 320 429 67 70 558 600 67 763 71 111.065 699 752 19 942 44 112628 113004[1000] 423 525 661 983[1000] 114143 63[ 500] 115027 513[500] 22 650 6««4 910 49 93[ 500] 116072 222 75 673 617 700 1-07 117018 164 300 533 608[ 500] 73 705 32 118500 594 828 2«[1000] 110011 94 274 398 592 12O004 184 89 663 802 946 1 2 1 002 298[500] 390 435 640[1000] 818 941 12 2 008 205 26 78 345 549[500] 637[500] 769 938 63 1 23024 32 309 390 114[«wo] 864 73 979 124069 388 454 004 705' 896 918 35[lOOO] 125048 80 868 744 1 26003 13000) 40 10»(600] 23[1000] 200 24[500] 41 80[500] 310 831 127053 286 80« 405 590 «09 030 1 2 8330 23 1 20118 38 396 460 520 605 844 laoool 64 IlOOO] 70! 130032 499 599 027 815 942 1 31109[500] 203 [3000] 22 316 407 574[3000] 869 724 84 987 1 3 2070 408 743 1 33009 128[500] 219 586 684 833 1 34011 163 313 47 500 30 637 91 773 79 897 1 35122 269[ 5000] 83[500] 538 460 579 672[1000] 769(3000) 959 1 36157 219 59 311 t50D] 5)7 749['«so] 854 903 77 1 37239 314 637 806 138:67 399 400 26 33 93 063 7*8 833[3000] 83 927 130020 902 330 38 675 7S4[500] 83« 140182 293 738 847[300] 69 927 1 41X63[500] 29» |St 763 TS[5«00] 81i 932[1CM] 95 1 42 050 71-67 TT 492[500] 586 790[lOOO] 885 971 143249«06 428 1 44020 178 94 217 20 385 92 462 602 28 723 1 45133 67 211 82 818 589 751 835 1 4 6005 228 837 64 655 91 856 1 47008 62[500] 91 830 1 4 8095 603 452 6S« 889 1 4 0227 85 78 309 431[500] 023 7 2 601 85 889 150130[600] 445 527«41[1000] 96 822[1000] D67 151116 286 IlOOO] 957 152U8 49 383 728 61 153051 93 380 85 843 55 1 54046 53 186 292 94 634 715 49 64 890 1 5 5004 1 56142 90 285[1000] 718 19 89 1 57114 279:>9« 804 1 58178[lOOO] 820 429 73[SOOO] 601«54 742 1 50109[SOOO] 249[500] 418[500] 160025 363 72 405 606 50 767[500] 16 1 060 201 560«31 67[3000] 782 931 42 1 62062 00 ISO 851 499 [1000] 18 83 61 99 628[500] 71 998 163071 119 241 UOOü] 018 807 923[ 500] 164164 407 G»9 7)3 875 1 65:28 «7 5S4 605 743 950 87 1 66085 194 403 0)5 750 OS 893 167024 558 642 50[SOOC] 84 976 168102 299 SOI 14 [3000] 484 586 708 38 81 160032 RS 63 7S5[590] 170058 318 51 1500) 58 643 762 84 SSJ[1900]"21 80 985 1 7 1 023 126 S07, 441 650 CS 711|:,330j 846 973 1 72114 17 209[lOCO] 876 666[ 3000] 92 713 812 63[ 3000] 66 173017[500] 79 104 466 559 61 74 1 871 174106 541 811 06 1 7 5001 75 134 215 515«S5!>?<) 63[ 3000] 80[lOOO] 176018 SO 50 80 183 220[500] 803 177329 62 413 09 664 711 78 88 föOO] 133 178033 99 398[3000] 457 541 704 1 7 0017 217 544 763 813 903 IlOOO] 180170 74 439 63 704 00 1 8 1 022 56|hOO) 305 98 444 54[ 500] 660[ 500] 182297 4.95 632 873 941 183,44 837 68 084 60 1 84008[1000] 210 59 626 724 1 85197 341 711 43 1 86009 182 53 224 57 419 580[1000] 18739!) 598 62 688 188111 84[lOOO] 533 603 713 57 1 80443 686 880 89,» 100035»7 28» 508«91 902 80»3 10102» 138 S6. 245 5dl 4» 7« 722 44 979 1 02020 123[500] 7»[MW] 82 518 825[500] 62[500] 925(1000) 103 205 53 39«' 63? 80 764 1 94372 420 504 758 94 914 1 95100 85 347 67 444 98 672 702 805 196104 85 270 377 603 SC 769 996 1 0 7295 302« 37 05[lOOO] 477«62[1000] 791 909 198000 191 234[ 500] 340 74 585 71 869 953 1 00252 437 91 594 673 831[500] 88 973 200753[3000] 875 95[1000] 201081»64 901 39 637 8 4 91 20 2148 403 581 674 7« 203595 911 20411- 246 331 43 442 50 88] 3000] 527 690 2 05192 3 SO 527„2 773.964 2 0 649« 718 860 207055 129[ 500] 214 SS SSI [500] 437 680 972 80 2 0 8009 63 672 90 785 81 82) 100««0 67 80 167>551 693 772 872 914 95 97 210288 97[SOO] 47» 97 536 48[>000] 059 731 ,4 [8000] 817 74 211254 63[500] 618 35 902 13 42[500] 66 2 1 204* 369 80 461 58S«00 769 870 94« 62 2 1 3417 550 79 042 9» 874 2 1 4174 45«[10 000] 612«09::4 21510» 325[1000] 32 361[500] 010 12 40[500] 784 «04 30 984 2 1 6)49[>000] 427«23 217204 400 218022 71[500] 110 39 277 438 557 894[500] 2 1 0028 418 020 781 917 220192[3000] 871 051[3000]«96 SO» 31 221008 OS 222 385 695 96« 39 222)02 47 320[600] 69 494 071 22300S 315«59 87 TOS 224018 22« 431 509 73 670 710 38(600) 22 5 628 30 74 702 0« 958[1009] 226,109 37, 454 629 804 42 2 27128 23» 840«50 8» 711 228175 210 876 463 71 22 0 45 794 914 60 230)33 503«7[000] 96 701 908 89[lOOO] 9t 231SIS 79 2 3 2020 37 72 374 586[500] 97«12 836 51 23300« [1000] 131 250 735 893 908 flOOO] 48 234005 56[äOÜ| 148 58[SOOO] 288 683 940 2 3 5373 506 54 045 700 818 27 23 6042 82 127 806 85 647 58 85[500] 853 844 237219 [500] IT 321 36 es«51 540 61« 703 832 81 23 8246 97. 328 418 74 625 94 951 79 2 3 0052[500] 188 IM 511 ,21 787 975 240145 388 422 29 75 615[lOOO] 97«Ol[«90] 75 731 63 800 2 4 1 099 597 808 97 2 4 228« 45««90 907 91 243008 244043[3000] 181 2)5 3.-15 085 78 2 4 5 85 21,1 587 859 992 2 4 6338 408[>000] 12 25 45 535 98 79» 247071 141[1000] 97 244[ 500] 5) 345 08 440 66 519 62 81 749 814 2 4 8054[1000] 443 7SS 95« 240048 77[5000] 117 49 206 321 344[30001 857 759 25090«[500] 52 165 81 91 89»[1000] W 485»z* 775 251048 118 24[3000] 253 51 4,9 359»52(»S[500] 508 70 845 983 04 253)04 45 2»8 533? 8? 6« 794 63B 26400» 249 45»[500] 669 7«»)2 59 81 255098 181 [1000] 268 87 43» 888 82 945 256919 248 440 541 633 821[500] 944[500] 2571)9 8)1 960 258044 215 08 25027)[500] 81 439 57 98 606[500] 72[lOOO] 83«81757 2 6 0382 429 529 849 2 6 1 059 122 77 25» 335 62 409[500] 07 668[lOOO] 847 938 262104 739 938 26320« 391 448 87 744 870 943 2 6 4051 95 19» 2Q4 33» 414 331 754 2 6 5042 204 65 357 430 862 948 2 66147 267 438 033 [500] 610[1000] 987[500] 50(12 85[1000] 287137 82 335[5000] 615 41 1500] 2 68174 88 234 367 4C3 531 052 973 260210 387 501[500] 27008» 112 72[1900] 257 622 63 719 941 271090 92 354 461 758[500] 870 272025.'17 Ol 92 141 232«2 822 58 491 273174.96 264 324 67 46S. 79[10«)] 520 59 [1000] 663 719 808[500] 9 29 InOfll 52 927 54 Ol 274051 [500] 540[ 500] 638 808 979 2 7 5081 201 19»6 391 521 681 701 963 2 76144 ,14 86S 277297 97»46 482 94 53« 81 SIC 902 27S(13s 112 314 743 93s 85 270075 113 8« [1009] 510 230221 409 09« 9*3 281099 162 SOS«90 745 653 [500] 282(18 84 283491 552 65 844(80001 718 830[äüel 284002[500] 340 05 42« 35[SOO] 820 33 59 99 7u4 7 02 972 285119 253 304«22 758 650 2 8 6038 117 59[30001 220 470 793 910 287036 US»30 2)8 70,[3000]«CO 75»4 912 85"-" Verband der Schneider, Schneiderinnen u. Wäsche- arbeiter Deutschlands. Filiafe Berlin I. Todcn-Anzelse. D«i Mitgliedern zur Nnchricht, Satz der Kollege Franz Feldbinder am 29. November d. I. im Wter von 32 Iahren veiftorben ist. Sckuhe am 20.». M. verstorben ist. «vre seinem Andenke«! Die Beerdigung findet am Mittwoch, den L. Dezember, nach- mittag« 3 Uhr. vo» der Leichen- Hall« de» Friedhose» Gr.-Ltchier» seide-Ost anS statt. Rege Beteiligung erwartet Der Vorstand. Statt desonderer Meldangl r t« srüh 83;, Uhr verschied langem, schlvcrem Leiden mein« innigftgelievte Fran, unser« gute Mutter und Tochter Auxuste Rxepkn im 38. Lebensjahre. 9b Box Rzepka nebst Sohn. Wwe. Pranae geb. Nahm. Die Beerdigung findet am Donnerstag, nachmittag» S'l, Uhr, von der Halle de» Golgalha- KirchhoseS, Barsusstrast«, aus statt. R' Allen Freunden und Brlaunien ur Nachricht, datz mewe liebe au 14b Hierese Polte geb. Heimbrecht nach kurzem, schwerem Leiden am 29. November ISxS verstorben ist. Der kauernde Aalte W. Polte. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den S. Dezember, nachmittags 2 Uhr, von der Leichen- volle de» PhUtppuS-Apostel-Fiird dose«. MiHlerÜr 44/45. au« statt lldeotoekei- Rot, Duslrausr Ltr. 15. blittvaed, den 2. Vevewder, abends 8 Uhr: Popnläres Konzert des Biiilliner-Orebesters Dirijrent: Fard. Neisser. Wagner- Abend. Karten im Orohester-Burean, Lützowsti. 78 und im Kestaor. Deutscher Hof. Eintrittspreis: 7B und 00 Pf, .Im Vorverkauf 60 u 60 Pf. t j Billigste Bezugsquelle j { oedleg. Trauergaraerohe! Iweslmannsl Trauer-Magazin { Berlin W., Mohrenstr. 37a I NO, Gr. Frankf. Str. IIS.| Genaue Beachtung | meiner Firma u. Haue- j nummer geboten! Ohne AnjnhInngtg�Äv. dinen, Steppdecken, Teppiche, Uhren, "Ä!«."' IlfUt Holt«! Ei. natzner, Auguftstr. 60. Nur Postkarte erbeten. ♦ .» Rauchen Sie Dcvls c: Oualilä f ist die beste Empfchlu nßt Kerren-Slojf-Peste u Herrenanzüge» Iponbtllig, seiuste �ipbrikate, Kammgarne, Cheviot», neueste Muster von 4 M. an per Meter, reine Wolle. IS/12 Eindwlg Engel, Prenzlauer- straste LS, LT(Alexanderplatz.) Wer— Stoj}— ha! ®8o a»! ohne Konkurrenz fertige anzug IKaW.tloW.MeJalb, iiadwls; Engel, Prenzlauer- ftrafieKl»,!!(AirxanderPi.sGegr.lvSll Spezialität i vilnlerpnietot kompl. nach Mast ,, Napoleon'»i« 4 taoTfl angehörigteit tu Führer durch das ptaat«- und Reichs- Wie wird dir erworben 7 Sin„. Recht der Staat»- und Reich« angehörigkeit, von H. Beim». Preis 25 Bs. Expedition Lindenstratze 60. Laden. Teppiche, sarbscblerhast. für halben Wert, vorwärttlesern 5 Prozent ttxkarabatt. Thoma», Orauien- stiav« 160, Orauieuplah. tövlK� üichport leren. Musterexemplar« ix halben Bert. VorwärlSlesern Prozent Extrarabatt. Thomas, Orani-nftratze ISO, Oranienplatz.* Mo»,»anziige und WimerpaletotS, goppeu von b Marl sowie Baien soti 1. bebrockaiijäge von 12.00, Fratt» a.l! 2.50, sowie sür loroulenl« Figuren. Reue Garderobe zu staunend billigen Breiten, au» Psandlelken veriallene Sachen laust man am billigsten bei Atiil. Muladstratz, 14. f Pfandletbhau» I J Rtxdors, Bera- skahe 58. Psändervertaus I Fest- geschenkel Goidtachenl Uhrenverlaus l Fretschwinger! Winlerpaletol» I Herren- garderode I Tepptchoerlaus! Aussteuer- witsche I Beitenverkaul> Gardinen. mtswahl! SpvNpreisel_ 148251* (rhristbaumschmutt(üt Wicoer- vertäuser billigst Ruugestratze 18. Vsandietsthau» Schönhauser Allee 110. Lpottbilltaer verlaus»er- sallener Psänder, Herrcngarderobe, Gardinen, AuSsteuerwäsche, Schmuck- sachtn. Bitlcii, Tcppiche, Uhren. 1 Stithmaschine, gebrauchte, 15 Mari. Büttner. Aiidrsasslrasjc 79. UTOft" Bronzegaskrone«(itr Händler und.Installateure. Alt« Jakobstr. 125. Äerantwortlicher J/lconftcut; Steppdecken. Wollatla» und DimUi- setde 3.25, 8.85, 4.35, 5,00, 6.76._* Portieren.<25. ,480K* t le- Grundbegriffe der Wui- schaslSiehre. Sine populär, Einlüh- rutig von Julian Borchardt. Prei« 40 Ps. axpedition Vorwatt», Linden- strahe 69._ Bauernkrieg. Der deutsche, von Friedrich ffngeiä. Broschiert 1.50 Mark, gebunden 2,— Mark. Expedition, Lindenslrahe 69, Laden. Kinderwagen, hochelegant, sojvrt Exerzierstratze 25, III link». s 147 Zentral» Psandleive 86. I. Täglich M MPttnztn» strasje 86, I. Täglich B erlauf vo.i vciialle-ien Psändern. Weltbekannte PsandieiHe I 50 Prozent billiger wie im Laben. Goidsachen. passend zum WelhnachlSgeschenk. Winterpaielot», Anzüge, Gchrockanzüge, Hosen, Knabenanzüge von 3,50 Mark an. MonatSgarderob«. für jede Figur passend, au« den seinsten Werkstätten Berlin», Betten, Tischdecken, Stepp- decken. Fahrgeld wird vergütet. Dille sich zu llb erzeugen. tl9/18* 00 Mark Provision für Parze llen- Parzellenkäuser erhallen ision. Kettermann, Holz- 8.__ 283/11 Puppenwagen spottbillig tage 32. verkauf. 50,00 Pravi. markistrah« 8 stratz« "606". 2897b* Milch Tai satzweise abzugeben Reinhold Blautenburg, Gleim- Pratze S�I. ch70 Steppdecken. Wollaila», Simili. stide usw. 2,75, 3.85. 4.65 bi» 9.00 (Weit bi» 15,001. Richard Wolf» Teppichbau». Dresdenerstratze 8(«oll- buserlor), Abonnenten Rabatt. »tichdecken(reich geslicki), in Viktorialuch 1,85—10 Marl, in Velvet- Plüsch 4.85—25. Sailon-Extrapreist« Teppichbau» Emil Lessor«, Oranien- stvatz« 158.___ 1133«* Pfändrrvcrkanf! Hcrmannplatz6. PiaudleihhauS Staunendbillige Winlerpaletol» I Ricienauswohl I Jackett anzügei Gehrockanzüg« I Herren- boien> BelzstolaS l Allerbllligfter Betlenvertaul I Gardüienveriau! i Brautgeschenke l Zepptchautwahl I Wäscheauswahl I Plüschtischdecken I Steppdecken I Nähmaschtnenl Wand- uhren! Taschenuhren I KettenauSwahl l Ringeauswahll Anerkannt:»Grotz- berlin» Einlaussvortett I' Hermann- platz 6. Eoimiag» edensall» geöffnet. BSinterpoletotS. MonalSanzüge, wenig getragene, von 5 M. an. groge Auswahl für jede Figur, auch neue elegante Garderobe au« erster Be- zugSouelle, 20 Prozent billiger wie im Laden, direkt vom Schuetdet» meister Paul gütstenzelt, nur üioien. 10. 266/11* oesedSktsveiliikuto. Schnell, diskret verkaufen Ge« zäsie, Grundstücke Ganilktewicz& To., ranienslrahe 146. Telephon 4, 11611. thtUerskatz« Restauration krankbeltöhalber oer- täuslich. Gleimstratze 9c._+70 Restaurant. Zahlstellen und vereine, da Frau Kant, billig zu verkausen. Erfragen: Zigarren- geschäst, Retnickendorserftratz« l06. Familienverhältnisse zwingen mich, mein gutgehende» Restaurant, passend sür Wuistmacher, zu ver- lausen. Jabtonstiskatze 4. IIb iNSdel. Ruf Telkzahlung. Möbcletnttchttmg. Slub«, Küche. Anzahlung 15 Marl an. verliehen gewesene Möbel spott- billig..Berolina'. Kastanteuallee 49. Modelt alt, neu,«msachste, eie« oanteste, verkaust fpotlbtllig Lombard speicher, Neue Königsliatze 5. Fabrik- lebäude; auch sonntag geöfinel. eilzahlung gestattet._ 266/10* UmstSudehalber neu- 2 Bettstellen mit Eosa, «. r kast Malrotzen, ltunttau, Stühle, Sviegelspind, n«. komplette Küche. Bötzomslratze 30. I linl». 1409K« Möbel, ganze WodiiungS-Stnnch tun gen spottbillig.'-- Kletderschranl. Vertiko, ' �risch.ischs i.' u Spiegel, GaSlrone, komplett« Küche. bui gerstratze 62. -ppdrcken, spotibilllg. Vorwärts- 5 Prozent Sxkarabatt. Thoma«. enikatze 160, Oranienplatz.* Ste! lesem! ,1 Orantenitta Wiehr, Peters .........._ 143651» Sie stnd entzückt, wenn Sie sich meine Ausstellung von Wohnungs- etnrichtungen ansehen. Spottbillige Preise. Enorme Auswahl in Speise- ! immer, Herrenzimmer, Schlosttinmer, eilen schon, mlt dreiteiligem Spiegel- chrank 375,—. Wunderhübich« bunte Küchen 60,—. EinzkUie Möbel jeder Art. Eigene Werlstatten. Htrschowitz, «kalitzerstratzc 25. 142011* verfällst vollständig» Stube, Nützbaummöbel, diverse Küchenmöbel, ran alle»! III. mt erhallen,«< ollitii Nicht umnmistratzell, üiidler. 19/8 Zwei englische Bettstellen, Plüich» sosa, Kleiderschrank, Vertiko, Stühle, Säulentrumeau, Teppich. Porfieren, Wanduhr, sofort billigst verkäuslich, aber leine Händler. Chausieesttatze 52, vorn II, Flurewgang. Hasemann. Schlafsosa 10.00. 20.00. PlM- sosa 38,00, Kleiderspind 16,00, Kommode 6,00, Bettstelle 3,00, Bettstelle, Matratze 10,00, Ausziehtisch 8,00, Palssadenstratze 23. Tapezierer. 19/ 11 Wichtig t Geiegeiihetl.»u noch nie dagewesenen Preisen ganze Wohnung«» einrichlungen, einzelne Möbel, auch zurückgesetzte und tn Auktionen er« standeiie.zu erwerben, teilweise 60 Proz. unterm Wert. Darunter«tn eichene» Speisezimmer, komplett, ein eichene» Herrenzimmer. Nutzet dem Vertiko«, Klciderschränk» 24,—, Muscheibettslellen mit Matratze 25,—, Ausziehtisch>3,—, Herrenschreibtiskhe. Trumeau». Wasch- toiletten 20,—, Taschcnsosa» 45,—, Rohrstühle 1150, komplclte Küchen staunend billig. Gtargardt» Möbel» speicher, DreSdenrrftratze 107. Sonn- tag« geissnel. Lagerung, Transport frei 192/2 PahrrSder. Fahrrad, nagelneu,.. Exerzlerllratzs 85. Iii lin».+14 Musik. Konzertplattrn, Walzen, staunend billig. Lotbriiigetstratzc 40. I469K» Sprediinaschiiien. Teilzahlungen ohne Loibringerstratze 40. idonographett, lreiSausschi» Grnmmopheue, Phonographen. Platten und Walzen, besonder» prei», werte WeihnachtSangebote, auch gegen Teilzablung. Neaiiderslratze 8.* �Piliuino, Hobe», 180,—, umbau- halber Turmskaße 8, I. 19/7 Alolinunterricht(neue, doppelt fördernde Methode biS ziirVolleitdung) gibt erfahrener Künstler wöchentlich, aus Wunsch auch nur eine Lettion a 1,25 M., oei zwei Schülern je 75 Ps. Offerten unter D. 2 Expedition de» Vorwärts'.£ Klavlerkursns. Monatspreis 8,00. Klavterüben(tri I 20 Klaviere. Albrech l» Musikakademie, Moritzpiatz, Oranicnstratz« 147. 19/5 Versckleclenes. PetrittanwaU Lessei. Gilichiner» traut«4a. 15S5K* Einrahuiutigen, Vergolderetz Glaserei. Urban, Schöneberg, Bahn- ________ ftratz« 44.+>25*__ Hmill Weber, jSerlin. Für denJnseratenleilverantw.: Th-Glocke, Berlin. Drucku-Verlag: vorwärt» Vucbdruckerei u. verlagl-ansiilt Pnul Sinaer üe Co., Berlin Teilnehmer an einem englilchen Zirtel(monatlich 4 Mark) werden ge- sucht. Privalstunden für Anlänger und Fortgeschrittene werden erteilt. G. Swienly, Echöneberg, Eedan- strotze 57. IN. 1003St* Lernt die Multertpraibe bebcrrtchenl Ertolareichen, leicht tatzlichen Unterricht tn Wort und Schritt der deulichen Sprache ertettt Damen und Herren (separat) auch abend» ein tüchtiger und gewissenbaiter Prwalledrer. Die Stunde tostet ein« Mari. Sine Unter- rtchttiiunbe wöchentlich genügt Ge» fällige Angebote sind unter Q. 4 an Expedition des.Vorwärts' zu richten Kunititopseret oou Frau KotoSktz, Schlachtensee, Kurftratze 8, III. Waschanftäll. Bleich� Ftt- Köpenick', Köpciiick.Grüiiauerskatz« 86, liefert bei schonendster Behandlung Laken, Leibwösch«, vier Handtücher 10 Pfennig. Abholung Sonnabend. Hundert Mark Belohnung I Ver- lauien: Opernplatz, braune Teckel- Hündin(Abart), dunklerer Rücken- fh eisen, schwarze» Di eieck aus Schwanz. Marke 19 904, aus.Laelap»' hörend. Mcnzi. PotSdamerftratze 27b. 2993h* Erklärung. Nehme die Beleiht- guug gegen Frau Fehär, Georgen- kirchstratze 65, mit Bedauern zurück. Fro.uDeitncubaum.Grcnadierstratzell Ehretterklärung. Nehme die Vet leumdung. welche ich gegen Herrn Schlächtermeister Adols Lehmann, Oudenarderstratze 2, ausgcslotzen habe, mil Bedauern zurück und erttäre denselben für einen reellen Geschäst«, mann. Marie Rennauer, Oudenarder. stratze 1.+80 Vermietungen. Schlafstellen. Gchlafltelle, möblierte, für Herrn, Admiralslratze 16, Wittve Gariig. Sauber möblierte. Schlafstelle für Herrn, Rominienerstr. 24/25, Garten- hau» geradezu III. Fi au Schistke. Schlafstelle. KopernikuSskätze 3?, Ouergebäude I�vennietet P. Schuster. �Schlafstelle bei Neuntann, Man- kiifictstratze 5, vorn 2 Treppen.+2 lllllrinine möbli.rie Schlaistelle (Buhnhos Weddiiig) Kötliiierskatze 4, vorn U recht». Szepanial.+80 um SteUenxesuclie, Wlinder Stuhliiechter bittet Aideit. Rohrstühle werden billig an- gesertigt, abgeholt und zurückgesettdet. Gläser, Muiacksttatze 27. 29S7b* Stellenangebote, Marmorschletfer verlangt Luckauer- stratze 10. Lackierer für ariitel) verlangt lojort H. Bernert, Eharlollendurg, Wietandstratze 4L. � Graveur aus Aäder und Schwarz- druck verlangt sofort H. Bernert, Sharlottenburg, Wielandstratze 42. t 4». Hnnahme-Btellen für„Kleine Hnzeigen". Zentrnm: n Zinke, Mauerik. 89. ahnisch, Auguftstr. 50. Weaten: 9. Schmidt. Kirchbach str. tft Osten i W. Mann, PeterSburgerpIatz 4. R. Weuael«, Rüdersdorierstr. S. (vustav Vogel. Koppenftr. 88. Nordosten: L. Zucht, Jmmanueltirchstr. 12. I. Steul, vaniimitr. 42. Skordea: Raschle, Ackeritr. 36. Trapp, Stelfiiiersk. 10. Kart Mar», Luchenerik. 123. Kart gSethe, Nazarethtirchstr. L. Dechand, Nuhepiatzik. 24. H. 21-gel, Lartzingsk. 37. lll. Tieh, Jnvattdeusk. 124. Kordwesten: Karl«tibcr», Salzwedelerftr. T Btrckcrl, Gotziowsthslr. 29. Südwesten: H. Werner, Gneiseiiauitr. 7T Darhn. Hagelbergerftr. 27. Sittlon: Zt. Frtfi. Piittjeitilr. 31. Stich. Dchuiidt. Kottbujer Damm d. Südosten: Paul Böhm, Lausiger Platz 14/15 P. Horich, Sngel-User 15. Obariottenbnrg: «. Lchantberg. L-senheimerstr. L Eriedrlclisbcrg: O. Seilet, Kronprinzeuslr. 4. Rixdorf: M. Seinrich, Reckarslr. 7. Eonrad. Hermaunsk. 50. Rninntelsburga A. Rosenlranz, Slll-Boxgagen 56. SebOneberg: Wtlh.Bäuuiler.MarttttLutheillr.hl tzVelUensee: K. Fnhriu.xtn. Ledanilr. 105. Jul. Zchillert. König-ithattsje« 39» Reinlciceiidorr: P. Gittsoj, itamekestr. 12. Treptow: 245/? R. Gramenz, Rirshclzstr. 412. m