Nr.'72. Erscheint täglich außer Montags. Brets pränumerando: Vierteljährlich 8,30 Mart, monatlich 1,10 mt, möchentlich 28 Bfg fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit tluftr. Sonntags- Beilage Neue Selt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Defterretch= Ungarn 2 Mr., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Poft Bettungs: Preisliste für 1898 unter Mr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Jnferttons- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Beitzeile oder deren Raum 40 Pfg.. für Vereins- und Bersammlungs Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 1hr Nachmittags in der Groedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Ubr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Bormittags geöffnet. fernfpred- Anschlu Amt 1, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sonnabend, den 25. März 1893. Sic transit gloria mundi!") n In Deutschland Schweden Italien • • • 235,2 . 228,8 225,0 Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Politische teberlicht. Berlin, den 24. März. -O „ Gestern die Kornfammer Europas, und heute Brot aus dem Auslande beziehen!" so rufen die russischen Die Kornkammer Europas" nimmt also die lette Blätter aus, indem sie die Nachricht wiedergeben, daß in Stellung ein. Der Bundesrath hat in seiner Sigung vom 23. d. M. Riga Getreide aus Rumänien und Desterreich eingekauft den Handels- und Schifffahrtsvertrag mit der Republik Aber nicht besser ist es um den Verbrauch thierischer Uruguay den Ausschüssen für Handel und Verkehr und für wird. Es wäre thöricht," fügt die„ Russkaja Schisn" hinzu, Nahrung( Fleisch, Milch) bestellt. Nach den Angaben von Rechnungswesen, sowie den Gesezentwurf wegen Abänderung die Einkäufe nicht zu machen, blos um den Schein zu be- Neumann- Spallart tamen in den 80er Jahren auf 100 Ein- des§ 41 der Konkursordnung dem Ausschuß für Justizhalten, daß Rußland noch immer der brotreiche Staat ist" wohner: in den Vereinigten Staaten 102, in Rumänien 89, wesen überwiesen. Dem Ausschußantrage zu dem Gesetz-umsomehr, da der gegenwärtige Brotmangel in Ruß- in Dänemark 87, in Serbien 78, in Finnland 62, in entwurfe, betreffend die Bekämpfung gemeingefährlicher land durchaus nicht nur von der vorjährigen Mißernte Schweden 55, in Desterreich- Ungarn 45, in Deutschland 44, herstammt; darüber kann sich niemand täuschen: folgende in Frankreich 41, in England 41, in Rußland 39 Stüd Krankheiten, ertheilte der Bundesrath die Zustimmung. Zahlen, die auch einiges Licht auf die diesbezüglichen Ver- Vieh. Dabei ist zu berücksichtigen, daß das russische Nemesis. Dem Er- Herkules des Jahrhunderts will hältnisse in Deutschland werfen, beweisen das zur Genüge. Schlachtvieh von der schlimmsten Qualität ist und daß die aber auch nichts mehr gelingen. Jeder Pfeil, den er aus Nach Pleifer, Pettenkofer u. a. müßte der Pflanzennahrungs- russische Viehzucht seit 1861 fortwährend abnimmt( in den dem Hinterhalt abschießt, prallt auf ihn selber zurück. Jetzt verbrauch in Europäisch- Rußland jährlich 245,25 Kilogramm legten 5 Jahren um 7 pCt.) Während nach Mulhall der wieder, welches Pech mit den. Ahlwardt! Er der Nährpro Ropf betragen. Aber die statistischen Daten über Ge- Fleischverbrauch in den Vereinigten Staaten 129, in Däne- vater des Antisemitismus hatte dessen schrecklichstes treide- Produktion und Ausfuhr beweisen, daß in den letzten mart 105,6, in England 90,0, in Frankreich 63,75, in Schreckenstind dem bösen Nachfolger auf den Hals gehezt 20 Jahren diese Norm in Rußland bei weitem nicht erreicht Belgien 54, in Deutschland 52,5, in der Schweiz 51, in Defter- und siehe da, der blöde Hödur ist in eine tiefe, tiefe Schmußworden ist. Aus den Berichten der Gouverneure( 1870 bis reich- Ungarn 51 Pfund jährlich pro Kopf beträgt, beträgt er in pfüße getappt, auf deren Grund die zartesten Geheimnisse 1878) ift ersichtlich, daß, nach Abzug der Ausfuhr, nur Rußland nur 42 Pfund; ebenso reduzirt sich dort die Zahl des Ex- Herkules begraben liegen. Der moderne Herkules 188,25 Kilogramm Getreide pro Kopf, und in den Jahren von 205 Liter Milch, welche jede Person in West- Europa reinigt teinen Augiasstall er ist ein umgekehrter 1883-90 nur 178,12 Kilogr. zurückgeblieben find. Ueber- jährlich verbraucht, auf nur 91 Liter! Vergleicht man die Herkules. trägt man den Kartoffelverbrauch auf Korn, so modifiziren Summen, welche in den verschiedenen Staaten für Nah- Apropos, wie wäre es, wenn Hödur die Beschlags fich die obigen Zahlen zu 200,62 Kilogramm in den 70er, rungsmittel ausgegeben werden, so erhält man pro Kopf nahme der Papiere Reinach- Bleichröder's erwirkte? und 191,62 Kilogramm in den 80er Jahren. Diese Zahlen in Shillingen(= 1 Mart) England 192, Frankreich 188, werden noch bedeutend herabgedrückt, wenn man berück- Belgien 187, Dänemark 180, Deutschland 168, Schweden fichtigt, daß in ihnen der Getreideverbrauch für eine 153, Desterreich und Italien 96 und Rußland 92, d. h. in ganz enorme Schnapsbrennerei und für Viehzucht Rußland 32 pCt. weniger als durchschnittlich in Europa! mit eingeschlossen ist. Aber schon nach diesen Diese Zahlen sprechen zu deutlich, um noch irgend die russische Bevölkerung hätte Mindererbrauch von Nahrung zu leiden: in den fiebziger brechenden geschichtlichen Theorien schrieb, griff er zur inwelches Kommentars zu bedürfen. Als Buckle seine bahn Jahren 69,12 Millionen Zentner, und in den achtziger Jahren dischen und egyptischen Geschichte: lebte er jetzt, er brauchte 98,88 Millionen Zentner, d. h. 22 pet. unter der Norm: nicht so weit zu gehen. Der Umstand, daß in Rußland, der Minderverbrauch im letzten Jahrzehnte um 4,4 pCt. im Gegensatze zu ganz Europa, die Sterblichkeit nicht ab-, größer, als im ersteren! sonderu zunimmt( 9,4 vom Tausend mehr als in anderen Es erklärt sich dies ganz einfach darans, daß die Mehr Staaten und fast doppelt so groß, als in Schweden), die produktion an Getreide in Rußland nur dem Wachsthume ungeheuere Zahl von Verbrechen in diesem Lande, die Trunkder Bevölkerung entspricht, die Getreide- Ausfuhr aber mit sucht der Muschits, die gezwungen sind, in der Schenke ihr jedem Jahre größer wird. So exportirt Rußland in den Heil zu suchen, die Leprose( der Aussat) in Sibirien, die legten acht Jahren durchschnittlich 98,88 Millionen sibirische Beſt und Hungertyphus im ganzen Lande nach Zentner jährlich, gerade dasjenige Quantum, welches einer Mißernte das alles find die Folgen des Mangels die Bevölkerung zu einer normalen Ernährung nöthig an Nahrung und der Ursachen, die diesen Mangel hätte. Noch deutlicher tritt diese Anomalie zu Tage, heraufbeschworen. Ein anderes Rußland, ein freies wenn man Rußland mit anderen Staaten vergleicht. Der Rußland, könnte wirklich die Kornkammer Europa's werden. Verbrauch an Pflanzennahrung( Weizen, Roggen, Gerste Und mag sich„ Väterchen" noch so viel Polizei und Solund Mais) beträgt jährlich pro Kopf in Kilogrammen: daten schaffen: das zarische Rußland geht mit großen In den Vereinigten Staaten 808,0 Daten • • • " Dänemark Belgien 526,4 • 280,0 • 0 268,8 " n Frankreich( 1875-84) Desterreich- Ungarn • 265,6 • . 251,2 England( 1874-83) an einem Nach einem Referat, gehalten von 2. N. Mares in der statistischen Abtheilung der Moskauer juristischen Gesellschaft. Feuilleton. Nadbrud verboten.) [ 48 Die Laufbahn eines Nihilisten. Von S. Stepniat. Autorisirte Uebersehung. Frei ins Deutsche übertragen von Bertha Braun. Ich sagte Euch, daß er sich schon herausziehen würde!" rief Andrej aus, wobei er seinem Freunde einen Schlag auf die Schulter gab, daß er schwankte. Nun erzähl' mal!" Schritten jähem Untergang entgegen. Berichtigung. In unserem gestrigen Leitartikel befindet sich ein Irrthum. Der unfindbare Zeuge" Adickes ist längst toot, kann also nicht identisch mit dem jetzigen Oberbürgermeister von Frankfurt a. M. sein, den in dieser Sache erwähnt zu haben wir bedauern. Ja," sagte Wassilij, sich den Nacken kragend, es wäre das Beste gewesen, wenn ich nur geahnt hätte, was mir nachher noch begegnen würde. Ich glaubte aber, daß die Polizei sich schon von selbst fortbegeben und mich in Ruhe lassen würde. Daher entschloß ich mich, noch eine Zeit lang zu bleiben." Nun, was ereignete sich dann? Warteten sie lange auf mich?" " Bis nach Mitternacht," sagte Wassilij ungehalten. Eine halbe Stunde nachdem ich Dich gesprochen hatte, riefen sie mich und ich mußte ihnen Gesellschaft leisten. Und das Sonderbarste an der Sache ist", fügte er in einem anderen Tone hinzu, daß ich es gerade war, der sie zurückhielt, indem ich ihnen Hoffnung machte, daß Du vielleicht kommen tönntest." rief Ein Lächeln spielte über Wassilij's Lippen, verIch schwand aber sofort, und sein Gesicht wurde wieder ernst. Wohlan", fuhr er fort, um halb zwölf erhoben sich die Polizisten und setzten ihre Hüte auf. Welche Angst die Vernichter vor den Ver. nichteten haben, erhellt mit überwältigender Komik aus nachstehender Berliner Korrespondenz der Nationalliberalen Rorrespondenz"( s.„ Leipziger Tageblatt" vom heutigen Tage): Berlin, 23. März. Mit dem lebhaftesten Eifer betreiben die Sozialdemokraten schon die Wahlagitation für die möglicherweise bald kommenden Reichstagswahlen. Die Ernennung von Kandidaten ist im vollen Zuge; die Sozialdemokratie will diesmal für alle 397 Wahlbezirke Kandidaten bestimmen, natürlich handelt es sich bei der weitaus größeren Mehrzahl der Wahlfreise nur um zähltandidaten. Eine ganze Anzahl Konferenzen für einzelne Wahlkreise, welche in den nächsten Tagen stattfinden sollten, ist abgesagt worden, weil die Leiter der Wahlbewegung der Meinung sind, daß nach der Auflösung des Reichstages doch sofort behufs Betreibung der Wahlagitation eine Konferenz angesetzt werden müsse. Die Eintheilung der einzelnen offiziellen Wahlkreise in kleinere Unterabtheilungen ist in der letzten Zeit wesentlich gefördert worden. In der vorgestern stattgehabten Sigung des Wahlvereins für den 3. Berliner Reichstags- Wahlkreis gab ein Genosse" tund, daß an gesichts der nahen Reichstags- Auflösung auch der 3. Wahlfreis in Bezirke eingetheilt sei. Das letzte Mal kandidirte bekanntlich hier mit den allergrößten Chancen der vielgenannte Genosse Wildberger. Die Sozialdemokratie trägt sich, bezüglich des Ausfalls der nächsten Reichstagswahlen, mit stolzen Hoffnungen. Die Parteileitung glaubt weniger auf eine besonders starke Vermehrung der Mandate, als auf eine gewaltige Bu nahme der Stimmen rechnen zu können. In Volksversamm lungen haben ja Agitatoren untergeordneter Bedeutung davon gefabelt, daß drei Millionen sozialdemokratischer Stimmen würden abgegeben werden. Geld hat die Sozialdemokratie # 1 " Ich war fest überzeugt, daß er jetzt bestimmt forts gehen würde. Er heftete sich aber an mich wie eine Klette." Sieh her, Dnesim," sagte er mir, sehr freundlich,„ ich fehe, daß Du ein braver Bursche bist, ich will Dir auch drei Rubel geben, wenn Du Dich anständig benimmst. Lasse Deine Sachen hier und mache durch die Wirths- und Kaffeehäuser der Nachbarschaft eine Runde; vielleicht findest Du Deinen Miether irgendwo. " Ja, Ew. Gnaden", sagte ich, ich muß aber heute Abend nach Boltawa reisen." " " Thut nichts, Du hast viel Zeit vor Dir." Du bekommst drei Rubel, wenn Du Deinem Miether fängst, mert' Dir das." Und er gab mir Unterweisungen: Wenn Du ihn triffst, erschrecke ihn nicht. Sag' ihm, daß sein Paß pünktlich eingetragen und Dir wohlbehalten zurücks gegeben sei. Er wird sich darüber freuen und mit Dir unbefangen zurückkehren. Wenn Du dann am ersten Poli zisten vorbei fommst, pack ihn am Kragen und gieb ihn in Haft. Verstehst Du?" " Ja, Ew. Gnaden," sagte ich # Willst Du alles so thun, wie ich Dir gesagt habe?" Gewiß, Ew. Gnaden," sagte ich. D, es war eine verdrießliche Angelegenheit!" Waffilij aus, indem er sich auf einen Stuhl warf. tann taum glauben, daß ich davon gekommen bin." " Waren Sie verhaftet?" fragte Wulitsch. Schlimmer!" sagte Wassilij, mit einer Handbewegung. Sie werden schließlich zum Teufel gehen, dachte ich. Was? vielleicht gefoltert?" fragt Sina lächelnd. Doch vor dem Weggehen befahl mir der Polizei" Noch schlimmer, ich versichere Euch!" wiederholte Inspektor, Dir, wenn Du zurückkämest, kein Wort Wassilij. von seinem Besuche zu sagen, indem er hinzufügte, " Aber was, um alle Welt, ist Dir denn zugestoßen, daß er am nächsten Tage um 8 Uhr wieder vor alter Kamerad?" fragte Andrej. Erzähle uns alles in der sprechen würde. Das war eine neue unangenehme Situarichtigen Reihenfolge. tion; ich wollte aber meinen Paß nicht verderben, indem Waffilij erzählte hierauf, wie die Polizei kam, nach ich fortlief, und entschloß mich deshalb ihn ruhig zu er- Er beugte den Kopf zur Seite, reckte den Hals und spitzte Andrej fragte, wie er den Einfältigen spielte und die warten. Erlaubniß erhielt, von der Rumpelkammer aus dem Feuerwerk zuzuschauen. " Weshalb machtest Du Dich aber nicht mit mir aus dem Staube, nachdem Du mich gewarnt hattest?" fragte Andrej. Er fam. " Ist Ihr Miether zurückgekommen?" " Nein, Euer Gnaden." Wo kann er sein?" " Ich weiß nicht, Euer Gnaden." Beim Erzählen seines Abenteuers war Wassilij in den Geist seines eben erst ausgeführten Spieles hineingekommen. Unter dem herzlichen Gelächter seiner Freunde trug er seine Rolle so vor, wie er sie vor dem Inspektor gespielt hatte. die Lippen, wie ein junger Mensch, der angestrengte Aufmerksamkeit einer Sache schenkt, und nickte zum Zeichen seiner Einwilligung furchtbar energisch mit dem Kopfe. Wir verließen zusammen das Haus," fuhr er fort, und ich machte mich daran, durch Wirthshäuser und genug, und die Berliner Arbeiter- Bildungsschule hat ein Seer und daß, wo dies nicht der Fall, Quetschungen und Knochenvon Agitatoren großgezogen. Volle Aktionsfreiheit hat die brüche die Folge wären, so gefährlich, vielleicht gefährlicher Sozialdemokratie eben alls; und die antifozialdemokratischen wie gewöhnliche Schußwunden. Parteien máissen, wollen sie dem sozialdemokratischen Ansturm gegenüber gewappnet sein, alle Kräfte zusammennehmen und eine unermüdliche Agitation entfalten; denn sonst könnte das rothe Banner über Wahlkreisen wehen, die bisher durch " Ber dem Russen und Boruffen. Ueber ben attentäterten man ber Moskauer Bürgermeister Alcgejero schreibt Frankfurter Beitung"( Nr. 83 vom 24. d. M.): Sie bringen aus Amerikaners Buche des H. Frederic eine Charafteriftit des grausamen und barbarischen Moskauer Bürgermeisters Alegejem, auf den fürzlich gefchoffen wurde. Es heißt dort, die ersten Tage des Bafsahfestes 1891 würden den Juden Rußlands unvergeßlich sein; damals habe Alexejew einen Befehl der Regierung zur Vertreibung jüdischer Handwerker veröffentlicht, da es ihm ein besonderes Vergnügen machte, das Dekret, das ihm schon einige Tage vorlag, gerade am Feiertage fundzugeben. Gewiß ift Alexejewo ein Barbar und von ausgeprägter Rohheit des Charakters. Welches Urtheil soll man aber über die Perfonen aussprechen, die seiner Zeit zahlreiche Frankfurter Sozialdemokraten meist Familienväter zum ersten Weihnachtsfeiertage vorluden, um ihnen den Ausweisungsbefehl einzuhändigen? und über Beamten, die zu ähnlichen Zwecken das Oster- oder Pfingstfest auswählten, nicht in Franffurt freilich, sondern anderswo, jedoch nicht in Rußland, sondern in Deutschland. Das waren nicht Ruffen, sondern Borussen; auch sie werden nebst ihren Thaten unvergessen bleiben." Politische und kapitalistische Geschäfte des Deutsch liner Zeitung" vom 24. b. M. lieft man: Herr Stadt. freisinns. In der deutsch freisinnigen patriotische, staatserhaltende Männer vertreten waren. Odiese armen Vernichter! Ein Fläschchen her, daß rath Bail ist am Mittwoch von der General Ber fie uns nicht vor dem Wahlkampf in Ohnmacht fallen! Sammlung der Großen Berliner PferdebahnGesellschaft in den Aufsichtsrath gewählt worden, Eine neue Antisklaverei Lotterie ist in Sicht. einige Tage vorher erfolgte die Wahl des Stadtraths Nachdem die, welche nicht alle werden, schon einmal für die Hübner in den Aufsichtsrath der Asphalt Gesells Zwecke der Kolonialabenteuer geschöpft worden sind, wird schaft Joh. Jeserich, vor einigen Wochen trat der jetzige. den Lottericheiligen wohl auch diesmal freie Bahn gelaffen 3 weite Vorsteher der Stadtverordneten werden. So ist die Sozialreform von Oben" beschaffen, Bersammlung, Dr. Alexander Meyer,( der WizGutsteuer, Blutster, Blödsinnssteuer. bold des Reichstags, Häuptling der Wadelstrümpfe und Lobredner von Ministern Red. d.„ V.") in den Auf Für Herrn von Stephan läßt der Ober- Post- sichtsrath der Berliner Elektrizitäts. direttor in Dresden ein Vertrauensvotum unter wo erte ein. Jm legten Falle wurde die Wahl empfohlen den Post assistenten zirkuliren. Wie die Volts- unter dem Hinweis auf die einflußreiche Zeitung" mittheilt, ist bei der Berbreitung der Kundgebung Stellung des Herrn Dr. Meyer in der erklärt worden, die Ober- Postdirektion wünsche möglichst st å dtischen Verwaltung, und gleiche Rücksichten Ein ,, alter Achtundvierziger", der aber kein Berzahlreiche Unterschriften". Die Unterschriften sollen an die dürften auch in den beiden späteren Fällen, ausgesprochen räther war, ist gestern in Klagenfurt( Defterreich) ges Sächsische Bank in Dresden abgegeben werden. Präsident oder unausgesprochen, für die Wahl bestimmend gewesen storben: Dr. Adolf Fischhof, der 1848 in der Wiener des Verwaltungsraths dieser Bauf ist der konservative Ab- sein. Wir haben bereits in dem Falle Dr. Meyer auf die Bewegung eine hervorragende Rolle spielte- er war geordnete ulys ch. So wird die Stimmungsmache Bedenken gegen die personelle Vereinigung städtischer Aemter Präsident des Sicherheits- Ausschusses- und seiner Zeit m systematisch betrieben. Daß sie erfolglos bleibt, dafür sorgt mit mehr oder weniger einträglichen Sinekuren in der den Prozeß wegen der Ermordung des Kriegsministers der sichere Takt der öffentlichen Meinung, die mit den Verwaltung solcher Gesellschaften, die mit der Stadt in Latour verwidelt wurde. Fischhof zog sich nach seiner Boftgewaltigen Stephan, Fischer und Kompagnie ein für geschäftlichen Beziehungen stehen, aufmerksam gemacht. Entlassung aus dem Gefängniß von der offiziellen Politik allemal fertig ist. Natürlich wird die Freiwilligkeit der Wir können dies heute nur wiederholen. Gerade weil wir zurück, und machte keine der Wandlungen mit, durch Unterschriften nicht anzuzweifeln sein. feinen Augenblick an der Integrität der drei genannten welche der Name Achtundvierziger" so in Verruf geHerren zweifeln, wundern wir uns, daß sie sich ohne fommen ist. Eine neue Kultur- Errungenschaft. Ein Schneider zivingenden Grund in Stellungen begeben, in welchen fie meister Do we in Mannheim hat kugelfichere Brust Interessen- Kollisionen ausgesetzt sind. Heute, wo die VerGegenwartsbild aus Rußland. Ein Zug von 874 panzer erfunden. Die Neue Badische Landes Beitung" leumdung hinter jeder Straßenecke lauert, ift in solchen russischen Gefangenen wurde auf der sibirischen Boststraße Dingen die größte Reinlichkeit wünschenswerth, von einem furchtbaren Schneegestöber überrascht. 280 Der Panzer, der Bruft und Leib des Soldaten schützen namentlich wenn nicht blos der eigene Ruf, sondern auch Personen, unter denen sich 62 politische Gefangene be foll, ist mit dem gleichen Tuch, aus der die Uniform des Sol- der der städtischen Selbstverwaltung in Betracht kommt." fanden, gingen zu Grunde. Daten gefertigt ist, überzogen. Die Waffe selbst ift Geheimniß Die Pferdebahn- Gesellschaft, die Elektrizitätswerke, die des Erfinders. Der Panzer, der nur für den Krieg dienen Frankreich. Die Mille'o one' sche Radan- Inter foll, iſt jo angefertigt, daß er bequem auf der Uniform des Asphalt- Gesellschaft find fapitalistische Unternehmungen, pellation hat den von uns vorausgesagten Erfolg oder richtiger Soldaten beseitigt werden kann; er wird an den Achsenklappen- deren Interessen mit den städtischen Interessen beständig Mißerfolg gehabt. Der Regierung war es ein Leichtes, Knöpfen eingehängt und an den Hüften durch weiter an der follidiren, d. h. wenn die Stadtverwaltung für den diesen in's Französische übersetzten Ahlwardt abzuschütteln Uniform anzubringende kinövfe befestigt. Auf diese Weise liegt gemeinen Nutzen und nicht zu gunsten einer schmählichen diesen in's Französische übersetzten Ahlwardt abzuschütteln und statt des ihr zugedachten Mißtrauensvotums ein ziem die Schußuniform, deren Gewicht höchstens 6 Pfund betragen Betternwirthschaft wirthschaften will. Dieser Sachverhaltlich gewichtiges Vertrauensvotum einzuheimſen. Die Fluth soll und infolge dessen von den Soldaten leicht getragen wer liegt klar zu Tage. Wer ein öffentliches Amt bekleidet, wendet sich jetzt in Frankreich, und ihre Wucht trifft die ben tann, bequem an und ermöglicht auch dem Soldaten, sich darf nicht zu gleicher Beit bei derartigen Unternehmungen Angreifer von gestern. Der Ansturm der antisemitischmeldet darüber: 3 " frei zu bewegen. Am lezten Freitag find auf dem Mann betheiligt sein. Oder aber er selbst liefert dem Berdacht, boulangistisch- monarchistischen Reaktionäre auf die Republik heimer Militär- Schießplag nach verschiedenen Vorproben die betheiligt sein. andgiltigen Schießversuche mit der jetzt vervollkommneten Er: daß er nur Agent dieser Unternehmungen sei ist mißlungen; und die bevorstehenden Wahlen werden ein findung gemacht worden. Die Schießversuche wurden auf und zu deren Nutzen in seinem öffentlichen Amite wirke, die Gericht sein über diese Gesellschaft. 400 Wieter Entiernung von Unteroffizieren des Mannheimer festeste Grundlage. Grenadier- Regiments vorgenommen. Aus Holz war eine vollMan schreibt uns aus Paris, den 22. März: Streit in franzöfifchen Staatsfabriken. ständige Figur eines Soldaten hergestellt, auf welcher der Sächsische Redefreiheit. Die Dresdener Polizei Der Kampf gegen die Gewerkschaften, deren Bildung und Schußpanzer befestigt war; aber feines der Geschosse durch verbot dem Genossen Krüger in einer Tertilarbeiter Organisation im Jahre 1884 in Frankreich gefeßlich fanttionict drang den Stoff. Trotzdem die neuen Geschosse bekanntlich Versammlung zu sprechen, weil er Tischler ist. Der wurde, wird vom Staate selbst, wo derselbe als Unternehmer mit einen Stahlmantel umgeben sind, blieben dieselben platt: Genosse Kön durfte in einer Hutmacherverfam mauftritt, mit nicht geringerer Energie und Anmaßung geführt, als gedrückt in der Masse fizen. Um jedoch auch feststellen zu lung ebenfalls nicht reden, weil er sich nicht die Hut von den Privatkapitalisten. Die Ereignisse von Rives be: Gier, fönnen, inwieweit der Soldat durch den Anprall der Kugel in Aitleibenfchait gezogen werden kann, war unter dem Schuß macherei, sondern die Photographie zum Berufe er- wo die Hüttenbesitzer einen Ansturm auf die Metallarbeiterpanzer, der übrigens elastisch ist, ein weicher Stoff befeitigt. foren hat. Fühlt denn keine der maßgebenden sächsischen Organisationen unternahmen, sind noch frisch in aller Gedächtniß. Da hat man nun die Wahrnehmung gemacht, daß auf 400 Verwaltungspersonen, wie durch und durch sinnlos solche Der dortige Streik ist fürzlich dadurch beendigt worden, daß man Meter Entfernung durch den Unprall der Kugel der unterlegte Verbote sind, ganz davon abgesehen, daß sie selbst in dem auf beiden Seiten Konzessionen machte; die Arbeiter begnügten sich damit, ihre Position behauptet zu haben und zogen ihre weiche Stoff etwa zwei Millimeter tief an jener Gegend, wo dehnbaren sächsischen Versammlungsrecht teine ausreichende weitergehenden Forderungen, welche den Syndikaten eine gewiffe der Schuß in den Panzer eingedrungen, eingedrückt war. G3 Stüße finden? Ist es überdies schon in Sachsen vor Kontrolle in den Fabriken gewähren follten, zurück. Dafür ist daher anzunehmen, daß der in die Brustgegend auf dem gekommen, daß Konservativen, Antisemiten oder National nahmen die Hüttenbenzer die entlassenen Arbeiter wieder Banzer getroffene Soldat wohl etwas in Mitleidenschaft ge- liberalen das Sprechen in Versammlungen von Leuten vers an. Jezt tommen aus ben Dom Staate betriebenen zogen wird und vielleicht mit einem blauen Mal" davon damals von Rives tommen tönnte. Auf eine Entfernung von 100-200 Meter boten wurde, die einem anderen Berufe als dem der Sprecher Industrien ähnliche Nachrichten wie dürfte nach Urtheil Sachverständiger der Anprall des Ge- angehören? Gang gewiß nicht. Aber gegen die Sozial- de- Gier. In der Umgegend von Paris, in Pantin und schoffes seine Wirkung dahin ausüben, daß der Soldat um- demokratie erlaubt man sich's. Mögen die vom Unter- Aubervilliers, ist ein Streit in ben staatlichen Bündholzfabriken ausgebrochen. Die dort beschäftigten geworfen, vielleicht auf einige Beit ohnmächtig, jedoch nicht genehmerthum mit am ärgsten ausgebeuteten und von der 180 Arbeiter und 400 Arbeiterinnen haben einmüthig beschlossen, tödtet wird. Polizei bis aufs menschenmögliche beschwerten sächsischen nicht eher in die Fabrikräume zurückzukehren, als bis die dort Wie gemeldet wird, soll ein Berliner Konsortium Arbeiter bei den nächsten Landtags- und Reichstagswahlen herrschenden Uebelstände, auf deren Beseitigung die Gewerkschaft das Patent bereits angetauft haben." die passende Antwort geben. " Bu immer mehr verfeinerten, Millionen verschlingenden Kniffen gelangt die Pickelhauben- Zivilisation. Sie will jezt, wie weiland die Bauberkünstler der Landsknechtszeit, die Krieger hieb und schußfest machen. Nun fehlt nur noch ein Beinpanzer und eine schußfeste Haube, und der tolle Wider sinu ber Massenmord- Technik hat seinen Gipfel erreicht. n der Zündholzarbeiter längst gedrungen hatte, abgeschafft werden; ihre in Bordeaux, Marseille u. f. w. arbeitenden Kollegen haben sich Jofort telegraphisch mit ihnen solidarisch erklärt. Die Streifenden verlangen eine Lohnerhöhung, Unterdrückung der Strafen, Verlegung gewiffer Beamten und hygienische Maßs regeln. Die Verwaltungsbehörde, welcher das Arbeiter Syndikat schon längst ein Dorn im Auge war, batte unter Anrufung eines nichtigen Vorwandes eins der thätigsten Mitglieder des Syndikats entlassen, was eine der Hauptursachen des Ausbruchs des Streifenden Der Katzenjammer des Zentrums. Fünf Reichs tags- Wahlen", schreibt die Germania", das Hauptorgan der deutschen Ultramontanen, haben seit einigen Monaten stattgefunden, der Reihe nach in Kelheim, Kaufbeuren, Amberg, Arnsberg und Ravensburg, und aus jeder dieser Uebrigens handelt es sich offenbar um eine windige Wahlen ergeben sich wichtige Lehren. Sie sollen alle erufts Geschäftsreklame. Die Möglichkeit, einen undurchdringlichen lich erwogen und praktisch verwerthet werden, wo es Schäden Streits bildete, und benahm sich jetzt den Banzer zu schaffen, ist unzweifelhaft vorhanden, aber wo zu berühren giebt, soll nichts vertuscht werden- so erfordert gegenüber sehr hochfahrend; das Intereffanteste ist, daß die Gewalt der Geschosse so groß ist, wie bei den jetzigen es Pflicht und Interesse des Zentrums in gleicher Weise. einzelne kapitalistische Blätter, die sofort gegen die Arbeiter Waffen, wäre der Stoß ein so furchtbarer, daß der Bauzer, Programm und Organisation und Agitation alles ist jetzt Partei ergriffen, allen Erustes die Frage aufwarfen, ob vom falls undurchdringlich, mit in den Körper geriffen würde, einer Prüfung zu unterwerfen." Zu der letzten Wahl, der Staate angestellte Arbeiter überhaupt das Recht hätten zu streifen, im württembergischen Oberland, bemerkt das klerikale und verneinend antworteten. So weist man z. B. in dem von Yves Guyot redigirten Siècle" auf die„ privilegirte" Schenken die Runde zu machen. Ich konnte es nicht ändern, Blatt: Sieht man nicht auch hier wieder, wohin Stellung der Arbeiter in den Zündholzfabriken hin und schließt die Stimmungen in Deutschland gehen? daraus, daß diese Vorrechte auch besondere Verpflichtungen aufdenn vielleicht folgte und bewachte mich ein Spion. Da Würde eine Reichstags- Auflösung wegen der Militär- erlegten, vor allen die, niemals die Arbeit einzustellen. Die traf ich eben Watajko in der Straße, zog es aber vor, nicht nun fagen wir einmal, bas Privilegien", deren sich die staatlich angestellten Arbeiter vor mit ihm zu sprechen. Um vier Uhr Nachmittags fehrte ich Gegentheil der Weisheit sein? Der einzige Kan- iuren von Privatkapitaliſten beschäftigten Kameraden erfreuen, nach meiner Wohnung zurüd. tawa ging in anderthalb Stunden ab. Ich konnte meine didat, der in dem Wahlkreise für die Militärvorlage benehen nach dem„ Siècle" darin, daß sie während des ganzen eintrat, der mittelparteiliche, finft auf weniger als die Jahres Arbeit haben, und daß die Arbeiterinnen nach dreißig Leiden wohl als vollendet betrachten. balten. Letteres Privileg" ist übrigens, wie die Arbeiter verIch bezahlte meine Rechnung, pacte meine Sachen Hälfte der früheren Stimmen, von je 22 Abstimmenden er Jahren 300 Franten und die Arbeiter 600 Franken Pension erund ging in die Straße hinunter, indem ich überlegte, wie hält er nur eine Stimme, dagegen steigen die Sozialisten sichern, eine grausame Ironie; denn der Phosphor sorgt schon dafür, ich wohl am besten zu Euch gelangen konnte, als ich meinen beinahe um die Hälfte der früheren Stimmenzahl, die daß fast niemand das erforderliche Alter erreicht. Der Abgeordnete Bolizei- Juspektor erblicke, der in Zivilkleidung mich be- Demokraten beinahe auf das Doppelte von früher! Je des Wahlbezirks Bantin, Herr Goussot, hat sich sofort zur Verobachtete, und sich hinter einer Ecke zu verstecken suchte. radikaler, je energischer gegen die Militärvorlage, desto mehr fügung der ausständischen Arbeiter gestellt und die Bertheidigung Und auch in Kelheim und Arnsberg ihrer Rechte übernommen. Er führte eine Delegation der StreiDer verdammte Schurke, er war wieder hinter mir. Erfolg. unter anderem eine Haupt- tenden zum Palais Bourbon und vermittelte eine Unterhandlung Mir blieb teine Wahl übrig, als anstatt zu Euch, nach der war die Militärvorlage Eisenbahnstation zu gehen. Ich nahm eine Droschte, der grundlage der Erscheinungen!" Die Klagen helfen nichts, derfelben mit der Gruppe der sozialistischen Arbeiterdeputirten. Beamte folgte in einiger Entfernung in einer andern. fo lange das Zentrum feudale Politik treibt, so lange es auch mit dem Generaldirektor der staatlichen Industrie nahm er zessionen machen und den Streifenden Trotz bieten zu wollen; es Wir erreichten die Station lange vor Abgang des Buges. die Geschäfte der Brotvertheurer und des Militarismus be persönlich Rücksprache; derfelbe erklärte, durchaus keine Kons Der Billetschalter war noch nicht geöffnet, der Polizeiinspektor sorgt. Für das katholische Volt, dem die Schuppen nun feien ihm schon Zündholz Lieferungen aus dem Auslande angeverbarg sich neben dem Bücherstand. Ich ging auf und ab, von den Augen fallen, giebt es nur den Weg nach links, boten worden. Diese Drohungen erregten in den Versammlungen blickte auf die Decke, die Fenster, die Thüren, auf alles, nur und dieser führt sicher zur sozialen Demokratie.der Bündholz Arbeiter, an denen sich auch die Arbeiterinnen in thätigiter Weise betheiligen, einen wahren Entraftungssturm. nicht auf meinen Aufpasser, den ich nicht zu sehen schien. Fusangel. Amtliches Wahlergebnis: Bei Die Delegirten der ausständischen Arbeiter werden neue ZuDoch verlor ich ihn nicht einen Moment aus dem Ange. der am 20. d. M. im 2. Wahlbezirk des R.- B.Arnsberg sammenkünfte mit den sozialistischen Abgeordneten haben, und es Ich erwartete, daß er schließlich befriedigt sein würde, mich auf dem Bahnhof zu sehen und mich allein lassen würde.( Arnsberg- Meschede- Dlpe) stattgehabten Reichstags Erfaß ist hö.bft wahrscheinlich, daß in den nächsten Tagen der in Bantin wahl wurden im Ganzen 20 581 Stimmen abgegeben. Bon ausgebrochene und jetzt faſt allgemein gewordene Streit der denselben entfielen 15 131 Stimmen auf Chefredakteur Fus. Bindholz- Arbeiter zuin Gegenstande einer Interpellation gemacht angel- Bochum( Zentrum) und 4729 Stimmen auf OberRentmeister a. D. Böse- Münster( Bentrum), der Rest der wählt.Aber nein; er blieb noch immer da, um aufzupassen. Der Billetschalter wurde geöffnet, die Leute drängten fich, um ihre Billets zu bekommen. Noch immer war er da, der Schurke! Ich durchschritt bie Halle und nahm meinen Plaß am Geländer ein. Dies würde ihm genügen, hoffte ich. Der Inspektor erhob sich in der That, aber nur um näher zu kommen und am Billetschalter umherzuschleudern. Ich war sehr verlegen, was ich thun sollte. Ein Billet nach Boltawa nehmen, und an der erften Station aussteigen? Ich hatte aber nur zwei Rubel in der Tasche, lange nicht die Hälfte, um mein Fahrgeld zu bezahlen. ( Fortsegung fofgt.) Stimmen zersplitterte sich. Der Erstgenannte ist somit gewerden wird. Brüssel wird unterm 23. d. M. berichtet:„ Die heutige Die belgischen Volksfeinde an der Arbeit. Aus Sigung der Deputirtenkammer wurde durch eine Rede des Führers der gemäßigten Linfen, Frère Orban, voll Gegen das allgemeine Wahlrecht beutet die Röltändig ausgefüllt, derielbe sprach über das allgemeine nische Beitung" ben Ahlwardt Rummel aus. Stimmrecht, welches die Herrschaft der Zahl zum Ausdruck Natürlich werden die Sykophanten des Geldproßenthums bringe, aber nicht die Gerechtigkeit." Frère Orban ist der sich hüten, die Sonde in die Wunde zu senken und einzu auserlesene Vertreter der ödesten großbürgerlichen Profits gestehen, daß der Ahlwardt nur ein Fäulnißpilz ist, sucht, die dem Arbeiter mit liberalen Redensarten und geblauen Bohnen den Mund stopfen wie er auftritt bei jedem Vorgang der Bersegung. Weil gebenen Falls mit der Kapitalismus zerfällt, deshalb erscheint der Ahlwardt will. Trotzdem wird die Arbeiterschaft ihr Ziel erreichen, so oder so. Bazillus. England. Jetzt endlich nach mehr als breimonatlicher| Titel„ Chicagoer Edjo". Infolge finanzieller Schwulitäten harren meinen Maschinen- Arbeitern geringere Löhne zahle, als früher, Dauer ist der Lancashire Streit zu Ende gelangt. feinerzeit die Leiter der anarchistischen Arbeiterstimme" ein habe dies auch nicht beabsichtigt. - " Am Montag, werden die Fabriken wieder geöffnet. Die Rompromiß mit den Sozialisten abgeschloffen, wonach diesen ein Die Maschinen- Arbeiter haben vielmehr ohne jeden Grund Arbeiter haben sich der bitteren Nothwendigkeit fügen Theil des Blattes zur Verfügung stehen sollte; dafür rechnete die Arbeit niedergelegt, verfuchten auch heut morgen schon, wieder und die Lohnreduktion, um welche der Kampf entbrannt man darauf, daß die Sozialisten für die Unterbringung der neu anzulommen. war, annehmen müssen gegen das vage Versprechen, daß auch, und zwar seitens der Sozialisten in der Hoffnung, auszugebenden Antheilscheine sorgen würden. Dies geschah denn G. Stiegbahn, Berlin, Waldemarstr. 14. die Löhne wieder erhöht werden sollen, wenn die Geschäfte dadurch Leute aus den eigenen Reihen in den Verwaltungs Die Brauer der größeren Brauereien in Mainz haben besser geben. Die Niederlage der Arbeiter war vorauszu- rath 2c. bringen und so einen direkten Einfluß auf das Blatt am Touneistag Mittag die Arbeit eingestellt. fehen. In einer Zeit der geschäftlichen Krise, wie der jetzigen, gewinnen zu fönnen. Es zeigte sich aber natürlich bald, daß ist eine Arbeitseinstellung der Arbeiter von vornherein aus- dies eine falsche Spekulation war, indem eine genügende Anzahl Zuzug von Drechslern nach Geringswalde i S. ift fichtelos, und kann sie nur den Unternehmern Vortheile der neuen Antheilfcheine gegen eine geringe Anzahlung unter die fernzuhalten. Es sind dort Lohndifferenzen vorgekommen. Ferner bringen. Die englischen Baumwollen Fabrikanten erzielen Anhänger der alten Leitung vertheilt wurden, um dieser unter werden die Holzbildhauer ersucht, Arbeitsangebote des Fabris für ihre Waare heute höhere Preise als vor Beginn des oben angedeutete Abkommen insofern eingehalten, daß Ein- feinen Arbeitern das durch den Streit, Errungene illusorisch allen Umständen die Majorität zu sichern. Indessen wurde das fanten Jaiser in Budapest abzulehnen; der Herr will Streiks, dessen Kosten sich so für sie bezahlt machen. Und sendungen und Berichte der Sozialisten aufgenommen und feine machen. welches Elend haben die Arbeiter erdulden müssen! O, dieseredaltionellen- Angriffe gegen deren Wahltaftik gemacht fchöne Harmonie der Interessen"! wurden. Letzteres gefchab aber von dem Zeitpunkt an, als die find Lohndifferenzen ausgebrochen. Für Formen, welche 1 bis In der Müller'schen Goldschlägeret in Augsburg In dem Parlament geht es vor den Ferien noch fozialistische Arbeiterpartei beschloß, sich an den lokalen Wahlen 11/2 Sechzehntel Dufaten dünner gefchlagen find, wird nichts recht lebhaft zu. Nach einem ziemlich heftigen Vorposten im Frühjahr zu betheiligen. Und so saben sich die Sozialisten bezalt, ja noch 1,34 M. Entschädigung verlangt. Es wird um gefecht hat die Opposition jetzt ein förmliches Mißtrauens- genöthigt, wenigstens für die Wahlkampagne ein eigenes Organ Fernhaltung des Zuzugs auf so lange ersucht, bis die Differenzen votum gegen die Regierung beantragt und zwar in folgender zu schaffen. Da die sozialistische Bewegung in Chicago in den legten Jahren einen verhältnißmäßig bedeutenden Aufschwung Form: beglichen sind. Das Vorgeben der Exekutive in Irland, welche schwere genommen hat, so ist zu hoffen, daß das Unternehmen auch nach Verbrechen verzeibe, und es an der erforderlichen Unterstüßung der Wahlkampagne aufrecht erhalten bleibt. zur Durchführung der Gesetze ermangeln laffe, sei geeignet, das System des Terrorismus und der Einschüchterung, das in Irland geherrscht habe, wieder zu beleben und die Ausführung des Gesetzes verächtlich zu machen. Dieser Angriff ist der Regierung schr unbequem, weil die Begnadigung irischer Verbrecher" auch von vielen Anhängern Gladstone's mißbilligt wird. Parteinachrichten. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Die Weber der Firma Kreuels u. Better in Biersen haben die Kündigung zurückgenommen, da ihnen eine Aufbefferung zugesagt worden ist. Die am 20. März in Edenkoben zufammengetretene Krankenkassenwesen. Der Britwalter Maurergesellen Konferenz der Parteigenossen aus dem zweiten pfälzischen Krankenkasse( E..) in Pritwalt, der Allgemeinen Unterſtüßungs Wahlkreise wurde von dem überwachenden Polizeibeamten auf- faffe für Krankheits- und Sterbefälle zu Mammolshain( E. s.) gelöst, weil der Einberufer es fritisirte, daß der Polizeibeamte und der Kranten- Unterstützungskaffe zu Wutsdorf ist vom Minister mehrere Bierphilister, die offenbar die Verhandlungen stören für Handel und Gewerbe die Bescheinigung ausgestellt worden, wollten und hinausgewiesen wurden, in ihrer Absicht, da zu daß sie, vorbehältlich der Höhe des Krantengeldes, den Anforde bleiben, unterstüßte, obschon sie in der geschlossenen Gesellschaft rungen des Krankenversicherungsgesetzes genügen. nichts zu suchen hatten. " " Die Brauergehilfen Fürths haben am vorigen Sonntag in einer Versammlung einstimmig beschlossen, gegen die Petition der Brauereibesizer Deutschlands, worin behauptet wird, die Einführung der Sonntagsruhe sei im Brauereigewerbe un ausführbar", beim Bundesrathe zu petitioniren. In dieser Gebilienpetition wird unter Berufung auf Nürnberger und Fürther die Einführung der Sonntagsruhe sehr wohl möglich ist. In einigen Brauereien ist sie schon eingeführt, deshalo kann das bei den anderen nicht unmöglich sein. Itona hatte am Schlusse des Rechnungsjahres 1891/92 ein Vermögensverhältnisse deutscher Gemeinden. Die Stadt Gesammtvermögen von 17371 676,86 W.( darunter 2510 229,05 m. Rapital und 11 725 285 M. Jimmobiliarvermögen). Die Schulden Rapital und 11 725 285 M. Jimobiliarvermögen). Die Schulden der Stadt betrugen 17 015 605 m. der Stadt betrugen 17 015 605 W. Der Redakteur der Wurzener Zeitung, Genoffe Adolf Thiele, bat am Dienstag den Rest seiner Gefängniß strafe angetreten. Er ist bekanntlich wegen Beleidigung des sächsischen Landtags zu 2 Monaten und wegen Beleidigung des Protestversammlungen gegen die Militärvorlage wurden Wurzener Bürgermeisters Mühle zu 1 Monat Gefängniß ver abgehalten in Niedermarbach( Sachsen), Mühlheim urtheilt worden. Da die erste Straje noch nicht verbüßt ( Ref. Galm Seligenstadt), Warthau im Kreise Bunzlau war, als die zweite rechtskräftig wurde, mußte den Verhältnisse nachgewiesen, daß beim heutigen Stande der Technik ( Referent H. Stolpe Grünberg), Rainhausen bei gefeßlichen Bestimmungen zufolge auf eine Gesammtstrafe Regensburg( Referent Joseph). Die lettere Verfamm- erkannt werden, die niedriger zu bemeffen ist, als die Summe lung protestirte energisch gegen das wankelmüthige Ver- der addirten Einzelstrafen. Dem Landgericht Leipzig lag die halten des Zentrums, welches schließlich zur Annahme der Auswerfung der Gesammitstrafe ob. Es verminderte den Monat Militärvorlage und dadurch zu einer unerträglichen Mehr auf zehn Tage. Genoffe Thiele hatte, als er Anfang Februar belastung des Volkes führen werde. Die Versammlung verlangte feine zwei Monate Landtagsfeffion" verbüßt hatte, ausdrücklich insbesondere von dem Abgeordneten des Reichstags- Wahlfreifes gebeten, man möge den Antritt der Reststrafe derart bemessen. Regensburg, dem Grafen Waldersdorff, von dem man sonst nichts daß ihm die zweite Hälfte des März freibleibe, damit er den hört, daß er sich öffentlich gegen die Militärvorlage erklärt, um mit jedem Vierteljahreswechsel verbundenen, starf erhöhten geschäft die Einheit des Zentrums zu befunden". Weiter forderte sie von lichen Anforderungen entsprechen tönne. Obwohl die Gesammtdiesem Abgeordneten, im Reichstage in bezug auf die Militärs ftrafe bereits gegen Mitte Februar ausgeworfen worden ist, vorlage feinen Mann und feinen Groschen zu bewilligen, und wurde doch der Strafantrag von der Leipziger Staatsanwalt= erkannte an,„ daß die sozialistische Partei berufen ist, eine schaft auf den 17. März festgesezt, Thiele alio gerade für die dauernde Verbesserung der Lage des arbeitenden Volkes auf ge- zweite Hälfte des März zum Beziehen des Winterquartiers auf feblichem Wege herbeizuführen, um auf diese Weise endlich die gefordert. Die dagegen erhobene Beschwerde hat keinen Erfolg zwei Hauptjeinde der Arbeiterklaffe, Noth und Glend, aus der gehabt. Der jetzige Redafteur der Wurzener Zeitung", Genoffe Welt zu schaffen". Die Versammlung war von 5-600 Personen. Diebt, wurde inzwischen auch verurtheilt. Er soll nach Ansicht des Schöffengerichts wegen Beleidigung des Stadtraths Krippendorff und des Rathssekretärs Hallbauer auf 16 Tage ins Gefängniß. besucht. " Maifeier. Die Vertrauensmänner der Gewerkschaften Erfuris erflärten fich für die Abhaltung einer Voltsversammlung am Abend des 1. Mai. Der übliche Ausflug soll am Sonntag darauf unternommen werden. Den Arbeitern wird empfohlen, am 1. Wai nicht zu arbeiten, sofern sie, wirthschaftlich unabhängig" find. " Boziale Ileberlicht. An die gesammte Arbeiterschaft. Nachträgliches zur Märzfeier. Jm Wiener Vorwärts", Zeitschrift der Buchdruckergehilfen Desterreichs, lesen wir:" Unter des vielen Kränzen, welche heuer auf das Grab der März Die Schneider Berlins befinden sich im Ausstand. Die gefallenen gelegt worden sind, fiel den Genoffen ein prächtiger, Situation liegt für die Arbeiter dieser Branche sehr günstig. von den Schülern der Fachschule für Buchdruckerei Troydem versuchen einige Geschäftsinhaber, Arbeiten außer Lehrlinge gewidmeter Kranz auf. Die Deputation unserer balb Berlins anfertigen zu laffen. Wir fordern unsere Kollegen jungen Genossen, welche dieses Liebeszeichen für die Opfer der allerorts auf, keine Arbeiten aus Berlin anzunehmen. Die GeFreiheit überbrachte, wurde von der Menge mit freudigem Zu- werkschaften werden in Extraversammlungen hierzu Stellung ruf begrüßt. Die Freude darüber, daß die Buchdrucker Wiens nehmen. Der Geist der Ausständigen ist ein guter; täglich laufen ihre derzeit noch lernenden Genossen bereits zur Erfenntniß des neue Bewilligungen ein. fozialdemokratischen Gedankens und zur treuen Anhänglichkeit an die Sache des Proletariats gebracht haben, war allenthalben groß, und gewiß werden sich nun auch die Genossen andererer Branchen bestreben, unter ihrem Nachwuch 3 für die Ideen der Sozial demokratie zu wirken. In der Jugend liegt unsere Zukunft!" Der fozialdemokratische Wahlverein für Randow. Greifenhagen beschloß einstimmig, daß Parteigenossen, die im Privatleben strafbare Handlungen begehen, aus der Vereinstasse feine Unterstügung erhalten sollen. " Von der Agitation. Im Laufe der vergangenen Woche wurde im ganzen reußischen Oberlande Bebel's Rede über den Zukunftsstaat" von Haus zu Haus vertheilt. Ueberall griff man, wie die" Reuß. Trib." mittheilt, begierig nach der Broschüre, sind doch namentlich im reußischen Oberlande die Bus stände haarsträubender Natur. Infolge der geringen Arbeits gelegenheit und der niederen Löhne ist zwar die Abhängigkeit der Leute eine so große, daß man sich beinahe fürchtet, fozialdemo: fratische Schriften zu lesen; aber durch die elende Lage, in welcher die Arbeiter zu leben gezwungen sind, regt sich auch hier immer mehr das Klassenbewußtsein und die Zahl der Sozial demokraten wird immer größer. Uns zur Ehr, den Gegnern zur Wehr. • Parteifinanzen. Sanger35aufen. Jahreseinnahme des Vertrauensmannes 128,50 M., Ausgabe 161,96 M.( Die Differenz wurde vom Wahlverein beglichen.) verboten. in dem fruchtbaren Banat, berichtet die Budapester ArbeiterNeber die Landarbeiter- Verhältnisse in Ungarn, speziell preffe": Afford vergeben. Der Arbeiter muß sich vertragsmäßig ver Im Frühjahr schon wird regelmäßig die Ernte- Arbeit im pflichten, ein Joch zu 1600 Quadratmeter um den Preis von 80 Liter Weizen zu mähen, in Garben au binden und auf Mantel aufzusetzen. Dergestalt ist es möglich, daß zwei Personen, wenn fie fehr fleißig find, bei einer Arbeitszeit von früh 8 Uhr bis fie fehr fleißig find, bei einer Arbeitszeit von früh 8 Uhr bis Nachts 9 Uhr ungefähr 3,50 fl. zufanumen verdienen. Doch wie oft tommt es vor, namentlich wenn das Getreide üppig ist, daß fie auch mit der Hälfte zufrieden sein müssen und wie froh wären diefe armen Stlaven, wenn sie diesen geringen Lohn längere Zeit verdienen fönnten! 8 bis 10 Tage dauert diese Arbeit, dann beginnt die Einfuhr und jetzt macht sich auch schan ein bedeutendes Sinten dieses horrenden" Lohnes bemerkbar. Der Drusch dauert 2-22 Monate und für diese Zeit verdient der fleißige Arbeiter ganze 30-35 f. Die Ende September statt findende Maisernte bringt ihm für die wenigen Tage abermals einen Taglohn von 60-70 fr. und nun beginnt die Raftzeit. Die übrige Beit wird ein Taglohn von 30 fr. bezahlt, der bis zum Beginn der Ernte auf 50 tr. fteigt. Dieses fürstliche Eintommen fummirt, ergiebt einen Jahresverdienst von 115 fl. Da. von sollen Steuern bezahlt, die Kinder erzogen, Kleidung angeschafft und was die Hauptsache ist, die Familie ernährt werden... Der ganze Grundbesitz ist fast ausschließlich in den Händen der Großgrundbefizer, die den größten Theil des Jahres in der Hauptstadt zubringen, um dort zu verprassen, was die Arbeiter gefchaffen haben, dieselben Arbeiter, die inmitten all dem Uebers fluß hungern müssen. Die Herren" fümmern sich um das Glend der Landproletarier menig, ja, fie fennen es vielleicht gar nicht, indem die ganzen Geschäfte von den herrschaftlichen Beamten ges leitet werden. Diefelben beziehen meist feinen festen Gehalt, fons dern Prozente, und diese geniale Einrichtung lockt eben nur zu beiterinnenverein Berlins und Umgegend aufgelöst. In seiner tenstuste zu betreiben. Daß die Zustände, besonders in bezug auf Achtung! Am 22. Februar hat sich der Allgemeine Ar- sehr dazu, die Ausbeutung der armen Landarbeiter auf das inlegten Generalversammlung ist eine Liquidations- Kommission, Volksbildung geradezu haarsträubende sind, ist erklärlich. Mangelt bestehend aus den Genossinnen Frau Frohmann, Frau doch vielen Kindern sogar die Kleidung, um die Schule Deutschmann, Frau Schubert, Fräulein Fanz und besuchen zu können. Und wenn die Zeit der Ernte herannaht, Frau Fahrenwald gewählt. Etwaige Forderungen an den so müssen die größeren Kinder mit aufs Feld, während den Verein wolle man bis spätestens zum 15. April d. J. an Fräulein anderen die Pflege der ganz Kleinen obliegt. Das Herz droht Janz, Andreasitr. 78a, oder an Frau Fahrenwald, einem zu zerfpringen, wenn man fehen muß, wie 3-4 jährige urbanstr. 116 v. 4 Er. richten. Kinder den ganzen Tag ihre jüngeren Geschwister beaufsichtigen merkjam, weiche der Bildungsverein für Frauen und Mädchen Landwirthschaft beschäftigt werden, befommen eine Bezahlung, Zugleich machen wir auf die Generalversammlung auf müssen. Die Kinder, die obwohl noch schulpflichtig, schon in der des arbeitenden Boltes" am Mittwoch, den 5. April, in den die gleich null ist. Das Landvolt ist am Ende des 19. Jahr Armin- Hallen abhält. Wir bitten die ehemaligen Mitglieder, an dem von ihnen gejaßten Beschluß festzuhalten, indem sie in dieser Versammlung ihre Bücher untauschen und auf jeden Fall dem neuen Verein beitreten. Die Agitation3 Rommission der Schneider und Schneiderinnen Berlins. Buschriften find zu richten an J. Timm, Schüßenstr. 18/19, Restaurant Freygang, Geldsendungen an W. Schulze, Zimmerstraße 86, zweiter of III. Die arbeiterfreundlichen Blätter werden um sofortigen Abdruck ersucht. Im Namen der Liquidations Rommission: Frau Fahrenwald, S., Urbanstraße 116, vorn 4 Treppen. An die an Holzbearbeitungsmaschinen beschäftigten Arbeiter! hunderts noch in einem Zustand, der sehr lebhaft an das Wittelalter erinnert. Die Folgen bleiben auch nicht aus. Die Statistik lehrt, daß in Ungarn jeder siebente Mensch an der Schwindsucht dahinflecht, tausende von armen Kindern fallen jabrlich dem furchtbaren Würgengel Diphtheritis und anderen Infektionskrankheiten zum Opfer, die übriggebliebenen sind in ihrer Mehrheit unfähig, Militärdienst zu leisten, und die Zuchte häuser reichen nicht mehr aus, um die von rechten Pfad Abges wichenen zu bessern". Bu all dem sieht die Vollblut- Bourgeoisie ruhig zu; Nach uns die Sündfluth, sagt sie sich." S Militärischer Boykott. In Braunschweig wurde den Soldaten des 92. Infanterie- Regiments und des 17. Husaren schen Leiftenfabrik, Waldemarstr. 14, gewählte Kommission ist am Die von den bisherigen Maschinenarbeitern der StieghahnDie Ehe als Handelsgeschäft der vornehmen" Lente. Regiments der Besuch von Bruning's Saalbau, bem größten Freitag Morgen bei Herrn Stieghahn vorstellig geworden, um Für feine Familien!" so lautete die Ueberschrift einer Annonce Lokal der Stadt, durch Korpsbefehl aus unbekannten Gründen mit ihm Rücksprache zu nehmen und eventuell Vereinbarungen zu der Bremer Nachrichten", die folgenden Wortlaut hatte:" Für In diesem Lokale wurden öfter Versammlungen treffen. Die Konumiffion hellte folgende Forderungen: 1. den einen Grafen, Gutsbesizer, Rittmeister der Landwehr, Kammer unferer Partei abgehalten, auch hält der Arbeiter- Gesangverein bort verunglückten Kollegen Brose, welcher entlassen worden ist, junter an einem deutschen Hofe, 38 Jahre; ferner für einen feine Singstunde dafelbst ab. weil er zum Streit aufgereizt haben sollte, wieder einzustellen, attiven Hauptmann, nächstens Major, Baron, 42 Jahre; sowie einen 2. davon Abstand zu nehmen, polnische Arbeiter einzustellen, weil für Zu den Onertreibereien der Berliner Inabhängigen", diefelben billiger als die biesigen Arbeiter arbeiten. 26. adeligen Dragoner- Offizier, Jahre all, Da Herr werden feine, reiche Damen behufs Verehelichung gesucht die auch nach dem westfälischen Kohlenrevier Agenten fandten. Stieghahn auf diese Forderungen nicht eingegangen ist, fo erklärten Eltern oder sonst Angehörige werden gebeten, vertrauensvolle bemerkt die Rheinisch- Westfälische Arbeiter- Zeitung" u. a.:" Wir sich die übrigen Arbeiter mit Ausnahme des Herrn Ernst aufrichtige Mittheilungen unter Chiffre Adel" in der Annoncen müssen es im Interesse der Arbeiterbewegung des Kohlenreviers Deutsch, welcher weiter arbeitet, mit ihrem Kollegen Brose foli- Grpedition von Wilh. Scheller, Kaiser Wilhelm Plaz 1, zur auf's tiefste bedauern, wenn man immer wieder Zwietracht in Weiterbeiörderung abzugeben. Größte Verschwiegenheit auf die Reihen des kämpfenden Proletariats zu tragen versucht. Die darisch und nahmen die Arbeit nicht wieder auf. Wir richten an die Kollegen nun die Aufforderung, den Ravaliersehrenwort, feinste Anknüpfung zugesichert." Den Verhältnisse liegen hier ganz gewiß nicht derartig, daß wir uns Buzug fern zu halten, und zu verhindern, daß der niedrige Lohn Edelsten der Nation", bemerkt sehr richtig die Br. Bürgerden Lurus eines häuslichen Kampfes gönnen fönnen, unser Zeitung", erscheinen die zwar bürgerlichen, aber schwer reichen Kampf gilt dem Kapitalismus, unser Biel muß die Aufklärung gedrückt werde. der Gleichgiltigen der vom Pfaffenthum Geleithammelten fein; Lokal von Säger, Grüner Weg 29, eine Versammlung ftatt, in doch mit deren Schäßen ihre schimmelig gewordenen Wappen Am Sonntag, den 26. März, Bormittags 10 Uhr, findet im Bremer Patrizierstöchter wohl recht begehrenswerth, tönnen sie dazu müssen wir einig zusammenstehen." welcher über die nächsten Schritte in dieser Angelegenheit be- fchilder neu vergolden. Dafür tauschen die feinen Familien" Aus Meerane wird erklärt, es sei dort nichts davon be- rathen werden soll. Wir ersuchen die Kollegen, in dieser Ver- Bremens hochklingende vornehme" Namen für ihre Tochter ein, und so ist beiden Theilen gehoisen, das Geschäft ist gemacht! Wie kannt, daß dem Genossen Stolle wegen seiner Berurtheilung fammlung zahlreich zu erscheinen. Die Agitations Rommiffion ritterlich doch die edlen Kampen Stumm, Stöcker, Bachem und Richter zu Felde zogen gegen die bösen Sozialdemokraten, die angeblich die Ehe und andere heilige" Institutionen zu ver nichten streben; wie sie diese Palladien der bürgerlichen GesellSolzbearbeitungs- Fabriken und auf Holzplägen beschäftigten Ar- fchaft gegen die verfluchten Umstürzler vertheidigten! beiter im Vorwärts" erlassene Aufforderung betreffend, sendet uns Herr Stiegbahn folgende Berichtigung zu: Holzplägen beschäftigten Arbeiter. zu 8 Wochen Gefängniß, die wegen versuchter Befreiung eines der in Holzbearbeitungs- Fabriten und auf armen Stuaben von der Arretur erfolgt war, das Stadt. verordneten Mandat aberkannt werden solle. Der Rathsvorstand werde ein solches Berlangen nicht stellen. Die Die gestern von feiten der Agitationstommission der in betreffende Notiz des„ Crimmitschauer Anzeigers" scheine daher eine Denunziation gewefen zu sein. Aus New- York wird uns gefchrieben: In Chicago erscheint jezt endlich wieder ein sozialistisches Blatt. És führt den Es ist eine unwahrheit, daß ich für meine Maschinen polnische Arbeiter verschrieben hätte: es ist nicht wahr, daß ich " Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonnabend, den 25. März. Opernhaus. Die Rangau. Schauspielhaus. Fortjeßung folgt. Ein Luftspiel. Deutsches Theater. Zwei glückliche Tage. Berliner Theater. Viel Lärm um Nichts. Leng- Theater. Die Tragödie des Menschen. Wallner- Theater. Cyprienne. Broll's Theater. Die lustigen Weiber von Windsor. Residenz Theater. 10 Champignol. Die beiden Neues Theater. Der eiferne Graf. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Bettelstudent. Adolph Ernst- Theater. Berlin wie es meint und lacht. Thomas Theater. Lumpaci Bagabundus. Viktoria Theater. Die Reise um die Welt in achtzig Tagen. National- Theater. Maria Stuart. Circus Renz. ( Karlstraße.) Danksagung. Allen Freunden und Kollegen, sowie Sonnabend, 25. März, Abends 7/4 Uhr: der Steinmetzenfirma Wimmel und Gala- Vorstellung. Ein Künstlerfest. Große Ausstattungs- Pantomime. Neue Einlagen mit überraschenden Wasser- u. Lichteffecten. Stinderorchester neu besetzt; neue Musik. Ballet von 100 Damen. Glänzender Blumencorso. Grosses Brillant- Feuerwerk. Außerdem: Mr. James Fillis mit dem Schulpferde Markir. On 8 arab. Schimmelhengste in Freih. dress. u. vorgef. vom Direktor Fr. Renz. Schulquadrille, ger. von 6 Damen u. 6 Herren 2c. Morgen, Sonntag: 2 gr.Vorstellungen. Nachm. 4 Uhr: Die lustigen Heidelberger. Abends 71/2 Uhr: Ein künfterfest. Billet- Vorverkauf an der Zirkuskasse u. beim„ Invalidendant", Markgrafen straße 51a. Fr. Renz, Direktor. Feen- Palast Jeden Tag: dem sozialdemokratischen Verein„ Vorwärts", die meinem lieben Manne die legte Ehre erwiesen haben, und für die überaus zahlreiche Blumenspende sage ich hiermit meinen tiefgefühltesten Dant. 2006b Die tieftrauernde Wittwe Emma Bohmann nebst Kindern. Achtung! Bau- Arbeiter! Achtung, Schneider! Sonntag, den 26. März, Bormittags 10 Uhr, im Feenpalast, Wolfgangs und Burgstraßen- Ede: Große Streit- Versammlung. Tagesordnung: 1. Der Stand unseres Streits. 2. Diskussion. Alseitiges Erscheinen erwartet Die Agitationskommission. Montag, den 27. März, Abends 8 Uhr: Zwei Versammlungen für den Norden. 1. bei Hensel, Brunnen- und Invalidenstraße- Ecke; 2. in der Norddeutschen Brauerei, Chausseestr. 58. Tagesordnung: Die Stellung der Arbeitgeber zum Streit. 391/5 Die Kollegen der Firmen: Welltmann, Waarenhaus für d. Beamte, Offizierverein, Postassistenverband, Wertheim, Fabisch, Gosse& Wagener, Chauffeestraße, Borchard, Gipsstraße, Bär, Brunnenstraße, Bär, Badstraße, Kunitz Nchfl., Neue Hochstraße, Löwenstein, Badstraße, Duldhardt, Chauffeestraße, Schwarz, Reinickendorferstr. 66, Stieg, Hussitenstr. 16, sind besonders eingeladen. Die Agitationskommission. Gr. öffentl. Versammlung Straße, Schelinase, Bovenstraße, Drave, Lothringerſtraße, Krausen, Chauffeesämmtlicher Bauarbeiter Friedrichsberg, Rummelsburg u. Umg. am Sonntag, den 26. März 1893, Vormittags 11 Uhr, in Spitzig's Lokal, Frankfurter Allee No. 193, Ede Kronprinzenstraße. Tagesordnung: 1. Vortrag über die Nothwendigkeit der Organisation der Bauarbeiter. 2. Gr. Spezialitäten- Borstellung. Es iſt Blicht eines jeden Bauarbeiters, in dieser Versammlung zu erscheinen. Der Einberufer. Passepartouts u. Bons haben Giltigkeit. 2021b Alexanderplay- Theater. Die Ron Gratweil's Bierhallen fettioneuse. Winter- Garten. Spezialitäten- Borstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Theater der Reichshallen. Spezialitäten Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spe zialitäten- Vorstellung. Kommandantenstraße 77-79. Täglich: Germania- Konzert- u. Kouplet- Sänger sowie großartige Bravourleistungen des Dou Pertusio, italienische Mandolinen und Serenaden- Sänger. Zwei Süle E zu Bersammlungen und Vergnügungen, Adolph Ernst- Theater. fowie 6 Billards und 8 Kegelbahnen. Berlin wie es weint und lacht. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. In Borbereitung: Goldlotte. Gesangspoffe in 3 ften v. Ed. Jacobson und W. Mannstädt. Couplets theilweise von G. Görss. Musik von G. Steffens. Morit F. Sodtke. Etablissement Blas. Buggenhagen. Moritz Play. Täglich: Instrumental- Konsert. Großer Frühstücks- n. MittagsStuckateure werden Sonntag zur Morgensprache freundl. eingeladen. Franz Horlemann, Raiser- Friedrichstraße 8, am GroßGörschenbahnhof. 2008b Jede Uhr Große öffentliche Versammlung der Schrauben-, Façondreher u. Berufsg. am Sonntag, den 26. März, Vorm. 10% Uhr, im Lokale des Herrn Deigmüller, Alte Jakobstr. 48a. Zages Ordnung: 1. Wie stellen wir uns zu der Arbeitsniederlegung unserer Rollegen bei Der Firma Groos& Graf? 2. Diskussion. 3. Die Organisationsfrage. Referent Kollege Näther. 232/7 Um zahlreiches Erscheinen der Rollegen ersucht Achtung! Der Vertrauensmann. Vergolder! Achtung! Gr. öffentliche Versammlung repariren u. reinigen fostet aller im Vergolder- Gewerbe beschäftigten Arbeiter und bei mir unter Garantie des Butgehens nur 1,50 M., ußer Bruch, kleine Re paraturen billiger. Großes Lager neuer u. gebrauchter Taschenuhren, Regulatoren u. Wecker zc. Alle Arten Ketten, sowie Brillen und Pincenez. 88889 Carl Lux, 34. Chausseestr. 34. Bitte genau auf No. 34 zu achten. tifd. 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Das Erscheinen eines jeden Kollegen in dieser Versammlung ist dringend nothwendig. Die Agitations- Kommission. 358/6 Achtung! Holzbearbeitungsmaschinen- Arbeiter. Sonntag, den 26. März, Vormittags 10 Uhr, bei Säger, Grüner Weg 29: Oeffentliche Versammlung der in Holzbearbeitungsfabriken und auf Holzplätzen beschäftigten Arbeiter Berlins. Tagesordnung: 1. Die Arbeitsniederlegung der Kollegen ber Stieghan'schen Leisten fabrit, Waldemarstr. 14. 2. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 173/12 Der Einberufer. Gauverein Berl. Bildhauer. Montag, den 3. April( 2. Osterfeiertag), Mittags 12 Uhr: Matinee in Kaufmann's Variété, am Stadtbahnhof, Alexanderplat. 117/7 E Der Reinertrag ist für durch Jahre lange Krankheit in Noth gerathenen Kollegen bestimmt. Billets à 30 Pf., Logen 50 Pf. find in den mit Plakaten belegten Handlungen, sowie beim Lokalfassirer Meyer, Streligerstr. 28, 4 Tr., und beim Verwalter Stößer, Laufizerplay 17, 3 Tr., auch Dienstag und Sonnabend Abend im Vereinslokal zu haben. Der Vorstand. ach empleble Mitting- u. Abendtiſh Berlinerstrasse 76 Maler, Lackirer, Anstreicher bei foliden Preisen. Gute Weiße 20, gutes Glas Bier 10 Bf. 38022* Hermann Liewald, Manteuffelstr. 46, bicht an Dranienſtr. bezw. Stalizerſtr. Achtung! Sonnabend, den 25. und Sonntag, den 26. März, Ábds. 7 Uhr, großes Uhren- Ausspielen auf d. Billard. R. Lange, Elisabethstraße 65. am Wilhelmsplak. 1000 Regenmäntel 81%, Mark. 500 Jaquets 31/2 " " 250 do. auf Seide 5 1000 Umhänge, Spitzencapes in Heide u. 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Der Einberufer. Provinzialtag und Wahl von Delegirten. 2. Unser Arbeitsnachweis. 8. BerGroße öffentliche W. Winkler, Bersammlung für Frauen und Männer Berlin N., Krinickendorferstr. 2 g, gegenüber der Dantes- Kirche. Lager aller Arten Uhren, Uhrketten Zum 3633L* Roth. Cylinderhut 劉雨 Hite 發 mit Arbeiter- Kontrollmarke. Größte Auswahl. neben Kaufmann's Variété Mein großer Saal Stalizerstraße 131, und Romann. Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Große Spezialitäten- Borstellung Sensationelles Programm. Trappe Hugoston, Akrobaten. Tom. Belling, Original- August. Kolling Müller, Wasserkünstler. The Malinos, Grentrics. Geschw. Tacianu, Duettistinnen. Heinr. Bender, Humorist. Miss Victoria, Jongleuse und preisgekrönte Schönheit. Rigó Manó, Ungarischer National Sänger, fowie sämmtl. eng. Spezialitäten. Anfang Wochentags 8 Uhr. Entree 50 Pf. ist noch einige Sonnabende u. Sonntage im April und Mai zu vergeben. Reinhold Krösche, fidjtrftr. 29 Achtung! Friedrichshagen. 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Klagen, Eingaben, Reklamationen, Rath im Zivil- und Strafprozeß. Ein ziehung von Forderungen. Pollak, jezt Blumentr.19 II r.Auch Sonntags. Hierzu eine Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 72. Tokales. Achtung, Gewerkschaften Berlind! Wie bekannt, befinden sich die Schneider Berlins in einer Lohnbewegung. Eine große Anzahl von Geschäften hat bereits die Forderungen derfelben bewilligt. Damit auch die noch rückständigen Firmen möglichst bald desgleichen thun, fordern wir zur fleißigen Benutzung der von den Schneidern ausgegebenen Sammellisten auf. Diefelben tragen den Stempel der StreifKontrollkommission. Wir sind der Ueberzeugung, daß den Aus: ftändigen neben der moralischen auch noch die materielle Hilfe der Berliner Arbeiterschaft in reichem Maße zutheil wird. Der geschäftsführende Ausschuß der Berliner Streit Kontroll- Kommission. Im Auftrage: Hermann Faber, SO., Grünauerstr. 4, S. I. Ueber den Ausstand der Berliner Schneider wird uns von betheiligter Seite berichtet: Die in der Maaßbranche der Schneiderei beschäftigten Arbeiter haben die Arbeit augenblicklich eingestellt. Während sonst noch auf allen Gebieten der Industrie die Depression der Krise lastet, haben die Schneider die ihnen günstige Gelegenheit der Saison benutzt, um eine Regelung der nothwendigsten Reformen durchzusetzen. Sonnabend, den 25. März 1893. 10. Jahrg. Bemerkung des Herrn Reporters ist uns unverständlich. Da es Tasche und verschwand mit dem Gelde unter der Drohung, daß fich bei der ganzen Affäre nach feiner Richtung um eine sozial falls die Frau ihm nachfolge, er sie talt machen werde! Der demokratische Angelegenheit handelte, so fonnte natürlich auch Räuber, den die Ueberfallene als von untersetter mittlerer Figur gar nicht in Frage kommen, daß aus sozialdemokratischen Kaffen schildert, war dunkel gekleidet, trug fleinkarrirtes Jacket, dunkle die Kosten für den Rechtsanwalt bezahlt werden. E3 ist doch Klappmüze, dunkelblonden wenig gepflegten Schnurrbart. Leider Sache des Staates und seiner Organe, dafür zu sorgen, daß die hatte die Verfolgung des Strolches durch mehrere Köpenicker, die Staatsbürger nicht wie Hunde todt geschlagen werden. Bassiren bald darauf mit einem Fuhrwerk des Weges kamen und die aber solche Fälle doch, wie es in Blankenburg der Fall war, dann jammernde Frau R. auf der Brücke fanden, feinen Erfolg; der ist es wieder Sache des Staates und seiner Justiz Sühne walten Räuber war in der Richtung nach Berlin zu geflüchtet. Das 8 laffen. Schließlich ist die Umgegend von Berlin doch nicht geraubte Geld bestand aus drei Zwanzigmarkstücken und Silber Verbrecher seiner Strafe nicht, vorausgesetzt allerdings, daß er mit den Abruzzen zu vergleichen, selbst dort aber entgeht der münzen. abgefaßt wird, was in Blankenburg als geschehen angenommen werden konnte, bis wir durch die Freisprechung des Giese eines besseren belehrt wurden. D. R.) genommen. Zu rekogno8ziren. Am Donnerstag Nachmittag gegen vier Uhr wurde an der Potsdamer Brücke die Leiche eines anscheinend im Anfange der dreißiger Jahre stehenden Mannes gelandet, der blondes Haar und einen blonden Schnurrbart hat. Die nächste Sihung der Stadtverordneten- Versammlung Nach einem bei ihm vorgefundenen Papier mit unleserlicher foll am Dienstag, den 28. März, stattfinden und, falls in dieser Unterschrift handelt es sich um einen Mann namens Teichmann die Berathung des städtischen Etats nicht beendet werden sollte, aus Herzberg, Kreis Schweinig. An demselben Abend gegen ist auch zu Mittwoch, den 29. März, eine Sigung in Aussicht neun Uhr fiel ein Mann, der scheinbar den sogenannten besseren Ständen angehört, vor dem Hause Naunynstraße 80 plöglich zur Erde und starb alsbald. Zur Feststellung der Person des Unbekannten mag dienen, daß er furzgehaltenes graugemischtes Haar, sowie einen Schnurrbart mit Fliege trug und ein mit dem Monogramm B. N. versehenes Taschentuch bei sich führte. Gestern Morgen endlich wurde am Stralauer Play hinter der Gasanstalt die Leiche eines mit einem dunkelen Anzuge befleideten Mannes aus der Spree herausgefischt. Bei dem Todten, der dunkles Haar und einen ebensolchen Schnurrbart trägt, wurde ein vier Zähne enthaltendes falsches Gebiß gefunden. Er scheint bereits lange Zeit im Wasser gelegen zu haben. Auf die Erklärung des Herrn Böhow in der Montags: Nummer erhalten wir von Herrn König folgende Erwiderung: Ich erkläre zur Richtigstellung folgendes: Es ist richtig, daß Falsche Gerüchte und irrige Auffaffungen durchschwirren ich ungefähr 15 Liter Bier umgeschüttet habe; es geschah über diesen Ausstand auch jetzt die Luft, wie überhaupt folgendermaßen: Ich kam in den Gährkeller und brauchte den immer, wenn die Arbeiter sich aufraffen, um ihre Lage Gimer, wußte jedoch nicht, weil ich von hellem in dunklen Raum zu heben. Wie kam es nun, daß die Arbeiter dieser tommend, geblendet war, daß Bier darin wäre, sondern glaubte, Industrie, deren Verhältnisse, wie die Sozialstatistik festgestellt, er enthalte Wasser und schüttete denselben um. Der Schaden von Jahr zu Jahr tiefer gedrückt sind, urplötzlich sich aufraffen? war fein bedeutender und fonnte mir höchstens vom Lohn ab Eine derartige Bewegung kann nicht das Produkt eines Einfalles gezogen werden, ohne mich zu entlassen. Beweis, daß ich als sein und wir haben sie nothwendigerweise auf die wirthschaft- Sozialdemokrat nicht gut gelitten war, ist wohl darin zu sehen, lichen Verhältnisse zurückzuführen. daß der Braumeister auf die Mittheilung, daß er die Worte ausgestoßen:„ Mit solchen rothen Leuten kann ich nicht zu fammenarbeiten", teine Erwiderung hat. Daß ich mir keine Pflichtverletzung zu Schulben habe kommen lassen, beweist wohl, daß ich 1/2 Jahr im Geschäft thätig war, ohne daß mir einer meiner derzeitigen Vorgesetzten das geringste Schlechte nachfagen Im Jahre 1872, zu der Zeit, wo das Gründungsfieber überall seine Gistblüthen entfaltete und einen momentanen Aufschwung zeitigte, erkämpften auch die Berliner Schneider durch Streit einige Regelungen in ihrem Gewerbe. Die Nacht- und Sonntagsarbeit in den Werkstellen wurde beseitigt und ein allgemeiner Lohnaufschlag von 25 pet. durchgesetzt. Seit jener Zeit sind aber die Arbeitsverhältnisse in der Schneiderei bedeutend zurückgegangen. Während damals von den Geschäften noch allgemein Werkstellen gehalten wurden, existiren sie heute so gut wie garnicht und wo sie noch gehalten werden, befinden sie sich theilweise in einem Zustand, der sich von der Hausindustrie und den dumpfen, ungesunden Pesthöhlen, in denen diese Arbeiter in der Saison Tag und Nacht zubringen müssen, sehr wenig unterscheidet. fönne. " = Marktpreise in Berlin am 23. März, nach Ermittelungen des Polizeipräsidiums. Weizen per 100 kg. guter von 15,50-15,00 m., mittlerer von 14,90-14,50 M., geringer von 14,40-14,00 M. Roggen per 100 Kg. guter von 13,30-13,00 m., mittlerer von 12,90-12,70 M., geringerer von 12,60-12,40 m. Gerste per 100 Rg. gute von 17,50-16,30 M., mittlere von 16,20-15,10 M., geringe von 15,00-18,80 M. Safer per 100 Kg. guter von 15,80-15,20 m., mittlerer von 15,10-14,60 M., geringer von 14,50-14,00 m. Stroh, Richt- per 100 Kg. von Die Terrain- Spekulationen in der Nähe Berlins sind w. Heu p. 100 Kilogr. von M. Erbsen, gelbe ein recht lohnendes Geschäft", wie aus den vorliegenden Be- zum Kochen per 100 kg. von 40,00-25,00 M. Speisebohnen, weiße richten einzelner Terrain- Gesellschaften ersichtlich ist. So war per 100 g. von 50,00-20,00. Linfen per 100 kg. von 80,00 z. B. die Terrain Gesellschaft Groß- Lichter bis 30,00 m. Kartoffeln per 100 Kg. von 6,00-4,50 M. Rindfelde" in der angenehmen Lage, in den Jahren 1887-91 fleisch von der Keule per 1 Kg. von 1,60-1,20 m. Bauchfleisch ihren Aktionären 20 pt., 14 pCt., 14 pt., 12 pet. und 22 pCt., per 1 Kg. von 1,30-0,90 M. Schweinefleisch per 1 Kg. von im Jahre 1892 sogar 30 pet. Dividende zahlen zu können. Noch 1,50-1,20 m. Kalbfleisch per 1 Kg. von 1,60-0,80 m. HammelSo haben sich auch die Verhältnisse in bezug auf Lohn und mehr veranschaulicht wird der Profit solcher Spekulationsgesell- fleisch per 1 Kg. von 1,50-0,90 m. Butter per 1 Kg. von 2,80 sonstige Arbeitsbedingungen bedeutend verschlechtert. Haupt- schaften durch einen Bericht über die Kurfürstendamm bis 1,80 m. Gier per 60 Stück von 4,80-2,40 m. Fische per sächlich sind es die kaufmännischen Geschäfte, unter ihnen Gesellschaft. Dieselbe zahlte dem Fiskus 2,073 M. pro 1 Kg.: Karpfen von 2,40-1,20 m. ale von 3,00-1,20 m. namentlich die Firma Weltmann, der Deutsche Offizier- Quadratmeter Land, durch Straßenregulirung und dergleichen Bander von 2,40-1,00 m. Hechte von 1,80-1,00 M. Barsche Verein und das Waarenhaus für deutsche Beamte, welche mehr erhöhte sich der Preis zum Nuhen der Gesellschaft auf von 1,60-0,70 M. Schleie von 2,40-1,00 M. Bleie von 1,40 alle möglichen Verschlechterungen eingeführt haben. 8,909 M. pro Meter. Im Jahre 1889 erlöste die Gesellschaft bis 0,60 m. Krebse per 60 Stück von 10,00-3,00 M. Dort werden die niedrigsten Löhne nach den verschiedensten 8,284 m. pro Meter= 116 M. pro Ruthe; im Jahre 1890 da Klaffen bezahlt, für Arbeiten, die bedeutende Anforderungen an gegen 7,65 M. pro Meter= 108 m. pro Ruthe; im Jahre 1891 die Arbeitsfraft der Schneider stellen. aber 10,92 m. pro Meter 143 M. pro Ruthe, und im Jahre 1892 gar 18 M. pro Meter 185 M. pro Ruthe. Derartige Terrain- Gesellschaften spekuliren" in der Umgegend Berlins noch mehrere, stecken hohe Profite ein, vertheuern die Grundstücke und damit die Wohnungsmiethen. So bezahlte auch die Berlin Wilmersdorfer Terrain Gesellschaft in den Jahren 1890, 1891 und 1892 ihren Aktionären 6, 16, 26 pet. Dividende. Und die Bevölkerung, die nach den Vororten strömt, um dort billig" zu wohnen, fie muß in letter Linie alle diese Spekulationen" bezahlen. " = Polizeibericht. Am 23. d. M. Morgens gerieth in der Dampf Feilenschleiferei von Frante, Mühlenstr. 8, der WertEs ist richtig, daß die Maaßbranche noch nicht so tief gemeister Humeny mit dem rechten Arm zwischen den Treibriemen drückt ist, wie dieses bei der Konfektion der Fall ist. Aber nichtsund die an der Welle befindliche Ausrückevorrichtung, so daß ihm destoweniger ist auch hier die Lage der Arbeiter eine tieftraurige. der Vorderarm am Ellenbogengelent völlig abgetrennt wurde. Der Lohn wird nach Alfordpreisen gezahlt. Die Saison Er wurde nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht. dauert im höchsten Falle nur drei Monate. Während dieser Zeit Im Hause Weinbergsweg 7 fiel Vormittags eine Frau von der wird Tag und Nacht, Sonntag und Wochentag gearbeitet. Nach Kellertreppe und brach den Fuß. Nachmittags fiel vor dem dieser Zeit wandern die Arbeiter schaarenweise auf das StraßenHause Weinstr. 13 ein Arbeiter beim Absteigen von seinem Milchpflaster, liegen in den Krankenhäusern u. s. w. Der Durch wagen zur Erde, blieb in den Zügeln hängen und wurde von den schnittslohn ist sehr niedrig; die fähigsten Arbeiter verdienen Pferden eine Strecke weit mitgeschleift. Er erlitt dabei bedeunicht mehr wie 1000 m. jährlich. Die Veränderungen, welche tende Verletzungen am Kopfe, an der Hand und am Fuße und die Mode mit sich bringt, der Fortschritt der Zuschneidekunft mit Bezüglich des Gerichtsdieners Adler, dessen Verhaftung mußte nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht ihren komplizirten Eigenheiten, die Ansprüche der Kunden halsen wegen Vermittelung unerlaubter Zusammenkünfte mit Gefangenen werden. Vor dem Hause Reibelstr. 15 wurde ein siebendem Arbeiter Laften auf. die eine wefentliche Verschlechterung erfolgt ist, erfahren wir weiter, daß ihm auch Fälschungen amt- jähriger Knabe durch einen Möbelwagen überfahren und erlitt licher Papiere zur Last gelegt werden. Er hat dem Vernehmen einen Beinbruch, so daß seine Ueberführung nach dem KrankenSo weit wie dieses in der Hausindustrie möglich, find nach gerichtliche Vorführungsbefehle selbst ausgestellt, um dadurch haufe am Friedrichshain erforderlich wurde. Im LandwehrForderungen aufgestellt, die einen Ausgleich herbeiführen sollen, Untersuchungsgefangene nach dem Gerichtsgebäude bringen zu fanal an der Potsdamer Brücke wurde die Leiche eines unbe Seren wesentlichste die Aushängung von Lohntarifen und ein tönnen. Hier warteten dann Angehörige oder solche Personen, 25 prozentiger Lohnaufschlag ist. die eine Zusammenkunft mit den Gefangenen wünschten und wurden von Adler zugleich mit den letzteren in die Zellen hineingeschoben, wo sie unbefangen verhandeln konnten. bedeuten. So minimal diese Forderungen sind und so sehr sie fogar theilweise im Interesse der Geschäftsinhaber liegen, sträubte man sich doch, diese Normen freiwillig einzuführen. Es mußte daher zum Ausstand tommen. Alle prinzipiellen Forderungen, Verkürzung der Arbeitszeit und sonstiger Regelungen mußten noch völlig unberücksichtigt bleiben. Ueber eine Blutthat bringt eine Lokalforrespondenz folgenden Bericht: Abends fannten, etwa dreißigjährigen Mannes angeschwemmt. fiel ein Rutscher vor dem Hause Oderbergerstr. 28 beim Besteigen seines eben in Bewegung gesezten Wagens zur Erde, wurde überfahren und erlitt außer einer Quetschung des Ellenbogens ans scheinend schwere innere Verlegungen. Er wurde nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht. Auf dem Hofe der Herberge zur Heimath, Oranienstr. 105, stach der obdachlose " In der Herberge zur Heimath, Oranienstr. 105, war vor Schlosser Broschaz, als er von dem Hausdiener hinausgeworfen gestern der zwanzigjährige Schloffer Rudolf Broschat eingelehrt. wurde, diefen mittels eines Taschenmessers in die Brust und ver Die Kleidungsstücke der Bourgeoisie werden auch in Zukunft Da er ein unverträgliches Wesen zeigte und gleich mit Gewalt letzte ihn so schwer, daß er nach dem Krankenhause Bethanien in den erbärmlichsten Buden angefertigt. Die Industrie tann thätigkeiten drohte, so hatte der Hausvater sich vorgenommen, gebracht werden mußte. Broschaß ergriff die Flucht, fiel jedoch in der heutigen Gesellschaft nicht die nöthigsten Reformen bei einem ähnlichen Vorgange dem Störenfried fein Haus zu vor dem Hause Alte Jakobstr. 120, so daß er ergriffen und zur durchführen, und handelt es sich selbst um die Gesundheit des verbieten. Gegen 8 Uhr bot sich ein solcher Anlaß: Broschat Wache gebracht werden fonnte, von wo er nach der Charitee ge Menschen. fing wieder Händel an und forderte seine Widersacher zu einem bracht wurde, da er beim Falle anscheinend eine Gehirn Fauftkampf auf den Hof hinaus. Als er nach Beendigung einer erschütterung erlitten hatte.- Im Laufe des Tages fanden vier Prügelei in den Speisesaal zurückkehrte, forderte ihn der Wirth fleinere Brände statt. zum Verlassen seines Lokals auf. Da Broschat diesem Gebote nicht nachkam, so wurde der Hausdiener Wiemer angewiesen, den Widerspenstigen dem Ausgange zuzuführen. Jetzt ging Broschat freiwillig, äußerte aber die drohenden Worte: Dem Jungen werde ich es besorgen; Ihr werdet noch von mir hören!" Er stellte sich an der von dem Saal nach dem Hofe führenden Thür mit gezüchtem Intereffant ist, daß die Innung bei dieser Bewegung diefelbe traurige Rolle spielt wie immer, wenn es sich um Arbeiter interessen handelt. Gin Theil der Innungsbrüder hat sich mit größeren Geschäftsinhabern verbunden, um sich vor der Vergewaltigung der Arbeiter zu schützen. Ein anderer Theil gehört allerdings selbst schon zu den Streifenden. Theater. Man wird in dem kleinen„ Komplöttchen", welches sich gebildet, allerhand Pläne schmieden, und soll es uns nicht wundern, wenn man statistisch nachrechnet, daß die Schneider halbe Barone Messer auf und stürzte sich auf den bald dort erscheinenden Jm Wallner- Theater begann am Donnerstag Frau Hedwig find. Lange genug haben sich diese Arbeiter den Druck gefallen Wiemer mit dem Ausruf:" Wo ist Dein Herz, Du Hund?" Hier- Niemann- Rabe ihr Gastspiel. Der Aufführung des Lustspiels Laffen, immer tiefer ist die Lage herabgedrückt und die isolirte bei stieß er dem Hausdiener das Meffer bis zum Heft in die Cyprienne von Sardon und Najac wurde ein stark Stellung der Hausarbeiter hat dieses bedeutend gefördert. Endlich Brust. Wiemer brach blutend zusammen und mußte im Kranten- fentimentaler Ginafter A Tempo" von Montecorboli voranhaben sie sich aufgerafft. Für sie giebt es nichts mehr zu verwagen nach dem Krankenhause Bethanien gebracht werden. gefchickt, in welcher die berühmte Darstellerin naiver und jugendlieren; sie fönnen nur gewinnen. Broschat hatte die allgemein wegen der Mordthat entstandene licher Rollen den Uebergang zur Darstellung ernster Rollen zu Verwirrung zu seiner Flucht benutzt und war dem Morigplaß machen scheint. In der" Cyprienne" erschien die alte Hedwig by. In Sachen des Blankenburger Banernkrawalls zugeeilt. Bei der später aufgenommenen Verfolgung warf sich Rabe in ihrem ursprünglichen Element. Der ganze Uebermuth, haben die Nebentläger versucht, die Revision einzulegen, sie sind Broschat, der seiner Ergreifung nicht mehr entgehen fonnte, zur Troß, Schelmerei, Launenhaftigkeit, fecke und doch liebenswürdig aber damit abgewiesen worden, weil sie den Fehler gemacht Erde, um den wilden Mann zu spielen. Hierbei schlug er mit naive Ungezogenheit trat im Spiel, Bewegung und Sprache in hatten, den Antrag durch einen Nebenkläger im Namen der dem Kopie dergestalt auf das Steinpflaster, daß er sich eine Ge- allen Nüancen zu Tage, und führte uns die Künstlerin aus der Uebrigen stellen zu lassen, was rechtlich unzulässig ist. Es bleibt hirnerschütterung zuzog und gleichfalls im Krankenwagen der Beit ihrer Jugendfrische in Erinnerung. Aber es läßt sich nicht denselben nur noch der Zivilweg offen. Wie verlautet, hat aber Charitee zugeführt werden mußte. Der Gestochene sowie der leugnen, und es ist auch nicht anders zu erwarten, wenn man auch die Staatsanwaltschaft die Revision beantragt, begründete häter schweben beide in Lebensgefahr." nicht Uebernatürliches fordert, daß gerade die Vorzüge, welche der Veranlassung dazu wäre vorhanden. Unter Anderem ist erwiesen, Bei den vielfachen Vorkommnissen in diefer Herberge, welche Rünstlerin ihren Ruf verschafften, im vorgeschrittenen Alter die daß sich die Geschworenen schon lange vor Schluß der Verhandlung, zu zahllosen Beschwerden gegen das Verhalten des Hausvaters Ursprünglichkeit und Frische einbüßen, durch welche Frau Nievor Beginn der Plaidoyers, der Rechtsbelehrung zc. über den und Hausdieners seit langer Beit Anlaß gaben, möchten wir doch mann uns zu entzücken gewohnt war. Das volle Haus begrüßte die Wahrspruch geeinigt haben und zwar während der einen 3weifel hegen, ob der Vorgang sich genau in der geschil Künstlerin mit lautem Beifall, der sich während des ganzen Mittagspause. Andererseits liegt die Annahme nahe, daß derten Weise abgespielt hat. Stückes wiederholte. sich die Geschworenen in der Mehrzahl von politischen Motiven Gerichts- Beitung. haben leiten lassen. Wie ein rother Faden hat sich der Schein Ein frecher Raubanfall ist am Donnerstag Bormittag durch die Verhandlung gezogen, daß der Ortsvorsteher Giese, gegen 91/2 Uhr gegen die 59jährige Wittwe Rohlieder aus Ditend der entschieden der Gewaltthätigkeit, der Bedrohung und Freiheits- aur dem Wege zwischen Kolonie Ostend und Bahnhof Sadowa beraubung überführt war, von patriotischen Gefühlen erfüllt ausgeführt worden. Als Frau R. die schmale Brücke, melche war, als er die vermeintlichen Sozialdemokraten angriff. Wenn über die Rohrlake führt, passirte, trat ihr ein etwa 40 Jabre auch dieser Umstand nicht revisionibel ist, so ist er doch umso alter Mann von ftrolchartigem Aussehen entgegen. Der Fremde Ein 17 jähriger Straßenränber stand gestern in der mehr bezeichnend, als die Nebenkläger gerade dadurch ihren grüßte, trat dicht an die Frau beran und rief der R., indem er Person des Arbeitsburschen Wilhelm Retzlaff vor der neunten - teine ihr ein fpites Messer entgegenhielt, zu:„ Geld her, Geld will ich Straffammer des Landgerichts 1. Der Angeklagte hatte die Nacht Eachwalter verloren haben, weil sie felbst mittellos Gebühren zahlen konnten und sowohl der Vorstand der sozial- haben, weiter nichts! Geld oder todt!" Ghe die Wittwe noch zum 23. Januar in verschiedenen Kneipen zugebracht. Morgens demokratischen Partei wie der Vorstand des sozialinischen Wahl- ein Wort hervorbringen konnte, hatte der Wegelagerer der vor gegen 6 Uhr machte er auf dem Spittelmarkt die Bekanntschaft vereins des Kreises Nieder- Barnim es abgelehnt hat, für die Schreck fast gelähmten Frau die lederne Handtasche, in des Dieners B. Die Bengen sahen, wie der Angeklagte seinen Anwaltsgebühren aufzukommen, andernfalls wäre der Ausgang welcher sich außer anderen Gegenständen eine blauseidene Börse angetrunkenen Begleiter unter den Arm faßte und mit ihm nach des Prozesses vielleicht doch noch ein anderer geworden. Leitere mit ca. 70 M. Inhalt befand, entrissen, er durchwühlte die der Gertraudtenbrücke au fortging. Plöglich verfekte der An dann " billig würden 0 getlagte bem B. einen Fauftschlag in's Geficht, riß gleichzeitig| genommen, den Angeklagten Grünfpan aber härter bestraft, weil fo abzugeben, als ben Flaschenbier Händlern, deffen goldene Uhr aus der Tasche und ergriff mit der Beute die er sich nicht in einer Nothlage befunden habe wie die Jackson. fonturriren die Gastwirthe mit denselben Flucht. Er wurde verfolgt und eingeholt. Auf der Wache Gegen das Urtheil hatte der Staatsanwalt Revision ein- tönnen. Eine Resolution in diesem Sinne fand einstimmige Anmachte er einen vergeblichen Fluchtverfuch, wobei er zwei Fenster- gelegt. Da man nun Herrn Grünspan als Ausländer für flucht- nahme. Nach einer langen Debatte wurde beschlossen, den scheiben zertrümmerte. Der Gerichtshof verurtheilte ihn zu einer verdächtig hielt, wurde ihm die Wahl gelaffen, mehrere Monate Gastwirthsgehilfen" obligatorisch einzuführen. Ueber den Preis Gefängnißstraje von einem Jahre. ( es wären gerade sechs geworden) in Untersuchungshaft zu fizzen, und die Bezahlungsform sich zu einigen, wurde dem Vorstand bis das Reichsgericht gesprochen haben würde, oder sofort die Strafe und der Administration überlassen. Als Mitglieder fanden Wegen Kuppelei stand gestern der Kellner Wilhelm Men von einem Monat zu verbüßen. Er wählte das letztere und folgende Herren Aufnahme: Wilh. Rosse, Gneisenauftr. 35, vor der 3. Straitammer des Landgerichts I. Der Angeklagte hat erschien am Dienstag vor dem zweiten Straffenate des Bruno Herzog, Reinickendorferstr. 53, Wilh. Förster, Dalldorfer die ihm zur Lan gelegte Strafthat in einer eigenen Art be- Reichsgerichtes als ein Mann, dem es nur darum zu thun ist, straße 17, Mar Scheps, Reinickendorferstr. 7, Ernst Günther, trieben. Er ging mit den Frauenzimmern, die ihn ernähren seine verlorene Ehre wieder herzustellen, denn er blieb dabei, daß Hennigsdorferstr. 4.- Dem Kollegen Liebisch werden die mußten, auf dieisen. Er felbit logirte sich im Hotel ein und er unschuldig sei und unschuldig feine Strafe verbüßt habe. Kosten seines Rechtsstreits- da derselbe von allgemeinem führte ein wahres Paschaleben. Zu bestimmter Stunde mußten Der Vertreter der Reichsanwaltschaft, Herr Erfter Juteresse bewilligt. Bom Kollegen Lorenz wird gerügt, daß feine Reisebegleiterinnen sich an jedem Morgen bei ihm melden, Staatsanwalt Heinemann tonnte zwar der staatsanwaltlichen viele Mitglieder den Rechtsschutz des Vereins bei den kleinlichſten um Kaffe zu machen. Der Gerichtshof belegte den Angeklagten Revision insoweit nicht beitreten, als diefelbe in der Nicht- Sachen in Anspruch nehmen und demselben große Opfer aufmit einer Gefängnißstraße von 2 Jahren 3 Monaten und annahme der schweren Urfundenfälschung einer Rechtsirrthum erlegen. Kollege Sente gab bekannt, daß der Vorſtand auch 5jährigem Ehrverlust. erblickte, erachtete aber das Rechtsmittel dennoch für begründet, dieses Jahr beschloffen habe, einen Kranz auf den Gräbern des Die Prinzeffin Wfevolagekij" vor dem Reichsgericht. da die Feitstellung des Betruges unzureichend sei und auch bei Friedrichshain niederzulegen. Des Weiteren machte er darauf Leipzig, 23. März. Es war im Sommer 1892. Ter aus Geststellung der Strafe für die Uebertretung( Beilegung des aufmerksam, daß mit dem 1. April die neuen Mitgliederlisten Galizien ftammende Kaufmann Szymon Grünspan, ein Abelsprädikates) Inkorrektheiten vorgekommen feien. Das Reichs ausgegeben werden, und somit jede Adressenänderung ihm recht gericht trat diefen Ausführungen bei und nahm insbesondere an, zeitig anzuzeigen fei. Die nachite Generalversammlung findet durchaus fein gelle deter junger Mann mit eleganten Manieren, baß die Bermögensschädigung im Falle Sternecker unzureichend beim Kollegen Kuhlmey, Schönhauser Allee 28, statt. ging in den Haupt- Verfehrsstraßen von Berlin spazieren und ließ feine Blicke bald hierhin, bald dahin wandern. Zufällig blieben festgestellt fei. Es erfolgte deshalb die Aufhebung des Der Verein zur Wahrung der Interessen der Zink diefelben auf einer etwa 26 Jahre alten Dame haiten, welche Urtheils und die Zurückverweisung der Sache an das Landgericht, anscheinend in dem Wirrwarr der Weltstadt fich nicht zurecht jedoch unter Aufrechterhaltung der Feststellungen in dem Betrugs gießer und Stürzer hielt am 14. März feine ordentliche falle betreffend die Schneiderin N. 13 Mangel des Urtheils Generalversammlung ab. Nach dem vom Kassirer erstatteten finden tonnte und sich bei verschiedenen Perfonen nach irgend wurde es auch bezeichnet, daß der erstere Fall der Uebertretung Bericht beliefen sich die Einnahmen im letzten Vierteljahr auf einer Sache erkundigte. Herr Szymon Grünspan fühlte sich zur als in idealer Konturrenz mit dem von der Jackson verübten 40,20 m., dies ergiebt mit dem alten Bestand den Betrag von Ritterlichkeit verpflichtet, trat höflich auf die Dame au und Betruge stehend angesehen worden ist, während gleichzeitig für 154,55. Die Ausgaben betrugen 20,40 m., so daß am wurde mit Dank angenommen, und auf ihren Wunsch diesen ersten und den zweiten Fall der Adelsbeilegung auf eine Schluß des Quartals ein Bestand von 184,15 M. vorhanden Gesammtstrafe erkannt worden ist. Die neue Verhandlung war. Gleichzeitig theilte der Kassirer mit, daß im letzten Viertelfübrte er sie nach dem Zentralhotel, nach welchem sie gefragt hatte. Die interessante Fremde stammte aus Rußland, sie war gegen Frau Jackson wird wohl kaum bald stattfinden, da die jahr nur 29 refirende Monatsbeiträge gegen 70 im vorherigen bie junge Wittive eines ruffifchen Titularrathes Jadson, felbe inzwischen wieder in das Ausland gegangen sein soll. stellte ihr feine Dienste zur Verfügung. Das Anerbieten $ " Versammlungen. 0 Quartal vorbanden waren. Der Kassirer wurde entlastet. Der Bericht des Vorstandes, den der Kollege Mar Schulz gab, beschäftigte sich zunächst mit dem Kollegen Weber, welcher den Vorstand beschuldigt hat, Unterschlagungen begangen zu haben. Selbstredend sei der Vorstand sich bewußt, nach bestem Wissen und Gewissen die Interessen des Vereins zu wahren ge= fucht zu haben; sollte dennoch sollte dennoch die Versammlung so möge fie die Betreffenden zur werden würde. ant nach den die Ratharine geb. Wievolagetij, und hatte die Absicht, als Konzertfängerin ihren Lebensunterhalt zu erwerben. Er und sie unter hielten sich in angenehmer Weise miteinander, obwohl sie sich der ihnen nicht sehr geläufigen deutschen Sprache bedienen mußten, und wurden bald ziemlich vertraut miteinander. Sie fahen sich öfter und ihre Beziehungen gestalteten sich innerhalb zweier Wochen zu außerordentlich inuigen. Anlaß hierzu mag Die Volksversammlung für den V. Berliner Reichstage. derer Ansicht sein, fo wohl ein Vorfall gegeben haben, der sich eines Abends nach den Wahlkreis, welche bei reger Betheiligung am 28. d3. im Saale Amtsniederlegung zwingen. Es wurde jedoch von teinem MitAngaben des Herrn Grünfpan ereignete. Beide gingen zusammen des Schüßenhauses tagte, war berufen, Stellung zur diesjährigen aliede dem Vorstande ein Verstoß nachgesagt, ebensowenig konnte Spazieren, als plößlich Frau Jackson zu weinen begann Maifeier zu nehmen. An Stelle des Reichstage- Abgeordneten Weber Beweise für seine Behauptung erbringen. Gin Anund ihre Absicht fundgab, in die Spree zu springen. Förster, der Berlin bereits verlaffen hatte, hielt Genoffe trag, Weber als Verleumder aus dem Vereine auszuschließen, Herr Grünfpan suchte fie zu beruhigen und erfuhr August in den einleitenden Vortrag. In demselben veranschau- wurde jedoch abgelehnt, da er die Aeußerungen im truntenen dabei, daß ihr Kummer in ihrer gänzlichen Mittellofig lichte der Referent in eingehender Weife die Bedeutung der Mai- Sustande gemacht hat. Im Namen der Kommission zur Regelung feit einen triftigen Grund habe. War es ihm da zu verbdenten, feier als Manifestation für Verkürzung der Arbeitszeit, für den gewerblicher Streitigkeiten berichtete darauf der Kollege Rudolf daß er Mitleid mit dem jungen Weibe fühlte und ihr Silie ver gefeßlichen Achtstundentag. Bezüglich der diesjährigen Maifeier 28egner, daß die bei Gerling, sowie bei Bechini u. Brösel Sprach? Wierkwürdigerweise ging fie auf alle seine Vorschläge ftellte sich der Referent angefichts der obwaltenden Verhältnisse vorgekommenen Lohndifferenzen zu gunsten der Arbeiter beigelegt ein: fie ging mit ihm in fein luxuriös ausgestattetes Jung- auf den Boden des Beschlusses des Berliner Parteitages, dahin find. Max Schulz berichtete als Delegirter über den Verlauf der gefellenheim, benuste seine Wäsche 2c., logirte mit ihm in dem gehend, daß eine Arbeitsruhe nur in dem Falle Plaß greifen solle, bekannten Konferenz im Rathhause. Folgende Resolution wurde in dieser Angelegenheit angenominen: felben Zimmer und was dergleichen Dinge mehr sind. Schließlich wenn dies ohne große Opfer geschehen könne. Demgemäß trat er Die Bersammlung ist mit der Einführung einer geregelten bezeigte Herr Grünspan sich auch dankbar für die ihm bereiteten für imposante Versammlungen am Abend des 1. Mai ein, um Arbeitsnachweis Statistik einverstanden, sie erklärt sich aber angenehmen Stunden. Er wandte sich an Herrn Rudolf Eter diesen Tag in würdiger Weise zu begehen. Gleichzeitig empfabl neder, den Juhaber des bekannten Bergnügungslokales in Weißen- er, auch am Tage eine Demonstrations Bersammlung zu ver: gegen die Bildung eines Bentral Ausschusses fee, und suchte ihn zum Engagement der Prinzessin Eveline anstalten analog den Beschlüssen des sechsten Wahlkreises. Vorschlägen des Herrn Dr. Freund, weil damit die Waffe fevolageti als Konzertfängerin zu veranlassen. Herr Sterneder in der folgenden Diskussion warf Genosse Niederauer eines Arbeitsnachweises den Händen der Arbeiter entwunden Die Versammlung verlangt vielmehr " Angstmeierei" vor. Wenn die Sache so ges haite zwar bereits ausreichendes Personal für sein Variété Dem Referenten Theater engagirt, aber eine ruffifche Fürstin oder Prinzessin fährlich sei, wie der Referent sie geschildert habe, dann war er Errichtung einer Arbeitsbörse auf Kosten der Stadt nach dem Muster des befannten Pariser Instituts." als Konzertfängerin auftreten zu laffen, das schien ihm eine ganz überhaupt gegen jede" Demonftation". Für große Opfer sei er Sodann wurde ein Antrag angenommen, den Kollegen Weber gute Idee zu sein. La aber immerhin der Beruf als Sängerin auch nicht. Wer aber Eleine Opfer nicht scheine, der möge für auszuschließen, weil er bei dem letzten Vergnügen als Komiteezweiter Klaffe unter den fürstlichen Tamen Europa's bis jezt nur Abendversammlungen stimmen wie am 18. März; Lages mitglied sich in herausfordernder und belästigender Weise sowohl wenig Verbreitung gefunden hat und die bekannte Fürstin Bigna- versammlungen balte er für zwecklos, denn Demonftrationen von Bästen als Mitgliedern gegenüber benommen und sich somit gegen telli zu den Ausnahmen gehört, so war es Herrn Sternecker nicht selbständigen" Arbeitern wären belanglos. Derfelben Ansicht das Vereinsinteresse wie überhaupt gegen das gemeinsame zu verdenken, daß er die Qualifikation der ihm offerirten Dame war Genosse Hübner. Bisher seien Feste veranstaltet worden Intereffe aller vergangen hat. Ein Antrag, die Leitung der als Prinzessin zunächst in Zweifel zog. Herr Grünfpaner für die Elite der Parteigenoffen. Viele Genossen könnten die nannte fich übrigens bei diefer Gelegenheit Cantarelli wußte felben aus finanziellen Rücksichten nicht befuchen. Derartige Feste späteren Bergnügungen dem Vorftande zu überlaffen, wurde abgelehnt. Die nächste Versammlung findet am 28. März bei aber die auftauchenden Bedenken zu zerstreuen, indem er ver- müßten unentgeltlich sein. Ebenso müßte die Maijest- Zeitung" fid, erte, er fei mit der Tame auf der ruffischen Botschaft gewesen in die Arbeiterwohnungen getragen, nicht aber für Geld verkauft Schröder, Reichenbergerstr. 24, statt. und habe dort, da er selbst nicht russisch verstehe, sich die Bers werden. Der Referent wies den Vorwurf der Anghmeierei zu Die Branche der Musikinstrumenten Arbeiter vom ficherung geben laffen, daß aus den Papieren der rück. Er persönlich sei für eine konfequente Maifeier, aber in Deutschen Tischler- Verband hatte am 18. März im Norden eine Dame ihre Prinzessinnen Eigenschaft hervorgehe. Herr Anbetracht der gegenwärtigen wirthschaftlichen Berhältnisse Versammlung, in welcher Kollege Wiedemann einen beifällig Sternecker war nunmehr bereit, die Prinzessin" zu engagiren. glaube er, für die vorgeschlagene Maifeier in Gestalt von nur aufgenommenen Vortrag über den freien Arbeitsvertrag hielt. zu sollen. Genosse Möller Charatteristisch beleuchtet wurde dies Thema noch im dritten Auf die Veranlassung des Herrn Grünspan und auf Wunsch des Versammlungen eintreten Herrn Sternecker unterzeichnete Frau Jackson den Vertrag mit hielt es für durchaus wünschenswerth, daß auch den Ge- Punkt der Tagesordnung, wo der Kollege Ulbricht über die den Familien Gelegenheit gegeben Herrn Sternecker als Prinzessin. Für die Zeit vom 14. Juli bis nofsinnen und werde, ißstände in der Röſener'ichen Bianofabrik berichtete. Dort zum 14. Auguft sollte die Prinzessin ein Honorar von 400 Mart den 1. Mai zu feiern. Genoffe Schulze nahm bezug auf eine wird, wie Ulbricht mittheilte, laut Fabritordnung das Zeitung 3erhalten, von welchem sofort ein größerer Vorschuß ausgezabli Bekanntmachung des zweiten Wahlkreises, wonach zur Maijeier lesen auch während der Zwischenpaufen, fowie alles Geld wurde. Die Sache machte sich nun zunächst ganz gut; die Prin in der Neuen Welt 30 Pf. Eintrittsgeld erhoben werden folle. fammeln ohne vorherige Erlaubniß mit sofortiger Entlassung gefin figurirte auf den Dietlamen, die Leute tamen herbeige Gegen eine derartige Veranstaltung fei er entschieden. Er er geahndet. Die Kollegen, welche, wie es unter Arbeitern firömt, zahlten, flaunten und hörten, und Herr Sternecker war flärte fich höchftens für eine Tellersammlung. Die Maiteit üblich, zugleich mit der leiblichen ihre geistige Nahrung mit dem Erfolge nicht unzufrieden. nehmen wollen, Am 25. Juli follte Frau Beitung möge fich faufen, wer es könne. Auch empfehle es sich, gu müssen dies Jackson ihr Benefiz baben, aber es kam nicht dazu. Ihr freund fparfamer als im vorigen Jahre damit umzugeben. Genoffe bie Lächerlichkeit umgehen, daß sie thr Frühstück in die schaftliches Verhältniß zu Grünspan hatte sich gelöst und nun ertt war nur für Abendversammlungen. Der beliebte Kaffee- neueste Nummer ihrer Zeitung einwickeln. Leider finden sich unter glaubte dieser, nicht länger mit der Wahrheit, die er übrigens er flatsch" mache die Maifeier nur lächerlich. Derselben Auficht den Arbeitern der Fabrik Leute, welche sich bei dem Geschäfts. furs sorber erfahren haben will, zurückhalten zu sollen. Er eilte war We offe Schulze. Nach einer längeren Aussprache über führer dadurch beliebt zu machen suchen, daß fie ihm geschäftig schleunigst zu Herrn Sternecker und vertraute ihm als positiv die Gestaltung der Maifeier, in welcher vom Genossen Krüger jeden Berstoß gegen diese Bestimmungen denunziren. Auf eine gewiß die Zhalfache an, daß die Prinzessin feineswegs eine auch darauf hingewiesen wurde, daß durch die diesjährige Feier die folche Meldung führte Ulbricht auch seine Maßregelung zurüd. Brinzessin fei. Wenn er diese Mittheilung aus Nache machte, Tefizits der vorjährigen möglichst gedeckt werden sollen, wogegen Von sämmtlichen Rednern wurden diese Zustände aufs schärfste wie behauptet wird, so war diese Rache sehr schlecht ausgedacht, Genosse Hübner entschieden Verwahrung einlegte, wurde mit gegeißelt. Es wurde anerkannt, daß tros alledem die klassen. denn nunmehr wurde die Sache für ihn selbst sehr bedenklich, großer Majorität der Antrag Niederauer angenommen, sur bewußten Arbeiter fort und fort für die Organisation agitiren denn Herr Sternecker wurde ungemüthlich und überließ die mei freier Des 1. Mai nur Abends eine Versammlung für müsten. Erst wenn das Band der Solidarität auch dem bisher teren Schritte der Staatsanwaltschaft. Diese erhob gegen Frau Männer und Frauen mit einem entsprechenden Vortrage ein: beschränktesten Arbeiter umschlinge, töante Zuständen, wie den Jadson Anflage wegen schwerer Urfundenfälschung, gegen Grünspan suberufen. Durch die Annahme dieses Untrages wurde die Wahl geschilderten, ein Ende gemacht werden. wegen Anstistung dazu und gegen Frau Jackson außerdem wegen eines Feitkomitees überflüssig. Die Einberufung der Versammlung Die Stockarbeiter Berlin8 hatten am 21. b. M. eine unberechtigter Führung des Abelsprädilates. Am 26. September wurde den Vertrauensperionen überlassen. Ueber eine vom Ge v. J. tam die Sache vor dem Landgericht I in Berlin zur Ver- noffen Ebert beantragte Refolution des Jubalts, daß die öffentliche Versammlung, in welcher Guft. Menzel über das handlung. Aus der Mittheilung, die der Angeklagte Grünspan Genossen des 5. Wahlkreises bedauern, daß von dem Parijer Thema Ter fünfte Stand" einen Vortrag hielt. Der Redner am 25. Juli Herrn Sternecker gemacht, ergab sich übrigens noch Kongreffe ein Arbeiter- Weltjeiertag defretirt worden sei, und daß wies an der Hand eines reichhaltigen Materials nach, daß die eine weitere Auflage megen schwerer Urfundenfälschung gegen die deutschen Delegirten an dieser Dekretirung theilgenommen Anzahl der Verbrechen und Vergehen im ursächlichen ZusammenFrau Jackson. Tiefelbe hatte sich bei der Schneiderin R. ein baben, obgleich sie wissen mußten, daß derselbe in Deutschland hang stehen mit den jeweiligen wirthschaftlichen Verhältnissen Kostüm bestellt, welches fie gleich nach ihrem Benefiz bezahlen undurchführbar fei, ging die Versammlung zur Tagesordnung und daß die Religion sich durchaus nicht als Schutzmittel gegen wollte. Auf die ihr zugestellte Rechnung schrieb sie nun, sie über. Auf Antrag Gumpel's wurde au Stelle des Genossen die Rohheit und das Verbrechen bewährt habe. Der Redner würde sofort nach dem Benefiz bezahlen, und unterzeichnete ris Berndt ein Grfagmann für die Lokalkommission gewählt tam zu dem Schluß, daß erst in der sozialistischen Gesellschaft gleichfalls als Prinzessin. Infolge der Mittheilung Grünspans und zwar Genosse Wittch o w. Die Vertreibung der Maisest die wesentlichen Ursachen der Verbrechen befeitigt feien. Je besser ließ aber Herr Sternecker die Sängerin an ihrem Benefizabend Zeitung" soll den Kolporteuren überlassen werden. Eine längere und geschlossener aber die Organisation der Arbeiter sei, je eher nicht auftreten; fie bekam deshalb auch fein Honorar und fonnte das Debatte rief die Frage der Verbreitung von Bebel's Bede am fei das Proletariat im stande, die alte Gesellschaft abzulösen. Kostüm nicht bezahlen. Daraufhin machte die Schneiderin eben alls nächsten Sonntage hervor. Die vorhandene Anzahl von 10 000 Jeder Arbeiter habe daher die ernste Mahnung zu beachten, sich Anzeige bei der Staatsanwaltschaft. Herr Grünspan behauptete Exemplaren wurde für den Wahlkreis für ungenügend gehalten. an feiner Organisation zu betheiligen. Nach Beendigung des vor Gericht, er habe aus reiner Menschenfreundlichkeit sich ber a später noch genügendes Material erhältlich fein foll, wurde beifällig aufgenommenen Bortrages nahm die Bersammlung den Dame angenommen, er habe sie auch für eine Prinzessin gehalten, die Berbreitung bis zum zweiten Sonntage nach Ostern vertagt. Bericht des Delegirten zur Streif- Kontroll- Kommission, fowie den Die Neuwahlen bis er am 25. Juli von seiten der russischen Botschaft eines Mit Baffung dieses Beschlusses hatten die Verhandlungen ihr Bericht der Agitations- Kommission entgegen. anderen belehrt worden sei. Frau Jackson meinte dagegen, er Ende erreicht. Mit einem dreifachen Hoch auf die Sozialdemo- für beide Körperschaften wurden bis zur nächsten Versammlung verschoben. Betreffs der Maifeier wurden die Kollegen aufhabe sie nur ausgenugt. Sie gab ihre Schuld im wefentlichen tratie wurde die Versammlung gefchloffen. zu; von Herrn Grünfpan nahm das Gericht als erwiesen an, daß er gen ußt habe, fie sei feine Bringeffin, als der Bertrag mit Berlins hielt am 21. Wiärz eine öffentliche Versammlung für Der sozialdemokratische Agitationsklub für den Often geordert, sich den Veranstaltungen der Wahlvereine anzuschließen. Sterneder gefchloffen wurde. Eine schwere Urkundenfälschung Eine schwere Urkundenfälschung Männer und Frauen ab, in welcher Herr Stüve aus Ham nahm indessen das Gericht nicht als erwiesen an, da die Anburg einen durch 40 Lichtbilder illustrirten Vortrag über die getlagte zur Benußung des Familiennamens Jackson, den Cholera in Hamburg hielt. Die belehrenden Ausführungen gleichfalls bei ihrer Unterschrift verwandte, be= rechtigt war und durch die übrigen Bufäße( Prinzessin wurden besonders von den vielen anwesenden Frauen mit von Wfevolagsti), soweit sie dazu nicht berechtigt war, die großer Aufmerksamkeit verfolgt und allseitig mit regem Beija Echtheit der Unterschrift und der Ürfunde nicht berührt wurde. fie belohnt. B fich Verbot durch Der Verband affer in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlind und Umgegend hielt am 19. März im een Palast eine außerordentliche Generalversammlung ab, um Stellung zum Deutschen Wietallarbeiter Verband" zu nehmen. Bor Eintritt in die Tagesordnung gedachte der Vorsitzende des Die Ablebens der Kollegen Görner und Scherzinger. Bersammlung ehrte das Audenken derselben in der üblichen Dagegen wurde Betrug als erwiesen angenommen. Das Ges Der Verein zur Wahrung der Interessen der Gast Weise. Hierauf referirte Rollege 9 äther über die Frage: Wie zicht verurtheilte Frau Jackson wegen eines in Gemeinschaft mit und Schankwirthe Berlins hatte am 17. Wiarz seine regel itellen fich die Berliner Kollegen zum Uebertritt in den Deutschen Grünfpan begangenen und wegen eines allein ausgeführten Be- mäßige Mouateverfammlung. Der Kollege Zubeil bielt einen Metallarbeiter Verband?" Bunächst führte derselbe den Mittruges zu 3 Wochen Gefängniß, außerdem wegen unbefugter Vortrag über den Flaschenbler Handel der Berliner Brauereien. gliedern noch einmal vor Augen, welche Gründe die Metallarbeiter Führung des Adelsprädilates in zwei Fällen zu 5 Tagen Haft. Seine Ausiührungen gehen dahin, daß es prinzipiell ganz falich zur Zeit veranlaßt baben, ihre einzelnen Fachvereine aufs Die ganze Strafe wurde durch die Untersuchungshaft für verbüßt fei, gegen die Verbilligung des Flaschenbieres vorzugehen. Außer zulösen, um den Verband der Berliner Metallarbeiter" ins erachtet, Der Angeklagte Grünfpan tam fchlechter weg; er er- dem fei es aber auch undentbar, daß die Gastwirthe, beren viele Leben zu rufen. In den zwei Jahren des Bestehens hielt wegen des an Sternecker verübten Betruges 2 Monate von den Brauerein abhängig feien, gegen deren Macht mit Er- des letzteren habe ftets ein friedliches Nebeneinanderarbeiten Gefängniß, von denen 1 Monat auf die Untersuchungs: folg anfämpfen tönnten. Er beantrage, da er sich von einem neben dem Deutschen Verband" stattgefunden und erst in haft angerechnet wurde. Das Gericht hatte mit Rücksicht Boytott der Brauereien durchaus nichts verspreche, der Refolution, neuerer Zeit fei man von seiten des Deutschen Verbandes" be barauf, daß beide Angeklagte unbescholten waren und daß Herr Die von einer öffentlichen Bersammlung der Gastwirthe anstrebt, dieses Verhältniß zu lösen und hier in Berlin eine Billale Sternecker einen Schaden nicht erlitten hatte( durch diesen Passus genommen ist, vom bieffeitigen Vereine die Zustimmung zu ver- beffelben zu gründen. Da von verschiedenen Seiten zu der am machte das Gericht die Feststellung des Betruges felbft wieder fagen und nur dahin zu wirken, daß die Brauereien 4. April stattfindenden Generalversammlung des Deutschen Ver unvollständig! Bal. weiter unten) mildernde Umstände an- I verpflichtet werden, ibr Bier Gawirthen eben bandes" dahingehende Anträge gestellt worden sind, so fei ficher ben " # 29 Feuerftetn. Tagesordnung: Bortrag des Genoffen Toler. Diskussion. Wah! eines Delegtrien in die Streit- Kontrolltommiffion. Schafkopf Klub Bruder kette tagt jeden Sonnabend Abends 9 Uhr Andreashir. 77a bei Weiß. Glafer. Sonntag, den 26. März, Bormittags 10% Uhr: Große öffentliche Berfammlung in den Gratwell'schen Bierhallen, Kommandantenfir. 77-79. Der Diskutirklub Jaroslaw Dombrowski in Riedorf hält feine regelmäßige Berfammlung Sonntag, den 26. März, Nachmittags 5 Uhr, im Cotale des Herrn Niefegt, Bergstr. 129, ab. Uhr bei Wurl, Koppenftr. 58 Geschäftliches. Verein ehemaliger Schüler der 80. Gemeindesdjuls. Sonnabend, Gefelligkeitsverein Gesterreich- Ungarn. Sonnabend 8 Uhr im Reftaurant Rothtapt, Savelbergeritr. 28. Bandsleute willtommen. abends 9 Uhr, Vereins: Bersammlung bei Dehlmann, Münzftr. 11. Tages Neuer Berliner Bandwerker- Verein. Sonnabend, den 25. März. ordnung: Bortrag des Herrn Dr. Bittor Herrnstadt über Kleidung und Gautpflege." bet nicolay, Elisabethir. 14: Sigung mit Damen. Spiel- und Gesellschafte- inber". Sonnabend abends ex uhr, Sprecisaal. Die Redaktion stellt die Benuzung des Gorechfaals, soweit der Raum dafür abzugeben tit, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Sntereffes zur Berfügung; sie wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifizirt zu werden. anzunehmen, daß die Generalversammlung befchließen werde, hier am Orte Zahlstellen zu errichten. Nun frage es fich, wie die Mitglieder des Berliner Verbandes" sich hierzu stellten und da sei es denn wohl am Blake, sich hiermit näher zu befassen. Näther verlas nun eine Abrechnung und zeigte den Mitgliedern, in welch' tolossaler Höhe die Verwaltungsfoften, die Metallarbeiter- Zeitung" 2c. die zusammengebrachten Beiträge verschlingen, während für Unterstüßung gegenüber diesen Summen nur sehr wenig verausgabt wird. Der Deutsche Verband" erhebe jezt von seinen Mitgliedern 15 Pf. Beitrag pro Woche, es habe fich aber herausgestellt, daß mit diesem Beitrage nicht auszukommen sci und so werde derselbe wohl in nächster Zeit erhöht werden müssen. Ob die Berliner Kollegen bei einem derartigen Beitrag zu haben fein werden, sei zu bezweifeln, da die jezigen Beiträge 10 Bf pro Woche betragen. Hiervon seien die Mitglieder noch bei 14tägiger Arbeitslosigkeit oder Krankheit während der Dauer der= felben entbunden Man fei mit diesem geringen Betrag aus: gekommen, sei im ftande gewefen die gemaßregelten oder streifenden Kollegen oder auch in Noth gerathene Kollegen zu unterftügen, man habe hierbei den zureifenden Kollegen Reise- Unterftügungen zahlen, den Arbeitsnachweis erhalten und an verschiedene Gewerkschaften Unternügung bei Streits gewähren tönnen. Die Berliner Verhältnisse feien eben eigenartige, so daß der Teutsche Verband" mit Errichtung einer Filiale sicher nicht das erreichen dürfte, was bisher durch die bestehende In dem Verfammlungsbericht der Freien Vereinigung felbft Lofalzentralisation erreicht sei. In Berlin fei die Lokal ständiger Barbiere und Friseure vom 20. März wurde die zentralisation die zweckentsprechendite, dieses habe die bies Agitationskommission der Gehilfen getadelt, weil sie nicht herige Thätigkeit erwiesen. Bei eventuellem Hebertritt würde Schulter an Schulter mit der Agitationskommission der Selbst wohl faum ein Viertel der jetzt organifirten Kollegen übergehen, ständigen tämpje. Dem gegenüber bemerken wir, daß die im ja von einzelnen Branchen, so von den Mechanikern, Rohrlegern, November vorigen Jahres anberaumte Konferenz beider Schlossern und Klempnern, stehe ficher zu erwarten, daß fie Agitationsfommiffionen wegen zu schwacher Betheiligung der wieder ihre eigenen Fachorganisationen gründen werden; arbeite Selbständigen nicht stattfinden konnte; von legteren war der Ob man doch jetzt schon von seiten der letzten Branche sehr lebhaft mann derselben, Herr Wegener, erschienen. Derselbe versprach daran. Berschiedene Gewerkschaften hätten beim Eintritt in die noch eine Sigung einzuberufen, dies ist aber bisher nicht geallgemeine Zentralisation traurige Erfahrungen in sofern gemacht, schehen. Wer hier zu tadeln ist, das zu beurtheilen, überlassen als sie ihre bisherigen Mitglieder nicht bewegen konnten in die wir den Mitgliedern der Freien Vereinigung der selbständigen felbe einzutreten; als Beweis tönnte man die Tischler, Maurer, Barbiere und Friseure. Zimmerer u. a. m. anführen. So würde es auch den Metallarbeitern ergehen, und die jetzt bestehende gute Organisation würde zerstört werden. Der Redner ersuchte die Mitglieder zum Schluß, ihrerseits ihr Votum ohne jede Leidenschaftlichkeit abzugeben. An der Diskussion betheiligten sich die Kollegen Hartmann, Rörsten, Pegold, Neumann, Berger und Weinert. Sämmtliche Redner unternüßten und ergänzten die Ausführungen des Rejerenten; im Brinzip erklärten sie sich mit der Zentralisation einverstanden. " 1 Folgende Resolution fand hierauf einstimmige Annahme: In Anbetracht, daß die eigenartigen Verhältnisse Berlins es erheischen, an der bestehenden Organisation festzuhalten, erflären wir, wie bisher unsere Sympathie und Eolidarität dem Deutschen Metallarbeiter- Berband" entgegen bringen zu wollen, aber unter feinen Umständen auf unsere bestehende Organisation hier am Orte verzichten zu können." Zur Aufklärung. Die Agitation3tommiffion der Gehilfen. J. A.: Paul Liere, Gräjestr. 40. Vermischtes. Die drei Matrofen von dem norwegischen Schiff Thekla", welche wegen Rannibalismus an Norwegen ausgeliefert wurden, find, wie es sich gehört, außer Verfolgung gefeßt und freigesprochen worden. Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Burean.) Best, 24. März. Die Arbeiterinnen der Neu- Pefter- Baums woll- Industrie Gesellschaft haben wegen einer beabsichtigten Lohnherabsetzung die Arbeit eingestellt. Briefkaffen der Redaktion. E. Aoler. Sie irren sich. Eine Aufforderung zur Eins fendung von Agitationsmaterial ist auch von Ihrer Seite schon aweimal im Vorwärts" erlassen worden. G. R. 100. Sie müssen sich an die Direktionen der Ge sellschaften wenden. 2. 2., Tischler. Sie können doch von einem politisch fozialen Blatt nicht verlangen, daß es auch über solche Frage, wie man die Denaturirung des Spiritus beseitigt, Auskunft gebe. Jedenfalls hat die Behörde Sorge getroffen, diese Beseiti gung so zu erfchiveren, daß sie fostspieliger ist, als der nicht denaturirte Spiritus. . S. 1900. Allerdings hat, wie Sie es ausdrücken, Jhre Schwester eine Dummbeit gemacht, aber feine unheilbare. Sie soll an das Amtsgericht den Antrag richten, ihr zwei Erkenntniffe, eins mit einer Bollstreckungsflausel versehen, zu ertheilen und sodann einen Gerichtsvollzieher mit der Pfändung beauf tragen. Ferner foll sie zusammenstellen, was fie an Koften ver auslagt hat, diese Kosten vom Gericht festseßen lassen, den Festsegungsbeschluß mit der Vollstreckungsflaufel vom Amtsgericht versehen lassen und einen Gerichtsvollzieher mit der Beitreibung versehen lassen und einen Gerichtsvollzieher mit der Beitreibung auch dieser Kosten- abzüglich oder einschließlich der 1,20.beauftragen. M. Albert Paul. Frau P. muß auf Bahlung der 150 M. die Grben verklagen. Elifabeth 25. 1. Sie werden wegen des Schlagens ver urtheilt werden, aber wenn Sie in Ruhe die Verhältnisse darlegen, auch ohne Anwalt mit geringfügiger Geldstrafe davonTommen. 2. Sie können auf Alimentation und Ehescheidung flagen. Schr., Berlin. Wir werden Ihren Brief Herrn S. übermitteln. G. N. Br. 2. ist am 28. nicht in Berlin; aber am 29. von 4-7 Uhr Nachm. in der Redaktion zu sprechen. Nehlih. Wenn Sie, wie Sie selbst behaupten, 75 M. und Zuschuß von zwei Drittel des Materials in Bausch und Bogen vereinbart haben, tönnen Sie nicht nachträglich Attordlöhne verlangen. Etpel. Wenden Sie sich an den Armenkommissions- Bor steher mit dem Antrage auf Ertheilung eines Armenattestes, mit diesem Attest wenden Sie sich mit dem Antrag auf Ertheilung des Armenrechts an das Landgericht Berlin I, Zivilfammer. Ans Columbien wird ein außergewöhnliches Natur- Alsdann erhalten Sie das Armenrecht und damit auch die Beiereigniß gemeldet. Danach wäre der in der Nähe der Stadt ordnung eines Anwalts. Ein Ehescheidungsprozeß dauert in der Popayan gelegene Berg Gruiz Loma plöglich verfchwunden. Regel ein Jahr. Sollten Sie noch feinen Sühneverfuch ge Nachtem schon seit mehreren Lagen beunruhigende unterirdische macht haben, so geben Sie zunächst auf dem Amtsgericht Geräusche gehört worden wären, hätte sich der Berg plößlich Berlin I, Neue Friedrichstraße 13, den Antrag auf Auberaumung Als Beisiger im Vorstand wurde Kollege Steinmez und gespalten und sei zusammengehürzt, während ungeheure Maffen des Sühnetermins zu Protokoll. als Fachkommissionsmitglieder die Kollegen Anders, Schiller, von Erde in die Lust geschleudert worden feien, welche sich dann Roßdeutscher, Bitag, Mutschte, Weinert, aber die benachbarte Landschaft ausgebreitet und dadurch mehrere Stopper, Eichhorn, Engelstädt, Werth und Flüsse im Laufe gebemmt hätten. Etiva 10 bis 12 Menschen Heinide von der Versaminlung bestätigt. Für die Bibliothek wären dabei un's Leben gekommen, auch seien einige 100 Stüd fommission( Westen) wurde Kollege Neumann bestätigt. Ferner Vieh verloren gegangen. gelangte der bei der Firma Groos u. Graf ausgebrochene Streit zur Verhandlung. Derselbe wurde von der Versammlung als berechtigt anerlannt. Es wurde daraufhin beschlossen, sämmtliche ausständigen Kollegen der betreffenden Firma aus Verbandsmitteln zu unterstügen und zwar vom Tage des Ausstandes an. Ferner beschloß die Versammlung, daß der Vorstand eine Kommission ernennen soll, welche mit der betreffenden Firma unterhandeln möge. Zum Schluß wurde befannt gemacht, daß am Sonntag, den 26. März, von feiten des Verbandes ein Besuch der Genossenschafts Hutfabrit, Pappel- Allee, stattfindet; für Mit glieder des Südens Trefpuntt bei Kuhlmey, Schönhauser Allee 28, für Mitglieder vom Norden Treffpunkt bei Schayer, Brunnentraße Nr. 40. Mit einem Hoch auf das weitere Gedeihen des Berliner Metallarbeiter Verbandes fand Echluß der Versamm lung statt. Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter( G. 8. Literarisches. ช Briefkaffen der Expedition. J. O. in N. Ein Abonnement für April nimmt das Post amt nicht an. Im ersten Monat des Quartals muß für das ganze Quartal abonnirt werden. Wermelskirchen. Pappel- Allee 3/4. Für die Bergarbeiter gingen ein: Wen der Nenen Zeit"( Stuttgart, J. H. W. Diet' Berlag) ift foeben das 26. Seft des 11. Jahrgangs erschienen. Aus dem Jubalt heben wir hervor: Zur Militärvorlage. Der Sozialismus in Frankreich während der großen Revolution. Von Bei einer amerit. Auttion am 18./8. 93 gefammelt von den G. Hugo. Technisch ökonomischer und sozial- ökonomischer Bauern von Ostend 5,-. Bau Kyffhäuser gef. durch Gottfried Fortschritt. Von Eduard Bernstein.( Fortsegung.) Literarische Bartel 5,45. Die Rothen von Laude 1,10. Freie Vereinigung Rundschau. Notizen: Erhebungen über Stellenlosigkeit der der Zeitungsspediteure und Händler, Ueberschuß vom Wasten Handlungsgehilfen. Landwirthschaftliche Genossenschaften. ball 20,-. Ertrag einer amerikanischen Auftion bei Schröder, Feuilleton: Aus einem deutschen Hause. Ein Familienbild Ritterstr. 112, durch Fatschel 16,60. Malervereinigung, filiale aus dem neunzehnten Jahrhundert von Ludwig Schiert.( Fort: Nixdorf 10,10. Agitationskommission sämmtlicher in HolzNr. 29 Hamburg), Filiale Berlin 9. Mitglieder: Bersammlung. Sonntag, setzung.) bearbeitungs- Fabriken und auf Holzplätzen beschäftigten Arbeiter ben 26. Diara, Bormittags 10 Uhr bei Biect, Siemensitr. 17. Bon der ,, Gleichheit", Zeitschrift für die Intereffen der Ar- 20,-. Von den Löwe'schen Arbeitern 2,25. Geburtstagsfeier in Allgemeine Branken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter( E..beiterinnen( Stuttgart, J. H. W. Diez' Verlag) ist uns so- Weißenfee, durch Männerchor Süd- Ost" 8,80. Ueberschuß von Nr. 29 Hamburg), Filiale Berlin 1. Bersammlung am Sonnabend, den eben die Nr. 6 des 3. Jahrganges zugegangen. Aus dem Inhalt der Krangfpende der Arbeiter und Arbeiterinnen der Allgerneinen 25. März, Abends s Übr, Bichterfelderftr. 8 bet Winter. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 20. März, Abends 7 1hr, zwet diefer Nummer heben wir hervor: Ihr Frauen aufgewacht. Elektrizitätswerke 18,-. Ueberschuß von der Kranzspende zum Berfamintungen. 1. In den Armin Ballen, Kommandanten 20: Vortrag des Louise Michel( mit zwei Porträts). Die revolutionäre 18. März von den Arbeitern der H. F. Eckert'schen MaschinenGenoffen Frip Bubeil über deutsche und französische Schulen". 2. Rosenthalerft aße 88, 1 Tr.: Vortrag des Herrn Waived Manasse über Religion Sozialdemokratie. Feuilleton: Am Nordpol. Nach dem fabrit 18,80. Eisendreher Morgenstern 5,45. Von 3 rothen Spielund Wissenschaft". Englischen von P. Olliverio.( Fortsetzung.) Arbeiterinnen- razen in Rigdorf 2,-. Bewegung. Kleine Notizen. Durch die Streit- Kontrol! tommiffiom: Die„ Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Liste 801 27,55. Liste 303 7,05. Liste 804 8,40. 2iste 305 Nummer 10 Pf., durch die Post bezogen( eingetragen in der durch Gießte von den Maschinenbauern, Modelschlossern und Reichs post- Zeitungsliste für 1898 unter Nr. 2609) beträgt der Modellformern von Schöning 17,30. Liite 306 5,50. Bite 308 8,10. Abonnementspreis vierteljabrlich ohne Bestellgeld 35 Pi.; unter Bifte 525 2,- Lifte 530 2,35. Lifte 548 6,45. Liste 549 5,40. Kreuzband 85 Pf. Juferatenpreis die zweigespaltene Petitzeile Liste 158 Förster 3,-. Auf Liste 82 ist noch 1 M. nachzutragen ( statt 8,85, 9,85), durch Jrrthum entstanden. Eflinger. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 26. März, Bormittags 10 Uhr Leipzigerstr. 48: Jugendaufnahme. Fachverein der Uhrmacher und verw. Serufsgenoffen Berlins und Umgesend. Sonnabend, den 25. März, Abends 9 Uhr: Vereins- Berfamim lung im Restaurant Wienecke, Alte Jakobpraße 83. Vortrag des Kollegen Verein deutscher Schuhmacher. Filiale 1: Montag, ben 27. März, Abends 8 llbr, bei Gente, Blumenftr. 88. Vortrag. ale 3: Sonntag, den 28. März Nachmittags 5 Uhr bei Keller, Bergstr. 68, Gartensaal. Bortrag 20 Pj. des Frl. Baader über:" Dte tutturelle Mission des Muhamedanismus". Porzellanmaler und Berufegenoffen. Deffentliche Versammlung am Sonnabend, den 24. März, Abends 8% Uhr, bei Bols, Alie Safobftr. 76, früher Elegante EinsegnungsAnzüge in Jaquet- Façon, blau u. schwarz, in nur guten Stoffen BF bon 15 M. an. 1 Julius Lindenbaum, Berlin 0., Frankfurtertr. 139. Schuhe u. Stiefel mit Kontroll- Marke aus der Schuh- Fabrik Erfurt. Allen Genossen u. Freunden empfehle mein Schuh u. Stiefel- Geschäft. Große Auswahl in Herren, Damen- und Möbel, Spiegel und Polsterwaaren, reelle Waare, solide Preise. Ganze Ausstattungen in Mahagoni und Nußbaum. Büchenmöbel in gr. Auswahl empfiehlt 3589L Julius Apelt, Sebastianstr. 20( irüher 27/28) Cohn's Hosen- Fabrik, 7. Pallisadenstraße 7, und Wilsnackerstraße 16, Kinderstiefeln. 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Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.