Nr. 73. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 fg fret tu's Haus. Einzeln Nummer 5 fg. Sonntags= Numer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Boft- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 t., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Einger:. in der Poft Bettungs- Breiste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Inferttons- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Betitzeile oder beren Baum 40 Bfg., für Vereins- und Berfamm: ungs- Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Summer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Grvedition abgegeben werden. Die Erpedition ift an Wochens tagen bis 7 lbr Abends, an Sonne und gefttagen bis 9 Uhr Bor, mittags geöffnet. fernfprech- nfchlu Amt 1, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. H Staatsarbeiter in einem„ wilden Lande". Sonntag, den 26. März 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Doch gehen wir nun zum Hauptbericht über, welcher von dem gegenüber weniger hervortreten zu laffen in die Lage kommt, Resultate der Untersuchung erzählt, bei welcher über 120 Ar- sondern mehr darauf angewiesen wird, dem Werfführer im beiter die in bedenklicher Anzahl vorliegenden schriftlichen Klagen Bureau helfend zur Seite zu stehn. Das allerunglüdlichste war mündlich bestätigt und dazu noch vielfach neues Beschwerde es, daß dem Herrn B. die Besorgung des Krankenkassen- und In frischer Erinnerung sind noch die unfreundlichen Antworten, material herbeigeschafft haben". Derfelbe befaßt sich in erster Unfallwesens in die Hände gegeben wurde. Das soll anders In frischer Erinnerung sind noch die unfreundlichen Antworten, Linie mit dem Fabrikdirektor. Da lefen wir gleich in werden. Die Besorgung der Krankenkassen- Angelegenheit soll welche im Deutschen Reid, stage und im Preußischen Landtage einer Fußnote:" Die Absicht der Untersuchungsfommission einer von den Arbeitern gewählten Verwaltung zufallen und Minister auf Beschwerden gaben, die über die Behandlung ging ursprünglich dahin, diesen Theil des Berichtes nur dieser nämlichen Verwaltung tommt fünftig die Mitwirkung beim Dann der in fiskalischen Betrieben beschäftigten auszugsweise zu veröffentlichen. Nachdem nun aber, offen- Ausmaß der Entschädigungen in Haftpflichtfällen zu. bar durch Indiskretion des Fabrikdirektors, die Sache aus wird es nicht mehr vorkommen, daß ein Bureaugehilfe einen Arbeiter oder Beamten vorgebracht wurden. In ihrem Zusammenhange geriffen und nur der ihm beliebende Theil Arbeiter mit den Worten abfertigt:" Ich gebe Euch keinen welchem Gegensatz dazu steht das Verfahren, welches die Schweiz der Presse überliefert worden, find wir gezwungen, die An- Schein." hinsichtlich der Beschwerden einschlug, die von Arbeitern der gelegenheit ausführlicher der Deffentlichkeit zu übergeben." Dann Der Vorarbeiter A. habe sich barsche, unanständige und eitgenössischen Waffenfabrik über ihre Behandlung erhoben waren! wird fonstatirt, daß die Vorwürfe, als hätte der Direktor sich brutale Behandlung, Beschimpfungen und Parteilichkeit zu Schulden Ausbeutungen des Geschäftes für sein Privatintereffe zu Schulden tommen lassen. Die Schweiz setzte eine Untersuchungskommission ein, und diese fommen lassen, sich als hinfällig erwiesen haben. Begründet da die bei seiner Frau Roft oder Logis oder beides zusammen geEr habe diejenigen Arbeiter bevorzugt, hat jetzt einen Bericht drucken lassen, aus dem die höhere fista- gegen seien Klagen, betreffend die innere Verwaltung. Es tamen habt haben. Diesem Uebelstand habe übrigens das Militärlische Bureaukratie Deutschlands sehr viel lernen kann, wenn sie Kündigungen und Entlassungen vor, welche hätten unterbleiben departement bereits abgeholfen. Der Verbleib des A. als Vordazu den guten Willen hat. Der Bericht lautet im Auszuge, den sollen. Noch während der Untersuchung erfolgten fünf Ent- arbeiter der Waffenfabrik sei unzulässig. Wir halten dafür, daß laffungen, von denen die Kommission eine als ungerechtfertigt in einer eidgenösischen Fabrik die Arbeiter als Menschen bedie Züricher Post" veröffentlicht, wie folgt: Die Behandlung der Haftpflichtfälle verstoße handelt werden follen, was A. nicht einzusehen scheint." Auch Der im Druck erschienene Bericht der Untersuchungs- manchmal gegen die ausdrücklichen Vorschriften. Wiederholt seien An- der Vorarbeiter W. sei zu entlassen. Er stehe an Brutalität fommission in Sachen der eidgenössischen Waffenfabrik in Bern meldungen von Unfällen auf dem Bureau einfach abgewiesen worden, seinem Kollegen A. würdig zur Seite. Zudem habe er die Aran das schweizerische Militärdepartement" wird durch die Wieder angeblich, weil sie verspätete" gewefen. Die Kommission babe beiter zu Ueberanstrengung getrieben. Dr. Roller bezeugte, daß gabe eines die Arbeiterentlassungen betreffenden Vorberichte mehrere Fälle zu nachträglicher Behandlung an das Bureau er im Jahre 1892 eine große Bahl von Arbeitern der Schäfterei eingeleitet. Die Kommission sette darin die Nothwendigkeit der zurückgewiesen. Sodann habe die Direktion einen Anhang zur wegen Krankheiten der Atmungsorgane behandelt habe. Berkürzung der Arbeitszeit zur Vermeidung Fabrifordnung" publizirt, welcher den mit dem Gesetz im WiderWeiter wird auch die gegen die ganze Zeitung, vom Direktor der von der Direttion geplanten Massenspruch stehenden Satz enthält, daß Berlegungen und Unfälle nur bis zum Vorarbeiter hinab, erhobene Klage behandelt, daß durchentlaffung auseinander. Man weiß, daß das Militär- dann Berechtigung auf Unfallentschädigung erhalten, wenn die wegs bie Tendenz bestehe, den Arbeitern die Aus. departement dieser Ansicht beipflichtete und entsprechende felben sofort auf dem Bureau des Werkführers angemeldet übung ihrer politischen Rechte zu verfümmern. Die für solche Nachträge erforderliche Genehmigung Der Vorwurf sei begründet. Verordnungen traf. Und man weiß auch, daß eine Arbeiter werden. Wer für sich das Recht in Anfommission eingesetzt wurde, welcher die Prüfung und Korrektur der der Kantonsregierung fei nicht eingebolt. Gobann feien in einer fpruch nimmt, feine eigene Meinung zu haben, dieselbe nach Listen der zu Entlassenden zusteht. Zur Begründung dieser Maße Mehrzahl von Fällen" zu hohe Bußen verhängt worden. Reglements außen zur Geltung zu bringen und gelegentlich auch dafür Proregel führte die Kommission u. a. folgendes an: Kann man es widrig feien auch die als Strafe ausgesprochenen Einstellungen in paganda zu machen, von dem darf billigerweise erwartet werden, der Mehrzahl der Arbeiter, die der Gewerkschaft angehört, ver- der Arbeit auf mehrere Tage und Wochen. Endlich tadelt die argen, wenn ihre Erregung einen hohen Grad erreicht, weil sie Stommiffion die Beschäftigung zweier Söhne des Direktors in der daß er die nämliche Berechtigung auch bei anderen respektiren würde. Wenn diese Gleichberechtigung vorab in einer großen aus verschiedenen Aussprachen und Anzeichen den Argwohn schöpft, Fabrik. Dem einen werde vorgeworfen, daß er nur eine zwei Fabrik allseitig zur Wahrheit geworden, dann wird der Arbeiter es werden hier Prostriptionslisten aufgestellt, mit denen die mäch- monatliche Lehrzeit im Gebiete der Waffenfabrik durchgemacht mit Liebe und Zutrauen zu seinem Vorgesezten aufblicken, der tige, tompetente Bartei ihre Gegnerin vergewaltigen will? Abec und nicht die nöthigen Fähigkeiten besige, und dem andern, daß Verkehr wird aus einem gespannten zu einem freundschaftlichen gleichviel, ob diefer Argwohn begründet sei oder nicht... Die er da und dort in zu intimen Beziehungen zu Beamten oder AnSituation ist ernit und Garantien sind nöthig. Der Mann, der gestellten der Fabrit stehe, was unstatthafte Bevorzugungen mit sich gestalten und ein schönes, friedliches Familienleben wird als bas Resultat der durchgemachten Prüfung zu verzeichnen fein." ein entehrendes Verbrechen begangen hat, genießt zunächst den sich führe. Bezüglich des Wertführers haben sich einzelne Klagen Schutz einer forgfältigen Untersuchung; der Staat giebt ihm, wenn er arm ist, einen Rechtsbeistand, der alles sammelt und als begründet und andere als unbegründet erwiesen. Die Komprüft, was zur Vertheidigung nüßlich ist. Und dann stellt ihn mission tadelt es, daß in der Hand des Wertführers zu viele der Staat vor ein Gericht, das ihn wie feinen Antläger hört, Fäden vereinigt seien, was eine allzu summarische Behandlung ehe es ein Urtheil und eine Strafe ausspricht. Eine höhere In vieler Dinge zur Folge habe. Der Werkfübeer begünstige die in fianz, ein Kollegium gebildeter Männer fann zur Prüfung und der Waffenfabrik wuchernde Ohrenträgerei. Daß er den ArAbänderung des Urtheils angerufen werden, auch wenn es sich beitern gegenüber„ niederträchtige Schimpfworte" gebraucht, habe nur um eine furze Freiheits: oder geringe Geldstrafe handelt. er bestritten, dagegen zugegeben, daß er zuweilen einem Und hier stehen 756 Männer, Arbeiter einer eidgenössischen das Mösch gepust". Die Kommission empfiehlt ihm für Fabrit, darunter viele, die kleid und Ausrüstung eines Wehr die Anwendung dieser Operation möglichst Mäßigung", wenn mannes in ihrem eigenen Heim haben und harren des bangen er sie wieder für nöthig erachten sollte. Wenn dem Werfführer Moments, da zunächst jedem vierten und später fedem zweiten Unregelmäßigkeiten der Vorarbeiter verborgen geblieben jeien, so Manne der Zettel verabsolgt wird, der wirthschaftlich viel tönne ihm das angesichts der Thatsache, daß bei Anhandnahme Schlimmeres bedeutet, als eine Gefängnißhaft von 14 Tagen. Der Fabrifation des neuen Gewehres die Zahl der Arbeiter Ein Mann ist es, der die furchtbare Kompetenz hat, die mehr plöglich von 150-200 auf 800-850 Arbeiter angewachsen sei, als 400 auszulesen, die diesen Zettel erhalten, und es hängt nicht allzuschwer angerechnet werden. sich an ihn der Argwohn, daß er nicht unbefangen sei, daß er auf Berichte höre, die parteiisch sind, und daß es eine Partei sei, die in ihm zugleich als Richter und Exekutor amte." Feuilleton. Nabrud verboten.) [ 49 Endlich werden die für die Zukunft anzuwendenden Maß. nahmen erörtert und im allgemeinen ausgeführt, was in den Wirkungstreis der Arbeiterfommission zu stellen sei. Und daran reihen sich die Kommissionsanträge: verfügen: Als selbstverständlich und nicht einer befonderen Verfügung bedürfend, sezen wir voraus, daß feststehe, es dürfe seitens der Fabrifleitung feinerlei Druck auf die Arbeiter bezüglich ihrer politischen Stellung oder ihrer politischen oder sozialen Organifation ausgeübt werden. Sodann beantragen wir dem Militärdepartement, es wolle ( Die Anträge 1-3 betreffen Verfügungen persönlicher Natur und wurden in der gedruckten Ausgabe des Berichtes weg. gelaffen.) 4. Die Fabrifleitung wird ermahnt, der eidgenössischen Fabrik und Haftpflicht Gefeßgebung streng nachzuleben und die Dem Bureaugehilfen B. ift barsches und brutales ihr widersprechenden Erlasse zurückzuziehen. Benehmen nachgewiesen worden. Es sollte Vorsorge getroffen 5. Die Organisation und Verwaltung der Krankenkasse ist werden, daß ein so junger Mann seine Autorität den Arbeitern in die Hände der versicherten Arbeiter zu geben; diesen steht es " meine ganzen Ersparnisse, mit einer Schnur an dem Kreuze, welches ich an der Brust trug, befestigt hatte, daß aber ein Schurke von einem Miether, den ich auf der Straße aufgelesen hatte, mir in der Nacht das Geld geraubt und fich davon gemacht hätte. Mit den Rockärmeln wischte ich mir die meines Unglücks meinen Augen entströmten!" ohne alle diese Mühe eines Dich etwa verfolgenden Spions entledigen." Wassilij zuckte die Schultern, seinerseits durch bie Frage überrascht. Die Laufbahn eines Nihilisten. Thränen weg, wirkliche Thränen, die bei der Erzählung fagte er. Bon S. Stepniat. Autorisirte Uebersehung. Frei ins Deutsche übertragen von Bertha Braun. In Wassilij's rauhem Geficht erglänzte einen Moment sein sonderbares Lächeln, welches aber eben so schnell wie es gekommen war, verschwand, als er seine Erzählung wieder aufnahm. Ein Billet nach der nächsten Station, nicht nach Pol- Als ich meine Zuhörer genügend bewegt glaubte, tawa lösen? Das fonnte ich nicht, weil der Polizist mich trocknete ich meine Thränen, ergriff meinen Koffer und entfernte hören, der Verdacht in ihm aufsteigen würde, ich hätte ihn mich so schnell ich konnte, indem ich in den ersten Wagen, in allem hintergangen und er mich wahrscheinlich verhaften der am Thore hielt, sprang." würde. Die Leute wurden einer nach dem andern abgefertigt. Ich kam dem Schalter immer näher und hatte feine Idee, was ich thun sollte und wie die Sache für mich enden würde. n Schließlich stand ich dem Beamten gegenüber. Der Polizist mir im Rücken hinter dem Geländer. Ein Billet dritter nach Poltawa sage ich mit entschlossener, lauter Stimme und begann meine Weste aufzuknöpfeln, um das Geld hervorzuziehen. Schnell; Sie halten die Leute auf, ruft der Beamte." „ Sofort" antwortete ich, fest. " Ich ziehe das Kreuz hervor, blicke es an und fahre mit den Händen in die Haare. Rechtgläubige Brüder ich bin beraubt! rufe ich mit schriller Stimme und laufe, wie ein Wahnsinniger vom Echalter weg. " Eine dichte Menge sammelt sich um mich, ich erzähle nun, daß ich einen fünfundzwanzig Nubelschein, Und der Polizist", fragte Annie Wulitsch, verfolgte er Sie nicht länger? Und mein Gepäck, welches dort zurückgelassen war?" Andrej lachte jetzt herzlicher, als während der ganzen Erzählung." Jetzt müssen Sie unbedingt sehen, welche Schäße unser Waska den Klauen des Drachens entrissen hat," sagte er zu den Damen. Er bewegte sich nach dem Koffer hin, mit der augenscheinlichen Absicht, dessen Inhalt der Bewunderung der Gesellschaft preiszugeben. Wassilij riß ihm denselben aus den Händen und setzte sich entschlossen darauf. Er würde nicht gestatten, solche Dinge vor den Frauen zur Schau zu legen. Am nächsten Tage nahm Andrej von seinen Freunden " Nein. Ich war so außer mir über den Verlust meines Abschied und reiste nach St. Petersburg zurüd, von Sina Eigenthums, daß ich ihn einen Moment aus den Augen beauftragt, für die Fortsetzung des Unternehmens Geld zu verlor. Als ich mich aber ziemlich weit entfernt hatte, erheben. Wassilij blieb in Dubrawnic. Er bemerkte sehr wandte ich mich um und sah niemand hinter mir. richtig, daß er dant seines glücklichen Aeußern überall Ich verbrachte den Rest des Abends, indem ich mich gleich sicher war; er war entschlossen, Sina bis zu Ende von einem Ort zum andern begab, um sicher zu sein, daß Treue zu bewahren. Wassilij's Charakter hatte, genau bes ich nicht verfolgt wurde. Diesmal hatte er mich glücklicher trachtet, etwas wahrhaft Ritterliches, was am besten in Weise allein gelaffen." seinem Benehmen Frauen gegenüber zu Tage trat. Er hatte " Er ist wahrscheinlich nach Hause gegangen, fagte immer eine Herzensdame, nach welcher er seufzte; aber, als Sina lachend, um seinem Chef einen Bericht über die ein wahrer Ritter, war er bereit, jeder Dame, die seiner bösen Streiche zu schreiben, welche die Revolutionäre bedurfte, zu dienen, und keiner war er mehr ergeben als den Dummköpfen, die sie in ihrer Schlinge gefangen haben, Sina. spielen." Aber um des Himmels Willen", fragte Andrej, warum tehrtest Du am Nachmittag nach dem Hause zurück, wenn Du einmal allein gelaffen warst? Das kann ich nicht verstehen. Du konntest Dich leicht VIII. Eine unerwartete Verwidelung. St. Petersburg war im Festkleide, als Andrej wieder den Fuß auf sein Pflaster setzte. Der erste Schnee war gefallen, und das ist eine große Festzeit für jeden Nordländer. zu, fi zu bestallen. Statuten zu geben und einen Vorstand in freier Wahl Wie's gemacht wird. Flugblätter, unterschrieben unsere urkundlichen Angaben über die Thätigkeit von pensionirten Offizieren, Amtsrichtern, Rentnern werden Richter's betrifft, so sind sie unanfechtbar. Wir 6. Der Vorstand der Krankenkasse wirkt mit bei der Be- in allen Theilen Deutschlands von den Anhängern der sind gerne bereit, Herrn Richter über seine nächsten Parteiforgung der Haftpflicht- Entschädigungen für Unfallbetroffene. Die im Bericht vom 28. Januar von der Untersuchungs. Militärvorlage verbreitet, Bersammlungen gesinnungs- freunde noch mehr des Erbaulichen zu melden. Daß die Tommision vorgeschlagene, am 28. Januar gewählte Arbeiter tüchtiger Hurrahpatrioten geben fund, daß das Bolf den Bourgeoisie von den Mannen der„ Norddeutschen" bis zur tommiffion wird als fiändige Einrichtung fonftituirt. Außer den Druck der neuen Last tragen fönne, die unfagbare Geduld Freifinnigen Zeitung" einmüthig ist in ihrer Todtschweigim vorgenannten Bericht erwähnten Befugnissen bat diese Kom: des deutschen Bolts wird von den Freunden der Regierung Taftit, ist einleuchtend. Sie alle erfüllt das brennende mission des Recht der Borberathung, der Verständigung mit der auf eine harte Probe gestellt. Aus den Dispositionsfonds Bedürfniß, daß Gras über die Geschichte ihrer Schelmen Fabrifle itung und der Weiterziehung ftreitiger Fälle vor das der Regierung, die aus den Groschen der Steuerzahler zu streiche wachse. Genug von Panama!", das ist das Militärdepartement als der definitiv entscheidenden Instanz bei fammengebracht sind, wird Geld für die Agitation geliefert. Paßwort auch der deutschen Banamisten. Daß die folgenden Angelegenbeiten: a) Aufstellung und Revision der Man läßt sich's, schreibt man der Frankfurter Beitung"" Freisinnige Beitung"" schreibt treffend die Fabrikordnung; b) Einrichtung der Lohnzahlung und der Bahl tagsbelege; c) Busen und Kündigungen, eventuell plögliche Ents aus Thüringen, in Berlin viel Geld und Mühe foften, Germania", c3 mit der Wahrheit nicht immer genau Tajfungen bei schweren Disziplinarvergeben; d) allgemeine Nende um im Volfe für die Militärvorlage Stimmung zu machen: nimmt, ist eine oft konstatirte Thatsache. Ihre neueste rungen in den Tag- oder Alfordlohnfäßen; e) Beschwerden über so ist jetzt von der Königlichen Hofbuchhandlung E. S. Leistung aber zeugt von einer geradezu klassischen Un- verungerechte Behandlung durch Vorgejezte oder Rebenarbeiter. Mittler und Sohn einer Heihe thüringischer Blätter das frorenheit. Bekanntlich haben die Blätter aller ParteiWeitere Angelegenheiten tönnen entweder durch gütliche Ber- Anerbieten zugegangen, für die gesammte Auflage der schattirungen den Uebereifer des freisinnigen Abgeordneten ftändigung mit der Fabrikleitung oder durch Veriügung des Beitung die bekannte Broschüre: Aufklärung über die Schmidt- Elberfeld hervorgehoben, der in der Donners Militärdepartements in den Wirkungskreis der Arbeiterkommission Militärvorlage" unentgeltlich zu liefern. Da diese tags- Sigung des Reichstags die vom Abg. Ahlwardt auf gezogen werden." Buchhandlung zweifellos doch auch nichts zu verschenken den Präsidententisch niedergelegten Aften alsbald dem Die Kommission habe sich, vernehmen wir, bei diefer Auf- hat, so wäre es interessant zu erfahren, wer der gütige Finanzminister Miquel überreichte, der darin herumblätterte stellung in persönlicher Beziehung weitgehende Beschränkung auferlegt und hoffe, daß dies namentlich seitens der Fabrifleitung Spender dieser Broschüren denn eigentlich ist. Außerdem wird bis der Präsident dieselben zurückholen ließ. Anstatt nun gewürdigt werde. Uns liegt vor allem daran, Friede, Bertrauen aber auch amtliche Hilfe zur Verbreitung dieser Lobes diesen Uebereifer richtig als solchen zu fennzeichnen, sucht und gedeihliches Rusammenarbeiten zu ermöglichen und in dieser hymne auf die Militärvorlage in Anspruch genommen. So die Freifinnige Zeitung" ihren Freund durch eine geradezu Schönen eidgenössischen Arbeitsstätte zu zeigen, daß gute Disziplin, versendet der Fürstlich Schwarzburg- Rudolstädtische Landrath verblüffende Entstellung der Wahrheit zu entschuldigen. fleißige und gewissenhafte Arbeit und Pflichterfüllung wohl zu Weller in Königsee die Broschüre in die ihm unterstellten Herr Miquel hatte", so schreibt das Blatt des Herrn vereinigen, ja vielleicht selbst zu beben ist mit der Verleihung Gemeinden mit folgendem Begleitschreiben: An den Gesichter, von den Aktenstücken übrigens schon während größerer Rechte an die Arbeiterschaft und mit einer höheren Remeindevorstand zu... Dem Gemeindevorstande laffe ich der Sigung des Senioren- konvents Einfpeftirung ihrer bürgerlichen und menschlichen Integrität." beifolgend ein Exemplar einer kleinen Schrift, welche die sicht genommen." Das ist in der That der Gipfel der Aufklärung weiterer Kreise über die von den verbündeten Unverfrorenheit; denn jeder, der in der betreffenden Sigung Regierungen dem Reichstage gemachte Militärvorlage be- des Reichstages anwesend war, weiß, daß die Berathung weckt, mit dem Ersuchen zugehen, den Inhalt in geeigneter des Senioren- Ronvents erst nach jenem Zwischenfall stattWeise( Umlauf, Mittheilung an größere Vereine) zur fand. Draußen im Lande kann man das freilich nicht Kenntniß der Gemeind ebehörde und Ortsnachbarn zu bringen. wissen, und so lagt die Freifinnige Zeitung" frisch Den Kriegervereinen ist das Schriftchen direkt zu- drauf los, um einen in die Patsche gerathenen Fraktionsgenoffen zu retten. Heiligt bei der Freisinnigen Zeitung" der Zweck die Mittel?" Soweit der Bericht, wie er in der Züricher Post" ver öffentlicht ist. Es ist nicht anzunehmen, daß er auf die fistalifchen Verwaltungen Deutschlands den wünschenswerthen Eindruck machen werde. Wie es der 1890er Wah! bedurfte, um in politischer Beziehung dem Volke etwas Luft zu schaffen durch die Beseitigung Bismards, so wird es einer abermaligen Babl be dürfen, um dem Volte und namentlich den Arbeitern in wirthschaftlicher Beziehung Erleichterung zu schaffen. Die höhere Büreaukratie, die die fistalischen Betriebe verwaltet, wird nicht eher ihr System der Arbeiter und Beamtenbehandlung ändern, bis der jetzigen Praktik durch den Ausfall der Wahl das Grab gegraben ift. Deshalb soll jeder im Staatsdienst beschäftigte Arbeiter und Subalternbeamte seine Stimme nicht dem Regierungskandidaten, sondern der Sozialdemokratie geben. Das ist der vernünftigste Gebrauch, den er vom Wahlrecht machen tann. Politische Iteberlicht. Berlin, den 25. März. gegangen. Das nationalliberale Zentralfomitee hat dieser Tage in Berlin über die politische Lage verhandelt. Bennigsen soll angeblich gesagt haben, von einem Um schlag der Volksstimmung zu gunsten der Militärvorlage fönne ernstlich nicht gesprochen werden; eine Auflösung des Reichstages und Neuwahlen mit der Parole Annehmen oder Ablehnen würde für die Nationalliberalen wahrhaft perniziöse Folgen haben. Sehr getadelt habe Bennigsen das Arrange ment von Zustimmungstelegrammen und Adressen, welche die Reichsregierung nur in idrer unglücklichen Hartnäckig teit bestärken könnten. Jede solche Adresse, hinter der ja doch kein Volk stebe, sei ein nationales Unglück". Trotzdem werden die Windfahnen des Großbürgerthums sich so drehen, wie es der Regierung genehm ist und nach altem Brauche dem Volte neue schwere Blut und Gutsteuern auf halsen. die Wieder ein Justizmord? Der im Graubenzer Buchthause fißende Lehrer Wolff war vor zehn Jahren in Danzig wegen Verleitung zum Meineide zu 3 Jahren Buch thaus verurtheilt, trotzdem er auf das lebhafteste seine Unschuld betheuerte. Wenngleich nun auch seine verschicdentlichen Anträge auf Wiederaufnahme des Verfahrens, die er während Verbüßung der Strafe und auch nach Entlaffung aus dem Buchthause( in welches er dann später wegen anderer Strafthaten zurückkehrte) stellte, zurückgewiesen wurde, so hatte sich, so schreibt die Danziger Zeitung", in letzter Zeit die Staatsanwaltschaft doch selbst veranlaßt gefunden, erneute Recherchen anzustellen, welche derartiges Entlastungsmaterial geliefert haben sollen, daß die Antlagebehörde nunmehr für Wolff die Wiederaufnahme des Verfahrens bes Der Bundesrath ertheilte in der am 23. b. M. ab gehaltenen Plenarsizung dem Gesehentwurfe, betreffend die Die Disziplinargewalt des Reichstage, auf den antragt hat. Auch dieser Fall zeigt deutlich, daß die Berufung und die Entschädigung unschuldig Bekämpfung gemeingefährlicher Rrants als ein Erzeugniß des allgemeinen Wahlrechts Berurtheilter wiedereingeführt werden muß. Die heiten, bem Entwurfe eines Nachtrages zu der Verölnische Zeitung" nicht gut zu sprechen, erscheint Annahme ist nicht von der Hand zu weisen, daß der einem einbarung erleichternder Vorschriften mit Defterreich- Ungarn diesem ehrenwerthen Organe für Bildung und Besiz" nicht Annahme ist nicht von der Hand zu weisen, daß der einem Furthum zum Opfer Gefallene durch die ungerechte für den wechselseitigen Eisenbahnverkehr rücksichtlich der be- straff und ausgiebig genug. Nicht etiva gegen Vertreter Strafe, die ihn durch das Brandmal des Zuchthauses entbingungsweise zur Beförderung zugelassenen Gegenstände, des Bundesraths, die sich gegen Abgeordnete das Menschendem Entwurfe eines Gesezes wegen Abänderung des§ 69 mögliche erlauben, sondern gegen die Abgeordneten selbst ehrte, ihm die Existenz zerstörte und den Weg zum ehrlichen des Strafgesetzbuches und dem Entwurfe eines Gesetzes für soll der Reichstag einschreiten. In Kürze, es soll die Erwerbe verlegte, zum Verbrecher geworden ist. Wie Elsaß- Lothringen wegen Abänderung und Ergänzung des Rebefreiheit eingeschränkt werden. Für empfindsame ist dies gebrochene Dasein wieder aufzurichten? Bismarck soll erklärt haben, daß er nicht wieder zum Gesezes über die Deposite uverwaltung vom 24. März 1886, Seelen, die vor der Bloblegung ihrer Sünden zittern, für Er hat sein Mandat legterem Entwurfe mit den vom Landes Ausschusse bes alle bie, so etwas auf dem Kerbholze haben, wäre aller- Reichstage tandidiren werde. von der Kölnerin geforderte Wort nie ausgeübt, sondern es vorgezogen, hinter der Hecke der schl. ffenen Abänderungen, die Zustimmung. Die Vorlage, bings die von betreffend den Handels- und Schifffahrtsvertrag zwischen entziehung für eine ununterbrochene Reihe von Hamburger Nachrichten" und andrer Bismard Papiere dem Reiche und der orientalischen Republik Uruguay und Sigungstagen" ein niedliches Mittelchen, um die Oppos auf alle Welt, die nicht für ihn ist, zu schelten. Wenn er der Entwurf eines Gesetzes wegen Abänderung des§ 41 fition lahmzulegen. Warum nicht gleich ein Maulforb- nicht wieder fandidirt, so deshalb, weil dem alten Fuchs der Konkursordnung wurden den zuständigen Ausschüssen Baragraph, der jedem Abgeordneten den Mund schließt, die Trauben zu sauer sind. Diesmal würde er den Pyrrhussieg der ersten Wahl nicht wieder davoutragen, zur Borberathung überwiesen. Endlich wurde über mehrere sobald er nicht für Geldsack und Regierung spricht? sondern die Wahlstatt zwar nicht auf dem Schild, wohl aber Eingaben in Zoll- und Steuerangelegenheiten Beschluß ge ohne Schild verlassen. faßt. $ " " Ueber die beabsichtigte Erwerbung eines neuen offiziöfen Organs sollen, wie die Bossische Beitung" zu berichten weiß, an den Reichskanzler angesichts der notorisch Borschläge ergangen sein, die darin gipfeln, ein Organ zu ungenügenden Leistungen der offiziösen Presse" neuerdings Herr Richter schreibt in der Freisinnigen Beitung": Der Vorwärts" produzirt aus den VerZur Militärvorlage schreibt man aus Berlin der leumdungsschriften Glagaus aus dem Jahre 1876 einige Münchener Allgemeinen Beitung", der Auflösungsgedanke unwahre Behauptungen. Wir bemerken, daß auch dasjenige, trete an leitender Stelle in den Hintergrund". Es sollen, mas barin über das parlamentarische Verhalten des Abg. heißt es dann, Verhandlungen eingeleitet sein, an denen Eugen Richter aus den Jahren 1873 bis 1876 angeführt fich auch Mitglieder des Zentrums und der freifinnigen wird, auf groben Entstellungen beruht". Herr Richter Partei betheiligen, um unter prinzipieller Genehmigung der flunkert wieder einmal in jedem Betracht. Unsere Mit erwerben, das der Regierung nicht nur das nöthige gefammten Regierungsvorlage eine Bewilligung derselben in theilungen sind aus den amtlichen Dokumenten, den weiße Papier zur Verfügung stelle, sondern sich auch mit dem erforderlichen Privatfleiße bethätige. Obers einzelnen Raten, auf eine Reihe von Jahren vertheilt, zu Parlamentsberichten und Parlaments. fichern." Die„ Norddeutsche Allgemeine Beitung", worin atten geschöpft. Daß das schlechte Gewissen schlechte Gewissen der Berwaltungsgerichtsrath Runge soll auch bei dieser neuesten dieser Berliner Brief im Wortlaut abgebrudt ist, bemerkt, Gründer und Gründergenossen, die trotz aller Gründung im Hintergrunde stehen. Hauptunternehmer sei fie thue dies, obwohl die handgreifliche Unmöglichkeit darin antisemitischen Velleitäten sehr verdienstlichen Arbeiten ein Herr Unruh, der im vergangenen Monat einen nicht behaupteter Einzelheiten tendenziöse Motive der Meldung Glagau's Berleumdungsschriften" nennt, ist ein alterprobter geringen Theil der in Berlin befindlichen Millionäre zu nabelegt". Gemanscht und gemogelt wird hinter den Ku Schelmentuiff. Haltet den Dieb! ruft am lautesten der einer Besprechung in den Kaiserhof geladen hatte, zu der liffen, daran ist nicht zu zweifeln. aber niemand erschienen war. Seitdem sei nun der Reichsflüchtende Freund fremden Eigenthums. Was insbesondere tanzler damit befaßt worden, der den Legationsrath Rößler zu diesem Zweck abgeordnet habe. Ein vielgenannter " Straßen, Fußpfade, Bänke, Dächer, das Verdeck der Lena ging in einer persönlichen Angelegenheit aus, Grundstückspekulant im Berliner Westen habe die Finan zahlreichen Barten, die sich in einer wirren Masse längs aber um Andrej's Willen entschloß sie sich einen Umweg zu zirung" übernommen und sei jezt auf der Suche nach des schmalen Ranals fortwälzten, alles war mit einer machen und ihn nach dem Hauptquartier zu begleiten. Sie patriotischen Leuten, die dem Unternehmen auf die Beine zarten glänzenden Schicht jungfräulichen Schnees bedeckt. befragte ihn über den Befreiungsversuch in Dubrawnick, helfen sollen. Die Bossische Zeitung" erklärt, daß diese Die schwarzen Bäume sahen unter dieser dicken Lage melcher einen bedeutenden Eindruck in ber revolu- littheilungen authentisch seien und es sich um den Ankauf weißer Flaumfedern, die sogar den dünuften Zweig be- tionären Welt gemacht hatte. Andrej befriedigte einer Berliner mit Druckerei ausgestatteten Zeitung handele. deckten, phantastisch verändert aus. Die Sonne verschwand ihre Neugierde ohne Eifer, aber auch ohne Sträuben. Troß der amtskundigen Unfähigkeit und Tölpelhaftigkeit unter der ungeheuren Dichte des langsam fallenden Schnees., Der Wechsel von Drt und Umgebung hatten den der für die Regierung schreibenden Sauhirten", um BisTrozdem war es aber außerordentlich hell. Der glänzendes Schmerz feiner Erinnerungen gelindert. Er konnte jetzt marckisch zu reden, erscheint diese Nachricht nicht recht glaubschattenlose Boden strahlte ein sanftes Licht aus, welches über die Sache ruhig fprechen, wie von etwas Vergangenem, haft. Was sollte aus dem braven Pindter und seinen GeHerz und Auge erfreute. Die Luft war frisch und stärkend. welches jo, wie es mar, genommen werden muß. sellen werden? Die Vorübergehenden, deren Hüte, Röcke, Bärte, Haare Und was giebt's bei Ihnen neues?" fragte er das über und über mit großen weißen Flocken bestreut waren, Mädchen seinerseits. fahen ganz wunderlich aus, als ob sie zu einer Maskerade" In der Sektion meinen Sie?" gingen. Die Gesichter waren heiter, die Pferde trabten flint. Hier und da glitten einige Schlitten mit ihren Eigen thümern dahin, welche ftolz darauf waren, als die ersten die schöne Wintertönigin begrüßen zu fönnen. Sich unwillkürlich der allgemeinen Heiterkeit hingebend, ging Andrej schnell längs des Ligowsky Kanals, Lena's Wohnung zu. Er hatte diesmal feinem seine Ankunft mit getheilt; doch wußte er, daß Lena jetzt am Kanal sehr nahe bei der Eisenbahn- Station wohnte und er sie leicht treffen Fönnte. " Ja." " Nun, nichts Besonderes, Tanja ist zum Mitglied er wählt. Sie hatte fünf Bürgen und feiner widersetzte sich. Sie hat bereits angenommen. Ich hoffe, wir haben eine gute Eroberung an ihr gemacht." Ich bin fest davon überzeugt," sagte Andrej. " Sie war einige Zeit in dem Narwa- Distrikt thätig, und macht sich ganz gut für eine Anfängerin", fuhr Zena fort. Es ist schade, daß fie die Stadt verläßt." " Geht sie fort?" fragte Andrej, plöglich traurig geSie geht nach Moskau", erwiderte Lena. Es wurde Gie trat gerabe aus dem Thore, eine Kleine Belzmütze worden. auf dem Kopfe, frisch und hell wie der Tag, als Andrej fie beim Namen rief. Ueberrascht blickte fie ibn an. Dann beschlossen, unsere Seftion, welche dort sehr schwach ist, zu erglänzte aber ihr Gesicht von einem Lächeln herzlichen verstärken. Gregor wurde beauftragt, eine Propagandareise Willkommens. nach Moskau zu machen und Tanja begleitet ihn freiwillig. Sie hat gute Verbindungen in der Stadt, welche sich als werthvoll erweisen könnten. Da find Sie fa wieder," rief sie aus. Ich fürchtete, daß Sie nach den Ereignissen in Dubrawnid dort fefter als je stecken würden. Sind Sie denn ganz und gar zurüdgefehrt? fragte fie. Ja, ganz und gar," sagte Andrej. Ich sehe jetzt",... stammelte Andrej, bas Gesicht abwendend, um seine Berwirrung zu verbergen. ( Fortsetzung folgt.) Bourgeois Intelligenz. Sage mir, was Du lieft, und ich sage Dir, wer Du bist tönnte man mit Fug das bekannte Sprichwort ummodeln. An der Lektüre exfennt man den Wann und die Frau. Und da betrachte man sich nun folgendes Artikelchen, das obendrein von einem der erleuchtetsten unserer Bourgeoisblätter: der " Frankfurter Zeitung" dem deutschen Bürgerthum als geistige Nahrung aufgetischt, und von der gesammten bürgerlichen Bresse ihren Lesern vorgesetzt wird. Das Artikelchen lautet: Das Vagabundenunwesen nimmt in den mittLeren und westlichen Theilen der Vereinigten Staaten erfchreckenden Umfang an. Der einzelne Tramp tritt in der Regel, wenn er den Hausherrn oder den Hofhund daheim antrifft, ganz bescheiden auf, erscheinen sie zu zweien oder in größerer Zabl, so beischen diese amerikanischen Haub ritter unter Drohungen Tribut, ja es ist vorgefommen, daß sie in größeren Shaaren vereinigt fleine Ortschaften überfallen und ausgeplündert haben. Daß indessen die Tramps nicht nur für ihre Tufchen, fondern auch für die der Polizeibeamten und Richter arbeiten", daß diefes nnter bem Deckmantel strenger Gerechtigkeitspflege geschieht, das vor die Oeffentlichkeit gebracht zu haben ist das Verdienst eines Reporters des Milwaukee Sentinel". Dieser Reporter ging selbst als Tramp auf die Wanderung durch die Counties des Staates Wisconsin, mengte sich unter bie wirtlichen Fecht- 1 briüiber, machte sich mit ihrer Lebensweise bekannt und lieb Der Spar- und Vorschuß- Verein die vierte Auflage( 61.- 80. Zaufend) fertig geftellt und werben • . Achtung! Im Wahlfreife Rothenburg Hoyers alle auf diese Broschüre gemachten Bestellungen in den nächsten fich als Tramp verhaften. Das letztere war der eigentliche Swed der Studienreise. Vom Konstabler vor den Friedens im Bezirke der kaiserlichen Ober- Postdirektion in Berlin hält, wie Tagen erlebigt. richter geführt, wurde der Reporter nebst seinen beiden uns geschrieben wird, am 27. b. M. feine diesjährige Ge Die Maifest Beitung" befindet sich nunmehr in der um Beugen zu haben, zu der Fabrt neralversammlung ab. Es versteht sich am Rande, daß Berstellung. Wir tönnen den Parteigen offen schon jetzt die Mitüberredet hatte, wegen Betrunkenheit verurtheilt, nicht weil das die Hauptmasse der Mitglieder, die Postaffiftenten und UnterKleeblatt sich etwa wirklich betrunken batte, sondern weil bei beamten in ihrer abhängigen Stellung ein ernsthaftes Wort nicht theilung machen, daß sie diesmal in illustrativer wie textlicher Verurtheilungen auf diefen Grund bin dem Richter und dem mitsprechen können, daß die Hineinziehung von Boftaffiftenten Hinsicht ihre Vorgängerinnen bedeutend überragen wird. Die Konstabler die vollen Gebühren bezahlt werden müssen. Die und Unterbeamten in den Vorstand dieses Vereins( es be- Original Jolzschnitte, die für den Bilderschmuck des Festblattes Berurtheilten wurden nach Appleton gebracht, um dort ihre findet sich darin der durch seine Obstruktion bei der Gründung angefertigt wurden, sind vorzüglich gelungen. So weit nun die Haft abzubüßen. Im Gefängnisse befanden sich hier noch weitere des Verbandes deutscher Bostaffiftenten befannte Bostaffiftent Um so mehr Parteigen offen Angaben über die Höhe des Bedarfs an Exemplaren 20 Tramps, welche täglich in einen Steinbruch geschickt wurden, orat) eine rein dekorative Beigabe ist. wo sie sich stellten, als ob fie arbeiteten. Diese Steinbrucharbeiten haben wir Veranlassung, das Thun und Lassen dieses Vereins der Maifest Zeitung noch nicht einfandten, ersuchen wir, dies sollen nur das Publifum zu dem irrigen Glauben bringen, als zu prüfen. Schnellstens zu thun, damit die Auflageziffer definitiv festgestellt wenn die Tramps für freie Kost und Logis dem Gemeinwefen Arbeit Bei einem Mitgliederbestand von rund 8600 find nach der leifteten. Aber diese Bagabunden sind ein arbeitsscheues Ge Geschäftsübersicht im abre 1892 an rund 4000Beamte Vorschüsse in der werben kann, und Drucklegung und Versendung beschleunigt findel, und die Beamten, welche ihnen Unterschlupf für den Höhe von 501 855,08. gewährt worden. Also fast 50 pct. der Mit werden können. Es liegt dies im eigenen Interesse der ParteiWinter verschaffen, hüten sich, sie durch Zwangsarbeiten ab- glieder mußten die Hilfe dieses Vereins in Anspruch nehmen und das genossen, da sie dadurch um so früher in den Besitz der Exemplare zufchreden, denn je mehr Tramps, um so mehr Sporteln. Wie nicht etwa blos vorübergehend. Der Fachmann weiß, daß diese gelangen. Alle Bestellungen sind nur an die Adresse der Parteigut es in Appleton die Tramps haben, sieht man an dem Vorschußnehmer, fast ausschließlich den oben genannten Beamtens Speisezettel des Gefängnisses, den der Reporter veröffentlicht: fategorien angehörend, Jahr aus Jahr ein immer wieder lehren, Buchhandlung, Berlag des„ Borwärts", Berlin SW., Beuthstr. 2, Frühstück: 3 dicke Schnitte Brot und etwa 14 Unzen Butter, daß sie, kaum daß der eine Vorschuß abgetragen ist, durch die zu richten. dazu guten Raffee mit Milch und Zuder. Mittageffen: ein während dieser Zeit zurückgedrängten und sich dann häufenden Bfund gutes gefochtes Fleisch, 5 oder 6 große Kartoffeln, Bedürfnisse zur Aufnahme eines zweiten gezwungen find. Vers Proteftverfammlungen gegen ble Militärvorlage fanden 12 Unzen Brot und ab und zu Suppe. Abendessen: drei dice gleicht man hiermit die von Herrn v. Stephan felbft angegebene ferner ftatt in Steinenbronn( Ref. Guldenfels Stutt Schnitten Brot, sehr viel Molasses von guter Qualität, Thee Thatsache, daß im vorigen Jahre an 38 000 Beamte feines gart), Bietigheim( Ref. Stern Stuttgart), Schmargenmit Milch und Zucker. Daß bei so guter Verpflegung die efforts( also an fast ein Drittel der gesammten Beainten) gendorf( Ref. 3ubeil Berlin). Tramps maffenhaft herzuströmen, die dann immer wegen Trunken- außerordentliche Unterstüßungen überwiefen werden mußten und Bei der Gewerbegerichtswahl in Biebrich a. Rh. heit oder anderer Bergeben auf eine Reihe von Tagen oder reihen wir hierzu den bekannten Schulze- Grlak, betreffend die Wochen verurtheilt werden, ist kein Wunder. Selbstverständlich Auswucherung der Unterbeamten, so haben wir ein Bild von siegte in der Klasse der Arbeitervertreter die sozialdemokratische haben sie während der Strafzeit fast völlige Freiheit des Han- der Lage der unteren Posibeamtenklassen, wie es betrübender nicht Lifte mit 293 Stimmen über die Christlichsozialen, die mit delns, und ziehen sie vor Ablauf derselben ab, so ist das den gedacht werden kann. Beffer noch, als Zahlen dies dem 109 Stimmen unterlagen. Beamten noch lieber, weil diese dann auch noch die Bers Sozialpolitiker zu illustriren vermögen, steht der im Reiche pflegungsgelder einsteden fönnen. Wie in Appleton traf es Stephan's Beschäftigte das von Tag zu Tag schleichende Glend der Reporter auch an anderen Orten. Chicagoer Berbrecher, hauptsächlich bei den Unterbeamten, die man fann es rubig werba ift, wie schon befannnt, Gottfried Schulz, welche im Herbst nach Dakota gehen, um die von der Ernte fagen, nur durch den Vorschußverein über Waffer gehalten Bigarrenhändler in Berlin, als Kandidat unserer Partei für den heimfehrenden Leute zu berauben, dann ihre Beute in werden. Und wenn auch dieser halben Million Borschüsse an Reichstag aufgestellt worden. Er hat die Kandidatur angenommen, Chicago verpraffen, haben ibre Etappenstraße durch be: ordentlichen und außerordentlichen Einlagen die Summe von und die Genossen in dem genanten Wahlkreise ersuchen nun die ftimmte Wisconsiner Gefängnisse. Der„ Sentinel" erzäblt 908 024,76 M. gegenübersteht, fo fagen wir, das beweist in den benachbarten Wahlkreisen wohnenden Angehörigen unserer darüber: Den ersten Abend im Staate bringen fie in der garnichts. Beweisen würde diese Summe erst etwas, wenn Bartet, ihnen bei der Agitation behilflich zu sein. Polizeiftation in Milwaukee zu. Dann gehen sie nach dem Herr Griesbach als Vorsitzender des Vereins eine Statistit Von der Agitation. Liebfnecht wird auf Veranlassung Gefängniß von Duncan, wo sich die armen Kerle ein paar barüber gäbe, in welchem Prozentfage bie einzelnen Beamten Tage ausruben. Dann zieben sie nach Appleton und nehmen fategorien an diesen Einlagen betheiligt find. Und das ist ein des Nordbayerischen Agitationsvereins im April fünf Vers das erste Urtheil von fünf Tagen in Empfang, um ihre Wäsche Punkt, den wir weiter unten mit anderen noch nachträglich auf fammlungen und zwar in Forchheim, Birndorf, Erlangen, Schney zu waschen, und von ba gehen fie nach Antigo, Rheinlander die fo außerordentlich dürftig ausgefallene Tagesordnung des und Nürnberg abhalten. oder Escanaba für den Rest des Winters. Da der Reporter Vereins setzen wollen. Unter der in diesem Jahre als Einnahme an Binfen des Sentinel" schonungslos den ganzen Schwindel aufdeckt, und Gewinn figurirenden Summe von 125 387,60 m. befinden immer die Namen der betrügerisch handelnden Beamten nennt, so werden für die letteren seine Enthüllungen noch unan: fich 28 461,16 M. an Zinsen von Vorschüssen und 3275,44 fechs). genehme Folgen haben. Von den Tramps selbst aber wird er als Gewinn beim Ankauf noch nicht fällig gewefener Binsscheine". auch feinen Dant dafür ernten, daß er eine Zeit lang einer Die Vorschüsse müssen mit 5 pet. verzinst werden; beim Ankauf der Jhrigen war. noch nicht fälliger Zinsscheine werden 6 pt. berechnet. Dagegen Lies der Artikel, dessen Inhalt so verrückt ist, daß wir bringen die auf Hypothefen ausgeliehenen Summen zum weitaus größten Theile nur 42, 44, fogar nur 4 pet.( Dem Ober durch ein Eingehen auf denselben unsere Leser beleidigen Boftrath Schulze find 8000. zu 4%, pot. und bem Post würden. Und diesen Aberwiß muß das Bourgeois Baurath Tudermann 80 000. zu 4/4 pet. geliehen; publifum doch glauben, denn fonft würde die Nr. 31 und 83 des Verzeichniffes.) Die Einlagen haben nach Die angekündigte Partelfonferens für den 8. und 10. Bourgeoispresse ihn nicht drucken. Da war bas Abzug des Beitrages zum Refervefonds noch mit 48/10 pt. verfchleswig- Holsteinischen Reichstags Wahltceis( Altona Sto Märchen von den Pariser Petrolösen, die in der zinjt werden fönnen. Wenn man berücksichtigt, daß der Verein marn und Lauenburg) foll, wie das Agitationskomitee in blutigen Maiwoche mit Petroleumfannen herumliefen und unter der Flagge einer Wohlthätigkeitsanftalt, einer gemein Altona vorschlägt, vorläufig nicht abgehalten werden, da bei die Häuser, ja sogar das Straßenpflaster! anzündeten, bei- nißigen Vereinigung fegelt und wenn man damit die Erhebung einer etwaigen Auflösung des Reichstags sich doch wieder eine von 5 refp. 6 pct. von den erbärinlichst befoldeten unteren Be Konferens nöthig machen würde. Die Parteigenoffen in den ernahe noch weniger blödsinnig. amten vergleicht, so wird Herr Griesbach es uns wähnten Wahlfreifen werden erfucht, den Genossen G. ein. verzeihen, wenn mir über die Zenbenz biefes rich in Altona, Schauenburgerstr. 42, 1, binnen zehn Tagen zu wobl Vereins anderer Meinung sind, wenn wir behaupten, daß benachrichtigen, sofern sie mit dem Vorschlag der Agitations der Verein den in den oberen Bostfreifen zu findenden fommission nicht einverstanden sind. Kapitalisten einen höheren Binsjus gewährt, als es in anderen Anstalten der Fall ist, daß er also vor allem eine Wohlfahrts einrichtung für höhere Bostbeamte ift. " 1 erscheint vom 1. April ab im Umfange von acht Seiten( jezt Parteipreffe. Die Bremer Bürger Rettung" Maifeler. In Frankfurt a. M. wird durch Beschuß einer Boltsverfammlung allen Genossen empfohlen, die es m 8g= lich machen tönnen, am 1. Mai die Arbeit ruben an laffen. Am Vormittag finden eine oder mehrere Versammlungen statt und am Sonntag drauf wird ein großes Boltsfest abgehalten. 3 Die Diätenfrage im englischen Unterhause. Ein Antrag William Allen's, in welchem die sofortige Ge währung mäßiger Diäten an die Mitglieder des Unterhauses befürwortet wird, wurde mit 276 gegen 229 Die böhmischen Parteigenossen haben bei den GemeindeStimmen angenommen. Der Kanzler der Schazkammer, wahien in dem Städtchen Niemes einen glänzenden Hrcourt, unterstügte den Antrag und erflärte, er fasse das Würde der Binsfuß für Vorschüsse von 5 auf 4 pet. und Sieg errungen. Sie brachten im 3. Wahlkörper von 15 auf Wort sofortige" dahin auf, daß dem Antrage Folge ge- der Abzug für noch nicht fällige Roupons von 6 auf ebenfalls geftellten Kandidaten nicht weniger denn 7 als Gemeinderaths. geben werden solle, wenn die Zeit und das Gelb, welche 4 pet. berabgelegt, eine Maßregel, die fich für Mitglieder und dann noch 4 Erfaßmänner durch. Der achte berartigen Berein einfach fhiden Randidat unterlag mit der bedeutenden Zahl von 225 Stimmen, für Ausführung des Antrages erforderlich seien, der Re- einen gierung zur Verfügung ständen. Im Prinzip ist also die würde, wobei zu erwägen wäre, ob nicht noch eine es fehlten ihm nur noch wenige, dann wäre auch er gewählt weitere Herabfezung um 2 pt. eintreten worden. Frage entschieden. Und das Parlament wird seine Tage tönnte fo ginge wohl der Gewinn um 5-6000 M. bergelber haben, während der vom deutschen Reichstage jedes mal angenommene Diätenantrag vom Bundesrath jedesmal in den Papierforb geworfen wird. " unter. Immerhin tönnten statt 48/10 noch ca. 4% pet. zur Ver Die Parteigenoffen der österreichischen Provinzen theilung gelangen. Allerdings, bequemer und auch vortheilhafter Mähren und Schlesien halten am 2. und 8. April in Sternist es ja, den Unterbeamten und ihren Familien die bochberg in Mähren eine andestonferenz ab, deren Tages gefchäßte Gelegenheit geben, durch Beriniethen von Stuben oder ordnung folgende Punkte enthält: 1. Berichterstattung der LandesDer Herzog von Bedford ist, wie aus London ge- burch sonstige Hilfeleistungen wirthschaftlicher Art ihr Einfommen partei Vertretungen von Mähren und Schlesien( Organisation meldet wird, am 24. d. M. gestorben. Diesem Manne ge- zu verbessern," wie Herr Dr. Fischer in seinem Wohlwollen" und Tattit); 2. Berichterstattung über die Wiener Parteikonferenz; hörte über ein Viertel des Grund und Bodens, sagte. 8. die Feier des 1. Mai und Beschlußfassung darüber; 4. unsere Parteipreffe; 5. Anträge und Anfragen. Soziale Lteberlicht. worauf die englische Weltstadt gebaut ist, seine Einfünfte Laffen wir hier, um uns von dem uns möglicher Weise aus diesem Bodenmonopol bezifferten sich auf Millionen. gemachten Vorwurfe der Boreingenommenheit zu befreien, eine Auf dem Gebiete dieses Grundherrn größten Stils vollzieht unter der Ueberschrift: Aus dem deutschen Berkehrsleben" in Stelle aus einem Panegyrifus folgen, den ein höherer Postarius sich das furchtbare soziale Drama des Massenelends. Wenn Nr. 329/1892 der Boffifchen 3tg." veröffentlichte und die gar irgendwo, so zeigt sich hier der schroffe Widerspruch zwischen nicht scharf und oft genug gebrandmarkt werden fann:„ Für die dem fapitalistischen Eigenthumsbegriff und den Forderungen wirthschaftliche Lage forgen in erster Linie(!) die Spar und der sozialen Bewegung. Es ist an der Zeit, daß die großen Vorschußvereine... Diese Vereine suchen den Sparfinn Expropriateurs expropriirt werden. der Beamtenschaft zu fördern, auch gewähren sie den Die Fürzlich von betheiligter Seite im Vorwärts" ge Kapitalisten einen höheren 8insfus, als brachten Mittheilungen über die Firma Bruno Krause, Wein Panama. Der Temps" theilt offiziös mit, daß kein andere Institute... bewilligen. Mancher Boftfapitalift bergêweg 8 betreffend, fendet uns die Firma folgende Buschrift Mitglied der Familie Carnot irgendwie mit der Panama mag bedauern, daß die Vereine Einlagen bis höchstens 1500 M. zur Beröffentlichung zu: Die vier Arbeiter, welche ich am Sonnabend, den 11. b. M., Affäre zu thun gehabt hat, und der Sohn Carnot's, der verzinsen, denn da würde er sich feine Sorgen um Kursrückgang beschuldigt worden war, 1888 einen Panama- Chef erhalten und um das Schicksal seiner Tepots zu machen brauchen. Dem entlassen babe, sind nicht gemaßregelt worden, sondern zwei sind in Noth gerathenen Beamten werden Darlehen gegen wegen Mangel an Arbeit, da mein Lager bereits überfüllt ist, zu haben, erklärt, daß dies eine unwahrheit sei. Die Panama- mäßige infen(?) und bequeme Rückzahlungs Friften entlassen, der dritte, weil er in der Werkstatt einen 19jährigen Geschichte soll begraben werden. Es ist den Entlaroten, gewährt. Daraus, daß dieser Zweig des Vereins flotte Arbeiter, welcher bei mir in Lohn steht, geschlagen, der vierte, d. h. dem Großbürgerthum aller Parteien, schon zu viel des Geschäfte macht, darf man schließen, fünf Sechftel der ganzen weil er ben dritten zum schlagen aufgereizt hat. Standals. Der Antrag mehrerer Mitglieder der parlamen- Beamtenschaft gehören dem Spar- und Vorschußverein an und Irgend eine Maßregelung wegen Lohnabzug oder überhaupt tarischen Panama Untersuchungs- Kommission in die Spareinlagen wachsen jährlich um mehr als eine Million ein Lohnabzug ist bei mir nicht vorgekommen. der Angelegenheit ihre Thätigkeit einzustellen, hat also große Mark an." Aussicht auf Annahme. Cornelius Herz, der noch immer Zwar hat dieser Postarins etwas vorlaut aus der Schule in Bournemouth, von englischen Polizisten bewacht, auf feinem mysteriösen Krankenbette liegt, wird angeblich in drei Wochen ausgeliefert werden. 3 geplaudert, aber er hat doch nur den Gedanken unserer Höheren" wahren unverhüllten Ausdruck gegeben und damit lediglich unsere Ansicht bestätigt. Unsere damals an diesen frivolen Erguß ges fnüpfte Kritik( Jahrgang 1892, Nr. 185 Postalisches") empfehlen wir jetzt, wo es Beit ist, Abänderungen und Berbefferungen anzubringen, den Herren des Vorstandes auf das angelegentlich ite. Die von Herrn Griesbach vorgeschlagene žagesordnung möchten wir also wie folgt ergänzen: Die Generalversammlung beschließt: Otto Brandes, der Pariser Korrespondent des Berliner Tageblatts", ist von der französischen Regierung ausgewiesen worden. Die Ausweisung soll erfolgt sein wegen einer Nachricht des Berliner Tageblatts", wonach Carnot junior der der Andrieng'schen Bestochenen 1. Der Ziusfuß für Vorschüsse und noch nicht fällige Roupons Liste sein sollte.( Siehe die oben mitgetheilte Erklärung des Sohnes Carnot.) Das Berliner Zageblatt" erklärt, es wird von 5 refp. 6 pt. auf 4 event, 3/2 pt. berabgesetzt; 2. der gesammte Vorstand ist dafür verantwortlich, daß der habe die Nachricht nicht von Brandes erhalten, sondern sie Borsigende nicht etwa wie der Düsseldorfer Ober- Boftdirektor einer Berliner Zeitungskorrespondenz, der Allgemeinen st3bn e feine aus Vereinsvorgängen geschöpfte Kenntniß zum stöbne deutschen Reichskorrespondenz" entnommen. Jedenfalls ist Schaden der Beamten dienstlich verwendet; die Maßregel der französischen Regierung ungeschickt, vers 3. die Angabe der Art der Verwendung, zu der die Vorschuß merflich, brutal, und nur ein neuer Beleg dafür, daß die nehmer bis jetzt verpflichtet waren. tommt in Fortfall; Geldsackrepublikaner die Preßfreiheit auch stranguliren, wenn ihr Panama zu sehr bloßgelegt wird. Was übrigens umgekehrt auch für deutsche Zustände gilt. 4. der Borstand wird beauftragt, in der nächsten Geschäfts. übersicht eine Statistik darüber zu geben, in welcher Weise die einzelnen Beamtenfategorien sowohl an den Einlagen, wie an den Vorschüssen betheiligt sind. Parteinachrichten. Eine Einmischung meinerseits in politische Sachen der Arbeiter hat mir von jeber fern gelegen und ist's mir auch in meinem Geschäft ganz nebenfächlich, welcher politischen Richtung die Arbeiter meiner Werkstatt angehören; auch habe ich mich bei Sammlungen zu irgend welchen Zwecken, die von meinen Arbeitern veranstaltet wurden, nie ausgeschlossen. W Sollte die Rommission der Filzschub Arbeiter geneigt sein, fich persönlich bei mir zu überführen, bin ich nicht abgeneigt, noch Näheres darüber mitzutheilen. Bruno Krause, Weinbergsweg 3. Bersammlungsbericht, worin feiner erwähnt wurde, daß Herr Herr G. Kärger schreibt uns zu dem in Nr. 64 gebrachten Kirmes bei ihm nicht wegen feiner Wahl zum Gewerbegericht entlassen worden sei, fondern weil er sich seinem Meister gegen über in herausfordernder Weise benommen habe. Berichtigung. Zu dem fürzlich veröffentlichten Aufruf an die Bauarbeiter ist zu berichtigen, daß der Genosse C. Lange in Hamburg, Hohlerweg 19, nicht Borüßender, sondern Ge fchäftsführer des Berbandes der Bauarbeiter ist. Der Streit der Mainzer Braner betraf, wie der Ausschuß der dortigen Gewerkschaften mittheilte, bis zum Freitag Es fracht in Spanien. Der Ausgang der Wahlen, Morgen die Firmen Aftienbrauerei, Rheinische Brauerei, Schöffer die eine starke republikanische Minderheit für die Kortes Hofbrauerei, Meyer's Brauerei. Von 187 dort beschäftigten lieferten, erschreckt die Herrschenden. Herold" telegraphirt Beuten streiken 108. Ferner legten in der Aftienbrauerei 14 Rüfer die Arbeit nieder, weil sie Arbeit der Streifenden verrichten aus Madrid: Wie verlautet, wird die Königin auf zwei follten. Nach einer Mittheilung, die uns von der GeneralMillionen ihrer Zivilliste verzichten. Andererseits verlautet „ Der sozialdemokratische Zukunftsstaat." Von der kommiffion zuging, ist der Grund des Streits die Ablehnung noch, daß das Rabinet ebenfalls alle möglichen Ersparnisse zu machen versucht. Der Kriegsminister legte gestern dem unter diesem Titel im Berlage der Vorwärts".Buchhandlung erfolgender Gehilfenforderungen: Zebnstündige Arbeitszeit und Feftfeßung eines Minimallohnes von 24 M., Bezahlung der Ministerrathe ein Budget vor, in welchem er sieben Millionen schienenen Broschüre, enthaltend fämmtliche Reben, welche geleberitunden, freie Benägung des Koalitionsrechts u. f. w. Abstriche gemacht." Solche Kleinigkeiten schaffen die Krisis legentlich der Zukunftsstaats- Debatte im Reichstag in den Tagen Sendungen und Anfragen find an Wolf, Brauer in Gaestrich nicht aus der Welt. Dom 81. Januar bis 7. Februar gehalten wurden-ift foeben bei Mainz zu richten. 17 Für den Inhalt der Inferate über. nimmt die Nedaktion dem Publikum Ein dreimal donnerndes Hoch senden Circus Renz. die Pfeifenbrüder des Rauchklubs Kol( Rarlstraße.) Sonntag, den 26. März 1893: gegenüber keinerlei Verantwortung 2 grosse Vorstellungen. Theater. Sonntag, den 26. März. Opernhaus. Lohengrin. Montag: Orpheus und Eurydike. Schauspielhaus. Wilhelm Zell. Montag: Vasantasena. Deutsches Theater. Der Talismann. Montag: Dieselbe Borstellung. Berliner Theater. Biel Lärm um Nichts. Montag: Dieselbe Vorstellung. Leffing- Theater. Die Tragödie des Menschen. Montag: Heimath. Freie Volksbühne.( Leffingtheater). II. Abth. Nachmittag 2, Uhr: Der zerbrochene Krug. Die GroßStadtluft. Wallner- Theater. Cyprienne. Vorher: A tempo. Montag: Der Fall Clemenceau. Broll's Theater. Don Juan. Montag: Don Pasqual. Rehdenz Theater. Die beiden Champignol. Montag: Dieselbe Vorstellung. Neues Theater. Der eiserne Graf. Hierauf: Tosca. Montag: Dieselbe Vorstellung. Friedrich- Wilhelmkädt. Theater. Die Fledermaus. Montag: Pariser Leben. Adolph Ernst- Theater. Berlin wie es weint und lacht. Montag: Dieselbe Vorstellung. Thomas- Theater. Lumpaci Bagabundus. Montag: Einen Jur will er sich machen. Viktoria Theater. Die Reife um die Welt in achtzig Zagen. Montag: Diefelbe Borstellung. National- Theater. Der Kaufmann von Benedig. Montag: Hedwig, die Banditenbraut. Alexanderplay- Theater. Die Konfektioneuse. Montag: Dieselbe Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Bor stellung. Apollo Theater. Spezialitäten Vorstellung. Theater der Reichshallen. Spezia. litäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenBorstellung. legia ihrem Vorsitzenden und Genossen August Schön zu seinem heutigen Achtung, Schneider! Versammlung Biegenſeſte. Auguſt laß gießen.( 20316 f. d. Norden bei Hensel, Brunnen- u. Invalidenstr.- Ecke, nicht Norddeutsche Brauerei, Chauffeeßraße, am Montag, den 27. März, Abends 8 Uhr. Tages Ordnung: 4 1. Die Stellung der Arbeitgeber zum Streif. 2. Diskussion. In beiden Vorstellungen Vorführen Danksagung. Für die zahlreiche und Reiten der bestdressirten Freiheits- Theilnahme bei der Beerdigung meines Schulpferde, sowie Auftreten guten Mannes, des Schloffers Johann sämmtlicher Künstler- Spezialitäten ersten Rausch, sage ich allen Freunden und Ranges. Nach m. 4 Uhr( 1 Kind unter Verwandten, sowie den Herren Semmler Die Kollegen der Firmen: Weltmann, Waarenhaus für d. Bamte, 10 Jahren frei): Komiker- Vorstellung und Blenberg meinen herzlichsten Dank. m. zur Beluftigung der Jugend besond. Frau Wittwe Rausch, geb. Hilbrecht, Offizierverein, Pastassistenten Verband, Wertheim, Goffe u. Waquer, 20416 Chauffeestraße, Borchard, Gipsstraße, Bär, Brunnenstraße, Kunin Nachfl., gewähltes Programm. Zum Schluß: Oranienstr. 15. Neue Hochstraße, Löwenstein, Badstraße, Duldhardt, Chauffeestraße, Schell Die luftigen Heidelberger. Berichtigung. haase, Boyenstraße, Drave, Lothringerstraße, Krausen, Chausseestraße, Boltsblatt", Danksagung des Maurers ftraße 7, Markus, Chauffeestraße, P. Schmidt, Gerichtstraße 10, Lazarus In Nr. 69 des Vorwärts, Berliner Schwarz, Reinickendorferstraße 66, Stieg, Huffitenstr. 16, Selak, Müllerheißen: Gefangverein Freiheit" und geladen. Adolph Ullrich, muß es nicht Nachfl., Rosenthalerstr., Rüdiger u. Suhr, Altmann, sind besonders einLorbeerkranz", sondern Gefangverein Es haben bis heute bewilligt 102 Geschäfte, und liegen die Tarife in Der Buger Berlins Gemüthlichkeit" unserem Bureau, Schützenstraße 18/19, zu Jedermanns Einsicht aus.- Alle und Lorbeerkranz". 255/8 anderen Geschäfte, die nicht bewilligt haben, gelten für fireng gesperrt. Heute, Vormittag 10 Uhr: Streik- Versammlung im Feen- Palast". Abends 71/2 Uhr: Ein Künstlerfest. Neue Einlagen mit überrasch. Lichts u. Waffereffekten. 100 Damen. Glänzender Blumenkorfo. Ballet von Gr. Brillant- Feuerwerk. Morgen, Montag, Abends 71/4 Uhr: Ein Künstlerfest. Billet- Vorverkauf an der Zirkuskaffe u. beim„ Invalidendant", MarkgrafenStraße 51a. Fr. Renz, Direktor. Feen- Palast Jeden Tag: Gr. Spezialitäten- Vorstellung. Passepartouts u. Bons haben Giltigkeit. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Große Spezialitäten- Borstellung Sensationelles Programm. Truppe Hugoston, Afrobaten. Tom. Belling, Original- Auguft. Kolling Müller, Wasserkünstler. The Malinos, Grentrics. Geschw. Tacianu, Duettistinnen. Heinr. Bender, Humorist. Miss Victoria, Jongleuse und preisgekrönte Schönheit. Die trauernde Wittwe nebst Mutter und Geschwistern. Concordia- Festsäle C. Säger. Andreasstr. 64 und Krautstr. 68. Grösstes und schönstes PrachtEtablissement der Residenz. Heute, sowie jeden Sonntag: Gr. Justrumental- Konzert unter gefälliger Mitwirkung des so sehr beliebten Gesangvereins ,, Schildhorn". Anfang 5 hr. 50/30 Fortuna- Säle 272/6 Alle Streifenden haben zu erscheinen und ihre Karte stempeln zu lassen. Die Agitations- Kommission. Nach der letzten Veröffentlichung sind folgende Gefchätte noch hinzu gekommen: Lesezinski, Ranonierstr. 9. Franz, Markgrafenftr. 79. Herrmann, Kurftr. 51. Danziger, Jägerstr. 10. J. Kluge, Jerusalemerstraße 18. R. Rund, Krausenstr. 30. Kadisch, Alt- Moabit 17. Herm. Gerson, fr. KaiserBazar. Georg Witte, Martgrafenstr. 51. Matthias u. Schade, Zimmerstraße 68. Pluschkewin, Krausenstr. 45. R. Landsberger, Leipzigerstr. 73. S. Adam, Leipzigerstr. 103. Dröhlich, Friedrichstr. 91/92. Versandthaus Germania, Unter den Linden 21. Hausen, Friedrichstr. 36. Siegfr. Großmann, Rofenthalerstraße 34/35. G. Man, Köpenickerstr. 96/97, Hof 3 Tr. Lonis Gougula, Heiligegeiststraße 38. Praft u. Lemke, Friedrichstraße 44. Baum, Leipzigerstr. 104. 2. Ude, Dresdenerstr. 126, 1 Tr. M. Lewin u. Co., Friedrichstraße 79. W. Oestereich, Kürassierstr. 5. Baer Sohn Ge schäftshänser. Wolff n. Keller, Jerufalemerstr. 22. Kurta u. Keller Co., M. Koppel, MauerFranzösischestr. 33. Eisenträger, Teltowerstraße 62. straße 13/14. Knittel n. Katzenberger, Mauerstraße. Martin Meyerstein, Spittelmarkt 5. E. Surma, Unter den Linden 15. Th. Lehmann, Koch3. Stranßberger- Straße 3. straße 49. Siemon Gräz, Gerdtrautenstr. 18/29. Hameister u. Fenske, Rochstr. 22. Dittmann, Leipzigerstraße 91, 3 Tr. C. Schwarz u. Maurer, Friedrichstr. 135. L. Engel, Gerdtrautenstr. 27. S. Cohn, Ranonierstr. 16. indke, Krausenstr. 19. Neffelroth, Taubenftr. 43. Herzel Nachfl., Mittelstraße 52. Baer, Badstr. 18. H. Suchfort, Alexanderstraße 26, 3 Treppen. A. Neumann, Lindenstr. 77. Cohn, Mohrenstraße 11/12. Jnig, Kommandantenstr. 43. A. Hiller, Französischestr. 16. A. Münter, JerufalemerStraße 10. Sörth, Biesenthalerstr. 11. Schröder, Annenstr. 11. Samter u. appet, Charlottens und Mohrenstraßen- Ecfe. Knappe, Krausenstr. 24, 1 Tr. Böhling, Mauerstr. 42. A. Rosse, Behrenstr. 12. 2. Kröger, Französischestraße 57/58. F. Eckert, Mohrenstr. 53. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Jeden Donnerstag: Große Gesell schaftsstunde. Empfehle meine Säle zu allen PrivatRigó Manó, Ungarischer National- Festlichkeiten und Versammmlungen; Sänger, auch sind einige schöne Vereinszimmer 3670L zu haben. fowie sämmtl. eng. Spezialitäten. Anfang Wochentags 8 Uhr. Entree 50 Pf. Etablissement Buggenhagen. Moritz Play. Moritz Play. Täglich: Inftrumental- Konzert. Großer Frühstücks- u. Mittagatis. Spezial- Ausschant von Patenhofer Lagerbier, hell und dunkel. Gebrüder Richter's Variété. Spe- An Sonn- und Festtagen zialitäten- Vorstellung. findet das Konzert in den oberen Sälen statt. Adolph Ernst- Theater. Entree Bochent. 10 Pf. Sonnt. 23 Pf. Berlin wie es weint und lacht. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. In Vorbereitung: Goldlotte. Gesang posse in 8 Atten v. Ed. Jacobson und W. Mannstädt. Couplets theilweise von G. Görss. Mufit von G. Steffens. American- Theater. Novität! Novität! Der Dussel ( Nulpus) Parodistisch- realistischer Borgang in der Dachlammer, frei nach Ibsen und Tolstoi von Oscar Wagner. ( Klemm Ede.. Martin Bendix.) Alfred Bender in seinem neuesten Originalvortrag Der Volksmund in Berlin. Blank, der beste Bauchredner. Anhaltender Erfolg. Die Trockenwohner. Castan's Panopticum. Miss Eveline's Original elektrisches Orchester. Neue Illusion: Lotosblume. Andere Jllufionen. Fantoche- Theater. Castan's Irrgarten. Schreckenskammer. Säle für Bersammlungen, Rommerse, Festlichkeiten 2c. Restaurant Concordia- Garten. ( Zum Wasserwerk.) Jeden Großer Ball. Sonntag: Empfehle meinen Saal zu allen Privatfestlichkeiten u. Versammlungen. R. Schiele, Lichtenberg, Landsberger Chaussee 2. Albert Florus, 8792L 71 West Lake Street, Chicago. Versammlungslokal der Sozialisten. Allen Genossen zur Weltaušitellung empfohlen. 8765L Der in unbekannter Abwesenheit Gratweil's Bierhallen lebenbe Tischlergefelle Kommandantenstraße 77-79. Täglich: Germania- Konzert- u. Kouplet- Sänger fowie großartige Bravour Leistungen des Dou Pertusio, italienische Mandolinen- und Serenaden- Sänger. Zwei Säle B zu Versammlungen und Vergnügungen, fowie 6 Billards und 3 Kegelbahnen. F. Sodtke. AktienBrauerei Friedrichshain am Königsthor. มี ลัก ษ บก ส EN- BR egeben vom FRIEDRICHSHAIN Heute Sonntag: Grosses Instrumental-, Vokal- u. Orgel- Konzert, Kirchenchor von St. Paul unter Mitwirtung der Kapelle des Herzoglich Anhaltischen Musikdirektors W. Böhme u. des Organisten R. Knäsche. Anfang 5 hr. Eintritt 40 Pf. Kinder frei. Programm unentgeltlich. 38942 Welt- Restaurant S. Dresdenerstr. 97. Norddeutsche Sänger, 7 Pers. 2. Saal: Herr Wehl, plattdeutscher Romiter, Frl. Lilli Wellini, Soubrette, Frl. Hedwig Schumann, Chansonette, Otto Seidel, jugendlicher Humorist. Passage- Anf. in der Woche 7 Uhr, Sonnt. 5 Uhr. Panopticum. Neu! Das unerklärliche Verschwinden eines frei in der Luft hängend. Mädchens. Dr. Hoesch, homöopath. Arzt, Linienſtr. 149. 8-10, 3-7, Cont. Parteigenoffen empfehle mein schön eingerichtetes Lokal zum gefälligen Be 2002b* Robert Heseler Deutscher Tischler- Verband. Bahlfelle Berlin. Versammlungen 817/ 14* Süd- West u. West: Sonntag, den 26. März, Vorm. 10% Uhr, in Habel's Brauerei, Bergmannstraße Nr. 5-7. Bortrag des Kollegen Koblenzer über: Die wirthschaftlichen Krisen. Branche der Musikinstrumenten- Arbeiter. Montag, den 27. März, Abends 812 Uhr, bei Deigmüller, Alte Jakobstrasse No. 48a. Vortrag des Kollegen Sparfeld über: Die Ausstellung des Reichsvers ficherungs- Amtes in Chicago und der Etat 1893 der Versicherungsanstalt Berlin. Verbandsangelegenheiten, Verschiedenes. Die Ortsverwaltung. Verein deutscher Schuhmacher. wird hierdurch aufgefordert, behufs Montag, den 27. März, Abends 8 Uhr, bei Henke, Blumenstr. 38: Abhebung der von seiner Schwester Emilie Heseler, hierselbst ihm zugefallenen Erbschaft bei dem Unterzeich neten oder bei dem Töpfermeister Albert Hefeler, Berlin West, Kleistftraße 6, recht bald sich zu melden. Rechtsanwalt Liebrecht, Charlottenburg, Berlinerstr. 104. H. Richter, Optiker, Berlin, C. Spittelmarkt,( Wallstr. 1) und Weinbergsweg 15b, nahe am Rosenthaler Thor. Anerkannt beste und billigste Be zugsquelle aller optischen Artikel. " Rathenower Alumingold- Brillen und Pincenez, garant. nie schwarz werd. M. 2,30 Nickelbrillen u. Pincenez 1,50 do. allerfeinste Qualität 2, Rathenower Stahlbrillen 1, Alles mit den besten Rathenower Krystallgläsern I. Qual. versehen. Operngläser, rein achromat. M. 6. Neu! Richter's Opern- u. Reiseglas ,, Excelsior " " inkl. Lederetui u. Riemen M. 12, übertrifft alles bisher Gebotene. Prompter Versandt nach außer halb gegen vorherige Einsendung oder Nachnahme. 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Aufnahme neuer Mitglieder und Ausgabe der Billets zu dem am 15. April stattfindenden Familienkränzchen. 4. Verschiedenes und Fragelaften. Das Vereinsabzeichen ist anzulegen.[ 20466 Bahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 26. März, Abends 7 Uhri Zwei Versammlungen. 1. In den Arminhallen, Kommandantenftr. 20. Vortrag des Genossen Fritz Zubeil über: 1" Deutsche und französische Schulen". 2. Rosenthalerstraße 38, 1 Tr. Vortrag des Herrn Waldeck Manasse über:" Religion und Wissenschaft" Nach den Vorträgen gemüthliches Beisammensein und Tang. Herren und Damen als Gäste stets willkommen. Die Generalversammlung findet am Montag, den 10. April, Abends 8 Uhr, in den Arminhallen( oberer Saal), Kommandantenstraße 20, 141/10 statt. Mitgliedskarte legitimirt. Zentralverband deutscher Maurer Zahlstelle 1 Berlin( Putzer). Wohlthätigkeits- Matinee Unterbett, 2 Kopffiffen, mit gereinigten am 3. April( 2. Osterfeiertag) in der Bürger- Ressource, neuen Federn, 12 Mk. Fertige Inlets. Kommandantenstr. 57. Genoffen empfehle meinen Früh- Bettwäsche, Matraßen, alle Arten Programme à 25 Pf. find bei folgenden Mitgliedern zu haben: füds, Mittags- und Abendtifdj. Stepp, Schlaf- u. Bettdecken, Bolster L. Simanowski, Ackeritr. 57; F. Kuhring, Mariendorferitr. 16; H. Bolze, Vereinszimmer mit Piano. Für gute bettstellen empfiehlt billigst das als Weidenweg 28; H. Thielecke, Schöneberg, Marstr. 2; Nordmann, Oppelner. Getränke sorgt stets 3613L ftreng reell bekannte, 1870 begründete straße 34; Thonig, Oppelnerstr. 19; Schulz, Butbuferstr. 19; Kelpin, Dents Spezial- Geschäft von S. Pollack, minerstr.311; Hannemann, Heimstr. 23; Schmidt, Memeterstr. 60; H. Gräschke, Stephanstr. 36. Fritz Fröhlich, Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. 244/ 12* Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 73. Tokales. Sonntag, den 26. März 1893. 10. Jahrg. In Nummelsburg erhält Genoffe Alfred Rosen des gesammten Bermögens der Weißenfee'er Orts Krankenkasse franz fortgesetzt Strafmandate, weil er seinen Sohn an den noch eine auf unbezahlte Rechnungen angesammelte Religionsstunden nicht theilnehmen läßt. Er hat gegen diefelben weitere Schuld von ca. 7000 M. zu decken ist. So werden, Einspruch erhoben und sollte ein Fall bereits am 15. März zur wie berichtet wird, die um das gesammte Vermögen gebrachten richterlichen Entscheidung fommen. Doch wurde die Verhandlung Mitglieder der Krankenkasse auf Jahre hinaus mit Abtragung vertagt, um sie Ende April zugleich mit den anderen schwebenden von Schulden zu thun haben, wenn nicht die Gläubiger sich auf Fallen zu verbinden. einen stillen Bergleich" einlassen werden, welches Arrangement An demselben Tage wurde gegen Rosenkranz die Anklage gegenwärtig von den Behörden angestrebt wird. Wir glauben, wegen Verübung groben Unfugs verhandelt, den er dadurch be- daß vor allen Dingen die Vorstandsmitglieder haftbar zu gangen haben sollte, daß er es als Vorsitzender des Arbeiter machen sind. vereins von Rummelsburg duldete, daß der Verein trotz polizeilichen Verbots in demonstrativer Weise mit einer rothen Fahne Zu dem Vorfall in der Herberge zur Heimath" den durch Rummelsburg zog. Es stellte sich heraus, daß bei dem wir gestern mittheilten, wird uns von einem Augenzeugen bebetreffenden Familien- Ausfluge zwar eine Fahne mitgeführt, aber richtet, daß der Hausdiener, als er den Messerstich von Broschat nicht entrollt war. Es erfolgte hierauf die Freisprechung von empfing, nicht sofort niederstürzte, sondern diesen noch bis zur Strafe und Kosten. Dem Gendarm, der die Anzeige gemacht, Jakobstraße verfolgte und ihn, als er von Polizeibeamten erwurde vom vorsigenden Richter bedeutet, Anzeigen, die er nicht griffen wurde und zu Boden fiel, noch mit Fußstößen traktirte. besser begründen könne, lieber zu unterlassen. Die Lohnbewegung der Schneider macht den Unter. nehmern Kopfschmerzen. Die öffentliche Meinung, welche un ftreitbar auf Seite der Ausständigen ist, fängt an, den Herren unbequem zu werden. Man fänzt schon an, weil wirkliche Gründe gegen die Streifenden faum noch anzuführen, folche bet Den Haaren heranzuziehen. Man schnöbert die Lohnbücher der Hausarbeiter durch und rechnet Löhne über 2500 m. heraus. Natürlich wird dabei vergessen, daß, wo diese Ausnahmefälle wirklich vorkommen, es sich nicht um die Arbeitskraft eines einzelnen Arbeiters, sondern um Hausarbeiter, die mit ihrer Frau und noch ein bis zwei und oft noch mehr Leuten bei einer Arbeitszeit bis tief in die Nacht hinein sitzen, handelt. Es wird schon den Herren in der nächsten Versammlung die richtige Ant: wort gegeben werden. Die Jnnung, blind wie immer, sucht mit ihrem Kopf Wände einzurennen; fie arbeitet dem Kapital recht dabei in die Arme. Am Freitag Abend brachte sie eine Verfammlung Don 350 bis 400 Personen zu stande. E2 handelte sich dieses Mal eben um wichtigere Sachen, wie Beschlüsse fassen über Photographirenlassens"" Fahnen nagel" Spenden und dergleichen. Es wurde nämlich " Ich erlaube mir hiermit, Sie zu benachrichtigen, daß ich die über die Vergewaltigung" der Arbeiter berathen. Da hat man Aeußerung Mit solchen rothen Leuten kann ich nicht zusammen denn des langen und breiten über alle möglichen Sachen ge- arbeiten" nicht gethan habe und muß ich noch hinzufügen, daß redet, wobei sich ein Herr Schulz, der sehr gut sprechen kann, die politische Gesinnung unseres Personals, sowohl von Herrn fonft aber von praktischen Fragen so gut wie nichts versteht, Bößow als auch meinerseits niemals in Betracht gezogen." hervorgethan. Mit der Kommission nicht verhandeln und Polizei! Paasch ist heute, Sonnabend, Nachmittag 1 Uhr, wie die Polizei! Das war der blaue" Faden, der sich durch die ganze Staatsbürger- Zeitung" mittheilt, im Westend- Hotel durch den große Debatte zog. Schließlich brachte man den Beschluß zu Kriminalkommissar v. Tausch wieder verhaftet worden. Der fande! Es wird nicht verhandelt und nichts bewilligt. Nun Mann, scheint es, soll um jeden Preis mit allen Mitteln populär wird es gar arg werden mit den 500 M. Konventionalstrafe. gemacht werden. Nebenbei hat man, wie üblich, etwas auf die Streifführer geschimpft, ürer schwarze Listen berathen und ähnliche Sachen, die sich sehr luftig anhörten. Ueber die Lumpen, welche sich in ihren eigenen Reihen befinden, wurde nichts gesagt. Jedoch trösten wir uns: Auf die geftrige Erklärung des Brauergehilfen König erhalten wir vom Braumeister der Bößow'schen Brauerei Herrn Gerner, folgende Erwiderung: " Peter Schulte n. Co. Jeder Fabrikant und größere Raufmann glaubt seiner Würde etwas zu vergeben, wenn er nicht an Schneidigkeit den Arbeitern und Gehilfen gegenüber es dem König Stumm gleich zu machen sucht. Die Firma Peter Schulte u. Co.. in der Poststraße, hat an ihre Gehilfen, etwa 60 an der Bahl, folgende Erlasse zur Unterschrift unterbreitet: An unser Personal! In der Straffache gegen den Hypotheken- Kommissionär Siegfried Abrahamsohn, bei welcher es sich um eine angeb liche Schädigung des Kammerherrn Grafen von Gersdorff handelt, ist nunmehr abermals Termin zur Hauptverhandlung auf den 13. April angefeßt. Es wird abzuwarten sein, ob nun dieser fchier endlos erscheinende Prozeß einen Schritt vorwärts tommen und die Belastungszeugen, namentlich der Kammerherr v. GersDorff erscheinen werden. Bezüglich des fenteren geht uns die Mittheilung zu, daß derselbe unter dem Namen eines Barons Jäger diefer Tage hierselbst im Hotel de Sage in der Königgrazerstraße logirt habe. fälscher Grünthal und Levy, deren rafinirte Betrugshandlung In der Angelegenheit der beiden fugendlichen Checkauf die Namen Behrens und Baumann s. 3. die Dresdener Bant um 6000 M. geschädigt hat, ist die Voruntersuchung geschlossen und die Anklage nunmehr erhoben worden. In dem in kurzem anstehenden Termin zur Hauptverhandlung werden die Rechtsanwälte Dr Gotthelf und Dr. Fr. Friedmann die Angeklagten vertheidigen. indem er sich zur Nachtzeit in die Stube eines Kameraden, des Sergeanten St., geschlichen und diesem die Geldtasche aus dem Anwesenheit des ungebetenen Gastes erwacht und dem eiligst Beinkleide entwendet hatte. Der Bestohlene war aber infolge der davonlaufenden Diebe gefolgt. Dadurch wurde Erlinghaus, der hat überführt und infolge der alsbald erstatteten Meldung am morgen der schließende Unteroffizier ihn, wie dies stets geschieht, Donnerstag in Untersuchungsarrest genommen. Als gestern aus der Belle abholen wollte, damit er sich wasche, fand er ihn aufgeknüpft und als Leiche vor. Erlinghaus hatte seine Fußlappen, wie fie Soldaten an Stelle von Strümpfen zu tragen gefnotet und sich mittels dieser an einer neben dem Djen befind pflegen, in mehrere Streifen gerissen, daraus eine Leine zusammenlichen Klappe erhängt. Die Leiche wurde später, um 5/2 Uhr Nachmittags, nach dem Garnisonlazareth gebracht. Das Weltenrad in seinen Lauf hält weder Ochs noch Esel auf. Trotz aller Machinationen laufen stündlich Bewilligungen In der Nacht zum Sonnabend erhängte sich der Sergeant ein. Bis jetzt haben 103 Geschäfte die Forderungen anerkannt. Wir hören, daß einzelne unserer Herren Angestellten ver: Er hatte sich ein schweres Vergehen zu Schulden tommen lassen, Erlinghaus von der vierten Kompagnie des Eisenbahn- Regiments I. suchen, sich unserer jüngsten Geschäftsordnung zu widersetzen und Pankow, dieser beliebteste Ausflugsort im Norden der Stadt, unserem Buchhalter Gerhardt, den wir mit der Durchführung der verliert jezt immer mehr von seinen Naturschönheiten. Dem Kontrolle über das Kommen und Gehen unseres Personals be: Orte droht die Gefahr, daß seine Baumpracht, derentwegen er auftragt haben, in gehässiger Art und Weise Opposition zu früher allgemein beliebt war, bald nur noch als ein Märchen machen. Um von vorn herein allen Irrthümern zu begegnen, aus alter Zeit erwähnt werden wird. Allenthalben fallen die erklären wir hiermit ausdrücklich, daß wir unter allen Umständen schönsten 2ä me, um großen Miethskasernen Platz zu machen, die einmal ergriffenen Maßregeln durchführen lassen, nach herrliche alte Straßenbäume werden durch verkümmerte Bäumchen dem wir von der Nothwendigkeit immer mehr und mehr ersetzt, von denen oft die Hälfte eingeht. Augenblicklich befindet überzeugt sind. sich die dortige Einwohnerschaft in begreiflicher Aufregung, Jeder wird für das 3 spätkommen mit 50 Pfg. bestraft, im weil die Gemeinde- Vertretung, ungeachtet aller Refolutionen Wiederholungsfalle behalten wir uns eine Verschärfung der protestirender Bürgerversammlungen, die herrlichen, rothblühenden Strafe vor, wem das nicht paßt, der soll es uns sagen. Kaftanien um die Kirche, den schönsten Schmuck Bankows, Ueber die Verwendung der Strafgelder werden wir noch zum größten Theile hat abhauen laffen, um einen Bestimmung treffen. Rasenplat ชิน schaffen. Die Mittel zu dieser Abs holzug sind durch ein Kirchen Konzert beschafft worden, welches von den Einwohnern stark besucht worden war, weil teiner ahnte, daß mit dem Ertrage die schönen Bäume hins geopfert werden sollten. Der Panfower Bürgerverein hat beim Ministerium des töniglichen Hauses der Platz vor der Kirche gehört der Krone- telegraphisch Einspruch erhoben, bis jetzt jedoch ohne Erfolg. Es wird luftig weiter Holz geschlagen. # Die an Posthäusern angebrachten ihren werden in der Nacht vom 31. März zum 1. April zu demjenigen Zeitpunkte, zu wel hem nach mitteleuropäischer Zeit Mitternacht ein ritt, auf lettere Zeit eingestellt werden. Die Postanstalten haben Anweisung erhalten, den Behörden und dem Publifum auf Anragen über das Verhältniß der bisher angewendeten Ortszeit zu der mittel- europäischen Zeit Auskunft zu ertheilen. Der Stöcker bestreitet in seinem Volt", daß so viele Soldatenmißhandlungen vorkommen und die vielen Selbstmorde, 15-20 pet. der sämmtlichen Todesfälle im Militär auf jene zurückzuführen seien. Schuld sei hieran nur die von den Sozialdemokraten verbreitete Gottlosigkeit; diese veranlasse die Selbst morde und treibe so viele Soldaten, die Offiziere und Untercffiziere so zu chifaniren, daß diese, wenn sie auch die reinen Engel sind, fich manchmal in gerechtem 3orn vergessen. So schildert es Stöcker und wenn Stöcker etwas sagt wer ist da noch so gottlos, es nicht zu glauben? Sonntagsplauderet. Die Inhaber der Firma P. S. u. Co., Paul Wessel, Eugen Schulte. Die Strafgelder werden vom Gehalt in Abzug gebracht. Auf Wunsch der Herren P. S. u. Co. erkläre ich mich damit einverstanden, in erforderlichen Fällen, je nach Bedürfniß, über Geschäftsschluß hinaus zu arbeiten, ob und inwieweit fein Erforderniß der Nacharbeit ist, entscheiden die Geschäftsinhaber. Als die Gehilfen gegen diesen Ufas protestirten, war die Firma so gnädig, für die Nachtarbeit nach 8 Uhr, gleichviel wie lange sie dauert feit sieben Wochen ist sie nie vor 113/4 Uhr beendet 75 Bf. zu bewilligen. Die gefeßliche Kündigung ist in diesem Geschäfte auch beseitigt und an ihre Stelle eine vier wöchentliche gesetzt. Die Herren Handlungsgehilfen werden förmlich mit Gewalt dazu getrieben, den Düntel, etwas Besseres als andere Lohnmit dem Bourgeois- Freifinn mitzutraben, oder allenfalls an der arbeiter zu sein, fahren zu lassen. Dieser Düntel trieb sie dazu, antisemitischen Hezze Theil zu nehmen. Ein Klaffenbewußtsein als Arbeiter ist vorerst nur bei einem, freilich täglich sich mehrenden Theil der Handlungsgehilfen vorhanden. Für die Handlungs gehilfen ist wie für alle anderen Arbeiter nirgends anders das Heil zu suchen als im Anschluß an die Arbeiterbewegung und an die Sozialdemokratie. ift In Sachen der Unterschlagung des Rendanten Buchert bis jetzt festgestellt worden, daß außer dem Berluste Polizeibericht. Am 24. d. M., Vormittags, wurde in der Spree, hinter dem Grundstück Stralauerplay 29 34a, die bereits in Verwefung übergegangene Leiche eines unbekannten, etwa 30jährigen Mannes und Nachmittags im Thiergartengewässer, bei der Rousseau- Infel, die Leiche einer etwv 25jährigen Frauens person und im Hafen- Bassin, an der Ed der Kötheners und Königin- Auguftastraße, die Leiche eines etw 40jährigen Mannes angeschwemmt. Vormittags vergiftete fit ein Goldarbeiter in einer Schankwirthschaft in der Buchholzerstraße, anscheinend mittels Cyankali. Vor dem Hause Jahnstr. 6 wurde Nach mittags ein fünfjähriges Mädchen durch einen Bäckerwagen überfahren und erlitt einen Armbruch. Abends gerieth eine 80 Jahre alte Frau vor dem Hause Wilhelmstr. 113 unter die Räder einer Droschte und erlitt einen Bruch des Schlüsselbeins. Abends fanden drei Brände statt. Gerichts- Beifung. Unter der Anklage des Diebstahl3 und der Bes leidigung stand gestern der Kriminalschuhmann Böcke! vor der IX. Strajfammer des hiesigen Landgerichts I. Der Angeklagte hatte am 24. Dezember 1891 in dem Kellerlokale des Handelsragendsten Standalszenen, die man provozirt, noch als ein Urahnen seiner Sparagnes ebenfalls semitischen Ursprungs seltsames, mehr oder weniger interessantes Objekt betrachtet waren, da eine Anhäufung so beträchtlicher Sparkassenwird, welches nur pattalogische" Aufmerksamkeit heraus- bücher jemanden in den Augen Ahlwardt's immerhin vers R. C. Herr Ahlwardt ist der Löwe" des Tages. Seine fordert, so ist es geradezu zum Davonlaufen. Der Reichs- dächtig machen, mindestens aber kompromittiren kann. Weltmission hat er mit dem bei den Antisemiten üblichen tag ist nun glücklicher Weise in die Osterferien gegangen, Es ist immerhin ein sehr trauriges Zeichen der Zeit, Geschick angetreten, und es ist nicht zu verwundern, daß so daß es nicht mehr möglich war, die zwei Beutner daß ein Mann wie Ahlwardt so verkannt werden kann. nunmehr Freude in ganz Jfrael herrscht. War es auch wichtiger Enthüllungs- Artenstücke zu prüfen, die der Abge- Mit siebenundzwanzig Droschten erster Güte zog er vorauszusehen, daß er in dem hohen Hause nur wenig Beis ordnete für Friedeberg- Arnswalde der lauschenden Welt in seiner Zeit von Blößensee durch das Brandenburger fall finden konnte mit seinen überraschenden Enthüllungen, Aussicht stellte. Jedenfalls wäre klar bewiesen worden, Thor in Berlin ein, ein, er fo war es doch für den Unbetheiligten ein unaussprechliches daß das ganze Uebel der Welt nur von den Juden her und breitausend deutsche Männer lagen ihm er heimste Lorbeerkranz ein Bergnügen, zu sehen, wie seine Nährväter entrüftet über stammt, und daß eine stramme und weise Regierung nichts seligt zu Füßen. Das ist entschieden ein bemerkenswerther ihm bea bas enfant terrible die Hände über dem Kopf zusammen Giligeres zu thun habe, als alle großen und kleinen Börsen- Augenblick im Leben eines jeden Politikers, und es ist schlugen. Selbst Herr Stöcker fühlte an seine Männerbrust, juden, um im Jargon des neuesten Antisemitismus zu sehr zu bedauern, daß man in dem eintönigen Hause in der hob bie Augen gen Himmel mit dem Blick, der ihm von sprechen, durch Leute vom Schlage des Herrn Ahlwardt und Leipzigerstraße so wenig Verständniß für die wahrhaften Berufswegen zu Gebote steht, und dankte, daß er doch nicht Genossen zu ersetzen. Regungen der Boltsseele besitzt. Wenn heute Herr Ahlso sei, wie Jener da. Natürlich ist es unangenehm, wenn Die Situation wäre hierdurch mit einem Schlage ge- wardt in seinem stillen Kämmerlein fizt und über die Vor aus der Windfaat Sturm entsteht, aber wenn Herr Ahl- flärt. Ist das Geschäft erst in christlich- germanischen gänge der letzten Tage nachdenkt, so muß ihm unwillkürlich wardt folgerichtig die legten Konsequenzen der Verleum- Händen, so hört die Mogelei von selbst auf, und wollte der Gedanke aufsteigen, ob er verrückt ist oder ob die ganze dungssucht zieht, so sträuben sich bei anderen Leuten die man dann noch ein Uebriges thun, so könnte man die An- übrige Menschheit im Zustande trostloser Geistesverwirrung Haare, und sie halten es für angemessen, ihr eigen reißer an den Ecken der Friedrichstraße durch Leute ersetzen, verkehrt. Es ist selbstredend nicht unsere Sache, ihm in Fleisch und Blut zu verleugnen. Es war daher nicht mehr die mindestens auf sechzehn absolut deutsche Ahnen zurück dieser etwas bedenklichen Lage beizuspringen oder seine wie recht und billig, daß Herr Ahlwardt von allen Seiten blicken. Dann dürfte vielleicht auch Herr Richter ungestört Bweifel zu lösen: vom menschlichen Standpunkt aus ist todtgeschlagen wurde, und es mag für ihn gerade kein an die Friedrichstraße pafsiren können, ohne daß er befürchten unser Herz sogar mit tiefem Mitleid erfüllt, wenn man genehmes Gefühl gewesen sein, als er bemerken mußte, wie müßte, von Krähhähnen und anderen Leuten belästigt zu steht, wie jemand hangen und bangen muß in schwebender es gerade feine intimsten Freunde waren, die emfig und werden. Aber bevor diese Neuerungen nicht in durch- Bein- aber die endgiltige Entscheidung über dieses unergründeifrig Steine zusammentrugen, mit welchem man den greifender Weise eingeführt sind, ist an eine Aenderung liche Problem möchten wir doch lieber einem erfahrenen Kämpfer für Wahrheit und Recht" in sein besseres, oder Besserung der jetzt bestehenden Verhältnisse nicht im Sachverständigen aus Dalldorf überlassen, da ein Laie, antisemitisches Dasein befördern wollte. Entferntesten zu denken der jüdischen Korruption find der nur über seinen gesunden Menschenverstand verfügt, So geht es in der Welt. Unter dem Tisch hätte wohl vielmehr alle Thüren und Thore sperrangelweit geöffnet. nur allzuleicht ein durchaus zutreffendes Urtheil abgeben ganz gerne mancher Ürgermane dem Rektor aller Deutschen Jedenfalls störten die unzeitgemäßen Ferien des Reichs- tönnte. die Hand gedrückt, nachdem er aber gezeigt hat, daß tages Herrn Ahlwardt erheblich in dem Beginnen, Und so muß man denn der antisemitischen Sache ihren politische Geschäfte in höherem Sinne" zu seine Vorschläge in der hier zart angedeuteten Weise ruhigen Lauf lassen. Es wird die Zeit kommen, wo führen außer Stande ist, muß man ihn in der weiter darzulegen. Befänden sich die Antisemiten Millionen dem strahlenden Banner Ahlwardt's folgen, wo Dinte fitzen laffen, denn mit einem gewerbsmäßigen erst im Besize des gesanumten jüdischen Geldes, so wird deutsche Treue und deutscher Glauben bei uns einziehen Verleumder identifizirt man sich nicht gern, und wahrscheinlich in dieser Richtung vorgegangen werden, und werden, wo nur noch christlich- germanische Bucherer uns die hieße man selbst Stöcker oder auch nur Liebermann Herr Richter hat vielleicht gar nicht so Unrecht, wenn er Kravatten zuschnüren werden, wo sich die Judenflinten in von Sonnenberg. Es ist sehr schlimm, wenn man in sich diesem Stadium menschlicher Entwickelung den sozialdemo- Christenflinten verwandeln und wo das dankbare Vaterland den Beruf als Weltverbesserer fühlt; wenn aber die Ver- fratischen Zukunftsstaat, der ihm bekanntlich schlaflose seinem Ahlwardt ein unvergängliches Denkmal setzt. Glückbesserungsvorschläge nur hochgradige Mißftimmung hervor- Nächte verursacht, vorzieht. In feinen Werken findet sich lich die Generation, welche diese herrlichen Tage sehen rufen, und wenn man dann zum Dank für die hervor: allerdings teine Andeutung darüber, ob nicht vielleicht die wird. er 19 Soziale teberlicht. Bergnügungsverein Boruffia. Sigung Sonntag, den 26. März, 5 Uhr, bet Saberecht, Gr. Franffurterir. 30. Fidelitas, Vorträge. Privat- Theaterverein gohengrin". Sigung Sonntag 6 Uhr im Eminemünder Gesellschaftshaus, Swinemünderstr. 35. Nach der Sigung: gemüthliche Fidelitas. Privat Theatergefellschaft Preriofa". Heute, 4 Uhr, Andreasstr. 3, Rehaurant Bur Kornblume": Gigung und Tanz. Privat- Theatergefellfchaft und Artiftenklub Humor". Sigung ftraße 153, part. am Sonntag, den 26. März, Nachmittags 6 Uhr, bei Schönwälder, DrantenVergnügungsverein Italia". Restaurant Roland", Elfafferftr. 26. 5% Uhr, Sigung, 6% Uhr Fidelitas, Tanz, Vorträge. Große öffentliche Versammlung für Männer und Frauen am Sonntag, den 26. März, Abends 6% libr, bet Otto Klein, Schönleinftr. 6. Vortrag des Genoffen Regerau über" Gozialpolitische Streifzüge". Vereinigung der deutschen Schmiede. Sonntag, den 28. Wlarz, Abends 5 Uhr, Berfammlung mit Frauen in Tempel's Festfälen, Langeftraße. Vortrag. Nachher Tanztränzchen. Vergnügungsverein Zuftige Jugend". Sigung am Sonntag, 4% Uhr, in Stachel's Planina Grotte, Naupachstraße Nr. 6. Nach der Sigung Fidelitas, Tanz. in der Nationalofonomie. Montag, Abends 8%-10% Uhr: SüdMüllerstraße 179a: Deutsch( oberes) In allen Unterrichtsfächern, mit Aus nabine von Mathematit und Buchführung, fönnen noch Schüler und Sozialdemokratifche gefe- und Diskutirklube. Mar anfer, manns Lau in der Boyenstraße eine polizeiliche Saussuchung Ianweisung eingegangenen Geldes absprach. Die Reich post, I Am 1. Ofterfeiertage findet eine Matinée in ber„ Branerei nach gestohlenen Sachen abzuhalten und ließ eine ganze Menge welche darum angegangen worden war, wenn irgend möglich zu Friedrichshain"( früher Lipe) zum Besten der Arbeiter- Bildungsvon Sachen der verschiedensten Art wegfahren. Darunter be bekunden, wer f. 31. die Postanweisungebeträge des Lehrers entschule statt. Sowohl das reichhaltige und gediegene Programm, fanden sich auch mehrere Kartons mit Handschuhen. Obgleich gegengenommen hat, äußerte, daß dies wohl noch nach 3-4 Mo- als auch die dafür gewonnenen vorzüglichen Kräfte versprechen gegen Lau der Verdacht der Hehlerei noch ganz in der Luft naten festzustellen möglich wäre, nicht aber nach Jahren. Darauf einen äußerst genußreichen Vormittag. fchwebte, hat der Angeklagte nach Bekundung von Ohrenzengen hin wurde der Lehrer zur sofortigen Zahlung der Restschuld und doch in Gegenwart der großen Kinderschaar des Lau sofort in die Koñen verurtheilt. Er hat dem Erkenntniß gemäß gesereurdhaft. Heute, Sonntag, Babitag, Acerftr. 123 bei Stümfe und StallSterbekaffe von Arbeitern der Berliner Mardhinenbau- Aktiendavon gesprochen, daß Lau sich auf zwei Jahre Zuchthaus gefakt zahlt, ist aber fofort an das Rammergericht gegangen. Das schreiberftr. 53 bei Sommer. machen müsse und daß er der einzige Mensch sei, an der er sich kammergerichtliche Urtheil werden wir seiner Zeit mittheilen. halten tönnte. Dem fleinen Sohne des Lau hat er dann noch Leipzig, 25. März. Vom hiesigen Landgericht wurde der sein persönliches Mitleid ausgedrückt, aber hinzugefügt, daß ginge nicht anders, der Bater müsse dahin gebracht werden, wohin er Weinbändler M. Kresschmar, der Urheber des Brandes im gehöre ins Buchthaus. Lau sowohl als auch seine Frau Restaurant Schäfer, Neumarkt, wegen fahrlässiger Brandstiftung find von dem Angeklagten vorübergehend verhaftet, dann zu zwei Jahren Gefängniß verurtheilt. Bei dem Brande, das aber wieder freigelassen worden, die Kartons mit Hand- durch Abbrennen einer Rakete entstand, kamen sieben Personen schuhen wurden auch bald wieder zurückgeliefert, da unschwer ums Leben. festgestellt werden konnte, daß Lau diese auf ehrliche Weise erstanden hatte. Schon an demselben Tage erzählten die Kinder dritten Personen, daß sie wahrgenommen, wie fich der Kriminalschußmann bei der Wegnahme der Kartons ein Packet mit Handschuhen in die Rocktasche gesteckt habe. Die Befchuldigung flang ungeheuerlich, sie wurde aber doch in der Die Berglente des Saarreviers haben an Stelle Folgezeit bestätigt. Der Angeklagte beging nämlich die Pflicht Wartens, der wieder in Haft ist, den Bergmann Schillo zum widrigkeit, mit dem Manne, bei welchem er Haussuchung ab- Borüßenden des Rechtsschugvereins gewählt. Der neue Vorstand gehalten und den er festgenommen hatte, gemeinschaftlich das hat nun einen Aufruf erlaffen, in welchem zur Forterhaltung der ute, Martustraße 31: Unterricht in Buchführung und oberes Rechnen, Arbeiter- gildungsschule. Sonntag Vormittag 10-12 thr: Dit Schankgeschäft von Bünger zu besuchen und sich daselbst von schwer bedrängten Organisation es als nöthig bezeichnet ist, daß Nachmittag von 2-4 Uhr für Nachtarbeiter Unterricht in Buchführung unb Lau traktiren zu laffen. Die beschlagnahmten Sachen hatte er in dieser nur das gepflegt wird, was im Statut steht, damit sich oberes Ronen. Reftauration Schöning, Stallschreiberſtraße 29: Unterricht inzwischen in einen Keller gebracht und gänzlich ohne Aufsicht ge- die den verschiedensten politischen Meinungen huldigenden Berg Schule, Sagelsbergerstr. 48, Unterricht in Physiologie." Sub- Offchule, laffen. In angeheitertem Zustande hat er dann, wie verschiedene leute ihr anschließen können. Insbesondere sei es zu tadeln, daß Reichenbergerir. 183: Unterricht in Buchführung und oberes Rechnen. Personen bekundeten, zwei Paar Handschuhe aus der Rocktasche in dem Vereinsorgan Schlägel und Eisen" für bestimmte tute, Marfusftr. 31: Deutsch( oberes) Logit. Nord- Schule. hervorgezogen und geäußert, daß er sich etwas Schönes aus der Parteien Propaganda getrieben wurde. Die Gegner stimmen Beschlagnahme mitgebracht habe. Ginem Zeugen hat er brei über das Ergebnis der Vorstandswahl und über den Aufruf des Schülerinnen, auch jest im Laufe des Semeſters, eintreten. ziemlich werthlofe Abfalldrähte, die gleichfalls aus dem Lau'schen neuen Vorstandes des Rechtsschutzvereins große Jubelhymnen an, teben Gonntag Bormittage 10% Uhr im Restaur. Schömann, Geimfr. 18. Geschäft herrührten, gefchentt und dabei geäußert: Behalten wobei sie voraussehen, die Sozialdemokratte babe für die bist etmer", jeben Montag, Abends 9 Uhr, bet Rudolph Bale, Gerichtsstr. 19. Sie nur, die Sachen find ja doch gestohlen." Lau bat thatfäch herige Leitung der Bergarbeiter Organisation ein besonderes Arbeiter Sängerbund Berline und Umgegend. Montag, e lich festgestellt, daß Handschuhe bei der Beschlagnahme abhanden intereffe gehabt oder auf den Rechtsschutzverein irgendwie Ein- enderungen im Bereinskalender find zu richten am Fr. Kortum, Manteuffelfir.70. gefommen feien. Er hat dann den Strafantrag gegen den fluß auszuüben gesucht. Norddeutsch Abends e Ubr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Witglieder. Wie die Leser des Vorwärts" Sleife, Melchiorftr. 15 bet Stehmann. Biebertafel der Mater Kriminal Schußmann Pöckel gestellt, das Berfahren wurde wissen, war das aber durchaus nicht der Fall, und das ist denn und verm. Berufsgen. Annenstr. 18 bei Ehrenberg. Harmonie a Wein erit abgelehnt, ba aber Lau nicht locker ließ und auch mit genügender Deutlichkeit oft genug erflärt worden. fraße 11 bei Fembt. Tonblithe, Borligerstraße 68 bet Zolls: fich auf immer mehr Zeugen berief, wurde das Strafverfahren Aber auch über den Schillo'schen Aufruf fönnen nur Gegner Chirurgifchen Branche borf. Blüthe, Weinstraße 23 bet effe. Gängerchor ber Alte Echönbauferstr. 42 bet Reimann. eingeleitet. Das Schöffengericht konnte über die bestimmten Aus- jubeln, die über das Wesen der Arbeiterorganisation im Dunkeln rob' Soffnung Berlin West, Sulmftr. 86 bet Raumann. fagen der Belastungszeugen nicht hinauskommen, sondern ver- tappen. Die Sozialdemokratie weiß, daß jede auf der Grundlage angerbain, Steichen bergerftr. 16 bei pätbolb.-& tebesfreiheit II, urtheilte den Angeklagten trotz seines Leugnens zu sechs Wochen der Selbständigkeit beruhen wollende Arbeiterorganisation von bet Schneider. Strausberg, im Restaurant Krüger. Martenblätter, Belforterftr. 15, Felsenburg, Koppenstraße 48c. Gefangverein Gefängniß. Auf eingelegte Berufung verhandelte die 9. Strafs irgend einem Zeitpunkt ab dieselbe Straße nach demselben Biele fammer gestern diefen Fall noch einmal aufs Eingehendfte. Der einschlagen muß, auf der und nach dem die Sozialdemokratie Bertheidiger, Rechtsanwalt Th. Friedmann, hielt nur die marschirt. Die Logik der Thatsachen zwingt dazu. Daran tann Beleidigung für erwiesen, glaubte dagegen, daß im übrigen die niemand und nichts etwas ändern. Der letzte Streit aber, vor Indizien nicht ausreichen, um einen Mann, der fich 26 Jahre dem wir eindringlich und rechtzeitig genug gewarnt haben, hat im Dienſt tadellos geführt und der 18 Jahre in bem bas eine Gute gezeitigt, daß die Bergleute einfaben, sie könnten( ale Sufchriften, ben und der geselligen Arbeitervereine betreffend, find gu felben Revier als Kriminalschuhmann thätig sei, eines Diebstahls sich eben nur auf sich selbst und die übrigen Arbeiter verlassen. privat- theatergesellschaft und Artifientiub Belle Alliance bet Herrn an einem fo winzigen Gegenstande zu überführen. Staatsanwalt Den Vortheil der Selbständigkeit haben sie also begriffen, das ist ehmann, Alrandrinenstraße 32, Abends 6 Uhr. Privat Theater unb v. Jaraczewski schloß aus dem ganzen pflichtwidrigen Ber uns für den Anfang gerade genug. Das Uebrige ergiebt sich im Bergnügungsverein& Im en borst bei Herrn Serrath, Boechstraße 7, Nachhalten, welches der Angeklagte als Beamter an den Tag gelegt, Laufe der Zeit und der Kämpfe von selbst. Die Bergleute haben ftraße 12, Worm. 8-10 Uhr. Turnverein Fichte in Schözel's Seefchlöschen daß derselbe auch des ihm zur Laft gelegten Diebstahls fähig also nach wie vor auf die volle Sympathie der Sozialdemokratie in Sichtenberg. Tambourverein Ruf bei Sperling, Jufelstr. 1.- Geselliger fet. Der Gerichtshof verwarf die Berufung. Er hielt das zu rechnen, denn das wäre keine Arbeiterpartei, die sich durch bei Schneider, Belfortersir. 16, jeben Sonntag den 1. b. M. Nordflub Gefelligtett Berein Jt alta bei Bohrsdorf, Pantstraße 4.Theaterverein ganze Verhalten des Angeklagten für tadelnswerth und nahm einige unebene Worte irgend eines im Drange widrigster Um- balta bei Schellenberg, in Stralau, Nachm. 3-4 Uhr. Gefelliger Berein an, daß derselbe sich einem großen Bermögensobjekte gegenüber stände handelnden Arbeitervereins Vorstandes in ihren Ent- Freundschaft bet Rofiter, Schönhauser Allee 135. Gefelliger Berein wahrscheinlich ehrlich gezeigt haben würde, aber diesen gering- fchließungen beeinflussen ließe. Uebrigens hat der Borstand des rei und Zuftig bet Schönfelber 1. Neft, Drantenſtr. 153. Theatergefellschaft Walhalla, Nachmittag 8% Uhr Dresdenerstr. 75 bet fügigen Sachen gegenüber der Versuchung erlegen sei. Rechtsschutzvereins dem antisemitischen Rechtsanwalt Bachmann, Sigung. Bergnügungsverein Nord Fennstr. 5 bet Krüger. Montag: Pfeifentlub elfenfest bet Schuberdt, Königss Im Sante Friedenstraße 99 wohnt die Werkmeister Heyder in Meh die Funktion als Rechtsbeistand gekündigt, so um 6% Uhr. wenn es uns einfallen könnte, das Gerede der Gegner umoristischer Verein Pipifar bei fröfche, Bichteftr. 29. bergerstr. 24.- Rauchflub Blaue 2uft bei Breblow, Steinmegfir. 36a. .'sche Familie. Die 16jährige Tochter, Schülerin einer höheren daß Theaterverein wir den Stiel sehr leicht so ra, Wärtischer Hof, Admiralfir. 18c, Abends 9 Uhr. Zöchte schule, ist am heutigen Tage( Sonnabend) eingefegnet ernsthafter Beachtung zu würdigen Gefang-, Turn- und gesellige Verrine. Sonntag. Theater- und worden. Das junge Mädchen hatte eine 17jährige Schulfreundin, umkehren könnten. Bergnügungsverein artetin, heute Nachmittag 5 Uhr Zeughofftr 8. die selbst arm, von reichen Verwandten unterstützt wurde, um sich Theaterveretn zur Lehrerin auszubilden. Am geftrigen Freitag gegen Abend bekanntlich nur deshalb ins Gefängniß fam, weil er für seine fidelitas. Aus dem Gegenwartsstaat. Dem Bergmann Bunte, der heaterverein Concordia Beugbofftraße 8 bet och. Othello jeben Sonntag 4 Uhr bei foge, Röpenickerstr. 191. Nachher: tam die Schulfreundin und brachte dem defilinde einen felbsts Kameraden eingetreten war, hat man dort, wie die Rheinisch- Bergnügungsverein Nord, Nachmittags 5 Uhr Fennstr. 5 bet ftrüger.. gefertigten Blumenkorb als Angebinde. Natürlich war die Freude Westfälische Arbeiter- Zeitung" berichtet, Bart und Kopfbaar Bergnügungsverein Germania, alfe& nigreit, nachm. 4-8 Uhr, Deutsche groß. Während sich die Mutter entfernte, um das weiße Kleib turs geschoren. Es ist dringend erforderlich, daß sich die Blumenstraße 20 bei Bernice. Nachher: Fidelitas. von der Schneiderin und die weißen Ginsegnungsschuhe vom Schuhmacher zu holen, befanden sich die beiden Freundinnen zuständigen Regierungsorgane hierüber äußern, da in der Kom- itania, Nachm 5-6 ur, bei Tempel, Langeftr. 68. Nachher: Fidelitas. mission für die lex Heinze der Regierungsvertreter ausdrücklich allein in der Wohnung. Fräulein W. verließ aber auch auf furze Zeit die Wohnung, um etwas einzuholen und ließ die erklärt hat, daß ein berartiges Recht den Gefängnißverwaltungen Melchiority. 15. Freundin währenddem allein in der Wohnung zurück. Die an- nicht zuftebe, sondern nur den Verwaltungen der Bucht= gehende Lehrerin entnahm nun aus einem Etui, welches im bäufer. Bunte ist aber bekanntlich zu Gefängnißstraße verKleiderspind lag und ein goldenes Kreuz und eine goldene Uhr nebst goldener Rette enthielt, Uhr und Kette; alsdann zündete sie den selbstgespendeten Blumenkorb an und stellte denselben in bas Spinde, aus welchem sie die Uhr entnommen. Als Mutter und Tochter wieder zurückkehrten, spürten sie einen unerklärlichen Brandgeruch, doch erst nach längerer Zeit wurde das Feuer im Spinde entdeckt. Die Freundin stellte sich nun sehr erstaunt und half in dem ausgebrannten aber doch schnell abgelöschten Spinde Töpfer werden in der Zeitschrift Der Töpfer" ersucht, nach der Uhr und Kette suchen, die natürlich nicht gefunden Buzug fernzuhalten nach Neisse, Közfchenbroda( Ed. Lehmann). wurde, während Etui und Kreuz unversehrt geblieben waren. Teplih( Böhmen), Harburg( Seifert), Zwickau( Schola) und nach Die Freundin wurde der Polizei zugeführt und gestand Diebstahl Stettin( für Wertstubenarbeiter). urtheilt. tebergmeig, Germsdorf, bei Gastwirth Sievert in Weidmannsluft. Gefangverein Berliner Bildhauer, Ornament", Wrangelstraße 141 bet Schmidt. Gefangverein Berliner Buchdruder, 9-11 Uhr, bei Ehrenberg, Annenftr. 16. Collegta a der Berufsmufifer, Neue Friedrichstr. 44, bet Röllig. Sund der geselligen Arbeitervereine Serlins und Imgegend. richten an. Sentel, Bergmannstr. Nr. 21, Sof 8 Treppen.) Sonntag: mittaps& Uhr. 160. Freundschaftlicher Bartverein bet Serrn Ryschty, NostizPrivat Bergnügungsverein Bergnügungsverein Nord, Sigung Sonntag Abends& Uhr bet Keller. Theater Verein Suftige Seelen, Sonntag 4 Uhr bet Stehmann, Bergnügungsverein& uftig, Sonntag, Staltzerftr. 54( 8.Sente), 5% Uhr: Sizung, Zanz, Fidelitas. Theaterverein Concordia", Sigung Sonntag, Nachmittag 6 Uhr, bei Krebs, Obmgaffe 2. Nach der Sigung Fidelitas. Tambours und Vergnügungsverein Gut Sett, alle 14 Zage bet Gepffert, Glasarbeiter werben erfucht, Arbeitsangebote der Glas- Drantenstr. 121. Von 4 Uhr an. fabrit in el mit e dt bis auf weiteres nicht anzunehmen. Das Bergnügungsverein Nord", Sthung Sonntag Abend 8% Uhr. Gesang Turn- und gesellige Vereine. Montag. Gefelliger Verein jeßt dort beschäftigte Personal hat wegen einer angekündigten 8wtebetfifche, Rigdorf, Abends 9 Uhr in Barta's Cotal, BerlinerLohnherabfehung fein Arbeitsverhältniß zum 31. März ge- raße 120.- Vergnügungsverein Freundes treue, jeben Montag bet fündigt. und Brandstiftung, nur bestritt fie, ein Spartaffenbuch genommen Der Streit der Weicheifengießer der Firma Ura in zu haben, das sich im Spind befand und nicht mehr vorgefunden Brünn hat nach breitägiger Dauer fiegreich für die Arbeiter geendet. wurde. B B Möring, Admiralfir. 18c. Gefelliger Klub Namenlos, jeben Montag im Restaurant zum Butunftsstaat, Kastanien- Allee 35. Bergnügungsverein Aufelgoland Sigung jeden Montag 9 Uhr bei einte, Bergitr. 54, Fidelitas. Bergnügungsverein Ginigtett 1890. Jeden Montag Sigung bet Roll, balberiftr. 21, Abends 9 Uhr. Alle 14 Tage Tang ftraße 8. Vergnügungsverein Eulalia" bei Herrn Reggentin, Barnimftr. 4-5 Sigung 6 Uhr. Privat- Theater- Gesellschaft offnung, Sigung b Sauermann, AdalbertPfeifenflub Felfenfeft, abends s Uhr, Königsbergerstr. 20 bet Schabrodt. Rauchflub Weiße Wolte, Abends von 9-11 Uhr, Bernauerftr. 14. Rauchflub Elvira, abends 9 Uhr bei Lehmann, Friedrichsfelder fraße 27.- Kartentlub Bustige Brüber" Krautstr. 48, Abends 8 Uhr bet Gruft Radike. Staitlub Grand". Abends go Uhr bei R. Subrich, Lübbenerftr. 22. Literarisches. Unter der Anklage der Doppelehe stand gestern ber Die Former der großen Eisengießerei von Morig Zigler Schneider Anton A y mann vor der zweiten Strafkammer des und Co. in Meiderich streifen bis auf 6 Mann wegen LohnLandgerichts 1. Der Angeflagte hat sich im Jahre 1881 in Guben abzügen für angeblich fabriäfig verursachten Schaden. Die Fabrik verheirathet. Er hat so schlecht für feine Familie gesorgt, daß beschäftigt nach dem Bericht der Kölnischen Zeitung" ca. 250 seine Frau mit ihrem Rinde ihn verließ und ins Elternhaus Arbeiter. zurüdfehrte. Der Angeflagte ging auf die Wanderschaft; seit einigen Jahren befand er sich in Berlin. Hier ging er am Wegen 20 prozentiger Lohnkürzung ftreifen auf der Beche 21. April v. J. eine neue Ehe ein. Inzwischen hatte feine erste Baturages und Wasines bei Mons in Belgien 800 Bergleute. Ehefrau die Scheidung beantragt. Der Angeklagte wurde ers Die organifirten Maler, Anstreicher und verwandten mittelt und ihm die Klage zugestellt. Bei dieser Gelegenheit fam Berufsgenossen der Provinzen Brandenburg, Posen, Sozialpolitisches Zentralblatt( herausgegeben von Dr. zur Sprache, daß er bereits wieder verheirathet war. Im Schlesien, Bommern, Ost- und Westpreußen halten Heinrich Braun, Verlag von J. Guttentag in Berlin). Die Termine behauptete der Angeklagte, er habe geglaubt, daß seine ihren diesjährigen Provinzialtag am Ostersonntag in Danzig, foeben erschienene Nummer 26 hat folgenden Inhalt: Grund erste Frau sich hinter feinem Rücken von ihm könne scheioen Breite Gaffe 89, ab; die der Provinz Seffen Naffau 2c. Dr. J. Jastrow. Städtische Wirthschaftsbetriebe. Staatsmonopole Steuer und Besitzüberschuldung in Preußen. Von Privatdozent laffen und daß dies geschehen sei. Der Gerichtshof verurtheilte am 16. April in Raffel bei Marschall, Münchebergerstraßeals Stoufequenz ber Trusts. Generalversammlung des Vereins ben Angeklagten unter Bubilligung milderuder Umstände au ferner tagen die Maler c. von Schleswig- Holstein, für Sozialpolitit. Die Arbeitsvermittlung in Wien und Brünn. neun Monaten Gefängniß. Medlenburg, Oldenburg, Hamburg, Bremen und Bur Lage der Handlungsgehilfinnen. Von Dr. med. Agnes zur Lage der Handlungsgehilfinnen. Wieder einmal die Werthlosigkeit als Beweismittel bed während der Osterfeiertage in Hamburg bei P. Lähde, Bluhm. Ergebnisse der Arbeitslosenstatistiken. Arbeitszeit in den der Post Einlieferungsbescheinigungen im Zivilprozek. Poolstr. 21. Genfer Druckereien. Wahlprogramm der aargauischen Arbeiter. Der Lehrer Sch., in Berlin, befand sich im Jahre 1888 in Geld Der Streit der englischen Glasmacher dauert fort. Die Gine Enquete über die Wirkungen des neuen deutschen Arbeiterverlegenheit und wandte sich an eine im Norden der Stadt woh Fabrikanten gaben an, fie ließen große Mengen von Flaschen in schußgefezes. Von Privatdozent Dr. K. Oldenberg. Zur Frage nende Bebeamme, welche man ihm empfohlen hatte, um ein Dar Deutschland herstellen und schickten zu diesem Zwecke die Formen des Achtstundentages in den englischen Staatswerkstätten. Die lehn von 100 M. Dies verpflichtete er sich, einschließlich der herüber, aber die Streifenden ließen sich dadurch nicht ein- Unfälle beim Betriebe der normalspurigen Eisenbahnen DeutschZinsen, zu gewiffen Zeitpunkten durch Ratenzahlungen von 10.fchüchtern. Nun erklärte sich die Fabrikantenvereinigung zu Ber- lands. Von Dr. H. Lux. Volksschul- Gesetzgebung in Rumänien. abzutragen. Er fandte diese Raten denn auch mittels Poſt- handlungen bereit, sofern die Arbeiter willens wären, wenigstens Abdruck fämmtlicher Artikel ist Zeitungen und Zeitschriften anweisung an die Hebeamme ab und verwahrte sorgfältig fämmt einige Kongeffionen zu machen. Das wurde abgelehnt, die Ar- gestattet, jedoch nur mit Angabe der Quelle. liche Post Einlieferungsscheine. Im vergangenen Jahre, als er beiter beharrten auf den 1892er, gegen früher schon erheblich feine Schuld abgetragen hatte, bekam nun der Lehrer, zu feinem niedrigeren Lohnfäßen und verlangten, daß diese bis zum 31. De Regerblut. Sozialpolische Stimmungen und kritische Abs größten Erstaunen, seitens ber Sebeamme bie Auf- ember in Straft bleiben. Darauf gingen die Fabrikanten, welche schlüsse von M. G. Conrad. München 1893. Druck und Verforderung, Handelsdruckerei endlich seine Schuld, auf die er vor Jahren ber Konkurrenz balber eine Lohnherabfegung für unumgänglich lag ber Münchener Handele druckerei und Verlagsanstalt M. Posl. Mit dem Bildniß des Verfassers. eine Ratenzahlung von 10 M. geleiftet habe, Ahalten, nicht ein und so ist, obwohl der Streif bereits 11 Wochen begleichen, widrigenfalls er verflagt we: den würde. Er eilte fofort zu der Sebeamme hin und unterereitete dieser sämmt- gebauert hat, noch feine Aussicht auf Frieden. Für die Strei Buch des begabten Schriftstellers bietet eine Fülle anregender fenden sind von den Glasmachern Deutschlands bis jetzt Betrachtungen, die den Verfasser als einen Mann fennzeichnen, liche Post- Einlieferungsscheine mit der Erklärung, daß er garnicht 1800 M., Frankreichs 1984,40 M. und Dänemarks 506 W. auf dem es ernst ist, mitzuarbeiten an der Besserung der sozialen und baran denke, weitere Bahlungen zu leisten, da er feine Schuld politischen Verhältnisse im Sinne der Wiederschaffung eines tern gebracht worden. vollständig getilgt habe. Jedoch die Hebeamme gab ihm zur haften, felbständigen Volfsthums, und der deshalb nach sehr Antwort: Ich babe von Ihnen nur einmal 10 M. gefchickt bes vielen Richtungen hin mit den sozialdemokratischen Grundsätzen ommen. Bald darauf bin ich wegen gefeßwidriger Handlungen sympathifirt. Auch wo man mit der Meinung Conrad's gar als Hebeamme in den Anklagezuñand versezt und dann unter nicht übereinstimmen kann, ist sein Buch immer noch von Entfernung aus dem Hebeammenberuf mit einer Gefängnißftrafe Interesse. belegt worden. Mein Ehemann hat mich damals verlassen und Reine direkten Stenern mehr! Von E. Philipps. Liege ich mit demselben mit demselben in Scheidung. Was Der etiva Arbeiter Bildungsschule. Am 15. und am 20. d3. Mts, empfangen hat, fümmert mich garnichts; wir lebten fanden öffentliche Versammlungen statt. In der ersten bielt Herr Berlin W., Oberwallstr. 14/16. Heuser's Verlag. außer Gütergemeinschaft, und Ihre Verpflichtung haben Dr. Afcher einen Vortrag über: Die Beziehungen von Geiites Kouplet und Duettsammlung Vorwärts". wir gerade bran genug". Sie lediglich mir gegenüber!" So fam es zum Prozeß. Die trantbeiten zum Verbrechen". In der zweiten sprach Genoffe hab'n und Text Sebeamme beschwor, nur 10 M. von dem Lehrer empfangen au urm über: Die Ernährung des Proletariats und speziell der v. B. Strzelewicz. Preis mit Noten 80 Pf. Berlag von haben und ihr Rechtsbeistand unterstügte ihren Anspruch das Arbeiter unter Berücksichtigung der Wohnungsverhältniffe". Beide A. Hoffmann in Zeiz. burch, daß er den Boft- Einlieferungsscheinen die Beweiskraft, Borträge waren hochinteressant und charakteristisch für die heutigen namentlich in bezug auf den Empfänger des mittels Post- Bustände. nur Versammlungen. -WO Das ca. 280 Seiten starke " Da Sufit Briefkaffen der Redaktion. Muskau 100. Ift in einer kurzen Notiz unter Sozialer Uebersicht" veröffentlicht worden, soweit wir es für räthlich hielten. Wenn Ihre Fragen das Krankenkassen 2c. Wesen betrajen, so schwebt die Antwort noch. Wollen Sie die Fragen wiederholen, so wäre uns das erwünscht. Mehreren Abonnenten: Ihrem Wunsch, Ihnen in juristischen Sachen brieflich zu antworten, fann bei der Fülle Die Beantwortung solcher Eingänge nicht entsprochen werden. erfolgt fortan nur noch durch den Briefkasten: aus der Veröffentlichung der Antworten fann Ihnen kein Schaden, manch anderem aber Nugen erwachsen. $. G. Eine Aufwartefrau steht nicht dem Gesinde gleidh. I theile ihm meine Wohnung auch nicht mit, fo wird die Ehe in Das Weihnachtsgeschent fann nur dann wirksam zurückgefordert etwa fünf Monaten geschieden sein. Nach der Scheidung ist es werden, wenn bis spätestens am 23. Juni 1893 der Frau die Ihrer Frau Zochter unbenommen sich zu verheirathen, wo sie Rückforderung durch einen Gerichtsvollzieher( bezüg- will wenn der neu Erwählte fle will. lich durch Zustellung) befannt gemacht ist. S. M. Klagen Sie nach dem 10. April bei dem Gewerbe. Mag 4. Mein. gericht; ob die Firma oder der Einsetzer oder beide haften, Obst und Gemüse. Behufs Austritte aus der Landes- läßt sich aus Ihrer Darstellung nicht ersehen; sprechen Sie firche müssen Sie und Ihre Ehefrau sich an das Amtsgericht zwischen 12 und 1 Uhr vor. zu Rirdorf fchriftlich, alsdann perfönlich, wenden. Die dies: Königsbergerstraße. 1. Sie müssen auf Leistung der nicht auf Rüdzahlung der Bei bezüglichen Formulare erhalten Sie durch Vogtherr, Megner statutenmaßigen Leistungen träge oder ein sonstiges Mitglied der freireligiösen Gemeinde. Lagbar werden. 2. 1884 oder 1885. p. B. G. V. Wenn Ihre Tochter sich auf die Klage hin 3. 8. 98. Ihre Schulden für Roft und Logis verjähren nicht meldet oder dem Gericht schriftlich obne weitere zwei Jahre nach dem 81. Dezember des Jahres, in dem Sie die Angabe mittheilt: ich tehre zu meinem Mann nicht zurück, Schulden gemacht haben. Aug. Herold, Möbel u. Polsterwaaren Oranienstr. 53,8-4. Lothringerstrasse 53, der Wartehalle. B. Günzel, Spezialität: Borträts bewährter fozialiſtiſch. 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Versammlung in Weißenfer am Dienstag, den 28. März, Abends 6 Uhr, im Lokale des Herrn Damrat, Charlottenburger- u. WilhelmKraßen- Edie. Tagesordnung in beiden Bersammlungen: 1. Bortrag. 2. Gewerkschaftliche Angelegenheiten. Der Vorstand. 324/ 2* Um zahlreichen Besuch derselben bittet J. A.: R. Zopf, Gipsstr. 3. Arbeiter- Bildungsschule Sonntag, den 2. April( 1. Osterfeiertag): Grosse Matinee in der Brauerei Friedrichshain( Lips) am Friedrichshain, unter Mitwirkung der Gesangvereine Deutsche Eiche, Kornblume, Frischauf, Vorwärts III, Alpenglocke, unter der Direktion des Herrn Patschan. Die Musik wird von der Freien Vereinigung der Berufsmusiker" unter der Direktion des Herrn Schonert ausgeführt. Billets à 20 Pf. find in allen Zahlstellen zu haben. 402/ 2* Feste Preise. Der Vorstand. Uhren und Goldwaaren Max Busse 157. Invalidenstr. 157, zwischen Markthalle und Ackerstr. Gegründet 1877. Für filberne und goldene Uhren, Regulateure u. Wecker direktester Bezug. Schweizer Fabrikpreise. 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Gemäß§ 51 unseres neuen Kaffen: Statuts findet die Wahl der Vertreter für die General Versammlungen an folgenden Tagen im Weigel'schen Lokale, Türrschmidtstr. 45, hier, statt: am Montag, den 10. April d. J., Abends 8 ühr, Wahl von 30 Vertretern der versicherungspflichtigen Kaffenmitglieder( Arbeitnehmer). Am Montag, 10. April d. J., Abends 9 Uhr, Wahl von 2 Vertretern freiwilliger Kassenmitglieder. Am Dienstag, ben 11. April d. J., Abends 8 Uhr, Wahl von 16 Vertretern der Arbeits geber. 368/12 Rummelsburg, den 24. März 1893. Der Kassen- Vorstand. M. A. Rohr. Große öffentliche Versammlung der Sattler am Montag, den 27. März, Abends 81/2 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstrasse 20. Zagesordnung: 1. Die Organisation des Kapitals und der Arbeit. Ref.: Genosse Millarg. 2. Diskussion. 3. Wahl einer Agitations: u. Lohnkommission. 4. Verschiedenes. Wegen der überaus wichtigen Tagesordnung ist das Erscheinen eines jeden Kollegen erforderlich. 264/3 Der Einbernfer. Kranken- und Sterbekasse der Berliner Hausdiener ( E. H. 61). 2. ordentl. Generalversammlung am Donnerstag, den 18. April 1893, Abends 9 Uhr, Ate Jakobstr. 75 bei Bolt, unt. Saal. Tagesordnung: 1. Mittheilungen. 2. VierteljahresBericht. 3. Ergänzungswahl des Ausschusses. 4. Geschäftliches, Auflage und Fragekasten. 2045b Telephon Amt 7 No. 928. Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstraße 2. Soeben erschien: Vierte Auflage. ( 61.- 80. Tausend.) Der sozialdemokratische 400/ 18* „ Zukunftsstaat." Berhandlungen des Deutschen Reichstages am 31. Januar, 3., 4., 6. und 7. Februar 1893. ( Veröffentlicht nach dem offiziellen stenographischen Bericht.) ca. 128 Seiten Lexikon- Oktav. Preis geheftet 15 Pf. In Partien Rabatt. Unser Bericht bringt nicht nur die Reden der sozial. demokratischen Abgeordneten, sondern die gesammte Debatte über die betr. Frage, also auch die Reden der Gegner, und wird derselbe den Parteigenoffen als gutes Agitationsmittel dienen. 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Ueber Proletarier- Wohnungs- ahr kommt, liegt eine im parterre, eine in der erſten étage, Chauſſeeſtr. 24a, Brückenſtr. 8, Große Frankfurterſtr. 16; Martin Verhältnisse ist durch die Arbeiter Sanitäts- Rommission eine Enquete veranstaltet worden, deren hochinteressante Ergebnisse Herr Dr. Braun am 23. März in einer Versammlung der Arbeiter- Sanitäts- Kommission und der Bewohner der Sorauerstraße mittheilte. Untersucht sind die Wohnungen in der Sorauerstraße; es find das offenbar noch nicht die schlechtesten, sondern im Norden und in den alten Gebäuden sind die Wohnungsverhältnisse sicher noch schlechter. Um jeden Schein des Tendenziösen zu vermeiden, ist die Eorauerstraße gewählt und jede mögliche Kontrolle bezüglich der Ermittelungen geübt worden, wobei die Miether abgesehen von ein paar Ausnahmen außerordentliches Entgegenkommen an den Tag legten. Es find untersucht 813 Wohnungen mit 3359 Bewohnern, und zwar: 70 mit 344 Einwohnern Kellerwohnungen Parterrewohnungen Wohnungen in I. Etage 136 515 105 414 . W II. 166 661 " " " " III. 167 677 n " " IV. 137 594 " " V. 29 120 # 2 " Es befanden fich: 541 Wohnungen im Vorderhause 215 26 " B " 。 " Seitenflügel Hinterhause Keller. 77 Unter den sämmtlichen Einwohnern waren 1181 Rinder, Don denen 126 im Keller, 135 parterre, 186 in der erften, 283 in der zweiten, 244 in der dritten, 206 in der vierten und 51 in der fünften Etage wohnten. Bon 771 Haushaltungsvorständen liegen 117 verschiedene Berufsangaben vor, nämlich: 268 sind ungelernte Arbeiter, 318 gelernte Arbeiter der Industrie, 29 Arbeiter im Verkehrsgewerbe, 23 Privat- und Staatsbeamte niedriger Kategorie, 24 im Handel beschäftigt, 2 Rentiers, 2 Invaliden, 2 Drehorgelspieler, 1 Pensionär und 1 Unternehmer, außerdem die Hausbesizer. Ferner 6 Frauen, 3 Fräulein, 50 Wittwen ohne Beruf. Bon 39 wurde der Beruf nicht ermittelt. Ueber das Schlafgängerwesen ist folgendes er mittelt: 80,19 pt. der Wohnungen hatten Schlafgänger; in 20,49 pt. der Wohnungen waren Kinder und Schlafgänger. In 17,76 pt. waren nur männliche, in 7,94 pet. nur weibliche, in 1,61 pet. männliche und weibliche, in 1,24 pt. männliche und weibliche Schlafgänger und Kinder. Das riedrigste Maß des zur Erhaltung der Gesundheit noth wendigen Luftraums ist für Kasernen, Gefängnisse, Schiffe, Maffenquartiere auf 10 Rubifmeter pro Person angenommen. Danach beurtheile man die in der Sorauerstraße ermittelten Inhaltsgrößen! Unter den Wohnungen fanden fich: 35, die weniger als 8 Rubifmeter pro Schläfer hatten, 42, 8 bis 10 " 10 12 " " 12 15 " 64, " " " " . Big, nämlich 1,50 bis 1,75 M. auf den Kubikmeter Luftraum, pro ftraße 34/35; 28 a um, Leipzigerstr. 104, 23a er Sohn, aber feine im Keller. Von den Wohnungen, die 1,75 bis 2 M. Meierstein, Spittelmarkt 5; Simon Gräb, Gertraudtenà Rubikmeter und Jahr kosten, sind 16 in Vorderhäusern im Straße 18/19; J. Baer, Badstr. 18, Gesundbrunnen; Parterre oder den Etagen, aber feine im Keller. Es tosten Kommandantenstr. 43. Rauft nur in diesen Gea à Rubikmetr und Jahr: schäften Euren Bedarf an Konfettionssachen! Die Agitationstommission der Schneider und Schneiderinnen Berlins. 66 Wohnungen 1,75 bis 2,-. 110 2, 2,25 181 2,25 88 " H 2,50 272 09 2,50 3, 76 3, 3,50 " 37 26 " 3,50 4, " über 4 M. Bon den Kellerwohnungen fosten 17 Reller 2,50 bis 3,- m. 9 3, " 4 13 " " 3,50 " " 3,50 4, über 4,- M. An die Militär- und Lieferungsschneider Berlins. Kollegen! Bekanntlich liegen die Schneider in der Zivila branche seit einer Woche im Streit. Dieser Lohnkampf ist um so gerechtfertigter, als gerade der Lohn in der Zivilbranche derartig schlecht ist, daß er dem Arbeiter es unmöglich macht, seinen Verpflichtungen als Mensch auch nur einigermaßen nachzus tommen. Die jahrelang geübten Lohndrückereien sind endlich unerträglich geworden und haben unsere Rollegen wesentlich vers anlaßt, Schulter an Schulter für eine bessere Gestaltung ihrer Daseinsbedingungen zu kämpfen. Dieses mit verdientem Beifall ausgenommene Referat wurde in der sich anschließenden Diskussion noch verschiedentlich Wir erwarten nun von Euch, Kollegen, daß Ihr mit ganzer durch intereffante Angaben ergänzt. Zunächst wurde festgestellt, Kraft die Streifenden unterstützt. Selbstverständlich ist es, daß daß der überwiegende Theil der Versammlung( etwa vier niemand zum Verräther an der Arbeiterfache wird und Streif Fünftel) Bewohner der Sorauerstraße sind. Alle folgenden An- brecherdienste leistet. Lasse sich niemand durch die Annoncen, gaben beziehen sich nur auf diese. Nur wenige der Anwesenden welche u. a. die Volts- Zeitung" Tag für Tag bringt, irreführen, haben in ihrer Wohnung eine Waschküche, meistens aber ohne traue niemand den Versprechungen, mit welchen die Geschäfts-Waschkessel, alle Anwesenden waschen in der Küche, nicht in inhaber Euch jetzt in ihrer Noth zu verlocken suchen! Möge der Waschküche; einer muß, wenn er die Waschküche benutzen will, ferner ein jeder Kollege auch durch petuniäre Unterstützung der dafür 50 Pf. zahlen. Herr Dr. Zadek wies darauf hin, wie noth- Streifenden seine Solidarität beweisen. Ihr Sieg ist auch ein wendig aus sanitären Rücksichten die Renovirung solcher Woh- Sieg für uns! Am Ofterdienstage findet eine auf den Streit bezügliche nungen ist, die mehrere Jahre bewohnt gewesen sind. Festgestellt wurde nun, daß die größere Zahl der Anwesenden in ihre öffentliche Versammlung statt. Alle Kollegen sind verpflichtet, in Wohnungen eingezogen ist, ohne daß diese renovirt worden derselben zu erscheinen. Mit follegialem Gruß Zu den Kosten der Wohnung müssen außer dem Miethspreis auch die Umzugskosten gerechnet werden. Dieselben be- der freien Vereinigung der Uniform und Zivilschneider Berlins. trugen, ohne die Berfäumnißkosten des Mannes, beim letzten Wohnungswechsel bei 2 der Anwesenden unter 2 M. waren. 1 " " 7 " " 11 " " " ca. 20 1 " " 2- B " 3-5 " 5-10 " 10-20 über 30 " " Alle Anwesenden sollen ihre Miethe pränumerando zahlen es wurde indeß festgestellt, daß ca. 20 der Anwesenden am 1. März ihre Miethe für März nicht gezahlt haben. Mehr als 6 haben noch nicht für Februar die Miethe bezahlt. Der Vorstand J. A.: H. Roloff. Achtung, Vergolder! Am Montag, den 27. März, Abends 8 Uhr, findet in Schäffer's Salon, Juselftr. 10, eine öffentliche Versammlung statt, wozu sämmtliche Vergolder eingeladen sind. Vor Allem sind die Kollegen der Firma Henning u. Co., Metlow, Braune u. Co., Ruthenberg, Küring, Natow, Ad. u. Aug. Werkmeister, Zickenwerden diejenigen, welche noch Listen zu den Gewerbegerichtsbrath und Günther zum Erscheinen verpflichtet. Gleichzeitig Wahlen von dem früheren Kassirer der Agitationskommission in Händen haben, hiermit aufgefordert, dieselben sofort an E. Lange, Urbanstr. 181, abzuliefern. Die Agitationstommission. Die Versammlung nahm einstimmig eine Resolution an, in eine amtliche Enquete über die Wohnungsverhältnisse nach denwelcher sie es für eine dringende Nothwendigkeit erklärt, daß felben Grundsäßen wie diese private ausgeführt werde. Fette Stellen für Militäranwärter. Im Bezirke des 7. Armeekorps find u. a. folgende Stellen durch Militäranwärter die Rechercheure vereinzelt gefunden haben, wurde die Versammie 2,50 m. täglich, teine Verbesserungsaussicht. Geldern, fönigl. Nach einigen Mittheilungen über den Widerstand, welchen zu befeßen: Kaiserl. Ober- Postdirektion Düsseldorf, 6 Lohnschreiber, lung geschlossen. je Soziale teberlicht. An die Parteigenossen Berlins und Umgegend! Der Schneiderstreit zeigt wieder einmal zur Genüge den Gegensatz zwischen Kapital und Arbeit. Während die Arbeiter bemüht find, ihre traurige Lage ein wenig aufzubeffern, verpflid, ten sich verschiedene Unternehmer gegenseitig, dieselbe immer noch weiter zu drücken. 129, u. f. w. Eine ganze Anzahl von Wohnungen find gefunden, die nur aus einem Zimmer ohne Küche oder aus einer Küche ohne Zimmer bestehen. 30 davon sind je von 1 bis 2 Personen bewohnt und Aehnlich wie in der Schneiderei, jedoch noch um ein Behaben insgesammt 51 Bewohner; 24 find gar je von 3 bis 4 deutendes schlechter liegen bie Verhältnisse in der Blumen, PuzPersonen besetzt und haben 81 Bewohner; 4 werden je von und Federfabrikation. Hunderte von Arbeiterinnen sind jetzt bis 5 Personen bewohnt und haben zusammen 20 Bewohner. Am 10, ja 12 Uhr Nachts bemüht, dem Prinzipal das nöthige Klein zahlreichsten sind die Wohnungen, welche aus einem Zimmer geld zu verdienen, was er in der ftillen Zeit, wo die Arbeite und einer Küche bestehen. Es wohnten in diesen Wohnungen, rinnen auf der Straße liegen oder mit 20-25 M. monatlich rechnen müssen, gebraucht, um eine Badereise oder sonst dergleichen machen zu können. und zwar in 66 je 1-2, zusammen 107 Personen 290 3-4 09 " 212 5-6 " 76 7-8 " " 12 9-10 " " 1 11 1013 1144 557 111 11 in 5 je 1-2, zusammen 9 Personen 18 3-4 09 " 11 5-6 " " 5 7 " 62 59 85 " von Arbeitern Amtsgericht, Lohnschreiber, 600 bis 700 m. pro Jahr bei fleißiger Arbeit, da pro Seite bezahlt wird, der Schreiblohn pro Seite fann bis auf 10 Pf. erhöht werden. Wesel, Bürgermeisteramt, Ge fangenaufseher, jährlich 300 M. Gehalt, außerdem freie Wohnung, Brand und Licht, keine Verbesserungsaussicht, Pensionsberechtigung wird nicht gewährt. Wesel, Bürgermeisteramt, Bote, täglich 2 M., Verbesserungsaussicht vorhanden, Pensionsberechti gung wird nicht gewährt.( Generalanzeiger für Essen.) Ob die Spar- Agnes des Herrn Eugen Nichter ihre 2000 m. auf anständige Weise sich erarbeitet hat, wird in einem Gingesandt des„ Volksblatts für Halle" von einem Arbeiter bezweifelt. Das Eingesandt lautet in seinem wesentlichen Theile: Deffentliche Anfrage an die gebildeten und ungebildeten, die besigenden und besiglosen freisinnigen Parteigänger. Im vorigen Jahre, als die Sonntagsrube in gefeßliche Kraft trat, hatte ich Gelegenheit, mit einem hiesigen Fabrikanten, welcher auch Mädchen in seiner Fabrik beschäftigt, über die Sonntagsruhe zu sprechen, derselbe äußerte mir gegenüber folgende Worte: Wenn die Mädchen nicht mehr Sonntags und nach Feiera Da nun die Arbeiterinnen dieser Branchen zum größten abend arbeiten dürfen, da tönnen sie garnicht mehr be legen!! Die Theile den Vorwärts" nicht lesen, und größere Mittel uns nicht stehen und müssen sich auf die H zur Verfügung stehen, war es uns bisher nicht möglich, in hier in Betracht kommenden Mädchen bekommen bei einer weitere Kreise einzudringen. Wir sehen uns deshalb ver- 12 stündigen Arbeitszeit( intl. Mittagspause) wöchentlich 6,50 M. anlaßt, an und Umgegend Dies beträgt pro Jahr 338 m., also in 5 Jahren 1690 M. Wie die Parteigenossen Berlins In Wohnungen, die aus 2 Bimmern und 1" Küche bestehen, zu appelliren, mit der Bitte, daß diejenigen, benen ist es nun möglich, daß sich nach Herrn Eugen Richter ein eine oder mehrere Adressen oder Arbeite: wohnen, und zwar Mädchen in 5 Jahren 2000 m. ersparen kann, ohne das Schamrinnen der Blumen, Puß- und Federbranche bekannt sind, und Ehrgefühl von sich zu werfen und mit der Moral zu diefelben per Postkarte an den Unterzeichneten einzusenden. Aus brechen?" Wir sind keine boshaften Leute, müssen aber doch allen Stadtgegenden sind dieselben angenehm, besonders erwünscht erklären, daß uns die Frage und die ihr zu Grunde liegende Vermuthung berechtigt erscheint. Papa Richter, wie steht's mit jedoch aus N. und S, W. Ihrer Göhre? Heraus mit der Sprache, schon damit die andern Mädchen erfahren, wie sie es anzufangen haben, um bei den notorisch erbärmlichen Berliner Frauenlöhnen auf anständige Weise 2000 M. zu sparen. Antwort ist um so dringender nöthig, als andernfalls die Freifinnige Partei wegen ihres Ansturms gegen die Sonntagsruhe natürlich sich nachsagen lassen müßte, vornehmlich ihre Angehörigen bezahlten den Arbeiterinnen solche Schundlöhne, daß diese entweder noch Sonntags arbeiten oder den Börsianern und sonstigen Edlen ihren Leib verkaufen müssen, um sich satt essen zu können. 10 13 " Parteigenosseu, es ist eine Kleinigkeit, was hier von Euch verlangt wird; für die Gewerkschaft ist es jedoch von großem In Wobnungen, die aus drei Zimmern und einer Küche be- Nußen. Nehme deshalb jeder in Betracht kommende Genoffe ftehen, wohnen, und zwar: diese kleine Laft auf sich, damit wir zu der nächsten Versamm Tung fämmtliche 400 Geschäfte mit Handzetteln belegen und so in die weitesten Kreise eindringen können. in 5 je 1-2, ausammen 9 Personen " 7 8-4, 27 3 " " 3 " " 5, 7, 15 " 1 21 9 " Mit sozialdemokratischem Gruß i. A.: W. Jäger, Rigdorf, Herrmann 34. Achtung, Schneider! wovon Die Beschaffenheit vieler Wohnungen läßt beträchtlich zu In der letzten Versammlung wuroe beschlossen, daß die wünschen übrig, es sind z. B. 30 dunkel, 50 feucht, 13 feucht und Kollegen derjenigen Geschäfte, welche bewilligten, wöchentlich Einer ganz außergewöhnlichen Inhumanität wird die dunkel, 76 vernachlässigt, 14 vernachlässigt und dunkel, 35 ver: mindestens eine Mark für Unterstützung abzuliefern haben. Die Lothringische Gemeinde Kreuzwald im„ St. Johann nachläffigt und feucht, 28 vernachlässigt, feucht und dunkel Agitationskommission hat zu diesem Zweck Marken à 1 M. an-„ Saarbrücker Tageblatts"( Neuer Generalanzeiger für das Saar20 Wohnungen haben schlecht schließende Thüren und Fenster, fertigen lassen, welche bei W. Schulze, Bimmerft r. 86, und Bliesgebiet) geziehen. Vor einigen Monaten veröffentlichte 25 Ungeziefer, bei 33 liegen andere Beschwerden vor. Gleich 2. H., 3 Tr. und in unserem Bureau, Schügen str. 18/19, die" Forbacher Zeitung" einen Artikel, worin die Lage einer wohl find 112 Wohnungen, also fast der siebente Theil aller Restaurant Freygang zur Ausgabe gelangen. Wir armen Familie geschildert war, die in der Nähe des Dorfes untersuchten Wohnungen, von einem und demselben Miether fordern Euch auf, diesen Beschluß streng durchzuführen. Ebenso Kreuzwald in einer Höhle wohnt. Ein Berichterstatter des länger als sechs Jahre bewohnt. In 285 Wohnungen wohnen fordern wir nochmals unsere Kollegen von außerhalb auf, keine St. Johann- Saarbrücker Tageblatt" hat nun diese arme Familie die derzeitigen Miether noch nicht ein Jahr. Unter den Arbeit aus Berlin anzunehmen. besucht. Er fand sie in unbeschreiblichem Glend. 13 Monate Wohnungen mit 3 Zimmern und Küche sind eine ganze Anzahl, Die Arbeiterschaft Berlins, welche gezwungen ist, Konfektions- und auch während des langen und strengen Winters hat die die die jetzigen Miether schon lange bewohnen; unter waare zu taufen, verweisen wir auf unser heutiges Injerat im Familie, darunter 5 Kinder im Alter von 2-9 Jahren denen, die nur aus Zimmer und Küche bestehen, ist keine vom jetzt eins gestorben, in der unter einem Felfen gelegenen, taum derzeitigen Miether über drei Jahre bewohnt. Unter den Vorwärts". Wir bitten, auch dieses streng durchzuführen. Agitation stommission der Schneider und 3 Quadratmeter großen, etwas über einen Meter hohen feuchten Wohnungen ohne Küche werden 32 von den jezigen Miethern Schneiderinnen Berlin 3. Höhle gewohnt, deren Boden nur mangelhaft mit Stroh bedeckt noch nicht drei Jahre bewohnt und nur sechs über drei Jahre. war. Die Familie hat auf diese Weise unter den schrecklichsten Bon Wichtigkeit ist auch der Flächeninhalt der Wohnungen. Entbehrungen ihr unglückselig Dasein gefristet. Während eines An alle Arbeiter Berlin 3. falten Wintermonats, wo der Schnee meterhoch lag und jeden Fünf einzimmerige Wohnungen wurden gefunden, die nur je 6 bis 10 Quadratmeter Fläche bedecken. Ferner wurden gefunden: Wir befinden uns augenblicklich mit den Unternehmern der Ein- und Ausgang unmöglich machte, hat sie vier Tage und Schneiderbranche im Lohntamps. Verschiedene Inhaber von Ge- vier Nächte lang ohne jede Nahrung und bei der größten Kälte 23 Wohnungen von je 10-15 Quadratmeter schäften, welche hauptsächlich Arbeiter Kundschaft haben, verzubringen müssen. Eine Bettitelle, sowie drei mit faulem Stroh halten sich unseren Forderungen gegenüber ablehnend. Wir gefüllte Kisten dienten den Aermiten als Schlafstätten; dabei fordern daher die gesammte Arbeiterschaft auf, nur in solchen hatten die Kinder nur die dürftigste Kleidung. Der LokalGeschäfte zu faufen( auch fertige Sachen) die bisher bewilligt Anzeiger" richtet nun schwere Vorwürfe gegen den Bürgermeister haben. In diesen Geschäften hängt der von uns unterstempelte der wohlhabenden Gemeinde Kreuzwald und eröffnet für die jetzt Lohntarif aus. natürlich von Krankheit heimgesuchte Familie, die inzwischen von 2211408 15-20 # . 20-22 " " 80-90 # . W " 70-80 60-70 " " 50-60 " " Von den Wohnungen mit zwei Zimmern gehören einige zu den vorstehend aufgezählten, die nur 10 bis 15 Quadratmeter groß sind. " Achtung! " Wir lassen die Liste derjenigen Geschäfte folgen, die auch barmherzigen Menschen anderswo nothdürftig untergebracht gleichzeitig Konfektionssachen führen und unsere Forderungen be worden ist, eine Sammlung. Uns muthet die ganze Erzählung willigt haben: Perleberg, Chauffeestr. 57; Jttmann, wie eine Legende aus den barbarischsten Zeiten der Geschichte Im die Miethspreise vergleichen zu können, hat man die Waarenhaus, Friedrich- und Oranienburgerstraßen- Ecke; Franz, der Menschheit an. Sie hat sich aber im Gegenwarts. felben pro Kubikmeter und Jahr berechnet und dadurch ermittelt, Markgrafenstr. 79; R. Landsberger, Leipzigeritraße 73; it a ate der Herren Eugen Richter, Bachem, Stöcker und Kon daß die Kellerwohnungen verhältnißmäßig außerordentlich theuer S. Adam, Leipzigerstr. 103; Versandthaus Germania, forten zugetragen. In einer sozialistisch organisirten Gesellschaft find. Von den Wohnungen, bei welchen der billigste Preis, Unter den Linden 21; Siegfried Großmann, Rosenthaler- wären derartige Vorkommnisse unmöglich. Die Kunst und die bürgerliche Gesellschaft. Die Maler| haben, die ihnen von ihren Arbeitern vorgelegten Tarife nicht] Der Verein zur Regelung der gewerblichen Verhält Münchens flagen, wie von dort berichtet wird, über mangelnden anzuerkennen. Herr Gedeke wolle seine Arbeit nach Potsdam nisse der Töpfer Berlins und der Umgegend hielt in der Absah ihrer Gemälde. Angefehene Künstler können ihre Arbeiten schicken. Auch Herr Manofsti sei wegen der von ihm gezahlten legten Zeit in Charlottenburg, Rixdorf und Stegliz Wandernicht los werden. Das Volk, das die Gemälde gern kaufen niedrigen Löhne bekannt, so gebe er für ein einreihiges Safto außer versammlungen ab. In Charlottenburg sprach am möchte, hat dazu kein Geld, und die reichen Leute von heutzutage dem Hause 10 Mart. Der übliche Preis sei 16 Mart. Das 14. März äfchte über die Ursachen des sozialen Klassensind in der Regel as andere eher als Freunde wirklicher Kunst. Unglaublichste an Lohndrückung leiste die Firma Weltmann. tampfes. Bon Baldowsky wurde hervorgehoben, daß der als Im übrigen schadet es gar nichts, daß auch die deutschen Künstler Für einen Anzug, Rock, Hose und Weste, den die Firma mit 50, Streitbrecher thätig gewesene Behrend, jeziges Mitglied des neuder Gegenwart die soziale Noth fortgesezt mehr zu spüren be- 60 und 70 Mart verkaufe, sable sie 10-14 Mart Arbeitslohn. gebildeten Blauen Vereins, in der letzten Filialversammlung zum tommen. Sie haben, weil sie dabei gut fuhren, die bürgerliche Für diese Firma wurde ein Lohntarif ausgearbeitet, welcher ersten Vorsitzenden gewählt wurde. Ueber einen anderen Streik Gesellschaft namentlich seit 1870/71 in Wort, Bild und allseitige Zustimmung in der Versammlung fand. Sonderbrecher wurde berichtigt, daß derselbe nicht Ernst sondern Albert Klang in einer Weise verhimmelt, daß es bald nicht bare Maßregeln habe der Deutsche Offizierverein ergriffen. Putke heißt. Den gleichen Vortrag hielt Jäschte am 19. März mehr auszuhalten war, und sich dabei den Teufel Dieſer ſende nämlich dem Arbeiter einen Jungen nach, in Rigdorf. In dieser Versammlung fam auch die Organis um die Noth und das Elend gefümmert, bas das welcher zu kontrolliren habe, ob er auch mit anderen Arbeitern fationsfrage zur Sprache. In Stegli sprach gleichfalls Proletariat in dieser herrlichen" bürgerlichen Gesellschaft erlitt. verfebre. Der Direktor habe erklärt, die Arbeiter sollten zu- Jäschte über das Thema: Der wahre Sozialismus. Nach erSie waren dabei auch die charakterlofesten Fürstenknechte, die in frieden sein, wenn fie 18 M. in der Woche verdienten. Diesem folgter Besprechung der Organisationsfrage fand eine Resolution der deutschen Kunst je vorgefommen find. Ganz im Zusammen Herrn selber sei eine Gehaltszulage von 500 M. gewährt worden. Annahme, in welcher sich die Versammlung für das Vertrauenshange damit ftand die schimpfliche Verhöhnung und Verdächtigung, Die geschäftlich nothwendigen Bestellungen an die Arbeiter wür- männersystem erklärte. die aus ihren Reihen der Sozialdemokratie widerfuhr. Was den nicht durch die dafür angestellten jungen Leute, sondern per diefelben Künstler, die vor dem blutigsten Gründer platt auf dem Rohrpoikarte beforgt; das Porto würde den Arbeitern nachher Verkäufer hielt am 20. März ihre Monatsversammlung ab, in Die freie Vereinigung der Zeitungsspediteure und Bauche lagen, in Bild und Wort geleistet haben in der Ver- von ihrem verdienten Lohne abgezogen! Die allgemeine welcher zunächst unter Geschäftlichem beschloffen wurde, die Be dächtigung der Sozialdemokratie, als der angeblich fluchwürdigen Stimmung in der überaus stark besuchten Versammlung ging tanntmachung des Vereins zum bevorstehenden Umzug wie üblich Partei der Umstürzler, die das heilige Feuer der Kultur ver- dahin, daß den geschilderten, durchaus unhaltbaren Zuständen am 26. März im Vorwärts" und in der Berliner Zeitung" löschen möchte", das geht auf teine Kuhhaut, und deshalb ist es durch festes Zusammenhalten Ende gemacht werden müsse. Der teine geringe Genugthuung für uns, daß jezt aus den Reihen zur Hälfte schon errungene Eieg müsse zu einem vollständigen zu erlaffen. Die von Schönstein verlesene Abrechnung vom Der Künstler immer vernehmlicher daffelbe Lied tönt, das schon gemacht werden. Zur Stunde hätten 98 Firmen, worunter wurde den gemaßregelten Bergarbeitern überwiesen. Ferner be Maskenball ergab einen Ueberschuß von 20 M.; dieser Betrag vor einem Menschenalter die Sozialdemokratie komponirte. die bedeutendsten verzeichnet ftünden, die Tarife der Arbeiter an- willigte die Versammlung der Arbeiter- Sanitätskommission die erkannt und unterschrieben. Folgende Resolution fand mit allen Summe von 10 M. In der Versammlung wurde sodann das gegen zwei Stimmen Annahme: Die heutige öffentliche Versammlung bält es für gerechtfertigt, spediteurs und Bildhauers Schmidtchen allseitig einer scharfen Geschäftsgebahren des sich als Parteigenoffe gerirenden Zeitungsdaß, nachdem eine Anzahl der Kollegen zu tarifmäßigen Löhnen arbeitet, ein Theil des Errungenen, mindestens jedoch 1 Mart Kritik unterzogen. Zur Aufnahme meldeten sich Herr Wendisch, pro Woche, an die streifenden Kollegen abzuführen ist. Um diese Memelerstr. 6, und Herr Berger, Spittelmarkt 10. Angelegenheit planmäßig zu regeln, werden von der Agitations- Der Fachverein der Gummiarbeiter Berlins und Um Kommiffion Marken à 1 Mart ausgegeben, welche von den gegend hatte am 18. März eine Versammlung, in welcher Genosse Werkstatt- und Geschäfts- Delegirten zu übernehmen und all- imm einen der Bedeutung des Tages angemessenen Vortrag wöchentlich abzurechnen sind. hielt. Sodann wurden einige Vereinsangelegenheiten erledigt. Ju Chicago wird am 22. Mai der dritte Rongreß des Verbandes der amerikanischen Hotel, Restaurant: und Cafétellner stattfinden; der Sekretär T. Birk, der die Einladung hierzu ergehen läßt, ist ein Deutscher. Versammlungen. Der Berein zur Regelung der gewerblichen Verhält Zur Lohnbewegung der Schneider. Am Freitag Abend niffe der Töpfer Berlins und Umgegend hielt am 22. März fand bei Joel die Fortsegung der Debatte vom Mittwoch Abend eine Generalversammlung ab, in welcher die Statutenberathung statt. Der Kollege Timm brachte verschiedene interessante fortgesetzt und beendet wurde. Die Statutenvorlage fand außer Ginzelheiten über die Zustände in der Maaßbranche im Osten zur Ver- geringfügigen Abänderungen in ihrer ganzen Fassung Annahme. öffentlichung. Tie Firma Bernstein verlange zu den niedrigsten Angenommen wurde auch folgender Antrag des Kollegen G. Thieme: Preifen die feinste Maaßarbeit geliefert, Herr Moral, Königstraße, Die heutige Versammlung beschließt, vom 1. April d. J. jedem habe den Arbeitern den Lohntarif vor den Augen zerrissen, zugereisten Kollegen, melcher sich als organisirt ausweist, gleichviel Müller, Rathhausstraße, habe erklärt, die Schneider auszu welcher Organisation er angehört, eine Baarunterstützung von hungern. Die Goldene 99", Grüner Weg, wolle die Arbeiter 75 Pf. zu gewähren. Ferner fand ein Vorschlag des Kollegen nach Pfingsten auf die Straße sehen. Durch außerordentlich Hagen Annahme, dahingehend, daß zur Feier des 1. Mai jeder niedrige Löhne habe sich auch Herr Kröbsch, Langefir. 35, einen Rollege, welcher es möglich machen könne, von der Arbeit fernNamen gemacht. Die Firma Steinmez arbeite mit Zwischen zubleiben, sich am 1. Mai Vormittags 9/2 Uhr mit Familie bei meistern, welche dem Arbeiter für bestellte Arbeit 3-6 Mart be- Kuhlmar, Schönhauser Allee 28, einfinden möge, woselbst durch zahlen. Nicht besser mache es Herr Lindenbaum; diefer Herr Vortrag und Gefangvorträge dem internationalen Arbeiter verlange die Arbeit ähnlich geliefert, wie die Linden- Ge- feiertage die nöthige Weibe gegeben wird. Zur Rechtschutzschäfte und zahle 5-7 Mart. Weiter machte Zimm die inter- Kommission wurde Kollege Karl Köller gewählt; ferner wurde effante Mittheilung, daß die Junungsmeister einen Ring ge- auf Antrag des Kollegen H. Hoffmann das Mitglied Ebel aus schloffen und sich bei 500 Mart Konventionalstrafe verpflichtet dem Berein ausgeschlossen. Rein Feilschen tein Handeln, sondern streng feste, fehr billige Preife. # Geschäfts- Häuser KnabenAnzüge 11, 7,1,4,-. 2,90. Baer Sohn BERLIN. 1. Geschäfts- Haus: 24a. Chausseestrasse 24a. 2. Geschäfts- Haus: 8. Brückenstrasse 8. B. Geschäfts- Haus: 16. Grosse Frankfurterstrasse 16. Troß der von uns den Schneidern gewährten berechtigt. Lohnerhöhung wollen wir nach wie vor die in Frage kommenden Preise niedrig be lassen und lieber unseren Nutzen einschränken. Wir bitten die Arbeiterschaft Berlins und Umgegend, uns in diesem Vorhaben zu unterstützen. Tadellose Maaß- Anfertigung aus deutschen und echt englischen Stoffen zu sehr mäßigen Preisen. Als Beispiele unserer fertigen Garderobe diene: 2,80 4,25 Werktags- Anzug 10 M. Werktgs.- Beinkleid. 2,75| Frühjahrs- Paletot 12,00 Frühjahrs- Anzug 14 M. Frühjahrs- Beinkl. 4,25 Frühjahrs- Paletot 17,00 Frühjahrs- Anzug 20 M. Frühjahrs- Beinkl. 6,50 Frühjahrs- Paletot 21,00 Frühjahrs- Anzug 28 M. 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März stattfand, wurde vom Vorstand über seine Thätigkeit im verflossenen Jahre Bericht erstattet. Die Versammlung erklärte sich mit der Wirksamkeit des Vorstandes einverstanden und stellte ihm ein Vertrauensvotum aus. Die hierauf vorgenommenen Wahlen hatten folgendes Resultat: Zum ersten Vorsitzenden wurde Robert Klinge gewählt, zum zweiten Vorsitzenden August Seidel, zum ersten Schriftführer Wilhelm Roschenz, zum zweiten Schriftführer Julius Bierke, zum ersten Kassirer Wilhelm Laubsch, zum zweiten Raffirer Ernst Werner, zu Revisoren Heinrich Bandt, August Lensch und Albert Stoldt. Mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie wurde nach vollzogener Wahl die Versammlung geschlossen. Alle Preise find in Bahlen an den Waaren ausgezeichnet Dr. Thompson's Seifenpulver ist das beste und im Gebrauch billigste und bequemste Waschmittel der Welt. 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Den geehrten Lefern theilen wir außerdem noch besonders mit, daß die Einrichtung getroffen worden ist, daß diejenigen Leser, welche schon zur Kundschaft der hier Verzeichneten gehören und nach einem entfernteren Stadttheil oder den nächsten Vororten verziehen, auch dahin ohne Unterbrechung ihre bisher bezogene Zeitung zc. pünktlich weiter geliefert erhalten fönnen, doch wolle man schon vorher dem bisherigen Spediteur die neue Adresse sowie den Tag des Umzuges genau bezeichnen. Da unsere Verbin dungen über ganz Berlin und darüber hinaus reichen, auch die Vermittelungen von einer Zentralstelle aus bewirkt werden können, so ist jedes unserer Mitglieder in der Lage und auch verpflichtet, die diesbezüglichen Wünsche der verziehenden Leser zu berücksichtigen! Gtwaige begründete Beschwerden hierüber, sowie derartige Bestellungen felbst, fönnen auch nach unserer Zentralftelle, Jerufalemerstr. 62, 3.. des Borstandes gerichtet werden. Beschwerden über unregelmäßige Zustellung zc. wolle man vorerst an den betreffenden Spediteur, welcher die Zeitung 2c. liefert, richten, nicht ur an dessen Boten. Hochachtungsvoll Berlin, den 26, März 1898. Der Vorstand. Um Aufbewahrung dieses Inserats wird höflichst ersucht In unserer wiederum bedeutend vergrößerten Damen- Mäntel- Fabrik verkaufen wir zu billigen Engros- Preisen: Eine große Auswahl neuefter Phantasie- Kragen und Capes, 7,50, 10, 12, 15 Mt. Größte Auswahl Jaquets in allen neuen hellen Farben und schwarz, mit einfachen und doppelten Pellerinchen, 7,50, 10, 15 Mt. Große Auswahl Regenmäntel, Paletots und Paletots mit abzunehmenden Capes, 12, 15, 20 Mt. Sielmann& Rosenberg, Kommandantenstrasse, Möbel, Ecke Lindenstrasse. Spiegel und Polster- Waaren. Maifestzeichen Ausstattungen in Mahagoni u. Nuhbaum; Küchenmöbel empfiehlt; Preislisten auf Wunsch franco. 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