Nr. 75. Erscheint täglich außer Montags. Brets pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Selt" 10 Pig. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. OesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Poft Beitungs- Preisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg Infertions- Gebühr beträgt für di fünfgefpaltene Betitzeile oder bere Raum 40 Bfg., für Vereins- un Berfammlungs- Anzeigen 20 Pf Inferate für die nächste Numme müssen bis 4 Uhr Nachmittags i ber Expedition abgegeben werden Die Erpedition ift an Wochen tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und festtagen bis 9 Uhr Vor mittags geöffnet. Fernsprech- Anschlug Amt 1, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. „ Vorwärts" Berliner Volksblakk mit der illustrirten Sonntagsbeilage ,, Neue Welt". Mittwoch, den 29. Mär 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Der neue Kurs" ist nicht von so robuster Veranlagung wie völkerung in Deutschland von 50 Millionen nur 200 Millionen der alte. Die Kurven, die er beschreibt, sind von angenehmerer, Mark Steuern betragen. Ein Blick in den Reichshaushaltsetat harmonischerer Form. Aber das Ziel, nach dem sie gehen, ist aber ergiebt, daß wir in Deutschland netto- die Bruttozahlen dasselbe wie beim alten Kurs", Da der neue Kurs" zu der sind noch höher an Zöllen, Verbrauchsabgaben und StempelMit dem 1. April eröffnen wir ein neues Abonnement im Volte immer stärker in Erscheinung tretenden Idee abgaben für das Reich nicht weniger als 640 Millionen Mart auf den der Freiheit in demselben unüberbrückbaren Widerspruch steht aufzubringen haben. Allerdings wird formell aus dieser Einwie der alte, denn er ist schlecht weg gesagt wie dieser weiter nahme ein Theil den Einzelstaaten überwiesen. Aber es müssen nichts als der Kurs des Militarismus, so ist klar, daß die Einzelstaaten an Matrikularbeiträgen genau wieder soviel an feine Lobredner bei der Wahrheit nicht bleiben fönnen, wenn es das Reich zurückgeben, wie sie aus diesen Ueberweisungen ersich darum handelt, die dem Militarismus mehr oder weniger halten. Mithin verbleibt thatsächlich die ganze Reichseinnahme feindliche Wählerschaft für die Bewilligung neuer Militär- aus den Steuern im Betrage von 640 Millionen Mark dem forderungen geneigt zu machen. Reiche. Diese Steuersumme, welche pro Kopf der Bevölkerung Jtem, um die neue Militärvorlage steht es schlimm, fehr 12,8 M. beträgt, reicht aber noch nicht einmal aus, um schlimm. Man muß also sehen, daß das Volk andern Sinnes wird. die ganzen Kosten der Landesvertheidigung decken. สิน So unelegant, so ruppig wie unterm alten Kurs mag und kann Denn an diesen Kosten find im Etat für 1893/94 Das tommende Vierteljahr ruft die Partei und deren Organe man mit der Naivetät der Wählerschaft nicht umspringen, die nicht und insbesondere auch das Zentralorgan der sozialdemokratischen letzte Kuh", die vergewaltigte Jungfrau" und die von Partei zu verstärfter Thätigkeit. Die zu erwartende Ablehnung Feindeshufen zerstampften Fluren" würden nicht mehr ziehen; der Militärvorlage wird die Auflösung des Reichstages bleibt daher den Preßkofacken des neuen Kurses als quasi wahr und somit Neuwahlen zur Folge haben. Die Agitation zu den scheinlichste Möglichkeit, um die Wählerschaft zu düpiren, nur die Wahlen nimmt alle Kräfte in erhöhtem Maße in Anspruch, da wissenschaftliche Methode", und zwar wählt man hierzu, nicht von seiten der Gegner alle Mittel der Lüge, der Verleumdung nur aus Nothwendigkeit, sondern auch, weil der brave Deutsche und der gewaltsamen Unterdrückung werden aufgeboten werden, vor 6, 7, 8 und mehrstelligen Ziffern etwa dieselbe scheue um die Stimme der Wahrheit und Gerechtigkeit, die das ziel Ehrfurcht hat wie seine Ahnen vor der heiligen 3 und der bewußte Proletariat vertritt, nicht aufkommen zu lassen. Die heiligen 7, die finanzstatistische Methode und verwebt in sie die revolutionäre Sozialdemokratie, deren rothes Banner die Devise Arabesten mystischer, deutschpatriotelnder Sentimentalität, damit der Menschheitsbefreiung aus den Banden des Vorurtheils und vor allem Bruder Bauer, der vielumworbene und nicht zu entErstaunt wird der Leser fragen: Wie ist dann aber Der Klassenherrschaft trägt, fürchtet den Kampf nicht im Gegen- behrende, feine natürliche Abneigung vor dem Kommiß fahren läßt. theil, fie fühlt im Kampfe ihre Kraft wachsen aber, wer Die Freisinnige Zeitung" hat nun dem Gedanken- möglich, angesichts dessen eine solche Schwindelrechnung in dem fämpfen will, muß zum Kampfe gerüstet sein. Die Partei- Organe gange einer der Schriften, die von den offiziösen Preßtofacken offiziöfen Flugblatt aufzumachen, als ob für die Landessind ein gutes Theil dieser Rüstung; gleich geeignet zum Angriff und ihrem Apparat in allen Orten und Dertchen verbreitet vertheidigung nur pro Kopf der Bevölkerung 4 M. Steuern aufwie zur Abwehr. Um die Partei- Organe haben die Genossen werden, gründlichst nachgespürt. Amüfant ist zu lesen, was sie zubringen sind. bei ihrer Untersuchung herausbekommen hat. Es handelt sich Das Rechnungskunststück wird in folgender Weife zu stande fich zu schaaren; indem sie diese untersüßen, wächst ihre eigene das von der Militär- Buchhandlung von Mittler u. Sohn in gebracht, was sich allerdings aus dem Flugblatt felbst nicht Berlin herausgegebene, feit Monaten in ganz Deutschland ver- ergiebt, aber durch offiziöses Ungeschick anderweit bekannt getriebene und den preußischen Kreisblättern sowie anderen worden ist. Der Zahlenfünftler, welcher dieses Flugblatt verfaßt offiziellen und offiziösen deutschen Blättern gratis beigelegte hat, wirft den preußischen Staatshaushalts- Stat Flugblatt: Wieviel toftet uns Deutsche die Wer mit dem Reichshaushalts- Etat zusammen, derart, daß theidigung des Vaterlandes?" Die Freifinnige er entsprechend dem Verhältniß der Bevölkerung zwischen Reich) Zeitung" schreibt darüber: und Preußen drei Fünftel der Reichssteuern und der ReichsStärke. Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure, fowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennige frei ins Haus, wöchentlich 28 Pfennige. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements zum Preise von 3,30 Mark für das 2. Quartal entgegen.( Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1893 unter Nr. 6708.). Wir ersuchen unsere Postabonnenten höflicht, das Abonnement rechtzeitig aufzugeben, damit die regelmäßige Zustellung des Blattes feine Unterbrechung erleidet. des Die Redaktion und Expedition " um " " " weniger als 700 Millionen Mart ausgeworfen. Da nun das Reich an sonstigen Einnahmen aus Ueberschüssen der Post, Telegraphie, Reichsdruckerei und Reichsbank noch nicht 30 Millionen Mart, d. i. noch nicht 1 M. auf den Kopf der Bevölkerung einnimmt und außerdem 61 Millionen Mark zur Verzinsung der Reichsschuld, welche zumeist für Zwecke der Landesvertheidigung aufgenommen ist, aufbringen muß, auch noch die 3Zivilverwaltung des Reichs aus laufenden Mitteln etwa 40 Millionen Mark in Anspruch nimmt, so haben bei 640 Millionen Mark Reichssteuern die 700 Millionen Mark Kosten der Landesvertheidigung nur gedeckt werden können durch eine Anleihe von 147 Millionen Mark, welche pro 1892/93 aufgenommen worden ist. „ Es ist uns tein Fall bekannt, in dem ein solcher Mißbrauch ausgaben den Einnahmen und Ausgaben des preußischen Staates mit Bahlen getrieben worden ist, wie in diesem Flugblatt. Man zuzählt. häuft Zahlenreihen auf einander zur Vergleichung der Finanz- Nun ist aber der preußische Staatshaushalts- Etat ein Brutto. verhältnisse in Deutschland und in anderen Staaten. Das Etat. Unter den 1851 Millionen M. Einnahmen dieses Etats Trügerische dieser Vergleiche würde freilich auch der einfachite find beispielsweise 968 Millionen M. Einnahmen der Staats. Leser sofort erkennen, wenn zugleich mitgetheilt würde, wie die eisenbahnen aus der Beförderung von Personen, Gütern 2c. Bahlen berechnet worden sind. Während es ein besonderes und 147 Millionen M. Einnahmen der Berg- und Hüttenwerfe Militärbudget des preußischen Staates bekanntlich gar nicht giebt, des Staates aus dem Verkauf von Kohlen, Erzen 2c. enthalten. wird, um eine einfache Nachprüfung zu erschweren, immer ge- Ebenso sind natürlich unter den 1851 Millionen M. Ausgaben sprochen von Rosten der Landesvertheidigung in Deutschland des preußischen Staatshaushalts Etats die Betriebskosten der ( Preußen)". Eisenbahnen( 601 Millionen M.), der Berg- und Hüttenwerfe Um den ganzen Schwindel in diesem Flugblatt zu fenn( 124 Millionen M.), die Zinsen der Schulden aus dem Anlageheraus. Dort heißt es, die Kosten der Landesvertheidigung be enthalten. Indem der Zahlenkünstler durch Einrechnung tragen 1892/93 auf den Kopf der Bevölkerung in Deutschland aller solcher Ausgaben zu sehr großen Gesammtsummen der Aus( Preußen) 13,9 Mart. Dann heißt es weiterhin, daß in gaben für Deutschland( Preußen)" gelangt, gelingt es ihm, eine Deutschland( Preußen)" der einzelne Einwohner für Landes- Rechnung aufzumachen, wonach die Kosten der Landesvertheidivertheidigung nur 4 Mart an Steuern aufbringen muß. gung für Deutschland( Breußen)" nur 28,8 pet. der Gesammtwerden hierzu an Steuern aufgebracht. Woraus werden denn Also 13,9 M. kostet die Landesvertheidigung und nur 4 M. summe der Ausgaben betragen. die übrigen 9,9 M. Koften gedeckt? Die eigenen Einnahmen der Militärverwaltung betragen noch nicht 0,20 m. pro Kopf der Bevölkerung. Die Einnahmen des Invalidenfonds ergeben faum 0,50 M. pro Kopf der Bevölkerung. Vorwärts" Berliner Volksblatt. zeichnen, greifen wir aus der mittleren Spalte ein paar Zahlen tapital der Eisenbahnen( 200 Millionen M.) und dergleichen Schwindel bleibt Trumpf. Als das Schreckensregiment Bismarck's sich seinem Ende zu neigte, ließ diefer unverfrorenste Komödiant auf der politischen Bühne das blöd- freche Spettafelstück von der letzten Kuh auf führen, die dem Bauer von den Franzosen aus dem Stalle geholt werden würde, wenn der Reichstag den Wunschzettel des Militarismus nicht bewillige. Das Stid ging dem deutschen Michel wirklich an die Nieren und er wählte das Kartell. Das war ,, alter Kurs". Feuilleton. Macbrua verboten.) ( 51 " Eine Aufbringung von nur 4 M. pro Kopf der Bevölkerung an Steuern für die Landesvertheidigung würde bei einer Be " " Es wird also so dargestellt, als ob beispielsweise die Betriebsausgaben der Eisenbahn und der Berg- und Hüttenwerte zu den aften des Staates und des Volkes gehören, während sie doch nur die Voraussetzungen sind für Einnahmen aus Ueberschüssen zur Entlastung des Staatshaushalts. Aber der Zweck heiligt für den Zahlenkünstler die Mittel Die in Vergleichung gestellten anderen Staaten Taras Rostrow war als einer der unbeugsamsten der Partei bekannt, wie er denn auch der gebieterischfte unter so schlecht. ihnen war. Andrej die hervorragendsten waren, entnehmen konnte, nicht Es war augenscheinlich, daß dieser Distrikt, wenn er Er trug aber einen Sammethandschuh über seiner gut geleitet wurde, mit der Zeit ein wichtiges Zeutrum der Eisenhand. Seine Manieren waren fauft und gewinnend, Bewegung werden konnte. punkt erreicht hatte, füßer wie Honig" wie seine Gegner zu sagen pflegten. Die Laufbahn eines Nihilisten. und seine Reden wurden, wenn seine Leidenschaft den HöheVon S. Stepniat. Autorisirte Uebersetzung. Wäre es nicht gut", schlug Taras vor, wenn man einen erfahrenen Mann wenigstens eine Zeit lang nach dem Newa- Distrikt schicken würde?" Er konnte das Resultat seines Vorschlages nicht mehr abwarten. Die unerbittliche Uhr zwang ihn fortzugehen. Er drückte Schepelen die Hand und eilte hinweg. Reiner Als alle versammelt waren, wurde die Diskussion in formloser Weise eröffnet. Schepelem der seine AngelegenFrei ins Deutsche übertragen von Bertha Braun. heiten mit Taras besprochen hatte, blickte sich um, und als Die Gesellschaft war, obgleich die festgesetzte Zeit be- er sah, daß niemand fehlte, ging er zum Geschäftlichen Ich bin auch Taras Meinung," sagte Lena. reits verstrichen war, noch nicht vollzählig. Der Raum über. Ohne irgend eine Einleitung gab er an, was seit der von uns ist frei, es tann aber einer von uns einen alten war erfüllt von dem Gemurmel gedämpfter Stimmen. letzten Sigung in seinem Distrikt gethan worden war und Play, wo die Propaganda gut Wurzel geschlagen hat, verTaras und Schepelew besprachen mit Eifer ihre Augelegen- was vorbereitet wurde. Die Zuhörer unterbrachen ihn lassen. Für den Anfang wird, glaube ich, ein Maun besser heit. Schepelewein bleich aussehender junger Mann unbedenklich durch Fragen, Vermuthungen und kritische Be- sein als eine Frau. mit langem Haar und blondem Barte, in hohen Stiefeln merkungen. Die Diskussion sah eher einem freien Gespräch Sie blickte Andrej an, welcher mit Unruhe und Verdruß und einer bis zum Kragen zugeknöpften Weste, wie es die zwischen Freunden, als einer regelrechten Debatte ähnlich. empfand, wie er unter diesem bedeutungsvollen Blicke zu russischen Handwerker zu tragen pflegen erklärte seinem Nach Schepelew hatte Lena zu sprechen. Sie hatte erröthen begann. Sein Entschluß, Tanja außer in Vers Gefährten etwas. Taras horchte, zerstreut vor sich hin- heute aber feinen Bericht abzustatten. In ihrem Distrikt war sammlungen, wie diese eine war, nicht zu sehen, schwand bei blickend. Er konnte einer Rede sehr genau folgen und keine Veränderung eingetreten, welche des Besprechens werth Lena's Blick dahin, als ob er ihn nie gefaßt hätte. Jetzt doch an etwas anderes denken wußte er, daß er zu dieser Versammlung eigentlich in der eine Andeutung gewesen wäre. Hoffnung gekommen war, irgend etwas werde sich finden, das ihn dem Mädchen näher bringen könnte. mente war fein raftloser Geist weit wveg; genügte ihm, alles zu verstehen. In diesem Mo-" Sören wir lieber", sagte Lena, was Tanja mitdachte über einen Vorschlag nach, den er auf einer Ber- zutheilen hat. Sie hat einen neuen und ich hoffe auch feucht fammlung von ganz anderem Charakter, wohin er nach baren Boden zu bearbeiten." einer halben Stunde gehen mußte, machen wollte. " Nicht sehr, bis jetzt, muß ich gestehen", sagte Tanja. wußte sehr gut, daß sein Antrag einen Sturm herauf- Die Aussicht auf die Zukunft war indeffen, wie man beschwören würde. aus den Reden der Freunde, unter denen Taras und Er „ Schepelew kann seinen Bezirk verlassen," sagte eine Stimme. Audrej fühlte sich darüber sehr unglücklich. Es schien ihm, daß es mit der Aussicht vorbei war. Schepelew war einer der besten und erfahrensten Propagandisten, " " wie England, Italien und Frankreich haben überhaupt teine] Revision des deutschen Zolltarifs. Die hessische Reiches berührenden Fragen hoffen muß, ohne Noth Staatscisenbahnen, während in Desterreich- Ungarn und Rußland Regierung hat beim Bundesrath einen Antrag dahin gestellt, aufzuwerfen. Indessen dürfen wir doch wenig die Staatseifenbahnen verhältnißmäßig gering find gegenüber das nöthigenfalls mit Zustimmung des Reichstages im ftens zur Erwägung geben, wie gefährlich Deutschland. Aus diesem Grunde sind natürlich in diesen Staaten Bolltarif bei Artikel Petroleum" folgende Be- wäre, wenn die bedenklichen Symptome, welche unser öffentvon vornherein die Gesammtsummen der Staatsausgaben in den Brutto- Etats geringer und deshalb auch im Verhältniß ftimmung Platz finden möge: Bom Eingangszoll befreit liches Leben in der letzten Zeit hat hervortreten lassen, noch zu diesen Gesammtsummen die Kosten der Landesvertheidigung bleiben Petroleum und andere Mineralöle, welche unter durch das Bewußtsein einer infolge ungenügender Entdesto höher. staatlicher Leitung zur Vertilgung der Rebla us widelung unserer Wehrkraft hervorgerufenen, dauernden Der Bahlenkünstler operirt aber noch weiter mit diesen verwendet werden", ferner,„ daß der ferner, daß der großherzoglich Unsicherheit nach außen vermehrt würden." So werden die falschen Berechnungen. Er vergleicht mit jenen Gesammt- hessischen Regierung für die unter staatlicher Aufsicht und Ordnungsparteien auf die ihnen bei einer Neuwahl ausgaben der Brutto- Etats, in denen auch die Eisenbahn- Leitung bei Bertilgung des Reblausheerdes zu Wallertheim- drohenden Gefahren aufmerksam gemacht: die einen schreckt ansgaben, die Bergwertsausgaben u. f. w. stecken, die Steuer Schimsheim in der Provinz Rheinhessen im Herbst 1892 Caprivi, dessen Taktik zu den alten Bismarckischen neue einnahmen, gleichsam als ob die Steuern aufgebracht würden, zur Verwendung gekommene Petroleummenge der hierauf Kunstgriffe hinzufügt, mit dem rothen Gespenst, die anderen auch um die Ausgaben der Staatseisenbahnen und Staatsberg werfe zu decken. Auf diese Weise tommt der Zahlenkünstler auch ruhende Zollbetrag von 8408,28 M. nachträglich zurück mit dem Antisemitismus. So wird die Politik der Einzu günstigen Vergleichszahlen über das Verhältniß der Steuern erstattet werde". Wir treten für den Fortfall des Petro- schüchterung, der freundlichen Verheißungen, der Verzu den Gesammtausgaben in Deutschland( Preußen) gegenüber eu m zolles überhaupt ein, und es ist zu wünschen, schleppung mit großem Geschick und ohne die grobe Aufdaß zum mindesten der hessische Vorschlag genehmigt wird, dringlichkeit des genialen Staatsmannes", der sich nur in Aber den Triumph der Kunst erreicht der Bahlenkünstler erst den wir im Interesse der deutschen Weinbauern Rüpeltomödien gefiel, von dem" Troupier" Caprivi ge mit dem Hinweis, daß in Deutschland( Preußen) nur 4 Mart lebhaft begrüßen. trieben. Alle, denen die Sache des arbeitenden Volkes am Steuern pro Kopf für die Kosten der Landesvertheidigung aufHerzen liegt, müssen raftlos für den Sturz der Vorlage gebracht werden. Da nun thätsächlich nach seiner eigenen Reichsgesetze. Der Reichs- Anzeiger" vom arbeiten und auf jeden Fall gerüstet sein. Schlagfertig Angabe in Deutschland( Preußen) pro Kopf 20,6 Mart 28. März veröffentlicht die Gesetze betreffend die Fest sollen die Gegner des volksverwüstenden Militarismus in an Steuern aufzubringen find, 10 vollbringt der Bablen- ftellung des Reichshaushalts Etats für das den Rampf gehen, und wenn die Wahlschlacht beginnt, muß tünftler folgendes Kunststück, um zu dem Satz von 4 Mart au& tatsjahr 1893/94, betreffend die Aufnahme einer An- die Losung sein: Fort mit dem Militarismus! gelangen. Er hat vorher berechnet, daß von allen Ausgaben in anderen Staaten. = " Deutschland( Preußen)" mit Einrechnung der Eisenbahn- Betriebsleihe für Zwecke der Verwaltungen des Reichs. Nach dem Zentralverband deutscher Industrieller fosten, der Bergwerkskosten und dergl. die Kosten der Landes- heeres, der Marine und der Reichseisen demonstriren die Vorstände der südwestlichen Gruppe vertheidigung nur 19,3 pet. ausmachen. Daraus wird der Schluß bahnen, sowie zur Erhöhung der Betriebsfonds der des Vereins deutscher Eisen- und Stahlgezogen, daß, da die Ausgaben der Landesvertheidigung von den Reichstasse, betreffend die Feststellung des Haushalts industrieller und des Vereins zur Wahrung der Gesammtausgaben nur ein Fünftel betragen, auch von den Etats für die Schutzgebiete fa merun, Togo und das gemeinsamen wirthschaftlichen Interessen der Saar Gesammteinnahmen aus Steuern von 20,6 m. nur ein Fünftel, südwest afrikanische Echutzgebiet für das Etats- industrie, also die ärgsten Bedrücker der Arbeiterschaft, nämlich 4 M. auf die Landesvertheidigung in Anrechnung ge jahr 1893/94, sämmtlich vom 26. März 1893. Der Reich Könige Stumm im Großen und Kleinen, Feinde des Arbracht werden dürfen. Der Schwindel gipielt also in der Dar- haushalts- Etat für 1893/94 ist festgestellt in Aus- beiterschutzes, Gönner und Nuznießer der Zöllnerei, des stellung, als ob die Steuern aufgebracht würden auch zur Kostenbeckung des Betriebes der Staats- Eisenbahnen und der sonstigen gabe Betriebsanstalten, während diese Betriebsverwaltungen doch einen Ueberschuß abwerfen, der neben den Steuern zu gunsten der eigentlichen Staatsverwaltung verwandt wird. Hätten wir alfo in Preußen teine Staatseisenbahnen und feine Staatsbergwerke, so würden wir, darauf würde die Logik Dieses Zahlenkunftlens hinauslaufen, um die Hälfte weniger Steuern zu zahlen haben. auf 1257 678 811 M., nämlich auf 1 005 497 431 M. an fortdauernden, auf 82 706 604 m. an einmaligen Ausgaben des ordentlichen Etats, und auf 169 474 776 M. an einmaligen Ausgaben des außer ordentlichen Etats. und in Einnahme auf 1 257 678 811. Militarismus und anderer schönen Einrichtungen, für die Militärvorlage. Werfthätiges Volt, sei auf der Hut und fordere die Eisen- und Stahlbarone auf, wenu ihnen die Vorlage am Herzen liegt, aus ihrem goldstroben den Beutel die Kosten zu zahlen! Kugelsichere Stoffe" regnet es heuer. Nach dem Mannheimer Schneider Dave tommt ein Mannheimer Ingenieur Reidel mit einer ähnlichen Erfindung. Nun ist's eine Lust, fugelficherer Soldat zu sein. Also bewillige man die Vorlage! Im Nicht jedem find die Einrichtungen des Reichshaushalts und des Staatshaushalts so geläufig, um sofort den Schwindel zu Die Anleihe foll sich belaufen auf 130 228 147 m. erkennen. Wir wollen daher denselben an einem Beispiel aus Der Etat für unsere Fiebernester ist in Einnahme einem Privathaushalt flarstellen. Gesetzt, von zwei Personen und Ausgabe feftgesezt für Kamerun auf 580 000, für hat jeder das gleiche Reineinkommen von 15 000 art für den Togo auf 134 000, für das südwestafrikanische Gebiet auf Die Bayreuther Soldatenmißhandlungen. Interhalt feiner Familie zu verwenden. Das Reineinkommen 273 300 M. verfloffenen Jahre sind beim 7. Infanterie- Regiment in hes Einen entstammt aus festen Geldbezügen; das Reineinkommen Bayreuth Mißhandlungen und Beschimpfungen der Soldes Anderen stellt dem Ueberschuß eines Gewerbebetriebes, eines Neue Anleihen. Das Reich und Preußen daten durch Offiziere vorgekommen, namentlich haben sich Transportgewerbes oder eines Produktionszweigs mit einem brauchen heidenmäßig viel Geld. Ueber kurz oder lang hierüber die Einjährig- Freiwilligen zu beklagen gehabt. Die Jahresumsatz von 150 000 m. bar. Beide Personen verwenden werden wiederum breiprozentige Anleihen aufgelegt eingeleitete Untersuchung hat ergeben, daß die Mißhandvon ihrem Einkommen den gleichen Betrag von 1500 m. aufwerden Wohnungsmiethe, betbe befinden sich also in durchaus gleichen werden. Es ist nur die Frage, bis zu welchem Zeitpunkt lungen und Beschimpfungen in der That vorgekommen sind. Verhältnissen. Nach der Logit des offiziöfen Zahlenkünstlers Herr von Malhahn für das Reich und Herr Miquel Oberst Schuster, Kommandeur des 7. Jufanterie- Regitönnte nun derjenige, welcher sein Reineinfommen von 15 000 m. für Preußen den Pump unternehmen werden. Wird ments, ist infolge dessen pensionitt worden und hat, aus einem Geschäftsumfag von 150 000 m. gewinnt, prahlerisch gar die Militärvorlage bewilligt, dann wird die Borg- wie der Regimentsbefehl vom 21. d. M. besagt, die Füh sich hinstellen und sagen: Wie billig beschaffe ich mir doch eine wirthschaft noch üppiger ins Kraut schießen. Die Steuer- rung des Regiments dem Oberstlieutenant Schunck überWohnung. Diefelbe beträgt nur ein Prozent, nämlich zahler müssen bis aufs Weiße bluten, um die Heereslaften tragen müssen. Lieutenant Sauter, der die Ein1500 M., von meinen Gesammteinnahmen, während mein aufzubringen, die indirekten Steuern auf nothwendige jährig- Freiwilligen einzuexerzieren hatte und sich der Auslich 1500 Mark von 15 000 Mart, für dieselbe Wohnung be- Lebensmittel, wie z. B. das Bier, werden erhöht, die brücke ehrlose Blase, saudummer JudenSchuldzinjen des Reichs wachsen. Moloch Mili- junge, Hundsknochen, Hammel, Saubauer Jedermann würde einen solchen Vergleich als absolut tarismus ist unersättlich und beutelt die Bürger aus, u. f. w. bediente, wurde nach Hof an das Bezirkskommando Tächerlich ansehen. Und doch wäre dies nur dieselbe Methode, bis kein Tropfen Blut in den Adern, kein Heller mehr im versetzt. Alle diese Vorkommnisse gelangten dadurch zur welche der offiziöse Zahlenkünstler anwendet, um darzuthun, daß Sack ist. Dafür giebt es mehr Soldaten, mehr Kenntniß der Behörde, daß der Einjährig Freiwillige in Deutschland„ die Militärausgaben am wenigsten den Bürger menschenfreundliche Unteroffiziere, mehr Lieutenants, Baron v. Metsch fie, wie die deutschfreisinnige Boltsbrücken." die ihren Degen auch im Frieden zu gebrauchen Beitung" nach dem Würzburger Generalanzeiger" schreibt, Soweit der Artikel der Freisinnigen Beitung". Der Militär- wissen, mehr Rafernen, Kanonen, Gewehre. Giebt in der Presse" veröffentlichte. Wir erlauben uns diese vorlage und dem Militarismus ist damit ein Zeugniß ausge- es mehr Soldaten, dann giebt es auch auch stellt, daß den offiziöfen Breßtofaden teinen Oroen einbringen Soldaten- Selbstmorde, deren Ziffer wächst und unser Nürnberger Bruderorgan, die Frän mehr Mittheilung dahin zu ergänzen, daß diese Presse" wird. Die Sozialdemokratie aber erblickt in der Aufdeckung des offiziöfen Schwindels eine neue Bestätigung der Richtigkeit ihrer wächst, stets um viele Prozent stärker, als die Selbstmord- tische Tagespost" war. An diese wandte sich Herr von jeher fundgegebenen Ansicht, daß der neue Kurs feinem Wesen ziffer in der gleichaltrigen Zivilbevölkerung. Auch Sol von Wetsch, nachdem das Hauptorgan des banenach thatsächlich der alte Rurs ist, und daß keine andere Möglich. Da te nmißhandlungen werden nicht fehlen, wenn rischen Deutsch freisinns, der Fränkische feit bleibt, aus dem Sumpfe herauszukommen, als wie sie ein man wenigstens aus der betrübenden Vergangenheit auf die Kurier" in Nürnberg, worin der berufene Pimperl vollständiger Bruch mit dem Syſtem, des Militarismus und die Zukunft schließen darf. Also gesteigerter Druck der steuer- Wichtig Eberhard sein Unwesen treibt, die Mittheilung Einführung des Sozialismus bieten. zahlenden, ihre Dienstzeit ableistenden, arbeitenden Volts zurückgewiesen hatte. masse. Mehr Gut, mehr Blut, mehr Schulden, zahlt." · mehr Elend, das, ihr Reichstagswähler, ist die Schutzjuden. Die von dem Rabbiner Dr. Na hmer sichere Aussicht, wenn die Militärvorlage herausgegebene Israelitische Wochenschrift" Dolitische Meberlicht. burchgeht. Das beachtet und thut eure Pflicht. giebt ihren Lesern den Rath, bei einer Auflösung des Reinen Mann und teinen Pfennig dem Reichstages nur solchen Kandidaten die herrschenden System! Stimme zu geben, die sich für die Militärvorlage erklären, damit die Juden nicht als er tlärte Feinde der Regierung" auftreten. Dieser Nath bewegt sich in derselben Linie, wie die brünstige Empfehlung der 1887er Kartellfandidaten durch die jüdischen gegangen. " Ja, laß Schepelem den Nerwa- Distrikt übernehmen," wiederholten mehrere Stimmen. Die Frage schien erledigt, Lena warf sich aber ins Mittel. Ich denke," sagte sie, Andrej wird sich viel besser für diesen Distrikt eignen, als Schepelew." " " Berlin, den 28. März. Parlamentarisches. Dem Abgeordnetenhause ist der Bericht der X. Kommission( Steuerreform- Zur Militärvorlage. Immer wieder erklären die Geseze) über den Entwurf eines Ergänzungssteuer- offiziöjen Zeitungen, daß die Regierung keinen Finger breit Gesezes, und dem Reichstage der Bericht der von ihren grundsäßlichen Forderungen abzuweichen gedenke. XI. Rommission über den Entwurf eines Gesches gegen Herr Pindter und seine Berufsgenossen brüsten fich mit Universitätsprofessoren Moses Lazarus und Goldden Verrath militärischer Geheimnisse zu einer auffälligen Siegesgewißheit und behandeln die Auf- fchmidt. Aus diesen Kundgebungen erhellt, daß das lösungsfrage als eine Kleinigkeit. Da heißt es in einem Geldjudenthum aus heller Angst vor den AntiDer Militarismus" überschriebenen Leitartikel der semiten zu jedem Dienste für die Regierung zu haben ist. Norddeutschen Allgemeinen Zeitung", Da nun bis jetzt nur die Konservativen, die kraft ihres beffen Herkunft aus den Schreibstuben der Regierung sich Tivoli- Programms geborene Judenfresser sind, und die auf zehn Schritte verräth; Die Bertreter der verbündeten Antisemiten rückhaltlos für die Militärvorlage eintreten, so Regierungen haben darüber keinen Zweifel gelaffen, daß erleben wir das ergögliche Schauspiel, daß die von Anträge, welche darauf abzielen, zwar die zweijährige schlotternder Furcht vor den Stöcker, Ahlwardt, Bickenbach, Dienstzeit einzuführen, es troßdem aber bei der gegen Hammerstein geschüttelten Juden unverfälschten Antisemiten Sie gab ihre Gründe an, indem sie gleichmüthig und wärtigen Präsenzstärke zu belassen, unannehmbar sind, weil ihre Stimme geben. So geht es den Geldjuden wie jenem mit vollkommener Offenheit Eigenschaften der beiden Männer ihre Annahme eine direkte Schwächung unserer Wehrkraft Propheten des alten Bundes, der ausgezogen war, den gegen einander abwog. Schepelem war, gab sie zu, sehr zur Folge haben müßte; und ferner, daß an dem, was als Kindern Jsraels zu fluchen, auf dessen Lippen aber sich die gut für den Vortrag und die Debatte. Die Arbeiter ver- Ausgleichsmaßregeln für die 2jährige Dienstzeit gefordert ist, Verwünschungen in Segenssprüche verwandelten. Herr standen ihn und wurden durch ihn leicht bekehrt. Er war Abstriche unthunlich sind. Sie haben die darüber hinaus Rickert, der seinen Judenschuß mit dem Eifer einer aber nicht die geeignetste Person, ein neues Feld zu be- liegenden Neuformationen und Verstärkungen eingehend brütenden Henne ausübt, sieht sich in seinen deutsch- freiarbeiteten und neue Personen für die Organisation heraus- motivirt, und auch hierunter würde sich, wie wir glauben, finnnigen Hoffnungen enttäuscht, nun die hebräischen Kapi zufinden; er war weder aktiv noch unternehmend genug da- wenig finden, was vorläufig bei Seite geschoben werden talisten sich offen bekennen als der borussischen Reaktion zu. Ueberdies schloß er sich nur langsam dem Bolle an. könnte. Es mag sein, daß man versuchen könnte, innerhalb demüthige Schuß- und Kammerjuden. Andrej war in jeder Hinsicht der geeignetere von beiden. des Rahmens und der Dauer des vorliegenden GesetzLena hielt ihre Rede eintönig und geschäftsmäßig, ohne entwurfs Perioden der Durchführung für die nächsten Jahre, Beitung" aus Oberschlesien:" Jeht erhält schon der FeldZum Burschenivesen schreibt man der Freifinnigen ihre Stimme um eine einzige Note zu erhöhen. Ihre blauen wie sie ohnehin bei der Etatsaufstellung zur Anschauung Beitung" aus Oberschlesien:" Jeßt erhält schon der FeldAugen, welche sie während des Sprechens von dem einen fommen würden, zu unterscheiden. Der Gedanke, wesentebel beziehungsweise Wachtmeister einen Burschen. Jeder Kandidaten zum anderen schweifen ließ, ruhten auf ihnen liche Theile der in sich zusammenhängenden Vorlage heraus berittene Offizier, wenigstens vom Hauptmann an, bekommt mit derselben friedlichen Ruhe, ob sie nun ein Lob aus zunehmen und ihre Erledigung einer späteren Gesetzgebung Treppenfehren und dergleichen, was man jetzt den Burschen beren zwei zuertheilt. Das Holzhacken, Wasserholen, sprach oder eine schneidende kritische Bemerkung hervor vorzubehalten, würde dagegen aus politischen wie militärischen Treppenfehren und dergleichen, was man jetzt den Burschen Gründen von der Hand gewiesen werden müssen." Nach auferlegt, find Dienstleistungen, welche nicht unmittelbar der Schepelew lauchte, den Ellbogen auf der Lehne feines diesem kraftvollen Vorspiele greift der offiziöse Barde in Person des Offiziers gelten und deshalb wenig passend er Stuhles gestützt, den blonden Bart zwischen den Fingern die Kompromiß- Harfe und leitet den Ruh handel wie scheinen für dienstpflichtige Mannschaften. Ebensowenig drehend, aufmerksam der Prüfung seines Jch. Bei Lena's folgt ein: Der Abg. v. Bennigsen richtete an den Reichs will es uns passend erscheinen, wenn beispielsweise ein schärfften Bemerkungen lächelte er dann und wann, sich fanzler in der Budgetkommission die Aufforderung, er möge utanenbusche mit Uniform und Schleppjäbel die Frau still über des Mädchens Eifer und Offenherzigkeit freuend. sich die Folgen einer Reichstags- Auflösung flar machen. eines Roßarztes mit dem Marktkorbe am Arm zu Einkäufen " Ja, ich denke, Sie werden sich hier besser eignen, als wir glauben fanm, baß es einer solchen Aufforderung be- begleitet." Nun weiß doch Jeder, wozu die dreijährige ich," sagte er zu Audrej, als Lena geendet hatte." Rönnen durfte. und wüßten nicht, daß Herr v. Bennigsen in dieser Dienstzeit taugt. Sie ohne Schivierigkeiten ihren Distrikt verlassen?" Beziehung etwas Neues gesagt hätte. Wir könnten dagegen Sozialreform von Oben. Kärglich ist der Arbeiter zu bedenken geben, wie denn gegenwärtig die inneren Ber- schuh der Gewerbenovelle, nur zu willfährig zeigt. hältnisse der staatserhaltenden Parteien liegen, und ob sie sich die Regierung, diesen Schuß zu durchlöchern im Inter ihrerseits auch nur ein parteipolitisches Juteresse an einer esse der Unternehmer. In Regierungsblättern liest mau: Auflösung des Reichstages haben tönnen? Aber wir wollen An den zuständigen reichsbehördlichen Stellen beschäftigt nicht rechten, die Zeiten sind nicht dazu angethan, neue man sich gegenwärtig mit der Prüfung einiger Eingaben, Streitfragen zwischen der Regierung und den Parteien, auf welche sich auf die Beschäftigung von Frauen deren Mitwirkung fie in allen die Erhaltung des lund jugendlichen Arbeitern in Fabriken brachte. Jezt, wo das, was er eine Dlinute zuvor so sehnlichst herbeigewünscht hatte, von einem Worte seinerseits abhing, wurde er von einer plöglichen Furcht ergriffen, als ob ein Abgrund sich vor seinen Augen geöffnet hätte. Natürlich tamen er!" sagte Lena, welche Andrej's Distrikt ebenso genau wie er selbst fannte. ( Fortsetzung fofgt.) " bezichen. Aus einzelnen Industriezweigen ist an den Bundes- 1 fein Recht, die Erhöhung der Fahrpreise für die Proletarier| zeichnet. 1848 spielte er den Revoluzzer, hielt sich aber fürrath das Ersuchen gerichtet worden, die Arbeitszeit für zu fordern. fichtig außer Schußweite, lebte als Flüchtling in Brüssel die genannten Arbeiterkategorien auf Grund des§ 139a und entpuppte sich gar bald als farbloser Doktrinär der anders zu regeln, als in den§§ 136 ff. vorgeschrieben ist. Beamten des Reich es gerichtete Weisung, Versamm entwickelte sich folgerichtig zum brutalen Handlanger der Amtliche Empfindlichkeit. Die jüngst an die Bourgeoisie, machte in Literatur, auch in deutscher, und Es sind Erhebungen über den Umfang angestellt, welchen Lungen, an denen sie sich als Vertreter der Re- Ruraug, der feudal- kapitalistischen Reaktionäre, welche fowie über die Anzahl der Fabriken und der Arbeiter, gierung betheiligen, bei persönlich zugespizten die Pariser Kommune in einem Blutbade erstickten. welche von diesen Ausnahmen betroffen werden würden. Angriffen gegen diese zu verlassen, ist, wie die Ist er nicht würdig, der der organisirten Reaktion, Sobald die Ergebnisse dieser Erhebungen zusammengestellt National- Beitung" erfährt, auch an die Beamten bem Senate, zu präsidiren, er, der das berüchtigte sein werden, wird der Bundesrath über die bezüglichen Ein- der preußischen Ministerien ergangen. Es wäre recht gut, Wort gesprochen:" Fusillez- moi ces gens- là!" b. h.. gaben Beschluß faffen." Wenn die Reichsregierung die wenn hohe, maßgebende Beamte auf allen bedeutsamen Buchießt das Volk da über den Haufen! Im Wünsche der Arbeiterschaft nur mit halb so großer Schnellig- fammenkünften aller ernsthaften Parteien und Interessen- September 1870 wurde er zum Regierungskommissar für das feit erfüllte, wie diejenigen der Kapitalisten, wäre der Ur- vertretungen erschienen und über die Wünsche und An- Rhonedepartement ernannt, wo die revolutionäre Arbeiterschaft beiterschutz in Deutschland wohl das Papier werth, auf das sichten der verschiedenen sozialen und politischen Gruppen dem Borgeoisrepublikanismus ihr kommunistisches Programm er gedruckt ist und noch etwas mehr. Wie die Dinge jetzt sich unterrichteten. Aber daß sie Fersengeld geben sollen, entgegensetzte, gleich den Pariser Kommunards. In dieser liegen, darf man fast nur noch von einem durch etliche wenn ein scharfes Wort gegen die Regierung fällt, beweist stürmischen Zeit nun fand Herr Carayon- Latour, Befehlsunzureichende Schutzbestimmungen gemilderten, gefeßlich Bismard's Abgang erheblich gewachsen ist. In on Beniffieur bei Lyon eine auf dem Bürgermeisteramte aufnicht gerade, daß die Nervenfestigkeit der Oberen seit baber eintes Mobilgardenbataillons, in dem Dorfe festgelegten Unternehmer- Despotismus reden. stitutionellen Ländern, wie in Großbritannien, ist Die Konferenz der vom Reich 3- Versicherungsbie Kunst, jede Kritik zu ertragen und aus ihr zu lernen, Lacour schrieb unter einen ihm hierüber erstatteten schriftgepflanzte rothe Fahne und ließ sie wegnehmen. Challemel amt zusammenberufenen Vertreter der Lande 3- ein nothwendiger Bestandtheil staatsmännischen Wesens. Versicherungsämter und der Invaliditäts: lichen Bericht jene Worte, die ihm später, im Jahre 1873, und Alters- Versicherungsanstalten erklärte sich Das Kartell in Flor. Aus. Karlsruhe wird von Carayon Latour in offener Sigung der Nationalin ihren weiteren Verhandlungen mit der Ansicht des Reichs gemeldet:„ Um einen Sieg der sozialdemokratischen versammlung vorgeworfen würden. Challemel- Lacour erVersicherungsamts einverstanden, wonach ein Versicherter zur Partei bei den Stadtverordneten Wahlen in flärte, sich einer solchen Weisung nicht erinnern zu können, Duldung einer ihm ärztlicherseits zur Abwendung drohender britter Klasse zu verhindern, einigten sich die National der General Bressoles bestätigte sie aber in einem eine Erwerbsunfähigkeit angesonnenen Operation nicht gezwungen liberalen, die Freisinnigen und das Zentrum Woche später an Carayon Latour gerichteten Briefe. Die werden kann; hinsichtlich der Maßregeln, die auf grund des § 12 des Alters- und Invaliditätsgesetzes zum Zwecke der auf eine gemeinsame Liste." So verbünden sich die bürgerlichen Henker von Versailles, die bei Satory Tausende niederSiederholung erkrankter Berücherter getroffen werden können, er- Parteien zu holdem Kuddelmuddel, um ihren Beruf als mezelten, jubelten damals ihrem Kollegen zu und heute fannte die Konferenz an, daß in dieser Beziehung fein Unter einzige reaktionäre Masse würdig zu erfüllen. Hoffen wir, wählen sie ihn an stelle des Tonkinesen zum Senatspräfischied zu machen sei, ob der betreffende Versicherte der reichs- daß die Arbeiterschaft ihnen trotzdem die wohlverdiente denten. Wäre es nicht empfehlenswerth, über der Eingangsgefeßlichen Krankenversicherung unterliege oder nicht; die Ver- Niederlage bereitet. Sicherlich wird dies Bündniß die Pforte des Sigungssaals die Juschrift anzubringen: ficherungsanstalten haben vielmehr gegenüber beiden Kategorien Massen über die Bedeutung der Gegnerschaft bürgerlicher Schießt das Volk da über den Haufen!" von Versicherten die gleichen Befugnisse. Bezüglich des Beit- Fraktionen aufklären. Der Kampf um die Beute hört punktes, wann derartige Maßregeln anzuordnen sind, und hin- unter ihnen auf, sobald der gemeinsame Feind erscheint, der Skandals im Trüben zu fischen und erläßt an seine ParteiDer Graf von Paris sucht während des Panamasichtlich ihres Umfangs bestehen keine Schranken für das Ermessen der Versicherungsanstalten, die in jedem Einzelfalle unter Berück Sozialismus. gänger, bie Orleanisten, ein Rundschreiben, worin er sich sichtigung aller in Betracht kommenden Gesichtspunkte, ins- Nochmals die Seminaristen als Treiber. Dem als den Wundermann empfiehlt, der den kranken Staat besondere finanzieller und sozialpolitischer Erwägungen, zu ent- Pastor Weißpflock von Pömmelte, dessen wir gestern schon heilen könne. Auf diese marktschreierische Kundgebung reagirt brauch machen wollen. Daß ein Theil des Vermögens der Ver- nach Gebühr gedachten, schreibt die" Bolts- Beitung" das republikanische Frankreich, indem es dieselbe bes ficherungsanstalten zur Herstellung von Arbeiterwohnungen Arbeiterwohnungen folgendes ins Stammbuch:" So, wie der Herr Pastor lächelt. fcheiden haben: ob, wann und wie sie von diesem Rechte Ge" D " Das verwendet wird in Form von Darlehen an Kommunalverbände Weißpflock die Sache schildert, lag und liegt sie nun ein- Waffenhandel in Dahomeh. Aus Paris wird und gemeinnützige" Baugesellschaften, dagegen hatte die Mehrheit mal leider nicht. Schon mehrere Tage vor der Jagd wurde der Bossischen Zeitung" gemeldet:„ Die ReDer Konferenz nichts einzuwenden. Man forderte noch, ein bestimmtes Terrain umgittert, und die Hasen wurden gierung beschloß die endgiltige Schließung der deutdaß nicht nur die großen Städte und Industrie- Zentren, in dasselbe getrieben. Jedoch war das Gebiet noch zu groß, ich en Faktoreien Barth und Joß in Dahomeh." sondern auch das flache Land mit Wohlfahrtseinrichtungen" und die Hasen mußten an dem Tage, an dem die Jagd Diese deutschen Handelshäuser sollen dem gegen Frankreich für die arbeitende Bevölkerung bedacht werden sollen. stattfand, noch mehr zusammengetrieben werden. Die kriegführenden König Behanzin von Dahomeh Waffen Unsere Stellung zu dieser Wohnungspolitik ist bekannt. Treiber, es waren die Arbeiter des Herrn Diege( ob geliefert haben. Solche Liebeswerke, auch gegen die eigene Zur Vermeidung zu häufiger Nachwahlen der Unternehmer- und Arbeitervertreter in den Ausschüssen der Versicherungsanstalten die wohl auch freiwillig" ihre Dienste thaten?) und Nation, verrichten auch englische, französische u. s. w. Kapi(§ 48 Abs. 1 des Gesetzes über die Alters- und Invaliden- 150 Soldaten aus Magdeburg reichten dazu talisten. Geld riecht nicht. So dachte auch u. a. die Firma versicherung) wurde der Vorschlag gebilligt, daß eine Bestimmung nicht aus. Deswegen ging der Herr Amitsrath Löwe, als sie Boulanger ihre Maschinen zur Gewehrin das Statut aufgenommen werden soll, wonach beim Aus zum Seminardirektor Voigt und fragte, ob nicht fabrikation anbot. scheiden eines oder mehrerer Mitglieder der einen Kategorie nebst die Seminaristen und einige Präparanden gesinnt wären, deren Ersatzmännern eine ebenso große Anzahl von Mitgliedern die Hafen mit zusammen zu treiben. Erst nach dieser An- dum so deutlich gesprochen hat, scheint auf die Regierung Belgien. Die Volkesstimme, die in dem Referen der zahlreicheren Kategorie nach Bestimmung durch das Loos sich frage kamen die Seminaristen auf die Idee, sich freiwillig" doch nicht ganz ohne Eindruck geblieben zu sein. der Abstimmung zu enthalten hat; ausgenommen hiervon ist der Bor- am Treiben zu betheiligen. Bei der Aufstellung des Ministerium hat seinen schroff ablehnenden Standpunkt figende des Ausschusses. Abgelehnt wurde, dieses Verfahren auch ersten Treibens machten die angehenden Volksschullehrer verlassen, und sich geneigt erklärt, in der Richtung des bei Verhinderung einzelner Vertreter oder ihrer Ersahmänner walten zu lassen. Aus den weiteren Verhandlungen der Kon- mit den Soldaten bunte Reihe. Bei dem zweiten Nothomb'schen Vorschlags ferenz ist noch von allgemeinerem Interesse die Klage mehrerer Treiben, bei dem nicht mehr so viele Treiber Nothomb'schen Vorschlags Stimmrecht vom 25. Jahre preußischer Versicherungsanstalten über Verzögerungen, die in der nöthig waren, verzichtete Herr Dieße auf die frei das eine Vermehrung der Wählerschaft von 200 000 auf an, mit zweijährigem Aufenthalt vorzugehen. Es würde Behandlung von Berufungsfachen vorgekommen find. Es wurde willige" Mitarbeit der Seminaristen; es nahm denn auch 7-800 000 bedeuten. Der Geist der Bevölkerung ist vorhierbei darauf hingewiesen, daß in der Hauptsache das langsame an demselben feiner der Seminaristen mehr theil, obwohl trefflich. Die Arbeiter sind entschlossen, sich zu feinen Arbeiten einzelner Schiedsgerichte auf Mängel in der Organi: fie doch auch hier die gute Gelegenheit", den Kaiser schießen Butschen fortreißen zu lassen, aber auch nicht eher zu ruhen, sation der legteren und auf den unerwünscht häufigen Wechsel in zu sehen, von der Herr Weißpflock spricht, hätten freiwillig als bis das allgemeine Stimmrecht, und damit ihre politische der Person der Schiedsgerichts- Worſizenden zurückzu ühren set. leber die Frage, wie die Beitragsleistung bei Versicherten zu er- benutzen können. Den Kaiser zu sehen, war den Semina Vollbürgerschaft erkämpft ist. Der Nothomb'sche Vorschlag folgen habe, die gleichzeitig in einem dauernden Arbeitsverhältniß rißen überhaupt offiziell die Gelegenheit gegeben, indem würde von ihnen als Abschlagszahlung betrachtet zu mehreren Arbeitgebern stehen( z. B. Bauwächter über mehrere sie während des Frühstücks auf dem Hofe der Diete'schen werden und der Ausgangspunkt eines neuen Reformfeldzugs benachbarte Grundstücke), einigte man sich in der Ansicht, daß Befizung versammelt wurden, um dem Monarchen einige sein, der nicht eher zu Ende geht, als bis das ganz uneine solidarische Verpflichtung der Arbeitgeber zur Verwendung Gefänge vorzutragen, was auch vor der Abfahrt zu dem beschränkte Stimmrecht vom 21. Jahr an Gesetz des der gefeßlichen Beitragsmarten bestehe, insoweit nicht etwa das zweiten Treiben geschah. Arbeitsverhältniß bei dem einen oder anderen Unternehmer als Landes ist. 0 ein nebensächliches im Sinne des Bundesraths- Beschlusses voi Richter'sche Flunkereien. Auf unsere Replik weiß Herr 22. Dezember 1891 von der Versicherungspflicht ausgenommen ist. Nichter nichts zu entgegnen, als daß im Seniorenkonvent Ansturm der Konservativen und Unionisten diesmal erfolg Englische Parlaments- Kämpfe. Gladstone hat den Den mehreren Unternehmern bleibe es alsdann überlassen, sich niemand so scharf und treffend das Verhalten Ahlwardt's reich zurückgewiesen. Nach lebhaftem Redekampfe wurde der über die Bertheilung der Beiträge untereinander zu verständigen. verurtheilt habe, als gerade der Abgeordnete Bebel. Daß von Salisbury's Neffen, Balfour, gegen die Regierung Die Konferenz wurde hierauf gefchloffen. Die Herren, die dies geschehen ist, versteht sich. Aber die Kritik Ahlwardt's vorgeschlagene adeleantrag mit 319 gegen 272 dort verhandelten, werden alles mögliche gethan haben, um aus schließt doch nicht die Kritik ber Heldenthaten des tapita- Stimmen verworfen. Ob die Liberalen auf die Dauer bem ledernen Gesetz etwas Brauchbares zu machen. Sie werden aber in der Zufüllung der Lücken, die es enthält, in alle Gwig- listischen Agenten Richter und seiner liberalen Freunde in die Obstruktionspolitik ihrer Widersacher aushalten werden? aber in der Zufüllung der Lücken, die es enthält, in alle Ewig- der Gründerzeit aus. Und diese Kritik haben wir mit ge Eines ist sicher, die Arbeitervertreter find von größter Befeit nicht fertig werden. nanen Zitaten aus den Parlamentsberichten belegt. Dabei beutung, und die Arbeiterschaft hat die Entscheidung in der Preußische Gesetze. Der preußische Staatsbleibt es. Anzeiger" veröffentlicht die Geseze betreffend die Fest Hand. Wird die jetzt am Ruder sigende Partei feine großen stellung des Staatshaushalts Etats für das Spikelarbeit. Das Depeschenbureau Herold" begnügt fozialpolitischen Bugeständnisse machen es handelt sich vor Jahr vom 1. April 1893/94, und betreffend die Er sich nicht, in Persien Anarchisten zu entdecken. Sein feiner allem um den Achtstundentag, dann bricht sie zugänzung der Einnahmen in dem Staatshaushalts: Spürfinn befähigt es, auch in der Schweiz Bösewichte zu sammen. Etat für das Jahr vom 1. April 1893, beide vom wittern, die dem deutschen Kaiserpaar nach dem Panamino. Der von der italienischen Kammer ges 26. März 1893/94. Der Staatshaushalts- Etat Leben trachten. Das Bureau Herold" meldete unter'm wählte Siebener Ausschuß, Siebener Ausschuß, der die Bant= für das Jahr vom 1. April 1893/94 wird in Einnahme 23. März aus Bern, ein gegen den deutschen Kaiser und standale todtuntersuchen soll, ist am 28. d. M. zuauf 1 893 313 260 m. und in Ausgabe 1 893 313 260 m., die Kaiserin anläßlich ihrer Stom- Reise geplantes Anfammengetreten und hat beschloffen, vorerst das geheime nämlich auf 1844 103 255 M. an fortdauernden und auf archisten Komplott fei entdeckt worden.( Wir haben Verzeichniß der nothleidenden Effektenbanken zu unter49 210 005 m. an einmaligen und außerordentlichen Aus- von der Meldung teine Notiz genommen. Red.) Zufolge fuchen. gaben festgesetzt. Eine Anleihe in Höhe von einer Erklärung des Bundesanwaltes, dem die Ueberwachung 57 800 000. ist aufzunehmen. der politischen Polizei obliegt, ist diese Nachricht voll: Spanisches. Eine Ente war die Nachricht, daß die ständig erfunden. Der Verfasser der Depesche, wird fönigliche Rivillifte in Spanien werde herabgesetzt Reisende Herrenhäusler. Der Landtagsabgeordnete beigefügt, wohne wahrscheinlich nicht in der werden. Trägt auch der König von Spanien erst kurze von Tiedemann- Bomst hatte im Abgeordnetenhause Schweiz. Offenbar ist die Depesche mittelbar oder direkt Höschen und hat noch nicht alle Kinderkrankheiten glücklich bei der Etatberathung den Zuschlag, der vom 10. Aprit bestellte Arbeit irgend eines strebsamen Monarchenretters, hinter sich, so verzichtet das Königthum eher auf sämmtfür jeden Play in den Luxuszügen erhoben werden sollte dem etwa wegen ungenügender Leistungen die Temporalien liche Volksrechte, als auf eine Beseta seines Einkommens. ( 2 M. für die erfte und zweite, 1 M. wie bisher schon für gesperrt worden sind und der darum seine Brauchbarkeit Indeß ist das Thrönchen des spanischen Bambino nicht be= die dritte Klaffe), und zwar ohne Rücksicht auf die durch als Musterpatriot und Zwölfgroschen- Junge in zweiter Potenz fonders festgetittet. Karlisten, Republikaner, Sozialisten fahrene Strecke, lebhaft empfohlen. Der Eisenbahnminister urkundlich beweisen wollte. Ob Herr Bundesanwalt Schent unterhalten darunter ein lebhaftes Feuerchen, und es tönnte Thielen hatte damals erklärt, daß dieser Zuschlag auch mit seiner Muthmaßung, der Komplott- Dichter wohne nicht aus dem Leime gehen, ehe der gekrönte Knabe die ersten von den Freikarten erhoben werden solle. In einem auf Schweizerboden, ins Schwarze trifft, laffen wir dahin verschwiegenen Rauchversuche hinter den Hecken eines LuftSchreiben des Ministers an das Herrenhaus heißt es gestellt. Aus der Geschichte der politischen Polizei wissen gartens angestellt hat. " Behuss wirksamer Durchführung dieser Maßregel wir, daß die Schröder, Haupt und Konsorten auch in der Eiderscheint es erwünscht, daß die Plaßkarten ausnahms- genossenschaft ihre Vaterlandsliebe zu befunden wissen. Oder los von allen Reisenden, also auch von solchen Reisenden ein betriebsamer Börsenpraktiker hat den Versuch gemacht, gelöst werden, die auf Freikarten reisen. Mit Rücksicht auf die Kursbewegung in der Burgstraße einen nicht zum auf die den Mitgliedern des Herrenhauses zu ersten Male erprobten Eindruck hervorzurufen. uun: gemeldet wird, zum September einberufen werden, um die Der Kongreß der Vereinigten Staaten wird, wie finanzielle Lage und die Durchsicht des Bolltariss zu berathen. Die Silberpolitik der Grubenfürsten und die Hochschutzöllnerei im Stile Mac Kinley's werden voraussichtlich in dieser Tagung nicht unangetastet bleiben. Briefkaffen der Redaktion. 2. R. Giner Erlaubniß bedürfen weder politische noch uns stehende Berechtigung zur freien Fahrt ersuche ich das Oesterreich. Die amtliche Wiener Zeitung" vers Präsidium ergebenst um gefällige Mittheilung, ob, beziehungsweife welche Bedenken der Ausdehnung dieser Maß- öffentlicht das Finanzgesetz und den Staatsnahme auf die mit Freifarten reisenden Mit- voranschlag für 1893, sowie das kaiserliche Patent, glieber des Herrenhauses entgegenstehen." den 6. April, von Tirol auf den 12. April, von Galizien wodurch die Landtage von Böhmen und Steiermart auf Die opferwilligen Herrenhäusler, die den Sachsengängern den Personentaris am liebsten bis zur Un- auf den 24. April, von Nieder- Desterreich, Ober- Desterreich, politische Vereine. Nur solche Vereine, welche eine Ginwirkung erschwinglichkeit erhöhten, haben diese Anfrage nicht etwa Krain, Bukowina, Vorarlberg und Goerz- Gradiska auf den auf öffentliche Angelegenheiten bezwecken, sind der Anmeldepflicht 20. April einberufen werden. zustimmend beantwortet, sondern der Geschäftsordnungs- Wiener Zeitung" das Gesetz, betreffend die Vereins- enderungen im Bestand der Mitglieder der Ortspolizeibehörde Ferner veröffentlicht die unterworfen, das heißt haben die Statuten des Vereins und das Verzeichniß der Vereinsmitglieder, fomie Statutenänderungen und Kommission zum stillen Begräbniß überwiesen. Herr thaler österreichischen Gepräges und deren einzureichen, ihr auch hierauf bezügliche Auskunft zu ertheilen. Thielen hat darauf seinen Antrag zurückgezogen. Außerkurssehung, sowie das bezügliche Ab- Andere Bereine, B. Rauchflubs, Schweinigelflubs, haben Formell sind die„ Edelsten und Besten" ja im Rechte, als tommen zwischen bem Deutschen Seiche und teinerlei Anmeldepflicht. z. Juhaber von Freifarten brauchen sie den Buschlag nicht zu Desterreich- Ungarn. Die Verwaltungsbehörden nehmen zu Unrecht an, daß auch solche Vereine auf Gr sahlen. Judeß sie gehören zu den begütersten Leuten des Laudes und beziehen stattliche Taggelder, tönnten den Bus Herr Challemel- Lacour wurde von uns bereits als verzeichniß) einreichen milffen, damit die Polizei prüfen könne, fordern der Polizei die Statuten( nicht das Mitgliederschlag also recht gut verschmerzen. Jedenfalls haben sie der würdige Erbe der Ferry'schen Hinterlassenschaft gekenn- ob der Verein nicht ein politischer sei. jedoch Circus Renz. ( Karlstraße.) Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Redaktion dem Publikum Mittwoch, 29. März, Abends 71/4 Uhr: gegenüber keinerlei Verantwortung Jubiläums- Vorstellung. Theater. Mittwoch, den 29. März. Opernhaus. Fidelio. Schauspielhaus. Vasantasena. Deutsches Theater. Der Talisman. Berliner Theater. Der Hüttenbesizer. Leffing- Theater. Heimath. Wallner Theater. Die Rofa Dominos. Kroll's Theater. Don Pasquale. Residenz Theater. Die beiden Champignol. Neues Theater. Tosca. Adolph Ernst- Theater. Berlin wie es meint und lacht. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Pariser Leben. Thomas- Theater. Der Talisman. Viktoria Theater. Die Reise um die Welt in achtzig Zagen. National Theater. Die Königs tochter als Bettlerin oder: Die Schule des Lebens. Alexanderplatz- Theater. Die Konfettioneuse. Winter- Garten. Spezialitäten- Bor stellung. Apollo Theater. Borstellung. 3um 75. Male: Gin Künstlerfest. Große Ausstattungs- Pantomime. Neue Einlagen mit überraschenden Wasser- u. Lichteffecten. Kinderorchester neu besetzt; neue Musik. Ballet von 100 Damen. Glänzender Blumencorso. Grosses Brillant- Feuerwerk. Außer dem: Mr. James Fillis mit dem Schulpferde Germinal. Grande Quadrille de la haute équitation, ger. von 6 Damen u. 6 Herren. Marietta und Belloni mit ihren dress. Kakadus 2c. Morgen, Donnerstag, Abds. 71/4 Uhr: Ein Künstlerfest. Billet- Vorverkauf an der Zirkustasse u. beim Invalidendant", Markgrafen Straße 51a. Fr. Renz, Direktor. Feen- Palast Jeden Tag: Unserm Freund und Senoffen Her manu Semmler zum 35. Geburtstag Achtung, Schneider! ein donnerndes Hoch, daß der ganze Hente, Mittwoch, Vorm. 10 Uhr, bei Martens, Friedrichstr. 236: Often fracht! 3028b Rämpfe mit uns weiter, Verlaß die Fahne nicht, Denn ohne nicht zu kämpfen, Giebt's feine Siege nicht. H. E. V. P. S. D. Unserm Freund und Genossen, dem Schankwirth Albert Piper zu seinem heutigen Wiegenfeste ein dreimal donnerudes Hoch! 3023b Die Elektrischen Stammgäste. Alwert hol den Thuba raus!! Todes- Anzeige. Allen Kollegen und Bekannten zur Nachricht, daß unser lieber 3035b Rollege, der Tischler Wilhelm Barz am Sonntag, den 26. März, nach furzem Krantenlager an der Proletarierkrankheit verstorben ist. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 29. d. M., Nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle der Gemeinde des Heiligen Kreuzes in Mariendorf aus statt. Um rege BetheiDie Kollegen der Pianoforte. fabrik von F. Neumeher. Gr. Spezialitäten Vorstellung. tigung bitten Passepartouts u. Bons haben Giltigkeit. SpezialitätenMoritz Play. Theater der Reichshallen. Spezia. litäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Etablissement Morig Plaz. Buggenhagen. Sonntag Vormittag 11, Uhr entschlief sanft nach langem Leiden mein lieber Mann, der Tapezirer Gustav tiefbetrübt an Düring, im 31. Lebensjahre. Dies Täglich: Instrumental- konsert. Großer Frühstücks- u. Mittags- zeigt tijd. Spezial- Ausschank von Pahenhofer Lagerbier, hell und dunkel. Gebrüder Richter's Variété. Spe- An Sonn- und Fentagen gialitäten Borstellung. Berlin, den 27. März 1893. Emma Düring, geb. Lenzner. Die Beerdigung findet Freitag, den findet das Konzert in den oberen 31. d. M., um 1 Uhr Nachmittags, vom Sälen statt. Trauerhause, Landsbergerstr. 36, nach ftatt. Adolph Ernst- Theater. Entree ochent. 10 Pf. Sonnt. 23 Bf. dem St. Georgen- Kirchhof in Weißenfee Berlin wie es weint und lacht. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung, Was In Borbereitung: Goldlotte. Gesangsposse in 3 Aften v. Ed. Jacobson und W. Mannstädt. Couplets theilweise von G. Görss. Musit von G. Steffens. American- Theater. Novität! Novität! Der Dussel ( Nulpus) Parodistisch- realistischer Vorgang in der Dachtammer, frei nach Jbsen und Tolstoi von Oscar Wagner. ( Klemm Ede. Martin Bendix.) Alfred Bender in seinem neuesten Originalvortrag Der Volksmund in Berlin. Blank, der beste Bauchredner. Anhaltender Erfolg. Die Trockenwohner. Castan's Panopticum. Miss Eveline's Original elektrisches Drheter. Neue Illusion: Lotosblume. Andere Jllusionen. Fantoche- Theater. Castan's Irrgarten. Schreckenskammer. PassageSäle für Verfammlungen, Rommerse, Festlichkeiten 2c. 3022b Deutsch.Böttcher. Kaufmann's Variété 3entralverein Deutsch. Böttcher. Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Große Spezialitäten- Vorstellung Sensationelles Programm. Truppe Hugoston, Afrobaten. Tom. Belling, Original- August. Kolling Müller, Wasserkünstler. The Malinos, Erentrics. Geschw. Tacianu, Duettistinnen. Heinr. Bender, Humorist. Miss Victoria, Jongleuse und preisgekrönte Schönheit. Rigó Manó, Ungarischer National Sänger, fowie sämmtl. eng. Spezialitäten. Anfang Wochentags 8 Uhr. Entree 50 Pf. Achtung! Rixdorf. Achtung! Am Charfreitag: Fuß- und Agitationspartie veranstaltet vom Soziald. Lese- u. Diskutirklub Heine". Die Parteigenoffen werden gebeten, fich recht zahlreich zu betheiligen. Der Vorstand d. Soziald. Lese- u. Diskutirklub Heine. Allen Kollegen zur Nachricht, daß 112/5 unser treuer Kollege Albert Fuchs nach langem Krankenlager an der Prole tarierkrankheit verschieden ist. Die Beerdigung findet Freitag, Nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle Emmaus- Kirchhof statt. Um zahlreiche Betheiligung bittet Der Vorstand. H. Winter. Stempel Vereins- Abzeichen 2c. H. Guttmann, Brunnenstr. 9. Achtung! Kein Laden. Nur eigene Fabrikation, 25 Zigarren 1 Mart. Garantie rein amerikanische Tabake. Rippentabat 2 Pfd. 60 Pig. 3561 L S. E. Dinslage, Rottbuserstr. 4, Hoj part. Für Vereine! Großes und fleines Vereinszimmer, laffen. Große Versammlung. Tagesordnung: 1. Bericht über den Streit. 2. Diskussion. Alle Kollegen haben dort zu erscheinen und ihre Karten abstempeln zu Heute, Abends 8 Uhr: Versammlung für den Westen, Schöneberg und Charlottenburg bei Rennefarth, Dennewigstr. 13. Tagesordnung: Warum will man nicht bewilligen? Diskussion. Die Kollegen der Firmen: H. Plump, S. L. Lewy, S. Lewy, Jrlen, Klein, Westermeier, sämmtlich Potsdamerstraße; Flotow, Meissner, Mischke, Stegligerstraße; Wegner, Bülowstraße; Buggenhagen, Schönebergerstr. 29; Grosse, Steinmetstr. 64; Grulke, Charlottenburg, sind besonders hierzu ein geladen. [ 391/8 Wiederum haben bewilligt: Basedow Nchflg., Leipzigerstr. 23; Dittmar, Zimmerstr. 23; Berg, Chauffeeftr. 2f; Fasskessel& Müntmann, Unter den Linden 12; Behrendt, Grüner Weg 84; P. Jary, Behrenstr. 11; Behrendt, Schützenstr. 28; Lewy, Charlottenstr. 58. Die Agitationskommission. Achtung! Deffentliche Achtung! Bersammlung für Frauen und Männer am Charfreitag, Abends 6/2 Uhr, in Pape's Salon, Badstraße 58. Vortag des Stadtverordneten Genoffen Theodor Metzner über: Das Osterfest, und was feiern wir in demselben. Diskussion. Verschiedenes. 3024b Zur Deckung der Unkosten findet Zellersammlung statt. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Einberufer. Orts- Krankenkasse der Dachdecker Berlins. Laut Beschluß: Bekanntmachung des Oberpräsidenten der Provinz Brandenburg vom 18. März 1893, daß vom 27. März 1893 ab vorläufig 1. die Dauer der Krantenunterstügung von 26 Wochen auf 13 Wochen, das Sterbegeld also auf 60, 50 und 40 Mart herabgesetzt wird. Die Kaffenbeiträge werden erhöht: 1. für Dachdeckergesellen von 42 Pf. auf 57 Pf. 2. für Arbeiter von 36 Pf. auf 48 Pf. 3. für Kassenmitglieder unter 16 Jahren und Lehrlinge von 30 Pt. auf 39 Pf. 3021b W. Petruschke, 1. Vorsitzender. H. Haenschke, Schriftführer. Achtung! Charlottenburg. Maurer! Große öffentliche Versammlung am Donnerstag, 30. März, Abends 8 Uhr, im totale Bismarckshöhe. Tages Ordnung: 1. Der Werth der Gewerkschaftsorganisation und Stellungnahme zu der am 3. April in Berlin stattfindenden Maurerkonferenz.( Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht). 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Einberufer. Achtung! Achtung! Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Durch Beschluß der letzten Mitgliederversammlung findet am Freitag eine Fusspartie statt. Die Genoffen treffen sich 61/2 Uhr früh bei folgenden Genossen: Gnadt, Swinemünderstr. 120; Gleinert, Müller- und Fennstraße- Ecke; Hermerschmidt, Perlebergerstr. 28. Für Nachzügler: Birtenwäldchen am Wasserthurm( Westend) bis 91/2 Uhr. 239 Die Sangesgenossen werden ersucht, dieser Tour eine volksthüm liche Gestalt zu verleihen. Um zahlreiche Betheiligung der Genossen von Nah und Fern ersucht Der Vorstand. für Bahlstellen und Arbeitsnachweis. extra Gingang, jeden Tag frei; paffen Lithographen, Steindrucker u. Berufsg. Dtschl. Auch empfehle Mittag- u. Abendtisch Die erste Generalversammlung des Vereins findet bei foliden Preisen. Gute Weiße 20, am 1., 2. und 3. April in den Arminhallen, Romman gutes Glas Bier 10 Pf. 88022 Hermann Liewald, Manteuffelstr. 46, dicht an Dranienstr. bezw. Staligerstr. Treffpunkt: Morgens 7 Uhr im Lotal Gebr. Bölke von Bading, Berg- und ThomasstraßenEcfe. Orts- Krankenkaffe 3019b der Bigarrenmacher, Bigarrenfortirer dantenstraße 20, statt. Zu Ehren der Delegirten am 1. April, Abends 8 Uhr, in den Konkordia- Festsälen, Andreasstr. 64: Kommers mit Damen. E Uhren- Fabrik Berlin, Mauerstr. 76. Kollegen und verwandte Berufszweige( Buchdrucker, Buchbinder zc.) Verkauf aller Arten werden um rege Betheiligung ersucht. abgezogener und genau 208 15 regulirter Uhren zu staunend billigen Fabrikpreisen. 3 Jahre Garantie und Umtausch geund deren gewerbl. Hilfsarbeiter stattet. Reich illustrirtes Preis- Buch zu Berlin. Den Mitgliedern und Arbeitgebern zur Kenntnißnahme, daß das Statut und seine Strafbestimmungen am 1. April in Kraft tritt. Die Beiträge betragen laut§ 29 für Klasse 1 wöchentlich 45 Bf., Panopticum.. 42 Pf., Kl. 111 24 Bi., KI. IV Neu! Das unerklärliche Verschwinden eines frei in der Luft 21 Bf., Kl. V 15 Pf. Das tägliche Krankengeld(§ 13) stellt sich: I. I auf 1,50 M., Kl. 11 1,42 M., RI. 111 0,78 M., An RI. IV 0,65 M., Kl. V 0,53 M. Sterbegeld(§ 19) wird gezahlt: für Kl. I 86 M., KI. 11 81 M., KI. III 45 M; Kl. IV 39 M., RI. V 30 M. Das Kaffenlokal, Neue SchönhauserDie Verwaltung Berlin. Verband der Sattler u. Tapezirer. gratis und portofrei.[ 3945L 1. Osterfeiertag, im Fiedrichstädt. Kasino, Friedrichstr. 236: Gold. Damen- Uhren, Rem., 20 M. hängend. Mädchens. straße 14, ist geöffnet nur Wochen a tags Morgens 8-10, Abends 7-8 Uhr. Gratweil's Bierhallen Kommandantenstraße 77-79. Täglich: Berlin, ben 28. März 1893. 3026b Der Vorstand. G. M. Hartmann, Germania- Konzert- u. Berlin N., Banfftr. 45. Kouplet- Sänger sowie großartige BravourLeistungen des Dou Pertusio, italienische Mandolinen und Serenaden- Sänger. D3wei Säle E zu Versammlungen und Vergnügungen, fowie 6 Billards und 3 Kegelbahnen. F. Sodtke. Nieft's Fest- Säle, Weberstr. 17. Weberstr. 17. feinste Qualität Werkzeuge, Eisenwaaren, Haus- u. 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Die Parteikonferenz, die am 20. März in Kempten bei Bingen abgehalten wurde, beschloß die Aufstellung eines Landtagskandidaten für den 8. rheinhessischen Wahlkreis,( der die Orte Kastel, Kostheim, Laubenheim, Breßenheim Hechtsheim, Weisenau, Ober- Olm und Klein- Winternheim umfaßt und bei einiger Agitation leicht erobert werden kann) und verlegte den Knotenpunkt der Agitation für die Presse im Binger Wahlkreise von Wörrstadt nach Bingen. Die Konferenz war von 31 Delegirten besucht, die die Orte Mainz, Weisenau, Kastel, Hechtsheim, Brezenheim, Finthen, Alzey, Kempten, Bingen, Büdesheim, GauBickelheim und Gonsenheim vertraten. Die Delegirten wurden von der Bevölkerung, die durch die Geistlichkeit und sonstige Vertreter der„ Oronung" aufgehegt worden war, nicht gerade freundlich empfangen. Es mußte sogar von der Abhaltung der geplanten Volksversammlung abgesehen werden, da ein Theil der dazu erschienen Kemptener wie ein Haufe fleiner Kinder brüllte und schrie, und die Gensdarmen nichts dagegen ausrichten zu fönnen erflärten. Weiteres wagten jedoch die Ordnungshelden nicht. Unsere Parteigenossen zogen geschlossen, in guter Ordnung heim; gewiß der Wahrheit der Goethe'schen Worte:„ So nimmt ein Kind der Mutter Brust nicht gleich im Anfang willig an, doch bald ernährt es sich mit Luft." 4 # Mittwoch, den 29. März 1893. " D 10. Jahrg. " dieses Jahres abzuhaltenden Musikfest überlassen. Die Ver- ihm der fehlgeschlagene Versuch, der Sozialdemokratie eins auswaltung der städtischen Tonhalle lehnte das jedoch ab, und zwar zuwischen, 500 m. foften. weil der über das zuletzt abgehaltene Konzert zum Besten der 1 Monat Haft soll der Verantwortliche der Sachs. Hamburger Nothleidenden eingelaufene Bericht unzweifelhaft die Arbeiter 3tg.", Genoffe Wetter, wegen einer in Nr. 18 fozialdemokratische Tendenz in seiner Ausführung erkennen ließ der Sächs. Arbeiter- 3tg." und Nr. 10 des„ Volksfreund" entund zur Förderung solcher laut Beschluß der Stadtverordneten haltenen Sonntagsplauderei verbüßen, in der die Geburt eines Versammlung die Räume der Tonhalle nicht zur Verfügung ge- fächsischen Prinzen besprochen wird. Die Staatsanwaltschaft ers stellt werden dürfen." Eine dagegen eingereichte Beschwerde war blickte in der Art und Weise der Besprechung groben Unfug und erfolglos. Der schwülftige Stil dieser Antwort fennzeichnet allein obwohl Wetter in seiner Vertheidigung anführte, daß er nur die schon so recht, wie weit sich die Düsseldorfer Gemeindegewaltigen hyperloyalen Besprechungen jenes Ereignisses in anderen Dress dem Boltsgeiste entfremdet haben. dener Blättern geißeln, feineswegs aber das prinzliche Ehepaar habe verletzen wollen, schloß sich das Schöffengericht der Ansicht des Staatsanwalts an. Die Verhandlung fand wegen„ Gefährdung der öffentlichen Ruhe und Ordnung" unter Ausschluß der Das Organisationskomitee der sozialistischen Studenten in Genf beruft im Einvernehmen mit der belgischen Bereinigung sozialistischer Studenten zc. einen Kongreß sozialistischer Deffentlichkeit statt. Studenten nach Genf ein, der im Oktober dieses Jahres stattfinden und sich, wie der im Jahre 1890 abgehaltene, auf den Boden des Klassenkampfes stellen soll. Kommunales. Stadtverordneten Versammlung. Todtenliste der Partei. Am 22. März wurde in Frankenhausen bei Crimmitschau der langjährige Parteigenosse Gottlieb Hupfer beerdigt. Ferner sind verschieden in Wandsbed der Maurer 2. Pemöller, in Hamburg Außerordentliche Sigung am Dienstag, den 28. Mär& die Parteigenossen H. A. G. Lähming und J. H. W. RüdeNachmittags 5 Uhr. mann. V Zu Anfang der Sigung wird der neugewählte Stadtv. Max Schulz in der üblichen Weise eingeführt und verDem Finanzminister der Pariser Kommune, dem verpflichtet. ftorbenen François Jourde, widmet die Züricher Post" Die Versammlung setzt darauf die Berathung des folgenden Nachruf: Stadthaushalts Etats für 1893/94 fort. Während der Leichenpomp für Jules Ferry hergerichtet Zum Etat der Markthallen Verwaltung hat der Auss Von der Agitation. Der Parteigen offe Bueb aus Mül- wurde, starb zu Nizza François Jourde. Still schied er aus schuß beschlossen, haufen hat zu gunsten der Aufhebung der elfaß- lothringischen dem Leben, und jene Journale, die mächtige die mächtige Spalten Ausnahmezustände am Montag abermals eine Agitationstour zur Unterbringung des Panama- Schmutzes ftets bereit durch Süddeutschland angetreten, auf der er in München, Augs: haben, gönnten dem Vergessenen nur wenige dürftige Beilen. burg, Nürnberg, Fürth, Stuttgart und Karlsruhe sprechen wird. Jourde hatte in Paris seine Studien gemacht, dann das Bank wesen tennen gelernt und eben sich angeschickt, ein eigenes GeVon der schwarzen Jlz, einem niederbayerischen rein schäft zu begründen, als der Krieg von 1870 fam. Jourde diente bauerlichen Bezirk, schreibt man dem Bayerischen als Sergeant in der Nationalgarde, ward am 18. März vom Um Maria Verkündigung Waterland": " " " Ziehen die Sozi" im Land herum." " " den Magistrat zu ersuchen, auf möglichste Verminderung des Personals in den Markthallen Bedacht zu nehmen. Eine Resolution, welche eine bessere Ausnutzung der Hallen sowie eine stärkere Heranziehung der Käufer herbeizuführen für wünschenswerth erklärt, ist vom Ausschuß als überflüssig abgelehnt worden. Angeregt war eine Reform des Standgeldertarifs refp. eine verschiedene Normirung der Standgelder revolutionären Zentralkomitee zum Sekretär erwählt, trat in die je nach der mehr zentralen oder mehr peripherischen Lage der MarktKommune ein und übernahm mit Varlin die Leitung der hallen, außerdem die Nutzbarmachung der jest größtentheils leer Finanzen. Es war feine leichte Arbeit, tagtäglich die riesigen stehenden großartigen Kellerräume durch Vermiethung. Der Resolution Unser Herr Vizebischof" geht schon mehrere Tage im Mittel zu beschaffen, deren man zum Unterhalte der Armee wie ist entgegengehalten worden, daß es solcher Anregungen nicht härenen Bußhemde umher und streut Sand und Asche auf die der Verwaltung bedurfte. Jourde löfte die Aufgabe; er war bedürfe, da das Markthallen- Kuratorium unausgesetzt die Vers ftolzen Locken feines stadtbeherrschenden Hauptes, weil im fried- ein praktischer, emfiger Arbeiter, fein rücksichtsloser Revo- hältnisse im Auge behalte und erst fürzlich, freilich nur mit ge= fichen Thyrnau bei Passau, wo es immer so gute Fraßer!" giebt, lutionär. Als in der Kasse Ebbe eintrat, wvar man ringer Majorität, beschlossen habe, zur Hebung des Verkehrs in nichtliche Geister sozialdemokratische Broschüren ausstreuten, die im Schooß der Behörde vor die Frage gestellt, ob nicht einfach der Markthalle auf dem Gesundbrunnen die Stände un den schauerlichen Vers enthielten: Beschlag auf die Schäße der Banque de France gelegt werden entgeltlich an die Händler zu überlassen. Der Beschluß Den Himmel überlassen wir follte. Bom revolutionären Standpunkte aus wäre dies auch, da bedürfe allerdings noch der Genehmigung des Magistrats. In Den Engeln und den Spatzen." man mit Versailles im Krieg auf Leben und Tod sich befand, den Kellerräumlichkeiten dürften nach polizeilicher Vorschrift nur Wahr ist's, meine Herren Sozi"! daß ihr mit folchen das Richtige gewesen; Louis Napoleon und feine Leute hatten Marktwaaren gelagert werden; man tönne also nicht ohne wei Schriften nichts ausrichtet. Da plagt Ihr Euch umsonst. im Dezember 1851 aus dieser Quelle gleichfalls ihre Kraft geschöpft. teres zur Vermiethung schreiten. Unseren Bauern gefällt so etwas nicht. Die würden Die energischen Elemente wollten auch wirklich nicht Federlesens Die erſterwähnte Resolution des Ausschusses betr. die Ver lieber hören, daß jemand ihre Schulden zahle; daß dem- machen, und Cluferet wartete ungeduldig auf den Befehl, das minderung des Personals wird ohne Debatte angenommen, des nächst alle hypothetenbücher in den Ofen geschoben Nest ausnehmen zu dürfen. Da stemmte fich Basley, der gleichen eine fernere, die vom Stadtv. Schmeißer eingebracht werden; daß die Getreidepreife hinaufgehen; daß die Militär- Alterspräsident der Kommune, ein eifriger Proudhonist, gegen wird und inhaltlich der im Ausschusse abgelehnten Resolution vorlage in den Papierkorb wandere; daß das Wapperlgeset" den Aft, ward hierin von Jourde unterstützt, und die gemäßigte entspricht, nach kurzer] Befürwortung durch den Antragsteller ( Alters- und Invaliditätsgesez) übermorgen der Teufel hole und Anschauung siegte. Basley gab sich gutmüthig zum Wächter ohne weitere Diskussion. ähnliche, rein irdische Mittheilungen und Verheißungen, die der Bank hin und diese händigte Jourde außer 7 Millionen, Ueber verschiedene Eingaben von Vereinen der Engross hörten sie gern; aber den Himmel laßt aus dem Spiel, an dem welche der Stadt Paris gehörten, weitere 9 Millionen aus. Nun händler und sonstigen Interessenten des Markthallenverkehrs halten die Bauern fest, schon aus Neid, damit nicht die vom ließ man sie in Ruh, es war fein Doktor Herz" unter den wird zur Tagesordnung übergegangen, der Etat selbst unverändert katholischen" Männerverein in den Alleinbesiz desselben kämen Kommunarden. Jourde wurde nach dem Einzug der Versailler genehmigt. und dann darin schalten und walten könnten, wie sie möchten gefangen. Die Sieger richteten über die Besiegten; die bei Mezz Den Kanalisations.Etat hat der Ausschuß nach Ihr Herren Sozi" braucht, um Anhänger zu gewinnen, eigent- und Sedan Geschlagenen rächten sich an Paris. Die Verhand- dem Etatsentwurf und den nachträglichen Anträgen des Käm lich gar nichts zu thun, als blos zuzuschauen. Nicht lungen waren förmliche Orgien, bei denen die Rachsucht präfi- merers genehmigt. Der Etat balancirt in Einnahme und Ausihr macht Sozialdemokraten, o nein! die werden von dirte. Schamloseres als die Arbeit der damaligen Kriegsgerichte gabe mit 9 314 281 M. Der Zuschuß der Stadt Hauptkasse zur Oben gemacht. Wozu da Broschüren? Wenn unsern Bauern weiß die Geschichte nicht viel. Die Denunzianten zählte man nach Kanalisationsverwaltung beläuft sich auf 3 078 437. Auch die das Waffer einmal bis an den Mund geht, dann werden sie Behntausenden, die illustren republikanischen Advokaten drückten sich Spezialetats der Administrationsbezirke Osdorf, Großbeeren, schon von selbst, aus Noth, Sozialdemokraten! Ihr Herren feige, mit Ausnahme von Leon Bigots, der vor den Schranken todt Faltenberg, Malchow und Blankenfelde find unverändert geblieben. Sozi" solltet vielmehr dafür sorgen, daß noch mehr so vor- zusammenbrach und die Gemeinheit der Demimonde- Bresse Im Einverständnisse mit dem Magiftrat soll beschlossen treffliche" Gesetze und Verordnungen wie bisher gemacht werden; war unglaublich; so schrieb der konservative Standard", der werden, daß auch für 1893/94 der Kanalisationsbeitrag daß die Militärlast noch größer wird, als sie schon ist; daß die doch die Kommune bitter haßte. Als Kommissär funktionirte mit 1 pet. des Nutzertrages von den an die Kanalisation auSteuern bis an den Himmel wachsen; daß noch weitere Handels- Gaveau, damals schon halb, später ganz verrückt. Man war geschlossenen Grundstücken zur Ausschreibung gebracht werden soll. verträge zu gunsten des Auslandes abgeschlossen werden; daß überrascht, verblüfft von der Klarheit, mit welcher Jourde Rechen- Die für Neubauten und größere Reparaturen auf den Rieseljeder Bauer auf dem Buckel ein Tafer! tragen muß, worauf ge- schaft über die Millionen erstattete, die ihm durch die Finger ge- gütern geforderten extraordinären Beträge sollen nur unter Vorschrieben steht, woher er ist und wie viel Schulden er bat; dann, gangen; er hatte seine regelrechten Ausweise und führte seine behalt der Vorlegung der Projekte und der definitiven Kostenja dann fallen Euch die ländlichen Aepfel" von selbst in den Vertheidigung glänzend. Er erwies fein Talent und er- anschläge bewilligt werden. Korb; dann ist die Zeit da, die Ihr herbeiwünscht; dann naht wies feine Ehrlichkeit; die unbefangenen Korrespondenten Die Versammlung tritt den Ausschußanträgen durchweg bei. der große Kladderadatsch", den selbst der Herr Vizebischof" von englischer und deutscher Blätter waren in dieser An- Eine Resolution Fähndrich betr. die Beseitigung der in der Passau und seine fünftige Rathhausgarde nicht werden aufhalten erkennung einig. Sein eigener Haushalt hatte sich auch nicht Greifswalderstraße durch die Abwässer von Weißensee fönnen. Aber den Himmel, den Himmel laßt den Bauern und verändert; während er über Goldrollen und Billets verfügte, hervorgetretenen unhaltbaren Zustände wird angenommen. macht Euch keine weiteren Auslagen. Je ruhiger Ihr Euch verhaltet, wohnte er bescheiden wie zuvor in einem ärmlichen Gemach und Der Spezialetat für Straßen- und Brückenbau defto eher kommen sie; sie tommen von selbst; fie müssen fommen, sein junges Weibchen wusch und plättete dort nach wie vor. schließt nach dem Entwurse mit einer Einnahme von 4 652 890 M. weil ihnen niemand hilft, am allerivenigsten die bekannten Nein, Jourde hatte sich gar nicht wie die hohen Herren be- und mit einer Ausgabe von 14 617 795 M. ab. Durch die BeMaulmacher vom Zentrum. Fürs Landvolk braucht ihr keine nommen, die vor ihm den Schlüssel zur Schatzkammer gehütet; schlüsse des Ausschusses sind die Einnahmen um 200 000 m. erBroschüren!" er hatte nicht gestohlen und wurde deshalb zur Deportation verhöht, die Ausgaben um 1067 500 M. ermäßigt worden, sodaß Es verlohnte sich, solch eine Auseinandersetzung, auf deren urtheilt. Nach qualvollen Wochen ward er mit anderen Ge- fich der Zuschuß von 9 964 905 M. auf 8 697 405 m. herab Kritit wir uns nicht einzulassen brauchen, in diesen Blättern noffen nach Neukaledonien transportirt; welche Marter die mindert. Die Einnahme- Erhöhung ist bei dem Titel wiederzugeben. Troß gar mancher Verkehrtheit geht daraus Ueberfahrt Allen brachte und manchen tödtete, ist bekannt. Rückeinnahme auf Erwerbung von Terrain zu Straßenanlagen" hervor, daß die bäuerlichen Zustände für die Sozialdemokratie Da flog eines Tages die Kunde durch die Welt, Henri erfolgt, wo statt 100 000 R 300 000 M. in den Etat eingesetzt mehr und mehr heranreifen, daß die Zentrumspartei auf dem Rochefort fei aus Neukaledonien entflohen, und es hatte damit sind. Der Ausschuß ist der Ansicht, daß auf den Eingang dieser platten Lande, ihrem eigentlichen Herrschaftsfige, abzuwirthschaften seine Richtigkeit. Reiche Pariser Freunde, unter diesen E. Adam, Summe mit Bestimmtheit gerechnet werden kann, da für das beginnt. Zuwarten und die Hände in den Schooß legen werden der Gatte der viel genannten Juliette Adam, waren in dem Grundstück Planufer 24 bereits ein zahlungsfähiger Käufer der die„ Sozi" freilich nicht, sondern die Landleute aufklären. Aber Bemühen, ihn frei zu machen, glücklich gewesen; mit Rochefort Grundeigenthums- Deputation 227 400 m. geboten habe, dann aus derartigen Darlegungen einfichtsvoller Gegner lernt unsere waren auch Olivier Pain, Paschal Grousset und Jourde aber auch andere Grundstücke, z. B. am Hausroigteiplab und an Partei, wie sie die 2andagitation anzupaden hat, damit entwichen. Auf englischer Erde harrten fie, bis die der Jostystraße, verkaufsreif seien. fie erfolgreich fei. Amnestie den Deportirten und Verbannten die Rückkehr Bei den Ausgaben sind zunächst an der Position von gestattete. Viele ehemalige Kommunarden warfen sich gleich aufs 323 500 m. für größere Neupflasterungen 110 500 M. Parteipreffe. Im Verlage der Burgstädter Boffaftimme" neue ins politische Getriebe und schwangen fich zu hoher gestrichen und nur 213 000 m., wie im Vorjahre, eingesetzt erfcheint vom 1. April ab für den 10., 14. und 15. Reichstage Stellung empor. Der Name Jourde's wurde nur selten, später worden. Vergeblich hat die Minderheit im Ausschusse geltend Wahlkreis eine Monatsausgabe dieses Blattes unter dem Titel gar nicht mehr genannt. Die Leiden der Gefangenschaft hatten gemacht, daß das Verzeichniß der neuzupflasternden Straßen Rundschau". Die uns vorliegende erste Nummer ist 8 Oftav- feine Kraft gebrochen und zu politischem Kampfe war er ohnehin schon von der Versammlung genehmigt sei und es ganz unstattSeiten stark und enthält eine volksverständlich gefchriebene Be- gering veranlangt. In den letzten Jahren arbeitete er haupt- haft sei, jetzt noch, nachdem der zur Auswahl der betreffenden sprechung der Steuer- und Militärfrage. Bon dieser ersten sächlich noch an Bissagaray's Bataille" mit. Welche Ge- Straßen eingesetzte Ausschuß seine Vorschläge gemacht und die Nummer sind 4000 Exemplare bestellt und auf dem Lande ver- danten ihn wohl auf dem Sterbelager beschäftigt haben Versammlung fie angenommen habe, die Bedürfnißfrage in breitet worden; wie uns mitgetheilt wird, ist sie von den Land- mögen, ihn, den Verbrecher" von 1871, wenn er las, mit Zweifel ziehen zu wollen. Die Ausschußmehrheit hielt sich in leuten sehr eifrig gelesen worden. Durch den Vertrieb der Rund- welchem Gelde die Republik unter Floquet und Rouvier gerettet" ihrer Entscheidung durch diesen Beschluß nicht für beschränkt, da fchau" der unentgeltlich erfolgt sind für die„ Volksstimme" worden? neue Abonnenten, und zwar besonders auf dem Lande, geworben worden. Gegen den Militarismus in seiner jegigen Gestalt macht sich mit Ausnahme der Konservativen in allen Kreisen eine sehr Wegen der in der Sudel Broschüre Der rothe lebhafte Opposition bemerkbar, und diese Opposition findet in der Michel" enthaltenen verleumderischen Beleidigung des ParteiVolksstimme" starken Rückhalt; seit Januar 1893 ist daber die genossen Goldstein, früher in Dresden, jetzt in Zwickau, war Auflage der Boltsstimme" bedeutend geftiegen, obwohl in den ber Dresdener Buchdruckereibesitzer Glöß, der Verleger der drei Wohlkreisen die Zukunftsstaats- Debatten" von den Unter- Ahlwardt'schen Broschüren, bekanntlich zu 100 Mart Geldstrafe, Die Einnahme wird nach den Ausschußanträgen festgestellt. nehmern in den Fabriten unentgeltlich vertheilt worden sind, wo- Tragung aller Kosten und zu den üblichen Nebenstrafen ver- Stadtv. Schönflies beantragt die Wiederherstellung des mit man doch die Vernichtung der Sozialdemokratie bezweckte. urtheilt worden. Gegen das Urtheil hatten Kläger und Be- Poftens von 323 500 M. in seinem ganzen Umfange. Der Seit dieser Gratisvertheilung macht sich vielmehr ein bewegteres flagter Berufung eingelegt; Goldstein deshalb, weil das Urtheil Pflasterausschuß habe am 2. März Bericht erstattet und der politisches Leben bemerkbar, was auch an der freundlichen Auf- in dem nur in 15 000 Exemplaren erscheinenden Dresdener An- damalige Antrag Heilmann auf Streichung von 110 500 7. nahme der„ Rundschau" ersichtlich ist. zeiger" veröffentlicht, bei der Schwere der Beleidigung also un- fei vom Antragsteller wegen feiner Aussichtslosigkeit zurückgenügend publizirt worden war. Das Landgericht gab dem Ver- gezogen worden. Jetzt sei derselbe Antrag Heilmann im EtatsIn Düsseldorf, wo die Stadtverordneten den Abderiten- langen Goldstein's insoweit statt, als das Urtheil außer im ausschusse nochmals gestellt und dort angenommen worden. Nach beschluß gefaßt haben, es solle die städtische Tonhalle der Sozial- Dresdener Anzeiger" auch in den in ca. 50 000 Exemplaren er- des Redners Ansicht sei der Ausschuß nicht befugt, einen Bea demokratie nicht zur Verfügung gestellt werden, hatte im vorigen feinenden Dresdener Nachrichten" veröffentlicht wird, welch' schluß der Versammlung umzustoßen. Die Bezugnahme auf den Jahre der Gefangverein Liedeslust in den Räumen der städtischen letztere Goldstein in der Manier der Glöß- und Ahlwardtianer Borbehalt sei hinfällig. Die Rücksicht auf die städtische FinanzTonhalle ein Konzert zum Besten der Hamburger Nothleidenden angegriffen hatten. Die Berufung des verurtheilten Glöß wurde lage tönne doch einem so geringen Betrage gegenüber nicht aus peranstaltet. Unter Berufung darauf stellte diefer Verein das vom Gericht in jeder Beziehung verworfen. Er hat auch noch schlaggebend in's Gewicht fallen. Die Pflastersteine sind bekannts Gesuch, man möge ihm die Tonhalle auch zu einem am 3. Juli die Kosten der Berufungsinftans zu tragen. Alles in allem dürfte lich bereits angeschafft. 1 " " 9 Polizeiliches, Gerichtliches c. 2c. " " dieser Beschluß mit dem Vorbehalt gefaßt sei, soweit die im Etat zum Zwecke der Neu- und Umpflasterungen zu bewilligenden Mittel es gestatten". Sie hält die Neupflasterung einer so großen Anzahl von Straßen bei dem Darniederliegen der Bauthätigkeit und weil es sich um großentheils noch unbenannte Straßen handle, deren Bebauung erst nach Jahren werde in Angriff ges nommen werden, für nicht erforderlich. 11 Der Ausschuß schlägt vor, über diese Petition zur Tagesordnung überzugehen; die Berfammlung beschließt demgemäß. Ohne Distussion wird der Etat für 1893/94 mit dieser Summe festgesetzt und die Quote der Einkommensteuer auf 85 pet. der Normalsäge festgestellt. Damit ist die Etatsberathung erledigt. Bei der Ausgabeposition für die Brunnen- inkl. der 3ffentlichen Springbrunnen" wurde im Ausschuß angeregt, ob nicht dem Magistrat die Anstellung eines städti Auf der Tagesordnung stehen noch 23 weitere Vorlagen. schen Chemiters für die Vornahme der chemischen Unter- Aus dem Rathhausbau- Fonds soll eine weitere Summe von fuchungen des Leitungs-, Riesel- und Brunnenwassers, sowie für 120 000. gur inneren Ausschmückung des Rath bie Untersuchung der Luft zur Erwägung zu stellen sei. Der Aus: hauses zur Verfügung gestellt werden. Es handelt sich um die schuß zeigte indeß keine Geneigtheit, auf die vorgeschlagene Re- Fertigstellung der Decke im großen Treppenhause, um die AusSolution einzugehen, da mit der Uebernahme der Gesundheits- füllung der öftlichen Nische im Korridor vor dem Magistratspolizei durch die Stadt die Frage sich ganz von felbit entwickeln Sigungsjaale und um 4 Statuen im Hauptveftibül unter dem werde, auch das große Feld der hygienischen Untersuchung von Thurn, sowie um ein Prothyron( Vorbau) vor dem Eingang einem Manne kaum beherrscht werden könne. zum Stadtverordneten- Sizungsfaal. Dhne weitere Debatte wird der Antrag angenommen, dem durch die Gemeinde Einkommensteuer auf stritten, während Stadtv. Salge für die Ordnungsmäßigkeit der die Position des Etatsentwurfs also wieder hergestellt. zubringenden Betrag von 21 579 593 M. nach dem Etatsentwurf Ausführung eintritt, da man auch in der Baudeputation über Zur Position Umpflasterungen" liegt eine Petition des abgesetzt werden. Damit ermäßigt sich das Soll an Gemeinde die drei Sparren hinweggegangen sei, und Stadt- Baurath Vorizenden der Freien Vereinigung unbefoldeter Gemeinde- einkommensteuer auf 19 572 748 m. Hiernach wird die Er Blankenstein sich auf ein Gutachten zweier besonders bebeannten der füdöstlichen Louisenstadt vor, zur Beseitigung der hebung von 85 pt. des Staatseintommensteuer- fragter Sachverständigen beruft. Vorgärten und Regulirung und Pflasterung des Fahr Sages für 1893/94 vorgeschlagen. Die bisherigen MiethsFahr- Sages Stadtv. Singer: Nachdem eine Reihe von Sachverstän dammes der Reichenbergerstraße von dem Kottbuser steuer- Ermäßigungen resp. Befreiungen follen für 1893/94 be- digen gesprochen haben, ist es doch vielleicht gut, daß auch ein Thor bis zur Grünauerstraße in der vollen in Aussicht ge- stehen bleiben. Der Stadthaushalts- Etat balancirt Laie seine Ansicht äußert. Ohne die Sachverständigkeit der Gutnommenen Breite die Mittel bereit zu stellen. mit 83 124 534 M. achter und des Stadtbauraths anzuzweifeln, fann ich doch die Sache nicht für hinreichend aufgeklärt erachten. Wir dürfen im Intereffe der Stadtverwaltung nichts unterlassen, um den schweren Borwurf, daß die Stadt nicht kontrattmäßig gelieferte Arbeiten abnimmt, vollständig klarzustellen. Das kann nur in einem Ausschuß geschehen, in dem leidenschaftslos und fachlich verhandelt wird. Wie die Dinge sich hier zugespitzt haben, wird eine große Beunruhigung in die Bürgerschaft hineingetragen werden, wenn nicht über jeden Zweifel tlar festgestellt wird, daß die Behauptungen der Herren Esmann und Gelle grundlos sind( Widerspruch). Ja, hier stehen sich doch die Meinungen von Sachverständigen gegenüber. Nicht früher fann die Versammlung befriedigt fein, als bis der Ausschuß feinen Bericht erstattet und die erhobenen Vorwürfe für grundStadtv. Kyllmann schlägt vor, statt des für die Nische ios erklärt hat; solange dies nicht geschehen ist, muß sie non in Aussicht genommenen Monuments für den Frhrn. v. Stein liquet sagen. eine dealfigur, etwa eine Sprea" zu wählen. Stadtbaurath Blankenstein: Von einem GegenüberBei der Abstimmung wird sowohl der Antrag Kyllmann, als stehen von Sachverständigen- Gutachten kann nicht die Rede sein, auch die Vorlage abgelehnt. denn die Herren Selle und Naß haben die Sparren nicht ge Von den für den Bau des Märkischen Provinzial- sehen( Widerspruch seitens der Genannten), aber nicht museums eingegangenen, nicht prämiirten Konkurrenz untersucht. entwürfen sollen drei von der Jury als hervorragende be- Die Versammlung beschließt die Einsehung eines Ausseichnete für je 1000 M. angetauft werden. Außerdem sollen schuffes von 5 Mitgliedern für die Untersuchung der Anden 5 nicht den städtischen Behörden angehörigen Preisrichtern gelegenheit. Entschädigungen von im ganzen 3400 M. gewährt werden. Von den Stadtvp. Hanke, Gerstenberg u. Gen. ist folgender Die Vorlage wird genehmigt. Antrag eingebracht: Jm Gytra- Ordinarium sind von den 3 geforderten Millionen zum Grundstücksantauf für Verbreiterung der Gertraudtenstraße tros des Widerspruchs der Bauverwaltung 1 000 000 m. gestrichen worden. Ferner sind abgesett 112 000 M. an der Forderung von 262 000. für Regulirung und Pflasterung der Straße 32 a Abth. VII des Bebauungsplanes von der Spree bis Goykowskystraße, indem die Straße in dem kommenden Etatsjahre nur von der Spree bis zur Jagomstraße regulirt und gepflastert werden soll. Neu in das Extra- Ordinarium eingestellt hat der Ausschuß auf grund einer Nachtragsvorlage des Kämmerers 155 000 M. für Ungestaltung des Gendarmenmarktes( Schillerplay). 11 = Auf der Mühlendamm Brücke follten nach einer früheren Vorlage die Standbilder der Markgrafen Johann I. und Otto III. aufgestellt werden, unter welchen angeblich die Städte Berlin und Kölln Stadtrecht erhalten haben. Nach eingehenden Verhandlungen der eingefeßten gemischten Deputation sollen statt der beiden zwei andere Astanier, Albrecht der Bär und Waldemar aufgestellt werden. Der Magistrat hat diesem neuen Vorschlage zugestimmt. Der Beschluß betreffs der Gertraudtenstraße ist mit 9 gegen 6 Stimmen gefaßt, obwohl geltend gemacht worden war, daß mit nur 2 Millionen die Verbreiterung nicht mit der beabsichtigten und durchaus wünschenswerthen Schnelligkeit zur Ausführung zu bringen fei, daß es namentlich nicht gelingen werde, mit dem Abbruch der Baulichkeiten schon am 1. April 1894 zu beginnen. Der Ausschuß hält dies auch bei der Verminderung der für die 7 zu enteignenden Grundstücke( 8 sind bereits freihändig angetauft) geforderten Summe um 1 Million für durchführbar. Die im Etat ausgeworfenen 200 000 9. für die NeuRegulirung der Schönhauser Allee von der Danzigerstraße bis zur Verbindungsbahn foll, falls der Grunderwerb nicht innerhalb des Jahres 1893/94 abgeschlossen wird, event. für die Neuregufirung der Mühlenstraße vom Rummelsburger Platz bis zur Fordenbeck und Straßmann vorgeschlagen. Warschauer Straße verwendet werden. Die Streichung der 1 Million Mart an der Forderung für die Gerdtrautenstraße wird ohne Debatte beschlossen; auch im übrigen tritt die Versammlung den Ausschußanträgen lediglich bei. Die Gesammtausgabe des Tiefbau- Etats erhöht sich durch den Beschluß, betr. die Neupflasterungen auf 18 660 795 M. Im Spezialetat Verschiedene Einnahmen und Ausgaben" finden sich unter Titel I der Einnahmen die Renten, Dotationen und Abgaben aufgeführt, die zum Stadt fädel fließen: 289 155 M. Antheil Berlins an den Dotations geldenn ber Provinzial- und Kreisverbände, 4802 590 M, aus Ser les Huene, 860 000 M. Staatsbeitrag behufs Erleichterung der Volksschullasten, 533 812 M. Rente der Englischen Gasgefell fchaft, 300 000 M. Abgabe der Berliner Elektrizitätswerke, 1152 580 M. Abgabe der Großen Berliner Bjerdebahn, 64 620 M. von der Neuen Berliner Pferdebahn, 7250 M. von der Berlin Charlottenburger Pferdebahn. Unter Titel II figuriren 255 000 M. Pacht vom öffentlichen Auschlagswesen ( Nauck& Hartmann), verschiedene kleinere Einnahmen betragen 8309 M. Die Gesammteinnahme ftellt sich auf 10 009 074 9., da im Extraordinarium noch der verfügbare Rest des Ueber schaffes von 3 040 758 M. vom Verwaltungsjahre 1891/92 mit 1740 758 M. hinzutritt. Bon verschiedenen Seiten sind anderweitige Vorschläge eingebracht. Stadtv. Dinse beantragt die Postamente durch kunstvolle Kandelaber zu beſegen; vom Stadtverord: neten Fähndrich werden die Standbilder der Bürgermeister von Beclin und Kölln Marsilius und Ryke( Heiterkeit), endlich vom Stadtv. Sachs II diejenigen der Herren von Stadtv. Dinse empfiehlt seinen Vorschlag als die beste Vermittelung. Stadtv. Fähndrich kann auch nicht finden, daß der erste und letzte Askanier besonders passend für den Mühlendamm gewählt sind. Mit den Askaniern habe die viel ältere Mühlendamm- Brücke gar nichts zu thun. Viel besser empfehle sich die Errichtung von Denkmälern der beiden Bürgermeister, die that sächliche Verdienste um die Stadt sich erworben hätten. Nach Ablehnung eines Antrages auf Vertagung der Angelegenheit begründet Stadto. Sa ch 3 11 feinen Antrag, der durch die moderne Entwickelung der Stadt wohl genügend gerechtfertigt sei. Es handle sich darum, die Repräsentanten der modernen Entwickelung Berlins zu verkörpern; auch dieser Gesichtspunkt müsse bei einer solchen Gelegenheit in Betracht gezogen werden. Die Versammlung wolle beschließen, den Magistrat um Auskunft darüber zu ersuchen, ob demselben bekannt ist, daß der Kultusminister den Widerspruch der Zwölfapostel- Kirchengemeinde gegen das Vorbeiführen der elettrischen Hochbahn an der Luthertirche auf dem Dennewißplas für begründet erachtet hat, und welche Schritte der Magistrat eventuell zur Verhütung einer Beeinträchtigung der öffentlichen Verkehrsinteressen zu ergreifen gedenkt. Der Antrag ist im Ganzen von 46 Mitgliedern der Verfammlung unterschrieben. Stadtv. Gerstenberg: Sowohl in ästhetischer wie in akustischer Beziehung kann die Ueberführung der elektrischen Bahn der Lutherkirche nicht den geringsten Nachtheil zufügen. Es sind 20-40 Meter Zwischenraum zwischen dem Bahnkörper und der Kirche vorhanden, viel mehr als z. B. manche Schulen von dem Körper der viel geräuschvolleren Stadtbahn entfernt sind. In ästhetischer Hinsicht fann man doch den Anblick des Thurmes für den Befchauer als entscheidend nicht gelten lassen; diefer Anblick wird aber auch nicht im Mindesten beeinträchtigt. Die Stadt hat seiner Zeit den Bauplatz geschenkt; wie schwer ist die Zustimmung dazu Manchem in der Versammlung geworden!( Sehr richtig Wenn hier ein solcher Anstand erhoben und vom Kultusminister unterstützt wird, so dürfte ein Antrag anderer Kirchenräthe bei der Stadt auf Gewährung ähnlicher Begünstigungen auf noch größere Schwierigfeiten stoßen.( Bielseitige Zustimmung.) Stadtv. Vortmann äußert sich in demselben Sinne. Hätte man gewußt, daß die Lutherkirche ein Verkehrshinderniß werden würde, nimmermehr hätte die Versammlung den Dennewitzplaz geschenkt! Der Antrag wird angenommen. Stadto. Bortmann tritt mit dem Stadtv. Dinfe für Randelaber ein; Marsilius und Ryke würden vom Publikum einfach für Askanier in Zivil angefehen werden( Heiterkeit). Mit dem freihändigen Erwerb des von dem Wittig'schen Stadtbaurath Sobrecht: Daß auf die Postamente Figuren Grundstück Thurm- und Stromstraßen- Ecke erforderlichen Terrains gestellt werden, ist bereits Gemeindebeschluß. Die Postamente, von 315 qm zum Preise von 70 M. à qm zur Freilegung von denen eins bereits loco steht, eignen sich für Kandelaber der Stromstraße erklärt sich die Versammlung einver nicht. Der Magistrat empfiehlt die Vorschläge des Ausschusses. standen. Stadtv. Singer: Ich bin mit dem Magistrat darin ein Ueber die Einführung von Stadtverordneten, verstanden, daß wir die Vorlage heute erledigen. Weiter geht gegen deren Wahl ein Protest erhoben ist, bestehen rechtEin Antrag, die Dotation aus der. lex Huene um 2 Mill. mein Einverständniß aber nicht. Namentlich bin ihliche Meinungsverschiedenheiten zwischen den städtischen Behörden zu erhöhen, ist im Ausschuß abgelehnt worden. nicht davon davon überzeugt, daß hier Figuren aufgestellt von Berlin und dem Oberpräsidenten. Der lettere hatte Die Einnahmen werden nach der Vorlage unverändert feft werden müssen. Wenn es nur darauf antäme, Bor bisher die Rechtsansicht vertreten, daß die Einführung der neugestellt. schläge für passende Standbilder zu machen, so fönnte ich aus gewählten Stadtverordneten im Falle erhobenen Einspruchs vom Zu den Ausgaben diefes Spezialetats gehören im Ordinarium noch viel neuerer Zeit Namen anführen, welche in der Versammlung Ausfall des etwa sich anschließenden Verwaltungs- Streit6825 W. Seistungen aus Verträgen und Testamenten, 500 M. für ge- fich großer Beliebtheit erfreuen und viele Stimmen auf sich ver verfahrens abhängig gemacht werden muß. Die Stadtverordnetenrichtlich zugesprochene Entschädigungen für aufgehobene Verträge, einigen würde. Herr Sachs ist ja zu seinem Vorschlage, Persön- Versammlung dagegen hat beschlossen, daß die Einführung nur 143 842 M. für Beiträge und Geschenke an Vereine und Institute, lichkeiten aus der modernen Entwickelung Berlins für die Stand- dann unterbleibt, wenn die Stadtverordneten- Bersammlung vor Davon 10 412 M. an auswärtige Vereine u. f. w., 660 Mt. Unter bilder zu wählen, berechtigt; aber Personen, welche noch so frisch Beginn der Wahlperiode die Wahl bereits für ungiltig erklärt stützung für die Invaliden resp. an die Hinterbliebenen der Ge- in unfrer Erinnerung stehen, über welche das Urtheil sich noch hat, und zwar unterbleibt bis zur rechtskräftigen Aufhebung des fallenen von 1864, ferner 16 089 m. Unterstützungen auf Ber- nicht geklärt haben tann, im Standbilde aufzustellen, würde doch Beschlusses der Stadtverordneten- Versammlung. Nunmehr hat fügung des Magiftrats( barunter 360 M. zu unterstützungen feltfam erscheinen. Ein großer Theil der Versammlung und ein der Oberpräsident nach Vernehmung mit dem Minister des beim 50jährigen Gesellenstande und 450 M. desgl. bei goldenen noch größerer der Bürgerschaft würde es taum begreifen, wenn Innern feine frühere Ansicht dahin geändert, daß er empfiehlt, Hochzeiten), 4490. verschiedene Ausgaben für gemeinnügige man einen Mann, der bei dem Zustandekommen eines den Grundsatz aufzustellen: Die Einführung der neu gewählten Zwecke, 107 432. feststehende Zuschüsse aus Reuten der fluchwürdigsten Gefeße mitgewirkt hat, ein Denkmal Stadtverordneten erfolgt mit Beginn derjenigen Wahlperiode, für und Dotationen, 10 940 M. für das Märkische Provinzialmuseum, errichtete.( Widerspruch. Der Vorsteher ersucht den Redner, welche sie gewählt sind, jedoch nicht früher, als die Giltigkeit 65 280 M. für das Statistische Amt, 638 M. für kirchliche Zwecke diese Kritik eines Staatsgesetzes zurückzunehmen. Redner ihrer Wahl durch die Stadtverordneten- Versammlung anerkannt ( darunter 170 M. zur Bestreitung des vom Magistrat als erklärt, dazu keine Veranlassung zu haben. Der Vorsteher ist. Der Magiftrat giebt der Stadtverordneten- Verfammlung Kirchenpatron an jeden neu eingeführten Prediger zu zahlenden ruft darauf den Redner wegen dieses Ausdrucks zur Ordnung.) von dem neuen Resfript Kenntniß und meint, daß im Herbst nach observanzmäßigen Opfers von 10 Thalern Gold= 34 M.), Mit Freuden begrüßen muß man dem gegenüber den praktischen Beendigung der Ergänzungswahlen zu versuchen sein wird, die 15 000 M. Kosten der Repräsentation der Stadt Berlin. Das Vorschlag des Herrn Dinfe, welcher auf den Postamenten Kande- Prüfung der Giltigkeit der Wahlen spätestens bis zum Beginn Extraordinarium enthält u. a. 500 000 m. als Depofitions laber aufstellen will. Daß es die besondere Aufgabe des Ma- des Jahres 1894 zu beenden. quantum zu unvorhergesehenen Ausgaben. giftrats wäre, historische Personen in Standbildern zu verewigen, muß durchaus bestritten werden; dem Gefühle der Bürgerschaft entsprechen Sie ganz gewiß am meisten, wenn Sie die Brücke mit Kandelabern schmücken. Durch den Ausschuß ist im Einverständniß mit dem Kämmerer der Betrag von 148 842 M. für Vereine und Institute um 4500. erhöht worden, indem für die Stubbe- Stiftung 2000 m. neu eingesetzt und dem Verein für Speisung armer Rinder und Nothleidender statt 500 M. Beihilfe 3000 Mt. gewährt wurden. Stadtv. Dinse beantragt, den früheren Beschluß ausdrücklich aufzuheben; Stadtv. Meyer 1 will fämmtliche Anträge an die gemischte Deputation zurückverweisen. Auf Antrag des Stadtv. Sa ch 3 11 wird die Vorlage dem Wahlprüfungs- Ausschuß überwiefen. Das Provinzial- Schulfollegium hat für die Berliner höheren Lehranstalten die Ferien wie folgt festgesetzt: Osterferien 29. März bis 11. April, Pfingstferien 19.- 25. Mai, Sommerferien 14. Juli bis 22. August, Michaelisferien 7.- 19. DItober, Weihnachtsferien 23. Dezember bis 9. Januar 1894. Der Die zu diesem Etat im vorigen Jahre beschloffenen Re= Stadtv. Bailleu hält eine weitere Verzögerung der Sache Magistrat macht hiervon mit dem Bemerken Mittheilung, daß folutionen: für ungerechtfertigt. Bloße Kandelaber aufzustellen, weil man er beim Kultusminister dahin vorstellig geworden ist, die Anfangs1. Dem Zentralausschuß zur Förderung der Jugend- wegen der Wahl paffender historischer Persönlichkeiten in Verzeit der Oster, Sommer- und Herbstferien um 8 Tage früher anund Volksspiele in Deutschland einen Beitrag zu legenheit sei, wäre ein nicht würdiger Abschluß. Es handelt sich zusetzen. bewilligen; hier auch nicht blos um Liebhaberei derjenigen Kreise, die für Stadtschulrath Fürstenau theilt mit, daß der Minister die Astanier eintreten, sondern es handle sich um die deutsche fich bezüglich der Sommerferien ablehnend geäußert hat, aber Dynastie, die zuerst für Berlin Bedeutendes geleistet habe. Man den Wunsch bezüglich der Oster- und Michaelisferien im nächsten folle also dem Beschlusse der Deputation beitreten. Jahre in Erwägung nehmen will. 2. Den Magistrat zu ersuchen, der Humboldt- Akademie einen angemessenen Beitrag aus städtischen Mitteln zu bewilligen, find vom Magistrat ad 1 noch nicht endgiltig erledigt, ad 2 abgelehnt worden. Der Ausschuß empfiehlt beide Resolutionen zur wiederholten Annahme. Stadtv. Spinola: Die Sache muß endlich zum Abschluß kommen. Der Stommunalbeschluß ist nicht geeignet, uns zu schrecken; solche Beschlüsse tönnen abgeändert werden. Ich bin für Kandelaber; fie gereichen allen Brücken, die damit verfehen Ferner lagen dem Ausschusse Anträge vor: 1. Dem Magiftrat zur Erwägung anheimzugeben, der Fachschule sind, zur höchsten Zierde. bes Fachvereins der Maler 300 M. als einmalige Beihilfe zu Stadtv. Meyer L. hält die Zurückverweisung der Vorlage gewähren; 2. 18 000 m. in den Etat extraordinär einzustellen, mit den Anträgen für nothwendig, da die Frage der Errichtung um event. einige Beamte nach Chicago behufs Studiums der von Kandelabern der Deputation gar nicht vorgelegen habe. Ausstellung im städtischen Jutereffe schicken zu können; 8. Der Antrag Meyer I. wird abgelehnt. 100 000 m. extraordinär zur Verausgabung für Kunstzwecke einzustellen. Der Ausschuß beantragt, den ersten Antrag dem Magistrat gur Berücksichtigung, die anderen zur Erwägung zu überweisen. Der Etat wird ohne Debatte nach den Ausschußvorschlägen genehmigt; auch bezüglich der Refolutionen und Anträge gelangen bie Anträge des Ausschusses zur Annahme, nachdem Stadtv. Ryllmann den Antrag sub. 3 warm befürwortet hat. In der zweiten Berathung empfiehlt Stadtv. Alexander Meyer die Annahme des Vorschlags der Deputation. Die Kandelaber könne er durchaus nicht afzeptiren. Daß Porträt ähnlichkeit bei den Askaniern nicht verbürgt werden könne, fei tein Unglück; bas Wichtigste sei, daß die Figuren im Gewande ihres Zeitalters sich präsentiren. Die Astanier feien doch immerhin diejenigen Fürften, unter denen der Grund zur Bedeutung Berlins gelegt worden sei. Stadtv. Dinse: Unser Antrag ist kein Verlegenheitsantrag, fondern bleibt die beste Verinittelung zwischen den einander entgegenstehenden Meinungen. Unser Antrag ist sehr wohl akzeptabel, ohne vorberathen zu sein. Nach einer weiteren Mittheilung des Magistrats hat der felbe auf Antrag der Deputation für öffentliche Gesundheitspflege beschlossen, in Zukunft den Syphilitischen, welche nicht unter fittenpolizeilicher Rontrolle stehen, in den drei städtischen Krankenhäusern Aufnahme zu gewähren; die Kuratorien find mit entsprechender Anweisung versehen werden. Dieser Schritt er folgt auf grund der Vorstellungen, welche von der Berliner Medizinischen Gesellschaft bezüglich der bestehenden Einrichtungen zur Berhütung und Behandlung der venerischen Krankheiten in Berlin an die städtischen und Staatsbehörden gerichtet worden sind. Die Vorlage wird ohne Debatte zur Kenntniß genommen. Schluß 9/4 Uhr. Tokales. Die Einnahme aus der Kapital- und Schulbenverwaltung beträgt 12 904 541 M., die Ausgabe 15 428 991 Mart, der Zuschuß der Stadthauptfajfe 2 524 450 M. Die EtatsAn die Beisiger des Gewerbegerichts! anfäße für die Miethssteuer hat der Ausschuß von Laut Bekanntgabe des Magistrats findet am Mittwoch, den 12 800 000 auf 12 900 000., für die Haussteuer von 6 000 000 Unter Ablehnung aller Anträge wird der Magistratsvorschlag 5. April, Abends 8 Uhr, im Bürgersaal des Rathhauses eine auf 6 050 000. erhöht; Hundesteuer( rund 500 000 M.), angenommen. Bersammlung der Gewerbegerichts- Beisiger statt, in welcher ein Braumalzsteuer Buschlag( 580 000 ( 580 000 Mark) und Ueber das Ergebniß der Bau- Abnahme der höheren Bürger- aus zehn Personen bestehender Ausschuß für Gutachten und An28anberlagerfteuer( 500 M.) follen unverändert bleiben. schule in der Belle Alliancestr. 80 entspinnt sich eine längere träge gewählt werden soll. Wir halten uns daher verpflichtet, Durch die am Etat im einzelnen beschlossenen resp. vor- Debatte über die Frage, ob drei oder eine größere Anzahl Dach zum Donnerstag, den 30. März, Abends 8 Uhr, im Saale der gefchlagenen Abänderungen wird im ganzen ein Besparren vorschrifts- und kontraktsmäßig beschaffen gewesen sind. Berliner Ressource, Kommandantenstraße 57, eine Versammlung von 2006 850 Mart verfügbar. Dieser soll an Von den Stadtov. Naß, Selle und Esmann wird dies be- der Gewerbegerichts- Beisiger abzuhalten, trag # Bei der Wichtigkeit diefer Angelegenheit erwarten wir das Erscheinen aller Beisitzer. Dieselben werden auch noch per Karte eingeladen werden. Der provisorische Ausschuß für die Organisation der Gewerbegerichts Beisiger. J. A.: A. Körsten, Staligerstr. 63/64. Gerichts- Bettung: wieder feine Arbeit auf, mit Soziale Uebersicht. Achtung, Filzschuh- Arbeiter! wahrer Der Streit in der Fabrik von Landsberger, Barnimstr. 22, ist beendet. Herr Landsberger zahlt jetzt den tarismäßigen Lohn. In der Forderung der Zuthaten haben die Arbeiter sich mit Herrn Landsberger geeinigt. Die Sammellisten sind so schnell wie möglich abzurechnen oder leer zurückzugeben. Die Liste Nr. 50 ist verloren ge= gangen. Die Lohntommission Richtung gegen die hohe Effe des Maschinenhauses der physikalischtechnischen Reichsanstalt an der Marchstraße zu Charlottenburg. Lieutenant Groß übersah sofort die Gefahr und entleerte in wenigen Augenblicken eine Menge Ballastsäcke, so daß ein Gand Wegen ungebührlichen Verhaltens einem töniglichen regen herniederprasselte. Trotzdem näherte sich der vom Winde Notar gegenüber war der Grobschmied Juhr an zu einer Geldgetriebene Ballon pfeilschnell der Esse; die Gondel schlug mit strafe von 50 m. verurtheilt worden. Der Notar G. hatte dent großer Kraft an bas Mauerwert; die Spize des auf dem Angeklagten eines Tages einen zum Proteft gelangten Wechfel Sur Lohnbewegung der Schneider. Eine Versammlung Schornstein befindlichen Blizableiters bohrte sich in den Ballon vorzuzeigen. Er traf den Angeklagten bei der Arbeit, ein glühenber Arbeitgeber beschloß Montag Abend im Branden ein und riß an der unteren Seite ein großes Loch. Eine un- des Gifen zu hämmern. Der Notar gab den Zweck feines Grburger Hause, jedem darin freien Willen zu laffen, wie er beschreibliche Aufregung bemächtigte sich der aus etwa 60 Ber- fcheinens zu erkennen, anstatt zu antworten, nahm der Anmit seinen Arbeitern das Arbeitsverhältniß regele, da von vielen fonen bestehenden Zuschauer; man rief:" Der Ballon ist zerrissen, geklagte aber Firmen die Abmachungen nicht eingehalten würden. Birta herunter, herunter!" und ein Theil der Damen war halb ohn- uth hieb er auf das Gisen, daß die Funken dem Besucher 114 Firmen haben die Forderungen der Streifenden bereits bemächtig vor Schreck. Doch verlor Lieutenant Groß feinen Augen- um die Ohren flogen. Als es diesem endlich gelang, sich Gehör villigt. blick die Geistesgegenwart. Da eine Landung über den Häusern zu verschaffen, erhielt er von dem Angeklagten eine grobe Somit ist der Ring gesprengt. und den Bäumen des Thiergartens unmöglich war, suchte er eine Antwort. Der Notar mußte sich unverrichteter Weise wieder entAuch der Hirsch- Duncker'sche Ortsverein I der Schneider er günstigere Landungsstelle und segelte in ziemlicher Höhe, fort- fernen, wobei der Angeklagte ihm noch die Worte zurief:" Man flärte sich in seiner am 27. März abgehaltenen Bersammlung während Ballast werfend, in südöstlicher Richtung über Berlin müßte Ihnen eigentlich einen Hammer gegen den Kopf werfen." mit den Streikenden solidarisch und wird seine streitenden Mitab. Der Ballon, an dem die Feyzen umherflogen, war gegen Im Berufungstermine entschuldigte der Angeklagte sich damit, glieder aus Vereinsmitteln unterstützen. 10 Uhr dicht über Berlin sichtbar. Bis gegen 12 Uhr war über daß er das Eisen hätte schmieden müssen, während es heiß war. die Landung nichts bekannt. Es sei ihm so vorgekommen, als ob der Notar auch nicht beUeber die Lohnverhältnisse in den Reparaturwerkstätten Nachschrift. Zu der Fahrt des„ Humboldt" wird noch sonders höflich gewesen sei. Der Gerichtshof hielt dies für leere der Großen Pferde- Eisenbahn- Gesellschaft gehen mitgetheilt, daß es nur als wunderbar zu betrachten ist, daß das Ausreden, die vom Schöffengericht erkannte Strafe sei keineswegs uns von betheiligter Seite einige Mittheilungen zu, die erkennen Gas, als das Luftschiff an die Esse der physikalisch- technischen zu hoch und die Berufung deshalb zu verwerfen. laffen, daß auch hier manche Mißstände der Abhilfe dringend Reichsanstalt stieß, nicht explodirte; der Kessel in dem Maschinenbedürftig sind. Unserem Gewährsmann zufolge bewegt der Lohn hause war bereits angefeuert. Interessant ist es, daß der Photoin den Reparaturwerkstätten sich zwischen 18 und 25,50 Mart graph Anschütz ein Augenblicksbild von dem Unfalle aufgenommen wöchentlich. Die letztere horrende Summe erhalten aber nur hat. Bis jetzt hat der Ballon teine seiner drei Fahrten glatt diejenigen Arbeiter, die bereits 17 und 18 Jahre bei der Gesell- zurückgelegt. Bei der ersten brach Professor Aßmann einen Fuß, schaft beschäftigt find. Bis vor drei Jahren ist die Auszahlung die zweite Landung war mit großen Schwierigkeiten verknüpft, monatlich erfolgt; die immer schlechter werdenden Lebensverhält da der Ballast fast verbraucht war, und die Gondel mit rasenber niffe zwangen die Arbeiter jedoch, bei der Direktion um wöchent: Schnelligkeit siel. Der Anprall war sehr groß, so daß man auf liche Lohnzahlung einzukommen. Dies Gesuch wurde zwar ab- ein Unglück gefaßt war. Der Landungspunkt der heutigen Aufgelehnt, doch ließ sich die Direktion endlich bewegen, fahrt war auch bis 12 Uhr noch nicht bekannt, den Arbeitern einen wöchentlichen Vorschuß bis gu fünfzehn Mart zu geben. Derselbe mußte Freitags Mit schweren Kopfverlegungen wurde heute Morgen um bestellt werden. Fiel nun der Haupt- Lohnzahlungstag, der 23. 81/2 Uhr durch den Arbeiter Robert Ballschmiedt ein unbekannter im Monat, auf einen Montag, so gab es am Sonnabend vorher Mann in die Charitee eingeliefert. Wie sich herausstellte, war nichts, wenn der 23. aber in die Mitte der Woche fiel, so wurde der Unbekannte vor dem Hause Invalidenstraße 122 von einem am darauf folgenden Sonnabend der Vorschuß verweigert. Die Pferde an den Kopf geschlagen worden, so daß er eine Bertrüm Arbeiter drangen schließlich darauf, auch an dem Sonnabend, merung des Schädels erlitt. Der Verlegte ist bewußtlos und welcher dem Rechentage folgte, einen Vorschuß zu erlangen und tonnte über den Vorgang nicht vernommen worden. erhielten denn auch 10 bis 12 Mart ausbezahlt. In der That ein großartiges Koftgeld für eine sechstöpfige Familie, die infolge Durch fünfzehn Messerstiche verlegt wurde in der Nacht der von der Direktion beliebten Praxis in der Lohnzahlung fort- zu gestern der Gürtler D. Gegen 2 Uhr wurde er in der während gezwungen ist, auf Borg zu kaufen. Aber auch die Prinzenstraße von zwei Frauenspersonen belästigt. Gr wies fie gemachten Zugeständnisse scheinen der Direktion noch zu viel zurück und drohte der einen, die immer aufdringlicher wurde, gewesen zu sein, denn es wurde fürzlich bestimmt, daß der Vor- mit einer Ohrfeige. Jetzt wurde er von beiden und von zwei schuß schon am Donnerstag bestellt werden muß. Dies ge- hinzugekommenen Männern mit höhnischen Bemerkungen bis an schah mit dem stillschweigend hingenommenen Bemerken, seine Wohnung in der Gitschinerstraße verfolgt. Als er die daß, wenn Der Donnerstag auf den 23. falle, die Hausthür aufgeschlossen hatte, drängten sich die Männer mit in Arbeiter doch nicht schon vorher Vorschuß bestellen den Flur hinein, fielen über ihn her und bearbeiteten ihn mit fönnten. Gerade in diesem Monat, wo der 23. auf Meffern. Bei diesem Vorgange hatte Q. feinen Hut verloren; des Borwarts", betreffs Einsendung von Adressen von Arbeitern einen Donnerstag fiel, machte sich dies für die Ar- ftatt dessen wurde später eine fremde Kopfbedeckung gefunden, beiter aufs unangenehmifte bemerkbar. Den am Donnerstag aus- als deffen Eigenthümer der Komifer Heinzdorf später ermittelt wurde. bezahlten Nachschuß mußte jeder Arbeiter zur Miethe legen; Diefer giebt zu, daß er in Gemeinschaft mit dem Gürtler Barussel man war daher dringend auf den zum Sonnabend bestellten ge- auf D. eingeschlagen habe, bestreitet aber, sich dabei eines Messers ringen Betrag angewiesen. Aber der gewünschte Borschuß wurde bedient zu haben. Er will nur seinen Hausschlüffel gebraucht nicht ausbezahlt, erst zu Ostern sollte es wieder 15 M. geben! haben. Wovon, so fragt unser Gewährsmann, soll nun die Familie so lange leben? Man ist auf das Borgen beim Kleinframer Ein mysteriöser Todesfall beschäftigt zur Zeit die Beangewiesen, und muß daher für schlechte Waaren die höchsten hörden Spandau's und des Landgerichts Berlin II. Gin Arbeiter Preise zahlen. Auch kommt man, was bei den geringen Löhnen. war am Freitag, den 24. März, vom Amtsgericht zu Spandau ja auch nicht anders möglich, aus dem Schuldenmachen garnicht zu einer sofort vollstreckbaren Strafe wegen vermeintlicher Unheraus. Jit nun auch bei der Uebermacht, die das Unternehmer gebühr vor Gericht verurtheilt. X. wurde in die Belle abgeführt thum heutigen Tags ausübt, nicht daran zu denken, daß die Ge- und war kaum eine Stunde später eine Leiche. sellschaft den überaus färglichen Lohn der Arbeiter freiwillig er- Seinen Angehörigen ist mitgetheilt, X. habe sich erhängt. Da sie höhte so sollte sie doch soviel Rücksicht auf die Verhältnisse ihrer aber an seiner Leiche anscheinend von schweren äußeren EinArbeiter nehmen, daß sie denselben den verdienten Lohn fortan wirkungen herrührende Wunden, insbesondere am Kopfe des wöchentlich auszahlt. Todten, entdeckten, haben sie bei der Staatsanwaltschaft des Landgerichts Berlin II den Antrag gestellt, die Todesursache und den Grund der Verlegungen gerichtlich feststellen zu lassen. Auf das Ergebniß der Untersuchung darf man gespannt sein. Die Norddeutsche Allgemeine Zeitung", früher das offiziöse Blatt des Fürsten Bismarck, jetzt in Diensten des Neuen Kurses", wird von der Staatsbürger- Zeitung" als jüdisches Hez- und Denunziations- Blatt" bezeichnet. Armer Pindter! Aus Spandau wird unter'm gestrigen Tage gemeldet: In der hiesigen Pulverfabrik wird das Arbeitspersonal gegenwärtig um die Hälfte verringert, weil bedeutende Vorräthe an Pulver aufgespeichert sind, und weil die Militärverwaltung beabsichtigt, eine veränderte Fabrikation des Pulvers einzuführen. Soldatenegzeß. Am Mittwoch Abend 84 Uhr wurden in Berlin an der Kreuzung der Blücher- und Gneisenaustraße Baumeister Klemte, Fabrikant Schuch und ein Briefträger plöglich ohne jede Veranlassung von 8-10 Soldaten des Kaifer Franz Grenadier- Regiments mit blant gezogenen Seitengewehren an gegriffen und geschlagen. Dieselben flüchteten zu der Kaserne des Regiments und gaben dem dienstthuenden Unteroffizier den Thatbestand zu Protokoll. Der im Protokoll genannte Briefträger konnte bekunden, daß die sämmtlichen Mannschaften der dritten Kompagnie des Regiments angehörten. Man darf erwarten, daß über den Ausgang der eingeleiteten Untersuchung demnächst in der Oeffentlichkeit Mittheilung gemacht wird. der Filzschuh Arbeiter Berlins, Achtung, Maurer! Die Konferenz der Maurer, der Provinz Brandenburg findet am zweiten Osterfeiertage in Feuerstein's Lokal, Alte JakobStraße 75( Gaetensaal) statt. Dieselbe beginnt Vormittags um 9 Uhr und sind von dieser Zeit an Einlaßkarten am Eingang des Saales zu haben. S. Schigolsti, Vertrauensmann der deutschen Maurer zu Berlin. Nu die Parteigenossen Berlins und Umgegend. Im Anschluß an den Aufruf in der letzten Sonntagsnumrлer und Arbeiterinnen der Blumen, Putz- und Federbranche fehen wir uns veranlaßt, noch einmal an das Solidaritätsgefühl der Genossen zu appelliren, da die bisher eingegangenen Adressen in gar keinem Verhältniß stehen zu den ca. 10 000 Arbeitern und Arbeiterinnen dieser Branchen, die in Berlin und den nächsten Vororten wohnen. Gerade das Putzfach, das doch infolge der Verwendung feiner Produkte am ersten in der Lage sein sollte, den Arbeite rinnen einen anständigen Lohn zu sichern, ist schon vielfach für dieselben zum Degenerationsmittel geworden. Genossen, aus eigener Kraft fann die noch junge Bewegung dieser Arbeiterinnen( die in diesen Branchen beschäftigten männ lichen Personen sind kaum zu rechnen) nicht existiren, ste bedarf der Unterstützung sämmtlicher Parteigenoffen, vor allen Dingen aber derjenigen, denen solche Arbeiterinnen bekannt sind, oder die folche zu ihrer Familie zählen. Wir bitten deshalb nochmals um Einsendung von Adressen, damit die Verbreitung der Handzettel zur nächsten Versammlung in vollstem Maße vor sich gehen kann. Mit sozialdemokratischem Gruß J. A.: W. Jäger, Rigdorf, Herrmannstraße 34, Die Textilarbeiter Crefelds befinden sich, wie die Elbers felder Freie Presse" hört, in einer Bewegung um Aufbesserung ihrer unzureichenden Löhne. Einige Firmen sollen eine Lohnerhöhung schon zugesagt haben. In Hamburg tam es zu einem theilweisen Streit der Heizer und Trimmer. Kopenhagen, und zwar im Sozialdemokratischen Verein BDie Glasarbeiter Dänemarks halten am 30. März in total, Römersgade 22, die ordentliche Generalversammlung ihres Berbandes ab. Die wichtigsten Punkte der Tagesordnung firo: Regulirung des Lohntarifs, Lehrlingsfrage, Sonntagsarbeit, Er richtung einer Unterstützungskasse für Berbandsmitglieder, Stell ang nahme zum Achtstundentag und zur Akkordarbeit. Entgegnung. Der Frühling übt bereits seine belebende und erwärmende Wirkung, wenigftens in den Mittagsstunden. In dieser Zeit fann Sinfichtlich des Streiks der Keyftallglas Schleifer in auch der Leidende die tumpfe Stube verlassen und sich von der Gablonz( Böhmen) verlautet weder in böhmischen Arbeiterfrischen Luft umwehen und von der Sonne erwärmen lassen. blättern noch im deutschen Fachgenossen" etwas davon, daß er Noch giebt es einige schöne Flecke, die noch nicht der Privat- Uuter recht eigenthümlichen Umständen ist seit ca. 12 beendet sei. Es wird im Gegentheil die Unterstützung der Arspetulation und dem Privateigenthum überantwortet sind, sondern Tagen der Kaufmann Conrad Wachsmann, der bisherige Inhaber beiterschaft erbeten, damit der Streit siegreich verlaufe demnach dem allgemeinen Erholungsbedürfnisse dienen. Einer der schönsten des Waarentredithauses C. Wachsmann u. Co., hier, Alexander- wird die vor einigen Tagen gemeldete Nachricht der bürgerlichen diefer Flecke ist der Friedrichshain. Er ist für die um- ftraße 24, unter interlassung einer riesigen Schuldenlast ver- Blätter, er sei beendet und für die Arbeiter erfolglos gewesen, liegenden Stadttheile ein wahrer Bolts part, und wird auch als schwunden, welche etwa die Höhe einer halben Million wohl einem frommen Wunsche der ausbeutungswüthigen böhfolcher von der arbeitenden Bevölkerung geschätzt. Ein wenig erreichen dürfte. Wachsmann, welcher ein flotter Lebemann und mischen Fabrikanten entsprungen sein. frische Luft, etwas Grün und etwas Sonne sollte man doch auch unverheirathet war, war ein ständiger Besucher der hiesigen Henn dem Aermsten gönnen und keine Polizei sollte ihm dieses ver- pläge und Spielfäle; speziell in letzteren hat Wachsmann ganz fümmern. Ein in unmittelbarer Nähe des Friedrichshains woh bedeutende Summen gelassen, welche das ziemlich große Gin nender bruftkranker Arbeiter, der sich gestern in der Mittagsstunde kommen aus dem gut gehenden Geschäft bei weitem überstiegen. zwischen 1 und 2 Uhr diesen Genuß verschaffen wollte, mußte Außer dem Waarenhause in der Alexanderstraße, das allein brei jedoch erfahren, daß auch dieses ihm nicht erlaubt sei. Während Stockwerte einnahm, war Wachsmann Besitzer zweier Filialen in er ruhig auf einer Bank saß, erschien ein Polizeibeamter, der ihn, Berlin, die gleichfals gut gingen; infolge dessen genoß. einen obwohl er seine Legitimationspapiere bei sich hatte, aus dem ausgedehnten Kredit, den er in weitgehendster Weise ausnutzte. Friedrichshain hinaustrieb. Woher der Polizeibeamte die Be- Seit einiger Zeit wurde in den betheiligten Kreisen viel über fugniß hierzu nahm, wissen wir nicht. Der Friedrichshain ist Bahlungsschwierigteiten der Firma gesprochen, bis am 16. März Eigenthum der Stadt Berlin und der Polizei stehen teine Ein-. plöglich verreiste, ohne über sein Ziel irgend welche Angaben in der Großen Frankfurterstraße scheint durch die augenblickliche Das Kapitalistische Gemüth des Herrn Julius Linde Abaum griffe au, als die im Interesse der öffentlichen Ordnung ge- su machen. Gleichzeitig vermiste man aber auch die Bewegung der Berliner Schneider etwas aufgeregt zu fein. Durch boten find. junge Frau eiens Gläubigers des Verschwundenen, meine Kritik getroffen, sucht er in seiner Berichtigung die UnDie Polizeiverordnung, die den Markt auf dem die zu W. in intimen Beziehungen gestanden haben soll und deren eingeweihten zu täuschen. jetziger Aufenthaltsort gleichfalls nicht zu ermitteln ist. An dem Biehhofe auf Mittwoch und Sonnabend verlegt hat, ist am Bu seiner Beruhigung will ich Herrn Lindenbaum mittheilen, lehten Montage einfach außer Acht gelassen worden. Gine Rom- gewaltigen Schaden partizipiren zumeist sehr große auswärtige daß ich alles, was ich über seine Bezahlung gesagt habe, vollmissionsfirma vermittelte den Verkauf an die zahlreich erschienenen haben. Nach einer Mittheilung im Handelsregister vom 10. März Firmen, die Posten von 15-50 000 m. von W. zu erhalten ständig aufrecht halte. Schlächter, und selbst die städtischen Biehwagen wurden benutzt. alfo 5 Tage vor dem Verschwinden des W. ist die Firma find, weshalb bewilligt er nicht die aufgestellten Forderungen? Wenn die Verhältnisse bei Herrn Lindenbaum so glänzend Die dort poftirte Polizei stellte die Kontravenienten fest. Ob Wachsmann u. Komp. durch Vertrag auf den Raufmann Die Differenz der Preise, welche angeführt, bedeutet die größte Strafbefehle erlassen werden, bleibt abzuwarten. Friedrich Wilhelm August Kretschmann und den Kaufmann Karl Ausbeutung für die betreffenden Arbeiter. Julius Lewinsohn hier zu Berlin übergegangen. Die beiden Die Behauptung des Herrn Lindenbaum, er bezahle im Osten gegenwärtigen Geschäftsinhaber sind frühere Angestellte des Ver- die höchsten Söhne, ist falsch. schwundenen gewesen. G3 verlautet, daß 23. und die Frau ſeines der Firma Baer Sohn zahlt diese in ihren drei Geschäften, Gläubigers fich nach Amerita gewendet haben. Ueber die Verhaftung dreier Matrofen des deutschen Kriegsschiffes Leipzig" berichtet die neueſte hier eingetroffene Nummer der Zeitung The Capetimes". Biernach haben die felben am Dienstag, den 7. d. M., sich in Kapstadt ein Fuhrwert genommen, das den Kutschersiz hinten hat. Während der Fahrt haben sie dem Pferde den Schweif Jaft bis zur Wurzel ab geschnitten, so daß der Fahrweg durch Blutspuren gezeichnet war. Wegen dieser rohen That wurden sie in Haft genommen. Verschwunden ist unter Hinterlassung bedeutender Schulden Der Kaufmann Sally Borchardt, welcher Potsdamerstr. 100 ein Manufattur- und Weißwaaren- Geschäft betrieb. Das anfänglich gut gehende Geschäft hatte derart unter der Ungunft der Zeit Der Ballon Humboldt" hat bei seinem heutigen verhältnisse zu leiden, daß B. schon seit Monaten feinen Ver( Dienstag) dritten Aufstieg eine scheinbar gefährliche Havarie pflichtungen nicht mehr nachkommen konnte. Er schloß das Geerlitten. Er war auf dem bekannten Siemens'schen Gelände ge- fchäft und verschwand. Da der junge Kaufmann, der unverfüüt worden und stand um 91/2 Uhr zur Abfahrt bereit. Troß beirathet ist, über Geldmittel nicht verfügt und ihm sein Unglück des scharfen Nordostwindes schien die Fahrt besonders erfolg fehr zu Herzen ging, fo wird aus bestimmten Aeußerungen verreich werden zu sollen. Premierlieutenant Groß sollte wieder die muthet, daß er sich das Leben genommen habe. Führung übernehmen, die wissenschaftlichen Forschungen batten Dr. Sühring und Dr. Berson übernommen. Die Instrumente Polizeibericht. Am 27. b. Mts. Morgens stürzte sich ein lagen in der Gondel bereit, alles war zur Abfahrt fertig und 68 Jahre alter Mann aus einem Fenster seiner im dritten Stock auf das Kommando" Los!" hob sich der Ballon etwa einen Meter eines Hauses der Jägerstraße belegenen Wohnung auf den Hof hoch, als der Ruf erscholl:" Haltet den Ballon fest, wir nehmen binab und verstarb auf der Stelle. Jm Hause Münchebergers fonst den Schuppen mit!"" Bierzig dienstbereite Hände griffen straße 4 fiel Vormittags eine 78- jährige Frau von der Kellerzu, zogen den Ballon an der Gondel nach unten und führten treppe und brach den Fuß, so daß ihre Ueberführung nach dem ihn unter heftigen Schwankungen auf etwa fünfzig Schritte von Krankenhause am Friedrichshain erforderlich wurde.- Nach bem Schuppen zurück. Wieder erfcholl das Kommando: Bos!" mittags wurde ein Lederzurichter in seiner Wohnung, in der Der Ballon ftieg zuerst ferzengerade in die Höhe, wurde aber dann Mühlenstraße, erhängt vorgefunden. Abends fand Grüner von einer scharfen Brise wieder nach unten gedrückt und nahm die Beg 67 ein fleiner Brand statt. Nach dem neuen Lohntarif von denen eines fich ebenfalls im Osten befindet, für Maaßbestellung als niedrigsten Lohn für Jaquets einreihig 8,50 m., zweireihig 10., für Röcke 10,50 M., für Gehröcke 12 M., für Sommerpaletots 11 M. Sollte, was hier möglich, nicht auch für Herrn Lindenbaum möglich sein? Wenn Herr Lindenbaum meint, daß der beste Beweis, daß seine Arbeiter zufrieden sind, der ist, daß seine Arbeiter die Arbeit nicht niedergelegt haben, so hat auch dieses nichts zu bedeuten. Die Hofen und Westen werden unter dem Schwihmeistersystem bei ihm hergestellt. Bon diesen Leuten wird natürlich bei ihrer traurigen Stellung alles angenommen. Wir fordern die Arbeiterschaft nochmals dringend auf, in feinem Geschäft thre Waaren zu kaufen, in dem nicht der mit unserm Stempel versehene Lohntarif aushängt. Alle anderen Mittheilungen beruhen auf Täuschung des Publikums. Im Auftrage der Agitations Rommiffion ber Schneider und Schneiderinnen Berlins. 3. Zimm. Bergmann Warken, der ehemalige Borsigende des Rechts. schutzvereins, wurde, wie die Rhein- Westfäl. Arbeiter- 3tg." bea richtet, gegen hohe Kaution aus der Saft entlassen. Versammlungen. abends 9 Uhr, bei Gommer, Grünitr. 21. Bortrag des Genossen N. Walther Lese- und Diskutirklub„ Zentrum". Mittwoch, den 29. März cr., über Die Strafgefeße". Gäste haben Zutritt. Tieutenant und ein Schuhmann erschienen, welche fie auf das welcher er nach einem warmen Nachruf für Jules Ferry sich über Polizeibureau zitirt hätten. Nach langem, sehr eingehenden Ver- die Aufgaben des Senates und deffen Nüglichkeit eingehent hör habe man sie wieder entlassen. Die Polizei habe sich ver- äußerte. Diese Nützlichkeit werde von allen erleuchteten Re Zum Schneiderstreif. Jm Lokale von Hensel, Invaliden- nünftiger gezeigt, wie der Herr Weinmann. Das Vorgehen der publikanern anerkannt. Frankreich erblicke im Senate stets di ftraße, fand am Montag eine öffentliche Schneider und Streifenden fand die Billigung der Versammlung; es soll für ge- sicherste Schuhwehr gegen gewisse Agitationen, welche von Zei Schneiderinnen- Versammlung statt, die wieder überaus zahlreich nügende Unterstützung derselben gesorgt werden. Im Ver- zu Zeit durch eine im Erlöschen begriffene Partei hervor besucht war. In seinem Referat über den gegenwärtigen Stand schiedenen wurden die Verhältnisse besprochen, welche in einigen gerufen würden. Aber das Land erwarte mehr; es lebe des Streiks brachte Timm verschiedenes Thatsachenmaterial vor, Tapezirerwerkstellen herrschen. Die betreffenden Redner flagten der Hoffnung, daß der Senat in sorgsamer Beachtung welches von neuem die Berechtigung der Bewegung darlegte. sehr über den Indifferentismus gerade der Kollegen, denen es am der vor sich gehenden Umgestaltung der wirthschaftlichen Timm meinte, daß ohne den Streit die schlimmen Lohnverhält schlechtesten gehe. Die Tapezirer des Herrn Sonnabend z. B. und moralischen Verhältnisse der Gesellschaft seine reiche Ernisse, wie sie bei den Firmen Weltmann, Wertheim, Fabisch, feien es gar nicht werth, daß man sich für sie ins Zeug lege, wie fahrung benutzen werde, um im Einvernehmen mit der ReGroß u. Wagner herrschten, wohl noch lange im Dunkeln ge- von der Kommission erst beabsichtigt war. gierung die Lösung der dringlichsten der mit dieser Umblieben wären. Am Schluß seiner Ansprache forderte der Redner die Kollegen im Norden auf, daß sie, soweit es noch nicht gewelche seiner Wirksamkeit ein unbegrenztes Feld darböten. geſtaltung zusammenhängenden Fragen in Angriff zu nehmen, fchehen, ihren Unternehmern formulirte Tarife vorlegen sollten. Paris, 28. März. Dem Vernehmen nach sind die mit der Die Diskussion ergab, daß das düstere Bild, welches der RefeRepublik Kolumbien zur Verlängerung der Panamafanalbaurent über die Lohn- und Arbeitsverhältnisse im Schneidergewerbe Ronzession eingeleiteten Berhandlungen auf Schwierigkeiten gegegeben hatte, teineswegs zu schwarz gezeichnet war. Es sei erftoßen. Die bezügliche Antwort Kolumbiens wird jedoch dem wähnt, daß ein Redner, welcher betonte, durchaus fein Sozialnächst erwartet. demokrat zu sein, die gegenwärtige Lohnbewegung für längst an ( Depeschen des Bureau Herold. der Zeit und durchaus gerechtfertigt erklärte..Ein von vielen Seiten gestellter Antrag, dafür zu sorgen, daß die Annoncen folcher Geschäfte, die sich durchaus ablehnend gegen die ihnen vorgelegten Tarife verhalten, aus dem„ Borwärts" zu entfernen seien, wurde durch die Erklärung erledigt, daß das selbstverständlich wäre. Zum Schluß der Versammlung wurde darauf aufmerksam gemacht, daß am Mittwoch Vormittag sowohl als auch am Wiittwoch Abend im Westen eine Versammlung stattfinden soll. Der Fachverein der Tapezirer hielt am 27. März eine Versammlung ab. Nach einem beifällig aufgenommenen Vortrage des Genoffen Glode berichteten die Herren Sczilinsti, Böhnicke und Feder über den Streit, welcher in der Möbelfabrik der Gebrüder Weinmann in Charlottenburg Montag ausgebrochen ist. Auf Veranlassung der dort beschäftigt ge wefenen Tapezirer hätten fie als Mitglieder der WerkstättenKontrollkommission sich an Herrn Weinmann gewandt, um zu versuchen, auf gütlichem Wege die Bewilligung der neunstündigen Arbeitszeit an Stelle der jetzt üblichen zehnstündigen zu erlangen. Weinmann habe sich schroff ablehnend verhalten, worauf die fünf Kollegen die Arbeit niedergelegt hätten. Als man sich mit diesen Klub der Wanderfreunde. Mittwoch, den 29. März, Abends 8 Uhr, Bauptversammlung im Selublokal, Rosenthalerstr. 11-12. Landemannschaft der Schleswig- Holsteiner in Berlin. Mittwoch, ben 29. März cr., Abends 8 Uhr, große Versammlung mit Frauen in den Armin- allen, ommandantenir. 20. Tagesordnung: Vortrag des Landsmannes 6. Böteführ über Spiritismus, Gedankenlesen. Sprecisaal. Die Redaktion stellt die Benugung des Sprechfaals, soweit der Raum dafür abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen intereffes zur Verfügung; ste wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifizirt zu werden. Offene Anfrage an Lina Morgenstern! Sollte es in hygienischer Beziehung nicht angezeigt er fcheinen wenn die Dividende es gestattet den Pfeffer und Salznäpfen in den Volfsküchen einige Blechlöffelchen zuzuordnen, damit in diesen Näpfen Hunderte sich die Hände zu waschen nicht gezwungen find?! Ein Voltstüchenesser wider Willen. Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Burean.) Paris, 28. März. Senat. Challemel 2acour hielt in einer Restauration aufgehalten, seien plötzlich ein Polizei- bei Uebernahme des Präsidentensizes eine längere Ansprache, in ( D. Lublinski) Waarenverkaufs- Verein Berlin S., Oranienst. 50. Weizenmehl, feinstes fog. Kaiferanszug oder Wienermehl. 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Franz. Von Ihrer Verpflichtung, in Oesterreich Ihret Waffenpflicht zu genügen, werden Sie durch Ihre Absicht, sich hier naturalisiren zu lassen, nicht entbunden. Ohne Zustimmung der österreichischen Behörden wird Ihr Naturalisationsgesuch schwerlich Erfolg haben. Briefkaffen der Expedition. Verein Bruderbund. Vergnügungsanzeigen, wozu auch die Anzeigen über Landpartien gehören, fönnen, wie wir wiederholt angezeigt haben, in den Vereinskalender nicht aufgenommen werden. Boykott- Aufhebung! Durch Beschluß der Volksversammlung vom 12. März 1893 Zucker, an Feinheit und Güte felbft ist der Boykott über die die theuerste Chocolade übertreffend, in 1/ 2- Pfd.- Tafeln, Pfd. 1 M. Albert- Cakes, bestes Fabritat, Pfund 90 Pf. Feine Bruch Chocolade, vorzüglich, Engl. Mixed- Cakes Pfd. 85 Pfd. Pjd. 75 Pf. 9 Rothwein, St. Julien 3/4 Liter- Flasche| Berliner Getreidekümmel, feinst. De95 PE ert!. Süsser Ungarwein, fehr bekömmlich, 1/2 Liter 85 Pf. exkl. Moselwein für Suppen und Bowlen, 3/4 Liter 60 Pf. erfl. Norddeutsche Brauerei ſtillat, beffer als Gilta, 1/1 iter aufgehoben worden. Flasche 95 Pf. exkl. 1/2 M. Magenbitter und Magenliqueur, aus Kräutern destillirt, übertrifft jeden, 1,70. fei es unter welchem Namen, feilgebotenen Liqueur, Flasche 1/2 Liter 1. M. 1/2 Feiner alter Cognac 1/4 1/8 Liter Flasche 85 42 Pi Feiner Rum 1/4 1/8 Liter Flasche = Echter Stonsdorfer, Fl. 1/2 Liter 1 M. 1,70 m. 85 4212 Pf. Caffee, fein geröstet. Carlsbader Mischung, Pfund Mk. 1,40. Spezialitäten: iener Mischung, Pfand Mh. 1,60. Möbel Spiegel und Polster- Waaren. Ausstattungen in Mahagoni u. Nusbaum; Küchenmöbel empfiehlt; Preislisten auf Wunsch franco. Berlin S.0., Köpniderstr. 25. Franz Tutzauer, Dr. Thompson's Seifenpulver ist das beste und im Gebrauch billigste und bequemste Waschmittel der Welt. Nicht zu verwechseln mit geringwerthigen Nachahmungen, bie in neuerer Zeit unter den Namen ,, Seifen- Extract" 2c. 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