Nr. 48. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 M., monatl. 1,10 r., wöchentlich 28 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags nummer mit illustrierter Sonntags Beilage„ Die Neue Belt" 10 Bfg. BostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Post- ZeitungsPreisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. Erichcint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 26. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Stolonel. zeile oder deren Raum 50 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins, und Versammlungs- Anzeigen 30 Bfg. ,, Kleine Anzeigen", das erste( fettgedruckte) Wort 20 Pfg., jedes weitere Sort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlafstellen- Anzeigen das erste Wort 10 Bfg., jebes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist Dis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin" Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Wohin? Freitag, den 26. Februar 1909. " Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Aut IV, Nr. 1984. in empfehlende Erinnerung" zu bringen. Sie haben in der Einvernehmen Deutschlands mit den Westmächten eine Garantie des Subkommission einen Antrag gestellt, nach dem an die Stelle Friedens sei. So schreibt der„ Petit Parisien", der als Sprachrohr der bisherigen Matrikularbeiträge eine von den Einzel- des französischen Auswärtigen Amtes gilt: Jn dieser Krisis ist mit staaten zu erhebende sogenannte Besitzsteuer" treten Genugtuung feftaustellen, daß Frankreich und England den Kontakt soll, doch ist diese Besigsteuer etwas amphibischer mit Deutschland aufrecht erhalten haben. Wie wäre es denkDie Frage, was aus der Reichsfinanzreform werden wird, Natur. Die Steuer soll nämlich alljährlich durch das Reichs- bar, daß ein blödsinniger Krieg auf die Bemühungen der Mächte läßt sich heute fast noch schwerer beantworten, als zur Zeit Haushaltsgefes bestimmt werden und nicht über 150 Millionen antwortet, die fo loyal bemüht find, die orientalischen Konflikte zu der Veröffentlichung der Sydowschen Steuerprojekte. Scharf Mart betragen; aber darüber, wie diese Besitzsteuer von den verhindern?" und erbittert prallen die verschiedenen wirtschaftlichen Inter- Einzelstaaten erhoben werden soll, ist nichts bestimmt. essen aufeinander. Und fast darf man hoffen, daß die friedensfreundliche Haltung Die geheimen Verhandlungen des zur Es heißt nur furzweg in dem Zentrumsantrag, daß der von Frankreichs auf die russische Politik nicht ohne Einfluß geblieben ist. Findung eines Ausgleichs eingesetzten Unterausschusses der den einzelnen Bundesstaaten zu entrichtende Betrag auf Grund wie aus Petersburg telegraphiert wird, hat die gestern durchweg Finanzkommission haben, wie die gestern wieder auf des in diesen vorhandenen, nach einheitlichen Grundsätzen friegerische Stimmung der russischen Presse heute einer weniger genommenen Beratungen dieser Kommission beweisen, zu zu ermittelnden gesamten Einkommens und reinen bedrohlichen Plaz gemacht. Die„ Nowoje Wremja", welche feinem Resultat geführt. Wohl sind die Zentrums Vermögensbestandes festzustellen" ist, und daß ferner gestern eine aufgeregte, friegerische Sprache geführt hatte, schreibt und die konservative Partei einander näher gerückt, und haben miteinander Fühlung genommen, aber zu einem so lange die Grundlagen für diese Feststellung nicht in heute unter der Ueberschrift:„ Man stürzt uns in den Abund haben miteinander Fühlung genommen, aber zu einem allen Bundesstaaten vorhanden sind, ist die Ab- grund:" Unsere Radikalen(!) treiben das unglückliche Rußcigentlichen Kompromiß sind sie nicht gelangt, da der Erfolg, gabe nach Maßgabe der Bevölkerung zu entland, das am wenigsten von allen seinen Nachbarn den die Agrarkonservativen mit ihrer an die niedrigsten Profit- richten". triegsbereit ist, in den Strieg. Unsere Revolutionäre instinkte appellierenden demagogischen Agitation gegen die Nach- Der Antrag des sich als Vertreter der Armen und Un- erinnern sich daran, was ein unglücklicher Feldzug für einen laßsteuer erreicht haben, ihr Wachtgefühl gewaltig gesteigert bemittelten aufspielenden Zentrum hebt also keineswegs die Aufruhr wert ist. Die eifrigsten Bemühungen der inneren und hat, so daß sie heute bereits jede Steuer, die die Besitzenden Matrikularbeiträge auf, sondern dekoriert sie nur mit einigen äußeren Feinde Rußlands gehen dahin, unser Staatswefen endgültig belasten könnte, rundweg ablehnen. bedeutungslosen sozialpolitischen Phrasenflittern; denn er zu erniedrigen. Noch niemals war unser Vaterland so schwa ch Ihr Plan läuft darauf hinaus, daß zunächst die vom Reichsschatsekretär geforderten Erhöhungen der Steuern fordert keineswegs, daß die sogenannte Besitzsteuer lediglich zur Abwehr, und gerade jetzt hezt man uns in einen Strieg. vom Reichsschatsekretär geforderten Erhöhungen der Steuern von Vermögen bestimmter Größe erhoben Das russische Volt erwartet von der Staatsgewalt, daß sie keinen auf Bier, Branntwein und Labak in der Finanz werden, sondern nur, daß sie dem gesamten Einkommens- selbstmörderischen Schritt tut. Bor uns dehnt sich der tommission beraten und erledigt werden, und zwar gedenken und Vermögensstande der einzelnen Bundesstaaten entsprechen Abgrund, warum sollen wir fremder Interessen wegen hineinsie bei dieser Beratung einzelne Steuersäge über das vor: soll. Zudem aber soll auch diese Abmessung der Besitzsteuer stürzen?" von den unbemittelten Volksklassen zu tragenden Verbrauchsgeschlagene Maß hinaufzuschrauben, so daß diese hauptsächlich oder richtiger der Matrikularbeiträge erst dann eintreten, Es ist wirklich eine starke Unverschämtheit, daß gerade das Blatt, steuern der Reichskasse einen höheren Betrag einbringen, als wenn in allen Bundesstaaten eine gleichartige Feststellung welches von Anfang an die infamste Kriegsheye getrieben hat, jezt steuern der Reichskasse einen höheren Betrag einbringen, als der Vermögensverhältnisse erfolgt ist. So lange dies nicht plöglich seine Schuld den Revolutionären in die Schuhe schieben in den Steuervorlagen veranschlagt ist. Den Verbrauchssteuern soll dann zur Ergänzung noch eine Erhöhung des beiträge, wie bisher, nach der Bevölkerungszahl berechnet vielleicht als Beichen eines Rückzuges auch der offiziellen russischen steuern soll dann zur Ergänzung noch eine Erhöhung des geschehen ist, sollen einfach die Matrikular- will. Aber deshalb bleibt diese Wendung doch bezeichnend und darf Kaffeezolles hinzugefügt werden, die jährlich 40-50 Millionen werden. Der Antrag des Zentrums, der Partei für Wahr Politit gedeutet werden. Wenn die Panslawisten, deren Wortführerin Mark abwirft, und schließlich wollen die Herren Agrarier, wenn das alles noch nicht reichen sollte, um wenigstens vor wenn das alles noch nicht reichen sollte, um wenigstens vor- heit, Freiheit und Recht" besteht also im wesent das berüchtigte Hezblatt ist, einleuten, wird die russische Regierung läufig die Regierung aus der jetzigen Finanzkalamität zu be- lichen, wie auch der konservative Vorschlag, aus nichts ihre Provokationsrolle rasch aufgeben. Uebrigens erklärt ja die läufig die Regierung aus der jetzigen Finanzkalamität zu be- anderem als einer bloßen Erhöhung der Matri Romoje Bremja" selbst ganz zutreffend die russische Friedensliebe freien, großmütig eine Hinauffetzung der von den einzelnen fularbeiträge. aus der völligen Desorganisation der staatlichen Machtmittel und Bundesstaaten an das Reich zu zahlenden Matrikularbeiträge der Angst vor dem Wiedererwachen der Revolution. " 0 bewilligen. Auf diese Weise hofft man um die Besteuerung scheidenem Maße, über die Forderungen der Zentrumstaftifer Sogar die Reichspartei geht, wenn auch in recht bedes Besitzes und der großen Einkommen für Reichszwecke hinaus. Sie verlangt wenigstens, daß Vermögen unter herumzukommen. Deshalb lehnt auch die konservative 20 000 m. und Einkommen unter 900 m. nicht zu der geReichstagsfraktion es ftrifte ab, den liberalen Blockbrüdern, den planten neuen„ Besitzsteuer" herangezogen werden dürfen. Nationalliberalen und Freisinnigen, die von diesen geforderte Da die Anschauungen der Konservativen, Zentrums bindende Zusicherung zu geben, daß dann, wenn die parteiler und Reichsparteiler, im Grunde genommen, nur in Verbrauchssteuern durch beraten sind, die Konservativen nicht einigen nebensächlichen Dingen differieren, kann als wahr vor der Bewilligung einer Besitzsteuer zurückschrecken werden. Und da die konservativen Wortführer plausible Gründe für scheinlich angenommen werden, daß diese Barteien sich nach Und da die konservativen Wortführer plausible Gründe für einigem weiteren Schachern und Barlamentieren auf einer foihre Weigerung, eine derartige Zusage zu geben, nicht zu geben, nicht zu finden vermögen, so spielen sie, die noch eben genannten mittleren Linie einigen werden. bei ihrer Agitation gegen die Nachlaßsteuer mit den gemeinsten Mitteln gearbeitet haben, die Feinfühligen und Beleidigten. Die Forderung einer bindenden Zusage sei, so behaupten sie, eine unerhörte Zumutung, eine Bezweifelung ihrer Ehrlichkeit, ein Ausfluß von Selbstüberhebung der liberalen Blockparteien usw. selbst eine Besitzsteuer. Was aber dann? " In London, wo sich überhaupt eine ruhigere Beurteilung der Lage geltend macht, tritt man ebenso wie in Rom gleichfalls für den Interventionsplan Deutschlands und Frankreichs ein. In Serbien allerdings beharrt man bei der agressiven Haltung. Der Ministerpräsident Nowałowitsch wiederholte gestern in einer Unterredung die alte Forderung nach territorialen Kompenfationen", die eine direkte Verbindung Serbiens mit dem Adriatischen Meere ermöglichen sollen, und die in der Skupstinaiizung verlesene Regierungserklärung fündigt die Absendung jenes Memorandums an, das die serbischen Forderungen enthält und dessen Inhalt schon früher selbst die russische Regierung dazu bes wogen hat, die Absendung zu widerraten. Es ist dies aggressive Verhalten der serbischen Regierung, das die Lage fo unsicher macht und jeden Tag des Aufschubes einer energischen diplomatischen Jutervention zu einer Gefahr für den Frieden gestaltet. Die Stupschtinafikung. สน nehmen. Die Freisinnigen und Nationalliberalen können, wenn sie nicht den letzten Glauben im Volk verlieren und sich selbst als Mortbrüchige hinstellen wollen, einem solchen konservativFlerifalen Kompromiß nicht zustimmen. Budem kommt c3 auch heute kaum noch auf diese ZustimUm ein gewisses Deforum zu wahren und sich nicht allzu zustande konimen und eine Mehrheit finden sollte, bleibt es mung an; denn selbst, wenn ein derartiges Kompromiß Belgrab, 25. Februar. Stupichtina. Lange vor der Eröffnung früh in die Karten sehen zu lassen, behaupten zwar auch hin für die Reichsregierung unannehmbar, denn so willig diese ber Sigung sind fämtliche Galerien vom Bublifum überfüllt. Infolge und wieder konservative Blätter, ihre Partei wolle eigentlich auch, mit Einschluß des großsprecherischen Herrn Sydow, ist, des ungewöhnlichen Andrangs gestattete der Präsident der denselben Wert wie die gelegentliche Behauptung agrarischer sich dem Machtgebot der Agrarier evangelischer und katho- Stupschtina jenen Besuchern, welche auf den Galerien keinen Platz Blätter, die Konservativen dächten gar nicht daran, an dem lischer Konfession zu fügen, so vermag sie doch nicht dem finden konnten, im Sizungsfaale Aufstellung bestehenden Reichstagswahlrecht zu rühren. Ueberdies wird diese Widerspruch der Regierungen der meisten Einzelstaaten ent- Präsident Jbanowitsch eröffnete die Sigung nach 11 Uhr vormittags. Versicherung durch die eigene Argumentation dieser Blätter wider gegenzuhandeln, die von einer Erhöhung der Matrikular- Als die Regierung unter Führung des Ministerpräsidenten Nowalegt. So bezeichnet zum Beispiel die„ Kreuz- Zeitung" in ihrem beiträge auf 150 Millionen Mark nichts wiffen wollen, da sie kowitsch erschien, wurde sie mit lebhaften givio- Rufen begrüßt. Sodann verlas Ministerpräsident Nowakowitsch folgende gestrigen Morgenblatt nicht bloß eine Reichsbesitz- oder Neichs- fich größtenteils selbst in argen Finanznöten befinden. In der bayerischen Gesandtschaft haben die aus Süd- Erklärung der Regierung: Mir ist die Ehre vermögenssteuer als unannehmbar, sondern sie erklärt deutschland und Thüringen herbeigeeilten Finanzminister der zuteil geworden, mit einer ungewöhnlicherweise aus Verauch dazu, daß eine Verständigung nur möglich sei auf dem Bundesstaaten vorgestern stundenlang mit dem Staatssekretär tretern aller Parteien zusammengesetzten Regierung zu arbeiten. Wege einer Erhöhung der Matrikularbeiträge, ohne wesent- Sydow und dem preußischen Finanzminister von Rheinbaben Trotzdem ist unser Erscheinen nur eine normale Sache. Es beliche, in die Finanzhoheit und Selbständig konferiert; aber so sehr auch die beiden letztgenannten geneigt deutet, daß der gegenwärtige Augenblick gebieterisch die Eintracht teit der Einzelstaaten eingreifende Vorschriften". Sie fordert also, daß die höheren Matrikular- waren, den konservativen Ansprüchen Zugeständnisse zu im Innern des Landes und den Schutz der serbischen Interessen beiträge auch auf einem anderen Wege als dem der Besitzsteuer machen, die süddeutschen Finanzminister entgegneten, sich nach außen hin erheischt.( Stürmische Bivio- Ruf und Hände aufgebracht werden dürfen. Und an anderer Stelle heißt es auf die agrarischen Vorschläge nicht ein flatschen.) Bon gewisfen Seiten wird versucht, das natürliche Tassen zu können. Recht Serbiens auf feinen Fortbestand, welches durch internationale Verträge bekräftigt ist, anzufechten. Die natio nale Stupichtina hat das auswärtige politische Programm Serbiens aus dem Herzen des serbischen Boltes genommen, Die Forderungen, welche dieses Programm sowohl für Serbien als Monte. negro enthält, sowie die Gründe des Rechts und die Interessen, auf welches dieses Programm bafiert, wird Europa in furger Beit au würdigen haben. noch deutlicher: So sieht sich Bülow und sein gefügiger Bureauchef, der „ Nach welcher Richtung ist mun allein eine Verständigung möglich? Allein auf dem Wege einer Erhöhung der Reichsschatsekretär, in einer verzwickten Lage. Ohne die ZuMatrikularbeiträge, ohne wesentliche in die stimmung der süddeutschen Regierungen kann der Kanzler Finanzhoheit und Selbständigkeit der Einzel- sich dem Gebot der Agrarfonservativen nicht fügen; anderertaaten eingreifende Borschriften. Hiermit fönnen feits aber hat er auch nicht die Kraft, den Kampf gegen fie die Einzelstaaten sich einverstanden erklären. Sachfen hat dies im aufzunehmen; denn politisch bankrott, vom Kaiser mit Kälte Brinzip schon getan, wenn ihm keine Vorschriften für die Auf- behandelt und nur noch aus einer gewissen Rücksichtnahme bringung der Matrikularbeiträge gemacht würden. Ebenso kann wohl angenommen werden, daß Bayern dazu bereit ist. Eine direkte auf die geschäftige Fama geduldet, kann er die UnterReichsbesitzsteuer, Reichsvermögenssteuer, ist dagegen für die Einzel- stützung der Junker und der Junkerbureau staaten un annehmbar und wird nie die Zustimmung des Bundes- fratie zur Behauptung seines Postens nicht rats finden; es ist wedlos, zeitraubend und er- entbehren. Ein erneuter, ernstlicher Konflikt mit dem ich wert die Verständigung, auf einer solchen unfertum wäre sein Sturz. Was aber soll er unter diesen Forderung zu bestehen." Umständen machen? Eine fatale Situation! Vielleicht stehen Ganz im Sinne dieser Ausführungen hat denn auch gestern wir vor Ueberraschungen. in den Beratungen der Finanzkommission( den Bericht darüber bringen wir an anderer Stelle dieser Nummer) der Vertreter der Konservativen erklärt, eine Vermögenssteuer nach dem nationalliberalen Vorschlag fei für seine Partei unannehmbar, weil damit den Staaten, wenn auch nicht In den letzten 24 Stunden ist feine wesentliche Aenderung in Verfassung und die Gesetze zu schützen, appelliert die königrechtlich, so doch tatsächlich die Möglichkeit genommen werde, der gespannten Lage eingetreten. Die Entscheidung, ob Nußland liche Regierung an alle Serben, durch Erfüllung ihrer für ihre eigenen Zwecke fünftighin noch eine Vermögenssteuer fich einer gemeinsamen Aktion der Mächte in Belgrad anschließt, ist Bürgerpflicht die die Regierung in der Ausübung ihrer zu erheben. noch immer nicht gefallen. Die französische Presse gibt sich alle Aufgaben zu unterstüben, damit auf diese Weise die Diese Situation haben die Zentrumstaftifer benutzt, um Mühe, der russischen Regierung flar zu machen, daß fie sich von der eingig fichere Grundlage für eine bessere Zukunft Serbiens sich den Konservativen zu nähern und sich zugleich nach oben attion nicht fernhalten dürfe, und betont mit Nachdruck, daß das geschaffen wird. Wir sind überzeugt, daß Sie, meine Herren Volks Die Balkankrife. Der Ministerpräsident fuhr fort: Die Regierung erscheint vor der nationalen Volksvertretung als ein Zeugnis dafür, mit welcher Einmütigkeit das serbische Bolt feine nationale Frage Europa unterbreitet. Die Wurzeln dieser nationalen Frage können im Herzen des serbischen Volles nicht vernichtet werden, solange felbft nur ein einziger Serbe auf dieser Welt lebt.( Begeisterte Rufe: Es lebe die Nation! Hoch das serbische Piemont!) Indem die fönigliche Regierung alle ihre Sorgen den auswärtigen Fragen auswärtigen Fragen widmen wird, vertraut fie darauf, daß sie sich hierbei auf die allgemeine Eintracht und Besonnenheit flügen kann. Fest entschlossen, die vertreter, uns unterstützen werden. Erfüllen wir uns mit 1 der Empfindung und dem Bewußtsein höherer Pflicht gegenüber den Heiligen Ueberlieferungen unseres Volkes, gegenüber dem Erbe unserer heldenmütigen Ahnen und gegenüber dem Bestande und den vitalen Intereffen unseres Baterlandes!"( Stürmischer Beifall; stürmische Ziviorufe auf den König, auf die Regierung, auf das ferbische Volk und auf Bosnien und die Herzegowina.) Präsident Ivanovitsch erklärte, er glaube als Dolmetsch der gesamten Stupsahtina zu sprechen, wenn er den Antrag stelle, die Erklärung der Regierung in sämtlichen Gemeinden. des Landes durch Anschlag bekannt zu geben, damit sich alle Wähler überzeugen fönnten, von welch patriotischen Empfin dungen die ganze Stupschtina erfüllt sei und wie sie für die Intereffen des Landes Sorge trage. Der Antrag wurde unter stürmischem Beifall einstimmig angenommen. Das Haus ging sodann zur Tagesordnung über. Vor Abschluß des Kuhhandels. Die Finanzkommission des Reichstages nahm am Donners. tag die durch die Verhandlungen der Subkommission unterbrochenen Beratungen wieder auf. An erster Stelle stand der von Dr. Weber erstattete Bericht der Subkommission. Das Resultat ist gleich Null. Eine Einigung ist nach feiner Richtung hin zustande gekommen. Vom Referenten fowohl wie später von den Rednern des Zentrums und der Konservativen wurde übrigens die Richtigkeit des Berichts der Germania" über das schwarz- blaue Stompromiß bestritten. Es liegen drei Anträge vor: 1. v. Gamp und Fürst has feldt: wird( Besizsteuer). Veranlagung erfolgt in dreijährigen Abständen durch die Bes, Betrag als nötig erweisen sollte), unter feinen Umständen hörden der Einzelstaaten, ebenso die jährliche Erhebung; eine Ent- aber auf dem Wege der Nachlaßsteuer. schädigung an die Bundesstaaten wird nicht vorgesehen. Nach einer kurzen Erklärung Raabs, daß die Wirtschafta) Der Erhebungssag ist ein einheitlicher. b) Der Besteuerung unterliegt das gesamte bewegliche und un- würde, und wenn dieser abgelehnt werde, für Antrag 1, liche Vereinigung zunächst für den Antrag 3 stimmen bewegliche Vermögen, unter Abzug der für abzugsfähig zu erklärenden Schulden( Kapitalschulden jeder Art, gesegliche wurde die Weiterberatung auf Freitag vertagt. Renten). c) Für Immobilien land- und forstwirtschaftlicher Art wird der Wie wir in legter Stunde erfahren, ist die Freitagstzung 25fache Ertragswert zu Grunde gelegt. d) Im übrigen wird beim Vermögen der gemeine Bert ver- plöglich abgesagt worden! Die Kuhhändler brauchen Zeit.... anlagt. e) Voraussetzung ist bei jedem Zensiten, daß er ein Mindest einkommen von 1200 m. p. a. hat. f) Dies Gesetz hat liberale Borschriften zu enthalten, welche berhindern, daß unnötige Differenzen vorkommen( weite Stufen). g) Deflaration ist zuzulassen. 11 Politifche Ueberficht. Berlin, den 25. Februar 1909. Preußische Schmach im Reichstag. h) Möbel usw. gehören nicht zum Vermögen, ebenso wenig be= Aus dem Reichstag.( 25. Februar.) Der Anwegliches Juventar( Sachen) in Landwirtschaft und Gewerbe. trag der Polen, der sich gegen das berüchtigte III. Die zu erhebende Höchstquote vielleicht 1 vom Tausend preußische Enteignungsgeset richtet, wurde heute nach achttägiger Pause weiterberaten. Eine Reihe von wird durch die Verfassung( Aenderung des Art. 70) festgelegt. IV. Die jährlich zu erhebende Quote wird bis zu der sub III Rednern aus dem Lager der Hakatisten versuchte sich an der vorgesehenen Höchstgrenze alljährlich durch den Reichshaushaltsetat unmöglichen Aufgabe, die Vereinbarkeit dieses Gesezes mit bestimmt. V. Der Bundesrat setzt hiernach den Prozentsaz fest, der für der preußischen Verfassung und den elementaren Anforderungen des Rechts gu beweisen. Die neue Leuchte Der das betreffende Jahr von dem Vermögen der Steuerpflichtigen er- Konservativen, Graf Bestarp, proklamierte mit der hoben werden soll. des Unverfrorenheit ostelbischen Junkers, daß es VI. Dies Gesetz tritt spätestens am 1. April 1912 in Kraft. Bis dahin erfolgt die Erhebung nach Maßgabe der Bevölke- den Reichstag nichts angehe, wenn Preußen Ausnahmedie Polen erläßt. Das hochgesteigerte rung; ein Höchstbetrag kann für die llebergangszeit festgesetzt werden gefete gegen ( 150 Millionen Mark). Selbstgefühl des Feudalen entlud sich schließlich gegen die VII. Stontrolle über richtige Handhabung in den Einzelstaaten Freisinnigen in einer grotesken unverschämtheit, die für durch die Reichskommiffare für Bölle und Steuern." die Stellung des Freisinns im Block immerhin sehr beVon den Freisinnigen Dr. Wiemer und Mommsen zeichnend ist. wird im Namen der gesamten Fraktionsgemeinschaft die Er- Der Wissenschaftler" der Antisemiten, Herr Böhme, proklärung abgegeben, daß die Anträge 1 und 2 für sie un- duzierte blühenden Unsinn über Nassenunterschiede, die die annehmbar feien; am gangbarsten erscheine ihnen, wenn Mißhandlung der Bolen rechtfertigen sollen und versuchte die Nachlaß- und Erbschaftssteuervorlagen der Regierung end- sodann nach der Methode des Reichsverbandes der Sozialgültig abgelehnt werden sollten, der durch den nationalliberalen demokratie anzuhängen, daß sie im Grunde genommen solche Antrag( 3) eingeschlagene Weg einer Reichsvermögenssteuer. Ausnahmepraktiken gar nicht verwerfe. Genosse Hue ließ Vorläufig würden sie aber an der Nachlaßsteuer festhalten, dem Herrn auf diesen Schwindel die gebührende Antwort § 3. Die Bundesstaaten haben den gemäß§ 2 Abs. 2 be- da die dafür ins Feld geführten Gründe durch die Zirkus zuteil werden, während Genosse Ledebour unter andauernder stimunten Betrag nach Verhältnis des Gesamtwertes des für ihr Busch- Versammlung nicht erschüttert seien. zustimmender Heiterkeit des Hauses die Wissenschaft" des Gebiet ermittelten steuerbaren Vermögens aufzubringen und viertelGamp verhöhnt die Freifinnigen, die mit leeren Händen Herrn Böhme auseinandernahm. Beide sozialdemokratischen jährlich an die Reichskasse abzuführen. § 4. Zum steuerbaren Vermögen gehört das bewegliche und erschienen seien und anscheinend jetzt, trotz der Subkommission Redner verfehlten natürlich nicht, die prinzipielle Stellung unbewegliche Vermögen, sofern es im einzelnen nach Abzug der noch nicht recht wüßten, was sie eigentlich wollten. Herold der Sozialdemokraten gegen die Polenmißhandlung in aller Schulden den Betrag von 20 000 M. übersteigt. Möbel, Hausrat erklärte wie nach ihm auch Müller- Fulda- daß von Schärfe festzustellen. und andere bewegliche körperliche Sachen, sofern sie nicht als Zu- der Nachlaßsteuer gar nicht mehr geredet zu werden brauche, behör eines Grundstüces oder als Bestandteil eines Anlage oder Be- ebensowenig wie von der Veränderung des Erbschaftssteuertriebskapitals anzusehen sind, gelten nicht als steuerbares Vermögen. gefeges im Sinne der Regierungsvorlagen, da diese Grundstücke, die bauernd land- oder forstwirtschaftlichen Zwecken zu so gut wie abgetan bienen bestimmt sind, einschließlich der dazu gehörenden, denselben Zweden dienenden Gebäude und des Zubehörs, find nach ihrem Er- seien. Er wendet sich gegen die Anträge 1 und 3, weil sie tragswerte zur Besteuerung henanzuziehen. Als Ertragswert gilt in die Kompetenzen der Einzelstaaten eingreifen, was durch das fünfundzwanzigfache des Reinertrages, den die Grundstücke als den Zentrumsantrag vermieden werde. folche nach ihrer wirtschaftlichen Bestimmung bei gemeinüblicher Bewirtschaftung im Durchschnitte nachhaltig gewähren können. § 1. Die Bundesstaaten haben nach Maßgabe dieses Gesetzes un das Reich eine Abgabe zu entrichten, die von dem Besitz erhoben § 2. Der Gesamtbetrag der zu entrichtenden Abgabe wird alljährlich durch den Reichshaushaltsetat bestimmt; er darf die Summe von 150 Millionen Mark nicht überschreiten. Für eine Aenderung dieser Bestimmung gilt die Vorschrift des Artikels 78 Abs. 1 der Neichsverfassung. § 5. Die näheren Bestimmungen über die Verteilung der BesizSteuer auf die Bundesstaaten sowie die Grundsäge für ihre Veranlagung und ihre Erhebung von den Steuerpflichtigen werden für die Zeit vom 1. April 1912 ab durch Reichsgesetz festgestellt. Der Entwurf ist dem Reichstage bis zum 1. Januar 1911 vorzulegen. 6. Kommt bis zum 1. Juli 1911 das im§ 5 Abs. 1 bezeichnete Gefeß nicht zustande, fo gelten vom 1. April 1912 ab für die Beraulagung und Erhebung der Besitzsteuer die Vorschriften des Breußischen Ergänzungssteuergesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 19. Juni 1906( Preuß. Gefensammlung S. 294 ff.) mit der Maßgabe, daß Von den Polen sprachen in gut pointierten Neden die Herren Seyda und v. Dziembowsky, vom Zentrum der Abg. Graf Praschma, für die Freisinnigen gab der Abg. Dove dem anmaßlichen konservativen Schulmeister eine Antwort, die an fich nicht schlecht war, indes in ziemlichem Mißverhältnis zu den Taten des Freisinns steht. Die Abstimmung, die namentlich sein soll, wurde Vom Genossen Emmel wurde konstatiert, daß die auf Freitag vertagt. Außerdem wird der Etat des KolonialSubkommission ebenso Fiasko gemacht habe, wie die amts beraten werden. Finanzkommission bisher. Daß nichts zustandekomme, was Abgeordnetenhaus. irgend geeignet sei den Besitz zu belasten, liege an der Jm preußischen Abgeordnetenhause ging es in den letzten Tagen agrarischen Unverschämtheit, wie sie aus der wieder recht langweilig her. Es gehört eine starke lleberwindung Zirkus Busch- Versammlung und in der Kreuzzeitung" von dazu, die ewigen Wiederholungen der Agrarier mit anzuhören, und heute ihren bezeichnendsten Ausdruck gefunden habe. Da deshalb ist es kein Wunder, daß die Abgeordneten, soweit sie überwird einfach von den Agrariern dekretiert: Wir wollen keine haupt im Hause anwesend sind, jeden anderen Raum des Hauses direkte Steuer, die den Besitz trifft! und hier wird danach dem Sitzungssaal vorziehen. verfahren. Die Agrarier haben im Zentrum eine Hilfstruppe Am Donnerstag nahm das Haus zunächst den Antrag betreffend gefunden, die mit ihnen die gleiche Bahn wandelt. Zentrum die innere kolonisation an, nicht ohne daß vorher noch eine und Konservative haben hier und in der Subkommission Reihe von Rednern tüchtig gegen die Gewährung des Koalitionszu Fall gebracht, was a) foweit darin auf das preußische Staatsgebiet und die preußische( alles geeignet war, den rechts an Landarbeiter getveltert hätten. Der nationalliberale AbStaatsangehörigkeit Bezug genommen ist, das Staatsgebiet Besitz zu treffen. Die an den Tag gelegte Feindschaft geordnete Dr. Heydweiller hält das wirtschaftliche Aboder die Staatsangehörigkeit des betreffenden Staates an die gegen die Nachlaß- und Ausdehnung der Erbschafts- hängigkeitsverhältnis für notwendig, für eine„ gottgewollte" Einsteuer ist der Angst entsprungen vor der richtigen Einschäßung richtung, während der Konservative v. Bieberstein den Mut des Einkommens und Vermögens und die dadurch herauf fand, die Abhängigkeit der Landarbeiter zu bestreiten, und sich sogar beschworene Gefahr der Entdeckung von Staatsbetrug durch zu der mehr als fühnen Behauptung verstieg, die Grundbesitzer feien Steuerhinterziehung. ( 2) Herold laufen nur darauf hinaus, Die Anträge( 1) Gamp sowohl wie von den Arbeitern abhängig. Derartige Aeußerungen sind auch mur im Dreillassenparlament möglich. Die Erwiderung darauf wurde die Hauptlast auf die große Masse abzuwälzen und die durch einen Schlußantrag verhindert. Besitzenden zu schonen. Der Rest des Etats der landwirtschaftlichen Verwaltung wurde Die kleinen Leute mit Einkommen von über 900 m., schnell erledigt. Dann unterhielt man sich einige Stunden über die wovon eine menschliche Eristenz zu führen nicht möglich ist, Gestütsverwaltung. Gewisse Leute haben ja dafür ein ganz § 7. Die Bundesstaaten find befugt, von der Erhebung der denen durch den Zolltarif und die ohnehin schon hohen Ver- besonderes Verständnis. Die Frage, welche Art von Zucht die pratBefizsteuer auf der Grundlage der§§ 5 und 6 abzusehen. brauchssteuern das Leben schwer genug gemacht wird, sollen tischste ist, nimmt ihr ganzes Sinnen in Anspruch, und sie wurden In diesem Falle haben sie den auf ihr Gebiet entfallenden Be- mit herangezogen werden können, und dazu hilft das Zentrum sogar höchst ungemütlich, als ein nationalliberaler Herr so dreist trag, soweit er 40 Pfennig auf den Kopf der Bevölkerung übersteigt, mit. Das ist der Sinn des Zentrumsantrages. Wir stehen war, über die Gestütwärter anstatt über die Pferde zu sprechen. durch andere den Befizz belastende Abgaben aufzubringen. Als solche auf dem Standpunkt, daß das Reich durch direkte Steuern Am Freitag fällt die Sigung aus. Sonnabend: Etat des werden Steuern angeschen, die vom Einkommen, vom Vermögen seinen Ausgabebedarf aufbringt, die von den Einzelstaaten Ministeriums des Innern. oder von den Erbschaften erhoben werden. Bei Besteuerung des Einkommens sind in diesem Falle Ein einzuziehen sind. Dadurch würde auch eine erzieherische WirTommen bis au 900 Mart freizulaffen. Die Besteuerung des Ver- fung auf die Regierungen der Einzelstaaten ausgeübt und mögens darf sich nur auf Bermögen erftreden, die nach Abzug der nicht immer alle Forderungen für das Reich ohne weiteres Schulden den Betrag von 20000 Mart übersteigen. Die Besteuerung bewilligt werden. Dementsprechend treten wir für eine der Erbschaften darf nur nach Maßgabe der§§ 58, 59 des Erb- direkte progressive Reichseinkommen- und Vermögensstener und Ausdehnung der Erbschaftssteuer Stelle tritt, b) Vermögen im reinen Werte von nicht mehr als 20 000 Mart steuerfrei bleiben, c) der Wert von Grundstücken, die dauernd land- und forstwirt schaftlichen Zweden zu dienen bestimmt sind, gemäß der Vorschrift im§ 4 festgesezt wird, d) die Höhe des zur Aufbringung des festgesetzten Betrags erforderlichen Steuersages durch den Bundesrat festgestellt wird, ind e) für das Verfahren landesgesetzlich abweichende Borschriften erlassen werden können. schaftssteuergefeges vom 3. Juni 1906 erfolgen. § 8. Bis zum 1. April 1912 wird der an die Reichskasse abzuführende Betrag alljährlich auf die Bundesstaaten nach der Bevölferungszahl verteilt. Die Aufbringung soll nach den Vorschriften des§ 7 Abs. 2, 3 erfolgen. $ 9. Für die Dauer der Geltung dieses Gesetzes bleiben die in Artikel 70 der Reichsverfassung vorgesehenen Beiträge der Bundesstaaten außer Hebung. $ 10. Dieses Gesetz tritt mit Wirkung vom 1. April 1909 in 2. von Herold und Müller- Fulda:§ 1 des Finanzreformgefeges wie folgt zu faffen: Kraft. Die Abgeordneten Behrens und Schack gegen das Gefinderecht! Bekanntlich haben unsere Genossen im Reichstage einen Antrag eingebracht, worin die Regierungen ersucht werden, dem Reichstage baldigst den Entwurf eines Gesetzes vorzulegen, durch welches das Vertragsverhältnis zwischen den in landwirtschaftlichen ein. Die vorliegenden Entwürfe genügen uns nicht, wir oder forstwirtschaftlichen Betrieben beschäftigten stimmen aber dafür, weil sie sich nach der angedeuteten Arbeitern und ihren Arbeitgebern sowie das BerRichtung hin bewegen. Würden alle Ausgaben für das Reid) tragsverhältnis des Gesindes und deren Arbeit durch direkte Steuern aufgebracht werden, so würden die geber durch reichsgesegliche Vorschriften geregelt hier tätigen Vertreter des Besitzes vorsichtiger in ihren Be- wird. Weiter wurden die Grundsätze angegeben, die bei dem Entwilligungen sein, weil sie dann auch in ihrer Tasche greifen wurf beridsichtigt werden sollten. Einen von uns gestellten Anmüßten. trage, diese Materie an eine Kommission zur Vorberatung zu überDent Dr. Weber hat die Tonart Emmels nicht gefallen, weisen, widersezten sich die Konservativen; sie wollten aber auch nicht die in der Wirtschaftlichen Vereinigung dem fozialdemokratischen Antrag, der Rechte für das Gesinde An Stelle der nach Art. 70 der Reichsverfassung aufzubringenden gegen Professor Wagner angeschlagene. Er ist der verlangt, kurzerhand das Genic brechen und ihm überhaupt nicht Matrikularbeiträge ist von den Bundesstaaten eine durch Belastung Ansicht, daß er und seine Freunde mit ihrem Antrage das einmal die Ehre einer Stommiffionsberatung erweisen. des Einkommens und Vermögens aufzubringende Abgabe( Befiz- Richtige getroffen, und wundert sich, daß sich die Regierungsstimmung war eine namentliche und das Resultat war die steuer) zu entrichten; für die Dauer ihrer Entrichtung werden vertreter noch nicht in zustimmendem Sinne geäußert haben! Ueberweisung des Antrags an eine Kommission mit 209 gegen 105 Matrifularbeiträge nicht erhoben. Der zu erhebende Betrag wird alljährlich durch das Reichs- Darauf erklärt der Reichsschazsekretär, daß er erst die Vor- Stimmen. Die Gegner bestanden, wie die jetzt herausgegebene Abhaushaltsetatsgesetz bestimmt, derselbe darf für die Rechnungsjahre schläge der Subkommission abwarten müßte. Darüber habe stimmungsliste beweist, aus Konservativen, der Wirtschaft. 1909 bis 1913 die Summe von 150 000 000 m. jährlich nicht über- sich der Bundesrat noch nicht schlüssig machen können und fichen Vereinigung, den Bauernbündlern und einem Teil der deshalb habe dieser auch die Nachlaßsteuer noch nicht Nationalliberalen. Und unter diesen Gegnern des Antrags befinden steigen. Die Abgabe ist in vierteljährlichen Raten nach näherer An- aufgegeben! Seine persönliche Meinung gehe dahin, daß sich auch die Abgeordneten Behrens und Schad. Erſterer ist weisung des Bundesrats an die Reichskaffe abzuführen. die Anträge 1 und 2 viel schwieriger und bedenklicher seien als Borstandsmitglied und besoldeter Beamter des christlichen BergDer von den einzelnen Bundesstaaten zu entrichtende Betrag ist die Nachlaßsteuer. arbeiterverbandes und legterer bekanntlich Vorsitzender des auf Grund des in diesen vorhandenen, nach einheitlichen Grundsägen In gleicher Weise äußert sich Frhr. v. Rheinbaben Deutfcnationalen Handlungsgehilfenverbandes. Daß diese zu ermittelnden gesamten Einkommens und reinen Vermögens über den Antrag und dessen Ausführung er für unmöglich beiden als Arbeiterführer den land- und forstwirtschaftlichen Arbestandes festzustellen. Solange die Grundlagen für diese Feststellung nicht in allen hält. Graf Sakfeldt erklärt sich namens seiner Freunde beitern das Koalitionsrecht nicht gönnen, ohne dessen Besitz die Bundesstaaten vorhanden sind, ist die Abgabe nach Maßgabe der bereit, den Zentrumsantrag mit dem ihren in Einklang zu Industriearbeiter und das kaufmännische Proletariat ihre Bevölkerung zu entrichten; hierbei bleibt für Sachfen- Meiningen, bringen, womit Müller Fulda einverstanden ist. Sich gegen Organisationen, zu deren Leiter die beiden Herren gehören, nicht Waldeck, Appe und Schaumburg- Lippe ein Drittel der Bevölkerung Emmel wendend, erklärt Müller, daß das Zentrum nicht Hilfs hätten schaffen fönnen, ist ein trauriges Zeichen mangelnder Uebertruppe der Agrarier sei; es gehe seine eigenen Wege; gengungsirene oder mangelnder Erkenntnis. Eines ist für die beiden 8. bon Dr. Weber und Genossen: Die Kommission wolle einen wer sich ihm anschließen wolle, dem bleibe das unbenommen. Beteiligten in diesem Falle so schlimm wie das andere. Gefeßentwurf ausarbeiten, in welchem eine direkte Reichssteuer etiva Er bestreitet auch, daß der Effekt ihres Antrages darauf hinausnach folgenden Grundsätzen vorgesehen wird: I. Es wird im Deutschen Reiche eine allgemeine Stetter Die Tabakarbeiter dem Vermögen der Einwohner, juristischen Personen und Gesell- wendet sich scharf gegen den Antrag und will auf dem sind gegen die drohende, ungeheuerliche Mehrbelastung des Tabaks I. Es wird im Deutschen Reiche eine allgemeine Steuer von komme, die breiten Massen zu treffen. Frhr. v. Richthofen dem Vermögen der Einwohner, juristischen Personen und Gesell- Umwege der Erhöhung der Matrikularbeiträge die aufzu in ganz Deutschland in eine lebhafte Protestbewegung eingetreten. II. Die Steuer wird veranlagt nach reichsgefeglich vor- bringenden 150 Millionen herausschlagen( wenn sich überhaupt In Orten, für welche bie Zabalindustrie von Be zufchreibenden Grundfäßen. nach Feststellung der indirekten Steuern noch ein so großer deutung ist, sollen die Einwohner ganz allgemein außer Betracht." schaften im Einzelwerte von mehr als 20 000 m. erhoben. zur Unterzeichnung von Petitionen gegen die Mehrbelastung des als die Duma mit Arbeit buchstäblich überhäuft sei und wichtigere| Sippe von Land- und Kapitalmagnaten die sozialistische Tabates aufgefordert werden. Die Zabalarbeiter rechnen bei der Fragen auszuarbeiten habe. Der Abg. Pergament begründete Arbeiterbewegung nieberzuknüppeln und die finn. Sammlung der Unterschriften auf die tatkräftige Unter- in längerer Rede die Interpellation der Kadetten. ländische Freiheit endgültig zu vernichten. stübung der Parteiorganisationen und Gewerf. Amerika. schaften. Keine Lohnerhöhung. Sodann ergriff Ministerpräsident und Wcinister des Innern Stolypin das Wort und erklärte: Ungeachtet der Ausführungen der vorhergegangenen Redner erscheint mir die Interpellation u Die zweite hessische Kammer und die Steuerpläne. genügend begründet, da die ihr zugrunde gelegten Tatsachen SemWashington, 24. Februar. Das Repräsentantenhaus Offenbach, 25. Februar 1909. Die Zweite Stammer begann jenigen Material, über das die Regierung verfügt, widersprechen. heute wieder mit ihren Verhandlungen. Jufolge einer Anfrage über Die Beschuldigungen, die aus der Interpellation zu folgern find, hat heute die Senatsvorlage, das Diensteinkommen des Bundesdie Gas- und Elektrizitätssteuer tam es zu lebhaften Grörterungen ertönten zuerst und ertönen noch jetzt aus dem revolutionären präsidenten auf 100 000 Dollars zu erhöhen, abgelehnt. über die Reichsfinanzreform. Die Gas- und Elektrizitätssteuer Lager. Ich nehme daher an, daß die Duma, nachdem sie mich wurde allseitig sowohl von nationalliberaler Seite als auch von angehört, finden wird, daß in der Handlungsweise der NeZentrum verurteilt. Die Regierung verlangte, daß man angeben gierung fein Grund zu einer Interpellation wegen gefezwidriger Erwarten Sie von mir feine Verteidisolle, wie man den Ausfall der 50 Millionen Mark ersetzen wolle. Handlungen vorliegt. Aus der Partei. Zum Parteitag in Leipzig. Genosse Ulrich forderte die Einführung einer Reichseinkommen gungs- oder Entschuldigungsrede. Das würde die Sache nur verund Vermögenssteuer von den größeren Einkommen und dunkeln und ihr den Anstrich geben, als ob die Interessen des Eine Versammlung der Genoffen von Leipzig- Stabt Vermögen, aus denen weit mehr herausgeholt werden könne, wenn Refforts und der Regierung, aber nicht die des Staates im Vorder- und Land wählte das Lokalkomitee, das die Vorbereitungen man nicht bei 3 roz. stehen bleiben wolle, und z. B. bei der Nach- grunde ständen. Indem ich die Interpellation persönlich beantworte, zum Parteitag zu treffen hat. Das 17gliedrige Komitee hat sich laẞsteuer so weit gehen würde wie in England, wo man 15 Proz. möchte ich die ganze Angelegenheit vom rein staatlichen Standpunkt konstituiert und den Genossen N. Lipinski zum Vorsitzenden genehme; wolle man aber die leistungsfähigen Steuerzahler nicht be- beleuchten. Der Minister ging sodann auf die Tatsachen wählt. Seine Adresse ist: Leipzig, Elsterstr. 14. Weiter lasten, so solle man aufhören, höhere Forderungen für Militär und über und erklärte, zunächst den Begriff Provokateur feststellen hat sich das Komitee dann in Unterausschüsse geteilt: Ginen OrMarine zu stellen. Dort sei zu sparen. au wollen. Er wies darauf hin, daß die Revolutionäre vor Die Anfrage wurde dann als erledigt erklärt. Die Rezugsweise alle diejenigen mit diesem Ausdruck bezeichneten, durch ganisationsausschuß. Vorsitzender R. Ripinsti, einen Pressegierung beharrt auf ihrem Standpunkt, daß sie die die ihre Absichten und Taten der Regierung befannt würden, ausschuß, Vorsitzender F. Seger, Fregestr. 22, einen WohnungsReichsfinanzreform im Sinne der Vorlagen der verwährend diese nur die Urheber von Verbrechen Provokateure nennen ausschuß, Vorsitzender G. Orbel, Leipzig- Plagwig, Weißenfelser bündeten Regierungen im Reichstage erledigt sehen will. könne. A zew, den er weder verteidigen noch beschuldigen wolle, Straße 9, und einen Unterhaltungsausschus, Vorsitzender F. Nüchsei ein gewöhnlicher Polizeiagent, dem jest legendäre tern, Leipzig- Thonberg, Stötterizer Straße 18. nach revolutionären Quellen, Eigenschaften und, Zur Reichsfinanzreform. Gegen das angeblich schon gesicherte Kompromiß einer Reichsbesitzsteuer" auf der Basis des Antrags Gamp wendet sich der „ Stuttgarter Beobachter", das Sentralorgan der württem bergischen Volkspartei, in einem scharfen Leitartikel, der mit folgenden, durch Sperrbruck hervorgehobenen Sätzen schließt: eine Reihe " Parteiliteratur. von Verbrechen zugeschrieben würden. Der Minister schilderte fodann ausführlich die Beziehungen Azews zu den Revolu tionären an verschiedenen Orten Rußlands und des Auslandes, Eine Märzbeutschrift ist soeben im Verlage der Wiener fowie seine Beziehungen zum Polizeibepartement vom Jahre 1892 Bolts Buchhandlung erschienen. Sie hat folgenden und wies auf die vom Polizeidepartement festgestellte Tatsache hin, Inhalt: Moritz Hartmann: Wir lernten... Start& euthner: Starl Renner: Der sechzigdaß die Häupter der revolutionären Organisation, wenn es sich um Das Vermächtnis der Märzopfer. Die freisinnige Fraktionsgemeinschaft wird sich von dieser die Ausführung von Verbrechen handelte, immer an dem Tatorte jährige Krieg. Ludwig Pfau: Aus den Frühlingssonnetten. Josef Lösung der Frage vollständig fernhalten und wenn auf diesem anwesend seien, um den Willen der den terroristischen Aft aus- Diner Dènes: Bäter und Söhne( 1848-1908). Karl öger: Wege der Block aus dem Leime geht und die konservativ- ultra- führenden Berson zu stärken. Dieser Umstand sei bei Beurteilung Wien im Jahre 1849. Das Titelblatt und die Kunstbeilage: Der montane Verbrüderung wieder in Kraft tritt, dann mögen diese der Tätigkeit Azews in Betracht zu ziehen. Was speziell die unbesiegbare, zeichnete der Wiener Maler Otto Friedrich. Die Beides Gouverneurs bon Ufa und des lage ist leider mißraten. An Bildschmuck enthält die Schrift noch die ganze Finanzreform ruhig auf der stizzierten Grundlage Ermordung durchführen. Für die Linksliberalen entsteht dabei die denkbar Ministers v. Plehwe angehe, wolle er vier Fragen stellen, eine der berühmten politischen Karikaturen von Honore Daumier: günstigste Situation. Sie haben dann nicht das Odium der nämlich: Wo befand sich zu dieser Zeit Azew?, welche Rolle spielte Das europäische Gleichgewicht", ein Bild, das wie auf die heutige Die Schrift ist auf gutem Papier in Reichssteuervermehrung und vollends nicht die Berantwortung für er in der Partei?, welche Angaben machte er der Bolizei? und hat Beit gemünzt erscheint. Sie foftet 17 Heller. diese vorgeschlagene Vermehrung samt den dazu gehörigen die Polizei die Tätigkeit ihrer Agenten nach diesen Morden ge- schöner typographischer Ausstattung gedruckt. indirekten Steuern vor der Wählerschaft zu tragen." prüft? Alle diese Fragen könnten vollkommen beantwortet werden. Unsere Toten. In Biel( Schweiz) ist Genosse Gottfried Wir wollen abwarten, ob diese oppositionelle Stimmung von der Die Aufenthaltsorte Azews waren, erklärte der Minister, der freifinnigen Fraktionsgemeinschaft auch wirklich bei dem weiteren Polizei bekannt; unter den Revolutionären war er noch nicht in Reimann, Stadtpräsident, im Alter von 47 Jahren nach Berührung mit der Aktionspartei und konnte nur zufällig einiges längerer schwerer Krankheit gestorben. Er war ursprünglich SchriftVerlaufe der Reichsfinanzreform in die Tat umgesetzt wird. erfahren; der Polizei gab er wichtige Angaben, die sich voll- setzer, durchwanderte Deutschland und Frankreich und nahm dort Mit der Finanzlage des Reiches befaßt sich u. a. auch ein Leite tommen bewahrheiteten. Da Azews Stellung unter den Revolu- die sozialistischen Ideen in fich auf. Im Jahre 1887 fam er nach artikel des„ Württembergischen Staatsanzeigers", der als eine tionären bis 1906 teine einflußreiche war, fonnte er bei Biel, wo er sich gewerkschaftlich und politisch hervorragend betätigte. offizielle Meinungsäußerung der württembergischen Staatsregierung den Attentaten dieser Jahre weder eine Rolle spielen, noch sie ver- Besonders ließ er sich die Förderung der gewerkschaftlichen Organianzusehen ist. Darin heißt es: hüten. Erst 1906 wurde er Vertreter des Zentral- fation der Uhrenarbeiter sehr angelegen sein, die noch vielfach " Bu oft schon ist der tieferen Beziehung dieser finanziellen fomitees und seitdem sind alle Anschläge des Zentrallomitees anarchistisch- kleinbürgerlich und zünftlerisch- rückständig Fragen zu der ganzen politischen Zukunft der Nation gedacht fehlgeschlagen und aufgebedt worden, während nur Satte doch auch an ihnen die Juvaföderation Batunins den stärksten Rückhalt. Gegen die Maschine in der Uhrenindustrie wurde zum worden, als daß man nicht auch heute noch beim Reichstag und, felbständige Organisationen einige Morde zur Ausführung bringen Teil bis in die legten Jahre hinein ein heftiger Stampf, selbst in foweit es ihn angeht, auch beim Landtage auf jene Opferwilligkeit fonnten. sollte rechnen dürfen, die dem Reiche den notwendigen Bedarf gewährt, ohne den Bundesstaaten Luft und Bewegungsfreiheit in ihrem eigenen Haushalt zu nehmen." Kenntnis bon dem waren. Reimann tvar immer ein Der Ministerpräsident schilderte ausführlich die Tätigkeit Form von Streiks, geführt. Dem Marristen Reimann gelang es Bata is in Warschau und wies auf dessen Verabschiedung aus schließlich aber doch, die Uhrenarbeiter mit der Maschine auszudem Dienste der politischen Polizei hin, die erfolgt sei wegen des föhnen. Im Jahre 1893 wurde Reimann der Leiter des neuge= Der Zwischenfaz soweit es ihn angeht, auch beim Landtage", Verdachtes, Erpressungen versucht zu haben.( Ausrufe der Ent- gründeten internationalen Buchdruckersekretariats in Bern, 1896 könnte den Anschein erweden, daß die württembergische Regierung rüstung im Zentrum.) Sofort nach feiner Entlassung sei Adjunkt des schweizerischen Arbeitersekretariats. Vom 1. Januar sich mit einer Lösung der Reichsfinanzreform abzufinden bereit wäre, habe diesen geheime Dokumente und eigene Erfindungen ausgeliefert. fozialdemokratischen Partei und des Grütlivereins, um die er fich Balai in das Lager der Revolutionäre übergegangen und 1903 bis Ende 1908 stand er an der Spike der schweizerischen die einen Teil der benötigten Mittel durch die sogenannten Ferner ging der Ministerpräsident über zu einer Schilderung der viele Verdienste erwarb. Jm Bieler Stadtrat und Stantonsrat „ veredelten" Matrikularbeiträge oder durch eine auf die Einzelstaaten Tätigkeit Burze ws, dessen revolutionärer Glaube nichts als Terro- und seit dem März 1907 als erster sozialdemokratischer abzuwälzende„ Besizsteuer" aufbringen will. Wer sich aber der rismus, Morde, Fürstenmorde und Bomben anerkenne. Als dritter An- Stadtpräsident in der Schweiz. erst fürzlich im württembergischen Landtage stattgefundenen Etat- tläger der Regierung trat der frühere Direktor des Polizeidepartements, scheinbar gesundheitsstrotzender forpulenter Mann und daher Steuerdebatte erinnert, weiß, daß dieser Schluß nicht richtig ist. Eine opuchin, auf, der jegt wegen Unterstützung der sozialistischen Revo- wirfte vor etwa Jahresfrist die Nachricht sehr überraschend und solche Lösung" der Finanzreform hat die württembergische Regierung lutionspartei angeflagt ist, weil er russische Revolutionäre in London betrübend, daß er an der Tuberkulose erkranit sei. Leider blieben vielmehr mit allem Nachbruck abgelehnt und es ist anzunehmen, empfangen und diesen bestätigt hat, Azew sei Polizeiagent. Ich alle Versuche zur Heilung, auch ein längerer Aufenthalt in Davos daß sie diesen Standpunkt auch weiterhin einnehmen wird. Die auf weise hierauf hin, nicht um ein Urteil über Lopuchin zu fällen, das erfolglos, so daß er nun im besten Alter feiner Familie und den den Landtag bezügliche Stelle diefes Artikels kann daher wohl nur wird ein unparteiisches Gericht sprechen, die Regierung fonnte sich Genossen entriffen wurde. Die Arbeiterschaft wird ihm stets ein den Landtag bezügliche Stelle dieses Artikels kann daher wohl nur aber unmöglich duldsam gegenüber dem von Lopuchin be- treues Andenken bewahren! Bezug haben auf die im Landtage erfolgte Ablehnung der Gas- gangenen Bertrauensbruch zeigen. leber den Zusammenhang Die sozialdemokratische Stichwahlparole im Wahlkreise Bingenund der Elektrizitätssteuer und der Flaschenweinsteuer, bei denen die mit der Azewaffäre genügt és festzustellen, daß auch Lopuchin Alzey wird von der Frankfurter Boltsstimme" und dem„ Volksblatt württembergische Regierung in Gegensatz hierzu dem Bundesrat teine angeblichen Verbrechen Azews für Halle" angegriffen. Die Sozialdemokratie, so meinen beide zugestimmt hat. Dagegen bleibt es dabei, daß man in Württem- gehabt hat. Stolypin fuhr fort: Aus dem Angegebenen folgt Barteiblätter, hätte nicht für den Freifinn eintreten dürfen, sondern berg die Pflicht, für die Bedürfnisse des Neiches zu sorgen, aus- erstens, daß ich augenblicklich keine Gründe vorfinde, um Beamte Wahlenthaltung proklamieren müssen. Wir vermissen nähere Anschließlich dem Reichstage zuweist, da jede andere Lösung der irgendwelcher verbrecherischen Handlungen zu bezichtigen. Ich ver- gaben in der Bekanntmachung des sozialdemokratischen WahlSchwierigkeiten nur geeignet ist, Luft und Bewegungsfreiheit" der füge auch über feine Beweismittel, um Azev der Provokation fomitees in der Mainzer Boltszeitung" über die Gründe anzuflagen. Zweitens ziehe ich den traurigen aber unvermeid- feines Schrittes. Es jagt in dem Aufruf an die Wähler: Einzelstaaten noch weiterhin zu unterbinden. lichen Schluß, daß, solange der revolutionäre Terror herrscht, auch der polizeiliche Späherdienst fortbestehen muß. Alle Vorsichtsmaßregeln werden getroffen, damit dieser Dienst nicht ausartet. Solange ich an der Spitze der Regierung stehe, wird sie niemals von der Provokation Gebrauch machen. Falls der Regierung irgendwelche Ausartungen bekannt werden, werden sie streng geahndet werden. Denn ich erkläre laut: Die Regierung bulbet keine Probotation und wird sie nimmer dulden. Mißratene Einzelfälle kann man nicht zum Prinzip erTriberg, 25. Februar. Die Schwarziv. Chronik", ein fleines heben. Unfere inneren Aufgaben sind der vernünftigen Majorität hier erscheinendes Blatt, hatte eine Fastnachtsnummer heraus- flar, doch können diese Aufgaben leider nur auf einem von Bomben gegeben. Diese wurde beschlagnahmt und der Nedakteur und Brownings bedrohten Wege erreicht werden, und das ganze wegen Verbreitung unfittlicher Schriften ver- Polizeisystem, daß im Kampfe gegen diese Seuche aufgeht, ist nur haftet. Es dürfte dies in Baden der erste Fall sein, daß ein Mittel dazu, um ein ruhiges Leben und eine ruhige Arbeit zu wegen eines Presvergehens alsbald mit Verhaftung ein ermöglichen. Dann schloß Stolypin mit dem üblichen patriotischen Phrafenfeuerwert. geschritten wird. Die Dresdener Wahlrechtsprozesse. Der Stadtverordnete Genosse Kühn in Dresden erhielt eine Anllage wegen Polizeibeleidigung, die er am Sonntag, den 17. Januar, während der Wahlrechtsdemonstrationen bei seiner Verhaftung begangen haben soll. Bon der badischen Freiheit. " Pluralwahlrecht in Oldenburg. Der oldenburger Landtag hat mit 26 gegen 18 Stimmen die Einführung eines Pluralivahlrechts beschlossen; nach diesem erhält jeder Wähler, der das 40. Lebensjahr erreicht hat, eine zweite Stimme. Die weitergehenden Anträge auf ein schärferes Pluralwahlrecht wurden mit 28 gegen 21 Stimmen abgelehnt. Frankreich. Eine bedentfame Wahl in der Arbeiterkouföderation. der bon Finnland. Die Landtagsauflösung. „ Aber auch dem freisinnigen Kandidaten durfte angesichts der zwiespältigen Agitation der freifinnigen Partei im Wahlkreise nicht ohne weiteres die Stichwahlhilfe der Sozialdemokratie zuteil werden. Nachdem Herr Pfarrer Korell indessen auf die Anfrage unferes Wahlkomitees eine durchaus zufriedenstellende Antwort gab, nehmen wir keinen Anstand Was hat denn nun der vielseitige Herr Korell erklärt und welche Garantien hat er gegeben, daß er nicht alsbald zum entgegengejezten Standpunkt gelangt? Das wäre notwendig zu wissen, um die Haltung des Wablkomitees beurteilen zu können. Jugendbewegung. ,, Arbeiter- Jugend". Die Nummer 3 ist soeben erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Arbeitslosigkeit( Leitartikel). Jugendbewegung und Turnen. Von E. Adler Kiel. Bücher und Bibliotheken für die arbeitende Jugend. Von G. Hennig. -Bureaukratisch- kapitalistische Jugendwohlfahrt". Ein foziaKultursprüche. Gewerkschaftlichen. Von Wieder ist der finnische Landtag aufgelöst worden, wenige Tage liftisches Jubiläum( zum 50. Geburtstage der materialistischen Genachdem er zu seiner Frühjahrssession zusammengetreten war. Erst schichtsauffaffung) II. Die Gewerkschaftsorganisation. am 6. April 1908 war der vorige Landtag aufgelöst worden, infolge 2. 3. Aus der Politik. Von H. B. Aus der deutschen der Annahme eines gegen den finnischen Senat gerichteten Miß- Jugendbewegung: I. Die Jugendbildungsbestrebungen der Leiptrauensvotums. Jedoch die Neuwahlen, die am 1. Juli stattfanden. 3iger Arbeiterschaft. Von G. Sg. II. Die Hamburger Jugendschwächten nur die Stellung der fonfervativen altfinnischen Partei bewegung. Von R. 2. Vom Kriegsschauplah.- RatechismusFremdwörter. Die Beilage der Arbeiterund brachten den Sozialdemokraten 88 Mandate statt der früheren 80. fragen. Die Herbstfession des neuen Landtages verlief dann ohne wesentliche Jugend" enthält: Der junge Schmied, Gedicht von Jürgen Brand. Paris, 25. Februar. Störung in intensiver gesetzgeberischer Arbeit. Es trat aber Antonius, Erzählung von Hermann Thurow.-Gesellschafts( Privatdepesche des Borwärts".) Bücher für Heute fand die Neuwahl des Sekretärs der mit jedem Tage deutlicher hervor, daß die Zarenregierung spiele. Von Hrch. Schulz. Buntes Feuilleton. die Jugend. Die rea einen onflitt heraufbeichwören wollte. Arbeitertonföderation statt, die infolge der Amtsnieder- formatorische Tätigkeit des Landtages wurde fast völlig labmgelegt, legung des bisherigen Sekretärs Griffuethes notwendig geworden weil der Zar den Vorlagen die Bestätigung berfagte. Die finnwar. Mit einer Stimme Mehrheit siegte der von den Sozialisten unterstüßte neutrale Kandidat Nielländischen Staatsmittel wurden in immer stärkerem Maße von der Der Verband der Land-, Wald- und Weinbergarbeiter. bankrotten Reichsregierung herangezogen. Am wesentlichsten aber gegen den Revolutionär Syndikalisten Nicolet, Am 21. und 22. Februar fand in Berlin im Gewerkschaftswar, daß der russische Ministerrat sich immer mehr in die finnGriffuethes empfohlen worden war. Der neue Gekretär ländischen Angelegenheiten einmischte und die ganze finnländische hause eine Konferenz statt, in welcher die seit langem vorbereitete Niel tritt für den Anschluß der Konföderation an Autonomie – nach den Worten eines sehr gemäßigten Peters- Gründung eines Verbandes der Land-, Wald- und Weinbergarbeiter das internationale Gewertschaftssekretariat ein. burger Blattes in ein lächerliches Narrenspiel" verwandelte. Deutschlands beschlossen wurde. Die Organisation der LandDieser Punkt war es auch, der dem Zaren den äußeren arbeiter oblag bisher dem Verbande der Fabrik-, Land- und ge= Anlaß gab, den jetzigen Landtag aufzulösen. Im Manifest vom werblichen Hilfsarbeiter( Siz Hannover). Schon seit 1902 ergingen Für das Frauenstimmrecht. 22. Februar, in welchem die Gründe der Landtagsauflösung an- Anregungen aus einzelnen Bezirken zur Gründung einer selb London, 24. Februar. Anhängerinnen des Frauenstimmrechtes geführt werden, wird insbesondere darauf hingewiesen, daß der Vor- ständigen Landarbeiterorganisation. Der Fabritarbeiterverband machten heute abend den entschlossenen Versuch, in das Barta- fizende Swinhufwud bei der Gröffnung des Landtages in un hielt indes an seiner Zuständigkeit für diese Arbeiterkategorie fest. ment einzudringen. Die Polizei schritt ein. Es kam zu angebrachter Weise ein abfälliges Urteil" über diese Verordnung ge- Erft der Münchener Verbandstag dieses Verbandes beschloß, auf sie wilden Szenen; sechsundzwanzig Verhaftungen wurden vor- fällt hatte. Die zahme Bemerkung des Landtagsvorsitzenden, daß zugunsten einer selbständigen Landarbeiterorganisation zu ver„ die Volksvertretung wegen der verfassungswidrigen und für die zichten unter der Voraussetzung, daß die der Gewerbeordnung unterfinnländische Gesetzgebung verderblichen Neuordnung der Vorstellung stehenden Arbeiter von dem neuen Verbande nicht erfaßt, sondern Die Jnterpellation über Azew. der finnischen Angelegenheiten beim Monarchen mit beengenden dem Fabrikarbeiterverbande verbleiben würden. Nachdem nunmehr Petersburg, 24. Februar. Reichs duma. Nach Potrowsky Gefühlen an die Arbeit gehe", ist vom Baren als ausreichend die Bahn für eine neue Landarbeiterorganisation frei war, wurden sprachen zwei Redner des extremen rechten Flügels, welche erachtet worden, um eine neue Krife in Finnland heraufzubeschwören. die notwendigen Schritte zur Vorbereitung der Gründung in den Darauf hinwiesen, daß kein genügender Grund zu einer Inter- Vorläufig ist noch nichts von einer Aenderung des Wahl einzelnen Reichsgebieten unternommen, die durch die Berliner pellation borliege, da das ganze Material aus verdächtiger rechts bekannt. Es unterliegt aber feinem Zweifel, daß die Konferenz ihren Abschluß fanden. Die Konferenz beschloß, daß die neue Organisation, die den Quelle der Sozialisten und der Revolutionäre stamme; die Inter- Petersburger Regierung auf dieses Ziel hinarbeitet, um im Bunde bellation wäre infolgedeffen entschieden abzulehnen, um so mehr mit einer auf Grund eines reaktionären Wahlrechts gewählten Namen: Verband der Land-, Wald- und Weinbergarbeiter genommen. England. Rußland. Solidarität. abgestuft. zehn Beisizer. Arbeitswilligen- Transporte. Auf dem Frankfurter Hauptbahnhof spielte sich Montag bor Deutschlands" führt, ein einheitlicher Zentralverband für das ganze nie Gelegenheit hatte, in dieser Hinsicht gemeinsame Sache mit flagt darin Herr D., daß er lebensmüde geworden sei, weil er Reichsgebiet sein solle, der in Gaue, Bezirke und Ortsgruppen ihnen zu machen. Sie befürchteten offenbar, daß die Unternehmer einsche, unter den heutigen Verhältnissen nicht eingeteilt wird. Für Angehörige gewiffer Spezialbranchen können dann dazu kommen würden, eigene Betriebswerkstätten zu errichten. mehr arbeiten zu können. Eingesehen hatte er das auf Sektionen errichtet werden. Die Orts- bezwv. Bezirkssektionen Daß in solchem Falle der Kürschnerverband nicht gegen derartige dem Werkplatz der Firma P. Wimmel u. Co., für die er das tönnen zu einer Reichssektion vereinigt werden. Maßnahmen der Unternehmer und für die bedrohten Gristenzen fann feine Berichtigung" aus der Welt schaffen- das Mark Der Zweck des Verbandes ist die allseitige Förderung der wirt- der Hausindustrie eintreten könnte, ist ja selbstverständlich. Die seiner Knochen hingegeben hatte. schaftlichen und geistigen Interessen feiner Mitglieder. Er soll auf der anderen als Arbeitnehmer, brachte es mit sich, daß die eigentümliche Zwitterstellung, auf der einen Seite als Arbeitgeber, Deutsches Reich, erreicht werden durch Einwirkung auf die Gestaltung des Ar- Hausindustriellen sich niemals der modernen Arbeiterbewegung anbeitsvertrages, Gewährung von Rechtsschutz bei Streitigkeiten aus schließen konnten, obwohl ihre Führer die Grundsäße der Gewerk die Arbeiterfandidaten des Gewerkschaftskartell 4560 Stimmen, die Bei den Neuwahlen zum Gewerbegericht in Linden erhielten dem Dienstverhältnis, der Arbeiterversicherung oder der Verbands- schaftsbewegung wohl begriffen, obwohl ihre Organisation Anfang der Hirsch- Dunckerschen Gewerkvereine 276. tätigkeit, durch Gewährung von Kranten-, Maßregelungs- und der neunziger Jahre eine Filiale des Kürschnerverbandes bildete Wahl bedeutet dies für die Kandidaten der freien Gewerkschaften Gegen die vorige Sterbeunterstützung, durch Errichtung kostenloser Arbeitsnachweise, und sie sich im Laufe der Jahre wiederholt Vorträge von sozial- eine Zunahme von 1212 und für die der Hirsch- Dunderschen Geobligatorische Lieferung des Verbandsorgans( das einheitlich und demokratischen Referenten halten ließen. Dann aber hat auch der werkvereine eine Abnahme von 188 Stimmen. Bei der Arbeit= monatlich erscheinen soll) und durch Pflege der Geselligkeit und sehnwöchige Stampf, den die Arbeiter und Arbeiterinnen 1905 in geberivahl erhielten die Sozialdemokraten drei, die Gegner fünfder Pelzbranche zu führen hatten, und ferner die Gründung des eigenen Arbeitsnachweises der Hausindustriellen bewiesen, daß Beitrittsberechtigt sind alle Land-, Wald- und Weinbergarbeiter diese Leute viel mehr den Kampf gegen die Arbeiterschaft, als den und-arbeiterinnen Deutschlands. Das Eintrittsgeld beträgt 20 Pf. gegen die Unternehmer um Regelung ihrer eigenen ArbeitsDer Beitrag ist nach drei Klassen zu 30, 60 und 80 Pf. pro Monat bebingungen zu entfesseln bereit sind. Aus diesen Gründen sind mittag eine ähnliche Szene ab, wie sie sich neulich in Nürnberg denn auch die Arbeiter und Arbeiterinnen überzeugt, daß sie nun, Die Gauvorstände können auf Beschluß der Gaukonferenzen wo die vertragslose Zeit bevorsteht, alles aufbieten müssen, um ereignet hat. Mit dem D- 3uge fuhren eine Anzahl Streitund mit Zustimmung des Verbandsvorstandes Wochenbeiträge an gegen Verschlechterungen der Lohn- und Arbeitsverhältnisse gerüstet brecher nach Zürich. Vom Holzarbeiterverband trafen 20 Mann zu sein.- Diese Ueberzeugung tam auch in der Diskussion scharf ein, die die Leute ben Beamten, die zu ihrem Schuße bereit waren, Stelle der Monatsbeiträge einführen. Die Einteilung der Gaue bleibt dem Verbandsvorstand über- zum Ausdruck, an der sich von den anwesenden Hausindustriellen abspenstig machen wollten. Es kam zu scharfen Zusammenstößen; fassen. Ortsgruppen sollen errichtet werden an Orten, wo eine Aufforderung keiner beteiligte. Folgende Resolution wurde die Streitbrecher waren mit Gummifnütteln bewaffnet, und die einstimmig angenommen: " Die Versammlung nimmt Kenntnis von der Kündigung des beiden Agenten, die die Leute begleiteten, postierten sich an den Arbeitsvertrages durch den Verein selbständiger Müßenmacher. Eingangstüren und wollten niemand hereinlassen. Sie erblickt in der Kündigung das Bestreben der Hausindu- nalbeamter der Frankfurter Polizei, der sich mit den Beuten verstriellen, sich die vertragslose Zeit für Verschlechterung der Lohn- ständigen wollte, wurde für einen Beamten des Holzarbeiterund Arbeitsbedingungen, namentlich bezüglich der Verlängerung verbandes gehalten und übel zugerichtet; ihm wurde u. a. von den der Arbeitszeit, offenzuhalten. Um diesen Bestrebungen wirksam Streifbrechern ins Gesicht gespuckt usw. zu begegnen, erklärt die Versammlung, daß gegen jeden Verstoß Schließlich gelang es aber doch, eine Anzahl der Arbeiter ab gegen die bestehenden Arbeitsbedingungen Front gemacht werden spenstig zu machen. soll. Die von solchen Verstößen betroffenen Kollegen und Kolleginnen sind verpflichtet, sofort dem Verbande davon Mitteilung zu machen und eventuell die Arbeit niederzulegen. Das wirkfamste Mittel, mit ganzem Erfolg gegen irgendwelche Verschlechte- letzten Arbeitslofenzählung in Halle durch das Gewerkschaftskartell laut Durch die bürgerliche Bresse geht jetzt die Notiz, daß bei der rungen anzufämpfen, erblidt die Versammlung im gründlichen Ausbau der Organisation. Deshalb ist es Pflicht jedes Mit- polizeilicher Nachprüfung Dirnen, zuhälter ufw. als arbeitslos gliedes, die noch unorganisierten Kollegen und Kolleginnen, und mitgezählt worden sind. Bekanntlich zahlte die Stadt zu den Unkosten der Arbeitslosenzählung 300 M. und das Zählmaterial ging namentlich auch die in der Hausindustrie, dem Verbande zuzu- dafür in die Hände des Statistischen Amts. Der Direktor des Amts führen." versprach aber, das Material nur zu statistischen 8weden verwenden zu wollen; es tomme nicht aus Amtsblatte erschien, zapfte man den Direktor Wolf vom Amte dem Hause. Als der Beschimpfungsartifel zuerst im öffentlich an. Er erklärt nun in einem an den Kartellvorsitzenden gerichteten Briefe, daß er sowie auch die Angestellten des Statistischen Amtes dem Polizeiartikel vollständig fernständen. genügende Anzahl von Mitgliedern vorhanden ist. Orte, in denen es nicht zur Bildung von Ortsgruppen kommt, fönnen zu Bezirken bereinigt werden. Organe des Verbandes sind der Vorstand, Ausschuß und Verbandstag. Der Vorstand wird seinen Sitz in Berlin oder dessen Umgebung, der Ausschuß in München haben. Der Verbandstag soll alle drei Jahre stattfinden. Krantenunterstüßung wird nach einjähriger Mitgliedschaft und Zahlung von 12 Monatsbeiträgen, Sterbeunterstützung nach zweijähriger Mitgliedschaft und Zahlung von 24 Monatsbeiträgen gezahlt. Die Krankenunterstüßung beginnt nach Ablauf der ersten mit Erwerbsunfähigkeit verbundenen Krankheitswoche, sie beträgt: Kl. 1 pro Tag 30 Pf. oder pro Woche 2,10 M. KL. 2 KI. 3 " " 60 80 " " " " 4,20 5,60 " Das Sterbegeld beträgt in der" 1. Klasse 20 M., in der 2. Klasse 30 M. und in der 3. Klasse 40 M. Die Gauborstände können auf Beschluß der Gaukonferenz und mit Zustimmung des Verbandsvorstandes obligatorische Beitragszuschläge erheben und eine Erhöhung der obigen Leistungen eintreten lassen. Maßregelungsunterstüßung wird an Mitglieder, die infolge chrer Tätigkeit für den Verband gemaßregelt werden, bis zum Höchstbetrag von 30 M. gewährt. Die Festsetzung bleibt von Fall zu Fall dem Vorstand überlassen. Auch über die Gewährung und Art des Rechtsschutzes entscheidet der Vorstand nach Prüfung der Sachlage. Arbeitsnachweise können mit Zustimmung des Vorstandes ertichtet werden. Das monatliche Organ führt den Namen:„ Der Landarbeiter". Die Redaktion befindet sich am Size des Vorstandes. Für den Vorstand und die Redaktion sollen zwei vollbefoldete Kräfte ange= stellt werden, daneben zunächst drei besoldete Gauleiter. Es wird erwartet, daß die für die gewerkschaftliche und politische Arbeiter bewegung tätigen Angestellten, die Arbeitersekretäre und Gewerkschaftskartelle sich nach besten Kräften in den Dienst der Organi: sierung der Land-, Wald- und Weinbergarbeiter stellen, damit es bald gelinge, in allen Provinzen und Bundesstaaten auf dem Lande Agitationszentren zu schaffen, die zu kräftigen Stützpunkten des neuen Verbandes werden. Möge die neue Organisation der Landarbeiter ein Bahnbrecher werden, der den Millionen deutscher Landproletarier ein freies Koalitionsrecht und einen mitbestimmenden Einfluß auf die Gestaltung der Arbeitsverhältnisse erringen hilft. Berlin und Umgegend. Achtung, Steinarbeiter! Bis zur Stunde ohne Nachricht über die Absichten der Unternehmer empfehlen wir den Kollegen, den bis zum 1. März gültigen Tarif so lange als fortbestehend zu betrachten, bis andere Vereinbarungen zwischen den beiden Körperschaften, Innung und Unternehmesserband einerseits, Gesellenausschuß und Steinarbeiterverband andererseits, getroffen sind. Sonderabmachungen einzelner Unternehmer und Kollegen sind unzulässig. Etwaige Tarifverstöße, Lohnreduzierungen und andere Differenzen sind dem Unterzeichneten sofort mits zuteilen. Die Ortsverwaltung Berlin I des Zentralverbandes der Steinarbeiter Deutschlands. J. A.: Ernst Windler, N. 58, Gleimstr. 45. Proletariers Ende. Zerstörte Arbeitslosenzählungslegende. Wo stammt nun der Polizeiartikel her? Ein Krimis Das Startell verlangt das gählmaterial gegen Einhändigung der 800 M. zurück, und dann werden die Feststellungen" des Polizeiartikels geprüft werden. Den Töpfern in Danzig ist nun seitens der Unternehmet gleichfalls der am 1. Juni d. J. abgelaufene Lohntarif gekündigt worden. Damit gewinnt die Annahme, daß ein geheimer genereller Beschluß der Provinzen Posen und Dst und Westpreußen vorliegt, überall die daniederliegende Baukonjunktur auszunußen, um gegen die Gehilfen angriffsweise vorzugehen und deren Löhne Jm„ Vorwärts" Nr. 41( 18. Februar) wurde gezeigt, wie es deutsche Töpferverband im vorigen Jahre in den preußischen Ostniederzudrücken, neue Nahrung. Außer den Abwehrfämpfen, die der einem Arbeiter nach langjährigen treuen Diensten gehen kann, provinzen führen mußte, tobt zur Zeit der noch immer unentschiedene wenn er schließlich alt und minder leistungsfähig geworden ist. Stampf in Königsberg, wo jest die Unternehmer lebhafte AnWir brachten eine Zuschrift über den Steinmek Kar! strengungen machen, Arbeitskräfte von auswärts heranzuziehen, da Dreiling, der im Jahre 1905 als ein Greis von mehr als die Hirsch- Dunderfche Streifbruchgarde die Arbeiten allein nicht be70 Jahren seinem Leben vorzeitig ein Ende machte, nachdem er wältigen fann. Des weiteren sind zur Zeit in ganz Oft- und Westüber ein halbes Jahrhundert für die Firma P. Wimmel u. Co. preußen nur noch drei Orte vorhanden, in denen den Töpfern von tätig gewesen war. Der Brief rührte her von einem Mann, der den Unternehmern die Lohntarife noch nicht gekündigt worden sind. Herrn Dreiling genauer kennen zu lernen. Unser Gewährsmann zur gegebenen Zeit fündigen werden, womit dann in einem Zeitbei der Firma als Steinmez arbeitend Gelegenheit hatte, den alten Auch hier steht zu erwarten, daß die Unternehmer noch die Tarife meinte, Herr D. habe, nach seinem langen Leben voll tüchtigen raum von rund zwei Jahren die gesamten organisierten Töpfer Schaffens, verzweifelnd Hand an sich gelegt, weil der Chef ihn der Provinzen Posen, Ost- und Westpreußen in Abwehrkämpfe verhabe merken lassen, daß die ihm zugewiesene ungewohnte Arbeit, widelt worden find. die Bearbeitung eines damals neu in Aufnahme gekommenen Steinmaterials, nicht rasch genug von statten ging. Infolge von Lohndifferenzen sind gestern in Ghrang( Bezirk Ausland. sperrungspläne. Hiergegen wendet sich ein Schreiben, das uns die Firma Trier) 450 Arbeiter und Arbeiterinnen der vereinigten Servais Die Kündigung des Vertrages in der Müzenbranche. P. Wimmel u. Co. durch ihren Rechtsanwalt übersenden läßt. terke in den Ausstand getreten. Am Mittwochabend füllte den großen Saal des Alten Schüßen- Wegen des Alters des Herrn D. habe man bei der Verteilung Hauses eine öffentliche Versammlung der in der Pelz- und Müßen- der Arbeiten auf ihn die größtmöglichste Rücksicht genommen und branche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen, um zur Kündi- ihm jedwede Erleichterung gewährt." Er habe das gegenüber seinem Die Schuharbeiteraussperrung in Kopenhagen und weitere Auss gung des Vertrages der Müßenbranche Stellung zu nehmen. Der Wertmeister Scharf bis zuletzt stets dankbar anerkannt". Unwahr Referent Regge gab eine umfassende Uebersicht über die Ent- fei, daß der damalige Firmeninhaber Paul Wimmel die Arbeiten widelung des Vertragsverhältnisses und die durch die Kündigung D.'s in irgendeiner Hinsicht bemängelt oder sein Mißfallen über geschaffene Lage im Berufe. Der Vertrag, um den es sich hier langsame Arbeit geäußert" habe. Herr D. habe gegenüber Herrn handelt, ist am 2. Oftober 1903 zwischen den Hausindustriellen der Scharf bis noch kurz vor seinem Tode stets das ihm entgegenMüzenbranche, dem Verein selbständiger Müzenmacher und dem gebrachte Wohlwollen feines Arbeitgebers dankbar hervorgehoben". Verbande der Kürschner Berlins und Umgegend, an dessen Stelle" Der freiwillige Tod des Dreiling", so folgert der Brief, ja inzwischen durch die glücklich durchgeführte Verschmelzung die kann deshalb auch nicht auf sein Verhältnis zu der Filiale des Deutschen Kürschnerverbandes getreten ist, abgeschlossen Firma P. Wimmel u. Co. zurüdgeführt werden". Die und vor dem Gewerbegericht festgelegt worden. Er läuft nun, Tat erkläre sich daraus, daß eine Tochter von ihm und der Mann nachdem er Ende Januar dieses Jahres gekündigt wurde vom Ver- einer anderen Tochter schier frank gewesen seien. Der Brief ein der„ Selbständigen", am 1. Mai ab. Anträge oder Wünsche, endet:" Dazu kam, daß er infolge Verkaufs des Grundstücks der über den Abschluß eines neuen Vertrages zu verhandeln, find nicht Firma P. Wimmel u. Co., Lehrter Straße 18, seine daselbst biele geäußert. Die Kündigung mußte natürlich den Eindruck erwecken, Jahre innegehabte Wohnung zum 1. April 1905 räumen mußte dag die Hausindustriellen Verschlechterungen der bestehenden Ar-( sein Tod erfolgte im März 1905). Letzteres in Verbindung mit beitsbedingungen bezweckten, und die Filialleitung des Kürschner- den vielen auf Krankheit beruhenden Unglüdsfällen in seiner verbandes hat denn auch die Arbeiterinnen und Arbeiter sofort in Familie haben den Dreiling offenbar schwermütig gemacht und ihn einem Flugblatt auf diese Gefahr aufmerksam gemacht und nament zu seinem unseligen Schritt veranlaßt." Und daran schließt sich lich auch die Meinung geäußert, daß die Hausindustriellen es auf die Versicherung:" Dies bestätigen auch seine Familienange eine Verlängerung der Arbeitszeit abgesehen hätten. Das Flug- hörigen." " Die allgemeine Aussperrung in der Schuhwarenindustrie Kopenhagens ist seit Montag durchgeführt und erstreckt sich auf rund 1400 Arbeiter und Arbeiterinnen. Die dänische Arbeitgeber vereinigung plant, wie sie das immer in solchen Fällen zu tun pflegt, weitere Aussperrungen und hat der Presse mitgeteilt, daß ihre Generalversammlung den Hauptvorstand einstimmig ermäch tigte, die Schritte zu unternehmen, die notwendig find, um den Konflikt in der Schuhwarenindustrie zu beseitigen, und um überall allgemeinen Arbeitsfrieden" zu schaffen. Wie verlautet, ist dem Hauptvorstand besonders anheimgegeben, die Arbeiter und Arbeiterinnen der Bekleidungsindustrie, der Textilindustrie und evertuell auch der Eisen- und Metallindustrie auszusperren. Alle diese Maßnahmen, die bei der furchtbaren Arbeitslosigkeit als eine Brutalität sondergleichen erscheinen, sollen dazu dienen, ole Arbeiter der Schuhfabriten zur Annahme eines verschlechterten Tarifvertrags zu zwingen. Verfammlungen. blatt verfehlte seine Wirkung nicht, was sich unter anderem darin Die Firma P. Wimmel u. Co. wird es uns nicht verübeln zeigte, daß die Hausindustriellen mit einem Gegenflugblatt ant- dürfen, wenn wir ihre Angaben nicht ohne weiteres als zuverlässig worteten, das sie der Filialleitung des Kürschmerverbandes mit der hinnehmen. Falsch ist schon die Angabe, daß Herrn D.'s Tod im des Wahlvereins für den zweiten Kreis muß es heißen: Gewählt Berichtigung. In dem Bericht über die Generalversammlung Bitte zufandten, es unter den Arbeitern und Arbeiterinnen zu ver- März erfolgt fei. Herr D. fchied im Juni aus dem Leben, und wurden zum 1. Vorsitzenden Schwemte, 2. Vorsitzenden Köderig, breiten. Diesem Wunsche hat die Filialleitung schon in der Ge- damals hatte die Familie noch ihre Wohnung auf dem Werkplas. 1. Staffierer Gustav Schmidt, 2. Kassierer Lohse, 1. Schrift neralversammlung am 11. Februar in vollem Maße entsprochen. So etwas nennt sich dann eine Berichtigung!" Daß Herr Die Arbeiter und Arbeiterinnen haben Kenntnis genommen von der P. Wimmel sich nicht bewußt ist, selber die Leistungen des alten, Nauendorf), zu Beisigern Werner und Genoffin Baader, führer Stautmann, 2. Schriftführer Ja cubowski( nicht Versicherung der Hausindustriellen, daß sie keineswegs den Zehn- in Ehren grau gewordenen Mannes bemängelt zu haben, soll un- Revisoren Henning, Simon und Belger, in die Prestundentag wieder einführen wollten. Aber es war, wie der Redner besehen geglaubt werden. Auch das wollen wir gerne annehmen, fommiſſion Weberus und Schneider( nicht Fähndrich), fagte, im Vorjahre offenes Geheimnis, daß man die zehnstündige daß Herr P. Wimmel, falls solche Bemängelung doch erfolgt fein Lokalkommission Schröder( als Erfagmann Tangermann), Arbeitszeit wieder einführen wollte, und wenn die Hausindustriellen sollte, nicht geahnt hat( das wurde ja auch schon in jener Zuſchrift Agitationskommission 8inke, als Revisor für den Zentralverband bei ihrer Kündigung feinen Hintergedanken gehabt hätten, so lag in Nr. 41 gesagt), wie tief Herr D., der mit den Jüngeren nicht der Wahlvereine Gustav Schmidt, in den Aktionsausschuß fein Grund zur Kündigung vor. In ihrem Flugblatt geben sie als mehr mitkonnte, sogar durch eine nicht böse gemeinte tritik fich Schwemte, in das Vergnügungsfomitee Seufner, Kolz, Gründe an, daß der Verband der Hausindustrie den Krieg bis aufs verwundet fühlen mußte. Sicher scheint, daß mindestens von einer eu, Peine, Schachtinger und Genoffin Burm. Messer erklärt habe, sie gänzlich vernichten wolle, und daß er stets leitenden Persönlichkeit eine Aeußerung getan worden ist, die Schiedsrichtern in den Ausschlußangelegenheiten Henfchte und Biez die Rechte des Vertrages für sich in Anspruch genommen habe, aber darauf hinauslief, der Betrieb der Firma P. Wimmel u. Co. sei wurden gewählt Schwahn, Emil Schmidt und Tangermit seinen Pflichten mehr wie im Rückstande geblieben sei. Was teine Altersversorgung. Herr D. soll selber dankbar anerkannt die Pflichten anbetrifft, so tommt hier namentlich folgender Absatz haben, daß auf ihn größtmöglichste Rüdficht genommen wurde? mann( nicht Jacoben). des§ 11 des Vertrages in Frage: Gewiß, es ist zu glauben, daß er sich so ähnlich geäußert hat, man „ Die Arbeiter werden nur bei tariftreuen Arbeitgebern ar- schildert ihn uns als einen Mann, der lieber mal ein freundliches beiten und andererseits verpflichten sich auch die Arbeitgeber, nur Wort zu viel als eins zu wenig gesagt habe. Wo er aber sich ausDer Schriftführer des zweiten Berliner Wahlkreises. Joh. Rautmann. Zu tariftteve Arbeiter zu beſchäftigen. Außerdem verpflichten sprechen durfte, hat er( ſo ſagt man uns) noch kurz vor seinem Tode Letzte Nachrichten und Depefchen. Soldatenselbstmorde. sich die Vertreter des Verbandes der Kürschner Berlins und Um- das neue Material, an dem der Siebziger oft in Schweiß ge= gegend für den Fall, daß der am 7. September 1903 zwischen den badet fich abmühte, als Nagel zu seinem Sarge" beHausindustriellen und den Großunternehmern geschlossene Ver- zeichnet. Die Angehörigen sollen die Darstellung, die die Firma trag von einzelnen Unternehmern oder von allen nicht gehalten gibt, bestätigt haben? Auch das ist zu glauben; denn es wird eben hintereinander der Unteroffizier Blume und der Füfilier Pelz vom Merseburg, 25. Februar.( B. H.) Hier erschossen sich kurz wird, gegen die kontraktbrüchigen Arbeitgeber mit dem Verein in solchem Falle von einer Familie, die ein Menschenalter hindurch 36. Infanterieregiment. Das Motiv der Tat ist unbekannt. der selbständigen Müßenmacher gemeinsame Sache zu machen." auf dem Grundstück des Arbeitgebers eine Vertrauensstellung geDie Hausindustriellen hatten seinerzeit gegenüber ihren Ar- habt hat, gegen diesen nicht gern etwas vorgebracht. Leitgebern einen Tarifentwurf ausgearbeitet, der sich auf 40 Po- Das tragische Ende des ehrenwerten alten Mannes wurde fitionen erstreckte, fie begnügten sich dann aber bei den Tarifver- damals in dem Wimmelschen Betrieb unter seinen Kollegen lebhaft Charleroi, 25. Februar.( W. T. B.) Der Expreßzug handlungen damit, die Preise für drei Sorten Herrenmüßen und und lange besprochen. Auch der Inhalt eines Abschieds- Calais- Brüssel, der 4,45 Uhr nachmittags in Erquelinnes drei Sorten Knabenmüßen festzulegen, wozu nachträglich noch zwei briefes, den Herr D. feiner Gattin geschrieben hatte, ist über eintrifft, stieß bei Recquignies, nahe Maubeuge, mit dort haltenden Positionen tamen. Für irgendwelchen ernsthaften Stampf mit den den engeren Kreis seiner Familie hinaus bekannt geworden. Nicht Güterivagen zusammen. Zwölf Personen find verlegt; man glaubt, Großunternehmern um eine allgemeine Regelung ihrer Arbeits- mit einer Silbe wird da von Unglüdsfällen durch Krankheit ge- daß niemand getötet worden ist. Alle Züge erleiden große Ver preise waren sie nie zu haben, so daß auch der Kürschnerverband sprochen, die ihn schwermütig gemacht haben könnten. Wohl aber spätungen. Eisenbahnunglüd. Berantwo. Redakteur: Hans Weber, Berlin. Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen u. UnterhaltungsbL Nr. 48. 26. Jahrgang. Reichstag. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 26. februar 1909. 213. Sigung bom Donnerstag, den 25. Februar, nachmittags 2 Uhr Am Bundesratstische: Niemand! Auf der Tagesordnung steht die Fortsetzung der ersten Beratung des Antrages Brandys u. Gen.( Polen) betreffend die Freiheit des Grundeigentumerwerbes. enthalten sein; daß aber die Reichsverfassung auf diesem Grundsatz ich unterschreibe jeden Ausdruck, den er gebraucht hat, auch den beruht, kann im Ernst nicht bestritten werden. Man mag sich drehen und allerschärfsten.( Bustimmung bei den Sozialdemokraten.) Ich kam wenden wie man will: bei den Treibern und Hintermännern der sos mir nicht vorstellen, daß im deutschen Reichstag sich eine Mehrheit genannten Dstmarkenpolitik spielt das konfessionelle Moment mit. findet, die das verteidigt, was im preußischen Landtag in den An( Laute Zustimmung im Zentrum, tobender Widerspruch rechts.) Bitte, siedelungsgesetzen gesündigt ist.( Lebhafte Zustimmung bei den meine Herren( nach rechts), haben Sie nicht in der Hakatistenpresse Sozialdemokraten, den Polen und im Zentrum.) Herr Böhme ist den Wunsch ausgedrückt gefunden, möglichst alle Katholiken aus der den Spuren des Ministers v. Bethmann- Hollveg gefolgt, der neulic Provinz Posen zu vertreiben?( Wiederholtes Hört! hört! im auch die Neue Zeit" in einem Zusammenhange zitierte, der verZentrumt.) Die Mehrheit der konservativen Fraktion des Herren- muten ließ, daß vort ich mich vor so und so viet für Der Antrag verlangt den Erlaß eines Reichsgesetzes, wonach hauses war gegen die Enteignungsvorlage.( hört! hört!) Gerade Jahren eine Ausnahmegesetzgebung Polen gegen die Wenn Sie aber den Artikel lesen, feinem Reichsangehörigen mit Rücksicht auf das Glaubensbekenntnis, als fönigstreue Männer wenden wir uns gegen die Enteignungs- ausgesprochen hätte. die politische Gesinnung oder die Nationalität Beschränkungen irgend politit, die ganz unübersehbare Folgen für den gesamten Groß- werden Sie finden, daß ich mich dort mit aller Schärfe gegoa welcher Art beim Erwerb oder der Veräußerung von Grundeigentum grundbefiz haben kann.( Lebhafter Beifall im Zentrum.) eine Ausnahmegefeßgebung ausgesprochen habe und daß ich se oder der Errichtung von Wohnstätten auferlegt werden. Abg. Seyda( Pole): Daß die Regierung bei unserem Antrage schildert habe, was für Zustände im rheinisch- westfältichen IndustrieAbg. Graf v. Westarp( f.): Der Antrag richtet sich gegen be- durch Abwesenheit glänzt, wundert uns weiter nicht. Wir sind ja gebiet durch das Heranschleppen von Tausenden von polnischen Arftimmte Paragraphen der preußischen Ansiedelungsgesetze von 1904 diese Mißachtung des Reichstags gewöhnt.( Lebhafte Zustimmung beitern fich herausgebildet haben.( hört! hört! bei den Sozialund 1908.( Sehr richtig! bei den Bolen.) In Preußen wird aber bei Polen, Sozialdemokraten und Zentrum.) Daß bei dieser Be- demokraten.) Wir haben selbstverständlich manchmal Häfeleren mit wie wir ja auch häufig im niemand wegen seines Glaubensbekenntnisses zurückgesetzt.( Lebhaftes ratung am vorigen Freitag auch die Bänke der Konservativen den polnischen Berufsgenossen, Sehr richtig! rechts, Lebhafter Widerspruch bei den Polen, im Zentrum flaffende Lücken aufwiesen, ebenso wie heute, darf wohl auf ein Parteileben mit den polnischen Parteiagitatoren in Oberschlesien aber ist uns der Gebanke ge= und bei den Sozialdemokraten.) Ferner gibt es gar nicht den Be- gewisses Schamgefühl zurückgeführt werden.( Lauter Widerspruch zusammengeraten. Niemals griff der polnischen Nationalität( Lachen bei den Polen, im Zentrum rechts.) Ihr Widerspruch zeigt, daß ich mich irre.( Sehr gut! kommen, den gewerkschaftlichen oder Parteigegner mundtot zu und bei den Sozialdemokraten), die Polen in Breußen find bei Polen und Sozialdemokraten.) Es ist beschämend, daß 40 Jahre machen, eine Ausnahmegesetzgebung vorzuschlagen. Man muß sehr preußische Staatsbürger und haben daher die deutsche nach Erlaß der Reichsverfassung ein solcher Antrag gestellt wohl unterscheiden, wenn man einmal im Partei- oder gewerkschaftNationalität. Wie Brenzen seine Berfassung anwenden und werden muß. Unfraglich verstößt die preußische Enteignungsgefeßlichen Kampfe aneinander gerät und zwischen dem, was hier vorliegt ausbauen will, das geht den Reichstag gar nichts an.( Lebhafte gebung gegen die reichsgefeßlich garantierte Religionsfreiheit und und was vom humanitären Standpunkte aus fo Zustimmung rechts, lauter Widerspruch im Zentrum, bei den Polen Freizügigkeit.( Sehr richtig! bei den Polen, Sozialdemokraten und scharf als möglich verurteilt werden muß.( Lebhafte Zustimmung und bei den Sozialdemokraten.) Die Annahme des Antrages wäre im Zentrum.) Wir wissen wohl, daß in den preußischen Gesetzen bei den Sozialdemokraten.) Meine Stellung zur polnischen Sprache ein berfassungswidriger Eingriff in das preußische Verfassungsrecht. von 1904 und 1908 der Name„ Pole" nicht vorkommt. Aber dadurch habe ich ja dadurch präzisiert, daß ich beantragt habe, man folle ( Sehr richtig rechts.) Der Gesinnung der Polen und Sozial- hat sich noch fein Mensch, weder Freund noch Gegner jener Gesez- liberall, too Bolen beschäftigt sind, die Unfallverhütungsvorschriften demokraten entspräche etwa folgender Gesezentwurf: gebung, täuschen lassen. Offen haben die Wortführer, z. B. der auch in polnischer Sprache aushängen. Das beweist doch, daß hier § 1. Jm Reichstag darf über Preußen nur mit Ausdrücken konservativen Partei im Abgeordnetenhause, zugestanden, daß es auf unserer Seite tein Feind der polnischen Sprache vorhanden ist. höchster Mißachtung gesprochen werden. fich um eine antipolnische Gesetzgebung handelt. Heute haben Graf( Bustimmung bei den S03) Wenn aber Herr Böhme wissen will, wie §2. Die preußische Verwaltung geht am 1. April auf das Westarp, Dr. Heinze und Dr. Böhme ihr Unvermögen, die Aus- man das Deutschtum schwächt, so sehe er sich die Anwendung des Reich über. nahmegesetzgebung mit rechtlichen Gründen zu verteidigen, dadurch Sprachenparagraphen an.( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten ( Lachen beim Antiblock.) Zu ihren Maßnahmen ist die preußische anerkannt, daß sie nicht einmal den Versuch einer solchen Recht- und bei den Polen.) Ich habe schon bei der Beratung desselben erRegierung gezwungen worden durch die großpolnische Agitation, fertigung machten; fie haben lediglich politische Gründe, fo- lärt, daß er sich in feiner Wirkung namentlich gegen die Polen welche Abneigung und Haß gegen alles Deutsche predigt, und auf genannte„ nationale" Gründe ins Feld geführt. Verfassungswidrig, richten würde, woraus ich ja schloß, daß er auf Bestellung der das Gesetz eingefügt die Gründung eines selbständigen polnischen Reiches ausgeht.( Lachen wie das Enteignungsgefeß ist, wird es auch noch gesezwidrig rheinisch- westfälischen Industriellen in ich führte aus, Es fennt nur eine Genehmigung oder sei; bei den Polen.) Mitverantwortlich für diese Agitation sind die pol- angewendet. dieser Paragraph daß dieser ชน nischen Reichstagsabgeordneten. Leider hat Herr Gothein namens Versagung der Ansiedelung. Trotzdem wird die Ge- weiteren Jiolierung der polnischen Arbeiter von dem Deutschführen würde, einer folierung, die bon Den der freifinnigen Fraktionsgemeinschaft erklärt, fie stimme dem Antrage nehmigung an das Einzahlen von Konventional tum zu. Ich hatte gehofft, daß strafen für den Fall der Beräußerung des Grundstückes Industriellen im rheinisch- westfälischen Industriegebiet gefördert wird. an einen Bolen gebunden! Ein derartiges Vorgehen müßte Eine Stärkung des Deutschtums, die das Gesetz angeblich erreichen strafrechtlich geahndet werden.( Lebhafte Zustimmung bei den foll, liegt in der Tat gar nicht in der Richtung der Wünsche der Bolen.) Herr Böhme nannte uns Polen eine fulturell tiefer Werksbefizer. stehende Rasse. Auf diese Beleidigung antworte ich nicht; denn Herr Böhme und die Leute, zu denen er gehört, können uns nicht beleidigen.( Lebhafte Zustimmung bei den Polen.) Bizepräsident Paasche: Dieser Ausdruck verstößt gegen die Drömung des Hauses. der veredelude Berkehr mit uns " einer Was Herr v. Dziembowsti am Freitag hier über die Vertreibung und berbon dem mant ( Stürmische Unruhe bei den Freifinnigen; ironisches Sehr gut! im Zentrum und bei den Sozialdemokraten) die Freifinnigen bewogen Abg. Dr. Heinze( nail.): Was der Antrag will, ift bereits seiner polnischen Mitbürger aus dem Often sagte, kann ich zum guten Reichsrecht. Nun meinen die Antragsteller, die preußischen Ansiedelungsgefeze stehen im Widerspruch mit den betreffenden ReichsTeil aus persönlicher Erfahrung bestätigen. Wir haben heute schon im rheinisch- westfälischen Industriegebiet wohl über 200 000 gefezen. Das ist aber feineswegs der Fall; die preußischen Anpolnische Arbeiter. Warum sind sie dorthin gekommen? An einem fiedelungsgeseze find im Einklang mit allen einschlägigen BeAbg. Seyda( fortfahrend): Herr Böhme wirft uns Mangel an speziellen Fall fann ich nachweisen, daß Herr v. Dziembowski durchstimmungen der Reichsgesetze, wie bei der Beratung der Ansiedelungs- Dankbarkeit vor; ihm darauf die richtige Antwort zu geben, fehlt aus recht hat: In Herne ist ein polnischer Arbeiter, der im gefeße im preußischen Abgeordnetenhause eingehend dargetan ist. mir der parlamentarische Ausdruck.( Rebhafte Zustimmung bei den Diten Befiger eines Grundstückes war. Er wollte darauf ein Die Ziele der preußischen Politik zur Erhaltung des Deutschtums in Bolen.) Die Polen sollen dankbar dafür sein, daß man ihnen die Anwesen bauen und hat alles getan, um sich auf seinem Grund den östlichen Brovinzen billigen wir. Wir lehnen deshalb den Sprache nimmt, daß man ihnen das Land nimmt?! Sie( nach und Boden ansässig zu machen. Aber es ihm gegangen, wie Antrag ab.( Bravo! rechts und bei den Nationalliberalen.) rechts) sprechen die stolzen Worte: Deutsch sein heißt gerecht fein, so vielen anderen feiner Landsleute. Es ist ihm Abg. Dr. Böhme( wirtsch. Vg.): Der Antrag richtet sich nicht und Deutschtum ist Freiheit! Nehmen Sie unseren Antrag an und sagt worden, fah fich genötigt, fein Grundstück gegen irgend welche Ausnahmegesetze und religiöse Unterdrückung. forgen Sie dafür, daß diese Worte zur Wahrheit werden.( Lebhaftes sehr billig loszuschlagen und nach dem Westen auszuwandern. er ist vielmehr ein Ausfluß des nationalen Kampfes, in welchem Bravo! bei den Polen.) Durch dieses undeutsche Verfahren sind Tausende und Tausende aus wir auf feiten der preußischen Regierung stehen. Wir dürfen Abg. Sue( Soz.): ihrer Heimat getrieben, die gerne dort seßhaft werden wollten, aber nicht die Konkurrenz einer fulturell tiefer stehenden Rasse Der Abg. Böhme hat es für notwendig gehalten, meinen Namen es nicht durften. Was haben die Leute nun? Heute werden Sie dulden.( Lachen bei Den Polen.) Auch sozialdemokratiiche in die Debatte zu ziehen. Er sagte, Stadthagen würde in den lesen, wie vielen polnischen Industriearbeitern im Westen gekündigt Arbeiter tun in analogen Fällen das gleiche, wie Herr Stadthagen Sozialistischen Monatsheften" Auffäße von seinen Kollegen Hue worden ist, die nun auf der Straße liegen. Aus ihrer Heimat aus den Sozialistischen Monatsheften" aus Auffäßen von Hue und und wie sie sonst heißen mögen, finden, in denen nachgewiesen wird, find sie hinausgetrieben durch ein Gesez, anderen lernen könnte. Wir beklagen, daß die Polen so wenig daß auch start sozialistisch angehauchte Arbeitervertreter da, wo es es nicht für möglich halten sollte, daß es in einem deutschen Barladankbar sind( Unruhe bei en Polen) für das, was Friedrich II. von sich um ihr Voltstum handelt, zu Ausnahmemaßregeln schreiten, mente angenommen wurde.( Lebhafte Zustimmung bei den SozialPreußen für sie getan hat. Die polnischen Banern waren geknutet wenn sie fürchten, daß ihr Boltstum bedroht ist. Wie er demokraten und den Polen.) Gerade die Freunde des Herrn von der polnischen Schlachta, wie man es sonst nirgend fannte. Dazu kommt, ist mir unerfindlich. Würde er handeln, wie man Böhme, die dem Sprachenparagraphen und dem Ansiedelungsgesch ( luruhe bei den Polen. Abg. Stulersti[ Pole] ruft: Berlogener es von einem, fagen wir mal Proletarier verlangen muß, so zugestimmt haben, sind es in erster Linie, die den deutschen Bursche!) Die friderizianische Gesetzgebung hat die Polen aus der würde er die betreffende Nummer der Sozialistischen Monatshefte" Arbeitern die Konkurrenz der ausländischen Arbeiter bringen. Wir Hörigkeit und Leibeigenschaft befreit und zu menschenwürdigen Zuständen zitiert oder vorgelegt haben, in der ein Sozialist oder ein wollen den Ausländern den Zugang nicht sperren, wohl aber gebracht.( Abg. Seulersti[ Pole]: 3u menschenwidrigen Zuständen!) sozialistisch Angehauchter für Ausnahmegefeße für Ausländer ein berlangen wir Maßnahmen, damit den A 1: 3Diese preußische Gesetzgebung ist notwendig im nationalen Intereffe, getreten ist. Ich erwarte von ihm, daß er nunmehr diese Pflicht ländern nicht geringere Löhne gezahlt werden wir werden sie stets unterstützen.( Bravo! rechts, Zischen bei den anerkennt, das, was er behauptet, auch zu beweisen.( Sehr als den Einheimischen.( Bustimmung bei den SozialPolen.) richtig! bei den Sozialdemokraten.) Jm allgemeinen fann ich nur demokraten.) Hier aber haben wir es nicht einmal mit Aus Abg. Graf Prasama( 8): Der Grundjak der Unverleglichkeit fagen, das, was mein Parteifreund Stadthagen am Freitag ländern, sondern mit Einwohnern und Bürgern unseres Landes zu des Privateigentums mag in der Reichsverfassung nicht ausdrücklich zur Sache ausgeführt hat, unterschreibe ich vollständig, tun. Sie sollten nur einmal hören, wenn im Westen ein polnischer gesund. Kannst weiter in Paris bleiben." Allein die etwas rüd nicht voneinander zu trennen. Und daß die Schädeloperationen mit ständige Kanzlei des Herrn Pichon nahm die Gutzifferung aus religiösen Anschauungen eng verknüpft sind, ergibt sich alter Gewohnheit mit dem früheren Schlüssel vor. Danach daraus, daß die herausgelösten Knochenstücke als Fetisch dienten; sie Iautete die Uebertragung der der obigen Depesche:" Zustand wurden als Amulette um den Hals getragen und sollten augens Bitte herkommen!" Diefer Vorfall", so scheinlich ihren Besizer vor den Krankheitsdämonen schüßen. An meint der" Eclair", der die Wahrheit der Geschichte ver- einigen steinzeitlichen Schädeln, besonders bei solchen, deren Träger er wirft ein fonder zu Lebzeiten eine Trepanation durchgemacht hatten, fehlten bürgt, läßt allerdings tief blicken: bar grelles Licht auf das Geheimnis fo mancher verdrehten Nach- Knochenstücke, die erst nach dem Tode des Betreffenden am Rande richten, die aus den Amtsstuben des Quai d'Orsay in die Welt der alten Wunde abgesägt worden waren und darauf schließen lassen, hinausgehen. Wenn z. B. einer unserer Botschafter telegraphiert: daß solche Personen überhaupt Gegenstand einer hohen Verehrung Sendet Flanellwesten per diplomatischen Koffer!", so übersegt man waren. Von verschiedenen wilden Völkern, z. B. den Indianern, Sort:„ Lage ernst. Mobilmachung zu erwarten." Und dann wundert ist ja bekannt, daß Geistestrante eine hohe religiöfe Schen geman sich noch über die endlosen Konflikte, die uns die Drientfrage nießen; und der Glaube an„ Besessenheit" flackert selbst bei den Kulturvölkern noch hie und da auf. In einigen Ländern hat sich in einem fort befdiert!" sogar die religiöse Trepanation an Verstorbenen erhalten; so befindet sich im Musée Guimet zu Paris ein Rosenkranz aus einen tibetanischen Kloster, der aus 106 Knochenstückchen besteht, die den Schädeln verschiedener heiliger Einsiedler entnommen waren. Humor und Satire. Zirkusproduktion. Kleines feuilleton. Aus der Hegenküche der Diplomatic. Die Diplomatie umgibt boffungslos. fich mit einem tiefen geheimnisvollen Schleier. Der brave Bürger, mag er sonst auch noch so ungläubig sein, betrachtet ihre Welt mit Schauder und Ehrfurcht. Und doch geht es in dieser Welt, wie in allen anderen, höchst einfach zu, ja meist noch etwas simpler und dümmer als anderswo. Eine luftige Geschichte, die die Herenmeister in ihrem Negligée zeigt, wird den Münch. N. N." aus Paris be richtet. Frau Pellet, die Gemahlin des diplomatischen Vertreters Frankreichs im Haag, weilt zurzeit in Paris, da sie ihrem Manne erst in einigen Wochen nachfolgen fann. Selbstverständlich halten sich beide Ehegatten durch häufigen Briefwechsel über ihr Befinden auf dem Laufenden; und Herr Pellet benutzt zu diesem Zweck wohl auch gelegentlich den diplomatischen Weg, das heißt eine chiffrierte Depesche, die dann über den Quai d'Orsay( den Sitz des auswärtigen französischen Amtes) sicher in die Hände seiner Gattin gelangt. " Bei uns zu Hause kommt natürlich dergleichen nicht vor. Schädeloperationen in der Steinzeit. Auf eine ganz außergewöhnlich schwere Operation weist ein Schädel der jüngeren Steinzeit hin, der in der Pariser Akademie der Wissenschaften einer eingehenden Besprechung unterzogen wurde. Es handelt sich um den Schädel einer ziemlich jungen, jedoch schon erwachsenen Eines Morgens nun sprach ein junger Attaché des Auswärtigen weiblichen Person, der bei den Ausschachtungen eines Hauses in Amtes im Namen seines hohen Borgefeßten, des Ministers Bichon, Südfrankreich aufgefunden worden war und der drei ungefähr bei Frau Pellet vor. An der Totengräbermiene und dem steifen talergroße, kreisrunde Löcher zeigte. Diese rührten von einer dreiGebaren, das er zur Schau trug, fonnte man es dem maligen Trepanation her, d. h. einer Operation, bei der ein Diplomaten auf den ersten Blick anmerken, daß er als Träger Teil der Schädeldecke entfernt und das Gehirn bloßgelegt wurde. fibler Botschaft nahte. Das entging auch dem Auge der Die Operationen waren in kürzeren Zwischenräumen bei Lebzeiten Frau Pellet nicht. Um Gott!" rief fie bestürzt, was ist ge- an der betreffenden Person vorgenommen worden, darauf deutet die fchehen?" Der Attaché müht sich nun, alle Feinheiten der diplo- an den Wundrändern noch deutlich sichtbare Vernarbung. Der matischen Sprache zu erschöpfen, um der Unglückseligen ganz all- ficherlich auch für einen Menschen dieser rohen Zeit äußerst schmerzmählich beizubringen, daß Herr Pellet sich schwer leidend habe zu liche operative Gingriff, zeigt auch die Spuren des FeuersteinwerkBett legen müssen, da er usw. Lot! Er ist tot!" schrie Madame zeuges, das an verschiedenen Stellen erst eingerißt hat, che es die Bellet. Das nicht," versicherte sie dieser; allein sein Zustand ist geeignete Stelle fand. Die Operation ging nach diesem und verHoffnungslos." und feierlich fügte der Attaché hinzu: Seien Sie schiedenen anderen, ebenfalls trepanierten Schädeln zu urteilen, versichert, Madame, die Regierung wird sich erkenntlich zeigen" usw. in der Weise vor sich, daß zuerst die Kopfhaut treuzweise aufMadame Bellet fiel in Ohnmacht. Ein großes Diner, das am geschnitten und dann die Schädeldecke freigelegt wurde; mit einem selben Abend stattfinden sollte, wurde schleunigst abbestellt und statt Feuersteinwerkzeug wurde dann ein mehr oder weniger kreisdeffen ein Dugend Schlafwagen für Verwandte und Freunde auf der Nordbahn zum Nachtschnellzuge belegt. # " " förmiges Stüd der Schädeldede durch Sägen oder Schaben herausgelöst. Der Künstler, der die Operation an dem genannten Schädel ausgeführt hat, muß sein Handwerk ausgezeichnet verstanden haben; nicht das geringste Anzeichen einer Knochensplitterung ist zu finden. Kurz vor Abgang des Zuges betreten die zwölf Berivandten und Freunde im Gefolge von Frau Pellet schmerzerfüllt den Bahnsteig. Dort erwartete fie auch der Attaché Pichons. Bei seinem Man schredte also schon in der Steinzeit nicht vor einer Anblid entsetzt sich die Aermite von neuem. Aber siehe da! Mit Operation zurück, die heute noch der modernen Chirurgie für eine zufriedenem feligen Lächeln tritt er auf sie zu. Frau Pellet hält der schwersten gilt. Offenbar sollte die Trepanation zur Heilung ihn für verrüdt. Und:„ Er lebt! Er lebt!" ruft er ihr schon bon von Stopfschmerzen, Epilepsie und Geisteskrankheit dienen, wie weitem entgegen. Wir haben nach dem Haag um nähere Auskunft analoge jälle bei fultured zurückgebliebenen Völkern lehren. Bis telegraphiert Herr Pellet hat sich nie wohler befunden als in die Gegenwart hinein hat sich nämlich die Ansicht im Volk erjetzt!" Diesmal hatte der Diplomat die Wahrheit gesagt, was ja halten, daß Krankheiten durch übelwollende Dämonen verursacht auch einem Diplomaten einmal passieren kann. werden, die sich in der Gestalt von Schlangen, Ströten, Käfern, Der Sachverhalt flärte sich folgendermaßen auf: Der Quai Würmern in den menschlichen Körper cinzuschleichen pflegen. Dura) d'Orsay hatte für seine diplomatische Korrespondenz mit den Ver- die Löcher in der Schädeldecke sollte nun der Dämon nach dem tretern Frankreichs im Auslande vor ganz furzem erst einen neuen naiven Glauben der Vorzeit wahrscheinlich mit Hilfe gleichzeitiger Chifferschlüssel eingeführt. Herr Pellet hatte demnach auf Grund Zauber- und Beschwörungsformeln herausgetrieben werden. Denn dieses neuen Schlüssels die Depesche für seine Frau abgefaßt: Bin die ersten Aerzte waren zugleich Briefter, oder vielmehr beides war Db das Schwein mit allen Vieren ein Klavier zu malträtieren oder ob ein Nilpferd lernt, wie man eine Nuß entfernt: 1lebung kostet es doch immer, um fo mehr, je mehr man dümmer. Zirkus Busch in jedem Jahr zeigt uns dieses sonnentlar. Bon den heimatlichen Raufen fommen sie herbeigelaufen, wollen sich gleich dem Getier funftvoll produzieren hier. Glauben, was dressierte Kälber Teisten, könnten sie auch selber. Doch die Mühe ist umsunst, lernen muß man jede Sunst. D'rum beschränkt man sich am Ende mangels sonstiger Talente, weil man drin erfahren ist, auf die Produktion von Mist. Notizen. Franz. Uhr, -Vorträge. Freitag, den 26. Februar, abends 8 spricht im Bürgersaal des Rathauses in einem öffentlichen Vortrage des Deutschen Monistenbundes Dr. Otto Juliusburger über Gehirn und Geele". " -Kunst chronit. Die Marées Ausstellung in der Gezession wird am Sonntag den allgemeinen Besuch eröffnet. Einige der großen dekorativen Wandbilder werden dem Plane von Marées entsprechend in eine Solaverkleidung eingebaut. 17 Auch mir fiel es auf, daß vor acht Tagen die hakatistisch ans der fofortigen Beantwortung der von polnischer Seite erhobenen Beschwerden entzogen. Aber ich war nicht so naib wie der Herr Stollege Schda, bies auf das Erwachen eines Schamgefühls zurüdzuführen.( Lebhafte Zustimmung und große Seiterkeit bei den Gozialdemokraten.) Ich führte das Verhalten jener Parteien auf die Schwierigkeit zurüd, die Ablehnung des polnischen Antrages mit der christlichen und konservativen Gesinnung in Einklang zu bringen.( Sehr wahr! bei den Bolen und im Zentrum.) Die Schwierigkeit ist allerdings groß, so groß, daß trop der Woche Zeit zur Ueberlegung, die sie hatten, jene Parteien nichts von Befang zur Berteidigung der preußischen Regierung vorbringen fönnen. würden und und uns auch im Namen der Reichspartei sprechen. Ich habe im preußischen Abg. Pauli( Oberbarnim, Rpt.): Der Abg. Westarp konnte nicht auch im Namen der Reichspartei sprechen. Ich habe im preußischen werbe hier für den Antrag der Polen stimmen.( Lebhaftes Bravo! Abgeordnetenhause gegen das Enteignungsgefeß gestimmt und im Zentrum und bei den Bolen.) im Zentrum und bei den Polen.) einmal, daß bei der Ansiedelung die Katholiken zurüdgefeht werden. Abg. Erzberger( 3.) betont gegenüber dem Grafen Westarp noch Hiermit schließt die Distuffion. Schluß 5% Uhr. arbeiter erzählt, wie fein Bater oder Großvater im deutsch- franzö- 1( peiterkeit und Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) Das Ent- überzeugen, die Leute wie Singer und Stadthagen an der Spike fischen Striege mitgekämpft hat, wie er mitgeholfen hat, das Deutsche eignungsgesetz hat ja das Charakteristische an fich- was ich auch haben.( Anhaltende Seiterkeit links.) Neich zu gründen und wie zum Danke dafür der Sohn und der bei der Beratung des Vereinsgesetzes schon betonte daß es, Abg. Dove( frf. Vg.): Im Herren- und Abgeordnetenhause Enkel von der heimischen Scholle vertrieben werden! Das sollten allerdings in gesetzlicher Form, doch der Verwaltungsbehörde, der haben Graf Mirbach, Fürst Haßfeldt, Prinz Carolath, Herr von Sie nur einmal hören, und Sie toürden empfinden, daß das, was Bolizei die Möglichkeit zu administrativer Willkür schafft. Das hat Kröcher usw. den Standpunkt in der Bolenfrage eingenommen, den Herr v. Dziembowski ausgeführt hat, eine Schande für den deutschen ja der Antragsteller auch durch seine Beispiele bewiesen. In der wir stets vertreten haben!( Hört, hört!) Graf Westarp sprach hier Ramen ist.( Lebhaftes Bravo! bei den Polen, den Sozialdemokraten Anwendung sind nicht einmal diejenigen Schranken innegehalten, welche vom veredelnden Einfluß" der Konservativen auf uns Freifinnige. und im Zentrum.) im Abgeordneten- und im Herrenhaufe die Befürworter des Gesetzes( Lautes Lachen links.) Wir haben bisher den Block nicht als ErAbg. v. Dziembowati- Bomian( Bole) dankt allen Rednern, als angeblich feste Schranken angeführt haben. Es zeigt sich eben ziehungsanstalt betrachtet.( Große Heiterfeit und Sehr gut! links.) die für den Antrag und für das gute Recht der polnischen Staats- auch da der Krebsschaden unserer ganzen Gesetzgebung, daß die Von einer erziehlichen Wirkung des Blods und des Fürsten Bülow bürger eingetreten sind. Redner polemisiert gegen die Aus- Polizeifommiffare, die Sergeanten und Landräte( Große Heiterfeit.) auf die Konservativen habe ich noch nichts gemerkt.( Lebhafte Zuführungen des Abg. Dr. Heinze. Auf die Geschichtsklitterungen stets darauf erpicht sind, die Gefeße, welche ihnen einen adminiftra ftimmung links.) Das zeigen die Reden im Zirkus Busch und des Abg. Böhme verlohnt es sich eigentlich nicht einzugehen.( Biel- tiven Spielraum laffen, so auszulegen, daß die davon betroffenen namentlich die Behandlung, die Professor Wagner zuteil geworden fache Zustimmung.) Bolen hat früher als Preußen eine Bevölkerungsteile auf das stärkste schifaniert werden. Damit be- ift.( Lebhafter wiederholter Beifall links und auf der Tribüne.) Nationalvertretung gehabt, früher als Preußen die Leibeigenschaft friedigen sie ihre patriotische Pflicht und dazu werden fie ermutigt Was Herrn Böhme betrifft, so dürfte nach seiner Physiognomieaufgehoben.( Hört! hört!) Herr Dr. Böhme sprach von einer durch die Regierung, durch die Behörden, durch die Minister mit und seinem Namen zu schließen, feine Wiege nicht allzuweit von Anferioren Rasse". Ich meinerseits bin stolz darauf, einer Rasse ihren schönen Reden, daß bei der Ausführung der Gejezze alles nicht Prag gestanden haben.( Schallende Heiterkeit.) Wer ist es, der an zugehören, die ein Dr. Böhme als minderwertig bezeichnet. so schlimm fei. Statt ihnen eine Schranke zu setzen, ermutigen die gerade die polnischen Arbeiter ins Land zieht? Der Groß( Belfache Zustimmung und Heiterkeit.) Herr Graf Westarp hat Minister diese Polizeiorgane geradezu zu ihrem Vorgehen.( 3u grundbesit!( Lebhafter anhaltender Beifall links.)- Und uns einmal erzählt, daß er irgendwann einmal das Affeffor- ftimmung bei den Sozialdemokraten.) Hier wurde ein Beispiel nun noch ein Wort zum Veredelungsversuch des Grafen Weſtarp: examen gemacht hat. Gut, daß er es gesagt hat: aus seinen angeführt, daß ein Arbeiter auf Grund eines Erlaubnisscheines ein Sein Juntergefühl reicht nicht an unferen heutigen Ausführungen war es nicht zu erkennen.( Schallende Haus gebaut hatte, dann aber kam die Aufiebelungskommiffion Bürgerstolz.( Lebhafter Beifall links und auf der Tribüne.) Heiterte it.) Graf Westarp scheint nicht einmal die Begriffe und sagte, der Mann wäre nicht ansiedelungsberechtigt, Rationalität" und Staatsangehörigkeit" auseinander halten zu deshalb müsse der Bau inhibiert werden? Abg. Hue( Soz.): Ist das nicht Im Zirkus Busch, war soviel die Rede von der Heilig der reine Hohn, nicht nur auf eine loyale Anwendung des Gefetes, für eine Ausnahmebehandlung der Polen zu entdecken. Unter fönnen. Herr Dr. Böhme hat versucht, in unseren Reihen Neigungen feit des Eigentums.( Große Heiterkeit bei den Sozialdemo- sondern auch auf jede Menschlichkeit?( Lebhafte Zustimmung bei den fraten.) Wegen der Nachlaßstemer wurde sogar die Reichsregierung Sozialdemokraten und den Polen.) Wo sind da die preußischen anderem hat ihm ein Artikel in den„ Sozialistischen Monatsheften" sozialistischer Tendenzen beschuldigt.( Suh! huh! bei den Sozial- Minister, die eingegriffen haben? Hier sind sie nicht, um sich zu als Beweis" dienen müssen. Der Artikel ist von Schippel, der sich demokraten.) Die Herren von der Sozialdemokratie haben aber verteidigen, sie fiberlassen die Verteidigung untergeordneten Geistern, darin in objektiver, rein referierender Weise über australische völlig recht, wenn sie den Konservativen vorwerfen, daß sie die die mit fleinen Wigeleien darüber weggehen wollen.( Sehr richtig! und sonstige koloniale Arbeiterpolitik verbreitet. Ein weiterer von Heiligkeit des Eigentums nur folange refpeftieren, als es bei den Sozialdemokraten.) Hier wagen sie nicht, Rede und Antwort Herrn Dr. Böhme angezogener Artikel von Schulze- Gävernik ist ihnen paẞt.( Bebhafte Zustimmung bei den Sozialdemo- zu stehen. Wenn von der Majorität des Reichstages verlangt gleichfalls rein referierend, wobei außerdem noch zu bemerken ist, traten.) Die großpolnischen Agitatoren find nicht in unseren wird, daß die Neichsgefege beobachtet werden sollen, dann daß Herr Schulze- Gäverniz politisch Herrn Böhme näher steht als Reihen zu finden; die mahren großzpolnischen Agitatoren, das find glänzt der ganze Bundesrat durch Abwesenheit. Wahrscheinlich uns.( Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Da muß Herr die preußischen Minister, das sind die Abgeordneten, die für die haben die Herren jetzt zu beraten, wie fie nach der Zirkus Busch- Böhme schon mit anderem Material aufwarten, wenn er Enteignungsvorlage stimmen, das sind die Leute, die solche Reben Bersammlung die schwindende Gunst der Konservativen von neuem afatismus nachweisen will.( Sehr wahr! bei den Sozialdemohalten wie der Abg. Dr. Böhme.( Lebhafte Zustimmung bei den erhalten können.( Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) fraten.) Herr Dr. Böhme sprach von der Behandlung der Iren Bolen und im Zentrum.) Steht das Deutsche Reich denn auf Ganz besonders interessant ist das Verhalten der Konservativen durch England. In England wird niemandem der Gebrauch seiner so schwachen Füßen, daß es umzufallen droht, wenn die Polen in der Zeit, wo ihre Wortführer gegenüber der Nachlaßsteuer Muttersprache verboten. In England kann jeder reden, wie ihm auf ihrem heimischen Boden wohnen? Diese Angstpolitik hat der immer den Familiensinn im Munde führen! Der Familiensinn der Schnabel gewachsen ist.( Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) fonservative Graf Mirbach im Herrenhause gebührend verspottet. muß gepflegt werden, deshalb dürfen Leute mit mehr als 20 000 m. und daß das in Deutschland anders ist, das ist, wie ich wiederhole, ( Hört! hört! im Zentrum.) In den östlichen Provinzen ist die Vermögen teine Vermögenssteuer zahlen.( Sehr gut! lints.) Der eine wahre nationale Schmach!( Lebhafter anhaltender Beifall bei gute Gesinnung ein brillantes Geschäft.( Lebhafte Bustimmung Familiensinn muß geschützt werden gegen irgend welche stener- den Bolen und Sozialdemokraten.) bei den Polen und Sozialdemokraten.) Eine Ünzahl Existenzen, mäßigen Eingriffe in den Befiz. Hier aber, wo ein Gesetz gemacht Abg. Graf Westarp( f.) behauptet noch einmal, daß das preuBeamte, Grundbesitzer, Zwischenhändler, profitieren von der Ent- wird, um bestimmte Bestandteile der Bevölkerung der administra- Bische Enteignungsgesetz der Berfassung nicht widerspricht. Redner eignungspolitik.( Gehr wahr! links und im Zentrum.) Wir tiven Wilfür derart auszusetzen, daß der Zusammenhalt der ergeht sich dann in hakatistischen Bhrasen und behauptet unter dem bitten bie Vertretung des deutschen Volfes, unseren gerechten An- Familie zerstört wird, daß die Familie von Grund und Boden ver- Widerspruch des Zentrums, daß die Katholiken bei der Ansiedelung trag anzunehmen.( Lebhafter Beifall bei den Polen.) trieben wird, da regt sich der Familiensium der Konservativen nicht zurüdgesezt werden. nicht. Es handelt sich ja nicht um ihre Familien.( Lebhafter Gesinnung hervor. Dann müssen Sie sie auch bei uns Bolen achten. Abg. v. Dziembowsti( Pole): Graf Westarp hob die nationale Abg. Ledebour( Soz.): Beifall bei den Bolen, Sozialdemokraten und im Zentrum; Unruhe rechts.). Da flimmern sie sich nicht um das Schicksal von Tausenden, Sehr richtig! bei den Polen und Sozialdemokraten.) Die adda zeigen sie, daß ihnen ihre angeblich christlichen ministrative Willtür bei der Anwendung des Enteignungsgesebes tonservativen Grundsäge weiter nichts find als Schaugepränge, daß ist noch schlimmer als die Umgehung und Verletzung des Reichsfie ihnen gar nicht ins Innere hineingehen, daß sie bereit sind, rechtes.( Bravo! bei den Polen.) fie jederzeit an den Nagel zu hängen, ganz ebenso wie ihre monarchische Gesinnung.( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Bei dem Roll von 5 M. find fie sehr monarchisch, bei 10 M. 3o würden sie in glühende Begeisterung für jeden Monarchen geraten. ( Heiterkeit und Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Wenn aber einmal unter Mitwirkung eines preußischen Könige der Zoll aufgehoben werden follte, was allerdings taum zu befürchten ist, dann hier im Hause, wohl aber Ihre Anhänger( große Heiterkeit) die Sie nicht etwa In der gleich darauf vorgenommenen zweiten Sesung Den Gifpel parlamentarischer Unglaublichkeit hat heute der richtig! bei den Sozialdemokraten.) Genau so verhält es sich mit ftimmung wird darauf auf die nächste Sibung, Freitag Den Gifpel parlamentarischer Unglaublichkeit hat heute der Werte zur Hand nehmen, um die Throne krachen zu lassen.( Sehr ergreift niemand das Wort. Die von polnischer Seite beantragte namentliche Ab. Abg. Dr. Böhme erklommen.( Schallende Heiterkeit und vielfache Ihrer Konfervativen Gesinnung! In einem großen Teil der kon 2 Uhr, vertagt.( Außerdem Etat des kolonialamts.) Abg. Dr. Böhme erklommen.( Schallende Heiterkeit und vielfache richtig! bei den Sozialdemokraten.) Genau so verhält es sich mit Zustimmung.) Er sprach von einer„ kulturell niedrig stehenden kon- immung wird darauf auf die nächste Sizung, Freitag Raffe". Groß find ja die Ansprüche nicht, die wir an die Wissen- fervativen Partei hat sich jest wegen des Enteignungsgesetzes ein Gefühl der Besorgnis festgesetzt. schaftlichkeit der Rechten zu stellen gewöhnt sind( Große HeiterDiejenigen unter Ihnen, die teit und Sehr richtig! lints), aber das sollte man denn doch von weitsichtiger find als die Polizeibureaufraten, die sehen eben, baß die preußische Regierung und die Junker mit dieſem cinem fozusagen gewerbsmäßigen Vertreter der Raffentheorie( Grneute Seiterkeit und Zustimmung links) erwarten, daß er sich Gesetz den Ast angesägt haben, auf dem sie fizen.( Lebhaftes Sehr einigermaßen mit dem Begriff Raffe" auseinandergejetzt hat. richtig!) Das Gesetz ist als fozialistisch" bezeichnet worden. Es ist 8. Herr Dr. Böhme spricht fedt von einer deutschen und polnischen mus will im Interesse der Gesamtheit die Privilegien einzelner be im Gegenteil sogar geradezu antisozialistisch. Der Sozialis Rasse, während es bekanntlich reinrassige Völker in Europa überhaupt nicht gibt.( Buruf: Alles gemischtrassig! 3u feitigen, Sie aber wollen im Interesse einer Klasse große stimmung und große Heiterfeit, Widerspruch des Abg. in 3.) Bevölkerungsteile enteignen.( Sehr richtig! bei den Sozialdemo fraten.) Aber Sie werden Ach, Herr Linz, mit Ihrem Zwischenruf beweisen Sie nur, erreichen wollen oder vielmehr erreichen zu wollen vorgeben. Denn gar nicht erreichen, was Sie daß Sie auf demselben Niveau stehen stehen wie Herr Dr. Böhme.( Schallende Heiterfeit und Sehr gut! links.) Nach den ich kann mir nicht denken, daß irgend einer fich einbilden Böhme.( Schallende Heiterkeit und Sehr gut! links.) Nach den wissenschaftlich festgestellten Tatsachen hat sich in Nordeuropa eine follte, die Polen würden nach diesem Gesetz aufhören zu existieren arische Rasse mit vorarischen mongoloiden Rassen gemischt. Nach oder, wie Herr Böhnte fagte, Konkurrenz zu machen. allem, was wir von der arischen Nasse wissen, entsprechen etwa die( Heiterkeit bei den Sozialdemokraten.) Dadurch, daß einzelne Polen Herren Fürst Radziwill, v. Dziembowski, Herr Seyda in ihrer Stonkurrenz, vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen, vielmehr gerade dazu des Ausschußantrages warm empfohlen, wird letterer einstimmig von Haus und Hof vertrieben werden, werden sie doch nicht von der Nachdem der Referent Stadtv. Cassel( A. 2.) die Annahme förperlichen Erscheinung den arischen Rassenelementen. Wenn man aber nach einem ausgeprägt mongoloiden Typus hier fuchte, getrieben.( Bustimmung bei den Sozialdemokraten.) Was aber zum Beschluß erhoben. Mit der Aufhebung der Ermäßigung der Abonneso wäre das etwa der Abg. Böhme.( Schallenbe Heiterfeit.) Wenn wollen Sie sonst noch? Sollen die Polen etwa christlich konservative nun auch der mongoloide Typus auf eine tiefer stehende Nasse deutsche Staatsbürger werden? Welcher Gedanke, daß jemand ments st and gel der in den Markthallen X, XI und XIII fchließen läßt( Erneute Heiterfeit), so wollen wir doch auch den derer gewandelt werden könnte, die die Gefege erlaffen haben! 1909 hat sich der eingesetzte Ausschuß einverstanden erklärt. Gleichin seiner Gesinnung zugunsten und mit der Wiedereinführung der früheren Tarife ab 1. April mongoloiden Elementen in unserer Bevölkerung, die gerade da besonders start in die Erscheinung treten, wo man sich mit seinem Das gerade Gegenteil wird erreicht, eine furchtbare Erbitterung zeitig wird vorgeschlagen, den Magistrat zu ersuchen, mit der VerAriertum brüstet, die volle Rechtsgleichheit zugestehen. wird erzielt und gar nichts im Sinne der staatserhaltenden Grund- fammlung in gemischter Deputation darüber zu ber= Herr Böhme hat, da ihm alle wissenschaftlichen Begriffe in seiner fäße, die Ihnen vorschweben.( Sehr richtig! bei den Polen und den handeln, welche Schritte zu tun sind, um das Unternehmen der städantisemitischen gitation abhanden gekommen find, gemeint, wir Sozialdemokraten.). Erreicht wird, daß in den weitesten Streisen des tischen Markthallen für die Stadtgemeinde günstiger zu gestalten. Ohne Debatte beschließt die Versammlung nach dem Ausschußfernhalten, und führte dazu Beispiele aus Australien an, wo man sich daß diefer Water Staat in seiner väterlichen Gesinnung nur als antrage. gegen die chinesische Einwanderung wehrt. Zu der Vorlage betreffend die Festsetzung der Diäten= Sue hat ihn schon ein Schüßer derjenigen Gesinnung auftritt, die Sie als aufgefordert, feine Behauptungen durch Zitate aus unserer staatserhaltende" bezeichnen. Graf Braschma hat ausgesprochen, fäße der Hilfskräfte hat der niedergefekte Ausschuß folgende Literatur zu betveisen. Aber das Beispiel paßt auch schon aus dem was wahrscheinlich im geheimen Taufende von konservativen Beschlüsse gefaßt: Grunde nicht, weil die Polen, gegen deren Konkurrenz wir uns nach Männern in Preußen fühlen, aber nicht auszusprechen wagen. Zerder Auffassung des Herrn Böhme wehren sollen, nicht zugewanderte stört wird die staatserhaltende Gesinnung, wenigstens die, die Sie stört wird durch dieses Gesetz das Vertrauen zum Staate und zerfind, wie die Chinesen in Australien, sondern seit Jahrhunderten, feit fast einem Jahrtausend auf dem Boden figen, den sie heute be- nennen. Und insofern wirken Sie zu einem Zustande mit, daß wohnen, und weil sie völlig gleichberechtigte Bürger des preußischen schließlich die große Masse der Bevölkerung sich sagt: Bei dieser Staates und Deutschen Reiches sind. Es handelt sich hier nicht um Geſellſchaftseinrichtung, die uns solche Geseze beschert, ist für unser ! Leute, die von außen hereingedrungen find, sondern um Leute, die wohl wahrlich nicht gesorgt.( Sehr wahr bei den Sozialdemodurch die geschichtliche Entwickelung zu unserem Staatswesen gehören traten.) Daburch, daß Sie das Vertrauen zur bestehenden Staatsund nach der preußischen Staatsverfaffung als absolut gleich- und Gefellichaftsordnung zerstören, arbeiten Sie der Verbreitung der berechtigt behandelt werden müssen, wenn man nicht in der schmäh- sozialistischen Ideen vor.( Lebhafte Zustimmung bei den Soziallichsten Weise die Reichs- und Staatsgeseze mißdeutet, um für die demokraten.) Weil wir Sozialisten diese Bebrüdung eines ganzen Volles einzutreten.( Bustimmung bei den infame Art der Enteignung und Bernichtung von Existenzen aus Sozialdemokraten und den Bolen.) sogenannten nationalen Rüdfichten Die Herren Böhme und Westarp haben in ihrer peinlichen Ver legenheit, um eine Ablenkung zu schaffen, Zitate über Differenzen bekämpfen, weil wir Ihre bittersten Feinde sind und die preußische in der polnischen Partei berlesen. Sch zweifle nicht, daß Regierung und Sie aufs erbitterifte bekämpfen, wird das Volk Beres folche gibt. In welcher Partei gibt es deren nicht! tranen zu uns faffen und erkennen, daß wir die Volkswohlfahrt besser ( Große Heiterfeit.) Aber selbst wenn die Herren mit diefen verstehen als die Klaffen, die in der Regierung figen und in ihrer VerAusführungen Necht hätten, fo wäre bas doch für die Frage, die blendung gar nicht wissen, was sie tun.( Lebhafte Zustimmung bei uns hier beschäftigt, vollkommen gleichgültig.( Sehr richtig! bei den den Sozialdemokraten. Sehr richtig! im Zentrum.) Glauben Sie Sozialdemokraten.) Aber die Art und Weise, wie die fonservative doch nicht, damit das zu fördern, was Sie„ nationale Gesinnung" Partei sich hier zu dieser Sache stellt, ist sehr charakteristisch. Graf nennen. Diese Bolenverfolgung ist genau dasselbe wie vor achtzig Braschma hat ja schon darauf hingewiesen, daß die Majorität Jahren die Demagogenverfolgungen. Wie damals die Schmalz der konfervativen Partei im Herrenhause gegen das Ent- genossen" wegen deutschnationaler Gesinnung verfolgt wurden, so eignungsgeses gestimmt hat.( Sehr richtig!) Die Herren, heute die Polen wegen polnischnationaler Gesinnung. Es ist diefelbe Die aus ihren persönlichen Befizverhältnissen heraus und Bolitik, die sich damals in der deutschen Demagogenriecherei zeigte. aus ihrer rein tonservativen Anschauung die Sache beurteilen, In der Beziehung bleibt die preußische Bureaukratie konsequent, daß werden eben von einem unheimlichen Gefühl ergriffen, weil sie sie immer das abfolut Unfähigste und Schädigendste für den Staat ahnen, was das zu bedeuten hat, daß ein solches Gesetz in Preußen tut, dem fie angeblich dient.( Lebhafter anhaltender Beifall bei den angenommen ist. Weniger angetränkelt von solchen Gedanten find Sozialdemokraten.) die polizeilich bureaukratischen Elemente.( Große Heiterkeit.) Und die Ausführungen der konservativen Partei hier hat ja auch ein Herren Stadthagen und Ledebour auf seiten der Bolen stehen, wird Abg. Dr. Böhme( Wirtsch. Wg.): Gerade die Tatsache, daß die Polizeibureaukrat gemacht, der durch wirtschaftliche Erfahrungen nicht weiteren Streifen des deutschen Volkes darüber die Augen öffnen, daß beschwert ist. Wo es sich um den Besiz handelt, dringt bei den bes fizenden Elementen die fonservative Gesinnung doch sicher durch, da tonnen sie fich nicht dazu aufschwingen, zu sagen, ivas der Polizeibureaukrat bei jeder Gelegenheit betont: National ist, was die Polizei erlaubt, patriotisch ist, was die Polizei befiehlt. durch bie polnische Sache die schlechte ist.( Schallende Heiterkeit links und im Zentrum.) Redner ergeht sich in historischen Betrachtungen, die große Seiterfeit erregen. Die australische Arbeiterpartei wahrt scharf den weißen Charakter Australiens, und der deutsche Arbeiter mag den polnischen nicht leiden. Wir( Seiterkeit) werden die deutschen Arbeiter von der Internationalität der Sozialdemokrateni Stadtverordneten- Verfammlung. Sigung vom Donnerstag, den 25. Februar, nachmittags 5 Uhr. Der Vorsteher Michelet eröffnet die Sigung nach 5% Uhr. Dem verstorbenen Bürgerdeputierten Dr. Bolle wird cin chrender Nachruf gewidmet. Aus der Ausschußberatung des Antrages Ladewig, den ung einer Stadtbibliothek vorzulegen, ist folgendes Gr Magistrat zu ersuchen, schleunigst ein Projekt bezüglich Grbaugebnis herausgekommen: Die Annahme des Antrages wird einstimmig empfohlen; daneben soll aber der Magistrat auch ersucht werden, die Stadtbibliothek nebft Resesaal von morgens 10 bis abends 10 Uhr offen zu halten. Den Magistrat zu ersuchen, " 3,50, nach einem Jahre auf 3,90 statt 3,80. festzusetzen, und die 1. die Anfangsdiäten der ständigen Hilfsdiener auf 3,60 statt M. Anfangsdiäten der vorübergehend eingestellten Hilfsdiener auf 3,60 statt 3,50 M. zu erhöhen; 2. bei den Diplomingenieuren und künstlerisch gebildeten Architekten", den„ Architekten und Ingenieuren", den„ Lechmifern 1. Stlasse( Bauassistenten)" und den" Technikern 2. Klaffe" die Stala berart zu erhöhen, daß 1. nach fechsjähriger Dienstzeit eine Erhöhung von monatlich 15 M., 2. nach zehnjähriger Dienstzeit eine Erhöhung der Säße um 30 M. monatlich eintritt. Ueber die Petition der Reinigungsfrauen des Magistrats un Aufbesserung ihrer Löhne soll zur Tagesordnung übergegangen werden. Im übrigen ist der Ausschuß den Magistratsvorschlägen durch weg beigetreten. Das Referat erstattet Stadtv. Riebenoto( A. 2.). Auch hier wird eine Debatte nicht beliebt. Die Versammlung tritt den Ausschußanträgen einstimmig bei. Verhandlungen des Ausschusses für die Magistratsvorlage betr. Berhandlungen des Ausschusses für die Magistratsvorlage betr. das Scheunenviertel. Der Ausschuß schlägt folgendes bor: Kenntnis mit folgender Beschlußfassung, der der Magistrat beiDie Versammlung nimmt von der Magistratsvorlage autreten ersucht wird: Stadtv. Barth( f. 2.) erstattet Bericht über die neuerlichen Die Scheunenviertelfommission tvird ermächtigt, die Ber äußerung des Baugeländes des Scheunenviertels vorzubereiten mit folgenden Maßgaben: a) Der Berkauf ist öffentlich auszuschreiben. b) Für den Gesamtverkauf wird ein Mindestpreis von acht Millionen Mark festgesetzt. c) Für den Einzelverkauf soll die Bewertung der Barzellen des von der Kommission aufgestellten Aufteilungsplanes maßgebend sein, jedoch ist die Kommission befugt, diesen Plan den Verkaufsziveden gemäß zu ändern und einen entsprechenden Ausgleich in den Preisen vorzunehmen. d) Es bleibt der Kommission überlassen, die Verkaufsbedingungen unter möglichster Anlehnung an die bei der Grundeigentumsdeputation üblichen Bestimmungen festzusehen. e) Der Zuschlag erfolgt durch Gemeindebeschluß, Die Versammlung beschließt demgemäß ohne Debatte meinsam vorgesehen sind. Mit der Festsehung von luchtlinien für die Straßen handlungen ist folgendes vereinbart... Joh bin autori Den Borentwurf für den Neubau eines Wohngebäudes A und B auf dem Gelände der Gasanstalt an der Seller- fiert, zu erklären, daß der Vorstand des Aerztevereins des Rettungsfür 7 Familien, einer Stallanlage sowie von Räumen für straße nach Maßgabe des Entwurfs des städtischen Vermessungs- wesens davon nichts weiß; er erklärt Ihnen durch meinen Fahrzeuge und Feuerlöschgeräte bei der Zentrale in Buch amtes hat sich der eingesetzte Ausschuß einstimmig einverstanden Mund, Herr Bürgermeister, daß er darauf nicht hat der niedergesetzte Sonderausschuß unter dem Vorsiz des erklärt. Die Versammlung beschließt dementsprechend. eingehen kann.( hört! hört!) Jm Bericht des Kuratoriums Stadtv. Liebeherr( Fr. Fr.) mit 7 gegen 3 Stimmen abgelehnt; Der Schlacht- und Schaugebührentarif für 1909 der Unfallstationen ist auch gesagt, daß diese Stationen die Inter er schlägt vor, den Magistrat um eine Vorlage zu ersuchen, in wird genehmigt. effen der Berufsgenossenschaften wahrzunehmen hätten. Damit toelcher die Wohngebäude und die Wirtschaftsgebäude getrennt ge= Zur Beratung steht nunmehr die Vorlage wegen Neuge fann man unter feinen Umständen einverstanden sein. Was halten werden; dabei soll die Versammlung dem Magistrat anheim- staltung des Berliner Rettungswesens. Wir haben erreichen wir mit den 60 000., resp. mit den 75 000. für die geben, fofort auf die Schaffung von mehr Wohnungen Bedacht zu über den Inhalt der Magistratsvorschläge bereits ausführlich be- Unfallstationen? Damit erreichen wir scheinbar den Frieden mit nehmen. Refernt ist Stadtv. Liebeherr. richtet. Der Aerzteverein des Berliner Rettungswesens, das den Aerzten auch bei den Unfallstationen; aber nichts für das Vom Stadtv. Louis Sachs( A. 2.) ist folgender Gegenantrag Kuratorium der Unfallstationen und die Sanitätswachen sollen Publikum. Und dazu sollen die Gelder der Steuerzahler hereingebracht: fich vertraglich auf 3 Jahre verpflichten, unter Kontrolle der Stadt halten? Die Aerzte sollen ihre Bezüge weiter bekommen, aber Die Versammlung genehmigt die Vorlage mit der Maß- nach diesem Plane Stationen zu unterhalten, und zwar der auch daraus ergeben sich so viele Unstimmigkeiten, daß wir diese gabe, daß bei Vorlegung der speziellen Projekte eine nicht uner- Aerzteverein 6 Hilfsstellen( 2 Bollwachen und 4 Halbwachen), das Vorlage unmöglich mit Hurra annehmen können. Der Bürgerhebliche Berringerung der Baukosten bewirkt wird. Gleichzeitig Unfallstationenfuratorium 11( 4 Boll-, 7 Tagesstationen), die meister hat gegen die Verstaatlichung das hohe Lied der freien wird die Bauverwaltung ersucht, zwei Projekte vorzulegen, in Sanitätswachen 11. Als städtischer jährlicher Zuschuß sollen Liebestätigteit gesungen und meinte, es wäre sehr unwirtschaftlich, welchen die Wohn- und Wirtschaftsgebäude a) getrennt, b) ge- 60000, 70 000 und 36 000 W. bewilligt werden. Außerdem soll hier wieder, daß kein Arzt mitgearbeitet hat; der würde klar dem Aerzteverein, dem Kuratorium und den Sanitätswachen das Bestehende mit einem Federstrich zu vernichten. Ich bedaure Stadtbaurat Hoffmann: Mit Rücksicht auf die etwas eigenin den 16 Feuerwachen je eine fahrbare Tragbahre zur Aufstellung gemacht haben, daß mit 160 000-170 000 m. ein gut ge gelangen. leitetes einheitliches Rettungswesen für ganz fümliche Art und Weise, wie dieses harmlose Projekt von einer Seite behandelt worden ist, möchte ich mich ganz turz faffen. Das Plenum Stadtv. Koblenzer( Soz.): Was lange dauert, wird gut, pflegt Berlin geschaffen werden kann, natürlich unter der wird sich nicht mit der Frage befassen wollen, ob awei Esel fich in man zu fagen; aber hier hat es zwar lange gedauert, ist aber Borausjegung, daß die Krankenhäuser ihren Verpflichtungen nacheinem nach Südwesten gelegenen Stall wohlfühlen können oder ob nicht gut geworden. Die Vorlage wird getragen von der kommen. Ein Schwerverletter gehörte doch in erster Linie ins die Pläne, che sie vorgelegt werden, erst auf Bappe aufgeklebt werden Siebenswürdigkeit, die den Dezernenten, der sie solange geheat Strankenhaus. Heute kommt es vor, daß Schtververletzte nament müssen. Aber auch die Art der Kostenberechnung ist von Herrn hat, auszeichnet; aber wir finden doch einen Mangel an Sach- lich durch die Polizei an dem Krankenhaus vorbei erst auf die Libcherr in der ersten Lesung bemängelt worden, und zwar mit fenntnis darin, der auch die Erreichung des Zieles verhindert. Unfallstation und dann erst ins Krankenhaus kommen, wo die Vers solcher Bestimmtheit, daß ich wohl glauben konnte, es sei bei uns Schon 1907 im Herbst sollten wir eine definitive Vorlage bekommen; bände der Unfallstation meistens erst nochmals umgelegt werden ein Irrtum unterlaufen. Die von mir angeordnete Nachprüfung jetzt erhalten wir sie, und was enthält sie? Ungefähr soll alles müssen. Wir brauchen vielleicht nur 12 Stationen, aber jede muß der Kostenrechnung hat ergeben, daß das nicht der Fall war; beim alten bleiben. Errungenschaften find ja da: die Macht der dann auch vollständig ausgestattet sein. Unsere Stationen, dennoch ist Here Liebeherr nicht überzeugt worden. Da habe ich erzte wird gestärkt, die Berufsgenossenschaften kommen weiter auf auch die Unfallstationen, sind heute feineswegs mit allem Material die Baudeputation ersucht, die Frage flarzustellen; das ist geschehen, ihre Rechnung und ein großer Teil der Kosten wird ihnen abge- ausgestattet, weldjes für Strante, auch Schwerkrante, erforderlich ist. und die Deputation stellt fest, daß die Berechnung des Kostenüber- nommen. Das ist äußerst liebenswürdig; durch Liebenswürdigkeit Der heutige Zustand ist also schlecht; deswegen sind wir für Vereinschlages genau den für die Hochbaudeputation seit mehr als dreißig fommt man aber hier nicht weiter, da ist auch Energie und Sach- heitlichung, für Verstadtlichung. Der Kongreß vom Juni 1908 für Jahren bestehenden Bestimmungen und den gleichen Bestimmungen fenntnis nötig. Die Position des Dezernenten war ja allerdings Rettungswesen in Frankfurt a. M. hat gerade betont, daß das für das preußische Staatsbauwesen entsprechend aufgestellt ist. sehr schwierig, da die private Wohltätigkeit bei solchen Veran- Rettungswesen behördlich und einheitlich geregelt Diese Feststellung erfolgte einstimmig. Es lassen sich Gebäude sehr staltungen nach der Meinung des entscheidenden Teils der Ver- werden muß, gerade wie die Feuerwehr. Worin besteht denn die wohl fonstruieren, in denen auch Vieh untergebracht ist, ohne daß ſammlung nicht ausgeschaltet werden soll. Die Vorlage ist ein freie Biebestätigteit? Sobald die Stadt eine größere Subvention es die menschlichen Bewohner stört. Ich habe den Bemängelungen Stompromiß, worüber übrigens die Parteien draußen noch gar gibt, brödelt diese Wohltätigkeit schon von selbst ab. Das haben wir aus der Versammlung stets Raum gegeben und muß anerkennen, nicht einig sein sollen; unmöglich wird der Aerzteberein der Ver- wiederholt erlebt. Im ganzen fommen 30-40 000 m. heraus, und daß mir die Architekten aus der Versammlung im Laufe der längerung der Dienstzeit der Aerzte auf den Wachen und der darum Räuber und Mörder! Wir sind überzeugt, diese Summe 12 Jahre viele gute und belehrende Ratschläge gegeben haben. Die Herabsetzung des Honorars zustimmen. Da müßte man die Vor- wird noch von Jahr zu Jahr abnehmen. Andererseits tut der Bauberwaltung hat gerade jetzt sehr große und schwierige Aufgaben lage dem Magistrat zurückgeben; indessen würde nach unserer Bürgermeister alles, um bie ehrenamtliche Tätigkeit abzufertigzustellen; wir müssen tunlichst babor bewahrt bleiben, unsere Meinung auch dann nichts Besseres herauskommen. Vielleicht schreden. Warum wird nicht die Mitwirkung des Magistrats, macht die Ausschußberatung aus der Sache noch etwas Brauch der Stadtverordneten usw. in Anspruch genommen, warum soll die Kraft an leinliche Beanstandungen zu verschwenden. Stadtv. Sachs: Mein Antrag hat auch dem Ausschusse schon bares. Man hat von Stadtwegen die drei Kategorien revidieren Einrichtung unter Aufsicht eines Magistratsbeamten stehen, der diese vorgelegen; er wird heute von sämtlichen Mitgliedern meiner laffen und gefunden, daß sie ganz gut funktionieren. Ich bestreite für 1000 M. ausübt? Bei einem Objekt von 200 000 m. find doch Frattion Ihnen empfohlen. Der Ausschußantrag leidet an dem das an sich gar nicht. Augenscheinlich ist man der Nötigung, ge- bieje 30-40 000 m. gewiß ein Bettel. Es werden auch bet den Ungroßen Fehler, daß er die Ablehnung empfiehlt und damit die Aus- nügende Informationen einzuholen, aus dem Wege gegangen; man fallstationen private und öffentliche Interessen verquidt; die Aerzte, führung um ein Jahr verzögern würde. Das geht nicht wegen hat nur die Interessenten gehört, die an den Erkrankungen be- die Kliniken oder Ambulatorien besiben, werden begünstigt. Auch der großen Wohnungstalamität für unsere Beamten in Buch. Wir teiligt sind, aber nicht die Konsumenten, die bezahlen sollen. Das aus diesem Grunde wenden wir uns mit aller Energie gegen dieses wollen nicht schroff und kleinlich die uns vorbehaltene Stritit üben, Rettungswesen, die Sanitätswachen, fie funktionieren brillant, aber Abkommen. Unser Senior meinte, die Unfallstationen berfolgten aber eine fachliche Stritif ist nicht nur im Interesse der Sparsamkeit bei den Unfallstationen ist man in Aerztekreisen mit dem System keine Erwerbszwede; sie feien lediglich aus Wohltätigkeitsrüdsichten geboten, sondern, wie ich weiß, auch dem Baurat sehr erwünscht. nicht zufrieden; so liest man in der Vorlage das wußten wir entstanden. Wiederholt habe ich früher schon nachgewiesen, daß die aber schon lange, dazu brauchte man keinen Revisor hinzuschicken- Unfallstationen weiter nichts find als die Polikliniten ( Beifall.) Stadtv. Borgmann( Soz.): Kollege Liebeherr hat seine Auf nur um den Stimmungen im Publikum Rechnung zu tragen, der Berufsgenossenschaften, um diesen die Entschädi gabe als Berichterstatter ebensowenig richtig aufgefaßt wie feine heißt es weiter, mußte Wandel geschaffen werden. Dieser Wandel gungspflicht für Unfälle herabzumindern; sie haben sich dann nur Stellung als Vorsitzender eines Ausschusses; er hat immer feine besteht nun darin, daß man sie in wesentlichen auch bestehen läßt; das Mäntelchen der Humanität umgehängt, um durch marktschreieeigene Ansicht, nicht die des Ausschusses zum Ausdruck gebracht. es kommt im großen und ganzen nur auf eine Aenderung der rische Reklame mehr Geld in ihren Beutel zu tun. Die vorliegenden Der vorliegende Gegenstand konnte allerdings kaum Veranlassung Firma hinaus, damit die Bürger nicht fopfscheu werden. Auch die Reformvorschläge sind also mit kleinlichem bureaukratischen Geist geben, daß der Baurat, so wie geschehen, auf dem Efel herum- Atteste werden wie bisher dort usgestellt werden, aber die erfüllt, laffen jede Großzügigkeit vermissen. Von den Plakaten, den geritten ist. Der Ausschuß schlägt vor, eine Vorlage zu fordern, Weiterbehandlung wird fortfallen. Das ist das ganze Ergebnis, Laternen, den Untertiteln ist die Rede. Die Zentrale im Rathaus wonach die betreffenden Baulichkeiten auseinandergehalten werden. wofür 65 000 M. mehr von Stadtwegen gegeben werden sollen! soll bestehen bleiben; dann haben wir vier Zentralen, die alle dem= Dabei ist man davon ausgegangen, daß keine Veranlassung vor- Wie kommt man dazu, den Berufsgenossenschaften soweit ent- felben 3wed dienen! Wie schön wäre eine einzige, einheitliche Tiegt, eine solche Kombination von Stall und Wohnung unter einem gegenzukommen, die anderen Kontrahenten aber außer acht Zentrale! Für Massenunfälle usw. muß doch einheitlich gesorgt Dach vorzunehmen. Jedenfalls ist das in Buch keine Notwendigkeit, zu lassen? Niemand denkt daran, die Kaffentranten zu fragen, werden von den Korperationen; was aber bei den Flugversuchen auf wo Grund und Boden reichlich vorhanden ist. Gewisse Bedenken welcher Kaffe fie angehören und sie zu ihrem Arzt zu schiden. dem Tempelhofer Felde erschien, zeugte nicht nur nicht von Einheithabe ich auch deshalb, weil es Beispiele gibt, wo es nicht einmal Seit langem ging der Wunsch dahin, daß die Krankenkaffen bei lichkeit, sondern mußte direkt den Spott des Publikums in Wohngebäuden gelungen ist, wohnliche Wohnungen zu schaffen. der Verwaltung dieser Sache beteiligt würden nach Maßgabe ihres herausfordern. Wir werden an die Arbeit im Ausschuß mit Zwingende Gründe liegen also nicht vor, architektonische noch Interesses daran. Aber daran hat kein Mensch gedacht. Anderer allem Eifer herangehen; jedenfalls werden wir uns bes weniger. Der Magistrat wird sehr wohl dem Ausschußantrage feits tritt der Magistrat hier in einer Rolle auf, in der wir ihn mühen, eine Vorlage zustande zu bringen, durch welche die Ge noch nie hier gesehen haben, als Organisator der Aerzte; er hat die fundheit der Bevölkerung gefördert wird.( Beifal entsprechen können. Aerzie der Unfallstationen bewogen, sich dem Rettungsverein anzuschließen, damit die Sache ein einheitliches Ansehen bekommt. Die Vorlage gibt nur, der Magigstrat nimmt nichts für das, was er leistet, in Empfang. Das ist sehr liebenswürdig, aber kaum praktisch. Die Vereinheitlichung geschieht nicht, weil der maß gebende Teil der Bersammlung will, daß das bißchen, was hier an Wohltat geübt wird, erhalten werden soll. Wäre das nicht auch möglich, wenn die Stadt die Sache übernähme?( Rufe: Nein!) Nehmen Sie unseren Antrag auf Ausschußberatung an!( Beifall bei den Sozialdemokraten.). Stadtv. Gremer( Fr. Fr.): Sie haben in Berlin viele, auch Herrschaftliche Wohngebäude, in denen auch ein fleiner Stall steht. Die Trennung ist also feine Notwendigkeit, Damit schließt die Beratung. In seinem Schlußwort betont ber Referent, daß es auch dem Baurat nicht gelungen ist, irgend etwas von den gezogenen Monitas zu widerlegen; es habe einfach Meinung gegen Meinung gestanden. Stadtv. Mommsen( Fr. Fr.) bemerkt zur Geschäftsordnung: Es ist auf verschiedenen Seiten so verstanden worden, als hätte der Stadtbaurat Namen aus dem Ausschuß genannt. Sollte das zutreffen, so möchte ich ihn bitten, von der Gepflogenheit, Namen nicht zu nennen, in Zukunft nicht abzuweichen. Stadtbaurat Hoffmann: Ich habe von den Ausführungen des Herrn Liebeherr in erster Resung mit Namensnennung gesprochen. Der Antrag Sachs wird von der Mehrheit angenommen. Unter dem Vorsiz des Vorstehers Michelet hat der Ausschuß zur Vorberatung der Vorlage wegen Aufnahme neuer und erhöhter 8uwendungen und Beträge an gemein nügige Anstalten, Vereine usw. in den Etat für 1909 beraten. Die meisten Vorschläge des Magistrats find vom Ausschußz ohne weiteres gutgeheizen worden. Für den Verein Säuglingstrankenhaus befürwortet er die Erhöhung der bisherigen Subvention von 1000 auf 2000 Mt.( statt 1500 M.); er empfiehlt ferner, auch für den Freiwilligen Erziehungsbeirat für schulentlassene Waisen" die jährliche Subvention von 3000 auf 5000 M. und den Buschuß an die Elisabethstiftung für Witwen und Waisen unbejoldeter Kommunalbeamter" von 10000 auf 15 000 9. zu erhöhen. Ferner soll dem Berliner Verein für Obdachlose für 1909 eine außerordentliche Beihilfe von 18 000 M.( neben den bisherigen 12 000 M.) gewährt werden. Die Forderung einer Beihilfe von 5000 M. für den Gemeinnüßigen Berein für Rechtsauskunft für Groß- Berlin" ist abgelehnt worden. Die beantragte Grhöhung der Beihilfe von 100 M. für den Berliner Waldschutzverein auf 3000 M. Hat der Magistrat zurüdgezogen. Bürgermeister Dr. Reide: Das auf dem Gebiet Vorhandene einfach auszuschalten, konnte ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren. Der bestehende Apparat funktioniert gut, das hat eine große Menge gründlicher Revisionen erwiesen; cs find auch Mängel konstatiert worden, die wir streng gerügt haben, die sich Gine gut geleitete private Institution aber beseitigen lassen. arbeitet freier und beffer, als eine bureaukratische.( Beifall bei der Mehrheit.) Für uns gibt es teine Unfälle", sondern eine Einrichtung für erste Hilfe; den eigentlichen Unfalltranten tennen wir nicht mehr. Gehört ein Stranker einer Berufsgenossenschaft an, so soll er wegen ev. Nachbehandlung auf die betreffende Stelle aufmerksam gemacht werden. Damit besorgen wir doch aber nicht die Geschäfte der Berufsgenossenschaften. Die Aerzteschaft hat unsere Vorschläge gebilligt, auch der Aerzteverein, der doch bisher zu den Unfallstationen in einem gewissen Gegensah stand. Der unerfreuliche Stampf der Personen auf diesem Gebiete muß endlich aufhören; ich hoffe, die Alerateschaft wird den neuen Weg gemeinsam mit uns gehen und auch weiter fich im Sinne des Friedens betätigen. Stadtv. Dr. Langerhans( A. 2.): Die Angriffe gegen die Unfallstationen zeugen von ungeheurer Boveingenommenheit. Es gibt faum eine humanere Institution. Die Rettungswachen stellen auch nicht das Ideal dar. Gewiß sind auch berechtigte Beschwerden erhoben worden; aber es hat auf den Unfallstationen nie an Aerzten und Heilgehilfen gefehlt. Stadiv. Hammerstein( A. 2.): Ich würde die Vorlage schon heute annehmen können. Von den Sanitätswachen hat Herr Koblenzer gar nicht gesprochen. Stadtv. Barth( A. L.): Ich stehe mit dem größten Teil meiner Stadtb. Friedemann( foz.- fortschr.): Wir beantragen, die Magistratsvorlage wegen Einstellung von 5000 M. für Rechtsauskunfts- Freunde auf dem Boden der Vorlage; wir sind aber aus einer erteilung wiederherzustellen. Es handelt sich um ein sozialpoliti- Reihe von mehr lokalen Gründen für Ausschußberatung. Ich befches Ziel. Vor allen Dingen müssen die armen Beute eine Aus- antrage aber, den Ausschuß schon heute zu ernennen. funftsstelle haben, wo sie über Fristversäumnisse und andere Formen der Rechtspflege unterrichtet werden. Für die von einer bestimmten Partei unterhaltenen Arbeiterfekretariate werden wohl auf absehbare Zeit Unterstützungen von der Stadt nicht gegeben werden. Stadtv. Cassel: Für meine Person kann ich dem Antrag des Vorrebners beitreten. Außerdem wiederhole ich meine Anregung auf Erhöhung der Zuwendung von 10 000 M. an den Verein für das Wohl der schulentlassenen Jugend, damit dieser mehr für Stoch schulen und Haushaltungsschulen tun tann, wenigstens im nächsten Jahre. Stadtrat Namslau: Die lettere Anregung wird erwogen werden. Die Schultüchen des Vereins befinden fich ja in städtischen Räumen. Bei der Rechtsauskunftserteilung handelt es sich nicht mehr um einen schüchternen Versuch, sondern um eine Sache, die schon in zahlreichen Städten erprobt ist und sich sehr bewährt hat. Die Zeitungen fönnen diese Auskunft nicht ersetzen. Die Arbeiterfekretariate leisten sehr gutes; aber ihre Tätigkeit ist doch nur ein Tropfen auf einen heißen Stein. Gegen eine Berstadtlichung der Sache muß ich mich sträuben. Stadtv. Dr. Weyl( Soz.): Gegenüber dem Lobgesang auf die Unfallstationen muß ich etwas Wasser in den Wein gießen. Die Dinge liegen doch anders, als sie der verehrte Senior der Verfammlung, Dr. Langerhans, ansieht. Man muß sie allerdings aus eigener Anschauung kennengelernt haben. Bei Gelegenheit unserer Interpellation am 28. Januar meinte der Bürgermeister, ich wäre nicht genügend orientiert über den beabsichtigten Entwurf; jest zeigt es sich, daß ich im wesentlichen sehr gut orientiert war. Die Borlage zeigt ein gerüttelt Maß bureaukratischer Be danterie, sie ist am grünen Tisch gemacht, fein Arzt hat dabei mitgewirkt. Die zu stellende Frage ist: Was hat die große Masse von der Vorlage? Das große Publikum hat davon gar nichts, nicht mehr, als was bisher schon mit Ach und Strach bestanden hat. Man preist die Unfallstationen. Lesen Sie die wiederholten Slagen, daß Schwerkranke vergebens an den Pforten der Unfallstationen pochten. Als vor 14 Tagen die Frau Schäfer dem verStadtv. Rosenow( N. 2.): Ich kann auch meinerseits die Be- brecherischen Messerstecher zum Opfer fiel, berblutete fie, weil der willigung nur dringend befürworten. Dem Magistrat empfehle betreffende Herr auf der Unfallstation in der Warschauer Straße ich für das nächste Jahr den Berliner Krippenverein zur Berüd- gar fein approbierter Arzt war! Das Kuratorium sollte sich doch mindestens die Approbationen ansehen. Jene unglüdliche Frau fichtigung. wäre nicht zu Tode gekommen, wenn der betreffende Herr nicht ein Betrüger gewesen wäre. So etwas mag vereinzelt sein, aber man kann doch nicht sagen, daß die Unfallstationen einivand frei find. In der Vorlage heißt es:" Auf Grund mehrfacher Vers, Die Mehrheit nimmt den Antrag Friedemann an und bewilligt entgegen dem Ausschußborschlag die 5000 M. Im übrigen tritt die Bersammlung sämtlichen Ausschußanträgen bei, Bürgermeister Reide: Ich würde es einfach für unfair halten, wenn die Aerzte vom Aerzteverein das erklärt haben sollten, was Sollege Weyl angeführt hat; hier muß ein Mißverständnis vorliegen. Auch aus dem Bericht des Kuratoriums der Unfallstationen wird man nicht herauslesen können, was Dr. Wehl herausgelesen hat. Die Krankenhäuser lassen sich nicht immer so leicht erreichen; follte System darin liegen, Schwerkranke am Krankenhause vorbei der Unfallstation zuzuführen, so werden wir dafür forgen, daß solche Schildbürgereien unterbleiben. Die Krantenhäuser fönnen auch feineswegs burchweg die erste Hilfe leisten, das ist unmöglich. Die vier Zentralen haben doch ganz verschiedene Funktionen. Der Fall vom Tempelhofer Feld ist unglüdlich gewählt; daß zwei Jnstitute konkurrierten, beruhte auf einer Bereinbarung. Der er wähnte junge Mann hatte sich seit 2 Jahren als Doktor ausgegeben; es war versäumt worden, sich seine Approbation vorlegen zu lassen. Soll die Aufsicht schon jetzt definitiv gestaltet werden, ich habe nichts dagegen. es ist Stadtv. Rosenow: Es überrascht uns, heute zu hören auch uns darüber Schriftliches zugegangen( Hört! hört!), daß die Aerzte oder einige von ihnen nicht mit den Abmachungen zufrieden sind. Des Streites ist genug; man sollte sich endlich ver ständigen. Hoffentlich bringt der Ausschuß die nötige Klärung. Stadtv. Ritter( Fr. Fr.): Die Verstadtlichung würde eine halbe Million fosten. Bezüglich der Differenz wegen der Aerzte hat der Bürgermeister recht, aber Herr Wehl auch.( Heiterfeit.) Aerzte wünschen noch Ausschußberatung. Bei der von dem Messerftecher getroffenen Frau war eine Rettung absolut ausgeschlossen. Alle drei Institute haben segensreich gewirkt. Die Stadtv. Professor Landau( A. 2.) stellt richtig, daß auf den dreistündigen Dienst der Aerzteberein bisher nicht eingegangen ist. Damit schließt die erste Beratung. Die Vorlage geht an einen Ausschuß von 15 Mitgliedern, der sofort vom Vorstande ernannt wird. Schluß% 10 Uhr. Parlamentarifches. Die Kommiffion zur Beratung der Gewerbeordnungsnovelle verhandelte am Donnerstag über die Anträge zu§ 134b 3iffer 4 und 5. Der Baragraph enthält Bestimmungen über die Arbeitsordnung. Unsere Parteigenossen beantragen, daß auch Bestimmungen über die Verwaltung der Strafgelder in der Arbeitsordnung getroffen werden müssen. Vom Zentrum wird beantragt, daß die Arbeitsordnung die Personen benennen muß, die zur Festsetzung der Strafen befugt find. Beide Anträge werden angenommen. Zu Abs. 2 des§ 134b beantragt das Zentrum, daß die reguläre öchst strafe nicht mehr als ein Viertel des Tagelohnes betragen barf. Gegenivärtig ist die Grenze auf die Hälfte des Tagelohnes festgelegt. Unsere Parteigenossen beantragen, daß bei schiveren Bergehen der Arbeiter im Betriebe die Höchst strafe auf den halben Lagelohn festgesetzt wird. Bisher konnte der volle Arbeitslohn als Strafe verfügt werden. Der Antrag unserer Par teigenoffen findet die Unterstützung des Vertreters der polnischen Fraktion, wird aber abgelehnt. Der Zentrumsantrag wird mit 12 gegen 10 Stimmen angenommen. Angenommen wird auch ein Antrag Manz( frs. Vp.), der verlangt, daß den Arbeitern gegen die festgesetzten Strafen Beschwerde an die Fabrikleitung cingeräumt wird. Godann beantragt das Zentrum folgende neue Fassung des Alle Strafgelder müssen zum Besten der Arbeiter des Betriebes verwendet werden. Die Grundsäße für die Verwendung und Bertoaltung müssen nach Anhörung des ständigen Ar beiterausschusses in der Arbeitsordnung oder in befonderen Absah 2: Gakungen festgelegt werden. Dem ständigen Arbeiterausschuß § 12 wurde nach der Regierungsvorlage angenommen. Da der mug Gelegenheit gegeben werden, sich zu der Verwendung bei§ 13 zu längeren Erörterungen führen wird, soll am nächsten Mittwoch Strafgelder, soweit sie nicht durch die Arbeitsordnung oder die weiter beraten werden. Sahungen im voraus bestimmt ist, jeweilig zu äußern. Außer dem muß ihm mindestens einmal jährlich eine lebersicht der Einnahmen und Ausgaben vorgelegt werden. Die Strafgelder können auch der Betriebstasse oder einer sonstigen Unterstüßungstaffe überwiesen werden, sofern die sabungsmäßigen Leistungen über Schadenersatpflicht wegen verspäteter Zustellung der Invaliden- Sohn blind und der andere ein Strolch geworden sei. Das Gericht die gesetzlich vorgeschriebenen Mindestleistungen entsprechend hinausgehen und die Arbeiter bei der Verwaltung desselben auch Soziales. farte. Die darauf in sein Zimmer und fah", wie er vor Gericht als Zeuge aussagte, daß die Tischdecke fehlte. Er schlug sofort Lärm und veranlaßte den Pförtner, die Haustür zu schließen. Der Angetlagte lief in ein Zimmer hinein und schloß sich ein. Erst als die Polizei geholt wurde, öffnete er die Tür und ließ sich festnehmen. Großes Mitleid rief der alte Vater des Angeklagten vor Gericht wach, als er tränenden Auges sein Unglüd schilderte, daß der eine erkannte auf 1 Jahr Gefängnis. Der Staatsanwalt hatte 1 Jahr 6 Monate Gefängnis beantragt. in geheimer Wahl gewählte Vertreter mit mindestens der Hälfte Beschäftigung bei der Firma" Maschinen für Maſſenverpadung, G. Verbrechen und die Länge der wegen des ersten Delitis aus Der Schlosser M. ist am 2. November 1908 plöglich aus seiner Welchen Einfluß die Besserungsanstalt auf die Begehung beider des Stimmrechts beteiligt sind." Unsere Parteigenossen wollen durch einen Antrag herbeiführen, m. 6..", ausgetreten. Da die Invalidenkarte nicht in Ordnung gesprochenen Strafe auf die Begehung der jetzt abgeurteilten Strafdaß die Arbeiter die Verwaltung der Strafgelder führen. Dieser war, wurde vereinbart, daß ihm dieselbe zugestellt wird. tat hatten, wurde vom Gericht nicht erörtert, und doch liegt die Anivag soll erreichen, daß die Verwendung der Gelder zum Nußen Karte traf aber erst am Abend des nächsten Tages ein. M. fordert Wahrscheinlichkeit nahe, daß die„ Besserungsanstalt" und die erste der Arbeiter gesichert ist. Insbesondere berufen sich unsere Genoffen nun für einen Tag 5,22 M. Schadenersah. Das Gewerbegericht einjährige Gefängnisstrafe den jungen Mann geradezu zum Verzur Begründung unseres Antrages auf den Fall, daß bei einem unter Vorsiz des Magistratsrats Dr. Wölbling verurteilte gestern Konkurs des Unternehmers die Strafgelber in der Regel nicht mehr den Beklagten, die geforderte Entschädigung zu zahlen. Begründend vorhanden sind. Sie gehen in die Whasse ohne vorberechtigte Forde- wurde ausgeführt: Der Arbeitgeber hat die Verpflichtung, die rung. Es wird damit der Zweck, die Strafgelder zum Nußen der Invalidenkarte zur Aushändigung bereitzuhalten. Dem ist die BeArbeiter zu verwenden, illusorisch. Die Strafen sollen nicht zum flagte nicht nachgekommen. Deshalb hatte Bekagte die Verpflichtung, die Karte sobald als möglich zuzustellen. Kläger konnte dieselbe mit Recht für den nächsten Morgen erwarteni. Da fie aber erst des Abends anlangte, war der Kläger nicht in der Lage, sich anderweitige Arbeit zu beschaffen. Es könne ihm nicht zugemutet werden, zweds Arbeitssuchens Aufwendungen zu machen, wenn er erwarten muß, daß er bei der heutigen außerordentlich starken Belastung des Arbeitsmarktes mit seinen Bewerbungen infolge der fehlenden Invalidenkarte abgewiesen wird. Vorteil des Unternehmers dienen. werden. Abg. Manz( frf. Vp.): Wird die Verwaltung der Strafgelder dem Arbeitgeber entzogen, so ist das ein Mißtrauen gegen den Arbeitgeber. Deshalb muß der Antrag der Sozialdemokraten abgelehnt Abg. Hennig( f.) beantragt, daß alle Strafgelder in die Betriebskrankenkasse oder Unterstüßungstaffe fließen müssen. Ist eine solche Kasse nicht vorhanden, so muß sie gegründet werden. Ein Antrag Mana( frs. Vp.) ändert die Fassung des Zentrumsantrages dahin, daß nicht die Anhörung" des Arbeiterausschusses über die Verwendung der Gelder gefordert werden soll, sondern eine Mitwistung oes Ausschusses. Der Antrag unserer Genossen wird ab. gelehnt. Der Antrag des Zentrums wird unter Ablehnung des Abänderungsantrages Mana gegen den das Zentrum stimmt!- angenommen. Dem Abs. 3 des§ 134b beantragen unsere Parteigenossen folgende Fassung zu geben: Ueber die Frist der zulässigen Auffündigung sowie über die Gründe, aus welchen die Entlassung und der Aus. tritt aus der Arbeit ohne Auffündigung erfolgen darf, dürfen Bestimmungen, die von den gesetzlichen abweichen, nur mit 3ustimmung der Arbeiter oder des ständigen Arbeiter ausschusses festgesetzt werden und haben nur Gültigkeit, sofern die von den gesetzlichen Bestimmungen festgesetzten Abweichungen für die Arbeiter günstiger sind als die gesetzlichen Vorschriften. Mit Zustimmung der Arbeiter oder des ständigen Arbeiterausschusses fönnen neben den in Absatz 1-5 bezeichneten noch weitere die Ordnung des Betriebes und das Berhalten der Arbeiter im Be triebe Betreffende Bestimmungen in die Arbeitsordnung aufge nommen werden. Jedoch dürfen gesetzliche Vorschriften, die zum Schuße der Arbeiter erlassen sind, nicht außer Kraft gesetzt Die Genossen MoIfenbuhr und Stadthagen begründen Ben Antrag, der bezwedt, daß gesetzliche Bestimmungen zum Schuße der Arbeiter nicht durch die Fabrifordnung aufgehoben werden. Die Redner weisen darauf hin, daß durch Fabrikordnungen die Bestimmungen des§ 616 B. G.-B. außer Kraft gesetzt wird. Ferner ist der Beitritt zu Koalitionen in einigen Fabrifordnungen untersagt. Es hat sogar die Jenaer Eisenbahndirektion in der Arbeitsordnung der Werkstättenarbeiter die Bestimmung aufgenommen, daß ein Arbeiter, der dem Transportarbeiterverband angehört, sofort entlassen wird. Das ist eine Aufhebung des Koalitionsrechtes durch die Fabrikordnung. werden." Der verhinderte Dienstantritt. Mit dem merkwürdigen Fall, daß eine Angestellte am Antritt des Dienstes durch eine Mitangestellte gegen den Willen des Chefs verhindert wird, hatte sich gestern die 3. Kammer des Berliner Kaufmannsgerichts zu beschäftigen. Der beklagte Bädermeister Ernst kittlaus hatte die Klägerin Elise W. als Filialleiterin mit 20 M. Monatsgehalt, freier Wohnung und 1 Proz. Provision engagiert. Als Sicherheit" sollte sie 300 M. Einlage stellen; doch hatte ihr der Beklagte versprochen, fie auch dann einzustellen, wenn sie von ihrer Mutter nicht die Erlaubnis bekäme, das Geld einzu zahlen. Die Erlaubnis wurde der Klägerin auch versagt, und als nun Fräulein W. ihre Stellung, ohne eine Einlage zu zahlen, antreten wollte, weigerte sich die in der Filiale anwesende Filial leiterin B., die Klägerin einzustellen, bevor sie nicht die 300 M. gezahlt habe. Es stellte sich nunmehr heraus, daß diese 300 m. Einlage" dazu dienen sollten, die Forderung der alten Filialleiterin, die eine Raution" hatte stellen müssen, zu befriedigen. Ehe sie nicht ihr Geld hatte, wollte sie nicht einer neuen Filialistin das Feld räumen. Es ergab sich somit das merkwürdige Bild, daß der Arbeitgeber eine Anordnung trifft, deren Durchfühung mit Mädermeister gibt den Tatbestand zu, doch meint er, bie Klägerin Gewalt von einer Angestellten verhindert wird. Der beklagte habe keinen Anspruch auf Gehaltsentschädigung, weil sie sich ihrer seits wieder geweigert habe, in einer feiner anderen Filialen zu arbeiten. Das Kaufmannsgericht sprach der Klägerin die geforderten 35 M. zu. Die Klägerin hatte ein Recht auf Beschäftigung in der ber traglich bezeichneten Filiale, und der Beklagte hätte dafür sorgen müssen, daß die ordnungsmäßige Uebergabe der Geschäfts- und Wohnräume erfolgte. In eine andere Filiale einzutreten, hatte die Klägerin nicht nötig. Gerichts- Zeitung. Wiederholt unschuldig im Zuchthaus. Abg. Ma nz( frs.) erklärt sich gegen unseren Antrag. Ein Be dürfnis dafür liege nicht vor. Abg. Trimborn( 3.) wendet sich fehr energisch gegen unseren Antrag: der Antrag bedeute die Herrfchaft der Arbeiter im Betriebe, ein Grundsatz, dem man nicht zuGin überaus tragisches Lebensschicksal entrollte eine Verhand. stimmen könne. Von unseren Genossen wird bedauert, daß die lung, mit der sich gestern die 1. Straftammer des Landgerichts I temperamentvollen Ausführungen des Redners nicht im steno zu beschäftigen hatte. Wegen Diebstahls im straffchärfenden Rückgraphischen Wortlaut durch ein Flugblatt im Rheinland verbreitet fall war die 42jährige Näherin Johanna Gehrmann angeklagt. werden können, weil Trimborn noch über die Anschauungen von Die Angeklagte ist schon wiederholt wegen Diebstahls vorbestraft. Stumms hinausgehend das Verlangen der Arbeiter bekämpfe, bei In allen Fällen handelte es sich um Nahrungsmittel von geringem dem„ freien" Arbeitsvertrag die Vorschriften über die Kündigungs- Werte. Im März 1900 tourde sie zu einer Zuchthausstrafe von fristen und die Gründe der Entlassung nicht ohne Zustimmung der zwei Jahren verurteilt, weil sie in einem Schlächterladen zwei Arbeiter von den gesetzlichen Vorschriften abweichen zu lassen, bielmehr dem Arbeitgeber das unumschränkteste Herrenrecht selbst gegen die gesetzlichen Vorschriften wahren wolle. Der Antrag wird mit allen Stimmen gegen die unserer Bartelgenossen und der Polen abgelehnt. Die nächste Sigung findet am Dienstag statt. Die Reichstagskommission zur Borberatung eines Geseuentwurfs über den unlauteren Wettbewerb hielt am Donnerstag ihre sechste Sigung ab. Es wurde beschlossen, zunächst einmal durch eine Aussprache festzustellen, ob die Kommission willens sei, Bestimmungen in das Gesetz aufzunehmen, welche das Bestechen Angestellter durch Schmiergelder unter Strafe stellen. Es liegen hierzu folgende An träge vor: b. Brodhausen.§ 13a. Mit Gefängnis bis zu einem Jahre und Geldstrafe bis zu fünftausend Mark oder mit einer dieser beiden Strafen wird bestraft, wer als Angestellter oder Beauftragter dafür, daß er waren oder andere gewerbliche Leistungen eines Stonfurrenten bevorzugt, Geld oder geldwerte Vergütungen fordert, annimmt oder sich versprechen läßt. § 13b. Die gleiche Strafe trifft denjenigen, welcher als Angestellter oder Beauftragter Geld oder geldwerte Vergütungen dafür fordert, annimmt oder sich versprechen läßt, daß er Beanstandungen Hinsichtlich gelieferter Waren oder gewerblicher Leistungen unterläßt oder befeitigt. brecher erzogen hat." An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen", gilt insbesondere von der preußischen sogenannten Fürsorgeerziehung. Ein Mitglied des Arbeitgeberschuhverbandes vor Gericht. Die Mitglieder des Vorstandes des Deutschen Holzarbeiterverbandes saben sich zu einer Beleidigungsflage gegen das Mitglied des Vorstandsrates und Bezirksvorsteher des Arbeitgeberschuhverbandes für das deutsche Holzgewerbe, den Tischlermeister Bergmann zu Görlik, gezwungen. Bei Gelegenheit eines Zusammentreffens mit dem Gauvorsteher des Deutschen Holzarbeiterverbandes Karl Dietrich zu Preslau, äußerte Bergmann, daß der Arbeitgeberschutzverband über die internen Angelegenheiten des Holzarbeiterverbandes und die von diesen geplanten Schritte genau unterrichtet sei. Auf die Frage Dietrichs, woher diese Wissenschaft fomme, antwortete Bergmann: Herr Dietrich, wir haben einen guten Freund in Ihrem Vorstand. Es fostet uns zwar viel Geld, das alles zu erfahren, aber die Hauptsache ist, daß wir es wissen. Wenn Sie mir das nicht glauben, besuchen Sie mich, ich werde es Ihnen schwarz auf weiß zeigen. Dietrich leistete dieser Aufforde rung Folge. Was er erwartet hatte, traf ein. Das, was ihn Bergmann zeigen konnte, war nichts weiter, als die vom Vorstand des Holzarbeiterverbandes publizierten Berichte. Als Dietrich dies dem Bergmann erklärte, erwiderte Bergmann, er habe angenommen, daß dies Material durch einen Vertrauensbruch des Vorstandes des Holzarbeiterverbandes in die Hände des Arbeitgeberschutzverbandes gelangt sei. Wegen dieser Beleidigung hatte sich Bergmann am 24. d. M. vor dem Schöffengericht in Görlig zu verantworten. Für den Vorstand des Holzarbeiterverbandes waren der Genosse Leipart und Rechtsanwalt Dr. Heinemann aus Berlin erschienen. Bergmann bestritt, den Vorstand des Holzarbeiterverbandes beleidigt zu haben. Dietrich bestätigte jedoch als Zeuge die Anklage in vollem Umfange. Nunmehr erklärte Bergmann auf Anregung des Richters, daß er bereit sei, seine Behauptungen zu widerrufen. fein Interesse haben, tam folgender Bergleich zustande:" BergDa die Kläger erklärten, daß sie an einer Bestrafung des Bergmann mann erklärt: Ich habe keinen Anhalt dafür, daß die Mitglieder des Vorstandes des Deutschen Holzarbeiterverbandes irgendwelches Material-dem Arbeitgeberschuhverband ausgeliefert oder nach irgendeiner sonstigen Richtung hin sich eines Vertrauensbruches schuldig gemacht haben und nehme die zur Anklage stehende Aeuße rung mit dem Ausdruck des Bedauerns zurüd. Auch übernahm Bergmann die gesamten Kosten des Verfahrens. Zum§ 153 der Gewerbeordnung. 22 500 Mart unterschlagen Verfammlungen. Wegen Bergehens gegen§ 153 der Gewerbeordnung und Nötigung hatte sich der Former Graubaum vor der Straffammer des Landgerichts I in der Berufungsinstanz zu verantworten. Graus baum wurde zur Raft gelegt, bei Gelegenheit des Streits in der Eisengießerei von Hartung im März vorigen Jahres mehreren Arbeitsvilligen zugerufen zu haben:" Kinder, geht dort nicht hinein. Ihr werdet Euch das Genick brechen. Wenn Ihr dort an fangt, so ist es Euer Untergang." In Uebereinstimmung mit dem vom Verteidiger des Angeklagten, Rechtsanwalt Heinemann, vor gelegten Urteil des Reichsgerichts gegen Rypt nahm die Straf fammer an, daß Graubaum nicht versucht habe, einen anderen zur Teilnahme am Streit zu bewegen. Graubaum habe nur versucht, Bfund Wurst gestohlen hatte. Als strafschärfend wurde seinerzeit einen Druck auf die Arbeitswilligen dahin auszuüben, daß sie fich bes Arbeitens enthielten, er hat sie also lediglich zu einem paffiven angeführt, daß sie als eine gemeingefährliche Ladendiebin anzusehen des Arbeitens enthielten, er hat sie also lediglich zu einem paffiven Verhalten veranlassen wollen. Er hat nur bersucht, einige die sei, da sie schon wiederholt vorher ähnliche Diebstähle verübt habe. 3m März 1902, also unmittelbar nach ihrer Entlassung aus dem Erreichung des Zwecks des Streifs störende Gegner zu beseitigen. Der Begriff der Zeilnahme im Sinne des§ 153 der Gewerbeorda Zuchthause, verübte die Angeklagte wiederum in einem Schlächterladen einen Diebstahl an geringwertigen Sachen. Sie wurde wegen nung erfordere jedoch, daß der Angegriffene zu einem aktiven Tun diefer Straftat zu 3 Jahren Zuchthaus verurteilt. Am 8. De- habe bestimmt werden sollen. Eine bei der Bedeutung des Auszember erschien die Angeklagte in dem Laden des Schlächtermeisters bruds teilnehmen" nicht zu rechtfertigende ausdehnende Auslegung des Gesezes würde es sein, wenn reine Unterlassungen Rudolph und kaufte eine Kleinigkeit. In einem unbeobachteten Moment entwendete fie vom Ladentisch ein Stück Spicbrust und schon um deswillen als Teilnahme an Bestrebungen anderer bedrei Würste im Gesamtwerte von 2,80 Mark. Der Diebstahl wurde handelt werden sollten, weil sie deren Zwecke objektiv fördern. Aus fofort bemerkt und die Angeklagte zur Polizei gebracht. Die Folge diesen Gründen scheide der§ 153 der Gewerbeordnung aus und fet war wiederum eine Anklage wegen Rüdfalldiebstahls, die sie un- Graubaum insoweit freizusprechen. Wegen Nötigung wurde er fehlbar ins Buchthaus gebracht hätte, wenn nicht der Verteidiger 6u 50 M. Geldstrafe verurteilt. der G. bei einer Konferenz aus verschiedenen Momenten den Schluß gezogen hätte, es mit einer Geisteskranken zu tun zu haben. Auf Anraten ihres Rechtsbeistandes suchte sie freiwillig die fönigliche hat der Justizrat Notar Mag Breitung in München. Das LandUniversitätsklinik auf, wo festgestellt wurde, daß es sich um einen gericht verurteilte ihn zu einem Jahre Gefängnis. " Schulfall" von progressiver Paralyse handle, der schon Jahre zurüdreiche. Die auf Antrag des Rechtsanwalts Dr. Mag Kantorowicz geladenen Sachverständigen Dr. Pleßner und Augenarzt Dr. Lichtenstein gaben ihr Gutachten dahin ab, daß bei der Angeklagten eine schon fortgeschrittene Gehirnerweichung zu konstatieren sei, die man beinahe schon an den Augen absehen könne. Es sei auch § 13 c. Mit Gefängnis bis zu einem Jahre und mit Geldstrafe sehr wahrscheinlich, daß bei der Angeklagten schon zur Zeit, als Der Zentralverband der Schmiede hielt seine große ordentliche bis zu fünftausend Mart wird bestraft, wer es unternimmt, einen sie das erstemal zu einer Zuchthausstrafe verurteilt worden war, Generalversammlung am Mittwochabend in Dräsels Festsälen ab. Angestellten oder Beauftragten zur Bevorzugung seiner Ware oder eine Paralyse bestanden habe, so daß sie jene Straftaten in einer Der Kaffierer Henschel legte die Abrechnung vom 4. Quartal gewerblichen Leistungen vor den Waren oder gewerblichen Leistungen frankhaften Störung der Geistestätigkeit begangen habe. Die An- 1908 vor. Danach bilanzierten die Einnahmen und Ausgaben der eines Stenfurrenten oder zur Unterlassung oder Beseitigung von geklagte hätte demnach die sämtlichen Zuchthausstrafen unschuldig Sauptkaffe mit 16 445,55 M. Unter den Ausgaben stehen 6844,48. Beanstandungen seiner Waren oder gewerblichen Leistungen durch verbüßt, so daß der Verteidiger in sämtlichen Fällen ein Wieder- für Arbeitslosenunterstüßung und 8071,09. für Krantenunter Singabe von Gelb oder gelbwerten Vergütungen zu bestimmen. aufnahmeberfahren einzuleiten beabsichtigt. In der Sache selbst stüßung verzeichnet. In der Lokaltasse im 4. Quartal betrugen die Zugleich kann auf Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte erkannt wurde die Angeklagte auf Antrag des Staatsanwalts freigesprochen. Ginnahmen am Schlusse des 4. Quartals 36 124,34 M., die Aus2 Jahre Zuchthaus! gaben 17 119,43 M. Somit bleibt ein Kassenbestand von 19 004,91 Wegen gringwertiger Rahrungsmittel- 3 Jahre Zuchthaus! Mart. Das Vermögen der Zahlstelle Berlin beträgt mit den 55 404,91 M. Aus der Lokalkasse wurden Wegen abermaliger Entwendung von Nahrungsmittel dem angelegten Geldern Nachdem der Antragsteller die Anträge begründet und Jund Zuchthaus nur entronnen, weil Geistestrankheit vorliegt! noch an Unterstübungen gezahlt: an streikende Mitglieder als Bu( nafl.) sich im allgemeinen für sie ausgesprochen hat, erklärt Brühne( So.): Die Fabrikanten, welche Angestellte zur Annahme Das ist das Fazit des traurigen Schicksals der Kranken, über schlag 91 M., an ausgesteuerte 900 M., als Ertraunterstübung von Schmiergelbern beranlassen, feien gefährlicher als die, welche die jedesmal je 5 gelehrte Richter zu urteilen hatten. Hätten 154,50 M. Am Jahresabschluß wurden in der Registratur 2830 Schmiergelder annehmen. In vielen Fällen müssen Zaienrichter verurteilt und gar so drakonische Strafen aus- Mitglieder geführt. Seit dem 1. Januar 1909 hat der Verband in folche Nebeneinnahmen die schlechten Gehälter gesprochen? Hätte ein sozial empfindender Richter überhaupt bei den ersten sieben Wochen an Arbeitslosenunterstüßung 4212,84 M., der Angestellten berbessern; dem Unfug müsse man zu Entwendung von Nahrungsmitteln durch eine franke Frau auf an Krantenunterstützung 2247,54 m. gezahlt und für die Ausgesteuerten 2400 2. Zuchthaus erkennen können? begegnen suchen. Basner gab als Obmann der Beschwerdekommission seinen Linz( Rp.), Carstens( freif.), Storz( Dem.) sprechen sich Bericht und die Bersammlung erklärte sich mit den Entscheidungen für die Regelung diefer Frage durch das Gesetz aus, ebenso Bitter der Kommission und des Obmannes über die einzelnen Beschwerden und Gerstenberger( 3.). Schließlich wurde der Antrag Bon selten niedriger Gesinnung zeugte eine Handlungsweise, zufrieden. Den Bericht der Delegierten zur Gewerkschaftskommission von Brockhausen angenommen und die Subtommission mit der welche gestern den erst 17jährigen Arbeitsburschen Richard Mirus erstattete Henschel, der besonders die Arbeitslojenzählung be Formulierung betraut. bor den Strafrichter führte. Der junge Bursche ist schon einmal sprach und die Notwendigkeit, zu den Kosten, die die Zählung ver§ 11 erhielt auf Antrag Dr. Bitter, Noeren folgende Fassung: wegen Straßenraubes mit einem Jahre Gefängnis bestraft worden, ursachte, beizutragen. Die bisherigen Delegierten zur GewerkWer zu Zwecken des Wettbewerbs über das Erwerbsgeschäft nachdem er sich vorher längere Zeit in einer Erziehungsanstalt be- schaftskommission sollen ihr Amt noch behalten, da Vorschläge zu eines anderen, über die Person des Inhabers oder Leiters des Ge- funden hatte. Er mußte sich nunmehr wiederum wegen mehrerer einer anderen Zusammenjebung der Kommission vorliegen. In schäfts, über die Waren oder gewerblichen Leistungen eines anderen Einbruchsdiebstähle verantworten. Der Angeklagte hat einen er- die Beschwerdekommission wurden gewählt: Basner, Grahl, Tatsachen behauptet oder verbreitet, die geeignet sind, den Betrieb blindeten Bruder, der fich schon seit mehreren Jahren in dem Stenzel, Wolf, Köhler. Die Ortsverwaltung legte einen des Geschäfts oder den Kredit des Inhabers zu schädigen, ist, sofern Bereinsblindenhheim für Männer in Steglik befindet. Bald nach Antrag bor über die Höhe einer Entschädigung an die Bezirks die Tatsachen nicht erweislich wahr sind, dem Verletzten zum Eriage einer Entlassung aus der Strafanstalt besuchte der Angeklagte führer. Der Antrag führte eine ausgedehnte Diskussion herbei des entstandenen Schadens verpflichtet. Der Verlegte fann auch den seinen Bruder. Während die Blinden in dem Essaal sich auf und wurde ein Antrag der Bezirksführer, der über den der VerAnspruch geltend machen, daß die Behauptung oder Verbreitung der hielten, schlich sich M. in das Schlafzimmer feines Bruders und waltung hinausging, angenommen; danach soll die Entschädigung Tatsachen unterbleibe. erbrach mit einem Stemmeisen dessen Schrank, aus dem er 82 M. von 35 bis 20 M. abwärts betragen. Sat der Mitteilende oder der Empfänger der Mitteilung an ihr entwendete. Außerdem erbrach er das Spind des blinden Bürsten- Ein Streit zwischen Ausschuß und Ortsverivaltung wegen einer ein berechtigtes Interesse, so ist der Anspruch auf Unterlassung nur machers Trutti, dem er 4 M. entwendete. Der Angeklagte hatte Maßregelungsunterstüßung führte zu einer erregten Debatte, in der zulässig, wenn die Tatsachen der Wahrheit zuwider behauptet oder dann noch die Dreistigkeit, noch zweimal in dem Blindenheim Ein- die Ortsvertaltung, besonders Genosse Siering als Vorsibender, verbreitet sind, während der Anspruch auf Schadenersaz nur geltend bruchsdiebstähle zu verüben. Am 7. Januar erbrach er das Spind scharf angegriffen wurde. Wegen der vorgerückten Zeit wurde die gemacht werden kann, wenn der Mitteilende die Unrichtigkeit der eines Blinden und entwendete daraus eine Kaffette mit 190 M., Versammlung vertagt. Die Neuivahl der Ortsverwaltung findet Tatsachen kannte oder kennen mußte." die er in ein Tischtuch einwickelte. Zufällig kam der Blinde bald in der kommenden Versammlung statt. Berantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th, Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW, werden. Sind mildernde Umstände vorhanden, so tritt ausschließlich Geld. Strafe ein. Wegen 2 Pfund Wurst Früchte unserer Besserungsanstalten. Nr. 48. 26. Jahrgang. 2. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 26. februar 1909. Partei- Angelegenheiten. Sozialdemokratischer Zentral- Wahlverein für Teltow: Beeskow Storkow Charlottenburg. Unvorhergesehene Umstände machen eine Hinaus schiebung der Kreis Generalversammlung notwendig. Diefelbe findet also nicht am Sonntag, den 28. Februar, sondern erst am Sonntag, den 14. März statt. Der Zentralvorstand. Schenkendorf bei Königs- Wusterhausen. Die Parteigenossen werden auf die am Sonnabend, den 27. Februar, abends 8 Uhr, stattfindende Versammlung aufmerksam gemacht. Es stehen wichtige Punkte auf der Tagesordnung. Der Vorstand. Nieder- Schönhausen- Nordend. Am Sonnabend, den 27. Februar, findet das Winterfest des Wahlvereins in Neu- Karlshof", Beuth, Ede Charlottenstraße, statt. Mitwirkende sind: Berliner SinfonieOrchester und Ult- Trio. Anfang 8%, Uhr. Die arbeitslosen Genossen und Genossinnen haben freien Eintritt. Der Vorstand. Mühlenbed. Am Sonntag, den 28. Februar, nachmittags 4 Uhr, findet die Mitgliederversammlung des Wahlvereins im Lokal des Genossen Adolf Bärsch statt. Tagesordnung: 1. Vortrag über: „ Die Wertzuwachssteuer". 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Berliner Nachrichten. Neuerungen nicht in versteckter Weise im Etatsenttourf einzufügen, und dann konnten erst die Flammen ausgegossen werden.- An der sondern eine besondere Vorlage zu machen. Im übrigen erklärten Ecke der Prenzlauer- und Alexanderstraße war ein Mann unter sich die Magistratsvertreter damit einverstanden, den beanstandeten einen Straßenbahnwagen geraten. Er wurde befreit und nach der Unfallstation geschafft. Sat fallen zu lassen. Ferner hatte die Feuerwehr in der In der letzten Sihung der städtischen Parkdeputation wurde über Berlichingenstraße 1, wo Möbel auf einem Korridor brannten, in der Waßmannstraße 25/26, Rüdersdorfer Straße 58, Reichenberger die Hergabe der Spielpläge am Großen Ring im Plänterwald zu Straße 54 und anderen Stellen zu tun. interfunftsraumes für 2000 Kinder verhandelt. Ferienspielen und Errichtung eines mit Kocheinrichtungen versehenen Stadtrat Venzky " Vorort- Nachrichten. Charlottenburger Stadtverordnetenversammlung. bekannte sich als lebhafter Gegner dieses Planes. Der Plänterwald sei für das allgemeine Publikum da und nicht für einzelne Schulen. Man solle doch das Terrain der Gasanstalt zu diesem Zwecke her geben, welches sich besser dafür eigne. Dem wurde von unserem Genossen Gottfried Schulz entgegengehalteit, daß sich in unmittelbarer Nähe dieses Terrains die Kuhnheimsche Chemische Der größte Teil der Sigung vom Mittwoch wurde durch die Fabrik befinde und diese sehr viel schlechte Luft verbreite. Die erste Beratung des Stadthaushaltsetats ausgefüllt. Der Spielpläge sollen doch unseren Schulkindern zur Erholung dienen Kämmerer Schol gab zunächst einen Ueberblick über die Er und man fönne es nicht verantworten, unsere Schuljugend sich den gebnisse des Jahres 1908, er betonte, daß der Jahresabschluß sich ganzen Tag verpesteter Luft und der Sonnenglut auszusetzen. Auch voraussichtlich noch etwas günstiger gestalten werde, als er urs fei der Transport der Kinder nach dem vom Herrn Stadtrat sprünglich angenommen habe. Allerdings bleibe die Einkommenempfohlenen Platz ein unbequemer und schwieriger. Die Deputation steuer infolge der wirtschaftlichen Krisis um 430 000 m. hinter dem befschloß, in diesem Jahre versuchsweise die Spielpläge im Blänter- Boranschlag zurück, auch die Umsatzsteuer ergebe weniger als ers wald herzugeben, wenn nicht die Wuhlheide für diese Zwecke zu wartet sei, und ebenso betrage der Zuwachs der Ueberschüsse aus haben sei. Außerdem wurde das Grundstück des Herrn Grüneberg den Gasanstalten nicht, wie angenommen 10, sondern nur 5 Proz. in Treptow der Deputation für den Preis von 350 000 m. zum Aber trozalledem werde infolge von Ersparnissen an anderen Positionen ein Ueberschuß von insgesamt 3 Millionen zu erwarten auf angeboten. Die Deputation lehnte indessen dieses Angebot einstimmig ab. sein. Der neue Etat sei schlecht, es babe feinen Zweck, Die Angler und die Fischerinnungen. Eine Protestversammlung der balanzieren, hätten an den Ausgaben, namentlich an den einmaligen sich durch Schönfärberei darüber hinwegzutäuschen. Um den Etat a Angler Groß- Berlins ist durch das hiesige Komitee für den nächsten Ausgaben, wesentliche Abstriche vorgenommen und die Grundsteuer Sonntagnachmittag 2 Uhr nach dem Restaurant Fischerhütte" in für unbebauten Grund und Boden erhöht werden müssen. Die VerFriedrichshagen einberufen worden, um gegen die Verdoppelung der schlechterung des Etats sei nicht etwa auf einen Rückgang der EinPreise für Angelfarten Stellung zu nehmen. Eine von den Angler- nahmen, sondern auf eine Steigerung der Ausgaben zurückzuführen vereinen gewählte Kommission hatte in Eingaben an die Rahns- Insbesondere würden auch durch die staatlichen Gefeße den Kommunen dorfer und Köpenicker Fischerinnung um Rücknahme der Preis- immer neue Lasten auferlegt. Besonders schnell seien in CharlottenAus der Stadtverordneten- Versammlung. erhöhung ersucht. Die Rahnsdorfer Fischerinnung teilte darauf hin burg die Ausgaben für Sozialpoltik und Wohlfahrtspflege gestiegen. Der Entwurf zur Neugestaltung des Rettungs- mit, daß sie in einem Prozesse gegen die Köpenider Innung unter- Auf diesem Gebiete warne er vor einem zu stürmischen Vorwärtswesens, der nun endlich vom Magistrat den Stadtverord. Legen und durch eine Vereinbarung mit jener zu der Preiserhöhung drängen. gezwungen sei. Die Köpenicker Fischerinnung dagegen gibt in dem neten vorgelegt worden ist, wird erst in einem Ausschuß Schreiben bekannt, daß fie vertraglich durch die Rahnsdorfer geprüft werden. Der Antrag auf Ausschußberatung wurde Innung zu der Vornahme des Preisaufschlags genötigt worden gestern gestellt von der sozialdemokratischen Fraktion, die wäre. danten einer Antastung des Ausgleichsfonds; das darf erst dann geStadtv. Kaufmann( lib.) wendet sich zunächst gegen den Geschehen, wenn einmal ein Defizit vorhanden sei. Notwendig sei es, die steuerkräftigen Gegenden der Stadt mit guten Verkehrsgegen diesen Entwurf sehr gewichtige Bedenken vorzubringen Einen neuen Borstoß gegen die Straßenhändler hat die Freie verbindungen zu versehen, um die reichen Leute in höherer Zahl hatte. Genosse Koblenzer stellte fest, daß die Bereinigung Berliner Hausbesigervereine in Gemeinschaft mit dem nach Charlottenburg zu ziehen. Redner beklagte ferner die UnsicherWünsche der Bevölkerung, z. B. auch der Krankenkassen, un- Bunde der Handel- und Gewerbetreibenden unternommen. In heit auf den Straßen und verlangte, daß entsprechend den höheren derücksichtigt geblieben sind, und daß der Magistrat im beiden Korporationen find Deputationen gewählt worden, welche Leistungen für Polizei auch mehr Polizisten für den Sicherheitsdienst wesentlichen alles so lassen will, wie es war. dem Polizeipräsidenten v. Stubenrauch ihre Wünsche in Form einer angestellt werden.( Buruf bei den Sozialdemokraten: In unseren Von einer Ausschaltung der Privattätigkeit, einer Berstadt- Betition unterbreiten wollen. In derselben wird betont, daß der Versammlungen tönnen wir uns nicht über zu wenig Polizei belichung des Rettungswesens sei teine Rede, nur ein Stom- Ladeninhaber bei der schlechten Geschäftslage ganz empfindlich schädigt. geplanten Wohnungsinspektion. Mit aller Entschiedenheit Stom- Straßenhandel in neuerer Zeit überhandgenommen hat und die klagen!) Als notwendig bezeichnete er die endliche Einführung der promiß zwischen den streitenden Parteien auf diesem Gebiete Nach Ansicht der Betenten läßt es sich in Berlin wie in Rigdorf und warnte er vor einer Erhöhung des Kommunalsteuerzuschlages, sowerde versucht und dem Ganzen werde eine neue Firma Schöneberg ohne Straßenhandel auskommen. Ein Verbot des lange sich nicht auch die übrigen Gemeinden Groß- Berlins dazu entgegeben. Bürgermeister Reidke, der für den Ent- Straßenhandels hätte nicht nur das Gute, daß die Geschäftsinhaber schließen könnten. Wilmersdorf werde auf die Dauer auch nicht mit wurf verantwortlich ist, pries die Privattätig- durch unlautere Konkurrenz nicht ruiniert würden, sondern die 90 Proz. auskommen fönnen. teit. Als er teck behauptete, fie funktioniere beffer als amt- Straßenhändler, welche oft Großhändler mit 20 und 30 Wagen sind, Stadtv. Hirsch( Soz.) wies zahlenmäßig die Belastung durch liche Institutionen, dankten die unentwegt Freisinnigen ihm tönnten durch ein solches Verbot in die Markthallen abgedrängt die neuere staatliche Gefeßgebung nach. Das Polizeikoſtenmit demonstrativem Beifall. Der alte Herr Langerhans werden, die ja eigentlich auch zu dem Zweck erbaut worden sind, gesetz erfordere ein Mehr von 150 000 m., durch das Lehrerfang dieselbe Melodie und rühmte besonders die Unfallstationen. den Handel auf Straßen und Plägen auszuschalten. Die Hallen besoldungsgesetz würden der Stadt Charlottenburg 30 000 M. Staatswürden dann wieder rentabel werden. zuschüsse entzogen. Dazu komme, daß die Hoffnungen der Städte Ihm trat Genoffe Wey I entgegen, der die ,, de ntbar beste Unseres Erachtens ist schon jetzt der Straßenhandel ganz ohne auf die Mehreinnahmen aus der Beseitigung des KommunalsteuerHilfe" der Unfall stationen beleuchtete. Zu dem töd- Grund erheblich eingeengt zum Schaden vieler kleinen Leute, die sich privilegs und aus der Alenderung des Einkommensteuergesetzes nicht lich verlaufenen Messerattentat am Hochbahnhof auf diese Weise schlecht und recht durchs Leben schlagen und auch in Erfüllung gegangen feien. Die ganze Gesetzgebung richte sich Stralauer Tor" machte Wehl die Enthüllung, daß als Staatsbürger ihre Pflichten erfüllen. Den Straßenhandel gegen die Städte. Würde das sogen. liberale Bürgertum feine der Unfallstationsarzt, dem die unglückliche Frau Schäfer gänzlich zu unterbinden, daran haben fast nur die Hausbesißer ein Pflicht erfüllen und gemeinsam mit der Sozialdemokratie die die wie ja in die Hände fiel, überhaupt kein Arzt obige Petition beweist. wenigstens Interesse, Diese be preußische Reaktion bekämpfen, dann wären folche Gesetze unmöglich. noch kein fertiger war. Unser Redner forderte Berdienen sich zur Unterstützung auch der kleinen seßhaften Ge- Die schlechte Finanzlage der Stadt mache Ersparnisse notwendig. stadtlichung des Rettungswesens; fie fei für fehen; fie bedenten nur nicht, daß mit dem gänzlichen Verbot des Sozialpolitik und des Bildungswesens. Es sei bedauerschäftsleute, die in den Straßenhändlern zunächst ihre Konkurrenten aber auf keinen Fall dürfe gespart werden auf dem Gebiete der dasselbe Geld zu schaffen, das jetzt aus der Tasche Straßenhandels die Hauswirte ihnen die Daumenschrauben fefter lich, daß für den Bau neuer Gemeindeschulen 68 700 W. weniger in den der Steuerzahler hergegeben werden solle, um haupt- anziehen in Gestalt von höheren Mietsforderungen. Was die kleinen Etat eingestellt sind; selbst wenn die neuen Schulen fertig sind, sächlich den mit den Berufsgenossenschaften verquickten Geschäftsleute eventuell durch das Verbot des Straßenhandels ge- fehlen immer noch 55 Schulklassen. Warum habe man in guten Unfallstationen zugute zu kommen. Ein längerer Streit winnen würden, müssen sie mindestens in der gleichen Höhe, wenn Jahren die sozialdemokratischen Anträge auf den Bau neuer Geentspann sich noch um die Frage, ob die Einigung zwischen nicht mehr, an die Hausbesizer wieder abgeben. Vorteil haben also meindeschulen abgelehnt? Man macht immer viel Wesens von der den streitenden Aerzteparteien überhaupt schon so weit erreicht immer nur die Hausagrarier. Sozialpolitik. Gewiß, es habe eine Beit gegeben, wo Charlottenburg set, wie die Magistratsvorlage es hinstellt. Wehl hatte das Der Schuß auf offener Bühne. Durch das Versehen des Requi- anderen Städten auf diesem Gebiete vorangegangen sei, heute aber bestritten, Herr Reidke blieb bei seiner Behauptung, Stadt- fiteurs wurde während der Mittwochabendvorstellung im Quifen- laffe es fich von anderen Kommunen überflügeln. Er erinnere nur verordneter Ritter stimmte ihm bei, Stadtv. Landau Theater ein Unfall herbeigeführt, der leicht recht verhängnisvolle an das Verhalten der städtischen Körperschaften in bezug auf die bestätigte die von Weyl gegebene Darstellung, aber Herr ausstattungsstild„ Das Mädchen auf Irrwegen" muß im ersten eft politit rede man feit 10 Jahren, aber zum Handeln förme Folgen hätte haben können. In dem melodramatischen Sensations- Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. Von der WohnungsReide glaubte es besser zu wissen. Aus den Aus- von einem Schauspieler ein Selbstmordverfuch verübt werden. Bu man fich nicht entschließen. Unter den Ausgaben für Sozialführungen des Herrn Ritter sei hier noch die Angabe diesem Zwed liegt auf dem Tisch ein ungeladener Revolver, politik figurieren alle möglichen Posten, auch die Ausgaben unterstrichen, daß jene Frau Schäfer nach der Versicherung den dann der Schauspieler während des Spiels ergreift und gegen tausende, die die Stadt für die Bodelschwinghschen Unternehmungen für Wohlfahrtspflege, tvie zum Beispiel die Zehndes Gerichtsarztes auch dann nicht mehr zu feine Stirn abschießt". Im zweiten Aft fommt auf offener Szene vergeude.( Borsteher rügt diesen Ausdrud als unparlamentarisch.) retten gewesen wäre, wenn die Unfall station wieder ein Revolver zur Anwendung. Diesmal ist er mit einer Warschauer Straße mit einer fundigen Person Platzpatrone geladen, die abgeschossen wird. Durch Verfehen legte Redner bespricht weiter die Forderungen der städtischen besezt gewesen wäre. Kann sein; aber das ändert nichts an Revolver mit der Platzpatrone auf den Tisch der Bühne. Als erklärt, daß seine Freunde nur die Löhne der Arbeiter und die Genun Mittwochabend der Requisiteur schon im ersten Att den Arbeiter, die er berechtigt und äußerst bescheiden nennt, und dem Skandal, daß die denkbar beste" Kraft, die dann der Schauspieler Adolf Stünkel ben Selbstmordverfuch begehen bälter der unteren und eines Teiles der mittleren, nicht aber der wollte, drückte er nichtsahnend den Revolver gegen seine Stirn ab. höheren Beamten aufbessern würden. Die unentgeltlichkeit Der Schuß frachte und der Spieler fank vor Schred auf das daneben derkernmittel und die Ausdehnung der Schulspeisungen Der Etatsausschuß der Stadt Berlin trat am Mittwoch zu seiner stehende Sofa. Die übrigen Mitspielenden bemerkten das Versehen sei trotz der schlechten Finanzlage möglich, wenn man nur an ersten Sigung zusammen. Die sozialdemokratische Fraktion ist in sofort und holten zwei Aerzte herbei, die dem Verletzten, der anderen Stellen sparen wollte. Fraglich sei es, ob man auf die ihm durch die Genossen Dr. Arons, Borgmann und Sassenbach ver- namentlich an der Stirn Brandwunden davongetragen hatte, einen Dauer mit 100 Proz. Zuschlag auskommen könne. Mit aller Schärfe treten. Zur Beratung standen die Etats der Krankenhäuser und Verband anlegten. Wäre der Schuß etwas tiefer angelegt worden, wandte fich Redner gegen die vom Kämmerer wieder Schulen. Beim Etat der Krankenhäuser wurde von sozial- so hätte Stünfel leicht ein Auge verlieren können. Das Publikum angeregte Schanttonzessionssteuer, während demokratischer Seite auf eine im Dezember erlassene Verfügung des glaubte, der Vorfall müsse so sein, und blieb daher vollkommen ruhig. ertzuwachssteuer und die höhere Besteuerung des unbebauten Magistrats hingewiesen, durch welche die täglichen Verpflegungsfäße Riemand wußte, daß es sich um einen bedauerlichen Unfall handelte. Grund und Bodens befürwortete. Es sei unerhört, daß die Hausfür alle nicht in Berlin wohnenden Personen, auch wenn sie Mit- Das Stück wurde zu Ende gespielt. und Grundbesitzer dem Magistrat Begehrlichkeit vorwerfen, weil er glieder von in Berlin domizilierenden Krankenkassen sind, von die Steuer um ein Geringes erhöhe. Die Terrainspekulanten wollten 2,50 M. auf 3 M. erhöht werden. Dem Magistrat wurde Ich bin der Bauchaufschliter!" mit diesen Worten hat an den wohl die Vorteile einheimsen, die ihnen durch die Arbeit der Gesamts das Recht bestritten, durch durch eine Verfügung, ohne Be- letzten Abenden ein Mann in der Gegend der Frankfurter Chaussee heit in den Schoß fallen, aber zu den Leistungen beizutrager fragung der Stadtverordnetenversammlung, eine solche Erhöhung versucht, sich zu wiederholten Malen Frauen und Mädchen zu nähern, weigerten sie sich. Diesen Leuten müsse einmal deutlich gesag. der Säße vorzunehmen. Die Verfügung forderte eine neue Be- ohne ihnen allerdings ein anderes Leid anzutun, als sie in Schrecken werden, daß die Stadt nicht dazu da fei, den Spekulationszwecker lastung der Krankenkassen und der Magistrat wurde ersucht, seine zu versetzen. Viele der in dieser Weise Ueberfallenen waren so ver- einer handvoll Interessenten zu dienen. Im Gegensaz dazu hätter Verfügung zurückzuziehen. In der Diskussion und bei der Ab- ängstigt, daß sie nicht daran dachten, den Burschen festzuhalten; die Sozialdemokraten stets die Interessen der Gesamtheit vertreten, stimmung stellten sich fämtliche bürgerlichen Etatsausschußmitglieder schließlich aber fam er doch an die Unrechte, die ihn festhielt und und von dieser Sorge um das Gemeinwohl würden sie sich auch be. auf die Seite des Magistrats und erkannten die Erhöhung der Säge mit Hilfe von vorübergehenden Männern fistieren ließ. Auf der der Beratung des Etats leiten lassen. als berechtigt an. Nur mit der formellen Behandlung der An- Polizeiwache gab er an, ein Vergolder Julius K. zu sein und in der Nachdem noch Stadtv. Stadthagen namens der Freien Ver gelegenheit durch den Magistrat war man nicht einverstanden; eine Prinzen- Allee zu wohnen; er meinte, er habe sich nur einen Scherz einigung eine wohlwollende Prüfung des Etats versprochen hatte, Resolution, die bei ähnlichen Gelegenheiten eine besondere Vorlage machen wollen. Dieser Scherz wird ihm teuer zu stehen kommen. wurde der Etat dem Statsausschuß überwiesen. Gleichfalls an den verlangte, wurde angenommen. Ebenfalls wurde zur Sprache gebracht, daß das Personal der Berliner Vorort in Berlin verlebt. Er war nach der Großstadt geEine teure Nacht hat kürzlich ein Geschäftsmann aus einem Etatsansschuß ging die Vorlage betreffend Aenderung der Gemeindegrundsteuer. Krankenhäuser in ungerechtigter Weise in seiner Bewegungsfreiheit fahren, um sich lustige Fahrt zu machen, wobei ihm seine Brieftasche Borher hatte. die Versammlung einige kleinere Vorlagen und beschränkt wird. Auch nach Beendigung der Arbeitszeit um 8 Uhr mit 8000 m. von einer holden Maid" in einem Café abgeknöpft Petitionen beraten. Die Vorlage betreffend Nachbewilligung von abends dürfe die Anstalt nur mit besonderem Urlaub verlassen wurde. Jezt hat die Kriminalpolizei die Spitzbübin ermittelt und Mitteln für den Etat der Krantenanstalten veranlaßte werden und dieser Urlaub würde öfter aus fadenscheinigen Gründen verhaftet und zwar in der Person des 40 Jahre alten früheren Büfett- unseren Genossen Wilk, den in der Presse mitgeteilten Fall zur berweigert. Es wurde bemerkt, daß zu einer solchen Beschränkung fräuleins Elise Hartkorn. Die H. war erst vor kurzem aus Hamburg Sprache zu bringen, wonach eine kurz vor ihrer Entbindung stehende der persönlichen Freiheit gar kein Grund vorläge, daß sie aber dazu nach Berlin gekommen, da ihr Bräutigam, ein Kellner Kirchhoff, hier Frau von allen Krankenhäusern abgewiesen sein soll. Stadtrat beitrage, das Personal mizufrieden zu machen. Der Magistrats- verhaftet wurde. Von den 8000 m. wurden noch 2200 M. bei ihr oil bestritt die Richtigkeit dieser Behauptung. Da gegen die Verbertreter erklärte es für selbstverständlich, daß kein wärter ohne Meldung die Anstalt verlassen dürfe, bestritt aber entschieden, borgefunden. Die übrigen 5800 M. hatte sie zum Teil für sich, teils fafferin des Artikels Strafantrag gestellt ist, wird ja wohl vor Gericht Klarheit geschaffen werden. daß aus fadenscheinigen Gründen der erbetene Urlaub verweigert für ihren Bräutigam verausgabt. Das Gebaren des Haus- und Grundbesizervereins von 1895, werde. Jedenfalls sagte er zu, die Sache zu untersuchen. Feuerwehrnachrichten. Wegen eines Dachstuhlbrandes erfolgte in der unter dem Hinweis darauf, daß jezt die Arbeitskräfte billig Beim Etat der Pflichtfortbildungsschulen konnte wiederum auf der legten Nacht um 1 Uhr ein Alarm nach der Klopstockstraße 8. feien, um den beschleunigten Bau der Markthalle petitionierte, brand= ein eigenartiges Vorgehen des Magistrats Bezug genommen werden. Der 15. Bug mußte dort tüchtig Wasser geben, um die Flammen, markte Genosse Vogel. Seinen Antrag, über die Petition zur Bisher galt die Bestimmung, daß eine Klasse aus mindestens 30, die an dem Inhalt der Bodenverschläge schnell Nahrung gefunden Tagesordnung überzugehen, lehnte die Verfammlung ab, fie fiberaus höchstens 40 Schülern bestehen solle. Hier hatte der Magistrat hatten, zu löschen. Die Entstehung des Brandes ist noch nicht er- wies sie dem Magistrat als Material. im Etat die Aenderung vorgenommen, daß die Besuchs- mittelt. Vor dem Hause Stargarder Straße 70 brannte heute früh Ein Antrag ietsch( Soz.) und Genossen betreffend die Bercit ziffer jeder Klasse mindestens 35 zu betragen habe. Der ein Automobilomnibus und gleichzeitig in der Chausseestraße 118 in stellung von 10 000 M. zur Unterstügung von Arbeits. Magistrat bestritt, hier eigenmächtig gehandelt gehandelt zu haben, einer Badestube der Fußboden und anderes. Der 7. Bug hatte in Losen fonnte nicht beraten werden, da Stadib. Otto( lib.) gegen diese im Etat enthaltene Bestimmung sei als Vorlage für der Gr. Frankfurter Straße 140 zu tun. Dort brannten im Erdgeschoß die Dringlichkeit Widerspruch erhob und die Mehrheit sich dem Widers die Stadtverordnetenversammlung zu betrachten. Auch hier wurde eine Süche und im Keller, in einem Fahrradgeschäft verschiedene spruch anschloß. Es ist das um so bedauerlicher, da die nächste der Magistrat ersucht, in Zukunft solche allgemein intereffierenden Fahrradteile. Die Feuerwehr mußte das Zwischengebält aufreißen Sigung erst am 17. März stattfindet. " dort Dienst tat, ein noch nicht Fertiger war. er die Die Generalversammlung der Secien Volksbühne Charlotten- Leuchtgas tritt ein Einheitspreis von 12,35 Pf. pro Stubikmeter. daß er einseitige Interessen in dieser Storporation vertrete und burg im Volkshause nahm zunächst einen interessanten Vortrag Für dieses Zugeständnis übernimmt die Gesellschaft die Straßen- beschwerte fich lebhaft, daß der Gemeindevorsteher als Vorsitzender von Friz Zietsch über:" Tolstoi und Zola" entgegen. Der Vor- beleuchtung in dem jetzigen Umfange fostenlos und ermäßigt den derselben die Korrespondenz selbstherrlich bewältige und die übrigen fizzende, Dr. Lindheimer, erstattete den Geschäftsbericht. Der Preis für neuaufzustellende Laternen von 2,47 auf 1,638 Pf. pro Mitglieder nicht von allem unterrichte. Ueber die Ausnutzung der Bericht hebt das Repertoire des abgelaufenen Jahres als ein be- Laterne und Brennstunde. Ferner erhält die Gemeinde statt der Schulräume zu politischen Zweden wurde Beschwerde geführt. Es sonders vielseitiges und passendes hervor und spricht die Zu- bisherigen 5 Broz. auf den Leuchtgasverbrauch in Zukunft 9,46 Broz. wurde nämlich unter den Kindern Propaganda für den Flotten. friedenheit mit den künstlerischen Leistungen des Schillertheaters Rente auf alles von Privatabnehmern in Stegliz verbrauchte Gas. verein gemacht und diesen Flugblätter an die Eltern mitgegeben. aus. Die Kunstabende, die in diesem Jahre ausfielen, sollen wieder Falls sich durch Einführung elektrischer oder anderer Beleuchtung die Eine Resolution, in der die sofortige Inangriffnahme eines Schulaufgenommen werden. Der Kassenbestand ist 1266,82 M., der Bahl der Gaslaternen unter den jezigen Stand vermindert, ver- neubaues für Mahlsdorf- Süd gefordert wird, wurde einstimmig Jahresüberschuß 359,49 M. Der Vorsitzende stellt alsdann drei gütet die Gesellschaft für jede nicht mehr benutzte Laterne angenommen. Unter Berschiedenes" wurden die vielen SchereAnträge des Vorstandes mit zur Diskussion: 1. Den Monatsbeitrag 60 Mart pro Jahr. Die Ersparnis für Straßenbeleuchtung, reien, welche Baulustigen bei Genehmigung von Baugesuchen vers auf 90 Pf. zu erhöhen; 2. den Beginn des Geschäftsjahres auf den die der Gemeinde aus dem neuen Vertrage erwächst, wird auf rund ursacht werden, bemängelt. 1. Juli zu verlegen; 3. die nächste ordentliche Generalversammlung 41 000 M2. pro Jahr geschätzt, die Mehreinnahme durch die erhöhte Nach einem kräftigen Schlußwort des Vorsißenden, Genossen auf Juni 1910 festzusehen. Begründend bemerkt er: Das ab- Rente für das Jahr 1909 mit rund 40 000 W. angenommen. Hier- Dertel, ausklingend in die Aufforderung, aus dem Gehörten die gelaufene Jahr erweist einen Ueberschuß von 359,49 M., also 5 Pf. nach würden also unserem Orte vom Jahre 1909 ab jährlich Konsequenzen zu ziehen und bei Wahlen nur den Kandidaten der auf jedes Mitglied. Das Schillertheater verlangt nun aber für den 90 000 m. aus dem Vertrage zufließen. Dafür verzichtet jedoch die Sozialdemokratie die Stimmen zu geben, erfolgte Schluß der gut neuen Abschluß, der ab September d. J. in Kraft treten soll, einen Gemeinde bis zum Jahre 1946 auf die Errichtung einer eigenen besuchten Versammlung. Preisaufschlag, und dieser wird mindestens 10 f. per Platz be- Gasanstalt. Für die Konsumenten von Kochgas bedeutet der tragen. Das bedeutet, wenn wir den Beitrag nicht erhöhen, ein Einheitspreis eine Erhöhung um 231 Proz. Da das Kochgas im ficheres Arbeiten auf Defizit. Die Diskussion fördert in der Jahre 1907 mit 50,55 Broz. an dem Gesamtverbrauch beteiligt war, Hauptsache nur Einwendungen gegen die Erhöhung zutage. Es wird man die Freude der Steglizer Bürgerschaft an dieser„ Reform" wird eingewendet, daß die Generalversammlung zu schwach besucht leicht würdigen fönnen. Auch die Verbilligung des Leuchtgajes fann sei, um eine so einschneidende Frage zu entscheiden, daß der Augen- nicht darüber hinwegtäuschen, daß in Wirklichkeit der gesamte Gasblic wegen des wirtschaftlichen Druckes schlecht gewählt sei, daß der verbrauch um 4,75 Proz. verteuert wird, da der Erhöhung des Vorstand doch erst noch mal versuchen solle, zum alten Preis abzu Preises für Heizgas um 23,50 Proz. nur eine Verbilligung des schließen, man könne die Erhöhung immer noch von einer General Leuchtgafes um 18,75 Proz. gegenübersteht. bersammlung im Herbst verlangen. Der Vorsitzende erwiderte, daß Lichtenberg. man auf diejenigen Mitglieder, die der Generalversammlung fern bleiben, feine Rücksicht zu nehmen brauche und daß es keinen Zweck habe, das Unvermeidliche hinauszuschieben. In der Berliner Freien Wolfsbühne zahlen die Mitglieder jetzt 1,10 M. Rigdorf. " 1 Die Stadtverordneten haben einer Vorlage, des Magistrats Rechnung tragend, die Bedingungen abgeändert, unter denen die neugeschaffene Stelle eines ersten Direktors der städtischen Werke befegt werden soll. Die vom Magistrat geforderte lebenslängliche Anstellung mit den Rechten der für Staatsbeamte gültigen Beſtimmungen wurde zum Beschluß erhoben mit der Einschränkung, daß diese Anstellung erst nach Absolvierung eines Probejahres zu Ober- Schönewveide. Zoffen. Bleibt die hiesige Kommune gegenüber der Arbeitslosigkeit und dem Elend untätig? Die vom hiesigen Wahlverein mit den Gewerk schaften unternommene Arbeitslofenzählung hatte folgendes Ergebnis: Es wurden gezählt 152 Arbeitslose, davon waren 111 Familienväter mit 243 Kindern. Ein großer Teil der Arbeitslosen war bereits feit November vorigen Jahres ohne Arbeit. Der Zoffener Arbeiterschaft war es leider in Ermangelung eines Vertreters nicht möglich, den Herren Stadträten das große Elend vor Augen zu führen. Es wurde daher an den Magistrat eine Betition gerichtet, worin um Bewilligung einer angemessenen Geldsumme zur Linderung der großen Not ersucht wird. Der Magistrat hatte hierauf die bei der Zählung benutzten Hauslisten eingefordert, dieselben wurden auch prompt zugestellt. Seitdem sind bereits vierzehn Tage verstrichen und noch immer ist weder eine Stadtverordnetenjigung einberufen worden, noch sind irgendwelche Maßnahmen zur Linderung der Not getroffen. Weißensee. In der nun folgenden Abstimmung wird der Antrag 1 abgelehnt, doch wird der Vorstand auf Antrag Borchardt durch Beschluß der Versammlung aufgefordert, nötigenfalls vom§ 6 des Statuts Gebrauch zu machen, der ihm das Recht gibt, 10 Pf. 3uschlag zu den Beiträgen zu erheben. Antrag 2 wird angenommen, erfolgen hat. den Antrag 3 zieht der Vorstand zurück, um sich die Möglichkeit Aus vorstehendem mag die Arbeiterschaft ersehen, wie notwendig es offenzuhalten, die jetzt abgelehnte Forderung im Juni einer neuen ist, daß sie Vertreter in die Stadtverordnetenversammlung entsendet. Generalversammlung vorlegen zu können. Gemeindehaushaltsetat. Der Voranschlag für das Rechnungs- Schon jetzt gilt es, auf die im November dieses Jahres stattfindende Die Neuwahlen ergaben folgendes Resultat: Vorstand: jahr 1909 beträgt in Einnahme und Ausgabe 1 695 200 M. Hier Stadtverordnetenwahl die arbeitende Bevölkerung aufmerksam zu Dr. Lindheimer, Bogel( Borsitzende); Busse, Gide( Schriftführer); von find 1483 000 M. laufende und 212 000 2. außerorgentliche machen. Wilt( Kassierer); Dr. Sußmann, Dr. Schifowski, Frau Eide, Ausgaben. Für die laufenden Ausgaben werden gedeckt durch Sachse( Beifiber); Revisoren: Wendt, Frau Hopp, Hopp; Mitglieder Staatsbeiträge, Gebühren und Ueberschüsse der Vorjahre Neu- Zittau( Kreis Beeskow). der Ordnerkommission: Schmidt, Diez, Heger, Wiesner, Krebs, 542 307,50 W., so daß durch Steuern 940 692,50 M. aufzubringen Die deutsche Weltmachtspolitik und die neuen Steuern behandelte Burczikowski. find. Davon entfallen auf die Umsatzsteuer 40 000 M., auf die Genosse Fri 8ubeil am Sonntag in einer gutbefuchten BoltsHundesteuer( 20 M. pro Hund) 5800 M., Bierversammlung. In atemloser Spannung folgten" die Versammelten und Brausteuer 21 000 M., Betriebssteuer 480 M., den trefflichen Ausführungen und zollten dem Redner am Schluſſe In einer imposanten Boltsversammlung referierte am Dienstag Grundwertsteuer 300 000 Mark, Gewerbesteuer großen Beifall. Ein als Sozialistentöter bekannter Herr Kurzhals bei Hoppe Genosse Adolf Hoffmann über Pfarrerbe soldungen 167 812,50 M., Rustbarkeitssteuer 1850 M. und auf suchte während der Nede die Versammlung zu stören. Erst nachdem und der preußische Landtag. Lange vor Beginn der Versammlung die Einkommensteuer bei 125 Broz. Buschlag 403 750 M. der Muheftörer an die frische Luft gefekt worden war, trat die erwaren Saal, Galerien und Nebenräume überfüllt. Immer neue Die erforderlichen Ausgaben verteilen sich auf die einzelnen Etats wünschte Ruhe ein. In der Diskussion zeigte ein vorübergehend Menschenmassen strömten heran, die jedoch wieder umkehren mußten. wie folgt: Allgemeine Verwaltung 206 700 M., Straßen- und bei der preußischen Eisenbahn beschäftigter Arbeiter, wie wenig In einer großzügigen von Humor durchwürzten Rede behandelte Brückenverwaltung 169 900 M., Armen- und Gefundheitspflege die Eisenbahnbehörde auf die politische lleberzeugung ihrer Arbeiter Hoffmann sein Thema. Den neuen Forderungen der Geistlichen, 55 500 M., Feuerlöschwefen 8000 M., Steuerverwaltung( intl. Rücksicht nimmt. deren Einkommen heute schon bis 20 000 m. gehe, stellte Redner die 24 Broz. Kreissteuern im Betrage von 97 000 M.) 106 000 m., für Im weiteren Verlauf der Diskussion wurde auch auf die toma Tatsache gegenüber, daß über die Hälfte des deutschen Bolles mit Boltsschulzwede 352 050 M., Realgymnafium 60 400 m., höhere munalen Verhältnisse des Ortes Bezug genommen. Genosse Schulz einem Einkommen von laum 900 M. fürlieb nehmen müsse. Zum Mädchenfchule 50 100 M., Fortbildungsschule 14.200 M., Gemeinde- forderte zum Schluß zu reger Agitation für Organisation und Schlusse feiner oft von lebhaftem Beifall unterbrochenen Rede friedhof 22 500 M., Sanalisationswerk 90 600 M., Wasserwerk 18 200 M., Bresse auf. forderte der Referent die Versammelten auf, mit der Kirche zu diverse Beiträge und Zuschüsse 25 684,42 W. Hierbei sind auch wieder brechen und sich der Organisation anzuschließen. Der Vorsitzende nicht vergessen die Zuschüsse an die Kirchengemeinden in Höhe von ermahnte noch, mehr als bisher den Vorwärts" zu abonnieren. 4000 m. Die Schuldenverwaltung erfordert zur Verzinsung und Die Erbauung des Säuglingskrankenhauses ist seit längerer Zeit Das Rigdorfer Tageblatt", das den Wahlrechtsraub gut geheißen, Tilgung der Anleihen die respettable Summe von 296 873,58. beschlossene Sache. Es wurde bereits ein Entwurf vorgelegt, nach müsse immer mehr aus den Arbeiterwohnungen verschwinden. Für Verabreichung warmen Frühstücks an arme Schulkinder werden welchem das Krankenhaus 342 000 M. Kosten verursacht. Nachdem Hierauf wurde unter begeisterten Hochrufen die Versammlung ge- 1000 M. gefordert. Die drei Schulärzte erhalten eine Entschädigung auf Stosten der Gemeinde der Hochbaurat, der Vorsitzende und der schlossen. von insgesamt 1800 W. Die außerordentlichen Ausgaben sezen sich leitende Arzt der hiesigen Säuglingsfürsorgestelle mehrere Anstalten zusammen aus 170 100. als zweite Baurate für die Ausstattung im Deutschen Reiche besucht hatten, wurde das Projekt geändert und Darwin- Abend. Der hiesige Bildungsausschuß veranstaltet am ber zum April zu beziehenden 4. Gemeindeschule und 42 100 M. zur lag nunmehr der Gemeindevertreterfizung in der veränderten Form Sonntag, den 28. Februar, abends 6 Uhr, bei Hoppe, Verbesserung der Schmugwafferkanalisation im alten Ortsteile. Die zur Beschlußfaffung vor. Das Projekt verursacht jetzt einen KoſtenHermannstr. 49, einen Darwin- Abend zur Erinnerung an den Gemeinde, welche 1895 als Gutsbezirt aus 626 Einwohnern bestand, aufwand von 420 000 m. und zwar find die Ausgaben folgende: Das 100 jährigen Geburtstag des berühmten Naturforschers. Der Schrift zählt deren jezt 19 000. Hauptgebäude zu 40 Betten kostet 234 000 M., die Einrichtung 74 000 m., steller M. H. Baege hält einen mit zahlreichen interessanten Richtder Jolierpavillon 26 500., der Mustertuhstall 37 000 9., der bildern ausgestatteten Vortrag über: Die Darwinsche Boyhagen- Nummelsburg. Pferdestall 14 500 M., die Leichenhalle 1500 m., Wege und GartenTheorie und ihre modernen Ergänzungen". Nach Die Generalversammlung des Wahlvereins, welche am Dienstag anlagen 10 000 m., Anliegerbeiträge 22 500 m2. Hierzu kommen dem Bortrage gemütliches Beisammensein. Billetts a 15 Bf. pro im Lokale von Schiefer stattfand, beschäftigte sich in erster Linie mit noch der Grund und Boden von etwa drei Morgen zum SelbstPerson sind in den bekannten Zahlstellen, bei den betreffenden dem Entwurf zum neuen Streisstatut. Nachdem derfelbe vom Ge- fostenpreis von zirka 20 000 m. Die Kreisverwaltung hat sich bereit Funktionären und am Sonntag noch im Restaurant Hoppe zu haben. noffen Ulbrich der Versammlung bekanntgegeben worden war, ent- erklärt, die Hälfte der Baukosten zinsfrei vorzuschießen, auch will der In einer Ueberfüllung des Saales vorzubeugen, wird nur die zu- spann sich eine längere Diskussion. Von allen Diskussionsrednern Streis einen Zuichuß zu den Betriebskosten bewilligen. Das lässige Anzahl Eintrittskarten ausgegeben. Die Funktionäre wurde bemängelt, daß den Mitgliedern das Statut nicht gedruckt Krankenhaus soll an der Grenze von Hohen- Schönhausen seinen werden gebeten, nicht verkaufte Billetts für den Darwin- Abend am vorgelegt wurde. Ein endgültiger Beschluß wurde jedoch nicht ge- Blaz finden und von einem zirka 20 Morgen großen Park umgeben Sonnabend in der Spedition abzuliefern. Nicht abgelieferte gelten faßt und die Delegierten beauftragt, in der Kreisgeneralversamm werden, wozu die Mittel bereits im Etat vorgesehen find. Trozdem die lung zu beantragen, den Entwurf den Mitgliedern gedruckt vor Vorlage im vorigen Jahre bereits angenommen wurde, macht sich zulegen. gegenwärtig eine andere Stimmung bemerkbar. Die ungünstige Schöneberg. Den übrigen Bericht vom Kreis erstattete Genosse Berger. Der- Lage sowohl wie auch die zu hohen Kosten machen einigen Herren ,, Unsere politische Lage" lautete das Thema, über das in der selbe schilderte in längeren Ausführungen die Pantower Angelegen das Projekt nicht schmackhaft. Nach langer Diskussion wurde die legten Mitgliederversammlung des Wahlvereins Genosse Moltenheit sowie die Notwendigkeit der Anstellung eines Sekretärs für den Vorlage an die Hochbaukommission zurüdverwiesen; hier soll ein buhr referierte. Die eingehenden Ausführungen, in welchen der Streis Niederbarnim. neues Projekt ausgearbeitet werden, das nicht mehr als 350 000 2. Redner auch der neuen Steuervorlagen gedachte und dabei die vor Nach längerer Diskussion wurde ein Antrag des Genossen Kosten verursacht. Wie die Kommission ein Minus von 70 000 m. allen Opfern sich drückenden Junker gebührend kennzeichnete, wurden Seidlig mit großer Majorität angenommen, wonach sich der Bezirk herausdrechseln soll, war unseren Genossen ein Rätsel, daher stimmten mit reichem Beifall entgegen genommen. Diskussion fand nicht statt. Rummelsburg gegen die Anstellung eines Sekretärs erklärt. Die diese geschlossen gegen den letzten Antrag. Ein Antrag des 9c- Bezirks, für den Vorwärts" das Wochen- Delegierten wurden beauftragt, in diesem Sinne zu stimmen, wenn abonnement einzuführen, wurde abgelehnt. dieselben in der Kreisversammlung durch weiteres Material nicht Ueber einen Antrag des 9c- Bezirks, welcher den Vorstand anderer Meinung werden. Beauftragt, beim Parteivorstand anzufragen: 1. Aus welchen Gründen wurde das Urteil in der Ausschlußfache Niederbarnim- Bankower Wahlvereinsvorstand nicht veröffentlicht? 2. Aus welchen Gründen wurde der Genosse Freiwaldt noch nicht aus der Partei aus gefchloffen? ging die Versammlung zur Tagesordnung über. als verkauft. H " Unter Vereinsangelegenheiten wies der Vorsitzende noch auf den am 20. März stattfindenden Maskenball, auf das am ersten Osters feiertag in der Schloßbrauerei stattfindende Vergnügen und auf die Anfangs März stattfindende Flugblattverbreitung hin und erfuchte um rege Beteiligung an den Veranstaltungen. Als Delegierte zur Generalversammlung für Groß- Berlin wurden die Genossinnen Hartung und Leinert, sowie die Genoffen Schulz, Heim, Bohm, Knuth, Baars, Reiche, Jakob, Falt, Schneckenhaus und Zierdt gewählt. Amtlicher Marktbericht der städtischen Markthallen Direktion über Marktlage: Fleisch: Als Delegierte für den Kreis resp. Groß- Berlin wurden hierauf den Großhandel in den Zentral- Marttballen. die Genossen Adolf Schmidt, Peters, Vetter, Wilh. Schulze, Martin, Sufuhr start, Geschäft etwas reger, Breiſe unverändert. Wild: Zufuhr Georg Schulze, Steinicke, Dewineur, Alfr. John, Wiske und Fräu- ziemlich rege, Breise befriedigend. Fische: Bufuhr genügend, Geschäft fnapp, Geschäft schleppend, Breite feft. Geflügel: Bufuhr fnapp, Geschäft lein Schulz gewählt. Als Erfagleute gelten die Genossen Dahlen- matt, Preise befriedigend. Butter und Käse: Geschäft ruhig, burg, Rhode und Destreich. Breife unverändert. Gemüse, Dbf und Südfrüchte: Zufuhr genügend, Geschäft sehr still, Blumenkohl schwer verläuflich, Preise wenig Zum Schluß wurde das Mitglied Bigarrenhändler M. Zintel wegen Streitbruchs aus dem Verein ausgeschlossen. wegen Streifbruchs aus dem Verein ausgeschlossen. Die Adresse des Obmanns der Zeitungskommission ist Wilh. Großkopf, Gärtnerstraße 25 III. Dorthin find etwaige Be schwerden über verspätete Zustellung des Vorwärts" anzubringen. Mahlsdorf a. d. Ostbahn. 12 berändert. Witterungsübericht vom 25 Februar 1909. mornens 8 IIhr. Stationen Barometer stand mm richtung WindWindstärke Better 2 halb bd. 772 D Franfi.a M 768 ND 3 heiter 3 heiter Zemp. n. T. 6°. 4° R Stationen Barometer fland mm Wind Sunsp Windstärke Wetter boro Temp. n. c. 1 bedeckt-6 2 moltig 2 bedeut 5 2 balb bd.-8 paparanda 774 3 -5 Betersburg -6 Sellp 771 RO -6 berbeen 777 50 8 Schnee-11 Barts 767 NND 2 Schnee-2 770 D 1 Nebel-7 Wetterprognose für Freitag, den 26 Februar 1909. Veränderliches, vorwiegend tribes Froilivetter mit Schucefällen und ziemlich scharfen nordöstlichen Winden. Berliner Betterbureau. Wafferstands- Nachrichten der Landesanstalt für Bewässerfunde, mitgeteilt bom Berfiner Wetterbureau. Die Wirtschaftskrise und ihre Folgen lautete das Thema, das Ungültige Gebührenordnung. Die Zwölfapostelkirche war in Genosse Stäming in einer Boltsversammlung im Lotal Heide Das trug" behandelte. An den mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Smmembe 773D Schöneberg zur Kanalisationsgebühr herangezogen worden. Oberberwaltungsgericht erkannte nach dem Antrage der Kirchen- Vortrag schloß sich eine kurze Diskussion, in der auch die anwesenden pamburg 773 DND Berlin gemeinde auf Freistellung, indem es die Gebührenordnung für un- Vertreter bürgerlicher Richtung ihre Uebereinstimmung mit dem gültig erachtete. Diese sieht vor, daß die Veranlagung zur Kanal. Referenten aussprachen. Zum zweiten Punkt der Tagesordnung: and Münden 767 S0 nutzungsgebühr nach dem gemeinen Wert der Grundstücke erfolgt. Die Schulverhältnisse in Mahlsdorf- Süd" führte Gemeindever- en Das ist hier nach Ansicht des Gerichts ein absolut unanwendbarer treter Genosse Schmidt aus, daß Zustände, wie sie hier jetzt be. Maßstab und erscheint deshalb willkürlich. Der gemeine Wert eines stehen, begünstigt werden durch die Bestimmung im neuen SchulGrundstückes und die Stärke der Benutzung der Kanalisation ließen seseb, wonach Gemeinden mit 7 und mehr Lehrkräften teine staat fich in keine Beziehung zueinander bringen. Natürlich lasse sich nur lichen Zuschüsse erhalten, und daß durch die Subventionierung ein Maßstab finden, der mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit dem höherer Lehranstalten es den befißenden Klassen ermöglicht wird, Maß der Benutzung der Kanalisation nahekomme. Solche Maßstäbe ihre Kinder vom Besuch der Boitsschule fernzuhalten. Es wäre beständen z. B. in der Größe einer Wohnung, in der Zahl der Pflicht des Schulvorstandes gewesen, sich längst mit der Kalamität Wohnungen usw. in Mahlsdorf- Süd zu befassen. Daß die Kinder eine Stunde Weg in Wind und Wetter zurückzulegen haben, um zur Schule zu geWannsee. langen, oder daß durch das Fahrgeld der Etat eines Familienbaters von 2-3 Kindern erheblich belastet wird, sei ein unhalt barer Zustand. Wie verlautet, beschäftige sich der Schulvorstand mit der Frage eines Schulanbaues an die alte Schule in Mahls- Memel, Tilfit dorf- Nord, welcher 137 000 m. erfordern soll. Es wäre doch nach Bregel, niterburg Lage der Sache richtiger, dieses Geld zum Bau einer neuen Schule Weichiel, Thorn in Mahlsdorf- Süd zu verwenden. Da es der erwerbstätigen Be- der. Ratibor tölkerung unmöglich gemacht wird, in die Schulvorstände Vertreter zu entfenden, weil diese von der Regierung nicht bestätigt werden, bleibt ihr nichts weiter übrig, als nach dem Rezept der Agrarier zu schreien, bis es der Regierung in den Ohren gellt und sie sich ben berechtigten Forderungen nicht mehr verschließen kann. In der Diskussion, die sich im Sinne des Referenten bewegte, Einheitspreis für Leuchts und Heizgas. In geheimer Sigung hat unsere Gemeindevertretung einem neuen Bertrag mit der wurde dem Vorsitzenden des Schulvorstandes, dem Herrn GeEnglischen Gasgesellschaft die Zustimmung erteilt, der in seinen meindevorsteher, Ausnutzung der ihm durch die Landgemeindewichtigsten Bunften folgendes festießt: An Stelle des bisherigen ordnung gegebenen Amtsbefugnisse vorgeworfen. Ein bürgerliches Breises von 10 Bf. für Koch- und Heizgas und von 15.2 f. für Mitglied des Schulvorstandes verwahrte sich gegen den Vorwurf, 19 teilweise eisfrei. fchwaches Treibeia Gistreiben Ein tödlicher Unglüdsfall ereignete sich gestern nachmittag 15 Uhr in dem Neubau Königstraße 22. Dort stieg der gleichfalls in der Königstraße wohnhafte Töpfermeister. Schuhmacher in dem für eine Tischlerei hergerichteten Fabrikraum auf einen auf zwei Meter hohen Sodeln ruhenden Balten. Hierbei verlor er das Gleichgewicht und stürzte herab; auch der Balten fiel herunter und fam auf den Verunglüdten zu liegen. Sch. hatte durch die Wucht des Ballens so starte Berlegungen davongetragen, daß er nach etwa zehn Minuten berstarb. Steglit. Basserstand Kroisen Wasserstand Saale, Grochlik Havel, Spandau) Rathenow³) am feit am feit 24. 2. 23. 2. 24. 2. 23. 2. cm cm ¹) 180) cm cm) 100-8 -93) 72 2 703) 118 84 1558) 223)-13 58 693) 58) -46 1705) Spree. Spremberg') 94 Beeskow 99°) Befer. Münden -65 Minden 24 Rhein, Marimiliansau 290 -12 Kanb 99 Stöln 97 Nedar, Heilbronn 48 Main, Wertheim Mojel, Trier 188 Frankfurt Barthe, Schrimm Landsberg nese, Bordamm Elbe, Reitmerig Dresden Barby 1125)-8 Magdeburg 102-6 1)+ bedeutet. Wuchs, Fall. ) Unterpegel. ! Eisstand. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung. Theater. Freitag, 26. Februar Anfang 7, Uhr. Königl. Opernhaus. Mignon. Königl. Schauspielhaus. Der Schlagbaum Urania. Wissenschaftliches Theater. Taubenstraße 48/49. Abends 8 Uhr: Von Abbazia bis Korfu. Hörsaal 8 Uhr: Konstr.- Ingenieur Keßner: Die Stahlwerksindustrie. Gastspiel- Theater Köpenicker Straße 68. 82 Uhr: Gastspiel: Deutliches. Revolution im Strüß- Tanzabend Villany. mintel. Rammerspiele. Der Arzt am Scheideweg.( Anf. 8 Uhr.) Neues Schauspielhaus. Fauft. 1. Zeil. Anfang 8 Uhr. Seffing. John Gabriel Borkian. Berliner. Einer von unsere Lent'. Thalia. Wo wohnt sie denn? Komische Oper. Baza. Neues. Die fremde Frau. Kleines. Moral. Hebbel. Revolutionshochzeit. Lustspielhaus. Seine fleine Freundin. Resibenz. Kümmere dich um Amelie. Schiller 0. Wadner bruter.) Der Graf von Charolais. Scher Charlottenburg. Boltsfeind. Ein Friedrich Wilhelmstädt. Schaus Der Pfarrer von spielhaus. Kirchfeld. Westen. Der tapfere Soldat. Lutjen. Die goldene Lebenslüge. Trianon. Der Sathr. Neues Operetten. Die Dollar prinzeffin. Berliner Operetten- Theater SW. Das Himmelbett.( Anf. 8, Uhr.) Bernhard Rose. Wohltäter der Menschheit. Gastspiel: Theater. Der Hüttenbefizer.( Anf. 8 Uhr.) Bürgerl. Schauspielhaus. Uriel Acosta.( Anf. 8 Uhr.) Gebrüder Herrnfeld. Die beiden Bindelbands. Apollo. Onkel Cafimir. Spezialitäten. Metropol. Donnerwetter Io3. Wintergarten. Spezialitäten. Luisen- Theater. Abends 8 Uhr: Die goldene Lebensläge. Sonnabend nachm. 4 Uhr Kinderborstellung: Mag u. Moris. Abends 8 Uhr: Das Mädchen auf Jerwegen. Sonntag nachmittags 3 Uhr: Das Mädchen auf Jrrwegen. 8 Uhr: Die goldene Lebenslüge. Montag: Der Störenfried und: Die Dienstboten. Rixdorfer Theater Bergstraße 147. Sonntag, den 28. Februar 1909: 2. Gastspiel des Berl. Operetten- Enf.: Der Zigennerbaron. Operette in 3 Alten v. Joh. Strauß. Anfang 7 Uhr. Metropol- Theater Täglich 8 Uhr: Donnerwetter- tadellos! Revue in 10 Bildern v. Jul. Freund. Musik von Paul Lincke. Regie Direktor Schultz. Bender Massary Perry Holden Giampietro tadel Pfann Carl Haverland. Spezialitäten. Waage. Spezialitäten. Reichsballen. Stettiner Sänger. Walhalla. Spezialitäten. Kettner Thielscher. apollo Theater Folies Caprice, in biger Hedi Herdina mann.( Anf. 8% Uhr.) Kafino. Rußland. Spezialitäten. Gustav Behrens. Gastspiel d. Mr. Latouré. Spezialitäten. Anfang 8 Uhr. Parodie. Siegel siegelt alles. Alles fürs Stind. Dder: Die Folgen eines Rendezvous.( Anf. 8 Uhr.) Urania. Taubenstraße 48/49. Abends 8 Uhr: Bon Abbazia bis Korfu. Hörsaal 8 Uhr: Ronstr.- Ingenieur Regner: Die Stahlwerksindustrie. Sternwarte, Invalident. 57/62. Lessing- Theater. Freitag 8 Uhr Jbsenzyllus, zwölfte Borstellung: John Gabriel Borkman. Sonnabend 8 Uhr: Der König. Berliner Theater. Heute 8 Uhr: Einer von unsere Lent. Morgen: Einer von unsere Lout. Neues Theater. Anfang 8 Uhr. Die fremde Frau. ( La femme X...) Morgen und folgende Lage: Die remde Frau. Theater des Westens. Allabendlich 8 Ubr: Der tapfere Soldat. Friedrich- Wilhelmstädtisches Schauspielhaus. Freitag, den 26. Februar, Anf. 8 Uhr. Der Pfarrer von Kirchfeld. Sonnabend: Husarenfieber. Sonntag nachm. 3 Uhr: Madame Sans Gêne. Abends: Husarenfieber. Hebbel- Theater Königgräger Str. 57/58. Anf. 8 Uhr. Revolutionshochzeit. Nenes Operetten- Theater. Schiffbauerdamm 25, a. b. Luifenity Abends 8 Uhr: d. Die Dollarprinzessin. Operette in 3 Aften von Leo Fall. Lustspielhaus. Abends 8 Uhr: Seine kleine Freundin. Residenz- Theater, - Direttion: Richard Alexander. Abends 8 Uhr: Kümmere Dich um Amelie." Schwank in drei Aften( vier Bildern) bon Georges Feydeau. Morgen und folgende Tage: Dies Jelbe Borstellung. Sonntag, 28. d. Ms., nachm. 3Uhr: Der Floh im Ohr. 8¼ 0 n k e 1 Gobert Belling Maria Vinent Lloyd 311 i 10%: Nosenmontag in Köln 1909 WING I BARTEN Letzte Vorstellungen! Saharet Gertrude Barrison Simon u. Gardner in ihrer amerikanisch. Burleske: Der neue Kutscher und das drollige Faschings- Programm. Passage-Theater. Letzte Woche! Madame Hanako mit ihrem Ensemble. Robert Koppe! und das glänzende Februar Variétés Programm! Passage- Panoptikum. Neu! 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Sonntag nach m. 3 Uhr: Ein Volksfeind. Sonntag abends 8 Ubr: Das Erbe. Schiller Theater Charlottenburg. Freitag, abends 8 Ubc: Ein Volksfeind. Schauspiel in 5 Aufz. von H. Jbsen. Deutsch von B. Lange. Sonnabend, abends 8 Uhr: Rechts herum. Sonntag, na mm. 38 Uhr: Julius Casar. Sonntag, abends 8 Uhr: Rechts herum. Geffentliche politische Versammlungen. Dritter Wahlkreis. Sonntag, den 28. Februar 1909, abends 6½ Uhr, im großen Saale der Arminhallen, Kommandantenstr. 58/59: Verein für frauen u. Mädchen Oeffentliche der Arbeiterklasse. Sonntag, den 28. Februar 1909, in Freyers Festsälen, Koppenstraße 29: Zehntes Stiftungsfest.= I. TEIL. PROGRAMM: II. TEIL. 1. Ouvert. zu Corislan Beethoven 6. Brautlied aus ,, Lohengrin" 2. ,, Zigeunerleben".. Schumann ( Volkschor) 3. Arie aus Die Schöpfung" ( Frau Marck) 4. Loreleyfinale. ( Solo u. Chor) 5. Festrede. Haydn Mendels sohn ( Volkschor) Wagner 7. Arie a. ,, Der Freischütz" Weber ( Frau Marck) 8. Serenade D- dur..... Mozart 9. Mirjams Siegesgesang ( Solo u. Chor) Schubert- Mottl Dirigent des Orchesters und Volkschors Dr. E. Zander. Nach dem BALL und Aufführung der Damen- Abteilung des Turnvereins ,, Fichte". Konzert Tanz 30 Pf. Eintritt für Kinder verboten. Billetts a 50 Pf. bei Horsch, Engelufer 15; Guhn, Zorndorfer Straße 39; Klotsch, Fichtestr. 1; Kulicke, Prinzenstr. 102; Petereit, Naunynstr. 5; Zucht, Immanuelkirchstr. 12; Zachau, Lortzingstr. 38; Jordan, Lübecker Str. 43, und an der Abendkasse. Eröffnung 6 Uhr. Tischler- Verein Beginn 7 Uhr. E. H. No. 89. 55/5 Versammlung. Zagesordnung: Volkserziehung und Sozialdemokratie. Referent: Reichstagsabgeordneter Genoffe Eichhorn. Nach der Versammlung: Geselliges Beisammensein. Eintritt inklusive Garderobe 20 Pf. Tanz frei. Bu recht zahlreichem Besuch ladet ein 213/ 5* Der Einberufer. Aug. Pohl, Naunynstr. 30. Walhalla Casino Theater Variete Theater Weinbergsweg 19-20, Rosenth. Tor. Sonnabend, 27. Februar: „ Eine Knarr- Nacht" auf dem Weinbergsweg. Königstadt- Kasino. Holzmarktstr. 72. Tägl.: Spezialitäten Vorstellung mit Franz Sobanski 37. Täglich 8 Uhr. Sensationell! Bußland. Aktuell! Rußlan d. Sonntag 4 Uhr: Mutter Gräbert. August Sauers Bierquelle Levetzowstr. 21,( Ede Jagowstr.) Telephon: Amt Moabit 1042. Heute Sonnabend, 27. Februar, im Konzerthaus„ Sanssouci" Giſella Lorma, Geſchio. Goldader, Freitag: Großes Schlachtefeft! Kottbuser Straße 6: Gr. Wiener Maskenball. Ueberraschungen. Humoristische Vorträge. Anfaang 8 Uhr. Zahlreichen Besuch erwartet 198/8 Billetts 50 Pf. Der Vorstand. Brauerei Friedrichshain. Heute: Vorletzter Tag! Schorsch Ehrengruber mit seiner Truppe( 60 Personen). Heute Freitag: Elitetag! Sensat. Gratisverlosung v. 400 Gegenständen. Jedes vierte Los gewinnt! Jeder Besucher erhält ein Los gratis. Anfang 8 Uhr. Entree 20 Pf. Zirkus Schumann Heute Freitag, abends 7%, Uhr: Komische Vorstellung. Nur noch einige Tage: Tiberio der Münzenbrecher. Heben eines Elefanten. Schims Radfahr banje Peat, er. Dutton Company!! Um 9%, Uhr: Der Schlager der Saison! Golo, der Seeräuber. Sonntag: Jn beiden Bor stellungen ungekürzt Golo, Paet, Tiberio. Brunnen- Theater Badstraße 58. Direktion: Willi Voigt. Freitag, den 26. Februar 1909: Die zwei Waisen. Schauspiel in 7 Bildern von G. Scherenberg. Kaffeneröffnung 7 Uhr. Anf. 8, Uhr. EIN NEVER DREIBUND XIV. Saison! Zirkus Busch. Heute Freitag, abends 7, Uhr: Komischer Galaabend. Um 9 Uhr der weltber. Original Konsul Peter! Ferner: Die Vievilles! Mdm. Olympia Desvall! Tackas? Herr Burchardt- Foottit, Schulreiter. Herr Ernst Schumann, Neudreffuren. Gigericlown Alfr. Daniels. Clown Revely. Zwerg clown Francois und Magrini. Um 9½ Uhr: Auswanderer! W. Noacks Theater Direftion: Rob. Dill, Brunenitr. 16. Täglich jubelnder Beifall! Einer von unsere Lent'. Boffe mit Gelang in 4 Aften. Ansang 8 Uhr. Entree 30 Pf. Sonnabend: Spreeathener. Ber liner Lokalstück mit Gesang. Bürgerliches Schauspielhaus Kastanien- Allee 7-9. Zum erstenmal: Uriel Acosta. Trauerspiel in 5 Atten von Gutkow. Anfang 8 Uhr. Sonntag nachm.: Hamlet. Abenos: Der Salontiroler. Stadt- Theater Moabit. Größter und vornehmster Theatersaal Moabits. Alt- Moabit 48.( Tel. II 2492.) Sonntag, den 28. Februar: Die Haubenlerche. Schausp. in 4 Atten v. E. v. Wildenbruch. Anf. d. Vorst. 7, Rassenöffnung 6 Uhr. Stonzert 6 Uhr. Nach der Vorstellung: Tanz. Borverkauf von 10-1 Uhr mittags im Theater- Restaurant. Montag, den 1. März: Soiree der Quirigen Sänger. The Gouthsmitts, Eli u. Max Bach, May Wilberg, Mar Ree. Der Talmi- Graf. Posse in 1 ft von F. Sobanski. Folies Caprice 8um 78. Male: Ein lediger Ehemann. Anfang 8, Uhr. Berliner Eis Palast Ständige Eisbahn. Eisbahn. Bis nachts 12 Uhr geöffnet. Konzert und Kunstlaufen. Von 1 bis 4 Uhr geschlossen. erhäl Frühstückstisch, Wellfleischessen. Bon 5 Uhr abends ab: Frische Blut- und Leberwurst. Wir haben eine Reihe Bände bon Reclams Unterhaltungs- Bibliothek für Reise und Haus am Lager, die wir zu herabgefektem Breife veräußern. 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Hauptburean: Hoj I. At 3, 1239. Charitéstraße 3. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes Albert Zwirner fage ich allen Genossen, Kollegen Freunden und Bekannten meinen 1174b Witwe Zwirner nebst Kindern. Hof III. Amt 3, 1987. berzlichsten Dank. Anfang Theater. Kreis- Generalversammlung Sonntag, 28. Februar 1909, vormittags 10 Uhr: 57 Kommandantenstr. 57. Die beiden Bindelbands Borher: Februar- Spezialitäten. Sonnabend, den 27. d. M.: Jubiläums- Fest- Vorstellung auläßlich d. 150. Aufführung von Die beiden Bindelbands. Einmalige Aufführung der " Original- Klabrias- Partic." Hierzu die Februar- Spezialitäten. Billetts heute schon erhält lich an der Theatertaffe Wertheim, Jnvalidenbank. Parodie- Theater. Dresdener Straße 97. lnf. 8, Uhr. Siegel siegelt alles! oder: Der Backfisch in Nöten. Vorher: Alles für's Kind! oder: Die Folgen eines Rendezvous. Preise d. Sitzpläge: 20, 40, 75 Bf., 1 M. Reichshallen- Theater Stettiner Sänger. Zum Schluß: Der Kompagnieball. Militärische Sumoreste bon Meysel. Anfang tochentags 8 Uhr, Sonnt. 71. Theater Variété Brillant ( City- Passage) Dresdener Str. 52/3 Annenst. 42/3 Täglich: Auftreten von nur erftflaffigen Spezialitäten bei gänz lich freiem Entree, auch Sonn tags. Sonnabend und Sonntag nach der Vorft.: Gr. Freitanz. Kinematograph. Kottbuser Sanssouci, Straße 6. Direktion Wilhelm Reimer. Jeden Sonntag, Montag, Donnerstag: Hoffmanns Norddeutsch Sänger 1. Tanzkränzchen. Einakter, Ensembleszenen. Aktuelle Vorträge in Wort und Lied usw. Beg. Sonnt. 5, wochent. 811 Teue Welt Hasenheide 108-114. Im Riesen- Festsaal: ,, Das" Bockbierfest. Größter und amüsantester Bocktrubel Berlins. Original- Alpen- Dekoration. Rutschbahn Wasserfall 30 bayerische Madl. Baron Muckl. Max vom Heede. Anfang 7 Uhr, Sonnt. 4 Uhr. Entree 30 Pf. Sonnt. 50 Pf. Gustav BehrensTheater. Goltzstr. 9. Gastspiel des Mr. Latouré mit seinem : weltberühmten Zwergtheater: und die übrigen erstklassigen Spezialitäten. Anfang 84 Uhr, Sonntags 6 Uhr. BlüthnerB.O. Saal. Blüthner- Orchester. Sonntag, 28. Februar, 7, Uhr: Populäres Konzert. Dirigent: Ferdinand Neisser. Solist.: Frl. L. Rally( Gesang). A. d. Progr.: Nicolai; Ouv. Die lustig. Weib. v. Windsor". Liszt: Rapsodie N. 6, M. Bruch: Ave María f. Sopran a. d. Orat. RubinDas Feuerkreuz". stein: Valse caprice. Karten a 1.50, 1.-, 0.75 b. Bote & Bock, Wertheim usw., Orchesterbureau Lützowstr. 76, Tages- und Abendkasse am Konzerttage. 288/ 4* Donnerstag, 4. März, 8 Uhr XIX. Sinfonie- Konzert. Grünau! Sonntag, den 7. März 1909: großes Schlachtefeft berbunden mit musikalischer interhaltung. Hierzu ladet alle Freunde und Bekannte bestens ein 2582* Gustav Lindenhayn, Friedrichstr. 2, Telephon 17. in Staaken im Lokale von Gnädig. Tages Ordnung: 1 Bericht des Vorstandes. 2. Agitation, Organisation. Referent Genosse Schubert- Spandau. 3. Diskussion. 4. Anträge. 5. Verschiedenes. Hierzu ladet ein Der Vorstand. 281/19 J. A.: Ang. Paris, Velten, Luisenstr. 17. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Heute Freitag, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engelufer 15: Mitglieder- Versammlung für die Branche der Eisen-, Metall- und Revolverdreher in den Musiker- Festsälen, Kaiser- Wilhelm- Straße Nr. 18m. Zages Drdnung: 1. Branchenangelegenheiten. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Sonntag, 28. Februar 1909, vormittags 10 Uhr: Sitzung der Ortsverwaltung. Allgemeine Versammlung Einsetzer! Sonntag, den 28. Februar 1909, vormittags 10 Uhr, Bezirksversammlungen Tages Ordnung: Berichterstattung von der Generalversammlung. Bezirkslokale: I. Merkowski, Andreasstr. 28. II. Schäde, Kopenhagener Str.74 Bredowftr. 11. statt. 79/19 Bezirksleiter: Perfölz, Balisadenstr. 13. Richert, Rheinsberger Str. 33. Dietrich, Jagowstr. 18. der Rohrleger und Helfer Berlins und Umgegend im Gewerkschaftshaus, Engelufer Nr. 15, Saal 4. Tages Drdnung: " 1. Vortrag: Die Bildungsstätten in Preußen." Referent Stadtverordneter Genosse Schubert. 2. Diskussion. 3. Branchenangelegenheiten. 112/6 Sonntag, 28. Februar 1909, vormittags 10 Uhr: Danksagung. Für die am Grabe meiner lieben Frau und unserer guten Mutter Anna Schmidt uns erwiesene Teilnahme sagen wir allen Erschienenen, besonders dem Gesangverein der Puter, unseren innigsten Dant. 11736 Gustav Schmidt nebst Kindern. Danksagung. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten sowie den Kolonisten der Kolonie Neu- Zillerthal für die innige Teilnahme und reichen Kranzspenden bei der Beerdigung meiner lieben Frau sagen wir unseren innigsten Dank. Wilhelm Fest nebst Kindern. Allg. Kranken- u. Sterbekaffe der Metallarbeiter. Filiale Rixdorf. Versammlung am Sonntag, den 28. Februar, bor mittags 10 Uhr, Bergstraße 151, bei Thiel. Zagesordnung: IV. Prell, Roſenſtr. 24, Rigdorf. Föhst, Mizdorf, Briz- Bandiery. Branchen- Versammlung Bilmersdorf, Ningbahn. aller in der Metall- und Eisenindustrie beschäftigten ung- Aufstellung der Standidaten. V. Wiemer, Bülowstr. 55. VI. Mix, Stalizer Str. 59. VII. Volkshaus, Rosinenstr. 3. Charlottenburg. VIII. Melzer, Wiesenstr. 29. Straße 37. Kieper, straße 20. Neumann, Stralauer Allee 23b. Nölte, Charlottenburg, Helmholzstraße 27. Stoß, Gerichtstr. 28. Obleute: Gottlieb Franz, Markgrafendamm 30. Paul Tomalske, Schlesische Str. 31. Mitglieder des Arbeiter- Radfahrerbundes„ Solidarität von Groß- Berlin. Maschinenarbeiter und Arbeiterinnen im Gewerkschaftshaus, Engelufer Nr. 15, Saal 1. Tages- Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Branchenangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert! Sonntag, 28. Februar 1909, vormittags 10 Uhr: Branchen- Versammlung der Schmiede in Willes Festfälen( früher Milbrodt), Müllerstraße Nr. 7. Zages- Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Wüde über:" OrganisationsHeute Freitag, den 26. Februar, abends 8%, Uhr: bestrebungen der Arbeiter". 2. Verbands- und BranchenVersammlung bei Anton Boeker, Weberstr. 17. Tages Drdnung: 1. Vortrag Landtagsabgeordneten Gen. Emil Hartmann aus Rudolstadt( Obmann der Neichskommission): Unser Fahrradhaus 2. Diskussion. Frisch auf!" Der wichtigen Tages- Ordnung wegen ist zahlreiches Erscheinen der Bundesgenossen erwünscht. J. A.: Der Vorstand. 10/2 Gefunde, Nervöfe, Herz., Magen, Nierenleidende und Alle, die Ihr aufregende Ge tränke wie Kaffee, chinefifchen Tee etc. meiden follt, kauft schnell in der nächsten Apotheke oder Drogerie Pa Sieber's Aepfeltee! Pakete zu 30 Pfg., 50 Pfg, und 1 Mark überall erhältlich. Generalvertr.: Dr. Wasserzug, Frankfurt a. M. Alleinverkauf f. Berlin u. Vororte: Joh. Zschernack, Berlin N.( Tel. III, 7356.) angelegenheiten. 3. Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch obiger Versammlungen ersucht Die Ortsverwaltung. Bäckerei- Genossenschaft, Berlin. ( Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht.) Sonntag, den 7. März 1909, nachmittags 1 Uhr. Ordentliche Generalversammlung. bei Krone, Liegniger Straße 18: Tages Ordnung: Die diesjährige Generalversamme Verschiedenes. 112/7 Die Ortsverwaltung. Steinarbeiter! Bis zur Stunde ohne Nachricht über die Abfichten der Unternehmer, empfehlen wir den Kollegen, den bis zum 1. März gültigen Tarif solange als fortbestehend zu betrachten, bis andere Bereinbarungen zwischen den beiden Körperschaften, Innung und Unternehmerverband einerseits, Gesellenausschuß und Steinarbeiter berband andererseits, getroffen find. Sonderabmachungen einzelner Unternehmer und Kollegen find unzulässig. gierungen und andere Differenzen Etwaige Tarifverstöße, Lohnredu find dem Unterzeichneten sofort mit zuteilen. 171/ 5* Die Ortsverwaltung. J. A.: Ernst Winckler, N. 58, Gleimstr. 45. Berliner ArbeiterRadfahrer- Verein" Mitglied des Arbeiter Radfahrer- Bundes Solidarität". Tour 1. Geschäftsbericht des Vorstandes und Aufsichtsrates und Genehmigung der Bilanz. 2. Berlesung des Berichts des Verbandsrevisors. 3. Neuwahlen für die ausscheidenden Vorstands und Aufsichtsratsmitglieder. 4. Ber- am Sonntag, den 28. Februar: schiedenes. 103/19 Der Vorstand. Georg Geisler. Ludwig Ertl. Vereinstour nach Plögensee ( Deutscher Kaiser"). Start 2 Uhr bekannte Stellen. 10/3 Verband der Sattler. Dr. Simmel, P. 1. Die nächsten Ortsverwaltung Berlin. Branchen- Versammlungen finden an nachfolgenden Tagen statt: Geschirrbranche: Mittwoch, den 3. März 1909. Treibriemenbranche: Donnerstag, den 4. März 1909. Taschen, Koffer- und Galanteriebranche: Donnerstag, den 4. März 1909. Militärbranche: Sonnabend, den 27. Februar 1909. Linoleumleger und Teppichnäher: Donnerstag, 4. März. Wagenbranche: Donnerstag, den 4. Diärz 1909. Eisenmöbel- u. Lederstuhlpolsterer: Donnerstag, 4. März. Sektion Charlottenburg: Montag, den 1. März 1909. Die Kollegen werden ersucht, diese Branchenversammlungen vollzählig zu besuchen. [ 156/12] Die Ortsverwaltung. Peek& Cloppenburg Prinzenstr. Spezialarzt für Haut- und Harnleiden. 10-2.5-7. Sonntags 10-12, 2-4. Esst Honig! Gar. reiner Bienenhonig br. 10 Pfund- Postdose frko. nach jeder Poststat. Mk. 6,50 5 Pfunddose franko. 4, Versand- Gesellschaft Magdeburg 90 Postf. 164. Berlin C. Gertraudtenstr. 25,26,27 Spezialgeschäft für moderne Herren- und Knaben- Bekleidung Konfirmanden- Anzüge Brustweite in cm 76-80 82-86 M. M. Form 3 13.50 14.50 Form 3 20.50 KatalogNr. 2752 Schwarz Cheviot. 2753 Schwarz Kammgarn. Form 3 16.17.50 2754 Gerippt schwarz Kammgarn 22.50 2755 Schwarz Cheviot, sehr solide Qualität. Form 3 22.50 24.50 2757 Schwarz Cheviot, sehr haltbare Ware Form 4 24.50 27.50 2759 Schwarz Diagonal- Kammgarn- Cheviot. Form 3 24.50 27.50 2760 Reinwollener Diagonal- Cheviot, 1- oder 2- reihig 27.30.2761 Schwarz Tuch- Kammgarn Form 3 27.30.2762 Tuch- Kammgarn, elegant. Form 4 31.34. 2763 Schwarz Cheviot, vorzügliche Qualität. Form 3 32.36.2764 2765 Smoking- Anzug aus schwarz Tuch- Kammg., m. seid. Schal Diagonal- Kammgarn- Cheviot, la Qualität. Form 1 Form 3 32.36.34.37.50 9 2766 2767 2768 2769 Schwarz Cheviot, Sakko, 2- reihig, elegant verarbeitet Schwarz Tuch- Kammgarn, feine Qualität. Reinwollener, solider Cheviot, la Qualität Smoking- Anzug aus feinem Melton- Cheviot, m.seid.Revers 35.39.· Form 4 Form 5 Form 2 35.39.44. 48.44.48. Verantwortlicher Nedakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.; Th. Glode, Berlin. Druck u. Verlag: VorwärtsBuchdruckerei u. Verlagsanstalt Baul Sinaer& Co.. Berlin SW. Nr. 48. 26. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 26. februar 1909. Aus Induftrie und Handel. Die Lage am Eisenmarkt. Den Hoffnung auf günstigere Gestaltung der Lage am Eisenmarkt auslösenden Stimmungsberichten der letzten Zeit, die besonders oe die Ausweise über die Produktion der Hochöfen und den Versand des Stahlverbandes anknüpften, find nun wieder sehr pessimistisch Taniende Marktberichte gefolgt. So schreibt die Rh. Weftf. 3tg." in ihrem Monatsbericht über den Eisenmarkt: Troz des billigen Geldstandes hat sich die Marktlage feit Beginn des Jahres nicht ge bessert, sondern in lezter Zeit noch verschlechtert. Die Verkaufstätigkeit ist auf ein Minimum zusammengeschrumpft, und die Preise haben infolgedessen wieder stellenweise nachgegeben. Für die Werke ist es besonders unangenehm, daß die Abnahme der Ende vorigen Jahres gekauften Mengen sich nur schleppend vollzieht und daß man genötigt ist, zu Zwangsmaßregeln zu greifen. Manche Händler haben fich seinerzeit durch die äußerst niedrigeren Preise zu großen Abschlüssen hinreißen lassen, die sie nun nicht rechtzeitig abnehmen fönnen, da es ihnen selbst an Spezifikationen gebricht. Der Bedarf ist eben nicht in der entsprechenden Weise gewachsen. Diese starken Zwischenhandläufe im Handel erweisen sich für die Weiterentwickelung als sehr mißlich und drücken das Preisniveau. Bielleicht noch trostlofer sieht es am amerikanischen Eisenmarkt aus. Es liegen aus New York folgende Nachrichten vor: Der Stahltrust notiert geformten Stahl und Stahlplatten mit 1,30 Dollar per 100 Bfd.; für Stahlbarren mit 1,20 Dollar per 100 Pfd., das ist eine Ermäßigung um 6 bezw. 4 Dollar per Tonne. Der Berrüttung des Stahlmarktes folgte heute die Ankündigung der Freigabe der Verkäufe auf dem Bleimarkte. Der Bleitrust hob alle Preisvereinbarungen auf, um die Unterbietungen der Outsider zu bekämpfen. Die American Smelting and Refining Co. fette den Preis für Rohblei 10 Punkte pro Pfund herab. Auch die Proklamierung des offenen Kupfermarktes seitens der United Metals Company, der Verkaufsorganisation der AmalgamatedInteressen, soll unmittelbar bevorstehen. Wie verlautet, ist die Bereinigung der größten Stahloutsider, wie Betlehem, Lackawanna, Midland, Pittsburg, Fones und Laughin gegen den Stahltrust im Wert. Industrielle Revolutionierung. Wie berichtet wird, beabsichtigt die Firma Thyssen u. Co. ein neues Patent für die Fabrikation von Nieten zu erwerben. Man glaubt, daß die Firma damit den Weg zu einem Monopol auf diesem Gebiete beschreitet. Thyssen würde selbstverständlich in seinen Walzwerken das Nieteisen herstellen und mit dessen Weiterverarbeitung Seine Schwester und sich selbst getötet. 1865 neugegründeten Verband der Tabalarbeiter galt die Zugehörig die Laufplanke noch nicht befestigt sei. Troßdem drängte die keit der Frauen bereits als selbstverständlich, und der im Jahre Menge mit solcher Gewalt auf die Laufplante ein, daß der 1867 unter starker Mitbeteiligung der Frauen geführte Streit war Quartiermeister, der mit aller Kraft die Leute zurückzuhalten suchte, gerade infolge unangemessener Behandlung der weiblichen Arbeiter selbst in das Wasser fiel. Wandlung der Anschauungen vollzogen, die den Beschluß veranlaßte, zum Ausbruch gekommen. Es hatte sich also eine vollständige selbst in das Wasser fiel. die Frauen zu allen Arbeiten, zu welchen sie befähigt wären, zuzulaffen." Ausschlaggebend für diesen Meinungsumschwung war die Der Lehrer Dammascht in Groß- Gastrofe hat, wie aus Guben rapide wirtschaftliche Entwickelung, die immer mehr Frauen ins gemeldet wird, seine Schwester, die ihm die Wirtschaft führte, gestern Erwerbsleben einbezog. Als daher nach dem Fall des Sozialisten- früh durch Stiche mit einem Küchenmesser in Brust und Hals getötet gesezes die erste gewerkschaftliche Konferenz stattfand, nahmen Beide wurden gestern mittag in der Wohnung tot aufgefunden. und sich darauf mit demfelben Messer den Hals durchschnitten. bereits weibliche Delegierte daran teil, und 1892 wurde den Frauen Dammascht ist seit acht Tagen frant und hochgradig nervös gewesen. die Organisation nach jeder Richtung hin geöffnet in der Annahme, daß der§ 152 der G.-D., der die Betätigung zur Verbesserung der wird angenommen, daß er die Tat in einem Anfall von Geisteswirtschaftlichen Verhältnisse gestattet, auch der Anteilnahme der störung verübt hat. Frauen fein Hindernis bot. Im weiteren Verlauf des Vortrages brachte Genosse Legien Eingegangene Druckfchriften. reiches Zahlenmaterial bei und zeigte an der Hand desselben den erfreulichen Aufschwung, den namentlich in den letzten Jahren 22. Heft des 27. Jahrgangs erschienen. Bon der Neuen Zeit"( Stuttgart, Paul Singer) ift focben das Es hat folgenden Inhalt: die Frauenorganisation genommen hat. So konnte er nach Ein Rückschritt und ein Fortschritt. Der Fall Azew und die russische schäßungsweiser Berechnung mitteilen, daß im Jahre 1895 von Revolution. Von N. R. Zur Reform der Strafprozeßordnung. Von 1284 206 industriell erwerbstätigen Frauen erst 1/10 Proz. organi- Hugo Heinemann.( Schluß.) Gewerkschaftsfämpfe. Bon Karl Böttcher fiert waren, während im Jahre 1907 bereits 14 Proz. derselben( Berlin). Literarische Rundschau: Dekonomische und politische Enteiner Gewerkschaft angehörten. In dieser Berechnung sind auch die Militärstrafrechtspflege im Lichte der Kriminalstatistik für das deutsche widelungstendenzen in Deutschland. Von K. K. Heinrich Diez, Die Mitglieder der Hirsch- Dunckerschen Gewerkschaften mit 7060, der Heer und die faiserliche Marine. Von E. Barth. Simon Sagorsky, Die christlichen mit 24 122 einbezogen, während die freien Gewerkschaften Arbeiterfrage in der südrussischen Landwirtschaft. Bon N. Rjasanoff. 136 929 Mitglieder zählten, so daß insgesamt im Jahre 1907 Beitschriftenſchau 168 111 Frauen gewerkschaftlich organisiert waren. Gegenüber den männlichen Organisierten, die der Referent für 1907 auf 25 bis 28 Proz. der gewerblichen Arbeiter schätzte, allerdings noch immer eine kleine Zahl. Die Neue Beit" erscheint wöchentlich einmal und ist durch alle Buchhandlungen, Bostanstalten und Kolporteure zum Preise von 3,25 M. pro Quartal zu beziehen; jedoch kann dieselbe bei der Post nur pro Quartal abonniert werden. Das einzelne Heft foftet 25 Pf. Probenummern stehen jederzeit zur Verfügung. den nächsten Tagen erscheinen. Aus ihrem Inhalt erwähnen wir die Bom Wahren Jacob wird die 5. Nummer des 26. Jahrgangs in beiden farbigen Bilder" Der Kurs der deutschen Bolitik" und„ Der starke Mann", sowie die weiteren Juftrationen" Die Ankunft der Antisemiten", Tabu", asten"," Charitas"," Sozialpolitik"," Sonversation"," Gin zweiter Gotthelf Weiter"," Bum Ausgleich", Finanzpolitik"," Borteilhaftes Geo schäft", Die wachsende unzufriedenheit"," Meinungsdifferenzen".„ Die hundertjährigen Geburtstagsfinder im Himmel"," Im Unternehmerverband". " Bu did"," Er kommt nicht zu furz"," Unverschämt" und" Annäherung". Der tegtliche Teil der Nummer bringt die Gedichte Die Agrarierparade", Bismardnationaldenfmal", Montenegrinische Helden", Arbeitslos"," Die Ein schöner Traum", Die Pferdeäpfel des Magistrats"," Bijouti"," Bum armen Junker"," Der Kongreß"," Bur Gedentfeier von Darwins Geburtstag", Gin edler Kämpe"," Der Berliner Hochbahnprozeß",„ Nur ordonnanzmäßig", Herr Adolf Stein"," Diamanten in Afrita" und außer zahlreichen fleineren Beiträgen noch die Humoreste„ Aus Baulchens Erleb nissen" und das Feuilleton„ Eine historische Reminiszenz aus der Stöckerschen Bewegung". Der einfachste Weg zur Lösung der Reichsfinanzfrage. Bon zahlreichen fleinen Mietfabriken eine vernichtende Konkurrenz be- höhere als früher. Um so schroffer ist aber heute auch der Gegen- u. Pflugerwis in Alltagleben und Weltgeschichte." Bon N. Heffen. reiten. Die Kommerz- und Diskontobank Hamburg- Berlin erklärt eine Dividende von 51% Proz. Der Reingewinn für 1908 ohne Vortrag beträgt 5 177 368. gegen 5 166 217 m. in 1907 nnd 7 003 935 M. pro 1906. Thora. Roman von Gustaf af Geijerstam. Geb. 80 Pf., geb. 1 M. Der heilige Sfarabäns. Roman von Else Jerusalem.( S. Fischer, Berlag, Berlin.) Geh. 6 M., geb. 7,50 M. Es wäre nun aber, wie der Redner betonte, ein Irrtum, auf den bloßen Prozentzahlen sowohl der weiblichen wie auch der männlichen Gewerkschaftsmitglieder Rückschlüsse auf die wirtschaftliche Machtgröße der Gewerkschaften ziehen zu wollen. Auch wo nicht, wie in gewissen Industriezentren, in einem Beruf 70-80, ja bis zu 100 Proz. der Erwerbstätigen organisiert sind, haben tatsächlich die Gewerkschaften bedeutenden Einfluß auf Lohnhöhe und Arbeitszeit ausgeübt. Haben doch die Arbeiter häufig eine Arbeitszeit von 9½, 9 ja 8 Stunden errungen, während gefeßlich erst jetzt der Zehnstundentag vom Reichstag festgelegt wurde. Allerdings ist es unmöglich, auf gewerkschaftlichem Wege etwa den Ausgleich zwischen Kapital und Arbeit herbeiführen zu wollen, wie dies von bürgerlicher Seite jest durch Befürwortung von Tarifberträgen u. a. erhofft wird. Gewiß ist die Lebenshaltung der Arbeiter heute eine andere als vor 30 Jahren; wenngleich die Zolldie Kulturstufe, auf der der heutige Arbeiter steht, eine weit gesetzgebung die Lohnsteigerung illusorisch gemacht hat, ist doch sab zwischen Unternehmer und Arbeiter; von einem persönlichen Verhältnis kann gar nicht mehr die Rede sein; dagegen steht die 1 Mart. Lebenshaltung der Bourgeoisie in einem schreienden Kontrast au der der Arbeiter, und dieser weiß, daß die Ansprüche auf Kulturleben, die er stellt, in der Gegenwart auf gewerkschaftlichem Wege nicht zu erreichen sind. Mit dem Steigen der Bedürfnisse, der Else Jerufalem. Der heilige Starbäus. Roman. 686 Seiten Die elektrotechnische Industrie. Wie eine Veröffentlichung des verkürzten Arbeitszeit und größeren Lohnhöhe bricht sich die Er- zur Bestie. Brosch. 4 M., geb. 5,20 M. Berlagsbuchhandlung Hermann Verlag S. Fischer, Berlin.- Josef Wiener- Braunsberg. Die Erziehung Vereins zur Wahrung gemeinsamer Wirtschaftsintereffen der kenntnis immer mehr Bahn, daß nur die Ablösung des Privateigen- Walther, G. m. b. H., Berlin W. 30. Ernst Freiherr v. Wolzogen. deutschen Elektrotechnik" ausführt, hat die dem Reichstage vorliegende tums an Produktionsmitteln durch genossenschaftliche Produktion Die Gloriahofe und andere Novellen. Juustriert von W. Caspari Elektrizitätssteuer der elektrotechnischen Industrie jetzt schon ganz er zum wirtschaftlichen Ausgleich führen könne. Immerhin haben die E. T. A. Hoffmann. Das Fräulein von Seudert und der goldene Topf. hebliche Schädigungen zugefügt. Da die Besteuerung der elektrischen Gewerkschaften schon viel erreicht, namentlich in bezug auf die Flustriert von Ernst Stern. Pro Band Leinen gebd. 90 Pf., Leder gebd. Energie die Wirtschaftlichkeit des elektrischen Antriebes gegen- Verkürzung der Arbeitszeit, welche ja gerade für die Frauen be- 2 M. Buchverlag Fürs Deutsche Haus", Wilhelm Wagner, Berlin SW. 11. über derjenigen des direkten Dampfantriebes wesentlich ver- fonders wichtig ist, und fo muß weiter gearbeitet werden, um 5. Fischer, Verlag, Berlin. Gustaf af Geijerstam. Thora. Noman. Geheftet 80 Pf., gebd. 1 M. ringern würde, feien besonders in der Bergwerke und immer mehr Arbeiter und Arbeiterinnen den Gewerkschaften zu- National Convention of the Socialist Party( ParteiHüttenindustrie große Projekte auf Einführung des elektrischen zuführen. Der Redner gab dann einen Ueberblick über die Zu- tag der sozialistischen Partei), Chikago, 10. bis 17. Mai 1908. Stenogr. Betriebes von Förderanlagen und Walzwerken zurückgestellt nahme der Frauen in den einzelnen Berufsorganisationen und Bericht. Verlag der Socialft Barth, Chikogo. worden, bis fich das Schicksal der Steuervorlage geklärt zeigte ferner, daß nach den Berichten von 1906 Deutschland erst Hyn- Baste. Allerhand Betrachtungen. 144 Seiten. Selbstverlag habe. Ebenso hätten große Webereien die Einführung des elektrischen in der dritten Reihe marschiere, da Dänemark mit 35%, Schweden Schöneberg. Antriebes ihrer Webstühle verschoben und auch im Kleingewerbe mit 280 Bros. aller erwerbstätigen Frauen vorangehe. Jefus Chriftus, Gottes Antwort auf die Lebensrätsel der Gegenwart zögere man mit der Anschaffung von elektrischen Antriebmaschinen. Wohl find die Schwierigkeiten der Organisation der Frauen von Brof. Dr. Barth. 60 Pf. C. Schaffuit, Düsseldorf. der Beleuchtungs- unverkennbar, weil die Frauen noch immer glauben, in der Ehe und Arbeiterschaft. 88 Seiten. Kolonialwirtschaftliches Komitee Berlin. Unsere Kolonialwirtschaft in ihrer Bedeutung für Industrie Die ebenfalls vorgeschlagene Besteuerung mittel hat verschiedene Kommunalverivaltungen veranlaßt, eine Versorgung zu finden; immer mehr müßte aber die ErPreußisches Gewerbesteuergesek. 60 f. 2. Schwarz u. Co. die bereits beschlossene Einführung der öffentlichen Beleuch- kenntnis um sich greifen, daß der niedrigere Lohn der Frau auch Berlin, G. 14. tung mittels Bogenlampen zurüdzustellen. Die Rentabilitäts- unbedingt ungünstig auf die Lebenshaltung der gesamten Are Reclams Universal- Bibliothet Nr. 5061. Zopf und Schwert. Nr. 5062. berechnungen für größere Fabriksneuanlagen feien zurzeit gar nicht beiterschaft einwirkt und somit auch das spätere Los der Prole- Lustspiel von R. Gugfom. Banerngeschichten von durchzuführen, da man nicht wisse, ob man im Hinblick auf die ge- tarierinnen selbst in der Ehe verschlechtert. So schloß der Redner B. Fleischer.- Nr. 5063. Grläuterungen zu Meisterwerken der TonNr. 5064. Giner muß heiraten. Lustspiel v. A. Wilhelmi. plante Besteuerung elektrische Antriebsmaschinen werde verwenden feine hochinteressanten Ausführungen mit einem warmen Appell funft. tönnen oder nicht. Der Ausfall an Bestellungen soll sich auf viele an die Frauen, auch fernerhin mit größtem Gifer am weiteren Nr. 5065-5067. Handel und Wandel von F. B. Hadländer.- Nr. 5068. Narzik. Trauerspiel von A. E. Brachvogel. Nr. 5069-5070. Bücher Millionen belaufen. Er mache sich um so mehr bemerkbar, Ausbau der Organisation tätig zu sein. der Naturwissenschaft. 2. Bd. 1. Teil. Von S. Günther. Einzelband als infolge der allgemeinen schlechten wirtschaftlichen Lage 20 Pi Ph. Reclam, Leipzig. allem bor Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse. Sonntag, die Abfaggelegenheit sich verringere und der Export im Niedergange begriffen sei. Der den 28. Februar, in Freyers Festsälen, Koppenstr. 29, 8ehntes hat daher an den Bundesrat und die Bundesregierungen die Stiftungsfest. Näheres in der heutigen Annonce, bringende Bitte gerichtet, mit Rücksicht darauf, daß die Annahme der Gas- und Elektrizitätssteuer im Reichstage als ausgeschlossen gelten könne, die Vorlage zurückzuziehen, um der Beunruhigung ein Ende zu bereiten, die dieser Steuervorschlag nicht nur in der elektrotechnischen Industrie, sondern bei allen Erwerbszweigen, die am Konsum elektrischer Energie für Kraft- und Beleuchtung intereffiert feien, hervorgerufen habe. auch Verein 20 Proz. Lohuabzug. Durch Anschlag fündigte die Gute Hoffnungshütte ab 1. März eine Lohnreduktion von 20 ẞroz. an. Aus der Frauenbewegung. Bestrafte Wahlrechtskämpfcrinnen. London, 25. Februar. Die 22 Anhängerinnen des Frauenstimmrechts, welche im Laufe des gestrigen Versuchs, ins Barlament einzubringen, verhaftet worden waren, wurden zu ein bis zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Vermischtes. Meine Stellung zum Freidenkertum. Vortrag von Pfarrer P. Pflüger. 30 Cts. Buchhandlung des Schweiz. Grütlivereins, Zürich. Das Leipziger Arbeiterfekretariat und die Leipziger Gewerkschaften 1908. 115 Seiten. Gewerkschaftskartell Leipzig. Briefkaften der Redaktion. Die furiftifche Svrechftande findet Lindenstraße Str. 3, zweiter Sof, britter Eingang. vier Treppen, wochentäglich abende von 7 bis 9½ lbr ftatt. Geöffnet 7 1hr Sonnabende beginnt die Sprechstunde um 6 Uhr. Jeder Anfrage tft ein Buchstabe und eine Babl als Wertzeichen beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Bis zur Beantwortung im Brieffaften tönnen 14 Tage bergehen. Gilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. Eine Katastrophe im Hamburger Hafen. Am Mittwochabend ereignete sich im Hamburger Hafen ein folgenschweres Unglück auf der Laufbrücke der Kaiserin Augufte Viktoria". Als beim Schichtwechsel 30 Arbeiter die Brüde passierten, riffen plötzlich die Befestigungsseile der Brücke, wodurch sämtliche Personen ins Wasser fielen. Bei der Dunkelheit gelang es nur nach den Hilferufen und Schreien der Arbeiter neunzehn von den Berunglückten an Land zu bringen. Drei Leute sind durch die im Wasser treibenden Gisschollen schwer verletzt, während vier andere mit leichteren Verlegungen davonkamen. Ueber die Zahl der Verpflegungskosten des Dienstmädchens zahlen. Hört aber der Dienstvertrag mißten herrscht noch völlige Unklarheit, da die Leichen unter die Gisdecke getrieben worden sind und nicht gesehen werden können. Es liegen hierzu folgende Meldungen vor: Die Arbeiterin in der Gewerkschaftsbewegung. Am Montag, den 22. Februar, sprach im Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse Karl Legien über: Die Arbeiterin in der Gewerkschaftsbewegung". In dem Maße, wie die Anteilnahme der Frauen am Erwerbsleben wächst, steigt auch so führte der Referent aus die Zahl der organisierten Frauen. In der zünftigen Handwerksorganisation des Mittelalters fam die industrielle Arbeit der Frau kaum in Frage. Dagegen finden wir gegen Ende des 17. und zu Beginn des 18. Jahrhunderts zugleich Hamburg, 25. Februar. Bis heute vormittag 10 Uhr war es mit der Ablösung des Handwerks durch Hausindustrie und Wanu- noch nicht möglich festzustellen, wie viel Personen bei dem gestern faftur auch den Eintritt der Frau in die Industrie. Nunmehr war abend erfolgten Bruch der Laufplante des Dampfers Kaiserin auch die Frage der Frauenorganisation spruchreif geworden und troß der herrschenden Koalitionsverbote nahmen Frauen schon im Auguste Biftoria" ums Leben gekommen sind, da von den 600 Jahre 1848 lebhaften Anteil nicht nur am politischen Leben, sondern Mann der Besatzung des Dampfers viele an Land gegangen waren auch an Bestrebungen rein wirtschaftlicher Natur. In den Statuten und andere an Bord den Besuch Angehöriger empfingen. Bisher G. 000. Für die Altersrente reicht die Zahl der geflebten Marken nicht aus. Invalidenrente würde Ihre Mutter erhalten, wenn sie im Sinne Sinne des Invalidenversicherungsgesetes ist jemand, der nicht mehr imdes Invalidenversicherungsgefeßes erwerbsunfähig ist. Erwerbsunfähig im stande ist, durch eine seinen Kräften und Fähigkeiten entsprechende Tätig feit, die ihm unter billiger Berüdsichtigung seiner Ausbildung und seines bisherigen Berufs zugemutet werden kann, ein Drittel desjenigen zu ähnlicher Ausbildung in derselben Gegend durch Arbeit zu verdienen erwerben, was törperlich und geistig gesunde Personen derselben Art mit pflegen. M. S. 52. Nach herrschender Anschauung, soweit das Geschent noch vorhanden ist, und wenn sie selbst ohne Grund gefündigt hat, ja. R. 2. 890. 1. Nein. 2. Uns nicht bekannt. Anna 44. Die Herrschaft muß sechs Wochen lang für Kur- und Berfrüher auf, so hat die Herrschaft nur bis zum Ablauf des Vertrages zu G. D. 100. 1. Ja. 2. Der zahlen. Saftbar ist leider der Vater. Hauswirt hat das Recht, von den Erben Zahlung der Miete zu verlangen. Die Erben sind aber berechtigt, einen länger dauernden Vertrag vorzeitig zu fündigen. Sie fönnen nämlich bis am dritten Tage des Quartals, das auf den Todestag folgt, zum Schluß des Duartals den länger dauernden Erblasser im Januar, Februar oder März geftorben ist, bis am Mietsvertrag fündigen. Demnach wären die Erben berechtigt, wenn der 3. April zum 30. Súni den länger währenden Bertrag zu fündigen. Breslau unter Ueberreichung des Ehescheidungsurteils, dasselbe mit dem $. B. 9. Ein Taufschein oder Sonfirmationsschein wird in der Regel verlangt. J. W. 35. Beantragen Sie bei dem Oberlandesgericht in eines Vereins, die Arbeiterverbrüderung" benannt, besagt der sind zwei Leichen gefunden worden. Notfristattest versehen zu wollen und beantragen Sie dann bei dem Land§ 29 ausdrücklich, daß Frauen von der Vereinigung nicht ausge- Hamburg, 25. Februar. Bis heute mittag wurden an der gericht in Breslau zu bescheinigen, daß das Urteil rechtskräftig geworden ist. schlossen seien, und Frau Louise Otto- Peters ermahnt in einem Unglüdsstelle am Kaifer- Wilhelm- Kai noch zwei Leichen männ- Sie tönnen aber auch Ihren Anwalt bitten, das Urtell mit dem RechtskraftAufruf die Manner, zu bedenken, daß sie nicht nur Brüder sondern licher Personen, die beim Bruch der Laufplanke des Dampfers attest versehen zu lassen und Ihnen einsenden zu wollen. 2. S. 102. Ja. F. B. 25. Leider hätte eine stlage teine Aussicht mit Erfolg, weil auch Schwestern hätten, und daß die Frauen unter dem Druck der Arbeitgeber und dem Uebermaß der Konkurrenz gleich den" Kaiserin Auguste Viktoria" ins Wasser gestürzt sind, gefunden. dieselbe sofort nach Empfang des Spiegels hätte angeſtrengt werden müssen. Eine weitere Meldung aus Hamburg besagt: Die Reederei 3. 29. Sie könnten den Interessenten gegenüber das Anerkenntnis Männern leiden. Jenem kurzen freiheitlichen Aufschwung folgte allerdings eine Periode ärgster Reaktion, und erst Anfang der hat die Unglücksstelle sofort durch einen Taucher absuchen lassen; wegen Irrtums anfechten. Den Frrtum würden Sie zu beweisen haben. E. M. 84a. Wenn Sie die Nummer 4 Ihrer Invalidentarte oder sechziger Jahre sehen wir wieder neue Organisationen entstehen, dabei sind bisher 5 Leichen gefunden, von denen 4 identifiziert die betreffende Aufrechnungsbescheinigung verloren haben, so fann der Zukraft der nicht mehr zu hemmenden wirtschaftlichen sind, während die fünfte bisher noch nicht refognosziert werden halt derselben in der Regel bei der Stentenfeftichung nicht berücksichtigt Entwickelung und trop strengster Koalitionsverbote fozusagen konnte. Da die Leichen sämtlich noch an der Unfallstelle gefunden werden. Im diesem Nachteil zu entgehen, ist es zwedmäßig, auf dem Polizeiunter Duldung der Behörden weiter existierten. sind, so besteht die Hoffnung, daß die Zahl der Verunglückten sich revier eine Erfapfarte zu beantragen. Den Verlust müssen Sie glaubbajt namentlich Schon damals begannen die Arbeiter einzusehen 21.. 100. 1. Nein. 2. und 3. Sa. H. P. Ja. Sie jene Kreise, die unter dem Einfluß der sozialdemokratischen Be- auf die vorgefundenen fünf beschränkt. Die Untersuchung über die sollten, um dem für die Zukunft zu entgehen, aus der Stirche austreten. wegung standen- daß die Konkurrenz der Frau nur gemildert Ursache des Unfalls ist noch nicht abgeschlossen, jedoch läßt sich.. 9. Ihre Frau würde mit Aussicht auf Erfolg bei der Versicherungswerden könne durch eine gemeinsame Organisation. Noch im Jahre bereits jetzt feststellen, daß der zweite Offizier, welcher mit der anstalt dagegen reklamieren können, daß sie für mehr als die beiden legten Monate Beiträge zahlt. M. B. 12. Büchtigung ist das schlechteste Er1848 hatte der damals bestehende Tabatarbeiterverband beschlossen, Beaufsichtigung der Raufplanke beauftragt war, der auf dieselbe ziehungsmittel. Suchen Sie das Kind zu verstehen und wirken Sie dams die Frauen aus den Fabriten hinauszudrängen; bei dem im Jahre eindringenden Menge wiederholt warnend zugerufen hatte, daß in anderer Weise auf dasselbe ein. Die aber nur machen. H. JOSEPH& Co., Rixdorf Berliner Straße 54/55. Berliner Straße 54/55. Von Freitag, den 26. Februar bis Dienstag, den 2. März. Durch Zufall sind wir wieder in der Lage Einen Waggon Emaille :: Verkauf:: das 38 Pfennig im Lichthof Pfund soweit Vorrat weniger als die Hälfte zum Verkauf zu bringen.-- Fast sämtliche in Emaille vorhandenen 38 Pf. das Pfund vertes!: Gegenstände kosten bei diesen Posten durch den Einheitspreis von In 1 Minute Rabatt- u. Prämien- Marken erreichen Sie durch ges. gesch. 26 792 Chemisches Lederpräparat Clio Doppelte Haltbarkeit Ihrer Schuhsohlen und Absätze. 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