Nr. 77. Erscheint täglich außer Montags. Brets pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Defterreich Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Bfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Ervedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen tagen bis 7 lbr Abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr Vora mittags geöffnet. fernfprech- Anschlus Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Vernichtung des Kleinhandels durch die Großstadt- Bazare. studiona Freitag, den 31. März 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. gesammten wirthschaftlichen Entwickelung begründet, in der Kann sich der Detaillist nicht dieselben Vortheile sichern, revolutionären Arbeit des Großkapitals, welches allein im welche die großkapi alistischen Waarenmagazine genießen, so stande ist die wirthschaftlichen und technischen Vervoll wird er die Konkurrenz mit diesen nicht bestehen. Und wie tommnungen der Neuzeit an sich zu reißen. Mit kurzen könnte er? Mag der Gesetzgeber sich auch noch so sehr ahWorten: der Tod des Kleinhandels und das Aufblühen der mühen, dem Detailhandel durch beschränkende Bestimmungen großkapitalistischen Zentral Magazine ist Ursache und des Hausirwesens und durch dergleichen Heilpflästerchen beiDie Kommanditgesellschaft auf Aktien Hermann Gerson Wechselwirkung und liegt im Zug der Zeit. Um helfend ein zuspringen. Der Detailhandel in den kleinen Läden, sowohl vertheilt für das erste Geschäftsjahr ihres Bestehens 8 pet. greifen zu können, muß man selbstverständlich die Ursachen in der Großstadt, wie in der Kleinstadt und auf dem Lande Dividende auf das Kommanditkapital. Wie es in dem Ge- des Bersehungsprozesses kennen. Was aber thut unfere ist aber verloren, weil ihm das Kapital fehlt. Das Kapital schäftsbericht wörtlich heißt:" troh der Beeinträchtigung des bankrotte Bourgeoisgesellschaft? Sie ruft die Hilfe des Gesetz- macht sich die technischen Errungenschaften der Neuzeit Waarenumfaßes durch die Cholera und die allgemeine wirth- gebers an, welcher durch unsinnige Experimente an dem Hausir unterthan, das Kapital beutet jede Umwälzung in schaftliche Depression". An einer anderen Stelle des Ge- handel, den man fälschlicherweise als den Todfeind des der Industrie und jeder Tag bringt solche aus, das schäftsberichts wird sogar der Erwartung Ausdruck fleinen Ladengeschäfts hinstellt, dem sterbenden Kleinhandel Kapital allein kann sich wohlfeile Waaren sichern, es tann gegeben, daß die Ertragsfähigkeit des Unternehmers neues Leben einblasen soll. Sie ruft nach Beschränkung der sich dem Geschmack und Bedürfniß des Publikums schnell durch das Resultat im ersten Geschäftsjahre für Freizügigkeit, nach Gesetzen zur Unterdrückung der Ab- anbequemen und vermöge der Vielgestaltigkeit der modernen erreicht nicht zu erachten sei. Die Gesellschaft zahlungsgeschäfte, Wanderläger und Ausverkäufe. Und mit Verkehrswege auch den Waarenabsatz bis in den kleinsten erwartet für die Zukunft höhere Dividenden, und derlei Palliativmittelchen glaubt die Gesellschaft den Unter- Flecken des Landes lenken. Das Kapital allein ist tonwie uns scheint, ist die Erwartung begründet. Denn gang des fleinen Zwischenhandels aufhalten zu können. Es furrenzfähig. Die Riesenmagazine der Großin demselben Maße als der Kleinhandel durch die groß ist das diefelbe wahnsinnige Methode, welche dem untergehen- ft a dt a ber sind das Kapital. Ihnen gehört ftädtischen Zentralmagazine aufgesaugt und der Vernichtung den Kleinhandwerk durch Auffrischung des Innungswesens mit die Zukunft in der Welt des Kapitalismus. entgegengeführt wird, muß auch das Emporkommen der seinem lächerlichen Flitter beispringen will. Die Thoren merken Daß die intelligenten Kaufleute diesen Zug der Zeit weltstädtischen Bazare, wie sie sich in allen Kulturländern nicht, daß das Eingehen des Detailhandels in der Um- richtig erfaßt haben, lehrt die Gründung der Kommanditgebildet haben, vor sich gehen. Da es in Deutschland außer wälzung der modernen Wirthschafts-, Kredit- und Verkehrs- gesellschaft Hermann Gerson, lehren die Prachtbauten der Dem Bazar Gerson tein Verkaufshaus in Aktienform giebt, verhältnisse wurzelt. großen Raufhäuser in der City. Die 8 pCt. Dividende der feines also, das gehalten wäre, seinen Geschäftsbericht der Betrachten wir nur einmal die Handhabung des Ge- Firma Gerson sind typisch für das Aufblühen des zentraliDeffentlichkeit zu übermitteln, so läßt sich das Auf- schäftsverkehrs in den kleinen Ladengeschäften. In den firten Waarenhandels wie für den Niedergang einer großen treten der großkapitalistischen Magazine ziffernmäßig feltensten Fällen hat sich die Physiognomie dieser gegen Gesellschaftsklasse, welche Jahrhunderte lang in Ruhe und nicht weiter belegen. Allein, das ist auch nicht frühere Zeiten geändert. In derselben primitiven Weise, forgenlos bestanden hat. Die glänzenden Paläste der Weltnethwendig. Wissen wir dach, daß die großen Kaufhäuser wie vor hundert Jahren der Großvater, betreibt heute noch stadt sind die Gräber der kleinstädtischen Ladengeschäfte. des Printemps"," Louvre"," Bon Marché" in Paris, das der Entel das Geschäft. Er fauft auf Kredit und verkauft Mit den zunehmenden Erfolgen der ersteren wird dieser Wannemaker" in Philadelphia, sowie die englischen und auf Kredit, wogegen die Großstadt Bazare nur Baar und Entwickelungsgang der Dinge beschleunigt. belgischen Bazare von Jahr zu Jahr steigende Erträgnisse im Großen und deshalb viel wohlfeiler einkaufen und den Wie überall, so arbeitet auch hier der Kapitalismus aufweisen, und wer sich nur halbwegs in dem Geschäfts- Verlusten bei der Kundschaft nicht ausgefeßt find. an seiner eigenen Zerstörung, und für uns, die Erben der viertel unserer Stadt umgesehen hat, weiß auch ohne Oft auch kaufen sie wohl die Produktion ganzer Fabriken Gesellschaft. Kenntniß der Geschäftsbilanz, daß die großen Bazare wie Rud. Herzog, Gebr. Simon, N. Jfrael 2c. immer mehr das Detailgeschäft im Lande vernichten und den ganzen Handel in sich zentralisiren. 0 auf Jahre hinaus an. Brauchen sie aber Kredit, so erhalten sie ihn durch die Reichsbank und genossenschaftliche Kreditinstitute zu so billigen Sägen, wie sie der Waarenproduzent I nimmermehr gewähren tann. Der Kaufmann in der Politische Weberlicht. " Es liegt in der Natur der Dinge, daß es mit dem Provinz nimmt z. B. noch heute 331/3 pCt. ZwischenKleinhandel bergab geht. Wie das Handwerk der gewinn für seine Artikel wie ehedem. Kann er diesen Satz Berlin, den 30. März. zentralisirten Maschinenwirthschaft zum Opfer fällt, wie die nicht erzielen, so trennt er sich von seinen Waaren nicht Schwindel ist Trumpf. Wenn die Norddeutsche großen Industriebetriebe die kleinen entweder auffangen und läßt sie lieber unmodern und unbrauchbar werden. Allgemeine Zeitung" einmal ein gewisses Anoder matt setzen, wie das Großkapital das kleine verschlingt, Infolgedessen geht der Absah natürlich zusehends zurück. standsgefühl zeigt und der Preßfreiheit und die Majorate die Bauerngüter, so reiben die Großstadt Denn das Publikum hat es nicht mehr nöthig, einer kulturgemäßen Handhabung des Fremdenrechts magazine die kleinen und mittleren Ladengeschäfte auf, ver- außer Mode gekommene Ladenhüter zu vorsintfluth das Wort redet, so ist mit unabweislicher Sicherheit der nichten sie von Jahr zu Jahr eine steigende Anzahl von lichen Preisen kaufen zu müssen. Liefert ihm doch das Beweis erbracht, daß sie in dieser sie gar nicht kleidenden, Existenzen, welche im Kampf ums Dasein allein deshalb meltstädtische Magazin in ebenso bequemer Weise modernere ja ihr äußerst schmerzhaften Pose nur verharrt aus unterliegen, weil ihnen die einzige Waffe für den wirth- Waaren um den halben Preis. Das Weltgeschäft der Groß- reaktionären Beweggründen. An leitender Stelle schaftlichen Kampf fehlt: das Kapital. Ein Blick auf die stadt hingegen, das sich mit einem sehr geringen Nugen bringt das offiziöse Blatt eine gar ernsthafte Betrachtung Konkursstatistik lehrt uns, in welchem Galopptempo die Zer- an die einzelne Waare begnügt, schlägt das Waarenlager über die chauvinistische Heharbeit der Pariser Boulevardreibung des Kleinhandels vor sich geht. Im Januar beispiels- deshalb im Jahre 10 bis 15 mal um, wie Louvre und Blätter und über die Ausweisung deutscher Zeitungsweise verzeichnete der„ Reichs- Anzeiger" 648 Konkurse, während Printemps. Unmodern gewordene Sachen verschleudert es Berichterstatter aus Paris. Da heißt es nun: der Durchschnitt der Konkurse im Januar in den Jahren 1880 mit Verlustpreisen. Wo aber ist das Provinzgeschäft, das bis 1890 nach der„ Voss. 3tg." nur 528 betrug. fein Lager auch nur 2 bis 3 Mal im Jahre umsetzte, das Der Untergang des Kleinhandels ist eben in unserer sich von alten Ladenhütern mit Verlust trennte? Feuilleton. Ma@ brua verboten.) [ 33 schwer, zu glauben, daß er das, was er sagte, auch wirklich meine. Ich kann aber kaum zu ihnen reden und weiß so wenig," sagte fie. Natürlich werden sie angeftrengt arbeiten müffen" die Haupteigenschaft eines guten Propagandisten ist. Nichts ist vergleichbar mit.. " In zwei Fällen hat sich die französische Regierung über die durch die Panama- Angelegenheit hervorgerufenen inneren Schwierigkeiten durch die in Frankreich ihren Zweck nie ver erzielen. Vertrauen Sie meiner Prophezeiung, ich verstehe mich darauf." Er sprach gelassen, doch glühten die Augen, welche er auf das Mädchen richtete, vor Bewunderung. Er war so glücklich, ihr mit voller Ueberzeugung diese Huldigung dar Die Laufbahn eines Nihilisten. sagte Andrej.„ Ich versichere Sie aber, daß Gelehrsamkeit nicht bringen zu können. Bon S. Stepniat. Autorisirte Uebersehung. Frei ins Deutsche übertragen von Bertha Braun. Bunächst fragte sie Andrej, als sie allein waren, wie ihm ihre Böglinge gefielen. Nach ihrer Ansicht hatte feder etwas Versprechendes und Sympathisches an sich. Andrej theilte nicht ganz ihre Urtheile. Er war aber auch heute in guter Laune und bereit, in allem das Beste zu er blicken. Womit?" fragte das Mädchen begierig. Mit der Macht, Herzen zu bewegen und ihnen den eigenen Eifer einzuflößen. Soll ich Ihnen am Ende das Geheimniß verrathen, wie dies geschieht?" Unter allen Umständen!" rief Tanja aus. Eine solche Renutniß dürfen Sie nicht für sich behalten." Sie müssen das am besten selbst fühlen." Tanja brach in Lachen aus. Sie hatte etwas Außers ordentliches und zugleich sehr Praktisches erwartet. Und es " Ich bin jedenfalls sicher, daß wir in einigen Monaten war nur das. eine gute Organisation haben werden." Tanga war sehr stolz darauf. Wir müssen die Arbeit theilen, um mehr Erfolg zu erzielen," schlug sie vor. Ich will den Unterricht und die Vorbereitungsarbeit auf mich nehmen. Sie werden ihnen den letzten Schliff geben." " Warum sollten denn die Frauen einen Vorzug vor den Männern haben?" fragte sie. Sind unsere Männer denn gefühllos oder weniger hingebend?" Das nicht: es giebt aber zahllose Abstufungen in den seelischen Eigenschaften. Ich kann nicht umhin, mich in Dithyramben zu ergehen, wenn ich an unsere Frauen denke, Wenn eine Arbeitstheilung nöthig ist," sagte Andrej, aber das paßt schlecht für einen Mann, wie ich es bin. In wird es an Ihnen sein, unseren Leuten den letzten Schliff der That, ich denke, daß sie für unsere Mutter Rußland zu zu geben und an mir, sie aus der Menge herauszufinden. gut find jedenfalls für die Zeit, in der wir leben." Ich war immer der Ansicht, daß im Aufrütteln der Er hielt gedankenvoll inne. Köpfe den Frauen der Siegespreis gebührt. Ich denke, Auch die Arbeit, die Sie sich auserlesen haben, wird unser Fall wird keine Ausnahme von der allgemeinen von Erfolg gefrönt fein", fügte er, fie ernst anblickend hinzu. Regel sein." Gerade Sie haben die kostbaren Eigenschaften, welche er ' forderlich sind, um großen Erfolg auf diesem Gebiete zu Das Mädchen blickte ihn überrascht an. Es wurde ihr n Tanja erröthete bei diesen Worten vor Ueberraschung und Freude. Ich gäbe viel darum, wenn Ihre Prophezeiung sich bewahrheiten würde," sagte sie und fragte dann: Wann werden Sie in unsern Distrikt ziehen können?" In einigen Tagen. Nichts destoweniger kann aber meine Arbeit von morgen ab beginnen. Die Entfernung von zwei Stunden will nicht viel fagen." " Sehr schön! Ich werde Sie dann morgen Abend era warten," sagte das Mädchen, indem sie ihm warm und herzlich die Hand drückte. Ganz glücklich kehrte Andrej nach Hause zurück. Er schwelgte in den Erinnerungen des Abends und der Ges wißheit, das Mädchen wiederzusehen. In dieser neuen und höheren Phase ihres Lebens schien ihm Tanja wie verwandelt und verklärt. Ihre schönsten Eigenschaften, welche er früher nur vorausempfinden konnte, standen jetzt in voller Blüthe. Und wie schnell sie aufgeschossen waren! Solche Wunder, dachte er, vollziehen sich nur bei Mädchen. Er verließ sie als Kind. Nun war fie Weib, aber naiv wie ein Kind. Er fühlte, daß er sie jetzt tiefer als je liebte, aber seine Befürchtungen vom Morgen waren ganz verschwunden. Sein früherer Entschluß, das Mädchen zu meiden, erschien ihm nunmehr äußerst albern. Er erwartete und suchte keine Gegenliebe. Weshalb dann das Mädchen meiden, mit dem er so viel gemeinsam hatte? Sie hatten heute sehr gut zusammengearbeitet und würden es ebenso fehlende Ablenkung der erregten Boltsleidenschaften auf| Rektor und klassischften Vertreter aller Deutschen" vor die Deutsche hinmegzuhelfen gesucht. In furzem Zwischenraume staunen de, verblüffte, uns auslachende Welt gestellt hat? find zwei deutsche Korrespondenten wegen angeblicher un Das ist jetzt das Leitmotiv der reaktionären Presse. wahrer Berichte über Frankreich und dessen Zustände aus- und nun leugne man noch, daß der Ahlwardt zu manchen gewiesen worden, obgleich die Grundlosigkeit der gegen Dingen gut ist. fte erhobenen Beschuldigungen dargethan war. Das Recht der französischen Regierung, jeden ihr mißliebigen Fremben auch ohne Angabe des Grundes ausUnwiffendes Reptil. Die Kölnische Zeitung", beren zuweifen, ist unbestreitbar, aber der Appell an den Haß eines Eintreten für Soldatenmißhandlungen wir bereits früher Boltes ist stets ein gefährliches Werkzeug, und der einmüthige fennzeichneten, macht den unverfrorenen Versuch, die BeBeifallsjubel der gesammten französischen Presse, so wohl hauptung, Bebel habe sich im Falle Salisch einer Verthuend er in die Ohren der derzeitigen Machthaber flingen leumdung" schuldig gemacht, als wahr herauszutüfteln, weil mag, ift doch zu theuer erkauft mit der Schürung jener Leiden- Salisch ja nicht gemordet habe. Zur abermaligen Belehrung schaften, in denen das friedensbedürftige Europa eine per- biene der kölnischen Tante folgendes: einer Verleumdung manente Kriegsgefahr zu erblicken gewöhnt ist. Die brüllende macht sich schuldig, wer wider besseres Wissen in Beziehung und johlende Menge, die vor zwei Tagen den ausgewiesenen auf einen anderen eine Thatsache behauptet oder verDeutschen und seine Familie( der dieser Tage aus Paris ausgewiefene Korrespondent des auch aus dieser Sache in wider breitet, die denselben verächtlich zu machen oder in der fichster Maritschreierart Kapital schlagenden, Beröffentlichen Meinung herabzuwürdigen geeignet ist". Das Iiner Tageblattes", Herr Otto Brandes ist, wie Niederstechen eines Mitmenschen ist eine Thatsache. Ob berichtet wird, von dem Pöbel in Seidenhüten bei seiner Ab- diese Thatsache juristisch als Mord oder als Todtschlag. reise belästigt worden; die französische Regierung hat übrigens oder als Körperverlegung zu charakterisiren, ist ein Urtheil, strenge Untersuchung angeordnet) mit Stein- und Schmutz- teine Thatsach e. Ein anderes Beispiel: Daß die würfen verfolgte, vervollständigt das Sitten- und Stimmungs nationalliberale Bartet einen großen Theil der Militärbild, das uns Frankreich heute bietet. Der Ruf à Berlin, à Berlin"( nach Berlin, nach Berlin), der im Jahre 1870 die vorlage bewilligen will, ist eine Thatsache; daß sie zu Straßen von Paris erfüllte, war auch nicht das Produkt des feige sei, bereits vor der Auflösung die gesammte MilitärAugenblics, fondern einer allmäligen, systematischen Auf vorlage zu bewilligen, wäre ein Urtheil. Im Uebrigen reizung des Nationalgefühls." wozu der Kölnerin fortwährend juristische Belehrung angedeihen zu lassen? Wie ist uns denn? Haben nicht die Pindter und Genossen durch Jahrzehnte sy stematisch gegen Frankreich gehezt und den Chauvinismus des teutschen Spießers für Neustettin, Landrath v. Busse, hat aus GesundheitsMandatsuiederlegung. Der Reichstags- Abgeordnete zielbewußt großgezogen? Ist nicht in Berlin die Ausrücksichten sein Mandat niedergelegt, so daß in diesem Kreis weisung läftig gefallener" Rorrespondenten ausländischer eine Neuwahl nöthig ist. Blätter eine altgeübte, oft erprobte Maßregel? Und so " Lieft das Pindterblatt sich selbst und seinen Hintermännern Offiziöse Reckheit. In den Berliner Poli den Text, wenn es über die allerdings nicht scharf genug tischen Nachrichten" wird in einer Besprechung des zu rügende Handlungsweise der französischen Regierung in Falles Ahl wardt für Aenderungen der Verfassungsfittlichen Entrüftungsträmpfen schäumt. Aber diese Ent- Artikel 22( parlamentarische Immunität) und 30( Verrüstung ist nur Mittel zum Zweck, die ganze Rundgebung breitung von Reichstagsreden durch die Presse) Stimmung ist nur ein plumper, mit aller Tolpatschigkeit eines gemacht, und zwar für Aenderungen dahin, daß durch ehren Offiziösen ausgeworfener Köder, auf den die Gründlinge gerichtlichen Spruch des Reichstages oder einer von ihm t der Philisterschaft anbeißen sollen, wie 1887 auf den Röder ftellten Vertrauenstommission für den Fall von Verleumdes Melinit und Barackenschwindels. Die Furcht bung und gröblichen Verdächtigungen die Immunität dem Chauvinismi, ant dem die aufgeklärte für bestimmte Reden entzogen, und zugleich der strafArbeiterschaft Frankreichs nicht krankt, soll die schlaffen freie Vertrieb dieser Reden beseitigt werden Segel der Militärvorlage blähen, der brave tann." Dieses Papier will die Redefreiheit, jenes die Bürger soll schon den Waffenschritt der französischen Preßfreiheit stranguliren, kurz, die Reaktion krebst mit den Bataillone, das Jubelgeschrei:" Nach Berlin, nach Berlin!" Ahlwardt'schen Streichen auf das Allerschlimmste. Ihr ist hören, dies Jubelgeschrei, das die Göldlinge Bonaparte's, darum zu thun, Volksrechte zu beseitigen, und der Ahlwardt Gecken, Buhälter, weiße Blousen, Dirnen und andere kommt ihr gerade recht für diese ihre Dunkelmänner- AbLumpenproletarier 1870 in den Straßen der Seinestadt fichten. Die Wähler sehen, was sie zu erwarten haben, angestimmt haben. Was thut das Offiziösenthum heute wenn ein Reichstag gewählt wird, der dem Andrang der anders als während des Kampfes um das Septennat? Rückschrittler keinen festen Widerstand entgegensetzt." Die gleichen verwerflichen Mittelchen werden gebraucht, aber diesmal verfangen sie nicht. Nicht wieder läßt sich das deutsche Bolt blenden und betrügen. Seine Losung ist: Fort mit der volksverwüftenden Militärborlage! = Und noch zu anderem ist der Ahlwardt gut. Wer kann noch an den Verstand der Massen glauben, wenn sie einen Ahlwardt in den Reichstag schicken? Wer kann noch Hochachtung haben vor dem allgemeinen Wahlrecht, das einen Ahlwardt auf den Schild erhebt? Dwir tugendhaften Deutschen! Nur ein Ahlivardt spricht uns die Zugend ab. Und was der Ahlwardt sagt, ist das Gegentheil der Wahrheit namentlich wenn es von Stöcker noch bekräftigt wird. Und o dieses erbärmliche Allgemeine Wahlrecht! Wer fann es noch vertheidigen, nachdem es einen Ahlwardt als in Zukunft können, gleichgiltig, ob er sie sehr oder wenig oder gar nicht liebte. Die alten Romandichter mochten die Liebe als das Hauptziel des Lebens betrachten. Er wußte es besser als sie. Rapitel IX. " " die Fluth über die Ufer getreten und die Siedelungen bes drohe, dann geschah dank dem Mangel staatlicher Fürsorge, in selbstsüchtigem Eifer für die eigene Scholle mand' schlimme Unthat, die viel Hader und Haß im Gefolge hatte. Die Insaffen des einen Dorfes durchstachen, um ihre Flur zu retten, die Dämme und leiteten die verwüstenden Wasser auf die fremde Dorfflur. Hiermit hat es jetzt ein Ende. Man schreibt uns aus der Schweiz: Jm Kanton Unterwalden beabsichtigte eine Voltsbewegung die aus den dreißiger Jahren stammende Verfassung in der Richtung einer Revision zu unterwerfen, daß der Artikel, welcher den 8insfuß auf 5 Prozent festfest, im Sinne der Reduktion desselben abgeändert werde. Damit tamen aber die frommen Schäfchen schön an bei ihren herrschenden Seelsorgern. Diese behandelten nämlich auf ihrer Pfarrerkonferenz die bezügliche Eingabe an den Kantonsrath und faßten folgenden Beschluß: Ausgehend von den Grund fäßen des Rechtes, der Gerechtigkeit und Vertragstreue," erachtet die Konferenz das Begehren als einen Vertragsbruch, begangen vom Schuldner an dem Gläubiger, indem es nach göttlichem, natürlichem und positivem Recht bei einem rechts: giltigen Vertrage zwischen zwei Rontrahenten dem einen Theil nicht zusteht, denselben ohne Einwilligung des andern zu brechen." Weiter sei es eine schwere Schädigung des Kirchen-, Pfründe und Stiftungsvermögens, wodurch selbst höhere Rechte verletzt würden". Doppelte Unbilligkeit wäre es, dem steuerfähigen Theile der Bügerschaft das Vermögen herabzumindern und für den Ausfall größere Steuerlaften ihm aufzubürden." Und Der Kantons rath lehnte in der That das Verlangen der Petenten resp. Initianten ab. Der fromme Kanton Unterwalden ist der einzige, der 5 pCt. Schuldzinsen vorschreibt, in anderen Kan tonen sind 4 pCt. und auch 33/4 pt. üblich. Das ist auch fatholische Sozialpolitik! Im Luzerner Rantonsrath hat die ultramontane Mehrheit das Begnadigungsgesuch eines 57 jährigen Sträflings, der 1. 3. zu lebenslänglicher Buchthausstrafe verurtheilt wurde und sich nun zwanzig Jahre im Zuchthaus tadellos gehalten hat, abgelehnt, trotzdem die früheren Bauersleute des Betenten sich bereit erklärten, denselben wieder in Dienst zu nehmen. Auch ein Att chriftlicher Barmherzigkeit! Im Kanton Schaffhausen hat der Große Rath in folge eines Iniativbegehrens die Wiedereinführung der Todesstrafe beschlossen. Staatsanwalt, Richter und Advokaten waren dagegen, Pfarrer waren dafür! Nur immer christlich. Aus Spanien. Ueber die letzten Cortes Wahlen schreibt uns ein spanischer Genoffe, der Mitglied der Redaktion des Zentralorgans der dortigen sozialistischen Partei ist, in einem Privatbriefe: Die Zahl der für unsere Randidaten( Iglesias, Quejido u. f. w.) abgegebenen Stimmen werden wir wohl nie erfahren. Wir schätzen sie auf etwa 7000, d. h. wir haben etwa 1000 Stimmen mehr erhalten als bei den vorigen Wahlen. Indessen wird troß der schwachen Erfolge unsere eifrige Propaganda während der Wahlperiode für die Verbreitung der sozialistischen Ideen in Spanien feineswegs verloren fein." Die Wahlforruption aller Parteien, der monarchistischen wie der republikanischen, schildert unser Genoffe als geradezu standalös. Dazu mußten die Sozialisten, wo fie eigene Ran didaten aufstellten, es sich gefallen lassen, daß die bürgerlichen Republikaner ihnen vorwarfen, sie seien von der monarchistischen Reaktion dafür bezahlt; daß die Anarchisten eifrigft in dasa felbe Horn bliesen und den Sozialisten alle möglichen Hindernisse in den Weg zu wälzen fuchten, ist selbstver ständlich. Derselbe Faden, nur eine andere Nummer. Der Böckel will von seinen Mitstr- ebern nichts mehr wissen, sondern auf eigne Faust eine Nationale Boltspartei" gründen. Er schreibt: Mit dem durch Ahlwardt's Auftreten gerichteten und verurtheilten AntiWozu der Ahlwardt gut ist. Gleich Jungfer semitismus find wir zu Ende", in seinem ReichsJettchen's Fingerhut ist der Ahlwardt zu manchen Dingen herold". Eine Partei ohne politischen Scharfblick, die gut. Und ganz so dumm, wie man gemeiniglich glaubt, jedem Aufschneider und Schreier nachläuft, hat keine Zuwaren die Konservativen nicht, als sie sich den Ahlwardt in funft. Heute heißt es:" Retten was zu retten ist" und eine den Pelz setzten. Die Panama Standale der Milliarden- nationale Voltspartei schaffen, die das Recht und die Wohl Mera mußten, nach dem Falle des Millionärzüchters Bis- fahrt der Landwirthe, Handwerker und Arbeiter energisch Frankreich. Man schreibt uns aus Paris, den mard, gelegentlich zur Sprache fommen. Der Ahlwardt und freimüthig vertritt, gegen jedermann, sei es Jude, 28. März: brachte sie zur Sprache, und sofort war der blutige Großkapital, Bureau oder Sozialdemokratie." Wie lange Erniedrigung und politischen Rathlosigkeit der AbgeordnetenDer französische Senat, welcher angesichts der moralischen Ernst zu einer plumpen Hanswurstiade herabgewürdigt. glaubt der Böckel wohl, daß die oberhessischen Bauern noch fammer versucht hatte, durch ein entschiedenes und konfequentes Ber tann an ein Banama glauben, wenn ein Ahlwardt der feinem Rattenfängerlied folgen werden? In ihres Wesens Vorgehen einen größeren Einfluß auf die Geschicke des Landes zu Ankläger ist? so fragt die gedankenlose Menge, und die Wesenheit bleiben der Böckelismus und der Ahlwardtismus erlangen, und zu diesem Zwecke den energischen und streitbaren Banamisten danken ihrem Schöpfer, daß er ihnen den Ahl- gleich, nämlich gleich schäbig, gleich beschränkt, gleich aus- Jules Ferry an seine Spitze berief, hat jetzt vollständig den wardt geschickt hat. fichtslos, wofern sie etwa darauf rechnen, etwas anderes zu Rückzug angetreten. Der unerwartete Zob Ferry's, dessen große fein, als ein Durchgangspunkt der kleinbürgerlichen und Verdienste um die Begründung der republikanischen Staatsform kleinbäuerlichen Elemente zur Sozialdemokratie. und um die durchgreifende Neuorganisation des Schulunterrichts im modernen Geifte auch die Gegner anerkennen müssen, war ein Rhederwünsche. Bei der Besprechung der Seeu harter Schlag für die opportunistische Partei, welche im Senat manns Ordnung haben wir gezeigt, weß Geistes Kind die ausschlaggebende Rolle spielt. In Ferry's Person verlor das Rhederkapital ist. Zu dem reichen Kapitel der Gewinn- die Senate majorität, in deren greifenhaften Körper einige sucht dieser Großunternehmer liefert die nachstehende Hamfein schien, nicht nur ihren nominellen Präsidenten, sondern Augenblicke lang jugendliche Kampfeslust eingekehrt zut burger Mittheilung einen beredten Beitrag. Auf das auch thatsächlich ihren geistigen Führer, und so versinkt sie von Gesuch der Rheder, einzelne Cholerafalle fünftig neuem in die alte Schlaffbeit. Dem Lande eine neue Heraus nicht melden zu wollen, da der Schiffsverkehr durch die forderung zuzuschleudern, indem sie Herrn Constans aum Sperrmaßregeln einiger ausländischer Regierungen gehindert Nachfolger Ferry's ernannte, worauf derselbe schon spekulirt werden würde, ertheilte der Hamburger Senat, wie der hatte, dazu fehlte ihr die Entschlossenheit und die Kraft. Herr " amburgische Korrespondent" berichtet, einen Conftans hat übrigens auch nicht das Zeug dazu, einen Ferry, abschlägigen Bescheid, da bei Nichtmeldung einzelner Cholera mit seiner brutalen Gewissenlosigkeit einer in Berlegenheit geder ein wirklicher Staatsmann war, zu ersehen; er ist gut dazu, Buverlässigkeit der hiesigen amtlichen Gesundheitsberichte heits- und Augenblidspolitik zu betreiben; aber einen weit fälle das Vertrauen der auswärtigen Regierungen in die rathenen Partei aus der Klemme zu helfen und sonstige Gelegen erschüttert werden könnte. So innig verwandt der Senat reichenden politischen Blid befigt er nicht. So hat der führerlos mit dem Hamburger Patriziat, aus dessen Schooße er hervor gewordene Senat auf die Kampfesrolle verzichtet; Herr Constans Bei gemeinsamer Arbeit. Andrej hatte vielfach Gelegenheit, sich zu seinem geht, auch sein mag, er erkennt trotzdem, daß er ängstlich blieb bei der Präsidentenwahl in der Minoritat; der neue Andrei hatte vielfach Gelegenheit, sich zu seinem muthigen Entschluß zu gratuliren. Während des Monats, besorgt sein muß, sich nicht ein zweites Mal der Kritik, wie Senatspräsident, Herr Challemel- Lacour, wird keine muthigen Entschluß zu gratuliren. Während des Monats, fie 1892 an ihm geübt wurde, auszusehen. Zum mindesten politische Rolle spielen; er ist zugleich das jüngstgewählte der seiner Ueberstedelung nach dem Nirwa- Distrikt folgte, muß das elbische Stadtregiment die schlimmsten Mißbräuche Mitglied der Akademie, und fein Jdeal wird sich auf lernte er das Glück fennen, welches nur noch dem Entzücken abstellen: die Kläglichkeit seiner vorjährigen Cholerastatistit Senats beschränken müssen. Die Presse des Herrn Constans lernte er das Glück kennen, welches nur noch dem Entzücken die musterhafte Handhabung der Geschäfts Ordnung des einer gegenseitigen Liebe nachsteht: Die Gesellschaft des und seiner Choleraberichte ist so unzweifelhaft, daß Vorsicht tröstet sich über die Niederlage ihres Herrn und Meisters einstWeibes seiner Liebe bei einem Werke, in welches sie beide noth thut. Freilich, die Mißwirthschaft des Klüngel- weilen mit dem Gedanken, den sie übrigens nicht in den Tiefen das Beste ihres eigenen Jchs hineinlegten. regiments und dessen furchtbare Wirkungen, wie sie die ihres Herzens verschließt, der Senat habe nur deshalb Herrn Die kleinen, langweiligen Tagesgeschäfte bekamen für Seuchenzeit aufzeigte, wird nicht beseitigt. Jedennoch gegen Constans durchfallen lassen, um sich die Mühe einer Neuwahl ihn eine neue Bedeutung und einen neuen Reiz. Die die allzu naive Goldgier der gewinnlüfternen Rheder macht zu ersparen, wenn der Mann mit der Faust" an die Spitze des tleinen Erfolge, welche ihm bei seiner Arbeit wurder Senat Front, weil er es muß.Ministeriums berufen würde, wozu es unzweifelhaft baldigst tommen müffe! ben, bildeten sich jetzt zu einem wahren Triumphe Der Streit der Arbeiter in den um und erfüllten ihn mit großer Freude. Seine Pro- Schweiz. Der wichtigste Beschluß, den der National paganda war die ganze Zeit über ausnehmend rath in der letzten Märzwoche gefaßt hat, betrifft die lichen Bündholzfabriken Frankreichs dauert noch unerfolgreich. Er wurde eindringlicher und beredter, the inthal Rorrettion. Bis Ende 1892 waren verändert fort; allerdings hat die Verwaltung gegenüber dem ba die Wärme seines eigenen Gefühls ihn auch für andere für dieses Werk vom Bund 4 214 000 Fr. und vom Kanton öffentlichen Meinung bedeutend mildere Seiten aufgezogen, als mannhaften Widerstande der Ausständigen und dem Druck der wärmer empfinden ließ. St. Gallen und dem Rheinthal etiva 8 Millionen aus im Anfang, fich der Direktor überhaupt weigerte, Den größten Theil seiner Zeit brachte er außer dem gegeben worden. Nun hat der Nationalrath als legte eine Delegation der Arbeiter zu empfangen. Der Hause zu. Die vierundzwanzig Stunden genügten ihm Bundesleistung dem Kanton eine Hilfe in Höhe von mehr Finanzminister Zirard hat sich in's Mittel gelegt faum, um alles zu thun, was er vorhatte. Dank den als 8 Millionen, d. h. von 80 pet. der noch zu bestreiten- und den größten Theil der Forderungen der Streifenden Empfehlungen, die er Don Tanja's Arbeitern Arbeitern be- den Kosten, bewilligt. Ohne Zweifel wird der Ständerath als berechtigt anerkannt. Der materielle Theil des von den Arfam, erweiterte sich der Kreis feiner Verbin- beistimmen, und dann hat die Bundesversammlung durch beitern Verlangten, Lohnerhöhung zc. betreffend, ist von der Bedungen äußerst schnell. Außer Außer seinen vielen neuen diefen hochherzigen Beschluß bewiesen, daß der Bund auch hörde bewilligt worden. Aber der Streit ist damit nicht beendet. Es handelt sich um die Wiederanstellung des Sekretärs der Föde Freunden und Gesinnungsgenossen mußte er Leute auf- vor schweren Opfern nicht zurückschreckt, wenn es gilt, die ration der Zündholzarbeiter, den man bei Beginn des Streits sosuchen, die man ohne Furcht zu Tanja's Abenden ein Landesinteressen zu fördern. In etwa zehn Jahren wird fort entlassen hatte. Ohne ihn will lein Arbeiter und feine ArLaden konnte. Da die Arbeiter, die bei diesen Versamm- diese Korrektion, welche für die betheiligten Bezirke, vor beiterin in die Fabrik zurückkehren. Voraussichtlich wird die Belungen zugegen waren, ebenso viel Gefahr liefen, als allem den Kanton St. Gallen eine Lebensfrage ist, hörde auch in dieser Personenfrage zum Nachgeben gezwungen wenn sie Mitschuldige eines Mordes oder einer Brand- durchgeführt und damit eine Quelle vielen Elends ver- werden; sonst könnte die Angelegenheit zu einer unliebsamen Inters stiftung gewesen wären, war es Gebrauch, daß kein Neuling stopft sein. Durch die Ueberschwemmungen, die mangels pellation in der Kammer führen.( Nach telegraphischen Miteinem der fleinen Klubs, ohne Einwilligung und Geneh- einer verständigen, umfassenden Regulirung des Rhein- theilungen der Bourgeoispreffe soll der Streit mittlerweile migung aller Mitglieder, zugesellt wurde. Andrej und Tanja stromes nur สิน pünktlich sich einstellen, wurden beendet fein. D. R.) Die Pariser Stadtrath3wahlen werden, wie amthielten es mit dieser weisen Regel, doch erlangte Andrej bie angrenzenden Gebiete, auch österreichisches Land, lich bekannt gemacht worden ist, am 16., die Stichwahlen am bald so viel Popularität, daß sich thatsächlich alle an sein Vorarlberg Desterreich ist an der Rorrektion 28. April stattfinden. In allen Stadtvierteln bereitet man sich auf Gutachten hielten. betheiligt auf das ärgste heimgesucht, Läuteten in den diefelben vor, allerdings ohne außergewöhnlichen Eifer. Sämmt Dörfern die Sturmglocken, den Landleuten zu künden, daß liche sozialistische Stadträthe, die augenblicklich ein Achtel der ( Fortfehung folgt.) סטן " 9 staat: Mit solidarischem Gruß Parifer Stadtvertretung ausmachen, treten wieder als Randidaten bem heutigen Militärstaat überaus unzufrieden ist. Selbst die Gründen, sowie aus Rücksichten auf unsere gesammte deutsche auf, so Baillant, Chauvière, Faillet, 2onguet, hiesige Landbevölkerung erkennt eben mehr und mehr, daß ihr Kollegenschaft, welche bald hier, bald dort von dem UnternehmerRouanet, Brouffe u. f. w. Gin gemeinschaftliches Vor- Elend nur durch den endlichen Sieg des Sozialismus für immer thum willkürlich in den Streit gedrängt und gemaßregelt wird, gehen der verschiedenen sozialistischen Fraktionen bei dem Wahl- beseitigt werden kann. Dies bewies uns auch die Begier, mit der ist es eine Nothwendigkeit, daß sich jeder Berliner Töpfer an der tampfe ift nicht erzielt worden. Jede Gruppe führt den Kampf die in deutscher und polnischer Sprache gedruckten Flugblätter, vorgenannten Organisation betheiligt. auf eigene Fauft; die sozialistischen Stimmen werden sich infolge melche unsere Genossen in den letzten Tagen in der ganzen hiesigen deffen wieder sehr zersplitteru. In den Statuten der sozialistischen Umgegend vertheilt haben, in Empfang genommen wurden. Aktionsliga, welche während der Wahlperiode ihre Thätigkeit Dabei machte man uns namentlich in den mehr polnischen Orteingestellt hat, hieß es ausdrücklich, daß die Liga mit den Wahlschaften und Domänen über die kläglichen Ernährungs- und angelegenheiten durchaus nichts zu thun haben solle. Leider sind Wohnungsverhältnisse der armen Kleinbesiger, Arbeiter und Dienstdie alten Wunden aus dem Bruderkampfe der Sozialisten unter leute geradezu haarsträubende Mittheilungen und vielfach wurde einander noch immer nicht vernarbt. der Wunsch ausgesprochen, daß wir recht oft mit solchen belehrenden sozialistischen Schriften wiederkommen möchten. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Zwischen der Rammer und dem Genat ist es an läßlich des Budgets zu einem kleinen Konflikt gekommen, der den Vortheil hat, die Augen des Volts wieder auf den Senat zu lenken, und dessen Gemeinschädlichkeit den Wählern recht klar zu machen was vor den Wahlen nur von Nugen sein, und nicht verfehlen kann, die Sache der Revision der Verfassungsänderung und Abschaffung des Senats zu fördern. 7. Samo * " Der Redakteur des Halleschen Voltsblatts" Genosse Rich. Jllge, tritt den 4. April eine einmonatliche Gefängnißstrafe an, die ihm wegen Beleidigung des Geh. Bergraths Leuschner in Eisleben zudiktirt worden ist. Am 28. März fand in Beuthen die gerichtliche Verhandlung gegen die Parteigenoffen Andrzejewski, Thiel, Golibrodi, Neumann und Pawusch statt, die der AufEin soziales Edikt von Nantes nennt der" Temps", reizung zum Klaffenhaß angeklagt waren. Die Verhandlung be bas Hauptorgan der französischen Bourgeoisie, den Ver- gann um 1/29 Uhr Morgens und endete um 11 Uhr Abends mit trag", durch welchen der Streit von Lancashire folgendem Spruch, dem hier die Anträge der Staatsanwaltschaft beschlossen worden ist. Das Edift von Nantes enthielt die beigefügt sein mögen: Gleichberechtigung der Katholiken und Protestanten( HugeUrtheil: notten) von Frankreich; und die Aufhebung dieses Andrzejewski 8 Monate Gefängniß Edikts durch den Despoten Ludwig den Vierzehnten hatte Thiel blutigen Bürgerkrieg und schließlich die grausame Ver- Golibrodi treibung der Hugenotten aus Frankreich zur Folge. Und dieses soziale Edikt von Nantes"? Es besteht in dem Versprechen der Baumwollen- Fabrikanten, daß sie bereit feien, fünftige Differenzen mit den Arbeitern schieds: richterlich beizulegen. Neumann Pawusch. 4 Wochen . 14 Tage 14 " 1 # • " Anträge der Staats. anwaltschaft: 24 Monate 18 SP 18 18 6 Earl Manthe, Putbuserstr. 17. An die Parteigenossen aus Gusow und Platkow, welche zur Zeit in Berlin in Arbeit stehen. Nachdem wir lange Beit wegen der Lokalfrage teine Versaminlungen abhalten fonnten, hat sich jetzt der Wirth zur Ostbahn in Gusow bereit erklärt, uns jederzeit sein Lotal zur Verfügung zu stellen. So konnte denn hier am 5. März die erste Arbeiterversammlung abgehalten werden. Ihr wißt nun, Parteigenossen, wie die Gegner fich in solchem Falle einem Wirth gegenüber stellen. Auch bei uns wollte speziell der Kriegerverein sich die Ehre nicht nehmen lassen, Gusow vor dem sicheren Verderben zu retten. Wir richten nun an Euch den Appell, unsere Bestrebungen da= durch zu unterstüßen, daß Ihr beim Besuch der Heimath nicht vergeßt, den Wirth zu berücksichtigen, der seine Räumlichkeiten für uns hergiebt. J. A.: Gottfried Bartel, Gusow, zur Zeit in Schöneberg- Berlin, Golzstraße 84. Im Münchener Hofbräuhauskeller streiten sämmtliche Schäfflergehilfen wegen des niedrigen Wochenlohns, der nur 17,50 M. beträgt, und ferner deswegen, weil der Oberschäffler die Arbeit vor 6 Uhr Morgens beginnen läßt und auch die Brotzeit schmälert. Die organisirten Buchdruckergehilfen Stockholms haben einen neuen Tarif durchgesetzt. Sämmtliche Firmen bis auf Jönköpings Lithographische Attien Gesellschaft bewilligten den Tarif. Sämmtliche Seger der genannten Buchdruckerei, darunter auch die Lehrlinge, legten die Arbeit wieder. Freisprechung Dem Genossen Andrzejewski wurden von der Strafe 5 Monate als durch die Untersuchungshaft verbüßt in Anrechnung gebracht. Vertheidiger war Rechtsanwalt Pohl. In Glogau stand am 27. März der Redakteur der Die Bräuner Schneider sollen das Angebot der Meister, Aber die Arbeiter hatten ja nach Ausbruch des letzten Fachzeitschrift Bruder Schmied", Genosse The iß aus Hamburg, ſich mit 10 pet. Sohnerhöhung und mit der Verminderung der Streits ein Schiedsgericht vorgeschlagen; und wer es nicht an- vorm Landgericht, um sich wegen öffentlicher Beleidigung des Siggefellen zu begnügen, angenommen haben. nahm, wer jeden Bergleich zurückwies und erbarmungslos Glogauer Offizierkorps zu verantworten. Die Beleidigung soll Heroldsche Telegraphenbureau wissen. Die Streifenden verlangten durch dreimonatliches Aushungern die Arbeiter zur beim Leitartikel der Nr. 40 des Bruder Schmied" enthalten sein, bekanntlich den Neunstundentag und die Ginführung eines bingungslosen Unterwerfung trieb, das waren dieselben worin die Thatsache fritisirt ist, daß ein jüngerer Offizier der Minimallohnes. Es ist nicht wahrscheinlich, daß die Mehrheit Herrn Fabrikanten, die jetzt, wo sie auf den überwundenen Glogauer Garnison seinen Hund Bivilist" benannt hatte. Theiß, der Brünner Schneider diefe wichtigen Forderungen fahren ließ, und erschöpften Arbeitern knieen, mit humanen Redensarten der sich in vortrefflicher Rede selbst vertheidigte, wurde des Ver- nachdem der Streit kaum begonnen hat. Bermuthlich handelt es um sich werfen. D diese Heuchler! Und das französische Geldstrafe oder für je 5 M. auf 1 Tag Haft; dazu kommen die gehens für schuldig erklärt. Das Urtheil lautete auf 100 m. fich um ein paar Angstmeier, die es bei jeder Lohnbewegung giebt. Bourgeoisorgan traut den Arbeitern sehr wenig Verstand üblichen Nebenstrafen. Der Staatsanwalt hatte 1 Monat Ge- Der Streik der Personale der französischen Zündholzzu, wenn es glaubt, sie würden sich durch solche zynische fängniß und die Nebenstrasen beantragt. Interessant war die Fabriken ist von Erfolg gewesen. In der Fabrit in Pantin, Heuchelei täuschen lassen! Verhandlung noch infofern, als vom Gericht hervorgehoben wo er ausbrach, bewilligte der Direktor alle Forderungen, worauf wurde, daß der betreffende Offizier Lieutenant Nauenburg die Vertreter der Arbeiter erklärten, daß auch die Personale der feinen Sund thatsächlich den Namen" Bivilist" gegeben habe, übrigen Fabriken die Arbeit wieder aufnehmen würden. Infolge wofür er disziplinarisch bestraft worden sein soll. des Ausgangs der Bewegung hat der Direktor der staatlichen Zündholz- Fabriten seine Entlaffung genommen. der d 1 Krankenkassenwesen. Der Kranten und Begräbnißtaffe des Verbandes deutscher Bureaubeamten zu Leipzig( G. H.), der Allgemeinen Hafenarbeiter- Krankenkasse( E. S.) in Bremerhaven, der Eingeschriebenen Hilfskaffe für Architekten, Ingenieure und Technifer Deutschlands in Berlin, der Krantenunterstügungs- und Sterbekasse Union"( C. H.) in Bremerhaven, der SchiffbauerKranken- und Sterbekaffe( E. H.) ebendaselbst, und der Krankentasse Berliner Köche( E. H.) in Berlin ist vom Reichskanzleramt die Bescheinigung ertheilt worden, daß sie vorbehältlich der Höhe des Krankengeldes, den Anforderungen des§ 75 des KrankenGladstone hat sich der Deputation reaktionärer Geldsäcke gegenüber mit weit mehr Schärfe und Entschiedenheit ausgesprochen, als der geldsackfreundliche Telegraph es er fennen ließ. Die Aussprache ist so wichtig, daß wir sie in der nächsten Nummer vollständig mittheilen werden. Daß der troß seiner Fehler weitaus bedeutendste der lebenden Staats- Soziale Uebersicht. männer und das Regierungshaupt des wirthschaftlich entwickeltsten Reiches der Welt, die besigenden Achtung, Arbeiter! Genoffen! Kollegen und Kolleginnen! Klassen) the property classes- als mit Wie bereits durch die Arbeiter- Zeitungen bekannt, glaubte den Gefühlen und Forderungen das Unternehmerthum in Berlin die wirthschaftliche Krise in unferem Gewerbe für sich ausnügen und den Arbeitern den ohne Nation" im Widerspruch stehend, bezeichnet hin schon fargen Arbeitsverdienst fürzen zu können. Lohnabzüge und es für eine Nothwendigkeit erklärt, den politischen von 20 bis 30 pet. waren nichts Seltenes. Die Berliner Kollegen Einfluß der besigenden Klassen zu brechen,- das ist ein und Kolleginnen sahen sich endlich veranlaßt, diesem Treiben versicherungs- Gesezes genügen. hochbedeutsames Ereigniß. Und die Bedeutung deffelben entgegenzutreten, indem sie einen Lohnaufschlag von 25 pet., ferner Der Geiverbe Inspektor in Saarbrücken hat, wie die wird noch dadurch verstärkt, daß der Mann, der dieses, mit die Einführung und das Aushängen von Lohntarifen in den dem unsrigen genau übereinstimmende Urtheil gefällt hat, Arbeitslokalen sowie die Beseitigung von einigen anderen Uebel Grantf. 3tg." berichtet, mit dem Landrath des Kreises St. Wendel aus den konservativen Reihen hervorgegangen ist, und selber tänden verlnngte, deren in der Schneiderei massenhaft vorhanden zwei in diesem Kreise gelegene Ortschaften besucht, in denen fich find. Diese Forderungen wurden von den Unternehmern abgelehnt, ach at Schleifereien befinden. Zweck des Besuches war zu den besitzenden Klassen gehört. Man sieht so recht flar infolge dessen befinden sich seit dem 20. März d. J. gegen 4000 Kollegen Information über Einführung einer wesentlichen Erleichterung die erzieherische Wirkung der Thatsachen" an diesem Mann, und Kolleginnen, deren Zahl sich täglich vermehrt, im Streit. der Arbeit, die bisher liegend verrichtet werden mußte, und bei der, vor 50 Jahren ein eifriger Tory, vor 15 Jahren das Der Kampf ist von den Berliner Schneidern und Schneiderinnen Anbringung von Muster Schleifsteinen in der Folge stßend ges denkwürdige Wort aussprach: Gewalt ist kein nicht leichtsinnig unternommen, sondern durch das eben gefenn- schehen könnte. Heilmittel!" und heute die Kulturwidrigkeit des Ka- zeichnete Gebahren der Unternehmer veranlaßt. Arbeiter! Gepitalismus vor aller Welt verkünden muß. noffen! Kollegen und Kolleginnen! Sollen die Berliner Schneider den Kampf siegreich durchfämpfen, so ist es nöthig, sie mit allen Mitteln zu unterstützen; da aber unsere Mittel nicht ausreichen, fo appelliren wir an Guer Solidaritätsgefühl, uns in diesem Eine Schneider und Schneiderinnen Versammlung, Kampfe beizustehen. Wir wiffen gar wohl, daß auch Eure Lage eine schlechte ist, sind aber überzeugt, daß Ihr es möglich machen welche am Mittwoch Abend im Westen Berlins tagte, nahm zur gegenwärtigen Lohnbewegung Stellung. Den Situationsbericht werdet, das nothwendige Opfer zu bringen. Auch die kleinste erstatteten Zimm und Pfeiffer. Die Diskussion ergab, bas Gabe ist willkommen, und vergeßt nicht: Schnelle Hilfe ist auch in dieser Gegend zum mindesten ebenso schlimme Mißstände doppelte Hilfe! Vor allem gilt es aber, daß der Zuzug herrschen, wie im Innern der Stadt. Alljeitig wurde die Nothvon Schneidern nach Berlin streng fern ge= halten wird, und unsere Kollegen außerhalb Berlins haben be- wendigkeit, Abhilfe zu schaffen, anerkannt. Der Berichterstatter jonders darauf acht zu geben, daß auswärts, wo von Berliner Unternehmern versucht wird, Arbeit anfertigen zu lassen, dies nicht geschieht, sondern zurückgewiesen wird. Darum nochmals, Arbeiter und Genossen! Selft den Berliner Schneidern und Schneiderinnen den Kampf fiegreich durchführen. Geldsendungen sind zur Weiterbeförderung an die Adresse von Fr. Holzhäußer in Flen 3burg, Sarrisleerstr. 44, 1 r. 1., zu richten. Der internationale Arbeiterkongres ist haupt sächlich mit Rücksicht auf die bevorstehenden französischen Wahlen in die erste Hälfte des Auguft verlegt worden. Das Mandat der jeßigen Deputirtenkammer, die im September 1889 gewählt ward, dauert da Frankreich vier jährige Legislaturperioden hat bis zum September dieses Jahres. Und, da die Regierung, wie die Dinge jetzt liegen, feinen Grund hat, vor Ablauf des Mandats die Deputirtenfammer aufzulösen, und da auch keine starke Bewegung zu gunsten der Auflösung sich bemerkbar macht, so ist anzunehmen, daß die Neuwahlen Mitte September stattfinden werden. Der Kongreß, der am 6. August beginnen soll, wird am 13. Auguft seine letzte Sigung abhalten. Die anwesenden französischen Genossen haben also vollauf Beit, in dem Wahlfeldzug ihre Schuldigkeit zu thun. Beiläufig sind die Sozialisten aller Fraktionen fest überzeugt, daß die sozialistische Partei bei den Wahlen bedeutende Erfolge davon tragen wird. Leider ist Guesde, einer unserer besten Redner und tüchtigsten Agitatoren, durch Krankheit augenblicklich gehindert, Versammlungen abzuhalten, Hoffentlich Aufrufes gebeten. beffert sein Gesundheitszustand sich bald. Parteinachrichten: Aufruf an die Parteigenossen der Westpriegnių! Am ersten Osterfeiertage findet in Wittenberge in der Bentralhalle, Abends 7 Uhr, eine öffentliche Volksversammlung statt. Die Tagesordnung lautet u. a.: Aufstellung eines Reichstags- Kandidaten. Wir ersuchen die auswärtigen Parteigenossen, besonders die Postabonnenten des Vorwärts", recht zahlreich zu erscheinen. Der Vertrauensmann. Parteipreffe. Am 2. April erscheint neu das Bolts blatt für Oft und Westpreußen". Es wird in einer Stärfe von 8 Seiten wöchentlich dreimal herausgegeben und von Gustav Reßler redigirt. Abonnementspreis vierteljährlich 1,50 m., monatlich 50 Pf. Redaktion und Expedition: Berlin SW., Beuthstr. 2. Flensburg, im März 1893. Der Vorstand des Verbandes deutscher Schneider und Schneiderinnen und verwandter Berufsgenossen. J. A.: Fr. Solzhäußer, Vorsitzender. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck dieses Versammlungen. B Günther erwähnte eines Gesprächs, welches die Herren Kalläne anstalt, geführt haben und in welchem sie die streitenden Schneider u. Meiling, Inhaber der bekannten Herrengarderoben- Reinigungsals Saufbolde bezeichneten, die zum Arbeiten feine. Luft hätten. Der Redner erbot sich, Zeugen zit ftellen, welche diese Aeußerung Der Redner erbot sich, Zeugen zu stellen, welche diese Neußerung gehört hätten. Pfeiffer erwiderte auf diese Ausführungen, daß es im allgemeinen ja gleichgiltig sei, was der Unternehmer über die Arbeiter denke, jedoch sei diese Aeußerung bei Herrn Kalläne namentlich charakteristisch. Gerade bei dieser Firma herrschten die schlimmsten Zustände. Der Redner geißelte nun die Arbeitsordnung sowie Schneider. Diese müssen für 30 Pf. die Stunde unter Aufsicht die schlechte Bezahlung der bei der Firma beschäftigten Tagbie schwerste Arbeit verrichten. Diese Ausführungen erregten die Entrüstung aller Anwesenden. Behrend führte in längerer Nede den Anwesenden noch die Nothwendigkeit der Organisation vor Augen. An alle in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Holzplägen Am dritten Ostertag findet im Lokal Königshof, Bülowbeschäftigten Arbeiter. Zu dem Maschinenarbeiter Ausstand ist zu berichten, daß straße 38, die Fortsetzung der Versammlung statt. Auf dies Herr Stieghan sich auf eine Rücksprache mit der unterzeichneten felbe wird noch besonders durch Flugblätter aufmerksam gemacht. Kommission nicht eingelassen hat. Der Herr erklärte, daß er die In einer gut besuchten Versammlung der Mechaniker, jetzigen Arbeiter doch nicht wegen der Niederträchtigkeit entlassen Uhrmacher und verwandten Berufsgenossen, die tönne. Die betreffenden fünf Kollegen, welche jetzt bei Herrn am Dienstag stattfand, sprach Dr. Lütgenau über Streits Stieghan arbeiten, sind vor die Agitationstommission geladen worden, jedoch in der bestimmten Sigung nicht erschienen. Der Kollege Viefeger, welcher am Freitag mit Herrn Deutsch die Arbeit wieder aufnahm, hat am Montag wieder zu arbeiten auf gehört. und Boykotts". Nach lebhafter Diskussion nahm die Versamm lung den von Neumann erstatteten Bericht über den Streit bei Gros und Graf entgegen. Danach haben die von der Firms an 21 Unternehmer gesandten schwarzen Listen wenig Erfolg gehabt; die Firma habe sich eben durch ihre Konkurrenz allseitig mißWir haben beschlossen, zum Freitag, den 7. April, eine öffent liebig gemacht. Leider feien drei Kollegen zu Streifbrechern ge= liche Versammlung einzuberufen und in derselben den Ausstand worden, so daß in der gesperrten Fabrit zur Zeit 10 Mechaniker, wiederum zur Sprache zu bringen. Zu dieser Versammlung laden 3 Uhrmacher, 1 Gürtler, 3 Schraubendreher, 5 Schlosser und wir sämmtliche Intereffenten der Stieghan'schen Fabrikate ein. 1 Fraiser arbeiteten; im Streit befinden sich noch 53 Mann. Auch die Kollegen bitten wir, in dieser Versammlung zu er- In der Diskussion wurde die Lage des Streits als günftig an scheinen, damit die Angelegenheit ins rechte Licht gestellt werde. erkannt; von mehreren Firmen wurde berichtet, daß sie solche Herr Stieghan wird zu dieser Versammlung brieflich eingeladen, Leute einstellen wollten, die auf der schwarzen Liste ständen. Desgleichen die Streitbrecher.. Zum Schluß fand eine Resolution Annahme, in welcher die VerMit follegialem Grns fammlung den Streit als gerecht anerkannte und sich verpflichtete, die Ausständigen nach jeder Richtung hin zu unterstützen. " In Rio de Janeiro, der Hauptstadt Brasiliens, hat die Die Agitation31ommission. sozialistische Arbeiterpartei ein eigenes Blatt herausgegeben, das Bahlstellen: 1. Mariannen- Ufer 4 bei Gelhoff. 2. Beteranenden Titel führt: Sozialista" und von França e Silva gestraße 22 bei Peterson. 3. Friedrichsbergerstr. 11 bei Lock. In einer öffentlichen Versammlung für Männer und Frauen sprach Regerau am letzten Sonntag über das Thema leitet wird. Achtung, Töpfer! Diejenigen Kollegen, welche auf dem Soziale Streiflichter". Unter Verschiedenem empfahl Buzke die Ans Rawitsch in der Provinz Bosen wird uns geschrieben: Standpunkt des Kongreßbeschlusses stehen und sich an den Samm- von Frau Ihrer herausgegebene Broschüre Die ArbeiterinnenAuch hier und in den umliegenden Ortschaften fängt es an, sich lungen zum Generalfonds der Töpfer Deutschlands betheiligen, bewegung Deutschlands". Dieselbe wird demnächst im Buchmächtig für den Sozialismus zu regen; so fanden wiederum zwei diene zur Nachricht, daß Quittungsmarken jeden Sonnabend, handel zum Preise von 10 Bf. erscheinen. Frau Fahrenwald Boltsversammlungen statt, die sehr gut, auch von der ländlichen Abends von 6-9 Uhr, im Lofale des Herrn Wernau, Neue wies auf die in der Arbeiter- Bildungsschule neu eingeführten LehrBevölkerung, besucht waren. Genosse Schü aus Breslau sprach Friedrich- und Rosenstraßen- Ecke, sowie ebenfalls stets in der fächer, wie Gesetzeskunde zc. hin und forderte zur fleißigen Theilgegen die Militärvorlage und jegliche Mehrbelastung des Volkes. Wohnung des Unterzeichneten zu haben sind. Auch werden nahme an den Unterrichtsstunden, sowie zur petuniären UnterDie Versammlungen verliefen in bester Ordnung und bewiesen Wünsche und Beschwerden über Zustellung des Fachorgans, Der stüßung der Schule auf. Ebenfalls erging an die Anwesenden durch einstimmige Annahme von Resolutionen, in denen gegen Töpfer" dort entgegen genommen. die Aufforderung, die im Streit befindlichen Schneider zu unterjede Mehrbelastung des Volkes und gegen die Vermehrung des Militärs energisch Protest erhoben wird, daß die Bevölkerung mit Der Zelegraph fafelte von wohlhabenden Klaffen", Kollegen! Infer Fochorgan erhält jeder Töpfer gratis zu stüßen. Nachdem der Vorsitzende noch bekannt gegeben hatte, geftellt, wenn er Mitglied des Unterstüßungsvereins der Töpfer daß mit dieser Versammlung die regelmäßige Einberufung aufDeutschlands wird und sich an den Sammlungen zum General- höre, trennten sich die Anwesenden mit einem Hoch auf die So fonds der deutschen Töpfer betheiligt. Aus vorgenannten aialdemokratie. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Berantwortung Theater. Freitag, den 31. März, bleiben sämmtliche Theater geschlossen. Sonnabend, den 1. April, Opernhaus. Keine Vorstellung. Schauspielhaus. Keine Vorstellung. Deutsches Theater. Der Talisman. Berliner Theater. Graf Waldemar. Leffing- Theater. Heimath. Wallner Theater. Monsieur Alphonse. Er experimentirt. Kroll's Theater. Die Hochzeit des Figaro. Residenz Theater. Die beiden Champignol. • Adolph Erunt- Theater.) Reine Vors ftellung. Circus Renz. ( Karlstraße.) Freitag, 31. März: Geschlossen. Sonnabend, 1. April, Abends 714 Uhr: Gin Künstlerfest. Große Ausstattungs- Pantomime. Neue Einlagen mit überraschenden Licht- u. Wassereffecten. Ballet von 100 Damen. Glänzender Blumencorso. Grosses Brillant- Feuerwerk. Außerdem: Mr. James Fillis mit dem Schulpferde Germinal. E 8 arab. Schimmelhengste, vorgef. vom Dir. Fr. Renz. 3um 1. Male: Kunstreiter 2c. Mr. Hendrix mit seinen Hunden als je 2 gr. Festvorstellungen, Nachm. 4 Uhr An den beiden Oster- Feiertagen ( ein Kind unter 10 Jahren frei): Die lustigen Heidelberger. Abends 7 Uhr: Ein Künßlerfest. Billet- Vorverkauf an der Zirkustafse . beim„ Invalidendant", Markgrafen straße 51a. Fr. Renz, Direktor. Todesnachricht. Hierdurch die traurige Nachricht, daß unser langjähriger Kollege G. Roscher im Alter von 74 Jahren sanft entschlafen ist. Wir werden ihm ein gutes Andenken bewahren. Die Kollegen der Firma Hauschild in Stralau. Die Beerdigung findet am Sonnabend, Nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Thomas Kirch3086b hofs aus statt. Statt jeder besonderen Meldung. Todes- Anzeige. Am 29. d. M. entschlief nach längerem Leiden guter Gatte und Vater, der Drechsler Gottlob Roscher im Alter von 74 Jahren. Die Beerdigung findet am Sonnabend, Nachm. 4 Uhr, von der Leichenhalle des St. Thomaskirchhofes, Herr3061b mannstraße, statt. Friedrich- Wilhelmstädt. Cheater. Gratweil's Bierhallen Die traueruben Hinterbliebenen. Pariser Leben. Thomas- Theater. Standhafte Liebe. Wenn man im Dunkeln tüßt. Viktoria Theater. Die Reise um die Welt in achtzig Zagen. National Theater. Die Räuber. Alexanderplatz- Theater. Die Kon fettioneuse. Winter- Garten. Spezialitäten- Bor stellung. Apollo Theater. Vorstellung. SpezialitätenTheater der Reichshallen. Spezia litäten- Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Freitag und Sonnabend: Reine Vorstellung. Sonntag: Bum ersten Male: Goldlotte. Kommandantenstraße 77-79.* Täglich: Germania- Konzert- u. Kouplet- Sänger fowie großartige BravourLeistungen des Dou Pertusio, italienische Mandolinen- und Serenaden- Sänger. Zwei Säle zu Berjammlungen und Vergnügungen, sowie 6 Billards und 3 Kegelbahnen. MorikF. Sodtke. Etablissement Moritz Play. Buggenhagen. Play. Täglich): Intrumental- Konzert. Großer Frühstücks- n. Mittags. tifdy. Spezial- Ausschank von PahenGesangspoffe in 3 Aften v. Ed. Jacobson hofer Lagerbier, hell und dunkel. und W. Mannstädt. Couplets theilweise An Sonn- und Festtagen von G. Görss. Musit von G. Steffens. findet das Konzert in den oberen Sälen statt. Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Pf. American- Theater. Säle für Bersammlungen, Kommerse, Heute geschlossen. Morgen, Sonnabend: Festlichkeiten 2c. Große Vorstellung Sr. Weiße 20 Pf., tl. Weiße 10 Pf., Novität! Novität! Der Dussel ( Nulpus) Parodistisch- realistischer Vorgang in der Dachtammer, frei nach Ibsen und Tolstoi von Oscar Wagner. ( Klemm Ede.. Martin Bendix.) = Alfred Bender in seinem neuesten Originalvortrag Der Volksmund in Berlin. Blank, der beste Bauchredner. Anhaltender Erfolg. Die Trockenwohner. Castan's Vereinszimmer( bis zu 60 Perf.) ist noch einige Tage in der Woche frei. 3066b 3/10 Bairisch 10 Pf. Otto Brückner, Schlegelftr. 14. Zimmer für große und fleine Bereine 3930 Veteranenftr. 19. Todes- Anzeige. Mit tiefbetrübtem Herzen zeigen wir allen Freunden und Bekannten an, daß unser inniggeliebter Bruder, der Restaurateur Julius Mally nach langen schweren Leiden heute, den 29. März, Mittags 3/42 Uhr, sanft entschlafen ist. [ 8070b Die Beerdigung findet statt am 1. Feiertag, Nachm. 2 Uhr, vom Trauerhause, Röpnickerstr. 7, nach dem Emmauskirchhof b. Britz. Die trauernden Geschwister. Ma Achtung! E Allen Freunden, Gönnern und Bekannten zur Nachricht, daß ich am Sonnabend, den 1. April cr., mein neues Restaurations- Lokal in der Adalbertstr. 82 eröffne. Ich hoffe auf die Unterstüßung aller meiner Freunde u. Bekannten. Otto Paetsch, Restaurateur, 3062b jezt: Holzmarktstraße 59. Achtung. Friedrichsberg. Achtung. Sonnabend, d. 1. April, Abends 8 Uhr: gr. Ziegenbock- Austrudeln bei Bernh. Lange, Wartenbergstr. 68. Geschäfts- Auflösung. Mein seit 23 Jahren bestehendes Herren- Garderoben- Geschäft löse ich vollständig auf und verkaufe sämmtliche Lagerbestände bedeutend unterm Selbsttostenpreise. S. Meyerstein, Prinzenstraße 81, Ecke Stallschreiberstraße, am Morigplay. Otto Reichel, Panopticum. Apotheker-, Droguerie- und Farbewaaren. Miss Eveline's Driginal elektrisches Orchester. Nene Illusion: Lotosblume. Andere Jllufionen. Fantoche- Theater. Castan's Irrgarten. Schreckenskammer. PassagePanopticum. Neu! Das unerklärliche Verschwinden eines frei in der Luft hängend. Mädchens. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Donnerstag, Freitag und Sonnabend bleibt das Theater geschlossen. An allen 3 Feiertagen Grosse Gala- Vorstellung mit vollständig neuem Programm. Neue Spezialitäten. Anfang: Sonntags u. Feiertags 6 Uhr. Als Spezialität empfehle meine berühmten Radikalmittel gegen Schwaben, Wanzen, Motten und sämmtliche Insekten, mit voller Garantie für unbedingten Erfolg! Die anerkannt vorzüglichen, ftreichfertigen Fußboden-, Oel- und Lackfarben 3898L in den beliebtesten Tönen, glashart trocknend, dauerhafter Glanz und nie nachtlebend. SO., Eisenbahnstraße 4, SO., gegenüber der Markthalle IX. G. Scharnow Uhren- u. Goldwaaren- Fabrik Berlin S., Oranienstr. 152. am Morikplak. 2. Geschäft: Oranienstr. 47a, Ede Ludauerstraße. besteht seit 1860. Anerk. beste Bezugsquelle Nickel- Remontoir- Uhren von 10-15 M. Silberne Remontoir- Uhren v. 17 M. an Goldene Damen- Uhren v. 20 M. an do. Ancre- Herren- Remontoir- Uhren.. v. 50 M. an Regulateure. v. 8 M. an • D. 14 M. an do. in polirtem Nußbaum- Gehäuse, ca. 1 mtr. lang, 14 Tage gehend, Wecker- Uhren in verschieb. Mustern. .. v. 3,50 M. an . Dranienstraße Dranienfraße Th.Sabor nienaje Nr. 204. Nr. 204. zwischen Heinrichsplak und Manteuffelstraße Putz- und Weisswaaren- Magazin empfiehlt: Frühjahrs- u. Sommerhüte für Damen und Kinder, nebst sämmtlichen Buzartikeln( wie Bänder, Spizen, Blumen, Agraffen, Federn), Handschuhe, Korsets, Schürzen, Kragen, Manschetten, Chemifets, Oberhemden, Kravatten u. s. w. in reichster Auswahl zu außer 38201 ordentlich billigen Preisen. Spezialität: Trauerhüte von 1M. 75 Pf. an. In Arbeiter Control Markischer der Arbeiter Contro Hurmacher Sion in Berlin Commission Die Marke ift gram auf weiße Bester gebruct Solidarität! Arbeiter! Nur Hüte, welche nebenstehende Marte unter dem Schweißleber tra gen, bieten Garantie, daß ben Berfertigern gerechter Lohw wurde! Ranft nur Hüte mit dieser Marke! folgenden Geschäften sind Hüte mit Kontrollmarken zu haben: H. Aertsens, Prinzenstr. 28. | Ch. Otto, Chauffeeftr. 22. Alschefsky, Große Frankfurterftr. 44. 0. Polvoigt, Frobenftr. 28. Rud. Beisse, Chauffeestr. 70. 0. Böttcher, Lichtenbergerstr. 1. Wilh. Böhm, Blücherstr. 11. A. Bracklow, Schönhauser Allee 29. E. Bergmann, Markgrafenstr. 100. E. Dittmer, Ackerstr. 68b. G. Dunsing, Dresdenerstr. 6. C. Pimpel, Landsbergerstr. 103. C. Rättig, Fehrbellinerstr. 88. W. Röhrich, Frankfurter Allee 118a. E. Rieck, Badstr. 64. W. Rother, Arndtstr. 81, vis- à- vis der Schendendorffstraße. C. Sarsch, Wilsnackerstr. 52( Moabit). Paul Drenske Nachflg., Oranienftr. 172. A. Schlegel, Brunnenstr. 33. Max Eckard, Alexanderstr. 16. Max Eckard, Dranienstr. 57. Max Eckard, Kommandantenstr. 20, Max Eckard, Spittelmarkt 13. Max Eckard, Alexanderstr. 1. F. Fraude, Müllerstr. 183. A. Fuchs, Manteuffelstr. 35/36. Th. Gerlach, Linienstr. 39. A. Glaab, Neue Hochstraße 40a. Gust. Gross, Frankfurter Allee 167. H. Graudegus, Frants. Chaussee 45a. G. Gottmann, Große Frankfurterstr. 130. R. Haase, Rastanien- Allee 36. Ph. Haase, Reinickendorferstr. 64. P. B. Hansen, Münchebergerstr. 26. P. B. Hansen, Naunynstr. 22. A. Schumann, Gerichtstr. 17. Franz Sporreuter, Roßftr. 23. Carl Stark, Neue Königftr. 78. H. J. Stoboy, Oranienstr. 170. W. Sy, Brunnenstr. 139. A. Wittenbecher, Moabit, Lübeckerstr. 4. Rud. Wegener, Stromstr. 59. C. Wolter, Bionskirchplatz 2. W. Wolf, Steinmetstr. 40. W. Zapel, Staligerstr. 131.( Bitte genau auf die Hausnummer zu achten.) A. Graffert, Rummelsburg, Türrschmidtstr. 1. P. B. Hansen,& riedrichshagen, Friedrichstr. 105. Pr. Haupt, Große Frankfurterstr. 145. W. Benecke, Pot 3d ain, Jägerſtr. 36. W. Hildebrandt, Schönhauser Allee 4. J. Joggers, Echwedterstraße 243. 0. Jörs, Pantstr. 5a. A. Kehr, Köpnickerstr. 126. W. Kliem, Bernauerstr. 108. G. Köpke, Prinzenstr. 60. Kriegshammer, Belleallianceftr. 91. G. Knaake, Andreasstr. 24. Ph. Krull, 3ionskirchstr. 55, Ecke der Anklamerstraße. J. Kock, Rastanien- Allee 80. Arnold Lange, Brunnenstr. 136/187. H. Meissner, Neue Hochstr. 43. Bosselmann, Charlottenburg, Scharrenstr. 11a. T. Koschel, Charlottenburg, Sophie Charlottenstr. 27. E. Radloff, Charlottenburg, Berlinerstraße 5. F. Julow, Pantow, Breitestr. 24. G. Schaudt, eu- Weißenfee, Langhansstr. 71. A. Klinge, topenid, Riegerstr. 43. C. Scholz, Weißensee, Gustavs Adolfstraße 14. Wir bitten die Genossen, namentlich die von uns veröffentlichten Geschäfte zu berücksichtigen. Aber auch hier immer nach der Marke zu fragen und sich zu überzeugen, daß dieselbe im Hut flebt. Jedes Einkleben der Marke beim Kaufen ist Betrug. 177/5 Die Arbeiter- Kontroll- Kommission Deutscher Hutmacher. J. A.: C. Kempe, Weinstraße Nr. 12. E Die Firma besteht seit 1873. GESCHAFTSHAUS Neuheiten HEINE für die Frühjahrs- u. Sommersaison in Kleiderstoffen. Reichhaltige Sortimente im neuesten englischen Geschmack, Meter von 1 Mark an. Die schönsten Kinderkleider für Mädchen jeden Alters, sowie Morgenröcke, Unterröcke, Blousen und Schürzen in größter Auswahl vorräthig, eventuell Maaß anfertigung schnell! L BERLIN N.CHAUSSEESTR.14. Cylinder Uhren Reparaturen nach reinigen 1,50 M. Uebereinkunft. Reste u. einzelre Roben spottbillia! Jede Uhr Maifestzeichen repariren u. reinigen kostet Sei mir unter Garantie des Jutgehens nur 1,50 M., 1893. 38831* ßer Bruch, fleine Re- fünstlerisch ausgeführt, als Medaille paraturen billiger. Großes auch an der Uhrfette zu tragen, billigt Lager neuer u. gebrauchter bei C. Balmberger, Nürnberg. Basajeayren, Regulatoren u. Wecker zc. Muster auf Verlangen gratis u. franto. 38882* Für jede bei mir gekaufte Uhr übernehme eine schriftliche Garantie bis zu Alle Arten Ketten, sowie Brillen und fünf Jahren. Uhren n. Goldwaaren zu Originalfabrikpreisen. Hey Bitte genau auf die alte Firma Oranienstr. 152 zu achten. 3567L Pincenez. Carl Lux, 34. Chausseestr. 34. GenossenschaftsBrotBitte genau auf No. 34 zu achten. 1 Schlegelstr. 28. I JULIUS LINDENBAUM, Frucht- Straße. zweites Haus an der Frankfurter- Strake 139, wit Lager eleganter fertiger Herren- Garderobe. Spezialität: Anfertigung nach Maass unter Garantie des Gutsitzens. Zuschneider im Hause. Bitte genau auf die Hausnummer zu achten. BE Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin, Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthitraß: 2 Meine Destillation, Bier- und Frühstücksstube empfehle bestens.[ 39652 August Barthel, Herrmannpl.! 7. 3941L* Sierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 77. Kommunales. Die Eingemeindung der Vororte Berlins, welche von dem früheren Minister des Innern Herrfurth lebhaft betrieben wurde, ist ins Stocken gerathen, weil der Nachfolger Herrfurth's, der Graf Eulenburg, angeblich dieser wichtigen Angelegenheit fein Interesse entgegenbringt. Diese Interesselosigkeit im Ministerium des Innern, ist einem Theile des Magistrats und der Stadtverordneten- Versammlung Berlins sehr angenehm, weil diesen Herren die Eingemeindung der Vororte von Anfang an sehr unsympathisch war. trachten. Freitag, den 31. März 1893. Lieferanten für die großen Unternehmer sind, im Gewerbegericht abweisende. entschieden werden. 10. Jahrg. Und Nach vielem Drängen und Bitten läßt sich endlich der Verwalter, Schuhmachermeister, ein in der Unternehmer nach seiner Meinung schlecht vertreten sind, so ist forderung auf 40 M. zu normiren. So die Angaben des Herrn Kommerzienraths. Wenn die Nachbarschaft löblich bekannter Herr, herbei, seine Restes ihre eigene Schuld. Daß die großen Fabrikanten und Kauf soll sie die Sachen erhalten; bis zum 26. März müſſe aber die Wenn sie Geld bringe, leute fehlen, dürfte wohl zum guten Theil aus ihrer proßenhaften Wohnung geräumt sein, sonst werden die Sachen verkauft. Das Gesinnung hervorgehen, die sie im Vertrauen auf die Macht war die Antwort, mit der die arme Frau von dannen zog. Nun ihres Geldsads, die Arbeiter und Gehilfen nach Belieben zu mußte fie arbeiten, sie fühlte noch nicht die Kraft dazu, aber der lenken, von der Bethätigung an der Wahl abstehen ließ. Gedanke an ihre so sauer erworbene Wirthschaft, die sie wieder und erlangen will, die Sorge um die Kinder Situationsbericht über den Schneiderstreik. Unerwartet trieben sie an die Arbeit; sie mußte schaffen. tauchte die Lohnbewegung in dieser Branche auf. Infolge der Nachdem seit 1/2 Jahren eine gemischte Deputation des isolirten Stellung der Hausarbeiter fonnte der Druck des Unter- nun hatte sie das Geld zusammen. Der Schneidermeister, bei Magistrats und der Stadtverordneten- Bersammlung die Frage der nehmerthums seine äußerste Grenze erreichen. In den Einigungs- Mit zitternden Händen trägt sie es zu dem Allgewaltigen, und dem sie schon ein Jahrzehnt arbeitet, hat das Fehlende zugelegt. Gingemeindung in allen Einzelheiten gründlich erwogen hatte und fonferenzen wurden die wichtigsten Forderungen abgelehnt. Man zu dem Beschlusse gekommen war, den städtischen Behörden zu glaubte, die traurige Lage dieser Arbeiter ermögliche fein zwar um ganz sicher zu sein, schon am 23. Vor dem Hause an= empfehlen sich der Einverleibung der Vororte nicht zu widersetzen, positives Vorgehen, da der Hunger fie zwingen würde, weiter zu einige sind schon verkauft, ja es sind sogar die Sachen ihrer gefommen, fieht sie ihre Sachen vom Gerichtsvollzieher aufladen; bedurfte es nur der veränderten Auffassung des Ministeriums, arbeiten. Diese und ähnliche Ansichten wurden unverfroren ausum im Magistrat einen Frontwechsel herbeizuführen und die gesprochen. Diese Spekulation erwies sich als falsch.& 3 ent- Schwester dabei, die sie zur Aufbewahrung übernommen hatte. zum Abschluß gebrachten Arbeiten als pro nihilo gemacht zu be- spann sich ein Verzweiflungskampf, wie er nur bei denen be- Der Schmerz übermannt die Aermfte; ohnmächtig fällt ſie greiflich ist, die nichts mehr zu ristiren haben, als im Berwalter weist sie furz und roh zurück. Begreiflicher Weise auf den Straßendamm nieder; die 40 m. kommen zu spät; der Der Magistrat hatte Kenntniß davon erhalten, daß Graf höchsten Falle einen Wechsel ihres Arbeitgebers. So liegt Gulenburg der Bollstreckung des Herrfurth'schen Testaments feinen es mit der Schneiderei in der That! Es eristirt fein geregeltes hatte diese herzergreifende Szene eine große Menschenmasse herbeiübergroßen Werth beilegt und daß auch Herr Dr. Miquel der Berhältniß; Werkstätten, geregelte Arbeitszeit, alles dies fehlt. gelockt, die in berben Worten ihrem Unwillen über die HandFinanzminister scheint jetzt wirklich der Adlerweltsmann zu sein- Hatte man bei den Einigungsversuchen auf den Hunger der lungsweise des Verwalters kundgab. Und fast wäre es zu einer dem Einverleibungs- Projekt fühl bis ans Herz hinan gegen Kollegen spekulirt, so wurde man nachher, als der Streit aus- Lynchjustiz gekommen, wenn nicht noch gerade zur rechten Zeit gebrochen war, gemein. Das Publikum sollte gegen die Strei- ein Schuhmann die Betreffenden daran gehindert hätte. Dieser Umstand genügte dem Magiftrat, dem Beschlusse seiner fenden gestimmt werden und man versuchte zur Täuschung des Die Gerichtsuhren in den Gebäuden des LandKommission nicht nachzukommen, sondern die eben abgefchloffene felben alle möglichen Mittel. Es wurde mit Zahlen herum- und Amtsgerichts I zeigten bisher, einer alten Gewohnheit Sache der Deputation zur nochmaligen Berathung zurückzu- geworfen, an welche die Herren, welche sie veröffentlichten, felber gemäß, 10 Minuten weniger, als die Berliner Normalzeit betrug. geben. nicht glaubten. Die Junung, sonst ein nichts geltender Faktor, Durch die Einführung der mittleren europäischen Zeit als einer Die Sigung der gemischten Deputation fand gestern Vormittag lebt nur auf, wenn es gilt, dem Kapitalismus Vorspanndienste geseglichen Zeit hat sich die Nothwendigkeit ergeben, mit statt und führte in einer mehrstündigen Berathung zu einem sehr zu leisten. In dieser Beziehung hat sie auch bei dem augenblick- biefem alten Gebrauch zu brechen, und es werden deshalb die lebhaften Meinungsaustausch. Von übermäßiger Selbständigkeit lichen Streit versucht, ihre Pflicht zu thun; wenngleich ihre Gerichtsuhren in den Gerichtshäusern der Jüdenstraße, Neuen der Ansichten zeugte es gerade nicht, daß einflußreiche Mitglieder ganzen Pläne gescheitert find. Friedrichstraße und Alt- Moabit am 1. April nicht nur um 6 Min. beider städtischen Kollegien die Erklärung abgaben, daß sie einzig 25 Gefunden, sondern um weitere 10 Minuten vorgestellt. Bur unter dem Einflusse der Herrfurth'schen Aeußerungen ihre Zu Vermeidung von Unbequemlichkeiten zc. machen wir das Publikum stimmung zu der beabsichtigten Einverleibung gegeben haben, daß auf diese Neuerung aufmerksam. Sie nun aber, nachdem ein anderer Wind im Minifterium wehe, von der Vergrößerung des Weichbildes der Stadt nichts mehr wissen wollen. über steht. Die Berathung gab ein treffendes Bild davon, in wie hohem Grade zahlreiche Mitglieder der Kommunalverwaltung Berlins fich durch die philiftrösesten Gründe abhalten lassen, einer für die fernere wirthschaftliche und hygienische Entwickelung Berlins hochwichtigen Angelegenheit furchtlos und kräftig näher zu treten. Nur mit Mühe gelang es, die Annahme eines Antrages zu verhindern, der sich gegen jede Vergrößerung des Weichbildes der Stadt erklärte. Das war der gemischten Deputation nach eineinhalbjähriger Arbeit doch zu stark; ob die Furcht vor der Lächerlichkeit, welcher ein derartig trähwinkliger Abschluß der mit Bauten und Trompeten angekündigten Großthat Berlins sicherlich verfallen wäre, bei der Ablehnung des Antrages entscheidend war, wollen wir hier nicht weiter untersuchen. Zur Zeit haben 128 Firmen die Forderungen bewilligt. Verschiedene Firmen verhalten sich noch ablehnend; 600 Kollegen befinden sich noch im Ausstand. Es ist nöthig, daß schnelle Hilfe tommt, damit auch die hartnäckigsten Firmen gezwungen werden, die Forderungen ihrer Arbeiter anzuerkennen. Die Ferien der hiesigen Gemeindeschulen sind für das Es werden Gerüchte verbreitet, als beabsichtigen die Arbeit Jahr 1893 folgendermaßen festgesetzt: 1. Osterferien: Schulgeber in der schlechten Zeit Abzüge zu machen. Die Herren schluß: Sonnabend, den 25. März; Beginn des Sommerhalb werden sich dieses jedenfalls noch überlegen, da die Schneider jahres: Montag, den 10. April. 2. Pfingstferien: Schulnicht gewillt find, erkämpfte bescheidene Forderungen fallen zu schluß: Freitag, den 19. Mai; Beginn des Unterrichts: Freitag, laffen. Jedenfalls werden unsere Kollegen und Kolleginnen den 26. Mai. 3. Sommerferien: Schalschluß: Freitag, Die Lehre aus diesem Kampfe ziehen, daß dauernde Erfolge nur den 14 Juli, nach Schluß der Lektionen; Beginn des Unterdurch gemeinsamen Zusammenschluß aufrecht zu halten sind. richts: Montag, den 14. Auguft. 4. Michaelisferien: Während sich der Streit nun im Jinnern der Stadt mehr Schulschluß: Sonnabend, den 30. September; Beginn des Unterseinem Ende nähert, wird er mehr in die Arbeiterviertel, in den richts: Donnerstag, den 12. Oktober. 5. WeihnachtsOften, Norden und Westen hinausgetragen, wo die Korruption ferien: Schulschluß: Freitag, den 22. Dezember; Beginn des in den Geschäften, die Behandlung und Bezahlung der Arbeiter Unterrichts: Montag, den 8. Januar 1894. Der Schluß der eine ungeheuerliche ist. Bei festem Zusammenhalt barf auch hier Schule vor den Ferien an den vorstehend bezeichneten Tagen wird auf einen günstigen Erfolg gerechnet werden. jedesmal nach Beendigung der gewöhnlichen Unterrichtsstunden, beziv. Benfurvertheilungen erfolgen. Genug, es soll infommunalisirt werden; damit es aber nicht 2. so schnell geht, wird erst noch eine Subkommission berathen, unter welchen Modalitäten und in welchem Umfange die Eingemeindung vorgenommen werden soll. Die Schwächlinge, die stets in der Verschleppung wichtiger Ungelegenheiten einen Vortheil erblicken, haben wieder einmal gefiegt und die Philister des„ Rothen Saufe3" tönnen stolz darauf sein, daß sie eine wenigstens vorläufige Entscheidung in dieser Angelegenheit verhindert haben. Tokales: Gelder sind zu senden an W. Schulze, Simmerstr. 86, Hof 3 Tr. Nähere Auskunft ertheilt J. Timm, Schüßenstr. 18/19. Agitationstommission der Schneider und Schneiderinnen Berlin 3. · darüber. " In der Angelegenheit des zwangspenfionirten Pfarrers Witte hat, einer Nachricht mehrerer Blätter zufolge, das Königl. Medizinal- Kollegium das Gutachten des Sanitätsrathes Mittentam auch die wucherische Ausbeutung des Nothstandes durch den ältesten als alte und invalide Leute gehöhnt habe, während in Bet der Berathung des Wuchergesetzes im Reichstage bieses Gutachten darauf gestützt, daß Pastor Witte seine Kirchenzweig als völlig unhaltbar bezeichnet. Bekanntlich hatte sich Sausbesitzer zur Sprache. Während die Zivil- Prozeßordnung Wirklichkeit die betr. Sätze in dem Zirkular Witte's sich auf die wenigstens die nothwendigsten Gebrauchsartikel der Pfändung Altersversicherung zweier Kirchendiener bezogen, sowie auf durch den Gläubiger entzieht, fällt diese Ausnahme fort gegen mehrere ebenso sonderbare Irrthümer. Wir müssen gestehen, von über dem Vermiether. Diesem haftet für seine Miethsforderung allen Fällen, die bisher für die Reformbedürftigkeit unseres alles, was der Miether in seine Wohnung hineingebracht; das letzte Bettstück und das letzte Hemde, sofern es der Miether nicht Frrenrechts angeführt worden sind, scheint uns der Fall Witte der auf dem Leibe trägt, muß dazu dienen, den Miethsgläubiger zu untersuchen lassen und das Ergebniß war, daß von allen am stärkste. Hier haben sich alle Behauptungen des Gutachtens genau befriedigen. Die Miethsfasernen, in denen die Armen und Falle Witte betheiligten Personen der Pastor Witte der Ge Ein Bourgeois- Urtheil über die Betheiligung der Unter- Aermsten wohnen, sind oft im Besize vornehmer und reicher scheiteste und geistig Gesundeste gewesen ist. Trotz der völligen nehmer bei den Gewerbegerichts- Wahlen. Im Verein Herren, die selbstverständlich nicht in denselben wohnen, sondern Klarheit der Sachlage und trotzdem der Fall soviel des bei den Berliner Agenten machte fürzlich der Kommerzienrath die man in den feinen Straßen von Berlin W. aufsuchen muß. Lissauer folgende Angaben: Von den zur Wahl der für Diese Herren würden sich vielleicht persönlich schämen, mit dem bürgerlichen Blättern so beliebten Sensationsstoffes darbot, haben die Organe der Konservativen, die doch als die eigentlichen das Gewerbegericht betheiligten Arbeitgebern, deren Zahl sich Glend in persönliche Berührung zu kommen, den Wittwen und die Organe der Konservativen, die doch als die eigentlichen Frrenrechts- Reformer gelten wollen, die Vorgänge unterdrückt, nach der lezten Gewerbeftatistit von 1882 schon damals auf Waisen das letzte Bettstück zu nehmen, um ein paar Groschen weil Mitte ein gefährlicher Gegner Stöcker's ift. Das„ Volt" 118 000 belief, haben sich nur ca. 3000 in die Listen eintragen Miethszins aus dem Verkaufe desselben zu erlösen; fie treten brachte nur die Nachricht, daß die Absehnng Witte's vom Oberlaffen. Von diesen entfallen nur 800 auf Betriebe, welche dem wohl gar für die schärfste Bestrafung des Wucherers ein, blicken kaufmännischen oder industriellen Mittelstand oder der Groß- mit Berachtung auf den Pfandleiher oder den Inhaber von Ab- Kirchenrath nicht bestätigt worden, mit dem Ausdruck des Aergers industrie zuzurechnen sind; der Rest entfällt auf Handwerker, zahlungsgeschäften ein und wünschen gegen diefelben die peinGast- und Echanfwirthe. Die Eintheilung der Gewerbegerichte lichste Kontrolle und Einschränkungen eingeführt. Es fällt aber Die Kinder einer armen Wittwe haben auf dem Wege nach Berufen hätte den Magistrat veranlassen sollen, auch die diesen Herren gar nicht ein, daß sie als Besitzer von Mieths von der Klopstockstraße bis zur Genthinerstraße ein Backet, ents Wähler nach solchen einzuberufen. Diese Unterlassung hat eigen- fasernen keine besseren Praktiken haben, als der Wucherer, haltend eine Taille und eine Schürze verloren. Der Finder wird thümliche Folgen bei den Wahlen gehabt. So z. B. sollten zur Pfandleiher oder Abzahlungs Geschäftstreiber. Sie streichen gebeten, dasselbe bei Frau Kauß, Kurfürstenstr. 9, Quergebäude 7. Gewerbekammer, zu der 31 000 Betriebe des Handels und des nur den Miethszins ein; das Einfassiren der Miethe, der 4 Tr., abzugeben. Verkehrs gehören, 15 Beisiger gewählt werden, es wurden aber persönliche Verkehr mit den Miethern bleibt dem von ihnen be nur 10 gewählt und zwar 3 Spediteure, 1 Zeitungsspediteur, stellten Hausverwalter vorbehalten. Die Pflicht desselben ist es, Biele Mühe und Kosten verursacht eine Bostanweisung 1 Buchhändler, 1 Fuhrherr, 1 Annoncenbureau- Inhaber und dem Herrn alle Unannehmlichkeiten, welche die Berührung mit über 6 Pfennige dem faiserlichen Poftamte in Steglitz. Der -3 Raufleute. Bur 8. Gewerbegerichts- Kammer gehören die dem Miether mit sich bringt, fern zu halten und vor allem den Stegliter Anzeiger" enthält darüber folgende Bekanntmachung: Betriebe von Porzellan, Steingut, Fayence 2c. Für diese Kammer Miethsains regelmäßig einzuziehen. So, glaubt der vornehme" Als unbestellbar ist zurückgekommen eine Postanweisung über follten 15 Beifizer gewählt werden, es wurden aber nur 11 gewählt Hauseigenthümer, seine Hände rein zu halten, und zugleich eine 6 Pfennige an den Vorsitzenden des Gesangvereins Halt die und zwar 5 Buchdrucker, 2 Buchbinder, 2 Luxuspapierfabrikanten, fichere und bei weitem reichlichere Rente zu beziehen, als Schnauze", Adolf Kempf, Alexandrinenstr. 116, Hof, Berlin SO., 1 Lithograph, 1 Photograph von allen feramischen und sie eine Anlage in 3 oder 3/2 prozentigen Staatspapieren ge- eingeliefert hierfelbst am 21. Januar 1891 zwischen 1 und 2 Uhr chemischen Industrien, von den Industrien der Seife- und Fett- währt. Nachmittags. Der unbekannte Absender dieser Bostanweisung branchen, Barjumerien 2c. nicht ein einziger. Anders stellt sich Wir geben ein uns zugegangenes Schreiben wieder, das wird hierdurch aufgefordert, sich innerhalb vier Wochen zu das Verhältniß bei der 6. Gewerbekammer, welche die Betriebe unfere Betrachtungen durch Thatsachen beleuchtet. Daffelbe hat melden, und nach erfolgtem Nachweise seiner Berechtigung die für Nahrungsmittel, Beherbergung, Erquicfung( 14 000) enthält. folgenden Wortlaut: Bostanweisung in Empfang zu nehmen, widrigenfalls diefelbe Die Zahl der Rechtsstreite in diesen Berufen ist aber eine Die Familie Ohm wohnt seit 13 Jahren in dem Hause nach Ablauf der Frist an die kaiserliche Ober- Postdirektion in größere wie in anderen, da das Schiedsgericht derselben Manteuffelstr. 16. Der sehr fleißigen Frau obliegt der Unterhalt Potsdam zum weiteren Verfahren eingefandt werden muß. 1235 Streitigkeiten zu schlichten hatte und der Magiftrat der Familie. Bisher ist es ihr auch möglich gewesen, für sich Kaiserliches Postamt. gez. Beutler." hatte dieser Kammer 24 Beisiger zuerkannt. Da und ihre zwei Kinder durch Mäntelnähen einen wenn auch recht Der Absender dürfte wohl auf seine 6 Pfennige verzichten aber die Gastwirthe und Barbiere durch ihre Verbände dürftigen Unterhalt zu erwerben. Auch war es ihr bis zum und diese, sowohl wie die entstandenen Kosten, die sich auf die Wahlen beeinflußt hatten, so wurden statt 24 Beisiger deren Oftober v. J. gelungen, den fälligen Miethszins herbeizuschaffen. mindestens einige Mart belaufen, dem kaiserlichen Postamt über41 gewählt, unter denen wiederum die bedeutendsten Berufe, wie Da ereilte sie ein böses Geschick. Durch ihre aufreibende Thätig- lassen. 3. B. die Hotelwirthschaften und der Weinhandel, die Bier- feit bei Tag und Nacht, Kummer und Sorgen als stetem Zu rekogno8ziren. Am gestrigen Tage gegen 11/2 Uhr industrie nur durch je 4, die Bäcker, Schlächter, Viehhändler gar Gast im Hause, bildet sich langsam aber sicher der Keim zu einer nicht, die Gastwirthe dagegen durch 15 und die Barbiere schleichenden Krankheit, von der sie dann auch auf das Kranken- Nachmittags ist an der Belle Alliancebrücke im Landwehrkanal welche als Erquickungsbetriebe gleichfalls dieser Kammer zu- bett geworfen wird. Einen Monat in der eigenen Wohnung und die Leiche einer ca. 54 Jahre alten Frau angeschwemmt worden. geordnet sind, durch 7 Beisitzer vertreten sind. Am wunderlichsten erei Monate in der Charitee liegt sie schwer frant danieder. Die Todte, welche graumelirte Haare hat, ist mit schwarzer aber ist das Resultat bei der 1. und 2. Gewerbekammer. Die rohen Herzens will sie zu ihrer Häuslichkeit zurückkehren. Wer Schürze bekleidet. Die Leiche, welche ca. 4 Wochen im Wasser Trikot Taille, dunkelgrauem Oberrock und einer blauweißen 2. Kammer umfaßt allerdings nur 500 Betriebe, aber die ganze schreibt aber ihren Schreck. Die Wohnung ist vom Wirth ge- gelegen haben kann, fonnte nicht refognoszirt werden, und ist Textilindustrie, Belzwaaren-, Kürschner, Hosenträger-, Kravattens, loffen, die Sachen für die nicht gezahlte Miethe beschlag: Dieserhalb am gestrigen Tage öffentlich im Leichenschauhause auss Korjetfabrikation. Statt der für diefelben zu wählenden 24 Bei ihmt. So steht sie nun mit ihren Kindern dürftig fizer wurden nur 19 gewählt, unter denen die gesammte Textil a gezogen, frank und elend, unfähig zur Arbeit, ohne Bett, ohne gestellt worden. branche durch 2 Webermeister vertreten ist. Industrielle und im. Aber sie wird das Herz des Eigenthümers gewiß er- Ein gewaltiger Dickkopf" muß der Dienstknecht Karl Mittelbetriebe sind gar nicht vertreten. Wenn also lettere wichen; sie hat ihm ja 13 Jahre den Miethspreis gewissenhaft Sch. sein, welcher vorgestern Abend am Schlesischen Bahnhof die mit ihren Webermeistern Rechtsstreite haben, so werden die- bezahlt, wenn es ihr auch recht schwer wurde. In ihrer Woh Fahrt nach seiner Heimath antrat. Sch. hatte das Mißgeschick, selben von diesen erledigt. Noch erstaunlicher ist die Zusammen- nug ist seit 13 Jahren nichts renovirt; weder Maurer noch als er auf dem Wege nach dem Bahnhof den Kreuzdamm der setzung der ersten Kammer, welche die Hauptindustrie Berlins, Wer hat in dieser Zeit irgend etwas daselbst zu thun gehabt. Andreas- und Langestraße überschritt, durch eigene Schuld unter Konfettion, Schneiderei und Näherei mit 60 000 Betrieben um- Un dann ist ja der Wirth ein sehr wohlhabender Mann, Major die Räder eines beladenen Rollwagens zu gerathen, deren eines faßt. Statt der zu wählenden 47 Beisitzer wurden nur 16 ge- a. Er wird gewiß schon, wenn er die kranke Frau sieht und ihm direkt über den Schädel hinwegging. Während die zahlerfährt, Mitleid wählt. Unter diesen ist die Konfektion, diese mächtige Export- ihre Lage empfinden. Nach einigem reichen entsegten Zuschauer dieses Unfalles glaubten, eine Leiche Industrie, nur durch einen einzigen Repräsentanten vertreten und Ben ven wird sie auch vorgelassen, um ihr Anliegen vorzu- unter dem Wagen zu finden, sprang der Ueberfahrene sofort auf, durch ein Weißwaaren- Geschäft. Im übrigen vertreten neun brin. Sie bittet nur um ein Bett und um ein wenig Wäsche nachdem er durch das Eingeständniß, daß er selbst die Schuld Schneidermeister diese gewaltige Industrie. Das Schiedsgericht für und die Kinder und daß ihre wenigen Habfeligkeiten, trage, den leichenblaß gewordenen Kutscher beruhigt hatte. Nur hat im verflossenen Jahre 2400 Streitigkeiten innerhalb derfelben die hat, nicht verkauft werden; sie wird ja nach und nach auf Anrathen von Passanten ließ sich Sch., der beim Rollen des zu erledigen gehabt, bei denen die Mittel- und Großindustrie in alles zahlen, nur jest tann sie es nicht. Die Antwort lautet: Rades über seinen Kopf nur einen leichten Druck gefühlt haben erster Linie intereffirt ist. Diese Rechtsstreite werden nun von Der 2 walter hat hierüber zu bestimmen aber der Herr Major will, einen Verband bei einem in der Nähe wohnenden V diesen neun Schneidermeistern, die wahrscheinlich meist wieder wird icksprache mit ihm nehmen. Die Antwort war cine llegen, und in der That hat der Unempfindliche n in ber 11 geringfügige Verlegung der Kopfhaut davon- springt uf mir zu un haut mir, haste wat tannfte, in't) getragen. Als Gegensatz hierzu wird ferner gemeldet: Am Profil. So'ne Nase hab ic jehatt un voll Blut hab id aus- in Eisenach gestorben. Des Mineraloge und Geognoft Profeffor Senft ist Mittwoch Abend gegen 51/2 Uhr wurde vor dem Hause Königs- jesehen. graben Nr. 4 ber 32 jährige Hausdiener P. durch eine unbefekte merit. Bors: Davon hat man auf der Mache nichts be- Aus Nahrungssorgen tödteten in Schönau( Kazbach) Drofchte I. Klaffe überfahren und erlitt dabei so schwere Ber- schnell heilt. Vorf.: Durch Ihre Lügen machen Sie die Tochter und versuchten sich alsdann durch Karbolsäure zu ver Angefl.: Det is et ja eben, det bei mir Allens so der Schmiedemeister Geisler und seine Frau ihre vierjährige legungen an der Brust, daß er nach dem Krankenhause Friedrichs- Sache nur schlimmer. Also er schlug auf Sie ein und was giften. hain geschafft werden mußte. thaten Sie dann?- Angetl.: Jcf habe ihn mir so von'n Eine bedenkliche Selbstkritik übt in schwacher Stunde der Polizeibericht. Am 29. d. M. Morgens wurde ein geschlagen. Angeft: Ja, wenn er mir aber zuerst in't Weiße, der zur Zeit auf dem Dampfer Fürst Bismard" eine Leibe wegjewischt. Vors.: So? Sie haben ihn ja fürchterlich Schöngeist des„ Hamburger Fremdenblatts", Herr Dr. Arnold Schneidermeister in seiner Wohnung, in der Zimmerstraße, er- gesichte haut, is bet vielleicht schänd Lehmann lieke?- Vors.: Orientreise mitmacht. In einem seiner Heiseberichte schrieb er: hängt vorgefunden. An der Ecke der Schüßen- und Friedrich Sie werden durch die Zeugen hören, daß Sie unverschämt lügen. Um 11/4 Uhr genossen wir ein Lunch mit sechs falten Gängen straße wurde Vormittags ein Mädchen durch einen Geschäfts- Sie sollen den ivagen überfahren und erlitt mehrere Rippenbrüche. Mittags allerdings fleinen schwächlichen Mann, der Ihnen auf dem Schiffe. Während dessen landete der Dampfer gegen wegen Der feiner Meinung nach fiel ein dreijähriger Knabe aus dem Küchenfenster der im zweiten triebenen Züchtigung Ihres Hundes Vorhaltungen machte, in einer Kavalkade von 120 Efeln, darunter ich, ab." über 12 Uhr bei dem Dorfe Bedraschen, und wir eilten um 122 Uhr Stock des Hauses Thurneyfferstr. 5 belegenen Wohnung feiner ohne weiteres mit Gie der Peitsche, die Eltern auf den Hof hinab und erlitt eine schwere Gehirn Hand hielten, ins Gesicht geschlagen haben. Nun ist ber vollständig niedergebrannt sein. Das Städtchen Bleiberg bei Villach in Kärnthen soll erschütterung. Vor dem Hause Alexanderstr. 71 gerieth eine mishandelte allerdings auf Sie eingedrungen, ohne daran zu Aus Tomsk in Sibirien wird berichtet, daß 300 Sträf= unbekannte, etwa 55 Jahre alte Frau unter die Räder einer denken, daß er den Kürzeren ziehen mußte, und da haben Sie linge, die sich auf dem Marsche nach ihrem Bestimmungsorte beDroschte und erlitt anscheinend innere Verlegungen, so daß sie denn von Ihrer überlegenen Störperkraft den ausgiebigften Ge- fanden, sich gegen ihre Aufseher empört haben. Fünf Sträj bewußtlos nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht brauch gemacht. werden mußte. Im Landwehr- Kanal, an der Bellealliance- Brücke, lingen gelang es, ihre Fesseln abzustreifen und sich der Waffen wurde Nachmittags die bereits start verweste Leiche einer unund Mefferkampf, wobei acht Aufseher getödtet wurden. Von einiger Kerfermeister zu bemächtigen. Es entstand ein Revolverbekannten, etwa 30- jährigen Frauensperson angeschwemmt. den Gefangenen fielen 40. Am Bestimmungsorte langte nur die An der Zwillingsbrücke fand eine Schlägerei zwischen den Rutschern Fiedler und Brych einerseits und dem Kutscher Reim gestandenen Leiden auf der Landstraße liegen geblieben. Hälfte der Sträflinge an, die andere Hälfte war infolge der ausund einem unbekannten Manne andererseits statt, bei der letzterer so schwer am Kopfe verletzt wurde, daß er besinnungslos nach dem Krankenhause Bethanien gebracht werden mußte. Als der Rutscher Zimmect mit dem von ihm geführten Geschäftswagen in das Grundstück Alexanderstraße 88 einbiegen wollte, stürzte der Wagen infolge eines Zusammenstoßes mit einem anderen Wagen auf dem Bürgersteige um, und wurde Zimmeck von seinem Size herabgeschleudert. Er erlitt eine bedeutende Verlegung am Fuße und mußte nach der Universitäts- Klinik gebracht werden. Im Laufe des Tages fanden neun Brände statt. Gerichts- Beifung. aufnahme. Der Vorigende unterrichtete den Zeugen, daß er Dieser Darstellung des Sachverhalts entsprach die Beweis noch wegen schwerer Körperverletzung Strafantrag stellen tönne. außerdem wegen Ungebühr vor Gericht zu einer sofort zu verDer Angeklagte wurde zu einer Woche Haft verurtheilt und büßenden Haftstrafe von 24 Stunden. Versammlungen. er= Untergegangenes Schiff. Wie aus Norfolt gemeldet wird, fand man an der virginischen Küfte eine Flasche mit einem von dem Viehwärter John Olsen an Bord der Naronic" ge schriebenen Brief, in welchem es heißt, daß das Schiff in einem Schneesturm mit einem Eisberge follidirte und gescheitert sei; auch ein ausgesetztes und bereits bemanntes Boot jei verloren gegangen. Gebäude der Herald and Commerzial Gazette in Montreal abZum vierten Male innerhalb der letzten Jahre ist das gebrannt; der Schaden beträgt 15 000 Dollars. Depeschen. Eine Versammlung der Posamentiere, die am 22. März tagte, beschäftigte sich mit einem von der Fachkommission mit getheilten Maßregelungsfall. Gin Mitglied nämlich hatte, als es bei einer Firma in Arbeit getreten war, fein Arbeitsbuch und trug daher dem Buchhalter des Geschäfts die Besorgung des felben auf. Bei einer polizeilich vorgenommenen Kontrolle stellte sich aber heraus, daß die Ausfertigung des Arbeitsbuchs versäumt worden war, weshalb dem Unternehmer das übliche Strafmandat auf 3 M. zugestellt wurde. Von dem Arbeiter ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Ein Mann in Ihren Jahren sollte sich auch schämen, dieser auf ein derartiges Anfinnen nicht eingehen wollte, erfolgte Minister dem Präsidenten der Republik ihre Demission eingereicht. wurde nun die Rückerstattung dieses Betrages verlangt, und als Paris, 30. März. Infolge des Kammervotums haben die einen derartigen Auftritt auf offener Straße zu veranlaffen," feine Entlassung. Nachdem nunmehr der Arbeiter den Prinzipal Senat und Deputirtenkammer traten Abends wieder zu Sigungen begann der Vorsitzende des Schöffengerichts die Verhandlung wegen Uebertretung der Gewerbe Ordnung denunzirt hatte, gegen den bereits ergrauten Handelsmann F., der des groben ging der fabrikherrliche Utas an die Arbeiter, entweder aus dem zusammen. Infngs angeklagt war. Angefl.: Wat heeßt schämen, wenn Berband auszutreten oder sich der Entlassung zu vergewärtigen. ( Depeschen des Bureau Herold.) id thätlich anjejriffen werde, denn wehre ich mir, un wenn't Olmük, 30. März. Die Parteileitung der mährisch- schleUnner die Linden is. Vors.: Haben Sie nicht schon eine aus dem Innungsblatt Zeitschrift für Posamentier Industrie". Landeskonferenz nach Sternberg ein, um die Organisation der Des weiteren erfolgte in der Versammlung eine Vorlesung fischen Sozialdemokraten beruft für die Osterfeiertage cine Strafe gehabt? Anget: Weiter nischt, als det ich mal Der verlesene Artikel, welcher gar viel des Unsinns enthält und Partei, sowie die Frage der Maifeier zu besprechen. au'n Bruch gelitten habe. Vors.: Was heißt das? AugetI.: Nu, det is en Hausfriedensbruch gewesen. 1. a. die Lage des Lohnarbeiters als die denkbar günstigste hin- Lemberg, 30. März. Hier ist der Typhus in starker 3u Amtsanwalt: Ich beantrage gegen den Angeklagten wegen wiesen. Hierauf wurde beschlossen, in der Vorlesung von Karl stellt, wurde dem Textilarbeiter" zur weiteren Benuhung übernahme; bis jetzt sind über 300 Erkrankungen fonstatirt. Ungebühr vor Gericht eine fofort zu vollstreckende Haft Marr ökonomischen Lehren" fortzufahren. Die Versammlung der unzweifelhaft erscheinen, daß in kürzester Frist die Ausweisungen Lemberg, 30. März. Nachrichten aus Petersburg lassen es firafe von 3 Tagen. Vorf.: Sie hören, Angeklagter, Werfitatt- Delegirten tagt am 9. April, Vormittags 10 Uhr, bei der Juden aus dem Innern in das jüdische Niederlaffunge Sie sollen bis zum Mittage des ersten Feiertages im Gefängnisse Bolz; das Vergnügen des Vereins wird am 15. April cr. ab- gebiet wieder in Szene gehen werden. zubringen. Eine Verfügung des Angefl.: Um det eene Wort? Jd bitte Ihnen Herr Jerichtshof, wie kann man jleich so sind. Ja muß mir gehalten. Ministers des Innern verlangt die Erledigung binnen vier doch selbst vertheidijen können, indem et zu'n Vertheidijer nicht Monaten. Ju Steglik wurde am 25. März eine Bolfsversammlung zalangt, un wenn ich mir mal mit'n Sprachfuß nich uf'n richtigen abgehalten, in welcher der Genosse Kaspar in anderthalbstündiger Herzog Verdura, wurde seines Amtes enthoben, weil er die geRom, 29. März. Der Gouverneur der Bank von Sizilien, Jebrauch befinde, denn muß det doch nicht gleich so streng Sede über die Ziele der Sozialdemokratie referirte. Die Ver- nannte Bank zu unerlaubtem Spiel veranlaßt hatte. jenommen wer'n. Bors: Davon ist keine Rede, aber Sie haben sammlung war vom besten Geiste beseelt und folgte den Aussich hier aller scherzhaft sein sollenden Bemerkungen zu enthalten, führungen des Redners mit lebhaftem Interesse. Nach Behier ist nicht der Ort dazu., Wir werden nachher über den Antrag endigung der Rede versuchte ein Herr Büttlinger, den Referenten des Amtsanwalts berathen und vorläufig in der Verhandlung fort zu widerlegen; die Darlegungen dieses Herrn waren jedoch so fahren. Sie follen am Nachmittage des 14. Januar fich mit einem kläglicher Art, daß dieselben nur die Heiterkeit der Versammelten Briefkaffen der Redaktion. anderen Manne auf der Straße geprügelt haben. Das ist wachriefen. Es war Kaspar natürlich ein Leichtes, dem Herrn B. Meyer. Betreffs der Versammlung müssen Sie die doch richtig? Angefl: Jawohl, aber ich bin zuerst jehauen nach Gebühr zu antworten. Erwähnt sei noch, daß der über- Rückkehr B.'s abwarten, der augenblicklich verreist ist; der Bor Vorf.: Das ist kaum denkbar, wir haben ja den wachende Gendarm Hoffmann's bekannte Broschüre:„ Die zehn schlag, betreffend die Flugschrift, scheint uns zur Zeit seinen Zweck Zeugen foeben gefehen, Sie sind ja ein Hüne gegen den fleinen Gebote und die besitzenden Klaffen" tonfiszirte, nachdem der nicht zu erreichen. Vielleicht später. fchwächlichen Mann, wie wird der wohl wagen, fich an Ihnen zu Referent aus derfelben zitirt hatte. Desgleichen war dem Wette 3. D. Nach den Scheiben. Ein Auslandspaß wird vergreffen. Angefl.: Herr Jerichtshof, det fagen Sie nich. Sendarin nicht zu bedeuten, daß Bersammlungen nicht dem in diesem Falle noch ausgestellt werden. Jd habe mal eenen Teckel jehatt Bors.: Ach was, laffen Gebot der Polizeistunde unterliegen; als die Uhr elf geschlagen Gütergog. Die Zusendung ist nicht verwendbar, weil sie Sie uns mit Ihren Hunden in Ruh! Erzählen Sie furz, wie hatte, löfte er trotz aller Vorstellungen die Versammlung auf. t. a. felbst nicht angeben können, wie hoch die Summen waren. die Geschichte gekommen ist. Angefl.: Jc bin en jroßer Natürlich wird sowohl wegen der Konfiskation als auch wegen antworten. 3. B. 100. Ohne Mittheilung der Statuten nicht zu be Hundeliebhaber und hatte in Januar eenen echten der Versammlungsauflösung Beschwerde erhoben werden. Wolfshund von sieben Monate, den ick dressiren wollte. djehe an jenen Nachmittag mit ihm uf die Promenade in der Frankfurter Allee. Der Hund wollte nich pariren un wenn ick ihm eenen ieberzog, den lief er weg. Det darf keen Hund nich, der muß bei seinem Herrn bleiben. Vors.: Sie sollen das Thier so mißhandelt haben, daß der Zeuge, der Schneider M. Aergerniß baran nahm. Angel.: Der Mann is' ne Leier in meinen Dogan, der von Hunde nischt versteht. Nu hat er die Frechheit un tömmt bei mir van un meent, er wollte mir bei'n Thier- Ein 70jähriger armer Mann in Plauen hatte vor qualerverein anzeigen, den Hund dürfte ich nich über'n Rücken einiger Zeit am Bahnhofe Kohlen aufgelesen, die von den hauen, indem seine inneren Erfremente davon Schaden nehmen Wagen herab gefallen waren, und wurde deshalb wegen Dieb. fönnten. Ich frage ihn denn nu eenfach, ob er nich een bisten ftahls" zu zwei Tagen Gefängniß verurtheilt. Um die Strafe bräjenflüterig sinn thäte, laffe ihn stehen un reiße meinen nicht an fich vollziehen zu lassen, hat sich der bis dahin noch Hund noch eenen über. Nu wurde er janz wild un niemals bestrafte Mann in der Elster ertränkt. worden. En gros. Oeffentliche Versammlung für Frauen und Männer am Charfreitag, Abends 6 1hr, in Pape's Salon, Badfir. 58. Vortrag des Stadt: verordneten Genoffen Wegner über: Das Osterfest, und was feiern wir in demselben. Vermischkes: Herren- und Knaben- Moden. 11 " Kanone. Wie die drei Kanonen im Kastanienwäldchen heißen, wie alt sie sind und zu welchem Zweck fie gebraucht werden?" Meinen Sie diese Fragen ernsthaft? B C. G. 66. Das neue Münzgesetz datirt vom 9. Juli 1873. Weißbier Braner Albert Bier. Bitte die Nummer des Vorwärts" anzugeben, in welchem die betreffende Notiz gestanden haben soll. F. M., Fürstenbergerstraße. Wenden Sie sich nach dem 10. April an das dann in Thätigkeit tretende Gewerbegericht. Ihre Minderjährigkeit hindert die Einreichung Ihrer lage nicht. Briefhaffen der Expedition. Arlt, Hier. Ihr Inserat kostet 2,80 M. En détail. Um den vielseitig ausgesprochenen Wünschen meiner geehrten Kundschaft nachzukommen, habe ich feste Preise eingerichtet. Die Preise sind auf dem Etiquette des zu verkaufenden Gegenstandes mit gedruckten Ziffern vermerkt, und troß der durch den Streit bewirkten höheren Arbeitslöhne nach den alten Preisen auf das denkbar Billigste berechnet. Dieselben reellen Prinzipien erstrecken sich in gleicher Weise auch auf mein Zweites Geschäft, Gesundbrunnen, Badstrasse 26, Gde der Prinzen- Allee. Ich bitte mir das seit 26 Jahren geschenkte Vertrauen auch fernerhin gütigst bewahren zu wollen. Hochachtend gegründet D. Perleberg, Berlin N., Herren- und Knaben- Moden, befindet 1. Geschäft: Chansseestr. 57, Gde Riefenſtraße. Schuhe u. Stiefel 3546L Anfertigung nach Maass in kürzester Zeit. 1867, 2. Gefchäft: Badstr. 26, Ecke der Prinzen- Allee. Eigene Werkstatt im Hanse, Für den Osten! Arbeitsmarkt. Genossen u. Freunden empfehle meine Pfandleihe G. Meyer, WienerZeitungsspedition u. Arb.- Buch- ftraße 1/6, vert. Kleidungsstücke, gold. 30546* thalerstraße 67, part. 3000b* 500 Stüd Kinderwagen! Durch felten günstigen Abschluß stelle dieselben spottbillig zum Ausverkauf Lützowstr. 73. 1968b des Königlichen AmtsD. Waldvögel roller, Seckweibchen billig 8050b große Auswahl.Kanariens Schnelle, Invalidenstr. 7. Allen Freunden und Genossen zur Nachricht, daß ich Heimstraße 5 am aus der Schuh- Fabrik Erfurt. 1. April ein Solz- u. Kohlen Geschäft Kontrollmarken- Hüte handlung. W. Gassmann, Grün- und filb. Uhren billig. Kohlen- Geschäft 3054b bei Franz Haupt, Sutmacher, Allen Genossen u. Freunden empfehle übernehme. W. Richter. mein Schuh- u. Stiefel- Geschäft. Große Gold- u. Silberwanren zc. unter Nr. 145, Große Frankfurterstr. Nr. 145. Auswahl in Herren, Damen- und Garantie, sowie Brillen und Pincenez HF Schirme, Mützen, Cravatten, Sinderstiefeln. Bestellungen nach Maaß zu anerkannt billigen Preisen empfiehlt Spazierstöcke. 8787L* in türzester Zeit. Reparaturen schnell G. Szolkovy, Alvenslebenstr. 10 part. und billig. Louis Zaake, Küstriner Play Nr.8. Empfehle Genossen und Genossinnen Marken z. quittiren von bei etwaigen Einkäufen mein Posamentier und Weißwaaren Geschäft. Ed. Kunstmann, Raiserstr. 28. Empfehle meine Milch und Sahne, Brot und Backwaare. Wirthschafterin. Eine Wittwe, 3088b* 40er Jahre, Renteberecht., eig. Wirthsch., K. Koffah, vormals E. Heinrich, wünscht einem anständ. Handwerker die Oranienstraße 189. Wirthschaft zu führen. Frau Hammer, Kinderwagen. Andreasar. 23. Hv Größtes Lager Berlins P. Adr. Herrn Reefe, Manteuffelstraße Nr. 51, vorn. Hp IVERELY DER MAURE ( 25) 20 P ParteiBeiträgen empfiehlt allen Genossen die Quittungsmarken und Kautschuk- Stempelfabrik von Conrad Müller, Preisliste gratis und franto. Shkendih- Leipzig. Charlottenburg, Berlinerstrasse 76 am Wilhelmsplay. 1000 Regenmäntel 8%, Mart. 500 Jaquets 31/2 81 250 do. auf Seide 5 1000 Umhänge, Spitzencapes * 3065b* Möbl. Schlafstelle f. Herrn, sep. Eing., 1. April, Köpnickerstr. 154 a v. 4 Zr. r., an der Köpnicker- Brücke, bei Krebs. Rechtsburr anrichters a.. Alte JakobEine möbl. Schlafst.( sep.) zu verm. Zapezirer der selbst. Klebearbeit überstraße 130. Bewissenhafter Rath in allen b. Laschinsky, Reichenbergerstr. 87, v. II. SW., Simeonftr. 13, 2 r. nimmt verlangt H. Schultz, Maler, Angelegenb& ten. Unbemittelten unentFrdl. möbl. Schlafitelle f. H.( 5 M.) 3069b geltlich. Sch Sonntags. 34952 verm. Behrens, Gitschinerstr. 87, H. IV r. Frol. afstelle f. Herrn, sep., bei Sep. Schlafft. f. 5. 6,50 ManteuffelRißmann, Manteuffelstr. 61 v. 3 Tr. ftraße 102, v. I, Rapuste. 175 Büttner, dalbertstr. 10, H. 1 Tr.[ 8080b frdl. Schlafft., Tr. Eing., Herrn.[ 176M Genofftfindet freundl. Schlafft. b. Rottbuserstr. 2, H. t. III, Pawlad, Möbl. Schlafftelle z. vermiethen bei Hansen, Mariannenstr. 43, 4 r.[ 30746 Langestr. 70, v. 3 r. Eine frol. Schlafstelle b. D. Ficius 1887b Möbl. Zimmer, sep. Eing., 3. verm. Genoffe fann mit einwohnen. PrinzenMemele itr. 63 v. 1 r. r. [ 30756 ftraße 112 v. I Kirsch.( Pr. 7,50) 3094b Freu ol. Schlafstelle( jep. Gingang) für He cen zu vermiethen bei Lorenz, Frdl. Schlafft. f. H. 7 M. NaunynAlte Stiefel gr., Reparatur Strast argerstr. 12, Hof 4 Tr. 3076b ftraße 28 v. III r. u. Best. reell u. billig. Maschinenlager ist Umstände halber Mö Zimmer( sep.) an Herren billig Möbl. Schlafft., Darnedde, Ritter: Runge, Nannynstr. 2. 3060b zu verkaufen. Breis ca. 4000.. mit zu veri. b. Lipprich, Königgrägerstr. 78, ftraße 118. 3092b Grundstück ca. 14 000 9. 3048b of Hof. Tr. Bu erfragen in der Grped. Chfr. 101. Möbl. Schlafft. a. H. verm. Eckert, Se lafft.& verm. Ritterstr. 89, S. II. Brunnenstr. 127 8 2. 3091b Brust von 35-45 Pf., Kalbfleisch Reule 40-50 Bf.& Pid., von Fettfalbern 55-65 f. 55/3 Angustste. 50a. in Seide u. Wolle. 3891L* 3 Stück fast n. 6 Fuß lg. Sobelbänke en- und Mädchensachen. Iau verkaufen Görlizer Str. 50.[ 3041b* 8095b Eine Kleine Maschinenbau- und Reparatur- Werkstatt in einer Kreisstadt( Nähe Berlins) mit guter Kundschaft( hauptsächlich landwirthschaftliche Maschinen u. Belocipedarbeiten), intt. 3078b 3093b