Nr. 68. nbonnementS'Redingungtn: NbonnementS- Preis prarmmerando; »iertcljährl. 330 SRf., monatl. 1,10 Ml. wöchenllich 28 Pfg. frei ins Hau«. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- nunimer mit illustrierter Sonntags- Beilage»Die Neue Well->0 Pfg. Post- Wouncnient: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Post-Zeiwngs. Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Oesterreich. Ungarn L Mark, für das Übrige Ausland 8 Mark pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, >olland. Italien, Luxemburg. Portugal. '■imänien, Schweden und die Schweiz. Hol Ru 36. Jahrg» CrfiMBt tSgllld auBtr UlMtJgs. Berliner Volksblnll. Die Tniertions-Gcbüftr beträgt für die fcchsgespaltene Kolonel. zeilc oder deren Raum 50 Pfg., für politische und gewerlschastNche Vereins- und VersammIungS-Anzcigen L0 Psg. „Mein- Snieigen". das erste tfett- gedruckte) Wort 20 Pfg., jedes weitere Wort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlaf- ftcllcn-Anzeigcn daS erste Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort B Psg. Worte über IS Buchstaben zählen für zivci Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis SUhrnachnlittags in dcr Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm-Lldrefse: „Sozial(l«nwlirat Berlin". Zentralorgan der rozialdcmohratirchcn Partei Deutfcblande. Redaktion: SM. 68, Lindenstrasoe 69» Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1g8Z. Expedition: SM. 68, I-indenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1981» Krieg oder frieden? Aus Wien wird uns vom 19. d. M. geschrieben: 5irieg oder Frieden? das ist die einzige Frage, die in dem endlosen Balkanstreit, in den diplomatischen Irrungen und Wirrungen die Gemüter beherrscht. Und die Frage löst nur eine Empfindung aus: den Abscheu vor einem Kriege, in dem nichts zu verteidigen wäre als eine unerhörte Leicht- fertigkeit und bodenlose Ungeschicklichkeit der Diplomaten. Die Begeisterung für das Massenmorden wäre in unserer Zeit, in der sich, dank der fruchtbaren Wirksamkeit der Sozial- demokratie, die Achtung vor der menschlichen Persönlichkeit durchgesetzt hat, überhaupt schwer aufzutreiben sein', aber der tiefe Widerwille, den der so nahe gerückte Krieg mit Serbien bei den Völkern Oesterreichs erweckt, hat noch seine be- stimmten Ursachen. Kriege werden geführt, um eine Macht zu behaupten oder zu erobern, und für beides kann eine Nation oder können wenigstens bestimmte Klassen eines Volkes entflammt werden. Was ist uns aber Hekuba? Was kann die Annexion den Völkern in diesem Staate bedeuten, daß sie der hohlen Formalität geneigt sein sollten, die schmerzensreichen Opfer eines Krieges zu dulden und zu tragen? Dast Franz Josef nun auch Souverän von Bosnien ist, soll jemanden eine Sache sein, für die er ins Feld ziehen soll? Man muh überhaupt festhalten: Jedem Kriege Oesterreich-Ungarns bleibt selbst die Eigenschaft versagt, die auch die Bourgeoisie zur Rechtfertigung des Krieges nicht entbehren kann: die Eigenschaft einer Verteidigung, also eines Lcbensinteresscs des Vaterlandes. Denn die moralische Höhe der Geltung als Vaterland ist diesem Staate versagt, den die Nationen immer als die Grenzen und Schranken ihrer Entwickelung empfinden, der jedem Volke so viel schuldig bleibt und nur durch die Resignation der Nationen zu bestehen vermag. Gewissenlose Geschäfts- zcitungen, begünstigte Parlanientsparteien mögen von der Notwendigkeit der Erhaltung der„Grosimachtstellung", der Würde und dem Ansehen des habsburgischen Staates, den man nach der Dynastie benennen muß, weil er sonst keine Ein- heit zu sein vermag, fabeln und lärmen: das hat nirgendwo einen Widerhall. Würde man in Oesterreich-ltngarn über den Krieg abstimmen können, so würde man schon erfahren, daß den Völkern dieses Staates, so ziemlich ohne Ausnahme. der ganze glorreiche Besitz Bosniens keines Krieges wert dünkt, geschweige denn der berühmte Akt, durch den der Kaiser, der. so viele Länder abtreten mußte, einmal auch annektieren konnte. Militärisch könnte Oesterreich-Ungarn natürlich. die Schlacht wagen, aber das Gefühl im Volke wäre nur das des grenzenlosen Abscheus vor einem Krieg, darin von dem, was man Lebensinteresse des Volkes und Lebens- recht des Staates nennt, auch nicht eine Spur vorhanden ist. Das ist auch im Wesen die Tatsache, auf der auch heute, trotz der immensen Rüstungen auf beiden Seiten, die Friedenshoffnung beruht. Vielleicht mag es auch in Oester- rcich-Ungarn eine„Kriegspartci" geben— wo in einer Militärmonarchie nicht?—, aber daß diese das tiefe, im- widerstebliche Friedensbedürfnis der Völker in Schach halten könnte, daß sie es wäre, von der die öslerreichisch-ungarische Politik nun bestimmt wäre, das ist ganz ausgeschlossen: und die Dinge so zu beurteilen, als ob Oesterrcich-Ungarn den Krieg wollte, würde nichts weniger bedeuten, als sie mit Absicht falsch einschätzen zu wollen, was auch dadurch nicht gerechtfertigt wäre, weil auf der einen Seite ein kleines, für seine Entwickelung streitendes Volk, auf der anderen der unbeliebte, künstliche Nationalitätenstaat steht, der sich der europäischen Welt noch immer nur in der Erscheinung der Hofburg darstellt. Die Kriegsgefahr liegt also ausschließlich in Serbien, dessen Zustand zweifel- los ein solcher ist, daß das kleine Land die Verzweiflungstat eines Krieges mit einer zehnfach größeren Uebermacht wagen könnte, der mit seiner vollständigen 5iatastrophe abschließen müßte. Aber wenn man den Kriegswillen Serbiens ab- schätzen will, so darf nicht übersehen werden, daß die Serben in ihrer Kriegswut von einem beträchtlichen Teil Europas ganz bewußt hineingetrieben worden sind, zu ihrem sinnlosen Unterfangen geradezu 0 r- muntert wurden, daß also ihre Kriegsbcgeistcrung nicht zum geringen Teil darauf beruht, daß sie von irgendeiner Macht in Europa Hilfe erhoffen, und zwar eine Hilfe, die über freundschaftliche Zeitungsartikel und wohlwollende diplomatische Noten beträchtlich hinausgeht. Aber dem betörten Land wird die Enttäuschung nicht erspart bleiben: Europa hat es schuldig werden lassen und wird es seiner Pein überlassen. Wenn der Gedanke, daß die Völker Europas in ein fürchterliches Ringen verwickelt werden könnten wegen der Wünsche eines Volkes des Ostens von drei Millionen, die vielleicht ganz berechtigt sein mögen, aber zu deren Er- füllung niemand verpflichtet ist: der Gedanke eines Welt- krieges wegen der Forderungen Serbiens ist so absurd und wahnwitzig, daß er in die Welt der harten Tatsachen über- Haupt nicht Eingang gewinnen kann. Was insbesondere Rußland betrifft, so weiß man, ungeachtet aller Rodomon- tadcn der Panslawisten, daß ihm. trotz Stolypins„Aus- rottnng der Revolution", eine militärische Unternehmung schlechthin unmöglich ist. Der Rausch, in den die serbischen Machthaber das kleine Volk zu versetzen gewußt haben, kann sich also verflüchtigen und wird sich verflüchtigen, wenn die Einkehr der Besonnenheit durch ein täppisches Ungeschick der Aehrcntbalschen Diplomatie nicht gehindert wird. Daß auch Oesterreich-Ungarn das Bedürfnis haben muß. darüber Klarheit zu gewinnen, was Serbien ernstlich plane, ist freilich auch richtig. Denn die Frage ist nicht, ob Serbien die Annexion„anerkennt", die Frage ist, ob Serbien Krieg führen will oder nicht. Daß aber diese Frage in absehbarer Zeit klargestellt sein mutz, weil die Kriegs- gefahr auch alle wirtschaftlichen Beziehungen des Innern schwer gefährdet und dauernd nicht zu ertragen wäre, ist selbstverständlich: nicht bloß die Diplomaten, sondern auch die Völker in Oesterreich müsien von der bangen Sorge der nächsten Zukunft befreit werden. Das Bedürfnis wird sich übrigens auch in Serbien durchsetzen, denn auch sein ökono- mischcs Leben wird die schreckliche Beunruhigung nicht ver- tragen, und namentlich nicht lange vertragen, die das Rüsten und Vorbereiten zum Kriege bedeutet und bewirkt. Also wird das wahre„Ultimatum" an Serbien die Zeit stellen, in der die künstlich aufgepeitschten Leidenschaften zusammenbrechen und der Aberwitz eines Krieges, der einem Selbstmord gleichen würde, zum Bewußtsein kommen wird. Wenn die Völker zu Worte kommen, so kann die Kriegs- gefahr noch immer gebannt werden. nie Drahtzieher. Die Staatscmivaltschaft hat mit der Anklage wegen Land- friedenSbruches, die sie gegen die vier armen Teufel erhoben hatte, die am Freitag auf der Anklagebank saßen, wieder einmal eine blamable Niederlage erlitten. Schon wenn man sich die vier An- geklagten ansah, die Ivegen Landfriedensbruches prozessiert werden sollten, konnte man sich eines Kopfschiittelns nicht enthalten. Zwei davon waren schmächtige Burschen, die das achtzehnte Jahr noch nicht vollendet hatten, und von den beiden anderen machte der eine den Eindruck, der selbst auf einen mit allen Klassenvorurteilen voll- gepfrovften Bourgeois eher den des Mitleids, als des Ah scheues machen mußte. Und zu diesem Häufchen Unglück auf der Anklage- bank paßte ganz das Häufchen Plunder, das die corpoi-a dolicti darstellte. Ein paar zerbrochene Omnibusfähnchen, das waren die „zerstörten" Objekte der landfriedensbrccherischcn„Zusammen- rotiung", die der Staatsanwalt uiiglanblicherweise immer wieder der Sozialdemokratie respektive dem Berliner Aktionsausschuß und der Berliner Gewerkschaftskommission in die Schuhe zu schieben suchte. ES ist uns völlig unbegreiflich, daß die Staatsanwaltschaft nicht schon nach dem Verlaufe der Voruntersuchung auf die mit dem Fluche der Lächerlichkeit behaftete„Aktion" gegen die sozialdemokratische Partei verzichtete. Nur aus einer schier unglaublichen Vcrkennung des Wesens und der Absichten der Sozial- demokratie heraus läßt sich die absurde Annahme erklären, die Berliner Partei- und Gewerkschaftsleitung habe die Arbeitslosen- versaminlungen am 9. Februar dazu benutzen wollen, Slraßeu- demonstrationeil gegen den Besuch des Königs von England zu ver- anstalten. Selbst als die Zeugen Ernst und Wels dem politisch ahnungslosen Herrn Staatsanwalt überzeugend nachgewiesen hatten, daß gerade die Sozialdemokratie als konsequente Befürworterin einer englisch-deutschen Annäherung eine unerhörte Albernheit be- gangen hätte, wenn sie den Empfang Eduards VII. hätte irgendwie stören wollen, kam der Staatsanwalt in seinem Plaidoyer immer wieder auf die„Verletzung des GastrechtS" zurück. Da ja englische Sozialisten seinerzeit— eS war im November 1907— bei dem Be- such dcö deutschen Kaisers zu demonstrieren versucht hätten, habe sich jetzt möglicherweise die deutsche Sozialdemokratie revanchieren wollen I Der Staatsanwalt hat wohl einmal etwas vom Jnter- Nationalismus und der interuationalcu Solidarität des sozialistischen Proletariats läuten hören und bildete sich deshalb ein, daß sich aus dieser Solidarität die gegenseitige Pflicht herleite, bei jeweiligen Besuchen eines fremden Monarchen zu demonstrieren l Daß jene englischen Sozialisten nicht gegen den deutschen Kaiser als solchen demonsirierten, sondern gegen die in seiner Person sich verkörpernden absolutistischen und antisozialistischen Tendenzen: daß hingegen Eduard VII. sich parteipolitisch niemals betätigt, geschioeige denn gedroht hat, die Sozialdemokratie zu zerschmettern— diese"kleinen" Unterschiede existieren für das politische Fassungsvermögen des Herrn Staatsanwalts offenbar nicht! Ueberhaupt: worauf gründete sich der Verdacht des Staats- anwalts, daß eS sich um eine organisierte sozialdemo« kra tische Demonstration gehandelt habe? Eine Anzahl Kriminal- beamter— zwei davon fungierten allein als Zeugen— hatten den Zug auf fast seinem ganzen Wege begleitet, hatten sich an die Spur der„Nädelssührer" gehestet. Und welchen Fang tat man? Man Packte zwei AdkitSlose, von denen keiner politisch organisiert und einer obendrein Leser der„Deutschen Warte" war. Die beiden Jugendlichen gar kamen von den Eiiizugsfeicrlichkciten, waren mit der Musik eines zurückkehrenden Truppenteils marschiert, dann zu« fällig unter den„Zug" der Arbeitslosen geraten, wo sie danu etwelchen Unfug verübten. Weiter mußte dem Staatsanwalt betannt sein, daß im ,. Vorwärts" eine Warnung vor irgendwelchen Demonstrationen gestanden hatte und daß in fast allen Versammlungen selbst ebenfalls vor jeder Demonstration gewarnt worden war I Und weil sich nun trotzdem die Besucher zweier in benachbarten Straßen tagenden Versammlungen zusammengefunden hatten, mußte der„Zug" organisiert ge» Wesen scinl Und natürlich von sozialdemokratischen„Draht- ziehern"— nicht etwa von Polizeispitzeln, über deren provokatorische Tätigkeit der„Vorwärts" und frühere Prozesse ein so massenhaftes Bela st ungs Material bei- gebracht hatten. Darüber, daß diese mit so heißem Bemühen aus Spinnenfäden gesponnene Konstruktion der Anklage kläglich zusammenbrechen mußte, hätte sich der Anklagevertreter schon vor der Verhandlung nicht eine Sekunde im Zweifel sein müssen. Da er in zäher Verblendung an seiner unmöglichen Konstruktion fest- hielt, war sein Debakle ein geradezu unerhörtes. Für nicht eine seiner Kombinationen erbrachte die umfang- reiche Beweiserhebung auch nur den leisesten Anhalt, dagegen lvurde nach jeder Richtung hin der schlüssigste Beweis ge- führt, daß Partei und Gewerkschaften nicht nur der Demoiistratioii völlig ferngestanden, sondern auch nichts unterlassen hatten, um jeden Umzug zu verhindern! Das charaklcristische Wort von den„Draht- ziehern", daS dem ebenso übereifrigen wie schlechtberatenen Staats- anwalt mehrfach entschlüpfte, wurde denn auch von dem Vorsitzenden als so peinlich deplazicrt empfunden, daß er dem Anllagevcrtrcter von ähnlichen Entgleisungen dringend abriet. Freilich hatte sich der Staatsanwalt derartig in seinen staatSrettcrischen Argwohn, hinter einem bedauerlichen und tadelnswerten, aber alles in allem furchtbar harmlosen Unfug ein organisiertes sozialistisches Attentat auf die heilige Ordnung zu wittern, verrannt, daß er auch in seinen beiden Plaidoyers immer wieder m neuen Varianten die fixe Idee von den„Drahtziehern" zum besten gab und den sämtlich den bürgerlichen Kreisen angehörenden Geschworenen immer wieder Entsetzen vor den Kon- sequeuzen solcher„Zusammenrottungen" einzuflößen versuchte, wie sie beispielsweise in— Rußland vorgekommen seien! Die Anklagebehörden täten wirklich gut, aus diesem Prozeß zu lernen. Wenn die Sozialdemokratie Demonstrationen veranstalten will, schickt sie nicht Unorganisierte, Indifferente ans die Straße, sondern Massen, deren sie sicher ist. ES fällt ihr dann auch gar nicht ein, die Verantwortung für diese Demonstrationen abzulehnen. Auch die Spitzel wird sie im Zaum zu halten wissen. Schon jetzt wäre sie ja in der Lage gewesen, den Gerichten polizeiliche „Drahtzieher" zur Bestrasiing auszuliefern, wenn nicht die Polizei- behörde selbst sich dagegen gesträubt hätte I Die ßzlltsniil'iie. Die russische Regierung hat noch immer nicht ihre Vereitwilligkeit zu einem gemeinsamen und energischen Vorgehen in Belgrad erklärt. Ohne daß Rußland seinen Ein- fluß in Belgrad ausübt, wird aber die serbische Regierung, die sich in völlige Abhängigkeit von Rußland begeben hat, den nötigen Rückzug nicht antreten. So liefert Nnßlands Zögerung, wenn sie nur das Vorspiel der endgültigen Verweigerung der gemeinsamen Intervention ist, den Beweis, daß die russische Regierung den Kriegsansbruch nicht verhüten will. Und schon kommen aus Belgrad wieder bedenkliche Meldungen. Serbien hat, wie die„Frkf. Ztg." berichtet, bei den Mächten vorgestern mit Ausnahme von O est erreich- llngarn in gleichlautenden Mitteilungen seine Auf- fassung der Lage dargelegt und diese Darlegung läßt weder nach der Form noch nach dem Inhalt auf eine nahe Ver- ständigung mit Oesterrcich-Ungarn schließen. Die serbische Regierung erklärt darin, sie habe gehört, daß ihre letzte Antwortnote in Wien nicht befriedigt habe, weil in ihr eine Erörterung der bosnischen Frage abgelehnt wurde. Die serbischen Mitteilungen kritisieren dann schon im voraus die zu erwartende österreichische Antwort und erklären, daß, wenn auch Oesterreich ein Ulti- matuni stellen sollte, Serbien nicht a b r n st e n werde. Nur wenn die Mächte kollektiv ein solches Ver- langen stellten, werde Serbien demselben nachkommen. Schließlich wird in einer für ein diplomatisches Aktenstück ungewöhnlichen Sprache versichert, daß, wenn Serbien von Oesterreich- Ungarn angegriffen werden sollte, es für seine nationale Existenz zu kämpfen wissen werde.• Es ist die Wiederkehr derselben Bedingung eines kollektiven Schrittes, die den Verdacht erwecken muß, daß Serbien diese Bedingung als unerfüllbar ansieht. weil es weiß, daß Nußland den für den Frieden notwendigen Schritt nicht tun werde. Ebenso hartnäckig wie Serbien ist Montenegro, das neuerlich erklärt, es bestehe auf Abtretung oder mindestens auf der Neutralitätserklärung eines Laudstreifens in Bosnien oder dem Sandfchak Novibazar. eine Forderung, die auch die Türke i als unannehmbar bezeichnet. Das zweideutige Verhalten der russischen Regierung, die neuen serbischen Erklärungen an die Mächte, die Fortdauer der Rüstungen, das alles sind Umstände, die es erklärlich er- scheinen lassen, daß die Hoffnungen ans die Erhaltung des Friedens sich bereits kaum mehr hervorwagen. Ein Aufschub. Frankfurt 0. M., 20. März. Tic„Franks. Zig" meldet aus Wien: Tie Mächte haben den Wunsch ausgesprochen, daß die Erteilung der österreichischen Antwort aus die serbische Note aber- mals verschoben werde, um für ihre Verhandlungen untereinander und ihre Schritte in Belgrad Zeit zu ge° Winnen. Das Wiener Kabinett ist bereit, diesen Wunsch zu e r« füllen. Graf Forgach dürfte somit die Antwort erst gegen Ende des Monats in Belgrad überreichen. Polizeiliche KriegSvorbcrcitung. Prag, 20. März. Die für morgen geplante Abhaltung national» sozialistischer, tschechischer und sozialdemokratischer Per- saminlungen, die gegen den Krieg Stellung nehmen sollten, ist heute pon der Polizeidirektion untersagt worden. 9er fPottftrcifi. Paris» 20. März.(Privattelegramm des„Vorwärts".) DaS größenwahnsinnige Scharfmachertmn der Herren Clemenceau, Simhan und Barthou hat seine Früchte getragen. ES hat auZ einer Frage, die rasch und leicht hätte beigelegt werden können, einen der schwersten sozialen Konflikte entstehen lassen, und der Eifer, die Autorität um jeden Preis zu schützen, hat nur die ungeheuere Macht zum Bewußtsein gebracht, die der geschlossenen Altion der Arbeiter und Angestellten des Verkehrswesens innewohnt. Die s r a n z ö s i s ch e Kammer hat gestern in einer Sitzung. die bis 2 Uhr morgens dauerte, über den Streik verhandelt- Draußen riesige Menschenmassen, die natürlich keinen Einlaß mehr finde». Polizei, die sie„auseinandergehen" heißt, im Hof des Mini- steriums des Aeußcren Kavallerie. In den Couloirs, auf den Tribünen Gedränge und Aufregung. Die Stimmung großer Krisen- tage, trotzdem das Ministerium seines Sieges ziemlich sicher ist. Hente handelt eS sich um mehr. Die Sitzung ist furchtbar stünnisch. Vier Interpellationen sind von verschiedenen Parteien eingebracht. S e m b a t vertritt die sozialistische. Er findet die stärkste Aufmerl- samkeit, als anerkannter Kenner des Postloesens und ehemaliger Bericht- erstatter des Postbudgets. Sembat spricht in seiner bekannten scharf zu- greifenden Art. aber mit vorsichtiger Sachlichkeit— bemüht, zu zeigen. daß einzig die ungerechte, rücksichtslose Behandlung den Streik pro- doziert habe, an den die Beamten gar nicht gedacht hätten. Er sagte: Der Aufstand sei entstanden, weil die Regierung e-Z im Gegensatz zu ihren Vorgängerinnen versäumt habe, Vorbeugungs- maßregeln zu treffen, und weil sie sich ferner geweigert habe. mit dem Personal zu verhandeln. Die Postbeamten hätten nur die Forderung gestellt, ebenso wie die Eisenbahn- beamten behandelt zu werden. Sembat sprach die Hoffnung aus, daß die Kammer nicht in die Falle gehen würde, die von der Regierung zu erwarten sei, wenn sie mit der Erklärung käme, es handle sich hier um das A u t o r i t ä t S p r i n z i p der Regierung. Falls die Kammer der Regierung einen Blankowechsel ausstellen würde, dürften neue rigorose Maßnahmen die Folge sein, Die Mehrzahl der Postbeamten habe gar nicht die Absicht. einen Kampf gegen den Staat anzufangen. Zum Schluß bat er die Kammer eindringlich, nichts zu tun. was nicht wieder gut zu machen sei.(Beifall auf der äußersten Linken.) Simhan, den Sembat arg hergenommen hat, erwidert. Er hält eine provozierende Scharfmacherrede. So unglücklich, daß er auch die Radikalen verstimnit. Aber es scheint, daß sein Schicksal schon entschieden ist. Clemenceau zuckt die Achseln, schlägt die Hände über dem Kopfe zusammen und schließt diese Pantomime damit ab, daß er dem Staatssekretär am Ende seiner Rede den Rücken zukehrt. Siinyan hat furchtbare Stürme im Hause hervor- gerufen. Genosse Rouanet verteidigte, von den immer stärker erregten Abgeordneten oft unterbrochen, den Generalverband der Postbeamten. Er wirft dem Unterstaatssekretär vor, er habe sich äußerst nervös gezeigt und sich auf die Polizei Verlaffen, statt den Versuch zur Be- schwichtigung zu machen. Ihm antwortet der Verkehrsminister Barthou. Er geht mit unverkennbarer Bbsichtlichkeit über die Person Simyans hinweg und sucht nur das Prinzip zu verteidigen,' daß die Regierung mit dem Beamtcnverband nicht auf gleichem Fuße verhandeln könne. Er protestiert gegen den Vor- wurf der GünstlingSwirtschaft und Ungerechtigkeit beim Avancement. Die Assoziation sei immer angehört worden. Aber jetzt sei die Nation angegriffen, der Streik sei ein Verbrechen gegen sie. Noch fei keine Absetzung ansgesprochen worden, aber die Regierung werde mit größter Strenge vorgehen. wenn die Beamtenschaft nicht zu ihrer Pflicht zurückkehre.— Und nun spielt der Minister seinen Trumpf aus: Die Streckenarbeiter hätten die Drähte zerschnitten. Den Urhebern werde die strengste Strafe zuteil werden. Barthou bekommt von den Regierungsparteien einen starken Applaus. Der Antrag, seine Rede anzuschlagen, bekommt 318 Stimmen gegen 157, die von der äußersten Linken und Rechten abgegeben werden. Die Verhandlung wird auf eine Stunde unterbrochen. aber nach dieser Abstinunung ist das Endergebnis ziemlich sicher. Nach Wiederaufnahme der Sitzung spricht Genoffe B e d o u c e: Die Frage des R e ch t s z u m S t r e i k für gewisse Beamte sei vom Parlament noch nicht besprochen worden. Die Beamten der Post, Telcgraphie und des Telephons hätten daher das Recht zu der Anficht, daß sie in den Ausstand treten können. Vor dem Eintritt in den Ausstand hätten die Beamten alle friedlichen Mittel versucht, um ihre Forderungen durch- zusetzen. Die Kammer dürfe dem Proletariat die Frei- heitennichtver weigern, welche es fordere. Barthous Verleumdungen Kitt Genoffe Willm entgegen. Er legt ein Schriftstück vor, in dem die Linienarbeiter auf ihr Wort erklärten, sie hätten keine Drähte durchschnitten. Nachdem die Diskussion bis gegen 2 Uhr nachts fortgesetzt worden war, nahm die Kammer mit 368 gegen 211 Stimmen eine Tagesordnung R e i n a ch an, welche besagt, die Kammer beschließt. einen Streik von Beamten nicht zuzulassen; sie drückt der R e g i e r u n g das Vertrauen aus, daß sie Ordnung und Ruhe im Post-, Telegraphen- und Telephondieust wiederher- stellen wird und billigt ihre Erklärungen. Das ist das parlamentarische Ergebnis. Aber das Ergebnis im L a n d e? Der Streik hat sich aus- gedehnt. Die Pariser Beamten haben seine Fortsetzung be- schloffen, die großen Provinzstädte schließen sich an.— Die Telegraphen Verbindungen nach dem Norden, dem O sten und demSü den sind unterbr ochen. Nur mit London. Wien und Berlin ist eine Verbindung aufrechterhalten aus Rücksicht auf die internationale Lage. Die Streikenden hatten schon gestern der Regierung acht Beamte zur Verfügung gestellt, um den diplomatischen Depeschenwechsek zu sichern. Man hat dieses Angebot hochmütig unbeachtet gelassen. Jedenfalls ist eS von den Ausständigen sehr geschickt, daß sie dem Vorwurf, während einer internationalen Spannung die Regierung Frankreichs isoliert und so die nationalen Interessen verletzt zu haben, derart vorgebeugt haben. Simhan wird morgen ziemlich sicher seinen Abschied nehmen. Aber die sofortige Rückkehr zur Arbeit setzt voraus, daß die Regierung von Skafmaßregeln absieht. Wird sie darauf verzichten, die beleidigte„Autorität" zu rächen? Nur so kann sie dann die Fortdauer der alles auswühlenden Krise ersparen. Generalstreik? Paris, 20. März. Das Komitee zur Verteidigung der S y n d i k a t s r c ch t e hat beschlossen, zur Unterstützung deS Aus- standeS der Post- und Telegraphenbeainten die Möglichkeit eines Generalstreiks der Angestellten im Staatsdienst und im öffentlichen Dienst wie auch in Handel und Industrie ins Auge zu fassen, falls nicht der Streik schnell zugunsten der Ausständigen beigelegt wird. Politilcde(leberllcbt. Berlin, den M. März IM). Eincms Deroute und Rückzugskanonade. Aus dem Reichstage.(20. März.) Ein Tag der Miß- erfolge war das für den General der Kavallerie v. Einem, dem die Leitung des preußischen Kriegsministeriums anvertraut ist. Seine Schutztruppe im Reichstag hat zwar alle möglichen Kriegslisten aufgeboten, um ihn zu retten und zu decken, aber es half alles nichts. Zunächst lief schon eine Plänkelei mit den Freisinnigen übel für den Minister aus. Herr G o t he i n stellte aus Einems eigenen Worten fest, daß er gegenüber dem Militärkabinett und den Regi- mentskommandcuren völlig einflußlos sei bei der Besetzung wich- tiger Stellen und bei der Aufnahme der Offiziersaspiranten. Des- halb blieben seine Wünsche betreffs gleicher Behandlung von. Adel und Bürgertuin im Heer eben nur fromme Wünsche. Herr Müll er- Meiningen ergänzte das durch den zahlenmäßigen Nachweis, daß bei der Besetzung der Stellen im Großen G e ii e r a I st a b der Adel ganz unverhältnismäßig begünstigt wird. Herr V. Einem wußte sich nicht anders zu helfen, als daß er verlangte, man müsse ihm glauben, daß der Aoel auch im Generalstab nicht bevorzugt werde. Da der Glaube wohl Berge, aber nicht Zahlen versetzen kann, versagte das Eincmsche Rezept auch in diesem Falle. Tarauf kam der Zentrumsmann Beizer mit einer kurzen Befürwortung der Beschwerde der hohenzollernsazen Lande an die Reihe, und dann stand Genosse Frank- Mannheim auf der Red- nerliste. Er sollte auf die gestrige Provokation des Kriegsministcrs antworten. Die patriotische Einem-Schutztruppe leistete dem Kriegs- minister den üblen Dienst, einen Schlußantrag einzubringen, um ihn zu retten. Genosse Singer ergriff sofort zur Geschäftsord- nung das Wort, um unter Hinweis auf die Illoyalität der Versuche. unserem Redner das Wort abzuschneiden, die Beschlußfähig- keit des Hauses anzuzweifeln. Vor der Auszählung verließen die Sozialdemokraten den Saal. Das Mittel hatte den erwünschten Erfolg. Trotzdem in ganz unzulässiger Weise das nur für namentliche Abstimmungen bestimmte Nebelhorn eine Viertel- stunde lang das Haus durchheulte, kamen nur 172 Abgeordnete zur Stelle. Das Haus war beschlußunfähig. Nunmehr setzte der Vizepräsident Paasche für eine Viertelstunde später eine neue Sitzung an und verkündete gleichzeitig, daß ein Antrag auf namentliche Abstimmung über den Schlutzantrag gestellt sei. Dies Manöver hatte den Zweck, die Sozialdemokraten zum Da- bleiben bei der Abstimmung zu nötigen, wenn sie nicht ihre Diäten einbüßen wollten. Das hätte natürlich unsere Fraktion nicht be- wogen, sich anders zu verhalten. Mittlerweile hatte sich aber durch Umfrage bei den Fraktionen herausgestellt, daß die Einem-Schutz- truppe voraussichtlich für ihren Antrag gar nicht einmal die Mehr- heit bekommen würde. Sie zog deshalb in letzter Minute ihren Schlußantrag zurück, und so konnte dann Genosse Frank nach dieser wirksamen Einführung durch die ungeschickten Einem-Freunde vom Leder ziehen. Der Minister mutzte vor die Klinge, ob er wollte oder nicht. Frank besorgte die Abrechnung gründlich und wirksam. Seine Nachweise der Zitatenkünsteleien des Kriegsministers wirkten auf die hartgesottensten Patriotenseelen wie eine kalte Douche. Als Frank dann aber die Schlußfolgerungen zur Wertung der ministen- eilen Ethik zog. machten die Patrioten ihrer Beklemmung durch das übliche Wutgeheul Luft, wobei Herr v. Liebert den Anführer abgab. Die Dramatik der Szene steigerte sich noch als Frank einen geschichtlichen Ueberblick über den Wert politischer Eide gab und dabei auch Hohcnzollcrnkönige und preußische Minister exempli- fizierte. Das Mißgeschick hatte Herrn Johannes Kaempf auf den Präsidentenstuhl geführt. Wie gewöhnlich erteilte er Ord- nungSrufe an der unrichtigen Stelle und zur unrichtigen Zeit. Nummer drei verzapfte er noch, als Frank schon von der Tribüne abgetreten war. Herrn v. Einems Verteidigungsrede war zunächst ein Ver- legenheitsgestammel, das die Rechte durch heftige Bravos zu decken suchte, Tann bemühte er sich, seine Deroute durch das bekannte Manöver der Rückzugskanonade zu decken, erhob neue bcweislose Beschuldigungen und warf mit Ausdrücken wie„infam" um sich. Als ein Sozialdemokrat Beweise von dem Minister verlangte, fuhr Graf Stolberg mit einem Ordnungsruf dazwischen, während die Rechte fortgesetzt gegen die Sozialdemokratie tobte. Alles in allem war der Tag ein kläglicher Mißerfolg für den Militarismus und seine Handlanger. »• Kautsky und der„Militärjesuit". Zu der skandalösen Zitatcnfälschung, die Herr v. Einem dem deutschen Reichstag am Freitag bieten zu dürfen glaubte, hat Ge- nosse Kautsky uns eine der Wahrheit zu ihrem Rechte verhelfende Tarstellung überfandt. Da Genosse Dr. Frank— was Kautsky noch nicht wissen konnte, als er seine Erklärung absandte— den Minister des Krieges am Sonnabend elegant abgestochen hat, so erübrigt sich die Wiedergabe der genannten Zuschrift. - Minister v. Breitenbach als Sozialpolitiker. Die Staatsbetriebe, die einem Ausspruch des deutschen Kaisers zufolge Musterbetriebe sein sollen, find in der Tat Muster von Be- trieben, wie sie nicht sein sollen. DaS gilt ganz besonders von den Eisenbahnbetrieben, die seit Jahrzehnten von Männern ver- waltet werden, die, bar jedes sozialen Empfindens, von den Ar- beitem verlangen, daß sie ihnen mit ihrer Arbeitskraft zugleich auch ihre politischen Rechte und ihre Gesinnung verkaufen, daß sie aus freien Arbeitern zu Staatssklaven degradiert werden. Die Löhne sind weit geringer als die in der Privatindustrie, die Arbeitszeit ist eine weit längere, die Ausbeutung der Arbeitskraft eine weit intensivere. Hierzu kommt ein unerhörter TerrorismnS, den die Verwaltung gegen die StaatSarbeiter ausübt, und vor allem dieHeuchelei.mitder sie sieüber ihre wahre Lage hinwegzutäuschen sucht. Mit WohlfahrtSeinrichwngen aller Art, die in Wirklichkeit längst zur Wohlfahrts plage geworden sind, und bei denen der Staat noch ein gutes(Geschäft macht, sucht man die Arbeiter zu fesseln, sucht man sich gefügige Werkzeuge zu schaffen, die der Verwaltung zu Diensten sind. Diese staatliche Wohlfahrtspflege als das hingestellt zu haben. was sie ist, der Verwaltung die Maske vom Gesicht gerissen und an der Hand amtlichen Materials die wirklichen Zustände geschildert zu haben, ist das Verdienst unseres Genossen Leine rt, der am Sonnabend bei der Beratung des Etats der Eisenbahnverwaltung im Dreiklaffenparlament als Fraktionsredner in einer tief emp- fundenen Rede, mit der er trotz der vorgerückten Stunde das Haus fesselte, die Interessen der Staatsarbeiter vertrat. Treffend bezeichnete er die Wohlfahrtspflege als Reklame, hinter der nichts steckt; zahlenmäßig wies er nach, daß von einer besonderen Wohlfahrt für die Arbeiter keine Rede sein kann, daß eS sich im Grunde genommen nur um die Erfüllung ge- fetzlicher Pflichten handele, und daß man da, wo eine gesetzliche Ver- pflichtung nicht besteht, auch von der Wohlfahrtspflege nichts merkt. Die geringen Löhne, das Ueberstundenwesen, die ungewöhnlich lange Arbeitszeit, der Mangel an Ruhetagen und Sommerurlaub wurde von dem sozialdemokratischen Redner nicht minder scharf und ab-< fällig kritisiert, wie das Verbot des MimsterS,„sozialdemokratischen" Konsumvereinen beizutreten, seine Versuche, die Freizügigkeit der Arbeiter einzuschränken, ihnen das KoalitionS- und Wahlrecht zu nehmen, die Arbeiterausschüsse zu Marionetten in der Hand der Verwaltung zu gestalten. All das konnte L e i n e r t durch zahlreiche Beispiele belegen, die zwar der Mehrheit und der Regierung höchst unangenehm sind, die aber dadurch an Beweiskraft nichts ein- büßen. Um Zeit zur Vorbereitung auf die Widerlegung der von dem sozialdemokratischen Redner erhobenen Anklagen zu gewinnen, ver- ständigte sich Herr von Breitenbach in seiner Hilflosigkeit mit dem Oberscharfmacher Frhrn. v. Z e d l i tz. der denn auch eine seiner auf Vorrat gearbeiteten Reden gegen die Sozialdemokratie vom Stapel ließ. Es war Dutzendware, wie sie sich für das Dreiklaffen- Parlament am besten eignet, törichtes Gerede über sozialdemolrati- s-hen Terrorismus, über künstlich von der Sozialdemokratte gezüchtete Unzufriedenheit u. dgl. Phrasen, an die Herr v. Zedlitz selbst kaum glaubt, die aber ans das Parlament der Schlot- und Krautjunker Eindruck machen. Ihm schloß sich in allen Punkten der Minister von Breiten- Vach an, der dadurch aufs neue den Beweis erbrachte, daß er von der modernen Arbeiterbewegung keine Ahnung hat und einzig und allein durch ungesetzliche Maßnahmen gegen die Eisen- bahner den Betrieb aufrecht erhalten zu können wähut. Sachlich wußte der Minister so gut wie nichts vorzubringen; er kennzeichnete sich selbst am besten durch seinen Ausspruch, daß er sich auf „Indizienbeweise" stützt! Wie schwach muß es um die Position eines Ministers bestellt sein, der zu so armseligen Argumenten seine Zuflucht nehmen muß! Allerdings, wozu braucht sich auch ein preußischer Minister Mühe zu geben, auf sachliche Ausführungen der Minderheit sachlich zu antworten? Die Mehrheit hat er ja doch immer auf seiner Seite, die Mehrheit, die förmlich nach scharfmacherischen Maßnahmen lechzt und die den Staatsarbeitern das vorenthalten will, was sich die Arbeiter in der Privatindustrie längst errungen haben. Aber mögen die Scharfmacher nach außen hin auch noch so große Gleichgültig- keit den sozialdemokratischen Anklagen gegenüber zur Schau tragen, im Innern ihres Herzens ist es ihnen doch unheimlich zu Mute, denn sie wissen nur allzu gut, daß die StaatSarbeiter nicht ür ihnen, sondern einzig und allein m der Sozialdemokratie ihre Vertretung erblicken. Wie üblich wurde durch einen Schlußantrag unseren Genossen die Erwiderung unmöglich gemacht. «»' Heber die vom Abgeordnetenhause beanstandeten Wahlen unserer Genossen Borgmann, Hei mann, Hirscki und Hoffmann liegt jetzt die gutachtliche Aeufeerung deZ Berliner Magistrats vor. Der Magistrat gibt zu, daß in allen Berliner Wahlkreisen, auch in d e n Kreisen, in denen Freisinnige gewählt sind, die Wählerlisten in der Weise aufl gestellt sind, daß für die Zensiten unter 3000 M. das Steuerjahr 1908, für die Zensiten über 3009 M. das Steuerjahr 1907 zugrunde gelegt ist. Der Magistrat erklärt weiter, d a sz er gar nicht anders habe handeln können. Tie Antwort des Magistrats wird nunmehr an die Wahl- Prüfungskommission des Abgeordnetenhauses gehen. Das Plenum wird sich erst nach den Osterferien damit befassen und dann endgültig über die Wahl beschließen. Das Tabaksteuerkompromiß. Leichter wie über das Besitzsteuerkompromiß haben sich, wie wir bereits gestern berichteten, die blockparteilichen Sftii gliedcr der Finanzkommission über die höhere Belastung des Tabaks geeinigt, wird doch durch eine Erhöhung der Tabak- bcsteuerung der Geldbeutel der Wohlhabenden lange nicht in gleichem Maße in Anspruch genommen, wie durch eine Besih- oder Nachlaßsteuer, denn die Kosten einer stärkeren Belastung des Tabaks hat in der Hauptsache die breite Masse der Tabakkonsumenten, vor allem aber die Tabakarbeiterschast zu tragen. Die„Franks. Ztg." ist in der Lage, nähere Mitteilungen über dieses Tabaksteuerkompromitz machen zu können. Sie läßt sich aus Berlin telegraphieren: „Die Silbkommission für die Tabaksteiicr hat sich auf einen nationalliberalen Antrag geeinigt, wonach neben der Erhöhung der Gewichtssteuer für inländischen Tabak auf 75 M. für den Doppelzentner eine Zollerhöhung für Zigarren und Zigaretten stattfinden soll. Der Zoll für Zigarren soll auf 700, für Zigaretten ans 1000 M. für den Doppelzentner erhöht werden. Äußerdein soll für ausländische Tabakblätter(bearbeitete und unbearbeitete) beim Uebergang an einen Verarbeiter ein Zollzuschlag vom Wert erhoben werden. Bis zum Uebergang sollen die Tabakblätter unter der Zollaufsicht des Reiches bleiben. Als Wert soll im allgcnieinen der Preis gelten, der zwischen dem Verkäufer und und dem Verarbeiter vereinbart wird. Zur Ausführung des Ge- setze» soll in Bremen eine zollamtliche Prüfungsstelle errichtet werden, die mit weitgehenden Machtbefugnissen ausgestattet werden soll. Auf Grund dieser Bescblüsse arbeitet das Reichsschatzamt nunmehr eine neue Vorlage ans." Die geplante Mehrbelastung des Tabaks Ivird erst dann in ihrem ganzen Umfange erkannt, wenn man die vor geschlagenen neuen Zollsätzen mit den alten vergleicht. Bis her betrug der Zoll für: Tabakblätter 180 M. pro Doppelzentner, künftig ca. 320— 360 M. Zigarren. 270 M. pro Doppelzentner, künftig 700 M. Das Glektrizitäts- und Gassteuergesetz abgelehnt! DaS war Grabesluft, die am Sonnabend im Beratungszimmer der Steuerkommission wehte. TagS zuvor hatte man die Inseraten- steuer verscharrt, heute galt es. das ElektrizitätS- und Gassteuergesetz zur Ruhe zu bringen. Herr P i ch l e r vom Zentrum hielt ihm die Grabrede. Man soll von den Toten nur GuteS reden— gebietet ein altes, pietätvolles Wort. Herr Pichler fand dieses Wort»ich:, und wenn er seine Rede noch länger ausgedehnt hätte, würde er auch dann kaum etwas Gutes an dem Toten entdeckt haben. Als Freunde der Steuer bekannten sich nur die Abgeordneten Schultz von der Reichspartei und v. Richthofen- Damsdorf von den Konservativen. Die Redner der anderen Parteien, die sich der Steuer gegenüber ablehnend verhielten, konnten sich nach dem 1>/zstündigen Referat des Abg. Pichler auf kurze Erklärungen be- schränken, die namens der sozialdemokratischen Vertreter Genosse Emmel abgab. Der Schatzsekretär machte keine besonderen Ver- suche, sein sterbendes Kind zu retten. Resigniert bemerkte er nur auf eine Auslassung des nationalliberalen Abg. Fuhrmann, daß der technische Berater der Regierung bei dem Entwurf mindestens fo sachverständig sei wie seine Kritiker. Der„Sachverständige" hielt es aber für geraten, unmittelbar vor der Abstimmung sein Werk in längeren Ausführungen zu verteidigen.„Zurück. du rettest den Freund nicht mehr"— raunte ihm ein anderer Vertreter der Regierung zu—, und in der Tat lag einige Minuten später die Vor- läge entseelt am Boden. Mit allen gegen vier Stimmen wurden sowohl der§ 1 der Vorlage abgelehnt, der die elektrische Arbeit und das Gas besteuern will, als auch der 8 23, der die Besteuerung der Beleuchtungsmittel bestinimte. Hoffentlich finden die anderen Vorlagen, insbesondere das Tabak- iteuergesetz, das gleiche Schicksal. Bülow kneift. Man kennt nun die Finten und Schliche des Mannes, der noch immer deutscher.Vianzler ist, zur Genüge, um sich nicht zu wundern, daß Bülow in dem Moment, wo er vor der Budgetkominission die Folgen seiner Flottcnpolitik für unser Verhältnis zu England zu verantworten hätte, sich dem Eingeständnis des Bankrotts entziehen iverde, trotzdem er ja nachgerade in politischer Bilanzverschleierung ein Meister geworden— bei so viel Uebung allerdings kein Wunder. Natürlich ist es nur„Rücksicht auf das öffentliche Interesse", das Bülow immer dann gegeben sieht, wenn es sich um seine persönlichen Machtinteressen handelt. In Wirk- lichkeit würde das öffentliche Interesse erfordern, dast der Verantwortliche Leiter unserer auswärtigen Politik die Ge- fahren einer Situation aus der Welt schafft, die das nn- sinnige Wettrüsten und die frivole Ablehnung der englischen Vorschläge geschaffen. Ta aber Bülow f e l b st diese Situation herbeigeführt hat, sucht er sich jetzt natürlich der Verant- Wartung zu entziehen. Statt seiner wird Herr v. Schoen der Kommission Erklärungen abgeben, soweit das„im Jntcr- esse des Landes" liegt. Die Erklärungen sind allerdings dringend nötig. Denn bisher wurden von der deutschen Regierung nur falsche Erklärungen abgegeben, in einer so bedeutsamen Sache wirk- lich ein starkes Stück. Bekanntlich hat Herr v. Tirvitz in der Budgctkommission gesagt, er wisse nichts davon, daß die eng- tische Regierung Vorschläge zur Einschränkung des Flotten- baues gemacht habe. Der englische Premierminister A s q u i t h hatte im Uistcrhause das Gegeilteil gesagt. Jetzt muff die„Köln. Ztg." offiziös zugeben, dast Asquith und licht Dirpitz das Richtige gesagt hat. Sic schreibt: „Soweit wir unterrichtet sind, ist von England seinerzeit in der Tat ein Arrangement über dieFlotten- rüstungen vertraulich angeregt worden, doch wurde von deutscher Seite damals auf die großen Schwierigkeiten hingewiesen, die sich einer solchen Abmachung entgegen- st e l l t e n. eine Auffassung, die von deutscher Seite schon auf dem Haager Kongresse vertreten wurde." Diese Vorgänge waren übrigens schon früher bekannt. klm so merkwürdiger ist die Unkenntnis des Herrn v. Tirpitz, der von so wichtigen Dingen, die sein Ressort betreffen, nichts weiß. Dem sei aber wie immer. Jetzt ist nur wichtig, daß sich die von Bülow verübte Politik unter den geänderten Ver- Hältnissen auch selbst nicht mehr vom Standpunkt der bürgerlichen Parteien aufrechterhalten läßt. Die Ablehnung der englischen Vorschläge war bisher ein schwerer Fehler; das Verharren bei dieser Ablehnung wäre heute eine grenzen- lose Torheit und eine schwere Gefährdung der künftigen englisch-deutschen Beziehungen. Bülow aber, der mit seinen Kunipanen Keim und Liebcrt jenen nationalistisch-marinistischen Wahlschwindel entfaltet hat. ohne den die englischen Angstzustände vor der „deutschen Gefahr" nie hätten entstehen können, ist für die Forderung der politischen Vernunft der ungeeignetste Voll- strecker. Das Uebereinkommen mit England muß aber kommen, und der Kanzler, der sich ihm entgegenstellt, ist ein Schädiger der deutschen Interessen. Bestände die Majorität der Budgetkommission aus Männern und nicht ans bürger- lichen Politikern, sie würden auf dem Erscheinen des Kanzlers bestehen und ihm die Politik vorschreiben, die das Interesse Deutschlands jetzt gebieterisch erfordert, die Politik der V e r st ä n d i g u n g in i t E n g l a n d. Ei» freisprechendes Urteil. von prinzipieller Bedeutung fällte das Dresdener Oberlandcsgericht. Gelegentlich eines Ausstandes in einer Großmühle in der Um- gebung Dresdens im Mai v. I. waren von dem Dresdener Bureau der Backer an eine ganze Reihe von Kunden der Mühle Zirkulare als Drucksache in einem offenen Kuvert versandt worden, durch die die Empfänger auf den Streik aufmerksam gemacht und darauf hingewiesen wurden, daß eventuell eine Ver- ösfentlichung der Sauden der Mühle erfolgen würde. Weiter wurde in dem Zirkular die Bitte ausgesprochen, die Firma zur Bewilligung der Forderungen der Bäcker zu veranlassen. In dieser Versendung sah das Schöffengericht eine Verletzung des jj 20 des Prcßgesctzes und einen Verstoß gegen eine amtshauptmannschaftliche Verfügung vom Jahre— 1889, in der von der Störung der öffentlichen Ord- nung durch Verbreitung von Schriften die Rede ist, und verurteilte mehrere Genossen, darunter den Gauleiter des Bäckervcrbandes, Genossen Rcymann in Dresden, zu Geldstrafen. Das Landgericht zu Dresden wies die von den Verurteilten eingelegte Berufung kostenpflichtig zurück, erachtete auch die alte amtshauptmannschaftliche Verordnung als zu Recht bestehend. Gc° nosse Reymann legte nunmehr Revision beim Oberlandcsgericht ein und rügte eine fehlerhafte Anwendung des Strafgesetzes und eine Verkennung des Begriffes„Oeffentlichkeit". Er hatte damit Erfolg, denn das höchste sächsische Gericht sprach ihn frei unter Ucbernahmc der Kosten auf die Staatskasse. D i e Versendung von Zirkularen in offenen Ku- verts könne nicht als eine öffentlich« Berbrei- tung von Schriften angesehen werden. Zum Finanzelend der Kleinstaaten. Eine Ueberraschung gab es am Freitag im Rudolstädter Landtage bei der Beratung des Staatshaushalts für die drei Jahre 1909, 1910 und 1911. Die Regierung hatte bei Titel 21 Ertrag aus den Bergwerken die Summe von 116 200 M als jährliche Einnahme aus den Kaliwerken Günthershall und Immenrode eingesetzt, obwohl in keiner Weise feststeht, daß dieser Betrag einkommt. Da im Rudolstädter Etat die Einnahmen sowieso aufS höchste angesetzt sind, damit die Regierung mit keinem Defizit auswarten muß, ging diese Finanzgebarung auch einigen bürger- lichen Abgeordneten zu weit. Die beiden Nationalliberalen Sommer und Crone stimmten mit unseren Genoffen gegen die 116 200 M., so daß sie mit acht gegen acht Stimmen abgelehnt wurden. Ein gleiches Schicksal fand ein agrarischer Antrag, der der Regierung zur Hilfe eilen wollte und forderte, daß wenigstens 60000 M. bei dem betreffenden Titel eingesetzt werden sollten. Der sozialdemokratische Antrag, nur 6000 M. einzustellen, wurde daraus vom Landtag angenommen. Der Etat zeigt nun 2836900 M. Einnahmen, 2 953 220 M. Ausgaben, so daß ein Fehlbetrag von 116320 M. verbleibt, der aus den Beständen entnommen werden muß. Bei der folgenden General- abstimmung wurde, da mit unseren Genossen auch ein unzufriedener Agrarier gegen den Gesamtetat stimmte, der letztere nur mit knapper Majorität, nämlich mit neun gegen sieben Stimmen, genehmigt. Zugedeckt. Durch die Presse geht folgende Meldung: Der Major a. D. Graf zu Lynar. der seit über Jahresfrist in Siegburg die vom Kriegsgericht der 1. Gardedivifion verhängte Gefängnisstrafe verbüßt, hat feit dem 1. Februar d. I. freilvillig auf den Bezug der ihm gesetzlich zustehenden Militärpension verzichtet. Diesem Vorgehen ist Graf Wilhelm v. Hohenau, gegen den seinerzeit ein Ehrengericht gesprochen hat, gefolgt und hat dem preußischen Kriegsministerium eine ausdrückliche Verzicht- leistung auf seine dienstlichen Bezüge zugehen lassen. Die Herren, die es ja nicht nötig haben, von ihrer Pension zu leben, haben also großmütig daraus verzichtet, auf Kosten der deutschen Steuerzahler eine Rente zu beziehen, die ihnen nicht ver- blichen wäre, wenn sie eben nicht ganz besonderes Glück darin gehabt hätten, daß die Gerichte beziehungsweise das Ehrengericht erst gegen sie in Tätigkeit getreten sind, nachdem sie schon ihren Abschied in allen Ehren erhalten hatten. Das lag bekanntlich daran, daß die Vorgesetzten nichts von dem wußten, was in der Armee die Spatzen von den Dächern pfiffen. Ueber die Tatsache, daß der Herr Major a. D. Graf Lhnar seine Pension weitcrbeziehe, obgleich er des strafbaren sexuellen MißbrauchS von Untergebenen schuldig befunden wurde, hat sich die öffentliche Meinung nicht sehr erHaut gezeigt und das ist den dafür Verantwortlichen offenhar unangenehm geworden. Die Grafen Lynar und Hohenau dürften wohl gewußt haben, daß sie gewissen Leuten einen großen Gefallen taten, wenn sie dafür sorgen, daß die Nörgler nicht mehr auf ihre Pension verweisen können. Und so ver- zichteten sie denn, damit die unbequeme Sache zugedeckt sei. Auch ein Mittel gegen den Umsturz. In einem„OrdnungS"blattc lesen wir: „Das Kriegervereinswesen soll von den General- k o m m a n d o s der Armeekorps mit aller Kraft gefördert werden. Das Kriegervereinsmitglied soll äußerlich dokumentieren, daß eS der wohlorganisierten patriotischen Gemeinschaft angehört. Sämtliche Generalkommandos haben bereitwilligst die Erlaubnis erteilt, daß die Mitglieder der Kriegervereine bei Kontrollversamm- l u n g e n das Landesverbandsabzeichen anlegen." Der brave Äriegervereinler wird also sein Landesverbands- zeichen anlegen, damit der Offizier, der die Kontrollversammlung abhält, die Böcke von den Schafen unterscheiden und seine Werbe- arbeit für die Kriegervercine an die richtige Adresse richten kann. Die Brust des Patrioten aber wird sich mit Stolz erfüllen ob feines Verbandszeichens, das ihn aus der Klasse der Gemeinen als etwas Besseres Heraushebt und er wird alles tun, damit er dieses Vorzugs nicht durch Ausschluß aus dem Kriegerverein verlustig gehe. So wird die gute Gesinnung gestärkt und dem Umsturz entgegengearbeitet. Unsere Gegner müssen nicht mehr allzuviel Vertrauen in ihre Sache habe», wenn sie schon zu solchen Kinkerlitzchen ihre Zuflucht nehmen. Amtliche Wahlkontrolle. Die„Breslauer Volkswocht" berichtet über einen Fall behörd- licher Wohlkontrolle, der sich bei den letzten Stadtverordnetenwahlcn in Posen zugetragen hat. Wenige Tage nach den Wahlen erhielten sämtliche städtischen Beamten, die sich nicht an der Wahl beteiligt hatten, folgendes Schreiben: Posen, den 27. November 1908. In höherem Auftrage ersuche ich Sie um Auskunft bis zum 29. d. M., aus welchen Gründen Sie bei der diesjährigen Stadt- verordnetenwahl nicht gewählt haben. gez. Pohl Bureauvorsteher. Auf eine Anfrage, wer die„höhere" Behörde sei, antwortete der Bureauvorsteher, daß es der Oberbürgermeister Dr. Wilms sei. Als Dr. Wilms deshalb in der Stadtverordnetenversammlung interpelliert wurde, bestätigte er die Zeitungsmeldung und erklärte, daß er eben- falls„höheren" Auftrages gemäß gehandelt habe.— Italien. Die sozialistische Stimmenmacht in den Großstädte«. Rom, 18. März.(Eig. Ber.) Von allen italienischen Städten hat Turin bei den letzten Wahlen die größte Stimmenzahl auf- geboten, nämlich insgesamt 13 984 Stimmen in seinen fünf Wahl» kreisen. Mit diesem Stimmcnaufgebot, das sich nur aus den ersten Wahlgang bezieht, wurden drei Mandate erobert. Mailand mit ebenfalls fünf Wahlkreisen brachte 12 043 Stimmen auf und er- oberte zwei Mandate. Ebenfalls zwei Mandate wurden in Genua gewonnen, wenn man den Vorort Sampierdarena einbegreist. Die Stimmenzahl betrug hier 6698. In den drei Wahl- kreisen der Stadt Florenz wurden zwei Sozialisten gewählt und 6449 Stimmen abgegeben. Venedig, das auch in drei Wahlkreise zerfällt, eroberte ein sozialistisches Mandat bei 3204 Stimmen. Um viel höheren Preis— 6702 Stimmen— eroberte Bologna ein sozialistisches Mandat. von den drei, die die Stadt zu vergeben hat. Mit 2348 Stimmen wurde in Rom, das nur in einem seiner fünf Wahlkreise einen Sozialisten aufgestellt hatte, Genosse Bissolati gewählt. In Neapel erhielt Cicotti, ebenfalls als einziger Partcikandidat der ganzen Stadt, 1556 und in Palermo Genosse TaSca unter denselben Bedingungen 1737 Stimmen. Eine allgemeine Statistik der sozio- listischen Stimmen ist bis zur Stunde noch nicht veröffentlicht worden. Englanä. Die Flottendebattc und die britische Arbeiterpartei. London, 18. März.(Eig. Ber.) Nun sind wir abermals beim englisch-deutschen Problem angelangt, das— wie an dieser Stelle oft gesagt wurde— sich um die Flotten- r ü st u n g c n dreht. Freundliche Besuchs und Gegenbesuche, herzliche Trinksprüche und lange� Friedensleitartikcl nützen nichts, solange die Taten der Marineininister und die Ziffern der Flottenetats auf Kricgsmöglichkeitcn hindeuten. Die Lage ist so klar und drohend geworden, daß im britischen Parlamente mit einem deutsch-englischen Zusammenstoß ge° rechnet wird. Beim Einbringen des Flottenctats gedachten die Linksl'iberalcn(Radikalen) eine Herabsetzung der ver- langten Summen zu beantragen. Angesichts der Er- klärungen der Regierung über die Rüstungen und Vor- bercitungen in Deutschland ließen die Linksliberalen ihr Amendement fallen, das nur von der Arbciterfraktion ver- tcidigt wurde. Es sprachen zu diesem Punkte die Abge- ordneten Macpherson und Henderson. Beide Reden hatten den Erfolg, daß die Arbeiterfraktion jetzt als unpatrio tisch gebrandmarkt wird. Macpherson sagte: „Gestern sprach her liberale Arbeiterabgcord» n e t e John W a r d für den von der Regierung eingebrachten Etat und schloß sich dem antideutschen Argumente an. Die Ar» beiterfraktion wünscht vor allem zu erklären, daß sie sich mit Ward nicht identifiziert. Sie legt energischen Einspruch ein gegen derartige Argumente. Sic ist gegen den Flottenetat und wird alles tun, ihn zu Falle zu bringen. Es ist eine Schmach und Schande für die christliche Zivilisation des 20. Jahrhunderts, über 700 Mil» lionen Mark für eine Flotte auszugeben, die den Zweck hat, Völkermord zu treiben. Zwischen der deutschen und britischen Arbeiterklaffe gibt es keine Kriegsursachen. Die deutsche Sozial» dcmokratie kämpft im Deutschen Reichstag gegen den MilitariS- mus und Marinismus und die britische Arbeiterpartei tut das- selbe im Unterhause. Die Feinde der Arbeiter befinden sich nicht im Auslande, sondern im Jnlande. Es ist die 5wpitalistcnklasse, die uns unterdrückt und haßt. Und gegen diese wollen wir Krieg führen. Für mich steht die Tatsache fest, daß England sich auf einen Krieg mit Deutschland vorbereitet.(Rufe: Nein! Nein!) Das ist die Ansicht, die ich aus Mitteilungen hoher Offiziere gewonnen habe. Die Arbeiterschaft de» »unziert diese Politik und setzt ihr die schärfste Opposition c n t g c g e n." Henderson sagte:. ..Stach dem was sich gestern und heute in die, cm Hause zugetragen, ist es die Pflicht der Arbeiterfraktioii. das Amendement gegen den Flottenctat zu vertreten.(Beifall bei den Arbeitervertrctern.) Die Debatte ist von hoher Wich- tigkeit. Sic bedeutet den Anfang des Sieges des Flottcnbundcs.(Beifall.) Sie zeigt auch,� daß der Liberalismus seine Rolle, die er angeblich als Verteidiger des Friedens spielte, aufgegeben hat. lBeifall.) Im Deutschen Reichs- tage wurde bereits die Ansicht unserer Regierung widerlegt. Können unsere Minister nichts darauf antworten, so ist auch ihr Flottcnewt ohne Berechtigung. Wir sind gegen dieje Flottenpolitik, da sie alle Sozialreform unmöglich machen wird. Wir sind der Ansicht, daß die Stärke einer Nation nicht allein von der Zahl ihrer Schlachtschiffe und ihrer Armeekorps abhängt und daß wir deshalb die Stcucrkraft dcr Nation zu besseren Zwecken ausnutzen müssen." Bei der Abstimmung über das Amendement gegen den Flottenetat erhielt es indes nur 83 Stimmen in einem Hause von über 400 Abgeordneten. parlamentarisches. Aus dcr Budgetkommission des Reichstags. (41. Sitzung. 20. März.) Nach Eröffnung der Sitzung wurde ein Schreiben des Reichs- kanzlcrs verlesen, worin er mitteilt, er sei verhindert, der Einladung der Kommission nachzukommen, Staatssekretär von Schoen aber werde„demnächst" in seinem Auftrage eine Erklärung über die im englischen Unterhause gemachten Mitteilungen abgeben, soweit dies im Interesse des Landes liege! Die Kommission nahm diese Mitteilung mit eisigem Schweigen entgegen. »* Erzbergcr brachte bei dcr Fortsetzung der Beratung des Marineetats die Frage zur Erörterung, ob die Beamten volle Bc° schästigung hätten. Staatssekretär v. Tirpitz bestritt die Rich- tätigkeit der Erzbergerschen Angaben, daß die Beamten nur 6 Stun- den täglich beschäftigt seien, wovon noch die Frühstückspause abgehe: die Beamte» nehmen ihre Arbeiten mit nach Hause und bearbeiten dort ihre Akten. Kontreadmiral C a p p c l l e meint, daß die Be- amten in allen Ressorts durch die Anfragen, welche die Budget- kommission stelle, zeitweise mit Arbeit stark belastet würden.— Versprochen wird vom Reichsmarincamt, den Etat in Zukunft nach Möglichkeit d u r ch s i ch t i ge r zu gestalten, damit auch— wie gewünscht— das Zulagewcsen übersichtlicher wird. Zur Ablösung von Schiffsbesatzungen sowie zur Nach- und Heimscndung von Frachtstücken der Auslandsschiffe werden 2 220 000 Mark(300 000 M. mehr als im vorigen Jahre) gefordert. Als Grund wird angegeben, daß die Schiffahrtsgesellschaften teuere Schiffe bauten und mit ihren Preisen für die Beförderung allge- mein in die Höhe gegangen seien. Genosse Ledebour wies darauf hin, daß es sich bei den gemeinsamen Preisfestsetzungen der Gesellschaften offenbar um einen Ring handele. Das sei um so bezeichnender, als sich darunter auch eine vom Reiche sub- ventionierte Gesellschaft befinde. Die Kommission beschließt, 20000 M. von der Forderung abzusetzen. Nächste Sitzung: Montag. Fortsetzung der Beratung beim Titel„Werftbctrieb" Hus der Partei. Zur Maifeier. Mit dem Beschluß des Nürnberger Parteitages, daß diejenigen Parteigenossen, welche den 1. Mai durch Arbeitsruhe begehen und einen Lohnausfall nicht haben, den Tagesverdienst an die Partei- und Gewerkschaftskasse abzuführen Haben, beschäftigte sich dieser Tage auch eine Versammlung des Sozialdemokratischen V e r e in s für den 18. sächsischen Wahlkreis, Ortsgruppe Zwickau-Stadt. Kreis- und Bezirtsvorstand beantragten, diesem Beschlüsse des Nürnberger Parteitages die Z u st i m m u n g zu versagen. Als Grund wurde angeführt, daß man in diesem Beschlüsse die Absicht erblicke, die Maifeier ahzuwürgen(?), was gegen den Willen der Mehrheit der sozialdemokratischen Arbeiter verstoße. Außerdem sei auch noch keine Einigung zwischen dem Parteivorstand und der Generalkommission über die Unterstützung dcr Maifcicr-Ausgcsperrtcn erzielt worden. Dem nächsten Partei- tage müsse durch die Nichteinhaltung des Parteitagsbcschlusses Ge- legenheit gegeben werden, sich damit nochmals zu beschäftigen, um seine Aufhebung wieder herbeizuführen. Gegen eine Anzahl Stimmen trat die Versammlung nach längerer Dis- kussion dein Vorstandsbeschlutz bei. Bekanntlich haben Versammlungen dcr Genossen zu Leipzig vor kurzem beschlossen, den ParteitagSbeschwß auszuführen. Dcr Beschluß der Z w i ck a u e r Genossen ist ein Rütteln an der Einheit dir Partei, ein schlimmer Verstoß gegen die Disziplin, die die Sozialdemokratie unbedingt fordern muß, wenn sie nicht die Kraft zum Kampfe verlieren soll. „Lassalleancr" beim Rcichsverband. Das„Hamburger Echo" schreibt: DcrAllgemeine Deutsche Arbeiterverein in Hamburg hat beschlossen, sich dem H a m b urgischen Verband zur Bekän, pfung der Sozialdemokratie anzuschließen. Die Weltgeschichte macht bisweilen einen Witz. Aber ein so blutiger Kalauer ist ihr von der Tagesgeschichte wohl noch nie versetzt worden; dcr All- gemeine Deutsche Arbeiterverein als Mitglied des Verbandes zur Bekämpfung der Sozialdemokratie! Nachdem der von Ferdinand Lassalle gegründete Allgemeine Deutsche Arbeiterverein im Jahre 1875 in die sozialdemokratische Partei übergetreten war und damit aufgehört hatte, zu existieren, haben es verschiedentlich brave Leutchen, die Lassalle in der Tasche besessen hatten, aber deren geistiger Fundus nicht dazu ausreichte, ihre» Meister und seine Lehren zu verstehen, und die darum wie Petrefakten auch absolut verständnislos aller ferneren Entwickelung gegenüberstanden, ver- sucht, einen neuen„Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein" zu gründen, um in ihm„LassalleS wahre Lehre" weiter zu pflegen. Schließlich glückte das auch einer Handvoll Leutchen. Aber es glückte ihnen nur, weil sie bescheiden waren und in einer wahrhaft rührenden Selbsttäuschung ihre ScchSundsechSzia-Partie für einen Verein hielten. Freilich konnte diese Selbsttäuschung lange Jahre sich nähren von der� Tatsache, daß infolge einer absonderlichen Konstellation zwei größere bürgerliche Hamburger Zeitungen in eben- falls rührender Konsequenz Notiz nahmen von den„Lassalleanern", wie sich die vier Mitglieder des Allgemeinen Deutschen Arbeiter- Vereins nannten. Und diese amüsante Notiznahme hatte eS auch wohl im Gefolge, daß die verschiedensten politischen Parteic», die dcr Sozialdemokratie gern etwas am Zeuge flicken, um die„Lassal- leaner" bemüht waren. So holten sich die Antisemiten vor Jahren einmal einen verantwortlichen Redakteur für ihr Wurstblättcheir und einen Bürgerschaftskandidatcn aus der„Schar" dieser sonderbaren Käuze, die unentwegt alle Schäden der menschlichen Gesellschaft heilen wollten mit der Gründung von Produktiv-Assoziationen. Und jetzt sind sie auf den Reichsverband gekommen, die alten . Lassa lleancr"! polizeUiches, Oerichtitchea ulw. Xvas ist ein Wahrheitsbeweis? So muß man fragen angesichts des folgenden Berichts. Wegen Beleidigung eines chrift» lichen Gewerkfchaftsfekretärs wurde Genosse Oft« kamp von der Essener„Arbeiterzeitung" zu 20 M. Geldstrafe verurteilt. Als im vorigen Jahre der Aachener „Vollsfreund" berichtete, das; in Montabaur freie Gewerkschaftler christlichen Streikenden in den Rücken gefallen, wurde diese Bc- hauptung in der Arbeiterzeitung wegen der weiten Entfernung als unkontrollierbar bezeichnet, hingegen auf die Streikbrechern der Christlichen bei Göricke in Bielefeld verwiesen. Dabei wurde gleichzeitig erwähnt, daß der Sekretär des Essener christlichen Me- tallarbeitervcrbandes, Leupke, Streikbrecher nach Bielefeld vermit- tclt habe. Dies der Anlast der Beleidigungsklage. Obwohl die behauptete Tatsache erwiesen wurde, obwohl ferner erwiesen wurde, dast der Streik bei Göricke nichts anderes als die Anerkennung der Arbeitsordnung in allen Punkten bezweckte/ lam das Gericht zu der Verurteilung.) In der mündlichen Be- gründung wurde gesagt, dast dem Kläger der Vorwurf der Ver- mittlung von Streikbrechern nicht gemacht werden dürfe, iveil er mit Recht die Meinung vertreten habe, dast der Kampf sich gegen seine Organisation und nicht gegen die Firma Göricke gerichtet habe."_ Hutf Industrie und Kandel Patriotismus. Die Kaliindustrie macht eine tiefgehende Krise durch, die als direkte Folge echt kapitalistischer GriindungStätigkeit angesehen werden ninst. Eine Handvoll Gründer hat eZ verstanden, unler ge- schickter Handhabung erprobter Technik und mit Hilfe des Syndikats, in weiten Kreisen des Kapitalistenpublikums ein lustiges Spekulations ficber auszulösen.„Mit Kalipapieren lästt sich viel verdienen!" Solcher Gedanke wurde durch glänzende Prospekte und dito Geschäfts- berichten von einigen Unternehmern gefördert. Und die Sparer trugen ihr Geld zu den Gründern. Die Kurse stiegen ins Ungemessene. Schliestlich kam, was kommen muhte: Absatz und ProduktionSmöglichkeit gerieten in arges Mistverhältnis; da- zu erwies sich eine Reihe von Gründungen als direkt faul. Die Kurse gingen rapid hinab. Die meisten der An- gelockten waren um eine Erfahrung reicher, aber dieser Reichtum bedeutet ihre materielle Armut. Und viele von denen, die kapital- kräftig genug sind, die Papiere nicht unbedingt veräuhern zu müssen, lauern nur auf eine Gelegenheit, um sich des Besitzes unter möglichst günstigen Bedingungen zu entledigen. Wie gerufen kommt ihnen ein zahlungsfähiger Reflektant. Als solcher tritt seit einiger Zeit ein amerikanisches Konsortium auf. das ein grostcS Interesse daran hat, Einflust in der deutschen Kaliindustrie zu gewinnen, weil die amerikanische Landwirtschaft von dieser abhängig ist. Natürlich sind die von ihren Landsleuten übers Ohr gehauenen deutschen Besitzer von Kalipapieren gern bereit, diese den Amerikanern um guten Preis abzulassen. DaS paßt den Gründersippen wieder nicht in den Kram: viel lieber möchten sie selbst die Papiere gegen ein Butterbrot eintauschen. Wenn die Geleimten aus- gemerzt sind, kann ja ein neuer Plünderzug beginnen. Das Ein- dringen amerikanischen Einflusses wird natürlich auch darum un- angenehm empfunden, weil er sich jedenfalls zugunsten Amerikas im Kalisyndikat bemerkbar machen könnte. Aus diesem doppelten Interesse heraus tuten die Macher nun ins patriotische Horn. Die Besitzer von Kalifeldern werden beschworen, aus nationalem Interesse ihren Besitz nicht in amerikanische Hände gelangen zu lassen. ES sind immer rücksichtslose Egoisten, die mit dem Patriotismus Geschäfte machen wollen. Die Betriebseinnahmen der prenstisch-hessischen Staatsciscnbahnen haben im Februar d. I. gegenüber dem gleichen Monat des Vor- jahreS im Personenverkehr 0,5 Millionen Mark— 1,74 Proz., im Güterverkehr 6,0 Millionen Mark= 5,96 Proz., insgesamt ein- schliestlich der sonstigen Einnahmen 7,4 Millionen Mark— 5,20 Proz. weniger erbracht. Zu berücksichtigen ist hierbei, dast der Februar im Vorjahre einen Arbeitstag(den Schalttag) mehr hatte. Borfig im Auslände. Aus Frankreich wird gemeldet, daß bei den Submissionen der Pariser Ostbahn die Firma Borsig alle französischen Lokomotiv- fabriken nnterboten und so einen Auftrag auf Lieferung von 23 Lokomotiven erhalten habe. Es wäre sicher ganz interessant, zu erfahren, welche Bedingungen die deutsche Eisenbahnverwaltung bei Vergebung ihrer Aufträge akzeptieren must und zu welchen Preisen dieselben Werke an das Ausland liefern. Die Firma Borsig plant jetzt auch, mit der Münchener Lokomotivfabrik gemeinsam bei AarhuS in Dänemark eins Lokomotivfabrik zu errichte». Als Kapital sind 4—5 Millionen Kronen vorgesehen. Wie die„Neue Hamburger Zeitung" meldet, rechnet man auch auf Unterstützung durch die dänische Regierung._ Segen des Wettrüstens. Mit Rücksicht auf das wahrscheinliche Anwachsen der englischen Flottenbauten für die nächsten Jahre be- schloß die Armstrong Whitworth Company, eine beträchtliche Menge Ufcrland am Nordufer der Tyne unterhalb New Castle zu erwerben. — Dem arbeitenden Volke werden ungeheure Lasten aufgebürdet, einzelne„Patrioten" Heinisen Millioncngeivinne ein und eine Un- summe von geistiger und körperlicher Arbeitskraft wird nutzlos verbraucht._ GewcrkfcbaftlicbeQ. Die Bäckermeister als Scharfmacher. Bereits vor zwei Jahren hat sich der ZcntralauSschnß Act vereinigten Jnnungsvcrbände Deutschlands an den Reichs- tag mit einer Petition gewendet, in der er gemäß einem Beschlüsse des Allgemeinen Deutschen Jnnungs- und Handwerker- tages zu Eisenach„gegenüber den zahlreichen Auswüchsen, wie sie in immer steigendem Maße bei den Lohnbewegungen durch Bedrohung und Mißhandlung Arbeitswilliger, durch Berrufscrklärung und Boykottierung der Gewerbetreibenden zntagetreten", eine Verschärfung der gesetzlichen Bestimmungen verlangt. Die Petitionskommission des Reichtags hat be- schlössen, dem Plenum zu empfehlen, die Petition dem Reichs- kanzler als Material zu überweisen. Bis jetzt aber ist die Petition— ebenso wie viele andere Petitionen— im Plenum des Reichstags noch nicht zur Verhandlung gc- konmien. Jetzt hat auch der Zentralverband deutscher Bäcker- tnnungen„Germania" durch seinen Vorsitzenden und Syndikus in derselben Sache eine Eingabe gemacht, die mit erfreulicher Offenheit zeigt, wie die arbeitcrfrenndlichcn Jnnungsmeister gegen die Arbeiter vorgehen würden. Wenn— sie könnten. wie sie wollen. Aus diesem Grunde verdient die Petition in der Tat die Beqchtung der Arbeiter. In der Petition heißt es: „Die Ereignisse der letzten Jahre gebieten mit Macht, daß endlich den berechtigten Wünschen der selbständigen Gewerbe- treibenden Rechnung getragen wird. Der von der sozialdemo- kratischen Arbeiterschaft in der denkbar gemeinsten Art ausgeübte Terrorismns liegt wie ein Alp ans den Gelvcrbctreibenden. Die gesetzlich zulässigen Kampfmittel Streik und Boykott haben der- artige Formen angenommen, daß sie nicht nur die Existenz der Gewerbetreibenden, sondern den Staat selbst an den Rand des Verderbens bringen müssen. Ein krasieS Beispiel, wie gegenüber den staatserbaltendcn Gewerbetreibenden seitens der Sozialdemo« i traten aufgetreten wird, bietet die letzte Landtagswahl im Berliner 12. Wahlkreise. Offen fordern die roten Führer in Flugblättern und Zeitungen die Genossen auf, alle zu boykottieren, die ihrer Partei oder ihren Forderungen nicht die gewünschte Unterstützung bringen. Jeder aufrechte Mann verliert seine Kundschaft." lieber den Terrorismus, den die Behörden mit Hilfe der offenen Wahl gegen die Arbeiter und unteren Beamten aus- üben, verlieren diese„aufrechten Männer" kein Wort. Daher denken sie auch gar nicht daran, die geheime Wahl zu fordern. Sie haben ganz andere Wünsche auf dem Herzen: „Man muß", heißt es in der Petition weiter,„die Führer, die Gewerkschaften, die Verbände, Zeitungen (nicht bloß deren Redakteure) usw. für den ver- ur sachten Schaden verantwortlich machen und sie zur Zahlung des bereits angerichteten Schadens und des Schadens, der durch diese Handlungsweise auch in den ferneren Jahren den Gewerbetreibenden ersteht, heranziehen können. Außerdem müßten die Strafbestim- mungen verschärft werden." Die Herren sind aber mit ihrem Jammergeschrei und Geschimpfe-über die bösen Sozialdemokraten noch nicht zu Ende. Sie jammern und schimpfen weiter „Laut tönt der Ruf uin Hilfe gegen die rote Gefahr durch alle Gaue unseres Vaterlandes. Einzelbeispiele des oft unglaub- lichen Terrorismus hier anzuführen, dürste sich erübrigen, da jedem Deutschen aus den Zeitungen bekannt ist, in welch schäm loser Weise gegen die Gewerbetreibenden vorgegangen wird, die völlig ihrem Untergange entgegensehen. Dem Arbeitswilligen wird ei» Arbeiten unmöglich gemacht. Die arbeitslose Masse soll anschwellen und soll über die wahren Gründe der Arbeitslosigkeit die Regierung und das deutsche Volk irreführen, soll immer mehr unzufriedene Elemente schaffen. Diesem Streben muß endlich ein Damm entgegengesetzt werden. Ein Abschluß von Tarifverträgen, der vielfach als Hilfsmittel genannt wird, bewirkt nur das Gegenteil. Für das Handwerk, insbesondere das Bäckergewerbe, habe» die Tarifverträge sich nur als eine Schraube ohne Ende erwiesen, die die Arbeitgeber immer mehr ihrer Selbständigkeit beraubten und die arbeitswilligen Arbeitnehmer zum Beitritt zu der roten Organisation zwangen." Im unmittelbaren Anschluß hieran verlangen die Ver- treter des Zentralverbandes, daß den Innungen gestattet sein soll, mit allen nur irgend möglichen Zwangsmaßnahmen gegen die Arbeiter vorzugehen. Die Arbeiter sollen geknebelt werden, die Arbeitgeber dagegen sich alles erlauben können. So werde „das Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer am besten befestigt". Die Verhandlungen würden dann nur zwischen Arbeitgebern und ihren„gesetzlich durch den Gesellenausschuß vertretenen" Arbeitern geführt. Eine Ein- Mischung der Arbeiterorganisationen müsse durch alle nur er- denklichen Maßnahmen verhindert werden.— Ob die Leute wirklich glauben, daß so unsinnige Forde- rungen jetzt noch durchgeführt werden können? Berlin unck vlttigegenck. Achtung, Schuhmacher! Der Streik in der Schuhfabrik von M. Engländer, Gormannstr. 14, dauert unverändert fort. Seine Ursache ist darin zu suchen, daß die Firma der irrigen An- ficht ist, die Arbeiter hätten gelegentliche Nebenarbeiten ohne be- sondere Bezahlung lediglich ans Anstandsgefühl gegen die Firma auszuführen. So wurde von einem Arbeiter das Auskleben von Satinbrandsohlen auf Pappe unentgeltlich verlangt. Tie Firma meinte, diese Arbeit sei so unbedeutend, daß eine Bezahlung sich nicht rechtfertige. Als der Arbeiter dennoch auf Bezahlung bestand, wurde er am Schluß der Woche entlassen. Die Verhandlungen mit dem Fabrikanten scheiterten an seiner Erklärung: In diesen Sachen lasse er sich keine Vorschriften machen, lieber schließe er den Be- trieb. Das letztere ist nun nicht der Fall, denn er sucht neue Arbeitskräfte. Wir ersuchen daher, den Zuzug fernzuhalten. Verband der Schuhmacher, Berlin. Achtung, Gummmrbeiter! Der Streik bei der Firma Schw artz u. Co., Berlin, Müller- straße 171a/172, dauert nach wie vor fort. Neuerdings wendet die Firma ein anderes, wenn«uch nicht unbekanntes Mittel an, um die auf Annonce und Inserat Reagierenden über den wahren Sachver- halt zu täuschen.und versucht dadurch die Betreffenden nach Berlin zu ziehen. Es liegen der Streikleitung Schreiben— der seinerzeit verkrachten„B e r l i n- R i x d o r f e r G n ni m i w a r e n sia V r i k" in Firma Hans Schumann, Berlin, Fe n n st r. 52, vor, die an Stelle der bestreikten Firma Schwartz u. Co. auf die von Außerhalb einlaufenden Bewerbungen antwortet, und eventuelle Engagements vornimmt. Muß man schon zu solchen Mitteln seine Zuflucht nehmen, dann steht es um die Sache der Streikenden nicht schlecht, und erwarten wir bestimmt, daß kein Gnmmiarbciter in Berlin irgend eine Stellung antritt, ohne sich vorher mit dem Unterzeichneten in Ver- bindung gesetzt zu haben. Fabrikarbeiterverband, Verwaltung Berlin. Achtnhrladenschlust und SonntagSrubc im Handelsgewerbe. Eine lebhafte Agitation für den reichsgesetzlichen Achluhrladenschluß und die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe veranstaltet der Jen- tralverband der Handlungsgehilfen und Gehil» sinnen Deutschlands. Um d»n Einwänden entgegenzu- treten, daß diese Forderungen nicht durchführbar seien, hat sich der Verband an die örtlichen Kartelle der Arbeitergcwcrkschaften ge- wandt und diese um eine Stellungnahme in diesen Fragen vom Standpunkt des kaufenden Publikums ersnck'i. Ein großer Teil dieser Gutachten ist bereits eingegangen. Sie stimmen sämtlich dahin iiberein, daß auf Grund der jeweiligen örtlichen Verhältnisse der Achluhrladenschluß und die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe sehr wohl durchführbar seien und Nachteile für das kaufende Pu- blikum nicht zu befürchten seien; nur Milch, Backlvaren, Fleisch und Eis sollen im Kleinhandel an den frühen Vormittagsstunden verkauft werden dürfen, im übrigen könne jede Beschäftigung der HandelSangcstellten an Sonntagen verboten werden. Die Gut- achten werden vom Zentralvcrband der Handlungsgehilfen und Gehilfinnen Deutschlands dem RdchSamt des Innern eingereicht Werden. Oeutkcbes Reich. Wcber-Ausstand. In München-Gladbach haben wegen Lohn- differenzen bei der Firma Hören u. Heinrichs sämtliche Weber bis auf einen gekündigt. Die in der Zwischenzeit cinge- leiteten Einigungsverhandlungen verliefen ergebnislos. Die Kün- digungszeit läuft am 20. d. M. ab. Der Kamps der Herren-Maßschncidrr in Lirgnife hat nach verhältnismäßig kurzer Zeil mit einem vollen Erfolge für die Gc- Hilfen beendet werden können. Noch ehe es zu den anberaumten Verhandlungen vor dem Ecwerbegericht gekonimen, haben samt- liche Firmen, mit Ausnahme einer einzigen, den Tarif schließlich anerkannt. Die Einigung lam zustande, indem die Arbeitnehmer auf die Lieferung von Nähezutaten verzichteten, bezw. diejenigen Finnen, welche bisher die Zutaten lieferten, dafür in der Folge für Großstücke 30 Pfennig, Kleüistncke 15 Pfennig in Abzug bringen dürfen. Andererseits erklärten sich die Arbeitgeber damit einverstanden, daß für jedes Geschäft nur ein Tarif Gel- hing hat. Weiter waren sie auch mit der Einreihung der einzelnen Firmen in die festgesetzten Taristlasscn einverstanden.— Dieser rasche und volle Erfolg ist nur dem einmütigen Zusammen- stehe n der drei Organisationen zuzuschreiben. Möge dieser Erfolg auch für Arbeiter anderer Berufe eine ernste Mahnung sein. Am besten aber wäre es, wenn die Arbeiter einmal zu der Einsicht kommen würden: Hinweg mit aller Organisationszersplitteruug und hinein in einheitliche Organisationen, in die freien Gewerk« s ch a f t e n!_ Die kritische Lage im Bergbau. Daß die Grubenherrcn im Ruhrrcvier gesonnen sind, zum 1. April Taufende von Bergarbeitern auf die Straße zu setzen. haben wir schon berichtet. Wenn nun aber trotz der durch die Krise verursachten bedrängten Lage Bergleute selbst in großen Scharen kündigen, dann wirft diese Tatsache ein bezeichnendes Schlaglicht aus die erregte Stimmung der Bergaebeiter. Aus Zeche „23 e r n e" bei Hamm z. B. kündigte die Verwaltung 37 Bergleuten, von der Belegschaft kündigten aber ihrerseits an 200 Bergleute. Die Zeche „Werne" prangt sehr oft wegen der dort herrschenden Mißstände in der Arbeiterpresse; sie ist eine Nachbarzeche von„Radbod" und beinahe ebenso„berühmt" wie diese. Bauarbeiteraussperrnng in Braunschweig. Nachdem vor längerer Zeit die Zimmergesellen eines Zimmer- meistcrs in Braunschiveig die Arbeit niedergelegt hatten, weil der geforderte Stundenlohn von 75 Pf. nicht bewilligt warben irnr, wurden gestern sämtliche organisierte Zimmcrgescllen entlasten. Da der Forderung des Arbeitgeberverbandes, die Arbeit bis Sonn- abend wiederaufzunehmen, von den Streikenden nicht nachgckom- inen wurde, werden am Montag vom Zlrbcitgebcrverband sämtliche organisierten Maurergesellen. Dachdeckergesellen, Bauarbeiter sowie alle bei diesem Gewerbe Beschäftigten ausgesperrt werden. Tie Gcwervegerichtswahl in Straßburg. Die christlichen Gewerkschaften und der Ausschuß für soziale Wahlen, dem auch Reichsverbandsmitglieder angehören, hatten anläßlich der bevorstehenden Delegierten- Wahlen zur Ortskronkenkasse an das Gewerk- schaftskartell die Zumutung gestellt, mit ihnen einen frei« willigen Proporz einzugehen. Der Kartellvorstand war grundsätzlich bereit, den Christlichen entgegenzukommen, obwohl er sich nicht verhehlte, daß die Christlichen dort, wo sie die Mehrheit bilden, niemals einen Proporz eingehen. Das Gewcrkschastskartell beschloß aber, einen Proporz mit den Christlichen nicht einzugehen. Zur Begründung wurde unter anderem ausgeführt, daß man es bei den Christlichen meist mit Elementen zu tun habe, die von den freien Gewerkschaften ausgeschlossen werden mutzten, und daß der berüchtigte Zlusschuß für soziale Wahlen das Gesuch mitunter- zeichnet hatte. Es sei freier Arbeiter nicht würdig, sich mit dieser Gesellschaft abzugeben. Bemerkt sei, daß auch zwei Straßburger christliche Gewerk- scbaftsbcamte dem Zieichsverbandc gegen die Sozialdemokratie angehören. einer von ihnen hat sogar mit zwei anderen Reichsver- bändlern den Vorsitzenden des Stvaßbnrger Gewerkschaftskartells, Genossen Heider, wegen angeblicher Beleidigung durch ein Flug- blatt anläßlich der letzten Gewerbe gerichtswahl verklagt. Die Differenzen im Sckineidcrgcwcrbe in Wllrzburg sind nach mehrtägigen schwierigen Verhandlungen vor dem Gewerbegericht beigelegt. Es wurde ein auf drei Jahre gültiger Tarifvertrag ab- geschlossen, der den Arbeitern verschiedene Verbesserungen, darunter auch eine Erhöhung der Löhne, bringt. Klusland. Eine Tarifgemeinschaft ist im schweizerischen Lithogrophie- gewerbe geschaffen worden, und zwar für die im Lithographcnbunde organisierten chemigraphischen Arbeiter. Der Tarifvertrag bestimmt die neunstündige tägliche Tjeziv. 53stündige wöchentliche Arbeitszeit, die vom 1. Januar 1911 auf bezw. 51 Stunden reduziert wird. Der Minimallohn beträgt 36 Front pro Woche. Die Feiertage werden mitbezaylt, der 1. Mai freigegeben und die Lohnzahlung hat tvöchentlich zu geschehen. Heber die Lehrlingsverhättnisse wird bestimmt: auf je 4 Beeufsarbeitee darf ein Lehrling gehalten werden, die Lehrzeit dauert 4 Jahre, die Probezeit 2 Monate. Arbeiterinnen dürfen nicht für Gehilfenarbeit verwendet werden. Das Tarifmnt besteht aus je 3 Vertretern der Arbeiter und der Unternehmer, und enthält der Vertrag die näheren Bestimmungen über seine Aufgaben. Für beide Parteien, Arbeiter und Unter- nehmer, besteht der Organisationsztvang. Zur Arbeitsloscnfragc in Dänemark. Die zweite Lesung der Gesetzesvorschläge über außerordentliche Mittel zur Linderung der Llrbeitsloscnnot hat damit geendet, daß die Vorschläge der Zlusschußmehrheit, wonach aus der Staatslasse die allzugeringe Summe von 50 000 Kronen für außerordentliche Zuschüsse zu den Hilfskassen, zu den Arbeitslosenkasscn nichts über die gesetzlich festgelegte Summe hinaus bewilligt werden soll, mit 51 gegen 86 Stimmen angenommen wurde. Im Laufe der Ver- Handlungen stellte jedoch der Wortfiihrer der Mehrheit in Aussicht, daß vor der dritten Lesung der Ausjckmß nochmals zusammentreten solle, um bei der Schlußabstimmung im Plenum etwas mehr Einigkeit zu erzielen. Es ist danach möglich, daß die sozialdemo- kratischen Vorschläge, die ja viel weiter gehen als die der Mehrheit, doch noch in einigen Punkten berücksichtigt werden. Ter Minister des Innern, B c r n t s e n, gab in der Folkethingsdebatte den dänischen Gewerkschaften den Rat, erst einmal ihre„Streik- k äffen zu leeren", bevor sie noch weiter die Oefsentlichkeit' für die Unterstützung der Arbeitslosen in Anspruch nähmen. Selbstverständlich blieben ihm die sozialdemokratischen Redner die rechte Antwort auf dieses infame Ansinnen nicht schuldig. Letzte JVacbrlcbtcn und DcpcPcben. Die österreichischen Kriegsriistungcn. Budapest, 20. März.(W. T. B.) Das Amtsblatt wird eine Verordnung veröffentlichen, betreffend das Verbot von Mit- teilungcn in den Blättern über den Stand, die Bewegungen, die Stärke und Tätigkeit der bewaffneten Macht, den Zustand der Festungen, den Umfang der Bewaffnung, deS Kriegsmaterials und der Ausrüstung sowie über die Aufbewahrungsorte, die Quantität und Qualität und den Transport der Lebensmittel. Sofia, 20. März.(W. T. B.) Authentischen Nachrichten zufolge ist bei Baljevo in Westserbien ein verschanztes Lager errichtet worden, dessen Werke mit schweren Geschützen armiert wurden. Der Streik der Post- und Telegraphenbeamte». Paris, 20. März.(B. H.) 800 Soldaten sind zurzeit mit der Verteilung der Briefe beschäftigt. Die mehrere hundert Säcke Briefe und Drucksachen sind im Laufe des gestrigen TageS von Soldaten gesichtet worden. Man hofft, den größten Teil der rück- ständigen Arbeit bis heute abend bewältigen zu können. Von den Telephonverbindungen sind zurzeit noch in Betrieb die Verbind»»- gen mit Brüssel, London, Lissabon. Amsterdam, Lyon, Toulouse, Havre, Marseille und Calais. Gestern konnten infolge von Leitungsstöruiige» nur 500 Telegramme befördert werden, man hofft heute 20 000 zu befördern. In Lille ist der Slusstand heute allgemein. Paris, 20. März.(B. H.) Ten ausständigen PosWcamten geht heute durch eingeschriebenen Brief die Aufforderung zu. morgen den Dienst wieder aufzunehmen, widrigenfalls am Mon- tag ihre Entlassung erfolgt. Ertrunken. London, 20. März.(B. H.) Eine Anzahl auf dem Kriegs- schiff„Vaugard" in Barrow Beschäftigte stürzten beim Passicren eines Landungssteges ins Wasser. Drei von ihnen ertranken. verantw. Redakteur: Hans Weber, Berlin. Inseratenteil verantw.: Zh, Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdr.u.VerlagsanMl Paul Singer Li Co., ivellin SW, Hierzu 5 Beilagen, v•■■- V'• if.68. 26. Iahrgttvg. 1 KtilU i>ts Jotmitls" Serlim lolMlirtt. 5öttntltg, 21. März 1909. Reichstag» '229. Sitzung� Sonnabend. 20. März, nachmittags 1 Uhr. Am Bundesratstisch: b. Eine in. Auf der Tagesordnung steht die Fortsetiung der Beratung des Etats für die Verwaltung des Reichshcercs. Abg. Gothcin(frs. Vg.): Die am Etat gemachten Abstriche sind fa im Vergleich zu seiner Höhe sehr gering; aber tvghllos, wie Herr Noske sagte, ist dabei nicht verfahren, sondern es ist sehr sorgsam geprüft worden, wo gestrichen werden konnte. Leider hat das Zentrum uns nicht immer unterstützt. 1873 betrugen unsere Ans- gaben für Heer und Flotte 300 Millionen Mark, heute 137(5.8 Millionen, mit Verzinsung der Anleihen rund 1590 Millionen Mark, IVz Milliarden! Wer 1873 das hätte prophezeien wollen, wäre als reif für Dalldorf erklärt worden. Ten Ausfall an Arbeitswerten zufolge des Diencns mutz man auch auf mindestens Ith Milliarden rechnen, so datz uns die Landesverteidigung jährlich 3 Milliarden kostet. Die Schlag- fertigkcit des Heeres darf nicht auf Kosten der wirtschaftlichen Kraft de» Volkes gesteigert werden; der grotze König hat schon gesagt, Sieger bleibt, lver«en letzten Taler übrig�bchält.(Sehr richtig! bei den Freisinnigen.) Die ungeheuere Steigerung des Militär- ctats ist früher begründet worden mit der Befürchtung eines Krieges nach zwei Fronten. Rutzland aber hat sich sehr deutlich als Koloß mit tönernen Fützen erwiesen; Rutzland ist nicht imstande, einen Krieg mit einer europäischen Grotzmacht zu führen. Damit ist Frankreich um seinen einzigen Bundesgenossen gegen uns gc- kommen, und allein kann Frankreich gegen uns nicht Krieg führen, weil unser Bevölkerungsvorsprung von Jahr zu Jahr wächst. Dieser Situation sollten wir bei unseren Rüstungen Rechnung tragen. In England besteht der Wunsch nach einer Erleichterung der Rüstung, das hat deutlich die Rede des englischen Premier- Ministers gezeigt. Zu dieser Rede hätte der Reichskanzler sofort Stellung nehmen müssen. Friedcnsversicherungcn nützen nichts, man mutz auch die Initiative zur Abrüstung ergreifen können. ISeHr richtig! bei den Freisinnigen.) Ersparnisse könnten sehr wohl gemacht werden, ohne die Schlag- fertigkcit zu beeinträchtigen. Wir haben 94 990 Unteroffiziere und Kapitulanten; Frankreich nur 32 999; wir halten eben am Parade- marsch und Drill fest, den viele erfahrene Offiziere für überflüssig halten. Auch bei den Pensionierungen kann und mutz gespart werden, das gegenwärtige PensionierungSfystcm ist unhaltbar. Be- fcitigt werden müssen ferner die geheimen Oualifikationsbcrichtc über die Offiziere; der Offizier kann gegen unrichtige Berichte heute gar nichts unternehmen, obwohl feine Existenz davon abhängt.(Zu- stimmung bei de» Freisinnigen.) lieber das Militärstrafgefctzbuch sagte der Kriegsminister, es müsse denselben Geist haben wie das Allgemeine Strafgesetzbuch. Das ist auch unser Wunsch.(Lebhafte Zustimmung bei den Freisinnigen.) Deshalb braucht man aber mit der Reform nicht zu warten, sondern sollte die ärgsten Mitzstände sofort beseitigen. Der Kricgsminister sagt freilicb, es gäbe ja jetzt schon den Begriff der minder schweren Fälle. Leider werden meist nur Straftaten von O f f i z i e r c ii als minder schwere Fälle angesehen!(Sehr richtig! links.) Tie Ausdehnung des Militärrechts aus Reserveoffiziere kommt auf nichts anderes hinaus, als auf die Verkümmerung der politischen Rechte. Der Kricgsminister will den Fall Brabant noch einmal prüfen. Aber er kann höchstens eine Bitte an das Militär- kabinctt richten, denn er ist ja in diesen Dingen gar nicht zuständig. Wie jedes Volk die Regierung, die es verdient, hat auch jede Regierung die Sozialdcmotratie, die sie verdient, tili an blicke nur nach Baden, Bayern, Hessen, Frankreich, England. Mir erzählte ein Arbeiter, der aus dem Kriegcrvcrcin ausgestotzcn tvurdc, weil er gewerkschaftlich organisiert ivar und seines Berufes wegen sein mutzte:„Sehen«ic, so züchtet man Sozialdemokraten!"(Sehr richtig! bei den Freisinnigen.) Was der Kriegsminister aus Kautsky verlesen hat, beweist gar nichts. Kautsky tritt gerade gegen die anarchistischen Behauptungen auf, und vielleicht ist dem Kriegs- minister das Versehen passiert, ein Zitat Kantskhs zu verlese», das dieser anführt» um es zu bekämpfen.(Heiterkeit bei den Sozial- dcmokraten.) Auch die Religion der Offiziere und Reserveoffiziere soll die Heeresverwaltung nichts angehen. Es ist bezeichnend für die einflutzlose Stellung des Kriegsministers, datz er auf diesem Gebiete nicht Wandel versprechen kann, sondern nur die Hoff- n u n g ausspricht, datz seine Anschauungen eine Aenderung herbei- führen werden; die Macht, seine Anschauungen durchzusetzen, hat Rleines Feuilleton. Tie internationalen Sprachen scheinen, bevor sie wirklich intcr- national werden, sich gegenseitig umbringen zu wollen. Gegen- wärtig wird eine neue Form des Esperanto angepriesen, und die „Kommissionäre" dieser allerneucsten Weltsprache erzählen, datz die Zahl ihrer Anhänger und Jünger bereits Legion sei. Die„Revue de Belgique", der stoir diese Nachricht cntnehinen. fügt hinzu, datz die jüngste Wellsprachcnvarietät in einer„Esperantisation des Neutralen" bestehe. Das'Neutrale ist nämlich auch eine Welt- spräche, deren Schöpfer ein Professor Rosenberger� ist. Da es aber bereits als veraltet gilt, haben es gelehrte Leute, die sich aufWeltsprachcn verstehen, zu reformieren begonnen. Unter den Reformern befindet sich Rosenberger selbst, der zugleich mit dem Neutralen das Neu-Neutrale erfunden hat. Weshalb man dieses Neutrale Nr. 2 neu-neutral nennt, ist nicht recht einzusehen: man mühte es eigentlich mittel- neutral taufen, da bereits eine allerallerneueste neutrale Sprache, das Neutrale Nr. 3, in Vorbereitung ist.... Augenblicklich hat man es also bereits mit drei Spielarten oder Ausstrahlungen des Esperanto zu tun. und es braucht wohl kaum erst gesagt zu werden, datz jede dieser Varietäten begeisterte Freunde hat. Wer sich für die Sache interessiert, kann sich eine Answahlsendung einer der momentan florierenden vier Weltsprachen.zuschicke» lassen, um sich nach genauer Prüfung der Proben für eine von ihnen zu entscheiden. Ein kleines Musterpröbchen wollen wir h>„. wiedergeben. Die Worte:„Wenn alle diejenigen, welche den Erfolg wollen..." lauten, in das alte Esperanto übersetzt:„Kiarn cliiuj tiuj kinj volas la susceson..."; in Ali-Neutral:„(Juanclo ornnii Keli volu sukses.. in Neii-Esperanto:„Karndo omni ti gui volas la suceso.. und in Mittel-Neutral;„Quandö tutt queli desidere sueoess..." Der Gewährsmann der„Revue de Belgique" fügt zu diesen vier Sprachproben noch weitere Bariationsmöglichkeiten hinzu. Da daneben eine Reihe anderer Weltsprachsysteme bestehen, die jedes ivieder für sich entwickelungS- fähig sind, so wird man bald mehr künstliche als natürliche Welt- sprachen haben. Theater. Friedrich-Wilhelmstädtischcs-Theater:„Der große Komet", Schwank, von Karl Laufs und Wilhelm Jakobi. Warum dem etwa ein Dezennium alten Schwank der Herren Laufs und Jakobi die Ehre einer Neuaufführung wivcr- führ, blieb rätselhaft. Es gibt, wenn man auf das Vergangene zurückgreift, doch sicher Dutzende von Stücken des leichten Unter- baltungsgcnrcs, die ihren Zweck, zu flüchtigem Lachen anzureizen, ungleich besser erfüllen. Freilich, die Idee ist glücklich: Der April- scherz eines Blattes, das den ZusanuncnpraU der Erde mit einem ungeheueren Kometen für die nächsten Tage ankündigt� wird von er nicht.(Zustimmung links.) Durch das Tauswasier erhalten die Juden doch nicht erst die kriegerischen Eigenschaften. Als der Kriegsminister die Hoffnung aussprach, datz in Zukunft Juden nicht mehr zurückgesetzt werden sollten, fügte er hinzu:„Vielleicht werde ich deshalb kolossal angegriffen." Dieser Angstruf(Unruhe rechts), nun. ich will den Angstruf zurücknehmen, dieser Stoß- seufz er sprach Bände: Wollte er seine Anschauung energisch durchsetzen, so würde er nicht mehr lange Kriegsminister, sein. Die Art der Handhabung der Kommandogewalt durch das Militärkabinett schafft die von dem Kriegsminister beklagte Kluft zwischen Heer und Volk. Unsere Armee ist modern in technischer Beziehung, aber sie hat nicht modernen Geist, in ihr herrscht Kastengeist.(Lebhaftes Bravo! bei den Freisinnigen.) Abg. Dr. Miiller-Mciningen(frs. Vp.): Herr Erzbcrger hat einige Blocklvitzchcn vorgcbrachl, um Humor zu markieren. Daß er mich nicht leiden kann, verüble ich ihm nicht. Ich erwidere ihm mit meinem Lieblingsdichtcr Wilhelm Busch: „Wer sich freut, wenn wer betrübt. Macht sich meistens unbeliebt." (Heiterkeit und Sehr gut! bei den Freisinnigen.) Von den Erklärungen des Kriegsmintsters über das Militärkabinctt bin ich nicht befriedigt; er hat nur bestätigt, datz eS eine antikonslitutioiielle Institution aus der vormärzlichen Zeit ist.(Sehr richtig! bei den Freisinnigen.) Wenn es dem Kriegs- Ministerium unterstellt wäre, so könnte der Reichstag die Grund- sähe der Entlassungen traft seines Etatsrcchts sehr wohl kriti- siercn.(Sehr richtig! bei den Freisinnigen.) Zur Kommando- gewalt gehört nicht die Justiz, und daher auch nicht die Stabilisie- rung von Ehrengerichten. Ich behaupte, das: diese geradezu gegen die Verfassung verstoßen, denn es gibt hier nicht unabhängige Richter und nicht öffentliche Verhandlung! Der Kricgsminister erblickt das Heil der Armee in dem Wohlwollen des obersten Kriegs- Herrn, wir aber wollen Rechtsgarantien für den Offiziers- stand.(Zustimmung bei den Freisinnigen.) Freimütig hat der Kricgsminister bicr gezeigt, wie stark der Kastengeist im Offizierkorps geworden ist. Wie ist es möglich, datz ein solcher Krebsschaden einreißen kann, ohne datz der Kriegs- minister dem entgegentreten kann? Die platonische Versicherung des Kriegsministers, datz er das nicht wünscht, hilft nicht, hier mutz cr handeln. Jagen Sie doch die Kommandcure, welche sich weigern, bürgerliche Offiziere aufzunehmen, zum Teufel!(Heiter- kcit rechts. Kriegsminister b. Einem: Wird geschehen!) Das wäre gut; wir wollen ablvartcn. Wie stark die unbewußte Wirkung des Milieus ist, ging gestern aus der Erklärung des Kriegsministers hervor, datz cr wegen seiner Bemerkung über die Zulassung jüdischer Reserveoffiziere heftig angegriffen werden würde. Also ein.Kriegsminister darf sich nickt zu den elementarsten Grundsätzen staatsbürgerlicher Gleichheit bekennen!(Sehr wahr! links.) Tie Herren von der Rechten, die bei der Bemerkung des Kriegsministers höhnisch lachten, sollten übrigens nicht vergessein daß reiche jüdische Erbinnen in ihren Kreisen sehr gesucht sind,(schallende Heiterkeit und lebhaftes Sehr richtig! links.) Die Sozialdemokratie wird vom Heere am besten durch strenge Gerechtigkeit, nickt durch kleinliche Polizeimatzregeln ferngehalten. Wir bitten erneut um möglichst einstimmige Annahme unserer Resolution aus Sckmsfung genügender Rcchtsgarantien im Heere. (Lebbafter Beifall links.) Kriegsminister v. Einem bestreitet zunächst, in der Erwide- rung aus die Ausführungen freisinniger Redner einen gereizten oder unhöflichen Ton angeschlagen zu haben und legt dann in breiten Ausführungen dar. datz ihm von einer Bevorzugung des Adels im Gencralstabe nichts, aber auch gar nichts bekannt sei. Was der Abgeordnete Müllcr-Mciningcn glaubt, ist mir ganz egal. (Tobender Beifall bei den Junkern.) Abg. Belzer(Z.) bittet, die Rekruten aus dem Hohenzollern- schen möglichst in süddeutsche Garnisonen zu lege». Hieraus läuft ein Antrag v. Norman»(k.), v. Lieber- mann(Wirtsch. Bg.), Bas s ermann(natl.) auf Schluß der Debatte ein. Abg. Tinger(Soz.)(zur Geschäftsordnung): Tie elementarste Gerechtigkeit würde erfordern, datz man unserer Partei Gelegenheit gäbe, auf die schlvcreri vom Kriegs- minister und von Rednern anderer Parteien gegen uns gerichteten Angriffe zu antworten. Statt dessen kommt man mit einem An- trag auf Schluß der Debättc. Unter solchen Umständen seben wir uns genötigt, von allen geschäftsordnungsmätzigen Mitteln Ge- brauch zu machen. Ich bezweifle die Bcschluhsähig- keit des Hauses.(Lebhaftes Bravo! bei den Sozialdcmo- kratcn.) einem Haufen Menschen, die sich wcchscllveis mit ihren Aengsten anstecken, ernst genommen und verführt sie, da es nun doch zu Ende geht, ihren geheimsten Herzenswünschen einmal gründlich die Zügel schießen zu lassen. Ein starkes humoristisches Talent hätte auf solchem Hintergründe eine Posse großen Stils, ein Spiel entwerfen können, das mit sastnachtsmätziger Ausgelassenheit zugleich tief in das Wesen allgemeiner Menschentorheit hineinleuchtet. Aber die Autoreu vermögen diesem Einfalle schlechteroings nichts abzu- gewinnen, verpulvern ihn in lauter verdrießlich billigen Triviali- täten. Auf Konto des Weltunterganges bekommt der protzige, sonst von jedcrniaiin umschmeichelte Parvenü ein paar derbe Wahrheiten zu hören; schlemmt ein wildgewordener Hausknecht mit einem hypochonderifch ängstlichen Patienten in Champagner; erklärt der Backfisch dem jungen Herrn seine Liebe, und findet schließlich ein armer Ehekrüppel den Todcsmut, noch für die letzten Stunden seines Erdendaseins Hausschlüssel und Portemonnaie sich von der bessere» Halste zu erobern. Dieser Brave und etwa noch ein total übergeschnappter Liebhaber waren die einzigen Figuren, die hier und da in der Erfindung einige Possenkomik, wenn auch solche gröbster Sorte, zeigten. Franz Arnold nutzte alle Möglichkeiten, die die Gestalt des verspätet revolutionicrcudcu Gatten in dieser Hinsicht bot, in bester Laune aus. Die Herren Lettinger, Eybcn. Holthaus. Moebius. Pape. Sarnow und Frau M a l l i n g e r wirkten in den anderen Rollen mit. dt. Humor und Satire. Preisermäßigung. Der Gemcinde-Kirchenrat in Komptendorf hat betannllich verfügt, datz jede uneheliche Mutter 59 Pf. an die Armenkasse zu zahlen hat!—„Hier bitte, sind fünfzig Pfennige!" sagte eine der„Schlnerverbrecherinnen" an der Ar- menkassc.—„Nein, Sie haben eibe Mark zu zahlen, die Ermätzi- aung tritt erst bei D r i l l i n g c n in Kraft!" Die Portofrei hcit der Fürstlichkeiten nimmt leider immer grötzere Dimensionen an: Ammen, die man für Prinzen kommen läßt, genießen eine hohe Vergünstigung als„Drucksachen für Kinder". Der Zar deklariert seine treuen Landeskindcr, die cr nach Sibirien versendet, einfach— mit Umgehung der Pcrsonentaxe— als Explosivstoffe. Leopold von Belgien treibt es am tollsten! Er nimmt seine Baronin Vaughan auf allen belgischen Bahnen als Handgepäck mit.__(„Jugend".) Notizen. — Au? der Berliner Gesellschaft. Unsere Leser babcn keine Gelegenheit, die bemerkenswertesten Vorkommnisse, beinahe hätten wir geschrieben: Protuberanzcn des Berliner gesell. schaftlichcn Lebens wcnn auch nur im Spiegel der Zeitung mitzu- Da sich Vizepräsident Dr. Paasche dem Zweifel nicht an- schließt, findet Auszählung durch Namensaufruf statt. Tie Auszählung ergibt die Beschlussunfähigkeit des Hauses, da nur 177 Abgeordnete anwesend sind. Vizepräsident Pa a s ch e beraumt die nächste Sitzung an aus heute 4,15 Uhr. (Fortsetzung der 2. Beratung des MilitäretatS. beginnend mit der beantragten namentlichen Abstimmung über den Dcbattcnschlu tz-X Schluß: 4 Uhr. •«* 230, Sitzung: Sonnabend, 20. März, nachmittags •1V4 Uhr. Am Bundesratstisch: b. Eine m. Aus der Tagesordnung steht die Fortsetzung der abgebrochenen Beratung. Vizepräsident Dr. Pausche teilt mit, daß der Antrag auf Schluß der Debatte zurückgezogen ist.�(Die Mitteilung wird von den Sozialdemokraten mit Heiterkeit und Bravorufen aufgenommen.) Abg. Dr. Frank-Mannheim(Soz.) t Es ist unwürdig, datz der Minister es vorzieht, die Sozialisten zu bekämpfen, statt Rede mrd Antwort über die Mißstände in seinem Ressort zu stehen. Wir sind es ja gewöhnt, als Blitzableiter zu dienen, wenn sich Wolken über dem Haupte eines Ministers zu« sammenziehen. Ich hätte aber nicht für möglich gehalten, daß der Kriegsminister bei seinem Kampf gegen uns gewisse Grenzen über» schreiten würde, die auch dem politischen Gegner gegenüber ein- gehalten zu werden pflegen. Der Kriegsminister hat den Eindruck erweckt und erwecken wollen, als wcnn die sozialdemokratische Partei den Krieg dadurch unmöglich machen wolle, datz ans ihre Ausfordc- rung hin die Soldaten, oder ivenigstens die Reservisten, den Dienst verweigern. Der Kriegsminister hat das durch die Anführung eines Zitats aus einem Aufsatz meines Parteigenossen Kautsky in der „Neuen Zeit" zu beweisen versucht. Bevor ich über das Zitat und denjenigen, der es angcivendct hat, mir ein Urteil erlaube, möchie ich die Frage au den Kricgsminister richten, ob cr den Aufsatz gelesen hat oder nicht? (Kriegsminister v. Einem bejaht die Frage.) Er hat ihn gelesen; dann bedauere ich autzcrordentlich, daß cr sich für berechtigt gc. halten hat, uns hier ein Zitat aus dem Aussatz vorzulesen, das in der Form, wie es hier vorgetragen ist, ein gefälschtes Zitat ist(Lebhaftes Hört! hört? bei den Sozialdemokraten), datz cr es gewagt hat, uns cincn Satz als Meinung von Kautsky vorzulesen, der das genaue Gegenteil von Kvutskys Meinung darstellt! (Stürmisches Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Der Kriegs- minister hat einen Satz vorgelesen, aus dem hervorzugehen schien, daß Kautsky für den Militärstreik der Soldaten und Reservisten eintrete. Ich will mir erlauben, dasjenige kurz vorzulesen, was Kautsky wirklich geschrieben hat, und ich überlasse dem Hause und der Ocffeutlichkcit das Urteil darüber, wie man die Beloeisführung eines Mannes nemien will, der in so merkwürdiger Weise bei seinem Zitieren die wesentlichen Punkte wegläßt.(Zuruf bei den Sozial- denwkratcn: Absichtlich!) Ich will mich des Urteils vorläufig ent- halten, nur das eine glaube ich vorausschicken zu dürfen: die Wür, digung, die der Kriegsminister dem Pserdemist zugesprochen hat, die kann ich seiner Beweisführung nicht zuerkennen, dein cr hat von„a n st ä n d i g e m" Pferdemist geredet.(Grotze Heiter. keit und Sehr gut! bei den Sozialdemokraten. Unruhe rechts.) Tie Stelle, die der Kriegsminister nicht vorgelesen hat, lautet folgender- maßen auf Seite 368 des Jahrgangs 1905 der«Neuen Zeit": „Gibt es aber inzwischen kein anderes Mittel, Kriege zu vereiteln? Seit Jahren schon glaubten die Anarchisten, wie sie überhaupt die„direkte Aktion" lieben, einen direkten Weg gc» fundcn zu habe», der sofort zum Ziele führt, und von ihnen haben es die stark anarchistisch durchsetzten Gelverkschaftcü in Frankreich übernommen, aus deren Reihen wieder Anhänger dieses direkten Weges auch in die sozialistische Partei gelangt sind." Diesen Satz hat also der Kriegsminister üherschcn. Vorgelesen hat cr den Satz: „Dieser Weg ist einfach die Dienstverweigerung der Soldaten oder wenigstens ocr Reservisten." Nicht vorgelesen hat dann der Kriegsminister das folgende: „weil sie(das ist die Dicnswerwcigcrung) unter anderem Genosse Hcrve propagiert." genießen. Wenn wir für heute eine Ausnahme davon machen, so glauben wir uns dabei aus die anerkannt hohen literarischen Qua- litätcn des gesellschaftlichen Plauderers der„Vossischen Zeitung" berufen zu dürfen. L. P. gibt seine Eindrücke von einem„Nach- mittagstee des Vereins der auswärtigen Presse" wieder und schreibt unter anderem:„So saß cr(der außerordentliche Gesandte eines der marokkanischen Sultane) mit echt orientalischem, würdevollem Aplomb nahe vor der Bühne hingepflanzt zwischen den Männern seines Stabes da und lauschte den Vorträgen, auch wohl von Zeit zu Zeit die unverschleiertcu schönen Frauen mit einem wohlge- fälligen Blick streifend." Einige andere Bilder:„Das Stadtrcgiment repräsentierte durch Bürgermeister Dr. Reicke, den seine kunstreiche Gattin begleitete, das städtische Regiment unseres lieben Berlin."... .Alexander und die Seine führten eine junge Künstlerin von strahlender Jugendanmut(in purpurnem Äidenkleide) ein, die sie in ihren Schutz genommen hatten und eine, um die er sich zunächst als seine neue Amelie zu kümmern haben wird. Dr. Zickel sah man schon während des Konzerts im Geplauder mit einer hohen, kraft- voll erblühten Mäddhciigestalt voll gesunder Anmut in ein licht- mattgrüncs Promcnadcnkleid von vornehmer Einfachheit, einen schwarzey, mätzig breiten Federhut auf dem blonden Kopfe stehen." ...„Und nächst dieser gepriesenen Schönheit eine für die Meisten von uns ganz neue Erscheinung; jene schlanke, fast hüftenlose in eine mausgraue Robe wie eingenähte junge Dame, deren reizendes Gesicht ein schwarzer Topshut fast bis zu dem kecken Näschen be- deckte, so datz sie den Kopf immer ins Genick werfen mußte, um mit ihren lachenden schwarzen Augen unter diesem Topfrand um sich blicken zu können. Daß diese russische jung vermählte Schönheit Chemie swdiert und schon ihren Doktor gemacht habe, mutzte sie wirklich erst schwören, damit man es für möglich hielt.... Um 7 Mir c n t l c c r t c n sich die Säle und die vor dem Hotel haltenden Autos rasten mit ihren kostbaren Lasten davon. Dieser Tee mit etwas Musik war jedenfalls einer der interessantesten dieses an solchen so reichen Winters." •— Gogol-Feier in Rutzland. Rutzland rüstet sich zur Feier des 199. Geburtstages eines seiner größten Dichter, Nikolaus Gogol. Diese Feier soll im ganzen Reiche wie ein nationales Fest begangen werden. Der Bildnngsveretn hat die Vorbereitungen zu dieser Feier in die Hand genommen. Der 1. April(19. März rnssi- schen Stils) soll als nationaler Feiertag begangen werden. In allen Städten sollen Vorlesungen, Festverjammlungen, Vorsteklungc» stattfinden. Ferner beabsichtigt man, durch eine Subskription die Mittel zur Begründung einer nach Gogol benannten Einheitsschule und hundert Bolksbibliotheken aufzubrnigen. Auch Deutschland bereitet eine Ehrnug des russischen Dichters durch Veranstaltung einer Gesamtausgabe seiner Werke vor. der ersten in deutscher Sprache, die im Verlage Georg Müller in München erscheint. ((ßori! hört! Bei bcu Sozialöemokratsn.) TaS wagi der Kriegs- mrinister uns als die Meinung Karl Kautsklis zu bieten! Der Minister hat erklärt,>dast er den Aufsatz gelesen habe. Ilr- sst.rünglich habe ich zu seinen Gunsten angenommen, das; er von irgend einer Stelle au? falsch bedient worden ist, das; ihm setzend jemeend dieses gefälschte Zitat, dieses gemein gefälschte Zitat, über!. esse» hat.(Zuruf rechts: Unerhört! Zurufe bei den Sozial- demoi. raten: Völlig wahr!) Sie(nach rechts) haben recht, es ist imerhiX-t, daß ein Manzi, der uns verantwortlich ist, es wagt, der iOeffenthichkeit derartige falsche Zitate zu unterbreiten. Ter Kriegs- minister hat den Awjsqch gelesen. Tann weiß er, daß die ganze Arbeit vou mehr als 7 Druckseiten gar keinen anderen Zweck und Inhalt hat, als die Bekämpfung des Militär st reiks! Weiß der Kriegsmini säe r, daß Äautsky die Schlußfolgerung zieht: »Tie lffdee des Militärftreiks ist also sicher gutgemeint, höchst edelmütig wd hcroih'ch. Aber eine heroisch� Torheit!" ((.Hört! hört best den Sozialdemokraten.) Weis; der Kriegsminister, daß Kautsky anführt, die Anwendung des Militärstreiks in einem einzelnen LandK bedeute nichts anderes, als die Oeffnung der <Ärenzen für den Feind? Weiß er, daß Kautsky gerade im Interesse des Proletariats sich dagegen wendet, weil die Folgen einer feind- Xichen Invasion namentlich die Arbeiter zu tragen haben?(Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Und weiß der KrtcgSminister nicht, daß Kautsky sich auch dann gegen den Militärstreik erklärt. wenn es sicher wäre, daß er bei beiden Mächten eintrete? Ich glaube, aus Respekt vor der Volksvertretung hätte der Kriegs- minister es unterlassen müssen, uns so zu behandeln. Ebenso aber auch auS Respekt vor sich selbst. iLebhafte Zustimmung bei den Sozialdemokraten.) Wie die Ocffentlichkeit über einen Mann urteilen wird, der ein solches Zitat der Volksvertretung zu bieten wagt, darüber besteht für mich kein Zweifel.(Zuruf rechts: Weiter im Terst!) Ich ioende den Text weiter machen, ich bin aber überzeugt, das; weder Tert noch Melodie Ihnen Freude machen werden.(Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) Der Kriegs- minister hat für seine Behaupiungen noch eine weitere Stütze zu bringen gesucht. Er hat eine Stelle aus dem„Sozialdemokrat" von 7887 angeführt. Es ist mir nicht möglich gewesen, heute eine Nummer aus dem Jahrgang 1887 beizubringen. Das eine glaube äch aber, nach osw Erfahrungen, die wir bei dem aiideren Zitat gemacht haben, feststellen zu dirsen: Ich glaub«: nicht, daß das Zitar so lautet.(Sehr nichtig! bei den Sozialdemokraten.) Ich bin überzeugt, daß es genau so frisiert ist, wie das Zitat, das ich vechm gewürdigst habe.(Lebhafte Zu- stimmung bei den Sozialvemeckraien.) Wemr es aber wirtlich wahr wäre, wenn der„Sozialdemokrat", der damals vor 22 Jahren im Ausland unter der Redaktion von Eduard Bernstein erschien, wirklich ein paar Worte gegen die Heiligkeit de» Fahneneides geschrieben hätte, würden Sie, wilrlve auch der KriesSmlnister nicht begreifen. daß während des Ausnalunezuswndes, wo die Arbeiterschaft gehetzt wurde, wo die Arbeiter fstüchten mußte», wenn sie für ihre Ideale eintraten(Sehr wahr! ber den Soz.), tu einer Zeit, Ivo der gesetz- liche Boden gegenüber der Sozialdemokratie verlassen wurde, auch die Arbeiterschaft diesen Boden verließ?(Lebhaftes Sehr richtig! bei den Soz.) Im Privatleben gilt es nicht als aüständig, wenn man einem Menschen andere Motive unterschiebt als die, zu denen er sich be- kennt. Genau derselbe Grundsatz sollte meines EvachtenS auch im politischen Leben einer Partei gegenüber gelten.(Lebhaftes Sehr richtig! bei den Soz.) Auch eine Partei hat Anspruch darauf, daß sie nach ihrem Programm, nach ihren offiziellen Beschlüssen nno Acuherungen bewertet wird(Zustinimung bei den Soz.). nicht aber nach den Äeußcrunyen einiger Männer.(Sebr wahr! bei den Soz.) Die Sozialdemotralie hat sich«auf chren sämtlichen Parteitagen einmütig gegen die kkasernenagitation gewehrt(Sehr Ivahc! bei den Sog.), sie hat einmütig dagegen Stellung genommen, daß unter den Soldaten eine antimilitaristische Agitation getrieben werde. «Sehr richtig! bei den Soz.) Wenn andere Wünsche aufgetreten sind, sp wurden sie stets mit erdriükeirder Mehrheit zurückgewiescu. (Sehr richtig! bei den Soz. Zurufe rechts.) Wen» Sie vielleicht auf weitergehende Wünsche für die Kaseruenagitation anspielen wollen, die Karl Liebknecht gehabt hat, so erwidere ich: Entscheidend für die Weinung der Partei ist nicht die Meinung eines Partei- genossen, sondern die der offiziellen Vertretung der Partei.(Leb- hafte Zustimmung bei den Soz.) Daß junge Menschen an sich ge- neigt sind, weiter zu gehen als andere, rrifst ebenso für den Mili- tarismus zu wie für den Antimilitarisuius. Um nur ein Bei- spiel auS den jüngsten Tagen zu erwähnen, so ist ziveifrllos der Kronprinz von Serbien ein energischerer Vertreter des Kriegige- dankens als andere ältere Leute.(Lebhaftes Sebr richtig! bei den Soz.) Daß aber die Partei offiziell den Gedanken der antimili- tarlftischen Agitation abgelehnt hat, dafür will ich nur einige Bei- spiele beibringen. Unser Parteigenosse Auer sagte am L. Dezember 18gl) hier im Reichstag:„Wir haben es schon oft erklärt, uns auch ich kann erklären, daß wir bereit sind, dem Vaterland gegenüber ganz dieselben Pflichten zu erfüllen wie alle anderen Bürger.... Ich weiß, daß nicht einer unter uns ist, der in dieser Beziehung anders dentt."(Hört! hört! bei den Soz.) Vollmar hat am t. Juli 1891 in München in einer sehr bekannt gewordenen Rede folgende Aeußerung getan:„Wenn jemals irgendwo im Ausland die Hoff- nung besteben sollte, daß im Falle eine« Angriffes auf Deutschland der Angreifer auf die oeutsck>e Sozialdemokratie zählen könnte— diese Hoffnung würde gründlich enttäuscht werden. Sobald unser Land von außen angegriffen wird, gibt es nur noch eine Partei, und wir Sozialdemokraten werden nickst am letzten unsere Pflicht tun."(Hört! hört! bei den Soz.) August Bebel hat in einer Bro- schüre„ileber die Tätigkeit des deutschen Reichstages von 1899 bis 1898" folgendes geschrieben:„An der Erhaltung der Unab- hängigkeit Deutschlands sind die arbeitenden Klassen mindestens ebenso interessiert wie diejenigen, die sich als die berufenen Leiter und Herrscher der Völker betrachten, und das arbeitende Volk ist nicht gewillt, seinen Nacken unter irgend eine Fremdherrschaft zu beugen.(Hört! hört! bei den Soz.) Gälte es einmal, sich seiner Saut zu>»ehren, die arbeitenden Klasse» Deutschlands würden ihren Mann stelle»." Am 19. Dezember 1994 hat August Bebel hier im Reichstage das Folgende gesagt: „Ich und meine Freunde, wir treten kein Stück deutschen Bodens ans Ausland ab; denn Ivir wissen genau, daß in dem Augenblick, wo Deutschland zerstückelt würde, mit Notwendigkeit das ganze geistige und soziale Leben der Nation, so lange ein solches Stück Fremdherrschaft dauerte, vernichtet würde, daß alle Aspirationen des Volkes darauf hinausgingen, den Fremden aus dem Lande hevauszutreiben."(Sehr richtig! bei den Soz.) Diese Zitate könnten auf Wunsch noch vermehrt werde». Ich glaube damit bewiesen zu haben, daß die Sozialdemokratie durch die gegenteiligen Behauptungen, durch Papiers, hnihelbttveise (Sehr gut! bei den Sozialdemokraten), die man versucht hat, sehr schwer gekränkt worden ist.(Zuruf rechts: Na! na!) Nun hat man darauf verwiesen, daß auf dem Parteitag in Jena eine Reso- lution gefaßt ist, die etwas anderes sagt. ES sei dort beschlossen worden, den jungen Leuten Abscheu vor dem Militärleben einzu- flößen. Wie verhält sich das in Wirklichkeit? In Jena ist beschlossen worden, die jungen Leute vor ihrem Eintritt ins Militärleben über ihr Beschwerderecht und über den Militarismus als soziale Einrichtung aufzuklären. Die jungen Arbeiter sind aufgeklärt genug, um zwischen Militarismus und Wehrkraft unter- scheiden zu können.(Lebhafte Zustimmung bei den Sozialdemo- traten.) Sollte es aber wirklich junge Leute geben, die das nicht können, s» ist nicht die Sszialdrmokratie Schuld bara», ssndern die Volksschule für dir die ewige» Militärsordrrnngeu kein Geld übrig lassen.(Stürmische Zustinimung bei den Sozialdemotraien, Lärm rechts uiio fortgesetzte Zurufe der Abgeordnete» Kreth. Graf Westarp und anderer Junker.) Ell ist hier nicht der Ort. mich über Schüljammcr zu verbreitest. Was darüber, speziell für Preußen, zu sagen ist. werden unsere Freunde im Landtag be- sorgen. Möge der Kriegsminister seinen Einfluß verwenden, um eine Hebung der Volksschule herbeizuführen. Ist es doch im ersten Drittel des vergangenen Jahrhunderts ein preußischer Kriegs- minister gewesen, der aus militärischen Erwägungen heraus die ersten Anfänge des KinderschutzeZ bewirkt hat, Einen besonderen Trumps des Kriegsministers bilden fortgesetzt seine Betrachtungen über uusere Stellung zum Eid. In den Flegcljahren der Sozialistentötuug(Sehr gut! ber den Sozialdemokraten) war es üblich, daß Staatsanwälte gegen uns die Verleumdung erhoben, daß wir die Heiligkeit des Privat- cids mißachten. Solche Verleumdungen werden jetzt gemeinhin auch von unseren Gegnern nicht mehr erhoben. Dagegen wird noch immer gegen uns mit der Behauptung gearbeitet, daß wir den öffentlichen Eid, den Fahnen- und Verfassungs-id, mißachten. So hat sich der Kriegsminister über die Aeußerung Auers mokiert, daß der Zwirnsfaden des Verfassungseides uns nicht vom Ab- gcordnctenhause fernzuhalten braucht. Unsere Ausführungen über den Vcrfassungseid sind historische Theorie», zu denen die herrschenden Parteien, Regierungen und Fürsten die praktischen Erläuterungen geschrieben haben. (Stürmische Zustimmung bei den Sozialdemokraten.) Noch hat in Deutschland kein sozialdemokratischer Abgeordneter den Per- fassungscid, kein sozialdemokratischer Soldat den Fahneneid ge- brachen, aber lang ist die Reihe der Fürsten, welche ihren Eid auf die Ber» fassung gebrachen habe». > Stürmischer, wiederholter Beifall b'ci den Sozialdemokraten. lärmende Unruhe rechts. Toben beim Abgeordneten Kreth und Grafen Westarp.) Ich erinnere Sie daran, wie oft Friedrich Wilhelm lV. in die Lage gekommen ist, die Verfassung oder was er dafür hielt, zu beschwören und dann das Gegenteil von dem zu machen, was er beichworen hat. Vizepräsident Kaempf: Sie dürfen nicht einem Hohenzollcrn vorlverfen. daß er seinen Eid nicht gehalten hat. Abg. Frank: Wenn der Herr Präsident mich hätte zu Ende sprechen lassen, so hätte er gehört, daß ich mich dagegen verwahren will, als ob derariige geschichtliche Vorgänge mit dem Worte„Meineid" gekenn- zeichnet werden können. Ich bin der Meinung, daß weltgeschicht- liche Prozesse nicht vor dem Schwurgericht entschieden werden können.(Lebhafte Zustimmung bei den Sozialdemokraten.) Ich darf wohl daran erinnern, dast Wilhelm 1. den VerfassungSeid auf die prenszische Verfassung unter Assistenz von Bismarkt geschworen, ihn aber ebenfalls nicht gehalten hat. (Abg. Graf Westarp: Das ist unerhört l) In der Jndemnitä.tS- borlag- war ausdrücklich ziigegeben, daß die Verfassung nicht ge- achtet worden ist.(S-Hr richtig I bei de» Sozialdemokraten.) Ich glaube, Bismarck würde sich sehr energisch dagegen verwahren, daß nachträglich mit den Mitteln der Geschäftsordnung ihm ein Ver- fassungsbruch abgenommen wird. Ich erinnere Sie daran, wie Bismarck in der KonflittSzcit sein Verhalten gerecht- fertigt hat. Ein Eid auf die Verfassung, sagte er, kann nur bindend sein, wenn man cS ixm Vereidigten möglich macht, mit der Verfassung zu regieren. Wenn man es ihm aber unmöglich macht, s» ist selbstredend der Eid auf die Verfassung weder für den Träger der Krone uoch für seine Minister bindend!(Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Ich darf wohl noch daran er- inner», baß die Konsequenz Ihrer spießbürgerlichen Auffassung die wäre, daß die einzig wahren Äolksvertreter nach Meinung des Herrn Kriegsministers die Welfen wären. Stellen Sie sich vor. in welche merkwürdige Situation Sie zum Beispiel die hol- steinischen Beamten brächieu, wenn Sie ihnen nachrechnen wollten, wieviel verschiedene Eide sie im Laufe der Jahre schwören mußten und nicht halten konnten. Bis 1848 haben die schleswigschen Be- muten geschworen auf Ehristian Vlll. Im Jahre 1848 haben sie den Eid geleistet der provisorischen Regierung der Revolu» tionär«. im Jahre 1849 haben sie Friedrich VII. ge- schworen, 1884 kam ein Bundeskommissar von Frankfurt, 1 885 bis 1866 haben sie gleich zweimal für O e st c r r e i ch und Preußen geschworen und 1897 endlich kam der preußische Fürst, dem sie geschworen haben!(Lebhafte Heiterkeit bei den Soziakoemokraten.) Ein großer Teil der Beamten hat olle diese Eide geschworen und davon keinen Sclfaden genommen. Der Punkt, um den es sich hier dreht, ist einzig der: Gibt es ein g e sch i ch t- l ich es Recht gegenüber dem formalen Recht, und gibt eS für die Völker ein Recht der Selbstbestimmung? Gibt es für Könige das Recht, wenn die Umstände gegeben sind, ohne Rücksicht auf den Fahnen- und Verfassungseid dem wirklichen Rechte zum Sieg zu verhelfen?(Hört! hört! rechts.) Ja, hören Sie nur, das wird Ihnen nichts schaden.(Heiterkeit bei den Sozialdemokraten.) Wenn einmal mit Hilfe des Kriegsministers in unserer Volksschule ein besserer Geschichtsunterricht eingeführt wird, dann werden alle lernen können, daß in England jahrzehntelang der Streit der Par- teien sich um die Frage gedreht hat: Gibt es für das Volt gegen- über dem geschworenen Recht der Verfassung ein Recht der Not- wehr, ein Recht auf Revolution? Und Sie werden aus der eng- tischen Geschichte auch lernen, daß nicht bloß die Liberalen, sondern auch die Konservativen anerkannt baben, daß das Volk, wenn die Regierung es verdient, wenn die Regierung— wie Bismarck sich ausdrückt— es unmöglich macht, nach der Verfassung zu leben, das Volk das Recht aus den Eidbruch hat. In London steht in der Nähe dcS englischen Parlaments ein Standbild eines solchen EidbrecherS. ein Standbild Oliver C r o m w c l l L, des Mannes, der in den Jahrzehnten, in denen er an der Spitze des Landes stand, die Verfassung wiederholt gebrochen hat, der einen König auf das Schafott gebracht hat und der auch das Herrenhaus auflöste, wenn er eS für notwendig hielt. Bei der Feier dieses ManneS haben die eng- li scheu Premierminister Lord Rosebery und Asquith die Festreden gehalten.(Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Hier verbieten die verbündeten Re. gierungen, daß man den Märzgefallenen auch nur ein Wort des Gedenkens widmet. Wir halten uns treulich an die Auffassung Bismarcks über das Recht auf Revolution. Wir stehen auf dem Böden der Verfassung, solange die Regierung es uns möglich macht. Es hängt lediglich von der Regierung, von den herrschenden Parteien ab, ob die Entwickclung in Teutschland eine friedliche bleiben wird. Wenn eö uns möglich wird, wie wir es hoffen und wünschen, auf friedlichem Boden die Forderungen der Arbeiter zu verwirklichen, so wird daö niemanden mehr freuen als uns. Machen Sie es uns aber u n m t g l i ch. dann fällt die Ver- antwortung auf Sie, die Sie heute an der Spitze der Verwaltung stehen.(Stürmische Zustimmung bei den Sozialdemokraten.) Der Herr Kriegsminister hat offen erklärt, daß für die Nichtbesöroening von sozialdemokratischen Unteroffizieren nicht ihr Vcrhalien, sondern ihre Gesinnung maßgebend sein soll.(Hört! hört! bei den Soziaftemokraten.) Damit werden Sie nickitS anderes erreichen, als daß Sie ein großes Heer von Heuchlern heranziehen werden.(Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Uns kann das fa recht sein. Aber wenn der Kriegsminister ausführt, daß sich diese Grundsätze in daö bürgerliche Leben hinein, in die Krieger, vereine und in die OualifikationSlisten der Reserveoffiziere er- strecken sollen, dann möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, daß da recht große Schwierigkeiten entstehen können. Wenn z. B. der Kriegsminister seinen Grundsatz, daß im Kriegcrverein niemand sein sollte, der sozialdcmokraiisch wählt, auf Baden anwendet. dann möchte �öas sehr bedenklich sein. Ich würde dabei an das Märchen erinnert von dem Mann, der zwei Frauen hatte. Die ei.ys war jung)ind jsie andere Mar recht alt. Die junge Frau wollte den Mann jung haben vub die andere wollte ihn akt haben. Da hat die junge Frau ihm die weißen Haare ausgezupft und die andere die sci'warzcn.(Stürmische Heiterkeit bei den Sozialdemokraten.) Bis 1995 haben wir oft das Vergnügen ge- habt, bei den Wahlen die Stimmen des Zentrums zu er» halte». 1995:varcn die Nationalliberalcn für uns ein- getreten. Wenn nun auf Veranlassung des Zentrums die Liberalen und dann auf Veranlassung der Liberalen die Zentrums- leute aus den Kriegcrvereinen ausgeschlossen würden, dann würde bald der ganze Kricgerverein ein Kahlkopf sein.(Schallende Heiterkeit.) Wir werden nach wie vor die Agitation so betreiben wie bisher. Wir werden den jungen Leuten"dringend aus Herz legen, keinen Augenblick währcird ihrer Dienstzeit iär sozialdemokratisches Innere zu öffnen. Wir werden ihnen einschärfen, sie sollen immer an ihren Sozialismus denken, aber nie davon sprechen. Wir werden nach wie vor die jungen Leute aufklären über den Militarismus und ihr Beschlverderccbt und werden uns bemühen, die jungen Menschen zu Persönlichkeiten heran- zuziehen.(Wieherndes Gelächter rechts.) Ich zweifle nicht, daß auch ein junger Arbeiter das Recht und den Ehrgeiz hat, eine Persönlichkeit zu werde,!, und wenn Sie. meine Herren von der Rechten, darüber lachen, so sprickst das Bände. Wir sind der Meinung, daß bei den ekelhaften Zumutungen, die vielfach den Soldaten von den Unteroffiziere» gestellt werden— ich erinnere nur an das Schlucken des eigenen KotcS, wozu ein Unteroffizier seine Leute zwang—, nicht daS Verhalten der Unteroffiziere allein das Traurige ist. Es ist auch traurig, daß es in Teutschland mög- lich ist, Soldaten zu finden, die sich einem solchen Tropf gegenüber nicht sagen: Lieber gefährde ich inoine Freiheit, che ich etwas so Menschenunwürdiges mache.(Lebhafte Zustimmung bei den Sozialdemokraten.) Und das erlauben wir uns, den jungen Leuten ans Herz zu legen. Wir erinnern sie daran, daß sie stolz darauf sein sollen, ausgeklärte Arbeiter zu sein, und daß sie den Anspruch haben, ihrer Menschenwürde entsprechend menschlich behandelt zu werden.(Stürmischer, anhaltender Beifall bei den Sozialdemokraten.) Wir glauben, daß wir mit der Ausführung dieser Grundsätze eine patriotische Pflicht erfüllen, so wie w i r den Patriotismus auffassen, und wir glauben, das Gute und Rechte allein sind die unsichtbaren Tröger der Herrschaft. Das hat der ?lbg. Bassern, ann gesagt.(Hört! hört! bei den Nationalliberalcn.) Nicht Herr Bassermann hier, sondern der Abgeordnete Basscrmann von 1848, der in der Zweiten badischcn Kammer saß.(Große Heiterkeit bei den Sozialdemokraten.) Ter Kriegsminister hat nach dem, was er hier vorgetragen hat. zur Grundlage seiner Praxis das Gegenteil von dem gemacht, was Abg. Bassermann als das Richtige erklärt hat. Diese Grundsätze des Kriegsministers werden Schifsbruch leiden, und wenn Sie auch von sozialdemokratischen Prophezeiungen nicht viel halten, so möchte ich Sic doch daran erinnern, daß die Prophezeiungen unseres Genossen Bebel immer noch viel besser sind olß manche andere Prophezeiungen von Leuten, die Ihnen näher stehen. Es hat jemand gesagt: „Ich führe Euch herrlichen Zeiten entgegen!" (Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Das ist auch eine Prophezeiung.... Wollen die Herren behaupten.�daß diese Prophezeiung eingetreten ist?(Gelächter bei den Sozialdemo- kraten.) Es hat jemand prophezeit— am 29. April 1847—, daß keine Macht der Erde ihn zwingen könnte, das Verhältnis zwischen Fürst und Volk zu ändern. Das war 1847, und noch war kein Jahr vergangen, da war diese Prophezeiung zuschandcn geworden, da hat der gleiche Mann am 21. März 1848 in schwarz-rot-goldener Garnierung seine Verbeugung machen müssen vor der Revolution. Wir werden unseren Kampf weiter kämpfen wie bisher gegen den Militarismus und gegen den Mann, der den Militarismus als dessen Sachwalter führen muß und der eben jetzt bereits Schiff- bruch gelitten hat.(Stürmischer Beifall bei den Sozial- demokraten und auf den Tribünen.) Vizepräsident Kaempf: Ich habe infolge der zahlreichen Zwischenrufe während der Rede dcS Abg. Frank den Zusammenhang nicht vollständig verstehen können. Nach dem mir jetzt vorliegenden Protokoll hat der Herr Abgeordnete u. a. erklärt, daß der Herr Kriegsminister ge- fälschte Zitate hervorgebracht l>at. Deshalb rufe ich ihn zur Ordnung.(Stürmischer Widerspruch bei den Sozialdemotraien. Zurufe: Das verhält sich aber so!) Ferner hat der Herr Redner dem Hern, Kriegsminister u n a n st ä n d i g c s Ver- halten vorgeworfen. Auch deshalb muß ich ihn zur Ordnung rufen.(Rufe bei den Sozialdemokraten: Entziehen Sie ihm doch daö Wort!) Kriegsminister v. Erneut: Der Abg. Frank, der mir vorwirft, der Sozialdemokratie falsche Motive zu unterschieben, hat seinerseits m i r falscbe Motive untergeschoben. Ich weiß nichts von schwarzen Wolken, die mich l'edrohcn sollen. Selbst wenn sich eer Abg. Frank selbst als diese schavarze Wolke betrachten sollte.(Lärmende Heiterkeit rechts. Stürmisches Lachen bei den Sozialdemokraten.) Er hat mir vorgeworfen, falsch zitiert zu haben. Wem, ich etwas ausgelassen habe, so heißt das doch nicht, falsch zjtierew(Zuruf bei den Sozialdemotraien: Da hört denn doch alles aus!) Ter Abg. Frank selbst, der mir Fälschung vorwirft, hat die entscheidende Stelle im Kautsky- scheu Zitat ausgelassen.(Beifallstoben rechts.) Kautsky sagt in bezug auf die Herveschcn Vorschläge:„In der Tat. Sas Mittel ist ein sehr einfaches und, wenn durchgeführt, ein unfehlbares.'"(Abg. Bebel ruft: Das ist doch Ironie!) Acb. bleiben Die mir doch mit der Ironie vom Leibe! lLärmcnder Beifall rechts.) Es heißt dann weiter:„Würde seine Anwendung tatsächlich bewirken, einen Krieg unmöglich zu machen, so könnte man dagegen kaum etwas in jenen Fällen— und es sind 99 von 199— einwenden. Ich sehe keine ethischen Grünee, die vom Standpunkt des proletarischen Pa- triotiSmuS von vornherein dagegen sprechen."(Hört! hört! rechts und erregte Zurufe bei den Sozialdemokraten.) Also man sieht: Kautsky möchte wohl, aber er kann nicht.(Stürmischer Beifall rechts.) Ich könnte die Zahl der Zitate beliebig vermehren, welche beweisen, daß es Ihnen(zu den Sozialdemokraten) nicht am Willen. sondern nur an der Macht zur Durchführung der Herveschen Ideen fehlt.(Lärmende Zustimmung rechts.) Der Abg. Frant hat weiter erklärt, daß die Parte, auf ihren Parteitagen sich stets gegen die Kasernenagitation erklärt habe. Auch hier liegt der Knüppel beim Hunde. Aus den Parteitagen haben der Abg. Liebknecht und andere entschiedene Propaganda für die Ka- scrnenagitation gemacht. Aus sehr guten Gründen hat Bebel diese Propaganda belämpft. Er hat nämlich gemeint, wenn wir jetzt damit ansangen, so gereicht uns vas jetzt noch zum Schade,,.(Abg. Bebel ruft lebhast: Vorlesen! Brüllen rechts: Ruhe! Ruhe!) Präsident Graf Stolberg: Ich bitte, den Herrn Kriegsmiuister nicht zu unterbrechen! Kriegsminister v. Einem(fortfahrend): Ich kann Ihnen doch nicht alle Aktenstücke hier vorlesen.(Lautes Lachen bei den Sozial- demokraten. Abg. Ledebour ruft: Wenn Sie Anschuldigungen er. heben, dann müssen Sic sie beweisen! Brüllen rechts: Ruhe! Ruhe!) Sie haben sich gegen die Agitation in der Kaserne erklärt. weil die Soldaten, die dabei betroffen würden, mit sckuvcren Strafen belegt würden. Das ist sehr klug und tveise von Ihnen. Aber wenn Sie die Macht hätten, dann würden Sie heftig in den Kasernen agitieren.(Sehr richtig! rechts.» Als» hindert Sie auch hier nur wieder ein Mangel an Macht.(Sehr gut! rechts.) Der Herr Abg. Frank hat behauptet, ich sei der Angreifer und Sie die Angegriffenen. Davon ist gar keine Red«. Ich, das Militär.> die Armee, wir befinden uns in der Verteidigung.(Lautes Lachen bei den Sozialdemokraten. Sehr richtig! rechts.) In dem Berichte über die parlamentarische Tätigkeit der ReichsiagSfrattion auf dem Parteitag von 1892 heißt es, daß der Militarismus eine dem Jntcr» esse der yerrschrnden.n lasse und dem Kapitalismus gcwidnicie Ein- richtung sei(Leülzafte Zustimmung bei den Sozialdemotraien). den zu bekämpfe', die Lebensaufgabe der Sozialdemokratie ist.(Leb- hafte Zustim.nung bej den Sozialdemokraten.), Weiter habe auch ich nichts gesagt. Der Abg. Singer hat auf dem Parteitag gesagt: Wir sind Heinde des Mmtarismus mit) werden ihn solange bc» kämpfen, bis er zerschmettert am Boden liegt.(Ledhaftc Zustim- mung bei den Sozialdemokraten.) Nichts anderes habe ich gesagt. Sie wollen die Stützen der Macht des Vaterlandes untergraben. �(Sehr wahr! rechts.) Sie wollen die Stützen des Staates stürzen. i Sehr wahr! rechts.) Tas ist Ihr Lebenswerk, Ihr Taseinszwecl. ,(Sehr wahr! rechts.) Der Abg. Frank hat weiter erklärt, die Sozialdemokratie würde unter allen Ilmständen die jungen Leute zu Sozialdemokraten zu niachcn suchen und sie aufklären über ihre Rechte in der Kaserne. Ich will Ihnen einige Sätze vorlesen aus einem Blatt, dessen Her- ausgeber der Abg. Frank ist, die dem Zwecke dienen sollen, bei den jungen Leuten Abscheu vor dem Heeresdienst zu erwecken:„Die Hundepeitsche aber ist ein Symbol der Freiheit im Vergleich mit dem Druck, mit der Sklaverei, unter die Euch der blutige eiserne Militarismus zwingen wird." Das ist eine unerhörte Behauptung, -ine ganz unerhörte Behauptung.(Sehr richtig! rechts. Abg. Frank ruft: In welcher Nummer? Lärm rechts.) Präsident Graf Stoibers: Ich bitte um Ruhe! LiriegSminister v. Einem: Wie meinen Sie?(Abg. Frank: Nach den Erfahrungen, die wir mit Ihnen gemacht haben, mutz man vorsichtig sein!) Nun. ich will es Ihnen sagen. Es ,st der Artikel„Rekcutenabschied" in Nr. 7 der „Jungen Garde" vom 22. 9. 1906. Da heitzt es weiter:„Und nicht nur einem, nein jedem Offizier, jedem Unteroffizier, werdet Ihr auf Gnade und Ungnade ausgeliefert." ES ist unerhört, einem jungen Maniie so etwas vorzulügen.(Bravo! rechts.) Weiter heitzt es:„Ihr habt zu gehorchen, mag auch das Unsinnigste, ja selbst das Unmoralische und Strafbare Euch befohlen werden." Das sind Lügen.(Bravo! rechts.) Nach dem Strafgesetzbuch braucht der Soldat Befehle, die auf etwas Strafbares abzielen, nicht zu be- folgen. Es sind offenbare Lügen, die hier ausgesprochen werden. (Bmvoi rechts.) Dann heitzt es weiter:„Was ist das für ein Vaterland, das nicht das ganze Volk umfaßt, das Euch von Euren Liebsten reißt, zu Feinden Eurer Feinde machen möchte, das den Kampf gegen die Arbeiterschaft proklamiert, das sich eins fühlt mit dem Unternehmertum aller Nationen. Das ist nicht Euer Vaterland, das ist nur die Vertretung einer Klaffe des Vaterlandes, die Euch, seitdem Ihr lebt, und Eure Väter peinigt bis aufs Blut, die Euch, Eure Vater, Mütter, Brüder, Geschwister und Kollegen von Kindesbeinen an ausbeutet und unterdrückt." Das sind Un- Verschämtheiten.(Bravo! rechts.) Das ist unerhört! So etwas ist nie dagewesen!(Stürmische Protestrufe bei den Soz. Brüllen rechts: Ruhe! Ruhe!) Und da wagen Sie es, mir Vor- würfe zu niachen. daß ich auftrete gegen öicjals Vertreter der Armee, für die ich hier stehe.(Rufe bei den Soz.: Daü ist keine Ehre für die Armee!) Hier handelt es sich um den Eid. den der Einzelne auf Grund der Verfassung und der Gesetzgebung zu leisten und zu halten hat. Der Abg. Frank hat stolz wie ein Spanier(Beifallsjohlen rechts) auf Cromwell und auf'Bismarck hingewiesen und gemeint, er wandle auf den Spuren Bismarcks. Wenn Bismarck die Ver- fassung auch umgestoßen hätte, so wäre es zu dem Zwecke geschehen, ein ganzes Volk glücklich zu machen.(Zuruf bei den Soz.: Also der Zweck entscheidet!) Nein, nicht der Zweck entscheidet. Bismarck erst hat ein einiges Deutschland geschaffen, dem Sie es erst ver- danken, daß Sie hier sitzen. lHeiterleit bei den Soz.) Sie kämpfen für eine einzige Klasse, für das Proletariat.(Zuruf bei den Soz.: Nein, für das ganze Volk!) Sie sehen nur im Proletariat Ihr Volk? Sie bekämpfen alles, was sonst noch existiert im Deutschen Reiche und mindestens ebenso gut ist wie Ihr Proletariat. Mit derartigen lleberhebungcn müssen Sie nicht kommen.(LauteS Lachen bei den Soz.) Die Sozialdemokratie erstrebt zweifellos nichts andere? als die politische Macht unter dem Deckmantel, die Arbeiter besser zu stellen. Es gibt aber kein Land, in dem soviel fiir die Arbeiter getan wird als in Deutschland.(Bcisallsgemurmcl rechts. Lachen bei den Soz.) Ich erinnere daran, wie still Sic waren, als hier der preußische Handelsminister Ihnen gesagt hat. daß wir in allen Stücken viel weiter wären, wenn sich nicht überall die Feindschaft der Sozialdemokratie gegen jede Reform, gegen jede Entwickelung der Arbeiterschntzgesetzgcbung entgegenstemmle.(Bei- sallsgewurmel rechts. Lachen bei den Soz.) Nur allein Ihre Agi- tation hindert die Entwickelung. Der Herr Abg. Frank nennt das gut und recht. Er sagt, die unsickitbaren Träger aller Herrschaft seien das Gute und das Rechte. Was ist in alledem, was ich hier vorgelesen habe, gut und recht? Nichts und gar nichts!(Zuruf bei den Soz.: Sie müssen's ja wissen!) Jawohl das weiß ich. Wenn solche Schändlichkeitcn dein jungen deutschen Manne beigebracht werden, so ist das weder gut noch recht, nein, das ist infam! (Bravo? Bravo? recht? und bei den Natk., laukeS Lachen bei den Sozialedmokraten.) Abg. Erzberger(Z.): Der Herr Kriegsminister hat eine Reihe von Vorwürfen gegen mich erhöben, aus olles Wichtige ist er aber nicht eingegangen. Ein merkwürdiger Zufall hat gewollt, daß ein Brief, den ich an meinen Vertrauensmann, der mir Material geliefert, am Donnerstagabend gerichtet habe, anf der Post geöffnet und wieder geschlossen worden ist.(Lebhaftes Hört! hört!) Ich begnüge mich damit, diese Tatsache einfach mitzuteilen. Was den Fall der beiden Offiziere bei der Reitschule in Hannover anlangt, so wird jetzt zugegeben, dag sie„unerlaubte Beziehungen" gehabt haben. Ich kann mich auf die feinen Unterschiede zwischen Elstbruch und„unerlaubte Be- Ziehungen" nicht einlassen. Ich halte mich da einfach an die Worte der Bergpredigt:„Wer ein Weib ansieht und begehrt ihrer, der bricht die Ehe mit ihr in seinem.Herzen".(Sehr wahr! im Zentr.) Bei der Lieferung von Maschinengewehren ist eine große Firma einseitig begünstigt worden. Das hat der Kriegsminister nicht widerlegen können. E» sind tatsächlich Monopolpreise gezahlt worden. Für ein Maschinengewehr, das jetzt 2399 M. kostet, sind früher 4S09 M. gezahlt worden. Erst die Zulassung der Kon- kurrenz hat die Preise erniedrigt. Wenn in meine Angaben sich ein Fehler eingeschlichen hat, so liegt das nicht an mir, sondern an der ungenügenden Auskunftserteilung amtlicher Organe. Ter Vorstoß des Kricgsministcrs ist mir überraschend gekommen und auch nicht überraschend. Jedenfalls stelle ich fest, daß es ein schlechtes Geschäft ist, einmal dem Fürsten Bülow zu folgen und aus Spar- samkeit zu dringen.(Heiterkeit im Zentrum.) Das wird mich aber nickst abhalten, auch ferner für die Schlagfertigleit der Armee zu wirken.(Bravo? im Zentrum.) Kriegsminister v. Einem: Herrn Erzberger erwidere ich. daß bei dem Fall der an die Reitschule in Hannover kommandierten Offiziere nicht nur kein Ehebruch vorgekommen ist, sondern daß auch von unerlaubten Beziehungen keine Rede sein konnte. Be- züglich der Klagen über politische Schikanen in den Kricgervereinen bemerke ich, daß jede Schikane mir widerwärtig ist und daß ich bei der Unterdrückung von Schikanen von dem Minister des Innern unterstützt werde. Ein Antrag auf Schluß der Debatte wird angenommen; das Gehalt des Kriegsministers wird bewilligt. Angenommen werden ferner die Resolution des Zentrums: die Kontrollvcrsammlungon jährlich nur einmal stattfinden zu lassen, und die beiden Resolutionen der Freisinnigen, welche eine Reform des Militärstrafrechts und bei Urlaubserteilungen für die Mann- schaften freie Hin- und Rückfahrt in ihre Heimat verlangen. Eine Reihe weiterer Titel wird debatteloS bewilligt. Beim Kapitel„Militärgeistlichkeit" wünscht Abg. Frank» Ratibor(Z.), dafejn Zukunft den Soldaten Gelegenheit gegeben werde, an jedem Sonntag die Kirche zu besuchen. Das Kapitel wird bewilligt. Beim Kapitel„Höhere Truppenbefehlshabcr" bestreitet Abg. Enno(frs. Vp.), datz der Minister von den Vorgängen in den gesellschaftlichen Kreise» Hägens eine unzutreffende Schilde, rung gegeben habe. Die geschilderten Vorgänge liegen um mehrere Jahre zurück; der Verein„Seehund" hat sich inzwischen voll- kommen verjüngt und es sei daher angebracht, das Militärverbot gegen diesen Verein jetzt auszuheben. Das Kapitel wird bewilligt. Beim Kapitel„Aojutanturossiziere und Offiziere in be- sonderen Stellungen" beantragt die Kommission. 199 969 M. zu streichen. Dazu liegt ein Antrag der Konservativen, der Reichspariei. der Naiionalliberalen und der Wirtschaftlichen Vereinigung vor, diese 199 999 M. ivieder einzusetzen. Abg. Gras Oriola(natl.) beantragt, den Titel an die Kom- Mission zurückzuverweisen. Dieser Antrag wird gegen wenige Stimmen abgelehnt. Avg. Erzberger(Z.) beantragt nunmehr die Vertagung, damit dies« wichtige Frage nicht von einem so schwach besetzten Hause entschieden werde. Vizepräsident Dr. Paasche bittet, die Abstimmung über die Position auszusetzen. Abg. Erzberger(Z.l beharrt auf seinem Antrage. Tie Vertagung wird mit großer Mehrheit beschlossen. Nächste Sitzung: Wontag, 2 Uhr.(Fortsetzung der Beratung, dann Pcnsionsfonds und Jubalidenfonds.) Schluß 7 Uhr. Soziales« Aus bell» Ausschuh i>cs Berliner KaufmannSgericht?. Die letzie Ausschutzsttzung am 19. März beschäftigte sich mit der Regelung der Arbeitszeit, der Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter in Kontoren und solchen kaufmännischen Betrieben, die nicht mit offenen Ver- kaussstellen verbunden sind. Ein Antrag des Zentralverbandes der Handlungsgehilfe» und-Gehilfinnen Deutschlands verlangt, daß die tägliche Arbeitszeit für das Personal in obcnbezeichneten Be- trieben regelmäßig aus acht Stunden beschränkt werde. Die Freie Vereinigung der Kaufmannsgerichisbeisitzcr(welcher alle Gehilfcnbeisitzer mit Ausschluß der Deutschnationalen und Bei- sitzer des Zentralvcrbandes angehören) beantragen: „t. Tue dveizehnstündige ununterbrochene Ruhezeit bei einem Hochstarbeitstage von 9 Stunden und zlvcistündiger Ruhepause. � 2. Bei ungeteilter(englischer) Arbeitszeit ist die Dauer der Be' schäftigung auf 8 Stunden einschließlich einer baldjtündigen Ruhe» pause festzulegen." Hierzu liegt von den Beisitzern der deutschnatiönalcn Hand- lungsgehilfen ein Ergänzungsantrag vor, welcher die Schlußzciten regeln will, und zwar soll der Schluß bei neunstündiger unter- brochener Arbeitszeit spätestens um 7 Uhr, dagegen bei ungeteilter englischer Arbeitszeit spätestens um 9 Uhr nachmittag eintreten. Der Antrag des Zentralverbandes wurde von dem Vertreter des- selben sowie von dem sozialdemokratischen Beisitzer der Kauflcute aus das wärmste befürwortet; letzterer trat auch für den Ergän» zungSantrag, die Schlutzzeit betreffend, ein. In der Diskussion wurde unter anderem ausgeführt, datz die Erhebungen der Kommission für Arbeiterstatistik, welche im Jahre 1991 stattfanden, für die Angestellten im Handelsgcwerbe bis jetzt noch keine Verbesserungen gebracht haben, trotzdem dieselbe festgestellt hat. daß nur in 1663 Betrieben mit 19459 Personen die Arbeits- zeit L Stunden und weniger betrug; daß dieselbe dagegen über 8— 9 Stunden in 5155 Betrieben Mit 80071 Personen, 0—10 Stunden in 4040 Betrieben mit 29 292 Personen. 19— 11 Stunden in 2085 Betrieben mit 7043 Personen. 11— 12 Stunden in 601 Betrieben mit 1543 Personen und in 129 Betrieben mit S79 Personen sogar mehr als 12 Stunden betrug. Der deutsche Reichstag hat wiederholt an den Bundesrat das Ersuchen um Vorlage eines entsprechenden Gesetzentwurfes für diese Kategorie von Angestellten gerichtet. Der Bundesrat hat dem Ersuchen bisher keine Folge gegeben. Sache der Handlungsgehilfen sei es daher, ihre Wünsche jetzt zum Ausdruck zü bringen, damit die Gesetzgebung der Freiheit der Ausbeutung ein Ziel setze.— Durch einen Antrag seitens der Majorität der Beisitzer der Kauf- leute, für welchen auch der Vorsitzende und ein Gchilfcnbeisitzcr stimmte, wurde die Wciterberatung und Abstimmung der Anträge bis zur nächsten Sitzung vertagt. ßnefhaftcn der Redaktfcn. ffiie luriftisch« SUrech stunde finde» Lindenftrah« R».»,»wcltee vas. deltter fSinaana. vier Treppe»,|M?- Fahrstuhl"MA woihrntaalich abends von?>/, vis 0'/»' Uhr ftatl.«ieöifnet? UI>r Sonnabends bcainu» die Svrechitnnde um a»dr. Jeder Ausraa- ift ein Auihitabc und eine Zahl als httertzriihe» bet,»si>ae». Vririttrtie Antwort wird»ich» erteil», Bi« zur Beantwortiing im Ärtestaste» können 4t Tage Vergehen. Eilige Fragen»rage man in der Sdrrchklunde vor. P. 73. Seiner Frau gegenüber ja. Ob auch Drittelt, besonders dem Fislus gegenüber, ist streitig.— D. K. SV. Wenden Sie sich an ein Mitglied der Siadlverordnelensraltio».— Z. K. Nein. — N. G. llfnau. Die Gelder, die in der städtischen Sparkasse cingezablt sind, werden auch dann den Besiinimungen entsprechend dem Einzahler ausgezahlt, lvenn ein Krieg ausbricht. Die Ansicht, das, der Staat oder das Reich auf dieseJMder Beschlag legt, ist durchaus irrig.— Stralsund. Geben Sie das Gesuch bei der PerfichcrungSanstalt am Kölnischen Park zu Protokoll.— B. E. 93. 1. Wenn innerhalb einer Woche die Absicht, Mitglied zu bleibe», erklärt wird, ja. 3. Nein. — K.(T. 100. 1. Ja. Zweckmäbiger ist cZ aber, Sie stellen den Antrag aus Besretnng von der Klebcpjlicht. 2. KemeSmegs.— B. II. 1. Der Kohlenhändler wäre im Recht. 3. Der Innung müssen Sie beitreten. — Tinius 13. 1. Wenn nicht aus Ihrem MielSvcrtragc das Gegenteil er- helll. nein. 3. In.—». Z. Wohin Sie. wollen.—<5. S8. 29. Der Ber- urteilte wird nach RechtSlrast des Urteils zum Antritt der Haft ausgesordeit. — Frau G., Rixdorf. 1. DaS sogenannte gemeinjam Sxlvorbene gilt als Eigentum des Mannes. zählt also nicht zu dem Nachlatz Ihrer Schwester. 3. Die Kinder sind nach dem Gesetz so weit zum Unterhalt ihrer HiliSbedürjtigen Eltern verpslichtct, als sie dies ohne Gejährdnng ihres staiidesgcmätzcn UnterhastS und des Unterhalts ihrer Frau und Kinder zu tau vermögen.—(f. N. 199. RcichZiagS- 5 Osler- Aufruf im Haushaltungs-Vorstände, fordert VorzugsoiTerte A zu nie da- geweaenen Attsnalimepi'eäsen Lebensmittel I Deutsohep Waren-Einkaufs-Verein££ Berlin SW.47 Kreuzbergsfrasse 30, VI. 1629. Leipziger Strasse 101/102(Ecke Friediichstrajse). Chausseestrasse 2(Oranienburger Tor) Oranienstrasse 60(am Moritzplatr). Schöneberg, Hauptstrasse 139(am Kaiser- Wilhelnipla:z), VI. 6656, und Feurigstrasse 16. Täglicher Versand frei Haus für Berüji und angrenzende Vororte.•» Geeignete Aufrageformularc auf Wunsch gratis und franko. --- BERLIN O.— Gr. Frankfurter Str. 126, Echltau: Rcppcnstr. S. 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Madeiragläser 35, Likörgläser 30 Pf. Bowlengläser 45, SektkelcHfe 40 Pf. Biertulpen 45 Pf. Ein Tosten dekorierter Porzellan- Kaffeeservice für 6 Personen für 12 Personen 2 Mk. 4 Mk.. 4.50 6.50, 7.25 Porzellan-T afelservice 30 Teile 1 B Mk.. 22.50 ML 60 Teile 37.50, 45 Mk. 78 Teile 55 Mk.. 65 Mk. Ein Posten durchbrochener u. geflochtener Teller, Körbchen, Schalen und Blumentöpfe Ein grosser Posten Blumenkübel Dessertgarnitur„Nora" Kompottschalen 1 5, 25, Teller 7 Pf. Dessertgarnitur„Neptun" Kompottschalen 14, 20, 28, 45 Pf. Teller 7 Pf. Ein Posten Steinsehliff-Imitation Teller 7 Pf. Konfektteller 5 Pf. Ein Posten Kristall-Trinkgläser Rotweingläser 25 Pf. Bowlengläser 27 Pf. Bierbecher 25 Pf. Römer 50 Pf. WI RTSC HA ETS-A RT I K E L Wringmaschinen 8.50, 9.50, 10.50 Mk. Fleischmühlen 1.90, 2.25, 4Mk. Messerputzmaschinen 4.25, 5.50 Mk. Fussabtreter fg�'o 50 Pf.. 45x85 cm 1.35 Mk. Türketten bronziert 20 Pf. Vorratsdosen mit blauem Dekor 20 Pf. Messerputzer Fraueniob!. 1 5 Mk. Eierschränke 3 Grössen 40 bis 7 5 Pf. Kleiderbügel gebogen und lackiert 7 und 1 0 Pf. Kleiderbürsten mit«alter. 1.75 Mk. - ArtiKel Schüsseln 4 Grössen 80 Pf. bis 2.25 Mir. Kübel rund 5 Grössen].50 bis 2.50 Mk. Kübel oval 3 Grössen 3.50 bis 5.75 Mk. Eussbadkübel mit Schrift 3.25 Mk. Wassereimer 2 Grössen 1.75, 2.50 ml EMAILLIERTE GESCHIRRE Kasserollen ohnefling.SGrössen 1 5 bis 60 Pf. Kasserollen mit Ring,? Grössen 60 Pf. bis 1,10 Mk. Schmortöpfe ohne Ring. 6 Gross. 40 Pf. bis 1.50 ML Scbmortöpfe mit Ring. 6 Gross. 70 Pf. bis 1.35 Mk. Gaskocbertöpfe""�Grössen 65 Pf. bis 1.60 ML Bratpfannen mit Stiel. 5 Gross. 30 bis 60 Pf. Bratpfannen lang. 4 Grössen 1.80 bis 2.80 ML Fischkocher oval 4 Grössen 3 Mk. bis 6.75 Mk. Schüsseln fl»cb 8 Grössen 1 0 bis 90 Pf. Teigschüsseln mit Griffen. 4 Gr. 1 Mk. bis 1.50 Mk. Essnäpfe 6 Grössen 1 5 bis 50 Pf. Essenträger 3 und 4 teilig 2 Mk. bis 2.75 ML Teller flach oder tief 4 Grössen 15 bis 45 Pf. Wassertrichter 6 Grössen 15 bis 35 Pf. Salz-u. Mehlbüchsen Konsole 1.25 und 1.40 Mk. Leuchter weis, 20 Pf., dekoriert 30 Pf. T eesiebe weiss 1 0 Pf., dekoriert 2 0 Pf. Waschschüsseln vreiss 1.50, dekor. 2.25,2.50 Mk. -mc Waschschüsseln m:t2SGrf�en 45 und 50 Pf. Wasserkrüge 70, 85 PL dekor. 2 ML Eusswannen dekoriert 4.50 Mk. T oiletteneimer weiss. 4 Grössen 1.60 bis 3 ML T Oiletteneimer dekoriert, mit Rohrbügel 4.25 Mk Wannen-rund 4 Grössen 1.10 bis 2.50 Mk. Wannen oval 6 Grössen 1.25 bis 5 ML Eimer mit Ausguss 3 Grössen 1. 1 0 bis I.60 Mk. Eimer 2S°'m0uroI,m. 80, marmor 85, grau 63 Pf. gesetzl. geschützt j yMC. verantwortlichcr Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.z TH.Gl»cke, Berlin, Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt.Paul Singer& Co., Berlin SW, »«*'■»■<» 2. ffilüjt ilfs Jotroitls" Sttlinet ilolliolilnll.«.um,« Hbgeordnetenbauö. 68. Sitzung dom Sonnabend, den 20. März. mittags 12 Uhr. Am Ministertisch: v. Breitenbach. Die zweite Lesung des EisenbahnetatS wird fortgesetzt. Abg. Beyer-Dortmund(Z.i tritt für die ßtcwährung dos Koalitionsrechts an die Eisenbahnarbeiter ein und bekämpft das Akkordsystem. Dann wünscht er einen höheren Lohn für die Werkstättenarbeitcr und klagt über häufige willkürliche Kürzung des Erholungsurlaubs der Arbeiter. Abg. Dr. Schrocdcr-Casscl inatl.): Wenn die Eisenbahnarbeitcr unerfüllbare Forderungen stellen, dann sollte man sie über die Un- Möglichkeit aufklären. Hier könnten die Arbciterausschüss« segenS- reich wirken!— Kein Arbeiter habe ein Recht auf Urlaub, aber trotzdem sollte man bei Gewährung desselben liberal vorgehen. Abg. Dr. Flesch(frei}. Bp.l: Der prcuhische Staat müßte in der Fürsarge für seine Arbeiter der Privatindustrie ein Vor» bild sein, und cS ist völlig verfehlt, hier zu sparen. Eine Re» form des Akkordsystems ist notwendig. Die Feiertage sollten auch den Arbeitern bezahlt werden. Abg. Sammer lkons.): Die letztere Forderung können wir nicht erfüllen. Eö denkt kein Mensch hier im Hause daran, den Beamten die Mitgliedschaft an Konsumvereinen zu verbieten. Ein solches Verbot hieße die Beamten degradieren. Aber wir appellieren jetzt an daS Ehrgefühl der Beamten. Wir haben Millionen für höhere Gehälter ausgegeben, und da können wir von ihnen verlangen, daß sie, anstatt daS Geld jn die Konsumvereine zu tragen, den hart bc- drängten Mittelstand unterstützen.(Sehr richtig! rechts.) Eisenbahnministcr v. Breitcnbach: Den BerufSvereincn stehe ich so lange mit Wohlwollen gegen- über, als sie sich auf dem Boden der gegenwärtigen Gescllschafts- ordnung bewegen. Mit diesem Verhalten sind auch meine Arbeiter' einverstanden. Nachdem wir die Bcamtengehälter erhöht haben, stehen jetzt Arbeiterlöhne und Bcamtengehälter im richtigen Ber- hältniö zueinander. Würden wir die Arbeiterlöhne jetzt erhöhen, so müßten wir die Bcamtengehälter von neuem aufbessern. Mit der Akkordarbeit sind die Arbeiter einverstanden. Di« Arbeiteraus- schüsse sind keine Farce, wie die Sozialdemokraten immer behaupten. Gegen die Forderung, die Kolonnensührer der Hauptwcrkstätten zu Beamten zu machen, habe ich Bedenken. Die preußische Staats- eisenbahnverwaltung will in allen Arbeiterfragen fortschreiten.' Aber sie kann nicht überhastet vorgehen. Sie muß Rücksicht nehmen auf Industrie und Arbeiterschaft. Abg. Wallenborn(Z.) befürwortet eine größere Einheitlichkeit in der Entlohnung. Abg. Dr. Maurer(natl.): Es ist erfreulich, daß die Eisenbahn trotz des Rückganges in der Konjunktur keine Entlassungen vorgc- nommen hat. Abg. Schreiner(Z.) tritt für eine zweckmäßige Regelung der Sonntagsruhe«in. Abg. Dr. Frirdbrrg(natl.): Der Minister hat im Vorjahre einen Betriebsingenieur getadelt, der angeblich für meine Partei gegen das Zentrum Wahlbeeinflussung getrieben haben soll. Der Bezirksausschuß hat die Sache geprüft qnd)ffestgestellt, daß davon keine Rede sein kann. Mir schclnt also, daß der Minister dem Bc- tricbSingenieur Unrecht getan hat. Ucberhaupt sollte der Minister nicht immer gleich dem Zentrum nachgeben. Das Zentrum will immer unangenehme Beamte, scj es Reichskanzler, fei es irgend cm anderer Beamter, versetzen oder beseitigen. DaS weiß jeder, der daS Zentrum kennt.(Lebhafter Beifall links.) Eisenbahnminister v. Breiienlmch: Ich muß von meinen Be- amten Takt verlangen. Diesen Takt hat jener Betriebsingenieur vermissen lassen. Dem Abg. Hammer erwidere ich. daß wir zwar Konsumvereine wirken lassen, daß wir sie aber nicht begünstigen. Abg. Leiaert(Soz.): Es ist hier die Rede gewesen von den gewaltigen Aufwendungen, die die Eisenbahnverwaltung im Interesse der Wohlfahrtspflege all- jährlich macht. Ich gebe ohne weiteres zu, daß die Summe, die für WohlfahrtSzwecke in diesem Jahre in den Etat eingestellt ist, gegen daS Vorjahr ein großes Mehr aufweist. Das Mehr beträgt -18 Millionen Mark. Aber diese plötzliche Steigerung ist nur da. durch herbeigeführt worden, daß die gesamten Pensionen und die Ostmarkcnzulagen mit zu den Wohlfahrtszivecken gerechnet worden sind! Für eigentliche WohlfahrtSzwecke ist durchaus nicht erheblich mehr ausgegevcn worden als in früheren Jahren. Aber man muß sich doch auch fragen, wer daS Geld bekommt. Da ist festzustellen, daß die Zuschüsse zu den Krankenkassen 11 W8 M. betragen, die Zuschüsse zu den ArbeiterpensionSkassen 23&S7 M.; die Unfall» reuten sind gestiegen um Sb3?12 M. und die Ausgaben für Sterbe- gcldcr um 31 OW M. Für die Renten an Verwandte aufsteigender Linie sind 39 286 M. ausgegeben worden. Alle diese Summen gelten als..Wohlfahrtspflege�, trotzdem die Bahnverwaltung auf Grund reichsaesetzlicher Bestimmungen verpflichtet ist, diese Gelder zu zahlen. Insgesamt sind das 592 275 M. Dazu kommen dann noch die besonderen Verwaltungskosten für Zwecke der Unfall- und Invalidenversicherung in Höhe von 2959 M. Wenn man all die Ausgaben, zu denen die Eisenbahn gesetzlich oder statutarisch verpflichtet ist, zusammenzieht, dann bleibt nur«ine geringe Summe übrig. Das einzige, was schließlich nicht reichsgesctzlich und auch nicht statutarisch in Frage kommt, ist ein Mehrbetrag von 27 989 M.! Außerdem ist aber festzustellen, daß die Eisenbahn zur Herstellung von Genesungsheimen für Arbeiter und Beamte 59 009 M. weniger eingestellt hat, und auch bei anderen Posten sind gegen das Vorjahr erhebliche Abstriche erfolgt. Aber auch wo Mehrkosten in Frage kommen, haben die Eiscnbahnarbeiter nur einen geringen Anteil daran. Di« Gesamtausgaben für Wohl- fahrtSzwecke sind, wie gesagt, um 787 865 M. gestiegen. Aber diese Summe wird den Arbeitern und Beamten rcichlidj wieder durch Ersparnisse abgenommen.(Sehr richtig bei den Sozialdemokraten.) Von einer besonderen Wohlfahrtspflege für die Arbeiter kann aber gar keine Rede sein. Insgesamt beschäftigt die Bahn 261 958 Be- amte. An außerordentlichen Unterstützungen für 82 921 höhere und mittlere Beamte sind 1 449 300 M. ausgegeben worden, für außer- ordentliche Unterstützungen an 198 990 Unterbeamte 2 290 999 M. und für Unterstützungen an 224 882 Arbeiter und deren Hinter- bliebenc ist die Summe von 1999 999 M. eingesetzt worden.(Hört! Hört! bei den Sozialdemokraten.) Das ist bedeutend weniger als für die Beamten, bei denen die Ausgaben für die Hinterblwbcnen nicht einmal mitgerechnet sind, trotzdem dafür noch extra 1983 999 Mark ausgegeben werden! Auf den Kopf des einzelnen Angestellten berechnet, bekommt jeder höhere und mittlere Beamte 37 M., jeder Unterbeamt« 22 M. und jeder Arbeiter 11 M. jährliche Unter. stützung. Rechnet man die Beträge, die an die Hinterbliebenen fallen, ab» so beträgt die Summe für die Arbeiter 8,50 M. pro Kops und Jahri Was den Bau von Arbeiter- und Beamtenwohnnngcn anlangt, so sind im ganzen 47 192 Wohnungen von der Bahn ge- baut Ivorden. Davon sind 29 368 Dienstwohnungen und 17 855 MictSwohnungen. Für eine Arbciterwohnung hat man 45 Quadrat- ineter, für eine mittlere Bcamtcnwohnung 88 Quadratmeter zur Grundlage genommen. Ich finde aber nirgends eine Bestimmung über die Größe der Dienstwohnungen der höheren Beamten. (Hört! Hört! bei den Sozialdemokraten.) Aber gerade diese Woh« nungcn sind viel zu teuer, manchmal teurer als das Gehalt der betreffenden Beamten ausmacht! Von Interesse ist ein Aufruf der Betriebsinspektton Bromberg, in dem Arbeiterwohnungen mit einem Stück Land an Eiscnbahnarbeiter ausgcboten werden, die unter 39 Jahre alt, körperlich gesund, unbescholten und schuldenfrei ver- heiratet sind. Was bietet nun die Bahn diesen erstklassigen Arbei« tern? Einen Lohn von S.IV M. pro Tag! (Hört! Hört! bei den Sozialdemokraten.) Bei 312 Arbeitstagen gc- rechnet, bringt es also ein solcher Arbeiter auf einen Jahrcsver- dienst von 655,29 M.(Hört! Hört! bei den Sozialdemokraten.) Dazu kommt, daß er noch 82 M. Miete bezahlen muß.(Hört! Hört! bei den Sozialdemokraten.) Was die Lohne anlangt, so beträgt der Durchschnittslohn für einen Eisenbahnarbeitcr 3,18 M. 1897 be- trug der Durchschnittslohn 2,48 M., 1999 2,72 M., 1993 2,73 M., 1698 3,95 M. und 1997 glücklich 8,18 M. Wie kommt es dann aber, daß jetzt noch in Brombcrg nur 2,19 gezahlt werden? Im übrigen ist auch 3,18 M. kein Lohn, bei dem ein Arbeiter menschen- würdig leben kann.(Sehr richtig bei den Sozialdemokraten.) Dabei ist das nur der Durchschnitt. Wie viele bekommen noch weni- ger und müssen in noch traurigeren Verhältnissen leben! Nun zur Arbeitszeit! Von 37 396 Personen de? Lokomotivpersonals haben nur 19 387 cme Arbeitszeit unter 9 Stunden. 24 247 arbeiten 9—19 Stunden und 2781 bis 11 Stunden täglich. Vom Zugbcglcitungspersonal haben 23974 eine Arbeitszeit von 9>,b bis 191b Stunden und 6451 eine Arbeitszeit bis 11 Stunden. Im ganzen ist für 457 363 Bedienstete die Arbeitszeit ermittelt worden. 35 876 arbeiten bis 19 Stunden. 18 345 bis 11 Stunden, 19529 bis 12 Stunden, 17 282 bis 15 Stunden! (Hört! Hört! bei den Sozialdemokraten.) Mit diesen Zahlen kann der preußische Staat keine Ehre einlegen. Ter 4. Teil der Unter- beamtcn haf nur 2 Ruhetage im Monat. Dabei gilt die Befreiung vom Dienst 24 Stunden hintereinander als Ruhetag, mährend in der Privatindustrie cL 36 Stunden sein müssen. 39 Stunden werden als IIb Ruhetage gerechnet. Das ist eine Schönfärberei. die wir nicht billigen. Wir verlangen weiter, daß die Erteilung deS Urlaubes nicht abhängig gemacht wird von der Willkür der Vorgesetzten. Die Werk- stättcnarbeitcr in Eichkanip führen Klage über schlechte Behand- lung. Der ArbeitcrauSschuß wurde vorstellig, aber ohne ihn zu hören, hat man ihn zurückgeschickt und einzelnen Mitgliedern sogar damit gedstpht, sie würden wegen Vorbringen von Unwahrheiten bestrast werden!(Sehr richtig! rechts.) Natürlich, Sie wollen jeden Arbeiter bestrafen, der eine bessere Lebenshaltung verlangt. Wenn man den Unterbeamten die Beteiligung an den Konsum- vereinen verbietet, so trägt das doch dazu bei, die Lebenshaltung zu verschlechtern.(Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Der Minister hat hier theoretische Erklärungen abgegeben; er sagt, er müsse nur verlangen, daß die Arbeiter unbedingt auf einen Streik verzichteten.(Sehr richtig! rechts.) Sie sind na- türlich immer mit einem.Sehr richtig!" bei der Hand, wenn es sich um Maßnahmen zur Unterdrückung der Arbeiter handelt!(Sehr ivahr! bei den Sozialdemokraten.) Wie reimt sich mit der Er- klärung des Ministers eine Verfügung verschiedener Eisenbahn- direktionen zusammen, in der erklärt wird, daß die Arbeiter cnt- lassen werden würden, wenn sie Mitglieder des Handels- und TransportarbeitcrverbandeS wären? Eine solöhc Verfolgung der Arbeiter ist doch unwürdig!(Sehr wahr! bei den Sozial- demokraten.) Jn ähnlicher Weise ist von der Eisenbahndireltion Erfurt bezw. in den Jenaer Hauptwerkstötten eine Bekanntmachung erschienen, in der der Beitritt zu dem Hamburger Berbande nach 8 2 Ziffer 3 der Arbeitsordnung verboten und mit sofortiger Entlassung bedroht lvird.(Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Steht diese Ver- fügung nicht im Gegensatz zu der Erklärung dcS Ministers, daß niemandem verboten werde, in einen Verein einzutreten?(Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Ucbcr die Berechtigung, den Arbeitern das Koalitionsrecht zu verweigern, gehen selbst in bürger- liehen Kreisen die Ansichten sehr weit auseinander..Herr Hammer war schon schlecht auf die bürgerlichen Sozialpolitikcr zu sprechen, von denen er befürchtete, daß sie durchsetzen könnten, dag die Feier- tage, welche auf einen Wochentag fallen, gezahlt würden. Wie denken aber anoere Bürgerliche? In dem bekannten Buch von Kuhlemann ist gesagt, wenn der Staat Arbeiter wegen ihrer politischen Gesinnung entlasse, so handele er nicht in Ausübung seines Hoheitsrechts, sondern in Ausübung seiner privaten Unter- nehmertätigkeit. Diese Ausschließung von Arbeitern sei ein Hohn auf dir Forderung des kaiserlichen Erlasses, daß die Staatsbetriebe soziale Musterbetriebe sei» sollten.(Hört! hört! bei den Sozial. demokraten.) Im Gegensatz zu der Erklärung des preußischen Ministers steht auch die Ansicht des bayerischen Eisenbahn- Ministers, der erklärt hat, er nehme keine» Anstand, Eingaben von den Organisationen direkt entgegenzunehnlcn, da diese wohltätig wirkten; er sei der letzte, der den Organisationen Schwierigkeiten bereiten werde.(Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Auch der b a d i s ch e Eisenbahnminister hat erklärt, daß die Sekretäre der Arbeiterorganisationen gehört werden sollten. Wir sehen daraus, daß die Anschauung dcS Herrn v. Breitenbach eine rein preußische ist;(lebhaftes Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten) sie entspricht den Anschauungen des preußischen Junkertums vollständig.(Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Wir sehen, daß die Eisenbahndireltion sich mit den schärfsten, brutalsten Arbcitgcberorganisationen gegen die Arbeiter verbündet. (Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Jede Lohnbewegung erscheint der Regierung als ein« Gcneralmeuterei!(Lebhafte Zu- stimmuna bei den Sozialdemokraten.) Mir ist eine Mitteilung aus einer Schwellentränkanstalt zugegangen, die für den staatlichen Bc- trieb bezeichnend ist: Zunächst hat man Schwellenträger für 2.89 Mark Lohn pro Tag gesucht. Dann hat man 19 Ps. hinzugelegt. Als auch das nicht genügte, hat man 3.29 M. geboten. Jetzt erst gelang es. elf Arbeiter zu bekommen. Diese sahen aber bald ein, daß der Lohn nicht genügte, und forderten 3,59 M. Als sie mit dem staatlichen Bauinspektor aus KottbuS darüber verhandeln wollten, bekam die Kommission die Antwort, daß dieser für sie nicht zu sprechen wäre. Es wurde dann vereinbart, daß sie im Akkord für 199 Schwellen 2,59 M. haben sollten. Im Oktober würden sie dabei 11,95 bis 12 M. mehr verdient haben. Aber am 31. Oktober wurde ihnen eine Enttäuschung zuteil: sie bekamen nur den Lohn mit 3,59 M. pro Tag, der Aktordüberschuß Ivrirde ihnen nicht ans- gezahlt. Aus eine Anfrage wurde erklärt, daß dieser am 15. No- vcmber gezahlt werden solle. Das geschah aber auch nicht. ES wurde jetzt gesagt, die Inspektion hätte den Satz noch nicht genehmigt. Die Arbeiter verlangten nun. wenn der Akkordlohn fortsielc, einen Tagelohn von 4 M. Als am 16. November noch keine Antwort da war, verlangten die Arbeiter ein« Entscheidung. Da wurden sie glatt entlassen!(Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Die Arbeiter haben bis heute ihren Mkordverdienst noch nicht! (Unerhört!) Inzwischen ist eine AuSschachtungKfirma mit den PlanierungSarbeiten beauftragt. Diese Firma beschäftigte auch einen früher von der Eisenbahn entlassenen Arbeiter. AlS der StatienSvorstcher da» sah, verlangte er von dem Unternehmer die Entlassung dieses Mannes!(Hört! hörtl bei den Sozialdemo. kraten.) Das ist doch der schlimmste, gröbste TerroriLmus, den man sich denken kann.(Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Ucbcrall zahlen die Eisenbahndtrcktionen noch niedrigere Löhne als die Privaten. Wo die Privatleute 4 M. zahlen, zahlt die Eisenbahn- direktion 3,50 M. Redner schildert tveitcr das Verhalten der Eisenbahndirektio« gegen einen Eisenbahnklempncr aus Linden: Dieser hatte früher die Arbeit niedergelegt,»veil er unter dem Werkmeister nicht arbeiten konnte. Nachdem jetzt ein anderer Werkmeister da war, hatte er um Wiedereinstellung gebeten. Selbst das Abgeordneten- Haus hatte seine Petition„zur Berücksichtigung" überwicse.n. Als der Mann jetzt die Wiedercinstellung nachsuchte, wurde ihm zu- gemutet, statt als Klempner, als gewöhnlicher Arbeiter mit einem Satz von 2,90 M. pro Tag einzutreten, während er früher 4,59 Mark verdient hatte!(Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.)! Ist dies Verhalten der Eisenbahndirektion nicht eine Verhöhnung des Abgeordnetenhauses? Aus allen Gegenden kommen Klagen über schlechte Behandlung. Tie Eisenbahndirektion Magdeburg hat die zugestandenen Wasch« pausen einfach beseitigt, ohne auch nur mit den Arbciterausschüssen zu verhandeln.(Hörtl hörtl bei den Sozialdemokraten.) Aus den Hauptwcrkstätten wird mitgeteilt, daß eine Mkordverrcchnung er« folgt, die die Arbeiter gar nicht verstehen. Denen, die mehr ver- dienen, zahlt man diesen Mchrverdienst nicht aus, sondern über- trägt ihn auf das Konto derer, die so hundsmäßige Akkordpreise erreichen, daß sie nicht einmal den Mindestverdienst erzielen. In einzelnen Gegenden legt man den Kolonnen sogar die Verpflich- tung auf, für die Hilfsarbeiter mitzuarbeiten. Was sind das für Zustände! Wenn gesagt ist, es sei notwendig, die Arbeiter besonders im Zügel zu halten, so kennzeichnet das die Anschauung, die hier besteht. Man versucht aber auch, die Arbeiter bei guter Laune zu erhalten I Deshalb sind die Eisenbahnvereine gegründet, die nur den Zweck haben, die Arbeiter nach dem Willen der höheren Beamten leiten zu können.(Zurufe rechts und bei den National- liberalen: Und Ihre Vereinet) In unsere Vereine kommen die hohen Beamten doch nicht hinein!(Sehr war! bei den Sozial- demokraten.) ?n der Kommission hat sich ein Mitglied dieses hohen Hauses er beklagt, daß die ArbciterauLschüsse Forderungen aufstellen, vor denen man Grauen haben müßte. Dabei sind die ArbeiterauSschüsse eine reine Karikatur: sie dürfen sich nur gutachtlich äußern auf Anfordern der Eisenbahnverwaltung, aber nicht selbständig. Die Eisenbahnarbeitcr werden von den Eisenbahnbehörden nicht als Menschen angesehen, und wenn die Eisenbahnarbeitcr ihnen als Menschen gegenübcrtrcten, möchten die Eisenbahnbehörden, daß sie Menschen ohne Gehirn, Menschen ohne Denkfähigkeit sind. Die Arbeiter sollen auf ihre Menschenrechte verzichten. Die Staats- arbeiter sind die unglücklichsten Arbeiter, die ich mir denken kann, weil sie keine Möglichkeit haben, ihre Interessen wahrzunehmen: sie haben kein KoalitionSrccht, kein Mittel zur Durchführung ihrer Wünsche, keine Freiheit in der Gesinnung, nicht einmal m der Auswahl der Veranstaltungen und Versammlungen, die sie be- suchen wollen. Für sie ist das Vercinsrccht, das für die übrige Bevölkerung besteht, nur ein leerer Schall. Die politische Ucbcr« zeugung ist ein LuxuS, den sich höchstens die höheren Beamten leisten dürfen, aber nicht die unteren Beamten und Arbeiter. BolkSver- tretungcn, Reichstag und auch Abgeordnetenhaus schaffen Rechte für die Staatsbürger, und der Staat ist es, der diese Rechte für seine eigenen Arbeiter nach seinem Willen auslegt. Die Staats- arbeiter werden statt zu aufrichtigen Menschen— zu Heuchlern. zu Kriechern, zu Mamelucken erzogen.(Lachen rechts.) DaS ist eine Tatsache, die Sie nicht mit Lachen cmS der Welt schaffen. Arbeiter haben mir so oft erklärt, daß sie, wenn sie nur einigermaßen ihrer Uebcrzeugung leben wollten, nicht mehr vom Staate beschäftigt würden.(Sehr richtig! recht?.) Beamte kommen sogar in ihre Wohnungen und sehen nach, ob denn nicht eine sozialdemokratische Zeitung usw. zu finden ist! Ein Eisenbahnarbeitcr hat mir gesagt: Wissen Sie, um von aslem Verdacht frei zu sein, habe ich ein paar Kaiscrbilder in meiner Wohnung aufgehängt; jetzt sind sie zufrieden, jetzt denken sie, ich bin königStrcu. Zu solcher Heuchelei werden die Eisenbahnarbeitcr erzogen.(Zuruf des Abg. Zedlitz.) Sie haben ja gar keine Ahnung von der Sozial- demokratie, Herr Abg. v. Zedlitz. Was verstehen Sie von der So- zialdemokratie? Sie verstehen nur das, was Ihnen in den Reichs- vcrbandsflugblättcrn, die Sie für Ihre Wahl brauchen, vorgesetzt wird. DaS Höchste, was den Menschen auszeichnet, Selbstbewußt- sein, Uebcrzeugungstreue, Mannhaftigkeit und Betätigung der Ge- sinnung, ist den StaatSarbeitern verboten. Sie haben gesehen, in welcher Weise das LehrcrbcsoldungSgesetz im Hcrrenhause besprochen worden ist. DaS geschah deshalb, weil das Herrenhaus sich voll- kommen frei von icdcr Verpflichtung fühlt, und von dieser Ver- pflichtung für die Eisenbahnarbeitcr einzutreten, fühlte sich auch das Abgeordnetenhaus bisher immer frei, weil es eben von diesen Arbeitern nicht abhängig ist. Unter dem Dreiklasscnwahlrccht leiden besonders die Eisenbahnarbeitcr. Sie würden aufatmen, wenn dieses Wahlrecht geändert würde, wenn ihnen die Möglichkeit gegeben würde, für ihre Ueberzeugungen einzutreten, während ihnen jetzt die Menschheitsideale immer mehr genommen werden. (Lebhafter Beifall bei den Sozialdemokraten.) Abg. Frhr. v. Zedlitz(Frei!.): Herr Lcinert macht der Regie- rung Schönfärberei zum Vorwurf. Er selbst treibt aber die ärgste Schwarzmalerei. Er nährt die Unzufriedenheit der Eisenbahn- arbeiter. Die Arbeiter drängen sich doch geradezu zu den Staats- betrieben. Der Minister hat ein warmes Herz für feine Arliciter, aber die Sozialdemokraten wollen mit ihren Ideen in die Staats- betriebe eindringen. So lange die Staatsarbeifer königstreu sind, wird jeder Generalstreik scheitern. Deshalb haben wir zum Mini- stcr das Vertrauen, daß er allen sozialdemokratischen Bestrebungen wie bisher entgegentreten wird. Und damit wird er sich um König und Vaterland gleich verdient machen.(Stürmischer Beifall bei den bürgerlichen Parteien.) Eisenbahnministcr v. Breitenbach: Den sozialdemokratischen Bestrebungen werde ich stets cnt» geacntreten, und die Teilnahme von Bahnarbeitcrn an staatsfeind- lichen Organisationen werde ich nie dulden. Der Hamburger Eisen- bahnervcrband hat zwar keine große Bedeutung, aber er ist eine der gehässigsten Vereinigungen, die ich kenne. Jn seinem Organ „Der Weckruf" wimmelt es nur so von Ausdrücken wie skrupellose Ausbeutung und ähnlichen Kraftleistungcn. Solche Anschauungen können wir in Staatsbetrieben nicht dulden.(Lebhafte Zustimmung bei den bürgerlichen Parteien.) Wer sich zur sozialdemokratischen Gesinnung bekennt, dem müssen wir sagen:(Zurufe recht«: Raus! Raus!) Dein Platz ist nicht bei uns.(Lebhafter Beifall bei den bür» aerlichcn Parteien.) Eine starke Regierung— und die preußische Regierung ist stark— wird Ihnen immer noch Widerstand leisten können.— Herr Lcinert sagt, er hätte noch kein sozialdemokra» tischcs Konsumvereinsstatut gesehen. Ich auch nock> nicht. Aber es genügt mir, wenn die Konsumvereine von Sozialdemokraten ge- leitet werden und am 1. Mai die Läden schließen.— Die Arbeitszeit ist erhMich kürzer geworden. Wenn der Verkehr stark ist, muß natürlich einmal länger gearbeitet werden. Man hat mich im Reichstag einen brutalen gesättigten Unternehmer genannt. (Lachen rechts.) Das ist mir gleich. Aber ich bedaure. daß die Urteilskraft de« Eisenbahnpcrsonals unterschätzt wird, lieber die hier vorgebrachten Dinge lachen die Eisenbahner, sie wissen eS besser, und deshalb nützt uns Herr Lcinert mit seiner Kritik und schadet sich.(Lebhafter Beifall bei den bürgerlichen Parteien.) Ein Schlußantrag wird angenommen. Nächste Sitzung: Montag 11 Uhr, Weiterberatung. Schluß 5 Uhr. Für den Inhalt der Jnser, ts Mbernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Beraiitwortung. Udeater. (Siehe Wochen- Spielplan.) Freie Volksbühne. Sonntag, den 2l. Marz, nadh mittags 3 Uhr: 4. Abteilung im Neuen S ch a u s p i e l Hause: Nachtasyl. Nachniittags 3 Uhr: im H e r r» s c I d-Theater sNum- mern der Karten 6401—7200): Der Probekandidat, Neue Freie Volksbühne. Am Sonntag, 21. M2>rz, nachmittags L'/z Uhr: im Deutschen Theater: Die Lehrerin: in den Kammer- spielen: Der Gras von Gleichen z im NeuenTheater: Der Schwarz- lünstler,— Silbersischchen im Neuen Operetten- Theater: DaS verwunschene echloij; im Berliner Theater: Der Traum ein Leben; im Hebbel-Thealer: Erde: im Friedrich-Wilhelmstädtisch, Schau- spielhaus: Schlagende Wetter: un Schiller-Theater O: Ein Volks- scind; im Schiller-Theater Charlottenburg: Julius Cäsar. l�essinx-�keater. Sonntag 3 Uhr: llosenmontsg. Abends 8 Uhr: Griselda. Montag 8 Uhr: Nora. HebbeI=Theater Aöniggrätzer Str. 57/58. Ans. 8 Uhr. Revoiutionsbocbzeit. Berliner Theater. Heute 8 Uhr: Einer von unsere Eent'. Nachm. 3Uhr: DerTraum ein Leben. Neues Tbeater. Abends 8 Uhr: Die fremde Frau. (La femme X...■) Montag: Die fremde Frau. Dienstag zum erstenmal: Die Wahr- heitsschule. Zum erstenmal: Der Unbekannte. Aienes Operetten-Theater, Schiffbauerdamm 25, a. d. Luisenitr. 3 Uhr: Das verwunschene SohloB. Abends 8 Uhr: Die Dollarprlnaessin. Theater des Westens. Allabendlich 8 Uhr: Der tapfere Soldat. Heute nachm. 3'/, Uhr halbe Preise: Fiu Walzcriraum. Residenz-Theater. — Direktion: Richard Alexander.— Abends 8 Uhr: „Kommers Dich um Amelie." Schwank in drei Alten(vier Bildern) von Georges Fehdeau. Morgen und jolgende Tage: Die- selbe Vorstellung. Sonntag, St. März, nachm. 3 Uhr: Der Floh im Ohr._ Luisen-Theater. Nachmittags 3 Uhr: Dorf und Stadt. Abends 8 Uhr: Marie, die Tochter des Repeats. Montag; Mein Leopold. Dienstag: Marie, die Tochter des Regiments. Mittwoch Premiere: Slrahenbahn- sahrer Krause. Donnerstag: Mein Leopold. Freitag: Strabenbahnfahrer Krause. krisllric�NiMstSliüschss Zchguspielhsus. Sonntag, 21. Mär,, stachm. 3 Uhr: Schlugeude Wetter. Abends 8 Uhr: Httsarenfieber. Montag: Der groge Komet. Dienstag: Der groste Komet. L-usispisOksus. Nachm. 3 Uhr: Seine kleine Freundin. Abends 8 Uhr: In» Klubsessel. ERNIWirafJI Gr. Frantiurler Str. 132. Abends 8 Uhr Des vierte Gebot. vv Sonntagspreise Nachm. 3 Uhr halbe Preise: Krieg im Frieden. ! Vfeinhergsweg 19-20, Rosenlh.Tor. Heute 2 Vorstellungen | Nachmittags 3'/, Uhr» Preise. Jeder Besucher 1 Kind sreL Und abends 8 Ilbr. 17 schottische Hochländer 17 I militärische Uebüngen und die übrige» interessanten Ipezia- litäten. Im Tunnel: tap Diumentest. Regi- meiitSkap. Theaterbes. Hab. sr.EiNtr. Hranl«. Wissenschaftliches Theater. Taubenstraße 48/49. Abends 8 Uhr: Auf den Trümmern Messinas. Montag 8 Uhr: Auf den Trümmern Messinas. Berliner Aparintn Unter den Linden 68a Eingang Snhadow-Straße No.14 Heute Sonntag Eintrittspreis: KT 50 Pf.-9i -Reichhaltigste Ausstellung der Welt an lebenden Seetieren, Reptilien etc. 50/19 | Passage-Panoptikum. PrinceB Fassie die Amazonen-Königin m. ihr. wilden I-eibgarde. Das blaue Weib, das Opfer unbarmherz.Tätowation. Alles ohne Extra-Entrce. der Mann in der Flasche I Deute 9. Tag! Puls; normal. Befinden: unveränd. Tag u. Nacht zu sehen! ülontag S'h Uhr: Im großen Lichtprunksaal der Passage öSentl. DeSnung und JCntHlegelnng der Flasche, in welcher WM- Mr. PapnNS-?W 10 Tage und Rächte ununterbrochen zugebracht. Passage-Theater. Abends 8 Uhr; T a c i a n u. t fffftfft Pilot? von Raulbaeh in ihrer indisch. Tempolszene. 1 6 Mm lorn die englischen Schönheiten. Das großartige Tarldtc-Prograuim! 14 erstklassige Attraktionen, t 4.,wwwwww— wwwwwwww�J Melronol-Theater Thglich 8 Ehr: Donnerwetter- tadellos! Revue in 10 Bildern v. Jul. Freund. Musik von Paul Lincke. Regie -—• Direktor Schultz.. Pcrry, Holden, Bender, Oianipietro, Kettner, Pfann, Thielscher. Nachm. 3ll-, Uhr! Kleine Preise! Familien-Vorstellung._ Onkel CaMimtr"9981 Operelie von Max Winterseid. Dazu: Das groste AttraktionS- Programm. Mends 8 Uhr: Elite-Vorstellung. 8'° Der junge Mann. 8°° 'Abends 10 Uhr: .AI»«« Norton g�r- Heute W» ! 1 Tovstcllnngen! I Anfang 31/, Uhr: Kleine Preise. Abends Anfang 8 Uhr: In beiden Vorstellungen: sowie die hervorragenden KunstkräUe des Mlirz-PrograiniuB! 0 KUponlcherstr. 68. p 0* Zum 538. Male: 0' [Sherloek Holmes. Thglich ausverkauft! Clalast' Theater fi Burgstrahe 24, 2 Atinuten vom W Bahnhof Börse. Ansang 8 Uhr. Sonntags?'/, Uhr, Ab 16. März: Das pizlieii wElite-PropnE 10 Kunstkräfte allerersten Hanges."TpS Zigeunerfriedel. Schauspiel in 1 Akt. VM- BorzugSkarscn wochenlagS güllig. zu halben Preisen überall gratis. KoI»SK1er-TI»eat«?. 0.(Wallner-Theater.) S onntaq, n a ck m. 3 Uhr: Ein Volksfeind. Schauspiel in 5 Ansz. von H. Ibsen. Deutsch von W. Lange. S o n n l a g. a b e n d s» U h r: Oharlezes Tante. Schwank i» 3 SUien von Brandon Thomas. Montag, abends 3 Uhr: Das Erbe. Dienstag, abends 8Uhr: Das Erbe. Schiller- Theater Charloltenburg. So NN t a g, nach m. 3 Uhr: dullus Cäsar. Trauerspiel in 5 Auszügen von William Shakespeare. San Ii lag, abeii0S8Uhr: Die Karolinger. Trauerspiel in 5 Akten von Ernst v, Wildenbruch. Montag, abcndS 8 Uhr: Rechts herum. Dienstag, abends 8 Uhr: Rechts herum. Serlinsr �otks-Chor Dirigent Dr. E. Zander. Montag, 22. März, aiiends S'- lltir u. Dienstag, 22. März, abends S'/- Mir: im l<0NXertS3Äl cler «Sndei:„�cis utid Galatea". Bach:„Oer zufriedengestellte Aeolus". Mitwirkende: Frau Hedwig Marek(Sopran), Frl. Hertha Dehmlow (Alt), Willi Schmidt(Tenor), kgl. Hofopernsänger Friedrich Plaschke (Baß), Professor Dr. Seiffert(Cembalo), Walter Fischer(Orgel), das Neue Tonkönstler-Orchester, der Berliner Volks-Chor. Vorverk. 70 Pf. inkl. Garderobe. Kasseneröön. 7 Uhr. Abendkasse 1 M. Billetts und Texte sind zu haben bei; E. Beyer, Veteranenstr. 11; Bielefeld, Gräfostr. 35; Bobsien, Kommandantenstr. 62; Brinkmeyer, Alexandrinonstr. 25; Böttger, Zossener Str. 30; Skalitzer Str. 107; Fischer, Veteranenstr. 6; Heinrich, Wrangelstr. 107; Kisdorf, Münohener Str. 19; Henzo, Petersburger Str. 34; Horsoh, Engelufer 15; Haase, Neue Königstr. 86; Ihm, Wrangelstr. 58; Niemeyer, Weberstraße 19; Reichardt, Am Friedrichshain 34; Roloff, Wörther Str. 31; Rühle, Moritzplatz; Schulz, Admiralstr.40a; Neidhardt, GörlitzerStr. 58: Schrolle, Landwehrstr. 3 u. Zomdorfer Str. 59; Sommerfeld& Co. Rosenthaler Str. 51; Stahlberg, Großbeerenstr. 27; Vogel, Koppenstraße 82; Lortzingstr. 37; Weihnacht. Griinstr. 21; Kroll, Neue Königstraße 84; Knöpfel, Königsberger Str. 11; Busohow. Greifswalder Straße 9; Tabakurbeiter-Genossenschaft: Köpenicker Str. 20a, Thaer- straße 18, Kopenhagener Str. 2, Fehmarnstr. 8, Putlitzstr. 15, Swinemünder Str. 86, Petersburger Str. 5, Kopernikusstr. 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Abendabteilung K � werden aufmerksam gemacht, daß ihre Vorstellung am Montag wegen der Beerdigung des Erbauers des Neuen /V; Schauspielhauses ausfallen muß. Die Ersatzvorsfellung ist am w Freitag, den 26. März, abends 8 Uhr.|| Die Karten und Billetts behalten ihre Gültigkeit. � Theaterzettel und Aufsatz wird bei der Billett-'S? Verlosung verteilt. 240/13 Der Vorstand, Sonntag, 21. März, 3»/» Uhr und VI, Uhr: 2 große Zlorstklimigell 2 Nachmittags hat jeder Besucher 1 fnih unter 10 Jahren frei, X JUIIU weitere Kinder zahlen halbe Preise. In beiden Vorstellungen ungekürzt: Oolo, der Zkeränber In beiden Vorstellungen: OWU- Ettero Tiberlo, her Münzeichrccher. Obrenovitch Chrlstltch Georges Milan Theron-Truppe. 8 Personen. Dn nl der menschliche lACI, Schimpanse. Clown Amandus. Tierzirkus und vorzügliche» Künstkrafte. kerlirrer Ltandixe Eisbahn. Bis 12 Uhr nachts geöffnet. Konzert und Kunstlaufen. Folies Gaprice. Ansang S1/« Uhr. w Insolvent,-mn Posse von L. Tausstein. 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Partcrre-Bcst. Enfree frei. Urfidele Stimmung a la Brady. Bier-Kabarett n. Beri. Spatzen. Stg- Entreo frei. Theater Variöts Brillant (Clly-Passagc) Dresdener Str. 52/3 Ann'ensf. 42/3 Täglich: Austreten von nur erst- Nassigen Spezialitäten bei giinz- lich freiem Eutree, auch Sonn- tags. Sonnabend und Sonntag nach der Vorst.: Gr. Freitauz. Klnematograph. XI V. Saison. Sonntag, heu Sl. Marz 1900: Gr. auBcrordeutl.|) l Nachm. 4 und abdS. VI, Uhr. Um 4 Uhr hat jeder Erwachsene ein angchöriges Kind unter t0 Jahren aus allen Sitzplätzen frei. Jedes weitere Kind unt. 10 Jahren halbe Preise.(Galerie volle Preise.) In beiden Vorstellungen: ♦ Karl Hagenbecks ♦ neueste Raubtier- Dressur. Iu beiden VorsteUuugen: Sige.Truzzi! Die Erics! In beiden Vorstellungen: �Konsul Feiert Der weltberiihmte Menschen.Affe! I I« beiden Vorftelluigen: I :: Ble Briatores!::| Jongleure zu Pferde. In beiden Vorstellungen: Vorführen U.Reiten d. bestdressiert. I Schul-, FreiheilS- u. Springpferde. In beiden Vorstellungen: Sämtl. Clowns mit den neuesten| Witzen und Späffen. Vachmittags 4 Uhr: Itanksi'nsss i Abends 7'/, NHr: Aus wanderer E Stadt-Theater Moabit. Größter und vornehmster Theater- saal Moabits. Alt-Moablt 48.(Tel II 2493.) Sonntag, den 21. März 1009: Das Stiftuttgsfest. Schwank in 3 Akten v. G. v. Moser. Ans. d. Borst. 7, Kaffenösiiiung 6 Uhr. Konzei t 6'/» Uhr. Nach der Vorstellung: Tanz. Vorverkauf von 10—1 Uhr mittags im Theaier-Nestaurant. Monlag, den 22. März: Solree der Lustigen Sänger. Reichshallen-Tliealer Ansang wocheut. 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Sanssouci, stZTe. Direktion Wilhelm Reimer. Heute Sonntag: Neues Programm. Elite-Soiree TanzDkor®nzeh- HoüniannsNoiilii. Sängern Zum erstenmal: Die Liebe im Wirtshaus. Burleske. Der gefoppte Feldwebel. Lustspiel. Leg. Sonn». 5. wocheut. 8U. Morgen A.'vntag: Hottm. Nordd. Säug. Tan:. DlenStag: Theaterabend: Galt- spiel der Neuen Deulsch. Freien Boll?- bühne: Das Käthchen von Heil- bronn. Gustav Behrens- Theater. 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Bilanz am 01. Dezember 1008. Passiva. Iiwentarlonto.... Warenkonto.... Kontoforrentfonto(Debitoren)...... Kassafonto..... Bankkonto...... Kautionskonto.... Summa M. j 2 815,88 36 748,39 1 801,15 429,47 9 900,95 420,— 52 115,84! Mitglieder-Gutbabenkonto Gekündigtes Mitglieder- Gut Habenkonto... Mitglieder-Darleimskonlo Kontokorrenlkouto(Kre- ditoren)...... Dividendenkonto... NcservesondSkonto... DisposilionSsoiidskonto. Gewinn- u. Verlustkonto (Reingewinn). ' M. 13 600,— 600- 16 434,92 13 812,90 94,97 3 407,33 307,16 3 798,56 Summa. 52 115,84 Mitglieder, ahl am 1. Januar 1908: 65; ausgcschtcden: 3: ciu- getreten: 6. Mitgliederzahl am 31. Dezember 1908: 63. Die Mitgliedcr-Gcschäftsguthaben(Geschästsantcile) vermehrten sich in 1908 um 600 M. Die Hastsumme, für welche alle Genossen zusammen am 31. Dezember 1908 anlzukommen haben, de. rügt 13 600 M. Dieselbe hat sich im Geschäftsjahr 1908 um 600 M. vermehrt. � „Hoffnung", Hrrliuer Kchneiderti- Genoffeuschnst. Eiiigetrageue Genossenschaft mit bcschräulter Hastpsticht. Für den Borftand: Für de» Aiissichtsrat: Wilh. Kaulb, E. Becker, J. Apel, Fr. Barczykowski. 0. Huster, M. Schmitt. KB. Nllett Interessenten wollen wir hiermit zn- gleich de» Beschlnft unserer Generalversammlung vom 11. August 1iK>8 zur Kenntnis bringen, wonach jeder, der die Bedingungen nnseres Statuts erfüllt, Mitglied unserer Genossenschaft werden kann(also auch Personen, die nicht Schneider sind). Gleichzeitig weise» wir darauf hin, dah der Anteil von 200 M. nach Anzahlung von SO M. in Raten(monatlich S M.) gezahlt werden kann und bitten wir, von diesen Beschlüssen recht zahl- reich Gebrauch zu mache»._ 103/1 Berlinerl lik-Trio. Felix Soheuer U Strsliisdsntr.l. Bad, Käpenickerstr. 60| Viel Geld können Sie verdiene» durch lieber» nähme einer Vertretung Uitiotletr Artikel. 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Das ist ein Vorteil gegen Preußen, wenn es auch nicht zutrifft, was die Meininger Liberalen in die Welt hinausposaunt haben, daß nämlich das meiningische Sckml- gesetz das beste in ganz Deutschland sei, und daß es den Einfluß der Klerikalen in der Schule ausmerze usw. Natürlich hat die Ein- richtung ihre Feinde. So sind die Großbauern der Grasschaft Camburg damit nicht zufrieden. Die Grafschaft wird die Korn- kammer des Meiningcr Landes genannt. Tort gibt es die größten Güter, dort wohnen die reichsten Bauern. Und diese haben an die Regierung petitioniert, für die Grafschaft Camburg den obligatori- scheu Fortbildungsschulunterricht für Mädchen nicht einzuführen, da— er dort nicht notwendig sei. Echt agrarisch! Was brauchen nach der Ansicht der Herren die Mädchen aus dem Volke Fortbil- dungsunterricht? Für sie ist doch der Volksschulunterricht schon vom Uebel. Die Mädchen sollen vom frühen Morgen bis zum späten Abend für ihren Herrn auf dem Posten sein, nur immer das Wohl ihrer Herrschaft im Auge haben, und recht bescheiden in der Forderung des Lohnes bleiben. Besitzen die Mädchen diese „Tugenden", so brauchen sie nicht einmal des Lesens und Schreibens kundig zu sein. Wissen macht sie nur„begehrlich"! Die Regierung konnte nicht gut anders, sie mußte das Ansuchen der Großbauern gegen den Fortbildungsunterricht ablehnen. Die Herren sind darob gar erbost und behaupten, daß die Regierung die Verhältnisse der Grafschaft gar nicht kenne und nichts von ihnen verstehe. Die un- wandelbare agrarische Treue kommt stets ins Wackeln, wenn die Interessen der„Notleidenden" nicht Trumpf sind. Ausbeutung weiblicher Arbeitskraft. Um billiges Ausbeutungsmaterial zu erhalten, bezieht die Wollkämmerei in Blumenthal auf dem bekannten Wege seit Jahren Polinnen, die sich aus Unerfahrenheit als Lohndrückerinneu vcr- wenden lassen. Vor einigen Wochen verlautbartc, die Firma wolle sogar während der Zeit der Krise noch solche Arbeitskräfte heran- holen. Es wurde aber erklärt, daß man unter den jetzigen Ver- Hältnissen, wo genügend Arbeitslose am Orte seien, die Einstellung fremder Arbeitskräfte nicht beabsichtigte. Und was geschah nach kurzer Zeit? Ein Sortierer der Kämmerei wurde beauftragt, pol- nische Arbeiterinnen anzuwerben, die denn auch in einer Zahl von 25 bis 30 eingetroffen sind. Das Vorgehen fordert zum schärf- sten Protest heraus. Durch die wirtschaftliche Krise sind am Orte zahlreiche Arbeitskräfte freigesetzt. Was lag da näher, als daß die Frauen der Arbeitslosen sich um Arbeit bemühten. Die Woll- kämmerei aber wies die Frauen ab, angeblich, weil sie verheiratet wären. Früher hat sich die Kämmerei den Teufel darum gcküm- inert, ob sie ledige oder verheiratete Arbeiterinnen einstellte. Der Direktion ist es mrscheineird darum zu tun, unaufgeklärte Prole- tarier zu beschäftigen, die keine Anforderungen an das Leben stellen. Die Krise dürfte manchen Frauen die Augen öffnen und ihnen aufs nachdrücklichste die Bedeutung der gewerksck>aftlichcn und politischen Organisation demonstrieren. Und wir sagen: Hoffentlich mit Erfolg!>_ Leseabende. Tegel. Dienstag, den 23. März, SV2 Uhr, bei Halses, Brunow- straße 23._ Wetterprognose für Sonntag, den AI. März ISVg. Trocken und vielfach beiter, nachts noch kühl, am Tage ziemlich warm bei mäßigen östlichen Winden. Berliner Wetterb ureau. WitterungSüberstcht vom 20. März 1009. morgens 8 Udr. Stationen S V: 0-2 0= »— c 3 g« Lwmemde."öODSD Eamburg 756OSO crlin! 7Sg SO Frantf.a M. 756 SO München 758® Wien 761 Still Wetter bbeiter Zheiter 1 heiter 1 halb bd. 2 heiter bedeckt tos; --s. 5» Stationen 8 "5 s §2 LZ e 3 Wetter c* t* wSj Havaranda � 765 Still! bedeckt—8 Petersburg 704 NO 1 1 bedeckt Scilly i 745 SB, 4 Regen Aberdecn 748 SO 1 Regen Paris 751 SSO' 2 heiter Wasserstands-Nachrichten der Landesanstalt für Gewässerkunde, mitgeteilt vom Berliner Wetterbureau. Wasserstand M e m e I. Tilsit P r e g e l, Jnsterburg Weichsel, Thorn Oder, Ratibor , Krassen , Frankfurt Wa r t h e. Schrimm Landsberg Netze, Vardamm Elbe, Leiwreritz , Dresden , Bardo . Magdeburg Wasserstand Saale, Grochlitz Havel, Spandau') , Rathenow') Spree, Spremberg') , Beeskow Weser, Münden , Minden Rhein, MahianlianSau , Kaub , Köln Neckar,.Heiwronn Main, Wertheim Mosel, Trier am lg. 3. om 106 77 10» 04 8g —40 30 284 92 92 47 145 71 seit 18. 3. am') +12 +2 -0 —2 0 -l-i-, —') Unierpegel. 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Alle Frauen und Männer find freundlichst zum Besuch der Versammlung eingeladen! Die Elnberaferln: Frau Toni Nürnberg, Chodowieckistr. 21. Nüüz! Tranen Zixäorjs! MW.! Äm Dienstag, de« 23. März, abends gl/z Uhr, in Hoppes Festsälen, Hermanustraße Nr. 49: OeffentMe Frauen-Versammlung. Tages-Ordnung: 1. Die Frau Im nolltlschen Kampfe. Referentin: Genossin Regina Frledlünder. 2. Freie Diskussion.__ 234/16 Frauen, tretet ein in die Politische Organisation!-Mg Mitglieder werden in der Versammlung ausgenommen. Massenbesuch erwartet Der Einbernter: A. Scholz, Weisesiraße 23. Zw- Jugendversammlnng! Sonntag» den iit. März, abends L'/z Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 58/39: Wersaifimlunif. Tages-Ordnung: Vortrag des Keichstagsabgeordueten Dr. Ludwig Frank aus Mannheim über: Märzgedanken. Im Anschluß an die Versammlung; Rezitationen von Frl. Maria HolgerS. Gemeinsamer Gesang. Zu dieser BersamuNung sind alle Lehrlinge, jugendlichen Arbeiter und Arbeiterinnen herzlichst eingeladen. Der JugendauSschuß für Groß-Berltn. Sonntag, de« S8. März, abends s Uhr» in den Prachtsitlen Nord.West, Moabit, Wiclefstrafte: vm**" CrFoße•Fugeiidfeicr. 282,18' Zwdgverdn Berlin. Sektion der Oips- und Zeiiieiitbranclie. Mittwoch, den S4 März, abends 8 Uhr, in den Neuen Arminhalleu, Kommandantenstr. 38/39: General> Versammlung:. TageS-Ordnung: 1. JahreS- und Kassenbericht deS SekilonSvorstandeS. 2. Neuwahl des SektionZIeiters, der Revisoren und der Mitglieder der Schlichtungskommisstonen. 3. Beschlußsassilng über die Verschmelzung der Lokalkasse. 4. Verschiedenes., 136/14' Mitgliedsbuch legitimiert. LoÄslüemokrsttseher VMvsrew äes S. LsrUnsr KeiehstsgS'Wshlkreises. visnstsK, aen 23, März er., abends SVs Uhr: General Nersammlnng in den Germania-PrachtsaSen, Ehanssktßr. 110. TageS-OrdNUUg: 1. Wahl deS ersten Vorsitzenden. 2. Antrag auf Entschädigung der Bezirksführer und Erhebung eines Extrabeitrages von vierteljährlich 10 Pf. 3. Antrag auf Ausschluß des Mit- gliedes Paul Fiedler. 4. Erledigung sonstiger Anträge. » Mitgliedsbuch legitimiert.—— 225/17* Der Toratand. Barbier- Biriseur-Genossenselialt eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haltpflicht. Dienstag, den 30. März, abends 91/. Uhr, im»Rosenthaler Lereins- hauS'. Rosenrhalcr Straße b7i IZgnesgl-tammliilii) Tagesordnung: 1. Bericht des Borstandes und Auf- sichtsrates. 2. Kassenbericht. 3, Vorlegung und Genehmigung der Bilanz. 4. Beschlußfassung über Gewinn- oder Verlustverteilung. 5. Ersatzwahlen des Vorstandes und AussichtSrates. 6. Anträge. 7. GenoßenschastticheS. Das Srlcheinen eines jeden Ge. nassen ist Pflicht— Die Bilanz liegt für die Mitglieder bei dem Genossen Langner, Stolplschestr. 10, vorn III, zur Einsicht aus. 104/14 Der Vor st and. Fanl Elei-e. Otto HVerrnhe. dolliis Eangnor. Jnnungs- Krankenkasse der Tischler- Innung. Ordentliche General-Verssmnilung der Vertreter der Kassen- Mitglieder und derJnnnngs- Mitglieder am Montag, den 29. März 19(19, abends 8 Uhr, im Gewerkschafts- Hause, Engel-Ufer 15. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. STB« nähme der Jahresabrechnung pro 1S0S»nd Bericht der Revisoren. 3. Wahl von 15 Angestellten. 4. Verschiedenes. 271/13 Der Toratand. Zahlreichen Besuch erwartet Der Sehtlonovorolamt. Zweigverein Berlin. Sekiion der Putzer. Mittwoch, den 24 März, abends ö'/s Uhr, bei Boeker, Weberstraße 17: Mitglieder-Uersamminng. TageS-Ordnung: 1. Berichterstattung von der Putzerkonsercnz. 2. Wie stellt sich die Miigliederversamnilung gegenüber den» jenigen Kollegen, welche die NotstandSunterstützung bis zur sestgesctzten Frist nicht abgehoben haben? 3. Wahl der Türtontrollcure. 4. Wahl der Delegierten zur Gcwerkschastslvamiission. 5. Verschiedenes: ====== Mitgliedsbuch legitimiert. Ohne dasselbe kein Zutritt.------ 133/11 Zu der heute tagenden Konferenz der Putzer haben Mitglieder als Gäste, soweit es die Raumverhältnisse gestatten, Zutritt. Der Borstand. I. A.: I!. 8ohnl«e. Verband der Isolierer, Steinholzleger und verwandten BernfSgenossen Dentschlands. ssureau u. Arbeitsnachweis: Berlin C. 54, Steinstr. 38. Tel.: Amt III 8574. üchtung! Mitglieder faeider Brancheu Berlins! Mittwoch, den Ä4. März, abends SVa Uhr, im Saal 7 des Gewerkschaftshauses, Engelufer IS: Mttglieder-Uerfamminng. Tages-Ordnung. 1. Vortrag des Stadtverordneten A. Bitter. 8. Diskussion. ■or* Die Kollegen werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen.-WW zgS/l Der Torotand. H. Lange. Achtung! Spandau. Orts- Krankenkasse der Tischler. Am Montag, den SS. März. abends L Uhr. bei Gottwalt. Schönwalder Straße 80: 271/15 Venernl-VerZammlung. Tages-Ordnung: 1. Bericht der RechmmgSprüsungs- kommiision. 2. Statutenänderung. 3. Verschiedenes. Der Vorstand. Karl Marzilgar, Vorsitzender. Orts-Krankenkasse der Zlleebamker.öptiker und verwandten Gewerbe zu Berlin. Rechnungs-Zlbschlust 1S08. Einnahme l. Barbestand am 1. Jan. 2. Zinsen...... 3. Eintrittsgelder.,. 4. Beiträge...... 5. Ersatzleistung f. gewährte Kraiikenuntcrstützunge» 6. Ersatzleistung von Be- genossenschasten... 7. Aus verlausten Wert- papieren usw..... 8. Sonstige Einnahmen. Summe AuSgabe M. jPs 26240 24 16568 07 637825 617971 26 2234 2944 268828 82 2115159 1. Für ärztl. Behandlung 2. Für Arznei n. sonstige Heilmittel..... 3. Krankengelder: a) an Mitglieder.. b) an Angehörige.. 4. Unterstützung an Wöch- nertnnen..... 3. Sterbegelder.... 6. Kur- u. VerpflegungS- tosten in Heiianstallen 7. vrsatzleistg. s. gewählte Krankenunterstützung 3. ZurülkgczahlteBeiträge und EintSittsgclder. 9. Für Kapitalanlagen:c. 10. Vcrwaltungötoftcn: a) persönliche... d) sächliche.... 11. Sonstige Ausgaben- Summe Summe der Einnahmen. Summe der Ausgaben 943282 41 M. Ps 91278 66305 358683 10195 18942 12940 74281 29402 255 203167 41684 7324 2045 916507 943282 916507 26774107 Bestand am 1. Januar 1909 ErkrankungSsälle der männ- lichen Mitglieder.... ErkrankungSsälle der weid- lichen Mitglieder.... KrankheitSlage d. männlichen Mitglieder...... Kranthettstage der weiblichen Mitglieder..... Sterbesäll« der männllchen .Mitglieder..... «terbesälle der weiblichen Mitglieder..... Die durchschnittliche Mitgliederzahl betrug am Schluß deS Jahres 1908: 19154. die des Vorjahres 19031, mit- hin mehr 113. 27l/io Der Vorstand. CharloMenbnrg. Dienstag, den 23. März 1909, abends 8 Uhr, im großen Saale deS Volkahansea, Rosinenstraße 8: Partei- Versammlung. Vortrag des Genossen Eitltmrd Bernstein über-.Revisionismus und uufer Programm". Um recht zahlreichen Besuch wird dringend gebeten.--» Mle Partei- genossen, die sich als solche legitimieren, haben Zutritt. 250/7_ Der Vorstand des soz. WahlveremS. icoiWs! Kammacher!'d"1"»' 6312 2280 158694 61058 97 16 Montag, den 32. März, abends 8 Uhr. im SewcrtschastShausc, Engelnfer IS. Saal 7: Branchen- Bers ammlung der Kllmmncher und aller m der Eellulold-Haarschwick- liranche deschästigteu Arbeiter and Arbeiterimle«. TageS-Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Baal Göhre, Pfarrer a. D.. über: .Die Kirche«nd die Arbeltcr.« 2. Diskussion. 3. Neuwahl der Kom- Mission. 4. Wcrkstatt-Angelegcnhciten. 5. Verschiedenes. Der sehr wichtigen Tagesordnung wegen ist es Ehrenpflicht eineS jeden Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Kollegen k Bringt Eure Frauen mit! Die Kommission. Montag, de» 88. März, abeuds 8'/, Uhr, bei Anton Boeker, Weberstraße 17: Kmchcnmrsemliins du Illleulimbeittt Tages-Ordnung: 1. Die Bestrebungen der Krankeilkassen und dir Angriffe aus baS Selbst- verwaltungSiccht. Res.: Franz Schlemminger. 2. Diskussion. 3. Branchen- angclegenheiten. 80/20 Die KommissionSmitglieder werden ersucht, um 7 Uhr zu erscheinen. Die Dranehenkommlsslon. idiinngi SitzinobcItlkWep. Montag, den 88. März, abends»>/, Uhr, im Gewerkschaftshause, Engelnfer IS: VertrlluellSMllllller'VersllmmIllllg. Jede Sitzmöbel-Werkstelle, sowie auch die Möbelwerkstätten, wo Sitz- Möbeltischler beschäftigt sind, müssen vertreten sein. Die Kommission. Maschinenarbeiter. Montag, den 88. März, abends 8'/, Uhr. im Gewerkschaftshause. Engclufcr IS. Saal 4: Krauchen- U rrsamminng. Tages-Ordnung: 1. Bericht von der Genernlvcrlannnliing. 2. Unsere Arbeitsvermittelimz. 3. Wahl von zwei Obmännern. 4. Die Arbeitszeitverkür-zung. 5. Branchen- angelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert! Die Dranehenkommlsslon. Branche der Vergolder. Montag, den 88. März, abends 8 Uhr. in den»Armin-Hallen-. Kominandantenstr. 53/59: Braucken- Versammlung. TageS-Ordnung: 1, Unsere Agitation. 2. Diskusston. 3. Branchenangelegenhetten. Der Obman». Montag, den 22. März 1909, abends 8'/z Uhr, bei Prentz (Hilsebein-AuSschank), Holzmarktstr. KS: Hranchen-Uersammwus der Sürsten- u. kmelmeber m- Berlins und Umgegend. Tagesordnung: 1. Zur Lage der Bürstenmacher im Jahre 190S 2. Branchenangelcgenheiten. 8. Verschiedenes. Kollegen l Wir ersuchen M» zahlreichen und pünktlichen Besuch dieser Versammlung. Die Kommisfion. hlD Die Adresse des ObmannS A. Wiese ist vom 1. April ab �_ Wciftcusee. Königs-Chaussee HO. I_ ZeniralkrankenkassederMaureretc. „Grundstein zur Einigkeit". VervaltnnasNteNe Berlin. Sonntag, de» 88. Mär», vormittags 10 Uhr, det Jannascht. gnselstraße 10: AuOeronMiche Mitglieder- Versamnilüng. Tages-Ordnung: 1. Wahl be« ersten Kassierers. 2. Vortrag de« Herrn Dr. Chalea, . Verschiedenes. 149/5» Mitgliedsbuch legitimiertl Die örtliche Verwaltung. Deutscher Holzarbeiter-Verband. Donnerstag, den 25* März 1909, gleich nach Feierabend: 7 große in folgenden Lokalen: 1.„Kolberger Salon", Kolberger Straße 23, um 6V2 Uhr. 2.„Swinemiinder Gesellschaftshans", Swinemünder Straße 42, um 6V2 Uhr. 3.„Prachtsäle des Ostens", Frankfurter Allee 151/152, um 6V2 Uhr. 4.„Freyers Festsäle", Koppenstraße 29, um 6V2 Uhr. 5.„Urania", Wrangelstraße 9/10, um 6V2 Uhr. 6.„Hofjäger-Palast", Hasenheide 52/53, um bll2 Uhr. 7. Hoppe, Rixdorf, Hermannstraße 49, um 6V2 Uhr. Tagesordnung: l. Vortrag:„Aer fcl)ilfzt Sie MesM» der Holzarbeiter?" 2. Diskussion. Referenten: Momberg�amBurg, vZetricb-Vreslau, MüZler-München-Gladbach, Schönenberger� Schwenningen, Karl Regien-Berlin, Robert Schmidt�Berlm, Gustav Becker-BccUn. Alle Kollegen ntiissen diesmal in den Versammlungen erscheinen. so/ls Die Ortsverwaltung. Orts- Krankenkasse Deutscher Buchbinder-Verband. Zahlstelle Berlin. Donnerstag, den 25. März er., abends 8 Uhr t vom 18. Tebruar d. 3. in Kellers Philharmonie(grober Saal), Köpenicker Strabe 96/97. Tages- Ordnung 1. Nendcrung des 8 2 des Ortsstatuts. 2. Wahl der Mitglieder zum Kuratorium des paritätischen FachardeitSnachiveiscS. 3. Regelung der Bcitragssrage und Verlängerung des LotalzuschlageZ zur ArbeilSlosen- Unterstützung. 4. Verbandsangeicgenheilen und VcrschiedeS. Mitgliedsbuch legitimiert! 23/8 Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverrvaltnns. Montag, 22. März, abends 8'/, Uhr, bei Wille, Brunnenstr. 188: ------ VvR'SttUhllhlUIKK----- 5äwl!. bei lllllungsmeiLler» besedstt. Leselle». TageS-Ordnung: 1. Die Stellung der Innung und deren Vertreter zum Bescheid der Gewerbe-Dcputation betreffs der Arbeitsausgabe-Ordnung. 2 Die Rechte der Mitglieder der Jnnungökrankenkaffe und die Maffnahme» der Innung dazu. 3. Jnnungsangelegenhetten und Der- s.hiedencs. Kollegen! Wir erwarlc» zu dieser Versammlung Euren vollzähligen Besuch. Sorgt in allen Merlstöttc» für einen guten Besuch der Versammlung, denn die Verhältnisse aus dem Arbeilsnachweis verlangen eine eingehende Besprechung. Gleichzeitig wollen die Meister die Verhältnisse in der JnnungSkranken- lasse wesentlich verschlechtern, auch tragen sich die Herren mit der Ab- ficht, die lOstündige Arbeitszeit wieder einzusiihren. Deshalb Kollegen, alle /Hann zur Vereamuilang. Die Herren Meister sind zu dieser Bcrsammlnng freundlichst eingeladen. i>6/6__ Der Gesellen-Ausschuf,. I.?l.: Paul llödlsr. Äditung! Bauaosehläger Ächtung! Mittwoch, den 24. März, abends 8 Uhr, in den Andreas-Festsälen, Andreasstr. 21: ANgemeine Versammlung der Bauaokbläger Berlins u.Ilmg. Tagt«. Ordnung: 113/13* 1. Bericht über die lebten Lerhandlungcn mit den Arbeitgebern. 2. Diilusston. Kollegen! In dieser Versammlung werden Sie Mitlciliingcn erhalten: was die Arbeitgeber beabsichtigen. Da aber auch unser« Stellungnahme sär die nächste Zeit genau sestgclegt werden mutz, so ist es Pflicht eines jeden von Ihnen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Keiner dars sehlen. == Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Berti« der Bauanschläger. Deutscher Mrtallarbeitcrverband. OrtSverwaltung Berlin. L. Kahnti Dampfschitls- Reederei und Schiffswerft. Tnnnelstraße 34, uiraiau. Toleph.: Amt VII 580 Dn.lin P- AnderStralauerBrOokoS Dernn l.. Toi.: Amt VII 13 459 empfiehlt Gesollschaften, Vereinen und Schulen seine �alondampfter Izu Partien In der lingank«aFnng. Für die liebevolle Teilnahme und die vielen Kranzspenden bei der Be erdigung meines lieben Mannes unseres guten BälerS, sagen wir allen, die daran tellgenoinmen haben, unsere» innigsten Dank. Witwe Elempel und Kinder. Deutscher Metallarbeiter-Verband Verwaltungsstells Borlin. Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Former Kar! Eehmarm am 19. d. M. an Nierenleiden gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung siudet am Montag, den 22. März, nach- mittags 3 Uhr, von der Leihen- Halle deS Stchdorscr Gemeinde- KtrchhoseS, Maricndorser Weg, auS statt. Rege Bclciliguiig wird erwartet. 113/14 Die Örtsverwaltung. tum Allen Freunden und Bclamitcn die traurige Nachricht, daß mein lieber unvergeßlicher Mann, Vater, Sohn, Bruder und Schwager. der Stukkateur 1533b Oeorg Peters plötzlich im Alter von 37 Jahrci! verstorben ist. Um stille Teilnahme bitten vis trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet morgen Montag, de» 22. März, nach- mittags 5 Uhr, von der Leichen-! Halle de» neuen Schöneberger Friedhofes(Blanke Hölle) aus statt. SMMfst. ffahfoereia für SchÖBiaSsergz Bezirk 11. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß»Her langjährige» Mitglied. der Stukkateur 15/5 Qeorg Peters im Mler von 37 Jahren plötzlich verstorben ist. Ehre seinem Andenke» 1 Die Beerdigung findet am Montag, den 22. März, nachmittags 5 Uhr, von der Leichen- halle des Schöncberger Fried- hoses(Blanke Hölle) aus statt. Um zahlreiche Beteiligung er- sucht Der Vorstand. I!■ IIIIIIIIZMIIIIIWH— llllMill II IN IUI"« iMMiäOil d. StiMäieiife! Den Kollegen zur Nachricht, I daß unser langjähriges, treues> Mitglied, der Kollege EesrN am 10. März sreiwillig aus dem! Leben geschieden ist. Ehre seinem Zlndenken! Die Beerdigung findet am I Montag, den 22. März, nach- mittags 5 Uhr, auf dem städiischen Friedhose, Schöneberg(Blanke! Hölle) statt. Rege Betclligimg erwartet 173/10 Die OrtSderwattung. Wo kaufe ich am billigsten? Westmaims großer Kundenkreis wüds Hinea sagen! Weltmanns diesjährige FrUhjahrsmodelle sind vollendet in Schnitt, Ans- fUhrnng, Terarbeltnng!— FrUhlingnwocbo vom 22. März ab, Verkaufszeit Va'O— l'/ai 2"/«— 8 Uhr. . verkauf der Oiiginalmodellef Reiseumster, Kopien in- Kostümen! x Mäntelq! x Jacketts! x Kinomos! x Capes! Kleidern! x Röcken! x Blusen! usw. anfangend von M. 4.—, 6—, 10.—, 12.—, 18—, 26—, 35.—, 60.—, 80.— bis M. 800.—, Wert teilweise das Doppelte und mehr! G9*atisbeigabe sin elegantes Reisecape an jeden Kaufer von 20 M. an - In den Vormittagsstunden! DW t Besuch möglichst vormittags erbeten! Sonntags geöffnet von 8—10, 12— 2 Uhr! n Weltmanns Spezial-Welitionsliaus Hauptgeschäft; Rör!i» W., Molireuslraße Berlin NO., Große Frankfurter Straße und / kein Eokhans, 2. Haus von 1 der Jcrusalcmerstruße. I|C I kein Eckhaus, 2. Haus von Uw V der Androasstralio. Genaue Beachtung meiner Firma und Hausnummer dringend erbeten! verantwortlicher Redakteur: Sans Weber. Berlin.. 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Fn dem Pankowcr Konflikte hat der Aktionsausschuß, «Nif Ersuchen dortiger Genossen, im Einverständnis mit dem Partei- Vorstande und dem Zentralvorstande des Kreises Niederbarnim eine Kommission unter Hinzuziehung aller Beteiligten eingesetzt. um einen Ausgleich der Streitfrage und eine dauernde Einigung herbeizuführen. Sobald die Generalversammlung von Groß-Berlin statt- gefunden hat, also nach dem 28. März, wird diese Kommission in Funktion treten. Wir geben allen beteiligten Genossen hiervon Nachricht, mit der Bitte, alle etwaigen Schritte, welche den schon schwindenden Streit erneuern könnten, zu unterlassen, und uns in dem bc° gonnenen Friedenswerke zu unterstützen, _ Ter Aktionsausschuß. Zweiter Wahlkreis. Am Dienstag, den 23. März, abends pünktlich 8� Uhr, findet im große Saale von Kliem, Hasenheide 13/18, ein Vortrag mit Lichtbildern über:„Die badische Revolution" statt. Vortragender: Rcichstagsabgcordncter Adolf Geck. Eintritts- karten a 10 Pf. sind bei den Abteilungs- und Bezirksführern sofort zu entnehmen. Offene Kasse findet nicht statt. Da etwas Gutes geboten wird, ersuchen wir um zahlreiche Beteiligung. Der Vorstand. Achtung? Fünfter Wahlkreis. Heute, Sonntag, den 21. März, bon 8 Uhr früh an, wird in der ersten, zweiten und dritten Ab- teilung des Kreises das Frauenflugblatt verbreitet. Wir erwarten, daß sich die Genossen und Genossinnen zahlreich in den Bezirks- lokalen einfinden, damit die Verbreitung prompt und schnell er- lcdigt wird. Der Vorstand. Eharlottenburg. Parteiversammlung am Dienstag, den 23. März, abends 8 Uhr, im großen Saale des„Volksyauses". Ro- fincnstraße 3. Vortrag des Genossen Ed. Bernstein über:„Re- bisionismus und unser Programm." Alle Parteigenossen, die sich als solche legitimieren, haben Zutritt. Der Vorstand. Wilmersdorf-Halensee. Heute, Sonntag, den 21. März, abends li Uhr, findet in H a l c n s e e. Wilmersdorfer Festsäle, Johann- Georg-Straßc, eine Volksversammlung statt, in welcher Genosse Paul Göhrc über das Thema:»Kirche und Arbeiter- schaft" sprechen wird. Nach den: Vortrag findet ein gemütliches Beisammensein mit Tanz statt. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Friedenau. Die für Dienstag geplante öffentliche Versamm- lung findet umständehalber nicht statt. Der Vorstand. Brih-Buckow. Heute früh 8 Uhr von den bekannten Stellen aus Handzettel- und Flugblattverbreitung.— Nachmittag 3 Uhr findet eine Volksversammlung im Landhaus. Ehaussecstraßc 97, statt. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Davidsohn über: „Die bürgerlichen Parteien in den Parlamenten." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Der Vorstand. Ober-Schöneweide. Dienstag, den 23. d. M., abends 8Vj Uhr, findet im„Wilhelm inenhof" eine Mitgliederversammlung des Wahl- Vereins statt. Außer einem Vortrag des Genossen Schütte über die Balkankrise findet die Berichterstattung von der Krcis-Gencral- Versammlung statt. Der Vorstand. Adlershof. Dienstag, den 23. März, abends SVi Uhr, findet im Lokale von N. Kaul, Bismarckstraße 16, die Mitgliederversammlung des Wahlvcrcins statt. Tagesordnung: 1. Ergänzungswahlcn des Vorstandes, 2. Schaffung eines Jugendheimes, 3. Stellung- inahme zur Maifeier, 4. Partciangelcgcnheitcn und Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert! Der Vorstand. Hohen-Schönhausen. Am Dienstag, den 23. März, abends 8% Uhr, Generalversammlung des Wahlvereins im Lokale des Genossen Herschleb. Auf der Tagesordnung steht unter anderem: Ergänzungswahlen zum Vorstande. Reinickcndorf-Ost. Dienstag, den 23. März, abends 8 Uhr, bei Schaller,„Borussia-Park", Provinzstraße 63, Mitgliedcrvcrsamm- lung des Wahlvereins. Tagesordnung: 1 Vortrag:„Asshrien und Babylon." Referent: Genosse Lewinsohn. 2. Bericht von der Kreis- generalversammlung. 3. Vercinsangelcgenheiten. 4. Verschiedenes. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. berliner JVacbnchten. Sie scheuen das Tageslicht. Unsere Mucker arbeiten gern im Verborgenen: sie wollen nicht ihre geschäftlichen Verhältnisse weiteren Kreisen zugäng- lich machen. Das zeigt sich wieder in einer Notiz, die wir im „Rcichsboten" finden und die lautet: „Die Berliner Gemeindekirchcnräte find soeben von dem Statistischen Amte der Stadt Berlin mit einer Antrage überrascht worden, die in gewisser Beleuchlung höchst ausfällig erscheinen muß: Die Kirchenräte sollen nämlich die Zahl der Begräbnisse auf den Friedhöfen ihrer Gemeinden(für jeden Friedhof nach Klasse» geordnet) für das Jahr 1908 angeben. Entgegen sonstigem Gebrauch ist der Zweck der Anfrage nicht angegeben. ES erweckt den Verdacht, als ob die Stadt Berlin sich die nötigen Unterlagen schaffen wollte für eine Verstadtlichnng des Berliner Begräbniswesens, das jetzt ja bekanntlich im wesentlichen kirchlich ist. Sollte das der Fall sein, so ist es ganz zweifellos, daß die Gemeindekirchenräte die städtischen Vorarbeiten dazu nicht unter- stützen worden. Die Gemeindekirchenräte wissen sehr wohl. lvaS sie den Berliner Kirchensteuerzahlern schuldig sind, die bekanntlich jetzt große Summen für neue Friedhöfe angelegt haben. In diesem Punkte sind alle Kirchensteuerzahler gleichmäßig interessiert— ohne jede Rücksicht auf ihren Parteistandpunkt. Wenn der Um- frage des Statistischen Amtes von Berlin derartige feindliche Tendenzen gegen die Berliner Kirchensteuerzahler zugrunde liegen sollten, so wird man dem Amte die Vorarbeiten nicht noch erleichtern." Es ist interessant zu beobachten, wie die Kirchcnhütcr angstlich beflissen sind, die einfachsten Dinge von der Welt zu verheimlichen. Dabei ist die Furcht, die Stadt könnte ans den Gedanken kommen, das Begräbniswesen zu verstadtlichen, wirklich gänzlich unbegründet. Wir halten die Verstadtlichnng allerdings für geboten und verlangen außerdem die Un- cntgeltlichkeit des Bestattungswesens, aber unsere freisinnigen .Kommunalpolitiker müssen wir in Schutz nehmen gegen die Insinuation, als ob von ihnen ein derartiger Fortschritt zu erwarten wäre. In bezug auf Rückständigkeit halten es unsere regierenden freisinnigen jkommunalpolitiker mit den Muckern aus._ Verkürzte Fahrzeit soll auf den Linien der Eroßesi Berliner dieser Tage eingeführt werden, damit das Publikum, wie die Direktion sagt, schneller nach seinen Bestimmungsorten kommt. Das hört sich ganz nett an, scheint aber weder für Publikum noch für die Fahrer eine besondere Errungenschaft zu sein. In den Straßen mit starkem Verkehr, wie Leipziger, Potsdamer. Rosenthalcr Straße, »n denen oft auch viele Lastfuhrwerke auf den Schienest fahren müssen, wird ein schnelleres Fahren kaum möglich fein. Selbst wenn aber bei einer Fahrzeit von 63 beziehungsweise 73 Minuten fünf Minuten gewonnen werden, ist auch nicht viel erreicht. Wenn wenigstens diese fünf Minuten dem Personal zugute kämen, könnte man schon froh sein. Ader diese Einrichtung macht die Große Berliner sich selbst zunutze, wie folgendes Beispiel beweisen möge: Ein Fahrer macht eine Tagesleistung von vier Touren, das sind acht Fahrten. Nimmt man an, daß jede Fahrt 66 Minuten dauerte und die Haltezeit an der Haltestelle 18 Minuten und vergegen- wärtigt man sich, daß jetzt die Fahrzeit nur 60 Minuten währt, während die Haltezeit auf 10 Minuten herabgesetzt wird, so werden auf jeder Tour 18 Minuten— was. fehlt wird dem Fahrer auf- gelegt—, bei acht Fahrten also 120 Minuten gespart und somit wird eine ganze Tour gerettet. Dadurch kommt die Gesellschaft in die Lage, einen Wagen aus der Linie herausziehen zu können, was bei 100 Linien 100 Wagen macht. Zieht man die Besetzung der Wagen durch zwei Mann und die ersparte Strombenutzung in Betracht, so ergibt sich, daß die Große mit dieser Reform ein ganz hübsches Geschäft macht. Man sieht, jede Verbesserung macht sich die Gesellschaft zunutze. So wenig sie Rücksicht nimmt auf das Interesse ihrer Angestellten, so wenig wird das Interesse des fahrenden Publikums gewahrt. Man teilt uns mit, daß kürzlich das Kommissariat für das öffentliche Fuhrwesen anläßlich der Klagen über schlechte Beförderung eine Zählung derjenigen Per- soncn veranlaßt hat, die an den Haltestellen in der Brunnenstraßc nicht mitkamen. Die Zählung hat am 10., IL, 12. und 13. März, von morgens 6 bis 9 Uhr stattgefunden und das Ergebnis gehabt, daß niemand stehen blieb. Das Geheimnis ist aber, daß an den vier Zähltagen alle Tour- und Einsatzwagen mit Anhängern gc- gangen sein sollen und sogar eine Tour länger. Jetzt kann die Große sagen: Was wollt Ihr denn? Tie Polizei hat gezählt und wir haben gezählt, niemand ist an den Haltestellen stehen geblieben, wir haben alle befördert, ergo sind die Klagen über die ungenügende Beförderung unbegründet. Wir werden darauf aufmerksam ge- macht, daß nach dem 13. März die Zustände genau so sind wie vor- her, und die Verkehrspolizei täte gut daran, sich einmal nach dem Verbleib der Wagen zu erkundigen, die an den vier Zähltagcn alle gefahren sind und schließlich auch einmal heimlich eine Zählung vorzunehmen. Der Sonne scheint die städtische Straßenreinigung die Be seitigung der großen Schneehaufen überlassen zu wollen, die wir noch in zahlreichen Straßen der Außenviertel erblicken. Diese Sparsamkeit wird an falscher Stelle angewendet. Das aus der Schneeschmelze herrührende Wasser kann leicht großen Schaden anrichten und die Stadt muß unter Umständen mehr für Schadenersatz zahlen, als sie ausgeben müßte, wenn sie eine größere Anzahl Arbeitslose einstellte und denen soinit einen Verdienst zuwendete._ Ein neues Stadtviertel. Mit der Erschließung des ausgedehnten Geländes links und rechts der Greifswalder Straße zwischen der Prenzlauer Allee und der Landsberger Allee wird jetzt begonnen. Auf das große Gc- lände westlich der Prenzlauer Allee, zwischen der Prenzlauer Allee und der Schönhauser Allee, wird jetzt reguliert. Die Bautätigkeit hat dort schon begonnen. Ein ganz neues Stadtviertel von dem Umfang des vor dem�Halleschen Tore ist dort im Entstehen bc- griffen. Geivaltige Straßenzüge von der Länge der Friedrich- straßc und der Breite der Gneiscnaustraße sind dort jetzt im Eni- stehen. Im Anschluß an dieses Stadtviertel, das zum Teil den Gilka-Bötzowschcn Erben, der Deutschen Bank, der Wollankschen Familicnstiftung, sowie mehreren Terraingescllschaftcn und Pri- taten gehört, soll nun auch das große Terrain zwischen dem Gc- sundbrunnen und Pankow reguliert und bebaut werden. Das jetzt noch freie Gelände zwischen Berlin und den Vororten Hohen-Schön- Hausen, Weißensec, Heinersdorf, Pankoiv und Schönholz wird bald verschwinden und einem Häuscrniecr Platz machen, das sich über diese Vororte hinaus bis zu den Rieselfelder» der Swdt Berlin er- strecken wird. Die Laubenkolonisten müssen weiter wandern, wie die Hinterwäldler._ Niedergeschlagen wurde gestern mittag ein Hausdiener, der cS Ivagte, am Universitätsgebüude durch die Reihen der als Wache aufziehenden Alexander hindurchzugclangcn. Für diesen„Frevel" soll der Mann über den Kopf geschlagen worden sein, daß er taumelte. Es erscheint dringend notwendig, festzustellen, wer den Schlag gegen den jungen Mann geführt hat. Selbst wenn es als unzulässig erachtet wird, durch die Reihen des Militärs hindurch- zuschlüpfen, so hat niemand, auch kein Militär, das Recht, ohne weiteres zu schlagen, wenn wir annehmen sollen, daß wir in einem Rechtsstaate leben. Zu einer Protestversammluiig gegen die Erweiterung der Sonn- tagsrulw hatte der Verein der Konfitüreninteressentcn(Kleinhänd- ler) seine Kollegen der Konfitüren-, Konditorei-, Kolonialwaren-, Bäckerei-, Obst-, Zigarren und Blumengeschäfte zusammenberusen. In der Versammlung, die den oberen Saal des Englischen Ektrtens am Freitag füllte, referierte Herr Heidemann, der Vorsitzende des einladenden Vereins. Den Anlaß zu der Veranstaltung gab nach seinen Ausführungen die Befürchtung, daß die für Berlin vor- zunehmende Abstimmung über den Fortfall der Mittagsgeschäfts- stunden an Sonntagen zur Annahme einer derartigen Erweiterung der Sonntagsruhe führen könnte. Er vertrat den Standpunkt, daß die kleinen Geschäftsleute dadurch geschädigt werden würden. In der Dlsiussion wurde dem Referenten von Vertretern der Konditorinnung zugestimmt, aber von Handlungsgehilfen widersprochen, wobei es zu lärmenden Auftritten kam, woran zu einem großen Teil die sehr ungeschickte Leitung die Schuld trug.� Wiederholt mußte der Leiter, namentlich durch die Handlungsgehilfen Kirschke und Wals, zu einer ordnungsmäßigen parlamentarischen Geschäfts- ftihrung ermahnt werden. Durch Schluß der Debatte wurde ein Vertreter des Bäckerverbandes verhindert, das Wort zu nch-mcn. Um 12 Uhr wurde gegen eine nicht ganz geringe Minorität folgende Resolution angenommen:„ „Die versammelten Konfitürcnhändler und Geschäftsinhaber der Nabrungsmittelbranche protestieren gegen eine lveitere Be- schränkung der Sonntagsverkaufszeit für ihre Waren. Diese sind zum größten Teil Genußmittel. die dos Publikum kaufe, nur dem Drange und Bedürfnis des Augenblicks folgend. Die Verlustziffcrn würden so große sein, daß unsere Branchen dem Ruin entgegen- geführt würden." Der Standpunkt, der in dieser Resolution zum Ausdruck kommt, ist ganz falsch und äußerst rückständig. Ein ebenso schwieriges wie interessantes Bauwerk ist nach fast zweijähriger Bauzeit zu Ende geführt worden. Es handelte sich um die Auswechselung der Konstruktion der Stadtbahnbrücke über dem Humboldhafen, die für den steigenden Verkehr nicht mehr ge- nügt und verstärkt Wersen mußte. Diese Arbeit war durchzu- führen, ohne daß der Stadt- und Fernverkehr eine Störung erlitt und machte erforderlich, daß die Brückcnkonstraktion auf Kränen fertiggeställt und dann mittels Winden in der kurzen Nachtruhe- pause auf die Pfeiler gehoben wurde. Bc!- deiNDurchfüheung des schwierigen Baues ist es leider nicht ohne Unglücksfälle abge- gangen. In einem Falle stürzte ein Holzgcrüst um und die auf demselben stehenden Arbeiter fielen in das Wasser. Hierbei fanden mehrere der Leute den Tod. Im zweiten Falle riß beim Empor« winden eines Brückcnteils ein Seil der Winde, wodurch die Kon« struktion herabstürzte und eine längere Störung des Fernbetricbs herbeiführte. Bei diesem Unfall wurden Personen glücklicherweise nicht verletzt. Ein Einbruchsdiebstahl in den Berliner städtischen Gaswerken i» Tegel führte zu der Verhaftung des Monteurs Knappik, der be- schuldigt ist, in der vorgestrigen Nacht in die Kantine der Anstalt eingedrungen und dort 109 M. Bargeld, sowie verschiedene Eßwaren und Zigarren gestohlen zu haben. Die Tür war mittels Nach- schlüsscls geöffnet worden. Die Polizei stellte fest, daß ein in der Kantine beschäftigtes Mädchen mit dem K. in Verkehr stand, der schon mehrfach wegen Eigentumsvergehens vorbestraft worden ist. Am Dienstag war der Korridorschlüssel zu dem Kunstschloß der Kantincntür verschwunden, wurde jedoch am Mittwoch wieder vor- gefunden. Es wird angenommen, daß sich Knappik den Schlüssel verschaffte, um einen Nachschlüssel anfertigen zu können und ihn dann bei dem nächsten Besuch bei dem Madchen wieder an Ort und Stelle brachte. Bei dem Verhafteten, der nach dem UntcrsuchungS- gefängnis übergeführt worden ist, iourden mehrere Nickelrollen vorgefunden, die aus dem Diebstahl in der Gasanstalt herrühren. Trotzdem leugnet K. den Einbruch und behauptet, das Geld von einem Unbekannten eingewechselt zu haben. Siebzehn Tage tot in der Wohnung gelegen hat der 62 Jahre alte Arbeiter Rudolf Nadisch aus der Äösliner Straße 3. Ter Main: lebte von leichter Arbeit und Armenunterstützung und hauste ganz für sich allein in einem Stübchen im zweiten Quergebäudc. Niemand kümmerte sich um ihn, auch seine ganze Wirtschaft be- sergte er allein. Am 2. dieses Monats holte er morgens um 8 Uhr noch Backware ein. Seitdem hat ihn kein Mensch mehr gesehen. Dreimal kam ein Landsmann, um ihn zu besuchen, erhielt aber keinen Einlaß. Nachdem er gestern nachmittag zum vierten Male vergeblich angeklopft hatte, ging er endlich zum Hausverwalter. Dieser ließ die Stube öffnen und fand Radisch entkleidet tot in seinem Bette liegen. Tie Leiche war schon stark verwest. Ein Arzt glaubt, daß der Mann wohl schon siebzehn Tage tot sei. An- scheinend ist er an einem Blutsturz gestorben. Zn dem Fahrstuhlnnglück in der Bergstraße, über das wir am 17. März berichteten, bei dem durch Zerreißung eines Seiles ein armer Packer samt dem Fahrstuhl in die Tiefe geschleudert wurde, wird uns geschrieben:„Die neue Polizeiverordnung über den Betrieb von Fahrstühlen vom 11. Septmber 1908 enthält zwar in 8 19 die Bestimmung:„Die Fahrkörbe der Aufzüge sind mit einer zuverlässigen Fang« oder Geschwindigkeitsbrcms-Vorrichtung zu versehen." Aber gleich hinterher ist dieser§ 19 durch Ausnahmen abgeschwächt. Die neue Polizeiverordnung enthält 42 Para- graphcn und dann noch 39 Paragraphen-Ausführungsanweisungen, also juristisch ist die Sache wieder prächtig geregelt. Aber die Ar- bcitcr können wie bisher Leben und Gesundheit vernichten in diesen furchtbarsten Mcnschenfallcn, dem Arbeitgeber ac- schieht nichts. Wer kann ihm beweisen, weshalb ein Seil gerissen ist. Sein Fahrstuhl hatte zwar keine Fangvorrichtung, aber wo ist hier ein StaatsaiNvalt, der angelviesc» wäre, dieser haarsträubenden Fahrlässigkeit, Gleichgültigkeit und Rücksichtslosig- keit eines Fahrstuhlbesitzers ernstlich nachzugehen? Dazu haben wir Krankenkassen, Krankenhäuser, Renten- quetschen und Rcntenkämpfc. Das sind doch Stützen genug für den Arbeiter, dafür dürfen die Fahrstühle als Mcnschenfallcn ihren Dienst tun; der Fall wird untersucht und der Mann, dessen Leben hier vernichtet wurde, bekommt sein N c ch t I Ein Recht auf V orb e u g u ng s m i t tc l hat er ebensowenig wie der Berg- mann und der Bauarbciier; nein, lvenn der Arbeiter erstickt, vcr- brennt, erschlagen, verkrüppelt ist. dann tritt das Gesetz für ihn ein, dann kann er sogar, wenn er Glück hat, eine Huirgerrcnic erkämpfen und sich als Simulant beschimpfen lassen. Der Fahr- stuhlbcsitzer bleibt straffrei l-- Aber da soll mal einer Streikbrecher rufen, da sind gleich ganz andere Kräfte in Bewegung, um den Arbeiter, und immer wieder nur den Arbeiter, ins Gefängnis zu bringen. „Fr-ie Bolksbiihnr." Tie Mitglieder der 18.(I.) Abeiu abteilung werden darauf aufmerksam gemacht, daß die Direktion des„Neuen Schauspielhauses" morgen, Montagabend, keine Vor- swllung stattfinden läßt, wegen der Beerdigung des Erbauers des „Neuen Schauspielhauses". Die Mitgliedskarten und Billetts behalten ihre Gültigkeit zu der Ersatzvorstellung am Freitag, den 26. März, abends 8 Ilhr. Zur Aufführung gelangt die Posse von H. Salingre:„Pechschulzc". Das Personcnvcrzcichnis und der Aufsatz werden im Theater ver- teilt. Der Vorstand. I. Vcrtr.: G. Winkler. Im Berliner Aquarium bietet sich augenblicklich wieder Gc- lcgcnhcit zu interessanten biologischen Beobachtungen. Unter allen Fischen sind die Selachier, d. h. die die Familien der Haie und Rochen umfassenden quermäuligcn Knorpelfische, nicht nur«US die nach der Bildung des Gehirns geistig am höchsten stehenden Flossenträger, sondern sie gleichen auch hinsichtlich der Fortpflan- zung am meisten den höheren Wirbeltieren. Nach beiderlei Rich- tung konnte man im Aquarium schon anziehende Wahrnehmungen machen. Die großen Eier werden entweder im befruchteten Zu- stände abgelegt und sind dann von einer hornigen, mit Ranken und Fäden zur Acfestiguiig versehenen Schale umgeben, oder sie ent- wickeln sich in den Eileitern und es werden gleich entwickelte Junge abgesetzt. Von den Arten, Ivclche sich in der crstcrcn Weise fort- pflanzen, ist soeben die eine Haifischspezies wieder dabei, ihre etwa fingerlangen, durchscheinenden Eier von einer vom Durchlüfwngs- ström besonders bestrichenen Stelle aufzuhängen, von wo sie dann zur Nachcntwickclung in ein anderes Becken gebracht werden. Im luissenschaftlichen Ttzrater der Urania wird der Vortrag „Auf den Trümmern Messinas", der mit seinen naturgetreuen Aufnahmen ein tiefergreifcndcs Bild von der Verwüstung der stolzen sizilianischcn Stadt entrollt und den gewaltigen Umfang der Erdbebenkatastrophe in Süditalien schildert, in dieser Woche noch zur Darstellung gelangen. Das Theater Folies Capricc hat zwei neue Einakter heraus- gebracht, die bei der ersten Aufführung einen starken Erfolg hatten. Sowohl die Posse„Insolvent" von Louis Taufstein wie die Burleske „In lauschiger Nacht" von Gerike wurden belacht und be- klascht, daß es so seine Art hatte; allerdings weniger des topcn Inhaltes wegen, als durch die Art der Darstellung durch die Herren Bcrisch, Grünecker, Fleischmann und der Domen Willens, Mizzi Halmi und Jollv. Besonders die tolle Burleske, die einen schlafwandelnden Mondsüchtigen, der obendrein für einen auf Ab« wegen befindlichen Ehemann nach Noten schnarcht, um dessen Frau zu täuschen, sowie drei Ningkämpfcrinnen, eine enttäuschte Gattin, eine herzkranke Schwiegermutter und einen verschwiegenen Ober- kellncr auf die Bühne bringt, ließ kein Auge trocken. Feucrwehrbcricht. Der 17. Zug hatte in der letzten Nacht längere Zeit in der Stallschreibcr Straße 23a zu tun. Dort standen in einer Goldleistcnfabrit der Fußboden mit der Balkenlage und Schaldecken sowie Goldleisten in Flammen. Den Anstrengungen der Feuerwehr gelang es, eine weitere Ausdehnung des gefähr- lichen Brandes zu verhüten. Putzwolle und anderes brannte in einer Garage in der Ehoriner Straße 38. Ferner hatte die Feuer- wehr in der Jnvalidcnstr. 139 und anderen Stellen zu tun. Arbeitcr-Samariterkolonne. Montagabend spricht in der 1. Ale teilung, Dresdener Straßc 48, Herr Dr. Ratkowski, Spczialarz für Magen- und Darmerkrankungcn, über Vergiftungen. Nachfolgend praktische Hebungen. Donnerstag: Monatssitzung der diensttuenden Abteilung. Vorort- JVacbricbten. Rtxdorf. Tie Stadtver»rdl>etenvcrs->u»»lu«a fuljr in ilircr Sitzung vom Freitag in der Veratung des Etats fort. Tie Diskussionen zu An- fang der Verhandlungen lietzen»och nicht ahnen, daß es am Schluh zu einer großen Äozialiftendebaite kmnmm würde, an die die bürgerliche Mehrheit n?it einigem Unbehagen zurückdenken Wird. Ter Etat der Fortbildungsschule wurde ohne weiteres ge- nehmigt. Zur Position Gasanstalt forderte Stadtverordneter Hoppe(Soz.) die Aufhebung der GaSinessermiete oder doch zum mindesten eine Herabsetzung derselben auf den dritten Teil. ES bandele sich um eine ganz ungerechte Belastung der Konsumenten Stadtverordneter Conrad sSoz.) befürwortete ebenfalls drin> acnd die Aushebung dieser Miete. Der Stadtverordnete Just und der Ctadtvcrordnetcnvorstehcr sprachen sich für die Beibehaltung der GaSinessermiete aus. Der Antrag auf Abschaffung oder Herab. sctzung wird abgelehnt. Ucber die Beleuchtung wird von einer Reihe Stadtverord. ncter geklagt und die Einführung des PrctzgaSlichtes empfohlen. Stadtverordneter G r o g c r tSoz.) betonte: ES besteht kaum Veranlassung, auf die erheiternde Rede des Herrn Serno cinzu- gehen. Leider kennt er bloß die Seitenzahlen der angeführten Werke, aber nicht ihren Inhalt, sonst hätte er einen anderen Be- griff von diesen und der Sozialdemokratie belommen. Der Atheis- mus ist keine Partcisache. ES gibt eine Menge Leute, die keine Sozialdemokraten sind und trotzdem nichts glauben. Alles was der Redner über chcverlassene Frauen und Kinder, über Prostitution und so weiter sagt, kann doch keiner Partei in die Schuhe gc- schoben werden: der Ehebruch ist keine proletarische Ersckieinung, und die Prostitution kann nicht von dem sckmalen Einkommen der Arbeiter leben. Sie kennen im übrigen ja auch die segcns- reiche Einrichtung der Pfarrersköchinnen bei den katholischen Geist- lichen, die bekanntlich im Zölibat leben müssen. Wer im Glaö- hauö sitzt, soll nicht mit Steinen werfen. Gerade in Zentrums- kreisen, in katholischen Gegenden ist der religiöse Tcrrorismus am ärgsten. Stadtverordneter Rosewow lehnt die Art und Weise der Sernoschen Kampfesweise ab, der die Religion der Lächerlichkeit «eisgegeben habe....... Stadtverordneter Dr. S i l b e r st e i n(Soz.) bläst das kleine Zcntrumslicht völlig aus. Er betont unter anderem: Es ist ganz clbstverstäiidllch, daß der Sozialdemokrattc, die aus dem Boden der Wissenschaft steht, viele Leute angehären, die nicht Mitglied irgendeiner Religionsgemeinschast sind. Herr Serno scheint keine Ahnung zu haben von jenen Männern wie Strauß, Büchner oder Haeckel, der sogar ein Gegner der Sozialdemokratie ist. Die letzten Ausführungen des Redners, denen lebhafter Beifall bei den Sozialdemokraten folgt, gehen bei der herrschenden Unruhe der- Nach Schluß der Debatte, an der sich noch die Stadtver- ordneten Wutzkh. Bleß, Serno und Winter beteiligen, wurde der Antrag Rohr auf Streichung der Mittel für den RcllgtonSunter- richt abgelehnt und die weiteren Verhandlungen auf Dienötäg 4 Vj Uhr vertagt. Zeugen gesucht. Personen, die gesehe» haben, wie am Mittwoch, den 17. März. abcndS 7'/, Uhr, in der Bergstraße, unweit dcS Hohen- stollernplatzes eine Frau geschlagen wurde, werden gebeten, ihre Adresse in der„VorwärtS"-Spedltion. Ncckarstr. 2, abzugeben. Tödlicher Absturz in den FahrsNchlschacht. Ein verhängnisvoller Unglücksfall hat sich gestern auf dem Grundstück Hcrmannstraße 29 zugetragen. Der dort angestellte 45 Jahre alte Maschinist Hermann Bersitzki, Hermannstraße 221. benutzte unbefugter Welse den Lasten- aufzug und beging dabei die Unvorsichtigkeit, die Sicherheitsstange der Fahrstuhllür zurückzulegen. B. wollte nach dem dritten Stock- werk hinauffahren, vergaß aber die rechtzeitige Ausschaltung des Fahrstuhts und fuhr infolgedessen big in» oberste Geschoß. Beim Verlassen des Fahrstuhls trat er fehl und stürzt« in den Schacht hinab. Mit zerschmetterten Gliedern fand man den Verunglückten päter auf. Auf dem Transport nach dem städtischen Krankenhaus erlag er den schweren Verletzungen. Durch Not in den Tod getrieben worden ist der 40 Jahre alte Gürtler Oskar Rohleder, Elsenstr. 37. R. war seit langer Zeit arbeitslos und er mußte infolgedessen große Rot und herbe Eni- behrungen leiden. Er bereitete durch Selbstmord seinen, elenden Dasein ein Ende, indem er sich in seiner am Köllnischcn Ufer belegenen Laube erhängte. Tchöneberg. Freiwillig au» dem Leben geschieden ist der Genosse G. P e t« r S. Stierstrahc. Noch am vergangenen Dienstag besuchte Peter» die Iranenversammlung, von der er zu de» Seinen nicht wieder zurück- kehrte. Nach vielem Suchen fand man ihn endlich im Keller als Leiche wieder. Das Motiv zur Tat scheint Schwermut zu sein, da ein Familienleben ein gutes war uno ihn auch NahrungSsorgen nicht bedrückten. Im Parteilcben war er einer der Tätigsten, wenn eö galt, Arbeiten auszuführen. Die Partei verliert in ihm, wie auch in dem vor kurzem dahingegangenen Genossen B e h r c n d, dem es ähnlich erging, bewährt« Genossen. Peters hinterläßt Frau und zwei unmündige Kinder. Di« Beerdigung findet am Montag tatt. Steglitz. Der BilbungSauSschuss hier�clbst hat sich konstituiert und den Genossen Georg Winkclmann. Echloßstr. 104, zum Vorsitzenden ge- wählt. Alle Zuschriften und Anfragen, sowie vor allem die Abonne. mentSaufgaben für die„Arbeiter-Jugend", sind an diesen zu richten. Pflicht der organisierten Arbeiterschaft am Ort ist«S nun, den Bildungsausschuß nach Kräften zu Unterstützen. Friedenau. Ein sonderbares Licht auf den Charakter bürgerlicher Gemeinde« Vertreter wirft ein Vorfall, der sich unmittelbar nach der letzten Gcmcindcvertretcrwahl abgespielt bat. Bekanntlich unterlag der Kandidat des Vereins für Handel und Gewerbe gleich bei der Haupt- Wahl mit SS7 Stimmen. Da unser Genosse mit dem Kandidaten der Lehr« und Beamten In die Stichwahl kam, so wurde von den letzteren der übliche Appell an denPatrtotismus und die Ordnungsliebe der Krämer und Handwerker gcrichiet, um die Wahl des Sozial- demokraten zu vereiteln. Die Mitglieder des Vereins für Handel und Gewerbe blieben aber, erbittert über ihren Rcinfall, der Wahl fern. Trotzdem wurde der Kandidat der Lehrer und Beamten mit einer beträchilickzcn Majorität gegen unseren Genosftn gewählt. Nach einigen Tagen erschien plötzlich bei einem Mitglied des sozialdemokratischen WahlkomitecS ein bürgerlicher Gcmcindcvcr- treter. Derselbe ersuchte unseren Genossen, beim Vorstand deS WahlvereinZ dahin zu wirken, daß die Wahl des Oberlehrers Weber bcanstandcrt werde, da am Orte zwei Oberlehrer gleichen Namens wohnen, und bei der Wahl sowie bei der amtlichen Bekanntmachung des Resultats kein Vorname des Gewählten angegeben sei. Der Herr erklärte, daß, soweit er die Stimmung in der Gcmcindever- tretung kenne, dem Wahlprotcst ohne weiteres stattgegeben würde. Dem Vorstand des Wahlvereins war dieser Protestgrulid bereits am Tage der Stichwahl bekannt, er lehnte eS aber ab, gegen die Wahl zu protestieren, weil die Sozialdemokratie nur in ehrlichem und offenem Kampfe Mandate erobern will. Anscheinend können sich die Bürgerlichen immer noch nicht mit dem Gcoankcn vertraut machen, daß die Zeit, in der sie die Ge- meindevcrtreter einfach ernannten, ein für allemal vorbei sein soll. Storkow. Feuer brach gestern morgen gegen 5 Uhr in der Filzschuhfabrik von Karl Jakobi Nachf. auf bisher unaufgeklärte Weise aus, welches die Fabrik zum Teil vernichtete. Sämtliche Maschinen sind durc» das Feuer unbrauchbar geworden. Besonders betroffen sind die Arbeiter, deren ungefähr 00 arbeitslos geworden sind. Es ist dies die einzige Fabrik in Storkow, wo die organisierte Arbeiterschaft etwas Halt hatte, da fast alle Arbeiter der Organisation angehörten. Sericdts- Reitling. Zum Landfriedeusbruchprozess. In dem gestrigen Bericht sind mehrere Namen von Krimtnalschutzleuten infolge von Hörfehlern nicht ganz zutreffend wiedergegeben. Da es doch wichtig erscheint, daß die zutreffenden Namen allgemeiner bekannt sind, stellen wir die Namen ausdrsicklich fest. Der als Kriminalschutzmann Göbel. Borsigstraßc, bezeichnete Kriminalbeainte heißt G ö r l und lvohnt Gaudystr. 30. Der Kriminalbeamte Springer(Schlaf) heißt mit wirklichem Namen Schlaf, sein Wahlvcreinsuame war Springer. Der als Klaue bezeichnete Kriminalbeamte heißt L a u. Endlich ist auö der Reihe der Kriminalbeamten noch Kotznetzky zu erwähnen. Genosse Glocke legt Gelvicht darauf, daß konstatiert wird. er hat nicht ausdrücklich vor Demonstrationen gewarnt. Gc- nosse Glocke hat ausgesagt, daß in der Versammlung vor Demonstrationen nicht geivarnt wurde, weil bei der überaus ruhigen Haltung der VerfammlungSbesuchcr sowohl während der Versammlung als beim Auseinandergehen eine Veranlassung hierzu nicht vorlag, auch eine Demonstration nicht beabsichtigt war._ Aerztkiche Schmiergelder. Um russische Institute für medizinische Konsultationen und angebliche Schmiergelder von Pro« fessoren und Aerzte» handelte es sich bei einer Privatklage de? SanitätSratS Dr. Albert Moll gegen den praktischen Arzt Dr. Alb. L e v i n in Schönebcrg. die gestern vor dem Amtsgericht Berlin- Schöneberg unter Vorsitz des Amtsrichters Schenk verhandelt wurde. Seit einiger Zeit kursierten in ärzt- lichen Kreisen Gerüchte. daß eine Anzahl von Professoren an gewisse russische Konsultationsinstitute für die Zuweisung von Patienten Gelder � zahlen. sich also einer Handlungs- weise schuldig inachen, die gegenüber jungen Aerzten vom Ehren- geeicht zwetseiloS als ein Verstoß gegen die Standeöehre an- gesehen werden würde. Der Verein der Schöneberger Aerzte hat sich dann speziell damit beschäftigt, zu untersuchen, woher es kommt, daß ganz besonders bestimmte Professoren von Aus- ländern bevorzugt werden. Dr. Leo in als Mitglied des Ausschusses der Schönebergcr Aerzte hat Erhebungen nach dieser Richtung angestellt und sich auch an den Danitatsrat Dr. Moll geivandt, der als Mitglied des FünfzehnerauSschusstS der großen Berliner Aerzteschaft Material sammelte und dem Angeklaglen gegenüber mehrfach bekundete, daß er viel Material tiber die skandalösen Verhältnisse gesammelt Hab«. SanitätSrat Dr. Moll hat dann bezüglich dieses Materials betont, daß er mit Namen nur vorrücken werde, wenn er behördlich dazu gezwungeu werde. Dr. Levin hatte sich im Verlraucn aus Erlangung weiteren Materials durch den SanitätSrat Dr. Moll in der von dem Scköne- berger Aerzteverein unternommenen Altion gegen die Mißstände immer mehr persönlich herausgestellt und war dann entrüstet darüber, daß der Privatlläger ihm nach feinet Meinung nicht alle« mitteilte, was er wußte. Er schrieb mfolge« dessen an den Privatkläger einen Brief beleidigenden In- halt», der Gegenstand dieser Privatklag« geworden ist. ES hieß darin: Da Dr. Moll da» von ihm erwartete Material noch nicht zur Verfügung gestellt habe. so bezeichne er dies als unverantwortlich und behaupte, daß er entweder aus Feigheit oder anderen unlauteren Moliven mit seinem Material zurückhalte oder er habe überhaupt nicht die Wahrheit gesagt und besitze gar kein weiteres Material.— Zu der gestrigen Verhandlung waren zirla vierzig geuaen geladen worden, fast aus- schließlich Aerzte und einige Uliiverfttätsprofessoren.— Die von dem Vorsitzenden gegebene Anregung zu einem Vergleich hatte keinen Erfolg. Als Zeug« beklmdet SanitätSrat Dr. Friedemann: Seit Jahren schwirren Gerüchte hemm, daß hier in Berlin von hoch- angesehenen Aerzten und Professoren sogenannte Schmiergelder für die Zuführung von Patienten gezahlt würden. Man hette nicht er- fahren können, was Wahrheit oder Dichtung daran sei. und als im Schönebergcr Aerzteverein dies zur Sprache gebracht wurde, da beschloß du Versammlung, Umfrage darüber anzustellen, und eine Reihe von Kollegen wurde aufgefordert, mitzuteilen, ob ihnen zu- verlässtges Material bekannt sei. Wir haben unS mit Exzellenz v. Lehden in Verbindung gesetzt und erfahren, daß hier von Herrn Dr. v. LiplianSky und Dr. Weißbein ein„russisches Institut für medizinische Konsultation" besteht. ivclcheS eine Poliklinik für arme Russen unterhält. An,'der Spitze dieser Klinik sollte Exzellenz v. Lehden stehen. Dies wurde bc- stätigt und wir haben ihn gebeten, daß er sich hiervon zurückziehen möge. Wir haben Exzellenz v. Lehden ferner die Frage vorgelegt, ob er den sogenannten„Schleppern" für die Zuführung von Patienten Geld gegeben oder den Leitern des Institut» Geldvorteile gewährt habe. Die» wurde verneint. Exzellenz v. Lehden erklärte: er habe einem der Leiter Geld angeboten, aber e» sei abgelehnt worden. Im übrigen könne man dabei an daS Wort ans dem„Faust" denken:„Mit Such, Herr Doktor, zu spazieren ist ehrenvoll und bringt Gewinn", denn der Herr hat sich auf Kongressen usw. mit Exzellenz v. Lehden promenierend viel gezeigt. Dann erhielten wir vom Professor Kronmeyer weiteres Material. Danach sei ein„Schlepper" an ihn herm, getreten, der ihm anbot, für Zuweisung bon Patienten einen Rabatt von 2b Proz. von dem Honorar zu zahlen. Dies sei abgelehnt worden. Aiidere Herren haben sich dankbarer erwiesen. Das Material kam dann tropfen» weise an unS heran. Als dann in der«Berliner Aerzte« Korrespondenz" Referate über die Verhandlungen im Schoueberger Verein erschienen, traten verschiedene Herren an uns heran. Da kam der Prof. Po jener, dessen Haltung etwa» eigenartig war. Er kam uns vor etwa wie jemand, der von Erpressern verfolgt wird und selbst zn dem Staatsanwalt geht. Er gab zu. daß er einem Schlepper, dem Heilgehilfen Rosenverg für Ueverweisung von Patienten Gelder befahlt habe. Nachher aber erklärte er, der Mann habe ihm Dienste geleistet, z. V. ihm das Eitcrbeckcn gehalten, und dafür habe er ihn bezahlt. Dan» kam Prof. E t? a! d, ich konnte aber der Unterredung mit diesem nicht bis zu Ende bei- tvohnen. Geh. Rat v. Nenvers gab eine bündige ehrenwört- liche Erklärung dahin ab, dag er weder direkt noch indirekt Schmiergelder gegeben habe. Dann kam die Wahl des Vor- staudeS der medizinischen Gesellschaft. Geh.- Rat Senator fand aar nichts dabei, dag man den Schleppern, die Patienten zuführen, Geld gebe. Herr Rosenberg n»d einzelne HotelportierS seien zu ihm gekommen und habeil ihm gesagt:..Wir haben Ihnen doch Patienten gebracht und dafür niöchteu wir etwas haben", und da habe er ihnen dann etwas gegeben, weil er nicht die physische Kraft gehabt habe, sie hinauszuwerfen. Nach den Veröffentlichungen in der ..Berliner Aerzte-Korrespondcnz" kam Herr Dr. Weibbein und forderte uns auf, doch fein Institut zu besichtigen. Er zeigte seine Kassenbücher vor, die nichts ergaben. Als ihm' die Frage vorgelegt wurde, ob er bezahlt worden sei für die Zuführung von Patienten, hat er dies zögernd zugegeben init dem Bemerken, dast es sich doch um„unbeträchtliche" Beträge bis zu 150 M. handele. Er sagte, es existiere eine russisch-medizinische Gesellschaft und dieser würden die Beiträge überlviesen. Dann sind uns von verschiedenen Seiten immer wieder einzelne Herren genannt worden, die angeblich Schmiergelder zahlen, aber es fehlen präzise Beweise. Es handelt sich also um ganz erhebliche Mißstände, denn es ist festgestellt worden, daß Schmiergelder gefordert, angeboten aber zurückgewiesen und auch gefordert und gegeben worden sind.— Auf weiteres Befragen erklärt der Zeuge, daß er in diesen Angelegenheiten vielfach mit SonitätS- rat Dr. Moll konferiert und mit gleich empört gewesen sei über diese Borgänge. Beide hätten aber aus ethischen Gründen sich für verpflichtet gehalten, nur die Tatsachen festzustellen, ohne vor- läufig Namen zu nennen. Daß sich der Privntklnger„ver- pflichtet" habe, dem Angeklagteil alles Material zuzustellen, welches er hinter sich habe, sei nicht richtig.— Saniläts- rat Dr. Moll läßt sich von dein Zeugen folgendes be- srätigen; Er habe einem der Herren in Einpöruitg die Frage vorgelegt:„So tief sind Sie also gesunken V ünd darauf die Antwort erhalten:„Jawohl, so tief bin ich gesunken." Er Hobe ferner einem anderen Herrn gesagt:„Ich finde eö unerhört, daß ein Mann in Ihrer Stellung so schmutzige Wege geht und etwas tut, was von jedem Ehrengerichtshofe alvT entschiedener Verstoß gegen die Standesehre betrachtet werden loürdc." Ter Zeuge wird ferner vom Privatkläger befragt!„Waren wir nicht über Exzellenz v. Lehden so empört, daß ein Mann wie er es ivagt, einem Schlepper Geld anzubieten?"-- Zeuge: Jawohl, wir waren im höchsten Grade indigniert.— Dr. M o l l: Wir waren in cincit schweren Gewissenskonflikt geraten, weil wir uns auf der einen Seite darauf gefaßt machen mußten, daß mau uns sagen würde: Ra ja, hier handelt es sich um Erzellenzen und dieie sollen geschont werden, ans der anderen Seite uns aber da« Bestreben leiten mußte, den Skandal nicht an die große Glocke zu bringen.— Zeuge: Auch dies ist richtig. Wir hatten da« Bestreben, die schmutzige Wäsche nicht öffentlich z» ivaschen. Der Zeuge bekundet noch, daß in einem Falle der betreffende Herr auf Vorhalt gesagt habe: Tie ganze Aerzteschaft geht mich nichts an, wir stehen unter der Jurisdiktion der Universität. Angeklagter Dr. L c V i n erklärt hierauf, das; er nach den ve- kundlingen des Sanitätsrats Dr. Friedcmann die Ausdrücke„Feigheit" und„unlautere Motive" nicht aufrecht erhalten könne. Das Gericht verurteilte den Alt geklagten zu 30 Mark Geldstrafe. Die Tatsache, daß eine Anzahl von Professoren und Kcrztcn dritten Personell für die Zuführung von Patienten Geld geben, sei festgestellt. Der Privnlklägcr habe sich an diesen Nachforschungen und Feststellmigen beteiligt und das Material dem Sanitätsrat Dr. Friedemmm zugestellt. Der Angeklagte konnte bei seiner Tätigkeit im Tchönebcrger Aerzlevcrei» die berechtigte Hoffnung haben, daß auch ihm Dr. Moll dies Rtoterial nnterbreiien ivllrde int Interesse deS Standes. Als dies nicht geschah, habe er sich wohl für berechtigt halten können, dcit betreffenden Brief zu schreiben und insofern sei ihm der Schutz dcö ß UR zugebilligt. Die ge» ivähllcu Ausdrücke gehen aber über diesen Schutz hinaus. Bei der Abnicssung der Strafe sei einerseits die Schwere der Beleidigung berücksichtigt, anderseits die Tatsache, daß der Angeklagte erregt sein lonntc, da die Sache an ihm hängen blieb und das; er sich um die Aufdeckung der vorhandcncit Mißstände bemüht und sich durch deren Aufdeckung Verdienste erworben halte. Zahlabcnd und Polizeistunde. Das Schöffengericht Berlin- Schölteberg hatte gestern darüber zu entscheide», ob sich ein Schankwirt der Uebcr- lretung schuldig inacht. wenn et die Besucher des Zahlabends eines sozialdcmokratisckien WablvereinS über die Polizeisttinde hinaus in seinem Lokal duldet. Tie Polizei hat dem Schankwirt Otto Kniger in der Bocckhstraße. in dessen Lokal ein Zahlabend dcö»weiten Wahlkreises abgehalten wird, ein Strafmandat zugeschickt, weil die Besucher dcS Zahlabends nock, nach 1t Uhr im Lokal waren. Das Schöffengericht hat die von der Polizei festgesetzte Strafe bestätigt, obgleich der Staatsanwalt und der Vorsitzende Richter darin übereinstimmten, daß Zusammenkünfte von Vereinen nicht an die Polizeistunde gebunden sind. Auch der als Zeuge ver- »ommene Polizsilcutnant Fröhlich vertrat dieselbe Ansicht. Wie kommt cö nun, daß Krüger trotzdem sowohl von der Polizei wie vom Gericht für strafbar erklärt wurde? Daß eS iich um eine ge- fchlossene Gesellschaft handelt, für ivelche die Polizeistunde, licht gilt. wurde von keiner Seite bestritten. Klüger ist lediglich deshalb bestraft worden, weil er der Polizei nicht mitgeteilt hatte, dag dir Zahl- abende bei ihm stattfiliden und weil deshalb die Polizei nicht wissen konnte, daß an jenem Abend ein Verein bei ihm tagte. Polizei- leutnant Fröhlich sagte als Zeuge, eine Verpflichtung, die Vereins» abende bei der Polizei anzumelden, habe der Gastwirt nicht. Die Anmeldungen geschähen lediglich deshalb, daß die kontrollierenden Beamten wüßten, wann bei dem betreffenden Wirt ein Vereins- abend stattfände und die Polizeistunde deshalb nicht innegehalten lverden brauche.— Hiernach sollte man meinen, wenn ein Wirt nicht verpflichtet ist. den Vereinsabend der Polizei anzuzeigen, und wenn er andererseits für den VereinSnbend nicht an die Polizeistunde ge- bunden ist, so könnte er nicht bestraft werden, sobald er nachweist, daß die Gäste, welche nach der Polizeistunde bei ihm angetroffen wurden. Teilnehmer einer geschlossenen Gesellschaft sind. Das Polizei- liche Strafmandat steht also im Widerspruch zu den Ansichten des Polizeileutnants Fröhlich.— Staatsanwalt und Gericht haben diesen Widerspruch allerdings nicht entdeckt, sondern es für selbstverständlich erklärt, daß der Gastwirt die VereinSabende der Polizei anmelden müsse. Weil Krüger das unterlassen hat, deshalb verurteilte ihn das Gericht.__ Prozeß v. Igel. Am DienStag steht der Prozeß gegen den Referendar v. Igel an. Auffallenderweise soll, wie wir bereits mitteilten, die Anklage nicht auf Mord oder Totschlag, sondern nur auf Körperverletzung mit tödlichem AuSgange gerichtet sein. Auffallend ist, wie in einem Teil der bürgerlichen Presse für den Rcvolvcrschießcr Stimmung zu machen versucht wird. Es heißt da, cS sei„festgestellt", daß v. Igel nur einen Schreckschuß habe abgeben wollen. Dein stehen eine Reihe Momente entgegen, die, wenn ein Arbeiter Igel und nicht der Referendar v. Igel Angeschuldigter wäre, es erklärlich erscheinen ließen, wenn zum mindesten im Termin selbst die Frage, ob Mord vorliegt, gestellt würde. So muß der neben dem v. Igel bei Abgabe deS Schusses stehend« Referendar bekunden können, daß der absolut nüchterne und ruhige, j« sogar kaltblütige v. Igel den Revolver tatsächlich s o gehalten hat. daß die Kugel den Marschner treffen mußte. ES steht ferner fest, und zwar auch nach der eigenen Aussage v. JgelS, daß er sich vielfach im Pistolenschießen geübt und ein leidlich guter Schütze gewesen sei. Unwahr ist die in bürgerlichen Zeitungen dieser Tage verbreitete Bchaupumg. daß er eine schwere Mißhandlung von Marschner zu gewärtigen hatte, zumal derselbe kleiner wie v. Igel selbst, ohne Kopf« bedeckung und ohne irgend ein Jusirumeni, sei es ein Stock oder eine Waffe, dem Täter gegenüber stand, v. Igel hat zuerst dea Marschncr mit seinen« Stock über den Kopf bezlv. die Schnhtcr geschlagen. Als der Stock auf der Erde lag. bückte sich Marf.chner danach. In diesem Augenblick, also in gebückter Stellung und seinem Gegner gegenüber widerstandsunfähig, wurde Marschner von dem- selben erschösse n. Tic Obduktion hat denn auch ergeben, daß der Schußkanal von rechts oben nach links unten gehend den Marschner nur in der von ihm geschilderten, gebückten Haltung getroffen habe» kann. Marschner ist. wie die Krankenschwester, in deren Armen er gestorben, ausdrücklich er- llärt hat. ein überaus gutmütiger, sanfter Mensch gewesen, der auf da» höchste gereizt werden mußte, um in Aufregung zu ge- raten. Anßerordeiitlich gravierend für Mord durch den Refercndarius v. Igel ist eine Bemerkung, die derselbe auf die Frage des Verwundeten:„War cS ein Schrotichuß?" getan hat. Der Referendar v. Igel erwiderte mit größter Ruhe:„Rein, es war eine Kugel und die sitzt f e st." Diesem Sachverhalt gegenüber darf man auf den Ausgang der Verhandlung am 23. gespannt sein. Mocden-Kpielplsn 6ev öerlinei' Oieater. Königl« Lpcrichaiis. Sonnlag: Elettra.(Ülnsang 8 Uhr.) Montl Stnsoniekonzert der kgl. Kapelle. Dienstag: Rienzi.(Ansang 7 m Mittwoch! Baiazzt. Versiegelt. Donnerstag: Elektro.(Ansang 8 Uhr.) Freitag: Fra Diauolo. Sonnabend: Joseph in Aegypten. Sonuwg: Da Traviata. Montag: Elektra.(Ansang 8 Uhr.» Möiiigl. Schauspielhaus. Sonntag: Siaäimittags 3 Uhr: Die S.aben steinerin. Abends: Hamlet. Montag: Geschlossen. Dienstag: Kabale»nd Liebe. Mittwoch: Die versunkene Glocke. Donnerstag: König Richard III. Freitag: Die Braut von Mcsstna. Sonnabend: Der G'ivissenslvurin. Soninag: Die Ouitzows. Montag: Dt- Rabensleinerin. Neuetz königl. Opern-Tbeäter. Sonntag: Wie die Alten sungen. (ülnfnng T'l, Uljr.) Montag i Geschlossen. Dienstag: I-u vam«,/, Uhri Ein Walzertianm. Allabendlich bi» Frettag: Der tapsere Soldat.(Ans. 8 Uhr.) Sonnabend: Der Jockeytlub.(Alis, �l|1 Uhr.) Sonntag: Nachmittags 8 Uhr: Ei» Aalzertranm. Abend» und Montag: Der Jockeyklub. Setiitler- Theater«. Sonntag: Nachmittags 8 Uhr: Ein Volks- seind. Abends: Chatte h» Tante. Montag und Dienstag: Das Erbe Mittwoch und Freitag: Die Welt, ii» der man sich langweilt. Donnerstag Die Braut von Messiita. Sonnabend: Komtesse Gnckcil. Sonntag: Nach. mittag« 8 Uhr: Ein Volksseind. Abend,: Die Welt, in der man sich lang. weilt. Montag: Die Braut von Messina. S-ttUler. Theater Gharlottenburg. Sonntag: Nachmittags 3 Uhr: Julius Cäsar. Abends: Die Karolinger, Montag und Dienstag: Recht» hemm. Mittwoch und Freitag: Tie Karolinger. Donnerstag: Ein Bon» seind. Sonnabend: Nachmittag» 3 Ubr: Wilhelm Tell. Abends: CharlcyS Tante. Sonntag: Nachmittags 3 Uhr: Julius Cäsar, blbcnd»: Die Karolinger. Montag: Recht« hemm. Friedrich- WithelmstädttscheS Schauspielhaus. Sonnlag: Nach- mittags 3 Uhr: Schlagende Wetter. Abends: Husarenfieber. Montag bis Freitag: Der große Koniet. Sonnabend: Husarenfieber. Sonntag: Nach- niittagS 3 Uhr: Der Pfarrer von Ktrchjcld. AbendS: Husarensieber. Montag: Der große Komet. Thalia- Theater. Sonnlag: Nachmittag» 3 Uhr: Da« Mitternachts- mädchcn. Abends und allabendlich: Wo wohnt sie deirn? Sonntag: Nachmittags 3 Uhr; Narziß. Abends; Wo wohnt sie denn? Luisen- Theater. Sonntag: Nachmittags 8 Uhr: Dorf und Stadt. lllbcnds: Marie, Tochter de» Regiment». Monlag und Donnerstag: Mein Leopold. DienStag: Marie, Tochter de» Regiments. Mittwoch, Freitag und Sonntag: �lraßenbahntohrer Krause, Sonnabend: Staats» auwalt Aierander. Montag: Matte, Tochter des Regiments. Bürgerliches Schauspielhaus. Sonntag: Nachmittags 3 Uhr: Das Käthchcn von Heilbronn. AbendS: Wilhelm Tell. Montag: Fuhrmann Henschel. DienStag: GrtseldiS. Mittwoch: DerHüttcnbesihcr. Donnerstag: Narziß. Freitag: Unbestimmt. Sonnabend: Schlagwetter. Sonnlag: Griscldis. Monlag: Maria Stuart. Berliner Operetten-Tbcater!SW. Sonntag: Nachmittags 3 Uhr: Der Lumpensammler in Paris. Allabendlich: Das Himmelbett.(Anfang 8>/z Uhr, Sonntags 8 Uhr) Sonnabend: Nachmittags 3 Uhr: Des Meeres und der Liebe Wellen. Sonntag: Nachmittag« 3 Uhr: Der Leiermann und sein Pilegekind. Gastspiel-Tbeater. Allabendlich: Sherlock Holmes.(Ans. 8 Uhr.) Bernhard Rose- Theater. Sonntag: Nachmittags 8 Uhr: Krieg im Frieden. Abends und Montag und Mittwoch: Das vierte Gebot. Dienstag: Das Warenhaussräuletn. Donner«tag: Krieg im Frieden. Sonnabend bis Montag: Reiterattacke. JolieS Gaprtce. Täglich: Insolvent.(Ans. 8'/< Uhr) tkaiiiio-Thenter. Sonntag: Nachmittag« ckUhr: Mutter Gräbert. Allabendlich: Rußland.(Ans. 8 Uhr.) Gebr. Herrufeld-Theatcr. Allabendlich: Die beiden Bindelbands. (Ans. 8 Uhr.) Mmopol- Theater. Allabendlich: Donnerwetter— tadellos. (Ans. 8 Uhr) Retchsdallen-Thea««». Allabendlich: Gleltlner Sänger. Gusiali Belircus- Theater. Allabendlich: Spezialitäten. Earl-Haverland-Thrater. Somitagnachmitlag 3 Uhr und allabendlich: Zveziaiitäteii. llranta- Theater. Tmibcnllraßi 48/49. Allabendlich: Auf den Trümmern MejsinaS. Ansang 8 Uhr. Sternwarte» Jnvalidenllr. H7— 02. Vermilektes. Drei Kinder erstickt. Ans Köln wird gemeldet: Gestern astend strach in einem Hause in der Agrippastraße ein Fußbodenbraiid ans. Als die Feuerwehr das Zimmer betrat, fand sie drei Kinder im Alter von S— ö Jahren im vette durch den Qualm erstickt vor. Die Eltern waren abwesend. Eine fromme Bierfiranmi. Tie in Ackern c.sckZ-nde» „Badischen Nochrichtcn" schreiben: „Ein eigentümliches Zufammcnlrcssi;! sind«» iich in der hiesigen Bierbrauerei Peter. In dieser sind sänilliche Würreilträger tno katolischen Kirche durch Familiennamen vertreten und zwar: PetruS, der Besitzer Papst der Geschäftsführer, Bischof der Braumeister'. Prälat der Buchhalter. Pastor der Lehrjunge. Da ist eS leicht be- greiflich, daß das Bier dieser Brauerei gut gerät und gern getrunken wird. Merkwürdig bleibt auch noch, daß die Reihenfolge in der Art der Beschäftigung dem Range der Würdenträger entspricht. Bei dem guten Vorbild, daS Petrus den ihm Untergebenen gibt, ist zu hoffen, daß der Papst, Bischof. Prälat und Pastor schnell die Stufenleiter erklimmen weiden, auf deren obersten Sprosse PetruS jetzt sitzt. Ju- zwischen sackt Petrus mit Vergnügen die ihm aus Achern und Um- gebung reichlich zufließenden PeterSpfennige ein und übt sich weiter fleißig in der Kunst, aus Wasser, Malz und Hopfen einen gute» Tropfen zu brauen." Folgenschwerer BrüSeneinsturz. AuS London wird vom gestrigen Tage gemeldet: Als heute die beim Bau dcö neuen Schlachtschiffes „Banguard" in Barrow in Furneß beschäftigten Arbeiter von der Arbeit zurückkehrten und die große Laufbrücke überschritten, brach diese entzwei. Von den herabstürzenden Arbeitern wurden drei ge- tötet und vierzig verwiindet. Eine neue Grönland-Exprdition. Nach einer Meldung aus Kopenhagen haben die Mitglieder dcS Komitees für die Danmark- expedition beschlossen, auf einer Motorjacht eine kleinere Expedition »ach der Nordostkiists Grönlands auszusenden, um in den Besitz der Tagebücher und tlartenskizzen zu gelangen, ivelche die uin- gekommenen Mitglieder der Danmarkexpedillon MyliuS-Erichsen und Hoegh Hagen wahrscheinlich in» Damnarkfjord niedergelegt hasten. Die Expedition soll auS sieben Mitgliedern bestehen, Mitte Juni 1909 von Kopenhagen abgehen und im Herbst 1910 zurückkehren. Lese- und TiSlutlerklub„Südost». Heut» Sonntag, den 21. März, nachmittags S Uhr: Vortrag. Gäste willkommen. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter (E. H. LS Hamburg.) Filiale Berlin 5. Heute vormittag 19 Uhr: Wahl- vevsammluna Bei Freiheit, Dragonerstr. 15. Nebensche Kranken- und Stcrbekasse Nr. S. gegr. 1735. Heule Zahl- und Ausiiahuictag 2—7 Uhr bei Nocwer, Elisaheltzlirchstr. 14. Amtlicher Marktbericht der städtischen Martthalleu-Dlrettion üdct den Großhandel i» den Zeiitral-Markthallc». Marktlage: Fleisch: Zusubr schwach, Geichäst still, Preise unverändert. Wild: Zufuhr knapp. Gcjchüst lebhaft. Preise sest. G es! ü gel: Zusuhr genügend, Geichäst rege. Preise gut. Fischei Zusuhr genügend, Geschält malt, Preise beiriedigeiid. für Seestiche nachgebend. Butter und Käs«: Geschäst ruhig, Preise unverändert. Gemüse, Obst und Südsrüchte: Zusuhr genügend, Geschäft etwas reger, Preise fest. m FiscIiBrMreiitzbgsr nixdoi-r Pfltifgeratr. TO, Ecke Frlidelstr. Billigstes Sargmagazin. Tolephon: Amt Kisdorf 495. Joden Sonntag: Dr. 'StrnhlV Ambulatorium O- iu. b. IL J Operalionstose Behend-' | tung ohne Berutsstomng f Sprechzeit; 10—12 und 3-5 Uhr, Sonntag» nur Vorm. Prosp. gritie! Berlin Die Harnleiden tdre Gefahren, Verhütung und Oesdllgung von Dr. med. Sohtiper, BERLIN- Preis 1 Mark. ■ Iteo tausend> SäÄiÄsSMUa Verkaufe ff. Mn-Kiinichkl! belegt, a 4,50 M.. 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Glocke, Berlin. Druck u.Bcrlag: Vorwärts Luchdrudcrei u.VerIogsanftaIt Paul Singer& Co« Berlin SW. Th. Fork, Kretzschmar& Co. :: 2 r. Vereinigte Tischler- und Tapezierer-Meister:::: Berlin, An der Janno witzbrücke 3- Eingang dicht neben dem Stadtbahnhof Jannowitzbrßcke. Wir bitten um Besichtigung unserer großen Musterläger, welche durch viele neue Muster ergänzt sind und ohne Kaufverpflichtung bereitwilligst gezeigt werden. Vor jedem Einkauf empfehlen wir, Preise und Güte der Möbel zu vergleichen. Unser Musterbuch versenden wir auf Wunsch gratis und franko. Nr. 68. 26. Iahrgavg. 5. ßtilsgc im Lmiills" ßtrlinn ilolblilitt Sonutag, 21. Mörz(909. Versammlungen. Die Holzbildhauer hielten am Montag im Geiverkschaftshaus einen Branchcnabend ab, auf dem zunächst über die Verkürzung der Arbeitszeit in den Tischlereien gesprochen wurde. Der Vorsitzende A ß m a n n schilderte, wie die Holz- industriellen die im Vertrage mit dem Holzarbeiterverband zum 14. Februar 1W9 vereinbarte Arbeitszeitverkürzung von SS auf bl Stunden die Woche durch Einführung von Vesperpauscn mit Lohnabzug illusorisch zu machen suchten, und was die Vcrhand- lungen und die Schiedssprüche des Einigungsamtes in dieser An- gelegenheit ergeben haben, worüber ja im„Vorwärts" bereits aus- führlich berichtet worden ist. Mit Recht hob der Redner hervor, dag die Holzindustriellen durch ihr Verhalten bewiesen haben, dag sie eigentlich noch gar nicht als vertragsfähig gelten können. Soweit Holzbildhauer an der Sache beteilig! sind, ist festgestellt, das; nur noch der geringste Teil 53 Stunden arbeitet. Aus mehreren Werk- stätten wurde berichtet, dah die Arbeitszeitverkürzung teils so durchgeführt ist, dast Sonnabends oder Montags eine Stunde, teils so, dag au den vier Tagen von Dienstag bis Freitag je eine Viertel- stunde früher Feierabend gemacht wird. Bei Differenzen über die Arbeitszeitverkürzung hat ihre Organisationsleitung den Holz- bildhauern den Rat gegeben, mit den Tischlern der betreffenoen Werkstätten gemeinsam zu handeln. Gegen diese Taktik wurden auch aus der Versammlung keine Einwendungen erhoben.— Der 2. Punkt der Tagesordnung lautete:DieVerschärfungder Arbeits- losigkeit durch die Bohrmaschine. Es handelt sich hier um eine Maschine, durch die die Arbeit des Holzbilohaucrs in der Anlag« hergestellt wird, so dast sie nur noch imchgearbeitet zu werden braucht, um als ein fertiges Erzeugnis des Kunstgewerbes zu gelten. Durch die Maschinentechnik verliert die Arbeit jedoch ein gut Teil ihres Kunsteertes, büßt ihren individuellen Charakter ei». Die Bildhaucrprinzipale, die die Maschine anwenden, sind denn auch peinlich bemüht, diese Tatsache zu verschleiern. Gebohrte Arbeit wird schon für sehr feine Bauten geliefert; so begnügte man sich z. B. beim Hotel Esplanade damit, und auch im„Rheingold" ist ein groster Teil der Bildhauerarbeit mittels der Maschine her- gestellt. Für die Holzbildhauer, die so wie so schon äutzerst schwer unter der Arbeitslosigkeit zu leiden haben, bringt die Bohrmaschine natürlich eine immer stärkere Verminderung der Arbeitsgelegenheit mit sich. In welchem Mähe dies der Fall ist, darüber werden jetzt durch den Bildhaucrverband Erhebungen veranstaltet. Ferner hat die Maschinenarbeit zur Folge, datz die Holzbildhauer, die nur noch vie angelegten Formen nacharbeiten, gar nicht mehr in der Lage sind, sich in ihrer Arbeitstüchtigkeit und Kunstfertigkeit fachgemäß auszubilden. Um so merkwürdiger ist es, daß sogar die Stadt Berlin in ihrer Tischlerfachschule in der Straßmannstraße eine solche Maschine aufgestellt hat und die jungen Leute in der Maschinenarbeit unterweisen läßt.— Aus der Versammlung wurde angeregt, die tüchtigen Architekten, die Wert auf gute kunstgewerb- liche Arbeit legen, auf die Sache aufmerksam zu niachen, in der Er- Wartung, datz sie sich dann Wohl die Lieferung von Maschinenarbeit verbitten werden. Sodann wurde über einiges aus den Konkurrenz- ge p f I og enhe i te n der Prinzipale berichtet und ge- sprochen. Bei einem Fall von Unterbietung, der besonderes Auf- sehen erregt hat, handelt es sich um Fensterrahmen für den Bau von Rudolf Hertzog. Ein Bildliauerprinzipal hatte die Arbeit von seinem alten Kunden, einem Tischlerineister, für 15 M. den Meter „Laufende Hände" übernommen. Der Tischlerineister erklärte, daß er die Arbeit viel billiger gemacht erhalten könnte und bot ihm 8 M., lehnte auch einen Vermittlungsvorschlag auf 9 M. ab. Die Arbeit wurde dann einem anderen Bildhauerprinzipal übertragen, der sie mit 4,59 M., für die Ausführung außcrm Hause mit 5 M., berechnet hatte. Obwohl bei dieser Firma nur tüchtige Gehilfen tätig sind, kann die Arbeit für den Preis natürlich nicht mit der Feinheit ausgeführt werden, wie es sonst der Fall gewesen wäre, was auch Saraus hervorgeht, datz der erst erwähnte Prinzipal allein an Arbeitslohn, ohne Berechnung seiner Geschäftsunkosten. 7,93 M. für den Meter zu zahlen hatte. Ferner wurde mitgeteilt, daß die Preise für die auszuführenden Holzbilbhauerarbeiten der Ga rn i f o n ki r che. die nach den alten Modellen hergestellt iwrden sollen, furchtbar herabgedrückt sind, so daß Firmen, die sie 1891 bei der Renovierung oer ja nun abgebrannten Kirche aus- führten, jetzt darauf verzichtet haben. Einer der auf die Arbeiten reflektierenden Prinzipale hat bereits den Arbcitsnachweisleiter der Bildhauer, Miesbach, gebeten, dafür zu sorgen, daß die Ge- Hilfen auf die außerordentlich niedrige Berechnung, der Garnison- ' kirchenarbcit Rücksicht nehmen und ein Auge zudrücken möchten, aber varauf die Antwort erhalten, daß dafür gesorgt werden soll, daß die Gehilfen nun um so mehr beide Augen offen halten.— Der letzte Punkt der Tagesordnung war der Bericht der Agi» tationsko m Mission sowie ihre Neuwahl. Die Kommission hat im verflossenen Jahre eine rege Tätigkeit entfaltet. Es wurden 114 Werkstättensitzungcn abgehalten, woran 873 Kollegen teil» nahmen. Infolge der Wirtschaftskrise mußte man natürlich Haupt- sächlich darauf bedacht sein, die bestehenden Arbeitsbedingungen zu erhalten, was auch im allgemeinen gelungen ist. In einzelnen Fällen wurden jedoch auch Lohnerhöhungen erzielt. An der Mai- feier nahmen im verflossenen Jahre oi« Holzbildhauer zum ersten- mal in größerer Anzahl durch Arbeitsruhe teil. 49 wurden deswegen von den Holzindustriellen mit ausgesperrt auf 1—3 Tage. Einer wurde dauernd entlassen und erhielt Gemaßregeltenunter- stützung. Ki» MümM Tolleoäeter taMatio»! Patent-Anker-Remontoir- Kavalier-Statil-Dtir Modell 1909 JQ M. 3jährige schriftliche Garantie. Einsegnungs-Schmuck Wir iietem tolgeoile GepM Belmonte 1 60., fabnkalion Detail- £n gros Export Verkauf Sir. 35, issll. 45, In echt Sold, gMetzlicb gestempelt: Hinge Ton M. I.— an Krawattennadeln.., Ton M. 4.— an ManiobattentaSpfe., Ton M, 8.— an Broaahen Ton U.«,— an Ton U, 2 50 an ._ TonU. 12.— an Ecke CUederarmbilnder., Ton H 25.— an Hoher Steinweg. 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