Nr. 83. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Biertels jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Belt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. OesterreichUngarn a Mt., für as übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Poft- Zeitungs- Preisliste für 1893 unter Mr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgefpaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Berfammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Ubr Abends, an Sonnund Fefttagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. fernfprech- Antchin Amt 1, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sonntag, den 9. April 1893. Quittung. Die Fundamente Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. von den 397 des Reichstages hat sich seit der letzten Wahl der Besitzstand der Zentrumspartei gefteigert. I'm Monat März gingen bei der Parteikasse folgende Bei- des Bentrumsthurms.lfreise von ihrer, wie oben erwähnt wurde, träge ein: = . Adlershof, Geburtstagsfeier b. Rahle 4,- M. Berlin, Bei- Obschon die Gemeinschaft der konfessionellen Interessen mehr zufälligen Staatszugehörigkeit absieht und sie auf ihre träge der Wahlkreise: 1. Kr. 150,-. 2. Kr. 100,-. 3. Kreis seit dem Aufhören des Kulturkampfes an Bindekraft ein- wirthschaftlichen Grundlagen prüft, so zeigt sich, daß sie 216,90, darunter auf Listen 16,90. 4. Kr.( Südosten) 700,-gebüßt hat für die Mitglieder des Zentrums, wäre es doch den sämmtlichen Wirthschaftssystemen angehören, in welche darunter gesammelt von den Arbeitern der Firma Liebe u. Bufe möglich, daß irgend welche Interessen anderer Art die ge- das Deutsche Reich geographisch sich gliedern läßt. 13,55. 6. Kr.( Moabit) 148,85. Berlin div. Beiträge: A. B. 50,-.. S. 50,-. Dr. 2. A. 20,-. 3wei von Frege'sche fammte katholische Bevölkerung des Deutschen Reiches in Von den eigentlichen Induſtriebezirken Deutschlands grüne Jungens aus Moabit 2,-. Ueberschuß der sechs Wahl- einen dauernden Interessengegensatz der ganzen übrigen fällt auf die katholischen Landestheile allerdings nur eine freise, merist Du was? 46,-. Rechtsanwalt Freudenthal 20,- Bevölkerung entgegenstellten und somit dem heutigen verhältnißmäßig geringe Anzahl. Vornehmlich sind das Rauchflub Kopf Oben" 15,-. Lithographen, Steindrucker und Bentrum als einer geschlossenen Partei eine neue Eristenz einige niederrheinische Bezirke wie Aachen, Essen, Gladbach, Berufsg., Vortr. v. 3. 4. Rauchflub Elvira 3,-. Rontobuch Grundlage gäbe. Eine solche JInteressengemeinschaft Düsseldorf, Köln, ferner Bochum in Westfalen. Und diese arbeiter Kochstr. 4,-. Luther- Worms 20,-. Die rothen Buch- wirthschaftlicher oder anderer Art fehlt aber den Katholiken katholischen Industriebezirke sind ebenso gut und mit den binder aus der Neuen Grünftr. 5,-. Die rothen Dividenden Deutschlands völlig. nämlichen Mitteln für uns zu erobern, wie die protestanti schlucker von Löwe u. Co., Uebersch. v. Kranz d. 18. März 35,15. Als im 16. und 17. Jahrhundert Deutschland sich ton- schen. Ebenso mannigfaltig wie im protestantischen sind Gutenberg 100,-. A. E. 6,-. S. C. W. 5,-. Gesammelt b. Nieburg, Dresdenerftr. 25, 4,- Ungenannt 0.50. Pfropfenverein feffionell spaltete, wurden nach dem abscheulichen Grund- aber auch im katholischen Deutschland die landwirthschaftWedding 3,50. Von unserem Biropfenwirth Hrn. Carl Helterhof 3.-. sage: Wer die Herrschaft im Lande ausübt, der bestimmt lichen Besitzverfassungen gegliedert. Theilt man Deutschland Brasilien Sao Paulo, ein Ungetreuer 5,- Bant- Wilhelmshaven, die Landesreligion- die Unterthanen wie die Schafe in nach dem Vorwiegen der Arten des landwirthschaftlichen von einem katholischen Pastor 3,-. Barmbeck A. B. i. B. die Konfessionsställe der hohen Obrigkeit hineingetrieben. Betriebes in die drei Regionen des Großgrundbefizzes, des Cholera 100,-. Barmen- Elberfeld, Stecher 3,36. Bromberg, v. Nur in denjenigen Theilen Deutschlands, in welchen große mittleren Grundbesitzes und des kleineren Grundbesizes, so roth anlaufenden fatholischen Gesellenverein 8,-. Crimmitschau, zusammenhängende Gebiete zu selbständigen Staaten ver- entfallen von den Reichstags- Wahlkreisen des Zentrums auf von den Genoffen 200,-. Desgl. Br. G. gef. v. V. 2. rothe bunden waren, im Norden, Often und Südosten hat diese die Region des Großgrundbesitzes die oberschlesischen Kreise, Frauen Naturheilmethode 1,80. Desul., für einen Vortrag im tonfeffionelle Scheidung zur nahezu völligen geographischen Son- etwa ein Duzend, und die beiden ermeländischen Bezirke in Bildungsverein von Tzsch. Dresden 6,- Desgl., Dek!. Abth. d. derung der Bevölkerung nach Glaubensbekenntnissen geführt. Ostpreußen; auch die polnischen Wahlkreise Posens und Bildungsver., gesamm. b. B- 8 Geburtstag 2,-. Desgl. Turner Abtheilung des Bildungsvereins 2,20. Der Süden und Südwesten Deutschlands nimmt sich höchst Westpreußens gehören hierher. Mit Ausnahme einiger oberDesgl., G. U. rothe Frauen d. d. Kaffeevis. i. L. b. Doroth. 2,50. Desgl. buntscheckig aus auf einer tonfessionellen Karte. Aber selbst schlesischer Bezirke, in denen der starke Kohlengrubenbetrieb Ueberschuß v. rothen Rest. Kons. Verf. am 18. 8. 1,17. Desgl. die protestantische Einheitlichkeit des nordöstlichen Deutsch- großindustrielle Verhältnisse erzeugt hat, entsprechen die Ueberschuß vom Theater b. Naturheilverein-, 60. Desgl. Vor lands wurde durch die spätere Angliederung ehemals Bustände dieser Bezirke genau denjenigen des übrigen turnerschaft Leitelshain 2,-. Galbe a. S., A.-B.-W. 15, Ghar polnischer Landestheile mit vorwiegend katholischer und der ostelbischen Preußens. Wie dort die schnapsbrennen lottenburg, gesammelt auf einer rothen Kindtaufe v. Cl. Peus Nationalität nach polnischer Bevölkerung wieder durch den protestantischen Junker werden in den katholischen 3,40. Dolau b. Greiz, d. d. Pathen b. Anten's rother Kind- brochen, während andererseits die durchweg katholische Be Bezirken die katholischen Ochsengrafen und in Posen die taufe 3,40. Dresden, rothe Lithographen und Stein bruder 5,80. Desgl. von einigen Porzellinern 5, völkerung des heutigen cisleithanischen Desterreichs bei der polnischen Schlachzigen sammt einigen redegewandten Elberfeld 400,-. Fürstenwalde 20,-. Glogau 10, staatlichen Neugestaltung Deutschlands im Jahre 1866 Raplänen gewählt. Doch bieten gerade diese Gegenden Gera 50,-. Gernsdorf, F. R. G. von einer r. Kindtaufe 1, außerhalb der Reichsgrenzen blieb. Mit den heutigen wir kommen noch darauf zurück der sozialistischen ProHamburg, v. d. Arb. d. Tabakarbeiter Genossenschaft 3. V. N. Grenzen der Einzelstaaten decken sich die innerdeutschen paganda einen sehr günstigen Nährboden. u. Schäferstr. 100,-. Hannover 500,-. Hof 6,-. Halle a. S., fonfessionellen Grenzen indeß fast nirgends, da seit dem An den Gebieten des mittleren Grundbesitzes, wo die vom Ueberschuß d. 18. März- Feier 50,-. Hamburg I, vom Bau Jahre 1648 bei den verschiedenen Grenzregulirungen großen Bauernhöfe dem landwirthschaftlichen System den Freifnecht Wenden- u. Sachsenstr. 35, Desgl. vom nördlichen und Mediatifirungen die bureaukratischen Landesregierungen Stempel aufdrücken, nimmt das Zentrum in zwei weit Belagerungsgebiet 21,-. Jauer i. Schl., durch A. Sp. 4den Länder- und Völkerschacher ganz ohne Rücksicht auf auseinander liegenden Landstrichen Karlsruhe, trok der Richter'schen Blosstrampelung die Theil; in WestAlten 6,--. Luckenwalde, die grünen grünen Jungens aus Standes, Wirthschafts- oder Religionsgemeinschaft betrieben. falen und im Donaugebiet. Katholisch ist in Westder Wilhelmstraße 30,-. Langenbielau, von den Webern Während somit 36 Prozent aller Einwohner des Deutschen falen das ehemalige Gebiet der Bisthümer Münster aus dem Gulengebirge 50,-. Langerfeld, amerit. Auktion einer Reiches Katholiken, 621 Prozent Protestanten sind, ist die und Paderborn, sowie das zum Erzbisthum Köln Zigarre d. den Vertrauensmann G. B. 7,50. L., J. M. 300,- Bevölkerung ausschließlich oder doch nahezu ausschließlich gehörige Sauerland( Arnsberg), das allerdings durch Mann im Mond 1000,-. Mannheim, von den Genossen 50,- protestantisch nur im Königreich Sachsen und den nord- die benachbarten Ruhr Kohlenbezirke start industriell be Merseburg 30,-. Mylau, von den rothen Ziegeleinen 8- deutschen Kleinstaaten mit Ausnahme Oldenburgs. Rein einflußt wird, aber noch immer als ein Ackerbaubezirk anDesgl. von einem Genossen 1,-. Neustadt( Herz. Gob.), von katholisch ist kein einziger Staat. Bei den gemischt fon- zusehen ist. Außerhalb der gegenwärtigen Provinz Westeiner rothen Kindtaufe 2,-. Desgl., von den ultliebenden Brüdern 6,50. Desgl., von den Genoffen 10,-. Nowawes, fessionellen Staaten stellt sich das Verhältniß in der Reihen- falen liegen diejenigen Theile des Münsterlandes, welche d. H. 10,-. Neudamm, amerikanische Auktion auf der folge der relativen Stärke der katholischen Bevölkerung Hannover und Oldenburg angegliedert wurden: Windthorst's Frühpartie nach Kerstenbrügg 7,35. Neustadt i. Schl. 1, folgendermaßen: Elsaß- Lothringen 77 Prozent, Bayern alter Wahlkreis Meppen und Cloppenburg. Der WahlPforzheim, Genoffen im Thal 10,- Ronsdorf, darunter rothe 71 Prozent, Baden 62 Prozent, Preußen 34 Prozent, freis Osnabrück ist nicht rein katholisch, pflegt aber als Gefellen am runden Tisch bei Rimpel 30,-. Stegliz, In, 30,-. Württemberg 30 Prozent, Hessen 29 Prozent und Dlden- Kompromißkandidaten der Katholiken mit den protestantia Stralau, Gesangverein Frohsinn 10,- Solingen 100( dar burg 22 Prozent Katholiken. schen Welfen einen Welfen zu wählen. nuter aus Höhscheid 35,-). Sommerfeld, gesammelt i. Gesangv. Fast alle diejenigen Reichstags- Wahlkreise, in welchen wie Im Münsterlande hat, Sängerluft 2,30. Schöneberg, Puger- Gymnasium Geburtstag am die Katholiken die absolute Mehrheit bilden, war es der sächsischen Landstrichen, die Agrarverfassung die Eigenin anderen nieder 18. März 3,40. Weylar, Märzfeier 3,10. Desgl. die alte Tante Bentrumspartei gelungen für sich zu erobern. Dabei ist heit der Einzelhöfe sich bewahrt. Geschlossene Dörfer allerdings zu berücksichtigen, daß die katholischen Polen fehlen. Der Großbauer sigt auf seinem Hof, um Posens und Westpreußens und die Katholiken Elsaß- Loth- geben von einer fleinen Zahl von Heuerlingen, die nach ringens gesonderte Parteigruppen bilden. Bis auf 107 Size Bafallenart von ihm abhängig sind und zu ihm stehen. 1,50. Zwickau, durch Sch. 100,-. Berlin, den 7. April 1893. Für den Parteivorstand A. Gerisch, Razbachstr. 9, I. Feuilleton. Nadbrud verboten.) [ 59 Die Laufbahn eines Nihilisten. " Bon S. Stepniat. Autorisirte Uebersehung. Frei ins Deutsche übertragen von Bertha Braun. Mein Troubadour", sagte sie mit heiterem Lächeln, ich bin neugierig, was unsere Mitverschworenen sagen würden, wenn sie wüßten, daß Andrej Kojuthow, der Ernste, Unbeugsame, Minnelieder anstimmt." urtheilt werden. Annie Wulitsch ist bei dem Kampfe erschossen worden." Niemals hatte sie ihn so innig geliebt, nie war sie so stolz gewesen, von einem solchen Manne geliebt zu werden. Aber zugleich dämmerte wie ein Angstgefühl einer nahen Er warf sich auf einen Stuhl und fuhr sich mit der Gefahr in ihrem Geiste die Möglichkeit auf, ihn zu ver- Hand über die Stirn. Die beiden Gäste setzten sich auch lieren, was sie sich bisher nie recht klar gemacht hatte. nieder. Der Fremde saß zufällig Tanja gegenüber, und Mit einem Ungestüm, der mit ihren Worten start ihre Augen begegneten sich. im Widerspruch stand, schlang sie ihre Hände um" Wataito" sagte er, sich selbst vorstellend, da es die seinen Nacken und preßte heftig das so furchtlose, der Gefahren spottende Haupt an ihre Brust, welches ihr in diesem Momente theurer als die ganze Welt. Ein lauter Glockenton, dem zwei schwächere folgten, erfüllte mit seiner Dissonanz ihre ganze kleine Wohnung. Es war eines Freundes Läuten. Doch stuzten beide und blickten einander an. Andrej erhob sich eilig und ging, die Thüre zu öffnen. anderen nicht thaten. Ich komme soeben von Dubrawnik mit der Nachricht, und einer besonderen Botschaft für Ihren Gatten." Wann ging dies alles vor?" fragte sie. " " Bor drei Tagen", antwortete Watajko, bie Polizei wollte es geheim halten, es gelang ihr aber nicht. Morgen wird es in den Zeitungen stehen. Die ganze Stadt ist davon erfüllt." Wenn sie klug sind, würden sie nur umsomehr Ver- Tanja, die an ihrem Plage blieb, hörte zuerst Andrej's Mit leiser unterdrückter Stimme begann er die Eintrauen in mich sehen", erwiderte Andrej schnell. Denn ich freudigen Ausruf bei der Erkennung eines unerwarteten zelnheiten des Unglücks zu erzählen. Je weiter er in der würde alles thun und ertragen, um Deiner Liebe würdig Freundes. Auffallend rasch waren aber die freudigen Aus- Erzählung fortschritt, desto wärmer wurde er. Als er zu zu sein. Glaube mir, nur eine geborene Memme fürchtet, daß rufe verklungen. Sie hörte das gedämpfte schnelle Geflüster der Erzählung des Gefechts tam, war er ganz entzückt. G3 im Augenblicke der größten Gefahr die Liebe zu einer Frau mehrerer Stimmen, dann folgte eine verhängnißvolle Stille. war in Wirklichkeit eine schöne Heldenthat. In der Stille der seine Liebe zum Volke schwächen fönnte. Sie werden mich Andrej kehrte, gefolgt von Gregor und einem anderen Nacht hatte die Polizei versucht, in die Wohnung, welche Sina bereit finden, wenn meine Stunde schlägt. Und Du wirst Manne, den sie nicht kannte, in's Zimmer zurück. Er und Wassilij inne hatten, einzudringen. Sie schraubten die mir gleich dem Tscherkessenmädchen, welches ihren Geliebten war bleich. Die beiden andern sahen traurig und sehr Angeln der Außenthür los, um ungehört einzutreten und zum Kampfe ausrüstet, sagen: jeden in seinem Bette zu überraschen. Ihre Absicht wäre Was ist vorgefallen?" fragte sie ängstlich, indem sie ihnen wahrscheinlich geglückt, doch saß zufällig Annie sich erhob, um ihnen entgegen zu gehen. Wulitsch noch zu so später Stunde lesend in ihrem Zimmer. Ein schreckliches Unglück", sagte Andrej: Sina und Sie vernahm das verdächtige Geräusch und als sie die Waffilij find nach einem heißen Kampfe verhaftet worden. Gendarmen die Thüren aus den Angeln heben sah, feuerte Beide werden in einigen Wochen sicherlich zum Tode ver- sie auf sie, als diese es am wenigsten erwarteten. ,, Liebster, sei kühn, wenn das Schicksal Dir naht." " Ich werde versuchen," sagte sie mit schwachem Lächeln, bewundernd in das fühne, heitere Antlig blickend, welches ihr zugewandt war. eruft aus. Sie " 0 die Wo dieses Verhältniß noch in patriarchalischer Weise be- liberale Reichstags Abgeordnete Dr. Buhl dieser Tage die Generalversammlung des deutsch freisinnigen steht, ist dem Sozialismus nur schwer Bahn zu brechen, abhielt, verdanken eine Aufklärung über den Wahlvereins des erften nassauischen doch hat der Kapitalismus felbst in dieses fonservative Bennigsen'schen Kompromiß- Vorschlag in Wahltreises stattgefunden. Wie die FrankBollwerk schon Bresche geschossen. Dem Beispiel der ein- Sachen der Militärvorlage. Herr von Bennigsen furter Beitung" berichtet, machte Bürgermeister gesprengten Adligen folgend, fängt auch der Bauer ist danach mit seinem Vorschlag nicht aus vollständig Schneider Massenheim auf die Fortschritte des„ Bundes schon an, sein Land mit Tagelöhnern zu bewirthschaften. Es eigener Initiative hervorgetreten. Herr Buhl meinte, er der Landwirthe" aufmerksam, der auch in Betracht zu bildet fich allgemach der schroffere Gegensatz heraus zwischen tönne fich aus Gründen der Diskretion" nicht weiter ziehen sei. Dr. Geiger hingegen ist der Meinung, daß Besitz und Nichtbesig, der zur Klassenscheidung und zum aussprechen, gerade diese Ergänzung der im ersten Satze diese Partei bei den kleinbäuerlichen Verhältnissen im Klassenkampf führt. Auch im Sauerland wiegt noch die enthaltenen Aufklärung zwingt aber zu der Vermuthung, Wahlkreise teine Bedeutung habe und die ganze Rraft bäuerliche Wirthschaft vor, obgleich dort nicht die Einzel- daß Herr von Bennigsen von sehr maßgebender Stelle zu gegen die Sozialdemokraten mobil zu machen hof sondern die Dorfverfassung besteht, denn das Sauer- feinem Vorschlag angeregt" worden ist. Trotzdem ist der wäre, und regt den Gedanken an, ob man nicht ohne land ist nicht ursprünglich niedersächsischer Boden. Da das Bennigsen'sche Vorschlag erst dieser Tage von der Nord- Preisgabe irgend eines Grundsatzes bes Parteiprogramms Land hier aber steiniger ist als im fruchtbaren Münster- deutschen" in einem offiziöseften Artikel schnöde abgewiesen mit dem Zentrum in Fühlung treten sollte, daß dieses land, ist die Bevölkerung so wie so ärmer und drängt des worden. Für den Mannesmuth des nationalliberalen schon bei dem ersten Wahlgang für den freisinnigen RandiErwerbes halber nach den Industriezentren des Ruhr Parteihäuptlings spricht diese Nachgiebigkeit gegen höhere" baten seine Stimme abgebe. Seinen Andeutungen zufolge Kohlengebietes nach Bochum und Dortmund. So ist das Inspirationen mit erfrischender Deutlichkeit. scheint Redner hierüber schon genauer informirt zu Sauerland um katholischen Westfalen verhältnißmäßig der sein. Der Vorschlag wird zurückgewiesen". Mit günstigste Boden für die sozialistische Propaganda. Bes Krieg im Frieden. Das Würzburger Militär- biefer akademischen Ablehnung ist noch gar nichts gethan. zeichnend ist es, daß hier der Schauplatz war der Fusangel- gericht verurtheilte den Unteroffizier Mahr wegen Bei der Wahl kann das ultramontan- deutschfreisinnige Revolte. Soldatenmißhandlung zu viermonatlichem Bündniß trotzdem in Kraft treten: denn die SozialdemoAehnliche Wirthschaftsverhältnisse wie im ländlichen Gefängniß und Degradation. Mahr mißhandelte die tratie eint die im Kapital einigen feindlichen Brüder. Westfalen bestehen auch im Donaugebiet, das völlig katholisch Rekruten mit Ohrfeigen, Schlägen und Säbelstichen.- Im ist. Es sind das die bayerischen Regierungsbezirke Ober- Dorfe Klodnih fand zwischen Soldaten der Garnison Berufung in Straffachen. Wie man in offiziösen bayern, Niederbayern, Oberpfalz und Schwaben, sowie der Kosel und Dorfbewohnern eine furchtbare Schlägerei statt. Blättern liest, ist der im preußischen Justizministerium ausDonaufreis im Königreich Württemberg. Ueberall herrscht Erstere machten von den Seitengewehren Gebrauch, lettere gearbeitete Gesezentwurf, betreffend die Wiedereinhier der großbäuerliche Wirthschaftsbetrieb vor, der in schlugen mit Wagenrungen, Stangen und Latten drein. Es führung der Berufung gegen die Urtheile den bayerischen Alpen ähnlich wie im ebenen Münster- find acht bis zehn Soldaten, darunter zwei tödtlich, und der Straftammern, so weit fertig gestellt, daß dessen Land zum zum Einzelhofsystem geführt hat. Auch diese neun Zivilisten verwundet. Die Militärbehörde sowohl wie Einbringung beim Bundesrath als Antrag der preußischen bayerischen und schwäbischen Bauern haben viel Unabhängig- die Bivilbehörde leiteten sofort die Untersuchung ein. Regierung alsbald erfolgen fönnte. Da aber die Tagung feitssinn, gepaart mit mißtrauischem Troß. Zunächst des Reichstags schon weit vorgeschritten und noch mit ummerden die Leute dort wie im Sauerland sich von der Be- Bauernfang. Im Jm amtlichen Theile des faffendem Arbeitsstoff belastet sei, so werde dieser Gesetz vormundung des Zentrums loszumachen und eine eigene Gießener Anzeigers", direkt hinter den Bekannt entwurf aller Boraussicht nach erst im kommenden Herbst Politit im Sinne einer start demokratischen katholischen machungen des großherzoglichen Kreisamts Gießen, folgt an den Bundesrath gelangen. Bis dahin werde es wohl Bolkspartei zu verfolgen suchen. Es ist aber schon viel auch eine Betanntmachung betreffend den B und auch gelingen, die Vorlage wegen gesetzlicher Ent für uns gewonnen, wenn das geschieht und wenn die Bauern, der deutschen Landwirthe" feitens des Direktors schädigung unschuldig Verurtheilter fertigwofür verschiedene Anzeichen vorliegen, die Sozialdemokratie des Bezirksvereins Gießen, des großherzoglichen Regierungs- zustellen. Natürlich find die lex Heinze, als Bundesgenossin begrüßen anstatt sie mit Rnüppeln raths Johl. Jm amtlichen Stil wird in der Bekannt- Militärvorlage u. f. m. viel ersprießlicher und dringzu bekämpfen, wie die von den Pfaffen aufgehetzten Bauern machung" 3ur öffentlichen Renntniß gelicher, als die Sicherung des Rechtsschuhe 3. in vielen Orten des protestantischen Norddeutschland es ge- bracht", daß die General- Versammlung des landwirthschaftlichen Vereins von Oberhessen sich mit der Bewegung Das war noch eine glückliche Zeit für unsere Die dritte, die kleinbäuerliche Wirthschaftsweise herrscht einverstanden erklärt hat. Indem alsdann die Sagungen neuesten Landsleute, die Helgolander, als sie noch nicht vor im ganzen übrigen katholischen Deutschland, also in des Bundes beigefügt sind, unter denen auch die bekannte zum großen Reiche der Gottesfurcht und frommen Sitte der oberrheinischen Ebene, im bayerischen Unterfranken Verwahrung gegen Handelsverträge mit Rußland fich be- mit seinem vielen Militär gehörten. Früher herrschte, so und in der Rheinprovinz. In diesen Gegenden hat die findet, werden die Landwirthe eingeladen, dem Bunde als schreibt das Echo", unter dem urwüchsigen Inselvolt von Alters her gepflogene und links vom Rhein durch den Mitglieder beizutreten". Ruhe und Frieden, seitdem aber dort die deutsche Herr Code Napoleon noch mehr geförderte gleiche Erbtheilung zur völligen Zersplitterung des Grundbesizes geführt. Der Dr. Zieber, reift in Bayern herum, spricht gegen die Soldaten sich breit machten, hörte man mehrfach von Derreisende Engel" des preußischen Zentrums, schaft begonnen hat und der Bureaukratismus und die Kleinbauer führt die nämliche armselige Existenz wie der Kleinhandwerker. Um nicht zum besiglosen Proletarier Militärvorlage, um dann in Berlin Kompromiß. Exzessen, die daselbst vorgekommen sind. Erst im Jahre 1891 zu werden, verkümmert er mit feiner Familie bei anträge zu stellen. In Aschaffenburg erklärte Dr. Lieber, fand ein Busammenstoß von Insulanern mit Soldaten statt, der dürftigsten Nahrungsweise. Vorübergehend haben daß das Zentrum gegen die Militärvorlage stimmen werde, wobei letztere die Urheber gewesen sein sollen. Unserem Gedie Kleinbauern geglaubt, daß auch ihnen wie den jede Deutelei sei absolut ausgeschloffen. Alle auftauchen- nosen Stadthagen, der damals anwesend war und Großgrundbesitzern, die agrarischen Schutzölle Nutzen den Nachrichten von einem Kompromiß oder Handels- Frieden stiften wollte, gelang dies nicht. Jetzt hört man bringen würden. Nach und nach aber dämmert ihnen die geschäft seien falsch und gehörten in das Reich der Fabeln. wieder von einem Exzeß. Fünf Helgoländer Fischer, heißt es, Erkenntniß von der Fruchtlosigkeit solcher Hilfsmittel auf. Nun hat aber Dr. Lieber gerade in letzter Beit, schreibt sollen sich des Aufruhrs und der Gewaltthätigkeit gegen Wenn gerade diese Gebiete bisher dem Sozialismus un Dr. Sigl im Bayerischen Baterland", so fabelhafte D- inge dort stationirte Artilleristen schuldig gemacht haben und find zugänglich gemesen sind, weil der Besitzdünkel auch dem gemacht, die das Gegentheil von dem, was Dr. Lieber deshalb in Untersuchung gezogen. Sie werden sich vor dem heute sagt, für morgen nicht ausgeschlossen sein lassen. Altonaer Schwurgericht zu verantworten haben. Erarmseligſten tleinbäuerlichen Hungerleider im Nacken steckt, wie aus Berlin verlautet, wird das Gegentheil" immer fahrungsgemäß ändert sich der Charakter des Volkes, wenn so werden diese Kleinbauern, feien es Protestanten oder es unter eine Regierung gelangt, die in anderer Weise ihre Katholiken, durch die Noth lernen, daß sie verkümmern wahrscheinlicher, wenn auch Lieber selbst nicht mitthut. Herrschaft geltend macht, als die frühere, und so ist es auch müssen auf ihrem Besigthum, tros agrarischer Schußzölle und trotz des priesterlichen Segens. Ihnen gilt es zu zeigen, niemals fönne Fusangel ihr angehören, bekämpft ihn und länder sich geändert hat, daß aus den ruhigen, friedlieben Fusangel. Buerft erklärt die ultramontane Fraktion, nicht zu verwundern, daß jetzt der Charakter der Helgodaß eine fozialistische Gesellschaftsordnung thnen unterliegt. Dann wird die Verständigungs"-Schalmei ge- den Menschen jezt zu Exzessen geneigte geworden sind. Die menschenwürdigeres, freieres Dasein gewährleistet, auch blasen. Blöglich brutalisict" das Zentrum den Erwählten ihnen ungewohnte Bureaukratie und die militärische ohne den Scheinvortheil des Individualbefizes am Grund der Sauerländer, indem es ihn außer Brot wirft. Fusangel Schneidigkeit, welche sie früher nicht kannten, mögen ihnen gründet ein anderes Blatt. Und nun meldet wieder das außerordentlich zuwider sein und da sind solche Exzesse ers fatholische Bentral Volksblatt", es werde zwischen den klärlich. Bemerken wollen wir noch, daß vor kurzer Zeit Zentrumsfrattionen und Fusangel in nächster Woche in vom Altonaer Landgericht eine Helgoländer Frau wegen Berlin ein Ausgleich erfolgen, so daß Fusangel alsbald in Wajestätsbeleidigung mit einer Gefängnißstrafe belegt wurde. die Fraktion aufgenommen werde. Im Zentrumsthurm mit solchem Vorgehen gegen die Helgoländer, deren schöne scheint es drunter und drüber zu gehen, und offenbar ist Insel man jetzt in eine Festung umwandelt, wird man dieKopflosigkeit Trumpf., Fusangel, der mit Baare selben nicht zu deutschen Patrioten erziehen. tros alledem sich versöhnt hat, wird, daran zweifeln wir nicht, auch jetzt noch mit den Ultramontanen seinen Frieden machen. Ein edles Brüderpaar, das Zentrum und Herr Fusangel! than haben. und Boden. Politische teberlidit. ein Berlin, den 8. April. Bundesräthliches. Die angekündigte Novelle zur Gewerbe- Ordnung über den Hausirhandel wird nach offiziöser Darstellung im Bundesrath nicht sobald zum Abschluß kommen und dem Reichstag in dieser Session nicht mehr zugehen. Ist nicht zu bedauern. B Auf Befehl von oben. Einer zu Wolfftein Deutschfreisinnig- Kompromißliches oder Kartell ( Rheinpfalz) abgehaltenen Versammlung, die der nationals über Kartell. Am 6. April hat in Frankfurt a. M. trieb sie durch wiederholte Schüsse zur Treppe zurück und hielt sie einige Minuten allein auf, bis sie eine Rugel, die ihr den Kopf durchbohrte, zu Boden streckte. Sie starb, als Wassilij zu ihrem Beistande herbeieilte. Was für eine Löwin dieses kleine Mädchen war. Und welch' schöner Tod!" konnte sich Andrej nicht enthalten auszurufen. Die beiden anderen," fuhr Watajko fort,„ machten einen Versuch, sich mit ihren Revolvern einen Ausgang zu erzwingen, es war aber unmöglich. Sie zogen sich daher in die inneren Räume zurück und verbarrikadirten den Eingang. Sie verbrannten alle kompromittirenden Dokumente und hielten die Polizei eine halbe Stunde hin, bis sie alle Patronen verfchoffen hatten, worauf sie sich ergaben." Watajko fügte hinzu, daß ihren Nachrichten zufolge ihnen in einigen Wochen mit Boris zusammen der Prozeß gemacht würde. Sina war an denselben Dingen wie Boris betheiligt gewesen, und die Polizei war sehr froh, schließlich auch sie in die Hand bekommen zu haben. Wassilis würde wegen bewaffneten Widerstands gegen die Staatsgewalt angeflagt werden. Es war kein Zweifel, daß sie alle drei zum Tode verurtheilt würden. " Das darf aber nicht geschehen!" rief Watajko leidenschaftlich aus.„ Wir werden sie mit Gewalt befreien!" Regel werden revolutionäre Unternehmungen noch demokra tischen Prinzipien geregelt; jede Einzelheit von Wichtigkeit wird von allen, die an der Sache theilnehmen, vorher erörtert und festgesetzt. Aber bei Unternehmungen, die einen militärischen Charakter tragen, und besonders schnelles und energisches Handeln erfordern, wird die Leitung oft einem Manne, dem Attaman" anvertraut, dem die andern dann unbedingten Gehorsam schulden. Andrej erhob das Haupt und blickte den Ueberbringer eines Vorschlages von so weittragender Bedeutung an. " Habt Ihr Eure Wahl gut erwogen?" fragte er. Ich bin noch nie Attaman bei einem früheren Unternehmen gewesen und dies wird ein besonders ernstes werden. " Wir könnten uns keinen besseren Mann wünschen," fagte Watajko warm. Er setzte die Gründe auseinander, die sie zu Andrej's Ernennung bestimmt hatten. Alle Mitglieder ihrer Gruppe fannten ihn persönlich und hatten volles Vertrauen zu ihm. Ueberdies war er bei den Maffen der Revolutionäre der Stadt, soweit sie ihn auch nur dem Namen nach kannten, sehr populär, und es war sicher, daß sie ihm besser als einem anderen gehorchen würden. So mag es denn sein," sagte Andrej; ich bin in einer folchen Sache bereit, mich in jeder Eigenschaft nüßlich zu machen. Dem Berdienste seine Krone. Der frühere Polizeirath 3a cher, jezt ständiges Mitglied des ReichsVersicherungsamtes, ist Geheimrath geworden. Neben dem Krieter'schen Machwerk zeichnet sich bekanntlich die Bacher'sche Tendenzschrift: Die rothe Internationale", durch ihre einsichtslose Oberflächlichkeit und polizistische Dies war sehr unangenehm. Zuerst schrieb er ihrer Verhaftung nicht viel Wichtigkeit zu; er dachte, daß sie nach furzer Zeit freigelassen werden würden. Aber bald nach seiner Ankunft besuchte ihn Warja Weunowna. Sie hatte ihren gewöhnlichen Besuch im Gefängniß gemacht und hatte dort etwas erfahren, was ihr Thränen des Kummers und der Entrüstung entlockte. Mironom, den Andrej und Wassilij mit den Geschwistern Duborow beim Picknick getroffen hatten, war vor drei Monaten verhaftet worden. Gleich von Anfang an hatte er die weiße Fahne gehißt. Um sich selbst aus der Schlinge zu ziehen, hatte der Lump alles, was er wußte, oder auch nur vermuthete, eingestanden und so eine ganze Menge Leute ins Verderben gebracht. Jufolge seiner Enthüllungen waren Botscharow und Duborows verhaftet worden. Er hatte unter anderem von jenem unglückseligen Picknick im Walde gesprochen, wobei er die Namen aller Anwesenden erwähnte. So unbedeutend dieser Umstand auch war, so ergab sich doch hieraus, daß die Duborows und Botscharom mit den aktiven Verschworenen, wie Andrej und Waffilij, bekannt waren. Sie sollten alle mit Boris, Sina und Wassilij vor Gericht gebracht werden, was ihnen nichts Gutes in Aussicht stellte. Jm Uebrigen empfing Andref einen ziemlich günftigen In der Hiye der Erregung erhob er sich vom Size. Eindruck. Was die geplante Befreiung betraf, lagen die Er ging umher, blieb bald vor dem einen oder anderen" Das fagte ich ihnen das sagte ich ihnen!" wieder- Dinge in Dubrawnit viel besser, als er erwartet hatte. stehen und gestikulirte heftig; er erzählte ihnen, daß die holte Watajko, Andrej mehrmals die Hand schüttelnd. Das beste Kampfmaterial war bei der Hand, und er hatte Partei in Dubrawnik beschlossen habe, mit ihrer ganzen" Wir meinen alle," fügte er hinzu, daß Du nicht sofort einen glänzenden Feldzugsplan entworfen. Die Aussichten Macht die Befreiung der Gefangenen zu versuchen. Die ge- nach Dubrawnit kommen brauchst. Wenn die Polizei davon auf Erfolg waren sehr groß, und wie glorreich würde ein fammten Revolutionäre sympathisirten warm mit diesem Wind bekommt, wird sie auf ihrer Hut sein. Du thätest solcher Erfolg sein. Sein Kampftrieb erwachte. An GePlane. Von den jungen Leuten der gebildeten Klassen besser, bis die Zeit heranrückt hier zu bleiben. Wir wer- fahren dachte er nicht, und im Grunde seines Herzens glaubte und den Handwerkern der Stadt tönnten in be- den in steter Verbindung bleiben und Dich über alles zu er nicht an sie. liebiger Bahl Freiwillige eingereiht werden. Wenn das Nathe ziehen. Hochgemuth und glücklich kehrte er zu Tanja zurück. Geheimniß des Unternehmens streng bewahrt würde, könnte So wurde Andrej wiederum seiner ruhigen Thätigkeit Die Tage des Friedens waren aber dahin. Sie begriff volles glücken. Auf jeden Fall waren sie entschlossen, es zu und seinem glücklichen ereignißlosen Leben entriffen, um in tommen, daß Andrej recht daran that, zu gehen, daß es versuchen. den stärksten Wirbel des revolutionären Sturmes geschleudert ganz unmöglich war, daß ihr Andrej bei solchen GeWir haben beschlossen," sagte er, sich an Andrej zu werden. legenheiten zurückbleiben sollte. Aber das war ein wendend, daß zu folchem Unternehmen ein Attaman" ernannt werden müsse, und wir haben einstimmig Dich ges wählt. Ich bin abgesandt worden, Dir alles zu erklären und zu fragen, ob Du an der Sache theilnehmen willst." Attaman bedeutet Häuptling oder Führer. In der Er stattete Dubrawnik einen kurzen Besuch ab, nur schwacher Trost. Er verscheuchte nicht ihre Furcht und Angst um das Terrain zu prüfen. um ihn. Hier erfuhr er, daß Botscharow, auf den er bei der kommenden Affäre gerechnet hatte, und die Geschwister Duborów vor einigen Tagen verhaftet worden waren. ( Fortsetzung folgt.) Gehässigkeit vor allen' anberen Pamphleten ber überreichen. Sozialisten- Scheltliteratur aus. dem Die belgische Wahlrechtsreform. Eine freie Ver- gegangen. Der Bestohlene machte den Meister des Lehrlings einigung von Abgeordneten, meist der fortgeschrittenen Linten für den ihm durch den Diebstahl zugefügten Schaden verantwort angehörig, unterbreitete der Kammer in der Wahlrechts- lich, wurde aber in der ersten Justang mit seiner Klage abIn Sachen Kurk erklärt die Regierung durch den frage einen durch Feron begründeten Kompromiß gewiefen. Hiergegen legte sein Beistand, Rechtsanwalt Arnold Mund ihres Leib- Bindter, gegen die Ausweisung an sich, antrag. Der Antrag geht dahin, das allgemeine Stimm den beklagten Schloffermeister Goldstein, Berufung ein. Das Landgericht verurtheilte obwohl sie unter den obwaltenden Umständen als ein will recht zu gewähren unter gewissen Zugeständnissen an die bestohlenen Klägers. zur Schadloshaltung bes fürlicher Art" erscheinen müßte, sei seitens der deutschen Konservativen. Diese Zugeständnisse sind: Das Wahlrecht der Beflagte sich feines Lehrlings lediglich In der Begründung heißt es, daß Behörden kein Einspruch erhoben worden. Dagegen sei der soll erst mit dem 25., statt mit dem vollendeten 21. Lebens zeug bedient habe und die Verantwortung für die Deffnung als WertBotschafter in Paris beauftragt worden, ernstliche Be- jahre beginnen; ferner muß der Wahlberechtigte zwei Jahre der fraglichen Wohnung übernommen habe, wie der Lehrling schwerde darüber zu führen, daß dem p. Kurz nach seiner an dem Wahlorte gewohnt haben, und drittens soll den ihm auch die für die Arbeit erhaltenen 50 Pf. ausgehändigt habe. Verhaftung durch Zurückhaltung jener Briefe die Möglich- Familienvätern ein doppeltes Wahlrecht gewährt werden. Es hieße in Wahrheit der Unsicherheit Thür und Thor, besonders feit entzogen worden war, die Hilfe seiner vaterländischen Dieser Vorschlag verballhornt das Wahlrecht zu eines unerfahrenen Lehrlings gestellt bleiben dürfte, die Jdenin einer Großstadt wie Berlin, öffnen, wenn es in das Ermessen Bertretung zum Zwecke des Nachweises seiner Unschuld an- gunsten der Reaktionäre. Ift Herauffezung der Alters- tität dessen, welcher eine verfchloffene Thür öffnen lassen will, zurufen". Der französische Minister der auswärtigen Angelegenheiten habe nunmehr dem Grafen Münster mitgetheilt, grenze schon undemokratisch, so noch mehr die im Intereſſe mit dem berechtigten Inhaber der Wohnung festzustellen, eine des feßhaft- rückschrittlichen Kleinbefizes, gegen die fluftuirende Verpflichtung, die mit Recht dem Schloffer selbst als dem verDie eingeleitete Untersuchung habe ergeben, daß sich die be- Industrie- Arbeiterschaft ausgetiftelte Aufenthaltsbestimmung. antwortlichen Gewerbetreibenden vom Gesetze auferlegt ist. theiligten Behörden einen sehr bedauerlichen Mißgriff haben zu Nicht anders ist es mit dem doppelten Wahlrecht der schulden kommen lassen. Der Verdacht der Spionage habe auf Familienväter, das den Grundgedanken des gleichen Wahl- nennende Julius Schlicht, wurde gestern durch Urtheil der Ein gefährlicher Bauernfänger, der sich„ Arbeiter" fleinlichen Angaben beruht. Nachdem sich dieser Verdacht als rechts schlankweg durchbricht und mit der volksthümlichen fiebenten Straffammer des Landgerichts I für längere Zeit ununbegründet erwiesen, sei die Ausweisung des Herrn Kurz Auffassung sich nicht vereinen läßt. Kein Wunder, daß die schädlich gemacht. Am 29. November v. J. hatte ein auf der nicht gerechtfertigt, auch das Aufhalten der Briefe durchaus Rechte der Kammer dem Antrag günstig ist; der Minister Durchreife befindlicher polnischer Arbeiter auf dem Schlesischen ungehörig gewesen. Der Minister habe dem kaiserlichen präsident Bernaert, dieses Muster eines Arbeiterfeindes, Bahnhofe einen mehrstündigen Aufenthalt. Dort drängte der Botschafter zugefagt, daß der Wiederkehr solcher Vorgänge der bei jedem Ausstand Polizei und Soldaten marichiren Angeklagte sich an ihn heran, horchte ihn aus und erklärte dann, werde vorgebeugt werden, und überdies den Grafen Münster läßt und die Dynamitspigelei väterlich beschüßt, soll sich für wie der Pole. Der Angeklagte bat den Polen dann, ihn nach daß er dasselbe Reiseziel habe und denselben Zug benutzen wolle, ermächtigt, den Herrn Kurz wissen zu lassen, daß es ihm den Antrag privatim ausgesprochen haben. Trogdem er einer benachbarten Restauration zu begleiten und ihm zu freistehe, ungehindert nach Frankreich zurückzukehren. Es schien der Kompromißvorschlag den liberalen Doktrinären, helfen, den Koffer, den der Angeklagte dort in Berwahrung wäre nur zu wünschen, daß die Reichsregierung auch b. b. den Vertretern des Großkapitalismus, Frère Orban gegeben haben wollte, bei Andern als Leihfstallbesizerssöhnen stets so thatkräftig und Genossen noch zu radikal. Sie stellten einen tüdischen Der Fremde war hierzu bereit. nach dem Bahnhofe zu tragen. Er wurde bon vorgriffe. Für die von der französischen Polizei gepiesackten von Kerchove ausgearbeiteten Antrag, der anscheinend Angeklagten nach einer Wirthschaft in der Fruchtstraße verdeutschen Arbeiter, über deren Leiden wir ihrer Zeit be- das allgemeine Wahlrecht bewilligt, indem er es in die Verschleppt, wo bereits zwei Komplicen des Schlicht saßen und auf richtet, ist nichts geschehen. Beiläufig! Die Hunderte fassung schreibt und die Einzelheiten einem besonders zu die Beute warteten, die dieser ihnen zuführte. Es begann das von Ausweisungen deutscher Staatsbürger aus deutschen erlassenden Wahlgesetz Orten unter dem Sozialistengese waren natürlich schreibt die Frankfurter Beitung", zugleich das verbuiteten die drei Miffethäter einer nach dem anderen. Das zuweift. Er verhindert aber, theilzunehmen und nachdem er seine ganze Baarschaft verloren, Er verhindert aber, übliche Rümmelblättchenspiel, der Pole wurde gedrängt, daran ,, unter den obwaltenden Umständen" fein willkür allgemeine Wahlrecht, indem er bestimmt, daß zur Ver- Verbrecher Album that wiederum seine Schuldigkeit, alle brei licher Aft?" wirklichung des besonderen Wahlgesetzes ebenfalls, wie bei Gauner wurden ermittelt. Die beiden Genossen des Schlicht Bur Richtigstellung. Unsere Erörterung über der Verfassung, 3 weidrittel- Majorität noth- sind bereits in einem früheren Zermine verurtheilt, während Theodor Barth benugt die Volts Zeitung" wendig ist. Dieses Wahlgeset täme natürlich nicht zu dieser damals eine Vertagung zu erzielen mußte. Der Staatsin ihrer Weise. Sie sucht den Anschein zu erwecken, als stande, und es hätte auch gar keine Eile damit, denn in- anwalt beantragte gestern gegen ihn sechs Jahre Buchthaus, der ob der Vorwärts" die Möglichkeit eines Zusammen- zwischen gelte das von den Doktrinären im Jahre 1883 Gerichtshof erfannte aber auf acht Jahre Zuchthaus und die marschirens mit der bürgerlichen Demokratie wenigstens im eingeführte Rapazitäts Wahlrecht für Gemeinde und üblichen Nebenstrafen. Hinblick auf die nahe Zukunft zugestanden" habe. Der Provinz auch für die Kammer. Die Kammer verwies die Im fleinen Schwurgerichtssaale des Moabiter KriminalVorwärts" hat mit wünschenswerther Schärfe und Deutlich- Auträge Feron und Kerchowe einer Kommission und gerichts fand am Freitag und Sonnabend eine Berhandlung feit ausgeführt, daß eine solche bürgerliche vertagte sich dann. Unsere belgischen Genossen werden den gegen die Diebesbande Broda und Genoffen statt. Angeklagt Demokratie heute nicht mehr existirt, nach neunmal weisen Kompromißlern und Boltsfeinden im waren der Arbeiter Karl Broda, die Maurer Ernst Gröschte, dem das Bürgerthum zur simplen tapitalistischen Interessen- Parlament und in der Regierung Klarmachen, was das König, und Marie König, geb. Schlimter. Den Angeklagten Gustav Müller, Franz König, Henriette Müller, geb. vertretung herabgesunken ist. Wir haben teine Neigung Volk will, das allgemeine gleiche dirette lagen hunderte von Diebstahlen zur Last, an denen die einen und feinen Beruf, den Fortschrittsleichnam zu galvanisiren. Wahlrecht, ohne Einschränkung und ohne Hinter- oder die anderen Mitglieder der Bande betheiligt waren. Die Hausirt aber die Volts- Beitung" mit einer absichtlich miß thürchen. Bande hatte die ganze Umgebung Berlins unsicher gemacht, alles verstandenen Notiz unseres Blattes, so wollen wir sie in Aus Lüttich meldet das Depeschenbureau Herold" gestohlen, was ihnen in die Hände fiel, in lezter Zeit hatte sie diesem Gewerbe nicht weiter stören. unterm 8. April:" Im ganzen Industriegebiet herrscht eine sich auf den Diebstahl von Hand- und Kinderwagen verlegt. Die bedenkliche Gährung wegen der Vorgänge in der Rammer Wagen wurden auseinander genommen, die einzelnen Theile, Aren, Pflugk- Harttung. Einmüthig ist die Bourgeoispreffe bezüglich des Antrages Kerchowe, wonach den Arbeitern Räder 2c. wurden vertauscht, neu angestrichen und dadurch unkenntlich darin, auf unsere sachgemäße Darlegung des Falles das allgemeine Stimmrecht nicht bewilligt werden soll. gemacht. Was aber der Sache ein charakteristisches Gepräge gab, das Bflugt Harttung berbert Bismarc- Wohl- Riefenversammlungen finden am Montag in Salonvière, 10. Oftober, wurde der berüchtigte Räuber Otto Gröschte aus ist die Familiengeschichte der Bande. Im Jahre 1889, am gemuth, wie er feinen Abschluß gefunden hat durch die am Dienstag in Brüssel zur Bekämpfung des Antrages Friedrichsberg wegen einer Unmenge von Diebstählen zu 12 Jahren Vertreter des neuen Kurses", mit feinem Sterbenswörtchen Kerchowe statt." Zuchthaus verurtheilt und trat seine Strafe an, ohne einen seiner zu reagiren. Nützt diese Taktik des Todtstellens auch nichts, Komplicen, die er unzweifelhaft gehabt haben mußte, zu ver " " 3 3 so zeugt sie doch von der herzerfrischenden Solidarität Die Panama- Gesellschaft veröffentlicht den Berrathen. Berdächtig war feine eigene Mutter und seine Schwester bes bürgerlichen Zeitungsgeschwisters, wenn es darauf an- längerungsvertrag für die Ausführung des Anna, mitangeklagt war der 19jährige Bruder Karl. Diesem lag kommt, der unangenehmen Wahrheit die Ehre zu geben. Ba nama Kanals. Eine mit dem 31. Oftober 1894 speziell zur Laft, dem Kohlenhändler Fänger in der Kleinen Nur die Kreuz- Beitung" rafft sich zu einem nach- ablaufende Frist von 20 Monaten ist behufs Bildung einer Andreasstraße 3 die Summe von 1800 M. gestohlen zu haben. träglichen verdeckten Angriffe auf. In der Morgenausgabe neuen Gesellschaft bewilligt, die innerhalb 10 Jahren, ge- Die Schwester Anna sollte Schmiere gestanden haben, indessen waren die Beweise in diesem Falle zur Verurtheilung nicht ausihrer Sonnabendnummer veröffentlicht sie eine ihr, wie sie rechnet vom Zeitpunkte ihrer Ronftituirung, den Kanal zur reichend. Karl Gröschte wurde freigesprochen, wurde aber bald darauf schreibt, aus der Provinz( Provinz Berlin?) zugegangene Ausführung bringen foll. Die Liquidation der bisherigen erwischt, als er einem Goldarbeiter in der Holzmarktstraße für 5000 M. Buschrift, worin die mißliche Lage der Archivare, der am Gesellschaft soll in drei Naten 500 000 Fr. bezahlen, welche Goldwaaren gestohlen hatte. In diesem Falle wurde Karl schlechtesten bezahlten( höheren) Beamtenflaffe des preußischen von den 8 Millionen Frants in Abzug kommen, womit die Gröschte zu vier Jahren Zuchthaus, die Mutter zu sechs MoStaates" erörtert wird. Da heißt es: neue Gesellschaft belastet wird. Die gegenwärtige Beschaffen naten Gefängniß und die Schwester Anna zu vier Monaten GeNun wird soeben die Ernennung des ehemals in Basel heit des von den bisherigen Arbeiten vorhandenen Materials fängniß verurtheilt. An diese Prozesse reihte sich sodann der als Professor thätig gewefenen v. Pflugt- Harttung zum Archivar soll in einem Inventar protokollarisch festgestellt werden. Brozeß gegen die verwandte Geflügel- Diebesbande Konrad und ringen Zahl der Archivare( 38) ist das Einschieben eines beibehalten worden. Man muß unheilbarer Optimist sein, wandt und verschwägert. In der gegenwärtigen Sache ist Broda erster Klasse veröffentlicht. Bei der schon erwähnten sehr ge- Die übrigen Bestimmungen des früheren Vertrages sind Genossen an, der im vorigen Jahre verhandelt wurde sonrad und Genossen waren ebenfalls mit der Familie Gröschte vers einzigen schon eine erhebliche Benachtheiligung derjenigen, um zu glauben, daß nach dem großen Krach die Mittel für der Bräutigam der Anna Gröschte, der zweite Angeklagte ist der die seit Jahren auf Anstellung oder auf Beförderung zum ben Ranalbau aufgebracht werden könnten. Archivar 1. Klaffe warten. Gerade die Ernennung des ehejüngste Sohn der Familie Gröschte und die übrigen Angeklagten maligen Professors v. Pflugt wird in den betreffenden Kreisen mit einigem Erstaunen aufgenommen; im Band 31 der von letzte Sigung vor den Neuwahlen abgehalten. Der Vor- 6 Uhr. Broda wurde zu 4 Jahren Zuchthaus. Gustav Der Pariser Gemeinderath hat dieser Tage seine find sämmtlich mit einander verschwägert. Da 56 Zeugen geladen waren, dauerte die Verhandlung bis zum Sonnabend Abend Herrn von Sybel herausgegebenen Historischen Beit chrift" wird ein Iter Italicum, das v. Pflugt herausgegeben izende brachte eine Resolution zur Abstimmung, welche die Müller zu 3 Jahren Zuchthaus, König zu hat, recht ungünstig beurtheilt. Herr von Sybel schaltet über städtische Selbständigkeit von Paris wünscht, nämlich die 1 Jahren Zuchthaus, Gröschte zu 9 Monaten das Schicksal der Archivare einigermaßen souverän; es fehlt Anwendung der Gemeindeverfassung vom 18. April 1884 Gefängniß, Marie König zu 14 Tagen Gefängniß an jeder festen Norm in den Verhältnissen der Karrière. Man auf Paris. Die Annahme erfolgte mit 44 gegen 7 Stim verurtheilt; Henriette Müller wurde freigesprochen. beklagt das gerade angesichts solcher Einschiebungen von nicht- men. Bei den Neuwahlen werden wohl die meisten Kandi Fahrlässige Körperverlegung wurde dem Schilder. preußischen Beamten in höhere Stellen ganz besonders." daten( cs find deren jetzt schon viele) über ihre Stellung zu fabrikanten Dittmeier zur Last gelegt, welcher gestern dieser Mit Leichtverständlicher Scheu vermeidet es das dieser Forderung befragt werden. halb vor der zweiten Straftammer des Landgerichts I stand. Junkerblatt, die Basler Abenteuer des Lobredners HerAls der Ingenieur Dertel an einem Septemper Abende des bertischer Bocksstreiche und Wohlgemuther Lockspizeleien Im Lande der Bankdiebstähle herrscht der Noth vorigen Jahres die Friedrichstraße entlang ging, fiel ihm plötzlich auch nur anzudeuten. Immerhin ist das Organ der stand. Minister und Senatoren rauben die öffentlichen in der Nähe des Monopol Hotels ein schwerer Gegenstand auf uckermärkischen Granden das einzige, welches auf die Gelder, die ausgebeutete Masse hungert. In Sankt die Schulter. Der Getroffene wurde zu Boden geschleudert und von denen die schwerste in angeschnittene Frage eingegangen ist. Welche Beweg Alberto bei Ravenna trieben die Herrschenden ihre erlitt mehrere Verlegungen, Der gründe die großen" " großen" liberalen und wahlverwandten Sozialpolitit mit Säbel und Schießgewehr: zweihundert der Berschmetterung des rechten Daumens Angeklagte war beschäftigt gewesen, mit mehreren Leuten Beitungen wohl abhalten mögen, diese tragikomische Ge- Frauen Arbeitsloser, die angeblich mit ihren Kindern ein schweres Schild von dem Hause herunterzubringen, die auf schichte zu behandeln? It's die stille Liebe zu dem sinnigen in Bäckerläden eingedrungen waren, wurden von den der Leiter stehenden Personen hatten die Last nicht halten Wirten politischer Polizisten, ist's die Furcht, oben an- tapferen Soldaten zurückgeworfen und mißhandelt. Auch tönnen, und so war das Schild dem gerade vorübergehenden zustoßen oder bewegt das tapitalistische Herz der Heraus an anderen Orten der Romagna werden die Land- Dertel auf die Schulter gefallen. Durch die Beweisaufnahme geber die zarte Besorgniß, der großkapitalistische Alfénide arbeiter schwierig. Man berichtet von Kundgebungen in wurde für erwiefen erachtet, daß der Angeklagte die einfachsten erzeugende Schwiegervater des von Pflugt- Hartung könne der Nähe von Conselice, Modena, Lugo u. f. w. Kavallerie Vorsichtsmaßregeln außer Acht gelaffen hatte. Er hatte weder ihnen die erkleckliche Anzeigen- Zufuhr sperren? durchzieht, als sozialreformerische Heilsbotin zu Roß, den für Sperrung des Bürgersteiges gesorgt, noch die sonst übliche Karabiner auf der Schulter, den Säbel in der Faust, das flache Land. Herr von Bennigsen, der Gute, soll, wie der national liberalen Rhein.- Westph. 8tg." aus Berlin geschrieben wird, die feste Absicht haben, sich im Falle einer Reichstagsauflösung bei den Neuwahlen nicht wieder um einen Heichs. tagssig zu bewerben. Er soll durch die Art, in welcher feine Bemühungen um eine Verständigung über die Militärvorlage feitens des Reichskanzlers aufgenommen worden sind, ungemein verstimmt sein. Der Starke friecht muthig ins Mauseloch. Also, wie bekannt schon einmal geschehen im Jahre 1893. Ob Bennigsen Morgenluft wittert? Die Neuwahlen für die Skuptschina, das serbische Parlament, find für den 18. April ausgeschrieben. Gerichts- Beitung. D Methode, das Schild an Seilen herabzulassen, zur Anwendung gebracht. Der Gerichtshof verurtheilte den Angeklagten zu einer Geldstrafe von 400 M. Der als Nebentläger auftretende Verlezte, der einen Schadenanspruch von 8300 M. geltend machte, wurde dieserhalb an das Zivilgericht verwiesen. Briefkaffen der Redaktion. H. Drange. Die Veröffentlichung der Glimmstengelgeschichte würde uns seitens des Händlers, dem sie vorwerfen, daß er die Gesundheit seiner Mitmenschen freventlich ruinirt, zum mindesten eine Klage wegen Geschäftsschädigung zuziehen, welcher wir ohne corpus delicti gegenüberständen. War das Ihnen verkaufte Genußmittel wirklich von so schauerlicher Beschaffenheit wie sie schildern, so hätten Sie dasselbe der Gesundheitspolizei zur Untersuchung überweisen sollen. Im Uebrigen verweisen wir Sie auf das heutige Inserat. Ein interessanter Prozeß ist fürzlich vor der zwölften Zivilkammer des Landgerichts I zur Entscheidung gelangt. Der Τ Schneidergeselle Bühlte hatte bei dem Schneidermeister Kilian in Die Böckelianer sind sehr wageluftig. Sie wollen Arbeit gestanden. Er wurde am 22. August v. J. entlassen. Am nach dem Reichsherold" in folgenden Reich 3 tags folgenden Tage erschien Bühlke in der Werkstatt des Schloffer Wahlkreisen eigene Kandidaten aufstellen: meisters Kumrow und ersuchte den dort anwesenden Lehrling Marburg, Gießen, Alsfeld, Friedberg, Darmstadt, Offenbach, Seifert, ihm nach dem Hause Kaiserstr. 34 zu folgen, um seine C. B. Der Konferenz ist in der letzten Mittwoch- Nummer Odenwaldkreis, Worms, Alzey- Bingen, Mainz, Siegen dort 4 Treppen hoch gelegene Wohnung zu öffnen, es sei ihm der eingehend Erwähnung geschehen; welches öffentliche Interesse ( gegen Stöder), Weylar, Altenkirchen, Weilburg, Dillen Meister, ob er den Auftrag ausführen könne. Korridorschlüssel abbanden gekommen. Seifert fragte feinem liegt daher vor, die abgelehnte Resolution, deren Inhalt burg und Hanau. Marburg, Gießen und Alsfeld sind durch eine bejahende Antwort mit der Weifung, Er erhielt doch wiedergegeben wurde, jetzt noch abzudrucken? vorher beim Für die Arbeiter- Bildungsschule fino per März 1893 Antisemiten, Hanau und Siegen durch Konservative, Darm Hauswirth Erkundigung einzuziehen, ob der Auftrag eingegangen: Von Hrn. F. Lande 100.-. Von Hrn. N. N. 5,-. stadt, Odenwaldkreis, Worms, Weylar durch National geber die bezeichnete Wohnung auch inne habe. Dies verab- Von N. N. 5,-. Von Hrn. Louis Grunach 30,-. Von Hrn. liberale, Friedberg, Alzey Bingen, Weilburg, Dillenburg fäumte der Lehrling. Er öffnete die Wohnung, die aber nicht dem Robert Flatom 10,- Bon Hrn. Dr. Christeller 10,-. Von der durch Deutschfreisinnige, Offenbach und Mainz durch Sozial- Bühlte, sondern deffen früheren abwesenden Meister gehörte. Kommission der Nordschule 25,-. Vom Gesangverein St. Urban demokraten vertreten. Bühlte stahl dort 5 Ueberzieher, die er für 37 m. verfezte. E 20,-. Von Hrn. Sabor, Oranienstr. 10,-. Von Hrn. Bading wurde dieserhalb von der Strafkammer zu einem Jahre Ge- 30,-. Von A. B. 5,-. Von B. H. 1,-. In Summa 251,-. Der Schweizer Bundesrath entsendet achtzehn Dele- fängniß verurtheilt. Der Leheling erhielt vom Schöffengericht Besten Dant H. Gumpel, Kassirer der Arbeiter- Bildungsschule, girte zum Studium der Weltausstellung nach Chicago.- leinen Verweis, weil er unvorsichtig mit einem Dietrich um- Barnimftr. 42. # Für den Inhalt der Inferate über. nimmt die Redaktion dem Publikum Allen Verwandten, Freunden und Circus Renz. Berbandskollegen die traurige Nachricht, ( Karlstraße.) Sonntag, den 9. April 1893: daß mein lieber Mann, der Gürtler und Gelbgießer Leopold Thiele, 3226b gegenüber keinerlei Verantwortung 2 grosse Vorstellungen. Freitag, den 7. d. M., am Herzschlag Theater. Sonntag, den 9. April, Opernhaus. Die Rangau. Montag: Lohengrin. Neues Theater. Wohlthätige Frauen. Montag: Basantafena. Deutsches Theater. Der Talisman. Montag: Zwei glückliche Tage. In beiden Vorstellungen Auftreten verstorben ist. sämmtlicher Künstler- Spezialitäten ersten Die Beerdigung findet Sonntag, Ranges, sowie Vorführen und Reiten Nachm. 4 Uhr, vom Trauerhause, der bestdressirten Freiheits- und Schul- Böcfhstr. 35, nach dem neuen Jakobi pferde. Außerdem: Nachmitt. 4 Uhr firchhof( Hermannstraße) statt. ( ein Kind unter 10 Jahren frei): Die lustigen Heidelberger. Abends 71/2 Uhr: Mr. James Fillis mit dem Schulpferde Germinal. 3. Schluß: Ein Künstlerfest. Große Ausstattungs- Pantomime. Berliner Theater. Viel Lärm um Neue Einlagen mit überraschenden Nichts. Montag: Die Räuber, Leffing- Theater. Heimath. Montag: Eine Balastrevolution. Wallner- Theater. MonsieurAlphonse. Er experimentirt. Montag: Der Probepfeil. Kroll's Theater. La Traviata. Residenz Theater. • Champignol. Die beiden Adolph Ernst- Theater. Goldlotte. Montag: Dieselbe Vorstellung. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Die schöne Helena. Montag: Dieselbe Vorstellung. Licht- u. Wassereffecten. Ballet von 100 Damen. Glänzender Blumencorso. Grosses Brillant- Feuerwerk. Die trauernde Wittwe. Danksagung. Für die vielen Beweise der Theil. nahme bei der Beerdigung meines geliebten Mannes, unseres Sohnes, des Cigarrenarbeiters August Klahn sagen wir allen unseren besten Dant. 3214b Die trauernde Wittwe u. Eltern. Danksagung. 32336 Morgen, Montag, Abends 7/4 Uhr: der Beerdigung meiner lieben Frau, Für die herzliche Theilnahme bei Ein Künstlerfest. Rosalie Lig sonders dem Männer- Gesangverein Billet- Vorverkauf an der Zirkustaffe allen Berwandten uie in fase ich " Gleichheit" meinen innigsten Dant. u. beim„ Invalidendant", Markgrafen straße 51a. Fr. Renz, Direktor. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Große Thomas- Theater.„ Gute Zeug Spezialitäten- Vorstellung niffe." Montag: Dieselbe Vorstellung. Die Reise um Viktoria Theater. die Welt in achtzig Zagen. Montag: Dieselbe Vorstellung. National- Theater. Die Here. Montag: Die Here. Alexanderplatz- Theater. Die Ronfektionenfe. Montag: Dieselbe Vorstellung. Freie Volksbühne.( Nationaltheater). II. Abth. Nachmittag 22 Uhr: Egmont. Winter- Garten. Spezialitäten- Bor ftellung. Apollo Theater. Borstellung. Spezialitäten Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Zum 8. Male: Goldlotte. Gesangsposse in 8 Aften v. Ed. Jacobson und W. Mannstädt. Couplets theilweise v. G. Görss. Mufit von G. Steffens. In Szene gefett von Adolph Ernst. Anf. 71 Uhr. Morgen: Diefelbe Vorstellung. American- Theater. Novität! Novität! Der Dussel ( Nulpus) Parodistisch- realistischer Vorgang in der Dachtammer, frei nach Ibsen und Tolstoi von Oscar Wagner. ( Klemm Ede.. Martin Bendix.) V Alfred Bender in seinem neuesten Originalvortrag Der Volksmund in Berlin. Blank, der beste Bauchredner. Anhaltender Erfolg. Die Trockenwohner. Castan's Panopticum. Akka- Zwerginnen. Elektrisches Orchester. Nene Illusion: Lotosblume. Andere Jllusionen. Fantoche- Theater. Castan's Irrgarten. Schreckenskammer. PassagePanopticum. Im Theater- Saal: Nen! Lebende Bilder. Fortuna- Säle 3. Straußberger- Straße 3. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Jeden Donnerstag: Große Gesell schaftsstunde." Bollständig nenes Programm. J. Thaler, Ropfequilibrist, Schnellzeichner. Geschwister Wuger, SchwerterKämpferinnen. Truppe Marnitz- Gasch, MarmorTableau. Henry Bender, Gesangshumorist. Truppe Volter, Excentrics comic. Mr. Henry, Jongleur auf der rollenden Kugel. Max und Lilly Gläser, GefangDuettisten. Wilhelm Lig nebst Kindern. Danksagung. Für die vielen Beweise der Theilnahme bei der Beerdigung meiner lieben Frau Roſa Arendt, ſage allen Freun den und Genossen, besonders den Sangesbrüdern, für ihr bereitwilliges Entgegenkommen, auch den Genossinnen von Weißenfee für die geleistete Kranzspende meinen tiefgefühlten Dant. [ 32046] Der tiefbetrübte Gatte Otto Arendt. Bei meiner Abreise von hier sage allen Freunden und Genossen ein herzliches Lebewohl. Ferdinand Witte. Welt- Restaurant S. Dresdenerstr. 97. Sonntag, den 9. April: Schweizer Garten, Garten- Konzert, Am Königsthor, a. Friedrichsh. Vorstellung u. Ball. Schloss Weissensee. 1. Auftr. der Gebrüder Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf. 4017L* Zum Sternecker. Sonntag: Niagara, phänomenalste Seilkünstler der Gegenwart, auf dem 100 Fuß hohen, 500 Fuß langen Seile. Konzert Garde Bal champêtre. 4028L Drag.- Reg. Arena, Herren- und Damen- Reiten. Illumination. Volksbeluftigungen. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf. R. Sternecker. Gesundbrunnen. Weimann's Volksgarten. Heute, Sonntags Neu! Internation. Damen- Wettlaufen! Nen! am Ball. Herr Schimarowsky feldmarschmäßig 7500 Meter in 25 Min. Uniform Hr. Dir. Ruth. Saale: Illumination des Gartens. Volksbelustigungen.] Anfang 4 Uhr. Entree 25 Pf. Max Weimann. Militär- Konzert der Garde- Küraffiere in Park Jeben Sonntag von Nachmittags 4 Uhr: E Ausschank v. Weiss- u. Bairisch- Bier. Die Kaffeeküche ist geöffnet. Treptow, strasse. Konzert und Ball. Bade's Volksgarten. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis. für Dienstag, den 11. April, Abends 81/2 Uhr, im Lofal Königsbank, Große Frankfurterstr. 117: Versammlung. 1 376/17 Zagesordnung: 1. Die internationalen Bestrebungen der Arbeiter. Referent Genosse Th. Metzner. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Gäste willkommen.- Neue Mitglieder werden in der Versammlung aufgenommen. Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein Brothers Gasch, Atrobatische Norddeutsche Sänger, 7 Pers. für den 5. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Entree 50 Pf. Concordia- Festsäle C. Säger.[ 33 E Andreasstr. 64 und Krautstr. 38. Grösstes und schönstes PrachtEtablissement der Residenz. Hente, Sonntag, d. 9. April: 2. Saal: Herr Wehl, plattdeutscher Romiter, Frl. Lilli Wellini, Soubrette, Frl. Hedwig Schumann, Chansonette, Otto Seidel, jugendlicher Humorist. Anf. in der Woche 7 Uhr, Sonnt. 5 Uhr. Märkischer Hof, Admiral Strasse Nr. 18 c. Jed. Sonntag u. Donnerstag im pracht vollen Spiegelsaal: Gr. Fest- Ball. Mittwoch, den 12. April, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Seefeldt, Grenadierstraße 33: General- Versammlung. Tages Ordnung: 878/ 10° 1. Bericht des Vorstandes und Kaffenbericht. 2. Neuwahl des gesammten Vorstandes und der Revisoren. 3. Verschiedenes. Das Erscheinen aller Mitglieder ist erwünscht. Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein Gr. Juftrumental- Konzert anf. 4 Uhr, Gide 2 Uhr. Serren ab. für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. verbunden mit theatralischen Vorstellungen, arrangirt vom Berliner Bühnen- Verein. Avis!! Zur bevorstehenden Sommer faison erlaubt fich Unterzeich neter auf seinen neu eingerichteten Garten, 2000 Perfonen faffend, zur Abhalinng von Sommerfesten für Ver eine u. Gesellschaften hiermit ganz besonders aufmerksam zu machen. Säle jeder Art noch zu verC. Saeger. geben. Moritz Morits Etablissement Blas. Buggenhagen. Plas. Täglich Inftrumental- konsert. Großer Frühstücks- u. Mittagstifch. Spezial- Ausschant von Vahenhofer Lagerbier, hell und dunkel. An Sonn- und Fenttagen findet das Konzert in den aberen Sälen statt. Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Pf. für Tanz 50 Pf. Einige Sonnabende im Mai u. Juni ist mein Saal noch an Vereine zu vergeben. 40131* W. Noack's Festäle, Bennnenstraße 16, find noch Sonnabends und Sonntags mit schönem, großem, neu eingerichtetem Garten S 700 Personen faffend( auch mit Bühne) unter foulanten Bedingungen für Vereine zu vergeben. 32326 W. Noack. Vereinszimmer zu vergeben. Stralauer Platz 10/11. A. Poppe. 3213b Vereinsz. z. verg. Liegnigerstr. 18. 32096 Heut gehen wir nach Liegniger: straße 18 bei Vater Knoll zum Rauchflub Sumatra. 3298b Parteigenossen empfehle mein schön eingerichtetes Lokal zum gefälligen Befuch. Vereinszimmer als Bahlstelle für 40 Personen. Edmund Renter, 3652L* Swinemünderstr. 45. Genoffen empfehle meinen FrühMüchs, Mittags- und Abendtisch. Getränke sorgt stets Vereinszimmer mit Piano. Für gute 3613L* NaunynSäte für Berfammlungen, Rommerse, Fritz Fröhlich, ages. CTIEN- BRAVENE Festlichkeiten 2c. FRIEDRICHSHAIN Freunden und Gen. empfehle meine AktienDestillation, Weiß- und BairischBrauerei Bier- Ausschant. Vorwärts" und Bolts- Zeitung" liegen aus. Friedrichshain am Königsthor. Heute Sonntag: Grosses InstrumentalKonzert, W. Böhme, unter Benutzung der neuen großen " Dienstag, den 11. April, Abends 8 Uhr, in Schneider's Salon, Belforterstraße Nr. 15: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Dr. Lütgenau: Die politischen Parteien und die gegenwärtige Lage. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Verschiedenes und Fragetasten. Der Vorstand. NB. Diejenigen Genossen, welche noch Billets vom Stiftungsfest abzu rechnen haben, werden ersucht, bis zur General- Versammlung abzurechnen. Die Zahlstellen des Vereins befinden sich bei: Franz Gleinert, Fenn- und Müller- Joh. Guadt, Swinemünderstr. 120. straßen- Ecke. Hilgenfeld, Bergstr. 60. Steinbach, Antonftr. 1. averlandt, Bellermannstr. 87. Hermerschmidt, Moabit, Perleberger straße 28. Linneken, Beuffelstr. 57. Raabe, Ruppinerstr. 46. Emil Schmidt, Trescow. u. Diedens hofenerstraßen- Ecke. Hermann Kruse, Pappel- Allee 3-4. Kalkowski, Moabit, Calvinstr. 1. F. Lütke, Schwedterstr. 33. Diejenigen Genossen Berlins, welche im Besiz von Adressen von Genossen in der Provinz sind, die nach gelesenen Arbeiter- Zeitungen verlangen, werden ersucht, dieselben an den Genossen Gleinert, Müller- und Fennstraßen- Ecke, einzusenden. 240/6 Achtung! Schneider. Achtung! Montag, den 10. April, Abends 8 Uhr: Zwei Versammlungen. 1. Für Moabit: im Vittoria- Salon", Perlebergerstraße 13. Referent: A. Täterow. 2. Für den Often: in Joël's Salon", Andreasstraße 21. Referent: J. Timm.( Herr Lindenbaum ist hierzu speziell eingeladen.) Dienstag, den 11. April, Abends 8 Uhr: 2076b Zwei Versammlungen. Wilh. Jentsch, Elifabeth- Ufer 26, Ede Reichenbergerstr. Empfehle in meinem neu eingerichteten Restaurant große und fleine Vereinszimmer. für Klubs etc. Schultheiß- Bier à Glas 10 Pf. Gute Weiße 20 Pf. 4012L* Gerichtstr. 2, an der Grenzstraße. Nieft's Fest- Säle, Weberstr. 17. Weberstr. 17. Ein Sonnabend im April Umstände Anfang 42 Uhr. Dbalber frei geworden. Empfehle zu Eintritt 30 Pf. Rinder frei. Versammlungen. 39442* Programm unentgeltlich. 40158 Neu! Grosses Potpourri! Neu! Berliner Volksmusik. Konzert Orgel. Restaurant Gewerbe- und Concordia- Garten Industrie- Ausstell. ( Zum Wasserwerk.) Jeden Großer Ball. im Equitable- Gebäude. 4021L* Eingang an der Leipziger- nahe Sonntag: Friedrichstraße. Brivat estlichkeiten u. Versammlungen. Empfeble meinen Saal zu allen Grosse Schanstellung von hervorEmpfehle meine Säle zu allen Privat- 3792L* Bandsberger Chaussee 2. R. Schiele, Lichtenberg, ragenden Erzeugnissen des GeFestlichkeiten und Versammmlungen; werbes und der Industrie. auch sind einige schöne Vereinszimmer Zimmer für große und fleine Vereine Eintritt 25 Pf. zu haben. 3670L* Beteranenstr. 19. 3930b* Geöffnet v. 9 Uhr früh bis 8 Uhr Abends. " 1. Für den Norden: in der Norddeutschen Brauerei", Chauffeeftr. 58. Referent: A. Täterow. 2. Für den Westen, Schöneberg und Charlottenburg: im Königshof", der Bülowstr. 37. Referent: J. Timm. Tagesordnung in allen Bersammlungen: Der gegenwärtige Stand unferer Lohnbewegung und die Berechtigung aufgestellten Forderungen. Die Kollegen der betreffenden Bezirke werden in ihrem eigenen Interesse ersucht, pünktlich und vollzählig zu erscheinen. Noch bewilligt haben: Wurzel, Spandauerstr. 75; Pieper, Ansbacherftraße 57; Otto Stein, Unter den Linden 67; A. W. Geist, Steinmeßstraße 59; Heider& Jean Jaques, Unter den Linden 29. 391/12 Die Agitations- Kommission der Schneider und Schneiderinnen Berlins. Orts- Krankenkasse der Handschuhmacher und verwandter Gewerbe Berlins. Ordentliche General- Versammlung am Sonntag, den 16. April d. J., Vormittags 10/2 Uhr, bei Reimann, Alte Schönhauserstr. 42. Tagesordnung: 1. Jahresbericht des Rendanten und Bericht der Revisoren pro 1892. 2. Entlastung des Rendanten. 3. Neuwahl eines Arbeitgebers in den Voritand. 4. Antrag des Rendanten: Erhöhung des Gehalts. 5. Beschlußfassung über die Bestimmung des§ 24 des Statuts. 6. Verschiedenes. 3189b Zu dieser Versammlung werden die großjährigen, männlichen Mitglieder, sowie deren Herren Arbeitgeber bezügl. Punkt 3 der Tagesordnung eingeladen und ersucht pünktlich und zahlreich zu erscheinen. Berlin, den 8. April 1893. Der Vorstand. Berthold Hollubarsch, Borsitzender, Fehrbellinerstr. 49. Hierzu zwei Beilagen Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 83. Parteinachrichten. V Sonntag, den 9. April 1893. " " 10. Jahrg. Abend des 1. Mai hierher mittels Telegramms oder Postkarte von vornherein bei der Polizeiverwaltung zu Jeßniß legitimirt furz und bündig Nachricht über den Verlauf der Feier zu geben. hätten. Was schließlich die von der Polizeiverwaltung zu Jeßnig Redaktion des Reichstags Kandidatur. Für den westpreußischen, meist Die Adresse der Zuschriften foll lauten: die Druckschriftenverbreiter erlassenen Strasbefehle anlangt, gegen von Polen bewohnten Wahlkreis Koniz- Tuchel ist von der Vorwärts", Berlin SW., Beuthstr. 2." Es genügt, wenn die fo fehlt uns, nachdem Einspruch gegen die Strafbefehle erhoben Sozialdemokratie der Maler Franz Riesop aus Berlin zum Mittheilungen die Bezeichnung„ Maifeier", die Angabe des und damit die Entscheidung der Sache an das Schöffengericht Kandidaten für den Reichstag aufgestellt worden. Obschon der Ortes( bei kleineren noch der nächstgelegenen größeren Stadt) übergegangen ist, die Befugniß, die Zurücknahme der StraffestDruck, den in diesem Wahlkreise das polnische und deutsche und ungefähr die Zahl der Theilnehmer an der Versegungen zu verfügen." Unternehmerthum auf die Wählerschaft ausübt, ein sehr schwerer 1. Mai abgehaltenen Festlichkeit in recht deutlicher Schrift ent- Bericht der Jeßnizer Polizei, auf den die Kreisdirektion ihren ammlung, dem Kommers oder der sonstigen am Das Boltsblatt für Anhalt" erklärt nun hinzu, daß der ift, hoffen die Parteigenossen, daß bei der nächsten Wahl unfere halten. Das gleiche Ersuchen wird hinsichtlich der Festlichkeiten Entscheid ftüßt, feinem hauptsächlichsten Inhalt nach nicht auf ist, hoffen die Parteigenossen, daß bei der nächsten Wahl unfere 1. Stimmenzahl sich ganz bedeutend steigern werde. Bei der Wahl im Jahre 1890 erhielten wir 268 Stimmen. gestellt, die am 30. April oder 7. Mai als Vor- oder Nachfeier Wahrheit beruhe, und führt hierfür den schwerwiegenden Umabgehalten werden. Wir bitten die Redaktionen sämmtlicher stand an, daß die sechs Parteigenossen bei ihrer Sistirung nicht Parteiblätter, uns durch vielleicht zweimaligen, in Zwischen- sofort, sondern erst nach der 21stündigen Haft über ihre ränmen von etwa zehn Tagen erfolgenden Abdruck des Vor- Bersonalien befragt worden seien. Man fann daher auch das stehenden zu unterstügen. Urtheil des Schöffengerichts, wo die Sache wohl auch in dieser Beziehung klar gestellt wird, gespannt sein. * Gemeindewahlen. Auch in den schleswig- Holsteinischen Gemeinden Dietrichsdorf, Ellerbeck und Gaarden wurden in den Gemeinderath die sozialdemokratischen Kandidaten gewählt. . erläßt bie Wiener Arbeiter= Vorwärts". " Auch das katholische ,, Bayrische Vaterland" Dr. Sigl's danke". " Wegen Beleidigung des deutschen Kaiser3 wurde der Bielowsti, von der Offenburger Straffammer za 6 Monaten Redakteur des Offenburger, Wolfsfreundes", Otto Gefängniß verurtheilt. GEr soll sich dieses Vergehens nach Ausfage eines Gendarms in einer Rede schuldig gemacht haben, die er in Fürtwangen über die Militärvorlage hielt. Gegen das Urtheil wird selbstverständlich Revision angemeldet. sächsische Freiheit" ist am 25. März der Tischler Kirmse In die deutsche, oder sagen wir richtiger: in die aus Meera ne zurückgekehrt, nachdem er in der Strafanstalt zu Hohened neunzehn Monate lang wegen privater(!) Be leidigung des Fabritanten Straff gefeffen hatte. Im Gefängniß ist während der langen Haft sein Haar erbleicht; sonst ist er, wie das„ Sächs. Volksblatt" schreibt, der alte tampfeslustige Parteigenosse geblieben. Seine Wiederkehr feierte der Sängerflub des Arbeiter- Bildungsvereins durch ein Ständchen, auch das schon gab der Polizei Anlaß zu Vernehmungen. Möge Kirmse sich von der langen Haft recht bald wieder erholen! Tokales: Maifest- Literatur. Zu gunsten des österreichischen ArbeiterMaifeier. In Altona werden am Abend des 1. Mai Genosse Wenzel Stastny" in Prag- Karolinenthal, fonds hat der Redakteur des" Desterreichischen Metallarbeiters", zwei Versammlungen, abgehalten und am Sonntag darauf findet, ein Bildchen herausgegeben, auf dem besonders die Zeichnung wenn er erlaubt wird, ein Festzug statt, dem am Abend Festlich des die rothe Fahne haltenden kraftvollen Arbeiters recht an teiten in vier Lokalen folgen. sprechend ist. Das Bildchen enthält noch ein den Achtstundentag Zur Maifeier Beitung" folgenden Aufruf, in dem es heißt:" Die Arbeiter betreffendes kurzes Gedicht, das je nach dem Wunsche der Be Besterreichs find in einer ganz besonderen Lage. In allen italienischer Sprache geliefert wird. Der Preis des Exemplars steller in deutscher, böhmischer, franzöfifcher, englischer und zivilifirten Ländern ist die politische Gleichberechtigung der ist 25 Pf. oder 15 Kreuzer oder 38 Sous. Bugleich erscheint eine Arbeiterklasse anerkannt. Selbst Spanien hat das allgemeine Ausgabe im Korrespondenztarten Formate auf rothem Karton Wahlrecht und Belgien wird es nächstens haben. Defter mit verschiedenen Motto's oder ohne solche, die zu Mitgliedsreich theilt mit Rußland die traurige Auszeichnung, daß farten, als Legitimation für Kongreßtheilnehmer, Gratulations feine Arbeiterklasse politisch mundtodt ist. Mehr als zwei Drittel der Bevölkerung sind in Desterreich vom Wahl- farten, sowie zu Leichenkränzen 2c. verwendet werden kann. Preis rechte ausgeschloffen. Die Großgrundbefizer, die Kapitalisten per Stud 3. Kr. Im Berlage von A. Hoffmann in 3eiß hat B. Strzele und einige Vertreter der Bauern und Kleinbürger machen wicz einen von ihm hübsch gedichteten und in Musit gefeßten, Gesetze im Namen des ganzen Volkes. Es wird über die leicht fangbaren Gruß an den ersten Mai", Lied für Arbeiterklasse verfügt, ohne daß daß ihre Bedürfnisse, ihre Männerchor, erscheinen lassen. Preis der Partitur 1 M., ber Wünsche überhaupt laut werden können. Die sogenannte foziale Reform", wodurch angeblich vor allem die Arbeiterfrage einzelnen Stimme 15 Pf. Das Lied bildet die 5. Nummer der geregelt werden soll, wird im Parlamente verhandelt, ohne daß von Strzelewica herausgegebenen Kouplet und Duett- Sammlung auch nur ein einziger Arbeitervertreter gehört würde. Nun, die" Sozialreform" fieht auch danach aus!! Nur der„ Steuerzahler" ist Wähler. Als ob die indiretten Steuern auf die noth stimmt der Meinung der Sozialdemokraten im Wurzener Die Gewerbegerichts- Beisiger werden hierdurch nochmals wendigsten Lebensbedürfnisse nicht am schwersten gerade auf der Stadtverordneten Kollegium rund und nett zu, aufmerksam gemacht, daß der von der Arbeiter Bildungsschule Arbeiterflaffe lasten würden! Als ob die drückendste aller welche die 2000 Mart Zuschuß für die höhere Töchter- veranstaltete Unterricht in der Gesegestunde am Steuern, die Blut steuer, nicht gerade von den besitlosen ich u l e" mit der treffenden Begründung, verweigerten, daß diese Montag Abend 82 Uhr in der Ost- Schule, Markusstr. 31, be Boltsklassen vorzugsweise vorzugsweise geleistet würde. Aber frei. lich! Man sagt, die die Arbeiter find nicht„ politisch nur dem Standes dünfel der reicheren Klassen, sowie dem ginnt. Der Unterricht für die Südost- Schule, Reichenbergerstr. 133, reif". Die Reife" wächst nämlich mit der Länge des Geld Bedürfniß nach Absonderung ihre Entstehung ver- beginnt am Dienstag, 11. April, der für die Nord- Schule, Müller. straße 179 a, am Sonntag, 16. April. beutels! Nun wohl, die Arbeiter Desterreichs werden am 1. Mai 1893 zeigen, daß sie politisch reif" sind. Sie Aus Schweden. Am ersten Ostertage wurde in Malmö Zur Agitation. 22 Parteigenossen des dritten Berliner werden bewesen, daß sie den Werth politischer Rechte sehr wohl das erste soziali ische Versammlungshaus in Schweden Reichstags- Wahlkreises verbreiteten am 1. und 2. Ostertag in zu würdigen wissen. Und ein mächtiger, einstimmiger Ruf wird eröffnet. Redakteur Ayel Danielson hielt die Eröffnungsrede. etwa 30 Dörfern der Umgegend von Fürstenwalde, am 1. Mai 1893 von einem Ende Desterreichs zum andern er: Das Voltshaus, so heißt das neue Gebäude, ist von einer Aftien- Be estow und Storkow die Reichstagsrede Bebe 13 vom tönen: Wir wollen das allgemeine, gleiche und direkte gefellschaft erbaut worden, und Fachvereine und Krantentassen 3. Februar d. J. über den Zukunftsstaat und die Sozialdemokratie, Wir wollen freies Vereins. und Versammfind die Besitzer der Aftien. fowie ein Flugblatt der Agitationstommission für die Proving Brandenburg. Iungsrecht, Breßfreiheit und vor allem: Wir wollen Polizeiliches, Gerichtliches ze. freies Koalitionsrecht! Dieser Ruf wird laut und Der Wahlverein des 6. Berliner Wahlkreises hatte vernehmlich ertönen, aber unseren Gegnern werden wir nicht die funftaflaat waren am 5. März in Jeßnis 6 Parteigenoijen Westend über Halensee, Schmargendorf, Dahlen, Stegliß, Friede Bei der Verbreitung von Bebel's Rede über den Buam Charfreitag eine Agitationstour vom Birkenwäldchen in Freude machen, irgendwie das Gesetz zu übertreten. Man aus Dessa u polizeilich sistirt und 2/2 Stunden lang in Hait nau, Wilmersdorf gemacht. wird unfere Stimme hören müssen, ohne Gelegenheit zu gehalten worden, obschon sie die Schriften in den Wohnungen haben, fie gewaltsam zu ersticken. Der Feiertag der Leute verbreitet und auch sonst nichts Verbotenes gethan Don Volkswegen Stöcker gegen den Nadau- Antisemitismus. In der wird ernst, würdig und freudig hatten. Gegen die Verhaftung wurde bei der Dessauer Kreis- Tonhalle fand Freitag Abend eine Versammlung der christlichbegangen werden.. Die Arbeit wird ruhen und jene direktion Beschwerde geführt, diese hat aber die Verhaftung ge- fozialen Partei statt, in welcher Stöcker über den RadauUnternehmer, die fich einen Rest von Einsicht, Gerechtigkeit und Klugheit bewahrt haben, werden ihren Arbeitern, haben nachweisen fönnen, ob die Verbreitung eine nichtgewerbs- ihm der antisemitische Agitator Paul Werner aus Marburg erbilligt, weil erstens die Verbreiter bei ihrem Antreffen nicht Antisemitismus eine 11/2 Stunden lange Rede hielt, auf welche die jahraus, jahrein für sie frohnden, den Tag gewähren, diesen maßige, oder eine gewerbsmäßige fei, in welchem legteren Falle widerte, was Stöcker jetzt als Radau- Antisemitismus brandeinen. So wird das Völkerfest des 1. Mai für alle zu eine Zuwiderhandlung gegen§ 43 der Reichs- Gewerbe- Ordnung marte, habe er selbst gut geheißen, als es ihm zu seinen Erfunft in der Geschichte gefeiert werden zur Erinnerung an jene vorgelegen haben würde, und weil zweitens fie sich über ihre folgen verholfen habe. Man müsse den Radau mitlaufen große Zeit, in welcher das Proletariat erwachte, in welcher es person nicht sofort ausweisen fonnten, was beim Vorhandensein laffen als Sturmbock nach dem Grundsage der Zweck heiligt das zielbewußt und sieges sicher auf den Plan der Geschichte trat einer strafbaren Handlung, also auch eines ohne Genehmigung Mittel."( Pfuirufe.) Radau- Antisemitismus nenne er jenen GeUnd nun auf! Arbeiter Desterreichs, rüstet Euch, den 1. Mai vorgenommenen, gewerbsmäßigen Verbreitens von Druckschriften, schäftsantisemitismus, der sich in der Friedrichstraße breit mache. würdig zu feiern, zu zeigen, daß Ihr versteht, was der Arbeiter nach Art. 127 der Strafprozeß- Ordnung eine vorläufige, polizei Dagegen müffe man anfämpfen, indem man von den betreffenden Feiertag will, daß Ihr einsteht für den Achtstundentag liche Festnahme rechtfertigt. Die Polizeiverwaltung hat erklärt, Händlern nichts mehr faufe. Man wolle auch keinen Radau, und für das allgemeine, gleiche, dirette Wahl- daß sie sofort nach Feststellung der Personalien und nach Ver- fondern einen radikalen Antisemitismus. Schließlich be= nehmung über den Thatbestand die Festgenommenen wieder ent- flagte Werner es, daß Stöcker durch diese Versammlung sehr lasjen habe. Die Festnahme wäre vermieden worden, wenn die dazu beitrage, daß die große Uneinigkeit bei den Antisemiten Druckschriftenverbreiter mit ausreichenden Ausweisen über ihre noch vermehrt und verschärft werde. Hofprediger Stöcker Person, sowie über das Nichtvorhandensein der die Untersagung des erwidert darauf, daß nicht er, sondern die Deutsch- Sozialen die Verbreitens von Drudschriften rechtfertigenden Voraussetzungen der Spaltung hervorgerufen hätten. Wie es die Böckelianer Gewerbe- Ordnung versehen gewesen wären und sich dementsprechend veispielsweise treiben, das sei eine Sch ande, ja ein WahnWahlrecht!! recht!" Zur Beachtung! Um über die 3ahl der Theil nehmer an der Maifeier möglichst bald einiger maßen zutreffend berichten zu fönnen, ersucht hiermit Die Redaktion des Vorwärts" die Leiter der offiziellen sozialdemokratischen Maifeftlichkeiten aller Orte, noch bis zum " Sonntagsplauderet. " 39 " Mund für das Sozialistengesetz und gegen die Eugen Richter als Sozialistenfresser hingestellt hat, so hat Hundesperre plädiren, wahrscheinlich, wahrscheinlich, weil der da er teinesfalls dabei an das alte Sprichwort gedacht: R. C. In Friedrichsruh ist der Geburtstag des Alts malige Reichstyras die hündische Maßregel härter empfand Qui mange du pape, en meurt" mer vom Papst ist, reichskanzlers sang- und facellos vorübergegangen. Die als gewöhnliche Sozialdemokraten die menschliche", und stirbt daran. Es wäre schade, wenn ein Mann wie Eugen Heiligkeit der Charwoche ließ es nicht zu, daß man den heute darf man daher gespannt sein, mit welcher lapidaren Richter am verdorbenen Magen einginge, schon wegen des Säfularmenschen heimleuchtete, und vergilbte, polizeiliche Weisheit der ältere Bismarck die Welt überraschen wird. unvergleichlichen Redeflusses! Bestimmungen über Sabbathruhe und ähnliche schöne Sachen Wahrscheinlich wird man ein unverfiegliches Klagelied über Nun laß mich aber auch einmal ausreden", sagte eine find schließlich gleichmäßig für jeden Privatmann vorhanden, die Depoffedirung der Dynastie Bismard vernehmen, und Frau zu ihrem Manne. wenn die Anwendung ihrer Gleichmäßigkeit auch zu wünschen hoffentlich heißt es nicht: Die Sünden der Väter werden Unmöglich; Du weißt, ich habe keine Beit ich muß übermorgen verreisen!" übrig läßt. Auch der getreue Kiebig von Jever scheint ge- heimgesucht an den Kindern..." sireikt zu haben, und die Kibigeier sind immer noch nur für Es ist bedauerlich, daß Graf Herbert Bismarck noch Wenn es sich um die Quantität der Reden handelte Die Leute da, die das nothwendige kleine Geld für diese keinen Interviewer gefunden hat. Das ist eben nur das wo wäre die Sozialdemokratie: Eugen Richter fäße längst Delikatesse in ihrer Tasche flimpern hören. So wird die Vorrecht wirklich bedeutender Männer, und es muß als ein auf ihr wie der Mann mit dem vernichtenden Blick auf den Welt mit jedem Tage schäbiger: wirkliche Großmuth und Att der ausgleichenden Gerechtigkeit der Weltgeschichte an- Trümmern von Karthago. Trotzdem haut Herr Richter mit edle Freigebigkeit findet man eben nur so lange, als man gesehen werden, daß wenigstens Ahlwardt feinen Hermann derselben Berve auf die Sozialdemokraten ein, wie Ahlwardt felbft etwas zu sagen hat, später ist alles Essig. Die Mit Bahr gefunden hat. Nun weiß man wenigftens, wie Ahl- auf die Juden der Unterschied ist nur der, daß die arbeiterschaft bei einer Zeitung wird heut zu Tage lange wardt sich räuspert und wie er spuckt, und daß der ersteren nicht so nervös sind wie die letzteren. nicht in gebührender Weise belohnt, selbst die Hamburger 13. April der Tag ist, an welchem der große Protektor der Daher schreit man auch in allen Tonarten nach der Nachrichten" verschenken keine Rittergüter, und unter Judenschaft, der Finanzminister Miquel, geschächtet nein Polizei nein Polizei, welche die antisemitischen Händler aus der solchen Umständen bleibt auch einem Staatsmann nichts vor den Augen des deutschen Volkes geschlachtet werden Friedrichstraße vertreiben. Bürgerliche Anschauungen weiter übrig, als seine Feder in Gift und Galle wird. Es muß kein angenehmes Gefühl sein, wenn müssen die Empfindlichkeit ganz exorbitant steigern, wenn zu tauchen, und sich mit den landesüblichen Honoraren zu man die Gewißheit hat, daß man in vier Tagen zu man nicht etwa glauben soll, daß nicht doch irgendwo frieden zu geben, wenn man schließlich nicht noch als den moralisch Todten gehören wird. Bei der der allein bischen böses Gewissen versteckt ist. Wenn sich die Unzufriedener und ewiger, unverbesserlicher Nörgler ver- gemeinen Judenzerschmetterung, die für diesen ominösen Sozialdemokratie über jede Schmähschrift so aufgeregt hätte, schrien werden will. Dreizehnten in Aussicht gestellt ist, dürfte es ziemlich heiter wie die liberale Presse über die antisemitischen LiteraturZwar sagt die Bibel, des Vaters Segen baut den zugehen und der Minister Miquel ist hoffentlich nicht so Erzeugnisse des Herrn Ahlwardt und seiner Hintermänner, Kindern Häuser" aber dieser Spruch bewahrheitet sich leichtsinnig wie Cäsar, der die Warnungen vor den Jden so wäre das ein Entrünungsrummel ohne Ende gewesen. nicht immer. Eine solide Hinterlassenschaft widerstreitet des Wärz unverantwortlicher Weise in den Wind schlug. Immer ruhig Blut, und warm angezogen", sagt der Berebenfalls nicht christlichen Marimen, aber angenehm ist es Man spricht jetzt bereits von zwölf Zentnern Aftenstücke, liner bei gewissen feierlichen Veranlassungen, und das ist immer, wenn Eltern an ihren Kindern Freude erleben und und wenn der Treizehnte herankommt, wird man jedenfalls auch in diesem Falle das Beste, was man thun kann. Man umgekehrt. Harret der Sessel des Fürsten Bismarck im in Berlin so wenig einen unbesezten Möbelwagen finden soll sich trösten, es giebt genug christlich- germanische Gauner. Reichstage immer noch seines Besizers, so ist doch Aussicht wie am Ziehtage die vorfintfluthlichen Fahrzeuge werden Wer es über das Herz bringt, gerade zu Ostern die Glocken vorhanden, daß„ Priams großer Heldenstamm nicht ganz alle in Anspruch genommen sein, um Ahiwardt's Beweis- einer Kirche zu stehlen, wie es jüngst in Moabit passirte, verdirbt". Dem Grafen Herbert Bismarck hat man in material nach dem Reichstag zu schaffen. der schreckt auch vor dem Außersten nicht zurück. Natürlich Schönhausen ein Reichstags- Mandat angetragen, dasselbe ist Ernst ist das Leben, heiter jedoch das Stadium, in müßte ein Philosemit erst den Nachweis liefern, daß nur natürlich mit Dant angenommen und als eine hohe Ehre welches die Militärvorlage jetzt eingetreten ist. Die Blätter teutonische Fäuste die vier Zentner Glockenspeise weggepriesen worden. Der Alt- Reichskanzler liebt bekanntlich verkünden mit mehr Emphase als Geschickt, daß der Reichs- schleppten sonst traut man schließlich den Juden zu, daß die Abwechselung. Vor Jahren stieg er durch seinen tanzler immer noch einem Kompromiß zugänglich sei. Herr fie eines Tages den Juliusthurm verschwinden lassen. Und zweiten Sohn zum Volke nieder, wie die Frommen im Dr. Barth wird wohl auch etwas heftig über die Noth der des Inhalts wegen wäre ein solches Vorkommnis wirklich Lande verkündeten, und er ließ durch diesen erleuchteten Freifinnigen aus der Schule geplaudert haben, und wenn er zu beklagen... finn. Böckel wolle ihn Stöder-aus feinem Siegener| junge Mädchen. Innerlich schwer verletzt, wurde fie nach der! ehlfreise verdrängen, ferner habe der Redakteur des Reichs- Charitee gebracht. Feld" in öffentlicher Versammlung erklärt, die Antisemiten man Gott nicht mehr. Stöcker Slumen- und Puhfebernbranche. Montag, ben 10. pett, abends 8% Uhr, Annenftr. 16, Generalversammlung. Wichtige Tagesordnung. Freie Kranken- und Begräbnißkaffe der Schuhmacher und Berufs Bersammlung, Fischerstr. 25. genoffen Berlins( E. S. 27). Montag, den 17. April, Abends 8 Uhr, GeneralPrivat- Theater- Gesellschaft Hoffnung. Montag, 9 Uhr, bei Sauer graftturn- und Artistenvereta gibertas. Montag und Frettage Uhr, Ortsverein der Bildhauer. Montag, ben 10. April, bends 8% Uhr, Vergnügungsverein Italia. Restaurant Roland", Elfafferstr. 26. Theaterverein Unikum. Blumenftr. 78 bei Wollschläger, Sigung um Privat- Theater- Gesellschaft Preciosa. 4% Uhr Nachmittags, Andreas: Cheater- und Vergnügungsverein Fritillaria". Sonntag, den 9. April, Abends präzise 6 Uhr, Generalversammlung, bei Dreßler, BarnimPrivat- Theater- Gesellschaft und Artistenklub Humor. Sizung am Sonntag, den 9. April, Abends 6 Uhr, bei Schönwälder, Drantenstr. 163 pt. Tagesordnung: Geschäftliches, Aufnahme, Mittheilungen. Nach der Sizung Zanz und Vortrag. ftraße 3, Sur Kornblume", Sigung und Tanz. Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag Vormittag 8-10 Uhr: Nord= Schule, Müderstr. 179a: Unterricht in Gefeßesfunde. Dft: Schule, Martusstraße 31: Buchführung. Für alle vier Schulen in Schöning's Restauration, Stallschreiberstraße 20: Nationalötonomte. Montag, jollten hundertmal lieber einen Sozialdemokraten als einen Rondes föniglichen Polizeipräsidiums. Weizen per 100 kg. guter von Marktpreise in Berlin am 7. April, nach Ermittelungen servativen wählen. Mit solchen Wahnsinnigen könne Verein der Arbeiter und Arbeiterinnen der Such, Papier und er nicht Politit treiben. 15,60-15,20 m., mittlerer von 15,10-14,70 m., geringer von Lederwaaren- Industrie. Bersammlung am Montag, ben 10. April, Abends E3 jei das ein an Wahn 14,60-14,20 M., Roggen per 100 kg. guter von 13,20 bis 8% ubr, bet Bolz, Alte Jakobfir. 75. Vortrag des Herrn Dr. Lütgenan finn grenzender Radau und Geschäfts Antisemitismus. Auf die Art bekämpfen Sie die Juden nicht.( Bravo 13,00 M., mittlerer von 12,90-12,70 M., geringerer von 12,60 mann, Adalbertstr. 8, General- Bersammlung. Neuwahl des Borstandes, Aufid Zischen.) Fabrikant Bolge regt an, den Boykott über die bis 12,40 M. Gerfte per 100 Kg. gute von 17,50-16,30 m., nahme neuer Mitglieder, Fidelitas. Judengeschäfte zu verhängen. Das sei richtiger praktischer Anti- mittlere von 16,20-15,10 M., geringe von 15,00-18,80 m. bet pente, Gfaligerjir 64. femitismus.( Bravo und Lachen.) In den Versammlungen seien Safer per 100 kg. guter von 15,90-15,30 m., mittlerer von Arbeiter Gefang- Verein Nord. Montag, ben 10. April, Abends 9 Uhr, immer nur fleine Leute, die die Noth spüren. Der Beamte und 15,20-14,70 M., geringer von 14,60 bis 14,00 M. Stroh, Generalversammlung bei Keller, Bergstr. 68. der Großgrundbesitzer heirathen einfach ein Judenmädchen, wenn 100 Kg. von 7,20-5,20 m. Richt per 100 Rg. von 4,70 bis 4,00 M. Heu per Dresdenerstr. 10, 1 Treppe. Generalversammlung. Wahl des zwetten BorErbsen, gelbe zum Rochen figenden. habe es nicht anders als Ahlwardt gemacht. Heutzutage fürchte per 100 kg. von 40,00-24,00 M. Speisebohnen, weiße per 5% Uhr Sigung, 6½ Uhr Vorträge und Zanz. Linfen per 100 Rg. von 80,00 aber den Juden.( Unruhe.) Unter den 100 Kg. von 50,00-20,00 m. Antisemiten giebt es welche, die alles Heilige in den Schmus bis 30,00 M. Kartoffeln per 100 kg. von 6,00-4,50 M. Rind- 5 Uhr. Nachher Fidelitas, Tanz, Borträge. ziehen. Die sind nicht besser als die Juden.( Lebhafter Bei- fleich von der Keule per 1 Kg. von 1,60-1,20 M. Bauchfleisch fall und Bischen.) Mit der Frreligion tommt man nicht per 1 Kg. von 1,30-1,00 m. Schweinefleisch per 1 Kg. von weit. Mit Wahnsinnigen gehe ich Kalbfleisch per 1 Kg. von 1,60-0,80. nicht zusammen. 1,50-1,20 9. ( Bravo und Lachen.) Dr. Jordan fritisirt die Hammelfleisch per 1 Kg. von 1,50-0,90 M. Butter per 1 Kg. ftraße 16. berschiedenen Arten des Antisemitismus. Man wisse gar nicht von 2,80-1,80 m. Gier per 60 Stück von 4,00-2,40 m. Fische mehr, wie viel Arten es gebe. Pflege des Christenthums sei die per 1 kg.: Karpfen von 2,40-1,20 m. Aale von 3,00 bis beste Hilfe.( Bravo und Zischen.) Berner sagt sich von allen 1,20 m. Bander von 2,40-1,00. Hechte von 1,80-1,00 9. Schreiern los. Stöcker rust, daß der atheistische und Läfter- Barsche von 1,60-0,60 m. Schleie von 2,40-1,00 m. Bleie antisemitismus doch schließlich den Juden anheim falle. von 1,40-0,80 M. Krebse per 60 Stück von 12,00-3,00 m. Polizeibericht. Am 7. d. M., Morgens, wurde auf der Treppe des Hauses Cremmenerstr. 4 ein Schuhmacher erhängt vorgefunden. Auf dem Leipzigerplay wurde Nachmittags eine Verkäuferin durch eine Kutsche überfahren und am Unterschenkel und Rücken so bedeutend verletzt, daß sie nach der Charitee ge bracht werden mußte. Vor dem Hause Schönhauser Allee 34 gerieth ein Dienstmädchen, als es mit dem 2jährigen Sohne feiner Herrschaft auf dem Arm den Damm überschreiten wollte, Der Generaldirektor der Museen, Dr. Schöne, soll die unter die Räder eines Bierwagens. Während das Mädchen Absicht haben, aus dem Staatsdienst zu scheiden. Die National nur leichte Verlegungen davontrug, wurde der Knabe Zeitung" meint, die Veranlassung dazu fei darin zu finden, daß Borderarm am und an beiden Händen schwer verlegt. aus Geld mitteln, welche für die Museums- Ver- An der Ecke der Leipziger- und Kommandantenstraße fiel ein waltung bestimmt waren, Verwendungen ohne die Zustimmung, 11jähriger Knabe beim Besteigen eines in der Fahrt beziehungsweise gegen das Botum des General- befindlichen Möbelwagens zur Erbe, so daß die Räder ihm über direktors der Museen erfolgten, in einem bestimmten beide Beine hinweggingen. Er wurde schwer verlegt nach der Falle zu einem recht zweifelhaften" 3wedfe. Auch Wohnung feiner Eltern gebracht. In der Nacht zum 8. 6. M. andere Blätter besprechen diese Sache, aber ohne irgend welche wurde auf dem Felde hinter der Elbingerstraße ein unbekannter, feste Thatsachen anzuführen und in allerlei dunkeln Rede- etwa 50jähriger Mann an einer Schaufel erhängt vorgefunden. wendungen. Und da wundern sich diese gutgesinnten Blätter, Am 7. d. M. und in der darauf folgenden Nacht fanden fünf wenn nicht bloß in der Ahlwardt- Sippe allerlei gemunkelt wird, Brände statt wovon in den meiteren Voltsmassen nichts weiter rückständig nach Nixdorf, Kottbuser Damm 70, gerufen, wo eine Farben Außerdem wurde die Feuerwehr in der Nacht bleibt, als die Anschauung, daß überall, wohin man auch in den fabrik, eine größere Anzahl bölzerner Schuppen und auf dem behöheren Kreisen blicke, etwas faul sei. nachbarten Holzplatz ein etwa 60 Meter langer Schuppen mit Holzvorräthen, sowie ein Stallgebäude brannten. Ein Herr Weiß machte Stöcker für den Radau- Antifemitismus verantwortlich. Um 1/212 Uhr wurde die Versamm lung mit einem„ Soch" auf Stöcker geschlossen. Nachdem Stöcker damit begonnen, die Rolle des Bruder Miericke" zu übernehmen, kann er diese nicht mehr abstreifen. Jedenfalls steckt in dem von Stöcker angegriffenen Radau- Anti: femitismus mehr Ehrlichkeit als in dem Stöcker'schen. " Derlammlungen. V Schule, Reichenbergerstr. 133: Anatomie. In allen Unterrichtsfächern abends 8%-10% Uhr: Nord- Schule, Müllerstraße 179a: Unterricht in Deutsch( oberes); Süd- Ostfchule, Martendorferstr. 5 bet Grube: Nationalotonomie; Off- Schule, Martusstraße 31: Gefeßestunde; Südostwerden noch Schüler und Schülerinnen angenommen. jeden Gonntag Bormittags 10% Uhr im Restaur. Schömann, Heimstr. 16. Sozialdemokratische Lese- und Diskutirkiube. Mar Kayser, Retmer", jeden Montag, Abends 9 Uhr, bei Budolph Bahr, Gerichtsstr. 19. Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Theaterverein Concordia", Sigung Sonntag, Nachmittag 6 Ubr, bel rebs, Ohmgasse 2. Nach der Sigung Fidelitas. Tambour- und Vergnügungsverein Gut Sett, alle 14 Tage bet Gepffert, Oranienfir. 121. Bon 4 Uhr an. Bergnügungsverein Nord", Stgung Sonntag Abend 5% Uhr. Gefang- Turn- und gesellige Vereine. Montag. Gefelliger Beretn 8wiebelfische, Rigdorf, Abends 9 Uhr in Barta's Lotal, Berliners Bergnügungsverein Freundes treue, jeden Montag bet raße 120. Möring, Admiralstr. 18c.- Geselliger Klub N a mentos, jeden Montag im Restaurant zum Butunftsstaat, Rajtanien- Allee 85. Bergnügungsverein Auf Selgoland Sigung jeden Montag 9 Uhr bet Sinte, Bergfic. 54, Fidelitas. Adalbertstr. 21, Abends 9 Uhr. Alle 14 Tage Tanz Bergnügungsverein Einigtett 1890. Jeben Montag Sigung bei Noll, Vergnügungsverein Gulalia" bei Herrn Reg gentin, Barntmftr. 4-5 Sibung 6 libr. Privat- Theater- Gesellschaft So ffnung, Sigung b Sauermann, AdalbertPfeifentlub Felsenfest, Abends 9 Uhr, Königsbergerstr. 20 bet Schabrodt. Rauchtlub Weiße Wolte, Abends von 9-11 Uhr, Bernauerjir. 14. Rauchtlub Elvira, Abends 9 Uhr bei Lehmann, Friedrichsfelder= raße 27.- Saitentlubust tge Brüder" Krautstr. 48, Abends 8½ Uhr Gruft Rabite. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Montag, Alle Menderungen im Bereinstalender find zu richten am Fr. Kortum, Manteuffelfir.70. bends a ühr: Nebungsftunde. Aufnahme neuer Mitglieder.- Norddeutſce Schleife, Melchiorftr. 15 bei Stehmann. Siebertafel der Maler und verw. Berufsgen. Annenfir. 16 bei Ehrenberg. Harmonie a Weinstraße 11 bei Feindt. Zonblüthe, Görligerstraße 58 bet Tolts dorf. Blüthe, Weinstraße 23 bei Seffe. Sängerchor der Ghirurgischen Branche, Alte Schönhauserftr. 42 bet Reimann. roh' Hoffnung Berlin West, Kulmftc. 36 bei Raumann. Sänge bain, Reichenbergerstr. 16 bet Baghold.- tebe sfreiheit II, Strausberg, im Restaurant Krüger.- Myrthenblätter, Belforterſtr. 15, bet Schneider. Felsenburg, Koppenstraße 43c. Gefangverein Lieberzweig, Hermsdorf, bei Gastwirth Sievert in Weidmannsluft. Gefangverein„ Berliner Bildhauer, Ornament", Wrangelstraße 141 bet Schmidt. Gefangverein Berliner Buchdrucker, 9-11 Uhr, bei Chrenberg, Annenftr. 16.- Collegia 2 der Berufsmustter, Neue Friedrichstr. 44, bei Röllig. Brauer- Gefangverein Gerstenähre, Neue Friedrichstr. 20 ( Alle Buschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, find zu F. Keller, von 4-6 Uhr Nachmittags. richten an. Sentel, Bergmannstr. Nr. 21, Sof 3 Treppen.) Senntag: Privat- Theatergesellschaft und Artistentlub Belle Alliance bei Herrn Lehmann, Alexandrinenstraße 32, Abends 6 Uhr. Privat Theater- und Die Sprengung des Domthurmes, die Sonnabend Vergnügungsverein& Immenhorst bei Herrn Herrath, Boechstraße 7, NachMorgen um 10 Uhr stattfinden sollte, ist mißglückt. Die mittags 4 Uhr. Freundschaftlicher Bartverein bet Herrn keyschty, Nostizftraße 12, Worm. 8-10 Uhr. Zurnverein Fichte in Schözel's Seeschlößchen Sprengverfuchstommission der Eisenbahn Brigade hatte unter in Lichtenberg.. Tambourverein Ruf bei Sperling, Inselstr. 1.- Geselliger Leitung des Majors Gerding die Minen gelegt. An das Berein Italia bei Bohrsdorf, Pantstraße 4.- Stordtlub Gefelligteit Fundament des Domes waren 10 Minen gelegt, die eine Gebei Schneider, Belforterstr. 15, jeden Sonntag nach dem 1. d. M.- Zheaterverein Thalia bei Schröder, in Stralau, Nachm. 3-4 Uhr. Geselliger Verein sammtladung von 108 Kilogramm hatten. Der Sprengstoff war Freundschaft bet Rofiter, Schönhauser Allee 135. Geselliger Berein von der Dynamit- Aktiengesellschaft, vormals Nobel, in Hamburg Generalversammlung der Vereinigung der Drechsler rei und Luftig bei Schönfelder i. teft, Oranienftr. 153. Privat bezogen. Die Minen selbst waren mit einer 50 Zentimeter Deutschlands zu Kaffel. Die 3. ordentliche Generalverfamm- heatergesellschaft Walhalla, Nachmittag 3½ Uhr Dresdenerstr. 45 bei Bergnügungsverein Nord 1. Zindowerstr. 26 b. Sachs. hohen Schuttschicht bedeckt. Die Zündung erfolgte durch einen lung der Drechsler und Berufsgenossen Deutschlands nahm am Bachmann, Sigung. Geselliger Verein der Feilenhauer, Gartenstr. 162 b. Meißner, jed. Sonntag dynamo- elektrischen Zündapparat, der am Denkmal Friedrich 3. b. M. ihren Anfang. Theil nahmen 22 Delegirte. In dieser por d. 1. d. m. Montag: Pfeifentlub Felsenfe ft bei Schubordt, Königs Wilhelm III. Aufstellung gefunden hatte. Major Gerding hat Sigung, die nur bis 91, Uhr tagen fonnte, wurde die Mandat- bergerstr. 24. Humoristischer Verein Pipifar bei cöfche, Fichteftr. 29. Theaterverein Nora, Märkischer Hof, Admiralstr. 18c, Abends 9 Uhr. schon vor der Sprengung seine Zweifel über den Erfolg aus: prüfungskommission gewählt, die Geschäftsordnung und TagesTheaterverein roletariat, Naunynstr. 88 bei seühn. gesprochen.- Obgleich von dem Vorgange wenig bekannt Ordnung festgefeßt. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonntag. Theaters und war, fo hatte sich doch eine nach Tausenden zählende Die zweite Sigung begann um 11 Uhr mit dem Be- Bergnügungsverein Sarletin, heute Nachmittag 5 Uhr Beughofftr 8. Theaterverein Zuschauermenge eingefunden, die in einem Radius von richt des Borstandes und des Ausschusses. Aus dem Bericht Theaterverein Concordia Beughofstraße 8 bei Roch. Othello jeden Sonntag Uhr bei Foge, Röpenickerstr. 191. Nachher: etwa dreihundert Schritten durch Schuhleute entfernt gehalten des Vorstandes, erstattet vom Borsigenden, heben wir Fidelitas. wurde. Um 10 Uhr wurde der Befehl zur Sprengung gegeben; folgendes hervor: Trotzdem die Zahlstellen von 75 auf 80 Bergnügungsverein Nord, Nachmittags 5 Uhr Fennstr. 5 bet trüger. ein Hornsignal ertönte; ein dumpfes Rollen wurde hörbar; die gestiegen sind, ist die Mitgliederzahl gefallen und zwar von Vergnügungsverein Germanta, alle 14 Tage Berfammlung LinienStraße 150. Bergnügungsverein Deutsche Ginigteit, Nachm. 4-6 Uhr, Erbe bebte, und eine gewaltige Staubwolte entstieg dem Boden 3066 auf 2388. Jedoch hat sich im lezten Vierteljahr ein er- Blumenstraße 20 bei Bernice. Nachher: Fidelitas. Bergnügungsvercin und verhüllte den Dom vor den Blicken der Zuschauer. Als freulicher Aufschwung gezeigt. Bu konstatiren ist, daß das erste Zitania, Nachm 5-6 Uhr, bei Zempel, angestr. 65. Nachher: Fidelitas. Bergnügungsverein Nord, Sigung Sonntag Abends 6 Uhr bei Keller. diefer natürliche Borhang sich lüftete, zeigte sich der ehrwürdige weibliche Mitglied( Eschwege) zu verzeichnen ist. Wie berichtet Theater Berein Suftige Seelen, Sonntag Uhr bei Stehmann, alte Domthurm in seiner früheren Herrlichkeit". Major Gerding wurde, werden die Zahlstellen zum Theil als politische Vereine Melchiorstr. 15. hatte Recht behalten: an dem Gemäuer des Thurmes zeigten sich und als Versicherungsgesellschaften angesehen, ja eine follte fogar Bergnügungsverein 2uftig, Sonntag, Staltzerftr. 54( S. Sente), 5% Uhr: wenig oder gar teine Verwüftungen. aufgelöst werden, weil sie ein Stiftungsfest mit Zanz abhalten Stzung, Tanz, Fidelitas. Ferner wird gemeldet: Da Major Gerbing 14 Minen ge- wollte. Für Streiks wurden in den zwei letzten Geschäftsjahren legt hatte, trat Freitag Abend eine Zivilkommission zusammen, 1925 M. ausgegeben. Angriffsstreit wurde nur einer geführt welche Gefahr für das königliche Schloß und das Museum in und zwar mit Erfolg. Für Reise- Unterstützung wurden einer mit fo gewaltigen Mitteln auszuführenden Sprengarbeit 8755., für Agitation 852 m. verausgabt. Agitationstouren erblickte. Dbgleich der genannte Offizier nachwies, daß keine wurden unternommen durch Thüringen, Sachsen, Ost- und in Thüringen, Befürchtungen für die Gebäude obwalten fönnten, so wurde er Westpreußen. DrechslerTage fanden statt Verdennoch veranlaßt, vier Minen außer Betrieb zu sehen. Major Rheinland Westfalen, Sachsen und Süddeutschland. Gerbing erklärte nunmehr, daß das vorhandene Dynamit bindung ist auch mit dem Ausland angefnüpft. Die 108 Kilo Sprengstoff und ein Kilo Zündung zur Nieder- Einnahmen der Hauptkasse belaufen sich auf 34 605 M., legung des festgefügten Bauwerts nicht genügen werde. Die welchen die Ausgaben von 34 839 M. gegenüberstehen. Diesem Wirkungen, die die Sprengung hervorgebracht hat, sind höchst Bericht folgt der des Ausschusses. Die Diskussion über diese interessante. Abgesehen davon, daß sich in der rechten und linken beiden Berichte wurde um 1 Uhr abgebrochen und die Sigung Seite des Kolosses je ein etwa drei Meter langer Riß zeigt, und geschlossen. daß das Erdreich, wo die Minen lagen, zwei Meter tief auf- Die zweite Sigung wird um 3 Uhr Nachmittags eröffnet. gewühlt ist, hat sich der ganze Thurm in einer Höhe von fünf- Nach der Verlefung der Präsenzliste und des Protokolls der zehn Bentimetern gehoben und ist dann in seine alte Stellung 2. Sigung erstattet Mohs- Leipzig im Namen der Mandatszurückgesunken. Die Sprengung soll nunmehr am Dienstag statt Prüfungskommission Bericht, erklärt die Giltigkeit der Mandate, finden. bat jedoch in der Ausführung der Wahlhandlungen einige Die neuen Vorbereitungen für die Sprengung des Dom- Kritifen zu üben. Legien- Hamburg bittet die Berichte des thurmes find gleich nach dem mißlungenen Berfuch aufgenommen Vorstandes und Ausschusses anzuerkennen, wünscht jedoch vom worden. Offiziere und Mannschaften sind mit Vermessungs- Ausschuß nähere Aufklärung über streitige Berliner Verwaltungsarbeiten zur Legung der neuen Minen beschäftigt, die eine stellen- Verhältnisse, bezw. Abrechnung der Zahlftelle 2 Berlin. weit stärkere Ladung erhalten werden. Uebrigens ist die Ansicht, Mohs Leipzig führt Beschwerde über vorgekommene Wahldie sich nach dem Fehlschlage im Publikum verbreitet, daß der unregelmäßigkeiten, rügt verschiedene Mißstände der VerwaltungsEin Mord von ,, sensationellem" Beigeschmack ist gegens Sprengstoffe minderwerthig gewesen sein müsse, durchaus un- stellen, wendet sich gegen etwaige Herabsehung der Reise- Unterzutreffend. Die Schuld trägt einzig und allem, wie schon be- tüßung und bespricht das Fehlschlagen eines Streits in Mitt- wärtig, wie die Boff. 3tg." meldet, Tagesgespräch von Kopenmerkt, die zu geringe Ladung. Das zuschauende Publikum am veida, an welchem, wie er glaube, die Zentralverwaltung schuldlein Möller, das in der Stadt noch zwei unter Vorsteherinnen hagen. In dem Knaben- Erziehungsheim des FräuKupfergraben hat im Uebrigen immerhin etwas von einer fei. Dost Berlin erläutert die streitigen Zustände der Berliner stehende Filialen besigt, starb am 28. Februar d. J. ein Knabe Sprengung genossen. Der städtische Straßenfprengwagen Nr. 8 Verwaltungsstellen. fuhr in die dichten Menschenmassen, die nicht ausweichen von 15 Jahren, mit dem die Inhaberin der Anstalt, Fräulein An der Diskussion über die Geschäftsberichte des Borstandes Möller, wie sich jetzt herausstellt, zarte Beziehungen unterhalten fonnten, rücksichtslos hinein und ließ seine Wasserstrahlen nach und Ausschusses betheiligen sich Lauter- Dresden, Roßkopf- Nürn- und den sie kurz vor seiner Entlassung in unauffälliger Weise ums allen Richtungen hin freien Lauf. Der Unmuth hierüber war berg, Legien- Hamburg, Mohs- Leipzig, Sick- Fürth, Gosch- Hamburg, Anfangs fein geringer, löfte sich aber später in allgemeine Heiter- Baisch- Stuttgart. Die Redner find gegen eine Erhöhung der Bei- eben brachte, um so zu verhindern, daß von diesen Verhält niffen etwas ruchbar wurde. Erst als ein Genosse des Verträge, ebenfo theilweise gegen Herabfegung der Reise- Unterstüßung. ftorbenen, der Bolmer Sjögren hieß und inzwischen die Anstalt Mit den Berliner Verhältnissen erklärt man sich allgemein nicht verlassen hatte, erzählte, wie Auf die Resolution der Protestversammlung des Ver- einverstanden; dort müsse mehr für die Organisation geleistet Leiterin der Anstalt Nachts in ihr Zimmer gefommen und Sjögren er bemerkt habe, daß die bandes der Gast- und Schankwirthe für Berlin und um werden können; Wahlunregelmäßigkeiten bezo. Beeinflussungen herausgeholt habe, der dann immer längere Zeit fortgeblieben sei, gegend hat der Polizeipräsident von Berlin, wie wir der„ Bolts sollen vorgekommen, der Zentralverstand aber nicht dagegen ein- veranlaßte dies die Polizei, die Angelegenheit näher zu unterzeitung" entnehmen, dem Verbandsvorstande folgende Antwort zukommen lassen: Dem Vorstande erwidere ich auf die gefällige Ein-/ geschritten sein. Die Herausgabe der Lohustatistiken in Broschüren suchen. Das Ergebniß führte zur schließlichen Verhaftung des form giebt wegen ber Höhe des Preiſes Anlaß zu größeren gabe ergebenst, daß für Berlin ein Bedürfniß zur generellen Meinungsverschiedenheiten. Nach Beendigung einer über die an- Fräulein Möller, die anfänglich hartnäckig leugnete. Berlängerung der Polizeistunde von 11 auf 12 Uhr geblichen Wahlbeeinflussungen geführten Debatte übernahm Leipart- weiten Ostertage legte sie endlich ein Geständniß ab, fich bisher nicht herausgestellt hat und kein Grund vorliegt, von Hamburg den Vorsiß. Ein von Legien Hamburg gestellter Un- worin fie erflärte, mit dem Knaben in intimen Bebem bisherigen Berjahren abzuweichen und die Polizei- Verord- trag, zu beschließen, daß die Bentralstellen Stuttgart und Nürn- iehungen gestanden zu haben. Letzten Sonntag follte er tonnung vom 9. März 1866 abzuändern. berg die zu viel zurückbehaltenen Prozente der Hauptkaffe auzit firmirt und im Wai entlassen werden. Da sie von Angit gepeinigt Polizeilich beschlagnahmt wurde gestern Morgen die führen haben, fowie ein Antrag Mohs Leipzig, die noch vor urbe, er tönnte etwas verrathen, beschloß fie, ihn umzubringen. vor- Am 28. Februar, als in der Anstalt der Geburtstag eines Knaben Leiche der Wittwe Brütt, Lutherstr. 4. Wie wir hören, soll der handenen Broschüren über die Lohnstatistik der Drechsler zum Tod der Frau durch die Schuld einer anderen Person in der Preis von 10 Pf. zu verkaufen, werden angenommen. Zum dritten gefeiert wurde, mischte sie in das Glas des Sjögren Opium, Wilhelmshavenerstraße herbeigeführt worden sein. Näheres ist Bunft der Tagesordnung:" Die Lage der Vereinigung und die porauf sie ihn, nachdem er betäubt worden, ins Bett brachte. Organisationsfrage", wurde nach längerer, eingehender Berathung, Nachmittag sicher war, daß er todt fei, ließ sie einen Arzt holen, Dann schnürte fie Tücher um seinen Kopf. Nachdem sie am Darüber noch nicht bekannt geworden. die sich durch zwei Sigungen hindurch erstreckte, der Anschluß der nichts Auffälliges feststellen fonnte. Der Knabe war nicht an den Holzarbeiter Verband beschlossen. mehr zur Besinnung gekommen. Der Ermordete war ein sehr Die Begebenheit erregt in der Anstalt, die die Mörderin mit hübscher und start entwickelter Junge, der größte in der Anstalt. großer Energie in die Höhe zu bringen wußte, große Bestürzung. In der Stadt war sie durch ihre öffentlichen Vorträge über Kindererziehung befannt. feit auf. Hier habe ich gestern Abend gefeffen", diese Worte fand ein Polizeibeamter he..te früh auf einer Bant geschrieben, die am sogenannten verlorenen Wege nahe der Elbingerstraße steht. Der Beamte suchte nach dem Schreiber der Zeilen und fand ihn auch bald an einem unweit stehenden Bretterzaun erhängt vor. Der etwa 45 Jahre alte Selbimörder hat zweifellos mit seinem letzten Schriftzeichen seine Obdachlosigkeit anzeigen wollen. Seine Persönlichkeit steht noch nicht fest. # M Weber zc.( G. S. 67). Bersammlung am Sonntag, den 9. April, Bormittags Allgemeine deutsche Kranken- und Begräbnißkaffe für Wirker, 10 Uhr, im totale Große Frantfuiterstr. 188. Sterbekaffe von Arbeitern der Berliner Maschinenbau- Aktien Gesellschaft. Heute, Sonntag, den 9. April, Sahltag, Ackerstraße 123, bei Stümfe. Straße 8. bei Staitlub Grand". Abends% Uhr bet ft. Qubrich, Lübbenerftr. 22. Vermischtes. Am Verein Berliner Hausbiener. Heute Abend 9 Uhr, ordentliche GeneralVersammlung in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Die Pariser Polizeibehörde ist in großer Aufregung Diskutirklub Jaroslaw Dombrowski. Sonntag, den 9. April, wegen der Anzahl der in der Morgue auszustellenden Ein bedauerlicher Unfall hat sich gestern Nachmittag um Nachmittags 6 Uhr, Sigung im Lotal des Herrn Nif- gt. Arbeiter- Bildungsschule Süd- Ost. Sonntag, den 9. April, große Bereichen. Am 7. April wurden deren 57 gemeldet, obwohl die 1/2 Uhr in der Leipzigerstraße am Wrangel- Denkmal zugetragen. fammlung in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Bortrag des Herrn Morgue nur für 15 eingerichtet ist. Man schreibt dies dem Als die 25 Jahre alte Verkäuferin Emma Pielsticken, Friedrich- Willy Wach über" Die Prostitution". leberhandnehmen der Selbstmorde zu, was für ftraße 65, den Fahrdamm überschreiten wollte, tam eine noch nach der Stying gemuthliche Fidelitas, Tanz, Vorträge und Berloofung im Privat- Theater- Berein Lohengrin". Sonntag, Uhr, Stzung. Die Vortrefflichkeit der modernen Welt ,, ordnung" wieder ein nicht festgestellte herrschaftliche Equipage heran und überfuhr das Swinemünder- Gesellschaftshaus, Swinemünderstr. 85. dickes Fragezeichen bedeutet. " Aus Hamburg wird berichtet: In der Bethesdaftraße in und Shields aufzufordern, sich der Bewegung anzuschließen. Die| stehende Personen bezeichnete. Atheist" bezeichnet den, der nich Borgfelde sind einige Erkrankungen an Pocken vorgekommen. hiesigen Lastträger haben sich heute dem Streit angeschlossen. Alle Erkrankungen find angeblich leichter Natur, nur ein dreijähriges Kind fei bedenklicher erkrankt. Wie der„ Hamburgische Correspondent" aus zuständiger Quelle tonftatirt, handelt es fich in teinem der vorliegenden Fälle um schwarze Pocken, wie ein Gerücht meldete. Das Städtchen Goenga im ungarischen Komitat Elfenburg ist zum größten Theil niedergebrannt. Depeschen. 91 92 an einen persönlichen Gott glaubt, während ein Dissident sehr wohl an einen persönlichen Gott glauben tann, von ihm und dem religiösen Kultus aber andere Vorstellungen hat, als die Anhänger sogenannter staatlich anerkannter Sekten. 2. Der Sohn ift zur Unterstützung seines hilfsbedürftigen Vaters verpflichtet. Briefkaffen der Redaktion. schiedene Begriffe. Die katholische Kirche nannte die von bem eides zu verhaftende Schuldner ist von dem Gerichtsvollzieher zu Ehemaliger Katholik. 1. Diffident und Atheist sind per werden. Der zwecks Erzwingung der Leistung des OffenbarungsSchw., Rigdorf. Briefliche Rathsertheilung muß abgelehnt ihrer Behauptung nach allein richtigen Christenthum abweichenden verhaften, in dessen Bezirk der Schuldner sich aufhält. Die ( diffentirenden, dissidentes) Diffidenten und so umgekehrt die Wohnung der nicht geschiedenen Ehefrau ist Wohnung des EheEvangelischen die Katholiken. Im polnischen Religionsfrieden mannes. ( 1573) gelobten beide Parteien einander Duldung: pax dissiden- E. D. Sie können ausziehen und Schadenersatz verlangen. tium( Friedensvertrag der Dissidenten) wird dieser Friedensschluß genannt. Späterhin wurden die christlichen Nichtfatho- boykottirt. Rügenwalder. Kann nicht aufgenommen werden: Lokal. lifen, benen freie Religionsübung zugestanden war, nicht aber z. B. die Sekten der Wiedertäufer und Quaker als Dissidenten bezeichnet. Heutzutage begreift man unter Dissidenten" alle Religionsparteien, die außerhalb einer der staatlich an Hull, 7. April. Heute Abend tamen mehrfach Ruheftörungen erkannten Religionsparteien stehen, zum Beispiel Deutschvor, nuch wurden in den Bureaus des Rhedervereins die Fenster katholiken, katholische und andere freie Gemeinden, Quäfer und eingeworfen. Die Syndikatsarbeiter beabsichtigen, die Arbeiter andere Seften, auch freireligiöse, wiewohl Dissident ursprünglich syndikate der Häfen von London, Liverpool, Glasgow, Cardiff nur religiöse, auf vermeintlich christlicher Basis den Ueberzuschuß von 0,20 M. haben wir Ihnen gutgeschrieben ( Depeschen des Bureau Herold.) Paris, 8. April. Ein Manifest der Marristen fordert die Sozialisten aller Länder auf, am 1. Mai für den Achtstundentag zu bemonstriren. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Achtung! Achtung! Lithographen, Steindrucker Roh- Tabak und Berufsgenossen Berlins. Am Dienstag, den 11. April d. J., Abendo 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn Philipp, Rosenthalerstraße Nr. 38: Große öffentliche Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Die Arbeitsniederlegung der Schleifer bei Priester u. Eyd. Referent F. Rose. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 208/16 Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Achtung! Maler, Der Einberufer. H. 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Lißt die Absendung einer Petition Kontrollmarke eine preiswürdige Zigarre für 5 Pf. liefern, ohne an Reichstag und Reichskanzler Amt, welche den Erlaß eines Achtung, Berliner Gewerkschaften! der Gefahr ausgesetzt zu sein, ruinirt zu werden; ein Rein Gesetzes, betreffend die Staatsfürsorge für die verwahrlosten Am 15. April ist der Zeitpunkt herangerückt, bis zu verdienst von 25-33 pt. kann wohl als genügend bezeichnet Kinder, verlangt. Dieser Antrag wurde nahezu einstimmig anwelchem diejenigen Berliner Gewerkschaften, die am Submissions- nicht mehr abfallen und werden die deutschen Arbeiter dadurch in zweiten Punkt der Tagesordnung:„ Erscheinen die Bestimmungen werden; allerdings 80-120 pet. werden unter der Kontrollmarke genommen. Sodann referirte Prof. v. Hippel über den wesen des Magistrats betheiligt sind, d. h. bei der Herstellung vielen Fällen eine bessere Zigarre als bisher für ihre 3 Pf. des Reichs Strafgesetzbuchs über die forrektionelle Nachhaft bon Submissionsarbeiten beschäftigt werden, der Berliner Streit Kontrollkommission Material einzusenden haben, damit dieselbe erhalten, mindestens a ber feine schlechtere. reformbedürftig?" Unter feinen Thesen sind die wichtigsten die, auf grund dessen beim Magistrat wegen Abstellung der ärgsten willigen Behauptungen entgegen treten zu wollen, sich von der bedingt erforderlichen Lebensunterhalts straflos fein soll, und Wir bitten die deutschen Arbeiter, allen derartigen bös- daß Betteln in unverschuldeter Noth zur Beschaffung des unSchäden des Submissionswesens vorstellig werden kann. Genossen! Ihr wißt, daß der größte Theil der Sub- artigen Elementen, denen der bisher bezogene toloffale Profit daß dagegen für Bettel im Rückfall und Landstreicherei bei Armissionsarbeiten vom Magistrat oder von staatlichen Behörden zu schwinden droht und auf ein natürliches Maß zurückgeführt beitsfähigkeit und Arbeitsscheu die Hauptstrafe das Arbeitshaus an folche Unternehmer vergeben wird, die nicht die höchste, sondern werden soll, nicht beeinflussen zu lassen. sein soll. Abstimmungen fanden beim zweiten Punkt der Tagesgemeinhin die niederste Offerte machen. Solchen Unternehmern wird den Gegnern nicht zurückschrecken. Fordere jeder Zigarren mit Kontrollmarke und lasse sich von ordnung nicht statt, sondern wurden bis zur nächsten Landesnun der Zuschlag ertheilt. Selbstverständlich ist es, daß nun dieversammlung vertagt. Die meisten Theilnehmer besichtigten am jenigen Unternehmer, die infolge ihres billigen Angebots die gestrigen Nachmittag die Einrichtungen der Strafanstalt Plößensee. Arbeit bekommen, nicht im stande sind, dem Arbeiter den zeitvom 26. bis 28. Juni findet eine internationale Versammlung gemäßen Lohn zu zahlen und eine vernünftige Arbeitszeit inneder friminalistischen Vereinigung in Paris mit einer sehr reichhalten zu lassen. Der Arbeiter wird bei solchen Arbeiten auf haltigen und interessanten Tagesordnung statt. Als erster Gegendas äußerste angetrieben. Ferner wird bei derartigen Arbeiten Ein Verzeichniß der die Schußmarte führenden stand ist angefeßt:" Der Einfluß der kriminal- soziologischen und vom Unternehmer versucht, auch das Material minderwerthig zu Fabrikanten befindet sich im Inseratentheil der friminal anthropologischen Untersuchungen auf die juristischen liefern. Die Arbeiter in den Bauberufen, der Metallindustrie, heutigen Nummer. Meldungen von Fabrikanten, sowie Grundbegriffe des Strafrechts"( Referent Prof. Lißt). der Buch- und Papierindustrie, und noch eine ganze An- Beschwerden betreffs der Schuhmarke sind an Unterzeichneten zu zahl anderer Gewerkschaften haben jedoch ein großes richten. Interesse daran, daß bei Vergebung von öffentlichen Die Liste der Fabrikanten wird von Zeit zu Zeit im VorArbeiten auch ihre Interessen berücksichtigt werden, d. b. wärts" bekannt gegeben. daß der Magistrat und die staatlichen Behörden bei Vergebung von Submissionsarbeiten den Unternehmer verpflichten, seinen Arbeitern den Lohn zu zahlen und die Arbeitszeit zu ge= währen, die von der Gewerkschaft als das übliche betrachtet wird Gegen die geheimen Sitzungen der Kommunal- Verund nicht das entgegengesette dauernd Platz greift; wie es betretungen sprach sich in Glauch au der Stadtverordnete Otto reits auch der Fall ist, daß bei Submissionsarbeiten der Lohn schen Handschuhfabrik die Arbeit niedergelegt, weil der In Magdeburg haben neun Färber der Trenkmann- sehr vernünftig aus. Er sagte in einer Sigung der Stadtverordneten: Es ist auffallend, daß jetzt so viele geheime Sitzungen niedriger, die Arbeitszeit eine längere und die Behandlung eine Fabrikant an stelle des Stundenlohns, wobei die Arbeiter so abgehalten werden. Das ist den Steuerzahlern nicht angenehm. Zu diesem Zwecke ist es nun nothwendig, daß die Gewerk- fchon durchschnittlich nur 14 M. verdienen konnten, die Akkord- Früher kam es nur selten vor, daß städtische Angelegenheiten in schasten möglichst bald diesbezügliches Material an den Unter- arbeit einführen will, welcher die Färber noch ungünstiger gestellt einer geheimen Sigung verhandelt wurden; jetzt vergeht kaum zeichneten einsenden, damit bis spätestens 15. April das Resultat bätte, da sie für jedes mangelhaft gefärbte Fell 1,50 M. Schaden eine öffentliche Sihung, der nicht eine geheime folgt. Jeder in Händen der Streit Kontrollkommission ist. Das zusammen- Arbeitsleistung nicht sichert. ersatz leisten und die Art und Weise des Betriebes regelmäßige Bürger hat das Recht, zu verlangen, daß städtische Angelegen= gestellte Material wird dann an eine geeignete Stelle überwiesen heiten öffentlich verhandelt werden, namentlich dann, wenn es sich um Belastung der Steuerzahler handelt. Es kommen ja Der Schuhmacherstreik in Krempe ist zu gunsten der Fälle vor, deren Besprechung sich zu einer öffentlichen Sitzung Es ist deshalb angebracht, daß dem Beschlusse der Berliner Arbeiter entschieden. Die Arbeiter haben am 6. April die Arbeit nicht eignen; solche Fälle sollten jedoch nur eine seltene AusStreit Kontrollfommission zufolge in sämmtlichen bethei- wieder aufgenommen. tigten Gewerben öffentliche Versammlungen nahme, nicht die Regel bilden." abgehalten werden, die sich mit dieser Frage beschäf= tigen, ihre Lohutarife und Forderungen formuliren und diese uns übermitteln. werden. Der geschäftsführende Ausschuß der Berliner Streit- Kontrolltommission. Hermann Faber, SO., Grünauerftr. 6, H. part. Im Austrage: Achtung! Der Unterstüßungsverein deutscher Tabatarbeiter. J. A.: Louis Dechand, Bevollmächtigter, Ruheplatstr. 24. Am Ausstande der Glasarbeiter in Helmstedt find 13 Ledige und 25 Verheirathete betheiligt, die 55 Kinder zu er nähren haben. Die Streikenden ersuchen um Fernhaltung des Zuzuges und Unterstützung. Alle Sendungen sind an die Adresse Wilh. Jünte in Helmstedt, Stoben 2, zu richten. Der Zentralverband der Deutschen Brauer hält seinen diesjährigen Verbandstag in der Zeit vom 31. Mai bis zum 3. Juni in Nürnberg in der Bäckerherberge, Am Most, ab. Die Anträge sind bis spätestens 15. Mai an den Verbandsvorstand R. Wiehle zu senden. " So vernünftig diese Erklärung ist, so wenig wird das Bürgerthum darauf verzichten, so viel in geheimer Sigung abzumachen, als nur irgendwie möglich ist. Das Proletariat hat scharfe Augen für die Blößen des Klassenregiments, soll dieses erhalten bleiben, so darf dem Proletariat die Gelegenheit nicht allzu reichlich geboten werden, zu sehen, wie verkehrt und egoistisch die In Mailand haben 700 Ziegelarbeiter wegen zu geheim fortgewirthschaftet werden, bis eine neue Zeit dem ProBourgeoisie in den Gemeinden wirthschaftet. Folglich wird ge ringen Lohnes die Arbeit eingestellt. Wohlgemerkt, so letariat auch die Portale der Nathhäuser sperrangelweit öffnen melden bürgerliche Blätter, die sonst nicht verfehlen, zu wird. Der Schneiderstreit in Berlin dauert fort. Zur Beit begeringen Lohn als Grund von Streits zu verschweigen. finden sich noch ungefähr 400 Arbeiter im Ausstand. Diese Zahl erhält eine beständige Verschiebung dadurch, daß auch in den Vierteln, Neber den weiteren Verlauf des englischen Glas in der bürgerlichen Nera wird auch durch die Mittheilungen Die Verschlechterung der Lebenshaltung des Volkes wo durch die schlechtesten Verhältnisse die Kollegen stupid und arbeiter- Streiks berichtet der Fachgenosse" unterm 1. April, nachgewiesen, die der Direktor des Nürnberger Schlachtstumpfsinnig geworden, diese jetzt aus ihrer Lethargie erwachen daß in Dublin die Glasarbeiter gefiegt, demnach den 1892er Lohn viehhofs über den Fleisch verbrauch während der letzten und Forderungen stellen. Die Situation ist günftig. Bis jetzt haben aufrecht erhalten haben. Die Zahl dieser Arbeiter, die nun Jahre gemacht hat. Daraus ergiebt sich eine sehr starke Ab149 Geschäfte bewilligt, und täglich kommen neue hinzu. Das wieder in voller Thätigkeit sind und damit die Streifenden der Unternehmerthum ist in sich zerfahren. Nachdem die größten übrigen Orte entlasten. berträgt ca. 150. In Yorkshire und 1892 gegen 1888, obwohl sich die Bevölkerung inzwischen um nahme des Fleischkonsums. So wurden im Jahre Geschäfte bewilligt, werden auch die übrigen folgen müssen. Soll Lancashire ist noch keine Aussicht auf Beendigung des Kampjes. zirka 30 000 Seelen vermehrte, weniger geschlachtet: 1568 aber der Sieg ein vollständiger werden, so ist schnelle finanzielle Trotzdem die Arbeiter 13 Wochen des Kampfes im strengsten Ochsen, 264 Stiere, 2154 Stalber, 7961 Schafe und Lämmer, Hilfe nöthig. Winter hinter sich haben, sind sie entschlossener als je, aus: 5912 Schweine, und zudem wurden 363 Bentner Fleisch Gelder sind zu senden an W. Schulze, Bimmerftr. 86, zuhalten. Welche Opfer die englischen Glasmacher bringen, um weniger den Kampf auszufechten, springt erst in die Augen, wenn man 449 Kühe, also Thiere, welche geringwerthiges Fleisch liefern. mehr eingeführt; wurden geschlachtet: Andere Sendungen an J. Timm, Schüßenstr. 18/19. ihre kleine Zahl betrachtet. In der letzten Märzwoche haben Auf grund der Durchschnittszahl des Gewichtes der geDie Agitationstommission folgende Orte aus ihrer Gewerkschaftskaffe gesandt: Glasgow mit schlachteten Thiere läßt sich für 1888 pro Kopf der Bevölkerung der Schneider und Schneiderinnen Berlins. 85 Mitgliedern 8800 M., Portobello mit 30 Mitgliedern 3000 m. noch ein Fleischkonsum von 157,5 Pfund feststellen. Im Jahre Arbeiterfreundliche Blätter werden um Abdruck gebeten. Seaham Harbour mit 128 Mitgliedern 10 000 M., Sunderland 1890 fant der Konsum auf 132,1, 1891 auf 127,2, 1892 gar auf Berichtigung. Durch ein Versehen in der gestrigen in Nordengland mit 250 Mitgliedern 8000 M. Ferner haben 120,8 Bfund. Bekanntgabe der stattzufindenden Versammlungen hat ein Frr- Ertrasteuer wöchentlich entrichten soll. Die Unterstüßung in spannung der Arbeitskraft des Menschen, das ist das Bild, diese Orte in Erwägung gezogen, daß jedes Mitglied 10 M. thum stattgefunden. Die Versammlung im Lotal Königs Lancashire und Yorkshire erfordert wöchentlich so ziemlich welches die bürgerliche Aera der Eugen Richter, Bachem und Schlechtere Ernährung bei gegen früher weit stärkerer Anhof tagt nicht wie angegeben Montag, sondern am 30 000 m. Jeder Arbeiter erhält 12 M. die Woche, diese Konsorten der Menschheit bietet. Glaubt man wirklich, daß die Dienstag Abend. Die Versammlung in Joel's Fest- Summe ist nicht groß, nachdem 4 bis 5 M. Miethe bezahlt ist, Gesellschaft und der Staat, die solche Verkehrtheit zulassen, sich fälen tagt nicht am Dienstag, sondern am Montag bleibt nicht viel zum Lebensunterhalt übrig. Alle übrigen ArAbend. Im Uebrigen verweisen wir auf die Annoncen im ,, Vorwärts", auf Säulenanschlag und Flugblätter. beiter, die durch den Ausschluß ohne Arbeit sind, befinden sich erhalten können? in sehr großer Noth, da sie feiner Organisation angehören und nur auf die Mildthätigkeit angewiesen sind. Dies 2. Hof 3 Tr. Achtung Mechaniker! Der Streit bei der Firma Groos u. Graf, Luifenufer 44, mag auch der Umstand sein, daß Dr. Walscham, Bischof von dauert unverändert fort. Wir ersuchen daher alle Stollegen Wakefield, ſich veranlaßt fah, einen Brief an die Gelretäre der Versammlungen. dringend, auch weiterhin den Zuzug möglichst fernzuhalten. Gleichzeitig machen wir darauf aufmerksam, daß Sammels listen zur Unterstüßung der Streifenden im Restaurant Schöne mann, Staligerstr. 7, zu entnehmen wie auch abzuliefern sind. Der Vertrauensmann. Achtung, Genossen und Genofsinnen! In nächster Zeit finden vier große Boltsversammlungen statt, in welchen Frau Kähler aus Hamburg referiren wird. Die Tagesordnung dieser Versammlungen, von denen die erste am 17. April in der Bockbrauerei, die zweite am 18. April in der Kronenbrauerei, die dritte in Sanssouci, Rottbuserstr. 4, und die vierte in der Schönhauser Vorstadt stattfindet, wird in der nächsten Zeit durch Annonce bekannt gegeben. Genossinnen! Thut nach Kräften Eure Pflicht und macht die uns noch fernstehenden Frauen auf diese Versammlungen aufmerksam, damit unserer Sache neue Kämpferinnen zugeführt werden. Weit solidarischem Gruß Die Frauen: Agitationstommission. beiden Vereinigungen, Fabritanten und Arbeiter, zu senden, und fie ersuchte, die Angelegenheit einem Schiedsgerichte zu unter Holzarbeiter- Kongreß. Kassel, 7. April, Vormittags breiten. Die Fabrikanten willigten ein, trotzdem sie in der 8 Uhr. Der Kongreß jezte heute die Berathungen über die zweiten Woche des Ausstandes ein solches Angebot von Leeds Fassung der Statuten fort. Der Sitz des Zentralvorstandes wird verworfen hatten; damals erklärten sie im stande zu sein, diesen nach Stuttgart, der des Ausschusses nach Berlin verlegt. Streit selbst zu entscheiden. Der Vorstand der Arbeiter mußte nun das Der Verbandstag findet alle 2 Jahre nach dem 1. Quartal statt. Gesuch des Bischofs den Mitgliedern zur Abstimmung vorlegen. Das Publikationsorgan ist der„ Holzarbeiter" und erscheint in An der Abstimmung betheiligten sich in ganz Yorkshire 1800 Hamburg. Nachdem der Kongreß dem zu gründenden Verband Mitglieder über 21 Jahre alt, von diesen stimmten nur 12 Mann ein Statut gegeben, wurde beschlossen, daß mit dem 1. Juli für die Ueberweisung an ein Schiedsgericht. Dies zeigt," sagt dieses Jahres der Holzarbeiter- Werband zu konstituiren sei und der Fachgenosse"," daß die Glasmacher genau wissen, daß ein am 1. Oktober dieses Jahres die Liquidation derjenigen ZentralMann, der nicht in der Glasindustrie bewandert ist, zu ihren verbände, welche sich dem Industrieverband anschließen, beendet Gunsten nicht entscheiden kann. Die Verhältnisse in der Glas- sein müsse. Nachdem die Zahl der besoldeten Beamten auf drei industrie sind so eigener Natur, daß ein Außenstehender sich nicht bestimmt und die Gehaltsfrage geregelt war, wurde zur Wahl hinein finden kann, denn es handelt sich nicht blos um eine der Beamten geschritten. Zum ersten Vorsitzenden wurde Kloß Lohnreduktion, sondern um Abänderungen in den Arbeits- Stuttgart mit 78 von 90 abgegebenen Stimmen gewählt. Aiz Regulativen. Nach dieser Abstimmung steht es fest, daß die Ar- zweiter Vorsitzenden wurde Leipert- Hamburg( Drechsler) mit beiter nur unter den Bedingungen von 1892 die Arbeit wieder 47 Stimmen, als Hauptkassirer Bohn- Stuttgart einstimmig beginnen werden." gewählt. Bezüglich der Unterstützung die wurde von Streits Die internationale kriminalistische Vereinigung führte Bestimmung getroffen, daß in erster Linie vom Vorstand Aufruf an die rauchenden Arbeiter Deutschlands. gestern, am zweiten und letzten Bersammlungstage, zunächst die solche Streits zu unterstützen seien, die durch Angriffe auf die Am 1. April ist die Kontroll- Schußmarte der deutschen Berathung über die Behandlung der verwahrlosten und ver Organisation, durch Abzüge oder Maßregelungen hervorgerufen Tabatarbeiter eingeführt worden. Die Kontrollmarke verbürgt brecherischen Jugend zu Ende. Am wichtigsten war die ein werden. Angriffsstreits fönnen nur mit Zustimmung der Mehrdem Raucher, daß die Waare in gesundheitlich den bundesräth- stimmige Annahme der These: Auch die verwahrlofte, nicht verzahl der Bahlstellen unterstützt werden. Die Zeitungsangelegenlichen Bestimmungen entsprechenden Räumen verfertigt und daß brecherische Jugend soll der staatlichen- bezw. staatlich über- heiten intl. Anstellung des Redakteurs wird der Zeitungsder tarifmäßige Lohn dafür gezahlt ist. Die Marke verbürgt ferner, wachten Erziehung überwiesen werden. Dem Vater soll, wie tommission in Hamburg im Einverständniß mit Vorstand und daß die Zigarre nicht in den Zuchthäusern und Strafanstalten weiter ausgesprochen wurde, die Erziehung des Kindes nur ent- Ausschuß überwiesen. Der 1. Verbandstag des Holzarbeiter- Ververjertigt und auch nicht aus den Schund- und Schleuderbazaren zogen werden, wenn bestimmte Zeichen der Verwahrlosung bereits bandes findet 1895 statt. entnommen worden sind. Es soll mit der Einführung der Kontroll- vorliegen. Fast als grundsäglicher Gegner der staatlichen Einmarke namentlich dem betrügerischen Zwischenhandel ein Ende mischung in das Verhältniß von Vater und Kind bekannte sich Die Verhandlungen des Kongresses waren hiermit beendet. bereitet werden, der es ermöglicht, daß Bigarren, die aus den wieder Amtsgerichtsrath Schmölder Köln. Nach seiner An- arbeiter- Stongreß erklärt sich mit den Bestrebungen der BergFolgende Resolution gelangte zur Annahme: Der Holz obenerwähnten Bazaren oder aus sonstigen Quellen stammen, sicht ist diese Einmischung sozialdemokratisch. Und zwar ist ihm arbeiter des Ruhr- und Saarreviers solidarisch. Eine hierauf von von diesen Zwischenhändlern mit 16-25 M. gefauft, dem Ar- nicht eigentlich dieses Prinzip sozialdemokratisch, sondern er den Delegirten vorgenommene Sammlung für die Bergarbeiter beiter mit 5 Pf. pro Stück mit sozialdemokratischem Gruß in die unternimmt folgende Beweisführung: Im Verkehr zwischen Vater ergab die Summe von 61 M. Hand gedrückt werden. und Kind bethätigt sich die Individualität des Vaters und Dieses Zwischenhändlerthum, welches mit derartiger Waare kommt, vom Vater gelenkt, auch die Individualität des Kindes Verhandlungen gegeben hatte, erfolgte der Schluß des HolzNachdem der Vorsitzende einen Ueberblick über die beendeten manipulirt, ist auch schon an der Arbeit, die Kontrollmarke der Tabat zur Entwickelung; wird das Kind vom Vater getrennt, so wird arbeiter- Kongresses. Die Delegirten sangen stehend die Mar Arbeiter in Mißkredit zu bringen mit der Behauptung: Die damit die Individualität des Vaters gehemmt und die des seillaise. Rontrollmarke vertheuere die Zigarren." Diese Behauptung ist Kindes beeinflußt; die Unterdrückung der Individualität ist eine abfichtliche grobe Täuschung des rauchenden. Arbeiters. Die sozialdemokratisch, mithin ist die Einmischung des Staates Kontrollmarke läßt, wie schon oben geschildert, eine derartige in den Verkehr von Vater und Kind sozialdemokratisch. Folge- Gaffel, 7. April, Nachmittags 3 Uhr. Die Versammlung V. Verbandstag des Deutschen Tischler Verbandes. Ausbeutung des rauchenden Arbeiters nicht mehr zu, und deshalb richtig muß Herr Schmölder auch die Schule für eine nahm heute ihre Tagesordnung, deren Erledigung durch den stattist es wohl begreiflich, daß sich unter dem Zwischenhändlerthum sozialdemokratische Einrichtung halten. Ja, er muß konsequent gefundenen Holzarbeiter- Kongreß unterbrochen worden, wieder Gegner der Kontrollmarke finden werden, denen ourch dieselbe Anarchist werden. Nachdem sich die Versammlung nun für die auf. Zunächst erstattete der Werbandskassirer, der auch Kassirer ihr unsauberes Handwerk gelegt wird. Der reelle Händler, staatlich überwachte Erziehung der Verwahrlosten ausgesprochen der Zentral- Streitkommission der Tischler ist, Bericht über die O Kontrollmarke der Tabafarbeiter. Nachfolgend verzeichnete Fabrikanten führen nur Cigarren mit der Kontroll- Schußmarke der Tabakarbeiter. Nenmeldungen von Fabrikanten werden von Zeit zu Zeit veröffentlicht. S. Wilhelm Börner, Nitterstr. 108. H. G. Schmidt, Gräfeftr. 68. SO. George, Mariannenstr. 35. Theodor Goeke, Wrangelstr. 125, E. Godda, Manteuffelstr. 8. Kowalsky, Mariannenstr. 8. Wilh. Mertens, Cuvryftr. 34. Schindler, Görligerstr. 53-54. Paul Franke, Eichendorffstr. 15. August Gerlach, Kastanien Allee 38. Rudolf Gefelle, Vinetaplay. Wilhelm Göppuer, Fennstr. 1a, Johann Hahn, Fehrbellinerstr. 3. August Hinge, Bantitr. 14a. Rudolf Singe, Müllerstr. 145. August Sirte, Swinemünderstr. 67. Albert Hollen, Kastanien- Allee 25. Levy, Marienburgerstr. 37. Theodor Stampehl, Mariannenstr. 26. Louis Malfowis, Raftanien- Allee. A. Warnecke, Wrangelstr. 106. Herm. Wicht, Dresdenerstr. 16. SW. W. Riegel, Alexandrinenstr. 108. Heinrich Schröder, Kreuzbergstr. 15. E. Schulze, Friesenstr. 23. 0. August Dahnke, Koppenstr. 91. Rudolph Fricke, Grüner Weg 111. August Heck, Gr. Frankfurterstr. 4. Ernst Krüger, Andreasstr. 16. Raske, Frankfurter Allee 76, I. August Motes, Posenerstr. 11. Otto Schreiber, Blumenstr. 51c. Rich. Schulze, Friedrichsfelderstr. 21. Otto Steinfamm, Rüdersdorferstr. 52. Gustav Vogel, Koppenstr. 75. Wießner, Andreasstr. 60. 3. Wotschke, Andreasstr. 3, C. Robert Drescher, Linienstr. 50. N. Adolf Adelt, Reinickendorferstr. 64b. Reinhold Auders, Strelitzerstr. 45. Louis Dechaud, Rubeplatstr. 24. Franz Döring, Ruppinerstr. 21. Eickenjäger, Rheinsbergerstr. 31 a. B. Moritz, Bernauerstr. 18. Emil Nauen, Acteritr. 116, Gartenpl. Franz Stofffe, Borsigstr. 28. Paul Pflug, Reinickendorferstr. 39. Gustav Pinner, Treskowstr. 32. Albrecht Steinicke, Stralsunderstr. 19. G. Stocklak, Henningsdorferstr. 3a. A. Tich, Invalidenstr. 124. Max Winkelmanu, Ackerstr. 153. Mag Weidner, Hochstr. 46. NO. Lorenz Heidemann, Danzigerstr.12/ 13. Paul Krämer, Greifswalderstr. 30. Gustav Miraf, Georgenkirchstr. 12. Jakob Reul, Weinstr. 11. Gustav Richter, Landsberger- Allee 145. Emil Tilesius, Höchstestr. 43.. NW. Paul Böning, Bremerstr. 56/57. Joh. Bösenberg, Beusselstr. 64. Franz Ihde, Birkenstr. 20. Robert Kern, Stromstr. 45. Meinhard Könkow, Perlebergerstr. 8. Rixdorf. H. Barth, Berlinerstr. 136. Weissensee. Liebschwager, Gustav- Adolfftr. 16. Der Unterstützungsverein deutscher Tabakarbeiter. Zahlstelle Berlin. 302/5 Central- Kranken- u. SterbeFreireligiöse Gemeinde zu Berlin. Safe der Maler( G. 5. Nr. 71) Umständehalber findet die beschließende Versammlung( Wahl des Vorstandes) am Montag, den 10. d. Mts., Abends 81/4 Uhr, nicht Rosenthalerstr. 38, sondern ftatt. 152/14 Linienstrasse 5 im alten Schützenhause Der Vorstand. J. A.: Krause. Ethische Gesellschaft. H. Versammlung Montag, den 10. April cr., Abends 81/2 Uhr, Restaurant Appelt, Lüßowstr. 7. Tagesordnung: Rassenbericht. Vers schiedenes. 220/5 Die örtliche Verwaltung. Am Sonntag, den 9. April, Abends 71/2 Uhr, Rosenthalerstrasse No. 38: Dienstag, d. 11. April, Abends 9 U., Versammlung. Vortrag des Genossen Zunker über:" Der Werth des Leben?". Damen und Herren als Gäste sehr willkommen. Nach dem Vortrage gefelliges Beisammensein und Tanz. Die Generalversammlung findet am Dienstag, den 11. April, Abends 8 Uhr, in den Arminhallen", Kommandantenstr. 20( oberer Saal) statt. Mitgliedskarte legitimirt. " Tagesordnung: 1. Abrechnung des Kassirers und Bericht der Revisoren. 2. Bericht des Vorstandes über Fall Becker. 3. Wahl: 1. Vorsitzenden, 2 Ordner und Revisoren. 4. Anträge. Maler, Anstreicher! 141/13 General- Versammlung der Filiale 5 Nord der Maler u. f. w. am Montag, den 10. April, Abends 81/4 Uhr, bei Herrn Nikolay, Elisabethkirch- Straße Nr. 14. Tagesordnung: 1. Vierteljährlicher Kassenbericht. 2. Wahl der Hilfskafftrer und des Bibliothetars. 3. Vortrag über: Die Bedeutung der Gewerkschaftsorgani fation". Referent Dr. Lütgenau. 4. Diskussion. 5. Filialangelegenheiten. 215/7 Der Vorstand. Verein Berliner Hausdiener. Dienstag, den 11. April, Abends 9 Uhr, in den„ Arminhallen", Kommandantenstraße Nr. 20: Ordentliche Generalversammlung. Zages Drdnung: Drts- Krankenkasse für das Goldschmiede- Gewerbe zu Berlin. und Ausgabe der Billets zu dem am 15. April ſtattfindenden Familienfeft. Generalversammlung fämmtlicher Delegirten der Arbeitgeber und Arbeitnehmer am Montag, den 17. April 1893, Abends präzise 8 Uhr, im Restaurant ,, Dresdener Garten", Dresdenerstr. 45. Tagesordnung: 1. Mittheilung. 2. Vierteljahresbericht. 3. Aufnahme neuer Mitglieder 4. Verschiedenes und Fragekasten.- Quittungsbuch legitimirt. 3221b Der Vorstand. Achtung! Maurer. Achtung! 1. Kassenbericht pro 1892. 2. Bericht des Rechnungs- Ausschusses und Decharge- Ertheilung. 3. Nochmalige Beschlußfaffung über die§§ 18, 20 und 68. im 4. Verfügung des Ober- Präsidenten behufs Herabfegung des Krankengeldes § 13 und Abänderung des§ 18 behufs Kürzung des Krankengeldes bei Doppelversicherung. 5. Verschiedenes. = Am Montag, den 10. April, Abends 8 Uhr, Lokale Königshof", Bülow Straße Nr. 37: Ordentliche Mitgliederversammlung Achtung Rixdorf! Generalversammlung des Vereins Vorwärts" im Lokal des Herrn Hoffmann, Bergftraße 13. Tagesordnung: Bericht des Vorstandes. Bericht des Kassirers. Bericht der Revisoren. Bericht des Bibliothekars. Neuwahl des Gesammtvorstandes. Wegen der Wichtigkeit der Tagess ordnung erwartet zahlreichen Besuch 365/13 Der Vorstand. Achtung, Maler! Filiale 6, Moabit. Am Montag, den 10. April, Abends 8 Uhr, Generalversammlung im Restaurant Lüdto, Stephanstr. 23. Tagesordnung: 1. Bortrag des Genossen Millarg. 2. Jährliche Abrechnung. 3. Verschiedenes. 222/1 Der Vorstand. Maler, Ladirer, Anstreicher und verw. Berufsgenossen. General- Versammlung am der Filiale III, Ost Dienstag, den 11. April 1893, Abends 81/2 Uhr, bei Hente, Blumenstr. 38. Tagesordnung: 1. Vortrag des Schriftstellers Herrn Teistler. 2. Diskussion. 3. Kassenbericht. 2303b 4. Filialangelegenheiten. Zahlreiches Erscheinen der Mitglieder wird erwünscht. Gäfte haben Zutritt. Der Vorstand. 32246 des Unterstützungsvereins der Maurer im Westen Berlins. Zentral- Kranken- und SterbeUm zahlreiches und pünktliches Erscheinen wird gebeten. Der Vorstand. J. A.: E. Davidshäuser, Vorsitzender, Taubenftr. 85. Oeffentliche Versammlung Tagesordnung: 1. Abrechnung des Rassirers. 2. Neuwahl des gesammten Borstandes. 3. Abrechnung vom Maskenball und Verschiedenes. 246/5 Der Vorstand. der Töpfer Berlins und Umgegend Deutsch. Tischlerverband am Dienstag, den 11. April, Abends 6 Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandanten- Straße 77-79. Zages Ordnung: 326/6 1. Stellungnahme zu der letzten öffentlichen Versammlung.( Resolution Hagen und David.) 2. Wie treten wir der Lohndrückerei in unserm Gewerbe entgegen? Um zahlreichen Besuch der Kollegen, namentlich von den Vororten, ersucht Der Vertrauensmann: Gustav Melzer. Arbeiter- Bildungsschule. Grosse Generalversammlung I am Dienstag, den 11. April 1893, Abends 8 Uhr, DI bei Norbert, Beuthstraße 21-22( oberer Saal). Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes, Kassenbericht, Bericht der Revisoren. 2. Anträge des Vorstandes. 3. Wahl des gesammten Vorstandes und zweier Revisoren. 4. Berschiedenes. Der wichtigen Tagesordnung wegen werden die Mitglieder um zahl reiches und pünktliches Erscheinen gebeten. 402/14 Der Unterricht, mit Ausnahme Gesetzeskunde", fällt an diesem Zage in allen Schulen aus. Der Vorstand. Es wird noch besonders darauf hingewiesen, daß vom Montag, den 10. April, an fämmtlichen vier Schulen neue Unterrichtsturse beginnen. Neue Schüler und Schülerinnen werden noch aufgenommen. Der Besuch des Unterrichts in der ersten Woche steht Jedem, auch Nichtmitgliedern, unentgeltlich frei. D. D. ( Zahlstelle Berlin). Versammlung für die Branche Parquetbodenleger am Montag, den 10. April, Abends 81/2 Uhr, bei Weigt, Markgrafenftr. 87. Tagesordnung: Vortrag des Kollegen Wiedemann über die Wahrung der Interessen der Bodenleger. Diskussion. Verbandsangelegenheiten. Verschiedenes. Um reges Erscheinen ersucht 316/ 15* Die Ortsverwaltung. Arbeiter- Sängerbund Berlins u. Umg. Sonntag, den 16. April, Vormittags präzise 10 Uhr, im Saale der Brauerei Friedrichshain:[ 105/12 Mebungsstunde. Bundesnoten sind mitzubringen. Wir ersuchen das Bruderlied von Hoff in den Vereinsübungsstunden durchzunehmen, da es ebenfalls geübt werden soll. Die Vereine sind verpflichtet pünktlich und vollzählig zu er scheinen. Bundesmitgliedskarte legitimirt. Der Vornand. D. D. - Die nächste Ausschußsizung findet am 23. April statt. Arbeiter- Sängerbund Berlins u. Umg. Dienstag, 11. April, Abends 9 Uhr, in Noack's Konzertsaal, Brunnenstraße Nr. 18/19: kasse der Maler u. verw. Berufsg. D.( E. H.). Oeffentliche Mitgliederversammlung der Filiale 1 Nord am Mittwoch, dent 12. b. M., Abends 9 Uhr, bei Nicolay, Elisabethkirchstr. 14. Tages- Ordnung: 1. Vierteljährlicher Kaffenbericht.. 2. Wahl der Krankenbesucher. 3. Verschiedenes. 3219b Der Vorstand. Fachverein der Tapezirer Berlins und Umgegend. Versammlung am Montag, den 10. April, Abends 8%, Uhr, im Lokale des Herrn Bolz, Alte Jafobstr. 75. J Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Pinn über: Kirche und Humanität." 2. Diskussion. 3. Die Sperre der Werkstatt von Weimann, Charlottenburg. 4. Vereinsangelegen beiten. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. 311/15 Maurer! Zimmerer! Die Fachschule für Bauhandwerker Berlins beginnt ihr Sommersemester am 15. April. Unterrichtsstunden Abends u. Sonntags. 3weck: Strebsamen Bauhandwerkern Gelegenheit zu geben, sich als Poliere, Bauaufseher, Technifer zc. auszubilden. Honorar monatlich 10 M. bei dreißig Stunden. Nähere Auskunft durch die Direktion. Vogt, Berlin NW., Bremerstr. 51. 3181b Arbeiter- Bildungs- Schule( Süd- Ost). Bortrag bes Herrn Dr. Christeller über:„ Der Kehlkopf. i. Sonntag, den 9. April, Abends 71/2 Uhr, im großen Saale der Arminhallen", Kommandanten- Straße 20: Große Versammlung. I Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Willy Wach über" Proftitution". 2. Diskussion. Nach der Versammlung: Geselliges Brisammensein mit Tanz. Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen. Die Kommission. 402/15 Freireligiöse Gemeinde. Parteigenossen, welche Mitglieder der freien Gemeinde sind, werden gebeten, am Montag Abend in der beschließenden Versammlung im Schützenhaus, Linienstr. 5, zu erscheinen. Mehrere Mitglieder. 152/15 105/14 als Singapparat." Alle Sänger haben Zutritt. Um pünktliches Erscheinen bittet Der Vorsitzende des Dirigenten-Verbandes: 0. Suchsdorf, Hochstr. 29. Achtung! Vereinsgenossen. Achtung! Den Vorständen und Mitgliedern der Gewerkschaften sowie allen Vergnügungs- und Gesangvereinen Berlins und Umgegend zur gefl. Kenntnißnahme, daß wir am 6. März d. J. einen Orchester- Berufsmusik- Verein NW. Moabit Kraufen- u.Begräbniß- ZuschußKasse der Töpfer und Berufsgenossen zu Berlin. ( E. H. Nr. 109.) Kassen- Abende finden jeden 2. Montag im Monat im Vereinslokal von 8-10 Uhr Abends, Alte Schönhauserstr. 42, statt. Da felbft werden neue Mitglieder aufPehl, Vorsitzender, 327,3* Eberswalderstraße 28, Hof 2 Tr. Schneider, Schriftführer, Reinidendorferstraße 2, 2 Tr. estetih in der nur auf dem Standpunkt der modernen Arbeiterbewegung genommen. Nähere Auskunft ertheilt Sein Ziel und 3wed ist: Wahrung gemeinsamer Interessen, Pflege der musikalischen Kunst, Abhalten von Orchesterproben, um dann bessere Ballmusit und Konzerte auf dem Gebiete der klassischen und modernen Musik veranstalten au fönnen. Gleichzeitig bitten wir bei vorkommenden Festlichkeiten uns mit Musikaufträgen zu berücksichtigen. Unser Geschäftslokal befindet sich Berlebergerstr. 28 beim Restaurateur H. Hermerschmidt, woselbst die Geschäfts- Kommission oder Genosse Hermerschmidt Mufitaufträge freundlicht entgegen nimmt. Ich bin von der Brüderstr. 38, I., nach Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Holzplätzen zur Mitgliedschaft im Verein werden nur befähigte Musiker zugefaffen, der Spandauerstr. 30, II., beschäft. Arbeiter u. Arbeiterinnen Deutschlands, Ortsverwaltung die gleichzeitig auch den Nachweis erbringen, daß ſie einem fozialdemokratischen verzogen. Mitglieder- Versammlung I. Wahlverein angehören. am Montag, den 10. April, Abends 8%, Uhr, Grüner Weg 29. Tages Ordnung: Spar- Agnes [ 3222b] Der Vorstand. oder Freie Liebe"! Sozial. Theaterstück in 1 Aft von R. Heise.( Preis 20 Pf.). Ferner meine foz. Rouplets:„ Ein grüner Junge"," Der Zukunfts181M Albert Berent, Rechtsanwalt. 1. Bericht von der Generalversammlung. 2. Abrechnung. 3. Bericht staat" c.( Preis à 50 Bf.) werden überall mit größtem Beifall ausgezeichnet. Für Schuhmacher! 8 Stück fast ungebrauchte 183 Elastic- Maschinen über die Thätigkeit der Filiale, der Rechtsschus- und Arbeitsnachweis Kom- Bu beziehen durch alle Buchhandlungen 2c., sowie( auch für Wiederverkäufer) mission. 4. Wahl des Vorstandes. 5. Wahl der Rechtsschutz- und Arbeits durch die Partei- Buchhandlung des Vorwärts". Gleichzeitig bitte ich nachweis- Kommission. 6. Wahl des Ausschusses. 7. Verbandsangelegenheiten freundlichit, mich zum Vortrag meiner Kouplets und zur Mitwirkung in und Fragekasten. Mitgliedsbuch legitimirt. Theaterstücken zur Maifeier und anderen Festlichkeiten zu berücksichtigen. stehen billigst zum Verkauf bei Um zahlreiches und pünftliches Erscheinen bittet Der Vorstand. Mäßige Ansprüche! R. Heise, Volkshumorist, Berlin N., Zionskirchstr. 11, v. III. J. Bambus& Co., Chauffeeftr. 67. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 173/13 in den letzten zwei Jahren unterstüßten Streits. Unter diesen der Deutsche Offizierverein und das Waarenhaus für deutsche Eine öffentliche Versammlung sämmtlicher in Holz Streits, welche fast sämmtlich dadurch hervorgerufen waren, daß Beamte, deren Verhalten es nöthig machen werde, eine wirksame bearbeitungs- Fabriken und auf Holzplägen bes die Unternehmer die stagnirende Geschäftszeit benutzten, die Löhne Sperre über sie zu verhängen. Ferner geißelte Redner die Art fchäftigten Arbeiter tagte am 7. April, um den Ausstand zu drücken und die Arbeitszeit zu verlängern, ist besonders der und Weise, wie Herr Ehrich in der Kochstraße seinen lang in der Fabrit des Herrn Stieghan zu erörtern. Ueber die der= der Mainzer Tischler hervorzuheben. Derselbe wurde seitens der jährigen. Arbeitern gegenübertrete, sodann die durchaus unhalt zeitige Situation berichtete Hofmann, daß außer Deutsch, der die Zentralfasse mit zirka 36 500 M. unterstüßt. Hierzu fommt noch baren Berhältnisse bei Magnus Unter den Linden. Tadelns Arbeit nicht niedergelegt hat, noch fünf Mann, die dort neu eineine beträchtliche Eumme, welche den Mainzer Tischlern von werthe Zustände herrschten bei Kettelhak. Ferner schilderte der getreten find, arbeiten. Unterhandlungen mit der Agitationsverschiedenen Städten Deutschlands zugeschickt worden ist. Redner die bei der Firma Herzield zu Tage getretenen Folgen kommiffion der Holzarbeiter lehnte Herr Stieghan ab, weil die Daselbst sollte die Arbeitszeit verlängert und der Lohn der Gefängnißarbeit. Im Untersuchungsgefängniß Moabit Kommission ihm fremd sei. Mit dem Komitee der streikenden gekürzt werden. Ferner wurde Stettin mit 6900. werden für jene Firma die diffizilsten Arbeiten und Maaßfachen Arbeiter wollte er aber auch nicht verhandeln. Angesichts Mittweida mit 1000, Hannover mit 300, Apenrade mit 466, angefertigt und zwar zu einem Lohn, der jeder Beschreibung der Handlungsweise des Herrn Stieghan wurde allerfeits Wismar mit 68 Mark unterſtügt. spottet. Nun sei durchaus nicht zu billigen, daß jemand, der auf die Nothwendigkeit hingewiesen, daß die Kollegen sich sämmtGesuche um Zustimmung für zu unternehmende Streits in sich nun emmal an der heutigen Gesellschaft vergangen, dem lich der Organisation anschließen. Ein Redner theilte mit, er diesem Jahre sind von mehreren Städten gestellt. Der Verbands- freien Arbeiter Konkurrenz mache, es sei das gute Recht der Ar- sei vor dem Streit, als die polnischen Arbeiter schon eingestellt tag war sich darin einig, daß bei der herrschenden wirthschaft- beiter zu verlangen, daß hier Remedur geschaffen werde. Des waren, unfreiwilliger Zeuge eines Gesprächs gewesen, das Jemand lichen Krise von den Agitatoren sowohl als von den Ortsvers weiteren habe sich Steuer in der Behrenstraße in ungehöriger mit Stieghan führte, und in welchem dem Letzteren gerathen waltungen dahin gewirkt würde, daß für Streifs nur da, wo Weise seinen Arbeitern gegenüber betragen. Einer scharfen Kritik wurde, die polnischen nicht mit den alten Arbeitern zusammen dieselben unumgänglich nöthig sind, einzutreten, sonst für fried- unterzog Redner die von innungsmeisterlicher Seite in die zu lassen, weil sie von diesen sonst aufgeklärt würden. Herr liche Beilegung der bestehenden Differenzen zu wirken ist. bürgerlichen Blätter lancirten Berichte, die außer vielen anderen Stieghan soll darauf gesagt haben:" Dann entlasse ich die Alten Die übrigen Punkte der Tagesordnung, außer inneren Ver- beweisen, daß jene Herren recht wenig Verständniß von der sämmtlich." Als darauf die Maschinenarbeiter, die bei dem Erbandsangelegenheiten, sind durch die Beschlüsse des Holzarbeiter Schinderei haben. Zum Schluie erging an alle Anwesenden der segen durch polnische Arbeiter noch nicht an die Reihe gekommen Kongresses erledigt. Appell, das so mühsam Errungene mit aller Energie festzuhalten, waren, dem Herrn mit der Arbeitsniederlegung zuvor Der Vorsitzende Kloß gab sodann einen gedrängten Rückblick sollten jedoch Geschäftsinhaber so wenig Werth auf ihr Wort famen, er den Streik völlig unberechtigt; über die Entstehung und die Erfolge des Verbandes, gedachte und ihre Unterschrift legen, daß sie, wie es manchem fei aber troß der Einladung mittels eingeschriebenen Briefes der Anfeindungen seitens der Behörde und ersuchte die Delegirten, ia zuzutrauen sei, bei ihnen günstig dünkender Ge nicht in der Versammlung erschienen, um diese Behauptung als für den neuen Holzarbeiter Verband mit allen Kräften zu agitiren. schäftskonjunktur das so schwer Erkämpfte den Arbeitern richtig zu erweisen. Böhm hielt im Anschluß an eine Beschwerde Mit einem Hoch auf die neugegründete Organisation und unter wieder illusorisch machten, so würden diese das Errungene auch über einen entstellten Bericht des Intelligenzblattes der VerAbfingen der Marseillaise erfolgte der Schluß des Verbandstages energisch zu vertheidigen wissen. Pfeifer fügte diefen treffen- sammlung vor, wie wenig die Arbeiter auf die gute BeschaffenNachmittags 6 Uhr. den Ausführungen noch eine ganze Blumenlese von Berichten heit der geistigen Koit, welche sie genießen, achten; wenn sie hinzu, aus welcher sich's lohnt, zu erwähnen, daß die Arbeiter schlechtes Bier oder schlechte Wurst erhalten, lassen sie sich's der Firma Rudolf hinter verschlossenen Thüren arbeiten. Pfeifer nicht gefallen, aber, statt das Arbeiterblatt zu lesen, halten sie machte es außerdem den Kollegen zur strengen Pflicht, genau den Lotalanzeiger und andere bürgerliche Blätter. Die Ver darüber zu wachen, daß die Tarife auch innegehalten werden; sammlung nahm darauf eine Resolution einstimmig an, in der überall, wo man versuche daran zu rütteln, sei auf schnellstem sie sich mit der Arbeitsniederlegung einverstanden erklärt und Wege der Kommission davon Mittheilung zu machen. Haupt- verspricht, dafür einzutreten, daß die Forderungen der Ausbedingung sei, sich hierbei vor allen Dingen genauester Wahr- ständigen zum Siege gelangen. Ferner verpflichteten sie sich, haftigkeit zu befleißigen. In seinem Schlußwort gab Referent Mann für Mann der Organisation beizutreten. Mit einem Hoch bekannt, daß die Firma Solms u. Huftfeld durchaus nicht als auf die moderne Arbeiterbewegung wurde die Versammlung gegeregelt zu betrachten ist, da das von den Kollegen seit 10 Jahren schlossen. bekampfte Plaßgeld immer noch nicht gefallen ist. Ebensowenig ist Keller u. Furch als geregelt zu betrachten. Zum Schneiderstreik. Eine gutbesuchte Schneider- und Schneiderinnen- Versammlung tagte Freitag Abend im großen Saale bei Marten in der Friedrichstr. 236. Kollege Tim m beleuchtete scharf und ausführlich die Verantwortlichkeit, welche die Kollegen derjenigen Geschäfte tragen, die unsere Forderungen noch nicht bewilligt haben. Hierzu hob Redner hervor, daß man mit dem bis jetzt erzielten Resultat wohl zufrieden sein könne. Bewilligt hätten bis zur Stunde 147 Geschäfte, darunter viele der bedeutendsten Firmen. Der Unternehmer- Ring konnte dem einmüthigen festen Zusammenhalten der Arbeiter gegenüber nicht stand halten; nur gar zu bald nach seinem Entstehen lag er gesprengt am Boden. Bei der Unkontrollirbarkeit der Haus- Zum Schluffe erklärte sich die Versammlung damit einindustrie sei immerhin in jenen Geschäften eine Wiederaufbesserung verstanden, daß an die arbeitenden Kollegen der Geschäfte, welche von 10-20, ja bis 25 pet. und darüber hinaus erreicht worden. noch nicht als geregelt gelten, die Aufforderung gerichtet werde, Entgegen diesen Errungenschaften, welche freilich oft genug erst den Forderungen entsprechende Tarife auszufüllen, von welchen nach hartnäckigem, heißem Kampfe zu verzeichnen waren, ließ ein Exemplar im Geschäfte aufzuhängen, ein anderes aber dem Redner diejenigen Geschäfte Revue passiren, welche sich noch Bureau, der Agitationskommision, Schüßenstr. 18/19, einzusenden immer ablehnend verhalten. Unter anderen stehen hierin obenan list. Nur auf diese Weise sei eine Regelung möglich. An die organisirte Arbeiterschaft Berlins und Umgegend. Werthe Genoffen und Genossinnen! Wie Euch allen bekannt ist, wurde im vorigen Jahre von zielbewußten Arbeitern Berlins und Umgegend eine Genossenschaft ins Leben gerufen mit dem Namen„ Genossenschafts- Bäckerei für Berlin und Umgegend, Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht". Der Zweck dieses Unternehmens war ein mehrfacher. Einerseits sollte der Bevölkerung ein reines, unverfälschtes Roggenbrot geliefert, andererseits die Organisation der Bäcker und Berufsgenossen gestützt werden. Es ist unser höchstes Bestreben, die Organisation der Bäckerei- Arbeiter zu fördern und zu stützen, die Fehler, welche von der bisherigen Verwaltung der Genossenschafts Bäckerei auf gewerkschaftlichem Gebiete gemacht worden sind, werden von der jetzigen Leitung nach Kräften vermieden. Wie die Verhältnisse in anderen Bäckereien liegen, ist allgemein bekannt. Ueberlange Arbeitszeit, niedrige Löhne, höchstens 3 Mal im Jahre eine 86Лün dige Ruhepause, das ist dasjenige, was die Bäckermeister ihren Gesellen bieten, und die organisirten Arbeiter sollten solche Leute noch unterstüßen? Raum denkbar! Jeder denkende Mensch muß sich von selbst sagen, daß solche Einrich tungen, wie wir sie geschaffen haben, Opfer fordern und mit größeren Untosten verknüpft sind, wodurch uns die Konkurrenz mit den Privatbäckermeistern sehr erschwert wird. Wir können darum unsere aus der Mitte der Arbeiterschaft begründete Schöpfung, welche eine Nothwehr gegen die Privatausbeutung sein soll, auf die Tauer nur dann erhalten, wenn wir mehr als es augenblicklich, von der Arbeiterschaft Berlins und Umgegend Unterstützung. finden. Wir hoffen, nicht vergeblich an das Solidaritätsgefühl der zielbewußten Genoffen zu appelliren, wenn wir an diese und besonders an die Arbeiterfrauen die dringende Bitte richten, ihren Bedarf an Backwaaren aus unseren durch Plakate fenntlichen Berkaufsstellen zu entnehmen. Arbeiter! Genossen! Gebt den Bourgeois teine Veranlassung, über uns au spotten, zeigt, daß Ihr ein zum Wohle ausgebeuteter Kollegen gegründetes Unternehmen mit Energie unterstüßen werdet, zum Troß der Arbeiterfeinde. Der Vorstand. Der Aufsichtsrath. D. Baer. 2. Freitag. H. Grashold. Alle diejenigen, welche sich im Besitz von Antheilscheinen befinden und noch keine Mitgliedstarte besigen, fönnen solche gegen Vorzeigung des Antheilscheines auf unserm Komtoir, Müllerstraße 166 a, erhalten. Wir bitten um träftigste Agitation. Der Vorstand. L. Freitag. H. Grashold. Der Aufsichtsrath. D. Baer. Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstraße 2. Soeben erschien: Fünfte Auflage. ( 81.- 100. Tausend.) nannte Briefhaffen der Redaktion. A. B. 100. In nächster Nummer. er 2. M. 1. Der Sohn hastet für Zahlung der Miethe, welche die Mutter schuldet, nicht und kann auszuziehen nicht behindert werden. 2. Der Wirth fann die der Mutter gehörigen Sachen wegen des für die Vertragszeit restirenden Miethszinses retiniren. Viel Feind, viel Ehr! Neid und Unfähigkeit versuchen stets die guten Leistungen anderer herabzusetzen. Karol Weil's Seifen- Extract hat durch seinen Riesen- Erfolg solche Feinde. Richtig urtheilen kann nur die praktische Haus. frau. 150 000 Hausfrauen Berlins erklären, dass Karol Weil's Seifenextract das beste Waschmittel der. Welt ist. 4022L* Vereinsbrauerei Rixdorf. Das Lagerbier der Vereinsbrauerei ist das malzreichste Berliner Lagerbier. Stammwürze 14,5% " Berliner Kind'l" Stammwürze 14,1%, also malzreicher wie die echten Pilsener Biere. 55. Spalter- Bräuff 159M Stammwürze 15,2%, mithin malzreicher wie die echten Münchener Biere. 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