Ur. 88. Erscheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: Bierteljährlich 8,30 Mart, monatlich 1,10 Mr, wöchentlich 28 Pig fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pig. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Streuz band: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland's Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Poft- Zeitungs- Preisliste für 1893 unter Mr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Bfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20@fg Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Dte Expedition ist an Wochens tagen bis 7 Uür Abends, an Sonne und gentagen bis 9 Uhr Vors mittags geöffnet. Fernrpred Andhlug Amt 1, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Lex ,, Dorwärts". Sonnabend, den 15. April 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. straflos bleibt der an solcher Verabredung Betheiligte, fie von geldgierigen feilen Gesellen betrieben werden: wenn er von derselben zu einer Zeit, wo die Behörde nicht größere Vorsicht und höherer Judaslohn werden die einzige Der bekannte Erlaß des Herzogs Georg von Sachsen schon anderweit davon unterrichtet ist( in fingirten Fällen kann Folge von Strasbestimmungen sein. Das Spionages wurde am 31. Januar 1892 im Vorwärts" veröffentlicht. sie das selten sein) in einer Weise Anzeige macht, daß die system i st eine nothwendige Folges Unmittelbar darauf beschäftigte sich der Bundesrath mit Verhütung des Verbrechens möglich ist. erscheinung des Militarismus und der einem Gefeßentwurf gegen den Verrath militärischer Ge- Das sind die wesentlichsten Bestimmungen der Kom- dauernden allgemeinen Kriegsbereits heimnisse". Bereits am 20. Februar 1892 legte der missions- Vorlage, deren Berathung im Plenum bevorsteht. s ch a ft. Ein ganzer Generalstab von Spionen zur Auss Reichskanzler den im Bundesrath festgestellten Gesezentwurf Weshalb werden plöglich Handlungen, die bisher fundschaftung fremdländischer militärischer Geheimnisse dem Reichstage zur Genehmigung vor. Der Reichstag straflos gewesen sein sollen, mit solch drafonischen Strafen wird von allen Regierungen und Beschüßern der heutigen wurde am 31. März 1892 geschlossen, ohne in eine Be- bedroht? Auch vom Standpunkt des glühendsten Chauvinisten Gesellschaftsordnung für eine unabweisbare Nothwendigrathung des Gesezentwurfs eingetreten zu sein. Dem jetzt und Schwärmers für national- militärische Kriegsbereitschaft| teit gehalten. Am allerwenigsten kann sich die Regierung tagenden Reichstag legten die Regierungen am 12. Dezember 1892 liegt dafür nicht das geringste Bedürfniß vor. Im Gegen- des Wohlgemuthen Deutschlands darüber auch nur den um 2 Bestimmungen vermehrten Entwurf abermals vor. theil ist bekannt, daß den, welcher in Deutschland bei Aus- einen Augenblick einer Täuschung hingeben, daß ihre VorDiese Neuerungen(§§8 und 13 des Entwurfs) leiteten aus dem übung desselben sch urtischen Spionengewerbes schläge der Spionage gegenüber unnöthig und nuzErscheinen der Ahlwardt'schen Judenflinten- Broschüre das betroffen wird, das gegen gutes deutsches Geld deutsche los find. dringende Bedürfniß" ab, auch die Mittheilung that- Lumpen im Auslande betreiben, hohe Strafen treffen. Die Nicht den fremden Regierungen gegenüber, nicht fächlich unrichtiger Nachrichten über Staatsangelegen geltenden Vorschriften der§§ 49, 81, 82, 92, 353 des Spionen gegenüber glaubt die Regierung eines Schutzes zu heiten, insbesondere über die Vertheidigungsmittel des Strafgesetzbuchs, die Auslegung, welche die Begriffe des bedürfen. Sie wünscht vielmehr durch das Gesetz ein Mittel Reichs" mit Strafe zu bedrohen. Die zur Berathung des Hochverraths, des Hochverrathsunternehmens, des Ver- zu erlangen, das sie in den Stand seßt, die Schäden, Entwurfs vom Reichstage gewählte Kommission lehnte zwar fuchs zu demselben, Theilnahme baran, des Miß stände und Blößen innerhalb des ihr diese Novelle Ahlwardt ab, nahm aber mit 10 gegen biplomatischen Landesverraths u. s. w. in der Recht über den Kopf wachsenden Militarismus 5 Stimmen die bereits im Vorjahr vorgeschlagenen Besprechung gefunden haben, reichen vollkommen selbst vor ihren eigenen Landsleuten zu vers stimmungen im wesentlichen an und empfiehlt dem Reichs- für die Fälle aus, in denen der Verrath von Akten- hüllen. Die Presse soll getroffen werden, welche durch tage ein aus 12 Baragraphen bestehendes Spezialgesetz. Als stücken, Nachrichten u. s. w. ohne die Absicht einer Ge ihre Enthüllungen( siehe die Erlasse des Herzogs Georg Ueberschrift für dieses Gesez läkt sich„ lex Vorwärts"" fährdung oder Schädigung des Reichs erfolgt. Aus den und des bayerischen Kriegsministers von Safferling) gräuempfehlen. Motiven", aus dem knapp gehaltenen Kommissionsbericht liche Mißstände in den Ferienkolonien" ans Licht zieht. Nach den Vorschlägen ber Rommission sollen und aus den Stommissionsverhandlungen ist zur Begründung Dieser Ansicht hat der Vorwärts" sofort beim ersten Er Schriften, Zeichnungen oder andere Gegenstände, der Nothwendigkeit" dieser neuen Strafbestimmungen nur scheinen des Gesezentwurfs Ausdruck gegeben( vergl. Nr. 46 deren Geheimhaltung im Interesse der Landesvertheidigung folgende geheimnißkrämerisch aufgeputzte Bemerkung anzu- des Vorwärts" vom 24. Februar 1892) und durch die erforderlich ist oder Nachrichten solcher Art" auch führen: Kommissionsverhandlungen ist sie erst recht bestätigt worden. dann den Augen und Ohren nicht nur fremder Regierungen, Die militärischen Regierungsvertreter gaben hierauf ein In der Kommission war verlangt worden, die Gesetzessondern jedes Nichtmilitärs entzogen sein, wenn die Hin detaillirtes Bild des in Deutschland betriebenen Spionage beſtimmungen sollten nur auf Beamte angewendet gabe oder Annahme der Gegenstände oder Nachrichten wesens, insbesondere seit dem Jahre 1884, dessen Einzelheiten werden. Darauf lautete die Antwort: nicht in landesverrätherischer Absicht geschieht. Wer solche sich der Wiedergabe entziehen. Sie legten in einer Reihe von Gegenstände oder Nachrichten in den Besitz eines Anderen Fällen dar, daß eine Bestrafung oder eine angemessene Bestrafung nicht habe erfolgen können, weil die Spione es vergelangen läßt", wird mit Zuchthaus nicht unter 2 Jahren, ( wer sie sich verschafft, mit Zuchthaus bis 10 Jahren) be standen hätten, durch die Maschen des zur Zeit geltenden Strafgesetzes zu schlüpfen. droht, wenn der Thäter wußte oder den Umständen nach annehmen mußte", daß durch die Mittheilung die Sicherheit des Eine solche Darlegung mag dienlich sein, kleine Kinder Deutschen Reichs gefährdet wird." Nur" Gefängnißstrafe zu schrecken, aber nicht folgenschwere Geseze zu begründen. bis zu 5 Jahren droht dem Mittheilsamen und dem Empfänger Aus den„ Motiven" ergiebt sich klar, daß die„ militärischen statt des Kautschukbegriffes andere Gegenstände" der Nachrichten, wenn er nicht wußte, auch den Umständen Regierungsvertreter" von dem Grundsatz ausgehen, es müßte sollen, wie in der Gesezgebung der Nachbarstaaten, die Gegenstände, deren Geheimhaltung erforderlich sei, nach nicht annehmen mußte, daß durch die Mittheilungen ein Berbrechen auch dann angenommen werden, wenn„ für die Sicherheit des Deutschen Reiches gefährdet werden könnte. den Beweis desselben unüberwindliche Schwierigspezialisirt, im einzelnen aufgeführt werden. Darauf Haben Mehrere eine der mit Zuchthaus bedrohten Hand- feiten" vorliegen. In einem Kulturstaat pflegt man von lungen lediglich verabredet, ohne daß die Handlung der entgegengesezten Annahme auszugehen, nämlich der, oder ein strafbarer Versuch derselben zur daß nur das Verbrechen als vorliegend erachtet werden Ausführung gelangt ist, so soll Gefängnißstrafe kann, das bewiesen ist. " Die Bestimmung würde ein ftumpfes Schwert sein, wenn sie es nicht ermögliche, auch den Privatmann, der etwa anläßlich eines an sich straflosen Verkehrs mit einem Beamten Kenntniß von Geheimnissen erlangt und diese verrathen habe, zur Rechenschaft zu ziehen." In der Kommission war des weiteren gefordert worden, wurde erwidert: " Die Aufzählung einzelner Gegenstände, deren Geheim haltung erforderlich sei, biete die größten Schwierigkeiten und würde trozdem eine erschöpfende nicht sein können. Sie tönnten so mannigfaltiger Art sein, daß im Einzelfalle häufig eine Beitrafung nicht werde erfolgen können, weil gerade der fragliche Gegenstand nicht in das Gefeß Aufnahme ge funden habe." Sogar gegen einen nationalliberalen Antrag wendete nicht unter drei Monaten nebst Geldstrafe bis 5000 M. ein- Die vorgeschlagenen Bestimmungen sind aber, wie auch treten. Aber Kronzeugen, Lockspitel, Angeber und Späher bei Ankündigung des französischen Spionagegesezes im sind eine zu prachtvolle Menschengattung, als daß sie nicht Jahre 1886 die deutschen Offiziösen ausführten, keineswegs so nebenbei besonders gefördert werden sollten. Auf Antrag geeignet, der Spionage Abbruch zu thun, mag diese von des konservativen Abg. Schier ist folgende Bestimmung, Patrioten" ausgei.bt werden, die durch Lieferung man ein: die dem Schutz und der Züchtung solcher Nicht- militärischer Nachrichten im Auslande ihrem Heimathsgentlemen dienen würde, von der Kommission aufgenommen: lande einen Dienst zu erweisen glauben, mag Feuilleton. Macbrud verboten.) [ 64 Der Antrag berücksichtige nicht die durch die Fassung der Regierungsvorlage mitbefaßte öfffentliche Bekannt doch wurde dieser Nachtheil durch eine ausnehmend sein. Dies wurde für zweckmäßig erachtet und schien nicht günstige Rückzugslinie aufgehoben, erstens durch eine schwer zu bewerkstelligen. In etwas weniger als einer Reihe schmaler Gäßchen, wo die Truppen durch Bomben halben Stunde war alles festgesetzt und die sieben Leute bes leicht zurückgehalten werden konnten; zweitens durch gaben sich nach ihren Bezirken. den Stadtgarten, der am Ufer des Flusses lag. In dem Juzwischen war die Nachricht, welche die Verschworenen Garten konnten die hohen eisernen Thore geschlossen und so frühzeitig aufgescheucht hatte, von den Schriftsegern ruhig mit Die Laufbahn eines Nihilisten. ei oder drei großen Schlössern, die sich gut bei Tage geſetzt und von den friedlichen Bürgern von Dubrawnik als Von S. Stepniat. Autorisirte Uebersehung. besorgen ließen, gesperrt werden. Ueberdies fonnten dort Morgengruß dargeboten worden. einige Höllenmaschinen, die der Stotterer erfunden hatte und auf die er großen Werth legte, aufgestellt werden, um die verfolgenden Truppen noch mehr aufzuhalten. Nur wenige Leser gab es, welche die Nachricht nicht tief ergriffen hätte, daß vier Personen, darunter eine Frau, hingerichtet werden sollten. mehr als einem Jahrhundert ist die Todesstrafe für alle, Die Russen sind an Hinrichtungen nicht gewöhnt. Seit ausgenommen politische Verbrecher, abgeschafft. Langjährige Bwangsarbeit gilt für jedes andere Verbrechen, so abscheulich es auch sein mag, als genügend. Diese verschiedene Behandlung politischer und nicht Frei ins Deutsche übertragen von Bertha Braun. Es war gegen 4 Uhr Morgens, als Andrej auf die Die Verschworenen hatten sich bereits ein Boot ver Straße trat. Er hatte 30 Stunden vor sich, faft genug, schafft, da sie von Anfang an dachten, den Fluß als um alles gründlich und ohne Uebereilung zu thun; er Rückzugslinie zu benutzen. Jezt konnte das Boot bis zum wünschte aber, daß die erste Versammlung seiner Mitver- Kai des Gartens gebracht und die vier befreiten Gefangenen schworenen stattfände, bevor die Nachricht von der Be- und etwaige Verwundete an Bord genommen werden. Die stätigung des Urtheils veröffentlicht wurde. übrigen Angreifer konnten durch die Gebüsche entfliehen Den Schritt beschleunigend, erreichte er in einer halben und sich in der Menge, welche der Hinrichtung auf dem politischer Verbrecher blieb der öffentlichen Meinung von Stunde das Hauptquartier. Mit Hilfe eines Drückers trat Püschkarsky- Felde beiwohnen wollte, verlieren. er unbemerkt und ungehört ein. Im Hause schlief Von verschiedenen Seiten strömten Andrej's Genossen eher unverständlich. Keine Macht der Ueberzeugung wird noch alles. rasch herbei. Eine Viertelstunde vor sechs waren alle da, das einfache, nicht spißfindige Volt zu dem Glauben bringen, Seine Gefährten würden vor einer Stunde nicht zusammen- worauf noch rasch ein kleiner Kriegsrath abgehalten wurde. daß politische Verbrecher, wer sie auch sein mögen, schlimmer tommen. Habt Ihr schon vernommen?" fragte Andrej beim als Mörder, Brandstifter oder Straßenräuber feien. Während er auf sie wartete, traf er seine eigenen Bor Eintreten. Die gebildeten und denkenden Leute empfanden mir bereitungen. Wir haben gehört," antworteten sie und begannen Mitleid, Entrüstung oder Wuth, je nach ihrem individuellen In einen Plan der Stadt zeichnete er den Weg ein, sofort die Berathungen. Andrej legte in wenigen Worten Temperament und ihren Ansichten. den der Zug zur Richtstätte nehmen mußte. Dank der seinen Plan dar, der ohne Diskussion genehmigt wurde. genauen Kenntniß, die er von der Stadt hatte, war es ihm Es wurde ihm Ort und Zeit der drei Versammlungen anleicht, sofort den besten Platz zur That zu finden. Er gegeben, sin denen sich die übrigen Neu- Angeworbenen einrichtete seinen Geist auf eine furze Straße, die zwischen zufinden hätten. zwei Windungen des Weges und nicht sehr weit von der Richtstätte lag. Diefelbe fonnte infolge der Lage sehr stark belebt sein, Zunächst wurden anstatt einer großen mehrere kleine Versammlungen anberaumt. Andrej sollte, wenn auch nur für kurze Zeit, bei jeder dieser drei Versammlungen zugegen Die zur Befreiung der Verurtheilten Erwählten blieben natürlich auch nicht gleichgiltig. Die meisten von ihnen hatten die Einladung bekommen und sich bereit erklärt, zur Besprechung einer wichtigen öffentlichen Angelegenheit zu tommen, ehe sie noch die Nachricht von der bevorstehenden Hinrichtung in der Zeitung gelesen hatten. Nachdem sie von derselben aber Kenntniß erhalten hatten, erriethen und stände." verweigerung auf sich? " Politische Iteberlicht. Berlin, den 14. April. machung der geheim zu haltenden Gegen- mission, welcher die Aufgabe ertheilt wird, über den Staffeltarifs seine Erzeugnisse in das süddeutsche Inhalt der Ahlwardt'schen Akten dem Reichstage Bericht Wirthschaftsgebiet wirft und den Grundbesitzern u. f. w. Die im Vorwärts" veröffentlichten Erlasse bezeichneten zu erstatten, unterstützen. fich selbst als geheim zu haltende Gegenstände. Die Motive des Südens lieb die Preise stört. Es handelt heben hervor, eine Weitergabe solcher Geheimnisse sei der sich also in erster Reihe um eine Auseinandersetzung zwischen Die Geschäftsordnungs- Kommission des Reichs- kapitalistischen Konturren en östlich der Elbe Natur der Sache nach an sich immer dazu an tages hatte sich in ihrer heutigen Sigung mit den periön- und im Rhein und Maingebiet. Bom Standpunkte der gethan, eine Gefährdung der Sicherheit des Reiches herbeislichen Angelegenheiten einiger Reichstags Mitglieder zu Berbraucher der großen Maffe, ist jede Tarifreform, zuführen." Je Art mililtärischer Geheimnisse" will das beschäftigen. Von einer privaten Seite war der Reichstag die den Preis der nothwendigen Lebensmittel und Massens Gesez vor Mittheilung an Andere bewahren. Auch ein in angegangen worden, die Genehmigung zu einer Widerklage erzeugnisse überhaupt herabjezt, willkommen zu heißen. einem geheimen Berfahren erlassenes militärgericht gegen den Abg. Schöttgen zu ertheilen. Die Kommission Anstatt der Staffeltarife für Getreide nd Getreideprodukte liches Urthe I kann dazu gerechnet werden. Zu den beschließt auf Antrag des Referenten Abg. Träger, dem führe man überhaupt niedrigere Gütertarife ein geheim zu haltenden Gegenständen gehören in erster Linie die Reichstage die Ablehnung dieses Gesuchs zu empfehlen. Blößen des Militarismus, jene Uebelstände, die Die Kommission verhandelte dann über den Antrag der welche ihr überhaupt erst Lebenskraft, sozialpolitisch und ergänze diese Verkehrsreform durch die Maßregel, aus dem Kadavergehorsam entspringen und deren Ver- amburger Staatsanwaltschaft, welche die genommen, giebt, durch die Beseitigung der Schuhöffentlichung die Disziplin lockern" und damit die Sicher Genehmigung des Reichstages zur strafrechtlichen Berfolgung ölle. heit des Deutschen Reiches gefährden könnten. Der Gesez des" amburger Echo" wegen Beleidigung des Reichsentwurf soll ein Feigenblatt sein für die Mißstände des tages nachgesucht hat. Die Militärvorlage. Ein Mittel schofler als das Militarismus. Wird er zum Gesetz erhoben, so fönnen wir Auch hier beschloß die Kommission auf Antrag des andere wenden die Anhänger der Vorlage an, um Stimmung es erleben, daß die Mittheilung über die furchtbaren Leiden Referenten Abg. Singer, die Genehmigung nicht zu ertheilen. zu machen. In Düsseldorf 3. B. agitiren die national unserer Brüder im Waffenrock als Berrath militärischer Rechtsanwalts zur Berathung vor, welcher den Reichstag Arbeiter", so liest man in der Frants. 3tg.", fragte einen Schließlich lag der Kommission das Gesuch eines hiesigen liberalen Schlotbarone in der unsaubersten Weise. Ein Geheimnisse" mit 3 uch tha u 3 bestraft wird. Wir können ersucht, die Genehmigung zur Berhaftung des Abg. Pick en Beamten seines Werkes, das hauptsächlich für Staatsbedarf 3uchthaus dann erleben, daß derartige Veröffentlichungen in der Pressebach zu ertheilen. unterdrückt werden. Die„ lex" Vorwärts"" fann aber nicht hin arbeitet, ob auch nach Erledigung der laufenden Aufträge dern, daß die Uebel des Militärwesens von der Tribüne des trinkt als ihn bezahlt, iſt ein rechtskräftiges Urtheil zur Militärvorlage durchgeht,- sonst nicht!" Gegen Herrn Pickenbach, der wahrscheinlich lieber Wein noch Arbeit vorhanden sein werde.„ Wenn die Reichstags herab besprochen werden. Allerdings wird. ja hin und wieder von den Gerichten der Verfuch gemacht, Babhlung einer Weinschuld von ca. 250 W. ergangen. war die prompte Antwort des Beamten. Daß es sich hier durch ein Verfahren gegen Unbekannt" den Heichstags Meinlieferanten, seinen Schuldner zur Ableistung des Offen- um eine Agitation handelt, ergiebt sich aus dem Verfahren Die erfolglose Zwangsvollstreckung veranlaßte den um mehr als einen Wink mit dem Zaunpfahl, daß es sich Abgeordneten als Bengen zur Mittheilung seines Gewährsmit manns zu veranlassen. Aber welcher Abgeordnete nähme Aber welcher Abgeordnete nähme barungseides anzuhalten; ein Anfinnen, welchem Herr einer hiesigen Patronenfabrik, die eine größere in solchen Fällen nicht gern die 6 Wionate Haft für Zeugniß- Pickenbach nicht nachkam, indem er im stolzen Bewußtsein Anzahl von Arbeitern mit dem ausdrücklichen Bemerken Zeugniß- feiner Immunität der drohenden Verhaftung aus dem entlassen hat, sie würden wieder angenommen, sobald die Wirkungslos wird der Gefeßentwurf also auch in seiner Wege ging. Militärvorlage im Reichstage durchgegangen fein Absicht sein. Er ist ein Zeichen mehr der Rathlosigkeit und Der juristische Berather des Pickenbach'schen Gläubigers werde. Infolge dieses Schreckschusses haben sich die übrigen Hilflosigkeit der Regierungen gegen die Auswüchse" des requirirt nun den Reichstag und verlangt, dieser solle sein Arbeiter der Fabrit bemüßigt gefunden, die von den MittelMilitarismus und wird, wie die traurigen Folgeerscheinungen Mitglied vor die Gerichtsbarre schleppen und dort seine parteien ins Werk gesezte Petition für die Militärvorlage des Militarismus überhaupt, ihm selbst den Boden ab- Bahlungsunfähigkeit eidlich offenbaren lassen. zu unterzeichnen." Aus Siegburg wurde ein ähnliches graben. Troß der lex Borivürts" vorwärts! Die Geschäftsordnungs- Kommission beschloß auch in Verfahren seitens der Waffenfabrit zur Kenntniß Aus Sicenfabrik zur Kenntniß be ein diesem Fall auf Antrag des Abg. v. Roscielski dem gebracht. Es unterliegt hiernach feinem Zweifel, daß in Reichstage die Ablehnung des Gesuchs vorzuschlagen.dem bevorstehenden Wahlkampf die Bedrohung mit ArbeitsBundesräthliches. In der am 13. d. Mts. ab- Bübereien wird die Wählermasse sich nicht einschüchtern losigkeit eine große Rolle spielen wird. Troß aller dieser gehaltenen Blenarsizung ertheilte der Bundesrath dem Ent- lassen. Es handelt sich um Gut und Blut, um die Frage, wurf eines Gesetzes wegen Abänderung des Gesetzes, be- ob das Volk sich den letzten Heller aus der Tasche nehmen treffend die Abwehr und Unterdrückung von Viehfeuchen, lassen soll. Hinweg mit der Vorlage! Die vom 23. Juni 1880 und dem Antrage des Reichsfanzlers, Rom merzienräthe, geheime und nicht geheime, betreffend die Bollbehandlung der gefüllt mit Mineralöl haben ihre nachträgliche Karnevalsversammlung im Gürzeeingehenden Fasser, die Zustimmung. berathung mehrerer vom Reichstag beschlossenen Resolutionen das Volk müsse sich das Fell über die Ohren ziehen lassen Mit der Vor- nich zu Köln a. Rh. glücklich abgehalten und beschlossen, wurden die zuständigen Ausschüsse beauftragt. zu Ehren des Militarismus. Während des Karnevals gilt Der Abgeordnete Dr. Rintelen hat folgenden A bAus dem Abgeordnetenhause. Zentrumsleute, in Köln das Wort: Geck loas, Geck elans! d. h. Laßt änderungsantrag zur zweiten Berathung des Nationalliberale, Freitonservative, vor allem die Vertreter die Narren gewähren! Erfüllen wir den komWuchergesez Entwurfs eingebracht: Folgenden Artikel 5 des Südens und Westen 3 haben sich zusammengethan, merzienräthlichen Faschingshelden diesen Wunsch! Selbst den Beschlüssen der. Kommission hinzuzufügen: Artikel 5. um gegen die Staffeltarife Sturm zu laufen. Sie be- die Kontrollversammlungen, schreibt die Franks. 3tg.", Der Landesgesetzgebung bleibt überlassen, besondere Be- antragen, den am 1. September 1891 versuchsweise müssen zum Schauplatz von Agitationen für die stimmungen zur Verhütung und Bestrafung des Wuchers eingeführten Ausnahmetarif mit ermäßigten Streckensägen Militärvorlage dienen. Bei den Mannheimer bei dem Handel mit Bieh, bei der Viehpacht und bei dem( Staffeltarif) für Getreide und Mühlenfabrikate( Nach- Frühjahrs- Bersammlungen machte Major Heermann die Handel mit ländlichen Grundstücken zu treffen". irag 8 zum Lofalgütertarif vom 1. April 1890) schleunigst erschienenen Wlannschaften darauf aufmerksam, daß auch die wieder aufzuheben. Die Gründe":" Der Tarif hat eine Leute des Beurlaubtenstandes den Kriegsartikeln unterAuch heute gab es im Reichstag noch keine sich von Tage zu Tage steigerude schwere Schädigung der worfen seien, und der sich Strafen aussette, wer Versamm Ahlmardt Vorstellung. Der Reftor aller Deutschen Landwirthschaft, der Mühlenindustrie und des Getreide- lungen, in denen über militärische Dinge verhandelt werde, hatte zwar seine Atten zur Stelle, wollte sie dem Präfi- handels in denjenigen Landestheilen herbeigeführt, welche einberufe oder solchen beiwohne, das gelte auch in bezug benten aber nur unter der Bedingung ausliefern, daß eine ihre Absatzgebiete für Getreide und Mühlenfabrikate auf die Militärvorlage Es tönne eingewendet werden, die Kommission, an welcher die Antisemiten betheiligt seien, mit hauptsächlich im Westen und Süden von Deutschland Wiilitärvorlage betreffe ja noch gar nichts Bestehendes, aber der Prüfung der Aften beauftragt werde. haben." Der Staffeltarif ist von der Regierung während even bei der Besprechung des Zukünftigen tönnten auch Der Präsident erklärte, die Akten nur bedingungslos des furchtbarsten Drucks der Brotzoll- Wißwirthschaft in die gegenwärtigen Militärverhältnisse einer Kritik unterzogen entgegennehmen zu wollen und die Bestimmung über eine Preußen eingeführt worden, als ein ganz unzuläng werden. Als warnendes Exempel stellte der Herr Major etwaige geschäftliche Behandlung der Aften dem Beschluffe des liches Palliativmittelchen anstatt der Auf- einen in Württemberg vorgekommenen Fall hin, wo Reichstages vorbehalten zu müssen. Hierauf ging Ahlwardt nicht hebung oder doch der Suspension der Getreide der Borsigende eines Kriegervereins, weil ein und wurde vom Präsidenten bezüglich seiner Atten- zölle. Auf grund des Staffeltarifs wird der Streckener Stimmen gegen die Militärvorlage gesammelt wünsche auf den Weg der Antragstellung verwiesen. sag von 42 Pf. pro Kilometer für Getreide auf habe, militärgerichtlich zu sechs Wochen Gefängniß Nun war Holland in Noth, da Ahlwardt auf seine größere Entfernungen derart herabgesetzt, daß der Satz bei verurtheilt worden sei. Er glaube allerdings, daß in diesem Tivolifreunde nicht mehr rechnen kann und infolge dessen mehr als 1200 Kilometern bis auf 2/3 Bf. herabgeht. Falle ein" Wißverständniß" obwalte, aber er wolle doch die nothwendigen 15 Unterschriften zur Unterstüßung eines Dieser Tarifmaßregel liegt der verständige Gedanke zu nicht unterlassen darauf hinzuweisen. Ju Baden sei bei Antrages nicht aufzutreiben vermag. Grunde, daß Massengüter auf große Entfernungen wohlfeil der allbekannten patriotischen Gesinnung der militärischen zwar nicht leiden, doch ihre Unterschriften nimmt er gern. worden, um ein Scheinzugeftändniß zu machen, er werde der Reichstag, der nach der Auflösung zusammenDie Sozialdemokraten fann Ahlwardt nun zu befördern sind. Aber der Staffeltarif ist eingeführt Vereine ein solcher Fall auch kaum zu erwarten. Mit einem Staatsstreiche drohen die Offiziösen. Diesen Anschauungen entsprechend ersuchte er die sozial gilt nur für Getreide, für Mühlenfabrikate und Malz, er Werde der Reichstag, der nach der Auflösung zusammendemokratischen Abgeordneten, ihm zur Einbringung eines tritt erst in Kraft bei Entfernungen von über 100 Kilo- trete, der Regierung nicht zu Willen sein, so werde er Antrages behilflich zu sein. metern an. Die Großgrundbesizer, Müller, Malzprodu- wiederum aufgelöst oder nach Hause geschickt und ohne Die sozialdemokratische Fraktion bezenten im ostelbischen Gebiet erlangen dadurch einen Sonder seine Zustimmung und gegen die Verfassung die Neuorganischloß, diesem Unsuchen Folge zu leisten vortheil über ihre süddeutschen Konkurrenten, da der Osten fation b.werkstelligt. Die Zustimmung der Bundesstaaten und wird einen Antrag auf Niedersehung einer Romvermittelft des mit der größeren Entfernung sinkenden dürfte theilweise bereits gewonnen sein, doch leistet vor allem Bayern hartnäckigen Widerstand. Eine geheime Mission hat die Aufgabe, diesen Widerstand zu heben." So Der Kriegsrath war zuversichtlicher, geräuschvoller und schreibt die antisemitische Mittelsächsische Beitung", durchgreifender als der am Morgen abgehaltene. Die und der Hannoversche Rourier" spielt ähnliche Organisation, welche sie noch vor einigen Stunden nur als Weisen. Er jammert:„ Ein Verfassungsbruch im Deutschen möglich betrachtet hatten, konnte jezt praktisch erprobt Reiche unter den obwaltenden Verhältnissen würde die werden. Existenz des Reiches noch in ganz anderer Weise geAus dem Reichstage. Die sozialdemokratische Fraktion beantragt, den Reichstanzler zu ersuchen, zu veranlaffen, daß das gegen den Abgeordneten Kunert bei dem fönigl. Amtsgericht zu Schweidnig anhängige Verfahren auf die Dauer der Session eingestellt werde. hofften sie, daß dies die Veranlassung zu der geheimnißvollen Versammlung sei, zu der sie berufen wurden. Als sie vernahmen, daß alles schon bereit sei, als ihnen ein Ueberblick über den Plan vorgelegt wurde, und sie den Namen desjenigen erfuhren, der ihr Führer sein sollte, zeigte sich überall guter Wille und Muth, überall Vertrauen auf Erfolg. Andref erschien bei den drei Versammlungen mit der ihm eigenen Kühle des Verstandes und der wilden Entrüftung, die ihm gerade dieser Tag eingab. In seiner augenblicklichen Stimmung war er gerade der Mann für das geplante Vorhaben. Als er von der letzten Zusammenfunft in das Hauptquartier zurückkehrte, wurde ihm eine sehr angenehme Üleberraschung zu theil. Gleich Andrej empfunden alle, daß nicht besser gefährden als die Nichtbewilligung der Militärvorlage, handelt werden konnte, als wie beschlossen war. Sie waren ganz abgesehen davon, daß ein innerer Konflikt eine alle voll Hoffnung und achteten nicht der Gefahr, der sie ernste Gefährdung des äußeren des äußeren Friedens einschließen fich für eine fo gute Sache aussetten. würde. Deshalb wäre es verdienstvoll, wenn der NeichsSobald alle beisammen waren, trat man in die Ver- fanzler jene Verdächtigung möglichst kategorisch zurückwieje." handlungen ein. Es fand zwar keine Diskussion statt, denn mit solchen Schwindelgeschichten sollen die Philister ins dazu war die Zeit zu kostbar, aber alle gaben Hathschläge, Bockshorn gejagt werden. Aber seit der Lektion des 1887er welche Andrej entweder annahm oder verwarf, indem er, Septennatsrummels lernt der deutsche Michel das Gruseln ohne sich auf weitere Erörterungen einzulassen, seine Ent- nie und nimmer. Die„ Kreuz- Beitung" schreibt David erwartete ihn dort seit einiger Zeit, er war in scheidung gab. Der Plan war im Allgemeinen sehr einfach. in ihrer Abendausgabe vom 14. d. Mts.:„ Es gewinnt den Ausführung eines Auftrages jenseits der Grenze gewefen, als Morgen um 7 Uhr früh sollte Andrej mit zehn Leuten am Anschein, daß die Erstattung des Berichtes aus der Miliein Brief aus St. Petersburg ihm von dem, was in Dubrawnik Blaze sein, um sich die Stellung vorher zu sichern. Die tär- Kommission absichtlich verzögert wird. Als vorging, Kenntniß gab. Er machte sich sofort zur Mutter übrigen vierzig mußten fich an mehreren Orten der Nach- Grund dafür wird angeführt, daß Frhr. von Huene Rußland auf auf den Weg, reifte Tag und Nacht barschaft außer Sicht balten. Sobald die Masse der Zu- noch über ein Kompromiß mit dem Reichskanzler verhandle." und erreichte Dubrawnik gerade zur rechten Zeit. schauer fich in den Straßen sammelte, würde er ihnen Das Zentrum hat gute Gründe, sich eingehend Ich komme, um mich Deinen Befehlen unterzuordnen, sagen lassen, daß sie in kleinen Trupps tommen sollten. über diese Mittheilung, die an solcher Stelle nicht als irreAndrej," sagte er. Hoffentlich giebst Du mir etwas zu Es wäre gefährlich, wenn sie alle auf einem Punkt levant bezeichnet werden kann, zu äußern. thu.” zufammengedrängt seien, falls der übrige Theil des menge sehr dicht sein, so müßten sie sich in zwei Rotten, die einander gegenüber standen, vor derselben aufstellen. Sie dürften nicht etwa durch den Ausbruch einer Boltspanit umgeriffen und zerstreut werden. Die Menge würde dann hinter ihnen davon laufen, ohne sie zu hindern. ,, Soviel Du willst, alter Bursche," erwiderte er ihm Weges nur dann besezt wäre. Sollte die Buschauermunter. Andrej's Stimmung hatte sich seit dem Morgen sehr gebessert. Die Berührung mit seinen neuen Kameraden hatte ihn aufgeheitert. Er war mit den Leuten, die er im bevor stehenden Kampfe zu führen hatte, mindestens ebenso zu frieden, wie sie mit ihm. Wenn der Platz andererseits wenig besetzt war, mußten Wir können wohl hoffen zu fiegen," sagte er zu David, die Verschworenen fich zerstreut halten. In diesem Falle Mit Wurfgeschossen, wie die unsern, tönnen fünfzig Mann würde Andrej mit seinen zehn Mann eine Art Borhut bilviel leisten, wenn sie ernstlich entschloffen sind, zu kämpfen. den, um den Bug anzuhalten und den übrigen Zeit zu Und sie sind es, mein Wort darauf. Du wirst dies aus geben, von allen Seiten herbeizueilen. eigenem Augenschein ersehen. Wir halten den legten Kriegs- Dies alles und viele andere Dinge tonnten erst im rath hier um sieben Uhr." entscheidenden Momente festgestellt werden. Nun", sagte Andrej, auf seine Uhr blickend, ift's Beit unsere Waffen zu holen." ( Fortsetzung folgt.) Um die bestimmte Beit fanden sich die Leute einer nach dem anderen ein. David tannte einige von ihnen, den anderen wurde er als neuer Gefährte vorgestellt. Die Tortur auf deutschen Kriegsschiffen? Schleswig- Holstein'sche Bolts- Zeitung" meldet am 10. April cr. aus Kiel folgendes: " " Von einer seltsamen Strafe, welche über einen Mann der Besagung des König Wilhelm" verhängt worden, melden uns Augenzeugen das Folgende. Der Mann wurde an den Händen gefeffelt und an den selben soweit in eine schwebende Stellung in die Höhe gezogen, daß er nur noch mit den äußersten Spizen der Fußzeben den Boden berührte. In dieser gewiß äußerit qualvolen Stellung mußte der Bedanternswerthe Mittags eine volle Stunde aushalten, um sich dann Abends noch mals dieser eigenthümlichen Prozedur z 1 unterziehen. Was der Mann sich hat zu schulden tommen lassen, wissen wir nicht, und thut dies übrigens auch nichts zur Sache. Jedenfalls aber ist, soweit unser Wissen hiervon reicht, eine solche Art der Bestrafung nach militärischem Reglement unzulässig, weshalb wir erwarten, daß der Vorgesezte, welcher diese Strafe anordnete, zur Rechenschaft ge zogen werden wird." Die geschilderte Quälerei wurde früher als Tortur angewendet und war in den österreichischen Gefängnissen noch bis zum Anfang dieses Jahrhunderts„ Sitte". Seitdem ist diese Barbarei abgeschafft. Wenn auf dem Panzerschiff der deutschen Flotte solche Menschenschinderei wirklich vors gekommen ist, so läge eine grobe Pflichtverletzung vor. Die Marineverwaltung wird wohl schleunigst Antwort geben, sonst wird sie hoffentlich im Reichstag schon in den nächsten Tagen zu einer Antwort gezwungen werden. Dem Reichstags- Abgeordneten Fusangel ist, der „ Kölnischen Zeitung" zufolge, vom Verleger der„ Westfälischen Volkszeitung" der Urlaub für die Theilnahme an den Sigungen des Reichstages nicht bewilligt worden. Schofel! Angreifer wandte sich beim Herbeieilen der Polizeibeamten zur Der Jre John Redmond erklärte im weiteren Vers Flucht und bedrohte einen Baffanten, der sich ihm entgegen Laufe der Sigung, die Bill sei ein Kompromiß zwischen den stellte mit dem Revolver, welcher versagte, es gelang darauf, den früheren Forderungen Irlands und den Zugeständnissen, zu Fliehenden zu verhaften. Nach Meldungen, welche abends denen sich England bereit gefunden habe. Niemand könne aus Mons hier eingegangen sind, hätten 3000 Ausständige in Quaregnon in einer Straße Barritaden errichtet. Patrouillirende eine Maßregel als eine endgiltige, für alle Zeiten giltige Gendarmen hätten mehrmals auf die Menge Feuer gegeben. ansehen. Die schließliche Erfüllung des Programms liege Ein Gendarm, welcher vom Pferde gestürzt sei, wäre ent- in der Richtung der Föderation, aber er und seine Freunde waffnet und grausam mißhandelt worden. Sechs Ausständige, acceptirten die Vorlage ernstlich in billigem, ehrlichem und darunter ein Verwundeter, seien verhaftet worden. Eine aufrichtigem Sinne und in der Hoffnung, daß das Kapitel Schlächterei, deren Inhaber Stricke zum Fesseln der Verhafteten von dem englischen Drucke und dem irischen Widerstande hergegeben habe, fei geplündert worden. Die Meldungen dadurch sein Ende gefunden haben werde. Die Details bedürfen weiterer Bestätigung. seien bei der Einzelberathung zu verhandeln. Die ( Depeschenbureau Herold".) Gent, 14. April. Hier stehen finanziellen Bestimmungen seien gänzlich unbefriedigend. heute 3000 Arbeiter aus. In Mons fanden gestern Abend Die Irländer bafirten ihre Forderungen nicht auf die Mißblutige Zusammenstöße mit der Polizei statt, wobei viele Per- verwaltung, sondern sie fußten bei deren Aufstellung auf dem fonen verwundet und verhaftet wurden. Wölffchen sogar muß seiner Schauermär hinzufügen: würden die Folgen davon nicht nur neue Bwangsgefeße, Rechte als besondere Nationalität. Scheitere die Bill, so Die Meldungen bedürfen der Bestätigung." Sicher wird sondern auch die Entziehung des Wahlrechts in Irland und Polizeispiel und Antisemiten. Aus der nun aus von Börsenspekulationen u. s. w. wie telegraphirt" gelogen im Jntereffe der herrschenden Klassen in Belgien, um Zwecke die Errichtung eines militärischen Despotismus sein. führlicher vorliegenden Aussage Dr. Bauer's( siehe und ungeheuerlich übertrieben. Aber die Zustände in Belgien Nr. 87 vom 14. 5. Mts.) tragen wir das folgende nach: sind ernst, die Arbeiterschaft ist mit vollem Recht empört im Departement Morbihan 508 Erkrankungen an Cholera Die Cholera in Frankreich. Seit Monatsfrist sind Nach der Haftentlassung der Buschhoff'schen Familie sei ihm über die reaktionäre Haltung der Kammer, und sie hat und 192 Todesfälle vorgekommen: im Arrondissement durch einen Freund eine Persönlichkeit, deren Namen er alle Ursache, die Putschhoffnungen und Butschgelüfte der Lorient seit 1. März 468 Erkrankungen und 177 Todes nicht nennen wolle, als ein höherer Beamter aus dem Herrschenden schon im Reime zu ersticken. Die Unterfälle, in Vannes 33 und 11, in Pontivy 17 und 4. Die Justizministerium vorgestellt worden. Diese Persönlichkeit nehmerschaft benügt natürlich die günstige Gelegenheit, Cholera wüthete 1892 in Lorient heftig. Ihr Wiederaufmüffe aber ein Polizeispitzel gewesen sein, er sei jetzt zu die Arbeiter zu chifaniren, polizeilich zu brangsaliren treten wurde streng geheim gehalten, aber entdeckt infolge der Ueberzeugung von der Richtigkeit dieser Behauptung und militärisch zu massakriren. Das Elend und der Versendung großer Mengen von Desinfektionsmitteln. gelangt und wisse, daß der vermeintliche höhere soziale Drud, bie auf der Ministerialbeamte beauftragt gewesen sei, die anti- furchtbar; gelingt Masse lasten, find es der Bourgeoisie jetzt, die Ein Staatsstreich in Serbien. Alexander der Kleine femitische Bewegung zu überwachen und die Proletarier niederzuwerfen, so ist deren Kampffähigkeit ist ein talentvoller Knabe, er staatsstreichelt schon, obwohl Antisemiten zu kompromittirenden Hand- für lange Zeit gebrochen, die Herren" brauchen feinen er erst vor kurzem die Kniehöschen abgelegt hat. Man lese Iungen herauszufordern. Speziell diese Angelegen Ausstand, teine Massenbewegung heit werde binnen kurzem im Reichstag durch einen Generalaus stand aber ist nicht durchzuführen. In zu fürchten. Ein folgende Nachrichten: antisemitischen Abgeordneten zur Sprache ge- der liberal- demokratischen Brüsseler Réforme", dem bracht werden. Der Name desselben möge heute noch ver Organe des Deputirten Féron( Nr. 103 vom 13. April), schwiegen sein. Er habe den fraglichen Beamten mit schreibt der Chefredakteur Georges Lorand Reisegeld ausgerüstet, damit derselbe in Xanten nähere leitenden Artikel gegen den Generalstreit und führt aus: in einem Beamte sei dann nach Leipzig zurückgekommen und habe ihm mitgetheilt, daß die Sachen in Xanten schlimmer stän den, als er( Dr. Bauer) annehme, und daß es geboten erscheine, energisch in der Presse gegen das Untersuchungsverfahren vorzugehen. Nachdem dann der Korrespondent wieder nach Xanten gereist sei, habe er von dort Artikel ge sendet, die so scharf gehalten gewesen wären, daß er ( Dr. Bauer) sie gemildert habe. Es ist in der That bringend nöthig, daß in diese seltsame Geschichte Licht tommt. " Alles ist gerettet. Man fann von vorn beginnen. Die Ansässigkeitsvorschrift, die Systeme Graux und Frère- Drban Boden ist also freigemacht für das allgemeine, durch die find mit unerwarteten Minderheiten abgelehnt worden. Der plurale Abstimmung( doppeltes Wahlrecht der Familien. väter) organisirte Stimmrecht. Auf dieser Wahlstatt wird sich der legte Kampf abspielen. Damit die Reaktionäre sich nicht für das heutige Maffenopfer( Ablehnung ihrer Anträge) rächen tönnen, tommt es darauf an, daß die Arbeiter auf dem Beschluß des Generalstreifs, der glücklicherweise nicht ernsthaft begonnen hat, Verzicht leisten. Der Generalrath der Arbeiterpartei wird hoffentlich den begonnenen Fehler einsehen und sich beeilen, einen Gegenbefehl zu geben. Der in diesem Augenblick unternommene Generalstreit ist die beste Hoffnung der Gegner des allgemeinen Stimmrechts, für das der Weg durch die heutigen Abstimmungen offen steht." Belgrad, 14. April. König Alexander ließ in der vergangenen Nacht die Regenten verhaften und theilte ihnen mit, daß er sich großjährig erkläre. Der König ernannte fofort ein aus Rabitalen und Fortschrittlern, also ben Russenfreunden, zusammengesettes Ministerium unter dem Präfidium von Dotic. Die Truppen wurden fon fignirt und leisteten dem Könige den Eid der Treue. Die Häufer der Regenten und Minister wurden umstellt. Das neue Ministerium ist wie folgt, zusammengefeßt: Dofic Präs fidium und Unterricht, Franassovic Krieg. Oberst Stanlovic Bauten, Vuie Finanzen, Milosevic Boltswirthschaft, Milosavl jevic Inneres. Soeben erscheint eine bezügliche Broklamation. Alles vollzog fich in größter Ruhe. light und defteten dem Köni Bäterchen hat seinen serbischen Hinterfaffen gezeigt, daß er in Serbien regiert, und daß seine Söld= inge, die Radikalen und Fortschrittler und nicht die Liberalen, Desterreichs Agenten, das Heft in Händen haben. Alexander das Kind ist natürlich eine Puppe, die so tanzt, wie die Petersburger Drahtzieher es wünschen. Er hat eine Proklamation" erlassen, worin es heißt: " In der gegenwärtigen Zeit soll das Volksleben sich ruhig unter dem Schuße der Verfassung entwickeln, die mein erlauchter Bater( Milan, das gekrönte Lümpchen) im Einverständnisse mit allen Parteien und mit dem Bolte selbst dem Lande verliehen hat. Leider war die Verfassung in jüngster Beit so gefährdet, die staatsbürgerlichen Rechte meiner theuern Serben dermaßen in Frage geftelt und die verfassungsmäßige Stellung der Boltsvertretung derart erniedrigt, daß ich nicht säumen darf, diesem unglücklichen Zustande ein Ende zu machen. Serben! Bon heute an nehme ich die fönigliche Gewalt in meine Hände. Bon heute an tritt die Berfassung ganz in Kraft und erhält ihren vollen Werth." Gent, 14. April. Eine zahlreiche Schaar Streifender durchzog heute die Straßen der Stadt mit rothen Fahnen und verschiedenen Plafoten. Etwa tausend Streifende versuchten in die Werkstätten einzudringen, um die Arbeitenden an der Ar- Luftiger ist noch nie ein nadter Verfassungsa beit zu verhindern. Pompiers und Polizeimannschaften trieben bruch begründet" worden, als bort drunten in Halbdieselben zurück. In den Spinnereien Phenix und Horemans aften. Die Radikalen schießen Biktoria, das Land" huldigt" ist die Arbeit vollständig eingestellt, in dem großen Hütten- Alexander. Auf des bulgarischen Ministers Stambulom werk von Lousberg dauert die Arbeit fort. Das herrliche Kriegsheet. Lieutenant Schrag müller I vom 39. Regiment in Düsseldorf, der seiner Zeit vom Kriegsgericht wegen empörender Soldatenmishand Iungen, begangen an zur Uebung eingezogenen Volksschul lehrern, mit zwei Monaten Festungshaft bestraft wor Diese Ausführungen, obwohl sie offenbar viel zu opti den war, ist nach Verbüßung dieser Strafe wieder in seinen mistisch sind, verdienen trotzdem verzeichnet zu werden. Die vollen Dienst zurückgetreten. Einen untrüglichen Beweis für Kammer, die sich auf furze Zeit vertagt hat, wird den die Abneigung gegen den Militärdienst und damit Féron'schen Vermittelungsvorschlag, über den wir schon aus die Gegnerschaft für eine Steigerung des Militarisführlich mus seitens der Landbevölkerung liefert folgende Notiz ausführlich berichtet haben, voraussichtlich auch verwerfen. Vechta( Großherzogthum Oldenburg), die wir in den Nachrichten Wolff's Telegraphen- Bureau meldet weiter unterm für Stadt und Land" finden. Diefelbe lautet: Vechta, 14. d. M.: 7. April. Am heutigen Tage ist im hiesigen Amte das Vormusterungsgeschäft beendet. Wie man hört, ist die Erledigung desselben durch die große Zahl von Reklamationen um Be freiungen wegen häuslicher Verhältnisse über hundert!-erschwert. Es mag sein, daß die schweren Heuerverhältnisse in einigen Theilen des Amtes und die Lage der kleinen selb ständigen Grundbesiger( Anbauer, Eigner, Säusler) viel Weranlassung zu berechtigten Anträgen auf Befreiung geben; nimmt man aber hinzu, daß gerade aus diesem Gebiete neben der loyalen Aufgabe der Staatsangehörigkeit vor dem 17. Jahre mit Auswanderung nach den Vereinigten Staaten von Nordamerika oder nach den Niederlanden viele ungefeßliche Dienst entziehungen vorkommen und daß außer den Reklamationen auf Befreiung vor und nach der Einstellung die Anträge der Refervisten und Landwehrmänner auf Zurüchstellung sich häufen, so läßt sich nicht perkennen, daß die Bereitwilligkeit, der Militärpflicht zu genügen, eine verhältnißmäßig geringe ist und daß jeder Anlaß willkommen erscheint, den Verfuch zu machen, sich Derselben zu entziehen. Die nothwendige Folge ist eine um so schärfere Prüfung der geltend gemachten Gründe seitens der zu ständigen Stelle." Der Bauer der Geest, der schwer um sein Dafein ringen muß, hat den Militarismus mit seinen unnöthigen Rosten und Beschwerden, seinen Soldatenmißhandlungen, seinem langen Entziehen von der heimathlichen Arbeit ganz gewaltig im Magen und pfeift auf den Mordspatriotismus, den man im Wolfe mit allen Mitteln groß zu ziehen sucht in Schule, Raserne und Kriegervereinen. An dieser Thatsache ändert anch der Schlußfaz nichts und hätte der Schreiber der Notiz besser gethan, die Ronfequenzen aus dieser Thatsache zu ziehen. Bayerische Landtagswahlen. In Nürnberg ist, wie wir schon meldeten, gegen die Sozialdemo tratie ein deutschfreisinnig nationalliberal- konservatives Kartell abgeschlossen worden. Unter den Kandidaten der Nationalliberalen befand sich auch der Großhändler Sachs, ein Freund des Stöder. Sachs erklärt nun, Antisemit sei er nicht, er habe Stöder, mit dem er bes freundet sei, anstandshalber" die erbetene Gastfreundschaft nicht abschlagen tönnen. Der Sachs ist jedenfalls, daran jt nicht zu zweifeln, Bollblutreaktionär. Den Deutsch freifinnigen wird seine Kandidatur nun unangenehm, da sie ihre Wahlaussichten verschlechtert, sie wollen ihn ausmerzen. Aber die Nationalliberalen halten an ihrem Stöckerfreunde fest, und die feindlichen Brüder werden sich wohl bald den Versöhnungsschmaz geben. Das schlägt sich, das verträgt sich. Brüssel, 14 April. Die verhafteten Sozialistenführer Besuch in Wien antwortet Rußland mit dem Staatsstreiche Brüssel, 14. April. Die verhafteten Sozialistenführer wurden nach dem mit ihnen vorgenommenen Verbör wieder frei. in Belgrad. Der Rubel auf Reisen ist eine Weltmacht. gelassen. Nach einigen weiteren unbedeutenderen Zusammen ftößen wurden die Manifestarten zerstreut. Nachdem um 11 Uhr Nachts vollkommene Ruhe eingetreten war, wurde bie Bürgergarde und die Polizei, welche zunächst noch zusammengehalten worden waren, um 12/2 Uhr Nachts entlassen. Die Lage des Streits in Brüffel und den Vorstädten ist dieselbe wie gestern. Der Streif nimmt nicht zu. Einige Banden Streifender durchziehen die Straßen. Bei dem Einschreiten der Polizeiagenten wurde ein Knabe verwundet. " Brüssel, 14. April. In den Kohlengruben von Marcinelle sind etwa 150 Arbeiter in den Streif eingetreten; es ist das der erste in dem Kohlenbecken von Charleroi vor gekommene Streit. Der Polizeifommiffar begab sich heute mit etwa 20 Agenten nach der Maison du Peuple", um im Innern eine Haussuchung vorzunehmen. Bolders weigerte sich, die Agenten eintreten zu laffen, worauf diese sich zu rückzogen. Die Menge warf mit Steinen und Glásern nach den Polizisten, legtere machten darauf darauf von der Waffe Gebrauch. Mehrere Polizisten, sowie mehrere Theilnehmer an den Rundgebungen erlitten Berlegungen. Mons, 14. April. Die Zahl der Streifenden im Bori nage beträgt heute etwa 16 000; man erwartet die Ankunft von Truppen; bisher ist es zu teinerlei Rubestörung gefommen. Boziale Lebersicht: Achtung! Tapezirer! Den Kollegen zur Nachricht, daß die Sperre über die Werk tatt der Herren Gebr. Weinmann, Charlottenburg, Englische Straße 28 c, unverändert fortdauert. Um irrthümlichen Gerüchten den Boden abzuschneiden, theilen wir mit, daß Herr Weinmann die neunstündige Arbeitszeit nicht bewilligt hat. Den Kollegen, die während der Sperre dort anfingen, wurde auf dem Meisterbureau erklärt, daß die neunstündige Arbeitszeit bewilligt sei. Es stellte sich jedoch, als die Kollegen in Arbeit getreten waren, die Unrichtigkeit dieser Mittheilung heraus, worauf alle ein müthig die Arbeit niederlegten. Buzug ist strengftens fernzuhalten. Mit Collegialem Gruß nilil Die Werkstätten- Kontrolltommiffion. schifffahrts- Attiengesellschaft soll beendet sein. Der Streit der Flößer der Bromberger Schlepps Der Streit der Docker in Hull ist, wie der Boff. 8tg." berichtet wird, noch nicht zu Ende. 3war werden", schreibt das Blatt, von 1200 freien Arbeitern in drei verschiedenen Docs alle fehrs ist von Hull nach anderen Häfen verlegt worden. Können die 9000 ausständigen Dockarbeiter, unter denen bereits die größte Moth herrscht, noch die nächsten paar Tage aushalten, so dürfte es gelingen, der Sperre eine größere Ausdehnung zu geben und badurch die verfügbare freie Arbeit zu beschränken. Unter stügungen der Ausständigen beginnen auch schon reichlicher zu Lüttich, 14. April. In den hiesigen Steinfohlengruben fließen. Was aber am meisten der baldigen Beilegung des Aus ist das Personal vollzählig angefahren, in den Roblengruben standes entgegenarbeitet, ist die Lage des Arbeitsmarktes in Hull von Seraing und den Cockerill'schen Werken hat Niemand die Arbeit niedergelegt; in der Kohlengrube von Ressalles in der Gemeinde Jemeppe ftreifen über 100 Mann; in der Rohlen grube Piron in der Gemeinde St. Nicolas haben 400 Mann die Arbeit eingestellt; in den Gruben, welche in den Gemeinden Flemalle Ans, Herstal und Angleur gelegen sind, find alle angefahren. Mons, 14. April. Ein Bataillon Jäger zu Fuß ist nach Dour und Quaregnon abgegangen. In Wasmes und Baturage durchzogen heute früh mit Arbeitswertzeug und erforderlichen Arbeiten verrichtet; aber ein großer Theil des VerPfählen bewaffnete Arbeiter die Straßen, einige Häuser wurden geplündert, auch wurde gedroht, die telegraphischen Verbin Sungen abzuschneiden. Vormittags 11 Uhr griffen etwa 300 Arbeiter die Kohlenwerke von Grand Bouillon in Baturage an, drangen in den Hof derselben ein und richteten dort Verwüstungen an. selbst. Bereits vor dem Ausbruch der Feindseligkeiten herrschte ein Ueberfluß an Arbeitskräften. Die heder haben den jetzt arbeitenden freien Arbeitern erklärt, daß sie vorzugsweise auch nach der Beendigung der Sperre verwendet werden sollen. Frühere ErBelgien. Wolff's Telegraphisches Bureau meldet aus fahrungen beweisen aber, daß alle importirte Arbeit große Widerstands fraft besitzt und ortsansässige Arbeit zu verdrängen pflegt. Die Brüssel, 13. April, 10 Uhr Abends. Ein Zug von etwa 5000 Manifestanten durchzog die Straßen der Niederstadt leitenden Gewerfvereinstreife in London erklären mit aller Beund beging mehrfach Ausschreitungen. Die Schaufenster Somerule. Jm Unterhause erklärte am 13. April führten Kampf unterliegen sollte, alle befreundeten Vereine nur stimmtheit, daß, falls der Gewerfverein in Hull in dem jest ge mehrerer großen Cafés und Magazine wurden zertrümmert. 213 der Zug auf der Place de la Monnaie anlangte, tam es ber Staatssekretär des Krieges, Campbell Banner bie lebhafte Geschäftszeit für die Rheder abwarten werden, um zwischen den Manifestanten und den aufgebotenen Bolizeimann, nach Infrafttreten der Homerule Bill werde das aufs neue den Kampf der Arbeitervereinigungen gegen die Untermannschaften zu einem Zusammenstoß, bei welchem die Polizei- Heer wie bisher dem Oberbefehlshaber unterstellt bleiben. nehmerverbände zu beginnen. Cardiff und Newport haben auf Agenten mit blanker Waffe vorgingen. Ein Polizei- Agent und Nur werde der Vizekönig die Befugniß erhalten, Truppen Betreiben des sozialistischen Abgeordneten Havelock Wilson bereits mehrere Manifestanten wurden schwer verwundet. Der be- zur Unterstützung der Zivilgewalt anzurufen. Eine Pflicht die Sperre verhängt; jetzt bearbeitet dieser unermüdliche Herr die rittenen Bürgergarde gelang es schließlich, die Menge zu des Heeres werde es wie bisher sein, jeden bewaffneten wieder zurückgezogen werden, da die Polizei, unterstützt durch die Gewerkvereine Liverpools. Die Infanterie konnte aus Hull zerstreuen. Eine Anzahl Personen wurde verhaftet, darunter Aufstand, wer immer denselben hervorgerufen habe, nieder Polizei von Leeds und Nottingham und durch die sehr gebie Sozialistenführer Bolders, Vandervelde und Maes. Für heute Abend find in Lüttich, Geraing, Jemappe und Herital auwerfen. Balfour richtet an Campbell- Bannermann die fürchteten Dragoner, genügend start ist, um die Ordnung auffozialistische Volksversammlungen angekündigt.- Auf Ersuchen Frage:„ Und das Urtheil über den Gebrauch dieser Pflicht recht zu erhalten. De: Minister des Innern wird sowohl von der Bürgermeister der im Borinage belegenen Ortschaften ist steht dem von einem irischen Ministerium berathenen Bize- Arbeitgebern wie auch von Arbeitern mit Deutschriften, Drahteine Schwadron Jäger nach Hornu entsandt worden. tönige zu?" Campbell Bannermann wünscht, daß diese meldungen und Petitionen bestürmt. Mr. Asquith hat es aber Aus Brüssel berichtet dasselbe Bureau unter dem Anfrage vorher angezeigt würde. Die Frage Labouchères, bisher verstanden, sich nach feiner Seite hin zu binden. Die ob die Homerule- Bill nicht am 14. April zum Abschluß ge- Berantwortlichkeit für das hineinziehen von Militär und die Der ehemalige Minifter, jezige Deputirte Woefte wurde, bracht werden könne, verneinte der Premier Gladstone, so Entfendung der zwei Kanonenboote steht ausschließlich bei den Lokalbehörden." als er heute von der Repräsentantenkammer zurüctehrte, auf sehr er eine Beschleunigung und einen Abschluß der Debatte auch der Straße von einem Individuum thätlich angegriffen. Der wünsche; er hoffe, die Redner würden ihre Reden möglichst fürzen. 14. b. Mts.: # Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonnabend, den 15. April. Opernhaus. Bajazzi. Vorher; Djamileh. Circus Renz. ( Karlstraße.) Sonnabend, den 15. April, Abends 74 Uhr: Gala- Vorstellung zum Benefiz der Geschwister Fel, Clotilde und Helga Hager. 1. a. Beautifal, z. 1. Male in der hohen Schule ger. v. Frl. Helga Hager; Cyd, z. 1. Male in der hohen Schule ger. v. Frl. Clotilde Hager; Bolero, ger. v. Fr. Clotilde Hager u. Mr. Gaberel; v. Dir. Fr. Renz 2c. Außerd. z. Schluß: Neues Theater. Des Meere3 und 4 Schimmelhengste in Freiheit vorgf der Liebe Wellen. Deutsches Theater. Zwei glückliche Tage. Berliner Theater. Die Braut von Messina. Leffing- Theater. Hanna Jagert. Wallner- Theater. Der Probepfeil. Kroll's Theater. Linda von Chamounig. Residenz Theater. Die beiden Champignol. Das neue Kleid. Adolph Ernit- Theater. Goldlotte. Friedrich- Wilhelmnädt. Theater. Die Fledermaus. Thomas- Theater. Gute Zeugnisse. Wen man im Dunkeln füßt. Viktoria Theater. Die Reise um die Welt in achtzig Tagen. National- Theater. von Heilbronn. Das Räthchen Alexanderplat- Theater. Zimmermann's Lene. Winter- Garten. Spezialitäten- Bor stellung. Apollo Theater. Spezialitäten Ein Künstlerfest. Große Ausstattungs- Pantomime. Verspätet. Mittwoch Vormittag 42 Uhr entschlief sanft nach langen Leiden unser lieber Vater, Groß- u. Schwiegervater, der Töpfer 3316b Karl Szillatis. Die Beerdigung findet Sonntag, Mittags 1 Uhr, vom Trauerhause, Belforterstr. 11, statt. Am 12. d. M. verstarb unser Vater, der Fuhrherr Wilhelm Dobe. Große sozialdemokr. Versammlung des 4. Berliner Reichstags- Wahlkreises am Dienstag, den 18. April 1893, Abends 8 Uhr, in den Konkordia- Festfälen, Andreasstr. 64. Tages- Ordnung: 1. Die gegenwärtige Situation. Referent: Reichstags. Abgeordneter Paul Singer. 2. Disfussion. 3. Wahl von 3 Delegirten für den Parteitag der Provinz Brandenburg. Zur Deckung der Unkosten Entree nach Beleiben. Zahlreiches Erscheinen nothwendig. 349/ 5* Die Vertrauenspersonen. Berliner Streik- Kontrollkommission. Die Beerdigung findet am Sonntag Berliner den 16. d. M., Nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Müllerstr. 38, aus Neue Einlagen mit überraschenden nach dem Nazarethkirchhofe, Seestraße, im Feenpalast, St. Wolfgangs- u. Burgstraße- Ecke: Sonntag, den 16. April, Vormittags 10% Uhr, Licht- u. Wassereffecten. Ballet von statt. 100 Damen. Glänzender Blumencorso. Grosses Brillant- Feuerwerk. Sonntag: Zwei große Vorstellungen, um 4 Uhr( 1 Kind unter 10 Jahren 71/2 Uhr: Ein Künstlerfest. frei): Die Touristen, und Abends Billet- Vorverkauf an der Zirkuskaffe u. beim„ Invalidendant", Markgrajen ftraße 51a. Fr. Renz, Direktor. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Große Spezialitäten- Borstellung 83156 Die tiefbetrübten Söhne. Heute früh, 32 Uhr, entschlief sanft unerwartet meine inniggeliebte Frau G. Raasch Ritterstr. 116, im 48. Lebensjahre. Große öffentl. Volksversammlung Zagesordnung: 1. Der Berliner Schneiderstreik und wie stellt sich die Arbeiterschaft Berlins denjenigen Firmen gegenüber, die bis jetzt die berechtigten Forderungen der Schneider nicht bewilligt haben. Referent Schneider Aug. Täterow. 2. Diskussion. Um recht zahlreiches Erscheinen der Genossen ersucht Der geschäftsführende Ausschuss der Berliner Streik- Kontrollkommission. J. 2.: Hermann Faber, SO., Grünauerstr. 6, Hof part. Die Beisehung findet Sonntag, den 16. April, Mittags 12 Uhr, auf dem 274/5 neuen Jafobifirchhof statt.[ 3318b Allen lieben Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, der Schraubendreher 3321b Wilhelm Wuttig am 13. d. M., Nachm. 5/4 Uhr, nach langen Leiden sanft entschlafen ist. Theater der Reichshallen. Spezia Vollständig neues Programm. 16. April, vom Trauerhause Mariannenlitäten- Vorstellung. Kanfmann's Variété. SpezialitätenBorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spe zialitäten- Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Zum 14. Male: Goldlotte. Gesangspoffe in 3 Aften v. Ed. Jacobson und W. Mannstädt. Couplets theilweife v. G. Görss. Musik von G. Steffens. In Szene ge fekt von Adolph Ernst. Anf./ Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. J. Thaler, Ropfequilibrist, Schnellzeichner. Geschwister Wuger, SchwerterRämpferinnen. Truppe Marnitz- Gasch, MarmorTableau. Henry Bender, Gesangshumorist. Truppe Volter, Excentrics comic. Mr. Henry, Jongleur auf der rollenden Kugel. Max und Lilly Gläser, GesangDuettisten. Brothers Gasch, Akrobatische Clown. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Entree 50 Pf. American- Theater. Mori Etablissement Moritz Anfang 8 Uhr: Der Dussel ( Nulpus) Parodistisch- realistischer Vorgang in der Dachkammer, frei nach Jbsen und Tolstoi von Oscar Wagner. ( Klemm Ede.. Martin Bendix.) 3 Alfred Bender in seinem neuesten Originalvortrag Der Volksmund in Berlin. Instrumentalist Deller. Unser Helgoland. Castan's Panopticum. Große Ausstellung. Play. Buggenhagen. Plaz. Täglich Juftrumental- konsert. Großer Frühstücks- u. Mittagstifd. Spezial- Ausschant von Pakenhofer Lagerbier, hell und dunkel. An Sonn- und Felttagen findet das Konzert in den oberen Sälen statt. Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Pf. Säle für Versammlungen, Rommerse, Festlichkeiten 2c. Ww. Boll, Wienerftr. 1 empfiehlt ihr Die Beerdigung findet Sonntag, den straße 8, nach dem Neuen ThomasKirchhof Hermannstraße statt. Danksagung. Achtung! Maurer! Mitglieder Versammlung des 245/12 Zentralverbandes deutscher Maurer ( Zahlstelle II Berlin) am Sonntag Vorm. 10 Uhr, bei Orschel, Sebastianstr. 39. Tages Ordnung: 1. Prinzipielle Bedeutung der Gewerkschaftsbewegung. 2. Diskussion. 5. Verschiedenes. 3. Abrechnung vom 1. Quartal 1898. 4. Gründung eines Arbeitsnachweises. Jeder Maurer hat Zutritt. Sage hiermit allen Freunden und Kollegen, sowie dem Chef der Schöningfchen Fabrik und den Mitgliedern der " Türkischen Pfeife" und des Raucher. Bundes, für die zahlreiche Betheiligung und Fennstraßen- Ece. Jeden Sonnabend nehmen die Hilfskassirer Beiträge entgegen: H. Raschke, Wiesenftr. 8, H. 3 Tr., tafsirt bei Gleinert, Müllerbei dem Begräbniß meines Mannes, Rönig, fassirt bei Peterson, Veteranenstr. 22b( Sonntags Bormittags bei dem Begräbniß meines Mannes, und Fennstraßen- Ecke. Ernst Schulz, Invalidenstraße 92, Stfl. í Tr., bei des Schloffers 9-11 Uhr). Emil Knauf [ 33116 zu Reinickendorf, meinen herzlichsten Dant. Die trauernde Wittwe Auguste Knauf geb. Lieckfeld. Orts- Krankenkasse der Strumpfwirker. Ordentl. Generalversammlung Moabit. Wilh. Müller, Wilsnackerstr. 49, S. 4 Tr., tafsirt bei Hermerschmidt, Perlebergerstr. 28. West. Karl Franke, Neue Winterfeldtstr. 4, tafsirt bei Werner, Bülowftr. 58b. L. Lambrecht, Hagelsbergerstr. 3, fajfirt bei Grube, Mariendorfer- und Solmsstraßen- Ecke. Südost. R. Wolfchack, tasiirt bei Hoffmann, Waldemarstr. 61. W. Wolfchack, tafsirt bei Boli, Wienerstr. 1-6. Osten. Fr. Paldum, Landsberger Allee 28. H. Beller bei Bach. Die Wohnung des Bevollmächtigten Gröppler befindet sich Wienertraße 25, S. 2 Tr. am Montag, 24. April, Abends 8 Uhr Deutscher Tischler- Verband. in Frind's Salon, Weinstr. 11. Tages- Ordnung: Bericht des Rechnungs- Prüfungs- Aus1. Rechnungslegung für 1892 und schusses. 2. Beschlußfassung über die Abnahme der Rechnung für 1892. Die Kassenmitglieder und Arbeits geber werden nach§ 44 des Statuts hierzu eingeladen. 287/3 Der Vorstand. Weiß- u. Bairisch- Bierlokal. Allgemeiner Hilfsarbeiter- und bahnen sind noch frei. 8839 Arbeiterinnen- Verein Berlins Vereinszimmer u. Winter KegelH. Stramm's Restaur. Sonntag, 16. April, Borm. 9 Uhr, 123. Ritterstraße 123. Großes Fremdenlogis, Herberge und und Umgegend. Andreas str. 26: General- Versammlung. Tages- Ordnung: Arbeitsnachweis der Vereine der Glaser und Klempner, sowie Verkehrslokal und Herberge der Goldarbeiter, Korbmacher, Tischler, Schneider und Bildhauer. Vereinsverhältnisse im 1. Quartal des 1. Bericht der Kassen-, sowie der Bahlstelle Berlin. Versammlungen West u. Südwest: Sonntag, den 16. April, Vormittags 10%, Uhr, im Königshof, Bülowftr. 37. Vortrag des Kollegen Hoppe über: Produktion und Konsumtion. Norden, Wedding u. Moabit: Montag, den 17. April, Abends 82 Uhr, bei Geissler, Tegelerstr. 55-56. Vortrag des Kollegen B. Schmidt über: Warum sind die Arbeiter mit ihrer Lage unzufrieden? Tagesordnung für beide Versammlungen: Vortrag, Diskussion, Bers bandsangelegenheiten, Verschiedenes. 316, 18* Die Ortsverwaltung. Deutsch. Tischlerverband ( Zahlstelle Berlin). Versammlung für West und Südwest Gleichzeitig empfehle meinen reich seit November 92 bestehenden Vereins. am Sonntag, 16. April, Bormitt. 101/2 Uhr, im Königshof, Bülowstr. 37. baltigen Frühd-, Mittag- und 2. Vereinsangelegenheiten. Abendtisch à la Carte zu soliden Akka- Zwerginnen. Breifen. Ausschant von vorzüglichem Bersammlung zu erscheinen. Neue Illusion: Lotosblume. Andere Illusionen. Fantoche- Theater. Castan's Irrgarten. Schreckenskammer. PassagePanopticum. Es ist Pflicht der Mitglieder, in der Weiß- u. Bairisch- Bier. Quittungsbuch sowie die Mitglieds [ 88662* farten vom alten gewerblichen HilfsEmpfehle nach wie vor mein verarbeiter- Verein legitimiren. größertes Lokal, franz. Billard 2c. 160/15 Der Vorstand. dem verehrten Publitum. Vorwärts, Volks- Zeitung, fowie andere Zeitungen liegen aus. [ 3596L M. Berndt, Oranien- u. Alexandrinenstr.- Ecke. Bur Landpartie nach Im Theater- Saat: Birkenwerder a. d. Nordbahn Neu! Lebende Bilder. Segel- Regatta auf dem Rummelsburger See um die Liebesinsel, von letzterer am schönsten zu übersehen, am Sonntag, den 16. d. M. Ueberfahrt: von Stralau, Rummels. burg und Treptow. 0 Restaurant Schüßenhaus. Allen Freunden u. Genossen, nament: lich den verehrten Vereinen bestens empfohlen. Große Kaffeeküche. Zwei verd. Regelbahnen. Große Halle mit Piano stehen zur Verfügung. Für ff. Speisen und Getränke zu soliden Preifen sorgt Carl Hietzig, Gastwirth. [ 38176 Möbel, Spiegel und August Neupert's Weiß und Bairisch Bier Lokal, Landsberger Chaussee, vis- à- vis vom ehemaligen Steuerhaus. Boltsbelustigungen aller Art, Im Saale Familienunterhaltung. 83136 Bimmer für Vereine 40402* empfiehlt Wirthshaus zum Felsenkeller Louisen- Ufer 17. Polsterwaaren, reelle Waare, solide Preise. Ganze Ausstattungen in Mahagoni empfiehlt und Nusbaum. Küchenmöbel in gr. Julius Apelt, Sebastianstr. 20( früher 27/28. Empfehle meine Genossenschafts. brot- Niederlage, fowie Milch und Backwaare auf Wunsch frei ins Haus. 83146]. L. Otto, Gerichtstr. 75. Schulz, Prenzlauer* Dr. Hoesch, homöopath. Arzt. Klubzimmer mit Piano zu vergeben. Allee 224, Ecke Treschowstraße.[ 37908* Linienftr. 149. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10. Rummelsburg. Sonnabend, 15. April, Ab. 81/2 Uhr, bei Herrn Borchmann, Hauptstr. 83: Oeffentliche Versammlung des Rummelsburg u. Umgegend. Arbeitervereins für Tages Ordnung: 317/17 Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Die Ortsverwaltung. Stuckateure. Am Dienstag, 18. April, Abd3. 8 Uhr, bei Deigmüller, Alte Jakobstr. 48a. Große öffentliche Versammlung Tages Ordnung: 1. Zweck und Nußen der Gewerkschaftsorganisation und welches ist für uns die beste Form? 2. Diskussion. 3. Abrechnung. 4. Die Forderung für unfere Baukontrolle. 5. Verschiedenes. 271/14 Das Erscheinen aller Kollegen ist Pflicht und können in der Versammlung Liften 2c. an den nenen Vertrauensmann abgeliefert werden. Bauarbeiter- Verein 1. Bortrag des Herrn Dr. med. Böhm, der Rosenthaler Vorstadt. über: Lungenkrankheiten. 2. Diskussion. 3. Kommunale Angelegenheiten. 4. Berschiedenes. Gäste willkommen. 110/11 Der Vorstand. In dem Inserat der Tabakarbeiter Kontrollmarke vom letzten Sonntag muß es in dem Verzeichniß der die Rontromarke führenden Fabrikanten Franz Noffke, Borſigſtr. 28, der Cigarrenbranche heißen: Franz Steinmetzstraße 40, Ecke Groß- Görfchenstraße. 8953L* Nur Hüte mit Kontrollmarken. Grosse Auswahl in Schirmen. W. Wolff. Sonntag, den 16. April, Vorm. 11 Uhr, im Lokal des Herrn Wilfe, Hoch- Straße Nr. 32 a: Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Jahresabrechnung von 1892 und vom Wintervergnügen. 2. Vereins. angelegenheiten. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Gäste tönnen durch Mitglieder eingeführt werden. Neue Mitglieder werden aufgenommen. J. A.: W. Genz, Bernauerstr. 114c. 123/8 Gesangverein Berliner Buchdrucker. Sonntag, den 16. April, in den ,, Konkordia- Feßtsälen", Andreasstraße 64: Erstes Stiftungsfest bestehend in Vokal- und Instrumental- Konzert. Entree 30 Pf. Anfang 6 Uhr. Nach dem Konzert: Grosses Tanz- Kränzchen. Billets sind bei Herrn Stolle, Oranienstr. 126, sowie in den mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Freunde und Gönner des Vereins ladet hierzu freundlichst ein Der Vorstand. Hierzu zwei Beilagen. 158/7 Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. 1. Beilage zum Nr. 88. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 75. Sigung vom 14. April 1893. 1 Uhr. Am Bundesrathstische: v. Bötticher, v. Malhahn, Hanauer. Die Tribünen sind überfüllt. Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, den 15. April 1893. lehnen. Die Hineinziehung des Arbeitsvertrages zeige, wie dehnbar diese ganze neue Gesetzgebung sei. Auch die Kommission babe in erster Lesung den§ 302a mit Stimmengleichheit abgelehnt. Auffassung stehen. Abg. v. Bar( fr.) bleibt gleichfalls bei seiner prinzipiellen Abg. Stadthagen betont nochmals, daß die Handhabung Entgegen der allgemein gehegten Erwartung, daß der Abg. des Retentionsrechtes namentlich in Berlin gerade wucherisch ist Ahlwardt vor der Tagesordnung das Wort erhalten werde, tritt und von der Wuchergeseh- Novelle getroffen werden müsse. Dem der Reichstag nach den geschäftlichen Wittheilungen des Präsi- armen Manne werden hier auf grund einer falschen Praxis die denten in die zweite Berathung der Wuchergeseh- No- legten Befizstücke genommen; hier liege eine Nothlage vor und Delle ein. Die bezügliche Erklärung des Präsidenten wird vom troßdem werde bis zum Aeußersten der Buchstabe des Gesetzes Hause mit großer Heiterfeit, in die der Präsident selbst ein zur Geltung gebracht. Das sei ein schreiender Mißstand, dem fin mt, angenommen. Die Bewegung und Unruhe in dem ver- gerade durch die ausdrückliche Subfumtion unter das Wucherhältnißmäßig start besetzten Saale dauert auch während des gesez abgeholfen werden müsse. Der Arbeitsvertrag geAnfangs der Verhandlungen über die Wuchergesetz- Novelle fort. höre wegen seines wucherischen Effektes in§ 302a, nicht in Nach Artikel I der Novelle sollen die§§ 302a und 302d§ 302e, der nur von gewerbs und gewohnheitsmäßiger Aus abgeändert, ein§ 302e neu eingeschaltet und zum§ 367 eine beutung der Nothlage, des Leichtsinnes oder der Unerfahrenheit Nummer 16 hinzugefügt werden. durch andere zweiseitige Rechtsgeschäfte spricht. Der Antrag wolle aber auch schon den Arbeitgeber treffen, der den Arbeiter einmal durch den Arbeitsvertrag bewuchert. § 302a, der in feiner neuen Fassung von der X. Kommission unverändert angenommen ist, lautet: " Wer inter Ausbeutung der Nothlage, des Leichtsinns oder der Uneifahrenheit eines anderen mit bezug auf ein Darlehn oder auf die Stundung einer Geldjorderung oder auf ein anderes zweiseitiges Rechtsgeschäft, welches denselben wirthschaftlichen Zwecken dienen soll, sich oder einem Tritten Vermögensvortheile versprechen odergewähren läßt, welche den üblichen Binsfuß dergestalt überschreiten, daß nach den Umständen des Falles die Vermögensvortheile in auf fälligem Mißverhältniß zu der Leistung stehen, wird wegen Buchers mit Gefängniß bis zu sechs Monaten und zugleich mit Geldstrafe bis zu dreitausend Mark bestraft. Auch kann auf Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte erkannt werden." Nachdem noch die Abgg. v. Buol( 3.) und Krause ge: sprochen, wird in der Abstimmung§ 302 a nach Ablehnung des Antrages Stadthagen mit großer Mehrheit in der Fassung der Borlage angenommen. betriebene Wucher mit Gefängniß nicht unter 3 Monaten und Nach§ 302d wird der gewerbs- oder gewohnheitsmäßig zugleich mit Geldstrafe von 150 bis 15 000 m. bestraft. Der neu hinzugefügte, von der Kommission angenommene § 302e belegt mit derfelben Strafe denjenigen, welcher mit bezug auf ein Rechtsgeschäft andrer als der im§ 302 a bezeichneten Art gewerbs: oder gewohnheitsmäßig unter Ausbeutung der Abg. von Bar( dfr.): Die Abänderung des Wortlautes Mothlage, des Leichtsinns oder der unerfahrenheit eines andern dieses Paragraphen gegen das bestehende Gesetz beschränkt sich sich oder einem dritten Vermögensvortheile versprechen oder gedarauf, daß es jegt heißen foll: Wit bezug auf ein Darlehn währen läßt, welche den Werth der Leistung dergestalt überoder auf die Stundung u. s. w., fatt:" Für ein Tarlehn oder schreiten, daß nach den Umständen des Falles die Vermögens: im Falle der Stundung." Der Unterschied ist ein ganz geringer, vortheile in auffälligem Mißverhältniß zu der Leistung stehen. und es ist höchst bedenklich der Konsequenzen wegen, sofort eine Abg. v. Bar wendet sich gegen diese neue Bestimmung, feststehende Gesetzgebung aus solcher Veranlassung zu ändern. welche den gewerbs- und gewohnheitsmäßigen Sachwucher treffen Ebenso ist ein solcher Schritt bedenklich für die Rechtsprechung. soll. Gine solche Ausdehnung des Wucherbegriffs auf alle beWir bitten die Aenderung abzulehnen. laftenden Verträge sei sehr bedenklich. Abgesehen davon, daß Abg. Frohme( Soz.): Der§ 302 a wie er von der Kom- der Richter geradezu zur Wilfür bei seiner Entscheidung greifen mission angenommen worden ist, scheint mir nicht zu genügen, müsse, sei von dieser gefeßgeberischen Vorschrift eine bedeutende da einige Formen des Wuchers durch denselben nicht getroffen Schädigung des reellen Geschäftsverkehrs und ein unglaub werden können. So werden in den öffentlichen Leihämtern viel- liches Anwachsen des Denunziantenthums zu befürchten. fach ganz enorme Zinsen in Höhe tis zu 24 pCt. erhoben und Unter dem Schutze einer solchen Vorschrift könne jedermann, dem meist werden diese Zimen genommen von armen unbemittelten ein abgeschlossenes Geschäft leid geworden sei oder der nicht beLeuten. Das sind Zustände, die wohl der Erwägung werth sind. zahlen wolle, seinen Kontrahenten wegen Wuchers vor den Ferner beuten auch gewisse Agenten die Personen, die von ihnen Staatsanwalt und die Gerichte schleppen. Der Begriff der in gewiffer Beziehung abhängig find, in ganz unerhörter Weise Gewohnheits- und Gewerbsmäßigkeit stehe in der gerichtlichen aus. Sie lassen sich nicht nur sehr hohe Kosten für die Ver- Praxis feineswegs fest. mittelung bezahlen, sondern suchen die Personen, so lange sie von ihnen abhängig sind, beständig tributpflichtig zu erhalten. Das führt zu unerhörten Ausbeutungen, und derartige Geschäftspraftifen müßten auf grund des Gesetzes gefaßt werden können. Ebenso schlimm steht es um die Miether, die in Preußen troh der entgegenstehenden Bestimmung der Zivil- Prozeß- Ordnung vor dem Retentionsrecht des Hauswirthes nicht des Hemdes auf dem Leibe sicher find. Gerade in diesem Falle handelt es sich ganz unzweifelhaft um die wucherische Ausbeutung einer Nothlage. Staatssekretär Hanauer bittet um die unveränderte Annahme des§ 302 a. Die Pfandleih- Anstalten unternänden ohnehin den Bestimmungen des Quchergejeges und brauchten nicht ausdrücklich aufgeführt zu werden. 10. Jahrg. Präsident von Levehow: Herr Abg. Ahlwardt, jetzt sind Sie nicht mehr bei einer Bemerkung zur Geschäftsordnung. Abg. Ahlwardt: Dann will ich nur bemerken, daß ich die Aften auf den Tisch des Hauses niederlegen wollte, daß mir aber das Wort nicht zu etwas anderem gestattet werden sollte als nur zu der Erklärung: Ich lege die Akten auf den Tisch des Hauses nieder. Diese einfache Erklärung abzugeben, mußte ich ver weigern. ( Abg. Rickert: Jawohl!) Präsident v. Levehow: Ich erachte die Sache für erledigt. Buchergejeß; Gesez, betreffend den Verrath mililtärischer Ges Schluß 42 Uhr. Nächste Sigung Montag 1 Uhr. heimnisse.) Parteinachrichten. Maifeier. In Bremerhaven wird das Fest am Abend hördliche Genehmigung noch aussteht. Festlokal ist das Kolosseum. des 1. Mai abgehalten, auch der projektirte Festzug, dessen bes des 1. Mai einen Umzug durch die Stadt nach dem Schießhaus, Die Erfurter Parteigenossen planen für den Nachmittag eintreten zu lassen. abhängigen Genossen wird empfohlen, am 1. Mai Arbeitsruhe wo Konzert und Ball abgehalten wird. Den wirthschaftlich un" Zur Beachtung! Um über die Zahl der Theil. nehmer an der Maifeier möglichst bald einigers maßen zutreffend berichten zu können, ersucht hiermit die Redaktion des Vorwärts" die Leiter der offiziellen sozial demokratischen Maifestlichkeiten aller Orte, noch bis zum Abend des 1. Mai hierher mittels Telegramms oder Postkarte furz und bündig Nachricht über den Verlauf der Feier zu geben. Die Adresse der Zuschriften soll lauten: Redaktion des " Borwärts", Berlin SW., Beuthstr. 2." Gs genügt, wenn die Mittheilungen die Bezeichnung, Maifeier", die Angabe des Ortes( bei kleineren noch der nächstgelegenen größeren Stadt) und ungefähr die Zahl der Theilnehmer an der Versammlung, dem Kommers oder der sonstigen am 1. Mai abgehaltenen Festlichkeit in recht deutlicher Schrift enthalten. Das gleiche Ersuchen wird hinsichtlich der Festlichkeiten gestellt, die am 30. April oder 7. Mai als Vor- oder Nachfeier abgehalten werden. " " und die Parteigen offen in Desterreich- Ungarn Die im Auslande weilenden Parteigenossen bitten wir ebenfalls, uns über den Verlauf der Maifeier und wenn möglich über die Zahl der Theilnehmer womöglich noch am Tage der Feier mittels Postkarte oder Telegramm turz Nachricht zukommen zu lassen unter der Adresse: Redaktion des Abg. v. Buol empfiehlt in längerer Ausführung die An Vorwärts", Berlin S. W., Beuthstr. 2." Die deutsche Kapitalistens nahme dieser nothwendigen Erweiterungen der Strafgesetzgebung presse hat zum Beweise ihrer Behauptung, daß die Maifeier nicht gegen den Wucher. Der Vorwurf, daß in der Bestimmung über die Sympathie der Arbeiter habe, bisher stets mit besonderer den Sachwucher zu sehr generalifirt sei, fönne als Tadel nicht Vorliebe ungünstige Berichte über die Festlichkeiten im Auslande aufgefaßt werden. Auch sei es nicht richtig, daß der Entwurf gebracht. Es ist daher von Nuzen, wenn wir durch zuverlässige einen abnormen Eingriff in das Zivilrecht enthält, indem er Originalberichte sofort ihrem schwindelhaften Treiben entgegen fämmtliche wucherische Rechtsgeschäfte für ungiltig erklärt und treten fönnen. Vornehmlich erwünscht sind solche Berichte aus dadurch eine in ihren Folgen unabsehbare ganz allgemeine den Hauptstädten und den hervorragendsten Inrestitutio in integrum zulasse. Die Befürchtung, daß auf grund du strie 3entren aller Länder, wo die Maifeier abdes Wuchergesetzes jemand zu Unrecht hart bestraft werden föune, gehalten wird. sei nicht begründet. Dem wirthschaftlich Schwachen und Unociterzeitungen bitten wir um freundliche Weiterverbreitung dieses Die im Auslande erscheinenden deutschen Arerfahrenen müsse strafrechtlicher Schuß gewährt werden. Ersuchens, zweifelt Abg. Vollrath die Beschlußfähigkeit des Hauses. Damit schließt die Diskussion. Vor der Abstimmung behegt, wird der Namensaufruf vorgenommen. Derselbe ergiebt die Da das Bureau ebenfalls Zweifel an die Beschlußfähigkeit Anwesenheit von nur 101 Mitgliedern. G3 müssen also die Verhandlungen abgebrochen werden. * Der Kommers, den die Chemnizer Parteigenossen dem Reichstags- Abgeordneten Max Schippel am Dienstag vers anstalteten, ist, wie der Chemnitzer Beobachter" mittheilt, so gesperrt werden mußte und ganze Schaaren auf der Straße start besucht gewesen, daß der Saal des Festlokale polizeilich abstanden, die im Saale feinen Play mehr hatten finden können. Die fächsische Justiz wird bieraus ersehen, daß die lange Gefängnißstraße, die sie wegen einer im übrigen Deutschland nirgend verfolgten Kritik der sozialreformatorischen" Gesetzgebung über Abg. Stadthagen( Sog.): Der§ 302a würde Anstalten, die freie Geschäftsthätigkeit aufs schwerste beeinträchtigen müffe. Abg. Krause( dfr.) legt im einzelnen dar, daß der§ 302eNuterm ,, nenen Kurs". Ueber das Thema: Wie man welche sich unter staatlicher oder kommunaler Leitung befinden, Ganz besonders bedenklich sei die von den übermäßigen Ver uns bontottirt!" wird der Magdeburger Volksstimme" aus erlauben zu thun, was private nicht dürfen. Wenn staatliche mögensvortheilen gegebene Definition für die Urtheilsvernichtung albe geschrieben: Der hiesige Bürgermeister, Herr Pfandleihen hohe Prozente von denen nehmen, die sich in der durch den Richter. schlimmsten Noth an sie wenden, so ist das auch eine Ausbeutung Mittelstädt, will die Kalber Sozialdemokratie um jeden der Nothlage, auf welche das Gesetz zutrifft, ebenso wenn ein quenzen hin, welche eine solche Ausdehnung des Wucherbegriffs unterzeichnen, ihre Lokale zu Versammlungen des Konsumvereins Abg. v. Bar weist nochmals auf die gefährlichen Konse. Preis todt machen. So mußten sämmtliche Wirthe ein Schriftstück Hauswirth von seinem Retentionsrecht Gebrauch macht und den für alle Geschäftsthätigkeit haben müffe. Leuten das Unentbehrlic, ste wegnimmt. Wir haben in dieser nicht mehr herzugeben, weil 90 pCt. der Mitglieder dieses VerHinsicht in der Kommission einen Antrag gestellt. Staatssekretär Hanauer: Das Vorhandensein des Sach- eins der sozialdemokratischen Partei angehören. Dem Vorstande Man wuchers neben dem Kreditwucher wird von feiner Seite geleugnet. des Konsumvereins fagte es der gestrenge Herr kurz und bündig, erwiderte uns aber, daß man Damit in die Rechte Die Etrafbarkeit des Sachwuchers soll nach der Vorlage, der die er werde die Sozialdemokratie mit allen Mitteln bekämpfen. der Einzelstaaten eingreijen würde. Wir wurden von Kommission schließlich beigetreten ist, erst eintreten im Falle Ganz wie unter dem Regiment der Bismarck und Buttfamer. dem Regierungsvertreter damit vertröstet, daß in Preußen, gewerbe- und gewohnheitsmäßigen Betriebes. Diese Rautel sollte Der Kampf der herrschenden Klassen gegen den Emanzipations100 die Bestimmungen über das Retentionsrecht sonders hart sind, sehr bald eine gefeßliche Aenderung eintreten auch d nen genügen, welche wie die Reoner der freisinnigen orang der Arbeiter zeitigt dieselben Blüthen heute wie damals. Partei eine Erschütterung des ganzen Geschäftsverkehrs von dieser werde. Wir wollen verhindern, daß unter der Begünstigung Neuerung besorgen. preußischer Geseze Wucher getrieben werden fann. Nach der von deu preußischen Gerichten und auch vom Reichsgericht befolgten Praxis tann der Wirth alles nehmen, was der einzelne befißt, und der Miether ist sogar strafbar, wenn er etwas mitnimmt. Wenn man die Bestimmungen des preußischen Gesetzes ganz wört lich nimmt, müßte der Miether nacht hinausgehen, ohne ein Hemd auf dem Leibe zu haben. Lurch das neue Wuchergesetz sollen nur einzelne Fälle getroffen werden, wenn ein etwas leichtsinniger Sonnenberg: Der Abg. Ahlwardt hat vor den Ferien in Schippel verhing, die" Anhänglichkeit seiner Wähler an ihn nicht Zur Geschäftsführung bemerkt Abg. Liebermann von Wohlhabender bewuchert wird. Die Auffassung des§ 302a, daß die Ausbeutung der Nothlage eines andern durch Eingehen eines Aussicht gestellt, das von ihm bezeichnete Material unvermindert, sondern naturgemäß nur noch gesteigert hat. Rechtsgeschäfts, welches denselben wirth chaftlichen Zwecken dient, mittelbar nach den Ferien vorzulegen. E3 herrschte wie ein Darlehn, unter Wucher zu vernehen sei, trifft auch auf wohl fein Zweifel darüber, daß man ihm kein Hinderden Arbeitsvertrag zu. Wenn bei der chronischen Nothlage, in niß in den Weg legen würde, das zu thun. Nun Die Wurzener Stadtverordneten strichen weiter die Bu der sich die Arbeiter befinden, der Arbeitgeber die Arbeitskraft soll der Abg. Ahlwardt heute den Versuch gemacht haben, das folonie Schneckengrün, ferner der Verein für„ Vollsbildung" und schüsse, welche die vom sächsischen Staat unterhaltene Arbeiterso außerordentlich gering bezahlt, daß nach allgemeiner An- Material auf den Tisch des Hauses niederzulegen, aber in der der Berliner Zentralverein für das„ Wohl der arbeitenden Klassen" Arbeitgeber erzielten Mehrwerth und dem Lohn des Arbeiters Im Interesse der Klarstellung der Sache und um den Zweifel besteht, so ist das Wucher in der allerschlimmsten Weise. nicht aufkommen zu lassen, als ob man dem Abg. Ahlwardt das Der§ 802a gestattet meiner Auffassung nach, den Unternehmer Recht zu seiner Bertheidigung schmälern oder ihm die Pflicht, wegen Wuchers zu belangen. Wenn man den Viehwucher, den seine Behauptungen zu beweisen, erlassen wolle, möchte ich den Lohnwucher, den Grund- und Bodenwucher, den Wohnungs- Präsidenten bitten, dem Abg. Ahlwardt öffentlich den Weg zur Erwucher mit in das Gefeß einbezogen hat, so ist es nicht richtig, bebung seines Beweises anzugeven. alle Rechtsgebiete auszuschließen, wo jemand sich dauernd in Präsident v. Levetow: Ich habe gar keine Veranlassung, einer Mothlage befindet. Da die Begriffe Nothlage, Ausbeutung, hier öffentlich den Abgeordneten solche Wege anzugeben( Sehr Leichtsinn, Unerfahrenheit, alles flüssige, nicht juristische Begrifje richtig!), bin aber gern bereit dem Abg. Liebermann v. Sonnenfind, so ist es auch nicht richtig, durch Juristen hierüber ab- berg mitzutheilen, wie der Vorgang gewesen ist. Dem Abg. urtheilen zu lassen. Was Wucher ist, weiß man im Volte sehr hlwardt fiellte ich gestern auf sein Verlangen das Wort vor licht wurde: wohl. Ich behalte mir vor, einen Antrag einzubringen, welcher dem Eintritt in die heutige Tagesordnung in Aussicht, um ihm die Einsehung von Wolfsrichtern verlangt zur Entscheidung dar. Die verlangte Gelegenheit zu geben, gewiffe Akten auf den Tischnahme des Vorsteheramtes im Stadtverordneten- Kollegium an über, ob Wucher vorliegt oder nicht. Ist es feine Ausbeutung des Hauses niederzulegen und diefes Niederlegen formell zu be hat das hiesige Tageblatt" geflisfentlich in seinen Spalten die der Nothlage, wenn man die politischen Rechte der Arbeiter gründen. Heute erklärte mir der Abg. Ahlwardt, daß er die Behauptung aufgestellt und dadurch in gleichgesinnten auszu beschränten versucht, wenn in ben Bergwerken Aften nicht auf den Tisch des Hauses niederlegen wolle( Hört! wärtigen Blättern diese Behauptung verbreitet, es sei jetzt eine genullt wird? Ich habe die begründetste Befürchtung, bört!), daß er vielmehr einen formellen Antrag an den Reichstag fozialistische Mehrheit im Stadtverordneten- Kollegiumn vertreten; daß derartige fraffe Wuchereien durch das Gefeß nicht getroffen einbringen wolle auf Einſegung einer besonderen Kommission diefe sozialistische Mehrheit habe das und das fertig gebracht". werden würden, wenn man nicht Boltsrichter einsetzt. Wenn zur Untersuchung gewisser von ihm angeführter Be Diese Artikel werden auch noch, wie es scheint, mit Vorbedacht wir trotzdem jür den§ 302a stimmen werden, so thun wir es hauptungen, und daß er dieser Kommission die Aften in andere Blätter lancirt, wie aus dem Leipz. Tagebl." vom nur in dem Gedanken, daß es in unserem Sinne zu inter- übergeben würde. Hierzu konnte ich geschäftsordnungs 12. b. M. bestimmt hervorgeht. Der Zweck eines solchen Ge mäßig ihm das Wort vor der Tagesordnung nicht er bahrens ist leicht zu erkennen. Man beabsichtigt die sämmtlichen, theilen. Ich habe ihm das mitgetheilt und ihn auf den geschäfts- aus dem Bürgervereins- Vorschlage hervorgegangenen Stadtver ordnungsmäßigen Weg verwiesen. ordneten, welche die jetzige Majorität in einzelnen Beschlüssen oretiren ist. Staatssekretär Hanauer: Der Arbeitsvertrag fällt nicht unter§ 362a, sondern tönnte höchstens unter§ 302e fallen, der jedes andere Rechtsgeschäft unter den in§ 302a aufgeführten Gefichtspunften unter das Wuchergefeß stellt. Beim§ 802a baben wir aber damit nichts zu thun. Nugen dieser Vereine sammt der Kolonie Schneckengrün ist ein höchst problematischer, deshalb war es für so gewissenhafte Stadtverordnete wie die Wurzener selbstverständlich, daß sie die Steuergroschen der Gemeindemitglieder zu nützlicheren Zwecken aufsparten. Der Magistrat will sich mit den Abstrichen natürlich nicht zuwerden, so wird ihm wohl nichts anderes übrig bleiben, als fich rieden geben, da aber die Stadtverordneten schwerlich mehr geben gleichfalls darein zu schicken, daß nur für erweislich nüßliche Bwvecke städtische Gelder bewilligt werden. Von Interesse ist noch folgende Erklärung, die in der Wurzener Zeitung" veröffent„ Ein Wort zur Aufklärung! Vom ersten Tage der UeberAbg. Ahlwardt( zur Geschäftsordnung): Ich glaube, daß gebildet haben, zu diskreditiren, geschäftlich und gesellschaftlich zwischen dem Präsidenten und mir ein Mißverständniß obwaltet. zu schädigen und zu denunziren, und unter dieser sogenannten Ich habe mich bereit erklärt, die Akten auf den Tisch des Hauses Majorität durch ein Schwenken des rothen Lappens eine Uns Abg. Dr. Nintelen( 3.) schließt sich dieser Auffassung an. niederzulegen und habe nur gebeten, vorher materielle Aus- einigkeit selbst hervorzurufen. Daß dieses letztere nicht eintreten Abg. Stadthagen beantragt, in den Wortlaut des§ 302a führungen machen zu können, damit die Atten hier im Hause wird, darauf kann sich das hinter den Worten dienen soll" einzuschalten: oder in bezug auch verstanden werden.( Lachen links.) Ich bin hier öffentlich heute sicher verlassen; Wurzener Tageblatt" schon wie weit es auf einen Arbeitsvertrag". den Zweck init im Hause angegriffen worden von dem Staatssekretär von den anderen Absichten erreichen wird, bleibt abzuwarten. MalyahnWenn das Wurzener Tageblatt" von einer sozialistischen Mehre Abg. Krause( dfr.) bittet den§ 302a als überflüffig abzu: heit spricht, so fei dem nur entgegengestellt, daß sich meines geschah ohne richterlichen Befehl. v. Elm soll die erwähnten| sprungenen kleinen Eisenbahnwagen wieder in das Geleise bringen Wissens von sämmtlichen 18 Stadtverordneten nur 4 zur Sozial- Bergehen in einer Rede begangen haben, die er im Sozialdemo- wollte, hat er sich angeblich verhoben und innere Verletzungen bemokratie bekennen, und auch diese vier brauchen sich ihrer Ge- fratischen Verein für den zweiten Hamburger Wahlkreis über davongetragen. Thatsache ist, daß er vorgestern anscheinend an finnung gewiß nicht zu schämen, denn ihre bisherige Haltung hat 1839 er englische Verhältnisse hielt und die, soweit sie inneren Verblutungen gestorben ist, die von den Hinterbliebenen auf bewiesen, daß es Männer find, die das Bestreben haben, an dem intrimirt ist, aus Bitaten einer Rede bestand, die am 10. Fe- jenen Unfall zurückgeführt werden. Die Staatsanwaltschaft hat Allgemeinwohl unferer Stadt mitzuarbeiten, wie ja im übrigen bruar 1889 von J. R. Stephens in Staleybridge gehalten bem Drängen der Wittwe um Feststellung des Thatbestandes auch die Stimmenzahl, mit welcher diese Herren gewählt wurden, worden ist. nachgegeben, um die Familie womöglich in die Lage zu sehen, am besten beweist, welches Vertrauen fie genießen. Daß das ihre Entschädigungsansprüche zu verfolgen. Burzener Tageblatt" gefliffentlich ſein eigenes Neſt zu be Schmutzen fucht, dürite seinen Charakter am besten kennzeichnen. Ich überlasse ein Urtheil hierüber der gesammten Bürgerschaft. Dur blinder Fanatismus tann es fertig bringen, alles durch die Barteibrille anzusehen und auf jede, irgendwelche, und sei es auch Die wohlgemeinteste Regung, den Stempel der Parteilichkeit zu brücken. Wurzen. Lokales. Achtung, 5. Wahlkreis! Ein mysteriöser Leichenfund ist vorgestern( Mittwoch) in der Spree in der Nähe von Hasselwerder gemacht worden. Dortselbst wurde durch Schiffer die im Wasser unmittelbar neben einem Floße stehende Leiche eines Mannes gefunden, deren Kopf aus den Fluthen hervorragte. Ob der unbekannte Todte auf dem Floße gestanden, dort abgerutscht und infolge eines Schlags Den Genoffen zur Nachricht, daß das Flugblatt nach Be anfalles verstorben oder ob die Leiche von zweiten Personen nach fchluß der letzten Volksversammlung am Sonntag zur Verbreitung dem Wasser geschafft, ist noch nicht festgestellt. Die Gerichts gelangt. Daffelbe liegt in den Lokalen Hirtenstraße 10, Neue fommission hat genern Nachmittag die Fundstelle besichtigt, doch Die Sozialdemokratie des Kautons Basel( Stadt) hat Königsstraße 89 und Kleine Hamburgerstraße 27 zur Empfang hat die Untersuchung bisher fein bestimmtes Resultat ergeben. für die diesjährigen Großraths- und Regierungs- nahme aus. Es werden die Vertrauen sleute ersucht, sich wie Vielleicht dürfte die heute stattfindende Obduktion der Leiche die bisher in ihrem bestimmten Lokal, wo sie das letzte Mal er- Angelegenheit aufklären. 1. Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und schienen find, des Morgens präzise 7 Uhr einzufinden; desgleichen Ausdehnung des Arbeiterschußes. a) Arbeitslosen werden alle Genoffen eingeladen und gebeten, recht zahlreich zu M. Kießling, Stadtverordneten Borsteher." Versicherung. b) Möglichste Vermehrung der öffentlichen Ar- erscheinen. beiten; Ausführung der größeren Staatsarbeiten in Regie ( Staatsbetrieb). c) Vorzugsweise Beschäftigung im Kanton Niedergelassener bei Staatsarbeiten. d) Gefeßlicher Schuß der Staatsarbeiter vor willkürlicher Behandlung( Einsetzung von den Arbeitern selbst zu wählender Kommissionen zur Prüfung von Beschwerden; Bestimmung der regelmäßigen Arbeitszeit und des Lohnminimums durch Gesetz). e) Ginfeßung eines fantonalen Fabrilinspektorats. Tischlergeselle Carl Schimming davon, der sich in selbstEine granenhafte Verstümmelung trug der 22 jährige J. A.: Rob. Drescher, Linienftr. 50, mörderischer Absicht vor die Maschine eines Eisenbahnzuges Arbeiter Sanitäts- Kommission. Zu dem vorgestern ver- warf. Er war längere Zeit obdach und arbeitslos umbergeirrt öffentlichten Bericht sind uns zwei Erwiderungen zugegangen. und schließlich zu dem Entschluß gefommen, seinem elenden Am Montag Nachmittag um Herr Joseph Dörschta, Pfannkuchenbäcker, Wienerftr. 30, bestreitet, Dasein ein Ende zu machen. daß Qualm aus seiner Bäckerei, die sich 4 Treppen hoch befinde, 5/4 Uhr erkletterte er in der Nähe der Station Prenzlauer Allee nach dem Treppenflur hinausdringt; ferner verwahrt sich Herr den Bahndamm und warf sich vor die Maschine des NordringPischerski, Wienerftr. 31, dagegen, daß er den Hof, dessen Buges 1161 quer über das Geleise. Die Räder der Bokomotive Reinigung ihm obliegt, nicht reinhalte. schnitten ihm beide Füße ab und zerschmetterten ihm die SchädelDecfe. Troh dieser fürchterlichen Berlegungen blieb Schimming untergebracht. noch am Leben und wurde im Krankenhause am Friedrichshain 2. Staatliche Fürsorge für Arme und Alte. Unentgeltliche Krantenpflege. a) Gefeßliche Dram Sonntag, den 9. April, von den Parteigen offen des fünften Eine Agitationstour nach Bernau und Umgegend wurde ganisation der Armenpflege, im Sinne der Bekämpfung aller Berliner Wahlkreises gemacht. 86 Personen, darunter 5 Frauen, fonfeffionellen und parteipolitischen Nebenzwecke. b) Staat nahmen an derselben theil. Das Flugblatt der Agitationstomliche Altersversorgung für längere Beit im Kanton mission wurde von Haus zu Haus verbreitet. An der üblichen Niedergelassene. c) Pensionstaffe für Staatsarbeiter. d) Ausdehnung der Poliklinik auf weitere Klaffen der Bevölke der Bevölkerung war überall ein freundlicher, die Stimmung der Gendarmenbegleitung fehlte es auch nicht. Der Empfang seitens rung und beffere Organisation ihres ärztlichen Dienstes. e) Ber Genossen eine fröhliche. ftaatlichung des Apothekenwesens. Auf Wunsch der Frau Büchsenmacher Anna Krüger, Mariannenstr. 18, 1, theilen wir mit, daß nicht diese Dame, wegen Beleidigung durch anonyme Briefe vom Schöffengericht sondern die Militärbüchsenmachers- Ehefrau Klara Krüger zu 100 M. Geldstrafe verurtheilt worden ist. -3. Verbesserung der fanitarischen, baulichen Bietet der Antisemitismus schon eine widerliche Er. Marktpreise in Berlin am 13. April, nach Ermitte und Verkehrsverhältnisse der Stadt. a) Erscheinung, fo bildet das Anrufen der Polizei gegen denselben ein lungen des Polizeipräsidiums. Weizen per 100 kg. guter von richtung von Wohnungen durch den Staat auf Staatsboden, zur taum weniger widerliches Bild. Ein Herr Siegfried Badig 16,00-15,60 m, mittlerer von 15,50-15,20 M., geringer von billigen Vermiethung. b) Grlaß eines Wohnungsgesezes mit hat sich sogar so weit verstiegen, sich in einer unmittelbaren Gin 15,10-14,30 M. Roggen per 100 kg. guter von 13,50-13,20 m., Ausschlußbestimmungen über ungesunde Wohnungen; ständige gabe an den Kaiser zu wenden. Dieser hat selbstverständlich das mittlerer von 13,10-12,90 m., geringerer von 12,80-12,60 m. Wohnungsinspektion. c) Vermehrung der öffentlichen Bade- ungehörige Schreiben einfach dem Polizeipräsidenten überwiesen, Gerste per 100 kg. gute von 17,50-16,30 m, mittlere von Anstalten. d) Nationelle Lösung der städtischen Eisenbahnfragen, in dessen fachgemäßes Ressort die Denunziation gehört. Bon 16,20-15,10 m., geringe von 15,00-13,80 M. Hafer per 100 kg. im Sinne einer möglichst ungehinderten Stadtentwicklung und diefem ist denn auch der Denunziant dahin beschieden, daß die guter von 14,90-14,80., mittlerer von 14,70-14,60 m, energischen Bekämpfung der Sonderinteressen von Bahnen und Polizei den Ausschreitungen der mit antisemischen Druckschriften geringer von 14,50-14,40 m. Stroh, Nicht per 100 kg. vonPrivaten. e) Betrieb der Straßenbahnen durch den Staat, f) Straßenhandel Treibenden, soweit es das Gesetz gestattet, ent- bis M. Heu per 100 kilogr. von- bis M. Erbsen, gelbe Einführung der elektrischen Kraftleitung durch den Staat, mittels gegengetreten wird. Denunziationen, wie die des Herrn Zadig, zum Kochen per 100 kg. von 40,00-24,00 m. Speisebohnen, weiße dauernder Erwerbung einer Wasserkraft, zum Zwecke der Begeben der Polizei nur eine willkommene Handhabe zu Maß- per 100 kg. von 50,00-20,00 M. Linfen per 100 Kg. Don 80,00 leuchtung und der Krastabgabe an Private, regeln, die weit weniger die antisemitischen als die freiheitlichen bis 30,00 M. Kartoffeln per 100 Rg. von 6,00-4,00 M. RindRundgebungen treffen. Den Untisemiten aber ist durch Herrn fleisch von der Keule per 1 Kg. von 1,60-1,20 M. Bauchfleisch Badig eine willkommene Gelegenheit gegeben, über jüdische Zu- per 1 Kg. von 1,30-1,00 M. Schweinefleisch per 1 Kg. von oringlichkeit, die mit ihrem Au weih" selbst den Kaifer be 1,50-1,20 m. Kalbfleisch per 1 Kg. von 1,60-0,80 M. Hammellästige, herzuziehen. fleisch per 1 Kg. von 1,50-0,90 M. Butter per 1 Rg. von 2,80 bis 1,80 m. Gier per 60 Stück von 4,00-2,40 m. Fische per 1 Kg.: Karpfen von 2,40-1,20 M. Male von 3,00-1,40. Bander von 2,40-1,00. Hechte von 1,80-1,00 M. Barsche von 1,60-0,70 m. Schleie von 2,40-1,00. Bleie von 1,40 bis 0,60 M. Krebse per 60 Stück von 12,00-3,00 m. 4. Reform des hypothetarwesen. vollständige Durchführung der Liegenschaftsenquete. Zunächst 5. Gründung einer tantonalen Staatsbant zur Bekämpfung des der persönlichen Freiheit der Bürger nach theiligen Großfapitals und als Mittel zur finanziellen Kräftigung des Staates für seine volkswirthschaftlichen Aufgaben. 6. Grlaß einer strengen Börsengefeßgebung zur Bekämpfung des volksausbeutenden Spekulantenthums. 7. Hebung der Landwirthschaft durch Staatsbeiträge zur Förderung der Viehzucht, des Stebbaues und der landwirthschaftlichen Berufsbildung. bildung. Bermehrung der Staatseinnahmen für Hebung ber Boltswohl 8 Eine polizeiliche Durchsuchung der Geschäfts- und Wohnräume von J. Münz, Bolfsbuchhandel, Reinickendorferitr. 66, fand gestern, Freitag, Nachmittag statt. Beschlagnahmt wurden 1 Liederbuch, 14. Auflage, 5 Liederbücher von M. Kegel, und 13 Ceterum censeo". Bolizeibericht. Am 12. d. M., Nachmittags, wurde in der Wilms straße, bei der Bärwaldstraße, eine Frau durch einen Brauerwagen überfahren und erlitt eine schwere Gehirnerschütterung. Am 13. d. M., Nachmittags, fiel vor dem Hause Reinickendorferstr. 86a ein Droschtenfutscher, als er die geriffene Pierdeleine wieder herauflangen wollte, vom Bode und gerieth unter die Räder. Er erlitt dabei eine bedeutende Verlegung am Kopfe und mußte nach dem Krankenhause des Paul Gerhardtstifts gebracht werden. Auf dem Rangirbahnhofe der Hamburger Eisenbahn wurde in der Nacht zum 14. b. W. der Rangirer Rod durch einen Wagen überfahren und auf der Stelle getödtet. Am 13. d. M. und in der darauffolgenden Nacht fanden acht Brände statt. Gerichts- Beifung. 8. Förderung der Statistik zur ständigen Er Viehmarkt. Die Polizeiverfügung vom 22. März, forschung der voltswirthschaftlichen und sozialen melche bekanntlich die Viehmarttstage ausschließlich auf Bustande. Insbesondere Bornahme von Erhebungen über Mittwoch und Sonnabend festfest, ist heute( Freitag) in der Die Verhältnisse der ökonomisch gedrückten Boltsklassen, als Magiuratssigung zur Verhandlung gekommen. Der Magiftrat Grundlage für voltswirthschaftliche und soziale Verbesserungen. bat, wie die Allgemeine Fleischer- Zeitung" berichtet, nach 9. Reform des Schulwesens und der Berufs längerer Berathung beschlossen, dem Polizeipräsidium auf die a) Schaffung einer einheitlichen Volksschule offizielle Mittheilung der Verfügung zu erwidern, daß er die für alle schulpflichtigen Kinder( bis zum 14. Altersjahr). 3 uständigkeit des Polizeipräsidiums, die Markt b) Abstufung ber auf die ungetheilte achtilaffige Boltsschule tage aufzuheben oder festzusehen, bestreitet. Der Magistrat folgenden Mittelschulen in: Fortbildungsschule, Realschule, Gym flüßt sich dabei auf§ 127 bes Buständigkeitsgesetzes, wonach nur nafium, Töchterichule. c) Strenge Neutralität der staatlichen der Provinzialrath bezw. der Oberpräsident die Tage und die Schulen in konfeffionellen Angelegenheiten. d) Genauere Gesetzes: Bahl der Märkte zu bestimmen hat. bestimmungen über die Lehrerbejolbungen, im Sinne bessern Schutzes der Lehrer vor willkürlicher Normirung der Gehaltsgänger an dem Wasserthurm nahe dem Zoologischen Garten einen Raub? Donnerstag Nachmittag 2 Uhr fanden Spazier anfäge, e) Errichtung von Kleinkinder- Schulen( Kindergärten), Mann liegen, der aus mehreren Kopfwunden blutete. Auf die deren Besuch unentgeltlich, durch den Staat. f) Staatliche Für Frage, was mit ihm geschehen sei, theilte er mit, daß er Nachforge für Ernährung und Bekleidung armer Schultinder. g) Be mittage gegen 1 Uhr unweit des Zoologischen Gartens von fämpfung der Uebelstände im Lehrlingswefen; Errichtung von einem thm fremden Wanne überfallen und feiner Baarschaft von Lehrwertstätten. h) Ginführung unentgeltlicher Haushaltungs 39 M. beraubt worden sei. Die Verlegungen seien ihm mittels Straffammer des Landgerichte I. Das Kleine Journal" hatte Die Mainzer Säbelaffäre beschäftigte gestern die dritte und Arbeitsunterrichtsturse für Töchter durch den Staat. 10. Reform des Gerichtswesen 3. a) Gefehliche ständige Polizeirevier, daß in dem Verwundeten den obdachlojen artifels gemacht, der am 16. Mai 1891 erschien. Nach den eines Knüttels beigebracht worden. Man benachrichtigte das zu die Aufsehen erregende Angelegenheit zum Gegenstande eines LeitAusführung des Verfassungs- Grundfages der Volkswahl der Schiffer Ernst Luthe feststellte und für seine Ueberführung nach Gerichtspräsidenten und Richter, sowie Reduktion ihrer Amisdauer. Der Charitee Sorge trug. Die Nachforschungen haben bereits inzwischen durch mehrere gerichtliche Verhandlungen erfolgten Wahl der obern Gerichtsbeamten( Gerichtsschreiber u. dergl.) ergeben, daß Luthe in einem Wirthshause am Zoologischen Garten Festellungen hat der blutige Vorfall, der sich am Abende des durch den Großen Rath. b) Deffentlichkeit der Gerichtsberathungen. gewesen ist. Da um die Mittagszeit dort faum ein räuberischer folgende Borgeschichte gehabt. Der bei der dortigen Eisenbahn26. April 1891 auf dem Schillerplate in Mainz abspielte, c) unentgeltlichkeit der Rechtspflege. 11. Demokratifirung der Staatsverwaltung. so ist es nicht unmöglich, daß Luthe in eine Schlägerei verwickelt daß sie und ihre Freundin auf der Straße von dem Lieutenant Ueberfall auszuführen sein dürfte, ohne daß Hilfe zur Stelle wäre, Direktion angestellte Architekt Heil erfuhr von seiner Braut, Erleichterung der Stimmabgabe. a) Wahl der worden ist. Die Kriminalpolizei hat die Angelegenheit bereits wichtigeren Behörden und Beamten( statt durch die Regierung) in die Hand genommen und dürfte auch bezüglich des angeblich endecker vom 87. Infanterie- Regiment belästigt worden sei. durch das Boll oder den Großen Rath. b) Vermehrung der verschwundenen Geldes bald Klarheit schaffen. Wir nahmen von Heil nahm deshalb Veranlassung, den Lieutenant Leydecker Wahl resp. Abstimmungslokale. der ihn aber 12. Reform des Steuerwesens, zum Zwecke der dem Vorfalle Notiz, weil er anfangs von verschiedenen Seiten mit der furzen Bemerkung ab, daß er mit ihm nichts zu ver handeln habe. Es hat sich später erwiesen, daß Heil sich in der fahrt ohne Mehrbelastung der unbemittelten Klassen. a) ErUeber die unerhörte Mißhandlung eines Kindes wird Person des angeblichen Beleidigers seiner Braut geirrt hatte, höhung der Erbschaftssteuer und der Steuer für anonyme Folgendes berichtet: Als der Uhrenhändler H. sich am Mittwoch ein anderer Difizier hatte die Ungehörigkeit begangen. Damals Erwerbsgesellschaften.( Aktiengesellschaften u. f. w.) b) Gefeßliche in einem Hause der Schwedterstraße aufhielt, hörte er aus der gerieth Heil über die Abweisung in große Erregung. Am folRegelung der Beitragspflicht der Grundbesitzer an den durch Wohnung des Lederzuschneiders W. ein so flägliches Weinen genden Tage rempelte er den Lieutenant Leydecker auf der Straße städtische Opfer hervorgebrachten Mehrwerth von Grund und eines Kindes, daß er stehen blieb und lauschte. Nun hörte er an. Auf Befragen des legteren, ob die Berührung abfichtlich Boden. c) Amtliche Inventarisation in allen Todesfällen. folgende Worte einer Frauenflimme: Hierher fomm, jest geh' geschehen sei, erwiderte Heil bejahend. Noch an demselben dort hin, dreh' Dich um, bleib' stehen"." Diese Worte waren stets bend erhielt Heil eine Einladung nach dem Offiziersvon einem flatschenden Geräusch begleitet, nach welchem das Rajino, der er folgte. Er traf hier den Lieutenant unterdrückte Schreien des Kindes vernehmbar wurde. Als die Süffer, dem er auf Befragen wiederholte, daß er den Lieutenant Schläge und das Weinen des Kindes nicht aufhörten, meldete der Zeydecker habe beleidigen wollen. Hüffer erklärte jetzt, daß er Uhrmacher, während an seiner statt Hausbewohner an die Thür ihn namens des Beleidigten auf Pistolen zu fordern habe. Heil traten, auf der 61. Polizeiwache den Vorfall. Es wurde ihm ein nahm die Forderung an und entfernte sich, um eineu Sekundanten Schuhmann zugefellt und beide Männer forderten nun Einlaß in au besorgen. Nach Rücksprache mit einigen Freunden wurde Heil die Wohnung des W. Sie fanden in einem Winkel der Wohn aber anderen Sinnes, er tehrte nach einer Viertelstunde zurück stube zusammengekauert ein verfommenes nacktes, dem Ansehen nach und erklärte dem Lieutenant Hüffer, daß er die Forderung zurückfaum drei Jahre altes Mädchen. Der auf dem kleinen Körper nehme, da Lieutenant Leydecker nach den stattgehabten Vorfigende unverhältnißmäßig große Kopf war voller Beulen, an gängen für ihn nicht fatisfattionsfähig sei. Heil wiederholte Todtenliste der Partei. In 2andshut wurde am der linken Schläfe stand der bloße Knochen hervor, frische oder die Erklärung mehrere Male und entfernte sich dann: 11. April der Schmiedegefelle Moris Keil beerbigt. In bereits in Heilung befindliche Wunden bedeckten das geschwollene Lieutenant Susser machte dem im Nebenzimmer des Kasinos Mannheim fand der Zimmermann on stanzer durch Er- Gesicht der kleinen; aus ihrer Nase drang Blut, die Hände waren barrenden Lieutenant Leydecker Mittheilung von der Untertrinten im Rhein seinen Tod. Er war mit der Reparatur des gleichfalls geschwollen und blutbedeckt. Auf dem Rücken des redung. Der Lettere eilte in Erregung dem Heil nach, in Freibades beschäftigt und stürzte dabei in die Fluth. Gine mageren Geschöpfes lag dicker Schorf, furzum der Anblick des einiger Entfernung von Süffer gefolgt. An der nächsten Straßenzahlreiche Familie verliert in ihm ihren Ernährer und die Partei felben war für die Zuschauer ein wahrhaft bejammernswerther. ecke holte Leydecker den Heil ein, nach kurzem Wortwechsel hieb einen eifrigen Anhänger. Ehre seinem Andenken! Das arme Kind wurde auf Anordnung des Reviervorstandes nach er mit der blanten Klinge auf ihn ein. Heil flüchtete, Leydecker dem Lazarus- Krankenhause überführt. Es ist die am 9. April 1887 verfolgte ihn, fortwährend auf ihn einschlagend. Am SchillerPolizeiliches, Gerichtliches: c. geborene Lucie Chmilewicz, welche vor zwei Jahren von W. aus play brach Heil zusammen, die blutüberströmten Hände seinem Mit einer Hausfuchung wurden in Mannheim Re- dem Elisabeth- Stift zu Bantom geholt und an Kindesitatt" an: Verfolger entgegenbaltend, rief er:" Um Gntteswillen schonen daktion und Expedition der Bolt 3ft imme" und der Partei- genommen worden war. Die Kleine ist in ihrer Entwickelung Sie mich, Sie haben mir eine Schlagader durchgeschlagen, ich genoffe& en beglückt. Die Polizei suchte vergeblich nach dem tart zurückgeblieben. Die Eheleute zogen am 1. April von Nieder- nehme ja alles, alles zurück." Leydecker versezte dem am Boden Manuskript eines im" Boten von der Saar" veröffentlichten Ar- Schönhausen in ihre jezige Wohnung, das Kind war von Haus: Liegenden trotzdem noch mehrere Schläge mit dem Degen, titels, worin das Thema Alaffenjuftig auf grund einiger neuester bewohnern noch nicht gesehen worden, hat auch die Schule noch der bereits bei einem der früheren Schläge abgebrochen richterlicher Urtheile erörtert ist. Der Bote von der Saar" wird nicht besucht. Die Polizei bat die Pflege- Eltern verhajtet und die war. Dann veranlaßte Hüffer, welcher der ganzen bekanntlich in der Druckerei der Voltsstimme" hergestellt. Angelegenheit der Staatsanwaltschaft übergeben. Szene beigewohnt hatte, seinen Kameraden, mit der MißWegen Majestätsbeleidigung, Aufreizung zum Klaffenhandlung inne zu halten, der schwerverletzte Heil wurde ins haß 2c. wurde in Hamburg der Parteigenoffe von Im Durch die Polizei beschlagnahmt wurde gestern Bormittag Krantenhaus geschafft und die Offiziere begaben sich zum Donnerstag früh aus dem Bett geholt, aufs Stadthaus vor die in dem Elisabeth- Krankenhause die Leiche des Schachtmeisters Obersten, um von dem Vorfalle Meldung zu machen. Leydecker politische Polizei geführt und dann per Droschte nach dem August Kleift, der 3offenerstr. 53 wohnte. Wie wir hören, handelt und Hüffer wurden vor das Militärgericht gestellt und der Untersuchungsgefängniß am Holftenthor gebracht, wo man ihn es sich nicht um ein Verbrechen, als vielmehr um eine Privat Erstere wurde wegen schwerer Körperverlegung und Mißbrauchs nach etwa zweistündiger Gefangenschaft wieder entließ, ohne daß feststellung. Kleist war im Jahre 1891 beim Bau des Nord- Ostsee- der Waffe zu 2 Monaten Gefängniß verurtheilt.( Die Strafe ist er vor einen Richter gestellt worden wäre. Die Inhaftnahme Ranals beschäftigt. Als er hier einen aus den Schienen ge- durch die Gnade des Kaisers in Feftung umgewandelt worden). Zu diesem Programm bemerkt der Basler Arbeiterfreund", daß es deshalb vorwiegend den Gharatter eines fommunalen Programms trage, da Staat und Gemeinde in Basel- Stadt zu fammenfallen. Es habe deshalb, wenn es nicht blos wenig oder nichtsfagende Phrasen bringen wollte, bedeutend detaillirter gehalten sein müssen, als ein rein fantonales oder gar ein eidgenössisches Programm, Jeder Einsichtige werde zugeben müssen, daß das Programm lauter Forderungen enthalte, die alle bei gutem Willen von Behörden und Volt in den nächsten drei Jahren durchgeführt werden fönnten. Soziale Ueberlicht: " " GNOME Lautenbach, Cuvryfie. 3.- Bergnügungsverein Buftige Becher Abends 9% Uhr Mendelssohnstr. 9. Bergnügungsverein Carmen Sylva Sigung 9 Uhr im Restaurant von D. Wits, Mariannen- Ufer 2. Geselliger Verein ,, Binde" jeden Sonnabend 9 Uhr bei Rausch, Huffttenstraße 9. Ver. Mitglieder pünktlich. Vergnügungsverein Stattlub Gordischer knoetn, jeden Sonnabend 9 Uhr bei Kar Geselliger Berein Italia, jeden Sonnabend im Restaurant Sta tflub treuzbube bet Steuer, Weinftr. 22.- Statflub Revolution rette tagt jeden Sonnabend Abends 9 Uhr bei Weiß, Andreasstraße 770.Abends Reichenbergerstr. 73, bei Fauftmann. Schaftopf- Klub Bruder Kartenflub nutte tagi jeben Sonnabend und Montag im Restaurant sum boldhein, Hochstr. 82a.- Stattlub Blaue Blouse, jeden Sonnabend bet Er ist nach Verbüßung der Strafe ausgeschieden und nach London gegangen. Hüffer wurde freigesprochen, da er bestritt, den Hey! ebenfalls geschlagen zu haben. Er befand sich hierin im Wider( pruche mit verschiedenen Zeugen. Das Amtsblatt des Deutschen Reiches und des preußi- gnügungsverein harmlos, Sigung mit Damen Sonnabend, Abends 9 Uhr, In dem Leitartikel des„ KI. Journals" wurde das Verhalten schen Staates, der Reich 3- Anzeiger", hält es seiner Blumenftr. 46 bei Went. der ffiziere in der schärfsten Weise kritisirt. Es wurde nicht für unangemessen, über einen Ausstand wie folgt zu besorgenstern, Sigung Uhr, bei Erbsmehl, Elfafferftr. 68. Rauchklub als feig und brutal bezeichnet, derartige Handlungen richten: In Basewalt unternahm ein Theil der beim Kafernen- Blaue Dua fte, Sonnabend 9 Uhr bei Mücke, M., Wöhlertstr. 2. stelle die Thäter auf gleiche Stufe mit Rowdies und Zuhältern, bau beschäftigten Arbeiter am Dienstag unter Forderung einer Schilling, Bücklerfir. 65. Danst Forening Freta( Dänischer Verein sie gehörten ins Zuchthaus. Lieutenant Hüffer habe zum Ver- ohnerhöhung einen Ausstand. Nach Unschädlich machung reta), indenft caße 108 bet Boppe.- Berein ehemaliger Schüler, brüde ftellte das interfügt Auständigen, wie der„ Bal. Anz" mittheilt, bereits am nächſten Braße, 68. Gefellige brechen noch die Lüge gefügt. Wegen dieser beleidigenden Aus einiger Mädelsführer nahm die Mehrzahl der Aus der 30. Gemeindeschule, Abends Uhr, Restaurant Burt, koppens den verantwortlichen Redakteur des„ Kleinen Journals", Richard Morgen die Arbeit wieder auf." Saling. Im gestrigen Termine wurde der Sachverhalt wie Der Reichs- Anzeiger" zeichnet sich sonst durch passabel anoben erzählt, zunächst aus den militär- und zivilgerichtlichen ständige Behandlung der Arbeiterbewegung aus. Die Bezeichnung Aften festgestellt. Der Vertheidiger unterbreitete dem Gerichts:" Rädelsführer" für Arbeiter, die ihre Lage verbessern wollen, hofe ein Erkenntniß des Darmstädter Landgerichts, wonach was ihnen bekanntlich die Gewerbe- Ordnung- ein Reichs= mehrere Mainzer und Darmstädter Redakteure, die in der gefeß beiläufig!- erlaubt, die Bezeichnung Rädelsführer" selben Angelegenheit angeflagt waren, freigesprochen waren. also ist unseres Erachtens nicht anständig. Wenn die„ BaseDas Zivilgericht hatte im Gegensatze zum Wilitärgericht walker 3tg." sich nicht besser auszudrücken versteht, so kann man für erwiesen erachtet, daß Lieutenant Hffer wenigstens einmal das einer entschuldbaren Unbekanntschaft mit den eleganten mit der Klinge auf Heil eingeschlagen habe. Formen der unterrichteten Welt zuschreiben. Vom ReichsAnzeiger" aber muß man schon mehr Geschmack verlangen. 101 Staatsanwalt Stach om hielt die in dem Artikel gebrauchten Ausdrücke, sowie die ganze Tendenz des Artikels für so schwer beleidigend, daß er gegen den Angeklagten, der noch imminersonal eme Gefängnißprafe von vier Monaten wegen Beleidigung zu Versammlungen. verbüßen hat, eine Zusagstraje von 5 Monaten beantragte. eine Rechtsanwalt Dr. Friedmann, als Bertheidiger, plaidirte für Freisprechung. Wenn die Kritik des Verhaltens der Offiziere bei der unglückseligen Affäre auch sehr scharfe sei, so überschreite sie doch nicht die Grenzen des Zulässigen. Habe der Vorsitzende einer Straffammer doch in öffentlicher Sigung das Verhalten eines wegen seiner Brutalität angeklagten vielgenannten Grafen als das eines Rowdys" be: zeichnet. Ferner sei der Verfasser des inkriminirten Artikels da Surch gereizt worden, daß ein konservatives Blatt das Benehmen der Offiziere als völlig forrekt bezeichnet habe. Der Gerichtshof hielt eine Beleidigung sowohl der Absicht wie der Form nach für vorliegend und erkannte gegen den Angetlagten auf eine Zusagstrafe von einem nem Monat Gefängniß. " Wuttke, Graudenzerstr. 2. Touristenverein anderluft Abends 9 Uhr im Reftaurant Märkischer Sof, Admiralftr. 18c. ( alle Buſchriften, den Bund der gefelligen Arbeitervereine betreffend, find zu richten an B. entel, Bergmannftr. Nr. 21, of 8 Trepper) Sonntag: Privat Theatergesellschaft und Artistentlub Belle Alliance bei Herrn Lehmann, Alexandrinenstraße 32, Abends 6 Uhr. Privat Theater und Vergnügungsverein& Im en borst bei Herrn Serrath, Boechstraße 7, Machmittags 4 Uhr. Freundschaftlicher Bartverein bei Herrn keyschty, Nostiz ftraße 12, Worm. 8-10 Uhr. Turnverein Fichte in Schögel's Seeschlößchen in Lichtenberg.- Tambourverein Ruf bei Sperling, Inselstr. 1.- Gefelliger Berein Jt alta bei Bohrsdorf, Pantstraße 4.- Nordflub GefeIIigtett bei Schneider, Belforterstr. 15, jeden Sonntag nach dem 1. d. M. Theaterverein Thalia bei Schröder, in Stralau, Nachm. 3-4 Uhr. Geselliger Verein Bund der gefelligen Arbeitervereins Berline und gegend. Privat= bergerstr. 24. Montag: Pfeifentlub Felsenfest bei Schubordt, KönigsBergnügungsverein Nord, Nachmittags 5 Uhr Fennstr. 5 bet Krüger. Freundschaft bei Rotiter, Schönhauser Allee 135. Geselliger Verein Theatergesellschaft Walhalla, Nachmittag 3% Uhr Dresdenerstr. 45 bet Fret und 2uftig bei Schönfelder i. Reft, Oranienftr.. 153. Bachmann, Sigung. Bergnügungsverein Nord 1. Lindowerstr. 26 b. Sachs. Gefelliger Verein der Feilenhauer, Gartenstr. 162 b. Meißner, jed. Sonntag vor d. 1. d. M. Humoristischer Verein Pipifar bei frösche, Fichteftr. 29. Theaterverein Nora, Märkischer Hof, Admiralstr. 18c, Abends 9 Uhr. Theaterverein Proletariat, Naunynftr. 83 bei Rühn. Bergnügungsverein Sarletin, beute Nachmittag 6 Uhr Beughofftr 8. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. nntag. Theaters und Theaterverein Concordia Beughofstraße& bei Roch. Theaterverein Othello jeden Sonntag 4 Uhr bei Foge, köpenickerftr. 191. Machher: Bergnügungsverein Germania, alle 14 Tage Versammlung LinienFidelitas. Vergnügungsverein Deutsche Ginigteit, Nachm. 4-6 Uhr, itanta, Nachm 5-6 Uhr, bei Zempel, Langeftr. 65. Nachher: Fidelitas. Blumenstraße 20 bei Bernice. Nachher: Fidelitas. Bergnügungsverein Bergnügungsverein Nord, Sigung Sonntag Abends 6 Uhr bet Keller. Theater Verein Buftige Seelen, Sonntag uhr bei Stehmann, Melchiorstr. 15. Gizung, Tanz, Fidelitas. Vergnügungsverein Suftig, Sonntag, Stalizerftr. 54( S. Sente), 6% Uhr: Krebs, Ohmgaffe 2. Nach ber Sigung Fibelttas. Theaterverein Concordia", Gigung Sonntag, Nachmittag 6 Ubr, bei Tambour- und Vergnügungs verein Gut Sett, alle 14 Tage bet Gepffert, Oranienſtr. 121. Bon 4 Uhr an. Bergnügungsverein Nord", Gigung Sonntag Abend 5% Uhr. Gefang- Turn- und gesellige Vereine. Moutag. In der Generalversammlung der freien Vereinigung der Getreideträger und Speicherarbeiter, welche am jährlichen Kassenbericht. Danach waren zu Anfang des Quartals 9. April abgehalten wurde, erstattete Münch zunächst den viertel130 M. in der Kaffe; eingenommen wurden 30,90 R., ausgegeben 120,90 m., fomit bleibt ein Bestand von 39,60 M. Dem Rafsirer wurde Decharge ertheilt. Hierauf wurden die Wahlen zum Vorstand vorgenommen. Gewählt wurde F. Sauer zum 1. Vorsitzenden, B.Otto zum 2. Vorsitzenden, C. Münch zum 1. Kassirer, G. Giese zum 2. Kassirer, H. Schmiß zum 1. Schriftführer, M. Fehlhaber zum und H. Völts zu Revisoren. Des weiteren hielt Beutler einen 2. Schriftführer, A. Lambrecht zum Beisiger, A. Timm, A. Schmidt mit Interesse verfolgten Vortrag über die Taktik der Sozial- firaße 150. demokratie in bezug auf die Militärvorlage. In der Diskussion Der bekannte Prozeß gegen den Hypotheken- Agenten Sieg- sprach Otto im Sinne des Referenten. In einer Refolution erfried Abrahamsohn, in welchem ber Kammerherr Graf tlärte sich die Versammlung mit den Darlegungen des Redners v. Gersdorff die Rolle des betrogenen Betrügers spielt, kam einverstanden und versprach, mit allen Kräften für die Ausheute wieder einmal vor der II. Strafkammer hiesigen Land- breitung und den Sieg der Sozialdemokratie einzutreten. Nach gerichts I zur Berhandlung. Den Vorsitz im Gerichtshofe führt Erledigung einiger Vereinsangelegenheiten wurde die Versammlung Landgerichtsrath Grandie, die Auflage vertritt Staatsanwalt geschlossen. Riezel, die Vertheidigung führt Rechtsanwalt Dr. Fr. Friedmann. Der Angeklagte, welcher ein Bank- und Kommissions- Rosenthalerfir. 38: Bortrag des Herrn Dr. Pinn: Aberglaube am Ende des Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 16. April, Vormittags 10% Uhr, geschäft für Hypotheken betreibt, steht unter der Anklage des Be- 19. Jahrhunderts."( Spiritismus und Occultismus.)- Montag, den 17. April, truges gegen den Kaufmann Hermann Guttmann und den Ordner und Helfer). Abends 8 Uhr, beschließende Versammlung( Wahl des Bibliothekars, ber othetars, ber Rammerherrn Grafen Gersdorff, sowie der verleumderischen Sumanthische Gemeinde, Kommandantenstraße 77-79. Sonntag, den Beleidigung der Direktoren der preußischen Zentralbodenkredit- 16. april, Vormittags 10 Uhr: Vortrag des Herrn G. Schäfer über: Die Aftienbank Hedemann, Benoit und Stephan. MehQuellen des Humanismus in Dorfotratifcher Bett". Gäfte willkommen. rere Termine in dieser Angelegenheit haben befanntlich be- rminhallen, Kommandantenstraße 20: Bortrag des Herrn Dr. Pinn über: Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 16. April, Abends 7% Uhr, in den reits aufgehoben werden mussen, weil Graf Gersdorff Die Pharisäer". niemals persönlich zum Termin erschienen war und der Ver- Abends 9 Uhr, Bereins: Ber- fammlung bei Dehlmann, Münzstr. 11. Zages: Sigung 6 hr. Neuer Berliner Handwerker- Verein. Sonnabend, den 15. April, theidiger sich mit der kommissarischen Vernehmung des Grafen ordnung: Borbesprechung zur General Berfammlung. nicht begnügen wollte. Auch zum heutigen Termin war Graf Sigung mit Damen Sonntag abends% 6 Uhr Fidelitas, Elisabethkirchfir. 14 Gersdorff nicht erschienen. Nach längerer Verhandlung erkannte bei Nicolai. der Gerichtshof dahin, daß der Angeklagte im Falle von Gersdorff freizusprechen sei, weil sich eine Klärung des Sachverhalts nicht habe erzielen lassen. Ebenso sei die verleumderische Beleidigung nicht für erwiesen zu erachten. Dagegen sei der Betrug im Falle Guttmann festgestellt und der Angeklagte dieserhalb zu fechs Monaten Gefängniß verurtheilt worden. Antrag des Staatsanwalts auf sofortige Verhaftung wurde abgelehnt. Der " Spiel- und Gef. Klub Ber". Jeden Sonnabend Abends 8 Uhr Verein ehemaliger Schüler der 30. Gemeinde- Schule bet Burl, Roppenftr. 58, Abends 9 Uhr, Geschäftliches. Gäste willkommen. Wende, Moabit, Beuffelstraße 10a: Außerordentliche General- Bersammlung. Geselligheitsverein Oesterreich- Ungarn. Abends 8 Uhr, im Restaurant Bünftliches Erscheinen tii Bilicet. mittags 5 Uhr, in Schultheiß' Brauerei Ausschant, Neue Fatobftraße 24-25: Verein der Maschinißen und Geiger. Sonntag, den 16. April, NachBerfammlung. funde aufmertiam gemacht. Rue St. firaße 120. 8mte betlife, airbout, abends tour in Barta's total, BerlinerVergnügungsverein Freundes treue, jeben Montag bet Möring, Admiralfir. 18c. Geselliger Klub Namentos, teben Montag im Restaurant zum Sufunftsstaat, Rastanien- dee 35. Bergnügungsverein Aufelgoland Sigung jeden Montag 9 Uhr bet Adalbertstr. 21, Abends 9 Uhr. de 14 Tage Tanz Sinte, Bergstr. 54, Fidelitas. Bergnügungsverein Gint gtett 1890. Jeden Montag Sigung bet Roll, Bergnügungsverein Gulalta" bei Berrn Meggentin, Barnimftr. 4-5 Privat- Theater- Gesellschaft offnung, Sigung b. Sauermann, AdalbertStraße 8. " Vermischkes: Herold'sche Telegraphenbureau unterm 14. April: Ein Revolverjournalist. Aus Hamburg meldet das Große Sensation ruft hier die heute morgen in Altona statt Stamens Robert Karl Swiated hervor. Swiated war Herausgeber gefundene Verhaitung des Direktors eines Detektivbureaus der Zeitung Detektiv". Deutscher fojialdemokratischer gefeklub in Pario. nugt haben. Außerdem soll er sich ebenso wie acht mit ihm vers Sonore 814 Cafe du Sion de Velfort. Jeden Sonnabend öffentliche Berhaftete Personen grobe Rautionsschwindel haben zu Schulden Arbeiter, der fremd nach Paris tommt, findet hier einen Anlehnungspunkt, fammlung; reiche Bibliother, Beitungen, franzöfifcher Unterricht. Der deutsche tommen lassen. Rath und Belehrung. Interessenverein der Riftenmacher. Sonnabend, den 15. April, Abends präz. 9 Uhr, bet Bolz, Alte Jafobstraße 75: General- Versammlung. Tagess ordnung: Abrechnung, Borstandswahl, Kongreßbericht. Bisher hatte das Amtsgericht Berlin I in konstanter ute, Martusitraße 81: Unter icht in Rechnen. Sub- Oft- Schule, Arbeiter- gildungsschule. Sonnabend, Abends 8%-10% Uhr. Oft Praxis Nichtpreußen, welche hier ihren Austritt aus der Reichenbergerfir. 183: Unterricht in Phyfiologie und Buchführung( doppelte). Kirche erflären wollten, zurücgewiesen. Die 22. Biviltammer an allen unterrichtsfächern werden noch Schüler und Schülerinnen angenommen. des hiesigen Landgerichts hat nun in einem von den Blättern Speziell werden die Gewerbegerichts- Betfiger auf den Unterricht in Gefeges- Der Verhaftete soll sein Organ zu Erpressungszwecken be für Rechtspflege" mitgetheilten Erkenntniß vom 4. Februar diese Praxis reprobirt. Ein bayerischer Unterthan, welcher beim hiesigen Amtsgericht seine Absicht, aus der katholischen Kirche auszutreten, zu Protokoll gegeben hatte, war gleichfalls zurückgewiesen worden. Die dagegen eingelegte Beschwerde alte, von Karl Marr und Friedrich Engels 1840 begründete London. Der einzige hiesige sozialdemokratische Berein Londons, der eh von der Zivilkammer als begründet erachtet worden. Es heißt kommunistische Arbeiter Bildungsverein befindet sich nach in dem Erkenntniß u. a.: Weder aus der Entstehungsgeschichte, wie vor 49 Tottenham Street, Tottenham Court Rd., W. London. noch der Fassung, dem Inhalt oder Zwecke des Gefeßes vom im Bereinstatender sind zu richten an Friedrich Kortum, ManteuffelArbeiter- Sängerbund Serlius und Umgegend. Alle Aenderungen Briefkaffen der Redaktion. 14. Mai 1878 ist ein Anhalt dafür zu entnehmen, daß dasselbe fraße 70. Sonnabend, Abends 9 Uhr: Uebungsstunde. nur auf preußische Angehörige im Gegensaz zu außer- neuer Mitglieder. Grüne Eiche, Nixdorf, Hermann- und Knesebeck Reichstags- Auflösung die Neuwahlen Aufnahme A., Posen. Nach der Reichsverfassung müssen im Falle der binnen preußischen Reichsangehörigen Anwendung finden fraßen- Ecke 2yranta, Landsbergerstraße 31 bet 60 Tagen und die Neuberufung des Reichstages spä solle." Ganges: Echo, Naunynstraße 86, Freundschaft 2, Friedenñraße Nr. 48 bei Tollkühn. bei Bubell. teſtens 90 Tage nach der Auflösung etfolgen. Im Jahre 1887 Geprügelt darf nicht werden, so hat das Reichsgericht in einer unflage gegen einen Bolizeifergeanten entschieden, der behauptete, ein Recht zu haben, die ihm zur Arbeit übergebenen Infaffen der Provinzial- Arbeitsanstalt bei ungenügender Arbeit törperlich zu mißhandeln. Nirgends, so sagt das Reichsgericht, fann es nach der geltenden Gesetzgebung Beamten gestattet sein, die ihrer Aufsicht unterstellten Personen törperlich zu mißhandeln." Magdeburg, 13. April. In dem Prozeß gegen 25 Mitglieder des Tischlerverbandes wegen Bergebens gegen des Vereinsgesetz wurde heute vom hiesigen Landgerichte das Urtheil vertündet. Es lautete gegen sämmtliche 25 Angeklagten auf Freisprechung. Beantragt waren in einem Falle 1 Monat Gejänguiß, in vier Fällen je 150 M., in den übrigen Fällen je 100 M. Geldstrafe. Leipzig, 13. April. Das hiesige Landgericht verurtheilte die Redakteure Schroot und Bauer wegen Beleidigung des in dem Buschhoff- Prozeß thätig geweſenen Ersten Staatsanwalts Baumgart, des Untersuchungsrichters Brixius, des Rechtsanwalts Fleischhauer und des Staatsanwaltschafts Affiftenten Mellin, begangen in einem Artikel der antisemitischen Neuen deutschen Beitung", zu 6 Wochen Gefängniß und 150 m. bezw. 320 W. Geldstrafe. = Unterricht in Gesetzeskunde wird in der Arbeiter- Bildungsschule an folgenden Zagen ertheilt: Mufehold. bei Beyerle. Glüd zu, Joh. 19. August Rapell war 1877 in Reichenbach- Neurode montanen Dr. Franz, in Waldenburg unterlag er mit 7512 gegen aufgestellt. Im ersten Kreise fiegte Kapell über den Ultra9865 Stimmen, welche auf den Fürsten Pleß fielen. Badstraße 8, Bittoria Garten. Teltow in Teltow, Schwarzer erfolgten die Neuwahlen bereits 38 Tage nach der Auflösung und Adler. Gsmeralda, Fruchtstr. 31 bet Baat. Liederkranz in die Ginberufung des Reichstages 11 Zage später, noch ehe die Brandenburg, Mengert's Boltsaarten. Hand in Hand 2, Friedrichschor, Gefundbrunnen, Prinzen- Allee 10. berg, Friedrich Karlstr. 11 bet Heinecke. Gefundbrunner Männer Stichwahlen beendet waren, was damals dem Abg. Windthorst Gefangverein, Bruderband" Anlaß zum Widerspruch gab, freilich ohne Erfolg. in Schönwalde( in der Mart) bei Schulze. Frisch auf" Friedrichsberg, Rummelsburgeritraße bei Decfert. Vorwärts 7" Rummelsburg, bei E. R. 100. Sie haben dem jungen Mann nichts au Borgmann. Schulz. Gefangverein Immergrün", Tegel, Schloßftraße bet zahlen. Gesangverein Süd- Ost 2", Falfensteinstr. 41 bet Trittelig. Freter Männerchor Often Friedenstr. 74, bet Engelbarbt. Bund der geselligen Arbeitervereine Berline und Imgegend und in Waldenburg i. Schi. als Kandidat der Sozialdemokraten find zu richten an: B. Sentel, Bergmannstr. 21, Sof 3 Tr. SonnAlle Buschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend abend: Tambour Verein Vorwärt 8" Rigdorf, Hermann und Wanglicft raßen- Ecke. Jeben Sonnabend nach dem 1. und 15. verein Deutsche Eiche bet Niederschuh, Fürbringerstraße 7. Theater P. R. Sie gehen von einer thatsächlich falschen Unterverein Jp bigenta", bet Kramer, Rirdorf, Hermannstraße Nr. 140. Gefelliger Verein Suf gefl, neue Tonigstraße Nr. 89. Gefelltger nicht im redaktionellen Theil, weil sie dort nicht hingehören; die stellung aus. Die freireligiösen Vereinsanzeigen bringen wir Berein" Italia" bet Boite, Kolbergerstraße 23. Theaterverein Aurelia", Mendelssohnftr. 9 bet Miehe Abends 9 Uhr. Anita", Koppenstr. 43 bei Lorenz. Geselliger Verein Nord", Fenn straße 5 bet Krüger. Gefang- Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Paul Nickel'scher Mufitverein Allegro bei Spindler, Reichenbergerstraße 118, Ede Forsterstraße. " Tambour tauchtlub von 8%-10% Uhr in der Turnhalle, Freienwalderstr. 89. Zurnverein Gesundbrunnen. Die 2. Männerabtheilung turnt heute Bühnenverband Normania jeden letzten Sonnabend im Monat bet Abends 9 Uhr bei Schulz, Brunnenstr. 116. Theaterverein Berliner Beichnis, Königsbergerstr. 24. Privattheatergesellschaft„ Schneeglöckchen", Bar jeden Sonnabend nach dem 1. und 15. Abends 9% Uhr bei Weid, köve nickerstraße 68. Theaterverein Beffing. Jeden ersten und legten Sonn abend im Monat 9 Uhr Abends Sigung bei Rudolph, Krautstr. 6. Vergnügungsverein Azalia 9% Uhr bei D. Heindorf, Barnimftr. 16. Bergnügungsverein uftige Jugend Abends 9 Uhr, im Restaurant парк Sonntag früh von 8-10 Uhr in der Nordschule, Müllerstraße 179 a. Montag Abend von 81/ 2-10%, Uhr in der Ost schule, Markusftr. 81. Dienstag Abend 81/ 2-101/ 2 Uhr in der Südostschule, Reichenbergerstr. 133. 402/6 Der Unterricht wird von den Rechtsanwälten A. Stadthagen, Heine und Freudenthal ertheilt, und werden die Parteigenossen, ganz besonders aber die Gewerbegerichts- Beisitzer und Mitglieder fämmtlicher Vereinsvorstände ersucht, sich daran zu betheiligen. Der Vorstand der Arbeiter- Bildungsschule. Den besten Schmalzler Schm 35892 alzler I aus echtem Brasil liefern Schwarz& Co., Tabakfabrik, Nürnberg. Schuhe u. Stiefel mit Kontroll- Marke Person des Dr. Wille hat damit gar nichts zu thun. Die Mittheilung, daß in der Neuen Freien Volksbühne" das Tolstoi'sche Stück zur Aufführung gelangt, foll durchaus keine Reklame für Herrn Wille und die Neue Freie Voltsbühne" sein, sondern ist eine ebenso thatsächliche Mittheilung, wie die über die Freie Bühne" und die" Fresko- Bühne“. Briefkaffen der Expedition. Arbeiterverein Brüssel. 12,40 M. März- Nr. 5 M. Sp., Woltersdorf. Inserat toftet 4,80 9.AG Genossen empfiehlt Filz- u. SeidenCharlottenburg, Hüte 700c Berlinerstrasse 76 mit Kontrollmarken. Polvogt, Frobenstraße 28, nahe der Bülowtraße. des Königlichen AmtsD. Rechtsbureau richters a.. Alte Jakobaus der Schuh- Fabrik Erfurt. Allen Genoffen u. Freunden empfehle straße 130. Gewissenhafter Rath in allen mein Schuh- u. Stiefel- Geschäft. Große Angelegenheiten. Unbemittelten unentAuswahl in Herren-, Damen- und geltlich. Auch Sonntags. 89812 Kinderstiefeln. Bestellungen nach Maaß in fürzeker Zeit. Reparaturen fchnell Gencssenschafts- f nnd billig. Louis Zaake, Rüftriner Play Nr.8. 3546L Neue Hosen! Hosen! Grünauerstr. 25 sind recht freund-| Möbl. Schlafft. 8. 1. Mai 1.2 beren er billig. f. Serren, Serren- u. Knabengarderoben ze. liche tieine Hofwohnungen sehr preis- sep. Eing, verm. Bürschel, Rottbuser: sehr billig. Pfandleihe Skaliber. werth zu vermiethen. 3185b* ftraße 2, Hof geradezu 12r.[ 1888 Araße 13, 1 r. 3005b B Schlegelstr. 28. 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Auch Nichtmitglieder des Verbandes können mit ihren Frauen theilnehmen. Im Anschluß hieran: Grosse Versammlung um 1/212 Uhr im Colberger Salen, Colbergerstr. 23. Tagesordnnng sehr wichtig. FX Montag, 17. April, Abends 82 Uhr, Andreasstr. 26: General- Versammlung. 252/17 Tagesordnung: 1. Vierteljahres- Kassenbericht. 2. Wahl der ausscheidenden Vorstandsmitglieder, Anträge 2c. Alle Möbelpolirer werden nochmals um rege Betheiligung ersucht Der Vorstand. Dachdecker Berlins und Umgeg. Große öffentliche Versammlung über: Aberglaube am Ende des 19. Jahrhunderts. Gäste sehr willkommen. Montag, den 17. April, Abends 8% Uhr, Rosenthalerstraße 38: Beschliessende Gemeinde- Versammlung. 152/17 Der Vorkand. Roh- Tabak H. Herholz Brunnenstr. 145 Bund der geselligen Arbeitervereine 188 Berlins und Umgegend. Heute, Sonnabend, im Böhmischen Brauhaus, Landsberger Allee: II. Stiftungs- Fest. Feltrede, gehalten vom Genossen Roland. Aufführung der Bismardipende, Auftreten eines Gesangskomiters. Anfang 8 Uhr. Eintritt, einschließlich Tanz, 30 Pf. Oeffentliche Versammlung für Männer und Frauen jetzt neue Nummer alte Nummer 188. Sophastoff Reste 172/10 in Rips, Damast, Crêpe, Fantasie, Gobelin, Plüsch und bunten Mocquets spottbillig! Proben franko! am Sonntag, 16. April, Vormittags 10 Uhr, bei Bolk( früher Feuerstein), am Sonntag, den 16. April, in Norbert's Saal, Beuthstraße 22. Emil Lefevre, oranienstraße Alte Jakobstr. 75. Tages Ordnung: H 1. Die Lohn- und Existenzfrage. Referent Wilhelm Radwit. 2. Wie stellen sich die Dachdecker Berlins und Umgegend zum diesjährigen stattfindenden Krongresse? 3. Berichterstattung des Delegirten der Streit- Kontrolltommission. 4. Verschiedenes. 359,2 Zur Deckung der Unkosten findet eine Zellerfammlung statt. Üm recht zahlreichen Besuch bittet Der Einberufer. Rarl Winstowsti. Verein zur Regelung der gewerbl. Verhältnisse der Töpfer Berlins und Umgegend. Dienstag, den 18. April, Abends 6 Uhr, in Philipp's Salon, Rosenthalerstraße 38: Versammlung. Zages Ordnung: Der Stand unseres partiellen Streiks und weitere Stellungnahme hierzu. 324/ 4* Der Wichtigkeit der Tagesordnung halber ist es Pflicht aller Kollegen, Der Vorstand. zu erscheinen. Verein der Maschinisten u. Heizer Berlins. Sonntag, den 16. April, Nachmittags 5 Uhr, in Schultheiß' Brauerei- Ausschank, Neue Jakobstr. 24/25: Versammlung. Tages- Ordnung: 250/10 Vortrag des Herrn M. Canik. 2. Rassenbericht. 3. Verschiedenes. Gäste willkommen. Der Vorstand. Vereinigung der Drechsler und verw. Berufsgen. Deutschlands ( Ortsverwaltung Berlin). Am Sonntag, den 16. April, Vormittags 11 Uhr, bei Ehrenberg, Annenstraße Nr. 16: Versammlung. Zages Ordnung: 1. Geschäftliches. 2. Bericht des Delegirten von der Generalversamm lung und des Holzarbeiter- Kongresses. 3. Tiskussion. 4. Verschiedenes. Auch werden sämmtliche Kammmacher, Elfenbeinschniger, sowie Stod und Perlmuttarbeiter höflichst eingeladen. Pflicht eines jeden Mitgliedes ist es, in dieser Versammlung pünktlich zu erfcheinen. 136/17 Rudolf Klotzsch, 41. und letzter Vortrag des Herrn Stüve aus Hamburg, über: Hamburg zur Cholerazeit 1892 illustrirt durch 40 Lichtbilder. Diskussion. Anfang 8/2 Uhr. Entree 10 Pf. Woltersdorf. Der Einberufer. 3308b 158. Alle Uhren( 8580L werden sauber und sorgfältig reparirt unter Garantie des Gutgehens für 1,50 Mark( außer Bruch) bei Große öffentliche Volks- Versammlung W. Winkler, US für Männer und Frauen am Sonntag, den 16. April, Nachmittags 3 Uhr, im Restaurant ,, Wilhelmshöhe( früher amerun). Tages Ordnung: A Militärvorlage, Stellungnahme zur Maifeier. Referent: Reichstage Abgeordneter Arthur Stadthagen. Der Einberufer. Berlin N., Reinickendorferstr. 2 g, gegenüber der Dantes- Kirche. Lager aller Arten Uhren, Uhrketten 336/15 25 Wirthshaus Rosen- See- Terrasse Chausseestrasse 6970. Britz. 40502] Marken z. quittiren von ParteiBeiträgen empfiehlt allen Genossen die Quittungsmarken und Kautschuk- Stempelfabrik Don Conrad Müller, Schkeudik- Leipzig. Preisliste gratis und franto. PP Chausseestrasse 69/70. 12 Minuten von der Station Rixdorf. Theilstrecke der Pferdebahn Hermann- Play- Briz. Am Sonntag, den 16. April 1893: Großes Gala- Promenaden- Konzert, unter Leitung des Musikdirektors Herrn Emil Stutz. Volksbelustigungen aller Art. Anfang des Konzerts 4 Uhr. Die Kaffeeküche ist den ganzen Tag geöffnet. Im Bal champêtre Ball E unter Leitung des Tanzmaitre Herrn Robert Sabadil. Entree frei. Für Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. Zu zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein Lüderitz. Broschüre über die praktische und thatsächliche Lösung der sozialen Arbeiterfrage. Außer der bisherigen Lohnzahlung, Betheiligung der Arbeit nehmer am Reingewiun größerer gewerblicher Unternehmungen. Um eine Ventilation dieser wichtigsten aller Tagesfragen hervorzurufen und da mir an einem Gewinn aus dem Verkauf der Broschüren nicht ge= legen ist, empfehle ich franko die 5. Auflage für 10 Pfennig 6. 20 Zur näheren Besprechung ber Broschüre habe ich dieselbe bereits den Bevollmächtigter, Koppenstraße Nr. 73. verehrlichen Zeitungsredaktionen übersandt, ferner habe ich in ausgedehntester Weise in den bedeutendsten politischen, sowie fast sämmtlichen sozialen Boltsblättern dieserhalb inserirt, fein Geldopfer gescheut, und doch kann ich mit Gedankens nicht erreichen. Achtung! Gr. öffentliche Versammlung Achtung! allen mir zu Gebote ſtehenden Mitteln die Besprechung des so nahe liegenden sämmtlicher in der Buch-, Papier- und Lederwaaren- Industrie beschäftigter Arbeiter und Arbeiterinnen am Montag, den 17. April, Abends 8 Uhr, bei Bolk, Alte Jakobstraße 75. Tagesordnung: 1. Berichterstattung des Delegirten der Streit- Kontroll: Tommission und Neuwahl desselben. 2. Gründung einer Mitgliedschaft des Verbandes und Wahl eines provisorischen Vorstandes. 3. Verschiedenes. Bahlreiches und pünktliches Erscheinen erwünscht 8809b Der Einberufer. Gr. öffentliche Versammlung Wenn die Besitzenden diese Ideen unterdrücken, so halte ich das für sehr erklärlich; daß aber auch die besiglosen Arbeiter diesen leicht faßlichen Gedanken nicht ergreifen, ist mir vollständig unverständlich. Roh- Tabak A. Goldschmidt, 8806L am biesigen Blaze wie bekannt grösste Auswahl! Garantie für sicheren Brand. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabafe sind am Lager. A. Goldschmidt, Oranienburgerstr.2. 3773L* mit Es hieße auf die Gegenwart verzichten, um einem Traumbild nachzujagen oder an einem prächtigen, herr: 15 lichen Luftschloß zu bauen und in Wirklichkeit keine Schlafstelle zu haben. Diefes Inserat habe ich heute über 100 Organen der sozialdemokratischen und Gewerkschaftspresse zur Beröffentlichung übergeben. Der Mensch ist mert würdig in mancher Beziehung. So lange ich meine Broschüren zu 50 Pfennig pro Stück angeboten, habe ich viele Aufträge erhalten, feit ich diese aber zu 10 und 20 Pfennig pro Stück anbiete, fehlt mir fast jede Bestellung. Je Preis nicht wieder auf 1 Mart pro Stück steigern, nachdem meine Billigkeit einmal befannt geworden ist. Ferd. Koenig. aller in der Hutbranche beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen höher der Preis, desto größer die Nachfrage. Leider kann ich den am Sonntag, den 16. April, Vorm. 10%, Uhr, im Böhmischen Brauhaus, Landsberger Allee 11-12. Tages- Ordnung: 1. Die Bedeutung des 1. Mai und wie stellen sich die Hutarbeiter und Arbeiterinnen Berlins dazu? 2. Diskussion. 3. Neuwahl eines Delegirten jur Streit- Kontrollkommission. 4. Verschiedenes. Der wichtigen Tagesordnung halber ist das Erscheinen aller Kollegen und Kolleginnen erwünscht. 177/7 Die Beauftragten. Berlins und Umgegend. Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Sonntag, den 16. April, Vorm. 10 Uhr, im Lokale des Herrn Graus, Badstraße 12: Branchen- Versammlung der Feilenhauer. Tages- Ordnung: 1. Die Gewerkschaftsbewegung und deren Bedeutung. Referent Genoffe Jakobei. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Beisigers zum Vorstand. 4. Ber bandsangelegenheiten und Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 229/11 Der Vorstand. Diskutirklub ,, Zeitgeist", Halberstadt. Diese Broschüre, welche ich hiermit zum Rauf empfehle( Preis für neueste Auflage 60 Pfennige), hat in ihren verschiedenen Auflagen wiederholt die größte Verbreitung gefunden. Unter anderem ist dieselbe Mitte November v. J., sowie Ende März d. J. durch gütige Vermittelung des Reichstagsbureaus an sämmtliche Herren Abgeordnete vertheilt. Ende Februar d. J. habe ich, wie oben erwähnt, vorstehende Annonce an ca. 100 verschiedene sozialdemokratische Zeitungen zur Veröffentlichung übergeben, dieselben haben aber lieber auf die Insertionsgebühren verzichtet, als obige Broschüre anzukündigen. Nur eine einzige( von allen) sozialdemokratische Zeitung hat diese Annonce aufgenommen, alle übrigen haben stillschweigend abgelehnt. Halberstadt, den 12. April 1898. Ferdinand Koenig. Empfehle den Genoffen mein seit 15 Jahren bestehendes Kindergarderoben- Geschäft. 4051L Sonntag, den 16. April 1893, Abends 6½ Uhr, in Joël's Fest- Knaben- Anzüge, Paletots, Mädchenmäntel enorm billig. Billige sälen( oberer Saal), Andreasstraße 21: Versammlung für Frauen und Männer Tages- Ordnung: Refte zu Knaben- Anzügen und Regenmäntel s. v. Plüsch, Sammet, Seide. Be stellung nach Maaß w. sauber u. billig ausgeführt. Auf Wunsch wird alles zugeschnitten. Pleiss, 43 Manteuffelstr. 43, Ecke Skalitzerstrasse. Max Richter, Berlin 0, Grüner Weg 65, 1. Bortrag des Genossen Dr. Pinn über: Aus alter und neuer empfiehlt den Bereinen feine Glaserei, Sinnsprüche, Bilder, Büsten( Baffalle Beit". 2. Diskussion. Nach der Versammlung gemüthliches Beisammen Mary 2c.), Fahnen, Banner, Stocklaternen etc. fein und Taus. 199/1 M. Nur Hüte mit ArbeiterKontrollmarke führt das Hutgeschäft von 6. Kunake, Andreas Str. 24. Reelste und billigste Uhrmacherei Berlins Verkauf z. Engrospreisen Bilb. Remontoir- Uhren v. .3 M. an, goldene DamenRemontoir, 14 far. Gold, v. 22 M. an. Regulateure Scalagwerk, 14 Tage gehend, von . an. Wecker von 2,50 M. an. w., bei allen Reparaturen wird der Eine Uhr zu reinigen fostet nur Preis vorher gesagt. MariannenNaunynstr. 15 part.). Strasse 50, Ecfe der Naunynstr.( früher Otto Eleser, Uhrmacher( Fachmann) imd Bairisch- Bierlokal. W. Grabe. Empfehle meine Destillation, Weiß Sonnabend Abend bei W. Grube. Ginige Der Sfat- Club ,, Einigkeit" tagt alle Mitglieder finden noch Aufnahme. Arbeitsmarkt. 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Gxpedition entgegen. Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.