Nr. 91. Grscheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: Biertels jährlich 8,30 Mart, monatlich 1,10 m, wöchentlich 28 Big fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pig. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags: Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Boft- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Streuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Gingerr. in der Post- 8eitungs- Breisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Betitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs: Anzeigen 20 fg Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Grvedition abgegeben werden. Die Grpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. fernfpre- nschlu 3mt I, e. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Das Cholerageseh. II. Mittwoch, den 19. April 1893. " Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Infektionskrankheiten erliegen. Jährlich träfe, sondern mit Einrichtungen, Pflege und ärztlicher Be150 000 Menschen sterben im Deutschen Reich allein an handlung, die himmelweit von den heutigen entfernt sein Schwindsucht, jährlich 70 000 an ansteckenden Kinderkrank müßten, wenn anders der Krankenhauszwang allseitig nicht Fassen wir das im ersten Artikel Gesagte zusammen, heiten( Masern, Scharlach, Diphtherie 2c.). Ungezählte als Plage, sondern als Wohlthat empfunden werden soll. so haben wir es in dem vorliegenden Gesezentwurf, dessen Tausende von Säuglingen( ca. ein Drittel sämmtlicher Ge- Sehen wir doch, wie die besigenden Klassen in den GroßTitel unwillkürlich Erinnerungen an das selige Sozia borener) erliegen der cholera infantum( Kindercholera). Städten es bereits verstanden haben, sich solch luxuriöse listengeset weckt, ein Ausnahmegeses gegen Tausende Typhus, Nuhr, Rose, Kindbettfieber. Syphilis Sanatorien, ausgerüstet mit allem Komfort der die Cholera vor uns, das als Gesez, betreffend die und die anderen Geschlechts krankheiten werden jährlich auf Neuzeit mit dem Recht, Recht, sich von dem Arzt Bekämpfung gemeingefährlicher Krankheiten" gänzlich ver Hunderttausende übertragen und erzeugen Siechthum bei ihrer Wahl dort weiter behandeln zu lassen, zu fehlt, für eine wieder ausberechende Cholera- Epidemie beiden Geschlechtern und Entartung von Kindern und schaffen. Solche Zukunftskrankenhäuser, in denen es keinerlei werthvolle, durch die lehtjährigen Erfahrungen gerecht- Kindeskindern. Alle diese fallen eigentlich unter unnöthigen Zwang gäbe außer dem durch die Krankheit fertigte, zumeist sanitätspolizeiliche Bestimmungen enthält. ein Gesetz, betreffend die Bekämpfung gemeingefährlicher selbst gebotenen, die allen unentgeltlich zur Verfügung Reformbedürftig in vielen Punkten, ungenügend insofern Krankheiten. Wenn demgegenüber der uns vorliegende stünden, in die aber auch alle ohne Unterschied zu gehen Maßregeln zur Verhütung von Voltsjenchen nicht auf armselige Entwurf mit dem volltönenden Titel sich nur gehalten wären und gern gingen, erforderten freilich einen sanitätspolizeilichem, sondern auf auf hygienischem und mit den fünf gemeingefährlichen Krankheiten 1. Ranges" be- Kostenaufwand, wie er hente nur dem Moloch Militarismus sozialem Gebiet liegen, wird es doch in seinen Haupt- schäftigt, von denen praktisch nur die Cholera übrig bleibt, geopfert wird für Kulturzwecke dieser Art hat die heutige bestimmungen kaum auf ernstlichen Widerstand stoßen, da so thut er dies in der ganz richtigen Erkenntniß, daß Gesellschaft so viel Geld nicht übrig. die Cholerafurcht außerordentliche Maßnahmen, selbst rigorose weder die ärztlichen Organisationen, noch die gesellschaft- Unfähig, das Elend aus der Welt zu schaffen und damit Zwangsbestimmungen auch dem extremen Manchester- lichen Vorbedingungen vorhanden sind, um so gewaltig die individuelle und soziale Disposition für die Volksseuchen mann begreiflich erscheinen läßt, den Vertretern der eingreifende Maßnahmen z. B. schon ausführbar erscheinen zu beseitigen, unfähig, diejenigen Einrichtungen zu treffen, Bourgeoisie um so eher, als, wie es in der Natur der zu laffen. welche die Infektionskeime an der Weiterverbreitung der Sache liegt, wesentlich doch nur die besiglosen Klassen Schon im Jahre 1835, ebenfalls unter dem frischen epidemischen Krankheiten zu hindern im stande sind, müht diesem rigorosen Zwang unterliegen. Eindruck der Cholera, die zum ersten Mal in Deutschland sich die kapitalistische Gesellschaft vergebens ab, ein wirk Auch die Aerzte, die in recht despektitlicher Weise von gewüthet hatte, war in Preußen der Versuch gemacht fames Seuchengefeß zu schaffen. Diese Gesellschaft fürchtet dem Gesetz behandelt und der höheren Weisheit des worden, in einem bis auf den heutigen Tag noch giltigen nicht sowohl die riesigen Verluste an Menschenleben, die beamteten Arztes unterstellt werden, werden diesem Regulativ, den größten Theil der obengenannten Krank- unsere einheimischen Seuchen Jahr aus Jahr ein fordern, Gefeßentwurf gegenüber ihren Widerstand schwinden lassen. heiten anzeigepflichtig zu machen, und seitdem sind wieder- sondern die lähmende Wirkung auf Industrie und Handel, In diesem Sinne schrieb bei Beurtheilung des früheren holt die Aerzte unter Strafandrohung zur Anzeige ver- die Schmälerung des Profits infolge der plößlich auftretenden Entwurfes Prof. Samuel: pflichtet worden. verheerenden Epidemien, und darum ist aus dem ReichsGlaubt die Reichsregierung zur Bekämpfung der Cholera Alles vergebens. Der von der Privatpraxis lebende, Seuchengesetz ein Gesez gegen die gemeingefährlichen Benicht mit ihren bisherigen Vollmachten auskommen zu können, vom Bublikum abhängige Arzt risfirte lieber die Bestrafung, strebungen der Cholera geworden. so ist ein Gesetz über die Cholera der gegebene Weg. Der als daß er sich mit seiner Klientel, seinen Brotgebern überCholera allein wegen darf nicht die ganze Reichs- Seuchen- warf, die von diesen Anzeigen und deren Folgen nichts gesetzgebung überstürzt gemacht und eingeführt werden." wissen wollten. Bei diesem ständigen Konflikt zwischen Und damit können denn alle diejenigen Ideologen Pflicht und Juteresse gelangte der Arzt bisher nicht dazu, unter den Medizinern, die die Zeit für eine wirkliche Reichs das zu werden, wozu ihn sein hoher Beruf bestimmte, der Seuchengesetzgebung für gekommen hielten, ihre Hoffnungen Diener der öffentlichen Gesundheit. Jedes Seuchengesetz wieder begraben. Freilich ist es richtig, was der Preuß aber ist auf die Mitarbeit aller Aerzte angewiesen und Berlin, den 18. April. Med.- Beamten- Verein vor wenigen Tagen noch als 1. These bleibt ohne diese Bereitwilligkeit ein Stück Papier. Die Der Reichstag beschäftigte sich heute mit der zweiten beschlossen hat: " Im Interesse der öffentlichen Gesundheitsflege ist eine Im Interesse der öffentlichen Gesundheitsflege ist eine Verstaatlichung der Krankenpflege und damit die Verstaat- Lesung der lex Borwärts". Abg. v. Bar legte vom einheitliche Regelung des Berfahrens betreffs Bekämpfung ge- lichung der Aerzte wird hier erst gründlich Wandel schaffen. juristischen Standpunkt aus die Kautschukuatur des GesetzWas von der ärztlichen Anzeigepflicht gilt, gilt in noch entwurfs flar. Abg. Stadthagen konstatirte, daß meingefährlicher Krankheiten auf dem Wege der Reichs. Gesezgebung dringend geboten. Ein derartiges Gesetz erfüllt aber höherem Maße von den übrigen Forderungen eines Seuchen- feinerlei Bedürfniß für derartige drakonische Strafbestimm nur dann seinen Zweck, wenn es sich nicht nur auf diejenigen gesetzes, von der Absonderung der Erkrankten und der ungen vorliege." Gegenüber dem europäischen Spionages Seuchen erstreckt, die vom Auslande her eingeschleppt werden Desinfektion. Diese Absonderung ist bei vielen Infektions- system, in dem das wohlgemuthe Deutschland an erster fönnen, sondern auch auf die gefährlicheren, in Deutschland ein- frankheiten in der Behausung auch der Besitzenden über Stelle marschire, würden sie auch nutzlos sein. Der wahre heimischen ansteckenden Krankheiten Anwendung findet." haupt nicht durchführbar, vollends ein Unding in den Zweck der Vorlage sei Kuebelung der Presse, die durch Freilich wäre es an der Zeit, der zunehmenden Aus- meisten Fällen, in denen der ganze Haushalt sich in 1 oder Veröffentlichung geheimer Erlasse und kriegsgerichtlicher breitung der Infektionskrankheiten mit organisatorischen 2 Bimmern bewegt. Von einer wirksamen Verhinderung der Urtheile den Herzog von Sachsen, den bayerischen KriegsMaßnahmen großen Stils entgegenzutreten, soll anders Uebertragung, von einer wirksamen Desinfektion fann nur minister und andere hohe Militärs, wie den früheren nicht die Kulturmenschheit im Kampf ums Dasein mit den die Rede sein, wenn, wie es im vorigen Jahr bei der preußischen Kriegsminister zu unfreiwilligen Mitarbeitern Batterien den Kürzeren ziehen, vorzeitig zu Grunde gehen Cholera geschehen, die Meldung die sofortige Ueberführung gemacht habe. In warmer Weise brandmarkte und in rapider Steigerung degeneriren. Die Cholera ins Krantenhaus und Desinfektion zur Folge hat. Dazu den Versuch, derartige Veröffentlichungen hindern fordert nicht entfernt so viel Opfer als gehörten aber Krankenhäuser und Sanatorien nicht nur in zu wollen, die das Martyrium unserer Brüder im Jahr für Jahr den übrigen endemischen einer Zahl, welche die bestehende um das Vielfache über- Waffenrock und die Blößen des Militärsystems klar stellen. Feuilleton. Nacbrua verboten.] [ 67 drängen können. Wozu aber? Hatte er ein bestimmtes Biel im Auge? Andrej gab den Widerstand auf. Politische Leberlicht. er aus die Seile, die Klöße und die Ringe sehen. Die Seile bewegten sich langsam, langsam in der Luft und schienen Auch sein Gesicht wurde wie durch Ansteckung starr; so schwer zu sein, daß man annehmen mußte, sie würden er ließ sich von dem Menschenstrom mit fortreißen, und im nächsten Moment reißen. nahm unwillkürlich die Richtung, in welche er von Ein heiter aussehender vierschrötiger Mann, mit demselben getrieben wurde. Anfangs ging es ziemlich einem kleinen flachsfarbenen Barte, der ein rothes Die Laufbahn eines Nihilisten. rasch, dann langsamer und langsamer. Wie lange es Hemd und den russischen Bauernrock trug, und Bon S. Stepniat. Autorisirte Uebersehung. dauerte, konnte Andrej nicht sagen. Er wußte nur, daß es den Hut auffallend feitwärts figen hatte, ging sehr lange währte. Dann und wann mußten sie anhalten, auf der schwarzen Bühne auf und ab. Es war der weil der Strom durch andere Massen, die sich von anderen Henker, der auf seine Arbeit wartete. Am Fuße der Straßen herbewegten, gestaut wurde. Da die Leute fich Stufen befand sich eine buntscheckige Gruppe in MilitärFrei ins Deutsche übertragen von Bertha Braun. enger aneinander preßten, wurde das Gesumme ihrer uniform, mit ernsten Gesichtern. Mehrere von ihnen saßen Er wandte sich einem Labyrinth schmaler Straßen zu, die Stimmen deutlicher. Andrej fühlte, wie das Gespräch, zu Pferde. Dies alles- die schwarze Bühne, die Menschennach dem Zentrum der Stadt führten und beabsichtigte, diese welches ebenso hölzern wie ihre Gesichter war, in seiner gruppe und die Reiter waren von allen Seiten von geraden Wegs zu durchkreuzen. Je weiter er aber vorwärts Flachheit und Gemeinheit seine Ohren umschwirrte. Aber einem dichten Kreis Infanterie eingeschlossen, deren Bayonnette kam, desto mehr wurde er durch Volksmengen, die sich um nichts in der Welt konnte er sich auf ein einziges Wort in der Sonne glißerten. Nur der Tod konnte diese Mauern nach der entgegengesetzten Richtung bewegten, gehemmt. besinnen, das er gehört hatte. von Fleisch und Eisen, die kalt und hart wie Stein schienen, Die Straßen waren angefüllt von ihnen. Zu Hunderten, Es trat eine längere Pause ein. Als das Gedränge durchschreiten. Etwas entfernt von dieser ersten lebenden Tausenden gingen, ritten, liefen sie demselben Punkte zu, nachließ und die Menge vorwärts eilte, fand sich Andrej Mauer stand eine andere, die aus Schwadronen Kavallerie bestrebt, sich die besten Plätze zu sichern. plötzlich frei auf offenem Plaze und schauderte am ganzen gebildet war. Sie standen nicht sehr weit von den Zus Dachten sie an das, was sie im Begriff waren anzu- Körper zusammen. Hoch vor ihm hoben sich vier dunkle schauern, so daß man ihre Gesichter sehen konnte. Es wäre starren? Verstand es einer von ihnen? Wit wem sympathi Galgen vom klaren Himmel abrechtwinkelig, be- fehr schwer zu bestimmen gewesen, wer gleichgiltiger auss firten sie? Mit denen, die getödtet wurden oder mit denen, wegungslos, schrecklich! Er blickte unwillkürlich seine Nach- sah, die Pferde oder die Reiter auf ihnen. Ein anderer bie tödteten? Aus den starren, wie aus Holz geschnitten barn zur rechten und linken an. Höchste Lust und tiefstes Raum, schmäler als der erstere wurde hinter den Pferden Gesichtszügen, die ihr Geheimniß wohl hüteten, wenn sie Entsetzen will getheilt werden mit Menschen. Aller Augen frei gehalten; es folgte dann eine Kette von Polis eines zu bewahren hatten, ließ fich nichts lesen. waren auf dieselben schwarzen, rechtwinkligen Gestelle ge- zisten zu Fuß, welche die Menge vom Eindringen abzuhalten Würden sie ihre Maste bis zulegt beibehalten oder sie heftet, und die starren Gefichter trugen jetzt einen Ausdruck hatten. der ablegen und Haß oder Liebe- etwas menschliches-da der Furcht und des Grauens. Dessen ungeachtet drängte Fortwährend strömten frische Volksmassen zu, okku hinter sehen lassen. Die starren Gesichter, die Jacken, die Menge vorwärts und Andrej mit ihr. pirten jedes Fleckchen Erde, das noch frei war, und Röcke, lang und kurz, blau, grau, schwarz- Damen- Die vier schwarzen Galgen standen auf einem Podium starrten in athemloser Erwartung auf das hohe schwarze schleppen und Herrenhüte wurden dichter und dichter. Sie mit einer schwarzen Bällustrade und schwarzen Stufen in Gerüst, wo das Ungeheuer, das sie alle fürchteten versperrten jetzt den Weg, eine kompakte Masse, durch der Mitte, über welche die Verurtheilten zum Podium Tod schrecklich, doch für sie ungefährlich in Person welche man sich nur vermittelst der Ellbogen hätte durch hinaufsteigen mußten. Andrej konnte von seinem Plaze erscheinen und sein entsetzliches Spiel beginnen sollte, auf An der Hand einiger friegsgerichtlicher Urtheile that er dar, wenn überhaupt, wenigstens ein wirksamer Beitrag die konservativen und Zentrums- Abgeordneten, welche daß systematisch einige Militärgerichte in der sozialdemo- für eine Mehrheitsbildung im entgegenzugleich Landtags Abgeordnete sind und als folde fratischen Gesinnung der Soldaten Strafthaten erblicken, gesezten Sinne zu erreichen." ihre Diäten einstreichen, wenigstens zum Abstimmen fich eine Kompetenz über Dinge anmaßen, die ihnen nicht Kein wirksamer" Beitrag, aber doch ein Beitrag! Die in den Reichstag fämen so wäre die skandalöse zustehe und Sozialdemokraten mit enormen Strafen belegen. Bentrumsjunker möchten gar zu gerne umfallen. Ferner! chronische Beschlußunfähigkeit des Reichstages behoben. Wiewohl Stadthagen den Rahmen des Sachlichen Der Papst hat die Vertreter der deutschen Unsere Partei hat feine Vertreter im Landtag, unsere Ababsolut nicht nicht verließ, hinderten die Bräsidenten, katholischen Presse am 17. d. M. in Sonder geordneten halten sich also nicht auf Landeskosten hier auf, v. Ballestrem und v. Levehow ein weiteres Eingehen auf audienz empfangen und eine Ansprache an sie gehalten, um die den Wählern gegenüber übernommene Verpflich die Urtheile wider Legut und andere Soldaten. Die Vor worin es unter anderem heißt: tung zu versäumen. Das Junkerblatt mag sich also an die führung solcher Auswüchse des Militarismus ist den Eine Hauptsache ist..... der volle und durch Schuldigen wenden, diese befinden sich aber in ihren eigenen Militärschwärmern eben zu unangenehm. Die Folge der geführte Friede zwischen Kirche und bürger Reihen nicht bei uns. Konstatiren wollen wir Angriffe, die der Staatssekretär Hanauer und der nationallicher Gewalt, von denen jene nach der göttlichen Ginrichtung das ewige Heil in's Auge faßt, diese die Sicherung die Diätenlosigkeit als übrigens noch, daß auch die liberale Abg. Schneider( Hamm) vergeblich zu pariren " Kreuz Zeitung" fuchten, war die, daß wenigstens die Mittheilung von Grund für die permanente des Wohlergehens in diesem Leben; beide werden ihre Auf Beschlußunfähigkeit angiebt. Daß aber die Diätenlosigkeit " Nachrichten" aus dem Kommissionsvorschlag gestrichen gaben völlig lösen, wenn sie freundlich zusammen wurde. In theilweise namentlicher Abstimmung votirten wirken, werden aber schwere, gemeinsame Nachtheile erleiden, des Reichstags auch wieder neben den Regierungen, vor wenn sie nicht einig sind." allem den konservativen Parteien zu danken ist, das verZentrum, Konservative, Nationalliberale und Polen für lex Vorwärts". Dieser Wink, der das kürzlich gesprochene Bapstwort: schweigt das führende Organ der fonservativen Partei eben" Einigkeit und Klugheit!" wiederholt, läßt sich unschwer falls. Also glauben die Junker an die sozialpolitische Ein Antrag auf Bertagung wurde trotz der vorgerückten beuten als eine Wahnung zur Nachgiebigkeit in Bedeutung der Wuchervorlage, so mögen fie am Plaze sein, Zeit von den aus allen Windrosen herbeigetrommelten Kon Sachen der Militärvorlage. Die Wähler der wie sie es sind, wenn die Getreidezölle oder die Branntservativen abgelehnt. Sie mußten deshalb bei dem Versuch, Zentrumspartei werden ihr zeigen, daß sie trotz aller An- wein- Liebesgabe in Frage stehen. Daß sie jetzt nicht da über§ 302e des Wuchergesetzes namentlich abstimmen sprachen und Hirtenbriefe nur Gegner der Vorlage im find, beweist nur, daß ihre in Worten zur Schau getragene zu lassen, sich gefallen lassen, daß infolge ihrer Reichstage sehen wollen. Die„ Germania" aber sagt Fürsorge für den kleinen Mann nichts ist wie eitel Unduldsamkeit das Haus abermals beschluß in ihrer Abendausgabe vom 18. d. Mts.: Schwindel. Diesen aber zu verantworten müssen wir Herrn unfähig geworden war. Nächste Sizung: Mittwoch. Seit der zweiten Lesung in der Kommission und der ihr von Hammerstein und seinen Freunden überlassen und uns ( Tagesordnung: Initiativanträge, welche sich mit der Be- vorhergehenden Fraktionssitzung ist die Militärvorlage nicht ganz energisch den Versuch verbitten, uns als Sündenbock rufung, Entschädigung für unschuldig Verurtheilte u. s. w. im 3entrum verhandelt worden, in der Fraktion zu mißbrauchen. beschäftigen). steht alles wie damals, niemand hat einen Auftrag zu Kompromißverhandlungen irgend welcher Art erbeten oder Der feste Thurm". Paul Majunke, der beReichspolitisches. In einem Schreiben des Reichs- privater Natur und müßte erst neu an die Fraktion heran- seiner Redaktionsthätigkeit in der„ Germania", veröffentlicht erhalten, geschähe in der Hinsicht etwas, so wäre es ganz fannte ultramontane Politiker, befannt namentlich aus fanzlers an verschiedene Bundesregierungen vom 27. März 1893 ist die Voraussetzung ausgesprochen worden, daß die in den gelben Heften, in Jörg's historisch poliauf grund des Privatlager- Regulativs von den obersten eindeutigen Kern, so ergiebt sich daraus, daß Zentrumsleute schrift Deutschlands, einen Aufsatz über den Berfall der Schält man aus diesem zweideutigen Phrasenwust den tischen Blättern", der angesehensten katholischen ZeitLandesfinanzbehörden zu ertheilende Genehmigung zum( wer sonst als der von Huene oder sonst ein Edelster") alten Parteien. Er erörtert darin den Rückgang des Zentrums, Entrippen von ausländischem Tabak auf privatim", d. h. nicht amtlich, aber offiziös mit der Regie- das in seine verschiedenartigen Bestandtheile auseinanderBrivatlagern überall an die Bedingungen des auf den rung über ein Kompromiß verhandeln, und daß die Fraktion falle, nachdem die bindende Kraft des„ Kulturkampfes" geinländischen Zabat bezüglichen Beschlusses des Bundes- bereit ist, gegebenen Falls sich mit diesem Kompromiß schwunden sei. Bu des gebonkotteten Fusangel's Wahl beraths vom 5. Februar 1891 gefnüpft werde. zu beschäftigen, also den Kuhhandel auch offiziell zu bemerft er, er wüßte nicht, was an der Persönlichkeit Fusangel's Die Militärvorlage. Die Danziger Beitung", sagen, läßt nichts mehr an sich herantreten", was nach wäre treiben. Wer ein für allemal entschlossen ist Nein! zu vom parteipolitischen Standpunkte aus viel auszusetzen das Organ des Herrn Rickert, der neben dem Herrn sagen, läßt nichts mehr an sich herantreten", was nach wäre sei doch Windthorst 1887 zu seinen Hinze Häuptling der kompromißlichen Wadelstrümpfe ift, Stompromiß riecht! Es soll vielleicht wieder die nöthige Gunsten von der Kandidatur in Bochum zurückdruckt einen Artikel der Liberalen Rorresponeid auf der Wacht! 3ahl Jasager abfommandirt werden. Wähler getreten, und habe doch mit wenigen Ausnahmen die denz" ab, worin empfohlen wird, den Reichstag bis zum Zentrumspresse ihn als einen Heros gepriesen ob seines Herbst zu vertagen. Bis dahin werde man auf beiden nationalliberaler Durchfallskandidat bewährte General- Konflikt wie der in Olpe entstandene zur Zeit des Ein Neffe Moltke's und der unvermeidliche, als Vorgehens gegen Herrn Baare; feinenfalls wäre ein Seiten Zeit haben, nach Mitteln und Wegen zu einem Aus- lieutenant von Boguslawski suchen durch Broschüren firchenpolitischen Rampfes möglich gewesen; aber jetzt gleich zu suchen, den nur diejenigen perhorreszirten, die aus für die Vorlage zu werben. Interessenten werden ihnen zu behaupteten nicht firchliche Fragen, Barteirücksichten einen Konflikt wollten. Wenn die Freisstimmen, sintemal ihr Vortheil das vorschreibt, das Volk Bentrum nicht einig sei, den Vorrang. Die großen Beitung dieser Schreibübung feinen parteipotischen Werth bei fagt auch gegenüber diesem Schreibwerf:" Einst Jeßtwirthschaftlichen Fragen treten in den Vordergrund, mißt, so ist doch sicher, daß unter einem großen Bruchtheil Was dann?" ruhig: Keinen Mann und keinen die fleinen Leute, Bauern, Handwerker, Arbeiter kommen des Deutschfreisinns die Auflösung gefürchtet, die Ver- Groschen! ständigung" heiß ersehnt wird. Während die Herrschenden zu immer flarerer Einsicht des Gegensates ihrer Interessen das arbeitende Bolk mit höheren Lebensmittelsteuern und den maßgebendsten Stellen Fühlung haben, wird es als u. s. w. Herr Majunte zeigt, daß schon bei den letzten In der Post" liest man: Jn Kreisen, welche mit zu denen der im Zentrum vorherrschenden Junker, Zünfiler drückenden Militärlasten heimsuchen wollen, greift das Massen ausgeschlossen betrachtet, daß an eine Aenderung in der allgemeinen Wahlen katholische Bauern, Handwerker und elend immer furchtbarer um sich. Dem Privatbriefe eines Stellungnahme der preußischen Regierung zur Arbeiter in überwiegend protestantischen Wahlkreisen, wenn protestantischen Geistlichen in Preußen Frage der Aufrechterhaltung des Jesuiten gefeges zu die Geistlichen zur Aufstellung klerikaler Zählkandidaten entnehmen wir folgende auch für unsere Junter recht benten sei. Auch im Zentrum sei man sich hierüber aufforderten, erwiderten: für die Seelen sei wieder gesorgt, lefeuswerthe Stelle: „ Das arme voll auf dem Bande, bis auf's nach den im vorigen Jahre vom Grafen Caprivi abgegebenen d. h. der Kirchenpolitische Kampf sei zn Ende, sie wollten Blut ausgesogen, ist wahrhaftig nicht mehr Erklärungen vollständig flar." Zu den Tauschgegenständen jegt für ihr leibliches Wohl bedacht sein- und sie hätten dann im stande, auch nur das Nothdürftigste durch beim Kuhhandel gehört auch das Jesuitengesez. Soll diese je nach ihrer individuellen Auffassung gewählt. Diese Strömung offiziöse Notiz die Zentrumsleute mürbe machen? mache sich jetzt auch in fatholischen Wahlkreisen geltend. Es sei Arbeit sich zu verschaffen." " treten." in denen das Die Kölnische Volts Zeitung", eines der Haltet den Dieb!" ruft bekanntlich der Spitzbube, ein vergebliches Bemühen, das Zentrum in rein politischen und hervorragenden Zentrums blätter, schreibt, der Wunsch wenn er die Verfolger von sich ableufen will. Das gleiche sozialen Fragen unter einen Hut bringen zu wollen; selbst nach Berständigung" werde in weiten Kreisen getheilt! Wlanöver wendet die„ Kreuz- 3tg." an, indem sie die Windthorst habe dies nur einige Male vermocht, und die Der" feste Thurm" schwankt also doch, und der Umfall fandalöse Thatsache, daß durch die andauernd geübte ältere Geschichte des Zentrums in Preußen, vor dem kirchenzahlreicher Ultramontaner ist ein Faftor, der nicht außer Schwänzerei der Reichstagssigungen durch die Mehrzahl politischen Kampfe, ergebe, daß kirchliche Fragen die FratRechnung gesetzt werden darf. der Mitglieder der Majoritätsparteien, kein beschlußfähiger tion einigen, politische Fragen sie zerstreuen". Sie sei„ entDas Bindterblatt stellt die erstaunliche Thatsache" Reichstag zusammen zu bringen ist, den Sozialdemokraten standen, gewachsen, schwächer geworden, verschwunden und fest, daß sich noch fein Fachmann- weder ein attiver, auf's Schuldkonto buchen möchte. Gerade unsere wiedergekommen, je nachdem das firchenpolitische Barometer noch ein inaktiver Offizier gefunden hat, welcher nicht Partei ist während der ganzen Zeit der laufen- ftand." Es tönnen Verhältnisse eintreten, welche auch die Nothwendigkeit der Militärvorlage anerkannt den Session regelmäßig am stärksten am stärksten vertreten ge diesen Thurm ins Wanten bringen werden," erklärt und vertheidigt hätte". Wunderbar, höchst wunderbar! wesen, während gerade gerade die Rechte fortgesett Sie Majunke. Und allen anderen Parteien sagt er den NiederWie stehen die Ultramontanen zur größten Lücken aufwies. Das Zentrum mit seinem gang voraus, nur einer nicht, der Sozialdemo Militärvorlage? Man beachte folgendes. Zuerst Anhang und die konservativen Parteien verfügen über die tratie! schreibt die„ Germania": Wiehrheit im Hause, warum sind diese Parteien nicht voll" Im Zentrum besteht natürlich allgemein der Wunsch, es zählig da? Wären Sie es, wie es ihre Pflicht ist, wenn schreibt man der Bossischen Zeitung":" Der UnterDas herrliche Kriegsheer. Aus Ober Glogau möge eine friedliche Lösung innerhalb des wirthschaftlich Möglichen und auch des militärisch Rathfamen eintreten; aber ihnen an den zur Verhandlung stehenden Gesetzentwürfen offizier Felke der hiesigen 3. Eskadron des Husarenüber das Angebotene hinausgehen, hält, das wirklich so viel gelegen ist, wie sie sich den Anschein geben, Regiments Graf Gögen hatte wiederholt Rekruten mißwissen wir ganz bestimmt, wenigstens die ganz immense dann wäre die systematische Obstruktion", über welche das handelt, was von einem mißhandelten Rekruten zur AnMehrheit nicht für erlaubt, und es ist aus dem Zentrum, Junferblatt flagt, einfach ohne Erfolg. Wenn nur zeige gebracht wurde. Der Eskadron- Chef machte daher den Unteroffizier auf die Folgen der Mißhandlungen, die außer das sie mit Grausen und Wollust zugleich blicken werden, speien. Ein üppiges, junges Weib, ein Kind an der Brust, Arrest in Degradation bestehen können, aufmerksam. Aus wie Affen in die Augen der Schlangen. drängte sich über die vorgeschriebene Linie hinaus. Der Furcht vor dieser zu erwartenden Strafe hat sich der Nicht zu dieser schändlichen Schaustellung war Andrej Polizist, der daneben als Wache stand, tam herbei, machte Unteroffizier Felfe gestern Nachmittag in der Kaserne er= gekommen. Bum legten Mal wollte er die Züge seiner fie darauf aufmerksam und erlaubte sich einige plumpe i chossen; die Kugel ist ihm mitten durch das Herz geFreunde sehen, vielleicht einen letzten Abschiedsblick mit Scherze über die Wühe, die sie haben würde, ein anderes gangen. Der Selbstmörder hatte einen an seine Mutter ge ihnen tauschen. Doch war dies von seinem Blaze aus Kind zu bekommen, wenn das, welches sie jetzt hatte, von richteten Brief noch furz vorher selbst zur Post getragen." wegen der doppelten Reihe Soldaten, die sich zwischen ihnen den Pferden zu Tode gestampft würde. Die Frau erwiderte Sonst ist's umgekehrt. Die Gemißhandelten begehen Selbstbefanden, unmöglich. spit, und die Menge lachte gutmüthig. In Andrej's Rücken mord, und der Soldatenschinder bleibt Stellvertreter Er entwand sich dem Gedränge, ging an einer Reihe erhob sich jezt eine Stimme, welche augenscheinlich eine Dis- Gottes". berittener Soldaten vorbei, welche die Menge von hinten fussion über Politik fortsette. Die Petitionskommission des Reichstags beschäf= bewachten, und der Straße zu, durch welche die Verurtheilten" Onein! Nicht gegen den Baren, nur gegen Herren- tigte sich in ihrer Sigung vom 18. April mit einer nach dem Platze kommen würden. Zwei Reihen Polizinen leute, sage ich Euch. Niemand kann seine Hand gegen den Petition der Handels- und Gewerbekammer zu hielten die Mittelstraße für die Passage des Karren und Baren erheben, weil ihn keine Waffe verlegen kann." Plauen( Voigtland), Wiedereinführung der der Eskorte frei, während die Fußpfade vollkommen von Andrej wandte den Kopf. Der Sprecher war ein Mann elfstündigen Arbeitszeit für die Fadens Zuschauern versperrt waren, so daß es unmöglich war einen im mittleren Alter, im blauen, nationalen Ueberrock und macher in den Spinnereien zc. betreffend. Die Platz zu finden. Andrej machte einen kleinen Umweg und schien ein kleiner Krämer zu fein. Sein Gefährte, welcher Herren wollen also die elfstündige Arbeitszeit für jugendgelangte in eine weiter abgelegene Straße, welche nicht so wie ein Todtengräber oder Gehilfe eines Leichenbestattersi che Arbeiter und Arbeiterinnen wieder gedrängt voll war. aussah, antwortete etwas mit leiser Stimme, was Andrej haben. Die Begründung der Petition kennzeichnet recht Da stellte er sich auf und wartete. Die Zuschauer jedoch nicht verstehen konnte. drastisch das Unternehmerthum, und speziell das deutsche. waren echte Repräsentanten des Böbels", alle anderen Zu seiner Rechten sprach ein echter Bauer mit grauem Wir halten es für überflüssig, die Unternehmergründe, denn hatten sich wahrscheinlich bessere Pläge, gesichert. Es war Ueberzieher, hagerem, sonnenverbranntem Gesichte und furzem solche sind es nur, und zwar der allerengherzigsten Art, hier interessant sie zu beobachten. Die Leute schienen hier schon graugesprenfelten Barte an dem vorstehenden Kinn eben in ihren Einzelheiten zu wiederholen. Diese Gründe sind eine ganze Weile zu warten, denn sie hatten Zeit gehabt falls über Politik zu einem anderen Bauer; freilich hatte den Lesern des Vorwärts" wie der Arbeiterpresse hinmit einander bekannt und vom langen Warten müde zu dieser Politifer etwas sonderbare Ansichten. werden. Sie schienen die Ursache, welche sie aus ihren So ergriffen sie die vier; diejenigen, welche heute hinlänglich bekannt. Die Petitionskommission lehnte die Wohnungen hierher gelooft hatte, ganz vergeffen zu haben. gerichtet werden sollen. Aber der fünfte, ihr Führer, ward Petition ab, als zur Erörterung im Plenum nicht geeignet. Andrej lauschte aufmerksam und versuchte das aufzufangen, nicht ergriffen, weil er sich in eine gelbe Kage verwandelte worüber sie sprachen. Sehr wenige sprachen über etwas, und durch den Schornstein entwischte. Er müsse aber immer ,, Wir arbeiten fa nur für Sie", rief einst Herr das mit der bevorstehenden Hinrichtung im Zusammen- wieder in Gestalt einer Kage zurückkehren und den alten von Bötticher den Unternehmern zu. Wir haben gestern hange stand. Blaz umkreisen. Dann würden sie ihn schon fangen, und die famosen Konferenzen in Sachen der Sonntagsdann lese der Bischof aus den heiligen Büchern über ihn, um den ruhe in der Industrie kurz kritisirt. Die MagdeZauber zu brechen und ihn zu zwingen, wieder menschliche burgische Beitung" schreibt nun:" Die bereits erwähnten Gestalt anzunehmen." Konferenzen von Delegirten des Handels- und Gewerbebetriebes über noch zu erlassende Ausführungsbestimmungen zum Sonntagsfeiergejek dürften einen größeren Umfang annehmen. Beabsichtigt ist die Nußbarmachung der bisher gemachten Erfahrungen und ein thunlich mildes Verfahren, um eine Beeinträchtigung von Erwerbs. intereffen nach Möglichkeit zu vermeiden. Es begreift sich unter solchen Umständen, daß das Inkrafttreten der Eine alte Frau, die vor ihm stand, schalt ein Mädchen, weil sie versäumt hatte, die Suppe in den Ofen zu schieben, bevor sie wegging; eine Unterlassungsfünde, welche ihr, wenn der Mann zu Mittag uach Hause fam, Schelte eintrug. Eine große, schlanke Frau mit schiefen Schultern und langem Halse, der eng von einem Kattun hemde eingeschlossen war, biß mit einer Miene vollfommener Zufriedenheit die Hülsen der Samenkörner von Sonnenblumen auf, und war augenscheinlich nur besorgt, diefelben so weit wie möglich in den Fahrweg hineinzu " Ist das wahr!" rief der andere verwundert aus. Natürlich. Es soll in allen Zeitungen stehen!" ( Fortsetzung folgt.) " " neuen Bestimmungen im Laufe dieses Jahres kaum noch erwartet werden kann." Die Sonntagsruhe wird furzer hand so durchlöchert, daß den Kapitalisten nichts zu wünschen übrig bleibt. Wann der Scheinschutz in Kraft treten wird, steht noch nicht feft. Je später desto besser, ist die Losung. Arbeiter haben feinen Platz in solchen Konferenzen. " In Bukarest kam es wegen des der rumänischen auf die Polizeimannschaften. Die letzteren erwiderten die Schüſſe Kammer vorliegenden Gemeinde Steuergesetzes zu einem und verwundeten zwei der Demonstranten. In der Stadt herrscht Krawall. Er scheint durch die kapitalistischen Interessenten, lebhafte Erregung; die Bürgergarde ist zusammen berufen. Die denen das Steuergesetz fatal zu sein scheint, angezettelt Petroleumlager werden von Militär bewacht. worden zu sein. Der Domänenminister Carp wurde mit als er einem im Bart von St. Gilles geplanten Meeting bei Brüssel, 18. April. Der Advokat Edmond Picard wurde, Steinen geworfen. wohnen wollte, verhaftet. Der in der Vorstadt St. Gilles gelegene Part war, um das Meeting zu verhindern, militärisch bes feßt. Das Meeting sollte nunmehr auf dem Plateau von Roekel berg stattfinden. Da der Bürgermeister von Koekelberg sich weigerte, das Meeting zu verbieten, erklärte der Provinzial Gouverneur, er werde auch das Plateau. militärisch besezen lassen. Die Wahlrechts- Bewegung in Belgien. Nach Meldungen aus Antwerpen mußte die Polizei dort wiederholt gegen die Ruheftörer einschreiten, wobei 6 Personen verwundet wurden. führer, Jabry und Welters, wurden verbaitet. Die Bürgergarde Antwerpen, 18. April, Vormittags. 3wei Anarchistenist seit 6 Uhr Morgens fonsignirt. 600 Arbeiter ziehen längs der Koblenbecken herum und greifen die an den Ladestegen arbeitenden Arbeiter an. Die Polizei treibt die Menge zurück. Antwerpen, 18. April. Am Rhein- Quai sind die Baumwollen ballen in Brand gesezt( von wem? Die Lockspizzel sind wieder recht munter). Die Feuerwehr ist zur Stelle, die Gendarmen mußten einschreiten, wobei mehrere Berwundungen vorfamen. Docks und Fabriken feiern. Schuh den Wüftlingen! Der Kommissionsbeschluß in Sachen der lex Heinze, wonach Arbeitgeber oder Dienstherren und deren Vertreter, welche unter Mißbrauch des Arbeits- oder Dienstverhältnisses, insbesondere durch Androhung oder Verhängung von Arbeitsentlassung, von Lohn verkürzung oder von anderen mit dem Arbeitsverhältniß Brüssel, 18. April. Die Kommission für die zusammenhängenden Nachtheilen oder durch Zusage oder Vorberathung des Gefeßentwurfs, betreffend Gewährung von Arbeit, von Lohnerhöhung oder von 16. April entnehmen wir folgendes: Dem Privatbrief eines Genossen aus Gent vom das Plural Wahlsystem, ftimmte in ihrer heutigen anderen aus dem Arbeitsverhältniß sich ergebenden VorSigung dem Gesetzentwurf zu. Der Bericht wird heute in der Donnerstag Morgen erschien der Aufruf der Arbeiterpartei Kammer eingebracht werden. Frère Orban hatte beantragt, jede theilen ihre Arbeiterinnen zur Duldung oder Verübung un an das Volt. Der Aufforderung der Partei, die Arbeit einzu- Berathung über den Entwurf bis nach Wiederherstellung der züchtiger Handlungen bestimmen, mit Gefängniß bestraft itellen, wurde sogleich Folge geleistet. Und Freitag Morgen Ruhe und Ordnung auszusehen; der Antrag war jedoch abgewerden", trifft den Nagel auf den Kopf. Denn die schon zog ein Zug von 10 000 Streifenden, revolutionäre Lieder lehnt worden. Bourgeoispresse schäumt über von fitttlicher Entrüftung. fingend, von einer Versammlung in freier Luft zum Vooruit. Brüssel, 18. April. An der Versammlung, welche Die Freis. 8tg." wendet allen Ernstes dagegen ein, Stündlich schwoll die Schaar der Streifenden und Sonnabend am Westbahnhofe stattfand, nahmen etwa 12 000 Personen Theil. strafrechtliches Vorgehen gegen solch einen Schubiat früh waren es schon 20 000, denen sich Mittag noch das große Diefelben theilten sich in fünf Gruppen, von denen aus zu gleicher fchädige seine Autorität in der eigenen Familie. Die katholischeEtablissement Lousberg anichloß. Damit sind alle Fabriken Beit Ansprachen an die Menge gehalten und die Anwesenden National- Zeitung", das Organ der Schlotbarone und auch in diesen, jegt von Ulanen bewachten, dürfte Montag nicht bevor das allgemeine Stimmrecht votirt fei. Die Theilnehmer Gent's mit Ausnahme von 3 bis 4 fleinen geschlossen und bringend aufgefordert wurden, den Kampf nicht aufzugeben, Börsenjobber, winselt:" Solcher Mißbrauch kommt zwar in gearbeitet werden. Erhebendes Schauspiel, zu sehen, wie all' an der Versammlung fehrten nach Schluß desselben in einzelnen den Feuilleton- Romanen sozialdemokratischer Blätter sehr biese Taufende bereit sind, Hunger und Entbehrungen jeder Art fleinen Gruppen in die Stadt zurück. Bu irgend welchem Zwischenhäufig vor; im Leben aber dürfte, wo er behauptet wird, zu trozen, um das Wahlrecht zu erhalten! Ein wohlgefütterter falle tam es nicht. die Sache sehr häufig so liegen, wie in vielen der Ver- Bourgeois, der nicht weiß, was Hunger ist, fann sich natürlich führungs" Fälle( bei denen nach der Nat.- Zeitung" gegen- nicht vorstellen, wie groß die Aufopferung, wie groß die Summe seitige Uebereinstimmung obwalte"). Die Nothwendigkeit von Energie ist, welche diese von Ueberarbeitung und Entbehrung einer derartigen Echutzbestimmung leugnet fein unbefangener erhalten, das der Bourgeois in Belgien schon in seiner Biege schon geschwächte Arbeiterbevölkerung bringt, um ein Recht zu Kenner der einschlägigen Verhältnisse. Daß es den Hinter findet. männern der Geldsackblätter sehr peinlich ist, in ihren Ein um so erhebenderes Schauspiel, wenn man berücksichtigt, wie Harems- Gelüsten gestört zu werden, leuchtet ein. Warum sich in letzter Zeit liberale und fathelische Kapitalisten um die Arauch den Oberen Zehntausend" ihre kleinen Freuden beiter stritten, indem sie liberale oder ultramontane antisozialistische stören? Es sind ja nur Proletarierweiber, die darunter Arbeitervereinigungen stifteten, um 3wietracht in die Arbeiter leiden. flaffe zu tragen. Und wenn man sich noch vor Augen hält, daß gerade der Kampf zwischen Sozialisten und Antifozialisten in Konservative Häfeleien. In der Priegnih steht leßter Beit wegen der bevorstehenden Wahlen für den Gewerbeeine Nach wahl zum Abgeordnetenhause bevor, für rath besonders scharf war, so fönnen wir nicht genug die Einwelche der Bauernhofsbefizer Hante- Garg als tonser- müthigkeit rübmen, mit welcher die Arbeiterklasse dem Aufruf vativer Kandidat aufgestellt wurde. Außerdem wurde der sozialistischen Führer gefolgt ist. Nur schade, daß die Arder Landrath der Ost- Priegnitz, Graf Bernstorff, als beiter der Gaskompagnie noch nicht streifen! Die genossenschaftlichen Einrichtungen Vooruit's find alle Kandidat von freitonservativen Vertrauensmännern geschloffen mit Ausnahme der Bäckerei, und dann erscheint noch der Prißwalker Gegend in Aussicht genommen. Eine der das Blatt" Vooruit", um die Parteigenoffen auf der Höhe der Kreuz- Zeitung" aus dem Wahlkreise zugehende Ereignisse zu halten; die so thätigen Bäcker und Seher verMittheilung nimmt für erftere Kandidatur Partei und sagt richten ihre Arbeit aber unentgeltlich, um nicht minder dabei: große Opfer für die gute Sache zu bringen, als die Streifenden. Jetzt plöglich, nachdem in beiden Kreisen die Kandidatur Viele sozialistische Wirth chaften sind geschlossen und in den noch Hanke anerkannt ist und auch offiziell vom Bunde offenen verkauft man das Bier zum Einkaufspreis. Schnaps der Landwirthe unterstützt wird, lesen wir im amtlichen wird gar nicht verkauft. Kreisblatt der Ost- Briegniß, daß eine Vertrauensmänner- Ver- Bis jetzt hat es noch wenig Zusammenstöße mit der Polizei fammlung in Britwalk beschlossen habe, am Herrn Land: gegeben. Der Bürgermeister hat aber an den König telegraphirt, rath festzuhalten. Von welchen Motiven diese Ver: daß er für Aufrechterhaltung der Ruhe nicht mehr einstehen fammlung geleitet ist, erscheint schwer verständlich, zumal sich fann; infolge deffen ist dem Generallieutenant, der die Truppen Herr Graf Bernstorff, der hier nicht angesessen ist, durchaus der Provinz Oftslandern kommandirt, diese Aufrechterhaltung der nicht augu großer Sympathieen in politischer Beziehung Ordnung" zugefallen. zu erfreuen hat. Die Landbevölkerung, die bei uns Die Arbeiter, in der Stunde der Gefahr, von ihren auch für ausschlaggebend ist, verlangt entschieden einen Wahlrecht streitenden Verbündeten, den Fortschrittlern, verlassen, Landwirth und nicht einen Beamten in das sind der feiten Ueberzeugung, daß sie siegen werden. Wie in Abgeordnetenhaus zu wählen." Brüssel Genoffe Bolders, Leveque, Schenck und alle schonen auch hier die Leiter der sozialistischen Bewegung ihre anderen Führer nicht nur mit dem Wort die ersten sind, so Person nicht: Anseele, van Beveren, obwohl durch ein Familienereigniß tief erschüttert, ar dyns, taum aus dem Gefängniß, wo sein Mit- Redakteur vom Booruit, Millio noch fitt, Genoffin Emilie Claeys, die Vorkämpferin für Frauen rechte und Andere mehr sind unermüdlich. Dazu bemerkt die„ Norddeutsche Allgemeine Beitung" " In der Kreuz- Zeitung" liest sich das recht sonderbar, in die Bossische" würd's schon eher passen." Der Bund der Landwirthe" erklärt zwar, er sei eine unpolitische Vereinigung, aber er treibt Wahlpolitik, daß es eine Lust ist. Nach den letzten Nachrichten sind augenblicklich 25 000 Die deutsche überseeische Auswanderung über Streifende in Gent. Für morgen wird eine ganz gewaltige Deutsche Häfen und Antwerpen stellte sich März 1893 und Ausdehnung der Arbeitseinstellung erwartet." im gleichen Zeitraum des Vorjahres folgendermaßen: Es wurden befördert im März über Bremen Hamburg . andere deutsche Häfen( Stettin) Antwerpen 1893 4 979 3857 1892 8817 2984 359 deutsche Häfen zusammen 8836 • 1 201 · • . 12 160 1556 13 716 Ueberhaupt 10 037 Aus deutschen Häsen wurden im März d. J. neben den vorgenannten 8836 deutschen Auswanderern noch 9190 Angehörige frem der Staaten befördert. Davon gingen über Bremen 5246, Hamburg 3944, Stettin-. Durch verlogene, verleumderische Berichte zeichnen sich vor allem drei deutsche Blatter aus, die ultramontane Kölnische Bolts- Zeitung", die die das tatholische Piaffen- und Ausbeuterregiment in Belgien bedroht sieht, das deutschfreisinnige Berliner Tageblatt" dieses Sammelbecken aller tapitalinischen Gemein heiten, und die„ Kölnische Zeitung", die sich auch hier wieder zu Ehren des Säbels und des Geldsacks auf offener Gasse prostituirt. " " 1 In La an den Brüssel, 18. April.( Drahtber. der Boff.= 3tg.") Da der Kammerbeschluß über die Stimmrechtsfrage heute bevoriteht, ist jede Kundgebung im Bezirke Brüssel untersagt. Die Bürgergarde Brüssels wie aller Borstädte ist einberufen, die verstärkte Garnison in Bereitschaft, die neutrale Zone Tag und Nacht befeßt, die Schulen gefchloffen. Laut" Indépend." ist infolge Uneinigkeit der Rechten die Auflösung beider Kammern möglich. In allen großen Städten sind die Bürgergarden eint berufen und öffentliche Kundgebungen verboten. Nach der„ Etoile belge" wurde die Verhaftung der Mitglieder des Generalraths der Arbeiterpartei angeordnet. Verviers, 17. April.( Köln. 3eitung.) Gestern fand wieder ein fozialdemokratischer Straßenumzug statt; das Volksbaus und zahlreiche Wirthshäuser haben über den Abgeordneten Brauereibejizer Grosfils, der das unumschränkte Wahlrecht für bedenklich hält, den Boykott verhängt. Für die Ausständischen wird bei der Bürgerschaft gesammelt. Der Kammerbeschluß wird mit Spannung erwartet. Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Altona, 18. April. Der aus Anlaß der Maifeier geplante Umzug ist behördlicherseits wegen Gefährdung der öffentlichen Ordnung verboten worden. Brüffel, 18. April. Die Kammer lehnte das Amendement Gaug zu dem Antrage Nyssen's mit 86 gegen 47 Etimmen ab. Hierauf wurde der Antrag Nyffen's, welcher sich auf das Mehrstimmensystem stüßt, mit 119 gegen 14 Stimmen angenommen. Elf Abgeordnete enthielten sich der Abstimmung. Brüssel, 18. April. In einer heute Abend stattfindenden Versammlung der Anführer der Arbeiterpartei wird die Veröffentlichung eines Maifeftes vorgeschlagen werden, welches die Arbeiter zum Einstellen des Streites auffordert, gleichzeitig jedoch erklärt, daß das Volk noch nic völlig zufriedengestellt ist, und daß es fortfahren werde, das allgemeine Stimmrecht in seinem vollen Umfange zu fordern. Rom, 18. April. Deputirtenkammer. Der Minister des Auswärtigen Brin antwortete auf eine Anfrage des Deputirten Pugliese wegen der Haltung des italienischen Konsulats in HamDepeschenbureau, Herold". Brüssel, 17. April, Abds. Die Ausständigen, welche aus burg gegenüber einigen italienischen Arbeitern, die nachgesuchte Brüffel vertrieben wurden, wählten St. Gilles als Versamm werden, sie mußten wegen ihres unangemessenen Verhaltens aus Rückbejörderung in die Heintath fonnte denselben nicht bewilligt lungsort. In den Voroiten sind Manifestationen für morgen dem Konsulat entfernt werden. Uebrigens glaube er, daß es organisirt; es verlautet, die Manifestanten würden die weitere nothwendig fei, in Hamburg wieder ein Berufsfonfulat eins Zone an verschiedenen Punkten durchbrechen. Bolders und Zwei Auerhähne hat Herr v. Stephan geschossen. Anseele erklärten, der Antrag Nyssens fei nicht zufriedenstellend. zurichten, welches durch das frühere Ministerium abgeschafft worden sei. Er werde eine Vorlage in diesem Sinne ein So meldet diesmal nicht das offiziöse Wölffchen, sondern Die Lage Belgiens fängt an fritisch zu werden. bringen. Zwei Bataillone die gute Kreuz- Beitung". Wir bedauern auf das Louvière stehen über 15 000 Mann aus. ( Depeichen des Bureau Herold.) Lebhafteste, daß diese wichtige Nachricht nicht durch das Infanterie haben die größte Mühe die Ordnung aufrecht zu halten. In Mons tamen von auswärts Tausende an, un Brüffel, 18. April. Bei der heutigen Versammlung der halbamtliche Telegraphenbureau erfolgt ist, da die deutschen manifestationen theilzunehmen.- In Petit- Wasmes ver- Streifenden in Molenbed hielt Advokat Ban der Velde eine hef= Poftunterbeamten gewiß alles Mißgeschick und Leid vergessen, fuchten die Ausständigen die Kirche mit Dynamit zu sprengen; tige Rede, in welcher er das Mi.itär zur Theilnahme an den sobald sie von dem Waidmannsglück ihres verehrten Chefs" das Portal und mehrere Fensterscheiben wurden zerstört. Es Demonftrationen aufforderte. erfahren. Der Postassistenten- Verband wird hoffentlich nicht herrscht große Erregung in der Stadt, da fortwährend aus Brüffel, 18. April. Heute Nachmittag ist die Zahl der verfehlen, eine fünstlerisch ausgeführte" Jubeladresse zu wärtige, mit Revolvern und Knitteln bewaffnete Arbeiter und ausständischen Druckereien auf achtzig gestiegen. Aus Australien Bauern antommen. In Charleroi streiten 20 000 Mann. erhielten die ftreifenden Typographen Telegramme, welche sie zu diesem frohen Ereigniß zu überreichen. In Antwerpen bemächtigten sich 2000 Ausständige eines mit ausdauerndem Kampfe auffordern. Die heute einberufes Schweizerisches. Der Kanton Baselland hat bei Petroleum beladenen Schiffes; die Polizei verhinderte die Innen Soldaten beider Regimenter nehmen in der am 16. d.. stattgehabten Boltsabstimmung branofetzung; darauf griff die Menge den Steamer Swiger auffallender Weise an den sozialistischen Ver= die Besoldungserhöhung der fünf Regierungsland" an, so daß dessen Ausladung eingestellt werden mußte. fammlungen theil. An den Eden sämmtlicher Haupträthe von 2800 Fr. auf 4000 Fr. mit 4510 gegen Man tadelt die Regierung, weil sie die hiesigen Truppen größten- ftraßen find Truppenabtheilungen von je 100 Mann postirt. Wie theils nach dem Kohlenbassin geschickt hat. foeben verlautet, hat der Abgeordnete Janson die Absicht, sich 1896 Stimmen verworfen. Brüssel, 18. April. Ümiaffende Borbereitungen sind ge- zum Rönige zu begeben und ihn zu bitten, feinen persönlichen troffen worden, um für heute die Wiederholung der letzten Exzesse Einfluß zur Beendigung der Unruhen auszuüben. Aue Zugänge England. Im Unterhause beantragte John zu verhüten. Das vierte Linienregiment aus Brügge wird heute zum Parlament sind auf 500 Meter durch Artillerie und BürgerBurns am 17. d. Mts. die Vertagung des Hauses hier erwartet. Daffelbe wird in einigen öffentlichen Gebäuden, garde gesperrt. Die großen Geschäftshäuser und Juwelierläden ( d. h. die Kommissionsberathung), um das Verhalten darunter in mehreren Schulen, untergebracht werden. Wenngleich find geschlossen. Die Aufregung wächst. der Armenpfleger und der Lokalbehörden von von Hull in der vergangenen Nacht feine bemerkenswerthen Ruheſtörungen während des dortigen Dockarbeiterstreits zu erörtern. vorgekommen sind, so erwartet man doch, daß es im Laufe des Die Armenpfleger hätten denjenigen Unterstügung ver- heutigen Tages zu Demonstrationen in den Vororten, besonders weigert, welche Gewerfvereinler feien und sich geweigert in St. Gilles fommen dürfte, da dort die Streifenden sich planmäßig organisirt haben. Verschiedene Journale, darunter der sozialistische hätten, von dem freien Arbeitsbureau Beschäftigung an Beuple" erklären die Annahme des allgemeinen Wahlrechts als zunehmen. Der Präsident der Lokalverwaltung, Fowler, bas einzige Mittel, den augenblicklichen anarchischen Zuständen erklärte, das Gesetz verbiete den Armenpflegern, arbeits ein Ende zu machen. Aus Mons wird von einem blutigen fähigen Leuten, welche Arbeit ablehnten, Unterstützung Bufammenstoß zwischen den Streifenden und der Gendarmerie außerhalb des Arbeitshauses zu gewähren. Hierauf zog berichtet. In der Avenue Jemappes staute sich die Menge und Burns seinen Antrag zurück.- Der Präsident des Handels- empfing die heranrückende Gendarmerie mit einem Steinhagel, amtes, Mundella, beantragte sodann die erfte Lesung der der mehrere Polizisten verwundete. Die Polizei gab Feuer, Bill, welche die Bildung von Versöhnungs- und Schiedsgerichten wodurch fünf der Streifenden getötet und mehrere schwer verwundet wurden. Weitere Nachrichten aus Brüssel melden, daß bei Arbeitsstreitigkeiten vorschlägt. Die erste Lesung wurde Volders, der bekannte Sozialistenführer, nach La Louvière abge angenommen. Hierauf wurde von Goschen die Debatte über reist ist. Die Streifenden in Brüssel werden heute ein großes die Homerule- Bill fortgesetzt. Meeting veranstalten. Wolff's Telegraphen Burau. Die norwegische Regierung beantragte im Storthinge Antwerpen, 17. April. Nachmittags tam es zwischen ( Parlament), den Grunofonds der Reichs hypoden Streifenden und den Polizeimannschaften zu neuen Zutheten bant von 10% auf 11 Millionen Kronen zu fammenstößen, wobei die legteren mit gezogenem Säbel vorerhöhen, um den eingegangenen Darlehensgesuchen gingen und mehrere der Streifenden verwundeten, die Streikenden entsprechen zu können. verfchanzten sich darauf hinter Holzhaufen und feuerten von dort Briefkaffen der Redaktion. O.. 33. Die Saarbrückerstraße liegt im 6. Wahlkreis. gelegenheit erst der Agitationstommission für Pommern zur BeJulius Zumach, Pyrik. Wir empfehlen Ihnen, die Angutachtung zu unterbreiten. 2. E. 12. 1. Gerichtskostenvorschuß tann vor den Vers handlungen gefordert werden. 2. Der verurtheilte Beklagte hat die Kosten zu ersetzen, die Gerichtstaffe fann sich unbekümmert hierum an den Kläger allein balten. 2. Auch der Arbeitslose hat Beugengebübren zu beanspruchen. durch uns unter Kreuzband bezogen 3 M. v. Behren, Pana Illinois. Abonnement pro Monat tönnen Sie durch Postanweisung oder in Papiergeld brieflich einDen Betrag senden. Adressen bekannter Genossen in P. I. find uns augenblicklich nicht bekannt. Waldesgrün. Der Rauchklub kann bis nach der PolizeiA. Schlag. Laffen Sie, wenn Ihr Vertrag nichts Entgegen stehendes enthält, nach fruchtloser Aufforderung des Wirthes die Maschine sezen und flagen Sie dann die Kosten hierfür ein. stunde tagen. Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Nedaktion dem Vublikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Mittwoch, den 19. April Opernhaus. Bajaz zi. Vorher Djamileh. Nenes Theater. Der Widerspänstigen Zähmung. Deutsches Theater. Der Talisman. Berliner Theater. Der Hüttenbefizer. Lemng- Theater. Die Bohême. Wallner Theater. Die große Glocke. Kroll's Theater. Lucia von Lamniermoor. • Residenz Theater. Die beiden Champignol. Adolph Gruft- Theater. Goldlotte. Friedrich- Wilhelmßädt. Theater. Pariser Leben. Thomas- Theater. Der Herzogs müller. Viktoria Theater. Die Reise um die Welt in achtzig Tagen. National- Theater. Maria Stuart. Alexanderplah Theater. Zimmermann's Lene. Circus Renz. Die herzlichsten Gratulationen zum ( Karlitraße.) Abschieds- Vorstellung am 2. Mai. Nur noch einige Male: Ein Künstlerfest. Mittwoch, den 19. April, Abends 74 Uhr: Auf vielseitiges Verlangen: Wiederholung der Beachs- Vortellung für Geschw. Hager. 1. a. Bolero, ger. v. Frl. Clotilde Hager und Mr. Gaberel. Cyd, in der hohen Schule ger. v. Frl. Clot. Hager. Beautiful, in der hohen Schule ger. v. rl. Helga Hager. Große Tremplin sprünge c. Zum Schluß: KER Unserem Genossen S. Damaschke heutigen Geburtstage. 34056 Die Genoffen der Böttcher'schen Fabrik, Schmarotzer ausgeschlossen. Todesanzeige. 3408b Große öffentliche sozialdemokratische Versammlung des 5. Berliner Reichstags- Wahlkreises Allen Kollegen, Freunden und Ge- am Donnerstag, den 20. April, Abends 8 Uhr, im Saale nosien die traurige Nachricht, daß der Böhow'schen Brauerei am Prenzlauer Thor. meine liebe Frau, unfere gute Mutter Tages- Ordnung: Dorothea Koenig, geb. Mierzynska, 1. Vortrag über„ Die gegenwärtige politische Lage". Referent: Reichstags= am Sonntag, den 16. d. Mts., Nach Abgeordneter Förster. 2. Diskussion. 3. Bierteljahresbericht der Vermittags 912 Uhr, nach langem Leiden trauenspersonen. 4. Wahl der Delegirten zur Parteikonferenz für die Provinz verstorben ist. Die Beerdigung findet Brandenburg. 5. Verschiedenes. Donnerstag, den 20. d. Mts., Nach Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht mittags 3 Uhr, von der Wohnung, 851/ 3* Wasserthoritr. 70, aus nach dem Alten Gin Künstlerfest. Große Ausstattungs- Pantomime. Neue Einlagen mit überraschenden Licht- u. Wassereffecten. Ballet von 100 Damen. Glänzender Blumencorso. Grosses Brillant- Feuerwerk. Morgen, Donnerstag: Gin Künstlerfeft. Sonnabend: Benefiz für Fräul. Oceana Renz. Billet- Vorverkauf an der Sirkuskasse u. beim Invalidendant", Markgrafenstraße 51a. Fr. Renz, Direktor. Moriz Plaz. Etablissement Blaz. Buggenhagen. Moritz Plaz. Täglich: Jultrumental- Konzert. Winter- Garten. Spezialitäten- Bor. Großer Frühtücks- u. Mittagsftellung. Apollo Theater. Vorstellung. tifdy. Spezial- Ausschant von PahenAn Sonn- und Feltagen St. Michaels- Kirchhof statt. Die trauernden Hinterbliebenen. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß meine liebe Frau Die Vertrauensperson. Achtung! Adlershof, Köpenick, Johannisthal, Nieder- Schönweide. Sonnabend, den 22. d. M., Abends 8 Uhr: Anna Jarmuszkiewicz Gr. öffentliche Volks- Versammlung geb. Kühl nach langen schweren Zeiden am Sonntag, den 16. d. M., Borm. 81/2 Uhr, verstorben ist. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 19. d. M., Nachmittags 6 Uhr, vom Trauerhause Reichenbergerstraße 127, nach dem EmmausKirchhof( Brit) statt. Der trauernde Gatte. für Männer und Frauen 1 in der Borussia- Brauerei, Nieder- Schönweide. Tages Ordnung: = 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten August Bebel über: Die bevorstehende Auflösung des Reichstags. 2. Diskussion. Bur Deckung der Unkosten wird ein Entree von 10 Pf. erhoben. Der Vertrauensmann. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Heinrich Bökert. 342/11 Orts- Krankenkasse der Gr. Volksversammlung Spezialitäten hofer Lagerbier, hell und duntel. Orts- Krankenkasse der Theater der Reichshallen. Spezia- findet das Konzert in den oberen Graveure, Ciseleure u. Kaufmann's Variété. Spezialitäten. Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Piander. künstl. Gewerbelitäten Borstellung. Vorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spe zialitäten- Borstellung. Sälen statt. Säle für Versammlungen, Kommerse, Festlichkeiten 2c. Adolph Ernst- Theater. Weberstr. 17. Zum 18. Male: Goldlotte. Gesangsposse in 3 Aften v. Ed. Jacobson und W. Mannstädt. Couplets theilweise v. G. Görss. Mufit von G. Steffens. Jn Szene ge fezt von Adolph Ernst. Anf. 2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. American- Theater. Anfang 8 Uhr: Der Dussel ( Nulpus) Parodistisch- realistischer Vorgang in der Dachlammer, frei nach Ibsen und Tolstoi von Oscar Wagner. ( Klemm Ede.. Martin Bendix.) Alfred Bender in seinem neuesten Originalvortrag Der Volksmund in Berlin. Instrumentalist Deller. Unser Helgoland. Castan's Panopticum. Große Ausstellung. Akka- Zwerginnen. Neue Illusion: Lotosblume. Andere Jllufionen. Fantoche- Theater. Castan's Irrgarten. Schreckenskammer. PassagePanopticum. Im Theater- Saal: Neu! Lebende Bilder. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Nen! Die lustige Nen! Schwiegermutter. Komische Pantomime mit Ballet in 1 ft. Ausgeführt v. d. PantomimenGesellschaft Diovanie, sowie Auftreten von 12 f. Berlin neuen Spezialitäten. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Entree 50 Pf. Betriebe. Wahl- Versammlung am Donnerstag, 27. April, Ab. 8%, Uhr, in den Arminhallen( unterer Saal), Kommandantenstr. 20. Mieft's Fest- Säle, Weberstr. 17. Ein Sonnabend im April Umstände halber frei geworden. Empfehle zu Versammlungen. Es sind zu wählen: 36 Arbeitgeber Empfehle meine Destillation, Weiß und 72 Arbeitnehmer. und Bairisch- Bierlokal. 39442* W. Grube, Mariendorfer- u. Solmsstraßen- Ede. Der Stat- Club, Einigkeit" tagt alle Sonnabend Abend bei W. Grube. Einige Mitglieder finden noch Aufnahme. 192M am Mittwoch, den 19. April, Abends 8 1hr, im Konzerthaus Sanssouci, Kottbuserstraße Nr. 4a. Tages Ordnung: 1. Vortrag der Frau Kähler aus Hamburg: Wie stellen fich die Frauen zu der event. Reichstags- Auflösung? 2. Diskussion. Bu zahlreichem Besuch, besonders der Frauen, wird höflichst gebeten. Die Frauen- Agitations- Kommission. 156/18 Mitglieder- Versammlung Der Wahlberechtigt und wählbar sind Holz- u. Bretterträger Berlins u. Umgegend alle männlichen, großjährigen Mitglieder im Besize der bürgerlichen Ehrenrechte, sowie Arbeitgeber refp. deren Geschäftsführer oder Betriebsbeamte, welche Beiträge aus eigenen Mitteln leisten. Empfehle in meinem Restaurant Kassenbuch legitimirt. für Klubs etc. große und kleine Vereinszimmer. Schultheiß- Bier à Glas 10 Pf. Gute Weiße 20 Bf. 4012L Gerichtstr. 2, an der Grenzstraße. Jeden Mittwody frische Grüßwurst. C. Laeske, Schlächtermeister, 34106 Oranienstr. 2a. Bimmer für große und fleine Vereine 3930b Veteranenstr. 19. Größtes Lager Berlins Kinderwagen. Andreash. 23. Sp Der Vorstand. H. Schneider, Borsitzender. Lehrcursus der Berliner Arbeiter und Arbeiterinnen zur ersten Hilfe bei Unglücks207/6 Donnerstag, den 20. April, Abends& Uhr, bei Herrn Otto Klein, Schönleinstr. 6. Tages- Ordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1893. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes. 179/9 Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Deutscher Tischler- Verband. Bahlstelle Berlin. Versammlung für Südost fällen Donnerstag, 20. April, Ab. 81/2 Uhr, bei Bolk, Alte Jakobstr. 75. Anfang des durch Flugblätter angezeigten sechsstündigen Sommerkursus. Vortrag des Herrn Dr. Christeller, 317/ 19* über: Die erste Hilfe bei Unglücks: Diejenigen Kollegen, welche noch Billets vom Maskenball in Händen fällen. Aufnahme neuer Theilnehmer. haben, werden gebeten, bis spätestens den 1. Mai abzurechnen, widrigenfalls Gäste haben einmaligen freien Zutritt. die Namen veröffentlicht werden. Die Ortsverwaltung. J. A. Gustav Dietrich, Willibald- Alexisstr. 40. am Mittwoch, den 19. April, Abends 8½ Uhr, in Hoffmann's Festsälen, Oranienstr. 180. 2.- D.: Vortrag, Distusfion, Werkstatt Ungelegenheiten, Verschiedenes. Die Ortsverwaltung. Verlag des Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstrasse No. 2. Soeben erschien in unserem Verlage: Fort mit dem Militarismus! Ein Mahnwort an die Reichstagswähler gegen die Militärvorlage. 32 Seiten 8.- Elegant geheftet.-Preis 15 Pfennig. Wir ersuchen die Genoffen, für den Vertrieb dieses Schriftchens recht thätig zu sein. Das im Titel angegebene Thema ist darin in eingehender und prinzipieller Weise behandelt. Bei dem aktuellen Inhalt der Broschüre wird dieselbe im bevor: stehenden Wahlkampf ihre agitatorische Wirkung ausüben und den Genossen gute Dienste leisten. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Alle Buchhandlungen, Kolporteure und Zeitungsspediteure nehmen Bestellungen entgegen. Bei Aufträgen von außerhalb ersuchen wir um gleichzeitige Einsendung des Betrages.( Porto extra.) Möbel, Verein zur Wahrung der Interessen der Gast- u. Schautwirthe Berlins u. Uingegend. Freitag, den 21. April, Nachmittags 5 Uhr, beint Kollegen Kuhlmey, Schönhauset Allee 28: 162/10 General- Versammlung. Zages Ordnung: H 1. Bericht des Vorstandes. 2. Kassenbericht und Bericht der Revisoren. 3. Bericht der Rechtsschutzkommission. 4. Neuwahl des ersten Borsigenden, zweiten Schriftführers, ersten Kassirers und eines Revisors. 5. Wahl von drei Mitgliedern der Rechtsschußkommission. 6. Beschlußfassung über die Zahlung der Kosten des Vereinsorgans. 7. Beschlußfassung über die festzufegende Unterstüt ng bei Todesfällen der Mitglieder. 8. Bericht der Statutenberathungskommission betr. Abänderung der Statuten. 9. Aufnahme neuer Mitglieder. 10. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Die Mitglieder werden auf§ 6 Abs. 3 des Vereinsstatuts aufmerksam gemacht. Auch werden die Mitglieder ersucht, recht pünktlich und zahlreich zu erscheinen. Das Mitgliedsbuch legitimirt. Gäste können durch Mitglieder eine geführt werden. Der Vorstand. Central- Kranken- und Sterbekasse der Tapezirer u. verw. Berufsgenossen Deutschlands. Donnerstag, den 20. April, Abends 8½ Uhr, bei Bolk, Alte Jakobstraße 75: Dersammlung. Tage3 Ordnung: 1. Abrechnung des 1. Quartals 1893. 2. Raffenangelegenheit. 3. Verschiedenes. Die Zahlstellen der Kasse befinden sich: N. Schwedterstr. 44, Restaur. Thierbach. Streligerstr. 51 bei Faber. Boyenstr. 40 im Restaur. Gieshoit. Chorinerstr. 61, Hof Stfl. 2 Tr. bei Mostopf. 0. Rebuferstr. 5 im Restaur. Nemiz. So. Naunynstr. 86 im Restaur. Zubeil. W. Bülowstr. 59 im Restaur. Werner. SW. Schützenstr. 18/19 im Restaur. Freigang. NW. Neue Königstraße 89 im Reitaur. Wagner( Montag von 8-9, Uhr). N. Calvinstr. 44, H. 4 Tr. bei Kerfack. Geschäftsstunden: Sonnabend, Abends 8-9 Uhr. Kassirer P. Engel, Wilhelmitr. 21, 2. Hof, Quergeb. 4 Tr. Geschäftsstunden: 71/ 4-9 Uhr Abends, Sonntags bis 10 Uhr Morgens. Die Ortsverwaltung. Spiegel- u. Polsterwaaren- Magazin. 8407b Ganze Ausstattungen Küchenmöbel in grosser u. Nussbaum. Auswahl empfiehlt Julius Apelt, Sebastianstr. 20 Gesangverein Berliner Typographia. Reelle Waare. Prompte Bedienung.( früher 27/28).[ 3749L* Max Richter, Berlin 0, Grüner Weg 65, = ( Mitglied des Arbeiter Sängerbundes.) Sonntag, den 23. April 158/9 empfiehlt den Bereinen feine Glaserel, Sinnsprüche, Bilder, Büsten( affalle, in der Berliner Bockbrauerei am Tempelhofer Berg: Marg 2c.), Fahnen, Banner Stocklaternen etc. Mein großer Saal Möbel u. Polsterwaaren Aug. Herold, Vocal- und Instrumental- Concert. Oranienstr. 83, 84. Entree 25 Pf.- Anfang 5 Uhr. ift noch einige Sonnabende u. SonnNach dem Concert: Tanz. Herren zahlen 30 Pf. nach. tage im April und Mai zu vergeben. Betten, guter Stand, neu, fof. 22 M. Möbl. Zimmer, vorn, f. anst. H. bill. Bei günstiger Witterung findet das Concert im Sommer- Theater statt. Reinhold Krösche, Fichteftr. 29 zu vert. Brigerstr. 10, vorn part. 3406b Weberfir. 66, 2 Tr. r. Billets sind an der Kasse zu haben. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthitraße 2. 84126 Hierzu eine Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 91. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 77. Sigung vom 18. April 1893, 1 11 hr. Am Bundesrathstische: von Bötticher, Hanauer, Don Goßler. Zur Begründung des Antrages Auer und Genossen wegen Einstellung des bei dem Amtsgericht Schweidnitz gegen den Abg. Kunert schwebenden Verfahrens bemerkt wollen. § 1 lautet nach den Kommissionsbeschlüssen: Wer vorfäßlich Echristen, Zeichnungen oder andere Gegenftände, deren Geheimhaltung im Interesse der Landesvertheidigung erforderlich ist oder Nachrichten solcher Art in den Besitz oder zur Kenntniß eines Anderen gelangen läßt, wird, wenn er weiß, oder den Umständen nach annehmen muß, daß dadurch die Sicherheit des Deutschen Reiches gefährdet wird, mit Zuchthaus nicht unter 2 Jahren bestraft, neben welchem auf Geldstrafe bis zu 15 000 M. erkannt werden kann. Sind mildernde Umstände vorhanden, so tritt Festungsstrafe nicht unter 6 Monaten ein, neben welcher auf Geldstraje bis zu 10 000. erkannt werden kann. Mittwoch, den 19. April 1893. " " 10. Jahrg. in der den öffnet. Jm einzelnen erörtert dann der Reduer feinen Antrag, den. In einem anderen Falle ist von dem Militärgericht aus der die Voraussetzungen der Straffälligkeit namentlich durch drücklich konstatirt worden, daß es zulässig sei, daß jemand auch nähere Bestimmungen über den dolus präzisiren soll und den wegen einer früheren Bethätigung einer bestimmten, nämlich unbestimmten Ausdruck andere Gegenstände" genauer um- sozialdemokratischen Gesinnung in den Kreis der Verurtheilung schreiben will. Nirgends als bei diesem Gesetz zeige sich dent- gezogen werden könne. Das ist eine Praxis, die mit dem Gesetz licher, wie schwierig es sei, ein Repreffivgesetz zu machen. in schreiendsten Widerspruch steht. Wenn Sie Jedenfalls sei es mehr als bedenklich, auf das verzwickte System Anwesenheit von Sozialdemokraten in der Armee eine Gefahr der Strafvorschriften und Delikte der§§ 1-4 der Vorlage bezw. sehen, dann machen Sie doch ein Gefeß, welches die Sozialder Kommissionsbeschlüsse einzugeben. demokraten von der Dienstpflicht ausschließt; dann würde auch ich Abg. Stadthagen: Die Motive des vorliegenden Gesetz- zustimmen. Aber statt dessen auf Hintertreppen die ehrliche Abg. Singer: Das Amtsgericht zu Schweidnitz hat im entwurfs enthalten auch nicht die mindeste Begründung, warum politische Ueberzeugung, den ehrlichen Mannesmuth treffen zu März dieses Jahres an den Abg. Kunert eine Buschrift gerichtet, plöglich mit einer Minimalitrafe von zwei Jahren Buchthaus wollen, darüber läßt sich überhaupt nicht diskutiren. Wenn wir in welcher ihm mitgetheilt wird, daß in der Straffache gegen Handlungen bestraft werden sollen, die bis heute nicht unter Strafe eine derartige Praxis haben, wie kommt die Militär- Gerichtsihn zur Vernehmung des Gendarmen und Polizeikommissars gestanden haben sollen, sollen sage ich, denn es ist nicht richtig, behörde dazu, uns zu sagen, man müsse Vertrauen zu den Rich Termin auf den 12. April angefeßt und daß ihm die Anwesen- daß Handlungen, welche die Sicherheit des Landes gefährden, bis tern haben? Dann legen Sie uns doch erst dar, wie Sie solche heit bei der Verhandlung gestattet sei. Dem Abg. Kunert ist jetzt nicht haben gefaßt werden können. Die militärisch, aber Erkenntnisse rechtfertigen wollen, und daß es nicht wahr ist, daß bisher eine Anklage nicht zugegangen, erst durch diese Buschrift recht unjuristisch gehaltene Begründung führt aus, die bisherigen das bestehende Gesetz lediglich versuchen will, die vorhandenen hat er Kenntniß davon erhalten. Ich bitte das Haus, dem bis- Bestimmungen haben deswegen nicht ausgereicht, weil für den Mißstände zu verhüllen. Ich bitte Sie, diesem schweren Angriff herigen Gebrauch folgend, die Einstellung des Verfahrens auf Beweis eines wirklichen Landes- oder Hochverrathes sich oft un- auf die Preßfreiheit entgegenzutreten,§ 1 pure abzulehnen und die Dauer der Session durch den Reichskanzler veranlassen zu überwindliche Schwierigkeiten herausgestellt hätten. Der juristische, fich nicht mit einigen fleinen Abänderungen zu begnügen, die oder auch gesunde Menschenverstand lehrt: 100 nichts unmöglich zu irgend einer gerechten Fassung führen können. Tas Haus beschließt gegen die Stimmen der Rechten dem zu beweisen, ist auch feine Schuld vorhanden. Für Staatssekretär Hauauer: Der Gesezentwurf ist hervor Antrage gemäß. das Militär gelten eben andere Grundsätze. Es berührt gegangen aus der Erkenntniß, daß die Vorschriften des Straf Darauf tritt das Haus in die zweite Lesung des Gesetz etwas eigenthümlich, daß diefelbe Regierung, welche 1886, gefehbuches über Hochverrath und Landesverrath ungenügend entwurfs, betreffend den Verrath militärischer als das französische Spionagegesetz erschien, das auch nicht den sind. Der Kommission sind eine Anzahl Fälle mitgetheilt Geheimnisfe( Spionagegefeß) ein. zehnten Theil der Härten dieser tautschufartigen Bestimmungen worden, aus welchen dies ohne jeden Zweifel hervorgeht. Die Vorlage, über welche eine Generaldiskussion seinerzeit enthielt, in ihren Blättern mit vollem Recht jenes Gefeß mit In diesen Fällen sind diejenigen, welche geheime Schriftstücke, vom Reichstage nicht beliebt wurde, ist einer Kommission von Spott und Hohn überschüttete, jetzt selber ein solches Gesetz ein- Festungspläne u. s. w. anderen mitgetheilt hatten, stra los aus21 Mitgliedern überwiesen und von derselben mit einigen Ab- bringt. Wird deswegen etwa die Spionage aufhören? Sie be- gegangen, obwohl die Sicherheit des Reichs unzweifelhaft durch änt erungen angenommen worden. Abgelehnt hat die Kommission willigen ja doch das Geld für die Spione, und man wird ihr Verhalten gefährdet wurde. Die Kommission hat in ihrer den§ 8( lex Ahlwardt), wonach mit Gefängniß bis zu 10 000 höchstens bei uns und im Auslande die Spione etwas theurer Mehrheit auch dieses Bedürfniß anerkannt und der Vorlage zu Mart bestraft werden fann, wer abgesehen von den Fällen des bezahlen, das wird der ganze Erfolg sein. Warum legt man gestimmt. Der Antrag des Abg. v. Bar fann zur Annahme nicht Berraths militärischer Geheimnisse über die Verhältnisse der erit jetzt, 21 Jahre nach dem Bestehen des Reichs, ein solches empfohlen werden; die dort konstruirten Voraussetzungen würden Kriegsmacht oder die Vertheidigungsmittel des Deutschen Reichs Gesetz vor? Man kann doch nicht blos deswegen, weil die den Zweck der Vorlage geradezu vereiteln. Mittheilungen in die Deffentlichkeit bringt oder an fremde Re- Militärs behaupten, daß nach dem Strafgesetzbuch die Abg. Gröber( 3.): Die Befürchtungen des Abg. Stadtgierungen gelangen läßt, obwohl er weiß oder den Umständen Spionage nicht angemessen bestraft werden kann, bestraft werden kann, ohne hagen, so weit sie diejenigen angehen, welche aus dem eingezogen werden, nach annehmen muß, daß dadurch die Sicherheit des Reiches ge- Weiteres uns ein Gesetz zumuthen, welches eine Minimal- Beurlaubtenstande in finden fähidet wird. Abgelehnt ist ferner§ 19, welcher die Beschlag- ftrafe von zwei Jahren Buchthaus enthält. Gin dringendes Bestimmungen des Gesetzes keinen Anhalt. Selbstverständ nahme von Druckschriften auch ohne richterliche Anordnung auf Bedürfniß" zu diesem Gesez ist nicht nachgewiesen worden. Die lich ist, daß die strafbaren Handlungen, welche diese grund der Bestimmungen dieses Gesetzes für zulässig erklärt. Im Berbreitung der unsinnigen aber ganz harmlosen Broschüre Personen begehen, so lange sie wieder Militärs sind, von dem Uebrigen besteht die Hauptänderung darin, daß im Gegensatz Aylwardt's fann dafür nicht geltend gemacht werden. Ich bin Militärgericht abgeurtheilt werden. Insbesondere halte ich es zum Entwurf überall auch mildernde Umstände und dement- erstaunt gewesen, daß auch die Kommission sich mit der Vorlage für ausgeschloffen, daß man Mittheilungen über Soldatenmißsprechend erhebliche Herabminderungen des Strafmaßes zuge- fo leicht abgefunden hat. Ihre kleinen Abschwächungen können handlungen jemals als Verrath eines militärischen Geheimnisses lassen sind. die Vorlage nicht schmackhafter machen. Den Anstoß zu der Vor- ansehen könnte.( Widerspruch links.) Niemand wird an solche lage scheint der Geffcken- Prozeß gegeben zu haben. Danach Behauptungen im Ernst glauben.( Widerspruch links.) Wenn scheint die Regierung in der That zu glauben, daß die Ver- Sie es glauben, beweisen Sie nur, daß Sie jede ruhige Ueberöffentlichung der Worte eines Kaisers nach feinem Tode die legung verloren haben.( Erneuter Widerspruch bei den SozialSicherheit des Deutschen Reiches gefährden kann. Die eigentliche demokraten.) Es handelt sich doch bei dem Erlaß über SoldatenSpike der Vorlage richtet sich aber ganz wo anders hin. Der mißhandlungen nicht um militärische Geheimnisse". Etwas Vorwärts" hat unfreiwillige Mitarbeiter, deren Arbeiten ohne weit geht ja die Fassung, die dahin lautet: oder den Umständen ihre Genehmigung im Vorwärts" veröffentlicht werden. nach annehmen muß", und„ oder Nachrichten solcher Art"; sie Dazu gehört auch der Herzog Georg Don Sachsen, fann zu Bedenken Anlaß geben. Ich beantrage über diese Worte deffen schöne Ausarbeitung die Soldatenmißhandlungen betreffend getrennte Abstimmung. der Vorwärts" zuerst veröffentlicht hat. Das war ein großes Abg. Schneider- Hamm( natl.) wendet sich gegen den Antrag Glück für die armen Brüder im Waffenrock, welche unter dem von Bar. Soldatenjoch zu seufzen haben. Auch die Veröffentlichung kriegs- Bundeskommissar Geheimrath v. Seckendorff ersucht dringend Die Abgg. von Bar und Schrader( dfr.) beantragen fol- gerichtlicher Erkenntnisse- es kommt hier besonders die Amits- um die Beibehaltung derjenigen Worte, welche der Abg. Gröber gende Auffassung der§§ 1-4:§ 1. Wer vorsätzlich und mittels Be- periode des Kriegsministers Bronsart v. Schellendorff in Betracht zu streichen beantragt. Gerade die Nachrichten, z. B. von der gehung einer strafbaren Handlung oder Amvendung besonderer soll hier mit getroffen werden. Man gebe doch offen und Stärke der Truppen, von dem Vorhandensein eines besonderen List( vergl.§ 2 dieses Gefeßes) von militärischen amtlich geheim ehrlich in, daß die Vorlage nichts ist als ein Feigenblatt zur Ueberganges über einen Fluß und dergleichen müßten unter die gehaltenen und Interesse der Landesvertheidigung Geheim- Bedeckung der Blößen des Militarismus. Was der§ 1 treffen Strafbestimmungen gestellt werden, welche den Verrath haltung erfordernden Plänen, Zeichnungen, Erfindungen, Schriften, will, fällt unter den Begriff des Hochverraths, und dazu reicht militärischer Geheimnisse treffen soll. Die Worte:„ oder den Anordnungen, Einrichtungen oder Gegenständen sich Kenntniß das Strafgesetzbuch aus. Spionagedienste werden doch immer Umständen noch annehmen muß." sollen einfach eine Erleichterung oder Besitz verschafft, im Gleichen, wer solche Kenntniß oder im Dienste irgend einer Regierung geleistet, es ist nicht denkbar, daß des Beweises herbeiführen. Daß Nachrichten über Soldatenmißsolchen Besitz in amtlicher Eigenschaft oder in Anlaß eines ihm iemand nur zu seinem Bergnügen spionirt, thut er es doch, so ist dies handlungen und dergleichen nicht unter dies Gefes fallen, ergiebt mittelbar oder unmittelbar ertheilten amtlichen Auftrages erlangt eine harmlose Sache. Man sagt, man fönne mit dem vorhandenen sich schon daraus, daß die Erlasse, von welchen die Rede gewesen hat, und vorfäßlich diese Kenntniß oder diesen Besitz einem Gesetz nicht die Mittelspersonen treffen. Warum nicht? Das ist, schon nach§ 92 des Strafgesetzbuches geheim zu halten sind anderen übermittelt, von dem er weiß oder den Umständen nach sind ja Anstifter, und diese kann man wegen versuchter Theil- und ihre Veröffentlichung schon auf grund dieser Bestimmungen annehmen muß, daß derselbe davon einen die Sicherheit des nahme am Hochverrath auf grund der vorliegenden Judikatur verfolgt werden kann. Deutschen Reiches gefährdenden Gebrauch machen werde, wird faffen. Nein, man wünscht nicht, daß irgend welche militärischen Abg. Singer bringt einen genügend unterstüßten Antrag auf mit Buchthaus nicht unter 2 Jahren bestraft, neben welchem auf Mißstände besprochen werden und daß darüber Nachrichten in namentliche Abstimmung ein. Geldstrafe bis zu 15 000 m. erkannt werden kann. die Deffentlichkeit kommen. Darum hat man die betreffenden Abg. Schrader( dir.). Die Nervosität unserer Militärs über ( Abfah 2 gleichlautend mit den Kommissionsbeschlüssen.) Straffälle auch nicht spezialisirt, sondern ganz allgemein gesagt, die Kritik der Heereseinrichtungen hat mit diesem Gesetze den § 2. Wer vorfäßlich und mittels Begehung einer strafbaren wer Echriften und andere Nachrichten verbreitet u. s. w. Alles höchsten Grad erreicht. Allerdings wird man nicht gerade eine Handlung oder mittels absichtlicher falscher Angabe oder Ver- was nach Ansicht der Militärbehörde geheim gehalten werden Mittheilung über eine einzelne Mißhandlung für etwas halten, heimlichung seiner Lebensstellung, mittels Verkleidung, mittels foll, das ist geheim zu halten, und wer etwa friegsgerichtliche was die Sicherheit des Reiches gefährdet: aber unzweifelhaft Benuzung der Trunkenheit eines andern oder sonst durch be- Urtheile und dergl. veröffentlicht, würde strafbar sein nach§ 1. giebt es zahlreiche Mittheilungen, so z. B. diejenige des Erlasses sondere Lift sich Kenntniß oder Besitz von militärischen amtlich Wer die Disziplin gefährdet, fönnte man folgern, gefährdet das des Herzogs von Sachsen, die sehr wohl darunter rubrizirt geheim gehaltenen und im Interesse der Landesvertheidigung Militär felbst, wer das Militär gefährdet, gefährdet das Land, werden könnten; denn es ist da von schiveren Mißständen im Geheimhaltung erfordernden Plänen, Zeichnungen, Schriften, und dann haben wir den schönsten Hoch- und Landesverrath. deutschen Heere die Rede, und es ließe sich deduziren, daß durch Anordnungen, Einrichtungen oder Gegenständen verschafft, wird Es ist dank dem ungeheuren Dunkel, das die Militärgerichts- deren Beröffentlichung die Sicherheit des Reichs gefährdet mit Gefängniß bis zu drei Jahren oder mit Festungshaft von behörde über dieser Angelegenheit zu erhalten versucht, vielfach würde. Man verweist darauf, daß die Handhabung des gleicher Dauer bestraft. die Ansicht verbreitet, daß Zivilisten wegen Handlungen, die sie Gesetzes in den Händen des Reichsgerichts liegen werde. Neben der Freiheitsstrafe kann auf Geldstrafe bis zu fünf- als solche begangen haben, vom Militärgericht verurtheilt werden Aber dasselbe Reichsgericht hat sich einige Monate lang mit tausend Mark erkannt werden. fönnen, so lange sie sich im Beurlaubtenstande befinden, auch der Frage befaßt, ob die Veröffentlichung von Aeußerungen Sind mildernde Umstände vorhanden, so kann ausschließlich wenn sie gerade nicht zu einer lesung einberufen sind. Das eines Herrschers nach seinem Tode Landesverrath sei, und der auf die Geldstrafe erkannt werden. zeigt z. B. der Fall Legut. Legut hatte einen Tag, bevor er ein- arme Gefften hat einige Monate deshalb im Gefängniß figen Der Versuch ist strafbar. gezogen wurde, 109 sozialdemokratische Blätter an sich genommen, müssen. Mit der Rechtssicherheit steht es also nicht so ganz Nach§ 2 der Kommissionsbeschlüsse wird mit Gefängniß um sie in seiner Garnison zu vertheilen. 105 davon gab er dem sicher, wie es nach solchem Hinweis scheint. Wenn oder mit Festungshaft bis zu 5 Jahren bestraft, wer außer dem Falle Wirth, der sie einschloß. Die übrigen 4 gleichlautenden auch in Die übrigen 4 gleichlautenden auch in zahlreichen Fällen Bestrafung nicht eintreten des§1 vorfaßlich und rechtswidrig Gegenstände oder Nachrichten der Exemplare aber gab er einem Gefreiten, der ihn um Lektüre wird, und Einleitung Führung daselbst bezeichneten Art in den Besitz oder zur Kenntniß eines tat; in diesen war nach Feststellung des militär- der Untersuchung mit allen ihren peinlichen Folgen vielfach Plat andern gelangen läßt. Neben der Freiheitsstrafe tann auf Geld- gerichtlichen Urtheils nicht das Geringste vorhanden, was irgend- greifen und auch das muß im Interesse aller Reichsbürger ver ftrafe bis zu 5000 M. erkannt werden. Der Versuch ist strafbar. wie aufreizend sein tönnte.( Bizepräsident Graf Balle- mieden werden. Die Strafandrohung nach der Vorlage ist eine § 3 lautet: Wer vorsätzlich den Besitz oder die Kenntniß strem: Ich habe eine ganze Weile gewartet, ob vielleicht geradezu unbestimmte und willkürliche. Man sollte also in jedem von Gegenständen oder Nachrichten der im§ 1 bezeichneten Art irgend ein Busammenhang zwischen den Ausführungen des Falle nur so weit gehen, wie unser Antrag empfiehlt. in der Absicht sich verschafft, davon zu einer die Sicherheit des Redners und§ 1 des Gesetzes besteht. Da ich bis jetzt keinen Abg. Heine( Soz.): Herr Gröber ist so liebenswürdig geDeutschen Reichs gefährdenden Mittheilung an andere Ge- solchen finden kann, ersuche ich den Redner, zum Gegenstand der wesen, uns der Vereingenommenheit zu zeihen, wenn wir in brauch zu machen, wird mit Zuchthaus bis zu 10 Jahren bestraft, Berathung zurückzukommen). Wegen diefer That, die Lerut einen dieser Vorlage allerlei finden, was darin nicht zu finden sei. neben welchem auf Geldstrafe bis zu 10 000 m. erkannt werden Tag vor der Gestellung begangen hat, ist er zu sechs Jahren Ge- Nach der Haltung der Zentrumspartei gegenüber der Konkursfann. fängniß verurtheilt worden.( Bizepräsident: Zu dem, was ordnung muß ich Herrn Gröber vollständig das Recht absprechen, §4. Wer ohne die vorbezeichnete Absicht vorfäßlich und der Redner beweisen will, genügt das, was er jetzt in diesen über unsere Boreingenommenheit zu urtheilen. Möchte sich der rechtswidrig den Besitz oder die Kenntniß von Gegenständen oder wenigen Worten gesagt hat. Den ganzen Hergang des Prozesses Herr doch erinnern, was wir bei der Anstrengung der sog. Nachrichten der genannten Art sich verschafft, wird mit Gefängniß zu erzählen, gehört nicht zur Berathung des§ 1). Wie weit es Diätenprozesse erlebt haben, wie das Reichsgericht dazu gelangt bis zu 3 Jahren oder mit Festungshaft von gleicher Dauer be- nöthig ist, etwas zum Beweise meiner Ausführungen gegen den ist, bei der Auslegung des Strafgesetzbuches die Lehre von den firaft. Neben der Freiheitsstrafe tann auf Geldstrafe bis zu§ 1 darzulegen, muß ich in erster Reihe bitten, mir zu über- konkludenten Handlungen aufzustellen. Nach solchen Erleb5000 M. erfannt werden. Sind mildernde Umstände vorhanden, lassen.( Bizepräsident: Das ist nicht richtig. Das zu niffen können wir diese Sache nicht optimistisch ansehen. fo fann ausschl eßlich auf die Geldstrafe erkannt werden. Der entscheiden, steht in erster Reihe dem Präsidenten zu.( Zustim Wenn Abg. Gröber Herrn v. Bar die Unklarheit der Fassung Verfuch ist strafvar. mung rechts.) Ich ersuche nochmals den Redner, zur Sache zu seiner Anträge vorwirft, so beweist das, daß die Herren Juristen Abg. von Bar( dfr.): Das Gesetz hat dem Reichstage schon fprechen.) Meine Ausführungen gehören wohl zur Berathung am allerwenigften flare Gefeße machen tönnen.( Heiterfeit.) in der vorigen Session vorgelegen, ohne zur ersten Berathung zu des§ 1, um ihn allgemein verständlich zu machen. Das Militär- Nach den Auslaffungen der Vertreter des Bundesrathes muß tommen; es hat dann in dieser Session eine Generaloisfusion gericht deduzirt, es liege in dieser That des Lerut am Tage vor der§ 1 anders aufgefaßt werden, als die Fassung besagt. Das über daffelbe garnicht stattgefunden, wohl weil man in der feiner Einstellung Aufreizung zu Gewaltthätigkeit vor.( Bize ist es ja eben, was wir dieser Art von Gesezen stets zum VorKommission die näheren Aufschlüsse von seiten des Bundesraths päsident: Der Redner fährt fort, diesen Fall darzustellen; wurf machen, dann sind ja alle unsere Befürchtungen gerechterwartete. Nachdem diese nun gegeben sind, bleibt es nichts ich rufe ihn hiermit zur Sache.) Ich halte es trotzdem für fertigt. Wenn Herr Gröber den Regierungsvertreter verstanden defto weniger bedenklich, ein solches Sondergesetz zu geben. Die nöthig zu sagen, daß der Betreffende in diesem Falle je hätte, hätte er fich nicht so optimistisch geäußert. Die Nuhe des Borschriften des Entwurfs sind viel zu dehubar und unbestimmt, bt zu 2 Jahren Zuchthaus verurtheilt werden würde. Urtheils ist meistens nicht vorhanden, wenn es gilt, einer foa und so dankenswerth einzelne Alenderungen auch erscheinen,( Vizepräsident: Ich rufe den Redner wegen Kritisirung genannten staatsgefährlichen Partei gegenüber zu urtheilen. welche die Kommission beschlossen hat, so schaffen sie doch nicht des Zur- Sache- Rufs des Präsidenten zur Ordnung und mache Trotz unseres Verlangens ist faum ein einziger Fall angeführt das Mißtrauen gegen diese Sondergefeßgebung aus der Welt. ihn auf die Folgen aufmerksam, die damit verbunden find.) worden, der die Nothwendigkeit dieses Gesetzes erwiese. Die Sofern Privatpersonen in Frage ständen, würde es meistens Auf grund derselben Praxis konnte jemand verurtheilt wer- Bejürchtung Stadthagen's, daß militärgerichtliche Erkenntnisse überaus schwierig sein, ihnen den Nachweis des Bewußtseins den, Mißhandlungen u. f. w., er beim unter das Gesez nicht fallen tönnten, ist nur zu begründet. der Rechtswidrigkeit ihres Handelns zu erbringen. Man Militär erfahren hat, später mittheilt, er noch Wenn das auch jetzt erklärt wird, so kann niemand dafür stehen, angehört, aber werde zahllose Prozesse bekommen, in welchen gegen Personen dem Beurlaubtenstande nicht eingezogen daß nicht nachher das Reichsgericht doch die Strafbarkeit festvorgegangen werde, die ohne die geringste dolose Absicht in den ist. Daß er dann vom Militärgericht nicht mit dem Minimal- stellt. Fürst Bismarck sagte seinerzeit bezüglich der Diäten auch: Besitz militärischer Geheimnisse gelangt seien; dem Denunzianten maß bestraft wird, ist ganz klar. Ebenso würde der Redakteur, wo wir nichts zu verbieten haben, haben wir auch nichts zu be wesen würde durch die Strafbestimmungen Thür und Thor ge- der Mittheilung von solchen Verhandlungen macht, bestraft wer strafen, und das Reichsgericht bestrafte nachher die Diätenwenn er die wenn wird doch die = Schluß 6 Uhr. Nächste Sigung Mittwoch 1 Uhr.( Anträge aus dem Hause.) Parteinachrichten. Tokales: empiänger. Mir wurde vor einiger Zeit von dem Vater eines| daß systematisch unter Billigung der vorgesetzten Behörden ver- 1 Der Amtmann Hauber in Neresheim hatte am 12. März während seiner Dienstzeit verstorbenen Soldaten des dritten sucht wird, irgend eine strafgesegliche Bestimmung in Anwendung eine sozialdemokratische Versammlung in Kirchheim i. R. auf Schlesischen Dragonerregiments ein Brief übergeben, welcher die zu bringen gegen einen Soldaten, nicht weil er gegen seine Pflicht gelöst, weil der Referent, Genosse Hildenbrand aus Stuttgart, Mittheilung enthielt, daß der Sohn an den Folgen von Miß- gefehlt hat, sondern weil er Sozialdemokrat ift. Deshalb bitte beleidigende Aeußerungen über die Mitglieder des Reichstags handlungen seitens der Unteroffiziere und Kameraden gestorben ich Sie, diese neuen Ausnahmebeſtimmungen abzulehnen. und über die Gesetzgebung gemacht haben sollte. Die Auflösung sei. Nach dem vorliegenden Geseze wäre dies mit Gefängniß zu§ 14 wird gegen die Stimmen der Freifinnigen und Sozial- erfolgte auf grund einschlägiger Gesegesbestimmungen". Die bestrafen. Wir stimmen gegen alle Anträge, das Gesetz ist in demokraten aufrecht erhalten. Kreisregierung in Ellwangen, bei welcher Beschwerde geführt feiner Weise zu verbessern. Die Tendenz, die den Reichstag jetzt Das Haus nimmt hierauf die rückständigen Abstimmungen wurde, war aber nicht dieser Meinung; sie erkannte, daß der beherrscht, ist eine derartige, daß wenn ich die Macht hätte, ich zur Wuchergesetz Novelle vor. In namentlicher Abstimmung Amtmann Hauber nicht befugt gewesen sei, die Versammlung arfden Reichstag auf mindestens zehn Jahre zuschließen würde, wird über§ 302b( Ausdehnung der Strasbestimmungen über zulösen. damit er nicht gesetzgeberisch wirksam sein fönnte.( Heiterkeit.) gewerbsmäßigen Wucher auf alle anderen Rechtsgeschäfte, welche Abg. v. Bar bedauert lebhaft, daß der Kollege Gröber nicht die Kriterien des Wuchers an sich tragen) abgestimmt. Da sich Mitglied der Kommission gewesen ist, da man in diesem Falle aber an dieser Abstimmung nur 167 Mitglieder betheiligen, ist wohl leichter zu einer Beseitigung der bedenklichsten Schwächen das Haus wiederum beschlußunfähig, und die Sigung wird des Entwurfes hätte gelangen können. Nur für eine ganz ge- unterbrochen. ringe Zahl von Fällen sei ein Bedürfniß vorhanden; dafür aber ein Gesetz zu machen, sei ein Vorgehen etwa derart, daß man mit einem Geschoß gerade ein bestimmtes Individuum unter 10 000 zusammen siebenden treffen wollte. Die sehr treffenden Hinweise der Sozialdemokraten lassen auch aus diesem Gesetz eine direkte Gefahr für die Mitglieder des Reichstags auitauchen; zumal solche, welche Mitglieder einer Militärkommission sind, fönnten fehr leicht den Strafen des§ 2 der Kommissionsbeschlüsse zum Opfer fallen. Ein Bedürfniß sei lediglich für die wirkliche Spionage anzuerkennen, mit welcher sich der§ 4 der Vorlage und der§ 2 seines Antrages beschäftige. Nur in diesem Um fange fönne er ein positives Votum verantworten. Für ein so drakonisches Gefeh, wie das vorgelegte, fönne er nicht eintreten. Abg. Stadthagen: Nicht den Sozialdemokraten sondern höchstens den Behörden und Gerichten ist die Objektivität ver-( Ref. Schulze Jena). Loren gegangen. Es steht durch Erkenntniß fest, daß Legut zu 5 oder 6 Jahren Gefängniß verurtheilt worden ist, wegen einer Reichstags- Kandidaturen. Für den Wahlkreis Frant- Das Restaurant Reichshallen ist gestern( Dienstag) Mittag Handlung, die er vor seinem Eintritt in das Militär begangen furt a. D. wurde in einer Parteiversammlung in Fürstenwalde gerichtlich geschlossen worden, nachdem das Konkursverfahren hat. Darauf fußen wir und wir haben die Besorgniß, daß diese Stadtverordneter Theodor Meiner aus Berlin einstimmig über das Vermögen des Inhabers German eingeleitet worden Art und Weise der Auslegung seitens der Militärgerichte nach zum Kandidaten für den Reichstag aufgestellt.- Im 22. sächsischen ist. C. ist als früherer Besizer der Wilhelmshallen unter den Infrafttreten dieses Gesetzes sich noch verschlimmern wird. Wollen Wahlkreise( Kirchberg- Auerbach) fandidirt der bisherige Linden bekannt. Sie, daß unsere Mitbürger noch weiter ähnliche Leiden zu er- Vertreter Franz Hofmann aus Chemniß. dulden haben und daß sie wegen der in ihrem ZivilverEine empörende Rohheit, durch welche der Tod eines hältniß begangenen Bethätigung sozialdemokratischer Gesinnung Wahlaussichten. Wie die Magdeburger Boltsstimme" Knabens herbeigeführt worden, hat Veranlassung zu der Verins Zuchthaus wandern, dann stimmen Sie für den§ 1. In mittheilt, sind es in der Provinz Sachsen außer Magdeburg, haftung des 19 jährigen Rutschers Oskar Schirmer gegeben. Um diesen und andern Fällen ist ganz fraß und flar Halle und Kalbe- Aschersleben, folgende Wahlkreise, die unser vergangenen Sonnabend Nachmittag gegen 4 Uhr wollte der fratie gehörig gebrandmarkt nicht ins Heer gehöre. Wir haben teit thun: Osterburg Stendal, Wolmirstedt- Neuhaldensleben, auf der Bordschwelle einen Augenblick stehen, um das von dem ausgesprochen worden, daß der Bestrafte als zur Sozialdemo- werden müssen, wenn die Genossen ihre Schuldig- 11 jährige Max Bethke, dessen Eltern in der Grunewaldstr. 121 wohnen, den Fahrdamm der Golgitraße überschreiten, blieb jedoch ja gegen das Lettere nichts einzuwenden. Beschließen Sie doch Wanzleben, Oschersleben Halberstadt, Naumburg Beiß, Erfurt obengenannten Sch. geleitete Rollinhrwerk vorbei zu lassen. Sen Ausschluß der Sozialdemokraten aus dem Heer, dann fönnen Schleusingen. Der Kutscher lenkte jedoch, in schärfster Gangart fahrend, feine solche frassen Ungerechtigkeiten nicht vorkommen. Aber so lange sie vorkommen, fönnen wir sie nicht ruhig mit ansehen. Wenn Maifeier. In Tauchern bei Weißeufels wird die Mai- Davor stehende Knabe von den Wagenstangen heruntergerissen Pferde so dicht an die Bord chwelle, daß der dicht es zulässig ist, daß ein Mann eingezogen wird, daß ihm ein ge- feier Sonntag den 30. April abgehalten, weil fonit ein großer wurde. Die Hinterräder gingen über den Kopf und die Beine heimer und gemeiner Fehdebrief voraufgeht und daß er zu einer Theil der Arbeiter, und namentlich der Bergleute, sich nicht daran des unglücklichen Kindes hinweg, welches entsetzlich verstümmelt graufamen Strafe verurtheilt werden fann wegen seiner Gesinnung, betheiligen könnte. In Frankfurt a. D. ist am Abend des nach dem Elisabeth- Krankenhause geschafft wurde und wenige dann kann man nicht ruhig sein. Wer es ehrlich meint mit der 1. Mai eine Versammlung, am 7. Mai ein Ausflug; in ähnlicher Stunden darauf verstarb. Der schuldige Kutscher suchte sein Heil wahren Ehre und der wahren Würde des Mannes, muß gegen Weise wird das Fest in Brandenburg gefeiert( der öffentliche in der Flucht, indem er mit der Peitsche nach seinen Verfolgern den§ 1 stimmen.( Lebhafte Zustimmung bei den Sozialdemokraten.) Umzug ist auch dies Jahr verboten worden). In NeuAbg. Gröber( 3.): Ich glaube immer noch, daß mit der Weißensee bei Berlin wird am Abend des 1. Mai eine Ber- fchlug; schließlich aber wurde er gestellt, vom Wagen geriffen Ehre und Würde des Mannes vereinbar ist, ein Gesetz gegen die ammlung nebst Rommers abgehalten. In Rigdorf ist am tamen und den Kutscher aus den Händen der Menge befreiten. und von dem empörten Publikum gelyncht, bis Schuhleute hinzuSpionage zu machen( Zustimmung im Zentrum) und weiter habe Abend des 1. Mai Versammlung, am 7. Mai ein Fest. Die ich nichts gesagt. Wenn die Mittheilungen über Soldatenmiß- Breslauer Parteigenossen halten das Fest am 30. Avril in Auf dem Wege nach der Polizeiwache meinte der rohe Bursche: Na, schad't ooch nich, denn jeh' ict een paar Monate nach handlungen nach der Meinung der Sozialdemokraten wirklich ein Oswih ab; die Saalfelder am 7. Mai. Blögensee." Verrath militärischer Geheimnisse ist, dann können wir uns nicht mehr verständigen, dann giebt es keine Diskussion mehr. Der Magiftrat glaubte sich der allerhöchsten Suld durch seinen Schloßplay- Erweiterungsplan erfreueu zu fönnen und war dafür bereit, der lieben Stadt Berlin eine Kostenlaft von etlichen Millionen aufzubürden. Er rechnete dabei auf eine Beihilfe des Kaisers. Jetzt ist aus dem Ziviltabinet des Kaisers der Bescheid gefommen, daß jede Beihilfe in Land oder Geld zur Verbreiterung des Schloßplates abgelehnt werde. Die Stadt wird also allein Protestversammlungen gegen die Militärvorlage haben die Gesammtfosten zu tragen haben, wenn anders die Stadtweiter stattgefunden in Fisch ba ch bei Coburg( Ref. Sülle verordneten- Bersammlung nicht den ganzen Magistratsvorschlag Erfurt), Grimma( Ref. Thiele- Wurzen), Mannheim flipp und flar ablehnt. Das ist freilich von der gegenwärtigen ( Ref. Reichstags- Abgeordneter Drees bach), Weil in Baden Majoritat nicht zu erwarten, zumal sie seiner Zeit den Singer( Ref. F. Helms), Nieder- Dlm und 3ornheim( Ref. fchen Antrag ablehnte, der furzweg der ganzen SchloßplatzLandtags- Abgeordneter Müller- Darmstadt), Auma Projektmacherei, gleichviel ob sie von Kunze oder Belle oder irgend einem Meyer ausgehe, ein Ende gemacht hätte. B R = Die Kölner Arbeiter wollen auch in diesem Jahre ver Staatssekretär Hananer: Der Fall Geffeten hat mit der suchen, den städtischen Gürzenich Saal zur Maifeier Vorlage absolut nichts zu thun, und ist bei ihrer Ausarbeitung und zu Parteiversammlungen zu erhalten. Falls dies wie in den in feiner Weise in Frage gekommen. Bei den Militärgerichten beiden Vorjahren wieder abgelehnt wird, soll Beschwerde erhoben fönnen Beurlaubte nur wegen militärischer Vergehen abgeurtheilt und unter Umständen der Klageweg beschritten werden. Der Saal wird bekanntlich den anderen Parteien bereitwilligst zu Versammlungen und Festlichkeiten überlassen. werden. Damit schließt die Diskussion. In der Abstimmung werden zunächst entsprechend dem Antrage Gröber die oben erwähnten Worte gegen die Stimmen der Deutschkonservativen und einiger Reichsparteiler gestrichen. Der Antrag v. Bar erhält nur die Stimmen der Freisinnigen und der Volkspartei. Darauf erfolgt die namentliche Abstimmung über den durch die Anträge Gröber modifizirten§ 1 der Kommissionsbeschlüsse. Bei den Gewerbegerichts- Wahlen in Sedenheim in Baden siegten die sozialdemokratischen Kandidaten mit DreiviertelMajorität. Bei der Gemeinderaths- Wahl in Hohenfelde bei Altona wurden in der 3. Klasse die sozialdemokratischen Kandi Daten gewählt, obwohl sich unsere Partei zum ersten Mal an der Wahl betheiligt hatte. Die Sozialdemokratie des bayerischen Kreises Schwaben. Neuburg hält am zweiten Pfingstfeiertage in Mindelheim einen Parteitag ab, auf dem über folgende Punkte verhandelt werden foll: 1. Die bayerischen Landtagswahlen, 2. die Reichstags wahlen, 3. Organisation und Agitation, 4. die Parteipresse, 5. der internationale Arbeiterfongreß in Zürich, 6. Anträge und Berfchiedenes. " Zu dem Selbstmord des 19- jährigen Büglers Eugen Rupprecht wird uns von seiten des Vaters im Gegensatz zum Bericht der Berliner Zeitung" mitgetheilt, daß sich sein Sohn nicht wegen" einer Liebesaffäre, die gar nicht in Frage kam, sondern lediglich deshalb vergiftete, weil er, nachdem er bereits 4 Monate arbeitslos gewesen war, jest wieder das Unglück hatte, außer Stelle zu kommen. Seinen Eltern, die sich selbst höchst fümmerlich durchschlagen müssen, wollte er nicht abermals zur Last fallen, und da er infolge des Fehlschlagens seiner Be mühungen um Arbeit allen Muth zum Leben verloren hatte, fo gab er sich selbit den Tod. Auch er ist eines der vielen Opfer unferer verkehrten Gesellschaftsordnung. Ju Schildhorn erschos sich Sonntag Abend der jugendliche Bildhauer Otto Wille. In einem dortigen Lokal jagte er sich eine Revolverfugel in den Kopf. In seinem Notizbuch) hatte, wie die Blätter berichten, der Lebensmüde als Grund der That ein amerikanisches Duell mit einem Offizier" verzeichnet. Bei der Leiche fand man noch 1,80 m. vor, aber feine Werthe fachen. Der Todte ist nach der Halle des Selbstmörder- Friedbojes am Grunewald gebracht worden. Er stammt als Halberstadt. § 1 wird mit 153 gegen 57 Stimmen angenommen. Dagegen stimmen nur die Freifinnigen, Boltspartei und SozialDemokraten. Die§§ 2-4 werden nach den Kommissionsbeschlüssen, jedoch in Konsequenz des Antrags Gröber unter Streichung der Worte oder Nachrichten" angenommen, ebenso ohne wesentliche Debatte§§ 5-7, 9-12 und 14.§§ 8 und 18 werden ohne Debatte fast einstimmig abgelehnt. Bu§ 11 wird auf Antrag Gröber beschlossen, die Bestimmungen, wonach§ 93 des Strafgesehbuchs auch auf die Verbrechen und Vergehen nach diesem Gesetze Anwendung finden soll, zu streichen. Anscheinend aus unglücklicher Liebe hat gestern VorNach§ 14 ist für die Untersuchung und Entscheidung in mittag das fünfundzwanzig Jahre alte Dienstmädchen Augufte erster und letzter Instanz in den Fällen der in diesem Gesetze In einer Würzburger Antisemiten- Versammlung wurde Gerwayky, das bei dem Kaufmann K. in der Französischenstraße vorgesehenen Verbrechen das Reichsgericht zuständig. Die dem Referenten Dr. Böckel von dem Redakteur der sozial- Nr. 57/58 in Stellung war, Selbstmord begangen, indem es Die Gerwazky war in der demokratischen Unterfränkischen Bolts Tribüne", Albrecht Schweinfurtergrün zu sich nahm. Abg. Stadthagen: Die Behörden haben immer noch keine Fülle, und dem Parteigenossen Fersch derart ternhaft ent- berrschaftlichen Wohnung verblieben und starb daselbst um zehn Beit gehabt, eine andere Militär- Strafprozeß- Ordnung herzustellen. gegengetreten, daß die Antisemiten ihr Heil in dem Geheul suchten, Uhr Abends. Die Leiche ist dem Schauhause zugeführt worden. Es ist daher nicht am Blaze, der Militärgerichtsbarkeit jeht womit sie überlegenen Gegnern stets und überall nur zu antworten weitere Ausdehnung zu geben. Eine ganze Reihe von veröffent- wissen. Zum Schluß eröffneten sie auf unsere Genossen ein BomWeber zwei erhängte Personen wird uns berichtet: Gestern lichten Erkenntnissen der Militärgerichte zeigen, daß die Militär- bardement mit Filzdeckeln, stellten es aber sofort ein, als sie die Vormittag um 7 Uhr hat sich wegen unerwidert gebliebener Liebe gerichte im vollen Bewußtsein, daß sie hierbei ab: entschloffenen Mienen der Sozialdemokraten faben. Kurz, die der 23 Jahre alte Silberarbeiter Wilhelm Wilte, Blücherftr. 54, weichen von den Urtheilen der Zivilbehörden, absolut Antisemiten gaben sich ganz als die Rüpel, die sie sind. das Leben genommen. Er hatte seine Neigung der unverehelichten andere Urtheile fällen, wie die Zivilbehörden. Während Marie Walther, Simeonstr. 29, zugewandt, von dieser aber fortbei jedem Richter es sonst als die erste Pflicht hin- Die Unerträglichkeit des polizeilichen Regiments in gefeht Burückweisungen erfahren. Aus diesem Grunde hat er das gestellt wird, daß er unbeirrt durch die politischen Anschauungen Sachfen tritt wieder einmal grell zu Tage in einer Mittheilung Haus, in dem seine Angebetete wohnte, aufgesucht und sich, wie hier haben wir das Schauspiel erlebt, daß dem Generalauditeur bei Dresden empfing. Die Mittheilung lautet: Aus Furch Dannebl in einem Stalle des Grundstücs Adlerstr. 7a den 15das vor ihm Stehende lediglich nach den Thatsachen beurtheilt, der Sächsischen Arbeiter- Zeitung", die diese aus Unterweißig er in einer hinterlassenen Notiz fagt, aus Rache dort erhängt. - Einige Stunden später fand die Tochter der Milchhändlerin von Jttenbach der besondere Dank der Armee quittirt por Maßregelung durch die AmtshauptmannMilitärgerichtsbarkeit wird hierdurch nicht berührt. wurde dafür, von diesem Prinzip der Gerechtigkeitschaft verweigert der Gasthofsbefiger D. Henne jährigen Laufburschen Ernst Richter an der Krippe als Leiche feitens des Königsberger Militärgerichts abgewichen wurde. in Fördergersdorf die Hergabe seines Saales hängend vor. Wie sich herausgestellt hat, hatte er seiner DienstDie Militär- Rechtsprechung geht dahin, daß die Militärgerichte zu Bersammlungen! Der Vorsitzende des Diskutir und herrin Dannebl geringe Geldbeträge unterschlagen, die er von es für nothwendig halten, gegen Sozialdemokraten als solche Lefevereins für Weißig und Umgegend hatte bei Herrn Heyne Kunden eingezogen hatte. Als dies bemerkt wurde, wollte er von wegen der Gesinnung vorzugehen und aus dieser Ge- angefragt, ob er dem Verein für den 30. April oder 1. Mai den seiner Tante K. in der Neuen Friedrichstraße sein Sparkassenbuch finnung Thatbestandsmerkmale zu konftruiren. Wir wünschen Gaal zu einer Versammlung überlassen wolle und unter welchen holen, um den Betrag zu ersehen. Da er dies nicht erhielt, so nicht, daß derartige Ausnahmegeseze gemacht werden. Wenn Bedingungen. Herr Heyne schreibt nun:„ Ich muß mich hier bat er seinem Leben ein Ende gemacht. aber politische Meinungen derartig abgeurtheilt werden, so ist mehr auf Tanzmusik verlassen und würde mir die Amis- Schwer verunglückt ist gestern Nachmittag um zwei Uhr das ein Ausnahmegericht gegen Sozialdemokraten, und wir wollen hauptmannschaft dann sehr viele Beschwerden der dreißig Jahre alte Kutscher Albert Dabkowitz aus der daher nicht den Geltungsbereich der Militärgerichtsbarkeit erweitern. machen, was schließlich mein Ruin wäre." Nun, vielleicht Stralauerstraße, der mit einem beladenen Arbeitswagen die Am 7. November 1690 wurden einige Rekruten eingestellt, im entschädigt ihn die Amtshauptmannschaft auch für den Ausfall Alexandrinenstraße entlang fuhr. Vor dem Hause 36 fiel er von Februar darauf unterhielten diese sich darüber-( Präsident des Berdienstes, welcher ihm durch Verweigerung seines Saales dem Gefährt herunter, die Räder gingen ihm über den Kopi und v. Leve how: Ich bitte den Redner, nicht vom Gegenstand der zu Versammlungen entsteht! Berathung abzuweichen; es ist unmöglich, hier alle Urtheile von verletzten ihn derart, daß er nach dem Charitee- Krankenhause gebracht werden mußte. Aus welcher Veranlassung er von dem Gefährt heruntergefallen ist, hat sich noch nicht feststellen lassen, da Dabkowitz bisher nicht vernommen werden konnte. Militärgerichten aufzuzählen.) Wenn ich das wollte, würde ich Die Sozialdemokratie des vogtländischen Reichstags: allerdings nicht fertig werden, aber ich will auch nur ein einziges Wahlkreises Kirchberg- Auerbach hielt am 9. April in Beispiel anführen.( Präsident: Ich rufe den Redner zur Trenen einen Parteitag ab, auf dem 29 Orte vertreten Ordnung, weil er sich meinen Anordnungen nicht fügt.) Dann waren. Berichtet wurde, daß die Sozialdemokratie überall Fort- Polizeibericht. Am 17. d. M. Morgens wurde ein Buch wird es mir beinahe unmöglich gemacht, die Gründe, die fchritte macht, wenn auch auf dem Lande noch viel zu thun halter im Geschästslokal seiner Mutter, in der Teltowerstraße, schlagendster Natur sind, darzulegen, warum es nicht angezeigt übrig bleibt. Der Stand der Presse ist zufriedenstellend. Der erhängt vorgefunden. Auf der Prenzlauer Allee fiel Vormittags ist, den Geltungsbereich der Militärgerichtsbarkeit auszudehnen. Parteitag stellte den bisherigen Vertreter des Kreises im Reichs- ein Kutscher beim Besteigen seines in der Fahrt befindlichen Wir wollen nicht, daß hunderte und tausende von Brüdern im tage, Genossen Franz Hofmann in Chemniß, wieder als Wagens zur Erde und erlitt einen Bruch des Nasenbeins, so daß Waffenrock der Gefahr ausgefegt werden, völlig ungerecht ver- Kandidaten auf und bestimmte Rempesgrün zum Ort der nächsten er nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht werden urtheilt zu werden. Wir wollen diese tautschukartigen Be- Konferenz. mußte. Mittags fand vor dem Hause Linienſtr. 8 ein Zus ftimmungen nicht in das Gefeß aufgenommen wissen.( Lachen sammenstoß zwischen einem Kohlenwagen und einem Handwagen rechts und im Zentrum.) Ja lachen Sie, und ich wünschte, daß statt, wobei ein den legteren führender Lehrling inter die Räder Sie einmal der Militärgerichtsbarkeit unterstelt sind und daß das-Wegen Beleidigung des Redakteurs des Düsseldorfer des anderen Wagens geschleudert wurde. Er erlitl einen Bruch Militärstrafverfahren einmal auf Ultramontane angewendet würde, General- Anzeigers" wurde der Rebattent der Elberfelder des Ellenbogengelents und eine Verlegung am Knöchel. Vor dem dann mußte Jbre gesammte Wählerschaft ins Buchthaus( Heiterfeit.) Freien Bresse", Genosse Lingweiler, zu 100 M. Geld- Sause Oranienstr. 118/114 fiel Nachmittags ein Kutscher, welcher die Wenn die Militärgerichtsbarkeit eine solche ist, daß rein politische Strafe verurtheilt. Daß ein Redakteur gegen den andern wegen ihm entfallene Pferdeleine aufheben wollte, von dem von ihm Urtheile gesällt werden, daß gegenüber solchen Urtheilen die Beleidigung flagt, ist auch eine liebliche Blüthe unserer Zeit. geführten Kohlenwagen und wurde am Unterliefer so schwer ver obersten Militärbehörden hier mittheilen, daß die Militärgerichte Der Arteiter Gefangverein in Stendal sollte durch legt, daß seine Ueberführung nach der Charitee erforderlich den höchsten Tank verdienen, dann dürfen Sie es uns nicht ver- seine Lieder indirekt auf öffentliche Angelegenheiten eingewirkt wurde. Abends sprang eine Frau von der Eisenbahnbrücke argen, wenn wir diese Ausnahmegefeze gegen Sozialdemokraten haben. Das Schöffengericht verurtheilte deshalb den Vorjizenden an der Mühlenstraße in die Spree und ertrank. Im Laufe bekämpfen. Wegen der vorgerückten Stunde und bei der Koch auf grund von§ 2 des Vereinsgefezes zu 15 M. Geld des Tages fanden vier Brände statt. Abgeneigtheit des Präsidenten, auch meine Thatsachen vorbringen strafe, das Landgericht erkannte aber auf Freisprechung. Damit V su laffen, verweise ich auf die betreffenden Nummern des Ham find eine ganze Heibe Untlagen hinfällig, die gegen die Borstandsburger Echo" und des Vorwärts". Ich kann damit schließen, mitglieder schiebten. Gerichts- Beifung. Wegen einer aufreizenden Aeußerung wurde in Halle a. S. der Anarchist Hermann Deumer zu einem Monat Gefängniß verurtheilt. Er soll das Vergehen in einer Versammlung der Unabhängigen" begangen baben, in der er an Stelle des cand. phil. Landauer referirte, dem, wie das„ Wolfs blatt für Halle" mittheilt, die Polizei das Sprechen verboten hatte, weil er ein Ausländer ift. " 1 Soziale Leberlicht. Achtung Metallarbeiter! mals in Erinnerung; dieselbe ist zum Preise von 5 Bf. in jeder| Vertreter in der Konferenz vom 3. April den Maurern gegenüber Anzahl vom Herausgeber, sowie von Unterstehendem zu beziehen. gemacht haben, vollkommen einverstanden und verpflichten sich, in Die Zehner Rommission. diefem Sinne unter ihren Kollegen weiter zu agitiren. beten. D Im Auftrage: Fr. Gent, Berlin N., Tresckowstr. 26a. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck ge- lich Frauen start vertreten waren, fand am 17. April in der Eine gutbesuchte Volksversammlung, in welcher nament Bockbrauerei statt. Frau Kähler Hamburg sprach über:„ Die In Mülhausen t. E. haben 300 Arbeiter der Wollwirthschaftliche und gesellschaftliche Stellung der Frau". Das spinnerei von Glück u. Co. wegen angefündigter Lohn schöne Wort, so führte die Rednerin aus, welches von den Frauen herabsetzung die Arbeit niedergelegt. Man befürchtet, daß sich behaupte, daß sie himmlische Rosen ins irdische Leben weben, ſei sowohl die übrigen Arbeiter der ca. 1000 Personen beschäftigen- längst zur Lüge geworden, wenn es überhaupt jemals Wahrheit Einer der gefährlichsten Zuhälter Berlins wurde gestern den Firmen, wie die Personale der übrigen Fabriken Mühlaufens gewesen. Und mit ihm treffe auch nicht mehr das Sprichwort ber zweiten Straitammer des Landgerichts 1 in der Person des dem Streit anschließen werden. zu:„ Das Haus ist die Welt der Frau, die Welt das Haus des Koppeltnechts Theodor Beyer vorgeführt. Er war der Mannes". Die Frau kämpfe jetzt, durch die technisch- wirthschaftRuppelei, der wiederholten schweren Erpressung, In Höchst a. M. streiten in der Leo Lehmann'schen liche Entwickelung dazu gedrängt, mit dem Manne in der öffentder wiederholten schweren Mißhandlung, der Fabrit für Holz- und Metallindustrie acht Drechsler wegen lichen Industrie um das tägliche Brot, sie sei seine Konkurrentin Bedrohung, Sachbeschädigung und des aus. verweigerter Aufbesserung der Arbeitsbedingungen und jersuchen geworden. Ihr Verdienst sei äußerst gering, gebe durchschnittlich friedensbruch 3 angeklagt. Die Verhandlung ergab ein um Vermeidung des Zuzugs. nicht über 5 Mart die Woche hinaus, wenn auch höhere Frauenerschreckendes Bild von Verrobung. Die Zeugin Haase, welche Die Maurer ersuchen um Vermeidung des Zuzugs nach löhne vorfämen. Für die Mädchen und Frauen, welche jahrelang ein willenloses Werkzeug in den Händen des An- Buxtehude, Grevesmühlen, Stolp, Schwebt a. D. so mit ihrem Verdienst nicht ausfämen, biete sich, hauptsächlich getlagten gewesen, hat eine schmere Leidenszeit durchmachen und Uetersen, wo Lohndifferenzen schweben. in den großen Städten, die Prostitution als Ausweg dar. In müssen, bis sie sich endlich aufraffie und mit Hilfe der Polizei von ihrem Peiniger befreit wurde. Um Geld von der Beugin Aufruf an fämmtliche Gewerkschaftskartelle Deutschlands. Hamburg bestehe eine Schneiderwerfstatt, in welcher den sich über ihre Nothlage und schlechte Entlohnung beklagenden Mädchen zu erpressen, bedrohte der Angeflagte sie wiederholt mit ge In seiner legten Sizung beschloß das Breslauer Gewert zücktem Messer; et drohte, ihr den Bauch aufzuschlißen, oder sie schaftskartell, zu dem Reichs- Seuchengesetz dahin Stellung zu einfach vom Werkjührer mit einem Hinweis auf diesen Ausweg geantwortet werde. auf die Schienen zu werfen, damit sie von einem Zuge zermalmt nehmen, daß nicht nur die Hinterbliebenen der Aerzte und sehe, die Ursache der Prostitution sei in den zahlreichsten Fällen ( Rufe: Pfui, das ist hier ebenso!) Man werde, Faustschläge und Fußtritte waren an der Tagesordnung. Krankenpfleger, welche einer Epidemie zum Opfer fallen, aus der Hunger. Der sozialdemokratischen Arbeiterpartei werde immer Da die Beugin, welche den gewaltthätigen Charafter ihres Staatsmitteln unterstützt werden, sondern auch die Familien vorgeworfen, die Familie zerstören zu wollen. Könne denn die Befchützers" kannte, befürchten mußte, daß er feme Drohung, fie der Rohrlegez, deren Berui bei dem Ausbruch einer Seuche Familie überhaupt noch zerstört werden; habe das nicht schon umzubringen, ausführen würde, fo zog sie es vor, seine For- ein äußerst gefährlicher ist, zu versorgen sind. gründlich die fapitalistische Wirthschaftsweise besorgt?! Der derungen zu bewilligen. Das Gericht verurtheilte den AngeEs ergeht deshalb an alle Gewerkschaftskartelle die Aufforde: Mann in der Fabrik, die Frau in der Fabrik und schließlich flagten zu fünf Jahren Zuchthaus, Ehrverlust und rung, sich dem Vorgehen des Breslauer Kartells anzuschließen auch noch die Kinder in der Fabrik: wo sei da an ein und die Reichstags Fraktion zu beauftragen, bei der Debatte Familienleben zu denten? Und diesen Zustand habe die Ent Polizei- Aufsicht. über das obengenannte Gesetz diesen Wunsch zum Ausdruck zu wickelung des Kleinbetriebs zum großen Industrialismus bringen. herbeigeführt, der infolge seiner folossalen technischen Das Gewerkschaftstartell zu Breslau. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten Silfsmittel einen Ersatz des robufteren Mannes durch die Frau möglich machte. Die Frauenarbeit sei in einzelnen IndustrieDie Maler, Lackirer und Anstreicher Münchens be weigen schon zur vorwiegenden geworden, in anderen nehme sie finden sich in einer Bewegung um Regelung ihrer höchst un- immer mehr zu. Rednerin bringt einige Zahlen dafür bei und befriedigenden Lohn- und Arbeitszeitverhältnisse. verweist auf die größere Bedürfnißlosigkeit und Schüchternheit des Weibes, welche dasselbe dem Unternehmer als brauchbares Beranlaßt durch die infolge der Bekanntmachungen des Deutschen Metallarbeiter- Verbandes hervorgerufenen Irrthümer fordern die Einrührung eines neuen, höheren Lohntarijs und sich aber nicht mehr ruhig in alle ihnen auch durch die Religion Die Sattler Gense stehen in einer Lohnbewegung. Sie Ausbeutungsobjekt erscheinen laffeu. Die Arbeiterinnen wollten und Mißverständnisse sehen wir uns genöthigt, darauf hinzuweisen, daß die am 19. März d. J. im Feenpalast stattgefundene General. wollen dagegen auf freie Beherbergung bei den Meistern ver- auferlegten wirthschaftlichen, sozialen und politischen Fesseln versammlung des Verbandes aller in der Metallindustrie bezichten. Von ca. 40 Geschäften haben bis jetzt 26 bewilligt. schicken. Hauptsächlich in den Fabrifzentren fämen sie zusammen schäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend nach eingehendster leber den Hamburger Heizer- und Trimmerstreit be in Vereinen und Versammlungen, um ihre Lage zu besprechen Diskussion einstimmig beschlossen hat, die bis- richtet das Hamburger Echo" unterm 17. April, daß die Rheder und sich aufzuklären. Das thäte aber auch noth und zwar in herige Form der Organisation, die lokale auf das Schreiben der Streitfommission erwidert haben, sie größerem Maße noch, als es bis jetzt geschehe. Auf dem Prä 3eutralisation, beizubehalten. fühlten sich nicht veranlaßt, eine Veränderung in der Heuer der sentirteller feze man den Frauen teine Rechte vor und müßten erkämpft Grund dazu war, daß in einer erneuten Aenderung der Heizer und Trimmer eintreten zu lassen, und müßten infolge deffen flagten fie noch so sehr dieselben Organisationsform, und ganz besonders durch einen eventuellen von einer Unterhandlung Abstand nehmen.- Von der Hamburg: werden, die Arbeiterin müsse sich zunächst organisiren und mit Uebertritt zum Deutschen Metallarbeiter- Verband eine Schwächung Amerikanischen Packetfahrt- Aktiengesellschaft ist der Dampier dem männlicher Proletarier Hand in Hand gehen im Kampfe der Organisation unausbleiblich sei, daß der Charakter Hansa" nach Antwerpen abgesandt worden, um dort Leute, gegen den Kapitalismus. Nur die Arbeiterpartei, die Sozialeiner wirthschaftlichen Kampfesorganisation welche von Werbern angeheuert sind, abzuholen. Von der Kom- demokratie sei für Gleichberechtigung alles dessen, was Menschenvollständig verdrängt und zu einem bloßen Reise: mission der Heizer und Trimmer ist bereits nach Antwerpen tele- antlig trägt, also auch für die des Weibes mit dem Maune. unterstützungsverein herabgedrückt werde. Maßgebend war ferner- graphirt worden, um die Angeheuerten von der Sachlage in Auf den Trümmern der alten würden neue, bessere Verhältnisse hin, daß in weitesten Kreisen der Berliner Kollegen eine tief- Hamburg zu unterrichten. Am Montag morgen heuerten die erstehen. Um die Widersinnigkeit der bestehenden Zustände zu gehende Abneigung gegen einen eventuellen Anschluß an Mannschaften des Dampfers Troja" und des Schnelldampfers eriveisen, genügte, meint Rednerin, die Verlefung zweier Annoncen. den deutschen Metallarbeiter- Verband vorhanden ist, In der einen verlangt der Besizer zweier junger Hunde, denen eine neue Dezentralisation herbeigeführt worden wäre Wolff's Bureau meldet über den Streit unter'm 18. April: die Mutter frepirt ist, auf einige Monate für 500 m. eine dadurch, daß nach dem Anschluß Anschluß eine ganze Reihe Der Streit der Feuerleute ist in einer gestern abgehaltenen Ber- Hunde- Amme mit bestimmten Eigenschaften, während in der lofaler Branchenorganisationen sich aufs Neue gebildet sammlung nach sehr lebhafter Debatte mit 178 gegen 159 Stimmen andern ein kräftiger fleiner Junge zum Verschenken aus Daraus ersehe man, fährt Rednerin fort, hätte. Ausgehend von der Ueberzeugung, daß die vor für beendet erflärt worden. Für diese Beschlüsse hat sowohl die geboten wird. handenen natürlichen Produktionsverhältnisse der Metallindustrie, Stellung des Vereins der„ Hamburger Rhederei" als auch die daß ein Hundeleben schier mehr werth ist heutzutage als und besonders die eigenartigen Berlins, maßgebend feien für die Beseitigung der Schwierigkeit, die Dampfer mit dem nöthigen das eines jungen Menschen. Wenn so die„ göttliche Gestaltung der Organisation, konnte die Generalversammlung in Waschinenpersonal zu besetzen, beigetragen. Der Streit hat un- Weltordnung" jich zeige, dann sei es wirklich Beit, daß fie dem Anschluß an den Deutschen Metallarbeiter Verband einen gefähr vier Wochen gedauert. bald durch eine weltliche Ordnung abgelöst werde. Fortschritt nicht erblicken. Bei aller Sympathie für die deutschen ( Stürmischer Beifall.) An der Diskussion betheiligten sich die Kollegen vermochten sich die Kollegen nicht dazu zu verstehen, Unter großem Beifall traten sie für die Erkämpfung politischer Genossinnen Ihrer, Palm, Wengels und Genosse Köhn. wiederum eine Bersplitterung der Kräfte herbeizuführen, nachdem Rechte, z. B. des allgemeinen Wahlrechts, und für die Betheilig.ing erft vor zwei Jahren durch Gründung unseres Verbandes eine einheitliche Organisation für alle Berliner Metallarbeiter ge- Ueber den Dockarbeiter- Ausstand in Hull wird der der Frauen an den bestehenden Organisationen ein. fchaffen worden ist. Ob dementsprechend das Vorgehen des Boff. 3 tg." unterm 18. April aus London berichtet: Nach engels gab bekannt, daß das Einschreibegeld beim Eintritt Deutschen Metallarbeiter Verbandes richtig und für die Arbeiter verschiedenen erfolglofen Ausgleichsversuchen scheint der Ausstand in den Biloungsverein für Frauen und Mädchen des arbeitenden bewegung von Bortheil ist, das mögen die Kollegen beurtheilen. endlich doch am Vorabend einer gütlichen Beilegung zu stehen. Voltes" 20 Pig. und der monatliche Beitrag ebenfalls 20 Bfg. Eines erscheint uns sicher, daß das Zentralisations fieber ohne alle In einer gestern Nachmittag im Hause der Gemeinen statt- betrage. Schneiderinnen, welche dem Verband der Schneider und Rücksichten, die Allesgleichmacherei, die schon so manche gute gefundenen Berathung zwischen dem Präsidenten des Handels- Schneiderinnen beitreten wollten, hätten 15 Pfg. Einschreibegeld Organisation vernichtet hat, für die Berliner Metallarbeiter amtes Mundella und mehreren an dem Huller Ausstande inter- und wöchentlich 5 Pfg. Beitrag zu zahlen, wofür sie noch die einfach den Ruin der gesammten Gewerkschafts- Bewegung essirten Unterhausmitgliedern wurde ein Abkommen entworfen, Fachzeitung erhielten. Nach einem Schlußworte der Genossin bedeutet, und glauben wir, die Ueberzeugung aus das als Grundlage für die Schlichtung des Streites dienen soll. Kähler wurde jolgende Resolution einstimmig angenommen: drücken zu dürfen, daß die Berliner Metallarbeiter Danach soll die Arbeitsbörse des Rhederverbandes durch ein In anbetracht der grenzenlosen Ausbeutung der Frauen einfichtig genug sein werden, diejenige Organisation, unter Aufsicht des Handelsamtes zu hellendes Arbeitsbureau er durch den Kapitalismus, welche ein reges geistiges Leben derwelche sie selbst gegründet haben, auch fernerhin hochhalten und jetzt werden. Da dieser Vorschlag der Genehmigung der selben verhindert, ihnen die vielgerühmte Bedürfnißlosigkeit aufzu dem machen werden, was sie sein soll: zu einem festen ge- itreitigen Parteien in Hull bedarf, wurde in der gestern Abend zwingt und sie so zur Schmußkonkurrentin des Mannes werden fchloffenen Wall gegenüber jeder Unternehmerwilltür, gegen jede abgehaltenen Versammlung der Abgeordneten der Arbeiter: läßt, erklären die Bersammelten, mit allen Mitteln dahin wirken Ausbeutung und Knechtschaft, zu einer wirllichen Rampfes verbände beschlossen, den geplanten Wassenausstand der Dock- zu wollen, daß die Frauen aus ihrer Gleichgiltigkeit ausgerüttelt organisation. arbeiter in London und anderen Hajenstadten vorläufig nicht ein- werden, daß sie alle Schäden unserer Gesellschaft fennen lernen, treten zu lassen. daß ihr Interesse für das öffentliche Leben geweckt werde und ie fich als Kampfesgenossinnen den in der Sozialdemokratie vers einten Wännern zur Seite stellen. Nur durch ein einiges Zusammengehen der Frauen mit der sozialdemokratischen Männerwelt wird auch ihnen Befreiung aus wirthschaftlicher und geistiger Rechtung werden." " und Fürst Bismarck" ab. Zwecks Aufklärung finden nächste Woche zwei große Agitationsversammlungen statt, und zwar am Montag, den 24. April, für den Norden im Colberger Salon, Colbergerir 23, und am 25. April für den Süden im Konzerthaus Sanssouci, Rottbuserstr. 4a. Im Interesse der hohen Bedeutung für die gesammten Kollegen ersuchen wir um recht zahlreichen Besuch. Mit follegialem Gruß Der Borstand des Verbandes aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. J. A.: Otto Mäther, Borsigender, N., Fehrbellinerstr. 24. Achtung! Maurer Berlins! Auf dem Bau Kaiser Wilhelm und Münzstraßen- Ecke haben am Dienstag Mittag 70 Maurer die Arbeit einmüthig wegen Lohndifferenzen niedergelegt und ersuchen bis auf weiteres um strenge Ber meidung des Zuzugs. Achtung, Lithographen und Berufsgenossen. Tie erste Generalversammlung des Vereins der Lithographen, Steindrucker und Berufsgenossen Deutschlands, welche vom 1. bis 3. April in Berlin tagte, hat sich dafür ausgesprochen, daß ein Meinungsaustausch zum Zweck gegenseitiger Auskunftsertheilung in Gewerkschaftsangelegenheiten erfolge. straße 5, richten. Reinhold Schöpfe, Berlin N, Wollineriraße 28. B. Simonfohn. Mittheilung der Köln. 8tg.", ein Streit ausgebrochen. Die Auf der Kohlengrube Leutsch bei Neiße ist, nach einer Ausständigen fordern Erhöhung des Lohnes. Tagegen meldet das Herold'sche Bureau: Der Streit der Todtarbeiter nimmt immer größere Dimensionen an und macht sich bereits eine allgemeine Besorgniß geltend. Die Nachricht der Boff. 31g." wird aver durch folgende Meldung des Wolff'schen Bureaus wahrscheinlich: London, 17. April. In der Konferenz, welche heute Abend im Unterhaus zwischen dem Präsidenten des Handelsamtes Mundella, John Burns, dem Rheder Wilson und anderen De putirten stattfand, wurde ein Arrangement vereinbart, um den Streit in Hull zu beenden. Dieses Arrangement wurde einer in London abgehaltenen Versammlung von Delegirten der Dock den Streifenden und den Rhedern von Hull zu unterbreiten und arbeiter vorgelegt. Die Delegirten beschlossen, as Arrangement den allgemeinen Streif zu vertagen. Hierzu meldet ein Herold- Telegramm: beendigt, da durch Vermittelung des Handelsministers eine London, 18. April. Die Streits der Dockarbeiter sind Einigung erzielt wurde. Versammlungen. " Die beiden Unterzeichneten, welche zu Vertrauensleuten gewählt worden sind, fordern demzufolge die organisirten Kollegen Die Butzer( Maurer) beschäftigten sich in der zahlreich bealler Länder auf, hiervon Kenntniß zu nehmen. Etwaige An- suchten Versammlung, welche sie am Montag abhielten, zunächst mit der Maijeier. Nachdem von einigen Kollegen die Bedeutung fragen wolle man an Bernhard Simonsohn, Berlin N, Juvaliden- diefes Tages flargelegt worden war, faßte die Versammlung den Beschluß, durch Hubenlassen der Arbeit dem Tage eine höhere Weihe zu geben. Der Vertrauensmann wurde einstimmig beauftragt, zum 1. Mai, Morgens 10 Uhr, eine öffentliche Versamm lung der Pußer und Berufsgenossen Berlins einzuberufen. Den Der Streit der Maschinenarbeiter in der Stieghan'schen Kollegen wird empfohlen, in derselben mit ihren Fraxen recht Leiftenfabrik ist dadurch beigelegt, daß bis auf den gemaßregelten zahlreich am Plaze zu sein. Damit die Betheiligung an den Brose und noch einen Kollegen sämmtliche Ausständigen ander- Arrangements der Wahlkreise einen möglichst großartigen und weitig in Arbeit getreten sind. einheitlichen Charafter trage, wurde von einer gesonderten Feier Die Agitationstommission. am Nachmittage Abstand genommen. In einem Vortrage Der Schrecken der Bourgeoisie" wies Zubeil dann ebenfalls noch auf die Deutscher Arbeiter- Turnerbund! Bedeutung der Maifeier hin. In der ferneren Diskussion er Turngenoffen! Die von Euch am 18. September 1892 zu mahnte Neumann die der Organisation noch Fernſtehenden an Berlin gewahlte Agitationskommission, welcher auch die Vor- ihre Pflicht, sich dem Verbande anzuschließen, während Gräschte berathung des Statuts oblag, ist mit ihren Arbeiten soweit vor der am 8. April stattgefundenen Konferenz erivähnte. Durch geschritten, daß sie zum 21. und 22. Mai( 1. u. 2. Pfingstfeier- ihren Anschluß an den Zentralverband hätten die Buzzer bewiesen, tag) den ersten„ Deutschen Arbeiter- Turntag" nach era ein- daß sie feine Sonderfieuung einnehmen. Den Kollegen von außer beruft. Lokal und Tagesordnung werden später befannt gemacht. halb erwachse jezt die Pflicht, namentlich am Sonntag in ihrer Wir bitten alle Vereine, die gewillt sind, dem Bunde beizutreten, Heimath fleißig zu agitiren. Material sei in feiner Wohnung, ihre Delegirten( auf 50 Mitglieder je einen) zu wählen und die Lübbenerstr. 26, sowie bei Schigolski, Schwedterfir. 27, zu haben, felben bei Unterzeichnetem anzumelden. Gleichfalls bringen wir am Schlusse der Diskussion, welche sich wesentlich um die Or die von P. Müller in Brandenburg, Bahnhofstraße 4, heraus- ganisationsfrage drehte, fand folgende Resolution Annahme: Die gegebene Broschüre: Der Arbeiter- Turnerbund" hiermit noch- Versammelten erklären fich mit den Ausführungen, die ihre Frau Mit einem Hoch auf die internationale Sozialdemokratie schloß die Versammlung. Eine imposante Wolfsversammlung, welche am Montag Abend in Rigdorf stattfand, beschloß nach einem von Richard Fischer gehaltenen Referat, die Maifeier am Abend des 1. Mai durch eine Volfsversammlung zu begehen und am 7. Mai in Familien betheiligen. Nachdem die Versammlung dem Bureau zwei Lokalen ein größeres Fest abzuhalten, woran fich auch die aufgetragen hatte, sich ein Festfomitee zu wählen, gingen die Ges dorf hielt am 11. April seine Generalversammlung ab. Zunächst noiſen mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie auseinander. Der fozialdemokratische Verein ,, Vorwärts" in Nig erstattete der Vorsigende über die Thätigkeit des Vereins Bericht. Tanach haben im letzten Quartal Versammlungen, 7 Vorstands figungen, eine Agitationstour und ein Wintervergnügen stattge funden. Vom Kassirer wurde mitgetheilt, daß 83 M. 90 Pig. eingenommen worden sind, die gleiche Summe ist ausgegeben worden. Dem Kassirer wurde Decharge ertheilt. Der Bibliothekar forderte darauf zur regeren Benutzung der Bibliothek auf. Aus den alsdann vorgenommenen Wahlen gingen folgende Genossen hervor: Wurbs, Vorsitzender( Wiederwahl), Enda, Kassirer, Schierberg, Schriftführer, Ambrosin, Rothenstein und Beperau Beisiger, Thrun, Merseburger und Wismeier Revisoren. Schütte behielt das Amt eines Bibliothekars. Die Versammlungen finden Dienstags vor dem 1. und vor dem 15. im Monat statt. Mit einem Aufruf zur regen Agitation wurde die Versammlung ge schlossen. Herr Julins Lindenbaum, Frankfurterstr. 139, ersucht uns, bezucnehmend auf den in der gestrigen Nummer enthaltenen Bericht über die Volksversammlung vom Sonntag, um die Aufnahme der folgenden Berichtigung: " Es ist nicht wahr, daß meine Arbeiter an mich Forderungen gestellt haben, die ich mit der Erklärnng abgewiesen habe, daß ich meine Arbeiter überhaupt nicht gebrauche." Klub der Wanderfreunde. Mittwoch, den 19. April: 7. ordentliche Haupt Versammlung, 11-12. Beginn präzise 8 Uhr. Tagesordnung: 1 Jahres- und Kaffenbericht des Borstandes. 2. Bericht und Neuwahl der Kaffenprüfer und Entlastung. im Restaurant Karl Boigt, Kaiſerur. 11, Sof 1 Tr. berein ehemaliger Sad- Schmiedeberger u. Amgegend Abends 8 Uhr Landemannschaft der Schleswig- Bolsteiner zu Berlin. Mittwoch, den 19. april, bends 8 Uhr: Grove Bersammlung der Landsleute mit Frauen in den Arminhallen, Kommandantenftr. 20. Vermischtes; siehungsvater Mosers vom Tutherischen Ret| Schaden beläuft sich auf 2 Millionen Kronen. An dem Schaden tungshaus, allwo das Mädchen f. 3. untergebracht war. find alle schwedischen und mehrere ausländische VersicherungsEin Edelfter nud Bester". Mit Hinterlassung bedeutender Der Vater hatte das Mädchen wegen ihres Lebenswandels gesellschaften betheiligt. Schulden ist seit Ende Dezember vorigen Jahres der konser- mehrere Male gezüchtigt und deshalb erfann diese die An- Noblesse oblige. In London verurtheilte der für pative Landtags- Abgeordnete für Gumbinnen 4 schuldigung und veranlaßte so die Verhaftung. Seit dem Tage Testamentsstreitigkeiten zuständige Richter die Herzogins ( Stallupönen, Goldap, Darlehmen) Rittmeister 3. D. Conrad ist nun das Mädchen flüchtig und noch nicht aufzufinden ge- Wittwe von Sutherland zu einer Geldstrafe von Don Oppen verschwunden. wesen. 250 Pfund Sterling und zu 6 Wochen Gefängniß, weil sie ein wichtiges, auf den zwischen ihr und dem gegenwärtigen Herzog schwebenden Testamentsprozeß bezügliches Dokument vers brannt hatte. Zum Nürnberger Sittlichkeitsverbrechen, wobei es sich In Prag erschoß der Weinagent Substic seine Geliebte, um das Verkuppeln eines 12 jährigen Mädchens handelte, er Ratharina Anger, Besitzerin des größten dortigen Café's, fahren wir nachträglich, daß der reiche Wüstling, der das Kind des Café Central. Nach der That erichoß er sich felbit. schändete und sich flüchten konnte, Kaufmann Wertheimer ist. Die Breslauer Stadtverordneten lehnten die famose Klosetsteuer ab und erhöhten dafür den Kommunalzuschlag zur Staatssteuer von 110 auf 150 pct. dachlos. In vergangener Nacht wurden in Wertach( Allgäu) hundert Wohnhäuser eingeäfchert. Etwa 700 Personen find obUm den Dowe'schen Bauzer wirkungslos zu machen, braucht man, wie es heißt, nur die Geschosse mit einer scharfen Stahlspise zu versehen, welche beim Aufschlagen zuerst den Panzer durchbohrt, worauf der breitere Theil des Gefchosses das Loch erweitert, was nicht viel Kraft erfordert. Führte alfo ein Land den Dowe'sche Panzer in der Armee ein, so brauchte ein anderes Land die Geschosse, um den Vortheil des Gegners wett zu machen, nur mit Stahlspitzen zu versehen, was viel billiger und zweckmäßiger sei. Eine meteorologische Beobachtungsstation wird vom Stifter der großartigen Nizzaer Sternwarte, R. Bischoffs heim, auf dem Gipfel des 2800 Meter über dem Meeres spiegel sich erhebenden Mont Monnier in den Seealpen errichtet werden. " " V In Paris tödtete der Gymnasiallehrer Lucas seine Frau, warf den Leichnam zum Fenster hinab und stürzte sich dann selbst aufs Pflaster, wo er todt liegen blieb. Briefkaffen der Redaktion. Trener Abonnent. Che Sie sich über eine solche Formalität in die unnügen Kosten einer sittlichen Erregung stürzten, hätten Sie ein wenig nachdenken sollen. Das amtliche Verzeichniß führt die Fraktionen, so wie sie räumlich von rechts nach links gruppirt find. Und die äußerite Linke sind und bleiben wir. gekommene Dampfer Commodore" mit dem deutschen Schooner Auf der Rhede von Cuxhaven gerieth der von New- York Dra" in Kollision. Der Schooner fant innerhalb 10 Minuten. Die Mannschaft wurde vom Dampfer Commodore" gerettet. Die„ Dra" war mit Rohlen nach Harburg bestimmt. Mehrere große Bräude werden gemeldet. In Sig maringen brach im fürstlichen Residenzschloß ein Brand aus, der viele unersetzliche Kunstschäße vernichtete. Der Fürstenbau P. W. 100. Das Briefporto für Briefe aus und nach ist völlig ausgebrannt, der Kunstbau blieb unbeschädigt. Menschen- Berlin beträgt 10 Pf.; wir haben Strafporto zahlen müssen. leben sind zum Glück nicht verloren gegangen. In Schellen 1. Ohne gerichtliche Anordnung dürfen Briefe seitens der Post berg i. S. ist die Stadtfirche abgebrannt. In Frederiks nicht geöffnet werden. 2. Der Ehemann hat die Verwaltung In Elberfeld wurde ein Anstreichermeister aus dem Ge- haven ist, wie aus Kopenhagen berichtet wird, das Kasino- des Vermögens der Ehefrau, kann also auch deren Erbtheil in fängniß entlassen, deffen Haftnahme wegen Unittlichkeit erfolgt Theater vollständig durch Feuer zerstört worden. Die Schauspieler Verwaltung nehmen. 3. Nur das Leben oder die Gesundheit gewar, die er mit seiner eigenen Tochter getrieben haben sollte. mußten halb angekleidet flüchten. In Kalocza brannten bei fährdende Mißhandlungen können mit Erfolg als Mißhandlung Wie sich nachträglich herausstellte, ist die Denunziation von seiner heftigem Sturme 60 Häuser, in Jasz- Ladany 190 Häuser geltend gemacht werden. 4. Ja, aber wenn Kousin und Kousine eigenen Tochter erstattet worden und zwar fälschlicher Weise aus nieder. Aus Stockholm wird mitgetheilt, daß das Ljusna gemeinsam nur eine Stube und Küche bewohnen, so liegt Rachsucht. Das 17- jährige Mädchen ist grundverdorben und Vornaer Sägewert am Ljusna- Elf, nahe bei Söderhamn, mit bringender Verdacht der Verlegung der ehelichen Treue feitens war eine Erziehungsfrucht des flüchtigen Er- allen Brahmen und Bretterlagern total niedergebrannt ist. Der der Frau vor. Verein d. Lithographen, Steindrucker und Berufsgenossen Deutschlands.( Filiale Berlin.) Donnerstag, den 20. April, Abends 8½ Uhr, im Lokale des Herrn Philipp, Rosenthalerstr. 38: Große General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bericht der Delegirten von der General- Versammlung. 2. Diskussion. 3. Wahl des Hauptvorstandes und der Revisoren. 4. Bericht und Wahl der Lokalverwaltung und der Revisoren. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ersuchen wir um zahlreichen Besuch. 208/18 Die Verwaltung Berlin. Achtung: Gr. öffentliche Versammlung Achtung! für die aus den Kreisen Wittenberg, Schweinitz u. s. w. in Berlin arbeitenden Genossen Donnerstag, den 20. April, Abends 82 Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstr. 77-79, oberer Saal. Tages- Ordnung: 1. Bericht des Vertrauensmannes und der Revisoren event. Neuwahl derselben. 2. Verschiedenes. 388/7 Bei der so wichtigen Tagesordnung ersucht um pünktliches und zahlreiches Erscheinen Der Vertrauensmann. Rein Feilschen fein Handeln, sondern streng feste, fehr billige Preise. Geschäfts- Häuser Dr. Thompson's Seifenpulver ist das beste und im Gebrauch billigste und bequemste Waschmittel der Welt. 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