Nr. 93. Erscheint täglich außer Montags. Brets pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt, wöchentlich 28 Bfg frei t's Haus. Einzelne Nummer 6 Big. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Selt" 10 Pfg. Boft- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Defterreichs Ungarn 2 m., für das übrige Ausland s Mt.pr.Monat. Gingerr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereine und Versammlungs- Anzeigen 20 fa Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Ervedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochens tagen bis 7 Uor Abends, an Sonne und Feftragen bis 9 uhr Bors mittags geöffnet. Earnsprech- Anschlug 3mt 1, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Kapitalistische Steuerschmerzen. Freitag, den 21. April 1893. 〃 Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Staatstaffe führt, foll, wie es in der Begründung aus schiede selbst auffrischte; wird doch auf diese Weise den drücklich heißt, mit der Ergänzungs-( Vermögens-) Steuer preußischen Arbeitern aus dem Munde eines Besitzenden ins in keinem Falle mehr als 35 Millionen, also nur etwa Gedächtniß gerufen, wie viel noch zu schaffen ist, ehe wir 28 p Ct. der Hauptsteuer, aufgebracht werden". Mit uns auch nur dem Ziele nähern, das uns Marr schon 1848 Die sogenannte Miquel'sche Steuerreform für Preußen furzen Worten: die Vermögenssteuer ist das Feigenblatt aufsteckte! Das rothe Tuch ist ja auch für Herrn v. Eynern wird vom Abgeordnetenhause im behäbigen Tempo jener für die sonstigen Steuerschenkungen an den Befiz- so nur die Kouliffe. Die wahnsinnige Wuth seiner Auftrag Leute durchberathen, die da wissen, daß sie schon für ihren kennzeichneten wir schon im November v. Js. das geber darüber, daß sie im ungestörten Profitmachen etwas Vortheil forgen. Die Aufhebung verschiedener Besitzsteuern, Miquel'sche Projekt. Nur der Umstand, daß nach der Ver- beunruhigt werden, birgt sich nur mühsam dahinter. Erst der Grundsteuer der Agravier als Staatssteuer und die Ab- anlagung der Steuer und nach der thatsächlichen Aus- als der nationalliberale Kapitalheld von dem lästigen Einschaffung der Bergwerkssteuer für die Schlotbarone find zwei breitung des mobilen Geldbesiges der letztere einen größeren dringen in die Besitzverhältnisse jedes Bürgers" sprach, sprach fette Bissen für das bewegliche und unbewegliche Kapital in Theil der 35 Millionen wird zahlen müssen, hat nachträger ehrlich. Der Sozialismus kommt so sicher, wie alljährlich Breußen, die der schlaue Herr Miquel gut ausgewählt hat, lich die Galle der Industrie- und Börsenbarone gewaltig er der Frühling, das wissen die Herren wie wir; aber vor um sich dafür Verbesserungen in der Vertheilung und Ver- regt. Und da ließ nun Herr von Eynern in der beregten der Sintfluth möchten sie noch aufhäufen und genießen, aulagung der sonstigen preußischen Steuern bewilligen zu Sigung des Abgeordnetenhauses einem ganzen Strom hoch was möglich ist die Spanne ist ohnedies noch kurz bes lassen, die namentlich das städtische Kapital heranziehen fapitalistischer Entrüstung freien Lauf. Die neue Ver- messen. Daher soll der Staat nicht die kleinsten Opfer und von den preußischen Kammern mit ihren agrarischen mögenssteuer ist rein sozialistischer Natur", es wird das mehr von ihnen fordern, er soll sie sich vom Verbrauch des Mehrheiten schon aus Bosheit gegen den mobilen Geldbesiz sozialistische Prinzip proklamirt, daß das Eigenthum der gemeinen Volkes holen oder wo er sonst will der Geld. bewilligt werden. Darüber, daß dem elenden steuerzahlenden Bürger vom Staate in Anspruch genommen werden kann". sack sei geheiligt und verschont. Bolk durch indirekte Steuern in den Gemeinden möglichst Denn das kommunistische Manifest von 1848 verlangte Die Agrarier haben aber ihren kapitalistischen Brüdern viel herauszupressen ist, damit weder Grund- noch Geld- eine progressive Einkommensteuer". Außerdem sind die doch den Tort angethan und Herrn Miquel aus Dankbarbesiger zu schwer belastet" werden, sind sich die Herren auch Kathedersozialisten, die schon so viel Unheil in die keit für den Erlaß der Grundsteuer die Vermögenssteuer bie sämmtlich einig. Nur bei der neuen Vermögenssteuer, die Welt gebracht haben, Urheber dieser Steuer, in zweiter Lesung bewilligt, an deren Gesezwerden nun den Geldbesitz etwas einseitig agrarisch trifft( sonst be- diese Männer, welche die Konfratres der Sozials fein Zweifel mehr ist. Und das hat schließlich auch das täme sie ja Herr Miquel in den preußischen Ram- demokraten sind, nur mit dem dem Unterschiebe, daß freisinnige" Bürgerthum aus allen Grundsägen gebracht. mern nicht bewilligt!), hat in der Sigung des Ab- sie die Sozialdemokraten als unfruchtbare und revolu- Da sich Herr Miquel immer auf schweizer Kantone berief, geordnetenhauses vom 17. d. Mts. der Nationalliberale tionäre Sozialisten hinstellen, während sie selbst die so brachte es der deutsch- freifinnige Abg. Meyer wirklich von Eynern als Beauftragter der rheinisch west friedlichen und praktischen Sozialisten sind". Man hört fertig, vor der Nachahmung solcher. kommunalen fälischen Großindustriellen versucht, wider den Stachel ordentlich den Dr. Beumer, den General- Sekretär der Republiken" zu warnen. Vor der freisinnigen und nationala zu löken. Er hat dies aber in so originell- plumper und rheinischen Industriellen, aus diesen Worten heraus; er liberalen Steuer ehrlichkeit geht der ganze politische täppischer Weise gethan, daß er mit 30 tapitalistischen Rame- hat's ja auch auf die Schmoller, Cohn, Wagner, Schulze- Freiheits f chwindel der Bourgeoisie zum Teufel. raden in der großen Minderheit blieb und die Vermögens Gaevernig und Brentano" abgesehen, die ihren unheilvollen steuer beschlossen wurde. Die Hauptrede, welche er bei Einfluß" auf die soziale Wissenschaft ausüben und auf dieser Gelegenheit vom Stapel ließ, war ein ohnmächtiger den Lehrstühlen der deutschen Universitäten ersetzt werden von Eynern übersetzt die Sache nur ins Steuerpolitische. Den kleinen Hieb gönnen wir Schmoller und Genossen für = " " Buthausbruch der induſtriellen Bourgeoisie gegen die agra- müssen durch Sozialiſtentödter à la Julius Wolf. Herr Politische Iteberlicht. Berlin, den 20. April. rische und gegen den klugen Miquel, der sich auf die letztere flüßt. Ter industrielle Bourgeois hat sich in Preußen vom Agrarier übertölpeln lassen bei der Vertheilung" der ihre Halbheiten herzlich. Außerdem ist es ja wahr, daß sich Aus dem Reichstage. In der Novelle zum Militärs Steuerlast und muß jetzt für die„ bürgerliche Solidarität" eben jetzt feine Maßregel mehr ganz dem sozialistischen Gin- pension 3 gese 3 hat die schwach besetzte Budgetkommission die paar Milliönchen zahlen, um welche sich der Agrarier her- fluß entziehen kann; dazu sind wir eben, troz Kapital und mit 8 gegen 6 Stimmen eine Bestimmung angenommen, umzudrücken wußte. Und nun brachte das Gefühl des Betrogen- Bourgeoisie, schon zu mächtig geworden. Vor zwanzig wonach das Recht auf Pension erlischt in dem Fall, daß feins den guten Herrn von Ennern so in den Harnisch, daß er Jahren wäre, das ist richtig, selbst die klägliche Miquel'sche der Pensionär mit Zuchthaus wegen Hochverraths, Landesan jenem Verhandlungstag seine innersten Kapitalistengefühle Vermögenssteuer in Preußen noch undenkbar gewesen. Aber verraths oder wegen Verraths militärischer Geheimnisse vera austramte. Es war zu schön, als daß wir nicht einen es ist doch ein bischen gar zu plump vom Vertreter des urtheilt wird. Diese Ausnahme bestimmung ist beispiels Augenblick bei diesem Bruderzwist verweilen sollten! mobilen Kapitals, zu dem sich natürlich ein Nationalliberaler los. Den Pensionär, der wegen der genannten Delitte bea Worum es sich bei der neuen preußischen Vermögens- am besten eignet, so arg zu übertreiben. Mit den Vor- straft wird, auch noch durch Entzug der Pension zu treffen, steuer handelt, hat der Vorwärts" seinen Lesern bereits im schlägen des kommunistischen Manifestes hat die Miquel'sche heißt zweimal wegen einer Handlung büßen lassen. November vorigen Jahres an der Hand des Miquel'schen Vermögenssteuer ungefähr soviel Verwandtschaft, wie Herr Entwurfs auseinandergesetzt. Selbstverständlich hütet sich von Eynern mit einem wirklichen Volksvertreter". Jenes Die sozialdemokratische Fraktion hat es heute die preußische Regierung ganz gewaltig davor, dem Besitz auch will neben der Erpropriation des Grundeigenthums"( 1) a b gelehnt, den neuen von Herrn Ahlwardt nur annähernd diejenige Steuerlast zuzumuthen, die den und der Abschaffung des Erbrechts"( 3) eine" ft arte Pro- vorgeschlagenen Antrag, den wir unseren Lesern Nichtbesitzenden, den kleinen Leuten angesonnen wird. Die greffivsteuer". Der Miquel'sche Entwurf nimmt vom bereits mittheilten, zu unterstützen. Einmal ist der Musse muß es bringen", dieses geflügelte Wort enthält auch Vermögen über 6000 Mart gleichmäßig ganze 2 pro Antrag formell mangelhaft, in dem er die ganze Streitfrage Miquel's Steuerweisheit, und während die zum größten Mille!! Und die Miquel'sche Einkommensteuer ist verschiebt, dann aber beschränkt sich der Antragsteller selbst Theile von den bescheidenen, und mittleren Einkommen überhaupt so gut wie nicht progressirt. Aber es ist ganz in seiner Beweisführung in einer Weise, die mit dem Uma aufzubringende Einkommensteuer 124 Millionen in die gut, daß Herr von Eynern die Erinnerung an diese Unter- fang seiner Auflagen in seltsamem Widerspruch steht. Feuilleton. Rabrud verboten.] " [ 69 auseinandergehen. boten neuen kommenden Lebens, die vorher nicht zu wobei sie nur gewaltsam stille gehalten wurden, ungeordnet sehen waren, wurden an allen Zweigen sichtbar. Das zarte frische Gras unter den Bäumen und Das Schauspiel war vorüber, und die Zuschauer eilten auf den weiten Flächen der unten liegenden Felder, die heim. Wie viele aus der Menge brachten eine Erinnerung weiße Stadt drüben alles lächelte als Erwiderung auf oder eine Empfindung für's Leben mit? und wie viele nichts mehr, als besseren Appetit zum Mittagessen? Die Laufbahn eines Nihilisten. Das Lächeln des Himmels. Von S. Stepniat. nichts Im Hauptquartiere hatte sich eine Anzahl von Revos lutionären, ohne daß eine Einladung vorangegangen wäre, versammelt. Frauen waren aber nicht zugegen. Viele Männer erschienen erst spät am Abend. Unter diesen Letzten sah Andrej Gregor den er an jenem Tage am wenigsten anzutreffen erwartet hätte. Wie unangebracht und seiner Stimmung widersprechend Andrej jetzt die Fröhlichkeit der Natur erschien! Plöglich schmerzte und schlug sein Herz heftig, seine Rehle zog sich Autorisirte Uebersehung. frampfhaft zusammen. Es blizte mit einem Wtal in ihm Frei ins Deutsche übertragen von Bertha Braun. auf, nicht wie eine Vermuthung, sondern wie feste NeberDünnes Gebüsch erstreckte sich vor ihm. Etwas weiter zeugung, daß jetzt gerade dort auf der schwarzen Plattform ab lag ein entblätterter Wald, durch den man den grauen alles vorüber sein müsse. Er sant auf einen Erdhügel nieder Die St. Petersburger Sektion hatte von der Explosion Himmel schimmern sah. Die Form der Zweige und und bedeckte seine Augen. Sofort raffte er sich aber wieder in dem Hause des Stotterers und den folgenden Ents Stämme zeigte, daß es Eichen waren. Andrej wandte sich auf. Ein Gram wie dieser, ist ein heiliges Pfand. Er deckungen, die von der Dubrawnic'schen Polizei gemacht unt, blickte auf die Stadt zurück und erkannte, daß es der muß in der Tiefe des Herzens aufgespeichert und dort wurden, etwas früher gehört als Andrej selbst, denn die felbe Wald war, in dem sie vor sechs Monaten ihr Picknick festgehalten nicht aber unnut verschwendet werden. Nachrichten wurden sofort nach dem Zentral- Polizeibureau mit den Schwestern Dubarow abgehalten hatten. Sein Er ging rasch, fast lief er, nach der Stadt zurück, um telegraphirt und von dort ihnen heimlich hinterbracht. Sie Gang hatte jegt ein Biel; er wollte den Ort wiedersehen, nicht allein zu sein. Gleichgiltigen, vielleicht feindlichen erfuhren zu gleicher Zeit, daß Andrej's Anwesenheit in wie jemand wohl den Wunsch haben mag, den Kirchhof, Menschen gegenüber, würde er dessen war er sicher dessen war er sicher Dubrawnik länger kein Geheimniß war und eine Anzahl auf dem seine Angehörigen begraben liegen, aufzusuchen. von seiner Stimmung merken lassen. Spione, die ihn vom Schen kannten, ausgeschickt werden Er fand den Ort. Hier war der Baum unter dem Durch Die Stadt nahm ihr gewöhnliches Aussehen wieder an. sollten, um ihn aufzuspüren und zu fangen. Annie Wulitsch gesungen hatte. Hier die Stelle, wo das Das Geschäftsleben, welches für eine kurze Zeit eingestellt die Andrej drohende Gefahr beunruhigt, überredete Feuer angezündet wurde, Wassilij die Suppe umrührte und gewesen war, kehrte schnell zum alltäglichen Gang zurück. Tanja Gregor leicht, sofort nach Dubrawnick mit dieser Botscharow und die beiden Dubarow's herumfaßen. Wie Die Vorstadt war noch leer; die Wenge, die zurücklief, Nachricht zu reisen, so daß er einem Briefe einen halben waren sie damals von Hoffnung, Energie und Hingebung hatte sie noch nicht erreicht, aber als er etwas weiter Tag und den Spionen, die nach ihm fahnden sollten, erfüllt und was war das Resultat von alle dem! fchritt, begegnete er den Ersten, welche von dem traurigen wenigstens einen ganzen Tag zuvorkommen würde. Der Ort sah unter dem trüben, bleiernen Himmel Schauspiele zurückkehrten und dann mehr und mehr Volk. Gregor beeilte sich aber nicht, Andrej von seiner Bota todt und traurig aus. Selbst die Bäume, welche ihre Sie hatten sich an dem athemlosen Grassen, dem fieber- schaft zu sprechen, und Andrej dachte auch nicht daran, zu fragen, was ihn herbeigeführt habe. schwarzen, fuorrigen Keste wie gekrümmte Arme zum haften Schauer, dem betäubenden Entsetzen und der Schwer- ihn Himmel fireckten, schienen Schmerz und Leid zu empfinden. muth, die einem solchen Anblicke folgt, gesättigt. All dies schüttelten sich eilig die Hände und Gregor machte auf über ein Connenstrahl durchbrach die Wollen und ge- lag nun hinter ihnen. Jetzt sprachen sie laut und bewegten dem Sopha, auf dem er faß, etwas Play. Andrej setzte staltete das ganze Bild um. Frische Knospen, die Vor- fich lebhaft, wie Soldaten, die nach langem Ererzieren, sich neben ihn und beide lauschten. Sie Kämme der Antrag Ahlwardt zur Verhandlung, so würde 49 000 Mann von dem Reichskanzler zurückgewiesen, nicht werden muß, ist auch von mir schon früher vertreten diese auf grund dieses Antrages unrettbar zu Üngunsten einmal in einer besonders freundlichen Weise, welche zur worden. Die Einrichtungen eines eines Staates Staates müssen des Antragstellers ausfallen, kommt dagegen ein Antrag zur Fortsetzung solcher Verhandlungen irgendwie ermuthigen sich organisch an einander schließen, soweit es anBerhand lung, wie ihn unsere Genossen im Reichstag dem fonnte. Diesmal wurden die Verhandlungen aus der Ben gängig. Wenn man im bürgerlichen Gerichtsprozeß anHerrn Ahlwardt vorschlugen, so ist die Kommission ge- trumspartei heraus angeknüpft. Sie wurden nicht erkannt hat, daß das mündliche Verfahren den Richtern nöthigt, das ganze ihr vorgelegte Material zu prüfen, und namens der Zentrumsfraktion eingeleitet und auch nicht in einen anderen und tieferen Einblick in den Verlauf der Herr Ahlwardt hat die Möglichkeit in einer zweiten Ver- deren Auftrag, sondern beschränkten sich auf ein privates Sache gewährt, eine bessere Beurtheilung der Persönlichkeit handlung sich über diese Prüfung und ihre Resultate des Sondiren des Abg. Freiherrn von Huene, welcher stets des Angeklagten und der Glaubwürdigkeit der Zeugen geweiteren auszulassen. Herr Ahlwardt erklärte denn auch zu den militärfreundlichsten Mitgliedern der Zentrums- ftattet, so ist kein Grund vorhanden, dies beim Militärnunmehr den weitergehenden Antrag, wie er partei gehört hat. Man sagt, daß Freiherr von Huene in strafprozeß zu verneinen. Das öffentliche Verfahren gewährt sozialdemokratischerfeits vorgeschlagen wurde, morgen dem Angebot der Präsenzerhöhung hätte noch weiter gehen dem Bürger Einsicht in den Gang der Untersuchung, und einbringen zu wollen. Warum er dies nicht wollen als selbst der Abg. von Bennigsen. Gleichwohl gewinnt jeder dadurch, wie in altgermanischen Zeiten, die sofort that ist uns unfaßbar. Herr Ahlwardt hat jezt ist es ihm nicht beffer ergangen, als dem letzteren. Ueberzeugung, daß das Recht treu und gewissenhaft gehandschon durch sein schwankendes, unklares Verhalten vier Der Reichskanzler besteht auf besteht auf der Forderung einer habt wird. Freilich hatten wir in alten Zeiten feine austostbare Tage verloren und die Zeit drängt. Oder sollte Präsenzerhöhung um mindestens 69 000 Mann statt beutungssüchtige Parteipreffe(!). Aber die öffentliche Verdiese Zögerung und Hinhaltung darin seinen Grund haben, 84 000, oder, wenn man das Mehr aus der Einführung handlung wird in den meisten Fällen der Ausbeutung gedaß Herr Ahlwardt fürchtet, das von ihm beigebrachte der Durchschnittspräsenz hinzuzählt, auf einer Präsenz rade die Spige abbrechen(?). Die Deffentlichkeit kann wohl Material möchte vollkommen unzulänglich sein, das zu be- erhöhung von 89 000 Mann statt der geforderten 104 000 hin und wieder auch Nachtheile zeitigen, denn Beeinflussunweisen, was er damit beweisen will? Es liegt im eigenen Mann. Die Abweisung scheint auch derartig zu sein, daß gen find denkbar. Ihre Vortheile werden aber unbedingt Interesse des Herrn Ahlwardt, diesen Glauben zerstören, der sie gar feinen Raum läßt für irgend welche weitere Rom- größer als ihre Nachtheile sein. Wäre es z. B. nicht durchdurch sein zögerndes Benehmen in- und außerhalb des binationen. Die Germania" bezeichnet das be- aus vortheilhaft gewesen, den Fall Salisch sogleich Reichstages bereits allgemein Boden gefunden hat. tannte offiziöse Kompromißanerbieten statt eines Mehrs von öffentlich zu behandeln?" Es ist jedenfalls von Bedeutung, 60 000 Refruten ein solches von nur 55 000 zu verlangen daß ein hoher Militär, der sich allerdings nicht mehr im als eine nach Lage der Dinge lächerliche Kon- attiven Dienst befindet, einer Reform des Militär- Straf3ession, von der man besser gar nicht mehr reden sollte, prozesses das Wort redet. Noth thut sie! erbittert! Dann auch alles!" weil sie " Aus Halle a. S. wird der, Post" telegraphirt: Die Hallesche Zeitung"( tonservativ- offiziös) erhält aus angeblich sicherer Quelle die Meldung von einer festen Verabredung des Herrn Reichskanzlers mit dem Zentrumsführer v. uene wegen Annahme der Militärvorlage. Graj Caprivi habe einen Abstrich von 7000 Mann angenommen, und ferner das Zugeständniß der freien Rückkehr und des Aufenthaltes der Redemptoristen sowie der Neubesetzung einer höheren Reichsverwaltungsstelle mit einem hervorragenden Zentrumsführer gemacht." Wenn die Ultramontanen ihren Thurm" selbst in die Luft sprengen wollen, so sollen sie nur dem Rathe des uene folgen. Der Kampf um den Bauern. Dem preußischen Abgeordnetenhause ist ein Zentrumsantrag, unterzeichnet von Hiße, von Loe, von Huene, unterſtügt von der gesammten Fraktion, auf" torporative Organifation des Berufsstandes der Landwirthe" zugegangen. Der Antrag lautet: " Das Abgeordnetenhaus wolle beschließen, die Staatsregierung zu ersuchen, die forporative Diganisation des Berufsstandes der Landwirthe unter Schaffung eines besonderen, der Natur dieses Standes entsprechenden und die ihm eigenthümlichen Verhältnisse berücksichtigenden Agrarrechts zubereiten und den Häusern des Landtags möglichst bald dahin zielende Vorlagen zu machen." Dor= Dem Bundesrath ist eine Nachtragsforderung zum Reichshaushaltsetat für 1893/94 zugegangen. Die Nach forderung beziffert sich auf 1468 000 m., und zwar 50 400. an dauernden, und 1417 600 M. an einmaligen Ausgaben. Die Forderung von 50 400 m. wird durch die Erhebung der Seutschen Gesandtschaft in Washington zum Range einer Botschaft veranlaßt. 817 600 m. werden zum Antauf und zur Einrichtung eines Botschafts= gebäudes in Madrid verlangt und 600 000 Mart als weitere Kosten der Betheiligung des Reichs an der Ausstellung zu Chikago. Es haben sich, wird in der Begründung ausgeführt, an Drt und Stelle beträchtlich größere Aufwendungen für die Dekoration der deutschen Räume in den einzelnen Ausstellungsgebäuden als geboten erwiefen, um hinter einzelnen, mit Deutschland in Wettbewerb tretenden europäischen Staaten nicht zurückzubleiben. Weitere Aufwendungen, welche nicht vorausgesehen werden fonnten, haben sich aus den abnormen WitterungsDer Bund der Landwirthe" soll durch diesen Wettverhältnissen dieses Winters, fowie aus den Be Wie's gemacht wird. Bei der Kontrollver- bewerb der Ultramontanen in seiner bauernfängerischen megungen auf dem amerikanischen Arbeits= marft ergeben. Der zweite Nachtrag zum Etat von fammlung des Beurlaubtenstandes in Köln Thätigkeit gestört und den Landleuten, nun die Reichstags1892/93, der dem Bundesrath zugegangen ist, beziffert sich auf am 13. April wurde den Mannschaften nach der„ Hagener wahlen vor der Thür stehen, die Bauernfreundlichkeit der 6 500 000 M. und wird dadurch begründet, daß die der Veran Zeitung" u. a. folgendes mitgetheilt: Laut einer Ver Zentrumspartei gezeigt werden. Natürlich ist dieser Antrag schlagung des Bedarfs zur Beschaffung der Brot- und fügung dürfen sich nunmehr auch die Personen des Be- eitler Dunst. Eine korporative", also ständische Gliederung Fourage- Naturalien, sowie zur Viktualienverpflegung im Etat urlaubtenstandes( Reserve und Landwehr) nicht an der Bauernschaft im Zeitalter der Klassengegensäge, unter des Reichsheeres für 1892/93 zu Grunde liegenden Durch politischen Agitationen betheiligen. Sie der Herrschaft des Großkapitalismus ist ein Unding. fahnittspreise infolge der Preissteigerungen sich als unzureichend erwiesen haben. Aber die Schutzölle bleiben! Ferner sind dürfen weder Versammlungen einberufen, noch solchen bei Stände haben bestimmt umgrenzte Rechte und Pflichten, sie für die auf grund des Gesetzes vom 10. Mai 1892 zu gewohnen, in denen über militärische Dinge berathen wird, waren lebensfähig in der feudalen Wirthschaftsweise, heute währenden Familien Unterstübungen aus Anlaß noch dürfen sie in gleichen Angelegenheiten Unterschriften sind sie eine Utopie so gut wie die Zünfte. Ein Führer von Friedensübungen, wofür der Bedarf auf etwa 2 Millionen sammeln oder geben. Zuwiderhandlungen werden im Falle des bayerischen Zentrums, Dr. Daller, erflärte angenommen wird, im Etat Mittel überhaupt nicht vorge- des Einberufens einer Versammlung mit Gefängniß oder fürzlich in einer Rede gegen die bayerische Bauernbewegung, sehen.Festungshaft bis zu drei Jahren, im Falle der Theilnahme daß eine Standesbewegung verfassungswidrig" der Hergabe einer Unterschrift mit solchen sei. Das preußische Zentrum ist anderer Ansicht. Und Das Herrenhaus hat sich gnädig der Noth des oder rheinisch- westfälischen Schlotjunkerthums und der freikonser Strafen bis zu sechs Monaten bedroht. Im besten die prunkhafte Redensart vom Agrarrecht" zerstiebt sofort, Oder wünschen die vativen Latifundienbesitzer angenommen. Die Kölnische Fall liegt hier ein grobes Mißverständniß wenn sie verwirklicht werden soll. Beitung" hat also nicht vergeblich Tag für Tag vor der vor. Denn kein Gefet ermächtigt die Militärverwaltung, Brotvertheuerer und Bauernleger des Zentrums, die Schwelle des Herrenhauses gebettelt. Die Kommission die Personen des Beurlaubtenstandes in ihrem Beurlaubten- fchlesischen Großgrundbesitzer z. B., eine Gesetzgebung, die des Herrenhauses, welche mit der Berathung des verhältniß in bezug auf das Versammlungsrecht und das mit den schmählichen Vorrechten des Großgrundbesizes in Gesetzes über Aenderung des Wahlverfahrens Recht der politischen Agitation irgendwie zu beeinträchtigen. Preußen aufräumt? " " " beauftragt ist, hat die im§ 1 vom Abgeordnetenhause be- Aber nicht blos aus Köln, auch aus anderen Bezirken Stephan. Wir haben ihrer Zeit die Nachricht des„ Herold", schlossene Maximalgrenze der Besteuerung tommt die Nachricht über derartige seltsame Beeinflussungs- Ober- Postdirektor Griesbach habe bem Post affiftentendie Anerkennung durch den Staatssekretär von 2000 m. gestrichen. Ferner wurde beschlossen, daß verfuche der Offiziere. Mit solchen Mitteln sollen die verband winken. wundet wurden 4239 Offiziere und 84 304 Mann. Ver" Nur nach der Gesammtsumme der Steuerbeträge aller ürwähler Wähler irregeführt werden. Hoffentlich wird diese un- Dr. v. Stephan in Aussicht gestellt für den Fall, daß sich der auf jede Abtheilung ein Drittel zu rechnen ist( nicht 5, 4 erhörte Agitationsthätigkeit gewiffer Herren in zweierlei Tuch Verband von Herrn Funk lossage, eingehend tritisirt. Die und 3 Zwölftel für die erste, zweite und dritte Abtheilung, im Reichstag zur Sprache gebracht. Jedenfalls aber Deutsche Post- 3eitung", das Organ des Verbandes erklärt jest, daß das Verlangen nicht gestellt worden sei. Der wie das Abgeordnetenhaus beschlossen hatte). Der so modis unterrichte man überall die Wähler über die Sachlage. Sachverhalt sei folgender. Bald nach Beendigung der zweiten fizirte§ 1 wurde mit 11 gegen 3 Stimmen angenommen. Also noch einmal! Die Militärverwaltung darf die Berathung des Etats der Reichs post- und TeleEine andere Frage ist es freilich, ob das Herrenhaus diesen Personen des Beurlaubtenstandes in ihrem Be- graphen- Berwaltung im Plenum des Reichs= Entscheid durch einen Plenarbeschluß gutheißt. Sind die urlaubtenverhältniß in keiner Weise hinsichtlich der tages( bei welcher die Post- Mißstände bekanntlich hell beständischen Betrefakten widerhaarig, so kann sie die Regies politischen Agitation und des Versammlungsrechtes leuchtet wurden), habe Griesbach mit dem Berbandsvorsitzenden rung, wenn sie will, sofort zur Raison bringen. Im Noth- behindern. Jeder Verfuch dazu ist ungefeglich, eine längere Unterredung über den Verband Deutscher Post und falle wird ein Pairsschub die für die Vorlage nöthige ist zurückzuweisen und nicht zu beachten. Bestände eine Telegraphen- Assistenten gepflogen. Die Tendenz der Anschauungen Mehrheit schaffen. Aber wenn die Regierung ernstlich solche Verfügung in der That, so ist sie rechts des Herrn Ober- Postdirektors Griesbach lasse sich furz in den Worten zusammenfassen: Die Verbandsmitglieder will, braucht sie den Herren nur mit dem Finger zu ungiltig und muß sie sofort aufgehoben werden. bleiben unbehelligt, sofern sie durch ihr VerMaz ein Krieg verschlingt. Das amtliche baten nicht Veranlassung geben, gegen fie einzuschreiten." Die Militärvorlage. Bum zweiten Male, schreibt, Militär- Wochenblatt" veröffentlicht in einem zu Auch in einer zweiten Unterredung eine Folge der bes die Freifinnige Zeitung", sind kompromißverhand gunsten der Militärvorlage geschriebenen Ar- treffenden Zeitungsnotiz- sei vom Ober- Postdirektor Griesbach Iungen über die Militärvorlage gescheitert. Die ersten titel Mittheilungen über die Verlufte im Kriege wiederholt worden, daß der Verband und seine Mitglieder nichts Berhandlungen dieser Art vollzogen sich in der Deffentlich von 1870/71, wie diese in solcher Vollständigkeit bisher zu fürchten haben, so lange sie nicht gegen die Disziplin in feit der Militärkommissions- Sizungen und gingen von den noch niemals in die Deffentlichkeit gekommen find. Es irgend einer Weise verstoßen. Die Deutsche Post- Zeitung" führt Nationalliberalen aus. Herr von Bennigsen fielen auf dem Schlachtfelde und starben an ihren Wunden dann aus: wurde mit seinem Angebot einer Präsenzerhöhung von auf deutscher Seite 1881 Offiziere und 26 397 Mann; ver- der sogen. Anerkennung unseres Verbandes feitens der Behörde „ Es erübrigt noch, mit wenigen Worten auf die Bedeutung zurückzukommen. Der Verband Deutscher Poſt- und TelegraphenEs war der Onkel"- ein Herr in den mittleren mißt wurden 127 Offiziere und 12 257 Mann. Der Gesistenten ist seit seiner Gründung thatsächlich anerkannt, auch sammtverlust beträgt alfo 6247 Offiziere und von unserer Behörde; denn eine Bereinigung, die die polizeiliche Jahren, mit glatt rafirtem Gesichte der die Aufmerksam 123 453 Mann. Unter den Vermißten müssen die sogen. Genehmigung besigt und wirklich existirt, braucht nicht feit seiner Genoffen fesselte. In Anbetracht der Stellung, Noch- Bermißten", d. h. diejenigen, über deren Schicksal bis weiter um Anerkennung zu bitten, geschweige welche er im Zivildienste einnahm, hatte er das Recht, zu der schwarzen Plattform zugelassen zu werden, hatte dieses zum Jahre 1882 teinerlei bestimmte Nachricht eingegangen denn Opfer dieserhalb zu bringen." Privilegium benügt, damit die Verurtheilten unter ihren Feinden par, zu den Todten gerechnet werden; ihre Bahl belief sich ein Verband, der frei und unbeeinflußt von den behördlichen wenigstens ein befreundetes Gesicht sehen sollten. Er hatte 17 105 Köpfe, welche die Armce während des Krieges an Sharakter der Freiheit und Selbständigkeit besitzt der Berband auf rund 4000. Unter zurechnung dieser, sowie der Organen dasteht, kann in Wahrbeit die Interessen seiner Mitglieder und des ganzen Standes vertreten. Einen solchen dem ganzen Verfahren beigewohnt und schilderte es jetzt mit gleichförmiger, dumpfer Stimme, in einfacher geschäfts- frankheiten verloren hat, sind rund 49 400 Deutsche ge- Deutscher Poſt- und Telegraphen- Assistenten, und eben solchen storben. Die Franzosen dagegen verloren rund 2900 muß er sich auch für die Zukunft wahren, wenn er anders seiner mäßiger Weise, ohne eine Abschweifung oder ein erklärendes Offiziere und 136 000 Mann durch den Tod, wovon Aufgabe gerecht werden soll. Wir verlangen von der Behörde Bmei standen neben dem Sprecher. Die übrigen sechs 17 633 in deutschen Lazarethen starben. Berechnet man nur die Bubilligung der Existenzberechtigung und Entwickelungsoder sieben an der Bahl waren im Zimmer verstreut, saßen den Autheil, der durch feindliche Gewalt Getödteten freiheit, sowie die Trennung des Verbandes vom Dienst." auf Stühlen, dem Sopha oder Fenstersiz, in verschiedenen in den einzelnen Truppengattungen, so ergiebt sich, daß die Stellungen steif geworden, ohne sich zu bewegen oder Infanterie ganz unverhältnißmäßig mehr zu leiden hatte, für die unteren Postbeamten thatfräftig geführte Ramps nicht einander anzublicken. Alle lauschten. Niemand fragte oder fanterie, wenn man die Durchschnittsstärke zu Grunde legt folches Bugeständniß ist willkommen zu heißen als ein fräftiger als die anderen Waffengattungen. Es fielen von der In- ohne Erfolg gewesen ist, daß die viel erörterten Bevormundungsgrundsäge der Stephan- Fischerei erschüttert worden sind. Gin Als der Schlußakt näher kam, fühlte Andrej wie 4,47 pt., von der Kavallerie 1,40 pCt., von der Artillerie Antrieb zum Ausharren in der Wirksamkeit für die materielle 1,28 pet. und von den Pionieren 0,37 pCt. Sondert man und soziale Hebung jener Beamtenschichten. Nur durch Bu Gregor von einem nervösen Schauer geschüttelt wurde. Mit die einzelnen Kontingente von einander, so ergiebt sich, daß sammenschluß, durch Ausbildung der Organisation, durch kräftigem Drucke preßte er seinen Arm und zog ihn herab, die Hessen das meiste Blut bezahlt haben; es fielen von ihnen Ausnügung jedes staatsbürgerlichen Rechts können die und ihm Ruhe zu gebieten und die Erzählung nicht durch 5,97 pCt., von den Bayern 5,58 pCt., von den Sachsen Unterbeamten ihre Lage verbessern. Aber man beachle einen Ausbruch zu unterbrechen. Gregor beherrschte sich 5,40 pCt., von den Preußen 4,85 pet., von den Badensern wohl! Im ausgesprochenen Gegensatz zu den Wünschen und lauschte auf die gräßlichen Einzelnheiten zügelloser Brutalität bis zu Ende. Aber seine Nerven gewannen die 3,76 pet. und von den Württembergern 3,51 pet. Eine und Absichten der Postgewaltigen hat der Verband Fortschritte Oberhand über seine Energie. Er brach in ein hysterisches Striege als invalide erklärt werden. Bis Ende 1884 wurden dienen. Was hat er denn gefagt? Daß die Postverwaltung das sehr große Anzahl deutscher Soldaten mußte nach dem gemacht, und er thut gut, die schönen Worte des Herrn Griesbach nicht höher zu bewerthen, als sie es verSchluchzen aus. Andrej ergriff ihn bei den Schultern und 69 895 Unteroffiziere und Mannschaften im mobilen thun will, wozu fie verpflichtet ist, die Beamten in der Ausübung schüttelte ihn heftig. deutschen Heere von 1870/71 als friegsinvalide anerkannt. ihrer politischen Rechte nicht zu stören? Nein, die Verbands" Du winselndes Weib!" sagte er wüthend. Mit Es sind dies 6,28 pet. aller überhaupt mobil gewordener mitglieder so lange ungefchoren zu lassen, als sie nicht durch ihr Blut und nicht mit Thränen müssen solche Dinge vergolten deutscher Soldaten. Die furchtbare Blutsteuer, die dem erhalten Veranlassung geben, gegen sie einzufchreiten." Wie werden. Moloch entrichtet wird, ist würdig der das Volk aus- vieldeutig und dehnbar dieses Wörtchen Verhalten" ist, wie es Ein großer und schrecklicher Gedanke nahm in diesem fangenden Gutsteuer, die auch auf seinem Altar dargebracht Maßregelungen werden kann, braucht das erst betont zu werden? für ftudige Poftjuristen und Poſtbureaukraten eine Handhabe zu Momente in seinem Geiste Gestalt an. Aber er gab dem wird. Ist das Verhalten" nicht aniößig, wenn der Uuselige politisch selben feinen Ausdruck. Er mußte wieder und wieder durch Der Militär- Strafprozeß. General v. Bogus eintritt u...? So überschäße man das formale Zugeständniß anrüchig erscheint, wenn er zielbewußt für seine Berufsgenossen bacht werden, bevor sich darüber sprechen ließ. Ein Ver brechen wäre es, solche Worte in den Wind zu streuen lawski schreibt in seiner neuesten, für die Militär- nicht, man sei wadsam und selbständig. Arbeiterpresse und und eine Schande, sich zurückzuziehen, nachdem sie geäußert vorlage eintretenden Broschüre Reichstag und Heer": Arbeitervertreter tönnen jedoch gleicherweise damit zufrieden sein, Daß unser Militär- Gerichtsverfahren auf grund der daß ihre Thätigkeit für die Postbeamten nicht ganz vergeblich ge ( Fortfehung folgt.) Deffentlichteit und Mündlichkeit umgestaltet wesen ist. Wort. bemerkte etwas. waren. " " Hieraus erhellt, daß der in der Presse und im Reichstage " " 61 " Zeichen der Zeit. Ein altes und ein junges Bismarc-| Getreuen auf dem Territorium der Vorstädte und bieten alles a fel und Lausanne. Chur nimmt von der allgemeinen Blatt gehen ein. Jenes, das Frankfurter Four- auf, damit nach Schluß der Versammlung bei der Heimfehr in Arbeitsrube Abstand, veranstaltet dagegen auf den Abend einen nal", das Organ der süddeutschen Nationallibe- die Stadt die Menge sich in einzelne fleine Gruppen zerstreut. Demonstrationszug. Die Delegirten der Arbeiterpartei des ralen, ist banterott geworden, und der Konkurs ist Arbeiterschaft fann nicht rühmend genug hervorgehoben werden. 1. Mai; den einzelnen Ortschaften steht es fret, schon am NachDie besonnene, durchaus inoffensive Haltung der streifenden Kantons Solothurn beschlossen unbedingtes Festhalten am bereits eröffnet. Das zweite jugendgrüne Organ ist die in Natürlich giebt es schlechte Elemente darunter. Eine mittag oder erst Abends eine Feier zu veranstalten. Köln erscheinende Westdeutsche Allgemeine Boltsmasse von Zehntausenden kann nicht aus lauter MusterBeitung", die ausdrücklich Bismard- Bolitik getrieben hat; menschen bestehen. Aber diese schlechten Elemente sind in ver Von der Agitation. Der Reichstags- Randidat für den ihr Leiter war der frühere Redakteur der Köln. Beitung", schwindender Minorität. In Wahrheit herrscht eine wahrhaft Dortmunder Wahlkreis, Genosse öffe, sprach dort in Dr. Kleser. patriarchalische Herzenseinfalt unter diesen armen Menschen. einer großen Wählerversammlung über die Bedeutung der in Wenn man sieht, wie sie den Führern sich nachdrängen wie die Aussicht stehenden Reichstags- Wahl. Nach ihm sprach Genoffe Oeffentliche Gesundheitspflege und Kapitalisten Schafe den Hirten, und wie sie mit lautloser Andacht an den Fischer aus Hamburg. Beide Redner ernteten rauschenden Intereffe. Wie die Hallesche Zeitung" meldet, ist in Lippen der Redner hängen, deren Worte Ginzelne mit den Beifall. Weiter veranstalteten die Parteigenoffen des Dortmunder einem gemeinsamen Beschlusse des föniglichen Oberbergamts Lippen mitmurmeln in diesem und noch in manchem anderen Wahlkreises am Sonnabend und Sonntag in den Orten Barop, Halle und der königlichen Regierung zu Merseburg der Buge wird man oft an die Zeit der ersten Chriften erinnert, Gichlinghofen, Böninghaufen bei Caftrop,& ands. Mansfelder Kupferschiefer bauenden Gewerkschaft das Ent- an jene Beit der ersten gewaltigen Proletariats- Bewegung, frone, Annen, Berghofen, Marten und Hamwo manches sich ähnlich zugetragen haben mag. Diese bruch Wählerversammlungen, die alle gut besucht waren. In eignungsrecht gewährt und die Entwässerung des Seebeckens friedliche, ich möchte beinahe sagen bescheidene Art, in legterem Orte hielten auch die Nationalliberalen mit ihrem Kangestattet worden. Den See- Interessenten wird für die welcher die Brüsseler Arbeiter um ihr gutes Recht ringen, didaten Möller eine im Stillen veranstaltete Versammlung ab, Fischerei und sonstige Nugung eine Entschädigung von über macht die Bewegung in so hohem Maße sympathisch. Der zu der man die Arbeit in den Fabriken ruhen ließ; wer von 2 000 000. zugesprochen. Nun wird zu Ehren der Fremde, der Wohlbekleidete kann sich unter den Streifenden mit den Arbeitern diese Versammlung besuchte, erlitt keinen LohnGrubenbarone den Anwohnern des betroffenen Flußgebiets vollkommenster Sicherheit bewegen. Niemals wird ein fend- abzug. Es ist wohl anzunehmen, daß selbst unterrichtete Arbeiter zwar das Wasser verdorben, so daß es ungenießbar wird liches Wort laut. Im Gegentheil. Die Leute sind dankbar für sich durch solche Manöver nicht bestimmen lassen, den Herrn und nicht mehr für den Haushalt zu verwenden ist. Aber das Interesse, daß man ihrer Bewegung spendet, und sie bringen Möller zu wählen, der lediglich die Interessen des Fabrikantendie Gewerkschaft", die ihre Leute zur Loyalität"" drillt, das in ihrer schlichten Art zum Ausdruck. Die Preise vor allem thums vertritt. ist wohl gelitten. Die Arbeiter wissen sehr wohl, welche mächtige zieht ihren Nugen daraus, und das ist die Hauptsache. Berbündete sie an ihr haben. Während in Paris bei großen Das Schiedsgericht, das vom Berliner Parteitag in Sachen In Sachen Hoensbroech theilt die Bossische seinen Hut eingetrieben zu bekommen, ist in Brüssel das Wort nach stebentägiger Berathung folgenden Spruch gefällt:„ Das am Arbeiterdemonstrationen der Journalist die ersten Chancen bat, Riemann's aus Chemnitz angeordnet worden war, hat Beitung" mit, daß die auch von uns mitgetheilte Buschrift Journalist" die Zauberformel, vor der sich selbst die dichtesten 81. März tagende Schiedsgericht erkennt den im Januar 1891 des Reichstags- Abgeordneten von Hoensbroech den Sach- Reihen öffnen. Ueberall haben die Reporter ihren Standort in stattgefundenen Ausschluß Riemann's zu Unrecht bestehend au, verhalt nicht richtig darlegt. In dem nächsten Heft der unmittelbarer Nähe der Redner, und bei den Manifestationen weil verfrüht, da der Ausschluß geschah, ohne daß Riemann vorPreußischen Jahrbücher" läßt, so schreibt die Bossische ziehen sie in der ersten Reihe, den Bleistift in der Rechten und her gehört wurde, bezw. weil ihm nicht vorher Gelegenheit geZeitung", Paul Graf von Hoensbroech einen Artikel er- bas Notizbuch in der Linken. Die Gefahr für den Berichterstatter geben worden ist, sich in der Deffentlichkeit zu vertheidigen. Das scheinen mit der Ueberschrift: Mein Austritt aus dem liegt in diesen Tagen nicht auf seiten der Arbeiter, sondern auf dem Schiedsgericht vorgelegte Material ist unbedingt geeignet, Jesuitenorden", der unsere Behauptung vollauf bestätigen derjenigen der Polizei und der Bürgergarde. Wenn diese zum Riemann ernstlich zu rügen, indeß kann der Ausschluß aus der und seinem Bruder jeden Zweifel darüber nehmen wird, Angriff übergehen, so hauen sie zu, gleichgiltig wo es hintrifft. Partei aus obigem Grunde nicht anerkannt werden." Besonders mit der Bürgergarde ist nicht gut Kirschen essen. Die Die Chemnitzer Parteigenossen haben sich in ihrer Versamm aus welchen Gründen der Austritt des Grafen Paul von Leute, welche sonst das ganze Jahr über drei oder vier Tage lung am 15. April mit dem Spruch einverstanden erklärt. Hoensbroech erfolgt ist." Wir haben über die nationalen" Waffenübungen halten, sind jest bereits seit acht Tagen immer und monarchischen" Motive des gräflichen Er- Jesuiten bis spät in die Nacht hinein unter Waffen. Sie sind infolge Zur Aufstellung eines gemeinsamen Delegirten für den uns bereits zur Genüge ausgesprochen. Jesuitismus und dessen übermüdet und nervös, haben auch natürlich nicht die Internationalen Arbeiterfongreß in Zürich Kapitalismus sind wahlverwandt und haben einander gar Hube regulärer dienstgewohnter Soldaten. Wehe, wenn ihnen wird auf Befchluß der Magdeburger Parteigenossen in den ersten nichts vorzuwerfen. Der Junker, der aus dem Orden der Geduldfaden reist! Es muß allerdings hier konstatirt Tagen des Monat Mai eine Konferenz der Vertrauensausspringt, mag, wir leugnen das nicht, durch die reinsten werden, daß die Gefahr, der wir alle bei Angriffen der be perfonen der Provinz Sachfen abgehalten. Die VerBeweggründe dazu veranlaßt sein. Aber der Jesuitis- waffneten Macht ausgesetzt sind, sehr herabgemindert wird durch trauenspersonen werden deshalb ersucht, sich baldigst über die der" Jesuitis- den Bassirschein, welchen Herr Libois, der liebenswürdige Sekretär Wünsche der Parteigenossen ihrer Bezirke zu unterrichten. mus" geht auch um im Protestantenverein, und vor des Bürgermeisters, auch den ausländischen Journalisten anstandsnehme" tulturfämpferische Organe des Liberalismus werfen los ausliefert. den jüdischen Redakteur zum Tempel hinaus und be fehden Ahiwardt. worden. feinem Vortrag " wollte, Pastor Jskraut hat, wie die Bielefelder Volkswacht" mitEbenso bewunderungswürdig, wie die friedliche Gesinnung theilt, am Montag Hiebe bekommen und zwar von der Arbeitermassen, ist deren Disziplin. Altgediente Soldaten können tonservativen Bauern in Gohfeld. An diesem nicht so wortlosen und pünktlichen Gehorsam leisten, wie diese Tage wollte Iskraut auf der Deele des Kolons Nürub in Gohfeld Zur Wahlrechts- Bewegung in Belgien erhalten wir fol- Männer mit zerschlissenem Gewand und schwieligen Händen. über das Thema sprechen:" 3u welcher Partei gehört der Landgendes Spezial- Telegramm: Die Führer haben strenge Ordre gegeben, den erften, der einen tags- Abgeordnete Schnatsmeyer?" Herr Schnatsmeyer, der der C. B. Gent, 20. April, Nachm. Hier ist die Arbeit mit Stein aufhebt, aus den Reihen zu stoßen. Ich habe selbst zwei tonservativen Partei angehört, ist dafür, daß wirkliche Bauern oder drei solchen Exelutionen angewohnt, wo mit Rippenstößen in die Parlamente gewählt werden, und da das am wenigsten geringen Ausnahmen überall wieder aufgenommen eine so prompte Juiz geübt wurde, daß jede Berufs- Gendarmerie im Sinne der Junker und Pfaffen liegt, so ist er bei beiden übel worden. Heute Abend findet eine Parteiversammlung im neidisch sein könnte. Da ist besonders ein großer Teufel von angeschrieben. Er war zu der Jskraut'schen Versammlung einVooruit" statt, welche über die ferner einzuhaltende Taktik be- einem Tischler, welchem seine derben Fäuste das Ehrenamt eines geladen, hatte sich aber mit seiner Thätigkeit als Mitglied des schließen wird. Die Anhänger einer Fortsetzung des Au3- ersten Ordnungs- Kommiffars bei allen friedlichen Gelegenheiten Landtags entschuldigt. Jskraut änderte daraufhin das ursprüngeingetragen haben. Schon beim legten Sozialistenfongreß habe liche Thema um und wollte am Montag ein anderes Thema bestandes find in verschwindender Minderheit. Genoffe Maurib ich ihn angestaunt. Damals war seine Spezialität das Hinaus- handeln. Er hatte aber die Rechnung ohne den Wirth ge aus Grefeld, der Vorschneider im Vooruit" war, werfen von Anarchisten. Jezt marschirt er bei allen Aufzügen in macht. E3 mochten sich in der beabsichtigten Versammift ausgewiesen worden. Beerblock, der Organisator der vordersten Reihe, ein Riese mit einem gewaltigen Schlapp- lung etwa 300 bis 400 Bauern eingefunden haben und but. Sowie an irgend einer Stelle etwas nicht ordnungsgemäß als mit Jstraut der Flachsspinner, ist unter der Anklage, die Freiheit vorgeht, bricht er fich mit gewaltigen Büffen Bahn, ist wie das hinderten die tonfervativen Bauern Jskraut beginnen der Arbeit und des Eigenthums" bedroht zu haben, verhaftet Ungewitter an Ort und Stelle, läßt die Siebe hageldicht hernieder- am Sprechen. Jstraut verschaffte sich für einen Augenblick fliegen und kommt dann wieder zurück, indem er uns Jour doch Gehör und bemerkte:„ Die Bauern sollten ruhig sein, er nalisten, die wir sein besonderes Wohlwollen genießen, zulächelt: bätte genug Heu und Stroh, um ihnen das Maul stopfen zu Homerule. Im Verlaufe der am 19. April im Bürger, die Ordnung ist wieder hergestellt." Seut morgen, fönnen." Nach diesen Worten entstand erst recht eine große Unterhause fortgesetzten Homerule- Debatte er während der großen Versammlung auf der Place de la Unruhe und schließlich fingen die Bauern an zu singen. Jskraut flärte, wie die„ Boffische Zeitung" meldet, der Gladstoneaner Duchesse, tam plöglich die Nachricht, in einer der Nebenstraßen ließ von einer Handvoll seiner Anhänger Heil Dir im SiegerSaunders, obwohl er ein eifriger Anhänger von würden von Arbeitern Fensterscheiben eingeschlagen. Unser tranz" anstimmen. Als Jstraut fab, daß nichts zu machen war, Homerule sei, werde er gegen die zweite Lesung Freund hieß einen gräßlichen vlämischen Fluch aus und ging im vertagte er die Versammlung auf 10 Minuten. Während dieser der Homerule- Vorlage stimmen müssen, weil vollen Galopp feiner langen Beine nach der bedrohten Stelle ab. Bause erhob sich wiederum ein fürchterlicher Radau. Einige diese die Bestimmung enthalte, daß nur solche Personen Dort zeigte sich sofort, daß die Nachricht falsch war. Gin Ar- Bauern sangen: Heil Dir im Siegertrang", andere: Im diese die Bestimmung enthalte, daß nur solche Personen beiterhaufe ftand vor einer Fabrik, aber nur um die Rückkehr Grunewald it Holzauftion" und wieder andere:" Arbeiter all' stimmberechtigt für die Wahlen zum irischen gefeßgebenden einer Delegation zu erwarten, die hineingesendet worden, damit erwacht". Als der Radau immer größer wurde, wurde die VerNath feien, die mindestens zwanzig Pfund Fahresmiethe der Arbeitgeber in Kenntniß gefeßt werde von dem Beschluß fammlung geschlossen, ob von straut oder den Beamten, entrichten. Eine solche Vorschrift beraube zwei Drittel seiner Arbeiter, den Streit zu beginnen. Nichts destoweniger fuhr wissen wir nicht. Der Jskraut verließ nun, von seinen der Stimmgeber ihres Stimmrechts und müsse eine gute ber furchtbare Mann den Haufen an:" Man fagt, daß Ihr Getreuen gefolgt, die Deele und stellte sich auf einen erschrecke nicht Verwaltung Jrlands unmöglich machen. Der Regierung Fensterscheiben zerbrecht. Ich sage Euch nur das: dem Erften, man Mistwagen und uzte, wie die Bauern an. Mas fich nun bleibt trop dieser Absage eine Mehrheit von etwa einem den ich dabei erwische, dem geht's an die Kehle!" Kein Wort uns berichtet wurde, den Bauern abspielte, läßt sich halben hundert Stimmen. Uebrigens ist der Einwurf be- der Erwiderung wurde laut. Alle neigten in stummem Gehorsam zwifchen getraut und Die zotigen rechtigt; das Wahlrecht müßte eben ein allgemeines und das Haupt. Giner trat vor und sagte:" Sei rubig, Citoyen, es einfach durch die Bresse nicht wiedergeben. wird nichts geschehen. Sonst God verdoum!" Und er hundsgemeinen Redensarten, die gegenseitig gewechselt wurden, gleiches sein. schüttelte seine Faust gegen den Haufen, in dem sich auch teine lassen sich nicht einmal andeuten. Iskraut verließ schließlich den Fingerspige regte." " Der Achtstundentag in England. Aus London wird unterm 19. b. M. gemeldet: Gladstone empfing eine Abordnung von Bergleuten aus den Grafschaften Durham und Northumberland, welche Gegner des Achtstundentages find. Gladstone erklärte, er betrachte eine parlamentarische Einmischung in die Angelegenheiten der Arbeiter als einen Eingriff in die persönliche Freiheit, Gladstone sprach sich alsdann zu gunsten einer örtlichen Ab-" stimmung über den Achtstundentag aus." Die Mehrheit der organisirten Arbeiter fordert den gefeßlichen Acht stundentag, und die Liberalen, die in Arbeiterbezirken gewählt sind, haben sich auf dieses Programm verpflichten müssen. Gladstone's manchesterlicher Widerstand ist heute schon nicht mehr so starr, wie früher. Und wenn die Berhältnisse es fordern, giebt er nach. Und die politische Situation ist den Arbeitern günftig. den früheren Bürgermeister Bosch verfolgen zu dürfen, verweigern, um jede Gelegenheit, einen Standal hervor zurufen, zu vermeiden". Dieses summarische Verfahren hebt sich durch seine ehrliche Offenheit vortheilhaft von der Heuchelpolitik in zivilisirteren" Ländern ab. Den Fortfchritt des Sozialismus befördert solch eine Banditen praxis außerordentlich. Parteinachrichten. Germania" u. a.: Wie man sieht, ist die Sozialdemokratie Zum Wahlaufruf des Parteivorstandes bemerkt die außerordentlich rührig und hat bereits alle Vorbereitungen zu Neuwahlen getroffen, obschon eine Auflösung des Reichstags noch nicht so ganz zweifellos ist. Andern Parteien können die vorzügliche Organisation und der Eifer der Sozialisten als Mahnung dienen, auch ihrerseits nichts zu versäumen, um für den Wahltamps, im Falle einer Auflösung des Reichstages, gerüstet dazu stehen." Mistwagen und nahm auf einem Erdhügel Aufstellung. Gr lockte sodann die Bauern nach Art, wie man Gänse lockt, mit den Worten: Hans fomm, Hans tomm" und machte die nöthige Geberde dazu. Es ist am Rande selbstverständlich, daß Jskraut mit Ausdrücken wie„ Grüne Jungens" 2c. nicht hinter dem Berge hielt. Die Bauern protestirten natürlich gegen derartige liebensbekam er seine Hiebe. Iskraut hat tüchtig geblutet und wäre es würdige Bezeichnungen. Iskraut verließ jezt den Erdbügel und ging der Mauer zu, welche sich am Grundstücke hinzieht. Hier nicht so hell gewesen, so wäre er noch viel schlechter weggekommen. Muthig", wie Jstraut nun einmal ist, rief er Bauern forderten energisch von den Gendarmen, daß ste Iskraut schleunigst nach Hilie und floh schließlich in ein Haus. Die aus dem Hause holten. Nachdem zerstreuten sich die aufgebrachten Bauern unter Hochrufen auf Herrn Abg. Schnats 9 meyer. So der Sachverhalt. Was sich Jstraut nicht alles erlauben darf. Ob sich denn die fonservative Partei nicht schämt, Gegen die Militärvorlage wurden weiter Versammlungen solche Elemente auf Agitation zu schicken? Es wirft dies in der abgehalten in a geni. W.( Ref. G. Lehmann Dortmund), That ein sonderbares Licht auf die tonservative Partei. Gine Der spanische Senat deckt das Panama ber Gewalt Kreuznach( Refer. Miedreich- Mainz), Schönkirchen Partei, die derartige Personen benöthigt und hätschelt, um Anhaber Spaniens ohne Weiteres zu. Er wird, wie aus( Referent R I- Riel), letersen( Referentin Frau Kähler hänger für ihre Sache zu werben, mit der fann es nicht gut be Madrid unterm 20. d. M. gemeldet wird, die Erlaubniß, Wandsbef), Silbiz bei Groffen( Referent Leopoldt- 3eiz), stellt sein. Nur so fort und bald wird jedermann im Lande Berlin). An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Gegenüber diesem Bericht ist es drollig, wie sich die Maifeier. In Hagen. wird am 30. April eine reuz- Zeitung" von ihrem Berichterstatter-( Isfraut?) Vorfeier, bestehend aus Konzert, Kinderbelustigungen und Ball, ab- bat dupiren laffen. Sie ließ sich nämlich schreiben, und druckte gehalten; am 1. Mai findet eine Volksversammlung statt. Die hat dupiren laffen. Sie ließ sich nämlich schreiben, und druckte Parteigenoffen in Ralt balten am Abend des 1. Mai eine Ber- es gläubig nach, daß kirchliche und unkirchliche liberale Landfammlung ab; zum 7. Wlai veranstaltet der Sozialdemokratische einer von christlich konservativen Männern einberufenen VerBerleute" sich 150 Sozialdemokraten herbeigeholt hätten, um in Verein ein Fest. In Bielereld ist am 1. Mai Versamm- sammlung wüthende Hochs auf den konservativen Abgeordneten lung mit Sommers, am 7. Mai allgemeines Volksfest. In Solon Schnatsmeyer und dessen Anhang in der Gemeinde des Mainz findet ebenfalls am 1. Mai eine Versammlung, am 7. Mai ein Fest statt. Die Parteigenossen in Grün a bei zum Gendarmen auszubringen." Es begreift sich, daß der Kreuz Beitung" die amüsante Chemnih halten die Maifeier am 30. April ab, ebenso die Ge- Niederlage thres guten Freundes Iskraut höchst fatal sein muß, nossen in Kaltberge, Rüdersdorf, Ertner und aber konnte sie nicht einsehen, daß die Durchprügelei ihres Woltersdorf bei Berlin. Das Verbot des in Itona geplant gewesenen Mai. Schüßlings durch konservative Bauern fibh mit der fonfervativen Sache" schon traditionell weit mehr vertrug, als dieser Sache" mit welchen namentlich Blätter von der ausschweifenden orientalischen festzugs wurde damit motivirt, daß bei dem Stattfinden des die dumme Lüge nügen kann, daß fonfervative Bauern die Phantasie des„ Berliner Tageblatts" und die offiziöse Presse ihre Aufzuges, an welchem fich voraussichtlich viele Tausende von„ vaterlandslose"," umstürzlerische" Sozialdemokratie um wertLeser über die belgischen Vorgänge unterrichteten, ist es Personen betheiligen würden, die öffentliche Sicherheit und Ordvon zeitgeschichtlichem Interesse zu hören, was ein mehr der nung gefährdet wird". Das preußisch Geistreiche dieser Bethätige Hilfe angerufen hätten. Wahrheit dienendes Blatt, die Frankfurter Beitung", über gründung" wird durch den Hinweis auf die einfache Thatsache Polizeiliches, Gerichtliches ze. Belgien schreibt. Der Brüsseler Berichterstatter dieser Zeitung genügend ins Helle gerüct, daß in dem direkt an Aitona grenzenden nichtpreußischen Hamburg der Festzug mit voraus- teur Gewehr das Gefängniß foeben verlassen, dafür hat sein Von der Elberfelder Freien Presse" hat der Redakmeldete unterm 18. April: Der Bürgermeister von Brüffel verbietet alle Manifestationen fichtlich gewiß 60 000 Theilnehmern anstandslos erlaubt morden Kollege Lingweiler dort auf drei Wochen Aufenthalt ge= und Zusammenrottungen, die Bürgermeister der Vorstädte fezen ist. Danach scheint felbst in der hamburgischen Geldfackrepublit nommen, die ihm wegen der Beleidigung eines empfindsamen ben Arbeitern, welche friedlich demonstriren wollen, nicht die ge- die Ordnung auf festeren Füßen zu stehen als in der sozial- Maurermeisters zudiktivt wurden. ringsten Hindernisse entgegen. Die Arbeitsführer, welche absolut reformatorischen" preußischen Monarchie. friedlich gesinnt sind und einen Zusammenstoß mit der bewaffneten Gegenüber den tendenziösen Berichten, Aus der Schweiz wird berichtet: Ganztägige Arbeitsruhe Macht um jeden Preis vermeiden wollen, versammeln daher ihre proklamiren die organisirten Arbeiter von Zürich, Bern, 11 Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, den 21. April Opernhaus. Carmen. Neues Theater. Donna Diana. Deutsches Theater. Der Talisman. Berliner Theater. Die Braut von Messina. Lehng- Theater. Heimath. Wallner- Theater. Die Großstadt Iuft. Kroll's Theater. A Santa Lucia. Rendenz Theater. Die beiden Champignol. Adolph Ernst- Theater. Goldlotte. Unferm Bigarren Frige Oskar Circus Renz. Sanke zum heutigen Wiegenfeste ein ( Rarlitraße.) Abschieds- Vorstellung am 2. Mal. Nur noch 5mal: Ein Künstlerfest. Freitag, den 21. April, Abends 714 Uhr: Ein Künstlerfest. Große Ausstattungs- Pantomime. Neue Einlagen mit überraschenden Licht- u. Wassereffecten. Ballet von 100 Damen. Glänzender Blumencorso. Grosses Brillant- Feuerwerk. Außerdem: Mr. James Fillis donnerndes Hoch! 440 Die Aktionäre des Spar- Vereins Spar- Agnes. Ob die 2000 bald voll sind? Danksagung. Für die so überaus herzlichen Be fundungen der Theilnahme bei dem Begräbnisse meines unvergeßl. Mannes, unferes heißgeliebten Vaters sagen wir allen, und namentlich Herrn Pastor Seibel für seine so trostreich an der 34426 Achtung! Adlershof, Köpenid, Johannisthal, Nieder- Schönweide. Sonnabend, den 22. d. M., Abends 8 Uhr: Gr. öffentliche Volks- Versammlung für Männer und Frauen in der Borussia- Brauerei, Nieder- Schönweide. Zages Ordnung: 0 1. Bortrag des Reichstags- Abgeordneten August Bebel Zur Deckung der Unkosten wird ein Entree von 10 Pf. erhoben. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vertrauensmann. Heinrich Bökert. mit dem Schulpferde Markir. Gruft uns gespendeten Worte tief: über: Die bevorstehende Auflösung des Reichstags. 2. Diskussion. Prinz Carneval und sein Gefolge, vorgefühlten Dank. gef. v. Dir. Fr. Renz. Cavallerie zu Fuss. Jeu de la rose, ger. von den Damen Frl. Clotilde Hager und Miss Edith 2c. Berlin, den 20. April 1893. Wittwe Emilie Wirsing nebst Kindern: Elife, Willi und Helene Wirsing. Danksagung. Morgen, Sonnabend: Gala- Vorstellung zum Benefiz von Frl. Oceana und Herrn Ernst Renz. Sonntag: Zwei Vorstellungen, um tannten und Kollegen, sowie dem Personal Sage hiermit allen Freunden, Bes Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. 4 Uhr( 1 Kind frei): Die Touristen. der Firma W. Böhme für die rege Pariser Leben. Abends 71/2 Uhr: Ein Künstlerfelt. Betheiligung und reichen Kranzspenden Billet- Vorverkauf an der Birkuskaffe bei dem Begräbniß meiner lieben Frau u. beim„ Invalidendant", Markgrajen meinen herzlichsten Dank. Thomas Theater. Der Herzogsmüller. Viktoria Theater. Die Reise um die Welt in achtzig Tagen. National- Theater. Der Sieg des Christenthums", oder:" Ronstantin der Große". Alexanderplay Theater. Bimmer mann's Lene. Winter- Garten. Spezialitäten- Bor. ftellung. Apollo Theater. Spezialitäten ftraße 51a. Fr. Renz, Direktor. Etablissement Blas. Buggenhagen. a. Moritz Moritz 3436b Der trauernde Gatte M. Jarmuszkiewicz. Danksagung. Sage hiermit allen Freunden, Be fannten und Kollegen für die fo überaus reiche Betheiligung und Kranz342/11 Große Versammlung aller Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen Berlins und Umgegend am Sonnabend, den 22. April, Abends 8% Uhr, in der Kronenbrauerei, Alt- Moabit 47-48. Diskussion. 3. Aufnahme von Mitgliedern. 4. Verschiedenes, Tagesordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Molkenbuhr. 2. Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein mit Tanz. Da der Ertrag zur Unterstügung der wegen Majestätsbeleidigung inhaftirten Genoffin Wittwe Köppen verwendet wird, bitten wir unsere Genossen und Genossinnen im 6. Wahlfreise, uns mit ihrem Besuche unterstüßen zu wollen. Gäfte haben Zutritt. 60/16 Der Vorstand. spenden bei dem Begräbniß meines Achtung! Große öffentliche Achtung! lieben Mannes, des Steinmes Täglich: Juftrumental- konsert. Großer Frühstücks- u. Mittagstifdh. Spezial- Ausschant von Pabenhofer Lagerbier, hell und dunkel. Theater der Reichshallen. Spezia An Sonn- und Feltagen findet das Konzert in den oberen meinen herzlichsten Dank. Sälen statt. Vorstellung. litäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spes zialitäten- Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Bum 20. Male: Goldlotte. Gesangspoffe in 3 Aften v. Ed. Jacobson und W. Mannstädt. Couplets theilweise v. G. Görss. Mufit von G. Steffens. In Szene ge Anf. 7 fekt von Adolph Ernst. Unf½½ hr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. American- Theater. Anfang 8 Uhr: Der Dussel ( Nulpus) Parodistisch- realistischer Vorgang in der Dachtammer, frei nach Jbsen und Tolstoi von Oscar Wagner. ( Klemm Ebe.. Martin Bendix.) Alfred Bender in seinem neuesten Originalvortrag Der Volksmund in Berlin. Instrumentalist Deller. Entree Wochent. 10 Bf. Sonnt. 25 Pf. Säle für Versammlungen, Kommerse, Festlichkeiten 2c. Friedrich Bloeck, Handlungsgehilfinnen- Versammlung Die trauernde Wittwe Louise Block geb. Alexander, nebst Kinder. Montag, den 1. Mai bleibt Sonnabend, den 22. d. M., findet bei mir ein Eisbeineffen statt, wozu ich mein Hut- Geschäft von 4 Uhr alle meine Freunde und Bekannte freundschaftlich einlade. 84416 ab geschlossen. Hermann Kreuhmann, Neue Friedrich- Straße 56. Empfehle in meinem Restaurant neu eingerichteten 4071L Adolf Kehr, Köpenicker- Strasse 126. Vereinszimmer, Für lube etc. Vereinszimmer. 30 bis 40 Berſonen faſſend, mit Piano große und fleine Schultheiß- Bier à Glas 10 Pf. noch einige Tage in der Woche zu verPaul Altmann, Neue Hochstraße Nr. 49. Gute Weiße 20 f. 4012L geben. Gerichtstr. 2, an der Grenzstraße. 3434b am Freitag, den 21. April, Abends 81/2 Uhr. Beuthstraße 22( früher Norbert). Tages Ordnung: 1. Letzter Vortrag der Frau Kähler aus Hamburg über: Besteht zwischen dem Chef und der Handlungsgehilfin eine Interessengemeinschaft oder 188/13 ein Jntereffengegenfat? 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zu zahlreichem Besuch ladet ein Achtung! Die Einberuferin. Vergolder! Achtung! Große öffentliche Versammlung aller im Vergoldergewerbe besch. Arbeiter u. Arbeiterinnen in Scheffer's Salon, Inselstr. 10. Sonnabend, den 22. April 1893, Abends präz. 8 Uhr, Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Lütgenau über May Stirner". 2. Disfuffion. 3. Wie stellen wir uns zum 1. Mai? 4. Berschiedenes. Bringe den Genossen mein neues Mein großer Snal scheinen Gäste willkommen. Lokal bei Begräbnissen, Ausflügen 2c. in empfehlende Erinnerung. Garten mit 2 Kegelbahnen sieht zur Verfügung. Ein Klubzimmer habe noch zu vergeben. 40752* C. Schmidt, Rixdorf, Hermannstr. 23, früher in Torgelow in Pommern. it noch einige Sonnabende u. Sonntage im April und Mai zu vergeben. Reinhold Krösche, fidhtestr. 29 858/7 Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein u. Tanz. Interesse eines jeden in diesem Gewerbe Beschäftigten ist es, zu er Zur Deckung der Unkosten findet ein Entree von 15 Pf. ftatt. Die Agitations- Kommission. Tischler- Verein. Wer hilft einer armen Wöchnerin, die sehr arm und bedürftig ist? Mustauerstr. 38, H. Keller, b. Fr. Krause. Sonnabend, den 22. April, Abends 9 Uhr, Melchiorstr. 15: 1. Umg. Zimmerer von Weißensee u. Umg. Oeffentliche Versammlung am Sonntag, den 23. April, Vorm. 8% Uhr, Unser Helgoland. im Lokale des Herrn Ehrhardt, Langhansstr. 126-127. Castan's Panopticum. Große Ausstellung. Akka- Zwerginnen. Neue Illusion: Lotosblume. Andere Illusionen. Fantoche- Theater. Castan's Irrgarten. Schreckenskammer. PassagePanopticum. Jm Theater- Saal: Neu! Lebende Bilder. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Neu! Die Inftige Neu! Schwiegermutter. Komische Pantomime mit Ballet in 1 Att. Ausgeführt v. b. PantomimenGesellschaft Diovanie, sowie Auftreten von 12 f. Berlin neuen Spezialitäten. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Entree 50 Pf. Nene freie Volksbühne. Sonntag: Die, Macht der Finsterniß" für die II. Abth. 409/5 Zages Ordnung: 1. Gewerkschaftliches. Referent Herr Völckel. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 363/4 Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Einberufer. Deutsch- Wilmersdorf. Sonntag, den 23. April, Vormittags 11 Uhr, in Mölter's Volksgarten, Berlinerstr. 40: Große öffentliche Volks- Versammlung für den Kreis Teltow. General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Raffenbericht pro I. Vierteljahr. 2. Bericht über die Bibliothek. 3. Abrechnung vom Ostervergnügen. 4. Unterstüßungsgesuch. 5. Beschließung des diesjährigen Sommervergnügens. Ausgabe der Urania- Billets zu der am 7. Mai, Mittags 1 Ubr, stattfindenden Vorstellung. Die Mitglieder, welche ihre Wohnung verändert haben, werdeu ersucht, dem Raffirer Herrn Winter davon Mittheilung zu machen. 8433b Das Quittungsbuch legitimirt. Der Vorstand. Deutscher Tischler- Verband. Zahlstelle Berlin. Montag, den 24. April 1893, Abends 8½ Uhr, bei Buggenhagen am Moritzplatz: General- Dersammlung. Tages- Ordnung: Abrechnung vom 1. Quartal 1893. Berichterstattung der Delegirten Zagesordnung: 1. Vortrag des Genoffen Zubeil: Die gegen vom Holzarbeiter- Kongreß und V. ordentlichen Verbandstag zu Raffel. Dis= martige politische Lage". 9. Diskussion. 3. Wahl der Delegirten zum" Provinzial- fuffion. Verbandsangelegenheiten. Verschiedenes. Parteitag. 4. Verschiedenes. 342/12 Zur Deckung der Unkosten Tellersammlung. Um zahlreiches Erscheinen bittet 317/ 20* Der Einberufer. Verlag des Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstrasse No. 2. Soeben erschien in unserem Verlage: Fort mit dem Militarismus! Ein Mahnwort an die Reichstagswähler gegen die Militärvorlage. 32 Seiten 80. Elegant geheftet.- Preis 15 Pfennig. Wir ersuchen die Genoffen, für den Vertrieb dieses Schriftchens recht thätig zu sein. Das im Titel angegebene Thema ist darin in eingehender und prinzipieller Weise behandelt. Bei dem aktuellen Juhalt der Broschüre wird dieselbe im bevor: stehenden Wahlkampf ihre agitatorische Wirkung ausüben und den Genossen gute Dienste leisten. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Alle Buchhandlungen, Kolporteure und Zeitungsspediteure nehmen Bestellungen entgegen. Bei Aufträgen von außerhalb ersuchen wir um gleichzeitige Einsendung des Betrages.( Porto ertra.) Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. Allgemeiner Unterstützungs- Verein der Töpfer Deutschlands. Filiale Berlin.) Mitglieder- Versammlung am Sonntag, 28. April, Vorm. 10 Uhr, bei Srn. Röllig, Neue Friedrichstr. 44. Zages Ordnung. 1. Fortsetzung der Diskussion über die Zustände in unserem Gewerbe. 2. Abrechnung vom 1. Quartal 1893. 3. Vereinsangelegenheiten. 328/9 Der Vorstand. Zentral- Kranken- und Begräbnisskasse der Buchbinder.( Verwaltungsstelle Berlin.) Sonnabend, 26. April, Abends 81/3 Uhr, im Industriegebäude( fr. Norbert), Beuthstr. 19-21: Hauptversammlung. Tagesordnung: 1. Kassens und Kontrollbericht. 2. Vortrag des Herrn Dr. med. Böhm, über: Lungenleiden und desfeu naturgemäße Behandlung. 3. Verschiedenes. 119/10 Die Ortsverwaltung. Friedrichsberg. Große öffentliche Versammlung für Frauen und Männer Sonnabend, den 22. April, Abends 8 Uhr, im Reichsgarten, Friedrichsberg, Rummelsburgerstraße. Tages- Ordnung: 1. Die Lebenshaltung der arbeitenden Klasse. Referentin: Frau KählerHamburg. 2. Diskussion. 3. Gründung einer Filiale des Frauen- und MädchenBildungsvereins des arbeitenden Volkes für Berlin u. Umgegend. 4. Eventuelle Wahl eines Vorstandes der Filiale. 156/20 Um recht zahlreichen Besuch, besonders der Frauen, ersucht Die Einberuferiu. Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 93. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 79. Sigung vom 20. April 1893. 1 Ubr. Am Tische des Bundesraths; von Hanauer. Bötticher, Zur ersten Berathung steht der Gefeßentwurf, betreffend den Schutz der Waarenbezeichnungen. Freitag, den 21. April 1893. 10. Jahrg. daß der deutsche Import schlechter als der französische und jeder steher Langerhans, daß er nach gründlicher Erörterung zu andere in England behandelt wird. Es erscheint dringend der Ueberzeugung gekommen sei, daß man einstweilen alles beim wünschenswerth, den Entwurf noch in dieser Session zu ver- Alten lassen sollte. Dem entsprechend stelle der Ausschuß anheim, abschieden und die verbündeten Regierungen können daher den diese Angelegenheit für erledigt zu erklären. Reichstag nur um Beschleunigung der Berathung bitten. Die Versammlung beschließt demgemäß ohne Debatte. Abg. Hulkich( df.) äußert sich gleichfalls überwiegend zus Die Protokolle über die Verhandlungen des Ausschusses zur ftimmend zu der Vorlage; feine Partei stehe derselben freundlich Vorberathung der Vorlage, betreffend die Umgestaltung des gegenüber. So eingehende Ausführungen, wie sie der Abg. Schmidt Schloßplates und eines Theiles der Königs gegeben habe, gehörten ihrer ganzen Natur nach mehr in die straße liegen vor. Der Ausschuß hat drei Sigungen abgehalten. Kommissionsberathungen; wenn er( Redner) also diefem Beispiele Bekanntlich hatte die Magistratsvorlage, ohne sich irgendwie über nicht folge, werde er sich den Dant des Hauses verdienen.( Leb- den Kostenpunkt auszulassen, von der Versammlung die prinzipielle hafte Zustimmung rechts.) Für die Kommission würden auch Zustiminung zur Ausführung des Projekts B verlangt, wonach 14 Mitglieder genügen. die Häuser am Schloßplay 7-16 angefauft und diese Grundstücke " von Nach dem Gefeßentwurf tönnen Waarenzeichen in eine Zeichenrolle eingetragen werden, welche beim Patentamt geführt wird. Die Anmeldung ist schriftlich zu bewirken. Die Eintragung des Waarenzeichens gewährt dem Eingetragenen das Recht, Waaren der angemeldeten Art oder deren Verpackung oder Um Abg. Goldschmidt( dfr.): Nachdem man beim Patentgeset freigelegt werden sollen, ferner die Verbreiterung der Könighüllungen mit dem Waarenzeichen zu versehen und die so bezeich- die Streitigkeiten in Patentsachen dem Patentamt zugewiesen ftraße auf der Südseite( das Projekt A sucht die Verbreite. nete Waare in Verkehr zu setzen. Die bisherigen Freizeichen" hat, muß tonfequenter Weise bezüglich der Waarenbezeichnungen| rung auf der Nordseite zu erreichen) und zwar dergestalt durchsollen in Wegfall kommen. Anmeldungen von Waarenzeichen auf ebenso verfahren werden. Streitigkeiten in Patentsachen sind führen will, daß von der Kurfürstenbrücke bis zur Poststraße grund des Markenschuß- Gesetzes von 1874 sollenvom 1. Oftober 1893 doch nicht weniger privatrechtlicher Natur als solche in Waaren- das Parterregeschoß der Alten Post" in einen Arkadengang als ab nicht mehr angenommen werden. bezeichnungs- Angelegenheiten. Die Bekämpfung der concurrence Bürgersteig verwandelt werden soll, während von der Post- bis Abg. Hammacher( natl.): Die Vorlage bebeutet nach der déloyale wird durch das Gesetz wesentlich erleichtert. Nur haben zur Spandauerstraße die Fluchtlinie entsprechend zurückverlegt Meinung der Interessenten einen erheblichen Fortschritt gegen die Weinhändler immer noch Bedenten gegen den§ 15, welcher wird. den derartigen Zustand der Gesetzgebung auf diesem Gebiete. die Anwendung eines Namens zu dem Zweck, über die Be- Im Ausschusse ist zunächst von neuem auf die Vorlegung Ter Wunsch nach Zentralisation des Zeichenwesens wird erfüllt, schaffenheit und Werth der Waaren einen Frrthum zu erzeugen, einer detaillirten Kostenrechnung gedrungen worden. Nach den an Stelle der bloßen Anmeldung tritt eine Art Vorprüfungs- unter Geldstrafe bis zu 5000 Mark und Gefängniß bis zu hierauf den Magistratskommissionen gemachten, auf ver ahren. Auch Wörter ohne Verbindung mit einem figürlichen 6 Monaten stellt. Ihre Bedenken sind auch durch den Nachsatz Schäßung beruhenden Angaben sollte sich das Erforderniß auf Zeichen sollen geschüßt, der Schuh gegen Nachahmung verstärkt nicht gehoben, der dem§ 15 zugefügt ist, wonach die Ver- nur 3112 750 M belaufen, wobei die Kosten für den Terrainwerden. Alle diese Vorschläge werden von der Geschäftswelt wendung von Namen, welche nach Handelsgebrauch zur Be- erwerb auf dem Schloßplatz mit 2 074 000. veranschlagt waren. mit Freuden begrüßt, besonders aber auch der weitere Vorschlag, nennung gewiffer Waaren dienen, ohne deren Herkunft bezeichnen Von allen Seiten ist die Richtigkeit dieser Schäzung bezweifelt daß mit Geldstrafe von 100 bis zu 3000 M. oder mit Gefängniß zu wollen, nicht unter diese Bestimmung fallen soll. Die weitere oorden. Auch wurde beschlossen, daß die Verbreiterung ber bis zu 3 Monaten bestraft wird, wer gewiffe als Kennzeichen der Erörterung dieser Frage wird in der Kommission zu erfolgen Königstraße eine unbedingte Nothwendigkeit sei, und ferner Waaren eines andern allgemein bekannte Zeichen zum Zwecke der haben. wurde darauf hingewiesen, daß aus der Niederlegung der Täuschung im Handelsverkehr verwendet. In einzelnen Punkten Darauf wird die Diskussion geschlossen und die Vorlage Häuser zwischen Breiteftraße und Kurfürstenbrücke eigentlich nur wünscht man freilich noch weiter zu gehen. Für die schwierigen Einzel- einer Rommission von 14 Mitgliedern überwiesen. das Schloß und das Marstallgebäude Vortheil hätten und daß heiten der Vorlage wird Kommissionsberathung nicht zu umgehen sein. Es folgen die Abstimmungen über den§ 302e und den somit das Hausministerium um einen nennenswerthen Beitrag Genauer zu prüfen sind die Fragen der Fahrlässigkeit in bezug Art. 4 der Wuchergefeßnovelle.§ 302 e wird mit beträchtlicher angegangen werden müßte. Wer die Kosten für die Ausführung auf die Vorschriften dieses Gesetzes und die der Austragung Mehrheit angenominen. der Schlüter'schen Façade des Marstallgiebels tragen solle, fei privatrechtlicher Streitigkeiten über Ansprüche aus diesem Gesetz. Artikel 4 wird in namentlicher Abstimmung mit 181 auch dunkel. Das Schloßterraffenprojett scheine ebenfalls noch Für letztere ist nicht das Reichsgericht, sondern das Patentamt gegen 83 Stimmen angenommen. feineswegs endgiltig beseitigt. Unbedingt müsse ferner die die gegebene Behörde. Ich beantrage die Verweisung der Vor- Abg. Rintelen hat folgenden Bufah zu dem Kommissions- Weiterführung der Pferdebahn von der Spandauerstraße bis zu lage an eine Kommission von 21 Mitgliedern. beschlusse als Artikel 5 vorgeschlagen: Der Landesgefeßgebung den Geleisen auf dem Schloßplaß mit diesem Projekt verflochten Abg. Schmidt- Elberfeld( dfr.): Der Entwurf ist sehr forg- bleibt es überlassen, besondere Bestimmungen zur Verhütung werden, da sonst wahrscheinlich die Gelegenheit hierzu nie fältig ausgearbeitet worden und verdient alles Lob. Nur in und Bestrafung des Wuchers bei dem Handel mit Vieh, bei der wiederkehren würde. Für den Kolonnadenbau auf der fonnte man fich auch einigen Punkten sind Ausstellungen zu machen. Die Handels- Viehpacht und bei dem Handel mit ländlichen Grundstücken zu Alten Post" nicht begeistern, Tammern des bergisch- märkischen Industriebezirkes machen mit treffen. man sah hier den ehemaligen Mühlendamm wieder aufRecht darauf aufmerksam, daß es nothwendig sein wird, Zentral- Geheimrath Dungs vom Reichs- Juftizamt hat gegen diesen leben und sprach offen die Vermuthung aus, daß dieses ftellen für die verschiedenen Industriebezirke einzurichten, welche Antrag juristische und Kompetenz- Bedenken. Es sei bedenklich, Kolonnaden- Projeft ebenso wie die bloße Festsetzung einer Baus neben dem Patentamte ein Urtheil über die Zulässigkeit einer dem Einzelstaate so weitgehende Befugnisse auf diesem Gebiete fluchtlinie für den Theil der Königstraße bis zur Spandauerstraße gewissen Markenbezeichnung abzugeben haben. Die bisherigen einzuräumen. ohne die gleichzeitige Niederreißung der betr. Häuser nur ein Entscheidungen der Untergerichte in Martenangelegenheiten Abg. v. Bar( ofr.) hält den ganzen Antrag für überflüssig, Nothbehelf fei, um die Kostensumme nicht höher veranschlagen zu müssen uns allerdings dahin führen, die Entscheidung dem Patent- während müssen. Endlich wurde auch ein Kostenanschlag für die Vers amt zu übertragen; das Gesez muß dem entsprechend geändert Abg. Graf v. Hoensbroech( 3.) vom Standpunkt der breiterung auf der Nordseite der Straße verlangt. werden. Unbedingt muß ferner die bisherige Bevorzugung des Praxis und Erfahrung den Antrag empfiehlt. Man dürfe eine Auf alle diese Einwendungen haben die Magistratsvertreter Ausländers vor dem Deutschen aufhören; auch der Ausländer solche Frage nicht schablonifiren. fich dahin geäußert, daß die Verbreiterung auf der Nordseite uß nothwendig nach dem vorgelegten Gesetz beurtheilt werden, Abg. Stadthagen( Soz): Der Abg. Rintelen schädigt durch mit Rücksicht auf die Gebäude der Reichspost ausgeschlossen sei, und das um so mehr, wenn die Freizeichen nicht mehr ein- feinen Antrag das Wuchergeseh auf das allerempfindlichste. Wenn daß also, wenn man die Brücke um 2 Meter verbreitern wolle, tragungsfähig fein sollen. Bei dem mangelhaften Schuß. den Sie Spezialbestimmungen über den Handel mit Vieh, mit länd- dies stromaufwärts geschehen müsse. Dadurch werde die Berdie Deutschen vor den ausländischen Gerichten fänden, muß lichen Grundstücken u. f. w. treffen, werden viele Richter diesen breiterung der Königüraße auf der Südseite und die Beseitigung gerade bei dieser Gelegenheit eine größere Sicherstellung des Handel durch das vorliegende Gefeß nicht getroffen wissen wollen, der Häufer am Schloßplah bis zur Breiten Straße bedingt. deutschen Gewerbetreibenden vor dem unlauteren Wettbewerb und so würde der Wucher nicht beschränkt, sondern begünstigt. Wenn auch eine Verschönerung des Schlosses als Folge der Ausdes Ausländers angestrebt werden; es muß also bestimmt Das Rechtsbewußtsein des Boltes tommt in einer Klassenführung des Projekts bis zu einem gewissen Maße zuzugestehen werden, daß ausländische Waaren, welche gegen die vertretung auch nicht annähernd so zum Ausdruck wie im fei, so habe doch die Stadt niemals bei Straßenverbreiterungen Vorschriften dieses Gesezes verstoßen, tonfiszirt werden können, Reichstag. Zur wirffamen Verhütung des Wuchers ist die oder Anlage von Plätzen die Adjazenten zu Beiträgen heranSteht die Organisation unserer Zollbehörden der Ausführung Reichsgefeßgebung beffer geeignet als die Landesgefeßgebung. gezogen; dadurch, daß zufällig das Schloß Adjazent sei, dürfe dieses Gedankens entgegen, so muß diese Organisation schleunigit Wenn uns Abg. Rintelen hier solche zweckentsprechenden Bes man sich nicht beirren lassen. Die Terrassenfrage werde geändert werden, denn das deutsche Gewerbe hat ein Recht auf ftimmungen vorlegt, werden wir sie mit Freuden annehmen. nicht wieder auftauchen; jedenfalls stehe fest, daß ohne Genehmigung einen solchen Schuh, während das Gesetz dieses nur dann ge- Abg. Rintelen amendirt seinen Antrag dahin, daß es heißen der städtischen Behörden die Anlage von Terrassen auf dem der Stadt währen will, wenn deutsche Waaren im Auslande der Ver- soll statt besondere Bestimmung zur Verhütung u. f. w.", weiter gehörigen Straßenterrain nicht möglich sei, denn das Schloß sei pflichtung unterliegen, eine Bezeichnung zu tragen, welche ihre gehende Bestimmung" u. f. w. nicht, wie neuerdings behauptet worden, ein selbständiger Gutsdeutsche Herkunft erkennen läßt. Wir können das Gesetz gar Abg. von Marquardsen( ntl.) bittet den Abg. Rintelen mit bezirt, sondern ein gemeindefreies Grundstück. Gegen ein Wiedernicht scharf genug machen, denn weit über den Inhalt dieser Rücksicht auf die erhobenen juristischen Bedenken seinen Antrag aufleben des Mühlendammes in den Kolonnaden der Alten Bestimmung der ausländischen, speziell der englischen Gefeß- zurückzuziehen. Post" werde der Magistrat sicher Vorsorge treffen. Mit den gebung, hinaus wird durch eine geradezu nichtswürdige AusGrundstücksbefizern habe der Magistrat noch nicht verhandelt, legung derselben die deutsche Waare in England benachtheiligt. weil davon ein greifbares Resultat doch nicht zu erwarten sei. Gerade gegen die deutsche Waare verhält man sich in England Auf den Beschlnß des Ausschusses, den Magistrat 1. um am allerfeindlichsten, und da kann uns keine Rücksicht auf Abg. Böckel( Antisemit) tritt für den Antrag ein. Mit genaue Kostenberechnungen zu ersuchen; 2. ihn um Auskunft diplomatische Beziehungen abhalten, so energisch wie irgend ländlichen Grundstücken sollte überhaupt nicht gehandelt werden. darüber zu ersuchen, ob mit dem Hausministerium über einen möglich einem solchen Verfabren gegenüber zu treten. Die Ländliche Grundstücke seien nicht gleichwerthig mit alten Kleidern. Beitrag verhandelt sei oder werden solle, und ob die Gea deutschen Waaren werden wegen anstößiger Zeichen in England In bezug auf den Viehwucher könne er aus seiner hessischen Hei- nehmigung für die Pferdebahn ertheilt werden würde; 3. ihm einfach fonfiszirt und zum Besten der Beamten des Zollhauses math zahlreiche Fälle anführen. Die hessische Regierung habe mitzutheilen, daß eine Feststellung der Forderungen der Grundversteigert, während amerikanische nur zurückgefchickt werden. awar eine Enquete veranstaltet, natürlich habe die befizer durch direkte Verhandlung mit denselben für nothwendig er Gegen die böswillige Auslegung nüßt auch die Berufung auf den selbe ber Sitte der Einstellung von Vieh nichts achtet werde, hat der Magistrat als solcher einzugehen abgelehnt, da Handelsvertrag von 1865 nichts. Eine billige Behandlung bemerkt; man im Elsaß zum Schutz gegen es sich nur um Ausschußanträge handle, die die Zustimmung der unferer Erzeugnisse ist nur dadurch zu erlangen, daß wir den das Einstellvieh ein besonderes Gesetz erlassen habe. Verfammlung noch nicht gefunden hätten. Er theilt lediglich eine Herren mit gleicher Münze heimzahlen. Bei fernerhin mit dem Auch im Viehhandel herrschten arge Mißstände. Es müßte Berechnung der Kosten mit, die bei der Anwendung des EntAuslande abzuschließenden Verträgen über Patent- und Marken- namentlich der Verkauf gegen Währschaft abgeschafft werden. eignungsverfahrens voraussichtlich entstehen werden. Danach be schuß muß die Meistbegünstigung auf alle Fälle verlangt und die In andern Ländern tämen solche Betr gereien mit Vieh nur ver- tragen u. a. die für die Häuser am Schloßplatz zu zahlenden differentielle Behandlung zurückgewiesen werden. Die Begründung einzelt vor. Bei uns sei der Wiehwucher sehr natürlich, denn Summen nur 1621 620 M. Eine Verhandlung mit dem Haus. erfennt ja auch in gewissen Fällen die Nothwendigkeit einer die Viehhändler feien ja Juden. Er werde mit seinen anti- minifterium fei nicht erfolgt noch beabsichtigt. fharfen Retorsionsmaßregel an; sie will aber nicht gelten lassen, femitischen Freunden für den Antrag stimmen. führung der Pferdebahn werde nach der Verbreiterung der daß es sich in England in der That nur um einen Abg. Rintelen bittet für heute seinen Antrag anzunehrnen, Königstraße ein Hinderniß wohl nicht mehr im Wege stehen. chauvinistischen Kampf gegen die deutsche Konkurrenz handelt. man fönne ja zwischen der zweiten und dritten Berathung die Da dem Ausschuß diese Auskunft nicht genügte, beschloß er Hier fann es nur heißen: Auge um Auge, Zabn um Zahn! Das Bedenken beseitigen. am 22. März seine Anfragen an den Magistrat, abgesehen von ist das einzige Mittel, die deutschen Waaren zu schüßen; die der Kostenberechnung, zu wiederholen und die Beschlußfassung über Exporteure in England müssen erft einmal an ihrem eigenen die Vorlage bis nach ertheilter Auskunft auszusehen. In Geldbeutel erfahren, wie die Maßnahmen Englands gegenüber der nächsten Ausschußsizung am 12. April wurde ein Schreiben den deutschen Waaren wirken. des Magistrats vom 24. März verlesen, in welchem es heißt, „ daß er Anstand nehmen müsse, dem in jenen Beschlüssen zum auf Beschlüssen eines Ausschusses der Stadtverordneten- Berjanım lung und nicht auf Beschlüssen dieser Versammlung selbst beruhe, und weil in jenem Ersuchen nicht blos Auskunft über Thats fachen verlangt werde, sondern Beschlüsse des Magistrats nothwendig werden würden." Abg. von Kardorff hält den Antrag fachlich zwar für berechtigt, bittet aber den Antragsteller aus formellen Gründen, seinen Antrag zurückzuziehen. von während Abg. Stadthagen: Es scheint als ob Herr Böckel mur den von Juden geübten Wucher treffen will; dafür bin ich absolut nicht zu haben( Heiterkeit); ich bin gegen den Wucher in jeder Form, mag er von Antisemiten oder Juden oder Muhamedanern Abg. von Buol( 3) wirft einen Rückblick auf die Entwicke- geübt werden. Die Religion hat mit dem Wucher nichts zu Iung dieser gesetzgeberischen Materie, erkennt gleichfalls in dem thun. Wer ist denn überhaupt für Herrn Böckel ein Jude? Ausdruck gekommenen Ersuchen zu entsprechen, da dasselbe nur vorgelegten Gefeßentwurf einen Fortschritt und spricht sich mit Soll etwa nur der Name maßgebend fein? Also Liebermann dem Vorrebner für Kommissionsberathung aus. Der Haupt- oder Sonnenberg? Uebrigens haben die Antisemiten bei der forderung des deutschen Kaufmannes und Gewerbetreibenden, daß Kommissionsberathung gefehlt und auch sonst feinen neuen Gedie Freizeichen aus der Zeichenrolle verschwinden, tomme der danken für dasselbe beigebracht. Durch Reden wie die Böckel's Entwurf in dankenswerther Weise entgegen. fördern sie dies Gefeß nicht. Er Es wurde aber zugleich in dieser Sigung von inzwischen eingetretenen„ thatsächlichen Momenten" folgendes mitgetheilt: Aus dem Zivilfabinet des Kaisers sei zur Kenntniß des Magistrats gekommen, daß Seine Majestät, nachdem er aus den öffentlichen Blättern Nachricht von den Beschlüssen des Ausschusses erhalten habe, sich ungefähr in dem Sinne geäußert habe, er müsse sich wegen einer Beihilfe in Land oder Geld zur Ver breiterung des Schloßplatges durchaus ablehnend verhalten; die Krone habe davon feinerlei finanziellen Vortheil, es fielen ihr umgekehrt die Kosten der Herstellung der Marstallfaçade zur Last. Wegen der Pferdebahn wolle er den zuständigen Behörden, denen die Sorge für den Verkehr obliege, nicht vorgreifen: was aber seine Person anbetreffe, so würde er der Durchführung der Pferdebahn auf der Südseite des Schloßplates feinerlei Schwierigfeiten entgegensetzen und, wenn sonst keine behördlichen Anstände sich fänden, sie genehmigen." Direktor im Reichsamt des Innern Nieberding: Wenn es Die Diskussion wird geschlossen. durch die Ausführungen der sämmtlichen Redner leise hindurch- Abg. Böckel will sich vorher zum Worte gemeldet haben, tlingt, daß die Vorlage viel Zeit gebraucht hat, um an den seine Meldung ist auf dem Bureau nicht bemerkt worden. Reichstag zu gelangen, so ist darauf zu erwidern, daß allerdings behält sich vor, auf die Angriffe Stadthagen's bei der dritten gut Ding Weile haben will und daß es einer langen Erfahrung Lesung zu antworten. bedurfte, um die reformbedürftigen Punkte der bisherigen Gefeß- Der Antrag Rintelen wird angenommen, ebenso der Rest gebung genau zu erkennen. Daß die Gerichte nicht fachkundig des Gesetzes. genug sind, für die Entscheidung von Klagen auf grund dieses Schluß 5%, Uhr. Nächste Sigung Freitag 1 Uhr.( Berichte Gefeßes, fann ich nicht zugeben. Diese Klagen beim Patentamt der Geschäftsordnungs- Kommission, Antrag Stadthagen, betreffend zur Entscheidung zu bringen, würde große Schwierigkeiten haben. Einleitung des Strafverfahrens gegen ihn, Einführung des GeEbenso wenig würde es zweckmäßig sein, dem Patentamt, nach richtsverfassungs- Gesezes für Helgoland.) dem Vorschlag des Abg. Schmidt, gewisse Zentralstellen an die Seite zu sehen, welche für die Beurtheilung von Waarenbezeich nungen zuständig sein sollen; was die bergischen Industriellen verlangen, tönnten alle beliebigen anderen Kategorien von Gewerbetreibenden ebenfalls verlangen und es würde dann die alte, von allen Seiten abgelehnte Dezentralisation wieder vorhanden sein. Was die Frage der Behandlung der deutschen Waare im Aus: Stadtverordneten- Versammlung. lande betrifft, so halten die verbündeten Regierungen die Vor- Deffentliche Sigung vom Donnerstag, 20. April, schriften, die der Entwurf in§ 20 giebt, für vollständig hinNachmittags 5 Uhr. reichend. Der Abg. Schmidt hat allerdings den thatsächlichen Der Stadtv. Herrmann ist gestorben. Die Versammlung Zustand der Behandlung ausländischer Waare in England richtig ehrt sein Andenken durch Erheben von den Sitzen. Der Ausschuß zur Vorberathung einer anderweitigen Orgagefchildert; was er vorgetragen hat, deckt sich mit den Ergebnissen unferer amtlichen Erhebungen. Aber es läßt sich nicht behaupten, Inisation der Kanalisationsdeputation berichtet durch den Vor- diese Mittheilungen seien, an den gefaßten Beschlüssen festhalten Kommunales. Der Polizeipräsident hat eine vorläufige Erklärung dahin abgegeben, daß im Falle der Durchführung der Verbreiterung der Königstraße und vorbehaltlich der Vorlegung des Spezialprojettes auch feinerseits gegen den Betrieb einer zweigleisigen Berdebahn durch die Königstraße teine Einwendungen erhoben werden würden. Die Mehrheit des Ausschusses glaubte, so werthvoll auch breitern. man zu müssen; nachdem der Magistrat formell abgelehnt habe, dem macht werden müffe. Eine Verbreiterung dieser Straße sei daher Magistrat und Versammlung die Brücke für breit genug gehalten. Ausschuß Auskunft zu geben, müsse die Versammlung ihrerseits eine unbedingte Nothwendigkeit. Komme man ferner jetzt mit Sei es Jahrhunderte lang gegangen, ohne die Vortheile für Berlin die Anfragen an den Magistrat richten. Der Ausschuß lehnte der Spreeregulirung nicht weiter, dann seien die Millionen, welche aus der Spreeregulirung, so werde es wohl noch einige Jahre den Antrag, die Frage des fiskalischen Beitrags durch die Er- man aus dem Stadtfäckel für die Erleichterung des Verkehrs auf dem weiter so gehen. Man stelle jetzt die Königstraße bis zum Schloßflärung der Megistratsvertreter für erledigt anzusehen, mit 7 Wasserwege aufgewendet habe, verloren. Die zahllofen Neben- play als die Hauptverkehrsader des Innern hin. Das sei gegen 5, den gleichen Antrag bezüglich der Pferdebahn mit fragen, welche man im Ausschusse aufgeworfen habe, wie die unrichtig, diese Hauptlinie sei und bleibe Leipzigerstraße 6 gegen 6 Stimmen ab und empfiehlt der Versammlung, Terrassenfrage, hätten mit der Sache selbst gar nichts zu thun. Mühlendamm- Moltenmarkt. Die Pferdebahn könne sehr wohl I. den Magistrat zu ersuchen: a) mit dem königlichen Haus- Das Verlangen, die Krone folle einen Beitrag leisten, fei un auch ohne die Durchführung dieses Projekts angelegt werden. Die ministerium oder dem Ministerium der öffentlichen Arbeiten gewöhnlich und habe geradezu etwas verlegendes, weil man sonst Kosten für dasselbe würden nicht 3, sondern 5-6 Millionen darüber in Verhandlung zu treten, welchen Beitrag, sei es noch niemals die Adjazenten herangezogen habe. Der Zug nach betragen, und die vorgespiegelte Verschönerung durch in Geld, sei es durch Abtretung einer zur Bebauung ge- dem Westen sei fein zufälliger; das Rathhaus liege schon den freien Blick vom Rathhaus auf Den Schloß eigneten Fläche des Marstalles, dieselben für den Fall der längst nicht mehr im Mittelpunkt, sondern weit an play werde nicht einmal Wirklichkeit, da ja die Freilegung des Schloßplates gemäß der Magistratsvor der Peripherie.( Heiterkeit.) Der Often gehe immer alte Post stehen bleibe und nur Kolonnaden angelegt lage der Stadtgemeinde zu gewähren bereit sei; b) fich mehr zurück, in der Landsbergerstraße sebe man fast werden sollen. Der Hinweis auf den Lühomplaz sei ganz hin bei den zuständigen Behörden darüber zu vergewissern, ob nur noch Ausverkaufsgeschäfte. Nach den heutigen bindenden fällig. Wolle man lediglich die Verkehrsrücksichten entscheiden im Falle der Annahme der Magistratsvorlage die Ge- Erflärungen des Magistrats seien die Anträge fämmtlich hin- lassen, so müsse man die Königstraße auf der Nordseite vernehmigung zur Durchführung der Pferdebahn Nathhaus- fällig geworden.( Lebhafter, theilweise ironischer Beifall.) Echloßplag erfolgen werde; c) mit den betheiligten Eigen- Stadtv. Singer: Ich fann mich nicht herbeilassen, eine Oberbürgermeister Belle: Die Werthangaben, welche der thümern in Verbindung zu treten über den Preis der zu für die Allgemeinheit Berlins so wichtige Frage nach Bezirks- Magistrat seinen Berechnungen zu Grunde gelegt hat, find ge erwerbenden Grundstücke, und zwar am Schloßplatze und interessen zu entscheiden, wie der Vorredner. Gs ziert ihn ja, macht von Sachverständigen, welche täglich mit solchen Tagen zu an der Nord- und Südseite der Königstraße, letterer daß er so warm für die Vorlage eintritt; aber er würde auch thun haben und deren Aufstellungen wohl Vertrauen verdienen. a) unter Anlegung der Kolonnaden von Burgs bis Post- die Interessen des Ostens wahrnehmen, wenn er wie ich die Vor: Es tommen bei den Häusern am Schloßplage nicht blos Verftraße, b) unter Beseitigung der alten Post nach der pro- lage ablehnen würde, weil sie unter den heutigen Verhältnissen schönerungszwecke in Frage, sondern besonders auch Verjeftirten Baufluchtlinie, c) unter Festsetzung der Bauflucht den Steuerzahlern ein unerschwingliches Opfer zumuthet. Zugeben fehrsinteressen der nothwendigsten und ersprieblichsten Art. Linie von Post- bis Spandauerstraße, d) unter Abbruch fann man, daß die Frage außerordentlich wichtig ist, aber in den Wenn wirklich die Verschönerung in den Vordergrund gestellt der Häuser auf lekterer Straßenstrecke. Vordergrund müssen doch die Gesichtspunkte gestellt werden, welche wird, so sollten doch gerade Architekten beipflichten, wenn II. Die Beschlußfassung über die Vorlage bis zur Ertheilung mit der finanziellen Lage Berlins in Zusammenhang stehen. Bei sagt, in Berlin fehlen schöne fünstlerische Façaden. Von allen der Auskunft des Magistrats auszusetzen. der Etatsberathung ist heiß geftritten worden um das Maß der Seiten wird das bemängelt. Wenn nun eine solche hingestellt Nachdem der Berichterstatter Hütt die Hauptpunkte des Erhöhung der Einkommensteuer. Man hat etwa 11 Millionen wird an der Stelle, wo das Herz der Stadt seit einiger Zeit Berichts refapitulirt bat, bemerkt in der Diskussion abgestrichen, blos um nicht auf 100 pŒt. Kommunal- immer schwächer pulsirt, so muß das doch als eine gewisse Stadtv. Frengel: Aus den Verhandlungen des Aus- steuer zu kommen; man hat fich energisch der Er Stärkung erscheinen. Von mißlicher Finanzlage der Stad Schusses geht doch hervor, daß für die Vorlage eine gewiffe mäßigung der Gaspreise widersetzt. Man fann also Berlin ist mir nichts bekannt.( Sehr gut! und Widerspruch), timmung vorhanden ist, sonst hätte er doch die Ablehnung der einer Vorlage gegenüber, welche über Millionen disponirt, denn die großen Kosten für die Inkommunalisirung werden Vorlage beantragen müssen. Es werden aber drei Punkte zur nicht gleichgiltig bleiben. Ich bin für die Anträge des Aus- nicht mehr so dringend, vielleicht gar nicht mehr an uns heran näheren Erörterung gestellt, und das ist doch nicht etwa des- schusses nur, weil ich sie für das kleinere Uebel halte und hoffe, treten( 3wischenrufe: Sehr bedauerlich!), jedenfalls aber nur i wegen geschehen, um auf einem Umwege zur Ablehnung zu daß ihre Annahme den glühenden Schloßplatz Chauvinismus bescheidenem Maße. Der Ausdruck des Kollegen Singer, daß der tommen. Ganz natürlich fragt man bei einer so fostspieligen An- eines Theils der Versammlung etwas abfühlen wird. Was nüßt Magistrat seine Pflichten gegenüber der Stadt den Interessen lage nach dem Kostenpunkte; aber Berlin kann sich auch in es, hier immer von lokalpatriotischen Erwägungen zu sprechen! des Hausministeriums hintenanstellt was soll man dagegen dieser Hinsicht etwas leisten, wie es sich beim Vittoria- Park Es tommt doch immer darauf an, zu welcher Zeit man dazu sagen?( Zwischenruf: Nichts!) Wenn der Kollege Singer etwas Besonderes geleistet hat, nämlich den Wassersturz, der schreitet, für die Verschönerung Berlins Millionen- Projekte zu in dieser Weise mit uns disputirt, dann werden gesundheitlich nicht nöthig war und dessen Kosten in die verwirklichen. Bei der Erhöhung der städtischen Lasten um wir fünftig gar feine Antwort mehr geben!( Beifall.) Millionen gingen. Ungeheuerlich kann es also nicht erscheinen, 2 Millionen für das Polizeifostengesetz, bei der in Aus- Es läuft ein Schlußantrag ein. Stadtv. Wohlgemuth wenn eine ähnliche Summe für den Hauptplatz der Stadt ver- ficht stehenden weiteren Belastung durch die Einverleibung ist der Meinung, daß nachdem ein Magistratsvertreter gewendet wird. Die Aufstellung, welche der Magistrat gemacht der Vororte ist es unzulässig, einige Millionen nur der bloßen sprochen, die Debatte nicht geschlossen werden kann. hat, zeigt, daß nur 8 bis 4 Millionen für das Ganze nothwendig Niederreißung einiger Häuser auf dem Schloßplate willen aus verordneter Vogt berr weist darauf hin, daß die Schlußsein werden. Der Ausschuß verlangt nun, es soll mit den einzel- zugeben. Der Magistratsvertreter erlaubt mir wohl den Hin anträge bei so wichtigen Debatten fast systematisch angewendet nen Eigenthümern verhandelt werden. Wir wissen doch aber, weis, daß auf das Projekt A vom Magistrat aufgestellt ist und werden, um die Minorität mundtodt zu machen, und beantragt daß für das Enteignungsverfahren maßgebend ist, was durch die daß ein Vertrag mit der Staatsregierung über die Herstellung über den Schlußantrag namentlich abzustimmen. Sachverständigen feigestellt ist. Höhere Summen fönnen also der Kurfürstenbrücke besteht. Es hat fast den Anschein In der namentlichen Abstimmung wird der Schlußantrag garnicht herauskommen, als wie fie uns durch den behaupte das nicht, als ob die Vertreter des Magistrats sich mit 92 gegen 6 Stimmen abgelehnt.( Heiterfeit.) Magistrat angegeben sind. Eine direkte Verhandlung fann mehr als die Vertreter des Hausministeriums, als der Bürger- Stadtv. Scheiding sieht den Ausschußantrag für eine JUT die einzelnen Eigenthümer anspornen, recht hohe schaft fühlen( Große Unruhe und Lärm). Die Spreeregulirung Berlegenheitsausflucht an, durch die man die Entscheidung über fordern( Zustimmung und ชิน die Widerspruch); wird feineswegs verzögert, wenn Das Stadt nicht auf die Frage auf Generationen hinaus verschieben würde. es merden einfach maßlose Summen herauskommen. Die Noth- diese Pläne eingeht. Ich kann nicht alle zwei Jahre Schreckgespenst der schlechten Finanzlage folle man vorzuführen wendigkeit der Erörterung der beiden andern Punkte muß eben- neuen Projekten zustimmen, weil der Stadtbaurath doch endlich unterlassen. Wenn man sich im Prinzip für die falls bestritten werden. Die Anfrage bei dem Könige ist nuglos Sobrecht seine Projekte nach zwei Jahren nicht mehr so schön Vorlage erkläre, engagire man sich noch lange nicht für eine Ein rechtlicher Anspruch an die Krone besteht nicht. Auch beim findet als früher und kostspieligere ausstellt. Was die Frage des ungezählte Reihe von Millionen; je länger aber das Projekt Bittoriapark hat kein Mensch gefragt, ob die Adjazenten auch Beitrags der Krone betrifft, so hat auch für mich der Antrag hinausgeschoben werde, desto theurer werde es der Stadt werden. etwas zugeben werden.( Lebhafte Zwischenrufe). Der König hat feinen Werth mehr. Ich würde nur für konsequenter halten, bereits erklärt, daß er einen bestimmten Beitrag zu den Kosten hiernach die ganze Vorlage pure abzulehnen. Die Anregung zu nicht geben würde. Jetzt nochmals eine Antwort von der Krone dem ganzen Projekt ist doch von der Krone ausgegangen; diefer zu fordern, ist doch der letzteren faum würdig. Und was foll Umstand allein berechtigt uns schon, die Sache für sich allein Der Minister der öffentlichen Arbeiten? Der vertritt und ohne Rücksicht auf sonstige Gepflogenbeiten zu behandeln. den preußischen Staat. Wollen wir von dem Staate Andererseits werden durch die geplante Verschönerung die der etwas haben? Dann würden wir denen recht geben, Kroue gehörigen Grundstücke erheblich werthvoller, und bekanntdie Berlin als den Wasserkopf der Monarchie bezeichnen, lich zahlt die Krone, trotzdem sie über ganz erhebliche Einnahmen der alles auffangt.( Gelächter.) Auch in der Pferdebahnfrage verfügt, feine Einkommensteuer. Es kommt also bier die in die ift ja fachlich bereits alles entschieden.( Beifall.) Summen die ich StadtEin Antrag auf Vertagung wird um 8 Uhr 50 Minuten gestellt, vom Stadto Meyer I befürwortet, vom Stadtv. Barth bekämpft und von der Versammlung abgelehnt. Schluß 10 Uhr. Tokales. Stadtv. Gerstenberg hält es nicht für erfprießlich, schon jetzt sich mit der Vorlage prinzipiell einverstanden zu erflären; man müsse denen, die noch nicht mit sich über ihre Stellung zur Sache schlüssig werden konnten, doch Zeit lassen. Ob Nordoder Südseite der Königstraße, darüber seien die Akten noch feineswegs geschlossen. Ohne Beispiel sei es nicht, daß die Verschönerung seitens der Stadt hineingesteckte Summe der Stadt Adjazenten zu Terrainabtretungen und Beihilfen herangezogen Stadtv. Dr. Barth: Meine Freunde haben Recht behalten nicht wie bei sonstigen städtischen Unternehmungen wieder zu werden, so bei der Uferstraße am Mühlendamm und mit ihrer Stellungnahme in der ersten Lesung, daß man sich auf gute. Uebrigens tommt es doch auch vor, daß die Krone sich bei der Greifswalderstraße. Die Pferdebahn fönnte bei ihrem Das Projekt mangels jeder Uebersicht über den Kostenpunft über ihres Besizes entäußert; es ist nicht ausgeschlossen, daß einmal materiellen Interesse an der Sache auch materielle Opfer bringen. haupt nicht einlassen durfte. Die Kommission ist ungefähr zu dieses Marstallgebäude, das dann an den Schloßplay grenzt,( Buftimmung und Widerspruch.) demselben Resultate gekommen. Es handelt sich hier nicht um verkauft wird und in Privatbesitz übergeht Diese Gesichts- Stadtv. Spinola beantragt, für den Fall der Ablehnung eine Anlage, die man als nothwendig bezeichnen müßte punkte sind doch gewiß wenigstens der Erwägung werth. der Ausschußanträge die Magistratsvorlage nur unter der Be( Widerspruch), sondern um eine Verschönerungs Anlage Der Bittoriapart scheint dem Kollegen Frenzel ein Dorn im dingung zu genehmigen, daß die Durchlegung der Pferdebahn ( Widerspruch. Zwischenrufe: Brücke!). Die Brücke hat direkt Auge zu sein, namentlich aber der dortige Wassersturz. Dieser sicher gestellt wird. mit der Verschönerung des Schloßplates nichts zu Wassersturz ist wesentlich mit aus hygienischen Gründen be Damit schließt die Diskussion. thun; ihr Umbau und Ausbau tann ohne den Schloßplay vor schlossen worden, und namentlich in einer Zeit, wo die Epidemien Persönlich verwahrt sich Stadt. Frentel gegen den VorBei jedem Gegenstande aber, der in erster nicht außerhalb der Möglichkeit liegen, follten wir uns freuen, wurf Singer, daß er Schloßplaz- Chauvinismus treibe. genommen werden. Linie Verschönerungszwecken dient, ist der Kostenpunkt vor allem eine solche Schöpfung dort errichtet zu haben. Herr Frenzel Stadtv. Singer bemerkt gegen den Oberbürgermeister, zu erwägen. Die Kommission war deshalb verpflichtet, sich soviel follte übrigens den Schloßbrunnen nicht vergessen, der doch auch daß er die von diesem zurückgewiesene Bemerkung gar vie möglich zu orientiren. Das Plenum fann nun doch un- seine Rühle spendet.( Sehr gut!) Herr Frenzel singt einen nicht als seine Meinung hingestellt, sondern sich ausdrücklich möglich die Kommission desavouiren. Wir beantragen nament- Begeisterungshymnus auf das Enteignungsverfahren. Das stimmt dagegen verwahrt habe. Uebrigens habe nach der Städteordnung der liche Abstimmung über Punkt c des Kommissionsantrages, dessen schlecht zu der sonst von ihm vertretenen Meinung, daß das Oberbürgermeister die Pflicht, einem Stadtverordneten zu antAnnahme wir für unentbehrlich halten, während uns die An Enteignungsverfahren das lezte sei, was man anwenden müsse, worten.( Unruhe.) rahme der beiden anderen Punkte weniger wesentlich erscheint. zunächst habe man direkt mit den Eigenthümern zu verhandeln. Die Ausschußanträge werden bezüglich der Unterhandlung mit Auf einen Beitrag der Krone haben wir sicher nicht zu rechnen. Die Häufer am Schloßplate werden der Stadt unter allen Um- dem Hausministerium abgelehnt, bezüglich der Pferdebahn anUnd was die Pferdebahn betrifft, so werden die entscheidenden ständen eine schwere Menge Geld kosten. Glaubt Herr genommen, bezüglich der Verhandlungen mit den EigenBehörden nicht zu zwingen sein, eine bestimmte Erklärung abzugeben. Frenzel, daß Vorlage mit 8 bis 4 Millionen thümern in namentlich er Abstimmung mit 68 gegen Um so nothwendiger ist die Verhandlung mit den Weitzern. Man gemacht ift? Ja, menn diejenigen, welche bie Bor- 37 Stimmen ebenfalls angenommen. Die Aussehung der muß wissen, was gefordert werden wird, um einen ungefähren lage annehmen, in Verbindung mit dem Magistrat die Beschlußfassung über die Vorlage selbst wird darauf fast einüber die B Millionen Anhalt zu haben, was bei der Expropriation wirklich nachher zu Wehrkosten auf fich nehmen stimmig beschlossen. zahlen sein wird.( Widerspruch und Zustimmung.) Mit Geheimniß wollten, dann würde die Sache anders liegen.( Große Heiterfeit trämerei ist hier garnichts mehr zu machen. Man muß möglichst und Unruhe). Ich bin nach wie vor der Meinung, daß die flar und deutlich sehen, und deshalb müssen wir den bezeichneten 8wangslage, in der die Stadt fich angeblich befindet, garnicht Antrag annehmen. existirt, daß die Genehmigung des Projefts A erftritten werden Stadtrath Voigt: Die Vorlage ist entstanden dadurch, daß das fann und daß die finanzielle Lage der Stadt das Eingehen auf ein so Brückenprojekt nicht die Genehmigung der Staatsbehörden gefunden fostspieliges Projekt nicht gestattet. Ich stimme für den legten Theil hat, sondern beftimmte Bedingungen an diese Genehmigung gefnüpft der Ausschußanträge, weil ich hoffe, daß inzwischen sich die Mehrheit worden sind.( Zwischenrufe: Und der Vertrag mit den Behörden?) der Versammlung auf sich selbst besinnt.( Zwischenrufe.) Wenn ich Die Berliner Sanitäts- und Straßenpolizei. Wir erDem Magistrat fann doch nicht daran liegen, mit einem so boshaft wäre, fönnte ich nur wünschen, daß die Versammlung halten aus unserem Leserkreise folgende Zuschrift: Auch ein wichtigen Unternehmen, wie den Brückenbau, den Abschluß der die Vorlage annimmt: Im November werden Sie die Antwort Zeichen der Beit bietet das in der Brunnenstraße gelegene Spreeregulirung, im Rückstande zu bleiben. Daher erhielt die darauf bekommen!( Ruf: Aha!) Ich würde es im Gegensatz zum Terrain des ehemaligen Universum". Der mit alten Bäumen Vorlage die jetzige Gestalt. Die gegebenen Zahlen beruhen auf Kollegen Gerth der Stadt nicht für würdig erachten, nochmals bepflanzte Garten jenes Lokals, welcher in dieser Gegend gerade fehr genauen Edägungen von Sachverständigen; übrigens ist jede mit dem Hausminister zu verhandeln, nachdem diese authentische der ärmeren Bevölkerung als Erholungsort diente, fiel der BauSchäßung anfechtbar. Vom Fistus ist hier überhaupt nicht die Auskunft uns geworden ist. Den Antrag wegen der Pierdebahn spekulation zum Opfer. Jm März 1891 wurde mit einer Rede; es handelt sich nur um ein Stück des Kronguts, um das nehme ich an, um zu erfahren, ob auch für den Fall des Projekts Schnelligkeit, die staunenswerth und für die Passage in dem Marfiallgebäude. Aus Staatsmitteln einen Beitrag für Berlin A die Bierdebahn genehmigt werden wird. betreffenden Straßentheile sogar lebensgefährlich war, die fleine zu erlangen, das wird man hier wohl einstimmig bei Stadtv. Meyer II: Wie fommt Herr Singer, der doch Anhöhe, auf welcher das Universum" stand, dem Erdboden der Stellung des Landtags zu solchen Fragen für un- nach seiner eigenen Aussage nicht boshaft ist, dazu, den Herren gleich gemacht. Seit April 1891 liegt das Grundstück„ brach". möglich halten. Auch den Minister des föniglichen Hauses an- Frenzel und Gerth Schloßplat- Chauvinismus vorzuwerfen, den In diesem Winter hat sich nun auf dem Terrain ein künstlicher zugehen, liegt keine Beranlassung, ja für den Magistrat gar feine Magistrat als Vertreter des Hausministeriums hinzustellen? See" und in deffen Mitte eine„ Ileine Infel" gebildet, welche Berechtigung vor. Die vorgeschlagene Umgestaltung des Be-( Widerspruch.) Wir treten für die Magistratsvorlage ein aus der Tummelplatz der dortigen Schuljugend ist. Aus Brettern bauungsplanes der Stadt Berlin ist allerdings nicht blos eine Rücksicht auf die rein fommunalen Interessen. Es handelt sich und Bohlen wird eine Fähre" und Stege gebildet, welche die Ver= Nothwendigkeit, sondern sie erstrebt auch eine Verschönerung der um drei gesonderte, hoch wichtige Angelegenheiten. Absolut bindung der beiden Ufer herstellen. Es herrscht ein fröhliches Treiben Stadt. Sie haben bei Ihren Beschlüssen zum Bebauungsplan nothwendig Brückenbau für die Bollendung auf diesem„ Eilande", bis hin und wieder mal ein Schuhmann noch niemals eine bloß auf das Nothwendige zugeschnittene eines der größten Werke Neuzeit, der Verbindung auf der Bildfläche erscheint. Dann ist die Freude aus! Ueber Stadt im Auge gehabt. Ich erinnere nur an die Straße der Oder und der Spree, ein Gegenstand von der höchften Zäune und Mauern wird ausgeriffen; die tleinen", welche das Unter den Linden, die für Berlin in feiner Weise Nüglichkeit ist die Durchführung der Pferdebahn, endlich die lettern noch nicht raus" haben, werden von den Großen eine Nothwendigkeit ist. Die Niederlegung der Gebäude Niederlegung der Häuser am Schloßplaz ist eine reine Ber- einfach über den Zaun geworfen und auf der anderen Seite aufam Schloßplatz ist keine Erfindung der jüngsten Tage, sondern schönerungsangelegenheit. Durch das Reſtript des Ministers gefangen. Es kommt auch öfter vor, daß mal einer beim Spiel fie war schon früher angeregt worden und wird auch Thielen sind diese Dinge in einander verflochten worden; die ins Wasser purzelt. Grit ertönen laute Hilferufe, dann wird der nicht von der Tagesordnung verschwinden, ob Sie die Vorlage Pferdebahn fann nur erlangt werden, wenn auch die anderen mit den Wellen Ringende von seinen Spielkameraden ans Land jetzt annehmen oder nicht. Wir haben diesmal, wo die Sache beiden Aufgaben im Sinne des Neskripts gefördert würden. Dem gezogen. Die Kleider werden sämmtlich ausgezogen und ausvor dem Ministerium angeregt ist, sehr viel Entgegenkommen bei Magistrate macht man einen ungerechten Vorwurf, wenn man gerungen, das Wasser aus den Stiefeln gegossen und der unallen Behörden gefunden, so namentlich bezüglich der Pferdebahn. verlangt, er hätte vorher mit den Behörden und den Eigen- freiwillig Gebadete stellt sich im adamitischen Kostüm in die Mehr als in dieser Beziehung zugesagt worden ist, ist für jetzt thümern verhandeln sollen, ehe er sich an die Versammlung wandte. Sonne, zum Gaudium des die Straße pasitrenden Publikums und schon mit Rücksicht auf das kleinbahn- Gesez, nach welchem hin- Die Verhandlungen mit den Besizern werden sich als überflüssig zum Schaden seiner Gesundheit. Das Wasser, welches sich hier fort die Konzessionen ertheilt werden, nichts zu erreichen. Dem und resultatlos erweisen.( Unruhe.) Man braucht ja nur an die angesammelt hat und trotz der anhaltenden Trockenheit nicht Magistrat wird mit den betreffenden Anträgen etwas un- Süßowplay- Frage zu denken. Die Ausschußanträge werde ich verdunftet, auch keinen Abfluß hat, dürfte bei wärmerer Luftmögliches zugemuthet. Verhandeln mit den Eigenthümern danach ablehnen und die Vorlage annehmen. Wir haben es temperatur zu„ duften" anfangen!" hat feinen Zwed, solange der Magistrat ihnen nicht sagen diesmal mit einer ganz reinlichen Angelegenheit zu thun; es find tann, daß die Sache jetzt gemacht werden soll. Ein Beschluß teine Zwischenpersonen aufgetreten.( Ruf: Na, na) Jch em im Sinne des Ausschußantroges würde lediglich ein Wert von pfehle auch Ihnen die Annahme der Vorlage.( Lebhafter Beifall starkes Bischen.) großer Wichtigkeit hinausschieben. Stadtv. Gerth hält dafür, daß schon im Interesse der Sadto. Wohlgemuth tann nicht begreifen, wie man der gestrigen Sitzung dem Prof. Virchow eine feierliche BeHebung des gänzlich darniederliegenden Ostens und Nordostens jetzt in einer gewissen Hurrabstimmung über den Aus- grüßung zu'theil. Indem er in seiner Antwort auf den Empfang, der Stadt die Königstraße zu einer wirklichen Verkehrsstraße ge- schuß hinweg die Vorlage annehmen wolle. Früher habe den er in England gefunden, hinwies, hob er hervor, daß er M ift der Der " Man sollte faum glauben, daß solche dörflichen Zustände in der Reichshauptstadt ungestört vorkommen tönnten. In der Berliner Medizinischen Gesellschaft wurde in In Planen bei Dresden streifen die am Bau des Rath" hauses beschäftigten Grdarbeiter. Sie verlangen Erhöhung ihres Lohnes, der selbstverständlich niedrig genug sein wird. In Stockholm haben die Geger der Buchdruckerei„ Dagens Nyheter" die Arbeit eingestellt. Nyheter" die Arbeit eingestellt. diese Reise, wie auch die russische im vorigen Jahre als eine Wohnung der Frau, der Gesuchte war aber verschwunden, er internationale Mission angesehen habe, auf der er war augenscheinlich zum Fenster hinausgegangen und über die bestrebt gewesen, die Beziehungen zwischen den Nationen dauer: Hofmauer nach dem Nachbargrundstücke hin verschwunden. Am haft zu gestalten und zu sichern. Wir haben seiner Zeit schon gestrigen Mittwoch befanden sich die Gendarmen und Amtsdiener tarauf hingewiesen, wie Virchow sich in Rußland durch die in Weißensee in fieberhafter Thätigkeit. Sollte es gelingen, den Kreise, welche am innigften mit der garischen Knuten herrschaft gesuchten Hahn zu finden, dann würde auch Kühn noch eine Aus verwachsen sind, hat dupiren lassen, wie er die ihm vorgeführten Galgenfrist erhalten, denn wenn er hingerichtet wird, so könnte unterm York bringt das Wolff'sche Bureau Potemkin'schen Dörfer" ernst nahm und die russischen fanitären dies doch nicht früher geschehen, als bis Hahn wenn einmal 19. April folgende unklare Nachricht: In einer heute stattZustände als wahrhaft mustergiltig ansah. Wer andere Länder ergriffen- ebenfalls abgeurtheilt wäre. gehabten Bersammlung des Komitees des Rhederei- Vereins wurde und zumal Rußland bereist und die internationalen Beziehungen Unglück bei dem ersten Debut als Einbrecher hat der noch dreistündiger Berathung der vom Unterhaus vorbereitete der Nationen befestigen will, darf sich nicht mit dem begnügen, achtzehnjährige Schlosserlehrling F. gehabt. Er hatte es auf den Plan zur Hegelung der in Hull hervorgetretenen Differenzen ge was ihm von Birchow andere Beziehungen in Rußland gepflegt, das hat er Laden eines Buchhändlers in der Jägerstraße abgesehen und aus- nehmigt. Die Versammlung beschloß ferner, die der Union anBirchow andere Beziehungen in Rußland gepflegt, das hat er gefundschaftet, daß vom Hofe des Grundstücks aus ein fleines gehörigen Arbeiter zu ermächtigen, mit den nichtunionistischen selbst nicht behauptet. Fenster nach dem an die Geschäftsräume stoßenden Kloset führt. zusammen zu arbeiten und gab zu, daß die Rhedereien Dockarbeiter nach Belieben engagiren dürfen. Das Komitee des Er schlich abends auf das Grundstück und verbarg sich im Ab- Rheber- Vereins hat natürlich die Gewerkvereinsmitglieder nicht zu orte auf dem Hofe, bis alles still war. Dann versuchte er vom Hofe aus, durch das Klosetfenster in das Geschäft einzubringen, ermächtigen, diese gehorchen nur ihren eigenen Beschlüssen, die Oeffnung war aber so eng, daß er nur den Kopf hindurch- Die Zimmerlente in Kapstadt( Südafrika) haben durch zwängen konnte, den Körper aber nicht nachziehen konnte. Mit einen Streif 6 Pence Erhöhung des Tagelohns errungen. In vieler Mühe arbeitete er sich heraus und gab seinen Vorsatz auf, Johannesburg bei Kapstadt wollen die Unternehmer Bergkonnte aber das verschlossene Haus nicht verlassen. Er brachte leute aus Europa importiren, um die Löhne zu drücken. Die mehrere Stunden in der Hoffnung, daß jemand das Haus afrikanische Arbeiterbevölkerung wird sich das schwerlich ruhig fchließen und ihm Gelegenheit zum Entkommen geben würde, auf gefallen lassen. dem Grundstücke zu, endlich weckte er den Pförtner und bat ihn, ihn hinauszulassen. Der letztere hielt ihn als verdächtig an und übergab ihn, da er Brechwerkzeuge bei sich hatte, der Polizei. Gine höchst interessante Statistik über die Zunahme der Bevölkerung in den Vororten Berlins wird uns von zuständiger Seite zu theil. In den letzten Jahren ist in den Vororten der Reichshauptstadt eine so gewaltige Vergrößerung in der Bevölkerung beobachtet worden, wie dieselbe in der Umgebung von anderen Millionenstädten Europas felbst London nicht ausgenommen in dem gleichen Zeitraum von fünf Jahren nicht vorgekommen ist. Die Zahlen, welche wir dafür anführen fönnen, sprechen am deutlichsten für die eminente Vergrößerung. Dorf Schöneberg, welches im Jahre 1885 15 872 Gin wohner zählte, war im Jahre 1890 auf eine Seelenzahl von 28 287 und ist jetzt nach weiteren 22 Jahren auf eine solche von annähernd 40 000 Personen gestiegen. Riydorf zählte am 1. Dezember 1885 nur 22 775 Einwohner und wies bei der letzten Volkszählung im Dezember 1890 85 900 Seelen auf. Bei der im November vorigen Jahres erfolgten Steueraufnahme wurden in diesem Vorort 47 800 Bewohner erTodt aufgefunden wurde gestern Vormittag gegen 11 Uhr im Keller des Quergebäudes Inselstr. 9a ein etwa fünfzig Jahre alter unbekannter Mann, der sich anscheinend auf jenem Grundstücke ein Nachtlager hatte suchen wollen. Zur Feststellung der Persönlichkeit mag dienen, daß das obere Glied am rechten Ring finger fehlt. Spuren äußerer Gewalt sind an dem Todten nicht wahrzunehmen. mittelt, und seither ist bis zum 1. April d. J. wiederum eine 3 nahme von 8000 Personen festgestellt, so daß also Rigdorf in noch nicht 10 Jahren sich in der Bevölkerungszahl mehr als verdoppelt hat. Der Vorort Charlottenburg, der bekannt Die Leiche eines Greises wurde am Mittwoch Vormittag lich den geringsten Nugen aus dem Zuzug der Bevölkerung aus gegen 10 Uhr am Holstein- Ufer unter der Lessingbrücke gelandet. der Reichshauptstadt zieht und jetzt 100 000 Einwohner aufweist, Alter und Gesichtszüge sind wegen der bereits weit vorgeschritte hatte am 1. Dezember 1890 eine Bevölkerungszahl von 76 400, nen Verwefung nicht mehr erkennbar. Als Anhalt zur Fest5 Jahre vorher eine solche von annähernd 40 000 Einstellung der Persönlichkeit mag dienen, daß der Leichnam, welcher rohnern. Allerdings profitirt nur der Westen und Südwesten einen weißen Bart mit ausrafirtem Kinn und eine Glaze hat, Berlins in so gewaltigem Maße in bezug auf die mit einem braunen Anzuge bekleidet war. Bevölkerungszunahme, wennschon beispielsweise Weißensee, Vom Tode überrascht wurde gestern Vormittag die eine jährliche Zunahme von 2000 Seelen zu verzeichnen hatte 62jährige Gattin des Kaufmanns Kunstmann, Grenadierstr. 8 a und jetzt 25 000 Einwohner beherbergt. Nach ungefährer Bewohnhaft. Frau K. befand sich auf dem Wege von der Zentralrechnung haben sämmtliche Vororte Berlins im Jahre 1892 eine Warttballe nach ihrer Wohnung, als sie plöglich zusammenbrach. Erhalten. Ez ist dies eine so gewaltige Biffer, wie diese, ihrer Behausung, doch verstarb Frau K. bereits auf dem Wege fummarische Zunahme der Bevölkerung um 59 800 Seelen Passanten beförderten die Besinnungslose mittels Droschte nach dahin. Ein Herzschlag hatte dem Leben der Aermsten ein Ende gemacht. das bei der Volkszählung 1890 19 000 Personen aufwies, seither felbst prozentual berechnet, noch nie beobachtet worden, und hiermit erklärt sich der Rückgang, welchen die Be. völkerungs- Entwicklung Berlins im gleichen Zeitraum erfahren hat. Statistisch ist festgestellt, daß im Jahre 1892 von je 1000 der nach den Vororten verzogenen, Personen 96,6 pCt. aus Berlin kommende Bewohner sind! Die Arbeiter- Bildungsschule hat für dieses Semester in der Südschule, Mariendorferjir. 5, bei Grube, einen Unterrichtsfurs für Nationalökonomie eingerichtet, der jeden Dienstag von 81/ 2-102 Uhr stattfinden soll. Wir machen die Berliner Arbeiter des Südwestens ganz besonders darauf aufmerksam, und empfehlen grade diese Stunde zu reger Betheiligung. Wieder eine Ausweisung. Dem in der Sorauerstraße wohnhaften Klavierarbeiter Gierolia( italienischer Natio nalität), ist, weil er I äftig gefallen, die Ausweisungsordre zu Arbeiter Sanitätskommission. Ueber Schlafräume für gestellt worden. Er hat fürzlich eine einmonatliche Gefängnißstrafe folche Arbeitnehmer, die bei ihrem Arbeitgeber wohnen, haben megen Gotteslästerung, begangen in einer Arbeitslosen- Versammlung, wir bereits vor längerer Zeit eingehende Mittheilungen gemacht. absolvirt und befennt sich offen zum Anarchismus. Da er seit Wir bringen heute eine kleine Nachlese. 17 Jahren in Berlin ansässig und Vater von vier Kindern, Havelberger str. 12, beim Bäckermeister Lüddicke: wovon das älteste 15, bas jüngste 3 Jahre alt ist, so wurde ihm eine einfenstrige Küche, 27 Kubikmeter Rauminhalt, für 2 Gefellen auf sein Gesuch die Frist, bis zu welcher er das diesseitige Ge- und 1 Lehrling. biet verlassen muß, bis zum 7. Mai( einschließlich) verlängert. 3 Gesellen. friechen muß. Havelberger str. 35, beim Bäckermeister Heintschel: ein in die Backstube eingebauter, auch bei Tage stockfinsterer, Vom Blige im Thomas- Theater erschlagen. In dem Volksdrama„ Der Herzogsmüller", zieht im 1. Aft, in der 2. Ver- etwa 5 Schritte vom Backofen entfernter Bretterverschlag, für wandlung ein Gewitter auf. Zur Erzeugung des Blizes werden Wienerstr. 32, in der Bäckerei: ein Raum mit 4 Betten, zwei elettrische Kabel benutzt, deren Enden in solche Kohlen auslaufen, wie man sie bei den Glühlampen benutzt. Soll nun ein je 2 übereinander, für 4 Gefellen und für 1 Hausdiener, der, nachBlizstrahl herniedergehen, so führt ein hinter der 3. Kouliffe als dem die Gesellen ausgeschlafen haben, in eines der warmen Betten unsichtbarer Jupiter" verborgener Sterblicher die Pole der 3offenerstr. 15: Eine ehemalige Wagenremise, Fachwerkbau, beiden Stabel aneinander, und der Blitz ist fertig. Die Rolle des mit ganz fleinem Fenster und ohne Heizvorrichtung, dient als Donnergottes übt gleich hernach ein Kollege" Jupiters" hinter Schlafraum für 4 Bäckergesellen, die den Gestank aus dem Wand einer anderen Koulisse aus, mittels einer Donnermaschine. an Wand gelegenen Pferdestall bekommen; eine steile, mit einem Seit einiger Zeit war ber borene Arbeiter Otto Görge auf der Bühne beschäftigt ferdestall belegenen Raum für den Hausreiniger. am 23. februar 1857 ge Strick als Geländer versehene, Treppe führt zu dem über dem und hatte stets staunenden Auges dem Blitzerzeuger zugesehen. Luckauerst r. 13: beim Schlächtermeister Eisener Am Freitag voriger Woche, gelegentlich einer Probe, gelüftete es ihn, es dem Jupiter" gleich zu thun: er nahm unbefugter Weise schläft 1 Gefelle der im Keller belegenen Schlächterei in dem selben Raum, in welchem die Fleisch- und Wurstwaaren andie elektrischen Kabel zur Hand und blizte in dem gegebenen gefertigt und geräuchert werden; Köchin und Kindermädchen Augenblicke los. Infolge einer ungeschickten Handhabung sprang schlafen in einem Raum, dessen 3/4 Meter hohes und 1/4 Meter der elektrische Funte ab und traf George, der sofort umfiel und, breites Fenster auf den Treppenflur mündet. am ganzen Körper gelähnt, in das Krankenhaus Bethanien übergeführt wurde. Aerztliche Hilfe erwies fich als vergeblich: Der Gegenüber den Berichtigungen" betr. den Gehilfen- Schlafunglückliche Mann starb gestern früh an den Folgen des fünftraum bei Herrn Groß, Prinzenstr. 45, fowie über die Verhältnisse lichen Blißschlages. Bemerkenswerth erscheint, daß sich an dem in den Häusern Wienerstr. 30 und 31 haben wir einfach die Körper des Erschlagenen die bunten Gebilde zeigen, die durch Richtigkeit unserer Angaben aufrecht zu erhalten. einen wirklichen Blitzschlag entstehen. Von der Polizeibericht. Am 19. d. M. Vormittags wurde in der Aus der besten der Welten wird uns folgendes Glend? Spree unter der Lessingbrücke die bereits start verweste Leiche bild aufgerollt. Die 78 Jahre alte Pantinenmacher Wittwe Johanna Salpeter bewohnt in dem Hause Strelitzerstr. 30 bei eines unbekannten etwa 40 jährigen Mannes angeschwemmt. In der Maschinenfabrik von E. Hoppe, Gartenstr. 9-12, fiel den Rollfutscher Krüger'schen Eheleuten ein einfenftriges Zimmer. Nachmittags der Arbeiter Bopendicker beim Reinigen des GlasDie Greisin hatte sich früher durch Strickarbeiten ernährt, brach Saches des Gießereigebäudes etwa 5 Meter hoch auf eine außer aber vor Jahren den rechten Arm und konnte seitdem faum noch Betrieb befindliche Maschine herab und wurde am Kopfe und an ihre kleine Wirthschaft besorgen. Die städtische Armenverwaltung mußte einspringen und gewährte ihr fünfzehn Mark auf den den Hüften so bedeutend verlegt, daß seine Ueberführung nach der Universitätsklinik erforderlich wurde. In ihrer Wohnung, in Monat. Davon bezahlt sie sieben Mark für ihr Zimmer und hat von dem Rest seit Jahren ihr Leben gefristet. Zum der Rostockerstraße, wurde eine Frau im Bette liegend todt aufBetteln zu stolz, nahm sie ihre Hauptnahrung jahraus, gefunden. Sie hat sich mittels Byankali vergiftet. jahrein in trockenem Brot, und rechnete es zu den Lecker: Weidendammerbrücke sprang Nachmittags ein Schneider in die bissen, wenn sie sich ab und zu Grieben zu dem Brote Spree, wurde jedoch noch lebend aus dem Wasser gezogen und Im Laufe des Tages fanden vier taufen konnte. Trotzdem wurde die Noth durch peinliche nach der Charitee gebracht. fleine Brände statt. Sauberkeit in dem Zimmer verdeckt. Daß der Körper der hochbetagten Frau auf die Dauer dem Nothstand nicht ge= wachsen sein tonnte, beweist die Thatsache, daß sie mehr und mehr fränfelte, und daß troz ihrer Weigerung Nachbarsleute sie theilweise mit Lebensmitteln versorgten. Frau Salpeter murde aber mit der Reit so entfräftet, daß sie wochenlang ärztlicher Behandlung überantwortet werden mußte. Da aber auch dies Gerichts- Beitung. Versammlungen. Die Versammlung des Verbandes deutscher Korb: macher betreffend, über welche der Vorwärts" am 8. April einen Bericht brachte, sendet uns der Schriftführer der Zahlstelle Friedrichsielde, Jul. Kummer, eine Zuschrift, in welcher er richtig stellt, daß nicht die Wahl eines Delegirten zum HolzarbeiterRongreß, sondern die eines Delegirten zur Generalversammlung des Verbandes deutscher Korbmacher auf der Tagesordnung gestanden hat. Ferner behauptet Kummer, daß die von den Berlinern vorgenommene Wahl nicht statutengemäß erfolgt ſet, auch wäre der Telegirte nicht mit bedeutender Majorität gewählt worden. Der Verein Berliner Hausdiener hielt am 11. April feine dritte ordentliche Generalversammlung ab. Nach Erledigung verschiedener Unterstützungssachen wurde der Vierteljahresbericht Die Ausverlesen, welcher ergab, daß 8723 Marf eingenommen und auf 556 M., die für die Bibliothek und den Stellennachweis auf 1540 Mark 69 Pfennig ausgegeben worden sind. gaben für Streits, Krankheits- und Sterbefälle stellten sich 510 M. In der Kaffe verblieb ein Bestand von 2178,01 M. Dem Vorstand wurde Decharge ertheilt, nachdem die Revisoren dessen Angaben bestätigt hatten. Sodann wurden 12 Kollegen in den Verein aufgenommen. Unter Verschiedenem wurde noch bekannt gegeben, daß am 7. Mai eine Herrenpartie stattfindet. Neber Produktion und Konsumtion sprach Hoppe am 16. April in einer Bezirksversammlung, welche vom Deutschen Tischlerverband im Westen veranstaltet war. Der Vortrag wurde mit Beifall aufgenommen. Sodann wurde Schof zum Beitragsammler für den Westen vorgeschlagen. Die nächste Bersammlung soll am 7. Mai bei Habel abgehalten werden. In Weißenfee beschloß am 16. April eine öffentliche Ber sammlung aller in der Schuhindustrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen die Gründung einer Filiale des Vereins deutscher Schuhmacher. In den provisorischen Borstand wurde Georg Mademann, Friedrich Wendt und Heinrich Bechel gewählt. Gleichzeitig wurde bekannt gegeben, daß die erste Vereinsversammlung am 24. April bei Kriedemann, Königs- Chaussee 19, stattfindet. In Woltersdorf nahm eine am 16. April stattgehabte Volksversammlung, nachdem Stadthagen ein entsprechendes Referat gehalten hatte, einstimmig die Resolution gegen die Militärvorlage an. Ferner wurde beschlossen, die Maifeier durch eine Versammlung, der sich ein Kommers anschließen soll, zu be gehen. Das Arrangement der Feier wurde einer fünfgliedrigen gehen. Das Arrangement der Feier wurde einer fünfgliedrigen Rommission, in welche Genossen aus Woltersdorf, Erkner, Kaltberge und Rüdersdorf gewählt wurden, übertragen. Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter( E. S. Nr. 29, Samburg). Filiale Berlin 6. Sonnabend, den 22. April, Abends 9 Uhr, Alte Schönhauserstr. 42 bei Reimann: Mitglieder- Bersammlung. Sonnabend, den 22. April, Abends 8% Uhr, bei Behrendt, Blumenthalstraße: Kranken- und Sterbekasse der deutschen Wagenbauer, Berlin 5. Mitglieder- Bersammlung. Rauchklub Waldesgrün, Nord- Westen, im Restaurant Ullrich, Rostockerftraße 48. Vergnügungs- Verein ,, Berolina" jeden Freitag Abend 6 Uhr im Restaurant Schirmacher, Andreasstr. 26. Nach der Sizung Tanz. Arbeiter- Bildungsschule. Freitag, Abends von 8-10% Uhr: SubSchule, Mariendorferstr. 5 bei Grube. Süd- Ost Schule, Reichenbergerricht in Geschichte( alte). Nord- Schule, Müllerstraße 179a: Unterricht in Physiologie und Buchführung. In allen Unterrichtsfächern, mit Ausnahme von Mathematit und Buchführung, tönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch fest im Laufe des Semesters eintreten. Straße 133. Unterricht in Mathematit oft- Schule, Markusstr. 31. UnterLese- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Marx, Abends 8 Uhr, bei Gruber, Martendorferstr. 5. Weften, bei 8. Werner, Bülowstr. 59. Bolzarbeiter". Abends 8% Uhr im Botale des Herrn Peterson, Beteranenf. 22 Lese- und Distufirtlub Otto Reimer, Abends 8% Uhr Freitag Abends 8 Uhr Reſtaurant Zubeil. Wilhelmshavenerftr. 23 bet tuba. Diskutirklub August Geib tagt jest Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Alle Aenderungen im Bereinskalender find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelitr. 70. Freitag, ebungsstunde Abends 9 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Kaiferfcher Männerchor, Schönhauser Allee 28, bei Ruhlmey.- Nord, Bergftraße 68, bet teller. Vorwärts 1, 6.D. Adalbertitr. 21, bet soll. Kummei's cher Gefangverein, Langestraße 65, bei Tempel. 28 11 ch= Mai= glöckchen, Hochstr. 32a, bei Wilte. Gemüthlich feit Buzer, der Männerchor Berlins. Holzmarttitraße 3, bei Deter. Palme, in Velten, bei Schröder. Blaue Schleife, Seydelitr. 30. Morgenroth 4, Köpenic, Müggelin Bankow, Mühlenstr. 24, bei Stöhr. heimerstr. 8 bei Held. Wahrheit, An der Zwölf- Apostelfirche 7b, bei Framte. Karthaus'fcher Gefangperein, Sichtenbergerstr. 21, bet Heife. Gesangverein Morgenroth 2, Charlottenburg, Bismarckftraße 74. Arbetter Gesangverein. Gefangverein Berliner Gesangverein Zypographia, Kommandantenstr. 20, Arminballen. Nordwacht, Müllerstr. 7, bei Reichert. Gesangverein Schmargen= dorf in Schmargendorf, Wirthshaus. 8utunft i, Stegltz, Ahornstraße, im Gambrinus. Offenbacher Sängertrans, Restaurant Broz, Annenstr. 9.- Gefangverein Collegia 1, Manteuffelstr. 9 bet Nowiads. Gefangverein Freiheit Moabit, Kronen Brauerei, Alt- Moabit Privat„ Für Beschädigungen von Telegraphen Leitungen Nr. 47/49. Bereinte Sangesbrüder Moabit" Stromstraße 28 nicht genügte, so mußte die alte Frau, um nicht dem Hungertode durch Forstarbeiter ist zunächst die Foritverwaltung verantwort bei gange, Sängerverein Gorgenfrei" Melchiorstr. 15 bei Stehmann. Gefangverein Rosalia" Blumenftr. 45 bei Went. Nord- West= zu verfallen, gestern dem Krankenhause überwiesen werden. Bineta", Swinemünderstr. 123. Gine 78jährige Frau, die langsam verhungert, in einer lich zu machen. Dem einzelnen Arbeiter ist das Verständniß Stern", Altonaerstraße 27 bei Sipte. Freie Liedertafel, Neue Königftr. 78 bei Hahn. Stadt, in welcher nicht blos der Reichthum, sondern auch die dafür nicht zuzumuthen, welche Folgen eine solche Beschädigung bei Gnadt. So bat die zweite Straffammer am Befangverein in Brandenburg a. H., Mengert's Bollsgarten. Ginig, Lebuferstraße 5 bei Nemiz. Brandenburger MännerWeisheit der höchsten Behörden fich tonzentrirt, das ist die beste nach sich ziehen tann." Landgericht 11 entschieden. Der Forstarbeiter Karl Mertens hatte Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Illustration unferer Gesellschaftszustände. am 21. November v. J. unter Weithilfe seines Sohnes im Bors- aule Buschriften find zu senden an P. Gentel, Bergmannstr. 21, Hof 3 Tr. Tambourverein Wirbel Die Ergreifung des Mörders Töpfer Wilhelm dorfer Forst Bäume gefällt. Ein Baum war auf die Berlin- Freitag: Tambourverein Ruf, Jufelstraße 1. Gartenstr. 52. Huhn, welcher in Gemeinschaft mit dem bereits zum Tode ver: Oranienburger Telephonleitung gefallen und hatte dieselbe zerGesang-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Männer- GesangQuartettverein urtheilten Kutscher Karl Kühn den Fouragehändler Mügel- rissen. Vater und Sohn waren deshalb unter Anklage gestellt verein union, Abends Uhr, Berliner Bockbrauerei. Männerchor burg aus Berpenschleuse ermordet hat, scheint neuerdings wieder worden, da sie aber glaubhaft nachweisen konnten, daß sie in wedding, Abends 8% Uhr, bei Schäfer, Reue Sochitr. 49. Es war in ihrer Vereinzelung weitere Arbeiter waren nicht zur Stelle Waldest aufchen, Abends 9 Uhr, bei Weigt, Wartgrafeuftr. 87. in den Bereich der Möglichkeit getreten zu sein. Theaterverein Crescendo, Abends 9 Uhr, bei Schulz, Bunouserstr. 35. polizeilichen Kreisen von vornherein angenommen worden, daß nicht mehr Vorsicht üben konnten, als geschehen, so erkannte der Musit- Dilettantenverein Tonita", Abends 8% Uhr bei Schent, Krautpr. s Uebungsstunde. Musttverein Frisch auf, Restaurant Schröder, Reichen, Hahn in Berlin oder Weißensee geblieben sei und sich mit Hilfe Gerichtshof aus obigen Gründen auf Freisprechung. bergerstr. 24. Berliner Turngen offenschaft. Die erste Männerabtheilung des geraubten Geldes einen sicheren Schlupfwinkel geschafft habe. turnt Freitag und Dienstag Abend von 8-10% Uhr in der Turnhalle bes Man hoffte auch, daß er zum Vorschein kommen würde, wenn Leffing- Gymnasiums Panfstr. 9-10.- Turnverein Gesundbrunnen tas Geld alle wäre. Diese Hoffnung verblaßte aber alldie 1. Männer- Abtheilung turnt heute Abend von 8%-10% Uhr in der Turnt halle des Leffing- Gymnasiums, Pantitr. 9-10. mälig, weil nicht anzunehmen war, daß das Geld so lange reichen Tonnte. Am Dienstag Abend ereignete sich aber folgender Vorfall: Aus dem Haufe Königs- Chauffe 40 stürzte eine Frau, welche laut schrie: Jest soll er aber rein, der Mörder, nun laffe ich es mir nicht mehr gefallen!" Ter Amtsdiener Lippert, am Freitag, in welcher Frau der zufällig in der Nähe war, hielt die exaltirte Frau auf und Kähler das Referat halten wird, findet im Norbert'schen erfuhr von ihr, daß sich in ihrer Wohnung ein Mensch aufhalte, Saal, Beuth st r. 21, statt. Wir bitten diesen Hinweis aus welcher der gesuchte Mörder Hahn sein müsse. Derselbe heiße dem Grunde zu beachten, weil infolge eines Versehens in der Wilhelm Hahn, habe trumme Beine und ein tätowirtes gestrigen Annonce die Bezeichnung des Lotals ausgelaffen Herz auf der rechten Hand. Der Beamte begab sich sofort in die worden ist. Soziale Ueberlicht. Achtung, Handlungsgehilfinnen! Die Versammlung Bergnügungsverein Esperance, Abends 9 Uhr, Rosenthalerstr. 11-12, im Restaurant. Bergnügungsverein Beilchen, Abend 9 Uhr, bei Brauns, Oranienitr. 188 p.- Gefelliger Arbeiterverein Graphia, Abends 8 Uhr, Alte Jakobftr. 128( Logenhaus). Unterhaltungsflub Schiller, Abends Lepidopt. Vereinigung 8 uhr im Restaurant Holzbacher, Dreyfeftraße 3. Orion, Abends 9 Uhr Sigung Schüßenitr. 29. Musitveren off= nung", Abends von 9-11 Uhr lebungsstunde Prostauerstr. 36-37 bei Stattlub, Kairo" Abends 8 Uhr bei Flick, Simeonstr. 23. Schneider. English Conversational Club Shakespeare. Meeting every Friday at 9 p. m. at Behrens Restaurant J. A.: Lina Hing. Königstr. 62, Lecturer Mr. J. Bloch. Guests are welcome. Vermischtes: Mord und Selbstmord im Polizeibureau. Im Fahndungsbureau des Stuttgarter Polizeiamts erstach ein wegen Einbruchs verhafteter Mann erst seine Zuhälterin und dann sich. Beide waren sofort todt. aus Stralsund berichtet wird, das Dorf Deyelsdorf total Eine Fenersbrunst bat am Mittwoch Nachmittag, wie vernichtet. Sämmtliches Mobiliar und viel Vieh ist verbrannt, auch sind mehrere Personen erheblich verletzt. Depeschen. gierung zu erwirken. ( Wolff's Telegravhen- Bureau.) Linz, 20. April. Jm niederösterreichischen Landtage be antragte der Abgeordnete Doblhammer, an die Regierung das gegen die Vieheinfuhr aus Desterreich seitens der deutschen Redringende Ersuchen zu richten, die Aufhebung der Grenzsperre Paris. 20. April. Die Regierung hat Angesichts des Ar beiterfeiertages am 1. Mai Vorkehrungen zur Aufrechterhaltung Todesurtheil. Das Staats- Obergericht von Georgia in der Ordnung getroffen. Das Militär wird sich auf Straßen Nord- Amerika bestätigte vor einigen Tagen das über den be- und Plägen nicht zeigen, vielmehr in den öffentlichen Gebäuden bekannten deutschen Arzt Dr. S. R. von Pölleis in Bain: in der Nachbarschaft derjenigen Dertlichkeiten fonfignirt werden, bridge ausgesprochene Todesurtheil. Dr. von Pölleit wohnt wo seine Gegenwart nothwendig" werden könnte. schont seit 1855 in Georgia und machte den Sezessions- London, 20. April. In dem Prozesse gegen die Direktoren frieg als Arzt der Bundesarmee mit. Später ver heirathete er sich, feine erste Frau starb jedoch und ebenso feine bei Gründung der Gesellschaft in Antlagezustand versetzt worden der„ Hansard Union", welche wegen betrügerischer Manipulationen zweite eines natürlichen Todes. Vor fünf Jahren verheirathete waren, hat die Jury den ehemaligen Zordmayor von London, fich der damals fünfundfünfzig Jahre alte Mann alte Mann mit Sir Henry Isaacs, freigesprochen. einer hübschen, jungen und vermögenden Schullehrerin. Bald darauf ergab er sich dem Trunke, und als er einst, berauscht heimkehrend, von seiner Frau mit Vorwürfen überhäuft wurde, schlug er sie zu Boden und trat mit Füßen auf ihr herum, bis fie toot war. Die Einzelheiten dieser Mißhandlung sind so ent. feglicher Natur, daß schon in Rücksicht darauf nach der allgemeinen Ansicht das von der greifen in New- Yort lebenden Mutter Ses Mörders beim Gouverneur eingereichte Begnadigungsgesuch wahrscheinlich ohne Erfolg bleiben wird. Amerikanisches. In Dubuque, Iowa, sind zwei EisenbahnPolizisten bei dem Versuche, mehrere blinde Passagiere vom Zuge zu entfergen, erschossen worden. Aus Glasgow wird gemeldet: In dem Tunnel der projeftirten Untergrund- Eisenbahn unter der Great- Western- Road erfolgte vorgestern früh eine beftige Explosion. Zwei Arbeiter wurden getödtet und mehrere verwundet. Literarisches. " Briefkaffen der Redaktion. B. M. Wenn in der von Ihnen bezeichneten Dachdecker: versammlung wirklich die von Ihnen mitgetheilte Aeußerung gefallen sein sollte, so können wir das nicht ändern. Wir können unmöglich jedem Ehrabschneider und Verleumder das ungewaschene Maul stopfen. Ehrlichen Männern gegenüber aber, gleichgiltig welcher Richtung fie angehören, brauchen wir uns auf eine solche Bezichtigung irgend eines feigen Buben nicht zu vertheidigen. Sebastian. Ein Schaltjahr hat netto 366 und ein Gemeinjahr netto 365 Tage. Das natürliche Jahr hat 365 Tage und etwa 5 Stunden 48 Minuten darüber. Das Schaltjahr ist eben eingerichtet, um diese Mehrstunden durch Einschaltung eines ganzen Tages auszugleichen. Otto B. Sie bitten bezüglich einer am 18. zur Poft gegebenen, am 20. uns abgegebenen Anfrage um Antwort bis zum 19.! 1. Dem Wirth steht ein Retentionsrecht zu. 2. Ihnen steht das Recht, Antrag wegen Hausfriedensbruch zu stellen, zu. Unter ein Recht, in Ihrer Wohnung troß Ihrer Aufforderung zu bleiben, den von Ihnen geschilderten Umständen stand dem Hauswirth nicht zu. Abonnent Bellach. Der Bierte tann erft nach seinem Zobe beerbt werden. Tischler. Soviel als eine solche Scheibe aus der gleichen Größe. Art Glas toftet. Der Preis richtet sich natürlich nach der N. 415. B.$. Der Verkäufer ist im Recht. Leyendecker Höchst. 1. Es ist strafbar, ohne Ronzession, sei es aus der Flasche, sei es aus einem Glase, das Bier, daz man verkauft hat, in dem Geschäftslokal oder der dazu gehörigen Wohnung trinken zu lassen. Penzig. Eine Retlamation würde leider erfolglos sein. O. G. Enckeplay 2 vor 9 Uhr Morgens. sprechung leider als Majestätsbeleidigung aufgefaßt werden. 80 D. Allerdings kann das nach bestehender Rechts Höhe nothwendig. O. F. Die polizeiliche Erlaubniß ist ohne Rücksicht auf die unbekannt, würde aber, soweit es sich auf nur greizische Verhältnisse bezieht, giltig sein. 8. O. K. Das betreffende Greizer Landesrecht ist uns G. B. Es läßt sich nichts anderes machen als mit dem Lehrer Rücksprache zu nehmen. G. 6. G. 88. Die Verjährung wird durch jede richterliche Handlung unterbrochen. Von der letzten gerichtlichen Handlung anläuit die fünfjährige Verjährungsfrist von neuem. Rudolstadt. Die Schulden des Großvaters hat, wer der Erbschaft entfagt hat, nicht zu bezahlen, wohl aber wer Erbe geworden ist. E. F. Sie müssen jetzt noch einmal reklamiren. Berichtigung. Im gestrigen Bericht über die Delitzscher Versammlung der polnischen Sachsengänger muß es Beile 10 von oben heißen: aus dem Verlage des Katholit" in Beuthen wurden"( anstatt wurden in Beuthen"). In der Notiz Die Regierung Ungarns"( unter Sozialer Uebersicht") muß es lezte Beile heißen den Arbeitern"( anstatt die Arbeiter"). " P Briefkaffen der Expedition. Wir ersuchen den Kassirer des Vereins der Militärschneider um gefl. Angabe seiner Adresse. Für die Bergarbeiter gingen ein: Jm Berlage von J. Günther, Dresden, hat Genoffe Josef Scheu seinen zur 25jährigen Gründungsfeier des Ar beiter- Bildungsverein Wien" erstmalig gesungenen Festgesang R. F., Krausenstraße 5,-. Bon Sattlern 1,50. Bierkasse erscheinen lassen. Der Text, von seinem Bruder Andreas Scheu Hartmann u. Ro., 1. Rate 5,-. Gef. von den Bürstenmachern speziell zu diesem Feste gedichtet, ist im 5. Bande der von J..drud. Das gleiche allgemeine Wahlrecht ist ein politisches Suhl 6,40. Von den Genossen aus Kirchhain 8,-. Gesangverein Hugo Leipzig. Soziales Recht ist ein etwas schiefer Aus- und Tabalarbeitern Alt- Ruppins 7,50. Bleisteg 2,-.. G. in W. Die herausgegebenen Deutschen Arbeiter- Dichtung" enthalten. Der Festgesang für Männerchor, mit Klavier- oder Dr Recht, zu dessen Erringung die soziale Lage treibt, um auf Widerhall, ges. Karber 2,50. chefterbegleitung fomponirt, dürjte größeren und geschulten Ge- diesem Wege den Kreis der politischen Rechte zu erweitern und Von der Streit Kontrolltommission: fangvereinen und Bünden sehr willkommen sein. Der Klavier- die soziale Lage zu heben. Wird dies politische Recht von der Liste 451 1,70. Liste 45 5,80. Liste 44 0,50. Lifte 195 Auszug foftet 1 M. 50 Pf., jede Stimme 30 Pf. und ist durch sozialen Lage des Einzelnen abhängig gemacht beim Klaffen- 1,45. Liste 194, Mohrenstr. 59, 8,10. Liste 192 1,90. Liste 191 die Expedition d. Bl., sowie durch jede Musikalienhandlung zu Im Grunde ist Ihr Streit ein Streit um Worte, deren Bedeutung 4,70. Liste 181 6,40. Lifte 180 10,-. Liste 179 0,70. Liste wahlrecht- so könnte man von einem sozialen Recht sprechen.| 18,35. Lifte 186 4,65. Liste 184 3,10. Liste 183 6,70. Lifte 182 beziehen. dehnbar und mit einander verwandt ist. Düsseldorf und Heinrich Heine. Eine Würdigung von 351 5,70. Hugo Lachmanski, Berlin, Friedrichstädtische Buchhandlung 13 733,95. Summa 112,65 M. Bereits quittirt 13 621,30 M., in Summa A. Hannemann), Friedrichstr. 41/42. Preis 50 Pf. Von dieser Summe wurden gesandt an Genossen Emmel in St. Johann 6100 m., an die Rheinisch- Westfälische Arbeiterzeitung" in Dortmund 6000 m., an den Kassirer des Verbandes deutscher Bergleute in Gelsenkirchen 1638,95 M. fämmtliche nothwendigen Kosten und Auslagen, einschließ D. K. Der Kläger erhält für den Fall des Gewinnes lich der Reisekosten, ersetzt. Ravachol, oder: Das Sozialistenfieber. Satirisches ungefähr 20 M. 2. Das Gegenwartsbild mit Gesang in 1 Aft von P. Gent. Verlag: Spartassenbuch gehört Ihrem Freunde nach Ihrer Darstellung, A. Hoffmann. Zeit. er hat es also nicht als Erbtheil der Schwester anzugeben. Orts- Krankenkasse Boxhagen- Rummelsburg. Wahlversammlungen. Wegen zu geringer Betheiligung seitens der Wahlberechtigten bei den legten Wahlversammlungen haben die Wahlen der Vertreter für die Generalversammlungen nicht vorgenommen werden können und werden daher neue Wahlversammlungen zu obigem Zwecke im Borchmanu'fchen Lokale, Hauptstraße 11 hier an folgenden Tagen, ftattfinden: am Dienstag, den 2. Mai d. I., Abends 8 Uhr, Wahl von 30 Vertretern der versicherungspflichtigen Kassenmitglieder( Arbeitnehmer); am Dienstag, den 2. Mai d. J., Abends 9 Uhr, Wahl von 2 Vertretern freiwilliger Rassenmitglieder; am Mittwoch, den 3. Mai d. J., Abends 8 Uhr, Wahl von 16 Vertretern der Arbeitgeber. 368/13 Indem wir um recht rege Betheiligung bei der Wahl bitten, bemerken wir, daß im Falle der Verweigerung K. S. 500. 1. Amtsgericht Rheinländischer Tunnel ( eine Menschenfalle) Berlin N, Elsasserstrasse 73. Neu! Neu! Die Möbel- Polonaise! 4070L* ober: Weber hat'n Reber, an de Lunge, an de Bunge, an de Leber! Vorträge der berühmt. Gefangvereine ,, Halbe Lunge" und Keuchhusten". Vorzügliches Lagerbier der ,, Schöneberger Schloßbrauerei" à Seidel 10 Pfennige. H. Schultze( mit'n h). ( Notiz: Mang uns mang is feener nich mang, der nich mang uns mang jehört.) Sophastoff Reste der Wahl von Vertretern der Kaffen in Rips, Damant, Crêpe, Fantaße, mitglieder die Vertreter durch die Auf- Gobelin, Plüsch und bunten sichtsbehörde ernannt werden. Rummelsburg, den 19. April 1898. Der Kaffenvorstand. M. A. Rohr. 500 Kinderwagen stelle wieder spottbillig zum Ausverkauf nur Lühowstr. 73. Mocquets spottbillig! Proben franko! Emil Lefèvre, on Berlin S., Oranienßrake 158. Bücher, BiblioMeyer's Lexikon, thefen tauft 3414b Hannemann, Rodjftr. 56.[ 3446b* v. 50ẞf. an, Vogelb. bill. Schnelle, Invalidenstr. 7. Waldvögel, Alte Stiefel für S. u. Damen verk. H. Lehmann, Linienstr 6. Grünkram- u. MaterialwaarenGesch. m. Rolle fof. wegen Todesf. z. verk. Wohnung schön u. bill. Zu erfr. in der Exp. d. Voriv." " 34326 Pfandleihe G. 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L 10 53/4 n " " " " 18 8 " " " " früh. 15 M., jezt von 6 M. an. 19 8 n " " 24 " " " " 14 früh. 612 M., jetzt von 2 M. an. " 1 " 12 15" " " 5 " " " " " " Die Rayon- Chefs und Inspektoren find angewiesen, darauf zu achten, daß Jedermann auf's Beste und Billigste bedient wird. Oranien- Bad Oranienstrasse 44. Abonnements I. KI. 60 Pf., II. RI. 3 Bäder 1 M. Dampfkasten- Bäder. Einpackung und Massage. AG Leitungswaffer. 8719L* Fächern Unterricht. unter * Oranienstr. 83/84. P. 100 Poftamt I, Charlottenburg. 84036 Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.