Nr. 98. Erscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Bierteljährlich 8,30 Mart, monatlich 1,10 Mr, wöchentlich 28 Pig frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags: Beilage, Neue Welt" 10 Pig. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland& Mt.pr.Monat. Gingerr. in der Post Zeitungs- Breisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Bfg.. für Vereins- und Beriammlungs Anzeigen 20 fg Inferate für die nächste Summer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Grpedition abgegeben werden. Die Ervedition ist an Wochentagen bis 7 Ubr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprech- Anschlug Amt 1, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Wie man Donnerstag, den 27. April 1893. Staatsstreiche fabrizirt. Sobranje sich ausschließlich aus unseren Anhängern zu heißt es: Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. einflußreichsten Personen von der Theilnahme an den Wah- von denen einige die Namen der Regierungskandidaten len ferngehalten werden, glaubt General E., daß die große tragen. In dem vertraulichen Regierungs- Rundschreiben sammensetzen wird." Gleichzeitig meldet Hitrowo nach Petersburg, es herrsche überall in Bulgarien helle Bes geisterung für den Baren und seine Regierung. Der Kommissar übergiebt den Wählern die Bettel mit den Namen der Kandidaten und seht ihnen auseinander, welche für und welche gegen den Fürsten find. Will der Wähler fich offen gegen seinen Fürsten erklären, so steht es ihm frei, nach seinem Ermessen zu wählen, was aber schließlich die befannten Folgen hat. Nach Meinung des Generals E. ist dieser Wahlmodus nicht sehr gesehmäßig, aber ausgezeichnet zur Erreichung des gewünschten Zweckes." Diese Korrektur des allgemeinen Wahlrechts erschien Jm Reiche des weiland Faschingstönigs Milan hat's wieder einmal, wie unsere Leser wissen, so ein bischen Staatsstreich gegeben. Alexander der Kleine hat bewiesen, daß er mit Darauf macht Herr Melnikow, der Direktor des seinen vollen sechzehn Jahren es schon so gut wie sein Vater Asiatischen Departements"( wo die Fäden der russischen versteht, nach der Pfeife des Zaren zu tanzen. Er hat das Orientpolitik zusammenlaufen), den ganz berechtigten EinRegierungsmenuett mit einer anmuthigen Staatsstreichtour wand: Wenn alle Bulgaren begeistert sind für Rußland, angetreten. Ob ihm dieser Anfang eine lange Dauer des wozu brauchen wir dann einen Staatsstreich? Nunmehr Zanzes verbürgt- wer weiß es? Barengunft ist wandel- stecken Ehrenrot und Hitrowo die Köpfe zusammen und denn doch selbst dem vielgewandten Herrn Hitrowo ein zu bar. Ein anderer Alexander auf der Balkanhalbinsel hat hecken den genialen Plan aus, durch Drangsalirungen starkes Mit.el. Er fragt an, was die russischen Konsuln das zu seinem bitteren Leid erfahren. Und deshalb kommt fünstlich eine antirussische Opposition zu schaffen. Hitrowo barüber denken und erhält von dem ihm zustimmenden gerade jezt die Aufbeckung der bulgarischen Geheimgeschichte, erläutert das in einem Privatschreiben an den Konsul in Konsul von Rustschuk die Antwort, daß das Mittel überdie uns das in Sofia veröffentlichte Aftenbündel gebracht Rustschuk folgendermaßen: hat, sehr gelegen. So, wie es 1881 in Sofia berging, wird die Komödie auch 1893 in Belgrad gespielt, sie wird vielleicht noch öfter gespielt werden, so lange sich gekrönte Närrchen finden, die eine Ehre darin suchen, dem russischen Freunde die Kastanien aus dem Feuer zu holen. " Seinerseits hat Herr Ehrenrot an die außerordentlichen dem überflüssig sei, da die Opposition sich entschlossen habe, Seinerseits hat Herr Ehrenrot an die außerordentlichen fürstlichen Kommissare Rundschreiben erlassen wegen Haus- an den Wahlen überhaupt nicht theilzunehmen. Die gänz suchungen bei den einflußreichen Personen, die zu der so- liche Zurückhaltung der eingeschüchterten Opposition er genannten liberalen Partei gehören, und wegen der Ver- leichterte den Staatsstreichlern und ihren russischen Hinterhaftung derselben nach Ermessen der Kommissare. Nachdem männern das Spiel. Aber schon beginnen diese letteren bies ausgeführt sein wird, werde ich mich auf Ihre Meldungen den Fürsten selbst zu beargwöhnen. Herr Hitrowo findet es und die der Kommissare über die Verhaftungen und deren auffällig, daß die Vertreter der anderen Mächte dem Folgen berufen. Auf diese Weise denke ich privatim Herrn russischen Treiben ruhig zuschauen und kommt auf den Ge Melnikow zu beweisen, daß die Bevölkerung mit uns ist, daß danken, daß am Ende der Battenberger sich gleichzeitig auch aber eine Klique besteht, die von dem Geist der Gesetzlosigkeit im Geheimen des Einverständnisses mit den anderen und des Umsturzes ergriffen, im Lande Unruhen hervorim zubringen bemüth ist, und daß es also nöthig war, diese Leute Mächten versichert habe. Ich halte ihn," ruft er in einem zu verhaften." Privatbriefe an den Rustschuker Konsul aus,„ zu allem Bösen für fähig" welcher Ausschrei sittlicher Entrüstung einem Agenten der Barenpolitit zweifellos gut zu Ge fichte steht. Die Rolle, welche gegenwärtig in Belgrad Herrn Persiani zugefallen ist, spielte vor zwölf Jahren in Sofia Herr Hitrowo, der diplomatische Agent des Zaren in Bulgarien. Nach dem Plane der Petersburger Regierung sollte Bulgarien nichts weiter sein, als eine russische Satrapie. Sobald im bulgarischen Volke sich Regungen der Selbständigkeit zeigten, erhielten die Barendiener in Bulgarien den Befehl, schleunigst einen Staatsstreich zu Hübsch das, nicht wahr? Man sieht bei dieser Gearrangiren, welcher unter Beseitigung der Verfassung dem legenheit wieder, daß die ausführenden Organe der Barendamals noch zu jedem Dienst bereiten Fürsten Alexander politik, um ihre eigene Wichtigkeit zu erhöhen und für ihre Die Wahlen finden statt. Kein Mißton trübt den die Alleinherrschaft, vorläufig auf sieben Jahre in die Intriguen freien Spielraum zu erhalten, Komödie mit ihren Hände spielen sollte. Zu dem Zwecke war zunächst eine Vorgesetzten in Petersburg spielen. Aber in Petersburg selbst ist Freudentag der russischen Diplomatie. Die obrigkeitlich vorgeschlagenen Kandidaten werden überall gewählt, und am Rundreise des Fürsten und seines russischen Erziehers ge- Die Diplomaten sind für, die Generäle gegen einen Staata 13. Juli votirt die Sobranje einstimmig dem Fürsten die plant, durch welche dem Volke die nöthige MonarchenDas Aftenbündel ſtreich in Bulgarien, wie das aus einem Briefe Melnikow's Diktatur- Vollmachten, um sich dann sofort aufzulösen. begeisterung eingetrichtert werden sollte. Das Aftenbündel ftreich in Bulgarien, wie das aus einem Briefe Melnikow's im Auftrage der russischen Regierung für ihn verlangten eröffnet nun würdig mit einem Rundschreiben besagten an den Konsul in Rustschut hervorgeht. Die Diplomaten Diktatur- Vollmachten, um sich dann sofort aufzulösen. In der nächsten Zeit erwächst nun den russischen Herrn Hitrowo's an die russischen Agenten, in dem es behalten die Oberhand, weil sie ihre Position durch die heißt: Behauptung stärken, es gelte, in Bulgarien ein junges Agenten in Bulgarien eine andere Wühlarbeit. Sie müssen Auf allerhöchsten Befehl( d. h. des Zaren) unternehme ich Geschlecht in monarchischen Gesinnungen und in der Achtung heimlich Söldlinge auwerben, ausrüsten und nach Bosnien gemeinsam mit dem Fürsten eine Reise durch Bulgarien, um für die rechtgläubige Kirche zu erziehen", welches löbliche expediren, um den Desterreichern Schwierigkeiten zu bereiten. der Bevölkerung den Willen Sr. Majestät fund zu thun. Vorhaben zweifellos vollen Beifall bei dem Zöglinge des Mittlerweile hat sich herausgestellt, daß Fürst Alexander Wollen Sie gütigst veranlassen, daß unser Empfang möglichst Herrn Pobedonostzeff gefunden haben wird. Im übrigen sich doch nicht völlig zum blinden Werkzeuge der russischen feierlich geschieht. Bieten Sie alle Mühe und die nöthigen ist es dem Herrn Melnikow doch unangenehm, daß die Regierung brauchen läßt. Nicht nur Herr Hitrowo, auch Mittel auf... russischen Kommissare über Mitglieder der Opposition maßgebendere Persönlichkeiten fangen an, ihn für fähig zu So wird Begeisterung" gemacht und nicht nur in förperliche Strafen" verhängt haben. Er bittet, das zu allem Bösen" zu halten. Flugs ergeht an die öffentlichen Bulgarien. Doch mit der Begeisterung allein ist's nicht unterlassen. und geheimen Agenten in Bulgarien der Auftrag, gegen gethan. Die Bestätigung der siebenjährigen Diktatur soll In der Fürsorge für eine gute" Wahl beschließen den Fürsten zu wühlen. Der Direktor des asiatischen durch die große Sobranje", die eigens zu diesem Zwecke nunmehr Ehrenrot und Genossen, das Abstimmungs- Departements erklärt im September 1882 in einem Briefe zu wählende Nationalversammlung, erfolgen. Also müssen verfahren dergestalt zu ändern, daß man glauben sollte, sie an den Konsulatsverweser in Rustschuk:... wir müssen noch günstige Wahlen gemacht" werden. Der Kriegs- wären bei westfälischen Großindustriellen oder ostelbischen nach Möglichkeit das Vertrauen zum Fürsten im und bittet, in den Gesprächen minister, der russische General Ehrenrot, der militärische Junkern in die Wahlschule gegangen. Zunächst soll nach Volfe erschüttern", Aufpasser des Fürsten, empfiehlt furzweg Verhaftung aller Beschluß des Ministerraths das Wahlbureau nur aus mit den Führern der liberalen Partei so viel wie unbequemen Politiker. Hitrowo erläutert das in einem zuverlässigen Regierungsbeamten gebildet werden. Vor möglich die Handlungen der Fürsten zu tadeln und ihm Rundschreiben mit den Worten:" Indem so rechtzeitig die dem Gemeindehause sind mehrere Wahlurnen aufzustellen, die Verantwortlichkeit für den Staatsstreich zuzuschieben. Feuilleton. abrud verboten.] ( 73 Er hatte eine dunkle Empfindung, daß bis morgen nicht aufzuwecken, geräuschlos im Zimmer auf und ab zu alles klar und bestimmt sein werde. Dies verlieh ihm eine schreiten. gewisse Ruhe und half ihm die ihn bestürmenden Gedanken ver- Der Gedanke hatte in seinem Geiste bestimmte Formen angenommen. Der Kampf mit niedrigen Werkzeugen der scheuchen. Er schlief wie ein Klok, doch wachte er früher auf als Autokratie hatte sich überlebt. Gegen den Zaren selbst Gregor. Sofort als er zum flaren Bewußtsein gekommen mußte ein Attentat gemacht werden, und er war der Die Laufbahn eines Nihilisten. war, entfann er sich, daß er eine dringende Angelegenheit, Mann dazu. Von S. Stepniat. Autorisirte Uebersehung. " die er gestern nicht ganz ausgeführt hatte, zum Abschluß Und Tanja!" rief eine innere, ihn aufs tiefste quälende bringen müsse. Er erinnerte sich sofort, woran er gedacht, Stimme. bevor er zu Bette ging, an den Besuch im Gefängnisse, an Was waren aber angesichts der unermeßlichen, unausFrei ins Deutsche übertragen von Bertha Braun. alle Vorfälle des gestrigen Tages, an alle traurigen Er sprechlichen Leiden ihres Landes von einem Ende zum andern individuelle Schmerzen? Es war sogar niedrig, " Nein, er hat Dich ganz in der Nähe gesehen und Dich fahrungen der letzten Woche. Welche Unmasse von Opfern! Sina todt, Boris, Was- diese gegen einander abzuwägen. Tanja war ebenso sehr einmal gesprochen. Er war einer unserer Fünfzig. Erinnerſt Du Dich von Deinen Versammlungen her eines dunkel- filij, Botscharow ebenfalls todt. Die beiden Duborows und sein Genoffe, fein Mitarbeiter im Rampfe, als sein Weib. so viele, viele andere lebendig begraben und so gut wie Sie würde seinen Entschluß billigen und muthig ihren Anhaarigen, jungen Arbeiters, der keinen Revolver wollte, todt. Er selbst würde eines Tages verhaftet werden, denn theil an der Dual tragen, wenn es sich um eine That zur sondern mit der Art im Gürtel, die viel handlicher wäre und denselben Dienst verrichten würde, zum Gefecht kommen er konnte nicht hoffen, immer den Fingern des Feindes zu Befreiung ihres Landes handelte. entschlüpfen, wie es bis jetzt geschehen war. Auch er würde Nicht dies machte ihn unschlüssig; wenn es geschehen wollte. Das war Philipp Schigajew." hingerichtet werden, und wer würde denn eigentlich von sollte, würden ihn persönliche Gefühle nicht zurückhalten. " Ja, ich erinnere mich seiner sehr gut. Ich hatte nur all diesen Opfern Nußen ziehen? Die Frage war nur, ob es geschehen sollte oder nicht. seinen Namen vergessen." Die von der Hinrichtung heimkehrende Menge zog vor Andrej wußte, daß sein Entschluß nicht der endgiltige Wir haben aber keine Zeit zum Schwäßen," sagte seinem Geiste vorüber und jagte ein Frösteln durch seinen war; die vollständige Entscheidung lag der Parteileitung Andrej rasch. Es ist besser, wir gehen zu Bett; wir ganzen Körper. Er schüttelte es jedoch ab. ob, welche sicherlich nach reiflicher Ueberlegung ihren Entdürfen nicht vergessen, daß wir morgen früh aufstehen Nein, dies war nicht das Resultat seiner Erfahrungen schluß fassen würde. Es giebt aber Fälle, in denen das müssen." und Erwägungen. Diese Leute waren nicht vergebens in Anerbieten zur That die halbe That selbst ist, und wiederum Er fürchtete, daß das Gespräch, wenn es fortgesetzt den Tod gegangen. Sie waren die Vorfämpfer, welche die halbe That ebenso groß wie die ganze erscheint. Die würde, die schmerzlichen Dinge berühren könnte, auf welche umtamen, als sie den Hauptfeind aus dem Lager aufjagten. er nicht zurückkommen wollte. Er verlangte jeßt nach etwas Sache der Ueberlebenden war es, ihn zu packen. Ruhe, moralisch wie physisch, und er wußte, daß er diese nicht fände, sobald diese schauerlichen Erinnerungen in ihm wachgerufen würden. " " Bis morgen", sagte er zu sich in Gedanken, und mit dem festen Entschluß zu schlafen, schloß er die Augen. Seit der Erzählung des Onkels" hatte ein Gedanke über ihm geschwebt, wie ein Habicht Kreise zieht über seiner Beute. Jezt schoß er auf ihn herab und trieb ihn an zu unmittelbarer Entscheidung. Halb angekleidet und barfuß begann er, um Gregor Tragweite des Ausganges war derartig, daß selbst der tollkühnste und rücksichtsloseste Mensch vorsichtig zu Werke gehen mußte. Und Andrej war weder rücksichtslos noch tollkühn. In seinem jezigen Gemüthszustande war ihm nichts leichter, als die Frage bejahend zu beantworten. Das Mißlingen aller seiner Pläne, der Geist der Nache, die tiefen und Jim Geheimen theilen sie denselben mit, daß die kaiserliche Politische Ueberlicht. Hegierung alle Maßregeln zur Wiederherstellung der Ver Politische fassung in Bulgarien ergreift." Berlin, den 26. April. " SPURTS aus von der Maas bis an die Memel, von der Spree bis an den Main. Nur ein Blatt hat unseres Wissens die Zuschrift abgedruckt, der konservative Reichsbote", der Die Zarenregierung, der brutalste Despotismus der ab und an seine eigenen Wege geht. Aber haben die Gegenwart, der soeben erst die bulgarische Verfassung zerAus dem Reichstage. Der Bericht der Militär" großen" demokratischen und deutschfreisinnigen Zeitungen stört hat, jetzt im Geheimen" angepriesen als Retter dieser Commission ist dem Hause zugegegangen. nicht weit Wichtigeres zu thun, müssen sie nicht den AhlVerfassung, das ging denn doch den bisher so leicht- Die Militärvorlage. In der Ronservativen wardt vom Morgen bis zum Abend behandeln? Was gläubigen bulgarischen Politikern aller Parteien über den Korrespondenz" walzt irgend ein fürnehmer Blechschmied verschlägt da eine bemerkenswerthe Thatsache zur Geschichte Spaß. Während die russischen Agenten ihre Wählarbeit Blech wie folgt:„ Wäre die deutsche Sozialdemokratie wirklich preußisch- deutscher Polizeiwirthschaft? fortsegen und im Glauben an die Unwiderstehlichkeit ihrer eine Arbeiter und nicht eine wie der Deutschfreisinn Künfte die Thronentsagung des Fürsten Alexander und die lediglich Machtgelüften nachgebende politische Partei, so müßte Der Stöcker bricht im, Volt", das sich gegen die Umwandlung Bulgariens in einen halbrussischen Staat nach fie im Interesse ihrer Klienten für die Militärvorlage stimmen." Wahl von Regierungsbeamten ausgesprochen hatte, eine dem Muster Finnlands betreiben( ,, Se. Majestät wird geruhen, Lanze für die Regierungsbeamten. Diese, auch die Landden Titel Großfürst von Bulgarien anzunehmen") vollzieht sich pellation lautet:" Im Bereich des VII. preußischen Armee- der Landesvertretung, da sie bei ihrer Stellung im Die bereits angekündigte deutsch freifinnige Interräthe und Präsidenten", seien ,, ein unentbehrliches Element eine Aussöhnung der verschiedenen bulgarischen Parteien forps soll nach öffentlichen Blättern bei den Frühjahrs- Kontrollmit dem Fürsten, die am 21. August 83 zu einem formellen versammlungen ein Korpsbefehl verlesen worden sein, welcher praktischen Staatsleben und durch ihre Kenntniß der eine willkommene Uebereinkommen gegen die russischen Generale und Ergänzung am mehriach zu dem Mißverständniß Veranlassung gegeben hat, Regierungs- Maschinerie 18. September zur Wiederherstellung der Verfassung führt. als ob die Personen des Beurlaubtenstandes des politischen Laienelements bilden". Daß die StöckerErbittert darüber, daß alle ihre ihre Intriguen im Beurlaubtenverhältniß in bezug auf ihre sippe, die nur auf die Krücke der landräthlichen Wahlhilfe schließlich gerade das Gegentheil des gewollten Bieles taatsbürgerlichen Rechte irgend welchen be- in die Parlamente hinkt, sich für die Landräthe begeistert, herbeigeführt nämlich die überwiegende sonderen Beschränkungen bei der öffentlichen leuchtet ein. Namentlich da der Chor der Bureaukraten den Mehrzahl Erörterung allgemeiner Fragen der Militär. Grundstock der für die Regierung und die ihr Gefolgschaft der Bulgaren zum entschlossenen Widerstande gegen gefeßgebung unterworfen wären. Ich erlaube mir leistenden Reaktionstruppen nothwendigen Kopfnicker bildet. Rußland geeinigt haben, verbeißen sich die Zaren- daher, den Herrn Reichskanzler zu fragen, ob derselbe geneigt diener jetzt in den Gedanken, auf alle Fälle den Fürsten ist, durch Mittheilung des wirklichen Sachverhalts der weiteren Bim bam, bim bam! Aus dem Abgeordnetenhause. Gestern ist im AbAlexander zu beseitigen. Dann glauben sie gewonnenes Verbreitung folcher Mißverſtändnisse entgegenzutreten.iefgeordnetenhause mit 128 gegen 124 Stimmen beschlossen Spiel zu haben. Daß in der Volksstimmung ihrem Treiben Der Stöcker'sche Reich& bote" ein weit gefährlicherer Widerstand erwachsen ist, als in der lösung wird deshalb nichts nügen, weil feine Partei in der worden, daß die Miethssteuer in den Städten, wo sie Laune eines wankelmüthigen Prinzen, leuchtet ihrer Wahlagitation von Herzen für die Vorlage eintreten fann und noch besteht, bis zum Jahre 1900 spätestens ausDiplomaten- Intelligenz natürlich nicht ein. Fortwährend es also gar nicht möglich ist, eine Majorität für dieselbe zu ge- gehoben werden muß. Dieser verständige Beschluß, winnen... Deshalb wäre nach unserer Meinung die richtige gegen den der Berliner Deutsch freisinn freilich wird hin- und hergeschrieben über die besten Mittel, den Haltung der Regierung die, daß sie jest nicht auflöst, die Beter schreien wird, wäre schon längst nöthig gewesen. einftmals so gefügigen Battenberger zu beseitigen. Zwischen Borlage mit jener Erflärung zurückzieht sie würde sich Leider ist die Mehrheit so gering, daß die Aufhebung des durch wird etwas gegen Rumänien gehezt, dem man unter dabei nicht das Geringste vergeben und dem Reichstage dann Beschlusses in der dritten Lesung des Kommunalabgabendem Vorwande einer Grenzstreitigkeit durch die Bulgaren eine Vorlage auf dem Boden der jetzigen Armee- Verfassung Gesetzes leider nicht unwahrscheinlich ist. im Bunde mit heimlich eingeschmuggelten russischen Sol- machte und dann, wenn der Reichstag auch diese ablehnt, zur dalten die Dobrudscha abzunehmen gedenkt. Die Bulgaren Auflösung schritte." Den Muckern und Junkern bangt vor der Die preußische Gewerbesteuer. In der„ Nordihrerseits sind flug genug, einem Berwürfniß mit Rumänien Abrechnung der Wahlen. aus dem Wege zu gehen, planen jedoch ihrerseits die Ver- burger Nachrichten"," die" Militärvorlage und anlagung zur Gewerbesteuer mitgetheilt. Nach dem offiziösen Bismarck behandelt in seinem Leiborgan, den Ham- deutschen" werden die vorläufigen Ergebnisse der ersten Vereinigung mit Dstrumelien, welche Rußland erst gestatten die Sozialdemokratie." Er ist der Ansicht, daß Blatte sei der Zweck der Gewerbesteuer- Reform, die kleinsten will, nachdem der Battenberger beseitigt sei. Und wiederum die Durchführung der Vorlage für den bereits jetzt Betriebe ganz frei zu lassen und die übermäßige Belastung erleidet die russische Diplomatie eine Schlappe. Am im Heere auftretenden sozialistischen Bazillus" den der kleineren Betriebe im Verhältnisse zu den großen Unter18. September 1885 erfolgte auf grund der Revolution in Nährboden erheblich verbessern" würde, einestheils weil sich nehmungen zu beseitigen, erreicht. Die Zahl der Veranlagten Philippopel die Vereinigung Oftrumeliens mit Bulgarien. in diesem Falle die Rekrutirung auf einer breitern Basis Bitteren Zornes voll beruft die zarische Regierung alle vollziehen würde als bisher, anderntheils weil die Berkürzung derit um mehr als die Hälfte, von 890420 auf 439 429, zurückDienstzeit der Konsolidirung des soldatischen Geistes Abbruch thun gegangen. Während früher die Handelsgeschäfte geringer russischen Offiziere und Instruktoren aus der bulga würde, deffen Heranbildung zu den wichtigsten Aufgaben der Art, die Kleinindustrie und das Handwerk, über drei Mal rischen Armee ab, in der ausgesprochenen Hoffnung, diese militärischen Erziehung gehört." Man solle sich durch das Verhalten so viel aufbrachten, als der Großhandel und die Großindustrie, in dem mit Serbien drohenden Kriege fampfunfähig zu der Sozialdemokratie gegenüber der Vorlage nicht beirren lassen. sei das Verhältniß jezt ein wesentlich anderes geworden, wie machen. König Milan denkt denn auch diese günstige Die reseroatio mentalis( d. b. der stillschweigende Vorbehalt, daß aus folgender Tabelle zu ersehen sei: Situation auszunuzen, wurde aber, wie bekannt, mit seinen unsere Kundgebungen nicht unserer wirklichen Ansicht entsprechen), Zahl der SteuerSerben blutig heimgeschickt, als er zur Wiederherstellung mit der dies Verhalten verbunden sei, lasse sich leicht errathen. pflichtigen des Gleichgewichts auf der Balkanhalbinsel" einen Raubzug Da teine Partei der Vorlage wie dem Militarismus solch entgegen die Slavenbrüder" im Osten unternahm. schiedenen und grundsäglichen Widerstand entgegenseßt wie wir, Unablässig wühlen indeß in Bulgarien die russischen so wird kein Unbefangener sich durch diese Bismarckischen Lockspitel gegen den Battenberger. Der rollende Rubel bewächst und verbreitet sich, ob nun die Vorlage fällt oder angeSchaumflößchen beirren laffen. Der sozialistische Bazillus" wirkt auch schließlich die Bildung von Verschworenengruppen. nommen wird. Tritt das Leytere ein, dann dürfte das WachsEine Militärrevolte wird in Aussicht genommen. Auf thum allerdings beschleunigt werden. Befehl des Direktors der Staatspolizei ist der Staatsrath Gewerbesteuer 5 777 698 M.( 28,88 pt.) KI. I. 3457( 0,79 pt.) 5 988 034 M.( 29,89 pt.) RI. II. 8 858( 2,02 pt.) 2 602 760 M.( 13,00 pCt.) KI. III. 72 982( 16,61 pt.) RI. IV. 354 132( 80,58 pt.) 5 667 599.( 28,28 pt.) Summa 489 429 Steuerpflichtige- 20 036 091. Die für den Betrieb der Gast- und Schankwirthschaft Mischtschenko nach Bulgarien kommandirt, um geheime Nach der Tabaksdose für den widerhaarigen Ledo- besonders zu entrichtende Betriebssteuer, eine Au 3Agenturen einzurichten und unter Mithilfe der liberalen chowsky der schwarze Adlerorden für den Staats- ab me steuer schlimmster Art, wird sich nach der vorPartei die Verschwörung zur Entfernung des Prinzen Batten- sekretär des Papstes, den Kardinal Ram polla, ein wahres läufigen Zusammenstellung auf etwa 2 360 000 m. belaufen. berg zu organisiren."( Aftenstück Nr. 94, vom 28. Juli Füllhorn fürstlicher Gaben geht auf die Vertreter päpstlicher Der Gesammtertrag beläuft sich also auf 22 396 091 M. [ 9. Auguft] 1886.) Zunächst haben diese Wühlereien denn Interessen nieder. Inzwischen feilscht der von Huene mit Da das Gesetz bestimmt, daß, wenn im ersten Veranlagungsjahr ein Betrag erreicht wird, welcher die Summe von auch den gewünschten Erfolg. Durch die Militärrevolte dem Reichskanzler um das Kompromiß, und das Uebrige 19 811 395 M. um mehr als 5 pet. übersteigt, alsdann eine vom 21. August 1886 wird der Battenberger gefangen ge- findet sich. Die Rölnische Bolts Beitung" verhältnißmäßige Herabseßung der Steuersäge zu erfolgen hat, nommen ergänzt den Wortlaut Blatt wendet sich sofort; das Land erhebt sich gegen die wie folgt:" Eminenz werdeu gebeten, die Vergangenheit zu so muß eine Herabsehung der Steuerfäße um ca. 10 pct. erfolgen. Handlanger des Baren und erzwingt die Rückkehr des vergessen: als die traurigen Ereignisse vortamen, wußte ich Als in der wüsten Kulturkampf- Hezze, Hoensbroech. Die bösartige Rampfesweise, wie sie die Fürsten, der indeß der Lage sich nicht gewachsen zeigt. An- nichts davon." statt sich nur auf das bulgarische Volt zu stützen, macht er edochowsky, der mannhaft für seine Ueberzeugung eintrat, ultramontanen Blätter gegen den Ex- Jesuiten Hoensbroech fleinmüthig die Wiederübernahme der Regierung von der in den Kerker geworfen wurde, war Wilhelm II. ein fünf- beobachteten, wobei demokratische und liberale Beilenfchinder Zustimmung des Baren abhängig, und der Bar bestätigt damals nichts von diesen Vorgängen gewußt hat; jedenfalls gekennzeichnet. zehnjähriger Knabe. Es ist also anzunehmen, daß er inspirirt" mitwirften, haben wir sofort in ihrer Unwürdigkeit Jeht erhält die Rölnische Voltsseine Mitschuld an der Sofianer Militärrevolte, indem er hätte er sie nicht zu verhindern vermocht. Ist die Lesart Beitung" folgende Berichtigung: diese Zustimmung verweigert. Damit verschwindet der In Nr. 223 finden sich aus Anlaß meines Austritte aus bulgarische Alexander, der einstmalige dienstbeslissene Staats- der Stölnischen Bolts- Zeitung" richtig, so wäre die kaiserOb der serbische Alexander die intimere Geschichte kämpfer der katholischen Kirche und des Polenthums, als feines Namensvetters fennt? Da er bei seiner selbst der ursprünglich gemeldete Text. bestallten Volljährigkeit wohl die übliche, für die unreifere Jugend berechnete Lektüre verschmäht, wäre ihm dringend als Ersatz dafür das aufmerksame Studium der„ Geheimen Dokumente zur russischen Orientpolitit" anzurathen. streichler, vom Schauplatz. fich drängenden Gemüthsbewegungen der letzten Tage, all' dies war für eine Zeit lang zum Schweigen gebracht, jedoch nicht ertödtet. Grollend lag es da in der Tiefe seines Herzens, bereit jeden Augenblick an die Oberfläche hervor zubrechen. Doch wollte er diesen leidenschaftlichen Trieben nicht nachgeben. Er wollte die Sache ohne Rücksicht auf seine persönlichen Empfindungen erwägen. dem" Jesuiten- Orden Angaben über meinen Geisteszustand, die jeder frankhaften Nervenüberreizung leide oder jemals gelitten habe. Unrichtig ist, daß meine Krankheit" vor zwei Monaten ausgebrochen sei vor zwei Monaten hatte ich schon mehr als zwei Monate den Jesuiten- Orden verlassen. Ueberdies bin ich seit September legten Jahres überhaupt nicht mehr frank gewefen. Damals hatte ich einen heftigen Anfall von Diphtheritis, den ich Wer ist der Polizeispiel?" Unsere letzte Mittheilung in Sachen des Dr. Schumann alias unns scheint der bürgerlichen Presse aller Parteien sehr wider den Strich zu gehen. Sie schweigt sich darüber rasch und vollständig überstand. Unrichtig ist, daß ich in bezug besonderen Begeisterung auf. Sie schien ihn eher zu betrüben als zu erheben mehr um Tanja's als um Andrej's willen, obgleich er sich hütete, die Frage von diesem zarten Gesichtspunkte aus zu behandeln. Aber an und für sich billigte er Andrej's Beweisgründe, und weiter verlangte Andrej einstweilen nichts. wurden von den beiden Polizisten vom Kopf bis zum Fuß geprüft, da aber der eine über fünfzig, der andere über sechszig war, ließ man sie unbehelligt gehen. Mit einem jungen Handwerker, der ihnen folgte, gab's fast eine Rauferei. Sie hatten einige Fragen an ihn gerichtet, die er augenscheinlich in unverschämter Weise beantwortete, denn einer Sie weckten Watajko, der in einem anderen Zimmer von den beiden Polizisten-ein furzbeiniger Bursche mit Die moralische Berechtigung der That war für ihn schlief und trafen ihre Reisevorbereitungen. Sie hielten es einem Bullenbeißergesicht stürzte mit erhobenen Fäusten über jede Frage erhaben. Würde sie aber angebracht für gerathen, die Stadt nicht vor acht, wann die Bauern auf ihn ein. Der junge Handwerker parirte den Schlag sein? Würde sie der Freiheit ihres Landes nüßen? Mit vom Markte heimgehen, zu verlassen. und lief unter höhnischen Schmähungen auf die Polizei, die innerem Beben wie ein Mensch, der über ein schwankendes In den ihnen von den Brüdern Schigajem gesandten unter den Arbeitern durchaus nicht beliebt ist, davon. Brett geht und fürchtet, jeden Augenblick einen Fehltritt Reisesäcken fanden sie einen Vorrath an Brot und Salz, Wir müssen uns bereit halten," sagte Gregor, in dem zu thun, erörterte er die Frage wieder und wieder, so eifrig ein Maß, einige leichte Handwerkzeuge und zwei gute kurz- die Kampfluft erwachte. und leidenschaftslos, als er fonnte. ftielige Merte. Philipp sandte ihnen hiermit seine Lieblings- Durchaus nicht," erwiderte Andrej, dazu haben wir Die Antwort aber, auf die er immer zurückkam, lautete waffen. Andrej und Gregor steckten sie in ihre Gürtel. noch immer Zeit. Ueberlaß mir nur alles. Wir werden mir nur alle Ja, ja und wieder ja! Der Anschlag wäre ein zeit- Die Aegte vervollständigten ihre Verkleidung und konnten schon durchkommen." gemäßer und nützlicher. Es würde den Petersburger Ge- im Nothfalle vortheilhaft zur Selbstvertheidigung benutzt Im Innern aber bedauerte er, Gregor's Gesellschaft nossen nur anheimgestellt sein, die Gründe und Ursachen werden. Der einzige Theil ihres Kostümes, der nicht mit angenommen zu haben. Es war wirklich keine Nothdarzulegen. Er selbst war entschlossen, sein Anerbieten zu ihrem angenommenen Stande harmonirte, waren die Stiefel. wendigkeit vorhanden, ihn Gefahren auszusehen, die schließmachen. Watajko hatte ein Paar hohe Jagdstiefel, die Gregor tragen lich sehr ernst werden konnten. Dann kam die persönliche Frage. Warum sollte von konnte. allen Mitverschworenen gerade ihm die That der Vergeltung und Aufopferung zufallen? Diese Frage war er nicht mehr im stande leidenschaftslos wie eine geometrische Aufgabe zu lösen. Jenes Etwas, welches in der Tiefe feiner Seele braufte und siedete, stieg jest empor und wartete nicht auf seinen Entschluß. Es durchfluthete sein ganzes Jch mit Feuer. Es machte kurzen Prozeß mit seiner Unschlüssigkeit, seiner Anhänglichkeit, feinem Mitleid, wie der Lavastrom Mauern, Häuser, lachende Gefilde alles, was sich ihm in den Weg stellt, zu Asche niederbrennt. Andrej mußte aber mit seinen Herrenstiefeln gehen, die nicht ganz zu seinem Anzuge paßten. Dies war jedoch zu geringfügig, um irgendwie in's Gewicht zu fallen. Sie verabschiedeten sich von ihrem Wirth und schritten, ihre Säcke über die Schulter gehängt, in der frischen Morgenluft munter dahin. " Sie waren jegt dicht am Thor. Die Augen der beiden Burschen richteten sich auf sie besonders auf Andrej mit einem halb unverschämten, halb unsicheren Ausdruck. " Halt," schrie der kurzbeinige Polizist, ihnen den Weg versperrend. Sie blieben stehen. " Wer seid Ihr und wohin gehet Ihr?" fragte er. " Zimmerleute, auf dem Heimwege," war Andrej's ruhige Antwort. Als sie sich den äußeren Thoren der Stadt näherten, saben sie zwei Polizisten in träger, wartender Stellung am Eingange stehen. Dies war ein ungewöhnlicher Anblick. Name? Adresse? Provinz? Beit des Aufenthalts in Seit der Abschaffung des Spiritusmonopols waren die der Stadt?" fragte der Polizist nacheinander. lebenden Pfeiler des Gesetzes und der Ordnung von den Andrej erwiderte ohne Bögerung. Er hatte seinen In der Mitte des Zimmers blieb er plöglich stehen. Thoren entfernt. Nur zwei mit den Nationalfarben be- Paß gut studirt. Sein Antlig und seine Augen glühten- düster, drohend, malte Holzstangen waren das einzige, was zum Repräsen doch erhaben als er seine Hände mit derselben Bewegung, tiren der Autorität zurückgeblieben war. Die Gegenwart wie er es am Tage von Sina's Hinrichtung gethan, empor- der beiden Polizisten hatte wahrscheinlich eine besondere Beftreckte. deutung. Der Entschluß war gefaßt und unwiderruflich. Jetzt Als sie sich mehr näherten, wurde diese Vermuthung fonnte er besprochen werden. jur Gewißheit. Ein Bauernweib mit einem leeren Korbe, Er weckte Gregor auf und erzählte ihm, was er jegt in dem sie jetzt ihren Säugling trug, ging unbeachtet hindurch. sein. zu thun gedente. Gregor nahm diese Nachricht mit feiner Zwei ältere Männer- ein Bauer und ein Bürger Warum benügtet Ihr nicht den Bug? Jeder fährt jetzt mit der Eisenbahn. " Die Landstraßen sind aber frei, denke ich," erwiderte Andrej scharf, denn er hielt es für angemessen, diesen Einspruch zurückzuweisen. " Schon gut! The thätet besser daran, höflicher zu Habt Ihr einen Paß?" " Natürlich." ( Forts. folgt.) aus meine„Krankheit" in Köln ärztlich behandelt wurde. Zuletzt stand ich in Köln unter ärztlicher Behandlung im Jahre 1884; ich gebrauchte damals einen Spezialisten für Halsleiden. G r a f P a u l v o n H o c n s b r o e ch."— Tas deutschfveisiunig- nationalliberale Kartell in Nürnberg ist-gerettet, der Stöckcrsrcnnd Sachs ist von seiner Kandidatur zurückgetreten, und die Kartellbrüder werden, wie wir vorausgesagt, gemeinsam in die Landtags- Wahlschlacht ziehen. Das Lustige au der Geschichte aber ist, daß die andern Nationalliberalen Nürnbergs gerade so antisemitisch gesonnen sind, wie Sachs, der nur ein wenig offenherziger war. Die Herren von Kreß, von P u s ch e r u. s. w., mit denen der Deutschfreisinn Hand in Hand geht, geben an antisemitischer Gesinnung dem Sachs nichts nach.— Und abermals Herr Hitse! Herr Hitze ergreift heute wieder das Wort in der„Kölnischen Polkszcitung" für das „ausgezeichnete" Büchlein„Das häusliche Glück", welches vom Verband„Arbeiterwohl" herausgegeben ist. Die von uns mitgetheiltcn Rezepte sollen nur für die von bitterster Roth Heimgesuchten, für„sehr dürftige Einkommeuverhält- uisse" bestimmt sein. Aber der Verfasser des Büchleins und Herr Hitze selbst,„die Jahre und Jahrzehnte hindurch ihre Lebenskraft für das wirthschaftliche und sittliche Wohl der Arbeiter und ihrer Familien eingesetzt haben, sollten über den Verdacht erhaben sein, als ob sie nicht jeder deutschen Arbeiter- samilie nicht blos Sonntags, sondern jeden Tag ihr„Huhn im Topfe" von Herzen wünschten." Nun über diesen Verdacht halten wir die Herren vom„Arbeiterwohl" durch- aus nicht erhaben. Sonst würde die„Arbeitcrschutz-Eesetz- gcbung" nicht so kläglich ausgefallen sein und würden Zustände geschaffen sein, in denen der Acrmste nicht auf die Hilfs- mittel von Schweineknochen und Wurstbrühe augewiesen zu sein brauchte. Vor allem würde man nicht den Großgrund- besitzcru zu Liebe dem Aermstcn noch das Brot vertheueru und die kolossalen Lasten des Militarismus vorzugsweise der großen Masse des Volkes auserlegen. Das„gute Herz" des Herrn Hitze bezweifeln wir so wenig wie das gute Herz des Königs Stumm oder der Krupp, Baare u. s. w. Bei diesen wird auch Herr Hitze die Anerkennung finden, die er bei den Sozialdemokraten vermißt, daß er gezeigt hat, wie man auch mit den allerdürftigsten Mitteln noch ein Mittags- mahl bereiten kann. Damit mag sich Herr Hitze begnügen, da er als frommer Mann ja das Bibelwort kennt, daß niemand zween Herrn dienen kann.— Das plnrakc Wahlrecht, welches in Belgien nur als Etappe zum allgemeinen gleichen Wahlrecht betrachtet wird, hat in den Augen der„N a t i o n a l- Z e i t u n g" Gnade gefunden und wünscht sie dasselbe auch in Deutschland ein- geführt. Danach bliebe jedem einzelnen Reichstagswähler sein Stimmrecht und die bevorzugten Klassen erhielten ein doppeltes oder dreifaches Stimmrecht. Und warum diese Slenderung? Weil oas Volk über und über von Ekel er- füllt ist über die Bismarck'sche Korruptiouspolitik und deren nationalliberale Kehrichtsammler. Ob sich aber das Volk so ohne weiteres des allgemeinen gleichen Wahlrechts berauben lassen wird, danach fragt das Bourgeoisblatt nicht; gegen das Volk erscheint ihm jeder Raubzug erlaubt. Glücklicher- weise kümmert das Volk sich wenig um die Wünsche des nationalliberalen Blattes; jedes Attentat gegen das allge- meine gleiche Wahlrecht, von welcher Seite es auch käme, würde es zurückschlagen wie den Anfall einer Räuberbande. Der Angriff auf das allgemeine gleiche Wahlrecht wäre gleichbedeutend mit der Proklamirung des Bürgerkrieges.— Die Züricher Kantonsraths- Wahlen. Vorläufig sind gezählt 114 Liberale, 98 Demokraten und 10 Sozialdemokraten, so daß die Liberalen 6 Stimmen mehr besitzen als die Demokraten und Sozialdemokraten. Stich- wählen haben drei stattzufinden, darunter diejenige für Conzett in Oerlikon, wo dessen Wahl nicht unwahrscheinlich ist. Die bisherigen sozialdemokratischen Vertreter Karl Bürkli, Greulich und Lang sind wiedergewählt, Greulich diesmal in Neumünster und Laug diesmal in Oerlikon. Neu gewählt ist, wie schon gemeldet, Seidel, in Außcrsihl.— England. In der Debatte über das Haftpflicht- Gesetz zieht Chamberlain das Amendement zurück, welches den Arbeitern Entschädigung für alle Verletzungen, die sie sich außerhalb des gewöhnlichen Geschäftsbetriebes zugezogen, gewährt, vorausgesetzt, daß dieselben nicht durch eigenes Thun oder eigenes Unterlassen verursacht sind. Parlamentssekretär Burt erklärt namens der Regierung, das Gesetz von 1880 gewähre den Arbeitern große Vor- theile, aber es sei unvollkommen. Die einzelnen Be- stimmungen der zur Erörterung stehenden Bill könnten bei der Spczialdebatte verändert werden. Die zweite Lesung wird darauf e i n st i m m i g angenommen.— In Belfast randaliren die Ulsterpatrioten, es kam zu Schlägereien. Auch in England demonstriren sie gegen das verhaßte Homcrule.— Auf dem katholischen Kongrest in Toulouse hat der bekannte katholische Sozialpohtiker Graf d e M u n, Mitglied der Depulirtenkammer, eine Rede gehalten, woraus wir folgendes miltheilen: „Die große Älngelegenheit des Augenblicks ist der Sozia- lismus. Es giebt zwei Arten, den Kampf in dieser Hinsicht aufzufassen: die Verbindung mit den Kapitalisten und die Ver- bindnng mit dem Volke. Ich bin für die Verbindung mit dem Volke. Der Anschluß an das Judenthum und an die hohe Bank würde den Triumph eines Sozialismus vorbereiten, dessen Ausschreitungen sich nicht vorhersehen lassen. Auf die Gefahr hin, der Ucbertreibung beschuldigt zu werden, sage ich: Nicht das Kapital muß man beschützen, sondern die Arbeit. Wir dürfen nicht zu dem Glauben verleiten, die Kirch« sei ein Gendarm im Pricslergewand, der sich im bloßen Interesse des Kapitals dem Volke entgegenstellte. Im Gegenthcil müssen wir die Ueberzeugung erwecken, daß die Kirche in, Interesse und für die Bertheidigung der Schwachen handelt. Wenn das Volk dessen inne wird, und wenn es davon durchdrungen ist, daß die Kirche nicht für den Aeichthum geschaffen worden, dann werden wir dem Erfolge nahe sein, und der Gedanke des heil. Vaters wird sich verwtrklichr haben.„Wiederholen Sie das," sagte er mir;„sprechen Sie oft von der sozialen Thätig- keit der Kirche l"" Stärker als der gute Wille ideologischer Eingänger der feudal-großbürgerlichen Schichten ist d-.e Macht der wirth- schaftlichen Entwickelung. Nicht die Kirche, nicht das Wohl- wollen guter Leute und schlechter Musikanten, der zielbewußte Freiheitskamps, den die Arbeiterklasse durchficht, wird allein sie befreien. Welcher deutsche Zentrumsmann aber hätte den Muth, so zu sprechen wie der ehemalige französische Kavallerieoffizier Gras de Mun?— Der Generalrath der belgischen Arbeiterpartei hat eine Aufforderung an die Arbeiter erlassen, am I.Mai eine Kundgebung zu gunsten des Achtstundentages und der Amncstirung der anläßlich der letzten Aus- stände B e r u r t h e i l t e n zu veranstalten.— Schwedisches. Die zweite Kammer nahmein- stimmig den Autrag des Bewilligungs-Ausschnsses an, daß bei der Veranlagung der Vermögens- und Einkommensteuer die obligatorische Selbstcinschätzung stattfinden solle; die erste Kammer lehnte diesen Antrag ab. Beide Kam- mern beschlossen, die Regierung um die Bearbeitung und Vorlage einer A r b e i t e r st a t i st i k zu ersuchen.— Psiefeinatlmtftfcu. Gegen die Militärvorlage sind weiter Bersainmlüngen abgehalten worden in G ü l z o w'(Ref. S t e i n f a t t- Hamburg), Cöthen(Ref. Mittag- Halle), B n ch h o l z(Rest 5k l ü ß- Kiel), H e m m e(Ref. S t r ö b e l- Kiel), Binzen bei Lörrach (Ref. Helms), St a u e n(Ref. Bruns- Berlin.) •* Maifeier. In Elsterberg i. V. und in B o t h n a n g (Württemberg) wird die Maifeier am 30. April abgehalten; in L a n d s h u t i. B. am 7. Mai. Die Arbeiter C ö t h e n s feiern das Fest durch einen Ausflug: abends ist eine Versamm- lung. Die r e n ß i sch e n Parteigenossen halten am Abend des 1. Mai Versammlungen mit geselliger Unterhaltung ab in Gera, Leumnitz, Tinz, Rubitz, Langenberg, Debschwitz, Triebes und Schleiz; am 7. Mai findet für das reußische Unterland eine ge- meinsame Feier in Leumnitz statt. In O f f e n b u r g i. B. ist am Abend des 1. Mai Versammlung, am 7. Mai ein Fest; des- gleichen in Rathenow. In K a s s e l finden am 1. Mai zwei Versammlungen statt, am 7. Mai wird ein Fest abgehalten. Der Festzug ist polizeilich untersagt, es wurde Beschwerde dagegen eingereicht. Der Stadtrath in P i r m a s e n s, der in lokalen Dingen doch am besten Bescheid wissen muß, hat den Maifest- zug genehimgt, daß Bezirksamt verbot ihn, aus„höherer" Weis- heit, weil er„als gefahrdrohend für die öffentliche Sicherheit zu erachten" sei. Der Breslauer Polizeipräsident hat den Fest. zug ebenfalls nicht genehmigt, obwohl in dem Gesuche u. a. darauf hingewiesen war, daß voriges Jahr einem Gesangverein und den schlesischen Schützcngilden die Erlaubniß zu Umzügen in Breslau anstandslos erlheill worden war. Aus Erfurt wird der„Magdeburger Zeitung" geschrieben, die dortige Schützengilde sei gegen den Wirth des Schützen- Hauses klagbar geworden, weil er ihr Verlangen nicht erfüllt, den Arbeitern Erfurts sein Lokal zur Maifeier zu verweigern, das er ihnen bereits zur Verfügung gestellt hat. Da die Erfurter Schützengilde noch nicht weltberühmt ist, so sei ihr zu dieser Ehre durch Mitlheilung ihres Schwabenstreichs hiermit ver- Holsen. Die Arbeiter der Firma Johann Göbels Söhne in Mährisch-Neustadt erklären sich solidarisch mit den Ar- beilern aller Länder und werden den 1. Mai 1833 durch voll- ständige Arbeitsrnhe feiern. Der Generalrath der belgischen Arbeiterpartei hat eine Aufforderung an die Arbeiter erlassen, am 1. Mai eine Kundgebung zu gunsten des Achtstundentages und der Am- nestirüng der anläßlich der letzten Streiks Verurtheilten zu ver- anstalten. Die Pariser Sozialisten der sogen. Guesdistischen (Marx'schen) Richtung hoben beschlossen, zum 1. Mai folgenden Anfrus anschlagen zu lassen:„Kameraden! Der Achtstundentag, den die Proletarier Europas und Amerikas fordern, bedeutet Platz in der Werkstatt für diejenigen, die jetzt ohne Arbeit und Brot sind. Er bedeutet Lohnerhöhung, freie Zeit zum Unter- richten und zum Arbeiten an der sozialen Befreiung. Die Ab- fchaffnng der Stellenvermittelung wahrt die Würde des Arbeiters und setzt der schlimmsten Ausbeutung ein Ziel. Alle Arbeiter, welche diese beiden Verbesserungen der der Geldkaste mehr als je verschriebenen Republik aufdrängen wollen, werden an der internationalen Kundgebung des Proletariats der ganzen Welt sich betheiligen. Die leerstehenden Werkstätten am 1. Mai werden der Geldkaste beweisen, daß die Arbeit alles ist, alles schafft und ohne sie kein soziales Leben möglich ist. Ihr werdet alle und alle am 1. Mai feiern und mit denen sein, die der sogenannten National- Vertretung im Palais Bourbon bedeuten wer- den. Eure Forderungen zu gewähren oder im Oktober durch die rächenden Wahlzettel des enttäuschten Frankreichs der Arbeiter hinweggefegt zu werden. Die Pariser Arbeiter- Abgesandten haben also Euren Willen aufgesetzt: Das Abgeordnetenhaus, dessen Vollmacht in wenigen Monaten erlischt, wird aufgefordert, vorher zu genehmigen:„Achtstundentag, Ab- schoffung der gewerblichen Stellenvermittelung, die als soziales Amt allein den Fachvereinen der Arbeiter zusteht." Vorwärts denn, für Euch, Eure Familien, für die Arbeiterwell, welche ihre Augen aus Euch richtet und von Eurer Thatkrast den Beginn ihrer Befreiung erwartet!" Von heiterem Interesse in �der Maifeier-Angelegenheit ist die Stellungnahme der„Unabhängigen", „A n a r ch i st e n" oder der sonstigen„schneidigen" Leute, die sich zu diesen Parteiformationen bekennen. Wären sie die ton- sequenten Männer der That, für die sie sich ausgeben, so müßten sie selber das Opfer riskiren, am 1. Mai nicht zu arbeiten. Aber die Leute, die die sozialdemokratischen„Führer" speziell deshalb mit für„korrupt" erklären, weil diese die Unausführbarkeil einer allgemeinen Arbeitsrnhe erkannt haben, sie selber hüten sich, ihre Haut zu Markte zu tragen, was sie dem deutschen Arbeiter in einer zur Zeit so aussichtslose» Sache so frivol zumuthen. /Die den„Unabhängigen" und„Anarchisten" gewiß freundlicher als der Sozialdemokratie gesinnte Berliner„Volks-Zeituna" brachte hierfür in folgender Lokalnotiz einen amüsanten Beleg. Sie schrieb am 26. April:„Die„Unabhängigen" diskntirten gestern Abend in zwei Versammlungen in der Norddeutschen Brauerei und im Atärkischen Hof, Admiralstraße, abermals über den ersten Mai. Ueberall klang die Klage durch, daß man gegen das Kapital machtlos sei; man überlasse es daher jedem, ebenso wie die Sozialdemokraten es thu», ob er feiern wolle. „Anarchist" Kühn stellt den Antrag, Listen zirkuliren zu lassen, in welchen sich alle Anwesenden verpflichten sollten, am 1. Mai zu seiern. Er fand mit diesem Antrage aber heftigen Widerspruch, da eine Zwangsinaßreget dem„Anarchismus" widerspreche. Es zeichneten sich nur wenige Personen ein. Der Vorsitzende Eugen Ernst gab noch bekannt, daß das seitens der „Unabhängigen" am 1. Mai Abends bei Buggenhagen geplante Vergnügen„wegen polizeilicher Dazwischenkunst" nicht stattfinden könne." Was das für eine„polizeiliche Dazwischenkunfi" sein soll, warum verschwieg man das? Jedenfalls beweist die Maifeierei der„Unabhängigen", daß sie sicherlich den größten Mund haben, aber auch nicht das mindeste dahinter steckt. Die„Unabhängigen" haben auch in Braunschweig. wo einer ihrer Berliner Redner am Sonntag sein gewöhnliches Blech sprach, vollständig Fiasko gemacht. Die von ihnen em- berufene, von etwa 300 Personen besuchte Versammlung nahm mit allen gegen ein Dutzend Stimmen eine Resolution an, worin die Taktik der sozialdemolratischen Partei für die richtige erklärt und das Verhalten der„Unabhängigen" als arbeiterfeindlich bezeichnet wird. Das Benehmen der„unabhängigen" Gentlemen war über die Maßen ungebührlich. Reichstags-Kandidatur. Für den badischen Wahlkreis Heidelberg ist Dr. R ü d t als Kandidat ausgestellt. Der Zweifel au der moralische» Integrität des Eigen- thumS ist in Sachse n bereits st a a t s g e f ä h r l i ch. In Glauchau löste die heilige Hermandad, vSxtreten durch den Stadtrarh Hinkelmann, deshalb eine öffentliche Parteiversamm- lung ans. Der Referent G o l d st e i n sprach über das Wucher- gesetz und dessen voraussichtliche Wirkungslosigkeit. Das„Sachs, Volksblatt" berichtet hierüber:„Schon die Einleitung zum Thema. daß der'' Wucher gleichzeitig mit dem Privateigenthum aufgetreten und der Wucher bei den Griechen und Römern schon stark im Schwünge gewesen sei, schien unserm überwachenden Stadtrath Hinkelmann nicht zu gefallen. Als der Redner aber dann ans die Neuzeit kam und bemerkte, daß eigentlich jede Prellerei zum Eigenlhum in Beziehung stehe, entzog ihm der Stadtrath das Wort. Auf des Referenten Bemerkung, daß er nur ein Wvrt Franklins zitire, äußerte der Usberwachende:„Sie haben die Prellerei in Beziehung zum Eigenlhum gebracht." Als Goldstein feine Bemerkung wiederbolte, löste Herr Hinkelmann auf. Eine Kritik seiner polizeilichen Anordnung dulde er nicht." Der Mann gebort auf einen andern Platz. Er müßte Reichskanzler sein. Welch eine Lust wäre es, unter seiner Aegide als Redner, Schriftsteller oder Thealerdirektor zu leben. Sozialdemokratische Presse. Die Parteigenossen in Leopoldshall- Staßfurt geben vom 1. Mai ab ein neues Blatt, die„Stabs urter Volkszeitung" heraus, das vorläufig dreimal wöchentlich erscheint und in Dessau in der Druckerei des„Volksblatts für Anhalt" �hergestellt wird. Maifest-Literatur.„W a1> r e r Jakob", Stuttgart, und „Postillon", München, haben in ihrer Mai-Nummer Vor- zügliches geboten. Der„Wahre Jakob" ist insbesondere wegen der wunderschönen Illustrationen zu loben, während der „Postillon" vornehmlich durch den textlichen Inhalt sich aus- zeichnet. � � Polizeiliches, Gerichtliches te, — Der Redakteur Löske von der Magdeburger „Volksstimme" hat im dortigen Gefängniß eine 14-tägige Strafe angetreten. — Wegen Beleidigung des Staatssekretärs Dr. von Stephan in der Angelegenheit der Cholera- Sammlungen wurde der Redakteur des„B o l k s b l a t t s für Hall e", Richard I l l g e, zu 50 Mk. Geldstrafe verurtheilt. Der Staatsanwalt hatte zwei Monate Gesängniß beantragt. Der Gerichtshof hielt in dem Artikel, der dem„Vorwärts" entnommen war, nur einfache Be- leidigung für vorliegend. — Der Redakteur Paul S ch o e p s aus Dessau hatte in Roßlau am 26. Februar eine Versammlung eröffnet; sofort darauf protestirte der überwachende Beamte gegen die Abhaltung, da von der Zerbster Kreisdirektion noch keme Bescheinigung über die Anmeldung der Versaunnlung zur Stelle ivar. Gegen Schoeps wurde eine Anklage wegen Uebertrelung des Vereinsgesetzes er- hoben. Das Schöffengericht in Roßlau hat jedoch auf Frei- sprechung erkannt. — Otto Zielowski, Redakteur des Offenburger „V o l k s f r e u» d s", verließ am 23. April das dortige Gefängniß, wo er seit 20. Februar wegen Preßvergehen internirl war. Gegen das Erkenntniß, das ihn wegen Majestätsbeleidigung zu 6 Monaten Gefängniß vernrtbeilte, hat er Revision beim Reichsgericht«in- gelegt, hoffentlich mit Erfolg. Sozisle UeverNcklki Aufruf an die Schneider und Schnetderiuueu! Das Kulturfest der Arbeit, der erste Mai naht heran; überall röstet sich die Arbeiterschaft, diesen Tag würdig zu feiern. Die letzte öffentliche Versammlung unseres Gewerbes beschloß einstimmig, daß am Vormittag des 1. Mai eine Versammlung stattzufinden hat mit einem der Bedeutung des Tages entsprechen- den Vortrag. Wir aeben Euch hierdurch bekannt, daß diese Versammlung am 1. Mai, Vormittags 10 Uhr, in der Berliner Ressource, Kommandantenstr. 57, stattfindet. Sorgt überall, so weit es Euch möglich, für rege Betheiligung. Nach der Versammlung treffen wir uns in der Hasenhaide, Fichtestr. 29, bei Krösche, um dort einige Stunden gemeinsam zu verweilen. Am Abend schließen wir uns den von der Partei arrangirten Festen der einzelnen Wahlkreise an. Auf zur Maifeier! Die Agitationskommission der Schneider und Schneiderinnen Berlin?. An die Maler, Lackirev und Anstreicher Berlins! Kollegen l Nachdem eine imposante Versammlung der Maler, Lackirer und Anstreicher sich für die Nothwendigkeit der Erringnng des Achtstundentages ausgesprochen, richten wir an Euch Alle die nochmalige Aufforderung, un? in diesem Kamps« nach Möglich- keit zu unterstützen. Es gilt vornehmlich die unS noch indifferent gegenüber stehenden Kollegen zum Besuch unserer Versammlungen und zur Theilnahme an unseren Sammlungen zu veranlassen. Auf diesem Gebiete eröffnet sich für jeden ein weites Feld der Thätigkeit, und nur durch unermüdliches Zusammenraffen unserer Kräfte wird es möglich sein, unsere Forderungen zu verwirklichen. Laut Beschluß der öffentlichen Malerversammlung voni 24. April wird zur Beschaffung der nöthigen Geld- mittel eine Wochenmarke von 50 Pf. eingeführt. Zur Eni- nähme dieses Materials sowie zum Vertrieb desselben werden die Kollegen ausgeiordert, überall Werkstatt-Delegirte zu wählen. Die Ausgabe der Karten und Marken erfolgt vom 23. April ab an Werktagen von 8—10 Uhr und Sonnlag Vormittags von 10—12 Uhr bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44. Jeder Kollege hat sich zu betheiligen. Die Werkstattdelegirten ersuchen wir, jeden Sonntag abzurechnen. Als Mai-Marke werden wir in diesem Jahre eine 25 Pf.-Marke ausgeben, woraus wir besonders ausmerksam machen. Auf Beschluß der letzten öffentlichen Ver- sammlung findet am Vormittage des 1. Mai eine öffentliche ivialerversammlung statt und zwar in dem Lokale„Arniinhallen", Kommandantenstr. 20. Slgitatwn für den fleißigen Besuch dieser Versammlung ist angesichts unserer diesjährigen Bewegung doppelt Pflicht der Kollegen. Alle unsere Bewegung betreffenden Zuschriften, sowie Klagen und Mittheilungen über die Vorkomm- nisse in den Werkstätten ersuchen wir an den unterzerchueten Vorsitzenden senden zu wollen. Im Auftrage der Lohnkominffsion V. Buht, Johannisthal bei Berlin, Kaiser Wilhelmstr. 4. AuS Thorn wird der„Voss. Ztg." geschrieben, der Aus- stand der Erdarbeiter unterbreche die Arbeiten der Kanalisations- und Wasserleitungs-Anlage in nnangenehmer Weise. Die Leute verlangen einen Tagelohn von 2 M. bei elf- stündiger Arbeitszeil. Bisher erhielten sie 1,60 bis 1.80, jüngere Burschen und alte schwache Leute 1,40 M. Zwei Mark bei elf- stündiger Arbeitszeit macht stündlich noch nicht einmal 19 Pf., und das ist den Unternehmern zu viel! Welcher von ihnen würde denn für einen noch niedrigeren Hungerlohn arbeiten wollen? Ganz gewiß keiner, dem armen Erdarbeiter aber wird's natürlich zugemulhet. Zur Richtigstellung. Durch eine Verwechselung ist in der aus Anlaß des Berliner Schimderstreiks stattgefunden Volksversammlung erklärt, bei dem„feinen Reißner" existire eine Werkstattzßfür deren;Be>iutzung pro Woche jeder 3 Mark Platzgeld zahlen müsse. Dieses bezieht sich jedoch nicht auf den„feinen Reißner", sondern auf die Firma Bandsburger, Friedrichstraße. Dieses zur Richtigstellung. Die Agitationskommission der Echneider und Schneiderinnen Berlins. Für den Inhalt der Jujerate über nimmt die Redaktion dem Vublikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Circus Renz. Kranken- und Sterbekasse ( Karlstraße.) Donnerstag, den 27. April, Abends 74 Uhr: der Berliner Hausdiener. ( G. H. 61.) Am 25. April verstarb das Mitglied Georg Grützner Lungenkatarrh. Die Beerdigung Nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, findet am Freitag, den 28. April cr., Mittelstraße 45, nach dem Dorotheen städtischen Kirchhof in d. Liesenstraße statt. Auf vielseitig. Verlangen: E Wiederholung der Gala- Sport- an Vorstellung vom 22. April. Aus dem Programm besonders her vorzuheben: Springschule mit dem Schulpferde Camelliard, ger. v. Fräul. Oceana Renz. Maïstoso, in der hohen Schule geritten von Fräulein Oceana Renz. Mr. James Fillis mit Donnerstag, den 27. April. Opernhaus. Die Walküre. Neues Theater. Gastrecht. Meister Gert Westfaler. Die wachsame dem Schulpferd Germinal. Schildwache. Die ehrlich Bäckin Edith als Jockey 2c. mit ihren drei vermeinten Liebsten. Deutsches Theater. Das Winter= märchen. Berliner Theater. Ein Tropfen Gift. Leffing- Theater. Brave Leut' vom Grund. Champignol. Wallner- Theater. Die Drientreise. Kroll's Theater. Silvana. Die beiden Residenz Theater. Adolph Ernst- Theater. Goldlotte. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Mam'zelle Nitouche. Thomas Theater. Der Herzogs müller. Viktoria Theater. Die Reise um die Welt in achtzig Tagen. National Theater. Die Konfettioneuse. Alexanderplat- Theater. Zimmermann's Lene. Zum Schluß: Die lustigen Heidelberger. Miss Große Ausstattungs- Pantomime. Neue Ausstattung. Morgen, Freitag, Abends 74/4 Uhr: Große Vorstellung. Sonntag: Zwei große Vorftellungen, um 4 Uhr( 1 Kind unter 10 Jahren frei) und um 7/2 Uhr. Abschieds- Vorstellung am 2. Mai. 3588b Der Vorstand. Allen Freunden und Genossen zur Nachricht, daß meine liebe Frau am 25. d. Mts. fanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet am Freitag, Nachm. 21/2 Uhr, von der Leichenhalle des neuen Lichtenberger Kirchhofs aus statt. Friedrichsberg, den- 26. April 1893. Die trauernden Hinterbliebenen: Emil Heinecke 3573b nebst Mutter und Geschwistern. Todes- Anzeige. Den Mitgliedern des Verlags- Buchhandlung des Vorwärts". Berliner Volksblatt. Berlin S.W., Beuthstraße 2. Folgende Erscheinungen unserer Literatur tönnen wir unseren Parteigenossen für den bevorstehenden bestens empfehlen: 1. Mai Der Arbeiterldjuh besonders die internationale Arbeiterschuh- Gesetzgebung und der Achtstundentag. Bon Karl Kautsky. Zweite Auflage. 60 Seiten.- Preis cleg. geheftet 20 Pfennige. Die Broschüre ist zur Massenagitation besonders geeignet. Sie ent hält eine gedrängte Darstellung über den Stand der Arbeiterschuh- GesezBillet- Vorverkauf an der Zirkustaffe Vereins 3. Wahrg.d. Interessen gebung in den modernen Induſtrieländern. u. beim Invalidendant", Markgrafenstraße 51a. Fr. Renz, Direktor. Etablissement MoritzBuggenhagen. Plaz. Morit Play. Täglich: Instrumental- Konzert. Großer Frühstücks- u. MittagsWinter- Garten. Spezialitäten- Bortifd. Spezial- Ausschank von Patenftellung. hofer Lagerbier, hell und dunkel. Apollo Theater. Spezialitäten An Sonn- und Festtagen Vorstellung. findet das Konzert in den oberen Sälen statt. Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Zum 26. Male: Goldlotte. Gesangsposse in 3 Aften v. Ed. Jacobson und W. Mannstädt. Couplets theilweise v. G. Görss. Mufit von G. Steffens. In Szene ge fett von Adolph Ernst. Anf. 2 Uhr. Morgen: Diefelbe Vorstellung. Der Sommer- Garten ist geöffnet. E American- Theater. Anfang 8 Uhr: Der Dussel ( Nulpus) Parodistisch- realistischer Borgang in der Dachlammer, frei nach Jbsen und Tolstoi von Oscar Wagner. ( Klemm Ede.. Martin Bendix.) B Alfred Bender in seinem neuesten Originalvortrag Der Volksmund in Berlin. Instrumentalist Deller. Unser Helgoland. Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Pf. Säle für Bersammlungen, Kommerje, Festlichkeiten 2c. Rheinländischer Tunnel genannt: Die fidele Nagelkiste. Berlin N, Elsasserstrasse 73. Neu! Neu! Die Möbel- Polonaise! 4070L* oder: Weber hat'n Keber, an de Lunge, an de Zunge, an de Leber! Vorträge der berühmt. Gesangvereine ,, Halbe Lunge" und ,, Keuchhusten". " Vorzügliches Lagerbier der Schöneberger Schloßbrauerei" à Seidel 10 Pfennige. H. Schultze( mit'n). ( Notiz: Mang uns mang is feener nich mang, der nich mang uns mang jehört.) der Gast- u. Schankwirthe Berlins und Umgegend zur Nachricht, daß die Frau des Kollegen Heinecke in Friedrichsberg, Friedrich Carlstr. 11, am 25. d. Mts. verstorben ist. Die Beerdigung findet am Freitag, den 28. April, Nachni. 22 Uhr, von der Leichenhalle des neuen Lichtenberger Kirchhofs in Lichtenberg aus statt. Um recht zahlreiche Betheiligung bittet 162/11 Der Vorstand. J. A.: Lorenz. Danksagung. Für die überaus reichen Beweise herzlicher Theilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes, des Schlossers Wilhelm Zehe, sage ich allen Freunden und Bekannten, besonders den Genossen des VI. Wahlkreises, meinen tief3576b gefühltesten Dank. Die trauernde Wittwe nebst Kindern und Geschwistern. Verkäufer und Händler grosser Verdienst! Maifest- Album. 10 Pf.- Artikel, rafdjer Umfah. 5 Pf. Rabatt per Stück. Kauft Jedermann! Zu haben bei 40928* A. Hübner, Wilhelmstr. 134. Die kleinsten Posten werden abgegeben. Nach Auswärts nicht unt. 50 St. Gewerbe- und Industrie- Ausstell. Bringe den Genoſſen mein neues im Equitable- Gebäude. Lokal bei Begräbnissen, Ausflügen 2c. in empfehlende Erinnerung. Garten mit 2 Kegelbahnen sieht zur Ver40752* Eingang an der Leipziger- nahe Friedrichstraße. 4021L* fügung. Ein Klubzimmer habe noch zu Grosse Schaustellung von hervorvergeben. C. Schmidt, Rixdorf, Hermannstr. 23, früher in Torgelow in Pommern. Vereinszimmer sof. 3. vergeben bei Gräf, Stephanstraße 47. 3590b ragenden Erzeugnissen des Gewerbes und der Industrie. Eintritt 25 Pf. Geöffnet v.9 Uhr früh bis 8 Uhr Abends Castan's Freie Vereinig. der Graveure und Ciseleure Panopticum. Große Ausstellung. Akka- Zwerginnen. Neue Illusion: Lotosblume. Andere Jllusionen. Fantoche- Theater. Castan's Irrgarten. Schreckenskammer. Berlins und Umgegend. Bur Frier des 10 jährigen Stiftungsfeftes E am Sonnabend, den 29. April, in Schmiedel's Festfälen, Alte Jakobstraße Nr. 32: Konzert, Gesang und Theater. Zur Aufführung gelangt: ,, Die Bismarckspende". Unter anderem Auftreten des beliebten Komiters Otto Köppel and des Gesangshumoristen Emil Linde. Festrede, gehalten vom Genossen Roland. Nachdem: Tanz- Kränzchen. Anfang 8 Uhr. Entree 25 Pfennig. Billets sind bei den Kollegen G. Kleist, Waldemarstraße 48, und Das Comitee. Passage- P. Barth, Simeonstraße 2, zu haben. Panopticum. Jm Theater- Saal: Neu! Lebende Bilder. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Neu! Die lustige Neu! Schwiegermutter. Komische Pantomime mit Ballet in 1 Aft. Ausgeführt v. d. PantomimenGesellschaft Diovanie, sowie Auftreten von 12 f. Berlin neuen Spezialitäten. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Entree 50 Pf. * Dr. Hoesch, homöopath. Arzt. Linienftr. 149. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10. 167/18 Verein der Berl. Buchdrucker und Schriftgiesser. Die zu Mittwoch, den 26. d. M., Abends angekündigte Vereinsversamm lung findet eingetretener Hindernisse halber erst ſtatt. heute, Donnerstag, den 27. April, Abends 9 Uhr, des Der Vorstand. 283/5 Große öffentliche Vereinsversammlung Arbeiter- Bildungs- Vereins für Schöneberg und Umgegend 108/7 Donnerstag, den 27. d. M., Abends 8 Uhr, im Saale der Schloss- Brauerei zu Schöneberg. Tages- Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Der Vorstand. 95/18 Der Maifeier wegen ruht am Montag, den 1. Mai, unser Betrieb. Die geehrte Rundschaft ersuchen wir, den resp. Bedarf gefl. vorher zu decken. Der Kampf um den Achtstundentag Festschrift zum 1. Mai. 16 Seiten. Preis 10 Pfennige. E Die Arbeiterschuh- Gesetzgebung und ihre internationale Regelung. Bon Paul Ernst- Berlin. 36 Seiten. Preis 15 Pfennige. Die Verkürzung der täglichen Arbeitszeit. Ihre Ursachen, Wirkungen und folgen. Urtheile von Geschäftsleuten. Erfahrungen und Populäre Darstellung von Rudolf Morf, DE Adjunkt des Schweizerischen Arbeiterfefretariats. 32 Seiten. Elegant geheftet.-20 Pfennige. Für den Achtstundentag. Ein Beitrag zur Geschichte der Arbeitszeit. Bon Dionys Zinner. # 48 Seiten. Preis geheftet 25 Pfennig. DE Raketen und Leuchtkugein, geschleudert in der Nacht des Sozialistengesetzes. Bon S. Kokosky. Gine Festgabe zum 1. Mai. I 46 Seiten. Preis 20 Pfennige. Hochfluth. Sozialistische Zeitgedichte. Eine Gabe zum 1. Mai. 10 40 Seiten elegant geheftet. Preis 20 Pfennige. E Trutznachtigall. Von Karl Henckell. ( Inhalt: Glühende Gipfel. Maifestspiel. Gründeutschland.) 112 Seiten. Elegant geheftet 1,50 M., fein gebunden 2 M. Gelegenheitsgedichte und Prologe für Arbeiterfeste. Mit einem Anhang: Winke für Redner. Den deutschen Arbeitern gewidmet von Manfred Wittich. 96 Seiten. Eleg. Ausstattung. Preis 75 Pfg. Ferner folgende Theaterstücke: Der 1. Mai. Ein Zeitbild in 3 Abtheilungen von Heinr. Friedrich. Preis geheftet 40 Pfg.( 11 Rollen erforderlich.) Die Arbeitervereine haben doch eine Zukunft! Soziales Bild in 3 Abtheilungen von Heinrich Friedrich. Preis geheftet 30 Pfg.( Zur Aufführung 12 Rollen nöthig.) Zu beziehen durch die Expedition des Vorwärts", Berlin SW., Beuthstr. 3, sowie durch alle Kolporteure und Zeitungsspediteure. Wiederverkäufern Rabatt. Bei Aufträgen von Außerhalb ersuchen wir höflichst um gleichzeitige Einsendung des dafür entfallenden Betrages.( Porto extra). Echter Langensalza'er Rautabak Der Detailverkauf in den Filialen findet bis Mittags 1 Uhr statt. 31062 Genossenschafts- Bäckerei für Berlin und Umgegend. ( Eing. Genossenschaft mit beschr. Haftpflicht.) Der Vorstand: Frey fag. Freyfag. Grashold. von Gebrüder Adler. Zu haben in den meisten Tabathandlungen Berlins und Umgegend. Cigarren Engroßlager in den Preislagen von M. 25,- bis M. 100, Haupt- Niederlage: Jüdenstrasse 20. Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Gierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 98. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 83. Sigung vom 26. April 1893. 1 Uhr. Am Bundesrathstische: v. Bötticher, v. Malzahn. Dem Reichstage ist ein Nachtragsetat für 1893/94 zugegangen, welcher im Ganzen 1468 000 m. verlangt. Es entfallen davon 50 400 M. dauernde Ausgaben infolge der Erhebung der deutschen Gesandtschaft bei der nordamerikanischen Union in Washington zur Botschaft, 817 600 M. zum Ankauf und zur Einrichtung eines Botschaftsgebäudes in Madrid auf dem Paseo de la Castellana, 600 000 m. als weitere Kosten für die Betheiligung des Reichs an der Weltausstellung in Chicago. Ohne Debatte wird der Nachtragsetat an die Budgettom mission verwiesen. Darauf erstattet Abg. Schneider- Hamm namens der Geschäftsordnungs- Kommission Bericht über die Verhandlung des Antrages Stadthagen auf Ertheilung der Ermächtigung zur ftrafrechtlichen Verfolgung gegen ihn. Die Kommission hat sich von der Berechtigung des Verlangens des Abg. Stadthagen überzeugt und empfiehlt dem Hause einstimmig die Annahme des Antrages. Donnerstag, den 27. April 1893. 10. Jahrg. gestellt habe, weil sie dies bei der Geschäftslage des Hauses für überflüssig halte. Sollte es wider Erivarten noch zu einer zweiten Lesung kommen, so würde sie sofort den Antrag auf kommissarische Berathung stellen. Abg. Rintelen empfiehlt in einem kurzen Schlußwort nochmals die Annahme des Antrages. Damit ist die erste Lesung erledigt. erhoben und von der Oberstaatsanwaltschaft am 23. Februar die Antwort erhalten, daß ich die Genehmigung des Reichstages zu meiner Strafverfolgung selbst erwirken solle. Hierauf habe ich mich an den Justizminister gewendet, der hat mir aber keine Antwort gegeben, sondern die Sache dem Oberstaatsanwalt überwiesen. Dieser erließ einen Bescheid vom 25. März, der mir am 4. April zugegangen ist. Es folgt die erste Berathung des von den Abgg. Barth Letter Gegenstand ist die erste Lesung des von dem Abg. und Genossen und Gröber und Genossen eingebrachten Gesetz- Bieschel beantragten Geſetzentwurfs betr. Aufführung der entwuris, betr. Abänderung des Wahlgesetzes für den justifizirenden Kabinetsordres in den Bemerkungen des RechDeutschen Reichstag vom 31. Mai 1869. nungshofes des Deutschen Reiches zu den allgemeinen Rechnungen Der Gesezentwurf bezweckt die größere Erleichterung der über den Reichs- Haushalt. Ausübung des Wahlrechts und die Herbeiführung eines wirk- Die Berathung wird auf Antrag des Abg. v. Marquardfameren Schutzes des Wahlgeheimnisses. Gewicht und Größe der sen, der mittheilt, daß der Antragsteller wegen schwerer Stimmzettel soll vom Bundesrath bestimmt werden, die Abgabe Erkrankung seines Sohnes in feiner Heimath zurückder Stimmzettel soll in amtlichen Kouverts geschehen und die gehalten wird, von der Tagesordnung abgefeßt, nachdem auch ungehinderte und unbeobachtete Beförderung des Stimmzettels die Abgg. Letocha und Rickert sich dafür ausgesprochen haben. in das Kouvert durch besondere Vorrichtungen im Wahlzimmer ermöglicht. werden. Die Wahlzeit soll bis 7 Uhr Abends verlängert werden. " 1 Präsident von Levezow theilt mit, daß der Alterspräsident des Hauses, Abg. von Tettau( df.), Vertreter für 5. Königs berg, geboren 1810, heute Mittag 1 Uhr an den Folgen einer Lungenentzündung im Augustahospital verstorben ist. Zur friedlichen Lösung der sozialen Frage " Abg. Barth( dfr.): Unser Antrag und ein gleichartiger des Zentrums hat schon in der vorigen Session vorgelegen und ist Der Präsident widmet ihm warme Worte des Nachrufs. tommissarisch berathen worden. Was wir dem Reichstage zu Das Haus chrt das Andenken an den Verstorbenen durch ErAbg. Singer( Soz.): Seitens des Justizministers v. Schel- Anfang der laufenden Session eingereicht haben, sind die unver- heben von den Sigen. Morgen um 1 Uhr wird für ihn in der ling ist unter dem 24. April d. I. an den Abg. Stadthagen änderten Beschlüsse jener Kommission, deren Arbeit im Plenum Kirche des Augustahospitals eine Leichenfeier stattfinden. ein Schreiben ergangen, in welchem er benachrichtigt wird, daß auf nicht mehr zur Verhandlung kam. Da das Zentrum eben- Schluß gegen 3 Uhr. Nächste Sigung Donnerstag feine am 7. b. M. bei dem Herrn Minister eingegangene Be- falls diese Beschlüsse zum Gegenstande seines neuen An- 2 Uhr.( Dritte Lesung der Vorlagen betr. Geltung des Gerichtsschwerde über die Verfügung des Herrn Oberstaatsanwalts vom trages gemacht hat, wird e3 überhaupt nicht mehr verfassungs Gesetzes in Helgoland, betr. die Spionage und den 25. März d. J. nach Einsicht des erforderten Berichts der be- nöthig sein, nochmals Kommissionsberathung erfolgen zu lassen, Wucher. Zweite Lesung des Gesezentwurfes wegen der Abtreffende Herr Staatsanwalt angewiefen ist, von dem in seiner da eine Mehrheit für diese Beschlüsse schon vorhanden ist. zahlungsgeschäfte.) Verfügung vom 13. Januar hervorgehobenen Standpunkte, daß Ich erinnere daher nur furz nochmals an die Veranlassung dieser die Genehmigung des Reichstages zur Einleitung der strafrecht- Anträge, die zahlreichen schweren Wahlbeeinflussungen, welche lichen Verfolgung erforderlich sei, abzusehen und sich alsbald der das geheime Wahlrecht illusorisch machen und an die zunehmende materiellen Prüfung des Antrages des Abg. Stadthagen zu unter- Verbreitung, welche das vorgeschlagene anderweite System in ziehen. Nach meiner Meinung wird an der Sachlage durch dieses anderen Ländern gefunden hat. Ueberall dort, in Auſtralien wie Schreiben nichts geändert. Ich lege Werth darauf, festzustellen, in einer großen Zahl von Staaten der Union sind die beklagten daß dieses Schreiben erst ergangen ist, nachdem hier im Reichs- Mißbräuche durch dieses sogenannte belgische System beseitigt tag und in der Kommission über diesen Fall verhandelt worden worden. Der abgeschloffene Raum, den wir nach dem Muñer ist, während der Herr Justizminister Veranlassung hatte, schon von Belgien und England für die Kouvertirung des Stinimizettels will nach den Schlußworten ihres Vorsitzenden wieder einmal die Konvorher auf die wiederholten Eingaben des Abg. Stadthagen zu anstrebten, ist der Kommission zwar auch als die beste Lösung ferenz der Zentralstelle für Arbeiter Wohl= antworten, wenn er dazu Neigung verspürte. Da der Justizminister den der Frage erschienen, man hat aber geglaubt, die Sache einfacher fahrts einrichtungen" beigetragen haben, die Freitag Staatsanwalt nur aufgefordert hat, sich der materiellen Prüfung des dadurch machen zu können, daß man eine Vorrichtung, welche und Sonnabend voriger Woche gleichzeitig mit den CholeraAntrages zu unterziehen, für uns also durch dieses Schreiben denselben Zweck erfüllt, an einem neben dem Wahltisch stehenden berathungen im Reichstage hier stattfand. Zum Dirigenten der tein Anhalt gegeben ist, daß der Staatsanwalt die Verfolgung Tisch anbringt. Die übrigen von uns oder vielmehr von der vor einiger Zeit neugeschaffenen 3entralstelle für des Abg. Stadthagen einleiten wird und der Staatsanwalt felbft vorjährigen Kommission beschlossenen Rautelen empfehlen sich wohlfahrtseinrichtungen" hat sich bekanntlich der dem Kollegen Stadthagen noch nicht die geringste Mittheilung von selbst. Außerdem wünschen wir die Beseitigung der süßliche Professor Post hinaufgeschrieben, und zwar mit ein über eine solche Absicht zu erkennen gegeben hat, so glaube ich 3werg- Wahlbezirke, die sich vielfach deshalb gebildet haben, paar Bänden, in denen er die Fürsorge" der Fabrikanten für den Antrag der Geschäftsordnungs- Kommission ebenfalls empfehlen weil eine Vorschrist über die Minimalgröße eines Wahl ihre Arbeiter preist. Unternehmervereine aus allen Gegenden zu können. Ich habe auch mich verpflichtet gehalten, dem Hause bezirkes nicht existirt. Auch diese Forderung hat die Kommission haben sich der Zentralstelle" angeschlossen, und christliche Mittheilung von diesem Schreiben zu machen, damit nicht etwa in ihrer großen Mehrheit gebilligt und diese Minimal- Jünglingsvereine dazu. In ein paar weiteren, dickleibigen und von einer Seite der Vorwurf erhoben werden könnte, es sei in grenze auf 125 Einwohner festgesetzt. Wir haben uns dieser jedes eigenen Gedankens baren Schriften der Zentralstelle hat unseren Händen Material gewesen, welches wir der Beurtheilung Normirung angeschlossen, obgleich wir früher das Minimum auf dann der Professor Post seine Limonade über die Arbeiterdes Hauses nicht unterbreitet haben. 400 Seelen festgesetzt wissen wollten. Wir empfehlen Ihnen die Wohnungsfrage und Anderes verzapft. In der vorwöchigen Staatssekretär v. Bötticher: Ich fühle mich doch veranlaßt, Annahme unseres Antrages. Im Interesse der arbeitenden Konferenz redete man über„ Hilfs- und Unterstützungsden preußischen Herrn Justizminister gegen den Vorwurf, der Klassen soll, wie die Kommission ebenfalls gut geheißen hat, die fassen für Arbeiterfamilien", sowie über Fürsorge für und Jugendliche". möglicher Weise aus den Ausführungen des Abg. Singer ab- Wahlzeit bis 7 Uhr Abends ausgedehnt werden. Alle Freunde Kinder attive Be Pensionirte und die sich nach oben angenehm machen wollen, geleitet werden fönnte, in Schuß zu nehmen. Wie der Abg. des allgemeinen gleichen direkten Wahlrechts müssen auch bedacht amte, Singer selber berichtet hat, ist der Antrag des Abgeordneten sein, alle Verbesserungen an demselben anzubringen, die über Kommerzienräthe und solche Industrielle, die noch keinen Stadthagen den Herrn Justizminister an am 7. April haupt denkbar sind. Im preußischen Landtage will man nicht Titel haben, endlich die wissenschaftlichen" Schleppengestellt worden. Der Herr Justizminister hat, wie aus einmal die bescheidensten Verbesserungen an dem elendesten träger jedes zufällig bestehenden Regimes, Schmoller, Cohn einem ebenfalls am 24. April an mich gerichteten Schreiben aller Wahlsysteme einbringen; um so mehr sind wir es den( Zürich) und Genossen bildeten das anscheinend sehr magere hervorgeht, bereits am 11. April von dem Staatsanwalt Bericht Wählern und speziell den arbeitenden Klassen schuldig, das direkte Publikum der Konferenz, des bedeutendsten Sozialpolitikers des erfordert und darauf hin seiner Meinung dahin Ausdruck gegeben, Wahlrecht immer mehr zu vervollkommnen. Deutschen Reichstags", des Professorentaplans Hiße nicht zu verdaß die Meinung der Staatsanwaltschaft, der Abg. Stadthagen Abg. Gröber( 3.) empfiehlt ebenfalls in längerer Ausführung gessen! Man hätte den Berliner Arbeitern, um ihnen ein paar müsse selber die Genehmigung des Reichstages extrahiren, nicht die Anträge, welche bie vielfach zu Tage getretenen schweren Miß heitere Stündchen zu verschaffen, das Zuhören gestatten sollen. für gerechtfertigt angesehen werden könne und daß der Ober- bräuche ausschließen und nicht nur den Arbeitern gegenüber den Ar- So hatte man sich als Erfaz ein paar loyale Wertmeister als staatsanwalt nunmehr in die materielle Prüfung des Straf- beitgebern, sondern auch den vielen unteren Beamten und von den Arbeitervertreter" bestellt. Und nun floß die sozialpolitische antrages des Abg. Stadthagen einzutreten habe. Sie werden schon Behörden abhängigen Männern den Schuß gewähren würde, auf Limonade in Strömen aus aller Munde, Gemeinplatz folgte aus dieser Folge der Daten ersehen, daß eine Versäumniß teines- welchen diese Kategorien gerade wegen ihrer materiellen Abhängigkeit auf Gemeinplay, die ältesten sozialen Kochrezepte wurden wegs auf Seite des preußischen Justizministeriums vorlag. In den größten und stärksten Anspruch hätten. Gerade in den heutigen wieder aufgewärmt, war doch die ganze Versammlung unbelastet der Sache selbst bin ich der Meinung, daß wenn der Reichstag Tagen genüge es, den Wunsch auszusprechen, daß es gelingen von jedem tieferen sozialpolitischen Wissen bis schließlich die den Antrag seiner Kommission annimmt, damit der Forderung möge, diesen Antrag noch vor den nächsten Wahlen zum Gesez+++ Sozialdemokratie auch wieder auftauchte in den Debatten des Artikels 31 der Verfassung genügt ist, daß, danach also nicht zu erheben.( Beifall.)) und den wohlgenährten Herren mehrere bittere Zugeständnisse mehr von Seiten der Staatsanwaltschaft noch ein Antrag auf Abg. Blos( Soz.): Wir haben gegen die Anträge, denen abnöthigte; daran allein merkte man, daß die Zeit und unsere Genehmigung zur strafrechtlichen Verfolgung hier eingebracht zu wir im allgemeinen zustimmen, nur den Einwand zu machen, Bewegung fortschreitet trotz allen Wohlfahrtseinrichtungen! werden braucht. Ich werde übrigens dafür Sorge tragen, daß daß darin nicht gesagt ist, der Wahltag soll auf einen Sonntag Der erste Gegenstand gestattete der Konferenz noch, vervon diesem Beschluß der preußischen Justizverwaltung offiziell fallen. Es giebt, besonders auf dem Lande, eine große Anzahl gnüglich im seichten Wasser der selbstgefälligen Redseligkeit zu Kenntniß gegeben wird. von Wählern, die infolge der Art ihrer Beschäftigung oder zu plätschern. Da machte der Ober- Postrath Sydow rosige MitAbg. Singer: Das kann ich nur dankbar akzeptiren und weiter Wege überhaupt nicht in der Woche zur Wahlurne gehen theilungen über die Fürsorge für die Arbeiter in der Reichswünschen, daß alle unsere Beschlüsse so schleunig ausgeführt fönnen. Taß mit der Verlegung des Wahltages auf einen Sonn- druckerei, die eine effettive Arbeitszeit von 81/2 Stunden", werden wie dieser. Im übrigen hat mich der Staatsjefretär tag eine Beeinträchtigung der Sonntagsfeier oder Sonntagsrube Wittwen- und Waisenfassen, gehobene" und" gewöhnliche" nicht widerlegt. Allerdings ist das Echreiben des Justizministers verbunden ist, halte ich nicht für begründet; in einem so fatho- Arbeiter mit Dreiviertels-, Zweidrittel- und Halberpension habe, und vom 24. April auf eine am 7. an ihn gelangte Beschwerde Stadt- lischen Lande wie Frankreich ist der Wahltag ebenfalls auf einen jegt an ganze 46 Personen Pension zahle. Wie hoch die gehagen's erlassen worden. Es geht aber aus den Verhandlungen Sonntag gelegt. Die heutige Eintheilung der Wahlbezirke hat zahlten Pensionen sind, wer gehobener" Arbeiter wird und wer hier und in der Kommission hervor, daß diejes die zweite ihre großen Nachtheile. Gegen die" Desinfektionskammer" haben gewöhnlicher" bleibt, sowie daß die sozialdemokratische Presse Eingabe an den Justizminister gewesen ist. Stadthagen hat sich wir feine Bedenken, menn ich auch nicht glaube, durch vielfache Veröffentlichungen über frühere Zustände in gegenüber dem ersten abweisenden Bescheide des Ersten Staats- daß auf diesem Wege eine absolute Wahlfreiheit erzielt der Reichsdruckerei ihr vollgemessen Theil an den für jeden anwalts anfangs März beschwerdeführend an den Justizminister werden kann. Eine große Menge von Mißständen wird Staatsbetrieb eigentlich selbstverständlichen Vorkehrungen hat, davon steht freilich gewandt und er hat von dem Ober- Staatsanwalt am 25. März auch dann noch bleiben. Uebrigens ist das, was in der Wahl die da so unbescheiden gerühmt wurden die Antwort erhalten, daß auf die von ihm an den Justiz- prüfungskommission vorgebracht wird, nur ein schwacher Reflex im Bericht des Reichs- Anzeigers", dem wir folgen, nichts zu lesen. minister gerichtete Vorstellung, die ihm, dem Ober- Staatsanwalt, der Wirklichkeit. Ist es doch vorgekommen, daß auf einem Gut Gine fomische Note brachte der verflossene Reichstagsabgeordnete zur Prüfung und weiteren Veranlassung überwiesen worden sei, den Arbeitern gesagt wurde: so viel oppofitionelle Stimmen von Möller in die Besprechung, als er mittheilte, daß in seiner er, Stadthagen, benachrichtigt werde, daß nach Einsicht in die Euch hier abgegeben werden, so viel Leute werden entlassen! Fabrik die meisten Arbeiter Sozialdemokraten, sogar mehrere Aften fein Anlaß vorliege, von dem Bescheide des Ersten Staats- Die größte Schivierigkeit, die diesen Anträgen entgegensteht, ist sozialdemokratische Agitatoren", die Verhältnisse der Fabrik aber anwalts abzuweichen. Wenn der Justizminister die Meinung, die er die, daß er bei den verbündeten Regierungen fein Entgegen- dant den Wohlfahrtseinrichtungen" befriedigende wären. Komisch heute zu haben scheint, gleich von vornherein gehabt hätte, dann tommen finden wird, da sie ohnehin keine Freunde des allgemeinen wirkt an dieser Mittheilung, mit der sich Möller vielleicht eine würde er uns die Stellung des Antrages erspart haben. Der Justiz direkten Wahlrechts sind und demselben nicht noch weitere Su- Stufe zu seiner Wiederwahl bauen will, die Beziehung zwischen minister hat auch die befremdliche Auffassung des Staatsanwalts, geständnisse machen würden. Das darf aber fein Hinderniß sein, Sozialdemokraten und Wohlfahrtseinrichtungen, die er herstellte. daß der Abg. Stadthagen ihm die Genehmigung des Reichstages Daß das Haus in seiner Majorität sich für diese verbessernden Daß die Verhältnisse in der Fabrik so befriedigende" sind, weil einreichen solle, garnicht zurückgewiesen. Aenderungen des allgemeinen Wahlrechts ausspricht. Wie die die Sozialdemokraten gewöhnlich am besten arbeiten, dieser Schluß Staatssekretär v. Bötticher: Der Vorredner hat mich nicht Nationalliberalen zur Wahlrechtsfrage stehen, fann man schon liegt eigentlich noch näher; und außerdem ist es sehr erfreulich, überzeugen können, daß eine Verzögerung eingetreten ist. Wenn aus einem Artikel der Kölnischen Zeitung" entnehmen, in daß die waschechte Sozialdemokratie auch in der Möller'schen dem Seifenschaum der Wohlfahrtseinrichtungen der Vorredner fagt, daß bereits im März eine Vorstellung des welchem ausgesprochen wird, daß man in Deutschland feit 1867 Fabrik vor Mehr traurig als komisch waren Abg. Stadthagen an den Justizminister gerichtet worden ist, und unter einer Pöbelherrschaft stehe. Wir sind unter allen Um- guten Stand hält. die beiden Reden, welche die Wertmeister wenn er mich weiter dahin aufklärt, daß diese Eingabe des ständen dafür, jeden Wahlterrorismus zu beseitigen, derselbe dagegen und Lange aus Berlin fich leiſteten, Abg. Stadthagen dem Oberstaatsanwalt mit der Weisung zu- geht aber nicht von unten aus, wie bisweilen behauptet wird, Martin gefertigt worden ist, daß er den Fall prüfen und über den An- sondern von denjenigen, welche heute die politische und gesell- und in denen sie auf die Sozialdemokratie losdonnerten, was das trag des Abg. Stadthagen entscheiden möge, so entnehme ich schaftliche Macht in Händen haben. Damit, daß die Regierung Beug hielt, um sich ja als strebfame und würdige Werkmeister daraus den weisen Schluß, daß aus der Eingabe des Abg. das Papier zu den Stimmzetteln liefern soll, erklären wir uns zu legitimiren. Der Anblick solcher Verräther an dem Stand, Stadthagen sich nicht ergeben haben wird, daß bereits der durchaus einverstanden. Wenn es dahin kommen sollte, daß aus dem sie hervorgegangen sind, ist stets tieftraurig. In dieser Oberstaatsanwalt in der Sache entschieden hatte. Denn wenn dieses letzte Sicherheitsventil angetastet wird, dann wird aller Weise wird er glücklicher Weise nicht oft geboten. Wenn die sich das aus der Eingabe ergeben hätte, dann würde der Justiz- dings eine Reaktion von unten gegen die Angriffe auf die Wahl- Herren Martin und Lange es für so dringend nothwendig halten, minister damals im März, wie er es im April gethan hat, seiner freiheit nicht ausbleiben. daß die Arbeiter die Wohlfahrtseinrichtungen ihrer Herren Unter seits entschieden oder Bericht erfordert haben. Der Justiz- Damit schließt die Debatte. nehmer auch noch mitbezahlen, so sollen sie doch ihren Gefühlen minister wird aber angenommen haben, es sei der Instanzenzug Abg. Rickert( dfr.) weist in seinem Schlußwort auf die Ent feinen Zwang anthun und ihrer Stellung angemessen doppelt nicht erschöpft. Er sagt ausdrücklich in dem an mich gerichteten wickelung hin, welche diese Angelegenheit genommen habe. Bei mitsteuern; vielleicht vergeht ihnen dann der Geschmack an der Schreiben, daß er bereits am 11. April auf die am 7. April ein- der ersten Berathung des gleichen Antrages wurde über den Sache. Das würdige Paar gehört in eine Gallerie mit unserem gegangene Eingabe des Abgeordneten Bericht erfordert hat. Inhalt desselben gespottet und gelacht; heute habe eine ruhige, bekannten 2a cirer Bahn von der Staatsbahn- Verwaltung Materiell ist die Sache erledigt, denn der Staatsanwalt ist ja fachliche Grörterung stattgefunden und Gegner hätten sich über in Posen! Die Quintessenz dieser schönen Debatten über Hilfs dasjezt angewiesen worden, das Material zu prüfen und es ist nicht haupt nicht vernehmen lassen. Diese Erscheinung müsse jeden und Unterstützungskassen für Arbeiterfamilien" was Der Geheime Kommerzienrath Dechel: davon die Rede, daß der Justizminister das Verfahren der Staats- zum Ausharren und unveränderten Verfolgen einer als gut er jenige, in feinem kannten Jdee ermuthigen. Es handle sich hier um den Schuh häuser Referat verrieth, wahrscheinlich anwaltschaft gebilligt hat. Abg. Stadthagen( Soz.): Der Staatsminister v. Bötticher des Schwachen, nicht darum, das Volk zu verderben durch feige weil er„ Geheimer" Rath ist: Die großen" Versicherungsgesetze verwechselt zweierlei. Die Antwort des Staatsanwalts auf meine Geheimnißfrämerei, wie die Gegner des allgemeinen Wahlrechts des Reichs sorgen für den Arbeiter so erbärmlich, daß sie er Eingabe vom 22. Dezember datirt vom 13. Januar, und er er im preußischen Abgeordnetenhause es zu bezeichnen beliebt hätten. gänzende Hilfskaffen geradezu nothwendig machen"; und tlärt darin, daß er es überhaupt ablehne, gegen mich ein- Zur Geschäftsordnung bemerft Abg. Graf v. Kleist( dt.), diese Hilfskassen soll der Arbeiter mitbezahlen, statt daß sie der zuschreiten. Ich habe darauf unter dem 21. Februar Beschwerde daß seine Partei den Antrag auf Kommissionsberathung nicht unternehmer für den Mehrwerth unterhält, den er aus den Ar " " war beitern herauspreßt das ist das Ergebnis der Wohlfahrts| im guten Einvernehmen lebe. Er wohne noch in seiner bis- 1 vorgefunden. Auf dem Güterbahnhofe der Königlichen Tonferenz" bezüglich dieses Punktes. herigen Wohuung, und sei daher die Nachricht, daß er ver schwunden sei, falsch. " — Gerichts- Beifung: Abends Ostbahn fiel ein Arbeiter beim Abladen von Brettern von Etwas ernster mußte allerdings der zweite Gegenstand be: einer Lowry von dieser herab und erlitt anscheinend schwere handelt werden die Fürsorge für Kinder und Jugendliche. innere Verlegungen, so daß er nach dem Krankenhause am Hier steht der kapitalistischen Gesellschaft das Wasser schon bis an Das Gerichtsverfahren gegen den Weißenfeer Pastor Friedrichshain gebracht werden mußte. Nachmittags fiel ein Sen Hals fie züchtet sich alltäglich durch Zersprengung der Jürgen Harder ist nunmehr endgiltig eingestellt worden, nach Anstreicher vor dem Hause Frankfurter Allee 118 von einer StehFamilie und Verwahrlosung der Kinder ihre Verbrecher selbst! dem die gerichtsärztliche Untersuchung seines Geisteszustandes leiter und erlitt so bedeutende Verlegungen am Kopfe, daß seine Der Referent, ein frommer Pfarrer Dramner aus Köln, gab das Unzurechnungsfähigkeit ergeben hat. Ueberführung nach dem Krankenhause am Friedrichshain erzu; die Eltern seien oft gar nicht in der Lage, sich um die Erziehung forderlich wurde. Vor dem Hause Blücherplatz 2 fiet ein ihrer Kinder zu kümmern, da sie vom Morgen bis zum späten Abend Herr Paul Krause, Blumenstraße 52, ersucht uns, mit- Tischler in der Trunkenheit zur Erde und brach den Fuß. Er außerhalb des Hauses arbeiten, um den Unterhalt für die Familie zu richteten räuberischen Ueberfall in Ober- Schönweide verübte, nicht wurde ein Kaufmann vor dem Hause Mauerstr. 17 durch einen zutheilen, daß er mit dem Baul Krause, welcher den gestern be- wurde nach dem Krankenhause Am Urban gebracht. erwerben". Der verflossene Abg. Möller kam infolge dessen zu einem ganz sträflich- teherischen Vorschlage: zur Rafernirung identisch, auch noch niemals gerichtlich bestraft sei. Bierwagen überfahren und am Kopfe und an der Schulter so der Arbeiterkinder in großen Erziehungshäusern! Was wird Eugen Richter dazu fagen, der diesen sozialistischen Vorschlag in 43jährige Kaufmannsirau U., deren Zob allen 3 ahnleiben mußte. Im Laufe des Tages fanden vier kleine Brände statt. Im jüdischen Krankenhause verstarb am Montag die bedeutend verlegt, daß er nach der Charitee gebracht werden seinen Zukunftsbildern ein für alle Male todtgeschlagen zu haben den eine dringende Warnung sein möge. Die Verstorbene glaubte?? Das fommt davon, wenn man lauter Sozialdemo: nahm, trotzdem sie lange an Bahnschmerzen gelitten hatte, die fraten in der Fabrit hat, Herr Möller; die stecken am Ende noch Bilfe eines Zahnarztes erst in Anspruch, als bereits eine sehr gar den Fabrikdirektor an! Auch sonst noch blitzte der oder starte Giterung eingetreten war. Der Arzt zog in voriger Woche jener vernünftige Gedanke durch; ein Fabrikdirektor Dr. Traue- Fraun A. den schmerzenden Zahr, forderte jedoch die Leidende Hamburg forderte die Freigabe des Sonnabendnachmittag für die auf, sofort die Hilfe eines Chirurgen in Anspruch zu nehmen, da Arbeiter und deren Familie, Fabritbesißer Frehse, der den die Giterung des Oberkiefers so weit vorgeschritten war, daß eine gericht beschäftigt hat, unterlag geitern der Prüfung der dritten Ein Erbschaftsschwindel, der schon einmal das Schwur Staats- Anzeiger" offenbar lange nicht gelesen hat, Verfürzung ernste Gefahr für das Leben der Patientin vorläge. Aus Furcht Straftammer des Landgerichts I. Die Kellnerin Bertha Hauender Arbeitszeit überhaupt, ein Dr. Petong obligatorische Fort- vor einer Operation befolgte Frau A. aber erst Tags darauf die stein war im vorigen Jahre in einer Restauration in der bildungsschulen, wie sie unsere Genossen für Berlin seit Jahren Weisung, doch waren zu jener Zeit schon die chirurgischen Ein- Oranienburgerstraße beschäftigt. Bald gerieth fie bei den dort vergeblich verlangen, und ein Oberlehrer Dr. Reddersen- schnitte, die auf operativem Wege gemacht wurden, vergeblich. verfehrenden Gästen in den Ruf, daß sie eine reiche Erbin sei. Bremen meinte, die gesetzliche Fürsorge für die Jugend be- Die A. wurde nun nach dem jüdischen Krankenhause geschafft, Der 23jährige Kommis Walter omnis tnüpfte mit ihr ein dürfe überhaupt in vieler Beziehung" der Ergänzung. Bis in wo auch eine umfangreiche Operation, durch medizinische Kapazi- Berhältniß an. Die Hauenstein erzählte ihm, daß sie aus guter diese gesättigten Kreise hat also unsere Bewegung schon gewirkt! täten ausgeführt, der Aermiten teine Rettung mehr gewährte. Familie, aber von ihren Eltern verstoßen sei, weil sie in ihrem Freilich dürfte die Debatte um feinen Preis in diefen fritischen Die infolge der Giterung herbeigeführte Blutvergiftung veranlaßte Seimathsorte mit einem jungen Manne ein Liebesverhältniß anZönen austlingen! Pastor Dammer und Kaplan Hise, einen qualvollen Tod. der offenbar den Befähigungsnachweis geknüpft habe. Kürzlich sei ihr eine Erbschaft von über für seine sozialpolitische Pastoralprofessur erbringen wollte, Sie zeigte dem Lomnih einen Postgossen den Auf dem Sterbebette getraut wurde wenige Stunden 50 000 M. zugefallen. breiten Bettelbrei der christlichen Fürsorge über das Ganze: vor seinem Tode der Gastwirth Brandenburg, Oppelner anweisungs- Abschnitt über 373 M. und erklärte, daß dies viertelder erstere mit feinen katholischen Lehrlingsvereinen, die„ ordent- ftraße 21. Er war zweimal verheirathet und zweimal Wittwer jährige Binsen seien. Lomniß versprach ihr hierauf die Ehe, die liche, gottesfürchtige und den sozialdemokratischen Verführungen geworden und betrieb in den letzten Jahren sein Geschäft mit Hauenstein gab ihre Stellung auf und beide bezogen eine genicht zugängliche Männer" ausbilden, der letztere mit seiner Hilfe eines Dienstmädchens, das ihn auch während seines an Sauenstein vertröstete ihren Bräutigam auf die nächsten Zinsen meinsame Wohnung. Reiner von ihnen besaß Baarmittel, die Kloster- und Diakoniffenerziehung für die weibliche Jugend, mit dauernden Leidens an Krebs felbitlos pflegte. Am Sonnabend Hauenstein vertröstete ihren Bräutigam auf die nächsten Zinsen der er sich freilich der sozialistischen Rinderkaserne" auch in recht fühlte er sein Ende nahen und ließ das Mädchen an sein Sterbe- und war außerdem erbötig, die angebliche Erbschaft, die erst nach bedenklicher Weise nähert. Ein Stettiner Kommerzienrath erhob lager rufen. Ohne daß die Magd darauf vorbereitet war, er etwa Jahresfrist zur Auszahlung gelangen sollte, sofort zu ver sich zum Schluß, um die öligste Salbung an der verwahrloften flärte er ihr, daß sein Tod bevorstehe und bot ihr in anbetracht äußern. Thatsächlich hatte sie aber irgend eine Auszahlung Jugend zu vollziehen:" das Ideal für die Beaufsichtigung der der liebevollen Pflege und ihres guten Verhaltens gegenüber schaft bestand aus den 373 M., die ihr bereits durch PostKinder sei die Fabritbesiberin; sie müsse Mutter feinem zwölfjährigen Sohne seine Hand an. Das Mädchen Eines Tages veranlaßte die stelle an den verlassenen Kindern der Fabrik- willigte ein, die standesamtliche Trauung erfolgte, und nach anweisung zugegangen waren. arbeiter vertreten!!" Hoffentlich foll's wenigstens tein Sohn furzer Zeit verschied Brandenburg in den Armen seiner Hauenstein den Lomniß ein Schreiben aufzufeßen, worin die zuständige Gerichtsschreiberei der Hauenstein bescheinigte, daß sie auf die Fabriksklaverei, um deren Folgen für die Arbeiterfamilien jungen Frau, der er ein hübsches Vermögen hinterläßt. nach Ausweis von Aften dereinst über ein Vermögen von etwa sich die gnädige Fabritbesizerin gewöhnlich den Teufel fümmert, gewesen sein! Aber so ging die Konferenz auseinander: mit Mit einer Stirnverlegung todt aufgefunden wurde am 50 000. zu verfügen haben würde. Gie bat ihn dann, sie Mit einer Stirnverlegung todt aufgefunden wurde am einer Ahnung von dem Graufen, das„ da unten" herrscht, aber 25. 5. M., Morgens um 3 Uhr, durch seine Ehefrau der fünfzig nach der Neuen Friedrichstraße zu begleiten, wo sie das Schreiben unfähig, sich auch nur zu einem platonischen Beschluß für bessere Jahre alte Kellner Franz Wolter auf einem Treppenflur des Die Hauenstein begab sich ins Gebäude, ging ins Botenzimmer beglaubigen lassen wolle. Lomnis wartete hier auf der Straße. beglaubigen lassen wolle. Lomniß wartete hier auf der Straße. Schußgefeggebung in Fabrik und Schule aufzuschwingen. Seitenflügels Chauffeestraße. Ein hinzugezogener Arzt konnte nur Mancher, der's wirklich gut meint, mag ja unter dem großen den Tod feststellen, nicht aber die Todesursache erkennen. Allem und erklärte dem anwesenden Gerichtsdiener, daß sie in ihrer ErbHaufen der Streber in und um die Zentralstelle" sein. Er sollte Anscheine nach liegt die Schuld eines Dritten nicht vor; vielmehr schaftssache eine Auskunft erbitten wolle. Während der Beamte ins dann aber das Spiel nicht mehr mitmachen, das er jetzt doch er- muß angenommen werden, daß Wolter aus irgend welcher Ver- Nebenzimmer ging, um die Hauenstein anzumelden, drückte diese fannt haben muß. Die Zentralstelle für Wohlfahrtseinrichtungen" anlaffung von der Treppe gestürzt ist und so den Tod gefunden gebrachte Schriftstück. Dem zurückkehrenden Gerichtsdiener erschnell einen auf dem Tische liegenden Stempel unter das mitund ihre Konferenzen sind eine Verlegenheitsschöpfung an felle hat. Die Leiche ist wahrscheinlich zur völligen Aufklärung wahrscheinlich zur völligen Aufklärung des Ernsten, das zu thun wäre, das man aber nicht thun will. des Sachverhaltes vorläufig durch das achte Polizeirevier beflärte sie, daß sie wiederkommen wolle und entfernte sich dann. Auf grund des anscheinend amtlichen Schriftstückes haben Lomnity Deshalb wählt man auch Schlagworte, wie die friedliche Lösung schlagnahmt worden. und die Hauenstein von verschiedenen Personen Kredit erhalten, der sozialen Frage", um mit dieser Flagge die Hohlheit des Instituts zu verdecken. Wenn die soziale Frage gelöst" wird, Lomniß ist auch mit mehreren Geldleuten in Verbindung getreten, so ist die Zentralstelle" sicher unschuldig daran! um die ganze Erbschaft zu verkaufen. Als der Schwindel an's Tageslicht fam, wurden beide verhaftet, da angenommen wurde, aut das Märchen von der Erbschaft daß Lomnik nie Das Schwurgericht hielt den damals Mitgeglaubt habe. von der Hauenstein ebenfalls für angeklagten Lomnit getäuscht und verurtheilte nur die Angeklagte Hauenstein zu fechs Monaten Gefängniß. Jm gestrigen Termine handelte es sich noch um einige Betrugsfälle, welche auf grund des gefälschten Schriftstückes von Lomniß und der Hauenstein gemeinsam begangen fein sollten. Der erstere wurde wiederum freigesprochen, die Hauenstein erhielt eine Zusatzstrafe von vier Monaten Gefängniß. Lokales. An Erstickung gestorben ist am 24. d. M., um 91/2 Uhr Vormittags, die siebenundfünfzig Jahre alte Arbeiterwittwe Karoline Sahm. Sie hatte auf ihrer Arbeitsstelle in der Artillerie: Kaserne in der Kruppstraße ein Stück Fleisch heruntergeschluckt, das in der Luströhre stecken blieb und nicht gleich entfernt werden fonnte. Frau Sahm wurde nach ihrer Wohnung Schulstr. 61 gebracht, wo die Röhre gänzlich zuschwoll und den Tod herbeiführte. gar Der Veriranensmann des 1. Wahlkreises, Genosse Mit bezug auf die verschwundene Tochter des A. Zäterow, wohnt jetzt Zimmerstr. 95/96, 2. Hof, 2. Gin- Schlächtermeisters Weber verbreitete fich das Gerücht, daß gang, 2 Treppen. sie ermordet und bei Seite geschafft worden sei; den Thäter habe man bereits ergriffen. Nichtig ist, daß der in dem Hause Der sechste Gesammtbericht über das Sanitäts- und Pallasstraße 2 wohnende verheirathete Töpfergeselle Chronste Medizinalwesen in der Stadt Berlin während der Jahre wegen Verdachtes, minderjährige Mädchen zu unlauteren Zwecken Eine vor fünf Jahren begangene Urkundenfälschung 1889, 90 und 91", herausgegeben von den beim Polizeipräsidium verschleppt zu haben, am Montag in Tempelhof festgenommen führte gestern den Restaurateur Auguft Langer vor die thätigen Regierungs- und Medizinalrath Dr. A. Wernich und wurde. Da seine Wohnung in der Nähe der Weber'schen be- achte Straffammer des Landgerichts I. Im Mai 1888 faufte Medizinalaffeffor Dr. Wehmer ist soeben erschienen. Gin legen ist, so lag der Gedanke nahe, daß er auch an dem der Angeklagte von dem Major a. D. von Bagensky dessen in großer Theil dieses umfangreichen Werkes ist der Ueberwachung Berschwinden der Hedwig Weber die Schuld trage. Chronske der Schönhauser Allee gelegenes Grundstück. Er hatte 8000 M. des Verkehrs mit Nahrungsmitteln gewidmet. Die chemischen und bestreitet mit Entschiedenheit die ihm zur Last gelegten Unthaten, Restkaufgeld zu verzinsen. Die Zinsen sollten erst vom 1. Juli mifrostopischen Untersuchungen erfolgen durch den Chemiker und bis jetzt ist auch kein Beweis dafür erbracht worden, daß er 1888 berechnet werden und war die erste Rate somit am 1. OtDr. Bischoff, die Fleischuntersuchungen geschehen in den öffent mit dem Verschwinden der kleinen Weber in Verbindung steht. tober deffelben Jahres fällig. Anfang Oktober erschien Langer lichen Schlachthäusern durch städtische Thierärzte, in dem polizeilichen Der Vater des Mädchens wird über den Verbleib desselben in persönlich bei dem in Charlottenburg wohnenden Gläubiger. Schlachthaufe des Zentralviehhofes durch polizeiliche Thierärzte, welch' geradezu frivoler Weise irregeführt. Vor einigen Tagen ging Frau Major v. B. nahm das Geld in Empfang und stellte An allen späteren Fälligkeite lettere auch in der Zentral- Roßschlächterei die Fleischkontrolle aus ihm ein Brief ohne Unterschrift zu, in dem behauptet wurde, darüber eine Quittung aus. üben. Das von außerhalb eingebrachte Fleisch wird von städtischen daß ein Gastwirth M. über den Aufenthalt seines Kindes nähere terminen zahlte Langer die Zinsen durch die Post. Im vorigen Thieräzten in den sechs städtischen Untersuchungsstationen unter Angaben machen könne. Boller Hoffnung eilte Weber dorthin, Jahre trat Langer plöglich mit der Behauptung auf, daß fucht, die Fleischuntersuchung in den Markthellen durch polizei- um zu erfahren, daß eine absichtliche Täuschung vorliege. Da er die Binsen bisher nicht postnumerando, sondern pränumerando liche Thierärzte und Beamte der Marktpolizei bewirkt. In den die Leiche der Kleinen noch nicht aufgefunden ist, so dürfte die bezahlt habe. Die Major von B.'schen Eheleute bestritten drei Jahren 1889-91 wurden im ganzen 12 958 Proben unter Annahme nicht von der Hand zu weisen sein, daß Hedwig Weber dies entschieden. Langer zeigte nun eine Quittung vor, die thatsucht, davon wurden 2198 beanstandet. Auf 617 gestellte Straf sich noch am Leben befindet. fächlich die Zahl 5./7. 1888 als Ausstellungsdatum trug. Langer anträge hin erfolgten 522 Bestrafungen. In Markthallen, auf mußte demnach die Zinsen für das dritte Quartal 1888 schon Märkten 2c. wurden in den drei Jahren beschlagnahmt: In Aus dem Krankenhause entlassen ist nunmehr der im Voraus bezahlt haben. Wie der gerichtliche Sachverständige 4392 Fällen 161 065,6 kg Nahrungsmittel und zwar: Schlächter Ferdinand Karinis, der am 13. d. M. auf der Dr. Jeserich im gestrigen Termine begutachtete, war das Datum 25 376,7 kg Fleisch, 15 727,60 kg Wild, 10 026 kg Ge- Rönigschauffee durch unbekannte Hände in der gemeldeten gefälscht. Aus der Zahl 10 sei durch Zusammenziehen eine 7 flügel und 109 935,7 kg Fische. Es ist ein erheblicher fcheußlichen Weise verletzt wurde. Wenn er auch noch nicht im gemacht worden. Der Gerichtshof erlangte auch durch die übrige Rückgang in den Beschlagnahmungen frischen Fleisches stande sein dürfte, im vollen Umfange feine Beschäftigung wieder Beweisaufnahme die Neberzeugung, daß der Angeklagte die eingetreten, der zweifellos auf den günstigen Einfluß der Fleisch aufzunehmen, so war es doch sein Wunsch, das Krankenhaus zu Fälschung in gewinnsüchtiger Absicht begangen habe, und verschau zurückzuführen sein dürfte. Dagegen hat eine Zunahme in verlassen. urtheilte ihn zu sechs Monaten Gefängniß. Beschlagnahmungen von verdorbener Wurst und verdorbenen Seefischen stattgefunden. Besonders häufig wurden gefärbte Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich heute in der ürfte, die zum größten Theil aus Thüringen stammten, be- Frankfurter- Allee 126, an welchem Hause Malergehilfen an der anstandet. Auch sonst mußte häufig Wurst aus dem Verkehr ge- Façade arbeiteten. Während der Gehilfe Kuban auf der obersten 6ogen werden, theils weil sie mit Pferdefleisch verfälscht, theils weil sie verdorben war. Die erhebliche Zunahme in der Beschlagnahme von Seefischen findet eine Erklärung dadurch, daß nach Einrichtung der Wartthallen der Umfaß mit frischen See fischen, besonders mit den billigeren Arten, vor allem mit Marktpreise in Berlin am 25. April, nach Ermittelungen frischen Häringen in Berlin bedeutend zugenommen hat. des töniglichen Polizeipräsidiums. Weizen per 100 Kg. guter von Miltontrollen fanden in den Jahren 1889/91 80 432 statt; bei denselben wurden 12 818 Liter Milch beanstandet 16,40-16,10 M., mittlerer von 16,00-15,80 m., geringer von und 2839 Nebertretungen festgestellt. In der Berichtszeit wurden 35,70-15,40 m., Noggen per 100 Kg. guter von 18,90 bis bes Staatsanwalts selbst fostenlose Freisprechung. ferner 1794 Butterproben entnommen, 895 mal fanden Be- 13,60 W., mittlerer von 13,50-13,30 M., geringerer von 13,20 Vor dem Schöffengericht wurde heute wieder ein Prozeß strafungen von Butterhändlern statt. Was die Bier- bis 13,00 M. Gerste per 100 kg. gute von 17,50-16,30., verhältnisse betrifft, so erwiesen sich Weißbiere, ferner mittlere von 16,20-15,10 m., geringe von 15,00-18,80 M. gegen einen Dissidenten verhandelt wegen der NichtLübbener, Werder- und Gräger Bier häufig durch Waffer ver- Hafer per 100 kg. guter von 16,00-15,50 M., mittlerer von betheiligung feines Sohnes am christlichen Religionsunterricht. fälscht. Im Ganzen wurden in der Berichtszeit 73 Bierverleger 15,40-15,00 M., geringer von 14,90 bis 14,40 M. Stroh, Der Weber Alfred Rosenkranz in Rummelsburg wurde wegen Richte per 100 Kg. von 5,15-4,50 Mark. Heu per dieser Uebertretung und zwar in sechs Fällen zu 30 M. Geldbestraft. Im Laufe der drei Berichtsjahre sind von den verErbsen, gelbe zum Rochen strafe event. 12 Lage Haft verurtheilt. Der Amtsanwalt hatte schiedenen Nahrungsmitteln im Ganzen 12 958 Proben angekauft 100 g. von 7,20 bis 5,20 Mark. und 617 der Staatsanwaltschaft zur weiteren Veranlassung über- per 100 g. von 40,00-24,00 M. Speisebohnen, weiße per nur 6 M. Geldstrafe beantragt. 100 Kg. von 50,00-20,00 9. Linfen per 100 Kg. von 80,00 wiesen worden. bis 30,00. Kartoffeln per 100 Kg. von 6,00-4,00 m. Rind: Vor der 4. Straffammer des hiesigen Landgerichts fleich von der Keule per 1 Kg. von 1,60-1,20 M. Bauchfleisch wird seit 8 Tagen der Prozeß gegen den Bantier Hugo per 1 Rg. von 1,30-1,00 m. Schweinefleisch per 1 Kg. von Löwy verhandelt. Derselbe war bereits im Oftober v. J. 1,60-1,20. Kalbfleisch per 1 Kg. von 1,60-0,80 m. wegen einfachen Bankrotts, Betruges in 2 Fällen und UnterHammelfleisch per 1 Kg. von 1,50-0,90 m. Butter per 1 Kg. fchlagung, sowie wegen Steuervergehens zu 2 Jahren 6 Monate Auf er: von 2,80-1,80 M. Eier per 60 Stück von 4,00-2,40 M. Fische Gefängniß, ferner zu 2576 M. Geldbuße verurtheilt. per 1 Kg.: Karpfen von 2,40-1,20 M. Male von 3,00 bis folgte Revision wurde das Urtheil, soweit es sich um die Frage 1,40 m. Bander von 2,40-1,00. Hechte von 1,80-1,00 m. des Bankrotts und Betruges handelt aufgehoben und zur nochBarsche von 1,60-0,60 M. Schleie von 2,40-1,00 M. Bleie maligen Verhandlung an das Landgericht zurückgewiesen. Wir von 1,40 bis 0,60 m. Krebse per 60 Stück von 12,00-2,50 M. haben bereits bei der ersten Verhandlung über die Schwindlerlaufbahn, welche der Angeklagte in Frankreich, Desterreich und Polizeibericht. In der Nacht zum 25. d. M. fiel ein andern Ländern durchgemacht, berichtet. Heute wurde die Vervon der Treppe und erlitt eine so schwere Verlegung am Kopfe, urtheilte den Angeklagte wegen Unterschlagung in 7 Fällen zu Heber einen Mordversuch des Malers N. Farr gegen daß er auf der Stelle verstarb. Am 25. d. M., Vormittags, 2 Jahren 9 Monaten Gefängniß und rechnete ucun feine Frau brachten wir in der Sonnabend- Nummer den Bericht sprang eine Frau gegenüber dem Grundstücke Hallesches Ufer 1 Monate als verbüßt an. Der Punkt des Bankrotts wurde an eines Reporters. Herr Farr bestreitet in einer Zuschrift, daß in den Landwehrkanal, wurde jedoch noch lebend aus dem das Schwurgericht verwiesen, da nach Ansicht des Gerichtshofes ein solcher stattgehabt, wenn er auch an dem betreffenden Abend Wasser gezogen und nach ihrer Wohnung gebracht. In seiner der Angeklagte des betrügerischen Bankrotts hinreichend einen Wortwechsel mit seiner Frau gehabt, mit der er übrigens Wohnung, in der Gitschinerstraße, wurde ein Maurer erhängt verdächtig erscheint. Konfiszirt. Auf grund der§§ 130 und 41 des ReichsStrafgesetes wurde Dienstag Abend 1/28 Uhr die Nr. 18 des Sozialist" in den Räumen der Druckerei, Alte Jakobstr. 91, fonfiszirt wegen des Artikels Kapital und Arbeit". Gefunden wurden nur noch drei Exemplare. Arbeiter Säugerbund Berlins und Umgegend. Sanges brüder! Genossen! Die gemeinsame Uebungsstunde der Gesangvereine, welche am 1. Mai in Weimann's Boltsgarten( Gesund brunnen) mitwirken, findet am Freitag, den 28. April, Abends Erscheinen ist nothwendig. Sprosse einer schadhaften Leiter stand, brach diese und er stürzte 3/2 Meter auf das Pflaster herab. Er hatte so schwere Verletzungen erlitten, daß er nach dem Krankenhause am Friedrichs hain gebracht werden mußte. " " Am 26. April fand vor dem 2andgericht II die Verhandlung gegen die Genossen Beyer, liet, Scharen berg, Böttcher, Wernicke und 2utter in Charlottenburg wegen Uebertretung des Gesetzes vom 11. März 1850( Vereinsgesetz) statt. Der Amtsanwalt Beschel hatte gegen das freisprechende Urtheil des Schöffengerichts vom 28. Jan. 1893 Berufung eingelegt mit der Begründung, daß in der MitgliederBersammlung des sozialdemokratischen Wahlvereins vom 11. Dttober 1892, für welche die rechtzeitige Anmeldung nicht erfolgt war, öffentliche Angelegenheiten erörtert worden seien. Da es jedoch an jedem Beweis für letteres fehlte, erfolgte auf Antrag 9 Uhr bei Keller, Bergstr. 68, statt. Pünktliches und zahlreiches Kellner anscheinend in der Trunkenheit im Hause Chauffeestr. 31 handlung vor dem Landgericht beendet. Der Gerichtshof ver Versammlungen. Ein flärt sich mit den Scheibentöpfern solidarisch und läßt bei einer| schienenen Buche, betitelt Selden- Schah", fet ein Verfahren Arbeitseinstellung derselben die Unterstügung wie üblich in Kraft darüber angegeben. Die Schußmasse bestehe aus 10-15fach auf treten." einander gelegtem Hanftuch, von dem jede Schicht vorher durch Die Freie Vereinigung der Bau- und gewerblichen Hilfsarbeiter für Rigdorf und Umgegend hatte am Die Vereinigung der Drechsler Deutschlands, Ortseine mit Schmirgel getränkte Flüffigkeit gezogen werde. 16. April eine Versammlung. Diefelbe befaßte sich mit verwaltung Berlin hatte fürzlich eine Versammlung, welche au- Durchdringen der Geschosse durch die Masse sei abfolut auszu geschlossen. der Protokollverlesung. Der Abrechnung des Kassirers und nächst die verlesene Quartalsabrechnung genehmigte. Hierauf er Die Einführung des Dowe'schen tugelsicheren dem Bericht des Vergnügungskomitees, welches für das am ftattete Doft von der Generalversammlung, sowie vom Solz Stoffes in die deutsche Armee ist, wie„ Der Geschäftsfreund, 6. Mai stattfindende Stiftungsfest gewählt worden ist. Sämmt- arbeiterkongreß Bericht. Die Versammlung beschloß einmüthig, Konfektions- Zeitung" erfährt, von der Regierung mit der Beliche Berichte wurden von der Versammlung anerkannt. sich dem am 1. Juli ins Leben tretenden Holzarbeiterverband gründung abgelehnt worden, daß die Kosten zunächst zu In der Versammlung des Verbandes der Ber- anzuschließen. Zum Schluß theilte Dost mit, daß in der letzten bedeutende wären, daß aber auch mit geringer Mühe eine Kugel In der Versammlung des Verbandes der Ver- Versammlung der Ortskaffe 50 Mitglieder für die Einführung hergestellt werden könne, welche das Gewebe mit Leichtigkeit durchgolder, Bergolderinnen und verwandten Berufs- der freien Arztwahl und 46 dagegen geftimmt haben. genossen, welche am 17. d. Mts. tagte, hielt Herr Wilz dringt. über„ Darwinismus und Sozialismus" einen beifällig auf genommenen Vortrag. Hierauf verlas der Kassirer die Abrechnung über das erste Quartal. Nachdem noch einige Vereinsangelegen heiten erledigt waren, erfolgte Schluß der Versammlung. Die Holzschuh- Arbeiter und Arbeiterinnen hatten am Sonntag eine Versammlung, in welcher nach einem von Lothar gehaltenen Vortrage der Streik bei der Firma Buchholz zur Sprache fam. Sämmtliche Redner verurtheilten die Behandlungsweise der Arbeiter und die sanitären Zustände, welche bei dieser Firma, sowie bei der Firma Mauff herrschen. Einstimmig fand eine Resolution Annahme, in der die Versammlung sich für Aufrechterhaltung des Streits bei der Firma Buchholz erklärte. Sodann wurde der Agitationskommission der Auftrag ertheilt, die fäumigen Mitglieder zum Abrechnen anzuhalten. In der nächsten öffentlichen Versammlung soll die Kommission Bericht über ihre Thätigkeit erstatten. Klub 1 Man Abends 8% Uhr, findet nicht statt, weil eine öffentliche Bauhandwerker- Ber- Theater angestellter Feuerwerker hatte, wie das" Scho" beAchtung, Maurer! Die Maurer Versammlung heute, Donnerstag, Ein Kauiuchen als Zeuge. Ein an einem Hamburger fammlung abgehalten wird. Es wird gebeten, dort zu erscheinen. Vereinigung der deutschen Schmiede, Bahlstelle Berlin. Donnerstag, richtet, im legten Winter das Unglück, eines Abends beim Abden 27. April, Abends 8% Uhr, bei Wilfe, Andreasstr. 26: Mitglieder- Ver- brennen eines grellen Roth feuers plöglich zu er= fammiung. Tagesordnung: Wahl der Delegirten zur Generalversammlung. blinden. Der Unglückliche, an dem alle ärztliche Kunst sich Abrechnung vom Mastenball. Vereinsnachrichten. Lese- und Diskutir- Klub, Emanzipation". Donnerstag, den 27. April. erfolglos erwies, machte seine Ansprüche bei der Unfallversicherung geltend, wurde jedoch abgewiesen, weil er nicht beweisen konnte, Weinftr. 28: Vortrag des Genoffen Reul über Frauen- Emanzipation. Lehrkursus der Berliner Arbeiter und Arbeiterinnen zur ersten Hilfe bei Unglücksfällen. Donnerstag, den 27. April, abends prästle daß die Erblindung infolge seiner Berufsthätigkeit eingetreten 8½ Uhr, bei Bolz, Alte Fafobir. 75( Tunnel): 2. Lehrstunde. Bortrag des sei. Der Erzählung, daß er durch ein bengalisches Rothfeuer geblendet worden sei, glaubte man einfach nicht. Nachdem fast Serrn Dr. Christeller. Uebungsstunde. Arbeiter- Bildungsschule. Donnerstag Abends 8%-10% Uhr: Süds schule, Mariendorferir. 5( bei Grube): Unterricht in Deutsch( oberes). ein halbes Jahr vergangen, wurde dem Bedauernswerthen der Südost- Schule, Reichenbergerir. 133: Unterricht in Kaufmännischem Rath gegeben, einmal den Versuch einer gleichen Blendung mit Ost Schule, Martusitr. 31: mit einem Thiere zu machen. Dieses Experiment wurde vor Rechnen, Korrespondenz und Geschichte. Unterricht in Physiologie. In allen Unterrichtsfächern, mit Ausnahme Mathematik und Buchführung, tönnen noch Schüler und Schülerinnen, bu einigen Tagen bei einem der ersten Augenärzte im Beisein von mehreren anderen Aerzten ausgeführt. jetzt im Laufe des Semesters, eintreten. bei Schröder, Wiesenstr. 39.Lese- u. Diskutirklubs. Donnerstag. Dieggen, Abends 8% Uhr, brachte ein Kaninchen in ein dunkles Zimmer, und nachNeue Zeit, Abends& uhr, Boyenfir. 40, bei dem die Aerzte sich auf ihren Beobachtungsposten zurückGieshott.Süd- Ost, bei Toltsdorf, Gorauer- und Görligerstraßen Gcte. der Freunde" bei Gnadt, Swinemünderstraße 120. gezogen hatten, mußte der Feuerwerker dasselbe Rothfeuer anDas Ter Verband deutscher Korbmacher hatte am 17. April Safenelever, Abends 8½ Uhr, Restaurant Bischof, Baumschulen brennen, durch welches er einst geblendet worden war. Emanzipation, Abends 8% Uhr bei Spät, Weinstr. 28 Resultat war überraschend. Nach dem Erlöschen des kurzen eine Versammlung, in welcher von Keller über die fürzlich ab- weg Treptow. Sozialistischer Lese- und Distutirtlub Abends 8% Uhr, gehaltene Generalversammlung des Verbandes Bericht erstattet Reichenbergerstr. 157, Sigung. Diskutirtlub 3eitgeist" jeden Don: Feuers fonstatirten die Aerzte einstimmig, daß das Kaninchen auf wurde. Hierauf theilte der Kassirer mit, daß die Einnahme im nerstag nach dem 1. und 15. des Monats bei Tempel, Langeftr. 65, Abends beiden Augen völlig erblindet sei. Mit diesem Beweis versehen, legten Quartal 64,20 M. und die Ausgabe 17,55 M. betragen 8 Uhr. Brüderlichkeit" Abends 9 Uhr, im Restaurant Benz, Alte hofft nun der Feuerwerker mit einer erneuerten Eingabe an die hat; 46,65 M. find an die Hauptkasse geschickt worden. Die Jakobstr. 69. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Alle Nenderungen im Unfallversicherung besseren Erfolg zu haben. Filiale zählte am Schlusse des Quartals 120 Mitglieder. Dem Bereinstalender sind zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelitr. 70. Auch ein ländlicher Patriarch". Gutsbesiger Meyer in Kummerow( Pommern), der schon viermal wegen Kassirer wurde Decharge ertheilt. Nachdem der Vorsitzende Donnerstag. Uebungsstunde Abends 9 Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. St. Urban, Annenstr. 9, bei Prog. Kornblume, Blumenstr. 54, bei einen Ueberblick über die Thätigkeit des Vorstandes ge- Buttte.-- Frühlingsluft, Bülowstr. 59, bei Werner.- Bregelschluß, Körperverlegung vorbestraft ist, darunter das letzte Mal mit geben hatte, schritt die Versammlung zur Neuwahl. Ge- Annenstr. 16, bet eßner. Weiße Rose, Reinickendorf, Seeschlößchen bei 1000 Mt., stand am Freitag wieder vor der Stettiner Strafwählt wurden in den Ausschuß Karl Voigt, Böttcher.- Morgenroth1, Rummelsburg, Berlinerstraße 9, bet Friefede. Keller, tammer. Er war diesmal wegen Nöthigung angeklagt, weil er Dorfglödlein, Wilmersdorf, Berliner- und Auguststr.- Ecke bei Schulz. Bartel und Freese. In den Ortsvorstand wurden gewählt zum Einigtett( Sutmacher), Pappel- Allee 3/4, b. M. Meinhardt. einen Knecht, der eine Wohnung räumen sollte, gewaltsam zmr Harmonie, 1. Vorsitzenden Brückner, zum Kassirer Hausschild, zum Schrist- Tempelhof, Dorfstr. 10, bet Gerth. Butunft 2, Nieder- Schönhausen, Buch Entfernung aus derselben bringen und Sachen zum Fenster Ost- und Westpreußischer Männer hinauswerfen wollte. Meyer wurde zu 150 m. Geldstrafe verführer Krause, zum Beisitzer Arndt, zum 2. Schriftführer West- bolzerstraße bei Sempel. Gesangverein, Solzmarktstr. 3, bet Deter.- Edelweiß, Melchior phal. Ferner wählte die Versammlung zu Revisoren Jungnickel, ftraße 15, b. Stehmann. Borar, Wienerstr. 31 b. Drügemüller. Mat urtheilt. Bunzel und Fechner, und zum Bibliothekar Schölzel. Die Ver- glödchen 2, Süd- Ost, Reichenbergerstr. 16 b. Päzold. Frete Sänger, Der Schriftsteller Ed. Schmidt- Weißenfels( geb. 1833 But unft 3, Belten, bei W. Grunow.-Kreuz- in Berlin) ist in Bozen, wo er zur Erholung von schwerer breitung der Zeitung wurde wieder von Hamich übernommen. Krautstr. 6, bei Rudolf. berger Harmonte Fichtestraße 29, bet fräsche. Nordstern, Nach Erledigung verschiedener innerer Angelegenheiten wurde die munterstr. 7 bei Reichardt." Morgengrauen,( Bäcker), 3 bis 5 uhr Krankheit weilte, gestorben. Er wird in Stuttgart, wo er wohnte, Versammlung geschlossen. Nachmittags, Gipsstraße 3 bei Pyrtec. Steinfeger Sängerdor, begraben. Rastanten Allee 28 bei Maiwald. LiedesEcho, Reichenberger- und In Chicago soll das Riefengebäude Trocadero", Liebertafel eft end, BlumenthalForsterstraßen- Ede, bei Spindler. Vorwärts 9, Charlottenburg, Schilleritr. 102 welches im Genre des Ronacher- Theaters heute, Freitag, eröffnet traße bei Behrendt. Stahl. Gefangverein Abendroth in Deutsch- Wilmersdorf bei werden sollte, abgebrannt sein. Vier Personen feien todt, mölter. Gefangverein der Studateure Bert ins und umgegend, Seydel mehrere verwundet. Straße 30 bet Breußer.- Arbeiter- Gefangv. panda u Lynarstraße Restaurant Aus New- York wird gemeldet: Ein Personenzug stieß in Riefers. Gefangverein, Vorwärts 2" Schönhauser Allee 28, bet Kuhl= Arbeiter- Gefangverein yra 2, Charlottenburg, Caurftr. 23, bei der Nähe von Somerset in Pennsylvanien, als er ein abhängiges sange.- Gefangverein elfenfest( Gem. Chor), Badstr. 12, Victoriagarten. Terrain hinabfuhr, mit einem Güterzuge zusammen. Mehrere Gesangverein Collegia a( freie Bereinigung ber Zivil- Berufsmuster), Neue Wagen des Personenzuges wurden zertrümmert. Bisher find Friedrichstr. 44, bet Röllig. Gesangverein der Kürschner, Landsbergertraße 31 bei Seehausen. Gesangverein Arton in Wittenberge, bet 7 Leichen aufgefunden. Goring. Gefangverein Glodenrein( gent. Chor) Kastanten- Allee 95/96. leber mehrere große Brandunglücke wird gemeldet: Steinnette, Röslinerstraße 17. Sängerrunde, AdmiralDas Dorf Pillmersreuth bei Helmbrechts in Bayern ging straße 6.- Alpenrose, Grenzstraße 16 bei Seidel. Frohsinn 2, Friedrichsberg- Lichtenberg, Frantfurter Chaussee bet Müller. Treu und bis auf drei Gebäude in Flammen auf. Jm Doroger Die im Vergoldergewerbe beschäftigten Arbeiter und est, Lebuferstr. 5 bei Nemiz. Gefangverein Brüderschaft( Saus: An asthaler Kohlenbergwerfe wurden mehrere Arbeiterinnen hielten am 22. April eine öffentliche Versammlung biener), Fischerstraße 41 bei Seidemann. Gesangverein Freundestreue Beim Brande des Brauer Gesangverein Schächte total durch Feuer zerstört. ab, in der Dr. Lütgenau zunächst über May Stirner einen( gem. Chor), Landsbergerstraße 31 bei Seehausen. Gerstenahre, Neue Friedrichstr. 20 bet F. Keller. Gefangverein Ein- dänischen Edelbofs Selfö, einem im Besitze des preußischen interessanten Vortrag hielt. Nach erfolgter Diskussion, die sich tracht 2, Neu- Glienicke, Rudowerstraße bei pasdorf. Irts" Naunyn Rittmeisters Baron v. Scheel- Plessen befindlichen Majorat, vornehmlich um das Wesen des Anarchismus drehte, erörterte die firaße 86, bei Friz Zubeil.- ,, Waldesgrün"( gem. Chor) Böchstr. 8 tamen 400 Kühe, alle Schweine und der gesammte Pferdebestand Versammlung die Stellungnahme der Vergolder zur Maifeier. bet. Dloewes. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. in den Flammen um. Nach Mittheilungen aus Yokohama Folgende Resolution wurde in dieser Frage angenommen:" Die ade Buschriften den Bund betreffend find zu richten an: Bentet, sind die Städte Randa und Shelaya niedergebrannt. Viele Bersammlung erklärt sich für die Betheiligung der Kollegen und Bergmannstr. 21, Hof 3 Tr. Donnerstag: Bergnügungsverein Bruder Rauchflub Graue Wolte, krautstr. 48. Menschen tamen ums Leben. Kolleginnen an der für den 1. Mai von der sozialdemokratischen bund, Andreasstr. 8 bei Noll. Mufitverein Dfiris, Adalbertstr. 21. Geselliger Verein Grüne Partei beschlossenen Demonstration. Zugleich erachtet die Veriche( vor dem Halle'schen Thor), Solmsstr. 1 bei Razorte. Zimmer fammlung es als Pflicht aller Kollegen, in Fabriken, wo es irgend Schüßenverein Fein Korn, Boeckhftr. 51 bet bet Sommer. möglich ist, für volle Arbeitsruhe am 1. Mai einzutreten." Bu Bautenschwengel, Stallschreiberstr. 58 Berschiedenem" machte Fehlow auf einige Werfstellen aufmerksam, welche außerordentlich geringe Löhne zahlen. Dem alten Kassirer der Agitationsfommission wurde Decharge ertheilt, da der jezige Kassirer mittheilen konnte, daß durch ein Versehen Geld und Listen an eine falsche Adresse gelangt waren, jetzt aber ihm zugegangen sind. Eine öffentliche Porzellanarbeiter Versammlung beschäftigte sich am Sonntag mit der Frage: Unterstügungs- oder Kampfesorganisation? Der Referent Ehrhard gab znnächst ein Bild von der Entwickelung der Arbeiterorganisationen und tam zu dem Schluß, daß zum Kampf gegen die Unterdrückungsgelüfte des Unternehmerthums sich die lokale Organisation am besten eigne. Da die Diskussion, in der theils für die lokale und theils für die Zentralorganisation gesprochen wurde, keinen Entscheid herbeiführte, erklärte sich die Versammlung für eine noch malige Erörterung der Frage, welche demnächst erfolgen soll. " men. " Slatt. Musikverein Kegel- Klub Lustige 13", Wienerstr. 1 bei Boll.- Bergnügungsverein Jugendlust, hmgaffe 2 bet krebs. Theaterverein Rhetorit, Naunynstr. 86 bei Jubeil. Rauchflub Frisch auf, Roppenstr. 48 bei Lorenz. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. MännerGesangverein Alt- Dessau, Abends 9 Uhr, bei kind, Wrangelstr, 91. Gesangsabtheilung Des fozialdemokratischen Arbeitervereins für weißensee und Umge gend. Donnerstags und Sonnabends Abend; bet Müller( Pfeifenmüller), Königs Chaussee. Männer- Gefangverein Tyrolienne, Abends 9 Uhr bei Jausimann, Reichenbergerstr. 78a. straße 44. 1 1 Depeschen. " ( Deveichen des Bureau Herold.) Wien, 26. April. Gestern hielten die streifenden Zimmerer gehilfen eine Versammlung ab, in welcher beschlossen worden, den Streif so lange andauern zu lassen, bis die Meister sämmtliche Forderungen der Gehilfen bewilligt haben werden. Die Zimmerergehilfen der Bezirke Purkerdorf, Neu- Lengbach und St. Poelten Die Freie Vereinigung der Kaufleute hielt am 20. d. M. Gesangverein& foden rein, gemischter Chor, feden Donnerstag von 9 bis haben sich dem Streit angeschlossen. 11 Uhr bei Knapp, Kastanien- Allee 95/96. Kopenhagen, 26. April. Die Bürgerrepräsentation lehnte eine Mitgliederversammlung ab, in welcher Herr Türk aus Privat- Theaterverein, tbeler Geist 2", Abends 9 Uhr, im Märkischen Theater- Berein Buttania 2" 9% Uhr, Borstädtisches mit großer Majorität die Anträge der sozialdemokratischen FachNordau's Konventionelle Lügen der Kulturmenschheit" das Sof, Admiralftr. 18.Kasino, Ackerstr. 144. vereine wegen Veranstaltungen zur Linderung der herrschenden Kapitel Die monarchisch- aristokratische Lüge" zum Vortrag Zurnveein Gesundbrunnen( Lehrlings- Abtheilung) turnt Montag Noth, sowie den Antrag des Sozialisten Trier ab, durch eine brachte. Der zweite Punkt der Tagesordnung hatte eine Be- und Donnerstag Abend von 8-10 Uhr, in der Turnhalle, Banfftr. 26. sprechung über die feiner Zeit vom Magistratsaffeffor Dr. Geselliger Berein Freiheit, abends 9 Uhr, bei Thierbach, Schwedter Kommunalbewilligung die Arbeiterorganisationen in den Stand Gefelliger Klub Blau- Weilchen, abends 9 Uhr, Annenftr. 9 bei zu fezen, Darlehne zur Einlösung versetzten Handwerkzeuges geFreund einberufene Versammlung zwecks Gründung eines. Broß. Berein ehemaliger 22. Gemeindeschüler, punt währen zu können. Zentral- Arbeitsnachweises zum Gegenstand. Nach eingehender 9 Uhr bet Schröder, Stegligerstr. 18. Pfropfenverein Webbing, Abends Vergnügungs- Verein Renata 9 Uhr, Kopenhagen, 26. April. Die Hafenarbeiter der vereinigten Debatte wurde der Vorstand beauftragt, für die von Herrn Dr. Freund in Aussicht geftellte zweite Versammlung zwei Kollegen zu( gem. Chor) Abd. 9 Uhr, Uebungsfiunde b. Möwes, Böckhir. 8.- Gefelliger Verein delegiren. Für den Monat Mai wurde eine öffentliche Versamm- univerfum, Sigung mit Damen Abends 9% Uhr b. Hagemann, Lothringer: niedergelegt. Die Schiffsbesaßungen und Fischer besorgen die Geselliger Klub straße 81. Vorträge, Fidelitas. lung in Aussicht genommen, die sich mit den Kündigungsfristen moabiter, Stephanstr. 23, bei Sittto, jeden Donnerstag um 8% Uhr und alten Einladungen. London, 26. April. In Clippons, Midlothian, haben im Handelsgewerbe beschäftigen wird. Der Vorsitzende forderte jeden Donnerstag nach dem 15. im Monat Sigung mit Damen. Gefelliger die Anwesenden auf, alle Umgebungen der Sonntagsruhe nach Berein univerfum, Sigung Abends 9½ Uhr, im Resaurant Neumann, 1200 Bergleute die Arbeit gestern wieder aufgenommen, nachdem Verein Gemütlichkeit und Klub sie sich mit einer 10 proz. 2ohnreduktion einverstanden erklärt mie vor der Redaktion des Handels Angestellten",& inienftr. 19: Vorträge, Fidelitas. Solmsstr. 24, mitzutheilen. Blum machte die Mitglieder auf die umor, übends s½ Uhr, Cothringerstr. 105: Geselliges Betsammensein mit, hatten. Dagegen haben 800 Bergleute der New- Battle- Grube die Damen, Fidelitas und Tanz. Männergesangverein angesfreunde Arbeit niedergelegt, weil sie sich der Verordnung, welche feinem bevorstehenden Neuwahlen zum Reichstag aufmerksam, welche Abends 9-11 Uhr, Pazenhofer Ausschant, Landsbergerstr. 82. Manne gestattet, vor 2 Uhr Mittags einzufahren, nicht fügen auch die Anspannung der flassenbewußten faufmännischen Kräfte albesgrün, Abends 9 Uhr Sigung bei Mebelin, Langestraße 108. erforderlich machen würde. Mit einem Hoch auf die Sozial- Bitherttub reichheit, jeden Donnerstag, 9 Uhr Abends, bet 5. Rei- wollten. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) demokratie wurde die Versammlung geschlossen. Rauchtlub Kollegia, Abends 9 Uhr, in Bernhardt's Destillation, Staligerstr. 41. Stauchtlub Waldesgrün, Abends 8% Uhr, Restaurant Wien, 26. April. Eine Kundmachung der niederösterreichiRauchttub Ohnesorge, Abends 9 Uhr schen Statthalterei erinnert die gesammte Arbeiterschaft an die A. Gaspar, Reichenbergerstr. 113a. Restaurant Buder, Gräfestraße 18. Rauchflub ernspize, Abends Ungesetzlichkeit einer, einer, willkürlichen Arbeitseinstellung 8 Uhr, bei A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. Rauchklub Arabi Pafcha, Abends 9 Uhr, bet Berndt, Perlebergerstr. 17. Klub Dhnestreit, 1. Mai, warnt unter Hinweis auf die volle Gesetzesstrenge Rauchflub auf das Dringendste vor jeglicher Ausschreitung und Betheiligung 8 Uhr, bei Selterhoff, Antonftr. 5. Abends im Restaurant Göz, Oranienftr. 153.- Gefangverein Proletariat dänischen Dampfschiffs Gesellschaft in Esbjerg haben die Arbeit " B Der Verein der Lithographen, Steindrucker und Berufsgenossen Deutschlands, Filiale Berlin, nahm am 20. April in seiner Generalversammlung den Bericht mann, Alte Schönhauserjir. 42. ber 1 Verein am der Kongreßdelegirten entgegen. In den Hauptvorstand wurden Abends 9 Uhr Springstubbe's Restaurant, Manteuffelstr. 67. Theaterverein Mat= an etwa von einzelnen, vielleicht fremden Ruhestörern hervordarauf folgende Kollegen gewählt: Spielmann zum 2. Vorübest, Abends 9 Uhr, Simeonstr. 28 bei Flid. glöckchen, Englischer Hof, Neue Roßstr. 3. Rauchtlub BrüderlichGäste willkommen. Stat Stat: fichts des versammelten Landtages öffentliche Aufzüge in Wien und anderwärts und erwartet von der Besonnenheit und dem gesunden Sinne der Arbeiter die Enthaltung von jeglichem un= zulässigem, demonstrativem Auftreten. Hull, 25. April. Die Behörden wurden von dem( angeblichen. Ned. d. V.) Bestehen eines Komplots, durch welches Schießtlub ell ein mit nichtunionistischen Arbeitern besetzter Eisenbahnzug in die Luft gesprengt werden sollte, in Kenntniß gefeßt. Der Anschlag wurde vereitelt, ebenso ein anderer, dessen Zweck war, die Waarenlager am Hafen in Brand zu sehen. fizenden, Mescha zum Kassirer, Rose und Brausendorf zu feit, von 9 bis 11 Uhr bei Stabernac, Pücklerstraße 49. Rauch gerufenen Exzessen und sonstigen Ruhestörungen verbietet angeSchriftführern, Reibestein und Paul Schäfer zu Revisoren. Dem tlub Nordstern, jeden Donnerstag nach dem 15. im Monat bei G. Seinicke, Friedrich- Karlstr. 11, Friedrichsberg. Rauchklub Eldorado, von der Verwaltung erstatteten Jahresbericht zufolge haben im abends 8 Uhr, Restaurant W. Schulze, Ostbahnhof 7. Rauchtlub Su= legten Jahre drei öffentliche, zehn Vereins- und zwei Bertrauens- matra, bends 8 Uhr, im Restaurant Krause, Gitschinerstr. 93. Stattlub Tournee, Abends 8% Uhr, bei Ulrich, Wrangelstr. 84. männerversammlungen stattgefunden. Mitglieder zählte der flub Rückwärts, Abends 8% Uhr bei Arndt Pallisadenftr. 47. Verein Anfang 1892 1181, Anfang 1893 1106. Verstorben sind tub Gordischer Knoten Abends 9 Uhr, bei Schilling. in dieser Zeit vier Mitglieder. Nach Erstattung der Ab- Nuderverein Vorwärts. Gigung Abends 8 Uhr, bei Bodenburg rechnung wählte Die Versammlung folgende Kollegen Rommandantenftr. 10-11. in die örtliche Verwaltung: Seidel zum ersten Verwalter, Reh- Abends 8 Uhr bet Nagel, Schwedterstr. 28. feld zum zweiten Verwalter, Brall zum Kassirer, Masuthe und Schorß zu Schriftführern, Waschta und Krüger zu Beisitzern, sowie Fisch, Mewes und H. Zechert zu Revisoren. Die Regelung der wegen Lohnabzuges erfolgten Arbeitsniederlegung der Präger bei der Firma Friedberg u. Silberstein wurde der neuen Berwaltung übertragen. Zum Schluß wurde ein Antrag angenom men, am Himmelfahrtstage eine Herrenpartie zu machen. Vermischkes. Literarisches. Das übliche Aufsehen erregte die am Sonnabend in Roswig erfolgte Verhaftung des Beamten der Westfälisch- Anhaltischen Sozialpolitisches Zentralblatt.( Herausgegeben von Dr. Dynamitgesellschaft, Premierlieutenant d. R. Flgner, der eben Heinrich Braun, Verlag von Carl Heymann, Berlin W., Eine Verfammlung der Berliner Filiale des All- von einer Reise zurückgekehrt war. Die Verhaftung erfolgte durch Mauerstr. 44, Preis 2 M. 50 Pf. vierteljährlich.) Die soeben gemeinen Unterstützungsvereins der Töpfer und Berufsgenossen den Bürgermeister selbst mit Hilfe zweier Schuyleute. Ilgner erschienene Nummer 80 hat folgenden Inhalt: Zur Frage der Deutschlands wurde am 23. April abgebalten. Zu dem auf der wurde sofort unter militärischer Begleitung nach Minden ge- gewerblichen Fachbildung in Deutschland. Von Dr. Karl von Dagesordnung stehenden Punkt:„ Die Zustände im Töpfergewerbe", bracht. Gleichzeitig foll die in Berlin wohnende Frau Flgner's Mangoldt. Die Tragweite der deutschen Wuchergesetz- Vorlage. wurde nach einer lebhaften Debatte der folgende Antrag an verhaftet worden sein. Ueber die Veranlassung zu dieser Maß- Von Rechtsanwalt Dr. Heinrich Cohn.- Die deutsche über Die Kommunalgenommen:„ Die Mitglieder des Vereins werden ersucht, den nahme ist Genaueres noch nicht bekannt. Man meint, daß es seeische Auswanderung im Jahre 1892. Beschluß der öffentlichen Versammlung hochzuhalten und überall sich um eine Beschuldigung militärischer Art handelt. abgaben der Standesherren in Preußen. Von Privatdozent da, wo nach dem Lohntarif nicht bezahlt wird, die Arbeit ruhen Ehrung. Dem föniglichen Gendarmerie Oberwachtmeister Dr. J. Jastrow.-Tagelöhne und Länge des Arbeitstages im zu lassen. Ferner haben die Mitglieder bis auf weiteres 1 Mart Giercke in Berleberg ist das Allgemeine Ehrenzeichen Zimmerergewerbe während der Sommermonate. Von Zimmerer wöchentlich zur Unterstützung der streikenden Kollegen anin Gold verliehen worden, und zwar wegen der vorzüg- August Bringmann. Die Ausstandsbewegung in Belgien. den Kaffirer abzuliefern." Sodann nahm die Versammlung in lichen Leistungen während Der Arbeiter Programm der sozialdemokratischen Partei Basel für Großraths Der Dockarbeiter- Ausstand in Rücksicht darauf, daß in einzelnen Werkstätten den Scheiben- Unruhen in den Kohlenbergwerten bei Bochum". und Regierungsraths- Wahlen. töpfern enorme Lohnabzüge gemacht worden sind, die folgende Zu der Erfindung eines kugelfesten Panzers wird der Hull. Regelung der Sonntagsarbeit im Berliner FriseurResolution mit allen gegen eine Stimme an:" Die heutige Ber- Fränt. Tagespost" mitgetheilt, daß diese durchaus nichts neues gewerbe. Neuregelung des Lehrlingswesens in Deutschland. sammlung des Algemeinen Unterstützungsvereins der Töpfer er- fei. In einem 1784 in Frankfurt und Leipzig in 6. Auflage er. Die Krankenversicherung der deutschen Arbeiter im Jahre 1891.G -O = Einsiedler. 1. Die Mutter haftet nur für die zwecks Unter halts des unmündigen Sohnes nothwendig gewordenen Schulden. 2. Lohnbeschlagnahme wegen Miethsforderung oder Koftgeld ist unzulässig. Zahl der Altersrentner in Schlesien im Verhältniß zur Be- Roinfahrt werden wohl in den Etat eingestellt werden, wie das Dölferung.- Zur Statistik des Gewerbegerichts in Hanau a. M.- bei ähnlichen Reisen geschah. Konferenz der Zentralstelle für Arbeiter- Wohlfahrtseinrichtungen. Warnemünde. Eine solche gesetzliche Bestimmung eristirt Zum Volksschulwesen in Preußen. Zulassung der Frauen zu leider nicht. Zulassung der Frauen zu leider nicht. Ein Versäumnißurtheil ergeht nur, wenn die in pharmazeutischen Studien. Die Wiener Voltsbibliotheken. der Klage angeführten Thatsachen den Klage Anspruch selbst Strafhaus- Arbeit in Preußen.- Abdruck sämmtlicher Artikel rechtfertigen. Beantragen Sie, um die Gründe kennen zu lernen, schenke, die innerhalb sechs Monaten von Zustellung der Klage ab M. F. 100. Zurückverlangen fann man allerdings Ge ist Zeitungen und Zeitschriften gestattet, jedoch nur mit Angabe Ihnen eine Urtheilsabschrift zu ertheilen. hingegeben sind. Gegen das Verlangen kann aber seitens des der Quelle. 2. y. 3. 100. Unseres Erachtens liegt darin feine Be- Mädchens, das sich Ihnen hingegeben hat, der Einwand erleidigung, daß der den Lehrherrn vertretende Gefelle dem Lehr- hoben werden, daß die Rückforderung ruppig und daß die Ge= ling deshalb einen„ Kazentopf" giebt, weil dieser ihn gefragt scheute als Entgelt für die Hingabe oder als Bekräftigung eines hat, ob er ein Vogel" habe. Beantragen Sie wegen der dummen Eheversprechens gegeben sind. Der Einwand der Ruppigkeit ist Frage des Lehrlings Kompenfation. Mehr als 10 Mark Strafe erfolglos, die anderen würden, falls ihre thatsächliche Unterlage wird wohl keineswegs der Richter, wenn er überhaupt ver- erwiesen wird, Abweisung der Klage herbeiführen. urtheilt, verhängen. E. T. 17. 1. Natürlich muß der Schurke, der einem A. S. 99. Bierverkauf ohne Konzession ist nicht erlaubt, Mädchen vorredet, er sei nicht verheirathet, und sie dadurch zur falls das Bier an Ort und Stelle genossen wird. Der einfache Gewährung des Beischlafs veranlaßt, auch dann Alimentation Flaschenbierverkauf ist von keiner Konzession abhängig. zahlen, wenn er verheirathet ist. 2. Wenden Sie sich an die AnJ. Todtmann. Wenden Sie sich an das Gewerbegericht ftalt in der Ziegelstraße, oder an die in der Dorotheenstraße bei Stralauerstr. 3. Dort wird Ihre Klage zwischen 8 und 9 Uhr der Universitätsstraße. entgegengenommen. Briefkaffen der Redaktion. C- i. Wir freuen uns Ihrer entschiedenen Stellungnahme für die Sozialdemokratie, die Sie fundgeben, obwohl Sie gläubiger Katholik sind. Die Religion ist allerdings im Programm unserer Partei Privatsache; Sie sind aber im Irrthum, wenn Sie in der Auslassung des Papstes gegen die Maifeier nur die persönliche Ansicht des Papstes erblicken. Indem er sie in der Enzyiklika ausspricht, also in der offiziellsten Form, ex cathedra, erhebt er feine Auslassung zu einem Ausspruch der Kirche selbst. R. Wittrich. Zu Thränen gerührt durch die verbindliche Form Ihres Schreibens leiften wir hiermit in tiefiter Demuth Abbitte für die begangenen Sünden und versprechen Ihnen feierlichst, daß Sie nicht wieder belästigt werden sollen. S. St. 64a. Ihr Gedicht ist nicht für uns verwendbar und steht zu Ihrer Verfügung. 102 J. F. N. Wenn ein Arbeiter den Chef bestiehlt und deshalb entlassen wird, so hat der Chef das Recht, den Lohn gegen seinen Schadensersatz- Anspruch zu verrechnen und ein H. W. 1. Ein Bayer wird ohne ausdrückliche Naturalisation nicht Preuße; Steuerzahlen genügt nicht. 2. Die Kosten der zubehalten. Briefkaffen der Expedition. F. H., Bruch bei Recklinghausen. Maifestblatt bereits abgesandt. Die Expedition der Gazeta robotnicza" ist jetzt Berlin S. O., Oranienstr. 54, Hof 1., Buchdruckerei von Janiszewski u. Quitt. Achtung! 4. Wahlkreis, Osten. Achtung! Achtung, Puzzer( Maurer). Die Maifeier für den 4. Wahlkreis( Osten) Montag, 1. Mai, Vorm. 10 Uhr, in der Brauerei Königstadt, findet den 1. Mai, Nachmittags 4 Uhr, in folgenden Lokalen statt: Brauerei Friedrichshain, Elysium und Königsbank. Billets à 30 Pf. sind in allen mit Plakaten belegten Handlungen und bei den Vertrauenspersonen R. Wengels, Fruchtstr. 30, und H. Baumgarten, Posenerstr. 4, zu haben. 349/7 Das Komitee. 4. Berl. Reichstags- Wahlkr.( Südost). Montag, den 1. Mai: Grosse Maifeier in den Lokalen Konkordia- Festsäle und Sanssouci, Rottbuserstr 4a Andreasstr. 64 349/ 8* bestehend in Vokal- und Instrumental- Konzert, Vorträgen ernsten und heiteren Inhalts, lebenden Bildern. Punkt 9 Uhr: Festreden. Schönhauser Allee: 244/16 Große öffentliche Versammlung Achtung, Sangesbrüder! Die Herren Berthold Steinert, Tischler, Rüdersdorferstr. 18, und Paul Wegner, Grüner Weg 18 find Verpflichtungen gegen Gesangverein Felsenburg noch nicht nachge tommen, troß mehrfacher Aufforderung, und geben wir dieselben hiermit bekannt. J. A.: Der Vorstand recherche en ben der Putzer und Berufsgenossen Berlins u. Umg. mit Frauen. des Gesangvereins Felsenburg. Tages- Ordnung: 1. Die Bedeutung des 1. Mai. Referent Dr. Pinn. 2. Gewerkschaftliches. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vertrauensmann. F. Gräschte, Lübbenerstr. 26. Achtung, Brauerei- Hilfsarbeiter! ( M. d. A.-S.-B.) 3584b Flasche 60 Pfg., 10 Maitrank TO FL. 5,50 Mk. Spiritus Liter 32 Pfg. Himbeersaft( ohne Stärkesyrup), Sonnabend, 29. April, Ab. 81/2 Uhr, in den Konkordia- Festsälen, Andreasstr. 64: 40882* Str. 1,50 Mt. Große öffentliche Versammlung fämmtlicher in den Brauereibetrieben Berlins und Umgegend Franz Beyer, Chauffeeftr. 103. beschäftigten Hilfsarbeiter, Sierfahrer, Mitfahrer, Gofarbeiter, Sämmtl. Weine zu Engrospreis. Heizer, Malchinisten etc. Tagesordnung: 1. Die Maßregelung der Brauerei- Hilfsarbeiter im Flaschenfeller der Unionsbrauerei. 2. Die Gründung einer Organisation. 3. Brauer- Kongreß in Nürnberg. 88/3 Das Erscheinen der Brauer und Böttcher in dieser Versammlung ist dringend nothwendig. Der Einberufer. Große öffentliche Versammlung fämmtlicher Ein grosser Posten Steppdecken echt Wollatlas( reineolle) Grösse 150x200, Stück 7,50 M. circa 1000 Groker Ball. Dienst- Droschkenkutseher Berlins Stormal Schlafdecken Die Festtheilnehiner erhalten die Mai- Zeitung gratis. Entree 30 Pf. Das Komitee. Stralau- Rummelsburg. = Maifeier. Montag, den 1. Mai, Abends 6½ Uhr, Oeffentliche Volks- Versammlung im Saale der Gräflich Reischach'schen Brauerei. Tages- Ordnung: 1. Die Bedeutung des 1. Mai. Referent Genosse Bruns. 2. Disfuffion. 3. Bericht der Revisoren und des Vertrauensmannes von Rummelsburg. Zur Deckung der Unkosten Entree nach Belieben. Nach der Versammlung: Tanz und Gesangsvorträge. Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 30 Pf. extra. Da die Versammlung pünktlich) eröffnet wird, bitten wir die Genossen recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen." 336/18 Die Vertrauenspersonen. Berliner Spar- und Bauverein ( Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht). Den geehrten Genossen bringt der unterzeichnete Vorstand zur Kenntniß, daß die statutengemäße erste General- Versammlung am Sonntag, den 7. Mai er., Vormittags 10 Uhr, im Saale des Handwerker- Vereins, Sophienstr. 15, Tages Ordnung: stattfindet. 1. Rechenschaftsbericht des Vorstandes. 2. Wahl des Aufsichtsrathes. 3. Verschiedenes. 3591b Zu dieser Generalversammlung haben nur Genossen Zutritt. Legitimation: Quittungsbuch. Des weiteren giebt der Vorstand bekannt, daß von heute ab die Jahresabrechnung im Geschäftslotale der Genossenschaft, Bossenerstraße 10, zur Einsicht für die Genossen ausliegt. Außerdem wird dieselbe mit der Einladung zur Generalversammlung den Genossen noch direkt zugesandt werden. Berlin, den 26. April 1893. Der Vorstand des Berliner Spar- und Bauvereins ( Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht). Johann F. Martin. Robert Lange. Achtung! Steinmetzen. Achtung! Am Sonntag, den 30. April, Vorm. 10 Uhr. im Lokal des Herrn Müller, Johannisstraße Nr. 20: Oeffentliche Versammlung. Zagesordnung: und Umgegend morgen, Freitag, den 28. d. M., Abends 9 Uhr, im ,, Feenpala", mit kleinen Maschinenflecken, in Burg- und Wo fganghraßen- Ede. Siehe morgen, Freitag Säulenanschlag. Tages Ordnung: 1. Die wirthschaftliche Lage im Deutschen Reiche und im Auslande. Referent Reichstags- Abgeordneter Fritz Kunert. 2. Entgiltige Beschlußfassung über die Durchführung des aufgestellten Lohnfazes im Tarameter Droschtengewerbe bezw. die Arbeitseinstellung in demselben am 1. Mai. Referent Kollege W. Schütte. 3. Diskussion. Die geehrten Herren Kollegen, insbesondere diejenigen, welche eine Droschke mit„ Tarameter" fahren, find freundlichst eingeladen und werden dieselben hierdurch ersucht, recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Bur Deckung der Unkosten wird ein Entree von 10 Pf. pro Person erhoben. Mit kollegialem Gruß: 3585b Das Agitationskomitee. J. A.: A. Stiller, Droschkenkutscher, Lübeckerstraße 4. Am Sonnabend, den 29. April, in Wilke's Lokal( früher Schirmacher), Andreasstraße 26: E Tanz- Kränzchen, verbunden mit Gesangs- und humoristischen Vorträgen, reizenden Jacquard- Mustern, Grösse 150x200 cm. Sonstiger ver Stück 4,50 M. ga Meine illustrirte Preisliste über hochfeine Stepp- und Schlafdecken gratis und franko. 3788L* Steppdecken- Emil Lefèvre, Fabrik Berlin S., Oranienstraße 158. Sumatra- DeckRoh- Tabak blatt v. 140 Pf. an, Java- Umblatt u. Einlage v. 90 Pf. an, CarmenUmblatt v. 100 Pf. an, sowie sämmtl. anderen Sorten. 4035L* G. Elkhuysen, Alte Schönhauserstr. 5. veranſtaltet vom Gesangverein Bruderherz". Arbeitsmarkt. Anfang 8 Uhr. 33 Der Ueberschuh ist zum wohlthätigen Zweck bestimmt. Billets, Herren 30 Pfg., Damen 20 Pig., sind beim Vorstand Albin Fischer, Barnimitraße 1, Carl Stellmacher, Rudersdorferstraße 7, und im be= nannten Lokal zu haben. Roh- Tabak A. Goldschmidt, 8806L am biesigen Plage wie bekannt grösste Auswahl! Garantie für sicheren Brand. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabake sind am Lager. A. Goldschmidt, Oranienburgerstr.2. 27. Markgrafenstr. 27. Damenmäntel und Jaquetts 2,50, 3, 4 M. 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