Ur. 189. RbonnemcntS'Bedlngunsen: £6oimemcnt§- Preis pränumerando: Liertcljährl. 3£0 Ml., monatl. 1,10 Ml. n-öchenlüch 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer S Pfg. Sonntags- liunimer mit illustrierter Sonntags- Beilage»Die Neue Welt' 10 Psg. Posl- klbonncment: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Post-ZeitungS- BreiSIistc. Unter Kreuzband für Deutschland und Oesterreich- Ungarn 2 Mark, für das übrige Ausland Z Mark pro Monat. PostabonnementS nehmen an: Belgien. Dänemark, Holland. Italien. Luxemburg. Portugal. Rumänien, Schweden und die Schweiz. vlchelot llgllch anOtr niontaai. Ä6. Jahrg. Vevlinev VolKsbletR. Me InIerNons-Levah? keträgt für die sechsgespaltene KoloNel- zeile oder deren Raum 50 Psg., für politische und gewerkschaftliche Vereins- und Versammlungs-Sinzcigen 30 Psg. „Kleine Hn«ig«n", das erste(fett- gedruckte) Wort 20 Psg., jedes weiters Wort 10 Psg. Stellengesuche und Schlaf- stellen-Anzeigen das erste Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nunimer müssen bis S NHrnachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet Telegramm-Adreffe: „S»IltItUil>ol!»t R erlin", Zentralorgan der Ibzialdcmokrati fehen Partei Deutfcbtands. Redahtiont 6M. 68, Lindenstrasee 69. Fernsprecher: Amt I\, Nr. 1983. Expedition: SM. 68, Lindenetraese 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1984. Parteigenossen! Laut Beschluß des Nürnberger Parteitages findet der dies- jährige Parteitag in Leipzig statt. Auf Grund der ZZ 11, 12, 13. 14 und 15 des Organisationsstatuts beruft die Parteileitung den diesjährigen Parteitag auf Sonntag, den 12. September, abends 7 llhr, nach dem Saale dcS Volkshauses in Leipzig, Zeitzer» st r a ß e 32, ein. An die Punkt 7 Uhr abends erfolgende Eröffnung schließen sich die Konstituierung des Parteitages, die Festsetzung der Ge- schäftS. und Tagesordnung und die Wahl der Mandatsprüfungs- kommission an. Die Verhandlungen der folgenden Tage finden in dem gleichen Lokal statt. Als vorläufige Tagesordnung ist festgesetzt: 1. Geschäftsbericht des Parteivorstandes. Berichterstatter: H. Molkenbuhr, A. G e r i s ch. 2. Bericht der Kontrolleure. Berichterstatter: A. Kaden. 3. Parlamentarischer Bericht. Berichterstatter: G. Lede» b 0 u r. 4. Bericht der Kommission wegen Aenderung des O r g a n i- sationsstatuts. Berichterstatter: Fr. Ebert. 5. Maifeier. Berichterstatter: H. Müller. 6. Reichsversicherungsordnung: a) Allgemeine und Krankenversicherung. Berichterstatter: G. Bauer. b) Unfallversicherung. Berichterstatter: Robert Schmidt. c) Invaliden, und Hinterbliebenenversicherung. Bericht- . erstatterin: Luise Zieh. 7. Internationaler Kongreß in Kopenhagen. Berichterstatter: Paul Singer. 8. Sonstige Anträge. 9. Wahl des Parteivorstandes, der Kontrollkommission und des Ortes, an dem der nächste Parteitag stattfinden soll. Parteigenossen!. Bewirkt die Vorarbeiten für den Parteitag — die Wahl von Delegierten und die Stellung von Anträgen— rechtzeitig. Die Anträge müssen spätestens am 16. August im Besitze des Parteivorstandes, Adresse: W. Pfannkuch, Berlin SW. 68, Liudenstraße 69, sein, wenn sie entsprechend den Bestimmungen des§ 14 Abs. 2 des Organisationsstatuts im„Vorwärts" veröffentlicht und in die ge- druckte Vorlage Aufnahme finden sollen. Anträge einzelner Parteigenosien bedürfen der Gegenzeichnung des Vorstandes der örtlichen bezw. Kreisorganisation, falls sie zur Veröffentlichung und Beratung gelangen sollen. Den Anträgen etwa beigegebene Begründungen werden weder im„Vorwärts" noch in der den Delegierten zugehenden Vorlage abgedruckt. Die Genossen haben das Recht, ihre Anträge auf dem Parteitag selbst zu begründen oder durch befreundete Genossen be- gründen zu lassen. Die Delegierten werden ersucht, von ihrer Delegation dem Parteivorstande und dem Lokalkomitee rechtzeitig Mitteilung zu machen, damit ihnen die Vorlagen und sonstige Mitteilungen zu- gehen können. Die Adresse des Lokalkomitees lautet: Richard Lipinski, Leipzig, Elsterstraße 14. Die Mandatsformulare werden vom 16. August ab durch daS Parteibureau: W. Pfannkuch, Berlin S\V. 68, Lindenstraße 69, versandt. Mit sozialdemokratischem Gruß Der Parteivorstand. gas ritterliche Ifjandwerk. DaS Soldatenhandwcrk gilt bekanntlich als sehr ritterlich. Betrachtet man es aber näher, so löst diese Ritterlichkeit sich in eitel Dunst auf. Im gewöhnlichen Leben gilt zum Beispiel der Angriff auf einen Wehrlosen als feig und hinterlistig. Für den Soldaten ist es aber passend, den Gegner im Zustande völliger Wehrlosigkeit anzutreffen, während er selbst bis an die Zähne bewaffnet ist. Zu den größten Glanzleistungen der militärischen Taktik gehört bekanntlich der U e b e r f a l l. Je wehrloser die Überfallene Partei, um so größer das Ver- dienst und der Ruhm und um so höher der in Aussicht stehende Orden. Am besten ist es. wenn der Gegner schlafend oder menagierend überrascht wird; denn in diesem Falle bedarf er, auch wenn keine Panik einreißt, mindestens mehrerer Sekunden, bis er kampffähig ist. Und wie vielen kann man mit den modernen Schußwaffen in einigen Sekunden das Lebenslicht ausblasen l In der gleichen Rubrik steht der Angriff von rückwärts. Unter nornialen Verhältnisien, d. h. in den Augen des Zivilpacks, das von der wahren Ritterlichkeit nichts versteht, gilt er ebenfalls als feig und rangiert in dieser Beziehung auf der nänilichen Linie mit dem Ueberfall. Anders wird die Angelegenheit vom militärischen Standpunkt aus. Den Feind im Rücken zu fassen, ist eine sehr verdienstvolle Tat. Und wenn eine Partei besiegt Kehrt macht, also dem Feinde den Rücken dreht, so kann sie sicher sein, daß sie im Nächsten Augenblick mit einem rasenden Schnellfeuer bedacht wird. Artet infolgedessen der Rückzug in eine kopflose Flucht aus, so kann der Sieger von rückwärts in wehrlose Haufen hineinknallen, hineinreiten und auf sie einhauen. Die Taktiker nennen dieses Abmurksen wehrloser Massen poetisch die Ernte! Das Bestreben, den Gegner in wehrlosem Zustande zu treffen, hat auch schon die Waffentechnik beeinflußt. Einer der Vorteile des rauchlosen Pulvers besteht zum Beispiel darin, daß es dem Gegner die Auffindung der feindlichen Position erschwert. Dies trifft namentlich aus die Artillerie, die auf große Entfernungen schießt, zu. Man will also selbst schießen, man will die Gegner verwunden und töten, aber sich dabei vor ihnen Verstecken. Ein Schalldämpfer, der die Detonation der Gewehre und Geschütze auf ein Minimum beschränkt, würde dieses Versteckenspiel wesentlich begünstigen. Bis jetzt ist eine kriegsbrauchbare Vor- richtung dieser Art freilich noch nicht konstruiert worden. Auch die von Maxim hergestellte soll versagt haben. Aber mit der Zeit werden die Techniker das Problem gewiß lösen. Diese Versuche, sich vor dem Feinde zu verkriechen, während man ihm Tod und Wunden beibringt, sind gewiß auch nicht ritterlich. Dem Zivilvolk ist auch ein Angriff, den zwei oder mehrere gegen einen Einzelnen unternehmen, nicht sympathisch. Das Soldatenhandwerk erlaubt solche Angriffe nicht nur, sondern preist sie als hervorragend schöne Mittel an. Die Kunst zu siegen besteht ja häufig darin, daß man zur richtigen Zeit am richtigen Ort in der Ucbermacht ist. Wir sehen also, daß es mit der Ritterlichkeit des Soldatenhandwerks sehr schlecht bestellt ist. Der Soldat übt Mittel, die der Zivilist als feig, hinterlistig und ehrlos bezeichnet. Allerdings ist es richtig, daß fiir einen Zivilisten, der mit einem andern in einen tätlichen Streit gerät, andere Verhält- nisse in Betracht kommen als für den im Kriege kämpfenden Soldaten. Dieser hat es insofern schlechter, als er sich sagen muß, daß die Gegner, die er heute entwischen läßt, vielleicht morgen oder später gegen ihn wieder im Felde stehen werden. Außerdem ist der Krieg im Leben kultivierter Völker ein krankhafter Zustand, der möglichst rasch beseitigt werden muß. Aber das ändert nichts an der Tatsache, daß das Soldatenhandwerk mit Mitteln arbeitet, die höchst unritterlich sind und im gewöhnlichen Leben direkt als Verwerflich gelten. Hier muß eben auch der Zlveck die Mittel heiligen. Die Luft, Wehrlose zu attackieren, findet man bei Angehörigen der Armee nicht selten auch im Frieden. Es sei hier vor allem an die Soldatcnmißhandlungen er- innert. Wie viele Mißhandlungen sind nur deswegen möglich, weil der Vorgesetzte meint, der Untergebene dürfe sich nicht wehren. Hätten sie das Bewußtsein, daß der Mißhandelte von seinen Fäusten Gebrauch machen darf, so würden sie ihre Roheiten unterlassen. Das Ziehen des Säbels gegen unbewaffnete Zivilisten, das bekanntlich leider auch keine Rarität ist, gehört ebenfalls hierher. Zu wahren Orgien schwingt sich die Lust vieler Soldaten, ihr Mütchen an Wehrlosen zu kühlen, dann auf, wenn eine Revolution niedergeschlagen wird. In diesem Falle hat man das große Vergnügen, auf schlecht b e- w a f f n e t 0 und meistens auch mangelhaft organisierte Menschenmasscn nicht nur mit Gewehren, sondern auch mit Artillerie feuern zu dürfen. In Barcelona sollen die Befehlshaber der Truppen es sogar fertiggebracht haben, die Aufstündischen zuerst aus den Borstädten in das Zentrum der Stadt zu treiben und sie hier von der Artillerie be- schießen zu lassen. Ist der Widerstand der Revolutionäre gebrochen, dann cheginnen die Kriegsgerichte ihre„Arbeit". Sie werden zur Fällung von Todesurteilen engros kommandiert. Ob diese Vernichtung von Menschenleben im Handumdrehen ritterlich ist. erlauben wir uns auch zu bezweifeln. Zum Schluß wird der Soldat— Ende gut. alles gut— auch noch zum Henker degradiert, der die Todesurteile vollziehen muß. Da steht dann ein Herr Offizier und kom- mandiert eine Salve gegen einen Menschen, dem die Hände auf den Rücken gebunden sind. Ist er erledigt, so kommt ein anderer dran, und so geht es iveiter mit Grazie. Nach Ritterlichkeit schmeckt so etwas gewiß auch nicht. Es setzt nur der unglaublichen Vielseitigkeit, die vom so- genannten gemeinen Soldaten von seinen Vorgesetzten ver- langt wird, die Krone auf. Als Vaterlandsvertcidiger wird er eingezogen, mitten drin aber befindet er sich als Kellner im Osfizierskasino oder als Bursche genanntes Stuben- mädel bei einem Offizier, vielleicht muß er zur Abwechselung die Kindsmagd und Hausmagd eines Unteroffiziers machen, dann hat er das Vergnügen, als Treiber auf einer Offiziersjagd fungieren zu dürfen. Auch im Theater findet er als Statist Verlvendung. Und wenn seine Laufbahn be- sonders glorreich ist, wird ihm vorübergehend auch noch das Amt eines Henkers übertragen. Summa Summarum: Die ganze vielgepriesene Ritterlich- keit des Soldatenhandwerks besteht nur darin, daß seine Jünger ständig mit dem Schwert an der Seite herumlaufen. Oer IRiclenkampf in Schweden. (Von unserem nach Schweden entsondten Mitarbeiter.) Stockholm, den 13. August. Zu den törichten und falschen Behauptungen, die in der bürger- lichen Presse Deutschlands Über den schwedischen Generalstreik ver« breitet werden, gehört auch die, daß diese ungeheure Kraft» anstrengung der Arbeiterschaft darauf berechnet sei, den Staat in Gefahr zu bringen. Der Korrespondent der«Kölnischen Zeitung" sucht dies der Welt weiszumachen, und verkündet schließlich, daß die Lcbenskrast des Staates die Probe bestanden habe, da die Zufuhr von Lebensmitteln nach Stockholm ungehindert vor sich gehe, elektrisch Licht, GaS, Telephon, Telegraph wie gewöhnlich funktionierten und eine Gefahr der Unterbrechung des ErztranSporteS auch nicht vorhanden sein. Von den öffentlichen, kommunalen und staatlichen Werken, die wie gewöhnlich funktionieren, hätte der Mann noch eine Reihe anderer aufzählen können, unter anderen die Eisenbahnen, die ja, wenigstens jetzt noch, soweit sie nicht aus Mangel an Fracht stilliegen, im Betrieb sind. Hätte die Arbeiterschaft den«Staat in Gefahr" bringen wollen, so hätte sie sicherlich die großen öffentlichen Betriebe in erster Linie lahmgelegt. Der Wahlrechtsstreik von 1962 hatte freilich zum Ziele, eine schreiende Ungerechtigkeit im Staatswesen zu beseitigen; dem gegenwärtigen Generalstreik liegen ausschließlich gewerkschaftliche, wirtschaftliche Forderungen zugrunde. Der Staat hat in diesen wirtschaftlichen Streitigkeiten zwischen Unternehmertum und Arbeiterschaft getan, was er, wie er nun einmal beschaffen ist, durch die Institution der VermittelungSbeamten tun konnte. Vom Staat verlangt die Arbeiterschaft nichts, als daß er unparteiisch sei. Der Kamps richtet sich lediglich gegen das Unternehmertum, das mit seinen Organisationen einen Staat im Staate bildet und, namentlich in de» letzten beiden Jahren, durch seine unaufhörlichen Lohndrückereien und Masse naussperrungen die Existenz der Arbeiterschaft fortdauernd gefährdet und viel ärgeren Druck ausübt, als es der Staat mit seinen Gesetzen zu tun vermag. Darum ist eS töricht zu behaupten, die Arbeiterschaft wolle den Staat in Gefahr bringen, und darüber zu frohlocken, daß das nicht gelang. Die Arbeiterschaft hat auch mit ihrer ganzen Taktik be« wiesen, daß dieser Kampf lediglich gegen die Tyrannei des Unter« nehmcrtumS gerichtet ist, und wenn schließlich auch die Angestellten der Staats- wie der Privatbahnen die Arbeit einstellen werden, so richtet sich daS, obwohl die Unzufriedenheit mit ihren eigenen Arbeitsverhältnissen auch unter den Eisenbahnern groß ist, nicht gegen den Staat als solchen oder auch nur als Arbeitgeber, sondern gegen daS Privat Unternehmertum. Der Eisenbahner» streik, wenn er zur Tatsache wird, ist lediglich ein Aus« fluß der allgemeinen Solidarität der gesamten Arbeiterschaft, derselben Solidarität, die viele andere Arbeitergruppen, die auch die Typographen veranlaßte, einzutreten in die ungeheure Schar der streikenden Arbeiterschaft, die Typographen, die selbst außerhalb der LandcSorganisation der Gewerkschaften stehen, wie ihre Prinzipale außerhalb der großen Arbcitgeberzentrolen. Der Typographenstreik ist übrigens auch mit großer Ein» m ü t i g k e i t durchgestihrt worden, obwohl die Arbeiterschaft dieses Berufes wohl besonders schwere Nackenschläge zu erwarten hat. Der Streik erstreckt sich bis zum äußersten Norden des Landes, soweit die schwarze Kunst ausgeübt wird. 98 Proz. sänitlicher Mitglieder haben die Arbeit ein- gestellt. Wenn hier in Stockholm und einigen anderen Orten Zeitungen in kleinem Format wieder gednickt erscheinen können, so deswegen, weil hier und da Faktoren, kleine Buchdrucker- m e i st e r und Kontorleute, auch einige Redakteure, die früher einmal Drucker oder Setzer waren, als Streikbrecher fungieren. Hier in Stockholm sind auch einige Deutsche als Streikbrecher tätig. So zwei Monteure bei„Dagens Nyheter", die aus F r a n k e n t h a I in der R h e i n p f a l z gekommen waren, um hier eine Maschine aufzustellen, nun aber als Maschinenmeister fungieren. In „Stockh»lmS Dagblad" soll ebenfalls ein deutscher Maschinenmeister arbeiten. Die PrinzipalSvereinignng im Buchdruckgewerbe Schwedens hat alle streikenden Typographen im ganzen Lande durch Rund« schreiben aufgefordert, morgen früh die Arbeit wieder aufzunehmen. Glück werden sie damit sicherlich nicht haben. Wenn von den großen Zeitungen SchioedcnS„Göteborgs HandelStidning" fortdauernd so ziemlich in gleichem Umfange wie sonst erscheinen kann, so liegt daS daron, daß hier ganz besondere Umstände obwalten. Das Druckerei- personal dieses Blattes hat von jeher gezeigt, daß es ihm an dem nötigen Solidaritätsgefühl mangelt und die etwas besseren Arbeits« Verhältnisse, Pensionsberechtigung usw. spielen dabei auch eine Rolle mit.— Die Nachricht, daß südschwedische oder Heisingborger Blätter in Dänemark hergestellt würden, ist falsch. Auch das Kopenhagener Blatt„Politiken" hütet sich wohl, Schweden per Automobil mit Lese- stoff zu versorgen, wie es geplant war. Die dänischen ZeitungS« Verleger und Drucker haben den Zeitimgsstreik vom vorigen Jahre in ihrem eigenen Lande noch zu gut im Gedächtnis und möchten sich nun nicht durch Streikarbeit für Schweden derselben Kalamität aussetzen. Wie vergeblich die Versuche der Unternehmer, die Streikenden wieder zur Arbeit zu locken, in der Regel zu sein pflegen, zeigte sich heute hier in Stockholm wieder einmal deutlich. Rörstrands Porzellan- fabrik, deren 859 Arbeiter sämtlich streiken, wollte so gern den Betrieb wieder in Gang setzen. Man forderte die Arbeiter ans. wiederzukommen und dochte um so mehr Erfolg zu erzielen, als von der ganzen Schar imr 250 organisiert waren. Aber die Streikenden IjaBen mtt allen gegen zwei Stimmen Beschlossen, im Streik zu verharre», biZ der Sieg errungen ist.. Heute vormittag hatten unter anderen auch die Fuhrleute eine grosze Versammlung und auch sie erklärten sich wiederum einmütig bereit im Kampfe auszuharren. Man erwägt jetzt den Gedanken, ob nicht auch die S t r a h e n r e i n i g e r, die ja von Anfang nicht an der allgenieinen Arbeitsniederlegung teilnehmen sollten, nun eben- falls in den Streik treten sollen. Es wäre das, nebenbei bemerkt, auch insofern gut, als dann die Herren von der bürgerlichen„Schutz- garde" etwas niehr Arbeit erhalten würden und vielleicht nicht mehr mit ihren Vergniigungsautomobilen so viel durch die Ströhen rasen könnten. Mit ihrer unverschämten Automobilraserei werden diese „Schutzherren" immer mehr zu einer öffentlichen Gefahr, der die Polizei gelassen zuschautl Gestern abend � kam ein solches Automobil mit einer Fahrt von mindestens 40 Kilo- meter die Stunde die NoSlagSgata entlang und raste durch eine dichtgedrängte Volksmenge. Ein Polizist, gefragt, wie er so etwas zulassen könne, antwortete:„Das ist deren Sache".— Das hciht die der Herren SchutzkorpSautomobilisten! Im übrigen fahren die Unternehmer fort, immer neue Nach« richten über Wiederaufnahme der Arbeit zu verbreiten. Bei »Stockholms Dagblad" in der Vasagata hängt ein langer Fahnen- läppen von der dritten Etage heraus und wird wohl bald so lang werden, dah er daS Erdgeschoß erreicht. Darauf wird immer von neuem verkündet, wo überall die Streikenden die Arbeit auf- genommen baben. Schwindelnachrichtcn find's meist. Dafür nur noch ein Beispiel. In Vaxiö haben sämtliche Steinsetzer die Arbeit wieder ailfgenomnien, so wird großartig verkündet. Wie viel find ihrer'i Ja in der Kleinstadt Vaxiö mit ihren 3000 Einwohnern gibt eS im ganzen drei Steinsetzer und der jüngste von ihnen ist 60 Jahre alt. Diese drei alten Leute hatten aber überhaupt die Arbeit gar nicht niedergelegt und sicherlich hat sie im Ernst auch niemand aufgefordert, sich auf ihre alten Tage an diesem Riesenkampf zu beteiligen. m Nach zehn Tagen Generalstreik. Ein klassisches Beispiel dafür, wie zugunsten des Untenrehmer- tums die Tatsachen gefälscht werden, bietet folgendes Tele- gramm des Wolffschen DepeschenbureaS: Stockholm, 14. August.(Von unserem Privatlorrespondenten.) Auch der zehnte Tag des Massenstreiks ist ohne Störung der Ordnung verlanseir. Die Streikenden bewahren eine besonnene Haltung, viele machen Ausflüge in die Umgebung Stockholms, filchen hier und genichen in aller Ruhe das prächtige Wetter. Die organisierten Arbeiter beharren noch immer fest auf ihrem Standpunkte, zeigen aber keinerlei E n t h u s i a s m n Z, die Nichtorganisierten sind bereits wankend geworden und haben an mcbrerc» Plätzen die Arbeit wieder auf- genommen. Der Typographenstreik hat seinen Zweck ganz ver- fehlt; vielfach wird hier nicht gestreikt, vielfach der Bruch des Vertrages scharf verurteilt und die Wiederaufnahme der Arbeit gewünscht. Die Zeitungen erscheinen täglich und regelmäßig. Die Aostinmniiig unter den organisterleu Eisenbahuarbeitern dürfte nach den bis jetzt bekannten Ergebnissen gegen den Streik anSsallcn. Sollte der Streik der Landarbeiter zur Wirk- llchkeit werden, so wird er trotz scharfer Agitation bestimmt auf wenige Gegenden einzelner Provinzen be- schränkt bleiben. Die staatlichen Werke und Institutionen arbeiten ohne jede Betriebsstörung. Die Streikleitung versucht jetzt die Straßenfeger in den Streik hineinzuziehen, wahrscheinlich ■ilsd&Vtc.ntoxi Erfolg. Sollten) diS lStrußenteMr.aar WonTng- michl zur Arbeit zurückkehre», so ist die Bürgerwehr bereit, auch diesen Dienst auszuüben. Der Zuzug ausländischer Arbeiter ist hier nie- nialS erörtert worden, da für ihn keinilNotwendigkeitPisteht. Der Köing und die Regierung stimmen in ihrer Stellung zur S t r e i k l a g e v ö l l st ä n d i g u b e r e i n. An eine Vermitteluug zwischen den Parteien wird wohl nicht gedacht werden, s o lange keine von beiden hierum bittet. Das Straßen- leben Hai seine gewöhnliche Physiognomie angenommen. Ver- kehrsmittel aller Art sind wieder im Betriebe. Zur Aufnahme der Arbeiten in, Hafen haben sich für Montag genug nicht« organisierte Arbeiter gemeldet; vielleicht schließen sich ihnen die organisierten Arbeiter an. Die Kohlendampfer werden ihre Ladungen löschen können. Die Zufuhr von Lebensmitteln, Milch, Brot. und Eis ist reichlich. Der Geist des Militärs in der Hauptstadt und in den Provinzen ist vorzüglich. Es ist von . dieser Seite niemals zu Demonstrationen oder Sympathielund- gebungen für die Streikenden gekommen. Man braucht nur mit dieser Darstellung des offiziösen Depeschen- bureaus über den Typographenstreik die obige Darstellung unseres nach Schweden entsandten Mitarbeiters zu vergleichen, um sofort zu erkennen, wer der Wahrheit die Ehre gibt. Daß auch nur einer der in den Streik getretenen Buchdrucker die Arbeit wieder aufgenommen habe, wagt auch der Wolsf-Korrespondent nicht zu behaupten. Er sagt nur:„vielfach wird hier nicht gestreikt". In der Tat: die Faktoren, Buchdruckereibesitzer und aus dem Setzerberuf hervorgegangene Redakteure streiken ja nicht! Mit- teilungen über die angebliche Stimmung in den Kreisen der streikenden Buchdrucker aber lassen sich ja munter aus den Fingern s a u g e» I Eine echte kapitalistische Handlanger« Leistung ist auch der Satz, daß die Abstimmung unter den Eisenbahuarbeitern„nach den bis jetzt bekannten Ergebnissen" gegen den Streik ausfallen werde. Solche Ergebnisse sind bis jetzt überhaupt noch nicht bekannt geworden, am wenigsten dem Korrespondenten deS Wolff-BureauS 1 Die Herren werden sich schon gedulden müssen, bi» das Resultat der Abstimmung von der Verbandsleitung selbst und offiziell bekannt gegeben wird. Ebenso sollten sie erst einmal abwarten, welchen Unifang der Landarbeiterstreik annehmen wird, statt sich in verfrühten Mutmaßungen zu ergehen. Freilich: mit Tatsachen ist ja der Sache der schw«dtschen Unternehmer nicht gedient. Sie bedürfen des systematische n Schwindels auch in der ausländischen Presse, um ihrer schlechten Sache den Kredit— nicht nur den moralischen!— zu erhalten I Ueber die wirkliche Situation am zehnten Tage des Riesenkampfes erhalten wir folgende Privat- depesche: Stockholm, 14. August 1009. Die Lage ist unverändert. Die Angabe der biirger- lichen Presse und Pressebmeaus über die Wiederaufnahme der Arbeit durch Streikende wird nahezu überall als gröbster Bluff entlarvt. TnS wird auch allgemein bereits durchschaut. Die Ruhe ist vollständig. Ordnungsstörungen kommen nirgends vor. » Zur Unterstützung der schwedischen Kämpfer hat der Parteivorstand der deutschen Sozial- demokratie aus den Mitteln der Zentralkasse 20 000 M. bewilligt. Die Berliner Parteiorganisation hat für denselben Zweck 5000 M. bctvilligt. Die Stuttgarter Genossen beschlossen, zur Unter- stÜtzung ihrer kämpfenden schwedischen Arbeitsbrüder einen Extrabeitrag von 10 Pf. pro Mitglied der Organisation ab- zuführen. Nach einer Mitteilung der„Bremer B ü r g e r» Z t g, hat der Vorstand der Zweigstelle Bremen des Metall- arbeiterverband es bereits 3000 M. zur Unterstützung der Schiveden beivilligt und abgeschickt. Auch die dortigen Maurer haben als erste Rate 1000 M. abgesandt. Vom Vorstand des Verbandes der deutschen Buchdrucker wurden den Streikenden 10 000 M. über wiesen. Die Kartelldelegierten und Gewerkschaftsvorstände in Brandenburg a H. bewilligten für die im Generalstreik befindlichen Klasscngenossen in Schweden 1000 M. Streikunterstützung. Ans S e t t i n wird gemeldet, daß die dortigen Metall- arbeiter 2000 M. Streikunterstützung gewährten. Die Bremer Buchdrucker haben 1000 M. be- willigt. Die DresdenerMetallarbeiter gewährten eine Streikunterstützung für Schweden in Höhe von 1000 M. Mögen die Gcwerkschafts- und Parteiorganisationen in allen Orten nach ihren finanziellen Kräften schleunigste weitere Hilfe gewähren! Sie lSchMchen Candtagswaljkn. Die Wahlen zur Zweiten sächsischen Kammer werden voraus- sichtlich in der zweiten Hälfte des Oktober stattfinden. Zwar ist der Wahltermin noch nicht festgesetzt, wohl aber ist durch eine ministerielle Entscheidung bestimmt worden, daß die Wählerlisten am 12. Oktober abgeschlossen werden sollen. Nicht lange danach werden voraussichtlich die Wahlen stattfinden. Sie haben diesmal für Sachsen eine weit größere Bedeutung als alle früheren. Zum ersten Male wird durch eine Wahl eine vollständige Erneuerung der Zweiten Kammer vorgenommen werden, während bisher immer nur ein Drittel der Wahlkreise zur Neuwahl stand. Außerdem soll das neue Pluralwahlunrecht zum ersten Male erprobt werden. Es kann ja kaum ein Zweifel darüber bestehen, daß die neue Plural- schwach dem arbeitenden Volke entweder keine oder nur eine minimale Vertretung ermöglichen wird; dennoch wird sich auch die sächsische Sozialdemokratie mit allen Kräften am Wahlkampfe be- teiligen, schon um dadurch die entrechtenden Wirkungen des neuen Wahlunrechts deutlich zu enthüllen. Von einer Landtagswahlagitation ist zurzeit noch nicht viel zu bemerken. Die bürgerlichen Partpien, die schon im Frühjahr eine große Geschäftigkeit entfalteten, sind ruhig ge- worden; nur vereinzelt haben wenige bürgerliche Kandidaten bor leeren Sälen ihr Programm abgehaspelt. Es waren dies die Neulinge, denen die neue Kandidatenwürde keine Ruhe ließ. Die Sozialdemokratie beschränkte sich bisher darauf, Aufklärung über das Pluralwahlsystem und seine Handhabung unter die Genossen zu tragen. Trotz der scheinbaren Ruhe kann aber kein Zweifel darüber bestehen, dah die Wahlvorbereitungen aus allen Seiten mit größtem Eifer betrieben werden und sich in den letzten Wochen vor der Wahl eine Agitation entfalten wird, die an Lebhaftigkeit auch der schärfsten Reichßtagölvahlarbeit gleichkommen- dürft«. Die bürgerlichen Parteien haben ihre Kandidaten längst ausgestellt; nur einige Veränderungen sind noch in einigen Kreisen vorgenommen worden. In den meisten Wahlkreisen werden sich vier Kandidaten gegenüberstehen, in mehreren auch fünf, in ein- zelnen vielleicht noch mehr. Alle Parteigruppen wollen selbständig vorgehen, und die Zersplitterung im bürgerlichen Lager ist noch durch den Mittelstandsbund vergrößert worden, der selbständig Kandidaten aufstellt und große Hoffnungen hegt. ES kann auch nicht geleugnet werden, daß das Pluralwahlsystem mit seiner Be- günstigung der Hausbesitzer und der Zünftler dieser rückständigen MittelstandSclique wesentlich Vorschub leistet. Zu alledem kommt aber noch, daß eJ die Konservativen, zunächst allerdings in einem Kreise, zu zwei Kandidaten gebracht haben. Jetzt dürfte aber noch ein zweiter nachfolgen, denn der bisherige konservative Abgeordnete Hübner in Zschopau, der bisher den 82. ländlichen Wahlkreis ver- trat, hat es für ratsam gehalten, nicht mehr als konservativer Kandidat auf die Mandatsjagd zu gehen; er erklärt seinen Aus- tritt auS der Partei und Fraktion der Konservativen. Nun wird ihm die konservative Partei sicher noch einen Kandidaten ent>» gegenstellen. Die Sozialdemokratie hat ihre Kandidaten ebenfalls aufgestellt; mit Ausnahme jener des Agitationsbezirkz Leipzig sind sie auch bereits bekanntgegeben. Der Landeskonferenz wird voraus- sichtlich eine vollständige Kandidatenliste vorliegen. Anfang Sep- tember dürfte der Landtagswahlkampf auf allen Seiten auf- genommen werden._ eine UieUnngsalitlOD. Der Konservatismus in Berlin ist durch die Schand- taten des Schnapsblocks in peinlichste Verlegenheit gebracht lvorden. Auch vom Mittelstand wird die Ausplünderung durch die indirekten Steuern höchst unangenehm empfunden, um so unangenehmer, als die Ablehnung der Erbschaftssteuer durch den konservativ-klerikalen Block das Bestreben des Junkertums, sich selbst nach Möglichkeit vom Stcuerzahlen zu drücken, denn doch allzu unverfroren verriet. Dazu kommt auch der vom Schnapsblock verübte schnöde Verrat an den Unterbeamten. Bei alledem stehen in Berlin die Chancen so ungünstig, wie nur möglich. Um diese Chancen zu verbessern, erbietet sich nun der abgehauste Antisemitismus, in Gestalt einer „reorganisierten"„Staatsbürger-Zeitung", dem Koiscrvati- Vismus ein„populäres" Organ zur Verfügung zu stellen. Ein Bankerotteur sucht bei dem anderen Zuflucht! Wie die Rettungsaktion z u g u n st e n der in argen Miß- kredit geratenen Junkerpartei unter der Schwindclfirma der Mittelstands- und Be- amtenfreundlichkeit betrieben werden soll, verrät in dreister Aufrichtigkeit folgendes Zirkular: Berlin LW. 11, Bernburger Straße 18, August 1909. Betreffend Ausbau der„Staatsbürger-Zeitung" zu einem populären, konservativ gerichtete« Organ. (Vertraulich.) I» Beifolgendem gestattet sich der Unterzeichnete an Ew. Hochwohlgeboren sich zu wenden, um Ihr Interesse für ein schon längst erwogenes Projekt wachzurufen, das aus der schwer- wiegenden innerpolitischen Situation heraus dringend aktuell geworden ist. Wir haben es gerade jetzt erlebt, daß die Linke des Reichstages alles versucht hat, um, mit der Re- gierung Majorität bildend, die konservative Partei zu majorisieren. Der Kampf ging in der Reichsfinanzreform um die Erbschaftssteuer und um die Besteuerung des mobilen Kapi. tals. Dabei zeigte es sich, daß hinter den konservativ gerichteten Karteien» soweit sie sich auf landwirtschaitliche Bevölkerung stützten, ein fester Datnm gegen dke Erbschaftssteuer aufgerichtel war, daß dagegen andererseits die konservative Partei in de« Orten versagte, in denen sie sich auf den gewerblichen Mittel- stand, auf den mittleren und kleineren Handwerker stützte. Schon seit Jahren war es ein Wunsch der konservativen Partei, in der Reichshaupt st adt ein populär ge- haltenes Blatt zu besitzen, das vornehmlich den Interessen des bäuerlichen und gewerblichen Mittelstandes, des mittleren und kleineren Handwerkers diene, um ihn gegenüber dem ttnmer dreister hervortretenden Kommunalfreisinn in seiner Welt- und Wirtschaftsanschauung zu stützen. In öfterer Aussprache mit manchem der konservativen Ab- geordneten sind wir zu der Ueberzeugung gekommen, daß wir jetzt keine Zeit mehr versäumen dürfen, um den erwerbenden Mittelstand auf unserer Seite festzuhalten, wenn er nicht ganz dem Freisinn in die Arme sinken soll. Gerade jetzk bietet sich durch die Reorganisation der„Staatsbürger- Zeitung" die schon lange gesuchte Gelegenheit wie von selbst, daß wir Konservative unseren Einfluß durch den Ausbau dieses Organs ausdehnen können. Wir wünschen, daß die„Staats- bürger-Zeitung" allgeiiiein konservativ gerichtete Politik in vollem Umfange betreibe, dabei aber durchaus volkstümlich in Form und Inhalt gehalten werde, um so dem Ge- s ch m a ck des mittleren und kleiner en Mannes entgegenzukommen. Der Preis der Zeitung soll sich so stellen, daß wir dieses Organ in weitere Kreise hineinbringen können. Es liegt uns viel daran, daß auch Ew. Hochwohlgeboren dem hier vorgelegten Projekt insofern nähertreten, als Ihr In- teresse dem Ausbau der konservativen Sache all- gemein bisher voll und ganz gegolten hat. Es scheint, daß wir jetzt infolge der parlamentarischen Situation die Gelegenheit be- kommen, den alten Kreis des beamteten und gewerblichen Mittel- standes erneut für uns zu befestigen. Wir gestatten uns daher, Ihnen diesen Vorschlag zu unter- breiten mit der ergebenen Bitte, ihn prüfen und demnächst unS Ihre Ansicht über die Notwendigkeit der Schaffung eines kleinen konservativen ZentralorganS zukommen lassen au wollen. Indessen sei daraus hingewiesen, daß die Geschäftsführung der„Staatsbürger-Zeitung" bereits an die Durcharbeitung dieses Projektes herangetreten ist und wir werden nicht verab- säumen, Sie baldigst nach Ihrer Meinungsäußerung über die zunächst notwendigen Schritte zu orientieren. Wir wollen ferner nicht unerwähnt lassen, daß eine vielfach befürchtete Schädigung der konservativen Kreisblätter der Pro- vinz in keinem Falle eintreten kann. Im Gegenteil! Die reorganisierte„Staatsbürger-Zeitung" soll vielmehr die zu Zeiten hochgehender politischer Konjunktur arg bedrängten Kreis- blätter stühen, Ihnen Material bieten, um in geeigneter Weise die Angriffe der Gegner zu parieren. Jede Kreisblattredaktion wird gehalten sein müssen, die.Staatsbürger-Zeitung" zur eigenen Orientierung zu benutzen. Indem wir uns bereit erklären, Ihnen zur Beurteilung der politischen Tendenz auf Wunsch bis zum 1. Oktober d. I. ein Exemplar der„Staatsbürger-Zeitung" kostenfrei zu überweisen, wiederholen wir unsere Bitte um gesl. Ansichtsäußerung und zeichnen Hochachtungsvoll Geschäftsstelle der„Staatsbürger-Zeitung". I. A.: M. Kaden. Die„Staatsbürger-Zeitung" wird uns hoffentlich dank- bar dafür sein, daß wir ihrem Zirkular hiermit die weiteste Verbreitung geben. Nicht minder dankbar dürften uns auch die Angehörigen des Mittelstandes und der Beamtenschaft sein, die aus diesem Zirkular ersehen, nach welcher Methode sie auch künstig unter Vorspiegelung falscher Tatsachen dem Junkertum politisch tributpflichtig gemacht werden sollen! politifcbe dcberficbt. Berlin, den 14. August 1909. Jnternationalität des Ausbeutertums. Der Sekretär des deutschen Arbeitgeberverbandes, Dr. Tänzler, ist nach Schweden entsandt worden, um von dort aus die kapitalistische Presse im Interesse des Ausbeutertums mtt Preßnachrichten zu ver- sorgen. Offenbar aus dieser Onelle stammt auch folgende Notiz, die wir in einer Anzahl bürgerlicher Blätter begegnen: „Der Berliner„Vorwärts" wird nicht müde, die S o l t d a- rität der internationalen Arbeiterschaft mit der Lusstandsbewegung in Schweden zu predigen. Er betont, daß der Sieg der schwedischen Arbeiter den Sicg der internationalen Arbeiterschaft, ihre Niederlage deren Niederlage bedeute,� und fordert zugleich auf, die schwedischen Arbeiter möglichst reichlich durch Geldzuwendungen in ihrem Kampfe zu unterstiitzeu. Er ist auch in der Lage, wiederholt den Erfolg der Ausiorderung zu verzeichnen. Es ist klar, daß, waS für die auf den Klassenkampf eingeschworene Arbeilerschast in beziig auf die Jiiteressengemeiiischaft mit den schwedischen Ausständigen gilt, auch Platz greift für die Gesamtheit der Arbeitgeber. Wie man annehmen darf, haben die schwedischen Arbeitgeber den Kampf nicht aufgenommen, ohne sich vorher mit den erforderlichen KampfeSniitteln ausgerüstet zu haben. Sie werden daher auch bei einer Verlängerung des AusstandeS den Kampf bis zum erfolgreichen Ende durchführen können und einer materiellen Beihilfe durch die auswärtigen Arbeitgeberorganisationen nicht bedürfen. AndernsallS unierliegt es keinem Zweifel, daß, wemi Not an Mann käme, die schwedischen Arbeitgeber auch auf die tätige Unterstützung der übrigen Arbeitgeberorganisationen zu rechneu haben würben." Diese Drohungen können natürlich daS deutsche Proletariat in seiner Pflicht, die Opfer deS schwedischen Generalstreils. dieses den schwedischen Arbeitern aufgedrungenen Kampfes gegen den Uebermut der Unternehmer, nach Krästen zu unterstützen, auch nicht einen! Augenblick irremachen. Im Gegenteil: daS rege Interesse, daS die deutsche Kapitalistenpreffe an dem Siege des s ch w e d i- scheu Ausbeutertums bekundet, beweist nun wieder einmal prallisch, dah das Kapital aller Länder kein wichtigeres Ziel kennt, als die Lebenshaltung des Proletariats überall auf möglichst niedriger Stufe zu erhalten und die für Hebung des Niveaus der Arbeiter- Massen eintretenden Organisationen lahmziilegen 1 Mag das deutsche Unternehmertum sich immerhin auf die Seite der schwedischen Unternehmer schlagen. ES hat es dann eben sich selbst zuzuschreiben, wenn durch die Zuspitzung und Berschärftmg des RiesenkampseS auch die Hunderte von Millionen deutschen Kapitals. die in schwedischen Unternehmungen angelegt sind, gefährdet werden I Revision des deutsch-schweizerischen Riederlassungsvertrages. AuS Zürich wird uns geschrieben: Wie berichtet wird, sind die Unterhandlungen zwischen dem schweizerischen Bundesrat und der deutschen Reichsregicrung über die Revision des deutsch- schweizerischen NiederlaßungsvertrageS soweit gediehen, daß Mitte September Vertreter der zunächst beteiligten Regierungsabteilungen beider Länder in Bern eine erste Beratung pflegen, vielleicht sogar schon den Vertragsenttvurf zu Händen der Regierung fertigstellen können. Deutschland ziele darauf ab, seine mit den verschiedenen Ländern abgeschlossenen Niederlassungsverträge zu vereinheitlichen. und zwar nach dem Muster des deutsch-niederländischen Vertrages. der die Leumundszeugnisse nicht kennt. So dürfte endlich auch diese böse Bismarcksche Erbschaft der Leumundszeugnisse, die eine Folge der berüchtigten Wohlgemutasfäre von 1888 waren und die von allen Seiten als eine zwecklose und vexatorische Maßnahme empfunden wurden und werden, wieder dalsinfallen. Da nun die Berliner Regierung auf die Beibringung der Leumundszeugnisse, die das Wachstum der Sozialdemokratie doch nicht aufzuhalten der» mochten, selbst verzichten will, so hat wohl auch sie die lleberzeugung erlangt, daß diese einst von Bismarck geforderte Kontrollmab- regel sich nicht bewährt hat. Herr Abgeordneter Semler. Der nationalliberale Abgeordnete Dr. Semler hat sich endlich bemüßigt gesehen, sich zu dem Vorfalle zu äußern, der sich in der Budgetkommission bei der Beratung der Bcamtenbesoldung ab- gespielt hat. Er erklärt im„Hamburger Fremdenblatt": „Ich habe eine solche Erklärung weder dem Zentrum noch den Konservativen gegenüber abgegeben. Diese ganze Räuber- geschichtc ist wohl darauf zurückzuführen, daß ich, und zwar ohne jede Heimlichkeit, mit meinen politischen Freunden in der Budgetkommission in Erwägung darüber eingetreten bin, ob ich es verantworten wolle, wegen eines einzelnen Antrages, den wir durchzusetzen wünschten, gegenüber dem„Unannehmbarl" der Regierung das ganze Gesetz zum Scheitern zu bringen. Diese Erwägungen haben aber irgendeine praktische Folge nicht gc- habt." Mit diesen gewundenen Redensarten dürfte Herr Semler nicht durchkommen; es hat kein Mensch behauptet, daß er dem Zentrum oder den Konservativen einen solchen Vorschlag gemacht hat, wohl ober behauptet der Abgeordnete Dr. Dröscher, daß der Abgeordnete Dr. Semlcr ihm persönlich gesagt hätte, man wolle einen national- liberalen Abgeordneten hinausschicken, damit der nationalliberale Antrag abgelehnt werde. Die Haltung der parteiamtlichen„Natwnallibcralen Kor- respondenz" zeigt, daß man den Herrn Dr. Semler auch im Kreise seiner Parteifreunde einer solchen Handlung für durtbauS fähig hält._ Die Verfafsungsreform in Mecklenburg. Bon den Ständen des Stargardischen Kreises(Großherzogtum Mecklenburg-Strelitz) war, um die Verfassungsreform möglichst hinauszuschieben, geltend gemacht worden, daß sogenannte„Rück- stände der Verwaltung" vorhanden seien, deren Beseitigung vor Einführung einer neuen Landesverfassung erforderlich sei. Darauf hat Großherzog Adolf Friedrich, wie die Neustrelitzcr„Landes- zeitung" berichtet, ohne die ständische Auffassung der„Rückstände" anerkennen zu wollen, dem Stantsministerium seine Bereitwillig- keit mitgeteilt, außer den bereits bewilligten zwei Millionen Mark, weitere zehn Millionen Mark der Staatskasse zu überweisen, doch erwarte er, daß nunmehr dt« Stände dem EntWurfe der neuen Verfassung ihre Zustimmung geben würden. Nach den vom Staatsministerium aufgestellten Berechnungen, können aus den nunmehr zur Verfügung stehenden 12 Millionen Mark nicht nur die sogenannten„Rückstände" beglichen werden, sondern es der- bleibt der zukünftigen Staatskasse noch ein Betrag von fünf bis sechs Millionen Mark, dessen Zinsen für Gehaltsaufbesserungen, Landesmeliorationen usw. verwendet werden können. Der hoch- herzige Entschluß des Großherzogs beweist, daß er einerseits be- strebt ist, alle der Verfassungsreform entgegei, stehenden Hindernisse zu beseitigen. Man darf gespannt sein, welche Wirkung die Opfer- Willigkeit des Landesherrn bei der ständischen Kommission ausüben wird, die in wenigen Tagen zu neuen Verhandlungen über die Ver- fassungsresorm zusammentritt. Etatsabstimmung im wiirttembcrgischen Landtage. Stuttgart, lt. August 1909.(Privatdepesche d. Heute früh fand in der Ztoeiten Kammer des Württembergs- schen Landtages die Schlußabstimmung über daS Finanzgesetz statt. ES wurde mit 63 gegen 1t Stimmen der Sozialdemokraten an- genommen. Die Mitglieder der sozialdemokratischen Fraktion stimmten gegen das Gesetz. Sie gäben folgende von sämtlichen Fraktionsmitgliedern unterzeichnete Erklärung ab: „Die unterzeichneten Abgeordneten haben es bei der Be» ratung dieses Etats im Hinblick auf die durch die Rcichsfinanz- reforin unter Mitwirkung der württembergischen Regierung den Minderbemittelten jetzt auferlegten schweren Lasten als ihre Hauptaufgabe angesehen, bei der Balanzierung des Etats da- durch einen gewissen Ausgleich herzustellen, daß bei der Be- schaffung der erforderlichen Deckungsmittel eine stärkere Heran- ziehung der Besitzenden und gleichzeitig eine Schonung der Wirt- schaftlich Schwachen eintritt.' Nachdem die Mehrheit dieses Hauses die zur Erreichung dieses Zwecks gemachten Vorschläge abgelehnt und zur Deckung des Defizits noch eine weitere Steigerung der indirekten Steuern beschlossen hat, die sogar über das Matz der von der Reichsgesetzgebung unserem Staat auferlegten Leistungen hinausgeht, sehen sich die Unterzeichneten veranlaßt, das Finanzgesetz in dieser Form abzulehnen." Ein dentsch-venezolanischer Zwischenfall. In der Hafenstadt Maraeaibo ist ein Deutscher unter dem Verdacht verhaftet worden, ein Agent des ehemaligen Präsidenten Castro zu sein. Soviel aus der Presse, die über den Vorfall be- richtet, zu ersehen ist, hatte der Verhaftete Aktien einer Zigaretten. gcsellschaft iin Werte von einer Million Dollar im Besitz, die früher dem Präsidenten Castro gehört haben und die er von ihm gekauft haben will. Die Zigarettenfabrik selbst ist von der Regie» rung nach dem Sturze Castros konfisziert. Als der deutsche Be- sitzer seine Rechte geltend machte, wurde er verhaftet. Wenn von einem Teil der Presse ein sofortiges Eingreifen de? Reiches verlangt wird, so wird man diesem Verlangen zunächst widersprechen müssen. Wenn auch Castro dem Deutschen seine Aktien formell abgetreten haben mag, so würde doch in Wirklichkeit das AuSwärlige Amt, sobald es eingreift, lediglich die Geschäfte des Herrn Castro besorgen. Solange nicht festgestellt ist, daß der Deutsche die Aktien völlig einwandsfrei erworben hat, liegt für das Deutsche Reich keine Veranlassung vor, in irgendwelcher Weise ein- zugreifen, denn es kann nicht die Aufgabe des Auswärtigen Amtes sein, den Schiebungen von allerlei Abenteurern hilfreiche Hand zu leisten._ Die deutsche Regierung und die französischen Revolutionäre. London, 12. August.(Eig. Ber.) Im Interesse der internationalen sozialistischen Bewegung und der internatio- nalen Politik dürste es am Platze sein, auf folgende Stelle in einem„Time s". Artikel die Aufmerksamkeit zu lenken. � Am 11. August brachte die ehrsanw„Tinies" eine längere Abhandlung über die letzten Balkanangelegenheiten, in der unter anderem auch der Versuch gemacht wird, die Nachgiebigkeit der russischen Negierung gegenüber den deutschen Vorstellungen zu erklären. Es wird da gesagt: „Wie man hört, hat die deutsche Negierung in ihrem Ver» kc5r mit Wien rundweg erklärt, daß sie— infolge ihres Ein» flusses auf die französische Presse und ihrer Ter- bindungen mit französischen revolutionären Organisationen— imstande wäre, das franzö'sische Kabinett binnen 24 Stunden zu stürzen, das wagen sollte, Rußland aktiven Beistand zu leisten." Diese Erwägungen, meint der Artikelschreiber der »Times", seien in Petersburg bekannt gewesen und mögen wohl den definitiven Entschluß der russischen Regierung be- einflußt haben.—.,,_...... Die meisten„mformkerten" Schreiber über äußere Politik arbeiten vielfach mit Legenden, die nur von Philistern ernst genommen werden können. Allein die Legende von den Verbindungen der deutschen Regierung mit französi- schen Revolutionären wird auch von ernsten Politikern in England geglaubt, was indes nicht besagen will, daß sie irgendwelche solide Grundlagen hat. Sie entstand aus fol- genden Tatsachen: I. Die deutsche Sozialdemokratie unterstützt die „Humanit6" von Jaurds mit 20000 M. 2. Als Jaurds im Sommer 1905 zu einer Friedens- demonstration nach Berlin eingeladen wurde und die deutsche Regierung die Anwesenheit Jaurds in Berlin nicht dulde» wollte, sandte Bülow den deutschen Botschafter in Paris (Fürsten Radolin) zu Jaurds, um ihm den Entschluß der deutschen Regierung mitzuteilen. 3. Das Wirken von Jaurds für ein deutsch-französisches Einverständnis. Aus diesen Umständen wurde— nach den gewöhnlichen Methoden der Schriftsteller über äußere Politik— die Legende gesponnen, die deutsche Regierung unterstützte finanziell die„Humanitü" und stehe mit französischen Revolutionären in Verbindung, um der französisch-russischen Allianz die Spitze gegen Deutschland abzubreckien. Diese ganze Spekulation ist idiotenhaft. Kreta. Der Konflikt hat sich aufs neue verschärft. Die türkische Regierung hat ihrer neuen Note, die am Freitag überreicht wurde, die Form eines Ultimatums gegeben. Die letzte Antwort Griechenlands ward darin als u n g e- n ü g e n d bezeichnet und von neuem eine formelle Erklärung gefordert, daß Griechenland keine Absichten aus Kreta hege. Die Note soll in Athen lebhaftes Erstaunen erregt haben. Der griechische Ministerpräsident und der Minister des Aeußern hatten nach der Ueberreichung Be- sprechungen mit den Vertretern der Mächte. Die türkische Note sieht danach aus, als ob die türkische Regierung entweder eine starke Demütigung Griechenlands oder den Krieg wolle. Die Schutzmächte halten indes trotz alledem an der Hoffnung auf eine friedliche Lösung fest und sind in diesem Sinne tätig. Kompliziert wird die Lage durch den Umstand, daß die kretische Negierung den Mächten erklären ließ, sie sei nicht imstande, die Forderung nach Entfernung der griechischen Flagge zu erfüllen und habe deshalb die Volksvertretung einberufen, um dieser ihre Demission zu erklären, was inzwischen erfolgt ist. In- folge dieser Mitteilung haben, wie die Pariser Agence Havas nütteilt, die Schutzmächte beschlossen, je ein zweites Kriegsschiff nach Kanea zu schicken. England hat die sofortige Abfahrt eines bei Malta stationierten Schiffes angeordnet und hält ein drittes bereit. Frankreich hat am Sonnabendvormittag den Panzerkreuzer„Victor Hugo" von Toulon nach Kanea abgehen lassen und hält eben- falls ein drittes Schiff bereit. Italien wird gleichfalls ein zweites Schiff entsenden und trifft dieselben Vorbereitungen wie England und Frankreich. Rußland wird bis zur Ankunft eines zweiten russischen Kriegsschiffes in den kretischen Gc- wässern ein Kanonenboot dorthin beordern. Sobald die Ver- stärkung der Seestreitkräfte in den kretischen Gewässern voll» zogen ist, wird zur gewaltsamen Entfernung der st rittigen griechischen Flagge geschritten werden, wenn diese bis dahin nicht bereits von den Kretern selbst niedergeholt sein sollte. Gleichzeitig haben die Schutzmächte die Türkei um Zu- rückHaltung ersucht. Die Botschafter der Schutzmächte wurden bei der Pforte vorstellig, um ihr mitzuteilen, daß die Regie- nmgen der Mächte Maßnahmen zur Entfernung der grie- chischen Flagge auf Kreta getroffen hätten. Sie ersuchten des- halb die Pforte, ihr Geschwader(das inzwischen in Kar- Pathos eingetroffen ist) nicht in die Gewässer von Kreta zu entsenden. Die kriegerischen Kundgebungen in der Türkei dauern fort. In Konstantinopel veranstal- teten die Offiziere ein Bankett zu Ehren des Höchstkomman- dierenden Schewket Pascha. Zahlreiche Offiziere waren an- wesend, welche kriegerische Reden hielten, die leb» hast kommentiert wurden. Trotz der Intervention der Regierung hat die B o y k o t t- bewegung gegen griechische Waren begonnen. In S a I o» niki werden Reisende, die mit griechischen Schiffen ankom- men, nicht ausgebootet, und auch solche griechische Waren, die mit Schiffen einer anderen Flagge anlangen, werden nicht gelöscht werden. Die Session der türkischen Kammer ist bis zum 21. August verlängert worden. Lckweh:. 142539 Proporznntcrschrlsten. Zürich, 13. August.(Eig. Bericht.) DaS Komitee für die Jni- tiativ» betreffend die Proportionalwahl des National- rateS hat nun die imposante Zahl von 142 539 Unterschriften beim Bundesrat in Bern einreichen können. Die Bedeutung dieser Zahl wird erst klar, wenn man sie in Vergleich setzt mit den bloßen 64 683 Unterschriften, die vor 10 Jahren zusammengebracht worden waren, als der erste Versuch zur Einführung der Proportional- wähl des Nationalrates gemacht wurde. Die heutige Zahl über« steigt die damalige um weit mehr als das Doppelte. Besondere» Interesse bieten noch die Resultate der einzelnen Kantone. So brachten die Proporzfreunde im Kanton Zürich 18gg nur 8002 Unterschriften auf, diesmal aber deren 28 731. Der Kanton Bern 0911 bezw. 20 670. L u z e r n 1341 bezw. 7848. S t. G a l l e n 6833 bezw. 14 484, U r i 24 bezw. 1468 usw. Dieser Vergleich drückt zu- gleich auch die in den letzten 10 Jahren erfolgten Fortschritte der sozialdemokratischen Partei aus, die in der Hauptsache die 142 060 Unterschrstten ausgebracht hat. Die„Neue Zürcher Ztg." hat bereits mit unwahren Gründen gegen die Initiative den Kampf eröffnet, um die„freisinnige Vor- macht" zu retten. Die die Minderheiten unterdrückende Gewalt-, Politik des Mehrheitsshstems soll also in alle Ewigkeit aufrecht- erhalten bleiben. Aber die große Unterschriftenzahl für die Proporzinitiative, zu der in der Volksabstimmung noch weitere viele Tausende kommen werden, läßt den Kampf für ein gerechtes und wirklich demokratisches Wahlsystem als aussichtsvoll erscheinen. fratikrelck. Entrechtung und Gnade. Paris, 11. August.(Eig. Ber.) Die in öffentlichen Diensten beschäftigten StaatSangestellten dürfen nicht streiken. So hat der Staatsrat erkannt und ist somit der Gesetzgebung zuvoiv gekommen, die dieses Verbot in dem berühmten Bcamtenstatut erst festlegen sollte. Die Entscheidung, die den Einspruch zweier wegen ihrer Teilnahme am zweiten Poststreik Entlassenen verwirst, erklärt, nur Ausstände, die privatrechtliche Arbeitsverträge be- rühren, seien legal; das Verhältnis der in den öffentlichen Dienten unter welchem Titel immer Angestellten gehöre aber dem öffent« lichen Recht an. Der StaatSangestellte, der streike, verliere un- mittelbar das Recht auf die den Beamten zugebilligten Garantien und seine Entlassung könne verfügt werden, ohne daß ihm erst die Anklageakten vorgelegt würden. Diese Entscheidung bleibt den Scharfmacherwünschen nichts schuldig. Mit der Verurteilung der Gründer der Postbeamten- gewerkschaft zusammen ist sie die Antwort des Klassenstaats auf den Versuch der Postangestellten, in die Kampfgemeinschaft der organisierten Arbeiterklasse einzutreten. Nachdem den Beamten derart demonstriert worden ist, welchem Schicksal sie sich durch solche Versuche aussetzen, ist die Bahn für die„Gnade" frei geworden, die diesmal vom politischen Kalkül der bürgerlichen Parteien ge» fordert wird. Wenn der eigensinnige Clcmenceau auf da» Per- langen der Wiedereinstellung der gemaßregelten Ausständigen mit einem„Niemals" geantwortet hat, so mochten die geschmeidigen neuen Herren keinen Trotz bewahren, der den ohnehin mißtrauischen Bourgeoisradikalen die Furcht vor Mandatsverlusten erhöhte. Aber andererseits muß ein Ministerium, das sich in der Erklärung seines Chefs als eine Regierung der starken Hand vorgestellt hat, der großen Bourgeoisie die Sicherheit gewähren, daß es um die Gunst der radikalen Demagogen kein Quentchen von den bürgerlichen Klasseninteressen dahin geben will. Diesen Ertvägungen entsprang der Gedanke der Amnestie in Raten. Motiviert wird das Per» fahren, daS mit der Medereinstellung von 80 Beamten und Ar- heitern— bei einer Gesamtzahl von fast 800 Gemaßregelten— eingeleitet wird, von M i l l e r a n d mit dem Argument, daß schon aus budgetären Gründen nur die Besetzung der freiwerden» den Stellen möglich sei. Doch handelt es sich dem neuen Arbeiter- minister in Wirklichkeit nicht nur darum, mit der Amnestie einen An- fang zu machen, dem noch eine beträchtliche Fortsetzung bald folgen wird, sondern vor allem auch ein Maximum von demoralisierenden Wirkungen auf die Organisationsbestrebungen der StaatSange- stellten zu erzielen und einen tiefen Zwiespalt zwischen„Ver- führten" und„Verführern" zu schaffen. Ob ihm dies gelingen wird, bleibe dahingestellt. Der„Temps" protestiert schon jetzt da- gegen, daß die Wiedereinsetzungen durch ihre Verallgemeinerung einen„systematischen Charakter' bekommen und die„exemplarische Strenge" der seinerzeitigen Verfügungen beeinträchtigen. Vorläufig hat das großkapitalistische Blatt keinen Grund, über die„Schwäche" der Regierung zu klagen. Daß es an der Zeit ist, daL Schrecken?. rcgiment durch berechnende Philanthropie zu versüßen, leugnet eS selbst nicht und über die richtige Mischung beider Systeme wird sich wohl eine Einigung finden lassen, bei der weder die Interessen der industriellen noch die der politischen Unternehmer zu kurz fahren. Die Kirche und das Gesetz. Ein schneidiger Kirchenfür st ist der Bischof von Revers. Anläßlich einer Anklage gegen einige Geistliche wegen Verrufserklärung gegen steuervcrweigernde Kirchenangehörige begab er sich feierlich zum Untersuchungsrichter und erklärte u. a.:„DaS sogenannte Trennungsgesetz ist kein gerechtes Gesetz, dem man Gehorsam schuldet. Die bürgerliche Gewalt hat nicht daS Recht, für sich allein Gesetze über Kirchenangclegenheiten zu erlassen. DaS angebliche Trennungsgesetz ist eine Ursupation des Staates tzcaen Rechte der Kirche, die aller menschlichen Macht übergeordnet sind. Es ist also kein Gesetz im geheiligten Sinne des Wortes, sondern eine gesetzliche Räuberei. Man kann e» ertragen, aber sich ihm unterwerfen: niemals! Dieser Widerstand ist vor allem Sache des Bischofs. Ich werde daher. wenn ich gerichtlich verfolgt werden sollte, einfach nicht er- scheine n."— Wir vermögen den Standpunkt des Bischofs, daß Personen, die sich der Deckung der kirchlichen Aufwendungen durch Beitragsleistung entziehen, auch keinen Anspruch auf Bekleidung kirchlicher Ehrenstellen erheben können, nicht zu tadeln. Aber kennzeichnend ist die lecke Art, in der er sich über die„sogenannten" Gesetze hinwegsetzt. Italien. Amnestiernna gemasirrgelter EisenVähner. Rom, 12. August. Die Generaldirektion der Eisenbahnen hat beschlossen, auf Ersuchen einer Kommission des italienischen Bahn- Personals, die.-Bestrafungen, die nach dem Eisenbahnerstreik von 1007 verhängt wurden, aufzuheben. Die Eisenbahner, die dcgra- diert-wurdcn,' sollen nach und nach wieder die alte Rang, und Ge- haltSstufe erhalten, in der Weise, daß im Laufe dcS Jahres 11)10 alle „Würdigen" amnestiert wären. Ebenso soll mit den Angestellten ver- fahren werden, die um eine Lohnstufe zurückversetzt wurden. Der „Avanti" protestiert dagegen, daß die Wiedereinstellung nur für die„Würdigen" vorgenommen werden solle. Gerechtigkeit fordere, daß alle Gemaßregelten wiedereingestellt würden, mit Ausnahme derer, die sich etwas zuschulden kommen ließen. Spanien. Dir Rache der Sieger. DaS in Barcelona eingesetzte Kriegsgericht setzt seine Verurteilungen von gefangenen Revolutionären fort. Wie über Paris telegraphisch gemeldet wird, sind am 13. d. M. auf der Festung Monjuich bei Barcelona 25 Gefangene stand- rechtlich erschossen worden. England. Die Etatsbcratung. London, 12. August. Bei den letzten Beratungen des Etat» nahm die Regierung zwei Aenderungen in der Finanzvorlage vor: 1. An Stelle der Steuer auf brachliegende Mineralgruben soll eine Steuer von 3 Pcoz. auf Berggerechtsame und Wegerechte erhoben werden. 2. Die Kosten der Steuereinschähung des Grund und Bodens, die auf 40 Millionen Mark veranschlagt werden, übernimmt der Staat. perllen. DaS neue Parlament. Die Wahlen zum neuen M e d f ch l i s sind beendet. Der Au». fall ist für die Konstitutionellen befriedigend. Die besten Mit- glieder des früheren Parlaments sind wiedergewählt. Die Jung. perser drohen übrigens denjenigen Gewählten, die zu den Reaktio- nären gehören, Gewalt an, falls sie nicht auf ihre Mandate ver- zichten. Mrokko. Spanien» Flottenaufgebot. Das nach Melilla beorderte spanische Geschwader setzt sich, wie dem„Matin" gemeldet wird, aus einem Panzerkreuzer, fünf leichten Kreuzern, fünf TorpedobootSzerstörern und acht Torpedo- booten mit etwa zweihundert Geschützen zusammen. Es wird er- wartet, daß General Marina gegen Seluan, daS etwa 30 Kilometer entfernt ist, vorgehen wird; auch die Befestigung der auf dem Wege nach Seluan liegenden Posten bei Restinga und Cabodeagua deutet darauf hin. Vor dem Abmarsch der Spanier von Melilla müssen jedoch erst die Zugänge nach der Stadt gesichert sein, sind doch erst vorgestern, als General Marina die erste Jägerdivision zu Fuß Revue passieren ließ, die vorbeimarschierenden Truppen von Marokkanern beschossen worden. Es wurden daher alle spani- schen Positionen, selbst das Lager unmittelbar vor der Stadt mit einem dreifachen Stacheldrahtzaun umgeben. In Seluan ist der maurische Führer Chaldi mit einem starken Kadalleriekontingent aus dem Innern des Riss eingetroffen und läßt dort eiligst Schanzen bauen. Der„Matin" meldet ferner aus Tanger, baß der Gouverneur von Elkassar, Bagdadi, Fes an der Spitze einer Gesandtschaft ver- lassen wird, um im Auftrage Mulah Hafids zu versuchen, im Rif» gebiet Ruhe zu schaffen. Die Gesandtschaft wird nur von einer schwachen Eskorde begleitet sein, da man befürchtet, daß sich die schcrifischen Truppen mit den Refioten vereinigen. London, 14. August. Ter Kreuzer„Emperador Carlos V.' und„Cäsar de Astoria" und der Torpedobootzerstörer„Oscado" sind nach Cadix abgedampft. Der Generalkapitän hielt eine Truppenschau über die Artillerieabteilung sowie über die Zivil- garde ab. Gcmrk rcbaftlicbee. Rote Musterknaben. Als unlängst in der bekannten Spaniolaffäre verschiedene Gegner den Mund allzu doli nahnten, sali sich der Vorstand des Bergarbeiterverbandes veranlaßt, gegen die Hauptschreier Be- leidigungsklage einzuleiten. Unter diesen befand sich auch der Generalsekretär der Bochumer Nationalliberalen, der sich nun zu folgender Erklärung herbeilassen muß: ..In der Privatklagesache des Vorstandes des alten Berg- arbeiterverbandes gegen den Generalsekretär Schack wegen Be- Icidigung durch die Presse kam in der Verhandlung des Bochumer Schöffengerichtes vom 22. Juli er. folgender Vergleich zustande- .Der Angeklagte erklärte: Der der.Gclsenkirchener Zeitung" entnommene, im„Märkischen Sprecher" erschienene Artikel mit der Ueberschrift„Rote Musterknaben" enthält eine Reihe von Be. hauptungen, welche sich gegen den Vorstand des Bergarbeiterver. band es richten, nach dem Ergebnis der inzwischen angestellten Un» tersuchungen sich aber nicht mehr aufrecht erhalten lassen. Ich nehme daher diese Behauptungen mit dem Ausdrucke des Be° dauernS zurück. Ich übernehme die sämtlichen Kosten des Ver» fahrens und verpflichte mich, den Vergleich binnen vier Wochen einmal un„Märkischen Sprecher" zu veröffentlichen. Die Privat- klüger nehmen die Privatklage zurück." � Berlin und Umgegend. Tie Schlosserbewegung. Vor einer Versamlung der streikenden Bmischlosser, die am Eonnabendvormittag im Gewerkschaftshause stattfand, erstattete Otto Handle einen Bericht über die gegenwärtige Situation. Seit Dienstag ist über eine Ausdehnung der Aussperrung nichts gemeldet worden. Die im„Vorwärts" schon bekannt gegebenen Zahlen sind zutreffend, wenn auch der„Lokal-Anzeiger" von 2000 Ausgesperrten zu erzählen weiß. ES sind nur 420 Leute aus- gesperrt, über 100 sind außerdem vom Verband selbst herausgezogen worden, wo nur teilweise Entlassungen vorgenommen wurden. Wie die Arbeiter zusammenhalten, beweist folgender Vorfall: Bei einer Firma, wo 90 Mann arbeiteten, entstanden Differenzen in. folge des gegenwärtigen Kampfes; 7 Mann sollten entlassen werden, da erklärten sich die übrigen 83 mit den 7 Kollegen soli. darisch und legten einmütig die Arbeit nieder.— Auf die einzelne Bewilligung von Tarifverträgen hat die Streikleitung bisher keinen Wert gelegt; eS haben 9 Firmen mit insgesamt über 100 Ar» heitern den Vertrag anerkannt.— Seit dem mißglückten TranS- Port von Streikbrechern aus Leipzig, haben die Unternehmer keine größeren Anstrengungen mehr gemacht, um von auswärt? Ersatz. kräfte zu holen. Sie versuchen e§ mit Anzeigen in hiesigen Zei» tungen, auch hat der bekannte Lebius seine Vermittelung ange- boten.— Leute, die Wiesenthals Organisation angehören, werden beschuldigt, als Streikbrecher zu arbeiten.— Die Polizei gibt Anlaß zu mancherlei Beschwerden, die Streikposten haben viel- fach einen harten Stand.— Von der Verfolgungssucht eines Meisters gegen einen Streikposten legt ein Brief Zeugnis ab, den der Meister nach dem Heimatsort des Gesellen richtete. Der Brief lautet: An den Gemeindevorsteher zu Reitwein. ÄreiS Lebus. In meinem Betriebe arbeitete bis zu dem jetzt auSge. brochencn Schlosserstreik u. a. ein in Reitwein am 7. Mai 1880 geborener Schlosser NamenS...... welcher sich trotz seiner Jugend. bei diesem Streik in gan� besonderer Weise als H etz-er und Aufwiegler beteiligt. Im Interesse seines VaterS, der dort, wenn ich richtig informiert bin, als Schlosser.meister ansässig ist, richte ich die ergebene Bitte an Sie, Herrn B. zu veranlassen, daß er seinen Sohn sofort unter irgend einem Vor- wand nach Hause kommen läßt. Falls in Ihrem Ort Herr B. nicht mehr ansässig ist, könnte ich von Ihnen vielleicht nähere Auskunft über den jetzigen Wohnort erhalten..... Hochachtungsvoll A. M. Krause." Unter den Meistern mehren sich übrigens trotzdem die ein. stchtigen Leute, die nicht nur die Aufhebung des Streiks, sondern auch der Aussperrung wünschen, weil das Gewerbe schweren Schaden leiden muß, wenn der Kampf noch lange dauert. Der Zentralverband der Töpfer hatte zum Freitagabend eine Bauvertrauensmännerversammlung nach dem„Gcwerkschaftshaus" einberufen. Dr. I. Herzfeld hielt zuerst einen Vortrag über das Thema:„Die Sicherung der Bauhandwerkerforderungen. Die Töpfer haben vielfach unter der Zahlungsunfähigkeit von Bauuntcr- nehmern zu leiden und die Anwesenden brachten dem Vortrag daher großes Interesse entgegen, wie dies auch aus der lebhaft geführten Diskussion zu erkennen war. Der Vorsitzende S e g a w e legte dann einen Antrag vor, für den Kampf der schwedischen Arbeiter 2000 M. aus der Lokalkasse zu bewilligen und außerdem Sammellisten herauszugeben. Die An- träge wurden angenommen. Die Vertrauensmänner beschäftigten sich dann mit den be» stehenden Verhältnissen auf den Bauten. Es wurde beschlossen, bestimmte Maßnahmen zu ergreifen, um die Durchführung der Tarife überall zu erzwingen; ferner soll eine lebhafte Agitatim» entfaltet werden, um die Unorganisierten für den Zentvalverband zu gewinnen. Achtung, Steinarveiter? Den schwedischen Genossen sind zur Unterstützung ihres Generalstreikes 200 M. aus der Ortskasse über- wiesen worden. Zur weiteren Unterstützung des Kampfes empfehlen wir den Kollegen, sich recht rege an den Listensammlungen zu be- teilrgrn. Die Ortsverwaltung. Zentralverband der Steinarbeiter Deutschlands. Zahlstelle Berlin. Achtung, Fliesenleger! Um Mißverständnisse und Strettigkeiten zu vermeiden, bringen wir in Erinnerung, daß vor dem Gewerbe- gcricht die Schlichtungskommission des Fliesenlegergewerbes am 8. September 1908 folgendes vereinbart und protokollarisch nieder» gelegt hat: Die Entschädigungen an Fahrgeldern sowie Fahr- und Lauf- zeit, wie sie im Lohntarif im§ 4a und c vorgesehen sind, gelten auch im Akkordverhältnis und finden diese Bestimmungen auf den Akkordtarif Anwendung. Weiter geben wir hiermit zur Kenntnis, daß die Geschäftsstelle der Fliesenleger und Hilfsarbeiter vom Montag, den 1 0. A u g u st ab nur noch akands von 0 bis 8 Uhr geöffnet ist. Alle Meldungen sind in dieser Zeit abzugeben, die Arbeitsvermitte. lung aller dem Beruf Angehörenden erfolgt nur von der Geschäfts- stelle. Zcnw«lberband der Maurer, Zweigverein Berlin. Sektion der Fliesenleger. I. A.: H. Waldheim. Kyffhäuscrstr. 26. Tel.: Amt 6, 1398. «Ein HandlungSgehilfcnführer." Mit diesem Thema beschäftigt sich morgen, Montag abends 8 Uhr, eine nach den„Armin. halten", Kommandantenstr. 68/59, einberufene öffentliche Versammlung. Der Zentralverband der Halrdlungsgehilfen und-Ge- hilfinncn Deutschlands will in dieser Versammlung einer breiteren Ocffentlichkeit zeigen, in welcher Weise der Reichstagsabgeordnete Schack, der Vorsteher des Deutschnationalen HandlungSgehilfenver- bandcS, fein Mandat bei der Beratung der sogenannten„Reichs- finanzreform" ausgeübt hat. Dieser„Handlungsgehilfenführer" .konnte es sogar mit seinem Gewissen vereinbaren, gegen alle An- träge zu stimmen, die von sozialdemokratischer Seite gestellt wurden, um den durch die neuen Steuern arbeitslos werdenden Arbeitern und Handlungsgehilfen eine Unkerstützung von feiten des Reiches zu sichern. Es wäre zu wünschen, daß die Interessenten diese Vcr. sammlnng zu einer möglichst imposanten gestalten. Achtung, Gummiarbeiter! In Finsterwalde sN.-L.) drohen wegen fortgesetzter Abzüge bei der Firma H. Wielandt u. Co., Gummiwarcnfaörik. Differenzen auszubrechen. Wir ersuchen deshalb alle Arbeiter und Arbeiterinnen obiger Branche, Zuzug nach Finsterwalde fernzuhalten. Verband der Fabrikarbeiter. 4. Bezirk. DeutTcbes Reich. Tarifbewegung der Münchener Ehauffcnre. Die zu 90 Proz. organisierten Ebaufseure in München haben durch den Transportarbeiterverband den Kraftdroschkenbesitzern einen neuen Lohntarif zugehen lassen. In der Verhandlung vor dem EinigungSamt erklörtcn die Unternehmer, der im vorigen Jahre mit dem GehilfenauSschntz unter Ausschaltung der Organisation abgeschlossene Tarif habe noch bis zum Jahre 1911 Gültigkeit. Gewerberichter Dr, G- ß l e r erwiderte, er habe die Herren bei Unterzeichnung des Vertrages ansdrücklich darauf auf- meksam gemacht, daß dieser„Vertrag" juristisch eigentlich kein Ver- trag sei und in der�Luft hänge, weil der Kontrahent, die Organi- sation, die allein für die richtige Einhaltung und Durchführung garantieren könne, fehle und daß sich die Organisation jedenfalls, wenn der Zeitpunkt gekommen sei, ihre Stellung als Vertragsteil erzwingen werde. Die Unternehmer blieben aber auf ihrem Schein bestehen und lehnten es ab, mit der Organisation in Unter- Handlung zu treten. Die Herrschaften bestehen auf ihrem Schein, obwohl sie im borigen Jahre nach Unterzeichnung des Vertrages durch den Jnnnngsgehilsenausschnß die ganzen Unterzeichner schmählich a.ufs Pflaster warfen, a.io selbst wenn man ihren Ein- wand gelten lassen wollte, gor kein Gcgenkontrahent mehr vorhanden istl— Alle Chauffeure werden ersucht, Engagements nach München abzulehnen und den Zuzug nach München zu meiden! Solidarität. Der Zeigverein Posen des ZentralvorbandeS der Maurer, der mehr als 75 Proz. Polen zu seinen Mitgliedern zählt, beschloß am Donnerstag in einer Mitgliederversaininiuilg, 190 M. auS der Lokalkasse zur Unterstützimg des schwedischen Gencrolstreiks abzusenden. Gleichzeitig beschloß der Kartellausschuß, da schnelle Hilfe die beste ist, 50 M. aus der 5kartellkasse zu demselben Zweck abzuführen. Am Sonntag, den 15. d. M., nachmittags 3'ch Uhr, findet eine Volksversammlung unter freiem Himmel statt, um mit den Volks- betrügern im allgemeinen und ixn polnischen ehrlichen Maklern im besonderen abzurechnen. Achtung, Metallarbeiters Der Konflikt bei der Firma R. Wolf in Magdeburg ist noch nicht beigelegt. Anderslautende Meldungen sind nur darauf berechnet, Arbeitskräfte nach Magdeburg zu locken. Zuzug ist daher streng fernzuhalten. 8o2ia!es. Hrtmarveiterin oder HauSgewerbetrcliende? Ein? wichtige Entscheidung fällte da? Schiedsgericht für Unfallversicherung in München. Eine verwitwete Heimarbeiterin hatte sich auf dem Wege zur Arbeitsstätte eine Verstauchung des linken Fußgelenkes zugezogen. An den Folgen dieser Verletzung stand die Arbeiterin bis zum 9. September v. I. in ärztlicher Behandlung. Die Papier- verarbeitungSbrrufSgenossenschaft in Berlin lehnte die Ansprüche der Verletzten ab mit der Begründung, daß der Unfall weder im Betriebe noch im Bau des Betriebes erfolgt sei. Die Verletzte habe sich am Unfalltage in der Fabrik oin kleine» Päckchen gedrückte Kartons geholt, um diese zu Hause mit Bändern zu versehen; auf dem Rückweg habe sie sich eine Verstauchung de? linken FußeS zugezogen. Nachdem der Unfall auf dem Wege von der Arbeits- stelle zur Wohnung passierte, liege kein Betriebsunfall, sondern ein Unfall dcS täglichen Lebens vor. Außerdem sei die Verletzte eine Hausgewerbetreibende und keine Heimarbeiterin. Ms solche stehe sie nicht in wirtschaftlicher Abhängigkeit vom Arbeitgeber, da sie nur Einzelaufträge frei übernommen habe, hinsichtlich deren sie über ihre Arbeitskraft unabhängig verfügen konnte. Dies gehe auch daraus hervor, daß eine Kündigungsfrist nicht bestanden habe. Leider gab sich die Verletzte mit diesem ablehnenden Bescheid zu- frieden. Sie hat keine Berufung eingelegt,„weil sie sich nicht auskannte und weil ja doch nichts zu machen sei". Dagegen hat die Ortskrankenkassc für München Berufung eingelegt, wodurch auch die Rechte der Verletzten gewahrt wurden. Der Vertreter der Kasse begründete die Berufung damit, daß die Verletzte als eine im Lohnverhältnis stehende Heimarbeiterin zu betrachten sei. Die Firma habe sie auch bei der Ortskrankenkasse als Arbeiterin angemeldet, somit handle es sich um eine wirtschaftlich unabhängige Lohn- bezw. Heimarbeiterin. Dazu komme, daß die Verletzte an ganz bestimmte Liefcrungstermine gebunden und über ihre Ar- beitszeit nicht frei verfügen konnte. Es wäre unsozial, die Heim- arbeiterin von der VerstcherungS- und Entschädigungspflicht auszuschließen. Diese leiste gleich den Fabrikarbeitern Lohnarbeit und Mehrwert, wobei der Fabrikant noch durch Ersparung von Raum, Licht, Feuerung usw. einen besonderen Gewinn erziele. Es liege aber auch ein Betriebsunfall vor. denn die Verletzte mußte das fertige Arbeitserzeugnis abliefern und neueß Material holen. Das Zurücklegen des Weges lag somit im Interesse deS Betriebes, denn eS war Betriebsarbeit. Der Vertreter der Ortskrankenkasse bean- tragte schließlich die Gewährung der Vollrente vom 13. August bis 13. November 1998, eine llvprozentige Rente vom 1. Dezember 1908 bis 31. Juli 1909 und eine solche von 30 Proz. ab 1. August 1909. Außerdem wolle die Berufsgenossenschaft verpflichtet wer- den, der Ortskrankenkasse die Kosten des Heilverfahrens zu er- setzen für die Zeit vom Beginne der 14. Woche nach dem Unfall bis zum Abschluß des Heilverfahrens. Das Schiedsgericht gab diesen Anträgen vollinhaltlich statt, wobei es sich die Begründung des Vertreters der Ortskrankenkasse zu eigen machte. Die Unfallgefahren im FuhrwerkSbetrlebe. Nach dem Bericht der FuhrwerkSberufSgenossenschaft Karen am Schlüsse deS Jahres 1908 32 235 Fuhrwerksbetriebe mit 105 427 beschäftigten Arbeitern versichert. Man unterscheidet eine Gruppe „leichtes Fuhrwerk" mit 10 971 Betrieben und„schweres Fuhr- werk" mit 22 139 Betrieben. Während nun die Zahl der Betriebe um 875 sich vermehrt hat, ist die Zahl der versicherten Arbeiter um mehr als 1000 zurückgegangen. Das ist die Krise, welche der Bericht mehrmals erwähnt. Es klingt aber trotzdem aus den Zeilen des Berichts heraus, daß die Unternehmer leider— die Krise gegen ihre Arbeiter nicht so ausnutzen konnten, wie sie es vielleicht gern gewollt haben. Denn eS wird geklagt-:„Der Durchschnittslohn eines versicherten Arbeiters betrug 831 M. Ungeachtet der außer. ordentlich ungünstigen wirtschaftlichen Konjunktur haben in vielen fällen seitens der Detriebßunternehmer Lohnerhöhungen zuge» emden werden müssen." Müssen ist gut. Ferner„daß die Unter- nhmer infolge Rückgangs ihrer Betriebe zwar nicht mehr mit einer ausgedehnten Beschäftigung von unausgebildeten GelegenheitS- arbeitern zu rechnen brauchten, dessenungeachtet sich aber in vielen Fällen dazu verstehen mußten, dem verbliebenen Arbeiterstamm Lohnerhöhungen zuzugestehen". TaS war bitter, für die Ar- beiterschaft aber schmeichelhaft. Erwähnt wird auch die Trinkgelderfrage der Chauffeure in Automobilvetrieben. Das Reichsversicherungsamt habe entschieden, daß Trinkgelder nicht als Teil des Arbeitslohnes angesehen werden könnten, weil diese Einnahmen zu schwankend, gegenüber dem festen Lohn zu geringfügig, beim Vertragsabschluß auch vom Arbeitgeber nicht ausdrücklich aus diese Nebeneinnahmen hingewiesen werde. Die ungünstige Konjunktur brachte eS auch mit stch, daß die Zahl der gemeldeten Unfälle von 8283 im Jahre 1907 auf 7352 im Berichtsjahre gefallen ist. Unter den davon entschädigten 2199 Fällen waren 244 TodeS» fälle. Trotzdem bemerkt der Bericht, daß„in bezug auf die außer- gewöhnliche Zunahme der Zahl der Todesfälle die inzwischen ab« geschlossenen Erhebungen das Vorhandensein besonderer Ursachen für diese auffällige Erscheinung nicht ergeben haben". Die Unter- nehmer werden sich hüten, diese„ausfällige Erscheinung" zu klären. Dabei wird im Bericht ausdrücklich erwähnt, daß stch fast alle sträuben, auch nur die geringsten Aenderungen im Fuhrwesen vorzunehmen, um den Unfallschutz zu fördern. Die vorgeschlagene Anbringung von festen Kutschersitzen an den Wagen hat? laut Bericht 5iollektivbeschwerden der Unternehmer aus Frankfurt a. M.. Nürnberg, Hannover usw. eingetragen. Das Reicbsvcrsicherungs- amt mußte sogar einen Beamten in die Vorstandssitzung der Be» russgenossenschaft delegieren, weil die Frage den Anbringung fester Kutschersitze diskutiert wurde und die Ansichten deS Amtes in„dieser heißumstrittenen Frage" darlegte. Ist es� nicht zum Lochen, daß über diese einfachsten, ja ganz selbstverständlichsten Fragen noch Streit herrscht? Nur 10 Proz. der versicherten Be- triebe wurden von den Aufsichtsbeamten der Berufsgenossenschaft besucht, jedoch die Zahl der vorgefundenen Mängel nicht näher erklärt. Für das Heilverfahren innerhalb der ersten 13 Wochen deS Unfalls hat die Berufsgenossenschaft nur 1839 M. verausgabt. Dafür hat sie aber viel Glück im Berufungsoer fahren. Der Bericht begrüßte es, daß sich die Schiedsgerichte jetzt mehr „den Erfahrungen des täglichen Lebens angepaßt haben", wie daS Reichsversicherungsamt vorbildlich vorgegangen ist und daß sie zur Begutachtung der Rentenempfänger eben„nur solche Aerzte heran- gezogen habe, die sich eine langjährige Erfahrung auf dem Ge« biete der Unfallversicherung erworben haben". Sehr richtig. DaS sieht man auch aus den Zahlen. Von 2181 Berufungen wurden nur 726 zugunsten der Verletzten entschieden und daS Reichsver- sicherungsamt hatte in 428 Rekursen die Verletzten abgewiesen und nur in 191 Fällen die Rente zuerkannt. äus Induftrie und bandet Erhöhung der Baukoste». Wenn die Hauswirte die Mieten steigern, dann heißt eS. das tiäuserbauen sei teuerer geworden, weil die Arbeiter zu hohe Löhn» etämen und so oft streikten. Solche Redensarten werden wieder einmal trefflick, illustriert durch die als Folge der kürzlich perfekt gewordenen Gründung einer Vereinigung der Kasseler Ziegeleien eingetretenen Preiserhöhungen. In einem Umkreise von 71/2 Kilometer um die Stadt hat die Vereinigung daS Alleinverkaufs- recht für die 25 angeschlossenen Ziegeleien. Und die Preise �sind nun wie solgt erhöht worden: für HintermauerungSsteine von 15— 16 M. auf 22—24 M,. für Vormauersteine von 35 M. auf 40 M.. für Klinker von 17,50 M. auf 26 M. Da auch die Mörtelwerke, die Zementfabriken, die Bodenspekulationsgesellschaften, die alle sehr gut organisiert sind, auf eben solch„gute" Preise halten wie die Ziegel- Vereinigung, so kann zwar nicht geleugnet werden, daß ta« Bauen tatsächlich teurer geworden ist, aber die Arbeiterlöhne find dabei nicht beteiligt._ Betriebseinschränkung. Aus Budapest wird unterm 13. August gemeldet: In einer gestern abgehaltenen Konferenz der Vertreter der ungarischen Mühlen wurde beschlossen, den Betrieb sämtlicher Mühlen dcS Landes vom 1. Dezember 1909 bis 1. August 1910 auf wöchentlich vier Tage zu beschränken. Letzte jVadmehten und Dcpcfchcn. Ein Schutzma»m von Zuhältern ermordet. Breslau, 14. August.(D. HZ Seit heute früh wird der Schutzmann Emil Ludwig vermißt; man vermutet, daß er von Zuhältern in die Oder geworfen ist. Ludwig hatte Nachtdienst in einer unsicheren Gegend, die zum größten Teil von Dirnen be- wohnt wird. Als Ludwig eine Verhaftung vornehmen wollte, mibe er von Zuhältern überfallen und trotz heftiger Gegenwehr über- wältigt. Bisher wurde nur der Helm aufgefunden. Breslau, 14. August.(B. H.) Der vermißte Sa)utzmann Ludwig wurde heute nachmittag als Leiche in der Oder aufge- funden. Der Leiche waren die Augen ausgestochen und de, Körper furchtbar zugerichtet. Im Laufe des Tages wurden die auf der Weihiferbergasse wohnhaften Prostituierten paarweise nach der Polizeiwache geführt, um Aussagen zu Protokoll zu geben. Die Prostituierte Helene'Herrmann erklärte, in der Nacht gesehen zu haben, wie zwei Männer einen Schutzmann auf dem Erdboden würgten; dabei habe der eine geäußert:„Ich steche daS AaS über den Haufen." Das Mädchen erklärte auch, die beiden Männcr wiederzuerkennen, falls sie ihr vorgeführt würden. Hierauf wurden ihr die 12 Verhafteten vorgeführt, und sie erkannte den stellungslosen Zgedinski und den entsprungenen Fürsorgezög- ling Steiner als diejenigen, die den Sckzutzmann gewürgt hatten. Zgedinski und Steiner erklären, die Tat noch gemeinsam mit drei anderen verübt zu habe». Wir Arbeitswilligen dürfen Menschen totschießen. Konstanz, 14. August.(W. T. B.) In Badisch-Rheinfelden wurden gestern abend bei einem Zusammenstoß zwischen Arbeits- willigen und streikenden Fabrikarbeitern zwei Ausständige er« schössen._ Arbeiterrisiko. Saargemiind, 14. August.(23. H.) Bei Deutsch-Oth wurden drei und auf Grube„Dudweiler" drei Bergleute verschüttet. Trier, 14. August.(B. H.) In Diefenbach verschütteten loS. gehende Steinmassen zwei in einer Kiesgrube beschäftigte Ar« beiter, von denen einer getötet und einer schwer verletzt wurde. Explosion auf einem Unterseeboot. Petersburg, 14. August.(W. T. 23.) Auf dem Unterseeboot „Drakon", daS von der mit dem S3au beauftragten Privatwerft dem Marineamt noch nicht abgeliefert war, ereignete sich heute eine schwere Explosion. Die Mannschaft bestand auS einem Ingenieur und Werftarbeitern. Während der Prüfung der Motore explodierte ein Benzinmotor; ein Teil des Unterseebootes wurde in die Newa geschleudert, jedoch von herbeieilenden Dampfern auf- gefischt. Schwer verletzt wurden der Ingenieur und dreizehn Werst. arbeiter, von denen einer seinen Brandwunden erlegen ist, In Seenot. Kopenhagen, 14. August.(W. T. B.) Die deutsche Dacht „Jutta", von Kiel kommend, strandete heute vormittag bei Gelle- lese. An Bord befanden sich der Oberleutnant zur See S t 0 s ch, ein Kaufmann aus Hamburg, ein Artillerieoffizier, ein Jurist und fünf Marinesoldaten. Gleich nach der Strandung sprangen der Artillerieoffizier und der Jurist über Bord und wurden von dem Strome fortgeführt. Vier Fischer segelten sofort hinaus und retteten sie trotz der unruhigen See. Beide waren sehr erschöpft» befinden sich aber jetzt außer Lebensgefahr. Beim Bade» ertrunken. Hclsingborg, 14. Zlugust.(W, T. B.) Ter 25jährige Opern. sänger Walter Faerber aus Berlin ist heute in der Nähe von WWWWWWWWWWWWWWW�WI�WWWMWWWWWWWWWWWIWWWWIWWWWWWWWWWWWWW Moelle Baden ertrunteM WWWW Lerantw. Redalteur: Hans Weber, Berlin. Inseratenteil verantw.: üb. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. BeriogsanstaU PaiüSingcrScCöllBcrlinLVV. Hierzu 4 BeUagen. Soillitnü, 15. Jnpfl 1909. Für den ichwediichen Generaiftreih. Bei der Berliner Gcwcrkschafiskommission wiiczen ferner für die ausgesperrten und im Generalstreik slchciideii schwedischen Ar- bciter ein: Arbeiter der Bäckerei Fischer, Görlitzerstr, S,—, t2t. Bezirk deS vierten Wahlkr, 5,—. Möbclpolicrer bei G. Klug, Warschauerstr. IV,—. Lese- und Diskulicrklub Stralaucr Allee 20,—. Verband der Tapezierer, OrtsverwalNing Berlin S00,—, Tapezierer- Werkstatt Jahn 10,—, Tiichlcrci Sauerlvcin 17,— Untcrbczirk 20 g Rixdors 12,—. Sechserkassc Buchdruckrrci Klackolv 1. Rate 15.—. Setzer und Maschinenmeister bei Elsncr(Listen 1513, 1511. 1515. 1516) 60.—. Sechscrtasse des 115. Bczirk-Z d. 2, Wablkr. 5,—. Wahlvcrcin Erkner 10,—. Scchscrkasse des 343. Bezirks -«ä 4 WahlrciseS 11,—. Scchscrkasse Tischlerwerkstatt H. Hoop 20,—. LAe 1432, Maschinenmeister der.Woche", Flachdruck 13,— s Mehrere �Vikioria"-Beamten 4,50. Sechserkasse 327. Bezirk l. Teil, 4. Kreis 6,—. Listen 1433, 1436, 1439,.Lokal-Anzeiger"(Gelvijzgcld) 2. Rate 72,50. Rudolf Mosse, Falzcrcihilssarbeiter 39,—. Stadtbezirk 96 5,—. Stadtbezirk 95, 2. Teil 10,—, Sechserkassc der Tapezierer 21,—. Kollegen der Tischlerei Löhnisch u. Co. 10,—. 226. Bezirk, 1. Teil. 4. Wahlkreis 12,—. Möbelfabrik Rösler u. Schmidt 20,—. Genossen d. 172. Bez. 4. Wahllr. 11,40. Bezirk Karlshorst 27.50. Sechserkasse d. 139. Bez. 10,-. Tischler bei Schacht 13,25. Sechscrkasse der Firma Sandmann 12.—. Bezirk 369, 4. Wahlkreis 10,—. Kollegen des Hotel Kaiserhos 15.75. Angestellte der freien Hilfskasse der Schneider 15.-. Bezirk 375, 2. Teil, 4. Wahlkr. 4.—. Bez. 168, 4. Wahllr. 5,—. Angestellte d. Bäcker- u. Konditorncrbandes, Ortsverw. Berlin 30,—. Verband der Textilarbeiter, Fil. Berlin 200,—. 357. Bezirk, 2. Teil. 4. KreiS 10,—. Zentraloorstand des Maschinisten« und Heizerverbandes (Beanite) 9.—. Sektion der Putzer Berlins 200,—. Zwei vater- landslose Studenten 5,—. Verband der Maler, Filiale Berlin 1000,—. Verband der Hausangestellten, Ortsverw. Berlin 45,—. Bez. 146 a 2. Wahlkreis 10,—. Körner, Brüssclerstr. 14, 3,—. Bezirk 328, 4. Teil, 4. Wahlkreis 3,—. Verband der Stukkateure, Fil. Berlin, a konto Listen 600,—. Scchserkasse des 230. Bez., 2. Kreis 10,—. Metallarb. b. Molden- Hauer u. Metzdors 14.70. Bautischler b. Schcller u. Schulz nebst Budiker 8,50.� Ad. Lasche, Töpfer, Neucnhagcn 2,—. Soll, bei Ficgucr, Handtuch« gcschäft 18,80. Zahlabcnd der 7. Gruppe zu Charloltciiburg 32.—. 8 N., FriedrichShagcn 4,—. Ein Staatsverbrecher 20,—. Bäcker u. Kutscher d. Koutumvereins Charloltciiburg, 1, Rate 17,—. Verband d. Lagerhalter, Fil. Berlin 50,—. Werkstatt Reiche, Wolden berger Strasse 11,—. Stiller, lznvalide 2,—. Personal der Buchdruckerci W. Kohn 7.—. Verband der Barbiere. Filiale Berlin 150,—. Lifte 1580, 1581, 1582, 1583 Nord- deutsche Buchdruckerei 78,35. 25. Bezirk des 2. Wahlkreises 5,—. Liste 217, Schneider bei Peck u. Cloppenburg 60,—. Liste 227, Schneider bei Krienke 6,80. Liste 265, Schneider bei Förder, Charlottenburg 13,75. Liste 297, Schneider bei Köss 9,05. Schneider bei Stock 20,—. Schneider bei Bothmer n. Tänzer 30,—. Listen 4496, 4497, 4498, Verband der Barbiere, Filiale Berlin 21,20. Arbeiter der Stocksabrik Gebr. Goldmann 8,55. Liste 1458, Buchdruckerei Schlicke u. Co. 7,50. Listen 1510, 1511, Buchdrucker des„Sonntagblait" 20,—. Sechserkasse des tilsSpcrsonalS bei Eisner 10,—. Metallarbeiter bei Gebr. Huss 8,75. ez. 409, 5. Wahlkr. 10,—. Tischlerei Engbrccht 10,—. Personal der Buch- druckcrci Bollsrass u. Apel 13,45. Bez. 130a u. 134, 2. Kreis 5,-. 3. Abt.. 5. Kreis 6,55. Kollegen bei Schiegnitz, Badewanneusabr. 16,—. Wahlvercin Lichtenberg, Bez. 24 6,—. 5. Abt.. 551. Bez., 6. Kreis 3,10. Liste 4304. Personal bei Gebr. Grunert, Buchdruckcrei 10,—. Personal bei Kettenbeil, Buchdr. 26,80. Personal der Universitätsdruckcrei Schade(Franke) 15,—. Hausdiener b. N. Schischin 4,—. Scchserkasse d. 106. Bez., 2. Kr. 10,—. Liste 1455, 1456, 1457 Pers. d. Buchdr. Braunbeck u. Gutenbcrg 57,25. Berliner GeschästSdicuer- u. Packervereinigung 100,—. Stuhlsattler b. Mendelsohn 10,—. Tapezierer u. Näherinnen d. verein. Werkst, sär Kunst im Handwerk 25,10. Zahlabend Königplatzviertcl, 1. Kr. 38,30. Arbeiter d. Böhmischen Brauhauses 17,45. Tischlerei Marquardt 2,70. Kisten- arbeiter b. Pflugrath 18,50. Liste 1528, Buchdruckcrci-Personal bei ASbclm 40.—. Arbeiter der Maschincnsabrik Fricke u. Stiller 8,—. Liste 1534, Pers. der Buchdruckerci Antoni 5,50. Pers. d. Buchdr. Galvanoplastik 25,—. Tagschneidcr b. L. Adam 20,—. Schneider b. O. Frank Nachs. 12.—. Möbelfabrik Hansa 10,—. Schneider bei Mohr u. Speyer 24,05. Liste 242, Schneider b. C. Hinlei 10,—. Verband d. Töpfer, Filiale Berlin 2000,—. Kollegen und Kolleginnen bei Deyle 6,90. Tanzlehrervcrband .Solidarität" 25,—. Kollegen der Großbäckerei Goldacker 21,—. Joses, tollmannstrasse 2,—. Wahlbezirk 226, Teil 2, 4. Kreis 8,70. eulscher Transportarb.-Vcrband, Vcrw. I. 500,—, do. Vorstandssitzung 13. 8. 09 12,—. 646. und 647. Bez., 6. Kreis 10,50. Rotationsarbeitcr des .Lokal-Anzeiger", Hilssarb. d. Nachtschicht 50,—. Kistenarbeiter b. Müller- Charlottcnburg 20,50. GchilsenauSschuss d. Verl. Gastwirlsinnung 10,—. Bez. 2 und 15, Pankow 3,—. K. Ä. 10,—. Dr. C. in Schöncberg 3,—. F. H. I. I,—. Vaterlandslose Gesellen usw. 1,55. Personal der Lindcndruckerci,„Nationalzcitung" 52,60. Verband Deutscher Gastwirts« (jefiilsen. Charlottcnburg 10,—. Arb. der Kartonsabrik Hahndors 8,55. -oUssarbeiter der.Deutschen Tagesztg." 10.—. Personal der„Union"- Druckerei 8,25. Gewerlschnstskommission Steglitz u. Umgegend 100,10. Berichterstatter d.„Vorwärts" 12,50. Liste 981, Transport- u. Metall- arbeiter im„Vorwärts" 19,75. Buchdruck.-.tzilssarbeiter Werk-Abt.„Vor, wärts" 15,75. Tischlerei G. Olm, Fll. Dresdener Str. 9,30. Lotlerieverein .Immer Pech" 5,—. Bez. 66a, 6. Wahlkreis 13,50. Summa 7209,05. Bisher eingeliefert 3914,90 M.z dazu kommen 7209,05 M., zusammen 11123,95 M. Gelder, welche per Post eingesandt werden, sind an A. Körsten, Engelufer IS I zu senden. Alle Sammlungen sind sofort auf unserem Bureau, Engelufer 15 I, Zimmer 23, vor- mittags 9— IL'/z und nachmittags von i—T'/a Uhr abzuliefern. Der Ausschuß der Berliner GewerkschaftSkommissiou. Zur Frage der Eierverteuerung. In der gestrigen Nummer des„Vorwärts" haben wir nach- gewiesen, daß der von den Weiszbierbrauern in Aussicht genommene Preisanfschlag mindestens 5 Mark ausmacht. Wir haben dabei unterstellt, daß eine Qualitätsverbesserung eintritt, indem der Wasser- zugiiß im Keller der Wirte aufhört und die Vraner etwas weniger stark verlängern als bisher üblich war. Anderenfalls würde die Verteuerung von 6 M. eintreten, die der bekannte Kobold in der gestrigen Notiz an einer Stelle eigenwillig konstatiert hat— indem er eine Abwälzensgebühr von 4,7S M. angab, die, bei Annahme einer Steuercrhöhung von 1,25 M., aber nur 3,7SM. ausmacht. UnsereBcrcch- nung, die wir nochmals unterstreichen»vollen, ergab dieses Resultat: Für den Konsumenten erhöht sich der Preis pro Liter von 25 auf mindestens SlVe Pf. Bei Zugrundelegung de? Preises von 13 Pf. für die kleine Weiße käme ein Litcrpreis von SS'/z Pf. heraus; berechnet man nach dem Preise von 25 Pf. für die große Weiße, dann beträgt der Literpreis SV/t Bf- Wir rechnen also sehr vor- sichtig, indem wir einen Durchschnittspreis von 31'/- Pf..unter- stellen. Dieser Preis macht eine Erhöhung von S'/z Pf. pro Liter Weißbier aus. Für die angenommene Oualitätsverbesscrimg ziehen wir noch l1/» Pf. ab, so daß für den Kon- sumcnten eine Preiserhöhung von 5 Pf. bleibt. Da die Steuererhvhung im höchsten Falle IV« Pf. ausmacht, muß der Konsument über die Steuererhöhung hinaus einen Extraaufschlag von 3� Pf. pro Liter zahlen. Glaubt»nan jedoch nicht an eine Onalitätsverbcsterung und nimmt an. daß der Konsum sich gleich- mäßig auf die kleine und große Weiße verteilt, dann tvürde der Gesamtaufschlag für den Konsumenten(5,8(5 Pf. pro Liter be- tragen, oder S,<5<> Pf. mehr, als der Steueraufschlag ausmacht. Aber wenn der Aufschlag, den der Konsument zahlen soll, auch nur 5 Pf. beträgt, so bedeutet das eine Verteuerung, die durch keine Redensarten gerechtfertigt werden kann. Daß die freien Gastwirte einem Vertrag mit den Brauern auf solcher Grund- läge zustimmen konnten, wie das am Freitag in der.Neuen Welt' geschehen ist, das erscheint uns nicht als kluges Beginnen. Die Konsumenten sollten es jedenfalls ganz entschieden ablehnen, solche Politik mitzumachen. Wie der uns zugegangene Bericht besagt, ist in der Versamm- lung der freien Gastwirte am Freitag der„Vorwärts" angegriffen worden, angeblich weil er behauptet habe, die Wirte hätten den Lagerbierbrauern für Berlin 5 M. angeboten. Diese Behauptung ist genau so unberechtigt wie die zuerst von jener Seite verbreitete, der„Vorwärts" habe die Steuererhvhung auf 1,37 M. berechnet. Solche Berechnung hat der„Vorwärts" nicht gemacht, er hat den Satz von 1,37 M. überhaupt nicht er- wähnt. Mit der falschen Behauptung versuchte man Stimmung zu machen, nun der Schwindel zerstört ist. will man wohl durch einen anderen Trick die Aufmerksamkeit vom eigentlichen Kernpunkt ab- lenken. Zu der neuen Beschuldigung zunächst diese Feststellung: Der„Vorwärts" hat das berichtet, was von den Beschliiffen und Verhandlungen der Wirtckommission und der Vertretung der Brauereien der Oeffentlichkeit mitgeteilt worden ist. Wenn man noch Geheimabmachungen getroffen hat, die der Oeffentlichkeit nicht mitzuteilen man für geraten hielt, dann finden wir eS sehr eigenartig, daß freie Gastivirte den„Vorwärts" an- greifen konnten, weil er von den besonderen Verständigungen nichts wußte, und das Geheimnis— der anderen nicht preisgab. Und merkwürdig finden wir es auch, daß auf die unwidersprochen ge- bliebene Meldung, die Schultheiß-Brauerci wolle nur einem Auf- schlage von 3 M. zustimmen, nicht die Aufklärung erfolgte, daß für Berlin der Aufschlag von 5 M. nicht vorgesehen sei. Durch solche Unterlaffung hat man doch gerade die Ansicht gestärkt, die Er« höhung von 5 M. solle auch für Berlin gelten. War das nicht ge- plant, dann wird das Verhalten der freien Wirteorganisation noch unverständlicher als es bisher schon war. Der Vorsitzende Litfin hat in der Versammlung ausdrücklich konstatiert, die Kommisston habe gewußt, daß der Satz von 6 Mark für Berlin nicht zur Anlvendung kommen werde. Dadurch erhält die Angelegenheit einen eigenartig pikanten Reiz. Mit Hinweis auf die Erhöhung von 5 Mark für die Brauer haben die Wirte verlangt, die Konfunienten sollten einen Aufschlag von 7—10 Pf. pro Liter tragen. Nach Litfins Mitteilung wußte man aber, daß die Wirte in Berlin keine 5 Mark Aufschlag zahlen sollten. Sie wollten demnach nicht nur kleines Feuilleton. Die Universität Berlin wurde am 16. August bor 109 Jahren durch eine Kabincttsorder„geschaffen". Durch den bekannten „einen Federstrich", von der Fluchtresidenz Königsberg aus, im Tone von„Ihr" und„Euch" und„Ich bestimme hiermit". Die patriotischen Geschichtenerzähler haben den unbeugsamen Willen des„wohlaffektionicrten" Königs, der sich in der Zeit der„tiefsten Erniedrigung" Preußens so kraftvoll geäußert, natürlich in alle Winde gepriesen. Blättert man ober in den Akten, die über diesen beroisc�en Akt vorliegen, so sieht die Geschichte etwas anders aus. Der eigentliche Stifter der Berliner Universität ist danach— Napoleon Bonaparte. Preußen war 1307 mit Ostclbien auch äußerlich identisch geworden»nd hatte damit die glänzende und wijseufchaftlich sehr bedeutende Universität Halle verloren. Das Verhältnis der in Betracht kommenden preußischen Bildungs- anstalten war 1805 so, daß Frankfurt a. O. 307, Königsberg 333, Halle aber 944 Hörer besaß. Es wäre ja nun gesclßrftlich sehr unklug gewesen, hätte Preußen initansehen wollen, daß fürderhin die Mehrzahl seiner Staatsstützen im(erzfcindlichen Ausland er- zogen würde, womöglich sogar bei speziell sranzosciisreundlichen Professoren, deren es in Halle genug gab. Aus solchen leicht der- ständlichen Gründen betrieben die beteiligten Kreise mit Hockdampf den Plan einer Berliner Neugründung, allen voran der Philologe Wolf,>der sich in Halle mit den Kollegen sehr spitz gestanden hatte und nun in Berlin auf eine flanz besondere Stellung als Akademie- Professor und undisziplinierbarer Außenseiter der neuen Univer- sität reflektierte. Während Wolf Tag und Nacht über Plänen schwitzte, zum König vordrang nnp voreilige Mitteilungen in die Zeitungen lancierte, waren andere Cliquen auch nicht faul und wurden ebenso ehrerbietig maßgebenden Ortes mit ihren Sonder- wünschen vorstellig. Der König überließ die Entscheidung über alle diese Projekte seinem„Grotzkanzler" Beymc und„genehmigte" dann. Das Tatsächliche der Gründung war übrigens gar nicht so schwierig. Der ganze naturwissenschaftliche und medizinische Appa» rat, der ja die meisten Kosten macht, war lange Vorhemden und sogar in guter Verfassung. Kollegs aller Art wurden von vielen Leuten gelesen. Was man außer etlichen Geldern brauchte, waren ein paar„berühmte" Namen als Lockartikel und ein passendes Gebäude für die theoretischen Vorlesungen. Unter den ersteren hatte man besonders Wilhelm von Humboldt ins Äuge gefaßt, den damaligen preußisckxn» Gesandten in Rom; dam: Leute wie Hufcland, Fichte, Schleiermacher usw. AIS&£* baude erschien das Prinz Hcinrichsche Palais mit seiner pompösen Zimmerflucht am gecigneisten. und es wurde denn auch„von nun an zu ewigen Zeiten" der Uiiiversiiät geschenkt. Während die Er- öffnniig der Universität Halle 116 Jahre zuvor mit Kanonendonner, Hofstaat. Ehrenbogen, ausgestreuten Denkmünzen und gratis Wein spendenden Bronnen vor sich ging, begnügte man sich in Berlin, der ganzen Entstehungsgeschichte entsprechend, mit einer kleinen An- spräche. Das Ivar am 10. Oktober 1810. Aber es dauerte noch gut bis in den November hinein, bis die Dozenten und die Bänke in den Hörsälen zur Stelle waren. Der König von Preußen hat da- mals nicht ahnen können, wie bald ihm die opferwilligen Unter- tauen den Besitz von Halle wieder verschaffen würden. Sonst hätte er sicherlich die Begründung der Berliner Universität unterlassen. Das arktische Eis und unser Sommer. Das arktische Eis in der Nähe der Neufundlandbank tritt in diesem Somnier in unge- wohnlich starken! Maße auf, die Schiffahrt wurde durch große Eis- Massen, Eisberge>vie auch ausgedehnte Eisfelder, sehr behindert und an den Küsten von Neufundland teilweise ganz aufgehoben Die durch das langanhaltcnde Eistreiben und die Schmelzung so großer Eismengen bedingte Abkühlung des oberflächlichen Golf- stroinwasserS ist nicht ohne Einfluß auf die Gestaltung des dies- jährigeii SomnicrwettcrS geblieben, das dadurch teilweise beinahe winterliche Gestalt annahm. Die Aussichten für die zweite Hälfte des Sommers sind hiernach nicht günstig, denn die kalten Schmelz- wasserstrelfen in dem warmen Golfstrom begünstigen die Bildung zahlreicher, ostwärts wandernder Minima(Gebiete Niedern Luft- druckes), die der für unsere Zone normalen Sommerregenperiode diesmal eine besonders kräftige Ausprägung verleihen. Erst im Spätsonimer pflegt dann eine Aenderung einzutreten. Die Sieben- schläfersage dürfte, wie H. Habicht bemerkt, insofern einen be- rcchtigtcn Kern haben, als die Periode der Somincrregen bei uns in der Regel gegen Ende Juni einsetzt und niehr oder weniger unterbrochen bis gegen Ende August anhält. Zerstören nun Minima»vie die oben gekennzeichnete diese Regcnunterbrechungen, so haben wir eine anhaltende Regenperiode, die der Siebenschläfer- tag dann eingeleitet zu haben scheint. Huinor und Satire. Zum 15. August 1909. Die Etikett' ist—„fina floros".— Ein Zehnerl kostet dieses Kraut I — Was war es?— eine StinkadoreS: Mein Magen ist total kapores Und hat sie heut' noch nicht verdaut! Mein Freund, der raucht daS Stück zu siebm — Ich wußte nicht, wie mir geschah: Von weitem bin ich steh'» gemiebe» Uiid Hab' dann einen Kreis beschrieben Und»oar trotzdem— der Ohnmacht nah'! 2—5 Mark, sondern einen»och höheren Satz über den Aufschlag der Brauer hinaus auf die Biertrinker abivälzen. Die Tatsache könnte allerdings die erlvähnte Geheimhaltung erklären, aber daß die Eilt- hüllung die Sympathie für das Verhalten der Wirte erhöht, solchem Irrwahn darf inan sich doch nicht hingeben. Und wenn man dabei noch glaubt ungehindert die gekränkte Unschuld spielen zu können, dann stellt das doch ctlvas mehr Ansprüche an unsere Loyalität, alS wir selbst gegenüber— freien Gastwirten ausbringen können. Die Arbeiter gründen Konsumvereine, um der Plünderung der Konsumenten durch das Händlertum entgegentreten zu können. Die fteicn Gastwirte verbinden sich mit den Brauern, um den Kon- sumcnten höhere Preise aufzunöligen, und»vcr von den Wirten und anderen Bierverkäufcrn— zum Beispiel auch die Konsumvereine— die Preispolitik nicht mitmacht, der soll auf Verlangen der Organisation der freien Gastwirte von den Brauern boykottiert, wirtschaftlich ruiniert, unmöglich gemacht werden, gerade so wie daS von anderen Produzenten und VcrkaufSorganisationcn gegenüber nicht fügsamen Elementen gemacht wird. Und für solche Praxis sollen sich auch noch die Arbeiter engagieren lassen. DaS ist doch etwas viel verlangt. •» » Am Freitag einigten sich die Brauer aus folgende für Berlin geltende Preissteigerungen: Der Preis für Faßbier wird um 3.50 M. herausgesetzt; eine entsprechende Preiserhöhung tritt beim Flaschenbier ein, so daß sich in gukuilft der Detailpreis für die Flasche hiesigen Lagerbieres anstalt wie bisher auf 10 Pf. auf 11 Pf. stelle» wird. Der Zeispunit des Inkrafttretens dieser Maß« reget wird noch festgesetzt»verden. Die freien Gastwirte haben ja auch schon erklärt, daß sie 3,50 M. zahlen wollen, aber sie verlangen dabei, die Brauereien sollen Mindestpreise vorschreiben und Außenseiter boykottieren. Weil die Brauer daS abgelehnt haben, wollen die Wirte gegen die Brauer kämpfen und beanspruchen dabei die Hilfe der— organisierten Arbeiter. Das ist eine etwas groteske Situation! Erfolgreiche Abwehr geplanten PreiSausschlageS. Eine Korrespondenz teilt mit, daß energische Proteste, die in verschiedenen Lokalen von den Gästen gegen die Verteuerung von Kaffee und Tee erhoben worden sind, bereits gefruchtet haben: Die Plakate, lvonach die Tasse Kaffee von 25 Pf. aus 30 Pf. erhöht wird, habe man in manchen Kaffeehäusern schon wieder entfernt. ES ist inzivischen bekannt geworden, daß ein erheblicher Teil der CafsS, besonders in den Außenbezirken, die vom Verein der CafätierS inszenierte Preissteigerung gar nicht»nitgeinacht haben.— Andere CafäS haben freilich, wie wir wissen, die Ge- legenheit benutzt, um nicht nur die Preise für Kaffee und Tee, sondern auch für alle übrigen Artikel, namentlich für daS Karten- geld, zu erhöhen. Man geht vielleicht nicht fehl, wenn man diese letztere Maßnahme>mt der— Talonsteuer in Verbindung bringt! Jedenfalls können die Konsumenten, wenn sie»vollen, die un« berechtigten Ausschläge oblvehre». DaS sollte»nan sich»»erkenl Hiid der Partei. Die Stuttgarter Genossen zum Hofgang der wllrttembergische« LandtagSfraktion. Stuttgart, 14. August.(Privatdepesche des„Vorwärts".) In der gestrigen Parteiversammlung deL Sozialdemokratischen Vereins Stuttgart begründete der Vorsitzende Westmcyer solgcnde Resolution der städtischen Parteileitung: „Die Versammlung erklärt: Ter Ausflug der Stände nach Friedrichshafen bedeutete in seiner Verbindung mit dem Besuch beim König eine Demonstration zugunsten einer Staatsein» richtung, deren Bekämpfung grundsätzliche Pflicht der Sozial- demokratic ist. Die Teilnahme sozialdemokratischer Abgeord- ncter ist daher ein Verstoß gegen die Grundsätze der Partei. Die Mitwirkung an Veranstaltungen dieses Charakters überschreite den Rahmen des Auftrages, tvclcher Parteigenossen durch die Uebertragung eines Vcrtrauensamtes erteilt wird. Für künftige Fälle gleicher Art hat die Respektierung und Beachtung dieser Partciansicht als Grundlage einer Ausübung für Vertrauens- ümter zu gelten." Die Abgeordneten Genossen Fischer und Hildenbrand suchten die Teilnahme der sieben Abgeordneten zu rechtfertigen. Teilweise unter stürmischem Widerspruch der Versammlung. Sämt- liche anderen Diskussionsredner kritisierten die Hofgängerei in O könnt' ich Sühne mir verschaffen Für den erlitt'nen herben Schlag: Die Junker müßten mir und Pfaffe» Drcipfeimig-Stiiikraketen paffen, Nicht unter sieben Stück pro Tag! Katechismus für F r e in d e n i n d u st rie. Frage: Was ist ein Berg?— Antwort: Ein Berg ist eine Erhebung zwecks Errichtung eines AuSsichtstunneS zu 20 Pf. Eintritt. Frage: Was ist ein Nationalhcld?— Antwort: Ein Nationalheld ist ein Mann, der in Holz geschnitzt sich gut und preis» tvert verkauft. Frage: Was ist ein Fremder?— Antwort: Ein Fremder ist ei» Portemonnaie mit einem Menschen dran, das bei der Ankunft voll, bei der Abreise leer sein muß.(.I u g e n d".) Notizen. — E s lebe der Fortschritt! Auswärtigen Blättern wird aus Berlin gemeldet: Infolge der Strcichholzstcuer kommen jetzt die alten Fidibusse wieder zu Ehren. In manchen Berliner Lokalen sieht man jetzt auf den Tisckvar 1880 als eine Folge des Sozialistengesetzes gegründet worden. Der Verein bietet in seinem Hause(Neumarkt 5) den Mitgliedern in 77 politischen und gewerkschaftlichen Zeitungen und Zeitschriften, in der Bibliothek mit 1778 Bänden, wovon 1S81 ausgeliehen wurden, ferner durch zahlreiche Vorträge und Kurse verschiedener Art eine reiche und vielseitige Bildungsgelegenheit. Auch die Pflöge des geselligen Lebens wurde nicht vernachlässigt. Bei einem Rechmungsabschluß von 27 007,43 Frank ist der Saldo von 170,45 Framk aus Sö0,24 Frank gestiegen. Für 2980 Frank wurden im Vere?n an die Mitglieder sozialdemokratische Schriften verkauft. Die Speiscgenossenschaft hatte bei 240 Mitgliedern im Jahres- durchjchnitt und 133 767,17 Frank Einnahmen nur 103,98 Frank HeberVchuß. so daß die Kost zum Selbstkostenpreis an die Mit- glieder abgegeben wird, während sich bekanntlich bürgerliche Pensioiusinhnber an ihren Pensionären bereichern. Wir wünschen dem allseitig und erfolgreich tätigen Perein auch fernerhin kräftige Prosperität._ Gerichts-Zeitung» Ein Hochstapler, der unter dem Namen eines»Leutnants Graf von EggS- dorf' verschiedene Schwindeleien verübt hatte, wurde gestern in der Person des Handlungsgehilfen Martin Cohen der 2. Ferien- ftrafkammer de» LandgrnchlS I vorgeführt. Der Angeklagte stand schon vor ei«igen Monaten einmal vor der Strafkammer. Er wurde seinerzeit Wengen Urkuiidensälschung, Betruges und Diebstahls zu vier Jahren. Gest mgnis verurteilt, zu denen sich dann noch eine Znsatz- strafe von sechs Monaten gesellte. In diesen Fällen hatte sich der Angeklagte als Offizier ausgegeben und sich einen adligen Namen zugelegt. Er hatte dann Equipagen und Automobile gemietet, die er dann nach mehrtägigem Gebrauch zu bezahlen vergaß und spur- loS verschwand. Nebenbei hatte er dann noch verschiedene Kredit- schwindeleien verübt. In dem jetzt zur Anklage stehenden Fall handelte es sich noch um folgendes. Am 19. Juni 1906 telephonierte der Angeklagte, der sich.Leutnant von EggSdorf" nannte, von dem Bellevue-H-otel bei der Internationale« Luxus- Automobil- Gesellschaft an und ersuchte um Stellung eines Auto- mobils. Nachdem der Schwindler dann längere Zeit in Begleitung zweier.Dämchen" spazieren gefahren war, ließ er den Chauffeur vor dem Cafö Kerkau halten und verduftete durch einen HinterauSgang. Die Automobilfirma ist hierdurch um 192 M. geschädigt worden. Selbst der Chauffeur zählte zu den Leidtragenden, da er dre nicht gerade kleine Zeche, die er auf Anordnung des.Herrn Grasen" gemacht hatte, dann ans seiner Tasche bezahlen mußte. Prellenden in arroganter Weise behandelt, so wird er meist mit Er- folg„arbeiten". Der Erfolg ist aber im voraus garantiert, wenn der Hochstapler sich neben einem klangvollen Adelstitel irgend eine militärische Charge zulegt.__ Neben sche Kranken- und Sterbekasse Rr. 5, gegr. 1735. Heute: Zahl- und Aufnahmctag bel Noewer, Elifabethkirchstr. 14. Sozialdemokratischer Zeutralmahlverein für den Reichstag?- Wahlkreis Zlilltcha»- Schwiebus. Krofsen- Sommerfeld(Ortsverein Berlin). Dienstag, den 17. August, bei Eichhorn, Koppenstrabe 47: Außer« ordentliche Generalversammlung. Lrfefkaften der Redaktion. charakteristisch für unser Bürgertum. Wenn jemand ein möglichst einfältiges Geficht hat. sich eineil Grafentitel beilegt und die zu Tie iurlstische«»»chkwnde findet L i n d e n ft r a fit 3, zweiter Hof, dritter Etnganz, vier Treppe», WR" g« h r it» h l"TS3Q wochcntSalich adcndß von 7H bis 9>4 Uhr statt. Geösfnct 7 Uhr. e-nnadend» drglnut die Spreihstunde»m K Uhr. Jeder«nseaar ist ein Bnchftade und rior saht als Merkzeichen»etzufstorii. Brleslichr Antwvrt wird nicht erteilt. Bis tat Beaimv-nilns im Brieikaste» löunc» 1t Tage vergehe», eilig« Frage« trage man in der Sprrchstnnde»or. Nobody I. Sektionsleiter der Bureauangestellten Karl Freier, Berlin, Nleranderstrahe IS II.— M. L. Ohne Kenntnis der näheren Umstände nicht z» beantworten.— G. G. 74. Wenn das vrbeitsoerbältniS in der Tat fortbesteht und nur durch einen Urlaub ans kurze Zeit unterbrochen wird, besieht das VersicherungsverhältniS sort und ist das Mädchen nicht abzumelden.— Nt. L. 23. Firma Packhauler, Ritterstr. 58.— S. 59. t. Beschwerde bei der Polizei event. Klage aus Unterlassung dcS ruhestöreiidcn LärmS. 2. Die angegebene Adresse genügt.— O«®. 100. Verband der Glaser, Enaeluser 15. Streitfrage, Potsdam. Müssige Streiisrage. Beide Lesarten sagen dasselbe. Das Originalmanustript liegt uns nicht vor.— C. K. 13. Deullchland 60 641 000, Italien 33 743 000 Einwohner.— I. R. 86. Die ReichSIagsabgeordnetcn erhalten eine Pauschale von 3000 M. Im Falle der Nichtcintragllng in die Anivesenheitslisle oder beim Fehlen bei einer namentlichen Abstimmung erfolgt ein Abzug von 20 M. Freie Eisenbahn- fahrt während der Session und acht Tage vor Einberulung sowie acht Tage nach Schlug deS Reichstages. LandlagSabgeordnete haben keine Freisahtl, erhallen aber pro SitzungStag 15 M.. auch für den Fall, bah sie nicht in den Sitzungstagen anwesend sind.— F. W. Bretthaupt hat die Oualifikatton zum Psarramt, ordiniert aber nicht. F. 57. ES durste sich empschlen. daß Sie die Klinik für innere Krank- heiten, tgl. Charits, Lnisenstr. 18(Sprechstunde von 12—1 Uhr) aussuchten. — R. 23. Skatitzcrstr. 23 bei Wahlisch.— B. Un» ist ein solcher Verein in Berlin nicht bekannt.— Post 23. 1. Richten Sie Ihr Gesuch an die OberpostdireNion in Berlin. Königstraße. 2. Da» ist nicht anzunehmen. doch fragen Sie vielleicht bei einem Arzt an.— F. 1903. Ihr Wunsch überschreitet den Rahmen des Möglichen. Sie finde» aber in der Nr. t22 des„Vorwärts" vom 23. Mal 1903 die sämtlichen Kandidaten namentlich verzeichnet.— L. F. 8. Wollen Sie die Frage nicht einem Berater der Gläubigen, vielleicht einem Rabbiner, vorlegen. Wir bemerken aber, die Frage ist nicht neu.— R. G. 1881. Das Gesuch rtchlen Sie schristlich an die Direktion der kgl. Münze, hier. Sie erfahren daim auch dort die Bedingungen._ Eingegangene Druckfchnften. Die Sicherung der Baufordernngen. Gesetz vom 1. Juni 19011 Von RechtSanw. Dr. L. Frank und Rcchtsaniv. Dr.®. Hecht. 1,50 TO- I. BenSheimer, Mannheim-Leipzig. Die Retchsftnanzreform von 1909. Von Dr. H. Linschmann. 2,50». E. Nagel, Berlin. Ritterstr. 71. Freier Horst. Freireligiöse Monalsschrist. ChesredaMon: Elita Simon. 50 Pi. Verlag Bad Harzburg. Im eigenen Heim. Jll. Monatsschrift für HanS, Hos und Garten. Nr. 3. Monatlich einmal. Halbjahr 2 Di.— Im eigenen Hause nicht teurer als in einer MietSwohnung. Vom kgl. vauinsp. F. Flur. 1 M. Westdeutsche Verlagsgescllschast in Wiesbaden. TaS Staatsrecht de? Königreich? Sachsen. Bon Pros. O. Mayer. (Das öffenll. Recht der Gegenwart Rr. 3.) 8 M., geb. 10 M. J.C. B.Mohr (P. Siebeck), Tübingen Eingemetndnugsrecht und Polizeiverordnung. Von Dr. H. Koch. 1.20 M. I. a. B. Mohr(P. Siebeck). Tübingen. BakzacS Menschliche Komödie. Jnsel-Verlag, Leipzig. 7. Bd. Geh. 4 M.. geb. 5 M. Der Jayresvcricht de? Slrbeitersekretariat? und deS Gewerkschnst»- kartellS Braunschweig 1908. 83 Seiten. Selbstverlag. Regen-Kleidung I Loden-Pelerinen tm n-rr«» and Damen, rn.Kapaxe, Bruvtbandem Q 21.- 18.- 15.- 12.- 10.- O.- M. Mantel-Pelerinen„Halali" gÄ?»#: AU Mantel oder Pelerine spielend«4 zu verwandeln. Unentbehrlich für 1 mmmm Touren und Jagd. Vorzug Ucha Loden AV�a M, Knaben- u. Mädchen-- M> Loden- Pelerinen ton 5.50«m Gummierte Regen-Mäntel mod. Stoffe, kleidsame Fassons-4£ 36- 30.- 26- 22.50 17.— 13.— M. Oeltuch-Mäntel mit nnd ohne Futter Schutz gegen hohen Seegang-4 rv 27.- 21.- 18.- 15.- 12.- XU.— M. Onmml- oeuaV Pelerinen a 14.- 11.- 9.- 7.25 6.- 5.50 4.75 M. 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JStadtbahn.ZO-Pf.-Tour |» Minuten v. Bahnhof An der Strasae nach] Biesdorf, 7 Min. ab BW. I Strecke Strausberg Minuten r, Bahnbol n i ■- V. AJÖUUUUI H|> tu JJLlUUtUU U. �r«sa-«"W» B Kaulsdorf Sadowa Fredersdorf I Garten atadt nahe dem| Bandesschfltzsnhaus □R.v.l2il(ni. Ausk. a. d. Geliade u. t Bahnh-Rest.Bobey In altem Hochwald beginnende Oartenitadt, Luftschiffhalle Oaa- uad Waaterleitaag DR. T.IOfl. 2D Auskunft i Jleit.Döring in Neu-8«dow» Schönste Kolonie! des Oatena DR. v. 4 N.mi. Amkunft im Pavilloe am Bahnbot Kleinste Anzahlung, bequemste Abzahlung Nieschalke& Nitsche' liERUNN0- 20591-* Neue Königstraße 16 Amt VIl. 6376. Unserem Genossen <ä W «> rs % die herzlichsten Glückwünsche zu ihrer silbernen Hochzeit. Die Genossen des Klubs Johann Jacoby. f Unserem Genossen � Hermann Kricdetnann nebst Frau die herzlichsten Glückwünsche zur silbernen Hochzeit. ZUM Die Funktionäre der 3. Abteilung. 6. Kreis. f Unserem Bezirkssührer � Zlermann jiriedmann nebst Fran die herzlichsten Glückwünsche zur silbernen Hochzeit. 2112L Die Denossen des 525. Bezirks. V6. Kreis. SoziaiiieiDokratiscIierWalilvereiii für den UerlinerHeiclistaOTalliffeis Landsberger Viertel. Bezirk Nr. 393. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse, der Tischler Wilkelm Franke Thorner Str. 1 gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 15. August, nach- mittags 5 Uhr, von der Leichen- hall« des Andreas-KirchhoseS in WilhelmSberg aus statt. 219/11 Um rege Beteiligung ersucht Ter Borstand. SozialdeniokratisctierWaiiivereiii Hoben-Sciiönhausen. Den Mitgliedern zur Nachricht, dasi unser Genosse, der Rohrleger Willielm Undner Berliner Straße 87 am Kreitag, den 13. August, gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet a Dienttagnachmittag 4'/, Uhr vom der Gutsgemeinde aus Ter Vorstand,. att. 238/18 ZvmIiZmlilli'ätizetiIaiilsei'eii! Nowawes. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse Fritz Mücke gestorben ist. 203/3 Ehre seinem Andenke«. Die Beerdigung findet heute Sonntag, nachmiliagS 4 Uhr, vom Trauerhause, Ahoriislrage 1 aus statt.— Die Mitglieder des Wahl- Vereins versammeln sich nach- mittags 3 Uhr im Lokal von Hiemke, Wallstraße 55. Zahlreiche Beteiligung erwartet Der Borstand. lleutsetiös IsgnsMsbeiier-Vesbgnll. Drtsrenreltung Berlin II. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der ZeitungS- böte keinkold Herzberg am Donnerstag, den 12. d. M., im Alter von 43 Jahren an Lcberleidcn gestorben ist. Ehre seinem Andenke»! Die Beerdigung findet am Montag, den 16. d. M., nach- mittags 3 Uhr. von der Leichen- halle des HeiligenKreuz-KirchhofeS, Mariendors, Eisenacher Straße. aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Verwaltung II. Den Mitgliedern zur Nachricht. daß unser Kollege, der Geschasts- lutscher Heinricb öenthe am Donnerstag, den 12. d. M, trn Alter von 41 Jahren an Lungenentzündung gestorben ist. Ehre seinem Andenken! _®ie Beerdigung findet am sonnlag, den 15. d. M nach- mittag» 5 Uhr, von der Leichen. mlle des Gemeinde-Zricdhoscs in cißenjee, Rolckestraße. au» statt. 63/3 Die Verwaliung II. Deutscher Metallarbeiter-Verband Verwaltungsstelle Berlin. Todes-Anr.elge. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Rohrleger Ivkann Pfianz am 9. August ein Opfer seines BeruscS geworden ist. Ehre seinem Andenken k Die Beerdigung findet morgen Montag, den 16. August, nach- mittags 5 Uhr, von der Leichen- balle des EmmauS-Kwchhojcs in Britz auS statt. Rege Beteiligung erwartet 121/14 Die Drtsverwaltung. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung unseres lieben SohneS Wilhelm Heinicke sagen wir allen Verwandten und Bekannten, insbesondere dem Per- sonai der General-Composing-Tom- pany und dem Deutschen Metall- arbeiter- Verband unseren besten Dank. 339b Die Hinterbliebenen. Danksagung. Für die herzliche Teilnahme bei der Beerdigung des srüheren Böttchers Wi\Mm Oberscbmidt sagen wir allen Freunden und Be- kannten, sowie der LandSmannschast der Schleswig- Holsteiner für die Kranzspenden un>ern Innigsten Dank. Hie trauerniien Hinterbllebeneii. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die reichen Kranz- spenden bei der Beerdigung meines lieben Manne», unseres guten Vaters, sagen wir der Finna W. Möser, den werten Kollege», sowie allen Ver- wandten. Freunden und Bekannten, und dem Mulilvcrein»Frisch auffür das letzte Geleit unser» innigsten Dank. 364b Mw-Mbelmloelsmiov nebst Kindern. vielen Beweise herzlicher bei dem so plötzlichen Hin- leineS geliebten Mannes Für die � Teilnahme bei scheiden meines geueoien Manne- IIa« Heln-ol sage ich hiermit allen Freunden und Bekannten, ms- besondere der Direktion und Kollegen der VerficherungSgesellschast.Alliance-. dem Zentralverband der Handlung». aehilsen und-Gehilfinnen Deutschlands sowie dem sozialdemokratischen Wahl- verein Rixdoi I meinen iiiiiigiten Dank. Frau Witwe Max Heinzcl. Billigste Bezugsquelle 1 gedleg.Trauersaraerobe iVestmannsl Trauer-Magazin 1 Berlin W.. Mohrenstr. 87a I (HO., Gr. Fron kf. Str. 115.> ] Genaue Beachtung | meiner Firma u. Hausnummer geboten!* Von der Reise zurück! Dr. L. Jacobsohn Augenarzt bsts Prenzlauer Straße 19. l Von der Reise zurück! Freischmidt i prakt. Arzt 2060L* 4 Wundarzt u. 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In diesem Rechtsstreit erhob der Kläger gegen den dem Beklagten auferlegten Eid Einspruch mit der Begründung, in einem Strafverfahren J) ritte ein Zeuge beschworen, daß er den I. deS Meineids für fähig halte. Durch diese Ausführungen geriet der Werdächtigt� derart in Erregung, daß er dem Kläger Worte wie „Liitnp",.Schwindler" und.Betrüger" an den Kops warf. TaS Kaufmannsgericht verhängte wegen dieses Exzesses über den Bc- klagten I. eine Ordnungsstrafe vrn KO M., erkannte aber auch gleichzeitig deur Kläger eine Strafe von 20 M. zu, weil es an- nahm, daß F. den Wutausbruch seines ProzengcgnerS provoziert hatte, indem er ihn des Meineids verdächtigte. Auf die vom Kläger eingelegte Beschwerde hob das Kammergericht die Ordnungsstrafe auf. Die Provokation des F., der im übrigen seine Ausführungen in Wahrung berechtigter Interessen machte, sei sei zu gering, als daß eine Bestrafung gerechtfertigt erscheine. Nachdem nun der Kläger straffrei ausging, rief der mit 60 M. Strafe belegte Prinzipal noch einmal das Kaufmannsgericht an und bat unter Hinweis auf die Befreiung des Gegners von der Strafe auch seinerseits um Erlast der Geldbuste. Da? Kauf- mannsgerickt entschied, dost er ganz straffrei angesichts der ver-- übten Ungebühr nicht ausgeben könne. Aber mit Rücksicht darauf, dast der Prozestycgner durch den kammergertchtlichen Entscheid Aufhebung der Strafe erlangt habe, ermäßigte da» Gericht die Ordnungsstrafe auf 20 M. Große Milchverfälfchungen auf Rittergut Surgk Ein Aufsehen erregender Milchpantschcreiprvzrß gegen die GutSinfpcktorSehefrau Marth« Sidonie Parsberg aus Burgk be» fchästigte die Strafkammer des Dresdener Landgerichts. Die An- geklagte wird beschuldigt, vom S. März 1908 bis zum 18. Februar 1900, also fast ein ganzes Jahr hindurch, auf dem Rittergut Burgk die von den Kühen gewonnene Milck> durch Wasserzufay verfälscht und separatormilch— sogenannte Magermilch— unter der Bezeichnung..Bollmilch" verlauft zu haben. Daö Rittergut Burgk besitzt 6ö bis 70 Stück Milchvieh, die täglich 550 bis 600 Liter Milch liefern. Diese wird an die Guisverwaltung abgeliefert, die den Verkauf an die Händler vermittelt. Die letzteren haben sich aus- bedungen, daß schon im Stalle die von Fettvieh gewonnene Milch mit der weniger fettreichen anderer Kühe vermengt werde. Das Melken der Kühe besorgen mehrere Schweizer. Tic Jnspektoröche- frau hat lediglich die Aufsicht über die Biilchwirtschaft zu führen und das Umschütten der verschiedenen Milchsortcn zu besorgen. Wiederholt zeigte es sich, daß mehr Milch abgeliefert werden konnte, als gemolken worden war.— die Differenz betrug bei jedem Melken mehrere Liter. Den Stallschwcizern konnte dies nur an- genehm sein, da sie für je 100 Liter abgemolkene Milch 20 Pfennig Tantiemen erhielten. Sei es nun aus Zufall, sei es aus Neugier: das Stallpersonal machte die Entdeckung, daß bei jeder Melkuug dw Frau Inspektor mit einem großen Kruge versehen im Stalle crschlen, den Krug aus einer 10 Litcrkannc füllte und« in ei!» andere Kanne entlchrte. Plötzlich wurde die Dcobachtuna gemacht, das: der„Mifchkrug" der Frau Inspektor jedesmal mit 4 bis 5 Liter Wasser gefüllt war, das natürlich bei dem Mifchgefchäft in die Voll« milch gelangte. Um einen ÄUveiS zu erhalten, ließen die Stall- schweizer einst in einem 40 Litcrkrirg einen Rand von 10 Zenri. metcr frei. Obwohl nicht mehr gemolken worden war, wurde der Krug doch nach erfolgter Mischung voll. Für den eigenen Bedarf nahm die Frau Inspektor die Milch natürlich unverfälscht mit hinein, die.getaufte Milch" wanderte in die Küchen der Dresden« Bevölkerung. Die Jnspektorsgatttn soll auch Magermilch— Separatormilch— als Vollmilch verkauft haben, doch läßt sich ht«, für ein Beweis nicht erbringen. Dagegen sieht das Gericht als erwiesen an, daß die Angeklagte nicht einmal, sondern fortgesetzt dir Milch durch Zusatz von Wasser verfälscht hat. Tie Angeklagte be- Häupter dagegen, da st die Anzeige nur auf einem Racheakt eines von ihrem Ehemanne entlassenen StallschweizerS beruhe. Tie aus dem Stalle gegangene Milch sei bei der von der GutSver- waltung geübten täglichen Kontrolle niemals beanstandet worden. Das Gericht hielt jedoch den Schuldbeweis für erbracht und ver- urteilte die Angeklagte zu 200 M.(Oeldstrafe oder 20 Tage Gefängnis. Ein sehr— sehr mildes Urteil I Bitte aufbewahren! | Jede 3 �adaagr trlaoh harr'-toU • r-it haltlinr.— '>easbcllca �eiohutst. ] Apotheker K. W. Kumbier's AamtUoh emptohl-n, Garantiert nasohädlicn, auch fCr Scbwerkraaka. ..ftertlnerSlahlbrttmicti" — mit dauernd geliittevt, leicht verdaulichem Eifeugehatt— bewährt sich seit LS Jahre« bei allen Leiden, welche auf mangelhafter Bl«tbild»ng, schlechter Berbauuirg oder Stoffwechselstörung beruben, besonder» auch bei Uer»?»ieide«. Waffen-, Leber». chaUewftein-. Niere«-. Darm- n. kSlasenleide», Katarrhe«, Khenmatismtt», Gicht, Ischias, Kunsenko�arrh, Atembeschwrrd-», Fleifrte», Herttetde», Keide« der M-ch«e!jastre, GpUeyste, Kchlagaderverkalstnug, Intkerkrauicheit. ��HaustrinklkupjBhille�Berufsstörun� Anaiji«: �aLriumctJond 1.202. Natrianuralfat 2.920, Kaüuiuwulfat 0�7� MagnesiurasulUe 1.160, Maogaoauliafe 0.14 fiiiaenk&rboaat 2.197 in 10,000 Taiiea Preise für Berlin: Füllung von 30 Fl. M. 10 präu.«0 Fl. M. 17 prä«. 120 Fl. M. 30 priin. Anschließende Fortsetzung: 30 Fl. M.«;«0 Fl. M. 1k. Zustellung der Flaschen iu Berlin(StadtinnereS) einzeln frei HauS. Lieferung für Berlin(StadtSntzereS) und die näheren Bororte(Grotz-Berlln) frei Hau» 30 Fl. zusannnen<10 Pf. Pfand pro Flasche). Stach auswärts: Äffte mit 30 Fl. frei zur Bahn M. IS, 2 Kisten zugleich M. 27. Anschließende Fortsetzung t 1 Äiste M. 18. Für frankiert zurückgesandte Kisten mit Flaschen werden 4 vergütet. A. W. Mineralbrnnnenfabrik, Slcrlin I¥W, Marienstr. 30. Megrundet 1885. GsschäftszeU: 9—1, 4—7 Uhr, Sonntags geschlossen. Fernsprecher: Amt III, Nr. 5631. iEHolgbeställgraiiigeii. Mkt freudlgtin Herzen teile Ich Ihnen mit. daß vir„Senlnsc Stah;- brunnen' bei meiner Frau wirklich Wunder geten Hot. Meine Freu litt eelt ISngerer Zell en hrftiycr Jlaern- ng ,1 GanenhoHh, welche(Ich dermalen tlelgene, des bei der geringsten rieht ungneutnenme dieee Anillie eich Immer 6(1er Wiederholte» und znletzt tigllch zwei- die dreimal,)a Reibet det I Nachte heftig auftraten, euch trat nuimichr KSeron-» mawci'cintr.Ondpne I dazu; tüte Vesser unz nxrr nicht tu erzielen 3ü? tempsetilüng von öclannten 1 lieh ich meine Krau Ihren Brunnen(unten und rln jtgt erstaunt Uber die Wirlung. Xaebdem meine Frau Z0 Flaschen nebunken halte, lieben die : Magen- und Callenetein-AnfSlle volletlndig nten. meine Frau konnte wieder | jode Nahrung astnehmen, euch hat sie jetzt iltta Appetit zum Feien. Jetzt nach den Verbrauch»en 30 Fleeehen Ist sie Jetzt wieder frisch und geeund kznn lade Speiee»ertragen, nimmt an Kbrpergewicht zu und leidet aalt.er Xur nicht rnenr an Btnhtvcrwtopfnng wie trflher.... Biso nochmals weinen unb { metner Frau Herzlichen unb aulrichtlgen Danl. Leriw, Petersburger Str. 70, 213. Juli 1909. Ott« Schenkel v* Frau. (ich fühl« Mich Ihnen»UM Dante verpflichtet, das meine Freu durch die , Kur mit Ihrem.Berliner Slahlbrunnen"»an ihrer ichweren Krankheit befreit ist uns ihrer hilusltchen Pflicht wieder vollständig nachgehen tonn Meine Frau war Aber I Vi gfabrc an Yrral trtei' lochift. r oiistün'I ia: arrldbrnt und Int winreno aieser Zeit uie grcsslichtir« s-onir.rzen. Ausser der iichlaa litt meine Frau noch noch err Aze».bc»cb werden. Dia Wirkung Ihres Stalil- bn-TW-n» hat bereits nach Vorbrnumi der(1. Flasche eine Linderung gezeigt | Alle a.-.dcren nir erdanklic an(oiitel, dl« gegen das Leiben angewendet wurden. »�ren ertalgloe. Sus PZied.rzcncluiig wurde mir UberHauvt wenig Hossnuna gegeben lla eich mein« Frau bei der Brunnenkur sehr wohl fühlte, fo will ich ihr dieselbe bis auf weitere» nicht enniehen Mit bestem Dante Berlin If, Lorymgstr. 8, IU, 19. Juli 1909. Boeosik nebst Kran. Nach«eetidtgunz der Kur mit Ihrem vorzüglichen..Berliner SfoHtBnmncn" tonn ich Ihnen mitteilen, a»»e der Nrannen mir bei Celenki'henwH- tlnaip». woran loh dreiviertel Jahr gelitten, aaapezeloh.au t. iz.euato ffsleintet bat; ich tonn mich wieder frei rmd ohne Schmerzen be- ; wegen und mache täglich meine Spaziergänge. Oletobceltlg bat mich Thr 1 2 ranneu aach von TrrdannngnwtgrHnpre», befreit, woran loa so 1 laape Jafcre ge».n, waa bei meinem UUcr von BS Jahr« gewip viel sugm raUl.... ICrannborf, SS. üanl J030. O Kröger. El.e Frau TÜt on einer bäseu yervewlfraiikhclt. Ihr Stahl- " bmnnea hat Ihr wieder rate* Biet vareohaat, ale aooh aonet re- »nad aremaobt, Ebenso auch grau BortowslI, die in meinem Hause wohnt V und mngeuuuten hat; dteae Utt an Sirbwlnelelaufttllr,, und forent» barer tSchwitrhe und tat naeb dar Kor ala ditere Frau wieder nana aal dem Ponten. Ich habe den großartigen Brunnen schon mehreren Famtiten empsohten. Berlin X, Badair 13. 33 Junt 1900. B. SohlUtr, Die letzten 4 Flaschen.Berliner Siahlbrminen' habe Ich vorläufig nicht mehr getrunten. wall 30 Haschen gepüft haben, mich von itteneiiltatarrh Harwcrlew. XlrrcnrntattndBng und eKeecndrr flöchte hinter dem Olaa au bezraiea. Ser BaliarfolK ist bin jetat ein dauernder, Tchbem ich miolge meiner ietzigen Pollrlon Viel trinte... Coberbaut.'. tflhle toll mi-V Jalat aehr wollt n bebe aach naah der Brnunenkar etwa 30 Pfd. AH 0«wloht«nyanomm#«!. BtrUn, rernbutget®tr. 11. öhrtt 1909. A. Kssehade. I Dletne Dochter, 18 Jahre, tonnte seit der Schulzeit teln Cbft, auch leine säuerlichen Speisen vertragen; fle IM sehr an JNaoemkrUmprcn, und da» Erbrechen war gar nicht zu stillen. Ter Arzt nannte das Leiden becburndltce, Blutarmut.... Ihr Stahlbrnanen bat Ihr aehr gnt �«tnn die llispunCi sind fortKebllebnv, und daa Sfirpar- v.a» buitavtead aasenoDuuea. Ich sellii, 06 Jahre, leide an Blafleere Im ISehlm. welche mtr zeitweise �fcrvenntBrnpcen verursacht.... Ich irant Ihren Slahlbrunnen und tann mit großem Dante bezeugen, daß sich mein ibIZnemcialiclliidcp aehr itebeaaart hat. lob habe aehr viel mehr Appetit nud m- folg:edeaaen recht aapenoi. tuen. Frau hülse Haberlandt. Berlin,«öpenicker Sir. 127, IM. Niar, 19t»9. Die w Flaschen Slahlbrimnen find I»»ti>»a> Sohne put bekommen und haben ihn von a einem Kachenkatnrrh befreit, wosllr ich Ihnen herz- ttch Dant sage. Eitle UM ewlg, Drucksachen Uder Ihr« Brunnen zur WeUer- ewpsehsnug. A.d. Bcuecke. lluahutz. Bez. Magdeburg IS. MSr, 1999. Seit JnU v. J uu leb an K»iepmetlwmn«i Im rechten Bein und an furchtbaren Kopfechmrrzcn. Ifachdem loh 60 Flaeohen Ihres Stehlbruuneua potrnnean, bin loh vom lUienmatlsrnne and smoh von den Boplaohmcrzea vollatändig betreit und fühle mich wieder Job. Dax. recht wohl. Bertin KO, Landsberger Allee 158, 19. Februar 1909. Ich teile Ihnen hierdurch mit, daa» tcb Ihren.Berliner Stahl- brnnnen" fgau Kheumatlymna mit gutem Erfolge getrunken habe. Bei der neunten ZIa>che machte flch der Erfolg bemerlbar und oer- beflerte sich tägUch so, baS ich nach dam aebranoh von 45 Flasohon von meinem Leiden voUat&adlg betreit war, sich das Leiden auch bis Heu!« nicht wieder bemerlbar gemacht Hai. Gegenwärtig trinkt melue Freu den„Berliner Stablbrnnueu" gegen die Beaohwerdeu der VTerhseliebre ebenfalls mit gutem Erfolge. Ich Habe den.Berliner Sicbibimmen" m meinem Kunden- und Betcnnten- breite gegen derartige Leiden weiter empfahlen, und er ist auch da s:et» von Erfolg gewesen.... Leriw, Sarnlmstr. 03, 1. Februar 1909. Otto Gcuach. Im Fiilhsahr d. I. litt ich mfolge Keburt eines TSchterchen» an großer ät»r-veal:lle und ScblnNealpIrelt. Durch die große Ansireugung lewi Stayren des»Indes fltllie sich mein srüheres Zlagculcldcu wieder ein. Nach verbrauch von 60 Flaschen.Berliner Twhlb runneu' is! meine Nervo- sltht faat ganz veraehvrimdes, loh habe einen prüehtlgeo Soblal, und von meinem Marenlslden tat auch nlobta mehr an apüren; ja ich mächte sogar behaupten, daß Ich von Beginn der Brunnenkur an mehr JCahrung für mein Kind Holle und so der Vorteil auch diesem zu- gute tum. Frieda Herrmann. Berlin W. Essener Str. 1& 10. tf-bembet 1908. Ich Hub« Ihren Brunnen schon aalt 3 Jahres gegen Callensteliie und Asthma angewendet. Cot 3 Jahre» war ich tn Siriubno, und seit- dam trinke ich nur noch Im Prühsahr und Herbst Ihren Brunnen unb bin von den schrecklichen Hallenkoliken blt letzt, varaoboat gobUeben. Anoh gegen die Atembeschwerden hat er mir sehr gute Dienste getan. Ich habe Jorcn Brunnen Itfton vielen ebenso Leibenden empfohlen, und tat deraolbo stets mit groaBom Erfolg gebranoht worden. Frau Hedwig Bchnuwecker. Schöueberg, Bahnsir. 3h 27. September 1908. Meine Ernn Utt aett Jahren au wervBeen K opf seh m erzen. anoh an KliromatlHmnw.... Nun Hai meine Frau asuet Monate Ihren Brunnen getinukon und tat wieder froh und mnnter und hat keine Bohmcrsen mehr.... Martin Spors und Frau. Scrlin SW, Srohbeerenstr. 44, 29. Ollober 1907. Mit Freuden teile ich Ihnen mit, daß ich durch Ihren Stahlbrnsaan wieder arboltnfkhig geworden bin. Ich bin her«- nnd lungenleldrnd. und blt Verdauung lag bei mir vollständig darnieder. Appelle Haiic ich gar nicht mehr. Ich habe dea Naobta oft nur eine stunde genohlalsa, unb bei der geringsten Arbei! I harte Ich Bluthust- n.... ... Ich Halle ungefähr 14 Tage ieden Dag eine halbe Flasche gelrunt«, da merlie ich, wie der lkatlge A'nehtsehweio nnehlleaa unb ich wieder Appetit anrn Eaaen bekam; und ao allmühlleh atellte aleh anoh regelmdaalger Btnhlgang ein. Ihrem Stshibnmnen verdanke ich ea, dnaa Ich jetzt wieder meiner Beaob&tttgnng nachgehen kann ohne große Beschwerden. Der BInthnaten tat gdazlich ver- aehwnndan.... 31 arg. IVcrschnltake. Berlin N, Schuisiraß« fl. IV,«5. Jnui 1908. loh Utt aett 3 Jahren an Euekerkmukhelt— hatte 7';, Brazent »gelier— aett einem Jahre au aohwerer.\lrmieiitrn.,dnnE.. Alm ick 14 Thge den Brunnen getrunken hatte, war»nee gehoben, und tüble loh mich krilttg und geannd. Ich Habe vtalen Lentan, welche dieselben Leiden Haben, Ihren Brunnen warm empfohlen; denaelbea hat ar abenfhlla gute Dienste geleistet. Ich freue mich, Ihnen mitteilen zu lönnen. daß min Ihr„Nerlwer Stadl- drunnen" sehr gul bekommt. Ich bin 47 Jahre alt and leide schon eelt 5 Jahren en norvBsen ItlickeBschmerzen. Dieselben wann fo iinerttägtlch, daß ich ganz verzwei-cil war und schon alle Hoflnung aus Heilung ausgegeben hott«. lles lteakts kannle icb niebt im Veit liegen»er Schmerzen und ein Tage war et nicht»iel bester. Habe viel veisuchl. aber immer nutzlas.... Stuf Empseh- lung bestellte Ich mir nun Ihren„Berliner Slahlbrunnen" und bekommen tut er mir vorzOglich. tOhle mich wie neugeboren und die quilenden Schmerzen aisd alle wie torlgetsgt Berlin S. Ealonlestr. 129, den 5. Ollober 1908. Frau Harle Bichel. ... Mein Leiden halle ich mir durch eine»ehr schwere ynetaehnug des Magana vor etwa 8 bis 10 Jahren geholt Während Ich vorher nie übet Magen- unb verdauungsdelchwerden zu tiagen halte, stauten eteh kurze Xelt danach allerlei Verdsunngsbesch werden ein... AI» ich die»ur mit Ihrem Brunnen degann. war Die Verdauung bei mtr vollständig aus dem toten Puntt angelangt, so daß ich. wenn teh dem Magen anoh nur die allergcrtngaten Mensen von Nahrung anbot, mit den entaeta- Ushaten Schmerzen au kümptsa Halle, dazu war ich|a nervös geworden, daß ich meinem Dienst als Brleflräger laum noch vorstehen tonmt..... Auf zultziilge Empfehlung eines Mannas, der mtt Ihrem Brunnen bei einem ähnlichen Leiden wie das meinlae»o anseerordentUoh günstige Erfolge an verzeichnen gehebt hatte, versuchte ich es auch damit. Sehen kurze Eelt, nachdem teh mit dem Trinken begann, haderte stob mein Znataud antiUUg, loh kannte wieder Nah rnng an mir nehmen, ohne die entaetzllebea Schmerzen sowie das Würgen zum Erbraohcn zu verspüren. Auch hörten die periodisch eintretenden WagrnMntnngrn auf. Nach längerem Gebrauch wurde es aueu mit icelaon N!' rven erträglicher. Der Stahlgang bekam nach unb nach seinen normalen Zustand wieder. August Krüger, Briefträger. Berlin 77 30, Borbarossastr. 7, 17, 28. September 190«. ... Ich sehe von der Kur mtt.Berliner Stahlbrunnen' gute Besultate bei beginnender Arterienverkalkung des Hensua und daraas rasntttarendsr Herzuinsbelentxtlndang. nr- meg, g Berltn, 30, Sievembrr 1908. prall. Slrjt Einficht der täglich eingehenden Ersolgbestätignngen gern gestattet. I�?rncksädn»�ät?�öetlra»n�?ell7rfalgr�7östeiälö?�� f 1 Große Vorteile bieten Keunion- Zigaretten mit alnwiatem Kolzmundstüek Zu haben in allen Zigarren-Spezlal-Qeschäften. Mr den Inhalt der Inserate »ibernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. �essinx-l'Iieater. Montag, den IS. August: Wieder» beginn der Vorstellungen d. Leasing- Theater» Ensembles. Abends 8 Uhr: IM« selbe Nachtisall. Dienstag, 8 Uhr: Ibsen• ZykluS 1. Vorstellung: Die Stützen der Gesellschaft. Ibsen-Zyklus. 12 Vorstellungen. Parkett 55 rcsp. 50 und 88 Mark. 2. Rang 28 resp. 24 M., aus Wunsch auch TeilabonnementS aus je 6 Vor» stcllungen. Erste Vorstellung i. Ibsen- Zyklus Dienstag, den 17. August. Der Verkauf ist eröfsnct. Nenes Kgl. Opern»Theater(Kroll). 6ara»Opet>. Orpheus in der Unterwelt. Borleslce Oper von OSenbach. Anfang?>/, Uhr. Hontag: La Traviafa. Dienst.: Orpheus. Mittw.: Salome. Donnerstag: Othello. Freitag: Orpheus. Sonnabend; Salome. Neues Theater. Abends 8 Uhr: Sein Sündenregister Morgen und folgende Tage: Sein Sündenregister. Residenz Ttieater Direktion: 8 Uhrk Richard Alexander. 8 Uhr! l Schwank in 3 Akten von gcydeau. Morgen und folgende Tage: _ Dieselbe Vorstellung. Friedrlch-WiitielmstätitiSGlies Schauspielhaus. Sonntag, 15. August, nachm. 3 Uhr: Oer Postillion von Lonjumean. (Halbe Preise.) Abends 8 Uhr: Letzte Sonntagsvorst.: Die Afrikanerin. Grobe Oper in 4 Akten v. Meherbeer. (Mittelpreise.) Montag: 0er Waffenschmied. EWRP ROSE Tim Gr. ftraiitiurler Str. 132. Abends 8 Uhr: Der Mann mit der eisernen Maske oder Die Geheimnisse ein. Königshauses. Aus der Gartenbühne Ansang 4 Uhr. Theatervorstellung. Spezialitäten. iTEO 1 Beichshallen-Thealer. J Ansang: Wol 8 ent. Sonntags 7 Uhr. Debüt Nurnnstj-Buiusti. S Uhr Sine RaremsnactiL Dazu ab 8 Uhr Das Bombenprogramm. iTheater Frau Elkam's Friseur. Meine- Deine Tochter. Beide Komödien mit den Autoren Allton und Donat Herrnfeld in den Hauptrollen. Ansang 8 Uhr. Borverlauf 11—2 Uhr. Ab 7 Uhr: promenallsn-llonzert im schattigen Sommergarten und Pergola. Scltiller- Schiller-Theater 0.(Wallner-Theater.) Sonntag, abends 8 Uhr» vor Biberpelz. Eine Diebeskomödie in 4 Akten von Gerhart Hauptmann. Montag, abendS8Uhr: «Jungfer Obrigkeit. Dienstag, abend» 8 Uhr: Maebeih. Theater. Schiller-Theater Charlottonburg. Sonntag, nachm. 3 Uhr: Die �wllTlugaseliwester. Lustsp. in 4 Auszügen v. Ludwig Fulda. Sonntag, abends 8 Uhr: Diu Erfolg. Lustspiel in 4 Akten v. Paul Lwdau. Montag, abends 8 Uhr: Der Biberpelz. Dienstag, abend» 8 Uhr: _ Ein Erfolg._ Neues Operetten-Theater, Schiljbauerdamm 25, a. d. Luisenstr. Ansang 8 Ubr: Die Sprnilelfee. Operette in 3 Akten v. H. Reinhardt. Iliealer des Westens. Allabendlich 8 Uhr: Der fidele Bauer B0Ä& CASTAN's PAJfOPTICÜH Friedrlohstr. 165(Pschorrpalast). Ohne Extra-Entree I Das menschliche Monstrum! 2 Köpfe, 1 Rumpf, 4 Arme und 4 Beine. Signor irturo als Entfesselungskiinstler TZxUch�TV�ihradends: Senaatlooelles Progr. Sonntags 8 TorateUnngcn. Ohne Extra>Entree! 20151/ rete vontsnunne. Das neue Spieljahr beginnt am Sonntag, den 29, August. Die neuen Mitgliedskarten der alten Mitglieder müssen bis morgen, abgeholt werden— aus der alten Zahlstella— da dieselben nach diesem Termin glieder ausgegeben werden. Eröffnungsvorstellungen Sonntag, nachmittags 3 Uhr: 29. August, 6. Abteilung: 16. Angns«, an neue Mit» 29. August, 1. Abteilung; Neues Schauspielhaus dp Ei M kW. Tragödie in fünf Aufzügen von Friedrich Hebbel. In Szene gesetzt von Dr. Ernst Wehiiscn, 5. Septbr., 12./18. Abteilung: Residenz-Theatef Mnsotte. Sehanspiel in fünf Aufzügen von Maupassant. In Szene gesetzt von R. Alezander. Lessing-Theater Hanneies Himmelfalut. Traumdichtnng von Gerhart Hauptmann. In Szene gesetzt von E. Lessing. 5. September, IS. Abteilung: Herrnfeld-Theater Tater und Sohn. Lastspiel in drei Aufzügen von Gustav Esmann. In Szene gesetzt von Fritz Witte-Wild. S. September, 7./8. Abteilung: Thalia-Theater Eisgang. Schauspiel in vier Aalzügen von Max Halbe. In Szene gesetzt von Fritz Witte-Wüd. Montag, 14.(E Ab O. September, end- Abteilung): Neues Schauspielhaus abends 8 Uhr Gp id sein Ring. Tragödie in fünf Aufzügen von Friedrich Hebbel. In Szene gesetst von Dr. Emst Wehlisch. Zur Aufführung sind ferner auf den Spielplan gesetzt! Pailleron: Shakespeare Hoppe: Der Dorftyrann Oalderon: Das Leben ein Traum. Extra-Vorstellungen Oastav Wied: 2x2=5. Ibsen: Wenn wir Toten erwachen. Die Mitgliedschaft des Vereins Freie Volksbillme■wird erworben durch Aniueldnng in einer der u nten vcrzeichueten Zahlstellen. Wer sich als Mitglied aufnehmen lassen will, schreibe Namen, Stand und Adresse in ein in jeder Zahlstelle erhältliches Formular und ist der erste Monatsbeitrag(1,10 M. für die Nachmittagsabteilungen, 1,80 M. für die Abendteilungen) zu hinterlegen. Das einmalige Eintrittsgeld beträgt 60 Pf., der Monatsbeitrag wird im Jahre nur zehnmal erhoben. Für den Beitrag erhält das Mitglied freien Zutritt zu seiner Theatervorstellung, sowie die Schrift„Freie Volksbühne", die eine ausführliche Besprechung der Stücke, den Theaterzettel, die Vereinsnachrichten und zahlreiche belehrende und unterhaltende Artikel enthält. Femer wird dafür die Garderobe im Theater unentgeltlich aufbewahrt. Die Plätze im Zuschauerraum werden durch das Los bestimmt, und zwar gibt es sowohl einzelne Plätze, als auch Doppelplätze für Ehepaare und Verwandte. Die zehn ordentlichen Vereinsvorstellungen Kaden, und zwar monatlloh je eine für jedes Mitglied der Naohmittagsabteüungen, in oben angeführten Theatern statt ST.: 1. Emst Beyer, Zigarrenhandlung, Voteranenstr. 11. 2. H. BoloS, Zigarrenhandlnng, Wörther Straße 81. 3. A. Charlet, Zigarrenhandlung, Aokerstr. 154. 4. Paul Mazanko, Zigarrenhandlung, Pank- Straße 24. 5. H. Vogel I, Zigarrenhandlung, Lortzingstr. 31. 6. K. Opitz, Zigarrenhandlung, Lynarstr. 8. 7. Wernioke, Restaurant, Aokerstr. 123. 8. A. Tietz, Zigarrenhandlung, Invalidenstr. 124(Stettiner Bahnhof). 37. Kriedemann, Zigarrenhandlung, Stargarder Straße 74.— 45. H. Brückner, Zigarrenhandlung, __.——"'■----»-----------'—"---"r.i—»o T v>— i Zigarrenhandlg., Gartenstr. 71. IVO.: 9. Franz Niemeyer, Zigarrenhandlung, Weberstr. la. 10. J. Keul, Zigarren nan dl g., Barnimstr. 42. O.: 11. P. Borsch I, Zigarrenhandlung, Engelufer 15(Gewerksohaftshaus). 12, G. Vogel II, Zigarrenhdlg., Koppenstr. 83. 13. Lohaus, Zigarrenhdlg., Thaerstr. 63. 85. Karl Daehn L Zigarrenhdlg., Petersburger Straße 34.— SO.: 15. A. Böttger I, Zigarrenhandlang, Skalitzer Straße 107. 18. Friedrich, Zigarrenhandlung. Mariannenstraße 6. 17. Noithardt, Restaurant, Görlitzer Straße 58. 18. Karl Scholz, Glaserei, Wrangelstr. 110. 62. Hermann Ney, Zigarrenhandlung, Glogauer Str. 17.— S.: 19. R Schmidt I, Ziearrenhdlg.. Kottbuser Damm 8. 20. Gottfried Schulz II, Zigarrenhdlg., Admiralstr. 40a. 21. W. Börner, -■■""*"---'"-1 Dresdener Btr. 128/129.-------' Zigarrenhdlg.', Ritters tr. 15. 84. F. Meyer L Cafö, Dresdener"Str. 128/129.— SW.: 86. Rudolf Daehn U, Zigarrenhdlg., Hagelberger Str. 27. 22. Jul. Meyer, Restaurant, Oranienstr. 103. 23. F. Ohnesorge, Restaurant, Markgrafenstr. 102. 25. A. Böttger H, Zigarrenhdl., Zossener Straße 80. handlang, Stralauer 80. Glasen, Restaurant, 24. Paul Borsch H, Zi Putlitzstr. 10. 47. E. Zietenstr. 69. 42. V.Neue t, Restaurant, Grünstr. 21.— W.S .oldenhauer, Zigarrenhandlung, Barbarossastr. 64.— NW.(Moabit): arrenhdlg., Charitöstr. 8(Verbandshaus der Metallarb.). 28. Lampreoht, Restaurant, Straße 3/6." 29. AlbT Löwenberg, Zigarrenhandlung, Zigarrenhandlung, Gipsstr. 27. 31. G. Weihnao Bülowstr. 59. 27. G. M 14. H. Ramm, Zigarren- Schönhauser Straße 18. . Wiemers, ärkor, Zigarrenhdlg., Turmstr. 62.— Rlxdorf-Br-lt»; 33. F. Henning, Restaurant, Max Zirkel, ZigarronladenL Fuldas tr. 55(Idealpassage). 48. A. Mittag Zigarrenhdlg., E. Meyer II, Konflturonbdlg, ühlandstr. 97, Straße 41/42.— Ober-HchOnewe dorf: Straße 13.— Bnmmelsbnrg: 44. Ravenstein, Ziga hard, Zigarrenhandlung, Stralauer Allee 28.— Pankow — Uaumachnlenweg: 50. Bommel, Zigarrenhandlg., Kiefholzstr. 186, (Konsumgenossenschaft), Moselstr. 7.— Reinickendorf: 53. J. — Frleurlchnbagen: 54. Franke, Friedrlohstr. 98. Fuldas tr. 55(Idealpassage). igarrenhdlg., WUmi .el"~ aur ee en, 46. Janioke, Zigarrenhandlung, Mühlenstr. 38. Frledenan: 51 F. Matthes estr. 24. ler. Chausseestr. 82.— Charlottenbnrg; 33. F. Schmidt, Zigarrenbdig., W ' dlg, ühlandstr. 97.— Tempelhof: _______ ide: 40. H. Knappe, Restaur., Wei Lauer, Zigarrenhandlung, Berliner Straße 92.— WelBensee: 43. Neriich, Zigarrenladen, Lothnngi Straße 13.— Ranimelsbarg: 44. Bavenstein, Zigarrenladen, Alt-Boxhagen 50/— Stralau: 49. Ge 48. A. ersdorfer! 89. M. Müller, Restaurant, Berliner istr. 22.— Tegel: 41. Johann Zigarrenladen, Lothringer er» Eofö, Zigarrenhandlung, Boppes Oer Vorstand. X. Vertr.: 6. Winkle LustspieBhaus. Abend» 8 Uhr: ?amitie Sehimek. Schwarzer Adler Lichtenberg� Frankfurter Chaussee 5 Inh.: Ciebr. Arnbold. Täglich: Gr. iDternation. Ringkampf-Konkurrenz tun die Meisterschaft d. Prob. Brandenburg u. die Prämie 5000 M. in bar, Heute Sonntag, de» 15. August, ringen: Jackson-S" ag, de» IB. mugutt, riugen: jacKson-«rajottland gen le Marin-granhcich. Schwarz-SBcrlln gegen van der ßerg-Holland. RiBmann-SBcstfalen gegen Schibilskl-Sevlm. Michailof-Rufalanb gegen Geb- hardt-Serltn. Bor den Ringkämpsen: Auftrete» ersiklass.Spezialitäten mit Fr. Sobanskl. Urania. WiBsenschaftliohes Theater. Tanbenstraße 48/49. Abends 8 Ubr: Die Insel Rügen, Montag abends 8 Uhr: Rom nnd die Campagna. 0010CISCHER Heute Sonntag Cfh n. j Eintritt:«W P» I Kinder u. 10 Jahren die Bälfte. Ab nachm. 4 Uhr; Großes Konzert. Ka�en. Morgen sowie täglich: Militär- Doppel-Konzert t Berliner Theater. Abends 8 Uhr: Ein HerbütmanttTer. Morgen: Einer von unsere Leuf. Achtung! Diez' Jetzt nur Seeterrasss Cichtenberg. i Röderstr. 11—13(zwischen Landsberger Allee nnd Röderplatz). Heute Sonntag, den 15. Angnst: ßr VnH70rt und das neueste und beste Programm, welche» Vii. JIUHABU jemals gezeigt wurde. I u. o.: Kolter Talaschus(zwei Damen, ein Herr), unbedingt die bentex»?'nrii»«ellbän»tler der Gegenwart. 2110b 15 Ruderboote. Riesen-Kasfeeküche. 4 verdeckte Kegelbahnen. Volksbelustigungen aller Art und großer Hall. —— Bei ungünstiger Witterung Schutz für 6000 Personen.—— Anfang 3 Uhr. Enttee nur Lv Pf. Kinder unter 12 Jahren frei! Fszssge-FsMplikiun. Aga! die achweb. Jnngtran. Ganz Berlin zerbricht Ama sich wieder d.Kopf über"Sa6*" DerMann m.d. eisernen Schlund! Experimente d. IV. Dimension! Alles ohne Extra-Entree. Passage-IheatEr.' ; Ein darchseblagender Erfolg 1 Alois Pttachl Edmondo l.nrinl Tbe Elugtons and das großartige August-Programm! i 12 erslklass. VariMC-Attraktionen. z Melropol-Theater Die oberen Zehntausend. Amerik. Operette v. JuL Freund. Musik v. Gust. Kerker. In Szene gesetzt von Dir. Rieh. Schultz. Tänze von Mr. Bishop.J Ant 8 Uhr. Rauchen gestattet. Schweizer-Garten AmKöntgStor. Am Friedrichshain q ffdrtltih» Theater rnb O tLDgUU). Spezlallttttcn.« Vom 16.— 31. August: Neues® Programm.— Kinematograph. JE Volksbelustigungen. Jeden Abend 10 Uhr: q Am Brunnen vor dem Tore. Z Lebensbild mit Gesang. 8 Ansang 5 Uhr. Entree 30 Ps. Sommerkarten Hab. Gültigkeit Landsberger Allee 40I4L Ecke Petersburger Strafte. SV Heute sowie täglich im prachtvollen Nawrgarien: Vorstellung abwechselnd von drei der bestrellommikrtesteu Sängergtsellschnsten. Srunnsn-Iböstgr Ladstrafte 58. Direktion: Willi Voigt. Heute sowie täglich:, Der �meriks-Seppt. Bauernposse in 3 Akten von Manz. Kasseneröstnung 2 Uhr. Ans. 4 Uhr. Kliems Soinniep- Theater imil Fes® Rudolf Krüger Hasenheide 13/15. gm- Täglich: Großes Konzert, Theater iiüd Spezialiilten-Topstelliiii!). Art. Leitung: Walter Gravonitz. Jeden Donnerstag: Elltctag. Während und nach der Vorstellung Tanabrilnecbea. Ganz Berlin spricht; von Schönster Naturgarten der Umgegend.-» Jeden Sonntag: lionnert und Torotellnng. Jeden Montag:„Spree-Athener*4. 21002 Jeden Donnerstag: Große Tana-Rennton. Tägllch Abfahrt der großen Dampfer nach der Krampenburg vor» j mittags S'/z, nachmittag; L'/, Uhr. Hin- und Rückfahrt 50 Pf. j ES ladet freundlichst ein Gustav Tempel. Stadl-Ttieater Moabit. AJt-Koabit 47/48. Täglich: Spezialitäten und Theater- Vorstellung. Slnf. b. Vorstellung wochentags 7 Ubr, Konzert 6 Uhr. Sonnt. 6 bezw. 5 Uhr. Gartcneröfinung 3 Ubr. �ebcn Montag Elitetag. Svezia- litäten und Soiree der»Lustige» Sänger-. Bei Regenwetter Vorstellung im großen Theater-Saal. Viriete Thr*fer I Weinbergsweg 19-20, Rosenth.Tor. I Ansang 8 Uhr. Im Theater: D.neuen Augiist-Spezialitäten Frei: Im Garten 1 Leben u. Treiben im Traumland. I VoHlLgsrtev-l'liesler früher Weimanns VoltSgarte». Täglich: Konzert. Theater, und SPezialitSten-Vorstellung. klls Vera X l-ole Droit X Otto Beyer The Horleyt X Brothers Vollmer Der Aktienbnditer. VolkSstück m. Ges. u. Tanz m S Bildern. Donnerstag, 19. Aug.: Gr. Gartenfest z Kerliver Prater-Thtater Kastanicnallee 7— 9. Täglich: | 71 an lebt Ja nnr einmal!> Havemanns gröGte Raubtierschuie! d.WelL Spezialitat., Konzert, Ball. I Ansang 4'/, Uhr. I WS KaatzanenM»»» Jungfrau oon Kerliu. Nette Matrosen. Lledersp. t.1 Alt. Zl«>tas,oblzs»?ant»mline. Ansang 4 Uhr. Entree 30 Ps. Nach der Vorstellung: Kr. Sali. Montag: Der erste Tote. Au- fang 4'/, Uhr. Entree 20 Ps. VereiiiZ-Lrsuerei I Rlxdorf. Hermannstr. 214/219. Oehonom: Max Wendt. □QT" Täglich; TM .Gr. Militär-Konzert. 2 SZorzugSkarten J haben wochentags Gültigkeit. Z Entree IS Pf. VV.Koaeks Theater Stzeltiuu: Roh. Dill. Brunnen str. 16. Zum erstenmal: Abschied»nd KeimKelir oder: Gebrochene Treue. Volksstück mit Gesang. Spezialitäten! Tan». «Inf. 6, Konz. S Uhr. Entree SO Pf. KönigHtadt-Kasino. ßoUmaittitr.72(Ecke Ateranbetftr.) Tögl. i herrl.Natur-Sommergarten bei ungünstiger Witterung i. Saale Gr. Theater- o. Spez.- Vorstellung. Amor auf Irrwegen. Posse mit Gesang von Tyrkowski. Elly Burgais. Duett Herrmann, Heinz Heuer, Harves and Horves, Loewe- Lessen und erstklass. Spezialitäten. Ans. wochent. 8, Sonntags 5 Uhr. 4'r LUFT5CHIFF/1HRT A USSTELLUNC exposiriDiu �.FR/rNKFURTTAl�-: Bei gDnst. Witterung i. Betrieb: FreiitalioDS. FiuomasciilneD Motorballons (Clouth, Parseval, Zeppelin) Wettbewerbe:* 200 OOO M. Preise. Alhambra Vallner-Theaterstraße 15. i'ii Großer Ball Großes Orchester. Ansang Sonntag» S Uhr. A. Zameltat. Sophien-Säle.ä'ää- r...___ani Hackeschen Markt• J Blankentelder Straße 16— 17, vis-ä-vls dem Gethsemane-Kirchhof, empfiehlt sein Lokal allen Genossen u. Vereinen bei Beerdigungen u. AuS. flügen. Gut gepflegte Biere u. vorzüglich« Speisen. Kaffee in Kannen u. Tassen. Garten u. Saal 500 P-rs. sass. Em» Hey, Tel Amt Pankow 505.__ »»MM«»»»»,• Inhaber: Paul Baatz empfiehlt seine oon 60—2000 Personen sassenden Säle zu Versammlungen! Vortrag»- u. Kunstabenden usw. VorzllgL Akustik. Kulant. Entgegenkommen. heue Ireie Volksbühne. Die Kunlt dem Volke 1 Beitritts- Einladung. Die Neue Freie Volksbühne bezweckt laut Statut, ihren Mitgliedern erhebende und befreiende Kunstwerke aller Gattungen, insbesondere Theater-Vorstellungen, Dichtungen und Musikwerke vorzuführen und durch Vorträge und Aufsätze zu erläutern. Mit Beginn der diesjährigen Saison tritt der Verein in sein 20. Spieljahr. Während in den ersten zehn Jahren seines Bestehens der Verein immer nur eine verhältnismäßig geringe Mitgliederzahl besaß, hatte er in den letzten Jahren einen ungewöhnlich starken Zuwachs zu verzeichnen. Noch im Spieljahr 1900/01 betrug die Mitgliederzahl 900(eine Abteilung), während das Spieljahr 1908/09 mit einer Mitgliederzahl von 27 000 abgeschlossen hat. Für das Spieljahr 1909/10 sind Vorkehrungen dahin getroffen, daß die Mitgüederzahl auf 40000 wachsen kann. Dieses rasche Wachsen des Vereins spricht deutlich dafür, daß sein Programm- zweck, der arbeitenden Bevölkerungsklasse den Genuß dramatischer Kunstwerke in möglichst guten Darbietungen zu niedrigen Preisen zu ermöglichen, einem immer stärkeren Bedürfnis weiterer Volkskreise nach künstlerischer Unterhaltung und Erhebung entspricht, Das neue Spieljahr beginnt am 5. September. AI» ErölTuangti-TorstolIaiisen gelangen zar AalTUhraug: Deutsches Theater Neues Operetten-Theater Sobiffbauerdamm 25. Oer Zigeunerbaron Operette von Johann Strauß. Kleines Theater Unter den linden 44. 2X2= 5 Komödie von Gustav Wied. Hebbel-Theater Koniggrätzer Straße 57/58. Revolutionshochzeit Schauspiel von Sophus Michaelis. Schiller-Theater 0. .Wallnertheaterstr. 35. Macbeth Trauerspiel von Shakespeare. Neues Theater Schiffbauerdamm 4/5. Ackermann KomBdie von F. Hollsender und L. Schmidt Als Novitäten sind in Aussicht genommen: Dr. Eisenbart, Ton otWatnberg. Das letzte Glück, vonÄTeW Schnmannstr. 13/14. Plesko Ein republikan. Tranerspiel von Fr. Schiller. Kammerspielhaus Schumannstr. 13/14. Clavigo Trauerspiel von Goethe. Berliner Theater Charlottenstr. 90/92. Herodes und Mariamne Trauerspiel von Fr. Hebbel. Schiller-Theater Charlottenburg Bismarckstraße(am Knie). Die Welt, In der man sich langweilt Lustepiel von E. Pailleron. Metropol-Theater Behrenstr. 66. Lumpacivagabundus Zauberposse mit Gesang von J. Nestroy. Friedr.-Wiiheimst. Schauspielh. Chausseestr. 30/31. Othello Trauerspiel von Shakespeare. Konzerte und Clioranlführnngen sind vorgesehen in den Ausstellungshallen des Zoologischen Gartens und der Kgl. Hochschule für Musik. Die im vorigen Vereinsjahr neu eingeführten und mit großem Beifall aufgenommenen LesesAbende, deren jeder einem modernen Erzähler gewidmet war, werden fortgesetzt. Mitgliederanmeldungen zu den neugegründeten Abteilungen werden in allen Zahlstellen entgegengenommen.(Beitrittsbedingungen u. Anmeldeformulare gratis.) Die Vereinsschrift„Neue Freie Volksbühne", die belehrende und unterhaltende Artikel sowie alle Vereinsbekanntmachungen enthält, wird den Mitgliedern gratis durch die Post zugesandt. Beltrlttsbedlngansen sind in nachstehenden Zahlstellen gratis zu haben: Norden: Fischer, Veteranens tr. 6. Knapp, Griin thaler Straße 1. Sohöngalla, Weißenburger Straße 60. Müller, Putbuser Straße 42. Wippreoht, Driesener Straße 10. Jordan, Bornauer Straße 50. Blume, Ohansseestraße 30/31. Pinz, Gerichtstraße 4. Strehlau, Oudenarder Straße 3 HI. Buhk, Malplaqaetstr. 14. Buchholz, Brüsseler Straße 17. Kischkat, Gleimstr. 15 HI. Schröder, Pappel- Allee 43. Nordesten: Schreite, Landwehrsträße 3. Treumann, Strausberger Straße 36. Hannemann, Immanuelkirchstr. 20. Nordwesten: Becker, Qotzkowskystraße 9. Volkmann, Lehrter Straße 48a. Oeftger, Schiffbauerdamm 6. Süden: Bobsion, Kommandantenstraße 62. Schindler, Nene Jakobstr. 8. Bielefeld, Gräfestr. 35. Südosten: Boehlke, Naunynstr. 83. Giebel, Engelufer 13. Stangenberg, Köpenicker Straße 20a. Martienzen, Admiralstr. 30. Gleich, Cuvrystr. 33. Teichert, Koichonberger Straße 98. Südwesten: Landgraf, Bergmannstraßo 101. Martienzen, Belle-Älliancestr. 7. Pech, Teltower Straße 37. Maratzki, Königgrätzer Straße 65. Martienzen, Friedriehstr. 204. Osten: Tabert, Markusstraße 14(Eingang Grüner Weg). GrSbke, Pruchtstr. 65. Jahn, Zomdorfer Str. 59. Gern, Cadiner Straße 1. Zietz, Warschauer Straße 61. Eisholz, Friedrioh-Karl-Straße 17a. Westen: M artienzen, Potsdamer Straße 43. Kittel, Joaohimsthaler Straße 17. Zentrum: Martienzen, Neue Promenade 1. Keller, Molkenmarkt 14. Baumschulenweg: Scharf, Baumschulenstr. 78. Charlottenliurg: Schäfer, Schillers tr. 102. Dom, Potsdamer Straße 5a. Jonas, Bismarokstr. 7. Köpenick; Lofävre, Grünstr. 16. Friedenau: Danz, Kirohstr. 15, Seitenflügel III. Friedrichshagen: Stegemann, Seestraße 107. Lankwitz: Port, Kaulbaohstr. 71. Lichtenberg: Müller, Hagenstr. 58. Ober-Schonewelde: Rabe, Wilhelminenhof- straße 43. Rixdorf: Heinrichs, Münchener Straße 19. Weber, Hermannstraße 110. Rummelsburg: Rosen, Schillerstr. 3. Schöneberg: Arendt, Akazienstraße 23. Spittel, Merseburger Str. 5. Spandau: Lorenz, Bahnhofstr. 7. Steglitz: Hilsoher, Berliniokestr. 15. Weißensee: Karow, König-Chaussee 47c. Matz, Rölckestr. 18a. Wilmersdor!: Gieseler, Gasteiner Straße 29 I. 150/5 Aocb In der Qcschättsstelle des Vereins. NW., Bremer Straße 54/55 sind Beitrlttsbcdlngungen kostenlos zu baden. Der Torntand. I. A.: Heinrich Neft Wo amüsieren wir uns? Im Krug zum grünen Kranze ObersSchöne weide, Waldstr. 74. Vereinen u. Gesellschaften besten* empfohlen. Ernst Höflich. Küche u. Keller vorzüglich. 13492» Arnold Scholz NOU0 Wdt Hasenheide 108/114 Hcnto Sonntag, den 15. Angnst: Gala-Spezialitäten-Vorstellung. Schlager aal Schlager! Jede Nummer eine Attraktion! Doppel- u. Militär- Konzert. Anfang 4 Uhr. Entree L5 Pf. BV Im Biesen-Festeaal: Großer Ball."WS Voranzeige I Sonnabend, 21. August: Sommerfest der Internationalen Artlstenloge unter Mitwirmug aller Koryphäen. Markgrafen-Zsle Markgrafemlamm34.3[mtvn4277| Jnh. Hermann Schölts. s/Ä: Gr. Ball. : Säle für 100—1000 Personen zu[ | Festlichkeiten und Versammlungen, g Ä Kegelbahnen. Goldgrube. Reslaurant, SÄ&S! öffentlicher Tanz, viel Versammlungen, Verein«, Nebenausschank sür Kut cher und Schiffer, hoher Umsatz, Miete monatlich 200 M.. Preis 5500 M, Näheres bei Glane, Spittelmarkt, WaltstraBe I. 9465 Berliner yiK-TrlD Felix Scheuer StralsnnderstM. Orts- Krankenkasse der Möbelpolierer. Die von der Generalversammlung am 14. März 1909 beschlossene Statutenänderung tritt am LZ. August 1909 in Krast. Druckexemplare find in den Zahlstellen und im Kassenlokal, Palisadenslraße 78 III zu haben. Berlin, den 15, August 1909. 277/3 Her Torstand. Orts-Krankenkafse sür das Barbiergewerbe zu Berlin. Montag, den 23. Aug., abends 9'/,Uhr bei Hahn, Ros entHaler Str. 5? i Austerordentliche General- Verskumuluug der Delegierte». Taget-Ordnungt 1. Erhöhung der Beiträge. 2. Erweiterung deS Z IS d, Statuts. 3. Verschiedenes. 277/2 Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. I.A.: Paul Schrolie, 1. Vorsitzender. Baer Ecke I Prinz.-Allee Herren- und Knaben- I Moden, Berufskleidung. �Eleg.Paletatsu.Pelerin. Großes Stofflager:: zur Anfertigung n.MaS. Allertllllgste, streng feste Preise. Uffiki Soeben erschienen! |Jjg(246/20* 1- ihre Cntptekung u. Verbreitung, Verhütung und Heilung von Dr. Zadek. Preis 50 Pf., billige Ausgabe 20 Pf. LxpMillll des Vorwärts, Berlin SW., Lindenstr. 6», Laden. Mubel Zimmer und Küche von 224 M. an 2»»«» 257,„ Teilzahlung Taa A. Friese, MIchaolklrchstraBe 8 Ecke Köpenicker Straße.* Mark habe ich' in kurzer Zeit an Ver- käusen erzielt. Melden Sie bitte de» Verkauf sosort bei mir an, damit ich mit geeigneten Käufern unterhandeln kann. Mäßige Provisionen. 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Gieshoit ■(7000 Sitzplätze)== bestehend aus; Konzert x lZssgug X Spezialitäten x Tumensclien Autführungen sowie Prelskegeln und'Volbsbelnstlgnngen aller Art Auftreten des beliebten„Berliner UlksTrio". Von 4 Uhr ab: Großer Ball im Saal und Bal-Champetre. = Die Kaffeeküche ist von 2 Uhr an geöffnet. 1 Jedes Kind erhält am Eingang eine Stoctlateme und einen Bon zur Benutzung des Karussells oder der Luftsohaukel gratis; Kasseneröffnung f2 Uhr. Anfang des Konzerts 3 Uhr. Eintrittskarte 20 Pf, an der Kasse 25 Pf. 229/18 Da» Komitee. A Zweigverein Berlin. Sektion der Putzer. Am Mittwoch, den 18. Zlugust, abends 8 Uhr, find«, in den befannten Lolalen für Berlw und Umgegend die 134/12 BezirkssSItzungen statt. Die Tagesordnung wird in den Bezirken bekannt gegeben. Um volljähIigeS und pünktliches Erscheinen ersuchen Die ObleiRte. • Am Freitag, dc» SN. Slugust. abends S Uhr, findet in den Armin- «Hl DC wCIllUilU o eine llaadeputlerten-SItzang statt.(Sieh- Fnserat am Mittwoch.) Der Vorstand. Bsindlünn||W||SZHd'f on I Montag, 16. August, abends S1!» idjr, in den Aminhalltn, Kommandautenstr. 38I59I: Sf Oeffentllche Yersauiiulung. � „Der Verrat eines Kandlnngsgehiifetilghrers." Referent: Kollecie Martin Meyer. 237/12 Masienbefuch dringend erforderlich: Tie Ortsvorwaltnng. Otto Urban, Neue Königstr. 36. 5ozislcksmskrsiisvksr Verein im S. Berliner Wahlkreise. Dienstag, den 17. August, abeuds 8�2 Uhr: General-Versammlung im Alten Schutzenhanse, Linienstraße Nr. 5. 223/13« TageS-Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Diskusiion. 3. Anträge. 4. Verschiedenes. — Mitgliedsbuch legitimiert.—— Der Torstand. Sonntag, den 22. August 1909: Großes Sommer UergnÄgen in der Brauerei �rtedrichshai«(früher Lipps), Am Königstor. Großes Garten-I�on�err ausgeführt vom Berliner Siufonte-Orchefter(Dirigent Marimwan Fischer) unter Mitwirkung de? Gesang. Vereins Berliner Männerchor 1SVS(M. d. D. A..S..B.). Turnerische Aufführungen der Freien Turnerschaft Berlin. Auftreten deS„Berliner Nlk-Trb". Im großen Saale: T0Nt. � WendS: GrS�tk UiUdtt�albtilUg. Daran teilnehmende Herren zahlen 50 Pf. nach. I Sfocklaterne erhätt jedes Kmd gratis. Anfang des Konzerts 4 Uhr. Eintritt SV Pf. Alles Nähere die Programme.— Die Kafsceküche ist von 3 Uhr ab geösfnef.— Tische und Stühle dürfen nicht reserviert werden. Um zahlreichen Besuch bittet Der Borstand. lleullcherlranspottarbeiter-Verbanä __ Tesfwaltnng I.(Verein Iterllnor Hangdlener.)_ Mittwoch, den 18. August, abends 8'/, Uhr. in C. Kellers Konzerthans» Köpenicker Straffe 96/97(großer Saal): W General �Versammlung TageS-Ordnung: t. Verwaltungs. und Kaflenbericht. 2. Wie stellen fich die Mifglieder zu der Zusammenlegung der vier Berliner Verwaltungen? 3. Diskussion imd Vcschlusjsassung. 4. Geschäswches. Mitglfedobuch ist mitznbriuge» und am Eingang der Berfammlung vorzuzeigen. Wer mit seinen Beiträgen über 10 Wochen im Rückstände ist, Hai keinen Zutritt. KD. Die Versammlung findet nicht» wie in der MitteilnngS-Beilage deS„Courier� bekannt gegeben, am 16. August, sondern am 18. August statt. Wir bitten die Mitglieder, hieraus zu achten. 60/1 Die Drlnverwaltiiiie. I. A.! Fritz Wappler. Verleih-Instltnt: Friedrichst.l 15/1, a.Orabg. «'Tor.(Heg. Frack, Gehrock 1.50Lole1.00. Weste S0Ps. 2. Wahlkreis! Dienstag, den 17. August 1909, abends 8V3 Uhr: Zwei Volks-Versatnnilnngen Bei Goßman Btl 5 Krcnzbergstr. 48, und Bei Kleem, nasenheide 13-15. 2X1/3 TageS-Ordnung: „Der große Raubzug auf die Taschen des Volkes." Reserentinnen: Frau Vahreanrnld und Frau HVarmi. Männer und Frauen k Erscheint alle in dieser Versammlung und protestiert gegen eine derartige Ausplünderung. Speziell die Frauen müssen in diese Versammlung kommen. Die lülnhei'nkei'limei»: Frau Döring, Stdnmepftvatjc 23. Frau Klotzich. Fichtestratz« 1. Dritter Wahlkreis. Dienstag, den 17. August 1000, abends 8'/, Uhr, im„Märkischen Hof", Admiralstraße Nr. 18c: (Dfffiitliilje ItDttrii-fftfDiiiittlnng. TageS-Ordnung: 1 Vortrag. Referent: W. Slerlug. 2. Diskussion. Um zahlreiche Beteiliaung ersucht Der Einberwfer: 4.»«. Behl, Naunynstrab« 30. 213/19« SozisIUemolirslizcker Wahlferein deS 0. Berliner Reichstags Wahlkreises, DienStag, den 17. August, abendS 8'/, Uhr: Mitglieder-Versammlung im Swinemünder Gesellschaftshaus, Swincmündcr Straße 47. TageS-Ordnung: 1. Vortrag deS Genossen Vutheve über: Die neue RelchSdcr- 2. Diskussion.' Der Verstand. stchernugsordnung. drtGverHvaltnnN Dentin. Dienstag, den 17. August, abends 8'/z Uhr, im Gewerkschaftshause, Engclufer 15: � AUKtgUSÄOR'vorsammlnng. � TageS-Ordnung: 1. Die ReichsverstchcrnttgSordnnng. Diskussion. L. VerbandSaiigelegenheiten. 8. Verschiedenes. 76/2 Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. Beulscher Buchbinder-Terband. Zahlatello Berlin. Kartonbranche! DienStag, den 17. August, abends 8 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstr. 87a: OeffentUehe Versammlung aller in der Kartonindustrie beschäftigten Arbeiter u. Arbeiterinnen. TageS-Ordnung: t. Vortrag deS Verbandsvorsitzenden Kollegen Kl o t h. 2. Stand der Tarisbewegimg. 3. Verschiedenes. 24/4 Zahlreichen Besuch erwartet Die Tarif- und AgitationSkommissio«. Achtung: Bnchhlnderhranche.w««!! Mittwoch, de» 18. August, abends 6 Uhr, Ntttersir. 75 bei A. Bercht, V�aneben-Vertammlung. TageS-Ordnung: 1. Vortrag des Genoflen M. h. B a e g e über:»GntwickelungS, gefchichte der Erde.« 2. Branchenangelegeoheiten. 3. Verschiedene». Zahlreichen Besuch erwartet Die Tarifkommission. Die AgitationSkommissio». Verband der Sattler und Portefeuiller. Ortoverwaltung ßerlin. Die nächsten Branchenversammlungen finden Tagen statt: an nachfolgenden Gtschirr-Kmuche: Mittwoch, den IS. August. TreibriemkU-Kranche: Doimerstag, de» is. August. Lmotkllmltger u. Ckppidjuähtr: D°nn°rst-g. d«, is. August. �tüffkll-�lÜffdlk: Donnerstag, den 1v. August. Ejseumöbk! u. Fkdtrstilhlxotstkrei: Donnerstag, d-n is. August. StKti0N tihllllotleilbNrg: Montag. d.n16'August. Zahlreich«« Besuch dieser Brancheiwersammstmg« crmartet 157/18 Dlo Ortsverwaltnng. !l» III —— Verwaltung Berlin. Mittwoch, den 18. Angust 1909, abeuds 8 Uhr: General- Versammlung im GewerkschaftShause. Engelnfer 15, Saal 4. TageS-Ordnung: 1. Kassenbericht. Bericht der OrtSverwaltung. 2. Erfa'zwahl der OrtSverwaltung und der Anaestellteu. 3. Anträge. Delegiertenkarte und Mitgliedsbuch legitimiert.——~ Die Ortsverwaltnnc. Korbmacher. Montag, den 10. Slugust 1909, abcudS 8'/, Uhr» Kranchen-Kerlammlung im GewcrfchaftShause, Engelufer 15, Saal 7. TageS-Ordnung: 1. Vortrag:.TaS Recht auf Arbeit«. Rescrcnt Kollege Spüth«. 2. BerbandsangelegenHeiten. 3. Branchenangelegenheiten. MagaTlnarbeiter. Montag, den 10. August 1909, gleich»ach Feierabend: Versammlung aller in Möbeluiagannkil btschästigten Tischler, Polierer n.§tlier im Engliactacn Garten, Alexauderstraste S7e. TageS-Ordnung: 1. Unsere«ächste» Aufgaben. 2. DiSkisston. S. Verbands- und Branchenangelegenheilen. 83/7 Jeder Kollege sollte eS fich zur Psticht machen, w dieser so wichtigen Versammlung zu erscheinen und für guten Besuch Sorge trag«:. Die llranel»enlioinml«»»ion. Dentseher Kfirsebner-Verband ** Filiale Berlin, m.i«>- Bureau und Arbeitsnachweis Barnhnstr. 21.— Tel. Amt 7, Nr. 6780. Mittwoch, den 18. August, abeudö 8 Uhr: Wlglieösr-Vsrssmmlung im.Alten Schühenhanv«, Liuienstr. 5. Tagesordnung: 1. Diskussion über den Bericht der Brüsseler Konferenz. 8. Ersatzwahl deS Vorstandes. 3. GewerkschajtlicheS.' 102/14 4. Verschiedenes. Die Ortsverwaltnns. rer Sil Zwciarvercln Berlin. DienStag, den 17. August, abends 8'/» Uhr bei Böker, Wcdcrstr. 17: Versammlung �WW aller beim Rackosendau umm»« Maurer. TageS-Ordnung: 130/1 Die Antwort der Unternehmer auf unsere ihnen am 11. August zugesandten Forderungen, und welche Schritte gedenken wir weiter z« unternehmen? Ehrenpslicht jedes Backosenmaurers ist es. in dieser Versammlung zu erscheine» und jeden Kollegen oo» deren Stattfinden zu unterrichten. Der Zweigverctusvorstand. A Billige Dampfei-ratarten—— ab Walsenbr iieke jeden Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag nach Fretbad Grünau und Reue Mühle. Jeden MittWooh»ach Freibad Grüna» und ZlegenhalS. Absabrt 2 Uhr. Hm und zurück 60 PI. Kinder die Hälfte. Jeden Montag, Mittwoch und Donnerstag nach dem beliebten Kurort und Freibad Ncu-Zlttau. Jeden Dienstag und Freitag nach Zicgeuhal»(pstzreiche Waldungen). Slbsahlck 10 Uhr. Hin u. zurück 76 Ps. Kinder 40 Pf. Jeden Miltweeh nach Dcupi», Tornows Idyll. Abs. 7»/, Uhr. Hin. « und zurück 2 M., Kinder die Hälfte. 14842 Ab Weidendammerbrüeke, geg. d Prinz-Lonis-Ferdinand-Ttrafie: Jeden DienStag und Donnerstag nach Brandendnrw a. IT. durch die heimlichen Seen über Potndam, Werder, Ketzin. DUM Abfahrt 7'/, Uhr, hin und zurück 2 M., Kinder die Hälfte. Ab Spandau(Charlottciibrücke), 91/, Uhr. Hin und zurück 1,75 M. er nach Brandenburg haben elektrische Beleuchlung. werden an Verewe und Gesellschaften billig vergeben. Reederei I,. Kaiint, Straiaa-Serlin, Tel. Amt VII 580 a 13459. MF- Die Danwfc: Dampfer jeder Grohe Serantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Sur den Lnseratcnteilverantu-.: Th. Glocke, Berlin, Krück». Verlag: Vorwärts Muchdruckkrei v, VerlagSanstalt Paul Singer öi ßo.« Berlin LlV. Nr. 189. 26. Jahrgang. z. Kcilwe des Jmiirls" Wim Zoilliti�g. 15. Augnst 1909. Partei- Angelegenheiten. Zur Lok!.!".st?. Auf Wunsch der Parteigenossen MariendoLfS keilen wir nochmals mit, das; die Lokale„Gratzls Gesell- ischaftshau s", Chausseestraße 305, und Z i e r o ck,„Feld- schlötzchen", Kurfürstenstrasse 44, uns nach wie vor hartnäckig ver- weigert werden, daher streng zu meiden sind. Am heutigen Tage findet in Niederschönhauscn ein von den dortigen Lokalinhabern arrangiertes E r n t e f e ft statt. Nach- folgend geben wir die am Orte freien Lokale an: Settekorns Waldschlößchen, Lindengarten, H. Weiland, Lindenstr. 43, Strauch- wiese, Jnh. A. Gordoffsky, Schloß-Allee 1-2, E. Stechert,„Zum schwarzen Adler", Mahnte,„Neu-Karlshof", Tunsch.„Sanssouci" Radzek, Kaiser-Wilhelm-Straße 10. Wir ersuchen, die übrigen Lokale streng zu meiden. In HeincrSdorf findet ebenfalls heute und morgen Erntefest statt. Dortselbst steht uns nur das Lokal„Zum Lindengarten", Otto Neumann, Rothenbachstraße 51, zur Verfügung, alle übrigen Lokale sind streng zu meiden, wobei wir noch bemerken wollen, daß der Bierausschank auf dem Festplad von den Lokalinhabern ein- gerichtet worden ist, die uns ihre Räume nicht zur Verfügung stellen. Die Lokalkommissiow Zweiter Wahlkreis. Montag, den 16. August, von 6 Uhr abends an Flugblattverbreitung. Da dieselbe ganz besonders wichtig ist, werden die Genossinnen und Genossen ersucht, vollzählich und pünktlich zur Stelle zu sein.— Dienstag, den 17. August. abends 8�2 Uhr, finden— speziell für Frauen und Mädchen— zwei Volksversammlungen statt, und zwar bei Kliem, Hasen- Heide 13-13 und bei Gohmann, Kreuzbergstraße 48, mit dem Thema: „Der große Raubzug auf die Taschen des Volkes", Referentinnen Frau Fahrenwald und Frau Wurm. Näheres siehe heute im Inserat. Sozialdemokratischer Wahlverein Kreis Niederbarnim. Am Montag, den 16. August, abends 8� Uhr, findet eine Versammlung der weiblichen Mitglieder im„Cafe Bellevue" zu Rummelsburg, nahe dem Bahnhof Kietz-Rummelsburg, Hauptstraße 2, statt. Tages crdnung: 1. Der Parteitag in Leipzig. Referent Rud. Bühler- Lichtenberg. 2. Wahl der weiblichen Delegation. Mitgliedsbuch legitimiert. Vollzähliges Erscheinen erwartet Der Kreisvorstand. Charlottenburg. Die Genossen werden darauf aufmerksam ge- macht, daß am heutigen Sonntag vormittags 8 Uhr eine allgemeine Flugblattverbreitung stattfindet. Nach der Neueinteilung der Kvm, munalbczirke befinden sich die Verhreitungslokale für die ein- zelnen Gruppen an folgenden Stellen: 1. Gruppe bei Tiehe, Nehringstraße 4. 2. Gruppe bei Ehrhardt, Knobelsdorffstraße 60. 3. Gruppe bei Lahmann, Tauroggener Str. 10; Kliche, Ufnaustr. 6; Reuchtinstraße 6, früher Fclsmann; Krumbein, Kaiserin-Augusta Allee. Ecke Leusseistraße; Sievert, Helmholtzstraße 33; Hamann, Helmholtzstraße 11; Volkshaus, Rosinenstratze 3. 4. Gruppe bei Müller, Kantstraße S3; Liersch, Kantstraße 106. 5. Gruppe im Volkshaus, Rosinenstraße 3; bei Lehmann, Weimarer Straße 5; Schulze. Wallstraße 00; Müller. Schulstraße 17; Lindstädt. March- straße 22. 6. Gruppe bei Päpke, Kaiser-Friedrich-Straße 91; Kühnert, Sesenheimerstraße 11. 7. Gruppe bei Thunack, Wielanfr straße 4. 8. Gruppe bei Prill, Goethestraße, Ecke Grolmanstraße; Ahrens, Ansbacher Straße 11; Weisheit, Nettelbeckstraße 11. Die Flugblätter betreffen die bevorstehenden Stadtverordneten- Wahlen und fordern zur Einsichtnahme in die Wählerlisten auf. Tie Genossen werden deshalb ersucht, recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Der Vorstand. Friedenau. Heute nachmittag, Punkt 2'ch Uhr, gemeinsamer Fa mi I i en a u s f l u g nach G ro ß-L i ch t e r f e l d e. Bäke straße 22. Treffpunkt: Rheinstraße, Ecke Kaiserallec. Zahlreiche Beteiligung erwartet Der Vorstand. Britz-Buckow. Dienstag, den 17. August, abends'/hg Uhr, findet die Vcreinsversammlung bei Weniger, Werderstraße 28, statt. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen E. Brückner über: „Rechte und Pflichten aus dem Unfallversicherungsgesetz." 2. DiS- kussion. 3. Verschiedenes. Gäste willkommen. Der Vorstand. Tempelhof. Dienstag, den 17. August, abends 8� Uhr, Mit gliederversammlung des sozialdemokratischen Wahlvereins im Lokal des Genossen M. Müller. Berliner Straße 40-41. Bortrag: „Die Volksausplünderung durch den Reichstag." Der Vorstand. Mariendorf. Dienstag abend 8� Uhr Mitgliederversamm lung bei Lucas, Königstr. 12. Tagesordnung: Der Parteitag in Leipzig. Referent Genosse Ulm. Wahlverein Treptow-Baumschulenweg(Ortsteil Baumschulen- Weg). Die Mitglieder werden hiermit auf die am Dienstag, den 17. d. M.. abends 8� Uhr, bei Speer stattfindende Mitgliederver- sammlung aufmerksam gemacht. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Bericht von der Kreisgeneralversammlung. 4. Wahl einer Zeitungskommission und eines Obmannes der Be- zirksführer. 5. Verschiedenes. Der Vorstand. Karlshorst. Dienstag, den 17. August. Mitgliederversamm- lung im„Fürstenbad", Inhaber Barteis. Genosse Fendel spricht über:„Die Wirkung der neuen Steuern." Wir ersuchen besonders die Frauen, in der Versammlung zu erscheinen. Ter Vorstand. Adleröhof. Heute veranstaltet der Wahlverein mit dem Gewerk- schaftskartell im Lokal von Wöllstein ein«ommerfest. Die Teil- nehmer sammeln sich'/H3 Ubr auf dem Platz vor dem Gemeindeamt und gehen in geschlossenem Zuge durch die Bismarckstratze nach dem Festlokal. Weiter sei mitgeteilt, daß Dienstag, den 17. August, abends 8'/h Uhr, Mitgliederversammlung stattfindet. Tagesordnung: I. Vortrag über:.Freiligrath", Referent E.. Kreowski-Berlin. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Parteiangclegenheiten und Verschiedenes. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Der Porstand. Boxhagen-Rummelsburg. Ten Mitgliedern des Wahlvereins zur Kenntnis, daß die Bibliothek wieder geöffnet ist; dieselbe be- findet sich in der„Vorwärts"°Spcdition Alt-Boxhagen 56. Laden. Die Ausgabe der Bücher erfolgt nur Mittwochs und Freitags von 6—8 Uhr abends.'Die Bibliothckkommission. Teltow. Dienstag, den 17. d. M.. abends 8'/- Uhr. findet die regelmäßige Mitgliederversammlung des WahlvercinS im Lokale des Gcn. W. Bonow statt. Berichterstattung von der letzten Kreisgeueral- Versammlung. Der Vorstand. Königs-Wusterhausen und Umgegend. Die Parteigenossen werden auf die am Mittwoch, den 18. August, abends 3 Uhr. im Lokale des Herrn Wethorn stattfindende außerordentliche General- Versammlung oes WvhlvereinS aufmerksam gemacht. Tagcsord- nung: I. Ergänzungswahl des Vorstandes. 2. Vortrag des Ge- iwssen.Groger-Rixdorf. Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. Nieder-Schöneweide. Montag abend 7 Uhr Flugblattverbreitung von den bekannten Bezirkslokalcn aus. Weihenfee. Am Dienstag, den 17. August, abends 8 Uhr. findet in Enders Saal, Königchaussee 4-6, eine Volksversammlung statt, in welcher Kreissekretär Genosse Bühler über:„Die neuen Steuern und was haben wir vom Schnapsblock noch zu erwarten?" sprechen wird. Männer und Frauen, besonders alle politischen Gegner sind hiermit eingeladen. Zu der morgen, Montag, abends 8 Uhr, in Rummelsburg. Hauptstraße 2, im„Cafe Bellevue" stattfindenden Frauenversammlung, in welcher die Wahl der Parteitagsdelegiertin vorgenommen wird, treffen sich die Parteigenossinnen des OrteS abends 7 Uhr beim Genossen Roßkopf. Äönigchaussee 38. Die Bezirksleitung. 1 Pankow. Am Dienstag, den 17. d. M., abends 8% Uhr, findet I bei Großkurt, Berliner Straße 27, die Mitgliederver- 'sammlung unseres Bezirks statt. Tagesordnung: 1. Vortrag (Referent wird noch bekanntgegeben); 2. Bericht von der Kreis- gcneralversammlung; 3. Verschiedenes. Um vollzähligen Besuch ersucht Die Bezirksleitung. Tegel. Am Dienstag, den 17. August, abends 8� Uhr, findet im Lokal von Julius Klippenstein, Spandauer Straße 4. die Mit- gliederversammlung statt. Tagesordnung: 1. Vortrag über „Religion und Schule". Referent Heinrich Schulz. 2. Vereins- angelegenheiten und Verschiedenes. Tie Bezirksleitung. Reinickendorf-Ost. Dienstag, den 17. August, abends 8 Uhr, findet im Restaurant Sadau, Residenzstraße 124, die General- Versammlung des Wahlvereins statt. Tagesordnung: 1. Bericht der Bezirksleitung und der Funktionäre. 2. Diskussion. 3. Ersatz- wähl für 3 ausscheidende Revisoren. 4. Bericht der Gemeindever- tretcr. 5. Vereinsangelegenheiten. Die Bezirksleitung. Borfigwalde-Mttenau. Am Dienstag, den 17. d. M.. abends SVt Uhr, in den„Borsigwalder Festsälen" Generalversammlung des Wahlvereins. Potsdam. Mittwoch, den 18. August, in allen Bezirken Zahl» abend._ Berliner JVaebriebten* Vom Bibliothekswesen der Stadt Berlin erzählt der neueste Jahresbericht des Kuratoriums der Stadt- bibliothek, der Volksbibliotheken und der Lesehallen, der das Etat- jähr 1303(mit 31. März 1309 endend) behandelt und soeben vom Magistrat veröffentlicht worden ist. Die Stadtbibliothek ist das jüngste Erzeugnis des frischeren Geistes, der im letzten Jahrzehnt über das Bibliotheks- kuratorium gekommen war. Sie wurde im Herbst 1907 dem Publikum zur Benutzung freigegeben, mithin ist für sie das Etatjahr 1903 das erste mit vollem Betrieb. In 1803 wurde ihr Bücherbestand noch um 12 783 Bände vermehrt, so daß er auf 102 293 Bände stieg. AuS- geliehen wurden 122772 Bände, wovon 120 466 unmittelbar aus der Stadtbibliothek und nur 2306 aus ihr durch Vermittelung der Volks- bibliotheken entnommen wurden. Außerdem wurden 4852 Bände der Stadtbibliothek nur in dem Lesesaal benutzt, den sie bereit hält. Die im Lesesaal aufgestellte Sammlung von Nachschlagewerken, die von Besuchern ohne weiteres benutzt werden können, wurde in 1903 um 353 Bände auf 3729 vermehrt. Den Lesesaal besuchten, sagt der Bericht. 63520 Personen, darunter nur 4111 Frauen. Mitgezählt sind hier offenbar diejenigen Besucher, die nur des Schauens wegen kamen. Der Bericht gibt nämlich des weiteren, an, daß die Zahl der im Saal gelesenen Bände sich auf nur 26 635 belief, lieber die Ent leihungen aus der Stadtbibliothek findet sich in dem Bericht noch eine Gruppierung nach den Wissensgebieten, zu denen die entliehenen Bücher gehörten, sowie nach den Berufen der Entleiher. Die Zahl der Entleiher wird auf 3367 angegeben, unter denen sich 892 Frauen befanden. Unter den in Betracht kommenden 3367 Personen waren 334 Beamte, 298 Aerzte, Juristen, Redakteure usw., 80 Künst ler, 228 Lehrer, 328 Studierende, 523 Schüler, 21 Militärpersonen, 372 Kaufleute, 535 kaufmännische Angestellte einschließlich Lehrlinge, 300 Handwerker, 131 Arbeiter, 212 ohne Beruf. Die Klassifizierung ist nicht sehr sinnvoll, und auch auf ihre Zuverlässigkeit mochten wir nicht schwören. Angehörige des Handelsberufes sind gesondert in Kaufleute(d. h. Selbständige) und Angestellte, aber bei den An gehörigen des Handwerks wird keine Unterscheidung in Selbständige und Gehilfen gegeben. Die Gruppierung der entliehenen Bände nach Wissensgebieten zeigt folgendes Bild: Geschichte 11 143, Erd- künde 7283, Literaturgeschichte und Dichtung 88 797, Kunst 5301, Rechtswissenschast 1285, StaatSwissenschast 738, Volkswirtschaft und Sozialwissenschast 1344, Philosophie 125, Mathematik 56, Fried ländersche Bibliothek 255, ohne Signatur 6445. Diese Zahlen könnten größeren Wert haben, wenn man zugleich erführe, mit wie- viel Bänden die einzelnen Gebiete ausgestattet sind. Der Bericht sagt das nicht. Die Volksbibliotheken, deren Zahl seit einer Reihe von Jahren auf 28 stehen geblieben ist, haben in 1908 keine sehr große Steigerung ihrer Benutzziffer mehr gehabt. Vom vorletzten zum letzten Jahre stieg die Zahl der entliehenen Bände von 1 524 876 auf 1 562 621. Einige der Bibliotheken hatten wieder ein sehr beträchtliches Plus, andere aber ein auffälliges Minus. So stieg die Zahl der entliehenen Bände in der zwanzigsten Bibliothek(Ravenöstraße), die seit langem die weitaus stärkst benutzte ist, von 160 411 noch auf 181549. Sie sank aber in der ersten Bibliothek(Mohrenstraße) von 113 758 auf 107 638, sank in der 9.(Wibnsstraße) von 111913 auf 99 992, stieg in der 7.(Straßmannstraße) von 74 873 auf 95 266, sank in der 28. (Rostocker Straße) von 90 178 auf 80 731 usw. Als Gegenstück zu diesen stärkstbenutzten Bibliotheken sei nur noch die schwächst benutzte genannt, die 23.(Olivaerstraße), in der die AuSleiheziffcr von 17 049 noch weiter auf 14 087 heruntergegangen ist. Der Rück- gang wird im Bericht erklärt bei der 9. Bibliothek daraus, daß sie vier Wochen geschlossen blieb, bei der 1. daraus, daß die Innenstadt sich entvölkert, bei der 28. daraus, daß den Arbeitern sich in der großen Bibliothek des Deutschen Metallarbeiterverbandes und in den eigenen Bibliotheken zweier Fabriken von Berlin IlW. eine bequemere Lesegelegenheit biete. Für den Rückgang in einigen der übrigen Bibliotheken fehlt die Erklärung. Bei der 18.(Kurfürsten- straße) und bei der 19.(Sonnenburger Straße) trat eine plötzliche Steigerung von 35 349 auf 48 572 und von 20 715 auf 32 359 ein; sie wird zutreffend daraus erklärt, daß sie im letzten Jahr mit Lesehallen verbunden wurden und nun täglichen Betrieb haben. Die Höhe der Bcnutzungsziffer hängt von manchem ab. auch von der Größe des Bücherbestandes. Der Gesamtbestand für alle 23 Bibliotheken stieg in 1908 von 186 4öS um 6907 auf 193366. Den größten Bestand hatte die I.Bibliothek mit 11842, den geringsten die 19. mit 3750. Die 20. hatte 11 079 Bände, so daß bei 181 549 Entleihuugen der Durchschnitt pro Band reichlich 16 Entleihungen betrug. Dagegen brachte zum Beispiel die oben erwähnte 28. es bei sogar 11569 Bänden auf nur 80731 Ent« leihnngen, knapp 7 pro Band. Das Gegenstück zur 20. ist die 5. (Wilhelmstraße), die bei 5584 Bänden nur 16 940 Entleihungen hatte, rund 3 pro Band. Auch für die Volksbibliotheken gibt der Bericht eine Gruppierung nach Wissensgebieten. In 1908(bezw. im Vorjahre 1907) wurden Bände entliehen: Deutsche schöne Literatur 680 789(655 494), Zeitschriften und Sammelwerke 253 763(255 966). Jugendschriften 236054(221 653), Ausländische schöne Literatur 178 233(166 496), Erdkunde 49 594(50 453), Ge- schichte 43 534(50 506), Naturwissenschaften 33 769(35 695), Technik und Gewerbe 31 934(33 845), Kunstgeschichte 16 460(17 322), Staats- und Rechtswissenschaft 6659(6912), Griechische, römische, morgen« ländische Literatur 6175(7382), Philosophie 5021(5753), Mathematik 4760(5130), Sprachwissenschaft 3943(4404), Unterricht und Er- ziehung 3603(3974), Theologie 3275(3886). Man sieht, daß die UnterhalwngSleklüre ihre beherrschende Stellung noch mehr befestigt hat, während die belehrende Lektüre durchweg einen Rückgang zeigt. Allerdings gilt auch von diesen Zahlen das schon oben Gesagte: sie sind ohne großen Wert. solange der Bericht— an der„bewährten" Schablone festhaltend— verschweigt, wie groß der Bücherbestand der einzelnen Wissens- gebiete ist. Ucber die Lesehallen ist im Bericht wenig gesagt. Ihre Zahl stieg von 12 auf 14, ihr Bücherbestand um 1881 Bände auf 10 590, ihre Besuchsziffer um 11910 auf 163 994, worunter nur 9557 Frauen waren. Die 1. Lesehalle(Mohrenstraße) behauptete sich als die weitaus stärlstbcsuchte mit 44 920 Besuchern, die 11. blieb mit 5773 die schwächstbesuchte. Von den beiden neuesten ist ab- zusehen, weil sie kein volles Jahr im Betrieb waren. Doch sei hervorgehoben, daß die 13.(Kurfürsteustraße) in fünf Monaten schon 5963 Besucher, die 14.(Marienburger Straße) in vier Monaten 2125 Besucher hatte. Im Freibad am Müggelsee. Die wenigen heißen Tage haben den Freibädern bei Berlin einen kolossalen Zuspruch gebracht. Besonders der Müggelstrand übte eine große Anziehungskraft auf die Berliner Wasserfreunde aus, um so mehr, als man dort wirklich noch von einem Freibad im ursprünglichen Sinne reden kann, das noch nicht mit tausend Reglements und Paragraphen und nebenbei durch Schröpfung diverser Groschen den Ausflüglern das Baden verleidet. Während aber nun am Sonntag eine beängstigende Masse von Adams- und Evasgestalten die wogenden Fluten des herrlichen Sees bevölkern, spielt sich der Baderummel in der Woche in nur beschränktem Umfange ab. Dem Beobachter bieten sich aber gerade dann hübsche Einzelbilder dar, die in dem gewaltigen Gewimmel am Sonntag ohne weiteres verloren gehen. Ein herzerfrischender Anblick, diese schwimmenden, plätschernden, spritzenden und quietschvergnügten Wasserraten, die in Geschlecht und Alter ver- schieden, das nasse Element beherrschen. Finstere Mucker aller- dings mögen der Stätte des harmlosen Spiels und Sports fern- bleiben, ihre schwarze, schmierige Seele könnte Aergernis nehmen und Schaden erleiden beim Anblick der vielen Ebenbilder Gottes, die hier barfuß bis an den Hals umherschwirren. Noch vor ein paar Jahren wäre der Gedanke an ein solches radikales Durch- brechen altüberkommener Vorurteile äußerst kühn gewesen und eine Tatsache, die heute in weitesten Kreisen als selbstverständlich gilt, hätte man früher für unmöglich gehalten. Zwar badeten in den fashionablen Bädern schon längst Männlein und Weiblein der Creme zusammen. Der gemeinen Masse jedoch hat man es äußerst verdacht, als sie ebenfalls hierzu überging. Und wer das Treiben an dem Strande objektiv beobachtet, muß zugeben, daß es sich in durchaus züchtigen und gesitteten Formen abwickelt. Nichts stört das friedliche Spiel. Hier ziehen sich Frauen und Mädchen un» belästigt aus und an, und jeder sieht taktvoll vorbei. Manche haben sich ein Zelt aus Bettlaken oder Decken improvisiert, die sie an Bäumen befestigen. Dahinter bewegen sich mehrere Gestalten und helles, mutwilliges Kichern dringt hervor. Kleine Knirpse planschen im Wasser und selbst die zarten kleinen Mädchen haben ihre Furcht überwunden und tummeln sich an seichten Stellen. Jmnier tiefer sinkt die liebe Sonne. Majestätisch ist die Königin des Tages in ihrem Wolkenfchleier untergetaucht. Der Himmel leuchtet im Westen in den wunderbarsten Farbentönungen, im Osten webt die unendliche graue Dämmerung. Vögel schwirren ängstlich im Geäst. Klatschend schlägt die Flut in regelmäßigen Abständen ans Ufer. Aus der Ferne dringen abgerrssene Klänge einer Janit- scharenmusik durch den dämmernden Abend. Ein Ruderboot durch- schneidet gewandt die Wellen. Drüben, weit drüben leuchtet ein weißes Segel. Ein Kirchturm ragt einsam in die Nacht. Im Walde klingen Jauchzer und fröhlicher Gesang. Die letzten Bade- gäste verlassen das Freibad._ Dir Freie Bolksiiihne eröffnet das neue Spieljahr 1909/10 mit 5 Stücken in 5 Theatern am Sonntag, den 29. August, nachmittags 3 Uhr: Im Neuen Schauspielhauie beginnt die 1. Abteilung mit der Aufführung von Hebbels Tragödie:„Gyges und sein Ring." Die 6. Ableitung im Lessinglheater beginnt mit G e r h a r t Hauptmanns stimmungsvoller Traumdichtung:„HanneleS Himmelfahrt. Am 5. September folgt die 7./8. Abteilung(die Nummern 7345 bis 8563) im Thaliatheater mit Max Halbes Schauspiel„E i S g a n g", im Residcnztheater die neue 12./13. Ab- teiluna(Nr. 13193 bis 13872) Guy deMaupaffant;„Mufotte", Schauspiel in 5 Aufzügen. in ganz neuer Inszenierung und Aus- staltung. und im Hcrrnfeld-Theater die neue 13. Abteilung mit Gustav Esmauns Lustspiel„Vater und Sohn". Letzteres wie auch.Eisgang" wird in eigener sorgfältiger Regie vom Vereins- regiffeur Fritz Witte-Wild in Szene gesetzt. Die Aoendabteilungen beginnen mit den Vorstellungen der 14. Abteilung im Neuen Schauspielhause am Montag. den 6. September, ebenfalls mit„Gyges und fein Ring"(Rudolf Christians vom kgl. Schauspielhause in der Titelrolle) in einer Inszenierung von Dr. Ernst Wehlisch. Mitgliedskarten zu den neuen Abteilungen sind in allen Zahl« stellen erhältlich. Die Mitgliedskarten zu den alten Abteilungen müssen bis morgen abgeholt werden. Näheres ist aus dem Inserat der Freien Volksbühne in heutiger Nummer des„Vorwärts" ersichtlich. Der Dampferverkehr an der Glicnicker Brücke ist gestern nach- mittag wieder aufgenommen lvorden. Es gelang noch vorgestern in später Abendstunde, das Leck des gesunkenen Dampfers so weit vom Wasser frei zu machen, daß es noch möglich wurde, eine pro- visorische Dichtung der beschädigten Stelle vorzunehmen. Das Auspumpen wurde dann bis in die späte Nachtstunde fortgesetzt. Gestern früh konnte der Dampfer„Treptow" im Schlepptau zur Werft transportiert werden. Zur Untcrgrundbahnfragr. In der vorgestrigen Sitzung des Schöneberger Magistrats wurde der strittige Vertragsentwurf über die Schönberger Untergrundbahn erörtert. Der Schönebcrger Mrigistrat konnte die von Charlottenburg vorgeschlagene Fassung des Vertrages in einzelnen kleineren Punkten nicht gutheißen und wird sich deshalb vor dem Abschluß des Vertrages noch einmal mit dem Charlottenburger Magistrat in Verbindung setzen; es wird sodann vom Schöncverger Magistrat nochmals in eurer außer- ordentlichen Sitzung über die Angelegenheit Beschlutz gesaßt werden. Die Errichtung eines LuftfchifshafenS in AdlcrShof ist nun- mehr gesichert. Es ist inzwischen die Auszahlung der Entschädi» gungen an die Pächter des forstfiskalischen Terrains an der Ru- dowcr Chaussee hinter dem Bahnübergänge erfolgt, nachdem ihnen die betreffenden Acker- und Wicsenflächcn zum 31. August dieses Jahres gekündigt worden waren. Mit der Umzäunung dcS Platzes wird schon in dieser Woche begonnen und mit aller Be- schleunigung daraus hingewirkt werden, daß daS Unternehme» den Betrieb schon in wenigen Wochen aufnehmen kann. Der gestrige Sturm hat in Berlin und Umgegend zahlreiche Unfälle im Gefolge gehabt. Außer vielen Fenstcncheibcn. die vom Winde zertrümmert wurden, alten Bäumen und Dächern, die be» schädigt wurden, sind mehrere Schiffsunfälle auf dem Müggelsee, fffiltMotofee und der Dahme flemclbel worden. In Berlin wurden mehrere Firmenschilder vom Sturm aus ihren Befestigungen ge rissen. In der Chausfeestrahe 5 und Schönhauser Allee 149 sowie Gertraudtenstrnste 20 drohten Firmenschilder herabzustürzen. Man alarmierte die Feuerwehr, die jede Gefahr beseitigte. Von einer Kraftdroschke überfahren und auf der Stelle getötet wurde gestern nachmittag die 67 Jahr« alte Hauseigentümerin Fräulein Neumann, als sie an der Hallestelle Frankfurter Chaussee und RummelSburger Straße einen Straßenbahnwagen der Linie 69 verließ. Eine Dampfer-Havarie auf der Oberspree. Borgestern abend hatte der Dampfer.Werner v. Siemens" das Mißgeschick, daß ihm aus der Rückfahrt von der Oberspree nach Berlin kurz vor der Köpenicker Brücke die Steuerkette brach und er infolgedessen nicht weiterfahren konnte. Auf die Notsignale kam sofort der Dampfer „Oberbürgermeister Felle", der sich in der Nähe befand, zur Hilfe herbei, machte längSieitS von«Werner v. Siemens" fest, übernahm die 129 Passagiere desselben und brachte sie dann an Land. Alles vollzog sich ruhig und glatt. Im Dhaliatheater ging am Freitag abend zum erstenmal »Prinz B u s s i", ein dreiaktigcr Schwank vom Hausdichter Jean Kren verfaßt, in Szene, zu welchem Alfred Schönfcld die Gesangs» text» und Viktor Holländer die Musik geschrieben hat. Wollte nian nach dem Beifall urteilen, der dem Stück gespendet wurde, müßte man annehmen, daß etwas besonders Geistreiches geboten wurde, während in Wirklichkeit das Stück aus einer Reihe zusammenhanglos zusammengestellten, teilweise unglaublich tollen Szenen- bestand, die durch einige ganz nette Couplets gewürzt wurden. Um alle die tollen Episoden anzubringen, stellt der Verfasser in die Mitte des Schwankes den Prinzen Bussi(Walter FormeS), der in Berlin im Verein mit einem Dnßend Geliebten Menschenkenntnisse sammelt und schließlich diesem Leben Valet sagen soll, um in seinem Duodozländchen Fichtelberg die Zügel der Regierung in die Hände zu nehmen. Eine Anzahl Fichtelberger kommen nach Berlin, um Durchlaucht ihre Wünsche vorzutragen und diese und jene Ver- günsligungen von ihm zu erhaschen. Da ist der abgelebte, blödsinnige Hofmarschall von Lohström(von Arnold Rick dargestellt), der die Vermittlerrolle übernimmt, der außer» dem die moralische Seite Seiner Durchlaucht ergründen soll. Getrennt von einander, ohne daß der eine vom andern etwa« weiß, ist auch da» Ehepaar Petermann und Tocbter aus Fichtelberg nach Berlin gekommen. Während die Frau(Junker-Schatz) für ihren Mann bei Durchlaucht um eine Beförderung vorstellig werden will, spielt der Färbermeister Petermann(Herr Sondermann) hier den Schwerenöter, wobei er sich des«schwarzen Mädchens von KempinSki" gar nicht erwehren kann und von seiner Ehehälfte öfter erwischt wird. Frl. Helene Ballot war die Aufgabe zugefallen, die erste Geliebte deS Prinzen zu mimen, was sie denn auch ganz vorzüglich fertig brachte. Auch der Tochter PetennannS(Frl. Grete Ly) war eine Rolle als poussierendes Provinzgänschen zugedacht, die sie in Gemeinschaft mit einem Schlächtermeister Stengel ganz nett löste. Wenn wir noch sagen, daß eine alte hysterische Hosdame, sowie eine al» Wein» reisende agierende Frau eines Kunsthtstoriker» in dem Stück vor- gesehen ist, so glauben wir hier mit einigen groben Strichen an- gedeutet zu haben, weß Geistes Kind der neue Schwan! ist, in welchem selbst eine Rollschuhszene eingewebt ist. Die Ausstattung war prächtig, die Aufführung lobenswert. Arbeiter-BildungSschule Berlin. Heute, Sonntag, den 1v. August, Familienausflug nach Hirschgarten-RahnSdorfer Mühle. Abfahrt des ZugeS Alexanderplatz 8,29, Jannowitzbrücke S.SI, Schles.Bahnhof 8,34. Nachzügler bis 10 Uhr vormittags Restaurant»Waldburg". am Bahnhof Hirschgarten. Von 12 Uhr mittag? ab„Gasthaus zur NahnSdorfer Mühle"(Jnh. A. Klemm) in RahnSdorfer Mühle. Zahlreiche Beteiligung erwartet Das Komitee. Im Wissenschaftlichen Theater der Urania gelängt der Vor- trag:„Die Insel Rügen" am Sonntag noch einmal zur Dar- 'stellnng. Am Mvntag, Mittwoch und Sonrrabend gelangt der Vor- trag:„Rom und die Campagna" zur Darstellung, während am Dienstag der Vortrag:„Ueber den Brenner nach Venedig", am Donnerstag d?r Vortrag:„Von der Zugspitze zum Watzmann" und am Freitag der Vortrag:„Durch Dänemark und Südschweden" noch einmal gehalten wird. Am Dienstag beginnt Herr Professor Dr. B. Donath zusammenhängende Vorlesungen über das gesamte Gebiet der elementaren Physik,„Elektrizitätslehre"(1. Teil, August bis Ende September). Die Vorträge finden Dienstags Uhr (zweistündig) im Hörsaal der Urania, Taubenstratze. statt. Karten für diese Vorlesungen können am Dienstag vor dem Vortrag an der Kasse der Urania gelöst werden. Arbeiter-Samariter-Kolonne. 2. Abteilung. Brunnenstr. 1b4. Letzte UebungSstunde des Sommerhalbjahres: Wiederholung und ' praktische Hebungen.— Am Mittwoch Vortrag in der b. Abteilung und Donnerstag praktische Uebungen in der 4. Abteilung. Orgelkonzerte. Musikdirektor Bernhard Jrrgsang wird am Mittwoch, den 18. August. 7% Uhr, die Reihe seiner allwöchentlichen Orgelkonzerte in der St. MarieivKirche wieder eröffnen. Im Berliner Aquarium eingetroffene Tiersendungen haben nicht nur die Bestände von Land- und Wasserbewohnern ergänzt, sondern auch neue und seltene Tierformen gebracht. Für die Rep- tiliengalerie sind drei indische Riesenschlangen angekommen, welche zu jener Pythonart gehören» die in manchen Teilen ihrer asiatischen Heimat sthon selten geworden ist und die darum hier im Aquarium eine erwünschte Vervollständigung der ein halbes Dutzend Spezies umfassenden Sammlung alt- und neuweltlicher Riesenschlangen bilden; in ihrem hellgetönten Schuppenkleid bilden die neuen Gaste ein Gegenstück zu der im Aquarium schon einige Zeit vorhandenen starken dunklen hinterindischen Riesenschlange. Den schroffsten Gegensatz zu diesen sich windenden und schlingenden Ungetümen findet man in. einem Stillebenbecken in Gestalt einiger Schlangen. sterne, außergewöhnlich zierlich gebaute Stachelhäuter, an deren kleiner Körpcrscheibe fünf lange, auch schlangenartig biegsame, bewegliche und gern zum gestschlingen benutzte Arme sitzen, die aber äußerst schnial und dünn sind und dem ganzen Geschöpf etwas sonderlich Reizvolles geben. Der Gertranbten-Dteg von der Gertraudten-Brücke bis Wall. straße wird aus Anlaß des Neubaues Spittclmarkt 3 vom 16. d. M. ab bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. Feuerwehrbericht. Gestern vormittag kam in einem Keller Jnvalidenstryße 35 Feuer aus, das bald gelöscht wurde. Am Luisen-Ufer 45 brannten Gardinen u. a. und in der Stallschreiber. straße 61 ein Schornstein. An der Ecke der Göben- und PotS- damer Straße war ein Automobil in Brand geraten. In der Jruchtstr. 77 stand ein Schornstein in Flammen. Vorort- JVadmchtett. Nixdorf. Seht die Wählerlisten ein! Dieselben liegen von heute Sonntag, den 15. bis Montag, den 80. August d. I. an den Wochentagen während der GeschäftSstunden von 8 Uhr vormittag» bi» 3 Uhr nachmittags im Rathause. Ein- gang Berliner Straße 62, 1 Tr. rechts(Wahlbureau) Zimmer 137 und an den Sonntagen von 8—10 Uhr vormittags im alten Stadt- verordnetensitzungssaale, 1 Tr. links. Zimmer 135, öffentlich zu jedermanns Einsicht aus. Während dieser Zeit kann jede? Mitglied der Stadtgemeinde gegen die Nichtigkeit der Listen schriftlich oder zu Protokoll beim Magistrat Einwendungen erheben. Kein Wahlberechtigter darf daher versäumen, Einsicht in die Wählerliste zu nehmen. Ferner wird ersucht, auf da» am Montag, den 16. August an die Rixdorfer Bevölkerung gerichtete Flugblatt l welche bis zum 15. August ihre Erledigung gefunden haben müssen, ganz besonders zuachten, welches gegen das Vorgehen des Magistrats r!Jt.. rc:..o« betreffs der ungesetzlichen Aufstellung der Wählerlisten die Wähler zu energischem Protest aufruft._ Seinen früheren Arbeitgeber zu erschießen versuchte gestern der 17jährige Hausdiener Otto Futh. F. war in dem Restaurant von Klein, Schinkestr. 12. als Hausdiener beschäftigt und war vor 14 Tagen entlassen worden. Der junge Mann ließ sich nun von seiner Mutter seine Ersparnisse in Höhe von 500 M. herausgeben und wollte in der Fremde sein Glück versuckien. Am Freilag kehrte er jedoch unverhofft wieder zur Mutter zurück und suchte bei ihr Aufnahme zu finden. Die Mutter forderte ihn nun auf, sich wieder eine Stellung zu suchen. Als sich F. wieder entfernte, zog er einen sechsläufigen Revolver aus der Tasche und tat die Aeußerung:„Wenn mir Klei» in die Quere kommt, schieße ich ihn tot l Auch der Frau K. gegenüber tat der junge Mann die drohende Aeußerung. Da Frau K. den jähzornigen Charakter des ehemaligen Hausdieners kannte, so schickte sie zur Polizei. Darauf verschwand F. schleunigst. Er kehrte aber später wieder nach dem Restaurant zurück. K., der inzwischen von seiner Frau unterrichtet worden loar, ging ohne weiteres auf den Burschen zu, um ihm die Schußwaffe abzuuehnien. F. rückte jedoch aus und schloß sich in dem angrenzenden Korridor ein. Als ihn der Gastwirt aufforderte, zu öffnen, feuerte F. durch eine zerbrochene Scheibe der Tür einen Schuß auf ihn ab. Zum Glück ging das Geschoß fehl und schlug dicht neben K. in die Wand ein. F. ergriff»un die Flucht und rannte auf die Straße. Er wurde aber von mehreren Gästen ver- folgt und nach einer wilden Jagd eingeholt und festgenommen. Der jugendliche Attentäter wurde später dem Untersuchungsrichter vorgeführt. Charlottenburg. Die Wählerlisten zur Stadtverordnetenwahl liegen im Statisti- schen Amt, Berliner Straße 71, Seitenflügel, wochentags v o n 8 bis 8 Uhr, außerdem Sonnabends von 5 bis 8 Uhr nachmittags, und Sonntags von 8bis 12 Uhr bor- mittags aus. ES ist Pflicht eiueS jeden Wählers nachzusehen, ob sein Name in der Liste steht. Nur der, dessen Namen in der Liste steht, darf wählen.— Wer nicht selbst einsehen kann, wende sich an die durch die roten Plakate kenntlich gemachten Geschäfte. deren Inhaber die Einsichtnahme kostenlos übernehmen. Eltrrnverci» für freie Erziehung(Verein freier Kindergarten). Am Montag, den 16. d. M.. abends 3 Uhr, findet die ordentliche Generalversammlung im Vollshause. Charlottcnburg, Rosinen- straße 3, statt, wozu die Mitglieder eingeladen werden. Schöneberg. Der Erweiterungsbau deS Krankenhauses ist soweit fertiggestellt, daß die neuen Pavillons belegt werden können. Bon diesen Pavillons sind zloei für chirurgische, zwei für innerliche Kranke und zwei für Jsolierstatione» bestimmt. Auch ist die schon längst notwendige mediko-mechanische Abteilung eingerichtet, die mit den modernsten Apparaten ausgestattet ist. Ebenfalls sollen die Kinder, die einiger- maßen wiederhergestellt sind, wieder an die Schule gewöhnt werven, indem ihnen ein bis zwei Stunden leichter Schulunterricht erteilt wird; auch Spiele im Freien sollen stattfinden. Nach diesem Aus bau ist das Krankenhaus in der Lage, bis sechshundert Kranke auf- zunehmen, während die erste Banperiode bis dreihunderlfünfund zwanzig Letten vorgesehen hatte. Es wird bei dem auch bedeutend vergrößerten Betrieb darauf Obacht zu geben sein, daß besser ge- schulteS Personal eingestellt wird, um endlich die immer wieder kehrenden Klagen über Verpflegung und Behandlung verschwinden zu lassen. Nolwendig ist auch, daß mit der Fertigstellung deS Krankenhauses der Weg zum Friedhof mitreguliert wird. Dir Wählerlisten zu den im Herbst stattfindenden Stadl verordnetenwahlen liegen heute Sonntag, den 15.. zum erstenmal in der Zeit von vormittags 11 Uhr bis nachmittags 1 Uhr sm Bureau de? hiesigen Ratbauses, Kaiser-Wilhelm-Platz 3, Ouer- gebäude, Zimmer 2 auS. ES ist notwendig, daß jeder Arbeiter und Parteigenosse sich davon überzeugt, ob er in der Liste verzeichnet ist, oder aber einen anderen mit der Einsichtnahme betraut. Wer in der Wählerliste nicht steht, hat kein Wahlrecht. Gegen die Nichtigkeit der Wählerliste erhebe man sofort Einspruch. Die Gesamtsumme aller für die Abteilungsbildung maß; gebenden Steuern beträgt 5 172 458,95 M. Hiernach gehören zur ersten Abteilung diejenigen Wähler, die mindestens«inen Steuer- betrag von 1044.40 M. zahlen. Di« zweite Abteilung beginnt mit dem gleichen Steucrbetrage und schließt mit einem solchen von 133 M. ab, während die dritte Abteilung mit dem Steuerbetrag« von 187,40 M. anfängt. Friedenau. Bon einer Kraftdroschke überfahren und schwer verletzt wurde vorgestern nachmittag gegen 6 Uhr der 7 jährige Sohn Paul des in der Kaiserallee 16 wohnenden Kaufmanns Saschke. Der Kleine wollte vor dem elterlichen Hause den Fahrdamm überschreiten, al» in rasendem Tempo eine Kraftdroschke herangesaust kam. Der Knabe vermochte nicht mehr dem Auto rechtzeitig auszuweichen, er wurde umgestoßen und gegen einen Laternenpfahl geschleudert. Er erlitt anscheinend schwere innere Verletzungen und wurde in besinnungS- losem Zustande zunächst nach der elterlichen Wohnung und von dort nach dem Krankenhause übergeführt. Steglitz. Achtung! Heute Gewerbegerichtswahl! Die Wahlen der Arbeit- nehmervertreter zum hiesigen Gewerbegertcht finden heute. Sonntag, mittag? von 12—2 Uhr im Rathause, Zimmer Nr. 21, statt. Als Legitimation gilt die amtlich zugestellte Bescheinigung über die Ein- trogung in die Wählerliste. Wer eine solche nicht hat. versehe sich mit einer genügenden anderen Legitimation, Steuerzettel, OuittungS- karte usw. Versäume keiner, von seinem Wahlrechte Gebrauch zu machen. Tegel. Bei unsere« Sommerkest wurden vier Gewinne nicht abgeholt. Dieselben können beim Geuoffen Schäfer, Konsumladen, Schlieper- straße 70, in Empfang genommen werden. Spandau. DaS Grundstück, in welchem sich da» Hotel„Friedrichshos" auf dem Stresowplatz befand, ist bekanntlich von der Stadt zum Zwecke der Regulierung der Brückenstratze angekauft worden. Das Hotel mußte räumen und man glaubte, das Grundstück solle demnächst ab- gerissen werden. Jetzt sollen die Räume aber wieder vermietet werden. Di« Brückenstraße lostet der Stadt schon ein heiNoses Geld und noch scheint man immer nicht zu wissen, waS dort eigentlich gemacht werden soll. Vielleicht findet der jetzt angestellte zweite Stadt- baurat«ine glücklichere Lösung. Eine Benzlnexplosion, bei welcher der21jährige Arbeiter JosefThaller am Oberkörper schwer« Brandwunden erlitt, ereignete sich am 11. d. M. abends in den Stickstoffwerken in der Rauchstraße. Nach Anlegung eines Rotverbande» wurde der Schwerverletzte in da» städtische Krankenhaus eingeliefert, wo er am 13. d. M. morgens an den Verletzungen starb. Die Leiche wurde von der Staatsanwalt- schast beschlagnahmt. Ueber die Ursache der Explofion verlautet bis jetzt noch nichlS. Die Stickstoffwerke gehören zu denjenigen, in welchen Arbeiter, die einer freien GcwcrffchastSorganisatlon an« gehören, nicht geduldet werden. Dagegen sind die Gelben dort gern gesehen. Potsdam. Ans der Stabwerordnetenversammlung. Infolge der gegen die Wählerliste zur Stadtverordnetentvahl gemachten Einsprüche, Vom Montag 8 Uhr.) Sündenregister (An- mackte sich eine Feriensitzung notwendig. Eingegangen waren 13 Ein- sprüche, 12 davon wurde stattgegeben, die übrigen teils wegen Steuer- rückstände, teils wegen zu kurzer Aufenthaltszeit in Polsdam ver- warfen. Der unbesoldete Stadtrat Artelt sowie der Stadtverord- nete Hennnings legen wegen körperlicher Leiden ihre Aemter nieder.— Für eine lungenkranke Frau bewilligte man 224 M. Kur» kosten._ vllocden Spielplan der Berliner Cbeater. Königs. Lpernliliiis. Sonntag: Carmen. Montag: Salome.(Anfang 8 Uhr.) Dienstag: Boheme. Mittwoch: Madama Butterfly. Donnerstag: Sardanapal. Freitag: Bajazzi. Csvallori» rusticana. Sonnabend: Aida. Sonntag: Das Rheingold. Montag: Figaros Hochzeit. Königl. Zchanspielhaus. Sonntag: Die Welt,« der man sich langweilt. Montag: Die Lieder des Euripides. Dienstag: Die Journalisten. Mittwoch: Die Rabeiisteinerin. Donnerstag: S3iel_ Lärm um Nichts. Freitag: Colberg. Sonnabend: Zopf und Schwert. Sonntag: Dl« Lieder des Euripides. Montag: Julius Cäsar. Neues königl. Öpern-Theatcr. Sonntag: Orpheus in der Unterwelt. Montag: La Traviata. Dienstag: Orpheus in der Unterwelt. Millmoch bis Montag:(Snra-Oper. Deutsches Theater. Bis aus weiteres täglich: Ketten. Deutsches Theater.(K a m m er sp i et e). Bi» aus weiteres täglich: Freund Jack. Lelfing-Theater. Sonntag: Die Dollarprinzelsin. Montag: Die gelbe Nachligall. Dienstag: Die Stützen der Gesellschaft. Mittwoch: Die gelbe Nachtigall. Donnerstag: Nora. Freitag: TraumuluS. Sonnabend: Gespenster. Sonntag, nachm. 3 Uhr: Hedda Gabler. AbendS: TraumuluS. Montag: Ein Voltsjeind. Berliner Theater. Sonntag: Ein Herbstmanöver. bi? aus weiteres täglich: Einer von unsere Leu».(Ansang Nrucs Theater. Bis aus weiteres täglich: Sem (Ansang 8 Uhr) NencS Schauspielhaus. BIS aus weiteres täglich: Miß Dudelsack. (Ansang 8 Uhr.) Komische Oper. Sonntag: Demimonde. Montag: Tiefland.(An- fang 8 Uhr.) Dienstag: SoffmannS Erzählungen. Mittwoch: Zaza. Donnerstag: HostmannS Erzählungen. Freilag: Tiefland. Sonnabend: Zaza. Sonntag, nachm. 3 Uhr: Hossmanns Erzählungen. Abends: Tiefland. Montag: Hoffmann» Erzählungen.(Ansang 8 Uhr.) Liistspielhaus. Bis aus westercS täglich: Familie Schimet. fang 8 Uhr.) Neues Operetten> Theater. Bis auf weiteres täglich: Die Dollarprinzesfin.(Ansang 8 Uhr.) Theater dcö Westens. Bis aus weiteres täglich: Der sidele Bauer. (Ansang 8 Uhr.) Nesidenz-Theater. Bis aus weiteres täglich: Kümmere Dich um Amclie.(Ansang 8 Uhr.) Kleines Theater. Sonnlag und Montag: Moral. Dienstag: 2X2— 5. Mittwoch und Donnerstag: Moral. Freitag, 2X2— 5. Sonnabend: Moral. Sonntag, nachm. 3 Uhr: 2X2— 5. Abends: Moral. Montag: 2 X 2-m5.(Ansang 8 Uhr.) Schiller-Tneatcr«». Sonntag: Der Biberpelz. Montag: Jungfer Obrigkeit. Dienstag: Macbeth. Mittwoch und Donnerstag: DresterS Millionen. Freitag: Macbeth. Sonnabend: Narziß, Sonntag und Montag: Breiter? Millionen.(Ansang 8 Uhr.) Schiller- Theater Charlottcnburg. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Die ZwillingSIchwester. Abend» 8 Uhr- Ein Erfolg. Montag: Der Biber- pelz. Dienstag: Ein Ersolg. Mittwoch: Madame Bonivard. Donnerstag und Freitag: Ein Ersolg. Sonnabend: Madame Bonward. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Wilhelm Teil. Abends: Die Ehr«. Montag: Ein Erfolg.(Ansang 8 Uhr.) Friedrich- Wilhelmstädtisches Schauspielhaus. Sonntag, nach- mittags 3 Uhr: Der Postillon von Lonjumeau. Abends 8 Uhr: Die Asrikanerin. Montag: Der Waffenschmied. Dienstag: Fidcllo. Mittwoch: Zar und Zimmermann. Donnerstag: Unbestimmt. Freitag: Die Zauber- stöte. Sonnabend bi» Montag: Der Widerspenstigen Zähmung.(Ansang 8 Uhr) Luisen-Theater. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Maria Magdaleue. Abends 8 Uhr sowie bis aus weiteres täglich: Der stille See. Thalia-Theater. Sonntag bis Sonnabend: Prinz Bussi. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Wo wohnt st« denn? Abends bis ans weiteres täglich: Prinz Bussi.(Ansang 8 Uhr) Bernhard Rose< Theater. Sonntag: Der Mann mit der eisernen MaSke. Vom Montag RS aus weiteres täglich: Der Tanzhusar,(Ansang 8 Uhr) Trianou-Theater. LlS auf weiteres täglich: LiebeSgewitter.(Ansang 8 Uhr.) Gedr. Herrnfeld-Thrater. Bis ans weiteres täglich: Frau ElkamS Friseur. Meine-Deine Tochter.(Ansang 8 Uhr) FolteS Caprice. Allabendlich: Drei Frauenhüte.)ver Deserteur. (Ansang B'l, Uhr) Metropol- Th sang 8 Uhr.) Reichshallen> Theater. Allabendlich: Stettiner Sänger.(Ansang 8 Uhr. Sonntag 7 Uhr) Berliner Prater-Theater. Bis aus weiteres täglich: Man lebt ja nnr einmal.(Ansang i'l, Uhr) Apollo-Thealer. Allabendlich: SpezialitSte».(Anfang 8 Uhr.) Wintergarten. Allabendlich: Spezialitäten.(Ülnsang 8 Uhr.) Passage-Tveater. Sonntag: Nachmittags 8 Uhr und allabendlich: Spezialitäten.(Ansang 3 Uhr) Walhalla-Thearer. Allabendlich: Spezialitäten.(Ansang 3 Uhr.) Palast-Tbeater. Allabendlich: Spezialitäten.(Ansang 3 Uhr) Urania-Theatrr. Taubenstraße«8/43. Sonntag: Die Insel Rügen. Montag: Rom und die Campagna. Dienstag: Ueber den Brenner nach Venedig. Mittwoch: Rom und die Campagna. Donnerstag: Von der Zugspitze zum Watzmann. Freitag: Durch Dänemarl und Südschweden. Sonnabend: Rom und die Campagna. Sonntag: Ueber dm" nach Venedig. Montag: Unbestimmt.(Ansang 8 Uhr.) Sternwarte. Jnvalidenstr. 57—62. Lhcater. Allabendlich: Die oberen Zehntausend.(Au- örenner Amtlicher Marktbericht der städiilchen Marlthallm-DIreMo» über den Großhandel in den Zehtral-Markthallen. Marktlage: Fleisch: Zufuhr schwach, Geschäft still, Preise unverändert. Wild: Zufuhr reichlich, Melchäit rege, Preise befriedigend. K e s l ü g e l: gusubr genügend, in Gänsen reichlich, Geschäst rege, Preise besriedigcnd. Fisch«: Zufuhr genügend, Geschäst ruhig, Preise wenig verändert. Butter und Käse: Geschäst lebhast, Preise unverändert. Gemüse, Obst und Süd- sr ächte: Zufuhr über den Bedarf, Geschäft lebhaft, doch wurden die Bestände vielfach nicht geräumt, Preise gedrückt. Wt tternugSü bersicht vom 44. August 1909. morgen» 8 Uhr. «tattonen Ii »M il if Zwwemde Hamburg Sedin Frants.aM. München W>en 756 WSW 761 NW 760©NS 766 NW 76» NA 762 NW «tattonen Haparanda Ii »SH Ii if 740 0 Petersburg 741 WSW Vetter C"» f- *a> Sctlly -lderdeen Barr» 763 MRA 765 Still 763 NN» I 6 Regen 2 bedeckt 8Nkbel bedeckt 2 wollen! I I 10 11 17 12 18 Wetterprognose für Sonntag, den IS. Angnst 1999. Ziemlich kühl und windig, zeilweise ausllarenb, dazwischen einzelne Regenschauer. Berliner Wetterbureau. «SaflerstandS-Nachrtchten der LandeSanitalt für Gewässerkunde, mitgelew Berliner Wetterbureau. Wasserstand Memel, Tilsit P r e g e l, Jntterdurg Weichsel. Thorn Oder. Ratlbor , Krassen , Franlsurt Wa r t h e, Schrimm , Landsberg Netze. Vordamm Elbe, Lettmerttz , Dresden , varbv , Magdeburg ')+ bedeutet Wuchs.— Fall.') Unlerpegel. Berliner Schneiderei- Genossenschaft E. G. m. b. H. Zwischen Rosenthaler DtMiuMniinfw IfiR Zwischen Rosenthaler 1 Tor u. Invalidenstr. örUüllClljir« IWW Tor u. Invalidenstr. Gegr. i. Februar 1906 v. organisiert. ScbneidergehülfenBerlins. Empfiehlt sich allen and ! 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WartbUTgStr 8 Elnslge« Geschult In Schttnerg! >2« 39 (200] 65 133 238 401 90 91 637 69 7 7 745 847 913 9 901« #4 464[200] 659 85 773 82 886 929 109167 237 810 13 1 9 1 032 131[200] 64 72 684 651 882 192057 96 120 193>41 530 98[1000] 623 93 778 »83[200] 19 4306 591 601 98 867 1 9 5068 188[200] 93 209 496 6)0 738 94 863 07 1 96001 100 41 269 306[200] 21 860 923 89 1 97130 59 98 362 719 83 849 62 1 98308 817 911 25 1 99262 803 110314[200] 92 93[200] 655 111060 296 399 511 «38 10 112021 78 85 311 537 87 113013[ 200] 428 675 1114192 280 SSO 871 115 633 824 93 901 62 64 116102 669 956 117316 40 591 622 803 118017 886 87 452 548 86 612 18 760[200] 89[200] 825 89 86 119010[800] 413 663 711 73 881 12903» 43 7 80 726 989 1 21153 90 310 63 624 945 12 2031 207 307 70 1 2 3019 105 91 279 38« 572 878 12 4071 163 218 370 422 503 916 1 25113 295 302 554 65 79 7 03 20 839 953 1 2 6517 1 2 7060[1000] 247 SSS 482 530 36 75 92 857 762 815[300] 51[200] 81 915 32 1 28040 400 739 807 942 1 29087 90 130 218 310 42 130177 609 904 1 3 1 335 661 13 2299 492 551 678 798 841 87 974 85 133124[400] 38 240 382 586 679 703 (200] 13 4095 327 578 658 83 712 838 1 3 5073 14« SM 53[800] 04 93 302 33 518 76 805 393 1 36131 586 1 3 7281 «1 309 415 68 633 878 973 1 3 8297 566 614 80 771 99 896 802 1 39318 461 78 632 47 6 3 73 709,.„ 149301 40t 627 39 793 072 1 41169 678 760 1 42115 780 1200) 849 71 94 1 43137[500] 240 211 39 69 567 656 ü 44 181 574 COO 16 19 75 894 905 1 4 5 023 360 71 84 739 817 1 46 307 24 572 652 787 807 16 916 1 47076 IIS 43 324 550 658 896 900 1 48197 291 489 712 53 8« 850»15 {200] 149(37 214 314 23 655»19 29 159058 237 312 503 976 1 51105 230 654«62 945 50 152873[200] 939 1 5 3056 336 47 607 764 70 810 1 54)31 »11 58 eis 50 937 1 5 5011 75 114 335 603 29( 200] 896 «u 13616} 22? 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Zlefaung 2. Kl. 221. Kgl. Pfcuss. Lotterie. Ziehung vom 14. August nachmittag». Jfltr dio Gewinne über 99 Mark»ind den botreUCQdea Nummern in Klammern beigefügt, (Ohne Gewähr.) �(Nachdruck verboten.) 7 580 Od* 64 885 66 980 85 1 041 200 723 51 910 2053 89 200 3)8 459 99 547 3509 93 493 520 23 601 971 4062 113 301[200] 671 717 885[300] 66 933 5110 223 793«19 7» «053 63 217 499 508 621 22 62 803 7301 614 83 778 933 8624 9140 402«57 820»21 1O001 241«1 323 30 63 692 11 101 58 71 733»25 ■12182 231 334 74 576[400] 5)9 73 1 3138 24J 313 90 402[.100] 585 14207 77 305 451 15217 455 821 16607 14» 256 460 57 61, 88 89 783 71[200| 805 90 939 1 7292 99 349 487 700 911 18115 32 45 213[200] 608[300] 73[ 200] 737 1911« 65» 851 2 9 042 51 204 338 422 65 627[200] 49 710 870 83 2 1 028 «8 718 928 2 2 411 27 579 817 929 36[200] 23073 43« 803 34 2 4235 626[400] 634 743 92 853 2 5096 359 82 402 642[ 300] 48[400] 86 704 843 63[300] 2 6225 377 99 670 943 2 7046 122 65 262 352 99 425 694 305 67 2 3602 IS 80 2 9 028 138 435 60 514 52 753 99 39060«13 721 45[200]«18 311)8 221 32006 222 43 73 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Klasse 221. Königl. Prcus». Klassen-Lotterie ündet statt am 10. ti. 11. Scp.emb. 190». Verantwortlicher Redakteur: HcmS Weber, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag tBorniärtS Buchdruckerei u. VerlagSanstalt Paul Singer&£o, Berlin SW, s--W. turnm. i Keilte des Jörmärfs" lerliiicr iolfoMstt. Crzicöer für Föriorgezoglingc! ( Von dem P a st o r B r e i t h a u p t, der als eifrig prügelnder Leiter des von der Berliner Waisenverwaltung benutzten Für- sorge st ifts Mielczhn sich einen Namen gemacht hat, war «s ziemlich rasch wieder still geworden in der bürgerlichen Presse. Äls die Enthüllungen des„Vorwärts" über die in dieser Anstalt herrschenden Zustände durch die Feststellungen der dorthin ent- sandten Untersuchungskommission des Berliner Magistrats sowie durch Pastor Breithaupts eigenes Geständnis bestätigt worden waren, hatten die minder unanständigen Blätter ihre anfängliche Ableugnungs- oder Totschweigetaktik aufgeben müssen. Auch die von einigen anderen Blättern dann immer noch fortgesetzten Be- schönigungs-, und Vertuschungsversuche, die vom Rathaus' aus ge- leitet worden waren, wurden schliesslich in ihrer ganzen Schamlosig- keit offenbart, als der Magistrat selber mit der Erklärung hervor- treten mußte, er wolle darauf bestehen, daß Breithaupt, von dem doch wohl eine weitere gedeihliche Einwirkung auf die Zwecke der Anstalt nicht mehr erwartet werden könne, möglichst bald ab- berufen werde. Leider wurden aber nach Bekanntgebung dieses Entschlusses, der immer noch mit Entschuldigungen für den prügeln« den Pastor verbrämt war, nichts mehr darüber gehört, ob in. zwischen schon etwas geschehen sei, um den Eni- schluß zur Tat werden zu lassen und die Abberufung des Pastors Breithaupt durchzusetzen. Das„möglichst bald" hätte hier zu einem„sofort" werden müssen; denn nicht eine Stunde länger durfte diesem Manne das Wohl und Wehe von Fürsorge- zöglingen anvertraut werden, für deren Behandlung ihm offen- sichtlich das nötige Verständnis fehlte. Warum kommandierte er immer noch in Mielczhn? Gab der liberale Magistrat Berlins und die ihm dienende Presse sich der stillen Hoffnung hin. daß rasch genug wieder GraS über Breithaupts Prügellei st un. gen wachsen werde, so daß man ihn doch noch werde halten können? Wer das befürchtete, der dürfte das Richtige getroffen haben. Das erste Anzeichen, daß der Wind sich wieder zugunsten Breithaupts gedreht habe, tauchte im.Lokal- Anzeiger" auf. „Man verhehlt sich," lasen wir da,„in Berlin keines- Wegs die Schwierigkeit, für Herrn Breithaupt einen passenden Ersatz zu finden, denn da mit Mielczhn ein Landwirtschafts- betrieb von 78 Morgen verbunden ist, so handelt es sich um die Gewinnung einer pädagogischen Kraft, die zugleich mit fand- wirtschaftlichen Arbeiten vertraut ist; außerdem erfordert die Stellung persönlichen Opfermut, zählt es doch für einen ge- bildeten Mann gewiß nicht zu den Annehmlichkeiten, auf ein- samer Scholle verantwortlicher Hüter junger Leute zu sein, die, sei es auch durch unverschuldet natürliche Veranlagung, sehr schwer zu behandeln sind." Und dann kam sogleich hinterher der ganze Troß der übrigen Mütter, die dem bedrängten Berliner Magistrat samt seinem ge« fährdeten Pastor Breithaupt beistehen. Aus dem Rathaus nahmen sie mit Befriedigung die folgende Nachricht entgegen: „Dem Magistrat ist vom Oberpräsidenten ein Bericht des Regierungspräsidenten zu Bromberg über die von einem Regte- rungsasscssor geführte Untersuchung der in den Zeitungen ge- meldeten Vorgänge in dem Fürsorgestift Mielczhn übersandt worden behufs Aeußerung. Der Bericht deckt sich im wesentlichen mit den von feiten der städtischen Waisendeputation vorgenomme- nen Feststellungen und den vom Magistrat in Aussicht ge- nommcnen Maßnahmen, doch ist die Frage der Anstellung eines neuen Leiters der Anstalt nicht in Erwägung gezogen worden. Diese Frage dürfte auch nicht so schnell, wie man hier und da annimmt, zu lösen sein. Mielczhn ist nämlich ein von fast allem Verkehr abgeschnittener Ort. Der Leiter der Anstalt muß jedem Komfort entsagen und ist nur auf den Berkehr mit den Zög- lingen und ihren Aufsehern angewiesen. Es gehört also nicht nur eine tüchtige pädagogische Kraft und eine energische Per- sönlichkeit als Leiter nach Mielczhn, sondern auch ein Mann, der veranlagt ist, Entsagung zu üben im Verkehr mit jungen Leuten, die gerade nicht aus dem besten Holz geschnitzt sind." Also: Pastor Breithaupt ist und bleibt der„geeignetste" Mann für Mielczhn! Was sagen zur Affäre Mielczhn die Pädagogen? �Die Forderung, daß man diesen aus Bodelschwinghs Anstalten herübergekommenen Pastor durch einen wirklichen Erzieher ersetze, wird jetzt auch von der„Pädagogischen Zeitung", dem Hauptorgan des Deutschen Lehrervereins, unterstützt.„Nur eins kann," so lesen wir da,„gründlich helfen: Fort aus den Anstalten das minderwertige, ungenügende Erziehermaterial und an seine Stelle tüchtige, erfahrene, pädagogisch-pshchologisch geschulte Kräfte l" Sehr richtig! Doch wir iverdcn ja sehen, daß für Mielczhn das alles nur frommer Wunsch bleiben wird. Und selbst wenn man sich doch noch entschließen wollte, Breithaupts„energische Persönlichkeit" kaltzustellen, so würde es sicherlich wieder nur ein Pastor sein, den man der Anstalt Mielczhn aufnötigte, und der Ber- liner Magistrat würde nicht Einspruch hier- gegenerheben. Wir wollen hier feststellen, daß das Direktorium der Anstalt Mielczhn schon durch den mit Berlin geschlossenen Vertrag verpflichtet ist, auch Lehrer als Erzieher anzustellen. Danach soll mindestens„ein Teil" der Erziehungsgehilfen auS Lehrern genommen werden. Aber unter dem gesamten Personal, dem bisher die Anstalt anvertraut war, ist sicherlich kein ein» ziger Lehrer. Ein Pastor als Leiter, Handwerker und andere Personen als seine Gehilfen, darunter„Gerettete" aus Bodel- schwinghs Anstalten— das ist das Material, mit dem da ge- arbeitet worden ist. Das können ja alles sehr brave Menschen sein, und schließlich sind wir bereit, von den Gehilfen des Pastors mit dem„mißverstandenen Pflichtbewußtsein" ohne weiteres an- zunehmen, daß sie nur auf sein Kommando die Peitsche gebraucht haben und nur durch seinen Eifer zu Ausschreitungen verleitet worden sind. Aber der Vertrag fordert, daß die Männer der Pädagogik denn doch etwas mehr in dieser Anstalt mitsprechen sollen. Der Magistrat hat die Pflicht, hierauf zu be- st e h e n, falls er nicht doch noch zu dem einsichtigeren Entschluß gelangt, Aufhebung des ganzen Vertrages zu fordern und auf Benutzung der Anstalt zu verzichten. Freilich, das eine darf hierbei nicht übersehen werden: auch von den Pädagogen, die da zur Verfügung stehen, eignet leider so mancher sich ganz und gar nicht zum Leiter einer solchen Anstalt. Auch unter ihnen sind nur zu viele, die für das Kind — für das„normal" sich entwickelnde, wie für das von der„Norm" abweichende— die Erziehung in eine Strafe vor. wandeln zu sollen glauben. Sollen wir an die Ausschreitungen mancher prügelnden Lehrer erinnern? Sollen wir erinnern an die Haltung, die die von liberalen Männern beherrschte Schuldepu» tation Berlins gegenüber der Prügelpädagogik einnimmt? ES entspricht den modern-liberalen Grundsätzen nicht weniger als denen der reaktionärsten Konservativen, daß der Nachwuchs des„niederen" Volkes mit dem Stock zur Knechtseligkeit erzogen werden soll, erzogen zu fügsamen Staatsbürgern, die nicht den Mut finden, gegen die be- stehende Gesellschaftsordnung sich aufzubäumen. Kann man von solchem Liberalismus erwarten, daß er das Amt eines Erziehers für Fürsorgezöglinge Männern mit freierer Auffassung übertragen lassen werde? Ruq der frauenbewegung. Frauenarbeit. In einem Artikel der„Dokumente des Fortschritts' berechnet Ferd. M azan die Zahl der berufstätigen Frauen in Frankreich auf 6 V29 707. Ueber 3 Millionen arbeiten als Taglöhnerinnen oder Dienstboten in der Landwirtschaft, rund 900 000 als Näherinnen, 800000 als Hausangestellte, 700 000 in den Fabriken. 260 000 sind im Handel beschäftigt, 120 000 Angestellte staatlicher Verwaltungen, 100 000 Lehrerinnen. Ueber IS 000 sind Hebammen, 4400 Schau- spielerinnen und Sängerinnen. 4300 Malerinnen und Bildhauerinnen. einige hundert Aerztinnen und einige hundert Schriftstellerinnen von Beruf._ Versammlungen— Veranstaltungen. Dritter Wahlkreis. Dienstag, den 17. August, abends S'/a Uhr, findet im Märkischen Hof, Admiralstr. 13 o, eine öffentliche Franenversammlung statt. Vortrag, Genoffe W. Siering. Sechster Wahlkreis. Mittwoch, den 13. August: Ausflug nach Waid- mannSlust, Schweizerhäuschen, Dianastraße- Treffpunkt 11 Uhr vormittags, auch für Nachzügler. Rege Beteiligung der Ge- nofsinnen und Genossen erwünscht. Schöneberg. Die für Montag, den 16. August, anberaumte Frauen- Versammlung findet wegen Verhinderung des Referenten nicht statt. «Jertes Wort 10 Pfennig. Hl�l" M o fl ANZEIGEN Das erste Wort(fettgedruckt) 28 Plg. Stellengesuche■ KA|» 0\ Ms WBBU■» für die nBchste Nummer werden In den Annahme- und Schlafstellen-Anzeigen 5 Pfg.; das erste Wort■ BTTk■ ff■■■ I ff* MJk ff B jT ff-"* ff ff ff ff■ ff ff■ stellen für Berlin bis I Uhr, für die Vororte bis (fettgedruckt) 10 Pig. Worte mit mehr aU IS Buchstaben■■ � B B B ff AMU B ff«> ff B 12 Uhr, in der Haupt-Expedition, Llndenstrasse 69, zahlen doppelt.>■< m■■■■*»■■■■ M bis 5 Uhr angenommen. Verkäufe. Teppiche(sehlerhaste) Gelegen- htitSkaus. FabriNager Mauerhoft, Grütze Franljuricrstratze 9, Murein- gang. Vorwärtsles crn 6 Prozent Extrarabatt._ 161111* Steppdecken billigst Fabrik©rotze Franks urterslratze 9, Flureingang. GnrdiirenhanS, Grosse Frank- furterswasse S, Flureingang. 1613K* Klassiker-AiiSgaben, Goethe, Heine, Reuter, Schiller,«hakeipeare, je vier Bände 6,— Mark. 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Offerten„Vorwärts"- Spedition Lhchenerstraffe 123.+76 M öbliertes Zimmer gesucht, Nähe Rosenlhaler Tor und Ar.klamerstraffe, mit Preisangabe. Offerte» H. T. 100, Postamt Blumenstraffe. 9436 Zigarettenarbeiterinnen, perfeite Flacharbeilcr verlangt Pera, Friedrichstraffe 105» 90/16 Mamsells aus Kostüme. Jacketts verlangt Saß, Triststraffe 39. 954b* Arbeiterinnen aus Damen Paletots. Briest, Scharnweberstr. 63. Paletotmamsells, Lehrmamsells, Stepperin. Apel, Pückierstraffe 26. �rbeitsmarkt. Stellenangebote. Vereinigte Sänger Pankows suchen Dirigenten sür Dienstags. Zu melden Florastraffe 35, Lokal Suchland._+149 Goldleisten-Grundierer sosort verlangt Ruthenberg Nachs., Weiffcnsee, Langhansstraffe 126._+144 Tüchtiger Polilurarbeiter sür Holz leisten wird gesucht. Emil M. Dreher, Rahmenlctstensabrik und Vergolderei, Odenie, Dänemark._ 934b' Marmor-Schleiser verlangt Pneff. Oranienstraffe 20. 944b Silberarbeiterlehrling, Silber- drückerlehrling oerlangt Franz Mos- gau, Siiberwareusabrit Markusstr. 50. Metalldreher und Gürtler sür GaS- und Wafferarinaturcn verlangt Karl Sandmann, Kottbuserstraffe 8. Mctallbreherlehrling sür Gas. und Wasserarmaturcn verlangt Metall- warensabril Karl Sandmann, Kott- buserstraffe 8._+17 Tüchtige Farbigmacher sauf Holz- leisten verlangt Goldleistensabril Reichenbergerftraffe 88.__+17 10 Osensetzer verlangt Neubau Pankow, Mendelstreffe 34._+136 Arbeitsbursche, krästiger, der schon im Malergeschäst tätig war. sosort verlangt. Meldung Sonntag, den 15. August, von 10— 12 Uhr bei Nagel, Lippehnerftratze 24 III. Farbigmacheri» verlangt Köpe- nlckerstraffe 21._____+17 Ktiiderfräulei», Jungsern, Stützen, bessere Hausmädchen werden tn drei. bis sechsmonallichen Kursen aus- gebildet und sofort tn befferen Stellungen untergebracht durch das Fröbcl-Obcrlin-Jnftitut, Wilhelm- straffe 10. Prospekte gratis. 262/12 Ordentliches Mädchen sür kleine Wirtschajt zum 1. September verlangt Witihuhn, Heidenseld 16.+36 Gasglühlicht. Geübte Maschinen. brennerinnen, Handabbrenncrinnen, Arbeilerinnen verlangt bei hohem Lohn Below, Gitschinerstraff« 91. Lehrmädchen im Alter von 14 bis 16 Jahren aus achtbarer Fa- milie bei monatlicher Vergütung sosort gesucht.— Meldungen nur in Begleitung der Eltern oder deS Vor- mundes 1—2 mittags oder 7—8 Uhr abends. A. Jandors u. Co., Belle- Alliancestraffe 1/2. 2424K Stenotypistinnen, slolt und ge- wandt, zum sofortigen Antritt gesucht. Meldungen schriftlich mit genauen Angaben oder persönlich 1— 2 mittags oder 7—8 Uhr abends. A. Jandors u. Co., Belle-Alliancestraffe l/2. Verkäuferinnen, tüchtige, sür die Abteilungen Herrenartikel, Weißwaren und Spitzen, Schirme, Trikotagen, Talchentücher, Korsetts, Damen- konsektion, Wirtschastsarttlel u. Emaille sosort gesucht. Meldungen l— 2 mittags oder 7— 8 Uhr abends. A.Jaudors u. Co., Belle-Alliancestraffe 1/2. 2421K Kassiererinnen, welche bereits in lebhasten groffen Detuilgeschästen tätig waren, sosort gesucht. Meldungen schriftlich mit genauen Angaben oder persönlich 1—2 mittags oder 7— 8 Uhr abends. A. Jandors u. Co., Belle- Alliancestraffe 1/2. 242SK Garniererin sowie Zuarbeiterin sür unser Putzatelier gesucht. Meldungen 1— 2 Uhr mittagsoder?— 8 Uhr abends. A. Jandors u. Co., Belle-Alliance» straffe 1/2._ Lchrkassiererinne«, junge Mädchen aus guter Familie, nicht unter 16 Jahren, welche sich zu Kassiererinnen ausbilden wollen, sosort gesucht. Meldungen in Begleitung der Eltern oder des Vormundes mittags 1—2 oder adendS 7—8 Uhr. A. Jandors u. Co., Belle-Alliancestraffe 1/2. Geübt« Schirmnöherin, serner geübte Futternäherin mit allen Ar- betten vertraut finden dauernde Be- schäsligung bei Remak u. Silber, Lmdenstraffe 71/72. 885b* Maschiuenuäheri» sür leichtere Arbeit oerlangt Molleithauer, Pank- straffe 63.+93 Im Arbeitsmarkt durch besonderen Druck Hervorgehobeue Anzeigen koste« SO Pf. die Zeile. h m aus eckige geschlagene Arbeit sosort in dauernde Beschäftigung gesucht. Stralanvr OlashUtte Aktiengesellschaft. (> Sekretär gesucht VTon den Parteiorganisationen und dem Ge- * werlvschaftskartell für Hamburg, Altona, Ottensen und Wandsbek wird zur organisatorischen und geschäftlichen Leitung der Jugendorganisation und des Arbelterblldnngswesens ein tüchtiger Sekretär gesucht. Antritt möglichst bald. Gehalt 2400 M., steigend jährlich um 120 M., bis zum Höchstbetrage von 3000 M.— Die Dienstjahre in der Arbeiterbewegung werden nach Uebereinkunft in Anrechnung gebracht Offerten sind bis zum 25. Angnst d. J. unter „Bildungswesen" an H. Stubbe, Hamburg 36, Große Theaterstraße 44, einzusenden. Die Zentralkommission für das Arbeiterbildungswesen. 287/7' Hafer«Ersatz 90/7 Futter«KaBk Rezepte sowie Betriebsleiter zur Errichtung und Leitung einer derartigen Fabrik gesucht.— Off. mit.„Li. 91. 5192" an Rudolf Mosse, Dresden erbet. Tüchtige Verkäuferinnen sür alle Branchen, serner Garniererinnen und Znarbeiterinnen für das Putzatelier und Kafsenmädchen 81072 im Stlfer von 14—15 Jahren werden zum sofortigen Eintritt gesucht. Persönliche Vorstellung im Pcrsonalbureau von E/,— lo>/, und 7—8 Uhr. Warenhaus W. Wertbein Ü; Passage-Kaufhaus. Parteikftrctäp gefacht. Für den Wahlkreis Höchst-Äom» burg-Usingen usw. wird zum baldigen Antritt ein Parteisekretär gesucht. Der- selbe muff rednerische und agitatorische Fähigkeiten besitzen und muff in der Führung der Kassengeschäste sowie in allen schristtichen Arbeiten be« wandert sein. Offorten mit Gehalts- ansprächen sind spälestens bis zum 1. September unter der Ausschrist „Parteisekretär" an Jnkek Rexrot. Rödelheim. Alexander-Straße 48, zu richten._ 287/11* Tüchtige Uniform- Schneider aus Militär- und Beamten- Uniformen stellt sosort ein bei dauernder Beschäftigung zu Höchst- löhnen J. Tschichoflos, Uniformen-Geschäft, Thor»._* Für eine 20975 Kolstearbkitllngsfabnk in der Lausitz wird ei» jüngerer, tüchtiger, verheirateter Schlosser gesucht, der die Maschine» ia Ordnung halten soll. Sewiger muff lorrelt, zuverlässig und gewandt im Umgang sein, da ab und zu auch ein»einer Betrieb von zirka 20 Leuten zu überwachen ist und »eine Schreibereien crsorderlich sind. Bewerber wollen Schulzeugnis und FortbildungSschuIzeugnis einreichen. Offerten unter K. 3 an die Ex« pcdilion deS„Vorwärts". Fauf- MldArbeitsbllrschkU im Alter von 14—16 Jahren ver- langtsosort der Arbeitsnachweis Engelufer 15 v. 3Tr., Zimmer 43. Geöffnet von 7 Uhr morgens bis 6 Uhr abends. Plätteriocen oed ÜMm\ Im Arbeitsnachweis der Wäsche- brauche ist starke Nachtrage seitens der Wäschesabriken und den Alt- plättercien nach geübte« Plätte- rinnen aus alle Artikel sowie Blusen und Damenwäsche, desgleichen werden verlangt Näherinnen aus Herren- kragen, Oberhemden, Blusen und Damenwäsche sowie Stärkcrlnnen und Wäscherinnen sür die Neu- sabrlkation. Meldungen erwünscht. Die Arbeits- vermittelung geschieht lostenloS von 9—2 und 5—8 Uhr. 163/4* Aebostoaavd»«!» der W&tchebrancbe. Verband der Schneider und WBeche- arbeiter. Male Berlin III, Neue Königstr. 6. Zum 1. September suchen wir ewe zuverlässige, tüchtige Verkäuferin sür unftr Scefischgeschäst Prtnzen- straße 04. Meldungen erbitten nach Bahnhof Börse, Bogen 8/10. 2103L Deutsche Dampfflacherei- (üeseUachaft„Xordscc". Warnung! Fahrstllhlsvhrtrschultll! Durch markischreierilche Inserate w mehreren Berliner Tageszeitungen werden sürsogenannte Fahrstuhliührer- schulen täglich Personen gesucht, die Lust haben, sich zum Fahrftuhisührer ausbilden zu lassen. Wir ersuchen alle diejenigen, die beabsichtigen, einen Kursus in einer solchen Schule durchzumachen, sich vorher mit uns in Verbindung zu setzen, um sich vor event. Schädigungen zu bewahren. 68/13 Deutscher Transportarbeiter-Verband. Sektion der Fahrstuhlführer. £50.16, Engelufer 15, II, Zimmer 33. Achtung! Holzarbeiter Wegen Streik und Differenzen find gesperrt: sür Tischler. Polierer und Ma- ichinenarbeiter Bautischlern Sommerlatte, Prenzlauer Allee 100. Firma Staats, Oberbaumstr. 5. Sämtliche Betriebe in den Orten Schwerin a. d. W., Rathenow, Mnskau, Segcberg(Holstein) und Magdeburg. Gleichzeitig ersuchen wir die Kollegen aller Branchen der Holz- Industrie das Asmütlelungsburcau deS gelben.Handwerlerjchutz- Verbandes" streng zu meiden. Für Stellmacher: Berliner Motorwagenfabrik ir Reinickendorf. Die OrtSverwultung. •Achte np/! Achtnng! Fliesenleger! Gesperrt sind alle Arbeileu folgen- der Subunternehmer: Bielefeld,Wolf, DOscher, Hanidort, Meyer, Beyersdorf, Gronskl und Og/e. Bauten: Am Olivaer Platz, Bau Seliger. Kaiserdamm 8 u. 17. Reichs- miliiärgcricht Klosterstr. 87. Frank- surter Allee 117. Gerttaudten straffe, an der Petrillrche, Mommsenstraffe, Spandaner Bergbrauerei, Kaiserallee