Nr. 102. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Poft- Beitungs- Preisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt, für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Bfg., für Vereins- und Berfammlungs- Anzeigen 20 fg Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in Der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ift an Wochentagen bis 7 Ubr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fern fprech- anTdluk Amt 1, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Hamburger" Wohnungsreform. Dienstag, den 2. Mai 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Und es fagenbes in wohnungspolizeilicher Be- wirklich in die Berathung eingetreten wurde. ziehung, daß man nur den Muth und die Verblendung n un 3 waďte das Grundbesiger und bewundern muß, die so etwas vollbringen können. In den Kapitalistenthum dem Antrage des Senats sechs Monaten, die der Hamburger Senat zur Vorbereitung je de Ecke ab, die es erhaschen fonnte; Der Senator Burchard, in dem vorige Woche der seines Antrages brauchte feit der Cholera- Epidemie und der war ihm nicht zu viel, stundenlang um halbe Quadrat Staatssekretär von Bötticher vor offenem Reichstage Feststellung der fürchterlichen Hamburger Wohnungszustände, meter und Zentimeter zu feilschen, die seiner Ausbeutungsdas ganze Bourgeois- Hamburg umarmt hat, und die Ham- hatte er eine Novelle zum Baupolizei- Gesetz vom 23. Juni wuth zu gunsten der Voltsgesundheit entrissen werden burger Verwaltung werden dem offiziösen Wolff'schen 1892" zu stande gebracht, die folgendes befagt. Erster sollten. Nicht genug, daß die vorhandenen Wohnspelunken, Telegraphenbureau taum auf die Dauer dankbar dafür Hauptparagraph: Die vorschriftsmäßigen Hofpläge mit denen das Hamburger Bürgerthum auf die Noth der sein, daß es am letzten Donnerstag sofort in die ganze Welt bei Neubauten müssen eine Grundfläche von 20 Quadrat- Arbeiter spekulirt, ganz unberührt bleiben; man setzte auch hineinposaunt hat mit einer eigenen Depesche: die Ham- metern haben und dürfen nach keiner Richtung weniger noch durch, unter Führung des edlen Strokarck, daß burger Bürgerschaft hat ein Baugesetz gegen die Cholera- als 2 Meter breit fein. 8weiter Haupt die bereits vor dem 14. April angemeldeten Bauten wohnungen angenommen! Bekanntlich hatten die Genossen paragraph: Selbst Don dieser Vorschrift fann von der Novelle ausgenommen find, und das Wurm und Molkenbuhr im Reichstage dem Ham- die Baupolizei, wenn, wie und wo es ihr beliebt, Aus- waren 180 große Neubauten mit ca. 1500 Wohnungen; burger Prozenthum ganz gehörig eingeheizt wegen seiner nahmen gestatten. Dritter Hauptparagraph: man beschloß sogar, daß die Spottnovelle am 31. Dezember schändlichen Miffethaten auf dem Gebiete des Wohnungs- Lichthöfe müssen eine Grundfläche von 6 Quadratmetern und dieses Jahres wieder erlösche. 46 wadere Bürgervertreter wesens. Besonders Genosse Molkenbuhr hatte sehr bezweifelt, eine geringste Breite von 1,5 Metern haben, zu reinigen und suchten die Breite des Hofraumes von 2,5 Metern daß das in der Hamburger Bürgerschaft stark vertretene zu ventiliren sein. Vierter Hauptparagraph: auf 2 Meter herunterzustimmen, hatten die Stirn, ihre Grundbesizerthum so bald eine Wohnungsreform, die ihm Aborte müssen ordentlich angelegt und nicht mit den ruhig Führer auch noch von einer Entschädigung der Grundin den Geldbeutel schneide, zulassen werde. Darauf hatte weiter erlaubten Wasserbehältern für die Haushaltung in eigenthümer" sprechen zu lassen und blieben ihrer Profits der hochmögende Senator Burchard im Namen des Ham- Verbindung stehen. Fünfter Hauptparagraph: wuth auch treu, nachdem der Bau- Juspettor festgestellt hatte, burger Staates mit dem stärksten Bruſtton der Ueberzeugung, Bei Wohnungen in Hintergebäuden muß der Fußboden des daß man in anderen Städten bis zu 6 Metern gehe und der ihm zu Gebote stand, erklärt,„ Senat und Bürgerschaft Erdgeschosses mindestens 20 Zentimeter über dem umgeben- ein schamhaftes Mitglied davor gewarnt hatte, aus dem von Hamburg seien stets einig in dem Wunsche, die sani- den Terrain liegen. Se ch fter Hauptparagraph: Fortschritt noch Rückschritt zu machen". Ein Wunder, tären Verhältnisse ihrer Stadt zu beffern". Und darauf Wohnkeller, die ruhig weiter gestattet werden, sogar im Ueber- daß es mit 77 gegen jene 46 Stimmen bei den 2,5 Metern war der warme Händedruck erfolgt, den Herr v. Bötticher schwemmungsbereiche, müssen vom umgebenden Erdboden blieb! bis in die tiefste Seele gerührt dem Hamburger Manne durch einen fleinen Lichtraum isolirt sein. Gewiß " Mädchenzimmer" wollte die Bürgerschaft ferner ents jenige arbeitende Klaffe, die dem Bürgerthum noch am obige Lichtschachten gestatten eine rührende Fürsorge für die nächsten steht und Tag und Nacht für seine persönliche enige arbeitende Klasse, die dem Bürgerthum noch am Bequemlichkeit schafft. Man denke sich: da remon man Wohnungen zweiter Klasse für Menschen zweiter Klasse strirte selbst der Senator Hachmann dagegen, daß schaffe! Diese herrliche Einigkeit" in sanitären Dingen! brückten sie aber schließlich wieder den Lichtraum vor ReferHier mußten die Grundeigenthümer nachgeben; dafür wohnungen noch glücklich von 30 auf 20 Bentimeter Tiefe herunter- es geht nichts über diese Profitsucht, die um jeden Zoll des geheiligten Eigenthums" ringt.... coram publico darbot, der eben so wader- gesprochen und wahrhaftig: wir haben feine wesentliche gegen dem Senatsantrag statt an Höfen auch an den engen hatte. Auf diese Szene berief sich auch der Hamburger Bestimmung des Reformgesetzes" weggelaffen Genat durch den berühmten Senator Dr. Ha ch mann Bestimmungen bilden den Inhalt der Novelle, die von den vor der Berathung des Baupolizei- Gesetzes am Mittwoch: Hamburger Behörden letzten Mittwoch beschlossen worden man müsse die Ehrenschuld einlösen. Und deshalb der tele- ist, durch welche der Wohnungsmisére und der Cholera graphische Trompetenstoß des offiziösen Telegraphenbureaus. gesteuert werden soll und deren Annahme offiziös als eine Aber man hätte, wie gesagt, vorsichtiger mit der Fanfare sein sozialpolitische Großthat in die Welt hinauspofaunt worden sollen. War nicht zu erwarten, daß sich die bösen Leute, die dem ist! Waren die Ausdrücke, mit denen wir diesen Spott auf prozenhaften Hamburg nun einmal nichts zutrauen, das am eine Reform belegten, nicht noch zu milde? Doch nein die Hamburger Bürgerschaft hat ja noch Mittwoch zu stande gekommene Hamburger Baupolizei- Gesetz gegen die Cholera nun doppelt genau ansehen würden weniger beschlossen! Oben gaben wir den Senatsantrag auf seine Eigenschaft als Gegenmittel gegen die schauerlichen wieder- der ist aber nicht so ohne weiteres zum Gesetz er Hamburger Wohnungsmißstände? Wir gehören zu diesen hoben worden! Genosse Moltenbuhr hat wörtlich- und buchbösen Leuten, wir haben uns das neueste stäblich Recht behalten: das gierige Hamburger GrundbesitzerProdukt Hamburger Reformgefeßgebung thum hat von jenem lendenlahmen Antrag zum Besten der schleunigst angesehen und festgestellt, daß tapitalistischen Bauspekulation abgeschnitten, was abzuschneiden zeichnung der ganzen Kläglichkeit der Hamburger Boures sich bei der Reform" und dem tendenziös zuge- war. Erst versuchte einer seiner Vertreter, Strofard geoisie in einer Zeit, wo die Cholera jeden Tag wieder spizten Wolff'schen Telegramm, das den Schein einer voll heißt der Edle, die Beschlußfassung über die ganze ,, Novelle" losbrechen kann, und zur Kennzeichnung des frechen Dünkels brachten Großthat erwecken soll, um den gröbsten nochmals zu verschieben. Die Preise der Grund- vorgebracht werden, mit welchem man solche Schandreformen Humbug handelt, der je von Rapitalisten und Grund- stücke würden sinken, sozialistische Aeußerungen im Reichs- auch noch als bürgerliche Großthaten in die ganze Welt besitzern als Gesetzgeber ausgeführt worden ist. Vielleicht tage könnten die Bürgerschaft nicht veranlassen, eine solche zu posaunen versucht. Den Posaunenstoß haben wir in bereut man jetzt schon in Hamburg die Prahlerei, denn Vorlage unvorbereitet( 6 Monate Vorbereitung" feiner ganzen theatralischen Mache, die Hamburger Wohnungsdie eigene Schande trägt man doch für gewöhnlich nicht selbst waren vorhergegangen! Redaktion) anzunehmen". reform als einen blutigen Spot auf die Wohnungsnoth zur Schau. Ein anderes Mitglied der Bürgerschaft, Dr. Danzel, der Arbeiter entlarvt. Danach ist die Hamburger Bourmußte erst offen heraussagen, das, was der Senat vor geoisie wieder einmal gerichtet. Thäte man ihr nicht zu schlägt, sei das Dürftigste, was überhaupt in viel Ehre damit an, so sollte man eigentlich fünftig von der Materie verlangt werden könne", ehe die jedem sozialpolitischen Humbug sagen: das ist Hamburger Obstruktion der Eigenthumshyänen gebrochen und Reform"! • Was die Hamburger Bürgerschaft nämlich auf Antrag des Senats, der seinerseits zu dieser Anstrengung volle sechs Monate gebraucht hat, am letzten Mittwoch beschloß, das ift etwas so Erbärmliches und Nichts Feuilleton. a@ brud verboten.) ( 77 Die Laufbahn eines Nihilisten. Von S. Stepniat. Autorisirte Uebersetzung. Frei ins Deutsche übertragen von Bertha Braun. Er erzählte ihr die Geschichte der Dubrawnik'schen Vorgänge, obgleich er ihr keine Gelegenheit gab, die Stärke ihrer Nerven zu prüfen. Eingedenk des furchtbaren Schlages, der ihr noch bevorstand, bemühte er sich, ihr nicht durch eine herbe Schilderung dessen, was sich wirklich zugetragen hatte, wehe zu thun. Er berührte taum die Hinrichtung denn sie mußte ja, wie er sagte, in den Zeitungen zur Genüge davon gelefen haben, sondern verweilte am meisten bei den personlichen Abenteuern, welche jetzt, da er sie glücklich überstanden hatte, recht amüsant waren. konnte er sich aber nicht schlechter fühlen, als unter der Maske, die er ihr hatte zeigen wollen. Eine Weile schwieg er und sammelte feine Kraft. " Tanja!" rief er aus. Du hast richtig errathen. habe mich entschlossen, den Zaren anzugreifen." Zuerst verstand sie nicht. Doch genug der Einzelheiten fie mußten zur Renns Seine Stimme erweckte sie. Sie wandte sich ihm rasch zu. Ihre Finger umschlossen krampfhaft seine Hand. Ja, ja! sprich' es aus. Ich bin ruhig. Ich bin bereit Ich zu hören. Ich will Deine Gründe kennen," stieß sie hastig hervor. " Hast Du es nicht immer gethan?" fragte sie. Sie glaubte, daß Andrej's Worte sich auf seine Stellung im Kampfe gegen die Autokratie bezogen, über dessen beste Methoden damals im revolutionären Lager vielfach diskutirt wurde. Er verbesserte sie in vier klaren und präzisen Worten, welche teinen Zweifel, teine Hoffnung aufkommen ließen, noch eine weitere Frage erforderten. Es stieg in ihr die Hoffnung auf, daß es, da es begründet werden mußte, noch nicht beschlossen sei. Er erzählte ihr, wie und warum er zu diesem Entschlusse gekommen sei. Diesmal ersparte er ihr nicht die erschütternden Einzelnheiten der Hinrichtung und der nicht weniger schrecklichen Gerichtsprozedur. Er wollte in ihrer Seele dieselbe Entrüftung entsachen, die er selbst beim Hören und Sehen alles dessen empfunden hatte. Das mißlang ihm aber völlig. Tanja lauschte kalt Diesmal traf der Schlag; ihr Gesicht wechselte die und regungslos. Die Erzählung von Einzelheiten, welche Farbe, ihr Mund öffnete sich trampfhaft, unschön, als ob noch vor turzer Zeit ihr Herz durchbohrt hätten, prallten fie plöglich aus einer Höhe geschleudert wäre und den Athem iegt wie Pfeile an einem stählernen Brustharnisch ab. Das ist aber alles vorbei und kann nicht geändert verloren hätte. werden", schienen ihre Augen und ihr starres Gesicht zu fagen. Was hat das mit jenem Entschlusse zu thun?" Sie war feine Zuschauerin, sondern eine Kämpferin, die sich abmühte, das zu beschützen, was ihr so theuer wie ihr Augapfel war. Er kämpfte auch für die volls ständige Erfüllung seines Lebensprinzips, das ihm theurer als Leben und Glück war. Das Leben ist ein Kampf. Die engsten Bande schüßen nicht dagegen. " Und dann dachte ich," fuhr Andrej fort, als ob er Tanja's unterdrückte Erwiderungen folgte, daß diese Schrecken nur ein schwaches Bild von dem sind, was überIch all geschieht, nicht mit einem halben Dugend, sondern mit Entschlusse Tausenden und Millionen, und daß diese Leiden nicht auf hören und abnehmen werden, ehe wir nicht Schande un O, mein Gott!" feuchte sie schmerzlich, indem sie die Hände an's Herz drückte, um sie dann hilflos in den Schooß fallen zu lassen. Ihre trockenen, glänzenden Augen bewegten sich mit Zanja war durch seine Erzählung sehr in Anspruch ge- einem nichtssagenden verwunderten Ausdruck von einem Punkte nommen, doch vermochte er ihr Ohr durch den leichten Ton zum andern. Das ist der Lohn meines Wartens!" schienen nicht zu täuschen. Als er endete und sich freute, sie so er- dieser verwirrte Blick und die zusammengefunkene Gestalt zu heitert zu haben, näherte sie ihm ihr Antlig und blickte ihm sagen. scharf in die Augen. Andrej erhob sich von seinem GSize und ergriff ihre Andrej, Du verbirgst mir etwas," sagte sie, etwas Hand. Sie ließ es mechanisch geschehen, ohne ihn anzusehr Trauriges, das Dich drückt. Verschweig' mir nicht, sehen. was es ist. Ich will an allem, was Du zu tragen hast," Tanja," sagte er, sich über sie beugend. Willst Du meinen Antheil haben. Du wirst Dich sicherlich besser fühlen, mich anhören? Ich will Dich überzeugen wenn Du es offen ausgesprochen hast." will Dir erzählen, wie und warum ich zu diesem tam.... Er wußte nicht, ob er sich besser fühlen würde, sicherlich • Politische teberlicht. Berlin, den 1. Mai. " " " " " " Der deutsch- russische Handelsvertrag. Die" Post" veröffentlicht folgende halbamtliche Zuschrift:„ Wir werden aufmerksam gemacht, daß unsere Mittheilung in Nr. 117 ( im Vorwärts" Nr. 101 mitgetheilt), betreffend die Uebergabe einer russischen Antwortsnote in Sachen des Handelsvertrages, ungenauigkeiten enthält. Ueber den Stand dieser Verhandlungen ist vielmehr zur Zeit eine sichere Meldung nicht möglich, da beide Regierungen ein ftrenges Geheimniß beobachten." Eine glatte Richtigstellung ist diese Buschrift nicht. Wir werden ja ſehen, ob die Reichsregierung den oftelbischen Brotvertheuerern zu Willen ist. Noch in jüngster Zeit hat das Statistische Amt eine graphische Darstellung der Preisbewegung von Roggen, Roggenmehl und Roggenbrot in Berlin für die Jahre 1888 bis 1892 veröffentlicht, wonach der Preis des Brotes in demselben Verhältniß wie der Roggenpreis von den letzten Monaten des Jahres 1891 bis zum Schluß des Jahres 1892 gefallen ist, und zwar der Roggenpreis von rund 24 M. auf 18 M. Differenz 11 M., der Preis des Roggenbrotes von 85. auf 22,50 m., Differenz 12,50 M. richten, und manche geben jetzt zu, daß seitens der Fraktion gar| eventuell die Bemühungen zur Erlangung der erforderlichen teine Kompromißverhandlungen stattgefunden haben, sondern nur Stimmen noch einige Tage fortsetzen zu fönnen." Dasselbe ein privater Sondirungsversuch vorgelegen hat. Dagegen ver- Blatt theilt mit:„ Die freisinnige Partei des Reichsdichten sich jetzt vielleicht auch zur Anstachelung für das tags berieth am Montag Mittag über die MilitärDem Bundesrath ist ein Gesetzentwurf, betreffend Bentrum, das aber ooch nur aus fachlichen Gründen handeln vorlage. Die Fraktion beschloß, ihre beiden Anträge aus die Gewährung von Unterstübungen an an In Infann die Nachrichten über freifinnige Rompromiß der Kommission für das Plenum wieder einzubringen. Die Anvaliden aus den Kriegen vor 1870 und an perhandlungen. Man nennt Namen, die in Betracht träge enthalten bekanntlich zwei Paragraphen und verlangen die deren Hinterbliebene behufs der Gleichstellung mit fommen, Bahlen, um die es fich handeln könnte u. f. w. verfassungsmäßige dauernde Sicherstellung der zweijährigen DienstAuch hier liegt sicher nichts Frattionelles vor, son zeit für die Fußtruppen und die Normirung der Friedenspräsenzdenen des Krieges von 1870/71 zugegangen. Der Entwurf dern kann es zunächst nur um private Anfühlungen fich stärke in der jetzigen Höhe von 486 983 Mann für die Dauer soll die Härten beseitigen, welche durch Anwendung der handeln. Daß fie Erfolg haben tönnten, ist faum zu erwarten, von 1/2 Jahren." Von den Kompromißgelüften der Hinze älteren Pensionsgefeße auf die durch die Kriege por 1870 Da die Regierung sogar das Bennigsen'sche Gebot zu u. f. w. sagt das Richter'sche Organ fein Wort: jedenfalls wird invalide gewordenen Personen und deren Hinterbliebenen, niedrig fand und für dieses oder gar darüber hinaus auf jeden die hierüber umlaufende Nachricht nicht dementirt. sowie auf die Hinterbliebenen der in diesem Kriege Ge- Fall feine größere Babl Freifinniger zu haben ist." Sollten Vor der Auflösung des Reichstages wünscht fallenen gegenüber den gleichen Kategorien von Interessenten der Strateg der deutschfreifinnigen Wadelstrümpfe, Herr Hinze, entstehen, die nach den Pensionsgesehen vom 27. Juni 1871 und Herr Rickert, der gefühlvolle Herold der Geldjudenschaft, die Regierung, der Freisinnigen Zeitung" zufolge, in jedem Falle noch folgende Gefebentwürfe erledigt behandelt werden. Die für das laufende Etatsjahr 1893/94 noch immer nicht müde sein, sich tödtlich zu blamiren? erforderlichen Deckungsmittel sollen aus den Kapitalbeständen polnischen Reichstags- Abgeordneten das Ersuchen, die Novelle zum Gesez über den Unterstügungs- Wohnsitz, Das polnische Blatt Goniec Wielkopolski" richtet an die zu sehen: Die Nachtragsetats, den Vertrag mit Kolumbia, des Fonds bis zur Höhe von 1 250 000 m. flüssig gemacht gegen die Militärvorlage zu stimmen, oder, wenn sie dazu das Gesetz über die Abzahlungsgeschäfte, die Novelle zum werden. Dem Königreich Bayern wird zur Bestreitung der nicht den Muth h tten", sich der Abstimmung zu ent gleichartigen Ausgaben alljährlich eine Summe überwiesen, halten. Da fennt der„ Goniec Wielkopolski" die Mannen des Wuchergefeß, die Novelle zum Militärpensions- Gesez, das die sich nach der Höhe des thatsächlichen Aufwandes für von Koscielski- Admiralski" schlecht. Mit vollen Segeln fährt das Gesetz über die Ersagvertheilung. Alle diese Gesezentwürfe Angehörige des Reichsheeres und deren Hinterbliebene im polnische Geschwader in das uferlose Meer der Vorlage hinein sind soweit vorgeschritten in der Berathung, daß bis Ende Verhältniß der Kopfstärke des bayrischen Militärkontingents Das Bolt muß bluten, die edlen Polen" können das aus- der nächsten Woche ihre Erledigung erfolgen fönnte. Ver= halten. zichten würde die Regierung bei der Auflösung auf die zu jener der übrigen Theile des Reichsheeres bemißt. Wie Reichs Anzeiger" und Norddeutsche lex Heinze, das Auswanderungsgeseh, das Seuchengeset, die Die Militärvorlage. Immer herausfordernder und unver- Allgemeine Beitung" melden, wird der Kaiser feine Novelle zum Invalidenfonds- Gesez, Berstärkung der Betriebsschämter werden die journalistischen Handlanger der Regierung. Rückkehr beschleunigen und bereits am 4. Mai von seiner Romfonds u. a. Ein Berliner Reptil schreibt in der Wiener Politischen Korre- fahrt heimkehren, und zwar, wie das Bindterblatt schreibt, desspondenz", jenem Sammelbecken des Reptilien- Kehrrichts: Es sei halb, um am Size seiner Regierung zu weilen, während einer beffer jezi Neuwahlen vorzunehmen als im März 1895, denn die Beit, in welcher eine Entscheidung darüber fallen muß, ob der nationalen Lebensfragen, welche jetzt vorlägen, werden alle ge- Reichstag die Militärvorlage in einer der Ehre und Sicherheit funden Elemente ohne Widerspruch sammeln fönnen. Um diese des Baterlandes entsprechenden Form annehmen wird". Der Fahne werde nicht die Mehrheit sich sammeln, aber der Reichstag wird, will er seine Pflicht thun, die Vorlage rund Kern der Nation, um vor Augen zu bringen den Widerspruch, und nett ablehnen. Da übrigens der Kaiser, wie fürzlich worin fich das geheime Wahlrecht und seine unver offiziös mitgetheilt wurde, keine Blanko Vollmacht zur Auf under: antwortliche Wählermaffe mit dem Kern berfung zurückgelaffen, so ist feine Anwesenheit schon des nöthig, weil Die Nation und feinen heiligsten Ueberzeugungen be halb den Bundesraths- Beschluß an findet" Der Kern der Nation", d. h. das Junferthum, die seigende Auflösungsordre die Unterschrift des Kaisers muß. Graf Caprivi fann also nach dem Pfaffheit, die Schlotbarone, haffen das allgemeine Wahlrecht, Arm und der Bruder Heptilius broht frech mit einem Staatsstreich. 4. Wai jeden Tag in der Leipzigerstraße erscheinen, unterm einem Verfassungsbruch. Die Reaktion versuche es doch, Hand die rothe Mappe nach berühmtem Muster. Wenn es zur Aufan das allgemeine Wahlrecht zu legen! lösung fommt! Denn die National- Beitung" meldet in Bekanntlich wird von den Vertretern der Regie ihrer Ausgabe vom Montag Abend an leitender Stelle: Zoll und Brotpreis. In der Petitions Rom: rung und von den Regierungsparteien fortwährend In der Militärfrage ist eine Wendung eingetreten, als Grund für die Nothwendigkeit der Militärvorlage die welche möglicherweise eine Verständigung herbeiführen wird. Herr mission des Reichstags, die sich auch mit dem deutschtriegerische Ueberlegenheit Frankreichs ins Gefecht geführt von uene hat einen neuen Kompromisvorschlag formulirt, ruffifchen Handelsvertrage befaßt hat, führte In der Sonntags- Ausgabe der Kreuz- Beitung" ver: welcher die Zustimmung des Reichskanzlers erhalten hat; es der Regierungskommissar Geheimrath Huber( Druckfache öffentlicht nun ein wohlbekannter" militärischer Fach- wird dafür auf die Stimmen der Nationalliberalen, Nr. 209, S. 4 ff.) u. a. aus, die amtliche Preisstatistik bemann, J. Scheibert. unterm Strich einen sehr beachtens der Stonservativen und mit größerer Bestimmt weise, daß das Brot entsprechend ben Getreides werthen Auffah:" Französische Lehren für deutsche Kriegs. beit, als für frühere Ausgleichsvorschläge, aufpreisen billiger geworden sei. führung." Er bespricht eine halbamtliche franzöfifche Schrift: Die Stimmen eines Theils des 3entrums und der deutschDie Grenze" von G. Zénot und fommt zu folgendem gerade freisinnigen Frattion gerechnet. Die Einzelheiten werden noch vertraulich behandelt." jezt recht beachtenswerthem Ergebniß. Scheibert sagt: Kleiden wir die Lehren des Werkes in präzise allgemeine Die Kreuz 3eitung" bringt gleichfalls die Nachricht, Säße, fo gipfeln fie darin, daß Deutschland 1. für die erste daß Herr v. Huene für seine Person einen Antrag zur MilitärBeit nach Eröffnung bes Krieges an Felbarmeen vorlage einbringen werde, welcher eine das Angebot des um ebenso viel starter ist, als es weniger Festungs- bg. v. Bennigsen erheblich übersteigende Bewilligung aus befagungen braucht als Frankreich. 2. Daß also die[ preche. Es follen bewilligt werden 58 500 Refruten statt 60 000 Wahrscheinlich teit eine verfchwindende ist, daß der Vorlage und für 14 Artillerie- Abtheilungen zu 3 fahrenden Die Franzosen bei biefer momentanen Minder Batterieen je 4 Geschüße statt 6 Geschüße der Vorlage. Die zahl, welche für den Feldgebrauch verfügbar ist, gefeßliche Festlegung der zweijährigen Dienstzeit will Herr es wagen werden, die beutfchen Grenzen zu über. Huene im wesentlichen nach dem von Dr. Lieber in der Komschreiten, da sie dafür jedenfalls theuer büßen mission eingebrachten Antrage regeln. Erspart sollen ferner wermüßten. 3. Daß das deutsche Uebergewicht gerade den die sonstigen Forderungen für die Spezialwaffen, die Etatsnur fo lange dauert, als bis die Mobilifirung der ganzen erhöhungen für die Grenzregimenter und 2300 Detonomie- Handfranzöfifchen Armee vollendet ist; dann allerdings fintt bie werker. An jährlichen Ausgaben dürfte sich die Ersparnis auf etwa 9 Millionen belaufen. Das fonfervative Blatt schreibt Waagschale wieder in das Gleichgewicht zurück." Daraus ergiebt sich, daß im Falle eines Krieges das deutsche ferner: Wie es heißt, hielt der Reichskanzler dieses Angebot für Heer in der ersten Zeit nach dem Ausbruch des Kampfes grö- annehmbar, obgleich die von der Militärverwaltung in der KomBere fchlagfertige Maffen zur Verfügung hat, als das miffion als unumgänglich nothwendig bezeichneten Kompenfationen durch die Besetzung des Grenzfeftungsgürtels gefchwächte fran- für die Einführung der zweijährigen Dienstzeit sich auf 53 295 und zösische Heer, daß es dem französischen überlegen ist, und die ersten 8356 Unteroffiziere beziffern. Die Konservativen fonnten heute Schläge der ersten Zeit sind bei der höchftentwickelten Technit dieser neuen Situation gegenüber selbstverständlich eine endder Kriegsführung von größter Tragweite für den Verlauf des giltige Stellung noch nicht nehmen, nur das eine dürfte Krieges. Daraus folgt, daß das Schreckgespenst, womit in außer Zweifel stehen, daß die Fraktion unter feinen Umständen Friedenszeiten im Interesse des Vorlage Rummels die Philister für eine weitere Abfchwächung der Vorlage zu haben geängstigt werden, die Ueberfluthung der Grenzen ein Unding ift, fein würde." Den Kreuz- Zeitungs"-Leuten scheint der Komund daß wenn die französische Armee mobilijiet fein wird, was promiß willkommen. Das Zentrum, das den Ausschlag giebt, eine erhebliche Beit in Anspruch nimmt, innerhalb deren das und der Deutschfreifinn würden sich felber ihr Grab schaufeln, deutsche Heer bereits eine Reihe wichtiger Erfolge errungen wollten sie für die Vorlage stimmen. haben tann, die französische und deutsche Armee sich Die Freifinnige Zeitung" schreibt zu dem Kompromißgleich find. Der 3ahlen und Karten- Schwindel antrag Huene u, a.: Das Angebot Huene deckt sich genau mit Im der für die Vorlage thätigen Werbeoffiziere und Werbeagenten er demjenigen, was schon in den Osterferien von der offiziöfen scheint hier wieder einmal in seiner ganzen jämmerlichen Preffe als zulässige Herabminderung der Regierungsvorlage an- Reichs- Anzeiger" wird mitgetheilt, daß bei der Verlogenheit. gedeutet war. Sur die staffelweise Ginführung der Präfenz- Auswahl der für Kollekten der Staatslotterie in Aussicht erhöhung innerhalb von 3 Jahren ist hinzugekommen. Aber zu nehmenden verabschiedeten Offiziere der Landarmee selbst die Regierungsvorlage ließ sich in vollem Umfange nicht fortan nach einer zwischen den betheiligten Refforts gefchon am 1. Oktober verwirklichen... Es wird beabsichtigt, troffenen Bereinbarung die Mitwirkung des Kriegsministeriums in jedem Falle eine dritte Lesung vorzunehmen, um nicht mehr stattfindet; die General Lotterie- Direktion er ledigt diese Geschäfte jegt allein. Wenn Offiziere noch fähig Sie faßte ihn an der Hand und blickte ihm flehend in sind, wohlbestallte Lotterie- Rollekteure zu sein, braucht man die Augen. sie nicht an der Majorsecke scheitern zu lassen und Andrej, überlege es Dir nochmals," fagte fte. 3ft es ben Pensionsfonds zu ungunsten der Steuerzahler zu benicht genug des Wordens und des Blutvergießens! Was lasten. anderes werden wir dadurch erlangen, als noch schärfere VerAuch die bayerischen Ultramontanen haben ihr folgungen? Galgen und wieder Galgen! ohne Ende! Ich habe in legter Beit viel darüber nachgedacht und es macht Landtagswahlprogramm veröffentlicht. Die Forderung des mich krank und bricht mir geradezu das Herz, daß die allgemeinen, gleichen, diretten, geheimen Besten und Edelsten so niedergemegelt werden sollen. Wahlrechts enthält das Programm nicht. Die Germania" Warum solltet Ihr nicht anstatt dessen andere Mittel ver- schreibt:" Dieses Verlangen wird selbstverständlich aufrecht suchen? Warum sollten wir nicht unsere Arbeit im Volke erhalten, doch war eine abermalige Aufnahme in das Profortsetzen und diese schrecklichen Politiker nicht für sich selbst gramm wohl überflüssig, da dieser Wunsch von jeher ProgrammSorge tragen lassen? Ich drücke mich nicht gut aus, aber forderung war und außerdem an die Durchführung einer Wahlreform unter der Regentschaft aus den bekannten verDu verstehst, was ich sagen will..." fassungsrechtlichen Gründen doch nicht zu denken ist." Warum nimmt man die selbstverständliche Forderung nicht in das Programm quf? Die Regentschaft hat dem Zentrum, als es sich um das Branntweinsteuer- Reservatrecht u. f. w. handelte, keine verfassungsrechlichen Schmerzen gemacht. Die Münchener Liberalen haben den Punkt in ihrem Programm zur Parade. Sie wissen, daß sie und die Ultramontanen, die so viele Jahre, auch vor der Regentschaft, die Mehrheit hatten, das allgemeine Wahlrecht aber dennoch nicht einführten, für diese Reform im Ernstfalle nicht zu haben sind. " I " Ueber deutsch freifinnige Kompromißgefchäfte schreibt die Germania":" Bur Militärvorlage wiffen jezt auch die verbiffenften Vertreter von angeblichen Kompromißverhandlungen des Zentrums nichts Hoffnungsvolles mehr zu be Verderben über die Macht bringen, welche sie verurfacht hat." In dieser Weife sprach er viel und nachdrücklich, von dem Feuer tiefer Ueberzeugung durchglüht. Er hoffte sie für seinen Plan zu gewinnen und ihr Herz mit derselben Leidenschaft zu erfüllen, wie das seine. Er erzeugte aber nur einen geringen Eindruck. " Ja, warum mußt Du aber vor allen anderen berufen sein, es zu thun?" fragte sie in demselben Tone hartnäckiger Verwunderung. alles verloren." # " " Ja, ich verstehe", sagte Andrej, und fragte dann: Rannst Du mir sagen, wann Du darüber nachdachtest? war es vielleicht am letzten Mittwoch?" Das 50 Pfennig- Hausbrot, das in meinem Haushalt tonfumirt wird, hat, als der Roggenpreis im legten Quartal 1891 am höchsten stand, 1350 Gramm gewogen. Ziemlich gleich mäßig mit dem Sinten des Roggenpreises wurde auch das Brot schwerer und wog Ende Dezember 1892 2250 Gramm, oder etwa 40 pet. mehr als im September 1891. Ich bin nun weit entfernt, den Preisfall des Getreides in den letzten 5/4 Jahren allein oder auch nur vorzugsweise der Zollermäßigung von 11/2 M. zuzuschreiben. Der Preisfall war ganz überwiegend durch die reichliche Ernte in Deutschland und die Weltkonjunktur veranlaßt. Daß die Wirksamkeit dieser Faktoren im Jahre 1892 mit dem Inkrafttreten der Verträge zusammenfiel, war Zufall, denn es kann darüber kein Zweifel bestehen, daß, wenn heute der Zoll um 1/2 M. wieder erhöht würde, die alten Getreidepreise nicht wiederkehren würden." Daraus folgt doch mit Naturnothwendigkeit, daß die Schu 33ölle überhaupt beseitigt werden müffen, um diese künstliche Bertheuerung der nothwendigen Lebensmittel zu verhüten. Staatshilfe für verabschiedete Offiziere. " Warum sollte ich es nicht sein, liebe Tanja? Ich kam zu diesem Entschluß und muß ihn auch ausführen. Wenn morgen ein anderer vortritt und uns sagt, daß er denselben Plan gefaßt hat wie ich, will ich ihm gerne den Vorrang einräumen. Ich besige nicht den Ehrgeiz, lieber einen erhabenen Tod sterben zu wollen, als unbekannt umzukommen, wie die meisten von uns. Solche Anerbieten werden aber nicht jeden Tag gemacht, und nicht jeder kann zur Aus- Ich kann es nicht genau sagen. Warum willst Du es führung einer solchen That angenommen werden. Mir wer- aber wissen?" den die Genossen sie aber sicherlich anvertrauen." " Bloße Neugierde", begann Andrej ruhig. An dem Tanja umschloß ihr gebeugtes Haupt mit den Händen, selben Tage, als ich auf die von der Hinrichtung zurück" Das werden sie, das werden sie, das werden fle!" tehrende Menge blickte, legte ich mir gerade diefelbe Frage jammerte es in ihrem Kopfe. Wenn er nur spricht, ist vor und mancher bittere Gedanken fuhr mir durch den Sinn. Unsere Mission ist eine schwere, wir müssen sie Das turze Glück, welches sie in diesen Räumen genossen aber bis zu Ende erfüllen. Was würde das Land gehatte, bevor er nach jener schrecklichen Stadt gegangen war, wonnen haben, wenn wir nicht Schlag um Schlag erwidert Der Ahlwardt dient der Reaktion als opan z. tauchte in ihrer Erinnerung mit Paradiesesglanz auf. Sie hätten und lehrend und predigend in abgelegene Winkel Die Redefreiheit im Reichstage soll eingeschränkt werden, konnte nicht freiwillig darauf verzichten, gerade als es wieder gegangen wären, wie Lena vorschlägt? Sie würden uns der Breßfreiheit will man zu Leibe gehen, und nun erin ihrem Bereiche war. Ihre ganze jugendliche Natur sicherlich nicht gehängt haben. Aber was hätten wir dabei örtern die Spießgesellen des Rückschritts die Frage, wie empörte sich gegen folch' unerhört großes Opfer. Sie mußte gewonnen? Sie hätten uns verhaftet, uns nach Sibirien man am besten dem Bersammlungsrecht den ihn um jeden Preis von diesem schrecklichen Vorhaben geschickt und uns im Gefängnisse verwesen lassen. Wir Garaus machen könne. In einer offiziösen Beitungsabbringen. Es war ihre lehte Aussicht, ihn und sich zu hätten nicht einen Tag länger gelebt und dem Volke genügt korrespondenz wird auf den starken Andrang zu den antials jetzt. Sie werden uns nicht die Freiheit als eine Be Sie strengte sich aufs höchste an, um ihre Gedanken zu lohnung für ein gutes Betragen" gewähren. Wir müssen semitischen Bersammlungen, in denen Eintrittsgeld erhoben wird, verwiesen und dann ausgeführt: orbnen, bevor sie einen neuen Versuch machte. Es war sie mit allen Waffen bekämpfen, die wir nur erlangen wird, verwiesen und dann ausgeführt: schwer, da ihr Geist so verwirrt war. Er würde aber gut fönnen. Wenn wir leiden müssen, um so besser! Unsere zu ihr sein; er würde keinen Vortheil daraus ziehen; er Leiden werden uns eine neue Waffe sein. Mögen fie uns würde es versuchen, die Dinge von ihrem Gesichtspunkte aus hängen, uns erschießen, uns in ihren unterirdischen Zellen zu betrachten. Sie war überzeugt, daß sie im Grunde doch tödten! retten. Recht behalten müsse. ( Fortsetzung fofgt.) Die Volksversammlung dient in der Hauptsache dazu, den Standal für den Skandalmacher nuhbringend zu gestalten. Es handelt sich also um einen fraffen Mißbrauch des Versamut lungsrechtes, welcher vom Standpunkt der öffentlichen Moral überhaupt äußerst bedenklich ist. Der Gedanke liegt deshalb nahe, nach Mitteln und Wegen zu suchen, um einem solchen Mißbrauche zu steuern, ohne im Lbrigen daS Versammlungsrecht zu be- schränken. Erwägt man, daß Eintrittsgeld jedenfalls kein Essentiale(wesentlicher Bestandtheil) einer Versammlung ist, vielmehr in einem scharfen Gegensatz zu dem Begriff einer jedermann zugänglichen Versammlung steht, so wird man daraus hingewiesen, die Frage des Verbots der Er- Hebung von Eintrittsgeld bei öffentlichen Versammlunge» in das Bereich der Erwägungen zu ziehen." Wie die Offiziösen, denen das Versammlungsrecht sonst «in Scheuet und Greuel ist, für dieses selbe Recht sich urplötz- lich besorgt geberden! Wer nicht in solche eine Eintritts- gebühr erhebende Versammlungen gehen will, der mag sie meiden. �>ie Gesetzgeber aber deshalb in Tbätigkeit zu setzen, heißt unter einem trügerischen Vorwande die Ver- sammlungsfreiheit unterdrücken. So krebst der ganze Klüngel der Volksfeinde mit den Ahlwardt-Abenteuern. Man sieht, wem der Rektor aller Deutschen Nutzen bringt.— Der französische Eisenbahnarbeiter-Kongreh schloß am 30. April seine Arbeiten, stimmte dem achtstündigen Maximalarbeitstag zu und lehnte jede Solidarität mit der Broschüre von Mesmard ab, welche am 29. April die De- putirtenkammer beschäftigte. In dieser absurden Broschüre war gesagt worden, man solle, wenn die sranzösische Re- gierung bei einem Eisenbahnarbeiter-Ausftande mobil mache, die„Preußen� ins Land rufen. Außerdem beschloß der Kongreß, an dem im Monat August in Z ü r i ch stattfin- denden Kongreß theilzunehmen und die Organisation für einen in Frankreich im Jahre 1894 zu veranstaltenden Kongreß einzuleiten.— Graf de Mun hat, wie unsere Leser wissen, aus dem Katholiken-Kongreß zu Toulouse eine stark sozialistisch schillernde Rede gehalten. In einem bürger- lichen Schweizerblatt liest man:„Ob es so gehen wird, wie de Mun sich's träumt? Schwerlich. Die Konservativen werden die Hand aus ihre Taschen legen, sich bedanken, und die Proletarier wissen wohl, daß in dieser Mühle, trotz alles Geklappers, kein Mehl für sie gemahlen wird. Als de Mun vor einiger Zeit in der Kammer an die Wand gedrängt wurde, wollte er doch nicht eigentlich Sozialist sein. Wären er und seine klerikalen Genossen wirkliche Sozialisten, dann müßten sie ihre Anhänger einladen, für Guesde, Lafargue, Basly u. s. w. zu stimmen, und dann brauchten sie auch kein besonderes Programm. Aber da machen sie ihre Vorbehalte, und die Arbeiter lachen über die Predigt von der„innigen Berührung".— Bulgarien. Die W a h l e n zur großen S o b r a n j e haben am 30. April stattgefunden. Alles verlief ruhig. Die Betheiligung war sehr lebhaft. Soweit die Ergebnisse aus der Provinz bekannt sind, haben die Kandidaten der Regierung die überwiegende Mehrheit erlangt. Sämmtliche Minister sind gewählt.— In Kuba, der schönen und reichen Kolonie Spaniens. daS von den spanischen Aristokraten ausgewuchert wird, ist ein Aufstand ausgebrochen. Die Eingeborenen wollen sich von dem„Mutterlande" losreißen. In der kubanischen Provinz Santiago ist der Belagerungszustand verhängt, der Biinisterrath hat für die Unterdrückung des Aufstandes aus Kuba einen Kredit von S00 000 Pesetas bewilligt.— Zum iuternationale« Kongreß wird das engl isch e „P rrlamentarische Komits"((Parliamentary Committee) vier Delegirte entsenden. Mr. James So d g«, den Vorsitzenden der Arbeiterkonferenz von lasgow, M r. H avelock Wilson, Mitglied des Par- laments, und Mr. Charles Wilson sind bereits ge- wählt, der Vierte soll erst gewählt werden.— Z)arketnaÄtrirIiken. Die Sozialdemokratie ist nicht mehr„daS Werk weniger Hetzer". Hierfür legen die großkapitalistischen Münchener„Neuesten Nachrichten" merkwürdig redlich Zeugniß ab, indem sie schreiben:„Der Ursprung der Eozialdemokralie ist ganz direkt aus die Fortschritte in der Technir der Dampf- kraft zurückzuführen. In dem Maße, wie durch die enormen Kraftletstunaen der Maschinen einerseits und durch das An- einanderrücken der Länder mittels der Eisenbahnen und Telegraphen andererseits die menschliche Arbeit im Werthe herabgedrückt wurde, wuchs die Bedürftigkeit des Arbeiters, während sich riesige Vermögen in den Händen einzelner glücklicher Unternehmer sammelten. Das Mißverdältniß in der Vertheiluna sozialer und politischer Rechte und Pstichten wurde ein so auf- fallendes, dqß, zumal die Entwicklung des ZeitungIwesens die Thalsache selbst zum allgemeinen Bewußtsein brachte, eine Reaktion dagegen unausbleiblich war. Sie erfolgte in der Entstehung der Sozialdemokratie, welche mit dem Fortwachsen der Grundursachen stetig zunahm und hellt« eine Macht darstellt, mit der ernstlich gerechnet werden muß." Den gesinnungstüchtigen Münchener„Neuesten Nachrichten" wird eS natürlich nichts verschlagen, der erstbester Gelegenheit mit dem größten Ernste zu verkünden, daß die Sozialdemokratie allerdings nur dem Ehrgeiz ihrer„Führer" ihre Existenz und dem„EgoiSmuS der Massen" ihr Wachsthum verdanke. Von der Agitation. Jn'sengenfeld i. V. wurde am 23. April ein« stark besuchte Volksversammlung unter freiem Himmel abgehalten, in der der ReichstagS-Abgeordnete Franz Hofmann sprach. In einer«instiinmig angenommenen Reso- lution erklärte sich die Versammlung mir dessen Thätigkeit im Reichstage einvernanden und versprach für seine Wiederwahl mit allen Kräften einzutreten. Der gute Besuch der Versammlung war«in neuer Beweis dafür, daß die Debatten über den „Z»kilnsti>staat" das Interesse für unsere Partei nur gesteigert und ihr neue Anhänger in Schaar«» zugeführt haben. In O f f e n b a ch a. M. wurde am Sonntag Bebel's Rede über den Zukunstsstaat in einer Anzahl von 3000 Exemplaren vertheilt, nachdem vorher im Kreise 0000 Exemplare verbreitet worden waren. O 9 Der sozialdemokratische„ZnknnftSstaat" wird den An. hängern der„alten, guten Ordnung" imn>cr verhäng, iißvoller. Wie dem„Volksblatt für Ost- und Westpreußen" zu entnehmen ist, machte es in einer konservativen Versammlung in Elbin g dcm Referenten— einem Pastor— schwere Sorge, wie im sozialdemokratischen.Zukunstsstaat" diePlinzen gebacken werden sollen. 9 9 Die LandeSoraanisation der badtschen Sozialdenko» träte» hält am 21. und 22. Mai in Pforzherm ihre dies. jährige Generalversammlung(4. badischen Arbeitertag) ab. An- träge sind bis spätestens 12. Mai an Adolf Geck in Offenburg zu sende». AuS Australien. Man schreibt unS aus Melbourne: Schon seit Monaten waren hin und wieder Berichte in der Parteipresse zu finden, wonach ein Kongreß der australischen Sozialisten stattgefunden habe, auf dem auch die Beschickung des Züricher Kongresses beschlossen worden fein sollte. Der erwähnte Kongreß hat aber erst am 27. und 23. Dezember letzten Jahres in Sydney stattgefunden. Anwesend waren 34 Delegirte. Queensland war durch einen Delegirten aus Brisbane vertreten. Viktoria sandte einen Melbourner Ge- nassen. Der Verein„Vorwärts" in Melbourne delegirte einen in Sydney wohnenden deutschen Genossen. Die übrigen Dele- airten vertraten die Kolonie Neu-Süd-Wales. Folgendes sind kurz die Hauptpunkte, die beralhen und beschlossen wurden: Gründung einer Zentralisation der australischen Sozialisten unter dem Namen„Australasian Social-Democratic Föderation" (SozialdemokratischerBundvonAustralasien). Unter Australasien versteht man Australien mit den Inseln. Bei Wahlen sollen nur solche Kandidaten aufgestellt werden, die das sozialistische Programm anerkennen und die nöthige Kenntniß in nationalökonomischen Fragen besitzen. Forderung des allgemeinen Wahlrechts für alle staatlichen und Gemeindewahlen nach dem Proportionalsystem. Deckung der Wahlkosten durch den Staat. Abschaffung des Oberhauses. Einführung der Volksinitiative. Abschaffung des stehenden Heeres. Ersetzung desselben durch allgemeine Volkswehr. Uebernahme sämmtlicher Banken aus den Staat. Errichtung von Staat?- und Gemeinde, verkstätten zur Linde« rung der Arbeitslosigkeit, sowie staatliche Unterstützung der Be- fledelung des Landes. Festsetzung der Arbeitszeit durch den Staat. Verhinderung der Einfuhr von Armenhäuslern oder kontrakt- lich gebundenen Arbeitern. Kontrolle und Herstellung der geistigen Getränke durch den Staat. Vertheilung von Flugblättern in regelmäßigen Zwischenräumen zur Entfaltung einer regen Agi- tation. Aufforderung an die Trabes Unions, dahin zu wirken, daß die einzelnen Kolonien nicht, wie bisher, das Achtstundentag- Fest an verschiedenen Tagen feiern, sondern zn diesem Zwecke den e r st e n Mai für ganz Australien als öffentlichen Feiertag be- stimmen, um die Solidarität mit den Arbeitern der übrigen Welt zu bekunden. Abhaltung eines jährlichen Kongresses der austra- tischen Sozialisten. Ein Protokoll dieses Kongresse? nebst Sympathiebezeigungen soll dem Züricher Kongreß zugesandt werden. Soviel bis jetzt von einer Betheiligung Australiens am Züricher Kongreß sicher ist, ist mitzutheilen, daß die sozialistische Liga in Sydney«inen Schweizer Genossen bevollmächtigen wird. Ein Programm, welches die aus unserem Kongreß verhandelte» Punkte zur Grund- läge hatte, soll ausgearbeitet werden. Sollte es noch nicht ganz auf der Höhe der Zeit stehen, so ist zu bedenken, daß der Sozia- lismus hier zu Lande noch ein Kind ist. dem erst die kräftigen Glieder wachsen müssen. Doch ist ge- nügend Futter vorhanden, daß aus dem Baby bald ein Riese werden kann. Die schlechte Zeit hält an. Trotz de? SoMmerS ist nicht die geringste Besserung zu verzeichnen. Im Gegenlheil, immer mehr Hungrige und Zerlumpte laufen in den Straßen umher. Dabei ist die Ernte an Früchten und Getreide ausgezeichnet; ebenso liefert die Schaafzucht Wolle, wie kaum zuvor an Quantität und Qualität. Da spreche man noch von„göttlicher" Weltordnung, von der„besten aller Welte»", wenn diese in einem kau», 100 Jahre besiedelten Lande solcke krasse Gegensätze schafft. Möchte doch hier das Volk bald zur Erkenntniß kommen, daß es lange genug belogen, betrogen und ausgebeutet ist und daß kein frommes Augenverdrehen helfen kann. Leider macht man in letzterem hier noch viel zu viel Da beste Geschäft in Australien machen gegenwärtig noch die Pfaffe», aller Sekten. Gerade kein R»hm für eine Nation, wie die englische, aus welcher ein Darwin hervorgegangen' ist., Die Aussätze über �Australische Arbeiterverhältnisse" vom Genossen Max Schippet in der„Neuen Zeit" wurden hier mit Interesse gelesen. Abgesehen von einigen unbedeutenden Irr- lhümern, die die Entfernung erklärt, ist die Schippel'sche Abhandlung eine fehr gute zu nennen. Polizeiliches, Gerichtliche? tt. — Eine Maifeier auf dem Wasser war am l. Mai vorigen Jahres von den Genossen in Weißenfels veran- staltet worden. An die Stelle eines geplanten, aber von der Polizeibehörde verbotenen Umzugs durch die Straßen der Stadt war eine Kahnfahrt geireten. Die Kahnfahrt bewegte sich aus der Saale innerhalb des städtischen Weichbildes. Aus dem Kahn befanden sich über 100 Personen, darunler auch Frauen und Kinder; dazu kam eine Musikkapelle, die während der Fahrt musizirte und die von ersteren gesungenen Lieder begleitete. Ein Zigarrenmacher, der der Festkommission als Mitglied angehörte »»d in dieser Eigenschaft die übrigen Mitglieder der sozial- demokratischen Partei durch Uebersendung von Programmen zur Theilnahme an der Maifeier, insbesondere auch an der Kahnfahrt, aufgefordert hatte, hielt während der Wassersahrt vom Kahn aus an die auf der Eaalbrücke zahlreich versaniinelten Personen eine die Besirebnngen der Sozialdemokratie schildernde, zur Theilnahme an ihr auffordernde und in einem Hoch auf die sozialdemokratische Partei ausklingende Rede. Aber das Äuge des Gesetzes wachte. Die Behörde sah die Kahnfahrt als einen öffentlichen Aufzug an, und es erging, da die Genehmigung der Ortspolizeibehörde nicht ertbeilt war. ein Strasbesehl gegen den Zignrrenarbeiter. Auf dessen Einspruch gelangten sowohl das Schöffengericht zu Weißenfels wie die Strafkammer bei dem Landgericht zu Naumburg zur Berurtheilung des Angeklagten, und der Strassenat des Kammergerichts versagte der gegen die Entscheidung des Berufungsrichters noch eingelegten Revision den Erfolg. Der Senat sprach aus, daß die Ver- ordn'ing vom II. März 1350, indem sie für öffentliche Aufzüge in Städten und Ortschaften die polizeiliche Geiiehiuigling erfordert, damit nicht unterscheidet, od diese innerhalb der Städte und Ortschaften auf den Straßen oder aus de», Wasser veranstaltet werden. Soziale Lleveepchlj Kranrenkassenwesen. Der preußische Minister für Handel und Gewerbe hat folgenden Küssen die Bescheinigung ertheilt, daß sie, vorbehaltlich der Höhe des Krankengeldes, den Anforde- rungen des Z 75 des KrankenversicherungS-Gesetzes genügen: der Kranken-Unterstützungslasse in Wcißkirchen, dem Kranken-Unter- stützungsverein zu Falkenstein, der Krankenkasse der Gehilfen, Lehrlinge. Arbeiter und Arbeilgeber des Fleckens Bergen a. d. Dumme, der Allgem. Krankenkass« zu Schloßborn, derAUgem. Unter- stützungskasse für Krankheits- und Sterbefall zu Kleinschwalbach, der Krankenkasse für die Beamten der Orts-Krankenkassen zu Berlin, der Kranken, und Begräbnißkaise des Vereins von Kauf- leuten ans der Berliner Lampenbrnnche und damit verwandten Geschäftszweigen, der Allgemeinen Arbciter-Unterstützllngskasse zu Erfurt, der Allgemeinen Krankenkasse für die Stadt Posen, der Handwerker- uiidArbeiler-Kranken-Unterstützli>igSkassefürWiNe»sen, der Kranken- und Sterbekasse dtzr Maurer zu Markgrafpieske. der Allgemeinen Gesellen- und Gehilfen-Krankenkasse zu Holle, der Kranken- und Sterbekasse zu Köppern, der Kranken- und Sterbe- lasse zu Wernborn, dem Allgemeinen Nnterstützungsverein für Krankheits- und Sterbesälle zu Münster i. T., der Krankenkasse der Bauhandwerker in Danzig, der Allgemeinen Böttcherschen Kranlenkasse zu Luckenwalde. An die Eisenbahnarbeiter aller Länder. Werthe Kollegen! Ter Verband des Holländischen Eisenbahn- personale,„Immer Vorwärts", welcher aus dem, vom 3.— 13. August d. I. in Zürich stattfindenden Internationalen Sozialistischen Arbeiterkongresse vertreten sein wird, beehrt sich zu Eurer Kenntniß zu bringen, daß er aus genanntem Anlasse die Initiative zu der Veranstaltung eines Internationalen Kongresses aller Eisenbahnarbeiter Europas ergriffen hat. Der besondere Zweck dieses Kongresses ist, zwischen den gesammten organisirten Eise. bahnarbeitern Europas Solidaritälsbeziehungen herzustellen. Ter Kongreß wird gleichfalls in Zürich statthaben und zwar zu einer später noch festzustellenden Zeit, jedenfalls aber während des Sozialistischen Kongresses. Wir ersuchen Euch, an diesem Kon- greffe Glich zu betheiligen und im ZusagungSfalle uns gütigst vor dem 20. Mai d. I. Eure Vorschläge zukommen zu lassen, damit wir diese auf die Tagesordnung setzen können. Wir find überzeugt, daß die Wichtigkeit des vorgeschlagenen Kongresses Euch nicht entgehen wird, und hoffen zuversichtlich auf Eure Mit- Wirkung. Wir bitten Euch inständigst, diesem Aufrufe die größt- mögliche Verbreitung geben zu wollen, sei es vermittelst Eurer Eachorgane, sei es aus anderem Wege, damit alle bezüglichen rganisationen, an die wir uns nicht direkt wenden könnten, Kenntniß davon erhalten und damit in den Stand gesetzt worden, darauf zu antworten. Lasset Euren Entscheid so bald als uiög- lich gelangen an die Adresse unseres Sekretärs: F. Leverington, Zwammerdamstraße 69, 2 Treppen, Amsterdam. Empfangt, werthe Kollegen, unsere brüderlichen Grüße. Für den Verband des Holländischen Eisenbahn, Personals, Der Sekretär, F. Leverington. Die„«othleidenbe« Landwirthe". Der„Preußischen Lehrerzeitung" wird aus dem Kreise O b o r N i k(Provinz Posen) geschrieben:„Auch ich bin in der Lage, von einigen solchen noth- leidenden Herren berichten zu können. Ist da im Kreise Obornik ein Rittergutsbesitzer. Ihm gehörte außer dem Haupt- gute noch ein kleineres Borwerk, das er verkaufte. Der Besitzer des Vorwerks zahlt gegenwärtig über 400 Mark Schulbeitrag; der Herr Rittergutsbesitzer dagegen— nichts. Ein anderer Fall. Da hier sehr viele Rittergüter vorhanden sind, will ich auch jnur von solchen sprechen. Da ist ein Besitzer, dem 6 Kutschpferde zur Verfügung stehen, ebenso mehrere Reitpferde; für sein einziges Kind hält er einen Hauslehrer und eine Gouvernante und läßt außerdem den Klavierunterricht durch einen anderen Lehrer ertheilen- Dieser Mann zahlt 31 Mark Einkommensteuer. Ein anderer Rittergulsbesitzer ließ vor zwei oder drei Jahren sämmtliche Oese» seines Wohnhauses neu setzen. Ein einziger kostet« die Kleinigkeit von 1300 M. Trotz des hohen Preises aber hatten sie keine Gnade vor den Augen des Herrn gefunden. Im Herbst vorigen Jahres wurden die Oefen kassirt und Luft- Reizung dafür angelegt. Dieser Mann sollt« nichts an Ein- ommensteuer zahlen. Das war ihm selbst etwas zu wenig, und er zahlt« freiwillig 9 M. Angrenzend an dieses Herrn Be- sitzung liegt ein Ritlergut. das aber verpachtet ist. Der Pächter, der doch gewiß mehr Ausgaben hat. als der vor- genannte Besitzer, ist, obgleich er in seiner Deklaration die An- gäbe machte, in einem Jahre mehr als für 20 000 M. künstlichen Dünger gekauft zu haben, mit ü b e r 700 M. zur Einkommen- steuer herangezogen worden. Es ist hieraus wohl ersichttich, daß die Herren L a n d w i r t h e(d. h. die Herren Großgrund- besitze r), das beste Geschäft mit dem Ein- kommensteuergesetz gemacht haben. Es sind hier sogar Fälle vorgekommen, daß ein Bauer mit 31 M. Steuer ein- geschätzt wurde, während der Gutsbesitzer frei blieb. Lehrer nun, die weniger als 9 M. Steuer zahlen, dürften wohl sehr wenige sei. Ob wohl die Herren Besitzer mit den Lehrern tauschen möchten?" I» Nantes(Frankreich) streiken die Arbeiter mehrerer Berufe. Versmnmlmraeni I« der Mitglieder- Versammlung deö Vereins der Plätterinnen und verwandten Berufsgenofsen wurde beschloflen, daß zur Maifeier am L. Mai in Niest's Salon, Weberstr. 17. «ine Versammlung mit entsprechendem Vortrag abgehallen werden soll. Nach Schluß der Versammlung folgt ein gemüthliches Beisammensein mit Tanz. Die Abrechnung vom vorigen Vierteljahr ergab mit dem Saldovortrag von 429.20 M. eine Einnahme von 769,12 M. und eine Ausgabe von 436,04 M.; es ist somit ein Bestand von 333,03 M. vorhanden. Die Kassirerin wurde von allen Verbindlichkeiten entlastet, nachdem Frl. Brauer als Revisorin erklärt hatte, die Kasse revidirt und die Bücher sowie die Belege in Ordnung vorgefunden zu haben. Die Tellersammlung der vorigen Versammlung ergab, wie be- richtet wurde, den Betrag von 10,61 M. Diese Summe ist zu einem Kran» für die Märzgefallenen verwendet worden. Zu Revisoren wurden daraus Frl. Brauer. Frl. Riebusch und Frau A. Schulz gewählt; ferner wählte die Versammlung die Damen Frl. Grählert. Frl. Papenfuß, Frl. Gottschalk und Frl. Grüne- wald zur Kontrolle beim Stiftungsfest. Unter„Verschiedenem" wurden die Mitglieder zur Unterstützung der streikenden Schneider aufgefordert. AuS Pankow wird uns berichtet: Aufgelöst wurde in Pankow die am 22. April im Restaurant zum„Thürmchen", Kaiser Friedrichstrabe, tagende Versammlung des„Arbeitervereins sür Pankow und Umgegend". Daß auch hier feit einiger Zeit ein etwas schärferer Wind weht, wurde uns bereits bei Gelegen- heit einer am 14. Dezember vorigen Jahres abgehaltenen Volks- Versammlung bemerkbar. Die Bescheinigung über die erfolgte An- meldung der damaligen Versammlung enthielt nämlich folgenden Anfang. „Da die Polizeistunde für das Borchardt'sche Lokal aus 11 Uhr NachtS festgesetzt ist, so darf die qu. Versammlung über diese Zeit hinaus nicht ausgedehnt werden. Der Amtsvorsteher." Diese Versammlung wurde denn auch damals vor Eintritt der Polizeistunde regelrecht vom Vorsitzenden geschlossen. Die inzwischen abgehaltenen Versammlungen fanden sämmtlich an Sonnragen statt, so daß die verhängnißvoll« Polizeistunde nicht in Frage kam. In der Monatsversammlung am 19. März d. I. beschloß nun der Arbeiterverein, seine Monatsversammlungen in Zukunft an Wochentagen stattfinden zu lassen. Die polizeiliche Bescheinigung über die erfolgte Anmeldung der auf Sonnabend, den 22. d. Mts. einberufenen Versammlung des Vereins wurde, wie in letzter Zeil üblich, in ganz formeller Weise und ohne jede weitere Bemerkung ausgestellt. Die am Sonnabend, den 22. April Versammelten lauschten mit Aufmerksanikeit den Worten des Genossen Borgmann ans Berlin, welcher das Thema:„Giebt es einen Nothstand in der Landwirthschaft?" behandelt«. Als die Versammlung sich nach beendigtem Vortrag m er- freulich reger Besprechung desselben befand, machte de,.- überwachende Polizeibeamte den Vorsitzenden daraus auf- merksam, daß die Polizeistunde herangekommen sei und forderte ihn gleichzeittg auf, die Versammlung zu schließen. Der Vor- sitzende entgegnete dem Beamten, daß Vcreinsversammlungen tagen können, so lange sie wollen, er also keine Veranlassung zum Schließen der Versammlung habe, und erividerte ferner aus die Frage des Beamten:„Also Sie schließen nicht?" mit einem entschiedenen„Nein!"„Dann löse ich die Versammlung hiermit aus!" rief der Beamte, was natürlich einige Erregung hervor- rief. Man drängte die Erregung bald zurück, bewahrte äußerlich die Ruhe und ging mit Würde auseinander. Die Genossen wollen sich aber nicht bei dieser Handhabung beruhigen, sondern gedenken die Angelegenheit weiter zu versolgen und zum Atistrag zu bringen. Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Dienstag, den 2. Mai. Opernhaus. Cavalleria rusticana ( Bauern Ehre). Die Tochter des Regiments. Neues Theater. Basantasena. Deutsches Theater. Bwei glüdliche Tage. Berliner Theater. Die Journalisten. Leffug- Theater. Brave Leut' vom Grund. Wallner- Theater. Geschlossen. Kroll's Theater. A Santa Lucia. Rendenz- Theater. Jugend. Mam'zelle Nitouche. Die Verlobung unserer Zochter Circus Renz. Elisabeth mit dem Tischler Herrn ( Karlstraße.) Dienstag, den 2. Mai, Abends 714 Uhr: Abschieds- Vorstellung. Auftreten sämmtlicher RünstlerSpezialitäten, sowie Vorführen und Reiten der bestdressirten Freiheits- und Schulpferde. Ferner: Bum Abschied, gr. Divertissement des ges. Korps de Ballets und des Herrenpersonals. Abschiedsgruss. Moritz Mix beehren sich hierdurch anzuzeigen Theodor Metzner, Marie Metzner geb. Büchler. Berlin, den 1. Mai 1893. Elisabeth Metzner, Moritz Mix, Verlobte. 4126L Vorläufige Anzeige. Die Feste der endstehenden Vereine finden diesmal im Juli und wahrscheinlich in Schloß Schönholz bei Berlin statt. 389/15 Berliner Arbeiter- Bildungsschule. Freie Volksbühne. Arbeiter- Sängerbund für Berlin und Umgegend. Der Steinbaupila ible to min Fachverein der Tischler. Freie Volksbühne. Reichshauptstadt fühle ich mich bei meinem diesmaligen Scheiden zu Den Mitgliedern zur Nachricht, daß ganz besonders lebhaftem Dante ver- am 28. April unser Kollege pflichtet. Die Gunst der Presse und des gesammten Publikums aus allen Theilen Berlins und der Umgegend Carl Jeremi Sonntag, den 7. Mai, Nachm. 2/2 Uhr, findet für die 1. Abth.( rothe Karten. 12 14. 21. 2. " " B " ( grüne ) 3. 4 " 09 28. 4. Die Ehre, ( graue ( braune hat die erste unter meiner Direttion an der Proletarierkrankheit gestorben eine Vorstellung im Lessing- Theater" statt. Zur Aufführung gelangt verlaufene hiesige Saison so glänzend ist. Die Beerdigung findet am gestaltet, daß ich mit voller Befriedi- Dienstag, den 2. Mai, Nachm. 5 Uhr, gung darauf zurückblicken darf. Wie von der Leichenhalle des Alten ThomasChomas- Theater. Gute Zeugniffe. Darbietung des Vollkommensten auf Hierauf: Wenn man im Dunkeln tüßt. Be 309/2 Der Vorstand. Schauspiel in 4 Aften von Herm. Sudermann. Die Hauptrollen liegen in den Händen der Damen Ernst, Pöllnih und 389/14 Der Vorstand der ,, Freien Volksbühne". J. A.: Julius Türk, SW., Golmsstr. 24. Achtung! Puhfach. Achtung! mich dies mit dem tiefsten Dankgefühl Kirchhofes aus statt. Um rege 2 Wagen, der Herren Höder, Molenar, Brechtler und Waldow. Adolph Ernst- Theater. Goldlotte. Friedrich- Wilhelmnädt. Theater. befeelt, so legt es mir aber zugleich theiligung bittet Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. auch die Verpflichtung auf, mich auch für die Zukunft dieser Gunst durch allen Gebieten der circensischen Künste würdig zu erweisen. Indem ich daher Bestreben sein wird, mich auch ferner des allgemeinen Wohlwollens würdig zu erweisen, bitte ich noch einmal, den Ausdruck meines tiefgefühlten Danfes entgegennehmen zu wollen, und vers harre mit einem herzlichen: Auf Wiedersehen! Hochachtungsvoll Fr. Renz, Direktor. verspreche, daß es mein unabläffiges Deutscher Tischler- Verband Arbeiter und Arbeiterinnen( Buzmacherinnen, Blumen-, Viktoria Theater. Die Reise um die Welt in achtzig Tagen. National- Theater. Michael Servet, oder: Der Kampf um den Glau ben. mann's Lene. Alexanderplah- Theater. Zimmer Winter- Garten. Spezialitäten- Bor ftellung. Apollo Theater. Borstellung. Spezialitäten Chrater der Reichshallen. Spezialitäten Borstellung. Borstellung. Saufmann's Variété. Spezialitäten Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Borstellung. Morits Etablissement Morits Blaz. Buggenhagen. la. Täglich: Juftrumental- Konzert. Großer Frühtücks- n. Mittags( Bahlstelle Berlin). Den Mitgliedern zur Nachricht, daß das Verbandsmitglied Carl Jeremi 318/1 im Feder und Perlarbeiter und Arbeiterinnen u. s. w.). Am Mittwoch, den 3. Mai, Abends 8 Uhr, Etabliffement Buggenhagen", Oranienstraße( am Morikplak). Etablissement ,, Buggenhagen", Große öffentliche Versammlung. Zages Drdnung: am 28. April an der Proletariertrant- 1. Saison und Mode im Bußfach, ihre Ursachen und Wirkungen". heit gestorben ist. Die Beerdigung 2. Diskussion. 8. Verschiedenes. 87/6 findet am Dienstag, den 2. Mai, Nach- NB. Da das obige Thema von allgemeinem Interesse ist, find neben mittags 5 Uhr, von der Leichenhalle den im Buhfach beschäftigten auch sämmtliche Proletarierfrauen zu dieser des Alten Thomas- Kirchhofs aus statt. Bersammlung eingeladen. Um rege Betheiligung bittet Die Ortsverwaltung. Allen Freunden und Bekannten die tisch. Spezial- Ausschant von Paken- traurige Nachricht, daß mein Mann Adolph Ernst- Theater. hofer Eagerbier, bell und dunkel. und unser Water, ber Tischler Bum 30. Male: Goldlotte. Gesangspoffe in 3 Aften v. Ed. Jacobson und W. Mannstädt. Couplets theilweise v. G. Görss. Mufit von G. Steffens. In Szene gefett von Adolph Ernst. Anf. 2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Der Sommer Garten ist gröffnet. E • PassagePanopticum. Im Theater- Saal: Nen! Lebende Bilder. An Sonn- und Festtagen findet das Konzert in den oberen Sälen statt. Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Bf. Säle für Verfammlungen, Kommerse, Festlichkeiten 2c. Rheinländischer Tunnel genannt: Die fidele Nagelkifte. Berlin N, Elsasserstrasse 73. Neu! Neu! Die Möbel- Polonaise! 4070L* oder: Weber hat'n Reber, an de Lunge, an de Bunge, an de Leber! Vorträge der berühmt. Gefang vereine ,, Halbe Lunge" und ,, Keuchhusten". Vorzügliches Lagerbier der " Schöneberger Schloßbrauerei" à Seidel 10 Pfennige. Castan's H. Schultze( it's). Panopticum. Neu: Bauern- Aufstand! Akka- Zwerginnen. Neue Illusion: Lotosblume. Andere Jllufionen. Castan's Irrgarten. Schreckenskammer. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Ale zanderplatz. Neu! Die Inftige Neu! Schwiegermutter. Komische Pantomime mit Ballet in 1 Att. Ausgeführt v. d. PantomimenGesellschaft Diovanie, sowie Auftreten von 12 f.Berlin neuen Spezialitäten. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Entree 50 Pf. Moabiter Gesellschaftshaus. Alt- Moabit 80 und 81. Täglich: Theater- und SpezialitätenVorstellung, sowie Concert. Anfang 4 Uhr. Entree 80 Bf., reservirter Plah 50 Bf. 4127L* Helmuth Peters. Verein Berliner Hansdiener. Sonntag, den 7. Mai 1893: Herrenpartie nach Freienwalde. Abfahrt 6 Uhr Morgens vom Stettiner Bahnhof. Vereinsabzeichen ist anzulegen. Freunde und Gönner sind eingeladen. Der Vorstand. Pfandleihe Zoffenerstr. 35.[ 31866* ( Notiz: Mang uns mang is teener nich mang, der nich mang uns mang jehört.) Danksagung. für die zahlreiche Betheiligung und die rangspende bei der Beerdigung meines lieben Mannes Ernst Graedler fage ich hiermit allen Freunden und Bekannten, besonders dem Verein zur Regelung der gewerblichen Verhält nisse der Töpfer Berlins meinen besten Dant. 3706b Die trauernde Wittwe. Empfehle mein Geschäft in friscaen Blumen und Kränzen. 8528 L Robert Meyer, Nr 2. Mariannenstraße Nr. 2. NB. Um häufigen Irrthum zu ver meiden, bitte ich meine Freunde und Genoffen, genau auf meine Adresse zu achten. 5 3 4 Pfund Albrecht's Brot für Bäckerei, 50 Pfennig liefert Wrangel- Strasse 8, Langestr. 26, Palkensteinstr. 28. Flasche 60 Pfg., Maitrank TO FL. 5,50 Mk. 10 Spiritus Liter 32 Pfg. Himbeersaft( ohne Stärtesyrup), Str. 1,50 Mt. 40882* Franz Beyer, Chauffeeftr. 103. Sämmtl. Weine zu Engrospreis. Roh- Tabak A. Goldschmidt, 3806L am biesigen Plaze wie bekannt grösste Auswahl! Garantie für sicheren Brand. Streng reelle Bedienung, billigste Breise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabake sind am Lager. A. Goldschmidt, Oranienburgerstr.2. Carl Jeremi Die Achtung! Der Einberufer: W. Jäger, Rigdorf, Hermannstr. 34. Stellmacher. Achtung! Große öffentliche Versammlung am Mittwoch, den 3. Mai, Abends 81/2 hr, im Lokale des Herrn Hensel, Invaliden- Straße Nr. 1. am 28. April verstorben ist. Tages- Ordnung: Beerdigung findet am Dienstag, den Rommiffion. 8. Gewerkschaftliches und Verschiedenes. 1. Unser Arbeitsnachweis. 2. Bericht des Delegirten zur Gewerkschafts - Um zahlreiches Er2. Mai, Nachmittags 5 Uhr, von der scheinen ersucht Leichenhalle des Thomas-Kirchhofes aus statt. Die Hinterbliebenen. Die Agitationskommision. 285/2 Todes- Anzeige. Achtung! Maurer. Ahtung! Allen Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht, daß unsere liebe Gattin, Mutter, Schwefter, Schwägerin, Schwiegermutter und Tante, Frau Auguste Schrepffer geb. Hermann nach längerem Leiden am Frei tag verschieden ist. Die Beerdigung findet heute Nachm. 5 Uhr in Werder statt. Werder a./H., den 30. April 1893. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Schrepffer, früher Kassirer der TischlerKrankenkasse. 41252 Versammlung des Vereins zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins und Umgegend am Donnerstag, den 4. Mai, Abends 8%, Uhr, im Lokal von Brochuow( fr. Orschel), Sebaftianste. 39( gr. Saal). Zages Ordnung: 1. Bortrag des Genossen ehler: Wie stellen sich die Maurer zu der diesjährigen Lohnbewegung? 2. Diskussion. 3. Bericht der Revisoren von der Bibliothet. 4. Vereinsangelegenheit.- Der Wichtigkeit halber ist es nothwendig, daß jeder Maurer erscheint. Neue Mitglieder werden auf880/18 genommen. Um pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. J. A.: H. Jänsch, Barnimftr. 20. Mein Fabrikat von Cigarren mit Allgemeiner Kontrollmarke deutscher Tapezirer- empfehle ich den Genoffen. Verein. Die nächste Filialversammlung findet Dr. Hoesch, homöopath. Arzt. Montag, den 15. Mai statt. Linienftr. 149. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10. 3657b Die Ortsverwaltung. Rein Feilschen fein Handeln, sondern streng feste, fehr billige Preise. Geschäfts- Hauser KnabenAnzüge 11, 7,4,-. 2,90. Baer 3664b A. Tietz, Invalidenstr. 124. Vereinsz. m. Piano u. zwei Sommer. Regelbahnen find noch einige Tage zu vergeben. Gr. Frantfurterft. 80/81, 36556 Sohn 1. Geschäfts- Haus: 24a. Chausseestrasse 24a. 2. Geschäfts- Haus: 8. Brückenstrasse 8. 3. Geschäfts- Haus: 16. Grosse Frankfurterstrasse 16. Tadellose Maaß- Anfertigung aus deutschen und echt englischen Stoffen zu sehr mäßigen Preisen. Als Beispiele unserer fertigen Garderobe diene: Werktags- Anzug 10 M. Werktgs.- Beinkleid. 2,75| Prühjahrs- Paletot 12,00 Frühjahrs- Anzug 14 M. Frühjahrs- Beinkl. 4,25 Frühjahrs- Paletot 17,00 Frühjahrs- Anzug 20 M. Frühjahrs- Beinkl. 6,50 Frühjahrs- Paletot 21,00 Frühjahrs- Anzug 28 M. Frühjahrs- Beinkl. 8,00 Frühjahrs- Paletot 25,00 Kammgarn- Anzug 26 M. Kammgarn- Beinkl. 6,50 Frühjahrs- Paletot 30,00 Kammgarn- Anzug 30 M. 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KnabenBekleidung Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2 Alle Preise find in Bahlen an den Waaren ausgezeichnet. Eigene Werkstätten Leder- Hosen 6,-, 4,50, 8, 2,35 M. Hierzu eine Beilage Beilage zum Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 102. Die Maifeier. wie Dienstag, den 2. Mai 1893. 10. Jahrg. In Ahren's Brauerei( Moabit) waren um 8 Uhr Abends gegen 1500 Personen versammelt. Die Festrede hielt Genosse inn. Die Gesangsvorträge hatten die vereinigten Sänger Moabits übernommen. den Kampf um den Achtstundentag und auf die internationale füllende Versammlung begeistert zustimmte. Eine anscheinend von FestSozialdemokratie ging die Versammlung auseinander. lokal zu Festlokal ziehende anarchistisch- unabhängige Sprengfolonne Bum vierten Male feit dem internationalen Arbeiterkongreß haufer Allee abgehaltene Vormittags- Versammlung mit einigen des Vortrages eine Störung der Versammlung, fand jedoch Auch die Töpfer leiteten ihre bei Kuhlmen in der Schön- unter Führung des bekannten Feder versuchte nach Schluß zu Paris feierten die flaffenbewußten Arbeiter aller Länder ihren passenden Gesangsvorträgen ein. Die Festrede wurde darauf die gebührende Burückweisung und verließ darauf etwas zwangs Maitag, und wie früher ist er auch diesmal wieder in einer passenden Gesangsvorträgen ein. vom seiner hohen Bedeutung entsprechenden Weise verlaufen. Was vom Genossen Keßler gehalten. In seinem Vortrage betonte weise das Festlokal. Ungefähr 1400 Personen betheiligten sich fich frei machen fonnte von des Werfeltags Geschäften, das ließ der Redner namentlich die ethischen Vortheile, welche aus einer an der Versammlung. die fleißigen Hände ruhen, das schloß sich den Zügen der Genoffen entsprechenden Verkürzung der Arbeitszeit für die Arbeiter er- Im sechsten Wahlkreise fanden in fünf Lokalen festliche Nachdem Reßler seinen Vortrag, der mit Beranstaltungen statt. und Genossinnen an, die zur Versammlung oder sonstigen fest: wachsen werden. lichen Veranstaltung zogen. Weihevoll war die Stimmung der wachsender Begeisterung aufgenommen wurde, beendet hatte, war bereits um 7 Uhr Abends gefüllt. Etwa 1200 Personen waren anTaufende und Abertausende, die die Gäle, Kopf an Rops wurde eine Resolution angenommen, in der die Versammlung wesend. Die Festrede hielt Genosse Vogther. Es fangen die gedrängt, füllten und durchaus ernst und würdig, gelobte, für die Erreichung des Achtstundentages fräftig zu Gesangvereine Hilaritas"," Maiglöckchen“ und„ Unverdrossen." nur flaffenbewußte Arbeiter ihre Fefte feiern, verlief auch dieser beginnende Festlichkeit eingeleitet, welche die auch von Frauen Abends etwa 600 Personen anwesend. Auch für dieſes Lokal agitiren. Sodann wurde mit dem Gesang der Marseillaise die In der Norddeutschen Brauerei waren um 71/2 Uhr Maitag. Wer das arbeitende Volk andächtig lauschen sah den Worten seiner Redner, die aus den grauenvollen Tagen zahlreich besuchte Versammlung noch lange beisammen hielt. Der Ortsverein der Glacéhandschuhmacher fangvereine Nordwacht" und" Glück zu." war Genosse Vogtherr in Aussicht genommen. Es fangen die Ges der bürgerlichen Elendsepoche den Weg zeigten, der die Mensch feierte in voller Zahl sein Maifest im Vereinslokal, Gipsstr. 3, heit zur Erlösung führt, der wird aufs neue inne geworden sein, daß wenn die herrschenden Klassen im Schlamme des durch eine Vormittagsversammlung, welcher sich eine Nachmittags: ödesten, traffesten Materialismus untergehen, die Ideale der festlichkeit anschloß. Menschheit treu bewahrt werden von den Bedrückten, den Ent. Die Abendversammlungen verliefen glänzend, die erbten. Und diesen Jdealen, ihnen wird doch der Sieg Betheiligung war impofant. In Bögow's Brauerei hatten sich ebenfalls eine blühen: Dafür ift Beweis die Maifeier. Immer Die Maifeier im ersten Wahlkreise nahm einen im große Anzahl Genossen und Genossinnen zusammengefunden, um mächtiger schnellen die Massen an, die sich an ihr betheiligen. pofanten und würdigen Verlauf. Der Feenpalast, in den Festtag der Arbeit zu begeben; die Zahl der Theilnehmer Jedes Jahr sieht die Schaar der Streiter zahlreicher zur Heer- welchem die Festlichkeit abgehalten wurde, war außerordentlich ist auf ca. 5000 zu schätzen. Die Festrede des Genossen Völkel, schau ziehen. Und nicht zu ferne mehr dünkt uns der Tag, wo gut besucht. Die von Liedertafeln, welche dem Arbeiter- Sänger welche in fernigen Worten die Forderungen des Proletariats auch der Gegner die Aussichtslosigkeit seines Widerstandes gegen bund angehörten, ausgeführte Gesangsvorträge, sowie vor allem an die herrschende Klasse enthielt, wurde mit großem Beifall aufdie internationale Sozialdemokratie begriffen haben wird. Und die von Gerisch gehaltene Festrede wurde mit braufendem genommen. Die Gesangvereine Schildhorn und Einigkeit" wenn am 1. Mai in der Natur der Sturm die Welt durchtobt, Beifall aufgenommen. ( Mitgl. d. Arb.- Sängerbundes) leisteten ihr bestes, um das Fest und die Bäume zaust und schüttelt und manche Blüthe bricht, Die Sozialdemokraten des zweiten Wahlkreises feierten zu einem schönen zu gestalten. laßt ihn toben! Denn es ist der Frühlingssturm, er ist den Tag in der Bockbrauerei. Schon am Nachmittag hatten sich In Weimann's Volksgarten, deffen sämmtliche. das verheißungsvolle Zeichen neuen, frischen Lebens, gegen 2000 Genossen und Genofsinnen eingefunden, welche sich Räume in geschmackvolster Weise dekorirt waren, war der Ar das bald Almutter Erde wieder in ein Eden verwandeln wird. an den Musikaufführungen erfreuten. Die Zahl der Fest- drang ein ungemein großer. Schon des Nachmittags von 4 hr Und so ist er auch Symbol unseres Kampfes. Wie wüthend sich theilnehmer schwoll gegen Abend auf über 6000 an, an begann sich der Garten zu füllen, den Höhepunkt erreichte der Gegner gebärdet, er beweist uns nur, daß wir vorwärts den Garten und die festlich dekorirten Säle füllend. der Verkehr zwischen 7-8 Uhre Abends, bis zu welcher Zeit mohl gehen, daß wir nicht stillstanden oder zurückgingen; Eine Reihe von Gesangsvereiuen, Mitgliedern des Gänger gegen 7000 Personen die Kaffe paffirt haben mögen. Die Festdie Verfolgungen, mit denen die klassenbewußte Ar- bundes, halfen das Fest durch proletarische Gesänge verfchönen. rede hielt der Genosse Dr. Lütgenau, der in schoungbeiterschaft überschüttet wird, fie find ein Unterpfand Der große Saal wurde von der Polizei abgesperrt. Genosse voller Weise die Bedeutung des Tages darlegte. dafür, daß die alte Gesellschaft ihrem Ende zueilt. Am deut. Richard Fischer feierte in begeisternder mit großem Beifall auf- besonders gelungen muß die Aufführung der lebenden lichsten wird ihr das alljährlich am 1. Mai, deshalb haßt und genommener Rede den Kampf des Proletariats gegen die tapi- Bilder Das Maifest der Arbeiter"( nach dem schmäht sie ihn, deshalb verfolgt sie die Mai- Manifestanten. Aber talistische Ausbeutung und ermahnte zu energischer Theilnahme Jakob") darstellend, bezeichnet werden. Konzert- und Gesangs das tlaffenbewußte Proletariat aller Länder spottet ihrer Ver- am Kampfe. Das Fest verlief in der würdigsten Weise. piècen wechselten mit einander ab, den versammelten folgungen, und wenn demnächst erfüllt ist, was wir heute er Etwa neuntausend Parteigenossen des dritten fireben und erfämpfen, wenn die Menschheit erlöst worden ist Itner Reichstags- Wahltreises waren in den mit Genossen ihren eigensten Feiertag zu verschönen. Ber vom sozialen Elend und durch die Lande die Freiheit fegen rothen Bannern und Emblemen geschmückten Räumen In Rirdorf fand in der Bergstr. 133 eine von etwa 1600 der Personen besuchte öffentliche Volksversammlung statt, spendend geht, ledig der Ketten, in die man sie heute schlägt, Neu en Welt" in der Hafenhaide versammelt. Im Garten in der Genosse Ostermann über den 1. Mai und seine Bedann wird der 1. Mai zum Feiertag der gesammten Menschheit wechselten Konzert und deflamatorische Vorträge mit den Auf- deutung für die Arbeiter" referirte. Es folgte eine lebhafte Dis geworden sein, wie er heute bereits ist: der Weltfeiertag der führungen des gesammten Künstlerpersonals ab. Den Festvortrag tussion. Der Vorsitzende machte auf die am 7. Mai bei Klaffenbewußten Arbeiter aller Berufe. Daß dieser Zeitpunkt bielt Genoffe Bebel im Saale des Bal- Champêtre. Ein Wirsing, Knesebeckstraße, und Niesegt, Bergstraße, statteintrete, tann und soll jeder dazu beitragen, der es mit sich stimmig fand folgende Resolution Annahme: findende Nachfeier aufmerksam und forderte zu zahlreicher Be= und der Welt flug und redlich meint. Fortgefeht der Sozial demokratie neue Anhänger zu werben, überall hin Aufklärung Marseillaise und ging nach einem begeisterten Hoch auf die intertheiligung auf. Stehend fang die Versammlung hierauf die schaffen, das sei das Gelöbniß, das wir uns geben: am 1. Mai. nationale, völkerbefreiende Sozialdemokratie in Ruhe und OrdWir laffen nun die Meldungen folgen, die uns über den nung auseinander. Berlauf der Feier in den einzelnen Orten augegangen find. Proletariat aller Kulturländer der Erde, fordert die heutige BerIm Einklang und in Gemeinsamkeit mit dem llaffenbewußten fammlung: n Als Wahren Gefeßliche Feststellung eines Normalarbeitstages von 8 Stunden für alle Arbeiter ohne Unterschied des Geschlechts. In Charlottenburg sprach am Abend Liebknecht an Bolle und uneingeschränkte Roalitions- und Vereinigungs- Stelle 3ubeil's, der durch Unwohlfein verhindert war, über In Berlin zeigte sich bereits am Morgen, daß die Bour- freiheit. den ersten Mai und die politisch- wirthschaftliche Lage. geoisie fich mit der armseligen Hoffnung getäuscht hatte, der Eine 86ftündige Ruhepause in jeder Woche( Sonntagsruhe). Spandau. Die hiesigen Genossen hielten die Maifeier im Weltfeiertag werde an der Gleichgiltigkeit der Arbeiter selber und geheimes Wahlrecht 2c.) für alle Staatsangehörigen ohne Unter- Bahl der Theilnehmer belief sich auf 600. Gendarme und Förster Gewährung gleicher politischer Rechte( allgemeines direttes Verein mit den Genossen aus Nauen in Finkenkrug ab. Die allmälig zum Schemen verblaffen. Der auf dem Arbeiterparlament schied des Geschlechts für alle Vertretungskörper.( Reich, Staat, Pro- waren start vertreten"; erstere hatten die Aufgabe, das Entzu Paris angeregte Gedanke, einmal im Jahre der alten Welt vinz, Gemeinde.) Die Versammlung protestirt gegen die immer umfäng- falten rother Fahnen, lettere das Betreten des Waldes zu ver. zu zeigen, weß Sinnes die klassenbewußte Arbeiterschaft ist, welche licher werdenden militärischen Rüstungen, die das Mark der Völker bieten. Beides erhöhte die gute Stimmung erheblich; jede AnBiele fie gemeinsam auf der ganzen Kulturwelt erstrebt, dieser Gedanke ist ein so gloriofer, daß nur die öde, ideallofe Bour: berzehren und ein Hohn auf alle Kulturbestrebungen sind. Sie ordnung der bewaffneten Macht wurde mit sympathischen Hurrahs geoisie feine Macht verkennen und an seiner Fruchtbarkeit Zweifel fordert insbesondere von den Vertretern des Proletariats in den begrüßt. Reutlingen. Glänzender Verlauf der Maifeier. Parlamenten, daß sie mit allen ihnen zu Gebote stehenden Starker Besuch. hegen kann. Keinerlei Störung vorgefommen. Kleins Kräften diesen Bestrebungen der herrschenden Klassen und ihrer Steinheim( Kreis Offenbach). 250 Theilneehmer. Festredner Regierungen entgegentreten und dahin wirken, daß die Verbrüderung der Völker auf dem Boden der sozialistischen Gesellfchaftsordnung zur That und Wahrheit werde. Hierauf wurde ein donnerndes Hoch auf tie Sozialdemotratie ausgebracht und die Marseillaise und das Proletarierlied gesungen. Feuerwerk, Gesänge und Tanz zum Schluß. den = Galm- Seligenstadt. In Reinickendorf wurde die Maifeier bereits am Sonntag von einer 1200 Personen starken Versammlung bes gangen, welche in bester Weise verlief, trotzdem das Wetter kein günstiges war. Auch die erfolgte Unterbrechung der von Knauf gehaltenen Festrede durch den lleberwachenden" ver einträchtigen. mochte die gute Stimmung der Festtheilnehmer nicht zu be Bobl die bedeutendste der am Morgen abgehaltenen Bersammlungen war die im Gisteller, in welcher Liebtnecht über die Bedeutung des 1. Mai vor einer gegen 2000 Röpfe zählenden Zuhörerschaft referirte. Mit brausendem Jubel wurden namentlich seine Schlußworte aufgenommen, welche die bevorstehenden Wahlkämpfe berührte. Eine im Sinne des Vortrages gehaltene Resolution fand einstimmig Annahme. Erfüllt von dem Gedanken, daß die Interessengemeinschaft aller in fünf Lotalen, nämlich die des Dftens im Friedrichshain, Die Genoffen des vierten Wahlkreises feierten den Tag Arbeiter die gleiche ist, trennten sich die Versammelten unter dem Elysium und Königsbank, und die Genoffen im Südosten in den Gesang der Arbeiter- Marseillaise. Nieder- Schönweide. Der Saal der Borussia- Brauerei In der Brauerei Königstadt tagte eine Versammlung Ronkordiasälen und in Sanssouci. In sämmtlichen Lotalen hatten wurde abgetrieben, die Maiversammlung konnte deshalb der Maurer und Puter. Schon lange vor Beginn der von Schmuck angelegt. Auf oder vor der roth drapirten Bühne die geräumigen Festfäle einfachen aber durchaus würdigen nicht stattfinden. Dr. Binn gehaltenen Festrede war der Saal dicht gefüllt, so waren die mit rother Schärpe und, in den lokalen des Oftens, 800 Bersonen besuchte Versammlung verlief sehr gut. Friedrichsberg. Die bei Spißig abgehaltene, von 700 bis daß Viele teinen Einlaß finden konnten und wieder umfehren mit Lorbeerkränzen versehenen Büsten von Lassalle und Mary mußten. In der Diskussion nahmen sieben Redner das Wort, aufgestellt; die Wände zierten rothe Fahnen Dekorationen, entsprechender Tagesordnung statt, die von 120 Personen besucht In Trebbin fand am Sonntag eine Boltsversammlung mit welche ihre Kollegen ermahnten, sich dem Zentralverband der Maurer sowie dem Wahlverein anzuschließen, sowie auf Bauten, zwischen denen große rothe Flaggen die Mahnungen der Vor- war. Die eigentliche Maifeier wird am 6. Mai abgehalten. wo wegen Betheiligung an der Maifeier etwa Maßregelungen vereinigt Euch!" kämpfer des Proletariats wie: Proletarier aller Länder, Aus Deutschland liegen folgende Nachrichten vor: vorkommen sollten, keine Arbeit zu nehmen. Folgende Resolution Macht, Macht ist" Wissen" oder die Forderungen des lung abgehalten, die sich mit der Bedeutung des 1. Mai be" Einigkeit macht start!" Wissen ist In Treuen i. V. wurde am 29. April eine Versamm wurde am Schluß einstimmig angenommen: Die Versammlung Broletariats, wie:„ Hoch erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten einverstanden " Hoch der Achtſtundentag!" Gleiche fchäftigte und von 200 Personen besucht war. Referent war der und verpflichtet sich, den 1. Mai für die Zukunft als Arbeiter: Sozialdemokratie bezügliche Sinnsprüche enthielten, wie Freiheit, vortrefflich. Zum Schluß wurde der Sozialistenmarsch anund verpflichtet sich, den 1. Mai für die Zukunft als Arbeiter: Rechte, gleiche Pflichten"; oder andere auf die Biele der Parteigenoffe Goldstein aus Zwickau. Die Versammlung verlief feiertag hochzuhalten, um dem Kapital in nicht zu ferner Beit Gleichheit, Brüderlichteit" u. f. w. Das ungünstige Wetter ver- gestimmt. In Aue bei Durlach war die Festversammlung von den Achtstundentag abzuringen. Ferner gelobt jeder anwesende leidete den Familien, welche im Laufe des Nachmittags die 100 Personen besucht. Guter Verlauf: A. Kalnbach aus Sollege, auf solchen Bauten, wo eventuell Kollegen durch die Lofale mehr und mehr füllten, zwar den Aufenthalt in den Karlsruhe hielt die Feftrede. Stettin. Das Fest fand im heutige Arbeitsruhe vom Arbeitgeber gemaßregelt werden, teine Arbeit zu nehmen." Mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie Gärten, die Säle aber wurden allmälig bis auf größten Lokale, dem" Bock", statt und war von rund 4000 Perging die vom besten Geiste beseelte Versammlung auseinander. letzten Platz besetzt, und als die Festrede gefonen besucht. Montag wird eine Volksversammlung abgehalten. Die Schneider und Schneiderinnen hatten sich halten wurde, konnten sie zumeist die Bahl derjenigen, Furtwangen im badischen Schwarzwald. Hier begann die Die Schneider und Schneiderinnen hatten sich welche zuhören wollten, nicht faffen. Die Feier begann in allen Feier mit einem Festzug, der sich unter Musit nach dem FestVormittags 11 Uhr in der Berliner Ressource versammelt. Der Lotalen mit einem von Mitgliedern der Freien Vereinigung der lokal bewegte. Redner war der Parteigenosse Mößinger aus von Zimm gehaltene Vortrag, in welchem an den Erfolgen der Zivil- Berufsmusiker" ausgeführten Instrumental- Konzert, in das Lahr. Als diefer eine rothe Fahne weihte, verbot die Polizei letzten Lohnbewegung gezeigt wurde, daß die Allmacht der Bour- bisweilen Sängerchöre, die zum Arbeiter Sängerbund gehören, die Entfaltung dieses Banners. Die Weihe fand dem ungeachtet geoisie an der Einigkeit der Arbeiter eine Grenze findet, wurde mit ihren Weisen angenehme Abwechslung brachten. Die Fest statt. Die Zahl der Festtheilnehmer betrug 200, eine sehr ansehnvon der Versammlung mit Begeisterung aufgenommen. Eine rede, in welcher der Bedeutung des 1. Mai gedacht wurde, bildete liche Zahl für den kleinen Ort. Durch die Betriebseinstellung Disfuffion fand nicht statt; der Vorsitzende schloß die feierliche den Höhepunkt der Feier. Im Friedrichshain, wo Timm Fest- einer Uhrenfabrik, die 300 Arbeiter beschäftigte, wird unsere Be Bersammlung mit einem Hoch auf die völkerbefreiende Sozial redner war, lauschten derselben über 3000 Personen, im Elysium wegung sehr gefördert. sprach Roblenzer und an 2000 Personen folgten seinen AusDie Maler und Berufsgenossen waren etwa 500 führungen; in der Königsbant hielt Wilke die Rede vor Unterm 30. April wird gemeldet: an der Zahl gestern Vormittag in den Arminhallen zu einer etwa 1200 Personen, im großen Saale der Kontardia sprach der Schwedenschanze nahmen 16 000 Genoffen und Genofsinnen Breslau. An der imposanten Maifeier in Dewit auf Demonstration für den Achtstundentag vereinigt. Eine erhöhte Singer zündende Worte vor etwa 3000 Anwesenden. In theil. Alles ist bestens verlaufen. Duisburg. Die Maifeier Bedeutung gewann diese Versammlung dadurch, daß dreifachem Hoch auf den Achtstundentag flang die Begeisterung ist glänzend vor sich gegangen. Das Lofal war überfüllt. Unfere die Maler, wie bekannt, in nächster Zeit den Kampf der Versammelten aus. Nach der Festrede wurde das Konzert Bewegung macht Fortschritte. Glauchau. Großer Kommers. um die achtstündige Arbeitszeit beginnen wollen. Nach beendigt und in einigen Lotalen ein lebendes Bild gestellt. Dann 800 Theilnehmer. Meißen. An der Feier betheiligten sich dem die Liedertafel den Maiengruß" gesungen hatte, hielt beschloß ein Ball die würdige Feier. rund 1200 Personen. Coswig in Anhalt. Die Zahl der Buhr eine mit Begeisterung aufgenommene Rede, worauf Im festlich dekorirten Saale Sanssouci" waren zwei- Festtheilnehmer betrug 500. folgende Resolution Annahme fand:„ Die Versammelten verundeinhalbtausend Parteigenossen des vierten Reichstags: Augsburg. Die Versammlung in der Dominikanerkirche war Guben. 500 Theilnehmer. pflichten sich, den Kampf um den Achtſtundentag auf jeden Fall Wahlkreises( Südost) versammelt. Singer hielt unter brausen- von über 5000 Personen besucht, weit mehr, als im Vorjahre. aufzunehmen. Sie erachten es als die Pflicht eines jeden dem Beifall die Festrede. Ein begeistertes Hoch auf die Sozial( 3um 1. Mai war ein großes Versammlungslokal nicht zu beKollegen, für diese im eigenen und im Interesse der Seinen ge- demokratie wurde ausgebracht, die Marseillaise wurde gesungen. tommen, weshalb die Versammlung am Sonntag abgehalten legene Forderung einzutreten und die Kommiffion durch Samm- Der Tanz hielt die Genossen noch bis zum hereinbrechenden Morgen werden mußte.) Ichtershausen i. Th. Am Ausflug nach lung von Geldmitteln und durch rührige Agitation für regen beisammen. Gräfenroda betheiligten sich ca. 50 Personen. Elsterberg Besuch der Versammlungen zu unterstützen. Die Versammlung Der fünfte Wahlkreis hatte befchloffen, von einer Feier im Vogtland. An der Maifeier, die einen ausgezeichneten Ver betrachtet die bestehenden wirthschaftlichen und sozialen Verhälts in größerem Maßstabe Abstand zu nehmen und sich auf die Ab- lauf nahm, betheiligten sich 600 Personen. Am 1. Mai wird in nisse als die Ursache des in allen Berufen zunehmenden Massen: haltung einer Versammlung am Montag Abend im Gemeinschaft mit dem Reichstags- Abg. Hofmann ein Ansflug unter elends, erwartet nur von deren Umgestaltung eine dauernde Schweizer Garten beschränkt. Trotzdem gestaltete sich auch diese nommen. Friedberg in Hessen. Die Versammlung im SaalBesserung und erklärt sich mit den am heutigen Tage Versammlung zu einer imponirenden Kundgebung für den Acht- bau war von 300 Personen besucht, worunter zahlreiche Landdemonstrirenden Arbeitern aller Länder solidarisch." Hierauf stundentag. Der Gesangverein Liedertafel" unter der Leitung proletarier. Nowawes Neuendorf. Am Feste nahmen trug die„ Liedertafel" noch den„ Mahnruf an die Arbeiter" und feines Dirigenten Dillenberger leitete die Feier durch zwei 1000 Personen theil. Der Festzug wurde verboten. Münden die Marseillaise vor, deren Schlußstrophen von der Versammlung entsprechende Lieder ein, darauf hielt Genosse Rob. Schmidt i. H. 500 Theilnehmer, Lokal überfüllt. Festredner Garbe begeistert mitgefungen wurden. Mit einem stürmischen Hoch auf die Festrede, welcher die den großen Saal bis in den letzten Winkel aus Kassel. Bernau. An der Waldpartie nahmen ca. 1000 Pers demokratie. " en fonen theil. Rede durfte nicht gehalten werden. Am Abend des zum 1. Mai erinnern wir Euch an das Wort unseres Karl 1. Mai ist Versammlung. Waldheim. Die Abendunter- Mary: haltung war von 300 Personen besucht. Am Abend des 1. Mai vird auf allen Bergen Rothfeuer abgebrannt. Leipzig. Schier Proletarier aller Länder, vereinigt Euch! Das ist der Ruf, den die internationale revolutionäre dloser Zug nach Stötteriz. Nach ungefährer Schäzung Sozialdemokratie am 1. Mai durch alle Lande erbrausen lassen -60 000 Festtheilnehmer. Schwebt a. D. Am Ausfluge wird. Heinrichslust, wo das Fest abgehalten wurde, betheiligten 10 Personen. Braunschweig. Die Festlichkeiten in drei darunter dem größten, den Braunschweig hat, waren von Solidarität. mt 6000 Personen besucht. Die Zahl würde noch weit höher get vesen sein, wenn uns nicht drei große Säle der Militär50nach fich 5 Sälen, insgesan en verweigert worden wären. Löbaui. S. An der Sperre weg Maifeier be theiligten sich hier 200 Personen. In Regensburg hat sich die Polizei ein Uebriges zur tet. Wie uns telegraphirt wird, nahm sie Hau? Maifeier gelei suchungen nach der Maifest Beitung vor und tonfis. airte sämmtlich. Gremplare, deren sie habhaft werden forte. Natürlich werden die beschlagnahmten Exemplare wieder freigegeben werden mün Rit unferem Brudergruß schicken wir Euch, Ihr deutschen Genossen, den Ausdruck unserer innigsten Freundschaft und Für das Generalfomitee der belgischen Arbeiterpartei. Jean Bolders. Tokales. Die Maifeier machte sich auch im Moabiter Kriminalgericht bemerkbar. Von den beiden Schöffen- Abtheilungen des Amtsgerichts II, welche am Montag Sigung hatten, mußte die eine sämmtliche anstehenden Sachen vertagen. Es handelte sich um Uebertretungen, in denen eine große Anzahl von Gendarmen als Zeugen geladen war. Das Gendarmerie- Kommando hat aber angezeigt, daß die geladenen Gendarmen am Montag dienstlich unabkömmlich seien, da dieselben wegen der auf diesen Zag fallenden Maifeier zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit" theils abfommandirt, theils auf ihren Stationen bleiben müßten. So weit sich die Parteien und Zeugen noch vorher abbestellen ließen, ist dies geschehen, die übrigen Termine wurden am Beginne der Sigung vertagt. Wie überflüssig die Gendarmen übrigens bei der Maifeftlichkeit waren, dürften die Berichte zeigen, die wir an anderer Stelle vers öffentlichen. Die Harmonie" zwischen Prinzipal und Personal Ein Gewitter, von dem in Berlin kaum etwas wahrfindet für die weiblichen Handelsangestellten ihren Ausdruck in genommen worden ist, hat in der Elmgegend arg gewüthet. Ein Unterm 1. Mai" ird uns gemeldet: dem Kaufmännischen und gewerblichen Hilfsverein für weibliche dem Gewitter vorausgehender Wirbelwind brach in den Wäldern Aten( Provinz Sachsen). Tänzender Verlauf der Mai- Angestellte", der aus Handelsangeftellten als ordentlichen und zwischen Hermsdorf und Oranienburg ziemlich starte Fichten feier. Der Umzug ging in bester Ordnung vor sich. Theilnehmer- aus Geschäftsinhabern oder sonstigen Wohlthätern" als außer nieder und entwurzelte in den Schonungen viele junge Bäumchen. ordentlichen und immerwährenden Mitgliedern besteht. Diefer Und was der Sturm verschont, vernichtete der Hagel; riesige zahl: 500 Personen. Dresden. Ausgezeid neter Berlauf. Am Zug dirch die Berein, der foeben seinen dritten Jahresbericht( fiber 1892) Graupeln bis zur Größe von Zaubeneiern schlugen die Blüthen Stadt nahmen 6000 Personen til. Die Festversammlung, die ausgegeben hat, wurde vor dreieinhalb Jahren scheinbar von den Obstbäumen und legten auf den Feldern die junge Saat weiblichen Handelsangestellten, thatsächlich aber von nieder, in vielen Häusern der Vororte Hermsdorf, Birkenwerder am Abend im Trianon stattfan's, war von 3000 Personen be- pon Geschäftsinhabern nebft Anhang gegründet, denen jene und Stolpe wurden auch von dem gewaltigen Hagelschlag die fucht. Frankfurt a. M. Die Bei fammlung im Merianfaale verlief als Strohpuppen dienen mußten. Das beweist auch aufs neue Fenster zertrümmert und in den Garten bedeutender Schaden imposant, viele Hunderte fanber wegen Ueberfüllung des Saales die Liste der Aufsichtsraths- und Vorstandsmitglieder im vor angerichtet. Ein Blisstrahl fuhr bei Bergsdorf( Station hinter feinen Einlay. An dem admittags stattfindenden Gaetenfeste liegenden Jahresbericht. Die Angestellten sind in dieser Liste Birkenwerder) in die Telegraphenleitung, zerfplitterte eine Stange nahmen mehrere Taufende theil. Durch die Ungeschicklichkeit eines auch heute noch nicht einmal annähernd mit derjenigen Zahl in hunderte von kleinen Stücken und spaltete eine zweite in der Kriminalbeamten wurde eine flerne Störung verursacht, die aber vertreten, die ihnen nach dem Verhältniß der Gesammtzahl der Mitte. Alsdann sprang der Blis auf eine an die Wand eines ordentlichen Mitglieder zu der der außerordentlichen und immer Baufes gelehnte Eisenstange und fuhr an diefer in die Erde. durch energisches Eingreifen des Komitees beseitigt wurde. Braunschweig. In einer von 3500 Personen befuchten währenden Mitglieder zufommt. Das Interesse, welches die Während das Gewitter auch in West- Reinickendorf sehr start Geschäftsinhaber an der Gründung des Vereins hatten, war fein auftrat, war im öftlichen Theile dieses Vorortes nichts davon zu Versammlung referirte W. B103. Bautzen. Heute fand eine gut besuchte Bersammlung statt. anderes als das, welches überhaupt Arbeitgeber an Arbeitnehmer- fpüren, ebenso blieben einzelne Stationen der Nordbahn gänzlich Vereinen haben, die sie selber ins Leben rufen. Der Zweck aller davon verschont, so Dalldorf, Hohen- Neuendorf. Nächsten Sonnntag Aus flug. Leipzig. Interessante Temperatur- Erscheinungen hat der GewitterGroßartige Ma idemonstration. In 28 Ver- folcher Arbeitnehmer- Vereine ist immer derfelbe: im Programm fammlungen waren 30 000 Perfos ten anwesend. Nicht die min- Schutz der Arbeitnehmer, in Wirklichkeit der Vortheil der Arbeit- regen gezeitigt. Das Thermometer ging in wenigen Minuten geber. Es wäre auch sehr naiv, anzunehmen, daß Arbeitgeber von 15% auf 12 Grad Celsius zurück, während fast zu gleicher beste Störung vorgefallen. 23bau in Sachsen. 700 Per fonen nahmen an der vorzüglich aus anderen Motiven in die Untoten einer Vereinsgründung Beit ein eisiger Luftstrom mit heftigem Wirbelwind die Straßen stürzen würden. Bei dem Hilfsverein" besteht der Vortheil für der Stadt durchzog. Die Luftfeuchtigkeit stieg in fünf Minuten lich verlaufenen Versammlung their Bald nachdem der nur kurze Zeit andauernde Wandsbed. Die ausgezeichnet verlaufene Versammlung, in Geschäftsinhaber in dem daniit verbundenen Stellennachweis. um 8 Prozent. der Stolten referirte, war von 13 00 Perfonen besucht. Pots. Dieser dient dazu, ihnen ohne große Rosten ein paffendes", Regen aufgehört hatte, stieg die Quecksilberfäule wieder mit großer dam. Die Maifeier- Versammlung und der Kommers in Glaser's.. gefügiges Personal zu verfchaffen. Aber haben denn Schnelligkeit. Auch auf dem Müggelfee hat der Gewittersturm den Gaal war von 7-800 Personen besucht, der Eaal war total nicht auch die weiblichen Angestellten einen Vortheil von Einige der Boote überfüllt, größere Lotale waren nicht zu erhalten. Hanau. Die dieser Stellenvermittelung? Darüber belehren uns die bisher Wettfeglern zum Theil arg mitgespielt. Boltsversammlung war von 1500 Theilnehmern besucht. Die ausgegebenen drei Jahresberichte. Im Jahre 1889/90( 5/4 Jahre) tonnten sich vor dem Rentern nur durch Preisgabe der Tatelage Lammep Stimmung war ausgezeichnet. nep i W. 500 Theil wurden Bakangen angemeldet: 1296, Bewerberinnen eingetragen und der Segel retten. Nur der„ Sperber" feßte, unbekümmert nehmer. Weihevoller Verlauf der Feier: Stralsund. Die Mai 1295, Stellungen befeht: 359; im Jahre 1891 Vakanzen: 869, um das Hochbordwaffer, seine Fahrt bis zu Ende fort. feier verlief vortrefflich. Es betheiligten sich daran etwa 400 Bewerberinnen 972, Stellungen besetzt: 256; im Jahre 1892 Vakanzen: 671, Bewerberinnen: 987, Stellungen besezt: 247. Die 18jährige Tochter des Raufmanns Schulz wollte am Personen. Riel. Heute Abend fanden arbei große Versammlungen Daraus ergiebt sich, daß ein großer Theil der Bewerberinnen ab- Sonnabend zu einer Hochzeitsfeier gehen. In der Nacht vorher statt, die von zusammen 6000 Personen besucht waren, der Ver- gewiesen wurde, weil die beim Verein gemeldeten noch nicht flagte fie über heftige Stopfschmerzen, am Sonnabend Morgen Tauf war impofant. Die Demonstration verlief in vollkommenster paffend" genug waren. Die Herren Chefs haben es vorgezogen, traten trampfartige Bustände ein und Mittags starb fie. Die den bei weitem größeren Theil der freigewordenen Stellungen Sterbekleider wurden angefertigt und alle Vorbereitungen zur Ruhe. Gimshorn. Die Versammlung war von 800 Personen anderweitig zu befegen. Sie haben den Verein, der fich Beerdigung getroffen. Der Hausarzt war furz vor ihrem Tode nach den Verhältnissen der Bewerberinnen sehr eingehend verreift, ein Vertreter sollte den Todtenschein ausstellen, tonnte besucht. Frau Steinbach referirte. Darmstadt. Bei der Maifeier, an der sich 600 Personen erfundigt, um nachher gewissenhafte" Austunft ertheilen zu indeß erst am Sonntag die Leiche besichtigen. Hierbei überraschte föanen, wo er nicht als Bezugsquelle für„ paffendes" Personal ihn die Klarheit der Augen; auch andere Anzeichen und namentbetheiligten, herrschte große Begeisterung. Rolna. Rh. 4000 Festtheilnehmer waren erschienen. Er zu gebrauchen war, wenigstens als Schuhwehr gegen nicht lich der furze Verlauf der Krankheit machten ihn stuhig, sodaß passendes" gebraucht. Die Zugehörigteit zum Hilfsverein" er die Zeiche in gewärmte Betten bringen ließ und an die freulichster Berlauf. Wiesbaden. An der Demonstration für dent Achtstunden- bietet also den weiblichen Angestellten nur eine sehr mäßige Wiederbelebung der offenbar Scheintodten ging. Nach langen tag, die in Form eines Rommerses begangen wurde, nahmen 1500 Garantie dafür, nun auch wirklich eine Stellung zu bekommen. Bemühungen zeigte sich der Erfolg; um 91/2 Uhr Abends er Bersonen theil. 3eißenfels: 600 Theilnehmer. Rathenow. Sie birgt im Gegentheil die Gefahr in fich, teine Stellung zu wachte die Erstarrte. Im Laufe der Nacht erholte sie sich so 800 Personen demonstrirten; die bekannten Forderungen wurden bekommen. Eine Handlungsgehilfin, die sich mit einem dem Verein weit, daß sie die Augen öffnete und ihre Umgebung zu erkennen in einer Resolution einstimmig angenommen. Erfurt. Troß angehörigen Geschäftsinhaber überwirft, dürfte damit auch bei den schien, doch scheint eine lähmende Schwäche noch jede Bewegung aller Chikanen verlief die von 3000 Personen besuchte Berfemmm- meisten der anderen, ebenfalls zum Verein gehörenden Geschäfts- unmöglich zu machen, die Sprache ist auch noch nicht zurückinhabern unmöglich geworden fein. Das ist sehr unangenehm; gefehrt, indeß ist nach Aussage des Arztes gegründete Aussicht lung glänzend. Die Resolution fand einstimmige Annahme. Wurzen. An dem Ausflug am 30. April und an der um so unangenehmer, da die Kosten des ganzen Unternehmens auf vollständige Genesung vorhanden. heutigen Maifeier betheiligten sich 500 Personen. Alles verlief gut. immer mehr von den Schultern der Chefs auf die Schultern der Wiederum ist ein fleiner Knabe durch Ueberfahren auf De B. Der 1. Mai wurde hier den Verhältniffen ent- Angestellten abgewälzt werden. Die Geschäftsinhaber siehen sich der Straße um das Leben gekommen. Am Sonnabend Abend Mey. allmälig zurück, die Beiträge werden geringer, die Angestellten, sprechend mit großem Erfolge gefeiert. Aus Oesterreich- Ungarn wird uns unternt 1. Mai ge- anfänglich ganz Nebensache, werden immer mehr wenigstens im gleich nach 8 Uhr, spielte der vier Jahre alte Sohn Bruno des Aus Oesterreich- Ungarn wird uns unternt 1. Mai ge- Kostenpunkt die Hauptsache. Der Jahresbericht erzählt, daß sich Gartenstr. 153 wohnenden Schuhmachers Lipkatschen Ehepaares Prag. Die Maifeier war von 30 000 Personen besucht. noch keine Befferung der im allgemeinen ungünstigen Geschäfts- vor dem Hause auf der Straße, als ein mit Selterwasserflaschen Großer Zudrang zu den Fefilokalitäten. Trübau. Sämmtlage bemerkbar mache, und die Unterstübungen von seiten der beladener Wagen sich näherte und ihn überfuhr. Das Kind trug Geschäftsinhaber daher(!) weniger reichlich flossen." Die Bei- derart schwere innere Verlegungen davon, daß es nach kurzer Agram. Alle liche Arbeiter feiern, an Bahl 31-32 000. Arbeit ruht. Die Voltsversammlung war von einer derar träge der Angestellten betrugen thatsächlich im Jahre 1891 bereits Beit verschieb. Ob jemand eine Schuld an dem Borfalle trifft, großen Menge besucht, daß unsere fühnsten Hoffnungen über: 61 pGt und 1892 66 pt. der gesammten Mitgliederbeiträge, muß die Untersuchung ergeben. gegen 26 pet. in 1889/90. Nachdem die Gründung geglückt ist, Am Sonntag Morgen wurde im Landwehrkanal an der troffen worden sind. Mien. Die Maidemonstration verlief großartiger als je man, wie gefagt, die Aufbringung der Kosten des Unternehmens, landet, die an der Stirn eine Verlegung aufweift. Bei dem und die Zukunft des Vereins nunmehr gesichert scheint, glaubt möckernbrücke die Leiche eines etwa 25 Jahre alten Mannes ge46 Bersammlungen wurden abgehalten, sämmtliche waren über das den Chefs auf alle Fälle nüßt und dem Personal eher schadet, Tooten wurde Geld aufgefunden. Die Frage, ob hier Unglücksfüllt. Im Prater waren über 120 000 Personen versamaielt, bem letteren überlassen zu können. Intereffant ist übrigens, daß fall, Selbstmord oder ein Verbrechen vorliegt, kann vorläufig welche um 6 Uhr Abends in geschlossener Waffe unter den Aufen zu den Mitgliedern dieses Vereins für" Harmonie" zwischen nicht entschieben werden, da die Persönlichkeit nicht festgestellt " Hoch Wahlrecht! Hoch der Achtstundentag! Soch die belgischen Prinzipal und Personal auch der bekannte Serr A. Wertheim ift. Die Leiche wurde ins Schauhaus gebracht; es ist hiesigen Genoffen!" in die Stadt zogen. Gine Demonstration dieser Art gehört. Herr Wertheim hat dem Jahresbericht zufolge zwanzig Blättern aufolge die sechsundachtzigste, die im April dort einwar hier unerhört. Mit Ausnahme der Staatsbetriebe wurde wart gespendet. Wir wissen nicht, wieviel hundert weibliche geliefert worden ist. hier allgemein gefeiert. Reinerlei Zwischenfall fam vor. meldet: = Angestellte Herr Werthheim in feinen sämmtlichen Riesenbazaren beschäftigt. Diejenigen, welche es wiffen, mögen sich ausrechnen, wieviel ganze Pfennige von obiger Niesenfumme auf jede Angestellte fallen. Bürgerliche Tugendboldigkeit. In Bourgeoisblättern lieft man folgende pikante" Geschichte: " Man aß und trant und Swei junge Andreißer, die die Weltausstellung in Chicago besuchen wollten, sind beim Anlangen des Dampfers Havel" in New- Yort fefigenommen worden. Anfangs April waren der 16 jährige Sefunbaner Paul R., Sohn eines in der Potsdamerstraße wohnenden Rentners und der faft gleichaltrige in einer Pensionsanftalt untergebrachte Ewald B. aus Magdeburg spurlos ver. schwunden, und aus einem zurückgelassenen Briefe des R. an seine Eltern ging mit ziemlicher Sicherheit hervor, daß sie den Weg Es wurde daher der Newyorker nach Amerita angetreten. Sicherheitsbehörde telegraphisch Mittheilung gemacht. In ihrem Besige wurden noch etwa 1200 M. gefunden. Aufgelöst wurde am Montag eine im Schüßenhause abgebaltene Anarchistenversammlung. Die Theilnehmer an derfelben begaben fich nach Joel in der Andreasstraße, wo die Unab hängigen tagten und zogen mit diesen zusammen in geschlossenem Buge ins Frete. Brünn. Hier feierten 30 000 Urbeiter, 15 000 nagmen am Feste theil, eine czechische und eine deutsche Versammlung fanden statt, letztere wurde polizeilich aufgelöst. In der Umgebung Brünns fanden ebenfalls Feste, welche von girta 10 000 Mrbeitern besucht waren, statt. Die Feier verlief ruhig und würdig. Rratau. Eine von vielen Tausenden besuchte Arbeiter- Berfammlung nahm Beschlüsse bezüglich des Achtstunden.ages und Ein häßliches Bild entrollte sich in der Nacht zum 29. v. M. des allgemeinen Wahlrechts an. in der Zimmerstraße, wo um zwei Uhr aus dem Hause Nr. 73 Budapest. Von seiten des Minifteriums ist in letzter Stunde zwei Damen unter Bedeckung mehrerer Polizeibeamten den Weg gestattet worden, daß die Arbeiter Versammlungen abhalten nach der Wache des Polizeireviers in der Lindenstraße antreten Dürfen. mußten. Diese Abführung bildete den unerwarteten Schluß des Frankreich. Die Maifeier ist in Paris und den Provinzen folgenden kleinen Abenteuers: Ein Assessor hatte die Bekannt in vollster Ordnung verlaufen. Der Deputirte Baudin in Paris, schaft jener beiden Repräsentantinnen der holden Weiblichkeit welcher die Vollsmenge zu einer Rundgebung aufforderte, wurde gemacht und war einer Einladung in deren Wohnung am auf der Place de la Republique verhaftet. In Marseille Freitag Abend gern gefolgt. und Roubair empfingen die der sozialistischen Partei an war urfidel. Als der Vorrath an Getränken verbraucht gehörigen Munizipalbehörden zahlreiche Arbeiter Abordnungen, war, stellte der Herr Affeffor feine Geldtasche zur Verfügung, von deren Inhalt die Mittel für die weitere Bewirthung ge welche verschiedene Forderungen vorbrachten. Inzwischen war es spät geworden, und Frete Volksbühne. Am Sonntag, den 7. Mai, NachHolland. Am 30. April haben in Amsterdam und im Haag nommen wurden. sowie in anderen Orten größere fozialistische Rundgebungen statt der Herr Affeffor rüstete fich zur Heimtehr. Dabei bemertte er, mittags 21/2 Uhr, veranstaltet die Freie Boltsbühne" für die 1., daß seiner wohlgespickten Börse vier Hundertmarkscheine zu am 14. für die 2., am 21. für die 3., am 28. für die 4. Abgefunden, welche ohne Zwischenfall verlaufen find. Die freundlichen Wirthinnen theilung eine Vorstellung im Leffingtheater. Zur Aufführung geviel entnommen worden waren. waren entrüftet und wollten über den Verbleib der Scheine teine langt an allen vier Tagen Sudermann's Schauspiel„ Die Ehre". Auskunft geben fönnen. Der Assessor beruhigte sich aber nicht Die Hauptrollen liegen in den Händen der Damen Ernst, und fing an, die Wohnung mit gerichtlichem Scharfblic abzu- von Böllnis, Wagen, der Herren Höcker, Molenaar, Prechtler suchen. Er fand auch bald, in einem Papierforb versteckt, zwei und Waldow. der vermißten Geldscheine und erklärte nun offen, daß ihm das Polizeibericht. Am 29. v. M., Vormittags wurde ein Italien. Nach den bisherigen Nachrichten aus den Pro- Geld gestohlen sei. Da sich aber die Damen zur Herausgabe vinzen wie aus der Hauptstadt ist die Maifeier vollkommen nicht bequemten, so wurde auf Veranlaffung des Geschädigten Schlosser in seiner Wohnung. in der Ruheplaystraße, erhängt vorVor dem Haufe Gartenstr. 153 gerieth Abends programmmäßig verlaufen. das Haus durch einen Nachtwächter besetzt gehalten, bis die gefunden. Spanien. Aus Madrid meldet das Wolff'sche Bureau: freundlichen Gastgeberinnen durch einen Schuhmann abgeholt ein 5jähriger Knabe unter die Räder eines Geschäftswagens und Eine in Buen Retiro abgehaltene sozialistische Versammlung verwurden. Am Sonnabend Nachmittag erschien dann der Affeffor erlitt so schwere Verletzungen, daß er bald darauf verstarb. wiederum auf dem Polizeibureau, um bier die Sache für erledigt nödfernbrücke, die Zeiche eines unbekannten, etwa 30jährigen Am 30. v. M. Morgens wurde im Landwehrkanal, an der lief ohne Zwischenfall. zu erklären. Trotzdem find die beiden Damen, denen sich auf Weitere Maifest- Nachrichten fiehe unter Depeschen. ihrem Gange nach der Wache eine Menge nächtlicher Gestalten Mannes angefchwemmt, und ein Glaserlehrling in seiner Woh Gartenwirthschaft in der Hafenhaide fiel Nachmittags ein siebenAn die deutsche Sozialdemokratie ist seitens der belangeschlossen hatte, noch nicht wieder in der Wohnung auf nung, in der Pallisadenstraße, erhängt vorgefunden. In einer gischen Arbeiterpartei folgende Buschrift gerichtet getaucht." Mit welcher fittlichen Entrüftung der Herr Affeffor wohl jähriger Stnabe von dem Boden der Drabtfeilbahn etwa vier bereinst, wenn er zum Staatsanwalt aufgerückt iit, über die Meter hoch herab und erlitt einen Bruch des Unterschenkels. Er Genoffen! Wir benutzen den 1. Mai, diefes internationale moralische Verdorbenheit der ihm vorgeführten Proletarier los- wurde nach dem Elifabeth- Kinderhospital gebracht.- Am 29. Berbrüderungsseft, um den deutschen Arbeitern, die mit der donnern wird. Seine Methode, soziale Studien zu machen, ist und 30. v. m. fanden fünf kleine Brände statt. belgischen Arbeiterpartei durch die engsten Bande der Freund in der That recht l- ehrreich. schaft verbunden sind, unsere Grüße zu senden mit dem Wunsch, daß in Eurem Lande, wie überall, die Sozialdemokratie triumphiren Aus Belgien meldet das Depeschenbureau Herold": Jn Lüttich ist die Kundgebung ohne Zwischenfall verlaufen. In Mon 3 feiern 900 Arbeiter, welche aber morgen die Arbeit wieder aufnehmen. In Charleroi feiern 29 000 Grubenarbeiter und 3000 Metallarbeiter. Es herrscht dort ebenso wie in Antwerpen vollständige Ordnung. worden: " Die Ratten verlassen bas sinkende Schiff. Herr Ahlmöge. Anläßlich des 1. Mai und angesichts des nahenden Ver- wardt bekommt heute von seinem bisherigen Moniteur, der brüderungs- Kongreffes in Zürich müssen wir uns mehr und mehr Staatsbürger Zeitung", den Laufpaß. Wie ja auch nicht anders von der Nothwendigkeit überzeugen, daß der internationalen zu erwarten, ist das Blatt zu der Erfenntniß gekommen, daß die Koalition der Kapitalisten und Machthaber der internationale Beit zu Ende ist, wo mit ihrem Hanswurst flotte Geschäfte zu Bund der Arbeiter entgegengesetzt werden muß. und machen waren. Darum fort mit Schaden! Gerichts- Beifung. Schwere Mißhandlungen ihrer Kinder wurden dem Steinträger Michael Wollny und seiner Ehefrau Ernestine, frühere Freudenberg, geb. Fahrenholz aus Neu- Weißensee heute Versammlungen. vor der II. Straffammer am Landgericht II zur Laft gelegt. Rocktasche herausgenommen und diefen in die Urne geworfen.[ Vorträge habe er verfucht, bem von der Sozialdemokratie aus Die Verhandlung rollte ein häßliches Familienbild auf. Wollny Klügmann will dagegen fofort protestirt und verlangt haben, geftreuten Gifte" entgegenzuarbeiten; in welchem Lichte stehe er hat früher vier Jahre lang mit einer Frauensperson in wilder daß sein eigener Beitel in die Urne gesteckt werde, Neumann soll nun ben Lefern diefes Artikels gegenüber? Che gelebt, diefelbe aber geehelicht, nachdem sie ihm drei Kinder darauf gesagt haben: Ach, das ist ja ein ganz ebensolcher Nach einer glänzenden Vertheidigungsrede des Dr. Türkgeboren hatte. Schon ein Vierteljahr nach der Verheirathung Bettel, wie ich hineingeworfen habe." Erft als Klüg- heim und nachdem noch Stolten zum Schluß auf die unstarb die Frau. Dem Manne lag nun die Gorge für die Kinder mann fein Verlangen wiederhofte, foll sein Bettel in erhörten Beleidigungen hinweist, welche Blum in bewußt unob, er hatte sich sonst nie um diefelben gekümmert, vielmehr jede die Urne gewandert, der falsche Bettel aber auch darin wahrer Weise gegen seine, des Angetlagten, Partei in seinem freie Stunde in den Kneipen zugebracht. Die Kinder waren geblieben fein. Diese Darstellung wurde gestern durch die eibliche Buche in die Deffentlichkeit schleuderte, sowie daß er nur habe buchstäblich im Schmuh aufgewachsen und total verwahrlost. Aussage des Arbeiters Rademacher, welcher mit Kligmann beweisen wollen, daß der Mann, welcher der Sozialdemokratie Wenn er sich als Wittwer auch ebenfalls nicht viel um die zufammen in das Wahllofal gekommen war, vollinhaltlich be- den Vorwurf des Landesverrathes mache, etwas gethan habe, Kinder tümmerte, so war seine Lage doch eine peinliche, er griff flätigt. Dieser Zeuge verblieb auch Bunft für Puntt babei, troy was viel eher als Landesverrath bezeichnet werden tönne, als also mit beiden Händen zu, als die Nachbarn ihm feine jezige dem Neumann diese Beschuldigung entschieden beftritt und nur alles, was der Sozialdemokratie vorgeworfen werde, sieht sich Frau zufchickten, die mit ihren zwei Kindern obbach- und eristenz- die Möglichkeit zugab, daß er seinen eigenen Stimmzettel aus der der Gerichtshof zur Beschlußfaffung zurück. Nach längerer los nach Weißenfee gekommen war. Er heirathete biefelbe vom Tasche gezogen und seine Stimme abgegeben habe. Der Ver- Berathung verfündet der Gerichtshof das Urtheil, wonach gegen Fleck weg und sie führte nun den Stieftindern gegen- theidiger Rechtsanwalt Moffe batte den Wahrheitsbeweis an- Stolten auf eine Geldstrafe von 300 m. eventuell 30 Tage über ein entsegliches Regiment ein. Dieselben wurden mit getreten, die als Zeugen vorgeladenen Mitglieder des Wahl- Gefängniß erkannt wird. Ferner wird ihm eine an Blum zu jedem beliebigen Gegenstande geprügelt, der ihr gerade zur vorstandes erklärten aber übereinstimmend, daß sie von dem zahlende Buße von 100 m. auferlegt, fowie Ersatz der AusDas Urtheil soll im Hamburger Echo" publizirt Hand war, mit Knütteln, Holzpantinen, Holzscheiten 2c. Mitten behaupteten Vorgange nichts bemerkt hätten. Der Staats- lagen. im Winter mußten die Kinder halbnadend an den Brunnen anwalt hielt den Wahrheitsbeweis nicht für erbracht, insbesondere werden. auf dem Hofe gehen, um sich zu waschen. Wenn der Vater des auch durch die Mitglieder des Wahlvorstandes für erwiesen, daß Bielleicht freut es dem Dr. Hans Blum, die 100. einAbends von der Arbeit fam, wurde er von der Frau fo lange die Stimmliste durchaus regelrecht und gewiffenhaft geführt fei. zuheimsen; stolz braucht er auf seinen Sieg nicht zu sein! aufgeheßt, bis er die Mißhandlungen der Kinder nun seinerfeits Der Vorwurf des Klügmann fei hinfällig, weil fein Wahlzeite! au nahm. Dabei gebrauchte er meist eine abgebrochene Sábel- au viel in der Urne vorgefunden sei und der Zeuge Neumann tlinge, mit welcher er die Kinder über den Kopf fchlug. Der feine Möglichkeit gehabt habe, unbemerkt einen Bettel wieder 11 jährige Knabe ist infolge der unaufhörlichen Mißhandlungen herauszunehmen. Der Staatsanwalt beantragte 200 M. Geld davon gelaufen und nie wieber zum Vorschein gelommen. Seit Buße event. 20 Tage Gefängniß. Rechtsanwalt Länger als einem Jahre hat man weder seine Leiche, noch sonst Mosse erachtete dagegen in dem Neumann'schen Falle vollauf Wahrheitsbeweis für Zur Vorfeier des 1. Mai fand am 30. April eine öffenteine Spur von ihm gefunden. Das 12 jährige Mädchen ist in den Zwangserziehung gebracht worden. Für das rohe Elternpaar Berlegung bes§ 108 burch Neumann für erwiesen, beftrittliche Versammlung von Haus und Geschäftsbienern, wirkte mur der eine Umstand strafmildernd, daß die Kinder durch eine vorliegende Beleidigung des gesammten Wahlvorstandes Martthelfern, Weinteller Arbeitern, Padern die mißlichen Familienverhältnisse thatsächlich verwildert und ver- und beantragte die Freisprechung unter gleichzeitiger Berufung und Packerinnen, sowie Berufsgenossen statt, in wahrlost waren. Der Gerichthof erkannte baber nur für den auf§ 193 St.-G.-B. Der Gerichtshof erkannte auf& rei welcher Genoffe Dt. Bütgena u einen Vortrag über die BeEhemann auf drei Monate, für die Ehefrau auf fechs Monate prechung. Er hielt in dem Neumann'schen Falle auf grund deutung des 1. Mai hielt. Gingeleitet wurde die Versammlung Gefängniß. der eiblichen Befundungen des völlig einwandfreien Zeugen durch einige Gefangsvorträge des Gesangvereins. Brüberschaft" Rademacher den behaupteten Thatbestand für erwiefen und ausdiener, M. d. A.-S.-B.), welche den lebhaftesten Anklang Das große Eisenbahnunglück, welches sich am 3. Juli v. J. bezüglich des zweiten Theiles der Anflage eine Beleidigung nicht fanden und die weihevolle Feststimmung der zahlreich besuchten zwischen den Stationen Halensee und Charlottenburg ereignete, für vorliegend, da es bei jeber Wahl jedem Staatsbürger gestattet Bersammlung wesentlich erhöhten. Nachdem theilte der Borbeschäftigte am Montag die II. Strafkammer am Landgericht II. der öffentlichen Versammlung am 16. März auf seine eingereichte Auf der Anklagebant stand der jezige Fahrkartenschaffner Gmit sein müsse, seine Gravamina vorzubringen. Die Grenzen des figende Alboldt mit, daß die erfolgte polizeiliche Auflösung Gerhardt aus Halensee, dem zur Last gelegt wurde, burch falsche 193 feien nicht überschritten. Beschwerde hin vom Polizeipräsidenten für ungerechtfertigt erklärt Signalfiellung am Abend des genannten Tages gegen 10 Uhr Aus Hamburg wird uns unter'm 30. April gefchrieben: worden ist. Dagegen ist, wie Rein mittheilte, gegen Frau veranlaßt zu haben, daß der Grunewaldzug Str. 1863 auf den ohl felten hat ein deutscher Rechtsanwalt vor Gericht als Kläger Balm als Theilnehmerin an jener Bersammlung Antlage erhoben furz vorher abgelaffenen und auf freier Strecke haltenden eine fläglichere Rolle gespielt, als am Freitag Dr. Hans Blum worden und zwar wegen wiederholten Fragens nach§ 5 bes Zug Nr. 1861 auflief, wobei zwei Wagen zertrümmert und etwa vor den Schranten der B. Straffammer bes biefigen Bandgerichts. Bereinsgefeßes, Singens der Arbeiter- Marseillaise und Nicht3. breißig Passagiere verlegt wurden, glücklicherweise bis auf eine Trogalledem hatte die Hamburger Staatsanwaltschaft diesen un verlaffens des Saales. Rein sprach die Erwartung aus, daß sich Person sämmtlich leicht. Das Merkwürdigste bei der Sache bedeutendsten der Unbedeutenden für wichtig genug erachtet, es der Frau Balm genügend Entlastungszeugen zur Verfügung stellen war, daß am Sonntage vorher( 26. Juni) zu derfelben Beit und als„ im öffentlichen Intereffe liegend" zu finden, gegen Otto werben. Ferner brachte Alboldt zur Kenntniß der Versammlung, fast genau auf derfelben Stelle fich ein gleicher Unfall ereignete, Stolten, den Redakteur des Hamb. Echo", Anllage wegen zu bem Beschluß gekommen sei, über die Petition, be daß der Petitions- Ausschuß der Stadtverordneten- Versammlung ber indessen glimpflicher ablief. Dem Angeklagten wurde nun Beleidigung eben dieses pans Blum zu erheben. Der Anklage dem Beschluß gekommen fei, vorgeworfen, daß er für den Zug 1863 freie Fahrt" gegeben liegen folgende Vorgänge zu Grunde: Dr. Hans Blum, der Sohn treffend die Abstellung der privaten Beschäftigung der hatte, ohne sich zu vergewissern, daß die Strecke frei war. Der bes bekannten Demokraten und Freiheitshelben Robert Blum, Mannschaften der Feuerwehr, ben Uebergang 8u empfehlen. Gaßler machte sodann in Bertheidiger, Rechtsanwalt Dr. Ludwig Flatau, hatte zur Ent erbracht und eine Ún 3 zur Tageskräftung dieses Vorwurfes einen großen Beweisapparat aufgeboten, der am 9. Nov. 1848 in Wien erschossen wurde, fühlte als Mit ordnung 35 Zeugen waren zur Stelle. Die Verhandlung gestaltete fich glieb der nationalliberalen Partei bas dringende Bedürfniß, die fürzen Bügen Mittheilung über das wirken der Agitationsaber sehr kurz und bündig. Landgerichtsdirektor Rinkhoff, Sozialdemokratie kritisch zu vernichten und ließ zu diesem Zweck im fommission. Troß aller entgegenstehenden Schwierigkeiten könnte ber nach seiner Ernennung zum ersten Male den Vorsitz in der August 1891 in der Hinstorff'schen Buchhandlung in Weimar ein Buch man mit den Erfolgen in der kurzen Beit zufrieden sein. Er hoffe, Stammer führte, beschränkte sich auf das Inquisitorium und die unter dem Titel Die Lügen unserer Sozialdemokratie" er daß mit der Beit alle Kollegen sich den auf dem Boden der Kammer führte, beschränkte sich auf das Inquisitorium und die scheinen, in welchem die Unmöglichkeit eines Bestehens der von würden.( Beifall.) Nachdem weiter zum Anschluß an den Ber= Bernehmung eines Sachverständigen. Der Angeflagte, der von Scheinen, in welchem die Unmöglichkeit eines Bestehens der von modernen Arbeiterbewegung fiehenden Organisationen anschließen Bernehmung eines Sachverständigen. Der Angeklagte, der von den Sozialdemokraten angestrebten Gesellschaftsordnung angeblich band der Haus- und Geschäftsdiener, Packer und Berufsgenossen feiner Behörde als pflichttreuer und zuverlässiger Beamter be ben Sozialdemokraten angestrebten Gesellschaftsordnung angeblich würden.( Beifall.) Nachdem weiter zum Anschluß an den Verzeichnet wurde und gerade an den verkehrsreichsten Gonn nachgewiesen und den Sozialdemokraten, insbesondere ihren band der Haus- und Geschäftsbiener, Pacer und Berufsgenoffen weiter unter allgemeinem Beifall der Hoffnung Ausdruck gegeben tagen Dienſt thun mußte, erklärte fich für nichtschuldig. Führern, unaufrichtig feit, Baterlandslosigkeit, wie auch an den Verein Berliner Hausdiener aufgefordert und Der Unfall tönne fich nur durch einen Fehler an dem von landsverrath, Landesverrath, fittliche Verwahrlosung und Jr. war, daß in nicht zu ferner Zeit in Berlin nur Eine Vereinigung ihm bedienten Blod Apparat erklären laffen. Dafür spreche auch, daß der Apparat zwar hinterher verbessert religiosität vorgeworfen und sie als Revolutionsgesindel bezeichnet der ausdiener 2c. bestehen werde, nahm Dr. Bütgena u das worden sei, daß sich aber bennoch am 27. Oftober und werden. Um nun nachzuweisen, wie wenig Ursache der national Wort zu seinem Vortrage, welcher, häufig von lebhaftester Bu liberale Hans Blum hätte, den Sozialdemokraten Vaterlands- ftimmung unterbrochen, am Schlusse ungestümen Beifall entfesselte. 6. November desselben Jahres ähnliche Störungen gezeigt hätten, lofigfeit vorzuwerfen, brachte unser Leipziger Partei- Organ„ Der Nach einer Diskussion, in welcher Rein für die Organisation wie er eine solche als vorliegend erachten müsse. Zudem habe er Wähler" unterm 2. Dezember 1891. einen Artikel, in welchem eintrat, Ea ßler die Frauen an ihre sozialistischen Erziehungswie er eine solche als vorliegend erachten müsse. Rubem habe er in der betreffenden Stunde 20 Züge annehmen und abgeben behauptet wurde, daß in einer Bersammlung, welche im Hotel Pflichten ermahnte und Frau Balm wie Frau Lange einen müssen und jedesmal mußte er die Bude verlassen, um burch de Bologne" in Leipzig im Jahre 1866 zu der Zeit stattfand, wirkungsvollen Weckruf an die Frauen richteten, gelangte eine Stufen oder Winken dem dienfithuenden Stationsbeamten Nach als Leipzig von den Preußen besezt war, eine Kommission ge Resolution einstimmig zur Annahme, in der die Versammlung fich richt von ben telegraphischen Meldungen zu geben. Seine Aufwählt worben fet, ber u. a. ber jegt nationalliberale Profeffor verpflichtete, für die Grringung des Achtstundentages mit aller merksamkeit fei deshalb nach allen Richtungen hin in Anspruch Karl Biebermann, Herr Josef und Herr 2 orena ange- Kraft einzutreten. Nach einer längeren Distuffion wurde ferner genommen worden. Der Vorsitzende stellt felbft fest, daß dem Anhörten. Diese Kommission hätte den Auftrag von der Versamm ebenso einstimmig folgende Resolution angenommen: geklagten bei diesem verantwortlichen Dienste teine Hilfskraft zur Ber lung, also auch von dem in derselben anwesend gewesenen Die heutige Versammlung protestirt ganz entschieden dafügung stand, welche die Meldungen an den„ Diensthabenden" beforgen Dr. Sans Blum, gehabt, bei dem preußischen Zivilgouverneur in gegen, daß die Postanstalten noch an Sonn- und Feiertagen fonnte. Telegraphendirektor Zweg giebt als Sachverständiger eine Dresden wegen der Annerion Gachfens, Verwandlung von 5-7 Uhr Nachmittags offen gehalten werden. Die Sonntagssehr detaillirte Darstellung des telegraphischen Block- Apparates. Der Angeklagte durfte für den zweiten Bug nicht eher das Signal Sachsens in eine preußische Proving und Entthronung des Königsruhe, die bei den hilssarbeitern im Handelsgewerbe ohnehin schon freie Fahrt" geben, als bis er das Signal erhallen hatte, daß vorstellig zu werden. Durch den schnellen Friedensschluß sei die gar nicht verspürt wird, ist durch das Offenhalten der Postber vorangegangene Jug in Charlottenburg eingelaufen sei. Diese bätigteit biefer fächsischen Patrioten gegenstandslos geworden. anftalten zu gedachter Zeit vollständig, illuforisch gemacht und es ber vorangegangene Jug in Charlottenburg eingelaufen sei. Diese Go fahe der Vaterlandsfreund" und" Baterlandsvertheidiger" tann von einem freien Sonntag Nachmittag nur erst dann die Nachricht werde durch einen Kontakt gegeben, welchen Hans Blum aus. Warum diese Leute nicht bestraft worden Rede sein, wenn alle Pofianstalten des, Sonntags Nachmittags ber fahrende Bug beim Einlaufen auslöst. zwar nicht wahrscheinlich, sogar sehr zu bezweifeln, daß feien, erklärt der Artikel, indem er den Wortlaut des Artikels 19 gänzlich geschlossen sind. Die Versammlung beauftragt das heutige das Vor- und Rückwärtsfahren des des Friedensvertrages von 1866 abdruckt, in welchem der König Bureau, diese Resolution dem Deutschen Reichstage, der sozialdes ersten Buges eine Frritirung herbeigeführt habe, indeffen feien bie Leitungen foon Sachsen erllärt, feinen feiner Unterthanen wegen eines in demokratischen Fraktion, sowie dem Staatssekretär v. Stephan zu liebevollen Vorschlag des Konfektionär", dahingehend, im Interesse zahlreich und die Ströme fuchen fich gleich dem Blige ben be- bezug auf die Verhältnisse zwischen Preußen und Sachsen übermitteln. Gleichzeitig protestirt die Bersammlung gegen den quemsten Weg, daß die Möglichkeit nicht ausgeschloffen sei, daß oder Verbrechens zc. zur Berantwortung ziehen oder in feinen der Sonntagsruhe der Hausdiener die Rosianstalten des Sonnwährend der Dauer des Kriegszustandes begangenen Bergebens in irgend ein nicht aufgeklärter Umstand eine Irritirung des Ehrenrechten beeinträchtigen lassen zu wollen. Diesen Artikel abends Abends entsprechend länger offen zu halten." elektrischen Stromes herbeigeführt hat. Der Sachverständige ließ der damalige verantwortliche Redakteur des Hamburger In einer dritten Resolution verpflichteten, sich die Ver giebt zu, daß der Apparat nicht fehlerfrei war und Echo", Otto Stolten, in Nr. 284 des lettgenannten Blattes sammelten, fich zu organisiren und bei der nächsten ReichstagsDaß sich nach der Verbesserung noch in zwei Fällen vom 4. Dezember 1891 abbrucken, nachdem er selbst, wie von ihm wahl nur sozialdemokratisch zu wählen. Mit einem braufenden Störungen gezeigt haben, von benen bie eine aufgeklärt nicht bestritten wird, eine mit ber Ueberschrift" Der Ligen". Soch auf die internationale Sozialdemokratie schloß die Verworden, die andere unaufgeklärt geblieben fei. Auf Befragen Bans und die Waterlandsliebe" beginnende Einleitung und einen fammlung. Der in der Versammlung ertrantte Stollege Meier, des Vorsitzenden giebt der Sachverständige zu, daß auch die Beleuchtungsvorkehrungen unzureichend waren, so daß man etwa urzen Schlußsatz dazugefchrieben. Durch den Abbrudt dieses Wallstr. 16, wurde in das Krankenhaus Bethanien überführt. durch Schatten zc, die tothe Farbe als weiß ansehen konnte. lands- Hänschen" und durch den Schlußjah, daß Hans" Blum verfamn.lung Annenftr. 16, abends 8 Uhr. Bibliotherabend. Der Sachverständige resumirt sich dahin, daß die mangelhafte und Konsorten nach dem sächsischen Gesetz das Zuchthaus den 8. Mat, abends 9 Uhr, in Bolg' Fensälen( Feuerstein), Alie Jakobfir. 16. Beleuchtungseinrichtung, die eine Täuschung in der Farbe nicht verdient hätten, soll der Kläger beleidigt worden fein. er Stellenvermittelungsschwindel unter dem Schuge des Vereinsgefeßes. ausschließt, in Berbindung mit der unzureichenden Besetzung des Daß die Versammlung im Hotel de Pologne im Jahre 1866 Sistuffion. Bahnhofs durch Beamte, in fernerer Berbindung mit dem Um: Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner ju gerlin. Den Landsstande, daß der Apparat nicht auf der Höhe der Zeit stand, und stattgefunden hat, muß der Kläger und Zeuge Blum zugeben, feuten zur Mittheilung, das vom Mittwoch, ben 8. Mai 1893 unsere Gigungen nur will er sich unter Eid" nicht mehr erinnern im neuen Bereinslotal, Kommandanten- Garten, Kommandantenstr. 10-11, bei endlich die große Zahl der in jener Stunde abgefertigten Büge tönnen, ob er( Sans Blum) für oder gegen die, die B. Bodenburg, stattfinden. Nächste Sizung: Mittwoch, den 3. Mai, Abends es zweifelhaft mache, ob der Apparat einmal nicht bediente, oder Ginverleibung Sachfens in Preußen befür 8 beſchäfftches. " Zentralverein der Bildhauer Deutschlands. Gauverein Berlin. Portiers, Diener, Hausdiener etc. Große Versammlung am Mittwoch, bet Blog. Güd ( bet Grube): Deutsch( unt.), Südost= - Ite durch eine rückwirkende Stimmung umgestellt worden sei. Nach wortende Resolution geftimmt hat. Ob diefer schule, Mariendorferstraße 5 Arbeiter- Bildungsschule. Dienstag Abend von 8%-10% Uhr. diesem Gutachten wurde auf die ganze Beweisaufnahme ver Aussage des Zeugen im Gerichtsfaal allgemein Schütteln des Schule, Reichenbergerstraße 138: Gefeßestunde und Deulf( unt.). Dit zichtet. Der Staatsanwalt beantragte Freisprechung des Rechnen, Rorrespondenz und Geschichte( alte). In allen Fächern, mit AusAngeklagten und ohne sich zurückzuziehen erkannte der Gerichtshof Ropfes." Auch der Herr Gerichtspräsident Direktor Dr. Burchhard Schule, Martustraße 31: Deutsch( unt.). Nord- Schule, Müllerstraße 179a: meinte, daß sogar nach der Biedermann'schen Deutschen Mag. name Mathematit und Buchführung, fönnen noch Schüler und Schülerinnen, demgemäß. Beitung" von 1866 allerdings fleine Hochverräthereien" ge- auch jegt im Laufe des Semesters, eintreten. Lefe- und Diskutirklubs. Dienhag. Gmpor", Abends 8% Uhr, Aus der Reichstagswahl des Jahres 1890 ftammt trieben worden sind. Der Bertheidiger Dr. Türkheim fragt Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Alle Aenderungen im die Wahlgeschichte, welche geflern vor der ersten Straf- Blum, warum er nicht mitgetheilt habe, daß in Sachfen im bet. Behrend, Blumenthalftr. 6. tammer hiesigen Landgerichts I zur Verhandlung gelangte, nach gleichen Falle die Staatsanwaltschaft die Erhebung der Antlage Bereinstalender sind zu richten an Friedr. Kortum, Manteuffelftr. 70. Dienstag, dem dieselbe auch den Staatsanwalt und den Reichstag be abgelehnt habe, worauf Blum entgegnet, daß die Staats: bds. Uhr, Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Freundschaft 1, Olympia, Alte Jafobstr. 68 bei Nichter. schiidhorn, Usedomstr. 33 bei Wiete, Allegro, schäftigt hatte. Wegen Beleidigung des Dorfschulzen eu anwaltschaft dies wegen einer Ministerialverordnung gethan bet Dewald Berliner, Brunnenstraße 114.mann und des Wahlvorstandes zu Gornig, 10. Bromberger babe. Eine Privattlage gegen den Leipziger Wähler" habe er rangelfir. 141, bei Schmidt.- Ipengode, Grüner Weg 29, bei Gaeger. Ihn'scher umor, StraußWahlbezirt, wurde der Redakteur des Berliner Tageblattes" nicht erhoben, weil er bas Blatt nicht mehr hätte erhalten Bruder heri, Manteuffelftr. 9 bei Nowad. bergerstraße 3 bei Birt. Unverzagt 2, loabit, Kronen- Braueret. Fr. Harich zur Verantwortung gezogen. Im damaligen Wahl tönnen.( Er hätte in diesem Falle bei Freisprechung die Kosten offnung 3, Deutsch Wilmersdorf Brandenburgstraße bet Gräg. Arbeiter Maifampfe standen sich als tonservativer Kandidat der Regierungs- tragen müssen, während sie in Hamburg der Staatstaffe zur Last Batotapetle, Reichenbergerstr. 19 bet stofcher. Gängertette, Gräfeftr. 84 Präsident v. Colmar und als freisinniger Kandidat Rechts: fallen würden.) Dr. Türkheim fragt nun, warum er in seinem Bund, Nowawes, Wallstraße bei Gärtner. Kreuzberg, Lichterfelderstraße Nr. 7-8 bei Winter. Als Nachtlang zu Buch die Affäre Frohme Geyser mit der Bahnverwaltung sinde, Reichenbergerſtraße 39 bei Fürstenau. anwalt Dr. Flata u Berlin gegenüber. Vorwärts 4, Rathenow, aber nicht die Rechtfertigung der ersteren; Restaurant Zur Erholung bei 2. Friefecte. Ginigrett 2, Landsbergerjener Wahl veröffentlichte das Berl. Tagebl." am 25. Februar angeführt, bei Musehold. Gefangverein der Böttcher Stein einen vom Rechtsanwalt Flatau verfaßten Artikel, welcher zur Blum meint, es sei ihm das Leytere nicht bekannt ge- ftraße 31 eiche Jüdenftr. 55 bet Trteschmann. Borwärts 8, Marwig, Ueber weitere Behauptungen" feines Buches bet Wilhelm Nölte. 46 bet Hilaria, Blumenstraße Went. Erhebung der Anklage Veranlaffung gegeben hat. Es wurde behauptet, worden. weiß Blum feine Auskunft zu geben, auf Ganger Chor der Löpfer, Neue Friedrichstr. 44, beisöllig. daß in Gornik der stellvertretende Wahlvorsteher Neumann dem befragt, weiß Eisenbahnstr. 20 bei Siegmund. Johanni, Arbeiter Klugmann einen auf Flatau lautenden Bettel abge- welche Quellen er sich stüßte. In dem Buche ist behauptet, daß wiederhall Ostbahnhof 7 bei Schulz. Vorwärts 3, Friedrichsfelde, Wilhelmftr. 10 Gefangverein Rothe Melfe 2, bei Sabe, Nuppiner- und nommen, denselben aber mit einem tonfervativen Bettel ver der sozialdemokratische Antrag auf Unterstüßung der Familien bomber. Schneeglöckchen 1, Rigdorf, Berliner= tauscht und letzteren in die Wahlurne gesteckt habe. Es wurde von Landwehrleuten und Reservisten verheßend" sei. Bevor Schönholzerstraßen Ede. Gefangverein Eintracht, Nieder- Schönweide, ferner behauptet, daß in der Wählerlifte Stimmen von solchen aber Blum das Buch herausgegeben, ist der Antrag Gesez ge- raße 188 bei fummer. Restaurant Sinż. Mohr'sches Doppelquartett, Friedrichsbergerstr. 19. Gefangverein Frohsinn in Stralau bet Gaster. Deutsche Wählern als für Colmar abgegeben verzeichnet worden seien, worden. Auf Borhaltung fagt Blum, er habe nur gemeint", bie Grüner Meg 29 bet Säger. Sängergruß, welche am Tage der Wahl verreift waren und daß nachweisbar Absicht des Antrages fei verbekend. Einen ihm durch den stedertafel, Rummels Vorwärts 7, 19 Personen Zettel für Flatau abgegeben häten und doch nur" Echo" Artikel erwachsenen Schaden vermag Blum nicht an- Friedrichshagen, Blant's Restaurant. burg, bei Borgmann. Epheu, Ackerftr. 123 bet Stümte. Gefangverein 15 Stimmen für denselben gezählt seien. Auf ergangene Denun zugeben, aber die Möglichkeit ist nicht ausgefchloffen", wie er Freiheit 1", Bülowftr. eb bei Richter. Gefangverein, cho 2" 9 Uhr Gesangverein ziation war seinerzeit gegen den Dorfschulzen Neumann das meint. Nach beendigter Beweisaufnahme beantragt der Staats- Abends uebungsstunde bet Neimann, Alte Schönhauserfir. 42. Verfahren wegen Bergebens gegen§ 108 eingeleitet worden, anwalt Dr. Heinichen( ursprünglich hatte der befannte Berechtigteit Westen, Kurfürstenstraße 31 bei Marchner. Männergesang verein Gängertreis" Weißensee, Königs- Chauffee 46, bet Brennert. Gefang und Theaterverein Acacte"( gemisch. Chor). ber Staatsanwalt hat aber schließlich das Verfahren eingestellt. Dr. Romen die Sache eingeleitet) gegen Stolten 1000 m. Der inzwischen nach Amerika ausgewanderte Klügmann hat bei Geldstrafe, event. für je 10 M. einen Tag Gefängniß, außerdem stattgerfir. 64, bet A. Sente. Arbeiter- Gefangverein Freiheit 2, AblersFreies Lied 1, Friedrichsberg, Friedrich- Karlfeinen diesbezüglichen Wahrnehmungen befundet: Als er seinen Publikationsbefugniß für Blum. Diefer, als Nebenfläger, be- bof, Restaurant Ruble. Wacht auf Wörther- und Nyfestraßen- Ecke bei Schmidt. Buttge Sänger" in Botsdam, Brandenburger KommuntBettel für Flatau abgegeben, habe Neumann den Bettel geöffnet antragt in faft meinerlichem Zone außerdem auf eine Buße zu erftraße 11 bet Heinecke. Blumentefe", Sebaftianstr. 3, bei Meier, geiheits und gelesen, dann aber einen anderen Bettel aus feiner inneren kennen. Er fei in seinem Berufe sehr geschädigt worden( 1) Durch tation 16. " 27 Arbeiter Bernau, tm Schützenhaus.- rete Gloden, Mariannenstraße 31-33 bet Doberstein. Genefelber, Landsbergerftr. 31 bet Seehaufen. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Alle Buschriften, den Bund betreffend, find zu richten an B. Sentel, Bergmannstraße 21, of 8 Tr. Dienstag. Stattlub Kreuz- Solo bei Ratte, Andreasftr. 18. Theaterverein Blumenlefe bei Gommer, Stall: schreiberstr. 58, Gefelltger Verein Hoffnung bei Nemig, Lebuserstr. 5, alle 14 Tage. Tambourverein Wirbel, bei Müller, Gartenstraße 52. Louisen städtischer Theaterverein& rohsinn bei Möhring, Admiralftr. 18c. Tambourperein Deutsche Eiche bei Niederschuh, Fürbringerstraße 7. Tambour- Verein Boruffia bei Scholz, Weidenmeg, Ecke Möglinerstraße. Bergnügungsverein limbim bei Bredlow, Bülowstr. 65. Tambour: verein Ruf bei Sperling, Inselstr. 1.- Bergnügungsverein Amor I bet Bergemann, Prinzen- Allee 10. Mufitverein Hoffnung, bei Dreßler, Eisenbahnftr. 6. Gefelltger Berein Mehr Licht bei Golz, Gr. Frant furterstraße 133. Gefelliger Muftrdilettanten- Verein Münstermann, bei Wilte, Sochstr. 32a. Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Depeschen: Spezial- Telegramme des ,, Vorwärts". Stettin, 1. Mai. Die Maifeier- Versammlung war von 1500 Personen besucht. Forst i. 2., 1. Mai. Versammlung von über 2000 Perfonen besucht. Referent Megner- Berlin. Glänzender Verlau. Magdeburg, 1. Mai. Wegen Boykotts der größeren Lofale fanden in vier fleineren Sälen Versammlungen statt, die von 5000 Personen besucht waren und zum Theil polizeilich abgesperrt wurden. Mainz, 1. Mai. In der von mehr als 1000 Personen be fuchten Boltsversammlung- Viele mußten umfehren- referirte F. ft. Die Stimmung war begeistert. Kaffel, 1. Mai. Das Maifest wurde hier und in dem Borort Wehlheiden durch zwei große Versammlungen, welche vollständig überfüllt waren, begangen. Bahlreiche Theilnehmer mußten umfehren. Elberfeld, 1. Mai. Zwei große Boltsversammlungen, die überaus zahlreich besucht waren, fanden zu gunsten des Achtftundentages statt und sind würdig verlaufen. Göppingen, 1. Mai. Die heutige Maifeier ist von zirka 800 Personen besucht. Der Verlauf war großartig. Bremen, 1. Mai. Die Maifeier wurde durch eine Boltsversammlung, an welcher 4000 Personen theilnahmen, begangeu. Der Verlauf war ein imposanter. Duisburg, 1. Mai. Die heutige Versammlung war von ca. 300 Personen besucht. Die Resolution des Referenten, Genoffen Balfer, wurde einstimmig angenommen. München, 1. Mai. Heute fanden 5 Versammlungen von ca. 7000 Theilnehmern statt. Referent: Schmidt. Madrid, 30. April. Auch in Jerez find gegen 100 Arbeiter als verdächtig verhaftet worden, um etwaige Ausschreitungen am 1. Mai zu verhüten. Stuttgart, 1. Mai. 6000 Berfonen im Zirkusgebäude.[ fchoben worden, an welchem Zage eine Maffenversammlung im Große Begeisterung. Schönster Verlauf. Schluß 12 Uhr. Hyde Park stattfinden soll. Iserlohn, 1. Mai. An der öffentlichen Volksversammlung betheiligten fich 600-700 Theilnehmer. Sonntag findet eine Nachfeier statt. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) ( Devefchen des Burean Herold.) Reichenberg, 1. Mai. Nach der Industriestadt Grottau an London, 1. Mai. Eine große Anzahl Arbeitsloser vers der fächsischen Grenze wurde eine halbe Kompagnie Jäger ent- sammelt sich in den Docks. Sie erheben die Anklage, daß die fandt, weil man Ruheſtörungen anläßlich der Maifeier befürchtet. Chefs der Arbeiterpartei sie im Stiche gelaffen hätten. Der Das Militär zerstreute mehrere Arbeitertrupps, welche sich in Ausstand, welchen die Londoner Dockarbeiter infgeniren wollten, drohender Haltung vor einigen Fabriken angesammelt hatten. um ihre Sympathie für die Ausständischen in Hull zum AusEtwa die Hälfte der Arbeiter setzt die Arbeit ruhig fort. druck zu bringen, hat nicht stattgefunden; es haben nur 400 KohlenPrag, 1. Mai. In dem Prozesse wegen der Koliner Exzeffe arbeiter in den Viktoriadocks die Arbeit niedergelegt. Die Rheder find von den 19 Angeklagten 6 wegen Verbrechens der öffent- haben beschlossen, diese Rohlenträger morgen zu entlassen, falls lichen Gewaltthätigteit zu schwerem Rerfer bis zu 10 Monaten, fie fich nicht heute noch zur Arbeit melden sollten. 9 wegen Vergehens des Auflaufs zu Gefängniß bis zu 3 Wochen verurtheilt worden. 4 Angeklagte wurden frei gesprochen. Paris, 1. Mai. Die Physiognomie der Stadt ist rubig wie gewöhnlich; alle Verkaufsmagazine find geöffnet, in fast allen Fabriken und Werkstätten der Vorstädte wird gearbeitet. Paris, 1. Mai. Ein Arbeitertrupp spannte in Lyon aus einigen Pferdebahnwagen die Pferde aus. Die Polizei schritt ein, zwei Agenten( Geheimpolizisten) wurden verwundet, einige Verbastungen wurden vorgenommen. Zu Naizon im Departement Ardennen fanden Zusammenstöße zwischen Arbeitern und Polizei statt. Ein Gendarm wurde verwundet. Paris, 1. Mai. Der verhaftete Deputirte Baudin ift Nachmittags wieder freigelassen worden. In der Nähe der Arbeiterbörse finden unausgesezt Ansammlungen statt; auch einige Zusammenstöße famen vor, welche zu einzelnen Verhaftungen führten. Amsterdam, 1. Mai. Die aus allen Theilen des Landes vorliegenden Depeschen berichten, daß überall vollständige Ruhe herrscht und daß es an feinem Orte zu einem Zwischenfall getommen ist. Abends finden an einigen Orten Volksversammlungen statt, welche voraussichtlich auch ruhig verlaufen werden. London, 1. Mai. Die Hafenarbeiter Londons beschlossen in einer gestern abgehaltenen Versammlung, heute in den Ausstand einzutreten, wenn man nicht die nicht- unionistischen Arbeiter verabschiedete. London, 1. Mai. Bisher ist aus feinem Theile der Stadt eine Arbeiterfundgebung gemeldet, dagegen find in den Provinzen theilweise Streits ausgebrochen, so unter den Zimmerleuten und Maurern in Brighton und Northampton und unter den Fabrikarbeitern in Dundee. Zahlreiche Arbeiter der Viktoria- Docks in London feiern ebenfalls. Die für heute beabsichtigt gewesene Rundgebung der hiesigen Arbeiter ist auf nächsten Sonntag verArbeiter- Bildungs- Schule. Lehrplan für das Sommerhalbjahr. ( II. Quartal 1893.) Die Stunden fallen wie bisher Wochentags von 8 bis 10% Uhr Abends. Sonntags von 8 bis 10 Uhr Vormittags. Nordschule. Müllerstr. 179a. . Deutsch( ob.). . Geschichte( mittl.). Südschule. Mariendorferstr. 10 bei Grube. 1 Montag Dienstag Nationalökonomie. • • Kaufm. Rechnen, Wechselrecht, Korrespondenz. . Deutsch( unt.). Geschichte( neue). Deutsch( ob.). bo. Mittwoch. Donnerstag... Freitag. bo. Sonnabend bo. Montag Dienstag Mittwoch do. Donnerstag bo. Freitag. Sonnabend do. Sonntag. • • * • Buchführung u. ob. Nechn. Nationalökonomie. * Physiologie. Ostschule. Markusstr. 31. . Gesetzeskunde. Deutsch( unt.). Deutsch( ob.), Logit. Phyfiologie. Geschichte( mittl.). • Rechnen( unt.). Buchführung u. ob. Rechn. Deutsch( mittl.). Südost- Schule. Reichenbergerstr. 133. Gesetzeskunde. Anatomie. Deutsch( mittl.). Deutsch( ob.), Logit. * Rechnen( unt.) Geschichte( neue). * Kaufm. Rechnen, Wechselrecht, Korrespondenz. Mathematit u. mathemat. Geographie. Physiologie. * Buchführung u. ob.Rechn. Die mit bezeichneten Stunden werden mit Benutzung der DoppelRäume ertheilt. Für alle vier Schulen an jedem Sonntag Vormittag v. 10-12 Uhr: National Oekonomie in Schöning's Restaurant, Stallschreiberstraße 29. Unterricht für Nachtarbeiter: Nachmittags von 3-5 Uhr Ostschule, Markusstr. 31, Donnerstag: Buchführung u. Rechnen. Die Theilnahme an dem Unterricht der ersten Woche im Semester steht Jebem, auch nichtmitgliedern, unentgeltlich frei. Für sämmtliche Lehrfächer werden neue Schüler und Schülerinnen aufgenommen. Die Zahlung der Beiträge und Aufnahme neuer Mitglieder tann an erfolgen. Dafelbst wollen auch die Theilnehmer und Theilnehmerinnen am Unterricht ihre Schulkarten einlösen. Beitrag mindestens 25 Pf. monatlich, Schulgeld monatlich 50 Pf. An den mit bezeichneten Zahlstellen sind auch Billets zur Urania à 25 Pf.( welch' letztere dann nur noch eine Nachzahlung von 25 Pf. bedingen) gegen Vorzeigung des Mitgliedsbuches zu haben. Die Zahlstellen sind folgende: endstehenden Zahlstellen, deren je eine auch in jeder Schule errichtet ist, S. Börner, Ritterstr. 108. Gründel, Dresdenerstr. 116, Klein, Schönleinstr. 6. Ehrenberg, Annenstr. 16. Schöning, Stallschreiberstr. 29. SO. Südostschule, Reichenbergerstr. 138. Kehr, Röpnicferstr. 126. * Schulz, Admiralstr. 40 a. Ulrich, Wrangelstr. 84. Zubeil, Naunynstr. 86. Schayer, Reichenbergerstr. 54. Fafforke, Wrangelstr. 16, SW. Grube, Mariendorferstr. 10, Windhorst, Junkerstr. 1. * Antrick, Steinmetstr. 60. 0. Ostschule, Markusstr. 31. A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. 402/ 17* E. Böhl, Frankfurter Allee 74, Rattke, Krautstr. 48. Lock, Friedrichsbergerstr. 11, Ungering, Breslauerstr. 27. C. Löwenberg, Alte Schönhauserftr. Wernau, Rosenstr. 30. N. Nordschule, Müllerstr. 179a. * Gleinert, Müllerstr. 174. Gnadt, Swinemünderstr. 120, Kleinau, Gartenstr. 171. Lehmann, Brunnenſtr. 83, Schmidt, Tresckowstr. 24. Raabe, Ruppinerstr. 42. Meinhart, Pappel- Allee 3/4, NO. * Gumpel, Barnimstr. 42, Drescher, Linienstr. 50. NW. Vogtherr, Stephanstr. 27a, Voss, Lübeckerstr. 8. Der Vorstand, 18. Briefkaffen der Redaktion. D. A. Die Daten hat das betreffende Blatt ohne Quellens angabe Lujo Brentano's sehr lesenswerther Schrift: Ueber das Verhältniß von Arbeitslohn und Arbeitszeit zur Arbeitsleistung.( 3weite völlig umgearbeitete Auflage. Leipzig, Verlag von Dunder u. Hum blot. 1893) entlehnt. Bei Brentano a. a. D. Anhang S. 88 ff. finden Sie auch Macaulay's Rede über die Zehnstundenbill, nach der Uebertragung Bülai's. " Fischerhalle. Ohne Einsicht in das Statut leider nicht zu beantworten. A. S. Den Wahren Jakob" sowohl wie die Wiener Maifest- Zeitung" tönnen Sie im Schaufenster ausstellen. Der alte Abonnent mit 10001. Beantragen Sie Abschrift des Erkenntnisses Ihnen zuzusenden und beantragen Sie gleich zeitig die Kosten Ihnen zu ersetzen. Gratuliere. 2. Die beiden anderen mögen einen dahin gehenden Versuch machen. Vielleicht senden Sie das Erkenntniß ein, um dann davon eventuell Notiz zu nehmen. M. K., Bredow. Solche Ordre existirt nicht; er ist übungspflichtig. W. G. 22. Steuerpflicht scheint uns nicht vorzuliegen; es ist das eben eine bestrittene Frage. 3. K. Weder Auslieferung noch Verjährung pflegt einzus treten. Hoch, Weinstr. Bitte die Beilegung einer Briefmarke fünftighin zu unterlassen. Ihre wie ähnliche Fragen über Rechte gegen eine Rasse tönnen ohne Einsicht in das uns nicht übersendete Statut nicht beantwortet werden. Verlag des Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstrasse No. 2. Soeben erschien in unserem Verlage: Fort mit dem Militarismus! Ein Mahnwort an die Reichstagswähler gegen die Militärvorlage. 32 Seiten 8°. Elegant geheftet.-Preis 15 Pfennig. Wir ersuchen die Genoffen, für den Vertrieb dieses Schristchens recht thätig zu sein. Das im Titel angegebene Thema ist darin in eingehender und prinzipieller Weise behandelt. Bei dem aktuellen Inhalt der Broschüre wird dieselbe im bevor stehenden Wahlkampf ihre agitatorische Wirkung ausüben und den Genossen gute Dienste leisten. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Alle Buchhandlungen, Rolporteure und Zeitungsspediteure nehmen Bestellungen entgegen. Bei Aufträgen von außerhalb ersuchen wir um gleichzeitige Einsendung des Betrages.( Porto extra.) Gesangverein( M. d. A.-S.-B.) fucht stimmbegabte Genossen als Mit glieder. Meld. Mittwoch- Abends 9 Uhr Wilhelmshavenrstr. 23, bei Ruba. 1 Kinderwagen, 3- räd., 3. verkaufen b. Schmolfe, Wasserthorstr.17, v. IV.[ 37016 Ranarienhähne verkauft G. Meyer, Schwedterstr. 36a, Restauration. 36706 Kinderwagen, größtes Lager, billigste Preise, von 9 M. an, auch Theilzahlung, Oranienstr. 3, im Korbgeschäft. 8704b Betten, schöner Stand, neu, fof. 22 M. 3. vert. Brizerstr. 10, vorn part. 8665b Erfahrener Buchhalter übernimmt Einrichtung u. Führung v. Geschäftsbüchern. Gefl. Off. sub. K. 2. Exp. d. Bl. 3650b Größtes Lager Berlins Kinderwagen.andreasar. 23. Hp des Königlichen AmtsRechtsbureau richters a. D. Alte Jakobstraße 130. Gewissenhafter Rath in allen Angelegenheiten. Unbemittelten unentgeltlich. 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