Nr. 105. Erscheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: Vierteljährlich 8,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Bfg. Poft- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. Defterretch= Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 8 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Boft Beitungs- Bre.slifte für 1898 unter Nr. 6708. Norwärts 10. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Betitzeile ober deren Raum 40 Bfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Grpedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. fernfprech- Anschluk Amt 1, Nr. 4186. Berliner Volksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Bur Tage. Berlin, den 4. Mai. fo Freitag, den 5. Mai 1893. dem Bolt, das sie fürchten, seine schneidigste Waffe zu entwinden: bas allgemeine Stimmrecht. So lange das allgemeine Stimmrecht besteht, ist es den Reaktionären jeder Sorte ein Greuel, und die Versuche, es zu verfälschen oder zu zerstören, haben seit zwei Jahrzehnten nicht aufgehört. Jeßt, wo wir einen entscheidenden Wendepunkt unserer inneren Entwickelung erreicht haben, halten die Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. politischen Reaktion so wenig ein Boden sich findet, wie für die Giftpflanzen des sozialen Elends und der sozialen Verderbniß. Die Militärvorlage. Die Bossische Zeitung" schreibt in ihrer Morgen Abwarten! Das Organ Eugen Richter's, der doch am besten Bescheid weiß, äußert sich durchaus nicht ſo ſieges. gewiß. In der Freisinnigen Zeitung" vom 4. Mai lieft man: Ob und wie viel freisinnige Abgeordnete für den Kompromißantrag Suene stimmen werden, ist durchaus zweifelhaft. Jedenfalls dürfte die Zahl noch weit geringer sein, als man bisher in der Deffentlichkeit angenommen hat." " So wenig wie die" Freisinnige Zeitung" weiß die„ BoltsBeitung", deren Leiter Fraktionsmitglied ift, etwas von dem angeblichen Beschlusse des Deutschfreisinns. Sie schreibt:„ Die " Boſsische Zeitung" will aus der gestrigen Fraktionssihung der freisinnigen Partei erfahren haben, daß bie Fraktion sich dahin geeinigt habe, mit Ausnahme des Herrn Abg. Hinze ge= fchloffen gegen den Huene'schen Antrag zu stimmen. Diese NachDie Ungewißheit ist heute noch so groß wie gestern und wie am ersten Tage des Bekanntwerdens der Militärvorlage. Das Gericht, Ablehnung der Militärvorlage und die Auflösung des Reichstages sei sicher, wird zwar laut auspofaunt, ist aber nur Gerücht. Die heutige Debatte hat Feinde der Volksfreiheit den Augenblick für gekommen, nicht die geringste Klärung gebracht, und die Verhandlungen, dem verhaßten allgemeinen Stimmrecht das Lebenslicht aus Ausgabe vom 4. Mai: die in und mit den problematischen Fraktionen seit gestern zublasen. Die Krise, in der wir uns befinden, ist also ein Wie wir erfahren, hat sich die deutschfreisinnige geführt wurden und werden, sind nur geeignet, noch mehr Kampf nicht blos um die Militärvorlage und den Mili- Frattion in der Sigung, die sie gestern, Mittwoch, Abend zu verwirren. tarismus, sondern auch um das allgemeine 23 ahl- abhielt, dahin geeinigt, gefchloffen gegen den Antrag Freilich, die Ungewißheit herrscht nur in bezug auf recht. Huene zu stimmen. Nur der Abgeordnete Hinze hat sich noch Unwesentliches das heißt in bezug auf die Form, Das deutsche Volt muß sich das vor Augen halten. einen Vorbehalt gemacht. Dieser Beschluß dürfte, wenn nicht welche die Krifis für die nächste Zeit annehmen wird. In Sein Kampfeifer, sein Kampfzorn wird nur noch lodernder neue unvorhergesehene Ereignisse eintreten, das Schicksal der Militärvorlage besiegeln. In parlamentarischen Kreisen wurde bezug auf das Wesentliche: die Krisis selbst, entfacht werden. gestern Abend die Auflösung des Reichstags als ganz giebt's feinen Zweifel. Die Krisis das steht feft das steht fest wird Gegen den Militarismus und für das sicher betrachtet." durch das Votum des Reichstags über die Militärvorlage allgemeine Wahlrecht wird unfer Schlachtruf nicht berührt, die Entscheidung, die letzte endgiltige Ent- sein in den Kämpfen, die durch diese Militärvorlage entscheidung, nicht im Reichstag getroffen werden. Ob der fesselt worden sind. Reichstag die Militärvorlage ablehnt oder annimmt in Den Herren Reaktionären, die durch das geplante jedem Fall wird der Kampf in dem Volt, von den Wählern ausgefochten. Der Kampf um die Militär- Attentat auf das allgemeine Wahlrecht ihre staatserhaltende vorlage ist der Kampf um den Militarismus, oder- wie Natur offenbaren, sei hier im Vorbeigehen bemerkt, daß ein sehr unpatriotisches" ist, denn ein liberales Blatt es ausdrückt der Kampf um die ihr Treiben Frage: soll das Deutsche Reich ein ausschließlicher Kasernen was tönnte dem Ansehen des Deutschen Reiches mehr staat werden, oder soll es in die Bahnen bürger- schaden, als das Bekenntniß, daß das deutsche Volt deshalb licher Freiheit einlenten? Der Militarismus hat bei politisch entmündigt werden soll, weil es in seiner Mehrheit die Politik des Deutschen Reiches perurtheilt? Kann man uns in Deutschland einen unverhältnißmäßig dem Deutschen Reiche ein tläglicheres Armuthszeugniß aus großen Spielraum im politischen Leben sich angeeignet, einen so unverhältnißmäßig großen Theil der Lebens ſtellen? Kann man das Deutsche Reich vor dem Auslande fäfte des Volkes auf, daß der Staatsorganismus seine tiefer herabsetzen? wichtigsten seine eigentlichen Funktionen: die Kulturdas allgemeine Wahlrecht ist fester gewurzelt funttionen, denen er feine alleinige Existenz- als die Herren Reaktionäre glauben. Freilich, sie berechtigung verdankt, gar nicht oder nur aufs dürftigste schrecken ja nicht vor der nackten Gewalt zurück; die Ververrichten kann, und daß das deutsche Volk rettungslos dem theidiger des Militarismus und die Feinde des allgemeinen Ruin verfallen muß, wenn es nicht gelingt, den er- Stimmrechts sind so konsequent, daß sie ihren Gesezessinn brückenden Alb abzuschütteln. und ihre staatserhaltende Natur auch noch durch die mehr Das deutsche Wolf hat dies begriffen, und darum fich oder weniger versteckte Drohung mit einem Staatsstreich mit einer in der Geschichte unseres Boltes faft beispiellosen bekunden. Der Staatsstreich das ist die Revo Einmüthigkeit und Energie gegen die neue Militärvorlage lution. und den Militarismus erhoben. Mit dem Feuer zu spielen, ist ein gefährlicher ZeitDer deutsche Reichstag ist bereit, gegen das vertreib. Und die Herren, die jetzt gegen das allgemeine deutsche Bolt für die Militärvorlage einzutreten. Das Wahlrecht konspiriren und mit einem Staatsstreich, das Bolk wird sich dadurch nicht beirren, nicht zu feigem heißt mit einer Revolution von oben drohen, dürften zu Nachgeben verleiten lassen. Kein Verrath des deutschen ihrem Schaden entdecken, daß nicht blos das allgemeine Reichstags wird die Sanktion des deutschen Boltes er Stimmirecht, daß auch das deutsche Volk stärker ist als sie langen, welches weiß, daß es die eigene Existenz vertheidigt, glauben. indem es den Militarismus angreift. Und wer angreift, Was immer tommen möge, die Sozialdemokratie wird muß den Feind auch niederwerfen und für immer un- ihre Schuldigkeit thun, und zu dem deutschen Volk haben schädlich machen. Der Krieg gegen den Militarismus muß wir das Vertrauen, daß es den Kampf für seine Rechte und Krieg zur Vernichtung sein. Interessen unentwegt führen wird, bis der Moloch des Leicht und furz wird der Kampf nicht sein. Und das Militarismus zerschmettert und die Staats- und Gefell Schlachtfeld wird sich bald erweitern. Die Vertreter des schaftsordnung nach Grundsägen der Humanität und FreiMilitarismus haben tein Hehl gemacht aus ihrer Absicht, heit derart umgestaltet ist, daß für die Sumpfgewächse der Feuilleton. abrud verboten.) [ 80 Nun Er konnte nicht mehr sagen, ohne sein Geheimniß zu verrathen. Sie nahmen von einander ebenso herzlich Abschied, wie sie sich begrüßt hatten. Repin wiederholte Andrej, daß sein Haus und seine Beziehungen, wenn er sie nur brauchte, zu Die Laufbahn eines Nihilisten. feinen Dienſten ſtänden. Von S. Stepniat. Autorisirte Uebersehung. Frei ins Deutsche übertragen von Bertha Braun. Geben wir zu, was Du sagft. Wir, die sogenannte Gesellschaft, find Feiglinge. Da Du es aber nicht ändern faunst, mußt Du dies wie jede andere Thatsache der Gegenwart hinnehmen. Um so mehr Grund, Euch nicht umsonst die Köpfe zu zerbrechen, indem ihr versucht, mit ihnen ein Loch in die Wand zu stoßen." " Nein, wir sind nicht so hoffnungslos," sagte Andrej nachgiebiger. Wir haben außer der Gesellschaft noch etwas anderes, worauf wir bauen fönnen und wir hoffen, daß die Gesellschaft selbst, wenn ihr neues Blut eingeflößt wird, sich veredeln wird. Hat nicht ein großer Philosoph gesagt: Je höher deine Achtung für die Majorität der Menschen, desto fleiner die Gefahr, sich zu irren?" Repin bemerkte, daß, soweit seine Kenntniß der großen Philosophen reichte, keiner diesen Ausspruch gethan habe, einer aber gerade das Gegentheil behauptet habe. Dann sollten sie's gesagt haben," antwortete Andrej. " Thaten sie's nicht, so würde ich nicht einen Pfennig für die Bande geben." Er nahm seinen Hut und zog seine Handschuhe an. Lebe wohl, Gregory Alexandrowitsch," sagte er.„ Ich weiß nicht, wann ich Dich wiedersehen werde." Andrej nickte mit dem Kopfe, um zu sagen, daß er dies wohl wisse und dafür dankbar sei. Sein Gesicht hatte aber einen besonderen Ausdruck, den Repin erst später sich erklären konnte. Rapitel IX, Andrej's Traum. Andrej ging nicht direkt nach Hause. Er mußte dem Hauptquartiere noch einen Besuch abstatten und wurde dort durch Nachrichten sehr unangenehmer Art zurückgehalten. Die Freunde riethen ihm, garnicht mehr nach Hause zu gehen, sondern anstatt dessen Tanja die Nachricht zukommen zu lassen. Jezt am allerwenigsten dürfe er der Polizei in die Hände fallen. " richt ist schon deswegen nicht zutreffend, weil die Fraktion über die in der Sizung nicht zugegen geweſenen Mits glieder mangels Fraktionszwanges nicht verfügt. Es bleibt daher die Abstimmung im Plenum des Reichstages abzuwarten." Mit den Wadelstrümpfen ist nicht gut Kirschen effen, sie leben und sterben für die Verständigung". Zu dem nach der„ Vossischen Zeitung" mitgetheilten Beschluß des Deutschfreisinns bemerkt die National Beitung": Die Herren Hänel, Ridert und Genoffen haben sich danach in einer gestern Abend abgehaltenen Fraktionsligung angeblich mit alleiniger Ausnahme des Abgeordneten Hinze der Mehrheit der Fraktion unterworfen! As ihr Beweggrund wird das schon gerüchtweise erwähnte Argument angeführt: für den Antrag Quene sei doch feine Majorität des Reichstages zu erlangen, deshalb würden sie nicht für diesen, sondern für den deutschfreisinnigen Fraktionsantrag stimmen!" " " 3 Die Bolts 3eitung" meldet über die Fraktionsfizung des Zentrums:„ Nach äußerst lebhaften Auseinander fegungen stellte ein Mitglied den Antrag, die Fraktion möge die bestimmte Erwartung aussprechen, daß Frhr. von Huene den von ihm formulirten Antrag in der Mittwoch- Sitzung nicht einbringen werde. Die Tendenz dieses Antrages ging dahin, die jenigen Mitglieder, welche für den Antrag Huene stimmten, zum fofortigen Austritt aus der Fraktion zu veranlassen, da sonst ein einheitlicher Wahlaufruf der Zentrumsfraktion, wie man vielfach andeutete, mit den größten Schwierigkeiten verwarten zu lassen. Es war halb zwölf Uhr, als er das Ufer erreichte. Es waren nur wenige Passagiere um diese Stunde da. Andrej nahm ein kleines Boot für sich allein und konnte sich so leicht überzeugen, ob er das andere Ufer des breiten Flusses erreiche, bevor ein anderer Passagier diesseits abgefahren war. Am andern Ufer mußte er sich länger aufhalten, als es ihm lieb war, um das Haus von der Seite zu erreichen, wo er nicht erwartet wurde. Dies alles verursachte eine beträchtliche Verzögerung, und da er gewöhnlich sehr pünktlich war, hatte Tanja bereits Zeit, sich um ihn zu beunruhigen; sie freute sich desto mehr über seine glückliche Rückkehr, als ob das wirklich etwas Wesentliches für sie be= deute. Weshalb wollte Dich mein Vater sehen?" fragte sie ihn. Die Auskunft Repin's erwies sich als sehr richtig. Die Polizei hatte beschlossen, alle Hebel in Bewegung zu setzen, Andrej erzählte ihr von den Warnungen, die ihm von um seiner habhaft zu werden. Sie hatte herausgebracht, ihrem Vater und den Freunden im Hauptquartier zugegangen daß er irgendwo jenseits der Newa eine Zufluchtsstätte ge- wären und die sie zwängen, ohne Aufschub umfunden habe. Das war sehr ärgerlich. zuziehen. Gie machten sich sogleich an die Ar beit, das Wenige, das ste mitnehmen wollten, zu packen, und am nächsten Morgen vollzogen sie glücklich die doppelte Operation, unbemerkt aus der Zahl der Lebenden zu verschwinden und gleich einem Phönix an anderem Orte Andrej sah dies wohl ein, doch konnte Tanja nicht, wieder aus der Asche zu erstehen. während er selbst abwesend war, allein und plößlich das Ihr neues Heim war so sicher vor jeder Gefahr, wie Haus verlassen. Gerade dies mußte auffallen. Er beschloß es eine Reihe der schlauesten Vorsichtsmaßregeln, die durch also, lieber gleich nach Hause zu gehen, um in der Frühe lange Praxis diktirt waren, nur machen founten. Die des nächsten Morgens fortziehen zu können. Die Gefahr Polizei ahnte nichts von dem geplanten Barenmorde. Die schien noch ferne, und er hoffte, seine Vorsichtsmaßregeln Jagd nach ihm galt noch seinen letzten Heldenthaten, sie gegen die Spione schon noch treffen zu fönnen. wurde aber ohne ein Zeichen von Lässigwerden fortgesetzt. Dies Er nahm eine Droschte nach der Gagarin- Fähre, ent- war schlimm genug. Viele Spione tannten ihn vom Sehen. Gr schlossen, den kürzesten Weg zu nehmen, um Tanja nicht lief Gefahr, so oft er das Haus verließ, erkannt und auf Kunden sein würde. Dem Frciherrn von Auen« entging diese von der Mehrbeit getheilte Auffassung, der ziemlich deutlich Auedruck gegeben wurde, nicht, und er erklärte für den Fall der Annahme jenes Antrages, sofort seinen Austritt erklären zu wollen. Durch den Präsidenten und andere Abgeordnete, die einen für unvermeidlich gehaltenen Bruch nicht vorzeitig herbeiführen wollten, wurde die Zurücknahme des Antrags veranlaßt." Die„Freisinnige Zeitung" schreibt:„Abg. Dr. Witte, welcher zur Zeit in Chicago weilt, hat sich brieflich derart gegen die Bewilligung der Vorlage erklärt, daß auf seine Stimme für ein Kompromiß nicht zu rechnen sein würde, wenn er hier wäre." Ja,„wenn er hier wäre". Aber ein V o l ks v er tre ter, der auf diesen Ehrennamen Anspruch macht, hat eben hier zu sein, wenn die wichtigsten Fragen im Parlament zur Entscheidung kommen. Weit davon ist gut vorm Schuß, die Reichstagswähler des zweiten Meininger Wahlkreises werden sich Herrn Witte's Amerikareise merken. So wie so steht es in Sonneberg auf Spitz' und Knopf, und die Sozialdemokratie wird diesmal, so hoffen wir, den fischblütigen Vertreter öder Geldfncks-Jnteresscn, den Agenten der chemischen Industrie, aus dem Sattel heben.— Damit die Poffe in ernster Zeit nicht fehlt, hat der wilde liberale Abgeordnete W i s s e r einen Sonderantrag zur Militär- vorläge eingebracht, welcher die stolze Forderung ausstellt, daß vom 1. Januar 1899 ab der gelammte Eiat des deutschen Heeres, wie alle übrigen Posten des Reichshaushalts< Etats, alljährlich festgestellt wird. Herr Wisser kommt mit diesem seinem Antrage, wie die„Freisinnige Zeitung" meldet, gerade 18 Jahre zu spät. Denn bekanntlich wird schon seit dem 1. Januar 1875 der Militäretat ebenso wie der gesammte Reichshaushalts-Etat jähr- lich festgestellt. Herr Wisser könnte dies nachgerade wissen, da die Feststellung alljährlich im Reichstage im einzelnen erfolgt.— Die Nationalliberalen werden geschlossen für den Antrag Huene stimmen. Wie wäre das anders mög- lich bei der Fraktion Drehscheibe?— Ein parlamentarischer Berichterstatter meldet:„Der Kaiser soll den Vortrag des Reichskanzlers über den Stand der Militär- vorläge, welcher in dem Rathschlag gipfelte, zur A u f l ö s u n g des Reichstags zu schreiten, entgegen genommen, jedoch Bedenken dagegen geltend gemacht haben. Schließlich hätten indeß die Gründe des Reichskanzlers den Sieg davongetragen. Der Kaiser habe die Genehmigung zur Auflösung er- theilt. Dem Bundesrath soll bereits der bezügliche Antrag Preußens vorgelegt sein und dessen Zustimmung erhalten haben." Die„edlen" Polen stürzen sich, geführt von Herrn Kos- cielLki-Admiralski, in die Spieße der Vorlage und rufen begeistert ihr I a! Zum Fraktionsredner ist der v o n K o m i r o w s k t ausersehen. Die polnischen Arbeiter werden den bewilligungs- lüsternen Junkern die Rechnung für ihre Gesinnungstreue recht- zeilig darreichen.--- Volttislyv LteborlMit. Berlin, den 4. Mai. AuS dem Reichstag, lieber 300 Abgeordnete waren im Hause anwesend, das ist schon lange nicht mehr da- gewesen. Es war der M i l i t ä r v o r l a g e vorbehalten, in den Abgeordneten des Reichstages diesen Pflichteifer wach zu rufen. Wer freilich erwartet hat, daß es gelegentlich der zweiten Lesung der.Vorlage noch zu besonders interessanten Debatten kommen wird, den hat der bisherige Verlauf derselben enttäuscht. Das Thema ist erschöpft, und neue sachliche Momente sind, auch von den besten Rednern, weder für noch gegen mehr beizubringen. Nachdem gestern die Verhandlung nach kurzerDauer unterbrochen wurde, eröffnete heute Richter bei überfüllten Tribünen und vollbesetztem Hause die Debatte. Die Rede des Führers der Freisinnigen war in der Hauptsache eine Polemik gegen die gestrige Rede deS Kanzlers, dem er vorwarf, nur abgelagerte Waare vor- gebracht zu haben, ein Vorwurf, den der Kanzler nachher Richter zurückgab. Alles in allem genommen, hatten Beide recht; was aber in diesem Falle kein Vorwurf sein soll. Aus der Rede des Kanzlers verdient nur die Erklärung hervorgehoben zu werden, daß die Regierung mit dem Autrag Huene als Parole in den Wahlkampf ziehen werde. Nach Caprivi sprach Stumm, natürlich für die Vor- läge. Dieser Herr machte das allgemeine gleiche Wahlrecht dafür verantwortlich, daß die Mehrheit der Abgeordneten sich nicht getraut, für die Vorlage zu stimmen. Bebel stimnite dem zu und erklärte gegenüber den immer häufiger werdenden Angriffen auf das allgemeine Wahlrecht, daß die Herren, welche gar so gern mit dem Gedanken der Revo- lution von oben spielen, bedenken sollten, daß dem leicht der Straße festgenommen zu werden. Andererseits war es sehr unvorsichtig, in einer Privatwohnung zurückgezogen zu leben, weil es sofort Verdacht erregen konnte. Das Haupt- quartier war der beste Platz für einen den Verschworenen so kostbaren Mann wie Andrej. Deshalb wurde er auf- gefordert, sich dort niederzulassen. Hier war er vor der Polizei sicher und konnte Tage, ja Wochen daheim bleiben, ohne daß es jemand merkte. Dies erforderte natürlich eine sofortige Trennung von Tanja, die noch einige Zeit hätte verschoben werden können, denn der Plan war noch lange nicht zur Reife gediehen. Tanja war durch diese frühzeitige Trennung tief betrübt; denn diese ohnehin letzten Tage, welche sie zusammen zu verbringen hatten, waren ihr Kleinod, das ihr um so kostbarer schien, je weniger von ihm blieb. Was Andrej anbetrifft, so war er eher froh darüber. Tanja hatte aufs genaueste das gehalten, was sie sich an jenem schrecklichen Morgen, als er ihr zuerst das Geheimniß ent- hüllte, vorgenommen hatte. Ihr Muth und ihre Selbstverleugnung wanklen nie während der ganzen harten Prüfungszeit. Sie war aber zu jung und zu wenig an Kummer gewöhnt, undAndrej sah nur zu deutlich, was der stille Hcroisnius sie kostete, so daß dieser Anblick an seinem Herzen nagte, und er es für beide Theile bester hielt, wenn sie sich nicht mehr sahen. Er nahm daher die Einladung bereitwillig an, für die Frist von 3 Wochen, die ihm nach seiner jBerechnung blieb, nach dem Haupt- quartiere überzusiedeln. Die drückende, gespannte Atmo- sphäre des Ortes sagte ihm zu. Alles war hier in„Geschäfte* vertieft. Als beständiger Einwohner besorgte Andrej viele laufende Arbeiten und fühlte sich wie auf dem Schauplatze einer endlosen Schlacht, die um ihn wüthcte. Er war gerade in dem Mittelpunkt, in dem die Be- richte aus allen Theilen Riißlands zusammenliefen,— aus Gefängnißzellen, aus Festungen, aus den sibirischen Berg- werken und Eiswüsten,— jeder Brief enthielt Geschichten zu Grunde gerichteter Existenzen, Geschichten von Wahn- sinn, Selbstmord und Tod in jeder Form, von Familien- tragödien und gewaltsamen Trennungen. DieS war gerade kein Trost, führte aber die Last seines eigenen Geschicks auf die Revolution von unten folgen könnte. Dem Volk« immer unerschwinglichere Lasten aufbürden und zugleich dessen Rechte schmälern, das könnte auch die dehnbarste Geduld er- schöpfen. Sonst beschäftigte sich unser Genosse besonders in eingehender und fesselnder Weise mit dem Gedanken der Durchführung der allgemeinen Volkswehr. Die Verhandlungen sollen morgen Mittag 12 Uhr sortgesetzt werden. Es sind noch 17 Redner vorgezeichnet. Das Dekret, in dem die Auflösung des Reichs« tages für den Fall der Ablehnung deS Antrags Huene ausgesprochen wird, soll heute Vormittag von dem Kaiser unterzeichnet worden sein. So erzählte man sich cheute in den Wandelgängen deS Reichstags, und es liegt kein Grund vor, an der Richtigktit dieser Angabe zu zweifeln.— Um eine dritte Lesuug und damit die Fortsetzung der Bemühungen für das Zustandekommen des Kuhhandels über die Militärvorlage zu ermöglichen, werden von kompromißsüchtigen Mitgliedern des Zentrums und der Freisinnigen Partei Versuche gemacht, in zweiter Lesung irgend einen bestimmten Antrag zur Annahme zu bringen. Man hofft diesen Zweck mit der Annahme der zweijährigen Dienstzeit zu erreichen. Unsere Partei, welche kein Interesse daran hat, die Entscheidung hinaus zu ziehen, ivird sich zu keinem dieser Versuche gebrauchen lassen und werden unsere Abgeoroneten gegen alle vorliegenden Anträge stimmen.— Die sozialdemokratische Fraktion hatte Mittwoch Abend eine vierstündige Sitzung. Das Verhallen und Vor- gehen der Partei für den Fall der Auflösung des Reichs- tags wurde nach allen Richtungen hin ins Einzelne fest- gestellt. Meinungsverschiedenheiten traten bei keinem Punkte hervor. Von der Militärvorlage, die allen anderen Par- lcien den Kopf und die Organisation zerbricht, ward kein Wort gesprochen. DaS Prinzip macht uns das richtige Handeln selbstverständlich. Für die Sozialdemokratie gieot es keine Ab- und Nebenwege. Auch keine krummen Wege. Geradeaus, vorwärts gegen den Feind! Das ist die Losung. Und alles ist klar zum Gefecht!— Der Bundcsrath hat in seiner am 4. Mai statt- gehabten Plenarsitzung die Vorlagen, betreffend den Handels« und Zollvertrag mit Serbien und betreffend das Uebercinkommen mit Serbien über den gegenseitigen Muster- und Markenschutz den zu- ständigen Ausschüssen zur Vorberathung überwiesen.— Stimmungsmache. Im R e i ch s t a g S- W a h l- kreise Dortmund sind sie schon wieder aufgetaucht, die buntenBildchen nämlich. Die dortigen National- liberalen versenden an wasse eine bunte Karte über die Stärke der Kriegsheere in Europa, um schwache Gemüther ängstlich zu machen. Jetzt werden auch wohl bald Melinit und Pikrinsäure wie 1387 an die Reihe kommen.— DaS Herrenhaus nahm am Mittwoch daS Gesetz über die R u h e g e h a l t s k 1 a s s e n für Volks- schullehrer mit einigen kleinen Aenderungen an und vertagt« sich dann auf unbestimmte Zeit.— Preflgesetzliches.. AuS Nürnberg wird der .Frks. Ztg." unterm S. Mai gemeldet:„Die heutige Stummer deS volksparteilichen„Nürnberger An- zeigers" wurde wegen einer Stelle in dem„Verrath" überschriebenen Leitartikel koufiszirt. Es soll in derselben eine Aufforderung zum Aufruhr enthalten sein." Wer den sanften Charakter dieses Lokalklatschblättchcns kennt, wird über den„Aufruhr" im Glase Limonade sicher erbaut sein. Unsere deutschen Staatsanwälte kontrolliren jeden Buchstaben, der auf Schwarz und Weiß zu Tage tritt, mit einer erstaunlichen— Sorgfalt.— Vom Grenzverkehr mit zollfreier Waare. Das Reichsgericht hat, wie eine liberale Zeitungskorre- spondenz meldet, neuerdings wieder eine wichtige Entschci- dung über den Grenzverkehr mit zollfreier Waare gefällt. Eine Häuslerssran, die im oberschlesischen Grenzbezirk wohnt, war der Ucbertretung der Strasvor- schriflen des Vereinszollgesetzes angeklagt worden, well sie 3 Kilogramm Mehl, also eine Menge, die von Bewohnern das richtige Maß zurück. Wenn er einen solchen Anblick immer vor Augen hatte, konnte sein und Tanja's persön- lichcr Kummer ihm nicht so sehr zusetzen, wie dies geschah, wenn sie miteinander allein waren. Der Geist des Ortes hatte ihn gekräftigt. Er wurde ruhiger. Er dachte oft an Tanja, aber nicht mit solchem Schmerz wie zuvor. Er überredete sich schließlich, daß sie ebenso empfand, wie er. Einmal während Andrej's Aufenthalt im Hauptquartier wurde eine regelrechte Versammlung von Verschworenen dort abgehalten, bei welcher sowohl er als auch Tanja zu- gegen waren. In der Versammlung wurden die gewöhn- lichen Fragen erörtert, denn Andrej's besondere Sache war einer anderen Organisation, die sich an einem anderen Orte versammelte, anvertraut. Tanja nahm in ihrer gewöhnlichen, geschäftsmäßigen Weise an der Diskussion theil, lauschte mit anscheinender Ruhe und gab, wenn es an der Zeit war, wie alle anderen ihre Stimnie ab. Andrej freute sich, sie so gefaßt zu sehen, doch überraschte ihn dies nicht. Er hielt es für ganz natürlich, daß sie sich, da sie selbst zu den Verschworeneu gehörte, so benahm. Als die Versammlung vorüber war und die Freunde sich einer nach dem anderen zurückgezogen hatten, blieb Tanja nirück. Sie wollte, da sie einmal da war, auch den Abend daselbst zubriugcu. Die Etage war sehr geräumig. Sie konnten leicht ein Zimmer für sich allein finden. Aber die ständigen Bewohner, bei denen einige Gäste waren, befanden sich in dem Zimmer nebenan und sprachen so laut, daß man ihre Stimmen durch die geschlossenen Thören hören konnte. Dies dämpfte und be- schränkte die Unterhaltung. Sie sprachen über gewöhnliche Tinge, die mit der heutigen Versammlung in Verbindung standen, als ob ihnen nichts Besonderes passieren sollte. Manchmal suchten sie nach einem Gesprächsstoff, um nicht zu schweigen, als ob sie Fremde wären. Dies wurde Tanja so unerträglich, daß sie sich nach einer halben Stunde erhob, als ob sie ersticken müßte, und sagte, daß sie sogleich nach Hause gehen müsse. Andrej hielt sie nicht zurück. deS Grenzbezirks zollfrei eingeführt werden darf, nicht auf der Zollstraße, sondern auf einem Nebenwege aus Oesterreich nach ihrem Wohnorte eingebracht hatte. Nach 21 des Vereinszollgesetzes darf derjenige, der zollpflichtige aare oder solche Gegenstände mit sich führt, welche zwar zollfrei, aber dergestalt verpackt sind, daß ihre Beschaffenheit nicht sogleich erkannt werden kann, über die Zolllinie nur auf einer Zollstraße eintreten. Das Landgericht in R atibor halte die Frau freigesprochen, weil sie eine zoll- freie Waare eingebracht habe und deshalb nicht auf die Zollstraße angewiesen gewesen sei. Die Art der Verpackung hat keine Handhabe zur Anwendung des Z 21 des Zoll- gesetzeS geboten; es wendet sich die vom Provinzial- Steuerdirektor in Breslau eingelegte Revision nur gegen die Annahme des Landgerichts, daß die eingeführte Waare zollfrei gewesen sei, und das Reichsgericht beschäftigt sich in seiner Entscheidung auch nur mit dieser Frage und mit der vom Provinzial> Steuerdirektor aufgestellten Be- hauptung, daß das eingebrachte Mehl an sich zoll- p f l i ch t i g, mithin seine Einführung auf einem Neben- wege ordnungswidrig gewesen sei. Diese Behauptung wird vom Reichsgericht aus folgenden Erwägungen für un- begründet erklärt: „Wie sich aus den ZZ 3 und 5 des Vereinswll-Gesetzes ergiebl, gilt sowohl bei der Einfuhr wie bei der Ausfuhr die Zollfreiheit a l S Regel. Daher ist jede eingchende Waare «n sich zollfrei und nur ausnahmsweise, nämlich soweit der Bminszolltarif einen Eingangszoll festsetzt, zollpflichtig. Die ZoUpflichligkeil einer Wnare ist also konkret zu beurtheilen, und wenn sie im Gesetze von der Menge der eingeführten Waare abhängig gemacht ist. so ist die geringere Menge eben nicht zollpflichtig, sondern zollfrei. Das Zolltaris-Gesetz drückt dies in der allgemeinen Bestimmung des Z 4b dahin aus, daß alle der Gewichtsverzollung unterliegenden Waaren in Mengen unter 59 Gr.„von der BerzoUung befreit", mit andern Worten nicht zollpflichtig sind. Diese Befreiung ist in Nr. 25 q 2 des Tarifs für Mehl im Grenzverkehr auf 3 Kgr. ausgedehnt. Ist die Waare aber nicht zollpflichtig, so ist ihre Einführung auch nicht der Beschränkung des ß 21 unter- morsen, sie müßte denn in der dort angegebenen Art verpackt sein, was vorliegend nicht in Frage steht." Nach der Entscheidung des Reichsgerichts können also, im Gegensatze zu der Auffassung der preußischen Zoll- Verwaltung, alle Waaren, die nach Menge und Qualität zollfrei eingeführt werden können, aus jedem Wege, nicht blas auf den amtlichen Zollstragen, eingebracht werden, vorausgesetzt, daß die sofortige Erkennung ihrer Beschaffenheit durch die Verpackung nicht verhindert wird. Der Verkehr mit zollfreien Waaren im Grenzverkehr wird dadurch von den Fesseln wieder befreit, die die Steuer- Verwaltung ihm angelegt hatte. Zugleich beweist diese Ent- scheidung des Reichsgerichts aufs neue, von welchem Wcrthe gerade gegenüber Anordnungen der Zollverwaltung der Rechtsweg ist, der jetzt freilich bei Zollstreitfragen leider nur in wenigen Fällen zulässig ist.— Fusangel ist dem Zentrum und den Landräthen ein Greuel. Die im Fusangel'schen Wahlkreise erscheinende „Süderländische Volkszeitung", die für Fusangel thalkräftig eingetreten war, erhielt folgende Zuschrift: „Im Auftrage des Herrn Landraths FreuSberg in Olpe wird Ew. Wohlgeboren hiermit untersagt, fernerhin amtliche Bekanntmachungen desselben tn amtlicher Eorm in der in Ihrem Verlage erscheinenden„Eüderländischen olkszeitung" zum Abdruck zu bringen." DaS„Verbot" spricht für sich selbst. NebrtgenS braucht die„Süderländische Volkszeitung" um daS Verbot sich nicht zu kümmern, sintemal kein Gesetz ihr den Nachdruck amt- lichcr Anzeigen verwehrt. Aber der„gute Wille ist doch zu loben".---> Für die Ersatzwahl im NeichStags-WahNreise Mill- heinr-WiPperfiirth-kSummeröbach wurde von der Zentrums- partei die Kandidatur des Amtsgerichts-Ralhs Bödiker in Altona Bruders des verstorbenen Abgeordneten Bödiker, festgestellt. Bödiker hatte sich schriftlich für stelige Anwesenheit im Reichstage verpflichtet und sich gegen die Militärvorlage erklärt.— Das englische Unterhaus hat gestern die zweite Lesung' der Bill, betreffend die Beschränkung des Arbeitstages in den Bergwerken auf acht Stunden, mit 279 gegen 201 Stimmen angenommen. In Preußen vertheidigt der Premierminister die Regierung gegen den Pharao Stumm, der den Berlepsch und Gc- nossen vorwirft, sie übten den Knappentrutz zu mitdig- lich! Was für ein wildes Land, dies britische Krämer- reich!— Fürchterliche Strafe. Die französische Regierung will, so meldet der„Vossischen Zeitung" ein eigner Draht- bericht, die M a r s e i l l e r s o z i a l i st i s ch e Stadt- b e h ö r d e für ihre Haltung bei der Maifeier be- strafen, indem sie anordnet, daß General D o d d s nicht in Marseille, sondern in Toulon landet und festlich empfangen wird. Nun wird die sozialistische Kommune von Marseille in Sack und Asche trauern, da offenbar ihr Vcr- brechen furchtbar geahndet ist. Denn daß der Operetten- Held von Atadagaska, General Dodds, seinen Fuß nicht auf die verruchte Cannebiöre setzen wird, bedeutet einen schwarzen Tag für die Diarseiller, die bekanntlich schon seit Santeore sich durch ihre höfische Gesinnung ausgezeichnet haben. Der Fasching nimmt kein Ende.— Die französische Polizei hat diesmal zwar nicht den Ravachol vor dem 1. Vtai aufmarschiren lassen, für diese 'Anständigkeit hat sie sich aber durch ihr bodenlos brutales Benehmen am 1. Mai reichlich entschädigt. Alle unabhängigen französischen Blätter sind einig darin, daß gegen durchaus friedliche Personen, die sie für Mai-Demonstranten hielt, in der schmachvollsten Weise verfahren wurde. Der Abgeordnete Baudin wurde, wie wir schon gemeldet, zu Boden geworfen und mit Fanstschlägen und Fußtritten traktirt. Aehulich erging es vielen anderen, wie auch in der Kammer zur Sprache gebracht wurde. Die Regierung scheint große Angst gehabt zu haben, denn wie wir nachträglich erfahren, hatte sie das Pflaster von Paris über Nacht mit Sand dick be- streuen lassen, damit die Pferde bei einem Kavallerie- angriff nicht ausgleiten sollten. Zu einem Kavallerie- angriff gaben die Sozialisten keine Veranlassung, dagegen wurden die guten Bürger durch den entsetzlichen Staub schwer belästigt, den diese verunglückte Staatsrettnng zur Folge hatte.— Ter belgische Senat'beschloß, den Antrag Deconiuck, welcher bezweckt, die Strafen gegen das Duell zu verschärfen,„in Erwägung zu ziehen". Sobald das Duell, so wie es sich gebührt, auf eine Stufe gestellt wird mit bem gemeinen Werbrechen bes Tobtschlags oder Meuchelmords, und unerbittlich jeder Quellant ins Buchthaus wandert, wird der Zweikampf aufhören, eine ritterliche" Einrichtung zu sein. So wenig uns daran gelegen ist, Denn sich zwei Raufbolde im Duell die Hälse brechen, so joll doch ihre That nicht anders bewerthet werden, als die inderer Rowdies. Dies bedeutet für die Sozialbemokratie Don 1887-1898 einen Zuwachs von 618 pet. Nationalliberalen ( 1. Wahlgang.) Bahlen beweisen. Die Maifeier. 200 Perfonen besucht. Die Feftrede hielt Demmler. Der Ver lauf der Feier war vortrefflich. Neßschkaui. V. 1000 Festtheilnehmer. Ref. Eckstein aus Zwickau. Bergen bei Frankfurt a. Main. 300 Theilnehmer. Festredner Seß. Glänzender Verlauf. Die Maifestfeier im Park zu Reiseniz bei Plauen Dresden D 9 bon 1887-1893 eine Abnahme von 32 pCt. Für Zentrum, Deutschfreisinn und Volkspartei können gestaltete sich zu einer großartigen Demonstration zu gunsten des nur die Prozentzahlen 1890 und 1893 in Betracht kommen, füllten den weiten Park, in deffen Mitte auf einer mit rothem Achtstundentages. 5000-6000 Personen, darunter viele Frauen, da 1887 infolge des deutschfreisinnig- demokratisch- ultra- Tuche überzogenen Tribüne Genosse Kaden die Festrede hielt. Serbisches. Der Chef des serbischen Breß montanen Wahlbündnisses ausscheidet. Dann stellt sich here Rein einziger Mißton trübte die Feier. Gin Vortrag des Ge jureaus und Vertreter einer großen fübdeutschen Bei- aus, wenn wir den ersten Wahlgang von 1890 und 1893 nossen Otto Walster im Saale wurde mit brausendem tung, Petrowitsch, flüchtete, wie bie Boffische für Sozialdemokratie und Nationalliberale, wie nothwendig, Beifall aufgenommen. Beitung" meldet, am 8. Mai aus Serbien, weil angeblich in Rechnung sezen: Vom Maifestzuge zurückgekehrt, versammelten sich die Genossen und Genossinnen von Dresdengegen ihn die Verhaftung geplant wurde. Es wäre interLöbtau und Umgebung in den Räumen der Gambrinusfant, zu erfahren, was den Reptilienvaters hund Ober- Sozialdemokratie von 1890-1898 ein Zuwachs von 48 pet. braueret, wo öppner einen Vortrag über die Bedeutung reptilius über die Grenze trieb, und was für ein deutsches Nationalliberale von 1890-1893 ein Zuwachs von 25 pt. des Achtstundentages hielt. Der Saal war geradezu überfüllt; Blatt der Ehrenfeste„ bedient" hat. Zentrum von 1890-1893 ein Zuwachs von 18 pt. ca. 600 Personen waren anwesend, hunderte neu hinzuströmender Deutschfreisinn von 1890-1893 eine Abnahme von 57 pt. mußten wieder umfehren. Auch hier nahm die Feier einen erNeues vom ,, Väterchen". Ein Mostauer Draht- Volkspartei von 1890-1893 eine Abnahme von 84 pt. bebenden Verlauf. Nienburga. b. Weser. 200 Festtheilnehmer. bericht des Londoner Daily Chronicle" besagt, wie der Antisemiten von 1890-1893 eine Abnahme von 81 pt. Stadthagen( Schaumburg- Lippe.) 400 Festtheilnehmer. ReVoss. 8tg." gemeldet wird: Nach einer Meldung aus der Bahlen beweisen. So ist der historische Rnüppel" aus Da ein Lokal zur Abhaltung einer Versammlung nicht zu haben, ferent W. Flöther. Glänzender Verlauf. Wernigerode a.Harz. Krim entgingen der Bar, die Barin und die Großfürstin dem Sack, von welchem das Hauptorgan der Volkspartei fanden sich die Genossen mit ihren Familien Abends auf dem Xenia mit genauer Noth dem Tode durch Ertrinken. Ihr fabelt, den bürgerlichen Parteien gefährlich geworden. türzlich fäuflich erworbenen Parteigrundstücke ein und vollzogen Wagen stürzte um, während er über eine Brücke fuhr; Die Stimmenzahl der Sozialdemokratie hat sich seit die feierliche Grundsteinlegung zum Bau eines Versammlungsalle Insassen wurden in den Fluß ge: 1887 mehr als versechsfacht, die Stimmenzahl der saales. Abends 9 Uhr, in dem Augenblick, wo Millionen Archleudert. Dieser Unfall, sowie eine jüngst vorgekommene um Möller hat im gleichen Zeitraum sich um ein beiter vereinigt waren, ihre Maifeier zu begehen, wurde der Meuterei der Rosaten im Dongebiet, würden so Drittel verringert. Von 1890 bis 1893 ist die Grundstein bei bengalischer Beleuchtung und dem Gesang des geheim als möglich gehalten. Ueber den Chartower Unfall Sozialdemokratie um beinahe die Hälfte ge- Liedes Brüder reicht die Hand zum Bunde" in die Tiefe geſentt. wird nun gemeldet, es sei nicht richtig, daß Bauern einen wachsen, die Nationalliberalen erhielten einen Bubiefes Jahres, der Sonntags- Zeitung" vom 30. April d. J., Angriff auf den kaiserlichen Bug geplant, daß es va ch s es wach s um nicht ganz ein ganz ein Viertel, zum Zusammenstoße mit dem Militär gekommen und Bentrumsleute um nicht ganz ein Fünftel, die Broschüre über die Zukunftstaats- Debatte im Reichstage, außerdie Maifest- Beitung, die" Rainummer des Wahren Jakob" und die daß es zahlreiche Todte und Verwundete gegeben Deutschfreifinnigen sanken um drei Fünftel, die Voltspartei dem eine turze Schilderung über die Entwicklung der Partei am hätte. Wahr sei, daß der kaiserliche Bug am Morgen um mehr als vier Fünftel, die Antisemiten haben eine Abs Orte feit ihrem Anfang bis zum heutigen Tag. Nachdem blieben Des 30. März, 92 Werst von Chartow entfernt, nahme um mehr als vier Fünftel zu verzeichnen. die Genossen noch einige Stunden gemüthlich beifammen und auf das Signal eines Bahnwächters, das überdies durch Nochmals: lauschten den Vorträgen des Arbeiter Gesangvereins. Alle Flintenschüsse der taiserlichen Sicherheitswache noch verstärkt trennten sich mit dem Wunsche, im nächsten Jahre im wurde, plöglich angehalten wurde. Es war ein Stück eigenen Heim eine imposante Maifeier zu veranstalten. Echiene ausgerissen worden, ohne daß seltsamer Weise die Im 17. fächsischen Wahlkreise fanden in den letzten Tagen des April und am 1. Mai eine Reihe von Versammdie ganze Strecke bewachenden Soldaten etwas wahrgenomlungen und Festen statt, welche ausnahmslos zahlreich besucht men hatten. Wie aus Petersburg mitgetheilt wird, war waren und in schönster Weise verliefen. Seit 12 Jahren zum die Beschädigung der Schiene so geartet, daß bei nicht eriten Male gelang es bei dieser Gelegenheit, wieder in der rechtzeitigem Anhalten des Zuges ein großes Unglück un Ueber den Verlauf der Feier sind uns noch folgende Nach Zotal war auch dieses Mal nicht zu haben, wohl aber gelang Stadt Waldenburg eine Versammlung abzuhalten. 3war ein vermeidlich gewesen wäre. Nun ist bereits ein Monat verrichten zugegangen: flossen und die Untersuchung hat noch kein Licht in die Deutschland. Königsberg i. Pr. Bon einer offiziellen es, ein Stück Land zu pachten, und auf diesem sprach der AbSache gebracht. Der Bar foll erst nachträglich von dem Maifeier fonnte hier nicht die Rede sein, weil tein größeres geordnete des Kreises, Auer, am Sonntag, den 30. April, NachBorfalle unterrichtet worden sein, der ihn außerordentlich Lotal zur Verfügung stand. Troßdem verlief die Feier groß mittags, vor ca. 1000 Mann unter großem Beifall. Am Abend erregt und start und nachhaltig auf seine Stimmung ein- artig. Außerhalb der Stadt batten sich ohne Bekanntmachung deffelben Tages fanden Feftversammlungen in Merane, Lichten gezeichneten praktischen Anschauungsunterricht in Atten würdiger Feier zu begehen. Bis Abends 8 Uhr betrug die Zahl Sämmtliche Räume des Gasthauses zur Beche waren überfüllt. gewirkt haben soll. Der Barismus ertheilt selbst solch aus Genossen mit ihren Frauen eingefunden, um ben Tag in Scitein( Bwidau) die Feitrede. Besonders glänzend verlief die in einem Lotal schon am Nachmittag des 1. Mai eine Anzahl ftein- Gallnberg und Glauchau statt. Am letteren Orte hielt Demonstration am 1. Mai, Abends, in Hohenstein- Ernstthal. taten, Meuchelmorden und Ueberfällen, daß er sich nicht girta 2000, die nun begeistert zur Stadt zurückzogen. Der Bug Die Festrede wurde auch hier von Auer gehalten. Die Stimmung wundern darf, wenn die Unterdrückten die Lektionen einmal bewegte sich, zuerst von den Gendarmen begleitet, dann von der Genossen im ganzen Kreife ift brillant und nur ein Wunsch gegen ihn verwerthen. Schußleuten empfangen, in loser Weise durch die Stadt bis nach vorhanden: es möge zur Auflösung des Reichstages tommen. dem Münchenhofsplage, wo Reichstagsabgeordneter Schulze ein Russische Lügen. Ein Herr Nolewitsch hat so- Restaurant befigt, in dem sowie in brei anderen fleinen Lokalen Auch die Parteipreffe hatte zur Maifeier durchweg ein eben in Paris unter dem Titel: Alexandre III. et son am Abend des 1. Mai Versammlungen abgehalten wurden, die fchon fe ftliches Gewand angelegt. Besonders geschmackvoll fiel entourage Alexander der Dritte und seine Umgebung" lange vor acht Uhr Abends überfüllt waren. Alle Versammlungen die Mainummer des Leipziger Wählers" aus. ein Klatschbüchelchen veröffentlicht, in welchem unter anderen wurden nach einem furzen, der Würde des Tages entsprechenden Referate geschlossen, um den Theilnehmern Gelegenheit zu geben, Die organisirten Buchdrucker Deutschlands Jagdgeschichten auch die aufgetischt wird, der vorige Barbie Feier mit Gleichgesinnten bei einem Glase Bier zu beschließen. perknüpften mit der Maifeter eine Sanumlung für ihre Arbeits-Alexander II- habe am Morgen des Tages, wo er In dem Schulze'schen Lofal blieb der Andrang der Festtheil- lofen, die, soweit bis jezt Nachrichten vorliegen, von gutem Ervon den Nihilisten getödtet ward, einen Utas, der den nehmer der stärkste. Das Gesuch um Verlängerung der Bolizei- folg gewefen ift. Russen eine Verfassung gab, unterschrieben. Durch seinen stunde war rundweg abgeschlagen worden. Um dennoch den In der Gesetzesauslegung hinsichtlich der Maifeier hat die Tod sei das Infrafttreten verhindert worden, da sein Nach- Genoffen eine längere Zeit des Beisammenseins zu ermöglichen, Erfurter Polizei nicht Geringes geleistet. Den Ball ließ sie folger, der jetzige Zar, das Aftenstück sofort nach seinem batte Schulze sein Lotal um 3/411 Uhr geschlossen und Bier ohne nicht zu, weil die Maifeier keine Vereinsfestlichkeit sei, und die Regierungsantritt zerrissen habe. Diese Erzählung, deren Bezahlung verschänkt. Doch er hatte die Rechnung ohne die Zulassung zur Versammlung verbot fie, weil nach Ansicht des Moral und Tendenz auch dem findlichsten Gemüth ein Polizisten gemacht, die gegen 11 Uhr im Namen des Gesetzes" Oberbürgermeisters die Sozialdemokratische Partei, die die Feier Teuchtet, ist natürlich eine obendrein recht alberne Er- Ginlaß forderten. Zwei Kommissare drangen mit noch jirta veranstaltete, einen Verein darstelle. findung. Hätte Alexander der Zweite, aus dem bezahlte Empörung hervorries, als in mittelbarer und unmittelbarer Nähe 10 Schußleuten ins Lokal, um es zu räumen, was um so mehr Speichelleckerei einen philanthropischen Märtyrer machen will, des Schulze'schen Lofals sich eine ganze Wenge von Lokalen mit den Verstand gehabt, die Nothwendigkeit einer Verfassung Damenbedienung" befinden, in denen die ganze Nacht für Rußland einzusehen, so würde ihm von den Nihilisten, bindurch Gäste Einlaß finden können und am 1. Mai Nachts zum die ausdrücklich erklärt hatten, daß eine Verfassung, sei es Theil auch gefunden haben. Am 2. Mai Nachmittags war( wie prompt auch die bescheidenste, ihnen vorläufig genüge, tein Haar doch die Justiz arbeitet) Schulze bereits im Besige eines Strafgekrümmt worden sein. mandates über 30 M. wegen Ueberschreitung der Polizeistunde. Schwerin. In einer geschlossenen Versammlung referirte Bemelburg aus Hamburg vor 300 Personen über die Bedeutung der Maifeier. Eine entsprechende Resolution wurde ein berei und sonstiger Chikanen betrug die Zahl der Festtheilnehmer timmig angenommen. Minden i. W. Troz der Lofalabtreinoch 170. Die Feier wurde in Form einer Abendunterhaltung Aus dem Ausland wird uns noch geschrieden: vorgenommen. Langenbielaui. Schl. Die Versammlung Volksverfammlungen waren von 11 500 Personen besucht. Die Wien. Die 5 Bormittags im Bezirk Hernals abgehaltenen am 1. Mai war von 200 Männern und Frauen besucht; mehr zur Verlesung gebrachten Refolutionen wurden einstimmig anvermochte das Lotal nicht zu fassen. Die Hauptfeier findet am genommen. Geschlossen wurden sämmtliche Versammlungen um 7. Mai statt. In einer großen Weberei blieben am 1. Mai 11 Uhr Vormittags. Alle verliefen in großer Ordnung. In morgens punft 9 Uhr fast sämmtliche Stühle auf 5 Minuten dem Prater wurde von jedem Bezirk korporativ gegangen. Die stehen; von 650 gingen nur noch 25. Dem Kapitalisten wurde Genossen mußten an zwei Rafernen vorbei, aus deren Fenstern Die Stichwahl in Dortmund. dadurch die Bedeutung des Dichterwortes demonstrirt: Alle die Soldaten mit den Müßen und Tüchern uns begrüßten, was Räder stehen still zc. Mühlhausen i. Th. 300 Theilnehmer. einen imposanten Eindruck machte und die Genossen zu einem Lernet, ihr seid gewarnt! Das Volt hat am 3. Mai Festredner Ae u stergerling. Apolda. Glänzender Ver- Hochruf bewog. An zwei Bauten wurde die Arbeit eingestellt, gesprochen, deutlich, zweifelsohne, der Kandidat der Solauf der Feier. 1000 Theilnehmer. Festredner A. Baudert. wo die Leute arbeiten sollten, als sich unsere Genossen vor denzialdemokratie hat die höchste Stimmenzahl auf sich Bum erstenmal hatten die Behörden von der alten Ministerial felben anfammelten. Es wurde überall gefeiert. Die Bewegung vereinigt. Trotz der brutalen Macht der Unternehmerschaft, erordnung keinen Gebrauch gemacht, wonach am 1. Mai tein war großartig. Tanz stattfinden soll. Weimar. Am Ausflug betheiligten sich der kein Mittel im Kampfe gegen die Arbeiterpartei zu 50 Personen, an der Abendversammlung 150. Altenburg. Feier Budapest. Die Maifeier ist hier großartig verlaufen. Fast schlecht ist, haben die Unterdrückten, die Ausgebeuteten, die am 30. April in zwei Lokalen. 8000 Fentheilnehmer, darunter viele fämmtliche Fabriken waren gesperrt, die Stadt trug ein feftliches Opfer und Hasser des sozialen und politischen Drucks, den vom Lande. 300 Mitglieder des urbeiter Sängerbundes wirkten Gepränge. Die zahlreichen Versammlungen waren massenhaft Vorsprung erlangt. Will die Regierung ein Zeugniß für bei den Aufführungen mit. Die Ansprache hielt Metsch fe. besucht. Da seitens des Ministeriums ein Maffenumzug verboten die Stellung der Massen zur Militärporlage? Die Selbst die gegnerische Preffe erkennt die Betheiligung als eine war, begaben sich die Gewerkschaften, sowie die Mitglieder der Dortmunder Ersagwahl, mitten im Sturm und Drang des sehr bedeutende an. Der Verlauf des Festes war durchaus Partei Bezirksorganisationen in zwanglofen Gruppen zum FestKonfliktes zwischen Militarismus und Volk, zeugt offen von barmonisch. Gera. Am 1. Mai wurden 10 Bolksversammlungen plat. Gegen 4 Uhr Nachmittag mögen ungefähr 20 000 Personen abgehalten, an die sich zum Theil musikalische Unterhaltungen dort gewesen sein. Die zahlreiche, außerhalb des Festdem Wunsch und Willen der Wehrheit. Dem alten schloffen. Alle Bersammlungen waren gut besucht. In Gera plages postirte Polizei, zu Fuß und zu Pferd, war Tölde fiel die Stimmenmehrheit zu. Es hat nichts und Debschwitz war der Andrang so groß, daß die Lokale über mit scharfen Patronen ausgerüstet, hatte aber natürlich feinen genügt, daß der Bund der vereinigten Gegner eine füut waren und Viele teinen Einlaß mehr finden fonnten. In Anlaß, einzuschreiten. Unter Musik, Gesang, Tanz, und diversen beispiellose politische Unanständigkeit zu inszeniren Bjorten war ein Lampionumzug arrangirt, an den sich eine Bers Spielen vergingen den Theilnehmern die wenigen Stunden im suchte in der unverkennbaren Absicht, der Sozialdemokratie, fammlung anschloß. Diese war ebenfalls äußerst start besucht. Fluge. Abends 8 Uhr war Schluß der offiziellen Feier und ohne ben wirthschaftlich abhängigen Proletariern das Wahlrecht 3m ganzen wird die Zahl der Theilnehmer an der Stundgebung die geringste Unordnung zerstreute sich die koloffale MenschenAn dem von der Opposition" veranstalteten Feste zu verfümmern. Hat nicht, um dies Zeichen der Zeit noch auf 4000 gefchäßt. Die Stimmung war die denkbar beste, die menge. mals ins Gedächtniß zu rufen, das führende Organ der Begeisterung sehr groß. Nächsten Sonntag findet in Leumnih nahmen etwa 1200 Personen theil, da von dieser Seite gegen die Volkspartei, die Frankfurter Beitung" mit eine große gemeinschaftliche Feier statt. Scheudit bei Arbeitsruhe agitirt worden war. Halle. Zur Maifeier veranstalteten die hiesigen Genossen Temesvar. Vormittags fand eine Sozialistenversammlung schmaßendem Behagen jenes Stimmzettel- Kartell gefeiert, am 30. April einen gut besuchten Ausflug; am 1. Mai ftatt, Nachmittags veranstalteten die Arbeiter im nahen Jagddas von der Uebereinfunft die mächtigste Partei, die der Ar- eine noch besser besuchte Versammlung. Die Polizei war in walde ein Volksfest. beiter, ausschließen sollte? Ein Kartell, das sogar der deutsch- fieberhafter Thätigkeit. Sie entfernte z. B. die Abends angefreisinnigen Bossischen Beitung wider den Strich flebten plakate noch während der Nacht. Eine polizeiliche Bes ging und von ihr mit ungewohnter Lebhaftigkeit gerügt fanntmachung machte uns sehr überflüssiger Weise darauf auf wurde. Das Ergebniß: der Voltsparteiler Sohn erhielt merksam, daß Versammlungen unter freiem Himmel einer beson 204, der Antisemit Rönig 133, der Deutschfreisinnige deren Erlaubniß bedürfen( die aber nicht ertheilt wird) und daß Gidhoff 1796, der Zentrumsmann Lensing 12 030, das Marichiren in geschlossenen Reihen dieſem gleichgeachtet werde. Barby. Die vom Pfeifenklub Vorwärts" arrangirte Möller, der Erlesene des Wahlbeeinflussungs- Klüngels, Feier war zahlreich befucht. Der Ball wurde polizeilich ver. hindert, Beschwerde dagegen wird erhoben. Radebeul in der Wir geben zum besseren Verständniß der Entwickelung Lößnis bei Dresden. 300 Versammlungsbesucher( ber Ort zählt wie diesmal. Die Versammlung war von 1500 Personen beAgram in Kroatien. Noch nie eine solche großartigr Feier folgende Uebersicht der Stimmenzabl: 3000 Einwohner). Referent Krüger. Würdevoller Verlauf. Die Genossen in der Lößniz sind mit dem Ergebnis der Maifeier um fucht, am Aufzuge nahmen 3000 theil. Vom Lande tam eine Bauerndeputation. 1. Wahlg. so mehr zufrieden, als ebenso wie in Radebeul auch in den Orten 15374 Sertowiß und Lindenthal die größten Lofale von den Mai- Bafel. Am 1. Mai glänzender Umzug durch die Straßen 14 714 demonftranten gefüllt waren, was für die Lößniß von besonderer der Stadt. Theilnehmerzahl 1500-2000. Festredner Großrath 12 030 Bedeutung ist, weil diese für eine Hochburg der Konservativen Arnold. Das Fest fand in der Burgvogteihalle statt. Beim 1796 gilt. im bach i. S. Der Kommers am 1. Mai war von Maifeier- Romitee für die Schweiz meldeten 21 Ortschaften thre 204 1000 Personen besucht. Geyer im Erzgebirge. Der Kommers, Betheiligung an der Feier an. 188 zu dem nur ein Restaurant zur Verfügung stand, war von ( Schluß folgt.) Brafilien. Die Session des Rongresses von Brasilien wurde am 3. Mai wieder eröffnet. Der Admiral Wandenkolt, welcher mit vier Kanonenbooten zur Unterbrückung des Aufstandes nach Rio Grande do Sul gesandt worden ist, soll mit dem Führer der Rebellen" in Verbindung getreten und geneigt sein, zu denselben überzutreten. " 14 714, Zölde 15 374 Stimmen. Sozialdemokratie. Nationalliberale Zentrum Deutschfreifinn. Boltspartei Antisemiten. # " 1890 1. Wahlg. Eng. Wahl 10 422 17 014 11 815 1887 2141 21 678 19 687 10 191 13 956 4157 1 294 • 1092 1893 " wald überwiesen den Ueberschuß der Maifeier den durch ein Die Parteigen offen in Billingen im badischen Schwarzgroßes Schadenfeuer schwer geschädigten Bewohnern des Nachbarortes Klengen. Kirche und die beiden Wirthshäuser gleichfalls. Der ganze Ort Es sind gegen 70 Häufer abgebrannt, Schule, ist ein Trümmerhaufen. Bon 657 Einwohnern waren 450 ob bachloß geworden. Das Feuer ist durch zwei taum vierjährige Kinder entstanden, sie zündeten einen in der Nähe eines Hauses gelegenen Strohhaufen an. Der Schaden wird auf etwa eine Milion Mart geschätzt. Zum Glück sind bei dem Feuer Menschenleben nicht verloren gegangen. In Preßburg feierten die Arbeiter in vielen Fabriken, ebenso fast alle Bauarbeiter. Mittags fand ein großes Arbeitermeeting fiatt. Nachmittags veranstalteten die Arbeiter einen Massenausflug ins Gebirge. In Kaschau wurde der 1. Mai gleichfalls gefeiert. Die Demonstrationen verliefen in ruhiger Weise. Die Gehilfen trugen rothe Rofarden und durchzogen in fleineren Gruppen die Stadt. An der Epige einzelner Rüge schritten Mufitkapellen. Für den Inhalt der Inferate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, den 5. Mai. Opernhaus. Dar Rheingold. Neues Theater. Narziß. Deutsches Theater. Der Talisman. Berliner Theater. Uriel Acosta. Leming- Theater. Brave Leut' vom Grund. BOO Wallner- Theater. Geschlossen. Kroll's Theater. Gute Nacht, Herr Pantalon. Cavalleria rusticana. Rendens Theater. Die Sirene. ( La Flamboyante.) Adolph Ernst- Theater. Goldlotte. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Die schöne Helena. Stupia. Thomas- Theater. Gute Zeugnisse Hierauf: Wenn man im Dunkeln füßt. Viktoria Theater. Die Reise um die Welt in achtzig Zagen. National- Theater. Michael Servet, oder: Der Kampf um den Glauben. Alexanderplat- Theater. Zimmermann's Lene. Winter- Garten. Spezialitäten- Borftellung. Apollo Theater. Borstellung. Spezialitäten Theater der Reichshallen. Spezia. litäten- Barstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Gebrüder Bichter's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Neue freie Volksbühne. Sonntag, 14. Mai, I. Abtheilung: Der Nächste", von Dr. Fr. Lange. Adolph Ernst- Theater. Bum 33. Male: Goldlotte. Gesangsposse in 3 Aften v. Ed. Jacobson und W. Mannstädt. Couplets theilweise v. G. Görss. Mufit von G. Steffens. In Szene geNorddeutsche Brauerei. 58. Chaussee- Strasse 58. Täglich: Concert. 4146L Wochentags Entree frei. Bei günstiger Witterung im Saal. Die neu eingerichtete Kaffeeküche ist den geehrten Gästen von 2 bis 6 Uhr geöffnet! Etablissement Buggenhagen. MorikPlay. Moritz Play. Täglich: Intrumental- konsert. Großer Frühstücks- u. Mittagstifd. Spezial- Ausschant von Pakenhofer Lagerbier, hell und dunkel. An Sonn- und Fefttagen findet das Konzert in den oberen Sälen statt. Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Pf. Säle für Versammlungen, Rommerje, Festlichkeiten 2c. Rheinländischer Tunnel genannt: Die fidele Nagelkite. Berlin N, Elsasserstrasse 73. Neu! Neu! Die Möbel- Polonaise! oder: 4070L* Weber hat'n Reber, an de Lunge, an de Bunge, an de Leber! Vorträge der berühmt. Gesangvereine ,, Halbe Lunge" und ,, Keuchhusten". Vorzügliches Lagerbier der " Schöneberger Schloßbrauerei" à Seidel 10 Pfennige. H. Schultze( mit'n g). ( Notiz: Mang uns mang is feener nich mang, der nich mang uns mang jehört.) Zither- Vortrag fetzt von Adolph Ernst. Anf. 72 Uhr. zu Festlichkeiten. Auch Unterricht. Morgen: Diefelbe Vorstellung. gröffnet. Der Sommer- Garten ist 41432* Passage- N Panopticum. Im Theater- Saal: Neu! Lebende Bilder. Castan's Panopticum. Neu: Bauern- Aufstand! Akka- Zwerginnen. Neue Illusion: Lotosblume. Andere Illusionen. Castan's Irrgarten. Schreckenskammer. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Nen! Die Inftige Neu! Schwiegermutter. Komische Pantomime mit Ballet in 1 Att. Ausgeführt v. d. PantomimenGesellschaft Diovanie, sowie Auftreten von 12 f. Berlin neuen Spezialitäten. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Entree 50 Pf. Moabiter Gesellschaftshaus. Alt- Moabit 80 und 81. Täglich Theater- und SpezialitätenVorstellung, sowie Concert. Anjang 4 Uhr. Entree 30 Bf., refervirter Platz 50 Pf. 4127L* Helmuth Peters. Tanz- Inftitut, Albert Fride's Oranienftr. 180. Neue Unterrichtskurse beginnen für Contre, Quadrille, sowie sämmtliche Rundtänze. Honorar für Herren 6 M., Damen unentgeltlich. Anmeldungen erbeten Sonntags Nachm. 21/2 Uhr, Mittwochs Abends 8%, Uhr im Institut. Alb. Fricke, Zanzlehrer, Adalbertstr. 53. Größtes Lager Berlins Kinderwagen. Andreasur. 23.p R. Heyden, Moabit, Havelbergerstr. 31. Ich mache hiermit bekannt, daß mein Mann, unser Vater Fritz Gläser am Sonntag Nachmittags 4 Uhr vom Trauerhause Buttmannstr. 2 nach dem Friedhof der Freireligiösen Gemeinde beerdigt wird. 3735b Familie Gläser. Danksagung. 8727b Für die zahlreiche Betheiligung und die vielen Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes Karl Jeremi sage ich hiermit allen Freunden und Bekannten, besonders den Kollegen, dem Fachverein und dem deutschen Tischlerverband meinen besten Dant. Die trauernde Wittwe. Danksagung. 41442 Für die vielen Beweise herzl. Theil. nahme während der Krankheit und bei Beerdigung meiner lieben Frau Auguste Schrepffer spreche ich hiermit allen Verwandten, Freunden und Bekannten meinen besten Dant aus. Werder a. H., den 3. Mai 1893, W. Schrepffer, im Namen der Hinterbliebenen. Erklärung. " Die von mir gegen die Arbeiter Ewald Lorigue, Wißmannftr. 27, und Otto Rumler, Schlosser, Urbanftr. 85, in Nr. 55 dieser Zeitung unter der Ueberschrift Warnung" veröffentlichte Erflärung nehme ich hiermit zurück. Beide vorgenannten Personen haben Verein gegenüber feine Ver 3732b pflichtungen mehr. Gesangverein ,, Sängerkette" ( Mitglied des Arb.- Sängerbundes.) P. Zeitsch. dem Roh- Tabak A. Goldschmidt, 3806L am biengen Plage wie bekannt grösste Auswahl! Garantie für sicheren Brand. Streng reelle Bedienung, billigste Breise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabafe find am Lager. A. Goldschmidt, Oranienburgerstr. 2. Nachtigallen schlagend, 6 Mark. Schnelle, Stalizzerstr. 132. „ Zum Prophet" Welthaus fertiger Herren- u. Knaben- Garderoben I. Etage. Am Dönhoffplatz. I. Ecke Leipziger- und Kommandanten- Straße. Wir offeriren nur noch kurze Zeit aus dem von uns erworbenen Hamburger Lager, bestehend in fertiger 4076L Herren- und Knaben- Garderobe: Cheviot- Anzüge Crimmitsch. do. 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Maler, a m burg, Kl. Reihenstr. 1. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Hierzu eine Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 105. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. " Freitag, den 5. Mai 1893. 10. Jahrg. Der Die Rede des Reichskanzlers verschmähte den Rechenstift; fie vorlage, diese Steuererhöhung vorgehalten, ihre Begeisterung enthielt nur allgemeine Wendungen und paßt auf jede Vorlage, würde sich sehr bedenklich abgefühlt haben. Der Reichskanzler mochte sie eine Erhöhung von 30 000 oder 70 000 Mann ver- dankte den Konservativen für ihre Befehrung zur Vorlage. Die 89. Sigung vom 4. Mai 1893. 1 Uhr. langen, oder auch nur eine Bewilligung auf sieben Jahre. Der Ronservativen wollten die Erhöhung der Präsenz und die BeiReichskanzler thut so, als wenn wir für Kulturaufgaben Geld in behaltung der dreijährigen Dienstzeit. Diese Bereitwilligkeit, dem Am Tische des Bundesraths: Graf von Caprivi Hülle und Fülle hätten; aber Herr v. Bennigsen hat schon in Volte Laften aufzuerlegen, würde vielmehr Anerkennung finden, Don Bötticher, von Marschall, von Raltenborn, der Kommission erklärt, daß Deutschland beschämend in diefer wenn Sie die Lasten dem Großgrundbesitz auferlegen wollten. Hollmann, vom Haag, von Hohenthal, von der Beziehung zurückitehen müsse. Wie schlecht ist es mit dem ge- Aber Sie sind ja nicht einmal bereit, die Liebesgabe für die Planiz, Schott von Schottenstein. werblichen Unterrichtswesen in Preußen bestellt! Die Unter- Brenner türzen zu lassen( Lachen rechts) um ein Viertel. Wo Die zweite Berathung des Gefeßentwurfs betreffend die ftüßung für die Fortbildungsschulen mußte um 44 000 M. gefürzt war da die Opferwilligkeit? Opfern Sie doch die 40 Millionen Friedenspräfenzstärte des deutschen Heeres werden, weil die Mittel dazu sich nicht fanden im preußischen Liebesgabe, wenn es sich um die Ehre, das Dasein und die Zuwird fortgesetzt mit der gestern abgebrochenen Berathung des Gtat; ein Mangel an Richtern besteht, meil man eine halbe funft Deutschlands handelt.( Zustimmung links.) Legen Sie § 1 und der dazu gestellten Anträge Althaus, Graf Prey Million nicht hat. Und da sinnt uns der Reichskanzler auf, bei doch dieses Opfer auf dem Altar des Vaterlandes nieder, dann fing und von Huene, wozu heute noch ein neuer Antrag des dieser Vorlage den Rechenstift aus der Hand zu lassen und nur werden wir vielleicht bereit sein, etwas weiter entgegenzukommen. Abg. Wisser getreten ist, welcher in den Antrag Huene die nach den großen Gesichtspunkten zu urtheilen. Stehen alle diese Gerade jetzt, wo das Volk mehr belastet werden soll, wird Bestimmung über die Verfassungsänderung bezüglich der zwei Kulturaufgaben nicht auch im Zusammenhange mit der Wehr- von Ihnen( rechts) ein Bund zur Bertheuerung der Lebensjährigen Dienstzeit einschalten will und der außerdem dem An- fraft des Landes? Beruht die Wehrkraft blos auf der Zahl der mittel gestiftet.( Widerspruch rechts.) Der Reichskanzler sprach trage von Huene hinzufügen will: Vom 1. Januar 1899 ab ausgehobenen Refruten und nicht auf dem Produkt der ge- von dem Verkehrsleben; man werde nach Bewilligung der wird der Gesammtetat des deutschen Heeres wie alle übrigen fammten materiellen und ideellen Kräfte des Landes? Herr Vorlage nicht mehr nach dem politischen Wetterglase zu Posten des Reichshaus balts- Etats jährlich festgestellt." von Huene deutete an, daß der Patriotismus sich nur sehen brauchen. Wer im Verkehrsleben steht, den tröstet nicht Abg. Richter( dfr.): Ich werde meine Bemerkungen auf mit dem Stocke in der Hand vertheidige. Was nüßt die schneidige Offensive und die schnelle Beendigung des Krieges, den Antrag von Huene beschränken, denn nachdem der Reichs- dem Patrioten das Gewehr, wenn er feine Kleider, den beunruhigt jede Störung, schon die Möglichkeit eines Krieges. fangler im Namen der preußischen und der Reichsregierung die feine Schuhe und nichts zu effen hat.( Unruhe rechts.) Man wird auch nach Annahme der Vorlage das politische Wetter Annahme des Antrages von Huene befürwortet hat, tommt die Das beweist, daß das Bild des Herrn von Huene ein beobachten müssen. Vor der fortgesezten Beunruhigung in Regierungsvorlage faum in Frage. Der Antrag von Huene will falsches ist, als wenn diese Vorlage erst den Stock in ein Gewehr Friedenszeiten, vor der fortgesetzten Aufwerfung neuer Steuerdie zweijährige Dienstzeit nicht wie wir dauernd, sondern nur verwandelt. Der Reichsfanzler hat eine Einlage gemacht in fragen u. s. w. müßte das Erwerbsleben geschützt werden; solche für 5 Jahre feistellen. Man meint, nach 5 Jahren fönne die bezug auf die freifinnige Partei, als wenn wir in bezug auf die Beunruhigungen erschüttern die Unternehmungsluft und das Ver zweijährige Dienstzeit nicht mehr beseitigt werden; warum setzt zweijährige Dienstzeit unser Programm verleugnen. Wir haben trauen der einzelnen. Die Unzufriedenheit ist nicht gegründet man sie denn nicht gleich dauernd fest und giebt da- aus der Einführung der zweijährigen Dienstzeit feinen Grund auf dem Pessimismus, sondern darauf, daß die Illusionen, welche durch der Regierung die Handhabe, nach 5 Jahren wieder bergenommen, die Präsenzstärfe herabzumindern. Wir wollen man mit der Begründung des Deutschen Reiches verband, zeretwas anderes zu verlangen? Die Kadres bleiben aber nach auch die Mehrkosten der zweijährigen Dienstzeit bewilligen, aber stört worden sind, daß das Reich sich immer mehr präsentirt in dem Antrage von Huene bestehen auch nach dem Ablauf der fünf man verbindet damit Gesichtspunkte, die wir niemals gehabt der Form der Vermehrung der Steuern und Soldaten. Jahre, sogar die halben Bataillone, die doch nur für die zwei haben. Wir wollen die zweijährige Dienstzeit zur Entlastung Eindruck, den die Ablehnung der Vorlage im Auslande machen jährige Tienstzeit berechnet sind, bleiben befiehen. Der Dienst des Bolles, nicht aus militärischen Gesichtspunkten. Die Be- würde, geht uns wohl nichts an. Wir sollten mehr darauf sehen, pflichtige, der ein Jahr vor Ablauf des Quinquennats eintritt, lastung des Voltes ist nach dem Antrage von Huene doppelt so welchen Eindruck die Sache im Inlande macht. Der große Unhat feine Sicherheit mehr, daß er nach dem zweiten Dienstjahre start, als die Entlastung durch die zweijährige Dienstzeit. Wir bekannte ist wieder aufgetaucht. Es ist allerdings sehr bequem, entlassen wird. Das tällt um so mehr ins Gewicht, als nach würden durch die Annahme dieser bepackten zweijährigen Dienst- fich an der Macht Deutschlands von außen zu erfreuen, wenn dem Antrage Huene die zweijährige Dienstzeit erst 1894 in Kraft zeit unseren Standpunkt diskreditiren. Wir sind außerdem bereit, man zu den Lasten desselben nicht beizutragen braucht.( Sehr treten foll. Ter Antrag Huene will die Präsenzstärke für fünf die Erfahreserve in ihrer bisherigen Einrichtung zu erhalten. wahr! links.) Das Ansehen des Deutschen Reichstages würde Jahre festsetzen, unser Antrag nur für 11/2 Jahre. Der Antrag Warum soll das mit einem Mal so werthlos sein, wenn in Rußland bei den Wählern nicht erhöht werden, wenn der Antrag von Suene geht viel weiter als der aus der Kommission befannte und Frankreich die Leute in kurzer Zeit ausgebildet werden. Huene zur Annahme gelangte. Bei der ersten Lesung stand Antrag v. Bennigsen, er bewilligt 5/6 der ganzen Regierungs- Wenn man die Ersayreserve außer Rechnung läßt, bringt der Herr von Stumm allein mit einem kleinen Häuslein seiner vorlage, und wenn man die Veränderung des Präsenzbegriffes Antrag von Huene eine Vermehrung der Rekrutenzahl von Parteigenoffen. Seitdem hat sich nichts gebessert, die finanzielle dazu in Rechnung zieht, die Substituirung der Durchschnitts- 36 000, unser Antrag eine solche von 25 000 Mann. Das ist Lage hat sich höchstens verschlechtert. Noch im Herbst ftärke an stelle der Magimalstärke, so umfaßt er eine Bewilligung der ganze Unterschied, und darauf soll die Zukunft und die wurde der Antrag von Bennigsen für unannehmbar von 7/8 der Vorlage. Der Verzicht der Regierung auf die Er Existenz des Deutschen Reiches beruhen! Die Kommissions- erklärt von einer großen Mehrheit, und jetzt soll der fegung manquirender Unteroffiziere durch Gemeine ist nur ein verhandlungen haben es ja ergeben, daß die Vorlage Antrag Huene annehmbar sein? Das wird man sich im Volke vorübergehender. Man hat sehr viel Wefens von den Verhand- gar nicht bezweckt, die Kriegsstärke zu vermehren; nicht erklären können aus der Sache; da wird man andere Dinge lungen über diesen Antrag gemacht. Indessen wer die offiziöse es wird nur die Kriegsbereitschaft im Frieden vers dahinter vermuthen. Herr v. Huene selbst erklärte, daß er nie Presse aufmerksam lieft, weiß, daß schon vor Ostern diese starkt. Wenn Rußlands Armee mit 900 000 Mann auch nicht geglaubt hätte, so weit in feinen Bewilligungen zu kommen. Er Gedanken vertreten wurden. Was Herr v. Huene vertritt, ist blos auf dem Papier stehen sollte, was bedeutet das bei einem bat eben den ganzen Fanatismus eines Neubefehrten bewiesen. nicht sein eigener Gedanke, Herr v. Huene ist in der Wilhelm- Lande, das 9% mal so groß ist als Deutschland? Frankreichs Er hat vor dem Konflikt gewarnt. Was heißt denn das, Herr straße durch offene Thüren gegangen. Ich muß Verwahrung Friedensstärke ist auf 498 000 Mann geftiegen, während unsere Freiherr v. Huene? Wenn der Reichstag von seinem verfassungseinlegen gegen die Art, wie der Reichskanzler die Kommissions- sich auf 436 000 Mann erhoben hat. Tritt an die Stelle der mäßigen Rechte Gebrauch macht, so hat eine Maßnahme zu unterVerhandlungen vorgeführt und kritisirt hat. Man könnte den Maximalziffer die Durchschnittsziffer, so tommen wir schon über bleiben, die man beabsichtigt hat. Wenn man da vom Konflikt Eindruck gewinnen, als ob die Kommissions Verhandlungen die französische Präsenz hinaus. Der General Verdy hat 1890 spricht, so kann das nur bedeuten, daß Macht vor Recht gehen bestanden hätten in dem Austausch allgemeiner Schlagworte über noch erklärt, daß wir einen Kampf mit Frankreich nicht zu soll, daß die Revolution von oben eingeführt wird. Gott schütze Militarismus, Miligfyftem u. s. 1. Solche Worte mögen einzeln scheuen brauchten. Jede Einführung der zweijährigen Dienstzeit die Regierung vor ihren Freunden, besonders vor dem Freiherrn gefallen sein, ich erinnere mich derselben nicht. Jedenfalls babe ohne Erhöhung der Friedenspräsenz soll nach dem Reichskanzler v. Huene( Zustimmung und Heiterkeit), der die Revolution von ich mich daran nicht betheiligt. Niemals sind so eingehende Ver- der Uebergang zum Milizsystem sein. Die früheren Kriegs- oben her befürwortet. Ein Reichstag, der sich durch solche handlungen gewesen wie in diesem Jahre. Der Referent hat minifter sahen in der zweijährigen Dienstzeit, ja in der Be Drohungen einschüchtern läßt, der auf sein Recht verzichte, wäre einen so ausgezeichneten Bericht geliefert, wie wir ihn sonst nicht willigung auf nur 8 Jahre statt auf 7 Jahre schon das Miliz nicht werth, dieses Recht jemals besessen zu haben. Meine in unseren Reichstagsdebatten finden; ein solcher Bericht wäre system. Was heißt denn das: Milizsystem? Das ist ebenso ein Freunde haben die Ueberzeugung, daß sie niemals patriotischer nicht möglich gewesen, wenn die Kommissionsverhandlungen nur Schlagwort wie Militarismus. Die Durchführung der zwei- gehandelt haben als gerade in diesem Augenblick( Widerspruch deflamatorische Uebungen gewesen wären. Der Reichskanzler hat jährigen Dienstzeit tann erleichtert werden, wenn die Ab- rechts; Zustimmung links), indem sie den Antrag Huene ablehnen die Autorität der militärischen Sachverständigen in einer Weise fommandirungen außerhalb der Truppen aufhören oder einge- und damit die militärischen Interessen zu vereinbaren suchen mit in den Vordergrund gestellt, wie er es selbst früher nicht gethan schränkt werden. Für die Herabseßung der Zahl der Dekonomie- der nothwendigen Schonung der Jnteressen des Volkes.( Lebhafter hat und vor ihm tein Kriegsminister. Das ist die Negation des handwerker bin ich zuerst in der Kommission eingetreten. Also Beifall links.) Parlamentarismus und der Voltsvertretung überhaupt.( Sehr selbst ein so blinder Laie wie ich fann einmal ein Korn finden, Reichskanzler Graf v. Caprivi: Der Vorredner hat Auswahr! links.) Was hat denn neben solchen Autoritäten die das für einen Generalstabsoffizier schmackhaft ift. Warum führungen vorgebracht, die wir früher schon gehört Volfsvertretung noch für eine Bedeutung.( Sehr wahr links.) will man nicht eine Einschränkung der Verwendung der haben. Ich glaubte nicht, daß durch kleine oratorische Dann mußte für die Entscheidung über die Strafparagraphen Soldaten für nicht militärische Zwecke versuchen? Der Reichstanz- Trümpfe jemand = zu überzeugen ift. Der Vorredner nur der Richter, über das Seuchengeset nur der Arzt, über die ler hat sich auf die hervorragenden volkswirthschaftlichen Gelehrten hat gesagt: Gott schüße die Regierung vor ihren Kirchenfrage die Geistlichkeit und über die Schule der Lehrer berufen. Es scheint auch eine volkswirthschaftliche Abtheilung in der Freunden, namentlich vor Herrn von Huene. Es gehört mehr allein maßgebend sein. Das Parlament hätte sich überall der offiziösen Organisation zu geben. Daß in Desterreich, Italien und Muth dazu, daß Herr von Huene gegenüber seinen politischen Autorität der Fachmänner zu beugen und höchstens ein Gut- Rußland die Militärlasten erheblich geringer sind als bei uns, Freunden die geftrige Rede gehalten hat, als daß Herr Richter achten über die Steuern abzugeben, welche zur Deckung der darüber schweigt man. Man verweist immer auf Frankreich und seine heutige Rede hielt.( Sehr richtig! rechts.) Herr Richter Ausgaben dienen sollen. Oder sollen dafür etwa Kollegien England. Wir bringen schon mehrere Dußende von Millionen hat die Geschicklichkeit, das nicht zu hören, was er nicht hören von Steuerbeamten eingesetzt werden? Ein öffentliches für die Armee mehr auf als Frankreich? Für die Marine wird will. Er fragt, was ist Milizsystem; er spricht von der ErsatzGemeinwesen hat eine große Reihe von Aufgaben mit begrenzten allerdings in Frankreich mehr ausgegeben; das ist natürlich nach reserve, welche der Kriegsminister von Berdy beibehalten wollte. Mitteln zu erfüllen. Deshalb tommt es darauf an, die ver- der ganzen Konfiguration des Landes. Sollen die Verhältnisse Verdy wollte aber die dreijährige Dienstzeit beibehalten, weil fügbaren Mittel zu vertheilen. Dazu sind die Berufskreise an Frankreichs maßgebend sein für Deutschland, wo doppelt so viel das Ausbildungspersonal zu sehr erschöpft sein würde, als daß und für sich nicht geeignet, weil jeder Berufsmann einer Ein- Kinder geboren werden als in Frankreich. Für die deutsche es neben der regelmäßigen Ausbildung auch die Ausbildung der seitigkeit unterworfen ist( Sehr richtig! links) und diese Einseitig Armee wird mehr ausgegeben als in England für Armee und Erfahreserve vornehmen könnte. Der Vorredner urtheilt abfeit tritt am meisten da hervor, wo die Autorität im eigenen Flotte zusammen. In England herrscht das Werbefyftem, welches fällig über die Offensive; er tadelt meine Verweisung auf die Berufe am stärksten entwickelt ist. Der Reichskanzler meint, der dem Lande nicht so viele persönlichen Opfer auferlegt. Aber auf früheren feindlichen Ueberschwemmungen. Wenn der Feind Staat muß erhalten werden durch das Militär. Wer unser solche Dinge nehmen die Difiziösen in ihrer Zahlenwuth keine Landestheile oftupirt, verlieren wir die Steuern, Handel und teutsches Militärwesen nicht kennt, müßte nach der Rede des Rücksicht. Die Finanzen des Reichs stehen schlecht, und die Aus- Wandel stehen dort still. Bei der Kriegführung im eigenen Reid stanzlers annehmen, daß es jetzt erst gelte, eine Armee zu gaben wachsen; sind uns doch die Neuforderungen der Marine Lande können wir nicht anders verfahren, als in Feindesland. schaffen. Genau solche Anschauungen treten in den Kriegsbildern ür fünf neue Panzerschiffe mit einem Kostenbetrage von hundert Wenn wir auch in Frankreich sehr human verfahren sind, wir des Reichstanzlers hervor, als ob das Deutschland jezt zu ver- Millionen Mart schon angemeldet worden. Der Antrag Huene müssen die Mannschaften unterbringen und Nahrungsmittel für sie gleichen wäre mit dem kleinen Preußen aus dem Anfang dieses verlangt 45 Millionen Mart Webrausgaben sofort, wozu später requiriren, wir müßten Kunstbauten zerstören und Werke vernichten, Jahrhunderts, welches sich der Uebermacht Franfreichs nicht er noch Ausgaben für Pensionen, Kasernen u. f. w. treten. Wo soll die wiederherzustellen lange Jahre dauern würde. Ich verzichte wehren fonnte, oder als ob die jetzige Reichsarmee zu vergleichen das alles hinaus! Und angesichts solcher Verhältnisse hat der auf die nähere Ausführung. Ich will nur Ihnen ans Herz legen, wäre mit der Reißausarmee des weiland heiligen römischen Reichskanzler die Deckungsfrage so favaliermäßig behandelt, wie daß der Krieg im eigenen Lande etwas Schweres ist. Das kann Reichs im 17. Jahrhundert. Die Rede ist wohl mehr für das sie favaliermäßiger garnicht behandelt werden kann. Und dabei man nur verhindern, wenn man die Offensive ergreift. Der VorLand berechnet, nicht für den Reichstag. Seit 1872 find haben die jetzt vorgelegten Steuervorlagen gar keine Aussicht auf redner hat eine glänzende Gabe, zu reden und zu rechnen, wenn 12/ Milliarden für das Heer verwendet worden und Annahme. Freilich, der Reichskanzler meinte, er nähme auch ab und an ein Irrthum unterläuft.( Sehr richtig rechts! die deutsche Armee ist heute dreimal so start wie auch andere Steuern. Ja, das glaube ich wohl, wenn Lachen links.) Seit 1888 soll sich eine neue militärische Bewegung 1870. Mit dem Material, welches beschafft ist ist zur sich der Reichstag dazu findet, dann werden alle Monopole, bemerkbar gemacht haben. Dazu müßten Graf Moltke und Fürst Erleichterung der Operationen, fann das Material von welche früher aufgetaucht sind, sofort wieder auftreten. Das Bismarck mitgewirkt haben, es müßte also doch kein Bruch mit 1870 faum verglichen werden. Die Marine ist seitdem Finanzprogramm des Herrn von Huene als zukünftigen Reichs- der Tradition vorliegen. In einer Familie, die so pietätvoll vervierfacht worden, fäbig nicht blos die Küsten zu schatsekretärs war sehr wenig zufriedenstellend; er sprach von gegenüber ihren Vorfahren verfahren, dürfte ein solcher Bruch schügen, sondern auch zur Offensive überzugehen. Damals standen Luxussteuern und von Aenderung der Tabatsteuer, womit er so auch nicht so leicht vorkommen. Auf die Deckungsfrage bin ich wir isolirt, heute tönnen wir in einen Krieg nach zwei Fronten leichthin eine neue Beunruhigung in das Volk warf. Herr v. Huene nicht eingegangen, weil ich mir sagte, daß der Abg. Richter mit nur gelangen, indem wir die Stüße eines Dreibundes für uns sprach von einer Erhöhung der Matrikularbeiträge, die durch seinem großen Einfluß das Scheitern der Vorlage herbeiführen haben. Wenn die Vorlage für die Zukunft unsere Macht stärkt, eine Erhöhung der Einkommensteuer gedeckt werden könne. Wie wird, dann brauche ich mir den Kopf nicht zu zerbrechen. Daß so müßten unsere Gegner jegt sofort, ehe die Vorlage durch denkt denn der Kollege Miquel darüber?( Große Heiterfeit.) England mit der Armee billiger wirthschaftet als wir, wird Herr geführt ist, über uns herfallen; aber die Gefahr ist nicht vor Drei Jahre hintereinander sind Defizits von je 50 Millionen in Richter erst noch zu beweisen haben. Auf den Kopf tommen handen, sonst hätte der Reichstanzler selbst uns nicht als schwach Preußen entstanden; das war seit Menschengedenken nicht der heraus in Preußen und Deutschland 9,10, in Desterreich 14,27, hingestellt. Das Ausland weiß das auch sehr gut. So sprechen Fall. In Preußen ist die Einkommensteuer um 40 Millionen in Italien 24, in Frankreich 44,4 und in England 29,6. Die die Kriegsminister immer, wenn es gilt, eine neue Borlage durch Mark erhöht worden, aber trotz der vermehrten Kunstfertigkeit schlechten Verhältnisse der Finanzen in Preußen sind vorüberzubringen. Die Vorlage hat ja ihre Bedeutung nicht bloß in der Einschägungsbehörden ist jetzt schon ein Rückschlag eingetreten. gehende. Uebrigens wird immer eine Grenze fommen, hinter der Erhöhung der Präsenzſtärke, sondern in der Inauguration Will Herr von Huene die Aufhebung der Grundsteuer suspendiren welcher unerfüllte Wünsche liegen. Der Finanzminister wird einer neuen Militärpolitik. Seit 1888 wurden die Anforderungen zur Deckung der Militärausgaben? Oder will er wenigstens niemals in die Lage kommen, alle angemeldeten Wünsche zu erfür Militär und Marine sehr erheblich gesteigert. Diese An- den Betrag dafür verwenden, der auf die Gutsbezirke entfällt. füllen. Ich habe gestern gesagt, daß wir uns vorbehalten müßten, schauung findet ihren Ausdruck in der Offensive, von der der Ich wünfae, daß die Deckungsfrage in dieser Vorlage felbft er- wenn Neuwahlen doch einmal eintreten, auch unsere früheren Reichstanzler gestern gesprochen hat. Für jede Steigerung wird ledigt würde, daß man dies nicht besonderen Steuervorlagen über Forderungen zurückzunehmen. Ich kann heute erklären, daß wir man immer anführen fönnen: je mehr Soldaten, desto besser, ließe. Die Lasten der Militärvorlage fallen hauptsächlich auf die das nicht thun würden. Bei den Neuwahlen würde unsere desto erfolgreicher die Offensive. Mit diesen Gründen kann man ärmeren Klaffen. Es würde nichts gerechtfertigter sein, als die Parole der Antrag Huene sein.( Große Unruhe links. Lebhafter noch zwei ebensolche Vorlagen rechtfertigen. Wir haben ja schon Kosten dieser Vorlage den wohlhabenden Klassen aufzulegen, welche Beifall rechts.) gehört, daß nicht blos die 25 pet. Tauglichen zur Ausführung nicht persönlich von der Militärpflicht betroffen werden. Wenn Abg, von Stumm( Rp.) bleibt bei der großen im Hause Diefer Vorlage vorhanden sind, sondern noch weitere 50 pct., alle Personen mit mehr als 10000 M. Einkommen dazu herangezogen herrschenden Unruhe, die dadurch verstärkt wird, daß viele Absodaß die Präsenzstärke nicht um 80.000, um 80.000, fondern um würden, so würde in Preußen zur Deckung der Ausgaben eine geordnete nach der Rede des Reichskanzlers den Saal verlassen, 240 000 Mann erhöht werden tönnte. Die Musterungs- Erhöhung der Einfommensteuer um 60 pet. nothwendig fein. anfangs unverständlich. Er führt aus, daß die Zahlen, welche behörden baben zu gut gearbeitet nach der neuen Instruktion. Sätte man den Herren Kommerzienräthen und Direttoren, die Abg. Richter vorgebracht habe, sich bei näherer Prüfung als Dadurch wird der ganzen Beweisführung der Boden entzogen. sich im Gürzenich in Köln begeistert haben für die Wilitär- falsch ergeben haben. Wenn man die Franzosen durch Rechens סטן wir exempel zurüdschlagen tönnte, so wäre Herr Richter zu ge- fumlage und in Preußen im Wege der Vermögenssteuer aufgebracht man es nicht wieder erkannte, bietet die sicherste Grundbrauchen zur Vertheidigung des Vaterlands. Aber seine Erempel werden sollten, sie sind aber bemüht, die Art und Weise der Auflage für die Sicherheit des Landes. Nach einer find sämmtlich falsch. Die Annahme der Vorlage, die dadurch bringung der Lasten für das Militär vorzugsweise auf anderen Notiz in diesem Werke hatte Boyen die Auferfolgte Sicherung des Friedeus, würde für Deutschland viel den fleinen Mittel- und Arbeiterstand abzuwälzen. gabe, Landwehrschwadronen der Kavallerie zu organisiren. Eine mehr werth sein, als die kleine Mehrbelastung, welche aus der Wenn diese Borlage eine Majorität fände, fo würden Reihe ehrenwerther Männer, die früher bei der Reiterei gedient Vorlage ensteht. Redner. wendet sich gegen Richter's Be- ohne Zweifel die Kosten nicht im Wege der direkten Ein- hatten, erklärten sich bereit, das Kommando dieser Schwadronen hauptung, daß wir Frankreich überlegen seien; das sei nur tommensteuer oder der Vermögenssteuer aufgebracht werden, zu übernehmen. Diese sollten in ganz kurzer Zeit ausgebildet durch eine künstliche Rechnung zu erweisen. Jedenfalls sei der sondern es würde sich nur darum handeln, welcher Konfumartifel werden, um an den nachfolgenden Gefechten theilnehmen zu Zweibund dem Dreibund überlegen. Bei der Berechnung der der großen Massen noch entsprechend bluten könne. Die Unzu können. Die Kommandeure sollten sie während des sechswöchigen Präsenz rechnet Herr Richter in Frankreich die Ersaßreserve friedenheit wird immer größer und es liegt auf der Hand, daß Waffenstillstands 1813 hinreichend ausbilden. Das erklärten die nicht an, bei uns rechnet er sie an. Die Erfahreserve ist aber jede weitere Forderung an diese Schichten der Bevölkerung, mit Herren für unmöglich. Es war eben der Fehler, daß diese der Präsenz nicht zuzurechnen; denn sie gehört ja eigentlich dem dem größten Widerwillen getragen wird, bis man auf einem Herren früher Offiziere waren und von ihren Vorurtheilen über Beurlaubtenstande an. Redner geht ausführlich auf die Be- Standpunkt angekommen ist, wo die Grenze der Vertheidigungs- die nöthige Ausbildung ausgingen. Da fagte Boyen: Ich sehe rechnung ein, die aber, da er sich von der Tribüne abwendet fähigkeit erreicht ist. Es ist kein Zweifel, daß heute in Italien ein, Sie können nicht so marschiren, die schlechtesten Schwadronen und immer nach links spricht, nicht zu verstehen sind. Redner tritt und Desterreich jedes Vorgehen Deutschlands auf dem Gebiet des werde ich auflösen, den Rest in die Depots schicken. Damit griff den Ausführungen Richter's entgegen in bezug auf die mangelnde Militärwesens mit einer gewiffen Unbehaglichkeit betrachtet wird, er die Herren an der Ehre, und diese erklärten sich zu dem VerZahl der Tauglichen und in bezug auf die Verjüngung der weil man füchtet, daß auch sie ihrerseits als Bundesgenossen such bereit und bildeten die Schwadronen in sechs Wochen so Armeee. Wenn die Urtheile unbefangen abgegeben würden, ibren Kraftaufwand steigern müssen. In der Erkenntniß, daß die aus, daß sie ihren Aufgaben gerecht wurden. Gegen unseren unbeeinflußt von jeder Agitation, so würde nach dem Kommissions Bundesstaaten auf dem bisher beschrittenen Wege nicht weiter Antrag in der Kommission, auch die Kavallerie nur zwei Jahre bericht die Annahme der Vorlage mit großer Mehrheit erfolgen fortschreiten tönnen, ist uns Deutschen diese Vorlage gemacht worden. dienen zu lassen, führten die Regierungskommissare aber aus, Durch die Ablehnung der Vorlage wird der Feind gerade ins Wie steht's nun mit der Leistungsfähigkeit von Rußland und Frankreich? daß das undenfbar sei, daß eine solche Truppe den Ansprüchen Land gerufen. Die Herren sprechen immer von ihrem Patriotis. In Frankreich hat sich in diesem Jahre zum ersten Mal seit nicht genügen fönne. Für die Spezialwaffen, Artillerie und Kavallerie mus, aber den Patriotismus, der alles einsetzt für die Ehre des 20 Jahren ein Defizit herausgestellt, und zwar von 150 Millionen mag ja, auch beim Milizsystem- das erkannte die Schweiz auch an Landes, den haben Sie nicht!( Beifall rechts.) Frants, ungeachtet der tolossalen Steuern und Abgaben, die dort eine längere Ausbildungszeit nöthig sein. Aber wenn ich auch Abg. Bebel( Soz.): In anbetracht der Stellung, die wir im Wege der indirekten Steuern aufgebracht werden, ist man auf weit entfernt bin, das schweizer System nach allen Richtungen bisher zu allen derartigen Vorlagen eingenommen haben, habe einem Punkt angekommen, wo man nicht aus noch ein weiß zur für mustergiltig anzusehen es sind im Gegentheil dort manche ich feine Veranlassung, mich auf die einzelnen Anträge näher Deckung des Defigits. Ferner haben die Auszahlungen in den Verbesserungen nöthig, um das zu erzielen, was von einem einzulassen. Der Reichskanzler sagte gestern, ich bätte in der Sparkassen die Einlagen um 6 Millionen überschritten. Der gefechtstüchtigen Soldaten verlangt wird so stebt doch fest, Kommission die europäische Lage in einer Weise geschildert, wie Verkauf der französischen Rente hat in den letzten Jahren eben- daß die Schweiz eine Vertheidigungsmannschaft aufstellen fann, es ein Regierungstommiffar nicht besser hätte thun tönnen, und falls in erhöhtem Maße stattgefunden. Daraus tann man die prozentual weit über das hinausgeht, was Deutschland stellen er hätte erwartet, daß ich danach für die Militärvorlage stimmen schließen, daß Frankreich an der Grenze feiner finanziellen tönnte. Die Schweiz fann 470 000 Mann zur Vertheidigung des würde. Meine Ausführungen über das Verhältniß Deutschlands Leistungsfähigkeit angekommen ist. Rußland kann allerdings seiner Vaterlandes stellen. Dazu müßte in Deutschland eine ähnliche zu den anderen Großstaaten in der Kommission decken sich mit geographischen Lage und seinem natürlichen Zustande nach für Organisation geschaffen werden. In der Schweiz wird auch der benen bei der ersten Lesung, und sind genau dieselben, die meine ganz Europa gefährlich werden. Im Augenblich aber ist es außer Landsturm jährlich einmal zur Uebung in der Nähe der WohnPartei seit 22 Jahren vertritt. Die Regierungen und ihre Ver- Stande diejenige Gewaltpolitit fortzusetzen, die den Wünschen orte eingezogen, die Leute sind auch im Frieden vollkommen austreter haben aber in Uebereinstimmung mit der Majorität des Hauses feiner Regierung und der leitenden Kreise entspricht. Der russische gerüstet, jeder Landsturmmann nimmt seine Uniform mit nach Diese unfere Auffassung als eine durchaus irrige erklärt. Wenn Bauer ist nach der Emanzipation fo ausgeraubt worden, Sause und befommt auch Patronen, um die nöthige fich heute eine Uebereinstimmung der Anschauungen zwischen den daß Rußland nicht entfernt diejenigen Steuerquoten auf ebung mit dem Gewehr zu erhalten. Alle unsere noch über es entsprechend seinen Rüstungen so schlagenden Ausführungen die Regierungsvertretern und den Sozialdemokraten herausstellt, bringen kann, welche Durchführbarkeit dann ist das eine zunehmende Erkenntniß auf feiten der Regie aufbringen müßte. Der russische Stredit ist so gefunfen, daß und Nothwendigkeit des Milizsystems, weil die Nation rung, die wir mit großer Genugthuung begrüßen. Fürst Bismarck selbst die Franzosen nicht geneigt sind, ihrem Bundesgenossen die Lasten nicht mehr tragen kann, werden ja auf das Haus und hat 12 Jahre lang mit seiner genialen Politit die Resultate auch nur die geringste Anleihe abzunehmen. Der Heichskanzler die Regierung nicht den Eindruck machen, den sie machen müßten, von 1870/71 so benutzt, daß er ein förmliches Wettkriechen vor berief sich auf die militärischen Autoritäten, denen wir glauben weil man prinzipiell feindlich dieser Organisation gegenübersteht, Rußland veranstaltete. Endlich nach 12 Jahren fam er zu der müßten. Thäten wir dies, so würde der Reichstag zu einer ein weil man glaubt, daß sie dem ganzen gegenwärtigen Staatssystem Ueberzeugung, daß nie daran zu denken sein dürfte, jemals fachen Steuerbewilligungsmaschine herabsinken. Aber ich frage, feindlich gegenüber treten fönnte. Aber die fortgesetzt steigenden zwischen Deutschland und Rußland und Frankreich andererseits wie tam es denn, daß die militärischen Autoritäten sich über die Anforderungen seit mehr als zwei Jahrzehnten tönnen alle Völker ein friedliches Verhältniß herbeizuführen, es sei denn daß eine Wehrverhältnisse Frankreichs und Rußlands so täuschen konnten, Europa's auf die Dauer nicht erfüllen. In verhältnißmäßig furzer Aenderung des Verhältnisses zwischen Deutschland und Frank- daß sie nicht längst zu Nüftungen übergegangen sind, welche Beit wird bei allen Bölfern Europa's und in allen Großstaaten reich herbeigeführt werden könnte. Wir haben den Standpunkt denen der Gegner überlegen waren? Die Kriegsmacht unserer mehr und mehr die Ueberzeugung Blatz greifen, daß auf dem be= der Nothwendigkeit einer Aussöhnung mit Frankreich stets be- Gegner soll uns um eine volle Million überlegen sein. 1890 hat tretenen Wege es nicht weiter geht, daß es undenkbar ist, daß tont, und Abgeordneter Richter sprach es heute auch aus, der Kriegsminister positiv erklärt, man werde, abgesehen von die Lasten noch getragen werden können. Wenn erst einmal diese daß wir seit 20 Jahren uns in einem Unruhezustand be- Kleinigteiten, neue Mehrforderungen nicht machen. Die militärischen allgemeine Erfenntniß vorhanden ist, werden sich die Völker fänden, der diese Militärvorlagen erzeugt hat. Damit ist also Autoritäten haben sich dann als gerade so geirrt, wie es früher Guropa's auch fragen, wozu haben wir es nöthig, uns gegenflipp und flar charakterisirt, daß die Auffassung der Dinge, wie bezüglich der Ersagreserve und des Landsturmes geschehen ist. feitig bis an die Kehle zu rüsten, Gut und Blut der Nation in wir fie feit 70/71 gehabt haben, auf allen Seiten des Hauses als Die Erfahreserve ist ein Institut, das eine ganz verzweifelte unerhörtem Maße zu opfern für den Tag, richtig anerkannt ist. Nachdem sich aber herausgestellt hat, daß Aehnlichkeit mit der Miliz hat, welches der Reichskanzler gestern von seiten der Regierung kommandirt werden, gegen eindas gespannte Verhältniß zwischen beiden Staaten währen wird, stigmatisirt hat. Alles das beweist, daß selbst militärische Autoritäten ander zu stehen und uns gegenseitig die Köpfe abzuschlagen. und daß sich daraus Komplitationen ergeben können, sind auch keineswegs mit dem Scharfblicke, mit dem man gestern operirte, die Sie werden sich fragen, zu welchem Zweckt und für wen? Die mir der Meinung, daß es nothwendig fei, daß Deutsch Sache verfolgt habe. Vor drei Jahren erklärten dieselben Antwort wird dann sehr viel sanders sein, als Sie erwarten. land alles aufbietet, um im Falle eines Krieges Autoritäten die zweijährige Dienstzeit für die Fußtruppen für un- Die ganzen militärischen Leistungen seit zwei Jahrzehnten stehen mit zwei Fronten in ausgiebigfter Weise sich per annehmbar, heute sind sie dafür. Die Militärlasten sind seit den im schreiendsten Widerspruch zur ganzen Kulturentwickelung. theidigen zut tönnen. A13 Deutsche können wir es 70er Jahren um 80 pet. gestiegen. Allein von 1888-1893/ 94 Während auf dem Gebiete des Verkehrs, der Wissenschaft und unter feinen Umständen dulden, daß wenn einmal auswärtige find 5370 Millionen für Militärzwecke ausgegeben worden. Und. Industrie der gegenseitige Austausch der Völker riesenhafte FortMächte den Krieg erklären, Deutschland wehrlos dasteht. Wir dazu ift nun noch die ungeheure Steuerlast getreten schritte macht, während immer mehr die Gedanken der interwerden und dürfen einer solchen Gefahr nicht ruhig zusehen. Wenn man einmal das Volk in die Lage versehen will, mit Auf- nationalen Verbrüderung zum Durchbruch kommen, macht sich auf 2113 Sozialdemokraten haben wir erst recht das allergrößte bietung aller seiner Kräfte und Fähigkeiten sich gegen seine Feinde militärischem Gebiet immer mehr eine Organisation breit, die Interesse daran, daß die Integrität Deutschlands voll und ganz zu wehren, dann muß es auch in einer Form geschehen, die im Gegensatz zur Entwickelung aller Kulturvölker steht, und aufrecht erhalten wird, denn wenn es z. B. Rußland möglich möglichst wenig drückend für das Volk ist. Wir haben deshalb wenn wir heute Reichstag und Regierung nicht von der Nothsein sollte, sich einen Theil Deutschlands einzuverleiben, dann gefordert, daß an stelle des gegenwärtigen stehenden Heeres das wendigkeit überzeugen, diesen Weg zu verlassen, so hoffen wir würden unsere Ziele und Ideale in unendliche Ferne hinaus Wilizsystem trete. Wir haben uns nicht darüber getäuscht, daß doch, daß unsere Jdeen in immer weiteren Streifen des Volkes geschoben. Nur in dem Gedanken, daß sich die heute in Deutsch diese Forderung auf lebhaften Widerstand stoßen würde. Hat ja Wurzel faffen werden, und wenn wir in den nächsten Tagen zur land bestehenden Zustände weiter entwickeln werden und damit doch die konservative Partei sich gegen diese Vorlage anfangs Wablurne gerufen werden sollten, so hoffen wir, daß die deutsche die Zwecke der Sozialdemokratie fördern, sind wir verpflichtet, gesträubt, weil die zweijährige Dienstzeit auch angeblich die Arbeiterklasse der Regierung die Antwort nicht schuldig bleiben dafür zu sorgen, daß Deutschland von auswärtigen Feinden Qualität der Truppen vermindern, den nöthigen militärischen wird.( Beifall bei den Sozialdemokraten.) feinen Schaben erleide. Wenn wir hierin mit allen Parteien Geist verschlechtern und den Sozialdemokraten mehr und mehr Darauf wird um 434 Uhr die weitere Berathung bis einverstanden sind, so sind wir über den Weg, wie das zu er- Gingang in die Armee verschaffen würde. Der Reiche fangler hat Freitag 12 Uhr vertagt. reichen ist, verschiedener Meinung. Es ist Aufgabe der Re- aus einer Reihe von Artikeln im Vorwärts" von meinem gierung, die innern und auswärtigen Angelegenheiten so zu Freunde Engels eine Aeußerung sitirt und daraus den Schluß ordnen, daß, wenn dem Volte Lasten auferlegt werden, das in gezogen, daß unser System darauf hinauslaufe, den Geist der einem folchen Maße geschieht, daß die Opfer möglichst Armee zu untergraben. Was der Reichskanzler sagte, steht nicht wenig brücken, andererseits andererseits dafür zu sorgen, daß Die in jenem Artikel. Der zitirte Satz besagt nur, daß, wenn die Vertheidigung des Landes dadurch keinen Schaden erleidet. Leute, welche heute als Unterofiziere ein außerordentliches Maß Daß wir schon an der Grenze der materiellen Leistungsfähigkeit von Strenge, Härte, Rücksichtslosigkeit und unter Umständen stehen, wird von seiten der Regierung und der Parteien, die Grausamfeit gegenüber den Manufchaften zeigen, im dauernden ihr zustimmen, bestritten. Wer aber die Zeichen der Zeit zu Umgange mit unserer lebenslustigen, lebensfreudigen Schuljugend Deffentliche Sigung vom Donnerstag, 4. Mai, Nachmittags 6.Uhr. deuten versteht, muß sagen, daß man inmitten der breiten Volts- sein werden, selber wieder zu vernünftigen, weich herzigen Menschen masse nicht mehr gewillt ist, weitere Lasten auf die Schultern zu werden tönnten.( Lachen rechts). Bezeichnend ist, daß man gegen Stadtv. Klein hat aus Gesundheitsrücksichten sein Mandat nehmen. Wenn es auf die freie Entschließung der Mehrheit das Milizsystem nicht sowohl militärische als vorzugsweise politische niedergelegt. dieses Hauses antommt, so würde die Regierungsvorlage be- Gründe vorbringt. Wir haben jederzeit anerkannt, daß es ein Ding der willigt. Was fie aber abhält, ist die Angit vor ihren Unmöglichkeit ist, das Milizsystem mit einem Schlage einzuführen. Wählern, die sich in einer Stimmung befinden, daß Es gehört dazu eine ganze Reihe von Jahren des Uebergangs. die Abgeordneten es nicht mehr wagen dürien, gegen Hand in Hand mit diesem System muß die militärische Jugend über dieser Vorlage ihr Ja" abzugeben.( Sehr richtig, lints). erziehung der Nation geben. Die zahlreichen Unteroffiziere müßten Wir geben uns darüber keiner Täuschung hin. Wenn der neue in erster Linie dazu benugt werden, als Turn- und Eyerzierlehrer Am Schlusse der vorigen Sißung wurde von den Stadtvv. Reichstag eine Zusammensetzung findet, die noch ungünstiger ist, der militärischen Jugenderziehung zu dienen. Ein großer Theil Sachs II und Meyer I folgender dringliche Antrag eindann wird die Frage entstehen, ob man das allgemeine direkte der militärischen Wißhandlungen das gebe ich zu ist darauf gebracht: Wahlrecht noch weiter bestehen lassen soll. Wir wissen, daß zurückzuführen, daß die Unteroffiziere bei der mangelnden törperdiese Frage in weiten Kreisen ventilirt wird. Aber es ist viel lichen Ausbildung der Rekruten oft die Geduld verlieren und zu leichter, einem Volte ein Recht vorzuenthalten, als ihm ein Recht, Thätlichkeiten übergehen. Jeder waffenfähige Mann muß zur das es Jahrzehnte lang ausgeübt hat, su entreißen.( Sehr Vertheidigung des Vaterlandes ausgebildet werden, das ist aber richtig! links.) Wenn die breite Masse der Bevölkerung die un- unmöglich auf dem bisherigen Wege. Ich laffe dahingestellt sein, geheuren Steuern und Militärlaften tragen muß, dann ist die ob wirklich bei der letzten Musterung 75 pt. mehr taugliche Regierung auch verpflichtet, für die Rechte zu sorgen, die mit Mannschaften ermittelt worden sind, aber es steht fest, daß die folchen Pflichten verbunden sind. Als in Belgien meine Partei- Bahl der wirklich militärtauglichen Mannschaften weit über das Sigung war Widerspruch entgegengesetzt worden. Der Antrag genossen den Verfuch machten, das allgemeine Stimmrecht ein- taaß dessen hinausgeht, was selbst bei Verwirklichung der erscheint deshalb auf der heutigen Tagesordnung. Der Vorzuführen, und die Regierung wenigstens prinzipiell der Forderung neuen Militärvorlage von der Militärverwaltung verlangt steher theilt heute jedoch mit, daß der Antrag zurücknachgegeben hatte, war es General Briamont, der aussprach: wird. Wir stehen nun auf dem Standpunkt, daß keinerlei gezogen ist und daß der Magistrat eine Petition gleichen " Ich bin prinzipiell für das allgemeine Wahlrecht, weil ich für Privilegien in bezug auf eine Befreiung von der Militärpflicht Inhalts an das Abgeordnetenhaus richten will. Die allgemeine Mehrpflicht bin." Hüten Sie sich also, an diesem gewährt werden dürfen. Wir sind deshalb gegen das Einjährig vornehmsten und wichtigsten Recht des Boltes zu rütteln, Freiwilligen- System und im Prinzip auch gegen die Erfahreserve. der Revolution von oben fönnte sehr leicht eine Revolution Wird das Milizsystem durchgeführt, dann könnten die Militärvon unten auf dem Fuße folgen.( Sehr richtig! links.) ausgaben mindestens um die Hälfte verringert werden. DieEs ist charakteristisch für die Lebenshaltung der großen Masse, selben Einwendungen, welche jegt von der Militärverwaltung daß der Konsum des Getreides, des vornehmsten Nahrungsmittels gegen das Miliziyitem erhoben werden, find 1806 von den für das deutsche Volt, auf den Kopf der Bevölkerung innerhalb preußischen Generalen gegen die Reorganisation der Armee an= des Beitraums von 1870 bis 1891 von 213 Kilogramm auf geführt worden. Der König bis zum legten Sefondelieutenant 162 Kilogramm gesunken ist. Das ist nicht nur ein Zeichen des erklärten einstimmig, so etwas set ja undenkbar und undurchmateriellen Rückganges der großen Massen, sondern es liegt führbar. In den Denkwürdigkeiten des Generals von Boyen darin auch die Befürchtung, daß Hand in Hand damit die phy- wird dies klar auseinandergesezt. Ich hatte in der Kommission fische Degeneration des Volkes wächst und damit die Zahl der darauf hingewiesen, daß das Milizsystem sich glänzend bewährt jenigen fich vermindert, die fähig sind zur Vertheidigung des habe nicht blos in der französischen Revolution, sondern auch in Baterlandes. In weiten Kreisen nicht bloß der Arbeiterklaffen, der Vertheidigung von Spanien gegenüber Napoleon. Der feine Genehmigung bei dem Oberpräsidenten befürwortet. Dieser sondern auch derjenigen, die man bisher mit Recht als Stüße Reichstanzler meinte darauf, ohne die Hilfe Wellington's ist indessen mit der vorgeschlagenen Fassung nicht ganz eindes heutigen Staates angesehen hat, der Kleinhandwerker und sei die Vertheidigung Spaniens nicht möglich gewesen. verstanden; er hat zwar seinen früheren Standpunkt, daß die Kleinbauern, ist eine große Misstimmung vorhanden. Ein großer Thatsache ist ich habe das inzwischen aus den Geschichtswerken Einführung so lange auszusetzen sei, bis die Giltigkeit der Wahl Theil der Herren vom Zentrum, namentlich der Bayern, muß zu festgejiellt baß Spanien von 1808-1818 ohne die Guerilla- außer Frage stehe, aufgegeben, schlägt aber vor, den§ 62 so zu einer entschiedenen Ablehnung der Vorlage Stellung nehmen, weil Organisation fich nicht hätte mit Erfolg vertheidigen tönnen. fassen: fie ganz genau von der Stimmung ihrer Wähler unterrichtet sind. Es Aus dem Boyen'schen Werke geht hervor, daß der General Die Einführung der neugewählten Stadtverordneten ist ganz selbstverständlich, daß sich innerhalb der großkapitalistischen Scharnhorst 1813 für Preußen genau dasselbe System adoptiren. erfolgt mit Beginn derjenigen Wahlperiode, für welche sie Gesellschaft fich eine wachsende Unzufriedenheit entwickelt; wenn wollte, welches sich in Spanien so glänzend bewährt hatte. Der gewählt sind, jedoch nicht früher, als die Giltigkeit ihrer in einer solchen Zeit noch solche Vorlagen tommen wie diefe, Reichstanzler hat uns gesagt:" Geben Sie uns die Alpen, und Wahl durch die Stadtverordneten- Versammlung anerkannt ist. dann ist dieselbe wohl geeignet, das Faß zum Ueberlaufen zu wir wollen das System einführen." Scharnhorst hat nicht darauf Der Ausschuß hat beschlossen, der Versammlung vorzuschlagen, bringen. Wäre die Lage der Stüge der Gesellschaft eine so zu gewartet. Das Interessanteste ist, daß Boyen später wegen seiner von dem ihr durch das Buständigkeitsgefeß eingeräumten Rechte friedene, wie in gewissen Kreisen des Herrn v. Stumm, bezweifle Bertheidigung der Scharnhorst'schen Ideen als Jakobiner be Gebrauch zu machen, wonach sie, abweichend von der jetzigen ich nicht, daß die Vorlage angenommen würde. Ich zweifle daran, zeichnet wurde. Heute würde man einen solchen General einen Praxis, alle Wahlen, auch wenn kein Einspruch dagegen erhoben daß eine große Anzahl von Standesgenossen des Herrn v. Stumm Sozialdemokraten nennen.( Bustimmung bei den Sozialdemo- tit, auf ihre Giltigkeit prüfen kann. Daß dabei zu beobachtende wie er die auf ihn fallende Quote der Kosten tragen würde, fraten.) Das System, das Scharnhorst zum Durchbruch brachte, Geschäftsverfahren soll durch folgende, hinter§ 15 in die Gewenn die Kosten der Militärvorlage im Wege der Matrikular. das aber nach dem Kriegsschluß 1815 so torrumpirt wurde, daß schäftsordnung einzuschiebende Bestimmungen geregelt werden: Rommunales. Stadtverordneten- Versammlung. Als Ferien für die Versammlung werden auch in diesem Jahre die Monate Juli und August festgesetzt. In den Ausschuß für die Vorlage betr. die Niedersetzung einer gemischten Deputation für die Krankenhäuser ist auch Dr. 3 adet gewählt. Die Versammlung beschließt, gemeinsam mit dem Magistrat bei dem Abgeordnetenhause um Ablehnung des in der Sigung vom 25. April angenommenen Antrags und Friedberg, wonach die bestehenden Mieths. Wohnungssteuern spätestens am 1. April 1900 außer Kraft treten, zu petitioniren. Der sofortigen Verhandlung des Antrags in der vorigen Ueber das Resfript des Oberpräsidenten in betreff der Ein= führung neugewählter Stadtverordneter hat der Wahlprüfungs- Ausschuß neuerdings berathen. Durch Beschluß vom 3. November 1892 sollte der Geschäftsordnung für die Versammlung folgender neue§ 62 zugefügt werden: Der Magistrat ordnet die Einführung der neugewählten Stadtverordneten mit Beginn derjenigen Wahlperiode an, für welche sie gewählt sind. Hat jedoch vor Beginn diefer Periode die Versammlung die Wahl bereits für ungiltig erklärt, so unterbleibt die Einführung, bis der Beschluß der Versammlung rechtsfräftig aufgehoben ist. Der Magistrat war dem Beschlusse beigetreten und hatte § 15a. 8weihundert Mark Belohnung werden durch Säulen-| brauch". Der Angeklagte hat nicht in abstracto von sämmt Sämmtliche die Stadtverordnetenwahlen betreffenden anschlag demjenigen zugesichert, der zur Ermittelung jenes Burschen lichen Kirchen gesprochen, sondern nur ein fonkretes Gebäude Aften find unmittelbar nach Ablauf der Einspruchsfrist beiträgt, welcher in der Nacht vom 18. zum 19. März in der und im weiteren die Besucher als Schafe oder thörichte Menschen bezw. sofort nach Eingang des Einspruchs von dem Säulenhalle des alten Museums von den Statuen Windelmann's bezeichnet, die auch nicht unter den Begriff der Einrichtung oder Magistrat der Versammlung zum Zweck der Prüfung der und Schindel's die Finger der rechten Hand und von den Widder des Gebrauchs fallen. Wenn der Angeflagte ein dialektisch ge Giltigkeit zu übersenden. Die Vorprüfung erfolgt thun- föpfen an der Stüße des Standbilds v. Knobelsdorf's die Hörner wandter Mensch wäre, dann könnte man annehmen, daß er die lichst schnell durch den hierfür bestellten Ausschuß. Ist abgeschlagen hat. Die abgeschlagenen Stücke hat der vandalische Kirche als solche habe beschimpfen wollen, das ist jedoch nicht gegen die Giltigkeit der Wahl kein Einspruch erhoben und Uebelthäter mitgenommen. der Fall, er hat in bezug auf das Gebäude, ohne sich etwas dabei hat der Ausschuß ebenfalls feine Bedenken gegen die Giltigzu denken, irgend einen gehörten Ausdruck nachgeplappert und feit, so werden die Akten in der nächsten Sigung der Der neuerrichtete zwölfte Sivilfenat des Rammergerichts mußte daher freigesprochen werden." Stadtverordneten ausgelegt, nachdem dies in der Tages- bat vorgestern unter dem Vorsiz des Senatspräsidenten Werner seine ordnung angekündigt ist. Erfolgt bis zum Schluß der beerfte Gigung abgehalten. Diesem Senat sollen, wie, wir vertreffenden Sigung fein Widerspruch, so gilt die Giltigkeit nehmen, unter Anderem namentlich auch die Entscheidungen der der Wahl für anerkannt. Erfolgt ein Widerspruch, so hat auswärtigen Landgerichte im Bereiche des Kammergerichts zur in der folgenden Sigung der Ausschuß durch einen vom Prüfung in der Berufungsinstanz überwiesen werden. Vorsitzenden zu ernennenden Referenten Bericht zu er ftatten. § 15b. mung Ift gegen die Giltigkeit einer Wahl Einspruch erhoben, so bat der Ausschuß, soweit es ihm erforderlich erscheint, Beweisaufnahme zu veranlassen, und zwar tann Berneh: von Zeugen, nach dem Befinden des Ausschusses, sowohl vor diesem selbst als durch Vermittelung des Magistrats erfolgen. Sobald sich der Ausschuß über die Giltigkeit oder Ungiltigkeit der Wahl schlüssig gemacht hat, ist ein Berichterstatter für den Vortrag an die Verfammlung zu wählen. Die Protokolle des Ausschusses sind gedruckt der Versammlung mitzutheilen. § 15c. Bei der Verhandlung und Abstimmung über die Giltig feit einer Wahl gelten sowohl der bisherige Stadtverordnete als der neugewählte für interesfirt im Sinne des§ 44 der geschlossen. Städteordnung und sind von der Mitwirkung aus § 15d. Die Einführung der neugewählten Stadtverordneten erfolgt bei Beginn der Wahlperiode, für welche sie gewählt find. Von der Einfübrung ausgeschloffen sind nur diejenigen neugewählten Mitglieder, deren Wahl bereits vor dem Einführungstermin von der Versammlung für ungiltig erklärt ist. In§ 15b, wie er im Ausschusse beantragt war, war auch die Zeugenvernehmung vor einem Deputirten des Ausschusses zugelassen. Die Ausschußmehrheit hat diese Bestimmung, da sie dem Interesse der Unmittelbarkeit und Objektivität der VerhandLungen entgegen fei, abgelehnt. Ebenso wurde als überflüssig abgelehnt der Schlußfaz des beantragten§ 15d: An stelle der felben sind bei den regelmäßigen Ergänzungswahlen die ausfcheidenden Mitglieder so lange einzuberufen, bis über die Giltigteit oder Ungiltigkeit der Wahlen rechtsfräftig entschieden sein wird." etwa Maschte verschleuderte die Waare, Betrug und schwere Urkundenfälschung wurde dem Baus Unternehmer Heinrich Ante bach zur Last gelegt, der gestern der zweiten Straffammer des Landgerichts I vorgeführt wurde. Jm Oftober 1891 fam Antebach zu dem Bigarrenfabrikanten Sörke, erzählte ihm, daß er ein Bigarrengeschäft eröffnen wollte Wasserpiraten treiben seit einiger Zeit auf Spree und und bat um Waare auf Kredit. Als Görte Bedenken geltend Dahme ihr gefährliches Wesen. Sie pflegen die vor Anker liegen machte, wußte Antebach diese durch die Angaben zu beseitigen, erbrechen. Gelingt dies nicht oder steht die Beute in feinem noch eine Forderung von 15 000 Mart an den Magistrat für den Segelboote aufzusuchen und die verschlossenen Kajüten zu daß er Besizer eines Hauses in der Buttmannstraße sei und Berhältniß zu der angewandten Mühe, so durchschneiden sie aus geleistete Ausschachtungsarbeiten habe. Görke schenkte diesen AnMerger darüber das Takelwerk und zerstören, was sie sonst noch gaben Glauben und dem Angeklagten für gab vorfinden. In der Nacht zum Mittwoch gingen sie an Bord der 1000 Mark Waare auf Kredit. Der Angeklagte richtete auch bei Schmökwig anfernden Segelyacht Ariadne, die am Sonntage ein Geschäft in der Weberstraße ein, veifaufte daffelbe aber an einer dort stattfindenden Regatta theilnehmen soll. Auch hier schnell wieder an den Kaufmann Maschte für 2240 Mark mit zerschnitten sie die Taue, stahlen eichene Blöcke und Rollen, durch fämmtlichen Vorräthen. die bie Taue laufen und verursachten dem Eigenthümer des wurde flüchtig und ließ seinen Gläubigern das Nachsehen. Görke Fahrzeuges Hirschel, Hasenhaide 13, einen bedeutenden Schaden. hielt sich wegen feiner Forderung an Antebach, erhielt aber auch Auf die Ermittelung der Unholde sezt Hirschel eine Belohnung feine Deckung, da Antebach völlig vermögenslos war und die von fünfzig Mark aus. Auf ähnliche Weise ist binnen furzer von ihm gemachten Angaben in betreff seiner Vermögensverhält niffe auf unwahrheit beruhten. Im Januar 1892 ließ Beit an Bord von zehn solchen Booten gehaust worden. der Kommiffionar Dehmler bei einem Geldmann diskontiren, Der den AkzeptWechsel über 1000 Mark vermerk eines wohlhabenden Hausbesizers Der Wechsel war gefälscht. trug. Dehmler behauptete, daß der Angeflagte ihm den Wechsel mit dem Auf: rage gegeben habe, denfelben diskontiren zu laffen. Antebach bestritt dies entschieden; vom Untersuchungsrichter vorgelegt wurde. Im gestrigen Termine er wollte das Papier zum ersten Male gesehen haben, als es ihm er wollte das Papier zum ersten Male gefehen haben, als es ihm fei. Während der Staatsanwalt den Angeklagten auf grund der behauptete der Angeklagte, daß der Beuge Dehmier der Fälscher umfangreichen Beweisaufnahme beider Strafthaten für überführt erachtete und gegen ihn eine Zuchthausstrafe von drei Jahren in Antrag brachte, führte der Vertheidiger, Rechtsanwalt Dr. Haase, aus, daß die Urkundenfälschung nicht genügend erwiesen sei und beantragte dieserhalb die Freisprechung. Der Gerichtshof schloß sich den Ausführungen des Staatsanwalts an und erfannte auf anderthalb Jahre Zuchthaus und dreijährigen Ehrverlust. Bezüglich der Auffindung einer Kindesleiche in Nen Ruppin, welche zu dem Gerüchte von der Ermittelung der kleinen Hedwig Weber Veranlassung gab, erfahren wir, daß es sich um Die Leiche der zwölfjährigen Pflegetochter eines Arbeiters in NeuRuppin handelt. Die Kleine, welche schon seit drei Wochen vermißt worden, sollte sich, wie ein in dieser Stadt verbreitetes Gerücht befagt, wegen fortgefeßter Mißhandlungen durch ihre Angehörigen das Leben genommen haben. Es ist infolge dessen Es ist infolge dessen schon in der vorigen Woche in Neu- Ruppin zu Exzessen gegen bie Pflegeeltern des todten Mädchens gekommen, welche das Einschreiten der Polizei nöthig machten. Wieder Einer! Im Hause Sobrechtstraße 7 zu Rigdorf wohnte bis vor turzem ein Kaufmann Schmidt, der durch gedruckte Bestellbriefe und sein sicheres Auftreten zahlreiche Geschäftsleute zu veranlassen wußte, ihm Waaren aller Art zu übersenden, die er indeß sämmtlich zu bezahlen vergaß. Als sich herausstellte, daß Schmidt überhaupt keinen Heller besaß und nur auf Schädigung der Geschäftsleute, die er mit seinen Aufträgen beehrt" hatte, ausgegangen war, liefen gegen ihn zahlreiche Anzeigen wegen Betruges ein, weshalb der Schwindler vor einigen Tagen verhaftet werden sollte. Schmidt hatte aber bereits Gefahr gewittert und war rechtzeitig verduftet. Das im Ausschusse von einer Seite vertretene Berlangen, daß nach der feststehenden Praxis aller Parlamente die auf grund der Wahlen zusammengetretene Berfammlung über die Legitimation ihrer Mitglieder entscheide, mit der Prüfung der Wahlen also nicht vorgegangen werde, bevor die neugewählten Mitglieder Angefchwemmte Mumie. Gestern trieb am Infelspeicher die eingeführt find, hat eine Berücksichtigung nicht gefunden. An Leiche eines Wtannes an, die mit einer Ralfkrufte an dem größten Theile fich, so fährt Referent Stadtv. Meyer I aus, fei ja das bes Körpers überzogen und mumifizirt war, während Beine und Richtigite, wenn die neue Versammlung die Mandate prüfe; Arme der völligen Auflösung bereits anheimgefallen wbren. Die aber eine Vorschrift bestehe in dieser Hinsicht nicht, und Papiere in den Taschen des Todten waren noch völlig leferlich. der Charakter der Stadtverordneten- Versammlung sei doch ein Gin mit Bleistift geschriebener Brief an meine Braut in Erfurt", ganz anderer als der von Volksvertretungen, ba fie auch wesent- der die Unterschrift Karl Träger, aber fein Datum trägt, spricht lich Verwaltungsgeschäfte zu führen habe. Die Versammlung dafür, daß der Aufgefundene wegen einer unheilbaren Kranfheit habe ein großes Juteresse daran, bei Beginn des Geschäftsjahres Selbstmord begangen hat. Eine ähnlich aussehende Leiche ist in möglichst ganz und vollständig konstituirt zu sein. Berlin noch nicht gefunden worden. Stadtv. Neumann spricht sich gegen den§ 15c aus, der das Stimmrecht zweier Stadtverordneten in einem speziellen Punkte direkt beseitigt. Man solle es dem Taft der Herren über laffen, ob sie sich in einer sie persönlich betreffenden Angelegen: heit an der Abstimmung betheiligen wollen oder nicht.§ 15c sei also als schädlich zu streichen. Einen schrecklichen Anblick gewährte vorgestern Abend ein Mann, der in der Rosenstraße den Fahrdamm überschreiten wollte, dabei zu Falle tam und unter die Räder eines Pferdebahnwagens gerieth. Obgleich der Kutscher die Bremse sofort anzog, war nicht mehr zu verhindern, daß der Wagen über das linte Bein des Gefallenen fuhr und dieses vollständig zermalte. Ohne weitere Distusfion wird der Ausschußantrag unDas Polizei- Revier ließ den Mann nach der Charitee fahren, verändert angenommen und der Magistrat ersucht, dem Beschluß betr. die Abänderung der Geschäftsordnung bei- o ihm das Bein alsbald abgenommen werden mußte. In dem Unglücklichen ist der Schneidermeister Ostar Linser( Eberswalder autreten. straße 29) festgestellt worden. Der Verlagsbuchhändler Rudolf Mosse hatte aus Anlaß des 90. Geburtstages Raiser Wilhelms I. eine historische Preisaufgabe mit einem Honorar von 10 000 m. ausgeschrieben. Da die Aufgabe nach dem Urtheil der Preisrichter, Professoren Bulle, Hänel, Mommisen und Frhrn. Schend von Stauffenberg nicht genügend gelöst ist, will Herr Moffe die 10.000 Mart als „ Rudolf Mosse Stiftung" zur Vermehrung der städti schen Bibliothet namentlich nach der Seite der Ergänzung des Materials der deutschen, preußischen und Berliner Geschichte des neunzehnten Jahrhunderts der Stadt Berlin überweisen. Der Magiftrat befürwortet die Annahme der Stiftung und ersucht die Versammlung um thre Zustimmung. Gegen den durchgegangenen Kaufmann Konrad Wachs. mann in die Untersuchungshaft wegen betrügerischen Banterotts verhängt worden. Der Untersuchungsrichter beim Landgericht I hat hinter Wachsmann, der bekanntlich hier ein Abzahlungsgeschäft betrieb, den Steckbrief erlassen. einen Anklagen wegen Vergehend gegen das Nahrungsmittelgefes mehren sich in legterer Zeit wieder in auffälliger Weise. Gestern hatte der Gerichtschemiter Dr. Bischoff in vier aufeinanderfolgenden Terminen vor der 128. Abtheilung des Schöffengerichts als Sachverständiger aufzutreten. Es handelte sich darin um Verfälschung von Butter, Wein, Gurfen und Bitronenöl. Der letzte Fall verdient wegen der Gigenartigkeit der Verfälschung Erwähnung. Die Droguenhändlerin Bahr hatte Bitronenöl als echt" verfauft, welches sie geständlich aus gleichen Theilen Bitronenöl, Altohol und Ricinusöl hergestellt hatte. Dr. Bischoff begutachtete, daß Ricinusöl sich besonders desbalb zur Verfälschung eigne, weil es sich in Alkohol flar löft, im übrigen seien dessen Wirkungen ja hinreichend bekannt, und es habe feinen Anspruch darauf, zu den„ Delikatessen" gerechnet zu werden. Der Gerichtshof verurtheilte die Angeschuldigte zu einer Geldstrafe von 15 n. " Soziale Lebericht: schuhfabriken von Silberstein jr., Keibelstr. 21, und G. Buchholz, Achtung, Filzschuharbeiter! Der Streit in den Filzs Cottumftr. 12, dauert unverändert fort. Zuzug ist streng fernzuhalten. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. Die Agitationstommission der Filzschuh= Arbeiter Berlins und Umgegend. u. Graf, Luisen- Ufer 44, dauert unverändert fort. Die Kollegen Achtung, Mechaniker! Der Streit bei der Firma Groos werden ersucht, die Werkstatt auch fernerhin streng zu meiden. Gestern versuchte sich auf dem israelitischen Friedhof in Mittwoch, den 10. Mai, Abends 8/2 Uhr, findet Annenftr. 16, Weißenfee an dem Grabe eines vor zwei Monaten beerdigten eine öffentliche Versammlung in dieser Angelegenheit statt; möge Kaufmanns Ifidor Friedländer ein etwa 22 Jahre altes ein jeder dort erscheinen. Der Vertrauensmann. Mädchen mittels Schwefelsäure au vergiften. Achtung, Schneider und Schneiderinnen! Die Hof trug das Madchen eine Visitenkarte mit dem Namen des gelieferantenfirma Herrmann Hoffmann macht einigen nannten Kaufmanns. In nicht vernehmungsfähigem Zustand Arbeitern Abzüge. Eine am Montag, den 8. Mai, in den Nach Erledigung einiger fleinerer Vorlagen schließt bie wurde die Unglückliche in das Krankenhaus am Friedrichshain Arminhallen tagende Versammlung wird sich mit den GeschäftsSigung um 74 Uhr. prattiken dieser Firma befassen; es ist daher dringend nöthig, Ohne Debatte wird die Zustimmung ertheilt. Tokales. überführt. A Ein schwerer Unglücksfall hat sich gestern Morgen im baß alle hierbei in Betracht kommenden Arbeiter erscheinen. Reichstags- Gebäude zugetragen. Der dort seit einigen Zagen be- Auch wird in dieser Versammlung der Delegirte zur Streif 1chäftigte 64 Jahre alte Arbeiter Peter Schmidt hatte den Auf- Kontrollkommission über seine Thätigkeit Bericht erstatten. Ferner trag, von dem Uhrthurm Schutt in einem Sack herabzutragen. steht der Aufruf des Sekretärs des schweizerischen Schneider- und Hierbei trat er aus Berfehen auf ein Glasdach), brach durch und Schneiderinnen Verbandes, betreffend eine internationale leber den ersten diesjährigen Korfo melden bürgerliche stürzte auf einen asphaltirten Flur. In dem Falle hielt er den Schneiderkonferenz anläßlich des in Zürich tagenden internatioBlätter, daß die Aristokratie eine derartige Progenschau ist Sack trampshaft fest, und so geschah es, daß er mit dem Kopfe nalen Arbeiterfongresses zur Diskussion. In anbetracht der nämlich ursprünglich ein aristokratisches Bergnügen sich ge- zuerst unten anfam. Er erlitt einen Benicfbruch, so daß der Tod Wichtigkeit dieser Punkte ist es Pflicht der Kollegen und Kolgezuerst fliffentlich von dem„ Odeur" dieser ihr zu gemischt erscheinenden auf der Stelle eintrat. leginnen, zahlreich zu erscheinen. Gesellschaft ferngehalten habe. Gevatter Schneidermeister und Knackwursthändler seien daher zu ihrem großen Schmerz ganz Ein gewaltiger Dachstuhlbrand wüthete in der legten unter sich gewesen, selbst die Börsenwelt habe es verschmäht, sich Nacht auf dem Grundstück Falfensteinstraße 21. Zerstört wurde bei dieser Gelegenheit der Deffentlichkeit preiszugeben. Aber der ganze Dachstuhl des Quergebäudes und der halbe Dachstuhl was ihm an Rang abgebe, habe der brave Bürgersmann durch des Seitenflügels mit vielen Verschlägen nnd Gerümpel. Wier äußere Eleganz zu erfezen gewußt. Unter anderm wird unter Sprißen gaben Wasser. den hervorragenden Erscheinungen des Korso auch der Schneider meister M. genannt. Leider hat dieser Herr, so vornehm er sich Polizeibericht. Am 8. b. Mts. Morgens wurde ein Rauf auch im Thiergarten machte, an feinen Arbeitern in der letzten mann in seinem Geschäft in der Schönhauser Allee erhängt vorBeif nicht besonders nobel gehandelt. Als diese ihm gelegentlich gefunden. Abends versuchte ein Lithograph in seiner Wohnung, der Schneiderbewegung mit einer Lohnforderung famen, hat er in der Invalidenstraße, fich mittels Revolvers zu erschießen. Er die ihm während des jüngsten Schneiderstreits unterbreiteten verlegte sich bedeutend an der Brust und mußte nach dem Lazarus: Tarife anstatt fie zu unterschreiben, mit elegantem Rorfogefährt Krantenhause gebracht werden. Vor dem Hause Rosenstr. 23 einfach moralisch übergefahren. Ob's ihm zur nächsten Korso- fiel ein Schneidermeister beim Besteigen des Vorderraums eines fahrt ein noch eleganteres Doppelgespann einbringen foll? Doch in der Fahrt befindlichen Pferdebahnwagens zur Erde, gerieth - übergefahren ist sehr oft nicht gleich todtgejahren! unter die Räder und erlitt eine schwere Verlegung des Unterschenfels, so daß seine Ueberführung nach der Charitee erforder. lich wurde. Im Laufe des Tages und in der darauf folgenden Nacht fanden sechs Brände statt. Die Agitationstommission der Schneider und Schneiderinnen Berlins, 8n ungunsten der Arbeiter verlief der Streit der Mieter der Fabrit von Möller u. Solberg in Stettin. Die Arbeiter gehörten feiner Organisation an. In Bozen ftreiten die Tischler und Drechsler um den Behnstundentag. In Lens streiten die Biegelarbeiter um Erhöhung ihres Lohnes. In Wien haben gegen 300 Arbeiter der Donau- Dampfschifffahrts- Gesellschaft megen verweigerter Lohnerhöhung die Arbeit In einer Bleicherei streiten 350 Arbeiterinnen. eingestellt. Die streikenden Zimmerer Wiens erlassen folgenden Aufruf an die Arbeiter und Arbeiterinnen aller Länder: 3um ersten Male stehen die organisirten Zimmerleute Wiens im Lohntampje. Wir schämen uns nicht, gestehen zu müssen, daß bei schwerer elsstündiger Arbeitszeit ein Lohn von 1,40 fl. gezahlt wird, trog der gefährlichen Arbeit, die wir zu verrichten haben. Auf der höchsten Thurmspige müssen wir racern, ausgesezt den fengenden Strahlen der glühenden Sonne. Wenn aber einer noch einen Fehltritt am Gerüste macht, Eine intereffante Entscheidung fällte heute die erfte fo liegt er zerschmettert am Boden. Genossen! Wir stehen in Straftammer am Landgericht 11 in einer Auflagefache wider den einem Rampje um bessere Lebensbedingungen. Dieser Kampf Arbeiter Otto Reckzeh aus Köpenick, welcher sich wegen öffent- beginnt bereits ein anderes Gesicht zu zeigen; er hat schon den licher Beschimpfung von Einrichtungen der christlichen Kirche zu Charakter des Klassenkampfes. Unsere Arbeitgeber" haben sich verantworten hatte. Redzeb ging am 22. Januar, einem Sonn- verbunden, um feinen Preis von den Hungerlöhnen abzulassen. tage, an der Röpenicker Stadtkirche vorüber, als eine Arbeiter Hungernde Kinder, Elend und Noth ist unseren Arbeitgebern gleichtolonne den Schnee vom Fahrdamm beseitigte. Er rief dem giltig. Wir Zimmerer haben hier in Wien einen schlechten Potsdam tann in diesem Jabre fein gefchichtlich beglaubigtes einen Arbeiter zu: Ist das Sonntagsruhe? Was arbeitet Ihr Stand. Der Indifferentismus ist noch sehr vorherrschend. Des900 jähriges Bestehen feiern. Die Nachrichten über den Ursprung hier am Sonntag Nachmittag und noch dazu vor dem Schafstalle halb dürfen wir feinen Streit verlieren, sonst ist die ganze mit Botsbams find zwar unsicher, doch weiß man, daß der Ort schon bort?" Auf die deshalb erhobene Antlage fällt der Gerichtshof schweren Opfern ins Leben gerufene Organisation beim Teufel. im 10. Jahrhundert als ein wendisches Dorf vorhanden gewefen folgende Entscheidung: Ein einzelnes firchliches Gebäude fann Siegen wir, dann ist ein Schritt nach vorwärts gethan, dann ist; in einer Urfunde aus dem Jahre 993 wird er( bei Ueber- im allgemeinen nicht als firchliche Einrichtung oder firch sind die Indifferenten theilweise zu denkenden Menschen gelaffung an das Stift Quedlinburg) mit dem Namen Potsdupimi licher Gebrauch angesehen werden; es wird zwar für firchliche worden und die Organisation wird sich kräftigen. Eine unserer Buerft erwähnt. Zwecke gebraucht, ist aber selbst weder Einrichtung" noch Ge- Hauptforderungen ist die Berfürzung der Arbeitszeit. Helft uns Die Gemeindevertretung Pankowa hat mit der Firma Siemens u. Halste wegen Herstellung und Inbetriebseßung einer elektrischen Straßenbahn mit oberirdischer Leitung von der Breiteftraße in Pantom ab, die Wollantstraße entlang bis zur Weichbildgrenze von Berlin getroffen. Die genannte Firma hat die Infrafttretung des Abkommens davon abhängig gemacht, daß die Stadtgemeinde Berlin ihr die zweigeleisige Fortsetzung der elektrischen Bahn auf Berliner Gebiet in einer Länge von girfa 1000 Meter, und zwar in der Prinzen- Allee bis zur Badstraße, genehmigt. Die Gemeindebehörden Pantows haben bereits einen bahinzielenden Antrag dem Magiftrat von Berlin unterbreitet. E3 liegt in der Abficht der Unternehmer, den Bau der Bahn so zu beschleunigen, daß dieselbe noch in diesem Jahre in Betrieb gesetzt werden kann. Gerichts- Beitung. dieselbe erringen, Genoffen! Tragt Euer Scherflein bei zu unserer Unterstützung. Sammelt bei jeder Gelegenheit für die im Kampfe gegen das Kapital stehenden Zimmerer Wiens. Alle Unterstützungen werden erbeten an Genossen Ed. Nowak, Wien, XVI. Lerchenfelderstraße 60, 2. Stock, Thür 23. Das Lohntomitee der 3immerer Wiens. 22000 Kohlenbergleute in Ohio haben die Arbeit niedergelegt, weil ihnen eine 5prozentige Lohnerhöhung abgeschlagen wurde.j Bolsarbetter". Abends 8% Ubr tm Botale des Geren Beterfon, Schuß schwer verwundet. Der Thäter gab sich alsdann durch Wilhelmshavenerfir. 23 bei Kuba. Beteranenftr. 22. Lefe und Distufirflub Dito Reimer, Abends 8 Uhr einen wohlgezielten Schuß selbst den Zob. Freitag Abends 8 Uhr Restaurant Bubeil. Diskutirklub Auguft Geib tagt jezt Lefe und Diskutirklub„ Hand Die Pocken traten in Zichau und Umgegend derart auf, in Hand" 8 Uhr bet Liewald, Manteuffelftr. 46. daß die Schulen geschlossen werden mußten. Die Polizei verbot Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Alle Menderungen öffentliche Vergnügungen. im Vereinskalender find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 70. Freitag. Uebungsstunde Abends 9 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Raifers ftraße 68, bet fteller. scher Männerchor, Schönhauser Allee 28, bei Ruhlmey.- Nord, BergVorwärts 1, G.D. Adalbertitr. 21, bet Roll. summer'fcher Gefangverein, Sangeitraße 65, bei Tempel. Buch= binder Männerchor Berlins, Holzmarttstraße 3, bei Deter. Maiglödchen, Hochstr. 32a, bei Wilte. Gemüthlich feit Puzer, Balme, in Welten, bet Schröder. Morgenroth 4, Köpenick, Müggelheimeritr. 8 bet Seld. Karthaus'scher Gefang-U Depelchen: Jm flerikalen Mülhansen i. E. sind die vor vier Monaten Seydelitr. 30. ( Depeschen des Bureau Herold.) gewählten Mitglieder des Gewerbegerichts bis jetzt noch nicht in ver ein, Lichtenbergerftr. 21, bet Seife. Gesangverein Morgen= Reichenberg, 4. Mai. Die Bezirts- Hauptmannschaft von ihr Amt eingeführt. Bei der Wahl hatten bekanntlich die sozial- roth 2, Charlottenburg, Bismarckstraße 74. Arbeiter Gefang: Gablona verurtheilte 103 Arbeiter der Firma Hoffmann u. Söhne demokratischen Kandidaten gefiegt. Ueber die Anfechtung, welche ftraße 20, Arminhallen. verein. Gesangverein Berliner Typographia, Kommandanten Gefangverein Nordwacht, Müllerftr. 7, au 2 bis 3 Tagen Arrest wegen Rontrattbruches. Gefangverein Schmargendorf in Schmargendorf, Paris, 4. Mai. Elf am 1. Mai Verhaftete erschienen gestern Wirthshaus. 8utunft 1, Stegliz, Ahornstraße, im Gambrinus. vor Gericht; der Vertheidiger beantragte, die Sache auf den Offenbacher Sängertrans, Restaurant Pros, Annenftr. 9. Gefangverein Collegia 1, Manteuffelstr. 9 bet Nowiads. Gefang: 12. Mai auszusehen und die Angeklagten in Freiheit zu sehen, verein Freiheit Moabit, Kronen Braueret, Alt- Moabit Nr. 47/49. was der Gerichtshof annahm. von flerifaler Seite gegen diese erhoben worden war, ist schon bei Reichert. längst in ablehnendem Sinne entschieden, und trotzdem hat man fich noch nicht bemüßigt gefühlt, den gewählten Vertrauensleuten der Mülhäuser Arbeiterschaft irgend einen Bescheid autommen au laffen. Versammlungen. -O Bereinte Gangesbrüder Moabit" Stromstraße 28 bei Sängerverein Gorgenfret Melchiorftr. 15 bei Stehmann. Gefangverein" Rosalia" Blumenstr. 45 bet Went. Nord: We ft: Lange. ( Wolff's Telegravhen- Burean.) Paris, 4. Mai. Wie aus Rio de Janeiro gemeldet Stern", Altonaerstraße 27 bei Lipfe. Bineta", Swinemünderstr. 122. wird, ist der brasilianische Rongreß gestern eröffnet bei Gnadt. Freie Liedertafel, Neue Königstr. 73 bei Hahn. Einig, Bebuferstraße 5 bei Nemig. Brandenburger Männer worden. Der Präsident der Republik, Peixoto, tonftatirte in Gesangverein in Brandenburg a. H., Mengert's Boltsgarten. bergerfir. 24. Quartettverein Sund der gelelligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. feiner Eröffnungsrede die guten Beziehungen Brasiliens zum Alle Zuſchriften find zu senden an B. Hentel, Bergmannitr. 21, of 8 Tr. Auslande und kündigte große Arbeiten zum Zwecke der FördeDer Verein Berliner Hausdiener hatte am 25. April Freitag: Tambourverein Ruf, Infelitraße 1. Tambourverein Wirbel rung der Einwanderung an. Ferner erklärte der Präsident die eine gut besuchte Mitgliederversammlung, in welcher Stadt- Gartenstr. 62. Tambourverein" Borussta", Weidenweg 93-94 bet J. Scholz. finanzielle Lage für gebeffert und schloß mit dem Ausdrucke des Gefang-, Turn- und gefellige Vereine. Freitag. Männer- Gesang: Vertrauens in die Erhaltung des Friedens. verordneter Vogtherr einen Vortrag über„ Die Sonntagsruhe verein union, Abends 9 Uhr, Berliner Bodbrauerei. und das Unternehmerthum" hielt, welcher mit großem Beifall albestauschen, abends 9 Uhr, bei Weigt, wartgrafenftr. 87. Privat mit der Fertigstellung des Budgets pro 1894, welches dem von Wedding, Abends 8% Uhr, bet Schäfer, Neue Hochstr. 49. Männerchor Paris, 4. Mai. Der heutige Ministerrath beschäftigte sich aufgenommen wurde. Nach einer längeren Diskussion fand fol: Theaterverein rescendo, Abends 9 Uhr, bei Schulz, Buriouferite. 35. gende Resolution Annahme: Die Versammlung erklärt sich mit Mufit- Dilettantenverein, Tonita", Abends 8% Uhr bet Schent, trautnr. 9 1898 fast gleichen wird. Dasselbe wird Vorlagen über die Re den Ausführungen des Referenten vollständig einverstanden und Uebungsstunde. Musttverein Frisch auf, Restaurant Schröder, Retchen, form der Getränkesteuer und der Thür- und Fenstersteuer enthalten; der Kriegsminister und der Marineminister wurden verpflichtet sich, mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln dahin Berliner Zurngen offenfchaft. Die erfte Männerabtheilung zu wirken, daß Uebertretungen der Sonntagsruhe der Behörde turnt Freitag und Dienstag Abend von 8-10 Uhr in der Zurnhalle bes ersucht, sich der größten Sparsamkeit zu befleißigen. Sie erklärt ferner, daß die Leffing- Gymnasiums Panffir. 9-10. unverzüglich angezeigt werden. Zurnverein Gesundbrunnen jehigen Bestimmungen für die Sonntagsruhe gegenüber den bie 1. Männer- Abtheilung turnt heute Abend von 8-10% Uhr in der Zurn früheren für den Angestellten im Handelsgewerbe zum Nachtheil Bergnügungsverein Esperance, Abends 9 Uhr, Rofenthalerftr. 11-12, ausgefallen sind und eine Besserung nur durch ein vollständiges tm Restaurant. Vergnügungsverein Beilchen, Abend 94 Uhr, bei Brauns, Verbot der Sonntagsarbeit zu erwarten ist. Ferner erwartet die alte Jafobftr. 128( Cogenhaus). Gefelliger Arbeiterverein Graphia. Abends 8% Uhr, Unterhaltungsflub Schiller, Abends Versammlung von allen Anwesenden, daß sie bei der nächsten s uhr im Restaurant Holzbächer, Dreyfeftraße 8. Lepidopt. Vereinigung Reichstagswahl nur solche Männer wählen, die für die volle Orion, Abends 9 Uhr Sigung Schüßenftr. 29. Musikverein off Sonntagsruhe eintreten. Der Vorstand wurde beauftragt, die res von 8-11 Uhr lebungsstunde Brostauerstr. 86-37 bet Schneider. Stattlub, Kairo" Abends 8 Uhr bei Flick, Simeonftr. 23. Resolution dem Deutschen Reichstage zu übermitteln. Nachdem Tanzlehrer- Verein Solidarität". Jeden Freitag, Abends 8% Uhr, die Aufnahme mehrerer Kollegen vollzogen war, machte der Vor- tm 2otale des Herrn Ehrenberg, Annenftr. 16: Sigung. figende bekannt, daß am Sonntag, den 7. Mai cr., die Herren- Restaurant Schirmmacher Andreasstr. 28. Nach der Sigung Tans. Sonnpartie nach Freienwalde stattfindet. Abfahrt vom Stettiner abend den 6. Mai: 1. Stiftungsfej bei Joel's, Andreasstr. 21( gr. Saal). Bahnhof Morgens 6 Uhr. halle des Leffing- Gymnasiums, Pantitr. 9-10. Oranienitr. 183 p. Vergnügungsverein Berolina" jeden Freitag Abend Uhr im London, 4. Mai. Nach einer Meldung der„ Time3" au3 Sansibar hat der britische Kreuzer Philomele" eine von dem deutschen Gebiete nach Norden fahrende Dhau gefapert. Die 42 Slaven, welche die Dhau an Bord hatte, wurden von der Philomele" sofort in Freiheit gesetzt. Madrid, 4. Mai. Eine Depesche des Generalgouverneurs von Cuba meldet, daß sich die stärkste Insurgentenschaar unterworfen habe. Damit sei der Aufstand als beendet zu betrachten. " Briefkaffen der Redaktion. C. p. 100. Nein. English Conversational Club Shakespeare. Meeting every Friday at 9 p. m. at Behrens Restaurant Königstr. 62. Lecturer Mr. J. Bloch. Guests are welcome. Miethsvertrag nicht, berechtigt aber die Grben, falls nicht im Vermischkes. Bu nuferm Bericht über die Generalversammlung des Wahlvereins für den 4. Berliner Reichstage- Wahlkreis theilt uns Herr Max Artelt, Kolporteur, Höchftestr. 23, mit, daß die Stelle auch wurde in der Debatte auf die unredlichen Geschäftspraftifen einzelner Kolporteure hingewiesen" nicht auf ihn Bezug haben könne. Es sei vielmehr der Kolporteur Keil, Straußbergerftraße 34, in der Versammlung genannt worden; mehrere RedEin Raderboot des Schiffsjungenschiffs Moltke" ner hätten denselben beschuldigt, in einer Versammlung der wurde am Mittwoch Nachmittag im Kieler Hafen von dem Ethischen Gesellschaft für die Weihnachtsnuner des Wahren Dampfer Helene" angerannt. Dabei sollen, wie die Voff. 3tg." Jafob" 15 Pf. gefordert zu haben. meldet, die Schiffsjungen Japsen, Rahn, Lang, Keibler, Szolta, Arbeiter- Bildungsfdule. Freitag, Abends von 8%-10% Uhr: Süd- Reuter und Hegerding ertrunken sein. Schule, Mariendorferstr. 5 bei Grube. Süd- Ost Schule, Reichenberger- Aus Banken wird gemeldet: Großes Aufsehen erregt in ftraße 133. Unterricht in Mathematit Dft Schule, Marfusstr. 31. Unter richt in Geschichte( alte). Nord- Schule, Müllerfraße 179a: Unterricht in hiesiger Gegend eine schreckliche Blutthat, die am Freitag NachPhysiologie und Buchführung. In allen Unterrichtsfächern, mit Ausnahme mittag in dem benachbarten Dorfe Boblitz verübt wurde. Im von Mathematit und Buchführung, tönnen noch Schüler und Schülerinnen, Anschlusse an einen vorausgegangenen Wortwechsel hat daselbst auch jezt im Laufe des Semesters eintreten. Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Marr, Abends 8x ubr, der Gastwirth Kempe zuerst seine Schwiegermutter erschossen und We fien, bei H. Werner, Bülowfir. 69. hierauf auch seine Frau, die zu entfliehen versuchte, durch einen bet Gruber, Martendorferstr. 6. Achtung! Maurer. Achtung! Sonntag, den 7. Mai, Vorm. 10 Uhr, in den ,, Konkordia- Festsälen", Andreas- Straße Nr. 64: Große öffentliche Versammlung " C. R. Der Tod des Mannes entbindet die Frau vom Vertrage eine fürzere Kündigungsfrist vereinbart ist, die Wohnung ein halbes Jahr nach Ablauf des Quartals, in welchem der Tod erfolgt ist, zu räumen. Alter Abonnent. Die Klage auf Schadenersatz wegen Mißhandlung verjährt in drei Jahren, von der Mißhandlung ab gerechnet, und ist bei dem ordentlichen Zivilgericht anzustrengen. R. S. Gewerbesteuerpflichtig erscheint ein Musterzeichner, der seine Kunden aufsucht und ohne Gehilfen arbeitet, nicht; er ift nicht als selbständiger Gewerbetreibender, sondern als Gehilfe feiner Kunden zu erachten. Otto Knoll. Sie wollen Ihre Anfrage wiederholen, da diefelbe sich nicht hier vorfindet. Frig Sauer. Wollen Sie zwischen 12 und 1 Uhr vor. sprechen. Julius Dill. Die Rasse ist zur Zahlung verpflichtet. Schöneberg. Arbeiter- Maifeier für Schöneberg und Umgegend am Sonntag, den 7. Mai 1893, in der Schloßbrauerei Schöneberg, Hauptstraße 60/68, bestehend in Produktiv- Genossenschaft der vereinigten BäckereiArbeiter Berlins. Eingetr. Genossenschaft mit beschr. Haftpflicht. Sonntag, den 14. Mai 1893, Nachmittags 3 Uhr, im Lokal des Herrn 3728b aller Maurer Berlins und und Umgegend. Garten- Konzert und Gesangsvorträgen Pyrteck, Gipsstr. 3, Zages Ordnung: 1. Unfere diesjährige Lohnbewegung. 2. Wahl der Delegirten zu der am 12. unb 13. Mai in Potsdam stattfindenden Konferenz deutscher Maurer. 3. Berschiedenes. Es ist Pilicht aller Rollegen, in diefer wichtigen Verfammlung pünktlich zu erscheinen. 242/17 Die Vertrauensleute der Maurer Berlins und Umgegend. J. A.: Wilhelm Ueckert, Thurmstr. 28. Zentral- Verband der Maurer Deutschlands. Zahlstelle I Berlin( Putzer). Sonntag, den 7. Mai, Vormittags 11 Uhr, Derlammlung. Zages- Ordnung: Fortsetzung der in der vorigen Versammlung nicht zu Ende geführten Tagesordnung. 244/17 Achtung! Die Versammlung findet nicht mehr Dresdenerstr. 96, Um zahlreiches Erscheinen der Der Bevollmächtigte. fondern Annenstr. 16 ftatt. Kollegen ersucht Fachtverein der Tischler. Montag, den 8. Mai, Abends 8% Uhr, im Lokale des Herrn Bolt, Alte Jakobstraße Nr. 75: General- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Vortrag über: Die Rechte aus dem Arbeitsverhältniß". Referent Reichstags- Abgeordneter Stadthagen. 2. Distussion. 8. Abrechnung, Bericht des Vorstandes und des Bibliothekars. 309/3 Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Verein der Einsetzer( Tischler) Berlins und Umgegend. Sonntag, den 7. Mai, Vormittags 10 Uhr, bet Herrn Röllig, Nene Friedrichstr. 44, Außerordentliche General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vorstands- Anträge. 2. Verschiedenes. 3. Fragetaften. Mitgliedsbuch legitimirt. Pünktliches Erscheinen erwünscht. 145/10 Der Vorstand. Cöpenick und Umgegend. Grosse öffentliche Versammlung für Männer und Frauen am Sonnabend, deu 6. Mai, Abends 7, Uhr, im Lotale des Herrn Taeschner zu Müggelschloß bei Friedrichshagen. 342/20 unter Mitwirkung mehrerer Gefangvereine( Mitglieder des Arbeiter- S.- B.). Das Konzert wird von Zivil- Berufsmusikern ausgeführt. Im Saale Tanz. Herren, die daran theilnehmen, zahlen 50 Biennig nach. Anfang 4 Uhr. DF Entree 20 Pfennig. Billets sind in den mit Plataten belegten Lokalen zu haben. 342/19 Das Komitee. Charlottenburg. Sonntag, den 7. Mai: Ausserordentliche General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Bericht des Aufsichtsraths. 2. Er. fazzwahlen zum Vorstand und Auffichtsrath. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen der Ge noffen ersucht Der Vorstand. E. H. Kretschmer. W. Mort. Friedrichsberg. Grosse Mai- Feiern- u. Mädgen- Bildungsin den Lokalen Bismarckshöhe und Brauerei Gambrinus, bestehend in 842/18 Vokal- und Instrumental- Konzert, ausgeführt von der Rapelle des Musikdirektors E. Heinrich und den Gesang vereinen Morgenroth, Lyra und Vorwärts unter Leitung ihrer Dirigenten Herren Misch, Prümmel und Engel, und des Gesangshumoristen Hrn. Osang. u. A.: Festrede, Tanz, humoristische Vorträge, Aufführung lebender Bilder und Kinder- Fackelzug. Anfang 3/2 Uhr. Kaffeneröffnung 2 hr. Entree 20 Pr. Stoclaternen 5 Pf. Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 25 Pfennig nach. Goldschmiede. Sonntag, den 7. Mai, Herrenpartie nach dem Liepnihfee. Treff punkt früh 7,15 Stettiner Bahnhof. Freunde und Kollegen find freundlichst eingeladen. Der Vorstand des Verbandes. 163/11 Tischler- Verein, Außerordentliche General Versammlung Sonnabend, den 6. Mai, Abends 9 Uhr, Melchiorstr. 15. Tages Ordnung: 331/11 1. Bortrag des Herrn Dr. Pinn. 2. Endgiltige Beschließung ber Landpartie. Nur Mitglieder haben Zutritt. Der Vorstand. Fachverein der Tapezirer Berlins und Umgegend. MS Versammlung Montag, den 8. Mai, Abends 81/2 Uhr, bei Boltz, Alte Jakobstraße Nr. 75. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Sparfeld über die Aufstellung des Reichs Versicherungsamtes in Chicago". 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. NB. Sonntag, den 7. Mai 1893, Fusspartie nach Johannisthal. Abmarsch früh 7 Uhr vom Schlesischen Thor. Für Familien Treff punkt Restaurant Senftleben, Nachmittags 3 Uhr. Kollegen und Freunde, die daran theilnehmen wollen, sind willkommen. 311/28 Der Vorstand. verein des arbeitenden Volkes Berlins und Umgegend. Filiale Friedrichsberg- Rummelsburg.) 8 Uhr, im Reichsgarten, Rummelsburgerftr. 48. Versammlung. Sonnabend, den 6. Mai, Abends " Tagesordnung: 411/2 1. Der eherne Schritt der Zeit." Ref. Herr Adler. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 4. Aufnahme neuer Mitglieder. Herren als Gäste will tommen. Zur Deckung der Unkosten Zellerfammlung. Der Vorstand. Große Versammlung 237/8 der Freien Vereinigung der Uniform- und Civilschneider Berlins am Sonnabend, Abends 81/2 Uhr, Kommandantenftr. 20( Armin- Hallen). Tagesordnung: 1. Bortrag. 2. Diskussion. 8. Ber schiedenes und Fragekasten. Um zahlreichen Besuch wird gebeten. N. B. Diejenigen Kollegen, welche noch Billets vom Stiftungsfest haben, werden ersucht, dieselben innerhalb 8 Tagen abzurechnen, widrigenfalls die Namen öffentlich bekannt gemacht Der Vorstand. werden. Cöpenick. 104/7 Den Mitgliedern des Sozialdemo fratischen Arbeitervereins zur Nachricht, daß am 6. Mai cr. im Müggelschlößchen ein Familien- Kränzchen stattfindet. ( Freunde können durch Mitglieder eingeführt werden.) Um rege Betheiligung bittet Der Vorstand. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Zubeil- Berlin. 2. Diskussion. Der Vertrauensmann. Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.