Mr. 106. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerande: Vierteljährlich 8,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Gingerr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1893 unter Nr. 6708. Norwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochens tagen bis 7 Ubr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Bormittags geöffnet. Eernsprech- Anschluß Amt 1, Mr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Sonnabend, den 6. Mai 1893. Entscheidungsschlacht" Payer u. s. w. über die Militärvorlage zu sagen hatten, das " Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Die Militärverlage. D hin ergab auch die heutige Debatte nur eine sehr geringe Ausbeute. Was die Herren Manteuffel, Lieber, Bennigsen, Zu dem Wadelstrumpf Konflikt im Deutschfreisinn wußten wir alles schon vorher auswendig. Bemerkensiverth schreibt die Freisinnige Beitung": Aus der freisinnigen Berlin, den 5. Mai. in den Reden Lieber's und Bennigsen's Payer Partei im Lande und in Berlin erhalten wir eine große Zahl Drei Tage dauert sie nun schon, die Entscheidungs- sprach, als Vertreter einer kleinen Partei, rein akademisch, von Kundgebungen und Resolutionen, brieflich und telegraphisch, schlachi" um die Militärvorlage so lange wie die Leipziger und die Manteuffel'sche Rede bot überhaupt nichts welche eine große Aufregung und Entrüstung befunden über die Zeitungsnachricht, daß eine Anzahl Mitglieder der freisinnigen Völkerschlacht und morgen soll das grausame Spiel wieder Bemerkenswerthes- war blos das, was die Stimmungen, Bartei für den Kompromißantrag Suene stimmen werden. Wir anfangen. Um morgen fertig zu werden? Niemand weiß Wünsche und Besorgnisse der Sprecher und ihres Anhangs lönnen unsere Freunde dahin beruhigen, daß, wie die Fraktionses. Viele wetten sogar: Die dritte Lesung wird kommen! widerspiegelte. Lieber's Rede war sogar eine Art Programm- fitzung am Mittwoch Abend festgestellt hat, aus der freiDiese Verlängerung der Entscheidungsschlacht" ist ein rede. Der plebejische Besieger des Zentrums Patriziats sinnigen Partei nur ein oder zwei Mitglieder Beweis dafür, daß es dem Reichstag vor der Entscheidung gab sich gefliffentliche und sehr augenfällige Mühe, in die für den Antrag Quene stimmen werden. Die gegengraut, und daß die Mehrheit noch immer an die Möglichkeit Fußstapfen Windthorst's zu treten er suchte ihn sogar in theilige Auffassung außerhalb des Reichstags ist dadurch entstanglaubt, durch einen Kompromiß sich um die Entscheidung seinen Geberden nachzuahmen, und entwickelte den Ge- den, daß man die Voten in der Fraktion gegen die Wiedereindrücken, und zwischen der Scylla des Volkszorns und der danken, daß das Zentrum fünftighin unter der Fahne der bringung des Kommissionsantrags Richter und die fehlenden Unterschriften unter dem Fraktionsantrag falsch auslegte. Weder Charybde des Sozialistenschreckens hindurch schlüpfen zu Demokratie und des sozialen Christenthums oder war aus jener Fraktionsabstimmung ein Schluß zu ziehen auf eine fönnen. christlichen Sozialismus zu marschiren habe. Wer die Zustimmung zum Antrag duene, noch bekundeten die fehlenden jüngsten Rundgebungen des Papstes und die bekannte Rede unterschriften an sich einen Dissens zu dem Fraktionsantrag. des Grafen de Mun, Führers der französischen Ultramon- Der Fraktionsantrag ist unmittelbar nach Schluß der Sigung tanen, sich ins Gedächtniß ruft, wird finden, daß der im Bureau des Reichstags abgegeben worden. An demselben gleiche Gedanke die katholische Kirche international Tage, als einem fizungsfreien Montag, fehlten noch viele beherrscht, und wird zu dem Schlusse kommen, daß wir hier Fraktionsmitglieder in Berlin. Auch hielt man sich ohne bevor einem ernsthaften Programm stehen, an dessen Ver- sondere Ermächtigung in diesem wichtigen Falle nicht für befugt, die Namen von Mitgliedern, welche in der Fraktion nicht an wirklichung ernsthaft gearbeitet wird. wesend waren, als Unterzeichner des Antrages hinzuzufügen." Es ist wahr, die zwei problematischen Parteien: das Zentrum und die freifinnige Partei, haben feierlich dekretirt, daß sie geschlossen gegen die Militärvorlage stimmen werden, allein schon die bloße Thatsache, daß man das für eine Partei Selbstverständliche dekretiren mußte, beweist, daß es faul steht um die Geschlossenheit. Und wo einmal ein Riß ist, da reißt es auch weiter. Ist eine festgegliederte Organisation einmal ins Wanken gerathen, einmal brüchig geworden, dann kann man für den nächsten Augenblick nicht stehen, auch wenn die Einigkeit" mit eisernen Banden und Klammern äußerlich wieder befestigt worden ist. Die Kompromißler und Kompromißluftigen von gestern, die heute durch Fraktionsbeschluß zum Schweigen gebracht und eingeschüchtert sind, werden morgen mit beiden Füßen zugleich in den dicksten Kompromiß hineinspringen, falls sich irgend etwas ereignet, das den Druck von ihnen nimmt und das Fegefeuer der Neuwahlen abzuwenden verspricht. " An Bennigsen's Rede war blos der elegische Pessimis- Diese parteioffiziöse Erklärung der Kompromißgelüfte ist eben mus bemerkenswerth. Der gefallene Chef einer gefallenen parteioffiziös bemäntelnd. Jedenfalls erklärt Herr Eugen Richter, Partei verzweifelt an der Nation, weil er an sich und seiner daß außer einem bis zwei Fahnenflüchtigen die Fraktion ge= Partei verzweifelt; und er hatte die Ehrlichkeit einzugestehen, schloffen vorgehen werde. daß viele Abgeordnete blos aus Angst vor den Wählern Die Deutsch konservativen werden geschlossen dem Kompromiß nicht zuzustimmen wagen. Wir danken für den Antrag Suene stimmen. ihm für dieses Zeugniß zu gunsten unserer Auffassung. Der deutsche Reichstag ist bereit, das deutsche Volk zu verrathen, das steht fest. Thut er es nicht, so geschieht es blos aus Furcht vor dem Volte. Der Deutschfreisinnige Harmening erklärt, er stehe auf dem Boden des Antrags Richter. Herr Alexander Meyer, einer der Wadelstrümpfe des Deutsch freisinns, schreibt in der Breslauer Je mehr die Debatte sich hinauszieht, desto ermüdender Das deutsche Volk wird sich mit dieser indirekten An- 3eitung":"... Diejenigen Freisinnigen, welche dem Antrage Richter ihre Unterschrift verweigert hatten, sind nach wird sie. Wohl ist der Reichstag so vollbesetzt, wie nie erkennung seiner Macht nicht begnügen. Es wird seinen Er- Kenntnißnahme des Wortlautes des Antrages Huene der Ansicht, vorher in dieser Session, und wohl sind auch die Tribünen wählten scharf auf die Finger sehen, Herz und Nieren prüfen, daß dieser zu weit geht, und werden daher nicht für denselben, gefüllt freilich nicht so wie an den Tagen der Ahlwardt- und jeden, der nicht ganz sauber ist ums Nierenstück, freilich auch nicht für den Antrag Richter stimmen. Staudale-, allein das Interesse an den Reden ist im bei der nächsten Wahl unbarmherzig an die Luft setzen. Ich will nur noch der Behauptung widersprechen, daß es in der freiganzen doch ein sehr geringes. Was ist auch Neues über Die nächste Wahl wird ein echtes Boltsgericht werden und sinnigen Fraktion zu heftigen Szenen gekommen sei; die Verhand die Militärvorlage zu sagen? Und der glänzendste Redner ein Strafgericht. Und je eher dieses kommt, desto besser. lungen verliefen in der gemessensten Weise. Die Minorität der Welt kann einem Stoff, der seit einem halben, ja seit Der Reichstag ist altersschwach geworden, er kann nichts die deutsche Armee bedürfe einer Verstärkung, machte geltend, daß sie die Ueberzeugung habe, Dreiviertel Jahren Tag für Tag breitgetreten und durch Gutes mehr leisten. Die ganze politische Atmosphäre ist und daß das Parteiprogramm in dieser Beziehung keine Be gefaut ward, feine neuen Gesichtspunkte abgewinnen, ihn ungesund. Es gilt eine gründliche Reinigung; und nur ſtimmung enthalte. Die starke Differenz der Annicht mundgerecht und pifant machen. Der Worte sind das Volk kann sie bewirken. Deutschland braucht Neu- schauungen wurde lebhaft beklagt, aber beiderseitig die bona genug gewechselt, man will jetzt endlich Thaten sehen." Um wahlen und einen neuen Reichstag. Und zum Glück hat fides( der gute Glaube) einander zugestanden. In dem bevordie Worte kümmert sich niemand, die" That" der Ab- die Lage sich so zugespitzt, daß die Auflösung kaum noch stehenden Wahlkampf wird die Dissonanz kaum weiter erklingen, da diejenigen stimmung, und die Vorbereitungen zu dieser That zu vermeiden ist. Mitglieder der Minorität, das ist es, worauf das Interesse sich richtet und konzentrirt. An Alle anderen Parteien zittern vor den Neuwahlen, die welche sich nicht auf die Stimmung in ihrem Wahlden Reden, die gehalten werden, sind es nicht die Ausführungen Vertreter der Sozialdemokratie werden die Verlesung der freise stüßen fönnen, feinen lebhafteren Wunsch hegen So rosig über die Militärvorlage freundliche oder feindliche kaiserlichen Botschaft, welche die Auflösung des Reichstages als den, von jeder Kandidatur zurückzutreten." wie Herr Richter die Sachlage auffaßt, ist sie was die Aufmerksamkeit fesselt, sondern die Aeußerungen, ausspricht, mit freudigem Hurrah begrüßen. offenbar nicht. Die Wadelstrümpfe finden übrigens mit Recht, die auf den Stand und das Ergebniß der schwebenden, und mit wachsendem Eifer betriebenen Kompromiß- Verhandlungen ein Licht zu werfen geeignet sind. Und nach dieser Richtung Feuilleton. Nachbruc verboten.) [ 81 Die Laufbahn eines Nihilisten. Von S. Stepniat. Autorisirte Uebersehung. -O Frei ins Deutsche übertragen von Bertha Braun. Wird es bald sein?" fragte sie, als sie im Begriff war, fortzugehen. " Ja", sagte Andrej. Er brauchte keine Erklärung, er verstand, was sie ihn fragte. Wann?" fragte sie nochmals, kaum hörbar und mit niedergeschlagenen Augen. " In einer Woche", sagte Andrej kurz. daß die Mandatstrauben sauer sind. Die„ Volks- 3eitung" schreibt: Die Krisis in der deutsch freisinnigen Partei ist einstweilen zum Stillstand gekommen. Er versicherte, daß er kommen werde, und sie ging endlose sandige Ebene, auf der er ging, erstreckte. Er haftig davon, ohne ein anderes Wort zu sagen. erinnerte sich sogleich, wie trügerisch die Ruhe für den Bewegten und verwirrten Geistes blieb Andrej zurück. Gemüthsfrieden eines sich in Unruhe befindenden Menschen Jenes kurze leidenschaftliche Geflüster und ihre glühenden ist und sagte zu sich selbst, daß er sich sehr glücklich schäßen Augen hatten in ihm den Wunsch nach Leben, Liebe, Glück, dürfe, im Gehen schlafen zu können. Man hält dies für den er bereits für abgestumpft und unterdrückt hielt, wieder unmöglich, das ist aber augenscheinlich ein Irrthum. Er angefacht. Er mußte sie sehen! Er konnte nicht in den wußte sehr gut, daß er schlief und doch ging. Um ihn war Tod gehen, ohne sie zu sehen, jetzt weniger als je. Er nichts als grauer Sand, der hier und da mit Gestein und wünschte aber, daß dieser Besuch vorüber wäre, oder noch verstreuten Felsblöcken bedeckt war, was ihm ein noch trostbesser, daß diese That der Selbstaufopferung morgen und loseres und wüsteres Aussehen gab. Dunkle, tiefhängende nicht in einer Woche stattfinden sollte. Wolfen zogen sehr schnell am Himmel dahin, obgleich Er war nicht zum Märtyrer geboren er wußte fein Wind wehte. Rein Lebenszeichen war irgendwo das sehr wohl, es schmerzte ihn, selbst einer Fliege wahrzunehmen, nur der Weg, der sich längs der schrecklichen Leid anzuthun. Einöde hinschlängelte, trug viele Fußspuren. Andrej Gewalt hatte, zwang ihn, seine Gefühle mit Füßen zu der so vielfach benutzt zu werden schien, als er fühlte, daß Aber die schreckliche Nothwendigkeit, über die er keine wunderte sich, wie er allein auf einem Wege sein tönne, sondern unter einer Menge Ge treten und sein Leben für die ihm heilige Sache einzu- er nicht allein war, fegen. fährten wandelte. Die meisten waren ihm fremd und Gregor war nach der Versammlung ebenfalls im Haupt- hatten bleiche Schattengesichter. Unter ihnen erkannte quartier geblieben und beabsichtigte dort die Nacht zuzu- er aber alsbald Boris, Wassilij und Botscharow. Das Wenn es in dem Zimmer nicht bereits dunkel gewesen bringen. Als er eine Stunde nach Tanja's Weggehen mit Gesicht des letzteren konnte er nicht sehen, denn es war in wäre, hätte er gesehen, wie ihr Gesicht bei diesen Worten einem Licht in Andrej's Zimmer trat, um ihn zum Abend ein Sterbekleid gehüllt, die Aermel hinter dem Rücken bedie Farbe wechselte. Sie dachte nicht, daß diese Trennung brot einzuladen, fand er ihn, die Hände hinter dem Halse festigt und die Kappe herabgezogen. Andrej wußte aber, für die Ewigkeit so nahe bevorstände. Sie sagte aber nichts, zusammengefaltet, nach sinnend auf dem Sopha liegend. In daß er es war. Die beiden anderen trugen gewöhnliche ließ durch nichts das merken, was sie empfand, sondern der Nacht aber suchte ihn ein sonderbarer Traum heim. Kleider und blickten ihn strenge an. stand, den Hut auf dem Kopfe, bewegungslos Es mußte im ersten Schlafe gewesen sein, denn er ging Haben wir uns endlich getroffen, alter Bursche?" sagte an der Thüre. Dann tam sie näher zu ihm heran und sehr spät zu Bett. Er erinnerte sich, wie die Gedanken Boris. Du erwartetest wohl kaum, mich wiederzusehen?" seine Hand ergreifend, sagte sie mit leidenschaftlichem, be- leichter und leichter wurden, aufwärts flogen, als und wegtem Geflüster, während ihre Augen in der Dunkelheit ob sie Vögel wären, bis er sie nicht mehr deutglühten. lich unterscheiden konnte. Eine Zeit lang sah er ste er grinste ironisch. Er weiß alles," dachte Andrej voll Entsetzen. " Nein, ich erwartete Dich nicht zu sehen, antwortete er " Ich muß Dich vorher sehen Nicht wie heute, nicht in einem gelblichen Nebel über seinem Haupte flattern. laut, denn ich glaubte, daß Ihr todt seid. hier, sondern dort in unserem Heim.... Komm'! Ich Dann verschwanden sie völlig und er sah nichts als eine fann nicht so von Dir scheiden. weite Fläche des leeren gelben Himmels, der sich über eine Das sind wir auch," sagte Boris. Wir kommen aber, Dir Gesellschaft zu leisten, und " " Was weiter wird, läßt sich erst nach der Abstimmung über dies Herr Richter hat geglaubt, die Sozialdemokratie todt-| Rahmen des Kriegervereins hineinpaffen, belehrende und Militärvorlage im Plenum mit Sicherheit erörtern. So viel reden zu können, und jetzt liegt seine Partei auf der aufklärende Vorträge anzuregen. Für die nächste Monatsscheint festzustehen, daß der Huene'sche Antrag außer von dem Strecke. versammlung sind Erläuterungen über das Wesen der Abgeordneten Hinze höchstens noch von einem, schlimmsten Falls Militärvorlage angekündigt. von zwei Mitgliedern der Fraktion unterstützt werden dürfte." Der 5. Mai erinnert uns an eins der bedeutungsRickert's Organ, die Danziger Zeitung", führt aus: vollsten Ereignisse der modernen Geschichte. Heute vor Zur Dortmunder Stichwahl geht das Drgan der " Für den Antrag Suene, für den aus dem Zentrum ſelbſt nur 104 Jahren zogen die Abgeordneten der französischen Bechenbarone, die„ Rheinisch- Westfälische Beitung" höchstens zehn Stimmen gewonnen sind, ist eine Majorität nicht Generalstände in feierlicher Prozession durch die bereits auf den Stimmenbettel aus. Sie haufirt bei den vorhanden. Infolge dessen haben auch die einer Ver ständigung mit Der Regierung geneigten Mitglieder der Straßen der Königsstadt Versailles, um in einem Königs- bürgerlichen Parteien, die sie sonst auf's schofelste bekämpft. freifinnigen Partei teine Veranlassung, nach der schloß sich an der ersten Sitzung der Generalstände nach Die Zahlen reden laut, daß die Stunde herangekommen Richtung des Autrages hin etwas zu fun. Sie Jahrhundert langer Pause zu vereinigen. Wer damals ist, wo die Ordnungsparteien ihren alten Hader fahren werden also gleichfalls dagegen stimmen, jedenfalls den Männern des dritten Standes, den Mirabeau und lassen müssen und nur noch das eine Ziel ins Auge zu aber auch gegen den 2. Theil des Antrages Alt- Robespierre entgegengetreten wäre und ihnen zugerufen fassen haben: die Bekämpfung des gemeinschaftlichen Gegners, haus( Höhe der Präsenzziffer). Dahin hat man sich auch in der hätte: Ihr dürft nicht weiter gehen, ehe Ihr gesagt, der Sozialdemokratie." Mittwoch Abend abgehaltenen Fraktionssizung erklärt." Tapfer wie Euer bürgerlicher Zukunftsstaat aussieht- den hätten sind sie, die Helden des Deutschfreisinns. Die Zentrumsfraktion set heute den Wortlaut ihres fie lächelnd bei Seite geschoben: geh in ein Kloster, Wahlaufrufs fest. sonderbarer Schwärmer. Halt' uns nicht auf, wir haben Eine Rundgebung der verbündeten Regie: Arbeit vor uns wir haben mit dem Gegenwartsstaat rungen an den Reichstag in Form einer Botschaft zu aufzuräumen und freie Bahn zu machen für den Zukunftsgunsten der Militärvorlage soll, wie dem national staat!" liberalen„ Hannov. Cour." aus Berlin gemeldet wird, beabsichtigt fein. Dieselbe müßte, wenn sie für eine Beeinflussung der zweiten Lesung bestimmt sein soll, spätestens heute erfolgen.Politische Leberlicht. Berlin, den 5. Mai. Und sie gingen vorwärts- anderthalb Monate später wurden die Generalstände zur Nationalversammlung berufen, dritthalb Monate später war die Bastille erstürmt Der feudale Gegenwartsstaat fiel, und der bürgerliche Zukunftsstaat baute sich auf. Der bürgerliche Zukunftsstaat von damals ist heute Gegenwartsstaat, und wie er vor 100 Jahren an die Stelle des feudalen Gegenwartsstaats trat, der jetzt Vergangenheitsstaat ist, so wird der sozialistische Zukunftsstaat lange, lange Aus dem Reichstage. Bei gleichem Andrang wie in vor Ablauf eines weiteren Jahrhunderts an die Stelle des den beiden letzten Tagen wurde heute die Debatte über die bürgerlichen Gegenwartsstaats getreten sein, der vor 100 Jahren noch Zukunftsstaat war. Und wer Augen hat zu sehen, der Militärvorlage weiter geführt. Als erster Redner erhielt Dr. Lieber das Wort. Obwohl von der Stellung der sieht heute schon die Umrisse des sozialistischen Zukunftshinter Dr. Lieber stehenden Zentrumsleute das Schicksal staats weit deutlicher und vollständiger, als vor 100 Jahren der Vorlage abhängt, so gingen die Ausführungen Lieber's der Scharfsichtigste die Umrisse des bürgerlichen Zukunftsdoch nicht über oft schon gehörte Redensarten hinaus. Nur staats zu sehen vermochte. die persönlichen Auseinandersetzungen mit dem Kanzler ent Die Zahl der Zentrums- Deserteure in bezug auf behrten eines gewissen Reizes nicht. Herr Dr. Lieber hat die Militärvorlage hat sich um zwei vermehrt. Zwei es fatt, für die Regierung fortgesetzt die Kastanien aus dem schlesische Ochsengrafen, welche bisher noch zögerten, den Feuer zu holen und dann von dieser vor der Deffentlichkeit Bahnen des Grafen Ballestrem und Herrn von Huene zu verleugnet zu werden. Der Redner zitirte dabei frei nach folgen, find im Laufe des heutigen Tages plöglich anderer Heine die Verse: Gesinnung geworden. Der Grund, der dieses BefehrungsWunder hervorbrachte, war ein direktes Telegramm des schlesischen Kirchenfürsten an die beiden Grands. Wir nehmen von diesem Vorgang nur Akt, weil er geeignet ist, den Werth der politischen Ueberzeugungstreue gewiffer Sentrumsgrößen zu charakterisiren. Blamir' mich nicht, mein liebes Rind, Und grüß' mich nicht unter den Linden, Wenn wir nachher beim Bewilligen sind, Wird sich schon alles finden. was angesichts der Stellung, welche gerade das Zentrum dem Dichter Heine gegenüber einnimmt, allgemeine Heiterfeit erregte. Deutsche Kultur in Afrika. In einem liberalen Blatte lieft man: Die Hinrichtungen in Deutsch Ostafrika finden unter freiem Himmel statt, so daß es dort möglich gewesen, einen derartigen Vorgang in einer Augenblicksabbildung festzustellen. Das Bild, das einen am 26. März d. J. vollzogenen Gerichtsakt darstellt, hat seinen Weg nach Berlin gefunden und liegt uns vor. Rechts sieht man Beamte der Schußtruppe und Soldaten vor einem großen Mangobaum stehen, an dessen einem Afte der Hingerichtete, ein Neger, hängt. Seine Augen tragen eine weiße Binde, die Hände find auf dem Rücken gefesselt. Der entkleidete Körper ist nur mit einem Hüftschurz bedeckt. Unter dem Gerichteten liegen in buntem Durcheinander mehrere große Riften. Hinter dem Todten, aber noch unter dem Schatten des Baumes, an dem er hängt, ist eine Gruppe von Negersträflingen sichtbar, die an eine große Kette gefesselt ist und von Soldaten der Schuhtruppe bewacht wird. Einer der Sträflinge, der das Grab auswirst, steht bis zu den Hüften in der Grube. Der Hin gerichtete hatte ein altes Negerweib um eine geringe Geldschuld erstochen, wurde vom Gouverneur zum Tode durch den Strang verurtheilt und alsbald aufgefnüpft. Er mußte auf mehrere Kisten unter dem Mangobaum steigen, ein Soldat legte ihm eine an dem Ast befestigte, mit Seife bestrichene Schlinge um den Hals, die Kisten wurden unter seinen Füßen fortgestoßen, und der Gerechtigkeit war genügt. Nachdem dies um 3 Uhr Nachmittags geschehen war, hing die Leiche bis 5 Uhr und wurde dann ohne Sarg der Erde übergeben." Wenn der deutsche Galgen momentphotographisch aufgenommen wird, dann hat die Stunde der Zivilisation in Ostafrika geschlagen. Wie die Vossische Obligatorische Leichenschau. Beitung" erfährt, war vor mehreren Jahren im ReichsGesundheitsamt ein Gesezentwurf, betr. die obligatorische Leichenschau, ausgearbeitet. Derselbe ist aber wegen des Widerspruchs einiger Bundesregierungen, namentlich der In seiner Antwort suchte der Kanzler den Zwiespalt handel war's- gerade wie auf einem Jahrmarkt: im gatorische Leichenschau war vorgeschrieben für Orte mit mehr Der Kuhhandel ist fertig. Und ein richtiger Ruh- preußischen Regierung, zurück gelegt worden. Die obliim Zentrum zu schüren, wobei er feiner Abneigung gegen Foyer und im Reichstagssaal selbst stundenlang schachernde als 5000 Einwohnern. Die Leichenschau sollte durch einen Herrn Lieber in recht deutlicher Weise Ausdruck gab. Die nun folgende Fanfare des Herrn von Bennigsen Gruppen von Abgeordneten und Staatssekretären. Samiel Arzt erfolgen. In Orten mit weniger als 5000 Einwohnern " Freifinn" hilft er stellt dem Huene zu seiner schwarzen braucht die Leichenschau nur dann stattzufinden, wenn der war fachlich wohl eine der schwächsten Leistungen der ganzen Schaar ein Kontingent von etwa 20 Mann; was dann Berstorbene sich während der Krankheit, welche den Tod zur Debatte. Auch oratorisch blieb der berühmte Redner dieses noch fehlt, wird Herr Lieber, der es mit der Regierung Folge hatte, in einer fortgesetzten ärztlichen Behandlung beMal gegen frühere Leistungen zurück. Den nationalliberalen Trompetenstößen folgte der demo- nicht verderben will, durch Zu- und Abkommandirungen funden hat. Wenn es sich aber darum handelt, rückschrittfralische Trommelschläger. Herr Payer hielt eine bürgerlich besorgen. Der Kompromiß heißt: Antrag Huene und liche Maßregeln durchzuführen, ist das Regierungs- Tempo demokratische Wahlrede bester Sorte und vergaß dabei auch weijährige Dienstzeit. Heute( Freitag) Nachmittag, Galopp. unmittelbar, nachdem unser Leitartikel geschrieben war, wurde nicht, den partikularistischen Schwaben um den Bart zu Das deutschfreifinnig- nationalliberale Landtags gehen. Die Polen ließen durch ihren Vertreter für und die das Geschäft perfettwas übrigens nicht ausschließt, daß Welfen und Elsässer durch von der Decken und Winterer Bwischenfälle noch möglich sind. Die Anwesenheit der Elsässer, die Kartell in Nürnberg soll nach dem Ausscheiden gegen die Vorlage Erklärungen abgeben, worauf Bertagung einstimmig gegen die Vorlage stimmen werden, hat die Situation Stöckerfreundes Sa ch 3 wieder zusammengeleimt werden. gegen die Vorlage Erklärungen abgeben, worauf Bertagung schon etwas verschoben. Und die Situation ist so ungewiß, Die Deutsch freisinnigen wollen die Berhandlungen Während so im Sitzungssaal die Redner im Schweiße die Parteien so schwankend, daß man von einer vollendeten aufnehmen, die Nationalliberalen aber haben beihres Angesichts sich abmühten, um die Vortheile und Nach- Thatsache erst sprechen kann, wenn die Abstimmung statt- fchloffen, als Vorbedingung die bündige Erklärung zu verlangen, daß eine Beanstandung ihres zus theile der Vorlage ins gebührende Licht zu stellen, war gefunden hat. vor nicht zu nennenden Kandidaten unters bleibe. So muß es kommen. Aus Angst vor der Sozialdemokratie wird sich der grundsahfeste Nürnberger Fortschritt fügen und statt des antisemitischen Sachs einen antisemitischen von Buscher oder von Kieß ertieſen. Unsere Nürnberger Genossen werden dem Kartell hoffentlich die Wege weisen. eintrat. draußen im Foyer der Kuhhandel im vollen Gange. Der Hofrath Ackermann macht nicht blos in Zunftspäßen, abtrünnige Freifinn, unter Professor Hänel's Führung, setzte sondern auch, nun die Wahlen vor der Thür stehen, in Himmel und Hölle in Bewegung, um die fehlenden Stimmen Doppelwährung. Das ist ein wohlfeiles Vergnügen, für die Majorität zu besorgen. Der für den Umfall an- da die Reichsregierung nicht daran denkt, die Goldwährung gebotene Preis ist die gesetzliche Festlegung der zweijährigen zu beseitigen. Der Herr Hofrath in der weißen Weste hat, Dienstzeit. um den Stimmenfang vorzubereiten, einen von 28 tonjer Sollte es den freisinnigen Wadelstrümpflern wirklich vativen Reichstags- Mitgliedern unterzeichneten Antrag gelingen, die Vorlage zur Annahme zu verhelfen, so dürfte auf Beseitigung unserer Reichs- Goldwährung durch die das die letzte That dieser Partei sein. Gestärkt, das steht Gold- und Silberwährung eingebracht.jetzt schon fest, geht der Freifinn aus der jetzigen Krisis auf feinen Fall hervor. Eine Partei, die in entscheidenden Die Politik in Kriegervereinen wird tros des VerMomenten sich derart von unsicheren Rantonisten durchsetzt einsgesetzes luftig weiter getrieben. So hat der Vorstand zeigt, die fann ernsthaft nur erst wieder in Betracht des Kriegervereins in Saarlouis beschlossen, in seinen tommen, wenn sie eine ganz gründliche Mauserung durch- regelmäßigen Monatsversammlungen über wichtige Tagesgemacht hat. fragen und überhaupt über solche Fragen, welche in den Sina schickt Dir einen Brief. Erkennst Du Botscharom? daß es feine Bedeutung habe, wenn er jetzt den Bar tödte, Er hat zum Scherz ein Leichenkleid angelegt. Du kannst ihn aber doch sehen." Bei diesen Worten lüftete er die Kappe des Leichen fleides und Andrej sah darunter sein eigenes verzerrtes Gesicht. Sein Blut gerann, sein Herz hörte vor unaussprechlichem Schrecken auf zu schlagen. Während er aber in dies Gesicht blickte, verwandelte es sich in das Botscharow's, der fröhlich, mit einem Auge wintend, sagte: ch that es zum Scherz." Andrej wollte sagen, daß dies ein schlechter Scherz sei, er fand aber hierzu nicht den Muth, denn er war durch sie alle eingeschüchtert und erinnerte sich, daß die vom Grabe Erstandenen oft recht boshaft sind." Er fragte nur Boris: Wohin gehen wir?" denn, wenn er erwache, müßte es doch nochmals geschehen. Dies beruhigte ihn, er flüsterte dem Zaren zu, so daß es die andern nicht hören sollten. " Du bist verloren, wenn sie Dich erkennen. famft Du, da Du lebendig bist, her?" an " Ich?" erwiderte der andere auch leise. " Und warum kommst Du selbst?" " " Er hat Recht," dachte Andrej. Warum Wir müssen aber langsamer gehen, damit die andern uns vorbei fönnen." Er hatte seine Gedanken kaum ausgesprochen, als die ganze Menge sich unter Zähneknirschen und mit ausgestreckten Armen wild über ihn herstürzte und den gellenden Ruf ausstieß: " Zu den Milchströmen, die zwischen Puddingufern Berräther!" Und der Zar, Und der Zar, der sich als Taras dahinströmen, dort hinter jenen Hügeln," antwortete Boris. Roftrow entpuppte, ergriff ihn wüthend an der Schulter. Wenn Du zweifelst, wird Dir der alte Bursche hier er- Andrej erwachte mit einem Schrei. Im trüben Morgenflären, wie Du in strenger Uebereinstimmung mit den Ge- lichte erkannte er Gregor, der über ihn gebeugt, ihn ängst setzen des Reiches dahin kommst." lich an der Schulter schüttelte. Du warst nicht wohl; Du stöhntest, Du knirschtest mit den Zähnen und schriest im Schlafe. Ich hielt es für beffer, Dich aufzuwecken." Andrej jah jetzt den alten Repin, den er sonderbarer Was giebt's? Was willst Du von mir?" murmelte Weise zuvor nicht bemerkt hatte. Er trug einen schwarzen Andrej noch unter dem Einflusse des Traumes. Mantel und einen Filzhut mit breiter Krämpe, wie die Fackelträger bei Leichenbegängnissen, und unter dem Arm hielt er etwas, das einer großen Aktentasche ähnlich sah. Er ging ihnen allen voraus und wandte sich nie um, wie ein Mann, der den Weg zu zeigen hat. Im nächsten Moment entdeckte aber Andrej, daß es nicht Repin, sondern der Bar selbst war. Bu gleicher Zeit erinnerte er sich, daß er ihn ohne Aufschub tödten sollte, obgleich seine Beit noch nicht gekommen war; dies war aber eine seltene Gelegenheit. Ich werde das Verdienst der That haben und gar feine Gefahr laufen," trieb ihn eine innere Stimme an. " Ich habe einen schweren Traum gehabt," sagte Andrej, ganz erwachend. Ich sah Boris, Wassilij, und sie nannten mich einen Verräther. Und das Schlimmste ist, daß ich es verdient hatte." Gregor. Dies Wort schriest Du, als ich Dich aufweckte!" sagte Wirklich? Dann ist es nicht so beleidigend," er widerte Andrej, und er erzählte ihm von seiner Vision. Rapitel X. Der Abschied. Es fehlte ihm aber der Muth, seine Hände wollten ihm nicht gehorchen. Mit verzweifelter Anstrengung versuchte er es wieder und wieder, er konnte aber Die Vorbereitungen entwickelten sich rasch, und man die Hand nicht bewegen und litt schrecklich. Dann näherte fich dem verhängnißvollen Tage. Die Gruppe, erinnerte er fich. daß es nur ein Traum war und welche das Attentat in die Hand genommen hatte, hielt des der einen großen Theil der preußischen Schulbücher liefert, Amtliche Geschichtsklitterer. Bei Hirt in Breslau, find jetzt Bilder aus der brandenburgisch- preußischen Geschichte, nach der ministeriellen Generalverordnung vom 18. Ottober 1890 und unter Berücksichtigung der Ergän zungen zum Seminarlesebuch für die Voltsschule", bearbeitet von einem föniglichen Seminardirektor Dr. L. Cyranta, erschienen, in denen es u. a. vom Jahre 1818 heißt: täglich Sigungen ab. Als die Hauptperson des kommenden Dramas mußte Andrej über alles befragt werden. Er ging zwar zu einer Versammlung, saß aber in Gedanken vertieft da, öffnete die ganze Zeit über kaum den Mund und weigerte sich, wieder hinzugehen. Es widerstrebte ihm zuzuhören und über die verschiedenen Entwürfe seine Meinung abzugeben, auch hielt er es nicht der Mühe werth, Er wußte, sich deshalb auf die Straße zu wagen. daß er sein Bestes thun müsse und auch würde, um den Anschlag erfolgreich zu Ende zu führen. Der Schlag würde viel wirksamer sein, wenn der Zar getödtet oder doch wenigstens verwundet würde. Das war aber Sache der Partei. Für sie war der Anschlag die Hauptsache, seine Verhaftung und Hinrichtung nur nebensächlich. In seinem eigenen Kopfe hatte sich aber das Blatt gewendet. Ihm war die Hauptsache, daß er sterben müsse. Das Attentat war Nebensache, über die er Zeit hatte, am Orte selbst nachzudenken. Inzwischen konnte er derselben gar kein Interesse widmen. Er hatte für sich selbst zu sorgen an den Tod zu denken. Das Uebrige schien ihn nicht im Geringsten anzugehen. Eines Tages nach der Versammlung, auf der er Tanja sah, passirte etwas Sonderbares. Als Andrej den Revolver ( mit dem er das Attentat ausführen sollte) reinigte und in Ordnung bringen wollte, zerbrach er eine Feder. Die Zeit war zu furz, um den Schaden ausbessern zu lassen, denn ein Feiertag lag dazwischen. Deshalb bot ihm ein Freund den seinen an, welchen er als in jeder Hinsicht gut und nie versagend anpries. Andrej nahm den Tausch auf guten Glauben an, ohne seine neue Waffe auch nur einmal in einer Schießstätte oder auf freiem Felde zu probiren. Bei jedem seiner früheren Unternehmen wäre er in solchem Falle nicht so unvorsichtig gewesen. Jegt war er aber derart von dem persönlichen Ausgang, der vor ihm lag, in Anspruch genommen, daß er sonst nichts seine Aufmerksamkeit schenkte. ( Fortsetzung folgt.) In anderen Ländern Europas wüthete der Krieg, in nur zwei Mitglieder der Redaktion des Adverul" aus- Jals bei anderen. Das ist nun nicht verboten, und die Bufammens Preußen dagegen herrschte Ruhe und Friede, denn der König gewiesen sind. tünfte selbst sind nicht gefeßwidrig gewesen, so daß von einer fuchte durch Geduld und Milde seinem Lande den Frieden Maßregel, die wirklich auf Gründen der öffentlichen Sicherheit zu erhalten. Einen solchen Friedensfürsten wollte das fußte, nicht die Rede sein kann. Die„ Elsaß- Lothbeutsche Volk ehren und ihn im Jahre 1849 zum deutschen fordert in Pernerstorfer's Deutschen Worten" der letzte burger Regierung, bei welcher Beschwerde erhoben werden Eine Gesammtausgabe von Karl Mary' Schriften ringische Bolts- Zeitung" erwartet deshalb, daß die StraßKaiser erwählen." Mit welcher Kühnheit Cyranka die deutsche Proudhonist, Dr. Arthur Mühlberger. In soll, bie so arg verfolgten Wirthe schützen wird. Hoffentlich Märzlämpfe todtschweigt! Aber da die Kinder doch zur erster Linie wird es sich um die Mehrzahl der kleineren ist das teine Täuschung. Jedenfalls wird die Antwort Frömmigkeit erzogen werden sollen, hätte doch die Er- Schriften handeln, da zählung der Barrikadenschlacht und der Demonstration vor Kapital" im Buchhandel ohnedies vorhanden ist. eine würdige Ausgabe des der Regierung zeigen, wie weit in Elsaß- Lothringen die burger So liche Rechtlosigkeit schon gediehen ist und ob es wirklich möglich dem Schloffe nur erzieherisch gewirkt. Man denke, die sehr wir grundsätzlich mit dem Vorschlage einverstanden ist, daß einem Bürger des Deutschen Reiches regierungsseitig der lammfrommen Berliner von 1848, die ihre Todten bringen, sind und in einer solchen die Erfüllung einer Ehrenpflicht schädigt wird, um die Entwickelung einer Oppositionspartei Broterwerb abgeschnitten und er vermögensrechtlich schwer ge die Kugel mitten in der Brust, die Stirne breit gespalten" der Partei gegen unseren größten Vorkämpfer sehen, der zu hindern. und singen: Jesus, meine Buversicht!" Der Friedens die Herausgabe der Schriften unseres alten Engels fürst", der das Volk niederkartätschen ließ und der nicht folgen müßte, so gerne wir dieser Anregung in unserem das Werkzeug, sondern das Haupt der Kamurilla war, Blatte Raum geben, so entschieden müssen wir gegen die Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Wegen Beleidigung der Saarbrücker Bergwerksdirektion sprach ja auch vom Ludergeruch der Revolution" und Unterstellung des anscheinend noch immer über die ihm verurtheilte das dortige Landgericht den Barteigenoffen Emme! nannte die Kaiserkrone ein Machwerk aus Dreck und Letten". von Engels gewordene Abfuhr in Sachen der Wohnungs- zu drei Monaten Gefängniß. Das Vergehen ist in dem Inhalt Von dem Wüstling Friedrich Wilhelm II. wird das Wort frage nervös erregten Herrn Mühlberger protestiren. Herr arbeiterausstandes in Bildstock gehalten hat. mehrerer Reden gefunden worden, die Emmel zur Zeit des Bergzitirt: Ich werde nie dulden, daß man in meinem Lande Dr. Mühlberger schreibt:" Der Marxismus hat auch in Die Religion Jesu untergrabe." Dafür schweigt der dieser scheinbar rein äußerlichen Dafür schweigt der dieser scheinbar rein äußerlichen Frage die Allüren am Freitag im Gefängniß zu Plögensee die vier Monate Ge Redakteur Ferdinand Ewald in Brandenburg hat Cyranka von den Schelmenstreichen der Wöllner und einer Religion", deren Träger und Leiter es bekanntlich fängniß verbüßt, die ihm von der Brandenburger Straftammer Bischoffswerder, und erzählt auch gar nichts von nicht lieben, wenn der Zugang zum Allerheiligsten für jeder wegen Majestätsbeleidigung auferlegt waren. den galanten Abenteuern Friedrich Wilhelm II. mit seinen mann offen steht. Die Priester der politischen und sozialen In Gr. Heere( Braunschweig) untersagte der Ortsblaublütigen Dirnen, den Gräfinnen Voß und Dönhoff Geften wollen, wie ihre Kollegen im Gebiete der Religion, vorsteher die Abhaltung emer Versammlung unter freiem und mit seiner plebejischen Geliebten, des Musikers Ente etwas für sich haben, das dem gemeinen Auge entrückt ist." Simmel deshalb, weil sie auf einem Plaze stattfinden sollte, der Tochter, der späteren Gräfin Lichtenau. Im Stile des Wenn Herr Dr. Mühlberger, bevor er die Partei und den Gemeinde Eigenthum iſt. Cyranka soll das Volk Geschichte" lernen. Marrismus schulmeistert, die Parteiliteratur verfolgen würde, der Redakteur der Wurzener Beitung", A. Diehl, zu Wegen Beleidigung des Rathssekretärs Hallbauer wurde Die zivcite hessische Kammer hat über den unseren wüßte er, daß der Dies'sche Verlag die Herrn Mühlberger 2 Wochen Gefängniß verurtheilt. Die Beleidigung Hallbauer's Lesern bekannten Fall Kazenstein am 4. Mai verso unangenehme Streitschrift von Mary Das Elend der wurde in drei Artikeln der Wurz. 8tg." gefunden, in denen handelt. Ihr lag die Beschwerde des sozialdemokratischen Philosophie" und den Vortrag über den Freihandel schon Diehl das Benehmen Hallbauer's gegen den Arbeiter Nögold, Gerichtsatzesfiften Rabenstein in Gießen vor wegen zwei Mal aufgelegt hatte, daß unlängst der gleiche Verlag fowie einige Artikel des„ Wurzener Tageblatts" fritiſirt hatte. seines Ausschlusses von dem Verwaltungsatzessit. Mez- Engels' Lage der arbeitenden Klasse in England" neu Am felben Tage flagte vor demselben Gericht der Arbeiter Gießen bezeichnete, wie die Frankfurter Zeitung" meldet, herausgab, daß die Neue Zeit" Engels' berühmten Mögold gegen den Sekretär Hallbauer wegen Beleidigung durch die erwähnten Artikel des Tageblatts", für deren Verfasser er ein solches Verfahren als der Verfassung widersprechend. Auffaz aus den„ Deutsch- französischen Jahrbüchern": Umrisse Sallbauer hielt. Hallbauer mußte seine Thäterschaft eingestehen. Me- Darmstadt sagte, diesem Verhalten der Regierung zu einer Kritik der Nationalökonomie zu Engels' 70. Geburtstag Das Gericht wies den Privattläger an, auch noch gegen den entströme Metternich'scher Geist. Nicht die Ge- abdruckte, daß der" Vorwärts" Mary' Aufsäße: Zur verantwortlichen Redakteur des Wurz. Zagebl." Klage zu er finnung dürfe bestraft werden, sondern das pflichtwidrige Judenfrage und: Zur Kritik der Hegel'schen Rechtsphilosophie heben. Handeln. Müller und Friedrich befürworteten sehr wieder veröffentlichte, daß also dem Marxismus nichts lebhaft die Bulaffung zum Afzeß. Dagegen erklärten fich ferner liegt als einen nur für Herrn Mühlberger's Ver Erck und Heinzerling. Diekammer beschloß folgungswahn verständlichen Mysteriendienst mit den ersten gegen 3 Stimmen, die Bulassung bei einem Schriften von Karl Marx und Friedrich Engels zu treiben. geeigneten Kreisamt zu befürworten. Dieser Doch Herrn Mühlberger's Unterstellungen sind weiterer von der Gleichheit", Zeitschrift für die Interessen der Ar erfreuliche Beschluß ist eine schwere Niederlage für die Beachtung nicht werth, wir unterlassen es noch mehr willkürliche und ungerechtfertigte Maßregel der hessischen dagegen vorzubringen, so kinderleicht es wäre, nehmen aber Behörden. Inhalt diefer Nummer heben wir hervor: Hinsichtlich der Feuerbestattungs- Frage be- mit Vergnügen seinen Vorschlag auf, eine Gesammtharrte die Kammer auf ihrem früheren zustimmenden ausgabe der Schriften von Karl Marx zu Beschluß. veranstalten. " Ahlwardt. Die Antisemiten in Woldenberg ( Wahlkreis Friedeberg- Arnswalde) beschlossen, den Abgeordneten Ahlwardt zur Niederlegung seines Mandats aufzufordern. Der Reftor ist zäh. " Parteinachrichten. Der famose höhere Offizier", der in der Gegen die Militärvorlage erklärten fich ferner VersammNational Beitung" die Ausführungen Stadt Diemit( Ref. Albrecht Salle), Merch a u( Ref. Thiele fungen in Unterrombach( Ref. Tauscher Stuttgart), hagen's über den Sozialismus im belgischen wurzen; es war dies die erste sozialdemokratische Versammlung, Heere dichterisch ,, berichtigte", möge den Brüsseler Besuch über 170 Personen), Ebingen in Württemberg( Ref. Brief der gewiß unverdächtigen Kreuz 3eitung" Grundstein). ( Nr. 209 vom 5. Mai) sorgfältig lesen. Da heißt es: Aufgestellte Reichstags Kandidaturen. 3 widauCrimmitschau: der bisherige Vertreter Wilhelm Stolle. Reuß i. 2. der bisherige Vertreter Emanuel Wurm. Hamburg II: der bisherige Vertreter J. H. W. Die B. Die Regierung sowohl, wie die parlamentarischen Parteien, welche an jenem Tage vor der Arbeiterrevolte tapitu. lirten und so zur Untergrabung der staatlichen Autorität bei trugen, befinden sich bereits in einem Zustande der Gährung und Auflösung. Innerhalb der Regierung schleicht das Ge Spenst der Ministertrise, die schon ein Opfer gefordert hat: Bei der Gewerbegerichtswahl in Eklingen wurden in den Kriegsminister General Pontus, welcher am der Klasse der Arbeitervertreter für die sozialdemokratischen Kans Sonntag Sr. Majestät dem Könige die Demission überreicht didaten 488 unveränderte und 4 veränderte Stimmzettel abhat. Begründet wird diese Demission mit den üblichen Ge- gegeben; für die Kandidaten des evangelischen Arbeitervereins sundheitsrücksichten, aber in Wirklichkeit sind die nur 53 unveränderte und 1 veränderter Stimmzettel. In der von uns gemeldeten Berichte der Regiment3- Klasse der Unternehmervertreter erhielten wir 42, die Gegner Kommandeure über sozialistische Neigungen 68 Stimmen. einzelner Truppentörper die wahre Ursache des Wandels im Kriegsministerium." Aus Antwerpen wird unterm 5. Mai gemeldet: Großes Aufsehen in Militärkreisen macht die Meuterei, welche im Genie- Regimente ausgebrochen ist. Die Soldaten erklärten, nicht arbeiten zu können, weil sie angeblich durch schlechte Nahrung geschwächt seien." 0 Literarisches. beiterinnen( Stuttgart, J. H. W. Dietz' Verlag) ist uns soeben die Nr. 9 des 3. Jahrganges zugegangen. Aus dem Wer ist eine Proletarierin? Die Brüsseler Borkonferenz zum internationalen Rongreß. Die Gefahren der Prostitution für die Gesundheit. Bon einem Arzt. II. Zohnverhältnisse der Berliner Arbeiterinnen. Gegenwartsbild zur Illustration der Richter'schen Spar- Agnes. Bon Martha Rohrlack. ( Schluß.) Feuilleton: Phantasten vom Schlachtfelde. Bon Leo Karassowitsch. Der Maienmorgen. Gedicht von May Regel. Arbeiterinnen- Bewegung. Kleine Notizen. " -O Die Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer 10 Pf., durch die Post bezogen( eingetragen in der Reichspost- Beitungsliste für 1893 unter Nr. 2609) beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich ohne Bestellgeld 55 Pf.; unter Kreuzband 85 Pf. Inseratenpreis die zweigespaltene Petitzeile 20 Pf. Von der Nenen Beit"( Stuttgart, J. 5. M. Diet' Verlag) ist soeben das 82. Heft des 11. Jahrgangs er. schienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Jesuitisches. Werth und Preis. Eine Antwort an Herrn Hugo Landé von Konrad Schmidt. Eine Gesammt- Ausgabe von Albert Duff's Dramen. Briefe aus England. Der italienische Bank Standal. Von Adam Maurizio. Berliner Theater. Von F. Mehring- Feuilleton: Lilith. Novelle von A. v. Berfall.( Fortsehung.) Der Pfarrer von Breitendorf. Roman in drei Bänden von Wilhelm von Polenz. Das Werk enthält ganz vortreffliche Charakterschilderungen der protestantischen Geistlichkeit und des Bauernthums. Der Stoff wird nicht jedem zusagen. Das Buch ist aber durchweg so anregend ge schrieben, daß sich die Leftüre seiner drei Bände volltommen lohnt. Die moderne Gesellschaft. Zeitschrift von Dr. Sturm. Berlin SW. Verlag von Dr. Sturm's Bücherverlag, Kleinbeerenstraße 26. Jesuiten- Fabelu. Ein Beitrag zur Kulturgeschichte von Bernh. Duhr, S. J. Freiburg i.B. Herder'sche Berlagsbuchhandlung. Preis 7,20 M. Pfarrer Kneipp und seine Kur. Von Dr. med, h. Chalybäus. Berlin W., Oberwallstr. 14/16, Heuser's Verlag. Von der Agitation. Als eine weitere Etappe zur Ges Was sich der„ munter fabulirende" Berichtigungs- Poet winnung Oberbayerns für den Sozialismus tann die am unter seine höhere Offfziers"-Nase reiben möge! Sonntag in Gmund abgehaltene Versammlung, worüber bereits nach dem Bayr. Vaterland" berichtet wurde, angesehen werden. Bollmar" sprach dort in oberbayerischem Dialekt vor 800 Buhörern, darunter 6-700 Bauern, die 3 und 4 Stunden weit hergekommen waren und mit größter Aufmerksamkeit der zweistündigen Rede folgten. Viele von ihnen hatten wohl noch nie einen Sozialdemokraten sprechen hören, sondern tannten nur das verzerrte Bild, das ihnen von unseren Gegnern stets über den Sozialismus entworfen wird; man ersah dies aus der Spannung, mit der ste jedem Worte Vollmars folgten, und an dem Beifall, der ihm zu theil wurde, als sie erkannten, daß ihnen erst jetzt der wahre Charakter der Sozialdemokratie zum Bewußtsein gebracht wurde. Die anwesenden Gegner schwiegen sich aus. Die Versammlung endete mit einem dreifachen Hoch Die Redaktion stellt die Benugung des Sprechfaals, soweit der Raum dafür auf Vollmar und die Sozialdemokratie. Die französische Deputirtenkammer genehmigte den Gefeßentwurf betreffend die Aufhebung des Ottrois. Der Gesezentwurf gestattet den Gemeinden, die Dftroi Abgaben durch andere Steuern zu ersetzen. Das Pariser Organisationskomitee für die Maifeier ruft ein Proteſtmeeting zusammen, welches gegen die Maßregeln der Regierung und gegen die Schließung der Arbeiterbörse am 1. Mai Stellung nehmen soll. Die Solinger Bertrauenspersonen haben zu Sonntag, den 14. Mai, eine Bolksversammlung einberufen, in welcher der Reichstags- Abgeordnete Schumacher über die jetzige politische Dodds. Wir verzeichneten geffern die offiziöse Nach age fprechen wird. Die Frage der Reichstags- Kandidatur wird richt, die französische Regierung wolle die Marseiller sozia- sleichfalls besprochen werden. listische Stadtverwaltung für ihr Verhalten bei der Mai- Parteifinanzen. Der sozialdemokratische Wahlverein für feier bestrafen", indem sie bestimmt habe, General Dodds den Wahlkreis Jerichoro I und II hatte vom 1. April 1892 bis folle nicht in Marseille, sondern in Toulon landen und dahin 1893 eine Einnahme von 282,81 M. Die Ausgabe befeierlich empfangen werden. In Wirklichkeit hat der Maire trug 258,90 m., darunter 63,70 M. Gerichts- und Rechtsanwaltsvon Marseille seinen Kollegen in der städtischen Verwaltung foften. erklärt, daß er nicht geneigt wäre, an einer von der Die Wurzener Stadtverordneten waren durch ihre AbBentralgewalt organisirten" Rundgebung theilzunehmen, striche am Budget mit dem Magistrat in Differenzen gerathen. und daß er deshalb dem offiziellen Festmahle zu Ehren des Da teine Einigung erfolgte, tamen die Streitpunkte zur EntGenerals Dodds fernbleiben werde. Zugleich wird angefündigt, scheidung des Kreisausschusses. Dieser hat nun in fast allen daß die vier gemaßregelten sozialistischen Adjunkten des Maire, Punkten den Beschlüssen der Stadtverordneten zugestimmt. die durch den Präfekten des Departement Rhone- Mündungen fuspendirt worden sind, ihre Entlassung nehmen werden, um durch ihre dann erfolgende Wiederwahl dem Präfekten eine Lektion zu ertheilen. " Sprecisaal. Intereffes zur Verfügung; fte wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem abzugeben ist, dem Publitum zur Besprechung von Angelegenhetten allgemeinen Inhalt desselben identifistrt zu werden. Zu der Berichtigung des konvents der Grauen Schwestern in Nr. 100 des Vorwärts" habe ich mit dem Einverständniß meiner Schwester( der Kranten) das Folgende zum zweiten und legten Male zu erklären: " Alle meine Behauptungen betr. die Notiz unter der Spißmarte:" Gine prächtige Illustration" in Nr. 96 d. 21. halte ich voll und ganz aufrecht und weise die Behauptungen des Konvents der Grauen Schwestern ganz entschieden zurück. Es ist erstens nicht wahr, daß die Kranke ärztlicherseits für so weit hergestellt erachtet wurde, daß sie ohne Gefährdung ihrer Gesundheit" nach Hause entlassen werben fonnte, vielmehr ging ihr ausdrücklicher Wunsch dahin, so bald wie möglich infolge dieser guten" Behandlung aus dem Hause genommen zit werden, was sie nicht allein mir sondern auch anderen Personen gegenüber, aussprach, die mir als Zeugen dienen. Daß der Zustand Die zweite hessische Kammer beschloß in bezug auf die der Kranten sich unter diesen Umständen nicht verschlechtert hätte, Beschwerde des sich zu unserer Partei bekennenden Gerichts- darüber brauche ich kein Wort zu verlieren. Als Beweis dafür, referendars Simon Rabenstein aus Gießen, dem wegen seiner daß die Behauptungen des Konvents der Grauen Schwestern politischen Gesinnung die Fortsetzung seines nahezu beendeten unrichtig find, möge die Erklärung dienen, daß meine Schwester Borbereitungsdienstes für die Zulassung zur Rechtsanwaltspraxis nach dem Verlassen des Hauses noch bettlägerig und in ärztnicht gestattet wurde, die Regierung zu ersuchen, dem Bittsteller licher Behandlung verbleiben mußte. Mir persönlich wurde auf die Fortsetzung bei einem geeigneten Streisamt zu gestatten. Dieser meine Bemerkung, daß ich mich über diese Behandlung meiner Beschluß wurde mit allen gegen drei Stimmen gefaßt. Schwester als Kranke beschweren werde, die furze Abweisung: „ Das tönnen Sie!" Das genügt. * * Italien. Die Regierung hat die Leute, welche sie aus Vorsicht vor dem Königsfeste einfach einsteckte, auch am 1. Mai noch in der Haft behalten. Dieser Rechtsstaat erlaubt sich Willkürlichkeiten, welche den früheren Despotieen obenan aufs Sündenregister notirt Der Kreisdirektor Heik in Gebweiler im Elsaß ver- Zweitens ist es Wahrheit, daß eine Kranke in diesem wurden und auch zu ihrem Sturze mächtig beitrugen. So- fügte am 1. Mai die Schließung der Wirthschaften Hause, welche nach ihrer eigenen Aussage protestangar in den Schulbüchern wird die altfranzösische Monarchie der Restaurateure Ludw. Dürry in Gebweiler und Michael Bild- tischer Konfession ist, die Beichte unter katholischen Religionsgebrandmarkt, welche mißliebige Persönlichkeiten ohne Feder- stein in Bühl auf grund des Artikels 2 des Detrets vom formalitäten empfangen mußte, was schon daraus hervorgeht, lesens in die B a stille warf. War dies viel schlimmer 29. Dezember 1851, wonach die Schließung von Wirthschaften daß die Betreffende nicht wußte, wie sie anfangen und enden als was die Regierung des„ einigen und freien Italiens", durch Beschluß des Präfetten zufolge einer Verurtheilung wegen sollte, was jeder katholik weiß. Nach der eigenen VerZuwiderhandlung gegen die diesen Berufszweig betreffenden Gesicherung des Mädchens sind ihre Eltern, sowie sie selbst, Proheute hundertundvier Jahre nach Erſtürmung der Bastille, seze und Verordnungen oder als Maßregel der öffentlichen Sicher- testanten; auch hat das Mädchen dementsprechend die Komthut? heit angeordnet werden kann." Die beiden Wirthe find zwar munion erhalten. Auf die Frage meiner Schwester, warum sie Aus Bukarest wird dem„ Vorwärts" geschrieben: Die wegen. Ueberschreitung der Polizeistunde zu Geldstrafen verurtheilt unter diesen Verhältnissen gebeichtet habe, erwiderte sie, weil in Nr. 101 des„ Borwärts" von Wolff's Telegraphen- worden, aber das kann nicht der Grund der Lokalſchließung fein, man immer und immer in fie bringe. müßten wahrscheinlich sämmtliche Wirthschaften Elsaß- Loth- Für mich ist die ganze Angelegenheit hiermit erledigt, und Bureau übernommene Nachricht, daß aus Rumänien zwanzig ringens gefchloffen werden. Der eigentliche Grund der ungeheuer- werde ich auf event. weitere Berichtigungen" des Konvents der Personen, darunter zwei Redakteure des Adverul" aus lichen Anordnung wird wohl darin beruhen, daß bei den beiden Grauen Schwestern nicht mehr antworten. gewiesen worden seien, ist dahin richtig zu stellen, daß wirthen öfter sozialdemokratische Zusammenfünfte stattfanden, G. Ochwat, Berlin SW., Boffenerstr. 1. " Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Redaktion dem Vublikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonnabend, den 6. Mai. Norddeutsche Brauerei. 58. Chaussee- Strasse 58, Täglich: Concert. Opernhaus. Tannhäuser und der Wochentags Entree frei. Sängerkrieg auf Wartburg. Neues Theater. Vom landwirthschaftlichen Balle. Eingeschlossen. Die Schulreiterin. Deutsches Theater. Zwei glückliche Tage. Berliner Theater. Der Freund des Fürsten. testng- Theater. Falsche Heilige. Wallner- Theater. Geschlossen. Kroll's Theater. Die Hochzeit des Residenz Theater. Die Sirene. ( La Flamboyante.) Adolph Ernk- Theater. Goldlotte. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Die schöne Helena. Thomas- Theater. Gute Zeugn iffe Hierauf: Wenn man im Dunkeln füßt. Viktoria Theater. Die Reise um Idie Welt in achtzig Tagen. National Theater. Gold und Eisen. Alexanderplah- Theater. Zimmermann's Lene. Winter- Garten. Spezialitäten- Bor ftellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Theater der Reidshallen. Spezialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spe zialitäten- Borstellung. Adolph Ernst- Theater. Buin 34. Male Goldlotte. Gesangsposse in 3 Atten v. Ed. Jacobson und W. Mannstädt. Couplets theilweise v. G. Görss. Mujit von G. Steffens. In Szene gefetzt von Adolph Ernst. Anf. 2 Uhr. Morgener Morgen: Dieselbe Borstellung. gröffnet. Bei ungünstiger Witterung im Saal. Die neu eingerichtete Kaffeeküche ist den geehrten Gästen von 2 bis 6 Uhr geöffnet! Moriz Play. Etablissement Buggenhagen. 4146L* Morih Play. Täglich: Juftrumental- Konsert. tisch. Spezial- Ausschank von PakenGroßer Frühstücks- u. Mittagshofer Lagerbier, hell und dunkel. An Sonn- und Fektagen findet das Konzert in den oberen Sälen statt. Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Pf. Säle für Bersammlungen, Kommerje, Festlichkeiten 2c. Rheinländischer Tunnel genannt: Die fidele Nagelkiste. Berlin N, Elsasserstrasse 73. Neu! Neu! Die Möbel- Polonaise! oder: 4070L* Weber hat'n Keber, an de Lunge, an de Bunge, an de Leber! Vorträge der berühmt. Gesangvereine Halbe Lunge" und Keuchhusten". Vorzügliches Lagerbier der " Schöneberger Schloßbrauerei" à Seidel 10 Pfennige. H. Schultze( mit'n z). ( Notiz: Mang uns mang is teener nich mang, der nich mang uns mang jehört.) Der Sommer- Garten in Albert Fride's Tan- Institut, PassageOranienstr. 180. Neue Unterrichtsturse beginnen für Contre, Quadrille, fowie fämmtliche Rundtänze. Honorar für Herren 6 M., Damen unentgeltlich. Anmeldungen Unserm Vereinskollegen, dem Steinträger Hermann Beierling, genannt der Gelbe, zu seinem heutigen WiegenOeffentl. Schneider- und feste ein dreimal donnerndes Hoch. Schneiderinnen- Versammlung am Montag, 8. Mai, Abds. 8½ Uhr, in den Arminhallen, Die Vereins- Kollegen aus Steglig: B. R. K. N. G. G. G. F. Todes- Anzeige. Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß meine Frau Friederike Henfe geb. Ramps nach langen und schweren Leiden am Mittwoch, den 3. Mai, Nachmittags 63/4 Uhr verstorben ist. Die Beerdigung findet Sonntag, den 7. d. M., Mittags 122 Uhr, vom Trauerhause Blumenstraße 38 aus nach dem Georgen Kirchhof Laudsberger Allee statt. 3743b Julius Henke, Schankwirth, Blumenstr. 38. Todes- Anzeige. Den Mitgliedern des Vereins zue Wahrung der Interessen der Gast- und Schankwirthe Berlins und Umgegend 162/12 zur Nachricht, daß die Frau des Kollegen Hente, Blumenstr. 38, am 3. D. Mis. ihren Leiden erlegen ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 7., Mittags 122 Uhr, von Trauerhause, Blumenstr. 38, aus statt. Der Vorstand: J. A.: Lorenz. Kommandantenstr. 20. Tages Ordnung: V 1. Die Geschäftspraktiken der Hoflieferanten Firma Hermann Hoffmann den Arbeitern gegenüber und sind dieselben reell? Ref. J. Timm. 2. Berichterstattung über die Thätigkeit der Streit- Kontrollkommission 391/19 von dem Delegirten Kollegen A. Schulz. 3. Die Bedeutung einer Schneiderkonferenz anläßlich des in Zürich tagenden internationalen Arbeiterkongresses. Referent L. Pfeiffer. 4. Wahl zur Agitationskommission. Kollegen, Kolleginnen! In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung erscheint zahlreich. Deutsch. Tischlerverband ( Zahlstelle Berlin). Am Sonntag, den 7. Mai d. J., Vormittags 10% Uhr, Versammlungen: Für W. und SW.: Sabel's Brauerei, Bergmannstr. 5-7. Vortrag des Herrn Dr. Weyl über:" Erfältungsfrankheiten". Für den Norden: Schwedterstr. 23: Vortrag des Kollegen Robert Schmidt über:„ Warum sind die Arbeiter mit ihrer Lage unzufrieden?" Am Montag, den 8. Mai, Abends 81/2 Uhr: Für den Osten, Friedrichsberg und Rummelsburg: Bei Schneider, Proskauerstraße 36-37. Bortrag des Herrn S. Joël über: Die heutige Naturanschauung". In allen Versammlungen: Bortrag, Diskussion, Verbandsangelegenheiten, Verschiedenes. " 316/ 2* Beiträge werden auf folgenden Zahlstellen entgegengenommen: Gneisenaustr. 35 bei Rosse; Alte Jakob- und Hollmannstraßen- Ecke bei Schubert; Schönleinstraße 6 bei Klein; Bellealliance- Platz 6 bei Hilscher; Verband der Möbelpolirer Steinmeii. 57 bei Böttcher; Raglerstr. 5 bei Furchtbar; Ritterstr. 123 bei Berlins und Umgegend. Todes- Anzeige. Allen Mitgliedern des Verbandes und den Kollegen zur Nachricht, daß Frau Friederike Henke am 3. d. M., Nachmittags 63/4 Uhr, nach langen, schweren Leiden ver storben ist. 252/19 Stramm; Roppenstraße 43e bei Lorenz; Blumenstraße 38 bei Henke; Frankfurter Allee 90 bei Zabel; Cuvrystr. 25 bei Stümke; Naunynstraße 86 bei Zubeil; Naunynstr. 78 bei Rohr; Grünauerstr. 3 bei Golz; Görlitzer und Sorauerstraßen- Ecfe bei Tolksdorf; Manteuffel- und Staligerstraßen- Ecke bei Kunstmann; Friedrichsbergerstr. 25 bei Schmidt; Schönholzer- u. Ruppinerstraßen- Ecke bei Raabe; Diedenhofener- u. Tresckomstraßen- Ecke bei Schmidt; Dreyfestraße 3 bei Holzbächer; Fenn- und Müllerstraßen- Ecfe bei Gleinert; Lothringerstr. 67 bei Bruckner; Thurmstraße 63 bei Schöpfer; Beteranenstraße 22 bei Peterson; Bernauerstr. 72. Rigdorf: Bergstraße 7 bei Duscheck; Weißensee: Röhlke- und Die Beerdigung findet Sonntag, den 7. d. M., Mittags 122 Uhr, vom Charlottenburgerstraßen- Ecke bei Klebs; Friedrichsberg: Friedrich KarlTrauerhause Blumenstr. 38 aus nach straße 11 bei Heinicke; Rummelsburg: Türrschmidtstr 40 bei Hain. Werkstatt- Unregelmäßigkeiten wollen die Kollegen auf dem Georgen- Kirchhof, Landsberger Allee statt. Um zahlreiche Betheiligung folgenden Stellen anmelden: Arbeitsnachweis Wallstraße 7-8 und bei den aller Kollegen bittet Kollegen Sievert, Königsbergerstr. 19; Machies, Brizerstr. 34; Zeuge, Graudenzerstraße 4, v. 4 Tr.; Ulbricht, Eberswalderstr. 32; Georgi, Simeonstr. 22. Die Ortsverwaltung. Der Vorstand: J. A.: R. Weber, Sämmtliche Kollegen der Weber werden ersucht, sich bei der Beerdigung der Frau Henke am Sonntag, den hause Blumenstr. 38 nach dem Georgen7. Mai, Mittags 12%, Uhr, vom Trauertirchhof, Landsberger Allee, zahlDeutscher Buchbinder- Verband Panopticum. erbeten Sonntags Nachm. 2½ Uhr, reich zu betheiligen ee, recht 16( Verband der in Buchbindereien, der Papier- u. LedergalanterieIm Theater- Saal: Neu! Mittwochs Abends 81/2 Uhr im Institut. Alb. Fricke, Zanzlehrer, Adalbertstr. 53. Empfehle allen Genossen mein Schaufgeschäft. 40802* Auch ist ein Vereinszimmer zu vergeben. Der Garten ist eröffnet. Lebende Bilder.. Gnadt, Swinemünderstr. 120. Castan's Panopticum. Neu: Die Schrecken des Meeres. Neu: Bauern- Aufstand! Illusionistische Vorstellungen. Schreckenskammer. Irrgarten. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Neu! Die lustige Neu! Schwiegermutter. Komische Pantomime mit Ballet in 1 Aft. Ausgeführt v. d. PantomimenGesellschaft Diovanie, fowie Auftreten von 12 f. Berlin neuen Spezialitäten. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Entree 50 Pf. Moabiter Empfehle mein Weiß- u. Bairisch- Bier- Lotal. 212M J. V. W. Renner, Urbanstraße 26. Ein großes und ein kleines VereinsBimmer zu vergeben bei J. Kaluj cha, Tilsiterstraße, Ecte Straße 44a. Empfehle nach wie vor mein vergrößertes Lokal, franz. Billard 2c. Sem verehrten Publikum. Vorwärts, Volks- Zeitung, sowie andere Zeitungen liegen aus. M. Berndt, 87446 Allen Freunden und Bekannten die waaren- Industrie besch. Arbeiter n. Arbeiterinnen Deutschlands). Erste General- Versammlung traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, der Tischler 8789b Emil Fuhrmann am 3. Mai, Abends 11 Uhr, verstorben ist. Die Beerdigung findet Sonntag Vormittag 11 Uhr von der Zeichenhalle des Thomaskirchhofs aus statt. Frau Mathilde Fuhrmann. Ich mache hiermit bekannt, daß mein Mann, unser Vater Fritz Gläser am Sonntag Nachmittag 3 Uhr vom Trauerhause Buttmannstr. 2 nach dem Friedhof der Freireligiösen Gemeinde beerdigt wird. 3735b Familie Gläser. Daukjagung. Ich sage allen Denjenigen, welche [ 3596L meinem lieben Manne, dem Stuckateur Oranien- u. Alexandrinenstr.- Ecke. Ww. Boll, Wienerftr. 1 empfiehlt Weiß- u. Bairisch- Bierlokal. Vereinszimmer u. Winter- Kegelbahnen sind noch frei. 3839L der Verwaltungsstelle Berlin am 8. Mai, Abends 8 Uhr, Alte Jakobstraße 75. Tages Ordnung: 1. Wahlen. 2. Vorschläge von Personen für den Gauvorstand. 8. Verschiedenes. Aufnahme neuer Mitglieder. Beiträge für den alten Verein werden noch in allen Zahlstellen angenommen. Die Ausgabe der neuen Mitgliedsbücher erfolgt heute, am 6. Mai, bei Gründel, Dresdenerstr. 116, Abends von 8-10 Uhr im unteren Raum, sowie in obiger Versammlung. Die Ortsverwaltung. 120/1 Maurer! Mitglieder- Versammlung Otto Kohn, die lezte Ehre erwiesen des Zentralverbandes deutscher Maurer( Zahlstelle Berlin II) der Werkstatt des Herrn Jablonsky am Sonntag, den 7. Mai, Vormittags 101/2 hr, im Lokale des Herrn Hensel, Invalidenstrasse No. 1 a. Tagesordnung: haben, insbesondere dem Fachverein der Stuckateure, dem Gesangverein der Stuckateure, sowie den Kollegen meinen innigsten 87566 Frau Bertha Kohn, geb. Becker. Danksagung. 37876 Für die zahlreiche Betheiligung und erdigung meines lieben Mannes, unseres unvergeßlichen Vaters, Schneidermeister Am Sonntag, den 7. Mai 1893, in Joel's Festsälen", 1. Die wirthschaftlichen Krisen und deren Ursachen. Referent Stadtv. Mehner. 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches.- Bahlreiches Erscheinen ist 245/14 unbedingt nothwendig. Jeder Maurer hat Zutritt. Den Mitgliedern zur Kenntniß, daß die nächste regelmäßige MitgliederVersammlung nicht stattfindet. Die örtliche Verwaltung. Zimmer für Vereine die vielen Strangspenden bei der Beempfiehlt 40402* Wirthshaus zum Felsenkeller Louisen- Ufer 17. Vereinszimmer oder Bahlstelle( bis 40 Personen, sep. Ging.) zu vergeben beim Gen. Jacob, Boeckhstr. 5.[ 34676* allen Freunden und Bekannten, be Wilhelm Feiler, sagen wir hiermit sonders dem Rauchflub Portoriko" unseren besten Dant. Die trauernde Wittwe nebst Kindern. Achtung! 6. Wahlkreis. auch a. Zahlstelle zu Weimann's Volksgarten. Vereinszimmer verg. Naunguftr. 14. Gewinne von der Verloosung, Gesellschaftshaus. Otte's Eisschlößchen Alt- Moabit 80 und 81. Täglich: Plötzensee. Jeden Sonntag: Früh und Nach mittags- Freikouzert. Große Kaffee: Theater- und Spezialitäten- üche und 2 Stegelbahnen. Vorstellung, sowie Concert. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf., refervirter Plat 50 Pf. 4127L* Helmuth Peters. Bur Landpartie nach Birkenwerder a. d. Nordbahn Restaurant Schüßenhaus. Allen Freunden u. Genossen, nament 37496* Restaurant Ivert. Hohen- Neuendorf a. d. Nordb. 4 Min. vom Bahnhof, empfiehlt sein Lokal den geehrten Vereinen, Freunden und Genoſſen zu Landparthien. Großer Garten mit Regelbahn, großer Saal Piano Theaterbühne, Kaffeeküche 2c. welche auf folgende Nummern gefallen: Adhtung, Genossen! Andreasstraße 21: 1 3. Stiftungsfest, verbanden Maifeier des mit Interessenvereins der Buchdruderei- Hilfsarbeiter Berl. u. Umg. Um 9 Uhr: Festrede vom Genossen Stadtv. Fritz Zubeil. 127/5 11, 182, 186, 285, 415, 455, 464, 465, Entree: Herren 50 Pf., Damen 30 Pf. Anfang Abends 7 Uhr. 488, 514, 542, 559 598, 607, Billets find in allen mit Plakaten belegten und bekannten Stellen 353/8 8u haben. sind bei mir abzuholen. Der Vorstand und Das Komitee. Auch hat sich ein Stock und ein Regenschirm angefunden. G. Witzel, Gliſabethfirchstr. 18. Verein der Maschinisten u. Heizer Berlins. Verein der Lithographen, 250/12 Sonntag, den 7. Mai, Nachm. 7 Uhr, Neue Jakobstr. 24/25: Versammlung. Der Vorstand. Steindrucker u. Berufsgen. Simmelfahrtstag: Herrenpartie. Treffpunkt: Westend( Bahnhof) um 7½½ Uhr. Deutschlands( Filiale Berlin). Donnerstag, den 11. d. M.( Himmelfahrtstag): and 25eateroffer, Reflectie Herrenpartie Gesangverein Berliner Buchdrucker. lich den verehrten Bereinen bestens Noch frei Bitte freundlichst um Bebin ich die Pfingstfeiertage. 3742b nach Friedrichshagen. Donnerstag, den 11. Mai( Himmelfahrtstag): Die Kollegen werden ersucht, an der Herrenpartie nach Dahmsmühle- Birkenwerder. empfohlen. Große Kaffeeküche. Zwei verd. Regelbahnen. Große Halle mit rücksichtigung zum Vortrag meiner soz. selben sich zahlreich zu betheiligen, ganz Piano stehen zur Verfügung. Für Kouplets, sowie zur Weitwirkung in besonders ist der Gesangverein Sene 1. Speisen und Getränke zu soliden Theaterstücken. felder dazu eingeladen. Preisen ist gesorgt." Borw." liegt aus. R. Heise, Voltshumorist, Treffpunkt: Schlesischer Bahnhof N., Bionsfirchstraße 11, vorn 8 Tr., 73/4 Uhr, Abfahrt 8 Uhr 10 Minuten. Eingang vom Play. Die Verwaltung. Carl Hietzig, Gastwirth. Abfahrt: 7hr 30 Min. vom Nordbahnhof( Bernauerstr.). Bestellungen auf Mittagessen nimmt der Vorsitzende Fr. Meyer, Krautstraße 48a, bis Montag Abend entgegen. Die Mitglieder werden um zahlreiche Betheiligung ersucht. Gäste willkommen. Montag Abend 9 Uhr: Uebungsstunde. Der Vorstand. Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. 158/13 Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 106. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. Sonnabend. den 6. Mai 1893. 10. Jahrg. Ausschußßigungen wenigstens das Vertrauen in dem Herrn Reichs- auf die Zunahme der Schulden in den Einzelstaaten und fanzler zu erwecken und festigen, daß ich zu einer Gesinnung, wie in den Gemeinden, auf die wirthschaftliche Nothlage; in einem er sie hinter mir gesucht hat, nicht fähig bin. Denn wenn ich folchen Augenblicke eine solche Belastung ist unpolitisch im höchsten auch in der Sache in den Ausschußverhandlungen unerschütterlich Grade und unerträglich für die Bevölkerung. Wenn solche Be90. Sigung vom 5. Mai 1893. 12 Uhr. war, so glaube ich, wird mir die gesammte Vertretung der ver denken als Uebertreibung bezeichnet werden, dann ist seine Bes Am Tische des Bundesraths: Graf von Caprivi, bündeten Regierungen und der Heeresverwaltung das Zeugniß gründung, daß es sich um die Ehre, die Existenz, die Zukunft von Bötticher, von Marschall, von Kaltenborn, nicht verweigern können, daß ich es an Bethätigung ausgleichen- Deutschlands handelt, auch eine Uebertreibung. Ich begreife Hollmann, von der Planib, vom Haag. der Gerechtigkeit und aufrichtiger Vaterlandsliebe in diesen Ver- nicht, wie ein Staatsmann eine solche bedenkliche Aeußerung Die zweite Berathung des Gesetzentwurfs, betreffend die handlungen nicht habe fehlen lassen.( Beifall im Zentrum.) Die nicht blos vor uns, sondern auch vor dem Auslande machen Friedenspräsenz stärke des deutschen Heeres wird foct- meisten der Berichte, welche über diese Rede von mir durch die konnte. Solche Worte tönnen allerdings eine Versuchung für gesetzt mit der Berathung des§ 1 und der dazu gestellten An- Presse gegangen sind, waren in einer unerhörten und unglaub- unsere Gegner sein. Wenn eine andere Deckung der Ausgaben träge Althaus, Graf Preysing, von Huene und Wisser. lichen Weise entstellt worden. Ich fage das nicht von dem in Aussicht genommen wäre, dann würde vielleicht manches Abg. von Manteuffel( dk.): Ich will feine so lange Rede Berichte, den der Reichskanzler verlesen hat, aber von diesem anders liegen. Ich bleibe heute noch dabei, daß nicht bloß bei halten, wie gestern der erste Redner; ich meine, in dem Reichstag, Berichte tann ich feststellen, daß er mir bis heute morgen noch meinen Freunden, sondern auch in anderen Streifen die Meinung der so sehr die facies Hippocratica zeigt, lange Reden halten, nicht zu Gesicht gekommen ist, weder ehe er gedruckt wurde, noch verbreitet ist: Wenn man dem Volfe eine solche Mehrbelastung heißt nur die Todesqual verlängern. Die Rede des Herrn nachher. Was den angefochtenen Saz angeht, so hat derselbe so zumuthen wollte, dann müßte man vorher für eine Deckung Richter war nur auf die Wähler berechnet, sie war die Grund- gelautet: Selbst wenn alle Forderungen der verbündeten Re- forgen.( Bustimmung links und im Zentrum.) Der Reichskanzler lage für die Wahlflugblätter und für die Reden der freisinnigen gierungen in dieser Militärvorlage politisch und militärisch besprach davon, daß wir der sozialdemokratischen Jdee der Miliz Agitatoren. Herr Richter wundert sich über das Lob, welches rechtigter und voller begründet wären, so ist meiner Mei- vorarbeiteten. Die volle Durchführung der allgemeinen Wehrder Reichskanzler den Konservativen gespendet hat; die junter- nung nach der Fortbestand einer Partei wie das Zentrum, so pflicht ist der Grundgedanke aller Miliz; wir werden bei der lichen Konservativen wollten dem Volte doch nur neue Lasten wie es jetzt ist, für das Deutsche Reich immer noch wichtiger als weiteren Durchführung immer mehr auf die Verkürzung der auflegen und von ihrem 40 Millionen- Geschenk nichts opfern. Die Berechtigung der Militärvorlage!"( Großes Gelächter rechts.) Dienstzeit fonimen. Wir stehen auf dem Boden der Resolutionen Diese Fabel glauben selbst die Herren in Ostpreußen, die zu den Wenn die Regierung ihre Vorlage beffer begründet hätte, so halte Windthorst, die aber nicht mehr blos Resolutionen Windthorst Freifinnigen gehörten, nicht mehr. Der Unterschied zwischen dem ich das Bestehen einer Partei wie das Zentrum doch noch für wichtiger find, sondern Resolutionen dieses Deutschen Reichstages! 50er und 70er Spiritus allein ermöglicht es, daß östlich der als gerade diese Militärvorlage( Lachen rechts); das Bestehen( Sehr richtig! im Zentrum. Ruf rechts: Leider Gottes!) Elbe der ärmere Boden bewirthschaftet werden kann. Mögen dieser Partei liegt nicht im Interesse der Partei allein, sondern Die zweijährige Dienstzeit ist für Den geforderten sich die Herren, die so viel Ueberschuß an Intelligenz und auch im wohlverstandenen Interesse des Reiches. Wir ver- Preis für uns zu theuer. Ueber die Volksstimmung will ich nicht baarem Gelde haben, ein Gut östlich der Elbe kaufen und treten seit mehr als 20 Jahren im Reichsinteresse den Föderalismus; streiten; wir werden ja demnächst diese Volksstimmung zum Auses bewirthschaften; bei Ihrer Intelligenz werden Sie viel wir treten entgegen allen zentralistischen und cäsaristischen Ten- druck kommen sehen; Freiherr v. Stumm behauptete, daß viele leicht bessere Erfolge erzielen, aber ich glaube es noch nicht. denzen und glauben, daß dies der beste und einzige Hort der Gegner der Vorlage nur aus Rücksicht auf die Volksstimmung Wenn die Wahlen zu gunsten der Linken ausfallen, dann wird Monarchie in Deutschland ist.( Bustimmung im Zentrum.) Wir gegen die Vorlage sind, nach ihrer eigenen Ueberzeugung würden ja vielleicht das 40 Millionen- Geschenk beseitigt werden, aber ich vertreten ferner eine gesunde Sozialpolitik, die das Reich stärken fie auf feiten der Regierung stehen. Herr v. Stumm, ich bin bin überzeugt, daß dann auch nicht ein Nickel für die Ver- soll; denn wenn wir innerlich zusammenbrechen, haben wir auch Ihnen nicht dankbar für die Geringschätzung, die in diesen mehrung der Armee ausgegeben wird. Redner wendet sich dann nach außen weder Geltung noch Kraft.( Bustimmung im Zentrum). Worten liegt. Ich will darauf nicht antworten, wie es nahe gegen Bebel, der von Soldatenmißhandlungen gesprochen hat, die Diese unsere Bestrebungen wurzeln in dem Boden des positiven läge. Ich darf die Versicherung abgeben, daß, wenn wir uns aber nicht alle beglaubigt sind und bestreitet ferner, daß der Christenthums und der Gerechtigkeit, der lezten und einzigen vor dieser Voltsstimmung fürchteten, wir gern unsere Mandate Fleischkonsum abgenommen hat. In Sachsen sei er um 100 pCt. Grundlage der Reiche. Die Uebersetzung ins Deutsche, welche niederlegten. Wir stimmen so wie wir stimmen, aus eigenster gestiegen. Die Situation wird dadurch etwas verwunderlich, daß der Reichskanzler mit den Worten gegeben hat, ist, um einen Ueberzeugung, genau aus derselben eigenen Ueberzeugung, aus die Elfaß- Lothringer hier erschienen sind, sie, die so selten Gäste Ausdruck von ihm zu gebrauchen, eine wahrhaft akrobatische welcher Herr v. Stumm und seine Freunde für die Vorlage zu des Reichstags sind, um gegen die Vorlage zu stimmen, während Musterleistung. Wie kann er das eine Uebersetzung ins Deutsche stimmen in Anspruch nehmen. Ich hätte gewünscht, Herr doch ihre Heimath in erster Linie geschützt werden soll. Meine nennen; das ist das schlechteste Bismarckisch, das ich jemals v. Stumm hätte sich in diesem Augenblicke enthalten, unnöthige Freunde fürchten in der That die Auflösung des Reichstags gehört habe.( Widerspruch rechts; Zustimmung links und im Erbitterung in unsere dem Tode geweihten Reihen zu bringen. nicht; darin ist meine Fraktion in sich und mit den Wählern Zentrum.) Es handelte sich wohl nur um eine Wahlparole; ich Wir sind der Meinung, uns in Uebereinstimmung zu befinden einig. Dennoch sind wir bereit, den Antrag v. Huene anzu- habe aber keine Verpflichtung, meinen Patriotismus gegenüber mit denen, welche uns hierher gesandt haben. Sollten wir uns nehmen, weil wir die schwere Verantwortung, welche in der Ab- dem Reichskanzler zu vertheidigen. Wie weit ich auch hinter darin täuschen, niemand wird froher sein als wir, wenn wir der lehnung desselben oder der Vorlage liegt, nicht übernehmen wollen. allen Herren vom Bundesrathstische und von der rechten Seite Pflichten dieses Amtes ledig, demnächst zu Hause bleiben. Wenn Die Herren, welche gegen den Antrag Huene stimmen, sind über sonst zurückstehen mag, an Patriotismus werde ich mich nicht man sogar dazu übergegangen ist, wirklich mit Furcht auf uns die Auflösung auch nicht erfreut, aber sie stimmen leichten Herzens übertreffen lassen.( Lachen rechts.). Wenn wir uns wegen unseres einzuwirken, indem man im Nebelbilde den Konflikt ergegen den Antrag Huene. Ich beneide Sie nicht darum. Die Patriotismus verhöhnen, dann können wir ja zu den alten scheinen hieß, ja sogar vom Verfassungsbruch sprach, so habe Verantwortung hat Herr Richter auf die Regierung abzuschieben Bismarck'schen Allüren zurückkehren, dann nennen wir uns doch ich zu erklären, daß ich und meine Freunde es für ausgeschlossen versucht, aber mit Unrecht. Die Vorlage ist mit großer wieder Reichsfeinde, und dann kann der alte Tanz, den wir durch halten, in einem deutschen Parlamente von einem VerfassungsIntensität vertreten worden, so daß die Regierung vor die Reichskanzlerschaft des Grafen Caprivi für beendet hielten, bruch auch nur zu reden.( Lebhafte Zustimmung links und im dem folgenschweren Schritt der Auflösung nicht zurück- wieder beginnen, und der Reichstanzler kann dabei die erste Fackel Bentrum.) Wir stehen wie die Regierung auf dem Boden des schrecken fann, sie würde sonst die Achtung vor sich selbst, vor dem tragen. Wenn es wirklich einmal in Zukunft scheinen sollte, als unerschütterlichen Verfassungsrechts. Wer Unrecht von uns hat, Lande und vor dem Auslande verlieren.( Zustimmung rechts.) wenn der Patriotismus etwas schwächer würde, würde die das mag das Volk und Gott entscheiden.( Beifall im Zentrum.) Wir stehen noch auf dem Standpunkt der ersten Lesung, daß wir Reichsregierung und die preußische Regierung sich jedes Vor- Der Antrag des Grafen Preyfing bezweckt die Aufrechterhaltung die Einführung der zweijährigen Dienstzeit für bedenklich halten, wurfs entschlagen können? Kann man nicht eine Partei selbst der gegenwärtigen Friedenspräsenz und die Regelung der zweiweil in so furzer Zeit eine Ausbildung der Soldaten, namentlich bis zum Begehen eines Unrechtes reizen, wenn man sich mit ihr jährigen Dienstzeit, wie sie auch Herr v. Huene vorgeschlagen im Schießen faum durchzuführen ist. Da aber von einer drei auf den Standpunkt stellen zu wollen scheint: Blamir' mich nicht, hat. Wenn unsere Vorschläge in Betreff der Präsenz nicht anjährigen Dienstzeit eigentlich nicht mehr die Rede ist, da die mein Kind, und grüß' mich nicht Unter den Linden; wenn wir genommen werden, legen wir keinen Werth auf die weiteren Anstarten Beurlaubungen eine gewisse ungerechtigkeit mit sich nachher beim Bewilligen sind, dann wird sich alles finden! träge. Ich kann Ihnen nur überlassen zu thun, was Ihres bringen, was allerdings auf der Annahme der Resolution( Große Heiterkeit.) Was würde der Reichskanzler sagen, wenn Amtes ist; wir werden thun, was unseres Amtes ist.( Beifall Windthorst beruht, so wollen wir der Vorlage nicht widersprechen, wir ihm entgegenhalten wollten, es wäre ihm gleichgiltig, ob in im Zentrum.) weil sonst die Kosten auf Grundlage der dreijährigen Dienstzeit Berlin oder in München Christenthum oder Atheismus, der Reichskanzler Graf von Caprivi: Ich habe keine böse zu hoch werden würden. Die Konservativen werden aber, nach deutsche Kaiser oder Bebel regierte.( Widerspruch rechts.) Ich Absicht gegenüber dem Abg. Lieber gehabt, sondern eine gute dem die Regierung sich für den Antrag von Huene erklärt hat, fage das nicht, aber seine Ausführungen waren ebenso un- Absicht gegenüber dem Grafen Preyfing, weil es mir leid thut, für denselben stimmen, zumal er gewisse Vorzüge hat, berechtigt. In bezug auf die Militärvorlage selbst habe ich nur daß ich seinen Namen unter dem Antrag selje. Dem Zentrum namentlich weil die Verstärkung der Kavallerie beseitigt wird, weniges zu bemerken. Der Reichskanzler behauptete, es sei nichts gegenüber habe ich die Meinung immer gehabt, daß die Regiewas von nationalökonomischer Bedeutung ist; denn es ist für von dem widerlegt, was für die Militärvorlage vorgebracht sei. rung die Pflicht hat, allen Mitbürgern nicht nur zu ermöglichen, die Landwirthschaft nicht gleichgiltig, ob 6300 Pferde mehr Wir waren und sind nicht in der Nothwendigkeit, den direkten daß fie ihres Glaubens leben, sondern auch, daß sie mit Bedem Lande entzogen werden. Im übrigen darf man nicht Gegenbeweis zu führen, sondern wer behauptet, hat zu beweisen, hagen im Reiche weilen. Diese Ansicht habe ich auch heute noch, darauf rechnen, daß die Bedeutung der Kavallerie in einem zu- und wir haben in der Kommission nachgewiesen, daß die Be- ich werde sie auch aufrecht erhalten, auch wenn ich im Kampfe fünftigen Krieg eine geringere sein wird als bisher. Der Reichs- hauptungen nicht zwingend erwiesen sind. Ich bin einer mit Herrn Lieber sein würde; denn weder Herr Lieber ist die fanzler hat vorgestern erklärt, daß die Regierung, wenn der An- von denen gewesen, die jeder Zeit darauf gedrängt tatholische Kirche noch das ganze Zentrum.( Bustimmung rechts.) trag Huene nicht angenommen wird, sich nicht mehr daran ge haben, daß auch nicht die geringste Beschleunigung der Ich richte meine Angriffe lediglich gegen Herrn Lieber und gebunden halte. Das ist der Standpunkt der Konservativen. Berathung eintrete, um der Regierung Raum zu lassen, alle ihre seinen Antrag. Die Authentizität seiner Aschaffenburger Wenn ein Kompromiß nicht angenommen wird, dann stehen Gründe vorzubringen. Gerade das volle Ausschütten aller Be- Rede hat Herr Lieber in Abrede gestellt. Der Bericht ist augenbeide Seiten wieder frei da. Bei dem Urtheil des Reichskanzlers weisstücke hat mir und meinen politischen Freunden die Ueber- scheinlich ein stenographischer und seit dem 7. April hätte Herr die fonservative Partei entstand Heiterfeit lints", zeugung gefestigt, zwingend seien diese Beweismittel nicht, weil Lieber wohl Gelegenheit gehabt, die Sache richtig zu stellen. Er mie der stenographische Bericht meldet."( Lachen links.) fie diefelben waren, die bisher für alle Erhöhungen auf diesem setzt an stelle zweier Adjektiva deren Komparative. Was wird Lachen Sie denn immer, wenn der Reichskanzler ein gerechtes Gebiet vorgebracht sind und weil sie weit über das Geforderte aber dadurch anders? Es bleibt die Behauptung, daß die VorUrtheil abgiebt? Der Reichstanzler bat am 12. Dezember eine hinaus schlagen und ebenso hinter dem Geforderten zurückbleiben lage weniger berechtigt sei als das Zentrum, mit anderen Worten, Rede gegen die Konservativen gehalten, der ich scharf entgegen- föunten und weil auch nur der Antritt des Beweises dafür unter- die Gefahr mag für Deutschland noch so groß sein( denn das ist treten mußte. Ich entnehme aus der Rede des Reichsfanzlers blieben ist, daß die Annahme der Vorlage eine wirkliche Gewähr der Grund der Vorlage), die Fraktion wird in den Vordergrund vom 3. Mai, daß er sich überzeugt hat, daß die konservative für die Erreichung des gesteckten Zieles ist. Niemand hat die gestellt. Ich bin nicht im stande, der Aeußerung eine andere Partei nicht aus wirthschaftlichen Gründen dem Reiche das zur Gewähr dafür übernommen, daß die Russen niemals nach Berlin Deutung zu geben, als in meiner ersten Rede. Herr Lieber mag Vertheidigung Nothwendige versagt. Die Mißstimmung hat Herr fommen( Große Heiterkeit). Das ist doch aber behauptet worden. ein sehr patriotischer Mann sein, hier ist ihm etwas entschlüpft, Richter erflären wollen aus den Maßregeln der Regierung; fie Daß für die Webrfähigkeit des Reiches alles mögliche geschehen was nicht patriotisch ist.( Zustimmung rechts.) Daß das is entstanden aus dem wirthschaftlichen Niedergange, dem auch ist, beweist die Steigerung der Ausgaben für das Heer, welche in Bentrum eine Partei sein kann, die für das Reich von hohem der Bund der Landwirthe seinen Ursprung verdantt. Weil wir den letzten 14 Jahren um 62 pCt. gestiegen sind. Die legten Berthe fein kann, bestreite ich nicht; seine Jdeale können uns gewillt sind, jeden Konflikt zu vermeiden, werden wir alle Partei- zehn Jahre haben eine Vermehrung der Präsenzstärke in mehreren im Kampfe gegen die Sozialdemokratie besonders werthvoll sein. politik beiseite lassen und im Interesse des Vaterlandes für den Raten gebracht, wie sie jetzt auf einen Schlag verlangt wird. Es ist mir nur der Zweifel entstanden, werden diese Joeale auch Antrag v. Huene stimmen. Der Referent hatte unter dem Beifall Der Reichskanzler hat 1890 noch ausgeführt, daß wir es mehr wirklich verfolgt, oder treten an ihre Stelle mehr demokratische des Hauses ausgesprochen, das Ausland würde uns einig finden, auf gute Truppen als auf viele Truppen absehen müssen; er war Motive?( Lebhafte Zustimmung rechts.) Das würde für mich wenn wir angegriffen würden. Aber wenn wir erst dann einig also damals der schärfste Gegner seiner heutigen Vorlage. Des den Werth des Zentrums herabsetzen. Herr Lieber meint, wir sind, dann wird es zu spät sein. Wir müssen vorher einig sein, balb müssen wir auf unserm Laienverstande um so mehr bestehen, hätten teine zwingenden Motive beigebracht. Ausgenommen die um unsere Vertheidigung genügend vorzubereiten und den Sieg als der Reichskanzler, der vor furzem noch auf den letzten Mann Bahlen werden die Motive für eine Militärvorlage immer dies an unsere Fahnen zu fesseln; denn darauf allein kommt es an. bestand, der das weitgehende Entgegenkommen des Herrn v. Ben- selben sein, oder man müßte auf den Boden der Gegner ( Beifall rechts.) nigsen schroff zurückgewiesen hat, jetzt seine Bedenten wegen der des Militarismus treten, daß die Regierung solche Vorgegen die Grenzregimenter und wegen der lagen nur zum Vergnügen macht. Daß Herrn Lieber über Abg. Dr. Lieber( 3.): Ich muß es zurückweisen, daß Herr Kavallerie, v. Manteuffel denen, die die Vorlage ablehnen, den Vorwurf Artillerie, die er in der Kommission in so beweglicher Weise nusere Gründe zu viel oder zu wenig beweisen, scheint macht, fie nehmen leichten Herzens die Verantwortung dafür vorgetragen hat, in der Versenkung verschwinden läßt.( Sehr doch darauf hinzudeuten, daß wir uns auf der Diagonale zwischen auf sich. Kein Vorwurf ist unberechtigter und verletzender richtig! lints.) Unser Vertrauen in die überwältigende Buver dem Nothwendigen und dem Erreichbaren bewegt haben. Gine als diefer. Nicht leichten Herzens treffen wir die Entscheidung. lässigkeit der Gründe der Militärvorlage ist dadurch geschwächt. Garantie, daß die Russen nicht nach Berlin kommen, kann nie Der Reichskanzler hat mit einer gewissen Absicht davon ge- Der Reichskanzler glaubte wohl dem Zentrum einen schweren mand geben, ebenso wenig, wie ein Soldat garantiren kann, daß sprochen, daß der Antrag des Grafen Preyfing früher den Namen Schlag zu versetzen, als er den Antrag Huene als Wahlparole das Gefecht, in welches er geht, siegreich ist; je schwächer er ist, Lieber trug. Um jeder bösen Absicht die Spize abzubrechen, will ausgab. Der Reichskanzler hat sich selbst einen schweren Schlag desto weniger fann er die Garantie übernehmen. Die militäriich erklären, daß der Antrag im Auftrage aller meiner Freunde, versetzt. Er hat dem Kinde den rechten Namen gegeben. Wir schen Autoritäten sind in ihrem Ansehen bei Herrn Lieber erdie der Kommission angehörten, dort eingebracht worden ist; er werden gegen den Antrag Huene als gegen die Vorlage der verschüttert worden, weil wir zu verschiedenen Hilfsmitteln gegriffen trägt den Namen des Grafen Preyfing, weil dieser geehrte Herr bündeten Regierungen angehen. In einem Lande, wo der Parlas haben; wir haben das nur sehr ungern gethan. Ich habe die zur Zeit der Einbringung Vorsitzender der Fraktion war. Der mentarismus nicht herrscht und nicht herrschen soll, ist es falsch, Regierungsforderung bis auf den legten Mann vertheidigt, ich Reichs fanzler hat eine Aeußerung von mir nach einem Beitungs- die Sache, der Regierung an den Namen eines, wenn auch hoch habe die Anträge Lieber, Bennigsen und Richter bekämpft, weil bericht verlesen und dieselbe dahin ausgelegt: es ist mir ganz verdienten Parteiführers zu fesseln. Die militärischen Gesichts- dabei der Zweck der Vorlage verfehlt würde; in einem solchen egal, ob die Russen in Berlin und die Franzosen in München punkte sind nicht die einzigen, wegen deren wir die Vorlage abs Falle ist Ersparniß Verschwendung. Die Militärverwaltung stehen, wenn nur die Zentrumspartei noch existirt. Ich will dem lehnen. Der ziffermäßigen Einzelheiten enthalte ich mich; dar- wird das Vertrauen des Herrn Lieber wohl nicht so leicht wieder Redner nicht zu nahe treten, vielleicht wird er aber später in der über haben die Kommissionsverhandlungen abgeschlossen. Wir gewinnen; denn sie wird immer so verfahren müssen, wenn sie Lage sein, mir den Kern von Patriotismus, der in der Aeuße betrachten die Vorlage auch aus dem volkswirthschaftlichen Ge- der Gefahr vorbeugen will. Daß ich von der Ehre, dem Dasein rung etwa liegen könnte, herauszuschälen. Mir ist es nicht mög- sichtspunkte; darüber habe ich in der ersten Lesung bereits mich und der Zukunft Deutschlands gesprochen habe, foll eine Ueberlich gewesen, ihn zu finden." Gewiß ein Angriff, wie er faum ausgesprochen. Wenn der Reichskanzler gemeint hat, wo steckt treibung sein. Wir haben uns vergeblich bemüht, Herrn Lieber schwerer gedacht werden fann und zugleich eine Aufforderung, der Militarismus in der Vorlage, sie sei auf das mindeste Maß die Gefahr zu beweisen, in welcher wir uns befinden; er glaubt wie sie faum herzlicher verlangt werden kann! Ich wundere mich, zugeschnitten, so kann ich nur sagen: wenn man auch nebenan uns nicht; aber er sollte doch nicht, wenn wir aus voller Ueber daß der Reichskanzler zu dieser Auffassung der von ihm verlesenen( im Herrenhause) und am Dönhoffplaze preußische Politik treibt, geugung so sprechen, das als Uebertreibung bezeichnen. Ein Mi Worte gekommen ist, nachdem er kurz vorher im Ausschusse über so verlangen wir, daß hier deutsche Politik getrieben wird. litarismus besteht überhaupt nicht, deshalb ist es auch unmöglich, meinen damaligen Antrag selbst das Urtheil abgab, der Antrag Deutschland wird sich nur schwer zu dem erziehen lassen, was daß wir das Volt zum Militarismus erziehen wollen. Wie soll negirt auch die Motive der Vorlage, die Gefahr für Deutsch- man den preußischen Militarismus nennt. In bezug eine Militärvorlage anders vertheidigt werden als durch Darland, und sei daher unannehmbar. Ich hatte in der That ge- auf die volkswirthschaftliche Seite habe ich hinzu legung der Schwäche der bestehenden Verhältnisse? In Rußland glaubt, durch mein gutes Verhalten während der langwierigen weisen auf das riesige Anwachsen der Reichsschulden, kann I die Armee stillschweigend vermehrt werden, aber Abg. Winterer( Elsasser): Wir wollten eigentlich nicht das Wort ergreifen; nachdem aber Herr v. Manteuffel uns angegriffen hat, müssen wir uns dagegen verwahren, daß uns Motive untergeschoben werden, welche wir nicht ausgesprochen haben. Wir find immer hier gewesen, wenn allgemeine Fragen uns hergerufen haben; wir haben bei der sozialpolitischen Gesetzgebung mitgewirkt. Wir sind von feiner politischen Partei dieses Hauses hierher berufen; wir sind für unsere Abstimmung verantwortlich unserm eigenen Gewissen und unseren Wählern. Wir werden, wie ich hoffe, mit der Mehrheit des Hauses stimmen. ( Heiterfeit.) in einem parlamentarisch regierten Staate müssen die gesetz werden wir noch Jahre lang zu leben haben, denn an eine Ver-| lebten, würde die Borlage nicht an uns herangetreten fein; ich gebenden Körperschaften überzeugt werden, und das geht nicht besserung unseres Parteilebens ist vorläufig nicht zu denten; fann den Reichskanzler nicht anders verstehen, als daß immerfort anders, als dadurch, daß man die Dinge offen darlegt. Wir denn es werden ja immer Interessengruppirungen geschaffen und aufgelöst werden soll, bis die Wünsche der Regierung erfült find dabei etwas weiter gedrängt worden, weil man unseren Ver- in der Wahlbewegung könnten noch neue Gruppirungen ent- fein werden. Die Mehrheit des aufgelösten Reichstags wird ficherungen nicht glaubte. Wenn ich wieder eine Vorlage gegen stehen, welche die bestehenden Parteien schwächen. Es giebt ja aber mit gutem Gewissen den Handschuh aufnehmen, und die Herrn Lieber zu vertreten hätte, was ich nicht wünsche, so will wohl noch Leute, welche glauben, daß das Wesen des große Mehrheit der Wähler, namentlich in Süddeutschland, wird ich nur bitten, daß er den Autoritäten etwas mehr vertraut. Patriotismus in der Partei aufgeht; ihnen mag es ein ungeheuer- auf ihrer Seite stehen.( Beifall links.) Daß wir die Deckung erst beschaffen, entspricht nicht dem par- licher Gedanke sein, daß die bestehenden Parteien verschwinden Abg. v. Komierowski( Pole): Die Polen haben bereits in lamentarischen Brauche; erst muß das Bedürfniß nachgewiesen sollen. Im Leben eines großen Boltes sind die Parteien immer der ersten Lesung erklärt, daß sie eine Verständigung über die und dann die Deckung versucht werden. Der Antrag des Grafen nur vorübergehende Gristenzen gewesen. Die Polititer, die ihr Vorlage wünschten. Sie sind diesem Bestreben treu geblieben, Preyfing würde die Armee nicht stärken, sondern schwächen; er Partei- Interesse höher stellten, als die Interessen der Nation, weil sie als Polen den Patriotismus deutscher Männer verstehen. würde den aktiven Dienststand und den Beurlaubtenstand und waren die ersten, die von der Bildfläche verschwanden.( Zustimmung.) Sie werden für den Antrag v. Huene eintreten.( Beifall rechts.) das Zahlenverhältnis zwischen beiden verschlechtern; er würde Ich hoffe, daß unsere Zustände sich noch einmal beffern werden, wir sind beshalb angegriffen worden in der uns feindden Uebergang zur Mobilmachung verlängern und dadurch die daß die Leiter der Parteien die Pflicht empfinden, hierzu mitlichen Preffe; das ist nicht verwunderlich, verwunderlich Zeit verlängern, in der Deutschland bei Ausbruch eines Krieges zuwirken. So gefund ist unser deutsches Volt noch, wie jedes ist aber, daß wir auch von der befreundeten Presse angegriffen im wesentlichen wehrlos ist. Ich habe manche Kritik und manchen andere Volk der Welt. Der Deutsche ordnet sich nicht leicht werden; so von der Germania", welche von dem unfittlichen Zadel ausgehalten, ich habe das hingenommen wie schlechtes unter, er wechselt in feinen Auffassungen je nachdem die Um- Fraftionszwang spricht. Bei uns gilt der ideale Saz: Alle für Wetter; aber mich dem Tadel auszusehen, daß ich einer Vorlage stände sich ändern. Diese Erscheinung würde nicht so deutlich einen und einer für alle! Da der Angriff von der befreundeten das Wort geredet hätte, von der ich überzeugt bin, sie schädigt hervortreten, wenn der wirthschaftliche Niedergang nicht ge Seite fommt, wollen wir ihn vergeben; wir bedauern die Nerven Deutschland- diefen Tadel möchte ich auf das entschiedenste zurück- tommen wäre. Diese Mißstimmung wurzelt in der pessimistischen schwäche und freuen uns, daß wir von dieser Nervosität frei sind. weisen. Ich würde als Staatsmann und als Soldat gewiffen los Philofophie Schopenhauer's und Hartmann's und des genialen,( Bustimmung rechts.) Redner führt aus, daß die Ostgrenze nicht und pflichtvergessen handeln, wenn ich nicht meine ganze Krait aber geistig überfpannten Nietzsche, der für die kleine Bahl von genügend geschützt fei gegen einen feindlichen Angriff, so daß die einfegte für das, was ich im Interesse des Deutschen Reiches Uebermenschen alles opfern will, was an Idealen vorhanden ist. Heeresmacht gestärkt werden müsse, um einem feindlichen Einfall für nothwendig halte. Der Antrag des Grafen Preyfing liegt in Ein Mann mit solchen überaristokratischen Anschauungen hat in zuvorzukommen. Wenn die Polen auch mit dem System der anderer Richtung; ich würde pflichtvergessen handeln, wenn ich der Beit des allgemeinen Stimmrechts Anhänger gefunden bis preußischen Regierung nicht einverstanden sein könnten, so wollten ihn nicht bekämpfte( Beifall). in die Reihen der Radikalen und Sozialdemokraten. Das ist sie den Konflikt doch nicht übertragen auf ihr Verhältniß zu den Abg. v. Bennigfen: Meine Freunde werden ausnahms- die Unterlage für die Mißstimmung. Die Vertreter der Nation verbündeten Regierungen. Sollte die Vorlage abgelehnt werden, Ios für den Antrag v. Huene stimmen. Wir geben die sollten für die Heilung solcher Schäden sorgen, die Jdeale müssen so werden wir den weiteren Dingen mit Ruhe entgegen sehen. Hoffnung nicht auf, daß derselbe doch noch angenommen wieder belebt werden. In allen großen Fragen müssen wir Sollte sie angenommen werden, so werden wir uns freuen, das werden wird. Wenn tein solcher solcher Antrag Antrag vorgelegen fagen: in erster Linie das Waterland, dann die Partei und dann unserige dazu beigetragen zu baben. hätte, dann würde ein Theil meiner Freunde für die ursprüng- ich selbst, dann wird eine größere Wirksamkeit für das Vaterland. Abg von der Decken( Welfe), führt aus, daß seine Freunde liche Regierungsvorlage gestimmt haben.( Hört! Hört! im hervortreten. Wenn wir hier auf dem Gebiet des Militärwesens immer für die zweijährige Dienstzeit eingetreten feien, aber nur, Zentrum.) Die Erläuterung des Reichskanzlers, daß er sich auf einen Kampf- ich sage nicht Konflikt heraufbeschwören um eine Entlastung des Volkes herbeizuführen, nicht eine neue den Antrag Huen beschränken würde, war ganz richtig für den wollen mit der bewährten Militärverwaltung, dann wird Belastung, wie die Vorlage es wolle. Die politische Situation bevorstehenden Wahltampf. Die Regierung thut gut, nur das das Parlament nicht einen raschen Sieg erringen fönnen. fei feit 1890 nicht verändert, deshalb sei auch eine so gewaltige jenige aufrecht zu erhalten, was sie für die Sicherheit des Vater Wenn ein Parlament einer Regierung gegenübersteht, Steigerung der Militärlast nicht nothwendig, zumal das Bündniß fandes für unbedingt nothwendig bält. Ich für meine Person welche uns versichert, daß die Umänderung der Heeresverfassung mit Desterreich bestehen bleibe, weil Deutschland Desterreich nicht hätte allerdings geglaubt, daß die Regierungen mit ihren Forde eine Lebensfrage in; wo wird gegenüber der Autorität des entbehren fönne und umgekehrt. Wenn die Welfen die Vorlage rungen noch weiter hätten zurückgehen können, indessen bescheide militärischen Wissens auf die Dauer der Sieg bleiben? Wird ablehnten, so thäten sie das in gewissenhafter Erfüllung ihrer ich mich nach der Erklärung des Reichstanzlers, daß er die Ver- die Bevölkerung bei den wiederholten Wahlen wiederholt die Pflicht. antwortung für eine weitere Reduktion nicht übernehmen könne. Vorlage der Militärverwaltung verwerfen? Wenn während eines Mein Antrag follte eine Verständigung anbahnen; ich bedauere, Stampfes die politische Situation ungünstiger werden sollte, wenn daß er fein Entgegenkommen gefunden hat, vielleicht wären wir die Sorge um die Kriegsgefahr noch dazu käme, dann würde damit weiter gekommen. Wir geben jetzt dem In- und Auslande jeder Wohlstand zusammenbrechen. Mögen Sie den Kampf mit feit sechs Monaten das unerfreuliche Schauspiel, daß wir über der Regierung führen auf welchem Gebiet Sie wollen, auf diesem eine Lebensfrage der Nation, die für nothwendig erklärte Ber Gebiet müßte man, soweit man es mit seinem Gewissen vereinstärkung der Armee, teine Verständigung finden können. Ab- baren kann, den Kampf vermeiden. Nachdem die Regierung fo gesehen von den Zahlen verdient die Vorlage die Zustimmung der weit nachgegeben hat( Heiterkeit links), müssen wir die Verein Nation, denn die vorgeschlagene Reform: Durchführung der all- barung suchen und finden, und zwar möglichst schon in diesem gemeinen Dienstpflicht auf Grundlage der zweijährigen Dienstzeit, ist Reichstag. Da müßte jeder sagen zu seinen Wählern: So handle eine gute. Die zweijährige Dienstzeit ist seit langer Zeit gefordert ich nach meiner Ueberzeugung in einer schweren verantwortlichen worden. Um so erstaunlicher war die Kritik der Vorlage. Die Lage und wenn Ihr mit mir nicht übereinstimmt, dann wählt zweijährige Dienstzeit, hieß es, mag ganz schön sein, aber wenn einen anderen; alle sind wir verantwortlich, daß hier nicht ein wir nicht die Mittel zu ihrer Durchführung haben, dann wollen Kampf ausbricht, der das Ansehen des Landes und der Re: wir lieber die dreijährige Dienstzeit behalten. Es ist die alte gierung schwächen muß. Davor unser Volt zu bewahren und Geschichte: gewisse Ziele werden theoretisch aufgestellt, und wenn im Volte den Gedanken, daß dies das höchste Gut ist, ohne es zur Ausführung kommt, dann erhebt man Bebenken. Das ist Rücksicht auf Partei und eigenen Vortheil für das Vaterland noch ein Ueberbleibsel aus der Kleinstaaterei, wo man fich zu das Legte einzusehen, zu pflegen, das laffen Sie unsere Aufgabe wenig gewöbute, große Fragen von großen Gesichtspunkten zu sein!( Lebhafter Beifall.) behandeln. Vom Parteistandpunkt aus lassen sich große Re- Abg. Payer( Demokrat): Es wäre eine Jronie des Schickformen überhaupt nicht durchführen. Ein falscher Idealismus fals, wenn dieser Reichstag, der erste, der eine fünfjährige die damit beginnende Bauthätigkeit erweckt auch in den Herzen Proletarier Elend. Das Herannahen des Frühlings und hat feit 1848 manche Reform verhindert, und es ist hohe Beit, Legislaturperiode hat, gerade an dem Tage aufgelöst würde, anderer wieder freudige Hoffnungen, welchen es die Beschaffenheit daß man sich nach dem Beispiel Englands auf große Aufgaben welchem er vor drei Jahren zum ersten Mal zusammentrat. vereinigt. An einer Auflösung des Reichstages und einer Neu- Meine Partei nimmt auch für sich in Anspruch, nach ihrer vollen ihrer Beschäftigungsweise auferlegt, während der Wintermonate wahl hat eigentlich niemand ein Interesse( Lebaster Widerspruch Ueberzeugung und im Interesse des Baterlandes in erster Linie unfreiwillig zu streiken.- Freudige Hoffnungen! Denn nun tints), abgesehen von den Sozialdemokraten. Es würde un zu handeln. Herr v. Stumm hat beinahe wörtlich uns den Vor- muß sich alles, alles wenden. Arbeit wird es nun überall geben, erwünscht sein, in diesem Augenblick in eine Wahlbewegung ein- wurf gemacht, daß wir durch die Ablehnung der Vorlage den und wer solche ernstlich sucht, findet auch gewiß welche; ein zutreten; diese Ansicht wird im Reichstage wohl allgemein ge- Feind ins Land rufen. Herr v. Stumm ist ein Mann des Grundsatz aller derjenigen, welche nie Arbeit zu suchen getheilt. Wie weit Unruhe und Mißstimmung herrscht und woher raschen Wortes; deshalb hat die Aeußerung feinen großen Ein- nöthigt waren. Ein solcher Arbeitsuchender war es, welcher ansie kommt, kann man in einer kurzen Barlamentsrede nicht ausdruck gemacht. Die Darstellung des Herrn v. Bennigsen von der fangs dieser Woche in Groß- Lichterfelde vor den Augen eines einandersetzen. Wesentlich einwirkend ist der Rückgang der wirth politischen Situation fann wohl nicht dazu dienen, das Ansehen Bassanten plößlich auf dem Straßenpflaster hinstürzte und mit schaftlichen Verhältniffe in den letzten Jahren. Ich bin überzeugt, Deutschlands nach außen hin zu erhöhen und das Ansehen des Schaum vor dem Munde regungslos liegen blieb. Erschreckt hinzudaß im Moment in der deutschen Bevölkerung das Verständniß Reichstags wird dadurch auch nicht verbessert. Diese pessi eilende Maurer glaubten es mit einem von Krämpfen Befallenen zu für den Werth der Vorlage wesentlich im Wachsen ist, nament mistische Befürchtung für den Fall der Ablehnung theilen wir thun zu haben und schaften den leblosen in ein Haus. Hier zur lich seit dem die verbündeten Regierungen von ihrer Vorlage durchaus nicht. Daß die Annahme der Vorlage irgend welche Besinnung gebracht und gestärkt, ging aus seiner Erzählung und etwas abgelassen haben.( Widerspruch links.) Das ist aus Zu- Sicherheit bringt, kann ich nicht annehmen. Sicher scheint mir seinen Papieren hervor, daß er der Drehorgelspieler Friedrich schriften und Versammlungen, aus mündlichen Besprechungen und nur, daß wir weitere Militärvorlagen zu erwarten haben werden IJsbrand, Prenzlauer Allee 164 wohnhaft war. so weiter genügend klar geworden. In vielen Theilen Deutsch- und zwar schon in allernächster Zeit, denn die Neu- Organisationen Leidens am Fuße wegen hatte er längere Zeit in einem Krankenlands ist allerdings eine entgegengesetzte Auffassung vorhanden, find nur die Anfänge, die sich sehr bald auswachsen werden. Die hause zugebracht und während dieser Zeit hatte, um das Unglück so daß es für die politische Entwickelung besser sein würde, wenn Wahlagitation wird schöne Blüthen treiben, aber was 1887 fich voll zu machen, seine Frau eine ver rühte Niederkunft geein Kampf vermieden werden könnte. Wenn Herr Lieber es in ereignet hat, wird wirksam nicht wiederholt werden können. Die habt und ein todtes Kind geboren. Wegen einer Schuld von 5 M. war ihm seine Drehorgel gepfändet worden und er hatte Abrede gestellt hat, daß viele Abgeordnete nur mit Rücksicht auf Nationalliberalen sind damals sehr fleißig gewesen. 1887 ging nach seiner Entlassung aus dem Krankenhause sich zu Fuß nach die Wähler gegen die Vorlage stimmen, so berufe ich mich auf nicht blos die Militärvorlage durch, sondern auch der die Unterhaltung hier im Hause in früherer Zeit.( Sehr richtig!) Kartell Reichstag, unter dessen segensreicher Thätigkeit das Potsdam begeben, woselbst er eine Schwester wohnhaft glaubte, welche ihm zur Wiedererlangung seiner Drehorgel Geld geben Man fragt jetzt, wo eigentlich die Erleichterungen der Vorlage deutsche Volt noch lange zu seufzen haben wird.( Sehr Diese Schwester hatte er aber nicht auf stecken, denn wenn drei Mann zwei Jahre dienen müssen, so it richtig! lints.) Der Respekt vor den militärischen Autori- sollte. das daffelbe als wenn zwei Mann drei Jahre dienen. Früher täten hat auch seine Grenzen. Die Berechnungen der hat uns das aber nicht in unserem Bestreben nach der zwei- Militärs find vielleicht nicht alle widerlegt worden, aber das ist jährigen Dienstzeit aufgehalten, man erkannte in diefer Maß- auch gar nicht Aufgabe der Parlamentarier. Die Laien find regel eben eine ausgleichende Gerechtigkeit. Für die Regierung ftets für die Einführung der zweijährigen Dienstzeit eingetreten ist die zweijährige Dienstzeit nicht der einzige Zweck, sondern die und ohne ihre Thätigkeit würde die Frage nicht so weit gediehen Berstärkung der Armee, welche auf anderem Wege unerschwing: sein. Wen hat denn die Regierung mit ihren Ausführungen Trauring hatte er sich nicht trennen wollen. Eine von Hausliche Kosten verursachen würde. Wegen des Krieges nach zwei überhaupt überzeugt in der Kommiffion? Doch nur eine geringe bewohnern und Arbeitern vorgenommene Geldsammlung ergab Fronten hat man auf unsere Bundesgenossen und unsere Dpilomatie Anzahl von Personen. Niemand stimmt für die Vorlage, weil einen namhaften Betrag, welcher den Unglücklichen in den Stand perwiesen. Aber es ist nachgewiesen, daß wir unseren Nachbarn er überzeugt wäre von ihrer Nothwendigkeit; die Konservativen Darauf wird die weitere Berathung bis Sonnabend 11 Uhr vertagt. Vorher Abstimmung über die Giltigkeit der Wahl des Abg. v. Reden. Tokales. Eines übelen zufinden vermocht und sich daher, ohne jegliche Mittel und mit leerem Magen, wieder auf den Heimweg gemacht. So war er nach Lichterfelde gekommen, irgend welche Beschäftigung fand er nicht; niemand hätte auch dem bleichen, entfräfteten Manne Arbeit gegeben und den scheuen Versuch zu betteln hatte. er gemacht, aber nicht auszuführen vermocht, auch von seinem im Osten und Westen gegenüber, wenn sie einzeln stehen, und Anhänger der dreijährigen Dienstzeit und die Anderen, setzen wird, seine Orgel wieder einzulösen. Wenn dieser Unglüdnicht ganz gewachsen sind. Rußland gegenüber fommen uns die welche jetzt für den Antrag v. Huene stimmen, würden für die liche sich die Frage vorlegt: ob es denn in der That in dieser natürlichen Verhältnisse etwas zu gute, aber Frankreich hat die Vorlage selbst nicht stimmen, weil sie ihnen zu weit geht. Be- besten der Welten Arme und Reiche, das heißt hungernde und größten Anstrengungen gemacht und ist vorausgekommen. Die sonders bedenklich ist die Deckungsfrage; so lange wir nicht die übersättigte Menschen geben muß und er zu einem negativen Borlage bezweckt, daß wir den Franzosen überlegen werden. Die Sicherheit haben, daß die Ausgaben nicht in belastender und Resultat kommt, waren es dann Hezer und Verführer, welche Franzosen haben die größten Anstrengungen gemacht, troßdem sie schädlicher Form aufgebracht werden, werden wir die Borlage ihn den„ Umstürzlern" in die Arme trieben? jezt vor einem Defizit stehen, wie wir es nicht fennen; Frank: nicht annehmen fönnen. Denn wenn der Mittelstand zum Pro- Eine Eisenbahnfahrt in der vierten Wagenklaffe gehört reich's Verschuldung ist eine viel größere als die unferige, weil letariat herabgesunken ist, so ist daran schuld zum größten Theil bekanntlich schon unter normalen Umständen nur zu den sounsere Schulden durch produktiven Besitz ausgeglichen werden. Die verfehlte Steuer- und Militärpolitik. Die Misstimmung soll genannten Genüssen. Man sollte nun denken, daß den Reisenden Wir besigen an Bevölkerung 14 Millionen mehr als Frankreich, herrühren von dem Mangel an Selbstverleugnung. Der Mittel- der vierten Klasse der Aufenthalt im Waggon nicht noch unda können wir nicht sagen, daß wir an der Grenze unserer stand hat Selbstverleugnung genug geübt, wenn bei ihm Miß- bequemer gemacht würde, als er so wie so schon ist. Wir sind Leistungsfähigkeit angekommen sind. Wenn im Reichstage große Stimmung vorhanden ist, so liegt das daran, daß es ihm schwer jedoch eines anderen belehrt worden. Einer unserer Leser, der Parteien oder gar eine Mehrheit des Reichstages fich findet, wird, seine Selbständigkeit zu bewahren. Würden die Steuer- häufig den Ostbahnzug benutzt, theilt uns mit, daß vor allem des welche das Uebergewicht Deutschlands über die Franzosen nicht vorlagen angenommen, so würde die Mißstimmung sich sehr Sonnabends die Wagen vierter Klasse des um 7 Uhr Abends zur Geltung bringen wollen, dann werden die Franzosen die erheblich vermehren. Wir müssen uns auch dagegen verwahren, vom Schlesischen Bahnhof abgehenden Zuges in wahrhaft unEmpfindung nicht haben, daß wir entschlossen sind, das den daß untaugliche Personen zum Dienst genommen werden, daß erträglicher Weise überfüllt werden. Es sei nichts neues, daß Franzosen 1870 Abgenommene bis auf das Aeußerste zu ver- Fehler, welche früher untauglich machten, zu Schönheitsfehlern statt der zulässigen 34 Personen oft deren 50 in einen Wagen theidigen.( Zustimmung.) Die Franzosen werden niemals ver- gestempelt werden. Die neue Aushebungsmethode hat gute gepackt würden, sogar auf den Plattformen stünden dann gessen, daß wir ihnen Elfaß- Lothringen abgenommen haben, sie Früchte auf dem Papier gebracht, es ist aber nur gut, daß diese Passagiere. Beschwerden schienen nichts zu nüßen. Einen würden niemals die Siege von Sedan, Metz und Paris ver- Tauglichen nicht uns hier vorgestellt zu werden brauchen. Arbeiter, der sich geweigert habe, ein derart überfülltes Koupee gessen, diese Siege, die niemals erlebt sind seit den babylonischen( Heiterkeit.) Welche Mehrbelastung der Familien wird eintreten zu betreten, fei von dem dienstthuenden Beamten einfach geund affyrischen Siegen, welche ganze Völker unterjochten.( Buruf durch die Vermehrung der eingezogenen Mannschaften. Die Re- antwortet worden:" Dann werden Sie überhaupt nicht beLiebknecht's: Jena Jena, wo die preußische Armee allerdings gierung mußte den Widerstand voraussehen, welcher jetzt der fördert!" Der Ansicht unseres Gewährsmannes nach müſſe man, von dem größten Feldherrn des Jahrhunderts geschlagen wurde, Vorlage entgegentritt. Die Mehrheiten waren früher vorhanden, wenn man feinen Sonderzug einstellen wolle, mindestens 6 Wagen tann doch nicht verglichen werden mit diesen Siegen, um der Regierung entgegenzutreten, aber die Mehrheiten traten vierter Klasse dem Zuge anhängen. Uns düntt, daß ganz ab infolge deren eine ganze Völkerwanderung von gefangenen der Regierung nicht entgegen. Die Mehrheit gegen die Vorlage gesehen von der Rücksicht auf die so wie so in der vierten Klaffe Generalen und Soldaten nach Deutschland gebracht wurden. war vorhanden im Reichstage und zwar urkundlich bescheinigt gar nicht vorhandene Bequemlichkeit schon sanitäre Gründe die ( Bustimmung.) Einem solchen Gegner gegenüber darf man nicht in dem Beschluß von 1890. Eine Freude hat kein Mensch an Eisenbahnverwaltung veranlassen sollten, eine Ueberfüllung der unterlassen, seine Ueberlegenheit vollständig zur Geltung zu der Auflösung, außer den Sozialdemokraten, den geborenen Agi- Wagen aufs strengste zu vermeiden. Welche schlimmen Folgen bringen. Ich muß bedauern, daß die Parlamente die Be- tatoren. Aber wir sind hierher geschickt worden, um neue ein derartiger Uebelstand namentlich in den heißen Sommerdeutung, die ihnen zukommen sollte, nicht vollständig aufrecht Steuern zu verhindern, man erwartet von uns mehr Wider- monaten mit fich bringen kann, braucht nicht erst näher aus. erhalten haben. Dazu hat beigetragen die Bersplitterung der standskraft als von früheren Reichstagen( Zustimmung links). einandergesetzt zu werden. Parteien. Eine Körperschaft wie der Deutsche Reichstag müßte Der Reichstanzler sieht in seiner Vorlage den doch einen nachhaltigen Willen haben.( Sehr richtig! links.) tarismus nicht, weil er vor Lauter Bäumen den Wald Eigenartige Verhältnisse herrschen in dem Vorort SüdendeDieser nachhaltige Wille besteht nicht in dem Willen der einzel- nicht sieht. Vorlage spricht ein foldati- Lantwig in bezug auf die Bestellung von Postsendungen. Gin nen Parteien, sondern er besteht darin, daß eine nachhaltige fcher, eigenwilliger, einseitiger Geist, ben die Bevölkerung Theil des weit ausgedehnten Ortes grenzt an Lichterfelde und Mehrheit vorhanden ist, welche der Regierung gegenübertritt. Wo nicht zu tragen gewillt ist.( Buftimmung links.) In bezug auf wird auch von den dortigen Bostämtern versorgt. Trifft es sich ist eine solche feste Mehrheit? Es giebt Mehrheiten von heute alle unsere Wünsche bezüglich der Militärverwaltung, in bezug nun, daß ein Bewohner von Lanfwiß, der zu dem Lichterfelder auf morgen; es giebt drei Mehrbeiten, aber welchen Bestand auf das Gerichtsverfahren u. s. w. find wir abgewiesen oder Bestellbezirk gehört, eine nach Lantwit adrefsirte Sendung er haben sie, welchen einheitlichen Willen? Kann daraus eine dilatorisch behandelt worden. In bezug auf die zweijährige halten soll, so geht diese zunächst nach Südende, von dort aber große Störperschaft Kraft entnehmen für eine dauernde Haltung?! Dienstzeit tommt man uns entgegen, aber man verlangt einen mit dem entsprechenden Vermerk nach Berlin zurück und von hier Ginem solchen Konglomerat verschiedener Parteigruppen gegen: Kaufpreis, den zu bezahlen das Bolt und der Reichstag sich erst wieder nach Lichterfelde. Solche Verspätungen aber werden über wird die Regierung immer das Uebergewicht haben. Damit weigert. Wenn wir in einem wirklich fonftitutionellen Staate schwer empfunden. Aus der Mili Gegen den Parteigenoffen, Buchdrucker Johannes Kohlmann, ist das Hauptverfahren in der Liederbuch- Affäre eröffnet worden. Die Hauptverhandlung findet am 1. Juni vor der Straffammer IV. des Königl. Landgerichts I statt. Die Alexanderkaserne", welche von der Alexanderstraße bis zur Hirtenstraße durchgeht, stößt in letterer Straße an das Grundstück Nummer 20. Der Hof dieſes Grundstückes ist nach der Kaserne offen, so daß es den Bewohnern der oberen Stod werfe möglich wäre, die Vorgänge auf dem Kasernengrundstück zu beobachten. Man hat jedoch die Deffnung von der Rafernenfeite her durch eine bis zum Dach des Vorderhauses Hirtenstr. 20 hinaufgehende Zementwand verschlossen. Ueber die Gründe, aus denen man sich zur Aufrichtung dieses wunderlichen, durch Eisenstangen gestützten Bauwerks entschlossen hat, darf man nur Vermuthungen haben. Insbesondere bleibt es ungewiß, ob man dadurch die Vorgänge auf dem Kasernengrundstück gegen die Augen der Nachbarn sichern oder diese vor dem Anblick der Vorgänge auf dem Kasernengrundstück bewahren wollte. " Das Reichsgericht hat die Berufung verworfen, die unser aus Eberswalde. Die Wandrer nahmen den Revolver an sich hob hervor, daß die sämmtlichen Angeklagten in der Verhandlung Kollege Enders gegen das Urtheil des Berliner Landgerichts und begaben sich nach Nowawes, wo sie um 10 Uhr Abends gezeigt, daß ihnen jeder Begriff von Ehre und Moral abhanden eingelegt hatte, wonach er wegen Gotteslästerung, Majestäts- dem Amtsdiener Meldung machten. Dieser wies sie jedoch, da gekommen sei und daß sie Dinge, bei denen jeder anständige beleidigung, Militärbeleidigung und Beleidigung von Beamten der Thatort nicht zu seinem Bezirke gehört, an den in Kohlhasen Mensch vom Gefühl des Grauens und des Etels befallen werde, der Staatsanwaltschaft und des Landgerichts zu Magdeburg zu brück wohnenden Waldwärter, der der späten Stunde balber als etwas Alltägliches behandelt hätten. Von mildernden Um9 Monaten Gefängniß verurtheilt war. aber auch nicht mehr hinausging, und als sich am Mittwoch ständen tönne teine Rede sein. Giese wurde zu 4 Jahren Gelbstmörder in bejammernewerthem Zustande vor. Er wurde Giese zu Jahre Gefängniß und die Wittwe iese früh zwei Gendarmen nach dem Thatorte begaben, fanden sie den Gefängniß und 5jährigem Ghrverlust, die unverehelichte nach dem Oberlinhause in Nowawes gebracht. zu 3 Jahren einer Woche Zuchthaus verurtheilt. Marktpreise in Berlin am 4. Mai, nach Ermittelungen Kein Angeklagter. Nach einer Entscheidung des Kammer16,00-15,70 M., mittlerer von 15,60-15,40 9., geringer von Widerspruch erhebt und die gerichtliche Entscheidung beantragt, des königlichen Polizeipräsidiums. Weizen per 100 Kg. guter von gerichts ist jemand, welcher gegen ein polizeiliches Strafmandat 15,30-15,00 M., Roggen per 100 Kg. guter von 18,90 bis vor Gericht nicht Angeklagter" und kann nicht gezwungen 18,60 m., mittlerer von 18,50-13,30 M., geringerer von 13,20 werden, auf der Anklagebant Platz zu nehmen. Ebenso wenig bis 13,00 M. Gerfte per 100 kg. gute von 17,50-16,30 M., tann bei einer Privatflage der Beklagte dazu gezwungen werden; mittlere von 16,20-15,10 m., geringe von 15,00-18,80 m. Dort heißt es: Partei wider Partei. Vor einiger Zeit wurden Safer per 100 g. guter von 16,00-15,50 m., mittlerer von vor dem hiesigen Schöffengericht Privatangeklagte genöthigt, in 15,40-15,00 m., geringer von 14,90 bis 14,40. Stroh, die Anflagebank zu treten. Richtper 100 Kilogr. von Mart. Heu per 100 Kilogr. von Mart. Erbsen, gelbe zum Kochen Von der Mutter des am Mittwoch zu einem Jahr Geper 100 g. von 40,00-24,00 m. Speifebohnen, weiße per fängniß verurtheilten Georg Baruffel, Frau Ernestine Kruse, verw. 100 Kg. von 50,00-20,00 M. Linsen per 100 kg. von 80,00 Baruffel, erhalten wir folgende Berichtigung: Es ist nicht bis 30,00 M. Kartoffeln per 100 kg. von 6,00-4,00 M. Hind richtig, daß Georg Baruffel Bubälter ist oder gewesen ist; das fleich von der Keule per 1 Kg. von 1,60-1,20 m. Bauchfleisch Gericht hat in der Hauptverhandlung vom 3. d. Mts. dem Anper 1 Kg. von 1,30-0,90 m. Schweinefleisch per 1 Kg. von trag des Vertheidigers auf Vernehmung des Polizeiwachtmeisters 1,60-1,20 m. Die Gesammtzahl der durch den Straßenverkehr be. Kalbfleisch per 1 Kg. von 1,60-0,80 m. des betreffenden Reviers darüber, daß Georg Parussel niemals schädigten Personen hat nach den letzten, das Jahr 1890 be- Hammelfleisch per 1 Kg. von 1,50-0,90 m. Butter per 1 Kg. Bubälterdienste geleistet hat, mit der ausdrücklichen Begründung treffenden Ermittelungen des Statistischen Jahrbuchs sich auf von 2,80-1,80 M. Gier per 60 Stück von 4,00-2,20 m. Fische abgelehnt, daß die durch diesen Antrag zu erweisende Thatsache 899 Personen belaufen, von denen 21 todt auf dem Pflaster 1,20 M. Bander von 2,40-1,00 m. Hechte von 1,80-1,00 m. genommen, daß der Verurtheilte das Messer in dieser Affäre ge= per 1 Kg.: Karpfen von 2,40-1,20 M. Aale von 3,00 bis als wahr unterstellt werde. Auch hat der Gerichtshof nicht anblieben. Fast die Hälfte dieser Unfälle, nämlich 403 sind bei Barsche von 1,60-0,60 m. Schleie von 2,80-1,20 m. Bleie braucht hat." Benuzung der Pferdebahn vorgefommen, und zwar hatten 308 beim Besteigen bezw. Verlassen des Hinterperrons und 95 beim von 1,40 bis 0,70 M. Krebse per 60 Stück von 12,00-2,00 m. Festeigen bezw. Verlassen des Vorderperrons Schaden erlitten. Polizeibericht. Am 3. ds. Mts. Abends wurde ein Lacirer Aus diesen Zahlen darf man jedoch nicht auf die geringere Ge- in seiner Wohnung, in der Müllerstraße, erhängt vorgefunden. fährlichkeit des Vorderperrons schließen. Wenn durch die Be- Am 4. d. M. Morgens wurde in der Spree, hinter dem Inselnuzung des hinteren Aufstiegs mehr als dreimal soviel speicher, die bereits stark verweste Leiche eines Arbeiters und NachBaffagiere verunglückten, verunglückten, so ist zu berücksichtigen, Die Offenbacher Kraufen und Begräbnißkaffe für daß mittags im Nordhafen, an der Kielerstraße, die Leiche eines neu- Frauen und Mädchen, Filiale IV Berlin, hielt am 2. Mai Der ganze Vertebr fich auf dem Hinterperron abspielt, geborenen Kindes angeschwemmt. In seiner Wohnung, in der ihre Vierteljahres- Versammlung ab. Dem Bericht der Kassirerin zu während ber vordere Aufstieg nur von den wenigen Kleinbeerenstraße, erschoß sich Vormittags ein Tapezirer mittels folge hatte die Raffe eine Einnahme von 518,71 M. und eine AusPersonen benutzt wird, die gerade hier noch Blah finden. Revolvers. Im Uhrthurm des neuen Reichstagsgebäudes fiel gabe von 449,34 M. Mithin ist ein Bestand von 119 M. 37 Pf. Besser als ihr Ruf erweisen sich die Brauer- und Schlächter- ein Arbeiter beim Abtragen von Schutt von der Leiter und stürzte vorhanden. Nach längerer Diskussion, an der sich die Mitglieder wagen. Die ersteren haben in 18 und die letzteren nur in durch ein Oberlichtfenster etwa 6 m hoch herab. Er verstarb Frl. M. Funk, A. Hertel und E. Klose, sowie Frau Sievert be15 Fällen Unheil angerichtet, wobei fein Todesfall zu verzeichnen auf der Stelle infolge Bruches der Wirbelsäule. Vor dem theiligten, wurde folgende Resolution angenommen: Die Ver war. Um so überraschender ist es, daß die langsamer fahrenden Hause Wallstraße 24 fiel Nachmittags eine zur Vornahme von sammlung der Bahlstelle IV spricht ihr Bedauern über die schweren Lastwagen 92 Menschen unter ihre Räder brachten und Malerarbeiten benutte, 5 m hohe Leiter um und traf eine eben 3wistigkeiten zwischen der Verwaltungsstelle Berlin I und dem dabei den Tod von 13 Personen herbeiführten; durch leichteres aus dem Hause heraustretende Frau, so daß sie eine bedeutende Bentralvorstand aus. Lastfuhrwert wurden 41 Personen verlegt. Die Omnibusse Berlegung am Kopfe erlitt. Sie kann in den Vorkommnissen eine -Nachmittags wurde vor dem gedeihliche Fortentwidlung zu gunsten der Kaffe nicht erblicken brachten 34 Personen Schaden durch Ueberfahren, während Hause Friedenstr. 33 ein Arbeiter neben dem von ihm geführten und fordert den Vorstand auf, die Verwaltungsstelle Berlin I 20 Passagiere durch Herabstürzen vom Verdeck verunglückten. Dungwagen mit einer schweren Verlegung am Kopfe aufgefunden wieder zu eröffnen." Zum Schluß gab der Vorsitzende E. Klose 18 Unfälle gleicher Art verzeichnet die Pferdebahn, welche außer und nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht. Er ist bekannt, daß Krant- und Gesundmeldungen nur in der Zeit von dem 71 Passanten durch Ueberfahren beschädigte, in zwei Fällen anscheinend in der Trunkenheit vom Wagen gefallen. Abends 1214 bis 11/4 Uhr Mittags bei ihm, Ballisadenstr. 17, Stil. IV, mit tödtlichem Ausgange. Durch Droschten verunglückten fand ein kleiner Brand statt. 48 Menschen und durch Equipagen 19 Personen. Die schnellste entgegengenommen werden. Anmeldungen zur Kasse werden von allen, unsere Feuerwehr, hat niemand beschädigt. Durch außer an dieser Stelle noch bei Frau Gerhard, Lichtenbergerstr. 17, Zusammenstoßen mit anderen Fuhrwerken verunglückten 76 entgegengenommen. Kutscher. Dem Vorjahre gegenüber haben die durch das Straßenfuhrwert verursachten Unfälle leider eine Vermehrung von etwa 15 pt. erfahren, indem dieselben von 779 auf 899 gestiegen sind. -PO Gerichts- Beitung. " Versammlungen. " Der Leseklub Karl Marx hatte am 21. April seine Generalversammlung, in welcher zunächst die Vorstandswahl vollzogen wurde. Sodann wurde aus Bebel's Buch„ Die Frau und der Sozialismus" vorgelesen. Hierauf erstattete der Rafficer über das finanzielle Ergebniß der am 19. März abgehaltenen Maryfeier Bericht. Die Einnahme betrug danach 635,20 M., die Ausgabe 620,45 m. Der Ueberschuß im Betrage von 14,75. wurde dem Vertrauensmann des 2. Berliner Reichstags- Wahlfreises überwiesen. ,, Aus dem Reiche des Königs Stephan" betitelte sich ein Aufsatz, der am 8. Februar d. J. im Vorwärts" erschienen Ueber verfälschten Spargel bemerkt die Staatsbürger- war und in welchem der Postbehörde vorgeworfen wurde, daß Zeitung": Wie immer etwas Neues hervorgesucht wird, um dieses sie die ihr unterstellten Beamten vergewaltige und verdächtige. oder jenes Nahrungsmittel zu verfälschen, so auch beim Spargel. Es wurde dabei besonders auf den Fall des Postassistenten Funk Er wird nach Gewicht verkauft, und um nun die Pflanze recht hingewiesen, der wegen seiner Betheiligung am Verbande der schwer zu machen, wird sie von manchen Händlern eine Nacht Bostassistenten gemaßregelt worden sei. Staatssekretär von in Wasser gelegt. Wie jede andere Pflanze, saugt auch der Stephan stellte den Strafantrag wegen Beleidigung gegen Der Arbeiterverein für Nummelsburg und Umgegend Spargel während dieser Zeit eine Menge Waffer auf, wodurch den Redakteur des Vorwärts", Wilhelm Schröder. hatte am 30. April seine Generalversammlung. Zum ersten Punkt er an Gewicht bedeutend zunimmt. Dadurch geht aber das Im gestrigen Termin vor der siebenten Straflammer des der Tagesordnung verlas der Kassirer den Kaffenbericht, nach Aroma verloren, die Stengel werden ausgesaugt und büßen den Landgerichts I berief sich der Vertheidiger, Rechtsanwalt welchem 451,82 M. eingenommen und 344,10 M. ausgegeben Geschmack ein. Dagegen fönnen sich die Käufer nur schüßen, Freudenthal, auf einen Erlaß des Reichs- Postverwaltungs- worden sind. Der Kassirer wurde entlastet. Dem Bericht des wenn sie jeden gewaschenen Spargel zurückweisen. Der Spargel Direktors Fischer vom 26. Juni v. J. Es werde darin den Bibliothekars zufolge befigt der Verein 64 Bücher und Broschüren, muß, wenn er durchgebrochen wird, aromatisch riechen, sich sehr postvorständen befohlen, dafür zu sorgen, daß der in Berlin an- von denselben wurden im Quartal 51 verliehen. Nachdem die leicht auf der Hand anfühlen und muß im rohen Zustande süß- beraumte Verbandstag des Postassistenten- Verbandes von den Berichte erledigt waren, beschloß die Versammlung, nach Pfingsten aromatisch schmecken. Beamten nicht besucht werde. Da den Postassistenten das einen Ausflug zu unternehmen. Zu deffen Arrangirung wurde Auf kürzestem und billigstem Wege ist eine im Zentrum Stoalitionsrecht ebenso gut zustehe wie anderen Verbänden, so sei Weigel und 10 Hilfspersonen gewählt. Als darauf über ein Auf kürzestem und billigstem Wege ist eine im Zentrum der Ausdruck Vergewaltigung" wohl gerechtfertigt. Der Ge- geringfügiges Vergehen eines Mitgliedes berichtet wurde, und ein der Stadt wohnende Familie M. ein überflüssiges Möbel los gerichtshof lehnte es ab, nach dieser Richtung hin einen Beweis Redner in die Debatte auch einen Gendarmen hineinzog, bemerkte worden. Die Familie wollte sich in ihrer Wohnung etwas Raum schaffen und beschloß, ein großes Sopha durch ein fleineres neues anzutreten. Der Staatsanwalt führte aus, daß schon die Ueber- der überwachende Beamte, er könne nicht dulden, daß ein Beamter zu ersetzen. Da das große Sopha jedoch noch in sehr gutem Zu hindeute, er brachte eine Gefängnißstrafe von einem schließen. Der Vorsitzende bedeutete dem Beamten darauf, daß werde, eventuell würde er die Versammlung stande sich befand und man befürchten mußte, das Sopha würde, on at in Antrag. wenn es auf dem Boden verwahrt würde, ruinirt werden, so be= Das Urtheil lautete auf 50 Mart das Schließen der Versammlung seine, des Vorsitzenden Sache Geldstrafe. schloß M. das Sopha dem im Nebenhause wohnenden Gerichtsset, und er auch darüber entscheiden werde, ob ein Redner vollzieher zur Auktion zu übergeben. Einige Tage nach der sprechen solle oder nicht. Doch gerade als der Redner zu sprechen fortfahren wollte, erhob sich der Beamte und löste die VerAuktion ging M. zu dem Gerichtsvollzieher, um den erzielten Grfammlung auf. Gegen die Auslösung soll Beschwerde geführt 188 einzufassiren, erfuhr aber zu feinem wenig freudigen Erwerden. staunen, daß er gar nichts herausbekäme: die Auftionsspesen beliefen sich, wie die Allg. Fl- 3tg." schreibt, auf 2 M. und der Erlös für das Sopha habe auch 2 M. betragen. Herr M. bat nun um Ausstellung einer Abrechnung, damit er seiner Frau doch wenigstens schriftlich die finanziellen Schicksale des Sophas nach weisen könnte. Er verzichtete jedoch auf diese Abrechnung, als der Gerichtsvollzieher ihm bedeutete, er hätte dann noch 80 Pf. nachzuzahlen. Achtung, Schneider und Schneiderinnen! Deffentliche Bersammlung am Montag, den 8. Mat, Abends 8% Uhr, in ten Arminhallen, Romman dantenstraße 20. Tagesordnung: 1. Die Geschäftspraktiken der HoflieferantenFirma Hermann Hoffmann den Arbeitern gegenüber, und find biefelben reelle e Bedeutung einer Schneidertonferenz anläßlich des in Zürich tagender inter2. Berichterstattung über die Thätigkeit der Streit- Kontrolltommiffton. 8. Die nationalen Arbeitertongreſſes. 8. mat, Abends 8% Uhr.( Siehe Inserat am Sonntag.) Achtung, Metallarbeiter! Die Bertrauensmänner Konferenz für den Wie es bisweilen in den sogenannten ,, Damenkneipen" zugeht, lehrte eine Verhandlung, welche gestern vor der ersten Straftammer des Landgerichts I stattfand. Der Restaurateur Alerander Freiberg befand sich wegen versuchten Betrugs, Körperverlegung und Nöthigung, seine Ehefrau wegen Beihilfe Zu unserem Bericht über die am 30. April abgehaltene auf der Anklagebant. Als Haupt- Belastungszeuge trat der 3immererversammlung tragen wir auf 28unsch eines Fabrikant B. aus, welcher folgende Schilderung von dem Sach- Betheiligten nach, daß die Ueberstunden, von denen die Rede verhalte gab: Am Nachmittage des 10. Oktober v. J. sei er zu war, nicht auf einem Neubau, sondern auf dem Holzplatz des fällig in die in der Breslauerstraße gelegene Restauration der An- Unternehmers Franz in der Puttbuferstraße gearbeitet worden sind. geflagten gerathen. Die Kellnerin habe es verstanden, ihn zu immer weiteren Bestellungen zu animiren, bald hätte er siebenzehn Glas Bier zu bezahlen gehabt. Die Wirthsleute sowohl wie auch die Der Gerichtsvollzieher Wilhelm Weiß, Zimmerstr. 11, Stellnerin hätten sich aber als seine Gäste betrachtet, und daher der seit etwa zwei Jahren beim Amtsgericht I thätig war, ist sei die Menge des verzehrten Bieres zu erklären. Darauf habe nach Unterschlagung amtlicher Gelder flüchtig geworden. Er ist Freiberg ihn gebeten, eine Flasche Wein zum Besten zu geben. unverheirathet, lebte weit über seine Verhältnisse und griff, um Der Beuge habe sich auch hierzu bereit finden lassen. Die Textilarbeiter und Arbeiterinnen. Versammlung am Montag, den Schulden zu decken, ihm amtlich anvertraute Gelder an, soweit erste Flasche war im Handumdrehen geleert, der Zeuge bis jetzt feststeht, einige tausend Mark. Achtung, laurer! Da Weiß, wie jeder Mitgliederversammlung des Sentralverbandes bestellte eine zweite und dann eine dritte Gerichtsvollzieher, eine Raution hinterlegt hat, außerdem aber Flasche. Deutscher Maurer, Zahlstelle Berlin 2, am Sonntag, den 7. Mai, Bormittags 10% Uhr, im Lotale des Herrn Hensel, Invalidenstr. 1a. Tagesordnung: noch Gelder vorhanden sind, die ihm im Abzugsverfahren ein- Die dritte Flasche war noch halb gefüllt, als der Zeuge sich für Vortrag des Stadtverordneten Mesner über:„ Die wirthschaftlichen strifen und Als er zurückkehrte, fah er deren Ursachen." behalten wurden, so tann der Schaden nicht allzugroß sein. Vor wenige Minuten entfernte. zu seinem Erstaunen, daß vier Flaschen auf dem Tische Touristen und Wanderklub ,, Waldesgrün". Stzung am Sonnabend, etwa acht Tagen wurde Weiß von seiner Stellung suspendirt, standen, die nunmehr alle geleert waren. Der Zeuge habe den 6. mai, ¼ Uhr, bet Wetts, Köpenickerstr. 68. und das Kammergericht hat dies in einer Sigung vom letzten bas unreelle Manöver sofort durchschaut und erklärt, daß er drei Mittwoch bestätigt. Diesem Beschlusse war ein Haftbefehl vorausgeeilt; Weiß war aber darauf vorbereitet. Als die Kriminal- laschen zahlen und dann gehen wolle. Nun spannte der Wirth Polizei ihn in seiner Wohnung sestnehmen wollte, fand sie das lojort andere Seiten auf. Der Zeuge habe vier Flaschen bestellt und müsse auch soviel bezahlen. Als dieser sich geweigert habe, sei es ihm schlecht ergangen. Freiberg habe ihm zunächst einen Der 73 Jahre alte Arbeiter Wilhelm Wilfe lag frant Schlag mit dem dicken Ende eines Billardqueues über den Kopf verzu Bette; auf seinem Nachttische stand ein Weißbierglas und fezt und dann mit einem Gummischlauche auf ihn eingeschlagen. eine Flasche mit Oleum. Aus Versehen stieß er das Weißbier Schließlich habe der Wirth den Ueberzieher des Beugen an sich geglas um, wobei die Flasche auf die Erde fiel und zerbrach. Als nommen mit der Erklärung, daß er denselben erst herausgeben später Wilte's Tochter das Zimmer betrat, fand sie ihren Bater werde, nachdem die ganze Beche bezahlt sei. Der Zeuge hat noch auf dem Fußboden in der äßenden Flüssigkeit liegend, am ganzen an demselben Abend die Hilfe der Polizei in Anspruch nehmen thalerstr. 38, Bortrag des Herrn Dr. Binn über: Die Reformation im Lichte Leibe schrecklich verbrannt und bewußtios. Wahrscheinlich hat müssen. Die Angeklagten bestritten besonders, daß sie eine leere neuester Forschung." Nach dem Vortrag gemüthliches Betsammensetn. Herren er die Flasche aufheben wollen, und ist dabei aus dem Bette ge- Weinflasche auf den Tisch geschmuggelt hätten, im übrigen sei der Tischlerverein. Sonnabend den 6. Mat, Abends a Uhr, Welchtorstr. 15, stürzt. Er wurde in die Charitee gebracht und liegt Lebens- Beuge so angetrunken gewesen, daß auf seine Darstellung des Sachverhalts nichts zu geben sei. Durch die Vernehmung der Fachverein der Uhrmacher 2c, Sonnabend, ben 6. Mat, bends 9 Uhr, gefährlich darnieder. Kellnerin und des Schumannes, der den Zeugen aus den Neuer Berliner Handwerkerverein. Sonnabend, den 6. Mat, Abends Händen des Wirthes wundermild" befreit, wurde aber die Schuld Uhr, Bereinsversammlung bei Dehlmann, Münsstr. 11. Tagesordnung: der Angeklagten in allen Punkten für erwiesen erachtet. Freiberg Vortrag des Herrn Referendar Schneidemüht. Thema: Franz Grillparzer. Achtung, Schäftebranche! Sonnabend, den 6. Mai, Bersammlung bet wurde zu se ch 3 Wochen Gefängniß, seine Ehefrau zu einer Geld- Mathies, Wauir. 20. Tagesordnung: Borstandswahl. strafe von 20 m. verurtheilt. Verband der in Holzbearbeitungsfabriken und auf Holzplägen beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Ortsverwaltung bet Säger, Grüner Weg 29. Tagesordnung: Bortrag des Herrn Alfons Berlin 1. Mitglieder- Versammlung am Montag, den 8. Mat, Abends 8 Uhr, Borcheit: Gesellschaftliche Streifzüge". Nest leer. Ein flüchtiger Räuber ist von Altona hierher signalisirt worden. Der am 28. Dezember 1872 in Jülich geborene Tapezirer Karl Berard hat sich eines Raubes schuldig gemacht und ist unter Mitnahme der Summe von etwa fünfhundert Mart auf und bavongegangen. Er hat eine schlanke Gestalt, einen fleinen Schwarzen Schnurrbart und trug zulegt ein dunfles Jacket. Norden findet Sonnabend, den 6. Mat, Abends 8 Uhr, bet Tauschel, Grenztraße 4, statt. Merein ehemaliger Schüler der 30. Gemeindeschule. Abends 9 Uhr bet url, Koppenfix. 58, Bortrag des Behrers Theel:„ Bilder aus deut Leben der Chinesen." Verein der Maschinisten und Heizer Berlins. Bersammlung am Sonntag, den 7. Mat, Nachmittags 7 Uhr, in Schultheiß' Brauerei- Ausschant, Neue Jakobstr. 24-25. Zentral- Kranken- und Sterbekaffe der Tischler u. s. w., örtliche Verwaltung Berlin B. Mitgliederversammlung am Montag, den 8. Mai, abends Puntts Uhr, im Saale des Dresdener Garten, Dresdenerstr. 45. Tagesordnung stehe Annonce in heutiger Nummer. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 7. Mat, Abends 8 Uhr, Rosenund Damen als Gäste stets willkommen. außerordentliche Generalversammmlung. Versammlung bet Wienecke, Alte Jakobsir. 88. Geselligkeitsverein Oesterreich- Ungarn. Sigung am Sonnabend, In der humanistischen Gemeinde, Kommandantenstr. 79, hält am den 6. at, Abends 8 Uhr, bei Wende, Moabit, Beuffelstr. 10a. nächsten Sonntag, Bormittags 10 Uhr, Serr G. Schäfer den Wortrag über: In einen Abgrund sittlicher Verkommenheit hatte nach dem Ausspruche des Vorsitzenden, Landgerichts direktors Schmidt, Auf dem Wege von Nowawes nach Teltow begegneten, eine Verhandlung blicken lassen, welche vor der ersten Strafwie die Poisd. Big." erzählt, am Dienstag Abend zwei auf der kammer des Landgerichts unter Ausschluß der Deffentlichkeit gegen Wanderschaft befindliche Männer einem anderen feingekleideten den 22jährigen Robert Giese, dessen Schwester, die 20jährige Manne, der sich bei ihrer Annäherung schnell ins Gebüsch ent- Marie Giese und deren Mutter, die Wittwe Wilhelmine Die Quellen des Humanismus in fokratischer Bett. Gäfte willkommen. fernte. Gleich darauf hörten sie zwei Schüsse, eilten herzu und Giese stattgefunden hatte. Die beiden ersten Angeklagten Berlins und Umgegend. Heute, Sonnabend, Abends& Uhr, Bersammlung fanden den Fremden, der einen hellen Jaquetanzug trug, mit waren der Blutschande, der angeklagte Giese außerdem der ein in Friedrichsberg im Reichsgarten, Rummelsburgerstr. de. Der ehemme burch schoffener Schläfe, jedoch noch lebend, am Boden liegen. fachen und die Wittwe Giefe der schweren Kuppelei beschuldigt. Schritt der Zeit. Referent Abler. Der Revolver fand sich ein paar Schritte von ihm, mit noch Die letztere hatte das zwischen ihren Kindern seit Jahren bestehende montag, den 8. What, abends 8 übr, bei Gente, Blumenſtr. 38, Boutrag bes Verein Deutscher Schuhmacher. Swei große Versammlungen. Filiale 1. vier Kugeln geladen, vor. Der Fremde nannte sich Leo Abraham verbrecherische Verhältniß gekannt und geduldet. Der Vorsitzende Genoffen Saupt über„ Botsrechte". Distuffton. Bereinsangelegenisten Frauen- und Mädchen- Bildungsverein des arbeitenden Boltes Depelchen: ( Depeschen des Bureau Herold.)' Filiale 2. Morgen, Sonntag, den 7. Mai, bei Keller, Bergfir. 68, Abends| abend im Monat 9 Uhr Abends Sigung bei Rudolph, Krautfir. 8. Uhr, Vortrag des Genoffen Timm über: Die Bedeutung der Gewerkschafts- Vergnügungsverein Azalia 9% Uhr bei O. Heindorf, Barnimstr. 16. bewegung für den Klassenkampf der Arbeiter. Gesellige Unterhaltung Bergnügungsverein uftige Jugend Abends 9 Uhr, im Restaurant und Tanz. Lautenbach, Guvryfir. 3. Bergnügungsverein Lustige Becher Abends 9% Uhr Mendelssohnstr. 9. Bergnügungsverein Garmen Sylva Sigung 9 Uhr im Restaurant von O. Wils, Mariannen- Ufer 2.- Geselliger Verein Linde" jeden Sonnabend 9 Uhr bei Rausch, Hussitenstraße 9. gnügungsverein Sarmlos, Sigung mit Damen Sonnabend, Abends 9 Uhr, ist auf 3000 gestiegen und nimmt noch täglich zu. Blumenstr. 46 bei Went. Mitglieder pünktlich. Bergnügungsverein Morgenstern, Sigung 9 Uhr, bei Grbsmehl, Elsasserstr. 58. Rauchklub Blaue Quast e, Sonnabend 9 Uhr bei Mücke, N., Wöhlertstr. 2. Arbeiter Bildungsschule. Sonnabend, Abends 8-10% Uhr. Süd Ost Schule, Reichenbergerstr. 133: Unterricht in Physiologie und Buchführung( doppelte). Oft: Schule, Martusitraße 31: Unterricht in Rechnen ( unt.). In allen Unterrichtsfächern, mit Ausnahme Mathematit und Buchführung, fönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch jetzt im Laufe des Semesters, eintreten. Deutscher sozialdemokratischer Leseklub in Paris. Rue St. Honore 314, Cafe du Lion de Belfort. Jeden Sonnabend öffentliche Ver fammlung; reiche Bibliothek, Zeitungen, französischer Unterricht. Der deutsche Arbeiter, der fremd nach Paris tommt, findet hier einen Anlehnungspuntt, Rath und Belehrung. London. Der einzige hiesige sozialdemofraiische Verein Londons, der alte, von Karl Marx und Friedrich Engels 1840 begründete Kommunistische Arbeiter Bildungsverein befindet sich nach rote vor 49 Tottenham Street, Tottenham Court Rd., W. London. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Alle Aenderungen im Bereinstalender sind zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelftraße 70. Sonnabend, Abends 9 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Grüne Giche, Rirdorf, Hermann- und Knesebeck ftraßen- Ede bei Beyerle. 2yrania, Landsbergerstraße 31 bei Musehold. Sanges Echo, Naunynstraße 86, bei Zubeil. Freundschaft 2, Friedenstraße Nr. 48 bei Tollfühn. Glück zu, Babstraße 8, Vittoria Garten. Teltow in Zeltow, Schwarzer Liederkranz in Hand in Hand 2, FriedrichsGesundbrunner Männer Gesangverein Bruderhand" Frisch auf" Friedrichsberg, ,, Vorwärts 7" Rummelsburg, bet Schulz. Gefangverein Süd- Ost 2", Falfensteinstr. 41 bei Trittelig. Freter Männerchor Osten" Friedenstr. 74, bei Engelhardt. " Glühlicht"( gem. Chor), Perlebergerstr. 28. Adler. Esmeralda, Fruchtstr. 70 bei Ritsche. Brandenburg, Mengert's Boltsgarten. berg, Friedrich Karlstr. 11 bei Heinecke. chor, Gesundbrunnen, Prinzen- Allee 10. in Schönwalde( in der Mart) bei Schulze. Rummelsburgerstraße bei Deckert. " Borgmann. Gesangverein Immergrün", Zegel, Schloßstraße bei Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend Alle Zuſchriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend find zu richten an: P. Senter, Bergmannstr. 21, of 8 Tr. Sonn" Nord", Fennstraße 5 bei Krüger. Stralauerstr. 57 bei Miegel. VerStattlub Gordischer knoetn, jeden Sonnabend 9 Uhr bei Kar Schilling, Pücklerstr. 55. Dansk Forening Freia( Dänischer Verein Freia), Lindenst caße 106 bei Poppe.- Verein ehemaliger Schüler der 30. Gemeindeschule, Abends 9 Uhr, Restaurant Wurl, Koppen: firaße 58. Geselliger Verein Italia, jeden Sonnabend im Restaurant Boite, Kolbergerfir. 23. 1 1 Gta tflub Kreuzbube bei Steuer, Weinstr. 22.- Stattlub Revolution Abends Reichenbergerstr. 73, bei Faustmann. Schafkopf- Klub Bruder fette tagt jeden Sonnabend Abends 9 Uhr bei Weiß, Andreasstraße 77a.Startenflub NuIIe tagt jeden Sonnabend und Montag im Reñaurant Hum Stattlub Blaue Blouse, jeden Sonnabend bei boldhein, Hochstr. 32a. Wutite, Graudenzerstr. 2. Amiens, 5. April. Die Zahl der ausständigen Schuhmacher Briefkaffen der Redaktion. Drechsler. Mit Dank abgelehnt. Herrn A. P. Schreiben Sie direkt an Herrn Anseele, Vooruit", Gent( Gand), Belgien. Er wird Ihnen gern, die gewünschte Auskunft ertheilen. 28 J. T. Wir fennen fein sozialistisches Fachblatt für Gehilfen in den genannten Ländern. Die beste Information erhalten Sie Touristenverein Wanderlust Abends 9 Uhr im Restaurant Märkischer wohl durch den Genossen Anseele in Belgien, der sich viel Hof, Admiralstr. 18c, mit dieser Sache beschäftigt hat. Mons. Anseele ,,, Booruit", Gand( Gent), Belgique. Vermischtes. Wieder Einer. Der Direktor der Hansabrauerei in Hamburg, Christel Föge, ist nach Unterschlagung einer größeren Summe, angeblich 20 000 m., flüchtig geworden, Ein ,, landeskundiger" Reichstags- Kandidat. Der zurückkehrende Afrikareisende Karl Peters beabsichtigt, wie in der Sitzung des Leipziger Vereins für Handelsgeographie und Kolonialpolitik mitgetheilt. wurde, sich um ein Reichstagsmandat zu bewerben. G. R. Gin Miethsvertrag ist nur dann giltig, wenn er entweder schriftlich geschlossen oder durch Uebergabe perfekt ge worden ist. Ist ein in Ihrem Falle keins von beiden der Fall, so ist fein Theil an den Vertrag gebunden. 123. Seine Pflanzen auf seinem Lande Sonntags- Abend zu pflanzen ist nicht strafbar, aber nüzlicher als das Aufschreiben Ihrer Namen durch den Gendarmen. Genosse D. Die Eintragung des neuen Eigenthümers ins Grundbuch genügt. Sie tönnen, falls Sie Zweifel bezüglich der Person des Eigenthümers haben, die Miethe hinterlegen. F. Sp. Zum Ersatz der Scheibe sind Sie verpflichtet, falls der Richter annimmt, daß Sie es an der nöthigen Aufsicht haben fehlen lassen. abend: Tambour Berein Vorwärts" Rirdorf, Hermann- und Wanzlickstraßen- Ecke. Jeden Sonnabend nach dem 1. und 15. Tambour: verein Deutsche Eiche bet Niederschuh, Fürbringerstraße 7. Theater- Die Katze im Bier. In dem Prozeß, der gegen einen verein Iphigenia", bei Kramer, Rirdorf, Hermannstraße Nr. 140. Nürnberger Braumeister wegen Vergehens gegen das Beselliger Verein Italia", bei Boite, Kolbergerstraße 23. Theaterverein Aurelia", Mendelssohnstr. 9 bei Mie he bends 9 uhr Nahrungsmittelgesez angestrengt worden war, weil sich in Für die Arbeiter- Bildungsschule gingen bei uns ein: auchklub, Anita" Roppenstr. 43 bei Lorenz. Geselliger Verein dem Biersud eine todte Katze befunden hatte, ist der Von A. B. und B. H. 6,00, Hoffmann, Friedrichshöhe 1,00, Vergnügungsverein, elgoland", Braumeister jetzt zu 100 Mart Geldstrafe verurtheilt worden. Simonsohn 3,00, Herrn Reiche( Jahresbeitrag) 10,00, J. J. Gefang- Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Das Gericht nahm an, daß das Bier dadurch verdorben wor- 10,00, durch Herrn Schlopper 5,70, durch Herrn Wagner 3,00, pon Pau! Nickel'scher Mufitverein Allegro bei Spindler, Reichenbergerstraße 118, den sei. E. 3,00, von E. M., Friedrichsgracht 1,00, aus der Qu.'schen Gde Forsterstraße. Ein ungeheurer Eisblock, der unerwartet den Oberlauf Gürtlerei 3,55, von J. B.( Jahresbeitrag) 3,00, von M. C. der Wolga hinabtrieb, hat bei Nishny- Nowgorod zwei Dampfer( Jahresbeitrag) 3,00, gesammelt durch Unfas 6,35, durch Genossen der Dampfschifffahrts- Gesellschaft Ssamolet förmlich zerschnitten Paul Singer von P. S. 100,00, S. B. 100,00, H. H. 100,00, und einen Dampfer einer anderen Gesellschaft stark beschädigt. J. B. 100,00,$. H. 100,00, m. 2. 30,00, F. S. 30,00; Summa Die Dampfer lagen zum Auslaufen gerüstet. Verluste an 618,60 m. Besten Dank H. Gumpel, Kassirer, Barnimstraße 42. Zurnverein Gesundbrunnen. Die 2. Männerabtheilung turnt heute von 8%-10% Uhr in der Turnhalle, Freienwalderstr. 39. Bühnenverband Normania jeden letzten Sonnabend im Monat bei Leichniß, Königsbergerstr. 24. Privattheatergesellschaft Schneeglöckchen" Abends 9 Uhr bei Schulz, Brunnenstr. 116. Theaterverein Berliner Bär jeden Sonnabend nach dem 1. und 15. Abends 9% Uhr bei Weid, köpe: nickerstraße 68. Theaterverein& essing. Jeden ersten und legten Sonn- Menschenleben sind nicht zu beklagen. KS Gross- Lichterfelde ( an der Anhalter Bahn). Sonntag, 7. Mai, im gr. Saale des Herrn Griess in Giesensdorf: Mai- Feier, bestehend in Konzert und Tanz. Entree 30 Pfennig. Jeder Besucher erhält die Maifest- Zeitung gratis. Das Komitee. 343/5 Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 7. Mai, Vorm. 10% fhr, Rosenthalerstr. 38: Vortrag des Herrn Dr. Pinn über: ,, Religiöse Streifzüge“. Gäste willkommen. [ 152/10] Der Vorstand. Achtung Lackirer!| Bekanntmachung. Montag, den 8. Mai, Abends 81/2 Uhr, bei Wienecke, Alte Jakobstr. 83: Bersammlung der Filiale IV. Tagesordnung: 1. Vortrag über Lackirarbeiten in Gefängnissen. Referent Kollege V. Buhr. 2. Quartalsabrechnung. 4. Filialangelegenheiten. Sonnabend, den 6. Mai, Abends 81/2 Uhr, Annenstraße 16: FamilienKränzchen, wozu ergebenst einladet 214/6 Der Vorstand. Die außerordentliche General- Versammlung der Orts- Krankenkasse für den Gewerbebetrieb der Kaufleute, Handelsleute und Apotheker findet am Dienstag, den 16. Mai, Abends 8 Uhr, in der ,, Berliner Ressource", Kommandantenstr. 57, statt. Tages- Ordnung: Zentral- Kranken- u. Sterbekasse 1. Neuwahl von 9 Borstandsmit der Tischler 1. s. w. Mitgliederversammlung 188/14 Um 8 Uhr: Wahl von 3 Vorstandsgliedern, und zivar: Oertliche Verwaltung Berlin B. mitgliedern der Arbeitgeber. am Montag, 8. Mai, Ab. punkt 8 Uhr, im Dresdener Garten, Dresdenerstr. 45. Zages Ordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1893. 2. Vortrag des Herrn Dr. Zadek, über: Geschlechtskrankheiten. 3 Verschiedene Kassenangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimirt. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 301/5 Die Ortsverwaltung. Zentral- Kranken- u. Sterbekasse der Tischler u. ( Oertl. Verwaltung Berlin F.) Mitglieder- Versammlung am Montag, 8. Mai, Abends 81/2 Uhr, bei Herrn Heller, Bergstr. 68. Tages- Ordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal. 2. Wahl eines Beitragsammlers. 3. Verschiedene Kassenangelegenheiten. 304/6 Die Ortsverwaltung. Zentral- Kranken- u. Sterbetasse der Tischler 2c. ( Oertl. Verwaltung Berlin H.) Montag, 8. Mai 1898, bends 9 Uhr: Mitglieder- Versammlung mit Damen bei Schweitzberger, Röpenickerstraße 3 ( Am Schlesischen Thor). Zages Ordnung: 1. Vortrag des Augenarztes Herrn Dr. Wurm, über: Wie erhält man die Sehkraft der Augen?" 2. Abrechnung vom 1. Quartal 1898. 3. Verschiedenes. 306/5 Her Um zahreiches und pünktliches Erscheinen der Mitglieder und deren Damen ersucht Die Ortsverwaltung. Um 9 Uhr: Bahl von 6 Vorstandsmitgliedern der Arbeitnehmer. Unser bedeutend vergrößertes Lager Damen- Kleiderstoffe offeriren wir zu sehr billigen Preisen. Eine große Auswahl Köper Beiges, Robe 4,50! Eine große Auswahl Loden Beiges, vollständige Robe 5 Mit.! Sehr elegante Cheviot Kostüm stoffe, Robe 6 Mk.! Neue modfarbige Foulé Beiges, Robe 7 Mt. 50! Sehr große Auswahl Changeant Diagonals, empfehlenswerthes Straßen- Kostüm, Robe 6,50 Mt.! Besondere große Neuheiten in jeder denkbaren Art, Roben 8,50, 9, 10 und 12 Mark. 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Beschwerde des Herrn Arndt über die Geschäftsleitung des Vors fizenden. Der Vorstand. Verein der Lithographen, Steindrucker und Berufsg. Deutschlands ( Filiale Berlin). Sonntag, den 7. Mai, Bormittags 10 Uhr, Rosenthalerstr. 38: Versammlung. Tagesordnung: 285/3 1. Vortrag des Genossen Schwarz. 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches und Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. Rixdorf, Hermannſtraße 49, Ich impfe täglich. Nachm. 3–4 uhr. Ecke Ziethenstraße. 41512* Schweinhagen, prakt. Arzt. am Montag, den 8. d. M., Abends J. Semmel, Oranien 55 Rosenthalerstr. 38: 208/19 pr. Zahn- Arzt. Spr. 8-6. Gonnt. 9-1. 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn Philipp, Ausserordentliche 37366 Theilzahlung gestattet. Bergstraße 74a Mittagstisch 30 Pf., Vertrauensmänner- Versammlg. Abends: Karbonade, Leber, Rührei mit Die Kollegen werden darauf auf Kartoffeln 25 Pf. merksam gemacht, in sämmtlichen Austalten, wo keine Vertrauensmänner sind, solche zu ernennen, damit jede Anstalt vertreten ist. Um zahlreiche Betheiligung bittet Die Verwaltung. Achtung! Rixdorf! Jede Uhr repariren u. reinigen foftet hei mir unter Garantie des Butgehens nur 1,50 M., ußer Bruch, fleine Reparaturen billiger. Großes Lager neuer u. gebrauchter Tafaye... gren, Regulatoren u. Wecker 2c. Pincenez. Versammlung Alle Arten Ketten, sowie Brillen und des Sozialdem. Vereins Vorwärts am Dienstag, den 9. Mai, bds.8%, Uhr, im Lotale des Herrn Hoffmann, Bergstr. 138.( 365/15 1. Vortrag des Herrn Türk über: Hervorbringung und Bertheilung der Werthe in der sozialistischen Gesellschaft. 38882* Carl Lux, 34. Chausseestr. 34. Bitte genau auf No. 34 zu achten. des Königlichen AmtsRechtsbureau richters a. D. Alte Jakobitraße 130. Gewissenhafter Rath in allen 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Angelegenheiten. Unbemittelten unentJedermann hat Zutritt. Um regen geltlich. Auch Sonntags. 39812* Besuch bittet der Vorstand. vis- à- vis der Kreuz- Kirche 39592* Wilhelm Böhm. Ecke Lindenstrasse. marken. 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