Nr. 61. Erscheint täglich außer Montags Abonnements Prets für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mart, monat lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit dem ,, Sonntags: Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Poft- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. sid Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bts 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Fefttagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. 3102 Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Der Gewerbesteuer- Entwurf. II. 1 ti( Schluß.*) Das Ausnahmegesetz sind wir glücklich los, die Ausnahmegesetz- Politik aber ist geblieben. Wie in den sogenannten Arbeiterschutz- Gesetzentwurf ein zivilrechtliches Ausnahmegesetz eingefügt ist, so hat Herr Miquel im Rahmen der Gewerbesteuer- Vorlage ein steuerpolitisches Ausnahmegese schlimmster Art geschaffen, das sich ausgesprochener Maßen gegen eine Gruppe von Klein= gewerbetreibenden richtet. H Und die Kommission gab diesem Werke die höhere Weihe, indem sie die betreffenden Bestimmungen noch verschärfte und so dem agrarisch klerikal bourgeoisen Pharifäismus ein Denkmal eigener Art errichtete. Es handelt sich um die Be triebssteuer, welche in den§§ 59-69 der Vorlage abgewandelt wird. Diese neue Steuer soll ausschließlich auf die Gastwirthschaft, die Schankwirthschaft und den Kleinhandel mit Branntwein und Spiritus sich beziehen. Von diesen Gewerben, mögen sie als Haupt- oder Nebengewerbe betrieben werden, foll eine besondere gewerbliche Steuer, eben die Betriebssteuer erhoben werden. Dieselbe ist neben der Gewerbesteuer von den zur allgemeinen Gewerbesteuer herangezogenen Gewerbetreibenden zu entrichten, wodurch also Freitag, den 13. März 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. Reichskanzler hat uns bei Vorlage der Gesetzentwürfe gesagt, man müsse alle diese Vorlagen auch unter dem Gesichtspunkte betrachten, ob sie in Betreff der sozialen Frage richtig wirken, und von diesem Gesichtspunkte diese Gesetzesbestimmung betrachtend, muß ich sagen: nein, sie wirkt nicht in der Weise, wie sie im Interesse der sozialen Frage wirken könnte. Die Ueberzahl der Schankstätten, das sind die Brutstätten des Proletariats, und da wird das Holz zugerichtet, aus dem nachher die Sozialdemokratie gehobelt wird. Also die Zahl der Schantstätten zu beschränken, das ist eine unserer größten und wichtigsten Aufgaben. Dazu kommt ja noch, daß auf Grund der heutigen Gesetzgebung der Schantstättenbetrieb konzessionspflichtig ist, und in dieser Konzessionspflicht liegt ja ein Privilegium, das man ihm durch die Gesetzgebung giebt und das auf der anderen Seite sehr wohl bezahlt werden fann." Vergleich mit dem Anlage- und Betriebskapital einen hohen Ertrag abwirst. Aus dieser Veranlassung pflegt ein starker Andrang zu dem Gewerbe der Schankwirthschaft stattzufinden, während voltswirthschaftliche und ethische Gesichtspunkte eine Einschränkung desselben erheischen. Da die Gastwirthschaft regelmäßig mit Schankwirthschaft verbunden ist, gelten dieselben Gründe im Wesentlichen auch für jene. Für den Kleinhandel mit Branntwein oder Spiritus treffen jedenfalls die angedeuteten volkswirthschaftlichen und ethischen Gesichtspunkte zu. Hiernach würde es nicht gebilligt werden können, den Gewerben der Gast- und Schankwirthschaft und des Kleinhandels mit Branntwein oder Spiritus im Verhältniß zu der gegenwärtigen Belaftung diejenige steuerliche Erleichterung zu gewähren, welche im vorliegenden Gefeßentwurf gegenüber den kleineren Betrieben anderer Gewerbe angestrebt wird. Ein hoher Prozentsatz der bisher in Klasse C besteuerten Gast- und Schankwirthe, sowie der in der Klasse B veranlagten GewerbeDie Heuchelei des Junkerthums und seiner Eideshelfer treibenden, welche Kleinhandel mit Branntwein oder Spiritus be- das im Landtag und also auch in der Kommission die erste treiben würde künftig wegen eines Ertrages unter saßen doch darin der von Tiedemann, 1500. und eines Anlage und Betriebskapitals unter Geige spielte 3000 M. von der allgemeinen Gewerbesteuer gänzlich befreit von henplik, von Richthofen- Gälersdorf, Graf zu Dohnawerden. Zahlreiche andere Gewerbetreibende dieser Kategorien Mallmit spiegelt sich mit Sonnenklarheit in seinem Verwürden in der Steuerklasse IV, Ginzelne auch in der Steuer- halten zur Betriebssteuer- Frage ab. Was für Ursachen sind flaffe II, erheblich niedrigere Steuersäge als bisher zu entrichten es, die den Alkoholismus als Massenerscheinung ins Dasein haben. Soll zur Ausgleichung der hierdurch bedingten Steuer- rufen? Die soziale Noth, die Verelendung der Massen, die ausfälle die entsprechend höhere Belastung aller übrigen steuer Herabdrückung immer breiterer Volksschichten bis zur Sungerpflichtigen Gewerbetreibende vermieden werden, so... erübrigt grenze. Wodurch wird dieser Vorgang noch beschleunigt und nur die Einführung einer besonderen Betriebssteuer." verschärft? Durch die Schutzzoll- Wirthschaft, welche Brot Der angebliche Ausfall wird auf 2 bis 3 Millionen und Fleisch, welche die nothwendigen, nahrhaften Lebenseine Doppelbesteuerung in die Erscheinung tritt. geschätzt, und statt die potentesten Elemente anzuspannen, mittel künstlich vertheuert und die Proletarier zum Sie erstreckt sich ferner auch auf diejenigen Gewerbetreiben- und Schankwirthe. Daß die Konzessionsertheilung kein aus theil von diesen indirekten Steuern? Der Großgrundgreift man zur Doppel- oder Extrabesteuerung der Gaft Genuß schädlicher Reizmittel zwingt. Wer hat Vorden, welche wegen eines hinter der Grenze der Steuerpflicht reichender Grund hierfür ist, sieht die Regierung selbst ein, besitz, die Agrarierklique, welche auf Rosten der Gesammtzurückbleibenden Ertrages( 1500 M.) und Anlage- und Betriebsfapitales( 3000 M.) von der allgemeinen Gewerbe- müssen also die volkswirthschaftlichen und ethischen heit fich bereichert. Wer ist der Branntweinlieferant ſteuer befreit sind. Sie nimmt also diese Gruppe Klein- Gesichtspunkte" als liebliche Lückenbüßer herhalten. Und in nicht bloß Deutschlands, sondern der halben Welt? Wieder gewerbetreibender von der Steuerbefreiung aus, der Kommission wies man mit ſittlicher Entrüstung auf das oftelbische Junkerthum, das zwar Schnapsbrennen für welche doch in Rücksicht auf die schlechte soziale Lage dieser die schreckenerregende Vermehrung der Gast- und Schant nobel, Schnapssaufen aber für gemein, Schnapsverschleißen Schichten statuirt worden ist. Nach zwei Seiten hin 1879 von 104 000 auf 130 000 gestiegen. Man könne sich bie" Edelsten und Besten" dank der Branntwein steuer wirthschaften in Preußen" hin; ihre Zahl sei von 1869 bis für strafwürdig und doppelt besteuernswerth hält, während wird demnach die Einheitlichkeit des Steuergesetzes durchbrochen: der Thatsache nicht verschließen, daß hierdurch namentlich ein Geschenk von dreißig Millionen jährlich einstreichen. auf der einen Seite bei den Gewerbesteuer- Pflichtigen dieser Branche eine neue Belastung, auf der anderen Seite die fungen besonders in den unteren Ständen gestiegen sei. Der den Schankwirthen nicht hart genug auch der Branntweingenuß mit seinen verheerenden WirAber noch mehr! Die Regierungs- Vorlage, welche harte Maßregel einer Gremtion von einer längst nothwen- Verzehr von Spirituosen werde in Deutschland auf zusehen digen Steuerbefreiung. jährlich mehr als 2 Milliarden Mark( geschätzt. Da sei im befreit die landwirthschaftlichen Branntweinbren Und die Gründe für diese Maßregel? In der Begrün- Bebensinteresse unseres Volkes Einhalt geboten und jedes nereien von der Gewerbesteuer, und Die Kont dung heißt es: sittlich oder rechtlich zu verantwortende Mittel im Kampfe missionsmehrheit akzeptirte selbstverständlich dieses„ unzeitzeffionsertheilung, welche wegen der Einschräntung der Ron " Die Betriebssteuer rechtfertigt sich zunächst durch die Kon- zu verwenden. Hierher rechne auch die stärkere Belastung gemäße, ungerechtfertigte," durch und durch odiose Privileg. furrenz den fonzeffionspflichtigen vor den nicht besonderer Gr- des Schankgewerbes, die Betriebssteuer werde mit dazu bei Ein neues Vorrecht also für die siebenfach und darüber laubniß bedürfenden Gewerben erhebliche Vortheile gewährt. tragen, die am verderblichsten wirkenden Branntweinschänken privilegirten Schnapsbrenner, für die nimmersatten Agrarier! Würde dieser Umstand auch für die besondere Besteuerung und Kleinhandlungen aus der Welt zu schaffen, ob mit den Um so leichter konnte ihr sittliches Pathos sich an den Geverschiedener anderer Gewerbe geltend gemacht Steuersätzen der Regierungsvorlage, stehe freilich dahin." werbtreibenden, die Herr Miquel ihnen auslieferte, bewerden können, jo treten doch, insbesondere hinsichtlich der Fm innigen Zusammenhange damit steht es, wenn ein ton- thätigen. Es rast der See und will sein Opfer haben. Gast- und Schantwirthschaft, weitere Gründe hinzu, welche für fervativer Junker, von Tiedemann- Bomst, im Plenum aus Flausen waren gut genug zur Bemäntelung einer unerhörten aus- Keine Schonung wurde geübt, und die abgedroschensten die stärkere Belastung dieser Gewerbe sprechen. Die Schant rief( Sten. Ber. S. 185): wirthschaft ist ein Gewerbe, welches feiner weiteren, die Auf- Ich glaube, daß der Weg, den wir mit der Betriebssteuer Verlegung der elementarsten Rechtsgrundsäße. Hoffen bie wendung von Kosten verursachenden Vorbereitung bedarf und im einschlagen, ein vollkommen richtiger und torrefter ist. Ich Agrarier wirklich, durch solche Kniffe die Aufmerksamkeit bedauere nur, daß die Säße diefer Steuer, die in dieser Ge von ihrer volksverwüstenden Plusmacherei abzulenken? Vergl. die Artikel in Nummer 57 und 59 des Vorwärts". fehesvorlage Platz gegriffen haben, nicht höher sind. Der Herr Meint man, der klassenbewußten Arbeiterschaft ihre Einsicht Aber ich mag das dumme Reden Feuilleton. Nachdruck verboten.] " ( 11 Die Falkner von St. Vigil. Roman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tirol kann, Freude, zu sehen, wie sorglos Ambros mit den Zwanzigern antwortete Jerg. und Bankozetteln seines Vaters umging. Dafür war denn dabei nicht leiden. Ich soll sparen, damit mein Alter mit der Jubel groß, wann er in die Schenke oder auf den Tanz- feiner jungen Frau um so lustiger kann leben, sie puzen boden kam. Er brachte erst den rechten Zug in das Ver- und ihrer Sippe den Bettelranzen vollstopfen kann. Nicht gnügen; die Rehlen wurden durstiger und die Musikanten zwei Hemden hatte sie, wie sie auf die Mühl ist gekommen; fühlten neue Kräfte in ihren Lungen und Fingern. Und aber jetzt schau Einer sie an!" Mein dann erst, wann es zum Raufen kam! War der Ambros klopfte mit der leer gewordenen Flasche auf Ambros nicht dabei, fehlte die rechte Schneid.. Mit den den Tisch, um die Zeche zu bezahlen. Es berührte ihn unMenschen ging er übrigens ebenso sorglos um, wie mit dem angenehm, daß Jerg seiner Stiefmutter sogar ihre Kleider von Robert Sa, weichel. Gelde. Wie hätte es auch anders sein sollen, da er daheim nachrechnete, Wozu sollt' ich mir auch die Finger zerstechen?" fragte von früh auf gewöhnt worden war, sich als den MittelIch bin mündig und brauch keinen Vormund mehr," der Andere. " Es giebt Gitschen genug, die mir Rosen punkt der Welt zu setzen und es ihm bei seinem Gelde nicht verfolgte sich Jerg, in seinen Haaren wühlend. schenken. Gelt, wann ich die Stafi um ein Rösl thu' bitten, an Schmeichlern und Schmaroßern gebrach? Wem nicht Alter brauchte eher einen wie ich. Go fann es nicht weiterschenkt sie mir gleich ein schöneres wie Deines. Ich bin gefiel, was er sagte oder that, der mochte ihm aus dem gehen. Was meinst, wenn ich heirathen thäte, Ambros?" gestern gut Freund mit ihr geworden." Wege gehen oder ihn zur Rechenschaft ziehen; dann focht Dieser lachte hell auf. Himmel, Hagelwetter, Du lügst," braufte Ambros er es aus, mit Freuden. " Freilich," meinte Jerg, indem er nachdenklich sein auf, und der junge Müller, der nur hatte herauslocken Diese letzte Eigenschaft machte seine Freundschaft für spiges Kinn umfaßte, dabei aber lauernd auf Ambros wollen, wessen Geschenk die Rose war, lachte aus vollem Jerg sehr werthvoll. Denn letzterer hatte gewöhnlich keinen schielte, es müßte eine Reiche sein. Ich mag nicht länger Halse. Aergerlich, daß er dessen List nicht gleich gemerkt Löffel bei sich, wann es dazu kam, die Suppe, die sie beide bei dem Alten um jeden Kreuzer betteln. Ja, eine Reiche hatte, stürzte Ambros sein Glas Wein hinunter. gemeinschaftlich oder auch er allein eingebrockt hatten, aus- muß es sein." Jerg Arigaya, der wohl aus Erfahrung wissen mochte, queffen. Ambros war immer leicht zu bewegen, die ganze Hier kam Moideli, die Kellnerin des Stern, in die daß man seinen Scherz mit Ambros nicht zu weit treiben Verantwortlichkeit zu übernehmen, wo dann Jerg mit Seelen- Stube unb trat zu den beiden Burschen an den Tisch. Amdürfte, sagte ablenkend, indem er sich das braune Haar aus ruhe zuschaute, als ginge ihn die ganze Sache nichts an. bros legte seinen Arm um ihren schlanken Leib und scherzte der niederen Stirne strich:" Du bist ein Glückspilz! Mir Er war ein lustiger Bursche, verbarg aber unter seiner mit ihr. Sie ging auf seinen Ton lustig ein, wußte sich läuft das Wasser den Bach hinunter, statt aufs Rad. Es Luftigkeit ein gut Theil von Schlauheit. Die Ermahnungen aber ihm geschickt zu entziehen, als er sie füssen wollte. Jerg ist zum toll werden! Meinem Vater seine Frau schneidet des Vaters zur Sparsamkeit schienen seine gute Laune ver- laute unterbeffen an seinen Nägeln. mir das Wasser ab. Ich soll sparen, sagt der Alte." dorben zu haben und er murrte auf die Frage seines Jetzt, was meinst Du denn zu meinem Plan?" nahm " Ja wie denn?" fragte Ambros naiv. Eine solche Freundes:" Ich soll seine Dummheit ausbaden, daß er er das vorige Thema wieder auf, als er mit Ambros Sumuthung war an ihn von seinem Vater noch nie ge- noch einmal gefreit hat. Zum Henker!" Den Bach abwärts ging. Dich hat wohl der Sonntag gestern blank geWenn Du Geld brauchst, schätzen, vielleicht mehr als der alte Arigaya, aber seinem macht?" äußerte Ambros. Ambros ließ er es baran nicht fehlen, denn er sollte zeigen, fag's nur." daß er der Erbe des Klosterhofes wäre. Es war auch eine" Der Alte hat schon noch' rausrücken müssen," festfäße." " Versuch's," antwortete Ambros zerstreut. " Es hat sich was mit dem Versuchen," rief Jerg. Ja, wenn Einer bei dem Versuch nicht gleich fürs Leben die Universitäts- Lehrstühle der Nationalökonomie mit will fährigen Anbetern der bismarckischen Sozialpolitik und wissenschaftlichen Nullen besetzt wurden. Wir müssen bei dieser Gelegenheit auch der schmachvollen Ernennung eines Schwenninger's zum Professor an der ersten deutschen Universität gedenken, die eine der schmachvollsten Seiten in dem großen Schuldbuche der bismarckischen Korruption iſt. Auch in der Kulturkampf- Frage war Herr von Goßler nur ein willfähriges Werkzeug in den Händen Anderer. Seine Haltung in der Sperrgelder- Vorlage war alles eher als eine zielbewußte und konsequente. Nach all dem wird Herr von Goßler's Abschied kaum Unzufriedenheit erregen; man wird ihn ohne Trauer scheiden sehen. in die wirklichen Ursachen der betrübenden Erscheinung des Ipflichtig erklärt, ebenso die Konsumvereine, soweit sie weisen hier nur darauf, daß unter seiner Verantwortung Alkoholismus mit solchen Kunstgriffen zu estamotiven! Und offene Läden haben und mit Nichtmitgliedern Geschäfte hofft Herr Miquel die Zufriedenheit der Kleingewerbe- machen. treibenden, die er so schroff mitnimmt, zu erhöhen? Der Das sind im Großen und Ganzen die Hauptpunkte der Zudrang zum Gastwirthsgewerbe erklärt sich aus der Eigen Steuerreform, wie sie bis jetzt sich firirt haben. Voraus art unferer ökonomischen Verhältnisse. Detlaffirte sichtlich wird das Plenum feine wesentlichen Aenderungen Handwerksmeister und sonstige Kleinbürger, Arbeiter, mehr vornehmen, da hinter der Kommissionsmehrheit die Sie in ihrem Beruf nicht fortkommen können( wie manche große Masse der Landrathskammer steht. Das Gesetz soll Gemaßregelte find darunter!), suchen auf diese Weise ihr zunächst bei der Veranlagung für das Jahr 1893/94 zur Leben zu fristen. Und sie will man dafür strafen, die im Anwendung kommen. Großen und Ganzen als Berufsklasse wir leugnen nicht, Für einen Volksvertreter, der die Interessen der kleinen daß es Ausnahmen giebt- an der Sachlage, wie sie sich Leute aufrichtig vertritt, ist diese Vorlage un annehm heute uns darstellt, durchaus unschuldig sind. Gie will bar, so lange die verwerfliche Betriebssteuer in dieser Geman doppelt besteuern, die in zehn Fällen sechs Mal die staltung erhalten bleibt. Ganz abgesehen von den anderen Schuldsklaven und einfachen Lohnarbeiter ihrer Lieferanten, im Verlaufe dieser Untersuchung berührten Mängel, wie der der Großbrauer, der Brenner u. s. w. sind. Das heißt in zu schwachen Belastung der Großbetriebe und der Steuerder That, den Gaul am Schwanz aufzäumen. Oder beffer, privilegirung der Brennerei und Bergwerksbesitzer. das ist ein Akt ausgleichender Gerechtigkeit", wohlverstanden in der Art, wie früher am Hofe Prügelknaben gehalten wurden, die man züchtigte, wenn die Prinzen Politische Uebersicht. Summe Streiche machten. Wenn die Junker profitiren, müssen die Schankwirthe Haare lassen, das ist auch eine Uebertragung des bekannten horazischen Verses. die schweren Strafen zu mildern, welche der Abschnitt über Berlin, den 12. März. Herr von Puttkamer soll wieder in den Staatsdienst treten, er soll das Oberpräsidium der Provinz Pommern erhalten. Neuer Kurs! Der greise Zentrumsführer Windthorft ist sehr schwer erkrankt. Daß die Entmannung der nationalliberalen Partei ihren Höhepunkt erreicht hat, beweist ein Satz aus einem Organe der deutschen Partei", welchen Namen in Württemberg die nationalliberale Partei führt. Derselbe lautet: Die Deutsche Partei hat es aufgegeben, ein eigenes Programm zu vertreten. Ihr einziges Programm ist: Unterstügung der Regierung um jeden Preis." Die sonst mit dem Antisemitismus liebäugelnde Ein Inserat der„ Industrie und Landwirthschaft"( Nr. 9, Bismarck's Kandidatur im 19. Hannoverschen Wahlfreise scheint der Anfang vom Ende des Staatsmannes zu Die harten Bestimmungen der Regierungsvorlage waren Zu Beginn der Sitzung wurde im Reichstage die sein, denn, wenn wir der unverfälscht bismarckischen der Kommission noch nicht drückend genug. Hatte Herr Nachberathung der bekannten angefochtenen Marineposten Münchener Allgemeinen Beitung" glauben dürfen, will Miquel mit Ruthen geschlagen, die Ethik der Agrarier vorgenommen. Die Budgetkommission hat bekanntlich die Bismarck in allen erledigten Wahlkreisen seine Kandidatur hantirt mit Skorpionen. Die nichtgewerbesteuerpflichtigen streitigen beiden Kanonenboote bewilligt. Der Zentrums aufstellen lassen. Er ist demnach schon ganz auf den BouWirthe und Kleinhändler mit Spirituosen wollte der Re- redner Sperlich und die freisinnigen Redner Rickert langer gekommen. gierungsentwurf mit 10 Mart anlegen; die Kommiffion und Richter die beiden feindlichen Brüder, die in setzte dafür zwölf Mark ein. Sie beschloß, daß bei mehreren dieser Frage getrennt marschiren suchen mit einigen kurzen einem Unternehmer gehörigen Betriebsstätten jedes einzelne Worten ihre Stellung zu begründen. Allein es ist bekannt, Geschäft für sich besteuert werden soll.*) Der Vorschlag der daß die Verhandlungen hinter den Koulissen am meisten zur Regierung, den Steuerpflichtigen in Klasse III und IV die Fertigmachung der Sache beigetragen haben und daß die Hälfte der Steuer zu erlassen, falls sie Kleinhandel mit Wajorität des Hauses den Abmachungen, wie sie Spirituosen ohne Gastwirthschaft betreiben und keine durch den Kommissionsbericht festgestellt find, zu 1500 Mark dabei erzielen, wurde furzweg abgelehnt. Es ſtimmt, deshalb erhalten die Verhandlungen kein lebleuchtet ein, daß die Kommission sich nicht veranlaßt jah, bie Abstimmung vor sich, welche Annahme der Kommissions- Kreuz- Beitung" will die orthodoxen Juden zur fab, bafteres Kolorit. Nach den bezeichneten furzen Reden geht die Betriebssteuer enthält, so z. B. die krasse Bestimmung die Betriebssteuer enthält, so z. B. die krasse Bestimmung beschlüsse ergiebt. Der große Theil der Freifinnigen stimmt konservativen Partei heranziehen. Wir gönnen der Junkerder Gewerbelegung bei fruchtloser Zwangsvollstreckung für dieselben. Einige weitere Etatskapitel werden anstands- partei diesen Zuwachs und auch alle sonst dem Kapitalismus bis zur Entrichtung des Rückstandes u. 1. w. u. s. w. Die los genehmigt. Das von der Kommission in zweiter Lesung huldigenden Christen, Juden und Gottesleugner. Wir Betriebssteuer erscheint als die erste Schwalbe, welche den fertig gestellte Patentgesetz wird auf Antrag des Abg. wollen bei dieser Gelegenheit aber konstatiren, daß die„ Kreuzlachenden Sommer des Trunksuchtgesetzes anzeigt! v. Ballestrem en bloc angenommen, ebenso geht ohne Dis- zeitung", wenn es der Machtstellung ihrer Partei nüßt, Wie für die großen Brenner, war auch für die Gruben- fussion die Annahme der die Petitionen zu diesem Gesez interfonfessione II wird, was sie anderen Parteien der Abstimmung betreffenden Resolution aus barone von der Vorlage bestens gesorgt. Die Bergwerke Darauf Schluß der Gizung 28 Uhr. Worgen: Dritte oft schon zum Vorwurf gemacht hat. hervor. so sollen gewerbesteuerfrei bleiben, weil sie bereits die Bergwerksabgabe zu entrichten haben. Dieselbe ist eine Brutto: Berathung des Etats. Abgabe von zwei Prozent, die den nothleidenden Kohlenlords Nur wenn Fürst Bismarck sich sehr beeilt, an den 4. März) hat folgenden Wortlaut: Knechte versende so schwer zu sein dünkt, daß man ihren Fortfall in Aussicht parlamentarischen Arbeiten theilzunehmen, wird er auf der jebe Bahnstation zu billigen Preisen. H. mächte und gewaltige Profite repräsentirt, daß sie durch Kollegen sich gegenübersißen finden, denn heute schon gehören der Arbeiter als Waare behandelt wird, ganz wie es das gestellt hat. Daß die Grubenindustrie foloffale Rapital Ministerbank bezw. an dem Bundesrathstische noch ehemalige 28. v. Malczewski, Bosen." Einmal ein Geständniß eines ostelbischen Junkers, daß Ringe, durch Verkaufssyndikate, durch die kürzlich von Herrn nur noch die Herren von Boetticher, Herrfurth und Maybach von Berlepsch festgenagelte Begünstigung des Auslandes 2c. dem Minifterium an und auch ihre Tage scheinen gezählt Interesse des modernen Klassenstaates erfordert! Nur die sich auszeichnet, iſt allgemein bekannt. Also Steuer zu sein. Herr von Goßler ist Bismard dem Vater und Sozialdemokratie will diesen Zuständen, welche von der freiheit! Ja, die Kommission beschloß, noch ein Uebriges bem Sohne, Lucius, Verdy du Vernois, Friedberg und Sklaverei des Alterthums fast durch nichts verschieden sind, zu thun und schützte auch noch die mit einem Bergwerke Scholz und auch den Herren Stöcker, Hegel und Hermes in ernstlich ein Ziel setzen. verbundenen, am Gewinnungsorte errichteten Roksanlagen, das Privatleben gefolgt. von Goßler hat wirklich seinen In Paris sind bei den Rennen, wegen des Wettwenn dieselben ausschließlich mit den in dem betreffenden Abschied erhalten und wird, wie der Reich 3 anzeiger" verbots, starte Truppenmassen konzentrirt worden. Meint Bergwerke gewonnenen Kohlen betrieben werden, durch Ver- heute amtlich meldet, von dem Oberpräsidenten von Constans wirklich, daß die Bourgeoisie zu einer Emeute aufleihung der Steuerfreiheit. Posen, dem hochkonservativen Herrn von Bedlig gelegt ist? Aber vielleicht irrt sich der geriebene Minister Von der Steuer befreit wurden ferner die nicht höher rühschler in der Leitung des Ministeriums für geist nicht, wenn er meint, daß die Bourgeoisie heute nur noch als bis zu 4000 Mart Ertrag eingeschätzten Kunstliche, Medizinal- und Unterrichtsangelegenheiten abgelöst wegen Einschränkung der Spielwetten Revolutionen machen gärtnereien, die kommunalen Verbände, die überwiegend werden. Was uns von dem neuen Minister bekannt ist, kann. der öffentlichen Wohlfahrt dienen, und auch eventuell berechtigt in auch eventuell berechtigt in keiner Weise zu der Annahme, daß gemeinnüßige" private Unternehmungen, Unternehmungen, wie Volts er für die Leitung eines Fachministeriums besonders Die Finanzwirren in Argentinien scheinen nicht nur küchen und Kaffeeschänken. Daß hier sehr scharf kon- geeignet ist, höchstens ließe sich anführen, daß den Bankerott dieses Landes herbeiführen zu sollen, sondern trollirt werden muß, da es feststeht, welch reinkapi- unser jüngster Minister Major a. D. ist, daher nicht außer England auch Frankreich ernstlich zu bedrohen. Ein talistische Zwecke solche Institute des Defteren ver- wie Herr v. Scholz seligen Angedenkens zum Sefondelieutenant ähnlicher Fall, wie bei dem englischen Bankhause Baring folgen, ist klar. Auch Herr Miquel sagte warnend: Wir ernannt werden muß. Mit Herrn v. Goßler scheidet ein Brothers, beschäftigt jetzt die Pariser Bankkreise, da eine erleben jeden Tag, daß unter dem Deckmantel der sogen. Mann aus dem Amte, der trot unleugbaren sympathischen große Bank, die société des dépôts et des comptes Gemeinnüßigkeit ganz fein ausgedachte gewerbliche Unter- Bügen, wie seinem Eifer für die Entwickelung der Natur- courants, durch die argentinische Krise in Zahlungsschwierignehmungen und Spekulationen unternommen werden." wissenschaften und ihre Pflege an den Hochschulen, ein durchkeiten gerathen ist. ( Sten. Ber. S. 170). aus reaktionärer Minister war. Als solcher erwies er sich sowohl Dagegen wurden entgegen dem Entwurf die auf Gegen- in firchlichen Angelegenheiten, wo er einer schroffen Ortho- lösen Vorgänge in Afrika abzuleugnen. So meldet ein In Italien macht man sich jetzt daran, die standa seitigkeit beruhenden Versicherungsgesellschaften für steuer- dorie huldigte, als auch in der Unterrichtspolitik, wo er Telegramm des„ Bureau Herold": den Schlendrian in der Volksschule zu konserviren, die freie laut Meinungsäußerung der Volksschullehrer zu unterdrücken be bemüht war, in der Frage der Unterrichtsreform war er ein eingefleischter Freund des Alten und Abgestorbenen und in der Hochschulverwaltung nahm er stets mehr Rücksicht auf die politische Gesinnung denn auf die wissenschaftlichen Leistungen der zu berufenden Professoren. Wir ver *) Die Betriebssteuer für Gewerbesteuerpflichtige soll Rommissionsbeschluß er deckt sich mit dem Entwurfe tragen: a) in der Klasse IV b) in der Klasse III . . 15 Mart, 25 . B • " c) in der Klasse II • d) in der Klasse I 50 100 " 19 Anders wird's wohl nicht ausgehen, wann Du eine Schürze voll Gold willst," versezte Ambros gleichgiltig. Lebhafter aber setzte er hinzu:" Ich thäte mich drei Mal besinnen, eh' ich zum Pfarrer ginge." erreichte. , General Baldissera, der vorletzte Kommandant der Truppen in Massauah, erklärt alle von Livraghi behaupteten Massafres für erfunden. In neun Jahren seien drei Todesurtheile vollstreckt worden, das Militärkommando sei mit dem Bandengesindel zu menschlich umgegangen. Livraghi habe das Märchen erfunden, um seine eigene Person zu decken, welche in der Affaire Mussa el Attad start kompromittirt ist." zu machen, daß derselbe ein Bayer war. Lisei war zu ver- und daß er anders sein würde, wenn die Mutter ihn liebte. ständig, um nicht zu erkennen, daß Wolf Lechner gegen den Hier mischte sich für Lisei das Mitleid ein und es trieb Bruder nicht nur im Rechte war, sondern es auch gut mit fie, dem Vater zu ersetzen, was ihm die Mutter nicht geihm meinte. Um so mehr schmerzte es sie, daß Ambros dem währte. Sie waren an die Sägemühle gekommen, die nur in Manne, der ihrem Herzen theuer, so abgeneigt war. Denn Um das Verhältniß der Eltern zu einander richtig begeringer Entfernung von dem Stern lag. Ein großer Wolfs- fie liebte Ambros trotz aller seiner Schwächen und Fehler, urtheilen zu können, fehlte übrigens Lisei der wichtigste Umstand. hund kam ihnen entgegen und sprang schmeichelnd an Ambros liebte ihn, obgleich ihm schon in der Wiege im reichsten Durch welche Bekenntnisse auch die Mutter ihr Herz gegen die auf. Es geschah mit solchem Ungestüm, daß ein Anderer wie Maße zugefallen war, wonach sie stets vergebens gehungert Tochter entlastet hatte, namentlich auf ihrem legten KrankenAmbros wohl das Gleichgewicht verloren haben würde. Er hatte die Liebe des Vaters. lager, wann Lifei während der Dämmerstunde an ihrem aber stand fest, klopfte dem Thiere den Kopf und reizte es Des Menschen Herz ist ein schwer zu ergründend Ding. Bette saß, von dem Wankelmuthe ihres Herzens gegen noch zu gewaltigeren Sprüngen. Jerg wünschte gute Nacht, Lisei war die Leidensgefährtin und Bertraute ihrer Mutter Kaspar Larseit hatte sie nicht sprechen mögen und der Name wandte sich aber noch einmal und rief Ambros nach: Grüß gewesen und dennoch hatte deren Erbitterung gegen den des schwer Getränkten war nie über ihre Lippen gekommen. Deine Schwester von mir!" Klosterbauer in ihrer jungen Bruſt nicht Wurzel gefaßt, Sie hatte ihr Kind, das einzige Wesen, das mit Liebe an Ambros antwortete nicht. Er spielte mit dem Hunde, noch hatte die Lieblosigkeit, Ungerechtigkeit und Härte, die ihr hing, ihr einziger Trost all die Lebensjahre hint urch der ihm das Geleit gab, in großen Sätzen vor ihm her fie selbst von dem Vater in reichem Maße erfahren, sie mit gewesen war, nicht zur Richterin über sich aufrufen wollen. sprang und dann wieder zu ihm zurückkehrte und liebkosend Neid auf Ambros erfüllt. Ja, sie hatte unter seinen Miß- Nur das hatte sie Lisei gestanden, daß sie sich durch den an ihm emporstrebte, bis er den Brückensteg bei Monthan handlungen schwerer gelitten, als die Mutter, denn sie liebte Reichthum des Klosterbauers hätte verleiten lassen, ihn ihn und hatte die Empfindung sorgsam verbergen müssen, gegen ihre Neigung zu heirathen. Eines Tages, nicht lange " Jetzt gehst nach Haus, Lupattino," sagte Ambros. um die Mutter nicht noch unglücklicher zu machen. Warum vor ihrem Tode, hatte Lisei aus einer Lade ihr ein Der Hund sah ihn an und blieb schweifwedelnd stehen. liebte sie den Vater? Die Stimme der Natur ist eine so bestimmtes Schächtelchen reichen müssen. Es enthielt die Als Ambros die Brücke über den Bach passirt hatte, bellte trügerische, daß auf sie kein Verlaß ist. Vielleicht erkannte ersten Geschenke, die der Klosterbauer ihr gemacht und die Lupattino dumpf und jagte dann nach der Mühle zurück. Lisei, deren Beobachtungsgabe durch das Unglück früh sie seit ihrer Verheirathung nie wieder getragen hatte. Lisei Den Gruß, welchen Ferg ihm aufgetragen, ließ Ambros geweckt worden, trotz der Liebe, die sie für ihre Mutter sollte sie als Warnung aufbewahren, ihr Herz nicht durch unbestellt, obgleich er die Schwester mit ihrem Verlobten zu fühlte, deren Charakterschwäche. So weit ihre Erinnerungen Schmuck und teichthum verführen zu lassen. Lisei hatte Hause unter dem Vordache sitzend fand. Mit einem kühlen zurückreichten, boten fie ihr fein Bild des Selbstvertrauens bei dieser Ermahnung nur gefühlt, daß sie alle Schäße der Worte ging er an dem Paare vorüber und Lisei folgte ihm von der Mutter, die bereits innerlich gebrochen war. Sie Welt mit Freuden für ein wenig Liebe des Vaters hinmit einem Seufzer in das Haus, um ihm das aufgehobene kannte sie nur in leidenschaftlichen Aufwallungen, denen eine geben würde. p Abendessen zu geben. Ambros kehrte sich an die Haus- um so größere Muthlosigkeit und Verzagtheit zu folgen Ein wenig Liebe! Als ob der Klosterbauer ein Ver ordnung nicht und der Klosterbauer sah es ihm nach, wann pflegte, und Lisei war es, welche sie dann trösten und kräfständniß für sie hätte! Er hatte auch nicht die leiseste er bei den Wahlzeiten fehlte. Das Verhältniß zwischen den tigen mußte. Gegen die Jukonsequenz und Schwäche der Ahnung davon, daß Lisei an sein Vatergefühl irgend welche beiden künftigen Schwägern war kein gutes. Die Ver- Mutter mochte ihr die ewig gleiche Rücksichtslosigkeit und Härte Anspruche erhob. Die schüchternen Annäherungsversuche des schiedenheit des Alters und mehr noch die der Charaktere des Baters als Charakterstärke erscheinen, und die Kraft ist Kinoes hatte er entweder gar nicht bemerkt, oder rauh zurück war zwischen ihnen zu groß. Wolf Lechner war zu ernst immer sicher, von dem weiblichen Geschlechte bewundert zu gewiesen, und wie er in der Unermüdlichkeit, mit der sich und gesetzt, als daß er das wilde Treiben des jüngeren werden. Vielleicht muß noch ein Anderes zur Erklärung Lisei der Wirthschaft annahm und für seine persönlichen Ambros hätte billigen können. Er besaß viel Gutmüthigkeit herbeigezogen werden. Lisei konnte sich nicht verhehlen, daß Bedürfnisse und Bequemlichkeiten sorgte, noch heute nichts und ließ sich deshalb persönlich wohl manche Rücksichtslosig- das Verhalten der Mutter gegen den Bater nicht vorwurfs als ihre Schuldigkeit sah, so war ihm ihre unerschöpfliche keit und Ueberhebung von dem Bruder seiner Braut gefallen, frei war, daß die Mutter ihn oft reizte und ihm Gleiches Geduld, mit der sie sich von Kindesbeinen an der Wartung aber er duldete sie nicht gegen Lisei. Auf Ambros' Seite mit Gleichem vergalt. So lag die Annahme nahe, daß das ihrer Brüder unterzogen, nur die Erfüllung einer selbstver trug es nicht wenig dazu bei, ihn dem Schmiede abgeneigt Benehmen der Mutter seine Fehler schärfte und zuspitzte ständlichen Pflicht gegen Ambros gewesen.( Forts. folgt.) I Doch hat die Sache jetzt schon zu viel Staub aufgewirbelt, um auf eine gewöhnliche Amtsüberschreitung eines untergeordneten Beamten gedeutet zu werden. Im italienischen Parlamente fand über die Frage, welche Crispi's Ansehen noch mehr untergraben wird, eine sehr erregte Debatte statt, über welche folgender telegraphischer Bericht vorliegt: " Die Deputirten Brinetti und Cavallotti begründeten ihre Interpellation in Betreff der Vorgänge in Maffauah und befürworteten die Einleitung einer hierauf be züglichen parlamentarischen Untersuchung. Ministerpräsident Rudini erklärte, gegen Livraghi sei wegen Verleumdung, Diebstahls und Todtschlags Anklage erhoben. Mit einer Untersuchung seien der Generalprokurator Armo, der General Drignet und die Deputirten Bianchi, Cambray- Digny, Ferrari und Martini betraut. Ueber die Kosten für diese Untersuchung lege er hiermit einen Gefeßentwurf vor. Die angeordnete Untersuchung werde den Fortgang des Prozesses nicht behindern, fich vielmehr über alle Handlungen der Regierungsbeamten jeden Ranges und jeder Stellung erstrecken, die Untersuchung werde zeigen, ob die Angelegenheit vor die ordentlichen Gerichte zu bringen sei. Nach diesen Maßnahmen der Regierung halte er den Antrag auf Einleitung einer parlamentarischen Untersuchung für verspätet. Brinetti und Cavalotti erklärten sich durch die Antwort des Ministers befriedigt. Colaianni brachte darauf den Antrag auf Einleitung einer parlamentarischen Untersuchung ein. Rudini sprach sich gegen die Jnbetrachtnahme desselben aus. Crispi erklärte, er zolle der von der Regierung beschloffenen Untersuchung Bei fall, er würde auch einer parlamentarischen Untersuchung zugestimmt haben, wenn dieselbe von der Regierung und der Kammer angenommen worden wäre. Anlangend seine auswärtige Politik, erwarte er Gerechtigkeit von der Zeit und werde sich darauf beschränken, die Thatsachen richtig zu stellen. Colaianni zog darauf seinen Antrag zurück." Wenn die Untersuchung ehrlich geführt werden sollte, wird sie Schreckliches zu Tage fördern und keineswegs den Rolonialfanatismus weiter entflammen.Kolonien Wittwe 120 Kronen jährlich und den hinterbliebenen Kindern sein dürften. Und diesen Beispielen können wir noch ein unter 15 Jahren 60 Kronen jährlich gezahlt werden. Hat ein Drittes hinzufügen: die Versuche zur Herbeiführung eines Unfall eine mehr als 60 Tage dauernde Erkrankung aur Bundes der südafrikanischen Folge, so wird 1 Krone täglich an Krankengeld gewährt; tritt Englands, die sich zu Vereinigten Staaten vollſtändige Arbeitsunfähigkeit ein, dann sind 360 Kronen jähr- Südafrikas zusammenschließen sollen, und sicherlich in lich zu zahlen, welcher Betrag auf 440 Kronen erhöht werden " kann, wenn der Verunglückte minderjährige Kinder hat. Bei nicht zu ferner Bukunft auch werden. Ohne Kanada, theilweiser Arbeitsunfähigkeit ist eine Rente bis 300 Kronen Australien und Südafrika wäre Größer- Britannien" aber zu gewähren. Der Staat und die Kommunen sollen nicht ver- eine lächerliche Phrase. Es bleibt freilich das Indische pflichtet sein, ihre Arbeiter bei der Reichs- Versicherungsanstalt Riesenreich, indeß daß auch dieses mit seiner inneren zu versichern, sollen aber den Arbeitern bei eintretenden Un- Entwickelung der englischen Herrschaft entwachsen wird, liegt fällen wenigstens dieselbe Rente gewähren, wie oben angegeben. in der Natur der Dinge. Der Gesehentwurf, betreffend die Krankenkassen, beruht im Gegensatz zu der obligatorischen Unfallversicherung auf dem Ein Reuter'sches Telegramm berichtet aus Chile über Grundsatz der Freiwilligkeit. Die bestehenden Krankenkassen einen hartnäckigen Kampf zwischen den Regierungstruppen tönnen, wenn sie es wünschen, bei der Reichs- Versicherungsanstalt und den Truppen der Kongreßpartei, der einen für die registrirt werden, wodurch sie den Charakter einer juristischen Korrespondenzen und Parteinachrichten. Person erhalten; eine solche Kasse muß aber wenigstens fünf- Rongreßtruppen siegreichen Ausgang gehabt haben soll. Die undzwanzig Mitglieder haben. Die vorgeschlagene Reichs Regierung von Uruguay solle ihre Vermittelung angeboten Versicherungsanstalt soll alle Angelegenheiten bezüglich der haben. Unfallversicherung und die Registrirung der Krankenkassen besorgen; die Verwaltungskosten der Anstalt sind zu 41 600 Kronen jährlich berechnet. Um das Krankenkassenwesen zu befördern, wird noch beantragt, daß die registrirten Kassen einen Verwaltungsbeitrag aus der Staatskasse erhalten sollen, und zwar so, daß Kassen mit weniger als 50 Mitgliedern 1 Krone per Mitglied jährlich und Rassen mit mehr als 50 Mitgliedern 50 Dere erhalten; der jährliche Verwaltungsbeitrag an eine Lüneburg. Den hiesigen Wirthen, welche Arbeiterblätter Kaffe darf jedoch 150 Kronen nicht übersteigen. Wenn aber in ihren Lokalen ausliegen haben, ging dieser Tage folgendes eine Krankenkasse auf anerkannten versicherungstechnischen Schreiben zu: Grundsätzen beruht, kann der Verwaltungsbeitrag verdoppelt werden. Die Ausgaben der Staatskasse zu diesem Zweck find zu ca. 59 000 kronen jährlich berechnet. Diese Geseze sollen am 1. Juli 1892 in Kraft treten; die Ausgaben in genanntem Jahre sollen aus dem Fonds von 100 000 kronen bestritten werden, den der Reichstag schon in der vorigen Session zu den in Frage stehenden Zwecken bewilligt hat. " „ Herrn Restaurateur N. N. Lüneburg. Es ist zur Kenntniß des Garnison- Kommandos gelangt, daß in Ihrem Lokal sozialdemokratische Zeitungen aus liegen. Sie werden aufgefordert, bis zum 12. d. M. hierunter zu erklären, ob Sie gewillt sind, in Zukunft feine sozialistischen Zeitungen oder Zeitschriften in Ihrem Lokal auszulegen. Erfolgt diese Erklärung nicht, so wird vom genannten Tage ab Ihr Lokal den Unteroffizieren und Mannschaften der Garnison verboten werden. Brinkmann, * ak In Norwegen hat das radikale Ministerium Steen sein Amt angetreten. Man prophezeit ihm keine In Belgien sieht sich die Regierung doch gedrängt, lange Lebensdauer und auch im Minifterium selbst ist man Oberst- Lieutenant und Garnisonältefter." eine Erweiterung des Wahlrechtes zuzugestehen, auf die eventuelle Nothwendigkeit gefaßt, bald zurückzutreten, Als groben Unfug" haben verschiedene Gerichtshöfe es charaksie wird aber dadurch die Sozialdemokratie nicht befriedigen beshalb wird die Hauptkraft auf die Durchsetzung des tönnen, weil noch immer mehr wie die Hälfte der in wichtigsten Programmpunkts der radikalen Partei, des all- terifirt und bestrast, wenn Arbeiter aus irgend welchem Grunde Deutschland Wahlberechtigten in politischer Rechtlosigkeit gemeinen Wahlrechts, konzentritt. Im Herbste finden in irgend welche Geschäftsleute boykottiren. Ob auch diefer miliverbleiben wird. Den Liberalen strenger Observanz scheint Norwegen die Neuwahlen statt, von deren Ausfalle die tärische Boykott unter den groben Unfugsparagraphen" fällt, das weiß allein der Staatsanwalt, dem wir die Sache zur Beaber die Regierung trotz der Kleinlichkeit ihrer Zugeständ- künftige Politik in diesem Lande abhängen wird. achtung empfehlen. Die allgemeinen Strafgefeße dürften denn nisse zu weit zu gehen und der Führer der Liberalen, Herr Ein enormer Standal, der mit den italie doch auch wohl für Militärpersonen vorhanden sein. Im Uebrigen Frère Orban, bekämpft die Regierungsvorlage, welche von nischen Kolonial- Massenmorden in Mas- follte man, wenn man den Wirthen, welche sozialistische Zeitungen den Progressisten und einem Theil der Liberalen unterstützt fauah so ziemlich auf gleicher Stufe steht, wird aus halten, den Militärbesuch entzieht, von ihnen auch keine Steuern zur Unterhaltung des Militärs einziehen. wird. Aber nicht nur die Liberalen, auch die Ultramontanen Serbien gemeldet. Unter König Milan's Regiment waren sind in der Wahlrechtsfrage gespalten, während die Einen in jenem Lande Verschwörungen nicht selten wie übri Drochtersen. Die Drochtersener Bauern sollen nun doch die Regierung unterstüßen, wollen die Anderen nichts von gens auch heute noch, noch, und und wie auch in anderen nicht so leichten Kaufes davon tommen, wie es nach dem Urtheil der Revision der Verfassung wissen. Ländern. Bei einer solchen Gelegenheit wurden mehrere der der Straftammer des Stader Landgerichts schien. Von den bei Auch in den Niederlanden wird die Frage der Er- Schuldigen oder Angeschuldigten verhaftet, und kamen einige der Wahl im vorigen Jahre mißhandelten und verlegten Hamweiterung des Wahlrechts jetzt ventilirt. Die in Opposition derselben, darunter zwei Damen, auf geheimnißvolle Weise burgern ist jetzt, wie aus Hamburg mitgetheilt wird, eine Privatstehende Liberale Union" hat soeben ihr Programm daß Gras über die Sache gewachsen sei, beschuldigt nun gungen zu zwingen. Den Verlegten steht eine ganze Reihe von im Kerker ums Leben. Jetzt, nachdem man längst geglaubt, lage eingeleitet worden, um die Knüppelhelden zu Entschädirevidirt. Jetzt befindet sich in demselben auch der folgende der inzwischen ex- gemachte Milan feinen damaligen Minister Staber Staatsanwalt nicht für nöthig gehalten hat, deren AusZeugen zur Verfügung, deren Vernehmung und Ladung der Paffus: Ausdehnung des Wahlrechts und zwar derart, daß alle areschanin, die beiden Damen im Gefängniß er sagen in dem nunmehr angestrengten Prozeß aber unzweifelhaft volljährigen männlichen Niederländer, die lesen und schreiben mordet zu haben. Und Gareschanin giebt seinem ehe- ben Drochtersener Bauern sehr unangenehm werden können. tönnen, im Bollbesitz ihrer staatsbürgerlichen Rechte sind und maligen Herrn und Gebieter die Anklage zurück, und sagt Möglicherweise werden dabei Momente zu Tage gefördert, welche selbst für ihren und ihrer Familie Unterhalt sorgen, ihm in's Gesicht, er, Milan, habe selber die Morde verübt eine Wiederaufnahme des Strafprozesses zur Folge haben dürften. namentlich also die große Masse der Arbeiter, wahl- und nennt ihn den Milan- einen Vorgänger Jacks Der Ausgang der Verhandlung von der Stader Strafkammer berechtigt sind." des Aufschlizers". Auch soust traktirt der Ex- Unterthan hat übrigens allseitig befremdet, was auch die Veranlassung war, daß ein ausführlicher Bericht über diese Gerichtssitzung dem Der Krieg ist der Feind der Kultur auch im Frieden. wie sie höchstens in Borbellen und Matrosenkneipen der dieser Schritt haben wird, bleibt abzuwarten. Auf jeden Fall feinen Ex- König mit Redensarten der hanebüchensten Art, preußischen Justizministerium eingesandt wurde. Welchen Erfolg Dies beweist der Umstand, daß alle bisherigen Projekte niedersten Sorte gehört zu werden pflegen. aber wird die Privatklage energisch betrieben. Frankreich mit England zu verbinden, stets am Widerstande niedersten Sorte gehört zu werden pflegen. ber englischen Armeeverwaltung gescheitert sind, dies gilt für Lumpen und Schurken erklären. Und da denke man: Vermuthlich haben Beide Recht, wenn sie einander Hamburg, den 9. März. Wegen Majestätsbeleidigung hatte auch vom neuesten Stadium der Frage, worüber ein Wolff- Der Eine der Beiden war Jahrzehnte lang König, und der sich heute der Zimmermann A. Ch. Bringmann aus Quedlinburg, sches Telegramm meldet: Der englische Kriegsminister Stanhope kündigte der Re. Andere längere Zeit sein Minister kurz Personen, die in Hamburg wohnhaft, vor dem hiesigen Landgericht zu verantworten. Er soll in einer öffentlichen Zimmerer- Versammlung, gierung an, er werde fich dem Projekte Sir Edward Reeds be- ein jeder Unterthan" als höhere Wesen zu betrachten und welche am 22. Januar in Altona stattfand, in Bezug auf die denen er blinde Berehrung und blinden Gehorsam zu zollen faiserlichen Erlaffe geäußert haben, dieselben seien nur eine gezwungen war. Die inbrünstigste Loyalität wird nicht Maste, hinter welcher der Wolf zum Vorschein gekommen sei. leugnen, daß derartige Vorkommnisse geeignet sind, die So lauten wenigstens die Aussagen und die schriftlichen Notizen eifrigsten Anhänger der Monarchie stuzzig zu machen, und des Zeugen, Ober- Polizeiſergeant Bartel. Der Angeklagte sowohl, der Republik, die in Serbien immer mehr an Boden ge- wie die zwei übrigen Beugen bestreiten ganz entschieden, daß die winnt, Anhänger zuzuführen. Aeußerungen in solchem Zusammenhange geschehen seien. Die Wendung von der Maske und so weiter sei in Bezug auf das Verhalten der verschiedenen Parteien gefallen. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Dr. Berthold, weist aus dem Notizbuch des Zeugen Bartel, welches den Akten beiliegt, Verschiedenes nach, was als zweifellos unrichtig anzusehen set. Aus seinen Aufzeichnungen ergäbe fich für ihn eine so bedeutende Unzuverlässigkeit in Bezug auf die Angaben dieses Zeugen, daß er die kostenlose Freisprechung des Angeklagten beantrage. Der Staatsanwalt hatte einen Antrag auf zwei Jahre Gefängniß gestellt. Das Gericht erklärt, die Glaubwürdigkeit des Zeugen Bartel nicht anzweifeln zu wollen, hält aber einen Irrthum desselben nicht ausgeschlossen und spricht den Angeklagten frei. Unter dieser Spigmarke wird dem„ Samb. Korrefp." von bier Ein sozialistischer Kindererzieher". gemeldet: Vor Kurzem wurde der Lehrer in Schlagsdorf a. Fehmarn feines Amtes entsetzt. Derselbe hatte seine Schüler längere Zeit mit fozialistischen Vorträgen unterhalten und erklä auch seiner Schulbehörde gegenüber gleich, daß er zur sozialisten Bartei gehöre. Jezt ist derselbe nach Berlin übergesichenossen Die Angaben stimmen. Es handelt sich um den Siewers, der sich z. 3. in Berlin aufhält. Mannheim, den 9. März. Das Komite meinsamen Beanserer Partei treffend die Kanal- Rohreisenbahn widersetzen." Die gespaltenen" irischen Homeruler werden wohl nächstens vollständig verkrümelt" sein, und sich schließlich in blauen Dunst auflösen. Herr Parnell bereist gegen wärtig Frland, um seine Kollegen anzuschwärzen und durchprügeln zu lassen. Kein Meeting ohne solenne Keilerei, bei denen bald die Einen bald die Anderen die Kürzeren ziehen. Das radikale serbische Ministerium, das unter der Ein traurigeres Ende hat niemals eine politische Partei Leitung des Errevolutionärs Pafchic steht, hat einen genommen. Dank dem Gößenkultus, der viele Jahre lang durchaus reaktionären Presgesetz- Entwurf im Parlasystematisch mit seiner Person getrieben worden ist, wird mente durchgedrückt. Barnell, ein vollendeter Demagog und an kalter Berechnung " all seinen ehemaligen Kollegen überlegen, von vielen seiner Parteiprogramms eine In Griechenland hat sich auf Grund des deutschen kommunistische Liga" gegößengläubigen und wenig kritischen Landsleute auch noch bildet. heute als ein übernatürliches Wesen verehrt, dessen Popu larität in breiten Boltsschichten selbst dem Anathema der Die friedliche Lösung der Fischereifrage im Behrings Pfaffen trott. Der Führer der Gegenpartei, Mac Carthy, meere scheint jetzt ganz außer Zweifel zu sein. Die Frage rief schmerzlich bewegt in einer Rede aus:" Da ernten wir wird einem Schiedsgerichte unterbreitet werden. Es scheint die Frucht des Personenkultus. Berücksichtigen wir die nur noch die Frage zu bestehen, ob man die schweizer oder Lehre!" die belgische Regierung mit dem Schiedsgericht betrauen Und hoffentlich wird sie berücksichtigt, und nicht bloß soll. Es scheint aber der Schweiz die ehrenvolle Mission in Irland. zugedacht zu werden. Für den Augenblick ist aber der Schaden gethan, und die Homerule kann als ein überwundener Standpunkt" betrachtet werden. In Canada, der großen„ Kolonie", die den Engländern noch in Amerika geblieben ist, haben Neuwahlen stattgefunden, und zwar unter ziemlicher Aufregung, weil die Frage der Loslösung von dem Mutterlande wieder mit ziemlicher Lebhaftigkeit in den Vordergrund gekommen war. Wir sagen warten Neustadt in Holst. * fand aber Herr Parnell denkt so wenig daran, von dem politischen Schauplatz zu verschwinden, daß er sogar über die Homerule hinaus sich seine Zukunft zu sichern suchter, der selbstsüchtige, kalte, hochmüthige Aristokrat, fängt nämlich wieder", denn die Frage ist alt und taucht jedesmal auf, zur Betreibung der Landtagswahlen beruft zue Parteikonferenz an, ſich als Soz i al iſt aufzuspielen. In einer Arbeiter- wenn irgend ein Streitfall awischen England und den Ver- für den 11. Digitation und Organiſation the Parteifonferenz badischen Reichstags- Wahlkrei nach Mannheim. Bersammlung zu Clarkenwell( einem Stadttheile Londons) einigten Staaten vorliegt. Diesmal war der Streitfall um die Die Lostrennungs- Partei erklärte er sich für weitgehende soziale Reformen, betheuerte Fischerei im Behrings- Meer. Thalheim in Sachsen. Ein Hialdemokraten im Gemeindeses Unglück verhindert. In feine Zärtlichkeit für den Arbeiter, bezeichnete es als Pflicht siegte nicht, gewann aber bei der Wahl 25 Stimmen, und des Staates, den Arbeiter gegen den Unternehmer zu die Majorität für die Regierung ist von 50 auf die Hälfte zu- Thalheim bei Chemniß sind die hiervon zeigte sich bei einem schützen, und sprach sich schließlich für den Acht- sammengeschmolzen. Da inzwischen der Streit ums Behrings- rathe stark vertreten. Die Fag gestellt, die Streifenden aus stundentag aus. Es versteht sich, daß nur der Wunsch, Meer all seine Gefährlichkeit verloren hat und unzweifelhaft zu Streit, denn es wurde der der untere den Erkönig von Irland zur Uebernahme dieser neuen Rolle Lostrennung einstweilen keine Eile. Die Amerikaner können einen Ausweg. Er diese entschied, daß ein solcher Antrag Herrn Gladstone und deſſen Getreuen einen Tort anzuthun, schiebsrichterlicher Erledigung gelangen wird, so hat es mit der bei Gemeindekaffe zu unter Der Gemeindevorstanges Entſegen „ Ordnungsleuteattete and die Kanadier, die thatsächlich so frei sind, mannschaft Anzeige, zulässig zu erachten sei. Weshalb nicht? Königlichen Amtshauptden englischen Arbeitern aber erwarten wir, daß sie ihm wie die Amerikaner, können auch warten. Ueber kurz oder überhaupt nicht berichtet. Uns scheint, daß ebensogut ivie bestimmt hat. Der Mann kann es noch weit bringen. Von soweit er auf sie spekulirt, das Spiel gründlich ver lang wird der Anschluß an die Vereinigten Staaten ganz wird lept nicht von selbst und voraussichtlich ohne jeglichen Konflikt mit Beiträge zur aus Gemeindemitteln zu bewilligen zulässig sein gerichtung von Denkmälern aus Unterſtügungen dem Mutterlande erfolgen. Ueber die dem schwedischen Reichstage vorgelegten Ar- Das„ Größer Britanien", von dem einige sollten. beiterversicherungs- Gesetzentwürfe theilt der Reichs- Schwärmer träumten und das England mit all seinen Schneeberg wird der Sächsischen Arbeiter- Zeitung" Anzeiger" folgendes mit: Kolonien zu einem riesigen Reich vereinigt umfassen Der von der Regierung dem Reichstage vorgelegte. Geſetz- wird allem Bermuthen nach niemals – auch nicht auf die gefcheben: Genosse Erth hielt im Juli v. J. hier einen Vorüber Glaube, Wunder, Wissen, Macht." Er wurde auf entwurf, betreffend die Bersicherung gegen Unfälle während der kürzeste Zeit in das Leben treten. Die Bentrifugalkraft Die Zentrifugalkraft und verschiedener Aeußerungen angeklagt, religiöse Gebräuche Arbeit, geht von dem Grundsatz aus, daß die in gewissen ge-( Streben vom Mittelpunkte weg) ist in den englischen verspottet zu haben. Die dritte Strafkammer des Zwickauer fährlicheren induſtriellen Gewerben, sowie beim Eisenbahn- und Kolonien entschieden, weit stärker als die Zentripetalkraft( de Bandgerichts ertannte auf Freisprechung, das Reichsgericht hob pferdebahnbetrieb beschäftigten Arbeiter gegen die ökonomischen Folgen von Unfällen versichert werden müßten, durch welche Streben nach dem Mittelpunkt zu). Nicht bloß in Kanada jedoch das Urtheil auf und wies die Sache an das Landgericht Sie während der Arbeit betroffen werden könnten. Die Haupt- sehen wir dies, sondern auch in Australien, wo die zurück. Nunmehr hat dieselbe Straffammer, die ihn freigesprochen Staaten batte, auf 6 Monate Gefängniß erkannt." Vereinigten Beim Todesfall soll Versuche zur Gründung eine Begräbnißhilfe von 30 Kronen, der hinterbliebenen Australiens wohl in nächster Zeit von Erfolg gekrönt derben. von der Streifend tro " Theater. Freitag, den 13. März. Opernhaus. Die Meistersinger von Nürnberg. Schauspielhaus. Der neue Herr. Leffing- Theater. Thermidor. Berliner Theater. Arbeit. Deutsches Theater. Faust's Tod. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Vogelhändler. Wallner Theater. Miß Helyett. Residenz- Theater. Der selige Toupinel. Vorher: Die Schulreiterin. Viktoria Theater. Die sieben Raben. Dienstag, den 31. März: Abschieds- Vorstellung. Gust. Mieker und Alb. Wilde Circus Schumann. Friedrich- Karl- Ufer. Heute Abend 7/2 Uhr: Große Vor stellung mit neuem, vorzüglich gewähltem Programm. Auftreten der besten Reiter und Reiterinnen. Reiten und Vorführen der bestdressirten Schul- und Freiheitspferde. Komische Entrees sämmtlicher Klowns. Zum Schluß der Vorstellung: Bellealliance- Theater. Gavaut, Die Marionetten. Minard& Co. Oftend- Theater. Dorf und Stadt. Thomas- Theater. Der Registrator auf Reisen. Adolph Ernst- Theater. Adam und Eva. Kaufmann's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Concordia. Große SpezialitätenSpezialitäten- Borstellung. Theater der Reichshallen. Große Vorstellung. Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Wintergarten. Große Spezialitäten Vorstellung. Englischer Garten. Direktion: C. Andress, Alexanderstraße 27c. Fräulein Liri Armani, fchwedische Chansonette. Umberto Bozza, Produktionen auf dem Piedestal. Frl. Lilli Nora, deutsche KostümSoubrette. Die berühmte Borza Truppe, Parterre- Akrobaten. Sr. Paul Jülich, Gesangshumorist. Kathi und Pepi Wolter, GesangsDuettisten. Ballet- Gesellschaft Menni, 6 Pers. Anfang Wochentags 8 Uhr. Sonntags 5/2 Uhr. Entree Wochentags u. Sonntags 30 Pi Pf. 50 Pf. und 75 Pf., im Vorverkauf 20 und 30 Pf. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. ' Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Pazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. 641 F. Müller. Bratweilige Bierhallen Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Grosses Concert ausgeführt von der Kapelle des MusikDirektor H. Sanftleben unter Mitwirkung des Opernsängers u. Konzertmalers Signor Travieki aus Rom. Empfehle zugleich meinen FrühstücksNeu oder: Täuschungen in ein. Damen- Pensionat. Sensationelle Wasserpantomime. Circus unter Wasser. Sonnabend: Große Klown- und Unfern Freunden und Genossen zum Wiegenfeste ein donnerndes Hoch! 930 b] Die Freunde aus der Freien Vereinigung der Kaufleute. Den Carl Beckmann'schen Eheihrer goldenen Hochzeit die besten leuten zu Neu- Dresden bei Kriescht zu Glückwünsche! Große öffentliche Volks- Versammlung für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis am Freitag, den 13. März, Abends 8 Uhr, 354 Lim großen Saale der Brauerei Tivoli". Mehrere Rothen der Ethischen Gesellschaft. Tages Ordnung: 0 336/4 1. Die Maifeier der Arbeiter. Referent Hr. Richard Fischer. Für die zahlreichen Kranzspenden und 2. Diskussion. 3. Wie stellen wir uns zur Feier des 1. Mai? 4. Wahl zweier Beweise der Liebe und Theilnahme bei Mitglieder zur Lokalkommission. 5. Verschiedenes. der Beerdigung meines lieben Mannes, des Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Der wichtigen Schriftfehers Otto Driemer, Tagesordnung halber ersucht um zahlreiches Erscheinen Der Vertrauensmann. sage allen Betheiligten meinen tief 937 b empfundenen Dank. Wwe. Driemer. Bildhauer! Am Sonntag, den 15. März, Abends 7 Uhr, findet eine Benefiz- Vorstellung für den beliebtesten Klown Berlins Herrn Tanti. Gänzlich öffentl. Versammlung neue Ueberraschungen und Intermezzos des Benefizianten. Zum Schluß der Vorstellung: Cicrus unter Wasser. Sonntag: 2 Vorstellungen 3/2 und 71/2 Uhr. In beiden Vorstellungen: Circus unter Waller. Geschäftshaus S. Heine. Chauffeestraße 14 Die schönsten Kinder- Kleider für Mädchen jeden Alters, sowie Morgenröde, Unterröde, Trikottaillen u. Blousen auch im Einzelverkauf sehr billig! Massbestellungen u. Reparaturen werden prompt erledigt! Chauffeestraße 14 Geschäftshaus S. Heine. 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Heute, Freitag, pünktlich 10% Uhr: Große öffentliche Versammlung für die Gehilfen i. Colonialwaaren- Geschäften und Cigarrenhandlungen. in Deigmüller's Salon, Alte Jakob- Straße Nr. 48a, Tagesordnung: Die Sonntagsruhe im faufmännischen Gewerbe. Referent: Kollege August Hinge. Diskussion. Verschiedenes. Um weiteste Verbreitung dieser Anzeige in den betreffenden Geschäften werden alle Leser dieser Zeitung gebeten. Der Einberufer. គ 188/7 21 R 11 ( S 1 e e Verein zur Wahrung der Interessen der Klavierarbeiter u. verwandt. Berufsgenossen Sonnabend, den 14. März, Abends 81/2 Uhr, in Keller's Salon, Bergstr. 68. Mitglieder- Versammlung für den Norden. Zages Ordnung: = 136/21 1. Unternehmer Verbände und Arbeiter Organisation. Referent gelegenheit, Verschiedenes. Freie Bereinigung der Maurer Dr. Bütgenau. 2. Diskussion. 3. Bericht über den Streit. 4. Vereins- Anvon Steglig und Umgegend. Sonntag, 15. März, Nachm. 1 Uhr: Gr. General- Versammlung im Kurhaus Friedenau. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Kaffenbericht. 4. Wahl eines Revisors. 5. Berschiedenes. Mitglieder werden aufgenommen. Um zahlreichen Besuch ersucht Der Vorstand. 243/1 J. A.: H. Schubel. Orts- Krankenkasse der Tabakfabrik- Arbeiter. Sonntag, den 29. März cr., Abends 8 Uhr, nach der Kassenauflage im Kaffenlokal, Landsbergerstraße 31, bei Muschold:" Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung zu Gunsten der freireligiösen Gemeinde Freitag, den 13. März, Abends 81/4 Uhr, im großen Saal des Böhmischen Brauhauses, Landsberger Allee 13-16, Vortrag von 934b Frau Henrich- Wilhelmi: Das Verhältniss des Freidenkerthums zur sozialen Frage. Nach dem Vortrag freier Meinungsaustausch. Achtung! Achtung! Große öffentliche Versammlung für Frauen u. Männer Sonntag, den 15. März, Mittags 12/2 Uhr, in der Boltsbrauerei( unterer Saal), Alt- Moabit 47-49. Zages Ordnung: General- Versammlung. Tagesordnung: Bericht der in der vorjährigen General- Versammlung gewählten 3 Revisoren. Decharge- Ertheilung dem Rendanten u. dem Borjiande. Tanz. Es ladet ergebenst ein 5/88 M Der Vorstand. Filiale Berlin 5. ( Eing. H. 29 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 158/17 Nach der Versammlung gemüthliches Beisammensein, verbunden mit Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Der Einberufer. Fachverein der Allgem. Kranken- u. Sterbekasse Marmor- und Granit- Arbeiter. der Metall- Arbeiter( Bamburg Sonntag, den 15. März, Borm. 10% Uhr, bet Deigmüller, Alte Jakobstr. 48a. Sonnabend, den 14. März, Abd. 9 Uhr, Mitglieder- Versammlung fowie Zentralkasse Vulkan, bei Zemter, Münzstr. 11. Zages Ordnung: 922b 1. Wahl von zwei Revisoren zum Generalfonds. 2. Diskussion. 3. VerUm pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Versammlung hiebene 3. Tagesordnung: 928 b 1. Rassenbericht. 2. Aufstellung der Delegirten zur Generalversammlung. 3. Verschiedenes. Orts- Krankenkasse Platinabfälle, 871 f. d. 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Aufl. • 0,50 " 0,15" • Hierzu eine Beilage. Berantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. ע 31 Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 61. Freitag, den 13. März 1891. 8. Jahrg. Arbeiter Berlins: Gedenkt der ausgesperrten deutschen Arbeiter!") Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 87. Sigung vom 12. März. 1 Uhr. Am Tische des Bundesrathes: von Bötticher, von Malzahn, Hollmann. Abgeordnetenhaus. 55. Sigung vom 12. März. 11 Uhr. Am Ministertische: Miquel und Kommissarien. Die zweite Berathung des Gewerbesteuer- Gesetzes wird fort gefekt. nach den Beschlüssen zweiter Berathung unverändert ohne Debatte definitiv angenommen. Schluß nach 2 Uhr. Nächste Sigung Freitag 12 Uhr( Etat: Allgemeine Finanzverwaltung, Ministerium für Handel und Gewerbe). Parlamentarisches. Der Abgeordnete Zuhauer hat heute dem Reichstage eine Petition gegen die Denaturirung des Spiritus überreicht, welche mit 16 420 Unterschriften versehen ist. Der Bundesrath hat in seiner heutigen Plenarsizung Jm§ 81 wird die Gewerbesteuer kontingentirt: Uebersteigt Die zweite Berathung des Reich 3 haushalts.Etat 3 das Veranlagungsfoll für 1893 den Betrag von 19 811 359 M. für 1891-92 wird fortgesetzt; es stehen noch aus die einmaligen um mehr als 5 v. H., so soll in dem Verhältniß des ganzen Mehrbetrages zu der genannten Summe eine Herabsehung sowohl Ausgaben für den Bau von 2 Panzer- Fahrzeugen S und U, erste des Prozentsatzes für Klasse I, als auch der Mittelsäge für die Raten von je 1000 000 M. Die Kommission beantragt nach Klassen II, III und IV, sowie der höchsten und niedrigsten Steuernochmaliger Berathung die Bewilligung dieser beiden ersten Raten fätze, letzterer mit Ausnahme der Klasse IV stattfinden. Im Falle und will ferner dem Nachtragsetat, welcher bestimmt ist, den zur des Zurückbleibens soll eine entsprechende Erhöhung erfolgen. Einlösung des April- Kupons erforderlichen Betrag von Nach einem von der Kommission beschlossenen Zusatz soll die Er- die Vorlage betreffend die zu Brüssel am 2. Juli 1890 unter10 225 000 m. aus dem Etatsjahr 1890-91 verfügbar zu machen, höhung durch königliche Verordnung außer Kraft gesetzt werden, einen Zusah geben, wonach die einmalige Ausgabe für den Bau Ausschüssen für Handel und Verkehr, für das Geewefen und für von 2 300 000 M., in Wegfall kommen soll und als erspart nach- Betrag von 19 811 359 M. zuzüglich einer Steigerung von 2 v.. Justizwesen überwiesen und dem Ausschußbericht über einen einer Panzerkorvette K, in Gtat 1890-91 bewilligte erste Rate Sobald das Veranlagungssoll einschließlich der Betriebssteuer den zeichnete Generalatte der Brüsseler Antislaverei- Konferenz den für jedes auf 1893-94 folgende Steuerjahr erreicht. millionen Mark zuzüglich 2 v. H. für jedes folgende Jahr über- gestimmt, Abg. Dr. Bachem beantragt, den die Summe von zwanzig Gefeßentwurf für Elsaß- Lothringen betreffend die Biersteuer zuschreitenden Betrag zum Erlaß eines entsprechenden Betrages an Gewerbesteuer nach Monatsraten, zunächst für die Klasse 4 bis zur Höhe von sechs Monatsraten, darüber hinaus zum gleichmäßigen Erlaß von Monatsraten aller übrigen GewerbesteuerPflichtigen zu verwenden. zuweisen ist. Staatssekretär v. Bötticher: Der Beschluß ist erst gestern gefaßt und gestern Abend erst bei der Reichsverwaltung bekannt geworden. Es ist deshalb nicht möglich gewesen, einen MeinungsAustausch bei den verbündeten Regierungen herbeizuführen, ob sie geneigt sind, diesen Beschluß auch ihrerseits zu genehmigen. Ich kann Deshalb namens der verbündeten Regierungen eine Erklärung nicht abgeben. Dagegen bin ich in der Lage erklären zu können, daß die preußische Regierung diesem Beschlüsse zustimmt. Weiter fann ich erklären, daß die preußische Regierung auch für die Annahme dieses Beschlusses im Bundesrathe eintreten wird. Ich zweifle danach für meine Person nicht, daß der Bundesrath eben falls feine Ablehnung dieses Beschlusses wird eintreten lassen. Die Berichte lassen darüber keinen Zweifel, daß, wenn nicht unvorhergesehene Ereignisse eintreten, der Nordostseefanal im Früh jahre 1895 vollendet sein wird. Die preußische Regierung sieht daher ein nothwendiges Bedürfniß darin, bis zu diesem Augenblicke diese beiden Panzerfahrzeuge fertigzustellen. Abg. Sperlich( 3.) erklärt namens der überwiegenden Mehrheit seiner Freunde, daß sie für den Antrag der Kommission stimmen würden. Herr Windthorst habe verlangt, daß nicht blos ein falkulatorisches, sondern ein wirkliches Aequivalent für diese Bewilligung geboten werde. Dieses Aequivalent liegt darin, daß eine im laufenden Etat bewilligte Panzerkorvette ganz befeitigt wird. Abg. Stengel( freif.) bekämpft das Prinzip der Kontingentirung und bittet, den§ 81 abzulehnen. Zweifellos würden die größeren Gewerbetreibenden durch eventuelle Erhöhung des Prozentsatzes eine ungerechte Belastung erfahren. Abg. v. Rauchhaupt( t.) tritt für die Kommissionsbeschlüsse und deren unveränderte Annahme ein. Die Befürchtung, daß der Betrag überhaupt unter 20 Millionen Mark sinken werde, sei schon durch die verschärfte Einschägung ausgeschlossen. Eins aber sei in der That unverständlich, warum nämlich das Gesetz erst 1893-94 in Kraft treten soll. Sie müsse gleichzeitig mit der Einkommensteuer zur Einschätzung gelangen, sonst würde das von der Regierung fest versprochene Kommunalsteuer- Gesetz und gesetzliche Regelung der verschiedenen Besteuerung des fundirten und nichtfundirten Einkommens verzögert werden. Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. Sihung vom Donnerstag, den 12. März. Der Vorsteher, Stadtv. Dr. Stryd, eröffnet die Sigung um 54 Uhr mit einer Reihe geschäftlicher Mittheilungen. Sodann erfolgte in herkömmlicher Weise die Einführung des neu gewählten Stadtv. Frick. Vor der Sigung sind von den Abtheilungen einige Ausschüsse gewählt worden. Nach Eintritt in die Tagesordnung wird in der Etats: berathung fortgefahren. Der Etat der Gasanstalten giebt zu feinen Bemerkun gen Anlaß und wird nach den Vorschlägen des Etats- Ausschusses genehmigt. Bei dem Etat der Straßen- Beleuchtung bringt Stadtv. Tu ya uer die Petition der Laternenanzünder zur Abg. vom Heede( natt.) beantragt die Streichung Sprache, den er im Ausschuß bereits leider vergeblich verdes§ 81, da die von der Kommission angenommene jährliche treten haben. Die Laternenanzündern bitten, die Klasseneintheilung Steigerung von 2 v. H. erst seit 1886 eingetreten sei und ein Atg. Rickert( dfr.): Ich nehme an, daß Herr v. Bötticher Zurückbleiben hinter dem Kontingentsbetrage die schon von dem bei der Lohnzahlung in Fortfall kommen zu lassen. Bei der Ausfeine heutige Erklärung bei der dritten Lesung im Namen Abg. Stengel erwähnte Belastung namentlich der größeren hier nicht aufnehmen, sondern sich nur auf den Antrag besichtslosigkeit der Annahme werde er( Redner) diese Forderung der übrigen verbündeten Regierungen wiederholen wird. Es ist Industriellen zur Folge haben werde. schränken, die höhere Lohnklasse von 66 M. monatlich schon nach eine ungewöhnliche Situation, daß eine bereits bewilligte BauFinanzminister Miquel: Die Regierung hat ausdrücklich breijähriger Dienstzeit den Laternenanzündern zu gewähren. rate wieder beseitigt wird; allein bas liegt in den Verhältnissen, auf Mehrerträge aus den reformirten Steuern verzichtet und Gegenwärtig dauere es bis zu 7 Jahren, bevor dieser Saß erund anders fonnte ein für beide Theile annehmbarer Vergleich schlägt bei Wehrerträgen eine entsprechende Reduktion der reicht werde. entschlägt Die Nebenbeschäftigung, welche die Laternen nicht herbeigeführt werden. Dieser Vergleich kommt Denen ent- Sätze vor, dagegen aber muß für einen Ausfall durch Erhöhung anzünder noch betreiben könnten, sei zu geringfügig, um den gegegen, welche die Frage der Angriffs, der Kaperflotte nicht so der Sätze vorgesorgt sein. Nach der ersten definitiven Ver- ringen Lohn für eine 7-8 stündige tägliche Arbeitszeit zu rechtbeantworten wollen, wie die Mehrheit des Reichstags vor zwei anlagung im Jahre 1893/94 hört jede Unsicherheit in diefer fertigen. Jahren. Die Panzerfahrzeuge hätten wir ja wohl einstimmig Beziehung auf. Ich rathe also dringend dazu, den§ 81 so zu Der Berichterstatter des Ausschusses, Stadtv. Namslau, bewilligt, weil dieselben dem Küstenschuße dienen. Aber die Frage lassen, wie er ist. Unser direttes Steuersystem muß entwicklungs macht dagegen geltend, es sei ein Ding der Unmöglichkeit, der Panzerkorvetten, der Kreuzer, war für uns eine offene, und wir werden uns die Freiheit wahren, über die Kreuzerforvetten fähiger gemacht werden und entwicklungsfähig bleiben; wir sind Arbeitern, die im freien Vertragsverhältniß stünden, überhaupt in dem Verfahren, die Ausgabe des Staates auf schwankende das Recht, einen bestimmten Zohn zu fordern, einzuräumen. besondere Erwägungen anzustellen. Ich habe den Chef der Der Antrag Tehauer wird daraufhin gegen wenige Stimmen Marineverwaltung so verstanden, daß das Modell für die Betriebseinnahmen zu verwenden, vielleicht schon zu weit geabgelehnt und der Etat genehmigt. Banzerfahrzeuge vollständig feststeht, daß Verhandlungen nur Bei dem Etat der Straßen Reinigung beantragt über die Armirung schweben. Der Chef der Marineverivaltung nicht mir zu, ich nehme also an, daß meine Vermuthung richtig Stadtv. Zubeil, den Lohnsatz der dritten Klasse bei den Straßenreinigern von 2,75 Mt. auf 3 Mt. zu erhöhen. Auch ift. Ferner habe ich gehört, daß bei der Ablehnung der Kanonenboote die Arbeiten auf einer Werft eingestellt und Hunderte von Abg. Bachem Krefeld: Wir haben schon viele Perioden würden Klagen über die vom Magistrat gestellte BeArbeitern entlassen werden müßten. Wir müssen dahin gehabt, wo die Rentabilität der Industrie zurückgegangen ist; Kleidung der Straßenreiniger laut. Die Stadt Berlin werde streben, daß Die Arbeiten der Werft einen gewissen dem Vorschlag der Regierung, einen etwa eintretenden Ausfall wohl die 25 Pf. für 70 Arbeiter bewilligen können, zumal die normalen Stand behalten. Wenn die Regierung wieder eine durch Erhöhung der Säße zu decken, können wir demnach nicht Alters- und Invalidenversicherung den Arbeitern neue Lasten Kreuzertorvette bei uns beantragt, dann wird sie uns auch ein zustimmen. Ich will der Regierung ja auch die Möglichkeit aufgelegt haben. Modell und eine Beschreibung der Konstruktion vorlegen müssen, laffen, die natürliche Entwickelung der Steuer im Interesse der Stadtv. Tempel beantragt, einem Zimmerer, der mit weil auf diesem Gebiete gerade sehr tief einschneidende Aende- Staatsfinanzen in Anspruch zu nehmen, wenn es nothwendig ist; so lange das nicht der Fall ist, sehe ich nicht ein, warum das 3,75 M. täglich eingestellt ist, einen Lohn von 150 Pf. für die rungen eingetreten sind. Abg. Richter( dfr.): Die Gründe für meine Ablehnung des Plus den Staatseinnahmen hinzutreten soll. Mein Antrag baut Stunde zu bewilligen. Das müsse ein sonderbarer Zimmermann Rompromisses sind von mir schon am Sonnabend dargelegt wor- fich auf die Voraussetzung auf, daß die Staatseinnahmen, speziell sein, der heute noch für 3,75 M. täglich arbeiie. Für diese den. Die Kompensation ist durchaus teine vollständige, wenn die Eisenbahn- Einnahmen, einen regelmäßigen Fortgang nehmen Summe sei ein guter Arbeiter nicht zu haben. dies auch für die erfte Rate der Fall zu sein scheint; denn eine werden, und diese Vorausseßung wird zweifellos eintreten. Panzerkorvette kostet nur drei Viertel von dem, was zwei Geben diese aber wirklich zurück, dann steht mein Antrag einer Banzerfahrzeuge fosten. Die Bewilligung für eine Panzer- Inanspruchnahme der Gewerbesteuer seitens des Staates nicht forvette bleibt ja auch bestehen, und dadurch wird die Kritik entgegen. gangen. Abg. Stengel ist mit dem ganzen Gesetze sehr zufrieden und bekämpft nur die für 1893/94 vorgeschlagene Kontingentirung, die gar nicht in das Gesetz gehöre. Der Antrag 3ubeil wird abgelehnt. Stadtv. Eßmann erwidert, der Zimmermann habe im Sommer und Winter Arbeit und sei deshalb für den geringeren Lohnsatz zu haben. Der Antrag Tempel wird abgelehnt. Stadtv. Klein beantragt, das Einkommen der Wärterinnen in Bedürfnißanstalten von 40 m. auf 45 M. zu erhöhen. Der Lohnfaz sei sehr gering; die Stadt weise die Frauen damit auf das Almosen der Trinkgelder, auf den Bettel, an. Das sei der Gemeinde unwürdig. Der Antrag Klein wird abgelehnt. späterer ähnlicher Forderungen erschwert. Die größere Beschrän- Finanzminister Miquel: Ich würde keinen Augenblick anfung der Bewilligungen wird am besten beitragen, in die Ar- stehen, jetzt die Gewerbesteuer zur Kommunalsteuer zu machen, beiten der Werfte eine größere Stetigkeit zu bringen. Die Ab- wenn mir Jemand die Mittel in die Hand gäbe. Dieses Kunstlehnung aller ersten Raten würde die Willenserklärung bedeuten, stück hat aber noch Niemand fertig gebracht. Wir haben hier daß es mit der Marine nicht wie früher weiter gehen soll. An eine bestimmte Progression der Gewerbesteuer vorgeschlagen von die Stelle diefes generellen Protestes stehen Tauschgeschäfte 1/2 v. S. durch die vier Klassen bis zu 1 v. H.; mit der Größe Im übrigen wird der Etat nach den Anträgen des Aus über einzelne Schiffe. Dadurch werden Gegenfäße augen- des Geschäftsbetriebes wächst der Grund ihrer Besteuerung, da blidlich applanirt, aber auch die Lösung für die Zukunft er- die größeren Betriebe eine viel größere Sicherheit in sich selbst schusses genehmigt. Die Etats der Gemeinde- Fiedhöfe und der Bivilschwert. tragen, als die kleineren; die Progressivsteuer ist also thatsächlich Abg. Rickert: Der Beschluß der Budget Rommission be- doch nur eine prozentuale Steuer. Der Staat soll zur Zeit diefe it and 3- Aemter geben zu feinen Bemerkungen Anlaß und deutet nach Herrn Richter eine Ablehnung des Fortfahrens in Einnahme nicht nöthig haben." Ich werde Herrn Dr. Bachem im werden genehmigt. Die Etats für den Hochbau und die Kanalisationswe einem schnellen Tempo; an dieser Bedeutung ändert der jetzige nächsten Jahre bei der Budgetberathung an diesen Ausspruch Rommiffionsantrag auch nicht das Geringste; damit werden die erinnern. Für die Staatsfinanzen ist eine reine Quotisirung viel werden genehmigt. Bei dem Etat der städtischen Riefelfelder rügt Herren aus den anderen Parteien mit mir einverstanden sein. günstiger, als eine Kontingentirung, zu deren Aenderung Stadtv. Stadthagen, daß aus dem Etat niitern erhervor Darauf wird der Antrag der Budget- Kommission gegen die jedes Jahr ein neues Gesez nöthig werden könnte. Aus Stimmen der Sozialdemokraten, der Boltspartei und eines fleinen diesen Gesichtspunkten ist der Antrag Bachem der aller gebe, wie viel Sohn die Arbeiter auf den städtischen tern. Theils der freisinnigen Partei( Richter, Schmieder, Hermes, bedenklichſte. Die Beſtimmung des 5 si liegt gerade bruge taglich goalchow werde verheiratheten Arbeit genehmigt Munckel, Maager, Träger, Langerhans) angenommen. Die weise im Interesse der Gewerbetreibenden selber. Wenn eine täglich Lohn gezahlt. Ein solcher Etat fönne Anleihe und die Matrikularbeiträge werden entsprechend diesen Erhöhung der Säße wirklich stattfindet, soll sie nicht bloß in werden. Auch über die Behandlung der Arbei die gewiß von otseneng Klasse I, sondern auch in den Mittelklassen stattfinden. Der An- so seien sogar Wahlbeeinflussungen vorgekom Arbeiter sei entBeschlüssen anderweitig berechnet. teiner Partei gebilligt werden würden. Darauf wird das Anleihegefeß und Etatsgesetz ohne weitere trag Bachem würde die Kontingentirung verewigen. Debatte genehmigt. Damit ist die zweite Lesung des Reichs- Abg. v. Rauchhaupt tritt nochmals für den§ 81 der Kom- lassen worden, weil er sich erkühnte, in perlin sich Rechtsbeistand zu suchen, weil er sich die Bandlung nicht gefallen haushalts- Etats erledigt. missionsvorschläge ein. 21. Brümel( ofr.): Die Abgg. Stengel und vom Heede über diese Angelegenheiten und beverweisung des Etats an den lassen wollte. Redner bittet de falls die gerügten, geringen treffend die Abänderung des Patentgefeges. Abg. wünschen Beide die Streichung des§ 81, better taste Löhne zugegeben werden, die Zahlbeeinflussungen zugestanden Es folgt die zweite Berathung des Gesetzentwurfs, beweil sie den die Borlage, wie sie aus der Kommiſſion hervorgegangen sei, auferlegen wollen. Das ist ein weiterer Beweis, daß der Steuer- Ausschuß und falls auch abtischen Gutsverwalters und de Graf Ballestrem beantragt auf Anregung von allen Parteien, Ausfall nicht den Gewerbetreibenden, sondern der Staatstaffe en bloc anzunehmen. Da ein Widerspruch nicht erfolgt, so wird fatz für die größeren Betriebe zu hoch gegriffen ist. Wenn auch werden, das Gehalt des Bor Beschwerden hätten die Arbeiter Gutsmeiers zu ftreicheassen würden. dieses abgekürzte Verfahren eingeschlagen und die Vorlage der Zusatz der Kommission zum§ 81 der Vorlage der Regierung nach den Anträgen der kommission genehmigt. eine Verbesserung bedeute, so wäre doch der Annahme des An- Furcht, weil sie dann Stadtrath Ma rograf erwidert dem Vorredner, daß StadtAbg. Goldschmidt referirt darauf über die Petitionen, welche trags Bachem der Vorzug zu geben. Er schlägt allerdings eine zelnen Bunften erledigt worden sind. Ueber die Petition wird in deren Bedeutung der Finanzminister doch allzu sehr unterschätzt. vorigen Jahre hon damals die eingehendste Untersuchung über zu diesem Geseze in großer Zahl eingegangen und bei den ein- Kontingentirung, aber auch eine fontingentirte Steigerung vor, verordneter Stadtgen faft genau mit denselben Worten im ruise hunger inte ueberzeugung wegen entlassen worden sei. Es feien britter Lesung Beschluß gefaßt werden. Generaldirektor der direkten Steuern Burghart: Die im etwa vorgelamene Wahlbeeinflussungen versprochen. Er könne Der weitere Antrag der Kommission:" Die verbündeten Re- Antrag Bachem vorgeschlagene Kontingentirung ist allerdings eine heute erten, daß es unwahr sei, daß ein Arbeiter feiner die Einnahmen aus denselben die unmittelbaren und mittelbaren sehr abgeschwächte; aber je unbedeutender die Sache finanziell ist, politischschwerden eingegangen, auf unsubstantiirte Gerüchte einWisgaben der Verwaltung dauernd und erheblich übersteigen", befto ungeeigneter ift ſie zur Einführung in die Gefeßgebung; fie polit wird zur Diskussion gestellt, es nimmt aber Niemand das Wort macht die größten Schwierigkeiten ohne einen besonderen Vortheil zugrbeiter betreffe, so sei er der Ansicht, daß der Magistrat dazu. Die Abstimmung darüber wird ebenfalls in dritter Lesung 3 gewähren. erfolgen. Damit ist die Tagesordnung erledigt. Schluß 21/4 Uhr. Redner, habe Bei der Abstimmung wird§ 81 unter Ablehnung des me Antrages Bachem in der Kommissionsfaffung angenommen desgleichen die§§ 82 und 83, Ginleitung und Ueberschrift durch die gefaßten Beschlüffe für erledigt erklärt. en, fei nicht Sache der städtischen Behörden. Was nun die Löhne sozialpolitischen Anschauungen haben dürfe. Die Höhe des Die Zahlstellen, in denen Sammelbons zu haben sind, Expedition unseres Blattes ist bereit, Gelder in Empfang zu unter" Soziales" in dieser Nummer verzeichnet. Auch die Nächste Sigung Freitag 1 Uhr.( Dritte Lesung des Etats.) Gesetzes. Die zu dem Entwurf eingegangenene Petitionen men sind Die Novelle zum Erbschaftssteuer- Gesetz wird in drite Lesung nehmen. 0 Rohues werde nach folgenden drei Grundsätzen bemessen. Erstens keine anderen Bakterien vorhanden. Daß zufällig Luftkeime war zur Zahlung der Unterhaltungskosten für ihn verpflichtet. müsse derselbe ausfömmlich sein, zweitens müsse er sich nach dem während des Einfüllens in die Fläschchen oder später beim Deffnen Diese Ausgaben fielen B. jun. jedoch lästig; er erklärte deshalb ortsüblichen Tagelohn und drittens nach den Leistungen des ein- derselben hineingerathen, ist selbstverständlich möglich. Es wird seinem Vater, er solle es bei ihm zu Hause besser haben und zelnen Arbeiters richten. Schlechte und gute, faule und fleißige fich dann fast stets nur um harmlose Mikroorganismen handeln, daher die Anstalt verlassen. Der Greis glaubte auch den Worten Leute könnten nicht gleich bezahlt werden.( Beifall.) Der Lohn 3. B. gelbe Sarzine, die beim ersten Anblick für M. tetragenus feines Sohnes und schied aus der Anstalt. Nun verweigerte sei aber höher als in der ganzen Umgebung. Jeder unparteiische oder Staphylococcus aureus gehalten werden kann. Vermehren jedoch B. dem Vater die Aufnahme. Infolge mehrmaliger polizeiBeurtheiler der Verhältnisse müsse zugeben, daß die städtische Ver- fönnen sich solche Mitro- Organismen hier wegen des starten licher Aufforderung nahm er den alten Mann schließlich zu sich, be waltung ihren Arbeitern mit dem größten Wohlwollen entgegen- Glyzeringehalts der Flüssigkeit nicht. Das Zuberkulin reagirt handelte ihn aber so unmenschlich, daß der Greis vor einiger Zeit tomme, es werde der Stadt, nicht mit vollem Unrecht, der Bor- stets alkalisch. ihn wieder verließ. Der alte Mann, welcher kaum eine Treppe steigen wurf gemacht, daß sie zu sehr Berliner Verhältnisse auf das Land Aus dem städtischen Krankenhause am Urban, Abtheilung fann, wurde beim Beiteln betroffen und vorläufig nach dem übertrage. Der Herr Stadtrath singt nun ein Loblieb auf die des Herrn Professor A. Fränkel, berichten die Assistenten Dr. Filial- Gefängniß in der Perlebergerstraße gebracht. Cha herrlichen Wohnungen, welche der Magistrat seinen Landarbeitern Rent und Dr. Meyer, daß sie mit der Lymphe, in welcher Tuberkel- rakteristisch für den edlen Sohn ist übrigens, daß er erst seinem gebaut hat und die Versammlung geräth darob in förmliche Be- bazillen nachgewiesen waren, Impfungen in der vorderen Augen- Vater dessen Hab und Gut abgelockt hat. Als der Greis nichts geisterung, auf manchen Gesichtern war etwas wie Neid fammer, in die Ohrvene gemacht haben, welche ohne jeglichen mehr besaß, ließ er denselben hungern; der alte Mann durfte zu verspüren. Er schildert, was für geräumige Küchen, Keller Erfolg geblieben sind. Durch diese Untersuchungen erhält die den Tag über nicht in der Wohnung verweilen, sondern mußte und Böden die Wohnungen hätten, die so eingerichtet seien, daß Annahme, daß die in der Lymphe gefundenen Tuberkelbazillen sich auf der Straße umhertreiben, er durfte nicht mit der Familie beiderlei Geschlechter nicht zusammenwohnen brauchen. Der abgetödtet seien, ihre volle Bestätigung. an einem Zische essen und wurde von seinem Sohne mit Schlägen Tagelohn betrage 1,50 M., dazu kämen aber außer freier Wohtraktirt. Uebrigens ist der Bauunternehmer B., der jetzt zum nung eine Menge Emolumente: Kartoffeln, Land, freie ärztliche Schwarze Pläne sollen die Sozialdemokraten bei der zweiten Male verheirathet ist, derselbe Unmensch, welcher vor Behandlung und Arzenei, nicht nur für sich, sondern auch für Aufführung des" Thermidor" im Lessing- Theater gehabt haben. mehreren Jahren seine erste Frau, als sie ihrer Niederkunst entdie ganze Familie. Der niedrigste Lohn betrage mit Ginrechnung Dem" Frankf. Gen.- Anz." meldet sein hiesiger Berichterstatter, daß gegensah, frühmorgens einschloß, um die Hebamme zu holen, jedieser Vortheile jährlich 592 M. Die höheren Lohnstufen be- die Angabe von Mund zu Mund gegangen sei, Liebknecht habe boch erst am anderen Morgen betrunken nach Hause kam, wo er trügen 630 und 825 M. Beschwerden feien übrigens nicht ein- eine große Bahl von Billets zu der Vorstellung aufgekauft und die Frau, in ihrem Blute liegend, sterbend vorjand. Auch seine gegangen, unzufriedenheit herrsche auf den Gütern nicht, wenn an handfeste Leute verschenkt, damit dieselben die Aufführung zweite Frau hat unter den Nohheiten derartig zu leiden, daß sie auch versucht worden sei, solche fünstlich von außen hineinzutragen. störten und unmöglich machten. Der Korrespondent fügt zwar Anzeige erstattet hat. ( Lebhafter Beifall.) hinzu, daß ein solches Gerede im höchsten Grade dumi fei, es Stadtv. Stadthagen erwidert, daß er seine Anfrage heut bleibt aber doch charakteristisch, daß dasselbe von Mund zu Ueber die verwegene Flucht eines Diebes wird von nicht wiederholt hätte, wenn der Magistratsvertreter vor einem Mund" gehen und geglaubt werden konnte, sowie daß es oben einem Berichterstatter gemeldet: In der Nürnberger Straße wohnt Jahre schon eine solche Auskunst ertheilt hätte. Vor einem Jahre drein von dem Korrespondenten für der Erwähnung werth ge- im fünften Stockwerk eines Hauses der Buchhalter Schmiechen, wußte der Vertreter nicht, ob ein Sohn von 1,50 m. gezahlt halten wurde. Letzterer weiß übrigens nicht, wie das Gerede welcher bis vor einiger Zeit in der Glashütte zu Charlottenburg wurde. Was die heutigen Angaben betreffe, so behält sich Redner entstanden sein mag. Wir haben darüber eine Vermuthung. angestellt war. Derselbe stand in dem Verdacht, sich in der Nacht den Nachweis vor, daß bestimmte Arbeiter das sog. Deputat nicht Unser Blatt hatte der Ansicht Ausdruck gegeben, daß die frei zum 7. d. M. in das Zimmer der jetzigen Buchhalter der Glaserhalten hätten. Die Leute führten keine Beschwerde, weil sie heitlich gesinnte Mehrheit der Berliner Bevölkerung das dramatischhütte eingeschlichen und dort Geld und Werthsachen gestohlen zu gewärtigen müßten, entlassen zu werden. Mit 1,50. fehr schlechte Stück, welches die französische Revolution schmäht, haben. Die Nachforschungen nach dem Verdächtigen wurden von m. fann Niemand auskommen; wenn die Leute dabei ablehnen würde. Ein hiesiges Blatt machte daraus, daß Liebknecht einem Wilmersdorfer Beamten ausgeführt und dieser hatte bald zufrieden seien, so beweise das nur, wie groß wie groß ihr die Sozialdemokraten aufgefordert habe, die Aufführung zu stören. die Wohnung des Schmiechen ermittelt. Montag früh begab er Elend sei.( Oho!) Der Magistrat muß sozialpolitische Diese Notiz des Blattes sollte wohl Reklame für Herrn Blumen- sich dorthin und einige Hausbewohner standen ihm bei der Ansichten haben, freilich nicht die des Stadtv. Meyer I. Was thal sein. In der bekannten Weise wird dann diese Mär durch Arretirung bei. Unten auf dem Hofe sowie auf dem Flur des die Wahlbeeinflussungen betreffe, so werde er( Redner) Ver- das Hinzufügen der verschenkten Billets und der handfesten Leute fünften Stockwerks standen Leute, sodaß ein Entkommen des anlassung nehmen, die Namen der Zeugen in einer besonderen fortgebildet worden sein. Die gegnerische Presse hat also einen Diebes nicht möglich erschien. Auf wiederholtes Klopfen wurde Eingabe dem Magistrat mitzutheilen.gewissen Antheil an derselben. Herr Blumenthal hat es dies die verschlossene Thür nicht geöffnet, obwohl man wußte, daß Ein Antrag ist nicht gestellt und der Etat der Riefelfelder mal übrigens nicht für nöthig gehalten, der Redaktion die Schmiechen im Zimmer war. Es mußte deshalb ein Schlosser wird genehmigt. üblichen Billets für die Erstaufführung zur Verfügung zu stellen. geholt werden. Als derfelbe mit seiner Arbeit fertig war und der Beamte in das Bimmer trat, bemerkte er sofort, daß dasselbe Gunsten der Feuerbestattung eine Petition in Umlauf gefekt zeigte ein geöffnetes Fenster, welches in der sechsten Fensterreihe Seitens der hiesigen freireligiösen Gemeinde ist 3 leer war. Der Vogel war ausgeflogen und auf welche Weise, worden, die bereits zahlreiche Unterschriften gefunden hat. Die über dem Erdboden sich befand und das auf die hinter dem felbe foll den gefeßgebenden Körperscha ten, sowie den Behörden Grundstück gelegenen Wilmersdorfer Wiesen herausführte. Mit der Stadt Berlin übersandt werden, welche darin ersucht werden, einer Kühnheit fondergleichen hatte sich Schmiechen an einer am ihren Einfluß dahin geltend zu machen, daß möglichst für ganz Fensterkreuz befestigten, ziemlich morschen Waschleine aus der Deutschland, jecenfalls aber für Preußen, neben der Beerdigung schwindelnden Höhe herabgelaffen. Als er etwa 12 Fuß über die Feuerbestattung erlaubt wird. Bekanntlich ist der freien Ge- dem Erdboden sich befand, war die Beine geriffen und Schmiechen meinde vor Kurzem ein Gesuch um Erlaubniß für den Bau auf den weichen Erdboden gefallen, ohne Schaden zu nehmen, eines Verbrennungsofens in Berlin feitens des preußischen denn er war fofort weiter geeilt und feine Spur mehr von ihm Minifteriums abfchlägig beschieden worden. Sie will daher nun zu sehen. Dienstag Morgen hatte sich Schmiechen wieder heimlich durch Maffenpetition das Bedürfniß für ein Krematorium in in feine Wohnung geschlichen. Von Seiten des Hauswirths war Berlin beweisen. dies jedoch bemerkt und die Polizei davon benachrichtigt worden. mittel. Bei dem Etat des Zentral- Vichhofs beantragt Stadtv. Stadthagen die Erhöhung der Schlachts nnd Schaugebühr für Schweine um 10 Pf. zu streichen, damit nicht gegen die Stadt der Vorwurf erhoben werden könne, sie vertheuere auch nur im Kleinsten die nothwendigen NahrungsDer Antrag wird abgelehnt und der Etat bewilligt. Die Errichtung einer Heimstätte für Genesende auf dem Rieselgute Ma I chow wird nach den Vorschlägen des AusDie übrigen Gegenstände der Tagesordnung sind unwesentlich. schusses genehmigt. Schluß 73 Uhr. Tokales. Im Berliner Lehrer Besoldungsetat die Gehälter der Mit mehreren Maurern, welche alle Ausgänge besetzten, wurde Neftoren herabzusetzen, empfiehlt eine Berliner Korrespondenz nun die Verhaftung vorgenommen. Wie gefährlich der Dieb ist, Der 21. Jahresbericht des Berliner Asylvereins für mehrerer auswärtiger Blätter. Der Etat liegt jezt vor; er gilt, beweist noch die Thatsache, daß er einen scharf geladenen Revolver Obdachlose entroult wiederum ein kleines und an sich doch so wie immer, für drei Jahre, und zwar für die Jahre vom unter seinem Hute verborgen auf dem Kopfe trug. Der Dieb unendlich großes Stück sozialen Glends der glänzenden Welt- und April 1891 bis zum 1. April 1894. Die Herabjegung der wurde zunäch i nach Wilmersdorf ins Amtsgefängniß, sodann Kaiserstadt Berlin. Der Verein unterhält aus privaten Mitteln Rektorengehälter wird aus Rüdsicht darauf empfohlen, daß die nach Charlottenburg überführt. in der Büschingstraße ein Asyl für männliche Obdachlose und in Gleichstellung der Gehälter der Reftoren und der Oberlehrer nicht Ein Mädchen zu freien, beabsichtigte ein funger Beamter der Füsilierstraße ein solches für weibliche Obdachlose. Welche gebilligt werden könne. Gegenwartig ist nämlich das durchschnitt- Namens 2. Auf dem nicht mehr ungewöhnlichen Wege durch Summe menschlichen Elends repräsentirt nicht die Thatsache, daß liche Rektorengehalt( 4600 W.) gleich bem durchschnittlichen Ge- die Zeitung eine Gefährtin für das Leben zu suchen, schien ihm der Verein seit seinem Bestehen bis zum Schlusse des vorigen halt der ordentlichen und Ober, also akademisch gebildeten Lehrer. aus mancherlei Gründen nicht rathsam; in seinen Verkehrstreifen Jahres zwei Millionen zweihundert und neun Tausend sieben Die Korrespondenz giebt dagegen zu, daß die Anfangsgehälter der war ihm keine begegnet, welche einen nachhaltigen Eindruck bei Hundert und vierzehn Menschen nächtliches Obdach gewährt hat. Lehrer in Berlin kaum ausreichen, besonders für verheirathete ihm zurückgelassen hätte, und daher vertraute er seinem guten Von dieser Zahl entfallen auf das vorige Jahr 123 519 Per- Lehrer. Die Anregung scheint uns der Prüfung werth zu ſein; Stern. Dieser führte ihn vor einigen Abenden in die Nosensonen, das sind 631 weniger als im Jahre 1889, und von diesen es wäre dann aber wohl richtig, wenn der Betrag, um welchen thalerstraße, als gerade eine bildhübsche junge Dame von der auf das Männerasy! 108 072( 1312 mehr als im Vorjahre), auf die Rektorengehälter gekürzt würden, zu einer, wenn auch nur gegenüberliegenden Seite auf ihn zutam. Dieses zufällige Zudas Frauenasyl 15 447 Frauen, Mädchen und Kinder( 1943 fleinen Erhöhung der Gehälter der übrigen Lehrer verivendet sammentreffen hielt 2. für eine besondere Fügung. Er folgte weniger als im Vorjahre). Der Durchschnittsbesuch pro Nacht würde. ihren Spuren und sah sie bald in ein Haus verschwinden. Ehe betrug im Männerasyl 296,08( 292,21), im Frauenasyl 42,32 Die Bourgeoispreffe konstatirt mit großer Genugthuung brei Tage vergingen, hatte er den Namen und die näheren Ver( 47,51), Bäder wurden 7251 mehr als im Vorjahre verabfolgt daß ihr Tages, held" der Rowdygraf Herr Kleist vom Loß sich hältnisse seiner Angebeteten ausgekundschaftet. Gine schüchterne und badeten 33023 Männer(+7298) und 1270 Frauen( 47) in einem befriedigenden Gesundheitszustand befinde und mit nicht briefliche Anfrage über ein Zusammentreffen blieb nicht erfolgTrotz dieser schrecklichen Zahlen, um so schrecklicher, als neben den minder großer Genugthuung und Freude berichtet dieselbe, daß los; 2. war beglückt, als er die Wahrnehmung zu machen glaubte, Asylen des Vereins noch das städtische Obdach besteht, hat sich das ihr Liebling, der eble Sprößling edler Rittergefchlechter, jetzt daß Auguste R. auch an ihm Gefallen finde und willigte in die Mannerasyl als unzureichend heraus gestellt, indem wegen Raum- wieder Gefangenentoft erhalte. Diese beiden Thatsachen neben ein- Bitte, mit der Mama zu sprechen", nur allzu gern ein. mangel allnächtlich eine größere Anzahl Obdach suchender Männer ab- ander veranlassen uns nochmals, uns mit der Persönlichkeit dieses Bünktlich zur festgesetzten Stunde fand er sich in der Wohnung gewiesen werden mußte und sieht sich der Verein vor die Noth Menschen zu befassen, am liebsten hätten wir es vermieden. ein; Mama war nicht zu Hause, und nur Auguste und ihr wendigkeit gestellt, ein neues Männerasyl, zur Aufnahme von Jedoch die Art der Behandlung, die dem Sträfling Kleist zu Theil Bruder empfingen den Erwarteten. Bei heiterem Geplauder 600 Personen geeignet, zu erbauen. Da ein solches Unternehmen wird, nöthig uns zu ein paar Worten. Also der Gesundheits- wurde 2. plöglich von der Dame feines Herzens um ein Darlehn einen Kostenaufwand von rund 500 000 Mark erfordern würde, zustand des Gefangenen ist ein sehr befriedigender sein Auf- gebeten, welches zur Deckung von Verpflichtungen, die sie gegen der Verein aber auf private Mittel, abgesehen von den 1000 wt. treten während seines Erholungsurlaubes gab übrigens allein schon den Willen der Mutter unternommen habe, dienen sollte. 2. Unterstützung seitens der Gemeindebehörden, angewiesen ist, so alle Ursache zu dieser Annahme und trotzdem wurde er feiner fuchte vergeblich nach Kleingeld. Darob große Entrüstung der richtet der Verein an alle Mitglieder die dringende Bitte, den schwankenden Gesundheit wegen entlassen. Außerdem ist die heuren, welche auch nicht ermangelte, ihm schlagende" Beweise Anstalten des Vereins in verstärktem Maße ihr Interesse zuzu- ganze Behandlung des Herrn Grafen eine höchst eigenthümliche. ibres Mißmuthes zu geben. 2. wollte nun statt des verlangten wenden. Mit den Asylen ist auch ein Arbeitsnachweis verbunden. Es sind doch schon öfters Personen von hoher Abstammung ge- Geldes Fersengeld geben. Der zukünftige Herr Schwager aber Derselbe wurde im Jahre 1890 von 967 Arbeitern, 188 Kutschern, fänglich eingezogen worden, aber wir fönnen uns nicht erinnern, versperrte ihm den Weg und rief zu seiner Hilfe eine mächtige 136 Schneidern, 85 Schuhmachern, 64 Tischlern, 28 Schlossern, daß so leicht von Jemand soviel Wesen gemacht ist, wie gerade Dogge herbei, welche sich auch fofort auf den ängstlichen Braut5 Korbmachern, 2 Gärtnern, 2 Webern, 2 Kürschnern, je i Tape- in diesem Falle. Wir können es uns nicht anders auslegen, als werber stürzte und ihm die Kleider vom Leibe riß. Die Noth zierer, Monteur, Waler, Klavierspieler, Klempner, Kanglist, Dach- daß eben die Art der Vergehen, bie" Herr" Graf Kleist sich zu machte den Bedrängten erfinderisch; er versprach, das Darlehen Decker, Schiffer, Fleischer und Hausdiener in Anspruch genommen. Schulden kommen ließ das schneidige Rowdythum denselben gleich zu beschaffen und dem ihn begleitenden Bruder einzuhänIm Frauenasyl wurden 120 Stellen nachgewiesen. bei unserer Bourgeoisie in so sympathischen Lichte erscheinen läßt. bigen. Man willigte ein Auf dem Wege nach der Wohnung des Beamten bat dieser nun seinen Begleiter, sich mit ihm in Ein großes Werk wird von deutsch- ,, freisinniger" Seite Alle Schreckuiffe des Auswanderer- Elends entrollte der einem Wirthshause bei einer Flasche Wein wieder auszuföhnen, hier in Berlin geplant. Lezthin regte in einer in Habel's Anblick einer obdachlosen Familie, die am Dienstag Abend auf bestellte auch laut die Flasche, leise aber einige Kellner bei den Brauerei in der Bergmannstraße stattgehabten Versammlung des den Steinfliesen des Potsdamer Bahnhofes zusammengetauert saß ihm bekannten Wirth. Von diesen wurde der würdige Schwager " fortschrittlichen" Halleschen Thorbezirks- Vereins ein Rektor und nicht wußte, wohin sie sich wenden sollte. Der Mann war wie die Staatsb. 3tg." berichtet, nach der Polizeiwache geleitet Kopsch die Bildung von deutsch-, freisinnigen" Rednerschulen an. eingeschlafen und seiner quälenden Sorge für einige Augenblicke wo bald darauf auch Gustchen erscheinen mußte. Herr Eugen Richter, so wurde daselbst angeführt, bringe der Stuhe enthoben, das Weib, mit dem schlafenden Kinde auf dem Sache großes Intereffe entgegen und habe bereits feine Mitwir Arm, blickte starr vor sich hin, die anderen hübschen blonden Das Opfer einer Blutvergiftung wäre der Gartenstr. 56 fung zugesagt. Den Anlaß dazu hat die Gründung der allge Mädchen starrten verwundert bie umstehenden an, und die alte wohnhafte Stellmacher Franz P. geworden, wenn er nicht durch meinen Arbeiter- Bildungsschule geboten, man will sich von den Großmutter, die weinend die Hände rang, erzählte den Theil das entschlossene Eingreifen der im Katholischen Krankenhause Sozialdemokraten nicht überflügeln lassen. Als ein Hauptgrund wurde nehmenden ihre Abenteuer. Sie waren aus der Provins Posen beschäftigten Aerzte gerettet worden wäre. Derselbe hatte sich auf in der Versammlung angeführt, daß sich ein großer Mangel an ausgewandert und hatten sich auf eigene Faust nach Brasilien einer am Stettiner Bahnhof belegenen Baustelle einen mit Rost rednerischen Kräften herausgestellt habe, indem ein jüngerer Nach begeben. Als fie dort angekommen, waren ne ohne die zur An- angefeßten Nagel derart in den Fuß getreten, daß er ohnmächtig wuchs gänzlich zu fehlen beginne. Das wollen wir schon herz- fiedelung nöthigen Geldmittel und sie wurden behördlicherseits zusammenbrach und das Blut fingerdict hervorquoll. Ein sofort lich gerne glauben, daß ein rednerischer Nachwuchs aufhört, doch wieder nach Deutschland zurückbefördert. Am Dienstag famen hinzugezogener Arzt reinigte die Wunde, legte B. einen Verband möchten wir uns sehr zu bezweifeln erlauben, ob durch dergleichen sie mit dem letzten Zuge auf dem Potsdamer Bahnhof an, wo an und ordnete seine Ueberführung nach dem Katholischen Kranken künstliche Mittel dem Mangel abgeholfen werden kann. Gin fie, aller Mittel entblößt und vor Entkräftung schwach, die hause an. In der kurzen Zeit hatte der Rost schon derartig dentfähiger, intelligenter und wenn auch nur von einigen Idealen Nacht über tampirten, bis am anderen Morgen polizeilicher gewirkt, daß ein operativer Eingriff gethan werden mußte, wobeseelter Nachwuchs begeistert sich nicht für eine, trotz ihrer heuch seits die Weiterbeförderung der Unglücklichen nach ihrer Heimath durch eine Blutvergiftung verhindert wurde. lerischen Maske durch und durch reaktionäre Partei, wie es die erfolgte. sogenannte Fortschrittspartei ist. Der jüngere Nachwuchs, welcher Die leidige Streitfache zwischen dem Posamentier Nöhden heutigen Tages noch diefer Krebspartei nachläuft, refrutirt fich Ein zur Uebung eingezogener verheiratheter Arbeiter und dem Schankwirth Gründel, welche bereits wiederholte Male vorwiegend aus den Reihen jener Bourgeoisie, deren Ideale im fand bei seiner Rüatehr nach Berlin seine Wohnung geschlossen die Oeffentlichkeit beschäftigt hat, ist jetzt durch ein Schiedsgericht, Kurszettel liegen und die sich höchstens für Mordspatriotismus vor und seine Ehefrau war verschwunden. Der erste Gang des welches unter dem Vorsiße des Genossen Gerisch tagte, geschlichtet und Botereien begeistert. Arbeiters war nach der Polizei. Hier hörte er, daß seine Frau werden. Nach langen und eingehenden Verhandlungen nahm gestorben und von der Armendirektion beeroigt worden sei. Der dasselbe einmüthig folgende Resolution an:" Das Schiedsgericht Folgende Erklärung des Sanitätsrathes Dr. Libbery bringt sweite Gang war nun nach dem Kirchhofe, wo dem Arbeiter erkennt an, daß der Posamentier Nöhden nicht, wie ihm vielfach die Deutsche Medizinische Wochenschrift": gegen ein Entgelt von 50 Pfennigen das Grab seiner Ehefrau von seinen Berufsgenoffen vorgeworfen wurde, als Streitbrecher Bei der Herstellung des Tuberkulins tann nicht mit Sicher gezeigt wurde. Was den Arbeiter bei dieser Angelegenheit am zu betrachten ist. Das Schiedsgericht hat jedoch aus den übrigen heit vermieden werden, daß in seltenen Fällen vereinzelte Zuberkel- meisten wundert und ihn sehr unangenehm berührt, ist dies, daß Handlungen des Nöhden, die ihm zur Beurtheilung vorlagen, bie bazillen in die Flüssigkeit gelangen. Aber diese Bazillen find man ihm weder von der Erkrankung over dem Tode, noch von Ueberzeugung gewonnen, daß dem Nöhden das Recht, einen Vers durch langdauernde Siebehine abgetödtet und daher vollkommen der Beerdigung vorher oder gleichzeitig eine Wittheilung gemacht trauensposten innerhalb der Arbeiterbewegung einzunehmen, abges unschädlich. Koch sagt zwar in seiner letzten Publikation, daß hat, obwohl, wie er meint, sein Aufenthalt leicht in Erjahrung sprochen werden muß. abgetödtete Tubertelbazillen, unter die Haut gebracht, Eiterung zu bringen gewesen wäre. Wenn die Vorgänge sich wirklich genau Das Schiedsgericht erkennt ferner an, daß der Gastwirth erzeugen. Indessen gilt das nur von Aufschwemmungen von jo verhalten, so wäre doch dringend zu wünschen, daß die steder- Gründel in zwei Fällen zwar nicht korrekt gehandelt hat, ihm Kulturen, also von Tuberkelbazillen in außerordentlicher Menge. tehr so peinlicher Vorkommnisse für die Zukunft durch angemessene aber das Recht, einen Vertrauensposten innerhalb der ArbeiterVereinzelte Exemplare derfelben erzeugen örtlich keine Reaktion. Plaßnahmen verhindert werde. bewegung einzunehmen, nicht abgesprochen werden kann. Ebensowenig allgemeine. In den Blutstrom können sie vom Unterhaut- Bellgewebe nicht gelangen, es sei denn, sie wären Ein sehr liebevoller Sohn scheint der Bauunternehmer B. Polizeibericht. An der Ede der Elsasser- und Kleinen Direkt in ein Gefäß injizirt. in der Rathenowerstraße zu sein. Deffen gebrechlicher Water, ein Hamburgerstraße wurde am 11. b. M. Nachmittags ein 5jähriges Das Tuberkulin wird aus Reinkulturen von Tuberkel- 76 jähriger Greis, war bis vor zwei Jahren im Armenhause zu Mädchen von einem Lastwagen überfahren und erlitt außer einem bazillen gewonnen. In dem fertig gestellten Mittel sind daher Nummelsburg untergebracht und der nicht unvermögende Sohn Armbruch innere Verlegungen, so daß das Kind nach der Unis . berntafstinit gebracht werden mußte. " Gegen Abend sprang| fleisch als eine Verfälschung" von Wurst zu betrachten fei. ein Dienstmädchen, angeblich um die Entlassung aus dem gar Der Gerichtshof theilte diese Bedenken nicht. Er war der Meinicht zusagenden Dienst zu erzwingen, aus dem Fenster der im nung, daß der Angeklagte seine Wurstwaaren anscheinend vor ersten Stock des Hauses Friedrichstraße 29 belegenen Wohnung zugsweise bei der ärmeren Bevölkerung abgesetzt hat und daß feiner Herrschaft auf den Hof hinab, erlitt jedoch nur eine unbe- Diese gegen solche Schweinerei" eines gewissenlosen Verkäufers deutende Verstauchung des rechten Fußes. Als der Portier energisch geschützt werden müsse. Der Angeklagte wurde deshalb Memminger Abends mittelst Fahrstuhls Waaren nach dem ersten zu vier Monaten Gefängniß und 300 M. Geldbuße Stock des Quergebäudes Königstraße 7 schaffen wollte, gerieth er, verurtheilt, der Gerichtshof ordnete auch die Veröffentlichung des als feine Flamme plötzlich erlosch, in der Dunkelheit mit dem Urtheils auf Kosten des Angeklagten an. Kopf unter den Thürbogen und erlitt dadurch einen Bruch des Halswirbels, sowie schwere Quetschungen des Rückenmarks, so daß der Tod auf der Stelle eintrat. Im Laufe des Tages fanden drei kleinere Brände statt. Gerichts- Beifung. Arbeiterbewegung. Gelsenkirchen. Die Delegirtenliste zum internationalen Bergarbeiter- Kongreß, welche die Zeitungen veröffentlichen, ist nicht zuverlässig. Berheide- Eickel ist nicht gewählt; es sind bis her gewählt: für Bochum- Eickel Joh. Meyer; für Wattenscheid: Kahn; für Gelsenkirchen- Ueckendorf: Brodam; für Mülheim: Margraf; für Dortmund: Bunte; für Marten: Schröder; für Eving: Dückershof; für Recklinghausen- Steele: Schröter- Steele; für Gisleben: Siegel. In Aussicht genommen sind für Weitmar: Heinrich Bauer; für Effen: Eckard. London, den 11. März. Der Generalsekretär des Seemanns- und Heizervereins, Wilson, sandte ein vertrauliches Schreiben an die Sekretäre der Zweigvereine, in welchem er den Mitgliedern erlaubt, die Bundeskarte( des Unternehmer- Verbandes) anzunehmen. Die Nachricht besagt, daß die Arbeiter es zu nächst nicht auf einen Streit ankommen lassen wollen. Sie wer den erst ihre Organisation stärken, bevor sie an weitere Schritte denken. Boziale Ltebersicht. Wegen Beschimpfung seiner eigenen verstorbenen Mutter und pöbelhaften Betragens auf einem Kirchhofe, wurde gestern ein gewisser Heinrich Biel vor der II. Straffammer hiesigen Landgerichts I zur Verantwortung gezogen. Derselbe er schien an dem Sterbetage feiner Mutter den 3. Dezember er, auf dem Kirchhofe in der Ackerstraße und riß von dem Grabe seiner Mutter die frisch dorthin gelegten Kränze herab, zerriß sie und legte einzelne auf fremde Gräber. Das sonderbare Betragen des Angeklagten war von einem Anwohner bemerkt worden und als dieser dem Angeklagten eindringliche Borhaltungen machte, wies er mit der Hand auf das Grab und stieß die heftigsten Beleidigungen gegen feine Mutter aus. Der Angeflagte ist nach der Bekundung seines greifen Vaters von jeher ein Taugenichts gewesen, welcher keine Lust zum Arbeiten und inzwischen schon zahlreiche Vorstrafen wegen Bettelns erlitten hat. Als der Vater, welcher ein fleiner fleiner Beamter ist, sich schließlich von ihm losgesagt hatte, hat der Angeklagte tiefen Groll gegen seine Eltern gefaßt und denselben in Aufruf an die Filzschuh- Arbeiter und Berufsgenossen jener Szene auf dem Kirchhofe Lujt gemacht. Die Beweis Berlins und Umgegend. Kollegen! Täglich lesen wir im aufnahme ergab ein trauriges Bild von Familienzwistigkeiten, in Vorwärts": Arbeiter Berlins! Gedenkt der ausgesperrten deutwelchen der Angeklagte mit seinem Bruder und seiner Schwägerin fchen Arbeiter! Kollegen! Auch ich rufe Euch zu: Gedenkt dem Vater und dessen Töchtern fo schroff gegenübersteht, daß der unserer darbenden Brüder, welche durch den Uebermuth des KaVater dem Angeklagten schriftlich untersagte, irgendwie das Grab vitals aufs Pflaster geworfen wurden und mit fammt ihren der Mutter zu schmücken. Der Angeklagte behauptete, daß er die Familien dem Glend und Hunger preisgegeben sind. Kollegen! Kränze nur fortgenommen habe, weil man ihin seine Kränze ge- Beben wir von dem Wenigen so viel wir fönnen, theilen wir stohlen, und er will ferner die beleidigende Aeußerung nicht gegen mit ihnen, damit nicht die Braven, welche den Kampf für ihr seine verstorbene Mutter, sondern gegen die bei dem Vater gutes Recht( das Koalitionsrecht) aufnehmen mußten, in diesem lebende Tochter gemacht haben. Er beschuldigt ferner den Vater, Brinzipienkampf unterliegen. Kollegen! Schnelle Hilfe ist doppelte daß er ihn verstoßen habe, obgleich er einen lahmen Fuß besitze Silfe, und daher habe ich es unternommen, Sammelbons zu verund nicht erwerbsfähig fei. Der Staatsanwalt hielt den betreiben. Ich bitte daher die Kollegen, sich recht kräftig an der schimpfenden Unfug für erwiesen und mit Rücksicht auf die be- Sammlung zu betheiligen. Mehrere Kollegen werden es sich zur fundete Rohheit der Gesinnung beantragte er 6 Wochen Ge- Pflicht machen, die Bons so zu vertheilen, daß in jeder Fabrik fängniß. Der Gerichtshof hielt die beschimpfende Aeußerung bei einem Roflegen welche zu haben sein werden. Mit kollegialischem gegen seine Mutter nicht für erwiesen, dagegen den Thatbestand Gruß Paul Opis, Holzmarktstraße 48. Ses§ 168 für erfüllt und verurtheilte den Angeklagten zu 1 Monat Gefängniß. " " Jein Dorn im Auge ist. Es bleibt Herrn Zwerner nun weiter nichts übrig, als daß er sich die Arbeit so bezahlen läßt, wie seine Kollegen. Dann fann er auch die 70 Pf. Gesellenlohn zahlen und aller Streit hat ein Ende. Gustav Bennemann, Korbmacher. Sammlung für die ausgesperrten deutschen Arbeiter. Sammelbons werden in folgenden Zahlstellen ausgegeben: C. Kuhlmey, Rosenstr. 30, part. N. Abraham, Straßburgerstr. 5. Butry, Stralsunderstr. 15, 2 Tr. Gleinert, Müllerstr. 174, im Keller, Gnadt, Brunnenstr. 38, Hof part. Hasenclever, Chausseestr. 49/50, Laden. Kleinau, Gartenstr. 171. im Keller. Lehmann, Brunnenstr. 83, Laden. Nürnberg, Schönhauser Allee 28, Hof part. Schmidt, Tresckowstr. 24, Laden. Thierbach, Schwedterstr. 44, part. NO. Gumpel, Barnimstr. 42, Laden. Drescher, Linienſtr. 50, Laden. NW. Kern, Stromstr. 45, Laden. Voß, Birkenstr. 59, Laden. S. Börner, Ritterstr. 108, Laden. Klein, Kottbuser Damm 14, Laden. SW. Wilschke, Junkerstr. 1 und Katzbachstr. 1, Laden. Schröder, Kreuzbergstr. 15, Laden. SO. Bräuer, Reichenbergerstr. 148, Laden. Göcke, Wrangelstr. 125, Laden. Herschleb, Adalbertstr. 4, Laden. Kunze, Forsterstr. 2, Laden. Mertens, Cuvrystr. 54, Laden. Zubeil, Naunynstr. 86, part. 0. A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8, im Keller. . Böhl, Frankfurter Allee 74, Laden. Heindorf, Langestr. 70, part. Höhne, Eldenaerstr. 2, Laden. Lock, Friedrichsbergerstr. 11, Laden, Motes, Posenerstr. 11, Hof 1 Tr. Tempel, Breslauerstr. 27, Laden. Babel, Frankfurter Allee 90, Laden. Friedrichsberg. Lippe, Friedrich Karlstr. 11, Laden. Rummelsburg. Ritter, Kantstr. 6, Laden. Rixdorf. Rob. Dichte, Prinz Handjerystr. 39. Wir ersuchen die Gelder für verkaufte Bons unverzüg Berlins. Versammlungen. 6. Wahlkreis. Achtung Klempner! Unsere lekte öffentliche Bersammlung war nur schwach besucht, so daß wir es nicht für angebracht Zur Beachtung für alle Gefchäfte, welche sogenannte hielten, in derselben Beschlüsse zu fassen, welche für die geich abzuliefern. Normalwäsche fabriziren oder verkaufen, veröffentlicht der Konf." meinheit bindend sein sollten. Obwohl es sich um Stellungnahme ein reichsgerichtliches Urtheil, wonach der Stempel der Normal zu den Maßregeln des verbündeten Unternehmerthums handelte, Die Kommission für öffentliche Angelegenheiten der Tabakarbeiter wäsche mit der Bezeichnung nach System Jäger" fortab ver welche darauf hinauslaufen, den Arbeitern den letzten Rest ihres boten ist. Professor Jäger hat einen diesbezüglichen Prozeß heiligsten Rechts, das Koalitionsrecht, zu entreißen, so schien es gegen eine Firma in allen Instanzen gewonnen. Aus dem Erdoch, als ob die Mehrzahl der Kollegen dieser Thatsache kühl fenntniß ist Folgendes hervorzuheben:" Die Beklagte ist nicht gegenüberſtände. Dies mag nicht nur an dem Indifferentismus berechtigt, Waaren oder deren Verpackung mit dem Namen des vieler unserer Kollegen liegen, sondern zum größeren Theil wohl Klägers und dem Hinzufügen des Wortes Syst." vor dem an der Arbeitslosigkeit, welche auch unserer Organisation in Namen des Klägers zu bezeichnen und so bezeichnete Waaren in diesem Winter tiefe Wunden geschlagen hat. Verkehr zu bringen oder feil zu halten. Selbst die Benutzung Indessen, Kollegen, es naht eine verhältnißmäßig bessere Zeit, Am Dienstag, den 10. März, hielt der sozialdemokratische des Wortes Syst." oder" System" hebt einen Namensmißbrauch und es muß daher bei zunehmender Beschäftigung unsere erste Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis eine öffentkeineswegs auf; da das kaufende Publikum derartige Bezeich Pflicht sein, unseren Kassenbestand, der jetzt viel zu wünschen liche Versammlung ab, zu welcher der Reichstags- Abgeordnete nungen nur oberflächlich zu prüfen pflegt, so entgeht ihm dieser übrig läßt, auf eine Höhe zu bringen, die uns in den Stand fett, Wurm einen Vortrag über„ Fabrik- Inspektion" zugesagt hatte. Zusatz entweder ganz oder ist doch für dasselbe unverständlich endlich Front zu machen gegen die wachsende Ausbeutung unserer Da der Genosse Wurm am Erscheinen verhindert war, so referirte und daher bedeutungslos. Die Beachtung dieser Entscheidung Kollegen, und vor allem diejenigen, welche im offenen Kampfe an seiner Stelle Genoffe Reichling über die sozialistische Bedes Reichsgerichts ist um so gebotener, als Prof. Jäger die Ab für unfer Vereinigungsrecht stehen, wirkungsvoll zu wegung". In der Diskussion sprachen die Genossen Peelz, Hinge ficht haben soll, gegen unberechtigten Gebrauch seines Namens unterstützen. Kollegen! Die von den Metallarbeitern auf- und Willarg im Sinne des Referenten. energisch vorzugehen. gestellte Statistik liep bereits einen tiefen Blick, speziell in das Unter Verschiedenem" wurde ein Antrag, der Wahlverein Elend der Klempner thun. Das Material, welches demnächst für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis solle zu Ehren der in Ein besonders anstößiges Vergehen gegen das Nahrungs- unsere Fachgenossen zur Beleuchtung der Zustände in unserem der März- Revolution von 1848 Gefallenen am 18. März auf die mittelgefeß, welches in Schlachterkreisen f. 8. großes Aussehen Gewerbe beibringen werden, wird ein neuer gewichtiger Beweis Gräber im Friedrichshain einen Kranz legen, einstimmig anwelcher früher ein Kellergeschäft in der Schönhauser Allee betrieb zur Rechtfertigung unserer Bestrebungen sein, und mit gewaltiger genommen. Des Weiteren fritisirte ein Genosse ben Bericht des Borand jetzt in Pankow wohnt, auf die Anklagebant. Er wird be- Wucht werden diese Zahlen jene Arbeiterfreunde" treffen, die schuldigt, zu der von ihm fabrizirten Wurst das Fleisch beständig die Lüge vom„ Steigen der Löhne" in die Welt schleu- wärts" über die am Freitag, den 6. März, im Eisfeller abgehaltene eines trepirten sundes verarbeitet zu haben. Der bern. Darum vorwärts, Kollegen! Laßt nicht zu, daß wir unter Versammlung, in welcher Stellung zur Maifeier genommen wurde, Hund soll in der Nacht zum 21. August in die Räucherkammer das Niveau der niedrigsten Arbeiter herabsinken. Jeder einzelne und sprach sich dahin aus, daß der Berichterstatter den Bericht gesperrt und daselbst krepirt sein. Nach der Behauptung des bei von uns, ob jung oder alt, ob" gut" oder schlecht gestellt, hat die über die Rede des Genoffen Unger in seinem Sinne entſtellt habe. Dem Angefchuldigten beschäftigten Hausbieners Balle ist der ernste Pflicht, mit uns das zu erringen zu suchen, was uns die Sierzu bemerkte Reichling, daß von Seiten der Redaktion Ziehhund des Angeklagten in der beregten Nacht in der Räucher: herrschenden Klassen mit allen Mitteln vorzuenthalten bestrebt des" Vorwärts" den Berichterstattern eingeschärft sei, nur sachfammer erstickt. Am nächsten Tage hat der Angeklagte allerhand find: Gine freie starke Organisation, eine menschenwürdige liche und objektive Berichte einzuliefern, und er sei überzeugt, daß geheimnißvolle Manipulationen vorgenommen und versucht, den Gristens! fämmtliche Berichterstatter so handelten. Er wisse zwar nicht, Unsere Raffen sind zur Zeit faf er gewaltiger finanzieller iver den Bericht geschrieben habe, sei aber von vornherein überBeugen möglichst aus dem Hause zu halten. Balte fah aber in verzeugt, der Wurstkammer das Fleisch des Hundes, welchem das Fell ab- Opfer wird es bedürfen, sie zu fülle., diese Opfer find jedoch ver- zeugt, daß er absolut wahrheitsgetreu sei, und das umsomehr, als gezogen und der Kopf abgeschnitten war, liegen und erkannte an schwindend Klein, wenn sich jeder Singelne betheiligt. Die er von verschiedenen Seiten Aeußerungen gehört habe, die sich Ben Pfoten gang deutlich, daß es sich hier um die irdischen Ueber- unterzeichnete Kommission fordert daher jeden Kollegen auf, all- mit den in dem fraglichen Bericht gemachten Angaben vollständig refte des heimgegangenen Hundes handelte. Als er aber am nächsten wöchentlich sein Scherslein zum Lohnfonds der Klempner beizu- deckten. Die Genossen sollten doch erst überlegen, ehe sie eine so beleidigende Aeußerung über einen Berichterstatter machten, Morgen das Weisterwert der Schlachtfunft nochmals betrachten tragen! Marten zu diesem Zwecke werden im Werthe von 10, 20 und ber nur seine Schuldigkeit gethan habe. Mehrere Redner sprachen wollte, war das Fleisch verschwunden, statt dessen war aber 50 Pf. Sonnabends Abends von 8-10 Uhr und Sonntags Vor in dem gleichen Sinne, und unmerklich gerieth die Versammlung frisch fabrizirte Wurst zur Stelle und dieselbe zeigte unschwer an, mittags von 10-12 Uhr in nachstehenden Lokalen ausgegeben: auf einmal in eine lebhafte Diskussion über die Feier des ersten besonders polnische Wurst und Wettwurst, welche theils in die S. Ritterstraße 123, O. Sandsbergerſtraße 105, W. Bieten- und Mai. Es betheiligten sich an der Diskussion die Genossen Ohler, Markthalle, theils nach Weißensee wanderte und dort verkauft Schwerinstraßen- Ecke, N. Granseerstraße 4, und in den bekannten Peez, Ernst, Heitmann, Millarg, Lehmann und Hoyat. Die Ans wurde. Einige Zeit darauf wurden die Bewohner des Hauses, Bahlstellen in Rigdorf, Charlottenburg und Spandau. Mit koll. ſichten standen sich schroff gegenüber und jedenfalls hätte sich die Debatte noch eine lange Beit hingezogen, wenn nicht der Schluß in welchem der Angeklagte sein Geschäft betreibt, durch einen Die Lohntommission der Klempner Berlins und Umgegend. der Rednerliste beschlossen wäre. Ein Beschluß über die Maifeier pestilenzialifchen Gestank beläftigt und als Balte auf eigene Faust J. A.: H. Weber, Stallschreiberstr. 9. wurde nicht gefaßt. nachgrub, brachte er einen Hundekopf und Eingeweide zum Vorschein, welche in den Keller vergraben waren. Infolge einer Friedrichsfelde, 7. März. In der Nr. 52 des Vorwärts" Wishandlung, welche er von dem Meister erlitten, brachte Balle finde ich eine Berichtigung von dem Korbmachermeister S. Zwerner. die Schicksale des Hundes zur Kenntniß der Polizei, welche sich Herr Zwerner meint, es handelt sich nicht um einen Lohnabzug, für dieselben auch lebhaft interessirte. Als diese dann nachgrub, der den streifenden Gesellen in Friedrichsfelde gemacht sein soll. Eine öffentliche Sansdiener Versammies tagte im fand sie nur noch einige Eingeweide vor und der Hausdiener Nun, ich muß Herrn Zwerner erwidern, baß der Gefellen- Cohn Lokale des Herrn Norbert, Beuthstr. 22. Auf de Tagesordnung Balfe erklärte, daß er Kopf und Fell inzwischen beseitigt habe, tarif auf 70 Bf. pro ich eithalte war or stand: 1. Hausbiener und Sozialdemokrat Borstanden. Der Angeklagte er- Sollege Dahl. gefegt habe. Er habe den letteren nächtlicher Weile eigen würde Herr Zwerner es sehen, wenn die Gesellen die Körbe wieder brecht, E. Glashagen und H. Bendix galler fein einstündiges, besondere Schmackhaftigkeit er lobte, das Fleisch des Kötets zu Herrn Zwerner schon längst ein Dorn im Auge. Am liebsten 3. Geschäftliches.-Ins Bureau wurdenit. Genosse J. Apelt händig nach der Reinickendorfer Feldflur gefahren und für 40 Pf. pro Scheffeltorb machen würden. Da tönnten ja die referirte. Er erledigte zur Zufriedenhat. Zum Schluß ging er Kartoffeltraut seine letzte Ruhestätte Herren Jnnungsmeister noch mehr einheimfen. In den sechsziger oft von Beifall unterbrochenes Rein und führte aus, daß es Die Polizei forschte sorgsam dem Jahren nahmen die Herren Meister pro Scheffelforb 1,50 m. und auf die Organisationsfrage nähepflicht sein müßte, fich einer betreffenden Plaz, es gelang aber nicht, denselben aufzufinden. zahlten Gesellenlohn 40 Pf. pro Scheffeltorb. Heute bekommen eines jeden Hausdieners heiligs zwar nicht nur einer gewerk. jener Gegend viele Füchse hausten, welche möglicher Weise den auch in seinem Bericht zugiebt. Ja, dazumal fonnten die Herren schaftlichen, sondern auch ebas öffentliche Leben aufmerksam zu Nun tam der Angeklagte mit der Behauptung hervor, daß in die Herren 1 M., höchster Preis 1,25 M., wie Herr Zwerner Organisation anzuschließenpolitischen; denn nur dadurch ist mit der Buch torn, felben fortgejahren, abgeledert habe und er will das Auffinden macher angeschlossen haben, ist es den Herren Jnnungsmeistern verhältnisse hinzuweis Kollege O. Wiemer das Statut des neu der Angeklagte die Sache so dar, daß er den Hund, ehe er den heute, wo sich die Gesellen dem Zentralverband deutscher Korb machen und dieselben vergrabener Eingeweide in seinem Keller damit erklären, daß es nicht recht. Nun sperren sie die Augen auf und sagen, wir versich bei diesen um Ueberreste von Hundefutter handele, welches langen zu viel Lohn. Nun sagt Herr Zwerner in seinem Bericht, gegründeten Berchem Gebiet. Der Name ist folgender:„ HausBu Punkt 2 zur Aufklärung und Ausbildung der Hausdie Hunde vielleicht selbst im Keller verscharrt haben. Der er hätte seine Kollegen stets aufgefordert, wenn die Arbeit etwas biener auf polub". Es wurden jezt die 6 Paragraphen verlesen ihm dort angewiesen. nach Gruß mehr zu Das stimmt leider Nach Erledigung einiger Fragen wurde hierauf die er fammlung mit einem Hoch auf die Völker befreiende ozialbemokratie geschlossen. y 2. Statuten= he D. Lamwärtige Bersalschul handele und dieselbe aus schnöder Gewinn Herrn Zwerner giebt es nie eine were verlangt Beitrag auf 35 Pf. festgesezt, wofür jedes Mitglied die Der Vertheidiger, Rechts- daß ein Kollege von ihm einen sehr dunklen und ungesunden er- Zeitung, die Einigkeit", gratis erhält. Ein Auffange für erwiesen, da ein solcher Zufaz vom Fleisch eines tre- 3werner hat immer zuletzt Lohn zugelegt und zuerst Lohn abge- und mit der fleinen Aenderung einstimmig angenommen. Bei pirten Hundes zur Wurst zweifellos als eine Nahrungsmittel zogen. Nun giebt Zwerner an, daß der Streik jezt ungünstig ber Borandswahl wurden gewählt: D. Wiemer, Vorsitzender; Verfälschung Zeit, wo mehr Lohn Berfälsa, ung anzusehen sei. Da es sich um eine besonders wider wäre. Die Mieiſter hätten alle Arbeit vorräthig. Ich glaube bei G. Degatta, Kassirer; R. Barthelt, Schriftführer. Der monatfucht begangen sei, so beantragte der Staatsanwalt 4 Monate werden kann, da ist immer Vorrath. Herr Zwerner giebt an, Gefängniß und 600 M. Geldbuße. wird nicht erhoben. Die weiteren Debatten waren anwalt Th. Friedmann, machte erhebliche Bedenken gegen Keller zur Werkstatt hat, und den Zohn nur darum zahle, damit persönlicher Natur. die Glaubwürdigkeit des Balfe geltend. Er erachtete es für auf er Gefellen behalte. Darauf muß ich erwidern, daß es noch vi fällig, daß demselben das Gewissen erst geschlagen, als er selbst schlechtere Räumlichkeiten giebt, als diesen Seller. Die fegar Der Fachverein der Schlächtergesellen Berlins und geschlagen worden war und daß derselbe den angeblich von ihm als Schlafräume benutzt und an Schlafleute vermiethet werden. Umgegend hielt eine sehr gut besuchte Versammlung am 8. März vorgefundenen Kopf und das Fell des Hundes angeblich wie ich gehört habe, hat Herr Zwerner schon wieder ach Ge, ab. Auf der Tagesordnung stand als erster Punkt ein Vortrag beseitigt habe. Im Uebrigen regte der Wertheidiger auch fellen geschickt; diese wollen aber auch 70 Pf. pro cheffeltorb des Genoffen Klein über:" Der Kampf mit geistigen Waffen", das rechtliche Bedenken an, ob der Zusatz von Hunde haben. Die Gesellen sind im Verein, der Herrn 3erner auch der lebhaften Beifall fand." Die Diskussion war eine sehr leba " harte. Es betheiligten sich an ihr die Kollegen Lassowski,| Mitgliederversammlung vom 22. Februar wurde wegen vorge-| eingeladen. Das Erscheinen sämmtlicher in der Konfektionsbranche beschäftigten Blumenschein und Schwarze. Kollege Lassowski ging sehr scharf rückter Zeit das Bureau und 3 aus der Mitte der Versammlung Arbeiterinnen ist vorzugsweise nothwendig. ins Gericht mit dem Hamburger Fleischer- Organ Lese- und Diskutirklubs. Sonnabend. Lese- und Diskutirklub Allzeit gewählte Vertrauensmänner beauftragt, das Resultat der abge- Feuerbach" im Lokale des Herrn Schröder, Reichenbergerstr. 24. Boran", welches den Fachverein auf das ergste verdächtigt. Auf gebenen Stimmen für die Delegirten zur Generalversammlung" Beine", Abends 9 Uhr, im totale des Herrn Zechlin, Hornfir. 11. die geistige Bekämpfung antworteten 22 Kollegen mit ihrem Bei- am 31. März zu Halle im„ Vorwärts" bekannt zu geben. Irreje- und Diskutirklub des Arbeiterbildungs- Vereins in Weißenſee, Röllte- u. tritt in den Fachverein. Unter Vereinsangelegenheiten ersuchte thümlicher Weise sandte der Schriftführer, Kollege Jonas, das Charlottenburgenfrafen de be fine fe haben utvinn Berlins und Umgegend. Sonnabend. Abends der Vorsitzende Kollege Keßlinke die Kollegen, welche noch mit Resultat als Inserat an die Redaktion des Vorwärts", wo es uhr: uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Gesangverein, Freundihren Beiträgen im Rückstande sich befinden, dieselben zu begleichen, erklärlicher Weise in den Papierkorb gefallen ist. Aufgestellt als ihaft", Friedenſtr. 48 bei Tollkühn. Gesangverein" Sanges Echo," sonst müßten die Säumigen gestrichen und außerdem noch bekannt Kandidaten waren die Kollegen Dost, Jonas, Klotzsch, Fischer, ftraße 31 bei Mufehold. Staligerstraße 142 bei Greifer. Gesangverein 2yrania", Landsberger Grüne Eiche", Rirdorf, Knesebeck- und gegeben werden. Unter Verschiedenem beleuchtete der Koll. Lassowski Schim und Hinze. Das Wahlresultat stellte sich wie folgt zu- Sermannstr.- Ecke bei Beiler. Gesangverein„ Glückzu" bei Bergmann, Brinzendas patriarchalische Verhältniß der Berliner Schlächterinnung, fammen: Abgegebene Stimmen 139. Davon Allee 10.erhielten: Gesangverein Treuer Bund" bei Ullrich, Arndt- und Friesendie aus den Fleischproben, welche den Schweinen zur Unter- Kollege Dost 97, Fischer 88, Schim 76, Jonas 64, Kloßsch 62, Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Männer- Gefangsuchung auf Trichinen entnommen werden, ein jährliches Ein Hinge 43 Stimmen. Gewählt sind die Kollegen Dost, Fischer, verein Bhonir", Steinmegstr. 76, bei Lemm. Aufnahme neuer Mitgliedertommen von 4300 m. bezieht und diese Summe zum Bau eines Schim und Jonas. J. A.: Strohmeyer, Chorinerstr. 83. Gesangverein der Offenbacher Sängerfranz", Deutscher Hof, Luckauer. Asyls für alte, erwerbsunfähige Schlächtergesellen verwenden will. straße Nr. 15, Uebungsstunde um 9 Uhr. Gäste willkommen. Musikverein Borwärts" Abends 8%-10% Uhr, Annenstr. 14, part. Bitherklub Nun entsteht die Frage, welcher Schlächtergeselle wird wohl die " Waldrose", Abends 9 Uhr bei Kleemann, Lausitzerstr. 41.- 8itherklub, ar= Wohlthat der Innung in Anspruch nehmen, da es doch gar nicht monte", 9 Uhr Uebungsstunde, Kaiser Franz- Grenadierplay 7.- Tambour vorkommt, daß ein Schlächtergeselle alt bleibt als Gefelle, denn Berein ,, Deutsche Eiche", Sigung 9 Uhr im Restaurant Techow, Waterloo- Ufer 14. Aufnahme neuer Mitglieder. entweder wird er selbständig, oder er muß zu anderem Erwerb Berliner Turngenossenschaft. 8. Männer Abtheilung. Abends übergehn und so verliert er die Rechte auf dieses Institut. 9-11 Uhr. Lübeck'scher Zurnverein. Die 1. Lehrlingsabtheilung furni Abends 8-10 Uhr. Der Turnfaal befindet sich Königstädtisches GymV. Wahlkreis. Der sozialdemokratische Wahlverein des 5. Wahlkreises hielt am 9. d. M. eine recht gut besuchte Versammlung ab. Auf der Tagesordnung stand: Vortrag des Herrn Peus über:" Woher fließt die Quelle alles Reichthums?" Diskussion, Verschiedenes Darum sei es die Pflicht der Kollegen, selbst für die alten und Fragekasten. Der Referent erntete lebhaften Beifall. Eine Tage zu sorgen, und dieses sei dadurch zu erreichen, daß alle Diskussion fand nicht statt. Zu Verschiedenem gelangte ein Ansich dem Fachverein anschließen, welcher sich zur Aufgabe trag zur Annahme, einen Kranz auf die Gräber der Märzmacht, die großen Mißstände, wie die lange Arbeitszeit, gefallenen am 18. d. M. vom Wahlverein niederzulegen. Ferner die niedrigen Löhne und das Schlafstellenwesen bei den Meistern wurde beschlossen, am 18. März eine Volksversammlung vom abzuschaffen. Wahlverein des 5. Wahlkreises einzuberufen, wo die Erinnerungen an 1848 behandelt werden sollen. Hierauf schloß der Vorsitzende die Versammlung. Folgende Resolutionen gelangten zur einstimmigen Annahme: 1.Die Versammlung der Schlächtergesellen erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten einverstanden und verurtheilt den sogenannten Kampf mit geistigen Waffen unserer Gegner auf das Entschiedenste, verpflichtet sich, mit allen gesetzlichen Mitteln für die Aufklärung und Besserstellung der arbeitenden Klasse und speziell der Schlächtergesellen einzutreten. 2. Die heutige Vereinsversammlung protestirt auf das Entschiedenste gegen die Entstellung der wahren Thatsachen durch das Hamburger Fleischer- Organ Allzeit voran" und beauftragt den Vorstand, dem Blatte eine Berichtigung zuzuschicken auf Grund des§ 11 des Preßgesetzes. Tabaksarbeitern Hamburgs 30 M. aus der Vereinskaffe zu be Gin Antrag, den ausgesperrten willigen, fand einstimmige Annahme. Nachdem noch auf die am 18. März stattfindende öffentliche Versammlung aufmerksam ge macht wurde, schloß der Vorsitzende mit einem dreifachen Hoch auf das fernere Gedeihen des bereits 998 Mitglieder zählenden Fachvereins der Schlächtergesellen Berlins und Umgegend die Bersammlung. Aufgepakt! Die ,, Freisiunigen" kommen! Jm 6. Reichstags- Wahlkreis steht der Sozialdemokratie großes Unheil bevor. Der„ Freisinnige Arbeiterverein Berlin" will die in diesem Wahlkreis wohnenden Mitglieder abzweigen und zu einem besonderen Arbeiterverein" zusammenfassen, um den Wahlfreis gründlich„ vornehmen" und die sozialdemokratischen Arbeiter erfolgreich bearbeiten" zu können. Die Herren sind schon dabei, zu berechnen, wieviel Duhend dieser freisinnigen"" Arbeiter" Agitatoren nöthig sein werden, um" einen einzigen der zu loszureißen. bearbeitenden" wirklichen Arbeiter von der Sozialdemokratie Reinickendorf. In der letzten Sonntag abgehaltenen Sigung des Arbeiter- Bildungsvereins referirte Genosse Robert Schmidt über das Thema: Eugen Richter und die Sozialdemokratie." Schonungslos zerrissen seine Worte den Schleier des Ruhms, mit dem sich der große Held des Freisinns zu umhüllen versucht; seine Schrift gegen die Irrlehren der Sozialdemokratie" hinterKorbmacher. In der letzten Mitgliederversammlung des läßt feinen tieferen Eindruck, als das Philistergeschwäß am BierVerbandes deutscher Korbmacher( F. B.) hielt Kollege Karl einen tisch. In der Diskussion sprachen die Genossen Duchateau und intereffanten Vortrag über die Organisation wie sie ist und wie Thal; letterer erinnerte an den Ausspruch Richter's gelegentlich sie sein soll. Der Vortrag wurde mit allgemeinem Beifall auf der Wahl Hasenclever's, daß diese für den 6. Wahlkreis ein Ungenommen. Sodann kamen die von verschiedenen Zahlstellen ge- glück fei, er werde veröden, da kein Geschäftsmann in ihm sich stellten Anträge zur Generalversammlung zur Diskussion. Hierauf etabliren würde. In der am 22. Februar stattgehabten tonmachte Kollege Jungnickel auf die ausgesperrten Hamburger Tabak- stituirenden Versammlung vollzog sich die Wahl des Vorstandes; arbeiter aufmerksam und fordert zur fräftigsten Unterstützung gewählt wurden: Knauff zum ersten, Hartwich zum zweiten Vorauf. Schließlich stellt Kollege Karl Den Antrag auf fizzenden, Minkel zum Schriftführer und Bokowsky zum Kassirer. Einberufung einer Extra- Mitglieder- Versammlung am 2. März. Bu Revisoren ernannte die Versammlung die Genossen Man. Diese Mitglieder- Versammlung hat auch inzwischen stattgefunden. teuffel und Arndt. Kollege Jungnickel erstattet in ausführlichster Weise Bericht von den Verhandlungen, welchen Kollege Karl noch in einigen Punkten ergänzt. Sodann wird die Wahl des Ausschusses vorgenommen. Aus derselben gehen hervor die Kollegen Karl, Glöckner, Kirsch, Hannig und Nier. Kranken- und Begräbnißkaffe des Vereins fämmtlicher Berufsklaffen, Berlin 1. Sonnabend, den 14. März, Abends 8 Uhr, Blumenftr. 78, bei Wollschläger. abends 8 Uhr. Gäste, burch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. Lese- und Diskutirklub ,, Weften" im Restaurant Meier, Bülowftr. 42, " straßen- Ecke. nasium, Elisabethstraße 57-58. Stattlub Ramsch", gegründet 1. Oftober 1890. Abends 9 Uhr, Sigung " Privat in Willy Schmidt's Restaurant, Wrangelstr. 141. Genoffen find freundlichst lub„ Adonis" bet eto, stoppenstr. 75. Gäste willkommen. eingeladen. Statflub ,, Ramsch", Fürstenbergerstr. 10. Humoristischer Theater- Gesellschaft Schneeglödh e n" im Lokal Veteranenftraße 9 bet Bettin. Theater- Verein Giaconda", Abends Verein ,, Lustige Brüder", Abends 9 Uhr, ühr, Sizung. Brüderstr. 26. Vergnügungs- Verein" Lustige 13", Abends 9½ Uhr, bei Liebzeit, Wrangelstr. 30. Gäste willkom. Vergnügungsverein Sorgen brecher", Mendelssohnstr. 4, Sigung mit Damen. Gäste willkommen. Roller'scher Stenographen- Verein Süd- West Berlin", Abends " 8½ uhr, im Reſtaurant Körner, Barutherstraße 1, Unterricht und Uebung. Rauchtlub„ Goldene Quaste", 9 Uhr, Lothringerfir. 67 bet Brückner. Sprechlaal. Die Redaktion ftellt die Benutzung des Sprechsaals, soweit Raum dafür abzus geben ist, dem Bublikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Intereffes zur Verfügung; sie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifizirt zu werden. Unterzeichneter erlaubt sich hiermit den Sprechsaal Ihrer geschäßten Zeitung in Anspruch zu nehmen und zwar, in Angelegenheit der Arbeiter- Bildungsschule. Es wäre vielleicht richtiger, mich direkt an den Vorstand obiger Schule zu wenden, jedoch halte ich es für wichtig, daß die Angelegenheit zum Nutzen der Interessenten auf diesem Wege möglichst schnell erledigt wird. Die Nummer 57 des Vorwärts" brachte in einem Artikel der Berliner Arbeiter- Bildungsschule die Aufforderung zur Meldung zum Unterricht. Um aber die Angaben, welche die Meldung enthalten soll, zu machen, wäre es sehr wünschenswerth, wenigstens annähernd die Gegend der Schulen zu bezeichnen, da es nicht immer der Fall sein wird, daß z. B. die im Norden gelegene Schule für jeden im Norden Wohnenden auch näher ist als vielleicht diejenige des Westens oder Ostens. Ferner wäre es wünschenswerth zu wissen, an welchen Tagen dieses oder jenes Fach gelehrt werden soll. Nur so ist es möglich, richtige Angaben in den Meldungen zu machen. Ich bitte deshalb den Vorstand der Arbeiter- Bildungsschule sich im Interesse der Allgemeinheit näher darüber auszulassen. May Dertel, Berlin N., Müllerstr. 138a. Briefkaffen der Redaktion. Antwort wird nicht ertheilt. Freireligiöse Gemeinde, Rosenthalerstr. 38. Sonntag, den 15. März, Vormittags 10% Uhr, Herr Beus: Sitte und Sittlichkeit. Abends 8 Uhr, Unter Verschiedenem kommt der Streit der Kollegen aus Herr Vogtherr: Die Verfolgung der freien Gemeinde in den 50er Jahren. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter( E. H. Friedrichsfelde zur Sprache, wobei ein anwesender Friedrichs- 29 und 89 Hamburg), Filiale Berlin 6. Sonntag, den 15. März, Vormittags Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Brieflich felder die Ursachen und den Stand des Streits flarlegt. Zum 10% Uhr, Gartenstr. 123 bei Krüger: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: Schluß erinnert Kollege Kühl die säumigen Abonnenten der 1. Kassenbericht. 2. Aufstellung der Kandidaten zur General- Versammlung. Neuen Tischler- Zeitung" an ihre Pflicht. In der humanistischen Gemeinde, Rommandantenstraße 79, hält am nächsten Sonntag, Bormittags 10 Uhr, Herr Schäfer den Vortrag über die nisse vor. Frage: Wirken wir mehr durch das, was wir sind oder was wir vorstellen? Gäste willkommen. Nächste Versammlung am 16. März, bei Roll, Adalbertstraße 21. Herberge bei Stramm, Ritterstr. 123. Arbeitsnach weis bei Jungnickel, Wienerstr. 11. Die Schrauben und Façondreher tagten am Sonntag, den 8. März. Herr Gustav Koopmann hielt einen beifällig aufgenommenen Vortrag über die Selbsthilfe der Arbeiter auf fanitärem Gebiet. Eine Resolution, den Berliner Sanitätsverein nach Kräften zu unterstützen wurde einstimmig angenommen. Unter Verschiedenem wurde der am 14. März stattfindende Maskenball in Erwähnung gebracht. Der Vertrauensmann forderte auf, die Marken zum Unterstüßungs- und Agitations fonds der Metallarbeiter mehr zu berücksichtigen. Zum Schluß wurden die Kollegen aufgefordert, die Privatwerkstätten nicht so sehr mit ihrem Angebot betreffs Arbeit zu überschwemmen. Vereinigung der Drechsler Deutschlands, Ortsverwaltungen Berlins und Rixdorf. Laut Beschluß der kombinirten HS Bekanntmachung. 3. Verschiedenes. = G. C. S. Gegen ein Tanzvergnügen am Palmsonntag liegen unseres Wissens teine gesetzlichen oder polizeilichen HinderBriefkaffen der Expedition. Filiale 4 der Allgemeinen und Zentral- Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter( eingetragene Hilfstaffe 29 und 89 Hamburg). Sonnabend, den 14. März, Abends 8% Uhr, Mitglieder- Versammlung Andreasstraße Den Genossen stehen ältere Nummern unseres Blattes in r. 26 bei Bolzmann. Tagesordnung: 1. Kaffenbericht. 2. Aufstellung von Kandidaten zur Delegirtenwa 3. Verschiedenes. beliebiger Anzahl zu Agitationszwecken zur Verfügung und bitten Achtung, Arbeiterinnenverein! Große Mitglieder Bersammlung wir, dieselben während unserer Geschäftsstunden von der Dienstag, den 17. März, Abends 8 Uhr, Inselstr. 10 bei Scheffer. Tages: ordnung: 1. Medizinischer Vortrag des Herrn Dr. Bernstein. 2. Diskussion. Expedition abzuholen. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Die Lage der Arbeiterinnen in der Knabenkonfettion. 5. Verschiedenes. Herren als Gäste willkommen. Um zahlreichen Besuch bittet der Borstand. Für die Ausgesperrten gingen ferner ein: Theinhard's Schriftgießerei 6,65. Verein Eintracht, Linke, rinnen Berlins findet am Montag, den 16. März, Abends 8 Uhr, im großen Statklub Ramsch, Riydorf, 1. Rate 5,-. Gesammelt in der Eine große öffentliche Versammlung der Schneider und Schneide- Forsterstr. 45 10,- 3immerleute, Bau Genthinerstaße 4,75. Saale des Böhmischen Brauhauses, Landsberger Allee 11-13 statt. Der erste Buntt der Tagesordnung behandelt die mit den Groß- Konfektionären statt Boltsversammlung zu Pankow 10,-. Ueberschuß der Tellergefundene konferenz und die weiteren Schritte, welche zu unternehmen sind. sammlung der öffentlichen Goldschmiede- Versammlung 7,-. Von Referent ist Kollege A. Täterow. Außerdem wird über die Stellungnahme zum einer Geburtstagsfeier. Gesammelt durch Billig 2. Ueber 1. Wat beschlossen und über die Neuregelung des Herbergswesens und Arbeitsnachweises verhandelt. Zu dieser durchaus wichtigen Bersammlung sind alle schuß der Versammlung vom 8. März im Neustädter Volkshier bestehenden Schneidervereine, sowie sämmtliche Unternehmer besonders garten 16,97. Röhler bei Brennecke 2,20. Sonntag, den 15. März, in der Neuen Welt, Hasenhaide, Gedächtnißfeier für Karl Marx veranstaltet vom Lefe- Klub ,, Karl Marx", unter Mitwirkung des Gesangvereins ,, Zufriedenheit". Von 51/2 Uhr ab: Konzert. Um 61/2 Uhr: Festrede, gehalten von Hrn. Peus. Danach abwechselnd Konzert und Vorträge. Entree 20 Pf. Garderobe 10 Pf. und wird gebeten, davon möglichst viel Gebrauch zu machen. Alle Freunde und Gönner des Leseklubs find hierzu eingeladen. Oeffentliche 209/20 Volksversammlg. f. Männer u. Frauen zu Friedrichshagen am Sonnabend, den 14. März, im Saale des Hrn. Gestin( Gesellschaftshaus). Zages Ordnung: 1. Ursache und Wirkungen der französischen Revolution. Referent J. Türk. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Der Einberufer. 234/11 Arbeiter- Verein für Johannisthal u. Umgegend Gesang- Verein der Glasarbeiter zu Stralau E Vorwärts". 331L Am Sonnabend, den 14. März, findet im Lokale der Gräfl. Reischach'schen Brauerei ein Tanzkränzchen zu Gunsten der ausgesperrten Glas- und Tabak- Arbeiter statt. Karten im Vorverkauf sind zu haben im Ausschank der Brauerei bei Herrn Kalbhenn und Abends an der Kasse. Entree 50 Pt. Um zahlreichen Besuch bittet Anfang 7 Uhr. Das Komitee. Herren, welche gewillt sind, einem dem ArbeiterGängerbund angehörenden Verein beizutreten, mögen sich in der Uebungsstunde Freitags von 9/ 2-11 Uhr bei Keller, Bergstraße 68, melden. Bringe den Genossen hierdurch meine Echte Rathenower Brillen Rind- und Schweineſchlägterei, Bentral- Markthalle, 148, um gütigen Zuspruch. und Pince- nez nur_mit_prima Kristall- Gläsern von 1,50 Mark an. in freundliche Erinnerung und bitte Rudolf Reinhardt, Linden- Straße Nr. 94, neben der Markthalle. Sonntags geschlossen. Möbel, Spiegel und Polsterwaaren. Ganze Ausstattungen empfiehlt Mehl- Handlung L. Brachvogel, Manteuffelstr. 75. Gebr. Kaffee's, vorzügl. im Geschmack, tägl frisch, à Pfd. 1,40 und 1,60 m.; 759 b Carl Aurin. Wäsche wird sauber gewaschen und geplättet Wählertstr. 7( i. Lad.).[ 915b Vereinszimmer f. Gen. Fischerstr. 8 Rest. Schlafft. z. v. an Frau od. Mädch. mit [ 926 b Moritz Gläser, 139 L Raffee von Bung fel. Wie. 1,70 M. oder ohne Bett Gräfeſtr. 14 Quergeb. 167. Reichenbergerstr. 167. Achtung! Sonntag, d. 15. März, Nachm. 3 Uhr, im Lokal d. Hrn. Senftleben, Johannisthal, nossen mein Vereins- Versammlung. Tages- Ordnung: 933 b Kalbfleisch, Arbeitsmarkt. Gesellen a. Bettft. Prinz Handjery traße 82, Rirdorf. 931 b Rohkaffee's in sehr preiswerthen Qua- Hpt. I. litäten à Pfo. 1,20, 1,30 und 1,35 M. Auch empfehle ich eine stets frische, hochempfehle allen Freunden und Gefeine Tafelbutter à Pfd. 1,20 M. 694b Reule 40-45 Pf., Brust 45-50 Pf., ganze Brüste, Weiss- u. Bair.- Bier- Lokal. Braten, Kälber billiger. Täglich August Ein Vereinsz. f. Gewerkschaften 3. verg. straße 50 a im Keller. 51,21 P Carl Bolle, Alt- Moabit 98. 828 b] Wohn. sind dicht b. d. neuerb. Ein Schankgeschäft billig zu verk. Fabrit, Berlinerstr., Tegeler Chauffee, zu erfragen b. C. Marzahn, Wiefen- zu vermiethen. Näheres bei Bock, Empfehle allen Freunden und Ge- straße 14, Zeitungs- Spedition.[ 335 L Seifenladen, Berlinerstraße Nr. 18. fl. Vorderzimmer b. ruhigen Leuten 3. nossen mein Restaurant ,, zur Flora". 1. April. Nähe Morigplay. Off. mit 111/2 1. Bortrag. 2. Diskussion. 3. Abrechnung v. Stiftungsfest. 4. Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. Nach der Versammlung gemüthl. Beisammensein. Zu zahlreichem Besuch ladet ein Junger Mann sucht freundl. möbl. Der Vorstand. Lexikon, Bücher, BiblioPreisang, an B. Dübelt, Mittenwalder Weißensee, Gustav Adolphstr. 142. Meyer's thefen Lauft 322L ftraße 47 v. III. 936 b A. Hannemann, Rochstr. 56. Zwei Lackirergeh. werden verlangt Charlottenburg, Lützowftr. 4.[ 935 b 938 Vergolder- Gehilfen finden Be schäftigung bei August Werkmeister jr., Freundl. möbl. 3immer zu verm. Brunnenstr. 151/52. Laufigerstraße 52 v. III. rechts( Ecke Lausitzerplatz). Möbel-, Spiegel-. Polsterwaaren- Magazin von SO. 5. Reichenbergerstraße 5. Šo. 927 b Dedkerin f. Silb. verl, Sebastianstr. 20. Aug. Herold, Berantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2, 172 L