Nr. ses. Bbonnemcnts-Bedingungen; Abonnements- Preis pränumerando i Liertcijährl. SP0 Mb, monaii� l.tv Mk., wöchentlich 28 Pfg. frei ins«ans. Einzelne Nummer S Pfg. Sonntags- nmnmer mit illustrierter Sonntags- Beilage„Die Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Post-Zeitungs- Preisliste. Unter Kreuzband sür Deutschland und Oesterreich- Ungarn 2 Mark, für das übrige Ausland 3 Marl pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, .Holland. Italien, Luxemburg, Portugal, Aumänicn, Schweden und die Schweiz. 86. Jahrg. CfWcI.it täälid) auBer montags. .)d-* Vevliner Volksblstt. Sie TnfertionS'Gebübr beträgt für die fechsgespaitene Kolonel« zeile oder deren Raum SO Pfg., für politische und gewerkschaftliche VercinS- «nd Versammlungs-Anzeigen M Pfg. „kleine Znreigen", das erste tsett- gedruckte) Wort 20 Pfg., jedes weitere Wort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlaf- slcllcn-Anzcigen das erste Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis K Uhrnachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm- Adresse: „Sozialdonokrat RsiTid". Zcntralonjan der tozi aldemokrati leben parte» Deutfchlandd. Redaktion: SM. 68» Ltndenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IT, Nr. 1083. Dienstag, den 9. November 1909. Expedition: SM. 68, Ltndcnotraese 69. Fernsprecher: Amt IT Nr. 1081. Sie kielevuntedchleise auf der Reicks werft. Man schreibt uns aus Kiel: Es ist noch gar nicht so lange her, da hatten die am Werfteingange postierten Schutzleute das Recht, die Arbeiter mittags oder abends beim Verlassen der Werft auf ihre Zuverlässigkeit hin zu untersuchen. Jeder Arbester, auf den die Schutzleute mit dem Finger wiesen, mußte in die am Werfttor liegende Schutzmannswachstube eintreten und sich dort einer Visitation unterziehen, ob er nicht etwa der Werft gehörige Sachen in den Taschen oder am Körper mit heraus- schleppe. Mancher arme Teufel, der ein wertloses Stückchen Metall oder Werkzeug in der Tasche trug, ja es vielleicht nur aus Versehen bei der Arbeit in der Tasche behalten hatte, mußte daran glauben! Er lvurde wegen Diebstahls entlassen und außerdem noch angezeigt und vom Gericht mit Gefängnis be- straft! So wurden die A r b e i t e r unter eine entehrende Kontrolle gestellt, aber ganze Waggons mit Altmetall beladen, fuhren so schnell aus der Werft, daß der postierte Schutzmann weder den Inhalt, noch die Frachtscheine kontrol- Heren konnte!„Ich will zehn Waggons beladen und von der Werft fahren, ohne daß es jemand merkt", erklärte der Obermeister N i e ck e n, der als Angeklagter vor dem Schwurgericht steht.„Die kleinen Diebe hängt man, die großen läßt man laufen", die Wahr- hcit dieses Sprichwortes hat mancher, der auf der Werft be- schäftigt ist, erfahren müssen. Der angeklagte Magazindirektor Heinrich will mit Arbeit überlastet gewesen sein; manche der mit der Aussicht betrauten Beamten sollen die nötige Fähigkeit sür die Arbeit nicht be- sessen haben. Ob das alles zutrisft, sei dahingestellt, das eine aber steht fest, daß es an Beamten auf der Werst nicht mangelt! Bei zirka 8500 Arbeitern zählt die Werft gut 1000 Beamte! Dabei sind die Vorarbeiter, die keinen Bcamtencharakter haben und deren Zahl nicht gering ist, noch nicht mit einbegriffen. Kein Privatbetrieb dürfte sich einen solchen Luxus leisten! Auf der Werft ist die Verlvertung des Mtmaterials von jeher als etwas sehr Nebensächliches behandelt worden. Eine genaue Kontrolle wäre nur dann möglich, wenn die von den einzelnen Ressorts oder den Schiffen zur Ab- l i c f e r u n g gelangenden ausrangierten Materialien oder die bei der Bearbeitung von Gegenständen sich ergebenden Abfall st offe vor der Ablieferung im Ressort oder auf dem Schiffe genau gewogen würden. Dann ließe sich durch Vergleiche genau fe st st eilen, ob das abgelieferte Material dem entspricht, was sich als Altmaterial angcsamnielt hat resp. was verkauft worden ist. In den einzelnen Ressorts wird aber dem Altmaterial und den Ab- fällen nicht die geringste Bedeutung beigelegt. Es wird von Arbeitern zur Magazinverwaltung gebracht, meistens geht nicht einmal ein Beamter mit; irgend ein Lieferzettel, der das Gewicht der abgelieferten Materialien enthält, bekommen die Ablieferer nicht mit zurück! Noch viel schlimmer liegt es niit den Materialien, die von den Schiffen abgeliefert werden. Und diese Sachen sind es auch, die anscheinend den Hauptteil des unterschlagenen Materials bilden. Bei Umbau oder bei Reparaturen von Schiffen werden eine Menge von Gegenständen entfernt oder ersetzt, die noch einen großen Metallwert haben. Diese Sachen werden vor ihrer Ablieferung weder nach ihrem Wert sortiert noch gewogen! Bleibt das Schiff während der Reparaturen in Dienst, so liegt die Sache noch schlimmer. Der erste Offizier des Schiffes, dem die Auf- ficht obliegt, hat nicht das geringste Interesse an der Fest- stellung der ausrangierten Sachen. Einige kleine Beispiele für die Beobachtungen, die sich dem Arbester aufdrängen. Auf der Jacht„Hohcnzollern" ist ein aus Bronze hergestelltes Kammrad von ziemlichem Ge- Ivicht nicht mehr gebrauchsfähig und muß durch ein neues er- setzt werden. Zunächst ist die Herstellung eines Modells nötig. Der Modelltischler erhält vom ersten Offizier die Erlaubnis, das zerbrochene Rad als Probe mitzunehmen. Der Offizier hat nur das eine Interesse, daß ein neues Rad eingesetzt wird.» Das Modell ist fertig; das alte Rad, das, weil es aus Bronze hergestellt ist, doch immer einen gc- wissen Metallwert hat, ist überflüssig, niemand kümmert sich darum, es wird tveggeworfen. So gchts mit allen Sachen, die durch neue ersetzt werden und für die Modelle angefertigt iverden müssen. Sind die Modelle hergestellt, so kümmert sich niemand mehr in der Werkstatt um die alten Sachen, ganz einerlei, wie viel Metallwert auch darin stecken mag I Lediglich in der M a g a z i n v e r w a l t u n g, wo die Abfall- und Ausschußmaterialien abgeliefert werden, wird das Material gewogen und gebucht. Ob das aber auch für die großen Eisenmengen zutrifft, bezweifelte ein als Zeuge vom Gericht vernommener Vcrwaltungssekrctär. Eine Revision kann sich also nur darauf erstrecken, was b e i der Magazinverwaltung festgestellt und gebucht worden ist, Vergleiche mit den Ressorts oder Schiffen, von denen die Sachen stammen, sind un- möglich! Alle Revisionen, von welcher Seite sie auch kommen mögen, erstrecken sich immer nur auf die Nach- Prüfung der B ü ch e r, ein Nachwiegen der Altmaterialien wird n ich t vorgenommen. Natürlich sind dann auch bei einer solchen unkontrollier- baren Verwaltung den Durchstechereien und Diebereien Tür .und Tor geöffnet, was noch befördert wird durch die Be- stimmungen der Werft über die Leistung der Haftsumme beim Kauf, durch die die Ringbildung weniger Käufer geradezu ge- züchtet wird, sowie dadurch, daß die verkauften Materialieu noch lange auf der Werft lagern und von An- gestellten der Käufer ohne Kontrolle verladen und abgefahren werden können! Die Unterschleife sind ja auch durch die Revisionen nicht entdeckt worden, sondern es War die Unvorsichtigkeit der An- geklagten selb st, die erst die Ermittelungen veranlaßte. Die Werftverwaltnng behauptet ja heute noch, daß nach ihren Büchern nichts an dem Bestände fehle! Diese Bücher, das sind natürlich die von der Magazin- Verwaltung gelieferten Belege. Die bürgerliche Presse entrüstet sich jetzt gewaltig über die Zustände, die der Prozeß aufdeckt. Und doch ist sie samt den bürgerlichen Volksvertretern an allen den Dingen mit- schuldig! Gerade durch das unbegrenzte Ver- trauen, das sie der Marineverwaltung in den letzten Jahren entgegengebracht haben, haben sie diesem System Vorschub geleistet. Es langt bei der bürgerlichen Presse ja auch jetzt noch nicht weiter, als zu der Forderung, daß der Verwaltung einige kaufmännische Berater zur Seite gestellt werden. Mit solchen Mittelchen wird nicht viel erreicht. Eine Reform der Verwaltung an Haupt und Gliedern ist nötig! Was tut an der Spitze eines großen Reichsbetriebes ein A d m i r a l, der seiner ganzen Erziehung und militärischen Laufbahn nach nur wenig Ahnung von technischen und Verwaltungsfragen haben kann � Die Leitung eines solchen Betriebes gehört in technisch und k 0 m e r z i e l l geschulte Hände! Die Marine mag als Beraterin dienen, Ivo ihre Interessen in Frage kommen. Nach dem Berlauf des Prozesses war es gar nicht anders möglich, als daß auch die bürgerliche Presse an der Lotterwirtschaft auf der Kieler Reichswerft rücksichtsloseste Kritik üben würde. So spricht jetzt auch das„Berk. Tagebl." von der„schmachvollen Korruption", die nur allzu deutlich„an russische Bei- spiele" erinnere. Mit dem Reichseigentum sei in„skandalöser Weise gehaust" worden. Auch die„kläglichen VertuschungSmanöver der Verwaltung", die, wie erinnerlich, der„Vorwärts" bereits vor einigen Tagen gekennzeichnet hatte, beleuchtet das„Verl. Tagebl." gebührend. Interessant ist auch, daß im„Tag" der Kapitän z. S. a. D. P e r s i u s die Kieler Lotterwirtschaft einer ebenso gründlichen wie vernichtenden Kritik unterzieht. Wie unser Kieler Mitarbeiter, so weist auch dieser Sachverständige darauf hin, daß die Lotterwirt- schaft auf der ReichSwerft wahrhaftig nicht an einem Mangel an Beamten gelegen haben könne. Denn wenn in den letzten zehn Jahren die Zahl der Arbeiter der drei Reichswerften um 4000 gestiegen sei, so sei gleichzeitig die Zahl der Beamten um 620 Köpfe gestiegen! Während in Deutschland 1338 aus 14 Ar- beiter ein Beamter entfallen sei, sei 1907 auf 11 Arbeiter bereits ein Beamter gekommen I'In England da- gegen entfalle zurzeit erst auf 20 Arbeiter ein Beamter. Diese fortwährende Steigerung des Beamtenkörpers auf unseren Reichs« werften sei um so unerklärlicher, als nach dem Flottengesetz an Vermehrungsbauten nur noch zu schaffen sei: Ein Linienschiff, zwei große und ein kleinerer Kreuzer: „Die H ö ch st l e i st u n g der Werften ist als beendet an- zusehen. Eine größere Beanspruchung kommt in der Zukunft nicht in Frage, außer wenn das Flottengesetz aber- malS eine Erweiterung erfahren sollte. Das ist augenblicklich wohl bei dem Stande unserer Finanzen kaum an- zunehmen." Der Marinemitarbeiter des„Tag" hält also angesichts des Standes unserer Finanzen und der Empörung der BolkSmaffen über die unausgesetzte Steuerausplünderung eine dem nächst ige Er- Weiterung des Flottengesetzes für ausgeschlossen. Wir unsererseits vermögen diesen Optimismus nicht zu teile». Sind wir doch sicher, daß alle am Flottenbau interessierten Kreise alles aufbieten werden, um die Regierung auf der Bahn des Wettrüstens immer weiter vorwärts zu drängen! Reorganisation der Marineverwattung? Die offiziöse„ N 0 r d d. A l l g. Z t g." versucht, den An- griffen gegen die Marineverwaltung dadurch zu begegnen, daß sie jetzt selbst organisatorische Verbesserungen der Werft- Verwaltung ankündigt. Im Anfang 1909 sei eine Kommission zusammengetreten, die verschiedene Fragen der Werftorgani- safion und Verwaltung einer Prüfung unterzogen habe. Diese Komnnssion habe ihre Beratungen nunmehr beendet und bestimmte Vorschläge gemacht. Diese gingen dahin, daß der Verwaltungsdirektor künftig im Außendienst mehr als bisher tätig sein solle, damit er eine bessere Kontrolle über die Wirtschaftlichkeit des gesamten Betriebes erlange. Ferner solle die jetzige Buchführung durch die d 0 p p e I l e kaufmännische ersetzt werden. Auch solle eine kauf- ni finnische Kraft als Sachver st findiger gewonnen werden. Auch Verbesserungen in der W e r k st a t t b u ch- f ü h r u n g seien beabsichtigt. So solle künftig die R e- Vision der Be st finde gründlicher vorgenommen werden. Selbst die„Freisinnige Zeitung" meint, daß sich Spötter über den merkwürdigen Zufall aufhalten würden, daß die Kommission ihre Beratungen just in dem Augenblick abgeschlossen habe und zur Veröffentlichung bringen könne, wo die Enthüllungen des Kieler Werft- Prozesses in der Bevölkerung eine so arge Miß- st i m m u n g hervorgerufen haben! Die Pfiffige Vorsichtsmaßregel der Marineverwaltung wird freilich nichts daran ändern, daß wenigstens die Ver- treter des arbeitenden Volkes die rücksichts- l 0 s e st e Kritik an der skandalösen Lotterwirtschaft der kaiser- lichen Marine üben werden! Ssbelrsiielvüe Gerechtigkeit üben jetzt die jüngsten Leutnants, die im Mansfclder Revier mit bloßem Schwerte die Eingänge zu den Grubenparadicsen der Kupferschiefer bauenden Gewerkschaft aus Anlaß des ersten Sündenfalles der reichstreucn Bergleute bewachen. In Eis- leben beschlagnahmte ein Leutnant Flugblätter des Verbandes, die er auf Beschwerde höheren Ortes wieder frei gab und sich sogar damit entschuldigte, daß, wenn er gewußt hätte, daß nichts Schlim- mcres in dem Flugblatt gestanden, er die Beschlagnahme nicht ver- fügt hätte. Er habe geglaubt, daß das Flugblatt Aufforde- rungen zu Gewalttätigkeiten enthalte, aber, nach- dem er dasselbe gelesen, habe er sich überzeugt, daß es nichts Un, gesetzliches enthalte. Im Ratskeller in Hettstedt soll ein Leut- nant einem Kaufmann das Lesen eines„sozialdemokratischen" Flugblattes untersagt haben, wobei es bis zur Beleidigung ge- kommen sein soll. Doch den Vogel abgeschossen hat der Herr Leut- nant Köcher, der in Leimbach die Ordnung aufrechterhalten hilft, und der am 3. November Verwirrung in alle Behörden trug, indem er dem Boten des„Halleschen Volksblattes" verbot, das Blatt auszutragen. Der Bote müßte sich dazu die Erlaubnis beim. Bürgermeister(!) holen, ohne die sonst das„V 0 1 k s b l a t t" beschlagnahmt und er eventuell verhaftet werde, Der Mann ließ sich denn auch wirklich einschüchtern, ging zu dem Bürgermeister Ziegler, um von diesem die verlangte Bescheini- gung zum Austragen des„Volksblatts" zu holen. Er traf den Bürgermeister jedoch nicht an, ging wieder auf die Straße, wo Herr Leutnant Köcher sich wiederum an den Mann wandte und ihn fragte, ob er die Bescheinigung und Erlaubnis erhalten habe. Dann war er so freundlich, ihn darüber zu informieren, wie sich der Mansfeldcr Kampf im Kopf eines preußischen Leutnants malt. „Habt Ihr Leimbachcr"— sagte er— Euch schon um andere Arbeit umgesehen? Es bekommt keiner von Euch wieder Arbeit, denn die Gewerkschaft wird 2000 Mann nach dem Streik entlassen. Ihr hättet Euch ja organisieren könne», doch durftet Ihr niemals den nach hier gekommene» Sozialdemokraten folgen und Euch von diesen führen lassen. Wenn die hiesigen Bergleute in eine Bewegung eingetreten wären und die Führung übernommen hätten, würde die Gewerkschaft mit sich haben reden lassen. Aber nachdem die Führung in den Händen von Reichsfeinden liegt, kann die Gewerkschaft nicht entgegenkommen und unter keinen Umständen nachgeben. Aber auch, wenn Ihr den Streik gc- Winnen würdet, wenn Ihr in dem Bochumer Verbände bleiben dürftet, würdet Ihr nur für die Vcrbandshctzer arbeiten. Sachse bekommt 6000 M. Gehalt, und für jeden Tag, den er hier ist. 30 M. extra.(In Wirklichkeit erhält weder Sachse noch irgend ein Verbandsbeamter auch nur die Hälfte des von dem Leutnant angegebenen Gehaltes, und nur den vierten Teil an Tagesgeldcrn. Würde der Verband solche Ge- hälter und Tagcsgelder zahlen, dann würde mancher Junker. sprößling sich als Vcrbandsagitator melden.) Bebel habe ein Jahreseinkommen von 34 0ll0 M. Früher, als Bebel noch arm war, trat er für die Gleichheit aller ein. Heute, wo er ein reicher Mann ist, will er nichts mehr von der Gleichheit wissen. Er(der Leutnant) bedauere nicht tsie Arbeiter und Familienväter, die sich so unverantwortlich ins Unglück gestürzt hätten, sondern die armen Kinder, die später verlumpt und herunter- gekommen.herumlaufen. Die Streitlust wird Euch schon ver- gehen, denn nächste Woche gibt es keine Nnterstübung mehr, das laßt Euch gesagt sein, und ist der Streik beendet, dann müßt Ihr pro Woche eine Mark Beiträge zahlen. Werden Sie glücklich auf Ihren Streiklorbeeren." Der kühne Kamps des Herrn Leutnant mit den GcietzeSpara» graphen hat auch den Herrn Bürgermeister verwirrt gemacht. Ms der vom Leutnant zum Bürgermeister geschickte Bote dcnz Dorfoberhaupt sein Anliegen vorgetragen und um die Erlaubnis- karte, das„Hallcsche Volksblatt" austragen zu dürfen, gebeten hatte, antwortete Herr Bürgermeister Ziegler: „Ich kenne das Blatt gar nicht und kann Ihnen nicht so ohne weiteres die ErlaulgiiS zum Austragen geben. Bringen Sie mir deshalb erst ein Exemplar her, damit ich mich davon überzeugen kann, was das für ein Blatt ist. Schließlich gebe ich Ihnen die Erlaubnis und Sie tragen unsittliche Blätter herum." Ein besoldeter Bürgermeister, nicht ein Ortsschulze, weiß nicht, daß eine solche Genehmigung nicht erforderlich ist. Der Bote hatte ein Exemplar, gab es seinem hohen Oberhaupte, woraus Herr Ziegler erklärte: «Heute kann ich Ihnen die Erlaubnis noch nicht ausstellen. So schnell geht das nicht. Ich habe heute noch Sitzung. Kommen Sie morgen früh noch mal wieder." Die Sitzung fand um 8 Uhr abends statt, während der Mann um S Uhr beim Bürgermeister vorstellig wurde, also Zeit genug vorhanden war, die Bescheinigung auszustellen. Aber es scheint, als ob der Bürgermeister in dieser hochwichtigen Angelegenheit erst einen Beschluß des Gemeinderates herbeiführen wollte, der jedoch zu spät gefällt wurde, da dem Bolen unterdessen die Belehrung zu- gegangen ist, dag er das„Volksblatt" ohne diese obrigkeitliche Ge- nchmigung auszutragen habe. Auch der folgende Vorgang zeigt, was Mansfelder Behörden können. Ein junger Bergmann meldet sich freiwillig zum Militär, zu welchem Zwecke er ein Führungsattest seiner Ortsbehörde beibringen muß. Der Amtmann Lüdicke in Polleben stellte dem Manne folgendes Führungsattest aus: „Polleben, den 4. November 1909. Führungsattest. Dem Bergmann F. K., geboren am 23. September 1890 zu Siersleben, wird auf seinen Antrag zum Zwecke des Ausweises zur Erlangung eines Meldescheines hiermit amtlich bescheinigt, daß derselbe vom Januar 1904 bis zum heutigen Tage in Augs- dorf gewohnt und sich während dieser Zeit gut geführt hat. Bestraft ist der P. K. ausweislich des diesseitigen Straf- rcgisters nicht. Er beteiligte sich als Mitglied des Bochumer Bcrgarbeiterverbandcs an ordnungsfeind- I i ch e n Bestrebungen. Der Amtmann. Lüdicke." Ter Bergaroeiter känipft dafür, daß ein seit 42 Jahren in Deutschland bestehendes gesetzliches Recht endlich auch der Mansfelder Bergarbeiterschaft zugestanden wird. Und das nennt ein Amtmann, der die Gesetze schützen soll,„ordnungsfeind- liche Bestrebunge n". Man kann daraus crmessen, wie Mansfelder„Ordnung" aus- sieht. Internationales sozialistisches Bureau. Brüssel, 7. November.(Gig. Ber.) Die Sitzung wird von Genossen Vandervelde eröffnet. Anwesend sind folgende Delegierte: Singer, Molke nbuhr (Deutschland); Dr. A d l e r(Oesterreich); Baillant.Guesde (Frankreich); Van Kol, Troelstra(Holland); R u b a u o- >0 i t s ch, Lenin(Rußland); G a z a m i(Ungarn); Hansen, K n u d s e n(Dänemark); B r a n t i n g(Schweden); V a n d e r- Velde, Anseele(Belgien); Queich, Keir Hardie, Roberts(England); Berger, Kretlow(Vereinigte Staaten); C a m b i e r(Argentinien); LLronsky, Diamand(Polen, P. P. S.); W a r s k i)(Litauen); L a n k o f f(Bulgarien); F a b r a R i b a s(Spanien). Als erster Gegenstand der Tagesordnung wird bestimmt: Die Organisation des Jntcrnationalrn Kongresses in Kopenhagen. Als Datum des Kongresses wird die Woche vom 28. August bis 4. September vereinbart. Es folgt die Diskussion über die Tagesordnung. Nach längerer Diskussiou, in der sich V a i l l a n t, Molken- buhr, Branting, Dr. Adler und W r o n s k i gegen die Aufnahme des Punktes Agrarfrage aussprechen, während Keir Hardie lind Queich dafür sind, wird folgende Tagesordnung angenomnien: 1. Beziehungen zwischen der Partei und den Genossenschaften. 2. Internationale Schiedsgerichte. 3. Internationale Hilfeleistung. 4. Arbeitslosenfrage. 5. Kundgebung gegen die Todesstrafe, vor- nehmlich auf politischem Gebiet. 0. Internationale Beziehungen zwischen den Parteien und dem Bureau. V a i l l a n t hatte in der Debatte vorgeschlagen, den Parteien vorbereitendes Studium der Agrarfrage zu empfehlen, damit die Frage auf dem zweitnächsten Kongreß verhandelt werden könne. Darin hatten ihm Branting. Dr. Adler und Singer bei- gestimint. Nachmittags-Sitzung. Nach Annahme von Solida ritäts- und Sympathie- erklärun gen für die spanischen und die schwedischen Genossen und von P r o t e st e n gegen das Verfahren der rumänischen Regierung wider R a k o w s k i sowie gegen die russischen und spanischen Greuel ersucht Fabra Ribas um Unterstütz n ng der lata- l o n i sch e n G e n o s s e n. die das ehedem vermißte Zusammen- arbeiten von Partei und Gewerkschaft erreicht haben und besonders eine Presse benötigen. Auf Antrag AdlerS wird ein Zirkular über die Angelegenheit an die Parteien ergehen. Die Engländer beantragen eine häufigere Tagung des Bureaus, doch wird beschlosien, es beim bisherigen Ber- fahren zu lassen, ivonach jährlich eine Konferenz und weitere im Bedarfsfalle mit Zustimmung der Mehrheit der Sektionen stattfinden sollen. Hierauf werden Anschlußfragen erledigt. Das Ansuchen der„Socialist Labour Party of Great-Britain". die vom Sekretariat an die britische Sektion gewiesen worden ist, wird im gleichen Sinne erledigt, nachdem Q u e l ch noch auf die Bedeutungslosigkeit dieser Gruppe hingewiesen hat. ES gelangt die holländische Frage zur Debatte. Zu der vom Exekutivkomitee beschlossenen Der- iv e r f u it g des A» s ch l u ß a n s u ch e n S der S. D. P. führt Singer ans: Wir sind für den U e b e r g a n g zur Tages- Ordnung über das Ansuchen der S. D. P., weil wir es nicht für die Aufgabe der Internationale halten, sich in die Streitigkeiten der einzelneu Länder einzumengen. Wir können unsere guten Dienste für eine Vermittelung anbieten, aber wir dürfen weder als Kon- ferenz, noch als Kongreß, als Schiedsrichter fungieren. Wofern aber der Antrag einen Ausschluß der der neuen Partei augehörenden Genossen beabsichtigt, stimmen wir nicht jj». Wir wollen die DiS- kussion auf diese formale Seite beschranken, aber nicht auf die Sache selbst eiiigehen. Dr. Adler:' Ich bin im Prinzip mit Singer einverstanden. Das Bureau kann und soll keine Appellinstanz sein. Es scheint mir aber, daß Singer eine Verwechselung_ unterläuft. Es handelt sich nicht um eine Ausschließung, die niemand verlangt, sondern um eine neue Partei, die zugelassen werden soll. Würden wir in allen Ländern solche Verhältnisse haben, daß wir nur die Partei an- erkennen, die die Masse der Arbeiter hinter sich hat, und dürsten wir ein Urteil fällen, würden wir mit unserer Meinung nicht zurückhalten, daß wir die Abspaltung verurteilen. Als Bureau aber haben wir dieses Recht nicht. Wenn wir in Rußland Parteien anerkeimen, die prinzipiell viel weiter von einander entfernt sind als die beiden holländischen Fraktionen, können wir wohl der neuen holländischen Partei keine Stimmen zuerkennen, aber wir können nicht leugne», daß ihre Mitglieder Sozialisten find. � Wir können die Sache nicht durch einen bloßen Uebergang zur Tagesordnung erledigen. Wir müssen sie zum Kongreß zulassen, aber welche Ver- tretung sie bekommen sollen, müssen wir der holländischen Partei überlassen. Troelstra legt die Gründe dar, warum der Vorstand der holländischen Partei einstimmig die Delegierten beauftragt habe, für die Nichtgenehmigung des Zulassungsgesuchs einzutreten. Er bemerkt, daß der Vorstand aus Vertretern beider Richtungen bestehe. Auch von den sogenannten Marristen sind fast alle in der S- D. A. P. verblieben, so Frau Rolaud-Holst. Wibaut u. a. Gegen Adler bemerkt der Redner, daß man die separatistischen HoLattver mcht anders behandeln könne als die Engländer, gegen 11,011 locbcn ihre numerische Geringfügigkeit geltend ge- macht habe. Baillant glaubt gleich den deutschen Genossen, daß man nicht den Ausschluß alter Genossen verfügen könne. Wir wünschen die Wiederberstellung der Einigkeit. Die holländische Partei solle der neuen Organiiation schon jetzt Stimmen auf dem Kongreß zuweisen. Die Holländer erklaren, diesen Borschlag nicht anzunehmen. Leuin ist der Ansicht, daß bis Zuweisung der Stimmen der holländischen Sektion überlassen bleiben solle, mit Vorbehalt des Berufiingsrechts an das Bureau. Hnysinans verliest einen Brief der Genossin Roland-Holst, worin sich diese für die Zulassung der neuen Partei aus- spricht. Van Kol will die Bedeutungslosigkeit der neuen Partei an von der S. P. erreichten Wahlresultatcn nachweisen. Vandervelde erklärt, daß hier-nur das Verfahren diskutiert werde. Eine neugebildete Partei habe sich zur Aufnahme an die betreffende nationale Sektion zu wenden. Die Zulassung zum Kongreß unterliege der Entscheidung des Kongresses selbst. (Huys'nianS: Wir sind bisher auf den Kongressen nicht so ver- fahren.) Singer stimmt Vandervelde zu. Gegen Adler veinerlt er, daß es sich doch darum handle, ob eine Partei, die allen Zulnsiungs bediilgungen entspreche, ausgeschlossen werden solle. Der Redner legt nachstehenden Antrag vor: Das internationale Bureau beschließt: Die unter dem Namen „Neue sozialdemokratische Partei" in Holland gegründete Partei ist auf Grund ihrer Zustiininung zu den für die internationalen Kongresse geltenden Zulassungsbestimmungen zu diesen zuzu- lassen. lieber die Beteiligung an den internationalen Bureau- s i tz u n g e n und über die aus dem Kongreß dieser Gruppe im Rahmen der holländischen Sektion zustehende» Stimmen ent- scheidet, wenn zwischen den holländischen Genossen keine Einigung erfolgt, der Kongreß zu Kopenhagen. Singer. Molkenbuhr. Adler: Wir haben hier nicht die Kompetenz zu erklären: Wir schließen die Mitglieder der neuen Partei aus, noch: wir nehmen sie auf. Ein solches' Recht haben wir nur durch die holländische Sektion. Ich bin gegen die Ausschließung, aber ich will, daß wir nicht ver- heimlichen, daß die Akte, die zur Absplitterung geführt haben, unsere entschiedene Mißbilligung finden und daß wir ihre Wiederholung an auderen Orten nicht wünschen. Der Redner legt folgende Resolution vor: Der Antrag der S. D. P. wird an die holländische Sektion verwiesen. Wenn eine Einigung nicht erfolgt, steht ihr die Berufung andaS internationale Bureau offen. GueSde: Die Spaltung ist heute eine Tatsache. Ich frage nicht nach der Quantität der einen und der anderen Fraktion. Die Genoffen, die zu beiden gehören, haben gestern zur Internationale gehört und gehören ihr heute ebenso an. Troelstra tritt für Annahme der Adlerschen Resolution ein. Die S. D. P. hat ihre Aufnahme ins Bureau beantragt, nicht in den noch nicht existierenden Kongreß. Singer will diesem die Entscheidung zlllveisen. Die Mandatsstreitigkeile» nehmen aber so viel Zeit in Anspruch, daß wir in London beschlossen haben, sie im Bureau zu erledigen. Singer, der jetzt schon dem Kongreß die Sache zuteilen will, geht tatsächlicki über daZ formale Verfahren hinaus. GueSde wiederholt, daß es sich hier nicht um eine Neubildung, sondern um eine Spaltung, wenn auch in ungleiche Stücke handle. Beide Teile seien im Rahinen der Inten, ationale geblieben. Nicht eine Aufnahme, sondern eine A us s ch li e ß un g sei in Frage. Anseele tritt für die Resolution Adlers ein: Die Mitglieder der neuen Partei sind nicht ausgeschlossen worden, sondern selbst gegangen. (GueSde: Aus der Internationale? Niemals!) Gortcr(der als Journalist zugelassene Vertreter der S. P. P.) bemerkt gegen Troelstra, daß die neue Partei ihre Aufnahme ins Bureau, aber nicht die Zulaffung von Delegierten beantragt habe: Als eine Partei von S00 Leuten verlangen wir keine Vertretung, aber die Zugehörigkeit zur Jnter- nationale. Gegenüber Anseele bemerke ich: Die Tür zur Partei steht uns leider nicht offen, so lange wir nicht das Recht haben, unsere eigene Meinung und unsere eigenen Organe zu haben. Die Abstimmung ergibt die Annahme der Reso- lution Adler mit 16 Stimmen gegen 11, die für die Singersche abgegeben werden. Für die Adlersche Reso- lution stimmen außer Holland u. a. Belgien, Ungarn, England, Schweden, für die Singersche Frankreich. Von den Vertretern von Rußland, Polen, Dänemarl und den Vereinigten Staaten stimmt je einer für eine und je einer für die andere. Eine Beschwerde der argentinischen Partei gegen Genossen F e r r i wird zur Kenntnis genommen. V a i l l a n t befürwortet die Zulassung einer Organisation in Saloniki als Untersektion der noch nicht bestehenden ottomanischen Sektion. Berg er setzt die Forderung der amerikanischen S. L. P. auseinander, die die Zu- erkeiinuna beider Delegiertenstimnien fordert, da sie 97 Proz. der Mitgliedschaft beider Parteien umfaßt. Mit einigen Dankesworten schließt der Vorsitzends die arbeits- reiche Konferenz.___ politische(leberllckt. Berlin, den 3. November 1309. MajestätS- und Kanzler-Beleidigung. „Die„ A l l g. E v a n g.- L u t h. K i r ch e n- Z t g.". das Organ der preußischen Orthodoxie, hält es für angemessen, den Spuren des braven Januschauers zu folgen und gleich- falls gegen die Einlösung des königlichen Versprechens einer Wahlrcform zu eifern. Das Blatt schreibt: „Jedenfalls wird aber der Kanzler, so wie wir ihn kennen, sich hüten, allzu eifrig den Wechsel ein- z u l ö s e n, den Fürst B ü l o w in der Wahlrechtsfrage der Linken ausgestellt hat.„Aber der Kaiser hat sein Wort dafür verpfändet I" schreiben die Blätter der Linken. Je nun, die Thronrede— die ist gemeint— ist ein Re- gierungLakt, kein persönliches Wort; sie wird vom preußi- scheu Staats Ministerium verfaßt und vom König bloß verlesen; und in der Praxis ist es so gewesen, daß der Ministerpräsident Fürst Bülow mit dem fertigen Entwurf in der Tasche zu seinen Kollegen kam, ihn nach kurzer Beratung annehmen ließ und dann sich eine ungemein günstige Wirkung von dieser„liberalen Tat" versprach. Die Wirkung in der Presse ließ in seinem Sinne auch nichts zu wünschen übrig, aber man darf eben die Presse nicht für das genaue Spiegelbild des Volkswillens halten, denn die Linke hat im Verhältnis weit mehr große publizistische Organe, als wirk- liche Resonanz in den Wählermassen. Wäre das Verhältnis keine Täuschung, so müßten wir ja im Reichstage mindestens hundert freisinnige Abgeordnete haben. Geplant ist nun in Preußen, der vorjährigen Thronrede zufolge, ein Wahlrecht, das ebenso wie das neue sächsische aus dem Mchrstimmensystem beruht; aber che Pläne Wirklichkeit werden, ehe man auch nur über die „Enqueten" hinaus ist. vergehen vielleicht Jahr- S e h n t e— und inzwischen hat man Zeit, sich zu beruhige«. Eine Wahlrechtsreform, wenn Preußen überhaupt eine bekommt, wird sicherlich nicht mehr in Bethmann Hollwegs Amtszeit fallen. Er per- sönlich hat eine Verbeugung vor der Linken in diesem Falle nicht nötig und insgeheim wird— die Linke selbst ihn dafür segnen." Die Rolle, die in diesem Erguß dem König zugemutet wird, ist wirklich allerliebst. Wenn der König durch eine Thronrede sein Wort verpfändet, so braucht er dies Wort nicht einzulösen, denn sein feierliches Ver- sprechen war ja„nur"— ein Regier» ugsakt! Verspreche«, die das preußische Staatsmini st e- r i u m gibt, brauchen erst recht nicht eingelöst zu werden, selbst dann nicht, wenn sich der König zum persönlichen Ver- tun der dieser Versprechungen hergibt, wenn er die ministeriellen Versprechungen als T?ronre!?e ltt die Welt gehen läßt! Wenn man diese cvangelisch-lutherischM Auslegungen von den Ehren- und Amtspflichten eines preußischen Königs in klares Deutsch übertragen wollte, würden sie also lauten: Was ein König als König verspricht, hat kein" Gültigkeit, ist in den Wind gesprochen, kann trotz aller Thronreden jederzeit ausgelöscht werden! In der Tat: eine erhabene Auffassung von der Königswürde! Sonst wäre zur Sache noch zu bemerken, daß nicht nur Wilhelm II., sondern auch Bethmann Hollweg durch die Thronrede gebunden ist. Gehörte doch auch er jenem Staatsministerium an, das dem König eni Pfahl, durch einen Regierungsakt, durch die Thronrede, dw preußische Wahlreforni als die w i ch t i g st e innere Aufgabe Preußens zu bezeichnen! Die Zumutungen des orthodoxen Pfaffenblattes sind s o beleidigend, daß man bei der berüchtigten Findigkeit unserer Staatsanwälte eigentlich annehmen müßte, daß sich sofort ein Staatsanwalt fände, der das Blatt wegen Majestäts- und Kanzlerbcleidigung in An- klagezustand versetzte!_ 1 Die„Kreuz-Zeitung" als Beftirworterin des Proportionalwahlsystems. Die konservativen Blätter, voran das edle Organ der Geistes- und Gesinnungsgenossen des seligen HainmersteinS, die ehrsame„Kreuzztg.". fordern seit den badischcn und sächsischen Landtagswahlen täglich, baß nicht nur Preußen das lächerliche Drciklassenwahlsystem erhalteir bleibt, sondern daß auch an der das Uebergewicht der ländlichen Bevölkerung garantierenden, veralteten Wahlkreisordnung nicht gerüttelt werden dürfe. Als Grund für die Erhaltung des Dreiklassen Wahlsystems führt die konservative Presse nicht etwa an, daß dieses System den Machtbestrebungen der Agrarkonservativcn ani günstigsten ist, sondern daß eine Reform des preußischen Landtagswahlrechts den inneren Frieden gefährden, die Un- moral fördern, Preußens Machtstellung schädigen, die ruhige EntWickelung stören würde usw. usw. Welche erbärmliche Heuchelei darin steckt, beweist nicht nur die Tatsache, daß dieselben Blätter von der„Kreuzztg." haben wir das erst kürzlich im Leitartikel der Nr. 246 des„Vorwärts" nachge- wiesen— früher, als sie sich davon Nutzen für ihre Partei bestrebungen versprachen, das allgemeine, gleiche Wahlrecht über das Drciklassensystem stellten, sondern daß sie auch heute noch die Einführung des allgemeinen gleichen direkten Wahl- rechts und sogar des Proportionalsystems in jenen Ländern empfehlen, wo sie von solcher Reform eine Stärkung des konservativen Elements erhoffen. So äußert sich zum Beispiel die„Kreuzztg." in einer Pariser Korrespondenz ihrer letzten Sonntagsnummer über die Wahlreformbestrebungen! in Frankreich: „Die Beseitigung ber Proportionalwahl: darum dreht sich für die Radikalen heute alles, und sie setzen Himmel und Erde in Bewegung, um die Reformer, denen sie keine sachlichen Gründe entgegensetzen können, dadurch aus dem Felde zu schlagen, daß sie alles unter ihre Fahnen rufen, was die Er- Haltung des eigenen Mandats als das oberste Gesetz aller Politik ansieht. Die Zahl dieser Deputierten ist nicht gering und wie glauben, der Ausgang des Kampfes um die Wahlreform wird heute oder in den nächsten Tagen den Sieg der Anhänger des Arrondissementssystems sein. Die Radikalen werden indes mit platonischen Liebeserklärungen für Listenskrutinium und Pro- portionalwahl aufwarten, um bei den Frühjahrswahlen die immer weiter um sich greisende Bewegung für die Reform nicht zu einer ausgesprochen antiradikalen werden zu lassen. Es fragt sich nur. ob dies Manöver gelingen wird. Finden die all-. gemeinen Wahlen wirklich um die Proportionalfrage statt. dann verlieren die Radikalen nach rechts an die reformfreund- lichen Progressisten und nach links an die gleichfalls reform- freundlichen Sozialisten." Besser können die hohen„ethischen" Gründe, mit denen das feudale Blatt die preußische Wahlreform bekämpsr. kaum bloßgestellt werden, als durch diese Notiz. Für Preußen will das Blatt selbst von der geringsten Aenderung der fossilen.Wahlkreiseinteilung nichts wissen, für Frankreich empfiehlt es das Proportionalwahlsystem. Warum? Ledig- lich weil es davon eine Stärkung der rechtsstehenden Parteien erwartet. Nur der eigene Nutzen entscheidet. Der Zechenverband und seine Arbeitsnachweiszentrale. In der„Sozialen Praxis" wirft in einem Artikel über die ArbeitsnachweiSzentrale des ZechenverbandeS Dr. Walter Zimmei- mann die Frage auf. weshalb gerade jetzt die großen Unternehmer- verbände den Arbeitsnachweis zu zentralisieren trachten, obgleich doch die von ihnen gerügten sogenanuten Mißstände schon seit Jahr- zehnten beständen, und er gelangt zu dem Ergebnis, daß es sich für die Uuternehmerorganisationen lediglich darum handelt, die jetzig- traurige Lage des ArbeitsmarlteS dazu auszunutzen, den Arbeiter noch mehr als bisher von dem Belieben der Unternehmer abhängig zu machen. Wörtlich heißt es in dem Artikel: „Warum werden so viele treue Arbeitgcherstellennachweisc gerade jetzt, in den Zeiten deS schlechten Geschäftsganges, wo dort, die vorhandenen Arbeitsnachweise gewiß genug geeignete Arbeit:- kräfte den nachfragenden Industriellen vermitteln können, ins Leben gerufen? Auch diese Tatsache wirft ein bezeichnendcS Licht aus die Zwecke, die die Arbeitgeber mit ihren Arbeitsnachweisen verfolgen. Ihnen ist eS nicht so sehr um die Ordnung von Arbeitsangebot und -nachfrage auf dem Arbeitsmarkt zu tun, als darum. den Arbeiter in eine unlösliche Abhängigkeil und Botmäßigkeit gegenüber der organisierte!t Eabrikherre n macht zu bringen. Und dazu ist eben die risis auf dem Arbeitsmarkt, die den Arbeiter widerstandsunfähig macht, der geeignete Zeitpunkt. Auf der letzten VorstandSsitzung der wirtschaftlichen Vereine an der Saar, die ebenfalls eineir Arbeitsnachweis durch ihren Arbeitgeberverband für die südwesi- lichen Bergbaubezirke, für das Saargebiet und Lothringen planen. bekundete der Spiritus rsotor dieses Planes offenherzig: Am besten richte nian solche Nachweise in der Niedergangszeit ein, während der sich die Lohnarbeiter an seine Benutzung am leichtesici: gewöhnen I Aus diesem Grunde hat denn auch der Zechenverband jetzt seinen Arbeitsnachweisplan verwirklicht. Nicht weil die von ihm in der Begründungsschrift geschilderten Mißstände im Anwerben und Stellungsantritt der Grubenarbeiter sich gerade jetzt besonders ungünstig entwickelt hätten. Diese Mßstände sind schon alt und hätten die Ausführung deS ArbeitSnachweiSplaneS. der� in dcn Reihen der Zechenbesitzer ja seit Jahren umgebt, schon längst ge- fordert. Aber um die bloße Gesundung der Arbeilsmartlverhält- nisse war es den Zechen wohl kaum so ernst zu tun. Der Verfasser verweist dann darauf, daß, als bor einigen Jahren, als der Verband westfälischer ArbeitSnach- weise und der Verein zur Förderung deS Arbeits- nachweise? im Regierungsbezirk Düsseldorf sich an eine Reihe Zechen wandten, gemeinsam mit ihnen auf die Abstellung der betreffenden Mißstände hinzu- wirken. diese Zechen jede Mitwirkung ablehnten, und zwar deshalb, weil die Unternehmer, wie der Verband westfälischer Arbeitsnachweise in seinem Bericht für IVOS offen zugesteht, lediglich mit ihren Arbeitsnachweisplänen„gcwerkschastsfeindliche Zwecke' verfolgt hätten. Um den unabsehbaren sozialen Folgen des Vorgehens der organisierten Grubenbesitzer auf Grund ihrer Monopolstellung im Arbeitsmarkte des Nuhrreviers vorzubeugen, fordert Dr. Zimmer» mann ein ArbeitSvermittelungsgesetz. Bayerische Steuerreform. Miinchcil, 6. November. Die Steuerberatungen nehmen in den kleineren Steuervorlagen einen rascheren Fortgang. Die entscheidende Abstimmung ergab die Annahme des wichtigsten Teiles der Steuerreform, des Einkommen- steuergefetzes. Dagegen stimmten nur die S o z i a l d e m o- kraten und zwei Liberale. Das Kapitalrenten st euerge setz wurde einstimmig, das HauS- und Grund st euerge setz gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und einiger Liberalen angenommen. Von all- gemeinem Interesse ans den Gesetzesvorlagen und den Verhand- lungen sind die Bestimmungen über die Förderung dcS Kleinwohnungsbaues, soweit das in einem �Steuergesetz mög- lich ist. Danach tritt eine Steuerbefreiung für sechs Jahre ein, wenn das neu aufgeführte Gebäude ein Kleinwohnungsbau für die minderbemittelte Bevölkerung oder zur Ansiedelung landwirt- schaftlicher Arbeiter ist. Steuerbefreiung für zwölf Jahre tritt ein, wenn der Klein- Wohnungsbau nicht mehr als vier Wohnungen enthält und von einer Gemeinde oder von einer rechtsfähigen gemein- nütz igen Vereinigung, die sich mit der Erbauung, Be- schaffung oder Verbesserung von Wohnungen für die minderbemittelte Bevölkerung befaßt, hergestellt ist. Die sozialdemokratische Partei hatte im Steuerausschuß viel weitergehendere Anträge gestellt, sie im Plenum aber nicht wieder- holt, weil eine Annahme vollständig ausgeschlossen war. Sozialistische Bürgermeister in der Pfalz. Nachdem die am 2. November vollzogene Gemeindevertreterwahl in Lambrecht ein für die Sozialdemokratie sehr günstiges Er- gebnis hatte, wurde am Freitag Parteigenosse Brauerei- besitzer Neu zum Bürgermeister gewählt. Auch Rheingönnheim und vielleicht noch der eine oder andere Ort in der Pfalz wird der Regierung einen Sozialisten als Bürgermeister präsentieren. Ob sie jetzt bestätigt? Kommunaltvahlsiege. EiüeN glänzenden Sieg errangen ilnsere Genossen bei den Stadtverordnetenwahlen in Gevelsberg �Westfalen, Wahlkreis Hagen). Von den abgegebenen b?» Stimmen erhielten die Kandidaten der Sozialdemokratie 500 Stimmen. Vier Sozialdemokraten ziehen als erste in das Stadt- verordnetenkollegium ein. Die Gegner schnitten mit einem geradezu blamablen Resultat ab. Der bisherige bürgerliche Stadt- verordnete Stalkow erhielt ganze 47 Stimmen; die anderen bürgerlichen Kandidaten mußten sich mit 36, 15 und 14 Stimmen begnügen. » �» « Bei den Stadtverordnetenwahlen in Cronen- b e r g(Kreis Remscheid) sind die Kandidaten der Sozial- demokratie mit erheblichen Mehrheiten ge- wählt worden; sie erhielten 561 bis 635 Stimmen. Fünf den 24 S'v-N im Siadtparlament besitzt die Sozialdemokratie jetzt sechs! * Bei den Stadtverordnetenwahlen in EberS- walde wurden die vier Kandidaten der Sozial- demokratie mit rund 450 Stimmen gegen die des bürger- lichen Mischmasches, die es nur auf rund 300 brachten, gewählt. Seit zwei Jahren war die Sozialdemokratie darin unvertreten. Sie hat eine? starken Stimmenzuwachs zu ver- zeichnen._ Leichter Gewi»«. Eine strafbare Schiebung haben sich eine Anzahl Kaufleute aus Posen, Berlin, Breslau usw. zu schulden kommen lasten. Beim 50. Jnfanterie-Regiment in R a w i t s ch waren eine Anzahl aus- rangierter Kleidungs- und Ausrüstungsstücke zu verkaufen. Die er- fchienenen Käufer versammelten sich vorher und beschlosten, sich auf eine bestimmte Summe zu einigen, um einander nicht zu überbieten. Eine Berliner Firma erhielt nun auf ihr Angebot von 1677 M. den Zuschlag. Die anderen Reflektanten wurden von dieser mit je 65 M. abgespeist. Später versteigerten diese Firmen die Ware unter- einander; sie brachte jetzt 4000 M. Somit war der Militärfiskus um etwa 2400 M. geschädigt. Als die Sache herauskam, stellte die Intendantur des 5. Armeekorps gegen die Kaufleute Sträfantrag. Das„Correspondenzblatt" der Generalkommission ersucht uns um den Abdruck seiner Antwort auf den neulich von uns abgedruck- ten Artikel des Genossen K a u t s k y über die Civic Federa- tion. Die Leser finden diesen Artikel in der ersten Beilage, franhmeh. Ein interessanter Prozeß. Paris, 8. 3?ovember. Die Vereinigungen der Volks- schullchrer und- Lehrerinnen Frankreichs, die über 190 000 Mitglieder zählen, haben gegen sämtliche französische Erzbischöfe und Bischöfe wegen deren jüngsten Hirtenbriefes, in welchem der„verderbliche Einfluß" der Weltlichen Volksschulen geschildert wurde, eine Schaden- ersatzklage vor dem Zivilgericht angestrengt mit der Be- gründung, daß den Lehrern hierdurch ein unleugbarer moralischer und materieller Nachteil zugefügt worden sei. Die Lchrervereinigungen verlangen von jedem Bischof einen Schadenersatz von 5000 Frank, welche Summe sie den Schulkaffen zuwenden wollen. Dieser Klage haben sich auch die Verfasser derjenigen Lehrbücher, die in dem Hirtenbrief als verderblich bezeichnet wurden, angeschlossen, da ihnen in der Tat b e t r ä ch t- l i ch e r Schaden zugefügt sei. Eine Anzahl Buchhändler hatte sich bereits infolge des Hirtenbriefes geweigert,_ dek Verkauf der vom Episkopat verbotenen Bücher zu über- nehmen. Spanien. Aufhebung des Belagerungszustandes. Madrid, 8. November. Die„Gaceta de Madrid" ver- öffentlicht ein Dekret, wonach die konstitutionellen Garantien in den Provinzen Barcelona und Gerona wiederhergestellt werden. Ein radikales Meeting. Madrid, 7. November. Die Radikalen hielten heute eine V e r s a m m l u n g ab, um gegen die von M a u r a in einer Versammlung der Konservativen gegen die Radikalenge- richteten Angriffe zu protestieren. Es wurde eine Tages- ordnung angenommen, in der die Wiederherstellung der konstitutionellen Garantien in Katalonien, die Entlassung der infolge der Ereignisse in Barcelona verhasteten Personen aus der Haft und eine demokratische, liberale Politik verlangt werden. Grieckenlancl. Für TyPaldoS. Athen, 3. November. In Kephalonia, der Heimat von T h p a l d o S, fand eine Versammlung statt, in der dagegen Protest eingelegt wurde, daß gegen' Thpaldos Anklage wegen Hochverrats erhoben worden ist. Ein Sohn Kephaloniens fei noch niemals ein Verräter gewesen. THpaldoS' Freunde wünschten, daß das Programm der Militärliga in die Tat umgesetzt werde. Rumänien. Zum Fall Rakowski. Bukarest, 6. November.(Eig. Ber.) Die Regierung hat heute vor dem Bukarester Gericht eine blamable Niederlage erlitten. Heute fand die Verhandlung über das Verlangen des Staats- anwalts statt, sieben von den Genossen, die die Polizei als „Rädelsführer" bei der Demonstration gegen die Ausweisung Rakowskis verhaftet hatte, weiter in Haft zu behalten. Samt- liche Verhaftete waren, von Wache eskortiert, erschienen und wiesen Spuren der Mißhandlungen auf. Genosse Cristescu, der Sekretär der Gewerkschaftszentrale, zeigt Ver- letzungen an den Ohren, einen Bajonettstich am Hinter- Haupt und zahlreiche blaue Striemen. Die Verhafteten wurden vom Chefredakteur deS„Adeverul", Dr. Konstantin Mille, vom Abgeordneten Nikolaus F l e v a und anderen Advokaten verteidigt. Nach zweistündiger Debatte beschloß das Gericht, sämtliche Verhaftete entgegen dem Antrage des Staatsanwalts auf freien Fuß zu setzen. Da jedoch der Staatsanwalt die Berufung anmeldete, bleiben sie weiter in Haft. Nach dem Gesetz muß die Berufung binnen drei tfvri-n verhandelt werden. Ter Generalstreik in Galatz. Bukarest, 6. November. Der vierundzwanzig st ündige Generalstreik zum Protest gegen die Ausweisung des Dr. Rakowski ist heute früh zu Ende gegangen. Der sonst so lebhafte Hafen war wie ausgestorben, kein Schiff wurde ver- laden, sämtliche Fabriken feierten. An zehn- tausend Arbeiter nahmen an dem Streik teil. Durch die Intervention der Polizei konnten die Arbeiter keinen Ver- sammlungssaal bekommen; sie veranstalteten daher in ihrem eigenen Lokal vier Versammlungen, eine um 10 Uhr vormittags, die anderen um 2 und 5 Uhr nachmittags und eine um 8 Uhr abends. Während des TageS ereigneten sich zahlreiche Zu- fammenstöße zwischen Polizei und Arbeitern.— Eue der parteL Internationale sozialistische Preßkonferenz. Brüssel, 6. November.(Eig. Ber.) Die Konferenz sozialistischer Journalisten, die der Konferenz des internationalen sozialistischen Bureaus voranging, war von einem großen Teil der Delegierten dieses Bureaus sowie von Ver- tretern mehrerer Partciblätter besucht. Sie beriet über mehrere Vorschläge, die zur Verbesserung deS internationalen Jnformations- dienstes gemacht worden waren. Von den Vertretern von Deutsch- land, Oesterreich, Polen, Schweden u. a. wurde ausgeführt, daß bei ihnen die Frage im ganzen gelöst sei. Die Vertreter von Eng- land und Amerika gaben zu, daß die Berichterstattung der deutschen Presse im ganzen genüge, doch vermißte der amerikanische Vertreter(Genosse Berger) eine ausreichende Berichterstattung gerade aus seinem Land. Queich(England) und de Brouchere �Belgien) hoben hervor, daß die anderen Länder in weit schlechterer Lage seien als Deutschland und Korrespondenten nötig haben. Hierauf wurde die Frage der Bulletins behandelt, die kleinere Nationen, die keine Tagesprcsse zur Verfügung haben, herausgeben wollen. Dr. Adler erklärte, es komme darauf an, in welcher Sprache diese Mitteilungen herausgegeben werden sollen. Die betreffenden Parteien sollten eine Umfrage an die Presse deS Auslandes richten und Abonnenten suchen. Allerdings müßten sie sich darauf gefaßt machen, draufzuzahlen. Die Errichtung ein es DepeschendiensteS wurde namentlich von de Brouchere befürwortet. ES könnten ganz gut, ohne große Kosten, Sammelstellen für wichtige Parteinach- richten errichtet werden, z. B. in Paris für Frankreich und Italien, in Berlin für Deutschland und Oesterreich. Renaudel(Ver- tretcr der„Humanite") und Vaillant stimmen diesen Aus- führungen zu. H u y s m a n S erhielt die Ermächtigung, an die deutschen Genossen, die bisher wenig Interesse für den Gegenstand gezeigt hätten, heranzutreten. Eine Diskussion über das Thema der Inserate in der Parteipresse ergibt die Unmöglichkeit einer.totalen Abschaffung oder auch nur einer uniformen Regelung. B r a n t i n g(Schweden) teilt u. a. mit. daß die wichtigsten Partei- blätter seines Landes nach dem Generalstreik beschlossen haben, keine Spirituosenannoncen mehr zu veröffentlichen. Der Antrag, diese Frage auf der nächsten Pressekonferenz neuerlich zu beraten, fand nicht die Mehrheit. Ist Kognak Schnaps? Der Artikelschreiber setzt auseinander, daß Kognak Schnaps ist. Das wird ihm keiner bestreiten. Daß aber auf dem Parteitag beschlossen worden ist, es solle völlige Enthaltsamkeit vom Schnaps eintreten, das bestreite ich ganz entschieden. Genosse Löbe sagt in seiner Begründung zur Boykottresolution auf dem Leipziger Par- tcitag:„Wir wollen die Partei bestimmen zu einer Propaganda zur Herabminderung des SchnapsgenusseS in den deutschen Arbeiterkreiscn. Natürlich gehen wir nicht so weit, dag wir ein Parteiverbot verlangen, daß keiner mehr Schnaps trinken darf. Das könnte zu Zerwürfnissen führen." Ich glaube, wenn der Verfasser des Artikels die Begrün- dung dcS Genossen Löbe richtig durchdacht hätte, und die War- nung, die Genosse Löbe darin aussprach, daß durch ein striktes Verbot große Zerwürfnisse in der Partei entstehen könnten, beachtet hätte, dann wäre er nicht zu seinem Schlußsatz gekommen. Wenn der Boykott wie jetzt weiter durchgeführt wird, so treffen wir die Junker und die Regierung an ihrer wundesten Stelle und wir haben Erfolge. Wenn aber der Beschluß des Parteitages so aus- gelegt wird, wie der Artikelichreiber in seinem letzten Satz es tut, dann haben wir den allergrößten Krach und tiefe Uneinigkeit in der Partei und den Gewerkschaften. Man bilde sich doch nicht ein, daß Sitten und Gebräuche, die hunderte von Jahren bestanden haben, mit einmal ans der Welt zu schaffen sind. Ich glaube, wir haben allen Grund. Uneinigkeiten und Streitereien, die zu nichts Gutem führen, zu vermeiden. Das kann man. wenn man den Leipziger Beschluß so ausführt und so interpretiert, wie es aus dem Parteitag geschehen ist und nichts anderes.hineinlegt» R. iVV. Soziales« Kasernierte oder freie Prostitution? Die Bordcllfrage ist in Bayern durch den Stadtmagistrak Würzburg in Fluß gebracht worden. Dort hat die Sache in den letzten Monaten zu lebhaften Auseinandersetzungen in der Oeffcnt» lichkeit geführt, so daß sich der Magistrat gezwungen sah, Maß- nahmen zu schärferer Abschließung oder gänzlicher Beseitigung der Bordelle zu erwägen, um den erhobenen Klagen abzuhelfen. Das bischöfliche Ordinariat, die Geistlichkeit des Sprengels, die Lehrer- schast, die Nachbarn vereinigten sich in dem Rufe nach gänzlicher Aufhebung. Die Bordelle befinden sich nämlich sämtlich, neben anderen Häusern, in der hinteren Fischergasse; das Leben und Treiben, das mit ihnen zusammenhing, hatte zahlreiche Bc- schwerdcn über nächtliche Ruhestörungen, Gefährdung der Sittlich- kcit usw. zur Folge. Vom magistratischen rechtskundigen Refe- renten war vorgeschlagen worden, die Fischergasse zu einer Art Bordcllghctto zu gestalten; die Besitzer sollten gezwungen �iverden, die Privathäuser zu erwerben, die Straße sollte nach der Stadt zu durch ein mit Polizeiposten zu besetzendes Tor abgeschlossen werden und nachts nur von der Mainseite her zugänglich sein. In seiner letzten Sitzung befaßte sich der Magistrat mit der Sache; der Vor- schlag des Referenten wurde nach langen Auseinandersetzungen verworfen, ein Antrag auf prinzipielle Duldung der Bordelle jedoch mit alle« gegen vier Stimmen angenommen. Dagegen wurde die Fischergasse als Platz für die Bordelle nicht für geeignet erklärt und beschlossen, diese am 1. April 1910 zu schließen. Das Ministerium ist ersucht worden, sich in einer Entschließung über die Vordellfrage überhaupt prinzipiell zu äußern.. Die Verhandlungen des Stadtmagistrats Würzburg haben wieder gezeigt, wie ohnmächtig unsere öffentlichen Gewalten gegen die Prostitution sind. Das ist auch ganz natürlich. Die Prostitu- tion ist ein soziales Uebel, das mit der heutigen Gesellschafts- ordnung untrennbar verbunden ist. Will man die unleugbaren Schäden der Prostitution beseitigen, so muß man das Uebel an der Wurzel packen und der Gesellschaftsordnung selbst zu Leibe gehen. Man beschränkt sich darauf, das Uebel zu verdecken, die Prostitution polizeilich reglementieren. So ist man in vielen Städten dazu ge- kommen, die Prostitution in Bordelle zu verweisen, ohne damit Nennenswertes zu erzielen. Das schon deshalb, weil die ber- botene und verfolgte freie Prostitution neben der geduldeten Prosti- tution in den Bordellen lustig fortwucherte. Die Existenz der Bor- delle steht überdies mit dem Strafgesetz in Widerspruch. Ucber dem Bordellbesitzer schwebt jederzeit das Damoklesschwert des Kuppelei- Paragraphen. Die Polizei, die die Bordelle duldet, macht sich selbst der Kuppelei schuldig. Das ist in den 70er Jahren in einer Reihe von Gutachten anerkannt, die der Bundesrat von Universitäten aus Anlaß der Streitfrage einforderte, ob Hamburgs Bordell- betrieb unter das Strafgesetzbuch falle. Die Strafbarkcit wurde auch bei Gelegenheit der Beratung der ersten Lex Heinze im Jahre 1891 von Regierung und Reichstag anerkannt. Mit aus diesem Grunde wurde damals die von der Regierung erbetene Kasernie- runa der Prostitution abgelehnt. Wer Bordelle nur vom Stand- punkt ihrer männlichen Niehbrauchcr betrachtet und zu ihrer Ver- teidigung vermeintliche Gründe der Hygiene anführt, Übersicht die ständig wachsende Zahl von Sachverständigenstimmen, die die ge- sundheitlichen Gründe als nicht stichhaltig erklären, da in den Bor- bellen die Gefahr der Verbreitung von Geschlechtskrankheiten trotz der ärztlichen Kontrolle nicht weniger groß sei als bei der freien Prostitution. Ebenso unberechtigt ist das Vorschüben von Rück- sichten auf die Wahrung der Sittlichkeit. Diese ist durch die Bor- belle genau so, vielleicht noch mehr gefährdet, als es angeblich duröv.) die freie Prostitution der Fall ist. Jedenfalls ist die Gele'Herc heit zur Verlockung der mit falschen Moralbegriffen erzort, vor Jugend, für die die jedermann bekannten Bordelle etwas geirischen nisvoll Anziehendes haben, bedeutend größer. Die Sittlichkeit U»rter- durch die Bordellierung oder Kasernierung nicht geschützt, soiwurde, die Ursachen, die zur Prostitution führen, werden durch sieuc flw* hüllt und die allergröbste Uufittlichkeit, die schamloseste Ausbcu'tung des Elends, durch sie gefördert. Das weiße Sklaventum, das in ab- schreckendster Gestalt in den Bordellen sich offenbart, läßt sich da- durch nicht beseitigen noch verringern, daß man es behördlich sanktioniert und wieder die Bordelle zu Staatsinstittttiouc», wie sie es im Mittelalter toaren, macht. Fort mit den Bordellen und fort mit den strafgesetzlichen Reglementierungen. Interessant wäre cS, vom Reichsjustizamt zu erfahren, weshalb seit etwa 10 Jahren in wachsendem Maße die mit den Kuppeleiparagraphen unvereinbare behördliche Duldung— man geht in dem Ersatz des Wortes Dul- dung durch Konzessionierung nicht zu weit— strafrechtlich nicht verfolgt wird. Nicht minder wie in Bayern, grassiert das Bordell« Unwesen seit etwa einem Jahrzehnt auch in anderen Bundes- staaten, nicht zuletzt in Preußen. Sind dem preußischen Justiz- Ministerium diese Zustände unbekannt? Weshalb bleiben Bordell- inhaber, die durch die Ausbeutung des zur Schamlosigkeit ver- urteilten Elends freilich Wähler erster Klasse sind, straffrei, wäh- rend Mütter dem Kuppclparagraphen zum Opfer fallen, die ein uneheliches Schäferstündchen ihrer verlobten Tochter in der müttcr- lichen Wohnung dulden? Hört das Recht und die Pflicht, gegen strafbare Handlungen einzuschreiten, auf, wenn die Täter„patrio- tische" Stützen der Dreiklassenschmach sind? Preußische Landeszentrale für Säuglingsschuh. � Auf Veranlassung der Deutschen Vereinigung für Säugling?- schütz fand am Sonnabend im Kultusministerium eine Konferenz unter dem Vorsitz des Kabinettsrats Dr. v. Bchr-Pinnow statt, in der der weitere Ausbau der Säuglingsfürsorge im Königreich Preußen zum Gegenstand der Verhandlung gemacht wurde. Es wurde die Bildung einer preußischen Landcszentrale für Säug- lingöschutz beschlossen. Diese soll im 5iaiserin Auguste-Viktoria- Hause ihren Sitz haben und zugleich als Verein zur Unterstützung dieser Anstalt wirken. Die Anwesenden übernahmen die Aufgabe, eine demnächst einzuberufende Versammlung der preußischen Pro- binzial- und Bezirksverbände und sonstigen Organisationen für Säuglingsschutz, sowie von Vertretern der Gemeinden, Gemeinde- verbänden, von Handel und Industrie usw. vorzubereiten. Die Zentralisation des Säuglingsschutzes kann segensreich wirken. Voraussetzung hierzu ist, daß die Zentrale in erster Linie einen schleunigen Schutz der Säuglinge ohne Rücksicht auf die Gründe, die einen solchen veranlaßt haben, herbeiführt und sodann auf die Ermittelung der Gründe, die das Schutzbedürfnis gezeitigt haben, dringt. Der Schutz ist eine soziale Notwendigkeit, die die Gemeindekörper und Landesvcrwaltungen als ihre Pflicht an- erkennen sollten. So human Wohltätigkeitsbestrebungen auf dem Gebiete des Säuglingsschutzes sind, so wenig können sie das er» füllen, was eine organisierte Säuglingsfürsorge erreichen könnte. Dürfen Hunde in Gastwirtschaften ohne Maulkorb umherlaufen? Nach§ 64 der Berliner Straßenpolizeiverordnung vom 31. Dezember 1899 ist eS verboten, an Orten, wo Menschen zu ver- kehren pflegen, Hunde ohne Maulkorb frei umherlaufen zu lassen. Der Gastwirt Mövius wurde auf Grund der Bestimmung vom Landgericht I zu einer Geldstrafe verurteilt, weil er seinen Hund in seinem Gastraum ohne Maulkorb habe umherlaufen lassen. Das Kammergcricht hob dieser Tage daS Urteil auf, nachdem die Staatöamvaltschast zugunsten des Angeklagten Revision eingelegt hatte, und sprach M. frei. Begründend wurde ausgeführt: Die Gasträume von Schank- und Gastlvirtschaften seien allerdings öffentliche Orte und 8 64 sei auch auf öffentliche Orte gemünzt. Gleichwohl könne 8 64 auf dix Hunde in Gasträumen nicht An- Wendung finden, denn die Verordnung verweise aus die Straf- bestimmung des§ 366 Nummer 10 des Strafgesetzbuches als der maßgebenden, und. die habe nur die Uebertretung vor Ver- ordnungen im Auge, welche zur Erhaltung der Sicherheit, Be- quemlichteit, Reinlichkeit und Ruhe auf den öffentlichen Wegen, Straßen, Plätzen oder Wasserstraßen erlassen sei. Darunter fielen die Gasträume von Wirtschaften nicht» woraus sich die Frei« sprechung ergebe. GewcrkfcbaftUcbc�. JMdrter-fanfarcn. DaS folgende Rundschreiben wurde in der lehken Woche vom Tischlermeisterverein„Reform", unterzeichnet von H. Peege, Borsdorf, Siebert und P. Werner, an die einzelnen Berliner Tischlermeister versandt: „Als im Mai 1307 nach 17 wöchentlichem Kampfe der Frieden zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern geschlossen war, atmete wohl jeder auf, daß nun wieder Ruhe und Frieden in unserem Gewerbe hergestellt war. Die Frucht des Kampfes war der Arbeitsvertrag zwischen den bestehenden Organisationen und unsercir Arbeiter», nach welchem einheitliche feststehende Arbeits- bedingungen, d. h. Rechte und Pflichten für beide Teile festgelegt wurden. Dieser Vertrag läuft vom 12. Februar 1910 an und es ist nicht ausgeschlossen, sondern sogar sehr wahrscheinlich, dast derselbe drei Monate vorher, also am 12. November 1909, von feiten der Arbeitnehmer gekündigt wird. Dieselben werden versuchen, für ihre Mitgiicder verschiedene Vor- teile herauszuschlagen, dieArbeitszeitverkürzung.Lohn- aufbessern ng und als Endziel die obligatorische Benutzung des paritätischen Arbeitsnachweises, wodurch dann die Macht des Deutschen Holzarbciterverbandes in der Werkstatt eine unumschränkte wäre.— Kollegen! Wollt Ihr denn nun wirklich so mir nichts dir nicht über Euch ergehen lassen? Bedenkt doch, dah ja nach der schlechten Geschäfts- konjunktur auch wieder bessere Zeiten für unser Gewerbe an- brechen tverden, und dann ist es doch besser, wenn man Ruhe und Frieden in der Werkstatt hat, dadurch, daß man einer vertrag- schließenden Organisation der Tischlermeister Berlins angehört. Mancher wird sagen, ich brauche so etwas alles nicht, ich habe immer gute zufriedene Gesellen in meiner Werkstatt. Aber Kollegen, die Erfahrung hat gelehrt, daß eS manchmal sehr schnell anders kommt. Seht die Spalten im Arbeits- markt der„Volkszeitung" nach, da Iv erdet Jhrsinden, daß trotz schlechterKonjunktur immer einige Betriebe in unserem Handwerk gesperrt sind. Dies kann aber jedem von Euch jeden Tag passieren, und der Schaden, der durch das Leerstehen der Werlstatt verursacht wird, ist doch bei weitem größer als die paar Mark Beiträge für eine Organisation, die dies von Euch abwedet. Wenn nun die Arbeiter immer neue Forderungen durchsetzen konnten, so haben sie dies nicht nur ihrer guten Organisation zu danken, sondern auch der VerständniSlosigkeit der Tischlermeister, die den Organisationen derselben fernbleiben. Auch die Kosten der im Sommer verabschiedeten Finanzreform, wodurch dem deutschen Volke 400 Millionen Mark neue indirekte Steuern aufgebürdet sind, wird auch zum großen Teil der Handwerkerstand, das heißt wir zu tragen haben, denn die Arbeiter werden die Mehrausgaben für Bier. Branntwein, Tabak usw. durch ihre Organisation sich von uns einfordern und höhereLöhne ver- lange n." Wenn die Herren für ihre Vereinigung agitieren, kann man dagegen nichts sagen, verlangen darf man aber, daß sie die Dinge so dastellen, wie sie in Wirklichkeit liegen. Man versucht zunächst die Arbeitgeber graulich zu machen. Die Holzarbeiter werden„versuchen, Arbeitszeitverkürzung, Lohn- aufbesserung aind obligatorische Benutzung des paritätischen Arbeitsnachweises" zu erreichen, sagt man und verweist ft�ii darauf, daß im Arbeitsmarkt der„Volkszeitung" zw», schlechter Konjunktur einige Getriebe gesperrt sind. sen denn die Herrschaften nicht, daß vork Sperre über Unternehmer verhängt d e t weil diese den abgeschlossenen Vertrag nicht ein .iäv'Jb? Und d a wird die Organisation der Unternehmer als Schutzmittel empfohlen? Das läßt tief blicken! Woher weiß man denn, daß die Arbeiter Verkürzung der Arbeitszeit usw. fordern wollen? Tatsache ist ja, daß dieselben für die„Mehrausgaben" eine Aufbesserung der Vertragslöhne dringend gebrauchen können. Es ist aber leider auch Tatsache, daß die Unternehmer in sehr vielen Betrieben trotz des Vertrages die Löhne ver- schlechtert haben und wäre es besser gewesen, die Herrren Peege usw. hätten den Unternehmern ans Herz ge- legt, daß die während des Vertrages gemachten Abzüge ruckgängig gemacht werden. Damit hätte man dem frieden mehr gedient, als durch das Graulichmachen der Meister vor neuen Forderungen. Die Holzarbeiter werden die Lehre aus dem Zirkular ziehen, daß sie im Ausbau ihrer Organi- sation nicht erlahmen dürfen. Lerlin und Umgegend. Die Tarifbewegung der Maler. Am Sonntag hatte der Verband der Maler eine Mitglieder- Versammlung nach der„Neuen Welt" einberufen. Die Kollegen hatten der Einladung in so starker Zahl Folge geleistet, daß der große Saal kaum ausreichte, um alle Besucher der Versammlung aufzunehmen. Zur Verhandlung standen die Angebote, welche die Organisation der Arbeitgeber snr die gegenwärtig staUfindenden Tarifberatungen gemacht haben.— Der Referent Jakobeit be- gann seine Ausführungen mit einem Hinweis auf die am 5. November eröffneten Verhandlungen vor dem Einigungsamt. Dort habe der Arbeitgcbervcrtreter Kruse die Einberufung dieser Ver» sammlung als einen störenden Eingriff in die Verhandlungen be- zeichnet. Auf Veranlassung des Leiters der Verhandlungen, Herrn V. Schulz, hätten die Vertreter des Verbandes erklärt, sie dächten nicht daran, von außen in die Verhandlungen einzugreifen. Dem- gemäß— sagte der Referent— wolle er hier nicht über die Ver- Handlungen sprechen, sondern, wie es von Anfang an beabsichtigt gewesen sei, über den Tarifentwurf, den die Arbeitgeber als Grund- läge der Verhandlungen dem Verbände erst wenige Tage vor dem Beginn derselben zugesandt haben. Erst mehrere Tage nach der Einberufung dieser Versammlung habe der Verband von dem Be- ginn der Verhandlungen Kenntnis erhalten. Zur Besprechung des Tarifentwurfs der Arbeitgeber übergehend, führte der Referent aus: Die Zusendung des Entwurfes unmittelbar vor dem Beginn der Verhandlungen sei eine Ueberrumpelung; denn die Arbeiter hätten nicht mehr Zeit gehabt, zu dem Entwurf Stellung zu nehmen und Gegenanträge für die Verhandlung auszuarbeiten. Der Ent- Wurf enthält die Grundbestimmungen eines Reichstarifs. Er weicht wesentlich ab von dem Tarif, welcher im vorigen Jahre die Grund- läge der Verhandlungen bildete. Gegen die Schaffung eines Reichstarifes ist an sich nichts einzuwenden, er muß aber erheblich anders gestaltet werden wie der Entwurf der Arbeitgeber. Nach diesem Entwurf soll der Tarif nur für die Mitglieder der Arbeiterorganisationen gelten. Die Arbeitgeber wollen also die Möglichkeit haben, mit den Unorganisierten besondere Verein. barungen zu treffen. Auf diese Weise kann ein gedeihliches Tarif- Verhältnis natürlich nicht Platz greifen. Der Entwurf will, daß Uebcrstunden nur soweit mit einem Zuschlage vergütet werden, als sie die volle wöchentliche Arbeitszeit überschreiten. Es müßte also jemand, der einen Arbeitstag zu versäumen genötigt ist, wöchentlich neun Ueberstundcn arbeiten, ohne Zuschlag dafür zu erhalten. Eine die Arbeiterinteressen schwer schädigende Bestimmung des Ent- Wurfes ist die Unterscheidung zwischen Maler- und Anstreicher- arbeit und die verschiedene Entlohnung beider- Arbeiten. Wie die Verhältnisse im Malergcwerbe liegen, ist eine strenge Scheidung zwischen Maler- und Anstreicherarbeit gar nicht möglich. Es gibt fast keinen Maler, der nicht auch einen großen Teil solcher Ad Betten verrichten muß, welche die Arbeitgeber als Anstreicherarbeit bezeichnen. Würden die Anträge der Unternehmer durchgeführt, dann kann es jeden Tag vorkoninien, daß ein und derselbe Ar- beiter, der auf ein und derselben Arbeitsstelle am Bormittag Maler-, am Nachmittag aber Anstreicherarbeiten verrichtet, für den Nachmittag einen geringeren Lohn erhält als für den Vormittag. Ferner unterscheidet die Vorlage der Arbeitgeber zwischen Voll- arbeitern, jugendlichen Arbeitern und Hilfsarbeitern. Als Voll- arbeiter sollen nur gelernte Maler gelten, die eine Gesellenprüfung abgelegt haben und über 21 Jahre alt sind. Haben sie das 21. Le- bensjahr noch nicht vollendet, dann sollen sie als jugendliche Ar- beiter gelten. Nichtgelernte Arbeiter sollen als Hilfsarbeiter be- trachtet lverden. Die Tariflöhne sollen nur für die sogenannten Vollarbeiter gelten, während die Löhne der sogenannten jugend- lichen und der Hilfsarbeiter der' freien Vereinbarung unterstellt werden sollen. Durch Annahme dieser Bestimmung würden min- bestens 25 Proz. aller im Malergewerbe beschäftigten Arbeiter von den Tariflöhnen ausgeschlossen werden. Der Entwurf enthält noch eine Reihe erheblicher Verschlechterungen der gegenwärtigen Ver- Hältnisse, unter anderem bezüglich des Zuschlages für Ueberstunden, der Vergütung von Fahrgeld und schließlich wird sogar verlangt, daß jede Agitation auf der Arbeitsstelle zu unterbleiben habe nicht nur während der Arbeitszeit, sondern auch vor und nach derselben, sowie während der Pausen. Demselben Geiste wie das Agitations- verbot ist eine Bestimmung entsprungen, welche sagt: Das Fern- bleiben von der Arbeit am 1.. Mai ist verboten. Rätselhaft bleitb allerdings, wie die Arbeitgeber ein derartiges Verbot durchführen wollen. Ueber Lohnhöhe und Arbeitszeit enthält der Entwurf nichts, weil diese beiden Faktoren Gegenstand besonderer Be- ratungei, für die einzelnen Orte sein sollen. Der Referent betonte. daß dieser Entwurf der Arbeitgeber den schärfsten Widerstand aller Kollegen findet und unter keinen Umständen angenommen werden kann.— Die Versammlung bekundete ihre Uebereinstimmung mit dem Referenten, indem sie ohne Diskussion folgende Resolution einstimmig annahm: Die versammelten Maler des Lohngebietes Berlin mit Spandau, Potsdam und Nowawes nehmen mit Entrüstung von den Verschlechterungen in der Tarifvorlage des Arbeitgebcrver- bandes Kenntnis» Die Versammelten sind der Meinung, daß die in dem Entwurf enthaltenen Bestimmungen zum großen Teil die Errungenschaften jahrelanger Organisationsarbcit über den Haufen werfen und ein gedeihliches Tarifverhältnis für unser Gewerbe illusorisch machen. Die Versammelten sind weiter der Ueberzeugung, daß die vielen Schäden im Berufe nur beseitigt und die Schmutzkonkurrenz mit Erfolg nur bekämpft werden kann, wenn ein tariflicher Lohn für alle im Beruf tätigen Kollegen festgesetzt wird. Statt dessen be- absichtigen die Unternehmer, daß der vierte Teil aller Kollegen von der Lohnregelung ausgeschlossen wird. Die wirtschaftliche Lage des Berufes, die Schädigung der Arbeiter durch die Steuer- gesetzgebung erfordern aber eine wesentliche Verbesserung der Löhne. Aus dem vorliegenden Entwurf sowie aus dem Ver- halten der Arbeitgeber erkennen die Versammelten die rück- schrittlichen Bestrebungen des Arbeitgeberverbandes und müssen daher gegen solche Tarifvorlagen protestieren. Der Entwurf ist ein Mahnruf für alle Kollegen, mit doppelter Kraft für den Aus- bau der Organisation zu wirken. Achtung» Textilarbeiter! Bei der Textilfirma I. Elsbach(Inhaber Hirschfeld und Nagel), Berlin, Görlitzer Straße 52, dauert der Streik in der Sport- und Webereiabteilung unverändert fort. Die Firma ist fieberhaft tätig, Streikbrecher nach hier zu locken. Wie wir fest- gestellt haben, sind heute einige solcher„nützlichen" Elemente per Automobil zur Fabrik geschafft worden. Ob die Firma die Arbeit mit derartigen Individuen verrichten kann, bleibt abzuwarten. Einzelne Polizeibeämte sind auch schon nervös geworden und machen den Streikposten sehr viel zu schassen; jedoch lassen sich unsere Leute durchaus nicht mutlos machen. Veutlebes Reich. Achtung, Holzarbeiter! Die Firma Niemänn u. Co. in Velten, die einzige am Ort vorhandene größere Tischlerei, ist in- folge Maßregelung vom Deutschen Holzarbeiterverband gesperrt. Zuzug ist daher streng fern zu halten. Deutscher Holzarbeiterverband, Zahlstelle Velten i. M. Der Formerstreik bei der Firma Ernst Hoffmann in Breslau ist beendet, nachdem sich die Firma verpflichtete, die in Aussicht gestellten Abzüge(50 Pf. pro Zentner) nicht eintreten zu lassen. Die Arbeit wurde wieder aufgenommen. Die Lohnbewegung in der Nordhäuser Kautabakindustrie ist beendet. In einer gutbesuchten Versammlung der Röllchenmacher am 5. November wurden die von den Fabrikanten gemachten Lohn- zugeständnisse besprochen, die 50— 70 Proz. der Forderung be- tragen. Obwohl die Zugeständnisse als nicht ausreichend bezeichnet wurden, beschloß die Versammlung— auf Grund der schlechten Geschästskonjunktur— sich mit den Zugeständnissen einverstanden zu erklären._ Kapitalistische Sensenmänner. Es sind waschechte Scharfmacher, die durch ein paar uns auf den Redaktionstisch gewehte Zirkulare gekennzeichnet werden. Die beiden Zirkulare lauten: Stempel. H. Lippert, Mastrichtcrstraße 40. Köln, den 3. November 1909. Köln. Mastrichterstr. 40. Vertraulich. Titl. Firma: Wir machen Ihnen hierdurch die erg. Mitteilung, daß der Zentralverbaird aller in der Schmiederei beschäftigten Personen (Sitz Düsseldorf) an die Firma Rhein. Sensensabrik in Kalk und H. P. Äuhlmann Söhne in Schlebusch wegen wesentlicher Lohn- erhöhungen herangetreten. Der Vorstand des Arbeitgeberverban- des der deutschen Sensenindustriellen hat in seiner gestrigen Sitzung beschlossen, daß die Firmen Unterhand- lungen nut dem Z entralverband ablehnen sollen.(!) Wir werden Sie seinerzeit von dem weiteren Verlauf der Sache in Kenntnis setzen und bitten Sie schon heute, Arbeiter vorgenannter Firmen nicht zu enga- gieren oder einzustellen.(!) Hochachtungsvoll Arbeitgeberverband der deutschen Sensenindustriellen. H. Lippert. • Arbeitgeberverband der deutschen Sensenindustriellen. Stempel. H. Lippert, Mastrichterstraße 40. Köln, den 4. November 1909. Köln. Mastrichterstr. 40. P. P. Wir machen Ihnen hiermit die ergebene Mitteilung, daß heute bei der Rhein. Sensenfabrik Gust. Wippermann u. Co. in Kalk folgende Arbeiter wegen Lohnforderungen gekündigt haben: Recker: folgen 2 Namen; Breiter: folgen K Namen; Ruckner: folgt 1 Name; Härter: folgen 3 Namen. Wir bitten Sie höflichst, die Leute weder zu engagieren, noch einzustellen. Ter Recker... mußte bereits am Samstag wegen ungebühr- lichen Betragens gegen den Meister entlassen werden. Hochachtungsvoll Arbeitgebervcrband der deutschen Sensenindustriellen. H. L i p p e r t. Das alte Scharfmacherrezept also: MM verbietet den Unter- nehmern die Unterhandlungen mit den Arbeitern und wenn es dann zu Konflikten kommt, wirft mm die Arbeiter auf die Straße! Tie Aussperrung der Mühlenarbeiter von Mittelfranken ist durch die Bemühungen des Gewerbegerichts und des Fabrik- inspektors erledigt worden. Das Gewerbegericht, das als Eini- gungsamt angerufen wurde, fällte einen Schiedsspruch, den beide Teile annahmen. Die Arbeit wurde gestern, Montag, 8. November, wieder aufgenommen. Die Holzarbeiter Leipzigs haben am 15. Mai 1907 nach hef- tigem Kainpfe mit dem Arbeitgeberschutzverbande für das deutsche Holzgcwcrbe, Bezirk Leipzig, einen Tarifvertrag abgeschlossen, der bis zum 12. Februar 1910 Geltung hat. Die eventuelle Kündigung muß drei Monate vorher, also am 12. November 1909, erfolgen. Am 5. November haben nun die Leipziger Holzarbeiter in einer von etwa 3800 Personen besuchten Versammlung im„Volkshaus" beschlossen, den Tarif zu kündigen und haben, weil der Vertrag von Zentralvorstand zu Zentralvorstand abgeschlossen worden ist, die Lokalvcrwaltung in einer Resolution beauftragt, den jetzt be- stehenden Vertrag zur Kündigung dem Hauptvorstande zu unter- breiten. Ausland. Die Hafenarbeiter von Bordeaux, die seit dem 19. Oktober streikten, haben gestern morgen die Arbeit wieder aufgenommen. Riesenbergarbeiterstreik in Australien- Aus Sydney wird gemeldet: Durch den Ausstand von z w ö l f t a u s e n d Bergleuten ist der Betrieb in sämtlichen Kohlenbergwerken von Newcastle und Maitland lahmgelegt. Die Bergleute anderer Distrikte werden sich voraussichtlich dem Streik anschließen. Zwanzig Schisse, die in Newcastle Kohlen laden, werden durch den Ausstand dort festgehalten, und viele ostasiatische Dampfer werden deshalb außer Betrieb gesetzt werden müssen. Auch die Industrie wird von dem Ausstand schwer betroffen, da man eine lange Dauer des Kumpfes befürchtet und die Kohlenvorräte allgemein gering sind._ Hus JLnduftne und ftandeU Keine Belebung am Kohleumarkt. In einem Bericht über die Verhältnisse am Ruhrkohlenmarkt schreibt die„Rhein. Wests. Ztg." u. a.: Besonders ist noch keine Wendung zum Besseren in den Absatzverhältnissen eingetreten und ganz besonders spüren die Zechen auch noch keinen besseren Abruf der Industrie, wie anderwärts geschrieben steht. In Kohlen geht der Abruf entschieden schwach von statten und in Koks hat sich die Zuweisung nur insofern gehoben, als das Syndikat jetzt 65 Prozent statt der früheren 60 Prozent abnimmt. Der bereits im vorigen Monat zur Geltung gekommene Rück- gang im Rheinversandt hat sich auch im abgelaufenen Monat geltend gemacht und sich insofern noch verschärft, als nicht nur die Verladungen nach dem Oberrhein schwächer waren, sondern auch die Abladungen nach Holland und Belgien. Der auf zirla ll/3 Meter Cauber Pegel zurückgegangene Rheinwasserstand gestattet zwar auch schon längere Zeit nur beschränkte Abladung der Schiffe, aber stärker in die Wagschale fallen doch die gefüllten Läger am Obcrrhein, die erhebliche Mengen nicht mehr aufzunehmen vermögen. Dieser Umstand macht sich im Absatz der Zechen recht unangenehm fühlbar. Auch die noch andauernde günstige Witterung ist dem Kohlenverbrauch keines» Wegs günstig, und so kommt eS, daß auf fast allen Zechen noch Feierschichten an der Tagesordnung sind. Bei den Magerkohlen- zechen sind es Feinkohlen, Stuß 4 und Briketts, die Rot leiden und gelagert werden müssen. Bei den Fettkohlen finden zwar grobe Nüsse noch guten Abgang, aber in kleinen Nüssen und Förder- Produkten herrscht ebenso Absatzmangel und bei Gas- und Gas» flammkohlen sind die Absatzverhältnisse ebenfalls schwächer geworden. Bon besseren Verhältniffen ist also so gut wie nirgends etwas zu spüren und bezüglich der Aussichten äußert man sich auf den Zechen im allgemeinen auch noch recht zurückhaltend. Eine Ausnahme scheinen nur die außerhalb des Syndikats stehenden Zechen zu machen. Koloniale StaatSeisenbahn. Die Otavi Minen- und Eisenbahn-Gesellschast beruft eine außer- ordentliche Generalversammlung, auf deren Tagesordnung der An- trag aus„Beratung des Vertrages mit der Äolonialverwaltung wegen Verkaufs der Otavibahn" steht. Nach dem provisorischen Vertrage will der Fiskus II'/., Millionen Mark zahlen. Der Betrieb der Bahn lvird jedoch der Gesellschaft verbleiben. Der Pachtvertrag soll auf 30 Jahre abgeschlossen lverden, dem Eigentümer das Recht der Kün- digung nach zehn Jahren zustehen. Die Gesellschaft macht mit dem Werk auch ein gutes Geschäft; ihr verbleiben größere Ländereien fast kostenlos, indem der Kaufpreis für die Bahn beinahe das ganze ein» gesteckte Kapital aufwiegt. Staatssekretär Dernburg hat anscheinend auch bei noch einer anderen Gründung die Hand im Spiele. Wie verlautet, steht nach seiner Rückkehr die Gründung einer großen Kolonial- Baumwollgesellschaft in Aussicht. Vielleicht erleben wir bald die zweite Auflage eines Kolonialrummels— ohne Reichstags- Wahlen._ Letzte JVadmchtcn und Oepefchcn. Die Wahlresorm. Paris, 8. November. Die Kammer schloß heute die Ge- neraldiskussion über die Wahlreformvorlage und lehnte einen Antrag aus RückVerweisung der Vorlage an die Kommission mit 345 gegen 187 Stimmen ab. Das englische Budget. London, 8. November. Die rein formelle erste Lesung des Finanzgesetzes ist heute vom Oberbaus ange». n o m m e n worden._ Bergarbeiterstreik in Australien. Sydney, 8. November. Infolge des Ausstandes der Bergleute in den Kohlenbergwerken von Newcastle und Maitland wird die gesamte Polizeimannschaft in Bereitschaft gehalten. Die Eisen- bahnverwaltung hat alle in den Güterwagen und auf den Schiffen befindlichen Kohlenvorräte mit Beschlag belegt. Im Kleinhandel ist der Kohlenpreis vielfach um 190 Prozent gestiegen. Mast befürchtet, daß sich die Lage schwierig gestalten wird, ob» gleich dem Vernehmen nach die Eisenbahn-, Straßenbahn-, Gas- und Elektrizitätsgesellschaften mit Köhlen für zwei Monate der- sehen sind.. Ein Güterzug in den Fluß gestürzt. Syrakus, 8. November.(W. T. B.) Auf der Strecke Modica— Licata entgleiste heute in der Nähe von Ragusa Inferiore ein Güter- zug und fiel in den Ermineofluß. Von dem Zugpersonal vernn». glückten drei Personen tödlich; 4 Beamte wurden schwer verletzt Explosion in einer Kammfabrik. New D-rk, 8. November.(W. T. B.) In einer Kammfabrik in Brooklyn ereignete sich heute eine Explosion, durch die viele Ar- beiter verletzt wurden; auch einer der Inhaber erlitt schwere Brand». Wunden. Mehrere Personen werden vermißt. Berantw. Redakt.: Emil Unger, Grunewald. Inseratenteil verantw.: Ab. Glocke, Berlin. Drucku.VerIag:VorwärtSBuchdr.u.VerlagSanstalt Paul Singer& Co.. Berlin S W. Hierzu 2 Beilage» u.UuterhaltungSbl. Ar. 262. 26. Jahrgang. 1. KtilU des Jonsärts" Knlim Jolkslilntt. Dir«stliz, 9. HoMlrttt 1909. Der smerilisoische„Rekijsserband". In Nr. 5 der„Neuen Zeit" setzt Kautsky seine Angriffe gegen uns wegen des Empfanges des Nizepräfidenten des angeblichen amerikanischen„Reichsverbandes" fort. Unsere Feststellungen, daß Gompers lediglich als Präsident des amerikanischen Gewerkschaft� buNdes zu den deutschen Gewerkschaften kam und als solcher von ihnen empfangen wurde, erwähnt Kautsky nicht. Vielmehr läßt er aus dem Zitat, das er unseren Ausführungen in Nr. 42 vom 16. Oktober entnimmt, diese ihm unbequemen Zeilen verschwinden Diese von Kautsky ausgeschaltete Feststellung lautet: „Wir haben uns nicht veranlaßt gesehen, auf diese Ver drehnngen der tatsächlichen Verhältnisse zu antworten. Die Generaliommission und die deutschen Gewerkschaften haben es in Gompers lediglich mit dem Vorsitzenden des amerika- nischen Gewerkschaftsbundes zu tun. Gompers ist Vorsitzender einer gewerkschaftlichen Zentralorganisation, der rund 2 Millionen organisierter Arbeiter angehören. Als deren Abge- sandter und Vertreter kam er nach Deutschland, als solcher wurde er hier empfangen. Ueber seine persönliche politische und gewerk schaftliche Tätigkeit ist er der amerikanischen Arbeiterschaft Rechen- schaft schuldig, nicht uns. Soweit die Gründe, die uns über die Angriffe in der Partei- presse hinwegsehen lassen.. Nur die zwei ersten in Fettdruck hier wiedergegebenen Zeilen fand Kautsky des Zitiercns wert. Die Begründung, weshalb wir auf die„Verdrehungen der tatsächlichen Verhältnisse" nicht geant wartet hatten, brauchen seine Leser nicht zu wissen. Er hätte dann allerdings nicht sagen dürfen, wir hätten lediglich die sozialistischen Kritiker Gompers'„in Amerika und Deuschland beschimpft". Die gleiche Zitatenkunst betätigt Kautsky auch in einem zweiten unserem Artikel entnommenen Absätze. Wir hatten be züglich der Civic Federation geschrieben: „Wie steht es nun mit dem amerikanischen„Reichsverbande"? Ist er wirklich gleich dem deutschen Reichsverbande zur Be kämpfung der Sozialdemokratie zu diesem Zweck gegründet worden? Erfüllt er die gleichen Zwecke wie dieser, der Wanderredner gegen die Sozialdemokratie und die Gewerkschaften und Partei durch eine systematische Bearbeitung der bürgerlichen Presse verleumdet? Gompers müßte ja ein Idiot sein, würde er einer Organisation angehören oder gar deren Vize- Präsident sein, die den amerikanischen Gewerk- schaften in gleicher Weise entgegentreten würde, wie der deutsche Reichsverband es macht. Oder glaubt man vielleicht, die amerikanischen Ge- werkschaften würden sich das von ihrem verant- wörtlichen Beamten gefallen lassen!" Die hier in Sperrdruck wiedergegebenen Sätze hat Kautsky ein- fach überschlagen. Sie besagen nämlich, daß die amerikanischen Gewerkschaften noch nichts davon bemerkt haben können, daß Gompers der Vizepräsident eines sie bekämpfenden Reichsverbandes ist. Da aber die internationale Gewerk schaftsbewegung aus wohlerwogenen Gründen Verbindung mit den amerikanischen Gewerkschaften wünscht, muß deren Stellungnahme gegenüber ihrem ersten Vorsitzenden für uns zu nächst schon im gewerkschaftlichen Interesse selbstverständlich maß gebend sein. Zur Frage der Eivic Federation hatten wir rein sachlich fest- gestellt, daß diese Organisation nicht wesensgleich ist mit dem deutschen Reichsverbande zur Bekämpfung der Sozialdemokratie. Sie ist vielmehr eine Organisation mit im wesentlichen den gleichen Aufgaben wie etwa die Gesellschaft für soziale Reform in Deutsch land. Wir wiesen ferner darauf hin, daß wir schon im Jahre 1902 unsere Auffassung über diese Organisation im„Corrcspondenz blatt" dargelegt haben. Viel früher als die„Neue Zeit" hatte das „Corrcspondenzblatt" zu dem Zusammenwirken der Arbeiterführer mit den Kapitalisten in der Civic Federation Stellung genommen. und zwar schon gleich bei der Errichtung des Jndustrial Deport- ments, in unserer zweiten Januarnummer 1992, während die „Neue Zeit" erst sieben Monate später sich aus Slew Uork einen Artikel über das.Haager Schiedsgericht in den Vereinigten Kleines feuilleron. Eine Thoma-Fcier veranstaltete am Freitagabend die Berliner Freie Lebrervcremigung für Kunstpflege. Die Festrede hielt Professor HenryThode. Der bekannte und viel angefeindete Kunsthistoriker, der jedenfalls der erste Tboma-Kenner und Thoma-Verehrer in Deutnbland ist, gab zunächst einen kurzen Ueberblick über den äußeren Lebensgang des Künstlers und entwickelte dann seine eigenen Ansickiten vom Wesen der Kunst und des künstlerischen Schaffens, um uachzu- weisen, daß man in Hans Thoma den bedeutendsten zeitgenössischen Vertreter der„deutschen" und der„eckten" Kunst zu verehren habe. Die mit großer Lebhaftigkeit vorgetragenen Ausflihrungen knüpften an die Weltanschauung der alten deutschen Mystik an und ge- langten zu Resultaten, die im großen und ganzen mit den Lehren der Schopenhauerschen Acsthetik übereinstimmten. Ich fürchte, daß die Majorität des im Mozart-Saal versammelten Auditoriums, die sich aus den Zöglingen der höheren Töchterpensionate von Berlin W\V zusammensetzte, von diesem theoretischen Teil der Festrede wenig verstanden hat. Ungleich plastischer und farbenreicher gestaltete sich der zweite Teil, der eine eindrucksvolle und in der Form ganz eigenartige Schilderung de« Thomaschen Kunstschaffens gab. Thode führte uns in das badische Heimatdorf des Künstlers und ließ uns einen Tag des heranwachsenden Knaben miterleben. Dabei bekamen die bekannten Gemälde Thomas, die uns dann in Lichtbildern vorgeführt wurden, intime Beziehungen zum Leben und Erleben ihres Schöpfers, und die Zuhörer fühlten sich alsbald in dem eigenartigen Ideen- und Empfindungskreise völlig heimisch, der dem deutschen Publikum noch vor kurzem ein Buch mit sieben Siegeln war. Ich stehe nicht an, die von Thode gewählte Form der An- leitung zum Verständnis des Künstlers für schlechthin meister- und musterhaft zu erklären, und es wäre zu wünschen, das; dieser Teil des Vortrags nebst den Lichtbildern auf irgend eine Weise auch dem Berliner Arbeiterpublikum zugänglich gemacht würde, das von der Vercuistalrung der Lehrervereinigung durch die allzu hohen Eintritts- preise leider ferngehalten wurde. J, S. Daö älteste deutsche Literaturdenkmal. Aegypten bleibt das Land der Ueberraschungcn. Niemand wundert sich mehr, wenn jähr- aus jahrein neue griechische Klassiker aus dem schirinenden Sande des Fayum herausgeholt werden, ober wer hätte gedacht, daß dort auch ein Denkmal der ältesten deutschen Sprache zu Tage kommen könnte! Wie die„Frankst Ztg." mitteilt, erwarb die Gießener Universitätsbibliothek mit anderen kleinen Papyrus- und Pergament- resten unlängst ein unscheinbares Perganientstück, ein Doppelblatt aus einem Kodex, dessen Wert zunächst niemand ahnte. Unschwer ließ sich feststellen, daß die rechten Seiten beider Blätter einen lateinischen Bibeltext, Verse des Lukasevangeliums enthielten. Dann entdeckten aber die Herren Privatdozent Lic. Glane und Prof. Hestn, daß neben dem lateinischen Text auf den beiden linken Seiten ein gotischer Text, Stücke der berühmten Bibel- Übersetzung dcS Ulfila(gestorben um 381 n. Chr.) steht. DaS Buch war also eine gotisch-lateinische Bibelausgabe, deren Zeit und Ver- fasser zu ermftteln Herrn Glane mit glücklichem Scharfsinn gelüngen �Staaten" senden lieh. Kautsky wird daraus ersehen, daß es bei uns gar nicht erst seiner„Anregung" bedurfte, eine uns verfehlt erscheinende Einrichtung abzulehnen. Verfehlt ist auch sein Ver- such, einen Gegensatz zwischen dem„Correspondenzblatt" von da- mals und dem von heut« zu konstruieren. In unserem Hinweis auf die damalige Stellungnahme liegt für jeden Unbefangenen die Bestätigung, daß wir die Sache heute genau so beurteilen. Trotzdem bringt Kautsky die Unterstellung fertig, wir legen uns„für die Civic Federation ins Zeug!" Und„es sei eine bös willige Verleumdung, wenn ich diese ehrwürdige, fricoltebende Körperschaft dem Reichsverbande gleichsetze!" Eine„böswillige Verleumdung" haben wir das nicht genannt, wie wir auch nicht von einer„ehrwürdigen, friedliebenden Gesell- schaft" gesprochen haben. Wohl aber ist die Gleichsetzung der Civic Federation mit dem Reichsverbande eine Verdrehung der tatsäch- lichen Verhältnisse. Dabei muß es bleiben. Daran ändert das Zitat aus einem Aufsatze der„Civic Federation Review" zum ame- rikanischen Flaggentag, der sich in unflätiger Weise gegen die ame- rikanischen Sozialisten wendet, nichts. Kautsky hätte aus der gleichen Nummer des betreffenden Blattes aber auch einen langen redaktionellen Aufruf gegen die Erdrosselung der Rede- und Preßfreiheit und des Boykottrechtes durch die amerikanische Justiz anführen können, die soeben mehrere amerikanische Gewerkschaftsführer, darunter auch Gompers, zu langen Gefängnisstrafen wegen ihres Eintretens für das Boykott- recht verurteilt hatte. Gegen dieses Urteil wendet sich das ge- nannte Blatt scharf; es fordert die gleichen Rechte für die Arbeiter wie für die übrigen Volksschichten. Für den Reichsverbandscharakter der Civic Federation besagt das zweite von Kautsky angeführte Zitat aus einem persönlichen Zirkular Aug. Bclmonts. Vorstandsmitglied der Civic Federation, ebensowenig, wie das Zitat aus dem Artikel„Flag Day". Ein amerikanischer Kautsky könnte nach der gleichen Methode aus den Reden des früheren deutschen Ministers Freiherrn v. Berlepsch, be- sonders seinen Ministerreden zum§ 163 der Gewerbeordnung, eine große Zahl von Zitaten entnehmen. Da v. Berlepsch sich wieder- holt äußerst scharf gegen die Sozialdemokratie ausgesprochen hat. wäre einfach daraus zu schließen, dieser Mann sei der Generalissi- mus der deutschen Reichsverbandsagitation. Dieser selbe Freiherr v. Berlepsch hat aber im vorigen Jahre als Vorsitzender der Schlich- tungskommission im Holzgewerbe fungiert, ohne daß von Arbeiter- scite jemand daran Anstoß nahm. Und er hat nach Schluß der schwierigen Verhandlungen öffentlich in der„Sozialen Praxis seine größte Hochachtung vor der Tätigkeit der Gewerkschaftsführer ausgesprochen, v. Berlepsch ist der Vorsitzende der Gesellschaft für soziale Reform, die ebenfalls eine scharfe Gegnerin der Sozial- demokratie ist. Dennoch wird es keinem vernünftigen Menschen einfallen, die Gesellschaft für soziale Reform dem Reichsverbande des Herrn Liebert gleichzusetzen. Durch seine krampfhaften Be mühungen, die Identität der Civic Föderation mit dem deutschen Reichsverbande nachzuweisen, verrät Kautsky lediglich, daß ihm der wirkliche Charakter des Reichsverbandes bisher nicht recht klar ge worden ist.— Kautsky macht uns weiter zum Vorwurf, wir hätten aus einem „bürgerlichen Buche"(!) ein Zitat gebracht,„in dem die Civic Federation in den Himmel gelobt wird". Das Zitat selbst bringt Kautsky nicht, seine Leser würden daraus lediglich ersehen können, wie unberechtigt der ganze Vorwurf ist. Aus dem Zitat ist nur die Unfähigkeit der amerikanischen Behörden und Gesetzgebung erficht- lich, der Lage auf dem Gebiete der Arbeitskämpfe gerecht zu wer- den. Weil ein öffentliches Einigungswesen nicht vorhanden ist, fand die Civic Federation hier eine ihrer wesentlichsten Aufgaben. Das erklärt schließlich auch das Interesse der amerikanischen Ge- werkschasten für diese Körperschaft. Wir waren indes, wie Kautsky anzunehmen scheint, durchaus nicht auf das„bürgerliche Buch" angewiesen, um diesen Cha- rakter der Civic Federation nachzuweisen. Wir konnten uns ebenso gut oder noch besser auf europäische Sozialdemokraten be- ziehen, die aus eigener Anschauung sich über diese Frage aus- ist. Da der Text in den Anfang des 6. Jahrhunderts gehört, ist er das älteste Literaturdenkmal in deutscher Sprache und trotz seines geringen llmfanges unschätzbar. Die beiden Entdecker Glane und Helm lverden ihren Schatz demnächst der wissenschaftlichen Welt vorlegen. (Ob das neugefundene Bruchstück älter ist als der silberne Kodex in Upsala, der den größten Teil der Ulsilaschen Bibelüber- etzung in einer Handschrift aus dem 6. bis 6. Jahrhundert enthält, und die übrigen Reste der gothischen Literatur, müssen wohl erst genauere Untersuchungen erweisen. Insofern ist eö verfrüht, von dem ältesten Literaturdenlnial zu reden.) Theater. Berliner Theater.„Hohe Politik", Schwank von Richard Skowronnek. Dem Schwank verhalf die humoristische, bei allen Uebertreibungen des PoffenstilS in der Grundfärbung doch lebenswahr anmutende Figur des Phantasie- und reklame- gewandten Kommissionärs JonaS aus Rakel, der in den Tagen seiner Jugendschönheii einst als Hamlet auftrat, zu einem behäg- lichen und wohlverdienten Erfolge. Herrn Meinhards urwüchsig rasseechte Darstellung, die schon mit einer bloßen Augenverdrehung, mit einer malerischen Armbewegung stürmische Heiterkeit entfesselte, vermied feinsinnig taktvoll doch jedes grobe Karikieren und gewann, indem sie in der Komik überall den Unterton liebenswürdig warmer Menschlichkeit durchklingen ließ, dem drolligen Kauz sofort die Herzen. So lang' er auf der Bühne zu agieren hatte, und er verschwand nur aus- nabmsweise, vergaß man, durch den lebendig ausdrucksvollen Nuancen- reichtun, seines Spiels gespannt, das drum und drann der vielen Un- Möglichkeiten in dem Stück. Die Verwickelungen, durch die Herr Jonas in die„hohe Politik" eines Fürsten tümchens hineingezogen wird und, erfolgreicher als der Minister, die flatterhafte Hoheit in die Ehefalle lockt, sind ohne sonderlich schwankmäßige Schlagkraft. um so lustiger wirkte die heißersehnte Ordensdekorierung des verdienten Maimcs und das gewaltige Anschwellen seines Stolzes. Sehr hübsch in einer Weise, die sich dem Stile einer wirklichen Charakterkomödie nähert, ist das Verhältnis von Jonas zu der jungen Malerin, für deren Bilder er begeistert die Reklametromniel rührt, skizziert: wie er mit väterlicher Sorg- ält über ihre Ehre wacht, von hinter her durch findige List das ge- ährlicke Rendezvous vereitelt und sich dann von der Undankbaren zeduldig schweigend noch obendrein als aufdringlichen Gesellen aus- chelten läßt. Herrn Meinhard sekundierten die anderen Darsteller: Herr C l e w i n g als elegante Hoheit, die Damen Serba und Mendt in den Rollen der abenteuerlustigen Malerin und des naiv- heiratslustigen Backfisch-Prinzeßchcn uüt Temperament und Lauue. dt. Schiller-Theater Charlottenburg. DeS Dichters würdig, von dem es den Namen führt, hat das Schiller-Theater am Sonnabend aus der gewaltigen Wallenstein- Trilogie das „Lager" und„Die P i c c o l o m i n i" herausgebracht. Wohl war es eine starke Geduldprobe für die Zuschauer, da die Vor- stellimg erst kurz vor �12 Uhr zum Ende kam; allein hierbei zeigte sich wieder einmal des Dichters bezwingende Macht auf die Ge- gesprochen haben. Im Jahre 1992 besuchte eine Anzahl englischer Gewerkschaftsführer zu Studienzwecken Amerika, darunter auch die Genossen Barnes und Flynn, beide englische Sozialdemo- kraten. In dem Bericht über diese Reise, der unter dem Titel „Reports of the Mosely Jndustrial Commission" 1993 erschien, sind die Antworten zu den an die Mitglieder gestellten die Civic Fede- ration betreffenden drei Fragen wiedergegeben. Die Fragen lau- tetcn: 1. Billigen Sie die Arbeit der Civic Federation? 2. Könnte eine Organisation auf gleicher oder etwas abgeän- dcrter Grundlage in England errichtet werden? 3. Befürworten die Delegierten, daß Schritte unternommeft werden, um eine ähnliche Organisation in England ins Lc- ben zu rufen? Darauf antwortete Genosse Barnes folgendermaßen: „Ich werde diese Fragen zusammenfassen. Die gewerblick� Abteilung(Jndustrial Department) der Civic Federation besteht erst seit zwei Jahren oder etwas weniger. In diese Zeit fallen zwei große wirtschaftliche Kämpfe in den Vereinigten Staaten. Die Abteilung bestand kaum zur Zeit des Streiks in der Stahlindustrie. und sie war einigermaßen organisiert, als der Kohlenarbeiterstreik ausbrach. In letzterem Falle bot sie ihre Dienste an, doch wurden diese von den Bcrgwerksbesitzern oder den Arbeitern zurückgewiesen. doch macht sie Anspruch darauf, und ich glaube mit Recht, einige schlimmere Folgen, die aus diesem Streik hätten entstehen können, verhindert zu haben, und sie hat, so glaube ich, während jener Ze:t. einen inneren wirksamen Einfluß auf das ameri- kanische öffentliche Leben und die öffentliche Meinung ausgeübt. Natürlich hatte ich vollauf Gelegenheit, soweit diese sich während einer dreitägigen Anwesenheit bei deren Jahresversammlung möglich macht, die Leute an ihrer Spitze kennen zu lernen. Es sind die Vertreter der amerikanischen organi» siertcn Arbeiterschaft, der Unternehmer, organisiert und nicht or- ganisiert, sowie der besten Elemente(Kräfte) im öffentlichen Leben Amerikas. Ich sah und sprach viele von ihnen und hatte alle Ur- fache, deren Fähigkeit und Ehrlichkeit anzuerkennen. Es gibt jedoch höchstens ein Element, von dem ich annehme, daß es keine Kraft- quelle sein wird, nämlich den Politiker. Ich glaube, daß eine Civic Federation überall eine gute Einrichtung ist, wenn sie auf dem Prinzip der freien öffentlichen Zusammenkunft und Aussprache aufgebaut ist, und zwar von Männern, die ehrlich einen Ausweg aus den wirtschaftlichen und sozialen Ucbeln zu finden versuchen, vorausgesetzt aber auch, daß sie in keiner Weise die Organisationen schwächt. Auseinandersetzungen und Oeffentlichkeit können keinen Schaden anrichten, können dagegen auf der anderen Seite viel tun, um Mißbrauch und Verschwendung von Kraft, sei es die einzelner oder von Vereinigungen, zu verhüten. Eine Organisation der hier vorgeschlagenen Art in diesem Lande(England) würde jedenfalls die besten Elemente der öffentlichen Meinung vereinigen und sa dazu führen, die Parteien zusammenzubringen und die Kluft zwischen Mann und Mann überbrücken helfen, die bis dahin eine Begleiterscheinung der modernen Industrie infolge größerer Organi- sationen und Werke gewesen ist. Was nun die Schritte anbetrifft. evenwell eine solche Organisation zu gründen, so mutz ich darauf hinweisen,' daß die Vertreter der Arbeiter- und Gewerkschafts- bewegung dieses Landes insgesamt schon früher sich im Prinzip dafür ausgesprochen haben. Herr Ritchie hat übrigens einen Vorschlag, der ähnliches enthielt, vor drei oder vier Jahren unterbreitet, der auch vom Parlamentarischen Komitee des Gewerkschaftskongresses angenommen, von den Unter- nehmern insgesamt jedoch mit der Motivierung abgelehnt wurde, daß sie der Einmischung Dritter abhold seien. Die Arbeiter sind daher in einer eigentümlichen Lag«. Ihre Stellung dazu ist günstig, und auch dafür bekannt, und es sollte daher scheinen, daß an die Unternehmer herangetreten werden müßte, wenn eine solche Ver- einigung entstehen soll. Wenn eine einflußreiche Persönlichkeit beide Teile aufsuchen würde, würde ich den Vorschlag begünstige» und, mit Hilfe meiner Wähler, würde ich auch an der Federation mitwirken, wenn sie zustande käme." Und Flynn, Delegierter des Verbandes der Schneider, er« klärt zu der Tätigkeit der Civic Federation noch vorbchaltSloser: „Nach meiner Ansicht erzeugt die von der Civic Federation unternommene Arbeit dauernde Wohltaten für die Allgemeinheit. Auf solcher Grundlage hat die Civic Federation ein endloses Tätig- keitsgebiet vor sich. Das Vertrauen der Arbeiterklasse wird nicht müter. AlleS harrte in sichtbarer Spannung bis zum Schlüsse aus, um dann nochmals in tosenden Beifallsstürmen jcd- wedeS Dankgefühl zu entladen. Die Regie hat keine Mühe gescheut, das„Lager" mit allen: drum und dran von Kostümen, derbem sprühenden Humor, Soldaten-, Bürger- und Bauern- voll usw. äußerst farbig und lebensvoll zu gestalten. Im einzelnen wäre ja manches zu tadeln, als Ganzes aber klappte es. In den„Piccolomini" bot die Versammlung der Walleinsteinschen Truppenführer, sodann das Zechgelage ein glänzende« Bild voll schlagkräftiger Wirkung. Max Pategg war hinsichtlich der Erscheinung und Energie ein guter Wollenstem; den mystischen Einschlag vermochte er weniger glaubhaft zu machen. Georg P ä s ch k e fiel höchst angenehm auf durch die schön« Sprache. Sein Max war eine von warmer Empfindung und idealem Schwünge getragene Leistung, die m frappanter Steigerung emporstieg. Elise W a s a gab die Thekla mit Lieblichkeit und Eindringlichkeit. Bei der Fülle von Gestalten müssen tvirS mit einer fast alle Mitwirkenden umspannenden An- erkennung genug sein lassen. Jeder und jedes war dem Geiste des Dichters Untertan. o. lc. Humor und Tatire. Ist der Polizeihund ein königlicher Beamter? Der„Dresdener Anzeiger", das gewichtige Amtsblatt der sächsischen giesidenz— es wird alljährlich als eines der schwersten im ganzen Deutschen Reiche registriert und übrigens auch vom Oberbürgermeister in Person gewissermaßen als Oberchefredakteur geleitet— bat sich dieser Tage auch einmal einen Witz geleistet und, wenn das etwa schon zn viel gesagt ist, jedenfalls einen noch weit besseren dadurch herbeigesiihrt. DaS Blatt gab einen Bericht über eine Dortmunder Landgerichtsverhandlung über die Frage wieder:„Wer zahlt daö Schmerzensgeld, wenn jemand von einem Polizeihund gebissen wird?" und bemerkte im Anschluß hieran, daß die Frage wohl noch mehr die Gerichte beschäftigen dürfte. Besonders in Dresden sei sie schwer zu entscheiden, lvo es neben den Polizeihunden der kgl. Polizeidfteltion auch noch„Hilfsarbeiter" gebe, die sich einzelne Gendarmen halten. Und noch anzüglicher wurde diese spitze Note durch ihre Spitzmarke:„Ist der Polizeihund ein königlicher Beamter?" Der Verein sächsischer Nichter und Staatsanwälte hat es nun für nötig erachtet, im„Dresdener Anzeiger"„gegen diese impassende Vergleichung eines Polizeihundes«nd königlichen Beamten Verwahrung einzulegen". Notizen. — Musikchronik. Die Berliner Erst-Auffühning der kürzlich entdeckt eis Wiener Tänze Beethovens findet in einer Matinee statt, die Fritz Jacobsohn am 14. November im Klindworth- Scharwenka-Saal veranstaltet. — Literaturchronik. Ludwig Ganghofer wird den zweiten Teil seiner LebcnSerinnerungen wie den ersten, der reich war an köstlichen und lebendig erzählten Szenen, in den»Süddeutsche» Monatsheften" veröffentlichen. leichtfertig gegeben noch entzogen, und, während der Lohnarbeiter in der Hauptsache sich sein Leben felber schmieden muh, ist es er- freulick und ermunternd, zu wihen dah, gaiu; auherhalb allen wirtschaftlichen Streites, die Macht der öffentlichen Meinung ge- braucht werden kann, um gerechte und ehrenöollc Erledigung solcher Zwistigkeitcn, die sonst zu bitteren und zerstörenden Kämpfen Anlah bieten wurden, herbeizuführen und aufrechtzuerhalten. Die Civic Federation hat meine Befürwortung. Es ist nicht leicht, zu sagen. inwieweit die Civic Federation gerade in England sich als nützlich erweisen würde. Die Vorbedingungen sind verschieden. Die ge- werbliche Bewegung dieses Landes ist von Schlichtungsämtern und Schiedsgerichten durchsetzt. Zudem sind die Grenzen zwischen Arbeitern und Unternehmern, die ohne Konflikt nicht überschritten werden können, genau festgelegt und anerkannt. In Amerika sind solche Scheidelinien noch nicht einmal in Sicht. Das wirtschaftliche System macht erst seine Lehrzeit durch. In England bedeutet Reichtum Muhe und Bequemlichkeit, große Landgüter und mnrn vornehmen Titel. Der Amerikaner, der die erste Million er- warb, beginnt eben seine.Karriere, seine wahre Zukunft liegt noch vor ihm. Ein Niedergleiten oder Rückwärtsgehen hieße geradezu die Vorsehung versuchen. Für mich persönlich hat der Gedanke, die edelsten Geister und die besten Kräfte auf wirtschaftlichem Gebiete zusammenzubringen, um der EntWickelung des Landes den Weg zu ebnen, etwas Faszi- nierendes. Aber dieses Ideal ist keineswegs ein englisches. Der allgemein herrschenden Ansicht in England könnte in der Tat nichts fremder erscheinen. Verfeinerter Müßiggang, Ballspiele, Gesell- schaften, Fuchsjagden und ein katzenjämmerlicher Geschmack für Politik bilden, was man so im allgemeinen englisches Leben nennt. Alles andere gilt als banal. Es scheint mir zudem gar nicht, daß irgendwie eine Aenderung sich vorbereitet. Dennoch glaube ich, daß irgendein Versuch gemacht werden sollte, und, soweit die natür- lichen Grenzen dies erlauben, bin ich bereit, einen solchen Versuch zu unterstützen. Ich bin für alle und jede Art von Organisation, welche den Streiks ihren brutalen Charakter nimmt, und welche der Vernunft und dem Rechte in wirtschaftlichen Kämpfen freie Bahn(„ksir play") garantiert." So lauten die Urteile von zwei englischen Sozialdemokraten, die wochenlang Amerika zu Studienzweckcn bereisten und sich über diese Fragen vorurteilsfrei zu informieren suchten. Sie verbessern KautskyS Position gewiß nicht; auch entkräften fix in keiner Weise jenes von uns gebrachte Zitat aus dem„bürgerlichen Buche", viel- mehr wird jenes Urteil eines bürgerlichen Gelehrten von den beiden Genossen bestätigt. Nach diesen Feststellungen der Tatsachen erscheint unS die Frage angebracht: Was soll der ganze Streit um die Civic Fede- ration bezwecken? Unsere Stellung zu dieser Organisation ist seit bald acht Jahren öffentlich bekannt. KautskyS Versuch, jene Stellungnahme heute gegen uns auszuschlachten, ist völlig dcpla« ziert. Es war kein anderer als der Vorsitzende der Generalkom- Mission, Genosse Legten, der den amerikanischen Ge- nossen Berger für seinen Berliner Vortrag auf jenen Artikel des„Corr.- Bl." aufmerksam machte und ihm die Nummer des«Corr.-Bl." zur Verfügung stellte, mit dem ausdrücklichen Hinweis, sich jenes Artikels in der Versammlung zu be- dienen. Tie Leser können daraus ersehen, wie wenig auf die Deduktionen KautskyS zu geben ist. Für uns ist der von Kautsky entfachte Streit um die Civic Federation an sich bedeutungslos. Die Generalkommission hat es nicht mit der Civic Federation, sondern mit dem ameri- konischen GewcrkschaftSbund zutun. Diese wiederholt erfolgte Feststellung übersieht KautSky geflissentlich. Die Civic Fede- ration kann in keiner Weise unsere Stellung zu den zwei Millionen in den amerikanischen Gewerkschaften organisierten Arbeitern be- einflussen. In deren interne Verhältnisse einzugreifen kommt uns nicht zu. Wer das„Corr.-Bl." liest, wird wissen, daß wir es stets abgelehnt haben, uns in die internen Verhältnisse der einzelnen Länder einzumischen. Das entspricht vollauf der Stellung, die die Generalkommission feit jeher auch gegenüber Amerika einge- nommen hat. Schon im Jahre 1905 hat die Generalkommission auf eine Ein- ladung der von amerikanischen Sozialisten geschaffenen Sonder- organisation, der„Jndustrial Workers of the World", zu derem Kongreß Vertreter zu entsenden, ihre ablehnende Stellung folgen- dermaßen präzisiert: Der Grund. Delegierte zu dem Kongreß nicht zu senden, ist also nicht darin zu suchen, daß wir nicht mit der Bewegung sympathisieren, sondern wir halten es nicht für praktisch, in den Gärungsprozeß, der sich innerhalb der Gewerkschaftsbewegung Amerikas vollzieht, aktiv einzugreifen. Die Entsendung von Delegierten zu Ihrem Kongreß käme aber einem aktiven Ein- greifen gleich, da es sich für diese Delegierten nicht nur darum handeln würde, nur die deutschen Gewerkschaften zu repräsen- tieren, sondern sie wären verpflichtet, auch ihre Erfahrungen zum besten zu geben und so bei dem Aufbau der neuen Or- ganisation mitzuwirken. Die Zentralstelle der Gewerkschaften Deutschlands hat aber stets den Grundsatz festgehalten, daß es nicht geraten ist. in die EntWickelung der Bewe- gung eines Landes vom Auslande aus ein- greifen, daß vielmehr diese EntWickelung sich unbehindert von äußeren Einflüssen voll» ziehen müsse." Das»aar am 19. April 1995. Die gleiche Stellung nimmt die Generalkommission auch heute ein, woran der Versuch KautSkyS. sie mit der Cevic Federation in Verbindung zu bringen, nichts ändern wird. Mit der C. F. haben wir nichts zu tun. Nur gegen den Versuch, sie als eine dem„Reichsverband" gleichwertige Organi- fation hinzustellen und damit die ihr angehörenden Gewerkschafts- führer Amerikas als„Reichöverbändler" zu stempeln, haben wir uns gewandt. Ob diese Gewerkschaftsführer dieser Organisation angehören sollen, darüber haben nicht wir, sondern die A. F. o. L. zu bestimmen. Mit dieser und nicht mit der C. F. haben wir Verbindung gesucht und gefunden und sie wird im Interesse der europäischen wie der amerikanischen Arbeiter aufrecht erhalten werden. Wir haben hier nochmals versucht, ebenso wie in unserem Ar» tikel in Nr. 42, in sachlicher Weise unsere Stellung in der strittigen Frage darzulegen. Wir glauben, daß dies in einer Weise geschehen, die weit davon entfernt von dem, was Kautsky über den Charakter unserer Polemil sagte, die nach ihm„nur ein paar Personen zuzuschreiben ist. denen im Falle Gompers«ine Entgleisung passicrte und deren persönliche Rachsucht darüber, daß diese Eni» gleisung offenbar wurde, keine Grenzen kennt." � Kautskys Artikel in der Nr. 5 der„Neuen Zeit" zeigt, wie dieses Zitat beweist, wohl eine ganz andere Tonart, die wir aber zu entschuldigen wissen. Hus der Frauenbewegung. Eine ernste Mahnung an die Arbeiterfrauen. Seit Wochen stehen im Mansfelder Revier die Bergleute im Streik, um ihr Recht der Koalttlon zu verteidigen. Die Regierung hat Stellung zu diesem Kampfe genommen, indem sie Militär und zwei Maschinengewehre ins Streikgebiet entsandte. Dabei sind die Streikenden noch bis vor kurzem von allen Seiten. selbst vom Kaiser, als die„reichStrcuen" Bergleute an- gesprochen worden. Jetzt, wo sie um ihr gesetzlich gewähr- lei stetcS Recht kämpfen, werden auch sie zu den„inneren Feinden" gezählt, gegen die eventuell die Maschinengewehre los- gehen, lind wenn eS zu einem Konflikt mit dem nach dort verlegten Militär kommen sollte— was hoffentlich durch die Ruhe und Dis- ziplin der Streikenden sowie durch den Einfluß der Streikleitung vermieden wird— so müßten die dort lonsignierten Soldaten im buchstäblichsten Sinne des Wortes:„Auf Vater und Mutter schießen", denn die„SScr", die nach Mansfeld be> ordert sind, rekrutieren sich hauptsächlich auS Mansfelder Bergmaimssöhneu. DieS Vorkommnis ist eine ernste Mahnung für unsere Arbeiterfrauen, sich intensiver au der Arbeiterbewegung zu beteiligen. Warum das? Der Bor- gang zeigt, daß sich die Arbeiterfrauen in einem argen Irrtum be- stiiden, die da glauben, die Kämpfe der Arbeiterschaft ließen daS Haus, die Familie der Arbeiter unberührt, sie seien deshalb ohne Interesse für die Arbeiterfrauen, die noch nicht durch die Not in die Erwerbsarbeit gepeitscht, sich noch ausschließlich ihrer Familie widmen können. Die unsinnige Steuerpolitik Deutschlands hat in der letzten Zeit mancher Arbeiterfrau die Augen geöffnet und sie gelehrt, daß alles wirtschaftliche und politische Geschehen unweigerlich auch in ihre Interessensphären ein- greift und sie nötigt, dazu Stellung zu nehmen. Die Mansfelder Vorkommnisse werden gleichfalls aufrüttelnd. „augenöffnend" wirken, indem sie den Frauen sagen: Euer Sohn. den'Ihr unter dem Herzen getragen, den Ihr unter Schmerzen und Gefahr Eures Lebens geboren, den Ihr unter Sorgen großgezogen, dessentwegen Ihr so oft mit perlender Stirn, mit schmerzenden Gliedern und schwielenharten Händen bei der Arbeit gestanden, um das Brot zu seiner Ernährung zu verdienen, dieser Euer Sohn, wird womöglich eines Tages kommandiert, auf Euch und Citren Gatten zu schießen, weil Ihr im Kampfe um Euer gesetzliches Recht. um Brot, um ein menschenwürdiges Dasein steht.— Welch furcht- barer Gedanke: Der Sohn auf Vater und Mutter zielend, auf sie schießend! In der Macht unserer Frauen liegt eS vor allem, solch grauser Möglichkeit für die Zukunft vorzubeugen. Aber wie ist daS möglich? werden unsere Leserinnen fragen. Politisches Wissen, politisches Wollen, politische Aktivität sind die Mittel, deren wir uns zu bedienen haben, ist die Antwort. Haben unsere Arbeiterfrauen die Zusammenhänge der Wirtschaft- lichen und politischen Geschehnisse begriffen, so werden sie alsbald den Wunsch und den Willen bekommen, beeinflussend aus die Ursachen dieser Geschehnisse zu wirken. Und um diesen Willen in die Tat umzusetzen, werden sie als Kämpferinnen in die Reihen der organi- sierlen Arbeiterschaft treten, werden sie als Mitglider der sozialdemo- kratischen Organisationen ihre ganze Kraft, ihr ganzes Können, ihre ganze Persönlichkeit in den Dienst der Arbeiter- bewegung stellen. um neben unseren anderen Forderungen vor allem auch für jene einzutreten, die da lautet: Fort mit dem tehenden Berufsheer und her mit der Volks- w e h r I Freilich wäre mit der Umwandlung des Berufsheeres in die„Bürgerlvehr" noch keineswegs die Garantie gegeben, daß deren Waffen nimmer zur Unterdrückung der Volksgenossen Verwendung finden würden. Die Schweiz bietet vielmehr Beispiele, die das Gegenteil beweisen. Im kapitalistischen Klassenstaal ist die Miliz eben auch ein Machtmütel der Herrschenden und wird solange gegen die ausstrebende Arbeiterllasse angewendet, solange diese noch nicht hinreichend mit der Erkenntnis ihrer Klassenlage erfüllt ist, die ihrem Willen die Richtung gibt, und die allein die Einsicht des Wollen? und Handelns ermöglicht, die notwendig ist, um die politische Macht zu erobern. Wenn jedoch unsere Arbeiterfrauen ihr ganze? Können und Wollen dransetzen, um ihre Söhne, bevor fie Soldaten werden, zu Sozialdemokraten zu erziehen, dann werden die Waffen unserer Söhne im bunten Rock nimmer losgehen gegen Vater und Mutter, weil alsdann die Befehlshaber des Heeres es niemals wagen werden, einen solchen Befehl auszusprechen. Eine sehr hohe, wichtige Aufgabe ist somit in die Hand unserer proletarischen Frauen gelegt. Mögen sie sich heute mehr denn je dieser Aufgabe bewußt sein, und mögen sie von dem festen Willen beseelt sein, sie nach besten Kräften zu erfüllen. Die Empörung ob des provokatorischen Vorgehens der Regierung gegen die Plansfelder Bergleute und ihre Familien muß zum Ansporn für sie werden, mehr als bisher ihre Pflicht als politische Kämpferinnen zu erfüllen, aber auch weit mehr als bisher Rekeutenerziehermne« für den Sozialismus zu sein. Der Weltverband für Frauenstimmrecht und das allgemeine Wahlrecht. „MorgonbriS", die Monatsschrift für die sozialdemokratische Frauenbewegung in Schweden, hatte in ihrer Augustnummer einen „Ein Intermezzo" übcrschriebcnen Artikel gebracht, worin, gestützt auf den Bericht des„Vorwärts" über den Londoner Kongreß des Weltverbandes für Frauenstimmrecht, dargelegt wurde, daß diese internationale Frauenorganisation nicht für die Forderung deS allgemeinen Frauenwahlrechts eintrete, sondern nach den in den verschiedenen Ländern geltenden Bestimmungen ur das Männcrwahlrecht, einem Tamcnwahlrecht zustimme. Gegen jenen Artikel sandte Frau Anna W i ck s e l l, die als Vertreterin der schwedischen Frauenwahlrcchtsvereinigung am Londoner Kon- greß teilgenommen hatte, eine Art Berichtigung, in der sie mit recht grobem Geschütz gegen den Verfasser oder vielmehr gegen den„Vor- wärts" aufzieht. Frau Wicksell versteigt sich zu der Aeußerung,„daß diese ganze Darstellung, soweit sie nicht direkt Lüge ist� auf offenbarer Verdrehung oder irrtümlicher Auffassung beruht." Zur Begründung führt sie in der Hauptsache an, daß der Adult Suffrage Society— Vereinigung für Wahlrecht aller Erwachsenen— die Aufnahme in den Weltverband für Frauenwahlrecht nicht deshalb verweigert worden sei, weil sie das a l l g c m e i n e Frauenwahlrecht verlangt, sondern weil sie keine weibliche Wahlrechtsvereinigung ti. Sie bestehe sowohl aus Männern wie Frauen und soweit sie, Frau Wicksell, wisse, seien die Männer in der Mehrheit. Bedin- gung für den Anschluß an den Weltverband sei jedoch schon seit 'einer Gründung und fortdauernd, daß die betreffenden Vereini- gungen ausschließlich für das F r a u e n st i m m r e ch t arbeiteten Frau Fawoett, die diese Auffassung auf dem Kongreß vertrat, habe damit nur eine dem Statut entsprechende Erklärung abge. geben. Herr Sköld und der„Vorwärts" sowie alle, die auf deren Seite stehen, müßten auch begreifen, daß es rein prinzipiell nicht zweckmäßig sein könne, die Grenzen für einen Zusammenschluß von der Art wie die Frauenwahlrcchtsalliance soweit zu ziehen Sonst könnte sich in Schweden z. B. auch die Freisinnige Landesvcreini. gung und die ganze sozialdemokratische Partei zur Mitgliedschaft anmelden, weil diese Organisationen eben auch für das Frauen« Wahlrecht seien. Weiter schreibt Frau Wicksell:„Wenn Herr Sköld— und ich vermute auch der„Vorwärts"— alz acau FawcettL und vielleicht sogar des ganzen Kongresses Definition ür daS Fraucnwahlrecht anführt, daß darunter zu verstehen wäre- „ein Wahlrecht nach derselben Skala(!) wie das der Männer in den verschiedenen Ländern," so ist das beinahe die perfide iw von allen diesen Unwahrheiten. Die Alliance(also der Weltvcrband für Frauenwahlrecht) ist, wie alle wissen, politisch neutral. Sie hat als solche nicht das Recht(?). sich, sei cL für allgemeines oder privile- giertes Wahlrecht auszusprechen. Die Definition der Alliance ist, dafür zu arbeiten, daß den Frauen ,n allen Ländern das Waht- recht verschafft wird zu denselben Bedingungen, wie eS die Männer in diesen Ländern nun haben oder erhalten werden."__ Ferner aat Frau Wicftll. daß nach ihrer Ueberzeugung. wenn man inner. halb der Alliance eine Abstimmung für oder gegen das allgemeine Wahlrecht vornehmen könnte, mindestens vier Fünftel, wahrschein- lich aber neun Zehntel der Mitglieder dafür sich erklären würde«. Uebrigens habe Fräulein Martina Kramers. die, obwohl Sozial- demokratin, korrespondierende Sekretärin der Alliance sei, dem „Vorwärts" eine Berichtigung seiner ganzen Darstellung geschickt, die jedoch— wenigstens bis vor einigen Wochen— nicht in diese Zeitung aufgenommen sei.(Dem„Vorwärts" ist keine Berichtigung zugegangen. D. R.). Der Genosse Sköld ist auf die Aeußerungen der Frau Wicksell die Antwort nicht schuldig geblieben. Natürlich hält er es nicht für notwendig auf Beschimpfungen wie„Lüge" und „Verdrehung",„Perfidie", einzugehen, da sie ja kein Argument bilden können, und beruft sich für die Richtigkeit seiner Darstellung in Fragen, die nicht den Kernpunkt berühren, aus den„Vorwärts". In der Hauptfrage, die Stellung des Weltverbaudes zum allgemeinen Wahlrecht betreffend, hebt er mit Recht hervor, daß der Unterschied zwischen dem, was er als Zweck der Alliance in seinem Artikel bezeichnet, und dem, was Frau Wicksell sagt, nur rein formell und sprachlich ist und ganz subtile Haarspalterei dazu gehört, um die„perfideste aller Unwahrheiten" darin zu ent- decken. Nachdem unser Genosse Frau Wicksells Worte:„Di: Alliance ist politisch neutral. Sie hat als solche kein Recht, sich, sei es für allgemeines oder privilegiertes Wahlrecht auszusprechen", wiederholt bat, schreibt er: „Ja, das ist es gerade, was ich hervorheben wollte. DaS Statut der Alliance läßt eS nicht zu. daß weibliche Vereinigungen, die andere Forderungen als die des Frauenwahlrechts auf ihrem Programm haben, dem Weltverband angehören. Um so merk- würdiger ist es. daß man die sozialdemokratischen Frauen fest- zuhalten sucht! Und es war ja doch hauptsächlich die Be» stimmung vom Frauenwahlrecht als dem ausschließlichen Ziel der Alliance. was die Adult Suffrage Society hinderte, aufgenommen zu werden. Folglich war es nicht die Ausdehnung der Mitglied- schuft auf die Männer in der genannten Vereinigung, was hindernd im Wege stand. Nun, die Sache ist jedenfalls deutlich. Die sozialdemo» kratischen Frauen wollen die Forderung des allgemeinen Wahl- rechts nicht fallen lassen, um das hohe Gefühl zu genießen, dem Weltverband für Frauenwahlrecht angehören zu dürfen. Und so lange sie die Forderung haben, dürfen sie weder noch können sie dort dabei sein."— Wir meinen auch: Genossinnen gehören nicht in den Kreis der Damenwahlrechtsfreund innen. Der„Vorwärts" hat gar nichts zu berichtigen, seine Darstellung war durchaus objektiv und seine Kritik sehr milde. Schimpfereien ändern nicht an dem reaktionären und arbeiterfeindlichen Wesen des Weltbundes für Tamensport. Leseabende. Spandau. Dienstag, den 9. November, S'/z Uhr, hei Böhl«, Havel« straße SO._ Gerichts-Zeitung Einen schamlosen Erpressungsversuch gegen die eigenen Eltern mußte gestern der Metallschleifer Karl Trumpold mit einer empfindlichen, aber durchaus angebrachten Strafe büßen. Ter Sohn mußte sich vor der 1. Strafkammer des Landgerichts l wegen wiederholter versuchter Erpressung verantworten.— Dar Angeklagte, welcher sich seit einiger Zeit in Berlin aufhält, hat in einem kleinen Orte in der Provinz lebende hochbetagte Eltern, denen er schon viel Kummer und Sorgen bereitet hat. Als er sich einmal in Geldverlogenheit befand, richtete er an seine Mutter einen Brief, in welchem er 199 M. verlangte und drohte, wenn sie das Geld nicht gebe, so werde er sie bald zur Witwe machen. In einem anderen Briefe verlangte er 1599 M.,„sonst geschehe etwas Schlimmes, lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende". Die alten Leute wußten sich der fortgesetzten Drohungen nicht mehr anders zu erwehren, als durch eine Anzeige bei der Polizei. Der Staatsanwalt beantragte mit Rücksicht auf das schamlose Vorgehen des Angeklagten eine Gefängnisstrafe von einem Jahre und drei Jahre Ehrverlust. Das Gericht erkannte auf vier Monate Gefängnis._ Hilfe in„diskreten Angelegenheiten- In den Geschäftsbetrieb verbrecherischer Weiber, die mit Hilfe der bürgerlichen Zeitungen„bedrängte" Frauen und Mädchen zu sich heranziehen und ihnen nach Abknöpfung enormer Summen in„diskreten Angelegenheiten" Rat und Hilfe vcr- sprechen, gab ein interessanter Prozeß Einblick, der vor dem Landgericht in Filrth stattfand. Die Münchener Masseusen Marie Zitt und Margarethe Ganser waren daran, ihr gemeinsam be- triebenes Geschäft zum Großbetrieb auszubauen. Filialen zu gründen nicht nur in den größeren Städten Bayerns, sondern in ganz Deutschland und während des Sommers in Ostende. Die eine der beiden Damen, die mehr den kaufmännischen Teil deS Betriebes unter sich hatte, ließ sich zuerst in einer Stadt nieder, sorgte für das Erscheinen von Inseraten, die die bürgerliche Presse gegen gute Bezahlung selbstverständlich aufnahm und die nach be- kannten Mustern lauteten:„Damen finden in diskreten An- gelegenbeiten(Blutstockung. Störung usw.) Hilfe usw." Bis die zahlreich einlaufenden Offerten von„bedrängten" Frauen und Mädchen beantwortet sind, wird die technische Leiterin deS Betriebes für Massenabtreibungen benachrichtigt und dann kann das„Massieren" der Damen beginnen. Das Honorar wird brüderlich geteilt. Daß die Einnahmen recht respektabel sind, geht daraus hervor, daß sie in sechs Wochen a Person 999 M. ver- dient haben. Den Frauen und Mädchen jeden Alters und jeden Standes, die bei den beiden Masseusen Hilfe suchten, war in der Regel kein Betrag zu hoch. Hat doch eine Patientin erklärt: „Ich würde sofort 199 M. bezahlen, wenn ich kcins mehr bekommen täte." Und das Mädchen, dessen Behandlung Anlaß zur Anklage gab, sollte für die Abtreibung der Folgen ihrer Liebesabenteuer 99 M. zahlen, für das arme 18 Jahre alte Nähmädchen ein Kapital, das eS natürlich nicht aufgewendet hätte, wenn eS sich bloß um eine natürliche„Blutstockung", die der Krankenkassenarzt umsonst, ein Privatarzt für 2 oder 3 M. beseitigt hätte, gehandelt haben würde. Selbstverständlich haben die beiden Masseusen al» ehrenhafte Damen immer und jeder Hilfesuchenden. im vorn- herein beteuert, daß sie sich„natürlich" auf die Abtreibung der Leibesfrucht nicht einlassen, und die Patienten haben dann ebcnio hoch und teuer geschworen, daß sie auf keinen Fall schlvanger seien sie wüßten ja gar nicht woher und durch wen, und die Operation konnte dann gegen Borausbezahlung vor sich gehen. Die Vorausbezahlung begründete die eine der Verbrecherinnen mit dem Hinweis, daß die Damen immer einen falschen Namen angegeben oder daß manchmal der Erfolg der Operation ausbleibt, was zu Skandalszenen führe, denn die Damen schimpfen dann fürchterlich und würden hinterher selbstverständlich nichts mehr bezahlen. An dem verstorbenen Madchen, das km dritten Monat schwanger war. wurde eine innerliche Massage unter Verwendung einer Sonde(langes, nadelförmigcs Instrument) vorgenommen. DaS Instrument, das die eine der Masseusen, die eiternde Füße und Beine batte. im Strumpf aufbewahrte, war nur flüchtig ge- reinigt gewesen. Es erfolgte eine Infektion. Die Operation hatte allerdings den gewünschten Erfolg, aber daö Mädchen mußte ihn mit dem Tode bezahlen; es starb nach acht Tagen unter gräßlichen Schmerzen an einer Bauchfellentzündung. Ter einen Masseuse konnte eine direkte Schuld nicht nach- gewiesen werden; sie wurde freigesprochen; die andere, die Zitt, erhielt wegen fahrlässiger Tötung acht Monate Gefängnis. Der Staatsanwalt meinte, es sei bedauerlich, dah jene Zeitungen die doch allzu durchsichtigen Inserate nicht zurückweisen, sondern sich bei den verbrecherischen Weibern durch Einreichung von Offert- briefen um dies- schmutzigen Inserate sogar noch bewerben, wie ein unter de» beschlagnahmte» Briefen vorgefundener Brief der „Ansbach« Zeitung"(ein„anständiges Familienblatt"!) beweise. Daß in derartigen Fällen aus der Jnseratannaßme eine Bei- Hilfe zu der Straftat selbst nicht konstruiert werden könnte, er- scheint uns unrichtig. Etwas anderes ist die unseres ErachtenZ zu bejahende Frage, ob die grausamen auf Abtreibung gesetzten Strafen zu beseitigen und ob die Strafbarkeit selbst solch traurige Fälle fahrlässiger Tötung oder die noch schlimmer liegenden lang- jährigen Siechtums der behandelten Frauen mitverschulden. Eine recht tragikomische nächtliche Szene hatte gestern für den Hauseigentümer Emil G. vor dem Schöffen- gericht ein sehr unangenehmes Nachspiel.— Der Angeklagte ist Besitzer eines in der Nähe des Belle-Alliance-Platzes gelegenen l Grundstücks. In diesem hatte es sich wiederholt ereignet, daß von nachts heimkehrenden Mietern auf den Treppen obdachlose Leute aufgestöbert wurden, die der Berliner mit dem Namen „Pennbrüder" bezeichnet.— Am 24. April d. I. kam der Angeklagte gegen 2 Uhr nachts von einer Versammlung nicht gerade sehr sicheren Schrittes heim. In dem dunklen Hausflur glaubte er in einer Ecke ein Geräusch zu vernehmen. Er steuerte nach dieser Gegend zu und trat plötzlich zu seinem Entsetzen aus etwas Weiches, welches sich bald als die stattliche Leibesfülle eines Menschen entpuppte. In der Meinung, wieder einmal einen der ungebetenen Gäste vor sich zu haben, schlug G. nun mit seinem Schirm auf den vermeintlichen„Pennbruder" los, der nun seiner- seits in der Defensive von seinen Fäusten Gebrauch machte, um di« hageldicht auf ihn niedersausenden Schlag« von sich ah» zuwenden. Durch das Getöse dieses nächtlichen Kampfes wurden bald mehrere Mieter wach und erschienen in dürftiger Nacht- toilette auf der Bildfläche. Allen voran aber die Ehefrau eines Postassistenten, die seit mehreren Stunden vergeblich auf die Heimkehr ihres Gemahls wartete. Die Situation wurde plötzlich geklärt, als die Frau mit dem Rufe:„Ach Gott, das ist ja mein Mann!" auf den angeblichen Pennbruder zustürzte. Da der Leidtragende bei dieser tragikomischen Szene sehr übel zugerichtet worden war, erstattete er Anzeige. Die Verhandlung endete jedoch mit einem gütlichen Vergleich, da der Verletzte nach vor- heriger außergerichtlicher Einigung den Strasantrag zurückzog. 7v»r den Jnlialt der Jnicrate Äbernimmr die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Berantwortung. Cbcarcr. Dienstag, den 9. November. Ansang 71/, Uhr. Königl. Opernhaus. Versiegelt. Bohöuie. Königl. SchanspirlhanS. Der dculsche Köllig.• Deun'ches. Ein SommernachtS- trauin. Kamm erspiele. Major Barbara.(Ans. 8 Uhr.) iiiitnnn-> Ubr. Berliner. Hohe Politik. Leisina. TantriS der Narr. Neues königl. Oprrn-Theater. Geschlossen. Kon» U>- Oper. Der polnische Jude. Neues Schauspielhaus. Maria Stuart. « Neues. Der Dieb. Kleines. Hinter'm Zaun. Residenz.(Sketchen. S ebbet. Der Skandal. chifler«».«r. rdealer., Der Schwur der Treue. Sich» Gl.arlottenburg. Ballen- steins Lager. Plccolomint. Friedrich< Piillieinliiädr. Schauspielhaus. FlachSmann als Er- zieher. Svestrn. Die geschiedene Frau. Neues Operetten. Die Dollar- Prinzessin. Thalia. Die ewige Lampe. Bolksoper. Der Barbier von Sevilla. Luise». Heimat. Note. Die Rechtlosen. Trianon. Pariser Witwen. Lusispielhous. Der dunkle Punkt. Nietroogi. Hallvh II— Die große Revue. Folies Gaprice. Mobilisierung. Der gewisse Augenbiick. Ans. 6H. Uhr. Zlpuilo. Spezialitäten. SÄintergarte». Spezialttöteu. Gasino. Onlel Sohn. Gebr. Herrnseld> Theater. So mutz man'S machen. Ein Rettung-- mittel. Karl Hoverland- Theater. ziaiitäten. zil Walbalia. Gaftiptel. 8'U Uhr.) e. SV Spezialitäten. Die gute Partie. Spe- (Ans. Pabage. Spezialitäten. Noacks Theater. Am Altar. Palait. Die neue Herrin. Speziall- täten. Reichsballen. Gteltiner Sänger. Urania,?a»t>e»»r»tse 4it» Abends 8 Uhr: In den Dolomiten. Sree»>ier Dieb. Morgen Mittwoch: I>er]>Ieb. Donnerstag: WahrUeit. Theater des Westens. Abends 8 Uhr: Di« sencbledcno Fran. Soiinlaa nachm. 31/, Ubr: Ein �Vn'ieptrBuin. Scac» Öperctten-Thnatep, Sckisfbauerdamm 26, a. d. Luttenftr. Heute und solgende Tage 8 Uhr: IM« Dolliirprlnaensln. Sonnabend, 13. November, zum erstenmal: llliL fkiölislod-WilkellüÄSittlzoköZ 8e!!Zl!8pigI!tSli5. Dienstag, V. November, Ans. 8 Uhr. Fllichsmlinn als Ermher. Münvoch: Maria Stuart." Donnerstag: FlachSmann als Er» zieher. Freitag: FlachSmann al» Erzieher. Volks-Oper. SW., Bellc-Alliance-Stratze Nr. 7/8. Zum erstenmal: Der Barbier von Sevilla. Komisch« Lp«r in 3 Auslagen von Gi�achino Antonio Rojiml. Ansang 8 Ubr. tliisöli-IIiögiöi. Abends 8 Uhr: HU v! in a Schauspiel in 4 Alten uon Sudermann. Mittwoch: Heimat. Frciiag: Robert und Bertram. Sonnadend nachm. 4 Uhr: Grotze Kindervorstellung: Der Struwelpeter. «bends 8 Uhr: Robert u. Bertram. Urania. Wiasenschaftliches Theater. Abends 8 Uhr: In den Dolomiten. Lustspielhaus. Heute 8 Uhr zum erstenmal: Der dunkle Punkt. ßöLiliöntflrcgfes Direklton: Richard Alexander. Abends 8 Uhr: Gre teilen. GroteZIe in 3 Akten von Davis und Lipschütz. Morgen und solgende Tage: _ Dieselbe Borsiellung. OSE=THEATE Grotzc Franksurter Str. 132. Ans. 8 Uhr. Ende>/,t1 U. Die Nechtlosen Volksstsick mit Gesang und Tanz in 4 Akten von Popper und Älabunde. Mittwoch: Maria Stuart. Msiircl-'Uös Köpenicker S trotze 67/68. Täglich abends 8'/« Uhr: Gastspiel von ssritr Ssvkmsnn. vis gute Partie. Das neue Programm im Zeichen der Frauen=Schönheit! Anne Dancrej Lall# Selblnl Jeaone Fransloli Käte Sandwinas Slsters Harreys sowie die übrigen Attraktionen, Bernhard Merbitz llorace Goldin. 8 Uhr 8 Uhr Die grandioien SpezialltSten. U. a.: Dorothy Kenton X Yvonne de Ferge, Das Wunder der Anlleidekunst Con.nol» Fornarina. Die Phänomene: VFynn« tc r o t b e r 10 Ehr: Eine Haremsnacht. Grotesker Scherz in 1 Alt. Passage-Theater.\ Abends 8 Ubr: Da. groUartlge Varietd- Programm| de« nenen grroßent Varietö-Teils.! ferner 10 nene Debats. Femer: Henry Bender in der tollen Burleske J Der süße Doktor.» �--wvwwwwwwirwwwww«» Passage-Panoptikum DieTraimmialEriQ A(f9 schwcljonde "H* Jungfrau. Der Motohoy d kOnetl.zerl. Mensch plton-Vorträie ikop-Tlieatep Alles clme Eitee! Vitaskop-Tlieater Dauerverstellung*00 4—7 Uhr. geftpoiftcnung zur Feier d. t 66 jähr. Geburtstages Friedrich o. Schillers. Dienstag, den S. November lSVS: Die Räuber. Trauerspirl in 10 Bildern v. Friedrich -„ Schiller. Kassenerostnnng 7 Uhr. Ans. 8 Uhr. �«lilllvr-VliSiitSi'. Sohlller-Iheater 0.(Wallner-Tbeater.) Dienstag, abends 8 Uhr: Der- 8cliHviir> der Trcae. Lustspiel in 3 Akten v. O. Blumenthal. SW Ende lO'l, Uhr.-MW Mittwoch, abends 8 Uhr: Don Dario». Donnerstag, abendSSUbr: Der Schwur der Treue. Schiller-Theator Charlottenburg. Dienstag, abends 8 Uhr: ITallenittelus l.ager. Hieraus: Die Piccwlominl von Friedrich Schiller. .ZM- Ende 1l Uhr.-MU Mittwoch, abends 8 Uhr: Kabale und I-lebe. DonnerStag,abends3Ubr: Wallenstelns Lager. Die Plecolomini. DicuStag, den 9. November, abends 7,/a Uhr: Gr. Gala-Vorstellung mit neuem Programm. Z. II.Male: Die große Feerie Bordeaux, ChabliS, Champagne oderTas mysteriöse Schlost in der Normandie mit vollsiiindig neuen versenkbare» Bsihnenpodle». Entworsen und inszeniert vom Direktor Alb. Schumann. Noch nie gesehene Schlufi- Apotheose. ?Bnhus Busch. Dienstag, den 9. November 1909, abends 7'/, Uhr präzise: Gr. Gala-VorMellnns. Die Dlevelam}.! Kwergclowu Fruiifola Kunstreiter. Patty Frank-Truppe! Herr E. Schumann, Neuilress. um 9./. uhr, Farineiielieii! Besonders hervorzuheben: Die 10 Meter hohe Sturzwelle! Oer verwegene amerikan, Cowboy Jack Joyce m. s. wilden Pferden. Vorher das groBe Gala-Programm. Sonntag, 14. Novbr., nachm. S'/j Uhr: Fanucrleben ohne Kürzung._ Ti alhalia TjJMäiumii" Maritipleii Anf.S Uhr.' Kurr.c« Gabtsplel V�iW riftr I Weinbergsweg 19-20, Rosenth.Tor.| j Ans. 8 Uhr. Die grostartigen Noveuiber-Dprzialttiitcu. \ Im Tunnel: Reglmentskapelle. Theaterbesuchern sreier Eintritt. Sonntag nachia. S'/i Uhr: Große Vorstellung zu kleinen Preisen. Zuerft kommt Palmona, denn fie ist reine Pflanzcn-Butter-Margarinc, Crfctjt die unerfchwinglicb teure Kubbutter vollkommen und übertrifft alle anderen Fette an Reinheit und Wohlgefcbmack tt. Schlindk& Cic. HUeinigeProduzentenvon«Palmin»und •Palmona* Kommandanlenst KWig uilenstr. It. T. A. 4, 5083. Her kökepuullt »Her Erfolge sind die beiden Novitäten: „So muß man's machen" Burleske m. Gesang in 2 Akten von 8t. u. D. Herrnseld. Musik von L. Jtal tüliiii flanltH SÄ'Ä 1 llßoat ierrnield Moritz ApvriÄi'ch, m.d Ejn Uettungsmitttt Komödie in 1 Akt von Lnhwig Huna. Borverkaus 11— 2 Uhr. Ansang 8 Uhr. Polles C»priee.j Mobilisierung;. Bunter Teil. Der gewisse Augenblick. Vorverk. 11—2. Anfang 8'lt Uhr. I mmmmmmmmmm Palast-Theater. Direktion: Robert Dill 4 Karl Pirnau. Burgstratze 24, am Bahnhos Börse. szgüeh llllpehzehlzgönßep billig lies licvemdss-8pe!isittzien. Uebeliens Irie? und die Hauptgesangspartie. VorzugSkarlen, wochentags zu halben Kassenpreis. gültig, überall zu haben. keledsdAtlev-Iiiöster. Ltettiaer Sanxer Zle�nel, Brlttnu, bebrador a«w. Ansang: Wochen!. 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. W.Jtaacks Theater vrutinenm: in, am Roscnthaler Tor. Der grötzte Ersolg I 9'/, Uhr: Freiheitsdrang. Mein LebenSIaus, versatzt a. Volksstsick i. SA. v. Popper. Mcssingputzer b.Tietz. Donnerstag: Schtllcrscier: Prolog. Wallonstoins Lagar. Die Glocke. [GelegenliBitskSüffiü Torjahrige �Herrenanzüge und Paletots| aus feinsten MaJJstoffen llriiberer Wert SO bis 90 Mark! jetzt 20 bis 45 Mark. siM-stio wiederkehrendo'�Bt Kaufgolegenheit 1 1 Cavalier-Club Unter den Linden 6t, IL SonntBD gedttnet! flinfler Berliner Heiclistags-Wahlhreis. Montags den 15. November 1909, in den Räumen der„Brauerei Friedrlchshain"(fr. Lipps), am Königstor Großer Kunstabend Gastspiel derberlHimlen Mönehsner ScharfrlcWerdofÄÄei Klassischer Kabarett»Abend. Beginn pQnktl. 9 Uhr X Saaldffnung 8 Uhr X Eintritt 50 Pf. Inkl. Bardorod«. Billetts vorher bei den Abtellnngs- and Bezirkslührcrn und in den Partei- Speditionen von Zncht, Immanuelhirchstr. 12, u. Haluuscb, Ansuststr. 50. Zahlreichen Besuch erwartet[223/19']_ Der Vorstand. SozlaldemokratiscberWaiilverein für den Uerliner RelebstapaltU Köpenicker Viertel. Bezirk Nr. 210 Test I. Den Mitgliedern zur Nachricht, datz unser Genosse, der Arbeiter VVilbelrn Schütze Oppelner Str. 36 gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 10. November, nach» mittags 4 Uhr, von bfr Leichenhalle des KirchhoseS in A hrenS- selbe auS statt. Der Vorstand. »etropolTkealer Hallo!!! Die große Revue! In 8 Bildern von Jul. Freund. Musik v. Paul Lincke. In Szene gesetzt vom Dir. Kioh. Schultz. Anfang 8 Uhr. Rauchen gestaltst. Casino-Theaäter» Lothringer Stratze 37. Täglich 8 Uhr. Trotz des kolossalen Andranges: M iioehliisFreitai.S.Dezeüitier; Onkel Cohn. Sonnabend, 4. Dez. Premierenabend. Sonnlag 4 Ubr: Familie Klinkert. I�vniaMtadt-iia.in«. Hoizmarklstrahe 72. Täglich: Frau- Sobannkl. The Orloffs, Arras Duo, Mslr. Reichardo, Pili Morro, The Gamals, G. Eulenburg, John llket und MIB Jenny, Equillbristischcr Akt. Novität l Bor der Schmiede. Singspiel t« t Akt v. Otto Richter. TYisnon-Theater. Abends S Uhr: Pariser Witwen. Kar! Baverlanä Tboutoe 77/79 Kommani utcnstratze 77/79. Ansang präzise 8 Uhr. Schlager auf Schlager bringt da» Moveuibei-.Fi'usraraui. Stadt-Theater Moabit. Alt-noablt 47/48. Donnerstag, den 11. November 1909: Die ziHIMen DenaMieg, Lustspiel in 3 Auszügen v. R. Benedix. Oswald Barnau: Han» Reih. Kasienöstnung 7 Uhr. Ansang der Borstellung 8'/« Uhr. Zeneeenci, KoltDussr StraSe 6. Direktion Wilhelm Reimer. Sonntag, Montag und Donnerstag: Hottmanns und Tanzkriinzchcu. Stets nene» hochaktuelles Progr. Beg. Sonnt, b.wocheni. SU. Morgen, M'ttwoch, 10. November: Theater-Abend. Die Grille._ Spezialärzt~ für Haut- und Harnleiden mm ohne/.,» seilt l.utb,'luxer btruve«Q. Alle Bruchbänder mit elastischen Pe- lolcn, angenehm u. weich am Körper. �ossstofts Riesenauswahl aller Oualltaton. Wolle- nnninl Jioqnett». IICOIC. Plüsch Satteltaschen. Muster bei näheret Angabe franko. Emil l*e, Berlin, Oranienstr. Unserem Genossen l Franz Steinert nebst Frau t � zur Silberhochzeit© Ä die herzlichsten Gliickwünsche. G |® Rixdorf, 9. Nov. 1909. g Genossen des 9. Bezirks. JB SoziaiiieiQßkratiselierWattlyereiii für den 2. (Bezirk 150.) Den Mitsiliederii zur Nachricht, dab am 1. November unser treuer Genosse, der Hasenarbeiter Karl Paeper Koltbuser Damm 40 im Alter von 44 Jahren ver- iwrben ist. Ehre seinem Anbenke«! Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 10. November, nach- mittags 2 Uhr, von der Leichen- halle des städtischen Friedhofes in Friedrichsjelde aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Vorstand, Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nach- richt, daß mein lieber guter Mann Karl Paeper ein Opfer seines Berufes am 1. November geworden ist. Die trauernde Gattin 2361b I-anra Paeper. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 10. November, nachm. 2 Ubr, van der Leichen- halle des Zentral- Friedhofes in Friedrichsseldc aus statt. Marni äer Menariieiter unil m% Bemfsp. DeiitseliläDiis. = Mitgliedschaft Berlin.:—— Todes-Anzeige, Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Bretterträger Karl Päpar Plötzlich verstorben ist. Wir verlieren in ihm ein lang« jadrigeS, treues und immer tätiges Mitglied für den Verband. Ehre seinem Nndenken 1 Die Beerdigung findet Mittwoch. den 10. November, nachm. 2 Uhr, von der Leichenhalle deS Zentral- Friedhofs, FriedrichSfeldc, aus statt. Um recht rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. des 6. fierl. Reichsiags- Wahlkreises, Todes• Anzeige. Am 7. November verstarb unser Mitglied, der Tischler Wükelm Mochert Elettiner Str. 2. Ehre seinem Audenken k Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 10. November, nachmittags 3 Uhr. von der Leichen- halle des Freireligiösen Fried- Hofes in der Pappelallee aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 232/3 Oer Verstand. SozialtakratiseiiefWalilfereii} des 6. Herl. Reieiistags-Waiiikrelses. Todes- Anzeige. Am 6, November verstarb unser Mitglied, der Schrisisetzer Albert Fiddike Oderbergerstr. 43. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 10. November. nachmittags 2'l, Uhr, auf dem städtischen Friedhos Müllerstraße. Ecke Seestraße, statt. Um rege Beteiligung ersucht 232/9 ver Vorstand. Am 7. November verschied nach schwerem Leiden mein lieber Mann, unser guter Bater, der Arbeiter 2354b Frust Strauß. Um stille Teilnahme bitten pauIiueStrsul! nebst Kindern, Förster Str. 10. Die Beerdigung findet am Mttwoch, den 10. November, nachmittags 2'/, Uhr, von der Leichenhalle des Emmaus-Kirch- böses, Hermannstraße(Britz) aus statt. _l_ Zentral-Verband der Zimmerer Deutschlands. Zahlstelle Berlin und Umgegend. Bezirk 8. Nachruft Den BerusSgenofien zur Nach- richt, daß unser Mitglied Wilhelm Dobratz am Montag, den 1. November, infolge Unglücksfalls verstorben ist. Ehre seinem Audenken t Der Vorstand. Am 6. November verstarb nach langem, schwerem Leiden unser lieber Kollege, der Schiiftsetzer Albert Fiddike. Ein ehrendes Andenken de- wahren ihm DicKollegen derHofduchbruckerei Colins Sittenfeld. Die Beerdigung findet am Mtt- woch, den 10. November, nach- mittags 2'li Uhr, von der Leichen- halle des PhilippuS-Apostel-Kirch- Hofs, See- und Müllerstratten- Ecke(Städt. Charitä- Friedhofs), aus statt. 23605 Soziaideinokrat. Wahlvereio für Schöneberg. Bezirk 10a. Nachruf. Am 5. November verstarb unser Mitglied, der Gärtner (justav Neumann. Ehre seinem Andenke«: 16/4 Der Vorstand. Verband d. baugewerblichen Hilfsarbeiter Deutschlands. Zweigvorein Berlin u. Umgegend. (Bezirk SOd-Ost.) Am 7. November verstarb unser Mtglied, der Kollege fernst Siran ß Ehre seinem Andenken: Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 10. November. nachmittags 2>/, Uhr, von der Leichenhalle des EmmauS-Kirch- Hofes in Rixdorf, Herrn annstroßc, aus statt. 31/2 Um rege Beteiligung ersucht Der Zweigvereiusvorstand. Deutscher Idetaiiarbeiter-Verband Verwaltungsstelle Berlin. Todes• Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Mechaniker IBinil Peters am 5. November an Lungen- leiden gestorben ist. Ehre seinem Andenke«: Die Beerdigung findet am Dienstag, den 9. November, nach- mittags 3>/, Uhr, von der Leichen- halle des Dankes-Kirchhoses in Reinickendorj- West, Blankestraße, aus statt. Rege Beteiligung erwartet 125/6 Die Ortsverwaltung. Slmalmuki'atK Waulvereiö (Bezirk Ober-Schönevelde.) Am 7. November verstarb unser Mitglied, der Tischler SermsnnVülndmvller. Ehre seinem Andenken: Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 10. November, nachmittags 3 Uhr, von der Ealle des Schönweider Kirchhofes itt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. ZentralveHiaitd deotsclier Braaerei-ArMter. Zahlstelle Berlin. Am Freitag, den 5. November, verstarb unser Mitglied, der Stallmann Friedrich Dreher, zuletzt Bergschloßbraucrei. Ehre seinem Andenke«: Die Beerdigung erfolgt am Dienstag, den 9. November, nach- mittags 4 Uhr, von der Leichen- balle des Emmaus- Kirchhofs in Rixdorf, Hermannstraße. Rege Beteiligung erwartet 43/18 Der Vorstand. Vkrband der Maler, FMerer, Anstreicher uslv. Filiale Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied Wilhelm Schütze Bezirk 80. im Alter von 39 Jahre» tn der Lungenschwindsucht am 7. d. M. gestorben ist. 130/1 Ehre seinem Andenke«: Die Beerdigimg findet am Mittwoch, den 10. d. M., nach- mittags 4 Uhr. aus dem Fried- hose in Ahrensfelde statt. Die Ortsverwaltnng. Für die vielen Beweise herzlicher Tetlnahme sowie für die reichen Kranzspenden bei der Beerdigung meiner lieben Frau, unserer guten Mutter sagen wir allen Beteiligten unseren herzlichsten Dank. 2355b Artur Wendelin ncbst Kindern. Todes- Anzeige. Allen Freunden, Bekannten und Verlvandten die traurige Nach- richt, daß meine liebe Frau t�arle Neundorf nach langen schweren Leiden im Alter von 39 Jahren am 6, d. M. sanft entschlasen ist. Die Beerdigung findet heute Dienstag. nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Fried- hoses in EberSwalde aus statt. Echöneberg bei Berlin. Der trauernde Gatte Avgust Neundorf ncbit Kindern. Agnes Sittmann als Nichte. Oanksagnng. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die zahlreichen Kranz- spenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes Wlllieln» Bohl sage ich allen Verwandten, Freunde« und Bekannten. insbeiondere den Kollegen der A. E.-G., Abt. Acker- u. Schlegelstraße, den� Mitgliedern der Schmiedefasse, dem Sparvercin.Sicher wie Gold' sowie den Stammgästen von Möller meinen innigsten Dank. Wwe. Ida Bohl. 2- Ziebumr 5. Kl. 221. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 8. November Tomiitlog». tfm die Gewinne über 110 Mark sind den betreffe!� den Nummern in Klammern beigefügt. (Ohne Gewähr.)(Nachdruck verboten.) 83 IM[500] 8i S87 338 400 2.> Ö48 TS 818 93 1073 Sei[3000] 642 864 056 22«? 311 412 32 83 84 504 619?0S (500) 813 937 3026 176 267 88[600) 342 56 575 600 70 807 25 59 4014 137 226 2 7 673 766 355»69 5000 107[1000) 600 784 838 908 6006 173[300] 820 471(1000)«57 721 88 7193 261 82 931 43 8016 330 431 70« O029 90 I500J US 29 293 378 694 759 13000) 70 10358 512 33 79 97 826 60 11144(1000) SCO 8 967 •74 TOI 8 1 2026 166 427 703 6 5 7 818 19 953 64 13733 «6[500) 804 1 4074 180 374 525«03 880 804 66 1 5133 es 212 fOOO) 544 60« 16406 13 15 624 82 894 1500) 17189 411 46 601 727 903«3 18163 71(600) 343[1000] 456 5S6 •72[ 500) 78 662 1 9047 428 601«35 71 769 809«41 20096 273 SM 661 74 992 2 1 064 12« 386 561(5001 SM 40 22640[ 500) 44 417 506 758 639 90 2 3151[1000) 48« 798 2 4067 339 690 793 827 231U 20 603 808 53 977 2 6044 60 690 700 63 71»76 2 7 021 64 64 71 76 139<7 381 419 589 81 70 893 949(1000) 2826« 503 662 766 907 31 78 29074 106 272 328 816 92 30 291 96 439[500] 608 91 634 806 934 3 1 459 566 •36 732 965 99 3 2200 603 793 933(500) 33390 41» 83« 40 981 34010 1500) 126 213 643 967 16000) 35197 606 66 79« 823 36193(1000) 402«8 583 634 84 94 948 3 703# 164 1600) 376( 500) 447 66 93 532 97 772 7 7 3 8630 38 172 946 3 9067 109 78 88 236 388 679 603 49 5 8 704 40117 219 600 6 34 70 706( 500) 688 939 4 1 060 184 87 1500) 356[600] 445 813 5« 42382 60(4 645 50 74 749 87 liooo) 940 4 3061 165 867(500) 789 80««3 44088 1S8 256 303 745 8 4 85 638 48 4 5129«06 4 6026 173 213 *66 479 581 604 716 16 30 63 90 4 7037 120 30 63 369 483 87« 4808« 90 150 502«14 738 813 964 82 4 9023 605 778 (3000)«17 953 50131 220 73 385 408 51 123 79 329 52115(600) 4SI 591 5 3062 375 400 SO 32 78 985 5 4 208 6 7 417 681 725 M «04 43 5 5029[3000J 43 198[500] 214 767 844 60[300] 933 70 5 6073 43 95 310 1500) 37[500] 76(1600) 57102 200 323 9 4 819 071 58012 103 33(1000) 441«33[1000] 638 903 5 9061 186 315 79 560 638»42 959 SO 60071[1000] 711 61110 270 15000) 917 19 6 2 257«43 ST 81 96 739 63 699 930 6 3 004 550 546 746 857 915 64109[600) 200 44[500) 58 491 537 731 932(600) 72 65373«76 94 763[3000] 69(3000) 873[500] 960 66029 401 11000) 13(500) 200 354 430 71 603 61« 808«2 67023 445( 3000) 51 284 500 50 79t 68220 555 69002 51 33 S7S 833 41 7O<>09 30 61 85(500) 107 2 2 77 283 358 51« 17 717 « 833 962 71182 200 411«Ol 853 96(3000) 72122(500) 7« 218«06 777 660 7 3 002»(1000) 211 15 473«15 74030 122 32 208 70 7«(ICOÖI 92 438 510 920 7 5302«->0(500) 83 76161 413 697 77001[600] S4 117 965 472 93 500 788 (3000) 990 7 8198 945 858 710 08 820 73 7 9 070 113 3» 440 678 701[1000] 967 80186 219 320«2(1000) 688 895 8 1086 453 55« 919 82133 79 322(560) 23 91 543 64 712 8 3006 81 179 284 807 460 575 752 8 4010 341 446(1000) 7« 522 35 33 691 939(500) 85013 434 50?(500) 813 971 86 303 412 755 68 62 813 983(600) 93 8 7047 220 67 877«9(1000J 77« 607 88294 637 89005«8 224 410[500] 747 811 96120 224 46 501 2 854(600) 9 1 051 217 56(500) 573 670 798(500) 843 971 92514 713 65 1 98»57 9 3120 52 «27 43 660 52 931 94155 951Ö4 50 9 6055 175 269 335 «60«18 743(500) 977 9 7100 252 89 104 24 25 760 00 8 8064 130 202 35 40 54 425 859 86 9 9217 583[3000] 106072 134(1000) 6« 229 333 612 30 1600] 75 737 801 ilOl 114 271 399 610 52 609 97(500)«4 67 1 0 2018 156 635(500) 103005( 3000) 49 173 253 69(500) 310»3 405 »43(500) 10 4313«15 67 62»8 906 22 iü 105007 174 893 550 64(lOOO) 66 759 897 920«9 106061 130 595 «30 772 884 939 1 07039 72(1000) 09 231 98 476«78 SOI 818 911(500) 19 108039 63 71 317 69(1000) 531 78 «32 752 86 1 09039 211 59 300 133[ 300] 500 39 61« 831 110139 91 278 395 536 39(500) 96 760 884 99 237 12 a 11006 155 250(3000)«79 790 95 903 sSOO) 1120S8 «12 209 514 635 749 993 1 13050 932 351 522 32 599 (114163 98 3«3 49(500) 690 779 115025 213 41« 50» 10 M€6 91 850 69(500) 116029 371«9 525 806 925 61 117167 430 69 592 761 118056 223 472(500) 705$15 3 10 166 95 213 94 SKI 37 620 910 12013« 210 493 13000)«IG 40 791 12X271 712 93 (122113 674 1 2 3 327 55 SO 420 62 569 616 83(3000) 715 «7(3000)»54 1 2 4063(500) 71 235 375 702 10 1 2 5002 331 335 Ol 673 961 126103 205(500) 72 79 336(500) 40 431 546 50 1 27080 211 63 90 89 407 73 580 796 1 2 832« «43 88 1 2 8056 64 135 365[500] 473 655 820 S« 13O077 164 82 217 33 139 619 131007 13 161 312 «0 1 3 2051 121 49( 3000) 409 638 43 773 918 8« 133260 «37«21 813 927 1 3 4 051 137 203(500) 616 700 4 9 96»65 135 029 374 444 750 846(1000) 917 67 1 3 6051 91 211 845 487 592« 42 733 821 44 81(500) 901 10 89 1 37167 «70 74 509 138130 32(3! 00) 202 s 1000) 46 369 511 81 •57 744 92 861 937 1 39219 523 146103 473 503 916 52 83 1 41171 79 392 40« 307 • Udo) 142150[5001 241 38« 473 79 560 621 750(500) 997 1 43139 46 300 514 46 1 4 4015 411 16(3000) 534 618 730 145183 294 510 642 53 755 96 820 91 654(500) 67 «8 1 46133 737( 600) 61(500) 893 911 31 147667 SO »7 9 43 791 14 8 053 127 45 208 372 623 717 63(lOOO) 14 0 293 846 973 130018 174 360 471 773 833 978 1 5 1 006 84 156 275 353 854 99 152161(lOOO) 423 552 8 4 718 847 909 19 93 153141[1000) 99 641(1000) 15 4017»9 216 443 633 (1000) 155123 74 215 393 426 528 95 621 733 75 253 156115 77 263 329 487(1000) 668 786 830 900 82(500) 83 157122 252«93»9 802 1 5 8060 62 107 416 537 713 42 1 59190 297»44[3000] 421 759 805 8 166 09 78 202»58 679 730 977 16126« 467 701 (3000] 162015 212 570«69 79 912 163082 154 81 310 450 549 54 671 89 809 72 902 5 1 64122 228 408 551 619 701 91 44 80 838 903 1 65007 15# 260 529 765 821 904 166837 906 167404 3-3 673 922 63[500] 168246 72 «15 722 907 90 1 66386 776 829 57 84 17037« 49« 7«3(äOOO) 21(500) 853«6 85 979 17 1 244 62 700 949(500) 27 2093 130[1000] 330 95 «5# 737 173149(500) 60 355 Ol 414 174053 79 116 (3000) 423 50« 826»46 1 75179 396 406 55 58 666 985 17 6476 382 463«04 41 55 351 89 1 77126 334 437 78« 950 1 78 571 87 727 918 67 1 79041 803(1000) 180263 318 575 1 8 1 464 885( 500) 901 182221 315 «17 595 626 93 904 73 1 83407 506 28 94 653(500) 82« 933 1 8 4411 622 24 739 875 951 18534« 444 664 71t 829 931 186102 33 30« 843 993 1 87058 157 363 405 188456 611(1000) 52#63 1 8922«(500) 78[1000] 301 55 60«71 532 700( 3000) 830 100966 177[3000] 374 686 1 0 1 251 443 613 102004 218(500) 392 409 33(3060) 602 63 71 729 45 19320» 853[1000] 76 1 94093 251 44.3 843 67 1 9 5008 359 61 92 498 551 624 750 95 1 96014 194 236 41« 600 38 639 857 061[3000] 197554 82 952 198145 (lOOO) 373 99«28(1000) 29 505 16 703 837 1 9003« 68 114 346 61 514(lOOO) 58 624 49 703 33 200119 208 S4D 502 749 63 876#5 201512 72t «3 202573 203 259 547 677(1000) 857[1000] 955 92 2 04173 228 4 5 825 532 732 2 05189 422 53 635 913 2 0 6033 104(1000) 204 20 375 890 2 0 7052 147 64(500) 283 77» 208337 339 948 2O9072 323 627(1000) 903 2 1 0018 175 357 513 24 804 58 211103 587 77S (10001 887 2 1 20(3 100 10 83 110 645 49 2 1 3114 63 278[3000] 365 70 450 547 606 754 951 2 1 4098 246 408 706 843 926 33[lOOO] 38 315484 500 IS 615 8S« 216207 53»«31 916(500) 20 2 1 7007 236 407 14 629 873 90 2 1 827 t 710 2 1 9112 81 92 407 639(1000) 821 229000 335«13 fsoo) 985(3000) 22 1060 17« 348 633 90 222009 14 ISO(1006) 534 41 61 930 37 2 2 3017 61 77 205 622 51 799 979 2 2 4318 411(1000) 70 523 631 767 810 18 4 3 931[5001 225135 CS 232 308 85 429 563 925 75 226626(1000) 351 448 600(1000) 706 227587 83« 922 2060» 13000) 171 293 1600) S61 83 548 2 2 9010 346 921[1000] 66 230129 37 404 607 656 701 40 836 4«[500) 959 231165 345(1000) 434 71 604 656 733 817 97 2 3 2226 49' 94 97 7�0 2 3 3050 77 107 13000) 357 491 US 543 652 710 680 2 3 4032 162 615 949 23 B015 164 255 41» «4 506 38 61 99«40«06 9 45 236043 169 3«5 11 432 70 505 87 2 3 7142 210 23 371 81 524«39 13000* 982 238325 427 86 974 239152 213«10 670 79 M 725«S 805 5i 927 59 80 1500) 240003 10[ 3000] 33 357«79«79 868 89 241153 87« 441 67 819 23 242238« 415 798 80« 41 97 969 24 3041 94 129 288 322 41 682 829 2 4 4090 129 27* 970 245044 128 517 661 719 800 59 908 2 4 6090 203 400 503 « 729 83««56 247249 364«58 750 912 99 2 4 8067 248 838 6!«[lOOO] 729 26 81 855 6» 240339 769 80» 69 970 S59003 408«62 92« 84 2 5 1012 195«11 847 252099 (1000) 306«20»63031(3000) 275«66 766 830( 3000) 25411» 392 479 528 002[ 3000) 733 810 925(lOOO)«0 055123 231 88(SOGO) 381«36 755 831(1000) 929 256048«9 127[1000) 710 958 257074 258011 35« 407 95 689 829 2 5 0246«1t 710 260967 60 608 766 69 854 2 6 1 385 438 609[50Ol 945 2 6 2046 65 97 156 237 344 416 33 532 87 805(500) 79 927( 500) 2 6 3088 298 352 439 510 695 2 6 4040 42 120 85 30« 92 727 89(509) 890[500) 265097 171 232 524 631 62 2 66050[lOOOOl 494 573 81 91 906 2 6 710« (3000) 60 215 345 577 776 2 66029 75 103 94 234 823 955( 500) 26 9 215 37 37?[1000] 47S 911 2 7 6290 507 732 970 2 7 1 008 102 63 SM 529 627 47 735 919 2 7 205« 112 201 91 SM 613 785 2 7 3075 80 478 530 602 736 2 74118 7 3 316 812(lOOO) 19 175056 »80 034(500) 270151 222 315 531 2 7 7209 344 60« 810 17 47 946 93 278057 329 423 660 917 379067 337 664 93 914«2 75 2 8 023.1 53 581 129 2 81178«>7 691 700 90 803 13 SO 928 2 8 2011 160 80 331 85 53 446«63 286251 30» 650 735 819 80 042 2 8 4131 373 537 7 7 82 89 95 620 2 E 5040 262 451 601 754 908 2 8 6075 274 527 49 60« 10 802 909 52( 500) 61 2 8 7077 294 533 695 870 037 13000] 44 288662( 500) 370 545 83 732(500) 33 2 8 9057 90 423(5261 634 748 75 864 940 2 9 0331 693 737 614[500) 291001[500) 110«t 233 64t 661 292699 66» 812 293640 623 727 800 294033 144 952 500 8 2 2 9 5105 200(300) 53 88 324 64 748 944 2 9 6101 1500) 38 231 404 14 700 90 87» 207366 451 518 71 944 3 0 8232 567 614 99 877 66 75 931 29 9333 (500) 641 836 570 iWO) 3 00169 233 339 55 741 49 878 3 0 1 304 0! 484 553 819 956 3 0 2622 44 104 09 SU 88 456 911 303314 77 617 81? Im Gewinnrade verblieben"; 1 Prämie 4 300000 M. 1 Gewinn 4 500000, 1 4 200000, I 4 15000», 1 4 120000, 2 4 109000, 2 4 89000, 2 4 70000, 2 4 60000, 3 4 5009», 3 4 40000, 15 4 30000, 29 4 15000, 17 4 10000, 118 4 5000, 2170 4 3000, 3393 4 1000, 5417 4 500 2- Ziehung S. Kl. 221. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 8. November nachmittag». Nor die Gewinne über 240 Mark eind den bciretteae den Nummern in Klammern beigetügt. (Ohne Gewähr.)(Nachdruck verbolen.) 346 550 687 714 62(600) 73 94 1061 115 70 251 389 721(1000] 31 853 2149 502 97 729 58 3608 41 806[1000] 43 4325 412 29 63 605(1000] 952 8 1 5033 261(500) 393 456 601 971 6051 256 489 621 781 83« 41(600] 7118 223 (500] 97 331 90( 3000) 8237 53 372 80« 90t[500] 73 9032 235 73 321 22 7 6 531(1000) 870 942 10453 781 969 11009( 000) 93 331(500)«10 869 »19 70 1 2033 176( 3000) 90 232 539 936 89 98 1 3109 582 «33 62 865 004 1 4172 202 2 7 44 76 304 406 21 503(500) 798 972 77 1 5007 60 404 60 538 sl0»0] 725 1 6023 212 17 516 661 847 935 1 7163 262 377 674 79 738 84« 43 1S920 (30001 654 741 814 1 9076 97 120 75 309 431 95 678(500) 877 20565 93 632(500) 819 93 2 1 040 602 712 072 94 22116 93 511 738 92 920 2 3084 90 195 435 66 714(lOOO) »11 85 83 2 4035 404 627 70 796 694 976 2 5039 70 211 331 «89 700 893 93 2 6099 101 17 424 860 83 2 7063 143 55 278 »I 330 60 I« 414 53 28318 40 517 73 82 703 29113 23 463 309 30051 234 510 617 63 715(1000) 66 373»71 31217 BOO 56 632( 3000) 771 850 83 32190 279(500) 329(1000) 62( 3000) 487 546 877 3 3080 160 83 225 364[ 3000] 633 701 84 984 34053 298 316 53?(1000) 611 845 978[600] 3 5043 175 316 459 69 71 369 85 816(500) 51 3 6011 102 226 586 91 3 7239 45 363 66 498 631 727 866 939 3 8123 SU 517 3 9360 403 92 558 703 964(1000) 40632 77(3000) 209 321 425 50 69 54« 41039 110 97(500) 233 477( 500) 500 601 773 936(1000) 4 2 449 507 16 86( 500) 880 4 3124[1000] 32 306 31 568 721 4 4313 -472 720 802 981 4 5 223 365 9 4 636 693 990 46103 38 632 36 73 843 47146 30» 717 980 48316«37 46 639 67 719 62 843 901 40*26 240 368 85 5O209 26#2(500) 395 413 702 5117« 229 59«[1000] 156 5 2271 423 82 703(500) 976 5 3107(500) 394 435 70(590) 652 698 5 1408 580 730 919 5 5005 103 74 390 876 5 6090 590 783 991 57204[3000] 382 40» 883 58398 62 686 737 5 9083 432 6}3 711 71 890 010 98 60145 484 679 762 87 894 940 77 61138 72 91 695 97 909 83 89 6 2063 82 325 600 25 733 52 951 59 6 3 424 61(500) 679 6 4141 406 681(1000) 702 6 5073 97 408 552 850 6 0695(1000) 728 34 67101 200 76 477 546 620 848 62 6 8240 82 374 401 508 631 972 6 9 037 290 530 56 858 944 79147 97 353 448 506 613 33 82 743 847»52 71128 (500) 34[1000] 372 459 723 95 934 7 2093 177 260 864 431 (1000) 603[5001 73022 79[500] 317 413(3000) 608 83 772 802 65 86 99 7 4063 97 4C0 27 511 75514«21 828 7 6001 354 561 78 80 650 770 7 7226[lOOO] 414 031 612 80(500) 78131 77 280 331 033 77 91 7 9261 610 981 89014 193 367 77 411 71 531 756 8 1 224 764 97 8 2070 (1000) 67 409 599 83077 145 492 735 36 813 70 949 86 84070 433 38 590«57 717 813 86 8 5122(5006) 662 721 42 49 825(500) 911 61 91 94 86124 10 8? 271 376 424(506) 65 71 751«9 858 953 8 7151 290 310 431 535 604(1000) v« 8 8214 303 742 31(500) 815 986(3000) 89139 403 51« (3000) 623 923 00 9905? 117 267 30« 69 642(3000) 85 830 932(500) 9 1077 313 460 90( 3000! 867 00112 231 530 676 93 99 9 3091 164 217 807(1000) 578 721 25 812 39 17 9 4035 382 629 863 974 9 5090 133 203 38 407 607 53 77 93 738 «7 9 8019 376 90 302 801 3 t 97257 314 60 9« 507 735 83 »52 53 63 9 8172 63(lOOO) 29S 436( 500) 538 667(500) 704 (lOOO) IS 48 826 961 9 9091 308(590) 29[509] 551 620 (500) 907 100078 423 84 1O1107 16(1000) 231 528 41 601 100033 86 433 699 790 873 953 1 03081 US«2 519 34 845 683 1 04189 156 57 202 88 300 2 520( 3000) 63(3000) 661 06(3009) 941 44 1O5000 41 557 947 93 1 06019 105 206 681 707 29 1 07324 574 650 720 98 1 08353 63 1500) 452 613 610 43 51 738 49 69 1 09001 195 363 92 655 89 776(500) 110012 239 413 64 614 707 861(1000) 111091 (500) 140 45 780 110011 451 625 661 872 113007 193 114386(1000) 94 409 6« 822 923(500) 113155 209 312 400 30 76 696 110159 34»(500) 54 436(lOOO) 748 827 (1000) 905 117029 38 40 164 200 373 736 934 38 118063 «25»05 673 743 64 918 119146 839 109251 305 11 583 676 750 820(500) 101196 482 «19 54 95 1 2 2021 385 720( 5001 69 845 1 20119 24 201 77 83 852 92 919 28 1 04063 132(500)«9 350 424(3000) 7-89 656 940 1 2 5 016 573 612 24 126301 70? 0«« 127087 269 82 342 71 634 42 1 38025 203 141 671 72 80(1000) 743(1000) 10 0013 42 67 119 23 60(500)«62 551 800 933 41 130129 467 76 II Im 220 316 71 581 633 1 3 2628 277 327(500) 75«56 71« 827 97« 12 3 293 430 540 1 3 4128 32«(lOOO) 668 1 3 5264 388 477 705 17(600) 13 6093 141 51 239 312 70 431(500) 519 71 877 83 1 3 7 062 173(500) 209(3920) 403 676 88 81«(3000) 968 1 3 8015 73[500) 195 llOOO] 304 94 416 747«6 976 1 3 9222 25 353(3000) 438( 3000) 056 735 63 140030 501 33 714 88 141134 281[1000) 360 425 «95 897 1 4 2336 413 523 602 794 601 C3(3000) 143065 102 49 204 35 350 402 508 055 1 44182 207[30001 310 419 71 85 867 51 923 41 14 5049 87 714(1000) 27 90 903 39 45(1000) 934 1 46043 143 94(UiOO) 352 94 5. (3090) 989 1 47063 306 417 503 864 1 4 8 04« 339 09 l <62£ 69 65 3 0« 777 148991 100 201 21 23 03 67« 9 (509) 93 150213 325£10 613 775 895 1 51159[3000]«9» 614 79[3000] 709 32 803 1 50215 40« 724 80«[500] 2» 153 326( 3000) 258 503 21(500) 621 98 679 1 54000(3000)1 80 103 294 309 70 639 744(3000) 86 650 1 5515« 54» 730 827 964[10C0] 85 1 5 6318 28 523 741 947 1 5 7093. 201(500) 340 854 1 5 8089 108 370 438 639(560) 85 949 139 308 462«98 707[500] 19 908 160015 209[500] 403 537 746 37 819 1 61169 79 393 468 593 847 74[1000] 80 160012 76[3000] 108 22« 483 726 1 63165 232 58 83 533 64 663 917 1 64069 79» 93 115(l#0O) 454 505 48 59[500) 659[1070) 86» 165348 502 832 51 166304 491 306 62 608 1 6 7564 700 91 897 931 168 293 312 31 461 673 90 631 160077 103[1000] 582 403( 500) 563 641 850 17012? 69 700 80(3000) 17 1043 123 427 96« 81» 170147 207 24 331 63 446 549( 3000) 787 821 954[lOOOl 173163 711 347 429 62 511 50 636 721 37[30001 49 5» 825 921 17 4077 151 247 356 419 524 643 787 91« 175065 114 65«20 002 1 7 6013 131 337 71 81 450 89* (500) 177069 72 263 311 56 94 610 611 889 00« CO 178263 98(50V) 341 45 61 637 829 00 940 1 79439 594 «62(1000) 76 711 18O04? 90 196 234[500) 332 89 407 4« 528 60« 121 82 70« 71 181006[500) 102 8 10«4 269 518 44 702 84» 180011 219 413 96 967 1 83 268 351 821 184132 337" 419 964 1 85024 206 50 432 35 863 951 186293( 3000k 351 663 741 809 94 936 1 87067 128 6# 82 413 681 873 74 966 1 88175 80 755 817 90« 139460 35« 482 568«6» 702 973 100027 83 224 70 356 493 589 677[1000) 867 7? 191174 033 49 67 723 868 931(300) 190119 27 401 50i» 11 61 92 1 93066(1000) 116(500) 685 753 67 1 9 1072 13» 237 5 2 385 501 709 62( 500) 816 86 1 9 5251 307 440(300). 813 1 96 716 1 9 7655(500) 64 877 971 198021 157 26K 491 725 801(3000) 199152 512 SO 626 72 731 905 0OOM;(3000) 44 120(600) 233 553 69 669 74« 80» 978 84 2O1067 170( 3000) 30«(10-00) 669 0 0 0 04 21) 351 408«51 913 0 0 3031 165 336 82 493 755 2 04183 59* 617 718 75[ 5001 2O5301 115[ 500] 253( 500) C13 457; 70 515 706 979 0 0 6599 50«54 771 897 913 2 0 7279 Aw 4U 51 638 73 921 32 2 0 8284 310 483 612 707 921 87 009174 79 373 424 31 83 514 29 725 87 807 210104[1000) 593 943 011c 9(500) 207[3000]«S 50 68 315[500] 64[3000] 91 416 7 9 064(3000] 883 95t 2 1 2276 82(8000) 98 34«"SS 412 62 662 700 3 38 82« 2 1 3062 68 395 685[300] 861 966 2 1 4163 277 8» 693 754«3 82 2 1 5017 282 466 570(500] 82 610 848 2 1 612» 337 74 427 635 801 19 43(1000] 65 926 77 2 1 725« 02* (MO) 2 1 8003 53 113 204 15 366 591(1000] 628 79t 2 1 9008 99 143 42! 743 60 853 90, t5C0] 220276 715 880 221431 584(1000) 649 714 222370 77( 3000) 470 600 10 865 2 2 3 267 300 31 430 609 858 918 224050 138 69 67 243 53 85 340 82 462(3000) 539 68 391 225330[lOOO] 448 641 2 2 6490 516 71 99 687 769 834 227015 517 992 2 2 8944 75 113 409 693 736 8«? 229090 418 702 12 45 230159 63( 3000) 231 544 664 93! 23103« 177 98» «62 562 632 738 2 3 0 209 072 2 3 3239 54 436 511 624 830 96 2 3 4 261 76 426 643 911 28(lOOO) 035085 83 87 17« 230(500) 342 649 80(3000) 816 901 23 6641 493 817. 23 7207 393 516 669 704 884 962 26 8161 433 52«(5001 071 739 633 953 230170 217 83(3000]«45 772 83* (3000) 995 24602« 504 24 1 043 164 313 486 651 764 OOS 2421» 344 85[5001 400(500) 667 003 0 43128 W 260 344 45 99 765 827 2 44117 01 2 4 5006 177 350 543 94 99« 246107 392 13000) 414 582 790 829 973 90 2 4 7 398 821 2 48159. 020 2 4 9075 163 226(500) 53 72 683 826 38 42 916 7» 2 30154 747 839 944 2 5 1005( 500) 78 108 70(500) 241 307(500) 600(3000) 731 74 994(500) 2 50129(3000) 314 053112 212 309 408 57 502 687[10«) 760 254193 203 370 501 13 896 2 55267 426 007 58 871 88 089 2 5 6093 111(3000) 254 352 456 502 601 257091(500) 146 SS 8» 393 412 630 943(3000) 2 58168 337 638«0 940 86 0 5 9023 (lOOO) 260 368 443 557 783 931 8« 260179 234 420 94 570 681 882 06114« 65 817 7M «55[500) 063 0 60159 313 43 718»69 85 90 93 2 6 3078 [1000] 244 394 833 003 09[3000) 064081 193 I3»00l 28« [500)- 325 65 761 2 6 5 276 488(500) 26 6143(500) 76 253 373 497 770 820 2 6 7006( 500) 156 4 7 69(3000) 230 363 93 401 533 656 928 2 68159 312 502 33 605 782 26909% 255 334 591 627 34 82 97 2 7 0202 549 64 627 88(3000) 89 847 2 7 1 84« 27225* 509 046 808 62 2 7 3043(ICOO) 109[ 3000] 32 33 219[ 5001 353 93 428 613 110701 24 878 2 7 4171 222 59 311[SOOj- 424 762 2 7 5107 80[IOCO] 349 427 77 80 541 787 78 OS» 27 6047 193 385 467 132 068 2 7717? 412 543[1000] 994 27 8137 276 480 82 549[ 500] 084 840 966 09[3000J 27 9001 74 125 449[500) 663 99 776 913 289,56 89 801 7(500) 28117» 23? 489 756 81» 282142[1000] 223[SOOj 77 81 364(3000) 896 283038 413 612 23 80 97 708 870 2 8 401! 74 97 200 6 19 382 748 63 285019 221[lOOO] 356(lOOO) 532 708 819 82 2 8 031» 41 437 663 898!-I6 29 287042 315 26«13 502 46 5» 2 8 8271 920 2 89113 315 764 817 36 29 0019 101 364 844 2 91139 625 673 763(1000) 83 830 918 292320 28 sSOOD) 69 70 609 628 771 828 2 93003 313 21 452 527 78 677(500) 779 850 968 90 2 9 4060 301 735(2000] 2 9 5003 127 70 382 450 586 644(lOOO) 290173 705 2 9 7117 216 390 471 536 83 842 63 2 9 8136 49 211 868 90«63 2 9 9 228(300) 500(5000) 26 675 735 61 399065£60 844 993 3 91105 471 569(1000] 890»IT 300172 250 349 668 79 IN 3O3001 34 236 "___.u a ouvu, COJÖ v» J.UW,(MK U OW_ Verantwortlicher Redakteur: Emil Unger, Grunewald. Für denAnseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Druck u.Verlag:LorwärtA vuchdruckerei u. verlagSanstatt Paul�Singer L- Co.. Berlin SW, Aienstag, 9. Novelnbtr lWS. »««■ 2. KkilW Ks Jotiuirtü" Knlan Aldsdlck. 1■' ZahlaKrud: morgen Mittwoch m Groß Kerlin. partci- Ungelegenkeiten. 9lii die Parteigenossen Berlins und der Mark Brandenburg. Die neue Lokalliste liegt der heutigen Nummer dcS„Vorwärts" bei. Jeder Arbeiter muß sich stets vor Augen führen, daß für eine fruchtbringende AgitaiiotiS- und Organisationsarbeit der Besitz freier Lokale die erste Vorbedingung ist. Um in unserem Lokalkainpfe innncr mehr Erfolge zu erzielen, ist es notwendig. den Lokalbohkott. unsere tvirksamste Wn f f e, überall mit aller Schärfe durchzuführen. Alle Veranstaltungen der Vereine sind stets daraufhin zu kontrollieren, ob dieselben in einem der Arbeiterschaft auch zu Versammlungen zur Verfügung stehenden Lokale statrfinden; gerade dies bitten wir ganz besonders zu beachten. Es gibt keine Ortschaft, die bei einer nennenswerten Arbeitcrbevölkerung nicht auch eine ganze Anzahl der verschiedensten Vereine aufzuweisen hat, die sich wiederum in ihrer Mehrheit naturgemäß aus Arbeitern zusammensetzen. Hier gilt eS fortwährend agitatorisch auf diese Vereine dahingehend ein- zuwirkcn, daß dieselben zu ihren Veranstaltungen nur freie Lokale benutzen, oder aber die Benutzung eines Lokales davon abhängig machen, daß der betreffende Wirt seine Räume auch zu politischen und gewerkschaftlichen Versammlungen hergibt. Alle Billetts zu Veranstaltungen in gesperrten Lokalen sind stets cnt- schieden zurückzuweisen. An die Arbeitervereine der größeren Städte richten wir wiederum die Aufforderung, sich bei ihren Ausflügen und Partien streng nach der Lokalliste zu richten, um dadurch unsere Genossen in den Provinzorten in ihrem äußerst schwierigen und opferreichen Lokalkampfe wirksam zu unterstützen. Jeder muß dessen eingedenk sein, daß der Kampf um die Er- ringung von Versammlungsräumen ein Kampf um das Versammlungsrecht ist; wounsSäUzuVer- sammlungen zur Verfügung stehen, dort können wir unser Versammlungsrecht er st wirklich aus- nützen. Deshalb: Beachtet die Lokalliste! Des weiteren ersuchen wir die Vorstände und Komitees, bei allen ihren Veranstaltungen dafür zu sorgen, daß das nottoendige Bedienungspersonal stets vom kostenlosen Arbeitsnachweis des Ver- bandes deutscher Gastwirtsgehilfen bezogen wird.(Ortsverwaltung Berlin, Große Hamburger Straße 13/19. Tel. Amt III, 1313.) Außerdem ist es im eigenen Interesse der Vereine selbst dringend notwendig, doh allen Verträgen mit Lokalinhabcrn eine Klausel angefügt wird, wonach für den Fall, daß das betreffende Lokal später für Arbeibrversammlungen verweigert werden sollte, der Vertrag seine Güligkeit verliert. Alle sonstigen Ansogen, Mitteilungen usw. sind stets durch die in der Lokalliste angegebenen Kommissionsmitglieder an den Ob- mann der Lokalkommjfion zu richten, soweit Lokale Berlins und der Kreise Nieder-Birnim, Teltow-Beeskow und Potsdam-Ost- Havelland in Frage konmen. Für die übrigen Provinzorte sind alle Anfragen direkt arten Obmann zu richten, in keinem Falle jedoch direkt an de Redaktion des„Vorwärts"; dies bitten wir zu beachten. f Zum Schluß ersuchen wir die Parteigenossen, die jeweilige Lokalliste stets bZ zum Erscheinen der nächsten aufzubewahren, sowie von allen i der Zwischenzeit eintretenden etwaigen Aende- rungen Notiz zunehmen. Für verloren gegangene Listen kann jederzeit Ersatz vu allen Kommissionsmitgliedcrn bezogen werden. Die Lokalkommission. Zur Lokallist In Mariendorf(T.-B.) steht uns das Lokal „Zum Felds lößchen", Kurfürstenstr. 44, Jnh. P r e u ß (srüher Zierock) vrder zu allen Veranstaltungen zur Verfügung. Die Lokalkommission. Zweiter WahlciS(Friedrichstadt). Zahlnacht für Buchdrucker usw. (Setzer, Maschineneister, Korrekioren, Stereotypcure usw.) am Mitt- woch, den 10. Sepmber, nachts 1U\2 Uhr, bei Jul. Metzer, Oranien« straße 193. 1. Värag des Genossen Eugen Brückner. 2. Aussprache. Alle für obige Beste in Bewacht kommenden Druckereiarbeiter sind freundlichst eingelcen. Der Vorstand. Dritter Wahleis. Am Sonntag, den 14. November, abends 6'/, Uhr, findet i den„Rittcrsälen". Ritterstr. 75, eine Versammlung statt. Auf d Tagesordnung steht ein Vortrag der Genossin Wilhelmine Käblei Nach der Versnmlnng gemütliches Beisammensein. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. KarlShorst. Argen, Mittwoch, den 19. November, findet bei Sabrowski. der Alabend statt. Da wichtige Mitteilungen zu machen sind und d Protokolle vom Parteitag ausgegeben lverden, ersuchen wir alle arteigenossen, pünktlich zu erscheinen. Es wird ein Bortrag gehalt. Der Vorstand. Grünau. Moen Mittwoch, abends 8� Uhr, findet in der „Grünen Ecke" di Mitgliederversammlung des Wahlvereins statt. Tagesordnung:„elche Aufgaben hat die Arbeiterschaft in der Kommune?" Rcfmt: Genosse Mitzner. Diskussion. Vereins- anaelegeuheiten nnVerschiedeneS. Gäste willkommen. Der Vorstand. Erkner. Mitttth, den 19. d. M., abends 8'/s Uhr: Mitglieder- Versammlung des hhlvereins. öetiner JVachrichten. Die verhüllte Wahrheit. Nm 26. Septtber wurde unter Teilnahme von etwa 16000 Leidtragenn der Denkstein auf dem Kirchhofe in Hohen-Neuendorf s unseren leider so früh und jäh uns ent- rissenen Genossen ldolf Herrmann enthüllt. Schlicht und einfach sagt die ldene Inschrift auf einem Naturblock aus rotem Granit: Unserem untgeßlichen Bezirksfnhrer Adolf.Herrmann, erschossen auf deiWcge vom Zahlabend in der Nacht zum 23. September lij durch den Gendarmen Jude. Seit einigen Ten ist diese Inschrift durch einen Holz- kästen umhüllt. Dch wen und weshalb? Der Gemeinde- Vorsteher von Hoh.Neuendorf hatte die Witwe Herrmann aufgefordert, die Jnrift entfernen zu lassen, weil sie für den Gendarmen verletzet.sei, da ein Verschulden des Gendarmen nicht durch Urteil fes-stellt sei und die Inschrift eine— Gefährdung der öffentlin Ruhe, Sicherheit und Ordnung ent- halte! Die Witwe tite die Ersüllung der Aufforderung ab. Sie betonte, daß die Inschrift ja keine Beschuldigung enthält, vielmehr lediglich eine Tatsache, eine Wahrheit feststellt und Niß der Denkstein seit seiner Setzung keineswegs die Ruhe, Sicherheit oder Ordnung gefährdet habe. Sie habe das Recht, ihrem verstorbenen Ehemann einen Denkstein setzen zu lassen und werde ihr Recht eventuell im Klageweg verfolgen. Trotzdem hat der Gemeindevorsteher die Inschrift umhüllen lassen und gedroht, den Denkstein selbst vom Friedhofe zu cnt- fernen. Dieses Vorgehen des Gemeindevorstehers widerspricht dem Gesetz und ist ein schwerer Eingriff in die Rechte der Witwe. Ist der Gemeindevorsteher der irrigen Ansicht, der Stein sei zu entfernen, so hat er ein Recht, auf Entfernung der Inschrift zu klagen. Unerlaubte Selbsthilfe steht ihm nicht zu. Die Witwe wird gegen das eigenmächtige Vorgehen des Gemeinde- Vorstehers den Weg der Klage beschreiten. Die Gesetze geben dem Gemeindevorsteher kein Recht, die Wahrheit zu umhüllen. Die Stadtverordneten-Stichwahl im zweiten Bezirk zwischen dem Kommunalfreisinnigen v. Leis und dem Demokraten Herrn v. Gerlach findet am Mittwoch, den 24. November, von vor- mittags 10 bis abends 8 Uhr statt. Zu dem Kapitel: Kirchciistruervcranlagungen liegt uns heute folgeuder kaum glaublicher Fall vor. Die evangelische Kirchenstznode will von einer Frau Rösler, Rügener Straße 15. fünfundsechzig Pfennige Kirchensteuer haben für die Zeit vom Januar 1919 bis März 1919. Wie uns durch die vorgelegte Todesurkunde bewiesen wird, ist Frau Rösler am 15. Dezember 1999, also vor neu» Jahren in der Charitö gestorben. Man fragt sich angesichts solcher Vorkommnisse: Wie ist es möglich, eine vor neun Jahren verstorhene Person zur Kirchensteuer zu veranlagen? Ein Urteil über Berlin fällt der englische Journalist Robert Blatchford, der fünf Wochen in Deutschland Ivar, im„Daily Mail". Er sagt: ..Berlin ist die neue Hauptstadt eines neuen Deutschlands. Es sieht„echt" aus, wohl fundiert und wohlhabend. Es ist ge- plant und erbaut worden mit deutschem Verstand und echt deutscher Gründlichkeit. Die Straßen, die Häuser, die öffentlichen Gebäude tragen einen Charakter von Einheitlichkeit, den wir in keiner englischen Stadt finden würden. Nicht eine einzige Straße habe ich gefunden, die so häßlich, so arm, so schmutzig war als manche Londoner Viertel. Ich habe in Bermondscy (Londoner Stadtviertel) in fünf Minuten mehr Schmutz gesehen als in fünf Wochen in ganz Deutschland. Ich weiß, daß jede Straße in Berlin sauber ist; ich glaube, jedes Haus ist es auch. Nicht ein schmutziges Kind, eine schmutzige Frau habe ich in Berlin entdecken können. In ganz Deutschland habe ich zwei Bettler angetroffen, und die waren Krüppel. Ich habe keinen in Fetzen gekleideten Menschen, keine von Alkohol oder Aus- schweifungen aufgedunsenen Gesichter gesehen. Kein„slum", keine ungesunden..Hütten". Und die ganze Zeit keinen einzigen Vagabunden.„Sind die Deutschen also Engel?" fragt Blatch- ford.„Nein. Sie sind unsere Vettern; die echten Vettern der Engländer. Aber— sie sind besser regiert, weniger verwöhnt, gebildeter. Berlin ist auch die lustigste Stadt. Ich will.wetten, daß man in Berliner Cafes lustigere Gesichter sieht— und glücklichere und gesundere als in Paris. Berliner lieben Musik, lieben ihre Kinder, die gewaschen, gekleidet, geschult sind. Im ganzen sind die Deutschen höflicher als die Engländer, und zwar nicht nur oberflächlich. Und es fällt ihnen auch nicht ein, einen jeden Fremden zu verdächtigen, nur— weil es ein Fremder ist." Diese Auslassung des englischen Journalisten zeigt wieder einmal, daß Leute über Berlin schreiben, ohne auch nur die gering- sten Kenntnisse sich erworben zu haben. Herr Blatchford scheint Berlin nur von der besseren Seite kennen gelernt zu haben. Aus der Tatsache, daß er in Berlin„keinen in Fetzen gekleideten Menschen, keine von Alkohol oder Ausschweifungen aufgedunsenen Gesichter, icine ungesunden Wohnungen," kurz das Elend in seiner nackten Gestalt gesehen hat, soll er aber nicht schließen, daß es das in Berlin nicht gibt. Leider hat auch in Berlin das Massenelend seine Stätte und Herr Blatchford hätte nur an einem Morgen in aller Frühe nach deni städtische» Obdach in der Fröbelstraße gehen brauchen uckd warten sollen, bis die Obdachlosen das Asyl verlassen. Der Anblick der Acuten und Elenden hätte dem Herrn vielleicht genügt, um auch die Kehrseite der Medaille kennen zu lernen. Der Schnapsbiykott und der Stadtausschuß. Ein Gastwirt am Bayerischen Platz in Schöneberg hatte das Verivaltimgsstreitverfahren eingeleitet, weil auf das wtederholte Ersuchen hin der Ausschank von Spirituosen nicht gestattet wurde. In seiner Klage hatte er unter andern auch darauf hingewiesen, daß die bei ihm ver- kehrenden Arbeiter und Handwerker zum Bier regelmäßig einen Schnaps verlangten. Mit seiner Klage ist der Gastwirt jetzt vom Stadtausschuß wieder abgewiesen worden. Interessant ist m der Urteilsbegründung vor allem, daß der Stadtausschuß sich auf den sozialdemokratischen Schnapsboykott, den der letzte Parteitag be- schloffen hat, bezieht. Es heißt nämlich in dem Entscheide:„Wenn der Kläger behauptet, daß bei den Arbeitern und Handwerkern stets ein Bedürfnis zum Spirituosengenuß vorliegt, so muß dem ent- gegengehalten werden, daß der Spiritnosenkonsum notorisch zurück- gegangen ist und durch die auf dem sozialdemokratischen Parteitag beschlossene Schnapsboykottierung der Arbeiterschaft weiter erheblich eingeschränkt werden wird." Den Arm zermalmt. Zum Krüppel wurde gestern der 59 Jahre alte Fabrikarbeiter Hermann Flessing, Türmer Straße 2 bei einein schrecklichen Unglücksfall in der Pankstraße. F. hatte beim lieber- schreiten des Fahrdammes nicht das Herannahen eines Geschäfts- wagens beachtet. Er wurde vom Handpferd umgeriffen und ehe der Kutscher das Gespamt zum Halten bringen konnte, waren die Räder über F. hinweggegangen. Dem Bedauernswerten wurde der linke Arm vollständig zermalint, so daß er amputiert werden muß. F. fand im Kranlenhaus Moabit Aufnahme. Um den Abschluß eivcS LiebcsdramaS handelt es sich anscheinend bei der Verzweiflungstat eines lebensmüden jungen ManneS. Bei einem Bootsverleiher in Tegel hatte sich der Unbekannte, der etwa 18 Jahre alt gewesen sein dürfte, einen Zweisitzer gemietet und war damit auf den offencit See hinausgefahren. Er ließ das Fahrzeug dann eine Weile treiben und stürzte sich plötzlich in die Fluten. Spazier- gänger beobachteten vom Ufer, wie der Selbstmörder, der seinen Schritt wohl jetzt bereute, mit den Wellen kämpfte. Die Entfernung war aber zu groß, als daß man noch rettend hätte eingreifen können. Der junge Mann sank schließlich unter und ertrank. Vom Tode ereilt wurde gestern ein Arbeiter, der am Neubau Stralauer Straße 42/43 mit Heranfahren von KieS beschäftigt war. Um 19 Uhr brach der Aermste plötzlich leblos zusammen. Wie uns von einem aus dem Bau beschäftigten Maurer mit- geteilt wird, hat der Tote noch gestern abend 6>/� Uhr, als unser Gewährsmann den Bau verließ, auf dein Grundstück gelegen, trotz- dem bereits lange vorher die Behörden den Tatbestand festgestellt hatten. Die Frau des Toten konnte in Ermangelung an Mitteln die Ueberführung ihres Mannes nach der Leichenhalle nicht bemerk- stelligen lassen. Es muß deshalb verwundern, daß die Behörde nicht für die Wegschaffung des Toten Sorge tragen ließ. Wegen einer Benzinexplofion wurde die Feuerwehr nach der Zietenstraße 13 gerufen. Als die Berliner Wehr erschien, war die Schönebcrger schon zur Stelle. Eine Gefahr lag nicht mehr vor. Von den Samaritern der Wehr wurde die Frau Wolffram, die Brandwunden erlitten hatte, verbunden. An die Arbeiter-Säuger. Mit Zustimmung des Akiionsaus» schuffes von Groß-Berlin gelangt am Mitiwoch-Zahlabend ein Flug- blatt zur Verbreitung; dasselbe wird dem Mitteilungsblatt beigelegt. Der Vorstand des Arbeiter-Sängerbuttdes, Gau Verlin, ersucht die SangcSbrüdcr, im Sinne des Flugblattes zu agitieren. Die Freie Volksbühne veranstaltet am Sonnabend dieser Woche (den 13. November), abends 8Vz Uhr, im großen Konzertsaal der Brauerei Happoldt in der Hasen.heide ihr H e r b st f e st mit an- schließendem Ball und GesellschastLabend. Das Progrankm ist ein sorgfältig gewähltes. Heitere Musik und Liedervorträge wechseln mit den allerneuesten Brettelnummern ab. Ihre Mitwirkung haben zugesagt: Frau Martha Glück(Soubrette) vom Berliner Lustspiel- haus, Fräulein Lissi Kurz(Konzertsängerin), Herr Fritz Griinbaum, der Verfasser der„Dollarprinzcisin" und„Miß Dndelsack"(selbst- verfaßte Satiren), der Humonst Herr Max Reichhnrd, beide vom Chat noir, und Herr Kapellmeister Clemens Schmalstich vom Neuen Schauspielhaus.— Festmarken a 69 Pf. sind für die Mitglieder und deren Angehörige in den Zahlstellen zu haben. Gleichzeitig sind die Extravorstellnngskarten für den 21. November im Lessing- und im Herriiseld-Theater nur noch kurze Zeit in den Zahlstellen zu haben. Aufgeführt werden„Der König", eine politische Satire von Cavaillet und Aröne und Max Halbes LiebeS- drama„Jugend". Eine geringe Anzahl von Mitgliedskarten zu den neuen Ab- teilungen sind in den Zahlstellen nur noch bei sofortiger Anmeldung zu haben. Der Vorstand. I. V.: G. Winkler. Eine Schillerseier für die proletarische Jugend hatte am Sonntag der Jugendausschuß für Groß-Berlin veranstaltet. Die schöne Feier nahm einen trefflichen Verlaus. In dem großen Saale der Pracht- säte des Westens in Moabit hatten sich wohl 1599 Jugendliche beiderlei Geschlechts eingefiindeu, die niit gespanntester Anteilnahme den Darbietungen des Abends folgten, die in Vorsührungen klassischer Musik, einer Festrede, Chor- und Sologesang und Rezitationen bestanden. Nach der mit großer Bravour vom Neuen Tonküitstler» Orchester gespielten Ouvertüre von Rossinis„Tcll" und einem Vor« trag des Gesangvereins„Lerche" gab Genosse Ströbel in ein- stündiger Rede ein Bild von der dichterischen und menschlichen Per« sönlichkeit Schillers und den Beziehungen des Dichters zu seiner Zeit und zur Gegenwart. Die Konzertsängerin Fräulein Döring und Maria Holgers als Rezitatorin fanden als Interpreten Schillerscher Dichtung den lebhaftesten Beifall der angeregten Zu« Hörerschaft. Sportpark Treptow. Bei schon recht herbstlicher Kühle fanden am Sonntag noch verschiedene Rennen statt, die leidlichen Besuch hatten. In zwei Läufen über 39 Kilometer standen sich H. Przyrembel, A. Stellbrink und Janke gegenüber, von denen die beide» ersteren je einen Lauf gewannen. Janke hielt sich besonders im ersten Rennen ganz tapfer und leistete hartnäckigen Widerstand, che er sich eine Bahnlänge nehmen ließ. Im zweiten Lauf mußte er sich früher beugen, doch auch hier kam es zu längerem Kampfe zwischen ihm und Przyrembel, wobei letzterer sogar vom Motor abfiel und gegen beide Gegner einige Runden einbüßte; doch konnte er sich vor Janke den zweiten Platz zurückerobern. Die gefahrenen Zeiten in beiden Rennen waren sehr gut und stellten neue Rekords für Treptow dar. Ein Fliegermatch zwischen Hvffmann, F. Stellbrink und Campe sah im Endlauf Hoffntann als den endgültigen Sieger.— Das Prämien- fahren gewann ebenfalls Hoffmann vor Tschirpe und Campe. Gesperrt wird der vor den Grundstücken Ncu-Cölln a. W. 16—17 liegende Straßenteil wegen Häuserabbruchs sofort bis auf weiteres. Aus dem Bureau des BerbandeS der Zimmerer wird uns mitgeteilt, daß auf dem Wege von der Bülow- bis zur Barvarossastr. 2 ein Mitgliedsbuch auf den Namen Hermann Pöppel, Ver« bands-Nr. 53711 lautend, verloren gegangen ist. Der ehrliche Finder wird gebeten. daS Buch entweder im Restaurant Folgcr, Kyffhäuser« straße 26, oder im Verbandsbnreau, Engelufer 15, Zimmer 69 abzugeben. Fcuerwehrnachrichten. In der Nacht zum Montag wurde der 16. Löschzug nach der Müllerstr. 1a alarmiert. Dort brannte um 4 Uhr im Erdgeschoß ein Hängeboden, ein Klosett mit dem Zwischen- gebälk, Fußboden u. a. Vorher hatte die Feuerwehr im„Terminus- Hotel" in der Friedrichstr. 191 zu tun, wo ebenfalls auf einem Hängeboden Feuer ausgekommen war, das auf seinen Herd be- schränkt werden konnte. Grober Unfug lag einer Feuermeldnng vom Arkonaplatz 4 zu Grunde. Die Täter sind unerkannt entkommen. In der Potsdamer Straße 83 0 und Zimmerftr. 22 mußten zwei Brände gelöscht werden, die in Badestuben ausgekommen waren. Läufer, Bretter u. a. brannten dort. Ferner brannten in der Steglitzer Straße 72 eine Trennungswand mit dem Gebälk auf einem Korridor und in der Wrangelstr. 66 in einer Küche Kohlen und Kasten usw.� Erfolglos waren die Bemühungen zur Rettung eines Kranken in der Köpenicker Straße 1. Samariter der Wehr waren mit einem Bratschen Apparat erschienen, der aber ohne Erfolg benutzt wurde._ Vorort- JVacbncbtem Ichöncberg. Der Ausfall der Stadtverordnetenwahlen hat im Lager der „Liberalen Fraktion" eine arge Mißstimmung hervorgerufen. Sie hatte mit aller Bestimmtheit darauf gerechnet, wenigstens die vier Mandate des 4. und 9. Bezirks für sich zu holen. Alle? mögliche wurde auf die Beine gebracht. Den Beamten wurde ein Schreiben ztigestellt, worin sie darauf atifnterksam gemacht wurden. daß sie sich durch ihre N i ch t b e t e i I i g u n g an der Wahl öffentlich als Soziaide ntokraten bekennen. Eine große Anzahl von Straßenbahnern hatte besonderen Urlaub für den Tag erhalten, um bei den Wahlarbeiten der„Liberalen Fraktion" tätig zu sein. Der 9. Bezirk, wo unsere Genossen H o f f m a n n und W o l l e r m a n n kandidierten, galt den Liberalen überhaupt schon als sicher, denn noch in der siebenten Stunde hatten sie einen Vor« sprung von 259 Stimmen.„Sie werden sich heute den Schnupfen holen I" wurde unseren Genossen zugerufen, aber die Herren dachten nicht daran, daß es auch umgekehrt kommen könnte. Mit besonderem Hochdruck wurde auch im 4. Bezirk gearbeitet. Die ganzen HilfS« kräfte der Liberalen wurden in den letzten Stunden aus den siir sie aussichtslosen Bezirken zusammengezogen und nach diesem Bezirk dirigiert. Aber auch das hat nichts geholfen. Unsere Parteigenosse» haben einen schweren Wahlkanchf hinter sich. Er war um so schwerer, als sie es mit einem Gegner zu tun hatten, der den Liberalen in anderen Gemeinden als Borbild dienen wollte und demzufolge auch unter den Arbeitern Anhänger zu ge- Winnen versuchte. Die einzige Hoffnung in der dritteu Abteilung wird von der „Liberalen ssraktion" noch auf den 2. Bezirk gesetzt, in welchem sie mit unS in Stichwahl stehen. Noch am Abend vor der Wahl leisteten sie sich in einem besonderen Flugblatt persönliche An- zapfungen gegen unseren Kandidaten Genossen Peterson. Sie schreiben:„das; die Sozialdemokratie in der Person des Herrn Peterson einen Mann aufgestellt hätte, der im kommunal- politischen Leben bis jetzt noch nicht hervorgetreten ist, das wäre für die Sozialdemokratie weiter nicht nötig, da sie ja blindlings der Parteiparole folgt." Es wäre besser gewesen, die Herren hätten, ehe sie etwas derartiges schreiben, erst ein wenig Umschau gehalten. Sie hätten dann gesunden, daß wohl unser Genosse Peterson eine lange Reihe von Jahren ehren- amtlich in unserer Gemeinde tätig ist, so z. B. in der Armenpflege, Steuereinschätzung, dasi aber sein liberaler Gegenkandidat eine solche Tätigkeit nicht aufzuweisen hat. Es wird also alles geradezu auf den Lopf gestellt. Wir haben ja nicht nötig. unS über solche Behauptung besonders aufzuregen, an so etwaö sind wir bereits von den Herren gewöhnt. Wenn w i r einen Teil der Kandidaten der „Liberalen Fraktion" uns in dieser Beziehung etwas näher be- trachten wollten, so würden diese Herren doch sehr ins Hintertreffen geraten. Unsere Parteigenossen haben jetzt die Verpflichtung, die Zeit bis zum Stichwahltage gehörig auszunützen. Tut ein jeder seine Schuldigkeit, dann nrusi cS uns gelingen, auch diese »Hochburg" des Liberalismus für uns zu erobern. Der Wahlsieg vom Sonnabend hat die Zahl der sozialdemo- kratischen Mandate von 1» auf 13 erhöht. In Wirklichkeit haben wir jedoch nach wie vor nur 10 sozialdemokratische Stadtverordnete, denn unser Genosse O b st hat drei und unser Genosse M a g n a n a»Sri Mandate. Dieser Zustand ist dadurch eingetreten, daß keine sotirtldemokratischen Hansbesitzerkandidaten vorhanden waren, trotz der geotzen Mühe, die sich daS Wahlkomitee zu diesem Zweck gemacht hatte. Da die beiden Genossen nur je ein Mandat behalten können und die übrigen drei abgeben müssen, so werden diese drei Mandate wohl dl: bürgerlichen Parteien in der vorzunehmenden Nachwahl mühelos überlassen werden müssen, wenn sich nicht bis dahin in der HauSbesitzerfräge Wandel schaffen läßt. Zunächst handelt es sich aber darum, den zweiten Bezirk in der Stichwahl zu erobern, denn hier kommt ein Mietermandat in Frage. Charlottendurg. Trotz Stimmcnzunahme Mandatsverluste. Bei den heutigen Stadtverordnetenwahlen wurden abgegeben für die Kandidaten der Sozialdemokratie insgesamt 8131, für die Freisinnigen 73L4, für die in zwei Bezirken aufgestellten Kandidaten der Konservativen 213 Stimmen.— Die Freisinnigen gingen in allen Bezirken mit den Nationalliberalen zusammen. Gewählt wurde auf Grund einer neuen Bezirkseintei- lung, die einen Vergleich der heutigen Wahl mit der vor zwei Jahren vorgenommenen sehr erschwert. Die Einzelresultate sind folgende: 1. Bezirk: Sozialdemokrat.... 1223 Stimmen Liberale...... 1124, gewählt: Genosse Emil Lehmann. 2. Bezirk: Sozialdemokrat.... 1457 Stimmen Liberale...... 1509„ gewählt: Gersdorff(liberal). 2. Bezirk: Sozialdemokrat.... 2035 Stimmen Liberale...... 990„ gewählt: die Genossen Paul Hirsckj und August Gebert. 4. Bezirk: Sozialdemokrat.... 1098 Stimmen Liberale....... 1372„ gewählt: Ernst Walthcr(liberal). 5. Bezirk: Sozialdemokrat.... 1303 Stimmen Liberale...... 1074„ gewählt: Genosse Heinrich Vogel. 6. Bezirk: Sozialdemokrat.... 1343 Stimmen Liberale...... 1066„ Kons. Mittelständler.. 100 gewählt: Genosse Alfred Wilk. 7. Bezirk: Sozialdemokrat.../ 628 Stimmen Liberale...... 907„ gewählt: Marquardt(liberal). 8. Bezirk: Sozialdemokrat.... 499 Stimmen Liberale...... 796„ Kons. Mittelständler.. 113 gewählt: Ncinhold Otto(liberal). Trotzdem wir in allen Bezirken eine wesentliche Zunahme von Stimmen erlangt haben, bübten wir zwei Mandate ein. Der Grund dafür ist einmal in der Umänderung der Wahlbezirke, zum anderen auf eine allgemeine Verschiebung der hiesigen Bcvölke- rung zurückzuführen, infolge welcher die Arbeiter immer dichter in den dritten Bezirk zusammengedrängt werden und die inneren Stadtviertel günstiger für die Gegner gestalteten. Rixdorf. Bei dem Herbstfest in der„Neuen Welt" ist ein Portemonnaie mit Inhalt und ein Taschentuch gesinchen worden. Abzuholen in der Parteispedition, Neckarstr. 2. Grost-Lichterfelde. Ein eigenartiger Fall, der stark nach Gesinnungsschnüffelei riecht. hat sich, wie uns miigeleilt wird, vor einigen Tagen in der Fort- bildunasschule von Grost-Lichtcrfclde-West ereignet. In der Zeichen- klaffe suchte ein etiva lOjähriger FortbildungSichüler etwas in seiner Brusttnsche. Dabei entfiel ihm eine Mitgliedskarte der Freien Jugendorganisation. Der Lehrer, ein Herr Freier, nahm mit den Worten:„WaS ist denn das?" die Karte an sich und bedeutete dem Schüler, das; sich„daS Weitere finden werde". Hat sich der Vorgang so zugetragen, wie unS geschildert, so läßt er ganz eigenartige Schlüsse zu. Was ist daS Weitere, das sich finden soll? Glaubt man durch solche Dinge der Freien Jugendorganisation entgegen- arbeiten zu können? Da irren die Herren sich sehr. Uns interessiert dabei ani meisten die Frage, wie der Lehrer dazu kommt, dem Schüler die Karte wegzunehmen. Die Karre ist daS Eigentum des Schülers, denn sie ist von ihm erworben, und wie man annehmen kann, sogar mit Zustimmung seiner Eltern. Und nur die Ellern härten eventuell das Recht, sie dem jungen Mann abzunehmen. Treptow-Baumschulcnwcg. Bei einer Fcnerwchriiöung schwer verunglückt. Am Sonntag wurde eine amtliche Spritzenvorführung im Depot Neue Krugallee vorgenommen. Die Exerzitien der Löschmannschafte» zeigten die üblichen Kletterübungen und Rettungsmanöver. Hierbei ereignete sich nun ein bedauernswerter Unglücksfall. Bei einer Ueoung stürzte der 4Sjährige Oberfeuerwehrmann Franz Virgils, der von Berns Böttcher ist und Baumschulenstraße 86 wohnt, aus dem ersten Stock ans den Hof hinab. Dabei zog er sich neben Nippen- quetschungcn auch innere Verletzungen zu, die seine Uebcrführung »ach dem Britzer Krankenhause erforderlich machten. Lichtenberg. Wahltermin. Der Magistrat gibt in dem unter Ausschluß der Oeffentlichkcit erscheinenden Lichtenberger Amtsblättchen bekannt, daß die Kommunalwähler der dritten Wählerklasse sich am Montag, den 22. November, in der Zeit von 11 Uhr vormittags bis 8 Uhr abends am Wahltisch einfinden dürfen und dort ihren berechtigten Unwillen über die politische Entrechtung der Masse der Bevölkerung in Staat und Kommune durch die Abgabe sozialdemokratiscber Stimmzettel Ausdruck zu geben. Die zweite Wählerklaffe ist für Dienstag, den 23. November, in der Zeit von 3 bis 6 Uhr an die Wahlurne gerufen. Die Wahlzeit ist hier in die Zeit verlegt, in der die in dieser Klasse wählenden Herren vom Besitz in der Regel nicht wissen, was sie mit dem angebrochenen Nach- niittag anfangen sollen. Daran, daß hier auch Arbeiter und Gewerbetreibende zu wählen haben, sintemalen die zweite Klasse schon bei einem Steuersatze von 72 M. einsetzt, braucht der Magistrat la nicht zu denken I Herren, die im festen Jahreseinkommen stehen, erleiden ja keinen Schaden! Die erste Wählerklaffe ernennt in der Zeit von 10— 1 Uhr vormittags ihre Vertreter. Die 93 Männer in dieser Klasse sind zum Mittwoch, den 24. November, nach dem Lichtenberger Ratskeller geladen. Da der Lichtenberger Magistrat besondere Wahleinladungen nicht versendet, auch entgegen der Gepflogenheit anderer Stadtverwaltungen den großen in Lichtenberg zu vielen Tausenden von Exemplaren verbreiteten Zeitungen Mit- teilungen nicht zugehen läßt, müssen die Wähler die angegebenen Wahltermine sich genau einprägen. Die Lichtenberger Wähler werde» die Erwartungen der Parteiorganisation nicht täuschen. Friedrichshagen. Aus der Gemeindevertretung. In der am 5. November statt- gefundenen Sitzung beantragte Vertreter G l ö d e vor Eintritt in die Tagesordnung, die Wahl des Gemeindevorstehers demnächst vor- zunehmen, da die zur Prüfung der eingegangene» Bewerbungen ein- gesetzte Kommission seit Ansang Oktober ihre Arbeiten beendigt, dem stellvertretenden Gemeindevorsteher Bericht erstattet und auch die Vertretung bereits in geheimer Sitzung sich mit dem KommissionS- bericht beschäftigt habe. Uebor den' Antrag entspann sich eine sehr heftige Debatte zwischen dem Schöffen Dr. Wall bürg einerseits und den Vertretern Sonne» bürg und G l ö d e sowie dem SÄöffen Lange andererseits. Während Wallburg den Autrag Glöde lebhaft unter persönlichen Ausfällen bekämpfte und denselben eventuell in geheimer Sitzung erledigt wissen wollte, traten die Ler- treter Sonnen bürg und G( ö d e und Schöffe Lange energisch für Annahme des Antrages in öffentlicher Sitzung ein. Die Vertretung beschloß dann auch, dem stellvertretenden Gemeindevorsteher aufzugeben, spätestens bis zum 19. November die Wahl als Gemeinde- Vorsteher vorzunehmen.— Die Mitteilung des Schöffen Lange, der stellvertretende Gemeindevorsteher Dr. Kohli habe in seiner Eigenschaft als Amtsvorsteher anläßlich der Wahl Langes zum Gemeindeschvffen dessen vorgesetzter Dienstbehörde(dem Auswärtigen Amt) ein speziell über die Person Langes angelegtes Aktenstück ein- gesandt, rief ebenfalls eine heftige, teilweise sogar recht stürmische Debatte hervor. Dr. Kohli erklärte, daß er sich verpflichtet fühlte, als Amtsvorsteher der vorgesetzten Dienstbehörde Langes von dem betreffenden Aktenstück Mitteilung zu machen. Während die Vertreter Sonnenburg und Glöde sowie der Schöffe Moide»Hauer energisch die Meinung vertraten, daß Dr. Kohli als Amts- Vorsteher von der Wahl Langes zum Gemeindeschöffen nur dem Landrat zur gesetzlich vorgeschriebenen Bestätigung Mit- teilung zu machen die Pflicht hatte, nicht aber der bor- gesetzten Dienstbehörde Langes, nahm der Schöffe Dr. Wall- bürg unter lebhaftem Widerspruch der Vertretung einen entgegen- gesetzten Standpunkt ein. Ein von dem Vertreter Glöde gestellter Antrag:„Die Vertretung drückt dem Schöffen Lange nach wie vor ibr Vertrauen anS, denn derselbe ist nicht nur als Vertreter, sondern auch als Schöffe stets bestrebt gewesen, in ruhiger und sachlicher Weise die Interessen der Gemeinde zu vertreten," wurde bei Stimm- enthaltung Dr. Köhlis und Dr. Wallburgs angenommen.— Nach einem Vortrage deS RegierungSratS Paülh über daS Grundstücks- zusamnienlegungSversahre» und einem ausführlichen Gutachten deS Baumeisters Härtel über den der Vertretung vorliegenden Bebauungs- plan für den östlichen Gemeindebezirk wurde der Plan zur noch- maligen Prüfung einer späteren Sitzung überwiesen.— Die übrigen Punkte der Tagesordnung wurde» auf die Sitzung zum Dienstag. den 9. November, vertagt. Tegel. Ein entsetzlicher Betriebsunfall ereignete sich gestern vormittag ll'/i Uhr in der Maschinenfabrik von Friedrich Kührs. EgellSstraße. Für eine erst aufgestellte Bohrmaschine sollte der Treibriemen an- gelegt werden. Der Meister schickte, bevor dies geschah, den etwa 50 Jahre alten Arbeiter Schröder, in Berlin. Wieseustraße wohnhaft, mit einem Lederstreifcn auf die Leiter, damit dieser denselben einmal zum Maßnehmen des Treibriemens um die in Gang befindliche Scheibe henimlegen sollte. Bei dieser Arbeit wurde Sch. plötzlich von einer der beiden aus der Scheibe herausstchenden Schrauben er- faßt und mehrere Male um die Welle herumgeschlendert. Da die Trans- Mission nur etwa einen halben Meter von der Wand entfernt ist, so wurde Schröder entsetzlich zugerichtet. Der Bedauernswerte konnte, nachdem der Betrieb zum Stillstand gebracht worden war, erst mit großer Mühe von der Welle und der Scheibe, in die sich seine Kleider völlig verwickelt hatten, entfernt werden. In bedenk- lichem Zustande wurde Sch. erst auf Stroh gebettet und nachdem kurz vor 12 ein Arzt herbeigekommen war, der, dem Schwerverletzten einen Notverband angelegt hatte, ins Krankenhaus gebracht. Wie uns ein dort beschäftigter Arbeiter mitteilt, war eS von dem Meister unverantwortlich, daß er den alten Mann diese Arbeit an der im Gang befindlichen Maschine ausrichten ließ. Der Ver- unglückte wird nun diese Unachtsamkeit mit dem Leben büßen müssen. Nowawes. Einen tragischen Tod fand am Donnerstag voriger Woche einer der ältesten Mitglieder unseres Wahlvereins, der Genosse Wilhelm Stötzel, Wallstraße wohnhaft. Derselbe war als Bauhilfsarbeiter bei einem Neubau in Zehlendorf mit dem Ausschachten von Erbebe- schäftigt, als plötzlich die ihm umgebenden, nicht abgesteiften Erd- massen einstürzten und Stötzel unter sich begruben. Trotzdem die Mitarbeiter Stötzels sich sofort um die Rettung deS Verunglückten bemühten, hatte derselbe durch den Druck der Erbmassen doch so schwere innere Verletzungen erlitten, daß er bereits nach einigen Stunden im hiesigen Oberlin-KrankenhauS, wohin man ihn tranS- portiert hatte, unter qualvollen Leiden verstarb. Stötzel war 50 Jahre alt und hinterläßt eine Wittwe mit mehreren, zum Teil noch unmündigen Kindern. Die Genossen und Kollegen de» Ver- storbcncn bereitete» demselben am Soimtagnachmittag ein ehrenvolles Begräbnis. Spandau. Bei der gestrigen Stadtverorbnetenwahl in der 2. Abteilung sind die Gegner Grätsche!, Tornow, Kleiner! und Schilling mit 624, 606, 463 und 419 Stimmen gewählt worden. In Stichwahl stehen die Gegner: Dr. Neuse mit 364, Dr. Kan- torowicz mit 344, Schirmbcck, Mit 313 und Schreibet! mit 276 Stimmen. Außerdem erhielten noch Stimmen die Gegner Angermann 230, Ducksch 171 und tLudcwig 42. Unsere Kandidaten erhielten Stimmen: Pieck 119, Stchmidt 118, Koeppen 116, Scior 115 und Schubert und»Hornig je 114. Zersplittert waren 19 Stimmen.� Die cingeischriebene Wählerzahl betrug 3362, die abgegebenen Stimmen 787� Unsere Genossen haben einen schönen Achtungserfolg erzielt. Bei der vorigen Wahl, in der nur drei Stadtverordnete zu wählen wa ren, erhielt die Sozialdemo- kratie 27, 23 und 29 Stimmen. Der Stimmenzuwachs der Sozial- demokratie beträgt demnach über 400 Proz. Vermilcktes. Schweres Unglück im Bremer Bahnhof. Bremen. Gestern nachniittag 1 Uhr 54 Minuten sind bei Ans- führnng der Malerarbeiten im inneren Hcillendach deS hiesigen Bahnhofes durch Einbrechen deS Gerüsts fünf bei dem Unternehmer Malermeisters Sander in Bremen beschäftigte Malergchilfen ab» gestürzt, von denen vier sehr schwer und einer weniger schwer verletzt sind. Die Verletzten sind auf Anordnung der zugezogenen Aerzte dem hiefigen Krankenhanse zugeführt worden. Untersuchung ist eingeleitet. Weiter wird noch zu dem Unfall in der Bahnhofshalle gemeldet, daß von den dabei schwer verletzten Malergehilfen zwei gestorben sind._ Vom Geliebten seiner Frau erschossen. Ueber eine auffehen» erregende Blultat meldet ein Telegramm aus Halle a. S. Dort wurde der 24 jährige wiffcnschaftlirpe Zeichenlehrer Kämpf von der königlichen Universtlät gestern nacht in der Wohnung deS Rentiers Riechers, mit dessen Frau er ein Liebesverhältnis unterhielt, von dem Ehcniann überrascht. Als Kämpf keine Möglichkeit zu ent- kommen sah. streckte er den auf ihn eindringenden Riechers durch Revolverschiisse nieder und flüchtete. Frau Riechers ist 32 Jahre alt, ihr Mann stand im 50. Lebensjahre. Kämpf wurde später in seiner Wohnung erhängt aufgesunden. Frau RiechcrS wurde verhaftet. Von Wilddieben erschossen. Am Sonntagnachmittag wurden, wie eine Meldung anS Krefeld besagt, in der Gemarkung HuelS zwei Jagdhüter von Wilddieben mit Flintenschüssen angegriffen. Ein Jagdhütcr wurde getötet, der andere leicht verletzt. Eine spätere Meldung aus Krefeld lautet: Pei dem gestrigen Kampfe zwischen Wilddieben und Waldhütern in der Gemarkung Hnels ist der Jagd- aufseher Ellmann getötet worden. Zwei Jagdausseher wurden ver- letzt. Die Wilddiebe, die mit Hilfe eines Polizeihundes ermittelt wurden, sind drei Bergleute auS Mors. Ein Flugunfall FarmanS. Aus ChalonS für Marne wird be- richtet: Der Luftschiffer Farman, welcher gestern mit einem Passagier einen Flug unternommen hatte, stieß bei seiner Landung so heftig mit feinem Apparat grgen die Erde, daß dieser größtenteils zerstört wurde. Der Aviatiker und der Passagier kanien unversehrt davon. Die Cholera in Ostpreußen ist trotz aller Vorsichtsmaßregeln noch immer nicht erloschen. Nach amtlicher Meldung aus Königs- berg i. Pr. ist gestern in Andreischken ein neuer Cholerafall festgestellt worden._ Ermordung einer Krirgsschiffbcsatznng. Nach einer Meldung deS„Daily Chronicle" ans New Dork ist von dem ans Brilisch-Honduras kommende» Dampfer Parisima die Ermordung der Besatzung dcö hondnrischen Kanonenboots Katumbla gemeldet worden. Die Katumbla hatte ein Schimigglerfahrzeug mit einer Ladung Rum beschlagnahmt, von dem nach der Wegnahme ein Teil zur Belohnung an die Mannschaft vcrtilt worden war. Als die Mannschaft durch den Genuß dcö RumS sich in berauschtem Zu» stände befand, wurde sie von den Schimaglern überfallen, g e» tötetund überBord geworfen. Sas Kanonenboot selbst wurde von den Schmugglern versenkt. Die Besatzung bestand aus 13 Mann. Die Täter sind entkommen. Smgegangene Drucltrcbrften. Von der„Gleichheit", Zeilschrist für die Interfen der Nrbellermnen (Stuttgart, Verlag von Paul Singer), ist uns soebeiNr. 3 des 23. Fahr- ganges zugegangen. Sie hat sslgenden Inhalt- Site LNobcrtage. Von II. B.— Friedrich Schiller. Von Klara Zetkin.— Armcnrccht oder Arbcitcrrccht. Von gh.— Der deutsch-vstcrrcichisck Parteilag und die Frauen. Bon A. Popp.— Das Verlöbnis, seine Wir ngcn und' die Folgen seiner Auflösung. Von Ernst Qbcrholzcr.— Die Vcrschc einer Mutterschutz- Gesetzgebung in Jialien. III. Von Adols Hepner,—Aus der Bewegung: Von der Agitation.— Die Beteiligung der Berlin« Kcnossinnen an den LandtagSwablen.— Die sächsischen Genassiiiüen im Abikamps.— Sozial» demotratilchelFrauenkonser-nz sur den R-gierungSbczk Magdeburg.— Von der Berliner Jugendbewegung.— Pvlilische Aurio au. Von H. B.— Gewcrkschastlichc Rundschau.— Arbeitswillige als Mocr. Von kie.— Gin neuer Verband. Von G. H.— Genvssenschastlichc Andschau. Von H. FL — Notizentcil: Dicnstbotcnsrage.— A�beitSbedingunn der Arbeiterinnen. — Sozialistische Frauenbewegung im Ausland.— frauenstimmrechl. Verschiedenes. Für unsere Mütter und HauSsruen: Herbst Von Andreas Ady.— Schuldressur, l. Von Fr. v.— ochkuust. Von dl. Lt. — Die Mutter al? Erzieherin.— Feuilleton: DIc.dcale. Von Friedrich Schiller.— Der Tatarcnrebell hinler dem Damplug. Von Mar Evtb. (Fortsetzung.) Für unsere Kinder: Breite und Tiefe.!on Friedrich Schiller. (Gedicht.)— Der Schatten de» TodeS. Ein Mäwn von Eugen Lewin» Dorich.— Krieg und Frieden. AuS„Die Piccimini" von Friedrich Schiller.— Eine Flugmaschino für Kinder. VotA. Schultze.— Die Geschichte von Karr und Grausell. Bon Sclma Laftöf.(Fortsetzung.)— Die Llchiscinde. Von Hans Reiter.— Der junaeiiese. Von Gebrüder Grimm.(Schluß.)— Der Frosch. Von Emma Di.—(Gedicht.) Die„Gleichheit' erscheinl alle II Tage clinn Preis der Nummer IV Pf., durch die Post bezogen beträgt der Abonnemtspreis vierteljährlich ohne Bestellgeld 55 Pf., unter Kreuzband SS j. JahreSabonnemeut 2,60 M. ,1 Vom„Wahren Jacob» ist soeben die 23. Nrmer seines 26. Jahrganges erschienen, die solgenden Inhalt hat: Bilder: Friedrich Schiller. Für den Zähren Jacob" gemalt von HanS G. Jentzsch.— Monarchen Europ. wahrt eure heiligsten Güter I— Der Nachsolger Philipps U.— Spache BravoZ.— Gute Vorsätze.— Der teure Stier.— Der psiichtäge Reichskanzler.— Der Junier in Nöten.— Die liberale Einigui m Bayern.— Aus Hamburg. Text: Alles rot I Von ll. 53.— Der roteägcr.— Ferrer.— Spanische Romanze. Von J. 8.— Der Zünolzriecher. Von Uno. Lieber Jacob I Von Jotlhils Rauke.— Schill. Von 3. 3.— Einst kommt der Tag.... Von Clara Bohm-Such— Eine sozial» politische Enquete. Von T.— Kirchen flucht. D P. B.— Sie und Er. Von A. T.— Die Katastrophe im Psarrha— Die neue Brücke. Von M ax Eis elb erg.— Emil. Skizze vi Ernst Preczang. — Der Te»denzprosess«r. Von P. B.— Summ-umraarum.— Usw. Der Preis der 16 Seiten starken Nummer i10 Pj. Probenummern sind jederzeit durch den Verlag Paul Singer Stuttgart, sowie von allen Buchhandlungen und Kolporteuren zu bezin. WitterungSüderiitht vom 8. November v». morgens 8 Uhr. wss c«. d II 5? wi 5 4 5 2 2 2 Wetterprognose für Dienstag, der. November 1S09. Vielfach nebelig, sonst ziemlich heiter undicken, nacht» etwa» Wer, um Mittag mild bei mäßigen südioesllichen Wen. Bureau: Sngel ufer 15, n. Zweigverein Berlin* Telephon Amt IV 4093 Mitglider-Versamißtep der Maurer: f}f»-I Icfif• Dienstag, den S. November, abends 8 Uhr, • bei Wahrendorf, Bäkestr. SS. • Mittwoch, den 10. November, abends 8 Uhr, C't-WVr• bei Prenß, Berliner Strasse 16. • Donnerstag, de» 11. November, abends 8 Uhr, Vliai iui.t.c;iiuur�•|TO Volkshause, Rostnenstr. 3. Torrol» Donnerstag, den 11. November, abends 8 Uhr, K• bei Kien zier, Schlieperstr. 64. T» Freitag, den IS. November, abendS 8 Uhr, O• bei Plekenhagen, Scharnwebcrstr. 60. Soges. Ordnung: 1. Der Kampf der baugewerblichen Arbeiterorganisationen um die Arbeitsbedingungen 2. Die Verschmelzung unseres Verbandes mit dem Verband der Bauhilfsarbeiter. 3. Anträge zuni nächstjährigen Verbandstag und Aufstellung der Kandidaten. Donnerstag, den 11. November, abends 8 Uhr, in den Germanla-Praclitttälen, Chaussceftr. 110. , bei Bocker, Wcberstr. 17. ■ im„Kffnigshof", Bülowstr. 37/40. Soges. Ordnung: 1. Der Kampf der baugewerblichen Arbeiterorganisationen um die Arbeitsbedingungen. 2. Die Verschmelzung unseres Verbandes mit dem Verband der Bauhilfsarbeiter. Berlin: Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Sektion der Putzer. Donnerstag, den 11. November, abends 6 Uhr, Kommandantenstr. 63/39: jln|ierordentIiehe Wieder-Versaimntnng. TageS-Ordnnng: 1. Stellungnahme zur Verschmelzung des Zentralverdandes der Bau- arbeiter mit dem Zentralverband der Maurer Deutschlands. 2. Anträge zum nächstjährigen Verbandstag. 3. Aufstellung der Kandidaten zum 11. Verbandstag. 4. Verschiedenes. mtgllcdsbnch legitimiert. Ohne dasselbe kein Zutritt.———• In ollen obigen Bersammlungen wird die Abstimmung über die BerschmelzungSfrage vor- genommen werden, eS ist deshalb Pflicht aller Kollegen, zu erscheinen. 133/20* Der Zweigvereinsvorstand. Orts- Krankenkajse deS Zimmerergewerbes z« Berti«. Mittwoch, den 17. November 1S0S, vormittags 10 Ubr, findet im Ge- werkschastShous«, Engeluser 15, Saal 5, eine Vsssamifilung der Arbeitgeber, welche Beiträge zur Kasse aus eigenen Mitteln leisten, statt. Tages- Ordnung: Wahl von 20 Vertretern zur(Sc. neraloersammlung pro 1910. In demselben Lotal und zu der- selben Zell, doch getrennt, findet eine Versammliing der Kassenmit- glieder(Arbeitnehmer) statt Tages. Ordnung: Wahl von 40 Vertretern zur Ge- neralversammlung pro 1910. DaS QiiittimgSbuch legitimiert und ist beim Eintritt in das Wahllokal den Kon- lrollenren vorzuzeigen. Ortsvervaltnng Berlin. DlenStag, 9. November, abends 8'/, Uhr, im Gcwerlschaftshause, Engelnfer IS, Saal 11: Vsrtrausnsmänner-VsrLammlung der in Holzbearbeitungsfabriken und Säge- werken beschäftigten Arbeiter. Tagesordnung 1. Stellungnahme zur Delegiertenwahl der kasse. 2. Verschiedenes. 91/13 Allgemeinen Orts kranken- Die Ortsvcrwalwng 1 i'iiHiiOlt)! UtMiNt) der (E. H. No. 2 Hamburg.) Oertllche Verwaltung Berlin. Donnerstag, de» 11. November, abends SVa Uhr» im Geiverkschaftshaus, Engelufer 1», Saal 7; Mitglieder-Versammlung TageS-Ordnung: 1. Abrechnung vom dritten Quartal. 2. Wahl von Kassierem für den 5. und 7. Bezirk.— Mitgliedsbuch legitimiert. 253/3* Der Borstand. _ F. A.; Richard Schröder, Berlin O., Tilfiter Str. 7, vorn IV. Deutscher Holzarbeiter-Verband. Zahlstelle Charlottenbnrg. Mittwoch, den 10. November. abendS 8'/« Uhr: Außerordentliche Generalversamullung. TageS-Ordnung: 1. Der Ablauf des Vertrages in der Holzindustrie. L. Verbands� angelegcnheiten. Das Erscheinen sämtlicher Kollegen ist dringend notwendig. Mitglieds- buch legitimiert. 91/17_ Ple Ortwverwaltnng. Deutscher Buchbinder-Verband. Zahlstelle Berlin. Dienstag, den 9. November, abends 8 Uhr, bei Lnter (früher Feind), Weinstr. 11: Äraneben»Versammlung oller in der Post-Kartoudrauche deschästigten Nieter, Zuschneider und Arbeiterinueu. Tagesordnung: 1. Bericht der Tarifkommisston. 2. Neuwahl derselben sowie der Schiedsgerichtsbeisitzer. 3. Verschiedenes. Zahlreiche» Besuch erwartet 34/19 __ Die OrtSverwaltung und Branchenleitung. Deniseber Holzarbeiter-Verband. == Zahlstelle Rixdorf.= A» Dienstag, de» 9. November, abends 8 Ubr, im Lokale des Herrn Hoppe, Hermannftrafte 49: General- Versanimlniigf. Tagesordnung: 1. Unser Vertrag. 2. 91/14* Berbandsangelegenheite». Die OrtSverwaltung. Reinickendorf, M\m Viertel, im neuen Zentrum, in nächster Nähe deS Schillerparks und des Schäfersees vorzüglich gelegene, billige 3-, L» und I-Zimmerwohnungen im Vorder- oder Gartenbaiise, mit auch ohne Bad, Balkon pp. sosort vermietbar in den Neubauten der Schiller» Promenade, Brienzer Strohe, Rütli-Strasie, Holländer« und Thuner Sirahe Leihhaus Gelegenheitskäufe verfall. Gold- und Silbersachen, Brillanten ete. Or. Simmel Spezial-Arzt* für Haut- und Harnleiden. Prinzenstr. 41, Äu», 10—2, 5-�7. Sonntags 10—12, 2—4. Freitag, den 19. November, abends 8 Uhr, findet im genannten Lokal, Saal 7, die Ordentl. General-Versammlung statt. Tages. Ordnung: 1. Wahl von 3 Vorstandsmitgliedern (Arbeitgeber). 2. Wahl von 2 Vorstandsmitgliedern(Arbeiwehmer). 3. Wahl des PrüsmigsauSschusleS. 4. Stellungnahme zu dem Schreiben der Gewerbc-Deputation des ii aistrats J.-Nr. 341 Gew. II. 09. de- treffend anderweitige Festsetzung des ortsüblichen TagelohnS. 5. Vortrag des Kaffenbeamten Herrn Girke über den Entwurs der ReichSversicherungS- ordnung. S. Verschiedenes. Die Verlammlungen werden pünktlich eröffnet. Die am SO. November 1908 ge- wählten Vertreter werden hiermit eingeladen. S34Lb 4. Brunz«), E. Potermann, Vorsitzender. Schristsührer. Gemeiiisame Orts-Kraohiikasse sür Deutsch-Wilmersdorf und Cmgegcnd. Wahlaufruf. Von der Aufsichtsbehörde ist die am 24. September d. I. erfolgte Wahl der Vertreter der Arbeitgeber zur Generalversammlung sür u n. >! ü l t i g erklärt und laden wir sämt» Ii che wahlberechtigten Arbeitgeber zwecks Vornahme der Neuwahl in unserem Kassenlokal, Kaiserallee 173a zum Freitag, d. 19. November 1909. abendS von 7 bis 87, Uhr. ein. 279/2° ES sind für die Wahldauer vom . Oktober 1909 bis 30. September 1312 nach den (11. Nacht treter zu wählen. Die Wahl ist geheim. Jeder Arbelt» gebcr kann soviel Stimmzettel ab- geben, als er zurzeit Versicherte bei der Kaffe gemeldet bat. Legitimation Ist nötig. WilmerSdors.Berlin, den S. November 1909. vor Vorstaad. Wegen er. Tuckern, an», Vorsitzender. Schriftsührer. Bestimmungen deS Lag) deS Statuts 37 Sie, Brnst'KuraiiicIlcn. 5500 not» begl. Zengn. bew. d. vorzügl. Erfolg bei Husten, Heiserkeit, Keuchhusten. Paket 80 Pf. Dafür angebotenes weise energisch zurück. Zu haben in Apotheken und Drogerien. 114/5* Vertreter und Leger: Bich. Thiele, Berlin 8. 63, Bärwaldglr.». Tel. 4, 19. Mine Marls: wOehentl. Teil« sahlnng liefere elegante fertig» Herren« Moders Ersatz lOr Masnb Massaafertlgung. Feinde Verarbelluna unter Leite. oretkU SchneldermeUtor. J. Kurzderg Rnenthalerstrast» 4J, I. Etage, direkt ata ßackeschen Markts Kein Waren- Kredil-Haus, Bei Barzabluh« _— 1v% Rabatt 1— Große Firma vergibt durch Privathand Beeke» jeder Art, t-urdln cu, Teppiche, 8t«rcs, Portleren, lillder und Uhren. Ohne Anzahlung bei kleinen Monatsraten.* Keine Kalstcrer. Offert. U. W. tOO an.Vorwärts" Ipidltlo», Auguststr. 50. *HygieiWche: Bedartiirtlhei. NeuoiLKaialog -- ab Ods 4/99 Anrnen- unb �ratijiiitibfrri von Roberl Meyer, nur Malianutn-Siraßt 2. Line 3&3«rh wöchontl. Teilzahlung liefere> ole�nnte tertig-e ngssM-CNligslldSsi Ersatz für Wtast. H.»»kertie«»»s nnch Mnv./ Tadellose Ausführung. Jal. Fabian9j Schneidermeister, Gr. Frankfurter Str. 37, II) Eingang StrauSberger Platz. II. Geschäft: 1'iiraistrsßo 18, L Etage, kein Laden. Preisliste 18 gratis. Wäscherollen, Wasch- u. Wringmaschinen liefert als SpcKlniität in neuester, praktischer Ausföhmna: zu außerordentlich billigen Preisen Kndolf Knapkc. Berlin 8W. 19, Seydelstr. 7, s. Spittelmarkt. H.Pfau,!* ®c"" BircksenslraUe 20 »wischen Bahnhoj Sllexanderplatz und Polizeipräsidium.— Amt VII, 13739 ssOr Damen Fmen-Bedienung.• Aeserant für alle Kraukenkaffen. �50 M. die Parzelle direkt am Bahnhos siLWb' iVassvnIiviÄv. Bin täglich zu den Zügen ab Ctett. Bahnh. 10.44 u. 12.40 am Nassenheider Bahuh. zu tresscn. Fahrzeit nur°/, Std. Bes. Wollt, Oranicnbg., Berlincrstr. 52a. j 1 I t; • k.. Ä'.vÄJt'.»«« r Cigarettcn Beste Qualitäten Er schmeckt vorzüglich. Da ich selbst Kaffee nicht vertrage, sah ich dem Eintreffen der Probe Ihres coffelnfrcien„Kaffee Hag" mit großem Interesse entgegen. Ihr Kaffee hat meine Erwartungen weit übertroffen, er schmeckt vorzüglich und ist tatsächlich frei von schädlichen Wirkungen auf Herz und Nervensystem, so daß ich ihn Patienten, die nervös sind oder an Herz- oder Dünn- darmkrankheiten leiden, aufs wärmste empfehle. Spandau, I)r. meck. K. 115/s Seit einem halben Jahre wird in meinem Haushalte nur noch Ihr„Kaffee Hag" getrunken und verschiedene berannte Familien sind unserem Beispiele gefolgt. Der Geschmack des Kaffees ist vorzüglich und vom cöffern'haltigen Kaffee nicht zu unterscheiden, wie verschiedene Proben bewiesen haben. Irgendwelchen Einfluß auf Herz und Nerven habe ich nicht beobachtet, so daß ich mir nach wie vor den Genutz des Kaffees gestatte, während ich das Rauchen längst aufgegeben habe. Gentzrode, 12. März 1909. M. H., Rittergutsbesitzer. H.&P. Uder, Berlin SO. 16, engel-CIfei* 5. _Tabak-GroßhandInng und Tabaktabrik. Raacb-, Kau-, Schnupftabake, Zigarren, Zigaretten.'MiZ Vorteilhalteste Bezugsquelle für Wiederverkäufer.* Größte Auswahl gelagerter Zigarren in allen Preislagen. [kannten Marken AgArSttSN �Origlnalprei.en. Amt IV, 3014. Höchste Anerkennung finden bei allen Rauchern Manoli Cigaretten Spezialmarken: Sandy, Fix, Chic, G5bson Girl. Eingeführt von 1191L* den französischen u. italienischen staatl. Tabak-Eegien. j Jedes Wort 10 Pfennig. Das erste Wort(fettgedruckt) 20 Pfg. Stellengesuche und Schlafstellen-Anzeigen 5 Pfg.; das erste Wort (fettgedruckt) 10 Pfg. Worte mit mehr als IS Buchstaben zählen doppelt. ) Kleine Anzeigen ANZEIGEN für die nächste Nummer werden in den Annahme- stelfbn für Berlin bis I Ohr, für die Vororte bis 12 Uhr, in der Haupt- Expedition. Lindenstrasse 69, bis 5 Uhr angenommen. Verkäufe. 5,00 prochtbolle Selten, 9,00 SancinbcHcn, Daunenbetten 12,00, Aussteuer, Damastbezüge 3,90. Nur Psondleihe, Andreasstraße achwnd- breitzig. 2734$ Landbett, zwei Deckbetten, zwei Kisien, zweischläfrig, 18,00, grotze Laken 1,00. Banerndeckbett, Unterbett, zwei Kissen 27.00. Psandieihe, Andreas- stvnfjl! achtundbreiszig. Annoncenbor- zeiger vergüte Fahrgeld (tinetronen, dreistammig 4,50, SawngaSkronen 7,50, Gaszuglampen 8,00, Gaslyren 1,45, Gaswandanne 0,55. Fabriklager Große Franksurf er- ftraße 92; Filiale RavenKstraße 6." Borwilttsleser erhalfen 5 Prozent Exlrarabalt selbst bei nachstehend aus» gejührten GelegenheilSkäuseu. Teppich. ThomaS, Oranienstrage 160, Oranien- platz. Teppiche, jarbsehlerhasle, jpott- billig._ Gardinen, StoreS, Musterexemplare, für halben Wert. Fellvorlagen, große Partieposten. �Plüichportferen, einzelne Paare, spottbillig. Steppdecke», Musterstücke, spott- billig.__ beachtet vor- Borwertsleicr, stehende 6 Anzeigen. LS305f PfandlrihhausÄrebber, Küslriner- platz 7, spottbilliger Bettenverkaus, Gardineitverkauj, Wäscheberkaus, llhrenv erlauf, Deikenberkaus, Schniuck- lachen, Goldsachen, SWersachen, verfallene Psänder. 24921? Teppiche k(seblerhaste) in allen Großen jür die Häljle deS Wertes Teppichlager Brunn. Sackescher Markt 4. Bahnhos Börse.(Leser des „Vorwärts' erhalten 5 Prozent Zlabatt.) Sonntags geöffnet!» Gaskroncn ohne Anzahlung Woche 1,00.— Rielenlager. Louis Böttcher(sewst). Betriebsleitung Box- Hagenerstraße 32.(Bahnberbindung: Warschauerftraße). Filialen: Pols- bamerstraße 81, Rixborf, Kaiser Friedrichstraße 247._ S754K" SZoridhrige hochelegante Anzüge und Paletots, aus serniien Maßswsfen, früherer Preis 60—90, jetzt 20—40, werden täglich im Kavalier-Klub, Unter den Linden 61 II verlaust.* Gx'lra verkauf!! Winterpaletots. PspudleihhauS, Chausseestraße sechzig. weltberühmte Eintaiissquelle. 2306K* Totalaiisvcrkauf. Restbestände Tuch- und Plüschportieren, Garnitur 2.65, 3.75. 4.85, 5.65, 6.75, 8.50. 9.50 usw. E. WeißenbergS Portterenbaus, Große Franksurteritraße l25. 2861K» Tüllbettdeckeu. extra groß. 1.95, 2.25, 3.35, 4,25 usw._ Erbstüllstores, entzückende Aus- sührungen, 3.45, 3,85 4.50, 5.25, 6.00 usw. GardinenhauS, Große Frank- furtersttnße 125. Riesenposte» Gardmenreste und einzelne Fenster(2 Schal) mit 10 Prozent Rabatt, Fenster 1.25, 1.85, 2.25, 2.75. 3.50. 4.50 usw. Gar- dinenhaus, Große Franksurter- straße 125. Abfallteppiche 3.25, 3.85, 4.50, 5.80, 6.50 usw. TeppichhauS Große Kranksurterstraße 125. Plüschteppiche mit kleinen Färb- sehlern, 10 Prozent Extrarabatt, 7.50, 9.85,11.—, 13.— ,15.— usw. E.Weißen- bergs TeppichhauS, Große Frank- jurterstraße 125. Tnchdecken 1.25, 1.75, 2.50, 3.50 usw.__ Plüschdecken UM. 185, 6.50, 7.83, 9.25 usw. Große Ftanksurter- sttaße 125. Ätesenposten Steppdecken, Wolle und Similiseide, 3.25, 3.85, 4.50, 5.50, 6.50. 7.85 usw. Große Franksurter» straße 125._ Massenverkauf von Möbelstos resten, Linoleum- und Läuserstost- festen zu Spottpreisen. E. WeißenbergS Teppichhaus, Große Franksurter straße 125._ 7.50. Jacketlanzüge. Winter- Paletots, Hosen. Joppen kaust man zu staunend billigen Preisen im Monalsgarderoben> HauS Sommer- seid, Oranienstraße 18. 269611* Monatsanzüge. Winlerpaletots, elegante Gebrockanzüge.Hosen, Winterjoppen, größte Auswahl sllr jede Figur passend, zu enonn billigen Zreisen nur im MonatSgarderoben. 'aus Sommerjeld, Oranienstraße!3. ohrgeld vergütigt. 2697K� Perbrecheu und Prostittttion als soziale Krankheitserschemungen von Paul Hirsch. Preis 2,— Mark, geb. 2,50 Mark. Expedition Vorwärts, Lindensiraße 69._ Winterpaletots! Herrenhosen I Psandleihhaus, Chausseestraße sechzig II Winterpaletots k Herrenanzüge I spottbilligst I! Psandleihhaus, Chaussee- straße sechzig 1 1 Wiutcrpalctots k k Bettenverkaus I spottbilligst!! Chausseestraße sechzig l I Winterpaletotö lkTepvichverkaus I Spottpreise! I Chausleestraße sechzig II '�Ssinterpaletots k k Gardinenoer. kaus l Chauffecstraße 601!_ Winterpaletot« k! Wäscheoerkaujl Ehansseestraße sechzig 1 1 WiiiterppletotSk l Uhrenverkaufl Chausseestraße sechzig 1 1___ Gäskocherhaus!!! Geschlossene ZweilochgaSkoiher 1 5,00. Einlochgas- kodier I 0�0. Gasbügelapparat I Ge- IchastSausgabe, spottbillig I Ävblaner, Wallnertyeaierstraße 32. 2817K' Teppiche. Die Restbestände einer Teppichsabrik koinmen zum schleunigen Verlaus. Preise bedeutend herab- aesetzt. Plüschteppiche, ganz schwere rplalstät: Stubengröße, früher 18,50 ------». 02,75 43,50 j-v*—■——.■■//— Lange. Chausseestraße 73/74. Steppdecke«, eigene., richtige Größe, 3,75, 4,50, 5,50, 7. TeppichhauS Georg Lange, Chauisee. straße. 73/74. 2828Ä* Herutaniiplaü 6. Staunendbilligste Psänderverkäuse l Lombardwaren! Riesenauswahl WtnterpaletotS! Jackettanzüge l Gebrockanzüge! Herrenhosen I Burschensachen I Extra- billige Bdienvenäuse! Wäsche« verlause! Brautgeschenke I Schmuck- fachen! Tascheirnbren I Ketten- auSwahl I RingeauSwahll Frei- schwingerl Hochelegante Teppich- auSwahll Gardinenauswahl! Plülch- tilchdecken! Steppdecken I Kunstbilder! PelzstolaS I„ Selbswerstöndlich I' Jedermanns allerbllligste Kausgelegen- heit! Hermannplatz 6.-.Waren- verkauf Sonntags ebeitsalls.* flOI* Möbel. Teppiche, Polstermöbel, Schuhwaren. Gelegenheitskäuse, Pali» sadensttaße 46. Littaucrö Räbmaschinen ohne An. zahlung, gebrauchte spottbillig, Ska- litzerstraße 99, Warschauerftraße 67.' Betten, Stand 11,00, zwelschläsrig 16.00, Kinderpaletols, Anzüge spott- billig. Leihhaus Osten, Gubener. straße 3a._ 23396* Ohne Anzahlung, Woche 50PIennig, Bilder, Spiegel. Ferner: Möbel, Polsterwaren, Tevptche, Gardinen, Steppdecken. Tischdecken. Bettbezüge, Portieren, llbren. Gaskrouen, Herren- gardcrobe. Weber, Prenzlaucrstr. 25. Besuch, eventuell Postkarte. 2537Zk* Teppiche(sehlerhaste) Gelegen- heitskauf. Fabriklager Mauerhoss, Große Franlsnrterstraße 9, Flurein- zang. Vorwärtslesern 6 Prozent Zxtrarabatt. Sonntags geöfsnet.* Steppdecken billigst Fabrik Große Franksurlerstraße 9, Flureingang. Gardinenhaus, Große Frank« surtersiraße 9, Flureingang. S491K* GasbeleuchtungS- Gegenstände, Hänaegasbrenner, Zugampein, mo< dernste BronzegaSIronen, Gaskocher kauscn Installateure und Händler allerbilligst Großhandlung Baumann, Alte Jakobstraße 125. GeschästSI-ntei, Engrosrabatt. 2361 St* Sozialreform oder Revolution, von Rosa Luxemburg. Zwecke durch gesehene und ergänzte Auslage. Preis 50 Pf. Expedition Vorwärts, Linden straße 69. Billige Hosenwoche. Hochelegante Herrenhosen aus sechsten Maßftoffen 7— 15 Mark. Versandhaus Germania, Unter den Linden 21. 23576" Borjiihrige elegante Herrenanzüge und Paletots aus sechsten Maßstoßen 20— �0 Marl. Versandhaus Germania, Unter den Lmden 21. 2358b* Letzten Auktion verfallene Winter« joppen, Winterpaletots, Herrenanzüge, Stiefeln spottbillig, Psandieihe, Prinzenstraße 86. 125/1* iL.(10 ganzer Stand Betten. rot-rosa gestreistes Inlett. Laken t.OO, Gardinen, Portieren, Teppiche. Psandieihe Prinzenstraße 86. 125/2* 27,00 Landbett, Daunenbett 9,00, schöne Betten 5,00, feinster Art, Bezüge, Laken, Steppdecken. Psanb- leihe Prinzenstraße 86. 125/3* Verfallene Herrenanzüge, Paletots, gutgehende Herrenuhren 3,35, Wanduhren. Taschenuhren, Ringe, Keilen, Operngläser, Goldwaren spotibillig. Piandlcihe Prchzenstr. 86. Fahrgeld wird vergütet._ 125/4* Singermaschine, Adalberlstraße 34. 8,00, tadellos, 2353b Plüschtischdecken, staunend billiger Massenvcrkaus! wundervolle, bestickte 5.35, 6,75 bis 13,50. Gloriatuchdecke 1.55. 2,25 usw. Tepbichhaus Richard Wols, DreSdenerstraße 8(Slottbuser- ior). Abonnenten Rabatt. 2798* Monatsanzüge, Winterpaletots, Gehrockanzüge, Joppen von 5 Mark an, Hosen 1,50 an, Burschenanzüge sowie Anzüge für korpulente Figuren. Abteilung in neuer Garderobe zu staunend billigen Preisen bei Wein- garten, Gilschinerstraße 72, Hochbahn- station Prinzenstraße. Fahrgeld wird vcigütct. 284451* GescbfiftsverkSufe. Wasch- und Plättanstalt sosorl zu verlausen Nostizsttaße 42. 2297b Parteilokal billig zu verlausen. Näheres Torsstraße 28a, Schulze. Zigarrengeschäft als Filiale zu übernehmen; erfragen Spedition Andreasstraße 17. +36 Restauration mit Vereinszimmer, für Parteigenossen passend, Markt- balle gegenüber, krankheilshalber ver- käuflich. Auskunst Pücklerftraße 18, Lokal._+1 Schankgeschäft, kurzentschlossene, zahlungSsahige Käufer, welche wirklich reelles, nachweislich gutgehendes Schankgeschäft billig lausen wollen, ereilten Auskunst Katolschke, Michael- lirchplatz 10. 2352b Möbel» Möbelansverkauf wegen Schau« sensterauSbau.kompIetteEinrichlilngen, Einzelmöbel, bunte Küchenmöbcl spotlbcklig, GaSkroneN, Firmenschilder, Schaukästen, Bogenlampen verkäuflich Mobellohse, Weddingplatz, Neinickeir dor+erslraße. 2699K' Auf Teilzahlung Möbeleinrichtung, Stube und Küche, 15 Mark. Verliehen gewesene Möbel spottbillig. Berolina, Kastanienallee 4!k_ L0l7K tvlöbrltiictileret.Harnack.Tischler- meifter, gegründet 1901, Stallschreiber- straße 57(Moritzvlatz), liejert kom- pletle Wohnungseinrichtungen zu llnüber- Enorme niedrigsten Fabrikpreisen. troßene Leistungssähigkeit. Auswahl. BorwärtSteser 3 Prozent. Kein Laden, Verkauj Fabrikgebäude. Kleiderschrank, Bettstelle, Verliko, Schlafsopba, Tisch, Stühle, Teppich, Stores. Nachttische, Bilder, Kronen, Ladeneinrichtung, Waschmaschinen(we- nig gebraucht). Großer Saalspiegel (Kunstwerl), Ladentische, Laden- einrichtungen sür Stonditore», Bäckereien, Bar. Möbelhaus Diana, Danzigerstraße 14, Seelowerstraße 14, Spezialität: moderne Küchen.„Vor- wärts"leser 5 Prozent. 2724b* Gebrauchte Möbel aus Versteige« rungen, Schränke. Vertikos. Tische, Sofas. Schreiblilche, Buchersdiränke, BüiettS.Garnckureü.Bettstellen. Waich- tciletten, Bilder, Kronen, Teppiche, komplette Wirttchasten bedeutend billiger wie überall. Lennerts Möbel- speicher, Lolbnngersttaße 55. L327K* Wollen Sie komplette Einrichtung oder einzelnes Mödelstück per Kasse lausen, so mutz man Lothringer» straße 26 hingehen I Billiger wie im Möbelgeschüst! Jetzt stehen viele mittlere, auch bessere Einrichiungen kolossal billig zum Bertausl Aber Hausnummer 26 und grüne Schilder achten, da mehrere Möbelgeschäfte in der Sttaße existieren! Verlaus Hos, Speicherei und 6 Etagen! 231 5b* Salon, 1 Jahr alt, sür Hälsie des Wertes! Ausb-wahruugs- Speicher Lothringerstraße 26, tzos Kontor.* Speisezimmer, eiche, wie neu, sosort 450. Ziusbewahrungsspeicher, Lothringerstraße 26. Hos melden. Herrenzimmer.6 Monate alt, vom Ingenieur, 380. Lothringerstraße 26. Ausbewahrungsspeicher. Hos melden. Schlafzimmer, echt, noch neu, lächerlich billig! Aufbewahrungs- Speicher Lothringerstraße 26. Hos Kontor. 2219b* Gneisenonstr. 10, Ecke Nostizstr S. Grau, bekannt als beste Bezugs- quelle. Kassa und Teilzahlung. 17l65t' Kleiderspind, Sofa 10,00, Kom rnobe, Küchenspind 4,00. Palisaden- sttaße 23, Tapezierer._ 125/5 Möbelgelegenhcitk Wenig gebrauchte, guterhaltene Möbel, auch neue, einfachste, eleganteste, belieben gewesen, verfallene spottbillig. Riesen- lager. Lombardweicher. Neue Königstraße 5/6, Fabrikgebäude. Sonntags geöffnet.(Zahlungserleichterung.)* Fahrräder. Herrenfahrrad. Damenfabrrad einmal benutzt 40,00. Holz. Blumen- straße 36 b I683K* Geschäftsdreirad, äußerst stabil. 50,00 an. Holz, Blumenstraße 36b.* iVfusik. Pianio, gut erhalten, Blülhner, 350,00, zu verlausen Jorksttaße 45. vorn I. 114/15* Biese-Pianino weit unter Preis zu verlausen Französischestraße 15, I rechts. 123/7" Sprechinaschinen 10,—, 12,50 usw. Große doppelseitige Schallplatten 0,40, 0,75 usw. Teilzahlung, Tajd)e, Lands- bergerstraße 40._+138* Biolinuiieerricht(neue, doppelt fördernde Methode bis zur Vollendung) gibt erfahrener Künstler wöchentlich, auf Wunsch auch nur eine Lektion a 1,25 M., bei zwei Schülern je 75 Ps. Offerten unter D. 2 Expedition des .Vorwärts*.(* Verschiedenes. Englischen Unterricht für Anfänger und Boroefchrittene, Einzelstunden und im Zirkel erteilt K, Swienty, Schöneberg, Sedanftraße 57, III.* �«»»ilstopferei von grau KokoSky �chlachteinee, Kursttaße S, HI. Parenlanwat» Weyer, Gckichtncr« straße 94». Wer Stoff hat? Fertige Herren- anzüge 15,00. Wagner, Schneider- meister, Lidstenbergerilraße 9. 124/1* Platinankauf. Gramm 3 Mark? Rixdors, Hermannstratze 68, II rechts. Jeden Donnerstagabend großes Gänse-Ausschieben, Stralauerplatz 3, Robert Kühn. 2334b Nähmafchinenreparakuren.sach gemäß, schnell, billig, auch außer dem Hause, Bellmann, Gollnow straße 26._ 1963K* Leihhaus Merkur, G. m b. H. Große Franksurlerstraße U6(Pfandleihansialt und AnkausSabteilung). Sohe Beleihung für Goidwaren, ilbersachen, Schmuckgegenstände, Ubren, Herrengarderobe, Pelzwaren, Wäsche, Lexiken, Klaviere, Stoffe, Wareiiposlen. jeden Wertgegenstand. Ununterbrochen geöffnet.* Teilzahlung. Anfertigung ele- ganter Herrengarderobe. Marens, Dragoiiersiraße 10a._ 236/12' Komiker sttaße 147. Schwartz, Kopenicker- 23496" „Balzö". Vollsjänger-Gesellschast Manteuffelstruhe 4l.+1* Die gegen Herrn Lange geäußerte Beleidigung nehme ich zurück. Jurs, Lichtenberg, Herzbergstraße 151.+23 Hebammenreform. Alle Heb- ammen erhalten gratis und franko Aujklärung und Probenmnmer. Heb- ammenzeitschr+it Brünn(Oesterreich).' Vermietungen. Wohntinxen. Sonnenburgerstrafze 27 3«, 3«. 1- Zimmerwoynungen, sosort, später. So i d i ner j> ra s/ c 16, Eckhaus, 1-, 2-Zimmerwohiiung sosort, jpäter.* Limmer. Leere Zimmer, Küchen sofort Zorndorserstraße 21.+23* Lchlakstelle». Freundliche Schlafstelle. Mädchen, Frau Mendt, Steinmetzsttaße 36. vorn III._+101* Möblierte Schlajstelle, auä, sofort, Strelitzersttatze 51. Frau Zeile.+69 Mistasesticbe. Parteigenosse sucht möbliertes Zimmer in Nähe Stralau-Rummels- burgS. Offerten Parteispedition, Alt- Boxhagen S6.+126 Deutscher Buchbinder-Verhand. Zahlstelle Berlin. Bei der Finna„Union", Deutsche VerlagSgesellschast, Filiale Berlin, Lernmittel« Slbteicking, sind wegen Nichtanerkennung des Tarisverttages und Weigerung der Abschließung eines Werkstuben-AkkordtariseS sür die Arbeiten, welche nicht im Buch- binder- Akkordtaris enthalten sind, Differenzen ausgebrochen, die zur Arbeitseinstellung geführt haben. Der Betrieb ist gesperrt! Alle Lernmittel, die in dieser Firma hergestellt werden, sind als Stteik« ai betten zu betrachten und zu ver. weigern. Desgleiche» folgende� Zei« tungen: Gummi-. Farben-, Sttoh- Hut-, Steinbruch-, Erzbergbau-Zeitung und Photographilche Industrie. 24/13* Die OrtSverwaltung. �rheitsmurkt. Stellengesuche. Ein Mädchen sucht Stellung als Dienstmädchen. Zu erfragen Togo- sttaße 73 bei Beyer,+81 Stellenangehots. Deckenrohrer sucht Hollhaus, Halensee, Karlsruherstraße 5. 2846K* Fardigmncher, nur beste Krüsle, verlangen Nenmann, Hennig u. Co., Jcughossttaße LI,_+1 Marmorschleifer, tüchtige, aus Bauarbeit, verlangt H, K/norr. 2350b Rahinenmacher. der auch 5tteis- säge schneiden kann, verlangt Grosz, Jakobstraße 7. Alte 2356b Blusennähertnnen verlangt Ratajezak, Boppstraße 4 IV. 130/6 Daiiienhcmden-Nähertnnen ver- laugt Falkplatz 1(Gaudystraße). Geübte Kinderschürzen. Näherin (bunt). Goedicke, Gormaimsttaße 12, Hos IV._+133 Achtung! Holzarbeiter Wegen Streik und Differenzen und gesperrt: Knopf- und Perlmuttfabrik Hinze, Schinkostr. 8/9. Bautischlcrei Wollenburg, Wal- demarstraße 55. Modelltischlerei Bormanu u. Karting. Gerichlfttaße, Thcater-Dckorationcn von Bamch, Alle Jalobstr. 133, Böhm u. Träger, Posenerstt. 27 sür Möbeltischler. Tischlerei und Bodenlegerci Schlichting. Gotzkowskystt. 7. Tischlerei und Bodenlegerci Timme, WilmerSdors, Gasteiner Sttaße 6. Parkettbodengeschäste und deren Bauten: Firma Kainpmcyer: Holstciiier User 15. Roscnfeld n. Co. Heina(Breslau). Leffer. Sämtliche Betriebe in den Arten Luckenwalde, Rathenow und Magdeburg. Gleichzeitig ersuchen wir die Kollegen aller Branchen der Holz- industrie das VermittelungSburean des gelben„Handwerlerschutz- Verbandes* streng zu meiden. Tie Ortsverwaltung. Achtung! Knuarbtiter! Wegen Streik i» Luckenwalde sind folgende Baute» für Ein- setzer gesperrt: Firma Kenniunn: Steglitz, Filanderstr. ZI. Eharlvttenburg, Suarez- und Pestalozzistr.-Ecke. eeiloltner. » Piiiidcncr Str. Cinilsmana. Firma lillli«?: „ Ternburgftr. Li). „ Wattzstr. ZI. Sohänielt«. Berlin. Tenefelder Str. pskl. Firma Genoffeiischast, Luckenwalde: Charlotte» bürg, Philippistr. 6. Boskow Kaiser-Friedrtch-Straffe 19, Bau Heinrich. » Witzlrbenstr. 1, 3, 33, 3». Der ttauvorstnnd. Achtung! Wchmbtt. Ztrickerinnta und Ulihtrinntu! Bei der Firma J. Elsbach, Görlitzer Str. 52, ist durch Maßregelung sämtlicher organisierten Slr» beckerinnen der Sport- Abteilung Streik ausgebrochen. Zuzug streng semzuhakten. 197/12' Die Ortsverwaltung. x/crantwortlichcr Redakteur: Emil Unger, Grunewald. Für des Jnseratenteilperaytw.: Th. Glocke, Berlin. Druck».Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsznstalt Paul Singer& Go.. Berlin SW, y-MMIPNhI •g-O-'J•asiTAUBit 'qjzzlumvqusSuvT!'piuso.t® �ji® IS a,j,öuvz'iafcliS'aiK(Z 'g-'l'ZqivaiuZijinZ pq a5jsa»clfBaS>iaB|t NI aijaauiuae 'aaSMffi jjoqis-jtz>v?e MmhijzzzI •fl-l•apiajuoi.injt '508 �j'zzjjnvhz, SNvhssjvhijiiZjZL) K.HvZS goJ :iii3ltjsK ■LZ ssivai! -»ZljNvhZ'UZSvhUZA0F»30ZN Tll>uz ■TS'eiHiuaaaa®-!®'luuvuiazH xuoH) HiivhaziizaiPA uing ijZix fi•ajlßutgu'xvZNJ pmjfe ijszL "S-'i UZtziSoih-jqioÄ'paqnajg g g•aajatoqoi®-q ziBjt '.�!T?ivÄ ■g-'R'JZlUZ�lZgA-y.UOt|.>|B|£ («S0»T hlD 8tUJ3qi3§ ijZiß (|Blfl3i|3|)0 pn«-|J[opsiqBK .MjaoQjaanaö rnn'uzhiüoztpjzqvg $J _•aSjBJijJmouH.t® amo] •ojs'uzavgßiwhivik UZ? ttg Ijoiß •g-g-jJoptiiqBn: •jrjja© ftuojffi �vgMZZltZ« qnoJ) zqvoijöuvjizSogi'hd® •K'l uaqajfif pozchzv»IDJ03 zHlHMVA •aaqaaiquiaf�-uaqqiüi -«lt-iaz/z Bttjä-quß ulpogi JQÜJ® •aailiaig H anv�aik -pauhaW-huL'ßujjß lauaqio® •nBaaqqn'T •jaaadJaB ßnoyuaklytpJ •apiB�iuaqani h-timgz]Jn0nu •UiqqaiX g piopuaAtq�i ■fi-aijaiiaa®'«p»;® ,jüSny 'ä! Mopun VuaiJaB aiBjo« aniü 'g''g'Ä-iaquapuii (Ivo®) jjgMoinutlj)®]1VJ 5j3q3p3|jj-'isujv-jaopuadaii juaitjafl apjog aM 'g-'g*ap(BAiuaqaiq[ •ßiaquaqmg ypA •g-'O'apiaiJa�qaji johuhvs mo'aaiacj Jpqniß ■g--X*apBaua»qarf •)aaj aivzog'DK •g-'g•Saaquaiqafi •j a o a c}) a B ainjog am® •uaaua'i � aivgnU-jg 'SS0J3-'q3|lDZ'jJ[optsAaj}aT[ •89 0)])lttivs'aBaoj•§ *u;uqai uuvmhaF *g-'l'«ojjo)® uq ujqqa'i ■-UiDpoma'gnnq «gjjo�lliaja®'o]ivh-ooi2 uo)U]S 'IS �IjuaihyM '8]«�® huJ'ua).iD®»gaiquoDSfe S PjuaihyW'gnoqgjo)® gjaq® •g-'X'z�piqavi •.IMttaoifc®''aaSstaA aiMJ •.qo]h-jq]vM�onv)jazL'uuvwxo)® 'g-'g-a�uBqt -ulaijoagoU I JljftjD® QU« YIVlBh-NK johzjv® •g-'X-JaoquatpUajj q iqB.uaSuB'f •.DjBaag;'iiom_ ■?infp® nin® huL'ayohgh-pqapZ SV®'gnotjuatziilp® ga)jij 18 aipaumjyJ'Banquah)ozß 'JA.« SaaqwpuB�j •qjujaia huL'Bnxy uai]n mnß g-g•a.mqapB'i •uuDmgi®-»Biqasjjrij�i •Banqiiaqvix'jJJHi •jsjoj-ngjos•|Jopuaziiii-»| •laq 10)0,1 uiay g-'i pdf* -BBpsqos'q aasiiaiuulBAzg qa BS)uvonv,ja)x: i a i» •jaaaöJaB h)vuoG qun)3)o� g.qaij •(Laaquaa,®- W n-Q) �qa»a;azg hioaiwib •g-'Q-'g-nommaayf ' laaj lojoi uiajj 'fl-'X•qa|ü*mBaijf qvltjlvH jobjj juoiiirjjaiß •g-'X■aajNatf-'aiq laq Snjqüfq.io�i ä- X saisiajna� •qnogaqioßt, UaiG:aiuo]OU- i)oilpjilaqiiagx nvuya® si�-B-siA-jjoiqajuaquayx si�-o-si� SonqüaqmvOU g)v)0K 'K-'i'Aimvaultv�l'n-'i piuaagizq ,jooqsSli)i,a,»auilp® S- X'pinaafl�-q ,ipnqaqoajsK •g-'X'jpuaitqjs q)jnjua|ou{fl5 piuarto«'S johsm)aq„szz •jaoJ a] b] o i aijB •g-'X-qüiuadpH •uooqia® ä»j®'hug'gnohuaynh-® gaM •g-'X•i»a«BBq •laaj'aaByazz-wW •aqzBmuapnF-q L.mqua»!«� puiun®'„uqBqualig ang" •oajqre aaiavoch®'pah-iaM q�q-»« (•quiaid®»-qwo3) zj;vi>jp»>j oioquBo® JOB®'„tziuhijapaiun" 'ßW'ffi uvpjpqzz qu»aact®-'qpoJ ijopsqao� •po) a!B)0J qua aq,z poactlaS ioquqB® uw aiaqpnhz® ijaiß a-N'»Pfajaaiworji •130) JBJ01 U,aV •g-'X'asnaiqa� aa.uou •qaBjK- AiouqjBiflM •jqiiuep® ao)]u® •g-'X'ua|wa}f--|5j 'UUVMNVO: SUv5?'ÖUp!! 'mphoaiBa® ijojqj® iiBjoigoqapajj •g-O-d-aiopbim 10)01 eaqi!® n gnBquaftvhi® •tmipni-iwiBD) BlZBqqaAi� lUBOnBilay; gmmaizz 'H-'0"'d'H P'««?»»»» •oaihn«)-uuaH-huJ'aqvhijaZ •oaiqizuaioBcuqil-i-hijo®'xvoU'Q (lov®)«UBwaqia® loqjjD® •g-'X'iJopuaqakqa�i •paaqjaB a]B)oi ajjj •g- g-laopsiuBH '99 aaD»smoj«aa$'ijsaio.tqo® qg 'paq'BqiS tuujg•ququaiioni))j3}ß "g-'g'XsaoqsiaBjf 10)01 g,a8aittf LqwsaüZ- quoz•joqspiBjf ■oa)UBjs gaqiiBjig •(öoaqmaici®- gnqpo®) jaopxuuBH HistiL e«C5'ainoöf'fpltnaq•« �ijo® •g- g qaSBAl 'ßa® oauito®'uuouioaljo® qun DODjßj'uoach® ua�iam mnF 'SoqaaxBL lao'j 3iv)oi avzg •g-'g-ap,aA«a«»p '9'oqlh-ioqaiig'oapis stioZ ■quß'gmiqgjjBqjlnaja® ganajß yis'Äg ■8T/SI a l)oo)J qoBjfe'aUay huL'JuooiiujjaiG.joDjg •apa-aqoo)J »oapiuattqjs qun-qjuqaag'uaqa] qjua®")ou8g)ioffi oa]uq)gmuoqoö /..,•pjfppqap.y 3p®-)0V® ajaog Bni® quL loqigiuuBqoß> uapo®-oaBonxx ö 380.1)1 •uoojj ujqo®-qug!lO)0]goqa)oag) •g-'X•iBqgwjuiiBqop •o)juapoi®'aBuui johUB® •IBqisiuiqaBop •oa�omoamiu®® 'oaJjBjj uah-qnaq imiS Joqijo® ■(•CHuapni�ß�nög) Jjopuaqaiuttp •uuBju'uaqiim tung •(■933''JP2) ua�aBSoddojjf Uta)® g-'g'd *3aidd«qa«uaqo|| laoj ajojoi amg g g •Bti«qiipq38uaqo|f-na|f 'uat«UBqupq9si(a<(0|{ 'h-puBoZ-quö'U3(pgg)fp)qi3g , �. 1'*•«»Jqioai�jß (ohSIZ).JoqoaBou® mn»"-jja� ■(uqnqqoojg oaq uo) g- g i.iopuanauuaqoq- •ßoaqua|n® wn8 ua�hqitzzjaqiaF g-g*apniquaqo(f laoj 3)0)01 amg g-'g•uaj.iB3?i[.)w,iin qiaJoaJiojs'uunutwcT'® ■gnnqjiJoqijnala®'tz-iin® iqoatzT g-g-iaqu,HABa»«»a» 'l£-qDckwH'qjlar ßnjg "iS �piwoiZ'aqua 5 'g-'g'epiajauaH •3gBO)p3uijoag] ■Boa® mo'a�Jaia opa huF �inh-® •fi)-0)10)101)0 agnßiqg'xuohijooL'h-iaouaqiaq •g-'g-gavp�uuaig •aqgoßq]o©•©'ßonqp)h>B® ong g- g'sXlop«aqa,ililagg •oamqqa chuF oalwji uah-jinaq mnF paoackja® 'ßoMqiogz'u])ua]Bg;'ooiq-juo® 'guL'WYllo® suanJ'ajoia L 'g-'g-'d-sa«p«S,iiBagU „. ttonooös'hoJ WoS'nooo®)|jopsiuioK •jaaBqoaqc} jajuö 'B-'O-'J-puBioSiaH ■uamgi-qiaß iuu8 joq •Uo©'oaqn® gaimo® ixoozg ijui® •(öoaqiuaoäZ-KnqpciJ) Pia|wqa;au|d|i "TS'lUJ�oquaqioy;'„uaiooßuaquii lang"{uoonoijaiß'uuomnay; o'pQ •g- g-lAopsaauiaig •UlJlai® quß tiaoilp® oaaajuabiiia� 'UUVMZövM paqojfi-guß'YochjqioW umg •g-'g-uaBiiBqpuBS -aasuaSijiaif •)ooagjaß oa)a® qun luo)a]g •g-g'(pioa) aasuaSn jdh qioaigmg-, jnn® juoonojJajß •aqa® gx •aunmqnoas eis)unono)l3{£ •gnng gafpjma® 'ejnfc® 01)3••IB)oi»oq')oaffi »MMKoaqD g aiqnraaajfafi • 1800®) Diqooauo® flBJ •&iaq|aABH fpititoäj aaqnoj) floijploaißag'h-iomaH•® ♦g- X'a»Biqv t)0)ö.ia®) 'uoqnf) ohoMhuß'nouq,i®-q lioohsoaih-W aqoojß-quß'nounoQ-qloquaiuioooB •ap�.Mljgjioqapg qun•Jogugo® Iqooqo®•© huß'gnogoaBoß OS)•oilmiaqnsE 'nouoa® pqß'auoaaox luoonojian; •ei'oil.iapiuaqgy'onoynogin® ß •Büß',a))oiai)DO® ong')uv.ino>ja)ß •fuoog ß-äuß'fifi uij.iapmaqoH 'ap®uau!.ioß g:io)oigoga)oaa.-qoK »-X'nBuqao DHU»•ua>q>p n! uoijl)UiuiO]tqion a>q uo Bpiakqyol>q>ao uavoij >üiz aq>)iB)>3aqsaiq uai)00® oaßuoooaq Suiuioijuooa® pq'oiqoq uaiqajqma mm qjou uauchauoaiun nt uaiq moß uajoi iSooS oBi] Iftiiu uapoo-b aoaqoiB aBq •uo) oaqo-»oMoaxz■.guiaoa®'quak . u i o q ualJouaBiaioo aiq ojw uaqmjoa gaoqaf'iaij qjo uajjaB qqirawuno® gaq ajojoi uaßioqn am--- •'ßno))oo<2 gpo«E'AN maihBT*|UDonB)Ja)ß zBuinitzi® ■3gBO)joauooq?im!® 'iooquaßomnlp»'qiocuaiino® 9)03 •oijoaqoqqua�uoog'joulgio® Z>q-B-8)q'uajon© oaqoqguaSuoog •9-1 aqoot) •oaqoqzn)oaqiiH'(athauju�luns ))W) uuompfpijffi-quß'looqqjo® 'S'o)loaqoqßn>oaqilF'Jooquaß •oorngj®'uajai© huß'snoqqin® 1'0)loaqoqKn)oaqnH'Jooq •uaßOBMhi®'ijaiß'snpiaqnH 1® squiJ ,00-9),® •(jooquaBooiuq)®) g atjooi) -oaqoqqnpaqnH'up® 0)03:>a)X g-'X'PlWAiaunafp ■tmü 03)0®)UD.tnO)j3}fi •g-'g«uji® qapiaqunAO •.»jm-S h-Dnaq 8 qtjD®-'Bunß gs g- g'q»aqauoq»$j--j� •ajui® qoiln© sjooaqja® laSuaiß) 8uoog Iiailpl 03)3® hl�ß oajqij ua8,iDai(pt iun8 ia)oH ■(?nqai')onjjuoog) «O B|jopu»naj�-*jn ■fOt'0)jaallnoh3'oaifpijg AaU) ÖS'0)13)0®'JooquaoqoQi vtqajog ,, t,„ 1/0 ioqugu® '»JoSmJjbjs")uoono)Ja®'NO® m® •g-'X•opiaiJiopqai'j- a» 'Öagpojß'qjp® uaqjJjnacE 8 Jofjjlt)® •(iSJOd-BIJOS) ■oaiqre oa8ooaig-®'uiapj Ijoqjs •Ux»qu j)-q a-I 130(>0)01 may g X Istg I M I»»»»»»-» 1301 ,0)01 u,azz •g-'X'«sassUi-��oa»» ',aol 10)01 uiajj •g-'X•j.iopuoqpa-q 'pouvH qun uuouitz>)a® •aqjomuapni pq.uoxpof) •uuowgaiffl quis huß'Joquaqun g-X«naiiOf» •puaitjaß(mouno®) ß.iaqtpljn® umg •g-O-d-»«I®» 1-01 3)0)01'11)8 •(NVPNF.NVIVZ) B.11100 � �-01 Schi DO, in® •(0i«iaa« fcnog) jJopMiqofj 'ET 0)1100(2 Iqimhz®)jnßna •q-B-s;q quoioßia�-nazE 'S-'« Pvo® •huß'jooqßugB�-g mogiavßnuk •S-'X3-il-v0!?M'o ua)0Bvu38us0M 'poachaß»p)jusqviL•)j.i?(! g-'X aaliaBBnMuio il0)lpiquB0)A g-x•iqoi-squgz •g-'g'sua» -ltooT-xz-huß 3 0 i3)o<ä quoo® n gnohuatzitz® •»«joj iaoj3iB)Oi'nmg®'(nopni-nops) apiB.ivjaxsut� ',301 3)0)01 3))», •g-'O- d"»naquaquM, luoonoijaß.jooqony'noj® ■gnoggiloqjlnsia®'auggö ig g- g-«BuasqaM •8inq)®:,a.ig ,»03chlaV chig'3- guß'oaßgoiuapn;'aigz •g- ll-'d'»M»q«laF '33li03Ninoono>l3®'(i)8ai3ioooi".ig .ll!q-jPmoi2 umg' lazoH'38)nq>®'g g-'g'aii«aiqa»Ä«B� laoj 3)0)01 uaDugn 3,(Z •ßonguaquoo®'haß'uoajto« g uaq ng—•ßoaqugjj®'® guß 'uaquji 8 uaq ng riooadjaffl g-O-d PI»» ■aSaa�i quaSBquaqfBj* •pol»ßonqgjooj)" aiq onjß •SaaquaqiB�f laoj)0)oi guuom ■y® oun ,3.13000®'aSinfp®•» •(,j.icig.nuoa®) oiu'j 8üdeiide. T.-B. Sitte Sofale gesperrt. Summt. H.-B. Alle Lokale gesperrt L'u�dort Zum Kaiserhos, P. Gapieiki, Kaiserstr SB. Tegel. g.-B. Strandschloß. BelleBue"am Tegeler See und Haimisek, Hauptstraße, gesperrt. Tegelert. g.-I. Rest. Bellevue.— Rest. Leuchtturm. — Rest. Schwan. Otto SchSne, Scharfenbcrgeistr. 9. Telteu-Seel»«!'. T.-g. Deutsches' Wirtshons, Inhaber Reinh. Preuß, Bcrlinerstr. IK (Versammlungslokal). VerkcBrslolol: Wilhelm Bonow, Zehlendorserstr. 4. G. Kupsch, Hoher Stcwweg 10. Tempeil>«f. T.-g. .WilhclmSgart.'.Hans Schneiderest, Beriiiieiitr. 9. Fritz Sipe!!. Bcrlinerstr. 41/42. Tempi»«. Alle Lokale gesperrt. Tielwcrder a.H. P.-O.-g. Rein Lokal frei. Trattendorf (CottbuS-Sprcmberg). Otto Rakonz. Ti-ei»!»!«. T.-g. Emil Schulze, Gescllschastshans, Bahndosstraße. Otto Wolss, Zum Kronprwzen, [ Bahnhosstraßc. ,. Lehmann, Bahndosstraße. j. Gleiche, Bahnhosstraße. B. Gräsc, Badnhosstraße. W. ßiittncr. Bcrlincrstraße. W. Fromm, Schützenhaus, Ber. lincrsiraße. I. Hirsch, War». Ww. Hanse. Zossenerstiaße. B. Rudolf, Plantage Clistow. H. Gras, Beeützerfiraße. Tpept«m. T.-g. Ww. Graßmann, Aienstr., gesperrt. Alle anderen Lokale srei. Tpeae« bi-ietse en. Fr. Lobbes, Berliner Vorstadt 2. Gm't. Norcnz. Brcitcstr. 254. Triebe!. Sorau-Forst. Hotel»Zur Post". 1 etzdorf. H,-B. �ägerßeim", Jul. Schmoll.. Va I en t i« w w erder. Frei. P.-O.-B. Vehlefanz. P.-0.-8. Hcinr. Peelich, GesellschaflshauS, Ausbau, srei. Paul Schlötlke gesperrt. Veite«. P.-O.-H. August Paris, Louisenstr. 17.— Otio Miethe, Karlslr.—®uft. Tüdbicke, Breitesir.— Grunow, Wilhelmstr.— Gericke, Bergstr.— R. Thiele.— H. Otto.— P. Weihmann.-- A. Conrad, Louisenstr.— Rädeke, Bahnstr.S. Vetxelia». Vcrkehrslokale: Schützenhaus und Gasthos zum deutschen Kaiser. Waidmann*!«st. g.-B. Rest. Schweizerhäuschen, Dianastraße 28/88. Zum Bergschloß, Inhaber Rud. Heinrichs. «anälili-Vanillllttee. kl.-k. Rest.„Terrasse" gesperrt. Alle anderen Lokale sind srei. W ann*ce. T.-B. Fürstenhaf, Jnh. Philipp, König» straßc 40. Bairischer Hof, Jnh.: Wollcnzien, Giienickersir. 10. Gust. Koch, Chousseestr. 2 a. W ein meist erhör«. P.-O.-B. Benthin. Welssagk, Sorao-Forst. M. Kanter. Weissensee. I.-B. Alle Lokale srei. Welzew. Coltb.-Sprbg. G. Model, Gasth. zur Grube Clara. H. Pseiffcr. Zum deutschen Kaiser. August Pötschik. WensieicendorT. g.-g. Alle Lokale gesperrt. Werder a. d. Havel. Schwarzer Slblcr,(Jnh Koch), Fischcrstr. 98. Wemenehe«. Carl Schlottke(sr.Wittcnberg). Wernsdorf. T.-B. Rest, am Crossinsee, Jnh. Wilh. Schramm. Schwcdlcr,„Zum Oder-Sprec- Kanal". We*l«o»v. (Cottbus-Sprentbcra.) Restaurant Franz Winnenberg. Wildau. T.-B. Otto Schuhmann, Wildauer Hof. Otto Heiser,„Zur Dahme". Wübelmaberg. H.-B. Alle Lokale srei. Wilhelmshagcn. H.-B. Alle Lokale frei. Wilhelmsrnli. g.-B. Alle Lokole frei. WilheimMrnh(Oberhav.). Jnh. Kieker gesperrt. Wilmersdorf. T.-B. Louisenpark.Wilhclmsaue 112, Jnh. Dasc. Vitroria-Gaitcn, Wilhclmsane 114-115. Spicheim- Säle, Spichernstraße 3, Ind. Stcchert. Zur Klause, Hildegardstr. S/g. Wilsnaek.(West-Prignitz.) Bätjes Gasthof. Wlttena«. g.-g. Zlkbert Schulze. Hauplstr. 23. Ernst Witlchow, Oranienburger» straße 100. Julius Eberhardt, Lllbarser» straße%. frei. Friedrich Schulze, Oranienburger» straße 88-89, gesperrt. Wittenberge(West-Prlgn.). Centrai-Halle(Gutiche) u. Reslaur. Bürge» garten, Sttehms. Volksgartcn und Landhaus. Wittstock(O.-Prignitz). Meißner,„Zur Eisenbahn". Woltersdorf(Dorf). g.-I. Me Lokale srei. Wolfersdorf(Schleuse). H.-B. SSoltfisbrnjer Mühle und Hotel. Kranichsberg gesperrt. Alle anderen Lokale srei. Woltersdorf(Luckenwalde) Alle Lokale frei. Zdckcrick a. O. A. Hinze. Zechin(Frankmrt-LebuS). Brauerei Frievr. Buchholz. Zeesen. T.-B. P. Lehrend, Gaslh. z.. Palme. Zehdenick. Restaurant Buchholz. jlmtSfrcihelt. K. Kavier, Rest, zum Vorwärts, Daminbaststr. Zehlendorf. T.-B. B. Micktei, PotSdamerstraße 25 (Waldesiust). WilH. Micck, GcsellschastshauS.Karl» straße 12. Otto Schöne, Potsdamer Chaussee, Ecke Derskingerstraßc. Zehlendorf b. üebenvaids (H-B.) Rest, zur Eisenbahn. C. Osten. Zepernick an der Stettiner Bahn. g.-B. ,LumPaiik-Schlößchen"(Ostcrtag). Zernsdorf. T.-B. Verkehrslok.: JuI.Knorr, a.Wasser. Zeuthen. T.-B. AlbrcchlsHvs(Spethmann). „Zur Dorsaue", Jnh. Lindcmamr, Dorsstr. 15. Zielenzig. (Ost- und West-Sternkierg.) Vcrkehrslolal: Restaurant Tietz. Rest. SchätzcnbauS. Zinna(Bloalei'). August Heinrich. Zossen. T.-B. Verkehrst okal: Kurzner, Baruther« straßc>0. Zühlsdorf. g.-B. Alle Lokale gesperrt. Ziiüiehan. H. Klopsch, Mosauerstraße. Zniebusch. T.-B. Gärtner, Berliner Schweiz, am Seddin-See. Berantwortlich: Richard Henschel. Berlin dl. 58, Ueckennünderktr. 17. Druck: BorwärlS Buchdruckerei und Berlagsansiall Paul Singer» So.. Berlin SW. 08, Lindenslr. SS. Alle Kokale, die keine« Saal haben, find frei!"�gj Lokal-Kiste für Kerlin und die Provinz Krnndendnrg. Tluszegeden am 9. November 1909. Obmann der Kommission: Richard Henschel, X. 58, Ueckermünderstr. 17. Alle Mitteilungen, Anfragen ze. find für Berlin an daS unterzeichnete KommisstonSmitglied deS betreffenden Kreises zu richten. Für Kreis Nieder- Barnim an Hermann V'liaS, 0.112, Blumenthalstr. 24, sür KrelS Deltow-Beeskow an Earl Rohr, Rirdorf, Eelchowerstr. 15/1(5, o. IV; für Kreis Potsdam-Ost-Havelland an August Paris. Velten, Bahnstr. 8. Die zu den genannten drei Kreisen gehörenden Orte sind durch folgende Buchstaben besonder? bezeichnet: Nieder- Barnim— N.-B., Teltow- BeeStow-- T.-K, Potsdam- Öst-Hanelland — P.-O.-H. Für alle übrigen Orte sind Anfragen usw. direkt an den Obmann der Kommission zu richten. Zur besonderen Beachtung empfehlen wir folgendes: Die in der Lifte mit einem * bezeichneten Orte dezw. Lokale gelten als frei, jedoch ersuchen wir die'Parteigenossen dringend, Vereins., Werkstatt» oder sonstige größere Partien nicht nach diesen Lokale« unternehmen zu wolle». Zu jeder gewünschten Auskunft ist die Kommission jederzeit gern bereit, nur müssen wir darum bitten, alle Anfragen möglichst frühzeitig z« stellen. Diese Liste ist biS znm Erscheinen der folgenden aufzubewahren,«nd bitten wir, von de» in der Zwischenzeit eintretenden Aendernngen Notiz zu nehmen. j/okalkommiFsto»». =================== Berlin.—- I. Wahlkreis. DräselSFestsäle.NeueFriedrichstZö. Louisen-Zelt, In den Zelten 9a. Palast-Theater, Burgstr. 24. Zum gold. Löwen, Jüdenstr. 55. Lolal-Kommlssions-Miiglled: Paul Bartsch, Lesstngstr. 32. 2. Wahlkreis. Anhalt. Ressource, Möckernstr. 114. Bock-Braucrei, Tcmpelboser Berg. Bohne, Hasenheidc 45—47. BonackerS Fcstsäle, Blücherstr. SI. Gliesing, Wasserthorstr. 08. Goßmann, Kieiizbeigsti'. 48. Gramkau. Steglitzristr. 18. Heitinger, Schönlcinslr. 6. Gründer, Schwerinstr. 13. Habels Brauerei, Bergmannsk.5-7. Happolds Brauerei, Hasenheioe zs/88 Hochbahn-Rest., TenwelhofrrUfer 80. Hosiäger-Palast, Hasenbe>de5'2/58. Kliems Feslsäle, Hasenheidc 18/15. Königshos, Bülowslr. 37—40. Leuchtlurm, Kmtane-Promenad.t 5 Markgrasen-Easino, Marlgrasen- straße 88. Mürichs Festsäle, Slcglitzerstr. 35. Carl Nißles Festsäle, Dennewitz- straße 18. Naabcs Festsäle, Fichtestr. 29. Reinhardts Neues Gescllsch.-Haus, Hasenheidc 57. Eniil Schmidt. Lindenftr. 3. Schnegelbcrgs Festsäle, Hasen-' Heide 21, Jahnst. 8. Unions-Brauerci.Hascnheide22/3l. Vitt aria-Brauerci, L ätzowsx 1 1 1/ l 2. Lokal-Komm.-Mitglied: Heinrich Schröder, Bergmannsir. 9511. Z. Wahlkreis. Alexandrlnen- Fcstsäle, Mexan- drinenstr. 110. Arminhallcn, Kommandanten- straße 58/59. Beckers Fcstsäle, Kommandanten- straße 02. Berchts Rittersäle, Ritterstr. 71/75. Berliner Klubbaus, Ohmstr. 2. Titv-Hotel(O.Holzty), Dresdener- straßc 52/58. Deutscher Hos, Luckaucrstr. 15. Dresdener Kasino, Drcsdcncrstr.9S. Dresdener Garten. Dresdener» straße 45, Jnb. W. Pastcrnacki. Englischer Hos, Nene Roßstr. 3. Feuersteins Fcstsäle, Alle Jakob- straße 75(Jnh. W. Kube). B. Frankes Fcstsaal, Sebastian- straße 39(Jnh. I. Meier). Fstrstenhos, Köpcnickerslr. 187/138. GesellschaslsdanS, Prinzenstr. 94. Gewertschusishaus, Engeluser 15. Graphisches Verelnshaus, Alexan- drt»>nstr. 44. Gralweils Bicrhallcn, Komman- dantenslr.77/79(Jnh.Haberland). Trupes Festsäle. Annenstr. 10. JanitSzkieioicz, Mclchiorstr. 15. Insel Festsäle, Jnselstr. 10. Jndusirlc-Feftsüle. Bcuthstr. 19/20. Kellers..Neue Phitbarmonie", Köpcnickerstr. 90/97. Köpcnickcr Festsäle, Köpenicker- straße 127 a Kvpentcker VerelnShaus, Köpe- nickcrftraße 02. Lüdlkes VereinshattS, Dresdener- straße 110. Luisenstädt. KonzerthauS, Alle Jakobstr. 37(Jnh. Jak. LIS). Märkischer Hos, Admiralstr. 18 a. Meyer, Oraiiienslr. 108. Michnel-Feslsälc, Michaelkirchftr. 89. Neues Klubhaus, Kommandanten» straße 72. «Zum Alcraiidriner", Alexan» drinenstr. 37 a. Lolal-skommissious-Mitglied: Carl König, Urbanstr. 93. 4. Wahlkreis. Tüd-Ost. Bebrcnds Festsäle, Manieuisclftr.95. Borchardt, Köpenickerstr. 158. Casö Ollsen, Vor dem Schlestschea Tor 2. Crulral-Festiäle. Oranienstr. 180. Gleve,„Süd-Ost", Waldcmarftr.7tu i4raumann, Naunynstr. 27. Grünauer Garten, Grünauerstr. 14 Jndustrie'Fcstsäle,Mar!anileiistr.31 Mariannen< Feslsäle, Marianneu» User 2. Max Nawack, Manteuffelstr. 9. Naunynscstsäle(Böhm), Skannyn» straße 0. Oranien-Salon,OranIenstraßet7® ZIeichenberger Hos, Retchenbcrger» straße 147. Sanssouci, Kottbuserstr. 0. Schocke(Drachen barg), Vor de» �chlesischeu Tor. Schuhmacher, Skalitzcrstr. 120. Walter(Urania), Wrangelstr. 9/10. G. Wollschlüger, Adalbertstr. 21. Oft. Albambra, Wallnerthcaterstr. 15. Albrccht.Gcscllschastsh.,Langest.10® Andrcas'Fcstsälc, AndreaSstr. Lt. •VU3(tl30»ZNvh »«hyhis! ßZM�- qun„Z?nvaT � in« SNvy,jv(Z''„johzz,jo>iz" ipa; •g- H-aau�aa Mh-qoih-jqivW gsm® •g-'l'apinAiipf» taiattlaO amoxi ZM •B- H*o«I-»Kt '(pph.ilM A johuaqum �ja,x 'Spl«»&igqz uq lajancdsDasia •apaqqnj aahnaj'jiaqa® jjnßtns •B-B'fljäqsnejjsq p»«p«a»S»� -uaiaaZ'ua;iüt)8];oas ßaaqoahiZ '8•njaaqpiaj( jojoigBuTijiawti) •aaffi it'gaqaj.taa) co-.ojjaaqaaai 'fP!S'»�IdüSS•wß* tuDinujJatg 'apiBAii�iaqg ■joqjqujs goijBJ© ijrtadla® (eiaquaa)5;«® n»'a) uas�oaqf '(Ivos) T JÄojuapn-i®'aBunß inujj *aa8aij(i 1") ZVZ0F uiay a d. Ivoy 'Osjoj-dcjos)|.io|>Miuoa •)aij(jnuDjs lam�ctny;) •H- o-'J•n»!!-*q8*«iJ'q«n H«» W l qvs�z- qqsz) nai{aua»8|ci puaitlab amo?'018 •g-'J,•nasiiBqaajs« •aqu}j5 uatnjaB ant juoanDjlaKj 'ua;,w0aaj!tt)s ilmk(UBitrotjoy; •amqvff )aaa«IaB aivzoz? ama •B-'l-raaiqBO (�oquaqvT-naie ahaiZ). 'g-'X oassoz q|Jopaäqit(f TxiatfJaB'Moz'018 «O v uaswoaa •Buuqoa;-ah-iaiqstzvgx'klnkpI fmtuüoA uajnB q(fuiS'aann® qo« •jno�patuoy'qt«j]oy uuag •auoay ans?'ajunuany -ßnvquaftytpZ'aqoig-01® 'tz'W-mg'aafploa® 'gm-qg,lvh>j0aja®'Bupoffi'K •snq»»«� •aljnajjaaünofis)'jqunuqua® •St aqvaijuaBv,uviib iqoavL •jpnjsnav-niJjwii» T'l'IVZ0F a0)g a- H •pBai"Kg'aqqqwpnauos) •jqiuifp© mohx■«'«; g'g SaaqtjpuBTi-lIV |aq ap|a|nBff aiuo[o� ■qpj'W-qm •g- X•orqqajx'q"»J«!!.) •jaaj'joqijo® ßaah-t,L (•nvxnF.nvivD)>«,»AA,,as> '„mnvquaqum mng"'aauaam •„qozx uasiaai mng"'uKy-Z -IimiaH-huL'aqnqkpaigz ani jjaiß lumuqgBmoy *«u-h-?Slh!-qi'S'''f?Hp2 iuvik •„tupquoay az-pjinaT"'pfi�-y •„johSiavy"'aamaiss •„uajaooaajjojy"'qqioqnjß 8 •aa!lvyuah>jtnaq-«h,jv©'gsaixZv!ix •uaqjqipamaurotjny xqiioxx ounaz :)Duujo)a(jiU)iip2 quvaT«16 ■9S'a,j'h-j!lBuD 'aajqoy huJ'fplaio; uatliaai mng "SS'aijfpaDjfit'iqailqm?'S •mmvqgBiuoy'Jiaom saqaaJsJjaaBanquaHoiaoqj)'moqvhiA •a'9i"\LlfL BacuaaiaBax'auqgöt cz •„jaDdgßunBpuB]•„snvq -dlvW"'68/88 BamaapBax'judjj Z -vg;"'gg BacuaaiaBax'aajqaig-Q „uaiavBgaiqvaZ 78/18 illa'qjn?! '(Busiaoy) aiDW'tiuotjiffi aijnBntx 'tS■.i))(puqaug aajioy'tintpg I "ISW'S"]'„aajDiqi'ja" 'Of Bagj aajaBax'po� maaS 'aajjnvhI aanvquvdI'aagnMd�ag •„aqqvax.qozx") VZ-wq -Mos"'8'atjuarnjoa;'h-jiav� 18 •g-'X•3aiU|iia>)0|Jwql> •jaaadJaB ajDjog 30)5 •a- H-ÄOJBO 98 aijaaqaW'a(p)'!(V ljuaz, (•Sigpffi�nog)•qnnin,> •htvagps qaonq®'SvlIS •qmaactS'qHO® Moq;»na«J� •aqvaijuaquig■oiopn�'aqiojy 01)3 :uv uajqjja n! quij uaBna/uiS •.gnvqaaiiamhiD'''tpjinay; chne (gnqaji'janjjUDag) (•e,aa,h?I zav�x)-AioqanH ■)aaact(a0 al0io0vvA 30)8 •«98 aitaapiuaitoy'apozg'h-ük 7t-aipatjunyD'upzy jß: igaqajaaaj a- X'»»HM?'? Aioqanji •laaj 3]oio3 30)5 "fl-'H(aiUOIOJ) qana •jaa} apios aore g- g'qanjf •„hiuuiaH uaiuiagz mng"'laBoiß 7•aijuoo,x'aau!\ny jjua® ■g-'H SqsquvF-Mlaq aiqouiqanjg •>aaj 3)00'iimos g-'X-/tjaji •juoanD)j3(£»U3)ao@ g.BaaqmoZ •apiu.uKjaqsg laq ztj.iji ■tp.m'qo» 1« 'Daqqqi-Daqng �aopMiuaau tt ia)jaaiaoqgiujaq)!gV"t"'uu'1I'£B •aBaaqaaH-ioa)uag 8 aSoajj »aaqatmwoogg'a)hnM an? joqjjo® ■il aqoajl .aaja->qgm)ah0W'qlw>oBiaH?joZ •t aiJuajaD® a©'anoqaaßan® •05 ajjBaa®'uaiaoßgnoffi •jf p« Sjn4|aapaBj;{ ■aiomfjiß-ag g- g.j MioxtPH ZfajJl'ltHC5'iqi8'm�®'l50MÖojä5-)8 "H- O-'d•iniuaoa-tpaiwuJOH ■}aal 3)0)05'HB g- H•apiBAi*|«aoH •gnohijo© chtinaq'mainqoy lim®. •g-'H'i.inp�H.intff 'ihvyooig;'„hnauaipg" luoano,) -aiß'I3)U3ü5 iaoI: lojoigaqaiaaa g-'X-»aopsaqoa gviZ, a-H* •31UD{b aaq uo gnoqgja)® g-g-»jnquoquBia •paadjaß 3)0)05'WS ■g- H-,—rqol?a •„uapioBgaiqoao�"•iinchA F •g-g•aapao.Buoqaja paadjaB 3)0)05 30)8 •g-'X«Äopaia •39oa)I <3)]'jffi'oojg Cuoag:]0)0igaga).Ü2i IBqzBa««»a taaaqlaB 3)0)05 uaaaquo 30)8 (■qaojß) aijaauhokaoM'unaag � a-H'»joptoia »ajnouaagz-q aaiojqjo® n uajaoS »IpJaiij 31010J'3)0)03 uaaaquo 30)5 qaaadjaB uapoßaajioy g3lug)I 'g-'H'BBiiaea •uaddgy johljo© apiEABBtSll'q qanjqüoqjaa "lojoigaqaiasa •(ugmoja?®) aatqaiiu)© mng •g-'g(aiaoio]) apiofiraaa •30!W)UoanD)j3)E •g-'O-'d'naomaj] q zt»®a laaj 100I uiay 'g-'X'Aioqsaaa cgs-qjMpnag'qiiaa®)qo)Z TqtJo® "K*1«III®®« "l'aj 3)0)05 30)8 •g-'X'SaAiuapiqawuiuBa 05 aSoaij -Jao®'.(jrugaaiqojß*'uoizjoqaZ y a-u«laop�Ba (BuzmwitziI-013) U3mg5 t joqjio® •OpjBAlSUJrY „qoqaaA-)uoano)j3)L opanmjaSuv ■(13300*? pog) mnog uaugaB mn?(ogilo© g-X•jaopxuqB»s-»|V •J.U3qj39 3)0)03'HU •O B»pibaa -uajaa� tag tjuBa-»IT 10)0igah3)a3g;'iU35»3)« B- H»IV •aijaaunaa«'gmpy;iD)0iaqa)a33 g-g-aaaqspuB�i-�iv tg aijaaaioqny;'(guaqqoax) uapoN-uajjoaaax ipioigahaiaag; 1"!'Pio?'HU •g-'X'sqanian»»kV •uuomohx)iaoano)j3ig qun gU3s,N5 qoauo® qaaadja© •oaa, maaS:iD)0)gaga]a3ffl H- O- d'Äoaao-av •)ogoqoß MI8'33)03 h«U,3S •g-'H•apfa.jsnaaqv •qpjgaaiqwqg johuhoA MN'atzyh-S'L'Pomqn�-ijau; •M'aijuoqaT 'hijBuas ino0'laiomaqqoa� mng •09-aDpaomsis'aauPj® kuoag-huL'03,30© 33)099.3319)8 Ot'Soa,)paom -SIS' eNOhS,joh-)03>3'© 933 daK 'St'atjp'vmgiA'inoy tß ts•aj)paouig!ffi'po8,)n59U!3,i0gg5 •g-X-xoqwaipv *Sjnquapu8JS zuiAOJd ts/os 3803)1 »qivW'uahSoitzjqioT'gaqag® L •33015-0130�1(5 0)jnBN)5 SPD'81 aqoatjuaoqtpi®'apuix •63 aijaauiiaas'aaijNM ijuaZ -ssmneqI asisssx.'ustss� gaaj'P)05 uaaaquo 30)8 •taaaqjaß 'gß'aijidnoH'nuomaaaft qun »qozaaA"'»uapoBqipqaugaaJioäj* •uatso •g- g•jaopuaqaiutaa uchjoK 18 ijaiß •g-'X-AA«qa»,� raq apzBAAllaqaiaa '330008'18 •hug'm3)2 u?8oaB mn? johijo© •3?ui35)N0(5-qu))'1130105■? qtio® •g-'X'uaiiBa •GnoqqioN 91)9010):� •g-'X'a®paaAi9uB|qanBa *6'q/aoma 910(35'aßaaqaaS-ioaiuag ■1 1■ajjonoqjqjoiqjj 'U3)aD69))o(g guuouuaqda ■q?Ji)poj®-quL'1)0)0 a0D()aiy •AiouaqtBa imsaiy MN a Mo®: 19393)33(5 •laaj 3)0)05 30» g- H •afqnic japioptmqBa ■jaaäqjaß'joquqo® mo 'Hl® n aiqgquaao® laaj 'jqiaÄ uaqoaB mng'qa,© uuoqoS g-'g-jaopwuqBji •330)))® 0)13'BN3)33MM0>Z MNg •( ssojg- qoüiDZ)«tiopua •|333dJ3ti 'kaomhiZ asqoqug'„qnagmpqi!®" 'fl-'H'Staaq�pnBi -»IV"9 fanaqapBa 13339)36 3,0)05 30)8 (•9iu0u?b=-ss)•zintnj •33qi3Ulp2)30I •(•Bg3U3i9®»gnq))o©) adtnuj •loquqoK mo'ßtqaig ooijn© -(Stuöiasfe-tjo) qiB.uz|ua •iqaoM Bu® g. g-uapnaua 29 aqauq-T aaq uu'h-jaqaax po® ■�paßanqoaqooaq .TO)ß')U3M3jj;iqO)® gp' 9)(3)g □Biznaa,! •johuapoiaoq® ioquqo® mo 'Xß Mu'ilnog'tllS'U3)3o8ouo,)!f5 '88■ailmpqi!® •33))oy'33)DIffi-ffl®"3)0)0)9393)33(5 H'0- d-maptitoj *36339339103, uag'iqny ,uo3No,j30Z •H B auuia ■91109901333(5 •SBqsi-uniqnuj •AAOHUjq iaq AAOqqiBJJ iMpoßpJoß gqunaag: ,0)0)9393) «äs®—•»9o9§uip9]!®'aaqna® maaH»— 133)30© aaqoaBBmoy 'tqimqj®'S.— tioipo«;' 9),®. "i-'O-'d*aapa®AA«iaqaia '(,9>3399N)6 D) 03,.m©•j30q9p9-I(l5 •g-g-d-�Ivp-iaqa,a -paanoag-ajooH'90,91)332» •uapoßaajsoy tjaiß'auqyy H. •L-'X'»«uaq-iaqa;�. S •kpahiD MC'„aanojjaix uz,ivmng" g- g•llaLBq««.iata� •U30991!®'L •hl>1660)6-qaaL joqijo© •g-'X'»»sq-Zisg-q I9ops9s,sg •;333 9) 3 B 3,0)05'1)18 •Zaaqaz.ia»! 70)05 99)33© 9)09,33® 7qo)]30® aalnqpo®'UUOM935 '0300999-13)6'601)63)2 1)03® •(SazqmaaaZ-snqpoI) /,ia,| ■(?U35) goi9-l)300Ä 9)3)6 n<9ooox) 0)09039-1® 70)0®)003NO)j3)6 'H-'ll'd•aSaaqiiadB� •39000)99®'llOOix 33MO)UO® •()30qg0l9l2) 7j3)6°13v®'33)609-2 7t■3)J9]Uq3U£!«33)lD)S"qgljvPj .)33M3© 33MO)UO®'33)89)6> 3391)8 '88/08'3,j330!i33®')009-jß3iiz .13333303® 913003®')qOO.I®'Iß 7-aDqojfp®'03)3089)10© t/8'®j?N33y"99,)o!pj03)3©'ip9io)6 -33®'.oaq-qgiq-jqpL*'>313)803© 2S"3))33U)|] 70) Maauiju® •.03,j3Nj3Ny mng-' ipoqgaa 9® 6t aßmoaamoT'a'opoy;-joC g-H AkoquB»! •.moaqnT ang- ,oo3no,>3)6 •g-'X'UZ,sz®--3N iaq xw.1 968 Piaauipa®'jasmao® •lg Muaiq�ffi'9tpu)3!(£ IjnBnp •ajjuoqnqi®'(1002) oamotz •quo® 90099)0®'oöomnqi® z •g-'g-ÄaBqBaiBBaq» 733) 3)0)05 uaaaquo 30)5 •„90001139,1912" qun„30)6 uaunaß ang"'iipaß-,5 ipaadja© 'IC I Saaqaapo 733) 3)0)05 uaaaquo 30)8 73339)36 g0)9lj333d2 •g-'g-ap;a.BaB«qa«i!.-q<» •p332 jjua® 78 360.1,) .33, jap®'uajaoBsjio®'aaßm® 30 05 •g-'X 83A1BA10X •taa) 10)05 sajjoa,® '(tj�oL-noaoD) t.IOp«MOV •pBoqoa®— •«5055—*13190�2—«l&Hfi g-H pu�paoq •Ot'3, Mai),!® 33)10)5')3?qo)ß •„pitojfuo®-'9-junx •.Joqgpoy-nsjp"'3)u9o06 8'Hjwpqi!® 33)10)5'301315 huC 7-0139315 „•33)915 U3?3Dw9i)umg"'pawas® D '9)900930© 75-quß'3)3(01 tpm)3)® •s/l aanp-aoiq-®]'89 3003,) -0390,5'900,13® 5'03po6o3qoi5 •oahiqgiUqio® 9030)3, p® •g.g'BS«BBqBttq»§i..,px 733) ,0)05 013Z5 'g-'v-'d'lMoqaagnf) |jopu.Anav- aapaiX >33) quij 3)0)05 uaaaquo 3015 33133)6''.uvqa®' 3339)3® ■a-x-®pi®'�®"ft|i®s-®i»x •8)35 7!«® '„9)o9U3B3ig" 7l3)6!)3(pl3g06 7® '„9)09036319* 90099,3092 mng •g-'X•nsqqj»Iiiqsi.isps;x 'Sips gm 1)010,0393)30® •q-o«■©'90.1933608* '330NM0O®(z'loquaquir,* •uuouwaag 90®'anaaqa® 7)3)6 •jjnpqgnps 9ipp,3!T 7003no»3)6'aijsiojßj •g-'X•amqai.iapaix 31001015'juaag-goß'joqsh-piqapg •BUNffi] gl 300®, -3303lO©'lo99N)339n5'l3NO®7jN© •g-x-uBttiz-uax •qjjoqoqo®'30002 an? joqijo© •(nagnG) •®jpo,5'331909-2 joqijo© •iiidünjf-no v •31)135®'039-69191)910® 7)3)6 •(1M0M309T'N) 3)03,9-2'i jo9tiv© 'g-'X•siqniuu»� •vöiddoy 301)130(� •5NqZ1-19Nt0lI«9X •SjaquapjBif-uaK 733) 01)9332 joqijO© a- i«ii«i»«sx -33)09-2 INO® 7)3)6*(0033)1015 13)05 ( qa�innag!-mmBpnax •3)190©-g'aalioy 039-j>n3q mng •3)31011360® ang 7)3)6'ajai® •00)91)332 qun-qio®'33)005 •g-X Dsssoz q laopuaqBg-nax •990006'9)1®'g-'O-'d" •jJopsBmaag isq qanaqnax •3)30® Ml'O33)j33b0g))U3®, g- g'naSBqaanaK* 70)05 93)9>iu!3)6 (nvxnF-nvivI)|.iops«qav 73339)36 3)0)05 30)5 •g-O-d->-»IP»X •unl'ßaaqioy'3)03�)9)0®» ■uaj'8.339)035'Baaquia®» SS■3,i33)Jnoq® '3)3M3Z5(Z 3390908'uapoöojio® 'S)■®)aio0E'?]09i2 'H-'O-'d•UOBBX •„oaoig ang*)oo.3NO)j3)L •g-'X'uassoz!sq jJopuanaK-isqaBK •pap®'39015 an? joqijo© •g-'g-a.toqaqaunir" 3g03)(33It3099-N®'339006 7! 0)5 •3003,(33)309933)10®'9-j330®'q® H-'H'?Ii»siusl'«PIC •)3.3j 3)0)05 30)8 •g-'X-raiaqiaÄaifBt uaoqogq-®'„quna® aanazg' •uaczn© q jfaaquaqaqi� ?U35 g- H laqujAiqauifit ■-'19006 ua 9-)! aoßiq ang" ipaaqja© '8'N«oPüqüS'Q am!*«n«M-»u«IC 7i3?up4 -U0335 um? johijo©'tz-iuoay•90® •g-'X'aptB-BBattiUX' •3315-I-quß'3)9006 an? 7)3)6 •g-'X-i�«p«.»aigx •>3339)36 3)0)05»BB 'fl-'H'uqBzasÄI LndreaS-Garten, SlndreaSstr. 26. f. Lehrend, Söngerhcim, Lands« derger Allee 156. Bohmomiö GescllschostShaus, Lichtenbcrgersir. 21. Böhmisches Brauhaus, Landsberger Allee 11—13. BockerSGcsellsch. HauS.Weberst.l?. Brauerei Iriedrichshain,?lm Fricdrichshain 22/29. Breuer, Große �ranksurterstr. 117. Bürger- Hof, KüMiner Plah 10, Elisabeth-Gartcn, Elisabethstr. 30, Elysium, Landsberger Llllee 40/41. EngliIcherGarten.Aleyinderst3',27o. gortuna-Sälq, Strausbergcrstr. 3. Gernianiabrauerei.Franis,Allce53, GcIellIchaftShauSLichtenbcrgerst.16 GieSke, Landsbergerstraße 89. Graetz, Gr, Franksurlerstr. 30. Keller, aioppenstr. 29(,7nh, Frcyer). Kern, R,, Große Frankfurter, lr, 18. Kolwios Feftfäle, Gr. Frankfurter- straße 99, C, Koezorowski, Schillingstr. 36. Königstadt-Kasino,HoIzmarktstr.72. Königitädtifches Kasino, Große 'Frankjurterstr, 76. C. Krüger, GescllfchaftShaus, Gubcncrstr. 43. P. Litfin, Mcinclerstr. 67. Luller, Weinstr. 11. Markgrasensälc, Markgrofendainm 34 E. Nickel, Gr. Frankjurterstr. 41/42. Nowottnick, Langeftr. 30. Ofi-Kasino, Frankfurter Slllec 106. Lstbabiihof-Restaurant, I. Opper- mann, Küstriner Platz. Patriasestsäle.Gr.Franksurterstr.SZ. Patzeichoser, Landsberger Swee 24. Prachtfäle.Mt-Berltn*, F.Schmidt, Blomenftr. tv. Rcsiden,-FestIäIeLandsbergcrst.31. Schmidt,„Zum Freischütz", Frucht» siraßc 36a. Scholz, Große Franksurterstr. 74. SchrödersGescllichaftshaus, Frank- jnrter Allee 127. B. Schumski. Langeftr. 65. Tanert, Große Frantfurterstr. 85. Volksgartcn-Theatcr, H. Damm, Landsberger Allee 76/77. G. Wotsi. Kolonie Wilhclmshöhe, Hohenfchönhaufer Str. Ltmmermann, Grüner Weg 29. Lokal-Kommifsions-Mitglied: Carl Rott, Stragmannfti'.'llS, ptr. S.>V»KIKneis. Diefener, Landsbcrgcrftr. 37. A. Ernst, Prcnzlaucrslraße 41. Freiheit's VerewihauS, Dragoner- ftraße 15.[38. Fülitcnbcrg« Säle, Rosen thalerftr. Gefellfchastshaus Berliner Musiker, Kaiser Wilhelmstr. tZ m. RäiiigSsälc, Neue Königstr. 26. KürmS, Luifenstr. 26. KudnS Fcssiäle, Linienstr. 3. Landsberger Casino, Wb. Scheruch, LandSbergerstr. 39. Leydeckcrs Salon, Sophienstr. 34. Logrn-Reslaurant, Kl.Auguststr. 14. Luna-Säl«, Neue Königstr. 7. Müller, Restaurant, Lintenstr. 65. Mündncr, Linienstr. 19. Neues Konzerthaus. Aleganderpl. Pachuras Klubhaus, Landsberger- stroße 65. PhiIadelphia,GreifSwaIdirst.1S8,39 Restaurant„Bürgerbeim", AUe Schönhauferstr. 23/24. Rosenthalcr Hos, Roscnthaler- straße 11/12. slhalerftr. 57. Nosenthaler Vercinshaus. Rosen- Schützcnbaus, Linienstr. 5. Schweizergarten, Am Königstor. Sophicn-Säle, Sovhicnstr. 17/18 Nnion-FcstsäIe,GreiIswalderstr.222 Vcrbandshaus der Gastwirtsge- hülfen, Gr. Hamburgerftr. 18/19. Mendts Pracht-Säle, Münzstr. 17, Eing. KönigSgraben. Lokal- Komm.-Mitglied: Albert Hahnis ch,Zwguststr.51, Querg.lV. 6. XVadlltrei». Moabit. Artus'Hos, Perlebcrgerstr. 26. Ilrminius-Hallen, Bremcrstr. 70/71. Bauern-schänke, W. Küster, Bcusselstr. 22. Danziaer Ball-Salon, Itromstr.2g. Eisschlößchen(Plötzensee). Gieshoit, InscI-Rest.(Plötzcnsce). Kron-Brauerci, Alt-Moabit 47/49. E. Ladewig, Lchrterstr. 34. „MoabiterBürgersälc-.Bcosselstr.b. Moabiter GesellschastshauS, Wiclesftr. 24, Emdnierstr 34/35. Moabiter Kasino, Wilsnackerstr. 63. MoabiterSchützcnhaustPIötzensee). Schüler(Brauerei Moabit), Turm- straße 25/26. Spree-Hallcn, Kirchstr. 27. E. Stark, Waldstr. 8 Viltoria-Salon, Perlebergerstr. 14. Wedding und Oranienburger Vorstadt. MtmannsVcreinshaus, Invaliden- straße 146. Berliner Bock-Brauerei, Wt. II, Chausseeftr. 64. Berliner Nordpark, Müllerstr. 148. Gebr. Cranz' Fcsisäle.liöslincrstr. 8. DcUoffsFcslfäIep5»oalidcnstr.84/85. FunkesGesellschastshaus,Triststr.41 Genossensch�-Wirtsb.IVNordnserlO Germania-Säle, Chaosscestr. 110. G-eiellschaslShaus, Jnh. M. Schäl- zel, Boycnstr.'12. Hosimann, Pasewalkerstr. 3. Hoppe, Seestr. 1. Humboldt-Säle, Hussiteustr. 40. .Hübncrs Fcstsälc, Ehmissecstr. 120. Köhlers Salon, Tieckstr. 24. KaomreysFeslsaal, Eichendorffstr.8. Weeses GesellschastshauS, SckkuIst.LS Milbrodts GeicllichastSb..Mllllcrst.7 Oranienburg. Feftsälc.llhausseest.lk PharuS-Säie, Müllerstr. 149. Raabes Fcstsäic. Kolbcrgerstr. 23. Sachon, Müllerstr. 136. Schmidts Festsäle, Gartcnstr. 6. KarlSchradcrhos.LiebenwaIderft.36 Schreiners BereinshauS, Schul- straße 66. Schultheiß. Seestr. 82. Schumanns VereinS-H., Kösliner» straße 17. Schwankes Festsäle, Chauffeest. 102. 6. Schwarz. Tcgelerstr. 55/56. Vercins-Reslaurant, Wilh. Reinell» Sparrstr. 14. Zum Volksheim, Ackerstr. 123. Zum Schillcrpark, Paul Mann, Müllerstr. 59. Roscnthaler Vorstadt and Gesundbrunnen. Borussia, Ackerstr. 6/7. Brunnen- Säle, Brunnenstr. 15. E. Daase, Brunnenstr. 154. Dietrichs Festsäle, Brunnenstr. 34. Elsasser Lall- Salon. Elsasserstr. 15. Fe», Brunnenstr. 184. Jos. Frankes Festsäle, Badstr. 19. Frischs Victoria-Garten, Badstr. 12. Gramotte, O., Bergstr. 12. Harmonie, Jnoalidcnstr. 1 a. Melchert, Bergstr. 68. NoackS Festsäle, Brunnenstr. 16. Olböter, Usedomstr. 33. Restaurant u. Festsäle, EIIafferftr.26. RocwersFeltsäle,Elisabethkirchstr.14 Swinemundcr GesellschastshauS, Swincmünderstr. 42. F. Schuster, Ackerstr. 144. F. Wilkes Festsäle, Brunnenstr. 188. ZumEängerheim, Vetcranenstr. IS Ballschmieder, Badstr. 16. Bernhard Rosc-Theater, Badstr. 58. Gregory-Brauerei, Badstr. 67 Max Hahn, Koloniestr. 121. Leonhärdt, Koloniestr. 147. Marienbad, Badstr. 35/36(Jnh. Nagel). Schmidt, Herm.. Prinzen-Allee 33. Volksgarten-Thcater. Badstr. 8 (Behm- und Bcllermannstraße). Schönhauser Vorstadt. Arndts Festsälc. Belforterstr. 15. Arnim-Festsäle, Schönfltcßerstr. 22 Berolina- Festsäle, Schönhauser Allee 28. Bier-Sprudel, Gaudhstr. 10. Brauerei Bötzow, Prenzlauer Allee. Brauerei Groterjan, Schönhauser Allee 130(Jnh. Stein). Brauerei Psesserbcrg, Schönhauser Allee 176. Brauerei Gabriel u. Jäger, Oekon, Kondors, Zehdcnickcrstr. 10. Brauerei Königstadt, Oekon. Rob. Liebing, Schönhauser Allee 10. Fröbcls?lllerlct-Theater, Schön» hanser Slllec 148.[garderstr.3. Genossenschasts- Wirtsbaus, Star« Ketsch, Schönhauser Allee 134ir. Kopenhagener Klubhaus, Gliefche, Kopenhagener-str. 74. Macrtins Festsäle, Pappel-Mee25. Obiglos Festsäle. Schwcdterst.23/'24. Pra>er-ThcatcrKastanienZlllee7/9. Sänger-Heim, C. Grunze, Schön- Häuser Allee 156. Schullheiß'Fests., KastanienAIlee2Z. Steuerhaus, Prenzlauer Allee 148' Lokal-Kommisstons-Mitglied: R. Henschel, Ueckermünderstr.l?. W. Otto. Berlliierstr. 113/114. Engel, Gchbornstr. 72/73. H. Schiller,„Eichbornsäle", Eich- bornstr. 60. H. Digmann, Berlincrstr. 70. E. Kuntze,„Am Brocken", Schorn- weberstr. 158/159. Meyer(ArtuShos), Berlinersk. 73. ItBppsi»(O. u.W.-Stcniberg). PerkebrSlokal:„Hotel Karl". Alle übrigen Lokale gesperrt. Hhtdorf. T.-H. Alke Lolale frei. Rtttitgenthsl« H. H. Brettopss Rest. Röntgenthai. Herm. Marx's Waldhaus., R«Mei»tI»»I. H.-fl. A. Kabclitz, Gasthos„Zur Mühle", Hauptstr. 38. Ruder« dort[Dorf). H.-B. R. Marx, Luisenftr. 31. Riid«r«d«rt iKalkb.). H.-H- Grewe, Gasth. z. Linde, Heinitzer- straße l9. Deutsches Haus, am Kesselsee, Jnh. Edwin Schwedersky. Gesellschastshous„Glück Aus", Jnh. Stöppel, Schulstr. 18. Rudow bei Johannlstlial T.-B. Verkehrslolal: Aug. Palm, Köpe- Nickerstraße. Alle anderen Lokale gesperrt. RuhlHdorf, H.-B. Alle Lokale gesperrt. RulKl«d«rt' b. Teltow. 7..B. Alle Lokale gesperrt. Rummelsborg. I.-B. Sllle Lokale frei. Haarainnd[Luckenwalde). Hildebrandl. Maatwinkel« P.-O.-H. Alle Lokale frei. Mael»«eud«rt. [Cottbus-Spremberg.) Aug. Dobring«. Paul Sachs. Macro«(Sorau-Forft.) R. Schönborn, Brauerei. Madowa» T.-B. Pflug? Rest. a. d. Obcrspree. Zur Waldschänke, Jnh. Täldte. Maudberx-Relr-is. Fr. Thiele, Zur grünen Tanne. Maudhausen. H.-B. Waldschloß. Schenkendorf« T.-B. Otto Pätsch(Saal). Schenno(Sorau-Forft). E. Schneider u. E. Gebhardt, (Waldschloß). »SchilfÜioni. P.-O.-H. »Hans Ritzhoupt. »Schmidt, Wirtshaus Schildhorn. »Schröder. Schildow. R.-|. Alle Lokale gesperrt. "Schlachtensec. T.-B. veelibhos, Wilbelmshöhc und Kastanienwätdchen, Jnh. Krüger, frei) alle anderen Lokale gesperrt. Schmareendort. T.-B. Kübler's Wirtshaus, cschmargen- darf, Warnemönderslr. 6. Mindenbaum". Spandauerstr. 40, Jnh. Ad. Pöttfchcr. Schützenhaus, Hundelehlenstr. 20, Jnh. H. Meißner. Schmellwitz(Cottb..Sprembg.). Richard Lueian. Herm. Hosfmami. Sckmertzke. bei Brandenburg a. d. H. Restaurant Gericke. Schn»Sckwitz. T.-B. Gasthos„Zur Palme", am Seddin- see. Herm. Peter. Noack. Restaurant Zum Seddinsee. Muxseldt,„Seglerschloß". „Wald-Jdyll", Witwe Lorenz. Schöneherg). T.-B. Alle Säle frei. . Schöneiche-Schöne- heck. H.-B. Waldschloß, Jnb. Lemke. Schönerlinde. N.-B. Sperrlieski. Schöntliess. H.-B. Alle Lokale gesperrt. Sckttnflie«» b. Fürstenberg. Rest. x'Uig. Stzrüger. Schönholz. H. B. Schloß Schönholz gesperrt. Zille anderen Lokale frei. Schönow. H.-B. Schul,. Schön walde i. d. 91. I.-B. H. Schulz.— L. Liebenhaaeu.— S. BorowSli, Internat. Sports- Haus a. Gorinsee. Schöptnrtl». B.-B. Schützenhaus(F. Müller). Schnlzendork. H.-B. Alle Lokale frei. Schulzen dort h. Rieh walde« T.-B, Kein Lokal frei. Schwaneheck. B.-B, Alle Lokale gesperrt. Schwedt a. O. Deutsches Haus, HemerSdorserstr. Schwiehn». Gasth. z. deutsch. Eiche, Erossenerstr. Gusmo Gondolatsch, Mühlenstr. Wilh. Pansch, Herrenslraße. Weißer.Schwan, Scuischlauerstr. Z. weißen Lamm. R. Weber, Poststr. »Seegefeld. P.-O.-H. Alle Lokale frei. Seidlitz, Landbezirk Soldin. Zum Spitzkrug. Seifersdorf. Sorau-Forsl. Rest. Schober. Scnftenberg II (Ealau-Luckau). BeusterS Gasthof in Sauo. Senzig. T.-B. Alle Lokale frei. Slanien(Cottb.-Sprembg.). E. Fischer: Rest. F. Lemke: Adolf Jurk, Belleoue. Slanaen-Riegeiei» HosfmmmS Lokal. Sonamerfeld[SchwlebuS). Zum Kurfürsten, Bahnhosstraße. Son»n,erfeld b.Krentmen.P.O.H. Brauerei Weber[rci. Sonnen bnrg