Nr. 112. Erfcheint täglich außer Montags. Wrets pränumerando: Viertels jährlich 8,30 Mart, monatlich 1,10 m, möchentlich 28 Bfg fret in's Haus. Einzelne Nummer 6fg. Sonntags: Nummer mit illuftr, Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Bfg. Boft- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Defterreichs Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland& Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Poft Bettungs- Breislifte für 1898 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für ble fünfgefpaltene Betitzeile oder deren Saum 40 Bfg., für Bereins- und Bersammlungsanzeigen 20 A Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags der Erpedition abgegeben werden. Die Erpedition in an Woch/ ns tagen bis 7 br Abends, an Gonna und gefttagen bis Uhr Gormittags geöffnet. Eernfprech- 3nflu 3mt 1, Br. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. An die Wähler! Sonntag, den 14. Mai 1893. " Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. von den andern trennen. Recht schmerzlich muß es gewiß den einstmaligen Fackeltanz- Randidaten von 1884 berühren, deshalb von den Caprivi'schen„ Sauhirten" Räuber und Mörder" gescholten zu werden. malige Fortschrittler, einige Vierzig der liberalen Bers einigung angehörig, war Eugen Richter stolz in die Wahl Es ist Pflicht jedes Wählers, sich durch Einsicht in fampagne hineingestampft und auf zwei Drittel reduzirt die Wählerliste davon zu überzeugen, daß sein Name in tam der Deutschfreisinn" wieder heraus. Ein tleines Häuflein Demokraten, welche die Fusion nicht mitmachen wollten, Daß er noch immer der alte geblieben ist, zeigt er der Liste steht. Die Wählerlisten liegen vom 18. Mai ab in hatte sich abgesondert, ihr Appell an die demokratische Ge- indeß noch dadurch, daß er tros übler Erfahrungen bei den noch bekannt zu machenden Lokalen zu jedermanns Prüfung finnung des Bürgerthums verhallte aber wirkungslos. Die der ersten Parteimanscherei sich gleich wieder anschickt zu aus. Wer bis zum Wahltage, dem 15. Juni, da 3 25. Lebens Kraft zu einer selbständigen demokratischen Politik war einer neuen. Nur vorsichtiger ist er diesmal. Er fucht jahr vollendet, also spätestens am 15. Juni 1868 geboren dem Bürgerthum entsch wunden. Die Parteimanscher des wenigstens den Schein zu wahren. Es soll nicht wieder ist, ist wahlberechtigt, hat aber schon während der manchesterlichen Liberalismus haben allmälig alle wirklich heimlich der Parteiverschnitt vorgenommen werden. Nur Zeit, wo die Wählerliste au3liegt, dafür zu sorgen, demokratischen Elemente abgestoßen. Die Arbeiterschaft, einst angefündigt wird er für eine paßlichere Zeit durch einen daß er in die Wäylerfifte eingetragen werde. Dies geschieht am in den achtundvierziger Jahren die zuverlässigfte Stüße der gemeinsamen Aufruf der Herren Richter und Bayer. Dies esten in der Weise, daß man gegen Vorweis einer Legitimation demokratischen Bewegung, hatte sich selbständig zum Klassen- mal soll der abgestandene Nest des Deutschfreisinns nicht n dem Lokal, wo die Wählerliste ausliegt, von dem zu diesem tampf in der sozialdemokratischen Partei fonftituirt und durch den süßlich faden großbürgerlichen Liberalismus Zwecke dort stationirten Beamten seine Aufnahme in die Wähler- dem Liberalismus zunächst die Herrschaft über die großen sondern durch den Verschnitt mit der herberen kleinbürgerStädte mit Erfolg streitig gemacht. Die vierundachtziger lichen Volkspartei Süddeutschlands aufgefrischt werden. liste protokollarisch feststellen läßt. Gewählt wird in dem Be Fusion war ein Versuch, das gesammte liberale Bürger- Nur einen Hafen hat die Geschichte. Die süddeutsche zirke des Wahlkreises, wo man zur Zeit der Aufstellung der thum zu einer großen Oppositionspartei gegen die Herr Volkspartei schleppt noch eine Ueberlieferung ihres schaft der Junker und Bureaukraten zusammenzufassen, ein demokratischen Ursprungs ein sozialreformerisches Damit der Sache der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit Versuch, vor allem eine„ regierungsfähige" liberale Partei Programm mit sich. Das ist zwar nur noch möglichst wenig Stimmen verloren gehen, ist es un zu gründen. ornamentales Beiwert für die Herren aus Schwaben, welche umgänglich nöthig, daß aus den Fabriken, Werkstätten und Man sollte angesichts des neuerlichen Richter'schen Ges sich längst zu liberalen Manchesterleuten gemaufert sonstigen Betrieben Bertrauen 3männer der Arbeiter rebes von dem" Buge nach links" doch nicht vergessen, daß haben, aber es ist doch einmal da. Wenn es zu einer fich der Mühe unterziehen, für alle verbinderten er es war, welcher 1884 den Bug nach rechts" inszenirte, Fusion der Payerlinge mit den Richterlingen kommen soll, und zwar deshalb, weil er dabei auf die Gunft des das so find drei Dinge möglich: Entweder werfen die Payers Kameraden nachzusehen, ob deren Namen in maligen Thronfolgers spekulirte. Der Kronprinz galt für linge ihren sozialreformerischen Ballast über Bord, oder die Wählerlisten eingetragen find. Verfäume liberal" und ein naher Thronwechsel wurde für höchst wir geniren uns fast, es niederzuschreiben- der Jrrlehren. niemand, diesen Anforderungen pünktlich und gewahrscheinlich gehalten. Da wollte man denn für alle mann afzeptirt besagten Ballast, oder der Unterschied wird wissenhaft nachzukommen. Fälle eine liberale Bartei pufmarschiren lassen, die sich bei in dem neuen Brogramm durch einige allgemeine vieldeutige Hofe sehen lassen könnte. Der Wasserstiefler" Richter war Hedensarten vertuscht. nicht minder fackeltanzlüftern als der Wadelstrumpf" Rickert. Beider Hoffnung auf Fürstengunst war der wahre Grund des in aller Heimlichkeit ohne vorheriges Befragen der Wähler bewerkstelligten Parteiverschnitts. Wählerliste wohnt. Parteimanscheret. " Wir kennen unseren Eugen und seinen Stolz auf die Baterschaft der Spar- Agnes zu gut, als daß wir die mittlere Möglichkeit ernstlich in Betracht ziehen könnten. Und liegen Wenn einem Weinmanscher sein Trauben- oder Besingenicht schon dokumentarische Beweise dafür vor, daß der neue Saft schaal geworden ist, so daß die Stammgäfte am runden Als der Liebe Mühen umsonst gewesen war, als die Bund unter dem Segen St. Manchesters gestiftet worden Tisch Grimassen schneiden und nur noch halb ihr früheres Sundert zusammenschmolzen und dann obendrein nach einem ist? In dem gemeinsamen Aufruf der Herren Richter und Quantum zu sich nehmen, dann macht er sich flugs ans furzen Aufflackern die Hoffnung auf Fürstengunst zunächst Payer ist nichts zu lesen von sozialen Reformen, wohl aber Mischen und Manschen. Da werden andere Marken zu- völlig erlosch, da kam der Kazenjammer. Wie oft mag vom Kampf gegen die Irrlehren". Und wenige Tage drauf gegossen, es wird Zucker und Alkohol zugesetzt, je nachdem der Gründer der Freifinnigen Zeitung" und Freisinnigen druckte die Freifinnige Beitung" folgende Auslassung der ob die Mischung milder oder herber werden soll. Ver- Partei" seinen Verschneidungsversuch verwünscht haben! fezessionistischen Weser- Zeitung" widerspruchslos nach: schneiden nennt man das in der Kunstsprache der Wein- Die eigentlich nur rein persönlichen Kazbalgereien zwischen manscher. Nicht immer aber passen die zusammengegossenen den Wasserstieflern und den Wadelstrümpfen rissen garnicht Sorten zu einander. Dann ist der Verschnitt mißlungen, ab. Doch in einem Dinge waren sie ein Herz und eine es muß aufs neue gemanscht und gepanscht werden. Seele: in der Freihandelspolitik und in dem Widerstande Ganz so wie die Weinmanscher treibt's Herr Eugen gegen sozialistische Joeen und Reformen. Jetzt endlich hat Richter. Vor neun Jahren versuchte er, aus den Resten der Zwist wegen der Militärvorlage den Anstoß gegeben der Fortschrittspartei und der abgeftandenen liberalen zurückgängigmachung der Fusion. Mit einem Ruck Vereinigung" eine Mischung zusammenzugießen, die den nach lints", wie er sagt, hat sich Richter von Rickert zurückGroß- und Kleinbürgern des Deutschen Reiches als der gezogen. wahrhaftige Patriotentrant ölig die Kehle hinunterfließen Daß es in Wirklichkeit nicht so sehr gefährlich ist mit und auch bei Hofe nicht verachtet werden sollte. Ja das war bös, der Verschnitt mißlang. Er wollte niemandem recht munden. Das zeigte der Ausgang der kurz nach dem Verschnitt oder der Fusion" erfolgten Wahlen. An der Spitze von etwa 100 Wlann, davon die größere Hälfte der Feuilleton. Nadbrud verboten.] Vom Stamm gerissen. Bon Elise Schweichel. Mit Genehmigung der Verfasserin abgedruckt.") I. ( 1 diesem Ruck nach links, ist an dieser Stelle schon nachgewiesen worden. Handelte es sich doch nur um ein Mehr oder Wlinder bei dem Bewilligungseifer der feindlich gewordenen liberalen Brüder. Nicht prinzipiell verschiedene Auffassungen über den Militarismus find es, welche die einen # " Die Auflösung der Partei ist nicht zu bedauern, im Gegentheil, fie wird mancherwärts die Gelegenheit geben, verworrene Verhältnisse zu bessern. Daß troh der Auf= Lösung die große Menge der politischen und namentlich wirthschaftspolitischen Gegenstände von beiden Hälften gleichartig beurtheilt wird, steht darum natürlich doch fest und es ist auch gut, daß das so bleibt." Zwar nicht gut, daß das so bleibt, aber gut, daß das so unverhüllt eingestanden wird von beiden Seiten, ist das. Wir wollen's uns merken und das Volk wird es sich merken. Und wenn Herr Eugen Richter demnächst weiter von seinem Ruck nach lints" fabeln wird, daß er und seine Freunde in der neuen ,, freisinnigen Boltspartei" ernstlicher für das Volkswohl arbeiten würden, als sie es in der deutschfreisinnigen Partei" gethan haben, da wird man sie verweisen auf das Mädchen, halb noch ein Kind, am Fenster. Ein Buch, in etwas werden tann. Hübsch fein und klug sein und den dem es gelesen, war ihm unbeachtet in den Schooß ge- Mund voll Weltbeglückungsphrasen haben genügt nicht, um funten; mit großen Augen schaute es gedankenvoll auf das einen Hausstand zu gründen. Aber sie läßt nun einmal ihm vertraute winterliche Flußbild hinaus. Jn der Stube nicht von ihm, ob sie hier oder bei den Hottentotten ist, war es bereits dunkel, nur in dem Ofen glühte ein Torf- und darum tann ich es dem Vater nicht verzeihen, daß er feuer, in dessen Widerschein eine fummervoll zusammen ein solches Halloh gemacht und sie aus dem Hause ges gefuntene weibliche Gestalt in einem großen Lehnstuhl| trieben hat." fichtbar wurde. Von Zeit zu Zeit ließ dieselbe ein Mechzen Schwere Tritte unterbrachen bas Gespräch in der hören, und jedesmal blickte das Mädchen dann traurigen mittlerweile völlig dunkel gewordenen Stube. Sie kamen Auges nach ihr hin. Endlich verließ es seinen Platz am die schmale, gewundene Treppe herauf, tappten den HausFenster und setzte sich auf ein Bänkchen zu den Füßen der flur entlang und näherten sich der Thür. Mutter und Tochter Frau, sich zärtlich an deren Knie schmiegend. fuhren in die Höhe, die erstere machte sich am Ofen zu thun, der schon längst ausgebrannt war, und murmelte dabei nichts weniger als zärtliche Worte. Jetzt ward die Thür geräuschvoll geöffnet, und eine polternde Stimme fragte herein, warum man noch tein Licht angezündet hätte? Was das Hocken im Dunkeln bedeuten sollte? " " Ein scharfer Dstwind fegte die Straßen und Plätze der alten Haupt und Residenzstadt Königsberg. Zuweilen Gie tommt ja wieder, Mutter," sagte sie tröstend. trieb er dichte Schauer förnigen Schnees vor sich her, Es ist ja nicht für immer! Es ist besser so für uns alle, der die Gesichter der gegen ihn Anfämpfenden wie mit besonders für Dich. Der Vater wird Dich jetzt nicht mehr Nadeln stach und Mäntel, Hüte, Bärte und Schleier quälen mit einer Eistrufte überzog. Die Häuser, welche mit ihren Der Vater! schweig mir vom Vater!" unterbrach Frau unregelmäßigen Hinterseiten sich längs dem Bregel hin- Stern heftig der Tochter Trostworte. Er hat sie aus dem Es war Herr Stern, welcher seinen fleinen Schnitts ziehen, trugen auf jedem Mauervorsprung, jedem Gesimse Hause gejagt, meinen Stolz, mein alles- er ist verrückt waarenladen, den er an der Wasserseite des Hauses hielt, und Vorbau ein weißes Ornament, das ihnen in dem besverrückt, sage ich Dir! Ich sollte nicht so zu Dir geschlossen hatte, und nun, wie alle Abende, in den Schooß ginnenden Dunkel des trüben Januartages ein phantastisches reden," setzte sie nach einer Pause beschämt hinzu, allein, feiner Familie zurückkehrte. Die Tochter zündete eilig und Ansehen gab. Auf der festen Eisdecke des Flusses zeichneten was hülfe es? Du hast von Kindheit auf das Elend mit ohne ein Wort zu erwidern, die Lampe an. sich die Rümpfe der überwinternden Schiffe mie mächtige angesehen diesen ewigen Kampf gegen die Despotie und Herr Stern war eine mittelgroße, gedrungene Gestalt; Echatten ab, über denen das angeschneite Takelwerk ge- Verschrobenheit des Alten und noch dazu die täglichen der schon tahle Kopf saß auf einem furzen, gewölbten spenstisch zu den sturmgepeitschten, grauen Wolfen aufragte. Sorgen um die Existenz. Das war nur zu ertragen, so Nacken, lebhafte blaue Augen schauten durch eine Brille Jim zweiten Stockwerk des Hauses, welches neben einer lange sie mir zur Seite stand. Was jetzt, was jezt?" über die von Kälte und Schnupftabat geröthete, starke Nase über den Fluß führenden Hauptbrücke stand, saß ein junges Und hast Du nicht noch mich, Wutter?" fragte die hinweg. Der dicklippige Mund, der wie das ganze Gesicht Kleine mit schüchterner Zärtlichkeit. des Mannes eine auffallende Beweglichkeit besaß, wurde Frau Stern streichelte den Kopf des Kindes. Gewiß, durch keinen Bart verhüllt. Die schmale, zurückstehende noch so jung. Mit Valesta war es doch anders. Sie mit war das Gesicht mehr grotest als einnehmend, und doch ich habe Dich, und was wäre ich ohne Dich? Aber Du bist Stirn schien auf einen Phantasten zu deuten. Im Ganzen ihrer Energie war mir Stüße und Halt, wenn sie mir auch hatte dieser Mann in seiner Jugend manches Mädchenherz zu schaffen machte mit dieser unseligen Liebe, aus der ja nie erobert, auch das seiner Frau. Sie hatte ihn aus Liebe *) Dieser Roman wurde vor Jahren in der„ Neuen Welt" schien, und hatte nicht die Verbreitung, welche er verdiente. Er veröffentlicht, als diese unter Redaktion von Bruno Geiser er. dürfte nur sehr wenigen unserer Leser bekannt sein. Redaktion des Vorwärts". Eingestandniß, daß sie �namentlich wirthschastspolitische Gegenstände" noch genau so beurtheilen wie die anderen in der.Freisinnigen Vereinig ung" versammelten Wortführer �es liberalisirenden Kapitals. polifirrfje XlcücfIMtt. Berlin, den 13. Mai. Das Bretterbara cken-Geschäft geht dieses Jahr sehr schlecht. Nirgends traut man der Geschichte. Der „Hereinft.'ll" von 1887 v>ar zu groß; und jemand muß schon reif /ein für eine Jdiotenanstalt, der auf einen plumpen Lichwindet zum zweiten Male hereinfällt. Die Inhaber des Geschäfts werden die Bretter, die absolut keine Abnehmer finden, urohl demnächst vor ihren eigenen Schädeln einen Lagerplatz anweisen müsien. In welcher Roth sich die Herren Bretter-Schwindelmeier befinden, erhellt au? einem lilrtikel der.Weser• Zeitung in welchem ausgeführt werden soll,.wie verschieden die Stellung der dentschrm und der französischen Arbeiter zu dem Aufwand für militärische Zwecke" sei. ES heißt da wörtlich: .Selbst angenommen, daß bei den deutschen Arbeitern zur sieit die patriotische Foser schlaffer wäre als bei den fran. zö fischen, so dürfte man deshalb immer noch nicht au der Möglichkeit verzweifeln, auch bei ihnen das Verständniß für die uns alle gleich nabe berührende nationale Bedeutung der Wehrhastigkeit des Reichs zu erwecken. Wir müssen, wenn uns die anscheinend lebhas lere Auffassung der Franzosen beschämt und schmerzt, in Rechnung ziehen, daß eine viel kürzere Frist verflossen ist. seitdem man in Frankreich erfahren hat. was es de deutet, feindliche Heere im Lande zu haben und die Kosten einer Niederlage zu lrquidiren. Die Erinnerung an die A.Tm6o terrible steckt noch der lebenden Generation in den Gliedern, während bei uns nur noch einige uralte Greise leben, die als Knaben Aehnliches gesehen haben. Seit dem Jahre 1813 kennt unser Volk, Gott sei gedankt, kein eigentliches Kriegselend im eigenen Lande; denn die wenigen Wochen des Feldznges von 1868 können, sowohl des raschen Endes als der ganzen Art der Ltriegsührung wegen, nicht in Betracht kommen. Für diesen langjährigen Friedensstand, der uns seit dem Jahr« 1813 den Anblick fremder Sieger auf unserem Boden erspart hat, zahlen wir gegenwärtig einen unerfreulichen PreiS insofern, als es schwieriger für uns geworden ist, die Phantasie der ungeschichtlich dahin- lebenden Menge so anzuregen, wie es erforderlich wäre, um ihr das wünschenswerlhe Verständniß beizubringen, daß es bei der Entscheidung der großen Frage des Tages sich in der That gerade so sehr um ihr eigenes Wohl handelt, wie um das Wohl der günstiger situirten Minderzahl. Aber wenn es schwieriger ist, sollte es darum unmöglich sein?" Wir haben keine Lust, des Näheren auf diesen Reptil- quatsch einzugehen, dessen Logik auf gleicher Stufe steht mit seinem Stil. Feststellen wollen wir blas, daß der Biedermann, dessen Absicht es doch ist, dem deutschen Michel die Franzosen als Kriegswüthriche an die Wand zu malen, in seiner Tölpelhaftigkeit ausplaudert, daß sie vor einem deutschen Einfall in ihr Land arge Angst haben. Und das ist auch richtig. Der Korrespondent der.Weser- Zeitung' bestätigt beb läufig nur, was der Korrespondent der.Kreuz> Zettung' gesagt hat. Die Reptil-Nachricht, daß französische Truppen an der Grenze zusammengezogen würden, hat seitens der franzö- fischen Regierung eine— unseres Erachtens überflüssige— Widerlegung gesunden. Wir sagen überflüssig, weil den Reptilien doch kem vernünftiger Mensch glaubt, und weil sie, allen Dementis zum Trotz, doch weiter lügen.— Militärisches. Zum Falle v. S ch a ch t e n wird auS Paderborn der„Frankfurter Zeitung' gemeldet: Der von uns berichtete Borfall, bei welchem der Husaren- Offizier».Schachten die Hauptrolle spielte, gestaltete sich nach unseren neueren Erkundigungen für den Herrn Lieutenant insofern vielleicht etwas weniger bedenklich, als der getroffene Arm des Arbeiters Brokmeier nicht abgebauen, sondern„nur' schwer verletzt ist.'„Nur" schwer verletzt!— Ueber eine Eoldatenmißhandlung mit tödllichem Ausgange berichtet die.Pos. Ztg.": Der Sohn des Postschaffners Jakubowicz aus Posen, welcher seit dem Herbste vorigen Jahres in der ö. Kompagnie des 8. Posenschen Infanterie» Re- giments Nr. S8 seiner Militärpflicht in G l o g a u genügte, ist am 2. d. M. im dortigen Garnisonlazareth gestorben. Der im 21. Lebensjahre stehende junge Mann ist auf folgende räthselhafte geheirathet, und um dieser Liebe willen mit den Ihrigen sogar einen harten Kampf gekämpft. Adolf Stern, der zwar auch damals keine Schönheit, aber doch von einem ganz gefälligen Aeußern gewesen, als die Stirn noch von dichtem Haar umlockt und die Nase noch mcht mit Schnupftabak in Berührung gekommen war, halte das Herz von Fräulein Luise Großmann zumeist durch den Umstand gewonnen, daß er der einzige Mensch gewesen, der nicht von Geld mit ihr geredet hatte. Ihr Vater, ihre Brüder, ihr ganzer Umgangskreis schlugen kein anderes Thema an. Geld machen, erwerben, das war der Inhalt ihres Lebens, ihrer Gedanken. Stern war Kaufmann wie sie, aber gegen alles, was Erwerb hieß, völlig gleichgiltig. Für ihn eristirten nur Bücher, besonders Romane, je roman- tischer je besser, und höchstens noch Musik. Luise, eine schwärmerische Natur, welche trotz ihrer kost- spieligen Erziehung nur eine Halbbildung besaß, aber gerade deshalb die Sehnsucht nach etwas Höherem, Geistigem empfand, sah in dem jungen romantischen Stern die Ver- wirklichung ihres Ideals. Mit ihm glaubte sie sich in eine reinere Sphäre, von der sie bisher nur geträumt, erheben zu können. Dazu war Stern von liebenswürdigster Galan- terie gegen die Damen, junge wie alte, eine Eigenschaft, die er auch jetzt noch nicht gänzlich eingebüßt hatte. Aber diese Eigenschaften hatten den einen großen Mangel nicht aufwiegen können, den Adolf Stern in den Augen Herrn Großnianns, Luisens Vater und Chef eines alten Handlungshauses, besessen, nämlich den, daß er bei seinem wenig kaufmännischen Sinn keine Garantie für die Zu- kunft seiner Tochter bot. Stern war nicht mittellos und hatte sein Verniögen in dem Geschäfte seines älteren Bruders, bei dem er auch die Stelle eines Kommis bekleidete, angelegt. Es war bei seinem unpraktischen Sinn da? beste, was er thun konnte. Der Bruder, das völlige Gegentheil von ihm, war«in sehr betriebsamer Mann, das Geschäft Weife umS Leben gekommen: Sonntag, den 18. April d. I., wurde er Nachmittags, als er sich auf den Korridor der Kaserne begeben hatte, plötzlich von ca. 6 Mann seiner Korporalschaft überfallen und mit den Klopfpeitschen, welch« von den Soldaten zum Ausklopsen der Montirungsstücke benutzt werden, geschlagen. Ob nun einer der Soldaten den Stiel der Klopfpeitsche um- gekehrt und den Kopf getroffen haben mag. oder od der Gr- schlagen« hingestürzt ist und sich dabei verletzt hat. kurz und gut. derselbe wurde plötzlich still und regt« sich nicht mehr. Erst nach Verlauf einiger Zeit wurde er in bewußtlosem Zustand« nach dem Militär-Lazareth gebracht, wo er seitdem 17 Tage krank gelegen hat, ohne daß da? Bewußtsein zurückgekehrt ist; er ist dann am 2. d M. gestorben. Natürlich ist die Untersuchung gegen die Mitglieder der Korporalschaft«ingeleitet worden; die- selben haben auch zugestanden, daß sie ihren Kameraden in der angegebenen Weise geschlagen baben; doch verlautet biS jetzt noch nichts darüber, aus welchem Grunde sie ihren Kameraden gemiß- handelt haben, hoffentlich wird die Untersuchung darüber näheres ergeben. Der Verstorbene hatte die Pofener Bürgerschule besucht, war zwei Jahre lang in der Pofener Eisenbahn-Güler-Expedition beschäftigt gewesen und dann inS Militär eingetreten. Er hatte sich bisher gut geführt und beabsichtigte auf Avancement zu dienen, um sich der Zahlmeister-Karriere zu widmen.— Die„parlamentsmüden" Ordavngsparteiler fordert die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung' auf, wenn irgend es angehe, ihren Entschluß rückgängig zu machen. Den Hintermännern deS ofsiziösen Organs graul vor der Mafsenflucht der Braven, die für die Wünsche der Regierung ein feineS Verständniß hatten. Daß der Auf munterungsversuch des Pindterblattes von lustigen Schelk reden auf die Sozialdemokratie begleitet ist, erscheint nur als anmuthige Würze des„sittlichen" Häringssalates „höherer Pflichten", womit die„Norddeutsche" den Fahnew flüchtigen den Parlamentsdienst schmackhafter zu machen sucht. Doch die Deserteure haben nur' zu gute Witterung von der Volksmeinung, als daß sie sich in die Fährlichkeiten eines Wahlkampfes einlassen würden, bei welchem Helmzier und Wamms, Haupt und Haare auf dem Spiele stehen. DaS heißt: das Volk wird die Kompromißler, die Brotvertheurer, die Mannen deS Militarismus mit dem Stimmzettel über seine Ansicht belehren, deutlich und zweifelsohne. Fort mit dem herrschenden System, fort mit seinen Vertretern!— Die Banttönige als Schutzpatrone der Militär- vorläge.„Von sehr zuverlässiger Seite' will das Stöcker'sche„Volk" erfahren haben, daß in dieser Woche eine Zusammenkunft der Direktoren der hervor- ragend st en Berliner Banken im Reich» kanzlerpalaiS stattgefunden hat. Gegenstand der Berathungen fei die Aufbringung von Beiträgen für die Agitation zu gunsten der M i l i t ä r v o r l a g e gewesen. Die Banken hätten sich zur Zeichnung von erheblichen Bei- trägen bereit erklärt. Den Vertretern des Riesenkapttal», den Herrschern der Börse kommt es nicht darauf an, er- kleckliche Summen für eine volksfeindliche Agitation beizu- steuern. DaS rentirt sicher in absehbarer Zeit für die Millionäre. Die Habenichtse, das arbeitende Volk, das Millionen den Bankokraten erzeugt, aber sollen die Rech- nung am Ende zahlen.— Damit vergleiche man die Haltung der englischen Bankiers zur Homerulebill. Die Bankiers sind in allen Ländern auf der nämlichen Seite: der„Bntterseite', wie die Engländer sagen— sie stehen zu den Gewalthabern und Ausbeutern. Der englische Ministerpräsident hat aber von den Herren nichts wissen wollen— er warf ihnen den Handschuh hin als Feinden des Fortschrittes und der Humanität. Der deutsche Reichs- kanzler denkt anders. Wer von beiden urtheilt richtiger: Caprivi oder Gladstone?— In einem Aufruf fordert denn auch eine Anzahl Vertreter der BcrlinerFi nan z-, Bank« und Börsen- kreise zu Beiträgen auf zur Unterstützung der Wahl derjenigen liberalen Kandidaten aller Schattirungen, welche � unter thunlichster Berücksichtigung der wirthschastlichen Bedürfnisse nach Abkürzung der Dienstzeit für die durch die M i l i t ä r v o r l a g e beabsichtigte Stärkung unserer Wehrkraft eintreten wollen.' Die große Maffe wird sich beeilen, auf diese Aufforderung der Geldsackrilter richtig zu reagiren.— Der Russenpopanz. Unsere Offiziösen malen das Schreckbild eines russischen Einfalls an die Wand. So lassen sie sich jetzt au» Paris telegraphiren: Paris, 11. Mai. Wie die„Petite Paristenn«' guS Petersburg meldet, soll der russische Kriegsminister sofort nach Bekanntwerden des deutschen Reichstags- Votums die Kommandanten der Militärbezirke Wilna und florirte. Adolfs Kapital trug gute Zinsen, und dieser konnte sich seinen romantischen Neigungen sorglos überlasten. Um nun den Widerstand Herrn Großmanns gegen die Ver- bindung seiner Tochter mit Adolf zu besiegen, hatte des letzteren Bruder, der die Vortheile einer solchen Verschwä- gerung erkannte, Adolf zu seinem Kompagnon gemacht. Dies und die Beharrlichkeit Luisens hatten denn auch glücklich zum Ziele geführt: Herr Großmann hatte im Vertrauen auf den älteren Stern, den er als Kaufmann hochschätzte, schließlich seine Einwilligung gegeben. Das Geschäft der Gebrüder Stern nahm denn auch von Jahr zu Jahr einen immer größeren Aufschwung, und daS junge Paar verlebte die ersten Jahre seiner Ehe in ungetrübtem Glück, welches durch die Geburt mehrerer Kinder noch erhöht wurde. Plötzlich starb aber der Bruder und nun fiel Adolf die zanze Last der Geschäftsführung zu. Kein Wunder, daß er ich derselben nicht gewachsen zeigte. Einige Zeit rollte das in gutem Geleise befindliche Räderwerk weiter fort, aber bald stockte es hier und dort; das Vermögen Luisens, welches sie bei ihres VaterS Tod, der bald nach ihrer Heirath erfolgte, erhalten hatte, wurde wiederholt an- gegriffen, der Rest ins Geschäft gesteckt, und als sich trotz alledem immer und immer wieder Unterbilancen zeigten, mischte sich die Vormundschaftsbehörde hinein und verkaufte das Geschäft für Rechnung der von dem älteren Stern hinterlassenen beiden unmündigen Söhne. Frau Stern appellirte umsonst um Hilfe an ihre Brüder. Sie hatten die Heirath ihrer.Schwester durchaus mißbilligt und so mochte diese nun sehen, wie sie mit ihrem Wolkengucker" zurechtkäme. Zu dieser Zeit erlitt daS eheliche Verhältniß den ersten Stoß. Bisher hatte die junge schwärmerische Frau über die Zerfahrenheit und Energielosigkeit ihres Gatten sich elbst zu täuschen gesucht. Jetzt konnte sie die Augen nicht änger dagegen verschließen. Statt die Hände für seine an- Kowno zu sich berufe« habe». Die unter dem Kommando der� selben stehende Artillerie und ebenso diejenige des General Gurko würden unverzüglich auf Kriegsfuß gestellt werde», die Grenzwachen würden verstärkt und ein Theil Kosaken nach Westen detachirt werden. Mit solchen infamen Schwindelgeschichten sollen die Wähler kirre gemacht werden. Aber bang« machen gilt nicht. In Wirklichkeit hat Rußland mit sich selbst mehr al» genug zu(ühun. Der furchtbarste Nothstand ver« heert ungeheuere Gebiete, und die Bevölkerung wird immer schwieriger. So haben wir jüngst von dem Aus- stände der Don-kofake« berichten können. Ueber die Ursachen geben, wie wir der„Voss. Ztg." entnehmen, zwei Tagesbefehle des russischen KriegSministerS an die Kosaken und irregulären Truppen Aufschluß, die jetzt amt- lich veröffentlicht werden. Den Anlaß gab die angeordnete Vertilgung de» von der Rinderpest ergriffenen Viehes. Das Land der Donschen Kosaken litt schon unter der letzten HungerSnoth; jetzt ist die Roth wieder in bedenk- uchster Weise gestiegen, und die Behörden müffen Nahrungs- mittel wie Futter für daS Vieh verabfolgen. Auch der Zar hat 100 000 Rubel„Unterstützung gespendet'. Zu diesen elenden Verhöltnissen trat seit dem Sommer vorigen JahreS die Rinderpest. Als nun die Thierärzte zur Untersuchung und Vertilgung de» erkrankten VieheS in den Kosakenstationen erschienen, stießen sie auf Wider- stand, der, wie aus dem kriegsministeriellen Befehle er- sichtlich, in der Staniza Kriwjanskaja am hartnäckigsten war, so daß Truppen auS Charkow herangezogen werden mußten. Aus Kiew meldet der„Pester Lloyd' über eine Kosakenempörung:„Ein halbes Regiment empörte sich gegen die Vorgesetzten wegen der schlechten Behandlung. Die Aufrührer schoflen von den Fenstern auf die Offiziere und ergaben sich erst nach 28 Stunden, als sie durch Hunger hierzu gMwungen waren. In dem Kampfe gab es lö Tobte und IS Verwundete.' So sieht es im Zarenreiche aus, das wirthschaftlich zerrüttet, tief verschuldet und dank der zarischen Mißwirthschast bis in seine Grundveften er- schüttelt ist.— Ein liberaler Musterkandidat ist im Wahlkreise ReeS-Mör» aufgestellt worden. In der„Kölnischen Zeitung' liest man: „Bon Wählern deS Wahlkreise» ReeS-MörS, die für die Militärvorlaae stimmen, ist als Kandidat für die Reichstags« wähl der Staatsanwalt Dr. iur. Römer»»u Harn- bürg in Aussicht genommen. Dr. Romen, der aus dem Kreise Rees stammt und mit deffen Bedürfniffen und Jntereffen ver- traut ist, hat sich im vorigen Sommer durch sein unerschrockenes Auftreten gegen dt« Sozial- demokratie in der politischen Welt bekannt gemacht.' Herr Romen ist jener Staatsanwalt, der die Sozial- demokratie im GerichtSsaale auf da» gröblichste beschimpfte, indem er die erwiesen unwahre, verleumderische Beyauplung aussprach, daß die ganze sozialdemokratische Presse vom Vorwärts" abwärts nicht nur den Meineid billigt, sondern ihn sogar verherrliche, wenn e» dadurch möglich fei, einen Genossen der Strafe zu entziehen. Herr Romen hatte des- halb die Glaubwürdigkeit eines Zeugen, der Sozialdemo- rat sei, geleugnet. Wie der strebsame Herr Romen für dieses ein unerhörtes Auftreten von der Arbeiterschaft Hamburgs, von der Arbeiterpresse und allen anständigen bürgerlichen Blättern gerichtet wurde, ist noch bekannt genug. Die Mannen von Rees-Mörs, die sich den Herrn Romen aus Hamburg al» Kandidaten verschreiben, und die„Kölnische", die ihn wegen seiner gebührend zurückgewiesenen Ver- leumdung der Arbeiterklasse auch noch verherrlicht, find des Herrn Romen durchaus würdig.— Ein Strohhälmchen. Das Schreiben de» Prinzen Albrecht von Preußen, welches wir gestern veröffentlichten, hat in gewisse Kreise wie eine Bombe eingeschlagen. Es ist Licht verbreitet worden, wo das Licht gefürchtet wird. Die meisten Zeitungen beschäftigen sich heute Abend mit dem Schreiben. Die.National-Zeitung' thut, ali ob sie an die Echtheit des Schriftstückes nicht recht glaube, und sie betont, daß der Adressat nicht genannt sei. Nun, waS nicht ist kann noch werden. Und die„Kreuz- Zeitung', die den Adressaten„vermißt", kennt ihn sehr wohl. Jedenfalls hat ie nicht weit zu suchen. Die„Norddeutsche Allgemeine. Zeitung' hat keine Zweifel. Da» glauben wir gern. Herr v. Caprivi kennt seine Pappenheimer.— Die anstandige bürgerliche Presse hat an dem vom Vorwärts' veröffentlichte Rundschreiben der herzog- wachsende Familie zu rühren, lag er aus dem Sopha und laS von Morgens bis Abends, und die Frucht diese» Lesens war, daß seine jüngste Tochter, die in dieser Zeit geboren wurde, den Namen Tusnelda erhielt, da Herr Stern sich gerade mit der Kleist'schen.Hermannschlacht" beschäftigte und infolge deffen sehr patriotisch gestimmt war. Seine rau ließ es achselzuckend geschehen. Sie machte in kleinen »ingen nicht Opposition; dafür war sie in großen Au- gelegenheiten um so hartnäckiger. Auf ihr Betreiben be- quemte sich denn auch endlich ihr sorgloser Gatte, mit dem auS dem Verkauf des Geschäfts geretteten Vermögens- rest ein neues, wenn auch auf viel bescheidenerem Fuße, zu eröffnen. Aber auch dieses Geschäft ging stetS abwärts, weil Herr Stern auch jetzt noch für alles andere ich mehr interessirte als für seinen Handel, die Kunden »urch lange, namentlich politische Vorträge verscheuchte und ich von Jedermann übervortheilen, betrügen und bc- tehlen ließ. Es war dabei fast ein Glück zu nennen, daß das zweite und dritte seiner Kinder, ein Knabe und ein Mädchen, kurz hintereinander starben, so daß die Sorge ur die beiden noch übrigen Töchter, die älteste und die üngste, deren Erziehung der Mutter allein zufiel, weniger chwer auf ihren Schultern lastete. Welche Entbehrungen >ie Familie sich aber auferlegen mußte, die Bildung der Töchter war mcht verabsäumt worden. Frau Stern hatte heimlich und oft bis in die Nacht für Geld feine Arbeiten angefertigt, um nur den Sprach, und Musikunterricht der beiden Mädchen bezahlen zu können. Valeska, um vier Jahre älter als Tussy, wie die Kleine allgemein genannt wurde, hatte früh den Ernst der unheilvollen Lage ihrer Eltern begriffen und mit einem Eiser gelernt, der ihrer reichen, geistigen Begabung gleichkam, um der geliebten Mutter Stütze und Hilfe sein zu können. Darunter litt jedoch mcht ihre Frohnatur, die sie neben ihrer Schönheit zum Glanzpunkt deS Hauses machte. (Fortsetzung sofgt.) Wir haben lichen Kreisdirektion in Sachen der schwarzen Sol- 1der Lage, dies zu erreichen, da wir noch immer au wenig auch die im§ 15 ber Bolizetverordnung ausgesprochene Auf daten Liste die angemessene Kritit geübt. Dem Ber- zielbewußte Anhänger hatten und auch nur selten ein hebung der vor derselben geltenden abweichenden Verordnungen liner Organ für Jobberei, Bildung und Besitz", der öffentliches Lofal bekommen fonnten. uns rechtsunwirksam sei. Der erfte Richter hat demnach angenommen, die Zufammenfünfte bis auf weiteres daß die Verordnungen der Lönigl. Regierung zu Potsdam vom National Beitung, blieb es vorbehalten, solche daher entschlossen, in Privat Wohnungen abzuhalten. Aechtungslisten zu vertheidigen. Selbiges Blatt schreibt: Birken im stillen hat uns aber jest so weit gebracht, daß wir. unde für die Sommermonate vom 1. April bis zum letzten Ein unermüdliches 4. Februar 1884 und vom 4. Auguft 1851, welche die PolizeiBekanntlich find derartige Ermittelungen schon wieder menn auch noch vorläufig im lleinen, doch einen Verein gründen September allgemein auf 11 Ubr Abends feftsetzten, noch zu holt angestellt worden, aber nicht zu dem Zwecke, um den Be werden, der ficher mehr als ein Dugend Mitglieder auf Recht beftänden und zur Anwendung gelangten. Das Rammer treffenden Nachtheile zuzufügen, sondern lediglich behufs Ermögs weisen wird. gericht ift, wie aus dem in dem Bl. f. Rechtspfl." abgedruckten lichung einer Rontrolle, damit nicht sozialdemokratische Agita Daber, Genoffen, wenden wir uns jetzt vertrauensvoll an Erkenntnis ersichtlich ist, der Ansicht, daß auch die Polizeitionen innerhalb der Truppentheile betrieben werden." Euch mit der Bitte, und finanziell wie materiell thatkräftig zu verordnung vom 4. Auguft 1851 aus formalen Gründen unterstüßen. Dieses Kleine, was Ihr hoffentlich an uns thun der Giltigkeit Giltigkeit entbehrt. befteht danach nur die werdet, wird und muß tausendfältige und edle Früchte tragen. Bolizei Berordnung vom 4. Februar 1884 au Recht und Denn gerade hier ift der Boden wenig bearbeitet, aber dafür diese fezt die Polizeiftunde für den Sommer" auf 11 Uhr Abends feft, ohne jedoch die Monate zu bezeichnen. tönnen wir um so reichere Grnte halten! nur ausnahmsweise in einzelnen Fällen bei erheblichen Diese Berordnung enthält nun aber ferner die Beftimmung, daß Veranlassungen" von der Ortspolizeibehörde geftattet werden fönne, daß Zusammenfünfte von Gäften 2c. über die Polizeiftunde hinaus geduldet werden". Siernach ist jede ortspolizeiliche Anordnung, welche allgemein, wenn auch für bestimmte Lofale, eine abweichende Polizeiftunde feftfeßt, als mit der Verordnung vom 4. Februar 1884 in Widerspruch stehend, rechtsungiltig. Bekanntlich" ift dies ein fauler Bauber. Die polis tische Gesinnung und die allgemeine Wehrpflicht haben gar nichts mit einander gemein. Will man aber feine Sozialdemokraten im Heer, so erlaffe man ein Gesez, wonach niemand, der sich zur Sozialdemokratie bekennt, dienstpflichtig ift. Auf welche Zahl wohl die Friedenspräsenzstärke" zu fammenschrumpfen würde? Auf eine dreistellige? 0 Die heute bitten, nicht schwer fallen, Ihr werdet das Bewußtsein Darum, Genoffen, laßt Euch dies Opfer, um das wir Euch haben, für ein gutes Werf Euer Scherflein geopfert zu haben. Die nächste Zeit wird Euch zeigen, daß es nicht verfehlt war! Mit fozialdemokratischem Gruß Insterburg, 11. Mai 1898. Feit. R. Grigat, Franz Klitsch. E. Marquardt( s. 31. in Berlin, Megerstraße Nr. 17). F. Schankowiz. H. Weber. Obermühlenftr. 14. Sämmtliche Sendungen find zu richten an R. Grigat, . Reichspolitisches. Gemäß der Borschrift im§ 4 Absatz 1 des Gefeßes, betreffend die Abwehr und Unterdrückung der Reblaustrantheit, vom 3. Juli 1883, wird in einer im " Sentralblatt f. d. Deutsche Reich veröffentlichten Bekannt machung des Reichskanzlers, vom 5. Mai d. J., ein neues Berzeichniß der in den Weinbaugebieten des Reiches gebildeten Weinbaubezirte bekannt gemacht. Die früheren Bekanntmachungen werden dadurch außer Kraft gefeßt. Aus Grünberg in Schlesien schreibt man uns: Wir Börsen Enquetetommiffion ist, wie der Reichs- tonstatiren, daß die todtgesagte Sozialdemokratie lebendiger als Anzeiger" berichtet, am 10. Mai b. F. in die zweite Lesung ihrer je ist. Eine Begeisterung herrscht in unseren Reihen, welche uns Vorschläge eingetreten, nachdem diese von der Redaktionsmit Stolz erfüllt. Wir glauben unsere Getreuen in biefiger tommission in einer ziemlich umfänglichen Vorlage zusammengestellt Stadt um 15-20 pCt. und auf dem Lande um ca. 10 pet. verworden sind, und seht ihre Berathungen in täglichen Sigungen fort. stärkt diesmal an der Wahlurne zu sehen. Der 15. Juni wird Ein Verzeichniß derjenigen Artikel, für welche gemäß dem Beschlusse es zeigen. Zur Erzielung planmäßiger Agitation ist ein Zentraldes schweizerischen Bundesraths vom 14. februar d. J. bei der Wahlbureau für die Kreise Grünberg- Freystadt in Grünberg erEinfuhr nach der Schweiz Ursprungszeugnisse richtet worden. Adresse: Julius Kurzweg, Grünberg, Schl. verlangt werden, ist in Nr. 51 des Deutschen Reichs- Anzeigers" Mit diesem in Verbindung stehende Lokal- Wahlbureaus befinden vom 28. Februar d. J. mitgetheilt worden. In der ersten Bei lage der Nr. 112 vom 12. Mai bringt daffelbe Blatt einen Be- fich in Neufalz a. D. Adr.: A. Lauf, Freystädterstr. 12, und in Frenstadt N.- Schl., Adr.: A. Knop, Kirchstraße. schluß des schweizerischen Bundesrath vom 14. April d. J. zum Gerüchtweise verlautet, daß die Konservativen den Herrn Abdruck, durch welchen die Forderung von Ursprungszeugnissen v. Bedlig- Trüßschler auf Großenbohrau als Kandidaten profür Waarensendungen nach der Schweiz eine Einschränkung er- flamiren wollen; auch die Antisemiten wollen Versammlungen fahren hat. Gleichzeitig ist ein Verzeichniß derjenigen Artikel abhalten. Da der bisherige Vertreter des Kreises, Jordan, angeschlossen, für welche die Ursprungszeugnisse in Wegfall ge zu den Wadelftrümpflern übergegangen ist, dürfte derselbe als Kandidat nicht mehr in Betracht kommen. Unsererseits wird an der am 1. Januar cr. erfolgten Aufstellung des bewährten Getommen find. Der preußische Bom gleichen Recht für Alle. Kultusminister hat, wie offiziös gemeldet wird, in einer offen, Tischler Herm. Stolpe, als Kandidaten festgehalten. Mit fämmtlichen töniglichen Regierungen mitgetheilten Ver- frohem Muthe gehen wir in den Wahlkampf. fügung bezüglich des Religionsunterrichtes ber die Mittel- Wahlkreis Sternberg. Diejenigen Parteigenoffen, welche schulen besuchenden Dissidentenkinder darauf aufmerksam ge- in diesem Kreise Anschluß haben, werden ersucht, ihre Adressen an macht, daß die Vorschriften über den Schulzwang und die Gustav Koopmann, Wahlbureau für die Provinz Brandenburg, Bestrafung der Schulversäumnisse nur auf die öffentlichen Berlin SW., Beuthftr. 2( Buchhandlung des Borwärts") ge Voltsschulen Anwendung finden und demzufolge auch nur langen zu lassen. bei diesen die Diffidentenkinder zwangsweise zum Religions unterricht heranzuziehen sind. Für die Mittelschulen tommt es vielmehr ebenso wie bei den höheren Lehranstalten nur in Betracht, ob es mit der Schulordnung perträglich erscheint, daß Kinder an dem gesammten übrigen Unterricht theilnehmen, an dem Religionsunterricht aber nicht. Bei der Verschiedenheit der hierbei zu beachtenden Verhältnisse hat sich der Minister die Entscheidung für die einzelnen Fälle, daß für Kinder von den aus der Landesfirche ausgetretenen Personen die Dispensation vom Religionsunterrichte nachgesucht wird, auch für die Mittelschulen vorbehalten. Während die Proletarierkinder dem unleidlichen Religionsunterrichtszwang unterstellt sind, tönnen die Bourgeoissprößlinge dessen ledig werden. Mit der Konspiration gegen Herrn von Caprivi, auf welche der in voriger Nummer von uns veröffentlichte Brief des Prinzen Albrecht von Preußen einen Lichtstrahl wirft, läuft parallell eine Konspiration gegen den preußischen Finanzminister Dr. Miquel. Wir wissen, daß Ahlwardt das Werkzeug einer höheren Intrigue war, die vorläufig an der absoluten Untauglichkeit des Werkzeugs gescheitert ist, jedoch gelegentlich wieder ein Lebenszeichen von fich geben dürfte. Von der Homerulebill ist glücklich der erste Paragraph mit 309 gegen 267 Stimmen vom Unterhaus angenommen worden. Und es sind Dugende von Paragraphen, zu denen noch mehr als 700 Amendements vorliegen! Ein Muckerzopf. Das Ausstellungs Direktorium in Chicago hat beschlossen, am Sonntag den Ausstellungsplatz geöffnet, die Gebäude jedoch geschlossen zu halten. Parteinachrichten. deutschen Sozialtiten in der Schweiz" hat aus Anlaß der ReichsInternationale Solidarität. Der Landesausschuß der tagsauflösung einen Aufruf an die Schweizer Genoffen erlassen, in dem aufgefordert wird, den fämpfenden Genossen in Deutschland materielle Hilfe zu bringen, damit dieselben aus dem gewaltigen Kampfe, auf deffen Ausgang die ganze Kulturwelt mit Spannung hinblidt, fiegreich hervorgehen. Ob groß oder flein, so heißt es in dem Aufruf, wir werden die gewährte Hilfe als ein Zeichen brüderlicher Gesinnung von jedem Freunde des proletarischen Emanzipationskampfes den deutschen Genossen übermitteln." Geldsendungen wolle man gefl. richten an E. Beck, Zürich I, Spitalgaffe Nr. 10." Unseren braven Genoffen in der Schweiz herzlichen Dank für ihre Theilnahme. daß Gerichts- Beitung. Dersammlungen. fellschaft. Heute, Sonntag, Babltag. Acerftr. 127 bet Stúmte. Stung bei Keller, Bergftr. 68. ct.. Ge Sterbekaffe von Arbeitern der Berliner Maschinenban Arbeiter- Gefang- Verein ,, Norb". Montag, den 16. Mat, Abends suhr, In Suchbindereten, der Papier- und Leber- Galanteriewaaren- Induris belah. Arbeiter und Arbeiterinnen. Deffentliche Bersammlung, Montag, den 16. Mat, Abends 8 Uhr in der Steffource, Kommandantenſtr. 67. Bortrag des Genoffen Stebknecht über Gervertſchafts- Organisation." Theater- und Vergnügungsverein Fritillaria. Sigung mit Damen um übr, dann Fibelttas und Tanz bei Dreßler, Barnimftr. 16. Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter, Filtale Berlin 8. ftraße 90, Raffenbericht. Mitgliederversammlung, Montag, den 15. Mat, abends 8 Uhr, ManteuffelNationals kaufmännische Kranken- und Sterbekas.( G. S. 71.) Bureau: D., Holzmarttftr. 67. Montag, den 16. Mal cr., 8% Uhr im Restaurant B. Bodenburg, Kommandantenftr. 10-11, Borstandsstzung. am Sonntag, ben 14. Mat, Abends 8 Uhr, bet Röllig. Tagesordnung: 1. Wahl Freie Vereinigung felbständiger Barbiere, Friseure. Berfammlung eines Kafftrers der Unterstüßungstaffe. 2. Bericht der Fachschul- Kommission. burg), iltale 2. Berfammlung am Montag, den 15. Mat, Abends 8 nyt, bet Allgemeine Metallarbeiter- Kranken- und Sterbekaffe( Nr. 39, SamKröfche, Fichteftr. 29. Kaffenbericht. Filtalangelegenheiten. Freie Vereinigung der Graveure, Biseleurs und verwandter Serufsgenossen Berlins und Umgegend. Bersammlung am ben " Das Bildungsmonopol der heutigen Gesellschaft". 15. mat, Abends 8 Uhr, im Bereinslotal, Dresdenerfte. 45. Borlesung über Rauchklub ,, Treue Liebe". Montag Sigung bet Seine, Eisenbahnstr. 33. Spredisaal. Die Stebattton ftellt die Benugung des Sprechfaals, fowett der Staum bafür abzugeben ift, bem Bublifum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Intereffes zur Berfügung; fte wahrt sich aber gleichzeitig bagegen, mit bem Inhalt deffelben identiftzirt au werben. Gin Sittenwächter. " Ottilie Baaber, Weberftt. 24, Hof 1 r. Am Himmelfahrtstag Abends um 1/211 Uhr begab ich mich aus dem Lotale des Genoffen Tempel in der Langeftraße auf den Weg nach meiner Wohnung in der Weberstraße. Die Andreasstraße, die ich passirte, war des schönen Feiertagswetters wegen sehr belebt; ich glaubte deshalb ficher und unbehelligt meine Wohnung zu erreichen, hatte aber die Rechnung ohne die Geheimpolizei gemacht. Als ich schräg über die Große Frankfurterstraße ging, hörte ich plöglich hinter mir beschleunigte Männertritte, gleich darauf drängte sich ein großer, starter, blonder Mann an mich heran, guckte mir frech ins Gesicht und frug mich ebenso frech, wohin ich denn gehe; ich antwortete nicht und rannte zu den Droschten, die dort halten, und stellte mich in den Schuh eines Droschtenfutschers. Der freche Rerl ließ aber von mir nicht ab, im Gegentheil, er forderte mich auf, mit ihm ein Stückchen beifeite zu geben, er wolle mich etwas fragen. Natürlich verweigerte ich das, da ich mit ihm nichts zu thun habe und er mir gänzlich fremd sei und Eine Auflage wegen Beamtenbestechung und Beleidigung der Droschkentutscher alles mit anhören folle. Darauf frug mich der Fremde, der sich dann als Geheim polizist durch das führte gestern den Kaufmann Karl Cramer vor die 2. Straf- Borzeigen einer thalergroßen gelben Marte auswies und der tammer hiesigen Landgerichts I. Der Angeklagte, früher Besitzer einer größeren Fabrit, ift eine in Spieler- und Hennsporttreifen mich, wie er fagte, den ganzen Weg verfolgt habe:" Stehen bekannte Persönlichkeit, die Sache, um die es sich hier handelt, mich die rohe Frage auf das äußerste; als Grund für dieselbe Sie unter der Sittenpolizei?" Natürlich empörte stammt aus dem Jahre 1888. Sie tommt erst jezt zur ErAufenthaltsort bis dahin unbekannt geblieben war. Er ist mit Nachdem er dann noch meinen Namen, Wohnung und dergl. aufledigung, weil der Angeklagte von Berlin fortgegangen und sein gab er an, daß ich mich auf dem Wege zweimal umgesehen hätte. noblen Umgangsformen ausgerüftet, und es mußte einiger meinen Weg fortseßen. In der Aufregung habe ich es leider geschrieben hatte, konnte ich endlich ohne weitere Belästigung maßen verwundern, als der Gerichtsvorsitzende feſtſtellte, der Angeklagte wegen betrügerischen Bankrutts mit unterlassen, mir die Nummer des Geheimen" und des Droschken vier Jahren und futfchers zu merken. Den Behörden wird es dennoch ein Leichtes wegen Betruges mit einem Jahre Buchthaus vorbestraft ift. Die Polizei hat deshalb ein fein, festzustellen, wer an dem Abeude nach jener Gegend tomlebhaftes Interesse für die Person des Angeflagten, und es mandirt war; ich habe mich deshalb an den Polizeipräsidenten ärgerte diefen, als er die Bemerkung machte, daß er während gewandt mit dem Ersuchen, solchen Uebergriffen der ihm unterseines Verkehrs mit Buchmachern auf dem Rennplage von einem ftellten Organe entgegenzutreten und fie in ihre Schranken zu Kriminalschußmann auf Schritt und Tritt verfolgt wurde. Er verweisen und ihnen ein anständiges Benehmen dem Publikum erschien deshalb eines Tages in vollem Aerger auf dem Polizei- gegenüber zu empfehlen. Denn nicht vom Publikum bin ich bepräsidium, beklagte sich über diese Obfervirung, erklärte, daß er läftigt worden, sondern von einem derjenigen, die als Wächter fich bei feinem Schwager, welcher Polizeirath fei, beschweren der Ordnung hingestellt sind. werde und behauptete, daß der betreffende Schußmann ihn Berlin, 13. Mai 1893. auf dem Rennplage in der pöbelhafteften Weise haranguirt" habe. Nicht lange nachher, am 24. Dezember 1888 wurde auf Weifung des Grafen Pückler der Angeklagte, weil er der Polizei keine feste Wohnung angegeben hatte, aus dem Moore'schen Konzertlokal heraus zur Polizei in der Kronenstraße fiftirt. Von dort follte er mittels des grünen Wagens nach dem Molfenwartt transportirt werden. Diese Art der Ueber- Frankfurt a. M., 13. Mai. Die erste Gläubigerversammführung ging ihm stark gegen den Strich, und er beschwor den lung des Frankfurter Journals" beschloß, nachdem die VerTelegraphisten Schuhmann Benshausen, den Tansport doch taufsverhandlungen sich zerschlagen haben, das Blatt weiter zu in einer Droschte vorzunehmen. Dem Angeklagten war führen bis zur zweiten Bersammlung am 27. Mai, welche über bei seiner Einlieferung ein Portemonnaie mit 158 m. weitere Offerten Beschluß fast. In einem Anhange dazu werden die Verfaffung des Deutschen Inhalt abgenommen worden und er bestimmte nun, daß davon Reiches, das Wahlgefeß nebft Reglement sowie die Entscheidungen ein 20- Markstück genommen und die Droschtenfahrt von diesem Was mit dem Rest geschehen der Wahlprüfungs- Kommission beigegeben werden. Das Schriftchen Gelde bestritten werden sollte. Briefkaffen der Expedition. wird ferner Winke für die Agitation, vor allem auch für die follte, blieb unerörtert. Schußmann Benshausen bewilligte schließ lich die Droschtenfahrt, änderte die Summe des vorgefundenen In unserer Expedition gingen zum Wahlfonds ferner Flugblattvertheilung auf dem Lande, enthalten, und somit jedem Geldes in 138 M. ab und nahm 20 M. an sich. Er behauptet, folgende Beträge ein: Reichstagswähler ein willkommenes Handbüchlein für den jezigen daß er den Reft für den Angeklagten bis zu feiner baldigen Bom Lese- und Diskutirklub„ der Freunde", Erlös eines Bühnereis Wolf 20,-. Von 2 Arbeitern einer fgl. Musterwerfftatt 8,-. Wahlkampf sein. Entlassung asserviren wollte, die Anflagebehörde war dagegen ber 8,50. Bitherklub Adlershof 4,-. Die rothen Konditoren 6,90. Die Broschüre foftet bei ca. 12 Bogen Umfang in handlichen Meinung, daß er den Rest behalten sollte. Die Sache ist für Gin rother Maschinist Ritterstraße 1,-. Rudolf u. Samuel Benshausen verhängnißvoll geworden, er ist nicht nur gerichtlich 2,-. Männergefangverein Liederluft" 15, Telegraphen bestraft worden, sondern hat auch sein Amt verloren. Der Bartetgenossen! Benutzt und verbreitet das oben ange jegige Angeklagte ist glücklicher gewesen. Der Gerichtshof sprach brücker Papierwaarenfabrit 8,80. S. Dobrich 2,-. G. SimaBauanstalt Neuenburgerstr. 3,-. Die Rothen von der Osnas kündigte Schriftchen fleißig, es wird in diesem Wahlkampfe ihn von der Anklage der Beamtenbestechung frei, weil er an- nowski 2, H. Bruntow 2,- 2. Simanowski 2,-. S. Müller wesentlich dazu beitragen, die Genossen unseren Gegnern gegen dem Beamten eine an sich pflichtwidrige Handlung zumuthete. nahm, es habe ihm nicht das Bewußtsein inne gewohnt, daß er 2, J. Scheinemann 1,-. Landau 1, Maurer W. Kühn über schlagfertig zu machen und die Arbeit der Agitation zu er Dagegen verurtheilte der Gerichtshof den Angeklagten wegen 100,-... G. Denier, Berlin Westen 10,-. Gesammelt am 1,50. Tramp 1,50. 2 Jrregeführte 1,50. Guttenberg, Berlin Beamtenbeleidigung. Mit Rücksicht auf die Impertinens, daß ein Mann von solcher Vergangenheit Beamten pöbelhaftes 1. Mai von den Tischlern der Firma Schulz u. Ko. in NiederSchönweide b. Berlin 7, Betragen vorzuwerfen wagt," bemaß der Gerichtshoft die Strafe Ges. in der Gravir- Anft. v. Kröbel 6,50. Durch F. A. Schaufel. St. 6. durch Heiling 1,70. auf drei Wochen Gefängniß. berger aus London 10,-. S. Moabit 3,-, A. J. Moabit 5,-. Welche Bestimmungen über die Polizeistunde in der Zwei rothe Buchdrucker, Dresdenerstr. 84, 2,- Personal der Provinz Brandenburg zu Recht bestehen, bat jüngst das Langenscheidt'schen Buchdruckerei 6,40. R. 3. 8,05. Fogt u. Kammergericht flar zu legen Veranlassung gehabt. Ein Gastwirth Kremer, Alte Jakobstr. 20, 4,80. Werfabtheilung der Mar Aufruf an die in Berlin lebenden Oft und West zu Friedrichsfelde war wegen Uebertretung der Polizeiftunde Bading'schen Buchdruckerei 20,-. Jacob Löfer, Jakobstr., C. G., preußen. Werthe Genossen! Wir stehen vor den Reichstags- verurtheilt worden. Das Gericht hatte dabei folgende Aus- 16,-. Präger u. Schleifer, Dresdenerstraße, 5,85. Die rothen Arbeiter der Metallwahlen. Auch bei uns im dunklen Osten fängt das Morgenroth führungen gemacht: Die Polizeiverordnung des Oberpräsidenten| Schuhmacher aus der Jägerstr., 8,-. einer befferen Beit an au tagen. Wir glauben, in nächster Zeit der Provinz Brandenburg vom 11. Dezember 1879 fei formell waarenfabr., Elisabeth- lfer, 12,75. Rich. Melcher in Wien einen sozialdemokratischen Berein gründen au tönnen und werden ungiltig und deshalb nicht anwendbar, weil dieselbe vorschrifts- 3,40, Sur Reichstagswahl erscheint Ende dieser Woche im Berlage unserer Parteibuchhandlung eine Agitationsbroschüre unter dem Titel: Die Thätigkeit des Deutschen Reichstags von 1890-98". Aus dem Inhalt derfelben heben wir hervor die Rapitel über Militarismus, indirekte Steuern, Sozialreform, ( Gewerbe Gerichte, Gewerbe Ordnung, Krankenkassen- Gesetz, Unfall und Invaliditäts- und Altersversorgung), ferner über die moderne Produktion und das Handwerk. # Taschenformat nur 20 Pfennige. leichtern. Alle Bestellungen bitten wir umgehend an den Verlag des " Borwärts", Berlin SW, Beuthstr. 2, zu richten. Die Parteipreffe wird um sofortige Aufnahme obiger Notis bringend ersucht. Depeschen. ( Depeichen des Bureau Herold.) " bie Sache jest energisch in die Hand nehmen. Da unsere Gegner widrig auf den 15 des Gesetzes über die Polizeiverwaltung Summa 289,15 M. Bereits quittirt 641,60 m., in Summa uns stets hartnädig entgegentreten, waren wir bisher nicht in vom 11. März 1850 nicht Bezug nehme. Daraus folgere, daß 930,75. We ben Inbelt der auferate über Th. Keller's Hofjäger, Hasenhalde, Für Juhalt nimmt die Redaktion dem Vublikum BergmannstrassenEcke. Heute, Sonntag, den 14. Mai 1893: 51/9 gegenüber keinerlei Verantwortung Grosses Militär- Konzert( Arnold) 3m großen Saale: Theater. Sonntag, den 14. Mai. Opernhaus. Das Rheingold. Montag: Die Walküre. Neues Theater. Das Urbild des Tartuffe. Montag: Bom landwirthschaftlichen geschloffen. Deutsches Theater. Der Zalisman. Ball. der Rapelle des 3. Garde- Regiments zu Fuß. Eröffnung des Marionetten- Theaters: Grosse Vorstellung. Anfang 4 Uhr. Entree 15 Pf., im Vorverfauf 10 Pf. A. Froelich. Am 1., 2. und 3. Pfingstfeiertage: Gr. Früh- Nachm.- Konzert. Neue Welt. Hasenhaide, Bergschloss- Brauerei. Heute, Sonntag: Finsterbusch- Konzert, Bapelle L. Banges. gewähltes Programm. Balle. Die Schulreiterin. Gin Spezialitäten- Vorstellung. Im Champêtre: Ball. Entree 25 Pf. – Pfingßen: Eröffnung der grossen Sommer Saison. Schloss Zum Sternecker. Sonntag: Montag: Fauft. Berliner Theater. Graf Waldemar. Montag: Viel Lärm um Nichts. Leng- Theater. Ultimo. Leut' Weissensee. Montag: Brave Zeur vom Grund. Doppel- Tag- n. Nacht- Borstellung Gebr. Niagara. Freie Volksbühne.( Leffingtheater.) II. Abth. Nachmittag 2 Uhr: Die Ehre. Wallner- Theater. Geschloffen. Rrall's Theater. Mala Vita. Montag: Dieselbe Vorstellung. Renden Theater. • Die Sirene. Vorher: Besuch nach der Hochzeit. Adolph Ernst- Theater. Goldlotte. Montag: Dieselbe Vorstellung. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Zigeunerbaron. Montag: Dieselbe Vorstellung. Viktoria Theater. Die Reise um die Welt in achtzig Tagen. Montag: Dieselbe Vorstellung. National Theater. Preciofa. Montag: Deborah. Alexanderplatz- Theater. Zimmermann's Lene. Montag: Diefelbe Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Bor stellung. Apollo Theater. Vorstellung. SpezialitätenTheater der Reichshallen. Spezia litäten Borstellung. Sanfmann's Variété. SpezialitätenBorstellung. der Champion- Thurmseil- Läufer Sämmtliche Nummern vom Meisterschafts- Wettstreit werden von den Gebr. Niagara( Wiechmann) heute ausgeführt. 4191L Konzert. Volksbelustigungen. Ball. Arena. Um 9 Uhr: Gebrüder Niagara als Feuerwerker. Anf. d. Konzerts 4 Uhr. Borstell. um 6 u. 9 Uhr. Entree 80 Pf., vorh. 25 Bf Brauerei Bökow Prenzlauer- Allee 247. Am Prenzlauer Thor. Am 2. Pfingstfeiertag: Großes Früh- Konzert veranstaltet vom Hutmacher Gesangverein ,, Einigkeit".( M. d. A.-S.-B.) Während des Konzerts im Saal: Tanz. Eintritt 30 Bf., im Vorverkauf 20 Pf. Anfang 5 Uhr. Billets find in den mit Plataten belegten Handlungen zu haben. Paul Schaffert, Defonom. 8872b An allen 3 Feiertagen, Nachmittags: Großes Konzert. Entree 10 Pf. Schlossbrauerei Schöneberg. Sonntag, den 21. Mai( 1. Pfingstfeiertag): Großes Früh- Konzert veranstaltet vom Unterfügungsverein der Maurer in Besten unter Mitwirkung des Gesangvereins ,, Frühlingsluft"( Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes). Raffenöffnung 4 Uhr. Anfang 5 Uhr. Sillets find in allen mit Blataten belegten Bokalen zum Preise von 15 Pf. zu haben. Die Kaffeeküche steht ben geehrten Damen zur Ver fügung. Das Komitee. Am 1. Pfingßfeiertag früh: Ernst Gründer's Festsäle( fr. Mundt) Gräflich Reischach'sche Brauerei( Stralau). Gr. Bokal- und Instrumental- Konzert Köpenickerstrasse 100. Hierdurch erlaube ich mir sämmtliche Gewerkschafts- und andere Vereine auf meine Säle, 700 Perfonen faffend, sowie auch 5 Vereinsfäle von 50 bis 200 Perfonen aufmerksam zu machen. Jeden Sonnabend, Sonntag, Montag und Donnerstag: Grosser Ball, wozu ergebenft einladet 41852* Ernst Gründer. Bete, Weimann's Volksgarten. Sonntag: Gesunds brunnen, Badftr. 56. zum letzten Griechisch- Röm. Doppel- Ningkampf des Preisringers Herrn E. Borchardt mit 2 bedeutenden Ringtämpfern. Gebrüder Richter's Variété. Spe- Militär- Konzert Kal. Musikdir. Herr Ruth. der Garde- Kürassiere. zialitäten- Vorstellung. 3864b Anfang 4 Uhr.- Entree 25 Pf. Im Saale: Ball. Max Weimann. strasse. Konzert und Ball. Adolph Ernst- Theater. Treptow, Park Jeden Sonntag von Nachmittags 4 Ubr Bade's Volksgarten. Ausschank v. Weiss- u. Bairisch- Bier. Was Vorletzte Woche. S Goldlotte. Gesangspoffe in 3 Aften v. Ed. Jacobson und W. Mannstädt. Couplets theilweise v. G. Görss. Die Raffeeküche ist geöffnet. Restaurant zum Karpfenteich. Großer Ball. Die Kaffeeküche Jeden Sonntag im Gaal: Treptow. ift täglich geöffnet. Gleichzeitig empfehle ich mein Lotal nebst Saal für Vereine u. Gesellschaften. Mufil von G. Steffens. In Szene gefegt von Adolph Ernst. Anf. 7 Uhr. Morgen: Diefelbe Vorstellung. Der Sommer Garten in 4053 geöffnet. I S Hermann Otto. Kümpel's Restaurant Passage Treptow. ,, Park- Schloss" Panopticum. t. Jeden Sonntag: Jm Theater- Saal: Neu! Grösster Garten. 11 Kegelbahnen. Tanz. Volksbelustigungen aller Konzert. NB. Der neuerbaute Saal, 1000 Personen fassend, ist zu Fenlichkeiten zc. an Vereine und Gesellschaften zu vergeben. Treptow Restaurant W. Jacob Köpnicker Landstr., a. d. Verbindungsb. Kar Ausschank der Berliner Bockbrauerei. Lebende Bilder.. Lagerbier 0,4 Lit. 15 Pf., München 0,4 Lit. 20 Pf. 6 Kegelbahnen. 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Fritz Fröhlich, Naunyn- 40 Personen, fep. Ging.) zu vergeb. beim Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. 0 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 112. Die Reichstagswahlen. 3 Sonntag, den 14. Mai 1893. 10. Jahrg. werden und erst nach dem Kampfe wird zu erwägen fein, ob wird in seinem bisherigen( 18.) Wahlkreise wieder aufgestellt nicht die gemeinsame Waffenbrüderschaft auch werden. Konsul Menzer, der Weinhändler, Tabathauer und finden soll.( Stürmischer Beifall.)" in der Einheit der Partei ihren Ausdruck dunkle Ehrenmann, der feinen Nothstand entdecken kann, wohl deshalb weil die Weinstuben gut besucht sind, tan finden foll.( Stürmischer Beifall.)" didirt nicht wieder. Es ist beabsichtigt, womöglich lauter antisemitisch angehauchte,„ chriftlich"-konservative Agrarie aufzustellen. tungen, Flugblätter, Stimmzettel, Bilder u. f. f.) überall, Randidaten für Marburg- Kirchhain- Franfenberg- Böhl, wo von ftellung eines eigenen Kandidaten abzusehen und den Kandidaten mäßig Zur Beachtung! Im ganzen Deutschen Reiche ift feit 6. Mai die Bestimmung des§ 43 der Reichs- Gewerbe: Ordnung in Kraft getreten, wonach die sonst bestehenden Bes Freifinnige Volkspartei." Nach der Freisinnigen schränkungen in bezug auf die Verbreitung von Beitung" haben mindestens acht Zehntel" derjenigen Wahl. Druckschriften während der Wahlbewegung und zu Wahl- freise, in denen bisher freisinnige Organisationen bestanden, den zwecken hinwegfallen. Jedermann hat das unein Anschluß an die freifinnige Volkspartei vollzogen oder ihn in Die deutsche Botlspartei wird in sämmtlichen untergeschränkte, feiner vorherigen Erlaubniß oder Beaufsichtigung Aussicht genommen. frantischen Wahlkreisen eigene Kandidaten aufstellen. unterliegende Recht, alle Arten von Wahldruckschriften:( BeiDie Antisemiten Bödel'scher Richtung proflamirten als Der Würzburger freifinnige Verein beschloß, von der Aufsowohl in geschloffenen Räumen, als auch auf öffent- tonservativer Seite der Vorsitzende des dortigen Zweigvereins der Boltspartei zu unterstützen. lichen Wegen, Straßen, Plägen und anderen Im Wahlkreise Potsdam- Spandan- Ofthavelland werden öffentlichen Orten gewerbsmäßig oder nicht gewerbs. des Bundes der Landwirthe, Gutsbefizer Bene- Oberweimar, aufzu verbreiten. Die Wähler werden ihrerseits Gesetzes gestellt worden ist, Dr. Böckel, welcher außerdem in Bingen- die Ronfervativen den früheren Minister Herrfurth als verlegungen jeder Art, schon in ihrem eigenen Interesse auf das Alzey, Mainz- Oppenheim und Homberg- Ufingen kandidirt, ferner Reichstags- Kandidaten aufstellen; derfelbe ist Landtags- Abgeord peinlichste zu vermeiden suchen. Anderseits werden sie auch jede Friedberg- Büdingen den Landwirth Leopard zu Melbach, für für Gießen den Landwirth Philipp Köhler zu Bettenhausen, für neter für Osthavelland. gesezwidrige Ginmengung der Behörden, falls Sanau- Gelnhausen den Landwirth Peter Stein zu Hochstadt, für eine solche etwa erfolgen sollte, sofort ohne Baudern Bensheim- Erbach den Schriftführer Otto Hirschel zu Frant und mit aller Entschiedenheit zurudweisen und furt a. M. Für Hersfeld- Hünfeld und Hofgeismar- Rinteln ift zugleich in jedem Falle Mittheilung an den sozialdemokratischen Redakteur Werner Kassel aufgestellt, für Alsfeld Lauterbach Noch ein Umgefallener. Der bisherige deutschfreifinnige Vertrauensmann ihres Bezirks machen, damit die Verletzer des Redakteur Zimmermann- Dresden, für Offenbach- Dieburg Stein- Abgeordnete für Mühlhausen in Thüringen, Juftigrath Horwis, Gesezes zur Rechenschaft gezogen und die unter solchen Umbruchbesitzer Ignaz Jmgram zu Groß- Steinheim. Weitere erklärt, daß er bei einer Wiederwahl fich bemühen werde, binständen etwa zu stande gekommenen Wahlen von Ordnungs" Kandidaturen sind für Weglar, Dillenburg, Weilburg, Darm- sichtlich der Militärvorlage mit der Regierung auf der fandidaten im Wege des begründeten Proteftes mit Erfolg an- ftadt, Worms, fowie für Thüringen und Sachsen in Aussicht Grundlage des Antrages Quene eine erständigung gefochten werden können. genommen. Insgesammt sollen ca. 30 Kandidaturen aufgeftelt zu erzielen". Ein offenherziger Wadelstrumpf! In Gotha kandidirt für den Deutschfreifinn Rechtsanwalt Seller, in 3ittau Buddeberg, in Rönigs= berg i. Pr. Papendied. = S Die hessische Rechtspartei", jene fleine Partitulariften. gruppe, die eine Wiederherstellung des Kurfürstenthums Hessen erftrebt, hat einen Wahlaufruf erlaffen. Sie stellt für KaffelMelsungen und Weglar Friglar den Rechtsanwalt Julius • In Halle a. G. wollen Nationalliberale und aufstellen. Berlorene Liebesmüh'! Freisinnige" den Wadelftrumpf Alexander Meyer " Elsaß Lothringen. Von den bisherigen Reichstags- Abgeordneten verzichten auf eine Wiederwahl außer Dr. North( Straßburg, Land) und Hide!( Mülhausen) die Kleritalen Ruhlmann( Kolmar) und Mangis( Forbach Saargemünd). In Arnswalde- Friedeberg ist von den Ronservativen jetzt der aus dem legten Wahlkampfe bekannte Landrath und Wahltommissar von Bornstedt, der einen Wahl- Aufruf für Ahlwardt unterzeichnete, was fein gutes Recht war, und deshalb von der Regierung gerüffelt wurde, unter dem Jubelgeheul des Deutschfreisinns als Reichstagstandidat aufgestellt worden. In München haben die Antisemiten den Buchbindermeister Nagler aufgestellt. Ein sozialdemokratischer Hofbefizer aus Nordwest- Deutsch- werden. land schreibt dem Vorwärts": Eine eigene Handwerkerkandidatur wollen die 3ünftler Es dürfte manchem unferer Genoffen unbekannt sein, daß in Hannover aufstellen. Der Versuch des Antisemiten 2euß. man die Stimmzettel der Gegner benutzen darf, wenn die felbftändigen Handwerker" Hannovers ins Schlepptau zu man nur den Namen 2c. des Gegen kandidaten durch= streicht und dafür den Namen unseres Kandidaten auf nehmen, fiel ins Wasser. ben Bettel schreibt und den Zettel dann in die Urne giebt. Es empfiehlt sich daher meines Erachtens, daß die Genoffen hiermit durch die Flugblätter und durch die Zeitungen darauf hingewiesen werden. Namentlich ist dieses Verfahren dort angebracht, wo die Stimmzettel der Gegner von anderem Martin zu Kassel auf. Papier als die unsrigen sind oder wo unsere Stimmzettel Im Wahlkreise Aschersleben ist ein Kaufmann Plaete nicht ausreichen. Diejenigen unserer Genossen, die in einer so abbängigen Stellung sind, daß sie, falls fie als aus fen als gemeinsamer Kandidat der Konservativen und Nationalliberalen aufgestellt. Sozialdemokraten erkannt werden, um ihren Unterhalt tommen fönnen, thun gut, nur diesen Weg einzuschlagen. In Berlin kandidirt für die Ronservativen der Die Wahlkomitees und Stimmzettelvertheiler bekannte Nationalöfonom Prof. Dr. Adolf Wagner. In seiner sollten daher immer solche geschriebene Stimmzettel zur Hand Kandidatenrede stellte der Herr Profeffor die Abstimmung über haben. Es giebt Leute genug, die gern sozialdemokratisch wählen den Antrag Huene dar als eine Schinach der deutschen Nation". Die bedeutendsten Zentralpatrioten, spottet Sig! im würden, nur dürfen sie nicht einmal Stimmzettel von uns Die Durchfall3 Kandidatur Wigner's ist ja ohne BeBayer. Vaterland", werden fahnenflüchtig, da die Geschichte in annehmen. lang. Aber vielleicht lesen die Kreuz- Zeitungs"- Männer, die Berlin sehr ernst werden kann; so hat 2ehmayer, der ReichsOffizielle fozialdemokratische Reichstags- Randidaturen. buchs in seiner neuesten Auflage, ein weniges und beherzigen, Hauchenecker meldeten die Blätter vor einigen Tagen dasselbe, und diefen Mann umjubeln, den ersten Band des Wagner'schen Lehr- photograph und„ Kracherlmacher" von Trostberg, abgelehnt, von Schwarzburg Sondershausen: W. Bock- Gotha. was der Gelehrte Wagner über die Bedeutung des wissen- jetzt erklärt 3inth( Kaufbeuren), daß er ,, aus privaten Gründen" Breslau Ost: Tuzauer- Berlin. Meiningen I: Paul Reißhaus- Erfurt. Meiningen II: B.&. fchaftlichen Sozialismus und seiner Literatur mit anerkennens nicht mehr mitthun wolle. Seine schwunghafte Hofmezgerei ehder. Bofen( Stadt und Land): Franz Morawski werther Offenberzigkeit gefagt hat. Dazu nehme man seine auf leidet durch seine zeitweilige Abwesenheit in Berlin Schaden, und Der legten Generalversammlung des Vereins für Sozialpolitit die rentirt besser als ein Reichstags- Mandat, das gar nichts Bleschen: Nikolaus Rraszew 3ti- Berlin. Krotoschin. gehaltene Stede, worin er mit der Junkerschwärmerei für Kuli- einträgt. Die Häupter des Zentrums wollen nun an seiner Einfuhr abrechnet. Adelnau Schildberg: Peter Gimzidi- Berlin. Stelle natürlich wieder einen Ariftofraten aufstellen, einen jugendObornit, Meserin Bomst, But- Kosten: Stefan Hell In Breslau- Weft wollen die Freifinnigen" den lichen, aber ausnehmend frommen und gut fatholischen Herrn", wig- Berlin. Czarnitau- Rolmar, Gnesen- Wongrowiß: Schmiede- Obermeister Vogt aufstellen. Ueber das Borgehen der den Grafen Fugger Kirchberg, denn ein Graf oder gar Thomas Golibrodi Berlin. Wirsiz- Schubin, Ino- Freifinnigen" schreibt die Bolts- Beitung":" In Schlesien ein Fürst eignet sich immer am allerbesten zum Boltswrazlaw Mogilno: August Bersus Berlin. Dfter baben die Freifinnigen"" beschloffen, ohne Rücksicht auf die vertreter in den Augen der„ patriotischen" Gipstöpfe. Die burg Stendal: Dr. H. Lux- Magdeburg. Spaltung der Partei in allen in Betracht kommenden Wahl- iberalen ftellen den Professor Günther, die Volks= treifen freisinnige" Randidaten aufzustellen und für diefelben im parteiler den Holzhändler röber auf. vollem Ton die fezessionistische Lib. Korr.", nicht die Schuld der Wahlkampfe einzutreten. Es ist, so bemerkt dazu in vorwurfs Freifinnigen Vereinigung", wenn eine solche Verabredung nicht allgemein für alle Wahlkreise getroffen worden ist. Das glauben wir gern. Der Freifinnigen Vereinigung" fann ein Süddeutsche Volkspartei und Deutschfreifinn. Der derartiges gutmüthiges Abkommen nur angenehm sein. Was sich Fantfurter Zeitung", die sich im Zustande hochgrabiger aber für die eine Provinz schickt, schickt sich nicht für alle. Wie Ans Stuttgart läßt sich die Frankfurter Zeitung" Servofität befindet, seitdem Payer Richter ihren Wahl die Dinge in Schlesien liegen, so wiederholen sie sich allenfalls die Tartarennachricht drahten, Genosse J. H. W. Diez wolle aufruf veröffentlicht haben, sei folgende Stelle aus E. Richter's nur noch in Schleswig- Holstein, wo man von Riel aus bestrebt in Hamburg nicht mehr fandidiren. Diese Mittheilung ist Berliner Tivolirede vom 10. Mai zur Kenntnißnahme empfohlen. ist, die Partei auf die Richtung Hänel festzunageln." D. h. in falsch. Dies ist in pamburg II als Kandidat wieder aufgestellt Richter sagte wir zitiren nach der Bossischen Zeitung": Schlesien und Schleswig- Holstein werden die gespaltenen Gruppen worden und hat angenommen. Es war nur ein gutes Vorzeichen, daß sich gerade in diesen herzinniglich verbrüdert vorgehen, trotz der Trennung in Verschweren Stunden bei mir meine alten Freunde, die Führer einigung" und" Boltspartei". Die Nutzwirkung dieser Ber der süddeutschen Volkspartei einfanden, um mir mit wässerungspolitit wird am 15. Juni zu Zage treten. Rath und That beizustehen. Das leichte und rasche Zustande: Das Volt geht nach links. tommen eines solchen Aufrufs in solcher Situation beweist, daß Berlin. M Kröben, Fraustadt, Schrimm Schroda, $ Samter Wir fordern die Vertrauensmänner sämmtlicher anderen Wahlkreise auf, uns sofort über die Aufstellung der Kandidaten zu unterrichten. Wir können nur die uns auf solche Weise mitgetheilten Kandidaturen verzeichnen. daß er eine Kandidatur nicht wieder annehme, weil er ein er Graf Adelmann( Bentrum) veröffentlicht eine Erflärung, sprießliches Zusammenwirken im Zentrum für aussichtslos hält. Er habe im Bewußtsein seiner vollen Verantwortung für den Antrag Huene gestimmt. Freifinnige Verein hat sich zu den Richter'schen geschlagen Deutschfreifinnige Gesinnungstreue. Der Münchener und stimmt bei der Reichstagswahl für die Nationalliberalen. Es lebe die Konsequenz! Natürlich werden die wir gute Kampfgenossen sein wollen. Nicht als ob die Die badischen Konservativen werden voraussichtlich in demokratischen Elemente dadurch ins Lager der Sozial= demokratie hineingezwungen. Fusion schon vollzogen wäre; nein, wir haben nur allen Reichstags- Wah ltreisen, ausgenommen den des Freiherrn die Bedürfnisse des Augenblick 3 erfüllt; später wird v. Hornstein, eigene Kandidaten ausstellen, obgleich es sich In Siegen wollen die Nationalliberalen den Geüber Einzelfragen auf dem Parteitage verhandelt zumeist um zähltandidaten handeln kann. Graf Douglas richtsrath Seylerth gegen Stöder aufstellen. Na nu? Sonntagsplauderet. Es ist schon sehr traurig, wenn in der Brust des Ein- sollen die Soldaten an der Ostgrenze teinen Pfingsturlaub zelnen zwei Seelen wohnen. Sezt sich aber eine politische bekommen vielleicht sollen sie gerade während der R.C. Mit einer schrillen Dissonanz ging der Reichstag Partei aus zwei ganz verschiedenen Elementen zusammen, Feiertage, wo die öffentliche Wachsamteit gewöhnlich ein anseinander. Denn kaum hatte der Reichskanzler die fo trägt sie den Keim des Verfalls in sich selbst. Wasser Wenig einschlummert, über uns herfallen, die lezte Historische rothe Mappe zugeklappt und unter den Arm stiefel und Wadelstrümpfe vertragen sich auf die Dauer nie- Kuh aus des Bauern Stall zerren, feinen Stein auf geschoben, als die Mitglieder sämmtlicher bürgerlicher mais, und wer wie Herr Rickert ein nationalliberales dem andern lassen ja nicht einmal die Wiege im Parteien sich verbugt ansahen in dem erhebenden Gefühl, Herz im Busen trägt, der wird seine Natur nur eine ganz Mutterleibe verschonen. Möglich, daß so etwas von daß sie eine außerordentliche Schafstöpfigkeit begangen bestimmte Zeit verleugnen können, bis sie eben mit unseren offiziösen Stimmungsmachern erwartet wird, hatten. Indessen war der Schritt geschehen, sechs lange elementarer Gewalt zum Durchbruch tommt. Dann giebt möglich ist es aber auch, daß man jenseits der Vogesen Monate hatte man Zeit gehabt, sich auf denselben vor es natürlich Heulen und Zähneflappern, öffentlich einen unliebsamen Besuch fürchtet; brittens aber ist die zubereiten man sich zwar gegenseitiger, unentivegter, Möglichkeit nicht ganz ausgeschlossen, daß die ganze Sache als aber der fritische Augenblick eintrat, da versichert fuhr sich das Zentrum und der deutsche Freifinn unter vorzüglicher Hochachtung, innerlich aber wünscht man den Schwindel ist und daß sich jemand die Nachricht aus einem einander in die Haare, so daß ganze Lockenbüschel in der bisherigen politischen Freund zu allen Teufeln, allen Teufeln, am sonst ganz zuverlässigen Daumen gesogen hat. Wer will liebsten schlüge man ihm die Bruderkrallen ins Gesicht. Das ergründen? Jedenfalls ist es sehr bezeichnend, daß der Nachbarschaft umherflogen. Nun sitt Eugen Richter grollend mit den ihm treu Unser papierenes Zeitalter läßt derartige Gewaltafte glück- artige triegerische Gelüste bei unseren Nachbarn stets nur gebliebenen Mannen im Schmollwinkel, seinen Wahlaufruf licher Weise nicht mehr zu; was man sich aber gegenseitig dann auftreten, wenn unsere hochweise Regierung derartiges hatte er bereits ausgearbeitet und nunmehr muß man zu verschweigen hat, das läßt man in Aufrufen von zufällig zu Wahlzwecken braucht. Natürlich läßt sich über abwarten, wie fich die Verhältnisse entwickeln werden. Auch Stapel, mit diesen hofft man den politischen Gegner um- Bufall so wenig disputiren wie über den Finger Gottes, der die Zeitgeschichte bringt bisweilen ihre kleinen Bosheiten zubringen. sich bekanntlich immer dort am nächsten zeigt, wo die Noth hervor, und während die Freisinnige Beitung" Jahre lang Die Wadelstrümpfe und die Wasserstiefel haben die am größten ist. Es ist eine der angenehmsten Zugaben zu davon lebte, daß sie ihren Lesern von tiefgehenden Spal- Schwerter bereits gefreuzt. Eugen Nichter tobt ingrimmig, dem deutschen Biederfinn, daß das Philisterium auf jeden tungen in der Sozialdemokratie erzählte steht urplöglich er schimpft, weil er sich verrathen glaubt, und die Herren Leim geht, so oft derfelbe von der hohen Obrigkeit präparirt der Chef des deutschen Freisinns vor einem klaffenden Hiß, von der anderen freisinnigen Fakultät reiben sich mit ver- wird. Und die hohe Obrigkeit ist in dieser Beziehung garder nicht einmal mehr durch Herrn Payer verfleistert bindlichem Lächeln die Hände: es ging nicht anders, man nicht blöde- man hat ja das schöne Wort von dem bewerden kann. Bom Chef des Freisinns ohne weiteres zu darf seine Ueberzeugung nicht opfern, die Wehrhaftigkeit schränkten Unterthanenverstand auch nicht umsonst erfunden. einem Mitgliede einer Volkspartei degradirt zu werden, ist des Vaterlandes, und was dergleichen Unsinn mehr ist. Auf besondere Mannigfaltigkeit macht unsere offizielle ein harter Schlag: vor allen Dingen schon deshalb, weil Natürlich ist ein solches Berwürfniß vor der großen Weisheit keinen Anspruch. Sie glaubt mit schlichter Einaber schließlich fachheit, auch ohne besondere künstliche Mittel, den Wähler die freisinnige Volkspartei außer ihren beiden augenblick Deffentlichkeit ein großes ergerniß Lichen Vertretern nennenswerthes Personal überhaupt wohl läuft die Sache nur darauf hinaus, daß einige freisinnige hinter's Licht führen zu können, und sobald das gründlich nicht aufzuweisen haben wird. Natürlich plärrt nun jeder Beitungsverleger einigen öden Mammon verdienen, was bei und nachhaltig geschehen ist, wird wieder Friede im Lande freisinnige Bezirksverein in Berlin sein Jammerlied und ähnlichen politischen Transaktionen ja stets der Fall war. geblasen und Geschichten von Melinitbomben und Barackenbricht in stürmische Hochs auf Eugen Richter aus: aber In der eigentlichen Struktur der bürgerlichen Parteien bauten werden für harmlose Märchen erklärt, die man nur was nützt der demnschfreisinnige Arbeiterverein, wenn sich wird nichts geändert. Gleich und Gleich gefellt sich gern erfindet, um Kinder über fünfundzwanzig Jahre in anin demselben auch nicht ein einziger Arbeiter befindet! So und die schönen Seelen haben sich nach heißem langem gemessener Weise zu zerstreuen. Ernst ist das Leben, heiter sieht diese deutschfreifinnige Gründung etwas faul aus, und Suchen endlich gefunden. aber ist fast immer ein Wahlkampf es werden sich später wahrscheinlich noch viel weniger Getreue finden, die dem ruhmvollen Banner des Erzeugers der Strampelannie folgen wollen. Allmälig machen sich die ersten schüchternen Versuche bemerkbar, die wunderbaren Erfahrungen der Regierung vom Jahre 1887 wieder zu verwerthen. In Frankreich Vertraulich! An den Herrn Pfarrer N. N. Hochwürden. Glück werden sie nicht haben. in den Sand. bericht: Der Bürgermeister. Breuer. die aus freie Der Septennatorummel in zweiter Auflage. Die ultra- verlängert und anstatt wie bisher von 12--3 Uhr auf die Beit machen konnte. Ein junger Mensch hatte über dies Gebahren montane Bonner, Reichs- Zeitung" veröffentlicht folgendes Schrift von 12-6 Uhr Nachmittags festgesetzt. Diese verlängerte Besuchs- feinen Unmuth geäußert und B. rächte sich dafür in der Weise, stück: zeit bedingt andererseits aber auch wieder eine verlängerte daß er wiederholt, wenn er den jungen Mann kommen sah, sich Lindorf, den 9. Mai 1898. Dienstzeit der dort angestellten Aufsichtsbeamten, und wenn der in der gemeinsamen Schlafftube in der erwähnten Weise aufDer Herr Landrath hat eine Besprechung der bevor Herr Kultusminister Dr. Bosse im Abgeordnetenhause erklärt hat, hängte. Als am Mittwoch Abend der junge Mensch wieder den stehenden Reichstagswahl auf Mittwoch, den 10. d. M., Abends den Beamten der Königlichen Museen würde die Sonntags B. hängend vorfand, beachtete er denselben kaum, sondern ging 5 Uhr, auf dem Landrath3amt zu Bergheim anberaumt, ruhe nicht verkürzt werden, so trifft solches nur für die sofort in ein Nebenzimmer, wo er mit seinen Wirthsleuten wozu ich Sie unter dem vertraulichen Hinzufügen ergebenft ein höheren und Subalternbeamten zu, welche sich an den Sonn- längere Zeit sich unterhielt. Als er von dort in das Schlaflade, daß nicht beabsichtigt werden soll, einen Kandidaten zu tagen des Nachmittags um 3 Uhr ablösen. Die Unterbeamten zimmer zurückkehrte, hing B. noch immer und war diesmal todt. präfentiren, der einer anderen Barteirichtung als der des Zentrums( Aufseher) genießen aber diese Vergünstigung" nicht, sondern Dem Manne war das oftmals erprobte rohe Runststück zuletzt angehört, jedoch einen Mann, der in der Militärfrage und den müssen Vormittags 11%, Uhr antreten, und wenn man für etwas doch mißglückt. nothwendigen wirthschaftlichen Fragen uns die Gewißheit giebt, entfernt Wohnende den Weg noch in Betracht zieht, so ergiebt nicht nur Fraktionsintereffe, sondern daß des Reiches und unser sich, daß diefelben Vormittags um 10%, bis 11 Uhr von zu Hause liegen jetzt einige Angaben vor, von benen freilich noch abzuUeber das Schicksal der zehnjährigen Hedwig Weber eigenes zu vertreten. fortgehen müffen und erst gegen 61/2 bis 7 Uhr wieder zu ihrer Familie zurückkommen, um dann in später Abendstunde das in- warten ist, ob sie nähere Anhaltspunkte ergeben werden. In zwischen falt gewordene oder wiederholt aufgewärmte Mittag- wei Briefen aus Hangelsberg und Fangschleuse, zwei Orten in effen einzunehmen. Nun hat man zwar den feftangestellten Be- Der Nähe von Erfner, wird übereinstimmend gemeldet, daß ein amten( biefelben find meist alte Feldzugs Invaliden) jeden Kind, auf das die veröffentlichte Beschreibung zutrifft, am 26. und britten Sonntag einen freien Tag bewilligt, vergleicht man beiden Briefe find den Ortsbehörden übergeben worden. Ferner 27. April in einer Zigeunertruppe gesehen worden ist. Die Die Herren Landräthe werben also für Quene- Männer. Biel aber die verlängerte Dienstzeit an den beiden vorhergegangenen wird jetzt, wie die„ Allg. Fl.- 3tg." schreibt, nach dem Kutscher Sonntagen mit der bisherigen Dienstzeit, so ergiebt sich, daß Da der Abgeordnete Harmening eine Wiederwahl ab- diese alten Leute bei veränderter Lebensweise einen um drei Johann Engel, geboren am 28. Oftober 1864 in Benennungen im gelehnt, ist der Kommissar Caffelmann- Eisenach als" freifinniger" bei den Subaltern- Beamten möglich ist, das sollte billiger Weise bei Weber in Dienst und schied dann in Unfrieden von ihn. Stunden verlängerten Sonntagsdienst zu leisten haben. Was reise Sondershausen, geforscht. Engel war bis vor Jahresfrist Reichstags- Kandidat aufgestellt worden. auch bei den Aufsichtsbeamten möglich sein. Man sage nicht: twa vierzehn Tage vor dem Verschwinden des Kindes hat Weber Dr. Clemm, Nationalliberaler, will nun doch für Speier:" Der Dienst ist ja nur sehr leicht", das ist keineswegs der Fall, Engel vor feinem Baden bemerkt. Nun ist es verdächtig, daß Ludwigshafen kandidiren. Hoffentlich wirft ihn unsere Partei berselbe ist monoton, eintönig Geist und Nerven tödtend und man über seinen Aufenthalt nichts erfahren kann. Buverlässige wirft aus diesem Grunde sehr ermüdend. Während der Be- Mittheilungen über seinen Aufenthalt sind an die Berliner Hus Graudenz meldet uns unterm 13. Mai ein Draht- sucher von einem Kunstgegenstande zum andern wandert, und das Unglück der Weber'schen Eheleute auszubeuten versucht wird, Kriminalpolizei, Zimmer 884, au richten. Wie sehr übrigens nach furzer Zeit herzlich froh ist, wenn er drückenden Atmosphäre in hinaus Die hiesigen Freifinnigen" befchloffen, ein Rompromis biefer beweist u. a. der Umstand, daß eine Wahrsagerin aus Danzig an tommen mit den Nationalliberalen. Randidat Rittergutsbesitzer Luft tann eine hiesige Person geschrieben hat, nach Einsendung eines muß der Aufsichtsbeamte auf Stelle und Blehn- Gruppe. Die Bedingung ist, daß die National- derfelben bei demselben Gegenstande Jahr größeren Betrages würde sie Auskunft über das Kind ertheilen. liberalen bei der Landtagswahl für die Frei Jahr aus ein Tag für für Lag fechs Die Staatsanwaltschaft wird gegen die Frau wegen Betruges Stunden und vorgehen. finnigen stimmen. Der Kandidat des Bundes der nun auch noch während der bisher freien Sonntagsruhezeit Landwirthe" ist Oberamtmann von Kries Roggenhausen. um volle drei Stunden länger stehen bleiben. Ein Gesuch an In großer Gefahr schwebte gestern eine Frau Babst In Bromberg hat der Kandidat der Liberalen, Ober- Bürger- die Militär- Invaliden- Verwaltung um Ueberlaffung der erforder- mit ihren beiden Kindern, die dem Manne das Mittagbrot nach In Bromberg hat der Kandidat der Liberalen, Ober- Bürgerlichen Anzahl Invaliden als Aushilfe Beamten foll, wie ver- der Arbeitsstelle bringen wollte. meister Bräsite erklärt, daß er auf dem Standpunkt der FreiAls fie um 11/2 Uhr, einen finnigen Bereinigung" steht. Die Sozialdemokraten stellen Buch- lautet, abgelehnt worden sein. Aus den Kreifen der für diesen Kinderwagen vor sich hinschiebend, den Rottbuferplatz überschritt, binder Janiszewski: Berlin, die Konservativen in Marien- Dienst vorgemerkten Zivilanwärter soll sich nur eine geringe näherte sich in scharfer Gangart der Butterwagen von Kutschera werder- Stuhm ftellen von Buddenbrock Kl. Ottlau auf. Anzahl gemeldet haben, worauf zu diesem Aushilfedienst außer( Naunynstr. 11a). Frau Babst konnte nicht so schnell ausweichen, den vorgenannten Zivilanwärtern, welche am vergangenen wurde von dem Wagen erfaßt und lag auch bald unter den In Leipzig Stadt kandidirt für die Ordnungs- Sonntag in Zivilkleidung mit schwarz und weißer Armbinde Rädern. Wohl in ihrem großen Schrecken muß sie aber dem parteien" Professor Credner, für die Antisemiten versehen, eingestellt waren, auch noch Garde- Artilleristen ihre Kleinen bergenden Wagen einen plöglichen Stoß gegeben angeblich der Frische. mit Helm und Seitengewehr ausgerüftet(!) zur Bewachung der haben, sodaß er der Gefahr, gleichfalls erfaßt zu werden, entIn Karlsruhe stellen die Nationalliberalen ben Kunstschätze in die königl. Muſeen tommandirt wurden. Sollte rann. Frau Babst ist anscheinend nicht schwer verletzt. Oberst a. D. von Reinhard als Kandidaten auf. sich die verlängerte Sonntags- Besuchszeit in den Königl. Museen im Interesse des an den Wochentagen arbeitenden Volkes nicht Die Leiche eines Erhängten ist am Freitag in der KönigFreiherr von Stauffenberg wird nicht mehr für den anders als durch Verlängerung der Dienstzeit für die festlichen Köpenicker Forst aufgerunden worden. In den Taschen Reichstag( er hat bisher Fürth i. B. vertreten) fandidiren. angestellten Unterbeamten, und nur unter Bewachung der Kunst- des Selbsimörders, der 25-30 Jahre alt sein dürfte, befanden sich keinerlei Legitimationspapiere, jedoch lassen der Inhalt eines Die Frankfurter Zeitung" weiß auf unsere Replit nicht gegenstände mit Garde- Artilleriftenfäbeln ermöglichen lassen? Notizbuches, sowie mehrere Messer darauf schließen, daß man anders zu antworten, als durch eine niedliche Unterschlagung. Daß sie diese Heldenthat mit einem Hagel von Scheltworten be- fache wider den zu 21/2 Jahr Zuchthaus verurtheilten Gerichts- thun hat. Die königliche Staatsanwaltschaft hat in der Anklage- es mit einem Gärtner oder Gärtnergehilfen aus Berlin zu gleitet, entspricht der Vornehmheit" dieses Organs. Die diener Adler Revision eingelegt. Nachdem der Verurtheilte Frankfurter Beitung" druckt aus der Darlegung des felbit fich bei dem Erkenntniß beruhigt hatte, sollte derfelbe gestern Jahren wurde aus dem in der Spandauer Forst belegenen BechWasserleiche. Die Leiche eines Mannes in den mittleren " Borwärts" nur den Baffus ab, worin wir ihr vorrüdten, daß Bormittag nach dem Zuchthause überführt werden. Jm legten fee" aufgefifcht. Der Zodte, welcher einen Theil seiner Garderobe fie unsere Kritik ibres Demofratismus" nicht verwinden fönne, Augenbliche tam aber die Ordre, daß der Verurtheilte noch im am Ufer abgelegt, ehe er den Selbstmord ausführte, muß, nach läßt aber die zwei fchlagenden Belege, die wir aus Untersuchungsgefängnisse zu verbleiben habe, weil das Urtheil der Kleidung au urtheilen, dem arbeitenden Stande angehört der letzten Zeit anführten( Stimmzettelfartell in Dortmund und der Straftammer angefochten fei. Die Staatsanwaltschaft hielt haben. In einer Rocktasche fand sich ein Notizbuch vor, aus Tölcke's historischen Knüppel"), vorsichtig weg und deflamirt: die über Adler verhängte Strafe für viel zu niedrig in anbetracht welchem ersichtlich, daß der Selbstmörder aus Berlin herstammt. Es thut nichts zur Sache, aus welcher Veranlaffung dieser der ganz erheblichen Hindernisse, welche der genannte Gerichts- Die Leiche ist auf dem Kirchhof zu Schildhorn beerdigt. Erguß des sozialdemokratischen Sentralorgans erfolgt ist, er ist beamte durch seine Durchstechereien einer geordneten Rechtspflege an und für sich zu beurtheilen, das überlassen wir unseren bereitet hat. Ganz besonders wird hierbei die Vermittelung Von einer Droschke überfahren wurde heute um 9 1hr Lefern." Also die„ Beranlaffung" ift gleichgiltig. Wir bedauern die in Betracht gezogen, welche Adler der Familie Schweinigel mit ein kleiner Knabe in der Blücherstraße, als er den Fahrdamm Also die„ Beranlassung" ist gleichgiltig. Wir bedauern die dem Koppelfnecht und zuhälter Schweinigel angedeihen ließ, überschreiten wollte. Ein Arbeiter trug den Knaben in einen Leser der„ Frankfurter Zeitung", wenn sie sich solches bieten welcher unter dem Verdachte im Untersuchungsgefängnisse saß, Hausflur, wo ein Arzt ihm an den gebrochenen rechten Arm laffen. die Prostituirte Nitsche in der Wassergasse ermordet zu haben. einen Verband anlegte. Von da aus wurde er mit derselben Droschke nach der Nostizstraße geschafft. " B " Tokales. An die Parteigenoffen der Provinz Brandenburg. Sämmtliche Zufchriften, die Wahl betreffend, wie die Be forgung von Referenten, Flugblättern, Auskünfte in Bersammlungsangelegenheiten 2c. sind von beute an Gustav Koopmann, ZentralWahlbureau der Provinz Brandenburg, Berlin Süd- West, Beuthstraße 2, Buchhandlung des Vorwärts" zu richten. " M Auf der Straße festgenommen wurde gestern Abend auf Beranlassung eines Viehfommissionärs der frühere Diener und Ein Zwinglingsbrüderpaar, welches gemeinschaftlich in Masseur Heinrich Laudan mit seiner Ehefrau zusammen, weil er Konzertlokalen und Vergnügungs- Etablissements Taschendiebeinen Havelock trug, der im November v. J. zugleich mit vielen stäble ausführte, ist am Himmelfahrtstage in Rixdorf festanderen Kleidungsfücken gestohlen worden war. Bei der hier genommen worden. nach erfolgten Durchsuchung der Laudan'schen Wohnung wurde Ein Dampferverkehr zwischen Jannowit Brücke und etwa tausend Mart vorgefunden. Dazu gehören feidene Kleider, Moabit wird in diesem Sommer eingerichtet werden. Jede Tour ein ganzes Lager gestohlener Sachen im Gesammtwerth von Weidendammer- Brücke und zwischen Weidendammer- Brücke und Reisedecken, Rörbe, Reise- Necessaires, Betten, Wäsche, Belasachen. toftet 10 Pf. 10 Dampfer à 40 Personen werden den Verkehr Die Gegenstände dürften größtentheils in Moabit und Umgegend in Zwischenräumen von vorläufig zehn Minuten( später fünf von Böden und aus Rellern gestohlen worden sein. Etwaige Minuten) vermitteln. Eigenthümer tönnen im Zimmer 36 ihre Sachen in Empfang nehmen. Laudan, der schon mehrfach wegen Diebstahls Polizeibericht. In der Nacht zum 12. d. M. erschoß sich Die Parteiblätter der Provinz Brandenburg werden um bestraft ist, hat in die Charitee eingeliefert werden müssen, weil im Keller des Hauses Melanchthonstr. 6 ein Soldat. Am 12. d. M., Abdruckt gebeten. er fich bei einem Sprunge aus der Siftirungszelle der Polizei. wache in den Hofraum einen Bruch des rechten Unterschenfels zugezogen hatte. Vormittags, wurde im Spreefanal, an der Inselbrücke, die bereits start in Verweſung übergegangene Leiche eines neugeborenen Für Vermiether und Miether von Wichtigkeit ist eine Kindes und Nachmittags im Landwehr- Kanal, gegenüber dem Enti@ eidung, welche fürzlich die 20. Bivillammer in AbGrundstück Plan- Ufer 37, die ebenfalls start verweste Leiche eines Selbstmord verübte der Offizierbursche des Majors von unbekannten, etwa 40- jährigen Mannes angeschwemmt. änderung der bisherigen Judikatur in Ermiffionssachen gefällt hat. Vor Bisher hatte die einheitlich mit Ermissionssachen beschäftigt ge- Nübelschüß im Hause Melanchthonstraße 6 im Stadttheil Moabit dem Hause Staligerstr. 62 wurde Vormittags ein vierjähriger wesene 14. Zivillammer immer festgestellt, daß, wenn ein Miether am Freitag Morgen. Der bei der Artillerie stehende Soldat, Knabe durch einen Arbeitswagen überfahren und erlitt einen wiederholt feine Miethe erst nach dem festgesetzten Terminstage als Bursche zu diesem Offizier abkommandirt, hatte diverse Armbruch, so daß seine Ueberführung nach dem Krankenhause Bebezahlt bat, ohne daß der Vermiether die verspätete Zahlung Kleinigkeiten für seinen eigenen Bedarf bei Kaufleuten auf den thanien erforderlich wurde. An der Ecke der Linien- und Alterügt, dieser nicht plöglich bei der Wiederholung eines solchen Namen seines Herrn entnommen, es handelte sich um einen Ge- Schönhauserstraße gerieth eine Frau unter die Räder eines GeschützFalles mit einem Ermissionsanspruch hervortreten fann. Die fammtbetrag von etwa 10 Mark. Die Unterschlagungen waren wagens und wurde an der Hüfte bedeutend verlegt. Auf dem 20. Ziviltammer hat dagegen wie folgt entschieden: Wenn im nahe daran, entdeckt zu werden. Aus Furcht vor Strafe ent- Hofe des Grundstücks Ackerstr. 76 fiel eine etwa 11/2 Ctr. schwere Miethsvertrage die Miethszahlung auf bestimmte Terminstage schloß sich der Bursche zum Selbstmorde. Am Donnerstag hatte Rifte um und traf den bei der Aufstellung beschäftigten Arbeiter am festgesetzt und bei nicht pünktlicher Bahlung der Miethe dem Ver- er bereits die Jagdflinte seines Herrn mit Schrot und Wasser Fuße. Er wurde bedeutend verlegt und mußte nach dem Lazarusmiether das Recht gegeben ist, die Räumung der Wohnung seitens geladen und im Roblenfeller versteckt. Am Freitag früh gegen Krankenhause gebracht werden. Nachmittags wurde ein zweides Miethers zu fordern, so steht dem Vermiether in jedem Uhr schickte die Köchin den Burschen in den Keller, um Kohlen jähriger Knabe vor dem Hause Oranienstr. 70 mit einer schweren einzelnen Falle fäumiger Miethszahlung das Recht zu, heraufzuholen. Er fam nicht wieder. Bald ertönte ein Schuß, Verlegung am Arm aufgefunden und nach dem Krankenhause entweder die Ermission zu fordern, oder den Vertrag und als Hausgenossen herbei eilten, lag der Bursche mit gräßlich Bethanien gebracht. Der Knabe soll durch einen Müllwagen fortdauern au laffen. Wenn daher ber Vermiether zerschmettertem Ropfe todt im Keller, überfahren worden sein. An der Möckornbrücke sprang eine in einem Einzelfalle verspätete Miethszahlung annimmt, Beim Abbruch eines Hauses in Wilmersdorf sind vor Arbeiterin in den Landwehr- Kanal, wurde jedoch noch lebend so tann daraus nicht ein Verzicht auf sein Ermiffions- einigen Tagen im Keller zwei Leichen gefunden worden, welche aus dem Wasser gezogen und nach der Charitee gebracht.- Vor recht für die Bukunft gefolgert werden. Bermiether noch leidlich erhalten sind. Der graufige Fund wird mit dem dem Hause Schönleinftr. 28 gerieth ein vierjähriger Knabe unter hat dann nur in einem Falle fein Wahlrecht ausgeübt, ohne Verschwinden zweier Pferdehändler vor einigen Jahren in Ver- die Räder eines Milchwagens und erlitt so schwere innere Ver= daß ihm daraus irgend welche Berpflichtung bindung gebracht, die viel Geld bei sich geführt haben sollen und legungen, daß seine Ueberführung nach dem Krankenhause am für die Folgezeit erwachsen wäre. Nur wenn über deren Verbleib ein mystisches Duntel schwebte. Das ab- Urban erforderlich wurde. Ein obdachloser Arbeiter fiel vor während einer Reihe auf einander folgender Miethstermine der geriffene Gebäude ist in verhältnißmäßig furzer Zeit häufig in dem House Georgenkirchstr. 18 zur Erde und verlegte sich be= Bermiether die verspätete Miethszahlung ohne Widerspruch ge anderen Besitz übergegangen, wodurch die Klarstellung der Sach- deutend im Geficht. Er wurde nach dem Krankenhause am Friedrichsduldet hat, wenn also die Abweichung vom Vertrage zur Regel lage erschwert wird. hain gebracht. In einem Hotel versuchte ein Kaufmann, geworden ist, so rechtfertigt sich die Folgerung, daß der Berdurch einen Revolverschuß in die Bruft seinem Leben ein miether nicht blos auf die Ausübung des Ermissionsrechtes im Die Egmiffion eines Schiffers aus seinem Rahn fand am Ende zu machen und mußte schwer verlegt nach dem ElisabethEinzelfalle verzichtet hat, sondern daß dieses Recht überhaupt Mittwoch am Maybach- Ufer statt. Im Auftrage eines hiesigen Krankenhause gebracht werden. Abends unternahm auf der für die Zukunft nicht mit voller Schärfe durchgeführt werden Gläubigers, der eine größere Forderung an den Schiffer hatte, Wache des 75. Polizeireviers ein wegen Diebstahls jestgenommener folle. Die im Berkehr nothwendige Beobachtung von Treu und erschien der Gerichtsvollzieher. Die wenigen Wirthschafts- Masseur einen Fluchtversuch, indem er d. rch das nach gewalt. Glauben legt aber dem Vermiether in diesem Falle die Pflicht gegenstände der Schifferfamilie wurden ans Land gebracht und famer Beseitigung eines Brettes geöffnete Fenster der Zelle auf auf, sofern er auf seinem vertragsmäßigen Ermissionsrecht bei am Ufer aufgestellt und einige vom Gerichtsvollzieher gedungene den Hof hinabsprang. Er wurde jedoch vor dem Hause Wilsnicht pünktlicher Miethszahlung bestehen will, den Miether Schiffer steuerten sodann den gepfändeten Kahn fort, um ihn so nackerstr. 28 wieder ergriffen und, da er sich durch den Sprung hiervon in Kenntniß zu sezen. Andernfalls tann dem Ermissions- lange unter anderweiter Aufsicht zu geben, bis die nothwendigen am Fuße bedeutend verlegt hatte, nach der Charitee gebracht. anspruch mit dem Einwande der Arglift begegnet werden. Förmlichkeiten für den gerichtlichen Berkauf er üllt sind. Die An der Ecke der Reinickendorfer- und Liebenwalderstraße entplöglich obdachlos gewordene Familie des Schiffers erregte bei ftand eine Schlägerei, bei der ein Dreher einen Messerstich in den Nachbaren und Vorübergehenden tiefes Mitleid. den Kopf erhielt. In der Nacht zum 13. d. Mts. brachte sich ein Kutscher vor dem Hause Stralsunderstr. 28 drei Revolverschüsse in den Kopf und einen in die Brust bei. Er wurde nach bem Lazarus- Krankenhause gebracht. Im Laufe des Tages fanden zwei Brände statt. Solidarität in der bürgerlichen Gesellschaft. Beim Löschen eines Feuers in Charlottenburg verunglückte ein Feuerwehrmann der Berliner Feuerwehr, die dorthin zu Hilfe entsandt Zwet unbeabsichtigte Tödtungen durch Erhängen find worden war. Die Verlegungen des Feuerwehrmannes hatten in der nächsten Umgebung Berlins vorgekommen. Der etwa zur Folge, daß er seitens der Stadt Berlin pensionirt werden sechsjährige Sohn des Bauarbeiters Kn. zu Friedrichsfelde hatte mußte. Da nun die Verlegungen des Feuerwehrmannes auf mit mehreren Altersgenossen gespielt und sollte schließlich von Charlottenburger Gebiet, also bei Sicherung dieser Stadt, er diesen als„ gefangener Räuber" gehenft werden. Zu diesem folgten, so hatte der hiesige Magifirat bei der Stadtgemeinde Bwed wurde ihm ein Strid um den Hals gelegt und der Charlottenburg den Anspruch auf Ersatz dieser Pension gestellt. Snabe von seinen Spielgefährten, nachdem der Strict an einem Soziale Leberlicht. Da die Charlottenburger Gemeindebehörden sich weigern, diesen Balken befestigt worden einem Stuhl herabErsatz zu leisten, so hat das Magistrats- Kollegium in seiner heu- gestoßen. Che Hilfe tam, war der Knabe todt. Ein zweiter Aufruf an alle in Berlin beschäftigten Maurer, welche tigen Sigung beschlossen, künftighin Feuerlöschhilfe nach Char ähnlicher Fall hat sich am Donnerstag in einem Hause auf dem Boden der Zentralisation stehen. lottenburg nicht mehr zu entsenden. in der Nähe des Rollkruges zugetragen. Unter mehreren Kollegen! Die letzten vier öffentlichen Versammlungen in Schlafleuten, die sich hier einquartirt hatten, befand sich der Ar- unserem Gewerbe beschäftigten sich mit der Frage, ob in eine beiter B., welcher seinen Schlafkameraden öfter das Schau- Lohnbewegung einzutreten sei. Wir alle wissen, daß die Zuspiel zum Besten gab, sich an einem Strick, den er um den Hals stände im Baugewerbe in jeder Beziehung viel zu wünschen schlang, aufzuhängen, jedoch so, daß er sich stets wieder frei- lübrig lassen und infolgedessen unhaltbare geworden sind; auch wis Um der Bevölkerung die Besichtigung unserer Kunftschäge in den tönigl. Museen mehr zu ermoglichen, wurde die Besuchszeit dieser Institute an den Sonntagen um drei Stunden von war, haben Jahr aus, Jahr ein mit Noth und Entbehrungen zu| bis jetzt erkämpft und errungen haben, uns erhalten bleibt, und fämpfen, wir, die alle Tage in Hige und Rälte unser Joch so wird sich am Dienstag, den 16. Mai, Abends 81/2 Uhr, bei tragen, fühlen um so mehr, wie drückend es jegt ist, um die Brochnow, Sebastianstr. 39, eine öffentliche Versammlung der Existenz, um das tägliche Brot ringen zu müssen, und so ist es auch Maurer und Puzzer mit der Frage beschäftigen: Die diesjährige au uns, unser Urtheil darüber abzugeben, wie wir über die dies Lohnbewegung und die bevorstehenden Reichstagswahlen. Wir jährige Lohnbewegung denken. Urtheile von unberufener Seite erwarten, daß die Kollegen zahlreich und pünktlich erscheinen. werden wir uns nie aufzwingen laffen, es fann Mit kollegialem Gruß niemand über die Verhältnisse im Baugewerbe besser unterrichtet F. Gräschte, fein, als wir, die thatsächlich Hammer und Kelle führen, und es wäre in dieser Frage besser, wenn jeder Schuster bei seinem Leisten bliebe. Kollegen! Die Frage der Lohnbewegung kann und darf nur von berufener Seite entschieden werden, und wird auch bann, wenn dies gefchehen, jeder ehrlich denkende Rollege beftrebt fein, wie in den früheren Jahren sein Recht dem entgegenstehenden Unternehmerthum gegenüber zu vertheidigen, und wie wir früher nicht zurückgestanden haben, werden wir es ebenso wenig jetzt, wie in Zukunft thun. H. Schigolsti, Schwedterstraße Nr. 27. Lübbenerstraße Nr. 26, Achtung, Filzschuharbeiter und Arbeiterinnen. Die unterzeichnete Kommission giebt hiermit befannt, daß die Fabrikanten S. Bergel, Rosenthalerstr. 26, und Buch hola, Cottumftr. 12, bewilligt haben. Ueber die noch nicht bekannt ge gebenen Firmen ist streng die Sperre aufrecht zu erhalten. Die Lohnkommission der Filzschuharbeiter Berlins und Umgegend. Alle Anfragen und Zusendungen wolle man an E. Milner, Elisabeth- Ufer 20, richten. In Schönlinde wurden in der Fabrik Hille und Wünsche Arbeiter gemaßregelt. Die übrigen Arbeiter, 500 an der Zahl, nahmen dieses Umstandes wegen die Arbeit nicht mehr auf. Nach Rücksprache mit dem Direktor holten sich alle Arbeiter ihre Bücher. Zuzug ist fernzuhalten. Unterstübungen und Korrespondenzen richte man an Anton Friese, Ober- Faltenhain bei Schönlinde 35. Kollegen! Neuerdings sind aber Ereignisse eingetreten, die wohl nicht gut vorauszusehen waren, und welche in nächster 60 Zeit unsere Kräfte in jeder Hinsicht vollauf in Anspruch nehmen werden. Es sind die bevorstehenden Reichstagswahlen und hat dort jeder, dem unser Wohl am Herzen liegt, soviel in seinen Kräften steht, mitzuarbeiten. Es wird nothwendig sein, alles hinter an zu setzen, und dafür zu forgen, daß alles das, was wir Gebr. Bölke Uhren- Fabrik Berlin, Mauerstr. 76. Verkauf aller Arten bgezogener und genau regulirter Uhren zu ftauneno billigen Fabrik preisen. 3 Jahre Garantie und Umtausch gestattet. Reich illustrirtes Preis- Buch gratis und portofrei.[ 3945L Gold. Damen- Uhren, Rem., 20 M. 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Geschenke, Aussteuer und bergleichen, die er früher hingegeben hat, ist er nur daan berechtigt abzuziehen, wenn ein besonders hierzu beftelter Pfleger und das Vormundschaftsgericht ausdrücklich damit einverstanden waren, daß die Geschenke u. f. w. auf das Erbtheil zu verrechnen find. Solches Einverständniß darf aber ein Gericht nur unter ganz besonderen Umständen ertheilen. Das Erbtheil ist von der Fälligkeit ab, also vom Heirathstage ab, mit 5 pCt. 3infen zu verzinsen. Sehen Sie zu, daß Sie den für Ihren Schwiegervater sehr fostspieligen Klageweg Ihrem Schwiegervater dadurch ersparen, daß Sie ihn veranlassen, sich bei einem Rechtsverständigen zu erkundigen. LINDENBAUM Frucht- Straße. 4128 L im Jahre 1879. Frankfurter- Straße 139, writes aus an der Lager eleganter fertiger Herren- Garderobe. Spezialität: Anfertigung nach Maass unter Garantie des Gutsitzens. Zuschneider im Hause. Für streng reelle und prompte Bedienung bürgt der langjährig bekannte gute Ruf meines Geschäfts. 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Den Mitgliedern des Sozialdemokrat. Wahlvereins für den 6. Berliner Reichstags. Wahlkreis zur Nachricht, haß am 11. b. M. das Mitglied Fuhrherr Gäfte können durch Mitglieder eingeführt werden. Neue Mitglieder Wilhelm Haberland 2. Dienstag, den 16. Mai, Abends 8 Uhr, bei Martens, werben aufgenommen. Friedrichstraße 236. 3. Freitag, 19. Mai, Ab. 8 Uhr, in der Bockbrauerei, Tempelhofer Serg. Tagesordnung in allen Versammlungen: 1. Die bevorstehende Reichstagswahl. Reichstagskandidat Richard Fischer. Referent 845/7 Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Vertrauensperson. 2. Diskussion. 3. Wahlkreis. Große öffentliche Volksversammlung 123/9 J. A.: W. Genz, Bernauerftr. 114c. Adhtung! Maurer und Putzer. Adtung! plöglich verstorben ist. Die Beerdigung findet am Montag um 5 Uhr von der Leichenhalle des Elifabeth- Kirch hofes, Prinzen- Allee, aus statt. Um rege Betheiligung ersucht 240/9 Der Vorstand. Statt besonderer Meldung. Allen Verwandten, Freunden und Dienstag, den 16. April, Abends 82 Uhr, tn Brodynow's Salon, Genossen die traurige Nachricht, daß Große öffentliche Versammlung. • Zages Ordnung: 1. Die diesjährige Lohnbewegung und die bevorstehenden Reichstags= wahlen. Referent Rollege Gröppler. 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches. Um zahlreiches Erscheinen ersuchen 242/20 H. Schigolski, Schwedterstr. 27. P. Gräschke, Lübbenerstr. 26. am Sonntag, 14. Mai, Borm. 10 Uhr, in den Bürgersälen, Maler, Lackirer und Anstreicher. Dresdenerstr. 96-97. Zages Ordnung: Die bevorstehende Reichstagswahl. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Einberufer. Gr. öffentliche Volks- Versammlung für den 3. Berliner Reichstags- Wahlkreis am Montag, den 15. Mai 1893, Abends 8 Uhr, im Louisenstädt. Konzerthaus, Alte Jakobstr. 37. Zagesordnung: 1. Die bevorstehenden Reichstagswahlen. Referent: Reichstags- Randidat Robert Schmidt. 2. Disfussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Einberufer. Mittwoch, 17. Mai, Abends 8 Uhr, in der Berliner Resource, Kommandantenstraße Nr. 57: Große öffentliche Versammlung. Zagesordnung: 1. Unsere Achtstunden- Bewegung und was gedenken wir weiter zu thun? 2. Verschiedenes. 234/13 Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Kommission. Achtung, Lederarbeiter Berlins! wie: Weißgerber, Lohgerber, Färber, Zurichter u. s. w. Dienstag, den 16. Mai cr., Abends 8 Uhr, in ,, Weimann's Volksgarten", Badstraße Nr. 54-56: Gr. öffentliche Volks- Versammlung Große öffentliche Versammlung. für den 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis Zagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Roland über: Wird der Sozialismus am Montag, den 15. Mai, Abends 8% Uhr, im Saale der fiegen? 2. Revisionsbericht und Wahl des Vertrauensmannes. 3. Antrag Brauerei Friedrichshain, Am Königsthor. Reinhardt. 4. Bericht des Delegirten der Gewerkschaftskommission und Neu wahl desselben. 5. Diskussion. 6. Verschiedenes. 8881b Tagesordnung: = 1. Vortrag des Reichstags Kandidaten Robert Schmidt. 2. Dis Wahlkomitees. Der Einberufer. fuffion. 3. Bericht der Delegirten von der Parteikonferen eines Schneider's Gesellschaftshaus( Belforterstr. 15). Sozialdemokratischer Wahlverein Sonntag, den 21. Mai( 1. Pfingstfeiertag): für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. weites Stiftungsfest mein lieber Sohn, unser Bruder, Schwager, Ontel u. Neffe, der Drechsler Robert Sündermann am Donnerstag, den 11. d. Mts., ge storben ist. 38686 Die Beerdigung findet am Sonntag, den 14. d. Mts., Nachm. 3 Uhr, von der Leichenhalle des St. Thomas- Kirchs bofes, Briger Chauffee, statt. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Fachverein der Tischler. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unfer langjähriger Bereinstollege Johann Schumacher nach längeren Leiden am Mittwoch, den 10. Mai am Herzschlag geftorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag Nachmittag 4 Uhr, von der Leichenhalle des Emmaus Kirchhofes aus ftatt. Um rege Betheiligung bittet: Der Vorstand. Der verstorbene Rollege war auch zum Verbande übergetreten. 309/4 Verb. der in HolzbearbeitungsFabriken und auf Holzplätzen besch. Arbeiter u. Arbeiterinnen Deutschlands. Filiale Berlin II( Nord). Versammlung am Dienßag, den 16. Mai 1893, Abends 81/2 Uhr, Bergstraße Nr. 12. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genoffen Koopmann. 2. Abrechnung vom Mastenball. 3. Verbandsangelegenheiten und Ber schiedenes. Um zahlreichen Besuch bittet 174/10 Der Vorstand. Dienstag, 16. Mai, Abends 8½ Uhr, in Nagel's Salon, des Sozialdemokrat. Lese- und Diskutirklubs ,, Joh. Jacoby", Allgemeiner deutscher Schwedterstraße 23: Versammlung. Zagesordnung: 1. Die bevorstehende Reichstagswahl und die verschiedenen Parteien. 2. Diskussion, Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. 240/8 Der Vorstand. Die Genoffen werden ersucht, die gelesenen Broschüren und Arbeiter: Beitungen auf den Zahlstellen abzugeben. Die Zahlstellen des Vereins befinden sich bei: Franz Gleinert, Fenn- und Müller: Joh. Guadt, Swinemünderftr. 120. ftraßen- Ede. Steinbad, Antonftr. 1. Haverlandt, Bellermannftr. 87. Sermerschmidt, Moabit, Perleberger ftraße 28. A. Linneken, Beuffelstr. 57. Raabe, Ruppinerstr. 46. Hilgenfeld, Bergstr. 60. Emil Schmidt, Tresdow. u. Diedenhofenerstraßen- Ece. Meinhardt, Pappel- Alee 3-4. Kalkowski, Moabit, Calvinftr. 1. F. Lükke, Schwedterstr. 33. Achtung! Genossen des 4. Wahlkreises! Achtung! Konzert- Park Viktoria, Frankfurter Allee 72. verbunden mit Konzert, Theater- Vorstellung, lebenden Bildern und Tanz, unter gütiger Mitwirkung des Gesangvereins der Stuckateure" und" Wacht auf"( Mitgl. d. A.-S.-B.). Die Musit wird von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker ausgeführt. Fest- Rede. Anfang Abends 6 Uhr. Entree 30 Bi. Ende??? Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Billets sind in allen mit Plataten versehenen Lokalen zu haben. Das komitee. 129/4 Ethische Gesellschaft. Sonntag, 14. Mai, Abends 8 Uhr, Kommandantenstr. 20: Vortrag des Herrn Adler über: ,, Was ist Recht?" Nach dem Vortrag gemüthliches Beisammensein und Tanz. Damen und Herren als Gäste stets willkommen. Schöneberg. 141/18 Tapezirer- Verein. Filiale Berlin. Versammlung am Montag, den 15. Mai, Abends 81/2 Uhr, bei Bolt, Alte Jakobstr. 75. Tagesordnung: 1. Bortrag. 2. Diskussion. 8. Der Holzarbeiter Verband. 4. Vereins angelegenheiten. # Die Ortsverwaltung. Achtung! Achtung! Bilder- Rahmenmacher. Vereins- Versammlung Dienstag, den 16. Mai d. J., Abends 8, Uhr, bei Ratow, Prinzenstr. 106. Der wichtigen Tagesordnung halber ift bas Erscheinen aller Kollegen dringend erwünscht. 38666 Der Vorstand. J. A.: Erdm. Bendt, Schriftführer. Früh- und Nachmittags onzert. Große öffentl. Volks- Versammlung Graveure, Cifeleure! Große Gala- Vorstellung. Abwechselnd mit Theater und humoristischen Vorträgen. Die Musit wird von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmufiter ausgeführt. Bei schlechtem Wetter findet das Konzert in sämmtlichen Räumen des Lokals statt. Anfang früh 5 Uhr, Nachm. 4 Uhr. Entree früh 20 Pf., Nachm. 25 Pf. 2. Die Kaffeeküche steht den geehrten Damen zur Verfügung Billets find in sämmtlichen mit Plataten belegten Handlungen zu haben. Wegen des guten Zweds ersuchen wir um recht zahlreiche Betheiligung der Genoffen und Freunde. Der Vorstand des Club ,, Nordost" Berlin. Stuckateure. Montag, den 15. Mai, Abends 8 Uhr: für Männer und Frauen in Schöneberg und Umgegend am Montag, den 15. Mai, Abends 8 Uhr, im Saals der Schloßbrauerei" zu Schöneberg. Zages Ordnung: 1. Der eherne Schritt der Zeit." Referent: Schriftsteller Eduard Adler. Distusfion. 8. Verschiedenes. Bur Dedung der Untoften findet Zellerfammlung ftatt. Die Vertrauensperson. 418/1 Montag, d. 15. d., Abends 8½ Uhr Versammlung " im Bereinslokal, Dresdenerstr. 45. Tagesordnung: 1. Geschäftl. 2. Bor lefung über Das Bildungsmonopol der beutigen Gesellschaft." 3. Disfuffion. 4. Verschiedenes. 167/19 Der Arbeitsnachweis befindet sich bei Verein der Ginfeger( Tischler) Bum Wahlkampf empfehle mein auf Kollege Zwirts, Stalişerftr. 125. Berlins und Umg. Den Mitgliedern wird zur Nachricht gebracht, daß die Billets zur Urania in Händen des Vorstandes find, und Fachvereins- Versammlung. var bei den Herren Fleiſcher, Tagesordnung: 1. Vortrag.( Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht.) 2. Wahl verschiedener Kommissionen. 8. Verschiedenes. Aufnahme neuer Mitglieder. Gäfte willkommen. Um zahlreiches Er scheinen ersucht 271/17 Der Vorstand. Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Montag, den 15. Mai, Abends 82 Uhr, in Norbert's getsälen, Beuthstraße Nr. 21: Ordentliche General- Versammlung. 2ages Ordnung: 1. Die Entlaffung der Kollegen von der Firma Räftner, Sebastianstraße. 3. Bericht des Vorstandes. 2. Raffenbericht und Bericht der Revisoren. 4. Bericht des Arbeitvermittlers. 5. Neuwahl des Vorstandes und Bestätigung der vorgeschlagenen Beisiger zum Vorstand sowie zur Fach- Kommission. Ersatzwahlen zur Bibliothek- Kommission. 6. Antrag des Vorstandes, betr. Regelung 7. Abrechnung vom Winterfest. 8. Antrag, betr. des Arbeitsnachweises. 7. Abrechnung vom Winterfest. Abhaltung eines Sommerfestes. EF Mitgliedskarte legitimirt. In Anbetracht der außerordentlich wichtigen Tagesordnung werden die Kollegen ersucht, recht zahlreich und pünttlich zu erscheinen, da die Verfammlung pünktlich eröffnet werden muß. 229/17 Der Vorstand. Gubenerit. 3, Martin, Gartenſtr. Hoffmann, Gräfestr. 18. 60. Gönner und Freunde des Bereins werden hierauf aufmerksam gemacht. Um schnellen Umfaß ersucht[ 145/11] Der Vorstand. Achtung Genossen! Am Freitag ist in der KonkordiaVersammlung eine Rolle, Zeitungen enthaltend( 40„ Textil- Arbeiter"), liegen geblieben. Der ehrliche Finder wird ges beten, dieselbe bei Borchert, Fruchtstr. 39, 4 Tr., abzugeben. 849/11 Eine Zigarrentasche mit Zigarren in gefunden worden. Abzuholen bei 23. Lock, Friedrichsbergerstr. 11. &. flottgehend. altes Bigarren geschäft, in der Nähe viele Fabr. und Laufgegend, ist Familienverhältnisse halber sehr preiswerth au verkaufen. Off. unter L. G. 833 befördert R. Moffe, Prinzenstr. 41. Massenabsatz eingerichtetes Geschäft. Billigste und bequemfte Bezugsquelle für Händler. Der Vorstand. 88605 Verband deutscher Korbmacher. Th. Mayhofer( Filiale Berlin.) Nachfolger, Montag, den 15. Mai, Sozialdemokr. Buchhandlung, Berlin N., Weinbergsweg 15b. Abends 81/2 Uhr,[ 194/15 bet Roll, Adalbertstr. 21, Versammlung. Freie Bereinigung der Maitrank To FL. 5,50 M. Geiſenſieder u. Berufsgenossen Spiritus Liter 82 Pfg. Himbeersaft( obne Stártesyrup), Ltr. 1,50 Mt. 41592* Franz Beyer, Chauffeeftr. 103. Berlins und Umgegend Mitgliederversammlung am Donnerstag, den 18. Mai cr., Abends 82 Uhr, Neue Friedrichstr. Sämmtl. Weine zu Engrospreis.agsorbang? 1. Biebrich. 44. Sarg- Magazin Berhiedenes.- Gäſte willkommen. pon Jul. Kosin, fussion. 3. Entrichtung der Monats: beiträge, Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Der Vorstand. N. B. Der Arbeitsnachweis befindet 66. Georgenkirchstraße Nr. 66. fich wie früher in den Händen des Sämmtliche zur Beerdigung noth- Kollegen W. Hoffmann, Choriner wendigen Gänge zc. werden unentgelt- ftraße 67,§. II I. 267/8 lich besorgt 41120* Empfehle den Kollegen and Genossen Säle zu Privat- Festlichkeiten u. Ver- ganz ergebenst mein Weiß- u. Bairisch fammlungen Oranienftr. 180. 8551b Bier. I. Zastrow, Andreasstr. 36. Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 112. Bekanntmachung. Nach der Bestimmung des Herrn Ministers des Innern sollen die Wählerlisten zu der durch kaiserl. Verordnung vom 6. d. M. angeordneten Neuwahl zum Reichstag vom 18. Mai d. J. ab gemäß§ 8 des Wahlgesetzes vom 31. Mai 1869 öffentlich au Jedermanns Einsicht ausgelegt werden. Infolge deffen machen wir unter Hinweis auf§ 3 des Wahlreglements vom 28. Mai 1870 hierdurch bekannt, daß die für die sechs Wahlkreise Berlins aufgestellten Wählerlisten acht Tage lang und zwar vom 18. Maid. J. an den Wochentagen von Bormittag3 9 bis nachmittags 3 Uhr und an den beiden Pfingstfeiertagen Don 12 bis 5 Uhr Nachmittags ausliegen werden. Die Auslegung erfolgt in unserem Wahlbureau Post str. 16, 2 Tr., und gleichzeitig an den nachstehend bezeichneten Orten: für den 1. Wahlkreis, umfaffend die Stadtbezirke 1-20, 283 und 284 und vom Stadt. bezirt 144: Kl. Kurstr. 9, Niederwallstr. 24 und 25 und Spittel mit Ausschluß von markt 14 und 14a; Alexanderstr. 18,( Stadtbezirk 3), KI. Präsidentenstr. 6 und 7 und Neue Promenade 9 und 10( Stadtbezirk 5) in der Turnhalle der 21./24. Gemeinde schule, Hinter der Garnisontirche 2; für den 2. Wahlkreis 2 unifaffend die Stadtbezirke 21 bis 78 und 114 bis 117 und zwar a) für die Stadtbezirke 21 bis 30, 50 bis 78 und 114 bis 117 in der Turnhalle der 131./169. Gemeinde- dem schule, Tempelhofer Ufer 2, b) für die Stadtbezirke 31 bis 49 für den 3. Wahlkreis umfaffend die Stadtbezirke 79 bis 82, 87, 118 bis 144 mit Ausschluß von Oranienstr. 31 bis 41 und 166 bis 175( Stadtbezirk 81), Brizerstr. 25, Kottbuserstr. 7 und 8( Stadtbezirk 87), Kl. Kurstr. 9, Niederwallstr. 24 und 25 und Spittelmarkt 14 und 14A( Stadtbezirk 144) in der Turnhalle der 62. Gemeindeschule Schmidstraße 88; für den 4. Wahlkreis " 81: Dranienstr. 31-41 und 166-175, " " 87: Brizerstr. 25 und Rottbuserstr. 7 und 8, 192 und 193: Elbingerstraße von Greifswalder firaße bis Verlorener Weg, Plätze A und C. Straße 1 von Straße 2 bis Straße 4, Straßen 2, 3, 4, 5, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14 und Straße 15 von Greifswalder straße bis Verlorener Weg, Straße 38 sämmtlich Abth. XIII¹ des Bebauungsplanes, dagegen mit Aus: schluß von Sonntag, den 14. Mai 1893. " 10. Jahrg. treis in Aussicht genommene Kandidat Alwin Gerisch bereits tag, den 14. Mai, Vormittag Montag, den Der Bewegung vor der Deffentlichkeit zu dokumentiren. Die sechs Regierung willfährige Mehrheit im Reichstage zusammen at Versammlungen, welche fämmtlich übervoll besucht waren und bringen. Deshalb sei nicht das Hauptaugenmerk allein auf die musterhaft verliefen, boten eine sichere Gewähr dafür, daß das Beseitigung der Militärvorlage zu richten, sondern es gelte auch Proletariat sich der Bedeutung feiner Aufgabe in dem jetzt be- den indifferenten Massen Klarheit über die weiteren Biele der gonnenen Wahlkampfe voll bewußt ist, daß es zähe und muthig Sozialdemokratie zu schaffen, welche daraus hinauslaufen, unsere den Kampf mit den Feinden der Kultur aufnehmen wird, sicher Kulturerrungenschaften zum Gemeingut für Alle zu machen. des endlichen Sieges! Endloser Beifall belohnte den Referentenfür seine trefflichen Dar. Die Volksversammlung des ersten Wahlkreises tagte legungen. Gegner meldeten sich trotz wiederholter Aufforderung nicht zum Wort. A. Schweizer und Dost ergänzten in in den Arminhallen und war der wichtigen Tagesordnung entsprechend zahlreich besucht. Der von Gerisch gehaltene ein- ferniger Weise die Ausführungen Vogtherr'3. Frau Fahren wald berief sich auf den Ausspruch des Reichskanzlers, der leitende Vortrag wurde mit lebhaftem Beifall aufgenommen. In an die Landwehrfrauen und Refrutenmütter überzeugender Rede legte der Referent dar, daß das deutsche bekanntlich Proletariat bei den bevorstehenden Wahlen mit ganzer Kraft die Militärvorlage dahin: Nieder mit dem Militarismus und appellirte und präzisirte die Meinung der Proletarierfrauen über dafür einzutreten hat, daß sowohl die Militärvorlage wie auch Betheiligung der Frauen an der Agitation, damit sich die Zahl die übrigen reaktionären Gelüfte der Geldsackparteien zu Falle gebracht werden. Nachdem der Vortrag beendigt war, erging die unserer Streiter verdoppele. Ebenfalls gab auch Frau Scherzer Aufforderung an etwa in der Versammlung anwesende Gegner, ihrem Unmuth über die heutigen miserablen Verhältnisse in fchein. Hierauf fügte sich zum Wort zu melden. Es tam jedoch niemand zum Vor- scharfen Worten Ausdruck. Alle Redner ernteten lebhaften Bei Täterow dem fall. Am Schlusse der Diskussion gelangte folgende Resolution Referat noch einige interessante Ausführungen hinzu und zur einstimmigen Annahme: widerlegte namentlich die Behauptungen der reaktionären Parteien, Die am 12. Mai bei Buggenhagen am Morigplay tagende Berliner daß Deutschland von übermächtigen Nachbarn bedroht sei. sozialdemokratische Volksversammlung des dritten Gerade die Arbeiter sind es, welche sich international vereinigen, Reichstags- Wahlkreises erklärt sich mit den klaren Ausführungen das russische Volt hat mit uns dasselbe Verlangen, es will frei ihres Kandidaten Ewald Vogtherr in allen Punkten einfein. Redner erinnerte an die Schwierigkeiten, unter welchen das verstanden und verspricht, durch regste Agitation und Abgabe gleiche Wahlrecht errungen fei, das deutsche Volt habe aufzn- ihrer Stimme am Tage der Wahl für die Sozialdemokratie passen. Nicht Kirche, Buchthaus und Kasernen wollen wir, einen flammenden Protest gegen eine weitere Vermehrung der sondern frei wollen wir sein. Für unseren Kandidaten haben wir schon jetzt fast unerschwinglichen Volkslasten auszudrücken. Ferner Propaganda zu machen, und dafür zu arbeiten, daß derselbe auch erklärt die Versammlung unentwegt für die Verwirklichung der im ersten Wahlkreise mit großer Stimmenzahl siegreich aus der weiteren und legten Ziele des internationalen, völkerbefreienden Wahlurne hervorgehe. Frau Palm forderte die Frauen auf, Sozialismus allezeit zu wirken, feineswegs von ihm abzulassen, als die am meisten vom Kapital Ausgebeuteten, fich rege an dem sondern ihm immer neue Anhänger zuzuführen." Wahlkampf zu betheiligen. Die Frauen seien gerade jetzt be- Frih gab hierauf einen kurzen Bericht über die Versonders verpflichtet dazu, es handle fich um ihre handlungen des Parteitages für die Provinz Brandenburg. Söhne, itm ihre Männer. Das Wahlergebniß soll Weiter forderte er zur Durchsicht der vom 18. Mai ab Reichskanzler die deutlichste Antwort fein auf ausliegenden Wählerlisten auf. Pielite gab bekannt, daß für seinen Appell an die Frauen, er soll einsehen, daß die Frauen die Dauer der Wahlbewegung der Wahlverein keine Versammlung eine Macht sind, in der er sich nicht getäuscht hat! Zur abhalten will, um den Genossen den Besuch der Volks- und in der Zurnhalle der 99. Gemeindeschule, Kandidatenfrage theilte Metzner mit, daß der für den 1. Wahl- Wählerversammlungen zu erleichtern, deren nächste am SonnSteinmetz str. 79; 10 Uhr, in den einer Kandidatur in Plauen i. V. zugesagt habe, er schlage des Bürgersälen, Dresdenerstr. 96, und halb Täterom vor, und bitte um weitere Vorschläge. Wiederholt 15. Mai, Abends 8 Uhr, im Louisenstädtischen wurde noch Timm und dann Mehner genannt. Nachdem Konzerthaus, Alte Jakobstraße 37, stattfinden. Nach be Täterow sich zur Annahme bereit erklärt hatte, verzichtete Timm geisterten Hochrufen auf die Sozialdemokratie und den Kandidaten zu gunsten Täterows, auch Megner erklärte, daß er einer ging die von etwa 2000 Personen besuchte Versammlung unter Kandidatur in seinem Kreise zugesagt habe. Es wurde somit dem Gesange der Marseillaise auseinander. Täterow als Kandidat nominirt. Den Bericht über die Parteikonferenz erstattete Megner. Der Redner konsta Die Volksversammlung für den 4. Wahlkreis, welche tirte, daß in betreff Der Agitation feine wesentlichen in den Konkordia- Sälen tagte, war von etwa 4500 Personen be Monirungen vorgelegen haben, und empfahl, die Agitations- sucht. Raum je zuvor wird dieser Wahlkreis eine derart imtouren in Zukunit zweckmäßiger einzurichten, man müsse sich zuerst ponirende Versammlung gesehen haben. Bereits um 8½½ Uhr umfassend die Stadtbezirke 83 bis 86, 88 bis 113, 145 bis 191, mit den Vertrauensleuten der betreffenden Orte in Verbindung wurde der Zugang zum Saal von der Polizei gesperrt; es mußten ferner vom setzen. Die Berliner Arbeiter haben bei ihren Ausflügen nur daher viele Tausende, die noch Einlaß begehrten, wieder um Stadtbezirk 3: Alexanderstr. 18, solche Lokale zu berücksichtigen, welche ihre Säle zu Versamm- tehren. Das Referat über die bevorstehenden Neuwahlen hielt lungen geben, dieses gelte hauptsächlich für die der bisherige Abgeordnete dieses Wahlfreises, Singer. verschiedenen Klubs, Rauchtlubs und Gesang- Redner gab zunächst einen Ue berblick über die ungeheuren Summen, vereine. Nach einem Hinweis auf die gefaßte Resolution welche das deutsche Volt bisher dem Militarismus als Opfer wurde betont, der Erfolg der Agitation müsse der sein, daß den dargebracht hat und zeigte dann, wie wenig die stehenden Heere Genossen in der Provinz auch die Lokale geöffnet werden, welche ihren vorgeblichen Zweck, den Frieden nach außen zu sichern, erihnen bisher verschlossen geblieben feien. In die Provinz füllen können. Durch den Militarismus sei vielmehr der Friede Agitationskommission wurde hierauf Gerisch gewählt. Mit nach innen und außen aufs ernstlichste bedroht; das deutsche begeistertem Hoch auf die Sozialdemokratie schloß die imposante Volt habe daher auf diesem Wege fehrt zu machen. Der Redner Bersammlung. legte dann dar, daß das Volk in Waffen nach sozialdemokratischem Sinne die beste Gewähr nicht allein für die Erhaltung des Im zweiten Wahlkreise tagte die Versammlung im großen Friedens nach außen bietet, sondern daß dasselbe auch im stande Saale der Unionsbrauerei. Schon zeitig hatte sich der Saal bis ist, im Innern eine friedliche Entwickelung, auf freiheitlicher wieder umkehren mußten. Richard Fischer referirte über fahren zu sprechen, welche dem allgemeinen und ge heimen Wahlauf den letzten Plaz gefüllt, so daß viele, die später tamen, Grundlage zu sichern. Des weiteren fam Singer auf die Gedie bevorstehenden Reichstagswahlen und die Stellung der Sozial- recht von junkerlich- tapitalistischer Seite her drohen und gab demokratie. Dem mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrage der Hoffnung Ausdruck, daß das arbeitende Volk die ver= feinen unabhängigen Standpunkt darlegte. Die Saltlosigkeit faffungsbruch am 15. Juni durch sein Botum für immer zu folgte eine furze Diskussion, in der als einziger Redner Schalt brecherischen Gelüste der Rückschrittsmänner auf einen Verdieser Anschauungen wies unter wiederholtem Beifall der Ver- Schanden machen werde. Sei auf parlamentarischem Wege sammlung Fischer auf das schlagendfte nach, indem er u. a. be- auch nicht die Lösung der sozialen Frage zu erhoffen, so könne merkte, wenn wir uns an den Wahlen nicht be das arbeitende Bolk doch, wenn es sein Stimmrecht pflichtgemäß theiligten, würden mir niemand einen größeren Ge- ausübe, manche Verbesserungen schaffen, die es befähigten, sich fallen thun, als der Regierung und den bürgerlichen für den endlichen Befreiungskampf zu fräftigen. Des weiteren Partei; hätte die Ausübung des Wahlrechts wirklich, wie ja die tam der Redner noch auf die verflossene Legislaturperiode zu Unabhängigen behaupten, keinen Werth für das Proletariat, so sprechen und zeigte u. a. an dem geschaffenen Unternehmerschutzwürden die bürgerlichen Parteien es ihm nicht mit aller Macht Gesetz, sowie an den Zukunftsstaats- Debatten, wie wenig die bi zu entreißen suchen. Es wurde dann zum dritten Punkt der her herrschenden Parteien im stande gewesen sind, der Aufgabe Tagesordnung übergegangen: Aufstellung eines Kandidaten. einer Volfsvertretung gerecht zu werden. Zum Schlusse Zwei Anträge lagen hierzu vor. Bielefeld beantragte, den Buch tommend, führte Singer aus, daß es am 15. Juni heißen müsse: binder Janiszewsti aufzustellen, von anderer Seite wurde Fischer's Berlin ist unser! Wir geben, so wandte sich der Redner an die in der Turnhalle der 8./63. Gemeinde- Kandidatur verlangt. Bielefeld meinte, Fischer sei ja auch ge- Versammelten, die Fahne der Partei unbefleckt und rein schule, Gipsstraße 23 a; eignet für die Kandidatur, aber Janiszewsti sei im Kreise schon in Ihre Hände zurück; die Fahne, die uns zu so bekannt und werde deshalb leichter auch die Stimmen der Ju- vielen Siegen verholfen, der das Schandgeseh und alle differenten bekommen. gegen Gegen Janiszewski wurde geltend ge- Verfolgungen, alle und uns angewendete Macht macht, daß derselbe nicht rednerisch auftreten könne. Willkür nichts anhaben konnten; möge fie uns zu neuen Bei der Abstimmung erklärte sich nur eine Stimme für Siegen führen. Hoch die rothe Fahne der Sozialdemokratie." Janiszewski und die übrige ganze imposante Bersaminlung Rauschende, nicht endenwollende Hochs auf die Sozialdemokratie für Fischer. Dieser dankte für das Vertrauen und erklärte, seine und auf den Referenten ertönten. Als die Versammlung zur Schuldigkeit wie bisher auf anderem Posten, so auch auf dem Diskussion überging, nahm Frau Reinmann das Wort: Wir neuen thun zu wollen. Darauf erstattete Silberschmidt den Be- Frauen nnd Mädchen, die wir das Wahlrecht nicht haben, denen richt über die Verhandlungen des Landes- Parteitages. man dasselbe auch noch auf lange Zeit vorenthalten wird, wir Die Versammlung erklärte sich mit den Beschlüssen der Partei- müssen ünsere Männer in den Wahlkampf begleiten; wir müssen fonferenz einverstanden und wählte wieder Antrick in die Agi- sie anfeuern und unterstützen. Auch die Frauen, die sich nicht tationskommission für die Provinz. Sie ernannte dann für den an der Wahl betheiligen können, könnten für die materiellen 2. Wahlkreis ein siebengliedriges Wahlkomitee, bestehend aus den Erfolge Opfer bringen. Rednerin empfahl am Schluß ihrer mit Wir machen hierbei besonders darauf aufmerksam, daß ein Genossen Krüger, Keßner, Balfow, Grau, Fellmer, Jost und Beifall aufgenommenen Ausführungen die Wiederwahl Singers. Jeder, der die Liſten für unrichtig oder unvollständig hält, dies Riging. Ein Antrag, für jeden Bezirk einen Vertrauensmann zu Bei dem sodann zur Debatte stehenden Punkt: Ausstellung eines innerhalb 8 Tagen nach dem Beginn der Auslegung der wählen, sowie ein Antrag der Frau Greiffenberg, eine Frau in Reichstags- Kandidaten wurde Singer einstimmig vorgeschlagen. selben, also spätestens am 25. Mai d. J. bei uns schriftlich das Lokal- Wahlkomitee zu delegiren, waren abgelehnt worden. Es erfolgte sodann dessen Proklamation als Kandidaten für den anzeigen oder in den vorbezeichneten zehn Lokalen vor den von 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis mit Stimmeneinheit. In das uns dazu ernannten Kommiffarien zu Protokoll geben kann, Die sozialdemokratische Volksversammlung für den Wahlkomitee für den 4. Reichstags- Wahlkreis( Osten) werden die Beweismittel für seine Behauptungen aber, soweit dieselben britten Berliner Reichstags. Wahlkreis, welche Thiele, Baumgarten, Wengelsund Lock gewählt; für nicht auf Notorität beruhen, beibringen muß. am 12. Mai stattfand, hatte sich eines ausgezeichneten Besuches den Süd- Osten Karl Scholz, Lehmann und Böhm. Zur Begründung der beantragten Nachzu erfreuen. Schon lange vor Beginn der Versammlung war Beim vierten Punkt der Tagesordnung wurde von einem Retragung in die Wählerliste ist entweder der der Saal( Buggenhagen am Morigplatz) bis auf den letzten Blaz ferat über die brandenburger Parteikonferenz Abstand ge Miethstontratt, die legte Steuerquittung gefüllt und der Eingang polizeilich gesperrt. Der Kandidat des nommen und die Genossen W. Schulz und Völker in die oder die polizeilich bescheinigte Anmeldung Kreises, Stadtverordneter Ewald Vogtherr, gab in Agitationskommission für die Provinz Brandenburg gewählt. für die zur Eintragung angegebene Wohnung 1/2 stündiger, häufig durch anhaltenden Beifall unterbrochener Nach einer furzen Ansprache, in welcher Zubeil auf die WichtigDorzulegen. Rede, ein flares Bild der kulturfeindlichen, das Lebensmark der teit der Kontrolle der Wählerlisten aufmerksam machte, schloß Völter aufsaugenden Tendenz des Militarismus. Der Wahr die Versammlung mit einem dreifachen brausenden Hoch auf die spruch des Dichters: Nichtswürdig ist die Nation, die nicht ihr Sozialdemokratie. Alles freudig fegt an ihre Ehre", welcher in heutiger Zeit von den sich patriotisch nennenden Majoritätsparteien so oft im In der öffentlichen Volksversammlung, welche für den Munde geführt werde, sei auch unsere Devise im Wahlkampf. fünften Wahlkreis nach dem Schützenhaus einberufen war, Nur verstehen wir unter der Ehre der Nation etwas wurde von seiten der sozialdemokratischen Partei Robert ganz anderes als die Jdeale blutdürftiger Generale Schmidt als Kandidat für die nächste Reichstagswahl einund Gewalthaber; für uns ist die Ehre der Nation das stinimig aufgestellt. Schmidt hatte auch, da Genosse Stadthagen Gesammtwohl der Menschheit. Der Volkswille werde bei der verhindert war, rechtzeitig zu erscheinen, das Referat übernommen. Ju sechs großen Volksversammlungen erfolgte am Freitag kommenden Wahl sich unverblümt gegen ein abermaliges Anziehen In einstündiger Rede kritisirte der Referent die Stellung der Abend die Aufjellung der Kandidaten für die Berliner Reichs- der Steuerschraube aussprechen und gleichzeitig ein energisches bürgerlichen Parteien der Militärvorlage gegenüber und betonte, tags Wahlkreise. Wie immer, so zeigte auch bei dieser Gelegen- Veto einlegen gegenüber allen Reaktionsbestrebungen der herrschen- daß die sozialdemokratische die einzige Partei sei, welche prinzipiell heit die sozialdemokratische Arbeiterschaft Berlins, daß sie auf den Klaffen und Gewalthaber. Das heiligste Recht des Boltes, und geschlossen die Rechte des Volkes den besitzenden Klassen gegen. dem Posten ist, wenn es gilt, die Bedeutung der proletarischen das Wahlrecht, sei in Gefahr, wenn es gelingt, eine der über wahren werde. Nicht allein um die Aufbürdung neuer Lasten Landwehrstr. 1( Stadtbez. 183) und zwar a) für die Stadtbezirke 83-86, 88-113 und die angrenzenden Theilbezirke Staligerstraße 55/56, in der Turnhalleder 115. Gemeindeschule, b) für die Stadtbezirke 145-191 und die angrenzenden Theilbezirfe in der Turnhalle der 23. Gemeindeschule, in der Turnhalle der 23. Gemeindeschule, Straußbergerstr. 9; für den 5. Wahlkreis umfassend die Stadtbezirke 192 und 193 mit Ausschluß der vorstehend genannten zum 4. Wahlkreise gehörigen Theile 194-217, 279-282 mit Ausschluß von Alexander- Ufer, Friedrich Karl- Ufer von der Karlstraße bis zur Alfenbrücke und Juvalidenstr. 80 bis 83( Stadtbezirk 282), ferner vom Stadtbezirk 5: RI. Präsidentenstr. 6 und 7 und Neue Promenade 9 und 10, vom Stadtbezirk 183, Landwehrstr. 1: für den 6. Wahlkreis, umfaffend die Stadtbezirke 218 bis 278, 285 bis 326 und vom Stadtbezirk 282: Alexander- Ufer, Friedrich Karl- Ufer von der Karlstraße bis zur Alsenbrücke und Invalidenstr. 80 bis 83, und zwar a) für die Stadtbezirke 218 bis 278 und 305 bis 326 in der Turnhalle der 17. Gemeindeschule, Acker str. 67, b) für die Stadtbezirke 285 bis 304 und einen Theil von 282 in der Turnhalle der 128. Gemeindeschule, Thurmstr. 86. Berlin, den 10. Mai 1898. Magistrat hiesiger Königl. Haupt- und Residenzstadt. Belle. Versammlungen. " T merde sich's im nächsten Reichstage handeln, sondern es gelte vor sein, daß nur der Zentralverein der Gärtner im stande ist, eine| jahr vollendet sein muß, um die Wahlfähigkeit zu erlangen allem auch alle Gelüfte der Herrschenden, dem Bolke fein oberstes Besserung der Lage der arbeitenden Gärtner herbeizuführen, und ob zur Zeit des Wahltages oder ob zur Zeit der Auslegung der politisches Recht zu schmälern, energisch zurückzuweisen. Stadt erklärt ferner, sich von keiner anderen Organisation, welche nur Wahllisten. Die Wahlprüfungs Kommission soll in einem hagen, der mittlerweile erschienen war, unterftügte und er Vorspiegelungen ihren Mitgliedern bietet, beeinflussen zu lassen, Fall, u. E. zu Unrecht, davon ausgegangen sein, daß gänzte den Referenten nach mehreren Richtungen. In beredter sondern nur für den Zentralverein nach erfolgtem Eintritt in das Alter zur Zeit der Auslegung der Liste entscheide, daß also Weise, durch stürmischen Beifall des Defteren unterbrochen, legte denselben zu wirken." nur der noch wahlberechtigt ist, der am 25. Mai 1893 26 Jahre er die Schäden des ganzen gegenwärtigen Militärsystems dar, Nachdem noch die Genossen Born, Abromeit und alt wird, das 25. Lebensjahr also vollendet hat. Diese Ansicht wie es in der bekannt gewordenen Fällen von Soldaten- Miß- Wasner die Versammelten zu reger Theilnahme an der ist mit dem Wortlaut des Gesetzes nicht zu vereinigen. Wahlhandlungen ans Tageslicht getreten. Alle Kräfte, so schloß der Wahlagitation unter Beifall aufgefordert hatten, schloß die berechtigt ist jeder, der am 15. Juni das 25. Lebensjahr vollendet Stedner, müssen aufgewandt werden, um auch für den fünften Versammlung mit einem Hoch auf die revolutionäre Sozial bat, also jeder, der spätestens am 15. Juni 1868 geboren ist. Berliner Reichstags Wahlkreis einen wahren Volksvertreter demokratie. Wer jünger ist, ist nicht wahlberechtigt. # an stelle der wankenden Freifinnigen ins Parlament zu entfenden. Herrmann( Anarchist) bezweifelt, daß das allgemeine Wahlrecht von so hohem Werthe sei, durch den Parlamentarismus and fod werde die soziale Frage nicht gelöst; es sei falsch, die Augen des Voltes nur auf den Parlamentarismus zu richten. Dadurch würden die Maffen den revolutionären Ideen entfremdet. Der Unabhängige eber bewegt sich in denselben Formen, findet nur in den wirthschaftlichen Organisationen das richtige Mittel, um die Befreiung des Proletariats zu vollführen. Es war Stadthagen ein Leichtes, das Absurde obiger Ausführungen nachzuweisen, indem er betonte, daß jene Herren jedenfalls jedenfalls wider Willen und besseres Wissen als Vorspanne für die Reattion sich gebrauchen lassen. Schmidt sprach in gleicher Weise und wies hauptsächlich darauf hin, daß der herrschenden Gesellschaft jedenfalls fein größerer Gefallen gethan werden könne, als wenn die Masse des Volkes fich der Wahl enthalte. Puntt 4 Bericht von der Parteikonferenz der Provinz Brandenburg" wurde der vorgerückten Stunde halber auf die nächste Versammlung vertagt. Krüger machte noch darauf aufmerksam, daß am Sonntag ein Flugblatt verbreitet werde und forderte die Genossen zu reger Betheiligung auf. Die Versammlung, welche von zirka 1200 Personen besucht war, schloß mit einem begeisterten Hoch auf die internationale revolutionäre Sozialdemokratie. Der Für die Wolfsversammlung im sechsten Wahlkreise waren die größten Lokalitäten der Dranienburger Vorstadt, die neuen Germania- Säle, gewählt worden. Trotzdem mußten diefelben bereits um 8 Uhr Abends polizeilich abgesperrt werden. Ueber 3000 Personen, unter diesen zahlreiche Frauen, füllten, Kopf an Ropf gedrängt stehend, den Saal. Bor Eintritt in die eigent liche Tagesordnung gab der Vorsitzende Jocobey einen furzen Bericht der Siebener- Kommission, betreffend die Schaffung einer Organisation zur Unterstützung der Vertrauenspersonen. Der felbe erklärte, daß die Vertrauenspersonen demnächst einen Aufruf erlassen würden und erwarten, daß sich dann die erforder lichen Hilfskräfte zur Verfügung stellen werden. Nachdem hielt Liebknecht einen Vortrag über die bevorstehende Reichstagswahl. Nach einem einleitenden Rückblicke auf die neueren politischen Ereignisse, zurückgreifend auf die Gründung des Norddeutschen Bundes und des Deutschen Reichs, tam er auf die jetzigen Wahlen zu sprechen, die ernste Bedeutung Derselben hervorhebend. Die bevorstehenden heftigen Wahlkämpfe fcien der Beginn der Kämpfe, die sich entwickeln werden aus dem bis auf die Spiße getriebenen Gegensatze zwischen dynastischen und kapitalistischen Interessen einerseits und den Volksinteressen andererseits. In Deutschland, wo das Bürgerthum es versäumt hat, die bürgerliche Freiheit zu begründen, sei der Sozialdemo fratie die Aufgabe zugefallen, zugleich mit der sozialen auch die politische Emanzipation zu erfämpfen. Die deutsche Verfassung gleiche einer Pyramide, die das allgemeine Wahlrecht zur Basis, die Bickelhaube zur Spitze habe Bolkssouveränität, Demokratie unten, persönliches Regiment und strammiste Autorität oben. Da sei der Konflikt unvermeidlich. Und mit der neuesten Militärvorlage sei er gekommen: Durch die unmäßige Entfaltung des Militarismus habe der Militär- und Klassenstaat die Geduld des Voltes erschöpft. Zwar auch die Sozialdemokratie wolle alles waffenfähig machen, aber in glänzlich anderem Sinne und Geiste, als die Militärvorlage dies beabsichtige, im Sinne und Geiste des schweizer Milizsystems, dessen Vortheile Redner in klarer Weise veranschaulichte. Ferner beleuchtete der Vortragende die europäische Konstellation im Falle eines Weltkrieges, zeigte, daß die bestehende deutsche Heeresmacht allen Feinden, auch dem Kriege mit zwei Fronten", durchaus gewachsen sei, keiner Vermehrung bedürfe, bedürfe, im Gegentheil jetzt schon zu schwer auf bem Volke Iafte. Und er fam Deshalb สิน dem Schlusse: Weg mit der Militärvorlage! Die Militärmacht sei auch mehr gegen den inneren" Feind gerichtet, als gegen den äußeren, denn das Militär sei die letzte Stüye des Kapitalismus, der sich jedoch immer mehr als ein Hemmniß der Kultur erweise und dem Untergange geweiht sei. Die bevorstehenden Kämpfe drehen sich nicht allein um die Militärvorlage, sondern auch um das bedrohte allgemeine Wahlrecht, um diese wuchtige Volkswaffe, um die Volkssouveränität. In diesem Kampfe, so schloß Redner, werden die Feinde uns, mich und jeden von uns auf dem Posten finden. Diesmal müssen in Berlin noch mindestens drei weitere Wahlkreise die unsrigen werden.( Stürmische Zurufe: Ja! Ja! Wird gemacht!) ch weiß: Sie werden Ihre Schuldigkeit thun. Sie werden nicht vergessen, daß Berlin an der Spizze der deutschen Sozialdemokratie marschirt, und der 6. Wahlkreis an der Spize von Berlin.( Brausender anhaltender Beifall: Wir werden auf dem Posten sein!) Dem Vortragenden folgte als Rebner Lichten stein, welcher unter lebhafter Zustimmung an die Wählerschaft einen energischen Appell richtete, den er zusammenfaßte in dem Nufe: Alle Mann auf Deck! Auf Antrag 3 achau wurde hierauf Die Diskussion geschlossen und nahm die Ver sammlung einstimmig eine Resolution an, des Inhalts, daß sie sich mit den Ausführungen des Referenten einverstanden erklärt, in Uebereinstimmung mit den sozialdemokratischen Abgeordneten des bisherigen Reichstages nicht nur die Militärvorlage, fondern auch das ganze herrschende Militärsystem verwirst, für die Sozialdemokratie und gegen den kulturfeindlichen Kapitalismus überall zu agitiren verspricht und Wilh. Lieb= In echt als Randidaten für den 6. Berliner Reichstags- WahlIreis proklamirt. Liebknecht nahm die Kandidatur an mit den Worten:„ Ich danke Ihnen für das Vertrauen, das Sie mir schenken; ich werde es nicht täuschen. Meine Pflicht zu thun wird mir leicht; ich weiß, daß Sie hinter mir stehen, und ich werde nie hinter Ihnen zurück sein!( Stürmischer Beifall.) Zum Schlusse erstatteten Millarg und Augustin Bericht über die stattgehabte Partei- Konferenz der Provinz Brandenburg. Die Gäruter batten am 10. Mai eine öffentliche Versammlung, in der Genosse Adler einen interessanten mit lebhaftem Beifall aufgenommenen naturwissenschaftlichen Vortrag hielt. Nach furzer Diskussion schritt man zu einer Besprechung der Organisations- und Agitationsfrage. Gegenüber den Vorschlägen in der Fachzeitung, welche von Bremer Kollegen gemacht wurden, sprachen sich außer einem Hirsch- Duncerianer alle Redner dahin aus, daß fachwissenschaftliche Vorträge in den Versammlungen nicht die Hauptrolle spielen dürsten; Vorträge ökonomischer Natur müßten vorwiegend fultivirt werden, damit die Gärtner ihre traurige Lage einfähen und dieselbe zu ver bessern trachteten. Die Organisation erfülle ihren Zweck nur als Stampfesorganisation. Allgemeine naturwissenschaftliche Referate, die geistig freie Menschen zu erziehen im stande feien, brauchten deshalb nicht vernachlässigt zu werden. Scharfe Rritif wurde wieber, wie schon so oft, am Allgemeinen Deutschen Gärtnerverein( Hirsch Duncker) bezw. dessen Mitgliedern und Leitern geübt, welche in dem einen nichtsozialdemokratischen Redner ihren Vertheidiger fanden. Lebhaft befürwortet wurde der Anschluß an den Zentralverein der Deutschen Gärtner, der auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung steht. Folgende Resolution wurde gefaßt: Die Versammlung erklärt, zu der Erkenntniß gekommen zul Briefkaffen der Redaktion. F. H. Sie können noch klagen, Ihre Forderung ist nicht verjährt. Wenden Sie sich an das Gewerbegericht, Stralauerstraße 3. 2.2. 49. 1. und 2. uns unbekannt. 8. Nein. G. D. Zur Theilnahme am Turnen kann der Knabe ges awungen, beziehentlich wegen Versäumung des Schulunterrichts Strafe verfügt werden. W. K. Die Antwort entspricht dem Artikel 24 der Verfaffung( in der Fassung, die er durch das Gesez vom 19. 3. 1888 erhalten hat). Es ist in Artikel 24 nicht ausdrücklich gesagt, daß nur einmal aufgelöst werden kann: deshalb kann so oft 5. S. 3000. Ihre Frau war zu der Geldangelegenheit aufgelöst werden, wie ein Beschluß des Bundesraths unter Zuberechtigt. Das böswillige Verlassen ist ein Ehescheidungsgrund. Stimmung des Kaisers dies anordnet. 2. Nach dem Wortlaut Die Klage muß beim Landgericht durch einen Anwalt des Gesezes erscheint es nicht zweifelhaft, wann das 25. Lebens- angestrengt werden. 6. Ziehung der 4. Klasse 188. Königl. Preuß. Lotterie. Ziehung vom 13. Mai 1893, Vormittags. Nur die Gewinne über 210 Mart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 12 73 118 394 438 509 642 82 705 1005 22 120 286[ 300] 848 428 31 33 79 603 600 51 54 773 130001 801 56 2471 533 610 22 56 903[ 300] 57 8136 331 400 507 808 56 951 4115 17 34 252 676 85 792 SUS 28 50 964 78 5041 161 79 337 643 713 823 24 916[ 500] 6065[ 3000] 247 [ 10000] 52 402 130001 528 44 38 64 7091 236 1300) 525 83 95 679 743 65 8 1 71 907 M07 65 90 207 420 58[ 600] 99 640 800 2 908 87 ( 300) 9170 378 851 906 44 57 10025 205 37 509 21 58 70 745 807 91 11029 298 307 834 960 12012 243 329 87 506 55 694( 1500 752 874 13060 151 79 248 580 91 93 716 63 818 14308 53 1500] 658 755 906 58 93 15175 83 93 501 782 896 917 16011 91 120 54 55 94 331 553 616 763 913 5 17205 35 305 19 63 91 581 700 15001 57 83 836 60 957 85 18052 138 41 210 15 80 311 22 54 67 497 48 92 784 87 973 19046 48 76 170 387 417 89 554 654 84 732 98 985 20084 99 219 398 522 605 25 86[ 30001 753 21025 49 167 293 547 694 948 22036 72 79 193 363 75 445 665 96 738 23039 294 301 401 638 763 903 55 24125 53 324 97 48 823 TO 94 921 25014 34 52 178 239 450 600 725 74 841 94 965 71 26021 52 161 215 61 80 8 370 410 32 526 705 78 891 941 27402 8 43 532 688 735 28032 51 67 347 94 470 614 72 64 96 931 41 29061 73 145 60 200 21[ 300] 99 394 400 77 842[ 300] 922 63[ 300] 417 73 544 68 75 651 736 39 73 93031 52 83 200 94( 500) 495 517 54 679 84 99 798 854 918 799-4095 179 227 65 471 553 71 91 622 867 95009 37 182 220 69 78 334 403 44 674 780[ 1500] 8.3 14 918 96243 387[ 3000] 93 483 514 28 926 85 97012 163 74 243 460 66 569 613 29 711 802 98326 30 517 776[ 1500] 99063 455 82 95 720 835 66 921 55 100029 66 256 300 422 602 700 13 58 863 918 68 101042 119 93 102078 233 54 368 447 53 99 303 571[ 1500] 692 726 886 925 39 86 520 623 95 748 83 906 103094 142 399 421 740 812[ 1500] 50 923 37 104040 100 99 238 406 519 29 56 87 810 933 105203 534( 500) 674[ 300] 765 830 64 912 22 106010 83 182 200 6 88 381 427 49 65 90[ 3 001 97 514 704 75 815 70 954 107166 218 92 332 478 583 93 641 781[ 1500] 867 902 68 108118 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130022 189 301 424[ 500 63 550 62 86 678 787 886 978 131164 132026 324[ 300] 343 5400 40 42 78 587[ 300] 705 9 13 921 21 87 133048 143 206 19 428 595 654 711 809 57 68 715 47 863 81 957 134010 44 132 53 96 261 84 30 37 427 704 801 59 135039 462 65 136367 68 69 417 48 566 826 967 187029 578[ 1500] 743 89 980 peitoskant119 23 6 252 54 372 578 671 747 843 54 904 138041 79 124 214 57 139018 72 310 16 411 49 64 15001 65 83 602 5 12 67 707 62 908 18 39 197 235 95 416 516 63 96 614 749 846 50 908 30183 339 86 569 640 91 97 31008 39 48 69 79 154 266 445 641 ( 500) 898 927 32117 69 235 92 317 34 42 54[ 1500] 424 69( 3000) 636 700 8 43 836 969 3120 338 92[ 300] 400 574 712 64 919 34038 106 2 359 738 69 818 23 62 35187 392 508 725 66 803 16 901 8 84 36079 230 533 733 882 86 37070 209 343 77 437 83 521 56 63 678 771 77 8/2 29 53 8835 424 51 529 67 97 716 888 94 973 39023 277 687 719 32[ 3000] 74 93 801 908 40046 68 118 82 215 41 547 755 860 41057 60 175 200 23 423 46 84 13001 620 39 63 78 93 865 69 42005 188 267 329 83 556 622 7.2 24 835( 500) 77 911 43087 13 330 95 406 504 82 719 18 74 44091 197 486[ 1500] 690 820 1500] 59 91 918 45090 133 238 89 94 300 44 501 19 29 13001 89 801 40 46240 318 70 447 85 93 544 613 84 837 958 47008 127 239 326 4.7 588 684 725 64 958 48001 145 84 438 73 586 642 736 62 999 49188 232 90 447 70 541 89 608 909 50019 53 255 348 89 408 556 650 956 51205 12 30 50 130001 59 393 705 89 48 52054 57 196 316 66 502 51 53 882 985 53069 112 40 60 8 271 81 314 96 419 97 610 32 52 855 966 54109 56 598 632 720 39 74 861 73 76 55181 94 216 469 62 38 601 761 02 44 1.0196 938 50037 110 291( 300, 316 529 79 710 98 812 64 936 57051 87( 300 133 84 263 396 411 573 741 950 58058 162 266 325 99 400 549 616 771 869 94 97 1300) 59.91[ 1500] 210 65 453 643 75 760 824 980 S GO068 105 431 72 527 625 719 805 5 972[ 3000] 88 61071 157 227( 800) 81 394 411 68 736 828 32 49 69 85 959 62264[ 500] 353 464 72 615 55 61 789 836 71 63034 112 94 250 336 4 × 2 630 64050 198 284 375 477 509 58 662 744 80, 940 75 65122 307 18 440 45 514 30 92 600 26 827 976 G6012 79 120 238 73 327 66 88 436 90 15 0) 51 99 773 80 × 31 41 984 67082 205 300 54 636 780 883 992 68219[ 1500 403 628 830.55 G9062 210 382 46 757 806 92( 30) 70043 100 47 210 301 414 665 90 704 18 806 71 991 71010[ 300] 117 49 264 67 316 34 66 99 614 82 634 35 729 836 82( 500) 915 7203 33 112 237 312 41 75+47( 300) 603 44 757 824 78036 221 34 342 73 87 409 626 830 74.07 28 62 359 66 78 406 14 15 632 66 634( 1500 705 22 95 912 50 84 75107 20 73 93 613 71 790 821 73 76040 238 463 89 675 772 848 955 97 77128 13.0] 264[ 3000) 73 301 19 25[ 500) 93 461 676( 50) 81 770 78032 45 123 28 373 70 402 7 611 831 63 93 75002 383 47 550 635 767 832 83 80055 97 227 445 671 782[ 30001 81036 137 324 401 9 71 770 889 978 8: 042 235 348 465 71 716 868 971 83026 193 357 4-5[ 10000 659 888 927 8-1027 427 40 70 55 631[ 300] 4 96 757 87 960 85080 167 540 613 757 900 860 149 63 35 656 708 860 948 81 87021 12 39 48 812 28 6 80 464 6781 615 29 84) 974 77 88005 13 114 35 82 492 638 706[ 500] 49 804 918 71 80103 55 87 210 332 52 96 98 418 50 796 00019 341 628 58 97 700 27 33 34 983 91082[ 3000] 116 50 284 266 402 3 31 64 562 72 610[ 300] 12 93 852 67 87 92101 7 93 288 140000 29 287 325 37 507 70 607 12 55 5% 963 141017 125[ 500] 301 10 704 23 855 3363112037 104( 300) b6 484 558 36 143063 65 153 89 207 58 75 474 576 990 144014 319 419 44 594 657 703 145006 57 112 54 260[ 300] 348 656 764 825 97 146210 25 89 13001 305 438 755 818 3 58 954 147085 319[ 300] 22 59 130001 423 31 42 47 650 622 712 818 64 960 118032 116 207 401 16 705 89 911 96 149026 300, 86 93 242 318 507 67 683 742 844 78 935 76 150098 149 60 246 410 11[ 1500] 43 561 151059 176 315 98 450 563 713 53 1500] 837 911 44 47 152185 408( 500) 28 85 87 726 153061 224 421 78 585 68) 712 822 15412 314 476 660 155090 102[ 500] 13 389 453 000 11 75 92 852( 1 000] 980 158070 72[ 50] 246 57 99 419( 150] 23 656 15 01 91 938 63 90 137181 474 91 682 66 80 833 158246 310 63 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76 1300] 430 71 523 38 626 49 721[ 1500] 49 805 938 180041 128 85 90 379 426[ 500] 506[ 1500] 611 865 95 181053 122 42 314 415 54 28 53 92 618 744 802 924 26 18.039 126 32 258 66 13001 95 748 833 183025 50 100 256 456 715 34 53 895[ 3000) 913 184132 513 690 737 183105 10 50 76 240 391 5 14 724 30 832 78 81 913 33 97 186090 122 259 99 551 606 781[ 3000, 825 999 187019 75 202 7 96 35 62[ 300] 435 574 676 87 754 801 188069 70 286 337 461 609 11 702 929 32 189088 90 189 204 5[ 300] 22 62 341 49 620 863 79 6. Bichung der 4. Klasse 188. Königl. Preuß. Lotterie. 190 93012 72 93 106 17 1500] 218 57 98 339 80 476 653 90 718 873 Biebung vom 13. Mai 1893, Marbmittags. Nur die Gewinne über 210 Mart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Bewähr.) 87 108 428 25 579[ 500] 648 51 797 832 62 916 76 1000 88 117 96 213 686 734 36 77 861 065 24 25 602 65 718 846 3043 221 554 99 602 20 48 745 897 4003 155 4 29 323 25 44 501 5127 276 13000 99 434 52 635 806 79 6015 227 73 384 657[ 1500] 9 926 90 7086 100 290 359 94 616 62 653 95 704 21 947 49 83 026 27 47 61 151 235 86 384 509 86 795 810 962 98 9033 62 255 302 550 882 10011 588 851 76 904 43 58 11109 77 99 332 401 81 695 96 703 31 59 823 9 5 12042 50 62 79 189 204 12 3:34 56 85 680 867 908 13132 247 313 433 544 79 81 619 28 61 727 300) 882 902 78 14026 165 0 11500) 82 203 315 587 633 757 818 983 15186 236 397 406 4 66 92( 300) 548 759 912 36 60 16295 481 670 799 972 17136 75 215 45 463 549 629 810 1-038 55 81 169[ 1500] 200[ 300] 42 50 608 32 607 68 866 981 93 15368 79 681 781 93 924 45 20007 54 165 324[ 3000] 37 504 41 69 707 62 843 51 94 962 67 21007 70 83 130001 214 42 448 56 635[ 3000) 859 934 71 90 2: 196 364 74 415 575 6.38 99 740 819 64 78 941 23048 3 20 498 661 75 757 98 130001 826 38 21108 49 63 21 316 411 57 11500] 72 60: 20 963 25121 56 229 325 650 57 856 26273 880 61 668 80 779 96 2703) 140 43 5 × 5 617 29 45 795 1300) 863 922 28523 85 670 72 743 2908 37 140 225 397 541 13000) 970 85 30085 117 40 50 52 79 235 405 526 40 44 635 728 912[ 3000] 29 31018 113 256 351 59 461 531 605 70 724 899 932 32051 82 104 84 329 450 80 672 695 945 33004( 300) 61 147 367 427 506 56 617 934 34035 66 135 87 92 98 412[ 300] 39 70 550[ 30001 99 761 828 986 35053 286 452 534[ 1500] 68[ 1500] 722 41 836 51 991 93 36029[ 300] 460 545 66 695 910 37169 203 320 29 62 421 64 97 772 889 971 38223 421( 1500) 566 695 720 72 820 42 39270 97 437 39 42 615 748 60 827 64 73 972[ 300] 40016 21 16 248 67 389 439 43 729 67 821 92 946 54 41156 317 661( 300) 709 69 65 847 914 42016 43 80[ 300, 536 98 627 88 717 8-6 43002 9 58 197 17 1500] 485 657 88 99 8-8 942 44505 645 702 35 62 74 916 28 75 4521( 300, 129 31 225 7a[ 30] 76 452[ 300] 609 772: 142 46023 77 86 362 419 517 33 72) 43 916 47026 271[ 300] 316[ 1500] 27 36 491 361 64 62. 54 80 748 94 837 930 57 4-007 165 2: 1 55 6) 130 87 351 491 60 93 640 703 802 52 60 98 981 87 95 49095 453 623 748 51 840 51[ 300] 81 94 84( 500] 154[ 1500] 66 211 439 525 29 75 607 746 4 76 88) 987 9512 206 64 9: 361 478 553 64 85 6u5 809 915 49 96016 54 228 369 450 61 82 532 34.65[ 50] 869 97052 111 33 92 235 44 315 52 130001 632 47 64 726 53 66 81 98 65 11500] 126 204 27 471 74( 3000) 75 583 88 628[ 500] 58 974 99179 253 321 86[ 5001 676 780 802 89 61 100034( 1500) 252[ 1500] 54 319 613 45 87 738 8 19 17 64[ 300] 925 101045 50 113 238 68 605 719 62 130001 804 8 905 64 102018 171 269 482 93 536 632 700 8 801 12 980 10: 3019 116 235 50 65 319 445 507 10 45 91 611 773 854 67 104077 78 187 231 378[ 500) 99 441 105020[ 300] 117 87 224 481 99 562 713 87 938 106110 301 2 407 523 37 96 674 713 19[ 5000] 30 52 942 107119 211 345 416 535 95 628 46 78 820 108193[ 300] 427 593 611 21 956 100.94 98 143 354 655 13000] 711 39 874 110 45 181 234 81 512 13[ 50] 721 84[ 5001 857[ 500] 905 111066 150 93 253 349 73 416 544 664 75 705 31 60 81 959 112041 129 130001 225 478 601 23 765[ 5001 88 8 12 83 981 95 118233 36 44 462 68 740 826 976( 1500) 114175 208 21 323 36 65 85 471 1500] 665 825 970 115040 98 22 5 77 353 401 1500 510 682 701 53 71 74 87 116139 115001 211 50 335 43 448 502 85 655 743 878[ 5000) 959 3001 92 118 63 206 76 403 508 3476 117097 361 533 737[ 3001 919 2 78 605 723 97 866 11903, 132 309 63 759 863 120119 243 302 14 417 73 529 80 99 826 121027 186[ 300] 96 207 339 65 441 61 573 622 730 955 122225 84 438 556 717 61 62 892 993 123116 209 61 317 42 501 817 63 909 65 124235 328 70 459 541 52 602 716( 1500) 48 61 4 865 123154 64 355 97 507 84 849 126029 50 108 89 259 87 420 21 43[ 1500] 626 76 969 12 127231 3 5 414 23 38 596[ 500) 863 917 128205 82 51 55 89 610 993( 300) 129251 350 55 72+46 612 93 1500 884( 1500) 930 36 180 53 79 132 54 363 93 534 65 78 89 770 76 961 131056 148 86 211 12 73 362 93 411 15 660 766 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715 57 16001 802 914 58 59[ 300 52078 38696 656 785 850 953 53012 96 166 266 76 412 639 78 654 [ 1510] 822 54( 500) 54019 27[ 100] 54 104 43 232 398 485 569 670 817 23 65 951 55046 361 91 624 83 59 799 300 837 81 50046 85 171 77 851 7 447 97 666 860 88 57029 111 25 54 29[ 3000 356 99 451 61 91 558 665 701 830 905 58146 76 92 273 353 410 561 74 98 740 66 59003 171 317 436 943[ 8000 60041 213 49 61 324 67 490 568 689 712 46 878 909 25 26 54 63 61031 119 96 247 413 615 99 814 88 992 62116 43 216 9+ 305[ 1500) 508 624( 500] 91 737 78 833 962 72 63071 15001 83 192 222 27 310 [ 50] 415 70 615 51 733 870 945 64286 88 356 44 519 93 65000 18 64 134 291 13J0] 355 442 64 627 38 1500 767 825 91 960 9 66029 135 207 48 51 319[ 1500] 519 61 650 743 803 34 944 55 79 67015 103 296 308.23( 3.00) 39 460 529 49 66 710 944 68101( 800) 63 200 13 42 332 50 780 96 836[ 300] 43 60000 11 64 405 16 51 592 632 73 760 80 91 931 67 70266 81 333 461 561 746 76 897 936 13000] 77 71044 252 78 324 897 93 62 495 628 609 722 952 83 72074 253 301 100 000 11 63 559 60 716 84 85 97 807 73039 138 41 257 364 509 617 73 817 93 3001 996 740 7 95 947( 310) 90 75008 55 61 130 01 142 279 538 070 754 94 95 174157[ 500] 203 451 63 567[ 1500] 714 43 97 870 175052( 3000) 894( 300) 908 7082 419 44 51 73 15001 597 793 866 941 7324 361 142 68 71 224 350 115001 621 729 53( 500) 66 83 65 969 92 176149 534 605 46 64 94 897 907 51 98 1500) 78227 438 573 622 31 703 21 427 49 613 25 967 76 177096 115 43 90 294 407 28 55 611 31[ 3000] 946 79 7.203 12 75 81 90 419 78 528 79 744 830 52 86 11500] 906 70 657 77 89 946 99 178116 48 75 219 326 422 1500] 797 816( 5000) 80058 103 514 713 44 873 953 68 70 81012 38 127 478[ 30001 973 179149[ 600] 78 638 717 37 850 944 686 861 999[ 1500] 82354 469 533 41 628 83000 6 254 410 540 1500 180060 102 15 455 600 730 902 181096 330( 300) 438 566 68 665 58 606 72 715 24 32 98 950 74 105 53 213 306 16[ 5001 82 468[ 1500] 770 861 65 984 182068 86 137 237 339 415 16 508 34 44 77 85 627 536 61 65 776 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