Nr. 114. Erfcheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: Biertels jährlich 8,30 Mart, monatlich 1,10 mt, möchentlich 28 Bfg fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags: Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Defterreichs Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Boft Bettungs- Preisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgefpaltene Betitzetle oder deren Raum 40 Bfg., für Vereins- und Berfammlungs- Anzetgen 20 Bfg Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Grpedition abgegeben werden. Die Expedition tft an Wochens tagen bis 7 Ubr Abends, an Sonns und Fefttagen bis 9 Uhr Bor. mittags geöffnet. Fernfprech- Anschlu Amt 1, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. An die Wähler! Mittwoch, den 17. Mai 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. unter denen fie fich vollzogen hat, die Umstände, die seit Türfen? Wir erinnern an gewisse Vorgänge der letzten Einleitung des Wahlkampfes überall sich uns aufdrängen- Tage. Und die Rede, die der deutsche Kaiser vorige Woche bei Es ist Pflicht jedes wählers, sich durch Einsicht in furz die Gesammtlage der Dinge verräth eine hochgradige die Wählerliste davon zu überzeugen, daß sein Name in Ungesundheit unseres ganzen Staatsorganismus. Und wie der Parade auf dem Tempelhofer Feld hielt, hätte dieselbe etwa der Liste steht. Die Wählerlisten liegen vom 18. Mai ab in das Volk seines Schicksals Schmied ist, so auch der einzige aus dem Munde der Königin von England oder überhaupt berufene Arzt des franken Staatsförpers. Der Staatsförper eines Souveräns des englichen Weltreichs, oder eines anderen den noch bekannt zu machenden Lokalen zu jedermanns Prüfung funktionirt nicht mehr normal und geregelt. Der Wille tonstitutionellen Staats tommen können? Es ist einfach unaus. Wer bis zum Wahltage, dem 15. Juni, da 3 25. Leben 3 des Volkes, der die leitende Kraft sein soll, kann sich denkbar. Hier ist der Kernpunkt, um den es sich handelt. jahr vollendet, also spätestens am 15. Juni 1868 geboren nicht gelten machen. Der Wille einer winzigen Zahl von Das Ungesunde unseres Staatslebens und unseres Staatsist, ist wahlberechtigt, hat aber schon während der Einzelpersonen und einiger Sonderin tereffen- Gruppen stellt förpers besteht in dem klaffenden Gegensatz zwischen Wesen und des Volkes. Schein zwischen Juhalt und Form. In der Form und Zeit, wo die Wählerliste ausliegt, dafür zu sorgen, sich über den Willen der Willionen daß er in die Wählerliste eingetragen werde. Dies geschieht am Der Reichstag, der dem Willen der Millionen Aus dem Scheine nach ein Verfassungsstaat, beruhend auf dem besten in der Weise, daß man gegen Vorweis einer Legitimation druck giebt, wird ohne Weiteres zum Teufel gejagt, und allgemeinen gleichen Wahlrecht, d. h. der Volkssouveränität, in dem Lokal, wo die Wählerliste ausliegt, von dem zu diesem das deutsche Volk in die kolossalen Wühen und Kosten eines ist das Deutsche Reich dem Wesen und Inhalte nach ein Zwecke dort stationirten Beamten seine Aufnahme in die Wähler. Wahlfeldzuges gestürzt, blos weil eine verhältnißmäßig absoluter Staat( gleichviel ob Staatenbund oder Bundes liste protokollarisch feststellen läßt. Gewählt wird in dem Be- geringe Zahl von Personen sich dem Willen der ungeheuren staat), der blos mit fonftitutionellem Lack angestrichen ist. Mehrheit des Volkes nicht unterwerfen, dem Volk ihren Und der Lack ist jezt sehr rissig geworden, und an vielen zirke des Wahlkreises, wo man zur Zeit der Aufstellung der Willen aufzwingen will. Stellen ganz abgesprungen. Wählerliste wohnt. Nicht genug damit- es wird uns auch faltblütig erklärt: wenn Ihr Euch nicht unterwerft, wenn Ihr nicht wollt, wie wir wollen, so lösen wir Gueren Reichstag von neuem auf, stürzen Euch in einen zweiten Wahlkampf und wiederholen das Spiel, bis Ihr mürbe geworden seid, Damit der Sache der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit möglichst wenig Stimmen verloren geben, ist es un umgänglich nöthig, daß aus den Fabriken, Werkstätten und sonstigen Betrieben Vertrauensmänner der Arbeiter sich der Mühe unterziehen, für alle verhinderten und uns aus der Hand freẞt! Kameraden nachzusehen, ob deren Namen in Worte der Drohung fallen. Von einem Staatsstreich die Wählerlisten eingetragen sind. Versäume niemand, diesen Anforderungen pünktlich und gewalt, von einer Revolution nach unten. wird gemunkelt das heißt von einem Appell an die Gewissenhaft nachzukommen. nicht! Bur Krists. Und noch nicht genug das. Dieser Widerspruch zwischen Schein und Wesen ist seit der Gründung des Deutschen Reichs bei hundert Gelegenheiten zu Tag getreten, allein man hat ihn immer vertuscht. Dank der Feigheit unseres liberalen Bürgerthums blieb der Kon- konnte er nicht alut, nicht brennend flift latent, schleichend, werden. Das ist nun endlich durch die Militärvorlage geschehen. und der Wahlkampf, in den uns die Regierung geworfen hat, dreht sich nicht um die Lappalie der Militär vorlage, sondern um die Frage: thaten? nicht ablenken von Herrscht in Deutschland bas Boit? Over Wie ist solches möglich in einem zivilisirten Land? In einem Staatswesen, das sich ein Rechtsstaat nennt und das stehen wir politisch auf gleicher Stufe mit jeden mit Gefängniß bestraft, der da behauptet, bei uns in den halbbarbarischen Böltern, die im Staat Deutschland herrsche das Gesez nicht, und sei die Ver- par mitra then dürfen, aber nicht mitfassung, mit Reichstag und Landtagen blos das FeigenLasse man sich nicht nasführen Herr von Caprivi hat im Reichstag erklärt, die Reblatt des Absolutismus"? dem eigentlichen Kampfobjekt! gierung werde den Huene'schen Vorschlag zur Wahlparole Aber sind wir denn ein Rechtsstaat? Sind wir Bretterbaracken, Rothhosen, Rosacken-dummes Zeug, machen das heißt die Militärvorlage als Streitgrund und Streitziel in die Witte des Wahlkampfes stellen. Nein, ein Verfassungsstaat? Ist das allgemeine Wahlrecht, d. i. an die Wand gemalt, um das Volt, das gleich dem Helden Herr von Caprivi, um solche Kleinigkeiten tämpfen wir der Grundsay der Volkssouveränität, auf dem anscheinend des Märchens aus Tausend und Einer Nacht dem verzauberten unser Staatswesen aufgebaut ist, eine Wirklichkeit, oder ist Schloß zueilt, von dem richtigen Weg fort, auf Frrwege Die Neubelastung, die dem deutschen Volke durch die es nur ein Zierrath zur Täuschung politischer Kinder, ein und in den Sumpf zu locken. Was fümmern uns die Franzosen und Russen? Sie Militärvorlage zugemuthet wird, ist zwar schwer, und der Blendwerk und Spielzeug? Militarismus, den unser Herr Reichskanzler ebenso wenig Das ist die Frage. Und daß es Frage ist darin mögen für sich selbst sorgen-uns thun sie nichts. Was fieht, wie 1849 der alte Eisenmann die Reaktion", liegt der Ernst, liegt die Bedeutung der gegenwärtigen uns kümmert, das ist das Schicksal unseres Landes und unseres Volks das sind unsere Rechte, das ist die welche ihn bereits am Kragen hatte, ist sicherlich ein sehr Krisis. großes Uebel und ein Hohn auf die moderne Kultur. Aber Die Ungesundheit unserer Zustände wird recht grell Möglichkeit für unser Volt, bestimmend einzuwirken auf die mit dem Militarismus ist es wie mit der Diphtheritis- beleuchtet durch die Intriguen, die heimlich, hinter den Gestaltung des Staats- au regieren im eigenen sie ist das Produkt einer frankhaften allgemeinen Roulissen getrieben werden und bei denen es sich um das Land. Die Regierung ist des Volks wegen da, das Volk nicht Disposition des Körpers: Militarismus und Militär- Schicksal von Millionen handelt, die nach dem Buchstaben Darum darf die Regierung nicht vorlage sind blos Symptome, blos Auswüchse des Gesetzes das Recht haben, bei der Gesetzgebung des der Regierung wegen. und ein schlechter Arzt wäre, wer sich bei einem Landes bestimmend mitzuwirken, die aber um ihren Willen über dem Volt, und muß das Volk über der Regierung Kranken blos mit Symptomen und Auswüchsen nicht befragt werden. Als tennzeichnend für das niedrige stehen. beschäftigen wollte, statt sein Augenmerk auf die Ursachen Kulturniveau der Türken- wenigstens in politischer Hin- Daß die Regierung das Volk zwingen will, ihren und auf das Leiden selbst zu richten, dem die Symptome sicht wird uns in der Schule gelehrt, daß sie durch Willen zu thun, das ist die verte hrte Welt. Das Volk und Auswüchse entsprungen sind. Die Militärvorlage, der Serail Verschwörungen regiert werden. Ja, aber haben muß die Regierung zwingen, seinen Willen Militarismus, die Auflösung des Reichstages, die Umstände, wir nicht ebenso gut unsere Serail- Verschwörungen wie die zu thun. Feuilleton. Nabrud verboten.] [ 9 Vom Stamm geriffen. . Von Elise Schweichel. Um acht Uhr wurde zu Tisch gebeten. Das Speise- trostlos stand ich vom Tische auf. Noch eine halbe Stunde zimmer liegt im Seitenflügel, und so durchschritten wir, oder so verbrachten wir in tastendem Gespräch, wie man es bevor wir dasselbe erreichten, mehrere sehr behaglich, aber zu führen pflegt, wenn Menschen in ein neues Verhältniß ohne Brunt ausgestattete Räume. Auch das Speisezimmer zu einander treten. Mein Zimmer, im ersten Stock gelegen, ist einfach. Als wir am oberen Ende der Tafel Platz ge- in welchem ich gleich nach der Ankunft meine Toilette genommen hatten, öffnete sich die nach den Wirthschafts- ordnet hatte, schien mir, als ich mich nun zurückzog, ein räumen führende Thür und drei bis vier Eleven, an ihrer wenig besser eingerichtet. Eine Chaise longue hatte ich Das Stuben Spige mein Reisegefährte, der Inspektor, schritten herein wenigstens vorhin nicht darin bemerkt. und ließen sich am unteren Ende in einer Entfernung mädchen, welches mich bedient, sowie das andere HausDie Art, wie wir Bekanntschaft machten, war so drollig, von fünf bis sechs Stühlen von uns nieder. Ich gesinde betrachtet mich mit respektvoller Neugier. Es scheint Diefe mir fast, als ob Herrschaft und Dienstleute sich etwas daß ich sie Euch erzählen muß. Als alle vorgestellt waren, machte da eine recht unliebsame Erfahrung. rief die Mama das fünfjährige Kerlchen, das mich schon jungen Leute, dem Aussehen nach dem Aussehen nach alle aus guten viel Simpleres unter dem Fräulein für Gesang und immer über sein Epielzeug hinweg angestarrt hatte, herbei Familien und, wie mein Inspektor, gewiß nicht ohne Sprachen" vorgestellt haben. Um so besser! Ich kann und sagte ihm, daß es mir auch die Hand geben möchte. Bildung, nahmen hier die Stellung von Dienstboten ein. mit dem Eindruck jedenfalls zufrieden sein und hoffe, Sofort schritt er auf mich zu, machte eine feine Verbeugung Keiner sprach, ohne daß das Wort an ihn gerichtet wurde. mich hier ganz wohl zu befinden. Laß Dich dies über und piepste: Willkommen, Fräulein Sterne!" Stern Weinem Impulse folgend, wollte ich mit Herrn Thäns, so unsere Trennung trösten, liebes Mütterlein, und sei verheißt die Dame," belehrte ihn die Wutter. Und er darauf: heißt der Inspektor, sofort ein Gespräch über unsere sichert, daß ich im Geiste immer bei Euch bin. Jetzt aber Ich sage Fräulein Sterne." Warum denn?" fragte man. gemeinschaftliche Fahrt anknüpfen, doch bemerkte ich noch zu Bett, Mitternacht ist vorüber. In zwei bis drei Tagen Da hob er sich auf die Fußipigen, deutete mit seinem zeitig genug, daß ich ihm damit Verlegenheit bereitet haben erhältst Du weitere Nachricht. Ich füsse Deine lieben Hände winzigen Zeigefingerchen erst auf eins und dann auf das würde. Die Herren aßen stumm ihr Essen in sich hinein, und Augen. Grüße Tussy und den Vater und gedente, so andere meiner Augen und sagte mit einem sehr schlauen nachdem sie einige wirthschaftliche Fragen seitens der Hauss heiter als Du immer kannst, Deiner Dich innig liebenden, Geficht: Das sind doch zwei." Was sagt Ihr? Ist das frau, die allerdings in freundlich höflichem Tone gestellt dankbaren Tochter Balesta. " " nicht der geborene Galant? Die ganze Gesellschaft brach wurden, beantwortet hatten. Das Beinliche der Situation bie dem ich aber, als ich auch sah, daß die so Behandelten, Evas aus Herr Stern, welcher während des Lesens mehrmals seine in Lachen aus. Der Junge ist seltsam beanlagt. Von wurde durch das alberne Kichern der jungen Mädchen seinen Einfällen erzählte mir Frau von Kries im Ver- noch erhöht. Mein demokratisches und humanes Gefühl Bemerkungen gemacht hatte, die seitens seiner Frau mit irauen sogleich noch noch ein Beispiel. Als er jüngst empörte sich gegen dieses Sichetwas besseresdünken und unwilligem Stirurunzeln aufgenommen worden waren, schlug bei Fräulein Adele biblische Geschichte und zwar dieje Geringschäßung der ehrlichen Arbeit. Betrübt wurde jetzt eine breite Lache auf und rief: „ Nun sage mir Einer, daß ich nicht das Richtige geBertreibung Adams und Paradiese gelesen denn er lieft bereits hätte er Herrn Thäus ausgenommen, keinen Stolz und kein troffen! Dort paßt sie hin, dort ist ihr Plaz! Wird denen bei dem Fluche, den Gott über Eva ausspricht, ganz empört Selbstbewußtsein bewiesen, denn bewiesen, denn beim Hinausgehen schon zeigen, was eine Harke ist! Und dabei kommt die ausgerufen: Solche Worte nimmt der liebe Gott in den wagte keiner, der höheren Gesellschaft" den Rücken zu Liebelei hier ins Vergessen! Lehr' mich einer die Frauen Lange Haare, kurze Gedanken, sagt der selige Mund? Pfui!"- Ist das nicht prächtig? Ich sehe schon, zeigen, sondern alle drehten und wanden sich so durch die fennen. der Junge wird mein Liebling werden. Thür, daß die Front uns immer zugekehrt blieb. Ganz Schopenhauer" Und das ist der Zweck des Wahlkampfs. Und hierfür| gereicht und es wird dann eine Einstellung in die Linie des Prinzenbriefs noch mit feiner Silbe erwähnt. In find wir entschloffen zu kämpfen auch nach diesem Wahl- verfügt." Brav gewühlt, du wackerer Minirer! welcher Geiftes und Gemüthsverfassung muß der Geheime kampf, der nur der Anfang ist des großen EntscheidungsChefredakteur sein! tampfes zwischen persönlichem Regiment und Volkssouveränetät. Druckfehlerberichtigung. In unserem geftrigen Zeitartikel: Das Strohhälmchen, Spalte 3, Absatz 8, Beile 1 von unten lies nicht Stein- Siebengefcheidt, sondern Stern- Siebengefcheidt. Zum Glück ist Niemandem ein Unrecht geschehen. Politische Uebersicht. Berlin, den 16. Mai. Stimmungsmache. Jm amtlichen Rreisblatt des Kreises Osterode a. H. wird, und zwar vor den amt= Zu dem Bundestage der Schlotbarone, auf lichen Bekanntmachungen" an der Spize des welchem, wie wir meldeten, auch der Antrag des VorBlattes, ein Aufruf des Vorstandes des allgemeinen standes wegen Hilfeleistung der Eisenindustrie zur BeKriegervereins veröffentlicht an die Mitglieder des schaffung der auf gefeßlichem Wege etwa nicht aufzuVereins zu gunsten der Militärvorlage. Ein unpolitischer" bringenden Mittel für die Militärvorlage" berathen werVerein agitirt im Amtsblatt für die Vorlage. Ein gröberer den soll, bemerkt die gesinnungsfeste Dame von Köln: Unfug ist nicht denkbar. Die Reptilienbroschüre ,, Aufklärung über die Militärvorlage" wird im Wester wald durch die Schullehrer an die Kinder vertheilt, die sie zu Hause abgeben sollen. " Das Zentrum hat seinen Wahlaufruf noch immer nicht veröffentlicht. Er scheint der Partei für Wahrheit, Freiheit und Recht" erhebliche Schwierigkeiten zu verursachen. Wie soll die Spaltung erläutert, wie sollen die Zukunftspläne verhüllt werden? Wir empfehlen als das beste Mittel, um Herz und Nieren jedes Zentrumskandidaten zu prüfen, die einfache mit Ja oder Nein zu beantwortende Frage an den ultramontanen Kandidaten: " Der Gedanke, die Mittel für die Heeresverstärkung auf privatem Wege aufzubringeu, befundet eine rühmliche Gefinnung, die in der vornehmsten Art, nämlich durch werfthätige patriotische Opferfreudigkeit, die nichtsnuhigen Hezredensarten der Sozialdemokraten und Zentrumsdemokraten über das Eintreten der wirthschaftlichen Kreise für die Militärvorlage widerlegt. Aber wir denken, das Deutsche Reich ist noch nicht someit gekommen, daß es auf die private Wohlthätigkeit angewiesen ift. Ehe man zu einer förmlichen Bankrotterklärung des Reichstages schreitet, müssen alle Hebel in Bewegung gefegt werden, um auf dem Boden des allgemeinen Wahlrechts die Mehrheit für den Antrag Huene zu gewinnen." Der Meineids Bezichtiger Romen hat Pech. Die Die Tempelhofer Rede des deutschen Raisers hat in allen, außer den reaktionärsten Kreisen, eine so ungünstige Aufnahme gefunden, daß man es für nöthig hält, die wir fung abzuschwächen. Es wird verbreitet, die Worte des Kaisers seien weniger schroff gewesen, als sie in der dem Publikum vorgefeßten Form erscheinen. Namentlich wird Die Eisenindustriellen werden sich hüten, ernstlich mit großem Eifer behauptet, der Gedanke an einen StaatsWerden Sie für den Fall Ihrer Wahl im neuen in den Beutel zu greifen. Ihre vornehme" Bose foftet streich habe den Worten ganz gewiß nicht zu grunde ge- Reichstag gegen den Antrag Huene oder eine mit diesem sich sie feinen Heller. Und wenn sie wirklich den Klingelbeutel Tegen. Nun das Dementi ist sehr schwach und wird deckende Militärvorlage stimmen? Verpflichten Sie sich, bei umgeben lassen, Blut und Schweiß der von ihnen seinen Zwed wohl taum erreichen. Daß Staatsstreichs. der entscheidenden Abstimmung im Reichstag anwesend zu schmählich ausgebeuteten Arbeiter ist es ja doch nur, gedanken in verschiedenen Köpfen aufgeteimt sind und auch sei und mit Nein zu stimmen, nicht aber etwa sich der was sie spenden". Und daß die Herren nicht umsonst die um fich greifen, das ist eine Thatsache, an der nur ein ganz Abstimmung zu enthalten?. „ Spendirhosen" anthun, sie, die Kartellritter, die Nutzgrüner Politiker zweifeln kann. Ob der Kaiser solche Ge. Das badische Zentralkomitee der Zentrumspartei nießer der Industriezölle, bas hat ja eines ihrer banken gehabt hat oder hat, können wir nicht wiffen das veröffentlicht eine vorläufige Orientirung" an die badischen Organe, das wir gestern zu Worte kommen ließen, offenaber wissen wir, daß es unter den Reaktionären Personen Zentrumswähler, worin es unter anderem heißt:„ Unter herzig ausgeplaudert. Höhere Preise für Schienen und giebt, die solchen Gedanken weder fremd noch feindlich solchen Umständen und nach dem Gang der Dinge im Rohlen für das schmachvolle Kohlensyndikat und den Schienen find. Db ein Staatsstreich möglich ist? Wir wären naive Reichstag ist der Protest gegen Sie Militär- ring, das ist der Kaufpreis für schöne Bersprechungen. Optimisten, wollten wir nein sagen. Daß ein Staatsstreich vorlage( von der sich der Antrag Quene nur unwesent Wenn es den Industrierittern Ernst ist, warum decken sie heute schwieriger ist, als er vor der Einbürgerung des alls lich unterscheidet) ein Hauptsaz der Wahlparole nicht die Rosten für die Vorlage sofort? Etwa durch eine gemeinen Wahlrechts und vor der Entwickelung der des Zentrums." Nach der Auflösung im Jahre 1887 Reichseinkommensteuer in der Höhe von 400 pCt. zur preu Sozialdemokratie zur stärksten Partei Deutschlands mar, tämpfte das Zentrum mit der Wahlparole: Gegen das Bischen Einkommensteuer? das steht fest, allein der Ansicht, die ein Pariser Jnter- Septennat, und im neuen Reichstage ermöglichte es durch viewer unserem alten Freund Engels in London in den seine verrätherische Haltung dem Kartell, das Septennat Aus Rom meldet Mund legt: die deutschen Fürsten würden sich einem durchzubringen. die Germania" berichtet aus dem Wahlkreise Rees- Mörs: übrigens Staatsstreich widersetzen und ihn verhindern, tönnen wir, Germania" unter'm 13. Mai: Kardinal Rampolla" Die Kartellbrüder find flink bei der Hand gewesen. Nach doch nur sehr bedingt beitreten. Die deutschen Fürsten empfing gestern Abend den Präsidenten des deutschen Bilger- dem sie zuerst angefragt haben bei dem Staatsanwalt Dr. fühlen sich dem deutschen sozialdemokratischen Prole- zuges nebst den anwesenden Mitgliedern des deutschen Romen in Hamburg- einem geborenen Emmerichertariat gegenüber solidarisch; die Furcht vor dem Komitees. Er brachte seine Rede auf die politische aber bald davon Abstand nahmen, weil derselbe wenig Sozialismus hat bei ihnen längst die legten etwaigen Situation Deutschlands und erklärte auf Anfrage eines populär in seiner Heimath ist, haben sie jetzt den partikularistischen Selbständigkeits- oder gar Rebellions- Bentrumsabgeordneten: Es sei durchaus unwahr, daß der katholischen Landrath Gescher in Wesel als Reichstagsgelüfte erstickt, und sie erblicken und sie erblicken in dem Reich die heilige Stuhl sich in die schwebende Frage eingemischt habe fandidaten aufgestellt." Herr Romen scheint die Kunst, nicht Hauptstüße ihrer eigenen Kronen. Und für keinen der oder einmischen werde, da selbige gar feinen Zusammen populär zu sein, in hohem Maße zu besigen. Die Wähler, Bundesfürsten würde ein Staatsstreich eine Beeinträchtigung hang mit firchlichen Fragen habe." Als ob Leo XIII. im welche einem Romen ihre Stimme gegeben hätten, würden der Macht bedeuten. Jahre 1887 nicht so eifrig wie irgend ein deutscher Bundes- auch einen solchen Mangel an politischer Einsicht und Billigkeit gezeigt haben, wie wir ihn selbst den fanatischsten Die von der bayerischen Regierung des öfteren zu fürst für die Militärpläne Bismarck's agitirt hätte! Rundgebungen benützten Münchener Neuesten Wie der feste Thurm" schwanft, zeigt eine Buschrift, Gegnern der Arbeiterklasse nur ungern zutrauen. Nachrichten" schreiben, wie es scheint inspizirt", zu der die der Kölnischen Volkszeitung" aus Schlesien, Frage der wiederholten Auflösung des Reichstags und eines dem Stammfige der Huene- Ritter, zugeht. Da heißt es etwa daraus entspringenden Verfassungskonflikts: Da die Herren Graf Ballestrem, Freiherr v. Huene, Dr. „ Daß in Bayern zu einer Durchführung der Seeres- Porsch und auch Herr Stiftsrath Horn( Neisse), der ebens vermehrung, Aufbringung und Verwendung der hierzu notbigen falls nicht mehr kandidiren will, die Leitung der Wahl- Reichsgesetze. Der Reichs- Anzeiger veröffentlicht Mittel nicht blos die Zustimmung des bayerischen Bundesraths bewegung ablehnen, so dürften die Schwierigkeiten das Gesez, betreffend die Feststellung eines meiten Mitgliedes nothwendig ist, daß wegen dieser Zustimmung die bayerische Regierung im bayerischen Landtage zur Berant echt ernst werden. Die Ausicht, daß den aufzustellenden Nachtrages zum Reichshaushalts- Etat für wortung gezogen werden könnte und würde, daß felbft der Zentrumskandiduten bezüglich ihrer Stellungnahme zur das Etatsjahr 1892/93, der in Ausgabe auf Mehraufwand für das Militär direkt der Genehmigung des Militärvorlage teine bindenden Zusagen ab 6 500 000 m. an fortdauernden Ausgaben und in Eins bayerischen Landtages unterliegt, daß die große Mehrheit des verlangt werden dürften, fcheint allmälignahme auf 6 500 000 m. feftgestellt ist; ferner das Gesetz heutigen und fünftigen Landtages, wenn nicht eine Einstimmig die Oberhand zu gewinnen. Nicht wenig trägt betreffend die Feststellung eines Nachtrages zum feit eine folche, reichsgefeßlich nicht genehmigte Heeresvermehrung dazu bei der Umstand, daß der älteste schlesische Zentrums Reichshaushalts- Etat für das Etatsjahr fich entscheiden würde, ja daß fein bayerisches Bundesraths. Abgeordnete, Stiftsrath Horn, sich neulich auf einer Ver- 1893/94, der in Ausgabe auf 50 400 an fortdauernden Mitglied einem solchen Konflikt zustimmen würde darüber sammlung des Neisser katholischen Arbeitervereins dafür und 1417 600 an einmaligen Ausgaben des ordentlichen darf auch in Preußen tein Zweifel obwalten. Ein Konflikt wegen der Heeresvorlage würde also unbedingt entweder einen ausgesprochen hat und auch die Neisser Beitung" in das Etats und in Einnahme auf 1468 000 m. festDas Kompromiß Blümchen gestellt ist. scharfen Konflikt zwischen der bayerischen Regierung und der selbe Fahrwaffer einlenkt." bayerischen Voltsvertretung oder einen Konflitt swischen duftet schon recht merklich. Deutsch serbische Verträge. Die zwischen dem dem Reiche und Bayern zur Folge haben." Sirnerweichung. Der Aerger der alten Raketen: Deutschen Heich und Serbien geschlossenen Verträge, das iste" über die Veröffentlichung des Prinzenbriefs hat, neben Abkommen, betreffend den gegenseitigen Martenschuh, anderen Giftprodukten eines altersschwach gewordenen Hirns vom 30. Juni 1886, und die Uebereinkunft, betreffend den auch die spaßige Anflage gezeitigt, der Vorwärts" ver- gegenseitigen Schuß der gewerblichen Must er fund MoEs wird immer schöner. Eines Rommentars bedarf danke den Brief hohen Gönnern". Nun, wenn der alten belle, vom 3. Juli 1886, waren von der serbischen Refolgende Wittheilung der Danziger Zeitung" nicht; die Raketenfiste" das Gedächtniß nicht völlig abhanden gekommen gierung am 16. Mai 1892 gekündigt worden und sollten Wähler werden den Kommentar am 15. Juni liefern. wäre, würde sie aus eigener Erfahrung doch wissen, daß am 16. Mai 1893 außer Kraft treten, Wie der„ ReichsWan liest also: Die Bezirksfeldwebel haben eine die Männer des Vorwärts" sich hohe Gönner" vom Halse Anzeiger" mittheilt, ist diese Kündigung im Einverständniß Anweisung erhalten, dahin eine Kontrolle auszuüben, ob zu halten wissen. Oder wären die Fußtritte vergessen, die mit der kaiserlichen Regierung von der serbischen Regiesich unter den sozialistischen Agitatoren auch der Poltergeist der alten Raketenfiste" bei verschiedenen rung am 15. Mai 1893 dahin abgeändert worden, daß die Dispositionsurlauber befinden. Bejahendenfalls Gelegenheiten von uns empfangen hat? Sie waren doch Frist für das Außertrafttreten der beiden Verträge erst mit werden deren Pässe eingezogen und der Militärbehörde eins fräftig genug. Beiläufig haben die„ Hamburger Nachrichten" dem 31. Dezember abläuft. " Die weise Egeria verschweigt, welchem Konflikt, in diesem Gewissensfonflikt zwischen Konflikten, die bayerische Regierung den Vorzug geben würde. " Verschone mich nur mit den weisen Aussprüchen Deines Philosophen; für den mögen wohl die Trauben sehr sauer gewesen sein," gab seine Frau bissig zurück. Ha, ha, mag wohl sein, haft einen guten With gemacht, Frau. Aber nun laß uns Regine etwas zu essen bringen, ich habe einen rechtschaffenen-" Ja, Regine! Jft feine Regine mehr da. Länger Tonnte ich die ewige Noth um den Lohn nicht ertragen. Ich habe sie entlassen, obgleich die treue Seele nicht gehen wollte. Was brauchen wir auch jetzt einen Dienstboten, da Waleska nicht mehr im Hause ist? Jetzt wird uns niemand besuchen, vor dem man sich wohlhabender stellen muß, als man ist." " # Der Zusammentritt des neuen Reichstages iſt, wie offiziös gemeldet wird, für den 28. Juni in Aussicht genommen. Wir auch, sie hat noch in derselben Nacht geschrieben fupfernes Stück von dem einstigen Wohlstand der Familie einen langen Brief. Der Vater brachte ihn mit, wir redete, blißten und gleißten wie eitel Silber und Gold im Lichte der kleinen Wandlampe, welche Tussy jetzt angezündet haben ihn eben gelesen. Aber gehen Sie, gehen Sie! Er hatte. Ihr Strahl machte auch das rothe Käppchen des wird schon ungeduldig sein, er will sein Abendbrot haben." Noch eins: ich werde wahrscheinlich in sehr kurzer Mädchens warm aufleuchten und zeichnete einen klaren Umriß um dessen hübsch geschnittenes findliches Profil, Beit eine Agitationsreise in jene Gegend unternehmen. Sie jetzt, wie es Dor dem weißgescheuerten Anrichttische haben von dort das Komitee schon oft gebeten, jemanden bie letzten Reste eines Kalbsbratens stehend, vom hinzuschicken, der über die wichtigsten Fragen etwas Licht Knochen schnitt und hier und da einen kleinen Fleisch in die Köpfe bringt. Es sollen in den verschiedenen kleinen brocken ins Mäulchen schob. Tussy war so eifrig bei ihrer Städten eine Reihe von Vorträgen gehalten werden, und Arbeit, daß sie einen leichten Schritt auf der Treppe ich bin dazu ausersehen." überhörte, der vor der nur angelebuten Küchenthür Halt machte. Durch den Spalt blickte ein junger Mann, in einen weiten Radmantel gehüllt, auf dem Kopfe die vier ecige rothe Studentenmüße, die sogenannte Konfederatka. Unter derselben quoll dunkles, leicht gelocktes Haar hervor, Frau Stern warf ihrem Gatten nur einen verächtlichen welches, nach Studentenart lang getragen, mit einem Blick zu. Das Thema war so oft zwischen ihnen verbandelt flockigen Vollbart zusammenfloß und ein etwas blasses worden und Herr Stern hatte immer dieselbe Geringschäßung Gesicht einrahmite, das auf den ersten Blick interessirte und für die häusliche Thätigkeit der Frauen zu erkennen gegeben, fesselte. daß es sich nicht verlohnte, etwas darauf zu erwidern. Die arme gebrochene Frau saß ganz still da und streichelte nnr den Brief auf ihrem Schooẞ. Saft auch Recht, was habt Ihr Frauenzimmer denn zu thun? Das bischen Aufräumen und Rochen! Du lieber Gott, Ihr habt eigentlich ewige Ferien!" Während dieses Gesprächs hatte sich Tuffy ein sehr abgetragenes Pelzjäckchen angezogen, ein rothwollenes Räppchen aufgesetzt und war leise hinausgegangen, um das Abendbrot zu besorgen. Es war der Verlobte Balesta's, Rurt Dettinger, um dessenwillen sie das Elternhaus hatte verlassen müssen. " Guten Abend, Tussy," flüsterte er, die Thüre öffnend, nachdem er sich überzeugt hatte, daß das Mädchen allein in der Küche war. Die Kleine ließ Knochen und Messer fallen. Sie, Kurt! Mein Gott, wie haben Sie mich erWie in allen alten Häusern Königsbergs, so hatte auch schreckt!" flüsterte sie zurück und rieb sich schnell die fettige die Wohnung Stern's teinen abgeschlossenen Korridor, son- Hand ab, um sie dem fünftigen Schwager zu reichen, denn dern lag mit ihren Zimmerthüren unmittelbar an dem dafür fab sie ihn an, trotz aller Hindernisse, die sich der gemeinschaftlichen Treppenflur, in welchem die Küche, eng Verbindung ihrer Schwester mit ihm zur Zeit entgegenund dunkel, in einem Winkel angebracht war. Die schmale, stellten. Er fühlte sich fast versucht, seinen weiten Mantel ziemlich steile Treppe mündete gerade vor der Küchenthür, um das kleine hübsche Wesen zu schlagen, das ihm wie ein welche man beständig offen halten mußte, um einen spärlichen Vermächtniß der Geliebten erschien. Allein Tuffy beobachtete Lichtstrahl in das Innere gelangen zu lassen. Der Raum stets eine so vollkommene Zurückhaltung ihm gegenüber, daß war faum mehr als eine Höhle, in deren Tiefe ein schwarzer er es nicht wagte. Kamin wie der Eingang zur Unterwelt gähnte; aber alle Ich wollte Ihnen nur sagen, daß sie gut angekommen Geräthe, welche auf den Borden und an den Wänden und vortrefflich aufgenommen worden ist; ich hatte heute standen und hingen, und unter denen manch schönes, Nachricht." Tussy hob die gefalteten Hände angftvoll zu ihm auf. „ Um Gottesvillen, Kurt, was soll das? Sie lassen sich dort hinschicken, um Balesta zu sehen? Sie können doch nicht in das Kries'sche Haus eindringen; der Mann ist ein Konservativer, und noch weniger können Sie sich mit ihr Rendezvous geben." Haben Sie feine Furcht, fleine Weisheit," lächelte Kurt gutmüthig, und das Lächeln, bei welchem sich ein Grübchen in dem männlichen Gesicht zeigte, kleidete ihn ebenso gut, wie es berzgewinnend war. Das Kries'sche Haus werde ich nicht beunruhigen und überhaupt nichts unternehmen, was fie fompromittiren fönnte. Natürlich zieht es mich in ihre Nähe, und ich leugne nicht, daß ich in der Hoffnung gehe, sie auf irgend eine Weise zu sprechen und zu sehen, aber die Hauptsache bleibt mir doch, den Kreis womöglich für uns zu gewinnen. Es hat allen Anschein, als ob die Bewegung bald lahm gelegt werden würde. Wir müssen also die Beit nüßen, um unsere Jdeen in Umlauf zu sehen. Adieu für heute. Ich springe in den nächsten Tagen wieder einmal so heran." Damit eilte er elastischen Schritts die Treppe hinunter. Tussy stand eine Sekunde mit gefalteten Händen und starrte sorgenvoll vor sich hin, dann fuhr sie sich über das junge Gesicht, als wollte sie jede Spur ihrer Gedanken hinweg wischen, worauf sie schnell, das Theebrett ergriff, auf welchem sie alles zum Abendessen Nöthige zusammengestellt hatte. ( Fortsetzung folgt.) Fürst Bismard, ber nie im Reichstag erschienen ist, erklärt, daß er nicht wieder kandidiren werde. Die Sozialdemokratie des 19. hannover'schen Wahlkreises, mit der Bis. mard 1890 in heißer Stichwahl um das Mandat zu kämpfen hatte, würde ihm diesmal alle Mühe erspart haben. Preußische Sozialpolitik. Der Reich 3- Anzeiger meldet: Die auf grund des Etats pro 1893/94 burchzuführende Bermehrung der Loose der preußischen Staatslotterie ist nunmehr zum Abschlusse gebracht, fodaß mit dem Beginn der nächsten ( 189.) Lotterie der Vertrieb der neuen Loose( 30 000) ins Wert gesezt wird. Von denselben find 10 665 zur Berstärkung des Debits der bestehenden Lotterie Einnahmen, 19 335 zur Ausstattung neuer Lotterie Rolletten verwendet." Nun nahi die soziale Frage ihrer Lösung, die Blödsinnssteuer erhöht sich, und die pensionirten Offiziere, vor allem die für die Militärvorlage agitiren, betommen Kollefteurs- Bfründen. Vielleicht wird dem Oberst lieutenant a. D. Enneccerus in Frankfurt a. M., dem Stifter des Patriotischen Vereins" und dem Leiter einer offiziösen Bum Bum- Zeitschrift, nun eine erfleckliche Anzahl neuer Loose für seine Rollefte zugeschanzt. Er hat die Kollette vor seiner Agitation erhalten, wie er erzählt, und er erklärte dabei, daß sie sehr klein sei. das war, was Du ans m. z. mach. f. D. Gr. d. neuen Kränth. I ftimmungen über Abstimmungen, und wenn dann endlich h. ich verft. ein Amendement glücklich beseitigt ist sofort taucht ein " Kreuz- Beitung" Nr. 107 vom 4. März 1891, M.-A. neues auf. Und das grausame Spiel beginnt von neuem. [ 12180] Meine Kleine! Seute erst die lieben wohlbekannten Und die ganze mühsame Arbeit für den Papierkorb des Schriftzüge erhalten, tausend innigen Dank für Inhalt. Ahne Oberhauses! Lord Randolph Churchill, der ungezogene nicht mehr, wie Du aussiehst, fende älteres Bild. Det sechste Liebling der Tories, hat in seiner legten Agitationsrede ist der Tag. Dente mal an mich. Werde häufiger Nachricht triumphirend verkündet, im November spätestens werde geben. Gladstone am Ende seines Lateins sein und abdanken müssen. Nun, es tann auch anders fommen. Die Sache der Homerule gewinnt von Tag zu Tag mehr Anhänger in England, and wird sie nicht von den Liberalen ver rathen, so wird sie auch siegen. Freilich- welche Sache märe von dem Liberalismus nicht verrathen worden? Und Gladstone, der Radikalfte der englischen Liberalen, der allein die Autorität hat, diese gemischte Gesellschaft zusammen zu halten, er ist 83 Jahre alt. Dir. Gr. u. R. Kreuz- Zeitung" Nr. 155 vom 2. April 1893, M.-A. L. K. Berzl. Dant für Brief. Rönnte ich Dich doch beim nächsten Dortſein sp. Meine Ged. find unausgesetzt bei [ 12999] Kreuz- Zeitung" Nr. 225 vom 16. Mai 1893, M.-A. Rein Zweifel, all diese Anzeigen find reinlich und zweifelsohne", und die Redaktion der Kreuz Beitung" ist die Keuschheitskommission in Bermanenz. 82 " $ zu ver" In Kuba ist der Aufstand, der sich gegen die spanische Herrschaft richtet, noch nicht erloschen, obwohl die spanische Regierung in alle Welt meldet, daß die Rebellion" im Keime erstickt sei. Wie ein Drahtbericht aus Madrid, 15. Mai, meldet, hat die Regierung die Entsendung von drei Torpedobooten nach Ruba beschlossen. Es wird also noch immer" pazifizirt". Gerichts- Beitung. Der sittlich entrüsteten Kreuz- Zeitung" lieft in Sachen des Prinzenbriefes die„ Germania" wie folgt den Text: Wenn die Kreuz- Zeitung" in ihrer Entrüftung der Sozialdemokratie die Schuld geben will, diese Verrohung" in die Politik eingeführt zu haben, so muß das im Juteresse der Gerechtigkeit und der historischen Wahrheit doch zurückgewiesen werden. Wie die Redaktion des Vorwärts" in den Besiz des Briefes gekommen, ob ihr also selbst ein Vertrauensbruch vorgeworfen werden kann, ist noch nicht tlar gestellt, ist dem aber Ordnungsparteiliche Vornehmheit. Ein geradezu so, dann hat der Vorwärts" nur ein ihm von anderen empörender Borfall, so schreibt man der Frankfurter Blättern gegebenes Beispiel nachgeahmt. Oder hat die„ KreuzZeitung" aus Sachsen, ist dieser Tage in dem Juduſtrie Beitung" schon vergessen, daß die Norddeutsche Allgemeine Beitung" Mitte der 70er Jahre einen PrivatOrte berreichenbach i. V. vorgekommen. Dort brief des verstorbenen Abgeordneten Windthorst, sowie hatte sich früher der Gemeindevorstand Beidler, welcher mehrere Privatbriefe des Domberrn Rozmian ver= Eine Auflage wegen Beschimpfung der chriftlichen vor kurzem zum Bürgermeister des Städtchens Zwönig geöffentlichte und politischen Zwecken Kirche wurde gestern vor der IV. Straftammer des Landwählt worden ist, bereit erklärt, zur Deckung einer Summe, werthen fuchte? Diese Fälle waren um so schwerer, gerichts I gegen den Buchhalter Wilhelm Rüfter verhandelt. die ein Expedient unterschlagen hatte, einen persönlichen als es fich um beschlagnahmte Papiere In einer Versammlung des Sozialdemokratischen Wahlvereins für Beitrag von 2000 Ml. zu leisten. Davon hat er 1500 m. handelte, die nur unter Verlegung des Amtsgeheim- den vierten Berliner Reichstags- Wahlkreis, die am 13. Dezember thatsächlich bezahlt, was um so anerkennenswerther ist, als nifies veröffentlicht werden fonnten. Wie die Kreuz. vorigen Jahres stattfand, hielt der Angeflagte einen Vortrag Zeidler gar kein Vermögen besitzt. In der letzten Sizung Beitung" fich zu diesem Mißbrauch privater Briefe" verhielt, über das Thema" Religion und Astronomie". Er versuchte darin des Gemeinderaths verlangte man nun, daß Beidler vor in uns im Augenblick nicht erinnerlich, jedenfalls hat die große den Nachweis, daß die Naturwissenschaft die wahre Religion Mehrzahl der nationalen" Blätter darin nichts Unanstän- fei und bemängelte dabei u. a., daß das Abgeordnetenbaus eine seiner Ueberfiedelung nach Zwönig auch den Rest bezahle, diges gefunden, sondern die Veröffentlichung wacker gegen Forderung von 750 000 Mart zur Anschaffung eines großen worauf dieser die Sigung verließ, indem er erflärte: die Reichsfeinde" ausgenutzt. Will man also über Verrohung Fernrohrs abgelehnt, dagegen den Betrag von 10 Millionen Klagen Sie meine Forderung ein; dann bitte ich aber dieses Berdummungsder politischen Moral sich entrüften, so muß man etwas Mart zur Erbauung des Domes, dieses auch die zu verklagen, die zehn Jahre lang die Gemeinde weiter zurückgehen als bis auf Ahlwardt und die Sozialdemo- inftituts" bewilligt habe. Diese Bezeichnung der zu erbauenden nicht reell bezahlt haben." Nunmehr erhob sich ein Domkirche bildete die Grundlage obiger Anflage. Der Staatsals Millionär betannter Fabritbesiger Wir wollen nur noch daran erinnern, wie unter dem anwalt hielt es für zweifellos, daß in dem erwähnten Ausdruce Schneider, stellte den Gemeindevorstand zur Rede und Sozialistengeset von der Kreuz- Zeitung" und anderen real eine Beschimpfung der christlichen Kirche liege, er beantragte eine Gefängnißstrafe von zwei Monaten. Der Gerichtshof schloß beschimpfte ihn in gröblichster Weise, ja er tionären und Regierungsblättern wiederholt bei Hausich den Ausführungen des Staatsanwalts an, ertannte aber mit schlug ihn fogat ins Gesicht. Leider fühlte fu chungen( z. B. bei einem bekannten Lothringischen De Rücksicht auf die bisherige unbescholtenheit des Angeklagten auf fich Herr Zeidler zu schwach, um diesen Angriff abzumehren, putirten, bei Dr. Mehring u. s. m.) beschlagnahmte Privat- einen Monat Gefängniß. er hat aber die Sache dem Gericht übergeben. Ueber briefe veröffentlicht wurden, wobei es sich unzweifelhaft um die Zunahme dieser Rohheitsdelifte war in der Be- einen schmachvollen Vertrauensbruch und sogar um flag gründung der lex Heinze nichts zu lesen, und wird nichts rante Verlegung des Amtsgeheimnisses handelte? zu lesen sein! 99 fraten." M an einem rücksichtslosen Bagenführer seitens der ersten Straf " Die fahrlässige Tödtung eines Kindes wurde am Dienstag tammer am Landgericht II mit gebührender Strenge geahndet. Ein verständiges Urtheil fällt gleich den übrigen Der Rutscher Karl Robert Schirm fuhr am 14. April d. Js. ein leeres Arbeitsfuhrwert. Er hatte sich in einer Destille" über Eine Lehrmeisterin guter Sitte ift unstreitig die ernsten Blättern des Auslandes auch die hervorragende eug- Gebühr lange aufgehalten, und um die verlorene Beit einiger Kreuz- Beitung". hat sie nicht die Veröffentlichung tische Fach- Zeitschrift, der Londoner Economist. Er maßen einzuholen, fuhr er im schnellsten Trabe vom Winterfeldtdes Prinzenbriefes dazu benüßt, nach allen Regeln der bringt, wie wir der Frautfurter Beitung" entnehmen, Plaz in die Hohenstaufenstraße hinein, wobei er nicht einmal Kunst wie das virtuoseste hysterische Frauenzimmer in einen einen Artikel über die Wirkung der Ablehnung das Geficht nach vorn und die Augen auf den Weg richtete. unübertrefflichen moralischen fit", einen Sittlichkeits" der deutschen Militärvorlage auf Europa Er überfuhr bei dieser Gelegenheit den nahezu 9jährigen Knaben Anfall, zu gerathen. Sie gerade fleidet es vortrefflich, fich und meint, daß die Ablehnung derselben Niemandem eine May Bethge, der so schwere innere Verlegungen davontrug, daß in ben wallenden Mantel ber Moralphilofophen zu hüllen Ursache biete, Krieg anzufangen. Das Ergebniß der Ab- er nach 8 Stunden verstarb. Der Angeklagte wurde au awei und über politische Demoralisation", eigenthümliche Stimmung bedrohe weber irgend eine der fremden Mächte, Jahren Gefängniß verurtheilt. Freiheitsbegriffe" u. f. m. bewegliche Klagen anzustimmen. noch vermindere es die defenfive Stärke des Dreibundes. Die Zum dritten Male innerhalb eines Beitraums Wenn die Kreuz- Zeitung" in die eigene Brust griffe, Militärbehörden in Frankreich wüßten sehr wohl, daß die von faum vier Jahren batte fich gestern der Fuhrherr vielleicht würde das Organ der von Hammerstein und deutsche Armee heute so start sei, wie vor einer Woche, und Friedrich Standfest aus Neu- Weißenfee wegen Meineibes, Kropatschet ein weniges in sich gehen und anstatt Anderer daß der tonftitutionelle Streit, was auch sein Ende sein bezw. Anstiftung zum Meineide zu verantworten. Im Jahre Beweggründe grundlos und gehässig zu verdächtigen, recht möge, die Armee ebenso vorbereitet laffen werde, wie fie es 1889 wurden der Angeklagte wie deffen Ehefrau von der Strafemsig vor der eigenen Thüre tehren. Ein so prinzipiell je war. Wenn die Franzosen vorher feine Neigung vers tammer des Landgerichts ll wegen Verleitung zum Meineide zu Kaum hatte das Eheie zwei Jahren Zuchthaus verurtheilt. vom Kopf bis zur legten Beile des Anzeigentheiles geleitetes ipürt hätten, einen Krieg zu beginnen, so würde dies auch paar diefe Strafe verbüßt, als es gemeinsam diefelben Straf Blatt wie die Kreuz- Beitung" eröffnet auch auf der ohne für die nächste Zukunft nicht der Fall sein. Was Rußland thaten beging und in beispiellos frivoler Weise andere Personen paar diese Strafe verbüßt, als es gemeinsam diefelben StrafUrsache geringschäßig behandelten Efelswiese", wo die anbetreffe, so wüßten die dortigen Militärbehörden sehr in an und für sich geringfügigen Prozeßfachen zum Meineide zu Inseratenblumen sprießen, weite soziale Aussichten, und ein wohl, daß die geringsten Bewegungen ihrerseits das Er verleiten versuchte. Wie wir fürzlich berichteten, wurde StandGang durch diese" Eselswiese" ist mitunter so lehrreich gebuiß haben würden, die Zwiftigkeiten zwischen der Re- est, dafür Don der achten Straffammer des Landwir das eindringlichste Kolleg über chriftliche Ethit. Auf's gierung und dem deutschen Bolte zu Ende zu bringen. gerichts I zu fünf, feine Ehefrau zu drei Jahren Zuchthaus verurtheilt. Gestern wurde Gerathewohl pflücken wir etwelche Blümchen, die wir auf Standfest unfern Spaziergängen fanden und bitten die Kreuz- Zeitung", Die Cholera in Deutschland. Der erste Cholerafall dem Schwurgericht des hiesigen Landgerichts I vorgeführt. Er fie fich als duftigen Schmud in's Haar zu stecken. Der in diesem Jahre wird aus dem Brennpunkt des deutschen sollte diesmal selbst einen Meineid geleistet haben. Im November von 1892 gemeldet. Der Ham- v. J. wurde Standfest im Wege der Ziviltlage wegen eines Inseratentheil unserer geehrten Gegnerin wird, besonders Seuchenheerdes von in der Morgen- Ausgabe, und zwar fast stets an deffen hervor- burgische Rorrespondent", das Organ der ham Wechsels von 450 W., der feinen Namen als Atzeptant trug, in Anspruch genommen. Im Termine beschwor er einfach, daß ragender Stelle, des öfteren als Rorrespondenz- burgischen Regierung, berichtet aus Wandsbeck: bureau benüßt. Und entsetzlich, aber wahr! nicht um In dem holsteinischen Orte Schiff bed ist ein Arbeiter der Atzeptvermert nicht von ihm herrühre. Während der Staats die Nöthe der Landwirthe, sondern um Herzensnöthe handelt unter choleraverdächtigen Erscheinungen ertranft und gestern anwalt in der gestrigen Verhandlung den Standpunti vertrat, verstorben. Bur Untersuchung des Falles weilten der Vertreter daß ein wissentlicher Meineid vorliege, führte der Bertheidiger es sich, der Lesertreis des christlich- preußischen Organs der des königlichen Landraths Dr. Cremer und Kreisphysikus aus, daß der Angeklagte, der so viele Prozesse geführt, nur eines oftelbischen Junkerschaft tauscht dort schwarz auf weiß zarte Dr. Hunnius dort. 12 Arbeitsgenossen, die mit dem Ver- aus Fahrlässigkeit begangenen Meineides schuldig zu sprechen Gedanken, sehnt sich und schmachtet, girrt und seufzt, verstorbenen zusammen gewohnt haben, sind sofort in die Jfolir- sei, und in diesem Sinne lautete auch der Spruch der Geschworenen. abredet Busammenfünfte, tura, befundet sich als Träger der Barackte übergeführt. Die umfassendsten Sicherheitsmaßregeln christlichen Familie". Denn es ist Brauch bei Beziehungen, find angeordnet worden." die das Tageslicht zu scheuen haben, sich auf diese Art zu verständigen, es ist moralisch. Und für eine Zeitung, die solche Inserate aufnimmt, ist das auch ein petuniärer Vortheil" und eine solche Temoralisation" fann nicht scharf genug gegeißelt werden". Wer öffentlich Keuschheit, Tugend, Sittsamkeit predigt und hinten auf der„ Eselswiese" doch wohl nicht erlaubte" Stelldicheins zuläßt, wer die Gelegen heitsmacherin spielt, der ist doch eine publizistische Frau Hurtig, wie sie im Shakespeare steht. Wir sehen," um mit der Kreuz- Zeitung" zu reden, zwischen Stehler und Hehler taum irgend welchen moralischen Unterschied und möchten, abgesehen von allem anderen, darauf hinweisen, daß auch in diesem Falle die eigenthümlichen Freiheitsbegriffe zum Ausdruck kommen, die in der Junkerschaft leben." Nun die Blüthenlese! " [ 11208] M. welcher Unruhe vergeblich gewartet, warum zeigtest Du Dich denn nicht wenigstens. Kann Trennung nicht mehr ertragen. Sende mir, was schon einmal erhalten, aber viel größer, habe ja sonst garnichts. Deine Rouverts schlecht. Der Han.... h war doch zu schön, I. Kl. " Der Militarismus in Belgien. Aus Belgien wird bürgerlichen Blättern geschrieben: Die zu erkennende Zusatzstrafe lautete auf vier Monate Zuchthaus, sodaß der Angeflagte nunmehr eine Gesammtstrafe von 5 Jahren 4 Monaten Buchthaus zu ver büßen hat. von Auch Belgien befigt gegenwärtig seine brennende MilitärLeipzig, 15. Mai.( Aus der Beit ber Cholera.) frage, welche durch eine Reihe von Borgängen und Ereignissen Am 2. September v. J. veröffentlichten die Neuesten Nachder letzten Wochen einen afuten Sharatter angenommen hat. richten" in Hannover einen fachlich gehaltenen Artikel, in welchem Zunächst läßt die Wahrnehmung von dem Eindringen der nur gesagt war, daß die Polizeidirektion in Hannover es leider sozialistischen Grundsäge und Lehren in die Kasernen die an thatfräftiger Arbeit in bezug auf den Schuß gegen die Reform des belgischen Heerwesens an Haupt und Gliedern Sholera fehlen lasse. Der Redakteur des Blattes, Adolf als eine unabweisliche Nothwendigkeit erscheinen. Dann be v. Wangerow, wurde daraufhin wegen Beleidigung der dingt die Einführung des allgemeinen Stimmrechts, wenn Polizeidirektion unter Anflage gestellt und versuchte den Wahrauch mit der Garantie des Plural- Wahlsystems, die Einführung beitsbeweis zu liefern. Durch sechs dice Bände Aften bewies der allgemeinen, persönlichen Wehrpflicht. Schließlich hat der aber die Polizeidirektion, daß fie ihre Schuldigkeit gethan habe. Ernst der Lage in Deutschland der belgischen Regierung den Herr v. Wangerom nahm hierauf feinen Vorwurf zurüd, aber Graft der eigenen Lage tlar gemacht und die traurige Rolle das Landgericht Hannover verurtheilte ihn dennoch am vor Augen geführt, welche Belgien mit seiner gegenwärtigen 20. Februar zu 30 M. Geldstrafe. In dem Urtheile wurde gesagt, Heeresverfassung im Falle eines Konfliktes zwischen den beiden der Angeflagte habe feine berechtigten Intereffen wahrgenommen; mächtigen Stachbarn spielen müßte. Es ist daher nicht bloßer wenn er mit der Thätigkeit der Polizei nicht zufrieden gewesen Bufall, daß der König den bisherigen Kriegsminister General wäre, so hätte er bei dieser selbst oder bei der ihr vorgefeßten Pontus gerade jezt verabschiedete und ihm einen General als Behörde sich beschweren müssen. Die Revision des Angeflagten Sach olger gab, der sofort mit einem umfassenden Reorganisations- tam heute vor dem dritten Straffenat des Reichsgerichts zur plan für die belgische Armee vor den Ministerrath hintrat Der Vertheidiger, Justizrath Herr Verhandlung. Derfelbe enthält die folgenden Punkt: 1. Einführung des all- bier, rügte Verlegung des§ 198( Wahrnehmung berechtigter gemeinen, persönlichen Heeresdienstes, 2. Erhöhung der Kriegs: Interessen). Der Angeklagte habe, so führte er aus, gewisserstärke der belgischen Armee, die gegenwärtig faum 180 000 maßen ein berechtigtes Interesse als Staatsbürger gehabt, nicht Mann beträgt, auf 300 000 Mann, 3. Umwandlung der an der Cholera zu sterben, mindestens aber habe er ein Recht Bürgerwehr in einen Landsturm, welcher im ftande wäre, im gehabt, ausreichende Maßregeln gegen die Cholera zu fordern. Falle einer feindlichen Invasion 100 000 Mann ins Feld zu enn er im Irrthum darüber gewesen sei, was die Polizei in Daß die militärfeindlichen Kleritalen zu diesem Wirklichkeit geleistet habe, so könne ihm dies nicht zum Reformprojekte ein faures Geficht machen, versteht sich von Nachtheile gereichen. Das Gericht habe ungerechtfertigter selbst. Weise den vom Angeklagten gezogenen Schluß, daß der betr. Wir gratuliren unseren belgischen Genossen! Jst ihr Bebörde die Thatkraft fehle, als eine von ihm behauptete Thatdankt, verspätet allerdings, herzlichst für alles. Hocherfreut jetziges Heer schon vom Sozialismus so durchgeistet, daß die fache angefehen. Die Behauptung, daß jemand zu außergewöhn= über Wort halten. Wiedersehen fiets willkommen. Adresse Regierung fich nicht mehr auf es verlaffen kann, so wird lichen Zeiten feine hervorragende Thatkraft gezeigt habe, fönne [ 3534] das neue Seer der sozialistischen Propaganda noch ein zehn nicht als beleidigend aufgefaßt werden. Der Vertreter der Reichsanwaltschaft Erster Staatsanwalt Heinemann Kreuz- Zeitung" Nr. 101 vom 1. März 1898, Morgenausg. fach dankbareres Feld bieten. Nur luftig ans Wert! plaidirte für Verwerfung der Revision. Das Reichsgericht er8-4 Corpod. G. vlcht. a. Chif. poftl.? so btrg. m. fannte aber auf Aufhebung des Urtheils und verwies die Homerule- Bill und kein Ende! Das englische Sache an das Landgericht Hildesheim zurück. Die AufHabs. nachg. J. Bot. zu erfahr. Bit. dirt. tom. odr. schrei. Dienstm. fichr. M. Gfin. im. biefl. Nicht fr., gefund blei.[ 11544] Unterhaus arbeitet im Schweiß seines Angesichts, und je bebung erfolgte, weil die Gründe, welche für den Ausschluß des [ 3682] Gott der Herr fennt meinen Schmers, welchen ich mehr es arbeitet, desto langsamer tommt es voran. End-§ 193 dem Landgerichte maßgebend gewesen waren, nicht als über dieses Mißverständniß empfinde; er weiß, baß ich niemals lose Reden der Oppofition, um die Zeit todtzuschlagen, Ab- ausreichend erachtet wurden. Kreuz- Zeitung" Nr. 85 vom 19. Februar 1898, Morgen- Ausgabe, 15. 7. 82. [ 5804] Bin 26. Feb. bis 5. März bestimmt allein. Grüße. " Kreuz- Zeitung" Nr. 89 vom 22. Februar 1893, Morgenausg. [ 2544] Lieb. Herz, verg. a. mir, wenn ich a. t. schwarz. Augen h.; a. ich wollte niem. weh thun. " Kreuz- Zeitung" Nr. 91 vom 23. Februar 1893, Morgenausg. unverändert. Rips jellen. Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Redaktion dem Vublikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Mittwoch, den 17. Mai Opernhaus. Siegfried. Neues Theater. Das Urbild des Tartuffe. Deutsches Theater. Die Haubens Ierche. Berliner Theater. Maria Stuart. Leffing- Theater. Die Ehre. Wallner- Theater. Geschlossen. Rendens Theater. Die Sirene. Adolph Ernft- Theater. Goldlotte. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Die Fledermaus. Kroll's Theater. Fidelio. Viktoria Theater. Geschlossen. National- Theater. Preciosa. Stadtbahn Zoologischer Garten. Königl. italienischer Circus Ernesto Ciniselli. Stadtbahnstation Zoologischer Garten. Sonntag, den 1. Pfingstfeiertag: Grosse GalaEröffnungs- Vorstellung. Auftr. v. Künstlern u. Künst lerinnen 1. Ranges. Reiten u. Vorführ. d. bestdress. Schul- u. Freiheitspf. Großart. Ballet. Socheleg. Luft. Sommercircus! Alles Näh. die Tagesaffichen. Ernesto Ciniselli, Direktor. Stadtbahn Zoologischer Garten. Sommer- Theater Bockbrauerei SW., Tempelhofer Berg. Danksagung. Für die vielseitigen Beweise der Theilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes, des Steinmes Robert Vogt, für die zahlreichen Blumenfpenden sagen wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten, sowie den Kollegen der Firma Wimmel u. Komp. und dem Steinfeger- Sängerchor unseren herz lichsten Dant. Die trauernde Wittwe Agnes Vogt und Tochter. 41342 Zentral- Kranken- n. Sterbefaffe der Zimmerer ( Oertliche Verwaltung Berlin). General- Versammlung am Freitag, den 19. Mai, Abends 3 849/12 4. Wahlkreis. öffentliche Wählerversammlungen am Donnerstag, den 18. Mai, Abends 8 Uhr: für den Osten bei Joël, Andreasstr. 21; für den Südosten bei Schmidt, Waldemarstr. 75 und Urania, Wrangelstr. 9-10. Tagesordnung in allen drei Versammlungen: 1. Die bevorstehenden Reichstagswahlen. 2. Discussion. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Das Komitee Verein zur Wahrung der Interessen der Gast- u. Echanfwirthe Berlins und Umgegend. Außerordentliche Generalversammlung 9 Uhr, bei Bolz, Alte Jakobftr. 75, am Freitag, den 19. Mai, Nachmittags 5 Uhr, bei Wendt, Röslinerstr. 17. Zagesordnung: früher Feuerstein( unterer Saal.) Zages Ordnung: M 1. Abrechnung pro 1. Quartal 1893. 2. Berichterstattung von der GeneralAleranderplay- Theater. Der Fall Eröffnung der Saison: versammlung zu Leipzig. Elemenceau. Winter- Garten. Spezialitäten- Bor ftellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Cheater der Reichshallen. Spezia. litäten- Boritellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenBorstellung. Gebrüder Richter's Pariótó. Spe zialitäten- Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Vorletzte Woche. Goldlotte. Gesangsposse in 3 Aften v. Ed. Jacobson und W. Mannstädt. Couplets theilweise v. G. Görss. Muſik In Sonnabend, den 20. Mai. Anfang 71/2 Uhr.[ 4209L* Posse Lustspiel Operette Ballet and Spezialitäten 1. Ranges. Schweizer- Garten am Königsthor. Pfingst- Sonntag, 21. Mai: Beginn der Haupt- Saison. Läglich: Concert, Theaters und 3. Verschiedenes. Es ist Pflicht eines jeden Mitgliedes pünktlich zu erscheinen. 366/9 Der Vorstand. Versammlung. Heute, den 17. Mai, Abds. 81 Uhr. in der Aktien- Brauerei Moabit, Thurmstraße, Vortrag des Herrn M. Canin über: Magentrantheiten. Zu zahlreichem Besuch wird ergebe ft eingeladen. 41372 162/13 2. Antrag der Rechtsschutz- Rommission betr. Rüderstattung der Rechts 1. Statutenberathung. schußkosten. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Um pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Achtung! Filzschuh- Arbeiter. Achtung! Große öffentliche Streikversammlung aller in der Filzschuhbranche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen am Mittwoch, den 17. Mai, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Hensel, Invalidenstraße la. Zagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 8. Situationsbericht. Zur Deckung der Unfosten findet Tellersammlung statt. Die Lohnkommission. Berufsmusiker- Börse über den Streit. 4. Diskussion. 5. Verschiedenes. von Oskar Kleinert, Ritterstr. 18, 166/1 Spezialitäten Vorstellung. von Klavier bis Orchester. 41292 empf. i. jed. Fache nur tücht. Muſiker Burfit Don G. Steffens. 3 Sarne ge Dorina, das Kanonen- Weib. Zur Reichstagswahl Bersammlung der Steinmetgesellen fett von Adolph Anf. 72 Uhr. Morgen: Diefelbe Vorstellung. geöffnet. Der Sommer- Garten ist Castan's Panopticum. Neu: Der Tod als Erlöser. Neu: Die Echreden des Meeres. Bauern- Aufstand! Illusionist. Vorstellungen. Irrgarten.- Schreckenskammer. PassagePanopticum. Auch im Sommer TheaterVorstellungen. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Gr. Garten- Concert und Spezialitäten- Vorstellung. Neues Programm. Kopfequilibrist J. Thaler, u. Schnellzeichner. Schwertermusital. RomGeschw. Wuger, tämpferinnen. Brothers Janos, Clowns Frl. Wellini, Soubrette. Hr. Kern, Romiter. Frl. Grube, sieberfängerin. Bei ungünstigem Wetter im Saal. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Entree 50 Bf. Norddeutsche Brauerei. 58. Chaussee- Strasse 58. Täglich: Concert. Wochentags Entree fret. Bei ungünstiger Witterung im Saal. Die neu eingerichtete Kaffeeküche ist den geehrten Gästen von 2 bis 6 Uhr geöffnet! 4146L Schmiedel's Festsäle, Geschw. Rigoli, Familie Carlo etc. Am 1. u. 2. Feiertag: 1893 [ 4169L und Frühvorstellung. empfiehlt sich zur Anfertigung von Im Saale: BALL.( 4199L Warten zum Wahlfonds, die Druckerei von Conrad Müller in Schkeudih- Leipzig. Frühkonzert volksbrinkigungen. Flugblättern and Stimmzetteln, fowie Morit Play. Moriz Play. Etablissement Buggenhagen. Täglich: Instrumental- Bonsert. Großer Frühstücks- n. Mittagstifch. Spezial- Ausschant von Patzenhofer Eagerbier, hell und dunkel. An Sonn- und Festtagen findet das Konzert in den oberen Sälen statt. Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Pf. Säle für Berfammlungen, Kommerje, Festlichkeiten zc. Gründer's Festsäle ( früher Mundt) Köpenickerstrasse 100. Jeden Sonnabend, Sonntag, Montag und Donnerstag: Grosser Ball. NB. Meine 5 Vereins- Säle von 50 bis 200 Personen halte ich Vereinen, Gesellfchajten zc. bestens empfohlen. 41311* Moabiter Gesellschaftshaus. Alt- Moabit 80 und 81. Täglich i Theater- und SpezialitätenVorstellung, sowie Concert. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf., refervirter Platz 50 Pf. Helmuth Peters. 4127L* Th. Boltz' Festsäle, Alte Jakobstrasse 75.[ 3840b Gr. u. fl. Säle z. Vergn. u. Vers. a. Sonnab. u. Sonnt. Gr. schön. Garten. Bier- und Speischaus Don E. Schröder, Valftr. 76, empfiehlt fräftigen Frühstücks, Mittagund Abendtisch. Mittagtisch mit Bier 45 Pf. Bitte genau auf Wallstraße 76 zu achten. Vorwärts" u.„ Volts- 3tg." liegen aus. 41362 Rheinländischer Tunnel genannt: Die fidele Nogelkifte. Berlin N, Elsasserstrasse 73. Neu! Neu! Die Möbel- Polonaise! oder: 4070L* Weber hat'n Bieber, an de Lunge, an de Bunge, an de Leber! Vorträge der berühmt. Gesangvereine ,, Halbe Lunge" und ,, Keuchhusten". Vorzügliches Lagerbier der „ Schöneberger Schloßbrauerei" à Seidel 10 Pfennige. H. Schultze( mit'n). ( Notiz: Mang uns mang is feener nich mang, der nich mang uns mang jehört.) Gebr. Bölke C Uhren- Fabrik Berlin, Manerftr. 76. Verkauf aller Arten abgezogener und genau regulirter Uhren zu Mittwoch, den 17. Mai, Abends 8 Uhr, im Saale des Herrn Müller, Johannisstraße 20. Lages Ordnung: 286/11 1. Mißstände auf den Werkplägen. 2. Berfchiedenes. Der Gesellen- Ausschuß. Verein d. Lithographen, Steindrucker und Berufsgen. Deutschl.( Filiale Berlin.) Donnerstag, den 18. Mai, Abends 8%, Uhr, im Lotal des Herrn Philipp, Rosenthalerstr. 38: General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Weyl, über: Naturheils itauneno billigen Fabrikpreisen. methode. 2. Diskussion. 3. Rassenbericht. 4. Bericht und Neuwahl der 3 Jahre Garantie und Umtausch ge- Arbeitsnachweis- Kommission. 5. Verschiedenes. stattet. Reich illustrirtes Preis- Buch gratis und portofrei.[ 3945L* Gold. Damen- Uhren, Rem., 20 m. Hutfabrik ( Gegründet 1874.) Pau Diederich, 1. Geschäft: Oranienstr. 9. 2. Geschäft: Mariannenstr. 43, Ede Staligeritraße. Hüte mit Arbeiter- Kontrollmarke. Um zahlreichen Besuch bittet Die Verwaltung. 209/1 Yerband der Geschäftsdiener, Packer und Berufsgenossen. Am Sonntag, den 21. Mai( 1. Pfingstfeiertag): Familien- Ausflug nach Schloß Schönholz. Fahrgelegenheit mit der Nordbahn( Bernauerstraße) balbstündlich, Pferdebahn Rathhaus- Panto w und vom Schönhauser Thor mit Kremser. 170/16 Der Eintritt ist bis Vormittag 10 Ubr frei. Nach dieser Zeit nur gegen Karten, welche vorher im Bureau, Neue Grünstr. 10, gratis ausgegeben werden. Freunde und Gönner des Verbandes find freundlichst eingeladen. Der Vorstand. Bitte genau auf die Hausnummern Beutral- Kranken- und Begräbnißkasse der zu achten. 4187L* Roh- Tabak A. Goldschmidt, 8806L am biesigen Blaze wie bekannt grösste Auswahl! Garantie für sicheren Brand. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabake find am Lager. A. Goldschmidt, Oranienburgerstr. 2. 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Wählerversammlung für Rummelsburg und Umgegend am Freitag, den 19. Mai 1893, Abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Borchmann, Berlinerstr. 83. Tagesordnung: 1. Die bevorstehenden Reichstagswahlen. Referent: Arthur Stadthagen. 2. Distusfion. 3. Verschiedenes. Alle Wähler sind hierzu dringend eingeladen. Zur Deckung der Unkosten Entree nach Belieben. Der Vertrauensmann. 337/6 Reinickendorf. Böttcher's See- Schlösschen, Markstr. 1-2. Sonntag, 21. Mai 1893( 1. Pfingstfeiertag) früh 5 Uhr 4126L* " Großes Früh- Konzert veranstaltet von der Liedertafel des Arbeiter- Bildungsvereins 3ufunft" Weiße Rose" unter Leitung ihres Dirigenten Herrn Miesch. Entree 20 P1. Genoffen und Sangesbrüder sind freundlichst eingeladen. Etwaiger Ueberschuß fällt dem Arbeiter- Bildungsverein Zukunft zu. Das Komitee. " Verein Berliner Gastwirths- Gehilfen" Annenstr. 16. Telephon- Amt IV, 1116. Ein tüchtiger Rahmenmacher für faubere Arbeit findet lohnende Bes fchäftigung. 41359 Wir bitten, alle au nus zu richtenden Sachen direkt Goldleistenfabrik von Albert Spiesice, an den Vorstand oder Verein zu adressiren. Dresdenerstr. 38. NB. Gleichzeitig geben wir bekannt, daß unser Mitglied Ebert, ehe Einige tüchtige Zusammenscher maliger Redakteur, mit der Leitung des Vereins nichts zu thun hat. 4127L* finden sofort Beschäftigung in der Der Vorstand. Vereinszimmer: Flick, Simeonftr. 23. Bianpfabrik Wrangelstr. 60a.[ 4140b Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Drud und Berlag von Maz Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Alte Jakobstrasse 32, empfehle meine hocheleganten Säle zur Abhaltung jeder Art Festlichkeiten. Auch steht den geehrten Vereinen 2c. der große Sommergarten zur Verfügung. Wwe. E. Schmiedel. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 114. A Die Reichstagswahlen. Mittwoch, den 17. Mai 1893. 10. Jahrg. Der Vors Der konservative Wahlverein des 3. Berliner Wahl- Wahlkreise erörtert werden. Der Randidat für unseren Kreis ist freifes bat unter Hinzuziehung der Vertrauensmänner fämmt zugegen. Otto Gresse, Arndtstr. 17, v. 3 Tr. licher Bürgervereine desselben einstimmig beschlossen, für die Zur Beachtung! Im ganzen Deutschen Reiche Ein amüsantes Schreiben des Kriegervereins in ist feit 6. Mai die Bestimmung des§ 43 der Reichs: Gewerbe- Wahl des Antisemiten Dr. Paul Först er einzutreten. Mittenwalde( Mark) ging uns zu. Es lautet buchstäblich: Ordnung in Kraft getreten, wonach die sonst bestehenden Be. Richter'sche gegen Wadelstrümpfe. In Stettin hat" Geerther Herr( den Namen lassen wir weg. Red. d. B.)...! schränkungen in bezug auf die Verbreitung von nach der„ Offee- Zeitung" der Vorstand des deutschfreisinnigen Bur gefälichte Kentniznahme, das der Borstand des hiesigen Druckschriften während der Wahlbewegung und zu Wahl Wahlvereins in einer Sigung am Sonnabend mit 15 gegen Krieger Vereins d. 4 diesen Monaths Ihnen wegen verbreitung zwecken hinwegfallen. Jedermann hat das unein 3 Stimmen beschlossen, von der Wiederwahl Brömel's abvon Sotzalstischen Schriften aus dem Verein ausgeschossen hat. geschränkte, feiner vorherigen Erlaubniß oder Beaufsichtigung zuseben, und mit 16 gegen 2 Stimmen beschlossen, einen Gegen: Weil Sie unsre Sagungen zuwider gehandelt haben, und wir unterliegende Recht, alle Arten von Wahldruckschriften:( Bei landidaten aufzustellen. Im Wahlkreise Tondern, wo der folche Ghlementhe im Verein nich dulden dürfen tungen, Flugblätter, Stimmzettel, Bilder u. f. f.) überall, bisherige Vertreter der Wadelstrümpfe, Dr. Seelig, wieder solche Ghlementhe im Verein nich dulden dürfen stand." sowohl in geschlossenen Räumen, als auch auf öffent- fandidiren sollte, ist demselben feitens der Richter'schen ein anderer Wir haben schon früher einmal den Kriegervereinen ems lichen Wegen, Straßen, Plägen und anderen Kandidat entgegengestellt worden. pfohlen, für ihre erzieherisch vernachlässigten Vorstände o blis öffentlichen Orten gewerbsmäßig oder nicht gewerbss Der Ausschuß der deutschen Volkspartei, welcher am gatorischen Unterricht in der deutschen Sprache mäßig zu verbreiten. Die Wähler werden ihrerseits Gesezes. verlegungen jeder Art, schon in ihrem eigenen Interesse auf das 14. Mai in Bruchsal tagte, hat folgende Erklärung beschlossen: einzuführen. Findet sich denn unter den Konservativen niemand, peinlichie zu vermeiden suchen. Anderseits werden sie auch jede. Der Ausschuß billigt es vollkommen, daß der Reichstags- Ab- der zur Erledigung dieser doch gewiß dringlichen Angelegenheit gefezwidrige Ginmengnng der Behörden, falls geordnete Bayer mit dem Reichstags- Abgeordneten Richter den ein paar Groschen hergiebt? Die Ehre des„ teutschen Namens 2) Der erfordert das ja schon. eine solche etwa erfolgen follie, sofort ohne Baudern in der Presse veröffentlichten Wahlaufruf erlassen hat. und mit aller Entschiedenheit zurückweifen und Ausschuß erklärt weiter, daß zur Zeit eine Veranlassung nicht Unterm neuen Kurs". Der in St. Johann erscheinende zugleich in jedem Falle Mittheilung an den sozialdemokratischen vorliege, der Frage über die Stellungnahme der deutschen VolksVertrauensmann ihres Bezirks machen, damit die Verleger des partei zur freifinnigen Volkspartei näher zu treten. Die Entscheidung Bote von der Saar" veröffentlichte folgendes Schreiben, das Gesezes zur Rechenschaft gezogen und die unter solchen Um- darüber ist bekanntlich bis nach den Wahlen vorbehalten worden.junterm 28. April an ein Vorstandsmitglied des Krieger= ftänden etwa zu stande gekommenen Wahlen von Ordnungs" Der ultramontane Huene Ritter von Schalscha, ein pereins Jägersfreude", Namens Philipp Gottkandidaten im Wege des begründeten Protestes mit Erfolg an unfreiwilliger Komiter ersten Ranges, erflärt, er wolle wieder chall, gelangt ist. Aus dem Anlaß, daß Sie einen An hänger der Sozialdemokratie in Ihrem Hause gefochten werden können. fandidiren, nur eine Influenza hindere ihn jezt am agitiren. beherbergen, ftellen wir an Sie den Antrag, innerhalb einer Frist von 8 Tagen, vom Tage der Zustellung ab gerechnet, Die Wähler werden ihm hoffentlich das Kandidiren verleiden. Die Nationalliberalen haben für die Provinz Ihren Austritt aus unserem Verein zu erklären. Andernfalls Hannover bis jetzt folgende Kandidaten nominirt: 1. Wahl- würden Sie uns in die Lage versehen, bei der nächsten Sigung freis von Hulit, 2. Dr. Kruse, 4. Hosbefizer Wamhoff, 5. Hof- Ihre fernere Mitgliedschaft dem Beschlusse des Ehrenraths zu befizer Unbefunde, 8. Bürgermeister Lichtenberg- Linden( vor- unterstellen. Der Vorstand des Kriegervereins Jägersfreude". Offizielle sozialdemokratische Reichstags- Kandidaturen behältlich der Zustimmung einer Wählerversammlung), 9. Hof- Mayer, Vorsigender. Ries, Schriftführer. Ludwig Welter, befizer Hische, 10. Amtsrath Sander, 11. Fabrikant Jürdens, Kassirer." Darmstadt- Großgerau: B. Cramer aus Darmstadt. 15. Hofbesizer Schulz, 18. H. v. Bennigfen. Die Kandidaten Auch in diesem Wahnsinn liegt Methode. Es giebt nichts Marburg Kirchhain. Frantenberg Böbla: Re: für die übrigen Wahlkreise werden in den nächsten Tagen auf Verrücktes, das sich eine dem Untergange geweihte Gesellschaft dakteur John aus Rassel. Worms Heppenheim: gestellt werden. Im 3. Wahlkreis( Meppen) soll eine Zähl nicht gegen die emporblühende neue erlauben würde. Wimpfen: Buchhändler Heinrich Berthold aus Darmstadt. fandidatur aufgestellt werden. Greiz: Hermann Förster aus Hamburg. Sangerhausens Edartsberga: Plorin aus Halle. Wir fordern die Vertrauensmänner sämmtlicher anderen Wahlkreise auf, uns sofort über die Aufstellung der Kandidaten zu unterrichten. Wir fönnen nur die uns auf solche Weise mitgetheilten Kandidaturen verzeichnen. • -= = Ottensen BinneB " " Für die fächsischen Landtagswahlen stellte die in Altens Der Kolonial- Peters will auch kandidiren. Er mag fich dorf- Kappel abgehaltene Landeskonferenz folgende Kandidaten berg: H. Moltenbuhr aus Hamburg. Altona- Stomarn: in Kamerun oder Klein- Popo aufstellen lassen. Aber auch die auf: a) Wahlkreise der Städte: Dresden V.: GrunertKarl Frohme aus Hamburg. Lauenburg: Friedrich Lesche. Schwarzen haben einen zu guten Geschmack, um einen teutschen Dresden. Leipzig III, IV und V Thiele- Wurzen, Schmidt- BurgHarburg- Buxtehude( 17. Hannover) Heinrich Baerer Kolonialhelden verdauen zu können, bildlich und wörtlich ge- städt, Pinfau- Leipzig, mit Vorbehalt der Vertheilung auf aus Harburg. Elberfeld Barmen: Fritz Harm aus nommen. einzelne Kreise. Chemnitz 11: Seifert Zwickau. Zwidau: Elberfeld. Altena Iserlohn: Karl Meint aus Köln. Der Bund der Landwirthe", die angeblich ,, unpolitische ,, Gustav Becker- Pieschen. b) Städtische Wahlkreise: Bochum: Gustav Lehmann aus Dortmund.- Lübeck: Schwarz Organisation des brotvertheuernden Großgrundbesizes erläßt 4. Wahlkreis( Pirna) Stelzer- Dresden. 6. Wahlkreis( Freiberg) aus Lübeck. Mecklenburg- Schwerin: 1. Hagenow 7. Wahlkreis( Meißen) Grünberg= Hartha. Grevesmühlen:( offen). 2. Schwerin- Wismar: Groth aus auch einen Wahl aufruf, worin der Wunschzettel der profit- Stelzer Dresden. Die nimmersatten 8. Wahlkreis( Oschah) Thiele- Wurzen. 10. Wahlkreis( FrankenBielefeld. 4. Malchin hungrigen Krautjunker präsentirt wird. 3. Parchim: Rensch aus Rostock. Waren: Schwarz aus Lübeck 5. Rostock Doberan: Kretsch Herren fordern mit altbekannter Bescheidenheit: 1. Grberg) Langer- Chemnig. 14. Wahlfreis( Meerane) Unbestimmt. mann aus Hamburg. 6. Güstrow- Ribniz: Rant aus Rostod baltung der jetzt bestehenden landwirthschaftlichen 17. Wahlfreis( Stollberg) Franz Hofmann- Chemnitz. 18. Wahl 22. Wahlkreis( Mylau) 3ölle, Ablehnung aller Handelsverträge, welche die- freis( 3fchopau) Irmscher- Chemniz. Mecklenburg- Strelig: Dr Lütgenau aus Berlin. bestimmt sind; 2. Sperrung Franz Homann Chemniz. c) Ländliche Wahlfreise: Braunschweig. 3. Kreis( Holzminden): Redakteur selben herabzusegen unserer Grenzen gegen die Einfuhr von Vieh aus verseuchten 3. Wahlkreis: Reichenau: Stelzer- Dresden. 8. Wahlkreis: R. Calmer aus Braunschweig. Bayrischer Regierungsbezirk Ländern; 3. Entschädigung für die Verluste, welche die Land: Ramenz: Lehmann: Kößschenbroda. 13. Wahlkreis: Dippoldiss Schwaben Neuburg: 1. Augsburg: Breder aus Augs 17. Wahlkreis: Nossen- Wils wirthschaft durch die von ihr nicht verschuldeten Verheerungen valde: Franke- Közschenbroda. 3. Dil. burg.- 2. Donauwörth: v Vollmar aus München. der Maul- und Klauenseuche erleidet; 4. Beschränkung des druff: Grünberg Hartha. 22. Wahlkreis: Pegau- 3wenfau: lingen: v. Volmar aus München. 4. Illertissen: Bader aus 23. Wahlkreis: Leipzig: Goldstein- Zwickau. Krumbach. 5. Kaufbeuren: Bitt aus Irrjee.- 6. Immen Börsenspiels mit den wichtigsten Vollsnahrungsmitteln; 5. Ver Pinfau- Leipzig. Borna: Pintau- Leipzig. 26. Wahlfreis: ſtadt: Birtaus stadt: Birk aus München. Mülhausen i. Elf.: Bueb. einfachung der Unfallversicherung, des Alters- und Invaliditäts: 25. Wahlkreis: 28. Wahlfreis: MittStraßburg- Stadt: Bebel. Altfirch- hann: Doppler. gesetzes in bezug auf Verbilligung der Verwaltung und den Leisnig- Döbeln: Grünberg Hartha. 34. Wahlfreis: Marienberg Gebmeiler: Hoffmann. Martenzwang; 6. Klärung und internationale Regelung der weida: Schmidt Burgstädt. Colmar: Luz( Mülhausen). Währungsfrage."" Mit Kleinigkeiten geben sich die Agrarier Hauschild Chemniz. 37. Wahlfreis: Hartenstein: Hermann Martirch Rappoltsweiler: Jston. Erstin Mo13: Schmidt- Zwickau. 38. Wahlkreis: Glauchau: Unbestimmt. heim: Böhle( Etraßburg). Straßburg- Land: Spingler. nicht ab, wie man sieht. 39. Wahlkreis: Meerane: Karl Neu- Reichenbach i. V. 43. WahlHagenau Weißenburg: Maissé. Met: Liebknecht. Dr. Sigl hat die ihm angebotene Randidatur für München I freis: Auerbach: K. Neu- Reichenbach i. V. 45. Wahlkreis: Saargemünd Forbach: Diedenhofen: und II abgelehnt. Ebenso lehnt Dr. Sigl die ihm neuerdings Delsnig: R. Neu- Reichenbach i. 2. Bingen Alzey: Georg angebotene Kandidatur für Kaufbeuren ab. Emmel. Mainz: Fr. Joest. Dörr= Mainz. 8. Hannover: Heinrich Meister Hannover. Demokraten wurde Schri, tsteller Conrad als Kandidat für Faltenberg Grotttau und Neisse: A. Bebel. Leo b: München I und II aufgestellt. schütz und Neustadt: Hennig- Breslau. 1 = = S Emmel. = $ B = sehen = Seitens der 9 9 . Zum Verhalten der deutschen Sozialdemokratie gegen ber der Wilitärvorlage schreibt die in Budapest erscheinende, Arbeiterpreffe":" " Eine bayrische Geschichte. In der Münchener Post", ,, Auch wir haben allen Grund, unseren maderen, deutschen Abkürzungen. S= Sozialdemokratie. FB- Freifinnige unferem Bruderblatte, liest man: Ueber die Voltsfimmung hat Volkspartei." Vg= Freisinnige Vereinigung." 3= 3entrum. fich jüngst der bayrische Prinz Regent vom Abgeordneten Genoffen dankbar zu sein. Denn so viel steht fest, wäre es ges K= Konservative. R= Reichspartei. N Nationalliberale. Grafen Pre ysing mündlich Bericht erstatten lassen. Der Gelungen, die Schraube ohne Ende, die der Militarismus bildet, W Welsen. P= Polen. D= Däne. A= Antisemiten. fragte antwortete in ähnlicher Weise, wie er es seinerzeit gelegent- neuerdings anzuziehen, so hätten mit dem Hinweis darauf auch lich der ersten Lesung der Wilitärvorlage im Reichstage gethan wir folgen müssen. Ist doch Deutschland unser„ theurer" BundesBürgerliche Kandidaturen. Stendal Osterburg: Handelstammer- Sefretär Fischbeck( F. V.). Lauban: Stadt batte. Es herrsche eine tiefgehende unzufriedenheit genosse, theuer im vollten Sinne des Wortes. Wir befinden rath Lüders( F. V.). 1. Nassauischer Wahlkreis: Fund im Volfe, welche durch die neuen Militärforderungen zum Aus- uns in diesem Fall in ungleich schlechterer Position, indem wir ( F. V.) Kaiserslautern: Bürgermeister Berg- Dreifen bruch gekommen, aber auch durch viele andere Dinge erzeugt sei. teine Vertreter im Reichstage haben, die die Ansichten des ( F. V.). Wiesbaden: Schend( F. V.). Arnswalde: Der Prinz wollte diese ernste Schilderung nicht recht glauben; Volfes verdolmetschen tönnien, jo nicht ei mal in der Lage sind, Friedeberg: Reftor von seiten der Regierung sei ihm nichts dergleichen berichtet eine Agitation in größerem Stile zu en falten. Die Arbeiter Ernst( Vg.). Hamm Soest: worden. Schließlich wandte er sich an einen anwesenden Hof- aller Länder werden den deutschen Geoen zujubeln. Ihre Schneider( N.). Friedberg Büdingen: Graf Ovila( N.). Jerichow: Graf Herbert Bismard( K.). Marien- favalier mit den Worten:" Der gute Graf scheint zu schwarz zu Wahlparole wird sein Nieder mit dem Wilitarismus“. Das meinen Sie nicht auch?" Der Angeredete erkundigte sich arbeitende Volt braucht diefe gewaltigen Heere nicht, die nur werder: von Donimurski( P.). Parchim: Pochnicke( F. V.). Zauch Belzig- Jüterbogt: Fähubrich( F. B.). Altena erft, ob der Prinz feine wirkliche Meinung zu hören wünsche. dazu berufen sind, eine Gesellschaftsordnung, die für die Dauer ift, au schützen; Liebe und Anhänglichkeit Iserlohn: Rechtsanwalt Lenzmann( F. V.). Thorn: von als ihm dies bejaht wurde, versicherte der Herr, daß nach seiner unhaltsam Gajewski- Migowo( P.). Greifenberg: v. Normann( R.). eigenen Erfahrung Graf Preysing die Dinge noch viel zu fünstlich zu schaffen durch die drohenden Bajonnette Ohlau: Graf Saurma Larisch( K.). Breslau Neu- urüdhaltend und rosig geschildert habe. Die Stimmung Man möge nicht immer Rußland oder Frankreich anführen Rußland, das martt: Graf Limburg- Stirum( K.). Dels: v. Kardorff( R.) des Voltes sei eine solche, daß man sie gar nicht ernit genug und diese als die Störenfriede hinstellen. Guhrau: Graf Carmer( R.). Kreuzburg: Prinz oben nehmen könne, und wenn die Militärvorlage durchgehe, so sei finanziell vollständig ruinirt ist, kann den Frieden nicht brechen, Gutsbesizer lohe( R.). Glogau: der Sozialdemokratie der Weg zum Herzen der gläubigjten Bauern denn dazu gehört Geld. Frankreich will den Frieden erhalten Krause Bertau( K.). wissen, denn die einzelnen Revanchehelden bilden noch lange nicht Wafferburg: Dr. von Hertling( 3.). Raufbeuren: geöffnet." das französische Volt. Die stehenden Heere einzig und allein find Dr. Orterer, Sagan: Freiherr v. Liliencron- Sproig( K.). es, die eine tonftante Kriegsgefahr bilden und wer den Frieden Halberstadt: Frhr v. Erffa- Werneburg( S.). Emden: ernstlich haben will, der muß dafür Sorge tragen, daß die den Dr. Krause( N.). Zbarandt: Bergrath Förster( R.). Krieg fördernden Faktoren beseitigt werden. Die Ablehnung der Borna: Dr. v. Frege( K.). Glauchau: Kaufm. Schubert deutschen Militärvorlage ist ein hochbedeutsames Zeichen, viels ( A.). Annaburg: Liebermann von Sonnenberg(.). Cann= leicht ist dies der Anfang vom Ende des völkerverderbenden stadt: Def.- Rath Stock- Mayer( N.). Freudenstadt: von Eine riesige Volksversammlung fand am letzten Montag Militarismus. Die deutsche Sozialdemokratie steht heute im Ow( R). Oehringen: Det. Rath Mühlhäuser( N.). Ra Abend in den großen Räumlichkeiten des„ Bock" in Stettin statt. Kampfe und unsere Sympathie haben sie voll und ganz. Unsere vensburg: Prof. Jal( N.). 19. fächsischer Wahlfreis: Amtshauptmann Dr. Rumpelt- Glauchau. Zauber viele Hunderte wieder umfehren mußten. Die Polizei sperrte wegen Ueberfüllung die Zugänge ab, so daß Pflicht ist es unsere kämpfenden Brüder nach besten Kräften zu unterstüßen. In diesem harten, heißen Kampfe, gegen eine bischofsheim: Klein( N.), von Buol( 3.). Jena: Harme Auf der Tagesordnung stand: Die Bedeutung der bevor- Unzahl von Gegnern, wird die Sozialdemokratie dennoch Sieger ning( F. V.). stehenden Reichstagswahl. Das Referat hatte Auer aus Berlin bleiben und wir rusen den waderen, opfermuthigen Brüdern zu Kandidaturen der Freifinnigen Bereinigung: übernommen. Nach dem Vortrag schritt die Versammlung zur ein herzliches: Glück auf!" Danzig Stadt: Landtags- Abgeordneter Ridert. Ober: Aufstellung eines sozialdemokratischen Kandidaten für die bevorbarnim: Prof. Althaus. Landsberg Soldin: Kammer- ftehende Reichstagswahl. Mit Einstimmigkeit und unter be gerichtsrath Schroeder. 3üllich au Krossen: Rechtsanwalt geisterten Burufen wurde dem Parteigenossen Friß Herbert, able. Stettin Stadt: Landtags- Abgeordneter Broemel. Delcher 1890 bereits zur Stichwahl stand, wieder die Kandidatur Röslin Rolberg: Geh. Baurath a. D. Benoit. Fraus übertragen.. stadt- Lissa: Landgerichtsrath Kolisch. Bromberg: Ober Aufruf. Die in Berlin lebenden Parteigenossen aus dem bürgermeister Braeside. Hirschberg: Dr. Theodor Barth. Schweidnig Wittenberg: Heinrich Dohrn. Wahlkreise Ralau uda u werden hierdurch aufgefordert, fich Mecklenburg- Strelig: Gutsbefizer Wilbrandt. Olden zu einer Besprechung über die einzuschlagende agitation in diesem Karl Kreise am Donnerjag, den 18. d. M., Abends 9 Uhr, im Lotal burg: Hugo Hinze. Wolfenbüttel: Direktor Schrader. Koburg: Siemens. Bremen: Raufmann Frese. Langeftr. 65 einzufinden, event. ihre Adressen dorthin einzuLauenburg: Kammerrath Berling. Uedermünde senden. Usedom Wollin: Fabrifant Ludwig Prigge in Pasewalt. Lübeck: Görg. Kiel: Prof. Hänel. Schleswig: Hofbesitzer Lorenzen. Dithmarschen: Hofbefizer Thomsen. Ost. holstein: Harbeck. Altona: Chefredakteur Niepa. Lübed: Kompromißkandidat des Deutschfreisinns und der Nationalliberalen Rechtsanwalt H. Gör. Dr. Im ersten Berliner Wahlkreise beabsichtigt auch der bersilieutenant a. D. v. Egioy, der bekannte Religions". Reformer und Vater des Einigen Christenthums", welcher aber, wie feine Erklärung beweist, von Politit feinen Begriff hat, fich um das Reichstags- Mandat zu bewerben. = Parteinachrichten. Parteigenossen, feid eifrig, agitirt in Eurer Heimath! Aus New York wird uns unterm 2. Mai geschrieben: An der am Sonnabend in New- Yort stattgehabten mai= Demonstration betheiligten sich ca. 15 000 Personen, darunter ca. 5000 jüdische Arbeiter; leytere waren vor zwei Jahren 10 000 Mann start ausgerückt, voriges Jahr aber nur zu etwa 2000 Mann. Von den Organisationen englisch sprechender Arbeiter nahm fein einziger Theil, ebenso wenig in Brooklyn, wo die Feier gestern unter gleichfalls zahlreicherer Betheiligung als voriges Jahr stattfand. Die dortige Central- Labor Union hatte die Theilnahme abgelehnt, weil sie nicht in einem Zuge mitmarschiren wolle, in dem die rothe Fahne getragen werde. Wo sonst noch im Lande Maifeiern stattfanden, würden sie sehr wahrscheinlich ebenfalls nur von den sortschrittlichen Arbeitern ( hauptsächlich dem deutschen Theil derselben) besucht gewesen im Wittenberg- Schweiniger Reichstags- Wahlkreis. jein. Er vähnt sei noch, daß bei der New- Yocker Feier eine AnParteigenossen! Hiermit fordere ich Euch auf, ungefäumt zahl jüdischer Anarchisten" Störungen versuchten, indem sie Eure Adressen an den Genossen Gustav Klose in Herzberg unter Führung des Redakteurs der Freien Arbeiterstimme", Katz, einzusenden, damit wir beizeiten eine zielbewußte, planmäßige ich zwischen den Redneririb men placirten, wobei letzterer von Agitation in's Wert segen fönnen. Und Jhr, Genoien, die Jor einer Kite herab die Umstehenden haranguirte. Dies führte hier vorübergehend in Berlin arbeitet, erscheint in der am Mitt fehr bald zu einem kleinen Handgemenge, dem durch das Einwoch, den 17. Mai, Abends 81/2 Uhr, Neue Grünstr. 14, statt- schreiten eines halben Duyend Polizisten ein Ende gemacht Nur die ganz in der Nähe befindlichen Bejucher halten findende Versammlung. Es soll in dieser Versammlung die wurde. bevorstehende Reichstagswahl und die Agitation in unserem von dem Voriall etwas bemerkt. Aufruf an alle Parteigenoffen " 9 W b Bolizeiliches, Gerichtliches ze. = In Chicago ist, nachdem sich schon zur Herausgabe bes| Minifter, noch in der nächsten Seffion dem Landtage eine Ge- Jaus dem Mordgesellen mit feinem Opfer gefolgt und hat aus Wahlkampagne- Blattes Echo" eine sozialistische Genossenschaft segesvorlage, ohne die man die Einverleibung nicht erledigen einer Entfernung von acht Schritten dem Borgange zugesehen. gebildet haste, von dieser jetzt die vorläufig einmal wöchentlich fann, unterbreiten zu fönnen." Eine Meinungsverschiedenheit Bei der Leichenöffnung spielte sich eine herzzerreißende Szene ab. erscheinende Ilinois Volts 3eitung" herausgegeben bestehe noch, wie der Minister weiter ausführte, bezüglich der Der Kriminalkommissar Krause hatte die unglückliche Mutter zu worden; und in St. Louis erschien gestern die erste Nummer Feststellung der einzuverleibenden Gebiete. In den bisher be trösten gewußt und auch die Zusage erhalten, daß sie standhaft eines englischen sozialistischen Wochenblattes, Standard". fannt gewordenen Rahmen seien Ortschaften und Gegenden bleiben werde. Als sie aber an die Leiche geführt wurde, brach Redaktion und Geschäftsleitung wird vorläufig unentgeltlich vom aufgenommen, die ihm für die Einverleibung noch nicht reif er- fie ohnmächtig über ihrem Kinde zusammen. Auch die 8 Jahre Genossen Sanderson besorgt, der der Sohn eines wohl scheinen, auch hierüber erwarte er bald von dem Berliner Ma- alte Schwester des erdrosselten Knaben war der Mutter unbemerkt habenden dortigen Kaufmanns ist, Jury studirt hat, aber seine giftrat bestimmte Borschläge. Nachdem der Minister nochmals in das Schauhaus gefolgt und schrie fortwährend:" Erich, wache Advokatenpraxis aufgab, weil dieses Metier ihn anwiderte. hervorgehoben hatte, daß er durchaus wohlwollend und fördernd auf; ich will Erich wiederhaben." Db der Mörder die Hedwig Die Central Labor Federation in New- York der Einverleibung gegenübersteht, wurde die Abordnung ent- Nitfche umgebracht hat, steht dahin; die Vernehmungen darüber bat zum Delegieten für den in Zürich stattfindenden Interlassen. Bereits am Sonnabend war die Abordnung, mit Aus- finden heute in Moabit statt, wohin Rappler gestern Nachmittag nationalen Arbeiterkongreß den Genossen Sanial nahme des Herrn Edel, aber unter Hinzuziehung des Herrn um 3 Uhr durch den Kriminal- Wachtmeister Kummert gefesselt gewählt, Kiefer Neuweißenfee, vom Oberbürgermeister Belle empfangen übergeführt wurde. Auf die an ihn bei der Leichenöffnung worden. Der Oberbürgermeister erklärte, daß insofern im Schooße gerichtete Frage, ob er noch ein anderes Verbrechen begangen der Berliner Verwaltung eine Schwenfung eingetreten fei, als habe, antwortete er: Nein! Ich bin in Schöneberg seiner Zeit -9 Parteigen offen aus Ginn beim und Eschersheim man die Gingemeindung nicht mehr im ursprünglichen Umfang, nur wegen Delirium gewesen; ich habe die That mit voller follten wegen angeblich unerlaubter Berbreitung von Flugblättern fondern in viel bescheidenerem Rahmen wünsche. Bum Bwed Ueberlegung volführt und weiß, daß ich dem Beile des Henkers vor der Ausschreibung der Wahl jeder 5 M. Strafe bezahlen der Feststellung dieses Rahmens sei ein engerer Ausschuß gewählt verfallen bin; ich erkläre aber angesichts der mir bevorstehenden oder 1 Tag Haft verbüßen. Das Schöffengericht in Bockenheim worden, der aber erst seine Arbeiten beginnen fönne, wenn der Strafe, daß ich feinen weiteren Mord auf dem Gewissen habe." sprach sie frei, da nicht nachgewiesen werden konnte, daß die Stadtbaurath Hobrecht zurückgekehrt sei, bis dahin müsse man sich Der Mörder beklagte sich über die Fesselung mittels Ketten und Verbreitung an öffentlichen Orten erfolgt war. gedulden. Die einzelnen Vertreter legten in eingehender Weise äußerte auf das Bedeuten, daß die Fesselung geschehe, damit er Wegen Beleidigung des Bürgermeisters Faltson und des die einschläglichen Verhältnisse ihrer Gemeinden dar unter be- nicht Hand an sich selbst lege:" Das Leben nehme ich mir nicht, Bolizeikommissars Thormann in Weißenfels wurde der fonderer Betonung, daß Kosten in der Höhe, wie sie in Zeitungen dazu bin ich zu feige." frühere Redakteur des Zeiger Voitsboten", Adolf berechnet wären, zur Zeit gar nicht nöthig seien, sondern erst Hoffmann, zu 60 M. Geld- und den üblichen Nebenstrafen vielleicht in zehn Jahren, dann aber in viel fleinerem Umfange Im Haufe ihrer Verwandten erhängt hat sich gestern verurtheilt. Der Gerichtshof hielt in bezug auf Thormann die erforderlich sein würden. Mit einem engeren Rahmen der Ein- früh um 63/4 Uhr am Kurfürstendamm 124 das 24 Jahre alte behaupteten Amtsvergehen für erniefen insoweit, als er sich der verleibung sei man an fich völlig einverstanden. Vorgeschlagen Dienstmädchen Martha K. Das Mädchen stand früher bei dem Ansicht des Staatsanwalts anschloß, daß Thormann nicht ganz wurde die Einverleibung folgender Ortschaften: Charlottenburg, Weinhändler Adam Becker in Moabit, der sich unlängst erschos, rein" aus der Gerichtsverhandlung hervorgegangen fei, erklärte Schmargendorf, Wilmersdorf, Friedenau, Schöneberg, Tempel- im Dienst. Seit jenem Vorfalle litt es an Schwermuth und hat aber die ironische Form der Kritik für einen Beweis dafür, daß hof, Rigdorf, Treptow, Stralau Rummelsburg, Friedrichsberg- seinem Leben in diesem Zustande ein Ende gemacht. Im Besize Hoffmann bewußt habe beleidigen wollen. Der Staatsanwalt Lichtenberg- Wilhelmsberg, Alt- und Neu- Weißensee und Reinicien- der R. wurde die Summe von über tausend Mark aufgefunden. hatte 300 m. Geldstrafe beantragt. Die Verhandlung warf dorf. Aus dem Fenster der elterlichen Wohnung im dritten nach vieler Richtung hin auf den Polizeikommissar so scharfe Schlaglichter, daß wir nur bedauern können, wegen RaumDie Telephonlinte Berlin- Posen- Königsberg wird im Stock des Hauses Greifswalderstr. 29 fiel am Sonntag Vormittag ein zweijähriger Knabe auf den Hof hinab und erlitt mangels vom Abdruck des ausführlichen Berichts des Beißer Volls- Laufe dieses Monats dem Verkehr übergeben worden. einen Schädelbruch, so daß der Tod auf der Stelle eintrat. boten" abstehen zu müssen. " Tokales. = Der Wirth mitfammt feinen Gästen egmittirt. Eine Massen- Ermission, wie sie wohl bisher noch nicht in der Berliner 61/2 Uhr vor dem Neubau Soldinerstr. 11 die 54 Jahre alte Durch Ueberfahren getödtet wurde gestern Nachmittag um Lotalchronit verzeichnet sein dürfte, spielte fich gegen Ende der Tochter Marie des in derselben Straße wohnenden Fuhrherrn verflossenen Woche in einem Hotel- Restaurant im Zentrum der Stadt ab. Grünberg. Das Kind spielte auf einem Sandhaufen und lief in Der Inhaber des Hotels und Restaurants war die Räder eines vorüberfahrenden Rollwagens, die ihm den Leib fürzlich mit seiner Hausbesizerin, einer Aktien- Baugesellschaft, in Parteigenoffen des 6. Berliner Wahlkreises! Bom Konflift gerathen, der sich schließlich zu einer Ermissionstlage sermalmten und den sofortigen Tod herbeiführten. Die Leiche wurde dem Schauhaufe überwiesen. 18. bis 25. Mai d. J. liegen die Bählerlisten an den Wochen zuspiste. Da der Wirth nach erfolgtem Erfenntniß aber freitagen von 9-3 Uhr und an den beiden Pfingstfeiertagen von willig nicht räumen wollte, so entsandte die Gesellschaft eine AnDer Schlächtermeister Herr Otto Tag, Rüdersdorfer12-5 Uhr Nachmittags aus, und zwar für Moabit in der Turn- zahl von Gerichtsvollziehern, welche nun reinen Tisch machten, straße 40, erklärt uns, daß die in der Nr. 109 des Vorwärts" halle der 128. Gemeindeschule, Thurmst r. 86, für die Oranien- Wirth, Gäfte, Personal des Hotels und Restaurants mußten ihre vom 10. Mai über ihn veröffentlichte Notiz, wonach er einen burger Vorstadt, Rosenthaler Vorstadt, Schönhauser Vorstadt, Sachen schleunigst zusammenpacken und fürbaß ziehen. Als am Gesellen, der aufgehört hatte, geschlagen und in den Keller einWedding und Gesundbrunnen in der Turnhalle der 17. Ge- Nachmittage ein neuer Wirth seinen Einzug hielt, brodelte noch gesperrt haben sollte, in jeder Beziehung unwahr fei. Jusmeindeschule Acer str. 67. in der Küche das von dem alten Koch angesetzte, aber nicht besondere sei der Keller garnicht verschließbar, sondern er könne Folgende Genossen haben sich bereit erklärt, die Listen ein fertiggestellte Mittagessen, freilich stark angebrannt und nicht durch eine im Baden angebrachte Klappe jederzeit sowohl betreten zusehen, und zwar dient als Legitimation die Steuer- Quittung mehr genießbar; im Restaurant standen noch halbgeleerte Gläser wie verlaffen werden. Demgemäß habe der Schußmann den oder der Miethstontraft: auf den Tischen; den Gästen war es bei der Eile, welche die Gesellen auch nicht zu befreien brauchen, ferner ist Herrn Tag Für Moabit: Hermerschmidt, Berlebergerstr. 28. Boß, Vollstrecker des Gesezes hatten, nicht mehr möglich gewesen, sie von einem Einschreiten der Staatsanwaltschaft oder der Polizei Lübeckerstr. 8. Linneken, Beusselstr. 57. zu leeren. gegen ihn bis zur Stunde absolut nichts bekannt. Für Wedding, Oranienburger Borstadt, Ge= sundbrunnen: Engel, Müller- und Antonftr.- Ecke. Gleinert. Müller- u. Jennftr.- Ede. Gießhoit, Boyenstr. 40. Bahr, Gericht str. 19. Wilte, Hochur. 32 a. Köhler, Brunnen- u. Rügenerstr.- Ecke. Saferland, Bellermannftr. 87. Hilgenfeld, Bergstr. 60. Noffte, Borsigstr. 28. Tauschel, Grenzstr. 4. Für die Rosenthaler Vorstadt: Reuter, Swinemünderfir. 45. Raabe, Ruppinerstr. 46. Schayer, Brunnenstraße 40. Wikel, Acferstr. 29. Zepernick, Acerstr. 53. Für die Schönhauser Borstadt: Gnadt, Swine münderstr. 120. Meinhardt, Pappel- Allee 3/4. Ließte, Schwedter straße 33. Echentsch, Schönhauser- Allee 53. E. Schmidt, Tresckow. und Diedenhofenerstr.- Ecfe. 3 gleicher Zeit fordern wir die Genossen auf, welche gewillt find, uns während des Wahlkampfes zu unterstügen in betreff Berbreitung von Flugblättern u. f. w., ihre Adressen an folgenden Stellen abzugeben: Hermerschanidt, Perlebergerstr. 28, Bahr, Gerichtstr. 19, Ließfe, Schwedterstr. 83, Witzel, Ackerstr. 29. Die Vertrauenspersonen. An die Wähler des 4. Berliner Reich 8tags- WahlFreises. In allen Fällen, wo den Wählern, die ihre Stimme dem sozialdemokratischen Kandidaten geben wollen, die nöthige Zeit zur Einsichtnahme der Wählerliften mangelt, sind die nachfiehend verzeichneten Parteigenoffen bereit, dieses zu besorgen: für den Osten: W. Lock, Friedrichsbergerstr. 11. D. Babel, Frankfurter Allee 90. Krause, Landsberger Allee 152. A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. E. Böhl, Frankfurter Allee 74. Roggen dorf, Posenerstr. 5. Ungering, Breslauerstr. 27. Tempel, Lange: straße 65. Hente, Blumenftr. 38. Radte, rautftr. 48. Bipple, Grüner Weg 14. Wagner, Königsbergerstr. 33. 8n dem Knabenmorde in Charlottenburg werden uns Polizeibericht. Am 15. d. M. Morgens wurde im Landnoch die nachstehenden Einzelheiten mitgetheilt: Ler Mörder ist mehrtanal, gegenüber der Görlitzerstraße, die Leiche eines etwa bereits früher mit dem Strafgefes in Konflikt gekommen und 40 Jahre alten Mannes angefchwemmt. Nachmittags gerieth wegen Diebstahls mit einem Jahr Gefängniß, außerdem wegen vor dem Haufe Pankstr. 29 ein achtjähriges Mädchen unter die Widerstands gegen die Staatsgewalt und Bettelns bestraft worden. Näder eines Arbeitswagens und wurde an den Armen und nicht Beliz Sein Vater ist Schuhmacher in Delitzsch wo Beinen so schwer verletzt, daß es nach dem Kinder- Krankenhause Versammlungen. " Im er am Mühlendamm wohnt; seine Mutter ist im Jahre 1888 in der Reinickendorferstraße gebracht werden mußte. Vor dem gestorben. Rappler hat sich früher in Nowawes aufgehalten und Neubau Soldinerstr. 11 wurde ein einjähriges Mädchen durch ist auch mit den örtlichen Berliner Verhältnissen vertraut. Die einen Rollwagen überfahren und auf der Stelle getödtet. ursprüngliche Annahme, daß die Blutthat mit Vorsatz und Laufe des Tages fanden drei Brände statt. Ueberlegung ausgeführt worden sei, ist schwankend geworden, denn es steht fest, daß der Mörder vom Tezember 1892 bis Witte Januar 1893 als geistestrant in der maison de santé zu Schöneberg untergebracht war. Ueber den Verlauf der That giebt Kappler die folgende immerhin flare Darstellung: Gr sei am Montag früh in Hirdori gewesen, um sich Stellung einen Im Verein deutscher Schuhmacher, Filiale Berlin I, zu suchen, fei aber auf den Geanten gekommen, Ausflug nach Halenfee zu unternehmen, habe Charlotten- sprach am 8. Mai der Kollege Haupt über Volksrechte". Da burg zu Fuß durchstreift und sei dann an den That- von einer Diskussion Abstand genommen wurde, tam die Angeort gelangt. Unterwegs feien unlautere Absichten in legenheit des Kollegen Papfe in Sachen der Kranken- und ihm aufgestiegen, zu deren Durchführung er sich Süßigkeiten be Sterbefaffe für Frauen und Mädchen( Siz Offenbach) zur Erschafft habe. Es sei ihm gewesen, als ob er ein Kind umbringen ledigung. Kollege Sperber berichtete im Namen der Vorstände müfje. Nachdem ihm sein Plan in bezug auf tleine Wtädchen beider Filialen des Vereins deutscher Schuhmacher, welche diese verschiedentlich mißlungen sei, habe er sein Vorhaben an einem Angelegenheit untersucht und geprüft hatten, daß in der Sigung Knaben ausfuhren wollen und dabei den Umstand im Auge ge- vom 30. April folgende Resolution einstimmig angenommen habt, daß ihm das Verzehren eines Körpertheils ein langes Leben wurde: Die heutige Sigung der Vorstände beider Filialen des verfchaffen werde. Da fei ihm Erich Klinger entgegengetreten, Vereins deutscher Schuhmacher( Filiale Berlin) erflärt nach Anhabe nach der Zeit gefragt und mit ihm den Weg nach einer hörung des Kollegen Papte und des Herrn Morbach, daß Kollege Vertiefung in den Sandbergen unternommen. Hier sei der Paple nicht gegen das demokratische Prinzip verstoßen hat. Würgeaft ohne weiteres erfolgt, und Fauftschläge hätten den Die heutige Sigung der Vorstände beider Filialen spricht ihre für Südost: Spindler, Reichenbergerstr. 118. Schayer, Reichen vollständigen Tod herbeigeführt. Dann habe er mit dem Taschen- Wlisbilligung darüber aus, daß dem Vorwärts" über den bergerstr. 54. G. Schulz, Kottbuser- Play. Fr. Bubeil, Naunyn- messer einen Körpertheil von der Leiche losgelöst, um ihn zu Versammlungsbericht in Nr. 71, welcher dem Kollegen Bapfe straße 86. S. Tolfsdorf, Görligerstr. 58. R. Scholz, Wrangel- effen, wiffe aber nicht, ob er dies ausgeführt habe; denn ein das Vertrauen, eine Vertrauensstellung innerhalb der Arbeiter straße 82. R. Ulrich, Wrangelstr. 84. Feuerwehrmann Sydow aus der Schillstraße zu Charlottens bewegung abspricht, teine Berichtigung zugesandt wurde, da ein Als Legitimation wolle man die legte Steuerquittung oder burg habe ihn beobachtet und überrascht. Auf der Flucht sei Beschluß in der Krantentassen- Bersammlung nicht gefaßt worden den Miethskontraft mitbringen. er an einen Drahtzaun gelangt, wo ihn Maurer, die an ift." Diese Resolution wurde den Mitgliedern des Vereins zur einem Ggerzierschuppen arbeiteten, festhielten und und an die Annahme empfohlen. Kollege Papfe legte der Versammlung den An die Parteigenoffen des II. Wahlkreises! Polizei auslieferten. Der ziemlich geschickt ausgetrennte Sachverhalt vor. Sämmtliche folgende Redner sprachen sich im Die Parteigenoffinnen und Parteigenoffen des II. Wahl- Körpertheil lag unter dem Kopf des ermordeten Knaben. Sinne der Resolution aus; dieselbe wurde darauf ebenfalls von freises werden ersucht, heute, Mittwoch, den 17. Wai, Dieser Ausschnitt erinnert unwillkürlich an den am der Versammlung einstimmig angenommen. Unter" Verschiedenes" Abends 7, Uhr, sweds Berbreitung eines Flugblattes sur Reichs- 25. Oftober 1891 vollführten Nitsche'schen Mord in der fanden diverse Angelegenheiten ihre Erledigung. Die nächste tagswahl fich in folgenden Lofalen einzufinden: H. Werner. Holzmarttgaffe, weil auch dort ein Theil aus der Leiche heraus- Versammlung tagt am 29. Mai bei Gründel, Dresdenerstr. 116. Bülowfir. 59; Laege, Fürbringerstr. 22; Eaß, Markgrafenftr. 102; geschnitten wurde. Die Behörde hat nun die Personalbeschreibung Grube, Mariendorferstr. 6; Stlein, Schönleinstr. 6; Raumann, des damaligen Mörders mit der Person Rappler's verglichen und Sonntag Vormittag abgehalten. Ueber die Frage: Was lehren Eine öffentliche Versammlung der Glaser wurde am Kulmftr. 86; Lindemann, Moritstr. 9. dabei verschiedene übereinstimmende Punkte, wie das Alter, die Haartracht, den Schnurrbart, ja auch die breite Nickel- Uhrtette uns die augenblicklichen Verhältniffe? hielt Riesel seinen mit herausgefunden. Es liegt fonach die Möglichkeit vor, daß man lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrag, nach dessen Beendiauch den langgesuchten Mörder der Hedwig Nitsche vor sich hat. gung vom Vorsitzenden zur Einsichtnahme in die Wählerlisten, Auch beschloß die Daß Kappler's Gewissen, abgesehen von dem vorliegenden Falle, sowie zur Wahlagitation aufgefordert wurde. nicht ganz rein ist, dürfte daraus hervorgehen, daß er auf die Bersammlung, während der Wahlperiode feine GewerkschaftsFrage über das Verschwinden der fleinen Hedwig Weber die versammlungen abzuhalten. Hierauf erstattete der VertrauensAntwort hatte:„ Ich kann doch nicht alles gethan haben." In mann seinen Bericht. Die Einnahme betrug 318 M. 14 Pf., die bezug auf die Nitsche ist das Ermittelungsverfahren mit Rappler Ausgabe 244 M. 44 Pf., der Bestand ist mithin 68 M. 70 Pf. noch nicht abgeschlossen. Der Mörder, der noch heute dem Unter- Den Vertrauenslexten wurde Decharge ertheilt. fuchungsgerängniß zugeführt werden wird, hat die Nacht in einer Vertrauensmann wurde sodann Hennig und zum zweiten VerBelle an den Handen geschlossen zugebracht. Er besigt eine tagen trauensmann Stampehl gewählt. Legter wurde besonders verNachdem noch Gewandtheit, durchmist feine Belle mit eiligen pflichtet, sich dem Martenvertrieb zu widmen. artige Als er gestern verschiedene geschäftliche Angelegenheiten erledigt waren, wurde Schritten, verhält fich aber sonst ruhig. befannt gegeben, daß in der nächsten Zeit die Beiträge an Stramm, Blißlicht wurde, photographirt rief er blizt, wie fommit Der hierher?!" Badebeil, Schuls und Starte abzuliefern sind. Bliz NB. Genoffen, welche nicht in der Lage sind, die Wähler listen einzusehen, werden ersucht, ihre Adresse( Name, Wohnung, Stand) in obenstehenden Lokalen abzugeben. Das Wahltomitee. J. A.: G. Keßner. Wähler Friedrichsbergs! Bom Donnerstag, den 18. Mai, an liegen die Wählerlisten im Gemeindebureau, Dorfstr. 40, aus. Listen einzusehen, wollen sich mit den erforderlichen Legitimationspapieren entweder bei Emil Heinecke, Friedrich Karlstr. 11, oder bei Bernhard Lange, Wartenbergstr. 67, melden. Abend bei aus: Es Zum ersten In der Frage der Einverleibung der Vororte hat der Minister des Innern, Graf Gulenburg, einer bei ihm vor ellig gewordenen Deputation von Vertrauensmännern der Berliner Vororte folgenden Bescheid ertheilt: Die Filzschuh Arbeiter hielten am 14. Mai eine öffent " Es ist für mich überraschend gewesen, in den Zeitungen zu ervorheben wollen wir noch, daß Frau Klinger ihrem fleinen Lesen, daß in betreff der Gingemeindung der Berliner Borort- Sohn abrieth, auf den Sandbergen Blumen zu suchen, weil dort liche Versammlung ab. Vor Beginn derselben fiftirte der überrungen eingetreten sein sollten. Ich nehme feinen Anstand, zu später brachte die Polizei der unglücklichen Wutter die Hiobs. Flugblätter zur Wahl verbreitete, und ließ ihn zur Wache Gemeinden in den Stadtbezirk Berlin irgend welche Aende- Leute sein tönnten, die ihn tödten würden". Eine halbe Stunde wachende Polizeilieutenant einen Parteigenossen, der im Lotale erklären, was zu erfahren auch wohl der Zweck der heutigen Ab- botschaft. Der Word ist nicht zwischen 3 und 4 Uhr, wie Anbringen. Dort mußte der Genosse natürlich alsbald wieder freiordnung war, daß in dieser wichtigen Frage im Minifterium zu fangs angegeben wurde, sondern nach Angabe Sydow's bald nach gelaffen werden, selbstverständlich wurden ihm auch seine Flugblätter wieder ausgebändigt. Den Polizeilieutenant hatten Teiner Beit irgend welche Stockung eingetreten ist. Das 12 Uhr Mittags verübt worden. Ministerium ist sich der zur Einverleibung drängenden Verhält 3um Knabenmorde in Charlottenburg wird mehrere Anwesende darauf aufmerksam gemacht, daß er mit der nisse wohl bewußt und wünscht die Einverleibung je eher desto weiter berichtet, daß die gerichtsärztliche Deffnung der Leiche des Verhaftung gegen das Gesez verstoße; er antwortete aber, daß lieber durchzuführen. Denn je länger diese Frage in der Schwebe ermordeten Knaben Erich Klinger gestern Nachmittag von drei er die Verantwortung auf sich nehme. E läßt sich denken, daß bleibt, müssen sich die im vollen Umfange gewürdigten Uebel- Uhr ab im Leichenschauhause zu Westend durch die Aerzte eine große Aufregung in der Versammlung entstand. Zum ersten stände vermehren." Der Minister erwähnte sodann, der Berliner Dr. Stege und Scheit ausgeführt worden ist. Als Todesursache Bunti der Tagesordnung gab Willmer den Situationsbericht Magistrat sei zu einem Gutachten über die Einverleibung und über wird, wie nicht anders anzunehmen war, Erdrossellung an- über den Streit. Er erörterte darin die erfolgten Bewilligungen beren Umfang aufgefordert worden, ein Bericht sei indessen noch nicht gegeben. Der Kopf des Kindes zeigt außerdem viele blutunter- und ging dann auf die Gründe ein, welche einige Fabrilanten eingegangen. Die Schwierigkeiten, die sich der in verschiedene laufene Stellen, die von Fauftschlägen herrühren können, fodaß angeblich verhindern, zu bewilligen. Auch wies er auf die geGebiete des tommunalen wie des staatlichen Lebens eingreifenden der Mörder die Wahrheit gesagt hat. Bemerkenswerth ist, daß ringen Löbne bin, welche diese Leute zahlen, und erkannte Sie Frage entgegenstellen, feien nicht außer Betracht zu laffen, in- der elfjährige Sohn Wilhelm des Potsdamerstr. 8a zu Char- Gründe derselben nicht als stichhaltig an. In der Diskussion dessen, wenn man etwas wolle, namentlich im öffentlichen Inter- lottenburg wohnenden Arbeiters Krüger Zeuge der ganzen sprachen die Redner ihre Zufriedenheit mit dem bisher betonten die Nothwendigkeit, Nothwendigkeit, die Or effe, werde man die etwaigen Friktionen zu überwinden wissen. fa, aurigen That gewesen ist. Die Beschreibung, die dieser von Erreichten aus, groß und start zu machen, um bas Wie die Verhältnisse einmal liegen, werde man die Sache nicht dem Hergange giebt, deckt sich im wesentlichen mit der Aussage ganiſation auf die lange Bant schieben können. Ich hoffe," sagte der des Mörders. Der Knabe Krüger ist von der Knobelsdorfftrafe| Erreichte erhalten und später auch die kleinen Meister zu ZuDr Bergftr. 12, Restaurant Rehlig. Reed, Lothringerftr. 94.- Theaterverein Bultania 2", Abends 9% Uhr, gefänbniffen zwingen und namentlich Abkürzung der Arbeitszeit in der zurngane, retenwalderstraße 89. Tamurnverein etelina, Chicago, 16. Mai. Der Frauenkongreß, der in Verbindung erzielen zu können. Folgende Resolution wurde angenommen: athletenverein Atlas, Abends 9 Uhr, Uebungsstunde, Untoersum, Kolumbussaale im neuen Kunstinstitut eröffnet worden und von Abends 9 Uhr Uebungsstunde bet Faustmann, Reichenbergerstraße 73a. mit der Weltausstellung zusammentreten follte, ist gestern im Die Versammlung verpflichtet sich, mit allen möglichen Mitteln Brunnenstr. 119. die Kollegen, welche sich bisher von uns ferngehalten, wenn sie Theater- und Vergnügungs- Verein Sumanitas Abends 9 Uhr bet etwa 5000 Theilnehmerinnen besucht. bei einer Lohnforderung zur Arbeitsniederlegung fommen sollten, Bühnenverband Othello, Abends 9 Uhr, zu unterstüßen. Speziell ersuchen wir die Kollegen aus den Restaurant Lothringerftr. 101. Fabriken von Landsberger, Remann, Gräf und Jakobi, Herans, Geselliger Vergnügungsverein Regia, Abends 9 Uhr, im Restaurant Kreuzfidet, bei Gumlich, Reichenberger fich uns anzuschließen und sich mit uns solidarisch zu erklären, Sommer, Grünftraße 21. ftraße 149.- Fidele Brüder, bei 6. Mrose, Lachmannstr. 5. Tourtsien und sind wir damit einverstanden, daß der Streif so lange verein" Fret Weg", Abend Uhr bei Siedlutad, Manteuffelftr. 86. aufrecht erhalten bleibt, bis der Sieg voll und ganz unser ist." Bergnügungsverein uftig- Froh, Mittwoch Uhr, Märfi scher Hof, Zu Berschiedenem theilte der Vorsitzende mit, daß Mittwoch Abend Admiralstr. 18c. Sigung. Rauchflub Roochloch, Abends Uhr, bet Rterftein, Admiralftr. 83. eine große öffentliche Streifversammlung bei Hensel, Ecke der Rauchflub af falle, Abends, bei Lod, Friedrichsbergerfir. 11. Rauchflub Invaliden- und Brunnenstraße, stattfindet. Die Versammlung Rothe Nette, bei Steuer, Weinfir. 22.- Humoristischer Rauch Rauch flub Sans: erhob dann in einer Resolution Protest gegen das Eingangs ge- lub, Abends s Uhr, bei A. Niemann, Görlißerftr. 42. souci, Boechstraße 51.- Rauchflub Ohne 8 wang, Abends 9 Uhr bei schilderte Vorgehen des Polizeibeamten und bewilligte schließlich Späth, Weinfir. 28. Rauchflub Grüne Quaste, Abends 9 Uhr, bei dem Obmann, der den Streit leitet, 25 M. pro Woche. Schlüter, Kleine Marfusfir. 10. Rauchtlub Bultan, Abends 9 Uhr bei Gittler, Mariannenstr. 48.- Rauchtlub ,, GoldeneQuafte", Abends 9 Uhr 8 Uhr bet Neumann, Höchfiefir. 28. bei Muß, Josiystr. 8.- Rauchtlub gutgefinnter Freunde, Abends Rauchklub Schmotes: Werte, Röpeniderftraße 121a bei Schöbel. Rauchtlub Borwärts GD." Waldemarstraße 74 bei George. Sumoristische Pfeifen brüder Abends 9 Uhr, Klosterstraße 83, beim Genoffen W. Salzwedel. Rauchtlub Deutsche Eich e, Abends 9 Uhr bei John, Waldemarnir. 52.- Rauchklub uftige Brüder jeden Mittwoch Abend 8% Uhr Manteuffelstr. 65 bet Mobius. Der sozialdemokratische Verein Vorwärts" zu Rig dorf beschloß am 7 Mai, seine Versammlungen bis zum 27. Juni zu suspendiren; den Mitgliedern wurde zur Pflicht gemacht, ihre Kräfte völlig in den Dienst der Partei zu stellen. An der Debatte über die Wahlagitation, welche sich hierauf entspann, betheiligten sich Wurbs, Hoppe, Steranewiß, Neumann, Schall, Brömel, Thrum, Ostermann und Baum. Mit einem Appell an die Anwesenden, sich eifrig an der Wahlbewegung zu betheiligen, schloß der Vorsitzende die stark besuchte Versammlung. Die freie Vereinigung selbständiger Barbiere und Friseure hielt am Sonntag ihre Monatsversammlung ab. Bu nächst wurde Herrn Ludwig das Amt eines Kassirers bis zur Generalversammlung übertragen. Sodann berichtete Haase über die Fachschule. Die Einnahmen betrugen 23,75 M., die Ausgaben 47,43 M. Das Defizit wurde aus der Vereinskaffe gedeckt; auch wurde der Versammlung das Juventarverzeichniß der Fachschule bekannt gegeben. Nach Erledigung einiger Vereinsangelegenheiten theilte der Vorsigende mit, daß am 29. Mai eine Herrenpartie nach Buckow stattfindet. Abfahrt 7 Uhr 18 Min. früh vom Schlesischen Bahnhof. Aufgenommen wurden in der Versammlung Denning, Putbuserstr. 41, und Hoffmann, Marienburgerstraße 24. --" Etatflub treff, Abends 8% Uhr, bet Otto Babel, Frankfurter Allee 90. gefe und Diskutirklub Centrum". Außerordentliche Generalverfammlung am Mittwoch, den 17. What, Abends 9 Uhr, bet Sommer, Grünftraße 21. Tagesordnung: Bortrag und Distussion. Sprecisaal. Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechfaals, fomeit ber saman abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Sutereffes zur Verfügung; fte wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifizirt zu werden. . Briefkaffen der Redaktion. Maurer. Die Bekanntmachung fam für Sonntag zu spät. W. N., Welzerstraße. Ihre Verse sind gut empfunden, doch in der Form mangelhaft. Von Ihrer Anregung betr. der Agitation haben wir dem Parteivorstand Kenntniß gegeben. Büttner, Kempten. Redaktion des Wähler", Dörrienftraße 9, Leipzig. 2. N., Crempin. Uns fehlt für den angegebenen Ort auch jede Adresse. $. 1. 50. Seien Sie außer Sorge. uns feht für . G. Sie haben Recht, wenn Sie jetzt während des Wahlfampfes die Erörterung dogmatischer Kirchenfragen nicht für am Plage halten. selbst erfahren: insgemein ungefähr 600 M., die näheren BeW. V. Das können Sie nur auf dem Telegraphenbureau stimmungen liegen hier nicht vor. 2. 100. Ja. E. P. 66. Wenn der Wirth troß Aufforderung das Rauchen nicht beseitigt und die Wohnnng infolge des Rauches unbrauchbar wird, so ist der Miether berechtigt, den Vertrag aufzuheben und Schadenersatz zu verlangen. H. M. 22. Genehmigung des Ehemanns ist nicht erforderlich. Die Sachen dem Vormundschaftsgericht in der von Ihnen dargelegten Weise vorzutragen ist zulässig. hindert auch die Kirchzeit an Verbreitung der Wahlflugschriften T. K. Während der Zeit vom 6. Mai bis 15. Juni 1893 nicht. Notiren Sie sich den Fall der Behinderung zwecks Berufung bei Anfechtung der Wahl. 3ur Richtigstellung. H. W., Dortmund. Ein derartig hoher Preis soll in der Gelegentlich einer am 10. d. M. stattgefundenen öffentlichen That für ein Grundstück in der Behrenstraße beim Verkauf in Bersammlung der Mechaniker u. f. w. wurde behauptet, daß ich unrechnung gebracht worden sein, doch handelte es sich dabei um in einer früheren Versammlung, sowie im Vorwärts" beschuldigt einen Scheinfauf. wurde, Streifmarken aus dem Jahre 1890 resp. dessen Betrag Tien. Generalfeldmarschall ist die höhere Charge. Landsmannschaft der Schleswig- Holfteiner n Serlin. Große Ber- unterschlagen zu haben. Ich habe hierzu zu erklären: Als Streif- Statspieler. B. ist im Recht. Im Uebrigen ist es auch fammlung mit Frauen am Mittwoch, den 17. Mat, Abends 8 Uhr, im Ber: Kommissionsmitglied habe ich die fehlenden Marken an den Spielregel einslofal, Kommandanten- Garten", Kommandantenfir. 10-11. Tagesordnung: Mechaniker Reimann, zur Zeit bei der Allgemeinen ElektrizitätsBesprechung über die Pfingstpartie. Neu- Rahnsdorf. Die Frage ist wiederholt an verschiedenen Musik- Dilettantenverein„ Preciofa". Jeden Mittwoch, Abends 8% Uhr, Gesellschaft beschäftigt, zum Vertrieb daselbst übergeben. Diefer Theilen des Blattes beantwortet worden. Daß zur Reichstags= in Geisler's Restaurant, Fenn- und Tegelerstraßen- Ecte, uebungsstunde. hat die Marken verkauft und auf mein Ersuchen mir versprochen, Wahlzeit sehr viele Wähler zur Uebung eingezogen sind, bezügAbends 8 Uhr, im Reſtaurant Karl Boigt, Kaiserfir 11. Landsleute wilden Betrag in Raten zu zahlen. Bis heute habe ich von diesem lich noch werden, ist richtig. Zweifellos tönnen diejenigen, die Ehrenmann nichts erhalten. Ich überlasse es nunmehr den am 15. Juni unter der Fahne sich befinden, nicht wählen Lesern zu urtheilen, ob die gegen mich erhobene Beschuldigung ebenso zweifellos ist die Möglichkeit für die Regierung dahin gerechtfertigt erscheint. Verein ehemaliger Sad- Schmiedeberger und Umgegend. Mittwoch, tommen. Touristenverein„ lub der Wanderfreunde". Jeden Mittwoch ge fellige Zusammenfunft der Mitglieder im Vereinslofal„ Rofenthaler Klubhaus", Rosenthalerstr. 11-12. Arbeiter- Bildungsschule. Mittwoch, Abends 8x- 10% Uhr: Nord Schule, Müllerfr. 179 a: Unterricht in Deutsch( unt.). Oft- Schule, Martusstr. 31: Unterricht in Logit. Süd- Schule, Martendorferstr. 5: Unterricht in Geschichte( mittl.). Südoft Schule, Reichenbergerstr. 133: Unterricht in Rechnen, Deutsch( oberes). In allen Unterrichtsfächern, mit Ausnahme Mathematif und Buchführung, fönnen noch Schüler und Schülerinnen auch jetzt im Laufe des Sementers, eintreten. Lele- und Dishutirklubs. Mittwoch. Bereinte raft, Abend 8% Uhr, bet klein, Schönleinstraße 6. Johann Jacoby, bet Fris Ließte, Echwedterfit. 83. Betne, jeben Mittwoch vor dem 1. und 15 jed. Monats, Ab. 8% Uhr, tm Restaur. Grube, Martendorferstr. 10. Gefund brunnen, Abends 8% Uhr, bet Saferland, Bellermannſtr. 87. letch heit, Abends 8%, Ubr bet Stramm, Ritterstraße 123. Seine, Rirdorf Abends 8 Uhr, bet Schmidi, früher Albrecht, Knesebecftr. 82. Otto Reimer jeden Mittwoch bei A. Brosch, Wilhelmshavnerstraße 23. Bese und Diskutirklub 8entrum", Abends 9 Uhr, bei Gommer, Grünftr. 21 Vortrag und Diskussion. Arbeiter- Sängerbund Serlins und Umggegend. Alle Nenberungen im Bereinstalender find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelftr. 70. Arbeiter Sänger- Bund Berlins und Umgegend. Mittwody. Uebungs. stunde Abends 9 Uhr, Aufnahme von Wittgliedern. Liedesfreiheit 1, Andreasstr. 26, bei Schirmacher. Freya,( Gem. Chor), Alte Schönhauserfiraße 22-23, Bözow's Braueret. bilaritas, Hochstraße 82 a, bei Wilte. Deutsche Giche, Blumenjir. 46, bei Went. Echo 1 Pantow, Echulzefir. 27. Gefango. Der Steinmegen, Johannisstr. 20, bet Müller. l16 Oscar Boller. Vermischtes. Eine Bremer Zigarrenfabrik verfandte in diesen Tagen auch an bisherige Reichstags- Abgeordnete eine Reflame für ihre Fabritate, worin es zum Schlusse heißt:" Es sollte mich freuen, wenn Ew. Hochwohlgeboren sich durch einen Versuch überzeugten, welche preiswerthe, schön abgelagerte, trockene Waare bei mir zur Versendung gelangt, und dürfte vielleicht die neue Wahlkampagne eine günstige Gelegenheit dazu bieten." Die„ Kreuz- Zeitung", der wir diese Notiz entnehmen, bemerkt dazu biffig: Wie so Weil man die Zigarren nur im offenen Wagen rauchen darf.? Oder weil sie geeignet sind, alle Gegner aus dem Versammlungslofal zu verscheuchen? Schon wieder einer. Aus Braunsberg meldet man der Volkszeitung": Der Gestüts- Rendant Soldat aus Gudwallen yra 1, Raupachftr. 6, bei Stachel.-and in hand 1, Reichenberger hat sich erschossen. Er hat sich großer Veruntreuungen in der firaße 16 bei Pagoldt. Schneeglöden 2, Potsdam, Brandenburger Gestütstasse schuldig gemacht; der Fehlbetrag beziffert sich auf Kommunikation 16, bei Blafer. Unverdroffen, Abends 8 Uhr, bei Sachs, 70 000. Lindowerfir. 26. Flöter'scher Gefangverein, Roppenftr 43c, bet Lorenz. Rütli, Friedenau im Kurhaus. Vorwärts 5, Friedrichshagen, Rundtheil, bei Leiche. 2brbeertrans, Lichtenbergerftr. 21 bet Seife.- Süd oft 1. Köpnide ftr. 191, Restaurant. Karlstraße 84, bei Schulze. ftraße 43, bei Siegeler. ftraße 11 bet Feind. " Wedding Rafino. Holz. Schneider. towsky. Goffnung 1, Friedrichsberg, Friedrich Rothe Nelte Schöneberg, Gola Gesangverein der Kupferschmiede, Wein Bergismein nicht, Schulstraße 29, tm Concordia", bet Dieffenbachstraße 53 " Deutscher Männerfang", Belforterstraße Nr. 15, bei Gefangverein Lotosblume, Alte Jatobstr. 96-97, bet talGesangverein Freiheitstlänge, Alte Jatobftraße 68. 1 Depelchen. zu wirken, daß die dem Beurlaubtenstande angehörigen Söhne des Volts vor dem 15. Juni entlassen werden. Wenn dies nicht geschieht, wie wohl die Stimme des Bolks" bei den Wahlen ge= hört werden soll, so flärt dieser Umstand vielleicht Manchen dahin auf, daß die Regierung des bestehenden Staats, wenn auch möglicherweise wider ihren Willen, als Ausschuß zur Wahrnehmung der Sonderintereffen der Besißenden fungirt. Alfred W. 37. Die Herren Landtagsboten schlucken 15 M. Diäten, auch die Ferien hindurch. A. L. Sie wollen darauf aufmerksam gemacht haben, daß es sehr nüglich ist, die vom Verein Berliner Aerzte erhaltenen Quittungen sorgsam aufzubewahren, da bei Ihnen trog Zahlung gepfändet und unhöflich geantwortet ist. Ein Urtheil über Ihren Einzelfall tönnen wir unmöglich fällen. Quittungen sorgsam aufzubewahren ist stets räthlich. Briefkaffen der Expedition. In unserer Expedition gingen zum Wahlfonds ferner folgende Beträge ein: Luxuspapierjabrit A. und M. 9,50. Es werde Licht I R. 8,-. Gesammelt in der Möbelfabrik F. Mauf 6,25. Rothe Wolfs= Schlucht 0,50. Rothe Klavierarbeiter 7,35. Buchdrucker, ges. am Himmelfahrtstage in Sumpt 4,50. Mehrere Milchhändler am Schlesischen Thor 12,-. Gesammelt, Malerwerkstatt von Gebhard in Rirdori durch P. Böhm 8,20. Von den aufgeflärten Arbeitern der Broncewaaren- Fabrit von Haus u. Hottin, Ritter( Depefchen des Bureau Herold.) Barmen, 16. Mai. Die Riemendreherei Befiger Innere Buyer, Schaperstr. 31 7,-.. 28. 2,50. Pubertolonne straße 47, darunter 1 M. durch Jacob, Markgrafenstr. 13 60,55. Män ner- Gesangverein Sibertee 1, Quornstraße 24, bet Zielsch, befchloffen einstimmig, die zehnstündige Arbeitszeit F. Ortel, Tempelhofer Ufer 15,55. Rudolf Worbs 4, un verzagi Langefir. 65 bet Tempel.- Gelangverein Borbeertrans 2. statt der bisherigen elfstündigen nicht zu bewilligen. Der Streif hauſenſtr. 1,50. Papasoninsti 0,80. Von einigen Mitgliedern KampDrantenstraße 190 bet Katsch. Gefangverein 2tebesluft in Fürstenwalde Gangerdor ber maler, Stall hat sich auf die Ortschaft Langerfeld( Firma Gebr. Henkels) des Klubs" Jordischer Knoten", Bücklerstr. 55( C. Schilling, bei Haupt, Müncheberger Chauffee. schreiberstraße 29 zum eichenen Stab. Freiheits- Gruß, Schönhauser ausgedehnt. Quee 46 bei Buffe.- Gesangverein offnung 3", Brandenburg a.. Chriftiania, 16. Mai. Im großen Saal des freisinnigen Dr. G. Bepler 20,-. Tapezierwerkstatt von Rahlen 7,50. G. Müller. G. Hoffmann, H. Gadegast, G. Schulze, B. Höppner) 12,50, bei Weidner. Gesang Verein" Zitanta", Guornstraße 48 bei Studentenvereins hielt Storthingspräsident Ullmann einen mit Drechsler 0,80. Die Buchbinder der Roonstraße 12,50. Q. I. 7, Seidler. Gefangverein angesblüthen Blumenftr. 38 bet Sente. Gesangverein Moabit, Wilhelmshavenerfir. 23 bei tuba. Männer großem Beifall aufgenommenen Vortrag über die Situtation. Carmen 5,-. Rauchklub" Blaue Wolfe 11", Meyerbeerstr. 9 3,50. Gefangverein Liederlust, Fichtestr. 29 bet S. Kröfche. Gefangverein Staatsminister Steen wurde bei seinem Erscheinen enthusiastisch Auktion einer Briese, O Alex! wann wirst Du gescheit 9,50. Gleichheit", Pappel- Allee 3-4 bet A. Meinhardt. Gefangverein Unter den Gästen befand sich Dr. Georg Brandes. Gluer 1,75. Lyra 3, Briz, Bergstr. 65 in Mirdorf.- Gesangverein& reibett stlänge 2 begrüßt. Raifer'scher Quartettverein, Krautir. 6 bet Rudolf. Steen und Präsident S. Nielsen behaupteten, daß das Ministerium 10,-.. M. Friedrichsgracht 3,-. Tischlerei Naunynstr. 18 p. Von einem Desterreicher der nicht wählen tann Gefang: Stang an die Lebensfähigkeit des norwegischen Volkes nicht glaube 2,50. Werfstelle E. Chou, Charlottenstr. 48 6,50. Deffentliche und deshalb sein Land verrathen hätte. Die Stimmung in der Buchbinder Versammlung, Ueberschuß 5,90. Schojan 2,-. M. u. E. B. 1,-. Oberwall 3,50. B. H., Elisabethkirchstraße In einer zahlreich besuchten 5, Wählerversammlung in Humble ſprach Dr. E. Brandes unter cand. phil.. 15,-. Kopenhagen, 16. Mai. Die rothen Puter vom Bau Potsdamerstr. 28 8,50. Sattlerwerkstatt von H. Schmolle, großem Beifall gegen jede Uebereinkunft mit dem Minifterium Oranienſtr. 88 2,-. Estrup. D. R. 5,-. Gesammelt von den Dach= London, 16. Mai. Bei den unterirdischen Arbeiten unter 7,80. Cohn u. Süßkind 5,-. deckern und Arbeitern Rüdersdorferstr. 11 4, G. Pohlmann dem Aermelkanal wurden durch das Eindringen von Dampf 6,-. Lederarbeiter der Schneider- u. Gaßmann'schen Fabriken Werkstatt Thiele, Fruchtstr. 59 mehrere Arbeiter getödtet. Rom, 16. Mai. Mit 89 gegen 22 Stimmen, unter den der Schwarzmann'schen Fabrik Prinzen Allee 78 5,40. G. G. 28. 1, Prinzen Allee 59 6,55. F. N. Prinzen Allee 37 2,-. Lederarbeiter letzteren 17 Kleritale, hat der Munizipalrath den Antrag des Otto Luge, Tischler, 1,-. Mechanifer Seglitz 1,50...-, 50. Ausschusses für die Ausstellung von 1895 angenommen, nach Buchdruckerei Maurer u. Dimmick 31,20. Vom rothen Schneider welchem für dieselben ein Kredit von 500 000 Frants fest- aus dem Kaiser- Bazar 2,-. Photographen Knechte und Mägde gesezt wird. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Eberswalderstraße 5.Arbeitergesangverein von Bris in Bris, Rosenfeeterrasse. verein Sängerfreiheit, Naunynftr. 43 bei Fris Fröhlich. Ginig= schaftsstraße 11 bei Hartmann. tett 3, Groß- Lichterfelde, bet Gries.- Junge& ice, Reinickendorf, GefellSund der geselligen Arbeitervereins Serline und mgegend.( Bu schriften find zu richten an B. Bentel, Bergmannfraße 21, boat. Mittwoch: Pollac- klub& ufige Brüber, Manteuffelnr. 46 bei Biewald. Geselliger Berein Fridolin, Brunnenstr. 36 bet Wolff. Brivat Theater- Berein Durch Nacht zum Licht, Dresdenerstr. 116 bei Gründel. Touri fientlub Nachtfalter, Frantfurter Allee 56 bet Burmann. Zambour verein Borwarts( Mixdorf), Hermann- und WanglickitraßenRauchflub@iferne fette, Triftstr. I bet hoffmann. Ecke bei Rober. Humoristischer auch flub, Görligerstr. 42 bei Bicht. Gefelliger Verein Brüderlichteit Georgentirchuraße 65 bei Müller. Musitverein Bautenfchwengel Annenitraße 16 bei Ehrenberg. Verein Rhetorit Naunynftr. 86 bet Bubeil Abends 8 Uhr. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Mittwoch. Gefangverein Knospe, Abends 9 Uhr, im Restaurant Wahlftatt, Belle- tancestraße. Musikverein Borwärts, Abends 8 bis 10% Uhr, bei Mebelin. Männer- Gefangverein Waldtapelle 2, Abends 9 Uhr, Restau ant Kayfer, Staligeritr. 32.- Mufit- Dilettantenverein rectofa, Abends 8-11 Uhr Uebungsfiunde in Geisler's Restaurant, Fenn- und Tegelerstraßen- Ecte. Versammlung war eine hoch erregte. Paris, 16. Mai. Heute Vormittag wurden in LevalloisZurnverein offnung, abends» Uhr, im Restaurant Schröder, Man: Perret und in Courbevoie bei Paris 5 Anarchisten verhaftet teuffelfir. 9.- raftfurnverein Jugendfraft, feden Mittwoch und Soun abend 9-11 Uhr Abends bei Lade, Beughofftr. 8. Zurnverein Gefund: wegen Anfertigung von Explosionstörpern. Die Polizei fand bei brunnen. Die 2. Wiänner- Abtheuung turnt heute von 8%-10% Uhr Abends den Verhafteten drei geladene Bomben. JULIUS im M 2,-. Durch den Vorsißenden des Verbandes der Geschäftsdiener 1,50. Werkstatt G. Jahnke, durch Miethe 5,50. Rothe Kanüle 5,-. Ruba 1,20. Auf Liste 142( Liebscher, Winterfeldtstraße Nr. 22) 7,30. Summa 394,10 M. Bereits quittirt 1888,60 R., in Summa 2277,70 M. 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Benutzt und verbreitet bas oben ange fündigte Schriftchen fleißig, es wird in diesem Wahlkampfe wesentlich dazu beizutragen, die Genoffen unseren Gegnern gegenüber schlagfertig zu machen und die Arbeit der Agitation zu erleichtern. Bedarfes. Wir ersuchen um sofortige Angabe des Alle Buchhandlungen, Rolporteure und Zeitungsspediteure nehmen Bestellungen entgegen. Bei Aufträgen von außerhalb er fuchen wir um gleichzeitige Einsendung des Betrages( Porto extra). 401/ 6* Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstraße 2. Soeben erschien: Heft 43 der Reden und Schriften Ferd. Lassalle's ( Vollständig in ca. 50 Heften à 20 Pf.) Bestellungen nehmen alle Buchhandlungen, Zeitungsspediteure und Rolporteure entgegen. Mechanische Weberei Telephon 108. Charlottenburg Telephon 108. 126 Berliner Strasse 126. Spezialität: Damen- Kleiderstoffe jeder Art. Fabrikate eigener Fabrik. Täglicher Eingang von Frühjahrs- Neuheiten. 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