Nr. 117. d Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Viertel jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Numiner mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Ginger. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1898 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 fg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonne und Festtagen bis 9 Uhr Bors mittags geöffnet. Eernsprech- Anschluß 3mt 1, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Mitbürger! Arbeiter! Handwerker! Sonnabend, den 20. Mai 1893. " " Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Der Patriotismus hat immer den Schalk hinter ihm". Das Vaterland, nicht die Partei!" Betrachten wir doch das Wort! Was heißt Patriotismus? So lautet der neueste Schwindel, den politische Feigheit Liebe zum Vaterland Liebe zur Heimath. Aber das ist und Gesinnungslosigkeit für den jetzigen Wahlkampf zur doch kein politisches Prinzip, keine Lehre, keine WeltanWir fordern Euch nochmals auf, die Wählerlist en Belämmerung der Wähler ausgeheckt haben. Das Bater- schauung. Es ist ein einfaches selbstverständliches Gefühl. genau einzusehen. Leicht können Fehler in ihnen land, nicht die Partei! Das Vaterland, das soll heißen Nicht einmal ein spezifisch menschliches Gefühl. Alle höher enthalten sein. Wer am 15. Juni seine Stimme nicht ab- das Sonderinteresse und der autokratische Wille jener Gruppen, entwickelten Thiere: die Vögel und Vierfüßler, und sogar sehr viele der niederen und niedersten Thiere haben„ Vaterdie in sonnenköniglichem*) Dünkel von sich denken: giebt, der schadet der Allgemeinheit und sich selbst. Da Wir sind das Vaterland, wir sind der Staat. Das landsliebe" und Heimathsinn, das ist: eine, auf Gewohnheit aber nur diejenigen ihr Wahlrecht ausüben können, welche Vaterland ist unseretwegen da es ist dazu da, um uns beruhende Anhänglichkeit an den Ort, wo sie das Leben gein die Wählerliste eingetragen sind, so muß jeder sich über- die Taschen mit Liebesgaben zu füllen; es ist dazu da, um funden, oder längere Zeit gelebt haben. Jeder Mensch hat zeugen, ob auch sein Name in der Liste steht, ob Vor- und vermittelst Korn- und sonstiger Schutzölle Millionäre aus diesen Heimathssinn, diese Vaterlandsliebe, diesen„ Patriotisuns zu machen, um unsere Söhne zu versorgen, um uns mus". Er ist so wenig ein politisches Prinzip, wie der Zuname, sowie der Geburtstag und Geburtsort genau das Ausbeutergeschäft zu sichern und zu erleichtern, um unsere Hunger und der Durst. Und wenn der Patriotismus auf stimmen. Wem es unmöglich ist, selber hinzugehen, der Millionen zu bewachen und zu vermehren, um jeden, der politischem Gebiet zu einer Rolle verwandt wird, dann ist beauftrage einen der Genossen, die sich zur Durchsicht der uns die Auserwählten", die Blüthe", die„ Edelsten der er entweder eine gedankenlose Redensart oder das FeigenListen bereit erklärt haben, für ihn die Liste nachzuschlagen. Nation", die besten Männer" in unserem patriotischen blatt irgend einer Teufelei. Ausbeutergeschäft stört, ins Gefängniß zu werfen, oder Wir haben nie gehört, daß das arbeitende Volk, daß Die Listen liegen vom 18. Mai ab an den Wochentagen von in echt militärischen Geist" über den Haufen zu schießen. die Arbeiterklasse ihren Patriotismus betont und Und doch ist es 81 allen Vormittag 9 Uhr bis Nachmittag 3 Uhr und an den beiden" Da giebt es feine" Partei". Das" Vaterland", das zur Schau stellt. Pfingstfeiertagen von 12 bis 5 Uhr Nachmittags aus, und wir verehren und dem wir verdanken, was wir sind und Beiten und in allen Ländern stets das arbeitende zwar in den vom hiesigen Magistrat bereits bekannt ge- was wir haben das duldet keine Partei. Denn Partei Bolk gewesen, das" Patriotismus" geübt und das anist Zweifel, ist Kritit, ist nörgelnde Opposition. Und unser gegriffene Vaterland mit seinem Herzblut vertheidigt hat. machten Lokalen. Vaterland duldet feinen Zweifel, feine Kritik, keine Der Adel und die Bourgeoisie, die den Patriotismus bei Wir machen nochmals darauf aufmerksam, daß ein Opposition es heischt blinden Glauben, blinden Ge- jeder Gelegenheit im Mund führen, haben niemals jeder, der die Listen für unrichtig oder unvollständig hält, horsam, blinde Hingebung. Und wer diese Eigenschaften Patriotismus" geübt- außer wenn er die Hülle war für dies innerhalb acht Tagen nach dem Beginn der Aus- nicht hat, wer uns unsere Stellung mißgönnt, wer da nicht ihr Sonderinteresse. Was der Patriotismus der„ Edelſten" will, daß das Vaterland der Schemel unserer werth ist, das haben wir in Frankreich 1789-1795 gefehen, legung derselben, also spätestens am 25. Mai d. J 3., beim Wahlbureau des Magistrats in einem der in der Größe, das Fußgestell unserer Macht, die unerschöpfliche wo die Adligen, weil das Vaterland nicht mehr von ihnen Duelle des Reichthums für uns fei ist geplündert sein wollte, fast bis auf den letzten Mann schmachMagistrats- Bekanntmachung bezeichneten Lokale schriftlich ein Vaterlandsfeind ist ein Reichsfeind ift vollsten Landesverrath trieben. - ist ein Landesverräther. Also keine anzeigen oder dort bei den Kommissaren zu Protokoll geben unpatriotisch Und wir haben es in Deutschland 1806 nach Jena genur das Vaterland! Alles für das sehen, wo unsere Junker nicht schnell genug ihren kann; die Beweismittel für seine Behauptungen aber, soweit Partei diese nicht auf persönlicher Bekanntschaft beruhen, beibringen Baterland, für unser Vaterland: das Vaterland der patriotischen Nacken unter die Reiterstiefel Napoleons legen Reichen, der Großen, der Millionäre." Und wer hätte den Prozent- Patriotismus unserer Bour muß. Zur Begründung der beantragten Nachtragung in Reichen, der Großen, der Millionäre." geoisie vergessen, der dem Vaterland" in der Stunde der Sobald das Wort Vaterland in den politischen Kampf Prüfung eine Anleihe verweigerte, während er dem geschleudert wird, dürfen wir überzeugt sein, daß es sich um zahlungsfähigen Landesfeind das Geld mit freigebigen irgend eine Schelmerei oder Niedertracht handelt, die in Händen anbot? den Falten des" Brachtmantels": Patriotismus versteckt Und gerade diese Geschäfts- und Prozent werden soll. Wir kennen unsere Pappenheimer Die patrioten sind es, die jetzt die Wahlparole ausgeben Herren Patrioten" par excellence. Wir haben sie ein Viertel wollen: das Vaterland, nicht die Partei!" Nein, der Schwindel verfängt nicht mehr dieser Hinsichtlich der etwa erforderlichen Stich oder Nach fahrhundert unter und mit Bismarck an der Arbeit gesehen. Sie haben uns Milliarden und Milliarden aus der Tasche Patriotismus mit seinen Bretterbaracken, seinen raubenden wahlen werden die Angehörigen der zu militärischen genommen und Milliarden und Milliarden in ihre Taschen Kosaken und nothzüchtenden Zuaven hat uns 1887 um Nebungen Einberufenen aufgefordert, dafür zusorgen, hineingesteckt das Vaterland war und ist ihnen eine mindestens fünf Milliarden betrogen. Ein zweites Mal daß deren Namen jetzt in die Wählerlisten Goldmine, eine fette Weide, ein Jagdgrund, eine Domäne, übertölpelt er uns nicht. eingetragen werden, damit sie wenigstens an den ein Beuteziel. Stich oder Nachwahlen theilnehmen können und somit möglichst keine Stimme der großen Sache des arbeitenden Volfes verloren geht. die Wählerliste sind besonders empfehlenswerth der Mieths kontrakt, die letzte Miethssteuer- Quittung oder die polizeilich bescheinigte Anmeldung für die angegebene Wohnung. Es ist nicht nöthig, persönlich die Liste einzusehen. Es kann einer für mehrere die Prüfung vornehmen. Wer aber irgendwie kann, gehe selber hin. Feuilleton. Nachdruck verboten.) Vom Stamm gerissen. Von Elise Schweichel. 18 Nun, wir kennen das Lied, wir fennen den Text, wir tennen die Herren Verfasser. *) Ludwig der Vierzehnte, Urheber des berüchtigten Wortes: Der Staat bin ich", ließ sich von seinen Schmaroßern RoiKönig Sonne benamsen. Soleil das Thor nach dem Glacis stürmte, mochte sich über den eiligen Nachtwandler wundern. fonnten. Das Vaterland" dieser Gesellschaft ist eine Riesenfaserne mit einheitlichem Zuchthaus ein ungeheueres Arbeitshaus für das arbeitende Volk und Prunkpaläste für die prassenden Patrioten. Und keine Partei"! das ist nur eine heuchlerische Testament vorfindet. Er hatte aus seinen Erfahrungen keinen Nutzen gezogen. Aehnlich erging es Herrn und Frau Stern. Seine Zukunft stand klar vor ihm. Er hatte, seitdem Sie hatten in ihrer Jugend sich heimlich geliebt, sich gegen er die politisch fortgeschrittenen Jdeen zu den seinigen ge- den Willen der Eltern verlobt und ihren eigenen Willen macht, auf eine Staatskarriere verzichtet. Er trug seine durchgesetzt, trotzdem oder gerade darum, fiel es ihnen Meinung frei und offen zur Schau, wie hätte er daher unter nicht ein, daß sich dies bei ihren Kindern just so wiederholen den obwaltenden Zeitverhältnissen hoffen dürfen, jemals als tönnte. Es war auch schon so lange her und ihr Ehebünd Beamter eine Existenz zu finden? Er wollte nur sein Re- niß so schlecht ausgeschlagen, daß sie sich kaum noch und dann ferendarexamen machen, zu welchem er sich vorbereitete, und höchst ungern daran erinnerten. Beider Ehrgeiz, wie der Tussy starrte sie an, wie sie im Doppellicht des Mondes fich dann der Journalistik zuwenden. Eine größere Beitung aller halbgebildeten Eltern, ging stillschweigend dahin, ihre und der Lampe, halb angekleidet, auf dem Rande des in der Ostproving war zur Nothwendigkeit geworden, und schöne Tochter möglichst glänzend zu verheirathen. Die Bettes saß. Es war etwas Fremdes in der Schwester, Dettinger als Leiter derfelben ausersehen. War das Gehalt, Chancen standen ja auch nicht übel. Baleska war von den und doch ging ein Schauer ahnenden Verständnisses welches ihm geboten wurde, auch nur so beschaffen, daß es Männern so gesucht und gefeiert, daß es nur einigen Entdurch die Brust des Kindes. Glücklich sein! Sie begriff ihm die Nothdurft des Lebens deckte, so ließ ihm die Be- gegenkommens von ihrer Seite bedurft hätte, um das Netz, auf einmal, was alles in diesen zwei Worten lag, schäftigung doch noch freie Zeit genug, um national- ökono- in dem sie ihre Verehrer wider Willen gefangen hielt, über und je tiefer sie darüber dachte, je deutlicher trat mische Arbeiten, zu denen sich allerhand Material in seinem irgend einem Goldfische vollends zuzuziehen. Hierbei zeigte und je tiefer sie darüber dachte, je deutlicher trat Kopfe drängte, zu unternehmen und dadurch sein Ein- sich jedoch ihre der gewöhnlichen weiblichen Kleinkunst völlig das Bild Dettinger's vor ihre Seele. Sie ward sich ihres Zustandes jedoch nicht bewußt. Zu jung, zu unschulds tommen allmälig auf den Standpunkt zu bringen, der ihm abgeneigte Natur. Eine Heirath als solche lag außerhalb aller ihrer Gedanken und Zukunftsberechnungen, da ihr bis voll, zu unerfahren, hielt sie die Macht, die Dettinger auch erlaubte, eine bescheidene Häuslichkeit zu gründen. Er hatte von diesen seinen Plänen kein Hehl gemacht, zur Bekanntschaft mit Dettinger noch kein Mann begegnet über ihr Herz gewonnen, für den ihm gebührenden Antheil an ihrer schwesterlichen Liebe. Erst viel, viel später sollte sie sie im Gegentheil wiederholt in der Stern'schen Familie ent- war, der die Sehnsucht nach einem höheren Glück, als das zur Erkenntniß der wahren Natur ihrer Neigung kommen. wickelt und völlige Zustimmung gefunden. Auch bei Herrn in der Liebe zu Mutter und Schwester, in ihr erregt hatte. und Frau Stern. Natürlich! Alles das war ja recht gut Als kluges Mädchen, das mit offenen Augen um sich schaute, Wie durch Intuition wußte sie, was sich heut hinter ihr zu und schön für einen jungen, fühnen Schwärmer, der seinen wußte sie natürlich, daß sie eines Tages jene Sehnsucht emgetragen, und das Chaos untlarer und unverstandener einmal gefaßten Ideen jedes Opfer zu bringen bereit war. pfinden würde, aber nur diese sollte entscheidend für ihre Empfindungen war in überwallende Bewegung gerathen. Erst nachdem sie sich ganz beruhigt hatte, verließ Valeska Wenn er darin Befriedigung fand und ihm ein solches Leben Bukunft sein. Triumphe gewöhnlicher Art verschmähte sie, Erst nachdem sie sich ganz beruhigt hatte, verließ Valesta genügte, so war es ja seine Sache. Was hätten Herr und sogenannte Körbe auszutheilen, erschien ihr ebenso peinvoll fie, um sich in ihr junges Liebesglück zu versenken. Frau Stern dagegen einwenden sollen? Keinem von Beiden für sich wie für den betroffenen Empfänger, und daher Dettinger war, nachdem er die Geliebte verlassen, wie kam es im Entferntesten in den Sinn, daß diese im Werden hatte sie es nie bis zu einer förmlichen Bewerbung kommen trunken durch die mondhellen Straßen gestürmt. Zuerst zum begriffene, fatilinarische Existenz" irgend etwas mit ihnen lassen. Ein großherziges, von niedriger weiblicher Eitelkeit Schloßteich zurück, wo er ein Boot nahm und einer kleinen und ihren Verhältnissen zu thun haben könnte. Und das freies Mädchen hatte dies, wie sie meinte, mit wenigen AusFlotille von Sängerbooten, die mit bunten Papierlaternen war abermals natürlich. Dickens schildert in David Copper- nahmen in seiner Gewalt. erleuchtet waren, in einiger Entfernung folgte. Doch bald field einen Juristen, der vorzugsweise mit Erbschaftssachen So leicht Valesta es sich in ihrem ersten Liebesrausch verlangte es ihn nach Einsamkeit; er mußte allein sein mit und Testamenten zu thun hat, einen alten, gewiegten er- gedacht hatte, der Mutter ihr neues Verhältniß zu Dettin ihrem Bilde, und die Schildwache, an der vorüber er durch fahrenen Praktiker, bei dessen plößlichem Tode sich aber kein ger zu verschweigen, so unmöglich dünkte sie dies im nüch Wähler! Parteigenossen! Heute, Sonnabend, ist der dritte Tag, daß die Wählerlisten ausgelegt sind. Versäume keiner nachzusehen, ob sein Name in der Liste steht. as Wähler, Parteigenossen, thut Mann für Mann Eure Pflicht. " Wortfalschmünzerei für gemeinsten Bauernfang und Ab- Also doch! Wir haben die Meldung der„ Breslauer mal die große Masse der kleinen und mittleren Einkommen wesenheit jedes Prinzips, jedes Programms, jedes Jdeals. Beitung", wonach die Uebungen der Reserve und am schärfsten heranziehen. So befürwortet denn auch die Nein! mit diesen Patrioten wollen wir nichts zu thunder Landwehr bis Anfang Juli verschoben finanzpolitische Egeria des Herrn Miquel eine Finanzhaben. Kommt uns Einer in den Weg, dann schicken wir seien, nur mit Vorbehalt wiedergegeben. Die Meldung maßregel im großen Stile" für das Reich, eine ihn ohne Federnlesens hin, wo Bartel den Most holt. scheint sich indessen nicht zu bestätigen. Wie die Bossische weitere Entwickelung des Reichs- Steuersystems", also eine Der beste Dienst, den wir dem Vaterland erzeigen Beitung" mittheilt, sollen laut einer Bekanntmachung des verschärfte und gesteigerte indirekte Besteuerung. Und dies fönnen, ist, daß wir es von diesen„ Patrioten" befreien, in- Magistrats in Neu- Ruppin 28 Unteroffiziere ist des Pudels Kern. Höhere Steuern auf noth dem wir den sauberen Patronen am 15. Juni ihre Wahl- und 522 Gemeine der Landwehr vom 2. bis wendige Lebensbedürfnisse, Monopole parole: das Vaterland, nicht die Partei" elementarfräftig 15. Juni zur Uebung einberufen und in sollen auf Kosten der breiten Masse den Moloch Militaum die Ohren herumschlagen, und ihnen, wenigstens bildlich, Bürgerquartieren untergebracht werden. rismus zufriedenstellen, der Einkommensteuer- Vorschlag ist das Brandmal Schwindler" auf die Stirn drücken. Die Entlaffung wird also erst am Tage nach der nur eine schöne Redensart, die nichts bedeutet, wenn Ernst Wahl erfolgen, so daß eine Theilnahme an den Wahlen gemacht und dem arbeitenden Volt das Fell über die Ohren für die eingezogenen Landwehrmänner ausgeschlossen ist. gezogen wird. Die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" brachte übrigens in ihrer heutigen Abendausgabe die Militärisches. Der„ Kölnischen Volkszeitung" wird mitgetheilt, daß im 3. Armee- Korps Leute zu Uebungen einberufen sind, die gerade am 16. Juni, also einen Tag nach der Wahl, ihr Ende finden. Sollte es nicht Die Junker verleugnen die Brutalität ihrer möglich sein, die Uebungen zwei Tage früher anfangen zu Gesinnung niz und nirgends, und so eröffnen sie den WahlDer Norddeutsche Allgemeine Pindter findet, daß lassen, oder, wenn sie schon angefangen haben, um zwei kampf mit der Losung: Es muß alles veristrautet die Reichstags- Kandidaten der Sozialdemokraten nicht auf Tage abzukürzen, damit die Leute schon am Tage vor der werden. Wofür sie die Anerkennung des vom Reichs- der geistigen Höhe" stehen. Nämlich der geistigen Höhe Wahl sich wieder im Zivilverhältniß befinden? Um Auftanzler unspirirten" Pindterblattes finden. Das amtliche des Pindter. Stimmt auffallend. Apropos, hat der klärung wird gebeten. Organ der Konservativen, die, Konservative Kor- Pindter vergessen, daß die Partei, zu der er sich rechnet, von dem flügsten Vorkämpfer, den sie jemals gehabt hat, respondenz" schreibt: " Politische Uebersicht. Meberlicht. Meldung der Breslauer Zeitung" ohne Randbemerkung, was eine Bestätigung schien. Die Wähler sehen also, wie man die Wahlen zu machen sucht. Berlin, den 19. Mai. " " Etwelchen Eisenbaronen fällt bereits das Herz in Wie die Sozialdemokraten alles aufbieten, um möglichst in zwei Kategorien eingetheilt ist: solche, die als Ochsen die Hosen ob des Antrags über die private Aufbringung glänzende Erfolge zu erreichen, so müssen auch die Land- geboren, oder solche, die zu Ochsen erzogen sind? der Mittel für die Militärvorlage. In der„ Rölnischen oirthe einmüthig zuſammenſtehen, um diesen Ansturm gleich Da nehmen wir doch lieber geborne" und erzogene" 3eitung" beschwert sich ein solcher Industrieller über im Anfange energisch zurückweisen zu können. Thüren und Sozialdemokraten zu Kandidaten. den Antrag, jammert über den" Nothstand" des EisenThore zu vor den sozialdemokratischen Agitatoren und Großgewerbes und erklärt, die finanziellen Ergebnisse der hinaus mit ihnen aus den Dörfern! Das ist die Die Stenerkünstler sind an der Arbeit. Jn Dr. Eisenindustrie" seien für solche Zwecke viel zu gering". richtigste und erfolgreichste Tattit" diesen Arendt's Deutschem Wochenblatt" läßt sich der Steuer- Nun wird nichts übrig bleiben, als den Hungerleidern der Unruhe stiftern und Aufhebern gegenüber." offiziofus des Herrn Miquel, Freiherr von 8edliz- Neu- Gisenindustrie höhere Bölle, billigere Frachten, höhere Preise So wird unzwetdeutig zur Vergewaltigung tirch, vernehmen, vortragender Rath im preußischen zu geben. Hat doch der durchschnittliche Reingewinn der der Sozialdemokraten, zu gesezwidrigen Hand Finanzministerium und freikonservativer Landbote. Man Aktiengesellschaften in diesem Gewerbe" nur" 12,68 bezw. lungen, zu Rohheiten und Gewaltthaten fönne nicht mit der Durchführung der Militär- 12,82 pt. betragen, während der Durchschnittsertrag von ben Vertretern der Ordnung" aufgefordert. vorlage, an deren Zustandekommen im neuen Reichstag der Aktiengesellschaften überhaupt sich auf 10,21 pt. beUnsere Genossen wissen, was sie zu thun haben, sie werden von Bedlig nicht zweifelt, so lange warten, bis man sich sifferte. von ihren staatsbürgerlichen Rechten den umfassendsten Ge- über die Mittel zur Kostendeckung geeinigt habe. Was sei brauch machen, und wir werden ja ſehen, wie die Wer- zu thun? So wird man fich trotz aller entgegenstehenden und zivilen Klugmeiern hiermit anvertraut ist uns gleichDer Prinzenbrief das sei gewissen militärischen waltungsbehörden und die Justiz sich zu der Bedenken wohl oder übel mit der Aussicht abfinden müssen, Knüppel, Dreschflegel- und Hundehay- Taktik der Konser daß die Kosten der Heeresorganisation zunächst und viel zeitig mit der Adresse bekannt geworden. Der Brief vativen stellen werden. Zum Glück ist die Stimmung auf leicht selbst auf eine Reihe von Jahren durch Martikular war vorher auch gelesen, und wir haben keinen Grund dem platten 2Lande für uns sehr günstig, die Land- um la gen aufgebracht, mit anderen Worten auf die anzunehmen, daß er von einem anderen als dem Adressaten arbeiter werden mehr und mehr aufgerüttelt, und der Klein- Bundesstaaten abgewälzt werden. Auf Preußen erbrochen und gelesen war. baner weiß auch, daß der Junker sein Feind ist. Und zum würden dabei 35-40 Millionen Mark entfallen, für welche Aus dem Reiche des Herrn von Stephan. Die Schluß: Die Junker mögen nicht vergessen, daß die seine ordentlichen Einnahmen keine Dedung liefern. Postbehörden haben schon des Defteren die öffentliche Kritit Arbeiter sich nichts gefallen lassen und sich rechtzeitig daran Denn diese reichen bei knappster Bemessung herausgefordert, dadurch, daß den Beamten, besonders den erinnern werden, daß sie doch die Stärkeren sind. der Ausgaben zur Zeit bekanntlich nicht entfernt zu unterbeamten versagt wurde, etwas zur Verbesserung ihrer deren Bestreitung aus und werden auch wenn die Lage zu unternehmen, das nicht die allerhöchste Genehmigung " " Der Kampf im Zentrum. In Schlesien, wo Eisenbahnüberschüsse sich wieder heben, kaum dazu aus ihres Chefs Dr. von Stephan gefunden hat. Aber je mehr die Huene Männer bei den ultramontanen viel reichen. Es wird daher nichts übrig bleiben, als Jagd auf solche renitente" Beamte gemacht wird, desto Anhang haben sind doch die Magnaten mit ihren außerordentliche Dedungsmittel heranzu mehr zeigen sich gerade unter den Stephansdienern Neigungen ländlichen Hörigen die Hauptmacher- trijelt es. ziehen." Solch ein Deckungsmittel sei ein Zuschlag von 22 zur Sozialdemokratie. Und das ist auch kein Wunder; Wie die Germania meldet, haben die Verbis 3 Monatsraten zur Einkommensteuer und zur niedrige Gehälter, zum Leben zu wenig und zum Sterben trauensmänner der schlesischen Bentrums- neuen Vermögenssteuer; auf diese Weise können zu viel, und Verfolgung einer jeden selbständigen Meinung, partei am 18. Mai in Breslau beschlossen, feinen 35 bis 40 Millionen beschafft werden. Wir treten enschieden das sind ja die Vorbedingungen des Anschlusses an die besonderen Wahlaufruf zu erlassen, sondern sich dem dafür ein, daß die Militärausgaben durch direkte Sozialdemokratie. Unser Kölnisches Bruderblatt, die heiallgemeinen Wahlaufruf der Zentrumsfraktion anzuschließen Steuern, und zwar durch eine progressive Reichs- nische Zeitung", ist nun in der Lage, folgendes verund auf grund desselben die Kandidaten aufzustellen. Nun Einkommensteuer, welche die Steuerkräftigen trauliche Rundschreiben des wohlbekannten Obergeht aber aus der foeben eingetroffenen ultramontanen angemessen faßt, gedeckt werden. Zedlizen's Vorschlag Postdirektors Köhne in Düsseldorf zu veröffentlichen: Schlesischen Bolts- Zeitung" hervor, daß die aber ist eine Halbheit. Statt der Partikularbesteuerung " Germania" das Wichtigste nicht mitgetheilt hat. Da müßte er für eine Reichssteuer eintreten und zugleich nach ist beschlossen worden, daß man den Kandifordern, daß die niedrigen Einkommen, die nur das daten in der Militärfrage freie Hand Existenzminimum gewähren, steuerfrei bleiben, die lassen müsse, nach gewissenhafter Ueberzeugung auf anderen Einkommensstufen aber progressiv herangezogen dem Boden des zu erlassenden Wahlaufrufs der Zentrums- werden. Unsere amtlichen Steuerkünstler aber wollen nur eine fraktion zu stimmen". Der feste Thurm" bröckelt, und die vorläufige Aushilfe und tasten nicht an das unreaktionären Absichten der schlesischen Zentrumsleute, die geheuerliche System der indiretten Steuern ihren Kandidaten freie Hand" lassen, d. h. das Recht und 3ollwirthschaft des Reiches, sie denken auf den Umfa l'l zubilligen, treten offen zu Tage. Wo auch garnicht an eine wirkliche Progression, die den Besigenden ist die Einigkeit"?.um so höher besteuert, je reicher er ist, sie wollen auch dies" Düsseldorf, 10. Nov. 1892. An die kaiserl. Verkehrsämter des Bezirks. Auf dem hiesigen Hauptbahnhof ist der Versuch gemacht worden, einen mit der Unterschrift Gin Postunterbeamter" versehenen Aufruf in Form eines Flugblattes an die Unterbeamten zu vertheilen, welcher fozialdemokratische Zwecke verfolgt. In dem Aufruf ist ausgeführt, daß das Diensteinkommen der Unterbeamten hinter dem Verdienst eines Arbeiters weit zurückbleibe, daß nur mit der Hebung der Arbeiterklasse die Lage der Poftunterbeamten gebessert werden fönne, mithin die Unterbeamten ihr Heil einzig und allein bei der Sozialdemo tratie zu suchen hätten. Dann wird besonders hervorgehoben, ternen Tagesschein schon am nächsten Morgen. In der Einfachheit, Butraulichkeit und Herzenswärme die Waffen übelfter Laune und aus seinen fleinen blizenden Augen ersten Stunde des Alleinseins mit jener, sagte sie ihr alles. strecken, Sie gestattete, daß er die Familie nach wie vor mißtrauische Blicke um sich schießend, verbrachte er die Abende Die Wirkung dieses Geständnisses auf Frau Stern war besuchte, stellte aber die Bedingung, daß der Vater vor- mit den Seinen. Als er das dritte Mal vergeblich gelauert ungefähr dieselbe, die ein Mensch empfinden würde, der läufig nichts erführe und die Verlobung durchaus geheim hatte und Valesta nicht im Wohnzimmer fand, fragte er zum Sirius oder der Sonne aufblickend, diese plötzlich über gehalten würde. nach ihr. den Himmel hinfahren und erlöschen sähe. Versteinert saß Was fonnten die Licbenden sich Besseres wünschen? sie Sa, keines Wortes mächtig. Wie im Fluge 30g Frau Stern urtheilte sehr richtig, daß, sobald ihr Mann ihr eigenes Schicksal an ihr vorüber, und dies sollte auch davon Kenntniß erhielte, ein Konflikt entstehen würde, der, das dieses reichbegabten Mädchens werden, das in seiner wie der gordische Knoten, nicht zu lösen war, sondern durch geistigen Entwickelung so hoch über ihr stand, wie die hauen werden müßte, und daß zwischen den zwei harten Organisation der Blume über der des Blattes steht? Steinen, die alsdann auf einander träfen, sie selbst das Mochte auch Dettinger ein anderer Mann sein, als der Opfer fein würde. Sie ist in unsere Stube und schreibt," sagte Tuffy. " Aha, sie schreibt!" dachte er und begab sich schnurstrats nach dem Bimmer feiner Töchter. Wirklich fand er Valeska schreibend. ,, Au wen schreibst Du da?" fragte er barsch. " Wie Du das fragst! Erst sagt man doch Guten Abend", Vater," und damit reichte sie ihm mit ihrer gewohnten neckischen Anmuth die Hand hin. ihrige, ein Mann von wahrer Bildung und edlem Aber wie taftvoll Dettinger sich auch benahm, wie vorCharakter, das Weib, welches ihr Loos an das seine fnüpfte, fichtig auch die Liebenden waren, es gab doch jemand in Nur feine Flausen; an wen schreibst Du?" hatte nur Kämpfe vom Leben zu erwarten, vielleicht noch ihrer Umgebung, der mit dem Scharfblick der Eifersucht ihr An Ella Harbrücker, ich muß ihre nächste Gesangstunde schwerere, als sie selbst durchgekämpft. Und ebenso klar, Berhältniß errieth. Dies war Better Rudolf. Nachdem er auf eine andere Zeit verlegen." wie sie dies erkannte, sah sie auch, daß es bei dem der alten, damals noch im Hause befindlichen Regine, die hin Warum? Weshalb? Was hast Du vor?" fragte er Charakter ihrer Tochter kein Mittel gab, fie davor zu be- und wieder Briefe zu Dettinger trug, aufgelauert und sich hastig. wahren. Was Valesta einmal erfaßte, das hielt sie fest so Gewißheit verschafft hatte, ging er stracks in den kleinen" Ich habe mit einer anderen Schülerin ein Duett zu für's Leben. Laden an der Wasserseite des Hauses und hinterbrachte einer Soirée einzuüben." mein Kind, mein armes Kind!" war alles, was dem Oheim, was er ausgekundschaftet hatte. Dieser blieb Er hätte gern gefagt, Beig' mir den Brief", aber er sie sagte. mitten im Ausmessen eines Stück Zeuges mit offenem wagte es nicht, er hatte zu viel Respekt vor seiner Tochter. Doch Valesta besaß eine wunderbare Gabe der Ueber- Munde, die Elle in der erhobenen Linken, wie eine Durchdringende Blicke bald auf das Blatt, bald auf die redung, eine solche Muth und Vertrauen einflößende Art, Salzsäule stehen und starrte den Sprecher an, der alle Schreiberin heftend, stand er eine Weile da. Baleska sah die trübften Dinge von einer hellen, freundlichen Seite dar Mühe hatte, ihn von der Wahrheit des Gehörten zu über- ihn verwundert an, dann reichte sie ihm, ohne ein Wort zu zustellen, daß es ihr endlich gelang, die Mutter aus ihrer zeugen. fagen, das Billet. Berknirschung aufzurichten. Sie war ja so glücklich, so über-„ Na, da soll doch gleich das Donnerwetter dreinschlagen. Er sah, daß sie wahr gesprochen hatte und ging brumglücklich, sollte ihr Mütterchen es nicht auch sein? Gähe fie Da jeh' mir einer die Zumpenbande!" schrie er so laut, mend hinaus. In der Wohnstube ließ er seinen Aerger an uicht, welch' ein Perle Dettinger unter den Männern wäre? daß die Vorübergehenden stehen blieben und in den Laden allem aus, was ihm in den Weg kam. Nichts war ihm Könnte sie ihrer Tochter einen gewöhnlichen Mann wünschen, hineinschauten. Den will ich mir doch abfangen. Du recht, selbst das Buch, indem er nach einiger Zeit zu lesen einen trivialen Bourgeois mit gar feinen oder verbrauchten fannst jetzt gehen," brummte er den Neffen an. Haft Deine begann, fesselte ihn heute nicht, er warf es weg und stampfte been? Sie gehörte der anbrechenden neuen Zeit an; sie Schuldigkeit gethan. Bist ein ordentlicher Mensch. Das schnaufend auf und ab. Als Valeska später dazu tam, sagte fönnte nur einen Mann lieben, dessen Scheitel schon vom Pulver hast Du aber nicht erfunden und darum kannst Du er plöglich: Morgenroth der kommenden Sonne berührt würde, der Dir trotzdem den Mund wischen." Dieser Dettinger läßt sich ja gar nicht mehr sehen! machen." den Willen und die Befähigung hätte, mitzuarbeiten an der Er schloß diesen Abend seinen Laden früher als gewöhne Ist doch auffallend, früher tam er sehr oft." großen Aufgabe, die Menschen besser und glücklicher zu lich und legte sich in dem finstern Flur auf die Lauer. In-„ Er bereitet sich, wie Du weißt, zum Examen vor; das dessen wartete er heute und die nächsten Tage vergebens. ist wohl der Grund," antwortete Baleska ruhig. Als die Mutter sich endlich bereit erklärte, Dettinger Rudolf hatte ihn somit falsch berichtet, wenn er behauptet, ( Fortsetzung folgt.) zu empfangen, und dieser erschien, war fie anfangs fühl und daß der junge Mann alltäglich die Damen besuche und steif gegen ihn, aber bald mußte sie vor seiner liebenswürdigen um die Zeit des Ladenschlusses sich fortschliche. In daß die Unterbeamten vor einer für sie überaus wichtigen An- 1 geführt wurde, und daß der Herr Botschafter, wie er es auf 1st uppin Zemplin: Landtags- Abgeordneter Samprecht( R) gelegenheit ständen. Diese Angelegenheit soll die gefeßlich im politische Fragen Unberufener stets zu thun Dramburg Shivelbein: Gutsbesiger v. Knebel- Deberiz Fahre 1893 dorzunehmende Neufeſiſchung des Wohnungsgeld- erarbrüden: Jultigrath Bolk( 9). 2. Brauns weig: zuschusses betreffen. Zu dem Zwecke werden sie aufgefordert, über zuschusses betreffen. Zu dem Zwecke werden sie aufgefordert, über Pflegt, dem Oberbürgermeister Dr. Baumbach lediglich er-( R). Königsberg Fischhausen: Graf Dönhoff( R). die von ihnen zu zahlende Miethe, wenn diese den Betrag von 240 m. widert hat, daß er sich über diese Frage nicht äußern fönne." Saarbrüden: Justizrath Boltz( N). 2. Braunschweig: jährlich übersteigt, über die Beschaffenheit der Wohnungen, über Wer zu Hofe geht in Schnallenschuhen und Eskarpins, hat Schrader( Bg). 6. württembergischer Wahlkreis: Payer( FB). Tilsit- Niederung: von Reibniz( FV). die Zahl der Familienmitglieder und der ihnen zu Gebote sich die Schuld selbst zuzuschreiben, wenn er Lügen gestraft Ragnit Billfallen: Bräfice( FB). Sigmaringen: stehenden Räumlichkeiten an die Redaktion des Vorwärts" und bis auf die Knochen blamirt wird. Ein wirklich Regierungspräsident von Frank( Mischmasch). Bunzlau in Berlin Mittheilungen zu machen. Eine Neuregelung des demokratischer Volksvertreter kann niemals in eine üben: Gutsbesiger Leupold, Kartellkandidat von K, N, des Wohnungsgeldzuschusses fann in 1893 nicht in Aussicht stehen, solche spaßhaft flägliche Lage kommen. Wenn's dem Bundes der Landwirthe. Graudenz: Rittergutsbesitzer und die Klaffeneintheilung der Orte einer allgemeinen von zehn ein Bein. da nach§ 2 des Gesetzes vom 28. Mai 1887 der Servistarif Wadelstrumpf zu wohl ist, geht er auf's Eis und bricht Blehn- Gruppe( N). Samm- Soest: Gutsbesizer SchulzeHennen( N). Würzburg: zu zehn Jahren zu wiederholenden Revision unterliegen. HierMainz: Eck- Hopferstadt( 3). nach wird die nächste Revision erst im Jahre 1897 stattfinden. Rizingen: Bürgermeister eggermeister Neckermann,( 3). Deutsches Volksschulwesen. In Heft 120 der Preußischen Gymnasiallehrer Dr. Schlemper( 3). Stettin: Rechtsanwalt Die zweifellos wissentlich gegentheilige Angabe in dem Aufruf Statistit, dessen erster Theil türzlich ausgegeben ist, wird der Mundel( FV) gegen Brömel( Vg). Breslau Ost: Redakteur kann nur den Zweck verfolgen, das Vertrauen der Unter- Versuch gemacht, auch über das Schulwesen der übrigen Kretschmer( A). beamten zu dem wohlwollenden Streben des Herrn Staats- deutschen Staaten eine Uebersicht zu geben. Nach den sekretärs des Reichs- Postamts auf stete Verbesserung ihrer Lage mitgetheilten Zahlen bestehen im ganzen Reiche 56 563 Schulen zu erschüttern, und auf diese Weise neue Anhänger für die( in Preußen 34 742), in denen 7 925 688 Kinder( in Preußen Sozialdemokratie zu gewinnen. Es ist anzunehmen, daß ver- 4 916 476) von 120 032 vollbeschäftigten Lehrkräften( in Breußen sucht werden wird, das Flugblatt auch an anderen Orten dem 70 767) unterrichtet werden. Von den Lehrkräften find ca. 13 750 Unterbeamten Personal zugänglich zu machen. Ich veranlasse Lehrerinnen( in Preußen 8494). Im nichtpreußischen Deutschland daher die kaiserlichen Verkehrsämter, vorkommendenfalls die tommen im Durchschnitt auf die Lehrkraft 61 Kinder, in Preußen Verbreitung des Aufrufs mit aller Entschiedenheit zu ver- 70. Die Kosten des gesammten deutschen Voltsschulwesens, ab- Ronservative: Graf kleift- Schmenzin, von Malzahn. hindern, thunlichst die Persönlichkeit des Agitators festzustellen gesehen von den Ausgaben für die allgemeine Schulverwaltung, Banfelow, Graf von Schlieffen Schwandt, Brinz Handjery, und in der Angelegenheit zu berichten. Die Unterbeamten find Schulaufsicht, Lehrerbildung u. f. w., stellen sich mindestens v. Steinau- Steinrüc, v. Hent, v. Flügge, v. Buffe Chatte bereits eindringlichst zu warnen, sich von sozialdemokratischen Beauf rund 242 400 000 Mart, wovon wenigstens 69 305 000 vor der Auflösung niedergelegt), Bock- Minden, Dr. Schier, Hempel, strebungen fern zu halten, und auf die bedenklichen Folgen Mart aus den Staatstassen fließen. Bei 49 428 470 Klemm( Sachsen), Hulzsch, Ackermann, Frhr. v. Friesen, Dr. Giese, aufmerksam zu machen, die für sie eintreten würden, wenn sie Einwohnern des Deutschen Reiches entfallen auf je Dr. Hartmann, Menzer, v. Bredow- Mückenberg, Graf v. Salderndie Warnung außer Acht lassen und ihrer eidlichen Ver- 100 Einwohner 16,03 Wolfsschüler( in Preußen 16,54). In Ahlimb- Ringenwalde. pflichtung nicht treu bleiben sollten. 0 D. R. D. P. D. G. O. P. R. Preußen entfielen auf ein Kind 29,74 M. Schulfosten, im übrigen Deutschland 32 M. Auf den Kopf der Bevölkerung entfiel in Köhne." Preußen ein Betrag von 4,89 M. an Schultosten, im übrigen Diese Flugblätter sind thatsächlich auch in andern Deutschland ca. 5 M. Diese Zahlen zeigen hinreichend, daß Orten verbreitet worden, aber Herr Köhne wird vergeblich Preußen den Stand des übrigen Deutschlands nicht erreicht nach den Verbreitern suchen, und wenn es ihm gelingen hat. Würde man, schreibt treffend die„ Bossische Beitung", die follte, eines solchen habhaft zu werden, so wird ihm die Großstädte, die. in Preußen einen verhältnißmäßig viel größeren Macht fehlen, auf diesen einen Einfluß auszuüben, denn Bevölkerungskreis umfassen, in Abzug bringen, so würde das es brauchen dies ja teine Postbeamten zu sein. Und der Ergebnis für Preußen noch ungünstiger lauten. Welche es brauchen dies ja teine Postbeamten zu sein. Und der fläglichen Ziffern überhaupt im Lande der Dichter und Denker", Aufruf im Vorwärts" hat thatsächlich gewirkt, vergleicht man damit das französische, das schweizerische die Maßnahmen des Herrn von Stephan beweisen es. oder das nordameritanische Schulwesen! " " Schwetz: Holt( R) Kandidat sämmtlicher bürgerlichen anderen Parteien gegen den Bolen. 8 widau: Rechtsanwalt Dr. Hempel- Zwickau( B). Nicht mehr kandidiren folgende Mitglieder des aufgelösten Reichstags: Sozialdemokraten: Heine, Hickel. Reichspartei: Gehlert, Nationalliberale: Dr. von Marquardsen, Pfähler, Dechelhäuser, Holzmann, Günther, Müllensiefen, Dr. Buhl, Dr. Casselmann, Hoffmann, Goez, Schneider( Hamm). Deutsch freisinnige: Frhr. v. Stauffenberg, Dr. Ruge, Dr. Bamberger, Eberty, Zangemeister, Lange, Panse, Kaufmann, Dau, Schütte, Grelling. Zentrum Graf Chamaré, Freiherr von Gagern, Graf Ballestrem, Frhr. v. Huene, Dr. Borsch, Menken, Frhr. v. Heißenstein, Graf Adelmann, Szmula, Frhr. von Wendt, Graf Hoensbroech, Frhr. v. Dalwigt- Lichtenfels, Graf, Fischer, Burlein, Biehl, Weiß, Wagner, Frhr. v. Franckenstein, Graf Schönborn, Haanen, Graf Walderdorff, Graf Max Preyfing. Volkspartei: Dillinger, Haerle, Frhr. v. Münch. Vom Junsbrucker Studentenstreik. Wie die öfter- Isaffer: Lang, Dr. North, Frhr. v. Dietrich. = Welfen: Dr. Brüel. Antisemiten: Pickenbach. Wilde: Fürst Bismard, Langerfeldt.In Berlin 1. ist statt des Wadelftrumpfs AI. Meyer Herr Langerhans( FV) aufgestellt worden. agitation eingegriffen und zwar bei der Enthüllung des Kaiser Der Kaiser hat am 18. Mai wiederum in die WahlWilhelm- Denkmals in Görlig. Er fagte: A Das Reichsgericht hat, wie Wolff's TelegraphenBureau aus Leipzig unterm 19. Mai meldet, das am reichischen Offiziösen melden, haben die Militär1. Juni 1892 vom Landgericht I Berlin gegen den früheren behörden tein allgemeines Verbot gegen die Zugehörigs Rechtsanwalt Stadthagen in Berlin gefällte Urtheil feit von Einjährig Freiwilligen und Reserve- Offizieren zu aufgehoben. Der Staatsanwalt hatte in der Revisions- den studentischen Verbindungen erlassen; vielmehr ergingen eingabe gerügt, daß der Angeklagte zu Unrecht von der Instruktionen an die Korpskommandanten, daß MilitärAuflage des Hausfriedensbruches freigesprochen sei, mit der personen nicht jenen katholischen Verbindungen anBegründung, daß die Abhaltung einer Wahlversammlung gehören dürfen, bei denen das Duell grundsätzlich vernicht das Hausrecht aufheben könne. Die Beschwerde boten ist, weil dies mit den in der Armee geltenden Anwurde für begründet erachtet. Gleichzeitig wurde auch schauungen im Widerspruch stehe und für die Militärdie vom Angeklagten Stadthagen eingelegte Revision personen eine große Gefahr berge. Das heißt: Der geseg" Festzuhalten gilt es, was Kaiser Wilhelm einst geschaffen für begründet erachtet. Der Angeklagte hatte gerügt, i ich verbotene 3 weitampf ist wie in Deutsch und gewollt, sicher zu stellen gilt es die Zukunft unseres ge daß bei der Entschließung der Staatsanwaltschaft eine von I and für bestimmte Gesellschaftsklassen für nothwendig er- sammten deutschen Waterlandes. Dazu bedarf unsere Wehrkraft dem Angeklagten gemachte Strafanzeige gegen den angeblich klärt von derselben Regierung, die über die Gesetze zu einer erheblichen Verstärkung. Die Nation habe ich aufgefordert, Beleidigten nicht abgewartet worden sei. Die Strafsache wachen" hat. O uns dazu die Mittel zu bewilligen. Hinter dieser Frage stehen wurde an das Landgericht I Berlin zurückverwiesen. Wir alle anderen Fragen und Rücksichten für den Augenblick zurück. haben s. 3. über diesen Fall eingehend berichtet. Homerule- Bill und Flegel in Glaceehandschuhen. Bur Lösung dieser die Lebensexiftens Deutschlands bedingenden Aus London wird gemeldet: Bei dem von gestern Abend Frage bedarf es der vollkommenen Einheit. Was uns Deutsche Der Bundesrath ertheilte in seiner am 17. Mai ab- vom Prinzen von Wales abgehaltenen großen Empfang im möge, daß sei für jezt bei Seite gesetzt, bis die Aufgabe vollprivatim auch trennen und auf verschiedene Bahnen lenten gehaltenen Plenarsizung dem Entwurf eines Gesetzes für Reichs institut, dem über 20 000 Personen, darunter die möge, das sei für jetzt bei Seite gesetzt, bis die Aufgabe vollbracht ist." Elsaß- Lothringen über das Gnadenquartal, dem Gesetz- hervorragendsten Persönlichkeiten der Ge- Da wir die Tempelhofer Rede, welche in der gleichen Richentwurf, betreffend einige Abänderungen und Ergänzungen sellschaft, beiwohnten, wurde Gladstone, wenn tung sich bewegte, bereits eingehend kritisirt haben, bedarf es nur der Militär- Pensionsgesetze vom 27. Juni 1871 und vom immer er erkannt wurde, mit I autem Bischen und des Hinweises auf unsere damaligen Ausführungen, die auch 4. April 1874, und dem Gesezentwurf, betreffend Ergänzung anderen Zeichen des Mißfallens empfangen, diesmal gelten. Das deutsche Volt ist in seiner Mehrheit Gegner der Bestimmungen über den Wucher, lekteren beiden Ent Lord Salisbury und Goschen empfingen dagegen Huldi- der Militärvorlage und des Militarismus überhaupt: Das wird würfen mit den dazu vom Reichstag gefaßten Beschlüssen, gungen." der 15. Juni deutlich zeigen. die Zustimmung. Genehmigt wurden ferner der Entwurf einer Bereinbarung erleichternder Vorschriften für den wechselseitigen Verkehr zwischen den Eisenbahnen DeutschLands und Luxemburgs rücksichtlich der bedingungsweise zur Beförderung zugelassenen Gegenstände und der Antrag des Reichskanzlers, betreffend die auf den Eisenbahnen Deutschlands noch vorhandenen Abweichungen von dem Normalprofil des lichten Raumes. Einem gemeinnüßigen Bauverein wurde auf seinen Antrag das Recht zur Ausgabe von Aktien zu einem geringeren als dem gefeßlichen Mindest betrag zugestanden. Endlich wurde über mehrere Eingaben in Zoll- und Steuerangelegenheiten Beschluß gefaßt. " Wadelstrumpf- Schmerzen. Eine niedliche Ergänzung der Baumbachiade bildet der in der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" in amtlichem Auftrage veröffentlichte Schriftwechsel zwischen dem französischen Botschafter Herbette und dem Zaunhocker Baumbach. Herbette erklärt kurzweg in einem vom 16. Mai batirten Briefe: M Gladstone wird sich über diese Böbelei sicherlich nicht Wo steckt der Zump? In einer fonservativen Wählergegrämt haben. Sie bestätigt blos in erwünschtester Weise, versammlung des 6. Berliner Wahlkreises, die am 18. Mai stattdaß er vollkommen Recht hatte, als er neulich den City- fand, sagte der Stöder nach einem Berichte der KreuzGeldprotzen erklärte, die Kapitalistenklasse( mit den hervor Beitung": ragendsten Persönlichkeiten der Gesellschaft") fei kulturfeindlich auf ben Kopf seien nicht aufzubringen, der erklärt sich selber für Wer übrigens behauptet, die 60 Millionen gleich 1,20 m. und ein Hemmniß des Fortschrittes geworden. einen 2um p.( Stürmischer Beifall.)" Die Homerule- Bill wird trotz alles Widerstandes der Ohne uns auf die Kopf" Rechenkunststückchen des HofGeldproßen und hervorragendsten Persönlichkeiten der Ge- predigers a. D. näher einzulassen und erst auszuführen, wie schwer sellschaft" englisches Reichsgesetz werden wenn nicht in bereits die Militärlaften auf die große Maffe drücken und was der gegenwärtigen doch in einer weit radikaleren Form, jeder Zuwachs dieses Dructes für die Proletarierfamilien bedeutet, und die Feinde der Bill find es nicht, die zuletzt lachen fragen wir einfach angesichts dieses Stöckerwortes: werden. Die standalöse Szene bei jenem Fest des Prinzen Wo steckt der Bump? von Wales hat wieder einmal gezeigt, daß die Leute, die Auf den Hans Blum gekommen sind die Leipziger jetzt an der Spike der Gesellschaft" stehen, in bezug auf Ordnungsparteiler- dem Leipziger Tageblatt" vom heutigen Lage Anstand und gute Sitte das gleiche niedrige Niveau einzufolge, haben sie den biederen Autor der Lügen" zum Durchfalls nehmen, wie in bezug auf politisches Verständniß. Kandidaten für den 18. sächsischen Wahlkreis( Leipzig- Land) ernannt. Wohl bekomm's! -UVCO Die Reichstagswahlen. 0 Der Vorstand des konservativen Bentral- Wahlvereins des Wahlkreises Teltow Beestow Storkow( J. A.: Dr. Dieterici, Professor) schwingt den Klingelbeutel und bittet in einem vertraulichen Rundschreiben um ,, Geld viel der Umsturzpartei". Fürchterlich! Geld" zum Kampf gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen Bayerische Ausnahmepolttir. Die Münchener Bo " Herr Ober- Bürgermeister! Wir haben keinerlei Be ziehungen zu einander, und ich erinnere mich nicht einmal, wo und wann wir uns zufällig Offizielle sozialdemokratische Reichstage- Kandidaturen. begegnet wären. Indessen haben Sie mir vor einer Schwarzburg Rudolstadt: Arthur Hofmann in Saalöffentlichen Versammlung gewisse Erklärungen zugeschrieben, feld. Meiningen I: Webber in Sonneberg. Meiningen II: welche Sie mich in einer Privatunterhaltung hätten machen Reißhaus in Erfurt( nicht umgekehrt, wie früher mitgetheilt war). lizeibehörde hat, wie die Frankfurter Beitung" mithören. Diese Erklärungen, welche das„ Berliner Tageblatt" i egnig Goldberg- Haynau: Dr. Pinn in Berlin. theilt, die reichsrechtliche Bestimmung, nach der während der in seiner gestrigen Nummer wiedergegeben hat, habe ich nicht schaffenburg: Holzhändler Opificius aus Bockenheim. Wahlzeit das Bertheilen von Flugschriften, Wahlzetteln zc. auf abgegeben, weder Ihnen noch sonst jemand gegenüber. Biel- Regierungsbezirk Wiesbaden: 1. Höchst Usingen: den Straßen teiner gewerberechtlichen Erlaubniß bedarf, durch leicht hat ungenügende Kenntniß der französischen Sprache Sie Schuhmachermeister Friedrich Brühne in Frankfurt a. M. 8. eine Münchener Polizeiverordnung aufgehoben, die das Verin diesem Falle irre geführt. Jedenfalls ist es bedauerlich, Goarshausen- Nassau: Schreiner Friedrich Vetters in Frant- theilen auf den Straßen der inneren Stadttheile von Morgens daß Sie den Vertreter einer fremden Regierung in Ihre furt a. M. 4. Diez- Limburg: Zimmerer August Diener in Frank- bis Abends unter Betonung des verkehrspolizeilichen Interesses Wahlinteressen hineingezogen haben, während dieser Vertreter furt a. M. 5. Dillenburg- Herbora: Gastwirth Michael Fischer in verbiete. sich, wie ich, stets den inneren Angelegenheiten Ihres Landes Frankfurt a. M. Schleswig- Holstein( vollständige Liste): Schöffengericht und Landgericht sprachen die bei den letzten ferngehalten hat." 1. Hadersleben- Sonderburg: Bigarrenarbeiter W. Stromberg in Reichstagswahlen wegen Wahlzettel- Bertheilens auf den Straßen In kläglicher Weise, gewunden und piepmeierlich ant- Hamburg. 2. Apenrade- Flensburg: Schneidermeister H. Mahlke fiftirten und mit Strafmandat belegten Sozialdemokraten allerwortet der Säkularfest- Wadelstrumpf: in Flensburg. 3. Schleswig: Bigarrenfortirer A. v. Elm in dings frei, aber das Ober- 2andesgericht verurtheilte Hamburg. 4. Tondern- Husum: Redakteur H. Köhnen in Ham- sie. Das Ober- Landesgericht ist in dieser Sache, da es sich um Ich hatte die Ehre, im vergangenen Winter mit Euer burg. 5. Norber- und Süderdithmarschen( Behoe Heide): eine Uebertretung handelt, die oberste Instanz. Die PolizeiExzellenz zusammen zu dem Herrn Reichskanzler eingeladen zu Maler Martice in Hamburg. fein. Nach dem Diner stellte ich mich dem Herrn Botschafter H. Molkenbuhr in Hamburg. 7. Kiel- Rendsburg: Drechsler der Straße nicht dulden. Für den schlichten Menschenverstand 6. Ottensen Pinneberg: behörde wird dem entsprechend auch diesmal das Bertheilen auf als den zweiten Vizepräsidenten des Reichstags vor, und Sie C. Legien in Hamburg. 8. Altona: Redakteur G. Frohme in ist es die einfachste Annahme, daß die Sonderbestimmung zu traten mit mir freundlichst in eine Unterhaltung ein. Ich Hamburg. 9. Oldenburg Plön: Redakteur Fr. Theiß in Ham- gunsten unbehinderter Wahlvorbereitung wichtiger ist, als sprach dabei von einer Alliance de la France avec la burg. 10. Lauenburg: Bigarrenarbeiter Fr. Lesche in Altona. Die Nichtbehinderung einiger Spaziergänger. Daß auch die Russie", worauf der Herr Botschafter bemerkte, er glaube Naumburg 3eiß: Adolf Hoffmann in Zeiß. Alten- Juristen vom formellen Standpunkt aus nicht gleicher Meinung nicht, daß man überhaupt berechtigt sei, von einer Allianz burg: Buchwald in Altenburg. 3sch opau Gehlen au: wie die Polizei sind, beweist schon die Annahme, daß Amtsgericht zwischen Frankreich und Rußland zu sprechen. Die einzelnen Goldig. Wittgenstein Siegen: Raue in Iserlohn. und Landgericht der örtlichen Polizeiverordnung fein Uebergewicht französischen Worte weiß ich nicht mehr; der Sinn war aber 2üneburg- Winsen: Redakteur Emil Fischer in Hamburg. über eine Reichsbestimmung einräumten, die mit zu den Gewähr. so. Als ich nun fürzlich in Berlin zu meinen Wählern sprach, A a chen( Stadt): Emil Müller in Elberfeld. Torgauleistungen der Wahlfreiheit gehört. hatte ich wiederum den Ausdrud Allianz zwischen Ruß- iebenwerda: Lithograph Konrad Müller in Schfeudig. Interesse, schreibt treffend die" Franks. 3tg.", die Entscheidung Es wäre jedenfalls von land und Frankreich" gebraucht. Ich torrigirte mich aber so- Kreuzburg- Rosenberg und Groß- Strehliz Rosel: des Ober- Landesgerichtes, nach der eine Münchener Polizeifort; ich sagte, daß man von einer Allianz zwischen Frank: Krzemieniecki. Lubliniz Toft Gleiwig: Wolny. verordnung ein Reichsgeseh umstößt, näher kennen zu lernen. teich und Rußland nicht sprechen könne und fügte hinzu: Dies Beuthen Zarnowit: Stefan Thiel. Kattowit Auch nach dieser Darstellung sind wir der Ansicht, daß die Be= hat mir der hiesige französische Botschafter in einem Gespräch, Babrze: Fr. Merkowski. Pleß- Rybnit: Fr. Andrzejewsti. strafung von Stimmzettel und Flugblätterwelches ich einmal mit ihm hatte, felbst bemerklich gemacht." atibor, Faltenberg Gotttau und Neisse: Auguft vertheilern während der Wahlzeit den AbNichts hat mir ferner gelegen, Herr Botschafter, als Euer Bebel in Berlin. Oppeln: Karl Thiel in Breslau. fichten des Gesetzgebers entschieden wider Exzellenz in unsern Wahlkampf hineinzuziehen. Ich bedauere es aufrichtig, wenn ich durch jene Bemerkung über ein Privat- Bürgerliche Kandidaturen. Kelheim( Niederbayern): pricht, auch wenn das Berbot aus verkehrsgespräch zwischen uns dazu Veranlassung gegeben habe." Dr. Sigl- München. Bofen: Gutsbesitzer Hoffmeyer- 3lotnit( R) Polizeilichen Rücksichten" erfolgt fein follte. Mit boshaftem Lächeln bemerkt dazu das offiziöse tröl: E. Richter( FV). Kronach Lichtenfels: Gaft anderen Wahlkreise auf, uns sofort über die Aufstellung der Bremen: Rechtsanwalt H. Müller(). Sieg- Wald Wir fordern die Vertrauensmänner sämmtlicher Blatt: Vorstehendem haben wir nur hinzuzufügen, daß wirth Binner( Bauernpartei), von Swaine( 3). Straßburg oie furze Konversation seitens des Botschafters in fran- i. E.: Betri( N), Kandidat der N. und des Deutschfreisinns, Randidaten zu unterrichten. Wir können nur die uns auf solche ösischer, seitens des Oberbürgermeisters in deutscher Sprache Müller- Simonis( 3). Melle Diepholz: Moris( FB). Weise mitgetheilten Randidaturen verzeichnen. " B Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonnabend, den 20. Mai. Opernhaus. Die Rantau. Neues Theater. Die Maler. Darauf: Eingeschlossen. Deutsches Theater. Der Talisman. Berliner Theater. Der Hüttenbesitzer. Leng- Theater. Brave Leut' vom Grund. Wallner- Theater. Geschlossen. Rendenz- Theater. Flattersucht( Le Papillon). Adolph Erunt- Theater. Goldlotte. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Prinz Methusalem. Kroll's Theater. Der Barbier von Sevilla. Viktoria- Theater. Frau Venus. National Theater. Bajazzo und seine Familie. Stadtbahn Zoologischer Garten. Königl. italienischer Circus Ernesto Ciniselli. Stadtbahnstation Zoologischer Garten. Sonntag, den 1. Pfingstfeiertag: Grosse GalaEröffnungs- Vorstellung. Abends 8 Uhr. Kasseneröffnung eine Stunde vorher. Auftr. v. Künstlern u. RünftIerinnen 1. Ranges. Reiten u. Vorführ. d. bestdress. Schul- u. Freiheitspf. Großart. Ballet. Hocheleg. luft. Sommercircus! Alles Näh. die Tagesaffichen. Ernesto Ciniselli, Direktor. Stadtbahn Boologischer Garten. Todes- Anzeige. Am 18. d. m. verstarb nach schweren Leiden Emilie Nürnberg, geb. Fels, Wittwe des vor 2 Jahren verstorbenen Schankwirths Nürnberg. Achtung! IV. Wahlkreis! Die Beerdigung findet am zweiten Concert- Park„ Viktoria", Frankfurter Allee 72 Pfingstfeiertag, Nachm. 4 Uhr auf dem Friedhof der Freireligiösen Gemeinde, Pappel- Allee, statt. Im Namen der minorennen Kinder: Emil Böhl. 42512* Danksagung. Montag, den 22. Mai,( 2. Pfingstfeiertag): Großes Früh- Konzert ( verbunden mit Tanz) Sage hiermit allen Kollegen und Freunden meines lieben Sohnes, des Mechanikers Emil Hasselbarth, ausgeführt von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsfür die zahlreiche Betheiligung sowie musiker unter Leitung des Dirigenten Herrn Gelfert und unter gütiger Mitfür die reichen Kranzspenden beim Bewirtung des Karthaus'schen und Ihn'schen Gesangvereins ,, Humor", gräbniß desselben im Namen der HinterM. d. Arb.-S.-B., Dirigent Herr Ihn. Entree 20 Pf. bliebenen meinen herzlichsten Dant. Tegel im Mai 1893. bestehend in Vokal- und Juftrumental- Musik mit großem Orchester, 34b 0. Hasselbarth. Achtung! Anfang 5 Uhr. Billets sind zu haben bei den Vertrauensleuten des IV. Wahlkreises sowie in allen mit Blataten belegten Handlungen. Bei ungünstiger Witterung findet das Konzert in den Gesammträumen des Etablissements statt. Norddeutsche Männergesangverein 49/10 Brauerei. gegr. Lorbeerkranz gegr. 1879 1879 ( Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes.) Den Genossen zur Nachricht, daß Plakaten angeführten, am 2. Feiertag Alexanderplah- Theater. Der Fall 58. Chaussee- Strasse 58. obiger Verein nicht mit dem auf den Elémenceau. Winter- Garten. Spezialitäten- Bor itellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Täglich: Concert. Wochentags Entree frei. Thenter der Reichshallen. Spezia- Bei ungünstiger Witterung im Saal. Die neu eingerichtete Kaffeelitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten- bis 6 ur genet 4146L Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Vorstellung. Morit Adolph Ernst- Theater. Play. Vorletzte Woche. E Goldlotte. Die Kaffeeküche ist den geehrten Damen von 4 Uhr an geöffnet. Das Komitee. Neue Welt, Hasenhaide. Bergschloss- Brauerei. Am 1., 2., 3. Feiertag: Ms Eröffnung der Sommer- Saison. Früh- Ball. beim Früh- Konzert im Restaurant Am 1. und Früh- Concert. 2. Feiertag: Adermann( Treptow) mitwirkenden 2. Pfingsttain 1., 2. und 3. Feiertag, Nachmittags von 4 Uhr ab: Gefangverein gleichen Namens identisch ist, auch nicht seine Mitwirkung zugefagt Finsterbusch- Concert: hat, dagegen an dem betreffenden Tage früh 1/26 Uhr feine MorgenzusammenAuftreten des nen engagirten Artisten- Personals. Ball. Tube Jacob, Bock- Ausschauk in Erstes Saison- Feuerwerk der Bau. Uhr geöffnet! Etablissement Buggenhagen. Moriz Play. Täglich Instrumental- Konzert. : Großer Frühtücks- u. Mittagsv. Spezial- Ausschant Paben30b Carl Ullrich, Vorsitzender. Orts Krankenkasse der Böttcher zu Berlin. Kassiren findet am zweiten Pfingst28b feiertag statt. Schleifer. und 316 Alle denkbaren Volksbelustigungen. Irrgarten, nen. Kaffeeküche. Entree Früh- Concert 25 Pf., Nachm. 30 Pf., 3. Feiertag 25 Pf. Th. Keller's Hofjäger, Hasenhaide, BergmannstrassenEcke. Am 1., 2. und 3. Pfingstfeiertage, Morgens 5 Uhr: 51/10 Gefangpoffe in Bitten o Ed. Jacobsen fifth. Spin- Kujang von Bahn Schneider's Gesellschaftshaus, Grosses Früh- Doppel- Concert und W. Mannstädt. hofer Lagerbier, hell und dunkel. An Honn- und Feltagen Belforterstr. 15. Couplets theilweise v. G. Görss. Mufit von G. Steffens. In Szene ge- findet das Konzert in den oberen Sonntag, 21. Mai( 1. Pfingstfeiertag): fegt von Adolph Ernst. Anf. 7 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Der Sommer- Garten in gröffnet. E Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Pf. Sälen statt. Säle für Versammlungen, Kommerse, Festlichkeiten 2c. Actien- Brauerei Castan's Friedrichshain Panopticum. Neu: Der Tod als Erlöser. Neu: Die Schrecken des Meeres. Bauern- Aufstand! Illusionist. Vorstellungen. Königsthor. Zweites Stiftungsfest des Sozialdemokratischen Leseund Diskutirklubs von der Hauskapelle und einem renommirten Gesangverein. Am 1., 2. u. 3. Feiertage, Nachmittags 4 Uhr: Am 2. u. 3. Feiertage: Ball. Großes Garten- Concert. Marionetten- Theater: Grosse Vorstellung. Volksbelustigungen. Entree für jedes Concert 15 Pf., vorher in den mit plakaten belegten Handl. 10 Pf. Die Kaffeeküche ist von Morgens 4 Uhr ab geöffnet. A. Froelich. Johann Jacoby Mittwoch, ben 24. Mai cr.: Erstes grosses Kinderfest. verbunden mit Konzert, Theater, Lebenden Bildern Tanz. und Anfang Ab. 6 Uhr. Programm 30 Pf. Das Komitee. Sonntag, den 21. Mai( 1. Pfingsttag): Gr. Militär- Früh- Konzert 199/5 der Kapelle des 1. Garde- Drag.- Regts. Empfehle den Genoſſen u. Bekannten Montag, den 22. Mai( 2. Pfingsttag): mein Weiss- und BairischGr. Militär- Früh- Konzert Bier- Lokal. Zimmer für Vereine der Kapelle des 2. Garde- Ulanen- Regts. Eintritt jedesmal 20 Pf., Kinder frei. Programm unentgeltlich. An beiden Feiertagen: Großes mit Pianino zu 60 Personen. Der Garten ist eröffnet. 42578* Benno Stabernack, Pücklerstr. 49, 2. Haus von der Wrangelstr. Voranzeige. Weimann's Volksgarten. Gesundbrunnen. Am 1. und 2. fingittag: Früh- Concert und Gesangsfest, Anfang 5 Uhr. der Vereine Vineta, Nord- Jubal und Haideröschen am 1. Feiertag, der Vereine Maiglöckchen und Schildhorn am 2. Feiertag. An allen 3 Festtagen, Nachm. 4 Uhr: Doppel- Militär- Concert und große Gala- Fest- Vorstellung. 83b Irrgarten. Schreckenskammer. Instrumentalfonzert W. Böhme Café ,, Wilhelmshöhe" Mr. Clermont, dreffirte Menagerie. Wilhelms Löther, Kolossalmensch. Eintritt 30 Pf., Kinder frei. ( 4247L Passage- Programm unentgeltlich. Panopticum. W. Noack's Neu! Concert- und Gesellschafts- Säle 16. Woltersdorf bei Erkner, 15 Minuten vom Bahnhof an der Chaussee nach Rüdersdorf, also nicht Woltersdorf. Schleuse. Haal und Vereinszimmer zu jeder Versammlung frei. Der Garten fäßt Billardzimmer. Um Zuspruch bittet Carl Gillmann. Berlin bei Nacht. Sonntag, 21. Mai( 1. fingit- Feiertag): ca. 3000 Personen. Kegelbahn und Coloffal- Gruppe Eröffnung der Saison. aus lebensgroßen Wachsfiguren. Sommer- Theater Bockbrauerei SW., Tempelhofer Berg. Eröffnung der Saison: Sonnabend, den 20. Mai. Anfang 71/2 Uhr.[ 4209L* Lustspiel Posse Operette Ballet und Spezialitäten 1. Ranges. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Heute, Sonnabend bleibt das Theater geschlossen. An allen 3 Feiertagen bei Eröffnung des prachtvollen Sommergartens: Gr. Garten- Concert und Spezialitäten- Vorstellung. Anfang 7 Uhr. Entree 30 Pf. Moabiter Gesellschaftshaus. Alt- Moabit 80 und 81. Täglich: Theater- und SpezialitätenTäglich: Konzert, Theater und Spezialitäten- Vorstellung Paul Semler. 42452 Bismarkshöhe Charlottenburg Bismarckstraße 80. Haltestelle für Landparthien u. Ausunter Leitung des Musikdirektors Herrn flügler. 1. u. 2. Pfingstfeiertag FrühAnfang 6 Uhr. Entree 30 Pf. Spezialitäten- Vorstellung u. gr. Ball, Entree 30 Pf. tonzert. Von Nachmittag 4 Uhr ab gr. Reservirter Platz 50 Pf. Am 2. und 3. Pfingst- Feiertage: Regelbahnen, Kaffeeküche von Morgens sowie Boltsbeluftigungen jeder Art, 2 Otto Röhler, der beliebte Berliner Volkshumorist. Entree früh und Nachmittags 25 Pf. Max Weimann, Restaurant zur Pferdebucht. 15 Minuten Waldweg von Bahnhof Coepenick, herrlichster Laubwald ( siehe Fontane's Führer des Osten von Berlin). Am 1. Feiertag: Früh- Konzert bei freiem Entree. Neuer Tanzfaal, Familien- Kaffeeküche, 2 Kegelbahnen, Schießhalle, Würfelbuden, sowie verschiedene Belustigungen. 276 Achtungsvoll F. Hoffmann. NB. Ich stelle meinen Saal zu allen Arbeiterversammlungen zur Verfügung. Achtung! Moabit. Achtung! Thurmstr. 26/27. Ahrend's Brauerei Thurmstr. 26/27. Sonntag, den 21. Mai( 1. Pfingstfeiertag): Grosser Ball. 5 ühr ab geöffnet. Das Lokal tet Grosses Früh- Concert zu Bei ungünstiger Witterung su Bersammlungen frei. findet Konzert und Vorstellung im Saale statt. W. Noack. Rheinländischer Tunnel genannt: Die fidele Nagelkite. Berlin N, Elsasserstrasse 73. Neu! Neu! Die Möbel- Polonaise! oder: 4070L* Weber hat'n Keber, an de Lunge, an de Bunge, an de Leber! Vorträge der berühmt. Gesangvereine ,, Halbe Lunge" und ,, Keuchhusten". " Vorzügliches Lagerbier der Schöneberger Schloßbrauerei" à Seidel 10 Pfennige. H. Schultze( mit'n f). ( Notiz: Mang uns mang is teener nich mang, der nich mang uns mang jehört.) 366 Vorstellung, jowie Concert. Restaurant Ivert, Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf., refervirter Platz 50 Pf. Helmuth Peters. 4127L* Hohen- Neuendorf a. d. Nordb. Th. Boltz' Festsäle, einen, Freunden und Genossen zu 42552 H. Krause. Schmiedel's Festsäle, Alte Jakobstrasse 32, empfehle meine hocheleganten Säle veranstaltet vom Gesangverein Vereinte Sangesbrüder Moabits( M. d. A.-S.-B.) Gr. Instrumental- Concert and Gefang, ausgeführt vom Civil- Berufsmusiferverein NW. Moabit und obengenanntem Verein. zur Abhaltung jeder Art Festlichfeiten. Anfang 5 Uhr. Auch steht den geehrten Vereinen 2c. der große Sommergarten zur Verfügung. Wwe E. Schmiedel. Bur Landpartie nach Birkenwerder a. d. Nordbahn Restaurant Schüzenhaus. Allen Freunden u. Genossen, nament lich den verehrten Vereinen bestens empfohlen. Große Kaffeeküche. Zwei verd. Kegelbahnen. Große Halle mit Piano stehen zur Verfügung. Für ff. Speisen und Getränke zu foliden Preisen ist gesorgt. Borw." liegt aus. " Carl Hietzig, Gastwirth. Empfehle nach wie vor mein wergrößertes Lokal, franz. Billard 2c. dem verehrten Publikum. Vorwärts, Volks- Zeitung, sowie andere Zeitungen liegen aus. [ 3596L M. Berndt, Oranien- u. Alexandrinenstr.- Ecke. Kastanien- Park von H. Rodenwoldt, Frei- Konzert. Jeden Nachmittag: Frei4 Min. vom Bahnhof, Kastanien- Allee 11. Am 1. und 2. Feiertag früh: Großes empfiehlt sein Lokal den geehrten VerAlte Jakobstrasse 75.[ 8840b Landparthieu. Großer Garten mit Konzert. Kaffeeküche früh und NachGr. u. tl. Säle z. Vergu. u. Verf. Kegelbahn, großer Saal mit Piano mittags geöffnet. Vereinszimmer täga. Sonnab. u. Sonnt. Gr. schön. Garten. und Theaterbühne, Kaffeeküche 2c. lich zu vergeben. 38b 3 [ 15/17] Billet 20 Pf. Das Komitee. Treptow. Bender's Restaurant. Neue Krug- Allee. Jeden Sonntag Tanz. Am 1. und 2. Pfingsfeiertag: Minuten hinter dem Baradies- Garten Früh- Konzert ВИ Kaffee- Küche( Liter 60 Pf.), 3 Kegelbahnen. und Tanz. 4183L* Restaurant zum Karpfenteich, Treptow. Am 1. und 2. Grosses Früh- Concert. früh 5 Uhr. Pfingstfeiertag: 42482* Aufang Am 1., 2. und 3. Pfingstfeiertag, Nachmittags: Grosses Concert und Spezialitäten- Vorstellung. Auftreten des beliebten Volfshumoristen Herrn Fritz Sydow, sowie fämmtlicher Spezialitäten ersten Ranges. Entree frei. Hermann Otto. Friedrichsberg. Großes Früh- Konzert veranstaltet vom Arbeitergesangv. Frohsinn( Friedrichsberg) ( Mitgl. des Arb.- Sängerbundes) und des Musikvereins Thal Segno 3853b am 2. Pfingsfeiertag, früh 5 hr, im Lotale des Herrn Müller ( Kronprinzen- Garten), Frankfurter Chaussee 86. Während der Bause: Grosser Ball. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Drud und Verlag von Mar Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 117. Die Wählerlisten liegen aus: für den 1. Wahlkreis, umfassend die Stadtbezirke 1-20, 283 und 284 und vom Stadt bezirk 144: Kurstr. 9, Niederwallstr. 24 und 25 und SpittelMarkt 14 und 14a; mit Ausschluß von Sonnabend, den 20. Mai 1893. 10. Jahrg. Für den Osten: W. Lock, Friedrichsbergerstr. 11. D. Babel, wahrscheinlich um einen Beweis seiner Fähigkeit zu liefern, nach Frankfurter Allee 90. Krause, Landsberger Allee 152. A. Böhl, Durchsicht der Lohnbücher herausfand, daß die Arbeiter zu viel Rüdersdorferstr. 8. G. Böhl, Frankfurter Allee 74. Roggendorf, Geld verdienten und sich besser als die Beamten ständen. Und Posenerstr. 5. Ungering, Breslauerstr. 27. Tempel, Langestr. 65. so wurde denn der Lohusah von 0,46 m. auf 0,42 M. pro Stunde Henke, Blumenstr. 38. Radke, Krautstr. 48. Zippfe, Grüner herabgesetzt. Der Herr Direktor hält sogar einen Lohn von Weg 14. Wagner, Königsbergerstr. 33. 0,35 per Stunde für ausreichend, jedoch liegt letter Vorschlag zur Zeit noch dem Kriegsministerium zur Beschlußfassung vor. Für Südost: Spindler, Reichenbergerstr. 118. Schayer, Reichen bergerstr. 54. G. Schulz, Kottbuser- Plaz. Fr. Zubeil, Naunyn alexanderstr. 18,( Stadtbezirk 3), RI. Präsidentenstr. 6 und straße 86. S. Toltsdorf, Görlitzerstr. 58. R. Scholz, Wrangel7 und Neue Promenade 9 und 10( Stadtbezirk 5) Straße 32. R. Ulrich, Wrangelstr. 84. in der Turnhalle der 21./24. Gemeindeschule, Hinter der Garnisonkirche 2; für den 2. Wahlkreis umfassend die Stadtbezirke 21 bis 78 und 114 bis 117 und zwar a) für die Stadtbezirke 21 bis 30, 50 bis 78 und 114 bis 117 Als Legitimation wolle man die legte Steuerquittung oder den Miethskonfrakt mitbringen. Thatsächlich haben eine größere Anzahl Arbeiter ein höheres Einkommen als die unteren Beamten der Fabrik. Dieser Vortheil verschwindet aber sofort in nichts, wenn man die 14 bis 16stündige Arbeitszeit der Arbeiter mit der achtstündigen der Beamten vergleicht. Erst also zwingt man den Arbeitern eine unvernünftig Achtung, Rigdorf! Es ist Ehrenpflicht eines lange, Körper und Geist ruinirende Arbeitszeit auf, um ihnen ieden Parteigenossen, sich au der am Sonntag Morgen hinterher den dadurch erzielten Mehrverdienst zu schmälern. erfolgenden Flugblattvertheilung zu betheiligen. Daß die sogenannten Arbeiterausschüsse hiergegen nicht proNiemand, der treu zur Sache hält, darf fehlen! Treffpunkt 7 Uhr testirt haben, kann dem Kenner der obwaltenden Verhältnisse in der Turnhalle der 131./169. Gemeinde- früh in der Restauration von Papfe, 3iethenstr. 71. Gleichzeitig faum verwundern, ganz abgesehen davon, daß ein großer Theil schule, Tempelhofer Ufer 2, werden die Genossen, welche am Montag an der Agitationstour Ausschußmitglieder mit der Zeit Kolonnenführer werden und als theilnehmen wollen, aufgefordert, sich am Sonntag zu melden. folche den alten Lohnfah von 0,46 M. per Stunde beziehen. Die Vertrauensperson: Da die Arbeiter die Bedeutungslosigkeit der Arbeiteraus Robert Röppen. schüsse selbst einsehen, suchen sich dieselben in lezter Zeit durch anonyme Zuschriften beim Ministerium zu helfen. b) für die Stadtbezirke 31 bis 49 in der Turnhalle der 99. Gemeindeschule, Steinmetz str. 79; für den 3. Wahlkreis umfassend die Stadtbezirke 79 bis 82, 87, 118 bis 144 mit Ausschluß von Oranienstr. 31 bis 41 und 166 bis 175( Stadtbezirk 81), Brizerstr. 25, Rottbuserstr. 7 und 8( Stadtbezirk 87), Kl. Kurstr. 9, Niederwallstr. 24 und 25 und Spittelmarkt 14 und 14 A( Stadtbezirk 144) in der Turnhalle der 62. Gemeindeschule Schmidstraße 38; für den 4. Wahlkreis umfaffend die Stadtbezirke 88 bis 86, 88 bis 113, 145 bis 191, ferner vom Stadtbezirk 3: Alexanderstr. 18, " " 81: Dranienſtr. 31-41 und 166-175, 87: Brizerstr. 25 und Rottbuserstr. 7 und 8, 192 und 193: Elbingerstraße von Greifswalder straße bis Verlorener Weg, Plätze A und C. Straße 1 von Straße 2 bis Straße 4, Straßen 2, 3, 4, 5, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14 und Straße 15 von Greifswalderstraße bis Berlorener Weg, Straße 38 sämmtlich Abth. XIII¹ des Bebauungsplanes, dagegen mit Ausschluß von Landwehrstr. 1( Stadtbez. 183) und zwar a) für die Stadtbezirte 83-86, 88-113 und die an grenzenden Theil bezirke in der Turnhalleder 115. Gemeindeschule, Staligerstraße 55/56, b) für die Stadtbezirke 145-191 und die angrenzenden Theilbezirke in der Turnhalle der 23. Gemeindeschule, Straußbergerstr. 9; für den 5. Wahlkreis umfaffend die Stadtbezirke 192 und 198- mit Ausschluß der vorstehend genannten zum 4. Wahlkreise gehörigen Theile-, 194-217, 279-282 mit Ausschluß von Alexander- llfer, Friedrich Karl- Ufer von der Karlstraße bis zur Alsenbrücke und Juvalidenstr. 80 bis 83( Stadt bezirk 282). ferner vom Stadtbezirk 5: Kl. Präsidentenstr. 6 und 7 und Neue Promenade 9 und 10, vom Stadtbezirk 183, Landwehrstr. 1: Die Mitglieder des Vereins Vorwärts in Rirdorf, welche sich an der Vertheilung des Flugblattes betheiligen wollen, werden hierdurch aufgefordert, sich am ersten Feiertag früh 7 Uhr im Lokale des Herrn Ostertag, Prinz Handjerystraße 34, einzufinden. Für die hiesige Gemeinde- Krankenversicherung sind nach Beschluß der Gemeindebehörde 1. Beiträge auf 2 pCt. des ortsüblichen Tagelohnes erhöht, d. h. betragen wöchentlich 36 Pf. Der Vorstand. für erwachsene männliche, 21 Pf. für erwachsene weibliche, 18 Pf. für jugendliche männliche und 15 Pf. für jugendliche weibliche Personen; 2. werden die Beiträge stets für volle Wochen erhoben und zurückgezahlt; dagegen wird 8. das Krankengeld unter Fortfall der drei Karenztage bei Erwerbsunfähigkeit für jeden Tag, einschließlich der Sonn- und Festtage gezahlt. Achtung, Genossen von Pankow! Die Wählerlisten liegen in Pankow auch am 1. und 2. Feiertage aus. Bersäume niemand, dieselben nachzusehen. Für diejenigen, welche hieran verhindert sind, übernimmt Emil Bilz, Schulzestr. 15, die Durchsicht. Parteigenossen von Pankow und Nieder- Schönhausen! Am Sonntag, den 21. Mai, findet die Verbreitung des ersten Wahl- Flugblattes statt. Wir ersuchen die Genossen, welche bei der Verbreitung behilflich sein wollen, sich früh 7 Uhr im Lokale von Hermann Sonntag, Wollantstr. 115 zu Bankow, zahlreich einzufinden. Die Vertrauensperson: E. Rob, Pantow, Wollant straße 115. 1 Der Humboldtshain ist gegenwärtig von einer Pracht, die Die Bäume und jedem Naturfreund Entzücken bereitet. Sträucher, aus den verschiedensten fremden Erbtheilen herrührend, gewähren ebenso interessante wie lehrreiche Unterhaltung. Selbst der botanische Garten steht in dieser Hinsicht dem als Park freigegebenen Humboldthain weit zurück. Leider hilft dem Arbeiter die Schönheit der Natur wenig, wenn er, was jetzt im Uebermaß Parteigenoffen aus dem Wittenberg Schweiniger der Fall, sich deren Bewunderung nur als Mitglied der großen Kreis, welche gewillt sind, dort in den Pfingstfeiertagen Flug- industriellen Reservearmee hingeben kann nichts im Magen in der Tasche! blätter zu vertheilen, wollen sich entweder am Sonnabend Nachmittag nach 4 Uhr bei Gresse, Arndtstr. 17, v. 3 Tr., einfinden oder Behördlich festgesetzte Temperatur. Aus sanitären auch am Sonntag früh auf den Anhalter Bahnhof anwesend sein. Rücksichten hat der Regierungspräsident eine Verordnung ers Dortselbst wird das Nähere geregelt. Auch erhalten Genossen, die Sonnabend Abend mit dem Zuge 7 Uhr 44 Min. abfahren wollen, am Bahnhof Flugblätter zugewiesen. Auf zahlreiche Be theiligung wird gerechnet. In den Wählerlisten für die bevorstehenden Reichstagswahlen in Berlin, deren Auslegung am Donnerstag, den 18. D., begonnen hat, sind im Ganzen 371 166 Wähler verzeichnet. Im Jahre 1890 waren 352 783 Wähler eingetragen; mithin jetzt 18 383 mehr. An der Herstellung der Wählerlisten haben 424 Personen gearbeitet. lassen, die bestimmt, daß alle zum Genusse feilgehaltenen Mineralwässer nur in einem der Trinkwasser- Temperatur entsprechenden Wärmegrad von etwa 10 Grad Celsius( Brunnenwasser- Temperatur) abgegeben werden dürfen. In der Bekanntmachung wird gleichzeitig vor dem Genuß eiskalter Getränke überhaupt gewarnt, da dieselben leicht Verdauungsstörungen nach sich ziehen und zu Beiten drohender Cholera die Neigung zu ähnlichen Krankheiten befördern. Hoffentlich sorgt die Sanitätspolizei jetzt auch für eine entsprechende Kontrolle der Mineralwasser- Verkaufsstellen. Die von der Jury der Großen Berliner Kunstausstellung abgewiesenen Künstler haben heute Nachmittag 6 Uhr im Bureau, Der Utopist des einigen Christenthums, Obersilieutenant Königstraße 33, eine Versammlung, um sich über die Errichtung v. Egidy, der sich bekanntlich aus eigener Kraft zum Reichstags eines eigenen Salons zu verständigen. Es ist nur gutzuheißen Kandidaten aufgeschwungen hat, stellte sich gestern in dieser daß auch in Künstlerkreisen das Selbständigkeitsgefühl erwacht Eigenschaft seinem in Gratweil's Bierhallen versammelten und endlich eine hoffentlich nachhaltige Bewegung gegen das Publikum vor. Was Herr v. Egidy, dem wir selbstredend die Protektions- und Streberwesen ins Leben gerufen wird. Der besten Absichten zutrauen, eigentlich wollte, wurde trotz der bis wahren Kunst kann nur Vortheil dadurch erwachsen. nach Mitternacht ausgedehnten Debatte nicht klar. Sein Programm, so erklärte Herr v. Egidy, sei, kein Programm zu haben. leicht als ein Programm angesehen werden könnte. An der im Allgemeinen ruhig verlaufenen Versammlung, der irgend eine politische Bedeutung natürlich nicht beizulegen ist, betheiligten sich auch einige Parteigenossen. in der Turnhalle der 8./03. Gemeinde- Bur Militärvorlage wollte er feine Stellung nehmen, weil dies schule, Gipsstraße 23a; für den 6. Wahlkreis, umfassend die Stadtbezirke 218 bis 278, 285 bis 826 und vom Stadtbezirk 282: Alexander- Ufer, Friedrich Karl- Ufer von der Karlstraße bis zur Alsenbrücke und Invalideustr. 80 bis 83, und zwar a) für die Stadtbezirke 218 bis 278 und 305 bis 326 in der Turnhalle der 17. Gemeindeschule, b) für die Stadtbezirke 285 bis 304 und einen Theil von 282 in der Turnhalle der 128. Gemeindeschule, Thurm str. 86. Acker str. 67, Parteinachrichten. Ten Bartelgenossen zur Kenntniß, daß vom 24. Mai bis zum 14. Juni meine ganze Zeit vergeben ist und ich teine Versammlungen mehr annehmen kann. A. Be bel. " " M B Am Sonn stattfindenden Verbreitung eines Wahlflugblattes früh 6 Uhr im dieser Kinder an Kleidung, Lehrmitteln, an Nahrung, gesund- gestrichener Ziegelsteine zur Nachtschicht in im vorlegten AufAchtung! Oranienburg. Wir ersuchen die Genossen, sich recht zahlreich zu der am Sonntag, den 21. d. M.( 1. Feiertag) Lokale des Herrn Süste einfinden zu wollen. Das Wahllomitee. Acht Tage nach seiner Hochzeit hat sich der Böjährige auf der Reichsbank hierselbst angestellte Unterbeamte Paul Albrecht, Saarbrückerstr. 7 wohnhaft, erschossen und erhängt. Vor einigen Tagen befand sich an den Anschlagsäulen ein Platat des Inhalts: Lieber Paul, fehre zurück zu Deiner Frau, es ist Dir alles verziehen!" Dieses Plakat bezieht sich, wie jetzt hervorgeht, auf die Von dem Elend des arbeitenden Volkes suchen sich traurige That des A. Am 6. d. M. hatte sich der junge Beamte namentlich unsere bürgerlichen Blaustrümpfe und was drum und in Jüterbogt, wo er seine Braut während der Dienstzeit beim dran hängt möglichst meilenweit fernzuhalten. Schön ist es, fich Militär kennen gelernt, verheirathet, jedoch war die junge Ghe unter pastoraler Obhut dem Strümpfestricken für die afrikanischen nur wenige Tage eine ungetrübte. A. bildete sich ein, daß er Heidenfinder hinzugeben, aber im höchsten Grade belästigend ist Frau unglücklich machen werde! Um dies zu vermeiden, beschloß an einer unheilbaren Krankheit leide und infolge dessen seine Der Anblick eines verhungernden Proletarierkindes. Von dem Verhalten dieser unnügen Art Frauenvereinlerinnen sticht wohl er, da er vergeblich versucht, seine Frau zu einer gerichtlichen thuend ein Flugblatt des bürgerlichen Frauenvereins Edelweiß" abend den 13. Mai entfernte sich U. aus seiner Wohnung, fandte Scheidung zu überreden, sich das Leben zu nehmen. ab, aus dem wir ohne weiteren Kommentar die folgende, treffende Schlüssel und Werthsachen, die er bei sich trug, durch einen Stelle wiedergeben:„ Es ist bedauerlich, daß die besser gestellten Dienstmann nach Hause und fuhr nach Cöpenick, wo er sich in Klassen so selten aus eigener Anschauung die Lage der ärmeren der Haide erhängte. Der Vorsicht halber hatte der Lebensmüde, Bevölkerung fennen lernen, ja ost jede Berührung mit derselben bevor er die Schlinge zuzog, sich mittels eines Revolvers eine meiden. Wäre es anders, sähen sie sich wenigstens in den Schulen um, die von den Kindern jener Voltskreise besucht werden, so Kugel durch den Kopf gejagt, welche Schußwunde den sofortigen Tod herbeigeführt hat. unterbliebe sicher nicht so häufig das Allernothwendigste, und das, was unternommen wird, ob es nun von Behörden oder Brennofen Einsturz. Ein entsetzlicher Unglücksfall, bei Privaten ausgeht, wäre nicht so wenig den Bedürfnissen und dem leider zwei Menschenleben zu beklagen sind, hat sich am Verhältnissen angepaßt und würde auch nicht so oft getadelt. Donnerstag Abend auf dem am Langen See belegenen Terrain Wer sich um das Los der Kinder der Volksschulen fümmert, muß der Berlin- Köriter Aftien Ziegelwerte ereignet. Dort waren die Wahrnehmung machen, daß es einem beträchtlichen Theil gegen 9 Uhr mehrere Arbeiter damit beschäftigt, eine Ladung großen Brennheitlicher Wohnung, Aufsicht und guter häuslicher Umgebung ofen der Sektion IV einzufarren. Als sie beim vorlegten Auffehlt, daß es also an allem gebricht, was dazu gehört, um aus tarren waren, vernahmen sie plötzlich ein knisterndes Geräusch, ihnen gesunde, fräftige und rechtdenkende Menschen zu machen. auf das sie aber nicht weiter achteten, da sie der Meinung waren, Eine Volksschullehrerin erzählte uns in diesem Winter, daß sie es handele sich wie gewöhnlich um eine sogenannte„ Size= die Kleidertasche eines Kindes untersuchte, weil dasselbe heimlich erweiterung", durch welche der Ofen gewerksmäßig zu„ klappern" immer etwas aus derselben während der Stunde gegessen hatte.( fnistern) anfängt. Leider hatten sie sich aber hierin bitter geSie fand die Tasche mit Hafer gefüllt, den ein mitleidiger täuscht; denn taum hatten die Arbeiter ihre Ladung abgeworfen, Droschkenfutscher ihr geschenkt, weil sie so argen Hunger ge- da erfolgte abermals ein heftiges Knistern, dem gleich Die neneste Nummer der Franenzeitschrift ,, Die Gleich habt!" Solch hungriges, mattes Kind kann dem Unterricht nicht darauf ein raffeliges Geräusch folgte, und noch ehe die Arbeiter heit" enthält einen längeren Aufruf„ An die Frauen und mehr folgen, seine geistigen Kräfte erlahmen, es wird stumpf und sich aus dem Ofen retten konnten, gab es plötzlich einen dumpfen Mädchen des arbeitenden Volkes", durch den diese gleichgiltig; statt der guten Anlagen entwickeln sich die schlechten. Knall und mit donnerähnlichem Getöse stürzte der Ofen zusammen zu energischer Thätigkeit für die bevorstehenden Wahlen auf- Welche Freude, diesen armen kleinen Geschöpfchen etwas auf und begrub die darin beschäftigt gewesenen Arbeiter unter seine gefordert werden. Es wird ihnen empfohlen, sich bei der An- helfen zu tönnen, sie widerstandsfähiger zu machen durch vier Trümmer. Sofort machten sich die sämmtlichen Mannschaften der freiwilligen Gewerksfeuerwehr an die mit großen Schwierigfertigung der Wählerlisten und der Verbreitung von Schriften, Wochen eines frischen, fröhlichen Landaufenthalts!" feiten verknüpften Aufräumungsarbeiten, und nach etwa Zeitungen, Wahl- Flugblättern und Stimmzetteln zu betheiligen Aus den Spandauer Musterwerkstätten. Begreifliche 11%, stündiger Thätigkeit gelang es ihnen denn auch, einen der sowie die Agitation durch Geldsammlungen zu unterstützen. Unterzeichnet ist der Aufruf von Klara Zetkin, Redakteurin Aufregung und viel böses Blut erregte unter den tausenden Ar- verschütteten Arbeiter, allerdings in schwer verletztem Zustande, der„ Gleichheit", Emma Ihrer, Herausgeberin der„ Gleich- beitern des hiesigen Feuerwerks Laboratoriums das neuerliche zu retten, während die beiden anderen Arbeiter, die Ziegelstreicher heit", und von B. Wengels und W. Greiffenberg, den Vorgehen der Direktion des Instituts. Trotzdem eine Verfügung Dräger und Sellin, nur noch als verstümmelte Leichen aus dem Vorsitzenden der Berliner Frauen- Agitationskommission. Bei des Kriegsministeriums bestehen soll, nach welcher die Arbeitszeit Trümmerhaufen hervorgezogen werden konnten. Der schwer verDieser Gelegenheit möchten wir unseren Genosfinnen und Genossen nur in ganz ausnahmsweise dringenden Fällen mehr als zwölf legte Streicher Günse wurde nach dem Krankenhause geschafft. dringend empfehlen, sich die Verbreitung der„ Gleichheit" an- Stunden betragen darf, wird in der genannten Fabrik in fast Erklärliches Aufsehen erregte vorgestern Nachmittag um gelegen fein zu laffen, die alle 14 Tage in Stuttgart im allen Betrieben schon seit Jahresfrist Ueberstunden gearbeitet, bie Verlag von J. H. W. Dies erscheint und pro Quartal ohne die tägliche Arbeitszeit oft zu einer 14-16stündigen gestalten. Die 1 Uhr die plögliche Berhaftung des Bäckermeisters Fabrik liegt auf der Giswerder, einer Insel der Oberhavel. und Konditors Theodor Puls, der in dem Hause Bestellgeld 55 Pfennig kostet. Es müssen deshalb die Arbeiter täglich durch den Fabrikdampfer Nollendorfstr. 24 ein gutgehendes Geschäft betrieb. Puls hatte von und zur Arbeitsstätte befördert werden, was ebenfalls noch sich verleiten lassen, ungetreuen Mehlfutschern die gestohlene eine geraume Zeit in Anspruch nimmt, so daß den meisten Waare abzunehmen und den Hehler zu spielen. Hiervon hatte Arbeitern außer der Zeit zum Schlafen und Essen Monate, ja ein Fuhrherr, der für das fehlende Mehl verantwortlich gemacht Jahre lang zur Erholung oder zu geistiger Beschäftigung that wurde, weil seine Kutscher die Fuhren besorgt hatten, Wind erhalten und den Hehler angezeigt. Dieser wurde denn sächlich keine Zeit übrig blieb.. Daß die Arbeiterschaft im Allgemeinen derartigen Einrich auch vor einiger Zeit polizeilich vernommen. Der Ehetungen nun nicht allzufreundlich gegenübersteht, ist wohl leicht frau, die von dem geschäftlichen Treiben ihres Mannes keine begreiflich. Der bisher unterdrückte Groll und Unwille steigerte Ahnung hatte, erklärte er bald nach seiner Vernehmung: fich aber und trat offen zu Tage, als der neue zweite Direktor, Passe mal auf, ich werde nächstens abgeholt und sehe Dich Während der Reichstagswahl sind im Wahlkreise Aschaffenburg alle Briefe 2c. zu adressiren: an das bayerische Agitationskomitee in Frankfurt a. M., beim Gastwirth Fischer, Schwurgasse 19. " Lokales: An die Wähler des 4. Berliner Reichstags: Wahlfreises. In allen Fällen, wo den Wählern, die ihre Stimme dem sozialdemokratischen Kandidaten geben wollen, die nöthige Zeit zur Einsichtnahme der Wählerlisten mangelt, sind die nach stehend verzeichneten Parteigenoffen bereit, diefes au beferaen: D vann nicht rotes et." Frau Puls, die sich nicht denken konnte, daß damit eine Verhaftung geineint war, legte der Aettßerung keine Bedeutung bei und war daher völlig verblüfft, als vorgestern Mittag zwei Kriminialbeamte erschienen und die Ver- haftnng vornahmen. Jetzt erfuhr sie, daß ihr Mann sich der Hehlerei schuldig gemacht habe, und dachte auch jetzt an den Zusatz, daß sie ihn nicht wiedersehen werde. Hierüber sollte sie nicht langein Ungewißheit bleiben. Vorgestern Abend schon erschien ein Schutzmann in ihrer Wohnung, um die traurige Botschaft zu überbringen, daß sich ihr Mann um 3Vs Uhr Nachmittags im Einzelgewq�rsam des Polizeipräsidiums durch Erhängen am Fenstergitter das Leben genommen habe. Durch das schon so oft gerügte übermäßig schnelle Fahren der Kutscher in den Straßen Berlins ist heute wiederum ein Unglück passirt. Am Oranienburger Thor verursachte ein etwa zehnjähriger Knabe, namens Fritz Staegmann, der Sohn einer tn der Lothringerstraße wohnenden Wittwe, heute Mittag gegen 1 Uhr einen gerade vorübersahrenden Wagen der Ringbahn zu erreichen— in demselben Augenblick bog eine Droschke I.Klasse im scharfen Trabe aus der Elsasserstraße kommend in die Friedrich- straße ein und überfuhr den armen Kleinen, der keine Zeit zum Aus- weichen mehr hatte, zum Entsetzen der zahlreichen Passanten so unglücklich, daß er schwere Verletzungen am Kopse und den Armen davontrug. Der regungslos daliegende Knabe, der eben aus der Schttle gekommen war und die Bücher noch krampfhaft unter dem Arme hielt, wurde sofort nach der Sanitätswache der Eichen- dorffstraße gebracht, wo er den ersten Verband erhielt und als- dann in die Charitee überführt. Glücklicherweise sollen die Ver- letzungen nicht lebensgefährlich sein. Ein Schutzmann stellte Namen und Nummer des Nosselenkers fest.— Zwei Stunde» vorher passirte in der Leipzigerstraße vor dem Reichstagsgebäude ein ähnlicher Unfall. Ein etwa zwanzig Jahre alter Hausdiener schob einen Handwagen vor sich her, als er plötzlich von einer vorüberfahrenden Droschke erfaßt wurde und unter die Räder kam. Er erlitt eine leichte Verwundung am Kopf, die ihn jedoch nicht hinderte, sich sofort-an der Verfolgung der davonsausenden Droschke zu betheiligen. Auch hier gelang es einem am Leipziger Platz stationirten Schutzmann, behufs Ausklärung der Sachlage die Personalien des Droschkenkutschers festzustellen. Plötzliche Todesfälle. Die Zentral-Markthalle verließ am Mittwoch Nachmittag der Engroshändler Reinicke, Schönhauser Allee wohnhaft, in Begleitung seines Schwiegersohnes. Plötzlich klagte er über Unwohlsein und bat seinen Schwiegersohn, eine Droschke herbeizuholen. Kaum hatte der alle Herr die Bitte aus- gesprochen, als er lautlos zusammenbrach und im nächsten Augen- blick verschied. Der Verstorbene war einer der ältesten und au- gesehensten Händler in der Zentral-Markthalle. Ein zweiter plötzlicher Todessall, der einen Berliner betrifft, hat sich Mittwoch Morgen in Pritzwalk zugetragen. Der In- genieur Siller von hier war im Austrage seiner Fabrik mit inehreren Monteuren in dem märkischen Landstädtchen mit der Ausstellung eines Dampfkessels thätig gewesen und wollte Mitt- rooch gegen halb 9 Uhr Morgens die Rückfahrt nach Berlin an- treten. Eben wollte S. das Trittbrett des Kupees besteigen, als er zusammenbrach und nach wenigen Minuten an den Folgen eines Herzschlages verstarb. Die Leiche wurde nach Berlin gebracht. Einer fahrlässigen Körperverletzung hat sich ein Lebens- retter bei seinem Werke schuldig gemacht. Als die 30 Jahre alte Wittwe Nordl aus der Kleinen Hamburgerstraße vorgestern Nach- mittag um SVs Uhr vor dem Hause Brunnenstr. 1 die Straße überschritt, stand sie plötzlich vor einer fahrenden Droschke und wäre unfehlbar unter die Räder gekommen, wenn der Kutscher nicht die Geistesgegenwart besessen hätte, sich nüt dein Oberkörper weit vorzubeugen und die alte Frau zurückzustoßen. Da- durch lam sie aber zu Falle und erlitt so schwere Verletzungen, daß ihre Uebersührung nach der Charitee erforderlich wurde. . Von einem eigenartige» Unfälle ist vorgestern Nachmittag um t>>/2 Uhr der 42 Jahre alte Maschinist Johannes Janath, Osnabrückerstr. 2, betroffen worden. Er zog einen Handwagen durch die Königstraße und wurde an der Ecke der Spandauer- straße durch eine Droschke angefahren. Durch den plötzlichen Ruck wurde er umgedreht, und die spitze Deichsel des Handwagens drang ihm in die Bauchhöhle. Mitschtveren inneren Verletzungen mußte er nach einem Krankenhause gebracht werden. Ans merkwiirdige Weise verunglückte vorgestern Abend der Former Hilbrich, der sich auf dem Nachhausewege nach seiner auf dem Gesundbrunnen befindlichen Wohnung befand. Der- selbe war in der Stadt auf einen Wagen der Omuibuslinie Potsdamer Brücke— Rosenthaler Thor gestiegen. Unweit des letzteren gerielh der Wagen in starkes Stoßen. H. stieß einen Angstschrei aus und griff nach seinem Munde. Als die Mit- fahrenden sich nach H. umsahen, bemerkten sie, daß dessen vor den Mund gepreßtes Taschentuch ganz blutig war. Es stellte sich heraus, daß H. sich mit dem Munde gegen den Knops feines Stockes gestützt hatte, der bei der heftigen plötzlichen Bewegung des Wagens dermaßen in den Mund drang, daß vier Zähne ausbrachen. H. mußte sich sofort zu dem nächsten Zahnärzte be- geben. Wiederum wird daS Verschwinden eines zwölsjährigen Mädchens gemeldet. Die am 13. Dezember 1860 geborene Tochter der Gitschinerstr. 81 wohnenden Tornow'schen Eheleute, Marie, wird seit dein 10. d. Mts. vermißt. Das Kind hatte eine fast unüberwindliche Furcht vor der Schule, und dieser Umstand mag an seiner Entfernung mit Schuld sein. Andererseits glaubt aber der Vater, daß das für sein Aller sehr entwickelte Mädchen in schlechte Hände gerathen sei. Es hat blondes Haar und blaue Augen und war mit einem roth und schwarz karirten Kleide, einer blau und weißen Schürze, weißen Strümpfen und Halb- schuhen bekleidet. Die Hilse der Polizei ist angerufen worden. Der neue Nübeupilz, IPbonm Betas, der zuerst von Pro- sessor Frank Hierselbst erkannt wurde, ist auch bereits in der Provinz Brandenburg aufgetreten. Da der neue Pilz den Rüben- bau ernstlich gefährdet, hat der landwirthschaftliche Provinzial- verein sich der Angelegenheit bemächtigt und will zunächst durch Umfrage genau seststellen. wie weit der Pilz bereits in der Provinz sich verbreitet hat. Die Untersuchung der lrankheits- verdächtigen Pflanzen hat Professor Frank selbst übernommen. Von dem Ergebniß der Umfrage will man die weiter zu er- greifenden Maßregeln abhängig machen. Jedenfalls soll die Sache so beschleunigt werden, daß noch in diesem Jahre der Vernichtnngs- kämpf aufgenommen werden kann. Das Auftreten des Pilzes ist daran erkennbar, daß die jungen Herzblätter der Rübenpflanze schwarz und tobt sind, und baß die Schwärzung sich bis auf den Rllbenkörper erstreckt, auch sind zuweilen an der Seite der Rübe kleinere oder größere schwarze Faulflecken vorhanden. Die er- krankte Rübenpflanze bleibt merklich im Wachsthum zurück und kann endlich ganz durch Fäulniß absterben. An den Samen- stengeln gehen die schwarzbraunen kranken Flecken oft streifen- weise von unten an hoch hinauf. Polizcibericht. Am 18. d. M. Morgens wurde im Friedrichshain die Leiche eines neugeborenen Kindes aus- gefunden.— Vormittags gerieth ein siebenjähriger Knabe vor den» Hanse Alt-Moabit 117/113 unter die Räder eines Kohlenwagens und erlitt einen Leistenbruch, so daß seine Uebersührung nach dem Augusta-Hospital erforderlich wurde.— Im Polizei- Gewahrsam erhängte sich Nachmittags ein wegen gewerbs- mäßiger Hehlerei verhafteter Bäckermeister.— An der Ecke der König- und Spandauerstraße fand ein Zusammenstoß zwischen einem Geschäftssuhrwerk und einem Handwagen statt, wobei ein den letzleren führender Maschinenardeiter gegen die Deichsel- stange seines Wagens gedrückt wurde. Er erlitt eine bedeutende Quetschung der Brust und mußte nach der Charitee gebracht werden.— Abends erschoß sich ein Buchhalter in seiner Wohnung, in der Oranienburgerstraße, mittels Revolvers. ©eeWifs-Belftmfl; Die Reihe der Preßprozesse, welche aus Anlaß der so- genannten Cholerakollekte der Postverwaltung Staatssekretär v. Stephan gegen Blätter der verschiedensten Richtungen bereits angestrengt hat, erhielten gestern eine Bereicherung. Wegen Beleidigung des Dr. v. Stephan bezw. auch derjenigen Ober- Postdirektoren, welche bei jenerCholerakollekte betheiligt waren, hatten sich die Redakteure des„V o r w ä r t§", Friede. Aug. Enders und der„B e r l i n e r P r e s s e", Franz Xaver W ißberger vor der I. Strafkammer des Landgerichts I zu verantworten. Bekanntlich bildete die in allen Postbezirken veranstaltete Kollekte zu gunsten der durch die Cholera heimgesuchten Hamburger Post- beamten seinerzeit den Gegenstand lebhafter Preßerörterungen. Die Kollekte war von Köln aus angeregt worden, Dr. Stephan hatte sie als einen Ausdruck edler Menschlichkeit genehmigt, und Ober-Postdirektor Griesbach hatte dies allen Ober-Postdirektions- bezirken mit dem Auftrage mitgelheilt, allen Beamten und Unter- beamten davon Kenntniß und ihnen anHeim zu geben, sich an den Sammlungen zu betheiligen. Diese Art der Hilfeleistung für Reichsbeamte, die bei Ausübung ihres Berufes in eine außer- gewöhnliche Lage gerathen waren, hatte auf verschiedenen Seiten Anstoß erregt. Es wurde der Standpunkt vertreten, daß es ein nobils officium des Reiches sein müsse, für seine Beamten selbst zu sorgen, nicht aber die armen Unterbeamten, welche jene von Oben her protegirte Kollekte als einen Druck schließlich empfinden müßten, zu veran- lassen, hierfür ihre Nickel herzugeben. Von postalischer Seite war demgegenüber behauptet worden, daß von einem moralischen Zwange gar nicht die Rede sei, ebenso wenig von einer Ab- tvälzung der Verpflichtungen den Beamten gegenüber auf die Schultern dritter Personen. Die Ober-Postdirektion in Hamburg sei, noch ehe von privater Sammlung für Hamburg die Rede gewesen, von Dr. v. Stephan angewiesen worden, Anträge auf Gewährung von Unterstützungen aus Reichsmitteln zu stellen und solche seien auch gewährt worden. Außerdem seien die Fahrt- und Ucberlagergebühreu des Fahrpersonals für die Dauer der Cholera-Epidemie um die Hälfte erhöht worden.— Der „Vorwärts" hatte nun in 4 Nummern gegen verschiedene Er- scheiimngen im„Reiche des Herrn Stephan" Stellung genommen. Unter Anklage gestellt war zunächst ein Artikel mit der Ueber- schrift:„Sonntagsarbeil bei der Post". Es wurde darin Herr von Stephan u. A. als„zu gut geschulter Beauftragter des Kapitalismus" und als„Marsyas IL" bezeichnet. Der Verfasser der Anklage hat jenen Vergleich„mit dem menschenschindenden Könige des Alterthums" als besonders beleidigend hervorgehoben. Die drei weiter inkriminirten Artikel des„Vorwärts" beziehen sich auf die Cholerakollekte. Es wird darin von„Bettelpfennigen" und von einer„Nöthigung" ge- sprachen, als welche sich die amtliche Aufforderung zur Kollekte bei den Beamten darstellen müsse, von„Almosen", die Herr von Stephan unter erschwerendsten Bedingungen versprochen habe ee. — Der Artikel der„Berliner Presse" hatte ungefähr denselben Gedankengang. Herr v. Stephan habe versprochen, soweit die Atittel der Hamburger Ober-Postdirektion nicht ausreichten, den Beamten durch Unterstützung des Reichspostamts zu Hilfe zu kommen, er habe dieses Versprechen aber nicht erfüllt, sondern die darbenden Unterbeamten für die armen Kollegen in Ham- bürg sorgen lassen. Die Beweisaufnahme erstreckt sich auf die Vernehmung der Ober-Postdirektoren Griesbach und Pankow und einiger Unterbeamten. Es wurde unter anderem festgestellt, daß zur Unterstützung nvthleidender Hamburger Postbeamten von Reichswegen außerordentlich nur 3S00 M., durch die Kollekte dagegen 48 Ot>v M. verwendet worden sei.— Der Staatsanwalt hielt die Kritik der Angeklagten für eine unberechtigte und die behaupteten That- fachen für nicht erweislich wahr. Die Beleidigungen seien sehr schwerer Natur und um so strafbarer, weil durch derlei Artikel der Geist der Unzufriedenheit in das kolossale Heer der Post- Unterbeamtei» getragen werde. Er beantrage daher gegen Enders 0 Monate, gegen Wißberger 2 Monate G e s ä n g n i ß.— R-A. Heine, ivelcher für Enders volle Frei- svrechuug beantragte, wandte sich zunächst gegen die falsche An- fchauimg des Anklageversasjers bezüglich des Marsyas. Dieser sei ja gar kein„menschenschindender König" gewesen, sondern gerade der Geschundene, der in dem Weltkampse mit Apollo unterlegen war. Das tsrtium compar ationia sei aber gar nicht auf dem Gebiete des Schindens, sondern darin zu suchen, daß Marsyas hier in der Bedeutung eines schlechten Dichters angeführt sei. Schlechte Gedichte habe selbst Cäsar gemacht und Dr. v. Stephan, der so häusig Gedichte pudlizire, müsse es sich gefallen lassen, daß Kritik an ihm geübt wird. Die Artikel enthielten überhaupt gar keine Thatsachen, sondern nur eine Kritik, die namentlich hinsichtlich der Kollekte vollauf berechtigt gewesen sei. Derartige Kollekten fänden weder bei der Justiz- noch bei anderen Be- Hörden statt und wenn die Postverwaltung mit diesem guten Brauche breche, dann müsse sie sich die Kritik gefallen lassen. Es handele sich dabei gar flicht um Personen, sondern um das ganze System der Postverwaltung, und die gesammte Presse der ver- fchiedensten Richtungen sei einstimmig in der Verurtheilung diefer Kollektenaffäre gewesen.— Rechtsanwalt Cohn I. empfahl, gegen Wißberger nur eine kleine Geldstrafe festzusetzen. Dem- selben stehe der Schutz des§ 193 vollauf zur Seite. Die Post- Verwaltung hatte sicher die Pflicht gehabt, die Roth ans Reichs- Mitteln zu lindern, sie sei auch dazu in der Lage gewesen, denn sie erziele jährlich einen Ileberschnß von 9 Millionen. Die Presse gat.z Deutschlands habe sich gegen das qn. Versahren ausgesprochen, ebenso im Reichstage die Redner aller Parteien, ja selbst Herr v. Keudell habe dieses Verfahren ausdrücklich gemißbilligt.— Der Gerichtshof stellte sich im Urtheile auf folgenden Standpunkt: Die Veranstaltung der- artiger Samutlungen unter den Beamten habe immer etwas Btiß- liches und rufe mit Recht Tadel tmd Kritik hervor. Natürlich werde damit ein Druck von oben nicht beabsichtigt, die Beamten glaubten aber doch an solchen versteckten Druck. Eriviesen sei durch die Beweisaufnahme, daß das Reich gegenüber der Privatsammlnng in der That sehr wenig gethan habe, und man könne sich nicht wundern, wenn daran 5kritik geübt werde. Der Gerichtshof habe auch berücksichtigt, daß die Motive, aus denen heraus die'Artikel geschrieben, ge- iv i s s e r m a ß e n ethischer Natur seien. In allen Fällen sei den Augeklagten der Schutz des§ 193 zugeb'Uigt worden, die Grenzen desselben seien aber weit überschritten. Was den Marsyas betreffe, so glaube der Gerichtshof dem Vertheidiger und dem Angeklagten, daß nur in dichterischer Beziehung eine Parallele gezogen werden sollte. Wenn man hiervon ausgehe, erscheine die Kritik nicht unberechtigt. Aus diesen Er- wügungen heraus vemrtheilte der Gerichtshof End ers zu zwei'Monaten G es än g n i ß, Wißberger zu Ivo M. Geldbuße. Eine Anklage wegen Gefährdung eines Eisenbahu- TranSporteö wurde gestern vor der vierten Straskammer des Landgerichts I gegen den Heizer Kenne verhandelt. Am 28. August v. I., Nachmittags 2 Uhr 30 Minuten, stand der nach Wannsee bestimmte Personenzug auf dem Potsdamer Bahnhof zur Abfahrt teereit. Da es Sonntag war, war der Zug bis auf den letzten Platz von Ausflüglern besetzt. Als Keune die Maschine vorlegte, geschah dies mit solcher Gewalt, daß sämmtliche Fahr- äste einen großen Schreck bekamen und theilweise gegen einander ogen. Es kamen zum Glück nur leichte Verletzungen vor, einer der Fahtgäste war etwas erheblicher verletzt. Dagegen war an dem Wagenmaterial ein Schaden entstanden, der gegen 700 M. Kosten verurfacht hat. Der Unglücksfall sollte durch die Fahrlässig- keit des Keune verursacht sein. Derfelbe hatte durch seineu Ver- theidiger, Redakteur Frankel, einen Entlastungsbeweis dafür an- getreten, daß lediglich durch die schlechte Verfassung der Maschine der Zusammenstoß erfolgt sei. Die Räder der Maschine hätten durch längeres Bremsen ihre kreisrunde Form verloren, indem an einigen Stellen Abschleifungen entstanden seien, welche man im Eisenbahn- Betriebe als„Schlaglöcher" bezeichne. Der Angeklagte wollte rechtzeitig gebremst haben, der Erfolg sei aber ans grund der erwähnten Abschleifungen ausgeblieben. Ein Entlastungszeuge, der Lokomotivführer©röscher, bekundete, daß er die fragliche Maschine wenige Tage vor dem Zusammenstoß gefahren und dabei dieselbe Erfahrung gemacht habe, wie der Angeklagte. Er habe dem Werkmeister erklärt, daß er nicht mehr mit der Maschine fahren würde, weil sie ihm zu unzuverlässig sei. Demgegenüber erklärte der Werkmeister Häntjens, daß er die Maschine nachträglich geprobt habe, wobei die Bremsvor- richtung vorschriftsmäßig gewirkt habe. Ein anderer Sachver- ständiger erwiderte, daß diese eine Probe nicht maßgebend fein könne, denn einmal funktionire die Bremse bei den mit Schlag- löchern versehenen Rädern, ein anderesmal nicht. Der Staats- anwalt beantragte selbst die Freisprechung des Angeklagten, dem eine Fahrlässigkeit nicht nachzuweisen sei. Diesem Antrage ent- sprach der Gerichtshof. Bemerkenswerthe Nahrungsmittel- Fälschnngen be- schäfliglen am Donnerstag die erste und dritte Straskammer am Landgericht II. Vorder ersten Kammer stand der Müller- geselle Hermann Hoffmann unter der Beschuldigung, um seine Veruntreuungen an Mehl zu verdecken, Sand unter den Roggen gemischt und mit vermählen zu haben. Hoffmann stand bei dem Windmühlen besitzer Brösicke in Petershagen bei Alt- Landsberg in Arbeit. Im Januar dieses Jahres wurde der Mühlenbesitzer durch einen Schlagfluß gelähmt, so daß der Geselle allein die Mühle zu leiten hatte. In drei Tagen, in denen er ohne Aussicht war, hat er 76 Zentner Mehl so hochgradig mit Sand vermischt, daß das Mehl voll- ständig ungemeßbar war. Wer dem diebischen Gesellen als Hehler gedient hat, konnte nickt ermittelt werden. Der An- geklagte wurde wegen dieser Handlungsweise mit b Wochen Ge- fängniß bestraft.— Der zweite Fall betraf den Bäckermeister Paul Knauer aus Tasdorf, früher in Rüdersdorf. Der Handelsmann Hölzer in Rüdersdorf hatte am II. August v. I. für 78 M. Brot von dem Angeklagten bezogen und an feine Kunden in Berlin abgesetzt. Am 15. August übernahm tölzer eine zweite Lieferung in gleicher Größe, aber alle s£ne unden in Berlin lehnten die erneute Abnahme des Brotes ab und gaben ihm das vorher bezogene als völlig ungenießbar zurück. Es befanden sich in demselben große schwarze Klumpen von ekelerregendem Ansehen. Knauer hat zwar beide Lieferungen zurückgenommen und dem Hölzer noch 25 M. Entschädigung gezahlt, einzelne Kunden hatten aber doch die Brote der Polizei übergeben und das weitere Verfahren führte zur Er- Hebung der Anklage gegen den Bäcker und seinen Gesellen. Das Schöffengericht in Alt-Landsberg verurtheilte den Meister zu 50 Mark, den Gesellen zu 40 Mark Geldstrafe. Letzterer beruhigte sich bei dem Urtheil, der Meister dagegen legte Berufung ein. In der zweiten Instanz gestaltete sich die Sache für den Angeklagten viel ungünstiger, wie in der ersten. Der Angeklagte behauptete, es habe sich um neues Roggenmehl ge« handelt, welches sich oftmals schlecht binde weshalb es mit ge- riebener Semmel vermischt werden müsse. Daß er altes, ver- schimmeltes Brot ausgeweicht und in den Teig gemischt habe, be- stritt er entschieden. Bäckermeister Gustav Wald, Obermeister der Rüdersdorfer Bäckerinnung, gab sich so ersichtliche Mühe, seinen Kollegen zu entlasten, daß der Gerichtshof plötzlich die Ver- nehmung dieses Sachverständigen abbrach und das Gut- achten des Kreisphysikus Dr. Philipp entgegennahm. Dieser er- klärte, ihm sei ein Brot zugesandt worden, er habe dasselbe aus- geschnitten und untersucht. Er habe schon viel dergleichen gesehen, aber so etwas noch nicht. Das Brot sah von Außen gut, auch vollständig ausgebacken aus, im Innern befandenffich jedoch große Klumpen alten Brotes, die vollständig durchschimmelt waren. Es war die kolossalste Schimmelbildung, die ich je gesehen— fuhr der Sachverständige fort— dieselbe muß im Innern des Brotes entstanden sein, denn Außen war das Brot schimmelfrei. Die Schimmelpilze würden ja wohl durch die Hitze des Backofens vernichtet worden sein, doch solch feste Brotstücken im Teige kann die Hitze nicht durchdringen, die Pilze greifen rapid um sich und das Brot wird so hochgradig gesund- heitsgefährlich, daß der Genuß den Tod zur Folge haben kann, weil die Bestandtheile des Brotes chemisch vollständig zersetzt werden. Hütte ich das Brot zur Stelle, wurde sich der Gerichts- hos selbst überzeugen können. Immerhin kam der Gerichts- Hof zu der Ansicht, daß auf feiten des Angeklagten nur eine Fahrlässigkeit vorliege, es wurde aber auf dieselbe Strafe von 50 M. erkannt.— Den Schluß des Reigens bildete eine Milchplantscherei. Der Gutsbesitzer Frie- brich Hermann Karl Frischmuth auf Remote war vom Schöffengericht zu Oranienburg zu 300 Mark Geldstrafe ver- urtheilt worden, weil er das Wasser, mit welchem die Milch- eimer und der Kühlapparat ausgespült worden waren, in die nach Berlin spedirte Milch gegossen hatte. Seine Tochter, verehelichte Thierbach, war wegen desselben Vergehens zu 75 M. verurtheilt worden. Beide hatten Berufung eingelegt. Der Vertheidiger vertrat den merkwürdigen Stand- punkt, daß es gar nichts Besonderes sei, wenn etwas Spülwasser in die Milch gegossen werde, indessen konnte der Gerichtshof die Richtigkeit dieser Ansicht nicht prüfen, weil eine erneute Äe- weisausnahme beschlossen werden mußte, zu welcher auch der Ge> richtschemiker Dr. Bischoff zugezogen werden soll. Der Schneidermeister Moritz Chaim, Linienstraße 40, früher 42, theilt uns mit, daß er mit dem in Nr. 113 des„Vor- wärts", 2. Beilage, unter Gerichtszeitung erwähnten Schneider- nteister Chaim nicht identisch ist. ÖOitnle ZUoberktchk. Ter Streik der Zimmerer OdrrbergS in der Mark dauert fort. Der Kampf scheint ein harter zu werden. Kameraden und Genossen allerwärts, unterstützt uns durch Zu- sendung von Geldmitteln. Bedenkt, daß ein günstiger Ausgang des Streiks von großer Wirkung aus die gesammte Arbeiterschaft dieser Gegend sein würde. Haltet den Zuzug fern! Geld- sendungen u. f. w. sind zu richten an W. K ü n e k e, Oderberg (Mark). Die Streik-Kommission der Zimmerer Oderbergs. Die Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. Die Goldleistenarbeiter in Altona und Ottensen warnen insbesondere die Berliner Kollegen und Kolleginnen dringend vor Zuzug, da in Unternehmerkreise» geplant wird, Berliner Mädchen als Lohndrücker zu engagireti. Die Berliner Kolleginnen insbesondere werden daher ersucht, sich nicht nach Altona und Otteufen locken zu lassen. Die dortigen Goldleisten- arbeiter sind überzeugt, daß bei noch niedrigeren Löhnen, als bisher gezahlt wurden, niemand mehr existenzfähig bleiben könne. Als warnendes Beispiel führen sie an, daß in einer Fabrik die mit dem Verzieren der Leisten beschäftigten Mädchen bei an- gestrengter Akkordarbeit nur den geringen Wochenlohn von 0 bis 9 M. verdienten. Versammlungen. vorläufig auszusehen. Tischlerverein. Bersammlung am Sonnabend, den 20. Mat, Abends Bur Stellungnahme gegen den Berufs- 1. musiker- Verein Nord- West rieth Genosse Thierbach, welcher als 9 Uhr, Melchiorfstr. 15. Berathung der diesjährigen Herrenpartie. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter, Sillale Gast anwesend, diese Sache zunächst in der Gewerkschafts- Charlottenburg. Mitgliederversammlung am Sonnabend, den 20. Mat, Abends kommission zur Sprache zu bringen und dann in einer öffent- 8 Uhr, im Restaurant S. Krause, Bismarck- und Rückerstraßen- Ede lichen Versammlung der Berliner Arbeiterschaft zu unterbreiten. r. 29, Hamburg), Filiale Berlin 5. Mitgliederversammlung am Sonnaben Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter( E. H. menn jeder Gine dritte öffentliche Wählerversammlung für den 4. Reichstags- Wahlkreis fand am Donnerstag Abend in der Urania, Wrangelstraße, statt. Buchdrucker Majiini referirte in wirkungsvoller Weise über die Neuwahlen zum Reichstage und In Potsdam tagte am 12. d. M. eine Volksversammlung, die Militärvorlage. An der interessanten Diskussion betheiligten in welcher der Reichstags: Kandidat des Kreises, Genosse sich eifrig die Genossen C. Schulz, P. Böhm, Gadegast, Blum Bernau aus Berlin, über die erfolgte Reichstags- Auflöſung und Echolz. In seinem Schlußwort tam der Referent auf das Be- und die bevorstehende Neuwahl referirte. Der begeisternde Vorstreben der Reaktion, das allgemeine Wahlrecht zu kürzen, zurück und trag wurde mit brausendem Beifall aufgenommen und rief eine ermahnte die Anwesenden, überall recht eifrig zu agitiren, damit lebhafte Diskussion hervor. Die in der Versammlung anwesenden den Volksfeinden inne werde, daß es gefährlich sei, mit dem Gegner hatten leider nicht den Muth, der Aufforderung des Feuer zu spielen.( Beifall.) Einstimmig wurde dann Vorsitzenden zur Betheiligung an der Debatte nachzukommen. folgende Resolution angenommen:„ Die Versammlung verwirft Die Versammlung war von der Gewißheit erfüllt, daß, der den Militarismus der Gegenwart. Sie ist sich jedoch bewußt, sozialdemokratische Kandidat gewählt werde, daß die Auflösung des Reichstages nicht nur der Militärvorlage Parteigenosse seiner Pflicht nachkommt. Einstimmig wurde wegen geschehen ist; sondern daß es sich auch um Einführung eine Resolution angenommen, in der die Versammelten reaktionärer Maßregeln für die Arbeiterklasse und insbesondere sich verpflichteten, am 15. Juni Wernau ihre Stim um Abschaffung des allgemeinen direkten und geheimen Wahl- men zu geben. Unter Berschiedenem wurden die Parteirechts handelt. Die Versammelten verpflichten sich deshalb, am genoffen zu zahlreicher Betheiligung an der Agitationstour auf15. Juni den Genossen Paul Singer als entschiedenen Gegner gefordert, welche am 2. Pfingsttage Morgens 6 Uhr von Glafers der Reaktion in den Reichstag zu wählen." Nachdem Genosse Lokal aus unternommen werden soll. Auch erging ein Appell an Echolz die Adressen bekannt gegeben, bei denen Anmeldungen zur die Versammelten, sich fester als bisher ihren GewerkschaftsKontrolle der Wählerlisten entgegengenommen werden und zur organisationen anzuschließen; zur Förderung der gewerkschaftKontrolle derselben nochmals aufgefordert hatte, schloß derselbe lichen Arbeiterinteressen hat sich in Potsdam ein Gewerkschaftsdie Versammlung mit einem dreifachen Hoch auf die Sozial- tartell konstituirt. Mit einem begeisternden Hoch auf die Sozialdemokratie. demokratie wurde die imposante Versammlung geschlossen. Unter dem Gefang der Marseillaise verließen die Anwesenden den Saal. und Huth anwesend. den 20. Mat, Abends 9 Uhr, Alte Schönhauserstr. 42 bei Reimann. Tagesorbnung: Kaffenbericht. Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe ber Metallarbeiter( E. S. 29, Hamburg), Filiale Berlin 6. Den Mitgliedern zur Nice, ausfällt. Ste nächste Versammlung findet erst nach den Reichstagswahlen statt. am 21. wegen Die Zentralverband der Testilarbeiter Deutschlands, Filiale Berlin. bewegung ausfallen und die Mitglieder ihre ganze Kraft barauf verwenden Den Mitgliedern zur Kenntniß, daß die Bersammlungen zu gunsten der Wahlmögen. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner u Berlin. Montag, Gästen im Schüßenhause Fahrgelegenheit: Borortzug Stettiner Bahnhof 10,40, sowie Morbbahnhof, Bernauerstraße, um 0,10, 10,10, 12,85, 2,35, 3,40. Nachzügler werden im Schüzenhause erwartet. Gäfte willNeuer Berliner Handwerkerverzin. Am Sonnabend, den 20. Mat, findet teine Bereinsversammlung statt. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 21. d. M., Abends 8 Uhr, Rosens dem Vortrag gemüthliches Betsammensein. den 22. mai( 2. Bingfifeiertag), gemütliches Beifammensein, der andere tommen. thalerftr. 38, Vortrag des Herrn Theodor Meyner über„ Unser Pfingsten". Nach Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 21. Mat, 10X Uhr, Mosenthalers ftraße 88. Dr. Bruno Wille:" Freireligiöse Wirkung der Natur"( Festvortrag). Montag, den 22. Wat, 104 Uhr, Rosenthalerstr. 38. Dr. Pinn:„ Die Bedeutung der Feste in alter und neuer Bett"( Feftvortrag). In der humanistischen Gemeinde, Kommandantenstr. 79, hält am nächsten Sonntag, Bormittags 10 Uhr, Serr G. Schäfer den Vortrag über: Der Rampf des heiligen Geiftes mit dem unheiligen in unserer Seit Tourißen- und Wanderklub Waldesgrün". Sonnabend, den 20. Wat, Abend% 9 Uhr, Sigung bei Weit, Köpenickerstr. 68. Vergnügungsverein, Deutsche Einigkeit". Sonntag 6% Uhr, Große Frankfurterstraße, Sigung, Tanz, Fidelitas. Gäste wiltommen." Achtung! Mitglieder der Freireligiösen Gemeinde Riederf. Mitgliederversammlungen aus. Gine öffentliche Bersammlung findet am ersten Laut Beschluß des Vorstandes fallen bis nach Erledigung der Wahlen unsere schule", Neu- Treptow, Baumschulenweg, ftatt. In derselben wird Herr Waldeck Pfingstfeiertag, Nachmittags 4 Uhr, in Bischoff's Restaurant Zur Baum Manaffe über unsere Pfingsten" sprechen. Austrittserklärungen sind unentgeltlich bei Paul Glafemann, Kopfftr. 88a, zu haben. Vermischkes: Eine öffentliche Steinmegen- Versammlung, einberufen vom Gesellenausschuß, beschäftigte sich am 17. Mai mit den Mißständen auf den Werkplätzen der Innnngsmeister. Von im Saale zur Neuen Post, Beuthstraße, eine Mitglieder Die Freie Vereinigung der Kaufleute berief zum 10. Mai letteren waren in der gut besuchten Versammlung versammlung ein, die zahlreich besucht war und sich ausschließlich nur die Herren Dittmer( Firma Wimmel und Komp.) mit der Frage beschäftigte, in welcher Weise die HandlungsDie Beschwerden, welche von den Gehilfen vorgebracht wurden, betrafen hauptsächlich die Ent- gehilfen die Agitation zur bevorstehenden Reichstagswahl zu laffung der älteren und die unmittelbar darauf vorgenommene zweiten und fünften, sowie im ersten und dritten Wahlkreis je unterstüßen und zu fördern haben. Es wurde beschlossen, im Einstellung junger, eben ausgelernter Kollegen auf dem Platz eine große Versammlung für die kaufmännischen Wähler einWimmel und Komp. und dem Play Meging. Weiter wurde über die Nichtinnehaltung des Tarifs, den die Innung mit be- Restaurant zur Neuen Post, Beuthstr. 21, ein Bureau errichtet, in zuberufen; alsdann wurde während der Wahlperiode im rathen und anerkannt hatte, sowie über inhumane Behandlung welchem täglich Abends von 8 Uhr an ein Kollege anwesend sein Gestorben sind: in München am 19. Mai der Abseitens vieler Geschäftsinhaber und deren Poliere lebhaft Klage wird, der verpflichtet ist, jede Auskunft zu ertheilen, sowie Mit- geordnete Bankdirektor v. Sch auß, Führer der bayerischen geführt. Auf Platz Zeidler, wo Wochenlöhne von nur 15 geführt. Auf Plaz Beidler, wo Wochenlöhne von nur 15. M. theilungen in Empfang zu nehmen, die zur Kenntniß der Kollegen Nationalliberalen, ebendort am selben Tage der Geschichtsnichts Se.tenes find, würde, wie ein Kollege ausführte, die gute gebracht werden müssen. Ein weiterer Beschluß, sich den Ver- professor Dr. v. Kluchohn aus Göttingen, und in WiesGr Der Königshof Lindhof bei Warberg in Schweden ist Arbeit in Wochenlohn, die geringe im Attord hergestellt. trauensleuten sämmtlicher Wahlkreise zur Ausführung schriftlicher baben am 19. Mai der Kammerherr Graf v. Seherr. Er bestätigte die erfolgte Entlassung eines seiner Kollegen, Arbeiten zur Verfügung zu stellen, wurde mit großem Intereffe hoß, Herrenhausmitglied und Landesältefter Schlesiens. Der in der letzten öffentlichen Versammlung bereits aufgenommen, und nicht unbedeutend war die Anzahl derjenigen diese Uebelſtände rügte. Auf Platz Plöger ist seit einiger Zeit Kollegen, die mit voller Begeisterung, sich der guten Sache zu nebst einigen nahebelegenen Gebäuden vollständig abgebrannt; Theilarbeit eingeführt, wohl infolge des Untergebotz bei Sub- widmen entschlossen hatten. Mit einem Hoch auf die Sozial: 150 Rinder und der auf dem Hofe stationirte Vollbluthengji missionsarbeiten. So soll z. B. der Obermeister Metzing bei demokratie schloß die Versammlung. Edgemond kamen in den Flammen um. Vergebung der am tönigl. Schloß jezt zur Ausführung kommenGrubenunglück. Auf der Calumet und Secla Mine in den Ballustrade( an der Spree) ein Untergebot von 6000 M. ab Der Verband der Glasarbeiter Deutschlands, Zahlstelle Michigan brach bei der Ausfahrt von 10 Bergleuten aus dem gegeben und demzufolge den Zuschlag erhalten haben. Man Stralau, hielt am 7. Mai eine Mitgliederversammlung ab. Schacht die Kuppelnadel und der Fahrstuhl stürzte 1000 Fuß sie dann die meiste Arbeit in den Steinbrüchen herstellen lassen organisiren wir uns? Die zahlreich besuchte Versammlung lauschte New- York berichtet wird, in Genova, J., etwa 100 Personen nennt dies, führte der Redner aus, Hebung des Handwerks. Daß In derselben sprach Dr. Lütgenau über das Thema: Warum in die Tiefe. Sämmtliche 10 Insassen wurden zerschmettert. Durch eine Explosion wurden, wie unterm 18. Mai aus ( wodurch Berlin zur Reparaturwerkstatt herabsinke), ergebe sich den Worten des Redners mit Interesse und spendete ihm am aus der Sucht, troz des billigen Preises noch einen möglichst Schlusse reichen Beifall. Nach Erledigung der Kassenangelegen- verschüttet. Viele Leichen sind bereits geborgen. großen Gewinn herauszupressen. Die von vielen Innungsbeiten wurde beschlossen, die Kommission zu beauftragen, wegen meistern, und namentlich vom Obermeister Meging mit Schwung betriebene Lehrlingszüchterei eröffne vorläufig keine Berkürzung der täglichen Arbeitszeit um eine halbe Stunde bei Aussicht auf Befferung der Verhältnisse. Hier müßten die Meister der Direktion vorstellig zu werden. selbst mit Hand anlegen und durch Einigkeit bei Abgabe von Offerten, Die Zentral- Kranken- und Sterbekasse der Tischler nicht aber durch Bedrückung ihrer Arbeiter das Handwerk zu heben suchen. Herr Dittmer, der wiederholt das Wort nahm, will innerhalb der Innung die vorgebrachten Klagen zur Sprache bringen. Einen Nothstand unter den Arbeitern erfannte er vollständig an, nur seien auch die Arbeitgeber davon betroffen. Würden die noch in der Schwebe befindlichen Unterhandlungen betreffs des neuen Landtags-, des Reichspost- und anderer Gebäude abgeschlossen sein, dann gebe es Arbeit, und es wäre hielt am 8. Mai eine Versammlung ab, in welcher Herr Dr. Wurm über die Erhaltung der Sehkraft sprach. Die große Bahl von Fragen, welche nach Beendigung des Vortrages an den Redner gerichtet wurden, legte Zeugniß dafür ab, wie sehr das Thema die Zuhörerschaft, unter der sich auch viele Damen befanden, intereffirte. Heftiges Unwetter herrscht seit Sonntag in Ohio. Gin Transportschiff und zwei Schooner find auf dem Eri- See untergegangen; man befürchtet, daß noch andere Fahrzeuge Schiffbruch gelitten haben. Soweit bis jetzt bekannt geworden, sind 12 Personen ums Leben gekommen. Verschiedene Viadukte sind infolge von Ueberschwemmungen unpaffirbar geworden, mehrere Gebäude und Schuppen in Cleveland sind zerstört; der Mahonina und andere Flüsse sind aus den Ufern getreten, der Eri- See steht außergewöhnlich hoch. Die Feuerwehr ist mit Rettungs arbeiten beschäftigt, die Eisenbahnverbindungen sind unterbrochen. Auch aus verschiedenen Orten Pennsylvaniens werden Ueberschwemmungen gemeldet, Dort befanden sich die Bewohner In der Versammlung aller in der Metallindustrie beschäftigten Schleifer, welche am 8. Mai unter zahlreicher Be- zelner Landstriche in großer Gefahr und mußten vielfach durch die Feuerwehr gerettet werden. theiligung abgehalten wurde, hielt Herr Pinn über„ Das tolle Jahr 1848" einen mit Beifall aufgenommenen Vortrag. An der Diskussion betheiligten sich mehrere der Mitglieder. Hierauf wurde Sasse zum Beisiger und Louis Stalp in die Fachbeiden Theilen geholfen. Die Behauptung, daß bei Staats- und Kommunalbauten die Behörden es zur Bedingung machten, die Arbeit möglichst oder überhaupt in Berlin anfertigen zu laffen, bestritt er vollständig. Danach fragen diese gar nicht; Hauptfache sei: möglichst billig. In der weiteren Diskussion wurde noch die Beschränkung des Budenrechtes durch die Poliere, fommission gewählt. die Theilnahmlosigkeit der Kollegen an der Organisation scharf gerügt, worauf eine Resolution gegen 4 Stimmen Annahme fand, In der öffentlichen Versammlung für Kellner und in welcher sich die Versammlung mit den Ausführungen der Berufsgenossen, welche am 16. Mai bei Gründer, Röpnicer Redner einverstanden erklärte und sich der guten Sache, welche Straße, tagte, referirte Kollege Pö Bsch über die Frage: Wie die Organisation bezwecke, wieder mehr als bisher zuzuwenden stellen sich die Kellner zum Lohntarif?" Der Reoner betonte, versprach. Der Gesellenausschuß ersuchte die Anwesenden, sich daß es die Pflicht eines jeden Proletariers sei, seine Arbeitskraft in Zukunft mit begründeten Beschwerden umgehend an ihn zu so theuer als möglich zu verkaufen. Was den Lohnkampf bei wenden und versprach energische Vertretung der Arbeiterinteressen. Nach Entgegennahme des Berichts über den Stand der KrankenUnterstügungstaffe erfolgte Schluß der Versammlung. Literarisches. Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, J. H. W. Diet' Verlag) ist soeben das 34. Heft des 11. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Kapitalismus und Militarismus. Die Rentengütergefeße in Preußen. Von Dr. Rudolf Meyer.( Fortsetzung.) Die Ergebnisse der Gewerbe- Aufsicht in Bayern und Württemberg für 1892. Von Dr. Mar Quarck. Die Parteien und die Militärfrage. Von May Schippel. Literarische Rundschau.Notizen: Der Getreidebau Englands. Feuilleton: Die sozialen Zustände im römischen Reich vor dem Einfall der Barbaren. Von Dr. Paul Ernst. Von der Gleichheit", Zeitschrift für die Intereffen der Arbeiterinnen( Stuttgart, J. H. W. Dieh' Berlag) ist uns soeben die Nr. 10 des 3. Jahrganges zugegangen. Aus dem Inhalt diefer Nummer heben wir hervor: An die Frauen und Mädchen des arbeitenden Volkes. Der Reichstag. Nur die allergrößten Rälber wählen ihre Metzger selber. Die Maifeier. Zur Beachtung. Feuilleton: Je suis envoyé par les nôtres!" Eine Episode aus den Junitagen von 1848 zu Paris. Aus dem Russischen des Jwan Tur géniem. Arbeiterinnen- Bewegung. Kleine Notizen. Die Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer 10 Pf., durch die Post bezogen( eingetragen in der Reichspost- Beitungsliste für 1893 unter Nr. 2609) beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich ohne Bestellgeld 55 P.; unter Kreuzband 85 Pf. Inferatenpreis die zweigespaltene Petitzeile 20 Pf. den Kellnern so schwer mache, sei vor allen Dingen die traurige Thatsache, daß eine Unzahl von Stellenwucherern( gegen 30 in Berlin) den ganzen Arbeitsnachweis in den Händen habe, ohne natürlich den Zweck damit zu verbinden, die Arbeitsbedingungen Die freie Vereinigung der Gravenre unternahm am zu verbessern. Diese Schmaroger zu beseitigen und den ArbeitsHimmelfahrtstag eine Herrenpartie, welche gleicher Zeit zur nachweis an sich zu reißen, müsse somit die erste Aufgabe der Agitation benutzt wurde. Mittels Sonderzuges gelangten die organisirten Gastwirthsgehilfen sein. Die folgende am Schlusse Kollegen nach Biesenthal. Von dort ging es Fuß nach Melchow. feines Referats vorgeschlagene Resolution des Kollegen Bösch In dem dortigen Gasthofe wurde Nast gemacht und die Agitation fand einstimmig Annahme: Die Versammlung beschließt, an den durch eine Vorlesung:" An das Landproletariat" eingeleitet. Die Pfingstfeiertagen die früher festgestellten Lohnfäße auch dieses zahlreich anwesenden Chauffee- Arbeiter hörten mit gespanntester Jahr aufrecht zu erhalten. Nach denselben sind am ersten und Aufmerksamkeit zu. Erhebend und unvergeßlich war der An- zweiten Feiertage je 5 M., am dritten 3 M. Lohn zu zahlen. blic, wie nach Beendigung der Borlesung zahlreiche Hände fich Die Versammelten versprechen mit allen gefeßlichen Mitteln dahin nach den mitgebrachten Zeitungen und Maifest- Blättern ausstreckten. wirken zu wollen, daß die Kollegen nur solchen Bureaus ihre Nachdem noch mehrere Zeitungen an die Dorfbewohner vertheilt Arbeitskraft zur Verfügung stellen, welche diefem Lohntarif waren, erfolgte unter dem Gefang des Proletarierliedes der Weiter gemäß placiren." In der nachfolgenden Diskussion, an welcher marsch nach Schönholz. Auch hier wurde unier Agitationsmaterial fich die Kollegen Boltes, Schröder, Ebert, Weihnacht und gern entgegengenommen. Bon allgemeinem Interesse dürfte es sein, viele andere, sowie die Gastwirthe Gründer und Herzberg be unter welchen Bedingungen hier die Landarbeit verrichtet wird. theiligten, wurde der Stellenschacher der Kommissionäre einer Der männliche Arbeiter erhält pro Tag, d. h. von Morgens vernichtenden Kritik unterzogen. Eine Resolution des Kollegen 4 Uhr bis Abends 9 Uhr, 75 Pf.! Die Frau erhält für 3/4 Tag, Ebert, dahingehend, bei der bevorstehenden Reichstagswahl d. h. von Morgens 8 Uhr bis Abends 9 Uhr, 30 Pf.! Würden energisch für die Kandidaten der Sozialdemokratie einzutreten, die Leute für dieses Geld nicht arbeiten, so verschreiben sich die fand einstimmig Annahme; ebenso ein Antrag, den Ueberschuß ( national- patriotischen) Gutsbesitzer ihre Arbeiter aus Rußland! der heutigen Zellersammlung dem Wahlfonds der sozialdemo -In ähnlicher Weise verlief die Agitation in allen von der fratischen Partei zu überweisen.- Kollege Schröder machte be Vereinigung befuchten Ortschaften. In Wort, Lied und Schrift tannt, daß der derzeitige Wirth vom Müggelschloß- Friedrichs ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) wurde für unsere Sache Propaganda gemacht bis zur Rückkehr hagen, Herr Teschner, fich dahin geäußert hat, daß die Hull, 19. Mai. In einer heute Nachmittag abgehaltenen nach Berlin. Noth unter den Gastwirthsgehilfen so groß sei, daß er selbst zu allgemeinen Versammlung der ausständigen Dockarbeiter wurDie Freie Vereinigung der Zivil. Berufsmusiker Pfingsten nicht mehr als 3 Mart Lohn zahlen werde, ja, daß er den die Bedingungen des Bergleichs, welche in der gemeinsamen Berlins u. U. hielt am 16. Mai ihre ordentliche Mitglieder- fogar Leute genug für 1,50 M. erhalten fönnte. Schröder knüpfte Konferenz der Vertreter der Rheder und der Docfarbeiter versammlung ab. Bor Eintritt in die Tagesordnung gab der an das Bekanntgeben dieses Ausspruches, der mit großer Ent- vereinbart waren, genehmigt. Vorsitzende, Kollege Graß, den Jahresbericht des Geschäftsrüstung aufgenommen wurde, die Mahnung, daß jeder Kellner, nächsten Dienstag die Arbeit wieder aufnehmen. jahres 1892/93, wonach 135 Mitglieder eingetreten und 51 aus der auf seine Ehre halte, wissen müsse, wie er sich zu verhalten geschieden sind. Der Vorstand hielt 25 Sigungen ab. Versamm: habe. Die Versammlung wurde hierauf mit einem Hoch auf die lungen haben im Ganzen 19 stattgefunden, nämlich 11 ordentliche allgemeine Arbeiterbewegung geschlossen. Depeschen. Die Dockarbeiter werden am und 8 außerordentliche; in 4 Versammlungen wurden Vorträge Die Gummi- Arbeiter Berlins und Umgegend hielten Briefkaffen der Expedition. gehalten. Der Kaffenbericht ergab eine Einnahme von 1000,02 W.; am 13. d. M. eine öffentliche Versammlung ab. Der angefetzte In unserer Expedition gingen zum Wahlfonds ferner eine Ausgabe von 893,88 M., es blieb ein Restbestand von Vortrag mußte wegen Mangel eines Referenten ausfallen, ebenso folgende Beträge ein: 106,14 M. Vom Arbeitsnachweis wurden 218 Geschäfte erledigt, der Bericht der Agitationskommission, da kein Mitglied derselben Weißgerber Berlins 100,-. Baulifte Spann durch Koopwozu 1353 Kollegen beschäftigt waren. Zu Punkt 1 wurde ein erschienen war. Die Versammlung war der Ansicht, daß die Neu- mann 3,20. Von den nichtzielbewußten? 8 Bimfern der SilberAntrag des Kollegen Loppe angenommen, welcher den Genoffen wahl einer Agitationskommission überflüssig erscheine, indem der mann'schen Hutfabrik 8,- Ed. Bernstein, London 80,-.. Wernau ersucht, in der Geschäftszeit der Freien Ver- bestehende Verein genug Agitation zu entfalten im stande sei. 4, Piel 3, Gesangverein Brüderschaft Hausdiener, Stalleinigung feinem Mitgliede derselben den Aufenthalt in seinem Infolge dessen wurde einstimmig der Beschluß gefaßt, von der schreiberstr. 29 bei Schöning 5,-. Von 5 Drechslern, 1 Tischler Lotale zu verwehren. Bei Punkt 2 wurde beschlossen, den Antrag Neuwahl einer Agitationskommission Abstand zu nehmen. Nach- und 1 Schlosser durch Baumberg 9,55. 7 rothe Maschinisten und der vorigen Versammlung aufrecht zu erhalten. Der Antrag des dem sodann Ende als Delegirter zur Gewerkschafts- Kommission eine Frau 8,-. G. N., Franfediftraße 4, 2 ,. Gesangverein Kollegen Bassin wegen Verlegung der Geschäftsausgabe wurde seinen Bericht erstattet hatte, legte er sein Amt nieder; an seiner Freundestreu, gemischter Chor, durch Grabrowski 10,05. Durch vom Antragsteller zurückgezogen; über den Antrag des Kollegen Stelle wurde Bernau gewählt. Hierauf wurde angeregt, einen Vergewaltigten aus Freundestreu 2,-. MännergesangSchonert, Gründung eines Fachorgans, wurde nicht diskutirt, während der Wahlperiode von weiteren Versammlungen Abstand Verein Lorbeerkranz II, gegr. 1879 50,-. Von den Statbrüdern sondern beschlossen, diesen Antrag zur nächsten Mitglieder zu nehmen; sodann erfolgte Schluß der Versammlung mit einem bei Regenberg 3,50. Rud. Mutu 1. Die rothen Klempner aus versammlung auf die Tagesordnung zu segen. Der Antrag des Hoch auf die Bewegung der Gummi- Arbeiter Berlins und Um- der Cuvryſtr. 1,-. Bigarrentiste 1,36. Gehilfeneinstand Neue Kollegen Hildebrand, wonach das Schicken von Stellvertretern gegend. Hochstr. 26 2,34. Rauchklub S. G. O. 5,25. Rauchklub„ Arkona" S.-D. 3, Rauchklub Frischauf" 4,-. Tapezirer- Werkstatt U. 6,-. Immer Vorwärts 8,65. Summa 265,90 M. Bereits quittirt 2630,- M., in Summa 12895,90 M. bei Sommissionsgeschäften bestraft werden soll, wurde angenommen. Unter Vereinsangelegenheiten wurde beschlossen, das Der märkische Arbeiter Turnerbund hielt am 14. Mai Stiftungsfest am 30. b. Mts. im Lokale Königsbant" zu be- in Berlin seine halbjährliche Bundes- Turnstunde ab, welche einen gehen. Weiter wurde beschlossen, die Annonce im Vorwärts" I durchaus befriedigenden Berlauf nahm. Achtung, Schneider u. Schneiderinnen! Dienstag, den 23. Mai( 3. Pfingsfeiertag), Vorm. 10 Uhr, im Lokale des Herrn Martens, Friedrichstraße Nr. 236: Große öffentliche Versammlung Tages- Ordnung: 1. Die bevorstehende Reichstagswahl und die Stellung der Sozialdemokratie. Referent Reichstags- Kandidat Kollege Aug. Täterow. 2. Diskussion. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht aller Kollegen und Kolleginnen, zu erscheinen. 391/20 Die Agitationskommission. Achtung! Am Nachmittag des 3. Pfingst- Feiertages gemüthliches Beisammensein in Reinhold Krösche's Gartenlokal, Hasenhaide, Fichtestraße 29. Die Kaffeeküche ist von 2 Uhr an geöffnet. Unsere geehrte Kundschaft machen wir darauf aufmerksam, ihren Pfingstbedarf an Cigarren, Cigaretten und Tabak möglichst am Sonnabend zu decken, da unsere Geschäftslokale am ersten Pfingstfeiertage nur von 8-10 Uhr Freireligiöse Gemeinde. Vormittags geöffnet sein dürfen. Fest- Vorträge Vorm. 104 Uhr Rosenthalerstr. 38( nahe dem Hacke'schen Markt). Sonntag: Herr Dr. Bruno Wille über: Freireligiöse Wirkung der Natur". 416/2 Montag: Herr Dr. Pinn über:" Die Bedeutung der Feste in alter und neuer Zeit." Gäste sehr willkommen. 3. Wilmersdorf. Am Sonntag, den 21. Mai( 1. Pfingstfeiertag), Stiftungsfest des Arbeiter- Vereins in Mölter's Volksgarten, Berlinerstr. 40. Von Nachmittags 4 Uhr ab im Garten Konzert, ausgeführt von Berufs Musikern unter Mitwirkung dreier hiesiger Gesangvereine( M. d. A.-S.-B.). Von 12 Uhr ab Tanzkränzchen. Herren, welche daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Entree à Person 25 Pf. Rinder frei. Hierzu ladet die Genossen ein Der Vorstand. [ 368/19 Friedrichshagen! Achtung! Wahl- Agitationstouren am 1. Pfingst- Feierlag. Versammlungsort Restaurant Blanke früh 1/28 Uhr. Bahlreiche Betheiligung Ehrensache. Das Wahlkomitee, Verlag des Vorwärts" Berliner Boltsblatt Berlin SW., Beuthstraße 2. Zur Reichstagswahl! Ende dieser Woche erscheint in unserem Verlage: Die Thätigkeit des Deutschen Reichstags von 1890-1893. ca. 12 Bogen Umfang. Taschenformat. Preis 20 Pf. In Partieen und für Wiederverkäufer Rabatt. Aus dem Inhalt dieser Broschüre heben wir hervor die Kapitel über Militarismus, indirette Steuern, Sozialreform, ( Gewerbegerichte, Gewerbeordnung, Krankenkassengeseh, Unfallund Invaliditäts- und Altersversorgung), ferner über die moderne Produktion und das Handwerk. In einem Anhange dazu werden das Wahlgesetz nebst Reglement sowie die Entscheidungen der Wahlprüfungskommission beigegeben werden. Das Schriftchen wird ferner Winke für die Agitation, vor allem auch für die Flugblattvertheilung auf dem Lande, enthalten, und somit jedem Reichstagswähler ein willkommenes Handbüchlein für den jezigen Wahlkampf sein. Parteigenossen! Benutzt und verbreitet das oben ange fündigte Schriftchen fleißig, es wird in diesem Wahlkampfe wesentlich dazu beitragen, die Genossen unseren Gegnern gegenüber schlagfertig zu machen und die Arbeit der Agitation zu erleichtern. WF Wir ersuchen um sofortige Angabe des Bedarfes. E Alle Buchhandlungen, Kolporteure und Zeitungsspediteure nehmen Bestellungen entgegen. Bei Aufträgen von außerhalb ersuchen wir um gleichzeitige Emsendung des Betrages( Porto extra). Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstraße 2. Soeben erschien: Heft 43 der 401/ 6* Reden und Schriften Ferd. Lassalle's ( Vollständig in ca. 50 Heften à 20 Pf.) Bestellungen nehmen alle Buchhandlungen, Zeitungsspediteure und Kolporteure entgegen. 241M] Læser& Wolff. 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Die den Ge- lichen Mittel stimmen dürfen, sondern 100 000 Mann mehr gemäß 00 81, Absat 2, des land- fordern sollen. Das System des Militarismus würden Gewerbegericht. Rammer I. Weil sie unrechtmäßigerweise meindebehörden Unfallversicherungs Gesetzes zuzustellenden wir erst los, wenn es auf der äußersten Spize anihre Arbeit bei dem Schneidermeister Tacke aufgegeben hat, wirthschaftlichen Unfallversicherungs Gesetzes Die Versammlung verspürte feine Luft, wurde am 17. Mai die Taillenarbeiterin Sare zur Zahlung einer Heberollen- Auszüge müssen nach§ 82 Abs. 1 a. a. gelangt ſei. Entschädigung von 15 m. verurtheilt, insofern sie nicht gewillt. neben dem für die einzelnen Betriebe festgesezten Arbeits- fich durch solches Blech langweilen zu lassen und bedeutete dem sei, ihr Arbeitsverhältniß bei Tace fortzusetzen. Tacke wurde bedarf jedenfalls noch die Höhe des durchschnittlichen Tages- Redner abzutreten. Nachdem noch Hübsch, Wilte und Neuauf die ihrerseits gegen ihn erhobene Klage zur Bezahlung von arbeitsverdienstes erwachsener männlicher land- und forstwirth haus im Sinne des Referenten gesprochen und dieser selbst die 15 m. einbehaltenen Sohnes verurtheilt. Fräulein are suchte schaftlicher Arbeiter sowie den auf eine bestimmte Lohneinheit hirnverbrannten Ideen der„ alles der Entwickelung überlassenden" ihr ohne Kündigung erfolgtes Fortbleiben aus der Wertstelle des entfallenden Beitrag( Beitragstoeffizienten) enthalten; bei den Anarchisten gebührend widerlegt hatte, gelangte einstimmig( Voigt Tacke damit zu rechtfertigen, daß sie von diesem als Taillen Betriebsbeamten ist noch der auf sie entfallende Betrag ihrer für hatte sich inzwischen stillschweigend entfernt) eine Resolution zur arbeiterin angenommen worden sei, aber Taillen nicht zu machen die Umlage in Betracht kommenden Löhne besonders anzugeben. Annahme, in der sich die Versammlung mit den Ausführungen bekommen habe; wenigstens habe man ihr nicht die Garnirung des Untersuchungsrichters verpflichtet, die ihm von dem und versprach, durch die Wahl Singer's Protest einzulegen Der Vorstand einer Berufsgenossenschaft ist auf Verlangen des Genossen R. Schmidt vollständig einverstanden erklärte derfelben übertragen. Gegen den Müßenfabrikanten Philipp- Angeschuldigten bisher eingereichten 2ohn'nachweisungen gegen die kolossalen Anforderungen an das Proletariat. john klagte eine Näherin, und zwar auf Auszahlung für 41/2 Arbeitstage von 8,40 M. rückständigen Lohnes. Philippfohn 8u einer in der Voruntersuchung befindlichen Straffache vorEine zweite öffentliche Versammlung für den 4. Wahlwar der Meinung, daß für die Arbeit der Klägerin der Betrag zulegen. von 3 M. eine angemessene Bezahlung sei; 10 M. die Woche Die Nr. 10 der Sonderausgabe der„ Amtlichen Nach- freis tagte bei Schmidt, Waldemarstr. 75. Hier hielt der einen ausführlichen und mit regent habe sie vielleicht auf Stapelfachen verbient, aber soviel richten des Reichs- Versicherungsamts, Invaliditäts- und Alters- Genoffe Bruns fönne fie nicht für die ihm geleistete Arbeit verlangen, da versicherung" vom 15. Mai d. J. enthält folgende Revisions- Intereffe verfolgten Vortrag über die bevorstehende Reichstagsoder Staatsbeamte, wahl. Mit brausendem Beifall wurde die Aufforderung des sie die Bearbeitung guter Sachen, wie sie bei ihm hergestellt entscheidungen: Für Reichs würden, erst lernen müsse. Der als Sachverständiger ver- welche außer ihren dienstlichen Funktionen noch Referenten, dafür zu sorgen, daß Singer abermals mit nommene ehemalige Meister der Klägerin, Herr Sarossa, hielt verrichten, wird wegen dieser letteren die Versicherungspflicht sammlung aufgenommen. Ziemlich zum Schluß der Verhandeine andere, versicherungspflichtige Thätigkeit erdrückender Stimmenmehrheit gewählt wurde, von der VerHerrn Philippsohn entgegen, daß er ihr von vornherein hätte fagen sollen, sie sei vorerst probeweise beschäftigt und er jedenfalls dann nicht begründet, wenn das Amt den Kern der lungen stellte sich auch hier ein Häuflein Unabhängiger ein, um werde sich mit der Entlohnung nach ihren Leistungen richten. Beschäftigung ausmacht, insbesondere auch den Haupttheil des den üblichen Kohl zum besten zu geben. Einige von ihnen erDaraufhin wurde Philippsohn zur Zahlung der verlangten Ginkommens des Beamten abwirft, während die anderweite Be- lärten übrigens, trotzdem der Sozialist" Wahlenthaltung fordere, schäftigung nur nebenher betrieben wird.- Die Versicherungs- sich dennoch an der Wahl betheiligen zu wollen. Folgende Reso8,40 m. verurtheilt. Kammer II. Der Strohhutarbeiter Stober verlangte pflicht eines in Preußen angestellten Postagenten, welcher lution wurde angenommen: nach den bezüglichen Dienstpragmatischen Bestimmungen ,, Die heute im Klubhaus Süd- Ost tagende öffentliche Voltsvon seinem Prinzipal, dem Hutfabrikanten Goldstein, sieben Gin versammlung erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten Tage à 4 M. bezahlt, während dieser ihm nur einen Tag bevollständig einverstanden und verpflichtet sich, mit allen ihr zu zahlen wollte, weil Stober der Behauptung Goldstein's zufolge die andern sechs Tage ohne sein Geheiß sich zu schaffen gemacht gestellter Gemeindediener ist als versicherungs- Gebote stehenden gesetzlichen Mitteln für die am 15. Juni statthabe. Aus der Verhandlung ging hervor, daß Goldstein mit Pflichtiger" Gehilfe" des Gemeindevorstandes angesehen findende Wahl einzutreten, um dem sozialdemokratischen KanUnter Pensionsberechtigung im Sinne des didaten Paul Singer zu einem großartigen Siege zu verhelfen." seinen sämmtlichen Arbeitern aus Breslau nach Berlin gekommen Mit dreifachem begeisterten Hoch auf die Sozialdemokratie ist, uni an stelle der dort aufgegebenen Hutfabrik hier eine§. 4 Absatz 1 des Invaliditäts- und Altersverfolche neu einzurichten. Natürlich hat nicht gleich alles ge- ficherungs- Gefeßes ist ein für die Person erworbenes schloß die gutbesuchte Versammlung. lappt". Stober hat an der Herrichtung der Gießerei geholfen, Erwerbsunfähigkeit zu verstehen. Ein Magistratsmitam Donnerstag eine Wählerversammlung statt, die von 400 Ber und realisirbares Recht auf Pension im Falle der eintretenden In der Borussia- Brauerei zu Nieder- Schönweide fand seinen Arbeitstisch zurecht gemacht und als er noch nicht Erwerbsunfähigkeit zu verstehen. arbeiten konnte, sich mit Aufräumungs- und ähnlichen Arbeiten glied, dem in dieser Eigenschaft die Bearbeitung der Ange- fonen besucht war. Der sozialdemokratische Reichetagskandidat Ange- am Donnerstag eine Wählerversammlung statt, die von 400 Perbeschäftigt. Schließlich hat er sich den Formsand- er hatte an legenheiten der städtischen Betriebsverwaltung( der Stadtforst, des Wahlkreises, Fritz 3ubeil, hielt einen namentlich die Berder Wasser- und Wegebauten und der Landwirthschaft der derblichkeit des Militarismus klar beleuchtenden Vortrag über die den Gipsformen zu arbeiten selbst geholt, wozu er schon einen halben Lag nothwendig hatte. Alles das that er in der Stadt) überwiesen war, ist nicht als ein Betriebsbeamter gegenwärtige politische Lage. Die Aufmerksamkeit, mit der der Ueberzeugung, dafür Bezahlung zu erhalten. Der Gerichtshof im Sinne des§ 1 3iffer 2 des Invaliditäts- und Alters- Bortrag verfolgt wurde, sowie der brausende Beifall, der am erkannte dem Kläger 21 M. statt der beanspruchten 28 M. zu. versicherungs- Gefeßes angesehen worden. Ein bei dem Fleisch= V. hörerschaft mit den Bestrebungen der Sozialdemokratie einKlempner Wolf nicht weiter beschäftigt, als dieser sich nicht Fleisch beschauer ist für versicherungspflichtig erachtet worden. verstanden und sich des Ernstes der heutigen Zeit bewußt war. Kammer V. Der Klempnermeister Peres hatte den hauamt einer Stadt der Provinz Brandenburg angestellter Schlusse desselben erſcholl, legte Zeugniß dafür ab, daß die Zubereit erklären wollte, hinfort für 15 W. die Woche zu arbeiten, Bureau ohne Beamteneigenschaft beschäftigter einem erheiternden Moment. Gin im töniglich preußischen Statistischen Doch fehlte es in der Versammlung auch nicht an nachdem er für die ersten 41, Zage 15 M. bezahlt erhalten hatte, Hilfsarbeiter, dessen Thätigkeit darin besteht, die von was auf die Woche 21 M. machen würde. Wolf klagte wegen Sen Standesämtern eingehenden Zählkarten auszuzählen und schilderte nach Beendigung des Referats nämlich die verderb Entlassung ohne Kündigung auf eine Entschädigung von 42 M., dabei auf die äußere Vollständigkeit derselben betreffs der vor- meinte am Schluß seiner Ausführungen verzweifelt, wer aber ermäßigte die Forderung im Termin aber auf 25 M., welche er dabei auf die äußere Vollständigkeit derselben betreffs der vor- lichen Folgen, die der Gang ins Wahllokal mit sich bringt, und ermäßigte die Forderung im Termin aber auf 25 M., welche er am 15. Juni ins Verderben rennen wolle, der möge es thun, er auch zugebilligt erhielt. Kläger und Beklagter verließen zu gefchriebenen Angaben zu achten, sowie zu prüfen, ob andere meinte am Schluß seiner Ausführungen verzweifelt, wer aber am 15. Juni ins Verderben rennen wolle, der möge es thun, er fammen die Gerichtsräume. Auf der Treppe zeigte der Meister Silfsarbeiter das Auszählen richtig ausgeführt haben, endlich könne den Sünder gegen die heilige Moral der unabhängigkeit Bere3 dem Kläger ein Portemonnaie mit Goldstücken und ver- durch Multiplikation der Zahl der eingefandten Zähltarten mit nicht zurückhalten. Verschiedene Redner, darunter auch Zubeil, fette ihm mit dem Bemerken, er bekomme aber davon nichts, dem Sage von 3 Pf. die den Standesbeamten zu gewährende widerlegten die Rede des Herrn Hildebrandt unter dem Beifall einen Schlag mit der Faust in das Gesicht, so daß Entschädigung festzustellen, versicherungs der Versammlung. Zubeil forderte dann die Genossen auf, mit angesehen worden. die Lippen bluteten. Der schlagfertige Herr wird sich deshalb pfichtiger Gehilfe angesehen ganzer Kraft dahin zu wirken, daß der 15. Juni ein Tag dea Sofverwaltung eines deutschen Bundesfürsten Sieges für die Sozialdemokratie werde. Nach beendeter Debatte jedenfalls noch vor Gericht zu verantworten haben. ohne Pensionsberechtigung angestellter Rechnungswurde eine Resolution angenommen, in welcher sich die V Von prinzipieller Bedeutung schien eine Verhandlung führer" ist für versicherungspflichtig erachtet worden. fammlung mit dem Referenten im Einverständniß erklärte und werden zu wollen, die am 13. Mai stattfand. Gegen einen Die Art und Weise der Zahlung des Lohnes ist Kinderstuhl- Fabrikanten, der sein Geschäft aufgegeben hat, flagte für dessen rechtliche Natur ohne Belang; derselbe kann ins- versprach, für die Sozialdemokratie und zunächst für die Wahl des dessen ehemaliger Vorarbeiter um eine Entschädigung dafür, daß besondere auch als Antheil an den Einnahmen des Arbeitgebers theilungen, die Wahl und Agitation betreffend, trennte man sich Genoffen Zubeit eintreten zu wollen. Nach einigen Mit ihm nicht sechs Wochen vor Aufgabe der Fabrik gekündigt wurde.( Tantième) gewährt werden. Unter, Krankheit" im Sinne mit einem begeisterten Hoch auf die internationale SozialDer Bettagte bestritt zunächst, daß Kläger Werkführer gewesen der Arbeiterversicherungs- Gefeße ist ein anomaler pathologischer demokratie. sei und sechswöchentliche Kündigung überhaupt beanspruchen Bustand, ein Zustand der Störung der normalen Körper- oder dürfe; dann war er der Meinung, daß die Geschäftsaufgabe ihn Geistesbeschaffenheit zu verstehen. Kann einerseits ein durch Der fozialdemokratische Wahlverein für Teltowvon der Kündigungspflicht entbinde. Betreffs der Ableugnung hohes Alter hervorgerufener allmäliger Ver: Beeskow Charlottenburg hatte am 18. d. M. nach dem seines Werkführercharakters bemerkt Kläger, wenn er auch als fall der Kräfte, selbst wenn er zeitweilige Arbeitsunfähigkeit Lokale Bismarckshöhe eine öffentliche Wählerversammlung Gehilfe angenommen wäre, wie der Beklagte behauptet, habe er zur Folge hat, als Krankheit nicht bezeichnet werden, so ist ander- einberufen. Vor Eintritt in die Tagesordnung ehrte die überdoch die Thätigkeit eines Werkführers entfaltet. Er habe die feits der Begriff der Krankheit dann nicht ausgeschlossen, wenn füllte Verfaminlung das Andenken des verstorbenen VereinsArbeit abgenommen, neue ausgegeben und den Lohn aus die Altersschwäche einen vorhandenen frankhaften Zustand ver- mitgliedes Hermann Engler durch einmüthiges Erheben von gezahlt. Der Gerichtshof nahm an, daß es unentschieden schlimmert oder gar unheilbar macht. sei, ob die Aufgabe des Geschäfts durch den Beklagten ein Auflösungsgrund des Ver: hältnisses zwischen ihm und dem Kläger ist oder nicht. Es wurde deshalb ein Vergleich versucht. Ein solcher schaffte die Sache denn auch aus der Welt". Der Kläger er mäßigte feine Forderung von über 400 auf 110 M. Tischler wird folgender Entscheid der Kammer IV intereffiren. Ein Tischlergehilfe tlagte von seinem Meister eine Forderung ein, in welcher auch 2 Stunden bezahlt verlangt wurden, in denen er Bretter abgetragen" hatte. Der Beklagte brachte hiergegen vor, es sei üblich, daß das Bretterabtragen mit Bier und Schnaps entschädigt werde. Der Gerichtshof war aber der Meinung, diefes müsse als geleistete Arbeit baar bezahlt werden und entschied demgemäß. " Soziale teberlicht. Aus dem Reichs- Versicherungsamt. Die Nr. 10 der Amtlichen Nachrichten des Reichs- Versiche rungsamts" vom 15. Mai d. J. enthält folgende Rekursenischeidungen und Bescheide: der " als Ein in = den Plägen. Unter dem rauschenden Beifall der Versammelten hielt August Bebel einen anderthalbstündigen Vortrag, in Zur Charakteristik der Grubenbarone. Für die Ver- welchem er in klarster und überzeugendster Weise nachwies, daß hältnisse in den sächsischen Bergbau- Bezirken ist eine Mittheilung jeder wahrhafte Freund des Volkes am Wahltage nur einem des in Zwickau erscheinenden Glückauf" bezeichnend, nach der sozialdemokratischen Kandidaten seine Stimme geben könne. Die man bei der letzten Generalversammlung des Verbandes sächsischer Versammlung bekundete ihren Willen durch einstimmige Annahme Bergs und Hüttenarbeiter" darauf bedacht gewesen ist, feinen folgender Resolution: noch in Arbeit stehenden Bergarbeiter in den Vorstand zu wählen, Die am 18. Mai in Bismarckshöhe" tagende öffentliche um Maßregelungen zu vermeiden. Man wird sich, meint hierzu wählerversammlung des sozialdemokratischen Wahlvereins für die Franki. 3tg.", nicht darüber wundern dürfen, wenn sich in den Teltow- Beeskow- Charlottenburg erklärt sich mit den Ausführungen sächsischen Bergarbeiter- Bezirken das Wort zu scharf macht des Referenten, Genossen Bebel, vollkommen einverstanden. Sie fchartig" auch bei der nächsten Reichstagswahl wieder bewahrweist mit Entrüstung jede dem Volfe zugemuthete neue Gut- und heiten sollte. Blutsteuer durch Erhöhung der Militärlasten, wie sie von der Reichsregierung durch die Militärvorlage geplant ist, zurück und erklärt, ungeachtet der Verleumdungen aller gegnerischen Parteien, tren den Beschlüssen und Sagungen des sozialdemokratischen Er furter Parteiprogramms, ihre ganze Kraft zur Erreichung der erhabenen Ziele des internationalen Sozialismus einzusetzen. Die Versammlung erachtet es daher als ihre nächste Aufgabe, angesichts der bevorstehenden Wahlen zum Reichstage feinen Tag ohne Agitation für den Kandidaten der sozialdemokratischen Partei, Friz 3ubeil Berlin, vorübergehen zu lassen und dafür zu sorgen, daß der 15. Juni uns einen glänzenden Sieg bringen und uns um so schneller unserem endlichen Ziele der Freiheit und Gerechtigkeit zuführen möge." Und wir meinen, daß man hieraus ersieht, wie wenig Werth die von den Grubenbaronen und den fiskalischen Grubenverwaltungen beliebte Phrase hat, daß die Leiter der BergarbeiterOrganisationen" gar feine Bergleute mehr wären". In Stuttgart haben sich nun auch die Fuhrleute entschlossen, eine Gewerkschaft zu errichten, die sich dem Gewerkschaftsfartell anschließen wird. Versammlungen. = Nach dem Unfall- Versicherungsgesetz zieht die Inhaft. Zur Diskussion bot hinreichenden Stoff die anfangs der fehung eines Renten- Bezugsberechtigten die Im vierten Berliner Reichstags Wahlkreise fand am Woche stattgehabte freisinnige Wählerversammlung, wie auch das Einstellung der Rentenzahlung während der Dauer der Straf 18. Mai im Lokale von Joël eine Wahlerversammlung statt, in Organ des Herrn Ifaac, die Charlottenburger Neue Beit" mit haft nicht nach sich. Bedürftigkeit im Sinne des§ 6 der von Rob. Schmidt ein Vortrag über die bevor ihren entstellten Berichten. Welchen Kalibers der Freisinn auch Biffer 2b des Unfall- Versicherungsgesetzes ist so lange als be- fte henden Reichstags- Wahlen gehalten wurde. In in Charlottenburg ist, erhellt aus der Thatsache, daß in der fichend anzunehmen, als nicht die Grundlagen einer nach den überzeugender Weise zeigte der Redner, daß das Volk durch seine dortigen Stadtverordneten Versammlung von freifinniger Seite Verhältnissen des Arbeiterstandes einigermaßen ausfömmlichen bisherige Heeresfolge hinter den bürgerlichen Parteien der Reaktion der Antrag gestellt worden ist, vom Jahre 1900 ab die Mieth Lebenshaltung geschaffen sind. Beim Wegfall dieser Bedürftig in jeder Form Unterstützung verliehen habe. Die immer elender steuer einzuführen!! Von der Wahl eines besonderen Lokalfeit erlischt die einmal bewilligte Aszendentenrente( Hente für werdenden Erwerbsverhältnisse, die stetig wachsenden Lasten, sowie Wahlkomitees wurde Abstand genommen; die Führung der Wahldie Verwandten in aufsteigender Linie) nicht von selbst, vielmehr die geplante Beschneidung der Voltsrechte haben es jedoch dahin geschäfte wurde vielmehr dem Vorstande des Wahlvereins überbedarf es dazu gemäß§ 65 des Gesetzes eines gebracht, daß sich das deutsche Volk endlich den Schlaf aus den tragen. Die Agitation soll nunmehr mit allem Nachdruck beförmlichen, erst von der Zustellung an den Be- Augen rieb und die Gefahr erkannte. Speziell in Berlin gelte trieben werden. So findet bereits am zweiten und dritten rechtigten ab wirksamen Einstellungsbescheides.- Die Be es, den Deutschfreifinn für sein feiges, verrätherisches Verhalten Pfingstfeiertage in Charlottenburg Flugblattvertheilung und fugniß zur Abfindung von Ausländern nach§ 39 eine gehörige Schlappe beizubringen und aus der schein- Agitation im Kreise statt. Die Genossen wie auch Genoſſinnen Absay 2 des Bau- Unfall Versicherungsgesetzes wird durch baren Hochburg der Freifinnigen einen Hort der wahren, wurden aufgefordert, sich nach Kräften hieran zu betheiligen. den Umstand, daß das Leiden, für welches Entschädigung begehrt reinen Demokratie, der Sozialdemokratie, Angenommen wurde auch der Antrag, überall da, wo Maßwird, sich voraussichtlich verschlimmern werde, an sich nicht aus zu machen. Wenn auch die Wahl Paul Singer's so gut regelungen nicht zu erwarten sind, hauptsächlich auf den Bauten, geschlossen. An die Erklärung, abfinden zu wollen, bleibt die wie sicher sei, so dürfe doch kein Parteigenosse in der Agitation den Wahltag 15. Juni- als Feiertag zu betrachten und sich Berufsgenossenschaft nach der bezeichneten Bestimmung gebunden nachlassen, damit immer neue Streiter für die Sache des Prole- für die Wahlarbeit zur Verfügung zu stellen. Ferner wurde nochtergestalt, daß sich der Betrag der zu gewährenden Abfindung tariats gewonnen würden. Auf den mit brausendem Beifall auf- mals jedem zur Pflicht gemacht, die Wählerlisten einzusehen. erhöht, sofern es in den weiteren Justanzen zu einer Erhöhung genommenen Vortrag folgte eine lebhafte Diskussion. Anarchist Diefelben liegen im Rathhause zur Einsicht aus werktäglich von des Betrages der Jahresrente fommt. Nur in der Zahlung des Voigt erklärte sich mit der trefflichen Kritit, welche der Referent 9-3 Uhr, an den Pfingstfeiertagen von 9-1 Uhr. Für dieTreifachen der rechtsfräftig festgestellten Jahresrente ist die Er- an den Parteien und den heutigen Verhältnissen geübt habe, jenigen, denen die Gelegenheit mangelt, die Wählerlisten eina füllung und damit die Aufhebung des an sich untheilbaren Ent- vollkommen einverstanden. Nur gefiel ihm nicht die Stellung zusehen, haben sich hierzu bereit erklärt: Beyer, Wallstr. 48; schädigungsanspruchs zu finden; die Zahlung eines geringeren der Sozialdemokratie zur Militärvorlage. Als auf wissenschaft Schantwirth Wernice, Krummestr. 19; Schaulwirth Strauſe, BisBetrages oder die Zufertigung des Abfindungsbescheides hat nicht licher Basis beruhend, hätte sie auch hier die Lehre von der Ent- marckstr. 80; Schantwirth Wolter, Magazinstr. 15; Schankwirth die in dem Erlöschen des Anspruchs sich äußernde Wirkung der wickelung aller Dinge befolgen müssen, wonach sich alles erst zur Lück, Sophie Charlottenstraße und Kirchstraßen- Ecke; Hoppe, Abfindung. Eine Abrundung der für die Genossenschafts- höchsten Vollendung entfalte, ehe es absterbe. Die sozialdemo- Kauerstr. 28; Karl Henn, Potsdamerstr. 43; Franz Dietrich, mitglieder berechneten Umlagebeträge ist innerhalb fratischen Vertreter hätten nach seiner Ansicht nicht gegen Krummeftr. 27, und Sellin, Bigarrengeschäft, Scharrnstr. 16. Alle # Reflektanten mögen fich mit genügender Legitimation versehen. Nach Erledigung dieser Angelegenheiten endete die Versammlung mit einem dreifachen Hoch auf die internationale Sozialdemo fratie. = Friedrichsgracht 16. Der Tod entbindet die Erben nicht Briefkaffen der Redaktion. vom Vertrage, sondern berechtigt sie nur nach§ 371, II, 21 A.K. K. Die Frage, ob wer am 2. Juni einberufen, am 2.-R. event. vorzeitig zu fündigen.§ 371, 11, 21 A.-L.-R. Iautet: 15. Juni entlassen wird, wählen darf, ist neulich an einer an- Stirbt ein Miether während der tontrattmäßigen Zeit, so sind Warum find die Arbeiter unzufrieden? Ueber dieses deren Stelle des" Vorwärts" verneint. Diese Auffassung er- dessen Erben nur noch ein halbes Jahr lang, von dem Ablaufe Thema sprach der sozialdemokratische Reichstagskandidat für den scheint aber irrig. Der Beurlaubte untersteht allerdings bis desjenigen Quartals, in welchem der Tod erfolgt ist, an den 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis, Robert Schmidt, am 13. Mai 12 Uhr Mitternachts der Militärgerichtsbarkeit. Das berührt Vertrag gebunden. Ist die Wittwe nicht Erbin, so tann sie von in einer Versammlung in der Wäsche und Kravatten sein Wahlrecht aber nicht. Nach§ 2 des Wahlgesetzes ruht für dem von ihr mitunterschriebenen Rontratt zurücktreten, sobald branche beschäftigter Arbeiter. Der Redner erntete für seinen Personen des Soldatenstandes die Wahlberechtigung nur, solange fie eine solche durch diesen Todesfall in ihren Umständen vorinhaltreichen und treffenden Vortrag reichen Beifall. Hierauf sie sich bei der Fahne befinden". Bei der Fahne befindet sich gefallene Veränderung nachweisen fann, vermöge welcher ihr wurde Bruno Krüger, Mehnerstr. 2 zum 1. Schriftführer und der vom Regiment Entlaffene nicht mehr. Der Wahlatt aus der Fortsetzung des Kontrakts ein erheblicher Nachtheil ent Fräulein Stephan zur Beisitzerin gewählt. Nachdem Drescher schließt um 6 Uhr; erreicht der Reservist oder Landwehrmann stehen würde. Bander. Nein, Sie müßten ihn verklagen. noch zur regen Betheiligung an der Wahlbewegung aufgefordert vor 6 Uhr das Lokal, so kann er sein Wahlrecht ausüben. Er 2. S. 35. Nein, nur dem legitimirten Rechtsnachfolger hatte, vereinigte sich die Versammlung zu einem gemüthlichen befindet sich in derselben Lage, wie z. B. zur Disposition gestellte Beifammensein. Offiziere: auch diese wählen, unterstehen aber der Militär- des Durchbrenners haben Sie zu zahlen. gerichtsbarkeit. " Razitat 31. Reichstags- Abgeordnete erhalten keine„ Besoldung". 11. Ziehung der 4. Klasse 188. Königl. Preuß. Lotterie.| 501 664 725 928 5596078 250 317 41 60 65 536 712 58 59 827 944 Biehung vom 19. Mai 1898, Vormittags. Nur die Gewinne über 210 Mart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 97033 139 43 223 77 380 444 618 21 36 744 906 17 29 32( 500) 92 98122 34 391[ 500] 431 60 672 73 721 86 882 99024 197 290 99 301 405 27 627 856 963 100182 288 430 589 885 987 101152 62 612 74 877 81 922 102009 71 227 37 382 406 43 500 70 729 824 915 103130 34 266 92 99 301 29 420[ 1500] 579 644 780 94[ 10000] 978 104092 171 90 256 69 311 59 90 415 19 658 763 93[ 1500] 912 13 31 48 105078 172 357 78 520 50 51 754 56[ 1500] 887 977 106029 85 98 343 47 75 429 67 521 627 34 15001 977 107111 455 537 39 13001 97 794 936 108011[ 1500] 21 44 88 326 447 536 607 70 735 818 75 989 109.65 153 213 434 60 64 574 669 735 9 2. R. Der Umstand, ob Sie Steuern zahlen oder nicht, ob Eine öffentliche Versammlung der Maurer und Putzer M. W. H. 1. Nach§ 715 der Zivilprozeß- Drdnung Sie zur Steuer herangezogen oder mit Steuerbeiträgen im Rücktagte am 16. Mai, um über die Frage der diesjährigen Lohn- find die Kleidungsstücke, die Wetten, das Haus- und Küchen- stande find, ändert Ihre Wahlberechtigung nicht: Sie sind bewegung angesichts der bevorstehenden Reichstagswahlen zu geräth, soweit diese Gegenstände für den Schuldner, seine Familie wahlberechtigt. 2. Wer für sein Kind von der Armendirektion berathen. Gröppler referirte dazu und rieth, die Lohn- und fein Gefinde unentbehrlich sind, der Pfändung nicht unter Pflegegeld erhält, ist nicht wahlberechtigt. bewegung ruhen zu lassen, solange die Wahlbewegung dauert. worfen. 2. Für die Kleiderschulden selbständiger Kinder haftet Er empfahl den Kollegen, bei der Wahlarbeit, Flugblatt der Vater nicht. vertheilung 2c. tüchtig mit thätig zu sein. In der Diskussion ftimmte Klingenberg diesen Ausführungen zu und empfahl, einstweilen nur da mit Forderungen an die Unternehmer heranzutreten, fichere Aussicht auf sofortigen Erfolg vorhanden ist. Zu Pfingsten sollten dafür aber die nach Hause reifenden Kollegen in ihrer Heimath die Arbeiterschaft aufklären. Auch Schigolski trat diefen Ausführungen bei. Folgende Resolution lief ein:" Die heutige Bersammlung der Maurer erklärt: in Erwägung, daß die Arbeits- und Lohnverhältnisse der Maurer täglich schlechter werden, tausende Kollegen auf der Straße laufen, um Arbeit zu suchen, ist es um so schwerer, in den Zohnkampf zu treten. Jedoch verpflichten sich die Maurer, überall da, wo aut das Unternehmerthum eine Forderung, gleichviel von welcher Seite, gestellt wird, thatkräftig mit einzutreten. In fernerer Erwägung, daß die Reichstagswahlen große Opfer fordern, verpflichten sich die Kollegen, welche auf dem Boden der Zentralisation der Maurer Deutschlands stehen, mit aller Kraft für die Wahlen zum Reichstage einzutreten und der Sozialdemokratie zum Siege zu verhelfen." Die Resolution wurde angenommen, nachdem Gräschte erklärt hatte, von den Puzern sei des halb in der Resolution feine Rede, weil es sich nur um eine partielle Lohnbewegung, nämlich um eine Lohnmein bewegung berjenigen Kollegen, welche weniger als 55 3f. Stundenlohn bekommen, handelt, wozu die Puzer ja nicht gehören. Nachdem Gröppler noch aufgefordert hatte, auch für den sozialdemokratischen Wahlfonds regelmäßige Beiträge zu leisten, wurde die Versammlung geschlossen. Die öffentliche Versammlung der Barbiere, Friseure und Perrückenmacher, welche am 16. Mai nach den Gratweilschen Bierhallen einberufen war, um den Bericht der Agitations: tommission über die Verhandlungen mit den Innungen betreffe Schließung der Geschäfte an Sonn- und Feiertagen entgegen zunehmen und weitere Schritte zu berathen, war nur von zirka 70 Personen besucht. Da außerdem noch eine Reihe wich tiger Punkte auf der Tagesordnung standen, so hielten die Einberufer, angesichts der geringen Betheiligung der Interessenten, eine Tagung der Versammlung für inopportun und wurde dieselbe bald nach der Eröffnnng, Nachts 111/2 Uhr, wieder geschlossen. Die nächste Versammlung foll furz nach dem Pfingstfest stattfinden und zu derselben eine regere Agitation entfaltet werden. Die Freie Vereinigung der Bauarbeiter Berlins hielt am 14. d. M. ihre Mitgliederversammlung ab. Die vom Kassirer verlesene Abrechnung über das 1. Quartal ergab, daß mit dem Bestand von 138,30 M. der Betrag von 41,40 m. eingenommen outbe. Die zusgabe betrug 88,88 m., so daß ein Bestand von 91,32 M. am Schluß des Quartals vorhanden war. Hierauf wurde beschlossen, daß der dem Vorsitzenden vom statistischen Amt zugestellte Fragebogen ausgefüllt werden soll. Von Wallen thin wurde zur regen Betheiligung am Wahlkampf aufgefordert und auf den ideellen Zusammenhang zwischen der gewerkschaftlichen und politischen Bewegung hingewiesen. Eigentlich sollten nur solche Arbeiter in Wahlverein Aufnahme finden, welche auch ihrer Berufsorganisation angehörten. Es wurde noch bekannt gegeben, daß das Stiftungsfest am 22. Juli bei Lips abgehalten wird, sowie daß die Zahlstelle für Südost sich bei Ulrich, Wrangelstr. 84, befindet. Hermann Rarge tafsirt daselbst. Zum Schluß wurden sämmtliche Kollegen bringend aufgefordert, mit ihren Frauen die am Sonntag, den 28. Mai, Inselstr. 10, stattfindende Versammlung zu besuchen. Spredtlaal. Die Redaktion ftellt die Benugung des Sprech faals, soweit der Raum baft: abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeiner Interesses zur Verfügung; sie wahrt sich aber gleichzeitig bagegen, mit dem Inhalt desselben identifizirt zu werden. Verein Berliner Gastwirthsgehilfen" Tautet die Ueberschrift eines in der Nummer 114( vom Mittwoch) des Vorwärts" enthaltenen Inserats, in welchem der Vorstand" ersucht, daß alle an den Verein zu richtenden Sachen direkt an den Vorstand oder Verein zu adressiren" sind. Unter , N. B." heißt es: Gleichzeitig geben wir bekannt, daß unser Mitglied Ebert, ehemaliger Redakteur,( Welche Fronie. D. U.) mit der Leitung nichts zu thun hat." Was soll das bedeuten? fragte ich mich, und wird jeder fragen, der mich fennt. Ohne mich wegen irgend welcher begangenen, den Verein und seinen Zweck schädigenden Handlungen zu vernehmen, vehmgerichtsartig, während einer furzen Reihe von Tagen, an welchen ich, entschuldigt, das Bureau unseres Vereins wegen Krankheit nicht zu besuchen in der Lage war, ist dieser Beschluß"(?) von feiten des Vorstandes und ohne den Verein zu befragen auch ausgeführt worden. Schon daraus mögen die Leser dieser Annonce entnehmen, was an diesem Beschluß Sachliches vorhanden ist. Ich kann demgegenüber erklären, daß ich aus dem Vorstand, in welchem ich das mit vielen Mühen verbundene Amt eines Schriftführers begleitete, lediglich aus dem Grunde erst am 28. v. M. felbst niedergelegt habe, weil ich ohnedies noch genug für die Beförderung unserer, allen Proletariern gemeinsamen Sache zu thun in der Lage bin; weil ich Beisitzer des Gewerbegerichts, Mitglied des Ausschusses der Gewerbegerichts Beisitzer, Mitglied der Agitationsfommission der Berliner Sellnerschaft, weiter aber auch vom derzeitigen Vorstand selbst ernannter und von der erst am 28. v. Mis. stattgefundenen Generalversammlung des Vereins bestätigter Stadtkassirer" und die Zeitungs- Expedirungsarbeiten ausführender,- ebenfalls von einer Generalversammlung wiederholt gewählter, mit 15 M. per Monat entschädigter Adressenschreiber"; gelegentlicher Mitarbeiter am Fachblatt und außerdem aber noch ein vom Vorstand laut Inserat für würdig befundenes Mitglied des Vereins bin, den ich, wie die Berliner Arbeiterschaft besser weiß, als die große Majorität der derzeitigen Mitglieder des Borstandes, mit nicht wenig Kräften und Aufopferungen aufzubauen bemüht war und noch bin. " Dies meine Erklärung zu dem besagten Inferat, die ich nothgedrungen bringen muß, trotzdem ich weiß, daß die Spalten des Vorwärts" zur Zeit zu anderen Zwecken verwerthet werden follten, als solche persönliche Reibereien, auf welche das Inserat zurückzuführen ist, zu widerlegen. Louis Ebert, Kellner. Berlin S.O., Dranienstr. 188, 75 148 494 528 870 79[ 10 000] 1077 112( 600) 26 285 307 38 53 454 627 43[ 500] 89 776 901 10 42 75 2170 89 220 314 743 82 84 833 47 934 3038 207 24 88 318 95 491 500 610 88 92 803 53 960 4331 45 448 514 49 694 840 44 5111 14 281 330 532 649 54 6086 114 215 69 597 6-3 716 15001 76 95 961 78 7110 64 210 314 81 415[ 30001 528 29 52 717 19 840 97 8048 204 11500: 79 83 480 528 796 97 994 95 9019 108 206 13[ 500] 64 70 315 487[ 300] 501 69 696 758 97 948 51 65 87 10050 63 156[ 300] 243 76 327 585 649 708 969[ 300] 75 11216 27 350 620 26 753 71 90 878 916[ 500] 61 12069 96 208 27 99 456 577 [ 300] 776 88 903 13161 68 74 327 32 42 421[ 5001 94 526 896 14071 355 570 740 925 1515 91 224 13000) 426 54 537 53 90 829 95 16.98 102 9 46 205 303 28[ 300] 61 409 72 73 92 535 91 726 31 837 81 920 52 17022 31 55 132 57 87 11500) 225( 300) 358 507 614 808( 500) 12 45 914 81 18005 26 174 206 54 320 53 427 96 554 635 88 99 846 905 19072 90 193 246 76 82 418 42 60 20039 48 73 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Ziehung der 4. Klasse 188. Königl. Preuß. Lotterie. 1821 908 92084 128 229 49 699 981 98177 97 248 69 897 94073 145 Biebung vom 19. Mai 1893, Nachmittags. Nur die Gewinne über 210 Mart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 124 229 346 433 533 53 718 23 42 817[ 500] 29 33 940 83 1007 16 200 20[ 3000] 397[ 3 001 467 729 50 822 2051 169 319 42 409 83 544 69 72 731 45 80 823 83 8083[ 500] 114 223 310 47 475 98 503 30 675 4054 160 83 260 647 767 896 917[ 1500] 5170[ 3000] 229 338 69 477 78 531 33 671 819 29 6037 50 74[ 1500] 169 287 466 71 898 960 7107 402 78 551 748 868 1500] 72 945 50[ 300] 8055 163 221 58 479 575 682 889 917 19 115001 30 71 9120 30 15001 62 362 524 78 904 10069 186 207 664[ 500] 85 880( 15000) 11090 105 11[ 300] 23 272 80 13001 385 515 74 655 67 784 905 12018 156 201 91 511 31 82 844 933 43 90 13055 199 269 83 88 385 86[ 1500] 776 855 973 88 14010 102[ 1500] 346 409 76 511 814 15135 42 213 309 621 44 702 16217 489 552 630 844 86 934 17001 300 29 616 765 870 18137 412 54 579 641 58 91[ 500] 793 887[ 300) 91 901 74 15000] 19040 297 352 95 073 2009 92 196 332 85 425 509[ 3000] 44 633 785 825 991 93 21219 68 345 94 413 36 787 804 22017 107[ 300] 273 365 412 16 611 76 778 826 55 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333 462 688 848 ( 5000) 83 958 59[ 300] 60 46045( 500) 214 16 326 82 407 584 710 21 810 47259 331 40) 6 88 656 756 84( 1500) 800 2 33 48035 84 126 239 312 81 488 772( 500] 40015 52 57 59 260[ 300] 463 89[ 3000] 531 91 619 751 857 70 979 50002[ 300] 16 88 379 412 77 98 686 646 720 63 927 88 51073 183 219 526 799 821 910 21 52175 200 27 49[ 1500] 413 55 631 57 947 58003 63 186 246 82 339 410 60[ 300] 506 51 673 54184 247 395 403 5 15 63 844( 3000) 55160 71 98 235 59 364 69 490 985 56041 61 81 95 263 319 78 415 557 704 813 932 75 81 57432 525 57 622 84( 500) 853 932 58 58260 67 377 437 63 512 34 850 81 85 912[ 300] 18 62 59069 260 .341 90 478 551 631 706 62 858 88( 500) 97 958 60011 14 22 65 104 62 267 301 463 85[ 1500] 583 664 65[ 300] 782 890 99 920 61175 224 300 57 419 66 585 650 713 29 808 86 943 02089 132 322 23 82 413 773 870 914 68003 38 13 00] 64 88 98 266 310 13 38 421 540 48 79 625 41 47 767 949 62[ 1500] 64201 37 69[ 3000] 313 533 650 76 65004 5 25[ 3000] 48 125 238 61 308 73 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900 39 109013 217 408 16 81 96 614[ 3.00] 95 740 836 966 82 110100 13 320 434 60 67 70 80 555 618 19 42 765 88 801 69 952 111034 97 118 228 48 73 91[ 3000] 636[ 3001 748 112068 81 186[ 30001 223 62 373 497 515 686 715 18 803 944 113027 245[ 3000) 80 339 447 99 501 38 725 811 47 95 114238 593 714 28[ 500) 818 43 115038 ( 3000) 102 308 90 560 81 618 773[ 3000] 842 980 116033 114 75 94 236 63 554 78 627 45 76 718[ 300] 96 117183 268 74 442 97 542 99 659 67 829 42 63 75 999 118332 34 79 86 446 89 567 643 799( 300) 806 12 21 961 82 90 93 119003 64[ 500] 130 47 215 60 81 86 301 [ 1500] 16[ 500] 36 425 745 839 120117 40 297 397 469 521 617 53 89 7851 121150 402 510[ 3000] 36 75 987 122056 157 75 247[ 1500] 49 342 786 123043 87 111 38 320 54 407 645[ 3000] 53 708 56 910 79 124429 947 125016 250 52 [ 1500] 61 381 462 675 883[ 500] 126117 276 549 765 851 924[ 1500] 51 62 67( 300) 1: 27023 172 77 532 41[ 1500] 603[ 1500] 755 800 77 128129 61 95 203[ 300] 58 94 301 91 620 43 83 707 33 63 951 129263 72[ 3000] 315 70( 3000) 85 437 96 527 72 92 816 99 130038 144 600 813 949 131028 126 232 304 528 49 65 808 926 ( 500) 132116 202 49 377 410 775[ 3000] 905 33 70 188194 13000] 264 306 42 462 73 501[ 5001 610 848 86 134042 110 33 51 239 326 98 460 ( 300) 565 698 135054 160 72 235 351 61 515 32 792 847 958 136053 182 308 90 441 606 49 65 721 78 837 76 905 71 138049 672[ 3000] 1500] 63 137 11500] 217 69 357 471 555 726 82 831 82 906 68 137019 711 63 929 139052[ 300] 68 70 363 93 511 28 696 799 801 17 913 14 140061 128 52 238 330 427 610 812[ 500] 141009 88 130 49 333 665 92 742 92 807 915 61( 300) 143242 44 46 70 76 339 69[ 1500) 80 [ 500] 484 528 661 802 99 142049 80[ 1500] 88 89 224 44 556 78[ 300] 411 555 56 93 635 47 86( 500) 88 144481 600 26 833 953 67 80[ 1500] 145194 256 627 57 844 67 70 146102 56 70 223 580[ 1500] 615 722 905 36 147004 27 117 541 87( 500) 92 678 726 871 919 148031[ 500] 129 36[ 3001 208 318 44 406 42 68 91 633 39 75[ 3000] 770 843[ 500] 50 975 149159 323 455 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