Nr. 62. Gricheint täglich außer Montags Abonnements Preis für Berlin: Bierteljahrlich 3,30 Mart, monats lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags Nummer mit dem ,, Sonntags- Blatt" 10 Bfg. Boft- Abonnement. 3.30 Mart pro Quartal unter Kreuzband für Deutschland u.Defterretch- Ungarn 2 Mark, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat Eingetragen in der Bost: Zeitungs- Bretslifte fur 1891 unter Nr. 6469. V 30j8. Jahrg. Vorwürts Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petttzetle oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer muffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Dte Expeditton ist an Wochentagen bts 1 Uhr Mittags und von 3 bts 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Sonnabend, den 14. März 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. Bum Gedächtniß des 14. März. Karl Marx' Todfenfeier im Cooper- Inffitut zu New- Dork m Arbeitsfittel viele Taufend JT Ste siten, stehn zumal.d Und ihr Gemurmel füllet brausend Den Riesensaal. In all den Sprachen, in den Zungen Der Weltnationen dort Dem todten Kämpfer ist erflungen, Ein Abschiedswort. Der Britte sprach:" Geliebt in Hütten, Gefürchtet im Palast, Hat er gelebt, gewirkt, gestritten Ohn' Hast und Raft. " den 19 März 1883. ,, Sein Name, wo Maschinen schwirren Bei uns in Stadt und Land Die Fenster der Fabrik erklirren, Wird heut genannt." Der Russe: Wo Despoten thronen, Bei uns durch Graus und Nacht. An ihrer Kette zerr'n Millionen, Wird sein gedacht." Der Franke: Wie ein Weltbefreier Von Völkerhaß und Krieg Focht er, und diese Todtenfeier Bürgt uns den Sieg." Er hat für unsern Kampf auf Erden Ein scharfes Schwert verliehn, Daß eine neue Welt soll werden; D'rum ehret ihn. Karl Marx. Der Deutsche sprach: In Liebe wollen Wir vor den Andern heut Dem Denker wie dem Kämpfer zollen Ein Grabgeläut. ,, Denn wie einst neu die Himmelskunde Kopernikus erschuf, Dem Wissen scholl aus seinem Munde Ein Werderuf, " Dem Wissen von des Volkes Leiden Und von der Arbeit Qual: Der Göze schon liegt im Verscheiden: Das Kapital! Noch gab uns ein Geschenk kein Spender, Dem Donnerworte gleich: Ihr Proletarier aller Länder, Vereinigt euch!" 2. Jacoby. Nicht fann es heute unsere Aufgabe sein, das Leben Kapital", dieser unübertroffenen Kritik der politischen und Wirken dieses Mannes, eines der größten Söhne Dekonomie, die Grundlagen für eine wissenschaftliche Heute jährt sich zum achten Male der Tag, an unseres Jahrhunderts, vorzuführen. Erinnert soll nur wer- Behandlung dieses wichtigen Geistesgebietes geschaffen. welchem dem klassenbewußten Proletariat beider Welten den, daß er sein ganzes Leben der Sache der Unterdrückten und Wenn wir zusammenfassen sollen, was uns Karl Marx der hervorragendste Vorkämpfer des wissenschaftlichen Enterbten widmete. Die 39 Jahre, vom Jahre 1844 bis zu war und bleiben wird, so müssen wir sagen: Sozialismus entrissen wurde. Ist es für die Proletarier seinem Todestage, weihte er voll und ganz dem Gewappnet mit allen Waffen der Wissenschaft, zeraller Länder Ehrenpflicht, das Andenken von Karl Mary Emanzipationstampfe der Arbeiterklasse; in Wort und störte er nicht nur den Aberglauben an die Vollkommenhochzuhalten, so ist es dies für uns in erster Reihe, ent- Schrift, als Organisator des Kommunistenbundes und der heit unserer Wirthschaftsordnung, sondern baute auch in stammt er doch unserem Lande, gehört er doch unserer internationalen Arbeiter- Assoziation, als Politiker und als schöpferischer Kraft die wissenschaftlichen Grundlagen, die Partei an, sind doch die meisten seiner Werke zuerst in Gelehrter, stets war er dafür thätig, den Gedanken des alle Angriffe der Gegner nicht zu zerstören vermögen, unserer Sprache erschienen. Verdanken wir doch ihm in Klassenbewußtseins und der brüderlichen Solidarität in auf denen wir unverrückbar stehen können, von denen aus erster Linie mit, daß man uns als die theoretisch und der Proletarierwelt zu verbreiten, und gleichzeitig hat er wir alle Angriffe abschlagen und siegen werden in unserem politisch fortgeschrittenste Partei des Erdenrunds rühmt unwiderleglich die Unhaltbarkeit der Säße der bürger- Kampfe um eine gerechtere und die Menschheit beglückende lichen Nationalökonomie dargelegt und in seinem Gesellschaftsordnung. und haßt. Feuilleton. Nachdruck verboten.] [ 12 Die Falkner von St. Vigil. Roman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tirol von Robert S, weichel. dem er Vater, die Brüder, die Wirthschaft, so daß sie für nichts sie. Er war so kräftig gebaut, wie es ein tüchtiger Schmied Anderes Siun gehabt hatte. Ihre Freundinnen hatten sein muß, und selbst Ambros würde Bedenken getragen eine nach der an eien ihren eigenen Herd gegründet; für haben, mit ihm in einen Ringkampf sich einzulassen. sie waren die Männer nicht auf der Welt gewesen. Wäre mächtigen Gestalt, mit einer Brust, die breit und boo mie sie hübsch gewesen, so würden die jungen Bursche sie ein Panzer gewölbt war, entsprach der Kopf m wohl gezwungen haben, sich mit ihnen zu beschäftigen. Da Walde von röthlich blondem Haar. Röthlich ach war sie es nicht war und zudem ein über ihre Jahre verständiges der krause Vollbart, in dessen Schatten die Lip wie eine und ernjies Wesen hatte, so schenkten ihr nur diejenigen Granatblüthe glühten. Das Schönste aber feine Augen, einige Beachtung, welche die einzige Tochter des Kloster- die unter der breiten Stirn in blauem seuer strahlten. bauers für eine gute Partie hielten. Der Klosterbauer ent- Es war schwer, ihren Blick au ecagen, wann Vielleicht hatte sich in Lisei's Kinderherzen die Hoff- täuschte sie. Als er den Bewerbern mittheilte, daß Lisei in Born gerieth; allein er gerieth hehst selten in Born. babei von männlich nung geregt, durch ihre Liebe zu Ambros den Weg zum nur ein sehr kleines Heirathsgut erhalten würde, überhaupt Denn er war friedfertigen Gemüthe Herzen des Vaters zu finden. Gewiß ist, daß sie ihn um aber an ihre Verheirathung nicht eher zu denken wäre, als schlichtem Wesen und bedächtigem serstande. seiner Bevorzugung willen nicht beneidete, sondern fortfuhr, bis Ambros sich beweibt hätte, zogen sie sich zurück und Der Klosterbauer stellte av ihm die Bedingung, daß ihn von Herzen lieb zu haben und nach dem Tode der Lisei sah sie ohne Bedauern sich entfernen. die Hochzeit hinausgeschoben würde, bis Ambros sich verMutter es sich angelegen sein ließ, ihn zum Guten zu lenken. Wolf Lechner war mit Liſei auf der Hochzeit des heirathet hätte. Auch darauf war Wolf, obgleich mit Welchen Erfolg konnten jedoch ihre Bemühungen haben, da Sägemüllerz mit der schönen fra bekannt geworden. schwerem Herzen eingegangen. Sab er doch, wie schlecht der Vater ihn in jeder Weise verzog und Jeder, der bei Der alte Arigaya, der große Stücke auf den Schmied Lisei ihre wertthätige, opferbereite Liebe von den Ihrigen dem Klosterbauer etwas durchsetzen, oder sich bei ihm beliebt hielt, hatte gemeint, die Tochter des Klosterbauers gelohnt wurde und das ber Vater sie nur aus Eigennuz im Hauſe machen wollte, dem Buben schmeichelte? Lisei schmeichelte wäre eine geeignete Frau für ihn und Lechner war bei sich festhieit. Seitdem paren zwei Jahre verflossen und die Zeit dem Bruder nie, aber alle ihre Bitten und Vorstellungen, bald derselben Ansicht geworden. Lisei hatte aufänglich gar hatte nicht wenig sazu beigetragen, die Neigung zwiſchen Wolf die sie ihm wegen seiner Thorheiten und Tollheiten machte, nicht darauf geachtet, daß der Schmied um ihre Gunst warb; und Lisei zu festigen. Ihre Liebe war keine gährende wurden durch den Vater lahm gelegt, der sein Wohlgefallen denn der Gedanke an einen eigenen Hausstand lag ihr ferner Leidenschaft, sondern ein ruhiger, tiefer Strom. Eins ruhte an ihnen nicht verbarg. als je, und sie betrachtete sich selbst bereits als eine alte in dem Aberen voll Zuversicht und Treue. Inzwischen " Ja, ja, das wird ein echter Falkner", pflegte er zu Jungfer. Das sagte sie auch dem Schmied, als sie seine war ein umftand eingetreten, der es Wolf immer lebhafter sagen, und Lisei war von solcher Seelengüte, daß Ambros Absicht merkte, und Geld hätte sie auch nicht. Dem Schmied wünschen ließ, seine Braut aus den häuslichen Versich kein Gewissen daraus machte, darauf hin zu war es aber nicht um das Geld zu thun, denn er wußte bereits hälfen zu befreien und unter sein eigenes Dach zu einen wahrhaft guten Menschen zu mißbrauchen, zu kränken, nicht begreifen, daß Jemand sie um ihrer selbst willen zum schlagen worden, hatte Tirol noch zn Desterreich gehört. sündigen. Wer macht sich überhaupt ein Gewissen daraus, von dem Sägemüller, wie es um ihre Mitgift stand. Lisei wollte füoren. Als er auf seiner Wanderschaft nach St. Vigil ver selbst zu mißhandeln? Schwache Menschen rächen sich dafür, Weibe begehren könnte und etwas Liebenswerthes an ihr fände wenn sich die Gelegenheit bietet, gute Menschen ermüden nie Wolf kannte aber ihren Werth besser als sie selbst, nd Was ihn dorthin verschlagen hatte, war der Wunsch geließ sich nicht abweisen. Dun, er war ein Mann, der mem wesen, die Menschen nicht blos an den großen Heerstraßen, Lisei mochte jetzt sechsundzwanzig Jahre alt sein. Die Mädchen wohl gefallen konnte und zu jung für Lifei war wo die ewig rollende Lebenssluth ihre Eigenthümlichkeiten Zeit war ihr vergangen in den Sorgen und Mühen um den er auch nicht; er mochte wohl sechs Jahre mehr sablen als verschleist, kennen zu lernen. Er war ein geschickter und in ihrer Liebe. ST Grund, daß unser Rath, nicht zu streifen, unehrlich Niederlage. würden. Diäten an Reichstags- Abgeordnete stimmen. Politische Leberlicht. als durchaus berechtigt anerkennen, ist doch kein der er sich hundertmal zu beugen hatte, bis zur endgültigeik Berlin, den 13. März. gemeint sei. Wir erklären der Kreuz- Zeitung" offen, Gleich Bismard ein Staatsmann der alten Schule, ver Jm Reichstag stand heute die dritte Berathung des daß die Bergleute mehr als ausreichenden Grund zu folgte Windthorst nur reaktionäre Ziele und hatte keinen Etats auf der Tagesordnung und erregten zwei Debatten einer Arbeitseinstellung hätten, und daß wir, wenn wir Begriff von dem Geist und den Aufgaben der Neuzeit. das Hauptinteresse. Zunächst wurde durch den Abg. Zunächst wurde durch den Abg. Aussicht auf Erfolg jähen, von einer Arbeits- Aber das muß ihm nachgesagt werden, er war nie gehässig Jebsen die Kolonialpolitik angeschnitten, indem er sich einstellung unter solchen Umständen auch gar nicht abrathen und kleinlich, wie sein großer" Widerpart. über ungenügende Wahrung der deutschen Interessen in ver Tritt er vom Schauplaze ab, so wird das Zentrum, schiedenen Häfen beklagte, was dem Reichskanzler Ob die Reichsregierung die Denunziation der„ Kreuz- dessen Uhr nach der Beendigung des Kulturkampfes ohnehin Veranlassung gab, den charakteristischen Satz auszusprechen, Beitung" annehmen, und den deutschen Bergleuten die Be- nicht mehr lange zu gehen hatte, sofort dem Auflösungsdaß die Erweiterung unserer Kolonialpolitik ein Aufgeben schickung des Pariser Kongresses verbieten wird, das wollen prozesse verfallen, der durch die bedeutende Persönlichkeit gewiffer Stationen unvermeidlich machte, und daß, wenn wir abwarten. Der„ Bismarckschen Politik ohne Bismarck" Windthorft's bisher aufgehalten wurde. Das Zentrum hat der Reichstag verlangen sollte, diese Stationen wieder ist es zuzutrauen. auch jetzt viele Männer von Talent und Thatkraft, allein einen zweiten Windthorst hat es nicht feinen zweiten zu besetzen, die Reichsregierung gern dazu bereit sein würde, doch koste das Geld und einen eigentlichen Werth für den lichen Gesetzbuches soll, wie die" Post" hört, durch Be- der greise Führer des Zentrums, der das Glück gehabt hat, Die Kommission für die zweite Berathung des Bürger- Geist, der so zusammenfassen und zusammenhalten kann, wie Schutz deutscher Interessen hätten dieselben in den meisten Fällen doch nicht, wie dies jetzt bei dem Kampfe in Chile ufung neuer Mitglieder erweitert werden. Der Bundesrath den Urheber des Kulturkampfs noch lebendig begraben zu gezeigt worden sei. Seit wir in die Kolonialpolitik dürfte fich bereits in diesen Tagen über die Berufung helfen. hineingerathen, habe es an Schiffen gefehlt, die schlüssig machen. Wir sind begierig, wie diese Neuernennungen ausfallen. Wir haben schon früher darauf hingewiesen, daß Wie Fürst Bismard im Reichstage abstimmen wird, Stationen zu halten. Der Abg. Richter stach die neueste alle Berufsklassen und wissenschaftlichen Richtungen in der falls er doch gewählt werden sollte, ist sicherlich eine interKameruner Anleihe auf und und hielt die Verpfändung Kommission vertreten sind, mit Ausnahme der Arbeiterklasse essante Frage. Sie läßt sich aber heute nur in einem Punkte der Zölle des Gebiets zur Sicherung für die Geldleiher und der sich der sozialen Pflichten der Gesellschaft bewußten mit einer gewissen Sicherheit beantworten. Er wird für für eine veraltete barbarische, ja geradezu für eine afrika- Richtung der Rechtswissenschaft. nische, zu der die Idee nur von einem Herrn Wörmann ausgegangen sein könne. Der Regierungsvertreter Geh. Wiv Sozialdemokraten, als Vertreter des Gleichheits- Fürst Bismarck soll, so meldet die Bossische Zeitung", Rath Kayser suchte die Regierung zu vertheidigen, war Prinzips, stellen zwar auch insofern die Person unter die als Schiedsrichter in der Behringsmeer Frage ausersehen sein. aber sehr matt. Von ganz besonderem Interesse waren die Sache, als wir wissen, daß die Entwickelung der Dinge sich Wir können nicht annehmen, daß diese Nachricht Bestätigung durch den Abg. Bebel zur Sprache gebrachten Soldaten- nach festen Gesetzen vollzieht und nicht von einzelnen Per erhalten wird. schindereien und die damit in Verbindung stehenden Selbst sonen nach Willkür bestimmt werden kann daß also die morde in der Armee. Scharf und mit unerbittlicher Logik Anschauung, die Geschichte der Menschen sei das Werk eingeißelte der sozialdemokratische Redner an der Hand der Bro- zelner Personen, jeder sachlichen und wissenschaftlichen Beschüren von Abel und Müller das ganze Militärgerichts- Ver- gründung ermangelt. Allein es hieße das Kind mit dem fahren und die Art des dem Gemeinen zustehenden Beschwerde- Bad ausschütten, und den täglichen Erfahrungen des Lebens rechts, dabei zum Schluß ankündigend von nun an jeden ins Gesicht schlagen, wollten wir in der Politik wie in den Fall von Mißhandlung, von dem er Kenntniß erhalte, im Privatverhältnissen den Einfluß der Persönlichkeit bestreiten. Reichstag zur Sprache zu bringen. Der Kriegs- Um nicht in die Weite zu schweifen, sei nur einmal minister nahm sehr erregt das Wort und suchte dem daran erinnert, wieviel bei Vereinen davon abhängt, Die neueste Nummer der„ Gesellschaft, Monatsschrift für Abg. Bebel das Recht abzusprechen, die Uebelstände zur ob an der Spize, oder sagen wir lieber: in der Leitung Literatur, Kunst und Sozialpolitik" bringt unter Anderem Sprache zu bringen, indem er erklärte, alle zur Kenntniß oder Verwaltung Persönlichkeiten stehn, welche die vor das Bild von Hermann Bahr und ein Biographisches der oberen Militärbehörden kommende Mißhandlungen würden handenen Kräfte für die gemeinsame Arbeit zu begeistern Rapriccio" von dem letzteren. Bahr sagt darin unter streng bestraft. Bezüglich der Selbstmorde meint der hohe verstehen, oder nicht. Während eine unsympathische Persön- Anderem:„ Und auf einmal der große sozialistische Duſel, Herr, dieselben seien mehr eine Stamm und Rasseneigen- lichkeit bei allem Talent und Geschick nur vergleichsweise als ob gerade die Arbeiter weniger Gesindel wären, als es thümlichkeit als eine Folge von Mißhandlungen. Bebel Geringes leistet, wird eine sympathische, auch bei geringerer schon einmal unter den Menschen Brauch und Herkommen erklärte, es sei sein Recht als Volfsvertreter, die gerügten Begabung die größeren Erfolge haben. Es gilt das auch ist, und als ob die Welt gerade nur auf mich gewartet zwei Jahre Mißstände vorzubringen und dieses Recht werde er sich von Parteien. Niemand wird, bei allem Respekt vor hätte, um von allem Uebel erlöst zu werden weder vom Kriegsminister noch von sonst Jemandem der demokratischen Gleichheit, ableugnen können, daß die habe ich mit den marxistischen Auguren vergaspelt, bis ich Dann Soldat- da war ich mit ganzem schmälern lassen. Auf die Einzelheiten der Antwort des Zentrumspartei die hohe, ja die leitende Stellung, welche sie erkannte. Kriegsministers eingehend, führte Bebel denselben in sie gegenwärtig einnimmt, trotz der Gunst der Umstände Herzen dabei: es ist doch das herrlichste Handwerk." Freischärfster und unwiderlegbarer Weise ab, so daß sich der nicht einnehmen würde, wenn Windthorst, dessen lich gerade so wie das Renegatenthum die herrAbg. Szmula, früherer Offizier, zur Rettung des Kriegs- schwere Erkrankung wir gestern meldeten, nicht ihr Führer lich ste Kunst ist. Graf Walderfee hat den Fürsten Bismarck in Friedrichsruh besucht. Der Er- Reichskanzler wird sich jedenfalls sehr gefreut haben, den Er- Generalstabschef gesehen zu haben. Die Stellung des französischen Botschafters Herbette soll trotz aller Dementis erschüttert sein. ministers in die Brust warf und kühn behauptete, alles, was gewesen wäre. Ohne den übrigen Führern des Zentrums Bebel vorgebracht, sei falsch und übertrieben; einen Beweis dafür zu nahe zu treten, muß doch gesagt werden, daß, wenn auch Handelsvertrag scheinen keineswegs so glatt zu verlaufen, Die Verhandlungen über den deutsch österreichischen blieb der edle Herr vom Zentrum schuldig, während der Einzelne Windthorst in Einzelnem überragen mochten und Handelsvertrag scheinen keineswegs so glatt zu verlaufen, Abg. Hinge in allen wesentlichen Punkten die Richtigkeit mögen, er im Ganzen doch alle Anderen an Fähigkeit der als man es eine Zeit lang glauben zu machen beliebte. der Ausführungen Bebel's zugeben mußte. Der Abg. von Führerschaft weit überragt. Und zwar wesentlich dant Desterreich Ungarn verlangt als Gegenleistung für die von Kardorff schnarrte noch etwas zum Schuß der Armee, seiner biegsamen, konzilianten, sympathischen Persönlichkeit, Deutschland geforderte Herabseßung seiner Industriezölle eine die von Bebel beschmutzt worden sei, ohne Bebels Angaben die ihn erst dazu befähigte, sein außerordentliches Wissen und Erniedrigung der deutschen Getreidezölle, welche die deutschen auch nur zu erwähnen, geschweige den Versuch zu machen, seinen ungewöhnlichen diplomatischen Scharfsinn und Ueberblick Delegirten mit Berufung auf die Abstimmung des Deutschen dieselben zu widerlegen, Damit schloß die Sigung. im Dienste seiner Partei voll und mit höchster Wirksamkeit Reichstags, wenn es paßt, wird die Reichsregierung auch Mit dem Rücktritte Goßlers soll angeblich die Krise zu verwerthen. Daß das Zentrum die Stellung einnehmen sehr konstitutionell, nur in ganz unzureichender Weise, zunicht beendet sein, auch Caprivi soll zurücktreten, so be- onnte, welche es jetzt und gewiß nicht zum Heile Deutsch- gestehen wollen. Es soll eine 10prozentige Erniedrigung der nicht beendet sein, auch Caprivi soll zurücktreten, so be- lands- einnimmt, das ist freilich in erster Linie der Getreidezölle angeboten worden sein, was von den öfterhauptet wenigstens das Organ des Herrn von Bennigsen, tölpelhaften Brutalität geschuldet, mit welcher Fürst Bis- reichischen Unterhändlern aber als ingenügend verworfen der Hannover'sche Courier". Die Nachricht scheint wenig mard den Kulturkampf" einleitete und führte, jedoch ohne wurde. Sicher ist, und dies haben die letzten Wahlen be glaubhaft. Für einige Zeit wird der Reichskanzler noch im eine Persönlichkeit, wie die Windthorst's, welche die Blöße wiesen, daß die deutsche Reichsregierung mit einer stärkeren Amte bleiben, allzu lange freilich kaum. Die Miniſter mußen des Gegners stets blitzschnell erkannte, und seine bunt Herabsetzung der Agrarzölle nicht nur Desterreich- Ungarn, sich jetzt rasch ab und Abwechslung ist ein Haupterforderniß schedige Mannschaft stets zusammenzuhalten und rechtzeitig sondern noch mehr dem eigenen Volke entgegenkommen der Unterhaltung. ins Feuer zu bringen wußte, hätten die Fehler Bismards wird. In Wien gedenken heute die Arbeiter pietätsvoll Die ,, Kreuz- Zeitung" denunzirt heute den internimmermehr so gründlich ausgenutzt werden können, wäre die nationalen Bergarbeiter Kongreß, der am Niederlage des Blut- und Eisenmannes nimmermehr eine so der vor 43 Jahren für die Freiheit gefallenen Märtyrer, 31. März in Paris zusammentreten soll, und wirft dem zerschmetternde geworden. während diejenigen, welche die Früchte der bürgerlichen „ Vorwärts" vor, daß er ein doppeltes Spiel treibe, Was man an Hannibal am Meisten rühmte: daß er Revolution genießen, derer vergessen haben, die für sie ihr Deren Nachkommen wählten vor formell zwar vom Streit abrathe, thatsächlich aber dazu aus so verschiedenartigen Elementen ein schlagfertiges Heer Blut fließen ließen. hezze". Wir erklären das für eine freche Verleumdung und machen konnte, das wird auch in taktischer Hinsicht als das wenigen Tagen theils Vertreter der schwärzesten Reaktion, fordern die„ Kreuz- Zeitung" auf, uns auch nur eine Stelle Hauptverdienst Windthorst's angesehen werden. Mit dieser Feudale und deren baar ausgelohnte Knappen, theils Verunferes Blattes zu zeigen, wo„ gehegt" worden wäre. Wir buntscheckigen Mannschaft hat der kleine" Windthorst den treter des verblaßtesten Liberalismus, Ausbeuter und Geldfind im Gegentheil den Hezern, die wir auf Seiten der großen" Bismarck nach Canossa getrieben, und ist er der größen, beziehentlich deren politische Kommis, während von Rohlenbarone entdeckt haben, sehr träftig zu parlamentarische Reichskanzler geworden eine Vertretern demokratischer Grundsäße, deren sich die Männer Leib gegangen. Nebenregierung, die der un parlamentarische Reichs- vom Jahre 1848 nicht zu schämen brauchten, nur der einzige, Daß wir die Beschwerden der Bergleute größtentheils kanzler nicht einen Moment abzuschütteln vermochte, und vor Pernerstorfer, gewählt wurde. fleißiger Arbeiter und der Meister in St. Vigil hatte es wieder eine neue Liebelei im Feuer. Da ist nicht daran zu Wolf legte seinen Arm um ihre Schulter und sagte verstanden, ihn festzuhalten. Als er sich nach dessen denken, daß er bald heirathet, und wir können doch nicht liebevoll: Bin ich Dir denn nichts, daß Du allein an Deinen Tode selbst als Meister im Orte hatte sehen und das Grund- bis in die Ewigkeit warten. Wir sind Beide nicht mehr so stück des Verstorbenen erwerben wollen, hatte die Gemeinde jung, daß ein paar Jahre mehr oder weniger nichts aus- Vater denkst? Und wenn er noch gut gegen Dich wäre, ihm freilich alle möglichen Schwierigkeiten in den Weg gemachten." oder Dir auch nur ein einziges Wörtlein gegönnt hätte, daß legt und bei der öffentlichen Versteigerung des Anwesens Die arme Stafi," seufzte Lisei. Aber Recht haft er mit Deinem Schaffen zufrieden ist und Deine Bravheit den Preis weit über den Tagwerth hinaufgetrieben. War Du mit unseren Jahren, ich mein' mit den meinigen, und erkennt. Aber freilich, anerkennen, was Andere thun, das er doch ein Fremder. Persönlich hatte man nichts gegen ihn hab's Dir ja immer vorgestellt, daß ich zu alt für Dich bin." liegt nicht in seiner Art, es tönnte ja Einer darauf hin einzuwenden gehabt und da er vorwärts kam, fich allmälig Und ich sag' nein! Wir könnten ganz glücklich und' was von ihm fordern als Lohn." gauz mit ihm ausgeföhnt. Die Abtretung Tirols an Bayern, zufrieden sein, und verlieren unsere beste Zeit um der An- Wie fannst Du nur so reden, Wolf?" entgegnete fie die Härte, mit der die neue Regierung in dem Lande ver- beren willen. Sollen wir uns denn erst triegen, wann wir mit einem leisen Vorwürfe. Ich verseh' wohl Mauches, fuhr, hatte das gute Verhältniß aber zu stören begonnen. graue Haare haben?" daß er mit mir nicht zufrieden sein kann. Es ist meine Man fing wieder sich zu erinnern an, daß Lechner aus dem verhaßten Bayern stammte. Die älteren Leute mit Wolf" versicherte Lifei mit einem Lächeln. Aber so lange Ich werde Dich auch mit grauen Haaren lieb haben, Schuld, Wolf!" Er drückte sie fester an sich und sagte: wenigen Ausnahmen, zogen sich allmälig kühl von ihm wird's ja nicht dauern, und wir müssen schon Geduld haben, reden, aber dent' auch ein Bifft an Dich und an mich „ Schon gut, ich will gegen den Klosterbauer nichts zurück, die Jugend verbarg kaum ihre feindliche Gesinnung. da wir's nicht ändern können." Der Wunsch, Lisei sobald wie möglich heimzuführen, mußte Lisei. Mich drängt nicht blos die Ungeduld, Dich endlich sich daher lebhafter als sonst in Wolf regen. Denn da sie Warum können wir es denn nicht ändern?" fragte er als Frau zu haben. Schau, Lisei, Du hast keinen auf der einer der ältesten und angesehensten Familien des Thales mit einer Regung des Unmuths. Jedes Ding will ein Wett, der fest zu Dir steht, als mich, und so hab' ich feine angehörte, so durfte er wohl mit großer Wahrscheinlichkeit End' haben. Ich hab' mein Auskommen für uns Beide Seele hier, die mich lieb hat, als Dich. Die Leut' mögen darauf hoffen, durch die Verbindung mit ihr, wieder festen und Du bist mündig. Ich will noch ein letztes Mal mit mich nimmer leiden, weil ich ein Bayer bin. Jetzt, wohin Fuß in der öffentlichen Meinung zu fassen. Deinem Vater reden und ihm sagen, daß wir noch ich schau, sind sie mir deshalb abgünftig. Bist Du erſt Die unfreundliche Art, mit der Ambros eben bei seiner nfeinetwegen bis nächste Ostern warten wollen, aber nicht meine Frau, nachher mögen sie scheel sehen, so viel wollen, Heimkunft ihm wieder begegnet war, lenkte seine Gedanken länger." da mach' ich mir nichts daraus. Aber sie werden sich bann abermals auf diesen Punkt. Daran dachte er, während er Und wenn der Vater Nein sagt?" fragte Liſei be- schon geben." auf die Rückkehr Lisei's aus dem Hause wartete. Um ihn flommen. Du weißt, er nimmt nichts zurück, was er ein" her das ist gar traurig," seufzte sie. Ich kann's war Stille, nur der Nachtwind flüsterte melancholisch in den mal gesagt hat." nicht verstehen, daß Dir Einer zuwider sein soll, Dir, der Laubkronen bei den Stadeln und melancholisch, tönte das" Was ich von ihm verlang', ist nichts Unrechtes und Du so rechtschaffen bist und mit Wissen und Willen noch Murmeln des Brunnens am Hause. Der mit einem Höcker Unvernünftiges. Wenn er sich dawider setzt, so zeigt er, feinem' was zu Leid' gethan haft. Die Leut' find wohl aus dem schwarzen Föhrenkranz sich aufwölbende Rücken des daß ihm an Deinen Glück nichts gelegen ist und dann bisi hizig, aber schlecht sind sie nicht. Und was fannst Du Spitzhörndl zeichnete sich deutlich gegen den gestiruten Du es Dir selbst und mir schuldig, daß Du an unsere Zu- benn dafür, daß Du ein Bayer bist. Es ist ja ganz Himmel ab. kunft denkst. Du bist mündig, Lisei, und wir brauchen gescheidt, daß sie Dir's anrechnen. Aber würden sie nicht Er meint es nicht bös," sagte Lifei, als sie wieder auf Deines Vaters Einwilligung nicht, wenn wir Hochzeit ursach haben, schlecht von uns Beiden zu denlen, wann ich den Vorplatz kam und legte Wolf begütigend die Hand auf machen wollen." dem Bater zuwider Deine Frau würde? Ach, Wolf, wenn den Arm, indem sie sich zu ihm fette. Ach, Wolf, was führst Du im Sinn?" rief sie be- er einen Zorn auf un3 hat, wie könnten wir Beide dann Wolf feufzte. troffen. Das geht ja gar nicht an. Jetzt, wo der Vater glücklich sein? Ich könnt's nimmer." " Ich weiß schon ganz gut, wie er es meint," sagte er alt wird und meine Sorge erst recht braucht, da kann ich mit gedämpfter Stimme. Aber es ist nicht das, woran ich ihn und die ganze Wirthschaft doch nicht wildfremden just dachte. Nach dem, was Du mir von Eurer gestrigen Leuten überlassen und fortgehen, fortgehen gar ohne seinen Fahrt nach St. Lorenzen erzählt haft, hat der Ambros Willen." " " ( Fortsetzung folgt.) 9 Italiener, sou Korrespondenzen und Parteinachrichten. Jetzt läßt sich, obgleich noch an 4 Tagen gewählt auf Abschaffung der Material- und Maischraumsteuer begründet| Zustimmung. Die Vorlage, betr. die zu Brüssel am 2. Juli 1890 werden wird, das Wahlresultat überblicken. Die fich dadurch, daß eine solche Steuer überflüssig ist, da eine Ver- unterzeichnete Generalatte der Brüsseler Antiftlaverei- Konferenz voraussichtliche Zusammensetzung des österreichischen Ab- brauch 3 steuer existirt. Aufrecht erhalten wird der jezige Zu- wurde den Ausschüssen für Handel und Verkehr, für das Seegeordnetenhauses ist folgende: 110 Deutsch- Liberale, 18 stand besonders gern von denjenigen Brennereien, die exportiren, da wesen und für Justizwesen überwiesen. Zwei Berbänden einderen Benefizium durch eine zu hohe Rückerstattung der Steuer beim getragener Genossenschaften wurde das Recht zur Bestellung des Deutsch- Nationale, 57 Polen, 8 Ruthenen, 36 Jungtscheschen, Erport gegen 14/2 Millionen beträgt. Staatssekretär Malyahn: Im Verbandsrevisors zugestanden. 13 mährische und keinem Klub angehörige Tschechen, 31 fa- Kreise der verbündeten Regierungen ist die Frage erivogen, ob tholisch Konservative, 23 Slovenen und Serbokroaten, 8 Mit eine Revision des Gesetzes jezt angebracht ist, und verneinend glieder des Coroniniflub, 18 Mitglieder des konservativen beantwortet worden. Die Vorlage läßt deswegen die Grundlagen böhmischen Adels, 5 Mitglieder der mährischen Mittelpartei, des Gesetzes unberührt; die Resolution Barth wird von den zu 2 Deutsch- Konservative, 13 Antisemiten, Regierungen nicht berücksichtigt werden fönnen, falls nicht noch 2 Rumänen. Es fehlen noch die Wahlen von Dalmatien wesentlich neue Gesichtspunkte gezeigt werden. Abg. Gamp: und vier Stichwahlen in Böhmen.d Die Statistik beweist das Gegentheil von dem, was Abg. Barth und seine Partei früher über die Vertheilung des Kon- Die soeben erschienene Nr. 11 der Gazeta Robotnicza" Ein Ministerium aus politisch farblosen Beamten, tingents behaupteten. Eine Brennerei von 3000 Liter Maischraum enthält zwei Leitartikel: 1) Nationale und Klassenpolitik. 2) Ueber Deutsch- Liberalen und Polen dürfte unter Leitung des ist eine kleinere; sie liefert jährlich 700-1000 Setteliter. die Lage der Bergarbeiter. In der Rubrik: Wie geht es unsern Allerweltsministers Taaffe mit diesem Abgeordnetenhause 1 400 000 Seftoliter Kontingent entfällt dann auf dieje Brenne Arbeitern?" find Storrespondenzen aus Beuthen, Zaborze und fortwursteln.reien, das sind über 70 pet. Auch sind es nicht die größten Notizen. Ferner enthält die Nummer eine Korrspondenz aus landwirthschaftlichen Brennereien, welche den Vortheil haben. Lemberg, die Rubrik" Politische Uebersicht", Notizen über die Der Papft hat an die österreichischen Bischöfe Nur 14 Brennereien haben fiber 200 000 Siter Kontingent, davon Arbeiterbewegung 2c. eine Encyclica erlassen, in welcher er unter anderem werf liegen 10 in Bayern. leber 120 000 Liter Kontingent haben Magdeburg, 12. März. Dr. Wölfel, Prediger der hiesigen thätige Hilfe für die herabgefonimene Lage der Arbeiter" 97 Brennereien, davon 71 in Preußen. Auch bei den gewerbempfiehlt. Ohne solche, freilich ganz werthlose, Redewen- lichen Brennereien hat Baden, Württemberg das Meiste. freireligiösen Gemeinde, ist verhaftet worden. Am 16. d. M. soll dungen können heute programmatische Erklärungen der 38 Brennereien über 200 000 Liter, davon 19 in Preußen. Die gegen ihn vor der Straflammer zu Halle wegen Gotteslästerung Herrschenden nicht mehr abgefaßt werden. Bemerkenswerth Fortschritte der Technik sind veranlaßt durch die Maischraum- verhandelt werden. ist nur das Zugeständniß, daß die Lage der Arbeiter herab: Steuer, welche zur Ausnutzung des Materials swingt. gekommen ist. Die französische Kammer ist der Regierungsvorlage, betreffend die Wettrennen, sehr günstig gestimmt, auch in der Sportswelt wird dieselbe beifällig aufgenommen. Nun scheint also diese große Frage zu Gunsten der Helden vom Rennplage gelöst zu sein. Glückliches Frankreich)! Die spanische Thronrede kündigt eine Amnestie fast aller politischen Verbrecher" an, ste enthält, wie das jezt Mode ist, auch einen Passus über die soziale Gesetzgebung, der ganz so inhaltslos ist, wie dies jetzt überall üblich ist. Er lautet: -" Regierungsrath Geyer: In Bayern sind 10 große land- Niesa. Der Vertrauensmann der Riesaer Parteigenossen, wirthschaftliche Brennereien, deren jede über 2000 Heltoliter Redakteur Diehl, erklärt in einem Aufruf, daß es ihm troß wiederKontingent haben. Ihre Entstehung erklärt sich durch das frühere holter öffentlicher Aufforderungen und persönlicher Rücksprachen Branntweinsteuer- Geset in Bayern vor 1880, wo überhaupt nicht nicht gelungen sei, Versammlungsräume für den zu gründenden einmal der gebrauchte Branntwein produzirt, sondern aus Nord- Allgemeinen Arbeiter- und Arbeiterinnen- Verein" zu erhalten. deutschland eingeführt werden mußte. Na ch 1880 änderte sich Er ersucht deshalb alle diejenigen Parteigenossen, welche im Bedies; es bildeten sich große Genossenschaftsbrennereien, an denen sige von Hofräumen, Wiesen, Gärten oder sonstigen Grundstücken je 200-300 fleine Landwirthe ſich betheiligen. Graf Kleist sind, die sich zur Abhaltung einer Versammlung eignen würden, Schmenzin: Wir haben das Branntiveinsteuer Gesetz, es der Partei dieselben zu genanntem Zwecke vorläufig einmal zur schüßt unsere Landwirthschaft und wird wohl auch so bleiben. Verfügung zu stellen. Das ist auch eine Illustration zu der durch Die Statistit zeigt folgendes: Schlesien nimmt die 4. Stelle die Lokalabtreiberei illusorisch gemachten Versammlungsfreiheit." ein, die 1. Stelle Posen, dann Brandenburg, dann Sachsen, in Bezug auf große Brennereien. leber 1000 Hektoliter haben Aus dem Lüneburger Wahlkreise, 9. März. Leiden und 197 landwirthschaftliche, mit 271 371 Hektoliter Kontingent; Freuden bei der Landagitation. In Caarssen, nordseits der Elbe, 64 gewerbliche Brennereien haben 200 209 Heftoliter. Abgeordneter im ehemaligen Amt Neuhaus belegen, war es mit vieler Mühe Alles was die Interessen der Arbeiterklasse betrifft, urm: In Schlesien erhalten 32 Personen 700 000 Mt. Liebes- gelungen, endlich ein Lokal zu einer Versammlung zu bekommen, beschäftigt mich( die Königin- Regentin) febr. Dieser wichtige gabe, alfo 4 pt. der Brennereien erhalten 14 pt. des gesammten indem eine Wittwe sich bereit erklärte, ihre Diele dazu herzugeben. Gegenstand, welcher überall seitens aller Regierungen und Kontingents. Die 32 find gewiß nicht fleine nothleidende Land- Genoffe Fischer aus Hamburg follte über die Kornzölle und das Kammern speziell ins Auge gefaßt wird, wird auch von wirthe. Wenn hier mitgetheilt wird, daß eine große Preßhefen Invaliditäts- und Altersversicherungs- Gesetz sprechen und war meiner Regierung im Einklang mit der eingesetzten Kom- Fabrik in Bayern, die 130 000 m. Liebesgabe erhielt, doch nur die Versammlung schon acht Tage zuvor ordnungsmäßig zum 90 000 M. an die Aktionäre Gewinn vertheilt, so beweist das nur, Sonntag, den 8. b. M., angemeldet. Als die sozialdemokratischen mission mit größter Aufmerksamkeit behandelt werden." daß diese Industrie nicht rentabel ist, denn ohne Liebesgabe würde Agitatoren nun gestern ihren Einzug ins Dorf gehalten, erschienen Zehn Jahre sind heute verflossen, seit Alexander II. sie allmälig bankerott gehen. Es ist aber unrichtig, daß eine noth- auch bald darauf ein reitender und ein Fußgendarm, und schließdon Rußland durch die Bomben der Sophia Perowstaja leidende Industrie auf Kosten der armen Leute aufrecht erhalten lich auch per Wagen der Herr Assessor aus Neuhaus. Letterer und deren Genossen seinen Tod fand. Sein Nachfolger hat wird. Da könnten sich noch viele Nothleidende in Deutschland erklärte dem Einberufer, daß er sich nach Besichtigung des Vermelden. Da aber die Statistik zeigt, daß 17 landwirth- sammlungslokals genöthigt sehe, die Versammlung auf Grund seitdem nichts vergessen und nichts gelernt. Die Unzuschaftliche Brennereien 1 Million Mart Liebesgabe erhalten, des Baupolizei- Gesetzes zu verbieten; das Versammlungslokal fei friedenheit und der Haß gegen die Organe der Regierung und 17 gewerbl. 2 Millionen erhalten, so ist zu erwarten, als solches noch nicht bei der Polizei angemeldet. Die Interund gegen den Träger der Staatsgewalt wird immer größer. daß die Mittheilung dieser Thatsache den Neid der Brenner unter ventionen des Ginberufers der Versammlung und des Referenten Aeußert er sich auch nicht mehr in den Attentaten einzelner einander erweckt und infolge dessen auch schon die Grundlage des hatten feinen Erfolg; die Gendarmen räumten das Lokal. Die Gruppen, so ist er trotzdem gefährlicher geworden, weil er Gesezes erschüttert wird. Die kleine Produktion wird auch durch Hausbesitzerin lud nun ihre Bekannten ein, sich in ihr Privatfich des ganzen Volkes bemächtigt hat. Das Tanzen auf solche Schuhgefeße nicht aufrecht erhalten, besonders wenn die zimmer zu verfügen, ebenso den Einberufer der Versammlung und Kleinen so wenig erhalten und die Großen so viel. Graf ben Referenten. Dieser Einladung wurde auch zahlreich Folge dem Vulkan wird kaum mehr lange ungestört fortgehen, mir bach erklärt, daß er kommunistische Anschauungen nicht geleistet und die das geräumige Zimmer dicht anfüllenden Bedenn plötzlich kann er unruhig werden und eine gewaltige, theile. Auch das Zuckersteuer- Gesetz werde nicht in der Weise fucher, Männlein und Weiblein, unterhielten sich ganz ausgenicht vorausgesehene Eruption kann alles vernichten, was geändert werden wie die Opposition glaubt. Abg. Gröber: zeichnet, während der Herr Assessor mit seinen zwei Gensbarmen sich heute in Rußland der Macht freut und dieselbe rück- In Würtemberg hat allerdings eine Brennerei 8000 Hektoliter, auf der Straße in Schnee und Regen Posto gefaßt hatte, um sichtslos und nicht an den morgigen Tag denkend ausübt. alfo 160 000 m. Liebesgabe. Diese gehört aber einem Nord die durch die Anwesenheit der hohen Obrigkeit angelockten und deutschen, der in Heilbronn eine Brennerei errichtete, weil er von Weit und Breit herbeigeströmten Dorfbewohner zurückzu Die Bedeutung der internationalen Gedächtnißfeier dort günstige Verhältnisse fand. Die Statistikt wird vielleicht halten. Das Vergnügen hatte etwa eine Stunde gedauert, als zu Ehren von Marg, welche unser Leitgedicht poetisch auch die Wirkung haben, daß die Kontingentirung besser vertheilt endlich der Herr Assessor seinen Gendarmen gemessene Befehle schildert, geht am besten aus den Reden hervor, welche am wird. ertheilte. Die beiden erschienen nun in dem Privatzimmer und 19. März 1883 im Cooper Institut in New- York gehalten Ober- Finanzrath v. Fischer: Württemberg ist nicht zu protestirten gegen die Fortsetzung der verbotenen Versammlung; wurden. Dieselben sind auszugsweise mitgetheilt in dem nachsichtig gegen die gewerbl. Brennereien; da wir gar fein versuchten auch, die Anwesenden hinauszutreiben, mit Ausnahme Werke des Straßburger Universitäts- Professors Sartorius Branntweinjteuer- Gesetz hatten, konnten wir das Kontingent nicht der fremden und einheimischen Agitatoren, da es ihnen offenbar von Waltershaus„ Der moderne Sozialismus in den Ver- berechnen, sondern nur schätzen. Die Produktion hat unter dem nur darum zu thun war, die Schafe von den Böcken zu sondern. neuen Gesetz faft gar nicht zugenommen; wir beziehen Als Fischer ihnen erklärte, daß sie tein Recht hätten, in Privateinigten Staaten von Nordamerika", Berlin 1890. Der 40-50 000 Hektoliter Sprit jährlich aus Norddeutschland. räume einzubringen und die Unterhaltung eines Privatzirtels zu Verfasser des Gedichts, das unsere heutige Nummer ziert, Abg. Dr. Barth: Das jebige Gefeß treibt einseitigen stören, die Wirthin auch aufforderte, energisch gegen diesen Einunser Genosse L. Jacoby, nahm an dieser Feier Theil, bei Kommunismus, indem es von der Allgemeinheit einen fleinen griff in ihr Hausrecht zu protestiren und den Gendarmen die Thür welcher der leider auch schon verstorbene Genosse Dr. A. Douai Theil Unternehmer unterſtüßen läßt. zu weisen, andernfalls aber diefelben wegen gemeinschaftlichen Hausim Namen der Deutschen sprach. friedensbruchs zu belangen, gingen sie nach heftiger Auseinandersehung von dannen und besetzten nach Rücksprache mit dem Herrn Assessor sämmtliche Ein- und Ausgänge des gefährlichen Hauses, mit blanker Waffe Jedem der braußen in Menge der kommenden Dinge Harrenden den Eintritt verwehrend. Nachdem der Obrig feit klar gemacht, daß sie, wenn sie etwas thun wollte, auf Grund des Vereinsgesetzes gegen den Einberufer 2c. vorgehen könnte, wurde nun unter steter obrigkeitlicher Begleitung eine Bierreise Sigung vom 18. März, Bormittags 10 Uhr. Zunächst werden einige Berichte festgestellt. Unter zuziehung die Agitatoren mit ihrem zahlreichen Anhang niederließen, wurde bes Regierungskommissars Herrn Regierungsrath v. Jonquières fofort polizeilich besetzt. Nachdem man so den obrigkeitlichen wird sodann eine Petition von Küstenschiffern berathen, die sich Zur Verhandlung tommen die Petitionen, über die Abg. G amp Schutz drei Stunden lang in Anspruch genommen, zum Schluß den holländischen Küstenschiffern gegenüber benachtheiligt fühlen. berichtet.. auch noch die Marseillaise gesungen, machten sich die gefürchteten Die Referenten, die Herren Abgg. Graf Matuschta und Schwarz- Die Mehrzahl derfelben findet ihre Erledigung durch die ge- Gäste, die bei den Einheimischen eine so warme Aufnahme geLübeck heben die Nachtheile, welche deutsche, Küstenschiffer gegen- faßten Beschtüffe. Neun Zehntel der Betenten protestiren gegen funden, auf den Heimweg. Caarffen war gerettet; jedoch die über den holländischen haben, in eingehenden Reden hervor. Diese die von der Regierung geplante Besteuerung von Rum Agitatoren freuten sich ihrer zwar zerstörten, aber doch so erfolgNachtheile bestehen darin, daß die holländischen Schiffer mit und Kognat; sie wünschen, daß eine Unterscheidung nach der reichen Mission. Da unter den anwesenden Genoffen, welche zum ihren ganzen Familien auf den Schiffen leben und den Verpackung gemacht wird, wie es die Kommission beschlossen hat. Theil einen Weg von vier und fünf Stunden zum Besuch der Schiffsdienst verrichten, daher im Stande sind, billiger zu ver- Bum Theil wollen sie die Liqueure, auch wenn in Versammlung zurückgelegt hatten, viele Bauhandwerker sind, so frachten, als die deutschen. Ferner find die holländischen Schiffe Fässern eingeführt, höher besteuert wiffen. Da aber der beabsichtigen dieselben, sich ein eigenes Versammlungslokal zu größer, als die deutschen und ihre Besayung entnimmt von den Begriff der Liqueure kein feststehender ist und zu un- bauen. Und das hat mit ihrem Verbote die Polizei gethan! Mätlern, welche ihnen dafür geneigterer Weise Frachtgüter zu gleicher Behandlung Anlaß geben könnte, wird der Kommissionsweisen, Waaren und Lebensmittel, wovon wieder der Mäkler beschluß wohl aufrecht werden. Apotheker petitioniren um suise S feinen Vortheil zieht. Weiter müssen die deutschen Schiffer an Erleichterung bei Ueberweisung des zu Heilzweck en bestimm der holländischen Küste eine hohe Patentgebühr, d. h. eine ten Spiritus. Ferner petitioniren die Tischler wegen BeSteuer für die Ausübung ihres Gewerbes zahlen, während die seitigung des bestehenden Denaturirungsverfahrens, holländischen Schiffer an unseren Küsten eine solche Abgabe nicht das gesundheitsschädigend wirkt. Verschiedene Brenner bitten zu zahlen haben. Diese Umstände machen die Konkurrenz um Stundung der Verbrauchs abgabe; andere, daß der holländischen für die deutschen Küstenschiffer drückender. die Sonntagsarbeit nicht eingeschränkt wird, da sie Die Debatte wird geführt zwischen den Abgeordneten Graf unumgänglich nothwendig ist. Verschiedene Brenner wünschen, Matuschta, Schwarz, v. Hülst und dem Regierungskommissar daß die Probebrände nach einheitlichen Grundsäßen vorund endet mit dem Beschluß, die Petition dem Reichsgenommen werden. tangler zur Erwägung zu übergeben, obschon man Abg. Wurm: Die Apotheken erhalten für Heilzwecke sich nicht verhehlt, daß nur durch die anderweite Regelung oder steuerfrei 15 430 Liter; die Medizinaltage ist vor Erlaß des Aufhebung der genannten Patentgebühren seitens des Reiches eine geringe Hilfe den deutschen Schiffern gegeben verden kann. Parlamentarisches. Petitions Rommission. Abg. Szmula: Die Magnaten Oberschlesiens wollen auch leben; sie bebauen mit großen Opfern den schlechten Boden und beschäftigen dadurch Tausende von Menschen. Ohne die Liebesgabe würden sie vielleicht den Boden aufforsten und Arbeiter entlassen, auch dem Staat teine Einkommensteuer während der Aufforstung zu zahlen haben. Die Landbevölkerung verarmt dann. Graf Kleist bestreitet, daß ein Neid zwischen den gewerblichen landwirthschaftlichen Brennern und Load diff on the wird gegen 5 Stimmen abge- burch das Dorf angetreten. Das Wirthshaus, in welchem sich Die Resolution Barth lehnt. Der Bericht wird schriftlich abgefaßt. Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechfaals, soweit Raum dafür absu geben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeint Interesses zur Verfügung; fie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, me Inhalt desselben identifiairt zu werden. emerte Auf die Anfragen im Sprechfaal gestriger Nummefehr Allich, daß sich bezüglich der Lage der Schulräume gestrebt: die gemeines fagen läßt! Es wird vom Vorstand die Südschule Nordschule in die Nähe des Rosenthaler Thore in die Gegend in die Nähe des Halleschen Thores, die Ditschule nach Moabit Gefeßes gemacht, mithin erhalten die Apotheker die Steuer als der Großen Frankfurter Straße und die W Liebesgabe. Ferner protestiren 3 Tischler mit Recht über die zu bringen. E3 Zwei Petitionen von Eittlichkeitsvereinen, welche eine Ab- Denaturirung mit Pyridin, welche sie frank macht. te einzelnen Tage fann Die Vertheilung der Lehrfächer auchts der vielen Schwierig änderung der§§ 180 und 184 des GStrafgesetzbuches wünschen, wäre zu wünschen, daß die Denaturirung mit Terpentin er jetzt noch nicht erfolgen, und muß aynet werden, wenn es nicht erzeugen eine längere Debatte. Auch diese Petitionen werden dem leichtert wird. Die Sonntagsarbeit in den gewerblichen feiten im Anfang auf Nachsicht ge! Reichskanzler zur Erwägung empfohlen, doch soll nur mündlicher Brennereien läßt sich fast vollständig einschränken, auch in den gleich nach dem Wunsche aller a begegnen sei wiederholt beBericht an das Plenum erstattet werden. Falls diese Petitionen landwirthschaftlichen. Staatssekretär v. Malyahn: Ueber die Um manchen Irrthümery der Unterrichtskarten gleichzeitig im Plenum zur Erörterung fommen, wünscht man den Ausschluß Steuerfreiheit des zu Heilzwecken gewährten Spiritus schweben merkt, daß jede einze Die Ausgabe der Karten erfolgt der Deffentlichkeit bei diesen Verhandlungen.e Verhandlungen zwischen dem Reichskanzler und dem preußischen für alle Lehrfächer gilfer Schule, und ist auch dann erst Eine Reihe anderer Petitionen persönlichen Inhalts werden Fistus, die vorläufig nicht mitgetheilt werden können. Re- kurz vor der Eröffnungende Betrag dafür zu entrichten. gierungsrath Rauschnig: Terpentin hat sich als derartig der noch fest zu befti E. Vogtherr, 1. Sigung der zweiten Lesung der Branntwein Verhandlungen stattfinden, daß dieses Denaturirungsmittel völliger Branntweinungenügend für die Denaturirung erwiesen, daß gegenwärtig Vorsitzender der Arbeiter- Bidungsschule. steuer Rommission vom 18. März 1891. beseitigt wird; in nächster Zeit fommen hierüber amtliche Zur Vertheilung gelangte die von der Kommission verlangte Mittheilungen. Nachweisung über die Vertheilung der Gesammt- Jahresmenge erledigt. Nächste Sigung Montag Vormittag 10 Uhr. Antwort wird nicht ertheilt. Bekkaffen der Redaktion. Branntwein, von welcher der niedrigere Verbrauchsabgabenfah zu In der am 12. d. M. unter dem Vorsitz des Bizepräsidenten wet an gen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügeit. Brieflich entrichten ist, während der Kontigentsperiode 1887-90 auf die landwirthschaftlichen und gewerblichen Brennereien. Zur Dis- des Staatsministeriums, des Staatssekretärs des Innern, Dr. von 6. di Feroni Schölzke. Wenden Sie sich doch mit Ihrer Eussion tommt der Antrag Barth auf Abschaffung der Brannt Bötticher, abgehaltenen Plenarsizung des Bundesraths wurde veinmaterial- und Maischbottich- Steuer. Abg. Dr. Barth be- über mehrere Gingaben in Zoll- und Steuerangelegenheiten, überflärung an die Kreuz- 3tg."; dort paßt sie hin. Uns aber verweist aus dem vorgelegten Material der Regierung, daß that die Wiederbeſegung der erledigten Stellen des Präsidenten und schonen Sie gefälligit. ächlich die ge A. D. Von Jagdscheinen verstehen wir nichts. C. S., Gräfestraße. Ihre Anfrage ist längst beantwortet. A. G. Natürlich ist das neue Maaß und Gewicht" bei uns Schulstraße. Bur guten Weißen." fleinen Brennereien keinen Vortheil haben. eines Mitgliedes bei dem kaiserl. Disziplinarhof, sowie über 9 000 Brennereien haben 3/2 Millionen Liebesgabe, 3000 größere Berufung weiterer Mitglieder in die Kommission für die heinereien den Rest von 87 Millionen Mark. Weitere Mit- Befung des Entwurfs eines bürgerlichen Geſetzbuchs Beſch betr. eingeführt. theilungen erfolgen im Plenum und ist wohl zu erwarten, daß faßt. Dem Entwurf eines Gesezes für Elsaß- Lothringung die demselben ebenfalls die Statistit vorgelegt wird. Die Resolution die Uebergangsabgabe von Bier, ertheilte die Versan Theater. Sonnabend, den 14. März. Opernhaus. Die Hochzeit des Figaro. Schauspielhaus. Unsichtbare Retten. Lessing- Theater. Thermidor. Berliner Theater. Kean. Deutsches Theater. Die Kinder der Exzellenz. Friedrich- Wilhelmädt. Theater. Der Vogelhändler. Wallner Theater. Miß Helyett. Residenz- Theater. Der felige Tou pinel. Borher: Die Schulreiterin. Die sieben Viktoria Theater. Raben. Bellealliance- Theater. Re Lear. Ottend- Theater. Mutter und Sohn. Thomas- Theater. Der Registrator auf Reisen. Adolph Ernst- Theater. Adam und Eva. Kaufmann's Variété. Große Spe. zialitäten- Voritellung. Concordia. Große SpezialitätenSpezialitäten- Vorstellung. Theater der Reichshallen. Große Vorstellung. Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Borstellung. Wintergarten. Große SpezialitätenVorstellung. Englischer Garten. Direktion: C. Andress, Alexanderstraße 27c. Fräulein Liri Armani, schwedische Chansonette. Umberto Bozza, Produktionen auf dem Piedestal. Frl. Lilli Nora, deutsche KostümSoubrette. Die berühmte Borza Truppe, Parterre- Akrobaten. Hr. Paul Jülich, Gesangshumorist. Kathi und Pepi Wolter, GesangsDuettisten. Ballet- Gesellschaft Menni, 6 Pers. Anfang Wochentags 8 Uhr. Sonntags 5/2 Uhr. Entree Wochentags u. Sonntags 30 Pf. 50 Pf. und 75 Pf., im Vorverkauf 20 und 30 Pf. Dienstag, den 31. März: Abschieds- Vorstellung. Circus Schumann. Friedrich- Karl- Ufer. Heute Abend 72 Uhr: Große Clownu. Benefiz- Vorstellung für Berlins Liebling Clown Tanti. Heute alles amüsant! Heute alles neu! Auftreten der vorzüglichsten Reiter u. Reiterinnen. Reiten u. Vorführen Der bestdressirten Schul- und Freiheitspferde. U. A. Vorführung des in ein. Tagen v. Benefiziant. dressirt. Schwein Succi", sowie des Hasen" Peter", Höchst originelle Dressur. Ferner: Ein Ausflug zum Spandauer Bock, dargest. v. Benefizianten und seinen Freunden. Der Dorfschuster, originelle Pantom. des Benefizianten zc. Zum Schluß der Vorstellung: Circus unter Wasser. Die Marionetten. Sonntag: 2 Borstellungen 81/2 und 71/2 Uhr. In beiden Vorstellungen: Circus unter Waffer. Geschäftshaus S. Seine. Chauffeestraße 14 Die schönsten Kinder- Kleider für Mädchen jeden Alters, sowie Morgeuröde, Unterröde, Trikottaillen u. Blousen auch im Einzelverkauf sehr billig! Massbestellungen u. Reparaturen werden prompt erledigt! Chauffeestraße 14 Geschäftshaus S. Heine. Jede Uhr 2 Etablissement Buggenhagen au repariren am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Pazenhofer 641 Export- Bier, Seidel 15 Pf. F. Müller. ( außer Bruch) unter Garantie toftet bei mir 1,50 Mk. Kleine Reparaturen entsprechend billiger. Uhren, Gold- u. Silberwaaren Naunynftr. C. Wunsch, unr. 38, n. d. Dranienplay. 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Beiſammensein mit Tanz, Gesang 2c. Gäste willkommen. 248/4 Verein der Langenbielauer. Sonnabend, d. 14. d. Mts. Vortrag des Stadtverordneten H. Gnadt über Natur und Wissenschaft. Nachher Familien- Abend im Restaurant zur Korn. blume, Andreasßtr, 3, wozu Bekannte von Langenbielau und Umgegend frdl. einladet Der Vorstand. 954b Fachverein d. LithographieSteinschleifer u. Berufsgen. ( Luxuspapier- Präger). Versammlung Montag, den 16. März, Abds. 9 Uhr, bei Seefeldt, Grenadierstr. 33. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Bruns über Alters: und Invaliditäts- Versicherung. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Beisigers. 4. Verschiedenes. Mitglieder, welche noch im Besitz von Stiftungsfest Billets find, werden gebeten, daselbst abzurechnen. 952b Der Vorstand. Verband d. Vergolder, Goldleisten- Arbeiter u. Berufsgen. ( Filiale Berlin.) Monatsversammlung Montag, d. 16. März, Abds. 8 Uhr, b. Scheffer, Inselstr. 10. Tagesordnung: 1. Vortrag v. Regierungs- Baumeister a. D. Herrn G. Kepler über: Die Urfachen der beutigen wirthschaftl. Lage. 2. Gewerkschaftliches und Wahl eines Kassirers. 3. Verschiedenes. 316/4 Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. Reinickendorf. Leffentliche Versammlung der Bau- u. gewerbl. Hilfsarbeit. Reinickendorfs u. Umg. Sonntag, den 15. März 1891, Naam. 2 Uhr, b. Lüdide, Amendeftr. 1. Tages Ordnung: 4 1. Bortrag d. Herrn Carl Wallenthin über Zweck u. Ziel einer Organisation. Verlag d. ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuth- Straße 3. Die nachstehenden Schriften zur Partei- Geschichte halten wir den Parteigenossen bestens empfohlen. Da Einzelnes nur in geringer Bahl noch vorhanden, bitten wir Bestellungen thunlichst zu beschleunigen. Amtsmißbrauch der Ge. richte und Polizei bei Wahlen Arbeiterinnen- Bewegung Berlins, Die 20 jährige und ihr Ergebniß. Bebel, A., Petition an den deutschen Reichstag, d. Ausweisungen aus dem Königreich Sachsen betreffend Die parlamentar. Thätigkeit des deutschen Reichstages und der Landtage von 1874 bis 1878. 2. Aufl. Die Thätigkeit des deutschen -40 30 Marx, K., Enthüllungen üb. den Kommunistenprozeß zu Köln , 25 vor d. Kölner Geschworenen-, 15 Minister Graf v. Eulenburg und die deutsche Sozialdemokratie. Nichtgentlemen, Der erste -20 auf dem Zeugenstande..-, 20 -10 Polizeisustände, Münchner. Ein Beitrag zur Naturgesch. des Sozialistengefeges Prestimmen über das Freiburger Urtheil. -25 འ་ ༣༠ -, 15 40 Protokoll d. Wyd. Kongr.1880-, 20 Reichstages von 1887-1889-50d. Kopenhagener Becker, B., Zur Geschichte der d. St. Gallener " " 1883 20 1887-, 25 d. Int. Arb.- Kongr. 3. Paris- 25 d. Kongr. zu Halle 1890-50 der Rechenschaftsbericht 3, .-, 10 Arbeiter Agitation Ferdin. Lassalle's. Berathung d.RechenschaftsBerichts betr. den fleinen Belagerungszustand. Bracke, W., Der Braunschweiger Ausschuß der soz.Demokr. Arbeiterpartei in Lötzen und vor dem Gericht 2, Brandes, G., Ferd. Lassalle. Ein literar. Charakterbild 3,20 Fritsche- Haffelmann. Die Angelegenheit FritzscheHaffelmann vor dem deutschen Reichstage Hepner, A., Meine 3/2 jähr. sozialdemokrat. Mitglieder des deutschen Reichstages.-, 10 Herr Sozialdemokratie, Tessendorf und die deutsche. Sozialistenprozeß zu Berlin am 16. u. 18. März 1875.- 25 Die, u. der deutsche Reichstag, Materialien zum Gebrauch f. sozialdem. Wähler-, 15 1 Die, vor d. deutsch. Reichstage 1880. 5 Hefte 1,60 -, 15 Die, vor d. deutsch. ReichsLeipziger Polizeikampagne.-, 40 Hochverrathsprozek, Der 3, Leipziger, gegen Bebel, Liebknecht und Hepner. Kokosky, S., Ein Romplott gegen die Internationale Arbeiter- Assoziation..-, 40 Laffalle, F., Assisenrede vor den Geschworenien z. Düsseldorf am 3. Mai 1849 Rede vor der Appellkammer zu Düsseldorf am 27. Juni 1864 <-, 25 -, 10 Liebknecht, W., Das Briefgeheimniß vor dem deutschen Reichstage 1878. Mit Nachwort -, 20 Das Briefgeheimniß voro dem deutschen Reichstage 1880 -10 DE Nachdruck verboten. 00 Marke Control Gesetzlich Arbeiter deutscher geschützt Ausgegeben von Hutmacher der Arbeiter Control Commission in Berlin Jess Holze Markenfabrik Hamburg tage am 31. Januar 1885-20 Die, vor d. deutsch. Reichstage am 18. und 19. Febr., 30. u. 31. März u. 2. April 1886. 5 Hefte. • 1,80 1,20 - Die, vor d. deutsch. Reichstage am 27., 28. u. 30. Jan. 1888. 8 Hefte Verhandlungen über den Antrag Liebknecht und Gen., betr. die Aufhebung sämmt licher im deutschen Reiche existirend. Ausnahmegeseze. Reichstags Sigung vom 11. Januar 1883. Wahlen z. dentsch. Reichstage, Vergleichende statist. Uebersicht der von 1887 bis 1890, nebst Uebersicht der abgegebenen soz.- dem. Stimmen von 1871-1890-, 20 Solidarität! Arbeiter! Nur Hüte, welche nebenstehende Marte unter dem Schweißleber tra gen, bieten Garantie, daß ben Berfertigern gerechter Lohn wurdel Rauft nur Hüte mit dieser Marke! -20 2. Distuffion. 3. Wahl e. Lelegirten. In folgenden Geschäften sind Hüte mit 4. Verschiedenes. 126/2 Zur Deckung der Unkosten Entree n. Belieben. Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht Der Einberuser. Sonntag, den 15. März legtes großes Wurstessen in dies, Saison verbunden mit gemüthlicher AbendUnterhaltung. 845L Hierzu ladet alle Freunde channisthal. A. Senftelben. Den Mitgl. des Fachvereins der 99 Puher sowie den Witgl. des Gefangvereins Gemüthlichkeit Aug. Pätzhold. zur Nachricht, daß unser Mitglied Kontrolmarken zu haben: H. Aerisens, Prinzenstr. 28. W. Beneke, Potsdam, Jägerstr. 36. Rud. Beisse, Chausseestr. 70. A. Becker, Reinickendorferstr. 14a, 0. Böttcher, Lichtenbergerstr. 1. A. Bracklow, Lothringerstr. 27. Alb. Binn, Landsbergerjir. 43. W. Böhm, Blücherstr. 11. H. Diederich, Oranienſtr. 9. Mariannenstr. 43. G. Dunsing, Dresdenerjir. 6, A. Ernst, Barnimstr. 17. 99 A. Fuchs, Manteuffelstr. 35/36, Staligerstr. 39. Th. Gerlach, Linienſtr. 39. 33 Cull Gust. Gross, Frankfurter Allee 167. G. Gottmann, Frankfurterstr. 130. Fr. Haupt, Große Frankfurterstr. 145. P. Müllerstr. 183. M. Hensel, wagedir. 9. empfehle mein sehr reichhaltiges Lager am 11. d. M. verstorben ist. Die Be A. Kehr, Röpnickerstr. 126. von circa 1000 Sommer- Paletots, erdigung findet am Sonntag, den 15., 2000 Anzüge, sowie einzelne Röcke, Nachmittags 3 Uhr, vom städtischen Jaquetts, Hosen, Westen etc. Krankenhause am Urban aus auf dem 246/9 Ferner Uhren, Ketten, Betten, St. Thomas- Kirchhof statt. Wäsche, Stiefeln, Hüte, Reise- und Um zahlreiche Betheiligung bittet Holzkoffer, Waschkessel etc. Der Vorstand. Sämmtliche Sachen in alt und nen, auch werden verfallene Bänder verkauft. A. Wergien, Schneidermeister, 127 Staligerstraße 127. Fachverein der Tischler. Behellungen nach Maaß werden gat und billig ausgeführt. Heute Sonnabend, den 14. März, Bungsbahn. Treptow A.d.Verbin. 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Berantwortlicher Redakteur: Curt Baate in Berlin. Druck und Verlag von Mag C. Rättig, Fehrbellinerstr. 88. Renz& Böhme, Oranienſtr. 6. Potsdamerstr. 104, W. Rother, Nostizstr. 20. E. Sarsch, Stralauerstr. 13-14. C. Sarsch, Fehrbellinerstr. 56. C. Schmidt, Röpenick, Riegerstr. 41. W. Sy, Brunnenstr. 139. 0. Schulze, Fehrbellinerstr. 93. A. Schlegel, Brunnenstr. 38. C. Schulz, Zionskirchplatz 6. F. Sporreuter, Poststr. 16. J. Stobey, Oranienstr. 170. Rud. Wegener, Stroinstr. 59. A. Wittenbecher, Moabit, Lübeckerstr. 4. W. Wille, openid, Grünauerstr. 2. W. Hildebrandt, Schönhauser Allee 4. W. Zapel, Staligerstr. 131( neben Frister u. Roßmann). Stresemann, Neue Königitr. 11. C. Adler, Röpenick, Grünstr. 38. W. Kliem, Bernauerstr. 108. C. Böttcher, Friedrichshagen. G. Köpke, Prinzenstr. 60. 99 Potsdamerstr. 126a, J. Kock, Rastanien- Allee 80. 0. Liskow, Oranienſtr. 47a. A. Lissmann, Gerichtstr. 7. Arnold Lange, Brunnenstr. 136/137. H. Meissner, Neue Hochstr. 43. C. Mewes, Andreasstr. 53. C. Music, Potsdamerstr. 37. Moabit, Birkenstr. 9. 99 A. Nauen, 28rangeltr. 99. C. Polvoigt, Bülowstr 18.( Eingang Frobenstr. 12.). 0. Mühlberg, Biesenthalerstr. 18. P. Kunz, Prinzen- Allee 87. E. Rieck, Badstr. 64. 0. Jörs, Panfstr. 5 a. F. Julow, Pankow, Breitestr. 24. G. Knake, Andreasstr. 24. P. Pohle, Schwerinstr. 12. Emil Bergmann, Markgrafenftr. 100. Carl Stark, Neue Königitr. 73. Ch. Otto, Chauffeestr. 22. Carl Wolter, Münzstr. 8. Um den vorkommenden Unregelmäßigkeiten einen Damit entgegensehen zu können, bitten wir die Genossen dringend, nur den von uns veröffentlichten Geschäften Beachtung zu schenken. Außerdem ist es unbedingt nothwendig, daß die Marke feßt eingeklebt ist und darf die Marke nicht erst beim Kaufe eingeklebt werden, was fets als Betrag zu betrachten ist. Alle Unregelmäßigkeiten bitten wir an uns zu berichten. Die Arbeiter- Kontroll- Kommission. J. A.: C. Kempe, Georgenkirch Plaz 8, NO. A. Lange, des Königl. Preuß. 172/2 = Hutfabrik Bang 36-37. Rechts- Burcan Amtsrichters a. D. Brunnen- Str. Sämmtliche Hüte mit Kontrollmarken. Alte Jakobstr. 102, 11. Gewissenhafter Großes Lager in Strohhüten u. Regen- Rath, Hilje in allen Angelegenheiten. Un schirmen. Reelle Bedienung. 235L bemittelten unentgeltlich. Auch Sonntags Bading in Berlin SW. Ptha& ierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 62. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. Sonnabend, den 14. März 1891. 8. Jahrg. um zu zeigen, was deutsche Industrie vermag. Die japanische fich nicht auf den istrischen Kalkstein fapriziren, sondern sich mit Regierung hatte mehrere Torpedoboote in Deutschland bestellt und dem schönen Material begnügen, das uns Deutschlands Steinum sie zu montiren mußten deutsche Schiffsingenieure zur Stelle brüche bieten. Was dagegen die Ausschmückung mit fünstlerischen fein. Nun gäbe es noch ein drittes Mittel, von hier ein Schiff Werken betrifft, so soll man die Künstler aller Städte und nicht 88. Sigung vom 13. März. 1 Uhr. nach Chile zu senden. Dazu müßte ein neues Schiff gebaut werden nur Berlins heranziehen. Doch möchte ich vor einer Uebereilung Am Tische des Bundesrathes: von Caprivi, von und ich habe nicht das Gefühl, als ob der Reichstag mit einer in dieser Beziehung warnen. Man soll sich Zeit lassen und nicht Bötticher, von Malzahn, von Kaltenborn, von solchen Etatsüberschreitung einverstanden sein würde. Die drei zu sehr sparen. Marschall, Hollmann. als gangbar möglichen Wege zeigen sich also sehr bedenklich. Staatssekretär v. Bötticher: Ich bin dem Herrn Vorredner. Auf der Tagesordnung steht die dritte Berathung des Reich 3- Hierzu kommt die Frage, was würde die Entsendung für seine Anregung recht dankbar und kann nur erklären, Haushalts Etats für 1891-92. Eine Generaldebatte eines Schiffes nach Chile müßen? Das Zeigen der Flagge hat daß man an eine gleichmäßige Betheiligung der verschiedenen findet nicht statt. Beim Etat des Auswärtigen Amts doch mehr einen imaginären als thatsächlichen Werth. Was nützt Künstlerkreise denkt. Die Frage der Ausschmückung ist im Detail weist Abg. Richter darauf hin, daß er in der zweiten Lesung das eine Schiff an einer so überaus langen Küste? Selbst wenn noch nicht durchberathen. Was das sogenannte unechte Material die Vorlegung des mit dem Wolff'schen Telegraphenbureau ab- wir die Macht dazu hätten, uns in die Kämpfe einzumischen, so anbelangt, so möchte ich bemerken, daß der Stuck allein etwa geschlossenen Vertrages verlangt und der Reichstag sie beschlossen hätten wir doch kein Recht dazu und ob wir durch eine solche 1 Million Mark fosten würde. Es ist überhaupt noch die Frage, habe. Herr v. Stephan habe das Haus selbst an das Auswärtige Demonstration dem deutschen Export nach Chile genügt hätten, ob man den istrischen Kalfstein in genügender Menge finden wird. Amt gewiesen. ist doch sehr zweifelhaft. Ein realer Nutzen ist also in feinem Es wird Alles geschehen, um den Bau sparsam und zugleich geStaatssekretär von Marschall: Dem Antrage, den Vertrag Falle zu erwarten. Was dann die Geltendmachung der deutschen schmackvoll und solide aufzuführen. Der Etat des Reichsamts des Innern wird bewilligt. vorzulegen, kann ich nicht nachkommen, weil ein solcher Vertrag Schadensansprüche betrifft, so werden wir den diplomatischen Bei dem Etat der Heeresverwaltung, Kapitel„ Kriegsnicht besteht. Er hat bestanden, ist aber 1869 abgelaufen und es Weg vorziehen, mit dem wir stets gute Erfahrungen gemacht besteht nur ein thatsächlicher, schriftlich nicht firirter, jederzeit haben. Und so hoffe ich auch jezt, daß wir damit Erfolg haben ministerium" bemerkt Abg. Bebel: Die Frage der Mißhandlung widerruflicher modus vivendi; für gewisse Leistungen des Wolff- werden. Nun hat man in der Presse die Frage aufgeworfen, der Soldaten im aktiven Dienst hat den Reichstag wiederholt schen Bureaus ist seitens der Regierung zugestanden worden das warum wir nicht mehr Stationen anlegen, auch in Chile. Es beschäftigt und erregt immer noch die öffentliche Meinung. UnVorrecht der Wolff'schen politischen Telegramme innerhalb liegt dies an der Ausdehnung unseres Kolonialwesens, das unsere mittelbar, nachdem wir uns im vorigen Jahre über die Mißderfelben Kategorie von Telegrammen. Es ist flar, daß die Flotte in Anspruch nimmt; auch könne man bei der Anlage von handlungen von zu Reserve- und Landwehr- Uebungen eingezogenen deutsche auswärtige Politik ein dringendes Interesse daran hat, Stationen nicht wissen, wo einmal ein Aufstand ausbricht.( Leb- Lehrern beschwert hatten, erschien die bekannte Broschüre von Kurt Abel: Vier Wochen Vize- Wachtmeister". Diese Broschüre über alle Vorgänge unterrichtet zu werden, und daß sie eine Er hafter Beifall.) gänzung der diplomatischen und konsularischen Berichte nicht Abg. Jebsen: Einen Krieg mit Chile will auch ich nicht, hat ein ungeheures Aufsehen erregt. Man hielt die darin beentbehren kann. Das Auswärtige Amt muß auch jeden Augen- ich will nur eine Beruhigung der Gemüther, da wo der Pöbel haupteten Thatsachen für unglaublich und meinte, sie würden blick in der Lage sein, eine Nachricht, deren Veröffentlichung es herrscht. Die Wiederherstellung der südamerikanischen Station sich bei gewißlicher Untersuchung als unrichtig herausstellen. Die militärgerichtliche Untersuchung hat aber in der Hauptsache diese für nothwendig hält, in der authentischen Form möglichst rasch wäre im Interesse des Handels durchaus geboten. und allgemein zu verbreiten. Wenn es sich um eine diplomatische Abg. Liebermann v. Sonnenberg( Antis.) warnt vor der Thatsachen bestätigt und dem Verfasser eine 14 tägige Arreststrafe Aktion der deutschen Regierung handelt, welche nicht geheim ge- übermäßigen Besezung der Konsulate mit Leuten jüdischer Ab- eingetragen, weil er die ihm zur Kenntniß gekommenen Mißhandhalten werden soll und gehalten werden kann, so liegt es im funft und bemängelt an der Hand eines Artikels in der Freien lungen nicht der vorgesetzten Behörde angezeigt hätte! Es ist nun Interesse, daß die Verbreitung der Nachricht zuerst von deutscher Presse" die Einrichtungen unserer Konsulate. In dem Artikel charakteristisch für unsere Verhältnisse, daß der Rittmeister, der Seite geschieht und zwar so, daß ein richtiges Bild entsteht. wird dem Konsul in Chikago gerathen, sich liebevoller mit den Jahre lang seine Soldaten in unmenschlichster Weise maltraitirt An anderer Stelle besteht ein entgegengesettes Interesse. Wer Schweinen zu beschäftigen, die im dortigen Schlachthause für den hatte, nach Veröffentlichung jener Broschüre im Irrsinn gestorben mit der Presse vertraut ist, weiß, wie schwer der Vorsprung Export nach Deutschland geschlachtet werden. Der Zustand in ist. Das erinnert an einen ähnlichen Fall in Graudenz in den wieder einzuholen ist, wenn eine Nachricht von anderer Seite diesem Schlachthause scheine auch dem Abg. Barth unbekannt ge- 60er Jahren, wo ein Hauptmann Besser ebenfalls seine Unterzuerst in falscher Form verbreitet wird. Es gab nun zwei Wege, wesen zu sein, als er seinen Antrag auf die Wiedereröffnung der gebenen so schlecht behandelte, daß sie ihm den Gehorsam verweigerten. Die Soldaten wurden sehr hart bestraft, der Hauptmann wurde das Bedürfniß zu befriedigen: entweder ein eigenes staatliches Schweineeinfuhr stellte. Bei dem Titel des Gouverneurs für Kamerun fragt später irrsinnig. Auch Unteroffiziere hatten sich nach jener Telegraphenbureau zu errichten oder mit einem bestehenden telegraphischen Bureau in Verbindung zu treten. Damals bestand Abg. Richter an, ob sich die Nachricht bestätige, daß die Re- Broschüre der ärgsten Mißhandlungen schuldig gemacht, ohne daß Dieses Bureau allein, man hatte keine Wahl. Auch jetzt ist dieses gierung die Aufnahme einer Anleihe von 1/2 Millionen unter fie bis jezt zur Berantwortung gezogen worden sind. So beBureau noch das angesehenste und vermöge seiner vielen Ver- Berpfändung der Zölle in Kamerun beabsichtige. Eine solche Anleihe schimpfte und mißhandelte eines Tages ein Unteroffizier einen Soldaten und sagte dann: nachher stellst Du Dich hin und dann bindungen allein im Stande, das zu leisten, was die Re- wäre doch nur mit Zustimmung des Reichstages möglich. rütteln sein. gierung verlangt. Deshalb wird an dieser Einrichtung nicht zu handlungen über eine solche Anleihe. Nach dem Gesez über die soldat wurde angehalten, im Stalle fortgesetzt zu rufen: Ich bin an Geh. Legationsrath Kayser: In der That schweben Ver- muß die ganze Abtheilung Dir ins Gesicht spucken! Ein TrainAbg. Richter: Herr v. Stephan wollte es so darstellen, als Rechtsverhältnisse der Schutzgebiete hat in den leyteren der ein dummes Luder! Daß das Zustände sind, die mit unserer wenn für das Reich ein läftiger Vertrag vorliegt, der nicht ge- Raifer die oberste Finanzhoheit, eine Mitwirkung des Reichstages Kultur und Zivilisation nicht in Einklang zu bringen sind, brauche ändert werden kann. Ein solcher Vertrag besteht also nicht, wie wäre also bei einer Anleihe nicht nöthig. Man erwartet von ich nicht auszuführen. Ein Premierlieutenant ließ einen Mann wir auch schon von vornherein angenommen haben. Es der Entwickelung in Kamerun in nächster Zeit so hohe Ein- in der Reitbahn auf einem Düngerfarren umherfahren und ihm handelt sich also lediglich um eine Zweckmäßigkeitsfrage. Daß fünfte, daß sie nicht nur zur Deckung nur zur Deckung der Zinsen der eine Pferdetrense umlegen, und befahl ihm, wie ein Hund zu ein Bedürfniß, wie es der Vorredner geschildert hat, vor- Anleihe, sondern auch sämmtlicher Verwaltungskosten ausreichen bellen. Es ist kaum zu glauben, daß man so mit Menschen umhanden ist, erkenne ich an. Aber deswegen ist die Verbindung werden. Die Regierung wird also mit einer Forderung für die geht, und noch unglaublicher, daß dieser Offizier an die Stelle mit dem Wolff'schen Bureau noch nicht gerade nothwendig. Das letzteren an den Reichstag nicht herantreten. jenes irrsinnig gewordenen Hauptmanns befördert wurde. Es Wolff'sche Bureau reicht für den Nachrichtendienst nicht aus; Abg. Frhr. v. Stauffenberg( dfr.): Ich frage: Wer nimmt heißt ja, daß Mißhandlungen Untergebener dem Avancement der jede größere Zeitung muß sich noch nach anderen Nachrichten die Anleihe auf und wer wird der Schuldner? Offiziere nicht hinderlich sind, während gegen Untergebene mit umsehen. Wenn die Regierung authentische Nachrichten tele- Geh. Legationsrath Kayser: Die Anleihe soll nicht so aller Strenge verfahren wird. Die Soldaten wagen es bei dem graphisch verbreiten will, so kann das ebenso durch ein staat- aufgenommen werden, daß das Reich der Schuldner wird. Das heutigen Meldesystem taum, sich über ihre Vorgesezten zu be liches Bureau geschehen, wie es durch eine staatliche Beitung, Reich will nur eine bestimmte höhere Summe zur Verfügung schweren. Abel selbst ist über die Berechtigung der Mannschaften zur Beschwerde von seinem Offizier garnicht instruirt worden, es durch den„ Reichs- und Staatsanzeiger" geschieht und vielleicht hoben, ohne eine Haftung für die Berzinsung. im Anschluß daran. Die Verhältnisse bei der Begründung des Abg. Richter: Ich bin erstaunt über die Antwort des fei ganz gut, hieß es, wenn die Soldaten nicht wissen, in welcher Wolff'schen Bureaus find durch die Veröffentlichungen des Herrn Kommissars. Ich hätte die Nachricht für eine aus der Weise sie ihre Beschwerden anzubringen haben. Leider besteht ja Polizeidirektors Stieber bekannt geworden; es handelte sich irrigen Ansicht eines Kolonialschwärmers hervorgegangene ge- feit mehr als einem Jahrhundert die traditionelle Anschauung darum, daß ein offiziöses Telegraphenbureau von Geld- halten. Das Reich kann doch billiger Anleihen aufnehmen, als unter den Offizieren, die gemeinen Soldaten seien Menschen einer leuten begründet wurde, wie dem Reichskanzler von einer ein Konsortium, das letztere muß 5 pCt. bezahlen, das Reich nur besonders niederen Gattung. Im Laufe des vorigen Monats Hamburger Firma ein offiziöses Blatt zur Verfügung ge- 3 pet. Ginnahmen des Reiches zu verpfänden, ist ein ganz ging aus der Ostfriesischen Post" die Notiz durch die Presse, daß Die Zoll eine Anzahl von Lanwehrmänner, die zu einer zehntägigen Landstellt wurde. Es ist bekannt, daß die Nachrichten des Wolff'schen barbarisches, afrikanisches Verfahren.( Heiterkeit.) Bureaus den betheiligten Bankhäusern früher zugegangen sind einnahmen aus der Schnapseinfuhr follen zu Kreditzwecken des wehrübung einberufen wurden, von dem Hauptmann so ange als den anderen Abonnenten. Das ist einmal bezüglich der Reiches verwendet werden! Solche Hinterthüren sollte man nicht redet wurden: Ihr ochfigen Ostfriesen fühlt Euch Ihr vier Stunden auf Eurem Mist Thronrede geschehen, die zwei Stunden früher, als sie gehalten für Zwecke verwenden, die man auf geradem Wege nicht er- Wohlsten, wenn vier Stunden auf Eurem Torf fitt. Nächstens war, einem Bankhause zugegangen ist. Unter den Telegrammen reichen kann. Vorschläge wie dieser können nur von Herrn und des Wolff'schen Bureaus befindet sich höchstens 1 v. H. solcher, Wörmann gemacht werden. Was heute in Kamerun geschieht, fommt Ihr auf die Rindviehausstellung wo Ihr die goldene an welchen das Auswärtige Amt ein Interesse hätte; dagegen fann leicht in noch höherem Maße in Ostafrika für Eisenbahn Medaille bekommt. Glücklicherweise bin ich kein Ostfriese, sondern befinden sich darunter viele Telegramme, an welche sich ganz zwecke geschehen. Ich stelle daher den Antrag, den Titel des Brandenburger und dort sauft man feinen Schnaps.( Heiterkeit.) andere Interessen knüpfen. Die Regierung hat kein Interesse an Gouverneurs im Kolonialetat und eine Resolution, in Gine so empörende Behandlung von Familienvätern kann unmögder Unterstüßung der Schienenkartelle; trotzdem ist dies von welcher erklärt wird, daß der Regierung verfassungs- lich bei den Soldaten Gesinnungen hervorrufen, welche der UnterSeiten des Wolff'schen Bureaus geschehen, ebenso wie die Berl. mäßig nicht das Recht zusteht, Anleihen aufstüßung des herrschenden Systems förderlich sind. In Zittau ließ Pol. Nachr." hat auch das Wolff'sche Bureau zwei Herren. zunehmen, an die Budgetkommission zu verman einem Gemeinen ein Stück Eis so lange auf dem Kopfe, bis es schmolz. In Nürnberg ließ ein Unteroffizier in der Kaserne Neben der Regierung benutzt der Zentralverein deutscher In- weisen. dustrieller die B. Pol. Nachr." für seine Zwecke. Infolge eines Abg. v. Bennigsen( natl.): Ich muß meinen Freund einen Mann bis auf die Haut entkleiden, goß ihm wiederholt groben Mißbrauchs hat das Wolff'sche Bureau sein Vorrecht für Wörmann gegen den Vorwurf des Herrn Vorredners in Schutz Kübel eiskalten Waffers über den Kopf und zwang ihn, barfuß politische Telegramme benutzt für Börsentelegramme; erst neuer nehmen. Woher hat denn Herr Richter feine Kenntniß über über die Kaserne zu gehen. Infolge dessen mußte der Mann ins dings ist infolge der Erörterung darüber im Reichstage Herrn Wörmann? Auch ich halte diese Maßregel nicht für eine Hospital geführt werden, weil er die Sprache verloren. Das eine Besserung eingetreten. Man wird bei der Berathung des solche der bloßen Verwaltung. Zur thatsächlichen und rechtlichen sind einfach barbarische Brutalitäten, wie sie nimmermehr in Telegraphengefeßes dafür sorgen müssen, daß solche Vorrechte Prüfung der Sache bitte ich, die Resolution Richter, aber nicht einem zivilisirten Staate, wo die allgemeine Dienstpflicht den Titel, an die Budgetkommission zu verweisen. und das allgemeine, gleiche und direkte Wahlrecht als Grundnicht gewährt und nicht mißbraucht werden. Abg. Richter: Es ist eine Deputation in Berlin gewesen lage unseres Staates angesehen werden, vorkommen dürfen. Staatssekretär v. Bötticher bestreitet, daß die Berliner Politischen Nachrichten" irgend welche Artikel seitens der Regie- unter Fuhrung des Herrn Wörmann, die gerade diese Angelegen Danach ist es nicht verwunderlich, wenn die Zahl der Selbstrung erhalten. Bezüglich der Thronrede ist allerdings einmal eine heit betrieben hat. Man beabsichtigt schon in den nächsten Tagen mörder in der Armee in stetem Wachsen ist. Nach dem amtliche Beschwerde laut geworden; sie ging von einem entlassenen Be- an der Börse diese Anleihe aufzulegen, sollte das nicht der Fall Sanitätsbericht der königlichen preußischen, sächsischen und württäamten des Wolff'schen Bureaus aus und hat Anlaß gegeben, noch sein, so wäre ich mit der Verweisung meiner Resolution allein bergischen Armee von 1888 haben sich 948 Mann selbst der leibt. Die Zahl der Selbstmorde verhält sich zu der zivilen größere Vorsicht anzuwenden. Die Thronrede wird zur Verfügung an die Rommission einverstanden. Die Resolution Richter wird demnächst an die Budget- übrigen Todten in der Armee wie 22,5: 100. Erreichte so würde gestellt, um die schnelle Verbreitung in den verschiedenen Formen fommission verwiesen, der Titel bewilligt. Leben die Zahl der Selbstmorde ein Viertel der Todestrebt sein, vorzubereiten. Der Titel des Germanischen Museums in Nürn- ein allgemeines Entsetzen ausbrechen und Jeden. In jenem berg giebt dem Abg. v. Meyer- Arnswalde( konf.) Veranlassung dieſem furchtbaren Zustande ein Ende zu mtmorde sehr verzu der Bitte, im nächsten Etat größere Summen für Kunstzwecke Sanitätsbericht werden die Gründe dieser als Gelbstmörder fchleiert wiedergegeben. Bezeichnend ist, n.( Hört! hört! bei Beim Etat des Reichs Gesundheitsamts fragt aus Furcht vor Strafe 314 genannt w Strafgesetzbuch ist ja Abg. Barth( dfr.) an, ob sich die Regierung nicht infolge des den Sozialdemokraten.) Das Milisjäg! bei den Sozialbarbarisches,( Sehr nen Zeit nicht entspricht. neuen amerkanischen Schlachthof- Gesezes entschließen wolle, andere auch ein Verordnungen über die Einfuhr amerikanischen Schweine- demokraten), welches unserer moren, nur in Bayern ist fleisch es zu treffen. Soweit wir von Bestrafungenm Uebrigen besteht gewisserStaatssekretär v. Bötticher: Sobald wir die Sicherheit ja das Verfahren öffentlich werden die Vorgesetzten sehr ge Bei den Ausgaben für die Gesandtschaften fommt Abg. haben, daß das amerikanische Schweinefleisch nicht gesundheits- maßen eine geheime Behme en aber mit grausamer Härte. E3 Jebsen auf seine frühere Bitte zurück, die Deutschen in Chile gefährlich ist, werden wir das Verbot der Einfuhr aufheben. Zur linde bestraft, die Untergste Militärverwaltung sich endlich eindurch deutsche Schiffe zu schützen. Man hat gesagt, es sei fein Beit haben wir nach den angestellten Untersuchungen diese Uever- ist die höchste Beit, dafebt, wie diesem Mißbrauche ein Ende Schiff entbehrlich. Das Kreuzergeschwader ist furz nach meiner zeugung noch nicht. Die dem amerikanischen Geseze gemäßen mal mit der Frage wenn man jene Berichte Durchlieft, so Anfrage in China angekommen, man hätte es nach Chile Einrichtungen genügen uns nicht. Danach ist die Untersuchung gemacht werden karber Befürchtung erwehren, daß die Militärganz in das Belieben des Züchters gestellt und eine mikroskopische kann man sich nitellung der Thatsachen den Offizieren zu Liebe schicken fönnen, und vielleicht thut man es noch. Reichstanzler v. Caprivi: Wenn die Reichsregierung die Untersuchung des Fleisches, die allein Sicherheit gewährt, ist über- arzte bei der Ffo dargestellt haben, wie sie eigentlich find. Es Abficht gehabt hätte, Kriegsschiffe nach Chile zu senden, so würden haupt nicht vorgeschrieben. Für das Dienstgebäude des Reichs Ver- fommt von Möglichkeit zu bieten, den betreffenden Hauptmann die Dinge njas Militarärzte ein Attest ausstellen, um den Vorfich ihr dazu mehrere Wege dargeboten haben. Sie fonnte Schiffe von Australien schicken, die Reise hätte dann 1/2 Monat gedauert. ficherungsamts beantragen die Abgg. Frhr. v. Huene und gesezten Die Meinung des Vorredners, es wäre gut, wenn in Samoa Graf v. Behr, die in zweiter Berathung gestrichene erste for mit Anstand aus dem Dienst entlassen zu tönnen. eweist, daß die Stellung der Militärärzte im Großen und weniger deutsche Schiffe ständen, theile ich nicht; wir haben in Baurate zu bewilligen( nebit Brunberwerbs- Kosten, Dasen eine unwürdige ist, daß sie vielfach genöthigt find, Samoa deutsche Interessen zu vertreten und können dort fein die mit 1 500 000 m. bewilligt worden sind, 1 900 000 m.). Schichten zu nehmen, die mit ihrer wissenschaftlichen NeberNach kurzer Bejürwortung des Vorschlages durch Abg. Grafen Schiff entbehren. der gewesen, Der zweite Weg wäre zeugung und ihrer Stellung nicht zu vereinbaren sind. Selbste ein Schiff entfenden, v. Behr und den Staatssekretär v. Bötticher wird die Be Im Kreuzergeschwader ersten Dienstjahr betrug die Zahl der Dieses Geschwader hat aber jetzt genug zu thun- es befindet willigung in diesem Umfange ausgesprochen. sich jetzt in den chinesischen Gewässern, weil unsere Geschäftsträger Zum Fonds für das neue Reichstags- Gebä- be morde 405, im 2. 192, im 3. 112, im 4. 144 und in den höheren Dienstjahren 188. Diese lettere Zahl ist überin China und Japan das Erscheinen des Geschwaders dringend bemertt verlangt haben. Für die Entwickelung unseres Handels ist uns Abg. Frhr. v. Stauffenberg( freis.): Der neue Rchstags: raschend. Die Chargirten nehmen sich oft das Leben aus Furcht außerdem China und Japan viel wichtiger, als Chile. Wollen bau muß mit Allem, was die kanst bietet, ausgestet werden. vor Strafe wegen Mishandlung der Untergeoenen, wie dies nod bies dürste letthin in Erjurt passirt ist. Man schärft den Soldaten ein, ihr wir unserem Handel dort neuen Boden gewinnen, so ist es noth- Ich will keine Warmorbekleidung der Wände, eta wendig, daß unser Gesch vader dort von Zeit zu Beit erscheint, auch zu technischen Schwierigkeiten führen. Dagegen sollte man Bjerde menschlich zu behandeln, weil die Thiere so am beste Abg. Nichter: E3 fann doch leicht durch die Formen der Beförderung der Telegramme eine Bevorzugung der einen oder der anderen Firma stattfinden. Die„ Berliner Politischen Nach richten" haben, nach einem Eingeständniß des Herrn v. Scholz, auszuwenden. direkt offiziöse Nachrichten erhalten. Hat Herr von Bötticher die Erklärung im Namen der Reichsregierung oder auch im Namen der preußischen Regierung at gegeten? Ich behalte mir vor, auf die Angelegenheit in der Form eines Antrages oder in anderer Weise zurückzukommen. Damit schließt die Diskussion. von dem = anderen. Unter dem Train grassiren die Selbstmorde am meisten, handlung nichts M Kriegsminister v. Kaltenborn: Der Zweck der Schilderung des Vorredners ist mir nicht flar geworden. Die Absicht, auf die Mehrheit des Hauses zu wirken, hat der Vorredner wohl vertagt. nicht gehabt und ich hoffe, daß an den Stellen, auf die die Rede gemünzt war, fie feinen Anklang finden wird. Ich hoffe, die Armee wird sich nicht davon ausregen lassen.( Beifall.) Man wird nicht glauben, daß diese Zustände allgemein verbreitet sind. Es bedurfte der Mahnung aus dem Hause nicht, daß der Neigung zum Mißhandeln der Leute entgegengetreten werden müſſe. Ich fordere den Beweis, daß irgend eine Mißhandlung nicht gefeßliche Sühne gefunden hat.( Buruf links: Gesezliche Sühne!) Die Beschwerden, welche der Vorredner auf Grund Sühne!) Die Beschwerden, welche der Vorredner auf Grund von Broschüren und Zeitungsartikeln vorgebracht hat, entbehren Tokales. hat sich schneller erfüllt, als wir geglaubt haben. Denn ebenso wie der Schwamm in jener Anstalt wuchert, tauchten Köllen, welche unter dem dringenden Verdachte steht, am Abend In der Untersuchungssache wider die Dienstmagd des 26. Februar den Versuch gemacht zu haben, ihre Dienstherrin, die Frau des Bäckermeisters Bacha in der Berliner Straße zu Rummelsburg zu ermorden, find die polizeilichen Ermittelungen abgeschlossen und hat der Untersuchungsrichter am Landgericht II., Landgerichts- Rath Friedberg, die Fortsetzung der Untersuchung in die Hand genommen. Am Donnerstag wurden sämmtliche Beugen vor dem genannten Untersuchungsrichter vernommen. ihren Zweck erfüllen. Soldaten gegenüber scheint man diese Rück-| Daß der Auditeur Untersuchungsrichter, Ankläger und Ver- Auf Veranlaffung des Polizeipräsidiums findet gegen ficht nicht zu nehmen, obwohl doch bekanntlich human behandelte theidiger in einer Person ist, ist ein unhaltbarer Zustand. wärtig wieder eine Zählung des Wagenverkehrs in der KönigSoldaten mindestens ebenso gut ihren Dienst verrichten, wie die Die Dienstprämien haben mit der Frage der der Miß- straße statt. Unter der Ueberführung am Stadtbahnhof Alexanderthun. Denn auch mit Dienst play stehen seit mehreren Tagen zwei Schuyleute, welche jeden obwohl die Dienstzeit nur sechs Monate beträgt; ihre Zahl ist prämien werden die Unteroffiziere die ersten Jahre ihrer vorbeikommenden Wagen zählen und verzeichnen, der eine die doppelt so hoch wie bei der Kavallerie. Das Militär- Strafprozeß- Ausbildung durchmachen müssen und in diese ersten Jahre fallen von oben, der andere die von unten kommenden. Es handelt sich Verfahren muß endlich von Grund aus verändert werden. Es die Thätlichkeiten, zu denen sie sich hinreichen lassen. Daß alle bei dieser Zählung dem Vernehmen nach um die Beantwortung heißt, daß seit einer Reihe von Jahren zwischen den zur Kenntniß gekommenen Mißhandlungen bestraft werden, ist der Frage, ob durch den zunehmenden Verkehr in der Kaiserverbündeten Regierungen über diesen Punkt Unterhand- richtig; aber es kommt nicht ein Drittel der Fälle zur Kenntniß Wilhelmsstraße bereits eine Entlastung der Königstraße stattge lungen bestehen; man soll sich bemüht haben, die bayerische der Borgesetzten.( Sehr richtig!) Die meisten Mißhandlungen funden hat. Die Antwort dürfte verneinend ausfallen, bisher iſt Regierung zu bewegen, auf das in Bayern bestehende kommen beim kleinen Dienst in den Korporalschaften vor; es ist eine Entlastung der Königstraße noch nicht zu bemerken; eine Militärgerichts Verfahren zut verzichten, um ein allge unmöglich, daß alle diese Dienste von Offizieren beaufsichtigt folche dürfte nach der Meinung der Anwohner auch erst eintreten, meines, gleichmäßiges Militärgerichtsverfahren durch ganz Deutsch- werden können. Das Schlimmste dabei ist, daß die Unter wenn die Straße an der Stadtbahn über das Grundstück der land herzustellen. Dazu soll die bayerische Regierung nicht geneigt offiziere die Mißhandlungen nicht selbst ausüben, sondern durch fiskalischen Bäckerei hinweg bis zur Stralauer Brücke und sein. Die Deffentlichkeit des Verfahrens würde am besten dazu ihre Untergebenen ausüben lassen. Der Beschwerdeweg ist vor- andererseits die Blumenstraße bis zur Stralauer Straße fortgeführt beitragen, daß die Borgesetzten human und menschlich mit ihren handen, aber er kann erst dann wirksam werden, wenn der sein wird. Soldaten umgehen. Es ist kaum glaublich, daß Richter, Antläger Soldat durch die Instruktion verpflichtet wird, den Beschwerdeund Vertheidiger in der Person des Auditeurs in einer Person weg zu betreten. Die Refruten find Schläge aus ihren gehabten Sigung des Magistrats definitiv auf weitere zehn Jahre Das öffentliche Anschlagwefen ist in einer vorgestern fiatt vereinigt sind. Die Einrichtung des einjährig- freiwilligen Dienstes Bivilverhältnissen so gewöhnt, daß sie die Schmach nicht empfin- an die Firma Naud u. Hartmann für eine jährliche Pacht von begünstigt lediglich die Söhne der herrschenden Klassen. Was soll den, welche darin liegt. Wenn das Ehrgefühl des Soldaten ge- 255 000 Mart vergeben worden. In Konkurrenz für dieses Anman aber dazu sagen, daß Hallenser Studenten als Einjährige weckt würde, so würde das sehr rathsam sein. unter den Augen ihrer Offiziere auf der Mensur liegen, und die Abg. v. Kardorff: Daß die Eltern ihre Kinder mit einer ge- Funke u. Co., Fabrikanten einer Wringmaschine, mit 151 000 m.; schlagwesen waren außerdem die folgenden Firmen getreten: Militärverwaltung hat alle Ursache, einmal sehr ernste Umschau wissen Beunruhigung in den Dienſt treten ſehen, ist nicht richtig; Buchdruckereibesitzer Billig mit 202 000 M.; Buchdruckereibefizer zu halten, ob diesen Mißbräuchen nicht ein Ende gemacht werden ich sehe bei allen Aushebungen nur, daß die Rekruten mit Lust May Paasch mit 210 000 m. u. die Herren Puyrath u. Grüßner kann. Ich erkläre rund heraus, daß ich es mir von jest ab und Liebe in den Dienst treten. Die Selbstmorde in anderen Max Paasch mit 210 000 m. u. die Herren Puyrath u. Grüßner geradezu zur Aufgabe machen werde, jede Mißhandlung im Armeen sind viel größer als bei uns. Die Nation blidt mit Stolz mit 241 500 m. Laufe des Jahres festzustellen und daß ich Veranlassung nehmen auf die Erziehung in der Armee zurück, das beweist der Umstand, Zwei Militärperfonen erregten am Donnerstag Abend in werde, diesen Gegenstand zu einem stehenden Thema in den Be- daß gediente Leute überall vorgezogen, weil sie zum Pflicht- und der zehnten Stunde einen starken Auflauf, der mit der Ver rathungen des Reichstages zu machen.( Beifall bei den Sozial- Chrgefühl erzogen sind. Das wird auch so bleiben troy aller Ver- haftung des einen endete. Der Arbeiter B. passirte mit zwei demokraten.) suche des Avg. Bebel. Bekannten die Görlizerstraße und wurde hier von einer Person Das Kapitel Kriegsministerium wird genehmigt und darauf in Zivil, in deren Begleitung sich ein Soldat befand, ohne Ver um 5% Uhr die weitere Berathung bis Sonnabend 1 ahr anlassung mit einem Stock auf den Kopf geschlagen. Als B. hierüber seinen Unwillen äußerte, hieb der Mann weiter auf ihn ein und verfolgte ihn durch die Lübbenerstraße, während die beiden Bekannten B.'s nach einem Schußmann suchten. Gegen einen dem B. zu Hilfe kommenden Unbetheiligten soll der Soldat blank gezogen haben; dieser Unbetheiligte zog sich dann zurück und Hoffnung, daß, obgleich unser Blatt in den Räumen des Friedrich- mann hinzukam, hatten die beiden Gefährten sich in ein Lokal in Ein bürgerliches Sanssouci. Unsere letthin ausgesprochene hat sich bisher nicht wieder gemeldet. Als nunmehr ein SchutzWilhelms- Hoſpitals und der Giechenanstalt verboten ist, unsere der Lübbenerstraße begeben. Hier wußten sie dem Schuhmauu dortselbst weilenden altersschwachen kranken Mitbürger doch auf zwar zu entweichen, durch Verfolgung wurde jedoch der in Zivil irgend eine Art Kenntniß erhalten würden von unserem Vorgehen, Befindliche ergriffen, während sein Gefährte enttam. Der Sistirte hat sich schneller erfüllt, als wir geglaubt haben. Denn ebenso machte auf dem Revier falsche Angaben über Namen und hätte ihn davon überzeugen müssen. Von oben herab wird auf lich die Vorwärtse" in jenen unentweihten Räumen auf und wohnen wollte, diese Straße eine solche Nummer aber garnicht die gute Behandlung Gewicht gelegt. Daß Mißhandlungen vor wurden von den Hospitaliten ebenso gierig verschlungen, wie die hat; auch zeigt die Militärhofe, welche er trug, einen anderen tommen, ist richtig. Es handelt sich eben zum Theil um junge Leute, die sich hinreißen lassen. Es wäre nur dann" Butterſtulle", die zum Frühstück und zum Abendbrot geliefert Namen. Die Polizei ließ darauf eine Patrouille des 3. Garderichtig, Vorwürfe deswegen zu erheben, wenn es bewiesen werden wird. Darob herrschte an maßgebender Stelle großes Entsetzen, regiments holen, die ihn mitnahm, nachdem er vergeblich durch könnte, daß dem nicht mit aller Bestimmtheit und Strenge des und es begann nun eine Ausrottungsjagd auf unsere Beitung. ein Geldangebot an B. unangenehme Folgen abzuwenden verGesetzes entgegengetreten wird.( Buruf links: Auch durch Zurück Jedes Exemplar, dessen man habhaft zu werden vermochte, wurde fucht hatte. unweigerlich fonfiszirt. Die Folge ist, daß jezt feine Zeitungsstellung im Avanzement?) Ich kann nicht auf Alles eingehen, frau mehr in die Anstalt hineindars. Alle Zeitungen müssen beim da ich auf die Einzelheiten nicht vorbereitet bin. Bezüglich der Broschüre von Abel muß ich zugeben, daß das Meiste, was darin förtner abgegeben und von dort abgeholt werden, damit ja keine Kontrebande mit unterläuft. Auch des Herrn Direktors Beitung behauptet wird, thatsächlich vorgekommen ist; aber der betreffende ist nicht ausgenommen. Die Hospitaliten werden nunmehr noch Offizier starb irrfinnig. Auf Grund der Broschüre ist nachträg firenger isolirt, als bisher, und was wird denjenigen, welche im lich den Sachen nachgeforscht worden, und es sind zahlreiche Besige eines Vorwärts" betroffen wurden, geschehen? strenge Bestrafungen erfolgt. Der Beschwerdeweg ist nicht schwierig und komplizirt, sondern sehr einfach. Es giebt einen. Absichten und Thaten mancher Herren Arbeitgeber, die vollständigen Instanzenzug, und es sind Rauteln geschaffen, sich für das Wohl der Arbeiter öffentlich manchmal recht aufdaß böswillige Beschwerden bestraft werden. Die Frage fallend ereifern, stehen miteinander sehr häufig im schroffen Ein Briefmarder, der es auf postlagernde" Sendungen der Mißhandlung hat mit der Beschwerde gar nichts zu Widerspruch. In einem Engrosgeschäft in der Klosterstraße ist abgesehen, macht gegenwärtig die Schalter der Postanstalten des Thun. Es ist nur die Meldung zu erstatten. Man darf augenblicklich viel zu thun, da die Frankfurter Messe bevorsteht, Bentrums der Stadt unsicher. Wie derselbe sein Handwerk beja jetzt wohl erwarten, daß nicht der kleinste Fall mehr ver- die von der gedachten Firma beschickt wird. In solchen Zeiten treibt, geht aus Folgendem hervor: Ein in der Münzstraße schwiegen bleiben wird, und alle werden nach der Strenge des reicht nun das vorhandene Personal an Arbeitskräften, Bertäufer wohnender Bahntechniker K. hatte vor einigen Tagen in einent Gesetzes untersucht und geahndet werden. Die Zahl der Selbst- und Hausdiener, nicht aus, auch die gewöhnliche Arbeitszeit von Berliner Blatte nach einem Schreiber annonzirt, und ließ diesmorde hat übrigens in der letzten Zeit abgenommen. Die Selbst- 8 bis 1/28 Uhr mit 11/2 Stunde Mittagspause wird nicht selten bezügliche Offerten unter„ postlagernd Poftamt 25( Königsgraben)" morde werden darauf zurückgeführt, daß wir in Deutschland ver- überschritten. Die Firma hat nun eine größere Anzahl Soldaten, niederlegen. Das Resultat diefer Annonze war für Herrn K. schiedene Rassen und Stämme haben. die von allen Regimentern nach Berlin zur Schule" tomman- gleich Null, ein zweites Juferat hatte ebenso wenig Erjolg, und Abg. Bebel: Ich habe nur verlangt, daß die Militär- dirt sind, für ihre freien Tage engagirt; ebenso Mannschaften da früher einmal bei ähnlicher Gelegenheit eine große Anzahl verwaltung diesen Dingen größere Aufmerksamkeit schenkt, als der Berliner Feuerwehr, die bekanntlich jeden dritten Tag frei von Schreiben eingelaufen war, zog der Inserent persönlich Gr es bisher der Fall gewesen ist, um den unleugbar vorhandenen haben, um ihrem anstrengenden Dienste gerecht werden zu fundigungen auf dem obigen Postamt ein, und erfuhr nun dort Mißständen zu begegnen. Ich habe nicht gesagt, daß diese zu fönnen. zu seinem Erstaunen, daß beide Male ein Fremder vor ihm die stände allgemein vorhanden sind, sondern nur in wesentlichen Theilen Alle diese Leute erhalten bei der erwähnten Firma eingelaufenen Briefe, über hundert an der Bahl, abgeholt habe. der Armee, und habe sogar ausdrücklich betont, daß vielleicht die einen Tagelohn von 4 M., also unter den augenblicklichen Ver- Wahrscheinlich hat der Briefmarder die Annonze in der Zeitung Mehrheit der Vorgeseßten von humanen Gesinnungen befeelt ist. hältnissen eine ganz anständige Bezahlung. Die Leute arbeiten gelesen und auf die für die Antwortschreiben beigefügten Zehn Der Kriegsminister begann damit, daß er meinte, ich habe es für dafür von 8 Uhr Morgens bis Abends 9 oder 10 Uhr und Sonn- pfennig- Marken spekulirt; leider war es dem Beamten, der dem gut befunden, diese Dinge zur Sprache zu bringen. Das ist tags Vormittags. Wie es scheint, wechseln die Personen sehr Betrüger die Briefe ausgehändigt, nicht möglich, das Signale mein Recht als Voltsvertreter, und ich werde mich durch häufig, was wohl mit ihrem Hauptberufe zusammenhängen mag. ment des Briefmarders anzugeben. ihn nicht davon abbringen lassen, ob sie ihm gefallen oder nicht. Ihre Arbeit besteht im Aufräumen des Lagers, Aussegen und Wenn die Vorführung solcher Thatsachen eine gewisse Erregung Fortfchaffen der verkauften Waaren, alles Arbeiten, die jeder be- einer Bekanntmachung des Polizeipräsidiums für die Dauer der Die Omnibuslinie Wedding- Spittelmarkt wird nach in die Armee bringt, dann mag man mich nicht verantwortlich liebige andere Arbeiter ebenfalls machen kann und gewiß gern Sperrung des Ueberganges der Ackerstraße über die Stettiner machen, sondern Diejenigen, welche solche Zustände hervorrufen. machen würde. Bahn und der gleichzeitigen Sperrung der Straße 89( verlängerte Der Kriegsminister sprach von schweren Bestrafungen, die ein- Die Feuerwehrleute erhalten doch ein einigermaßen aus: Sussitenstraße) nur bis zum Treffpunkt der Acker- und Gartengetreten feien. Das freut mich. War es aber auch eine Bereichendes Gehalt; die Soldaten in ihrer Ferienkolonie" ebenfalls; firaße führen. Die Wagen werden die Nordseite des Gartenftrafung des Premierlieutenant Nadler, der eine Trense den Leuten wie fommen diese Leute so fragt sich mancher beschäftigungsplatzes und sodann die Gartenstraße hinauf bis zum Ende der in den Mund legte, sie auf allen Bieren in dem Kasernenhofe lose Arbeiter mit Recht, die aus dem Steuersäckel erhalten felben an der Stettiner Bahn fahren und an der zum Uebergang spazieren und wie Hunde bellen ließ, zum Hauptmann befördert werden müssen, dazu, den Arbeitern die Arbeitsgelegenheit fout: über die Bahn erbauten Fußgängerbrücke Aufstellung nehmen. worden ist? Wenn jederzeit die Bestrafung in solcher Belohnung zunehmen? Gewiß mag es für diese Leute angenehm sein, etwas Der Fahrpreis beträgt für die ganze Linie 15 Pf. und für die besteht, dann dürfte man sehr lange warten, bis die von mir ge- nebenbei zu verdienen; aber die Feuerwehrleute sind im Amt Theilstrecken Gartenstraße( an der Stettiner Bahn)-Museum, rügten Zustände abnehmen. Die Bestimmungen über den Be- und bezahlt und benutzen ihren Ruhetag. Den Soldaten will man schwerdeweg sind sehr flar und einfach. Wenn troßdem die von der dreijährigen Dienstzeit nichts ablassen, weil sie sonst nicht bezw. Koppenplay- Spittelmarkt je 10 Pf. Soldaten in der ungeheuren Mehrzahl nicht wagen, die Be- tüchtig genug ausgebildet werden und beschäftigungslose Arschwerde anzubringen, so geschieht das, weil jie ganz ge- beiter liegen zu Tausenden auf der Straße und hungern. nau wissen, daß Don dem Augenblick an ihnen das Auf der anderen Seite freilich sind die Herren Inhaber der Leben so fauer gemacht wird, wird, daß sie eine zweite betreffenden Firma sehr thätig bei der„ Veranstaltung von VoltsBeschwerde gern unterlassen. Das ist die allgemeine Erfahrung. unterhaltungs- Abenden!" Mir ist auch wohl bekannt, daß der Allerhöchste Kriegsherr eine Man kann also von ihnen annehmen, daß sie fich Mühe ausdrückliche Verordnung erlassen haben soll, wonach unter An- geben, für das Wohl der Arbeiter nach ihrer Meinung etwas zu drohung der schwersten Strafen die Mißhandlungen unterbleiben thun. Aber ist es denn da so schwer zu begreifen, daß ein Ge- der Michaelfirchstraße ein 15 Jahre altes Dienstmädchen aus Polizeibericht. Am 12. d. M. Vormittags stürzte sich in sollen. Wenn trotzdem die Zeitungen fortgesetzt solche Dinge schäftsprinzip, wie das geschilderte, die Interessen der Arbeiter einem Fenster des zweiten Stods auf den Hof hinab und erlitt bringen, so ist das ein erschreckender Beweis für die Wirkungsschwer schädigt? Glauben die Herren denn, daß ihre übrigen eine so schwere Verlegung am Kopfe, daß es nach dem KrankenNigkeit eines derartigen Befehls des Allerhöchsten Kriegsherrn Arbeiter sehr erfreut sind, wenn sie mit Feuerwehrleuten und Solhause Bethanien gebracht werden mußte. In der Spree, hinter 11% hause Bethanien gebracht werden mußte. un wie fest das bisherige System eingewurzelt ist. Sier bedarf daten zusammenarbeiten und nachher das Elend von Hunderten dem Grundstück Mühlenstr. 10, wurde Mittags die Leiche eines es amerer mittel. Zur Entschuldigung des Verhaltens der von Beschäftigungslosen sehen, denen hier eine Gelegenheit zur unbekannten, etwa 50 Jahre alten Mannes angeschwemmt. Offiziere gegen die Landwehrleute in Aurich führt der Kriegs- Arbeit entzogen wird?- Das bloße gute Wollen und das Wohl- Nachmittags wurde ein Zapezirer in seiner Werkstatt in der minister d daß die Rekruten nicht einmal den Namen des wollen für die Arbeiter allein machen nichts besser, wenn man Simeonstraße erhängt aufgefunden. In der Invalidenstraße Kaisers wuß. Was kann man denn die Landwehrleute dafür bei den geschäftlichen Anordnungen nicht zugleich diese Verhältnisse fiel Abends eine Frau beim Absteigen von einem in der Fahrt verantwortlich machen? Die schlechte Behandlung hat sich etwas schärfer ins Auge faßt und ihnen Rechnung trägt. übrigens nicht baß gegen die Schullehrer, sondern gegen die befindlichen Pferdebahnwagen zur Erde und erlitt eine Berganze Kompagnie gerichtet. Daß die Am 12. d. M. und am darauf renkung des Hüftgelenks. Reichstag Interessenharmonie Raffenabstammung der gewisse Stammesneigungen entstehen, wie reimt sich das zusammen. Der freisinnige" Arbeiterverein folgenden Morgen fanden drei kleine Brände statt. das festzustellen ist dem riegsminister vorbehalten geblieben. Die weiß es jest, Herr Dr. Bachnicke hat's ihm gesagt. Der Herr verschiedenen Armeekorps partizipiren daran und unzweifelhaft Abgeordnete brauchte allerdings zwei Stunden für die komplizirte ist die Behandlung der Somaten in erster Reihe die Ursache. Grilärung, unterhielt aber auch dafür die anwesenden Genossen Der Kriegsminister dürfte durd seine heutige Behandlung dieser aufs beste mit feinen utopistischen Wahnideen" vom ZukunftsDinge an seiner eigenen Autorität Einbuße erleiden.( Beifall staate. Dieser Schwachsinnigkeit widerführe wahrlich zu viel Ehre, Vor der dritten Straffammer des Landgerichts stand bei den Sozialdemokraten.) wollte man sie hier wiederholen; höchstens Eugen, der Irrlehren- am 10. d. M. Termin gegen den Genossen Schuhmacher NieAbg. Szmula( Zentr.) protestit dagegen, daß die Schil- mann, könnte seine Freude daran haben, wie heillos die Köpfe berauer an, der der Gotteslästerung und Beschimpfung der derung Bebel's berechtigt sei. Aus fener 25jährigen Erfahrung feiner Nachbeter und Nachtreter uns gegenüber vernagelt sind. christlichen Kirche angeklagt war. Er sollte diese Vergehen in als Difizier müsse er die Richtigkeit bestraten. Die Unteroffiziere Schade genug, daß sich noch immer Sozialdemokraten finden, die einer Schuhmacher- Bersammlung am 7. Juli vorigen Jahres be find zum großen Theil junge Leute, die nicht einmal die ge- auf die blöde Neugierde nach dem Stiefelputzer kommender Jahrgangen haben, in welcher er nach dem Referate als erster Redner nügende Borbildung haben; die Sozialdemokraten hätten ja da- hunderte 2c. 2c. antworten. Ein freisinniger Arbeiter", ein wirklicher in der Debatte das Wort nahm. Seine Ausführungen hatten gegen gestimmt, daß die Unteroffiziere durch Prämien zu längerem Auch- Arbeiter schien extra auf diese Art geistigen Kampf" sich auf die Frauenfrage bezogen und es bekundete der als Zeuge Dienste veranlaßt würden. Daher kommt es, daß die unerfahrenen trainirt zu ſein; er rühmte fich laut seiner Siege gegen Schlosser, vernommene Polizeilieutenant Wolfsheim, welcher die Versamm Unteroffiziere zu scharfen Maßregeln ihre Zuflucht nehmen, um Töpfer und Maurer, die natürlich- Sozialbemo lung überwacht hatte, daß der Angeklagte hierbei die Theorien die Soldaten besser und schneller auszubilden. Daß das Militär- traten waren" Dumm welche Macht der Erde wird die Partei der Bibel als nicht maßgebend bezeichnet Strafverfahren nicht öffentlich sein kann, liegt auf der Hand. vor diesem Unhold schützen! Das Ende war eine solenne Raus- habe, was fich auf die Bibel als Ganzes bezogen hätte, Darunter würde die Disziplin leiden.( Bwischenruf: In Bayern!) schmeißerei à la Bödel- Tonhalle, als Jemand einen Buruf machte. während Niederauer es nur auf die Stellung der Frau in der Die gute Behandlung der Soldaten, die Fürsorge der Borgesezten Der Widerspruch der Genossen gegen solche staatserhaltende biblischen Lehre bezogen zu haben erklärte. Der Staatsanwalt, für ihre Untergebenen werden verschwiegen. Die ganze Dis- Thätigkeit veranlaßte den Vorsitzenden, die Versammlung auf der vor dem Beginn der Verhandlung den Ausschluß der tussion soll ja nur dazu dienen, die Disziplin in der Armee lösen zu lassen und die freisinnigen Arbeiter" entschädigten Deffentlichkeit beantragt hatte, was der Gerichtshof ablehnte, zu untergraben. Jede einzelne úebertretung wird und soll be- sich durch Hochrufe auf Bach nice". Solche geistödtende hegte keinen Zweifel, daß hier ein Vergehen gegen den§ 166 Phrafendreherei wars ja auch werth. R.-Str.-G. vorliege und beantragte drei Monate Gefängniß. Abg. Hinze( fr.): Für die Deffentlichkeit des Gerichts- Hoffentlich sehen es bald die Sozialdemokraten alle ein, Der Gerichtshof nahm mit dem Vertheidiger, Rechtsanwalt Seine, verfahrens auch in militärischen Dingen treten auch Vertreter der daß ihre Zeit für diesen freisinnigen Mumpik denn doch zu schade an: Wenn ebenso wie das Referat des Herrn Baginski fich die Partei des Borrebners ein, so z. B. Windthorst und Reichens- ist, und daß ihr unangebrachter Giser allein noch diese„ Bersamm- Ausführungen des Angeklagten ausschließlich mit der Frauenfrage perger; diese Deffentlichkeit besteht übrigens schon in Bayern. lungen" interessant zu machen im Stande ist. beschäftigt hätten, so könne auch die inkriminirte Stelle logif ftraft werden. Selbstmorde aus Arbeiterschutz Reichstag " Bengen gesucht. Alle Diejenigen, welche am Freitag, den 18. Februar, Abends zwischen 9 und 1/410 Uhr dem Vorfall am Friedrichshain beiwohnten, bei dem es zur Verhaftung eines älteren Mannes tam, werden ersucht, ihre Adressen an den Weber Herrn Anton Beyer, Memelerstraße 61, Hof 2 Treppen, einzusenden. Gerichts- Beitung. und scheinen. und Provinzialräthe einbringen werde und ob man, wenn diese Reform eine Zweidrittel- Mehrheit in der Kammer finden sollte, die Revision anordnen werde, da diese Reform die Grundlage des neuen Artikels 47 der Verfassung bilden müsse.- Mittwoch findet eine abermalige Sigung der Zentralfektion statt. nur auf die Theorie der Bibel über die Fraut bezogen werden;| flaffen, Berlin 2.( E. S. 2). Versammlung Sonnabend, Abends 8 Uhr, bei eine einzelne Behauptung oder Theorie der Bibel genieße aber ülow, Admiralstr. 38. Die Mitglieder werden gebeten, recht pünktlich zu ernicht den Schutz des§ 166 R.-St.-G. Der Gerichtshof sprach Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter( G. 5. 29, demnach Genossen N. von Strafe und Kosten frei und legte Samburg), sowie 3entraltasse Bultan( Filiale Berlin 5), Versammlung lehtere der Stautskasse zur Last. Sonnabend, den 14. März, Abends 9 Uhr, Münzstr. 11, bet Bemter. Tages ordnung: 1. Rassenbericht. 2. Aufstellung der Delegirten zur Generalversamm lung 3. Verschiedenes. Hamburg, 13. März. In einer gestern stattgehabten zahlFreireligiöse Gemeinde. Wiener Maskenball am 14. März, Abends reich besuchten Versammlung der streikenden Zigarren- Arbeiter 8 Uhr, im„ Ginsium", Landsberger Allee 39-41. Billets zu 50 Pf. find zu und Zigarrenfortirer fand die Konstituirung einer Produktiv haben: bei den Komitee- Mitgliedern Pütter, Gerichtsstraße 28; Peege, Pallisadenstraße 47: Eifert, Grüner Weg 58; Dertel, Straße 35 Nr. 8 Genossenschaft für Tabatfabrikate von Hamburg, Altona und Sandlung, Landsbergerjir. 64 und Stephanstr. 16( Moabit); W. Rubenow's Buchhandlung, Brunnenstr. 105; W. Börner, Bigarrenhandlung, Ritter Passage);' F. Tuyauer, Möbelhandlung, Köpnickerstr. 25, sowie Sonntag firaße 108; A. Schweizer, Bigarrenhandlung, Dresdenerstr. 52-53( City Vormittag im Saal, Rosenthalerstr. 38. Versammlungen. Freie Gemeinde Riedorf. Große öffentliche Versammlung für Frauen und Männer am Sonnabend, Abends 8 Uhr, im Scale des Herrn Soffmann, Bergstr. 133. Tagesordnung: 1. Bortrag der Frau Henrich- Wilhelmi, über: Frauenrecht ist Menschenrecht. 2. Diskussion. 3. Fragefasten. Um zahlreiches Erscheinen wird ersucht. Die Vorstände und Mitglieder der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend, soweit dieselben sich dem Bund gleichen Namens anschließen wollen, werden hierdurch ersucht, für Vertretung zu der am Sonntag, den 15. März, pünktlich 10 Uhr, in den Arminhallen, KommandantenStraße 20, stattfindenden beschließenden Statutenberathungs- Sigung zu sorgen. Es set hierbei bemerkt, daß nur die Zutritt haben, welche vor Eröffnung der Sigung beim Einberufer sich als Bertreter oder Mitglied zum Bund gehörender oder sich demselben anschließen wollender Verein sind. Um recht pünktliches Erscheinen wird ersucht. ( an der Tresckorstraße); in den Geschäften von E. Vogtherr, Eisenwaaren Umgegend statt. Tabatja Depeschen. Briefkaffen der Expedition. Den Genossen stehen ältere Nummern unseres Blattes in beliebiger Anzahl zu Agitationszwecken zur Verfügung und bitten wir, dieselben während unserer Geschäftsstunden von der Expedition abzuholen. P. Wir bitten noch 60 Pf. einzusenden. ( Wolf's Telegraphen- Bureau.) Brüssel, 13. März. Die Zentralfektion der Kammer beschloß Theaterklub Helmerding. Abends 9 Uhr, Restaurant Hanf, Tempel- heute bei der Regierung anzufragen, ob sie das von Frère- Orban hofer- Ufer 13, Ede Großbeerenstraße. Sigung und Nollenverteilung zur vorgeschlagene Vorgehen annehme, beziehentlich ob die Regierung nächsten Borstellung. Gäste, Damen und Herren, herzlich willkommen. Kranken- und Begräbniskasse des Vereins sämmtlicher Berufs- einen Gesetzentwurf betreffend die Wahlreform für die Kommunal 4 M. Für die Ausgesperrten gingen ferner ein: fammelt von R. Heindorf 5 M. Von den Genossen z. bl. K. R. Spielklub bei Poppe 2 M. C. 2. J. 2. 2. 2. 3 M. GeNeue Amerikanische Verkaufs- Hallen Toreda? Treppe, Brunnenstrasse I, I Treppe. I didas Für Arbeiter, Handwerker, Bürger ist unser Lager in fertiger S Herren- und Knaben- Bekleidung für die Sommersaison auf das Reichhaltigste assortirt. R Der Verkauf findet unter reellen Grundsätzen zu treng festen Preisen statt, und ist der Preis eines jeden Gegenstandes auf dem Etiquett vermerft. Neue Amerikanische Verkaufs- Hallen isa Treppe. No. 1, Brunnenstraße No. 1. 1 Treppe. Vanis Hut- Fabrik Don August Fuchs, Manteuffelstraße 35/36, Staligerstr. 39, a. d. Wienerstraße, empfiehlt seine Filz- u. Seidenhüte mit Arbeiter- Kontrollmarken zu billigen Preisen. 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März, Abds. punkt 8 Uhr, im Concerthause ,, Sanssouci", Rottbuserstr. 4a. Tagesordnung: 1. Antrag des Borstandes auf Aenderung der Statuten betreffs Weitererhebung von 50 Pf. Monatsbeitrag für das Sommerhalbjahr und als Aequivalent 4 weitere Vorstellungen für jede Abtheilung. 951 b Von 9 Uhr ab haben Gäste Zutritt und findet ein Vortrag über Chamisso statt, verbunden mit Vorlesung aus den Werken Chamisso's. Der Vorstand. Bekanntmachung. Die kombinirte ordentliche Generalversammlung der OrtsKrankenkasse der Maschinenbau- Arbeiter und verwandten Berufsgenossen zu Berlin findet am Sonntag, den 22. März, Vormittags 10 Uhr, im Restaurant von Seefeldt, Grenadierstraße Nr. 33, statt, wozu die Herren Delegirten der Arbeitgeber und Arbeitnehmer hierdurch ergebenst eingeladen werden. Tages Ordnung: 1. Bericht der Revisoren und Decharge des Borstandes. 2. Bericht des Vorstandes über den Stand der Angelegenheit mit dem Gewerks- KrankenDas Mandat legitimirt. verein. 890 b Der Vorstand. Carl Thieme. Große öffentliche Versammlung für Frauen u. Männer am Sonntag, den 15. März, Nachm. 3. Uhr, bei Knebel, Badstraße 58. Vortrag der Frau Henrich Wilhelmi: Frauenrecht ist Menschenrecht. Der Einberufer: Paul Heitmann. 153/19 Zimmerleute! Den Klavierarbeitern und verwandt. Berufsgenoffen zur Nachricht, daß unser Kollege Gustav Rautenberg Schmargendorf. PI Deffentl. Versammlung für Männer u. Frauen am Sonntag, den 15. März, Nachm. 312 Uhr, im Friedrichs- Garten( P. Kübler), Dahlemerstrasse No. 6. Tagesordnung: 1. Der Kampf ums Dasein. Referent Herr Pirdy. im Alter von 39 Jahren am 12. d. M. 2. Diskussion. 3. Berschiedenes. Nach der Versammlung geselliges Beian der Halsschwindsucht verstorben ist. Sammensein. Um zahlreiches Erscheinen bittet Die Beerdigung findet am Sonntag, Mittags 12 Uhr, vom Hedwigs Krankenhause, Gr. Hamburgerstr. 10, aus nach d. Zions- Kirchhof in Weißensee statt. Um zahlreiche Betheiligung bittet Der Vorstand. Treffpunkt der Koll. aus Dit und Süd- Dit Schlesischer Bahnhof( Madaistraße) 111/4 Uhr. Verein zur Regelung der gewerblichen Verhältnisse der Töpfer Berlins u. Umgegend. Am 11. dieses Monats verstarb unser Rollege und VereinsMitglied Julius Janson. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 15, d. M., Nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle d. neuen Luisenkirch hofes, Rixdorf, Hermannstraße, aus statt. Um rege Betheiligung der Mitglieder erjucht 317/6 Der Vorstand. Danksagung. Allen Verwandten und Bekannten, sowie allen Kollegen, sage ich für die Theilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes hiermit meinen innigsten Dant. Wittwe Seeliger nebst Kindern. Oeffentliche Versammlung Der Steinbildhauer Berlins Montag, d. 16. März, Abends S Uhr, in Rehlik' Salon, Bergstr. 12 am Montag, den 16. d. to., Vereins- Versammlung. Tages Drdnung: M 352/7 1. Bortrag des Dr. Lütgenau über Anfang und Ende der Religion. 2. Berschiedenes und Fragebeantwortung. Pflicht eines jeden Zimmerers ist es, zu erscheinen. Sonnabend, d. 14. März: Stiftungsfest bei Reichel, MüllerBraße 7. Gäste willkommen. Der Vorstand. Verband deutscher Gold- und doado Silberarbeiter und verw. Berufsgenossen.( Zahlstelle Berlin.) Am Dienstag, den 17. März, Abends 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn Feuerstein, Alte Jakobstraße 75: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 160/5 1. Vortrag des Herrn Metzner: Was lehrt uns die Schule, was lehrt uns das Leben." 2. Diskussion. 3. Delegirtensteuer. 4. Arbeitsnachweis. 5. Verschiedenes. Beitungen sowie Beiträge in der Versammlung beim Kassirer. Gäste sowie unfere Berufsgenossinnen sehr willkommen. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen bittet Der Vorstand. Abends 81/2 Uhr, im Saale des Herrn Müller, Johannisst r. 20. T.- D.: Bericht des Delegirten von ter Bauhandwerker- Konferenz. Wie stellen wir uns zur Stellenvermittlung? Diskussion. Verschiedenes. Der Einberufer. 117/9 Steinbildhauer! tag zu Gunsten der öffentlichen Ver Die Vereinsversammlung fällt Monsammlung aus. Der Vorstand. Fr. Vereinigung der Album- Arbeiter u. -Arbeiterinnen Berlins. Montag, den 16. März 1891, Abends 82 Uhr präz. in Reßner's Klubhaus, ole Annenstr. 18. 100/3 Tages- Ordnung: 1. Das Invalid. u. Altersversicher. 946 b Der Einberufer. Friedrichshagen! Berichtigung. Besonderer Umstände wegen findet die öffentliche Versammlung nicht im Gesellschaftshaus statt, sondern im Saale des Herrn Carl Conrad. 334/12 Achtung! Arbeiter des Ostens! Beim Einkauf von Hüten mit Kontrollmarke bitte ich genau auf meine Firma zu achten. Franz Haupt, Hutmacher, Gr. Frankfurterstr. 145. Große Auswahl. Billige Preise. Stets neue Façons. Schirme. Mützen. Spazierstöcke. G. Scharnow's älteste und anerkannt leistungsfähigste Uhren- Fabrik En gros Berlin S., Export Oranienstr. 152, Ecfe Morigplatz, besteht seit 1860. Anerk. beste Bezugsquelle. Nickel- Remontoir- Uhren von 10-15 M. 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Ber Fabrit und Lager: Spandauer- Strasse Nr. 36 u. 37, erſte Gtage. für Frauen und Männer am Sonntag, den 15. März 1891, Abends 62 Uhr, E in den Zentral- Fettsälen, Oranienstr. 180. 153/18 Tages- Ordnung: 1. Vortrag über:" Die Ursachen des Massen elenda. Referent: F. Feldmann. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Geselliges Beisammensein. Genossen und Genossinnen laoen zu recht zahlreichem Besuch ein Die Beauftragten. Achtung Maurer! Sonntag, den 15. März, Vormittage 102 Uhr, in Bismarcks- Höhe, Wilmersdorferstraße 39: Versammlung des Interessen- Vereins der Maurer Charlottenburgs. Tages- Ordnung: 1. Vortrag über Organisation. Nejerent: Genosse Pirch. 2. Diskussion. 3. Wahl des gesammten Vorstandes. 4. Abrechnung und Verschiedenes. Kollegen, mache es sich ein Jeder zur Pflicht, in dieser Bersammlung zu erscheinen, damit wir endlich eine starke Organisation in Carlottenburg zu Stande bringen. Freie Gemeinde Rixdorf. Große öffentliche 241/2 Versammlung für Frauen u. Männer am Sonnabend, den 14. März, Abends 8 Uhr, im Lokale des Heren Hoffmann, Berg- Strasse No. 133. Tages- Ordnung: 1. Bortrag der Frau Henrich- Wilhelmi über: Frauenrecht ist Menschenrecht. 2. Diskussion. 3. Fragestellung. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung der Eisen- u. Metallarbeiter aller Branchen Berlins am Sonntag, den 15. März 1891, Vorm. präzise 10 Uhr, im Saale der Brauerei ,, Friedrichshain"( früher Lips). Tages Ordnung: 1. Bericht der Elfer- Kommission. 2. Diskussion und event. Abänderungs- Anträge. 3. Wahl eines provisorischen Vorstandes. Da um 2 Uhr das Lokal geräumt sein muß, ist pünktliches Erscheinen unbedingt nöthig. 1224/18 Petzold. einsangelegenh. 3. Fraget. Es w. geb. recht pünktl. 3. erſch. Der Vorstand. Zentral- Kranken- u. Sterbekasse der Metallarbeiter..Vulkan" ( E. H. 89 Hamburg) Filiale II. Sonnabend, den 14. März, Abends 9 Uhr, 99 bei Herschleb, Adalbertstraße 4: Versammlung. 228/2 Tages- Ordnung: Kassenbericht. Aufstellung der Kandidaten zur GeneralVersammlung. Verschiedenes. Gesang- Verein Männer- Chor St. Urban". Heute Sonnabend letter diesjähriger Maskenball in Renz' BallSalon, Maunynstr. 27. Filialen: Reelle Ecke am Potsdamerstraße Nr. 57-59, Bülowr. Reinidendorferstraße Nr. 68, wedding. Oranienstraße Nr. 2a, Manteuffelstraße. an der Direkte Bezugsquelle zu Fabrikpreisen. Gut sortirtes Lager in allen Artikeln. Große Auswahl in Stoffen zu Bestellungen nach Maass. Bedienung. Am Lager find ca. 4000 Sommer- Paletots v. 10-20 m., ff. 30. " 37 " " 8000 Jacket- Anzüge v. 11-15 " ff. 30. " 09 1000 Einsegn.- Anzüge v. 12-18 " " SP " 5000 Stoff- u.Kammg.Hos. v.3-7 " ff.22. " ff.12. " " 6500 Knaben- Anzüge v. 3 M. an.[ 308 L Kein Zwischenhandel. Hiermit die ergebene Mittheilung, daß ich mit dem heutigen Tage meine, bisher in der Brunnenstr. 145, unter Leitung und Firma des Herrn H. Herholz betriebene Rohtabak- Niederlage Genojen wiufommen.( Billets s. red. Theil.) Sonntag, den 29. Marz Ar- unter meiner altbekannten Firma beiter- Lieder- Abend. 156/6 Bekanntmachung. F. Leopold Brunnen- Str. 6 338L Laut Beschluß der Generalversamm- schrägüber nach der lung vom 4. November 1890 hat sich unterzeichnete Genossenschaft aufgelöst. Die Glaubiger derselben sind hiermit aufgefordert, ihre Forderungen bei den verlegt habe. Die Leitung derselben habe ich dem als tüchtigen Fachkenner unterzeichneten Liquidatoren bis späte- bekannten Herrn Sebastian Groebel in Händen gelegt, auch bin ich itens den 15. Marz 1891 anzumelden. infolge geringerer Unkosten im Stande, die Preise meiner Rohtabake derartig Die Bilanz wurde am 22. November niedrig zu stellen, daß ich jeder Konkurrenz die Spitze zu bieten vermag. 1890, i. ,, Berl.Boltsblatt" bekannt gegeben. Vereinsbäckerei in Deutschland( EinF. Leopold, Palisadenstraße 27. getragene Genossenschäft m. unbeschränkHaftpflicht). In Liquidation. Der Vorstand. E.Pfeiffer, Rolonier.20, Geschäftsführer. R.Nürnberg, Schönhaus. Allee 20, Kassirer. Warnung! Ich erkläre hiermit, daß das ehrenrührige Gerücht, welches ich gegen den Kollegen Oswald Grauer in Umlauf gesezt habe, auf unwahrheit beruht und warne daher, dasselbe weiter zu verbreiten, indem ich hierdurch Abbitte leiste. 944 b Berlin, den 12. März 1891. Albert Marquardt, Tiedstr. 21. Süddeutscher Postillon Nr. 6 Roh- Tabak. Meine neu begründete Tabak- Handlung befindet sich Brunnenitr. 145. H. Herholz. Bis April Verkauf vorn im Keller. Nur I Mark. 958 Kindergarderobe jeglicher Art vom Einfachsten bis Hochelegant., vom zartesten Alter bis zum 16. Jahre empfiehlt zu außerordentlich soliden Preisen Moritz Meyerstein, Rosenthalerstr. 45, neben der Rothen Apotheke. Achtung! Möbel auf Theilzahlung Hugo Lewent, Lothringerstr. 75. 3. Kohhardt, S., Mariannenſtr. 34. jetzt Kaupachstr. 7, L. Auch Sonntags Empfehle mein Weiß- und BairischKlagen, Eingaben, Reflamationen, Bier- Lofal, sowie Mittag- und Abendist eingetroffen. Die Nr. 10 Pf. Wieder- Rath im Zivil- und Strafprozeß. Ein- tisch. Auch ist ein Vereinszimmer zu perkäusern lohnender Rabatt. 242L ziehung von Forderungen. Pollak, vergeben. 960 b R. H. Sperling, Köpenickerstr. 181. Berantwortlicher Redakteur: Curt Baafe in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 62. Korrespondenzen und Parteinachrichten. 1 Beuthen i. Oberschlesien, 11. März. Herr Karl Ziegler hier erhielt vom hiesigen Amtsgericht einen Strafbefehl in Höhe von 75 M. event. 25 Tagen Haft wegen Verbreitung der Nr. der„ Gazeta Robotnicza" an öffentlichen Orten, ohne die polizei liche" Erlaubniß hierzu zu befizen. Gegen den Strafbefehl wird Einspruch erhoben werden. * Mainz, 11. März. Gegen den Vertrauensmann der Wies badener Sozialdemokraten, Herrn Hinge, ist Anklage wegen Beleidigung des hiesigen Offiziertorps erhoben worden. Die Beleidigung soll der Betreffende in einer öffentlichen Versammlung in Wiesbaden begangen haben. Sonnabend, den 14. März 1891. Versammlungen. Eine öffentliche Versammlung aller beim denaturirten Spiritus interessirten Berufe, 8. Jahrg. Sie Don nerei des Herrn Rogelet in Bühl ein Streit aus. Dieser Herr furz zusammengefaßt folgendes aus: Seitdem die Geschichte zur hat sich mit seinen Kollegen im ganzen Gebweiler Thale ver- Wissenschaft herausgearbeitet ist, geht immer mehr die Ansicht bunden, ein Exempel an den unbotmäßigen Arbeitern zu verloren, daß die gesellschaftlichen und als ein Theil derselben statuiren". Die Polizeibehörde scheint auch der Ansicht zu sein, die familiären Beziehungen der Menschen zu einander immer die daß ein solches Erempel im Interesse der Ordnung" nichts gleichen gewesen sind. Richtig ist ja, daß die alten Verhältnisse schaden könne; sie hat den Bühler Fachverein der Textilarbeiter mehr stabil waren, wie die heutigen. Heut geht gegen früher die aufgelöst. Erstaunt und selbstverständlich auch in hohem Umänderung, die Entwicklung derselben mit ungeheurer SchnelligGrade erbittert fragen fich die Arbeiter, wie denn die Behörde zu feit vor sich. Man kann annehmen, daß die Familie, so wie sie einer solchen Maßregel gegen einen Verein komme, der lediglich uns in der Bibel geschildert wird, zu der dabei angezogenen Zeit mit fachgewerblichen Angelegenheiten sich beschäftigt und sich nicht existirt hat. Es wird uns da eine Familie gezeigt, welche die geringste gesetzwidrige Handlung hat zu Schulden kommen vollständig in sich abgeschlossen ist. Kinder und Kindesbleiben vom Familienband laffen? Nichts ist wohl besser geeignet, den Ausspruch, daß tinder umschlossen. Danzig. Eine start besuchte Volksversammlung tagte am die Elsaß- Lothringer Stiefkinder Deutschlands sind, zu bestätigen, arbeiten zusammen unter der Oberaufsicht des Familienvorlegten Montage im Saale des Herrn Kresin. Der geräumige als dieses Beispiel. In Deutschland hatten die Arbeitervereine hauptes. Die Frauen nahmeis diefer Familie die Saal mit seinen Gallerien war schon eine halbe Stunde vor eine Auflösung zu befürchten, als noch das felige Sozialistengesetz verschiedensten Stellungen ein. Mar et, so z. B. bei Abraham, Eröffnung überfüllt, so daß einige Tische und Stühle entfernt bestand. Jetzt, nachdem dieses Zwangsgesetz mitfammt seinem eine Frau, die als die richtige" gelten fann und außerdem verwerden mußten und die Eingänge von der Polizei besetzt wurden, Urheber, beseitigt ist, hat man eine Vereinsauflösung nicht so schiedene andere„ so nebenbei". Die Verrichtung des eigentlichen damit Niemand mehr hineinfäme. Diesmal überſtieg das Auf leicht mehr zu ristiren. Im Elsaß jedoch braucht man kein Handwerks lag den Frauen ob, während die Männer jagten, gebot von Schuhleuten die sonst schon große Zahl, sogar im Sozialistengeseh; es geht auch ohne dieses Produkt Bismarck'schen Biehzucht trieben 2c. Der Mann war der unbedingte Herrscher. Garten und in den versteckten Seitengängen standen Trupps von Erfindungsgeistes ganz gut. Der deutsche Beamte nimmt ein Diese Familie war die allein mögliche unter den damaligen Beamten. Im ganzen mögen es an 50 Mann gewesen sein. längst vergessenes Gesetz zur Hand aus dem Jahre 1834, der Griftenzbedingungen. Später, als man anfing, Staaten zu bilden, Auf der Tagesordnung stand: Die Rechte der Bürger und die Zeit des dicken Louis Philippe, und verfügt auf Grund dieses wurden die einzelnen Familien kleiner; es waren jest nicht mehr Vorgänge in der letzten Volksversammlung zwischen Theilnehmern französischen Gesetzes die Auflösung eines Vereins deutscher Familien, sondern die Staaten, welche mit einander kämpften, der Versammlung mit Polizeibeamten. Referent Herr Riesop. Reichsangehöriger. und damit fiel die Bedingung für größere Familienbildungen. Redner sprach in längerer Rede über die Rechte, welche jedem So veränderte sich immer die Familienform, sich den verBürger durch das Gesez garantirt seien; jeder Preuße, heißt es, änderten wirthschaftlichen und politischen Verhältnissen anpaffend. sei vor demselben gleich. Nachdem Redner das Vereinsgesez und Im Mittelalter findet man zwei Arten die hauptsächlichen Paragraphen erläutert, ging er auf die VorFamilien, die adelige und die bürgerliche. Legtere war hauptgänge ein, welche nach Schluß der vorlegten Versammlung vorsächlich auf Erwerb angewiesen; sie richtete sich dementsprechend gekommen sind. Als die Versammlung durch den Vorsitzenden ein. Während der Mann der erwerbende, war die Frau der ver geschlossen war, begaben sich nach Verlauf einer halben Stunde waltende Theil. Man findet, daß die Frau einen großen Theil eine Anzahl von Theilnehmern auf die Straße, um die Pferde als da find: Tischler, Möbelpolirer, Drechsler, Klavierarbeiter, dessen im Hause herstellte, was für die Befriedigung der Bedürf bahn zu benuzen. Als sie warten mußten, traten mehrere Schuh- Hutmacher, Vergolder, Rohrleger und speziell die Haushaltungs- niffe der Familie nöthig war. Mit der weiteren Entwickelung leute an sie heran und forderten sie zum Fortgehen auf, welcher Borstände, fand Mittwoch Abend unter Leitung des Genossen verlor die Frau ihre Stellung als Mitthätige in der Familie; Aufforderung aber gleich äußerlich Nachdruck gegeben wurde. Weber statt. Zunächst stand auf der Tagesordnung ein Vortrag das Meiſte, was dieselbe benöthigte, wurde außerhalb des Hauses Zwei an Krücken gehende Krüppel fielen fielen zu Boden und wurden mit anderen Genossen verhaftet. Sie wurden in der des Genossen Friz Zubeil über:" Das Branntweinsteuer- Gefeß wohlfeiler hergestellt und die Frau nahm nun nur noch die Stelle Heute geht fie, hauptsächlich in der falten Februarnacht in einer Holzbude untergebracht. Am anderen und seine Wirkung für die arbeitende Klasse". Da der Referent einer Wirthschafterin an. Morgen um neun Uhr schlug die Erlösungsstunde, d. h. sie jedoch bei Eröffnung der Versammlung noch nicht erschienen war besiglosen Klaffe auch dieser Stellung verlustig; sie wird hinaus wurden nach dem Untersuchungsgefängniß gebracht. Den anderen die polizeiliche Anmeldung war nämlich aus Versehen auf in die Industrie gedrängt. Nur in reichen Familien wirthschaftet Verhafteten erging es ebenso. Der Genosse Riesop kritisirte in eine außergewöhnlich frühe Stunde erfolgt, so wurde be- fie noch und auch dies meistentheils nicht mehr, sie dient nur noch scharfer Weise das Vorgehen der Polizeibeamten und gab seine schlossen, die beiden nächsten Punkte der Tagesordnung: als Repräsentantin nach außen. In den ärmeren Familien muß eigenen Erlebnisse bei diesem Vorfall, die auch alles weniger als Berichterstattung über die Thätigkeit der Kommission zur die Frau in den Erwerb eingreifen; sie macht sich dadurch unabheiterer Natur waren, zum Besten. Er schloß seine Ausführungen Beseitigung des denaturirten Spiritus und ferner Raffenbericht hängig vom Manne und hebt damit die Existenzberechtigung der mit der Aufforderung an die imposante Versammlung, recht treu derselben, zuerst zu verhandeln. Genosse Weber erstattete Namens Familie in heutiger Form auf. Auch die Kinder werden früh zum zur Sozialdemokratie zu halten ihr gehöre die Zukunft, und der Kommission eingehenden Bericht ab. Dieselbe hat dem Erwerb herangezogen und erringen sich hiermit früh eine gewisse Pflicht eines jeden ist es, für die Sache thätig zu sein.( Lebhafter zufolge nach ihrer Einſegung unermüdlich an der Erfüllung Selbständigkeit. Man findet dies in den Berichten der FabritBeifall.) In der Diskussion sprach Genosse Jochem. Beschlossen der ihr aufgetragenen Aufgaben gearbeitet, sie hatte ver- inspektoren durch die Angabe bestätigt, die Familie löse sich immer wurde, gegen die betreffenden Polizeibeamten gerichtlich vor- sucht, mit den interessirten Kreifen in anderen Ortschaften mehr auf. Erklärt wird dies Faktum von verschiedenen Seiten 311 erlangen, was was ihr auch gelungen ist. mit der immer weiter umsichgreifenden Gottlosigkeit; wir wissen, zugehen und zur Deckung der Kosten Sammellisten auszugeben. Fühlung Hierauf schloß der Vorsitzende, Bernsteinwaaren- Fabrikant Wigli, Dann aber hat sie jetzt eine sorgfältig ausgearbeitete, über- daß es eine nothwendige Folge der veränderten wirthschaftlichen die Versammlung mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf zeugende Petition an den Reichstag abgesandt, in welcher ver- Berhältniffe ist. Die Familie der Besitzenden beruht heute auf langt wird, daß der denaturirte Spiritus fernerhin nur in reinem dem Besitz, das Geld ist der maßgebende Faktor für ihr Zustande die Sozialdemokratie. Zustande verkauft werden solle, da die bisherige Art und Weise kommen, wenigstens in den weitaus meisten Fällen. Die Ehe von schädlicher Ginwirkung auf die Gesundheit der mit diesem des Proletariers beruht meistens auf gegenseitiger Zuneigung von Spiritus arbeitenden Personen gewesen sei. Es sollte die Abgabe Mann und Weib, da sie beide die Fähigkeit heut schon oft be= zwar unter Kontrolle geschehen, dafür aber habe man Steuer- igen, sich unabhängig von einander ernähren zu können. Wenn wir uns nun unter dem Sozialismus eine Aufhebung freiheit für derartigen Spiritus verlangt.( Beifall.) und damit aller Knechtschaft vor Genosse Robert Berger legte hierauf den Kassenbericht der alles Privatbesizes Versammlung vor. Es waren folgende Posten der Kommission stellen, jo können wir heute schon vorausbestimmen, daß dann die Ehe, weil für ihre Schließung feinerlei zur Bestreitung ihrer Unkosten zugegangen. Von den Möbelpolirern Berlins 39,45. Klavierarbeiter Berlins materielle Bedenken, sondern nur die Neigung maßgebend 20,- Vergolder Berlins 20,- Freie Vereinigung der in der sein kann, eine viel edlere wie heute sein wird. Die Erziehung chirurgischen Branche beschäftigten Arbeiter Berlins 5,-. Vereinigte der Kinder wird von einem gewissen Alter derfelben ab dem Drechsler Deutschlands 30.- Herrn Rautenberg- Berlin 1,-. Teller Staat übertragen werden, da nicht Jeder die Fähigkeit eines Erfammlung 12,80. Vergolder- Ottensen 10,-. Tischler- Wandsbeck 10,-. ziehers besitzt. So wird dann die Ehe, das Zusammenleben von Tischler- Altona 36,30. Vergolder- Barmbeck 10,-. Eilenburg 2,- Mann und Weib eine sittlichere, eine wahrhaft menschliche sein München( durch Jordan) 7,-. Kiel( durch Bluns) 5,-. Sammellisten und beitragen zur Veredelung des Voltes.( Lebhafter Beifall.) 53,55, sowie noch nachträglich eine Sammelliste 1,70; mithin alfo An der Diskussion betheiligten sich mehrere Redner und Die Versammlung wurde waren insgesammt eingelaufen 263,80 M. Die Ausgaben be- Rednerinnen im Sinne des Referats. trugen 253,10 M., so daß ein Bestand von 10,70 m. verbleibt. Dann mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie geschlossen. Hierauf hielt der Referent seinen Vortrag, in welchem er In einer öffentlichen Versammlung der Arbeiter und Folgendes ausführte: Das Branntweinsteuer- Gefeß entstand Arbeiterinnen der Bosamentenbranche hielt der Reichstagseiner Zeit, als das Reich immer mehr Geld brauchte und nachdem das indirekte Steuersystem auf das Vollkommenste ausgebaut Abgeordnete Genosse Molkenbuhr einen Vortrag über:„ Die war. Am 24. Juni 1887 wurde dieses so tief einschneidende Kämpfe der Arbeiterschaft der Jeztzeit", und führte darin aus: Gesetz durch die gefügige Kartellmajorität eingeführt, doch mit Wir finden jetzt in den bürgerlichen Zeitungen als ständige Rubrik Klagen über eine immer mehr einreißende Unzufriedenheit dem Vorbehalt, daß dem Reichstag alle 3 Jahre eine Revision der Arbeiter, und gleichzeitig sehen wir in der Gesetzgebung Schritte zustehen solle. Dieser Zeitpunkt ist jetzt gekommen und es liegt demzufolge dem Reichstag eine Novelle vor. Wir dürfen uns unternehmen, um die Bewegung der Arbeiter zu hemmen. Man Zwickau. Das hiesige Landgericht verurtheilte den Weber- jedoch keiner Illusion hingeben, daß die Grundlage, auf welcher begegnet häufig der Anficht, die ganze Bewegung sei nur durch gefellen Bernhard Ostar Lungwitz aus Glauchau wegen Majestäts- das Gesetz aufgebaut ist, geändert werden dürfte. Das hat uns Agitatoren fünftlich herbeigeführt und erhalten worden. Wenn das der Fall gewesen wäre, so hätten die Maßregeln der letzten beleidigung und Beleidigung des Justizministeriums und des übrigens schon die erste Lesung deutlich gezeigt. Amtsgerichtes zu Glauchau zu einer Gefängnißstrafe von 1 Jahr. will zwar den' fleinen Brennern einige Erleichterungen schaffen, als 12 Jahre genügen müssen, um die Bewegung vollständig verEntschädigung dafür denkt man jedoch daran, die konsumsteuer zu schwinden zu lassen; aber wir erblickten gerade das Gegentheil, Demnach müssen doch Kellinghusen, 8. März. Am Donnerstag, den 4. März, erhöhen, angeblich, um der Trunksucht vorzubeugen. Unser Ab- daß sie immer intensiver wurde. geordneter Wurm antwortete sehr zutreffend der Reichstags- wohl die Gründe tiefliegendere sein. Redner geht nun auf die ein abgehalten, in der Frau W. Kähler aus Wandsbeck referirte. mehrheit:" Sie haben zwei Seelen in Ihrer Brust, die eine ist und zieht einen Vergleich mit den gegenwärtigen Verhältnissen. Rednerin schilderte die traurige Lage der Frau, speziell die Aus- für Schnaps, die andere für Moral." Der Schatsekretär von Malzahn meinte bei den Verhandbeutung in den Fabriken, die Nichtzulassung zu den höheren Lehranstalten u. s. w., und forderte auf zur Gründung einer alle Bevölkerungsschichten gleichmäßig treffe. Diese Berechnung gekannt hatte. Die Produktivität der Arbeit vervielfältigte ge e ateuer nicht allein ben armen Mann, sondern hundert eine Revolution vollzogen, wie man sie bis dahin nigh Zahlstelle des Deutschen Frauenvereins. Als darauf zur Diskussion geschritten wurde, meldete sich ein hiesiger Lehrer und ist aber falsch; es iſt ſtatiſtiſch nachgewiesen, daß die Steuer nur zwar, aber die Lage der Arbeiter wurde dadurch keineswegebot unterzog die Aeußerungen der Rednerin einer Kritik. Der Lehrer eta 11-13 Billionen Metfonen in war vorwiegend Männer beffert, im Gegentheil gleichzeitig damit wuchs das Arbeit wurde wurde aber von der Referentin widerlegt. Da der Lehrer stets trifft, und daß hier jährlich 16-18 m. allein für Branntwein- und es fanken als Folge davon die Löhne. Die Ausbeulnendliche natürlich ebenfalls vergrößert, die Arbeitszeit wurde i wieder auftrat und die Versammlung durch seine Aeußerungen steuer auf jeden Kopf entfallen. Die Petition dürfte wohl angesichts der jetzigen Zusammen- ausgedehnt. en die Arbeiter reizte, entstand Unruhe und die Versammlung wurde von dem fegung des Reichstags teine Aussicht auf Berücksichtigung haben. Schon frühzeitig ging man daran, Gefeße in England Be überwachenden Gendarmi aufgelöst. Nicht einmal die Forderungen aus Gesundheitsrücksichten dürfen zu erlassen. Im Jahre 1859 wurden berei einen Maximaleinen Erfolg erwarten. Die Arbeiter haben sich bisher stets ftimmungen über eine Minimalarbeitszeit wir erstreben- ge= Zur Saalabtreibung. Ein Projekt beabsichtigen zwei Münchener Bautechniker zur Ausführung zu bringen. Diefelben Alles Schritt für Schritt felbſt erkämpfen müſſen. Hoffen wir, lohn- also das Gegentheil von dem, t gegen ein Verbinden sind, durch die verschiedenen Zeitungsnotizen über das Saal- daß auch bald bort, wo die Arbeiter am bedrücktesten sind, auf schaffen. Es wurden auch Strafen fefferung ihrer Berbinden abtreiben, auf den originellen den Lande, die Sozialdemokratie ihren Einzug feiert und wenn der Arbeiter untereinander zur Veron gelang es den engVersammlungslokal zu fonstruiren. Dasselbe wird bereits in wir dann erst eine größere Macht im Reichstage erlangt beim Anwachsen der Großprofache Rämpfe allmälig eine wir auch zu einer Besei- lischen Arbeitern, durch many zu erlangen. Dieselben derartiger Fe dieses Jahrhunderts in Engkleinem Maßstabe modellirt und hat die Form eines Schirmes. haben werden, dann werden tigung der die ärmeren Volksschichten bedrückenden Lasten Beseitigung derartiger Der einfachen und leichten Konstruktion zufolge ist das Belt sehr schreiten können. Der Sozialdemokratie gehört die Zukunft, und Kämpfe, welche im Anfan wir einige Dezennien später leicht zu transportiren und kann nach Belieben vergrößert und verkleinert werden. Die Stäbe sollen aus Bambusrohr hergestellt Gesetze wie das Branntweinſteergeſez werden mit dem Siege land sich abspielten, fpinnen. Wohl wurde neu später Die Aufstellung des Zeltes kann durch zwei Mann in der Sozialdemokratie dahin gehen, wohin sie gehören.( Stür- Buch in Deutschland sich nur nominell, das Koalitionsrecht gehier schließlich, wenn ge, als sie davon feinen Gebrauch machten. dem kurzen Zeitraum von nur einer halben Stunde bewerkstelligt mischer Beifall.) Gine Diskussion über den Vortrag fand nicht statt, weil sich währt, aber nur so anfchickten, fchritt man gegen sie ein, ein Der Ueberzug soll aus einem leichten, wasserdichten Niemand zum Wort meldete. Auf Antrag des Herrn Wenzel- Sobald sie sich dawalt fand beispielsweise 1875, daß die Stoff, ähnlich des zu den Ballons verwendeten verfertigt werden und gegen jebe Unbilden der Witterung Schuß bieten. Elektrische mann wurde die Kommission, ya fie ihre Pflicht soll und ganz Berliner Staat Gegenfah ständen zu dem preußischen WerBeleuchtung wird mittelst Batterien, welche vorzüglich funktioniren, erfüllt hatte, und da auch nach Absendung der Petition ihre Auf- Fachvereine ich eine Beschränkung des Koalitionsved to mer gabe erledigt ist, ihrer Funktionen entbunden. Der Kassenbestand einsgesetz. nur in eine schiefe Lage gegenüber den Untererzeugt. Selbst für die kältere Jahreszeit wird durch Beheizung soll der Generalkommission in Hamburg für die ausgesperrten die Arbei welche ohnehin schon ein lebergewicht haben, welches Gorge getragen. Nach dem Modelle, welches die beiden Arbeiter überwiesen werden. nehmer Entwickelung der Produktion sich nur verstärkt. Herren in nächster Zeit dem Agitationsverein für Südbayern Mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie wurde die Ver- mit sich die Arbeiter nur halbwegs schützen, so müssen sie sich zur Ansicht vorlegen werden, zu urtheilen, dürfte das Belt, 1000 Besucher gerechnet, kaum 500 Pfund wiegen; die Herstellung diefes Beltes dürfte ca. 2000 m. fosten. Mainz, den 12. März. Unserer biederen Meggermeister hat fich eine tiefgehende Erbitterung bemächtigt und es muß zu gestanden werden, daß dieselbe nicht ganz grundlos ist. Der erste Staatsanwalt des hiesigen Landgerichts hat nämlich eine Lieferungsvergebung von Bedürfnissen der hiesigen Gefängnißver waltung ausgeschrieben, worin der Posten 2200 Kilogramm Die amerikanisches Schweineschmalz( Marke Wilcox) vorkommt. Herren Meggermeister haben nämlich nicht ohne Vortheil die ergreifenden Schilderungen der schädlichen Eigenschaften des ameri tanischen Schweines gelesen, mit denen man bei der Etatsberathung vom Regierungstisch aus das Einfuhrverbot des amerikanischen Specfes zu rechtfertigen suchte, und fommen nunmehr su lem für Meggerlogit gar nicht so üblen Dilemma, entweder das amerikanische Schwein ist so schlimm, daß man ihm die Grenzen verschließen muß, dann soll man sogar Häftlinge nicht zwingen von seinem gefährlichen Schmalz zu genießen, oder die Gefährlichkeit des Thieres ist nicht derart, dann soll man ihm nicht zu Gunsten der nothleidenden Rittergutsbesitzer den Eingang in das Reich verwehren. werden. * * * sammlung geschlossen. Eine öffentliche Versammlung für Frauen und Männer Man Elsaß- Lothringen. Das Roalitionsrecht der Arbeiter in fand am 11. März unter dem Borji bez Serrufen Elsaß- Lothringen eritirt auch nur auf dem Papier; die Polizei statt. Der Regierungs- Baumeister a. D. Reßler hielt, kafsirt dieses Recht, wenn's ihr beliebt. Brach da in der Spin- Vortrag über die Familie und der Sozialismus." Redner führte Auf wirthschaftlichem Gebiet hat sich in dem letzten Jahr en yet Westen Verbänden zusammenschließen. Die ewig wachsende usbeutung der Arbeitskraft würde dem Unternehmerthum ges fingen, wenn die Arbeiter nicht zu dem einzigen Mittel greifen, dem entgegen zu treten, indem sie sich organisiren. Nicht allein benußen die Unternehmer ihre Macht dazu, Forderungen der Arbeiter, welche auf Verbesserungen ihrer Lage hinauslaufen, zu Arbeiter Berlins! Gedenkt der ausgesperrten deutschen Arbeiter! " " Nummelsburg. " " Dor unterdrücken; sie suchen auch ohne jeden Grund gegen dieselben| Regierung von Personen habe einfach die Verwaltung von Sachen weisen. Kollege Zack fordert zur fleißigen Vertreibung von vorzugehen, indem sie einestheils die Ausbeutung zu erhöhen zu treten, wenn dieses der Fall sein wird, dann hört Billets auf, zu dem am 21. März in Joel's Salon stattfindenden suchen, andererseits aber danach streben, die Arbeiter durch auch die Völkertrennung und der Gegensatz der Staaten Kränzchen und sind diese zu haben in der Zahlstelle für den Vernichtung ihrer Fachorganisationen widerstandslos zu untereinander auf. Die Umgestaltung der Produktionsordnung Norden: Hirtenstr. 10 bei Krüger und im Arbeitsnachweis Louisenmachen. Redner bespricht hierbei eingehender die Maß vollzieht sich schon theilweise vor unseren Augen. Von den heutigen Ufer 22 bei Sperling. nahmen der Hamburger Unternehmer und schildert leb- herrschenden Gesellschaftsklassen könne man nimmer eine Umge haft das einmüthige Zusammenhalten der dortigen Arbeiter, staltung erwarten, deshalb muß das Volk, wenn es das Un- Eine öffentliche Versammlung für Frauen und Männer welche in ihrem Kampfe bis zum legten Augenblick aus logische der heutigen Ordnung eingesehen und erkannt habe, selbst tagte am Sonntag, den 8. März, Abends, unter Vorsitz des Herrn harren. Redner geht dann zu der dem Arbeiter durch die Hand anlegen zur Bessergestaltung. Diese Erkenntniß zu Sündermann, Frl. Hoffmann und Herrn Menzel. Genosse Wach Frauenarbeit gemachten Konkurrenz über und meint, daß dieselben erlangen, müsse jeder Arbeiter und jede Arbeiterin be hielt einen beifällig aufgenommenen Vortrag über:" Die bürger erkennen müssen, daß sie, wenn sie dem Unternehmerthum gegen- strebt sein, und deshalb empfahl Referent den Deshalb empfahl Referent den Besuch liche Gesellschaft." In der Diskussion sprachen die Herren Reichüberstehen, nicht als Arbeiter und Arbeiterinnen dastehen, sondern der Berliner Arbeiter- Bildungsschule", in welcher Alles ling, Eicke und Sündermann. Unter„ Berschiedenem" wurde ein nur allein als Waare, Arbeitskraft, daß das Geschlecht dabei gelehrt werden wird, was zur Aufklärung über die Völker Antrag, die Tellersammlung fortzusetzen und den Ueberschuß den diesem vollständig gleichgiltig ist. Ist nun ein Zwiespalt einheit nothwendig sei. Sodann berührte Referent noch die ausgesperrten deutschen Arbeitern zu überweisen, angenommen. zwischen Arbeiter und Arbeiterinnen vorhanden, so wird Boll- und sonstigen Maßregeln, die ebenfalls nicht dazu angethan Gesang, Vortrag und Tanz hielten die Theilnehmer noch lange Der Unternehmer leichtes Spiel haben, er wird sich bald seien, zur Völkereinheit zu führen. Zum Schluß fam Referent beisammen. auf den einen, bald den anderen Theil stüßen gegen auf den Chauvinismus zu sprechen, der sich jüngst in Frankreich den anderen. Beide müssen daher erkennen, daß sie sowohl wie auch in Deutschland zur Geltung zu bringen ver- Am Dienstag Abend fand hier, im Lokale des Herrn Weigel, solidarische Interessen haben, daß sie gemeinsam kämpfen müssen. suchte, aber bei dem internationalen Sinn des arbeitenden Wolfes eine öffentliche Versammlung des Arbeitervereins für RummelsWo die Arbeiter sich erst fest organisirt haben, da wird man auch keinen Anklang, sondern nur tiefste Verachtung fand. Das Volk burg und Umgegend statt. Zum ersten Punkt der Tagesordnung: gegen die Verbände anzukämpfen suchen. Den deutschen Arbeitern ist eben international gesinnt und erkennt auch somit keine Die Arbeiterbewegung und die Vorwürfe der Gegner" hatte werden die Kämpfe ebenso wenig erspart bleiben, wie sie den nationalen Schranken an. Die Interessen des arbeiten Herr Reichstags- Abgeordneter Förster das Referat englischen Arbeitern erspart blieben. Wenn auch die Kämpfe mit den Volkes sind in allen Staaten die gleichen, deshalb ist übernommen. Der Redner führt etwa Folgendes aus: Es iſt großen Opfern verknüpft sind und nur unter großen Entbehrungen auch der Sozialismus international, und für ihn zu nicht Alles fritisirenswerth, was die Gegner uns geführt werden können, so müssen die Arbeiter doch zu diesem wirken, solle die Aufgabe aller Arbeiter und Arbeiterinnen sein. werfen, es können und sollen also nur diejenigen Punkte Mittel greifen; wollen sie nicht degenerirt werden, so müssen sie( Lebhafter Beifall.)-Hierauf gelangte folgende Resolution zur besprochen werden, welche wirklich einer Kritik werth den Unternehmern ein Halt gebieten. Möge man auch entgegen- einstimmigen Annahme: Die Versammlung erklärt sind. Der Kampf gegen diese wissenschaftlich begründeten halten, das wäre nur Unzufriedenheit, wir entgegnen dem einfach, sich mit den Ausführungen des Referenten Ideen könne mit dem Polizeiknüppel nicht geführt werden, aber daß die Unzufriedenheit von jeher der Hebel des Kulturfort einverstanden. Die Agitation der Chauvi- nicht nur jetzt, sondern schon vor 1878, vor dem Sozialistengeset, schritts gewesen ist. Weshalb sollen auch die Menschen ent- nisten in Frankreich in Deutschland sei der Kampf mit geistigen Waffen" geführt worden. Vom behren, wo doch genügende Produkte für alle Menschen da sind.[ berührt in feiner Weise die Arbeiter. Theilen" wolle Redner nur sprechen, weil Eugen Richter in Es flagen ja die Fabrikanten nicht über einen Mangel an Pro- lasse, welche die Eintracht der Völker seinen Jrrlehren diesen Unsinn wieder einmal aufgewärmt hätte. dukten, sondern nur über mangelnde Abfazgebiete. Jedoch die will und welche den Frieden herbeiführen" Getheilt" würde jeden Lohntag, aber diese Theilerei sollte eben jenigen, welche alle Schäge ſchaffen, die auch Konsumenten und sichern wird, indem sie die Grundlagen aufhören! Redner geht nun des Näheren auf den Unterschied werden, und das können sie nur, indem ihre Löhne erhöht werden. Der Ausbeutung, der Knechtschaft und des zwischen römischem und germanischem Recht ein, zeigt, was an Absatzgebiete können wir schaffen, ohne daß wir dazu Flinten, Militarismus, daz heutige Produktions- der Phrase, daß wir das Eigenthum abschaffen Kanonen und Säbel brauchen, nur ein organisirtes Proletariat system, beseitigt. Wir grüßen die franzöwollen, Wahres ist und kommt dann auf den Vorwurf ist erforderlich und mögen sich auch die Unternehmer dagegen fischen Arbeiter und versprechen, wie sie der Gegner, daß wir auch die Ehe abschaffen" wehren, der Selbsterhaltungstrieb treibt die Arbeiter zur Organi- unablässig und bis zum endgiltigen Siege wollen, zu sprechen. In längeren Ausführungen zeigt der fation!( Stürmischer anhaltender Beifall.) für dieses Ziel zu kämpfen." Beschlossen wurde die Lage der Frauen in Bezug auf die Eheschließung, schildert An der Diskussion betheiligten sich Alschner, Wolter, Hoff- sodann, diese Resolution, ins Französische übersetzt, den die Verhältnisse, die zur Ehe führen, die Heiligkeit" der Ehe mann. Es wurde dann folgende Resolution einstimmig an- Sozialisten in Paris sofort zu übersenden. Im Verschiedenen" und tommt darnach zu der Schlußjolgerung, daß diese Ghe in wurde der Heilgehilfe Munk aufs Angelegentlichste empfohlen, feinem Falle ein Ideal sein könne, daß diese" Ehe" allerdings Die heutige Versammlung erklärt sich mit den Ausführungen des der sich gegen einen Genossen nicht so, wie er sollte, benommen aufgehoben werden müsse. Referenten voll und ganz einverstanden. Sie zieht aus denselben hatte. Die Tellersammlung hatte einen Ueberschuß Die Gegner werfen uns ferner vor, daß wir dem Mate den Schluß, daß dem Uebermuth und der Ausbeutungssucht der von 24 Mart 40 Pfennige ergeben, die dem Ver- rialismus zu sehr huldigen. In einer ganzen Anzahl von Arbeitgeberschaft im Allgemeinen ein wirksamer Damm nur ent- trauensmann Marten übergeben wurden. Gesellige geschichtlichen Beispielen aber weist Referent nach, daß es der gegengesetzt werden kann, wenn alle Arbeiter und Arbeiterinnen Unterhaltung nebst Tanz hielt die Theilnehmer noch lange Materialismus sei, der die großen Bewegungen der Welt sich in festen Vereinigungen zusammenschießen und sie verpflichtet beisammen. Am nächsten Sonntag, 15. d. Mts., und Zeit gefördert und zum gedeihlichen Abschluß gebracht habe. sich daher, sich der Freien Vereinigung der Arbeiter und Ar- Nachmittags 4 Uhr, findet in demselben Lokal wieder eine Der letzte von den Vorwürfen, nämlich daß wir die beiterinnen der Posamentenbranche" anzuschließen. Sie ver- Versammlung für Frauen und Männer statt mit einem Vortrage Revolution anstreben, wird ebenfalls gebührend zupflichtet sich ferner, thatkräftig zur Unterstüßung der ausständigen der Frau Wilhelmi, wozu zahlreiche Betheiligung errückgewiesen, und fordert der Vortragende die Anwesenden Hamburger Arbeiter beizutragen. auf, das Material zum Bau des Zukunftsstaates, nämlich tlare Röpfe, aufgetlärte Köpfe herbeizuschaffen Der Fachverein der Lederarbeiter hielt am 9. d. Mts. und diesem Ziele durch die Macht der Organisation zuzustreben. feine regelmäßige Vereinsversammlung ab. Da die öffentliche Nach lang anhaltendem lebhaften Beifall meldet sich ein Herr Versammlung der Lederarbeiter beschlossen hatte, den in Mündter als Gegner zum Wort, welcher die Ungleichheit der dieser Versammlung, in seiner Gesammtheit genehmigten menschlichen geistigen Fähigkeiten als unüberwindliches Hinderniß Lohntarif zur Drucklegung, sowie zur weiteren Vertreibung der sozialdemokratischen Bewegung ansieht und schließlich die dem Fachverein zu überweisen, so beschäftigte sich die Versamm- Frage aufwirft, was an Stelle des Theilens" treten solle. Eine Versammlung für Frauen und Männer fand am lung zunächst mit dieser Angelegenheit und mit der Frage: ob Herr Förster widerlegt den Redner eingehend. Von einer Sonntag, den 8. März, unter außerordentlich reger Betheiligung der Fachverein überhaupt gewillt ist, diesen Tarif zu über- weiteren Debatte wird Abstand genommen, und folgende Resostatt. Das Referat hatte Dr. Lütgenau über das Thema:„ Völker nehmen. Doch glaubte man diese Sache einer späteren Ver- lution findet einstimmige Annahme: trennung und Völkereinheit", übernommen, und sein äußerst inter- sammlung nochmals zur Berathung und zur Beschlußfassung vor- Die heute im Lokale des Herrn Weigel tagende Versammlung essanter Vortrag wurde mit sichtlichem Interesse und Berständniß legen zu müssen; ebenso den Antrag, nach welchen den drei ersten erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten voll und ganz entgegengenommen. Referent ging zunächst auf die Ursachen der Vorstandsmitgliedern für die aus ihren Aemtern erwachsene einverstanden und verspricht, mit allen gesetzlichen Mitteln für Bölfertrennung ein, ferner auf die heutigen Nationalitätenhegen, Mühewaltung eine fleine monatliche Entschädigung aus der die Ideen der Sozialdemokratie einzutreten. den Antisemitismus 2c. Eine Ursache wäre hauptsächlich die Vereinskasse zu gewähren ist. Sodann wurde, um die Beim dritten Punkt wird zu einer Petition der RummelsBerfolgung und Unterdrückung, als deren Bei Kollegialität zu pflegen, das Vereinslokal als Verkehrslokal, und burger Grundbesitzer gegen die Tieferlegung der Straßen zur Spiel die Polen zu betrachten seien. Gerade das der Sonntag Vormittag namentlich als Tag dazu bestimmt. Unterführung der Niederschlesischen und der Ostbahn Stellung Gegentheil von dem werde durch Polizei Maßregeln Daselbst wird dann auch die Bibliothek geöffnet sein; ferner genommen und sehr bedauert, daß sich Arbeiter haben brauchen erreicht, was man eigentlich erreichen wollte, daß nämlich die wurde beschlossen die Vereinsversammlungen( für das Sommer- laffen durch Unterschreiben der Petition an den Kaiser den Betheiligung an diesen überwachten und bedrückten Vereinigungen halbjahr) versuchsweise auf den Sonnabend zu verlegen. Einem Grundbesizern Interessendienste zu leisten. reger zu werden beginne. Die Befreiung der arbeitenden Klasse Antrage des Kollegen Hahn, die Buchbinder- Zeitung" in zwei Es folgt hierauf Wahl eines Vergnügungskomitees und wer aus ihrer Knechtschaft kann nur eintreten durch die Zurückgabe Exemplaren, eins für den Vorstand, das andere für die Biblio- den beim legten Punkt interne Angelegenheiten erledigt. der Arbeitsmittel an das arbeitende und Werthe erzeugende Volk; thek zu halten, wurde zugestimmt; desgleichen dem Antrage so lange die Arbeitsmittel in den Händen einzelner Weniger sich Bander: Zur Unterstüßung der ausgesperrten Arbeiter Deutschbefinden, wird die Knechtung noch andauern. An Stelle der lands der Generalfommission in Hamburg 50 Mark zu übergenommen: Lebhafte Diskussion rief der nächste Punkt der Tagesordnung: Stellungnahme zur Maifeier hervor, man einigte sich schließlich, am 1. Mai Abends eine Versammlung abzuhalten und am Sountag einen Ausflug zu veranstalten. Weitere Punkte der Tagesordnung mußten der vorgerückten Beit halber vertagt werden. V wartet wird. " Baer John. Verkauf nur gegen Baar au streng festen Preisen. Trotz gegnerischer Anfeindungen eröffnen wir den Verkauf der Konkursmasse 310L H. Hartwig Söhne& Baer Berlin N., 24a. Chauffeeftr. 24a. Berlin SO., 8. Brückenstraße 8. Baer Sohn. Berlin O., Jeder Preis ist mit Zahlen an der Waare ausgezeichnet. 16. Gr. Frankfurterstr. 16. Herren- und Knaben- Bekleidung unter Herstellungspreisen. Anfertigung nach Maaß von Stoffen unter Taxpreisen. E Anzug Gin Ein Anzug| Ein Paletot| Ein Paletot Eine engl. Gn Anzug Ein Anzug| Ein Anzug| Ein Anzug | Daubhafter Sto früher 14 M., jetzt gezwirnte Waare, früher 16 M., jetzt englischer imitirter Stoff, früher 18 M., jetzt englische Imitation, früher 25 M., jekt blau hochfeines Cheviot, Kammgarn, früher 26 M., früher 36 M., jezt jetzt 18 M. 28,50 M. 8 M. 8,50 M. 10,50 M. 16,50 M. Garantie für tadellosen Sib und längste Haltbarkeit. 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