Nr. 121. Grscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Viertels jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mit, möchentlich 28 Bfg fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Bfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags: Beilage Neue Belt" 10 Bfg. Boft- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuz band: Deuticbland u. Defterreichs Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Rettungs- Preisliste für 1898 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgefpaltene Betitzeile oder deren Raum 40 Bfg., für Vereins- und Berlammlungs: Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Whr Nachmittags in Der Ervedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochens tagen bis 7 Uar Abends, an Sonnund gefttagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprech- Anschluk Amt 1, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. Vorwärts" Berliner Volksblaft Freitag, den 26. Mai 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. eingeflößt hat, wie die gegenwärtige. Wir theilten dies über Bord", wie wir damals schrieben. Ein Personen jüngst unseren Lesern mit und haben dadurch den in wechsel nicht mehr das persönliche Regiment übergrimmigen Zorn des verstöckerten Reichsboten" erweckt, dauerte den Personenwechsel. Die nothwendige Folge war die Unfruchtbarkeit des Mit dem 1. Juni eröffnen wir ein neues Abonnement der in seiner gestrigen Nummer uns also anteift: auf den Aus Frankreich, der Schweiz, England, Spanien, Reichstags von 1890. Er mußte die überschwänglichen Amerifa u. f. w. erhält der Vorwärts" fortgefeßt die Hoffnungen täuschen, die sich an den Sturz Bismarc's Kein sympathischsten" Erklärungen. Und an vielen Orten des fnüpften- und er hat sie gründlich getäuscht. " Auslandes" werden Geldsammlungen zur Beihilfe bei unseren Mensch und kein Reichstag tann aus seiner Haut und über Wahlen veranstaltet, 8. B auch in Italien, wie Genosse seine Kräfte hinaus. Labriola dem Vorwärts" schreibt. Von den Gaben der Die absolutistische Demagogie, welche, geftüßt auf die Pariser Bourgeois Republit gegen die Sinne berückenden Erfolge" der Kriege von 1866 und von deutsche Militärvorlage wird noch nichts verrathen. Nur ein vernagelter Allerwelts: 1870/71, das deutsche Volt länger als ein Menschenalter michel, wie der Vorwärts", bringt es noch fertig, bazu zu in ihrem Banne gefesselt hielt, ist zerschmettert und wegschreiben:" Für die Sozialdemokraten giebt es fein Ausland". gefegt; das deutsche Volt ist zur Einkehr gelangt, und die Wir fennen nur ein Bürgerthum und eine Nation: Das Einfehr hat den Entschluß zur Umfehr gezeitigt. Die Weltbürgerthum und die Menschheit." So So wollen wir neue Militärvorlage zeigte unserm Bolle den Abgrund, an Deutsche diesen vaterlandslosen Revolutionären deffen Rand die absolutistische Kanzlerdiktatur und der zeigen, daß es für sie auch keinen Raum mehr im Deutschen alte Rurs" uns gebracht haben. Und so mächtig Reichstage giebt. regte sich der Volfsgeist, daß er auch den Reichstag, mit der illuftrirten Sonntagsbeilage Neue Welt". Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure, sowie unsere Expedition, Beuthẞr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mart 10 Pfennige frei ins Haus, wöchentlich 28 Pfennige. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements zum Preise von 1,10 Mark für den Monat Juni " " " " Der Mann versteht sich aufs Schimpfen und aufs dessen Wajorität im alten Kurs" weiter zu fahren geneigt Denunziren. Aber sonst auch auf nichts. Er ist ein ganz war, mit sich fortriß und zu dem Votum des 6. Mai zwang. unwissender Bursche; der nicht einmal weiß, daß die Dieses Votum war die Kriegserklärung an den Mili Pariser Bourgeois Republik" der Sozialdemokratie, und tarismus und an das System, dem er entsproffen. Es insbesondere der deutschen Sozialdemokratie, ungefähr war ein erlösendes Wort, eine erlösende That für alle entgegen.( Gingetragen in der Post- Zeitungs- Preislifte für 1893 ebenso freundlich gesinnt ist, wie die" Berliner" Regierung Völker, denen seit Jahrzehnten von dem menschen und und die Berliner" Reaktionäre aller Schattirungen. völkermordenden Moloch das beste Mart ausgesogen wird. Das freilich müssen wir zugeben: die Sympathien für Fällt in Deutschland der Militarismus, wird er in seiner die deutsche Sozialdemokratie gehen im Ausland weit über eigenen Heimath zertrümmert, so hat auch für die übrigen unter Nr. 6708.) Die Redaktion und Expedition des " „ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Die Kreise unferer engeren Barteigenossen hinaus. Wo Völker die Stunde der Befreiung von dem Moloch ge immer Berständniß für die Zeichen der Zeit und schlagen. den Gang der Entwickelung vorhanden ist, hat Und die Völker jubelten. Es war ein Wetterleuchten man begriffen, daß Deutschland in eine Krise von welt der Zivilisation aus der Nacht der Blut- und Eisenbarbarei, Die kommende Reichs- geschichtlicher Bedeutung eingetreten ist, und daß das deutsche Bolt, unter Führung der Sozialdemokratie, jegt einen Kampf fämpft, der bestimmend sein wird für die Geschicke Europa's. tags- Wahl wird von der gesammten ausländischen Presse mit un gewöhnlichem Antheile verfolgt. Es wird ihr überhaupt im Ausland gegenwärtig eine noch größere Bedeutung bei gelegt als im Inland- wenigstens in der inländischen Preffe. Und wir glauben, das Ausland urtheilt in diesem Fall richtiger als das Inland. ein Sieg der Menschlichkeit, ein Hoffnungsstrahl den unterdrückten, erdrückten Völkern eine Kulturthat, die das Ansehen Deutschlands tausendmal mehr gehoben hat, als alle blutigen Siege, die jemals unsere Heere erfochten. Wir sind stolz, daß in Deutschland der lähmende Zauber gebrochen worden ist. Wir sind stolz auf die Anerkennung denn sie gelten einer und die Sympathien des Auslands guten Sache. Der gegenwärtige Wahlkampf ist der erste in Deutschland, der sich um entscheidende Prinzipienfragen dreht und nicht rein innerpolitischer Natur ist. Unsere früheren Wahlkämpfe wurden bis zur Wahl von 1890- ausnahmslos durch die Bismarck'sche Raudau Demagogie beherrscht. Bis gegen Und wir sind stolz, daß unserer Partei, daß der deutschen Wer mitten in der Schlacht ist, wird durch das, was in Ende der 70er Jahre war der Einfluß dieser Demagogie er- Sozialdemokratie die ehrenvolle Aufgabe zugefallen ist, den seiner Nähe vor sich geht, so beschäftigt, daß er das Ganze nicht drückend bei allen Wahlen. Im Jahre 1878 wurde die er- Vorkampf zu führen in diesem Prinzipienkampf, der dem so gut übersehen fann wie der Beobachter, der außerhalb wachende Nation durch den Attentats- Wauwau und das Militarismus und dem ganzen unheilvollen System gilt, des Getümmels steht. Und das deutsche Volt ist jetzt in Rothe Gespenst wieder auf 9 Jahre verwirrt und betäubt. aus dessen Sumpfboden der Militarismus hervorgewachsen einem Wahlkampfe begriffen, der die Kräfte jedes Einzelnen und als 1887 das Rothe Gespenst seine Dienste versagte, ist, und der nur mit dem Sturz dieses Systems endigen in Anspruch nimmt und nur wenigen gestattet, über den da kam das Kriegsgespenst an seine Stelle, das der Bis- tann. Bereich ihrer unmittelbaren persönlichen Thätigkeit hinaus- marck'schen Demagogen- und Hausmeierwirthschaft noch eine Wir ziehen siegesgewiß in den Wahlkampf, wissend, daß zublicken. Von der Warte des Auslandes herab sieht das Galgenfrist von drei Jahren verschaffte. Länger ließ sie sich er nur ein Vorspiel ist der Kämpfe, die unser harren, und fchauende Auge die allgemeinen Umrisse der Schlacht, ohne nicht halten. Die Wahlen des Jahres 1890 warfen die Bis- entschlossen, nicht eher zu raften und zu ruhen, als bis der vom Besonderen, von den Einzelheiten abgezogen und ge- marck'sche Diktatur über den Haufen damit war aber auch die vollständige Sieg errungen ist. trübt zu werden. Kraft jener Boltsbewegung erschöpft eine prinzipielle Unser Panier ist die rothe Fahne; und unser Schlachtruf: die Hoch internationale, oölterbes Thatsache ist, daß unseren auswärtigen Genossen keine Systemänderung vermochten sie nicht herbeizuführen. Es frühere Wahl in Deutschland ein so lebhaftes Interesse blieb der alte Kurs" ohne Bismarc. Ein Mann freiende Sozialdemokratie! Feuilleton. Nadbrud verboten.) Vom Stamm gerissen. Von Elise Schweichel. IV. " [ 10 10 wolle sein Bestes thun, um die gnädigen Herren zufrieden zu stellen. Die Herren stuzten und musterten die Anwesenden. Sie waren nicht recht gewiß, wen der Wirth als Redner bezeichnet hatte. Sobald sie aber Dettinger ins Auge faßten, blieben die Blicke Aller auf ihm haften. Es war fein Zweifel, dies mußte der Agitator sein, obgleich sein Aeußeres der Vorstellung, die sie sich von ihm gemacht hatten, durchaus nicht entsprach. Herr von Kries denn er war es mit seinen Freunden, dem Baron Helldorf und dem, den er kurzweg den Major genannt hatte- erholte sich zuerst von seiner Bes troffenbeit. In dem Städtchen Neukirch ging es an dem Abend des nämlichen Tages sehr lebhaft zu. Von allen Seiten famen Landarbeiter und Besizer kleiner Bauernhöfe herbeigeströmt, " Oho, mein Lieber," wandte er sich an den Wirth, der um der für heut' von Dettinger einberufenen Versammlung, den nobeln Gästen mittlerweile behilflich war, sich ihrer in der er über den bäuerlichen Grundbesitz reden wollte, Belze zu entledigen, wir fommen heut nicht Ihrer zweifelbeizuwohnen. Auf dem Markt vor dem Blauen Engel", baften Küche und Ihres noch zweifelhafteren Weines wegen. der seine Gäste taum faffen konnte, und deffen Saal bereits Wir kommen, um uns auch belehren zu lassen. Der vollgestopft war, standen die Leute, die nicht mehr hinein Mensch fann nie genug lernen, he Major?" fonnten, gruppenweise in lebhaftem Gespräch beisammen. Diefer, eine massive, untersette Gestalt mit einem Dettinger selbst saß mittlerweile mit einem am Orte an- dunkelrothen Gesicht, in dem die Augen so hervorquollen, sässigen Parteigenossen und einigen der intelligenteren als ob die enge militärische Halsbinde ihm die Kehle zu Bauernwirthe in der Gaststube, über Prinzipienfragen dis- schnürte, hatte eine ganz hohe dünne Stimme, die einen kutirend und den Leuten, die ihn schon an anderen Orten lächerlichen Kontrast zu seiner Erscheinung bildete. sprechen gehört, über dies und jenes, was ihnen nicht ganz Nie genug, nie genug, lieber Stries," frähte er, indem tlar geworden, Auskunft gebend. Eben hatte er einen er fich auf einen Stuhl warf, die Füße weit von sich streckte Blick auf seine Uhr geworfen und war im Begriff, sich zu und seine Zigarre an dem Zündhölzchen in Brand sezte, erheben, da es Zeit zur Eröffnung der Versammlung war, welches ihm der Wirth dienstfertig entgegenhielt. als sich die Thür geräuschvoll austhat und drei Herren Dettinger hatte bereits die Thür in der Hand, aber hereinschritten, gefolgt von dem Wirth, der vor Aufregung bei dem Namen Kries blieb er wie angewurzelt stehen und hin- und hertänzelte und die Herren wegen des Tumults schaute zurück. Er konnte keinen Augenblick im Zweifel Sobald sein, welcher von den Herren diesen Namen trug. Baron im Hauſe tausendmal um Entschuldigung bat. Jener war also der Mann, in deffen Hause der Liebling jeiner Seele meilte, der sie heute, vielleicht vor einer Stunde, gesehen! Sein erster Impuls war, vor Herrn von Kries hinzutreten und sich als einen Freund Valeska's vorzustellen, doch fiel ihm noch zeitig genug die Mission ein, in der er sich hier befand, und die Stellung, welche er dadurch diesem Aristokraten gegenüber einnahm. Sein Schwanken hatte nur einen Moment gedauert und war von niemand bemerkt worden. Hastig schritt er hinaus. In demselben Augenblick brachte der Wirth den von Helldorf bestellten Wein. Nicht hier," herrschte Herr von Rries ihn an. Stellen Sie uns einen Tisch in der Schänkstube neben dem fönnen." Saale auf, wo wir den Speftatel ungesehen mit anhören Der Wirth, der sich vor Eifer am liebsten geviertheilt hätte, setzte wieder die Gläser zusammen und bat die Herren, ihm zu folgen. Fm Saale, der Kopf an Ropf voll gedrängt war, so daß die Menschen in der offenen Thür und bis auf die Straße hinaus standen, herrschte tiefes Schweigen, nur das volltönende Organ Dettinger's war vernehmlich. G3 machte doch einen eigenthümlichen Eindruck auf unsere drei Aristofraten, dieses andächtig lauschende Auditorium. Unwill türlich traten sie leiser auf. Bald fühlten auch sie sich von den klaren und durchaus leidenschaftslosen, sachgemäßen Ausführungen Dettinger's über den sie so nahe berührenden Gegenstand gefangen, wenn sie auch weit entfernt waren, sich dadurch in ihren Anschauungen irre machen zu lassen. Der Beifall, der den Redner oft unterbrach, und der der Herr Redner dort seinen Vortrag im Saale begonnen Belldorf war eine viel jüngere unbedeutende Erscheinung, Jubel, der ihm am Schlusse lohnte, ließen ihn den Dreien hätte, würde die Gaststube ganz leer werden, und er blond, von spärlichem Haarwuchs und zur Korpulenz neigend. nur um so gefährlicher erscheinen. Berlin, ben 25. Mai. Die Spaltung in der Zentrumspartei ist bis zur offenen Rebellion gediehen. In Westfalen pflanzt der Freiherr von Schorlemer die Fahne des Aufruhrs auf, er erläßt einen mit zahlreichen Unterschriften versehenen Auf« ruf zur Wahl von Kandidaten, welche mehr Soldaten be- willigen sollen, als Herr Lieber bewilligen will. In Schlesien, in Bayern, in Baden sind zum Theil aus anderen Gründen die früheren Zentrumswähler mit der Partei un- zufrieden. Der feste Thurm des Zentrums wankt, bald fällt er zusammen!(Siehe auch unter„Reichstagswahlen".) Mit dem Kulturkampf laffen sich heute die katho- lischen Wähler nicht mehr schrecken. In der Roth langt aber das Zentrum nach jedem Strohhalm, um den„Thurm" zu stützen. Ter Wahlaufruf des Zentrums nennt die doch längst geheilte Wunde des Kulturkampfes die allergesähr- lichste, an der Deutschland blutet. Das glaubt selbst der den Pfaffen folgsamste Bauer ebenso wenig, wie daß irgend- wo ui Deutschland die Ausübung der katholischen Religion beschränkt sei. Dieser phrasenhafteste Theil des bombastischen Zentrumswahlaufrufes richtet sich von selbst, es thut nicht uoth, den Wählern hierüber die Augen zu öffnen.— In der Bekämpfung der Wahnlehren des Sozia- lismus und Liberalismus wird das Zentrum, wie es in seinem Wahlaufrufe heißt, jederzeit den Reigen führen. Und das sollen die Sozialdemokraten selbst anerkannt haben, sie die in Hunderttausend Exemplaren Bachems Reden ver- breitet haben, worin dieser Blechschmied mit Eugen Richter's Irrlehren in den Kampf gegen den Sozialismus gezogen ist. Die Zentrumsblätter haben schon mehr behauptet, als daß ihre Partei den Reigen im Kampf gegen uns führe, sie behaupteten, lauter noch als die übrige bürgerliche Presse, daß durch die Zukunflsslaats- debatten die Sozialdemokratie vernichtet sei, und heute fürchten sie sich in ihren erbgesessenen Wahlkreisen vor dem Ansturm der Arbeiterbataillone. Nach dem 15. Juni werden die Herren den Mund weniger voll nehmen.— Luxussteucrn. Die„Frankfurter Zeitung" giebt eine interessante Uebersicht über die Ergebnisse der Luxussteuern in anderen Ländern. Sie schreibt: England und Frankreich dürfen ohne Weiteres als reichere Länder gelten, in denen deshalb auch mehr Luxus vorhanden ist, als in dem ver- hältnißmäßig ärmeren Teutschland. England hatte bis 1874 e?ne Pferdesteuer, die im letzten Jahre 9 800 009 M. einbrachte. Die Wagensteuer ergiebt etwa gleich große Beträge. In Frankreich ist die Steuer aus Wagen, Pferde und Maul- thiere auf(1892) ca. 9 Millionen Mark veranschlagt, in Bremen brachte die Wagen- und Pfcrdesteuer 1890—91 ca. 58 000 M., im Kanton Gens 1886 ca. 24 000 M., im Kanton Waadt ca. 28 000 M., in Italien, wo die Steuer den Kommunen gehört, brachte sie auf öffentliche Wagen 294 000 M., auf Privatwagen 1 Ivo 000 M. Zu einiger Bedeutung hat es also die hauptsächlichste Luxussteuer nur in England gebracht, wo sie aber zum Theil 1374 doch be- seitigt wurde. Frankreich hatte sie 1807 als lästig und wenig ergiebig aufgehoben, die Wiedereinführung geschah bezeichnender Weise 1871, als es galt, Geld um jeden Preis herbeizuschaffen. Daß sie auch in Frankreich nur wenig be- friedigte, geht schon daraus hervor, daß sie seitdem nicht weniger als siebenmal geändert wurde. Die Dienstboten- stener bringt in England 2 860 000 M. ein, in Holland ca. 1 400 000 M.; die Geselligkeitssteuer in Frankreich 1 040 000 M., in Bremen ca. 6200 M.; die Billardsteuer in Frankreich 930 000 M., im Kanton Gens ca. 13 000 M., im Kanton Waadt ca. 11 000 M. Mit solchen Steuern bringt man nicht die ungeheuren Summen auf, welche zur Deckung der Militärvorlage nöthig sind.— Der Brief des Prinzen Albrecht zwingt nun auch da? offizielle Organ der brmmschweigischen Regierung zu einer Aeußerung. Es schreibt: „Hinsichtlich des vom„Vorwärts" zuerst veröffent- lichten Briefes des Regenten Prinzen Albrecht an eine un- bekannte Exzellenz wird uns jetzt bestätigt, daß jener Brief thatsächlich, wie schon vermuthet, vom Regenten von Blaukenburg aus an den General v. Winterfeldt in Berlin, Ueber den kleinen runden Tisch gebeugt, steckten sie flüsternd die Köpfe zusainmen. „Und da sollten die entschiedensten Maßregeln nicht am Platze sein?" piepste der Major mit wild gerunzelten Brauen.„Mit allen Kräften, muß man danach streben. Aber einstweilen heißt es, sich selbst helfen. Ich bin dafür, daß wir ein paar handfeste Knechte dingen, die uns den Burschen ausgreifen und windelweich prügeln, das ist die beste Art, uns von dem Gelichter zu befreien." Nein, man übt eine Pression auf die Wirthe aus, daß sie diesen Maulhelden ihr Lokal verweigern," fiel Baron Helldorf phlegmatisch ein.„Die Landräthe müssen uns dabei unterstützen. Es ist schließlich die Sache jedes an- ständigen Menschen, diese staatsauflösenden Tendenzen zu bekämpfen." „Gemach, meine Herren, mit solchen Gewaltmaßregeln dringen wir vorläufig nicht durch. Wir müssen mit den be- stehenden Gesetzen rechnen. Ich bin der Meinung, wir be- rufen ebenfalls eine Versammlung und stellen diesem Herrn einen Redner gegenüber, der die Sache von unserem Stand- punkte beleuchtet. Leider bin ich« selbst kein Redner, und offen gestanden, es wäre mir auch nicht gut genug. Aber ich habe an Amtmann Jahnke gedacht. Ein bürgerlicher Konservativer, kein Grundbesitzer, sondern ein Domänen- Pächter, und einer, der zu beweisen im Stande ist, daß Roth Grün und Grün Roth ist; das wäre unser Mann. Er hätte das Vertrauen der Leute für sich, weil er nicht pro domo spräche. Sie, Major, wohnen ihm am nächsten. Sie müssen gleich morgen zu ihm und ihn bearbeiten, ihm die Sache plausibel machen, nöthigenfalls daraus hinweisen, daß er nicht umsonst arbeiten würde:c. Ich selbst denke auch nicht uuthätig zu bleiben. Ich habe schon einen Ar- tikel für unser Kreisblatt im Kopfe, der sich gewaschen haben soll. Und Sie, Helldorf, müssen Ihre Freunde unter den Nationalliberalen im Reichstag bearbeiten, daß ein Gesetz gegen die Umstürzler zu stände kommt. Thun wir jeder, was er vermag, dann werden wir ihrer schon Herr werden." Damit erhob sich Herr von Kries, seine mächtige Ge- stalt dehnend und mit allen zehn Fingern durch Haar und den derzeitigen Kommandeur deS GardekorpS. gerichtet ge- wesen ist. Wegen der Publikation ist in Blankenburg a. H. eine Untersuchung angestellt worden und es ist dabei vom dortigen Postdirektor unzweifelhaft die regelrechte Beför- derung des unversehrten Briefes erwiesen. Die„Judis- kretion" muß danach in der Reichshauptstadt erfolgt sein." Uebrigens hat Herr v. Witzleben den Kronenorden er- halten! Hat er vielleicht pator poooavi gesagt?— Die besten Waffen und Flugblätter im bevor- stehenden Wahlkampf— schreibt die Elberfelder„Freie Presse"— sind die S t e u e r z e t t e l, die gerade jetzt in den Tagen des Wahlkampfes von Thür zu Thür getragen und vcrtheilt werden. Und was noch das beste an der Sache ist, diese Agitation wird von unseren Gegnern f ü r uns besorgt und wir sparen die Druckkosten und die Ver- theilungsarbeit. Wenn schon die gegenwärtige Höhe der Steuerbeträge manchen Familienvater einen Schmerzens- schrei ausstoßen läßt, um wieviel mehr würde dies der Fall sein, wenn die Militärvorlage der Regie- rung Gesetzeskraft erlangen und dadurch dieAusgaben für Militärzwecke auf jähr- l i ch 1000 Millionen, eine Milliarde Mark anwachsen würden! Wähler, seid auf der Wacht und gebt Acht auf den Kandidaten, den ihr wählt. Fragt ihn überall, wie er zum Militarismus und zum heutigen Steuer- system steht.— Oesterreich-Ungarn kommt jetzt auch mit militärischen Mehrsorderungen. Die Gesammtsumme, die neu gefordert wird, beträgt etwas über 7 DUllionen Mark. Der österreichische Kriegsminister ist also viel bescheidener als der deutsche. Die Mehrforderungen werden begründet mit den größeren militärischen Aufwendungen in anderen Staaten, so treibt ein Staat den anderen zu größeren Rüstungen. Das Ende ist nicht abzusehen. Sicher ist aber, daß wenn die Völker nicht überall ein entschiedenes Nein dazwischen rufen, das Ende ein Ende mit Schrecken sein wird.— Wegen der Ausweisung B a S l y' s und L a- mendin's will Fcrron von der äußersten Linken den Justizminister in der belgischen Kammer am Freitag inter- pelliren. Die„Times" erklären, die Ausweisung Basly's und Lamendin's aus Belgien sei auf direkten Wunsch der französischen Regierung erfolgt; wenn das nicht Blowitz- sches Geflunker ist, so wäre das ein Schandfleck für das radikale französische Ministerium.— Salisbury zieht sanftere Seiten auf als die Heißsporne der konservativen Partei. Er fordert die protestantischen Jrländer auf, sich aller Gewaltthätigkciten und Ruhestörungen zu enthalten. Er hat Recht, konservative Revolutionen haben heutzutage wenig Aussicht auf Erfolg.— Die italienische Ministerkrisis ist vorläufig ab- geschlossen. Kaum auf lange Zeit!— In Spanien ist wieder einmal eine Ministcrkrise auS- gebrochen. Der Justizminister und der Kriegsminister haben den Ministerpräsidenten Sagasta davon benachrichtigt, daß sie beschlossen hätten ihre Entlassung zu nehmen. Weitere Veränderungen im Kabinet scheinen bevorzustehen.— Die bulgarische graste Sobranje ist willens, allen Forderungen der Dynastie Rechnung zu tragen, indem sie die im Interesse des Fürsten und seiner Nachkommenschaft gewünschten Verfassungsabänderungen annehmen will.— Nustland in Zentral- Asien. Die„Times" melden aus Simla, ein Offizier, der ans dem Pamirgebiete zurück- gekehrt sei, habe berichtet, daß die Russen einen Lagerplatz für 1600 Mann am Murghab herrichteten, er glaube, daß diese Anzahl bereits dort eingetroffen sei und daß die russische Regierung beabsichtige, im Laufe des Sommers Truppen in das Thal des Oxus zu senden. Immer mehr nähern wir uns, wie auch aus dieser Nachricht hervorgeht, dem Entscheidungskampfe um Indien, Rußlands Politik legt immer niehr ihr Schwergewicht nach Asien. Es muß deshalb seine Truppenniacht über ein un- geheures Gebiet vertheilen und ist schon aus diesem Grunde kein so zu fürchtender Gegner, wie die an der Militär- vorläge Jnteressirten das deutsche Volk glauben machen möchten.— Bart streichend, während seine Freunde unmuthig in das Licht starrten, der eine heftig seine Zigarre rauchend, der andere seinen martialischen Schnurrbart rechts und links drehend. Gewohnt, seinen Willen überall als Gesetz anzusehen. nahm Herr von Kries das Schweigen der beiden als Zu- stinunung und hielt die Sache für erledigt. „Jetzt aber, meine Herren, will ich nach Hause," sagte er, indem er dem Wirth ein Zeichen gab, Bezahlung zu nehmen.„Ich muß doch wieder einmal einen Abend in der Familie zubringen. Man ist davon schon ganz entwöhnt. Den ersten Feiertag bitte ich Sie zu mir als Gast. Werden etwas Schönes zu sehen bekommen," setzte er schmunzelnd hinzu, während sich alle drei in die vom Wirth herbei- geholten Pelze hüllten. „Aus Triberg bekommt man immer etwas Schönes zu sehen," fistulirte der Major.„Bitte mich den Damen zu empfehlen." „Gehorsamster." „Gehorsamster." Neber den jetzt verödeten Marktplatz läuteten die Schliiten in die schmutzig graue Schneelandschaft hinaus. Durch die trübe Wolkendecke schimmerte der Diond im Zenith wie durch Oclpapier. Von Zeit zu Zeit fegte ein hohler Wind über die Ebene— � ein Vorbote der nahenden Frühlingsstürme. In Triberg war Jedermann überrascht, Herrn von Kries so zeitig heimkehren zu sehen. Das war früher nie vorgekommen. Tie gastlichen Häuser der Nachbarschaft hatten ihn sonst bis nach Mitternacht zu fesseln gewußt. Die Familie, welche durch die Ankunft des Hausherrn heut ein wenig aus dem gewohnten Geleise gekommen war, hatte sich erst nach dem Abendbrot in dem Mnsikzimmer zu- sainmen gefunden, um sich noch einmal ganz zwanglos an ihren Liebliugsstücken zu erfreuen. Valeska war in froh- lichster Stimmung. Es war ihr gelungen, in der ersten Dunkelstunde unbemerkt und unbcgleitet nach dem In- spcktorhaus hinüber zu schlüpfen und ihren Brief an Herrn Thäus, der sich der Angelegenheit mit großer Wärme an- nahm, zur Beförderung zu übergeben. Sie hatte dabei Zur Chieagoer Weltausstellung berichtet Wolff'S Depeschenbureau: Die Vertreter von 17 an der Welt- ausstellung theilnehmenden Staaten haben das Abkommen unterzeichnet, daß sie die Ausstellungsgegenstände ihrer Staaten von der Preisbewerbung ausschließen würden, falls das System der Preisvertheilung durch eine Jury nicht an- genommen würde. Die Kommission für die Preisvertheilung, deren Vorsitzender Boyd Thatcher ist, will dagegen, daß ein Sachverständiger der Kommission einen Bericht unterbreitet, auf grund dessen die Zuerkcnnung der Preise erfolgen soll. Unter den obigen 17 Staaten befinden sich Deutschland, England, Oesterreich-Ungarn, Frankreich, Dänemark, Italien, Rußland, Japan, Portugal, Spanien, Schweden, die Schweiz, Belgien und Britisch-Guiana. Die Deichstagswahlen. An die DertrauenSpersonen der Partei! Es sind uns auS einer beträchltichen Zahl von Wahlkreisen noch keine Angaben über die Namen der aufgestellten Kandidaten gemacht worden. Wie bitten die Säumigen, das nunmehr sofort zu thun. Die Zuschriften sind an folgende Adresse zu richten i R e d a l t t o» des„Vvrwärls", Berlin LW\, Beuthstraße 2. Zur Beachtung! Im ganzen Deutschen Reiche ist seil 6. Mai die Bestimmung des Z 43 der Reichs- Gewsrbe- Ordnung in Kraft getreten, wonach die sonst bestehenden B e- schrä» langen in bezug auf die Verbreitung von Druckschristen während der Wahlbewegung und zu Wahl- zwecken hinwegfallen. Jedermann hat das u n e i n- geschränkte, keiner vorherigen Erlaubniß oder Beaufsichtigung unterliegende Recht, alte Arten von Wahldruikjchriften:(Zei- tungen, Flugblätter, Stimmzettel, Bilder u. f. f.) überall, sowohl in geschlossenen Räumen, alS auch auf ösfent- lichen Wegen, Straßen, Plätzen und anderen össentlichen Orten— gewerbsmäßig oder nicht gewerbs- mäßig— zu verbreiten. Die Wähler werden ihrerseits Gesetzes- Verletzungen jeder Art, schon in ihrem eigenen Interesse aus das peinlichste zu vermeiden suchen. Anderseits werden sie auch jede gesetzwidrige Einmengnng der Behörden, falls eine solche etwa erfolgen sollte, sofort ohne Zaudern und mit aller Entschiedenheit zurückweisen und zugleich in jedem Falle Millheitung an den sozialdemokratischen Vertrauensmann ihres Bezirks machen, damit die Verletzer des Gesetzes zur Rechenschaft gezogen und die unter solchen Um- ständen etwa zu stände gekommenen Wahlen von„Ordnungs"- kandidaten im Wege des begründeten Protestes mit Erfolg an- gesochten werden können. Offizielle sozialdemokratische ReichtagS-Kandidaturen. Weener-Leer-Emden: Paul Hug in Bant. O S n a- brück-Jburg: A. Bebel in Berlin. H i l d e s h e i m: Zigarrenfabrikant Karl Bertram in Limmer bei Hannover. Bürgerliche Kandidaturen. Oppeln: Wolny(Z). Reuß: von Schorlemer(K). Wesel: Gescher(K). Hers selb- Rotenburg: Otto(nationalliberal- konservativer Kandidat). Schmalkalden: v. Christen(N). Oltweiler-St. Wendel- M e i s e n h e i m: Frhr. von Stumm- Halberg(K). Bochum: Dr. Haarmann- Witten(N). Sangerhausen-Eclarts- der g a: Landwirlh Scherre(K). Dessau-Zerbst: Säuberlich (Bund der Landwirthe). Vernburg-Köthen: Pros. Fried- berg-Halle(N). E i s« n a ch: Dr. v. d. Osten(N), Casielmann(Vg). Jena-Neustadt: Harmening(FV), Wisser(Lib.), Waller (Bund der Landwirthe). Oschatz: Buchheim(FV). Borna: Langhammer(FV). Halle a. S.: Glimm(Ordnungsmischmasch). München 1: Burkhard(liberaler Mischmasch- Kandidat). München 11: Kortler(Z). Hof: Raeithel(FV). Rothen« bürg a. T.: Seyboltz(FV). Münster i. W.: Waltendorf(Z). t o f g e i s m a r: Märiens(kons. Mischmasch). K o b u r g: Dr. lieger(FV). Köln: Greiß(Z). Kassel: Hupeden(K), Dr. Endeuiann(N). Homburg-Fritzlar: Oldenburg(Bund der Landwirthe). Marburg-Klrchenhain: Lücke(Bund der Landwirthe). Freiburg i. B.: Marbe(Z). Heilbronn: Hug(Vg). Celle-Gisshorn: Rolhbart(NL).' W e tz l a r- A l t e n t i r ch e n: Krämer(NL), Baehrt(A). Höchst- Homburg-Usingen: Wasserburg(Z), Hohl(Z). L ö r- räch: Grelher(Vg), Pfliigcr(Z). Bromberg: von Unruh (Konservativer Mischmasch). Elderseld- Barmen: Lieber (Z). Meschede-Olpe: Fusangel und Scheele(Z). B r i e g- N a m s l a u: Gölluer(FV), Gras Saumra-Jeltsch(K), Moll (N). Waldenburg: v. Bitler(K), Goldschmidt(Vg). Breslau-Ost: Asch sen.(FV). BreSlau-West: Winkler (FV), nicht Virchow, DreSIer(N). Reuß: Weideuseld(Z). Drainbnrg-Schievelbcin«Belgard: Kleist- Lietzow gleichzeitig den kranken Holzknecht besucht und zu ihrer Be- friedigung vernommen, daß heut in der That noch niemand vom Herreuhause nach ihm gesehen und sich nach seinen Bedürfnissen erkundigt hatte. So hatte sie mit ihrem Gange zugleich einen guten Zweck verbunden und dem ein- samen krauken Manne eine gute Stunde bereitet. Nie hatte sie sich mit fröhlicherem Herzen zu der Familie gesellt, nie sich mit größerer Bereitwilligkeit au den Flügel gesetzt, als jetzt, da Frau von Kries sie aufforderte, das neu eiustildirte Terzett aus dem Rossini'schen„Tell". niit ihren beiden Töchtern zu singen. Fräulein Rosa, die ihre Heiserkeit zwar noch nicht überwunden, aber doch gern vor ihrem Bräutigam glänzen wollte, hatte ihre Mitwirkung nicht versagt. Jede der Stimmen hatte ihren Einzelpart gesungen und eben tlaugen alle drei in den nachfolgenden figurirten Gängen zusammen, als sich die Thüre öffnete und Herr von Kries d>rin erschien. Erschreckt wollten die Töchter abbrechen, allein der Vater bedeutete sie durch eifriges Zst- winken mit beiden Händen, daß sie fortfahren möchk.'n. Leise anstretend schritt er auf seine vor Freude errötheude Frau zu, die ihm schon von ferne die Hand entgegen» streckte, und ließ sich behaglich an ihrer Seite nieder. Dem Gesänge folgte er mit aufmerksamem Ohre. Ganz stolz blickte Frau von Kries bald ans ihn, bald auf ihre Töchter, den» Valeska hatte in der kurzen Zeit ans den Stimmen der Mädchen viel gemacht und das reizende Terzett in einer Weise cinsiudirt, daß an Präzision und Reinheit nichts zu wünschen übrig blieb. Als sie geendet, erhob sich der Gutsherr lebhaft und schritt aus die Sän�c- rinnen zu. „A la bonheur!" Solche Hausmusik läßt man sich ge- fallen," sagte er und strich der ihm zunächst stehenden Agnes, welche die Oberstimme gehabt hatte, die zart- geröthete Wange.„Kinder, Ihr überrascht mich ordentlich. und Ihnen, mein Fräulein, bin ich für dieses Resultat Ihrer Bemühungen auf's tiefste verpsiichtet," wandte er sich verbindlich an Valeska.„Ich gestehe, ich bin in bezug auf Musik ein Epikuräer, wenn ich die Kirnst auch nicht selbst ausübe.(Fortsetzug folgt.) ( R). Sangerhansen: Scherre( R). Parchim: Anders| tragen feien, wurde aur Tagesordnung übergegangen. Freiherr| bie mehr an das Preßbureau als an bichterischen Genius er ( K). Pyris Sagig: Bachler( W). Liegnig: Gofsch( A), v. Schorlem er- Alft verließ darauf mit zahlreichen Landwirthen innert. Eine Beile sei sitirt: Rein Mitleid giebt's, fein Schonen, Hornig( A), v. Bar( Vg). Augsburg: Welter( 2). Mei- und Gesinnungsgenossen den Saal. in Strömen fließt das Blut." Vielleicht singen vor allen Wahlningen: Paasche( N), Weigt( FV). lokalen am 15. Juni patriotische Gesangvereine diesen Männerchor, nüßen wird es aber kaum! Der Papst und die Militärvorlage. Der Pariser Matin" erklärt in einem längeren sehr scharfen Artikel, Kardinal Ledochowski fei auf direkte Anweisung des Papstes für die deutsche Militärvorlage in der bekannt gewordenen Weise eingetreten; der Artikel enthält einen direkten Vorwurf gegen den Bapst wegen seiner angeblichen Intervention für die deutsche Regierung. Freisinuige Kandidaturen. In den 67 Reichswahlfreifen, welche die freisinnige Partei im aufgelösten Reichstag zuletzt vertrat, find die Kandidaturverhältnisse bis jest wie folgt geordnet. In 42 Reichswahlkreisen sind der Freis. 3tg." zu folge Kandidaten der Freisinnigen Volkspartei", in 18 Reichs wahlkreisen Kandidaten der Freijinnigen Vereinigung" aufgestellt worden; 3 Reichswahlkreise sind zwischen beiden Fraktionen streitig in 2 Reichswahlkreisen haben sich die aufgestellten KanDie Leipziger Parteigenoffen verwendeten bei ihrer didaten die Entscheidung vorbehalten, welcher Fraftion sie bei- Agitationstour am ersten Pfingstfeiertag zirla dreißig Radtreten werden; in 6 Reichswahlkreifen sind die Randidatur: verhandlungen noch nicht zum Abschluß gelangt. Jm Reichswahlkreis Stolp ist der bisherige Abgeordnete Dau zu gunsten des wildliberalen Herrn Wisser verdrängt worden. fahrer. Männerchor für die Militärvorlage. In der neuen Berliner Mufit- Beitung" findet sich unter der Aufschrift Bur Militärvorlage" und" Der Krieg nach zwei Fronten" ein Nach Abschluß der Kandidaturverhandlungen wird sich unter Männerchor: Die legte Bölferschlacht" angezeigt. Eine Strophe Einschäzung des Wahlergebnisses in den drei ftreitigen Wahl ist in dem Inserate abgedruckt, die Sprache ist blutrünftig über treifen und der fünftigen Anschlüsse bei den Kandidaturen mit alle Maßen. Wenn das legte Aufgebot gegen den Feind mar Vorbehalt das Gesammtergebniß voraussichtlich dahin stellen, schiren müßte, tönnte man die Bilder, die der Dichter" an daß von 66 Reichswahlkreisen der freisinnigen Partei die freiwendet, begreifen, so ist es aber gefünftelte Ueberschwenglichkeit, finnigen Kandidaten in 49 Kreisen zur Freisinnigen Volks partei" und in 17 Kreifen zur Freijinnigen Vereinigung" sich wenden. Sammlungen für fozialdemokratische Wahlen hat das Gotha'sche Ministerium verboten! figer des Gafthofes zum Storchen" 20 000 m. für die UeberSaalabtreiberei im Reichslande. Jn Meh hat der Be laffung des Saales von den Sozialdemokraten gefordert. Briefkaffen der Redaktion. A. G. Wette doch zum Wahlfonds? Bin, der jetzige hannoversche Regierungspräsident, nicht Herbert, war Abgeordneter. Uzelmann. Die Antwort war zutreffend: die Praxis geht dahin, den nicht für wahlberechtigt zu erachten, der für die von der Gemeinde geleistete Rrantenpflege noch nicht voll bezahlt hat. 15. Bichung der 4. Klasse 188. Rönigl. Preuß. Lotterie.[ 15001 948 58 08125 61 76 232 878 522 712 848 80 94313( 500) 546 Biebung vom 25. Mai 1898, Bormittags. Stur die Gewinne über 210 Mart find den betreffenden Nummer in Barenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 8 130 242 388 697 703[ 300] 51[ 30001 816 1036 44 235 820[ 1500] 43 647 62 847 936 84 2010 18 217 48 76 341 58 90 511 83 612 814 39 $ 291 396 407 823 931 59 4067 109 84 201 2 80 318 443 46 551 643 740 6205 346 430 613 723 50 51 866 13 01 93 974 6191 681 609 728 44 52 70 910039( 5000) 121 203 80 372 671 77 899 28 8203 566 Im Fraktionsbestande find feit 1890 folgende Beränderungen eingetreten: Die fonservative Partei hat folgende Wahlkreise verloren: Raffel- Melsungen an die Nationalliberalen, Reichenbach i. S. an die Sozialdemokraten, Friedeberg- Arnswalde an die Antisemiten, Strelig. Tilfit und Stolp- Lauenburg an die Freifinnigen. Sie hat Löwenberg- Bunzlau von den Freisinnigen gewonnen. 726 881 9105 217 326 37 504 63 610 800 956 60 72[ 3000] Die Freifonservativen haben Marienwerder an die Bolen verloren. Die Nationalliberalen haben Hildesheim von den Welfen, Bochum und Hamm- Soest vom Zentrum gewonnen. Gießen ging von den Freijinnigen auf die Antisemiten über. Als mandat& müde sind nach der Norddeutschen Allge meinen Zeitung" von den bisherigen Reichstags- Abgeordneten ferner zu verzeichnen: Konservative: Hahn, v. Jagow- Rühstädt, Stephanus, Wichmann. Reichspartei: Graf Behr, Fürst Hazfeldt. Nationalliberale: v. Reden. Deutschfreisinnige: Jungfer, Dr. Thomas, Dr. Gutfleisch. Zentrum: Graf Droste, Raucheneder. Riß, Laud, Frhr. v. Pjetten, Sperlich, v. Gliszcynski. Volts. partei: Pflüger. Aus dem antisemitischen Lager. Stöcker wird kein weiterer Kandidat entgegengestellt. Der frühere antisemitische Abgeordnete Werner( 1. hessischer Wahlkreis) will, wenn die Regierung die Kosten der Militärvorlage durch Börsen- und Luxussteuern decken will, für den Antrag Huene stimmen. Noch ein Wahlkreis mit fieben Kandidaten. Jm Marburger Wahlkreis hat sich die Zahl der Kandidaten jezt auf fieben erhöht. Tie Antisemiten stellen Dr. Böckel, die Konser= vativen mit dem Bund der Landwirthe den Gutsbesizer Lucke, die Sozialdemokraten den Schriftseter John, die Katholiken den Dechant Müller, die hessische Rechtspartei Rechtsanwalt Martin und die Nationalliberalen Dr. Paasche auf. Außerdem kandidirt ein Wildliberaler, Herr Schott. Ein vielseitiger Kandidat ift Raufmann Max SchubertChemniz. In Glauchau- Weerane kandidirt er als Nationalliberaler, in Freiberg als Deutschsozialer. Wenn der Mann nicht zwei Mal durchfallen würde, gehörte er ins Raritätentabinet des Reichstages. Amtliche Wahlbeeinfluffungen. Die Danziger Zeitung" veröffentlicht das folgende Schreiben: Streng vertraulich! Karthaus, den 19. Mai 1893.„ Guer Hochwohlgeboren fege ich ganz ergebenst davon in Kenntniß, daß Wohlgeboren Ihnen demnächst 50 Stück Wahlflugblätter auf meine Veranlaffung von einer Berliner Druckerei zugehen werden, um deren gefällige fachgemäße Vertheilung ich im Interesse der guten Sache ganz ergebenst bitte. Ich bemerke hierbei noch, daß jede ,, amtliche" Einwirkung bei der Vertheilung sorg ältig zu ver ineiden ist, die lettere muß als reine Privatsache des Vertheilenden por sich gehen." Der Landrath. J. B...... Regierungs- Affeffor." Ein glücklicher Wahlkreis! Im Wahlkreis DuisburgMülheim," schreibt man uns, haben sämmtliche Parteien ein gemeinsames Programm in der Impffrage, da alle Parteien die vom Duisburger( 5873 Mitglieder zählenden) Impizwang gegner- Verein gestellten Anträge schriftlich annahmen und da gegen die Zufage erhielten, daß der Verein die Wahlbewegung nicht beeinflussen werde." Ueber einige andere Fragen werden die Parteien wohl nicht so einig sein. 1 Dom Im letzten Augenblicke schreibt der Leipziger Wähler" scheint beim Leipziger Rathe in Sachen der Ausschließung der Armen unterstübten Wahlrecht eine Wandlung vorgegangen zu sein. Wenigftens ist bereits gestern( Mittwoch) mehreren Wählern infolge einer ratenweisen Rückzahlung der empfangenen Unterstützung das Wahlrecht wieder eingeräumt worden. Auch Miquel machte einem Interviewer gegenüber Propaganda für die Militärvorlage. Im Landtage erklärte er, daß Preußen zu allen weiteren Kulturaufgaben das Geld fehlt, für ten Militarismus sind aber seiner Meinung nach selbst die von Caprivi geforderten Summen leicht zu beschaffen. Auch er scheut sich nicht, mit schweren inneren Rämpfen zu schrecken für den Fall, daß die Militärvorlage abgelehnt wird. Das deutsche Volk hat feine Gespensterfurcht. Schlechter Politiker und schlechter Dichter. Daß der Aufruf des Zentrums von Herrn Lieber herrührt, beweist am besten der Umstand, daß er, wie manche Lieber'sche Rede, viele Verse, und zwar Streckverse enthält. Man höre: Der Augenblick ist ernit; das Deutsche Reich Hat keinen ernsteren erlebt. Dem alten Widersacher haben Sich neue zugefellt. Es gilt, wie Mauern festzusteh'n, Bis auf den letzten Mann die Pflicht zu thun, Nur so kann der von allen Seiten hart berannte ZentrumsAuch dieses Mal unüberwindlich bleiben. An dem Entscheidungstag Möge nicht Einer unserer Freunde fehlen! Das Vaterland, die ruhmreiche Vergangenheit, Das eigene Gewissen ruft uns zu: thurm Vorwärts in eng geschlossenen, vollzähligen Reihen, Borwärts in alter Tüchtigkeit zur Wahl! Vorwärts mit Gott für Wahrheit, Freiheit( und) Recht! An das Vorwärts" des Herrn Lieber glaubt wohl kein politisch Kind mehr! Die Einigkeit im Zentrum wird prächtig illustrirt durch die folgende Meldung aus Münster i. W.: Etwa 350 Vertrauens männer der Zentrumspartei Westfalens waren heute hier versammelt, um außer der Organisationsfrage einen Zusaz zum bekannten Aufruf der Gesammtpartei zu beschließen. Der Antrag des Justizraths Schulz- Hamm, bei der Berathung der Militärvorlage den Abgeordneten freie Entschließung zu gewähren, erhielt 60 Stimmen. Unter denselben befand sich auch diejenige des Dr Burghard Fihrn. v. Schorlemer- Alst. Ueber den Antrag des Frhrn. v. Schorlemer- Alft, die Vertrauensmänner- Bersammlung möge für nothwendig erklären, daß von den westfälischen Bentrumstreifen vier an Berufswirthe zu über10114 395 430 53 651 78[ 300] 72820 11159 93 287 324 97 440 516 57 732 970 12021 51 188 98 379 99 432 51 66 77 1 83 536 81 778 883 13 109[ 3000 463 522 624 722 888 920 85 14086 186 330 592 817 87 912 16 43 15350 623 16280[ 300] 316 439 596 609 766 87 93 17049 240 53 74 506 54 748 84 846 947 15001 18091[ 0001 129 65 319 96 529 75 628 1600] 34 764 964 19138 69 220 25 304 635[ 300] 825[ 500] 61 20098 159 88 234 79 596 752 63 830 59 99 914 21330 68 76 447 87 503 70[ 1500] 629 67 749 74 22101 85 442 61 616 681 771 23.67 92 196 273 44 567( 300) 42 5 661 807 87 96 902 35 24185 410 25 63 66[ 1500] 643 708 878 25047 43( 1500) 94 192 372 415 58 83 519 784 865 946 57 26180 204 420 598 627 722 33 920[ 100] 67 27081[ 1500) 92 190 218 313 40 564 83 897 28293 364 81 469 89 583 634 69 989 29032 80 92 159 206 438 047 80 729 91 801 38 927 80091 240 150 792 94 977 78 81090 237 352[ 3000] 416 18 40 564 791 97 826 34 901 32041 209 443 600 715 827 59 75 974 33149 57 91 215 90 66 93 98 627 93 710 33 50 813[ 300] 68 957 63 84012 19 42 96[ 1500] 16, 275 472 5 × 1 710 35110 53 505 1500] 612 14 907 29 3603 127 221( 300) 530 632( 500] 39 795 37010 115 74 297 369 94 638 53 615 709 95 891 38197 289 313 418 580 766 814 962 89124 56 72.44 75 441 585 603 711 38[ 300] 851 40270 460 633 33 55 786 921 39 41033 39 222 82 326 835 41 918 66 94 42000 19 142 213 91 354 410 63 091( 15001 667 717 18 20 40 832 43 921 48006 76 164 11500) 60 269 350 479 52 600 1 2 13 79 776 879 44314 428 534 795 858 45089 69 118[ 16001 762 967 40141 72 303 83 500 82 634 47 63 728 800 928 40 88 47045 159 204 33 [ 1500] 463 013 46 617[ 300] 74 715 829 59 952 48058 80 10 395[ 300] 656 732 865 49125 221 99 312[ 500] 504 63 798 876 925[ 300] 50062 95 3 1 94 420 73 5 6 677 757( 500) 850 907 51062 74.96 148 262 456 80 557 625 717 26 70 989 52015 191 340 553 696 53116 42 333 79 434 72 82 83 646 611 15 704 826 41 54021 112 64 75 234 43 392 94 470 536 704 55320 43 403 30 52 92 713 81 983 96 50011 258 368 16000] 80 428 513 680[ 1500] 713[ 1500] 882 94 57088( 800 316 60 88 9.8 58010 26 084 637 59 718 39 834 44 914 89108 84 545 56 3000)] 791( 300) 96 976 60002 6 35 194 287 392 99 504 786 843 61 99 984 61043 127 45 205 41 64 637+1 61 63 1300] 91 873 942 62110 236 824 37 75 86 97 404( 3000) 513 821 960 81 63061 116 207 42 359 95 40 1300 18 521 614 83 64024 33 211 493 631 616 64 73 913 65003 89 357[ 1500] 446 719 87 843 933 66063 242 0 339 412-25 951 67058 62 147 200 57 88 423 89 620 41 68 13 62 82 68013( 3000) 59 82 129 214 836 601 93 814 15 33 69[ 15000] 90 37 94.99 69032 155 61 501 34 609 [ 1.00) 66[ 3] 87 800 932 76 70019 88 310 24 47[ 1500] 481 505 603 761 831 51 71164[ 500] 82[ 600] 261 68 371 424 507 24 89 6 6 765 95 938 72008 40 47 78 465 518 64 67 77[ 300] 8 5 907 42 73172 337 437 500 869 979 74161 79 279 308 64 439 93 541 53 623 68 110001 821 37 939 63 65 73 83 75134 96 350 94 464 562 84 716 941 51 76188 313 472 663 73 747[ 300) 48 814 68 974 77101 222[ 800] 29 537 64 762 813 78034 96 221[ 30J) 361[ 150] 553 94 610 79 734 1300) 884 70029 93 254 339 548 663 60[ 600] 80061[ 3000] 62 80 107 218 435 95 550 81054[ 500] 168 96 238 358 419 64 733 74 877 988 8: 008 95 157 378 80 84 491 579 632 745 52[ 600] 74 8.6 38 57 66 963 84 83085 166 84 263 83 97 843 561.78) 837 900 10 84021 223 363 4:38 617 32 81 734 81 49 86 908 76 85008 157 205 318 30 534 614 808 86 943 88000 13001 60 106 235 413 39 15010] 567 606 859 6 130000] 870.1 83 121 32 382 436 608 14 42 [ 600] 63 64 82 934 80 89 8036 368 72 414 661 619 49 746 77 821 41 84 89041 50 102 51 229 309 694 473 529 56 834 46 966 62) 814 95077 202 16 67 79 301 39 682 627 722 41 93 827 99 981 # 8057 178 13001 209 384 442 661 65 601 81 954 7081 268 654[ 300] 604 24 796 899 907 73 98153 329 80 618 76 713 838 969 90022 89 282 420 80 511 621 94 794 937 63 79; 100013 40 101 210 304 57 420 534 618 793 810 87 101011 49 394 699 729 78 849 914 46 77 102059 188 309[ 300] 95 400 731 79 836 986 103026 63 283 90 512 746 7-891 932 104124 65 81 93 237 71 869 488 538 855 63 94 105017 93 1500) 302 439 43 92( 30001$ 76[ 500] 80 801 103014 81 277 300 415 57 95 608 11 92 777 848 66 107025 125 260 67 97 312 73 84 669 834 62 85 959 108252 69 130001 630 51 633 772 73 806 1500] 90 955 109085 121 206 93 98 848 67 400 56 61 533 45 780 81 886 110011 68 186 240 427 56[ 800] 526 53 661 704 5 811( 300) 976 111136 78 99 272 80[ 30] 409 633 772 813 99 992( 300) 112105( 500) 230 385 95 425 51 86 647 99 65; 95 704 17 113226 314 78 443 504 85 935 114127 327 41 612 23 34 693 723 68 822 80 82 115032 43 113 644 11674 99 116 42 200 356 99[ 500] 549 646 736[ 1500] 66 65 893 985 93 117138[ 30001 61 87 20 385[ 300] 671 889 955 118100 216 59 345 58 033 37 652 77 78 94 751 78 893 914 71 119087 177 84 355( 1500) 501[ 5001 70 628 6 716 974 120 04 18 87 19 225 316 70 88 58 722 847 91 900 19109 59 107 346 459 518 39 783 815 34( 10000] 69 976 193122 59 20 345 458[ 15001 86 507( 500) 603 67 84 710 14 13.00] 834 91 123002 187 78 211 19 89 831 73 479 63 35 840 124027 82 825 408 78 621 90 831 975 82 125002 24 122( 3000) 258 394 611 723 31 79 13000) 817 50 911 126.21 121( 500) 218 37 617 5 896 964 127 43( 1500) 2 11: 84 84 249 452 682 86 60 799 834 927 128006( 500) 103 9 21 408 84( 300) 533 607 2 897 956 72 73 90 129134 41 88 346 62 403 38 714 898 180 85 148 63 247 308 629 632 767 904 131003( 500) 50 82 158 78 289 4+ 1 62 87 676 85 1300) 97 667 132025 30 46 176( 500) 94 847 1300) 81 618 78 91 735 812 960 183078 90 217 96[ 300] 322 75 411 48 79( 3000) 605 26 99 795 951 62 84 134192 873[ 300) 78 448 659 97 746 920 84 185125 64 208 78 3: 2 66 58 414 628 33 83 88 779 90 869 979 136056 119 242 580 88 706 13000] 92 187024 89 77( 3000) 171 416 42 97 521 95 6.5 82 774 92 955 138019 21 60 171 273 328.72 481 594 612 62 139142 387( 300) 466 88 687 860 911 19 44 140033 48 160[ 500) 503 631 728 40 87 1500) 813 59 86 932 141191 143011 178 422 80 81 80 309 46 581 87 645 1600] 962[ 1.00] 53 59 148020 347 406 27 30 73 99 658 916 144075 138 288 884 70 439 15001 671 734 76 887 922 28 145013 15 76 163 90 403( 3000) 25 539 64 602 819 26 146046 148 85 497 531 80[ 300] 83( 1500) 684 79 794 80 59 933 18000] 147016 70 78 129 226 31 43 61 81 887 414 685 813 29 48 64 90 920 148075 212 390 483 611 63 661 718 980 149099 113. 11 02 113 000] 84 93 402 78 619 28 508 6) 81 782 8+ 1 910 20 160114 36 50 94 216 818 19 62 400 630( 1500) 654 888 151264 425 51 68 78 8J 576 619 21 66 770 88 914 43 154083 89 147 81 85 1000 500 630 933 15302 110 287 76 336 439 48 615 43 58 90 845 46 48 50 58 92 902 15425 58 77 817 94[ 1500] 459 621 86 677 99 80 911 49 15594 101 38 55 86 290 401 19 46 86 682 711 60 968 150058 189 9 370 62 810 15 157217 811 444 64 88 616 25 620 83 809 985 158079 211 94 806 667( 3000] 685[ 3000] 789[ 800] 886 88 935 160 78 168 250 336 491 533 817 27 955 100 21 26 84 399 1500] 475 568 648 57 740 817 904[ 1500] 5 88 161069 135 79 98 212 46 381( 300) 84 435 634 82 75% 897 987[ 300] 162221 62 6 4 29 1300] 883[ 30 00) 928 183000 47 81 88 86 458 94 15 01 634 710 886( 300) 9 164 003 461 676 643 76 7733 76[ 3000] 166076 626 130001 57 669 824 41 165002 36 50 177 822 59 458 98 182 96 822 925 90 95 98 167 02 44 86[ 300] 133 279[ 1500] 303 445 848 85 168059 197 256 316 448 538 621 68 797 886 72 19 169079 242 656 962 170026 62 167 89 396 426 48 706 61 878 IV1162 84 336 570 887 172085 91 463 662 686 739 1738002 291 49 99[ 1500] 680 718 826 68 974 171115[ 300] 364 79 413 645 91 837 76 17511221 99 891 476 709 85 834 49 907 170117 247 661 614 63 8) 704 27 850 910 16 93 17: 218 22 90 424 613 712 804[ 300] 178037 128 428 619 66 68 90 918 17:00 20 286 336 60 488 1500] 644 885 903 62 180073 187 203 367 647 65 723 879 951 181049 807 59 436 95 859 182016 72 194 254 469 653 90 702 808 988 188066[ 3000] 446 550 96 685 701 37 61 840 97 184007 135 509 93 630 908 14 94 97 18502 69 79 206 435 64 80 544 91 613 736 29 1500] 58 918 39 62 186016 173 228 49 312 87 401 68 620 29 639 723 813 80[ 300] 55 949 89 187.01 60 367 69 651 779 870 977 188078 115[ 00] 69 200 348 504 93 761 911 189081 181 43 84 88 92 217 65 86 884 545 644 813 53 90065 116 25 235 390[ 1500] 417( 30001 54 696[ 600] 822 44 01096 110 94 224 827 82 68 67 610 767 881( 800) 935 2038 160 200 842 1 82 941 15. Ziehung der 4. Klasse 188. Königl. Preuß. Lotterie. 1292 97 849 641 717 825 63 91004 10 52 82 92 334 56 429 558 609 717 Biehung vom 25. Mai 1893, Rachmittags. Kur die Gewinne über 210 art find den betreffenden Rummern in Barenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 6012 256 482 845 1003 38 302 3 578 639 82[ 3000] 745 834 68 2061 97 8050 113 128 64 205 34 45 304 72 408 587 89[ 10000] 671 97 910 249 351 96 700 851 4056 211 94 358 455 525 63 671 96 745[ 1500] 80 815 31 37 63 105 5189 252 320 414 50 67 50% 62 606 63 854 33 0001 70 154 208 9 63 95 482 96 536 601 45 59 777 90 847 93 97 918 82 7262 401 539 71 862 175 322 467 571 90 688 90 991 9083 159 76 22,89 346 402 28 691[ 500] 857 951 35 91 804 44 95027 55 244 1300) 49 91 857 535 616 47 79 98 711 28 46 75 806 24 914 98015 126 231 385 99 434 617 735 75 966 97010 88 144 399 406 626( 3000) 650 91 798( 600) 995 96 97 98119 65 208 28 50 313 47 48 81 602 720 52 66 928 99113[ 300] 428 544 79 669 882 96 900 80 15001 1001 9 293 363 473 681 818 20 41 101007 118 49 221 87[ 800] 396 400 535 618 84 864 950 1020 4 67 132 86 209 44 63 91 301 [ 1500] 28 86 615 56 810 78 86 103222 386 607 8 91 728 947 79 104 03 79 318 37 91 418 89 782( 500) 813 57 105090 334 46 465 94 687 733 106014 22 143 207 354 57 50 84 727 41 806 969 107001 87 382 476 60+ 8 73 873 1080.1 190 253 321 22( 1500] 415 84 679 616 725 40 91 940 109020 210 20 43s 656 752 66 76 906 84 10108 201[ 300 16 360 473 86 706 16 42 92 907 62 11011 219 366 709 85 99 1: 2002 22 40 1500] 94 142 96 224[ 300] 30 402 40 545 660 68 744 839 964 13033 73( 500) 132( 500) 53 355 71 461 617 27 82 751 52 860 983 14222 464 547 50 687 708 28 872 900 19 20 1500 99 692 970 87 114080 84 335 443 616 56 713 97 500) 99 828 53 55 19 144 49 242[ 3000] 54 77 96 330 44 61) 68 89 711 57 841 931 16076 87 145 310 6 531 606 13000) 842 17015 67[ 300] 156 217 48 460 579 820 919 18100 23 97 245 510 73 609 19400 38 43 524 87 641 716 35 53.80 20109 294 301 52 99 476 561 781 811 18 35 41 997 21087 173 397 475 763 903 25 22030 57 423 51 580 619 26 68 749 69 839 42 934 [ 30001 23101 372 74 443 615 27 706 21020 27 61 90 158[ 3001 70 276 94 341 469 521 675 795 1300) 811 26 64 3 931 98 25251 74 413 5.6 94 616 88: 919 52 89 26314 21 421 13001 83 550 673 956 27137 41 263 83 92 300 46 559 675 733 2800 170 246 70 325 74 499 636 50 806 85 949 70 291: 3 96 307 90 572 76 602 732 3.01 36 851 925 110052 98 278 87 315 468 535[ 300] 67 844 939 111275 895 96 480 578( 3000) 657 91 700 39 935 112146( 3000) 62 68 226 302 492 503 49 77 710 836 45 97 951 113012 97 224 72 362 86 419 95 582 93 961 115001 35 298 381 463 532 611 56 74 728[ 300] 42[ 300] 843 44 915 61 76 116210 15 344[ 300] 475 516 58 86 700 906 98 117087 110 49 79 345 65 4 0 89 604 24 50 6 727( 300) 47 866 920 40 94 118034 136 54 97 258 325 506 38 711 67 868 939 119442( 500] 537 623 723 121225 67 805 451 546 120013 142 414 587 634 38 78 783 961 644 758 122 128 80[ 1500] 107 82 314 421 666 91 713 57 97 13001 808 19 941 123031 420 545 623 56 58 953 62 121011 128 288 367 479 682 759 856[ 1500] 125011 44[ 1500] 128 803 92 480 551 89 612 47 710 982 126 9 163 412 629 56 63 127078 142 212 523 619[ 30] 94 762 82 862 1282 6 346[ 3000] 420[ 300] 54[ 300] 521 673 705 886 941 129 58 291 672 73 868 903 60 6 814 945 30103 27 49 93 212( 500) 315 55 400[ 500] 17 85 546 740 801 44 31366 582 623 706 84 9.5 8) 32034 505[ 300] 617 26 53 82 130001 713 13033 90 434 89 802 19 50 93 992 181191 316 70 483 545 889 92 948 67 33110 77( 100) 332 40 424 512 72 633 59 820 72 912 27 132014 172 86 614 736 15001 963 133003 52 151 53 311 34 1500) 477 48 31099 27 74 130 000] 78 208 373 5 1 730 1500 81 900 33045 49 1500 618 53 725 96 941 134056 64 325 72 454 65 91 546 85 87 725 34 200 10 49 313 464 530-73 88 60) 723 834 90 934 48 36138 21 312 954 81 135057 155 59 94 214 34 82 335 434 531 94 672 702 4 21 899 47 400 79 693 881 937 37131 1300] 51 207 387 614 758 38006 18 136 912 136093 111 45 69 15001 285 91[ 300] 354 450 58 68 504 12 84 763 56 130 500 676 717 39100 3 76 251 319 53 429 91 505 36[ 500) 81 832 53 925 137064 96 191 286 332 60 418 713 24( 60) 996( 3000) 614 18 723 26 92 850 91 981 138149 86 226 32 63 592 663 710 832( 300) 94 994 139028 81 186 99 40136 1500] 313 15 417 580 741 803 64 940 41072[ 500] 94 281 261 477 697 15001 615 777 819 43 363 444 522( 300) 27 23 617 706 8 80 836 982 93 42117 334 474 530 71 613 796 8-8 92 979 43173 6.5. 712[ 3000] 845 49 919 61 68 44097 173 218 342 52 404 80 550 56 623 72 89 825 47 68 961 74( 3000) 98 1300) 4503 16 112 13.00] 253 401 535 601 6 906 40232 61 3.4 75 441 31 663 80 724 86 802 24 917 12 470.3 293 321 523 68 98 48410 +3 623 800] 64 780 839 82 946 40100 64[ 30] 360 97 422 62 500 8 688 728 838 988 1500] 46 50242 359 474 634 629 78 884 51453 780 92 855[ 1500] 925 43 5250 15 93 614 44 7: 0 833 71 996 3117 438 627 711 952 5-1008 53 74 88 96 413 86 96 007 62 604 10 63 761 88 979 55 04 34 69 98 130001 2:28 390 435( 50) 607 606 40 741 66 76 82 866 921 66114 47 271( 3000) 523 678 744( 300) 938 68( 500] 57129 39 210 44 83 300 10 486 6.7 775 812 52 950 580.9 212( 3000) 14( 3000) 447 5702 834 90 98[ 1500] 9: 4 59096 117 29 97 207 329 434 734 915 99[ 1500 60204 393[ 15001 408 518 645 795 957 83 61117 23 82 260 307 24 ( 500) 426 87 93 512 42 675 77 794 961 62104 21 43 301 435 59[ 300] 542 79 692 806 41 916 25 68 83 63124 66 235 40 523 881 9.6 5 64021 109 91 215 46 62 406 33 83 657 77 784 904 22 73 65035 166 256 348 597 760 879 935 66020 50 125 351 442 70 669 81 991 67056 1800) 249 484 849 903 68002[ 500) 165 256 69 456 77 541 748 856 69009 157 263 97 348 85 486 531 739 93 917 70128 313 526 878 71032 58 63 166 80 220 348 435 504 62 846 [ 1500 72035 604 67[ 300] 6 727 72 73020 52 145 444 512 603 711 13001 956 74104( 1000) 263 314 414 48 521[ 500, 31 39 61 605 12 74 775 91 822 47 54 911 75135 296 311( 300) 21 43 49 98 515 634 83 75 76 70017 1500] 46 84 1-3 200 31( 3000) 478 86 522 52 13001 642 746 77 893 77004 35 215 98 364 92 98 550 622 43 750[ 50] 73 901 34 78133 50 72 420 560 708( 3000] 88 1300 980 9000 12 1300) 82 8004 272 441 75 548 777 824 917 81111 29 202 35 628 94 734 869 82107 68 97 776 834 56 78 91 83005 6 165 218 348 77 618 941 84227 408 12 3000) 83 696 678 732 89 802 975 78 5032 65 74 124 91 216 396 182 05 4 780 5 856 80084 152 436 638 764 911 37 7081 151 81 301 407 84 654 710 46 56 64 80 90 064 100 34 51 276 33 418 05 637( 5000) 41 732 889 89055 167 73 207 47 313 38 407 56 524 689 714[ 300] 74 816 956 356 82 569 959 90101 11:00] 3.8 512 643 49[ 600] 93 790 820[ 3000] 993 91122 63 290 661 99 751 68 901 34 36 92065 175[ 300] 226 499 618 84 930v5 140093 227[ 50] 374 408 73 76 538 625 63 786 141030 32 214 495 00] 96 562 629 773 870 92( 300) 142136 83 219 348 1300) 59 140 891 143271 300 25 15001 507 40 649 95 771 967 141009 47 144 448 523 39 55 98 613 726 836 47 991 150 145063 335 80 420 49 092 855[ 300] 87( 500) 915 26 69 70 146066 97 119 367 400 557[ 300] 737 99 884 147.10( 30.01 1 219 546 90( 3000) 741[ 3001 825 77 148120( 300) 228 31[ 1500 430 527 34 L600] 91 769 968 149003 65 104 98 348 71 403 576 638 60 735 818 150.99 368 69 15000] 97 656 605 67 88 88 97 725 860 925 87 95 151157 217 380 414 02[ 500] 63 732 82 932 152231 351 401 80 645 67 83 631 716 65 857 64 15: 3301( 1800) 407 515 639( 3000)] 44 75 868 313 76 154071 124 328 71 616 93 947 86 155007 29 40 483 754 807 4951 85 1560 6 172 500 99 651( 300) 865 13000. 94 955 ( 3000] 93 433 11500 38 536 659 716 63 158094 13000] 157 205 498 322 48( 1500] 653 78 939 65 79 159376 766 157333 160049( 3000] 131 95 201 418 58 647 804 900 161057 444 602 17 65 756 858 61 162046 71 76 99 170 13001 360 504 745 46 874 931 163100 234 302 75 89 161012 76 133 44 369 442 540 638 72 952 165103 34 421 73[ 50] 696 160016 74 118 210 14 33 360 493 868 70 963 83 16718 317 1500] 58 65 71 96 5 9 640 96[ 1500] 805 168015 2) 208 377 86 484 147 160062 96[ 300] 125[ 1500] 35 256 96 333 620 784 804 56 957 170034 237 41[ 3000] 70 316 83 543 709 12 941[ 500] 93 171037 158 227 4.4 72 77 82 565 648 813 67 942 85 88 172141 84 366 68 94 634 812 971 173040 67 95 1300] 163 204 25 300 411 8) 521 732 74 84 70[ 1500] 900 13 174088 222 27[ 1500] 330 499 599 719 946 48 175325( 800) 36 84 96 418 81 688[ 1500] 726 1760.0 147 76 95 266 19 332 476 674 89 793 870 995 177083 362 13000] 43% 631 902 178066 177 130 01 457 58 517 88 600 68 71 91 99 885[ 300] 179.21 26 243 58 75 301 80 85 414 66 633 92 657 726 65 880 922 180166 305 596 682 715 90 846 72 82 956 181058[ 1500] 129 47 208 51 371 93 629 67 90 706 13 98 803 78 1600] 937 1-2066( 300) 91 276 306 33 571 92 632 57 720[ 300] 960 183163 223 39 54 372 488 518 618[ 300] 53 841 950 59 1-1040 49 13 201 351 98 99 441 646 792 13 01 803 8 45 67 931 185061/81 170 217 77 314 403 74 567 851 156028 109 844 67 480 676 904 9 53[ 1500] 187071 151 77 257 789 898 925 188100 42 249 829 16001 424 45 522 11500) 97( 300) 681 97 708 919 79 87[ 1500] 1891v1 480 620 742 46 83 890 Für den Inhalt der Inferate über. nimmt die Redaktion dem Bublifum gegenüber feinerlei Verantwortung Theater. Königl. Italienischer Circus Ernesto Ciniselli. Stadtbahnstation Zoologischer Garten. Heute, Freitag, den 26. Mai 1898 Abends 71% Uhr: einem Frennbu. Rollegen in doppelter Beziehung Albert Kewes zum heutigen Wiegenfefte die beral. Glückwünsche. M. M. Siehste wie Sie fizen und setzen. Ein dreifaches Hoch unserm ange= fchwollenen Weißbierwirth Albert Erite große Elite- Borstellung Knapp zu feinem Wiegenfefte. Wenn auch die Ratten freffen und die Gäfte faufen, Deine Schlumpfe bleiben wir doch. Deine Stammgäfte nebst gemischten Sängern. Große öffentliche Versammlung des Sozialdemokratischen Wahlvereins für den 1. Berliner Reichstags- Wahlkreis am Sonntag, den 28. Mai 1893, Vormittags 10 Uhr, in Kaufmann's Variété, Königs- Kolonnaden. ages Ordnung: 1. Ist die Freifinnige Partei eine Volkspartei? Referent: Raufmann 115b A. Borchart. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 370/ 10* Sämmtliche Wähler des 1. Wahlkreises find zu dieser Versammlung Der Vorstand. unter Mitwirt. des gesammten Herren und Damenperfonals. Troika, ger. D. Direktor. 4 Gefchw. Chiarini, gen. die Freitag, den 26. Mat. Südsterne. Der Jockey v. Epsom, Opernhaus. Bastien und Baftienne. dargest. von Sign. Feliz. Auftr. der Hiermit fage ich allen Verwandten, eingeladen. Cavalleria rusticana( Bauern- Original- Clowns Gebr. Weldemann. Bekannten, dem Herrn Meifter und Ehre). Slavische Brautwerbung. Der Chevalier Roberto Alfonso, die Kollegen meines mir unvergeßlichen Neues Theater. Basantasena. mufital. Clowns Gebr. Kulper 2c. 2c. Mannes Friedrich Herzberg, Deutsches Theater. Der Talisman. Hypnotisches Pferd von Peyrany. Außer fowie dem Herrn Prediger Grauenhorit Berliner Theater. Die Waife von dem Reiten u. Vorführen der bestdress. für die trostreichen Worte am Sarge Lowood. Schul- u. Freiheitspferde. Charivari des Entschlafenen meinen tiefgefühlten von 15 Clowns. Alles Nähere Dant. die Abendprogramme. E cist Die tranernde Wittwe Auguste Herzberg Hocheleg. luft. Sommercircus. geb. Schöps nebst Kindern. Ernesto Ciniselli, Direktor. Orts- Krankenkasse Leng- Theater. Sodoms Ende. Wallner- Theater. Geschloffen. Rendenz- Theater. Flattersucht( La Papillonne). Adolph Ernd- Theater. Goldlotte. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Bettelstudent. Kroll's Theater. Die Hochzeit bes Figaro. Viktoria- Theater. Frau Benus. National- Theater. Die Waise von Lowood. 117b Norddeutsche der Schuhmacher zu Berlin. Brauerei. Alexanderplat- Theater. Der Fall 58. Chaussee- Strasse 58. Clemenceau. Winter- Garten. Spezialitäten- Bor ftellung. Apollo Theater. Borstellung. Spezialitäten Theater der Reichshallen. Spezia. litäten Borstellung. Täglich: Concert. Wochentags Entree fret. Bei ungünstiger Witterung im Saal. We Die neu eingerichtete Kaffeebis 6 Uhr geöffnet! Kaufmann's Variété. Spezialitäten- küche ist den geehrten Gästen von 2 Vorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spes zialitäten- Vorstellung. 4146L Moabiter Gesellschaftshaus. Neue freie Volksbühne. Alt- Moabit 80 und 81. Sonntag, 28. Mai, II. Abth.:„ Der Täglich: Nächste" von Friedr. Lange.( 409/9 Theater- und Spezialitäten Adolph Ernst- Theater. Vorstellung, fowie Concert. Letzte Woche. Goldlotte. Gesangspoffe in 3 aften v. Ed. Jacobson und W. Mannstädt. Couplets theilweise v. G. Görss. Mufit von G. Steffens. In Szene gefegt von Adolph Ernst. Anf. 7, Ubr. DEF Der Sommer Garten ist gröffnet. b WEF Schluss der Saison: Mittwoch, den 31. Mai. Castan's Panopticum. Neu: Der Tod als Erlöser. Neu: Die Schreden des Meeres. Bauern- Aufstand! Illusionist. Vorstellungen. Irrgarten. Schreckenskammer. PassagePanopticum. Neu! Berlin bei Nacht. Colossal- Gruppe aus Lebensgroßen Wachsfiguren. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Im prachte. Sommergarten täglich Gr. Garten- Concert und Spezialitäten- Vorstellung. Bei ungünstigem Wetter findet die Vorstellung im Saale statt. Anfang: Sonntags 7 Uhr. Wochentags 8 Uhr. Entree 30 f. Sommer- Theater Bockbrauerei SW., Tempelhofer Berg. Freitag, den 26. Mai 1893, Anfang 71/2 Uhr. Lustspiel Posse Operette Ballet und Spezialitäten 1. Ranges. Etablissement moritBuggenhagen. Plaz. Moriz Blaz. Täglich: Instrumental- Konsert. Großer Frühstücks- u. Mittagstifd. Spezial- Ausschant von Payenhofer Lagerbier, hell und dunkel. An Sonn- und Feltagen findet das Konzert in den oberen Sälen statt. Entree Wochent. 10 Bf. Sonnt. 25 Pf. Säle für Versammlungen, Kommerje, Festlichkeiten 2c. Anjang 4 Uhr. Entree 30 Pf., refervirter Plaz 50 Pf. 4127L* Helmuth Peters. Brauerei Wedding. 48 Reinickendorferstr. 48 empfiehlt feinstes Werdersch, Weiß, Weizen und Malzbier in Flaschen und Gebinden: 1/16 T. à 1 Mk., 1/8 T. à 2 Mk.[ 42552* Bestellungen frei ins Hans. Montag, den 29. Mai cr., Abends 71/2 Uhr, 3. Wahlkreis. $ 3. Zwei große öffentliche Volks- Versammlungen 1. Sonntag, den 28. Mai, Vormittags 10 Uhr, in den Bürgersälen, Dresdeners ftraße 96, Referent: Reichstags- Kandidat Kaufmann Jul. Türk; 2. Montag, den 29. Mai, Abends 81%, Uhr, im Saale von Baggenhagen, am Morigplay, Referent: Reichstags- Randidat Rich. Fischer. Tagesordnung in beiden Versammlungen: Die bevorstehende Reichstags- Wahl; Diskussion. 847/ 10* Die Wähler des 8. Rreises find hierzu eingeladen. Um zahlreiches Die Einberufer. findet Alte Jakobftr. 75, bei Boltz, eine Erscheinen ersuchen Ausserordentliche General- Versammlung Achtung! Schützenhaus, Linienftr. 5. Achtung! der Vertreter der Arbeitgeber und Kaffenmitglieder statt. Vertreterfarte für die Jahre 1893 und 1894 legitimirt. 105b Der Vorkand. J. A.: H. Pladeck, Vorsitzender. Verband der Sattler und Tapezirer. Sonnabend, den 27. Mai, Abends Große öffentliche Versammlung der Händler, Hausirer und Markt- Reisenden am Freitag, den 26. Mai 1893, Abends 8 hr. Lages Ordnung: 1. Wie ftellen fich die Händler 2c. zur Reichstags- Wahl? Referent: Reichstags- Kandidat Robert Schmidt. 2. Freie Diskussion. Der Einberufer: Leopold Hirsch. 369/11 8½ Uhr, bei Wienecke, Alte Jakob Algemeiner Unterstüßungs- Verein der Löpfer Deutschlands. straße 83: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Koll. niffe. 2. Distuſſion. 3. Verschiedenes. Gerhardt über südamerikanische Verhält Der Vorstand. 264/18 Nehme hiermit die Beleidigung gegen Herrn R. Janiszewski zurück. 109b K. Herrmann. Saal für 20-80 Personen für Vermit Garten, Gr. Frankfurterstr. 18.[ 1196 gnügungs- und Gesangvereine, mit Garten, Gr. Frankfurterstr. 18.[ 1196 Parteigenoffen empfehle meine DeAillation zu gefälligem Besuch. 1146] H. Bobert, Rosenthalerstr. 18. Berlag des Vorwärts" Berliner Volksblatt " Berlin SW., Beuthstraße 2. Als vorzügliche Agitationsmittel für den bevorstehenden = Wahlkampf= empfehlen wir den Parteigenoffen folgende Erscheinungen unseres Verlages: Grundsäge und Forderungen der Sozialdemokratic. Erläuterungen zum Erfurter Programm von Karl Kautsky und Bruno Schönlank. Groß- Ottav 64 Seiten. Zweits durchgesehene Auflage. Preis geheftet 10 Pf., in Partieen zum Maffenvertrieb Rabatt. Im ersten Theil ist die Prinzipien Ertlärung des Programms behandelt. In den Kapiteln Kleinbetrieb und Großbetrieb, Rapitalist und Proletarier, Privatmonopol und Staatsmonopol, die Erhebung des Proletariats, der Sozialismus find die grundlegenden sozialdemokratischen Lehrfäße populär wissenschaftlich niedergelegt, während im zweiten Theil unsere Programm- Forderungen, die von dem flassenbewußten Proletariat als Mittel aufgefaßt werden, um das schließliche Biel, die sozialistisch organisirte Gesellschaft, zu erreichen, erläutert sind. Es handelt sich bei dieser Broschüre darum, allen Parteigenossen, die sich in den Dienst der Partei- Organisation gestellt haben, den Massen Vertrieb" besonders zu empfehlen, da mit dieser Schrift die Möglichkeit gegeben ist, immer neue, ungezählte Anhänger für unsere gemeinsame Sache zu gewinnen. Der Preis ist aus dem Grunde so niedrig ge ftellt worden. Sozialpolitisches Handbuch. Von Dr. H. Lux- Magdeburg. Groß Ottav, XX und 386 Seiten mit einer Tabelle: Bergleichende Zusammenstellung der Arbeiterschutz- Bestimmungen in den einzelnen Ländern. Preis: brofchirt 1,50 M., in Bädederband geb. 2 M Auch in Lieferungen à 30 Pfennig. Einbanddecken 20 Pfennig. 400/5 Mit dem Sozialpolitischen Handbuch" hat der Berfaffer, unterstügt von hervorragenden Mitarbeitern, ein gedrängtes Rompendium gefchaffen, das für unsere Genossen, die sich der Agitation widmen und dem Gegner gegenüber immer schlagfertig sein müssen, ein willkommenes Hilismittel sein wird. Das Thatsachen- und Bahlenmaterial aus unserer Parteiliteratur, die bei ihrem fteten Wachsthum geistig durchzuarbeiten immer schwieriger wird, findet sich in demselben in praktischer Weise zusammengestellt, so daß Fragen über unsere Bewegung, ihre treibenden Kräfte und ihre wirthschaftlichen und politischen Widerstandsmomente leicht nachgeschlagen werden können. Nicht zuletzt werden auch unsere Redaktionen, sowie alle an der geistigen Herstellung unserer Preßerzeugnisse Thätigen ein geeignetes Nachschlagebuch mit obigem Werke erhalten. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Alle Buchhandlungen, Kolporteur und Zeitungsspediteure nehmen Bestellungen entgegen. Bei Aufträgen von außerhalb ersuchen wir um gleichzeitige Einsendung des Betrages( Porto extra). ( Filiale Berlin.) Sonntag, den 28. Mat, Vormittags 10 Uhr, in Röllig's Salon, Neue Friedrichstraße Nr. 44: Mitglieder Versammlung. Tagesordnung: 1. Die achtftündige Arbeitszeit. 2. Abrechnung vom 1. Quartal 1898. 3. Der achte deutsche Löpferfongreß; Anträge, event. Wahl der Delegirten. 4. Vereinsangelegenheiten. Oeffentliche 328/ 10* Der Vorstand, Versammlung d. Bauarbeiter Berlins am Sonntag, den 28. Mai 1893, Abende 61/2 Uhr, bei Scheffer, Jnfelstraße 10 II. Zagesordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Kandidaten Pr. Wilke: Die Bauarbeiter und die Reichstagswahlen. 2. Distuffion. 3. Unsere jezigen Arbeitsverhältnisse. 4. Verschiedenes. 126/9 Nach der Versammlung: Gemüthliches Beifammenfein. Um zahlreiches Erscheinen der Rollegen mit ihren Frauen ersucht Der Einbernfer. Adtung, Rixdorf! Arbeiter, Parteigenossen! Freitag, den 26. Mai, Abends 8 Uhr: Große öffentliche Wählerversammlung im Lokale des Herrn Gröpler, Bergstraße 129. Tages Ordnung: 1. Die bevorstehende Reichstagswahl und die Sozialdemokratie. Referent: Genosse W. Liebknecht. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 418/10 Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung ist es Pflicht aller Wähler, in dieser Versammlung zu erscheinen. Die Vertrauensperson: Robert Köppen. Jamaica- Rum, [ 181M echt Verschnitt u. Fac., Literfl. 1,10, 1,60, 2,10, bei 5 l. 10 Pf. billiger. Tokayer, med. füßer Ungarwein, Literfl. M. 2,10. Himbeer-, Kirsch-, Johannisbeersaft, Liter M. 1,20. Echt Stonsdorfer Bitter- Liför, Liter 120, 5 Str. 5,50, 10 2tr. 10. Cognac fine Champagne, 3/4 Literil. 3,50, 4,50, 5,50, 7,50, 12. Eugen Neumann& Co., 6a. Belle- Alliance- Blag 6a. 81. Neue Friedrichstr. 81. 8. Oranienſtr. 8. Oranien- Bad Oranienstrasse 44. Abonnements I. L. 60 Pf., II. Kl. 8 Bäder 1 M. Dampfkasten- Bäder. Presskohlen Einpackung und Massage. BF Leitungswaffer. 8719L* befter Heizfraft, wenig Afche gebd., Schweizer- Garten am Königsthor. Täglich: Concert, Theater und Spezialitäten- Vorstellung. Dorina, das Kanonen- Weib. Geschwister Rigoli, Familie Carlo, Mr. Pamera, Max Grabow, Gebr. Dissenato, Emma Lucas, Troupe Columbia und Gebr. Vercroa. Im Saale: F BALL.[ 4199L* Gardinen- Reste aus dem Bergwerk bei Königs- Wuster zu 1-4 Fenstern passend, fpottbilligst, hausen. Infolge Frachtersparnis pro in der Fabrit Grüner Weg 80 part. Tausend ab Platz 3,80 Mart, frei Keller Eingang vom Flur. 4,30 M., Boden 4,50 M. mit packen. Frischeisen& Co., Kottb. Ufer 30. Probefohlen frei ins Haus.[ 107b Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Drud und Berlag von Max Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. 4269L* Schlaffopha fehr billig[ 248M Müller, Lübbenerstr. 22, III, Hierzu eine Beilage. 1 Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 121. Parteinachrichten. " Freitag, den 26. Mai 1893. 10. Jahrg. ähnlichem Blödsinn war selbstverständlich keine Rede. Der ver- man seinen Tod einem Schlaganfall zu. Riefow, dem di muthlich nicht besonders als heldenhafte Probst gab jedoch das Wurzener Parteigenossen ein ehrendes Andenken widmen werden, Schreiben der Polizei. Inzwischen war das erwähnte alberne war Zapezirer und stand erst im 21. Lebensjahre. Gerücht entstanden. Jegt verlangten die polnischen Genossen in einer Bersammlung, die am 26. März stattfand, von dem Probst Polizeiliches, Gerichtliches ze. eine Erklärung und dieser bequemte sich denn auch zu einer Am Sonntag wurde in Boizenburg a. d. Elbe eine solchen. Der Verfasser des Briefes, der sich zur Verfasserschaft von über 1000 Personen besuchte Versammlung, in welcher Ge freiwillig befannte, genoß noch einige unliebfame Aufmerksam noffe h. Meyer über die bevorstehende Reichs tagswahl refefeiten der Polizei, man beschlagnahmte ihm u. a. Exemplare des riren sollte, auf grund einer ministeriellen Verordnung vom Mai Wahren Jakob", der Arbeiter- Chronit" 2c., und beschuldigte 1890, die Sabbathordnung betreffend, vom Polizei- Senator aufihn romantischer Weise des Einbruchs in die evangelische gehoben. Alles Protestiren gegen diefe Maßregel nugte nichts. Kirche; die ganze Haupt- und Staatsaftion lies aber natürlich Erwähnenswerth ist, daß der Bürgermeister die Versammlung aus wie das Hornberger Schießen. Der Briefschreiber wurde erlaubt hatte, aber nach Hagenom gereist war und die Aufnach kurzem Verhör entlassen und erhielt kurz darauf seine be- lösungsordre dem Senator hinterlassen hatte. Es ist Beschwerde erhoben worden. Soviel entnehmen wir einem Schreiben, das uns über den Vorfall aus Ostrowo zuging. Es scheint danach, als ob der betreffende Genosse den Brief an den Brobst nicht mit seinem Namen unterzeichnet, sondern anonym abgesandt hätte. Wenn das zutrifft, hat er aber den albernen Klatsch denn doch selbst mit verschuldet und der Sozialdemokratie nicht einen Dienst geleistet, sondern sich und den polnischen Genossen nur Verlegenheiten be- Die nächste Wählerversammlung file den ersten Ber reitet, woraus diese die Lehre gezogen haben werden, daß einem liner Wahlkreis findet am Dienstag, den 30 Mai, in Scheffer's einzelnen Genoffen nicht gestattet werden kann, ohne Zustimmung Salon, Inselstraße statt. Der Reichstags: Kandidat des Kreiſes, der übrigen im Namen der Sozialdemokratie aufzutreten, noch Genosse August äterom, referirt. Zu dieser Versammlung dazu in anonymen Briefen, was sich mit der Würde der Sozialwird Herr von Egidy eingeladen, um seine Ansichten zu ver demokratie durchaus nicht verträgt. Wir fämpfen mit offenem treten. Visir! In Hildesheim fand am ersten Pfingstfeiertag eine Ron ferenz der Parteigenossen aus dem zehnten hannöver: fcben 28ahltreis statt, die aus den ländlichen Bezirken recht zahlreich besucht war; hauptsächlich waren es Vertreter aus den fleinen Städten, Flecken und größeren Dörfern, die dann wiederum eine Anzahl fleinerer Ortschaften repräsentirten. Die Tagesordnung: Aufstellung des Kandidaten für die bevorstehende Reichstagswahl, Wahl eines Wahlfomitees und Wahlagitation, fand in eingehendster Weise Erledigung. Als Kandidat wurde wiederum Genoffe Karl Bertram, Bigarrenfabrikant in Limmer bei Hannover, aufgestellt. Das Wahlkomitee hat wie bisher seinen Siz in Hildesheim und besteht aus den Genossen Karl Stephan, Maler; Richard Jacob, Tischler, schlagnahinten Schriften wieder. und Joseph Evers, Töpfer. Die Wahlagitation be treffend ergab sich aus den Berichten der meisten Vertrauensleute, daß es nicht möglich ist, Versammlungen abzuhalten, indem den Genossen feine Lotale zur Verfügung stehen. Wo es jedoch möglich ist, wie z. B. in Alfeld, Sarstedt und Bockenem wird das Wahlkomitee dafür Sorge tragen, daß dort Versammlungen stattfinden. Beschlossen wurde noch, von jetzt ab bis zur Wehl eine zweimalige Flugblattvertheilung im ganzen Kreise vorzunehmen, wozu auch die Genossen vom Lande ihre thatkräftigste Hilfe zu fagten. Nach der Aufforderung des Vertrauensmannes und des Kandidaten, nunmehr die rührigste Agitation zu entfalten, damit der Sieg unser werde, wurde die Konferenz mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie geschlossen. Es war dies die erste öffent liche Konferenz unserer Partei im 10. hannoverschen Kreise, und fie ergab, daß auch hier die Organisation Fortschritte macht. " Tokales: Der Vorstand des konservativen Wahlvereins des Eine nicht üble Historie wird uns aus Blanken: 2. Reichstags- Wahlkreises versendet ein Birkular, in welchem er Resultat der Wahl zur Ortskaffe Protest bei der herzoglichen fratischen Partei" auf und hofft, daß sein Kandidat mit dem burg a. H. mitgetheilt. Dort hatten unsere Genossen gegen das zu Geldbeiträgen auffordert. Er fordert zum Kampfe gegen die ,, verderblichen Bestrebungen der freisinnigen und der sozialdemo= Kreisdirektion eingelegt, weil über 100 Kaffenmitglieder ihr fozialdemokratischen zur Stichwahl tommt. In diesem Falle erWahlrecht nicht ausüben fonnten, ferner weil die vom Bürger- wartet er fast mit Sicherheit einen definitiven Wahlsteg. meister vorgeschlagenen Arbeitervertreter die Wahl nicht an. Diese Erwartung ist sehr schmeichelhaft für den Freisinn, von nehmen wollten und endlich, weil Wahlbeeinflussungen vor dem man annimmt, daß er, um einen sozialdemokratischen Kangekommen wären. So soll der Stadt Gärtner Faust erklärt didaten zu Fall zu bringen, jeden Gegner und wäre es selbst ein haben: Wer diesen Zettel nicht abgiebt, wird morgen entlassen. Ahlwardt, unterstützen würde. Freilich kann sich diese ErDer Kreisdirektor wurde davon unterrichtet, er foll aber gemeint haben: Das wären erlanbte Mittel, gegen die teiner wartung des konservativen Wahlvereins auf die Erfahrungen bei den Stichwahlen von 1890 stützen. Wir denken, diese Hoffetwas haben könne. = Von der Agitation. Die Parteigenoffen aus der Dre 3. dener Gegend machten an einem der legten Sonntage eine Partie durch den Plauenschen Grund. Die Zahl der Theilnehmer betrug etwa 3000. Im Amtshof" in Rabenau follte eingefehrt werden. Vorher aber wurde an den Wirth die Frage gerichtet, ob er sein Lokal zu einer Wählerversammlung hergeben wolle. Da er dies verweigerte, ging der ganze Zug vorbei und der Wirth konnte mit seinen extrabestellten Kellnern sich allein amüfiren. Der Zug ging durch Rabenau hindurch und in den Grund hinunter nach der großen Mühle, woselbst Rast gemacht wurde. Dort trafen auch die Freien Turner, die auf einer Zurnjahrt begriffen waren, mit der Partie zu fammen. Darauf ging's nach Lübau und von dort nach Soms dorf. Hier erwartete der Pastor Reuter vor der Thür seiner Wohnung die sozialdemokratischen Ausflügler und vertheilte das Stöcker'jche Bolt", sowie verschiedene antisemitische Flugfchriften unter fie. Er freute sich königlich, daß die Sozialdemokraten feine Blätter so freundlich entgegennahmen." Der Wirth des Sozialdemokratische Presse. Das Wahlkomitee für Somsdorfer Gasthofes, der ebenfalls auf die Einkehr der Gesellü bed läßt während der Reichstagswahlen eine periodische schaft gerechnet und sich darauf eingerichtet hatte, mußte auch Flugschrift erscheinen, die den Titel führt: Der Wähler, Lokalabsperrungen in Spandau. In welcher Weise, nicht die peinliche Erfahrung machen, daß die Arbeiter ihre Macht Organ zur Unterstützung volksthümlicher Wahlen für den Lübeckischen nur in der Provinz, sondern auch in nächster Nähe der Hauptals Konsumenten auszunügen verstehen, um sich gegen die Wahlkreis". Die Flugschrift enthält nur auf die Reichstagswahl ftadt, die Polizeibehörden ihre Aufgaben aufzufassen belieben, geht rücksichtslose Saalverweigerung nach Kräften zu schüßen. Auf bezügliches Material und wird im Auftrage des Wahlkomitees wieder einmal recht deutlich aus einem Schreiben hervor, das die vorherige Anfrage, ob er seinen Saal zu Wählerversamm von Peter Pape, Lübeck, Rosenstraße 15, redigirt und dieser Tage dem Spandauer Vertrauensmann, Genossen Schröer, lungen hergeben wolle, antwortete er mit Nein, und kein verlegt. zugegangen ist. Der Genannte hatte zum 26. d. M. von dem Mensch tehrte bei ihm ein. Der Zug ging dann nach dem Besizer des Hotels zum Rothen Adler" den Saal zu einer Grund zurück. Die agitatorische Wirkung der Partie ist nicht Wählerversammlung gemiethet und waren die Vorbereitungen im gering anzuschlagen. beften Gange, als ihm folgendes Schreiben zuging: Wenn diese Mittheilung zutrifft, wie mögen im Bereiche nungen auf die Stichwahl werden dadurch zu Schanden, daß jenes Kreisdirektors erst die unerlaubten Wahlmanipulationen gleich im ersten Wahlgang Genosse Richard Fischer die abbeschaffen sein! Ob dann von einer freien Wahl auch nur ent- solute Majorität der Stimmen auf sich vereinigt. fernt noch die Rede sein kann, dünkt uns eine Preisfrage, zu Das Wahlkomitee von Brit besteht aus folgenden Ges deren Lösung vielleicht das braunschweigische Ministerium noffen: Paul Eberhardt, Pröffe, Heinz, Gustav Schulze, Groß, die Hand bietet. Bosse, Köhler, Kaplick und Gottwald. Alle Anfragen und Zu sendungen sind an den Obmann des Wahlkomitees, H. Gotta wald, Briz, Bürgerstr. 6, zu richten. Geehrter Herr! Das bulgarische bulgarische Fürstenthum", noch Don ber Eventualität bedroht, daß ihm der russische Befreier" gelegent lich den Kragen umdreht, beginnt sich als europäischer Staat zu Die tollften Lügen über die Sozialdemokratie scheinen fühlen. Aus Sofia wurde kürzlich telegraphirt:" Die offiziöse Da Herr Merfer nicht zu Hause ist und ich die von in den polnischen Bezirken Deutschlands im Schwange zu sein. Svoboda" lenkt die Aufmerksamkeit der Regierung auf die in Ihnen anberaumte Versammlung ohne Wissen des Herrn In Ostrowo und Umgegend war das Gerücht verbreitet und legter Zeit eifriger entwickelte Thätigkeit der bulgarischen Sozia Merter angenommen habe, uud es mir jegt von die phantasievolle polnische Presse hatte es weiter kolportirt, daß listen; das Organ derselben, der Progreß", enthält unausgefeßt der Polizei verboten wird, die Versammlung 15-20 Ostrowoer Sozialdemokraten ein Attentat" auf den aufreizende Artikel. Auch zahlreiche geheime Konventikel(!) wer- abhalten zu lassen, so ersuche ich Sie hiermit, ein anderes Probst und Domdechanten v. Erbauft verübt hätten. Natürlich den abgehalten."- Für unsere bulgarischen Genossen, bemerkt Lokal zu der Versammlung zu besorgen. war das alberner Klatsch. Es handelte sich einfach darum, daß hierzu der Budapester Arbeiter", ist dieses Zeugniß ebenso H. Bäder, Buffetier. der Probst von der Kanzel herab den Inhalt eines von der schmeichelhaft, wie für uns erireulich. Die liebenswürdige Ab- Bei der sofort folgenden persönlichen Auseinandersehung Gazeta Robotnicza" herrührenden Flugblatts, das die bekannte sicht der sonderbaren bulgarischen„ Svoboda"( zu Deutsch Frei- suchte der Herr seine schriftliche Mittheilung insofern zu zu gunsten des Sozialismus entworfene Erklärung des 1890 ge- beit") und ihrer Patrone macht uns und vermuthlich auch modifiziren, als er angab, daß nicht ein direttes Berbot, sondern torbenen Paters Sziegienny enthielt, als Lüge bezeichnet hatte, unseren bulgarischen Genossen nicht bange. Die Sozial- nur ein Drohen mit Militärverbot u. f. m. vorläge und ihn weil es angeblich einen Priester solchen Namens auf der ganzen demokratie ist schon mit ganz anderen Herren fertig geworden. veranlaßt hätte, seine Zusage zurückzuziehen. In welchem Maße Welt nicht gebe und gegeben habe. Darauf richtete einer hier überhaupt die Gastwirthe von der Furcht vor polizeilichen u serer polnischen Genossen in das Lager der Schwarzen einen Todtenliste der Partei. Der wackere Parteigenoffe Alfred Maßregelungen beherrscht werden, geht schon daraus hervor, Brief, worin um Widerruf der Aeußerungen des Probstes ersucht Riesow in Wurzen ist am zweiten Pfingstfeiertage beim daß ein Gastwirth, dem die Mittheilung wurde, daß Vertreter war. Von einer Bedrohung mit Mord und Todtschlag oder Baden ertrunken. Da er ein guter Schwimmer war, schreibt der hier in Frage kommenden politischen Parteien an einem ge= Handwörterbuch der Staatswissenschaften.") ( Schluß.) Es war unzweifelhaft schwierig, die nöthige Anzahl geeigneter Mitarbeiter für diefes groß angelegte Unternehmen zu erh. lten, für jeden einzelnen die für ihn passenden Themata auszuwählen, allzu große Gegenfäge bei der Behandlung verwandter Fragen zu verhüten, besonders da man eine Einseitig feit des Standpunttes nicht im Handwörterbuche auftommen lassen wollte, es nicht ein politisches oder wissenschaftliches Partei unternehmen werden sollte. Das war füglich auch unmöglich, weil jeder sich von den anderen streng scheidenden Richtung heute in Deutschland die nöthige Anzahl von Kräften fehlt, um in furzer Zeit ein so großes Werf zu vollenden, wie es nöthig ist, damit es nicht noch während des Erscheinens veralte. faft ausnahmslos die Vertreter der auf den deutschen Universitäten herrschenden Richtungen zu Worte fommen läßt. Eine erschöpfende Kritik des Handbuches zu schreiben ist unmöglich, ganz abgesehen von allen anderen Gründen schon deshalb, weil dies der Raum keiner Zeitung, ja selbst feiner wissen: schaftlichen Zeitschrift& ließe. Wir müssen uns deshalb darauf beschränken, einige Bemerkungen über die unsere Leser am meisten intereffirenden Artikel hier zu geben. behandelt werden, trifft man auf die schwächsten Seiten des Unternehmens. Es war jedenfalls ein großer Fehler der Herausgeber, daß fie der sogenannten österreichischen Schule die Be handlung der theoretischen Nationalökonomie in General- Entreprise gegeben haben. Freilich andere Fachmänner aus den Universitätstreifen hätten faum Besseres geleistet, ist doch das Studium der theoretischen Nationalökonomie von Lehrern und Schülern auf deutschen Universitäten arg vernachlässigt, was ja Zu den gelungensten Partien des Handwörterbuches gehören einzig und allein den steigenden Einfluß der Richtung Karl die theoretisch- statistischen Artikel, welche von den hervorragendsten Menger's und feiner Schüler erflären fann. Recht schwach und Statistikern der Gegenwart herrühren. Sehr nüßlich sind auch oberflächlich ist auch der Artikel Paasche's über die Getreidedie Uebersichten über die Arbeiterschuß- Gefeßgebung, die Arbeits- zölle. zeit, die Arbeiterversicherung, das Gewerberecht, die Gewerfvereine, Arbeitseinstellungen, die Armen- Gesetzgebung, die Aus- lich noch nachgetragen werden, so von den Artikeln, die unsere So manches ift überhaupt nicht behandelt und wird hoffent wanderung, die Bauernbefreiung, das Bank und Aktienwesen, Lejer besonders intereffiren werden, die Dienstbotenbücher, die Ardie Einkommensteuer 2c. 2c. in den verschiedenen Staaten, zu beitslosigkeit. Das städtische Dienstbotenwesen ist nur oberflächlich ſammenfassende und gleichzeitig vergleichende Darstellungen der erwähnt in dem furzen Artikel über die persönlichen Dienst felben auf die Gefahr der Wiederholung von einzelnen Daten leistungen. würde die Benugbarkeit des Wertes noch erhöht haben. Die ist Die Mehrzahl der Mitarbeiter ist aus den akademischen Lehr- Währungsfragen hat Lexis, obgleich das geistige Haupt der fräften der Universitäten des deutschen Sprachgebietes rekrutiri teutfchen Bimetallisten, mit besonders hervorzuhebender Objektivi tät und Rube behandelt. Besonders hervorzuheben worden, daneben finden wir Professoren der französischen, italieniGewerve. Die Behandlung fchen, belgischen, englischen, dänisten, schwedischen, ungarischen, Bücher's Artikel über das polnischen, russischen und amerikanischen Universitäten, außerdem der Arbeitsbureaus durch Schönberg ist aber mager ausgefallen, eine nicht geringe Zahl höherer Verwaltungs- und Bankbeamten, das englische, das bei der Anfassung des Artikels schon bestand, Statistiker und Jurijen verschiedener Nationen und blos ganz ist nicht einmal genannt, die sozialdemokratischen, auf Errichtung vereinzelte, nicht in Amt und Würden stehende wissenschaft der Arbeitsämter im Deutschen Reichstage gestellten Anträge liche Arbeiter. sind nicht erwähnt! Bei den sonst sehr vollständig gegebenen biographischen Notizen über die für die Geschichte der Nationalökonomie erheb lichen Namen find die deutschen Sozialisten, nicht nur die mütterlich behandelt. lebenden, sondern auch die der Geschichte angehörenden, sehr stiefvon 2 Der Uebelstand bei einem fo großen und kostspieligen Unternehmen, wie es das Handwörterbuch der Staatswissenschaften ist, besteht darin, daß es überaus rasch veraltet und deswegen viele Käufer vor der Ausgabe zurückschrecken werden. Im Interesse In dem Artikel Stieda's über das Arbeitsbuch findet sich der eines anderen Verlagsartikels, der von den Herausgebern des An Fähigkeiten und Standpunkten bietet die Mitarbeiterlifte uns etwas Stummisch- patriarchalisch anmuthende Saß, daß das Handwörterbuches redigirten Jahrbücher für Nationalökonomie und eine überaus reid haltige Musterfarte; so finden wir neben dem Arbeitsbuch dem Unternehmer einige Garantie biete,„ daß er Statistik scheint die Verlagsbuchhandlung die Herausberühmten" Professor Wolf in Zürich die schärfsten Kritifer feinen Unwürdigen beschäftige", ferner wird es als Mittel gabe von Ergänzungsbänden, welche etwa in Zwischens feines Erachentampfes gegen den Sozialismus, die Professoren empfohlen, den Vertragsbruch zu erschweren, wenn nicht un- räumen bis B Jabren erscheinen müßten, Sombart und Singer, neben dem objektiven Marrbiographen möglich zu machen". Uebrigens sind in dem Artikel die gegen nicht zu beabsichtigen, sondern das Abonnement ihrer Zeitschrift Groß den Maryfälscher Georg Adler, neben dem Vertreter des das Arbeitsbuch anzuführenden Einwände sonst richtig zusammen- als Ergänzung empfehlen zu wollen. Das wäre sehr bedauerlich, Historismus Schmoller, den schärfsten Widersacher seiner Methode gestellt. Der Artikel R. Loening's über den Arbeitsvertragsbruch da die Jahrbücher, abgesehen von ihrer ausgezeichneten UeberKarl Menger, und so fönnten wir eine ganze Spalte hindurch bietet auch viele Angriffspunkte. Schönberg theilt uns mit, daß sicht der nationalökonomischen Literatur, überaus viel Ballast Namen nennen, die schärffte Gegenfäße bedeuten und doch in der Karl Marr von einem„ ebernen, grausamen Lohngefeße" spricht, enthalten und in keiner Weise das bieten, was ein Wert, wie langen Mitarbeiterlijte nebeneinander geführt werden. Es spricht bekanntlich hat aber Marg eine ganz andere Bohntheorie wie das Handwörterbuch, auf der Höhe der Zeit erhalten kann. dies für eine bei der Redaktion eines solchen Werkes unvermeid- Lassalle aufgestellt, ja die Ricardo Lassalle'sche Theorie zum Schon die verschiedene Eintheilung eines Wörterbuches und einer liche Weitherzigkeit der Herausgeber. Nur eine Richtung der ernen Male wissenschaftlich widerlegt; in der langen, gerade Beitschrift lassen die Benuzung der lezteren als Nachschlagewerk politischen Defonomie ist überaus spärlich vertreten, die, welche nicht besonders gelungenen Widerlegung des ehernen ohngefeßes nicht zu. auf der Kritik der politischen Oekonomie durch Marr fußt; kaum meint Schönberg die Sozialisten überhaupt zu widerlegen. Er hätte So viel auch an dem Handwörterbuch auszusetzen ist, so ist ein Vierteldugend Namen unter dem Vierteltausend Mitarbeitern gut gethan, vor Abfassung seiner Artikel über Arbeit und Arbeits- es doch heute für viele zu einem unentbehrlichen Behelf für ftehen auf unserem Standpunkte, so z. B. Schoenlank, der die ohn Marg nachzulesen und sich nicht zu begnügen, Warr zu wiffe fchaftliche und journalistische Arbeit geworden, außerdem Gesellenverbände des Mittelalters behandelt hat. ,, widerlegen" und unter der Literatur zu zitiren. Er wäre dann leistet es Parlamentariern und anderen Politikern sehr gute Wir können demnach behaupten, daß das Handwörterbuch auch etwas bescheidener gegen die Sozialisten aufgetreten. Doch Dienste. Es kann daher, falls es mit der nöthigen Vorsicht benicht nur bei den theoretischen Ausführungen Schönbergs, fon nuzt wird, den Redakteuren unserer Parteiblätter und unferen *)( S. Nr. 120 des Vorwärts" vom 25. Mai 1893. dern überall dort, wo Fragen der theoretischen Nationalökonomie Abgeordneten zc. warm aur Anschaffung empfohlen werden. Gerichts- Beitung. wiffen Tage zu einer Besprechung über Verwendung gleichmäßiger Ein feiner Gauner ist in der Zimmerstraße aufgetaucht.| Amalienftraße gerieth Nachmittags ein fiebenjähriger Rnabe unter Stimmzettel bei der bevorstehenden Reichstagswahl in feinem zu einem dafelbst wohnenden Polizeibeamten, der ein möblirtes die Räder eines Geschäftswagens und erlitt anscheinend schwere Lokal zusammenkommen würden, himmelhoch bat, davon Abstand Bimmer abzuvermiethen pflegt, tam diefer Tage ein Herr, der innere Verlegungen. In der Nacht zum 25. b. M. brach auf zu nehmen und sich lieber bereit erklärte, eine halbe Tonne Bier ebensowohl durch seine ansehnliche Gestalt, wie durch sein feines dem Holzplaze Brombergerstr. 3-7 in dem Stallgebäude Feuer zu geben, und das nur aus dem Grunde, weil die Veranlassung Benehmen auffiel. Er nannte sich Freiherr von Niemit und aus, das die unter dem Dache lagernden Futtervorräthe, sowie zu der Besprechung von dem sozialdemokratischen Wahlkomitee miethete das Zimmer. Nachdem er eine Nacht dort geschlafen das Dach selbst zerstörte. Durch den Qualm wurden die zehn ausgegangen ist. hatte, brachte er einen fremden Herrn mit in die Wohnung, den im Stalle stehenden Pferde getödtet. Im Laufe des Tages fanden Und diese Wirthe find Männer des Freisinns, der sich brüftet, er der Frau des Beamten gegenüber für seinen Bruder ausgab, außerdem zwei kleine Brände statt. für Voltsrechte und Freiheit immerdar eintreten zu wollen. Be der sich nur kurze Zeit ausruhen wolle. Dies hatte er dauernswerthe Jammergestalten sind es. Die Spandauer Arbeiter auf einen Bettel geschrieben, den er der Frau einhändigte. werden am 15. Juni dem rückgratslofen, waschlappigen Frei- Dann ging er fort, feinen angeblichen Bruder in die Woh finn bei den bevorstehenden Wahlen recht kräftig den Kehraus nung zurücklassend. Als nun der Beamte nach Hause tam blasen. und den Bettel fab, faßte er sogleich Verdacht und unterwarf den Anwesenden einem Verhör. Dabei erklärte dieser, der von dem Zettel nichts gewußt hatte, ganz verwundert, daß Daß der Stellenvermittelungs. Schwindel trotz aller er feineswegs ein Bruder des Miethers, sondern der Kaufmann R. durch die Presse veröffentlichten Verurtheilungen in Berlin kein vom Schöneberger Ufer sei. Er habe den Baron durch Zufall Ende nehmen will, lehrte ein recht krasser Fall, der gestern zur an der Universität fennen gelernt und sei in die Wohnung ein- Kenntniß der 185. Abtheilung des Schöffengerichts gelangte. geladen worden, um später auf den„ Bummel" zu gehen. Als Im Dezember 1891 war der ftellenlose Hausdiener Wilhelm ber Beamte ihn hinaus wies, vermiste N. plöglich seine goldene Schulze durch einen Stellenvermittler betrogen worden. Uhr mit Kette. Der Schwindler hatte verstanden, zwei Fliegen Lehre, die er daraus zog, bestand darin, daß er die Rolle eines mit einer Klappe zu schlagen, indem er nicht nur den Bimmer- Betrogenen mit derjenigen eines Betrügers vertauschen und es vermiether täuschte, sondern auch die Wohnung als Deckmantel ebenso machen wollte, wie man ihm mitgespielt hatte. für die Ausführung eines Taschendiebstahls benutte. Bis jetzt ist seigte, daß er zu dem Gewerbe ein besonderes Talent der Gauner nicht ermittelt worden. befaß. Da es mit seiner Schreibfähigkeit haperte, so nahm er sich einen stellenlosen Kaufmann als Buchhalter an. Aus Cöpenick, 24. Mat, wird uns geschrieben: Die Lokalkommiffion unterhandelte mit Herrn Klein( Stadttheater) befreffs einer Wählerversammlung. Herr Klein, welcher Borsigender vom Göpenicker Gastwirthsverein ist, erklärte uns, daß er in dieser Sache vorläufig feinen bestimmten Bescheid geben könne, sondern erst die Polizeibehörde sprechen müßte. Er ließ uns darauf folgenden Brief zukommen: Herrn Ernst Israel hier Mit Bedauern muß ich Ihnen mittheilen, daß ich keine Bersammlung annehmen kann, ba ich durch Befragen bei der Polizeibehörde eine Auskunft erhalten habe, die es mir unmöglich macht, eine Versammlung annehmen zu fönnen. . Hochachtungsvoll A. Klein. In der Volksversammlung am 18. diefes Monats auf Müggelschloß wurde der Beschluß gefaßt, diefes ofal Stadttheater" au sperren. Daber, Arbeiter von Cöpenick und Umgegend thut Gure Pflicht, unterstützt uns in dieser Sache. Die Wirthe, welche uns ihre Lotal zu Versammlungen verweigern, erklären damit selbst, daß sie auf den Besuch von Arbeitern verzichten wollen. Wenn die Arbeiter zeigen, daß sie zu stolz sind, Lokale zu besuchen, die man ihnen zur Wahrnehmung der Arbeiterinteressen verweigert, werden die Wirthe sich wohl gezwungen fühlen, auch gegen uns die schuldige Rücksicht zu nehmen. Die Botalfommission. Daß die Sperre bem Mirthe bereits fühlbar geworden, er sehen wir aus der heutigen Nummer des Göpenicker Dampfboot", in welcher folgende Annonce zu lesen ist: Die Er Eine Familie and Berlin, bestehend aus Mann, Frau Er ließ sich von ihm 50 M. Kaution stellen und versprach ein und einem kleinen Kinde, das im Kinderwagen mitgeführt wurde, Monatsgehalt von 80 M. zu zahlen. Dann ließ er sich Briefwollte am Mittwoch, wie die„ Kreuz- Zeitung" berichtet, einen umschläge mit der Firma: W. Schulze u. Co., Agentur- und Ausflug nach Treptow machen, war aber irrthümlicherweise an- Rommissionsgeschäft" drucken, erwirfte von einem Schantwirth in statt auf der Rixdorfer Seite den Schifffahrtskanal auf der Ber- der Dresdenerstraße die Erlaubniß, ein an das Schantzimmer liner Seite entlang gegangen. Sie hätten, da hier feine Ueber- grenzenden Raum als sein Bureau" bezeichnen zu dürfen und brückung vorhanden ist, als sie ihren Irrthnm merkten, zurück- dann begann die Firma Schulze u. Co. ihre Thätigkeit. Diese gehen müssen. Dazu fonnte sich der Mann jedoch, der herrschen- war eine sehr einfache. Schulze machte durch die Zeitungen beben Hige wegen nicht entschließen, er wollte troz des Wider fannt, daß er Stellen als Hausdiener, Gärtner u. dergl. zu bespruches der Frau auf einem am Ufer befestigten Handkahn die fehen habe, Suchende möchten sich in sich in der angegebenen Ueberfahrt nach dem Maybach- Ufer wagen. Nachdem er den Restauration bei der Firma Schulze u. Co. melden. Kinderwagen in den Kahn gebracht hatte, wollte auch der Vater An Arbeitsuchenden war natürlich fein Mangel. E3 nachfolgen. Hierbei gerieth das Fahrzeug ins Wanken und der wurde ihnen Stellung mit Sicherheit in Aussicht ge Kinderwagen fiel mit dem darin befindlichen Säugling ins ſtellt, um aber eingetragen" zu werden, mußten Wasser. Der Mann, der den Wagen halten wollte, fiel gleichfalls sie zunächst 3 M. zahlen. Dann schrieb der Buchhalter" nach ins Wasser und schrie nach Hilfe, während die Frau jammernd einem stehenden Schema einen Brief an irgend einen Hausam Ufer auf und ablief. Glücklicherweise befanden sich auf einem vorstand, der in der Zeitung einen Bedienenden suchte, worin der Rahne in der Nähe mehrere Schiffer, sie eilten herbei und holten Ueberbringer von der Firma Schulze u. Ro. empfohlen wurde. zunächst den Kinderwagen mit dem unversehrten Kinde, und dann Der geschlossene Brief wurde den Bewerbern eingehändigt, die auch den Mann aus dem Wasser. fich hoffnungsfroh auf den Weg machten, um natürlich stets getäuscht zu werden. Wenn sie den Betrug einsahen und die 3 M. zurückverlangten, wurden sie schnöde zurückgewiesen. Der die daß Sache fchief gehen Sch. ist, wie festgestellt wurde, mit einem Afrobaten befreundet, bald, erite Buchhalter und Rompagnon des Schulze merfte müsse, er be= Wie mir bekannt geworden, verbreitet die sogenannte Lokal. Kommission massenhaft Zettel des Inhalts, daß mein Lokal für die„ Genoffen" als gesperrt" zu betrachten sei. Unter diesen bereits furz gemeldet, der Diener Schimmel verhaftet worden. A18 Urheber des Bubenstückes in Spandau ift, wie Umständen richte ich an meine Freunde und Gönner, die anders gesonnen sind, die freundliche Bitte, mich desto fleißiger mit ihrem Besuch beehren zu wollen, damit mir die„ Sperre" nicht welcher früher in dem bezüglichen Restaurant" Neue Welt" auf lohnte sich selbst für die geleisteten treuen Dienste, indem er zu schwer fällt. Eines gemüthlichen Aufenthaltes darf jeder sich entlassen worden war. Dieser Artist und Freund des verhafteten trat er aus der Firma aus, da Schulte aber nicht im stande getreten und nach dem Engagement der Gebrüder Baehrwell die von ihm eingezogenen Gebühren für sich behielt. Dann versichert halten. Achtungsvoll A. Klein. Sch. hat am Sonntag Vormittag unter auffälligen Umständen war, ihm die Kaution zurückzugeben, wurde der Lettere von Die Wählerlisten sind am 1. Pfingsttage von 10 818, in ber Neuen Welt geweilt und hat Personen zu veranlassen seinem früheren Sozius angezeigt und derzeit von der Strafam 2. von 9343, am 8. von 17 814 Personen eingesehen worden. gesucht, ein Konkurrenzlokal der Neuen Welt am Nachmittag zu fammer wegen Betruges zu 6 Monaten Gefängniß verurtheilt. besuchen. Der verhaftete Sch., gegen welchen Anflage wegen Schulze hatte das Geschäft inzwischen mit einem anderen BuchEine Versammlung der Mitglieder des freifinnigen versuchten Morbes und Körperverlegung mit tödtlichem Aus: halter Namens Hagemann fortgesezt und es sogar noch ausWahlvereins des 6. Berliner Wahltreises fand am Mittwoch gang erhoben werden wird, bestreitet übrigens ganz energisch gedehnt, indem er eine Filiale" in einem Schanflotale in der Abend in Noat's 2otal statt und stellte Herrn Eugen Die That und will nur zufällig, aus Neugier, den Ballastfact Bitschinerstraße eingerichtet hatte. Die während dieser Zeit geSiichter als Durchfalls- Kandidaten auf. Der Klempner Jacob meinsam von Schulze und Hagemann verübten Bétrügereien ge= hatte diese Rolle dem Zeitungsbefizer Georg Isaac in langten gestern zur Verhandlung. Der Gerichtshof verurtheilte Charlottenburg zugedacht, doch bat ein Herr Menge von dieser den Angeklagten Hagemann zu 2 Monaten Gefängniß, den AnKandidatur abzustehen, um Herrn Isaac nicht antisemitischen Angriffen auszusehen. Dafür soll aber Herr Isaak die nächste Rede geklagten Schulze zu einer Zusatzstrafe von sechs Wochen Gefängniß. in dem 6. Wahlkreise zu gunsten des Herrn Eugen Richter halten. Wenn es diesem nur gut bekommt! angehoben haben. " Für die Bergung feiner Leiche hat der Klempner August Schwer gesorgt, bevor er feinem Leben ein gewaltsames Gnde bereitete. Er verließ gestern Mittag feine Wohnung und nahm Der Schönhauser Alee dessen Droschke mit dem Auftrage, ihn sich kurz vor 6 Uhr, wie der Droschtenkutscher M. mittheilt, in Von besonderer Frechheit zeugte der Diebstahl, welchen nach dem Schauhause zu fahren. Als der Wagen am Ziel an der Kutscher Martin Behrendt am 25. April d. J., Morgens Aus den Spandauer Musterwerkstätten. Wie sehr man gelangt war, gewahrte der Kutscher zu seiner Ueberraschung, daß gegen 6 Uhr, vor der Zentral- Markthalle ausführte. Gin hiesiger in den Militärfabriken auf das Wohlergehen und die Gesundheit fein Fahrgast toot war. Bugleich fand er eine mit einer Flüffig- Schlächtermeister war um diese Zeit mit seinem Wagen, auf der Arbeiter bedacht ist, beweisen so recht die Zustände in den feit gefüllte Flasche vor, so daß eine Vergiftung zweifellos er- welchem sich 22 halbe Schweine befanden, vor der Halle vorArtilleriewerkstätten, besonders in dem Betriebe der Sattlerei. scheint. Der Kutscher kannte übrigens die polizeilichen Vor- gefahren und hatte das Gefährt auf einen Augenblick unbeauf= Auf dem sogenannten Haarboden des Betriebes, von den Arbeitern schriften ganz genau: er fuhr mit dem Todten zunächst nach ichtigt gelaffen, als sich der Angeklagte, der dort zwecklos umSibirien" genannt, lagert das Polstermaterial zu den Sätteln einem Polizei- Revier, ließ sich dort die zur Abgabe der Leiche herlungerte, tühn auf den Kutschsiz schwang und so schnell als w., welches, um gegen Verderben geschützt zu sein, mit Kalf erforderlichen Papiere ausstellen und lieferte dann in Begleitung möglich davon fuhr. Als der Meister aus der Halle wieder reichlich durchmengt wird. Vor dem Verbrauch nun muß dieser eines Schußmannes den Selbstmörder im Schauhause ab. zurückkehrte, war das ganze Gefährt verschwunden. Er setzte Kallstaub aus den Kälberhaaren wieder entfernt werden. Dieses Todt aufgefunden. Ein Kind männlichen Geschlechts im natürlich sofort alle Hebel in Bewegung, um des Diebes habhaft geschieht nun in der alten primitiven Weise durch Schlagen, Alter von ca. 6-7 Monaten wurde gestern 12 Uhr Nachts als zu werden. Dieser rannte inzwischen selbst ins Berderben. Gr wobei der sich entwickelnde Kaltstaub den ganzen Raum in eine Leiche und vollständig nackt von dem patrouillirenden Nachtwachtstraße gefahren und suchte seine Beute bei einem Schlächterwar in schnellster Gangart nach der Markthalle in der Dresdenerundurchdringliche Wolke hüllt und sich in dicken Schichten meister 3. an der Gleim- und Rammlerstraßen- Ecke liegend ge- meister unterzubringen. Diesem kam die ganze Sache verdächtig auf Gesicht und Kleidung und auf die Lunge der Arbeitenden ablagert. Auf wiederholte Beschwerde sind benn auch funden. Auf Veranlassung desselben wurde die Leiche nach dem Maßregeln zur Abhilfe getroffen worden, aber leider nicht, wie Polizeibureau geschafft. Ob ein Mord vorliegt oder das Kind vor, und da er an dem betr. Wagen auch die Firma des ihm die Arbeiter wünschten, indem man eine Maschine zu diefer eines natürlichen Todes verstorben ist, wird die nähere Unter- bekannten Schlächtermeisters entdeckte, so ließ er den Angeklagten furzer Hand festnehmen. Behrendt wurde geitern von der zweiten äußerst ungefunden Arbeit anschaffte, sondern man hielt es schon suchung ergeben. Strastammer des Landgerichts I zu 1 Jahr 6 Monaten Gefängniß verurtheilt. U. für genügend, daß man einige Luftlöcher durch das Dach an- Ein 5jähriger Knabe war am Mittwoch Nachmittag von brachte. Sonst ist alles beim Alten geblieben und auch heute der Kotibuser Brücke in den Landwehr- Kanal gestürzt. Durch noch ist es auch dem Kräftigsten unmöglich, sich länger als drei ben 13jährigen Bruno Arnemann, Kottbuserstraße 61, wurde der Stunden in dem Raum aufzuhalten. Auch heute noch wird schon zweimal untergetauchte Knabe dem Tode des Ertrinkens Sibirien" von den höheren Borgesetzten und vom Fabrikarat so entriffen. viel wie möglich gemieden, obwohl letterer gerade sehr nöthig wäre, da Unwohlfein, Erbrechen ut. f. w. bei den betreffenden Der Kaufmann Paul Rose, Swinemünderstr. 67, ersucht Arbeitern zu den Alltäglichkeiten gehören. Und auch heute noch uns zu erklären, daß er nicht identisch sei mit dem Kaufmann verzichten verschiedentlich Arbeiter auf eine besser lohnende Rose, von dem vor einiger Zeit berichtet wurde, daß er beim Affordarbeit, wenn sie sich dadurch nur von dem Aufenthalt auf Landrath Herrn v. Oppen im Teltow- Beestower Kreise polizeidem Haarboden befreien können. Dienstlich angestellt sei. Der Arbeiterausschuß hat fürzlich, feine Swedlosig feit einsehend, sein Amt niedergelegt. 4 den Schreiber Karl Albert Bartsdorf gezeitigt, welcher Böfe Folgen hat eine übel angebrachte Bequemlichkeit für gestern der zweiten Straffammer hiesigen Landgerichts I aus der Untersuchungshaft vorgeführt wurde, um fich wegen intellektueller Urfundenfälschung zu verantworten. Der Angeklagte war von einem Brautpaare als Trauzeuge mit auf das Standesamt genommen worden und ihm standen für diesen Liebesdienst Gesetzliche Hinderungseinige Gläser Bier in Aussicht. gründe standen der Aus. bung dieser Zeugenschaft nicht entgegen, der Angeklagte hatte aber feine LegitimationsMarktpreise in Berlin am 24. Mai, nach Ermittelungen papiere bei sich und dieser Mangel war für ihn mit einem Verbes töniglichen Polizeipräsidiums. Weizen per 100 Kg. guter von lufte des in Aussicht gestellten Freibieres gleichbedeutend. Er Eine Agitationspartie nach 3offen unternahmen am 16,60-16,30 M., mittlerer von 16,20-16,00 m., geringer von fuchte fich dadurch zu helfen, daß er die Legitimationspapiere ersten Pfingstfeiertage eine Anzahl Berliner Genossen, um auch 13,90-15,60 M., Roggen per 100 kg. guter ve 15,00 bis eines bei dem betreffenden standesamtlichen Akte unbetheiligten in dieses Nest des Konservatismus Bresche zu legen. Schon in 14,70 M., mittlerer von 14,60-14,40 m., geringerer von 14,30 Dritten vorwies und mit dessen Namen das Protokoll unterder frühesten Morgenstunde war man, mit dem nöthigen geistigen bis 14,00 M. Gerste per 100 Kg. gute von 17,50-16,40 m., schrieb. Er versicherte im gestrigen Termin, daß er diese DummMaterial versehen, dahin aufgebrochen, und kein Eckchen und mittlere von 16,30-15,20 m., geringe von 15,10-14,00 M. heit nur aus Bequemlichkeit begangen habe, da er damit aber Winkelchen blieb unerspäht, alles wurde von den verd... Sozi Safer per 100 kg. guter von 16,80-16,40 m., mittlerer von selbstverständlich eine Strafe nicht abwenden fonnte, so bean= mit Flugblättern, Beitungen zc. belegt. Und wie freudig und 16,30-15,90 M., geringer von 15,80 bis 15,40 M. Stroh, tragte der Staatsanwalt gegen ihn zwei Monate Gefängniß. mit welcher Begierde wurde nach allem gegriffen, was man Richt per 100 Rilogr. von 6,50-5,50 Mart. Heu per Der Gerichtshof hielt einen Monat Gefängniß für eine aus ihnen, den ausgebeuteten Boffener Proletariern, anbot, und lange, 100 Kilogr. von 10-6 M. Erbfen, gelbe aum Rochen reichende Sühne. bevor mancher trockene Philifter und fatte Bourgeois fich den per 100 Rg. von 40,00-24,00 m. Speifebohnen, weiße per Schlaf aus den Augen rieb, hatte der Boffener Landmann und 100 g. von 50,00-20,00 M. Linsen per 100 Rg. von 80,00 Unter der Anklage des verfuchten Betrnges ftand geftern Proletarier bereits das sozialdemokratische Frühstück verbaut. bis 30,00 M. Kartoffeln per 100 kg. von 6,00-4,00 M. Rind der Juwelier Dietrich Michaelis vor der 111. Strajtammer des Von allen, ob Kleinhandwerfer, Fabritarbeiter oder Landmann, fleich von der Reule per 1 Kg. von 1,60-1,20 M. Bauchfleisch Landgerichts I. In dem Laden des Angeklagten war Feuer aus. vernahm man dieselben Klagen, dasselbe Hoffen von der Be per 1 Kg. von 1,30-0,90 M. Schweinefleisch per 1 Kg. von gebrochen, welches einen Theil des Waarenbestandes vernichtet freiung der Laft des tapitalistischen Knechtthums. Und aus den 1,60-1,10 m. Ralbfleisch per 1 Rg. von 1,60-0,80 m. batte. Michaelis machte feine Ansprüche gegenüber der Ver Gesprächen, die die Genossen mit den Wermsten dieser Armen Hammelfleisch per 1 Kg. von 1,50-0,90 M. Butter per 1 Kg. ficherungs- Gesellschaft geltend, indem er ein Verzeichniß der anantnüpften, fonnte man so recht erfahren, welche schmachvollen von 2,80-1,80 M. Gier per 60 Stück von 4,00-2,20 M. Fische geblich vernichteten Gegenstände einreichte. Er hatte der AufMittel mitunter von den Ausbeutern angewandt werden, um per 1 Kg.: Karpfen von 2,40-1,20 M. Aale von 3,00 bis ftellung sein Lagerbuch zu Grunde gelegt und einfach die feblendie Arbeiter gefügig au machen. Wählst Du anders, als wie ich 1,00 M. Bander von 2,40-1,00 M. Hechte von 2,00-1,00 9. den Gegenstände als verbrannt aufgeführt. Die Versicherungses Dir befehle, bist Du entlassen!" heißt es da einfach; handelt Barsche von 1,60-0,60 M. Schleie von 2,80-1,00 m. Bleie Gesellschaft ließ eine Revision anstellen. Es wurden Pfandscheine der Arbeiter trotzdem anders, dann bekommt er die Hunger von 1,40 bis 0,70 M. Krebse per 60 Stück von 12,00-1,75. bei dem Angeflagten gefunden, die über Gegenstände lauteten, welche als verbrannt in der Liste aufgeführt waren. Hiernach peitsche zu fühlen, Könnten die Zoffener Arbeiter nach ihrem freien Willen handeln, wir sind überzeugt, das Schwarz daselbst Swinemünderstr. 80 ein zweijähriges Mädchen durch eine Kutsche war, gerechtfertigt. Der Angeschuldigte behauptete, daß die ver Polizeibericht. Am 23. d. M. Abends wurde vor dem Hause schien die Annahme, daß es auf einen Betrug abgesehen würde mit einem Male in Roth verwandelt. überfahren und anscheinend innerlich verlegt. Am 24. d. M. segten Gegenstände alt gekauft und deshalb im Lagerbuche nicht Im geschäftlichen Verkehr ist vielfach die irrige Ansicht wurde eine Frau ir ihrer Wohnung, in der Zimmerstraße, und aufgeführt seien. Er legte dem Gerichtshofe auch sein Einkaufsvertreten, daß die einem Reisenden, Agenten zc. ertheilte Be- Nachmittags ein Schneiderlehrling in der Werkstatt feines Meisters, buch vor, es zeigte sich aber, daß die Eintragungen nachträglich stellung innerhalb 24 Stunden oder innerhalb 3 Tagen annullirt in der Kleinen Rosenthalerstraße, erhängt vorgefunden. Vor eingeschaltet waren, die Sachverständigen begutachteten auch, daß werden darf. Dies ist nicht der Fall. Mit dem Augenblick, in dem Garnison- Kirchhofe in der Haifenhaide wurde Morgens die Die betreffenden Sachen nicht alt, sondern neu waren, und schließwelchem solche Bestellungen gemacht werden, haben diefelben Leiche eines jungen Mädchens und neben ihr, durch zwei Revolver lich lautete auch das Gutachten des Gerichtschemifers Dr. Jeferich, ihre rechtsverbindliche Kraft und das beauftragte Lieferungshaus schüsse in den Unterleib schwer verleßt, der Diener Hampel auf welcher die fraglichen Eintragungen auf photographischem Wege ist nicht verpflichtet, spätere Annullirungen anzuerkennen. Ge- gefunden. Letzterer, der erst das Mädchen getödtet und untersuchte, zu ungunsten des Angeklagten. Der Gerichtshof geschieht dies doch, so ist hierin nur ein Entgegenkommen zu er- barauf sich die beiden Schüsse beigebracht hatte, wann die Ueberzeugung von der Schuld des Angeklagten und blicken. noch lebend nach dem Krankenhause am Urban gebracht. verurtheilte denselben zu einer Gefängnißstraße von drei Monaten. Im Landwehrkanal, an der unteren Freiarche, wurde Vormittags die Leiche eines etwa 30jährigen Mannes an- Zu den vielen Beispielen, welche für die Wiedereinführung geschwemmt. Beim Spielen stürzte ein zweijähriges Mädchen der Berufung in Straffachen sprechen, gefellte sich ein neuer Fall, aus einem Fenster der im zweiten Stock des Hauses Koppenstr. 38 welcher gestern vor der vierten Straffammer des Landgerichts i belegenen Wohnung feiner Eltern auf den Bürgersteig hinab und verhandelt wurde. Der Schankwirth Kar Friedrich Joho w erlift mehrere Rippenbrüche. An der Ecke der Linien und wurde von derselben Rammer vor etwa drei Monaten wegen Wiederum wird uns der Selbstmord eines Knaben gemeldet. Der 15 Jahre alte Schneiderlehrling Paul Seeger, der seit dem 1. März d. J. bei dem Meister A., Kleine Rosenthaler ftraße 11 beschäftigt war, hat sich in Abwesenheit seines Meifters am Mittwoch Abend gegen 7 Uhr in der Werkstatt erhängt. wurde Rellnerschaft. do Versammlungen. Betrugs zu einem Jahre Gefängniß, einjährigem Ehr| Kandidaten der Sozialdemokratie. Berfäume teiner sein oberftes verluft und sofortiger Berhaftung verurtheilt. Es war durch Recht als Staatsbürger auszuüben, gebe ein jeder am 15. Juni die Beweisaufnahme für festgestellt erachtet worden, daß Johow, seine Stimme ab. Für die Gastwirthsgehilfen tommt außer Eine Sigung von Vertretern des Baugewerbes, an der im Hause Thaerstr. 24 eine Schankwirthschaft auf dem für alle Staatsbürger maßgebenden Gesichtspunkt des der sich etwa 100 Maurer, Töpfer, Stuckateure, Bau- Arbeitsleute den Namen seiner Ehefrau Ehefrau eingerichtet hatte, ver Steuerzahlens noch ein anderer, ganz gewichtiger Moment in und Bimmerer betheiligten, wurde am 23. Mai abgehalten. schiedene Lieferanten durch Vorspiegelung falscher Thatsachen Betracht. Wird die Militärvorlage angenommen, so müssen Thieme führte zunächst die Gründe an, welche ihn zur Einzur Kreditbewilligung bewogen und sie durch Bestellungen, dann auch die Mittel dazu bewilligt werden. Hierzu hat man in berufung der Sigung veranlaßt haben; Zweck derfelben sei, ein die weit über die Bedürfnisse und Kräfte seines Geschäftes hinaus den herrschenden Kreisen vielfach das Bier und den Brannt festeres Band unter den Arbeitern im Baugewerbe zu knüpfen. gingen, um erhebliche Beträge geschädigt hatte. Der Bertheidiger, mein in Aussicht genommen. Diese sollen noch mehr bluten. Was Hierauf hielt Blaurod einen eingehenden Vortrag über die Lage Rechtsanwalt Flatau, legte mit Erfolg Revision ein, das Reichs wird die Folge sein? Die Wirthe werden naturgemäß bestrebt der in diesen Berufen beschäftigten Arbeiter. Der Redner fam gericht hob das Erkenntniß auf und verwies die Sache zur noch sein, die ihnen auferlegten Steuerlaften auf die Konsumenten, zu der Schluß, daß durch ein festeres Zusammenhalten mancher maligen Berhandlung an die Vorinstanz zurück. Im geftrigen zum großen Theile aber auch auf die Schultern ihrer Angestellten Uebergriff der Unternehmer abgewehrt werden könne; als gutes Termine ergab die Beweisaufnahme ein ganz anderes Bild, wie abzuwälzen suchen. Die Löhne und die Arbeitsverhältnisse der Beispiel könne die Harmonie zwischen Maurern und Töpfern im erften. Die Zeugen hielten thre früheren Behauptungen, daß letteren werden nur noch schlechtere werden. Also thue ein jeder gelten, man möge daher überall den guten Willen zum gemeinsie sich durch die falschen Vorspiegelungen des Angeflagten feine Pflicht und gebe am Wahltage nur dem sozialdemokratischen famen Wirken bethätigen. In der Diskussion sprachen sämmtzur Kreditgewährung hatten verleiten laffen, keineswegs aufrecht, Kandidaten seine Stimme. Kollegen! Bis zur Wahl dürft Ihrliche Redner in diesem Sinne. Nach Beendigung der Debatte wurde auch stellte sich heraus, daß die Agenten, wie es in der feinen Augenblick unthätig sein. Diejenigen, welche ohne feite von allen Anwesenden folgende Erklärung abgegeben: In anbetracht Destillationsbranche vielfach üblich ist, weit mehr Waare geschickt Stellung sind, haben die Pflicht, sich den Wahlkomitees ihrer be- der ungünstigen wirthschaftlichen Lage, fowie in anbetracht der hatten, als bestellt worden war. Gin Konkurrent hatte dem treffenden Kreise zur Verfügung zu stellen. Reiner follte fehlen furchtbaren Ausnutzung derselben durch die Bau- Unternehmer, erklären anderen den feinen Kunden" abjagen wollen und alle Hebel in bet der Bertheilung von Flugblättern! Am Wahltage selbst seid bie anwesenden Vertreter der Bauarbeiter, für das Weiterbestehen des Bewegung gefeßt, um möglichst viele und große Aufträge zu er alle auf Gurem Posten, um auch Eurerseits beizutragen zum Siege Bauarbeiter- Kartells in ihren Gewerkschaften energisch einzutreten. langen. Der Staatsanwalt erklärte, daß er auf grund der er- des Proletariats! In fernerer Erwägung, daß bezüglich der Rosten im allgemeinen neuten Beweisaufnahme die Freisprechung des Angeklagten Die Agitationstommission der Berliner nur geringe Anforderungen an die Gewerkschaften gestellt werden, beantragen müsse und der Gerichtshof ging auf den Antrag bes das Bonswesen aber in Berlin schon zu große Ausdehnung an= Bertheidigers noch weiter, indem er sogar die durch die Ver J. A.: Hugo Pötsch, Melchiorftr. 7. genommen hat, stehen die anwesenden Vertreter davon ab, zur theidigung entstandenen Kosten der Staatskasse auferlegte. Achtung! Filzschuh- Arbeiter. Die Sperre über die Fabrik Bestreitung der geringen Roften, welche das Bauarbeiter- Kartell Eine Anklage wegen schwerer Urkundenfälschung führte von Knopf ist aufgehoben, da die Differenz zu unseren Gunsten erfordert, speziell Bons anfertigen zu lassen, sondern verpflichten gestern den Bureau- Arbeiter Louis Glabach vor die erste beigelegt ist. Wir ersuchen die Rollgen, die Fabriken von sich, aus den Mitteln ihrer Gewerkschaften den hierzu nothSirajtammer hiesigen Landgerichts I. Derselbe hatte sich mit Landsberger, Barnimstr. 22, Goldmann, Landsberger- wendigen Beitrag zu leisten. Zu der Frage: Wie stellen sich die BauDer Wittwe eines Eisenbahnbeamten verheirathet, welche 300 M. ftraße 98, und legel, Stralsunderstr. 29, so lange zu meiden, arbeiter zur Lohnbewegung? wurde nach längerer Diskussion Wittwenpension bezog. Die letztere wurde bei der Wiederverheirathung bis auch diese die gestellten Forderungen bewilligt haben. Gleich folgender von Blaurock gestellter Antrag angenommen: Die Anauf 150 M. verringert und gelangte inHalbmonatsraten zurErhebung zeitig machen wir die Schuhmacher darauf aufmerksam, daß Herr wesenden erklären, in der diesjährigen Lohnbewegung der BauDie betreffenden Quittungen wurden von dem Angeklagten und Landsberger Schuhmacher sucht, die angeblich 27-30 Mart ver- branchen einheitlich vorzugehen. Sie verpflichten sich, in anseiner Ehefrau unterschrieben und diese behauptet, daß sich der dienen; es werden dort jedoch höchstens 10-12 Mart in der Woche betracht der Nothwendigkeit eines geregelten Vorgehens der verAngeklagte feine Unterschrift jedesmal habe in flingender Münze herausgeschlagen. Wir bitten alle Arbeiter, uns in unserem schiedenen Gewerkschaften, sich in der Bauarbeiter- Kartellkommission bezahlen lassen. Die Ghe war nicht glücklich und die Ehefrau Kampfe nach Kräften zu unterstützen, denn unser Steg ist auch su einigen und von dort aus gemeinsam zu wirken. Weiter verließ den Angeklagten freiwillig. Dieser war aber nicht ge- ein Sieg für die Gesammtheit. Alle Zusendungen sind zu richten wurde noch getadelt, daß die Pußer, wenn sie in ihrem Beruf gerade keine Arbeit haben, zum theil um jeden Preis Maurerwillt, auf die Wittwenpension zu verzichten. Er erhob an der an Karl Willner, Elisabeth- Ufer 20, Hof 1 Tr. Semesterwende die 75 M. auf grund einer Ouittung, auf welche arbeiten annehmen. So hätten die Buyer in Tegel den Bau Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um abbruck ge- Berlinerstr. 74, der mit 25 Fenster Front aufgeführt werde, mit er den Namen seiner Ehefrau nachgeahmt und sich diese Unter- beten. schrift als eigenhändig geschrieben" von einem ein tönigliches Die Lohntommission ber Filzschuh- Arbeiter fämmtlichen Stuckfeinfägen übernommen. Dienstsiegel" führenden Beamten hatte bestätigen lassen. Die und Arbeiterinnen Berlins und Umgegend. Sache wurde ruchbar, als später auch die Frau die Pension er helen wollte. Der Angeklagte ließ durch seinen Wertheidiger Der Streit der Zimmerer Oderbergs in der Mark feine Freisprechung wesentlich aus rechtlichen Gründen bean- dauert unverändert fort. Streitbrecher find, wie man uns schreibt, tragen. Es wurde ausgeführt, daß nach Preußischem Recht der bis jetzt nur 4 Mann aus Liege- Göricke( Oderbruch) heran angeklagte Ehemann das Nugnießungs- und Verfügungsrecht über gezogen; die Kameraden in Angermünde und den umliegenden Die Pension der Ehefrau habe. Wenn er die Pension abhob, so Ortschaften haben es abgelehnt, den Streifenden in den Rücken habe er gar feinen unberechtigten Vermögensvortheil erstrebt, zu fallen. Gelingt es, ausreichenden Zuzug auch ferner au verwie denn auch die Unterschrift der Frau gar nicht von hindern, so ist in nicht zu langer Zeit der Sieg gewiß. rechtlicher Erheblichkeit gewesen sei, sondern einen gewissermaßen dekorativen Charakter gehabt habe. Der Gerichtshof schloß sich dieser Auffaffung nicht an, sondern verurtheilte den Angeklagten zu einem Monat Gefängniß. Im Verein der Bau und gewerblichen Hilfsarbeiter für Schöneberg und Umgegend hielt Karl Behrend am 15. Mai einen interessanten Vortrag über das Gebahren der bürgerlichen Parteien. Am Schluß des Vortrags wie in der Diskussion erging die Aufforderung an die Kollegen, ihre Kraft für die Wahl des Genoffen Bubeil einzusehen. Der Verein zur Regelung der gewerblichen Verhält niffe der Töpfer Berlins und Umgegend hielt am 16. Mai eine Generalversammlung ab. Nach dem vom Kassirer bartem Kampfe und ersuchen deshalb feben Kameraden, sowie nabme 8468,72 M., der Bestand vom 4. Quartal 2670,57 W., Die Zimmerer in Wittenberge stehen seit 24. April in Topf erstatteten Raffenbericht vom 1. Quartal betrug die Ginbie Maurer Deutschlands, das ihre zu thun, damit jedweder Buszufammen 6134,29 M.: die Ausgabe betrug 5084,42 m, mithin zug vermieden wird. Seit 18 Jahren mußten die Wittenberger bleibt ein Bestand von 1099,87. Es erfolgte auf Antrag des Der Stellenvermittelungs Schwindel florirt ruhig Bimmerer elf Stunden von früh 6 bis Abends 7 Uhr Revisoren G. David einstimmige Entlastung. Wegen zu spär Besuchs ber weiter, trotzdem fchon eine ganze Anzahl von Koryphäen auf arbeiten für einen Stundenlohn von 28-28 Pf. Sie forderten lichen den Bahlstelle für Often wurde diefem Gebiete hinter Schloß und Riegel fißt und die von Beit jezt den Behnstundentag ohne Erhöhung des Stundenlohns, auf Antrag ber bort wohnenden Kollegen dieselbe zu Zeit wiederkehrenden Beitungsberichte über bezügliche Gerichts- felbft diese geringe Forderung wurde abgelehnt, und die Arbeiter, nach F. WiIte, Andreasstraße 26, früher Schirmacher, verhandlungen zur Vorsicht nahmen. Gestern stand wieder ein die dafür eintraten, flogen sämmtlich aufs Pflaster. Die deutschen verlegt. Dasselbe gilt von der Zentral- Krankengeld- Zuschußtaffe. solcher Schwindler in der Person des Gesindevermiethers Carl Bimmerer und die Maurer erfüllen deshalb eine Ehrenpflicht, Bum Silfstaffirer für Bantom wurde Kollege Biedemann und Vogt vor dem hiesigen Schöffengericht. Derfelbe war früher in wenn sie ihren Kameraden in Wittenberge durch Vermeidung des für Moabit der Kollege Blaschfiewitz gewählt. Letterer nimmt dem Scheunemann'schen Vermiethungsbureau in der In- Buzugs und durch Zuwendung von Gelomitteln thatkräftig bet- bie Beiträge Birkenstr. 54 bei Müller entgegen. Von der Festvalidenstraße als Buchhalter beschäftigt, hatte nach stehen. Alle Sendungen sind zu richten an Zimmerer W. Kühn fegung eines Minimalpreises für fomplizirte Arbeiten wurde abdem Tode seines Chefs die Wittwe geheirathet, fchließ- in Wittenberge, Friedrichsstraße 21. Alle arbeiterfreundlichen gesehen. Folgende vom Kollegen G. Thieme eingebrachte lich sich von dieser getrennt und in der Fehr Blätter werden hiermit um Abdruck des Vorstehenden gebeten. Resolution fand Annahme:„ Der Vorstand des Vereins wird bellinerstraße selbst ein Vermiethungsbureau aufgemacht. Er annoncirte fleißig, daß er stets Mägde, Knechte, Hofarbeiter zc. Kurze Arbeitszeit, hoher Lohn. Nach den vom Verband beauftragt, bie Agitation für die Einführung der Lohnarbeit einzuauf Lager habe und hatte ziemlich reichen Zuspruch, namentlich deutscher Bimmerleute über die Taglöhne und Länge des Arbeits- leiten, damit bis zum 1. Januar 1894 diese Frage geregelt ift." aus der entfernteren Umgegend von Berlin. Sein Geschäft be- tages im 3immerergewerbe während der Sommer: In Sachen H. Peters contra W. Grund wurde dem Antrage des ruhte hauptsächlich auf Shwindel. Gestern traten gegen ihn monate veranstalteten Erhebungen wird der höchste Lohn dort Kollegen W. Daudert gemäß beschlossen, den Rechtsschutz zu ge Personen auf, bei welchen er daffelbe Manöver ausgeführt bezahlt, wo die Arbeitszeit am fürzesten ist. Dies zeigen die währen, wenn von unserem Rechtsanwalt die Forderung des Da vielfach die hatte: Auf ihr Gesuch um Nebersendung Don Gefinde folgenden, dem Sozialpolitischen Zentralblatt" entnommenen. Peters als Lohnforderung begutachtet wird. personal erhielten sie eines Tages Rachnahme Ginzelangaben, die sich auf 180 Orte beziehen. Es arbeiteten die Strafgelder hierfür aber sehr spärlich einlaufen, wurde auf Ginzelangaben, die sich auf 180 Orte beziehen. Es arbeiteten: von der Bibliothek entliehenen Bücher zu lange behalten werden, Brief, in welchen der Angeklagte nichts weiter hinein Bimmerer bis Stunden und erhielten Wochenlohn Antrag des Kollegen E. David bestimmt, derartigen Hestanten 28,10 M. gepackt hatte, als irgend ein, vielleicht bei ihm nicht eher ein Buch zu leihen, bis felbige die Strafgelder entliegen gebliebenes veraltetes Dienstbuch eines irgend richtet haben. Zum Schluß erfolgte noch die Aufforderung des unbekannten Menschen. Da auf den betr. Briefen die Firma Borsigenden Hagen, recht kräftig für die Wahl zu agitiren und des Angeklagten stand, so nahmen die betr. Landbewohner keinen für Sammlungen einzutreten. Anstand, die Nachnahme im Betrage von 11-25 M. zu zahlen. Wer aber nicht erschien, waren das betr. Gesinde, und da schrift liche Ausforderungen an den Angeklagten zur Aufklärung un beachtet blieben, so nahm der Staatsanwalt Gelegenheit, sich mit der Geschäftsprayis des Angeklagten etwas eingehender zu be einen 36259 19 361 10 185 60 " 66 " 529 5 72 " 78 " 18,11 16,56 14,82 " " " Wegen Herabsehung der Affordpreise haben in der Belocipebreifen Fabrit von Eugen Julius Port in Köln- Ehrenfeld die Schlosser die Arbeit niedergelegt. In Krakau fireiken die Maurer, um den Zehnstundenschäfugen. Dieser suchte sich mit der Behauptung heraus tag zu erlangen. Das Herold'sche Bureau giebt die Bahl ber zureden, daß er in jedem einzelnen Falle die Leute in Ausständigen auf bereits 1200 an. ber That abgeschickt habe und nichts dafür könne, wenn schäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen wurde Im Verband der in der Kürschnerbranche be. am 15. Mai über das Thema:„ Die Armuth als Grundlage der Krankheit" ein intereffanter und lebhaft diskutirter Vortrag gebalten. Hierauf wurde Peters zum Kassirer gewählt. Zur Herbergsfrage beschloß die Versammlung, die Herberge fremder Kürschner nach wie vor bei Feind, Weinstr. 11, zu belaffen. diefelben nicht angekommen seien. Der Gerichtshof war aber der Wie nützlich der Arbeiterschaft ein fefter Susammen. Frick ersuchte die Kollegen, die Adressen von MilitärmügenMeinung, daß hier der Schwindel klar auf der Hand liege und halt ist, lehrte wieder ein Streit, der vorige Woche in Braun- machern zu sammeln und an ihn, Naunynftr. 12, oder an verurtheilte den Angeklagten au sechs Monaten Gefchweig vortam. Die Zeitungen berichten darüber: Auf der Kramer, Oranienstr. 27, einzusenden. Ferner wurde der Vorstand fängniß. Soziale Lebersicht. Achtung Metallarbeiter! Grafe'schen Hof- Ronfervenfabrik stellten etwa 150 Spargel beauftragt, gegen Piper und Radtke gerichtlich vorzugehen, wenn fchälerinnen die Arbeit ein. Während das Spargelschälen bisher dieselben dem Verband gegenüber ihre Verpflichtung nicht erje nach der Stärke des Spargels mit 2, bezw. 3 und 4 Pf. pro füllen. Zum Schluß wurde bekannt gegeben, daß das StiftungsBfund bezahlt wurde, sollte der Preis für diese Arbeit auf 1, fest am 19. Juni stattfindet. bezw. 2 und 3 Pf. reduzirt werden, mit der Begründung, die Die in Rigdorf neu gegründete Filiale des BerArbeiterinnen verdienten bei dem bisherigen Preise zu viel. bandes der in Holzbearbeitungsfabriken und Durch das einmüthige Vorgehen der Arbeiterinnen veranlaßt, gab der Geschäftsführer nach längeren Unterhandlungen die Erflärung ab, daß von der Lohnreduktion Abstand genommen werden solle. Die Arbeiterinnen nahmen infolge dessen nach drei stündiger Arbeitseinstellung die Arbeit wieder auf." auf Holzplägen beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen hielt am 14. Mai ihre erste Versammlung ab. Nachdem Kurkowsky über die erforderlich gewesenen Vorarbeiten einen furzen Bericht erstattet hatte, wurde zur Vorstandswahl geschritten. Gewählt wurden Nießwand zum 1. Vorsitzenden, Schüße zum Kassirer, Weiß zum Schriftführer, sowie Batte, Liebig und Heizmann zu Revisoren. Auch wurde die Gründung eines Arbeitsnachweises beschloffen; Leiter desselben ist der Kollege Schütze. Arbeitsuchende lönnen Da durch die bevorstehenden Reichstagswahlen ein großer Theil unserer Kollegen erheblich in Anspruch genommen ist, so werden voraussichtlich bis zum Wahltag Versammlungen von uns nicht mehr anberaumt werden, außer der am Montag, den 29. Mai, in Gratweil's Bierhallen stattfindenden außerordentlichen Aus dem Gegenwartsstaat. Wegen Ueberfüllung der Generalversammlung, auf deren wichtige Tagesordnung wir noch Münchener Gefängnisse, schreibt die Münchener Bost". mals hinweisen. Die Konferenzen der Werkstatt- Vertrauensleute werden die Verurtheilten in neuerer Zeit vielfach in die Gefür den Norden finden von jetzt an regelmäßig jeden zweiten fängniffe der Provinzialstädte geschickt. Nach der Entlaffung sich allabendlich bei ihm, Bring Handjernstraße 7, melden. Auch Sonnabend im Monat statt; die nächste tagt am 10. Juni bei aus der Haft fiehen die Sträflinge mittellos da, ohne zu wiffen, werden die Arbeitgeber hiermit auf den Arbeitsnachweis aufWilfe, Hochstraße 82; die Konferenzen für den Süden sind wie wie fie die weitentfernte Heimath wieder erreichen können. Bei merksam gemacht. b.sher jeden Sonnabend nach dem 15. jeden Monats bei Siege- dem Armenpflegschaftsrathe fuchen sie vergeblich um einen Reises mund, Eisenbahnstraße 20. Anmeldungen refp. Aenderungen der geldvorschuß nach, weil sie in der Regel weder Heimathfchein Wilhelmsberg. Am 2. Feiertag fand eine Wähler- VerAdressen sind für den Norden dem Kollegen F. Rohm, Anger- noch irgend einen Ausweis besitzen. Das Bezirksamt steht den sammlung im Trinkaus'schen Saale statt. Genosse Nät her münderstraße 12, für den Süden dem Kollegen Fettenheuer, entlassenen Sträflingen rathlos gegenüber, ohne einen erlaubten sprach über die bevorstehende Reichstagswahl. Derselbe gab Staligerstr. 118, 4 Tr., anzuzeigen. Ausweg angeben zu fönnen, wie sie ihre Heimath wieder er zunächst einen Rückblick über die Ursachen, welche zur Auflösung reichen könnten. In einer südbayerischen Provinzialstadt des Reichstages gejührt haben, und erörterte hierauf die Gründe, wurde den 15 resp. 16 jährigen Sträflingen geradezu der welche die sozialdemokratischen Abgeordneten zur Ablehnung der Rath ertheilt, sich in die Heimath durchzubetteln. Wie fich Militärvorlage veranlaßt haben. Der Referent tam zu dem ein solcher Bezirksamtmann mit Art. 861, 4 des St. G.B. zurecht Schluß, daß das arbeitende Volt am 15. Juni zu seinem findet, wonach diejenigen, welche betteln oder Kinder zum Betteln Besten den bisherigen Vertreter bes Nieder Barnimer anleiten, mit Saft zu bestrafen sind, dürfte unerklärlich sein. Kreises, den Kandidaten der Sozialdemokratie Arthur Stadthagen Thatsächlich findet sich aber fein anderer Ausweg und so stehen wieder wählen müsse. In der Diskussion wurde besonders der die armen Kinder vor der traurigen Nothwendigkeit, gegen ihren Antisemitismus, welcher im Wahlkreise viele Anhänger befißt, Willen ein Strafreat zu begehen, das sie wieder in das Gefängniß behandelt, auch tamen mehrere Erlebnisse, welche Genossen am zurückführen muß. 1. Feiertage beim Bertheilen von Flugblättern gehabt haben, zur Sprache. Unter anderem sind dieselben in dem von der vorigen Wahl bekannten Dorse Blumberg von einzelnen Bauern mit Knüppeln, Hunden, ja selbst mit Schußwaffen bedroht worNach dem Schlußworte des Referenten wurde eine entden. sprechende Resolution angenommen und sodann die Versammlung in der üblichen Weise geschlossen. Der Vorstand des Verbandes aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Otto Naether, 1. Vorsitzender, N. Anklamerstraße 44. Achtung, Former! Bei der Firma Hans Diefter in Pankow find Lohndifferenzen ausgebrochen. Man wolle den Bus zug fernhalten. J. A.: J. Dinse, Müllerstr. 186 c. An die Kellner und Berufsgenossen in Deutschland! Kollegen! Am 15. Juni wird der deutsche Reichstag neu Die überfüllten Gefängnisse sind der befte Beweis von der gewählt. Aus unseren politischen Tagesblättern werdet Ihr zur Genüge erfahren haben, weswegen die Auflösung des früheren Noth des Volkes. In gleicher Weise wird von den Gefängnissen Reichstages erfolgte. Nicht aus eigener Ueberzeugung, aus des Südens und des Nordens des Vaterlandes das gleiche geFurcht vor ihren Wählern lehnte die Mehrheit meldet zu einer Zeit, wo dem Wolfe ungeheuere neue Lasten auf die Regierungsvorlage ab. Die Regierung appellirt nun erlegt werden sollen. an das Volk und dieses wird am 15. Juni die Antwort nicht Zur Kritik des Kapitalismus. In einer Londoner Rorschuloig bleiben, es wird sein Beto einlegen gegen die Mehr- respondenz theilt die Boffische Beitg." mit, daß sich am 22. Mai belastung durch Abgabe von Stimmen für solche Kandidaten, Thomas Chesterfield, der Distriftssekretär der Dockerwelche fonsequent und energisch jeden Mann und jeden Groschen" gewerkschaft in Hull, den Hals mit dem Rasirmesser abschnitt, verweigern. Und das thun das hat die letzte und das haben weil er, wie er in einem Briefe angab, das Glend, das der viele vorhergehende Abstimmungen bewiesen einzig und allein bederverband über die Deder gebracht hat, nicht die Sozialdemokraten. Alle anderen Parteien find länger mit ansehen können". geneigt, mehr oder weniger Konzeffionen zu machen. Auch an Euch Rolleaen ist es, zu agitiren und einzutreten für die l Mariendorf. Am 23. Mai fand hier eine öffentliche Verfammlung statt, in welcher Genosse Faber Berlin einen mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag über die bevorstehende Reichstagswahl hielt. Gegner meldeten sich nicht zum Wort. In der Diskussion sprachen Heinrich und Tannenberg im Sinne des Referenten. Hierauf fand folgende Resolution einstimmig Annahme: Die am 23. Mai in Hilgert's Lokal tagende öffentIliche Boltsversammlung, einberufen vom Arbeiter Bildungsverein " Vermischtes. Depelchen: -O für Mariendorf und Umgegend, erklärt fich mit den Ausführungen Ein großes Unglück hat fich in 6t 3ngbert in bes des Referenten vollkommen einverstanden. Sie weift jede dem Pfalz ereignet. Am Dienstag Abend in der achten Stunde flog Bolte zugemuthete neue Erhöhung der Militärlaften zurüd und erklärt, treu den Beschlüssen Eine Erinnerung. Man schreibt uns: Im Frühjahr des dort die Pulverfabril in die Luft, wodurch soweit bis und Sagungen des Erfurter Parteiprogramms, mit ganzer Kraft zur Er: Jahres 1860 fandte die preußische Regierung eine Expedition Mittwoch Mittag ermittelt werden konnte- zehn Personen ges reichung der Ziele des internationalen Sozialismus beizutragen nach Ostasien, um mit den dortigen Staaten, vorzugsweise mit tödtet und viele verlegt wurden. Die Versammlung erachtet es daher als ihre nächste Aufgabe, Expedition stand Graf Eulenburg und eine ganze Anzahl von Japan, einen Handelsvertrag abzuschließen. An der Spitze der angesichts der bevorstehenden Reichstagswahlen, insbesondere der wissenschaftlichen, technisch und merkantil gebildeten Fachmännern Wahl in dem Kreise Teltow- Beestow- Stordow, feinen Tag ohne begleitete ihn. Während das Expeditionsgeschwader seinen Weg Agitation auf dem flachen Lande sowohl wie in Fabriken, Wert um das Rap der guten Hoffnung verfolgte, reifte der Chef der ftätten u. f. w. vorübergehen zu laffen und dafür Sorge au Expedition mit seinen Attachés über Egypten nach Singapur. tragen, daß der 15. Juni uns durch die Wahl unseres Kandi: Unter den Letteren befand sich auch ein Herr Gustav Spieß, ( Deveschen des Bureau Herold.) baten Friz Zubeil einen vollständigen, glänzenden Sieg bringt!" Kaufmann aus Chemniz. Dieser Herr schrieb über seine Reise Hannover, 25. Mai. Der Kongreß der Arbeiter der Unter Verschiedenem tam es wegen der Lokaljrage zu einer leb: Briefe an den„ Vorwärts", Magazin für Kaufleute.( Leipzig. Otto Nahrungsmittelindustrie beschoß eine Resolution gegen die haften Debatte, in der besonders an den Berliner Genossen ge- Spamer.) Im zweiten Brief, in welchem er auf den damals Gründung von Genossenschaftsbäckereien. Dieselben fouten nur tadelt wurde, daß sie den Lokalboykott wenig oder gar nicht be- gerade im Bau begriffenen Suezkanal zu sprechen kommt, findet im Nothfalle als Kampfesmittel gegen die Unternehmer und achten. Vor allem wurden die Genossen des 2. Wahlkreises aufgefordert, fich folgende Stelle:" Sie werden es begreiflich finden, daß das dann nur von der Organisation der Bäcker gegründet werden. sich beim Besuch des Kirchhofs die gesperrten Lotale in Tempelhof Lessep'sche Projekt unser Interesse neuerdings Heute beginnen die Berathungen des Verbandes der deutschen um fo und Mariendorf zu merken. Nach Erledigung dieser Angelegen lebhafter wachrufen mußte, während wir den Ifthmus von Suez Bäcker. heit wählte die Versammlung die Genossen W. Heinrich, felbft paffirten und die Wafferstraße befuhren, durch die in Zu( Wolff's Telegraphen- Burean.) 2. Tannenberg, A. Reifen, A. Apelt, H. Loth, F. Loth, W. Otto tunft alle Handelsschiffe Europas ihren Weg nach Indien und Münster i. Weftf., 25. Mai. Infolge des Ausgangs der und W. Schulz zu Mitgliedern des Lokal- Wahlkomitees. Wit China nehmen sollen. Mit seltener Einstimmigkeit sprachen fich geftrigen Bersammlung von Vertrauensmännern der Zentrums. einem Hoch auf die Sozialdemokratie wurde die Versammlung alle, mit denen wir das Lesseps'iche Projeft beredeten, dahin aus, partei wendet sich heute Freiherr v. Schorlemer- Alft namens der darauf geschlossen. daß die Ausführnng physisch vielleicht möglich sei, daß aber ein Landwirthe Westfalens mit einem besonderen Aufrufe an die In Hohen- Schönhausen sprach am 1. Bfingfitag Genoffe wesentlicher Nußen für den Verkehr Europas mit Afien nie Wähler, worin die Aufstellung besonderer Randidaten angekündigt Rogge über die bevorstehende Reichstagswahl. Derfelbe zeigte daraus entspringen werde, so lange die natürliche Beschaffenheit wird. In dem Aufrufe wird namentlich betont: Sicherstellung zunächst, daß sich weder Rußland noch Franfreich in der Lage des Rothen Meeres, so lange Wind- und Temperaturverhältnisse des Friedens durch die Erhaltung einer für die Vertheidigung befinden, uns mit Krieg zu bedrohen und also eine Nothwendigkeit in diesem Meere die gleichen bleiben. Daß das Unternehmen unserer Grenzen und zum Schuße des Vaterlandes hinreichend zur Annahme der Militärvorlage nicht vorliegt. Im zweiten für die Aktionäre nicht rentiren fönne, erscheint so ausge- starten Armee. Theile des Vortrages behandelte der Redner die Gefahren, welche macht und unbestritten, daß darüber taum ein Wort verdem allgemeinen Wahlrechte drohen. Nachdem an den Thaten loren wird." der bürgerlichen Parteien gezeigt worden, daß feine derselben das Bolt vertritt, schloß der Vortrag mit der Aufforderung, den bis herigen Bertreter, Arthur Stadthagen, wieder zu wählen. Nach einer kurzen Diskussion im Sinne des Referenten wurde eine zustimmende Resolution angenommen und darauf die Versamm lung mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie geschlossen. Nachmittags 12% Uhr, im Saale des Herrn Schröder( Alte Laverne). Zages: Fidelitas und Tanz. auch jest im Laufe des Semesters eintreten. -S Mai= 3 Als Hauptgrund für die Nichtrentabilität führt Spieß an, daß das Rothe Meer für Segelschiffe wegen der fast das ganze Jahr anhaltenden Winduille nahezu unbefahrbar fei; dieje müßten also geschleppt werden und das würde die Kosten ungeheuer erhöhen. " Der Sachverständige" schließt sein Urtheil mit folgenden Worten: Gönnen wir indeß den Franzosen gern den Ruhm, diese Sache der Zivilisation und des Fortschrittes zu betreiben qui vivra, verra die Enttäuschung wird den pomphaften Phrasen bei Zeiten auf dem Fuße folgen. Wir wünschen den deutschen Rapitalisten aus Ueberzeugung Glück, daß sie ihre Fonds nicht zu einem Unternehmen hergeben, das wie kein anderes so im vollen Sinne des Wortes auf Sand gebaut ist." Mit wie gemischten Gefühlen die deutschen Profitschlucker wohl auf die Riesendividenden blicken mögen, welche die Suezkanal- Aktien heute abwerfen?! Köstlich perfiflirt der Freiburger Bote" den undankbaren Versuch der Hurrahreptilien, das Volk in Verfen für die Militärvorlage zu begeistern, durch folgendes Verschen: Briefkaffen der Redaktion. Magdeburger Voltsstimme". In in gestriger Nummer in anderer Form veröffentlicht. Besten Gruß! A. B., Weimar. Machen Sie der in Erfurt erscheinenden Thüringer Trioüne" darüber Mittheilung. Wir sind zu weit vom Schauplage entfernt, als daß wir die Richtigkeit des Bes haupteten fontrolliren fönnten. P. H., Möckernstraße. Ihr Schreiben haben wir dem Parteivorstande überwiesen. Derselbe mag sich Ihre Rathschläge zu Nuze machen. M. S. Das neutrale Grenzgebiet zwischen Rußland und Ostpreußen dürfte sich am allerwenigften für Wahlversammlungen empfehlen. Incidit in Scyllam qui vult vitare Charybdim. Hier würde man aber der Scylla und der Charybdis, dem preußischen und dem russischen Gendarmen, verfallen. Zwei Streitende. Wir haben weder Luft noch Zeit, Ihre Neugier zu befriedigen. Nr. 5. Entschädigung aus einem nur mündlich ges schlossenen Lehrvertrag fann nach§ 132 Gewerbe- Ordnung nicht verlangt werden. Stralau. Deffentliche Wählerverfammlung am Sonntag, den 28. Mat, ordnung: Die bevorstehende Reichstagswahl. Referent Genoffe Timm. Bergnügungsverein Alliance". Sonnabend, den 27. May, Abends ½ Uhr, im Festsaale des Auguftgartens", Augufiftr. 25, Sigung mit Damen, Treff- Tesching- Schüßenverein. Frettag 8 Uhr in Stachel's Restaurant, Raupachitr 6, Stammschießen Aufnahme neuer Mitglieder. Arbeiter- Bildungsfäule. Freitag, bends von 8-10% Uhr: SüdSchule, Mariendo ferur. 5 bei Grube Süd- Ost Schule, Retchenberger ftraße 133. Unterricht in Mathematit oft- Schule, Marfusfir 31. Unter richt in Geschichte( alte). Nord- Schule, Wiüllerhraße 179a: Unterricht in Physiologie und Buchführung. In allen Unterrichtsfächern, mit Ausnahme von Mathematik und Buchführung, tönnen noch Schüler und Schülerinnen, wird aus Mannheim berichtet: Dieser Tage find Dowe's GinVon dem Erfinder der kugcificheren Uniform" Dowe gefe- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Marg, Abends 8 Uhr, richtung, Möbel, Kleider und dergleichen im Versteigerungslotale bei Gruber, Mariendorferstr. 5. Wefien, bet H. Werner, Bülowftr. 69. A. G. Die Stimmzettel fönnen von dem betreffenden Solzarbeiter": Abends 8% Uhr im totale des Herrn Peterson, zwangsweise unter den Hammer gekommen. Der Besizer einer Beteranenitr. 22.- Lese- und Distutirklub Otto Reimer, Abends 8% Uhr Kleiderhandlung hatte für Dowe die Hausmiethe bestritten und, Wahlfomitee abgeholt werden und werden vor den Wahllokalen Wilhelmshavenerftr. 23 bei Ruba. Diskutirklub Auguft eib tagi fegt um wieder zu seinem Gelde zu kommen, die Einrichtung ver- vertheilt. Sie haben ganz Recht: jedem einzelnen Wähler einen Freitag Abends 8 Uhr Restaurant Zubeil. Lese- und Diskutirklub" Sand steigern lassen. Die Voraussagungen der Blätter, daß Dowe in Stimmzettel unter Rouvert zuzusenden ist schon wegen der Koſten fn Sand" 8 Uhr bei Liewald, Manteuffelftr. 40. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Alle Menderungen allernächster Zeit es zum Millionär bringen werde, sind durch undurchführbar. im Bereinstalender find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelitr. 70. vorstehende Nachricht schnell widerlegt worden. C. p. 100. Ihre Frage ist bereits vor Wochen mit Nein Freitag. Uebungsstunde Abends 9 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. aiferDas Opfer eines Raubmordversuchs wurde in beantwortet; die Eltern sind nicht verpflichtet. fcher Männerchor, Schönhauser Allee 28, bei Kuhlmey.- Nord, Bergftraße 68, bei Keller. Vorwärts 1, 6.D. Atalbertiir. 21, bei Roll. Münsterberg, wie die Berliner Abendpost" berichtet, die O. N. Da ist leider guter Rath schwer; machen Sie den Summer' fcher Gesangverein, Langeitraße 65, bei Tempel. Buch Hausbesitzerin Wittwe Wizke. Nachdem der Verbrecher, ein Versuch, sich an die Deputation zur Verwaltung des Dalldorfer binder Männerchor Berlins, Holzmarttiiraße 3, bei Deter. Vielleicht wird die Betreffende Soldat namens Iwan aus Beuthen, der bereits in Haft ist, der Irrenhauses zu wenden. Gemüthlich feit Buger, glödchen, Hochstr. 82a, bei Wilte. Balme, in Belten, bei Schröder.- morgenroth 4, Wittwe mit dem Hammer den Schädel eingeschlagen hatte, gegen einen fleinen Zuschuß die Aufnahme bewirken: nach dem Seydelfir. 80. Köpenick, Müggelheimerir. 3 bei Held. Karthaus'scher Gefangzündete er das Haus an, um die Spur des Verbrechens zu ver- Statut dürften allerdings nur in Berlin Unterstützungsberechtgte verein, Lichtenbergerstr. 21, bet Betfe. Gesangverein Morgen mischen. Die Nachbarn vermochten jedoch das Feuer zu in der Regel aufgenommen werden. roth 2, Charlottenburg, Bismarckstraße 74. Arbetter Gefang Derein. Gefangverein Berliner Zypographta, Rommandanten löschen und so tam das Verbrechen an den Tag. Die Wittwe ftraße 20, Arminhallen. Gesangverein Nordwacht, Wüllerstr. 7, lebt noh. bet Reichert. Befangverein Schmargendorf in Schmargendorf, Wirthshaus. 8utunft 1, Steglia, Ahornstraße, tm Gambrinus. Offenbacher Gängertrans, Restaurant Pros, Annenstr. 9. Gefangverein Collegia 1, Manteuffetstr. 9 bet Nowiads. Gefang verein reiheit Moabit, Kronen Braueret, Alt- Moabit Nr. 47/49. Bereinte Gangesbrüder Moabit" Stromstraße 28 bet Lange. ,, Sängerverein Gorgenfret" Melchiorftr. 15 bet Stehmann. Gefangverein Rosalia" Blumenstr. 45 bet Bent. Nord: Weft: Stern", Altonaerstraße 27 bei gipte. Bineta", Swinemünderftr. 122. bet Gnadt. Freie Liedertafel, Neue Röntgftr. 78 bet Hahn. Einig, Lebuserstraße 6 bei Nemiz. Brandenburger Männer: Aus Haslau bei Eger in Böhmen wird uns geschrieben: Gefangverein in Brandenburg a. S., Mengert's Boltsgarten. Rothe Der hiesige christlich foziale Arbeiterverein zeitigt Fahne, Görligerftr. 52 bet Bogel. Sund der geselligen Arbeitervereins Serline und Umgegend. Früchte, die ihm nichts weniger als Ehre machen. Er hielt am Alle Buschriften find zu senden an Bentel, Bergmannur. 31, Hof 8 Er. 16. Mai eine Versammlung ab, in der es schon, wie von außen Freitag: Tambourverein Ruf, Infeliraße 1. Tambourverein Wirbel zu hören war, sehr viel Lärm gab. Da der Abend, an dem die F. P., Wien. Wahlstatistik ist vergriffen. Gartenftr. 52. Zambourverein Borussia" Wetdenweg 93-94 bet J. Schola. Bersammlung stattfand, sehr schön war, gingen viele junge Leute Gefang-, Turn- und gefellige Vereine. greitag. Männer- defen auf der Straße spazieren. Einer der Spaziergänger rief vor folgende Beiträge ein: In unserer Expedition gingen zum Wahlfond3 ferner verein union, Abends 9 Uhr, Berliner Bodbrauerei. Quartettverein Wedding, Abends 8% Uhr, bei Schäfer, Steue Sochitr. 49. Männerchor dem Lokal der Christlich- Sozialen":" Mucker!" Eofort stürzten Vergnügungsklub Mephisto" 10,-. Gef. in der Werkstatt Waldesrauschen, Abends 9 Uhr, bei Weigt, Wartgrafeuftr. 87. Brivat einige dieser Leute in blinder Wuth auf die Straße, packten den von Lübniz und Reefe 11,50. Pers. der H. S. Herrmann'schen Theaterverein Crescendo, Abends 9 Uhr, bet Schulz, Butouferftr. 35. Mufit- Dilettantenverein, Zonita", Abends 8% ur bet Schent, krautne. Erstbesten, einen an der Sache ganz schuldlosen Bäckerlehrling, Druckerei, 3. Rate 10,-. Amer. Auftion eines Kaninchens im Uebungsstunde. Mustverein Frisch auf. Resaurant Schröder, Reichen, und mißhandelten ihn in wahrhaft bestialischer Weise. Dann Ortsverein der Glacé- Handschuhmacher Berlin 3,85. Brüder mit Berliner Zurngen offenfchaft. Die erfte Männerabtheilung schafften sie den Unglücklichen, der unter den Mißhandlungen die den rothen Kappen 1,90. 6 Schafstöpfe, Schwedterstraße 1,15. turnt Freitag und Dienstag Abend von 8-10 Uhr in der Turnhalle des Besinnung verloren hatte, in ihr Vereinslokal. Der Zustand des C. M.-, 50. Anna Freimann 1,-. Gesangverein Freya 1. Rate Leffing- Gymnasiums Pantstr. 9-10. Turnverein Gesundbrunnen Bäckerlehrlings war derartig, daß ihm am Morgen nach der 5,-. Gef. auf der Pfingstpartie, Birkenwerder, Schützenhaus bie 1. Männer- Abtheilung turnt heute Abend von 8%-10% Uhr in der Turn- greuelvollen Mißhandlung vom Pfarrer, dem Präses des Vereins, 4, Theaterverein Morgenroth, amerit. Auftion 4,50. Hochzeit Bergnügungsverein Esperance, Abends 9 Uhr, Rofenthalerftr. 11-12, die legte Delung verabreicht wurde. Drei der christlich- sozialen in Semlin-50. Sammelliste 0074 12,65. Justiz durch Freuden tm Restaurant. Bergnügungsverein Beilchen, Abend 9 Uhr, bet Brauns, Rowdies sind am folgenden Abend unter großem Zusammenlauf| thal 20,-. Auktion einer Lampe 1,30. Auktion eines SechserOranienftr. 183 p. Geselliger Arbeiterverein Graphia, Abends 8 Uhr der über ihre viehische Rohheit entrüsteten Bevölkerung nach taje 3,-. Arbeiter und Arbeiterinnen der deutschen Hutfabrik, Alte Jakobftr. 128( 2ogenhaus). Unterhaltungsflub Schiller, Abends 8 Uhr im Restaurant Holzbacher, Drenfeftraße 3. Lepidopt. Bereinigung dem Bezirk gericht in Asch abgeführt worden. Der Vorfall hat 1. Rate 40,-. Vom rothen Einsiedler aus der Seestraße 1,-. Orion, Abends 9 Uhr Sigung Schüßenir. 29. Mufitverein off= nung". Abends von 9-11 Uhr lebungsstunde Brostauerftr. 35-32 bei manchem flar gemacht, was es mit der Religion und Nächsten Rich Ruhn 1,50. Lorenz-50. Von Lederfärbern, Gesund= Schneider. brunnen, durch Henfel 5,80. X. V.-80. Vom Männer- GesangStattlub Ratro" Abends 8 Uhr bet Flid, Simeonftr. 23. liebe der Christlich- Sozialen in Wahrheit auf sich hat. English Conversational Club Shakespeare. In Wien verhaftete die Polizei in Fünfhaus 2 Personen, verein Edelweiß, Melchiorstr. 15 17,80. Seid gegrüßt alle mit Von den Arbeitern der Spiegelrahmenfabrik, Meeting every Friday at 9 p. m. at Lehrens Restaurant welche angeblich verdächtig sind, anarchistische Flugschriften ver- emander 1, breitet zu haben. Cbriftian Möster, Manteuffelstr. 54/55 19,-. Acht rothe Banda Königstr. 62. Lecturer Mr. J. Bloch. Guests are welcome. Beim Erdbeben in Theben( Griechenland) find etwa giften, Tresdenerstraße 2,-. Otto, Brandenburgstraße 1,05. hundert Häuser eingestürzt. Der Verlust an Menschenleben ist Rothe Hochzeit, Thaerstr. 20 1, zum Glüd gering. Getödtet wurde eine Person, verlegt wurden Summa 182,30 M. Bereits quittirt 3864,20 m.; in zwei. Summa 4046,50 M. bergerir. 24. halle des Leffing- Gymnasiums, Panfitr. 9-10. Der Kuhhandel. Bitte lefen Sie! 5 Jedem Genossen, der billig und gut faufen will, empfehle mein sehr reichh. Lager von ca. 1000 Sommer Paletots, 2000 Anzüge, sowie einzelne Röcke, Jaquets, Hosen, Westen zc. Ferner Uhren, ketten, Ringe, Betten, Wäsche, Stiefel, Hüte, Reise- u. Holzkoffer, Waschkeffel zc. Sämmtliche Sachen in alt und neu, Der Franzmann fimmt, der Franzmann fimmt, Der Franzmann ist schon da! Und wer nicht für die Vorlag' stimmt, Den frist er mit Hurrah!" Zur Wahl 1893. Preis 10 Pf. 32 Seiten illuftrict. Bu beziehen durch alle Spediteure u. Rolporteure, fowie vom Verlag: H. Baake, City- Bassage.[ 42681* fund Albrecht's Brot für Bäckerei, 50 Pfennig 100 liefert Wrangel Strasse 8, Langestr. 26, Falkensteinstr. 28. Sophastoff- Reste Sämmtliche Sachen in alt und neu, in Rips, Damaft, Crêpe, Fantafe, auch werden verfallene Pfänder vertaust. Gobelin, Plüsch und bunten A. Wergien, Mocquets spottbillig! Proben franko! Berlin S., Schneidermeister und Barthiewaaren Emil Lefèvre, Oranienstraße Händler, 8768L* 127 Staligerstraße 127. Bestellungen nach Maaß werden gut und billig ausgeführt. Bitte sehr, recht genau auf Namen und Hausnummer zu achten. 2de Werkzeuge für Studateure, Bildhauer, Löpfer liefere unter Garantie Invalidenstraße Nr. 107 Karl Kurz 138. Fertige Betten, großer Stand, Oberbett, Unterbett, 2 Kopffiffen, mit gereinigten neuen Federn, 12 Mk. Fertige Inlets Bettwäsche, Matragen, alle Arten Stepps, Schlaf- u. Bettdecken, PolfierBruchbänder, chirurg, Gummiwaaren, GummiStrümpfe, Geradehalter, Leibbinden, Spritzen, Suspensor's etc. Umstandsbinden, medicin. Verbandstoffe, Brillen etc., Pincenez, sowie Artikel aller Art zur Krankenpflege empfiehlt J. Ch. Polimann, gepr. Bandagist, Berlin, 30 Linienstrasse 30. Lieferant für die vereinigten Hilfs- Krankenkassen, Den Parteigenoffen empfehle mich zur 1116* Otto Beckurts, Seydelstr. Nr. 25, Hof 8 Tr. Empfehle mich zum Waschen in und außer dem Hause. Wittwe Kuske, Krautstr. 14, v. 4 Tr. 118b Anfertigung elegant. Herrengarderobe. Zur Führung von Gefchäftsbüchern, Spezial- Geschäft von S. Pollack, fcheidenen Ansprüchen. Offerten an K., Briefhaften der Expedition. 3. W. 38. Heirathsanzeigen finden im Vorwärts" prinzipiell feine Aufnahme. Wir ersuchen daher, den eingesandten Betrag abzuholen. Schr..... 555. Rann gleichfalls nicht aufgenommen werden. Bitten den Betrag abzuholen. Roh- Tabak A. Goldschmidt, 3806L am biesigen Plage wie befannt grösste Auswahl! Garantie für sicheren Brand. Streng reelle Bedienung, billigite Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabake find am Lager. A. Goldschmidt, Oranienburgerstr. 2. Arbeitsmarkt. Geübte Stuhlflechterinnen verlangt Krohn, Alexandrinenstr. 79. 1046* Tücht. Belegerinnen auf Goldleisten werden verl. Königsbergerstr. 8.[ 1136 Versilberer auf Leisten verlangt Rüdersdorferstr. 9. 122b Orts- Krankenkasse für das Goldschmiede- Gewerbe. Den Mitgliedern hiermit zur Kennt niß, daß das neue Statut der Kasse nebst Anhang über die Verhaltungsmaßregeln vom Bezirks Ausschuß bezw. der Gewerbe Deputation unter dem 3. Mai cr. bezw. 17. Mai cr. genehmigt worden ist. 108b = Der Vorftand. Warnung. Ich warne Jeden, meiner Frau Marie Pohl etwas zu borgen, da ich für nichts austomme. 726* Carl Pohl, Arndtstr. 32c. Kinderwagen, größtes Lager, bestes Fabrikat, auch Theilzahlung, nur allein Oranienste. 3 im Korbgeschäft. Bigarrengeschäft Umstände halber zu verf. für 300 M., Miethe 350 M., 116b Gubenerstr. 13, v. Laden. 110b bettstellen empfiehlt billigit das als stundenweise auch balbe Tage, empfiehlt Züchtige Jalousie- Anschläger verl. streng reell bekannte, 1870 begründete ich ein tüchtiger Rauimann bei be- Max Körner, Fehrbellinerstr. 49. 1216* 2 möbl. Schlafit. bill. zu verm. an Herren oder Damen Wrangelstr. 141, Oraniennr. 61, am Morigplay. Saarbrückerstr. 7, I lints. 1126 in ordentlicher, verheiratheter Mann, v. 2 Tr. L. welcher feine Arbeit scheut, sucht Größtes Lager Berlins Beschäftigung. Näh. Zeughofstr. Nr. 10, Frol. möbl. Schlafft. bill. zu verm. Tr. r. bei Vetter. 120b bei Schröder, Reichenbergerstr. 63a Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 2 Schlafitellen bei Wwe. Kuste zu verm. Strautir. 14, vorn& Er.( 118 Kinderwagen. Andrena 23. Born 48. 4£ r.