Nr. 122. Grfcheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Viertel jährlich 8,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 fg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Bettage Neue Welt" 10 Bfg. Boft- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Defterreich Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Boft Zeitungs- Breisliste für 1898 unter Nr. 6708. allons on old Vorwärts 190 10. Jahrg. Inferttons- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Betitzeile oder beren Raum 40 Bfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächite Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Grvedition abgegeben werben. Die Ervedition ift an Wochens tagen bis 7 Unr Abends, an Sonnund gefitagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Cornfpred- Anschlup Amt 1, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Wähler, Parteigenossen! Ihr habt es in der Hand, am 15. Juni durch Eure Stimmenabgabe für sozialdemokratische Kandidaten das unwürdige Joch zu zerbrechen, unter dem Ihr so lange gefeufzt habt, indem Ihr keinem Manne Eure Stimmen gebet, der nicht die Interessen des ganzen Voltes, sondern blos die der Bourgeoisie vertritt. Person einzutreten. Sonnabend, den 27. Mai 1893. Wahllügen". Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. ur Volksfeindlichkeit des jetzigen Militärsystems haben sollen, hat freilich Niemand von unserer Seite verlangtwoher Mit diesem angenehmen Worte tritt das westdeutsche sollen fie das nehmen und nicht stehlen? Von einem„ unOrgan des Nationalliberalismus und des hofmännischen überwindlichen Widerwillen gegen ein militärisches System, s bezeichnet unsere kürzliche Aeußerung, daß es sich um wie wir uns ausdrückten, ist nach dem„ Hannoverschen Herrn von Bennigsen in die Wahlagitation gegen uns ein. das alles Kulturleben zu überwuchern und zu ertödten droht", den allgemeinen Rampf gegen den Militarismus in feder Courier"" Gott sei Dank im deutschen Bolle noch nichts zu Form, in jeder Stärke, auch in der bisherigen handle", als spüren". Der Entrüstungssturm über die Soldatenmißeine bewußte unwahrheit". Unsere eigenen Abgeordneten handlungen, die Selbstmorde und andere schöne Dinge in Nutzet jede Stunde aus, um unserer Partei überall wären für eine nod) ausgedehntere Heranziehung des Voltes der Armee, die Sorgenlast, welche die fortwährende Störung zum Waffendienste eingetreten, indem sie das Milizsystem der mageren Erwerbsthätigkeit durch Militärübungen auf neue Anhänger zu gewinnen. Die Wahlzeit ist am empfahlen". Was sich doch das nationalliberale Blatt so die Schultern der kleinen Leute wälzt, alles das sind dem geeignetsten zur Verbreitung unserer Jdeen. Jedermann hat aufregt! Seine Aufregung bringt es mit sich, daß es den nationalliberalen Blatte unbekannte Dinge. Es jetzt politisches Interesse, es gilt, die Indifferenten aufzu- Wald vor lauter Bäumen nicht sieht. Und in der Auf- theilt vom Standpunkt des Reserve- Offiziers, der es„ Gott klären, die Schwankenden ganz zu uns zu bringen. Be- regung verräth es außerdem, daß es von der Stimmung im sei Dant" hat und in der militärischen Einziehung eine geistert die Lauen, ermuthigt die Aengstlichen, alle, alle Bolke und dem Ausdruck, den unsere Vertreter derselben Befriedigung seiner Eitelkeit erblickt. Da es aber Nationalgegeben haben, soviel weiß, wie etwa ein preußischer Land- liberalen auf Widersprüche nicht ankommt, so fügt der„ Hann. aber klärt auf, damit nur Kandidaten gewählt werden, deren rath von den Sorgen und Mühen der kleinen Leute seines Courier" seiner Versicherung, daß von dem Widerwillen Herz noch für die hohen Jdeale der Freiheit, Gleichheit und Kreises. des Volkes nichts zu spüren" sei, in demselben Athem die Brüderlichkeit schlägt und die auch den Muth haben, für Der Hannoversche Courier fennt zunächst Worte bei: und wo es sich etwa zeigt, da ist es nachdie endliche Verwirklichung dieser Ideale mit ihrer ganzen Muster, wie wir sie mit dem Milizsystem anstreben, und dem Das Kompliment, das in diesen Worten steckt, ist unden Unterschied zwischen einer Volkswehr nach schweizerischem weislich das Erzeugniß sozialdemokratischer Agitation". preußischen Militärsystem heute noch nicht. Es lohut auch freiwillig, wird aber gern quittirtes agitirt eben alles Gegen die wirkliche Vertreterin des Volkes, die Sozial- nicht, ihm diesen Unterschied auseinanderzusetzen; nur sollte für uns, vom Reichskanzler bis zum letzten Feldwebel! demokratie, wird der Wahlkampf seitens der Volksfeinde ge- es bei solcher Unwiffenheit das nationalliberale Blatt unter- Auch daß diese Agitation dies Mal, so wie früher" gute Erführt werden, sie sind alle Anhänger des heutigen Systems. laffen, in fo grober Weise über Leute zu urtheilen, die an folge verspricht", ringt sich als Bugeständniß von den Bom Hochkonservativen bis herab zum bürgerlichen Demo- bewußter Wahrheit" den bürgerlichen Parteien denn doch Lippen des nationalliberalen Blattes- was wollen wir ein Stückchen über sind und es ihrerseits am allerwenigsten mehr? Wir überlassen den Nationalliberalen gern fraten verherrlichen fie ein System, unter welchem die nöthig haben, durch Wahlligen" nach berühmtem fartell. das Vergnügen, ein Militärsystem, das nach unteren Volksstände, hauptsächlich der Arbeiterstand, zu parteilichen Muster von 1887 eine Sache zu vertreten, die gerade alle unsere wirthschaftlichen Kräfte verzehrt, Grunde gerichtet werden. Nun, wir nehmen den Kampf auf ihre Kraft und Stärke gerade im richtigen Erkennen der als einen wesentlichen Kulturfaktor" zu erklären; diese und rufen: Fort mit den Brotvertheurern, fort Lage des Volkes und in der rückhaltslosen Aussprache Partei hat an Unglaublichkeiten schon so viel geleistet, daß über dieselbe hat. Nationalliberale Blätter sollten doch diese Leistung ihren Banfrott weder aufzuhalten noch zu mit den Unterbrüdern und Berleumdern nicht glauben, daß andere Leute nun auch„ Wahllügen" beschleunigen brauchte. der deutschen Arbeiter, fort mit den Anals nothwendiges Requisit in den Wahlkampf schleppen ländischer Revanchepläne" am Schlusse der Auslassung des Ueber ein Denunziatiönchen wegen Förderung aus hängern des Militarismus, fort mit den müßten, der Gewaltspolitik Besitzenden Wir nationalmiserablen Blattes verlieren wir kein Wort so Gegnern des allgemeinen, gleichen und nicht mehr ohne solche Mittelchen auskommt. wissen recht gut, daß gegen die Verlogenheit und etwas gehört einmal zum Rüstzeug der ordnungsparteilichen direkten Wahlrechts, fort mit der Schein Hinterlift unserer Gegner beim Volte nur die größte Wahlagitation. Damit ist doch auch nachträglich der Titel opposition des deutschen Freisinns, fort Ehrlichkeit und Offenheit im Wahlkampfe und in der gerechtfertigt, den das Bennigsen'sche Organ so sinnig seiner mit der ganzen heuchlerischen und nach Agitation nügt. Das lassen wir uns auch diesmal zur Wahlbetrachtung gegeben hat: Wahllügen, aber nationaloben schielenden Gesellschaft! Und hoch die Richtschnur dienen, und es kann nur eine Aeußerung ohn- miserable Wahlligen! deutsche Sozialdemokratie! Wähler! Schmiedet Euch mächtiger Wuth darüber sein, daß den bürgerlichen Parteien, aor allem den Nationalliberalen, wegen ihrer verfahrenen nicht neue Ketten, indem Ihr einem Feinde des Volkes Stellung die Möglichkeit jenes Kampfes mit den Waffen Eure Stimme gebt. Das allgemeine, gleiche und direkte weil die uns der Wahrheit und des Rechtes fehlt, wenn sie Politische Uebersicht. jetzt die Wahllügerei andichten wollen, in der sie solche Virtuosen sind. Berlin, den 26. Mai. " Wahlrecht ist in Gefahr, daher bedenkt wohl, daß, wenn das Wahlrecht noch mehr geschmälert wird, für die unteren Es besteht nicht der mindeste Widerspruch zwischen den Volksstände die allgemeine Rechtlosigkeit proklamirt ist. Die Furcht vor einem Konflikt zwischen Regierung Wähler! Wollt Ihr, daß dem arbeitenden Volke Kampf gegen den Militarismus. Unsere Vertreter haben Beitung" in Pindter'scher Genialität beseitigt. Nach der Wähler! Wollt Ihr, daß dem arbeitenden Bolle eußerungen unserer Genossen im Reichstage und unserem und Reichstag wird von der Norddeutschen Allgemeinen energische Hilfe zur Seite steht, wollt hr, daß das arbeitende vielmehr gerade vom Standpunkt der Volkswehr und des Verfassung hat der Kaiser das Heer zu führen; das kann Bolt aus seiner elenden Lage befreit wird, wollt Ihr Milizsystems aus dem preußisch- deutschen Militarismus mit er aber nur, wenn das Heer so beschaffen ist, wie er es ferner, daß allgemeine gleiche Rechtszustände geschaffen seinen traurigen Folgeerscheinungen am wirksamsten zusetzen für gut erachtet. Bewilligt der Reichstag das, was der ferner, daß allgemeine gleiche Rechtszustände geschaffen können. Indem sie für die Demokratifirung der Landes- Kaiser hierzu für nothwendig hält, nicht, dann der werden, welche zur Grundlage gleiches Recht und gleiche vertheidigung eintraten, übten sie an der voltsfeindlichen Bindter spricht es nicht offen aus, aber er giebt es mit Pflicht haben, so wählt am 15. Juni Mann für Mann die Organisation des jetzigen Heeres die schärfste Kritik. dem Baumpfahl zu verstehen hat der Kaiser auch ohne Kandidaten der Sozialdemokratie! Daß nationalliberale Blätter ein Verständniß für diese Reichstag seine Schuldigkeit zu thun und das Heer so zu Feuilleton. Nadbrud verboten.) ( 11 Vom Stamm gerissen. Von Elise Schweichel. Papa, das ist ein famoser Einfall," rief der Lieutenant, erschöpflich. Er erzählte von seinem Leben in Berlin, von der mit seiner Braut schäfernd in dem länglichen, geräumigen den Gesellschaftskreisen daselbst, der Langenweile und GeistesBimmer auf und abging. Ich fühle mich so bedrückt von öde derselben, von den hübschen kleinen Soupers mit seinen dem neuen glänzenden Talent meiner Braut, daß ich wirt- Parteigenossen, den Soireen beim Reichskanzler, in denen lich eine Aufmunterung branche. Was für eine unes urgemüthlich, faft mit zu wenig Zeremoniell zuging, bedeutende Rolle werde ich Aermister dereinst neben meiner von der Noth unter den Künstlern, besonders den Malern, Frau spielen. Ich werde mich gar nicht mehr hören lassen die mit ihren Skizzen bei den Abgeordneten umherliefen tönnen." und oft ganz reizende Sächelchen für einen Spottpreis zum Das ist ein wahres Glüd," lachte Rosa. Es ist Stauf anböten. Er hätte selbst dergleichen mitgebracht und Was ich höre, muß annähernd vollendet sein. Es zum Davonlaufen, wenn du fingst, keine Spur von Gehör. wollte sie morgen den Seinen zeigen. So plauderte er fort, ist für einen alten Landschweden vielleicht sehr komisch, Ich weiß nicht, wie Du und Papa in dieselbe Familie und als endlich die Hausfrau zum Aufheben der Sigung mahnte, sah er ganz befremdet auf seine Uhr und fand es ein so empfindliches Ohr zu besitzen," lachte er. ch bin daher auch selten genug in Berlin in der Oper Da Du das Mittelglied darstellft, so sind die beiden noch immer viel zu früh, sich zur Ruhe zu begeben. Ingewesen. Wen bekommt man denn dort zu hören? Extreme nicht sehr verwunderlich," schaltete Fräulein Adele dessen wurde er überſtimmt, und als guter Parlamentarier Unter uns, es ist ein wahrer Etandal; mit zwei oder drei ein, die immer gern ihre Bildung hervorleuchten ließ, und fügte er sich der Majorität. tommen." Ausnahmen, alles abgenutzte oder noch grüne, ungeschulte die das Wort„ Champagner" nicht weniger als den Lieute- Zu Aller Verwunderung dauerte die animirte Stimmung Stimmen. Sie, mein Fräulein, haben eine Brachistimme. nant elektrifirt hatte. Rosa zuckte verächtlich gegen sie des Hausherrn auch am folgenden Tage fort. Die Damen Sie müssen uns noch etwas allein zum Besten geben." die Achseln, da sie die Aeußerung keineswegs verstanden saßen noch beim Kaffee, den er schon viel früher in seinem Go plauderte er sehr angeregt, in der Biegung des und nur eine Verkleinerung ihres Talentes herausgehört Bimmer eingenommen hatte, als er mit seinen am Abend Flügels lehnend. Seine Frau strahlte vor Glück. hatte. zuvor erwähnten Stizzen unter dem Arm erschien. Nach Na, Kinder, zankt Euch nicht," ließ sich Herr von dem sie von Allen gebührend bewundert worden, forderte er Kries gemüthlich vernehmen." Sezen wir uns lieber um seine Frau und Baleska auf, ihm sofort einen geeigneten den Kamin. Mama läßt schon frisches Holz auflegen. Hier Platz für die kleinen Kunstwerke ausfindig machen zu helfen. tommen unsere Flaschen." Bon Valeska's fünstlerischem Geschmack von vornherein überzeugt, richtete er bei dem Probiren der Bilder, bald an dieser, bald an jener Wand, zumeist das Wort an sie, wie lästig und peinlich es ihr auch war, dem Ehepaar von Zimmer zu Bimmer folgen zu müssen. Auch Frau von Kries bauerte die Sache zu lange. Sie verstuminte allmälig und Balesta tam feiner Aufforderung sogleich in liebens würdigster Weise entgegen und sang ein munteres, neckisches Lied, bei dem der Vortrag die Hauptsache war. Herr von Krics hing mit Auge und Ohr an der Sängerin. Nachdem er sich im Beifallspenden erschöpft, rief er plöglich: Diesen Abend, Kinder, müssen wir noch durch Cham pagner feiern. Elschen, wo steckst Du! fix, laufe und sage Karl, daß er uns ein paar Flaschen von denen aus dem obersten Fach heraufholt." Bald saß man im anstoßenden Wohnzimmer im großen Kreise um die bell auflodernden Flammen, die sich in den Echaumperlen des Weines spiegelten und die aufgeregte Stimmung durch ihr trauliches Knistern und Praffeln wohl thuend beschwichtigten. Herr von Kries war bente un gestalten, tote er eS für nothwendig hält. Man sieht, die Sache ist so einfach, daß nur die Mühe unbegreiflich ist, welche vie Osfiztellen und Offiziösen sich geben, eine ge- fügige Reichstagsmajorität zu erhalten.— Ein unglückliches Reptil stellt folgende Betrach- tung an: Bei einer Musterung der Abstimmung über die Militärvorlage nach dem geographischen Gesichtspunkt zeigt sich eine merkwürdige Erschemung: Eine von Osiholstein, Mel, in südsüdöstlicher Richtung nach Plauen in Sachsen gezogene Linie scheidet das Reich in zwei fälften, deren ö st l r ch e fast geschlossen für, deren west- i ch e fast ebenso geschlossen gegen die Vorlage gestimmt hat. Eingesprengt befinden sich größere Gebiete mit ad- weichender(gegen die Vorlage stimmender) Abstimmung in der Osthälste in Schlesien(Ultramontane), Sachsen(Sozialdemo- kraten) und Brandenburg(Freisinnige), während in der Westhälste das größere geschlossene Gebiet der Zu- stimmung zu, Vorlage sich in der Pfalz(National- liberale) befindet. Man hätte im Gegentheil erwarten sollen, daß unsere, doch jedenfalls am meisten be- drohten westlichen ReichStheile sich mehr für die Sicherung des vaterländischen Bodens ereifern würden, als die östlichen. Die Erscheinung erklärt sich eben daraus, daß im Westen und Süden der militärfeindliche Klerikalismus, sowie auch der Freisinn und die Sozialdemokratie die erste Stelle in der parlamentarischen Vertretung einnimmt, während im Osten die konservativen Vertreter, die militärfreundlichen Klerikalen und die Polen überwiegen. Wenn man aber die geographische Darstellung mustert, sollte man meinen, die östlichen Land- schasten seien ganz besonders bedroht, während der Westen hinter diesem Bollwerk verhältnißmäßig sicher geborgen sei. Im Fall eines unglücklichen Krieges würde tS sich allerdings anders ausnehmen. „Merkwürdig-, liebes Reptil, ist diese„Erscheinung" nicht. Im verslavten Ostdeutschland ist die Kultur, wie auS jedem Geschlchtsbuch zu lernen, um einige Jahrhunderte jünger, als m Westdeutschland. Die Kultur aber ver- abscheut den Militarismus, der ihr krassester Gegensatz ist— wie Buckle schon vor mehr alS 30 Jahren m seiner „Geschichte der Zivilisation' nachgewiesen bat. Und unser Reptil hat, ohne eS zu wollen und zu wissen, ein aewich- tiges Zeugniß für unS und gegen feine militaristischen Brotgeber abgelegt.— lvom wankenden ZentrumSthurm. Der gegen die Zentrumspartei gerichtete Wahlaufruf liegt nun vor. Er ist ein Gemisch von konservativen, ultramontanen und Regie- rungssorderungen. Die Phrasen des Bundes der Land- wirthe und dre bimetallistischen Forderungen finden sich auch in diesem seltsamen politischen Aktenstücke. Für den wegen deS Antrages Huene entbrannten Kamps ist der Schluß des Wahlaufrufes beachtenswerth. Dort wird ge- fordert:„Sicherstellung des Friedens durch die Erhaltung einer für die Bcrtheidigung unserer Grenzen und den Schutz unseres Vaterlandes hinreichend starken Armee.' Deshalb erwarten Herr von Schorlemer und die Mitunterzeichner eineS WahlausrufcS von ihren Abgeordneten, daß sie als wie Manner, entsprechend den alten bewährten Grund- ätzen der Zentrunispartei, sich nicht durch Ver- prechenvor der Wahl binden und binden a s s e n, sondern sich die freie Entscheidung darüber vor- behalten, was sie im Interesse des wahren WohleS des Vaterlandes für gut und zutreffend erachten. Nicht nur im Westen ist die Rebellion gegen das Zen- trum ausgebrochen, auch im Osten treten die zum Wassenstillstand Verurtheilten als Gegner der Fraktion wieder auf. Herr v. Huene beginnt jetzt in der „Neisser Zeitung" eine Polemik gegen die bekannte„vor- läusige Orientirung", welche die Zentrumspartet vor ihrem Wahlausrufe erlassen hat. Er spricht von„unverantwort- licher Uedertrcibung", bei der Besprechung der Militär- Vorlage in dem offiziellen Aktenstücke der Partei, er erklärt zwischen den Zeilen, daß der Kamps der Partei gegen ihn illoyal geführt werde u. s. w. Vielleicht tritt Herr Huene bald aus der Defensive in die Ossensive über. Aber auch im Süden ist die ZenlrumSpartei mehr als gefährdet. Gras Preysing deutet an, daß er nicht mit vollem Herzen bei der Partei ist, obgleich Vorstandsmitglied der Zentrums- partei, sagte er in einer Wahlversammlung jin Hilgerts- berg:„Wenn es nach meinem Kopfe ginge, so wäre mir am liebsten eine bayerische Volkspartei'. Nette Vorstands- Mitglieder einer Partei, die am liebsten eine andere Partei gründen möchten. Ob es dem Grasen Preysing überhaupt entfernte sich endlich unter dem Vorwand, irgend eine Wirthschaftsangelegenheit besorgen zu müssen. Er hielt Valeska im Gespräche fest, bis er, zur großen Erleichterung des Mädchens, in Geschäften abgerufen wurde. „Seltsamer Mann,' dachte Valeska, die sich die vlötz- liche Verwandlung in dem Benehmen deS Herrn von.Kries nicht zu erklären wußte. Nach Tisch forderte er dies ganze Gesellschaft aus, ihn nach dem Eisenhammer zu begleiten, den er zu inspiziren hätte. Die Töchter sahen einander verwundert an; Papa war sonst nie für Begleitung auf seinen Geschäslswegen gewesen, die er immer zu Pferde abgemacht hatte. Er war ja ganz verändert wiedergekommen! Indessen zerbrachen sie sich nicht weiter den Kops, sondern folgten alle mehr oder weniger willig der Aufforderung, die für sie Befehl war. Frau von Kries glaubte ihr Jugendglück wiedergekehrt, als sie an der Seite ihres Gatten bei dem milden Werter, in dem schon Frühlingsstiiumung lag, die noch gefrorenen Waldwege entlang wanderte. Still befriedigt hing sie an seinem Arm und lauschte seiner Unterhaltung mit Valeska, die ihm geistig weit mehr als sie gewachsen war und der sie daher gern das Wort überließ. Sie hatte ihre stille Freude an seinem guten Humor, seiner Geselligkeit und dem Beifall, den Valeska ihm trotz seines anfänglich ablehnenden Verhaltens gegen sie abgewonnen hatte. Als sie alle um die lohende Esse des Eisenhammers standen, in dem ein Geselle ein weißglühendes Eisen bearbeitete, bemerkte sie es ivohl, wie Herr von Kries das vom Feuerschein angeglühte schöne Gesicht Valeska's mit leuchtenden Augen betrachtete; aber sie gönnte ihm die Freude an dem Altblick. War sie doch selbst nicht unempfindlich gegen die Schönheit in einem Menschenantlitz. Es verging jetzt kaum ein Tag, ohne daß Herr von KrieS einen gemeinsamen Spaziergang m Vorschlag brachte, so bald das Wetter es erlaubte. Die Abende war er meist in der Familie und ließ sich vorsingen und vorspielen, ja eines Abends erschien er sogar mit einem Buche, um es den Frauen vorzulesen. Es war eine politische Satire, die er eben mit einer Sendung seines Buchhändlers erhalten noch erwünscht ist, daß der„Thurm' nicht zusammen- bricht? Eiilige gehen noch weiter wie der diplomatische Gras Preysing, das sind die Mannen vom bayerischen Bauernbund, die Kandidaten gegen frühere Zentrums- Abgeordnete aufstellen. jJn Baden geht eS fast noch ärger zu, empfiehlt doch die Zentrumspartei offiziell ihren Wählern gegen den früheren Fraktionsgenossen den freisinnigen Kandidaten zu unterstützen. Anderwärts kandidiren Zentrumdkandidaten gegeneinander. So werden im Osten und Westen, im Norden und Süden unter den Thurm Minen gelegt, man sieht ihn schon wanken, bald kracht er zusammen! Baumbach soll zum Austritte aus der„Neuen Fraktion' deS Herrenhauses wegen seiner Affäre mit dem Botschafter Herbette gezwungen werden. Zwei Fraktions- itzungen haben deshalb schon stattgefunden. In der gestern tattgefundenen erklarte eine Anzahl von Mitgliedern, aus )er Fraktion ausscheiden zu wollen, falls Dr. Baumbach darin verbliebe. Hiernach gelangte die Fraktion mit großer Mehrheit zum Beschluß und beauftragte den Vorstand, an Dr. Baumbach ein dahingehendes Schreiben zu richten, daß sein Verbleiben in der Fraktion den Bestand der Fraktion gefährde und ihm daher anheimgegeben werde, aus der Fraktion auszuscheiden. Der Vorstand ist der Weisung der Fraktion nachgekommen und hat daS Schreiben an Dr. Baumbach bereits abgehen lassen. Zum Prinzenbrief wird von einem.halbamtlichen' Klugmeier an verschiedene Blätter(Hamb. Korresp.:c.) geschrieben: „Nach sicheren Erkundigungen ist es richtig, daß der vom „Vorwärts' veröffentlichte Brief überhaupt nicht in die Hände des Adressaten, des mit der Führung des Gardekorps be- trauten Generallieutenants von Winterfeld, gelangt ist. Der General war kurz« Zeit nach der Abfendung des Brieses aus anderer Verdnlassung in Braunschwelg beim Pnnzregenten und konnte sich eine Bemerkung des Prinzen über die Görlitzer Feier erst am anderen Tage erklären, nachdem er aus den Zeitungen die Berössenitichung des Schreibens ersehen hatte. Die Untersuchung darüber, wie der Brief in falsche Hände und in die Spalten deS sozialdemokratischen BlatteS gerathen konnte, hat bisher ergeben, daß er thatsächlich in Blankenburg zur Post gegeben und daß er höchst wahrscheinlich von der Berliner Post mit anderen, gerade damals nach der Beförderung des Generals zahlreich und meist ohne Wohnungsangabe eingetroffenen Briefen— auch aus dem Umschlag des Schreibens des Prinzen war die Behausung nicht verzeichnet— im Bureau des Gardekorps in der Charlotten- strah« abgeliefert worden ist. Von da gingen die Briefe durch Ordonnanzen zum Theil in verschlossener Mappe, zum Tdeil offen nach der Wohnung im„Hotel Windsor'. Ob der Brief unterwegs verloren worden oder ob er in dem Wohn- hause weggekommen ist, ist noch nicht ausgeklärt. Jedenfalls ist also daS Original und nicht eine Braunschweiger Abschrist den Weg der Untreue in das sozialdemokratische Lager gegangen, daS(gemeint ist der„Vor- wärts'. Red. des„L. T.') mit seiner Angade, der Brief sei von dem Adreiiaten erbrochen und gelesen worden. Unwahres behauptet hat. Die von einzelnen Blättern ansgesprochene Ver- mulhung, daß der Veröffentlichung ein anderes als sozial- demokratisches Ränkespiel zu Grunde liegen möge, ist durch das bisherige Ergebniß der Untersuchung nahezu hinfällig ge- worden. Sie war von vornherein nicht sehr wahrscheinlich. Der Kaiser würde sich einer Aussöhnung nicht verschließen, nur daß nach dem, wag seit dem Frühjahr ISA» geschehen ist, der erste Schritt dazu von der anderen Seite ausgehen müßte." Wenn dieses—„halbamtliche", amtliche oder nichtamt- liche— Gewäsche besagen soll, daß der Adressat des Briefes diesen dem„Vorwärts' nicht mitijetheilt Ihobe, so können wir nicht widersprechen. Jin übrigen ist es blauer Dunst, welcher die Verlegenheit und den Aerger der, durch die Veröffentlichung des Prinzenbriefs Getroffenen dem pro- sanen Auge entziehen soll.— Der„Reichs- Anzeiger" theilt heute die Ergebnisse einer Untersuchung mit, welche in bezug auf einen von Bebel in der Reichstags- Sitzung vom 10. März d. I. angeführten Fall von Soldatcnmißhandlungen geführt worden ist und die Unrichtigkeit der gemachten Angaben bewiesen haben soll. Bebel ist gegenwärtig auf einer Agitationsreise und wir sind daher nicht in der Lage, uns bct ihm über die Sache zu informiren. Sobald ihm der „Reichs-Anzeiger' zu Gesicht kommt, wird er sicherlich nicht verfehlen, das Nöthige zu erklären.— hatte. Es war durchaus kein für die Seinigen geeignetes Buch. Niemand außer Valeska verstand eS und fand Ge- schmack daran. Trotzdem laS Herr von Kries unermüdlich. Alan war jetzt schon so sehr an Ueberraschnngen von feiten des Gutsherrn gewöhnt, daß diese neue, fast aufdring- liche Liebenswürdigkett bei niemand mehr Verwunderung erregle. Bei niemand?!— Aber was war eS denn, waS sich während der Lektüre wie ein Spinngewebe über Sinn und Gemüth der Haus- frau legte? Sie war in den letzten Tagen öfter still und nachdenklich gewesen, als sänne sie einem Räthsel nach. Endlich löste sich daS Räthsel, eine Erkennlniß brach sich Bahn, nicht allinälig wie die Tageshelle, sondern plötzlich, blitzartig, um alles Uebrige in finstere Nacht zu hüllen. Ihr Gatte liebte Valeska! Jede andere Frau in ihren Jahren hätte über solche Verirrung gelächelt— nicht so sie, die alles so ernst und schwer nahm, die stch aus ihrer Liebe ein Heiligthum er- richtet hatte. Kein äußeres Zeichen verrieth, was in ihr vorging. Trotz ihres weiblich verzärtelten Gemüths eine entschiedene Nalur, dehielt sie das Nächste und Nothwendigste im Auge, ging sie ruhig ihren Geschäften nach, für alle denkend und sorgend. Ihr Streben war nur darauf gerichtet, vor den Töchtern des Vaters seltsamen Zustand zu verbergen, und sie wunderte sich über sich selbst, mit welcher Leichtigkeit sie die Harmtosesten Erklärungen für dessen verändertes Wesen fand. Mit ihrer Schwägerin, welche die sichtbare Bevor- zugung Valeska's von feiten ihres Bruders als eine Be- leidigung mehr für sich als für Frau von Kries auffaßte und darüber sehr pikirt war, vermied sie jede Auseinander- sctzung. Valeska konnte sie keinen Vorwurf machen. Diese benahm sich durchaus korrekt und beobachtete die äußerste Zurückhaltung, ohne ihrer Natürlichkeit Zwang anzuthun. War sie in der Familie, so gab sie sich unbefangen wie früher, aber sie zog sich so viel als möglich zurück und wartete stets, bis Frau von Kries die Aufforderungen ihres Gatten unterstützte. (Fortsetzung folgt.)' Die Bewegung für daS arlgemeine Wahlrecht in Oesterreich zwingt die Liberalen zu freilich nur platoni- scher Zustimmung. AuS Wien wird hierüber der„Vossischen Zeitung' gemeldet!„Eine allgemeine Wählerversammlung der inneren Stadt Wien, von Mitgliedern aller Parteien besucht, sprach sich einstimmig für die Einführung des all- gemeinen Wahlrechts in Oesterreich auS. Dasür traten auch mehrere deutschliberale Abgeordnete ein.'>»» Die Jungezecheu haben in sicherlich nicht paffender Weise die Verhandlung eines ihnen nicht genehmen An- trageS im böhmischen Landtage unmöglich gemacht, indem sie lärmten und den Stenographen ihre Notizen entrissen und sie an der Niederschrift der Reden hinderten. Das reaktionäre Ministerium Taaffe sucht diesen Anlaß zu be- nutzen, um die Abgeordneten-Jmmunität zu verletzen, indem sie die betreffenden jungczechischen Abgeordnelen unter An- klage stellen lassen will. Statt gegen diese Angriffe auf ein wichtiges staatsbürgerliches Recht zu protestiren, helfen die Liberalen der Regierung, indem sie die Jungczechen ans allen Ausschüssen der Delegationen ausschlössen. Unfall- und Krankenversicherung in der Schweiz. Die Vorberalhungen über die gescyUche Regelung der Arbeilerverstcherung haben bisnun noch nicht zu einer Einigung geführt. Der Streit dreht sich um die Bei- träge des Bundes. Während die einen nicht den Bund, sondern die Gemeinden und Kantone zur Beitragszahlnnz heranziehen wollen, fordern andere, daß der Bund die Ver- waltungskosten von ca. I Million Franken trage. Der Stand- Punkt der städtischen Arbeiter und der landwirthschaftlichen Bevölkerung ist, daß der Bund die Sorge für die Kranken- pfiege(Apotheken, Arzt und Spital) übernehme, was einen Bundeszuschuß von 7— 10 Millionen Franken erfordern dürste. Es ist einige Aussicht vorhanden, daß dieser For- derung Rechnung gelragen wird.— lieber die bösen Franzosen klagt der bekannte Pariser Korrespondent der„Kreuz-Zeitung': „Die italienische Krise wird hier mit großer Vorsicht besprochen, wiewohl auch bei dieser Gelegenheit wieder der Wunsch zwischen den Zeilen steht, der Dreibund möchte darunter leiden. Mit einer Disziplin, welche in der deutschen Presse leider nicht herrscht, sögen stch alle Blätter der ausgegebenen Parole, nichts zu schreiben, was d e r d e u t s ch e n M i li t ä rv o r l a g« nützen könnte. Daß diese Theilnahmlosigteit nur eine geheuchelte ist, zeigt auss deuilichste solgende Thatsache: selbst die kleinsten Blätter, die sich sonst kaum um auswärtige Politik kümmern, bringen fast täglich spaltenlange Artikel über die deutsche Wahldewegung.' Es ist aber auch gar zu gehässig, daß diese Erbfeinde „nichts schreiben wollen, was der MUitärvorlage nützlich ist!" Und wie der„Schelmfranzos' sich verstellen kann!— Die Deichstagswahlen. Zur Beachtung! Im ganzen Deutschen Reiche ist seit 6. Mai die Bestimmung des Z 43 der �etchs- Gewerbe- Ordnung in Kraft getreten, wonach die sonst bestehenden B e» schränkungen in bezug aus die Verbreitung von Druckschristen während der Wahlbewegung und zu Wahl- zwecken hinwegfallen. Jedermann hat das u n e i n- geschränkte, keiner vorherigen Erlaubniß oder Beaufsichtigimg unterliegende Recht, alle Arten von Wahldruckschriften:(Zei- tungen, Flugblätter, Stimmzettel, Bilder u. s. s.) überall, sowohl in geschlossenen Räumen, als auch auf öffent- lichen Wegen, Straßen, Plätzen und anderen öffentlichen Orten— gewerbsmäßig oder nicht gewerbs- mäßig— zu verbreiten. Die Wähler werden ihrerseits Gesetzes- Verletzungen jeder Art, schon in ihrem eigenen Jnlereffe aus das peinlichne zu vermeiden suchen. Anderseits werden sie auch jede gesetzwidrige Einmengnng der Behörden, falls eine solche etwa erfolgen sollte, sofort ohne Zaudern und mit aller Entschiedenheit zurückweisen und zugleich in jedem Falle Miltheilung an den sozialdemokratischen Vertrauensmann ihres Bezirks machen, damit die Berletzer des Gesetzes zur Rechenschaft gezogen und die unter solchen Umständen etwa zu stände gekommenen Wahlen von„Ordnungs'- kandidaten im Wege deS begründeten Protestes mit Erfolg an- geiochten werben können. Offizielle sozialdemokratische ReichStagSkandidaturen. Züllichau-Sch wiebus: Stadtverordneler Theodor Mehner in Berlin. Wolmtrstedt-Neuhalden sieben: Kauf- mann Türk in Berlin. Wanzleben: Tischler F. Gerlach. Aschersleben-Kalde: Regierungsbanmeister Keßler in Beelin. Oschersleben- Halberstadl: Bürstenjabrikant Dahlen. Erfurt-Schleusingen: Redakteur Hall« in Erfurt. Hall, a. S.: Schrislsteller Fritz Kunerl in Friedrichs- Hägen. Nordhausen: Theodor Glocke in Berlin. Rosen- Heim-Miesbach: v. Vollmar in München. Aichach- Friedderg-Dachau und Ingolstadt- Psassenhosen- F r e y s i n g: Ed. Echmid in München. Rothenburg- Hoyerswerda: Gottfried Schulz in Berlin. Nienburg- Stolzenau: R. Wiehle in Hannover. Der im Wahlkreise Konitz-Tuchel ausgestellte Genosse Rtesop heißl mit seinem Vornamen Franz, nicht Friedrich, wie irrthümlich gemeldet wurde. In 316 Wahlkreisen hat die Sozialdemokratische Partei bis jetzt Kandidaten aufgestellt. In den sämmilichen Wahlkreisen folgender Provinzen sitiid Bundesstaaten kandidiren Sozialdemokralen; Ostpreußen, Brandenburg, Pommern, Posen, Provinz und Königreich Sachsen. Schleswig-Holstein, Hannover. Hessen-Naffau. Oberpfalz, Ober-, Mittel-, Unlersranken, Schwaden, Würilemverg, Baden, Mecklenbnrg-Schwerin, Mecklenburg-Slreliy, Sachsen- Weimar, S.-Meini»ge», S.-Aliendnrg. S.-Roburg-Golha, Brann- schweig, AnHall, be» beiden Schwarzbnrg und Reuß. Lippe-Det- mold, Hamburg, Bremen und Lübeck. In den übrigen Provinzen und Bundesstaate» kandidiren in der Alehrzahl der Kreise gleich- falls Sozialdemokraten. Da wir in den nächsten Tage» eine Liste aller sozialdemokratischen Kandidaturen veröffentlichen ivollsii, bitten wir diejenigen Wahtkreise, welche ihre Kandidalen uns noch nicht mitgeiheilt haben, dies sofort zu thun. Bürgerliche Kandidaturen. Berlin I: Zeidler(K). Berlin III: Dr. Förster(A). Berlin V: Hertwig(A). Berlin VI: Schwindl(K). Frankfurt a. M.: Sonne mann (FV). Frankfurt a. O.-Lebus: Gras Fink von Finken- stein(K). KolkduS: Gras von Puckler-Bramtz(K), von Werdeck-Schorbus(K und A). G r e i s s w a l d- G r i m in e n: von Lösewitz(R). Zwickau: Münch- Felder(liberal- konservativer Mischmaschkandidat). Merseburg 3: Bancr- meister(konservativ-liberaler Mischmaschkandidat). Homburg- Kusel: Marquardsen(N). Darmstadt-Großgerau: Bindewald(A). Bensheim- Erbach: Hirsche!(A). Nürnberg: Dr. Pauschinger(FB). RegenSburg: von Lama(Z). Eichstadt: Dr. Schädler(Z). Augsburg: Seitz(bayerischer Bauernbund).. P a s s a u: Dr. Pichler(Z). Eo r ch h e i m: Pezold(Z). Donauwörth: Wildegger(Z). ohenzollern: von Frank(K). Mülhausen i. Eis.: 5 " Betty Straßburg Band: Sundhauser(). Rolmar: Unsere Genossen auf dem Sande fordern wir auf, felchen Beuten breitung geschah mit großem Eifer und mit muftergilfiger Drb Rubland(?), Preiß( E). Randow Greifenhagen: v. b. Often- ganz energisch entgegenzutreten, wenn sie sich an sie herandrängen nung und Pünktlichkeit; das Flugblatt wurde von opferwilligen Blumberg( R). Landeshut- Jauer: Schola( R). Osterbruch- und sie zu ihren lichtscheuen Zweden mißbrauchen wollen." Genoffen bis in die entlegenften Häuser und auch in die höchfts Stendal: v. Jagow( R). Ober- u. Unter- Bahn: Oberst Winterberger( R). Böblingen- 2emberg: Schrempf( K). Rostoc.schwarze Schlesische Morgen- Beitung", dieselbe schreibt: Das Lob der Münsterberger Parteigenoffen fingt die gelegenen Speicherwohnungen gebracht. Diese Opferwilligkeit der Sozialdemokraten fönnen wir bei ähnlichen Anlässen den Doberan: v. Budka( K). Insterburg Gumbinnen: Meng( K). Guhrau Steinau: Schliebs( FV). Cramer( R). bemotraten dazu gemißbraucht", eine Wahlbrandschrift nebft Das heilige Pfingstfest hat eine größere Bahl von Sozial- Mitgliebern der Zentrumspartei nur zur Nachahmung empfehlen." Frankenstein Münsterburg: Nabdyl( 3). Ratibor: Wahlzetteln für Schneidermeister Rühn in den ländlichen Drt Stettiner Genoffen zu lagen, aus ganzen Hinterhäusern war Ueber schlechte Wählerliften haben besonders die Frant( 3). Roburg: Schmidt( N). Solingen: Fuchs( 3). schaften mehrere Tage hindurch mit großer Frechheit" zu verfein einziger Wähler eingetragen. Bon 161 Wählern, die ein Duisburg: Enthoff( FV). Siegen: Stöcker( K). Dresler( N). breiten; ein paar dabei betheiligte Handwerksgefellen aus Genoffe nachschlagen ließ, fehlten über 100. Unteroffiziere haben Size( 3). Raiserslautern: Baumann( 3). 3wei Münsterberg werden sofort von ihren Meistern entlassen werden. Die Listen angefertigt, in denen hauptsächlich die Namen der Arbrüden: Reeb( 3). Spener: Dr. Siben( 3). Landau: 8 ift tief beklagenswerth, daß gegen eine solche Boltsvergiftung beiter fehlten. Es ist nicht zu verwundern, wenn einzelne Ge Erlewin( 3). Homburg: Hammer( 3). Germersheim: feitens der Behörde gefeßlich nicht viel zu machen ift. Bur nossen auf den Gedanken tamen, daß die Listen absichtlich so Baumann( 3). Breslau Ost und Weft: Mehner( 8). Pofen: Warnung für andere Kreise wird dies mitgetheilt." Cegielski( P). fehlerhaft angefertigt wurden. Das fächsische Versammlungsgefeh und die Wahl. bewegung. Auf eine Wiese in Bärenstein wurde eine öffentliche Bersammlung einberufen und die ortspolizeiliche Erlaubniß er theilt. Aber die Amtshauptmannschaft verbot in legter Stunde die Versammlung aus folgenden Gründen: Erstens: Weil nicht der Beweis erbracht worden sei, daß der Einberufer dispositions: fähig sei. Zweitens: Nach§ 17 des Wahlgefeßes tönnten während der Wahlperiode Versammlungen nur in geschlossenen Räumen, stattfinden. Der§ 17 lautet: Die Wahlberechtigten haben das Recht, zum Betrieb der den Reichstag betreffenden Wahlangelegenheiten Vereine zu bilden und in geschlossenen Räumen unbewaffnet öffentliche Versammlungen zu veranstalten." Beschwerde wurde sofort erhoben. Die Wahl wird aber wohl ftattgefunden haben, bevor, der fächsischen Pragis entsprechend, die Sache entschieden sein wird.. Unsere Genossen lassen sich durch feinerlei Maßregeln beirren und arbeiten mit Anstrengung aller Kräfte, sie werden beweisen, daß man die Entwickelung der Sozialdemokratie mit Polizeimittelchen nicht hindern kann. Die Einsichtnahme der Wahlliften für dritte Perfonen wurde in Wilkau nicht geftattet; nun hat die fgl. Amtshauptmannschaft Zwickau den Gemeindevorstand angewiesen,„ die Einsicht in die Wahlliste jedem in Wilkau wohnhaften Wahlberechtigten im vollen Umfange, also auch für dritte Personen zu gestatten". Eine Beschneidung der Rechte der Wähler hat aber doch stattgefunden, da die Einsichtnahme in die Wählerlisten nicht volle 8 Tage unbeschränkt möglich war. Die Saalabtreiberei ist wieder einmal im höchften Flor, so schreibt man uns aus Schwarzburg- Sondershausen, sodaß die Agitation durch den Mangel an Sälen sehr erschwert wird. In der Oberherrschaft stehen uns nur sehr wenige, in der Unterherrschaft gar feine zur Verfügung. Die Rührigkeit der Genossen macht aber den Gegnern einen Strich durch die Rechnung, fie arbeiten mit allen Sträften, um eine große Stimmenzahl auf unseren Kandidaten zu vereinigen. Vom Wahlrecht ausgefchloffen wurden in Dessau diejenigen, deren Anverwandte aus öffentlichen Mitteln Unter ftübung erhalten haben. Das ist ungefeßlich. Er ist da, der Bilderbogen mit den rothen und schwarzen Strichen. Vor einigen Tagen ließen ihn die Nationalliberalen durch Dienstmänner in Mannheim vertheilen, nachdem sie vorher schon ihre Landversammlungen damit überschwemmt hatten. Es fommt, schreibt die Mannheimer Boltsstimme", mit der Bangemacherei genau so, wie wir gesagt haben. Die rothen Striche bedeuten natürlich die blutgierigen Kussen und Franzosen, die schwarzen Striche den über die gar zu ge ringen Steuern unglücklichen Dreibund. Selbstverständlich ragt der rothe Balfen mit Rußland und Frankreich mit papiernen 8 706 000 Mann weit über den Dreibund mit seinen lebendigen 6 930 500 Wann hinaus. Gleichsam als Rahmen um das Bild figuriren Zahlen und nichts als Zahlen; wenn da dem armen Wähler nicht gruselig wird, dann hat er überhaupt kein Herz" mehr für sein Haus, so denten nämlich die Macher dieser Schwindelfarte. Rußland erscheint mit 4 556 000 Mann auf der Karte, einer Bahl, die dem deutschen Michel ficher imponiren muß gegenüber dem Deutschen Reich mit nur 3 600 000 Mann. Der geängstigte deutsche Landmann denkt natürlich nicht daran, daß der Husse sein Heer über das mächtig große Reich in Europa und Asien vertheilt hat und daß davon nur 2 Millionen wirklich auf den Beinen stehen können. Nun fehlen nur noch die Bilderbogen mit den vergewaltigten deutschen Jungfrauen und den aus den Ställen geführten legten Kühen. Die werden vermuthlich auch noch tommen. Dann haben wir denselben Rummel wie 1887. Nur zieht er diesmal nicht mehr. Das Volk ist gründlich belehrt worden durch die furchtbaren Laften, die gerade der 1887 mit Hilfe solcher Bilderbogen gewählte Reichstag dem deutschen Steuerzahler aufgehalst hat. Ueberall wird seitens der Parteigenoffen wader agitirt, selbst in Kreisen, in denen wir bisher noch kein halbes Hundert Stimmen erreicht haben. Aus allen Provinzblättern spricht die Furcht vor dem Ansturm der Sozialdemokratie. Wir können natürlich auf die zahlreichen uns zugehenden Aeußerungen der fleinen Landpresse über unsere Partei nicht eingehen. Blos als Beispiel sei aus dem„ Sonnenburger Anzeiger" folgender an die Arbeiter gerichteter Saz niedriger gehängt: Glaubt Ihr denn durch den Sieg der Sozialdemokratie einmal Herren zu werden? Dann werdet Ihr Euch täuschen. Denn die Leiter der Bewegung, besonders die feinen Berliner " Genossen", wollen sich nur auf Eure Schultern stellen, Ihr werdet dann erst recht Knechte sein. Lust zur Arbeit haben die Berliner Genoffen" nicht, daher sind wohl auch die meisten davon Gastwirthe und Zigarrenhändler." Selbst dort, wo noch fein Licht in die Köpfe der Arbeiter gedrungen sein wird, kann diese dummdreifte Behauptung, daß die Berliner Sozialdemokratie mit ihren wohl 150 000 Wählern eine Partei von Gastwirthen und Bigarrenhändlern sei, bet niemandem verfangen. Es genügt, fie niedriger zu hängen, um sie dem allgemeinen Spotte preiszugeben. Aus dem 1. Hannoverschen Wahlkreise wird uns ge schrieben: Als wir 1890 zum ersten Male selbst einen Kandidaten aufstellten, wußten die Philister uns nicht genug mit Hohn und Spott zu überschütten: der Liebe Müh' sei umsonst, die ostfriesischen Arbeiter ließen sich nicht von den Sozialdemo traten bethören u. f. w. 213 aber bei der Wahl eine große Stimmenzahl auf einigen Dörfern sogar die Mehrheit auf unseren Kandidaten fiel, da ließen die Herren die Nase hängen; die„ Emdener Zeitung" schrieb damals am Tage nach der Wahl: Ten Bemühungen eines hiesigen Agitators ist es gelungen, eine große Anzahl Stimmen auf den fozialdemokratischen Randidaten zu vereinigen--hoffentlich gelingt es bald, die Sozialdemofraten mit Kind und Regel zum Thore hinauszujagen." Nun, bis jetzt ist ihr Wunsch unerfüllt geblieben; wir sind wohl öster zum Thore hinaus aber nicht gejagt, sondern ge wandert, um unsere Brüder auf dem Lande mit der sozialdemo fratischen Lehre vertraut zu machen, und überall haben wir williges Gehör gefunden, sodaß wir die Hoffnung hegen können, mit den Nationalliberalenderen Hochburg der Wahlkreis bis. her war in Stichwahl zu kommen. Antisemitische Verleumdungen. Die Antisemiten in Baden entblöden sich nicht, zu behaupten, daß die Sozialdemokratie sich von den Juden gegen Geld bestimmen läßt, den Antisemiten in ihren Versammlungen entgegenzutreten und sie eventuell zu sprengen. Die Mannheimer Volksstimme" bemerft hierzu:„ Es ist unseres Wiffens allerdings vorgekommen, daß einige Persönlichkeiten aus Mannheim fich ein Gewerbe daraus machten, in irgend welchem Auftrage antisemitische Versammlungen zu sprengen. Wir fon. statiren aber biermit, daß dies teine Sozialdemokraten waren. " Je mehr unsere Gegner wüthen, desto mehr können die Genoffen mit ihrer eigenen Thätigkeit zufrieden sein. Ein gutes Zeugniß wird den Crefelder Parteigenoffen von der ultramontanen Niederrheinischen Boltszeitung" aus: gestellt. Dieselbe schreibt unterm 28. Mai: Die angekündigte Verbreitung eines sozialdemokratischen Wahlflugblattes hat in den Pfingsttagen hier in Crefeld und vermuthlich auch in der Umgegend und in anderen Wahltreisen stattgefunden. Die Ber16. Bichung der 4. Klasse 188. Königl. Preuß. Lotterie. Biebung vom 26. Mai 1898, Bormittags. Stur die Gewinne über 210 Mart find ben betreffenden Nummern in Barenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 6 38 157 99 291 386 415 573 626 737 81 814 56 74 1053 279 366 425 41 83 628 717 58( 300) 820 59 82 217 95 223 355 422( 8) 001 25 44 60 742 816 909 53 3057 69 130001 99 138 91 518 662 63[ 500) 79 940 58 65 4019 159 71[ 300] 206 317 75 84 60 28 75 768 13 72 930 1300) 5169 245 57( 5000) 403 538 58 69 712 60 62 1300] 835 71 6016 67 174 301 64 462 81 668 7077 300 455 547 618 60 786 966 8008 24 26 427 36 87 517 80 626 38 48 749 9010 53 164[ 300] 78 246( 3000) 73 77 464 583 99 721 96 820 40 55 915 10014 206 83 350 63 735 815 906 11033 85 126 70 238 61 416 509 685 1203 130001 124 257[ 50] 563[ 10 0001 65 873 13057 331 73 422 89 696 858 14031 155 304 87 651 734 62 72 804 64 93 15232 303 486 679 716 87 88 90 863 65 1606 8 10 522 69 130001 84 669 90 749 73 817 51 17171 494 767 858 973 18027 164 270 547 53( 3000) 74 630 762[ 500] 912 19306 35 38 89 403 638 91 870 20027 278 80 458 64( 3000] 88 548 730 957 81 21042[ 1500] 67 241 411 93 65% 69 22005 24 93 294 540[ 3001 620 933 23021[ 300] 106 72 245 70 430 54 633 759 805 24 25 960 24121 66 451 533( 15001 6 711 43 58 70 94 992 25060 97 1300) 164 9 286 98 457 589 692 26005 118 30 227 636 40 801 972 27064 149 407 538 42 690 747 83 956 28009 143 404 97 961 73 29005 109 251 68 308 72 403 501 3 35 617 67 807[ 300] 13 54 30229 69( 500) 393 96 623 55 849 956 81 81012 131 94 201 311 25 50 83 93 95 703 11 76 82111 62 265 313 91 607 97( 500) 850 922 38121 295 398 415 65 666 87 762 71 861 34448 52 666 737 72 819 980 35032 281 549 86046 151 115001 55 77 250 115001 85 889 37037 95 1300 1.279 304 471 98 11500] 574 6.0 747 882 98 88235 360 416 49[ 1500] 625 65 683 92 94 39080 247 679 735 845 955 40250 310 64 92 411 503 965 41018 13000) 57 230 73 321 40 452 721 822 99 927 86 42032 76 146 335( 1500) 578( 30001 687 700 36 63 84 853 962 130] 83 43201 3 92 401 2 69 95( 500) 41007 476 608 600 [ 3001 844 45006[ 500) 44 53 429( 10000) 503 96 929 97( 30) 46226 90 336 475 94 695 760 814 18 48 952 3 00] 47098( 500) 384 477 717 900 79 48042 64 208 384 522 614 77 754 966 83 49026 149 98 242 337[ 500] 446 64 624 78 742 815 936 50168 299 30001 342 76 616 642 58 969 51006 14 47 106 66 307 67 507[ 500) 10 01 612 43 704 970 78[ 30001 98 52195 557 632 793 854 58 53230[ 300] 31 354 457 68 634 46 75 795 987 54007 126 249 597 722 903 84 88 55024 97 101[ 300] 61 212 32 1500) 355 97 468 86 549 4 637 79 751 852 932 56014 55 107 310 550 727 86 88 57037 168 207 11 371 89 464 58044 134 200 355 457 75 606 80[ 3000] 87 731 930 80 89 95 59256 327 42 660 886 60017 329 419 639 770 844 89 918 30 91 61084 234 397 65 454 622 33 807 53 62326 566 602 788 88 912 41 79 63007 80 160 67 271 341[ 1500] 55 58 405 24 624 65 767 64007 29 68 532[ 1500] 607 710 85 989 65009 52 346 91 93 500] 504 9 17 613 769 818 67 951 66001 31 192 228 88 311 48 423 651 86 734 845 60 922 23 80 67207 359 89 596 670 791 801 53[ 300] 908 68019 25 31 75 245 416 63 507 759 854 130] 69034 138 222 353 59 70 502 617 78 744 70000 31 99 101 283 84 484 557 698 744 917 86 71035 56 100 [ 1500] 25 27 85 213( 3000) 65 76 319 42 65 509 51 64 67 96 832 89 935 72084 108 82 339 454 791 826 976 76 73359 649 821 46 87 908 74256 66 397 53 613 851 75016 37 290[ 600] 361 577[ 1500] 96 600 79 862 76024 42[ 300] 73 26 79 457 801 77002 18 611 39 600 39 78153 215 48 56 337( 3000 415[ 300] 683 735 91 815 17 930 87 79099 192 259 300 578 823 60 72 8000 191 310 90 446 83[ 300] 532[ 1500] 656 59 862 87 946 81144 83 224 385 571 635 815 82 11500) 96 997 8: 073 219[ 300) 310 630 43 84 760 816 940 95 83247 905 84166 98 232 63[ 50] 468 600 80 703 42 85001 218 39 91 94 417 27 618 72[ 3000] 700 819 27 98 929 86037 79 113 47 335 6-3 870 11500. 936 83 1300] 87009[ 1500] 284 421[ 300] 522 68 76 616 70 721 29 81 95 910 95 88012 51 66( 500) 68 79 128 30 227 314 47 545 56 73 618 836 80022 81 44 815 952 63( 3000) 90063 213 60 78 355 68 412 555 652 847 1500] 59 921 91198 296 [ 500] 350 85 424 98 18 48 62 701 6 809 84 92122 36 45 74 253 99 328 607 49 641 x1 822 992 3013 53[ 3000 59 246 344 414 16 63 626 78( 3000) 681 791: 47 60 94127 93 281 355 438 55 59 509 19 726 73 832 59 71( 30 0001 95149 210 322 77 130001 425 73 551 612 25 92 700 53 70 97( 50) 866 76 924 60 96021 25 850 610 684 876 18001 920 Mißbrauch der Amtsgewalt. In Hohenzahben( Kreis Randow) wurden den Verbreitern die Flugblätter abgenommen. unfere. Genoffen werden natürlich beim Landrathe Beschwerbe Staatsanwaltschaft erstatten. erheben und gegen den schuldigen Beamten die Anzeige bei der Das Komitee der norditalienischen Arbeiterpartei hat eine Sammlung für unseren Wahlfonds eingeleitet. 97204 344 73 819 35 970 98024 49 156 211 83 94 620 778 903 99008 144 205 46 800 81 416 23[ 1500) 852 100 02 82 197 212 60 79 313 90 459 86 647[ 800] 68 750 831 33 101124 28 39 310 47 412 594 610 873 91 102134 256 87 322 43 90 426 74 564 116001 631 707 13 89 923[ 300] 103 01 42 50 158 200 304 [ 1500] 91 490 95 727 82 874( 300) 913 57 104197 578 820 93 105001 40 50 80 193 215( 300) 415 506 42 717 36 832 106043 97[ 100001 141[ 50] 76 204 56 63 73 83 1500] 430 712 826 980 107016 162[ 5001 249( 500) 609[ 300] 714 49 962 108063 336 417 46 567 606 81 899 903 74[ 500] 109092 288 368 426 67( 150 01 544 803 902 8.80 111044 58 80 177 86 232 356 93 472 683( 1500) 707 91 934 38 64 71 84 112037 110063( 300) 162 211 63 309 56[ 300] 74 445 94 609 898 58( 3000] 233 339 403 60 72 559 660 81 752 63 878 912 18 113020 90 93 261 64 347 63[ 300] 486 541 680[ 500] 83[ 1500] 823 933 72 114095 106 358[ 1500] 444 909 115004 33 67 184 89 92 233 65 378 459 96 519 91 620 79 709 11 15 926 116025 167 73 614 619 40 80 811 40 89 915 19 1500) 28 117007 20 38 184 236 73 310 90 404 66 654 725 99 983 118006 98 193 299 617 88 69 738 98 01 901 118047 93 136 82 432 55) 702 7 859 69 992 120023 114 296 369 531 684 749 859 98[ 600] 121001 109 246 96 610 38 64 68 958 122045 149 61 271 428[ 15001 512 63+ 716 50( 15001 60 865 908 29 42 123348 476 97 99 525 54 1300] 724 124009 25 224 80 455 527[ 1500] 740 804 13 28 125136 51( 300) 74 362 75 424 623 704 21 49 126013 222 45 347 56 82 538 620 61 76 845 910 89 158 81 483 660 722 858 128100 267 366 97 596 99 638 90 210 20 371[ 1500] 534 606 9 64 977[ 3000] 127017 129065 180008 20 185 206 603 677 131009 11 35 61 202 557 881 92 986 182012 138 290 325 419 68 76 96 680 799 862 71 138084 112 287 305 511 15( 300) 45 72 660 831 94 974 78( 500) 134116 34 88 214 20 37 464 630 58 96 714 135018 25 230 459 581 669( 3001 959 136055 [ 1600) 63 121 624 68 653 862 16001 78 916 137010 125 234 75 335 408 25 59 510 54 635 818 990 188188 278 83 90 615[ 3000] 703 33 43 826 933 54 99 139057[ 3000] 101 32 313 57 59 473 608 814 16 47 906 7 23 45 140076 307[ 300] 456 549 685 87 98[ 10000 730 55 73 811 25 141028[ 3001 92 255 300 35 502 76 79 619 771 807 81 142063 131 65 432 554 767 856[ 150] 944 143011[ 1500] 134 245 87 303 12 441 600 896 144023 56 123 210 91 405 53 834 1450 11 15 5 68 216 67 68 13001 318 441 56 561 85 673( 500) 791 857 999 146064 79 291 375 439 550 639 704 5 883 9 6 30( 1500) 147054 99 137 71 80 252 492 549 613 875 946 51 74 14809 69 117 38 233 76 315 733 87 830 119224 97 522 666 1300] 761 83 1500 4 213 91 316 53 59 70 81 403 597 98 699 808 88 961 151005 77 262 366 452 552 660 92 7 8 954 60 89 152036[ 3000] 66 98 150 240 47 632 705 22 825 56 979 153044( 1500) 310 22 518 73 649 91 731 937 154002 8 83 98 220 319[ 3000] 58 615 51 982 92 98 155 203 33 79 886 944 69 150082 349 90 408 1500] 62 576 97 680 701 21 8: 3 157009 118 241 361 456 88 547 58 158064 223 452 635 622 711 55 891 963 76 159038 158 67 371 417 67 668 73 625 31 77 732 85 92 815 35 902[ 300] 41 160495 530 31 63 68 612[ 3000] 840 65 161015 303 25[ 5000] 522[ 300) 83 684 778 832 76 911 64 162125 500) 36 92 93 247 350 13000 681 607[ 600] 55 876 938 168074 538 70 73 622( 500) 974 75 104050 169 206 69( 8000] 94 373 418 545 760 13001 823 165040 145 [ 300] 263 390 436 41 586 97 791 811 52 986 16602 46 86[ 1500] 287 1500] 486 1500 569 801 74 167090 234 60[ 1500 454 559 6 615 709 98 866 977 168116 207( 1500, 342 402 31 62 70 604 19 33 45 760 865 956 80 87 109013 67 262 328 88 449 511 41 66 606 84 86 708 20 940 44 80 170022 24 114 54 347 697 726 74 855 953 171005 51 79 226 28 71 338 428 545 94 634( 3000) 92 17205 12 128 61 86 233 93 841 98 538 45 74 618 23 58( 3000) 927 173 45[ 30] 117 208 320 471 86 889 924 93 174011 40 105 95 244 484 93 629 71 76 749 877 175004 9 138 326 61 405 45 500 51[ 3000] 871[ 1500] 176013 90 146 206 336 411 31 536 703 12 177121 87 420 540 67 610-799 872 178080 205 343 726 170114 27 66 316 44 476 667 610 798[ 0000] 825( 15001 44 180116 29 92 264 72 91 321 461 65 563 680 739 54 890 181101 317( 300) 87 687 987 1-2013 24 181 205 31 47 309 24 403 30 708 [ 1500] 90 811 903 183019 88 91 137 201[ 500] 10 93[ 300] 612[ 300] 42 45 75 871 903 18: 384 497 522 37 96 610 25 1300] 67 770[ 300] 829 990 183165 894 447 94 674 76 833 65 89, 967 120002[ 3000] 40 13.01 63 183 415 76 067 609 28 51 81 84 98 736 57 818 27 74 907 187079 85 276 391 92 496 612 18 623 852 94 909 31 72 188000 7 46 57 150 233 62 63 369 443 74 508 87 88 614 95 98 809 960 189007 35 60 119 20 66 93 99 224 40 63 312 62 678 90 772 16. Ziehung der 4. Klasse 188. Königl. Preuß. Lotterie. 196 864 18001 94 960( 1500) Blehung vom 26. Mai 1893, Nachmittags. Rur bie Gewinne über 210 Mart find den betreffenden Summern in Barenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 112 67 76 851 407 67 551 670 712[ 3000) 44 948 1378[ 1500] 89 460 53 96 631 898 992 2056 89 216 50 370 635 756 828 31 8002 160 215 462 514[ 300] 635 726 73 949[ 15001 96 4132 48 85 497 617 23[ 300] 29 32 77 85 5010 70 250 58 307 1500] 49 71 93 421 522 75 86 831 91: 57 6342 429 510 61 740 867 7044 156 331 404 40( 300) 68 15001 535 68 612 44 15 01 61 715 56 67 806 8019 70 306 39[ 500) 47 58 483 508 24 61 52[ 300] 67 62 724 46 806 53 949 0015 251 66 356 4 8 17 18[ 500] 62 526 91 637 13 01 729 11 977 10038 92 217 34 65 464 586 733 34( 3000 850 75 11146 203 89 315 54 73 544 67 675 819 1204 184 315 60 652 770 802 13611 641 49 931 14117 233 487 581 629 50 719 19 83 95( 500) 974 15086 155 343 68 468 510 43 672 786[ 30] 827( 300) 69 75 927 16081[ 500] 104 289 342 400 11500] 13 650 60 74 17059 1 129 31 250 61 365 496 675 679 701 3, 813 96[ 300] 18000 42 67 70 98 216 23 60 439 13000) 73 821 999 1085 155 203 85[ 150] 3.9 415 623 65 770( 30) 913 20042 236 40 308 440 575 720 813 76 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175197 419 39 511 41 672 84475028 37 3001 103 39[ 1500] 339 56 84 406 43 59 571 705 15 72 78 13:00] 82 97 839 980 177008 107 235 58 418 91 564 821 979 90 178195 213 57 815 418 64 590 776 170057 227 88 394 96 495 523 766 842 912 18 45 50 69 18019 275 343 93 407 583 720 26 800-944 47 73 181010 123 220 51 433 56 729 95 819( 300) 62 925 3[ 1500] 95 182109 211 310 421 73 729 72 81 842 82 945[ 800] 183 27 196 439 688 709 49 67 ( 3000)-84 184205 10 432 523[ 300] 659 722 36[ 300] 952 185001 90 614 48 86 822 904 186099( 3000) 224 69 414 49 67 87 515 93 672 742 860 943 187134 96[ 300] 294 817 26 473 556 79 638 733 92 813 910.4 829 513 74 188 50 87 444 96 543 61 659 63 803 189072 274 324 89 488 615 759 02044 85 281 313 32 39 437 608 633 65 77[ 3000) 799 18001 568 695 735 911 68 Fi den Inhalt der Jnferate über. nimmt die Redaktion dem Bublikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonnabend, den 27. Mai Opernhaus. Don Juan. Neues Theater. Vom landwirth. schaftlichen Balle. Die Büfte. Berliner Theater. Der Freund des Fürsten, Grund. Leng- Theater. Brave Leut vom Residenz- Theater. Flattersucht( La Papillonne). Adolph Ernn- Theater. Goldlotte. Friedrich- Wilhelmßädt. Theater. Der Bettelstubent. Brell's Theater. La Traviata. Viktoria Theater. Frau Venus. Unferm Bereinsbruder Franz Schatte wünſchen wir zu ſeinem heutigen Biegenfefte ein breimal donnerndes Central- Kranten- und Begräbnißlasse der Sattler u. Berufsg. Königl. italienischer Circus Stadtbahnstation Zoologischer Garten. och. Ernesto Ciniselli. Heute, Sonnabend, den 27. Mai 1893, Abends 71/2 Uhr: Große Extra- Vorstellung. 124b A. V. C. Todes- Anzeige. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß meine liebe Frau Neues und interessantes Programm. 127b Johanna geb. Weiss, Zum 1. Male: Die 3 Affen- Pavians Mittwoch, den 24. b. M., nach furzem als Barterre- Akrobaten. Das allerneueste schweren Leiben im 35. Lebensjahre geder Jeztzeit; drefsirt und vorgeführt ftorben ist. Don Sign. A. Moglio. Gefchw. Chiarini, Die Beerdigung findet Sonntag, den gen. die„ Südsterne". Troika, geritten 28. d. M., Nachmittags 3 Uhr, von der vom Direktor mit den Freiheitspferden Halle des neuen Louisen- Kirchhofes statt. Excelsior, Micado und Herold. Sign. A. Philipp, Maschinenbauer, Deyrani mit feinem hypnotischen Pferd. Bum 1. Male: Die drei Nationen zu Falkensteinstr. 44. Pferde, ausgeführt von Frl. Lee. Auftreten der Clowns Gebr. Weldemann, Gebr. Kulper, Cars 2c. 2c. Außerdem Freiheits- und Schulpferde. Alles Vorführen und Reiten der bestdressirten Näbere die Programme. Sonntags 2 Vorstellungen, um 4 und 7, Uhr. National- Theater. Die Direttrice. mittags- Borstellung hat jed. Erwachsene BB Zu der NachAlexanderplat- Theater. Maria das Recht ein Kind frei einzuführen. Stuart. Winter- Garten. Spezialitäten- Bor ſtellung. Apollo Theater. Borstellung. Spezialitäten Ernesto Ciniselli, Direftor. Sommer- Theater Theater der Reichshallen. Spezia Bockbrauerei litäten- Borstellung. Baufmann's Variété. Spezialitäten Boritellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Letzte Woche. B Goldlotte. Gefangepoffe in 3 Aften v. Ed. Jacobson und W. Mannstädt. Couplets theilweise v. G. Görss. Mujit von G. Steffens. In Szene gefekt von Adolph Ernst. Anf. 7 Uhr. Der Sommer- Garten ist gröffnet. Schluss der Saison: Mittwoch, den 31. Mai. SW., Tempelhofer Berg. Sonnabend, den 27. Mai 1893, Anfang 71/2 Uhr. Lustspiel Posse Operette Ballet und Spezialitäten 1. Ranges. Moritz Moriks Etablissement Ostbahn- Park am Rüstriner Plaz, ( Hermann Jmbs) Rüdersdorferstr. 71, am Ostbahnhof. Konzert, Täglich: Theater u. Spezialitäten Borstellung. Pantomimisten- Truppe Garetton, urtom. Zarameter- Droschtenfahrt, Mr. De Dolfs, Neger- Exentric 2c. Voltsbelustig. jeder Art. 4 Kegelbahnen zur Verfügung. Café ,, Wilhelmshöhe" Woltersdorf bei Erkner, 15 Minuten vom Bahnhof an der Chaussee nach Rüdersdorf, Blag. Buggenhagen. Play also nicht Woltersdorf. Schleuse. Täglich: Instrumental- konsert. Großer Frühstücks- u. Mittagstifd. Spezial- Ausschant von Vahenhofer Lagerbier, hell und dunkel. An Sonn- und Fefttagen findet das Konzert in den oberen Sälen statt. Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Bf. säle für Beriammlungen, Rommerse, Festlichkeiten 2c. Otto Walther's Saal und Vereinstimmer zu jeder ca. 3000 Personen. Kegelbahn und Versammlung frei. Der Garten fäßt Billardzimmer. Um Zuspruch bittet 42452* Carl Gillmann. Restaurant Charlottenhof. Den Berliner Parteigenossen empfehle bei Ausflügen nach Potsdam mein am Bahnhof Charlottenhof gelegenes Reſtaurant. Schöner großer Garten, Billard, Kegelbahn. Um regen Besuch 269/7 ..Goffnung". G. 5. 64, Berlin. Am 26. Mai verstarb unser älteftes Mitglied Herr Hermann Schulz im 70. Lebensjahr. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 29. Mai, Nachmittags 2 Uhr, von der Leichenhalle des Elisabeth- Krantenhauses, Lübomitraße( an der Pots bamerstraße), nach dem Neuen Zwölf- Apostelkirchhof in Schöneberg statt. Um zahlreiche Betheiligung ersucht Der Vorstand. 3. Wahlkreis. Zwei große öffentliche Volks- Versammlungen 1. Sonntag, den 28. Mal, Vormittags 10 Uhr, in den Bürgersälen, Dresdeners straße 96, Referent: Reichstags- Kandidat Kaufmann Jul. Türk; 2. Montag, den 29. Mai, Abends 82 Uhr, im Saale von Buggenhagen, am Morigplay, Referent: Reichstags- Randidat Rich. Fischer. Tagesordnung in beiden Versammlungen: Die bevorstehende Reichss tags- Wahl; Diskussion. 347/ 10* Die Wähler des 3. Rreises find hierzu eingeladen. Um zahlreiches Erscheinen ersuchen Die Einberufer. Achtung! Maurer! Achtung! Große öffentliche Versammlung der Maurer Berlins und Umgegend am Sonntag, den 28. Mai, Vorm. Punkt 10 he Zagesordnung: in der Brauerei Friedrichshain( früher Lips), am Königsthor. 243/ 1* 1. Unsere jetzige Stellung zur Lohnbewegung. 2. Diskussion. 8. Die Reichstags- Wahl. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Darum auf. Maurer Berlins, zum Kampf! Im Auftrage: August Berndt, Rarlsgartenftr. 17, Rigdorf, Vertrauensmann der Berliner Maurer. Maler, Lackirer, Anstreicher. Sonntag, den 28. Mai, Vorm. 10 Uhr, in Gratweil's Sierhallen, Kommandantenstraße 77-79: Kombinirte Mitglieder- Versammlung sämmtlicher Filialen Berlins und Umgegend. Tagesordnung: 1. Berlegung fämmtlicher Versammlungstage der 128b bittet Achtungsvoll F. Broseit, Filialen Berlins auf einen Zag. 2. Vortrag: Unsere Lohnbewegung. Referent: Potsdam, Alte Louisenstr. 32, gegen: Dr. Lütgenau. 3. Vortrag über Provinzial Landtage. Referent: Rollege über dem Bahnhof Charlottenhof. Größere Gesellschaften bitte vorher Retzerau. 4. Verschiedenes. anzumelden. Castan's Restaurant und Garten Panopticum. Neu: Der Tod als Erlöser. Neu: Die Schreden des Meeres. Bauern- Aufstand! Junßtonist. Vorstellungen. Irrgarten. Schreckenskammer. Schwedterstraße 41. Empfeble allen Genossen meinen schattigen Garten mit Kaffeeküche, zwei Sommer- Regelbahnen u. Vereinszimmer. Täglich musikalische Unterhaltung. D. 0. H. Stramm's Restaur. 123. Ritterstraße 123. Großes Fremdenlogis, Herberge und Arbeitsnachweis der Vereine der Glaser und Klempner, fowie Verkehrslokal und Herberge der Goldbarbeiter, Storbmacher, Tischler, Schneider und Bildhauer. Gleichzeitig empfehle meinen reichhaltigen Frühstück-, Mittag- und PassageAbendtisch à la Carte au foliben Panopticum.reisen. Ausschank von vorzüglichem Neu! u. Bairisch- Bier.[ 38662* Berlin bei Naht. w. Boll, Wienerstr.1 W Colossal- Gruppe aus empfiehlt thr Bur Landpartie nach 18b 211/12 Der Einberufer. Deutscher Buchbinder- Verband. Birkenwerder a. d. Nordbahn montag, 29. mai, Abends 8½ Uhr, im fokale des Gerrn Boltz, Restaurant Schüzenhaus. Alte Jakobftrahe 75: Versammlung. Tages- Ordnung: Allen Freunden u. Genossen, namentlich den verehrten Vereinen bestens empfohlen. Große Kaffeeküche. Zwei 1. Bortrag des Senoffen Willy Wach über: Rleinbürgerthum und Groß verd. Regelbahnen. Große Halle mit bourgeoiste". 2. Antrag auf Einfegung einer Rechtsschutz Kommission und Piano ftehen zur Verfügung. Für event. Wahl einer solchen. 8. Verschiedenes( Anträge zum Sommerfeft). ff. Speifen und Getränke zu foliden Um zahlreiches Erscheinen der Kollegen und Kolleginnen ersucht Preisen ist gesorgt. Borm." liegt aus. Carl Hietzig, Gastwirth. Beugen- Gesuch. Alle diejenigen Arbeiter und Arciß- und Bairisch- Bierlokal beiterinnen, welche fich der Vorgänge Vereinszimmer und Kegelbahnen. lebensgroßen Empfehle nach wie vor mein ver. Wachsfiguren. größertes Lokal, franz. Billard ze. dem verehrten Publitum. Vorwärts, Volks- Zeitung, sowie andere Zeitungen liegen aus. [ 3596L Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Im prachtv. Sommergarten täglich Gr. Garten- Concert und Spezialitäten- Vorstellung. Bei ungünstigem Wetter findet die Vorstellung im Saale statt. Anfang: Sonntags 7 Uhr. Wochentags 8 Uhr. Entree 30 ẞf. Moabiter Gesellschaftshaus. Alt- Moabit 80 und 81. Täglich: Theater- und Spezialitäten Vorstellung, sowie Concert. Anjang 4 Uhr. Entree 30 Pf., refervirter Plaz 50 Pf. 4127L Helmuth Peters. Norddeutsche Brauerei. M. Berndt, Oranien- u. Alexandrinenstr.- Ecke. Empfehle allen Genossen mein Schankgeschäft. 40802* Auch ist ein Vereinszummer zu vergeben. Der Garten ist eröffnet. J. Guadt, Swinemünderstr. 120. Empfehle den Genossen u. Bekannten mein Weiss- und BairischBier- Lokal. Zimmer für Vereine mit Bianino zu 60 Personen. Der Garten ist eröffnet. 42572* Benno Stabernad, Püdlerstr. 49, 2. Haus von der Wrangelstr. Schmiedel's Festsäle, empfehle meine hocheleganten Säle Alte Jakobstrasse 32, zur Abhaltung jeder Art Festlichkeiten. Auch steht den geehrten Vereinen 2c. der große Sommergarten zur Verfügung. Wwe. E. Schmiedel. Restaurant Iwert, Hohen- Neuendorf a. d. Nordb. 4 Min. vom Bahnhof, empfiehlt fein Lokal den geehrten Vereinen, Freunden und Genoffen zu Landparthien. Großer Garten mit 58. Chaussee- Strasse 58. Regelbahn, großer Saal mit Piano und Theaterbühne, Raffeeküche 2c. Täglich: Concert. Wochentags Entree fret. Bei ungünstiger Witterung im Saal. Treptow Die neu eingerichtete Kaffee. Bender's Restaurant küche ist den geehrten Gästen von 2 bis 6 Uhr geöffnet! 4146L 3 J. Semmel, Oranienstr. 55, am Morigplay, Theilzahlung gestattet. 120/8 Der Vorstand. Dentsch. Tischlerverband ( Bahlstelle Berlin). Ausserordentliche Generalversammlung vom Sonnabend, den 23. Juli 1892, vor dem Lofal des Gastwirths Stiller, am Mittwoch, den 31. Mat, Abends 81/2 Uhr, Hochmeisterstr. 18, Abends von 8 bis im Lokale des Herrn Bolt, Alte Jakobstraße Nr. 75. 9 Uhr, verursacht durch den TöpferZages Ordnung: meister Bid, indem derfelbe derselbe mir meinen Lohn nicht auszahlen wollte, bandes. 2. Vortrag. 3. Distussion. 4. Verbandsangelegenheiten. 1. Wahl des Ausschulfes des Deutschen Solzarbeiter- Verund erst durch das thatkräftige Einschreiten einiger Arbeiter gezwungen muß, find wir gezwungen, diese Versammlung während der Wahlbewegung Kollegen! Indem der Ausschuß nothwendigerweise tonftituirt werden wurde, mir meinen Lohn auszuzahlen, abzuhalten. Der außerordentlichen Wichtigkeit wegen ersuchen wir um recht noch erinnern fönnen, ersuche ich rege Betheiligung. Die Ortsverwaltung. bringend, mir dann so schnell wie mög818/ 4* lich ihre Adreffen einſenden zu wollen Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. entweder nach Gipsstr. 3, Arbeitsnachweis der Töpfer oder an Rob. iegener, Zöpfer, Brunnenstr. 66, Montag, den 29. Mai, Abends 8 Uhr, in Gratweil's Bierhallen, 1 Treppe. Ehrenerklärung. 324/11 1876 Hiermit nehme ich die gegen die w. Splitt, Wrangelstr. 95, aus. genoßene Beleidigung zurück und erfläre sie für eine anständige Frau. C. Schwart, Staligerstr. 59a. Schuhe u. Stiefel Kommandantenfraße Nr. 77-79: Außerordentliche General- Versammlung. 229/18 Zages Ordnung: 1. Antrag des Vorstandes, betr. Regelung des Arbeitsnachweises. 2. Abrechnung vom Winterfest. 3. Antrag betr. Abhaltung eines Sommerfeftes. 4. Antrag des Kollegen Schröder auf Gewährung von Streikunterstützung. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. mit Stontrollmarke aus Erfurt Allgemeiner Unterstüßungs- Verein der Töpfer Deutschlands. empfehlen [ 8571L* C. Gener, Oranienitr. 202, . Bath, Waldstr. 37, Moabit, G. Berbe, Ritterstr. 114. W. Papke, Manteuffelitr. 31, 6. Kördel, Forsterftr. 7, A. Anders, Gerichtstr. 82, 6. Studa, Weberstr. 4. S. Müller, Bergmannstr. 15, Schülke, Büdlerstr. 14. Janke, Cangeftr. 18. . Jakobi, Rottbuser Damm 39, litschke, Raftanien- Allee 88. C. Fischer, Roloniestr. 10. ( Filiale Berlin.) Sonntag, den 28. Mai, Vormittags 10 Uhr, in Röllig's Salon, Neue Friedrichstraße Nr. 44: Mitglieder Versammlung. Zagesordnung: 1. Die achtftündige Arbeitszeit. 2. Abrechnung vom 1. Quartal 1893. 3. Der achte deutsche Töpferkongreß; Anträge, event. Wahl der Delegirten. 328/10 4. Bereinsangelegenheiten. Reinickendorf. Der Vorstand. Große öffentliche Volksversammlung Jede Uhr Sonnabend, den 27. Mai, Ab. 8 Uhr, in Böttcher's Seeschlößchen. revariren u. reinigen kostet bei mir unter Garantie des utgehens nur 1,50 M., ßer Bruch, fleine Re: paraturen billiger. Großes Lager neuer u. gebrauchter Neue Krng- Allee. Zajen, Regulatoren u. Wecker zc. Minuten hinter dem Paradies- Garten. Alle Arten Ketten, sowie Brillen und Pincenez. 38882* Jeden Sonntag Tanz. f.) 34. Referent Arthur Stadthagen. Goldschmiede. 836/9 pr. Zahn- Arzt. Spr. 8-6. Sonnt. 9-1. affee- Küche( Liter 60 Bitte genau auf No. 34 zu achten. Versammlung einberufen bat, findet die Verbandsversammlung an diesem Da der Gehilfenausschuß der Innung zum Montag, den 29. d. M., eine recht zahlreich einzufinden. Die Bersammlung findet bei Schultheißt, Alte Tage nicht statt, und werden die Kollegen aufgefordert, sich Jakobstraße statt. Die nächste Verbandsversammlung findet nach der Wahl statt. 3 Begelbahnen. Die Ortsverwaltung. J. A.: R. Brückner, Naunynstr. 65, II. Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlaa von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Hierzu eine Beilage. 163/12 Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 122. Parteinachrichten. Die Parteigenoffen werden ersucht, von allen Flug: blättern, Broschüren oder Plakaten 2c., welche al3 Parteilund gebungen zu den jezigen Wahlen von unserer und den gegneri schen Parteien veröffentlicht werden, je zwei Exemplare an das Partei- Archiv unter Kreuzband einzusenden. Adresse: Albin Gerisch, Berlin, Kazbachstr. 9. Sonnabend, den 27. Mai 1893. " 10. Jahrg antragt. Die Verhandlung über einen anderen Artikel, über- falls sein politisches Verhalten von der Stimmung der dortige fchrieben: Haß", wurde auf Antrag des Beschuldigten vertagt; Mandatsvergeber abhängig gemacht und wäre dann auf di der Redakteur der in Mannheim erscheinenden Wolfsstimme" Rickert'sche Seite gesprungen. Für das Treiben dieser Sorte von Politikern hat man is foll als Zeuge geladen werden. Im ganzen schweben gegen Müller noch 4 Preßprozesse. den Vereinigten Staaten, wo alle Auswüchse des Parteilebens Auch bei dem Parteigenoffen Fris Kunert in in üppigster Form zur Reife gedeihen, die Bezeichnung ,, Sitting Friedrichshagen ist auf Antrag der Breslauer Staats on the fence" Auf dem Baune hocken" erfunden. So ein anwaltschaft eine natürlich erfolglos gebliebene Haussuchung vor- richtiger Baunbocker schiebt seine eigene Entscheidung in wichtigen genommen worden, wobei man nach militärgerichtlichen Urtheils. Fragen immer erst hinaus, bis er sieht, wie der Parteiführer, der iginalen und Abschriften von solchen fahndete, die vor Monaten boss"( Meifter), oder die Volksstimmung oder sonst eine seinem son von Runert im Reichstage und in einer Reihe sozialdemo- Fortkommen förderliche Macht sich gesonnen zeigen. Hat er Eine Warnung vor dem aus Berlin gebürtigen Schuh- tratischer Zeitungen publizirt worden waren. mit dem Scharfblick strebsamer Leute die richtige Witterung macher Emil Pazholz wird von Augsburg aus an alle Der frühere Redakteur des„ Braunschweiger Volksfreundes", gewonnen, dann springt er vom Baune herab auf die gute" Parteigenossen gerichtet. Pähholz steht im Alter von 42 Jahren, Eisenbed, wurde wegen einer Anzahl gegen die national: Seite. Wer sich aufs Zaunbocken versteht, bringt's weit im Leben, ist von mittelgroßer unterfester Statur, hat blonden Schnurr- liberal- fonfervative Braunschweig. Landes- 3tg." polemifirender und habe er auch sonst keine Fähigkeiten des Geistes und( Sha= bart, angehende Glaze, spricht Beriiner Dialekt und trägt dunkel: Artikel von dem Redakteur derfelben, Dr. Sierfe, wegen Beleidi- rafters. Nur bewahren sie meist die Geheimnisse ihrer Kunst in grauen Anzug und eben solchen Ueberzieher. Näheres durch den gung verflagt. Eisenbeck erhob gegen Sierfe Widerklage. In stillverschwiegener Seele und plaudern sie nicht so unvorsichtig aus Vertrauensmann Karl Breder in Augsburg, Redaktion der der am 25. Mai stattgehabten Verhandlung der Sache wurden wie Herr Baumbach. Volts- Zeitung". Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck des beide der Beleidigung schuldig befunden, Sierte aber für straffrei Aber recht geschieht den Freifinnigen schon, daß sie ihn jett Vorstehenden gebeten. erklärt, während Eisenbeck zu 200 M. Geldbuße und zur Tragung im Fleiſche ſizen haben, den Säkularfest Wadelstrumpf, der sich der Gesammtkosten verurtheilt wurde. mit seiner seit wenigen Jahren ihm anvertrauten Stadt Danzig bereits so verwachsen fühlt, daß er die wichtigste Abstimmung während seiner ganzen Boltsvertreterzeit schwänzen mußte, um nur bei den Borbereitungen zu einer städtischen Jubelfeier dabei sein zu können. Wie nun, wenn's sich wieder eininal eine Abstimmung mit unberechenbaren Folgen handelt? Was da wohl den wackeren Oberbürgermeister am Erscheinen bindern wird? Vielleicht läuft ihm unheilverfündend eine Raze über den Weg, oder er versäumt den Pferdebahnanschluß, wie weiland sein Amtsbruder Herr v. Forckenbeck, dem in seinem überlasteten Gehirn natürlich nie eine Erinnerung daran aufdämmern konnte, daß man in der mit ihm verwachsenen Stadt Berlin durch eine Droschte erster Klasse fein Biel noch schneller erreichen fann, als durch eine verpaßbare Pferdebahn. Von der Agitation. Während der Pfingstfeiertage verbreiteten die Parteigenossen in Ober- und Niederbayern gegen 200 000 Wahlflugblätter. Aus Neisse wird uns geschrieben: Mit welcher Begeisterung die Landagitation und die Vorbereitung zur Wahl von Lokales. Für den Süd- Osten bei Zoltsdorf. Görligerstr. 58; Spindler, Reichenbergerstr. 118; Schaier, Reichenbergerraße 54; 3ubeil, Naunguftr. 86; Rohr, Naunynstr. 78; Stabernad, Pücklerstr. 49. den hiesigen Genossen betrieben wird und welche gute Aufnahme sie bei der Landbevölkerung findet, geht aus Nachstehen- Parteigenoffen des IV. Berliner Wahlkreises. Das dem hervor: Da die Verbreitung der Flugschriften zu erfte Flugblatt zur Reichstagswahl wird am Sonntag, den 28. Mai, langsam und zeitraubend Dor fich ging, erbot fich Morgens 1/28 Uhr, verbreitet. Parteigenossen, die helfen wollen, ein bewährter Genosse, der frühere Gasthausbesizer jezige Land- fönnen sich in folgenden Lokalen melden: wirth Hinner in Grunau bei Neisse welcher sich schon bei der Für den Osten bei Lock, Friedrichsbergerstr. 11; 3abel, 90er Wahl rühmlich hervorgethan hat, indem er uns troh der Frankfurter Allee 90; Tempel, Langestraße 65; 3ippfe, größten Hindernisse seinen Tanzsaal unentgeltlich zu einer Bolts- Grüner Weg 14; Lange, Elisabeth- und Waßmannstraßen- Ecke; versammlung überließ, uns in seinem Fuhrwert zu fahren, was ungering, Breslauerstr. 27; Spietermann, Markusstr. 6; wir uns natürlicher Weise nicht zweimal sagen ließen. So war Rattte, Krautfir. 48; Wagner, Königsbergerstr. 28; Böhl, es uns denn möglich, an den beiden Pfingsfeiertagen ca. 6000 Frankfurter Allee 74. Flugschristen, die uns vom Parteivorstand zugegangen waren, in 18 Dörfern des hiesigen Wahlkreises an den Mann zu bringen. Nur eine Stimmung herrscht unter den betheiligten Genossen, nämlich die: Dies waren so echte, rechte Pfingsfeiertage, wo wir als Jünger des Sozialismus ausgingen, um die Wahrheit allen denen สิน spenden, die ihrer bedürfen. 5. Berliner Wahlkreis. Am Sonnabend, den 27. d. M., Und die Aufnahme bei der Landbevölkerung? Sie kann nur Abends 7/2 Uhr, tommt ein Flugblatt zur Verbreitung, und mit vereinzelten Ausnahmen eine herzliche, freundschaftliche genannt werden. Wenn wir nach der Vertheilung der Blätter wieder durchs Dori zum Rendezvous- Ort zurückkehrten, standen Bauer und Knecht auf der Straße, im Garten, im Hause, am offenen Fenster und lasen einander aus unseren Schriften vor. Sobald fie uns wieder erblickten, wurde uns zugerufen:„ Ja, das ist wahr, was darinnen steht; Ihr habt recht, wenn wir nur öfter so etwas zu lesen hätten" u. f. w. Das Gesammt refultat unferer Agitation im hiesigen Kreise läßt sich furz dahin zusammenfassen: Wir haben unsere Schuldigkeit gethan, und die Wirkung wird nicht ausbleiben, denn der Thurm des Zentrums ist erschüttert, die Konservativen sind zersplittert; dies wird der 15. Juni beweisen. Am ersten Pfingstfeiertage unternahmen 30 Stralsunder Parteigenossen eine Agitationstour nach Rügen. Sie fanden fast überall die freundlichste Aufnahme. In Gingst wurden ihnen etwa 50 Flugblätter beschlagnahmt, wogegen Beschwerde eingereicht ist. . fordern wir alle Genossen, welche sich an der Verbreitung betheiligen wollen, auf, sich an nachstehenden drei Stellen pünktlich einzufinden: Krüger, Hirtenstr. 10. Wagener, Neue Königstr. 89. Witschow, Elfaffer- und Hamburgerstraßen- Ece. Das Wahlfomitee. Wahlkreises! Alle diejenigen Parteigenossen, welche gewill Achtung, Parteigenoffen des 6. Berliner Reichstag8. find, thätig zu sein, hauptsächlich während der Wahl, tönnen sich melden bei den Vertrauenspersonen Joh. Pfarr, Willsnackerstr. 49, Wilh. Marten, Ackerstr. 44, Gust. Wigel, Ackerstr. 29, Eduard Bingau, Bionsfirchftr. 7. um Daß diese liberalen Herren Bürgermeister immer, wenn es sich um ernstliche Fragen des Volkswohls handelt, eine so wenig erhebende Rolle spielen im Deutschen Reich, hat seinen guten Grund. An ihnen zeigt es sich so recht, welch ein Scheinding unsere fogenannte städtische Selbstverwaltung ist. Nicht genug, daß der großen Masse der städtischen Einwohner durch das DreitlassenWahlsystem ihr Bürgerrecht verkürzt wird, auch den wohlhabenden Bürgern, die in den Stadtverordneten- Versammlungen den Aus ichlag geben, wird eine bureaukratische Spize aufgesetzt. Sie müssen sich einen Juristen" zum Haupt wählen, so verlangt es das Gesetz. Da wird denn irgend ein Regierungsrath oder Landrath, allenfalls ein Rechtsanwalt, der mit der Stadt bisher faum irgend welche Beziehungen hatte, irgendwo hergeholt, ein Mann, der bureaukratisch fühlt und sich bureaukratisch geberdet, so daß der Assessorismus" in den preußischen Städten mindestens eben so maßgebend ist, wie in den verschiedenen Zweigen der preußischen Staatsverwaltung. Wie eingewurzelt die Gepflogenheit ist, die höheren Selbstverwaltungsposten mit ehemaligen Staatsbeamten nicht obligatorisch ist. Da ist es doch immer ein Beamter a. D. oder zu befeßen, zeigt sich in den fleineren Städten, wo der Assessorismus Offizier a. D., den man zum ersten Bürger" der Stadt macht. So viel Selbftgefühl aus ihrer Mitte einen Bürgermeister zu wählen beißen die deutschen Vollbürger nicht. Erfor doch vor einigen Tagen die Stadt Königsberg in der Neumart zum Bürgermeister einen Berliner Polizeilieutenant. Das ist der„ Bürgerftolz" im Beamtenstaate! 28. Mai, früh 7 Uhr, ein Flugblatt verbreitet wird. Daffelbe den Freifinnigen, den sanften und den derben, aber nicht minder Ferner geben wir hiermit bekannt, daß am Sonntag, den Die Unterthanendemuth gegenüber der Beamtenschaft steckt ist an folgenden Stellen abzuholen: Für Moabit: Hermer in den Knochen wie den übrigen bürgerlichen Parteien. Hat es Aus New York wird uns geschrieben: Die Vorgänge in Schmidt, Perlebergerstr. 28; für Dranienburger Bordoch in Deutschland feit dem Berfall der mittelalterlichen Stadt: it a dt: Hilgenfeldt, Bergstr. 60; für Wedding: Gieshoit, republifen fein selbständiges und selbstbewußtes Bürger chum mehr Deutschland haben auch hier ihre Wirkung geübt und neues Leben unter die sozialistischen Arbeiter gebracht. Gleich nach Gin- Boyenstr. 40, Gleinert, Fennstraße, Bahr, Gerichtsstr. 19; für gegeben. Da ist es denn kein Wunder, daß auch die Freifinnige Gesundbrunnen: Haferland, Bellermannstr. 87; für Boltspartei sich einen Bureaukraten zum Vertreter ertiest, der treffen der Nachricht von der Auflösung des Reichstages wurden Rosenthaler Vorstadt: Wizel, Acferstr. 29, Raabe, durch seine Thaten und Meinungen sich als echten Manchesterüberall Sammlungen für den Wahlfonds angeregt, die jetzt in vollem Gange find. Wenn auch die Verhältnisse bier nicht Ruppinerstraße, Meinhardt, Pappel Allee 3/4; Schönhauser mann gekennzeichnet hat. vorstadt: Ließte, Schwedterstr. 33. mehr derart beschaffen sind, daß der Einzelne große Opfer bringen fann wie das vor anderthalb Jahrzehnten war fo Polizeilich konfiszirt wurde heute in der Buchhandlung so ist doch zu hoffen, daß ein ansehnlicher Betrag zusammenkommt. des" Vorwärts" May Kegel's" Sozialdemokratisches Liederbuch, In den Zusammenfünften und Versammlungen speziell der deutschen fünfte verbesserte Auflage", und zwar auf Requisition des KönigGenossen bilden die bevorstehenden Wahlen das ausschließliche lichen Amtsgerichts, Abtheilung XVIII zu Königsberg i. Pr. VorGesprach; da paßt auf jeden in entsprechender Aenderung das gefunden wurde nur ein Exemplar; der Staat aber ist wieder Burns'sche Lied:" Mein Herz ist in Teutschland, mein Herz ist einmal gerettet. Aus Ostpreußen mußte freilich erst der Retter nicht hier, mein Herz ist beim Wahlkampf im rothen Revier!" tommen, was tief beschämend für die Berliner Staatsanwalt Und das ist auch ganz natürlich; bilden doch die Nachrichten schaft und Polizeibehörde ist. aus Europa, und besonders aus Deutschland, die einzigen Anregungen für die hiesigen deutschen Genossen, um guten Muths und dadurch in der Stimmung zu bleiben, das steinige Feld hier weiter zu bearbeiten! Die Newyorter vereinigten jüdischen Gewert schaften haben zum Züricher Kongreß den Genossen Ab. Cahan gewählt. Die fozialistische Arbeiter Partei( Siz Brooklyn) wird am 1. Juli eine Konvention abhalten, und zwar in Chicago; es ist zu hoffen, daß auf dieser auch endlich eine definitive Vereinigung der beiden Fraktionen herbeigeführt wird. " " Das in St. Louis herausgegebene englische sozialistische Blatt, dessen zweite Nummer jezt erschienen int, heißt nicht wie ich nach der betreffenden Notiz im Vorwärts" mitgetheilt " Standard", sondern& abor". Die Abonnentenzahl hat schon 800 erreicht, ein erfreuliches Resultat, wenn die Abonnenten alle Amerifaner wären. Das ist nun freilich vorderhand nicht zu erhojjen, aber immerhin wird das Blatt einen guten Theil zur Aufklärung der englisch sprechenden Arbeiter beitragen, so weit diese von den Verbreitern zu erreichen sind. Todtenliste der Partei. Unter zahlreicher Begleitung der Parteigenossen wurde am Mittwoch in Stuttgart der Schrift feher Friedrich Heine beerdigt. Zu einer wahren Temonstration gestaltete fich am Montag in Köln das Begräbniß des alten Parteigenoffen Scho b. Dem Sarge folgten in schier endlosem Zuge über 1100 Genoffen, darunter über 50 Frauea. Mit dem ernsten Vorfaze, den Ge= nossen Schob als Vorbild zu betrachten und treu zum Banner des Proletariats zu halten, wie er es gethan hat, ging das Leichengefolge auseinander. Bureaukratie verderben Leute, die cs weder mit der noch mit der Bourgeoisie ganz beß dafür sorgen, daß aus Berlin wenigstens tein Baunhocker möchten, paffen da am besten hin. Sie haben die Baunhockerei zu einer schönen Kunst ausgebildet. Die Arbeiterschaft wird indeß dafür forgen, daß aus Berlin wenigstens fein Baunhocker mehr als Volksvertreter hervorgeht. Mit dem Beinbruch, den der unglückliche Zaunhocker davontrug, als er sich aufs diplomatische Blatteis begab, wollen wir ja sehr ausführlich behandelt worden. Wer das Bein gebrochen uns hier nicht beschäftigen. Das Abenteuer ist im Vorwärts" hat, braucht für längere Zeit Ruhe. Die sozialistischen Wähler des fünften Berliner Wahlkreises werden in bekannter Menschenfreundlichkeit dafür sorgen, daß Herrn Baumbach die nöthige Ruhe Baunhockerei.( Eine Empfehlung für den, freifinnigen" Randidaten des V. Berliner Reichstags- Wahlfreises.) Der satularfeftbefliffene Oberbürgermeister von Danzig hat in seiner Kandidatenrede, zu theil wird. durch die er sich den freifinnigen Wählern des fünften Berliner Wahlkreises als der geeignetste Wolfsvertreter wärmfiens empfahl, desto dankenswertherer Weise enthüllt. Als es in seiner Abwesenheit zur Spaltung der ehemals deutschfreisinnigen Partei gekommen war, da nahmen bald die San ten um Ricfert, bald die Terben um Richter den Baumbach für sich in Anspruch. büßen kann. Zwei Wähler laffen die Reichstags- Wahllisten Wie man durch eigene Klugheit fein Wahlrecht ein. einsehen und erfahren, daß sie nicht in denselben stehen. Statt nun an den bekannt gemachten amtlichen Stellen ihre Gintragung zu verlangen, schicken sie ein Reklamationsschreiben An den Löbl. Wahlverein des Deutschen Reiches, Expedition des Vorwärts"." Dort ist das Schreiben am Morgen des 26. Mai eingetroffen. " Die Zweifel, nach welcher Seite diefer strebsame Mann denn schließlich fallen würde, wurden keineswegs beseitigt durch den wundersamen Briej, in welchem Herr Baumbach den Einen Fünf Kriminalbeamte nahmen am Mittwoch Mittag bei Honig und den Anderen Butter um den Mund strich und dann dem Gürtler M. Gammisch, Mariannenstr. 17 eine Haussuchung schwungvoll erklärte, er würde immer für die höhere Einheit der vor. Gefunden wurde nur eine Sammellifte, die man jedoch liberalen Sache wirken. nicht beschlagnahmte. Speziell war den Beamten daran ge legen, den Aufenthalt des Bruders von Gammisch( zur Zeit in Hamburg) zu erfahren. Zur Entscheidung ist er erft gelangt, als es sich um die wiederwahl im fünsten Wahlkreise handelte. Da hat er denn in besagter Wahlrede auch seine Beweggründe durchblicken laffen. Was ihn selbst betrifft," heißt es in dem Bericht der Boff. 3tg.", so würde er, wenn er in der Lage gewesen wäre, infolge der Spaltung in der freisinnigen Partei seinen bisherigen Stand punkt zu ändern, sicherlich vorher die Wähler refragt haben und namentlich würde er sich nicht von Eugen Richter trennen ohne Bustimmung seiner Wähler." Bum Syndikus des Aeltestenkollegiums der Berliner Raufmannschaft ist der Landgerichtsdirektor Hirschfeld gewählt worden. Die Hoffnung des strebsamen Herrn Alexander Meyer auf dieses Amt ist also zu Wasser geworden. Auf eineu Reichstagssiz muß er auch verzichten; nur im Rothen Hause tann er noch fein Licht leuchten laffen. Sein Wiz ist abgestanden, wie das Bier, das seinen Beruf verfehlt und wenn er sich uach oben durch noch Was will das sagen? Der Herr Landrath a. D. und so große Biegsamkeit infinuiren will, fann er auf die trockene Oberbürgermeister in D. macht feine Stellungnahme im Abfertigung rechnen: Was kannst Du, armer Teufel, geben? Ja, Parteileben abhängig von der Ansicht der Wähler, die ihn zulegt ja, so geht's, wenn man gern zu Hofe will und unterwegs im in den Reichstag geschickt hatten, und von denen er hoffen tann, Dreck flecken bleibt. daß sie bei günstiger Stimmung ihm wieder ihre Stimme geben Die Perfonalermittelung einer Dame verursacht der werden. Herr Baumbach pflegt also nicht, wie das von einem Polizei Schwierigkeiten. Donnerstag Abend gegen 11 Uhr wurde - Die Berufang der Staatsanwaltschaft gegen das Er festen politischen Charakter zu erwarten wäre, bei den an ihn eine in den 60er Jahren stehende Dame beobachtet, wie sie am fenntniß des Geraer Schöffengerichts, wonach der Redakteur berantretenden großen Entscheidungsfragen mit sich felbft Landwehrkanal bei der Großbeerenbrücke unschlüssig hin- und her. ber, Reußischen Tribüne", Leven, von der Antlage Hathe zu gehen und dann auf grund seiner nach reiflicher Prü- lief und endlich den Sprung in die Fluthen machte. Unbekannte der Beleidigung des Dobschwitzer Bürgermeisters Wendler freiung gewonnenen Ueberzeugung flare Stellung zu nehmen, so oder Personen unternahmen sogleich das Rettungswert, konnten aber gesprochen wuroe, ist vom Landgericht verworfen worden. In so, gleichgiltig, ob er wiedergewählt wird oder nicht. Nein, er nur noch eine Leiche an das Land ziehen. Das Taschentuch einer anderen Angelegenheit war Leven wegen Beleidigung des fagt: ich fann fo, ich kann aber auch anders; ich lege alles in der Dame zeigt das in Weiß gestickte, verschlungene Monogramm felben Birgermeisters zu 20 M. Geloſtraje verurtheilt. Auch eure Hände, die ihr das schöne Mandat zu vergeben habt. Ihr T. H. feid für Richter? Gut, ich bin's auch. Ich werde mich nie von feine Berufung dagegen wurde verworfen. Ein schwerer Unglücksfall bat sich am Donnerstag Abend Polizeiliches, Gerichtliches 2c. In Darmstadt wurde der frühere Redakteur der ihm trennen, so lange ihr nicht eure Zustimmung gebt. Hessischen Volksstimme", Genosse Pbilipp Müller, wegen Das flingt recht demokratisch; es flingt aber nur so. In gegen 1/28 Uhr auf dem Terrain des Zirtus Ciniselli zugetragen. Berächtlichmachung von Staatseinrichtungen und Beleidigung der Wirklichkeit in's nur Mandathascherei. Man denke sich nur ein um diese Zeit wollte einer der Arbeiter dieses Instituts an der Offiziere und Unteroffiziere der deutschen Armee, begangen durch mal den Fall, Herr Baumbach wäre in einem anderen Wahl- Drathleitung der elektrischen Beleuchtung auf dem Vorplatz eine den Artikel:" Fort mit diesem Krebsschaden des Bolfslebens", bezirk in voriger Regislaturperiode gewählt worden, in einem Steparatur vornehmen. Die Leiter glitt jedoch ab und der Arder die Mißhandlungen der Soldaten schilderte und die Vor- Wahlkreise mit fezeſſioniſtiſchen Neigungen, etwa in Nieder- beiter stürzte aus einer Höhe von 10 Wietern die Leiter herab. gesetzten scharf fritisirte, zu einer Geldstrafe von 300 m. verschlesien, wo Barih und Goldschmidt durch's Biel gegangen find. Mit schweren inneren Verlegungen mußte er in ein städtisches urtheilt. Der Staatsanwalt hatte 4 Monate Gefängniß be- Da hätte er nach seinen trefflichen Grundsätzen natürlich gleich. Krankenhaus geschafft werden. " weigern. des Proletariats! Der Vertrauensmann Karl Alboldt, Elisabeth- Ufer Nr. 45 Eine Kahnfahrt am zweiten Feiertag hat vermuthlich| M3 die Bewerber ihre Hoffnungen zu Waffer werden sahen, hielten An die Hausdiener und Berufsgenoffen Berlins! ein beklagenswerthes Ende genommen. Aus Grünau wird uns sie sich durch den Angeklagten getäuscht und erstatteten Da durch die bevorstehenden Reichstagswahlen ein großer gemeldet: Am zweiten Pfingstfeiertage Mittags mietheten drei Anzeige. Zur heutigen Verhandlung war der Zeuge Endergat Theil unserer Kollegen erheblich in Anspruch genommen ist, so junge Leute, fämmtlich Anfangs der zwanziger Jahre, anscheinend nicht erschienen. Der Gerichtshof, unter dem Vorsitze des Land- werde ich bis zum Wahltage teine öffentliche Versammlung Sem Handwerkerstande angehörig, bei einem Bootsverleiher einen gerichtsraths Althaus, beschloß die zwangsweise Vorführung des einberufen. Die nächste Versammlung, welche nach der Reichsaneiriemigen Kahn, mit welchem sie die Dahme aufwärts nach Beugen und trat einstweilen in die Verhandlung ein. Der Be- tagswahl am Mittwoch, den 21. Juni, Abends 9 Uhr, bei dem Neuen See au fuhren. Die Miether des Bootes tehrten schuldigte bestritt jede betrügerische Absicht. Die Darlehen seien Gründer( früher Mundt), Köpenickerstr. 100, stattfindet, ist eine jedoch weder am zweiten Feiertage noch auch später zu dem ihm aus freien Stücken angeboten worden und er habe sie an- wichtige; auf der Tagesordnung steht der StellenEootsverleiher zurück, so daß letzterer annahm, daß die jungen genommen, weil er zu damaliger Zeit durch seine ander vermittelungs- Schwindel in den Berufen der HausLeute das Fahrzeug gestohlen hätten und der Polizeiverwaltung weitigen Unternehmungen start in Anspruch genommen diener, Kellner, Bäcker und Schlächter. Die Kommissionäre, ei ne diesbezügliche Meldung machte. Am legten Donuerstag aber wurde. Uebrigens feien sämmtliche Summen am Verfall- Agenten 2c., sowie die Vorstände und deren Mitglieder der wurde das Boot auf der Spree zwischen Köpenick und Sadowa tage pünktlich zurückgezahlt worden. Die lettere Be hier am Plaze bestehenden Diener sowie Portiers Vertreibend, halb mit Wasser gefüllt, aufgefunden, von den Insassen hauptung tonstatirte der Vorsitzende als richtig. Der erste einigungen find zu dieser Versammlung besonders eins Die oben angeführten Berufe werden höflichst war jedoch keine Spur zu entdecken. Man glaubt nun, daß Beuge, Restaurateur Hobiger, befundete, daß er dem Angeklagten geladen. ein Unglücksfall vorliege, da die drei Vermißten das dem Boots. die 5000 M. angeboten und dabei betont habe, daß er bis zu gebeten, an diesem Tage feine Bersammlung abverleiher gegebene Pfand von 10 M. schwerlich im Stich gelassen 15 000 m. gehen würde, wenn er die Detonomie erbalte. Die zuhalten und rege in ihren Kreisen für diese öffentliche Ver haben würden. Frage des Vorfizenden, ob der Zeuge auch die 5000 M. geliehen fammlung zu agitiren. haben würde, wenn er gewußt hätte, daß der Angeklagte gleich Kollegen! Am 15. Juni wird der deutsche Reichstag neu Bu Tode gequetscht. Ein schwerer Unglüdsfall, bei dem geitig mit anderen Restaurateuren unterhandelte, wurde von gewählt. Aus unseren politischen Tagesblättern werdet Ihr leider ein Menschenleben zu beklagen ist, hat sich am Donnerstag dem Beugen mit dem Bemerken bejaht, daß fich zur Genüge erfahren haben, weswegen die Auflösung des früheren Nachmittag, wie wir der Staatsbürger- Beitung" entnehmen, an wohl gedacht habe, daß noch andere Bewerber auf Reichstages erfolgte. Nicht aus eigener Ueberzeugung, sondern dem Landungsquat ber an der Oberspree belegenen getreten feien, er babe ja nichts dabei verlieren können. aus Furcht vor ihren Wählern lehnte die Mehrheit Wolff'schen Balmölfabrik ereignet. war daselbst der Nach Bernehmung dieses Zeugen wurde dem Gerichtshofe die die Regierungsvorlage ab. Die Regierung appellirt nun an das 24jährige Dockarbeiter Krans in Gemeinschaft eines gleich Nachricht, daß der Zeuge Endergat nicht zu beschaffen sei, da Bolt und dieses wird am 15. Juni die Antwort nicht schuldig altrigen Kollegen bamit beschäftigt, die Außenwand des im Dock berselbe außerhalb sei. Staatsanwalt Keßler beantragte deshalb bleiben, es wird sein Veto einlegen gegen die Mehrbelastung liegenden Schleppdampfers Sedivig" zu streichen, zu welchem Bertagung der Verhandlung und die Bestrafung des Beugen durch Abgabe von Stimmen für solche Kandidaten, welche fonZwe sie sich beide einer herabhängenden Stellage bedienten. Endergat mit 100 M. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Dr. Bont, fequent und energisch jeden Mann und jeden Groschen ver. Nach dem sie nun kurz nach der Vesper ihre Arbeit wieder auf schloß sich dem Antrage der Vertagung an. genommen hatten, tam plößlich eine durch starke Brise heranDer Gerichtshof beschloß die Vertagung, legte bem aus- Und das thun, wie die letzte und viele vorhergehende Abs getriebene Schute( Ueberladungszille) in die Nähe des Dampfers gebliebenen Zeugen Endergat die Kosten des Termins und eine ftimmungen bewiesen baben, einzig und allein bie Sozialund burde schließlich, noch ehe sich die beiden Dockarbeiter in Geldstrafe von 100 M. auf. demokraten. Alle anderen Parteien find geneigt, mehr oder Sicherheit bringen fonnten, dermaßen gegen den Dampfer ge weniger Konzessionen zu machen. Auch an Euch Kollegen ist es, schleudert, daß der Dockarbeiter Kranz seinen Tod dabei fand, Wegen Verbrechend gegen die Sittlichkeit verurtheilte zu agitiren und einzutreten für die Kandidaten der Sozialdemo indem er mit dem Brusttorb zwischen beide Fahrzeuge gepreßt geftern die 7. Straftammer hiesigen Landgerichts I den Musik- tratie. Berfäume feiner fein oberstes Recht als Staatsbürger und buchstäblich zerquetscht wurde, während sein Kollege, der sich lehrer Scherhey, Inhaber eines Mufit- Konservatoriums, zu auszuüben, gebe ein jeder am 15. Juni seine Stimme ab. Die zwar noch mit dem Oberförper über den Dampfer schwingen 1 Jahr 6 Monaten Gefängniß. Die Beweisaufnahme Söhne und die Arbeitsverhältnisse der Hilfsarbeiter im Handels fonnte, aber mit den Füßen hängen geblieben war, mit einem ergab, daß der Angeklagte geraume Zeit hindurch mit einer bei gewerbe werden, wenn die Militärvorlage angenommen wird, noch doppelten Beinbruch davon fam. Auf Anordnung des herbei ihm Unterricht genießenden 16jährigen Schülerin, welche im Be- viel schlechtere werden; darum Kollegen thue ein jeder seine gerufenen Hafenarztes wurde der Verunglückte nach dem Kranken- griff war, sich zur Sängerin auszubilden, sträflichen Umgang Pflicht und gebe am Wahltage nur dem sozialdemokratischen hause gefchafft. Die Leiche des so elend ums Leben gekommenen unterhalten hatte. Die Thatsache, daß dns Mädchen selbit die Kandidaten seine Stimme. Kollegen! Bis zur Wahl dürft Ihr Dodarbeiters& rang, der der einzige Ernährer feiner alten Rolle der Versucherin gespielt, hat zur Milderung der Strafe feinen Augenblick unthätig fein. Diejenigen, welche ohne fefte gebrechlichen Mutter war, wurde behufs weiterer Veranlassung nicht wesentlich beigetragen. Stellung sind, haben die Pflicht, sich den Wahlkomitee's ihrer vorläufig in einem Lagerschuppen untergebracht. Gewerbegericht. Wie jungen Mädchen in acht betreffenden Kreise zur Verfügung zu stellen. Reiner follte fehlen Ein Durchgänger auf dem Korfofeft. Nach verübter Tagen für 10 M. das wäschenäben beigebracht bei der Vertheilung von Flugblättern! Am Wahltage ſelbſt ſeid Unterschlagung flüchtig ist der Buchhalter Max Falkenstein, und wird, konnte man in der Sigung der Kammer II vom 24. Mai alle auf Euren Posten, um auch Eurerseits beizutragen zum Siege es besteht die Bermuthung, daß er sich hier in Berlin verborgen erfahren. Betlagter war ein Herr Rüß, Kaiſerin Augustahält. Nachdem umfangreiche Nachfragen in Gasthöfen zu dem straße 77, welcher dort eine wäschenäherei besist, oder doch der Haus, Geschäftsbiener, Bader und Berufs Ergebniß geführt hatten, daß der Flüchtling hier in der That wenigstens den Anfang zur Einrichtung einer solchen gemacht genossen Berlins. unter falschem Namen gewohnt hat, hat man auch in Erfahrung hat. Klägerinnen waren vier junge Mädchen, von denen drei gebracht, daß Falkenstein sich das Bergnügen gegönnt hat, am ihr Lehrgeld wieder verlangten sie behaupteten, nichts gelernt Donnerstage an dem Blumentorso auf der Trabrennbahn in su baben, während die vierte Klägerin 13,50 M. rückständigen zu Westend in einem Wagen theilzunehmen. Er ist an seinem röth- Lohnes eintlagte. Die Verhandlung ergab folgendes nettes Bild. lichen Schnurrbart und dem goldenen Klemmer erfannt worden. Herr Rüß wünschte durch Annonce dieselbe foll jest etwas Infolge deffen haben erneute polizeiliche Nachforschungen nach verändert sein junge Mädchen zur Erlernung der Wäsche dem Aufenthalte des Gesuchten stattgefunden, deren Ergebniß fich näherei in acht Tagen, er dauernde Beschäftijedoch der Deffentlichkeit noch entzieht. gung" nach beendeter Lehrzeit und ein Monatsgehalt von 35 Mart in Aussicht stellte; und das alles für 10 Mark Marktpreise in Berlin am 25. Mai, nach Ermitte Lehrgeld. Dieses vielversprechende Inserat hatte die Klägerinnen lungen des Polizeipräsidiums. Weizen per 100 Kg. guter von angelockt. Wie sie angaben, haben sich der Beklagte und dessen 16,60-16,30 m., mittlerer von 16,20-16,00 m., geringer von Ehefrau fast gar nicht um fie gefümmert; dieselben hätten den 15,90-15,60 M. Roggen per 100 kg. guter von 15,00-14,70., ganzen Tag über nur ein paar Mal den Arbeitsraum betreten Gegenwartsbild aus der bürgerlichen Gesellschaft. mittlerer von 14,60-14,40 m., geringerer von 14,30-14,00 W. und ihnen nichts gezeigt". Papierstücken und Zeugläppchen In der Nr. 120 des in Bromberg erscheinenden Ostdeutschen Gerſte per 100 kg. gute von 17,50-16,40 m., mittlere von feien das Material gewesen, an dem sie das Nähen erlernen Fokal- Anzeigers" befindet sich folgende Anfrage eines Abonnenten 16,30-15,20., geringe von 15,10-14,00 M. Safer per 100 Kg. follten. Garn und Nadeln hätten sie sich selbst kaufen müssen.. in Fordon: Jn hiesiger Stadt lebt ein etwa 50 Jahre guter von 16,90-16,40 M., mittlerer von 16,30-15,90 M. Eine dem Rüsch gehörende Nadel, welche zerbrochen wurde, habe alter geistes schwacher Mann, Namens Lewandowski, geringer von 15,80-15,40 m. Stroh, Richt per 100 g. von bezahlt werden müssen. Dazu feien die Wlaschinen schlecht und selbiger ist in hiesiger Stadt geboren und hat seine bisherige M. Heu per 100 Kilogr. von M. Erbsen, gelbe faum zu regieren; außerdem wäre, es war im Winter, nicht ge- ebenszeit hier zugebracht, ist also hierorts heimathberechtigt, er zum Kochen per 100 kg. von 40,00-24,00 m. Speisebohnen, weiße heizt worden, so daß die Erstarrung der Finger das Nähen fast fristet sein Leben durch Straßenfegen, Wassertragen, Botengänge per 100 kg. von 50,00-20,00 M. Linsen per 100 Kg. von 80,00 unmöglich gemacht habe. Die eine Klägerin, Fräulein Henschel, und Betteln, ein Erwerb, welcher jedoch, zumal der Mann noch bis 30,00 M. Kartoffeln per 100 Rg. von 6,00-4,00 M. Rind hat nach ihrer Behauptung fchon Wafchinennähen gefonnt, au Anjang dieses Jahres das Unglück hatte, den Arm zu fleisch von der Reule per 1 Kg. von 1,60-1,20 m. Bauchfleisch als sie zu Rüsch fam, ist aber trotzdem zum Läppchendurchbrechen, zur Beschaffung der nöthigen Lebensmittel und eines per 1 Kg. von 1,30-0,90 M. Schweinefleisch per 1 Kg. Don nähen" angehalten worden. Sie hat es nicht länger als einen menschlichen Nachtlagers nicht ausreicht. Von seiten des hiesigen 1,60-1,10 M. Kalbfleisch per 1 Kg. von 1,60-0,80 M. Hammel Tag bei ihrem Lehrmeister" ausgehalten, während es die Frin. Orisarmenverbandes wird ihm teine Unterſtügung fleisch per 1 Kg. von 1,50-0,90. Butter per 1 Kg. von 2,80 Canthut und Wollschläger einige Tage länger aushielten und gewährt, auch wird ihm, da er reich an Ungeziefer ist, nicht gebis 1,80 M. Eier per 60 Stück von 4,00-2,20 m. Fische per die vierte Klägerin beinahe drei Wochen dablieb. Der Beklagte tattet, in Ställen zu nächtigen, infolge dessen hat er, wie ich 1 Kg.: Karpfen von 2,40-1,20 m. Aale von 3,00-1,00. führte aus, er habe nicht das Wäsche nähen in der Annonce erst gestern erfahren habe, seit Monat März d. I. wäh Bander von 2,40-1,00 M. Hechte von 2,00-1,00 M. Barsche gemeint", sondern das Maschine nähen. Die 85 Mart rend der meisten Nächte unter freiem Himmel, von 1,60-0,60 M. Schleie von 2,80-1,00 m. Bleie von 1,40 monatlich habe er erst dann zahlen wollen, wenn die betreffenden in Rämpen und Dornbeden lagern müssen. Wesvon dem bis 0,70 M. Krebse per 60 Stück von 12,00-1,75. Mädchen perfekte Wäschenäherinnen geworden sind. Um dies halb wird diesem hilfsbedürftigen Menschen schnell zu werden, müsse man aber etwas Genie" dazu haben hiesigen Armenverbande teine Unterstützung gewährt? Ist selwenn die Mädchen das nicht befäßen, könne er nicht davor. biger dazu außer stande oder fehlt es nur am Willen?" mit den Klägerinnen habe er abgemacht, daß ihm das Lehrgeld ver- Hoffentlich sorgt die auständige Regierungsbehörde falle, wenn sie unrechtmäßiger Weise vor Beendigung der Lehr- dafür, daß der arme Mensch ein ausreichendes Unters zeit fortblieben. Darum habe er auf ihr Verlangen danach ihnen tommen erhält. bas Geld nicht zurückgegeben. Die 13,50 M. wolle er der einen Klägerin nicht geben, weil sie in den annähernd 14 Tagen nach Welch furchtbar schädigenden Einfluß mangelhafte Er der achttägigen Lehrzeit fast nichts für ihn gearbeitet habe; ihre nährung auszuüben vermag, zeigt folgende Mittheilung aus Nähkenntnije seien noch nicht so gewesen, daß fie etwas be ieguiz, die unter der Ueberschrift:" Eine ganze Familie anfpruchen fönne. 3hr have der nöthige Fleiß gemangelt". n a chi blind" durch die Beitungen geht. Seit kurzem hat in So und ähnlich suchte Herr Rüsch sich zu rechtfertigen. Dem der Liegnizer Augenheilanstalt für Niederschlesien eine Frau aus Gerichshof tonnte der gute Mann aber fein& für ein U machen. dem Lübbener Kreise mit ihren 5 Kindern im Alter von 1/2 bis Er wurde fostenpflichtig in drei Fällen verurtheilt, das Lehrgeld 10 Jahren Aufnahme gefunden, welche sämmtlich nachtblind sind. zurückzuzahlen und im vierten Falle der Klägerin 18,50. als Diese Krankheit besteht darin, daß die von ihr Befallenen nach Sonnenuntergang fast völlig das Sehvermögen verlieren; bei Lohn zu geben. fünstlicher Beleuchtung feben fie nur in unmittelbarer Nähe der Die Ursache dieser Erkrankung ist schlechte Lichtquelle etwas. Ernährung; in diesem Falle haben die Erkrankten während des ganzen Winters fich fast ausschließlich von Kartoffeln und Kaffee genahrt. Das einzige Seilmittel besteht in Fleischkost. Da die Mutter außer stande ist, solche für sich und ihre Kinder zu be schaffen, wird zu milden Beiträgen aufgefordert, welche der Austaltsarzt Dr. Kretschmer gern anzunehmen bereit ist.( Der Geiertychajter.) Polizeibericht. Am 25. d. Mts. Nachmittags wurde in der Spree, unter der Weidendammerbrücke, die bereits stark verweite Leiche eines neugeborenen Kindes angefchwemmt. In der Nacht zum 26. d. M. ftürzte sich an der Großbeerenbrücke eine etwa 45jährige Frauensperson in den Landwehrkanal und ertrant. Im Erdgeschoß des Hinterhauses auf dem Grundstücke König straße 61 brach in den Geschäftsräumen der Kaufleute Singer und Wahrenberg Feuer aus, wodurch das im ersten Stock belegene Waarenlager zum größten Theile zerstört wurde. Gerichts- Beitung. " Ueber den Stand des Niemendreherstreifs in Barmen ist zu berichten, daß die bedeutendste Fabrit, die von Kaifer und Dicke, den Streifenden folgende Konzession gemacht hat: In der Voraussetzung, daß die anderen Riemendreherei- Befizer unserem Beispiele folgen, und daß die Nachtarbeit gänzlich ein gestellt wird, welche Forderung der Arbeiter wir für begründet halten und aus wirthschaftlichen Gründen auf das Dringenste be fürworten, feßen wir die Arbeitszeit in unserer Riemendreherei auf 10 Stunden fest." Die Deffentlichkeit ausgeschlossen wurde während einer Unter der Anklage des Betruges in drei Fällen am selben Tage stattgehabten Verhandlung. Ein Schneidermeister stand heute der Direktor Dr. Bruno Mertelmeier vor der lagte gegen eine bei ihm beschäftigt gewesene Frau aus Zurück. britten Straffammer des Landgerichts I. Der Angeklagte ist tehr in das Arbeitsverhältniß bezw. Zahlung einer Entschädigung. Mitglied des Aufsichtsraths verschiedener Attien- Gesellschaften, Die Bellagte hatte ohne Kündigung das Arbeitsverhältniß auf u. a. auch der Attien- Brauerei Schöneberg. Die lettere ift gegeben. Die plögliche Aufgabe der Arbeit wurde auf grund Eigenthümerin des bekannten Restaurants 8um Prälaten" in von Vorkommnissen in der Familie des Klägers als gerecht den Stadtbahnbögen am Alexanderplatz. Zum 1. Januar 1893 fertigt angesehen. Zu dem Bericht in der Nr. 120 des Vorwärts" vom follte der bisherige Bächter dieses Lotals, Herr Schmager, die Der internationale Bergarbeiter- Kongres in Brüffel Bacht aufgeben. Da die Dekonomie des Prälaten" einen Rein- 25. Wlai über die Verhandlung gegen mehrere Mitglieder des gewinn von jährlich ca. 50 000 m. abwerfen soll, so war an Be Pfeifentlubs" Rauch" werden wir ersucht, berichtigend mitwerbern um diesen einträglichen Boften fein Mangel. Die Entzutheilen, daß weder von einer geplanten Ueberrumpetung, noch faßte ben Beschluß, daß der nächste Kongreß in einem Bergs scheidung lag in den Händen des Aufsichtsraths der Schöneberger von einer Umstellung des Lotals durch Gendarmen die Rede sein arbeiter Zentrum Deutschlands abgehalten werden soll. Attien- Brauerei. Der Angeklagte hatte dabei einen bedeutenden tönne. Die im Klub geführte Unterhaltung wurde nur von Auf diefem Kongreß soll auch über die obligatorische Anwendung Einfluß, den er in einer Weise für sich benutzt haben soll, daß einem Gendarmen von einem nicht erleuchteten Treppenflur aus des elektrischen Lichtes im Bergbetriebe verhandelt werden. Hierobige Antlage daraus entstand. Bekanntlich blieb Schmager belauscht. Auch eine Beschlagnahme von Papieren fand nicht statt. auf wurde der Kongreß geschlossen. " Soziale Ueberlicht. O Der internationale" Mafchinisten Verband in den Bereinigten Staaten hat auf seiner legthin fattgehabten Konvention nochmals den schon seit vier Jahren von einer Minderheit genellten Antrag auf Streichung der Bestimmung, welche farbigen" Arbeitern den Beitritt nicht gestattet, abgelehnt. Die Leute schreibt man uns aus New- York scheinen nicht einmal durch Erfahrung flug zu werden! Ist es doch eine betannte Thatsache, daß die Neger in den industriellen Südstaaten immer mehr auch zu qualifizirten Arbeitern herangebildet werden, so weit Bedarf nach solchen ist. Und diese von der Organisation auszuschließen, ist doch der reine Wahnsinn! Defonom des Prälaten", nachdem die zwischen ihm und der Verpachterin entstandenen Differenzen in Güte beigelegt worden waren. Im Oftober vor. Js. wurde dem Angeklagten der Restaus rateur Hobiger als Bewerber um die damals als vatant ausgeschriebene Defonomiestelle durch den Agenten Spaß zugeführt. An die Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins. Seit Dr. Mertelmeier soll dem Bewerber die besten Aussichten gemacht und ihm gesagt haben, daß er der einzige Kandidat sei. Er werde dem 9. Mai stehen wir im Kampf um bessere Lohn- und Arbeitsficher bie Defonomie erhalten, wenn er ihm, dem Angeklagten, bedingungen. Haben wir den Sieg auch zum Theil errungen, fo 5000 M. zur Verfügung stellen könne. Hobiger erklärte sich hierzu giebt es doch noch eine Reihe Fabrikanten, welche sich nicht entbereit. Er gab sofort 3000 Mart, wogegen Dr. Mertelmeier ihm schließen können, die außerordentlich niedrigen Löhne, welche einen Depotschein gab. Dieser Schein wurde später in einen gerade sie zahlen, unseren Forderungen entsprechend zu erhöhen. Darlehnsschein umgewandelt, nachdem Hobiger noch weitere Es ist daher noch eine derart große Zahl von Streifenden, 2000 m. gegeben hatte. Es wurde dabei bestimmt, daß die darunter viele Familienväter, zu unterstüßen, daß es den eigenen Gesammtsumme nach vorhergegangener 14 tägiger Kündigung rüd Kollegen außerordentlich schwer fällt, die erforderlichen Mittel zahlbar sein sollte, wenn Hobiger die Dekonomie nicht erhielt. hierfür auf die Dauer zu beschaffen. Wir appelliren daher an Ein ähnliches Abkommen soll der Angeklagte noch mit zwei anderen die Gesammt Arbeiterschaft, uns in unserem gerechten Kampfe Restaurateuren getroffen und dadurch ein breifaches Spiel ge- fräftig zu unterstützen, damit wir den schon errungenen Erfolgen In der öffentlichen Wählerversammlung für den trieben haben. Der[ Restaurateur Walterstein wurde dem Anges neue hinzufügen fönnen. Wohl ist uns befannt, daß die Wahl. tlagten durch den Agenten Wagener und der Restaurateur Endergat bewegung alle Kräfte in Anspruch nimmt, aber dennoch glauben fünften Wahlkreis, welche am 25. Mai bei Philipp, Rosendurch den früheren Rittmeister, jetzigen Agenten de Bary zu wir, daß unsere Arbeitsbrüder und Schwestern auch ihrer gegen- thalerstraße, tagte, referirte der Reichstags- Randidat Robert die geführt. Beiden soll der Angeklagte gleichlautende Bersprechen wärtig auf gewertschaftlichem Gebiet fämpfenden Genossen nicht Schmidt vor girta sechshundert Personen gegeben haben, wie dem Restaurateur Hobiger und jedem soll er vergessen werden. Helft uns daher zum völligen Sieg, Arbeiter nächsten Reichstags Wahlen. Sein anderthalbstündiger Vortrag, in welchem Redner ganz besonders die antisemiti versichert haben, daß derselbe der einzige Randidat sei. Walter und Arbeiterinnen! Schnelle Hilfe thut bei uns doppelt noth. Alle Sendungen sind zu richten an Karl Willner, Elisabeth schen Anschauungen geißelte, wurde von den Versammelten mit ftein und Endergast gaben dem Angeklagten fein baares Geld, größter Aufmerksamkeit verfolgt und mit lebhaftem Beifall aufsondern Wechsel in Höhe von 8600, bezw. 4000 M. In der Auf Ufer 20, Hof 1 Tr. fichtsraths- Sigung vom 15. November v. J. wurde der Befchluß Die Lohntommission ber gilsschuh- Arbeiter genommen. In der Diskussion meldete sich zunächst ein Herr gefaßt, bem zeitigen Pächter Schmager die Dekonomie zu belaffen. I und Arbeiterinnen Berlins und Umgegend.lGutmann, welcher erklärte, der freifinnigen Boltspartei an 0 Versammlungen. über gugehören. Gr fuchte vergeblich bie Mohrenwäsche an unterbleiben. Mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf die Herrn Baumbach vorzunehmen und meinte unter an Sozialdemokratie wurde die Versammlung geschloffen. derem, daß die Sozialdemokratie nichts Neues bringe. Den Genossen Gutmann und Blum, sowie dem Referenten in zu Eine fommen. B auEin heiteres Pfingst- Intermega wurde ber S& fifchen Arb.- 3tg." von einem Dresdener Barteigenoffen mitgetheilt. Dieser besuchte während der Feiertage in Begleitung seiner Fran gutbesuchte Filzschuharbeiter Versammlung feinem Schlußwort war es ein leichtes, die flägliche Haltung des amten aufgelöst. Der Referent, Schuhmacher Menzel, hatte erften Feiertages ging er in die Schante, um ein Glas Bier zu feinem Schlußwort war es ein leichtes, die klägliche Haltung des wurde am 25. Mai nach kurzer Dauer vom überwachenden Be feine in Bärenstein bei Annaberg, einem Orte mit etwas mehr als 2000 Einwohnern, wohnhafte Mutter. Am Abend des betreffenden freisinnigen Wortführers au fennzeichnen. Blum bie große Arbeitslosigkeit als Folge der fapitalistischen Arbeits- trinken, und traf dort mit etlichen Arbeitern, Jugendkameraden, ( Kaufmann) unterzog besonders die Stellung der freisinnigen weise gefennzeichnet und hervorgehoben, daß von den Tausenden, fammen. Man sprach über dies und jenes, fam auf die Reichstags. Partei den Handlungsgebilfen gegenüber einer vernichtenden welche arbeitslos sind, viele schließlich die Korrektionshäuser und Sevitit. Es gelangte schließlich folgende Resolution einstimmig ähnliche Anstalten bevölkern. Der Polizeilieutenant sah in diesen wahlen, und der Großstädter" führte das große Wort; er sprach über zur Annahme: Die Versammlung ist mit dem Reichstags- Kandidaten bericht über ben Streit in der Bersammlung gegeben werden zustimmende zuhörten, entrüfteten fich einige ebenfalls auwefende ift mit dem Reichstags- Kandidaten Aeußerungen eine Aufreizung zum Klaffenhaß. Da ein Situations. die Wahlausfichten in Dresden und gab auch seinen oppofitionellen Anschauungen lebhaften Ausdrud. Während die Arbeiter ihm R. Schmidt vollständig darin einverstanden, daß die Arbeiterschaft sollte, tam die Auflösung äußerst ungelegen. Die unerledigt ge Bürger, die die ziemlich laut geführte Unterhaltung mit anhörten, von feiner Partei der herrschenden Klaffe etwas zu erwarten bat. Sämmtliche Anwesenden verpflichten sich, am 18. Juni ihre bliebene Tagesordnung wird nun am nächsten Dienstag in einer gar gewaltig fiber die feherischen Ansichten des Dresdeners. bat. Sämmtliche Anwesenden verpflichten sich, am 15. Juni ihre neuen Versammlung in der Rosenthalerstr. 88 zur Erledigung Der Wirth wollte ihm das Lotal verbieten, doch die Mehrheit Stimme dem Kandidaten der Sozialdemokraten, R. Schmidt, zu geben, um erftens einen Vertreter im Parlament der Gäfte erklärte, daß man dann auch gehen würde, und haben, der die Noth des des Volkes fennt und Allgemeine Krankens and Sterbekaffe der Metallarbeiter( G. 8. so blieb er. Am anderen Morgen zeitig erschien bereits zweitens, um durch die Stimmenabgabe für die Sozial- 29) Filiale Berlin 1. Sonnabend, den 27. Mat, Abends 8% Uhr, Berfammlung Die Polizei bei dem Hauswirthe der Mutter des Ums Lichterfelderstr. 8 bet Winter. demokratie Protest einzulegen gegen die Ausbeutung der besitzVerein ehemaliger Schüler der 30. Gemeindeschule. Sonnabend, stürzlers, um sich zu erkundigen, wer der schreckliche Kerl sei, losen Klassen durch den Kapitalismus, Protest einzulegen gegen den 27. Mai, Abends 9 Uhr, bet Wurl, Koppenstr. 58. Vortrag des Mit der gestern Abend fächsische Staatsemrichtungen kritisirt" das ganze heutige Gesellschaftsfystem." gliebes Herrn Jonas über ,, Der Altohol als Genuß- und Heilmittel". habe. Während des ganzen zweiten Feiertages hatte der Unselige Neuer Berliner Handwerkerverein. Sonnabend ben 27. Mat 1893, Der Voifigende machte sodann noch bekannt, daß am Sonnabends subr: Vereins- Verfamn, lung bei Dehlmann, Münzstr. 11. Tages: polizeiliche Begleitung, die forgfam darüber machte, wohin er abend, Abends 71/2 Uhr, ein Flugblatt zur Vertheilung ordnung: Bortrag des Herrn Dr. Herrnstadt. Thema: Kleidung und ging. Als er Abends einen Tanzsaal besuchte, waren sogleich gelangt, welches die Genossen, die zahlreich am Plah sein müssen, Hautpflege. Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter(.. eine Anzahl Gendarmen zur Stelle, er wurde aus dem Saale an folgenden Stellen entgegen nehmen können: Fr. Krüger, 29) Filiale Berlin 9. Mitglieder- Versammlung den 28. Mai, Vormittags heraus nach dem Korridor beordert und dort einem peinlich en Hirtenstr. 10; Wagner, Neue Königstr. 89; Wittchow 10 Uhr, bet Bieck, Siemensstr. 17. Tagesordnung: Vorstandswahl. Kaffen- Verhör unterworfen. Nach längerem Hin und Her über das, was Kl. Hamburgerir. 27. Des weiteren gab der Vorsitzende noch Verein Frohkinn ehemaliger Schüler der 7. Gemeindeschule der Verbrecher" gesagt haben sollte, und nachdem dieser sich entbekannt, daß am Sonntag Morgen eine Versammlung im Schüßen-( gegr. 1888)." Sonnabend, den 27. Mat, abend 9% Uhr, tm Restaurant Mácter schieben gegen das ihm gegenüber beliebte Verfahren verwahrt haus stattfinden werde, und schloß hierauf die Versammlung mit und Friz. Kommandantenstraße 50. Bortrag des Herrn Heckmann: Der hatte, that der das Verhör führende Gendarm gelaffen den einem Hoch auf die internationale, revolutionäre Sozialdemo fratie. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 28. Mat, Abends 8 Uhr, Komman- großen Ausspruch: Das tönnen Sie wohl in Dresden sagen, dantenstraße Nr. 20. Bortrag des Herrn Dr. Bernstein über: Die Ueber- hier im Erzgebirge dürfen Sie von solchen Dingen aber nicht re den!" Es scheinen demnach in Bärenstein noch recht mertVergnügungs- Verein Sorusha. Sonntag, den 14. Mat, Stzung, würdige Bräuche zu herrschen. ( 6 uhr.) Nachher Fidelitas. Neue Mitglieder erwünscht. mittags 5 Uhr, im Lotale des Herrn Gröppler, Bergstraße 129: Sigung. Diskutir- Klub Jarostaw Dabrowski. Sonntag, den 28. Mat, Mach Vergnügungsverein Fortuna. Sonnabend, den 27. Mai, Abends 8% Uhr, bet Becker, Koppenftr. 48: Sigung. Gäste willkommen. Abends 8 Uhr, bei Wende, Beuffelstr. 10a( Moabit): Berathung über BandGeselligkeitsverein Oesterreich Ungarn. Sonnabend, ben 27. Mat, partie. Swei öffentliche Wählerversammlungen tagten am Donnerstag im 6. Wahlkreise. In der einen, welche im Lokal von Noack in der Brunnenstraße abgehalten wurde, sprach Koopmann über die bevorstehenden Reichstags- Wahlen in einem mit braufendem Beisall aufgenommenen Vortrage. Da fich Gegner nicht zum Wort meldeten, wurde nach kurzer Disfussion folgende Resolution angenommen: Die Versammlung ertiärt sich mit den Ausführungen des Referenten Koopmann einverstanden und verpflichtet sich, nur einen solchen Mann in den Reichstag zu entfenden, der entschieden Front macht gegen jede Grhöhung der Militärlaften und gegen jegliche Verfümmerung des allgemeinen Wahlrechts. Dieser Mann ist für den sechsten Wahlkreis der Schriftsteller Wilhelm Liebknecht. Die heute anwesenden Wähler verpflichten sich, mit aller Energie dafür zu forgen, daß Liebknecht mit erdrückender Majorität gewählt wird." Mit einem braufenden Hoch auf die internationale Sozialdemokratie und Wilhelm Liebknecht schloß die Versammlung. Am Sonntag findet eine Flugblattvertheilung statt. bericht. völkerungsfrage. 4 Touristen- und Wanderklub Waldesgrün. Sonnabend, ben 27. Mat, Abends 8 Uhr, Sigung bei Meit, Köpenickerstr. 68. Arbeiter Bildungsschule. Sonnabend, Abends 8%-10% Uhr. Süb= Oft Schule, Reichenbergerftr. 133: Unterricht in Physiologie und Buchführung( doppelte). Oft- Schule, Markusstraße 31: Unterricht in Rechnen ( unt.). In allen Unterrichtsfächern, mit Ausnahme Mathematik und Buchführung, tönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch jezt im Baufe des Semesters, eintreten. Depelchen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Hannover, 26. Mai. Im Bereiche des 10. Armeeforps sind die Uebungen des Beurlaubtenstandes nicht aufgehoben wor den. Heute treten hier 1000 Landwehrleute zu einer 14 tägigen Uebung ein. Prag, 26. Mai. Die czechischen Blätter besprechen die AusSonore 314 Cafe du Lion de Belfort. Jeden Sonnabend öffentliche Ber- chließung der jungczechischen Abgeordneten von den Delegations Arbeiter, ber fremd nach Baris tommt, findet bier einen Anlehnungspunkt, waltthätigkeiten nicht gefallen lassen. fammlung; reiche Bibliothek, Zeitungen, französischer Unterricht. Der deutsche figungen; einige betonen, das czechische Volt werde sich diese GeRath und Belehrung. Deutscher sozialdemokratischer gefeklub in Paris. firaße 70. Rue neuem an Brüssel, 26. Mai. Die Judep. belge" veröffentlicht einen London. Der einzige hiesige fozialdemokraitsche Verein Londons, der alte, von Karl Marg und Friedrich Engels 1840 begründete Brief vom Congo, worin mitgetheilt wird, daß Emin Pascha In der andern Versammlung, welche im Swinemünder Ge- kommunistische Arbeiter Bildungsverein befindet sich nach auf der Reise von Keronds nach Wadelai auf Said ben Abad sellschaftshause tagte, referirte Augustin gleichfalls über die wie vor 49 Tottenham Street, Tottenham Court Rd., N. London. bevorstehenden Wahlen. An der ausgedehnten Diskussion betheiArbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Alle Aenderungen gestoßen und von diesem angegriffen worden sei. Nach einem Ligten sich Bernau, Klein, Frau Gerlach, Gnadt, Schulz, Maier, im Bereinetalender find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffel heftigen, zwei Tage dauernden Kampfe zog sich Emin mit starkem Tags darauf wurde Emin von Sonnabend, Abends 9 Uhr: Uebungsfiunde. Aufnahme Berluft zurück. Thierbach und der Referent. Sämmtliche Redner übten eine neuer Mitglieder. Grüne Eiche, Rigdorf, Hermann- und Senesebec: gegriffen, gefangen genommen und sammt seinen Leuten ge bei Beyerle. Byrania, Landsbergerstraße 81 bet scharfe Kritik an den heutigen gesellschaftlichen Zuständen und hraßen- Geke Mufehold. Sanges Echo, tödtet. Naunynstra ße 86, bet Bubeil. forderten zur regen Agitation auf. Redner aus bürgerlichen Bar- reundschaft 2, Friedenstraße Nr. 48 bei Sollfühn. Glud zu, London, 26. Mai. Die Nichtunionisten find in faft allen teien meldeten fich troh wiederholter Aufforderung nicht zum Badstraße 8, Vittoria Garten. Teltow in Zeltow, Schwarzer Dods entlassen worden, mit Ausnahme des Alexandra- Docks, in Esmeralda, Fruchtstr. 70 bet Ritsche. Biebertrans in Wort, nur ein Abgehängter versuchte durch seine Kapriolen troz des Adler. Brandenburg, Mengert's Boltsgarten. hand in hand 2, Friedrichs: welchem noch viele Nichtunionist en beschäftigt sind. Es sind Ernstes der Zeit eine erheiternde Wirkung auf die Versammlung berg, Friedrich Karlstr. 11 bei seinecke. Gesundbrunner Männer indeß auch hier bereits über 1000 Unionisten an gestellt worden ausüben. Nachdem einige Redner diesen Herrn darauf aufmerksam chor, Gesundbrunnen, Prinzen- Allee 10. Gefangverein, Bruderhand" gemacht hatten, daß seine Allotria in sozialdemokratischen Ver- in Schönwalde( in der Mart) bet Schulze.rtf auf" Friedrichsberg, Rummelsburgerstraße bei Deckert. Vorwärts 7" Rummelsburg, bei fammlungen nicht angebracht sind, fand mit allen gegen eine Borgmann. Gefangverein Immergrün", Tegel, Schloßstraße bet Stimme eine Resolution Annahme, in der die Versammlung ihr Schulz. Gefangverein Süd- Ost 2", Faltensteinstr. 41 bei Trittelwig. Einverständniß mit dem Referat erklärte und versprach, mit ganzer Kraft für die Wahl Liebknechts einzutreten. Es erging noch an die Bersammelten die Ausforderung, an der Flugblatts vertheilung im 6. Wahlkreis sowohl, wie auf dem Lande rege mitzuwirken. Hierauf wurde die Versammlung mit einem begeisternden Hoch auf die Sozialdemokratie geschlossen. & reter Männerchor Oken" Friedenstr. 74, bei Engelhardt. Glühlicht"( gem. Chor), Perlebergerstr. 28." Frisch auf 2", Schön( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Leipzig, 26. Mai. Die diesjährige Hauptversammlung des deutschen Vereins für Knabenhandarbeit wurde heute Vormittag hier durch den Vorsitzenden v. Schenckendorff mit einem Hinweise auf die seitherige fräftige Entwickelung der Bewegung walde in der Mart bei Restaurateur Schulz. Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend in Deutschland eröffnet. Professor Marshall- Leipzig sprach über ber geselligen Arbeitervereine betreffend die Entwickelung der Hand in ihrem Einfluß auf den menschalle zufchriften, den Bund find zu richten an: n. gentel, Bergmannstr. 21, of 3 annlichen Geist, Hertel Zwickau hielt einen Vortrag über die Be abend: Zambour Berein ,, Vorwärts" Rigdorf, Hermann- und Tambour Deutung des Handfertigteitsunterrichts für die Geschmacksbildung Wanzlickstraßen- Ecke. Jeden Sonnabend nach dem 1. und 15. verein Deutsche Giche bei Niederschuh, Fürbringerstraße 7. Theater der deutschen Jugend. Als nächstjähriger Kongreßort wurde verein pbigenta", bei framer, Rigdorf, Hermannfiraße Nr. 140. Danzig bestimmt. Dann wurde die Versammlung geschlossen. Gefelliger Verein Italia" bei Kolbergerstraße 23. Theaterverein" Aurelta", Mendelssohnftr. det Miehe Abends 9 Uhr Rauchklub Anita", Roppenftr. 43 bei Lorenz. Geselliger Verein Bergnügungsverein, Selgoland", Nord", Fennstraße 5 bei Kruger. Paul Stralauerstr. 67 bei Wiegel. Gefang-, Turn- und gesellige Vereins. Sonnabend. Midel'scher Musikverein Allegro bei Spindler, Reichenbergerstraße 118, Ede Forsterstraße. Boite, Turnverein Gesundbrunnen. Die 2. Männerabtheilung turnt heute von 8-10% Uhr in der Zurnhalle, Freienwalderstr. 39.- Turnverein Fichte ( mitglied des Märtischen Arbeiter Turnerbundes) turnt Sonnabend von 9 bis 11 in der Turnhalle Friedenstr. 37. Bühnenverband Normania jeben legten Sonnabend im Monat bet Zeichniß, Königsbergerir. 24. Privattheatergesellschaft, ch neeglöckchen", Abends 9 Uhr bei Schulz, Brunnenstr. 116. Theaterverein Berliner Bar jeden Sonnabend nach dem 1. und 15. Abends 9½ Uhr bei Weick, Köpe nickerstraße 68. Theaterverein Leffing. Jeden ersten und legten Sonnabend im Monat e Uhr Abends Sigung bei Rudolph, Krautftr. 6. Bergnügungsverein Az alta 9% Uhr bei O. Heindorf, Barnimftr. 16. Bergnügungsverein Sufiige Jugend Abends 8 Uhr, im Reſtaurant Lautenbach, Cuvryftr. 3.- Bergnügungsgrein guftige Bede in 9% Uhr Mendelssohnstr. 9. Vergnügungsverein Carmen Sylva Sigung 9 uhr im Restaurant pon D. Wils, Mariannen- Ufer 2.- Gefelliger Bere in inde" jeden Sonnabend 9 Uhr bei Rausch, Suffttenstraße 9. gnügungsverein armios, Sigung mit Damen Sonnabend, Abends 9 Uhr, Blumenftr. 46 bet Went. Mitglieder pünktlich. Bergnügungsverein morgenstern, Sigung 9 Uhr, bet Erbsimehl, Gisafferstr. 58. Blaue Quaste, Sonnabend 9 Uhr bet Müde, N., Wöhlertstr. 2. Statklub Gordischer Knoten, jeden Sonnabend 9 uhr bet ar Schi Bing, Pücklers.r. 55. Danst Forening Freia( Dänischer Berein greia), Lindenst caße 106 bei Poppe.-Verein ehemaliger Schüler ber 30. Gemeindeschule, Abends 9 Uhr, Restaurant Wurl, Roppen: VerIn Schöneberg tagte am 25. Mai eine öffentliche Boltsverfammlung, in welcher der Reichstags- Randidat für den Kreis Teltow Beeskow- Storfow, Genosse zubeil, über„ Die bevorstehende Reichstags- Wahl und das Proletariat" sprach. Zu der Versammlung hatten sich so viele Besucher eingefunden, daß selbst nach dem Hinausschaffen der Tische bei weitem nicht alle im Saale Plaz fanden; einige hörten noch von draußen zu, andere mußten unverrichteter Sache umkehren. Zubeil beleuchtete das Verhalten der verschiedenen bürgerlichen Parteien, namentlich der Miltärvorlage gegenüber, ging dann auf die letztere des näheren ein und wies gleich überzeugend nach, wie haltlos die von der Regierung zur Vertheidigung derselben vorgebrachten Gründe find, und wie schädlich und verderblich der ganze Militarismus ist. Er zeigte dann, wie durch die indirekte Besteuerung in außerordentlich hohem Grade die Arbeiterklasse zur Aufbringung der Unfummen, welche der Militarismus verschlingt, herangezogen wird. Nachdem der Referent noch der Bestrebungen gedacht hatte, welche darauf abzielen, dem Volke das gleiche, geheime Wahlrecht zu entreißen, faßte er die Stellungnahme der Sozialdemokratie zu allen diesen Dingen in die Worte zusammen:" Fort mit dem Militarismus, fort mit den Lebensmittelzöllen, hoch unser gleiches, geheimes, direktes Wahlrecht!" Als Redner dann mit den Worten: Vorwärts durch Kampf zum Sieg", seinen Vortrag schloß, da zeigte der reiche Beifall, wie sehr er den Anwesenden aus dem Herzen gesprochen hatte. In der Diskussion beschäftigten einige Genossen sich mit den Persönlichkeiten, welche die Freisinnigen und Konservativen als Kandidaten aufgestellt haben. Der„ frei- Sta ttlub Kreuzbube bet Steuer, Weinstr. 22.- Statflub Revolution Schaftopf- Klub Bruder finnige" Kandidat hat, als im Abgeordnetenhause das Volksschul- Abends Reichenbergerfir. 73, bet Baumann. gesetz zur Berathung stand, eine Petition für dasselbe in Umtette tagt jeden Sonnabend Abends 9 Uhr bet Weiß, Andreasstraße 77a. Kartentlub Nulle tagt jeden Sonnabend und Montag im Neuaurant Hum lauf gesezt, und der konservative Kandidat hat wiederholt boldhein, Hochstr. 32a. Stattlub Blaue Blouse, jeden Sonnabend bei dazu aufgefordert, mit den Sozialdemokraten zu verfahren, Wutite, Graudenzerstr. 2. wie es in Blumberg geschehen ist! Von den Gegnern meldete Touristenverein Wanderlust Abends s uhr im Restaurant Märkischer Bof, Admiralstr. 18c. fich trot wiederholter Aufforderung nur einer zum Wort, ein Prediger Krüger, der sich für die Militärvorlage ins Beug legte und noch mehrere andere reaktionäre Forderungen vertrat. Ledebour und in seinem Schlußworte Zubeil leuchteten diesem Herrn gründlich heim. Folgende Resolution wurde einstimmig angenommen: Die heutige Bersammlung erklärt sich mit den Ausführungen des Reichstagskandidaten Friz Zubeil einverstanden und ver pflichtet sich, für seine Wahl mit allen Kräften zu wirken, sodaß derselbe als Sieger aus dem Wahlkampfe hervorgehe. Ferner erklärt jeder Arbeiter es als seine Pflicht, den Wahl. tag als Feiertag zu begehen und die freie Beit in den Dienst der Partei zu stellen." Mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie wurde die Ber. fammlung geschlossen, Rauchklub Boite, Kolbergeriir. 23. firaße 68. Geselliger Verein Italia, jeden Sonnabend im Restaurant bie 1 Vermischtes. Briefkaffen der Redahkton. Civis. Richten Sie Ihre Frage an die„ Kreuz- Zeitung", das Organ der weiland Ohm und Gödsche, mit welchen Musterbürgern Sie eine befondere Sympathie zu haben scheinen. Auch empfehlen wir Ihnen Emil König's Schwarze Kabinette". W. S. Wer den Vorwärts" so lieft, daß er die acht Tage hindurch an hervorragender Stelle gebrachte Bekanntmachung betreffs der Wählerlisten übersteht, dem hätte es auch nicht geholfen, wenn sie auf der ersten Seite in Riefenlettern abgedruckt wäre, falls ihm nicht jemand zur Seite gegeben wäre, der mit fräftigem Druck seine Nase darauf lenft. Das sagen Sie nur den Leuten, welche sich bei Ihnen„ beschweren", die Bekanntmachung nicht gelesen zu haben. Wahlen. Ch. W. B. Mit solchen Fragen fommen Sie nach den P. A. Der Betreffende ift abwesend. Vor Dienstag tann Ihr Brief nicht beantwortet werden. Arnstadt. In der Ihnen wohl zugänglichen Broschüre Die Thätigteit des Deutschen Reichstages" finden Sie auf S. 23 Ihre Fragen betreffs des Militarismus und der Staatsschulden beantwortet. R. H., Stettin. Ja. P. D. Die neue Gewerbe- Ordnung hat die bestehenden Arbeitsvereinbarungen nicht aufgehoben. 5. M. 103. Die Buchhandlung des Vorwärts", BeuthStraße 3, wo Sie sich auch weitere Auskunft bolen fönnen. H. V., Düsseldorf. Reichstagsauflösung ist keine Bers faffungsänderung. Daher entscheidet einfache Majorität. A. N., Bergmannstraße. Nach dem Geseße ist der Anspruch der Gemeinde berechtigt. Briefkaffen der Expedition. In unserer Expedition gingen zum Wahlfonds ferner folgende Beiträge ein: Der Oberfaktor der Vieweg'ichen Buchdruckerei in Braunschweig, Künne, wurde verhaftet. Er hat, wie ber Braunschweiger Boltsfreund" mittheilt, Lohnliften um hunderte von Mark gefälscht; auch durch andere unerlaubte Manipulationen Drei Solche und so heeßt er 5,05. 12 grüne Jungens aus verschaffte er sich Vortheile. Seit vier bis fünf Jahren wurden feitens des Geschäfts Kohlen in großen Quantitäten angetauft, der Chauffeestraße 2. R. 2,30. Posamentier P. S., Rixdorfer zum Selbstkostenpreise an das Personal abgegeben werden Großgrundbefizer 2,-. Schwarzer Nordländer" Chemnih 3,-. follten. Künne war jedoch so arbeiterfreundlich, den Abnehmern Ueberschuß vom Ausflug der Arbeiter und Arbeiterinnen in der die Kohlen um etwa 15 Vf. pro Zentner höher anzurechnen, wo: Buchbinderei, Leder- und Galanteriewaaren Industrie 15,75. durch er ebenfalls ganz refpeftable Summen einheimste und für Q. II 4,-. Gesangverein„ Lorbeertrang" durch Wilke 4,-. Vors trag d. Fr. R. G. R. in Treptow 4,80. 2. Y. 3. 50,-. Ge= In Adlershof fand am Donnerstag im Wölfteinfchen sich verbrauchte. Lokale eine von den sogenannten" Unabhängigen" einberufene In Bamberg wurde durch einen Selbstmord oder Selbst. fammelt durch G. Tsch. 2,50. W. N., Rottbuser Ufer 82, 8,75. Wählerversammlung statt. Die„ Unabhängigen mochten in der mordversuch der beiden Inhaber des Heßlein'schen Bant. Mörgler Hugo's Abschied 4,30. Steinmegen- Platz Beidler 10,-. Stärke von dreißig Mann erschienen sein, während der große gefchäfts- die Nachrichten lauten verschieden große Auf- C. Nöste u. Comp. III. 7,40. N. Fraede, Andreasstr. 17, 8,-. Amerit. Auktion einer Weidenflöte von den Parquetbodenlegern, Saal im übrigen bis auf den lezten Play von Sozialdemokraten regung unter den Besitzenden hervorgerufen. besezt war. Das Bureau wurde demzufolge aus unseren Partei-" Freiland". Wie wir erfahren, hat sich im Auftrage des Bau Ansbachstr. 41 durch Morgenstern 3,10. Fachverein der genossen Bas, Fiedler und Wurbs gebildet. Vor Gintritt in die freiländischen Exekutiv- Komitees Dr. Jul. Wilhelm aus Wien Kürschner: Brüssel, gef. von 15 Genoffen und Ueberschuß von Tagesordnung machte der Vertrauensmann für Adlershof, nach London begeben, um die Verhandlungen mit der britisch der 1. Maizeitung 10,80. Bon einem 70 jährigen grünen Jungen Bötert, bekannt, daß am Mittwoch nächster Woche im selben oftafrikanischen Gesellschaft wegen des Landerwerbes in Afrita 400,-. Pianofabrit von W. Schüße 5,80. Summa 540,55 M. Bereits quittirt 4046,50 M.; in Summa Lokal eine öffentliche Wählerversammlung, von der Partei ein zu Ende zu führen. Nach Abschluß des Vertrages soll sofort an berufen, stattfindet. Der Metallarbeiter Litfin wiederholte die Ausführung des Freilands- Unternehmens geschritten werden. 4587,05 m. nun in 13/ 4stündigen Ausführungen das ganze öde Gefafel, mit Wir veröffentlichen diese Mittheilung, fönnen aber unseren dem schon unzählige Male die Geduld der Arbeiterschaft auf die Bweifel in bezug auf das Gelingen des Unternehmens nicht Probe gestellt worden ist. Da der Ueberwachende nach bekannter unterdrücken. Praxis nicht litt, daß die Versammlung länger als bis 11 Uhr Militärgerichtliches. Aus Karlsruhe wird gemeldet: tage, so blieb wenig Beit übrig, um die Radomontaben des Wachtmeister Schrein vom Leib- Dragonerregiment, der Referenten" zu widerlegen. Dennoch verstanden es zwei Partei- wegen Dienstwidrigkeiten, die mit dem Selbstmord bes genoffen, den Unabhängigen in turzen schlagenden Worten wie Dragoners Bautnecht im Zusammenhang stehen, vor das einen begoffenen Pudel nach Hause au schicken. Der gedrängten Kriegsgericht gestellt war, wurde au sechs Wochen& eftung Beit wegen mußte die Berlesung einiger eingelaufener Refolutionen verurtheilt. Für die Bergarbeiter gingen ein: Gefangverein Bruderherz vom Vergnügen am 29. April 3,30. 2 Billets verschmäht-, 50. Durch die Berliner Gewerkschafts- Rommission: Liste 211 7,55. Lifte 526 3,80. Lifte 539-80. Lifte 543 2,40. Lifte 535 4,60. Lifte 536-45. 2ifte 546 1,50. In Summa 24,40. Der Betrag ist an den Raffirer J. Meyer, Gelsenkirchen, gefandt Kontrollmarke der Labakarbeiter. Nachfolgend verzeichnete Fabrikanten und Händler führen nur Gigarren mit der Fr. Kranken- u. Begräbnisskasse der Schumacher a. Berufsgenossen Berlins( E. H. 27) Ausserord. Generalversammlung Achtung! Friedrichsfelde. Achtung! Große öffentliche Wählerversammlung am Montag, den 29. Mat, Abends präzise 8 Uhr, Kontroll- Schuhmarke der Tabakarbeiter. bei Herrn Solh, Alte Jakobftraße 75: im Lokale des Herrn Maikowsky( Garten zur Kaiſerin), Wilhelmstraße 11. Händler können nur veröffentlicht werden, wenn diefelben ansschließlich Waare mit Schuhmarke führen. S. * Wilhelm Börner, Ritterstr. 108. V. Böttcher, Rottbuser Damm 92, $. F. Dinslage, Rottbuserstr. 4. R. Fiebig, Böckhstr. 4. Otto Ley, Schönleinstr. 17. Gust. Lochmann, Brandenburgstr. 82. Julius Hinge, Weißenburgeritr. 47. Michaelis, Alexandrinenstr. 40. D. Taupe, Kottbuserstr. 6a. S. G. Schmidt, Gräfestr. 68. Carl Schonheim, Gräfestr. 8. SO. Carl Abert, Pücklerstr. 6. Heine. Bräuer, Reichenbergerstr. 143. Carl Böhlert, Mariannenstr. 5. G. Carl, Admiralstr. 25. N. Fischer, Reichenbergerftr. 74a. George, Mariannenstr. 35. E. Getschmann, Soraueritr. 10. Theodor Goecke, Wrangelftr. 125. E. Gosda, Manteuffelstr. 8. Konrad Greber, Görligerstr. 68. P. Kaboth, Wrangelstr. 14. Eduard Klein, Köpenickerstr. 190. Kowalsky, Mariannenstr. 8. Robbes, Reichenbergerstr. 49. * Wilh. Mertens, Cuvryftr. 34, G. Morin, Manteuffelstr. 68. Reinländer, Waldemarstr. 32. Carl Schindler, Görligerstr. 53-54. Christ. Schneider, Köpnickerstr. 26a. Theodor Stampehl, Mariannenstr. 26. Stübner, Reichenbergeritr. 157. A. Warnecke, Wrangelstr. 106. Herm. Wicht, Dresdenerstr. 16. SW. Refiner, Solmsstr. 26. W. Kingel, Alerandrinenstr. 108. * Heinrich Schröder, Kreuzbergstr. 15. E. Schulze, Friesenstr. 23. 0. August Dahnke, Koppenstr. 91. Richard Fricke, Grüner Weg 111. A. Gräff, Holzmarktstr. 42. August Heck, Gr. Frankfurterstr. 4. desgl. Weidenweg 96. Ernst Krüger, Andreasstr. 16. Paske, Frankfurter Allee 76. Julius Malių, Mühlenstr. 49 a. Auguft Motes, Bosenerstr. 11. August Neumann, Marfusstr. 1. Th. Schlodder, Krautstr. 51. Otto Schreiber, Blumenstr. 51c. Rich. Schulze, Friedrichsfelderstr. 21. Otto Steinkamm, Rüdersdorferstr. 52. Otto Unterberg, Koppenftr. 14. B. Unterlauff, Frankfurter Allee 117. Gustav Vogel, Koppenstr. 75. Wagner, Lebuserstr. 7. Wießner, Andreasstr. 60. P. Wotschke, Andreasstr. 3. C. * Robert Drescher, Linienstr. 50. N. Adolf Adelt, Reinickendorferstr. 64b. Fritz Albrecht, Bernauerstr. 33 II. Meinhold Anders, Streligerstr. 45. Wilhelm Brall, Swinemünderstr. 4. * Lonis Dechand, Ruheplaystr. 24. Franz Döring, Ruppinerftr. 21. Gickenjäger, Rheinsbergerstr. 31 a, Franz Frank, Röslinerstr. 2. Bant Franke, Eichendorffstr. 15. August Gerlach, Kastanien- Allee 38. Rudolf Gefelle, Vinetaplah. Albert Guick, Brunnenstr. 112. Wilhelm Göppner, Fennstr. 1a. Jakob Götting, Lindowerftr. 9. Fr. Grund, Rheinsbergerstr. 67. Johann Hahn, Fehrbellinerstr. 3. Gustav Hennig, Coloniestr. 147. August Singe, Banfitr. 14a. Lorenz Heidemann, Tanzigerstr.10/ 13. Rudolf Hinge, Müllerstr. 145. August Hirte, Swinemünderstr. 67. Joseph Sussam, Grünthalerstr. 9. Lewy, Marienburgerstr. 37. Löffler, Badstr. 42-43. Guft. Löwenberg, Badstr. 19. Rudolf Maguns, Weinbergsweg 10. 2. Malfowitz, Kastanien- Allee 95/96. Mehnert, Diedenhofenerstr. 3. B. Moritz, Bernauerstr. 18. Emil Nauen, Aderstr. 116, Gartenpl. Franz Nofffe, Borsigftr. 28. $. Opis, Basewalferstr. 2. Paul Pflug, Reinickendorferstr. 89, Gustav Pinner, Trescowstr. 32. Franz Sadowsky, Hagenauerstr. 12. F. Stern, Putbuserstr. 42. Albrecht Steinicke, Stralsunderstr. 19. Wilh. Steinbach, Antonstr. 1. G. Stocklaß, Henningsdorferstr. 3a. A. Tien, Invalidenstr. 124. C. Walter, Hussitenstr. 28. Carl Werner, Gerichtstr 25. Mag Winkelmann, Ackerftr. 153, Mag Weidner, Hochstr. 46. H. Bechert, Putbuserstr. 37. NO. Hermann Bailoff, Pallisadenstr. 79. Beyer, Landsberger Allee 131. Franz Engel, Kaiserstr. 39. Gustav Kommnick, Weberstr. 50. Paul Krämer, Greifswalderstr. 30. Gustav Mirak, Georgenkirchstr. 12. May Chlert, Landsbergerstr. 117. Jakob Reul, Weinstr. 11. Gustav Richter, Landsberger- Allee 145. Emil Tilesius, Höchstestr. 43. NW. 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