s?. S1. BbflnnementS'Bcdlnguiigfn: WonnementS- Preis pränumeraniat Bicrtcljöhrl. 3£0 Mk., monatl. t,IO VTct, wöchentlich 2b spfg. frei ins HauS. Smzelne Zlunimer 5$fg. Sonnlag?» nunimer mit illustrierter Sonntags- Bellage»Die Neue Weit" 10 Psq. Post- Abonnement: 1,10 Marl pro Monat. Eingetragen in die Post-Zeitung?» Preisliste. Unier Kreuzband für Deutschland und Oesterreich> Ungarn 2 Mark, für das übrige Ausland 3 Marl pro Monat. PostabonnementS nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland. Italien, Luxemburg. Portugal, Äumänien, Schweden und die Schweiz. g?. Jahrg. CrMicInt tilgllch ailütr Dlentai*. Vevltnev Volksblatl. die Mi'kionz-eebilhr keirägt für die sechsgespaltene Kolon??» xeile oder deren Raun, 60 Pfg., für polltische und gewerkschaftliche PereinS- und VersammlungS-Aitzelgen 30 Pfg. „KUint Hnicfgcn", das erste(feit» gedruckte) Wort 20 Pfg., jedes weitere Wort 10 Pfg. Siellengesuche und Schlaf- slellen-Anzeigen das erste Wort 10 Pfg., jedeS weitere Wort 6 Pfg. Worte über 13 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müsse» bis S Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expediitou ist bis 7 Uhr abends geöffnet, Telegramm-Adresse: „SjziäldtinsKrät Rwlin" Zentralorgan der fozlaldemokrattfcben Partei Deutfchlandd. Kedahtiom 6 GL 68, Lindenstrasae 69, Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1083. Sonntag, den 0. Februar 1910. Expedition: 6 Gl. 68. Lindcnatraeac 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Klar zum Gefecftt! Je eifriger man die Wahlrechtsvorlage, die am Sonn- abend den Abgeordneten zuging und die wir an anderer Stelle unseres Blattes im Wortlaut wiedergeben, studiert, desto stärker wird der Eindruck, daß es den Verfassern dieses elenden Machwerks lediglich auf den Nachweis ankam, daß das elendeste aller Wahlsysteme noch immer nicht s o elend ist, daß es nicht noch verschlechtert werden könnte! Denn nichts anderes als eine reaktionäre Verhunzung und Verschandelnng des ohnehin so beispiellos erbärmlichen Dreiklassenwahlrechts stellt die neue Wahlrechtsvorlage dar! Ja. die freche und höhnische Zurücksetzung und Mißachtung der großen Masse der Bevölkerung, die sich durch ehrliche Handarbeit ernährt, tritt in der Vorlage so unverhüllt hervor, daß man annehmen könnte, die Macher dieses Wahlrechtsscheusals hätten es direkt auf eine Provo- kation des Volkes abgesehen, um nach Bismarcks Rezept die Emanzipationsbewegung des Proletariats im Blute zu er- sticken I Die Niederträchtigkeiten, die wir bereits gestern an dem Entwurf hervorgehoben, treten bei näherer Betrachtung der Vorlage nur noch krasser hervor. Es handelt sich nicht um eine Reform z u g u n st e n der Entrechteten, d. h. der Masse der Besitzlosen, sondern um eine Vertiefung der tiefen Kluft, die die besitzende Klasse, die Klasse der P r i v i- legierten, von der arbeitenden Klasse, der Klasse der Rechtlosen trennt I Auch bisher war ja die Klasse der Handarbeiter, der Arbeiter. Handwerker, Kleinbauern, infolge der Dreiklasseninfamie in Preußen rechtlos. Aber das Wahlsystem war doch so sehr verknüpft mit den schrullen- haftesten Zufälligkeiten, daß auch in Tausenden von Urwahl- bezirken B e s sersituierte, ja in nicht seltenen Fällen sogar schwer reiche Kapitalisten(von Geheimräten und Ministern ganz abgesehen I) in der d r i t t e n K l a s s e der Rechtlosen zu wählen hatten. An der unerbittlichen Tatsache der absoluten Recht» losigkeit der Nichtbesitzenden und der p o l i t i s ch e n Gewaltherrschaft der Privilegierten änderte dieser seit- same Zustand zwar nicht das geringste, aber er verhüllte doch wenigstens in etwas den tiefen Abgrund, der in dem Junker- und Kapitalistenstaat Preußen zwischen dem Volke der Ar- b e i t und der Sippe der Ausbeuter und ihrem Troß gähnt! Die Wahlrechtsvorlage aber will auch die letzte be- schönigende Kulisse der Dreiklassenschmach mit brutaler Faust niederreißen! Sie will den Besitz und die durch den Besitz ermöglichte„Bildung"(natürlich nur die amtlich abgestempelte, nicht die im Volke weit verbrei/ tete, durch Eigenstudium erwobene!) völlig loslösen von der Masse der Hungerleider! Sie will dem Besitz unter allen Umständen ein Wahlprivileg sichern, dafür aber das Volk mit den schwieligen Händen möglichst restlos in der Klasse der Heloten, der 3. Klasse, festhalten. So ist die vorgeschlagene Wahlreform eine Reform für den Besitz, eine Reform gegen die ehrliche Arbeit! Es ist eine schier unbegreiflicheDreistigkeit, wie die preußische Regierung es wagen kann, den Volks- inassen die Klasseukampftheorie derartig mit Peitschen- hieben einzubläuen! Oder kann es etwas Ver- letzenderes und Aufpeitschenderes geben, als daß alle Be- sitzenden und„Gebildeten" in die p r i v i- legierten Klassen versetzt werden und dergestalt die 3. Klasse der Rechtlosen ausschließlich den Männern der Arbeit in Stadt und Land reserviert werden soll?! Die drei Viertel des Volkes, die als kleine Bauern, Knechte, ländliche Tagelöhner, Handwerker und Industrie- arbeiter im Schweiße ihres Angesichts alle Werte schaffen, alle Reichtümer produzieren, den Bestand der ganzen Gesell- schaft einzig und allein sichern, sollen dafür mit der politischen Rechtlosigkeit, mit der Verweisung in die 3. Klasse bestraft werden, während alle Ausbeuter und Bureaukraten durch ihr Vielstimmenwahlrecht in den privilegierten Klassen den Staat beherrschen und die Masse des entrechteten Volkes der Arbeit nach Herzenslust ausplündern und kujoniere» können! Um aber das Maß der Provokation vollzumachen, sollen die Militäranwärter, die ehemaligen Unteroffiziere, in der 2. Klasse wählen! Nicht genug damit, daß sich der Arbeiter, Handwerker und Bauer in der Kaserne von den„Stellver- trctcrn Gottes" nialträtieren lassen muß. auch als Bürger ini Zivilrock soll der Angehörige der arbeitenden Klasse noch „Gemeiner" und rechtlos sein, während der Herr Unter- offizier in der 2. Klasse soviel Stimmrecht ausüben kann, wie ein halbes Dutzend Arbeiter, Handwerker oder Kleinbauern zusammengenommen! I Alles in allem: ein infameres, empörenderes Wahlrecht, als es die Regierungsvorlage vorschlägt, kann auch von dem boshaftesten Satiriker nicht ausgeklügelt werden! Man munkelte denn auch sogar im Abgeordnetenhause selbst, daß das Haus der Regierung diese Spottgeburt eines Wahlrechts kurzerhand zerrissen vor die Füße werfen werde! Freilich hätte es für die Parteien, die aus demokra- tischen Gründen die Vorlage ablehnten, nicht genügt, die Vorlage einfach zu verwerfen. Speziell Zentrum und Freisinnige hätten die Pflicht gehabt, im Lande einen derartigen Wahlrechtssturm zu entfachen, daß die Regierung genötigt gewesen wäre, schleunigst eine neue, bessere Vorlage einzubringen! Inzwischen aber scheint es, als ob die Mehrheit des Ab- geordnetenhauses keineswegs gewillt sei, der skandalösen Vor- läge das verdiente Los der verächtlichen Verwer- f u n g zu bereiten I Nicht nur die Nationalliberalen gewinnen der Vorlage allerhand sympathische Seiten ab, sondern auch das Zentrum erklärt in seiner führenden Presse die Vorlage immerhin für eine brauchbare Unterlage für eine Wahlreform! Zweifellos wird gerade zwischen Zentrum und National- liberalen im Verlaufe der Verhandlungen ein erbitterter Streit entstehen über die Verteilung der Vorrechte innerhalb der einzelnen Schichten der Be- sitzenden und Privilegierten: aber daß beide Par- teien trotz dieses Konfliktsstoffes dennoch für die Wahlrechts- Vorlage eintreten, beweist, wie gr o ß ihr gemeinsames Interesse an der totalen und konsequenten Entrechtung der nicht- besitzenden, arbeitenden Schichten ist! Am Donnerstag soll bereits im Abgeordnetenhause die Beratung über die Wahlrechtsvorlage beginnen. Wie sich dort auch die bürgerlichen Parteien zu der Spottgebuvt stellen mögen: das ist klar, daß das entrechtete Volk sich einzig und allein auf seine eigene Kraft und Regsamkeit verlassen darf! Nicht im Dreiklassenlmuse selbst darf die eigentliche Ent- scheidung über die Wahlreform fallen! Das Volk selbst mutz im Wahlrechtskampf auf dem Plane erscheinen! Die Massen müssen sich regen, ungestüm regen, damit die preußische Bureaukratie und das Junker- und Pfaffenparlament sich nicht dem Wahne hingeben, daß die Volksmehrheit sich wie eine Hammelherde zur Schlachtbank führen lasse! Der Wahlrechtskampf, den das Proletariat seit Jahren mit soviel Energie geführt, ist jetzt in das entscheidende Stadium eingetreten! Jetzt oder nie gilt es, das Votum der verhöhnten nnd brüskierten Massen in die Wagschale zu werfen! Sie presse über Sen Ashlrecht;- Sechielbslg. Unker dem Titel:„Die volksfeindliche Wahlrechtsvorlage: Eine Herausforderung", schreibt das Berliner Tage- Matt": „Nachdem die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung' gestern abend nun endlich die Absichten der Regierung im einzelnen dargelegt hat, wäre es indessen Schönfärberei, noch länger von„getäuschten Erwartungen" zu reden. Nur mit einem Ge- misch von brennender Scham und heißer Empörung kann man diese unerhört engherzigen, ausge- klügelten Bestimmungen verfolgen, mit denen Herr v. B e t h» mann Hollweg das preußische Volk zu„politischem Ver- ständnis", zur„Staatsgesinnung" und zu„politischem Verant- wortlichkeitsgefühl" zu erziehen gedenkt. Das„politische Ver- ständnis" des Entwurfs ist das eines verknöcherten Akten- menichen, der eine Reform durchgeführt zu haben glaubt, wenn er in seinen alten Zopf ein neues Band flicht. Ihre Staats- gesinnung ist die des P o l i z e i b ü t t e l s, für den Ruhe immer noch die erste Bürgerpflicht ist....* „Den größten Teil seiner Mühen verwendet Herr v. B«th- mann bei seinem glorreichen Reformwerk auf die innere Festigung des verhaßten Dreiklassensystems. Die sinnlosen Willkürlichkeiten dieses Systems waren es, die Bismarck zu dem vernichtenden Urteil veranlaßten: ein widersinnigeres, elenderes Wahlgesetz sei in keinem Staate ausgedacht worden. Mit noch heute fühlbarer Empörung sprach Bismarck am 28. März 1887 im Norddeutschen Reichstage davon, wie unmotiviert es sei, daß jemand„weil er nicht dieselbe Steuerquote wie sein Nachbar zahlt— und er würde sie gern zahlen, denn sie bedingt ein größeres Vermögen, das er nicht hat— er gerade Helot und politisch tot in diesem Staatswesen sein sollte".... Dies verlogene System, das vorgibt, die Rechte nach Maßgabe der Steuerleistung verteilen zu wollen, und in Wahrheit die betrieb- samsten, volkreichsten und leistungsfähigsten Landesteile ent» rechtet zugunsten der rückständigsten, borniertesten und un? fähigsten. Dreiundvierzig Jahre, nachdem Bismarck diesem System das Brandmal des WidersinnS, der Willkür und der Ver- wcrflichkeit unverlöschlich angehestet hatte, unternimmt eS Herr v, B e t h m a n n H o l l w e g, der„Philosoph" unter dcn Staatsmännern, das elende System zu retten und neu zu ver- ankern. Das Verfahren, das er dabei einzuschlagen gedenkt, ist mit dürren Worten dieses: er will Bildung und Bc- amtentum durch Verleihung von Privilegien für das verloerfliche System gewinnen, um dann aus ihnen und den bisherigen be-tti possidentes eine Phalanx der„Gutgesinnten" zu bilden gegen den aufstrebenden vierten Stand." Die„Vossische Zeitung" sagt: „Dürftig, kläglich, armselig ist der Inhalt der „Reformvorlage". Zunächst ist wichtig, was sie nicht bringt. Daß sie nicht das allgemeine, gleiche, geheime und direkte Wahl- recht des Reiches auf Preußen überträgt, braucht kaum gesagt zu werden... Aber wenigstens die geheime Stimmabgabe wird doch die Regierung gewähren? Mit nickten, auch die ist in der Vorlage nicht enthalten; sie wird bielmehr in den beiden offiziösen Darstellungen, die gestern abend erschienen sind und die wir unten im Wortlaut wiedergeben, in der„Nordd. Allg. Zt�" und in der»Berk. Korresp." langatmig be» kämpft.... Weiter, waL bringt die Vorlage nicht? Sie bringt keine Neueinteilung der Wahlkreise. Es soll bei der schreienden Ungerechtigkeit bleiben, daß die un- bedeutendsten ländlichen Kreise ein sehr viel höheres Wahlrecht ausüben als die geistig, politisch, wirtschaftlich und finanziell leistungsfähigsten Bezirke des Landes,... Also keine Aenderung der Wahlkreise, keine geheime Ab- stimmung. Und auch kein gleiches Wahlrecht. Bei dem Klassenwahlrecht, das mit einem mal, wiewohl es ge» w altsam oktroyiert ist als verfassungsmäßig gerühmt wird, soll es sein Bedenken haben.... Im ganzen: für alle, die noch hofften, eine Ent, täuschung, eine schwere Enttäuschung.... Wenn alles angenommen wird, was die StaaiSregierung vorschlägt— ist das eine Reform, auf die daS feierliche Wort paßt, sie sei eine der wichtigsten Aufgaben der Gegenwart? Nein> nach dieser Reform wäre so ziem- lich alles wie zuvosc. Ihre wenigen, winzigen Ver- bcsserungen sind kaum der Rede wert. Es ist eine kläglich« und kümmerliche Vorlage und gibt denen, die nach Brot riefen, einen Stein. Und ist sie Gesetz geworden, so ist die Erlangung eines zeitgemäßen und vernünftigen Wahl- rechts in Preußen und eine gerechte Einteilung der Wahlkreise unverändert eine der wichtigsten Aufgaben der nächsten Zukunft." Die„F r a n k f u r t e r Z e i t u n g" schreibt: „Eine Vorlage, die an der öffentlichen Abstimmung festhält, ist für jemand, der eine wirkliche Reform will, u n- annehmbar. Sie schaltet sofort die Mehrheit der Wählen und die freie Anwendung des Wahlrechts aus. Eine Vorlage, die keine Aenderung der Wahlkreiseinteilung bringt, hält alle die provinziellen Verschiedenheiten und die B e-- vorzugung des Landes vor den Städten aufrecht. Die Almeigung, welche die preußische Regierung hier gegen eine gründliche Ausgestaltung des Wahlrechts zeigt, und ihre direkte Feindseligkeit gegen die geheime Abstimmung zeigen klar, w i e wenig gesichert auch das R e i ch s w a h l re ch t ist, wenn nicht die Linke mit vereinten Kräften alle reaktionären Versuche abweist. Alle, die frei- heitliches Empfinden haben, müssen in dem Kampf um die Wahlrechtsfrage zusammenstehen. Dieser cigent- liche Kampf hebt jetzt an. In ihm heißt es alle Volks- freunde auf die Schanze zu rufen, um dem Volke fein Recht zu erstreiten." Die nationalliberale„ N a t i o n a l- Z t g." stellt sich der Vorlage wesentlich freundlicher gegenüber, tvenn sie auch von der Nichtanrechnung der Steuerbettäge über KLOO M. hinaus eine Beeinträchtigung von„Handel und Industrie". soll heißen der natioualliberalen Unternehmerinteressen dieser Berufsgruppen befürchtet: „Weit über die Grenzen Preußen? hinaus nehmen die politisch interessierten Kreise an der Reform des preußischen Wahlrechts An- teil, weil sie nicht ohne Einfluß auf die Gestaltung des Wahl- rechts in anderen Bundesstaaten bleiben wird. Um so mehr finden sich die Liberalen Preußens und Deutschlands in der ge- meinsamen Auffassung zusammen, daß eine preußische Wahlreform ohne geheimes Wahlrecht nur eine halbe Reform sein würde. Das wird der Herr Ministerpräsident, wenn er die Vor- läge der Regierung einführt, von den»ationalliberalen Rednern und wohl auch aus der Mitte anderer Parteien heraus zu hören bekommen. Die sogen.«Maximierung�, die als zweite Neuerung neben der direkten Wahl zur Einführung kommen soll, ist früher schon einmal in Vorschlag gebracht worden, wenn wir nicht irre» zur Zeit der Miquelschen Steuerreform. Diese Neuerung kann, wenn sie einseitig durckgeführt wird, zu einer Benachteiligung von Handel und Industrie führen, weil sich bisher die Landwirtschast durch die Sknrecknung der filtiven Grundsteuer bei der Klasseneinteilung besser gestellt sah,... Alles in allem: die Wahlrecktsvorlage soll nichts andere? bringen als die orgaiiische Fortbildung des Dreillassenwahlrechts. Mehr Zugeständnisse will die Regierung einstweilen nicht macken. ES wird nun die Aufgabe der liberalen Parteien sein, die Vorlage so auszubauen und umzugestalten, daß sie den Anforderungen de? modernen politischen Lebens mehr angepaßt sein wird." Die„Mag beb. Ztg." steht der Vorlage im ganzen gleichfalls sympathisch gegenüber, nur fordert sie die geheime Abstimmung: „Welche Wirkungen dem neuen Wahlverfahren zuzuschreiben sind, vermögen wir noch nicht zu übersehen, wie überhaupt im Augenblick die einzelnen Aenderungsvorschläge nur flüchtig durch- gegangen werden können. 9fuit öS« die Dinge,„die nicht da sind". Es isi keine Aenderung borgesehen an der Drittelung nach de» Ur Wahlbezirken� Diese Aenderung ist wesentlich auf Wunsch des Zentrums gelegentlich der Miquelscheii Steuerreform eingeführt worden. Dadurch entstehen die großen Verschiedenheiten innerhalb desselben Wahlkreises. Wenn jemand in einem Viertel wohnt, gehört er nach seinem Steuer- fatz zur ersten Klaffe. Geht derselbe Atänn in ein anderes Viertel. so wird er bei gleichbleibendem Steuerstande der dritten Klasse zugeschrieben. Diese Art der Drittrlung ist etwas so Unorganisches und Asomatisches, wie nur denkbor. An Stelle der UrWahlbezirke müssen die Wahlbezirke zur Einheit gemacht werden. ES ist ferner nicht das geheime Wahlrecht: hier ist die empfindlichste Lücke des Entwurfs, deren Ausfüllung mit allen Mitteln erstrebt werden mutz. Es handelt sich Heer cmfach, darüber sollte sich die Regierung nicht täuschen, um eine g e- bieterische Notwendigkeit. Hier hilft kein Mundspitzen. hier must gepfiffen werden. Wie wir höre», wird die national- liberale Partei mit allem Nachdruck die Ausfüllung dieser Lücke verlangen." Die ultramontane„(Scrmania" hat gleichfalls weder Lob noch Tadel für den Wahlrechts-Wechselbalg! Als einzige weitere Bedingung verlangt sie die geheime Abstimmung! Das Blatt schreibt: „Wenn wir den e r st e n E i n d r u ck der preußischen Wahl» rcchtsvorlaae zusammenfassen, so wollen wir keineswegs in Abrede stellen, daß dieselbe auch Verbesserungen des bisherigen Wahlrechts enthält, wie die E i n f ü h r u n g der d i> rekten Wahl und eine Milderung des plutokra» tischen Charakters des bestehenden DreiklasienwahlsystemS sowie einen größeren Schutz der Minoritäten.... Eine wirkliche Verbesserung de» bestehenden preußischen Wahlrechts liegt in dem Versuch der Vorlage, den rein plutokratischen Charakter desselben abzuschwächen. Diese Tendenz tritt am deutlichsten in der Begrenzung der an- rechnungsfähigen Höchststeuer von 5000 M. zutage, in der neu einzuführenden„Maximierung"... Die p l u t o k r a t i s ch e Tendenz wird weiter dadurch g e- mildert, daß neben der„Maximierung" auch eine Privilegierung eingeführt werden soll. Diese Privilegierung ist eine Art Pluralwahlcecht, nur daß der Privilegierte nicht eine Zuichlagstimme erhält, sondern gleich eine ganze Klasse emporrückt. Zu diesen Bevorrechteten gehören Personen mit abgeschlossener Hochschulbildung, Mitglieder der Parlamente, der städtischen Körperschaften, Offiziere und andere mehr. Wer das Zeugnis zum einjährig-freiwilligen Dienst hat oder den Zivil- Versorgungsschein besitzt, avanciert unter gewissen Voraussetzungen wenigstens von der dritten in die zweite Klasse. Die Auswahl der Bevorrechteten scheint jedoch ziemlich willkürlich getroffen zu sein und die Bevorzugung von Beamten usw. bedeutet zugleich eine Zurücksetzung deS erwerbstätige ir Mi ttelstandeS.... Zluch die ultramontane„Mark. Volksztg." rühmt der Vorlage immerhin soviel Vorzüge nach, daß sie gegen eine Verwerfung der Spottgcburt plaidiert: „Wir wollen dem Urteil der Fraktion gewiß nicht vorgreifen, um so weniger als die Vorlage ein gründliches Studium Hinsicht- lich der Komequenzen ihrer Bestimmungen erfordert. Man darf aber nicht verkennen, daß die Vorlage an dem bisherigen Zustand verschiedenes verbessert, so daß die Frage, ob die Borlage bei Ablehnung der geheimen Wohl a limine zu verwerfen sei, nicht ohne weiteres bejaht werden kann. Den Namen Refonn verdient sie freilich nicht, ebensowenig ist eS eine organische Fortentwickelung des Wahlrechtes." Etwas kritischer ist die„Köln. Volksztg.". die wie folgt urteilt: „Die unklare und dehnbare Art, mit der von gewissen Eigen- schaften oft zufälliger Natur, wie Bildung und Ehrenämter, das Recht des Aufsteigens in eine höhere Wahlklasse abhängig gemacht wird, zuungunsten aller anderen, denen Geburt und Gluck diesen Vorzug vielleicht nicht gewährt hat, kommt hinzu und weckr die st ä r k st e n Bedenken. Es wird eine schwere Ausgabe der Kommission sein, der Vorlage mehr Klarheit und den einzelnen Bestimmungen mehr Festigkeit zu geben. Soweit der Entwurf jetzt nach dem Auszug zu beurteilen ist, ist er wohl im wesentlichen den Nationalliberalen auf den Leib zugeschnitten, im übrigen aber in dieser Form allen übrigen Parreien doch wohl unannehmbar. Das Zentrum wird unbedingt als erste Forderung das geheime Wahlrecht verlangen. Es ist zu wünschen. daß auch die Konservativen in diesem Punkte dem allgemeinen Volkswillen sich beugen und das Wahlrecht den wirtschaftlich und sozial Schwächeren durch die geheime Stimmabgabe sichern. Was die amtliche Begründung für die Beibehaltung der öffent- lichen Wahl vorbringt, sind Ladenhüter ältester Art und so schwache Argumente, daß man fast vermuten könnte, die Regierung habe die geheime Wahl nicht in die Vorlage gebracht, nur deshalb, um in ihr ein H a n d e l s o b j e k t für die weiteren Beratungen und Verhandlungen mit den Parteien zu haben. Die Parteien der Linke» können nun zeigen, wie stark die Stoßkraft ihrer liberalen Ideen zur rascheren und stärkeren organischen Fort- entwickelung der Wahlrcchlövorschristen ist. Bon ihrem Verhalten Wird die Gestaltung der endgültigen Vorlage abhängen." Die nationalliberal-konservativen„Hamburger Nach» richten" sind mit der Vorlage im allgemeinen zufrieden: „Der Vorschlag der Maximierung, der sehr erheblichen Einschränkung des Prinzips, das die Wahlrechtsungleichheit nach der Steuerleistung bemißt, kann in seiner vollen Tragweite erst erkannt und beurteilt werden, wenn die nähere Begründung vorliegt. Vorläufig können wir diese Neuerung, von der nach der Angabe des Berliner Re- gierungsblattes nicht weniger als 13 000 Wähler betroffen werden, nicht als eine Verbesserung einschätzen. Zum mindesten scheint uns die Grenze bis zu der die Sleuerlcistung bei der Bildung der drei Wählerklassen berücksichtigt werden soll, v i e l z u «ng gezogen zu sein... Den Hauptvorzug der Wahlrechtsvorlage bilden ihre negativen Eigenschaften: daß sie nicht die Heimlichkeit der Wahl bringt und keine Neueinteilung der Wahl- kreise fordert. Die Beibehaltung der öffentlichen Wahl und der seitherigen Einrichtung der Wahlbezirke verleihen der Vorlage den gerechten Anspruch auf wohlwollende Prüfung und Beurteilung." Einigermaßen wohlwollend ist auch das Urteil der „K r e u z- Z e i t ll n g" über die Vorlage: „Das beste, was man zu ihrem Lobe sagen kann, ist, daß sie sich vom Reichstagswahlrecht sehr fernhält. Die Vorlage lehnt sich, da« muß anerkannt werden, nicht an dieses Muster an, ja das. was in ihrer Begründung gegen die ge- Heime Wahl gesagt wird, ist eine geradezu vernichtende Kritik am Reichstagswahlrecht. Für die indirekte Wahl begeistert sich kamn noch jemand; ob es aber durchaus nötig ist, sie zu beseitigen, da sie doch für die engeren Ver- Hältnisse in schwach bevölkerten ländlichen Wahlkreisen noch keines- wegS unpraktisch ist, hängt von ZweckmäßigkeitS- erwägungen ab, zumal für die Beseitigung eine VersasinngS- ünderung nötig ist, die man doch nur aus zwingenden Gründen vornimmt. Von ihr« früheren Erklärung, die Aenderung deS Wahlrechts innerhalb der von der Verfassung gezogenen Grenzen halten zu wollen, ist die Regierung auch in einigen anderen Punkten abgewichen, so in der Maximierung und in dem Aufsteigen in höhere Abteilungen nach Bildung. Berufserfahrung und Tätig- keit im öffentlichen Leben. Die Aenderung in der Art der Stimmenzählung ergibt sich toohl als Konsequenz der direkten Wahl. „ES ist selbstverständlich, daß die Konservativen im Aögeorditetenhause wie im Herrenhause die Vorlage gewissen- h a f t p r ü f e n und dabei stets das allgemeine Staaisinteresse im Auge behalten werden. Die exzessiven Wutausbrllche der Demo- kraten und Sozialdemokraten über die ihren Ansvrüchen so wenig entgegenkommende Rcformvorlage sollen uns aber auch an und für sich nicht günstiger stimmen." In der Tat, die Vorlage ist ja auch so erzreak- tionär, daß schon die verbohrte Abneigung der Junker gegen jedes Rütteln an der bestehenden Wahlrechtsschmach dazu gehört, in dieser Ausgeburt volksfeindlicher Gesinnung auch nur die leiseste Konzession an— die Sozialdemokratie zu entdecken. Nur der Kuriosität wegen mag deshalb folgende Aeußerung der„Deutschen Tages-Ztg." registriert werden: „Noch einmal möchten wir kurz und knapp sagen: W a S wir an dem alten Wahlrechte hatten und haben, das wußten wir. ES war nicht plutokratiich, sondern legte die Entscheidung im wesentlichen in die Hände des Mittelstandes. Es entsprach im allgemeinen der Struktur der Bevölkerung, insbesondere der ländlichen. Es hatte sich eingelebt und ausgezeichnet bewährt. Es bildete einen wenn auch nicht völlig abwehrenden, so doch in der Hauptsache sichetnden Damm gegen die sozialdemo- kratische Ueberflutung. Wird sich das neue vorgeschlagene Wahlrecht ebenso bewähren? Wir können beim besten Willen unsere Zweifel nicht unterdrücken. In einem Punkte sind unsere Zweifel besonders stark: die eine Wirkung dürfte das neue Wahlrecht sicher haben, nämlich eine bemerk- bare und bedenkliche Schwächung des Dammes gegen die rote Flut. Deswegen ist ernste, sorgsame, p e i n- liche Prüfung die Pflicht aller, die die Mahnung der letzten Thronrede beherzigen wollen, strenges Pflichtbewußtsein und starke Staatsgesinmmg zu bekunden." ver Staat im Dienste des Kapitals. Das neue Kaligesctz, das die Regierung dem Reichstage borgelegt hat. ist für Sozialdemokraten in mehr als einer Be- ziehung interessant. Durch das Gesetz werden die bestehenden Kali- bergwerke vom Staate zwangsweise in eine Gemeinschaft vereint, und das Prinzip der freien Konkurrenz muß schmählichen Bankerott ansagen. Wie früher einmal die Handwerker zwangsweise zur Zunft zusammengeschlossen worden sind, so jetzt die Kapita- listen in ein Zwangskartell, um den schlimmen Folgen ihrer anarchistischen Produktionsweise zu entgehen. Die Art der Auf. Hebung der freien Konkurrenz ist aber zugleich der beste Beweis für die Tatsache, daß der Staat heute ganz und gar zum bloßen Exekutivorgan der Kapitalsinteressen herabgesunken ist. Ms es sich herausstellte, daß die Fortdauer privaten Monopols an den Eisenbahnen mit den Interessen der Allgemeinheit unverträglich war, wurden die Ersenbahnen verstaatlicht. Jetzt wird der Zwang zur Beseitigung der Konkurrenz ausgeübt nicht mehr zu- gunsten des Staates, sondern zugunsten einer kleinen Anzahl von Großkapitalisten— es handelt sich um etwa 00 Werke—. und das treibende Motiv ist die Sorge um die Er- Haltung der außergewöhnlichen Profite, die das Kalikartell gemacht hat und die ihm das staatliche Eingreifen auch für alle Zukunft sichern soll. Dazu kommt allerdings noch ein weiterer Beweggrund. Man weiß, daß die Kalisalze zu den wichtigsten Düngemitteln gehören und daß Deutschland dafür ein natürliches Monopol hat. Im Gegensatz zu anderen Kartellen, die ihre Waren im Auslande billiger verkaufen, konnte das Kalikartell dieses natürliche Monopol dazu ausnützen, dem Ausland höhere Prers« anzurechnen als dem Jnlande. Der Fiskus, der selbst Mitglied des Kalikartells ist, sorgte dafür, daß die deutsche Landwirtschaft so gegenüber der aus- ländischen Konkurrenz einen Vorzug genoß. Würde das Kartell gesprengt, so würde diese Preispolitik unmöglich, und darin sehen die Agrarier eine Verletzung ihrer Interessen. Dem Ausland sollen die Kalisalz« möglichst teuer verkauft werden, damit nicht etwa die Produktionskosten des ausländischen Getreides und damit der Weltmarktpreis fiele und so die Hochhaltung der deutschen Getreidepreise erschwert würde. Es kommt hinzu, daß der Bund der Landwirte selbst an Kalibergwerken interessiert ist und auch deshalb an der Hochhaltung der Preise Interesse hat. Es ist klar, daß, wenn sich so großkapitalistische und agrarische Interessen ver- binden, eine deutsche Regierung zum widerstandslosen Diener dieser Interessen wird. Die hohen Kartellpreise haben die Kaliindustrie dauernd in eine kritische Lage gebracht, indem sie. eine noch stets zunehmende Ueberproduktion herbeiführten.. Stieg doch die Zahl der Werke von IS im Jahre 1000 auf SO im Jahre 1003. Und obwohl der Gesamtabsatz in dieser Zeit sich von etwas über 3 Millionen Doppel- zentner im Werte von SO Millionen Mark auf fast 6 Millionen Doppelzentner im Werte von fast 98 Millionen Mark gehoben hatte, ging der durchschnittliche Absatz auf ein Werk von etwa LOS 000 Doppelzentner auf 113 000. dem Werte nach von 3,7 Millionen auf 1,95 Millionen Mark zurück. Die ErzeugungS- statten konnten also nur mehr einen geringen Teil ihrer Pro- duktionsfähigkeid ausnützen. Trotz dieses Ueberflusses an Werken aber lverden fortgesetzt neue gegründet. Dies machte die Kartell- erneuerungen immer schwieriger und die Regierung hat schon recht, wenn sie meint, daß es sehr bald zur Wiederherstellung der freien Konkurrenz gekommen wäre. Diesen Zustand malt nun die Regierung in den düstersten Farben. Sie muß zwar zugeben. daß das Sinken deS Preises— und der Preis würde sowohl im Inland als im Ausland stark heruntergehen— der Landwirtschaft zugute kommen würde. Aber da auch die ausländische Landwirt- schuft in ihrer Konkurrenzfähigkeit gestärkt würde, so entsteht die Gefahr, daß das stetige Steigen der Gctreidepreise vielleicht etwas verlangsamt würde. Und diese zu verhindern, ist natürlich ein „nationales" Interesse in den Augen der regierenden Lakaien der Agrarier. Dazu kommt, daß auch die Erträge der Äaliindustrie verringert würden, was wieder gegen das kapitalistische Interesse verstößt. Wir sind gewiß keine Lobredncr der freien Konkurrenz, und wenn wir auch meinen, daß die deutschen Kalilager so ausgedehnt sind, daß von einer Verschleuderung dieser Bodenschätz« an das Ausland zu sprechen, nur eine demagogische Phrase ist. so gestehen wir gerne zu. daß die Sprengung deS Syndikats und die Wieder- Herstellung der freien Konkurrenz eine Reihe schwerer Uebel- stände schaffen würde; unter diesen würden in d«r UebergangS- zeit namentlich auch die zirka 30 090 Arbeiter dieser Industrie. von denen und deren Interessen bezeichnenderweise in dem Gesetz nirgends die Rede ist. schwer zu leiden haben. Wir wollen daher ohne weiteres die Notwendigkeit zugeben, die freie Konkurrenz auszuschalten. Wir müssen aber auf daö schärfste dagegen prote- stieren, daß diese Ausschaltung nicht zugunsten der Allgemeinheit. 'ondern einzig und allein zugunsten der Großkapita- listen und Agrarier erfolgen soll. Wenn irgend ein Jndu- triezweig nach Verstaatlichung geradezu schreit, so ist es gerade der Kalibergbau und dies hat die Regierung anerkannt, die 1893/94 selbst die Verstaatlichung der Kalisalzgewinnung ver- langte. Dieses Naturmonopol den Kapitalisten zur Ausbeutung zu überlassen, war nie zu rechtfertigen. Ihnen aber die Aus- beutung durch den staatlichen Zwgng zu erleichtern, zeigt nur, wie das kapitalistische Profitinieresse zu dem einzigen ge- worden ist, von dem sich die Regierung leiten läßt. Die Verstaatlichung ist aber um so dringender notwendig, als auch der Gesetzentwurf der Regierung die Gewähr für eine ver- nünftige Produktionsregelung und Hintanhaltung der Ueberpro- duktion absolut nicht bietet. Der ursprüngliche Enttvurf hatte Bestimmungen über die Beschränkung der Schaffung neuer Werke getroffen. Die neue Gesetzesvorlage erklärt, daß diese Art der Regelung unmöglich sei und läßt die Entstehung von Neuanlagen fast ungehindert zu. Da andererseits aber die Zwangskartcllie- rung neu entstehenden Werken den Absatz von vornherein garantiert, so wird damit der stärkste Anreiz zur Ueberproduktion geschaffen und der angegebene Zweck des Gesetzes vereitelt, während die Verstaatlichung der Produktion gerade diese Frage klaglos regeln könnte. Natürlia, müßten bei der Verstaatlichung Garantien geschaffen werden, daß die Interessen der Arbeiter gewahrt und vor allem ihre gc- werkschaftlichen und politischen Rechte gegen den Tcrrorismus der Regierung geschützt werden. Selbstverständlich dürfte auch die Verstaatlichung nicht etwa so gemacht werden, daß die Bergwerke zu einer Zeit abgelöst würden, wo die Profite noch außerordentlich hoch sind. Der Reichstag muß bielmehr diesen Versuch des Zwangskartells abweisen und. wenn die freie Konkurrenz in der Kaliindustrie die Profite auf eine normale Höhe zurück- gebracht haben wird, von der Regierung die Verstaatlichung der Kaliproduktion fordern. In der gegenwärtigen Form ist dieses Gesetz zur Bereicherung der kleinen Anzahl von Kali- kapitalmagnaten gänzlich unannehmbar. Politische(leberlicbt. Berlin, den 5. Februar 1910. Das Handelsabkommen mit den Vereinigten Staaten genehmigt. Aus dem Reichstag. 5. Februar. Die heutige Sitzung hat den Rekord der Kürze innerhalb der gegenwär- tigen Session mit ihren überaus langen Sitzungen erreicht. Jnnerhafti einer halben Stunde war alles vorüber. Das Handelsabkommen mit den Vereinigten Staaten wurde in drei Lesungen einstimmig angenonunen. In vorherigen Konferenzen und Schriftstücken war schon durch die Re- gierung Mitteilung davon gemacht worden, daß die Regierung der Vereinigten Staaten sich bereiterklärt habe, Deutschland provisorisch die M e i st b e g ü n st i g u n g zuzugestehen, und da in Deutschland von vornherein die Regierung sowohl wie die überwiegende Mehrheit des Reichstags auf dem Stand- punkte stehen, alles aufzubieten, um einen Zollkrieg mit den Vereinigten Staaten zu venneideiL?- ein Standpunkt, denmitallerEntschiedenheitauchdieSozial- demokratie vertritt—, so war die Entscheidung von vornherein gegeben. Der Staatssekretär Delbrück gab eine kurze Begründung. Aus dem Hause nahm niemand das Wort, selbst die agrarischen Heißsporne, die gerne einen Zoll- krieg mit Amerika vom Zaune gebrochen hätten, sehen ein, daß bei dieser Gelegenheit„nichts zu machen" war, und hüllten sich in Schweigen. Alle drei Lesungen hintereinander in einer Sitzung können nur vorgenommen werden, wenn niemand widerspricht. Da Widerspruch nicht erfolgte, ließ der amtierende Vize- Präsident Spahn auch in dritter Lesung abstimmen. Die Abstimmung ergab die einstimmige Annahme des Handelsabkommens. Me nächste Sitzung findet erst am D o n n e r s t a.g statt. Auf der Tagesordnung steht der Rest des Militär- e t a t s._____ Der Justizetat im Dreiklasseuparlament. Vor leeren Bänken begann am Sonnabend im preußischen W« geordnetenhause die zweite Lesung deS Etats der Justizverwaltung. Aber nicht genug, daß das HauS ungewöhnlich schwach besucht war, eS wurde auch den Rednern wenig oder gar keine Auf« merksamkeit entgegengebracht. Kein Wunderl War doch unmittelbar vor Beginn der Sitzung die Wahlrechtövorlage eingebracht, die da» Tagesgespräch der Abgeordneten bildete und das Interesse an allem anderen in den Hintergrund drängte.... Die Debatte verlor sich zumeist in Einzelheiten und bot wenig Bemerkenswertes. Besonderer Erwähnung wert ist die Rede deS Abg. BoiS lh. eines der nationalliberalen Partei angehörigen Höberen Richters, der die Gründung des Richterbundes verteidigte. Aber weit entfernt davon, für die Richter das ihnen durch die Verfassung gewährleistete Recht deS Zusammenschlusses in An- spruch zu nehmen, schweifwedelte Herr BoiSly vor der Regierung. deren Wohlwollen er durch den Hinweis darauf erbat, daß der Richterbund nichts gegen die Regierung unternehmen wolle, sondern daß er im Gegenteil gegründet sei. um die Regierung wider den Vorwurf der Klassenjustiz in Schutz zu nehmen. Also eine Schutzgarde für die Regierung! Weiter haben wir allerdings von der großen Mehrzahl der preußischen Richter nichts erwartet.— Auch der Fall der Frau Schönebeck aus Allenstein. die bekanntlich unter dem Verdacht der Anstiftung zum Gattenmord verhaftet worden, dann aber wegen angeblicher Geisteskrankheit außer Strafverfolgung gesetzt ist. wurde kurz erörtert. Wir geben ohne weiteres zu. daß die Behandlung dieses Falle» durch die Ge» richte eine ganz eigenartige ist. Aber eS ist verfehlt, daraus den Schluß zu ziehen, den ein konservativer Redner daraus zog. der es so darstellte, als ob viel zu viel Verbrecher irrtümlicherweise für geisteskrank erklärt werden. Gerade das Gegenteil trifft zu: es werden viel zu viel offenbar Geisteskranke zu Gefängnis- und Zuchthausstrafe� verurteilt, weil ihr Zustand nicht erkannt wird. Im übrigen wurde, wie alljährlich, üb« die n, angelhafte AuS- bildung der Juristen, das Ueberhandnehmen des Schreibwerks, das mangelhafte Richterdeutsch und dergleichen geNagt. Auch wurde neben der beherzigenswerten Anregung, für Jugendliche andere als Gefängnisstrafen vorzusehen, wieder für strengere, wenn auch kürzere Freiheitsstrafen und ähnliche menschenfteimdliche Vorschläge plädiert. Am Montag wird die Beratung fortgesetzt. Von unserer Seite soll Liebknecht in die Debatte eingreifen. Die Schiffahrtsabgaven und die süddeutschen Staate». Die erste Entscheidung im Kampf um die Einführung der Schiffahrtsabgaben ist gefallen. Nach Artikel 78 der Ncichsverfassung gelten Verfassungsänderungen im Bundes- rat für abgelehnt, wenn sie 14 Stimmen gegen sich haben. Diese 14 Stimmen waren aber, wie wir bereits berichteten. bei der vor einigen Tagen vorgenommenen Abstimmung nicht vorhanden: denn die gegen die Schiffahrtsabgaben opponierenden Bundesstaaten brachten, da die Vertreter Württembergs aus Rücksicht auf die Neckarkanalisation für die Einführung der Schiffahrtsabgaben stimmten. eS nur auf 12 S t i m m e n. Dazu stellten Sachsen 4, Baden und Hessen je 3 Stimmen; die anderen zwei Stimmen lieferten die beiden Fürstentümer Reub älterer und jüngerer Linie. Vreu�en, oöer richtiger das preußische Junkertum, kjoi Olfo gesiegt, aber dieser Sieg ist mit einer starken Verstim- inung Sachsens und der südwestdcutschcn Bundesstaaten gegen Preußen und sein Regiment erkauft. Nicht nur die in der Minderheit gebliebenen Staaten, auch Württemberg und selbst Bayern(wenn auch nicht im gleichen Maße) empfinden das Vorgehen der preußischen Regierung als einen V c r- gewaltig un g s v e r su ch und Verletzung ihrer Leb ens int er essen. Wie verlautet, soll es denn auch bei den Verhandlungen in den vereinigten Bundesratsaus- schüssen für Handel und Verkehr, für Justizwesen und für die Verfassung zu recht heftigen Auseinandersetzungen gekommen sein. Namentlich die Vertreter Sachsens. Hessens und Badens sollen mit den preußischen Bundesratsmitgliedern einen ernst- lichen Kampf geführt haben. Bedingungslos ist auch selbst von den zur Mehrheit gehörenden nichtpreußischcn Staaten die Zustimumng keineswegs erteilt worden: denn die amt- lichc Mitteilung über das Abstiinmungsresultat formuliert die grundsätzlichen Fragen, die die Mehrheit der Bundes- staaten bejaht hat. also: Ausbau des deutschen Wasser st raßen netzes unter billiger Heranziehung der Beteiligten durch Erhebung mäßiger Schiffahrtsabgabcn und Zusammensetzung der Ufer staaten innerhalb der einzelnen Stromgebiete in Zwcckverbände zurFinanzierungdererforderlichen Bauten aus gemeinsamen S t r o m k a s s c n. Das läßt darauf schließen, daß die Zustimmung zur Erhebung von Schiff- fahrtsabgaben nur unter der ausdrücklichen Voraussetzung für das Zugeständnis der Bedingungen erfolgt'stst, die eine feste Gewähr für„mäßige" Schiffahrtsabgaben und für eine „billige" Heranziehung der Beteiligten bieten. Preußen hat seinen Willen durchgesetzt: aber seine Autorität hat durch die terroristischen Mittel, die es rücksichts- los gebrauchte, einen starken Stoß im Bundesrat erlitten. Das Gefühl der Erbitterung und der Vergewaltigung hat in Sachsen und den süddeutschen Staaten weiteren Boden ge- wonnncn. der Reich sgedanke eine>v eitere Schwächung erlitten. Treffend kennzeichnet die „Frankfurter Zeitung" das Ergebnis der Abstimmung als einen Sieg Preußens über Deutschland, indem sie schreibt: „Es wäre eine völlige Verkennung der Sachlage, wenn man meinen wollte, daß bei dieser Abstimmung nur ein paar Staaten der Minderheit unterlegen seien, die erfolglos ihr Votum gegen den preußischen Plan in die Wagschale warfen. Unterlegen ist vielmehr, weit über die Grenzen dieser ablehnenden Staaten hinaus. daS Reichsinteresse und der Reichsgedanke, die, von keiner der dazu be- rufenen Instanzen geschützt, eine schwere Schädigung erlitten haben, weil die preußischen Agrarier es so befahlen. Denn das ist doch, so sehr man jetzt auch von preußischer Seite die angeblichen großzügigen Wasser- bauprojekte in den Vordergrund zu schieben bemüht ist, der Kern der ganzen Frage. Wollte man wirklich nur die Wasser- straßen ausbauen, so hätte man sich den ganzen verbitternden Kampf sparen können. Man brauchte bloß die Einzelprojekte auszuarbeiten und sie den Interessenten vorzulegen; bedeuteten sie dann wirklich eine wesentliche Erleichterung der Schiffahrt, so hätte man in jedem einzelnen Falle auch die Abgaben dafür überall dort, wo sie notwendig und berechtigt waren, bewilligt erhalten, genau wie durch das Gesetz von 1886 die Abgaben für die Kor- rektion der Unterweser bewilligt- worden sind. Aber man will eben in Wirklichkeit etwas ganz anderes. Der preußische Eni- wurf bedeutet— denn wir leben doch nun einmal im Zeit- alter des Verkehrs— die Wiedereinführung der Wasserzölle auf den deutschen Strömen, der- selben Wasserzölle, unter denen um die Mitte des vorigen Jahr- Hunderts das ganze deutsche Wirtschaftsleben aufs schwerste da- nieder gelegen hat, deren Beseitigung in den siebziger Jahren von allen Deutschen, selbst von preußischer Konservativen, als die Befreiung von unerträglich gewordenem Druck bejubelt wurde. Das Kind hatj etzt einen anderen Namen, aber der ändert nichts an seinem Wesen. Die Abgaben des preußischen Entwurfes find keine Gebühr, sondern sie sind ganz einfach eine neue in- direkte Steuer, eine Verkehrssteuer für alle, die die deutschen Ströme, dieses Geschenk der Natur und nicht des preußischen Dreiklassenparlaments, befahren»vollen, erhoben von jedem Schiff, das die natürliche Wasserstraße benutzt. Die preußischen Agrarier erhoffen sich davon zweierlei: erstens eine Verteuerung des importierten AuSlandSgetreides und zweitens eine Er- leichterung der Steuern, weil ja die famosen neuen Gebühren, wenn man sie erst einmal hat, für alle möglichen Dinge benutzt werden können, die bisher aus allgemeinen Steuer- einnahinen gedeckt werden mußten, für Uferschutz, Vorflut. Hochwasserführung. Moortrockenlegungen und vieles andere. Und die preußische Regierung erhofft sich davon noch»veit mehr. Zunächst und vor allen» eine Herzensfreude für ihre lieben Sorgenkinder, die Agrarier, denen sie ab und zu einen fetten Bissen zuwerfen muß, um sie einigermaßen zur Ruhe zu bringen. Und dann eine ganze Reihe von angenehmen Nebenwirkungen: eine neue Einnahmequelle, die schon Miquel als höchst ent- wickelungsfähig bezeichnet hat; die Möglichkeit, eine einheitliche Tarifpoliti! für Wasserstraßen und Eisenbahnen zu treiben und die den Eisenbahl,en so unbequeme Konkurrenz der natürlichen Ströme abzuschwächen; endlich eine Befruchtung des preußischen Erwerbslebens auf Kosten der Süddeutschen, die, an dem Oberlauf der Flüsse gelegen, die Abgaben in weit höherein Maße zu tragen haben und deshalb viel mehr darunter leiden werden als die niederdeutschen Preußen, die ohnehin schon dem Meere so viel näher sind."_ Die neuen Anleihen. DaS Ergebiris der Zeichnungen auf die heute aufgelegte»» Reichs« und preußischen Anleihen läßt sich, wie offiziös mitgeteilt wird, zurzeit zwar noch nicht genau feststellen, doch ist schon sicher, daß der aufgelegte Betrag um mehr als 200 Millionen Mark überzeichnet ist. Die Schuldbuch- und Sperrzeichnlmgen belaufen sich auf über eine Viertel Milliarde. Wie aus dem Wortlaut der offiziösen Mitteilung hervorgeht, ist man in den Regierungskreisen mit dem Zeichnungsresultat recht zu- frieden; tatsächlich ist das Ergebnis aber höchst mager. Deutsch-amerikanische Handelsbeziehungen. Da? Wolfffche Telegr.-Blireau veröffentlicht folgende offiziöse Mtteilung: „Nachdem der Reichstag das Gesetz betreffend die Handels- beziehungen zu den Vereinigten Staate,» von Ainerika an- genommen hat, hat der Bundesrat über die Ausführung des Gesetzes zu beschließen. Wie wir hören, wird im Reichsgcsetzblatt am 7. d. M. eine Bekanntmachung erscheinen, wonach auf die Erzeugnisse der Vereinigten Staaten von Amerika vom 3. d. M. ab die in den geltenden Handelsverträgen zu- gestandenen Zollsätze anzuwenden sind. Die Erzeugnisse der Ver- einigten Staaten werden demnach wie die Erzeugnisse der meist- begünstigte» Länder behandelt werden." Der Protest des Proletariats. In E l b i n g tagten am Donnerstag zwei große, über- füllte Protest Versammlungen gegen die Staatsstreich- gelüste der Junker. Von den im.Vereinsgarten" Anlvesenden zog eme Gr»lppe von 400 Personen vor das RathmiS. Demonstrationen waren nicht beabsichtigt, sonst hätten»nehrere Tausend Personen daran teil genoinmen. Von der Polizei war ein außergewöhnlich starkes Ausgebot in Tätigkeit; einige Notierungen»vurden vor- genommen. In Dresden fand am Freitagabend eine stark besuchte Ver- sammlung statt. Polizei war massenhaft aufgeboten, fand aber keinen Anlaß zum Einschreiten. Für 30 Millionen Mark Tuch. Die Militärverwaltung versuchte am Sonnabend in der Budget- kommission des Reichstages die Tatsache, daß sie für 20 Millionen Marl Tuchvorräte aufgespeichert hat, in günstigeren» Lichte erschemen zu lassen. Wie»oenig ihr das aber gelungen ist, das belveist der Umstand, daß ihr von der Mehrheit der Kommission alle Mehrforderungen, daS sind rund 1'/» Millionen Mark von der Gesaint- forderung l24Vs Millionen) gestrichen wurden l Der Kriegs- minister rief bei der Abstiinmung, als er sah, daß nur eine Minder- heit für die Mchrforderung eintrat, ganz entsetzt aus:„Aber, die Waren sind ja schon b e st e l l t I worauf ihm ganz richtig ge- antwortet wurde, daß die Ausgabe von Geldern oder das Eingehen von Zahlungsverpflichtungen, ehe die Gelder vom Reichstag bewilligt wäre»», einen glatten Bruch des Budgetrechts bedeute; wenn die Militärverivaltring aber glaube, bor Fertigstellung des Etats Bestellungen machen zu sollen, so müßte sie in den Liefe- rungSvertrag den Borbehalt aufnehmen lassen:„Vor- behaltlich der Bewilligung durch den Reichstag." *** Zu einer längeren Debatte führten noch die Mehrforderungen von 429 000 M. Pferdegeld und 20S 000 M. Entschädigung für Pferde- Haltung. DaS Pferdegeld soll betragen im achtjährigen Turnus für jedes Pferd: An Generäle und Stabsoffiziere gleichen Ranges 2400, an die übrigen Offiziere und Beamten 1500 Mark. Das Pferde- geld darf nur für wirklich gehaltene Pferde gezahlt werden. Besondere Entschädigungen für daS Pferdehalten sollen an die Offiziere bei der Kavallerie in Höhe von 000 bis zu 130 M. herunter, je nach dem Rang des Offiziers, gezahlt werden. Die Beschlußfassung wurde noch ausgesetzt.(Nächste Sitzung am Mittwoch.)_ Die Steuerpflicht des Reiches in Staat und Ge»neinden. Dem Bundesrat ist ein Gesetzentwurf über die Beitragspflicht des Reich« zu Staats- und Gemeindelasten zugegangen. Der Entwurf bezweckt, gesetzlich festzulegen, inwieweit daS Reich verpflichtet ist, sich dem staatlichen und konnnunalei» Be- steuerungsrechte zu unterlverfcn und damit Streitfragen zu be- seitigen, die sowohl in der Wissenschaft bestehen als a»ich in der wiederholt zu»mliebsamen Erörlerungen und ein- ander widersprechenden oberstrichterlichen Entscheidungen Anlaß gegeben haben. Der Entwurf will»veiter den durch fabrikmäßige Re»chsbetrlebe in Mitleidenschaft gezogenen Gemeinden, die zuin Teil bisher auf Gnind des ReichsbaushallsctatS Reichsbeiträge zu ihren Ausgaben erhalten haben, rechtlich klagbare Ansprüche ge- währen und den elsaß-lothringischen Gemeinden, die an Reichs- eisenbabnen gelegen sind. Beiträge zu ihren Ausgaben zuführen. Seine Ziele entsprechen oflinals geäußerten Wünschen. Wie bereits früher im Reichstage in Aussicht gestellt, soll das Gesetz tunlichst am 1. April d. I. in Kraft trete»». Nationalliberalc Heuchelei. Die Konservativen beider Schattierungen hielten am Donnerstag ihre Heerschau in Hildes heim ab. Der Wahlkreis Hildesheim ist für derartige Veranstaltungen ein klaisischer Boden, besonders unter den gegeinvärtigen politischen Berbältnissei», die durch das schwarzblaue Bündnis charakterisiert werden. In Hildesheim ist dieses Bündnis schon ein paar Jahre alt, und auch die Holteniotten- wählen verinochten nicht den Bund zu zerstören. Im Jahre 1903 wurde zwischen den Bllndler» und dem Zentrum ein Abkomnren getroffen, wonach abwechselnd ein Mitglied des Zentrums und ein Kandidat des Blindes der Landivirle auf- gestellt werden soll. 1903 kain der ZentnnnSinann mit unserem Kandidaten in die Stichwahl,»nid jener siegte mit Hilfe der den Ausschlag gebenden Nationolliberalen. Das Zentrum, das in dein Wablkreise niemals Bedeutung halte (mehrfach war er wölfisch vertreten), ist also erst— das»miß fest« gestellt werden— von den Nationalliberalen dort in den Sattel gehobey. Der schwarzblaue Block hat von den Nationalliberalen Unterstützung erhallen. Im Jahre 1907 wurde an dem Abkoinmen festgehalten»md ein Bündler aufgestellt. Infolge der Hoitentottenbegeistenmg kam der»ationalliberale Kandidat mit dem schwarzblauen in Stichwahl. Die Sozialdemokratie gab den Ausschlag, nachdem sich der Kandidat des Zentrums und der Bündler für die an ihn gestellten Forderungen schriftlich verpflichtet hatte, gegen die Nat,onalliberalen. Nun schreibt der„Hannoversche Courier" am Tage vor der Bündler- parade u. a. diesen Satz: „Die Konservativen Hannovers halten heute, am Z.Februar, in H i l d e s b c im, allwo sie in brüderlicher Ber- eimgung mit den Ultramontanen stehen und— man denke!— mit sozialdemokratischer Unter st ützung ein Reichstags in andat erlangt haben, einen„allgemeinen konservativen Parteitag für die Provinz Hannover" ab. Konser- vative. Freilonservative, Bündler, Antiseiniteii und Leute Ver- »vandter Farben sind eingeladen." Hiernach entrüsten sich die NationaUiberalen über die sozial- demokratische Unterstützung. DaS ist eine unübertreffliche Heuchelei. Die Nationalliberolen selbst haben u»n die sozialdemokratische Unter- stützung in HildeSheim in entwürdigendster Weise gebettelt. Es ist eine Deputation von HildeSheim nach Köln gefahren, um die dortigen Nationalliberalen aufzufordern, für die Sozialdemokratie zu stimmen, daniit die Hildesheimer Sozialdemokraten für die Nationallibe- r a l e» stimmen tönnten. Aber mehr noch l Der national- liberale Kandidat ließ im Wahlkreise nach der Hauptwahl in Flugblättern erklären, daß er die sozialdemokratischen Stichwahl- forderungen erfüllen werde! Endlich aber ist von NationaUiberalen ein Flugblatt verbreitet ivordcn, in dem der Wahrheit zu- wider erklärt wurde, daß das sozialdemokratifche Wahlkomitee sich für die Unter st ützung des Nationalliberalen entschieden habe! Als Unterschrift setzte»nan unter diese lügenhafte Behauptung:„Das sozial- demokratische Wahlkomitee." Und jetzt kommen die Nationalliberalen her und weisen mit Fingern auf die sozial- dcmotratischt Unterstützung hin, die sie mit allen mög« lichen unlauteren Mitteln selbst erreichen wollten! Sie, die doch erst den schwarzblauen Block in Hildesheim 1903 fest verankert haben!_ Sozialdemokratische Stichwahlparole in Hainburg. Im 2., 3. und 4. Wahlbezirk des Hamburger Landgebiets hat zwischen den Kandidaten der vereinigten Liberalen und der alten Fraktionen Stichivahl stattzufinden, bei der die sozialdemokratischen Wähler den Ausschlag geben. Die alten Fraktionen haben vor vier Jahren dem Wahlrechtsraub zugestimmt. Der Vorstand der sozial- demokratischen LandeSorganisation empfiehlt daher unseren Partei« genossen und Wählern, am Stichwahltage einmütig ihre Stimme für die vereinigten Liberalen abzugeben, die für die Beseitigung des KlassenivahlrechtS eintreten. Der Journalistenstreik in der bayerischen Kammer. Aus München wird uns dazu vom 4. Februar geschrieben: Der Streik ist ein vollständiger. Nicht ein einziger Bericht- erstatter Ivar am DonnerStagnachmittag zu erblicken. Die Schuld trägt die wenig rücksichtsvolle Behandlung, welche die Pressevertreter durch das Direktorium der Kammer der Ab- geordneten erfahren. Trotz mehrinaligen Einspruchs und mehrfacher deutlicher Demonstrationen gegen langausgedehnte Nachmittags- sitzungen, die auf lange Bormittagssitzungen folgen, hat das Präsi- dium für heule wieder eine zweite Plenarsitzung anberaumt. Das schlug dem Faß den Boden aus, zumal kurz vorher ein merkwürdiges Schriftstück von dein Direktorin»» an die Journalisten gelangte, das sich gegen einen angeblichen Terrorismus der Journalisten verwahrt. (Den loesentlichen Inhalt des direktorialen Schriftstückes haben wir gestern schon mitgeteilt). Dieser Terrorismus bestand darin, daß dieselben schon einigemal zur. Selbsthilfe griffen und die Sitzungen abkürzlen, wenn sie über"ein erträgliches Maß hinaus- gingen. Aus die Dauer wird das Direktorium gegen die Presse »vohl den kürzeren ziehen. ES tut gut, beizeiten umzukehren und bei der Anberaumung und Dauer der Sitzungen die nötige Rücksicht zu üben. » Die Kamnierjournalisten haben gegen die Erklärung des Direktoriums in einer Erlviderung Berlvahrung eingelegt. Damit ist die Arbeitseinstellung beendet. Militärische Rowdies vor dem Kriegsgericht. Vor dem Kriegsgericht der Garde-Kavalleriedivision in Potsdam begann heute vormittag die Verhandlung wegen deS UeberfalleS, der in der Nacht zum 5. Dezeinber vorigen Jahres auf zwei Offiziere des 2. Garde- Feldartillerieregiments, nämlich den Oberleutnant v. Schachten und den Leutnant v. Weiher erfolgte. Unter Ailklage stehen der Sergeant und Standartenträger im 3. Garde-Ulanenregiiiient Richard Manigel und der Sergeant Schreck voin gleichen Regiment. Die Verhandlungen finden iin Militärgericht in der Gardedukorpsstraße statt, einem niedrigen Ranin, der de» Eindruck eines besseren MannschaftS- zimmerS»»acht. Es sind eine große Anzahl Berichterstatter, nament» lich auS Potsdam, erschienen. VerhandlungSleiter ist der Kriegs- gerichtsrat Solle; den Vorsitz im GenchlShof führt Major v. Tschierskh und Bögendorff. Als öffentlicher Ankläger fungiert Kriegsgerichtsrat Dr. Cocrrens, Ivähreud die Angeklagten von Rechts- amvalr Dr. Hoffmann-Berlin vertreten werden. Die beiden Angellagten werden aus der Untersuchungshaft vor- geführt und befinden sich in Uniforin, Nach dein Anklngcbeschluß werden die Angeklagten der tätlichen Beleidignng von Vorgesetzten und der Körperverletzung beschuldigt. Manigel sowohl tvie Schreck sind altgediente Soldaten und stehen bereits un elften Dienstjahre. In der Nacht zum ö. Dezeinber hatten sie sich in dem Restaurant „Kolosielim" übermäßig dem Alkoholgenuß ergeben und»nachten auf d e m H e i in»v e g e S k a n d a l. Als zwei ihnen begegnende Offiziere in Zivil sie zur Ruhe ermahnten, schlugen sie diesen ins Gesicht. Auch als sich die Offiziere als solche zu erkennen gäbe»», setzten die Angeklagten ihre beleidigenden Acuße« rungen und tätlichen Angriffe fort. Mit Hilfe von Passanten wurden die Angeklagten schließlich zur Wache gebracht und dort in Haft be- halten.— Zur Perhandluug sind gegen 25 Zeugen geladen, zurneist Offiziere»»nd Unteroffiziere sowie einige Zivilpersonen. Unter den Zeuge» befinden sich auch die beiden Überfallenen Offiziere. Sofort nach Verlesung des AnklogebeschlusseS erhebt sich der öffentliche Ankläger und beantragt im Interesse des militärischen Dienstes Ausschluß der O e f f e n t l i ch k e i t für die ganze Dauer der Verhandlung.— Der GerichlShos gibt nach kurzer Be- ratung diese»» Antrage statt.— Es soll versucht werden, die Per« Handlungen noch heute abend zu Ende zu führen, was aber angesichts der beschränkten Raumverbälmisse ziemlich ausgeschlossen erscheint. DaS Urteil dürfte erst am Montag zu erwarten sein. frankreick. Die AltcrSversichernng. Paris, 4. Februar. Der Senat beriet heute über die Altersversorgung der Arbeiter und beschloß, daß es den kleinen Pächtern freistehen soll, sich den Vorschriften der Altersversorgung zu ullterivcrfen oder nicht. ftulZland. Die Korruption. Petersburg, 6. Februar. Gestern nachmittag fanden eine große Menge Revisionen und Haussuchungen bei zahlreichen Beamten der Artillerieverwaltung und einigen Großindustriellen statt. Diese für« derten namentlich bezüglich der Beamten der Verwaltung ungeheuer belastendes Material zutage. Enorme Miß- bräuche wurden aufgedeckt, über 40 Verhaftungen»vurden vor» genommen; in der nächsten Zeit sollen weitere Ha»iss»chuiigen vor- genommen werden. Ciirlm. Eine«tue FriedenSbetenerniig Griechenlands. Konstantinopcl, 5. Februar. Der griechische Gesandte GrypariS gab dem Minister des Aenßern die offizielle Erklärung ab, daß die Befürchtungen in betreff der griechischen N a t i o n a l v e r s a in m l u n g unbegründet seien. Ihre Einberufung sei znrückzilführen ans Gründe der Wiederherstelluiig der Ordnung und Ruhe im Innern solvie auf den Wunsch, auswärtige Schwierigkeiten zu vermeiden und die Kammer- »v a h l e n aufzuschieben, die im September d. I. oder i,n Januar folgende» Jahres stattfinden. Die hellenische Regierung hoffe, die Pforte»verde die Bedeutung dieser Maßnahme würdigen, welche Zeugnis ablege von dem aufrichtigen Wunsche, die guten Be- Ziehungen zur Türke» aufrecht zu erhallen. Das Verhalten der Schutzinächte. Paris, 5. Februar. In, Ministerrat erklärte P i ch o n, die Vor« schlage, welche er in Petersburg, London und Rom gemacht habe, um griechisch-türkische Verwickelungen zu verhindern, hätten zu einer Einigung geführt und lvürden von den vier Schutzmächren dein kretischen Exekutivkomitee offiziell mitgeteilt werden. Die von den Regierungen in Konstantinopel und Athen abgegebenen Erklärungen ließe» die Ansicht zu, daß keine Schwierigkeiten mehr zu befürchten seien. Indien. Ei» Preßgesetz gegen die ttilabhängigkcitöbewegung. Kalkutta, 4. Februar. Das Preßge'setz, das der Sekretär des Innen» heute im Gesetzgebenden Rat eingebracht hat, und das von diesem einer Kommission überwiesen»vorden ist. setzt den Betrag der von den Besitzern der Zeitungen zu leistenden Kaution auf Beträge zwischen 500 und 5000 Rupien fest. Es ermächtigt die Postbehörde, verdächtige Drucksachen anzuhalten, »nd die lokalen Behörden, Beschlagnahmen verdächtiger Zei- tungen, Bücher und Dokumente vorzunehnien. Als Preßvergehen, die zu solchem Vorgehen der Behörden berechtigen, werden genannt der Versuch zur A n st i f t u n g von Mordtaten, von anarchistischen Verbrechen, von Unternehmungen. die darauf abzielen, die Loyalität der Ar, nee und der Flotte zu unter- graben und Feindschaft zwischen den verschievensteu Rassen und Religionsbekenntnissen hervorzurufen. GewerhrcbaftUcbca. Ein fchiefea Scharf inacberurteil und eine gerade Hrbcitcrantwort. Im Silvesterbriefe des spaßhaften vierten Reichskanzlers an den Reichsverbandsgeneral L i e b e r t ist bekanntlich der deutsche Arbeiter als„der intelligenteste der Welt" bezeichnet worden. Diese Aeußernng hatte Fürst Bülow natürlich nicht aus sich selbst, sondern sie stammt von Nationalökonomen und Denkern. Wie sich die industriellen Scharfmacher mit ihr abfinden, lehrt eine Aeußerung des Kommerzienrats Dr Joseph Hallbauer, Direktor der Lauch Hammerwerke an der Nordgrenze Schlesiens. Der Herr macht gegenwärtig eine Studienreise durch Amerika und hat sich, nach be rühmtem Muster, von einem Mitarbeiter der NewIorker„Sun' ausfragen lassen über das, was er weiß und glaubt zu wissen Und dabei fällt er denn folgendes schmeichelhafte Urteil über den deutschen Arbeiter, den er in Gegensatz zum amerikanr scheu stellt: „Der amerikanische Arbeiter gebraucht bei seiner Arbeit den Verstand viel mehr als der deutsche. Er(Dr. Hallbauer) habe„seine" Arbeiter vergeblich zu bewegen versucht, sich zu bilden und in demselben Geiste zu arbeiten, wie ihre amerikam- sehen Kollegen, etwas Selbständigkeit und Initiative zu zeigen. Der deutsche Arbeiter begnügte sich mit veraltetem Werkzeugs er möge gar kein gutes, modernes Werkzeug! Die Folge dieser Rückständigkeit sei, daß der deutsche Arbeiter in einem vollen Monat nur soviel leiste, wie sein amerikanischer Kollege in elf Tagen." llsw Diese Aeußerung einer schönen Scharfmacherseele brachte merkwürdiges zuwege. Sie sorgte dafür, daß die gewerb schaftliche Organisation, die im Lauchhammcrwerk nur schwer Fuß fassen konnte, ihren Siegeszug auch dort antritt. In einer gewaltigen Protestversammlung nahmen am 3. Februar die Jndustriesklaven des Werkes zu den beschimpfenden Acußerungen des Direktors Stellung. Der Bezirksleiter des Metallarbeiterverbandes, Z e r n i ck e, ging mit dem Herrn ins Gericht, der bewiesen hat, daß er den deutschen Arbeiter gar nicht kennt. Der die Bildung„seiner" Arbeiter so der steht, daß sie zum geistigen und körperlichen Sklaventum ev zogen werden sollen: der duldet, daß im Werk jede freie Meinung unterdrückt wird und ein schlimmes Denunzianten und Schmarotzersystem herrscht. Ganz besonders interessant ist aber in Gegenüberstellung der obigen Aeußerung, was Herr Dr. Hallbauer vor der Reichstagswahl 19(17 in einem Flugblatt an die Arbeiter des Werkes, das auch seine Unterschrift trug, sagte. Darin wurden die Leistungsfähigkeit und die Ver dien st e der Arbeiter u m die Hebung des Werkes lebhaft hervorgehoben! Auch bei seinem Lbjährigen Jubiläum wußte der Herr die Tüchtigkeit„seiner" Arbeiter hoch anzurechnen. Und das alles ist plötzlich vev gessen. Vor der imposanten Versammlung hatten die Beamten des Werkes ihren Direktor zu reinigen versucht. Sie hefteten einen Anschlag an, in dem behauptet wurde, die Worte Dr. Hallbauers seien— falsch übersetzt. Die Arbeiter lachten über diese klägliche Retirade und mit 1999 Mann beschlossen sie den Eintritt in die Organisation.„■, Berlin und Umg-egenck. Das Trinkgeldunlvesen, die Gastwirtsgehilfen und die Gesellschaft für soziale Reform. Die Gesellschaft für soziale Reform bedarf der Betätigung. Oben wird sie nur wenig beachtet, obwohl ihr einige ehemalige Minister nahestehen. Die von ihren Mitgliedern vertretenen Po- litischen Anschauungen finden in keiner politischen Partei den rich- tigcn, mindestens nicht den vollen und ungeteilten Ausdruck. Man kann es den Herren ruhig lassen, sie bemühen sich redlich und ehr- lich, etwas im Interesse der sozialen Reform zu leisten. Aber es sind Führer ohne Soldaten. Bei ihren Bestrebungen, an der Sozial- reform mitzuarbeiten, sind sie nicht sehr wählerisch, sie bieten ihre Hilfe so ziemlich allen politischen und gewerkschaftlichen Richtungen rechts von der Sozialdemokratie gleicherweise an. Ganz selbstlos sind sie dabei auch nicht; die Arbeiterschaft der Sozialdemokratie zu entreißen, das ist der Zweck der Hebung. Bei den Industriearbeitern haben die Herren Sozialreformer darin nur wenig Glück. Diese sind„unrettbar" der Sozialdemokratie verfallen. Desto mehr suchen sich alle die wohlmeinenden Herren und Damen jener Kreise ihr Tätigkeitsgebiet bei den zurückgebliebeneren Schichten der Ar- beiterklafse. So auch bei den gastwirtschaftlichen Angestellten. Die sogenannten„nationalen" Gastwirtsgehilfen-Vereinigungen haben sich auch der Gesellschaft für Soziale Reform angeschlosien. Am Freitag abend hatte die G. f. s. R. eine öffentliche Ver- sammlung nach den„A r m i n h a l l c n" einberufen, in der über die Lohnverhältnisse und Stellenvermittlung im Berliner Gastwirts- gcwerbe verhandelt wurde. Als Referent trat der Kellner Herr v. P l a ch e k i, Leiter des Nationalen Ortskartells der Gastwirts- gehilfen auf; als Vertreter der Arbeitgeber hatte man sich Herrn Eiben, einen ehemallgen Hotelier aus Oldenburg, verschrieben. Zahlreiche Einladungen waren ergangen an Behörden, Ma- gistrat, Ministerium des Innern� Reichstag, Handelskammern, Po- lizeipräsidium usw. An das große Publikum wollte man sich wen- den, an die Oeffentlichkeit. Dieser sollte die Misere der gastwirt- schaftlichen Augestellten, namentlich die Sckiäden des Trinkgelder- systems, klargelegt werden. Aber von den Geladenen war niemand erschienen, außer einigen Mitgliedern der Gesellschaft f. S. R. Di« Versammlung wurde dennoch gefüllt von Angehörigen des Berufs. Die Redner konnten deswegen den Versammlungsbesuchern nichts Neues bieten. Herr Hotelier Eiben, Mitglied des Deut- schen Kellnerbundes, eines Vereins, der viele Prinzipale als Mit. glreder hat, sprach so ziemlich im Sinne der Gehilfen und sagte seinen Kollegen manch herbes Wort. Die Schuld an den schlechten Verhältnissen erblickt er in den„fremden E-indringlingen", der Spekulation und dem Großkapital im Gewerbe. Er wurde von den Vertretern der freie» Gehilfenorganisation dahin belehrt, daß die Entwickelung zum Großbetrieb in allen Gewerben anzn- treffen sei, daß diese vom Standpunkt der Gehilfen auch gar nicht zu bedauern sei, denn in den Großbetrieben lassen sich sanitäre Ein- richtungen, Arbeiterschutz, viel besser durchführen, als in den Klein- betrieben. Die Frage drehte sich schließlich darum: Wie ist das Trink, geld zu beseitigen? Während die Herren vom„Nationalen" Ge- hilfenkartell ihre Hoffnung mehr oder weniger auf das Wohlwollen der Unternehmer und die Hilfe der Gäste setzen, machten die orgsni- sirrten Gastwirtsgchilfen klar, daß allein die Organisation der Ge- Hilfen dazu imstande sei. Von unten herauf müsse die Bewegung kommen. Die Verhältnisse drängten aber dahin, die Gärung auch unter den„nationalen" Gehilfen sei allgemein, der Widerwille gegen den Trinkgeldbettel steige mit der Hebung des allgemeinen Kulturnivcaus. In der Diskussion wurden skandalöse Zustände enthüllt. Nicht allein, daß die Kellner in der Regel gar kein Gehalt bekommen, müssen sie in den meisten Betrieben von ihrem Trinkgeld auch noch Geschäftsunkosten aller Art tragen. In den Cafes mutz der Zahl- kcllner die Zuträger bezahlen und noch L— 5 Prozent der Tageslosung an den Prinzipal abführen. AuS dem„Tronc". der Trink- geldsammelbüchse, in die alle Trinkgelder einzulegen sind, entnimmt der Prinzipal vor der Teilung das Gehalt für das Aufsichtsper- fonal, den Gläserbruch und so fort. In einem Berliner Betriebe mußten die Kellner, die weder Lohn noch Kost erhielten, täglich 1,80 Mark, zu Zeiten 4,80 Mk. Abgaben entrichten. Geltend gemacht wurde von allen Rednern, daß Staat und Kommune die Pflicht haben, in den Betrieben, die ihnen gehören, für solche Pachtver- träge zu sorgen, wonach den Gehilfen ein auskömmliches Gehalt zu zahlen ist. Beschlüsse wurden nicht gefaßt. Oeurlcbes Reich. Drohende Aussperrung im deutschen Steindruckgewerbe. Das graphische Gewerbe hat in den letztvergangenen Jahren außerordentlich viel zu leiden gehabt. Die Arbeiter haben nicht nur die allgemein ungünstige Konjunktur, sondern auch die Nach- teile der Steuerpläne der Regierung fühlen müssen. Es gelang ja bekanntlich zum Teil, durch eine gemeinsame Aktion der Ar- beiter und der Unternehmer die Steuerprojekte zu hintertreiben. Leider scheinen jetzt die Unternehmer von diesem gemeinsamen Wirken nichts mehr zu wissen, anders läßt sich die Provokation durch eine obligatorische Arbeitsordnung für alle Schutzverbands betriebe nicht erklären. Es sind die Unternehmer im Steindruck gewerbe, die sich um den bekannten freisinnigen Scharfmacher Dr. G e r s ch e l und um seine Getreuen scharen, die es jetzt zu einem ernsten Konflikt im gesamten deutschen Steindruckgewerbe kommen lassen wollen. Die Mehrzahl der Unternehmer war allerdings so klug und einsichtsvoll, von der Parole der Schutz- Verbandsleitung keine Notiz zu nehmen. In der Reichshauptstadt, dem Sitze des Herrn G e r s ch e l, sind es nur rund ein halbes Dutzend Betriebe, die es fertig gebracht haben, den Arbeitern eine solche Arbeitsordnung aufzuzwingen. Im besonderen sind es nur oie Nürnberger Arbeitgeber, die ganz gleichmäßig in ihren Betrieben die Zuchthausbestimmungen eingeführt haben. Sie waren noch nicht einmal mit den an sich schon außerordentlich unanständigen Paragraphen der Vorlage zufrieden, es wurden noch weitere Verschlechterungen hinzugefügt. Die Nürnberger Arbeiter haben sich selbstverständlich gründlich zur Wehr gesetzt. Die Unter nehmer verlangen unter anderem, daß auf Grund der neuen Arbeitsordnung, die durch die neue Gewerbeordnungsnovelle Sonnabends gekürzte Arbeitszeit, an einem anderen Tage der Woche wieder nachzuholen ist, und dies unentgeltlich! So sehen die Vorteile der Gesetzgebung aus! Die Arbeiter haben beschlossen, dieses Nachholen auf jeden Fall zu verweigern, und dies mit gutem Recht. In München ist's in der Zwischenzeit aber noch zu einem Konflikt gekommen. Die Münchener Arbeitgeber waren schon seit einiger Zeit daran interessiert, wieder ein geregeltes Tarifverhältnis mit ihren Arbeitern zu ermöglichen. Die für ganz Deutschland üblichen Abmachungen, die nach der 1S06 erfolgten und rund ein viertel Jahr dauernden deutschen Aus sperrung festgelegt worden waren, genügten ihnen mit Recht nicht. Die Arbeiter kamen den Wünschen der Münchener Arbeiter gern entgegen und arbeiteten eine Tarifvorlage aus. Die Unter- nehmer erklärten sich zu Verhandlungen bereit. Wichtig ist hierbei, daß unter den Münchener Arbeitgebern eine gange Reihe von solchen sind, die zu dem Schutzverbande deutscher Stein- druckereibesitzer gehören. Plötzlich griff in die sich durchaus fried- lich abwickelnden Verhältnisse die Berliner Leitung der Unter- nehmer ein. Die Scharfmacher inhibierten sofort die Tarifverhandlungen, sorgten auch dafür, daß in Nürnberg, wo die Arbeiter wegen der Arbeitsordnung das Ge- Werbegericht als Einigungsamt angerufen hatten, die dortigen Unternehmer das Einigungsamt ablehnten, und wiesen auf zentrale Verhandlungen hin. Diese fanden nun auch statt. Der Effekt ist, daß Herr W u n d s ch, der als 2. Vorsitzender der Unternehmer fungierende kleine Scharfmacher— der große, Herr Dr. G e r s ch e l, ist krank— in diesen Verhandlungen er- klärte:„Auf das Verlangen nach Tarifen kann der Schutzverband nicht eingehen, weil er prinzipiell solche nicht abschließt!!" Aller- dings erkannte er an, daß die Arbeitsordnung die Ursache der starken Erregung der Arbeiter ist. Ueberdies habe man ja auch gar nicht die Absicht gehabt, den Arbeitern„etwas Böses anzutun" (wörtlich), Hauptsache sei. aber immer wieder, daß die Arbeiter erst wieder ruhig würden und willig ihre Arbeit unter den von den Nürnberger Scharfmachern verschlechterten Arbeitsbedingungen verrichteten. Die Organisationsvorstände der Lithographen und Steindrucker, der Buchbinder und der Hilfsarbeiter gaben ge- meinsam die Erklärung ab, daß sie mit einer solchen Regelung der Frage nicht einverstanden sein könnten. Der Herr Wundsch, Oberleutnant a. D. im 3. Garde-Landwehr-Regiment und Fabrik- besitzer, erklärte darauf, daß die Unternehmer diesen Vorschlägen der Arbeitervertreter nicht zustimmen könnten. Warum nicht? Doch nur aus keinem anderen Grunde, als weil die Herren Scharfmacher und ihr Gefolge hoffen, daß sie alle ihre Schutz- Verbandsmitglieder am Schnürchen haben, und sie dort hinführen können, wo es ihnen angenehm ist. Die Aussperrung� erst in Bayern, und dann in ganz Deutschland, rückt damit in aller- nächste Nähe. Die Kündigungen sollen allem Vernehmen nach umgehend ausgesprochen werden. Danach hätte das deutsche Steindruckgewerbe nach rund drei Jahren schon wieder eine Niesenaussperrung in Aussicht. 1900 hat sie dem Gewerbe schon tiefe Wunden geschlagen, nach der eigenen Erklärung der Unter- nehmer hat der damalige Kampf vielen unersetzbaren Schaden angerichtet. � Jetzt wird die Wirkung, nach zwei Jahren der tiefsten Depression, nach dem Inkrafttreten des amerikanischen neuen Zolltarifes. der die deutsche lithographische Ausfuhr riesig erschwerte, zum Teil unmöglich machte, natürlich noch viel schlimmer sein. Den Arbeitern wird es im Ernstfalle gleich sein; sie haben schon vor Jahren bewiesen, daß sie Opfer- mut genug haben, um eine Aussperrung ohne Angst durch- zuführen. Wie der schöne Plan den Unternehmern im ganzen Deutschen Reiche bekommt, wird nicht die Sache der Arbeiter sein. Sie sind zum Frieden geneigt; dies beweist doch schon, daß die Münchencr Arbeiter den Wünschen der dortigen Schutz- verbandsmitglieder zu einer tariflichen Regelung der Arbeits- Verhältnisse gern entgegengekommen sind. Die Unternehmer sind es gewesen, die jetzt in Nürnberg dafür gesorgt haben, daß das Einigungsamt abgelehnt wurde; die Unternehmer sind es ebenso gewesen, die die Verhandlungen in München unterbunden haben. Bei den Scharfmachern ihres Gewerbes möge sich die große Masse der deutschen Arbeitgeber für den neuen Riesenkonflikt bedanken. Ein Angriff aufs Koalitionsrecht. Man telegraphiert uns: Cnlm, 5. Februar. Die Maschinenfabrik von PeterS zu Culm in Weftpreußen hat 65 von 80 Arbeitern ausgesperrt, weil sie sich dem Metallarbeiterverband resp. der polnischen Organisation ange- schlössen haben. Lohnforderungen sind nicht gestellt. Zuzug ist streng fernzuhalten. Die Parteipresse wird um Abdruck gebeten. Nachklange zum Streik auf dem Eisen- nnd Stahlwerk in Ohligs bei Solingen. Am Donnerstag stand der Gewerkschafts- beamte Paul Pawlowltsch aus Solingen vor der Elber- selber Strafkammer. Es wurde ihm zur Last gelegt, den Bürger- meister von Ohligs in einer öffentlichen Versammlung am 29. Oktober vorigen Jahres beleidigt zu haben. Wie der„Vor- wärts" seinerzeit berichtete, überfielen die von auswärts be- zogenen Streikbrecher eines schönen Tages die vor der bestreikten Fabrik stehenden Streikposten, oie sie mißhandelten und bedrohten. EinSr der streikpostenstehenden Arbeiter wurde mittels gefähr- lichen Werkzeuges schlver verwundet, so daß er mehrere Wochen in Krankenhausbehandlung zubringen mußte. Die Uebeltäter wurden von Polizeibeamten verhaftet und festgesetzt, aber vom Bürgermeister wurde am anderen Tage wieder deren Freilassung verfügt. Eine öffentliche Volksversammlung, in der der An- geklagte als Referent auftrat, befaßte sich mit diesen Vorgängen. In der Versammlung soll der Angeklagte nach dem Bericht eines bürgerlichen Blattes den Ausdruck gebraucht haben:„Der Bürger m ei jt er habe diesem Verbrechen Vor- s ch u b g e l e i st e t l" Auf Grund deS tendenziös gefärbten Versammlungsberichtes des bürgerlichen Blattes tu folgte die Anklage. Der Angeklagte erklärte in der Verhandlung. den Ausdruck nicht in dieser Form gebraucht zu haben, denn dieS wäre widersinnig gewesen. Drei Zeugen bestätigten, daß der Angeklagte die Redewendung nicht in dieser Form gebraucht habe; der bürgerliche Redakteur beharrte aber auf seiner Aussage, auf Grund dieser Genosse Pawlowitsch in eine Geldstrafe voll 100 M. genommen wurde. kZuslanck. Die schwedischen Zuckcrindustricllcn, die über das ganze Land zu einem Trust zusammengeschlossen sind, haben den Arbeitern die Tarifverträge, die sich auf 21 Orte erstrecken, gekündigt. Sie wollen einen neuen Tarifvertrag abschließen, der bis zum 1. Januar 1915 gelten soll und statt Verbesserungen Verschlechte- rungen der Lohn- und Arbeitsverhältnisse bietet. Die Unter- nehmer lassen durch die Presse erklären, daß, wenn die Arbeiter Aenderungen des Tarifentwurfs wünschen, sie dies baldigst be- kanntgeben müssen, falls nicht ernste Eventualitäten eintreten sollen. Sie drohen also offenbar schon wieder einmal mit einer Aussperrung. Die alten Tarifverträge gelten jedoch noch bis zum 1. August dieses Jahres. Im Baugewerbe vo» Kristiania hatten in einzelnen Branchen die Arbeiter die vor zwei Jahren abgeschlossenen Tarifverträge gekündigt. Dies gab den Unternehmern Veranlassung, nun ihrer- seits sämtliche in den verschiedenen Bauberufen bestehenden Tarif. vertrüge zu kündigen. Sie laufen alle am 1. Mai dieses Jahres ab. Die bürgerliche Presse schreibt bereits, daß eine große Aussperrung im Baugewerbe bevorstehe. Jedenfalls aber werden erst einmal Verhandlungen stattfinden müssen, bevor über Krieg oder Frieden entschieden sein wird. /Zug Incluftrie und Rande!. Verschlechterung der Lage am Ruhrkohlenmarkt. Nach dem Essener„Glückauf" hat sich im Januar der Absatz von Hausbrandkohlen verschlechtert. Da auch die Abrufe der Industrie, die vermutlich aus Streikbefürchtungen im Vormonat größere Bestände angesammelt hatte, von denen sie jetzt zehren konnte, an Lebhaftigkeit einbüßten, zeigte der Markt zum Schluß des Monats eine gewisse Abschwächimg. Diese kam auch in einer ver« mebrten Anzahl von Feierschichten sowie in der Ansammlung von Beständen aus den Zechen zum Ausdruck. In Fettkohlen erreichte der durchschnittliche TageSversand nicht ganz die Höhe der Ablieferung des Vormonats; der Rückgang erstreckte sich vornehmlich auf die größeren Nußkohlen, wogegen der Absatz der anderen Produkte sich in den Grenzen der Dezemberlieferungen hielt und teilweise diese noch überstieg. Der Absatz von Gaskohlen erfuhr gegen Dezember noch eine geringe Steigerung, im Versand von Gas« flammkohlen aller Sorten waren dagegen kleine Einbußen zu ver- zeichnen. Die Nachfrage in Eß- und Magerkohlen war im ersten Drittel des Monats Januar nur in groben Nußkohlen noch aus- reichend, hat dann aber auch in dieser Sorte nachgelassen, so daß vom zweiten Drittel des Monats ab der Versand in sämllichen Produkten der Eß« und Magerkohlenzechen gegen die Herstellung zurückblieb. In Hochofenkok" erreichte der Versand ungefähr die Höhe des Vormonats, während der Absatz in den übrigen Koks- forte» infolge der anhaltenden milden Witterung einen Rückgang aufwies. Der Brikctlmarlt lag unverändert, der Absatz hielt sich auf der bisherigen Höhe._ Militärliefcrnngen. Bei einer Ausschreibung der Intendantur deS 3. bayerischen Armeekorps stellte sich das niedrigste Angebot für Schweinefleisch auf 1,39 M., das höchste auf 1.65 M., Rauchfleisch 1,70 M. bezw. 1,90 M., Schweinebraten 1,40 M. bezw. 1,80 M. Der Intendantur schienen diese Preise zu hoch, weshalb sie ein neues UnterbietungSverfaKren einleitete, wobei ein Submittent, der bei der ersten Ausschreibung für Schweinefleisch 1,60 M., für Schweinebraten 1,70 M. gefordert hatte, diese Preise auf 1.45 M. bezw. 1,50 M. herabsetzte und Hieraufhin die Lieferung erhielt. Bei der zweiten Ausschreibung mußte die Militärverwaliung somit schließlich höhere Preise akzeptieren, als bei der ersten Ausschreibung und den Zuschlag erhielten Lieferanten, die bei der ersten Sub- Mission mit die höchsten Preise gefordert hatten. Neuer Bierboykott in Mülhausen i. E. Der Gemeinderat von Mülhausen i. E. hat vor einigen Tagen mit 16 gegen 9 Stimmen den Antrag der Bierboykottkonnnission auf Herabsetzung deS Oktrois von 4,80, auf 3 M. pro Hektoliter Bier abgelehnt. Deshalb beschloß am Mittwoch eine Versammlung der Partei- und Gewerkschafts- funllionäre für das städtische Oktroigebiet die erneute Verhängung deö Boykotts. Der Gemeinderat muß sich noch einmal mit der Frage befassen, da der allgemeine Oktroitarif am 1. April d. I. abläuft. Der Boykott hat bis 1. Januar, wie offiziell bestätigt wird, die städtische Okrroieinnahnie a»S„Getränken und Flüssigkeiten" um 35 000 M. geschädigt. Die Beschränlung des Boykolls auf daS städtische Oktroigebiet dürste ihn für dieses desto wirksamer machen. Fusion. Der Aufsichtsrat deS Eschweiler Bergwerksvereins und der AufsichtSrat der Eichweiler- Köln Eisenwerke haben beschlossen, eine Verschmelzung beider Gesellschaften auf folgender Grundlage zu befürworten: Das gesamte Vermögen der Eschweiler- Köln Eisen- werke geht vom 1. Juli l909 ab mit Ausschluß der Liquidation auf den Eschweiler Bergwerksverein über. Dieser erhöht gleidbzeittg daS Grundkapital von 32 Millionen Mark um 6 Millionen Marl auf 38 Millionen Mark._ Letzte JVachricbten und DepeFcben. Feuer im Elektrizitätswerk. Chemnitz, S. Februar.(W. T. B.) In Thum(Erzgebirge» brach heute abend im Elektrizitätswerk auf noch nicht aufgeklärte Weise Feuer auS, welches so schnell um sich griff, daß in kurzer Zeit das Hauptgebäude vollständig ia Flammen stand. Die Stadt ist ohne Elektrizität. Mord und Selbstmord. Hamburg. 6. Februar.(W. T. B.)* Der SOjahrige Bildhauer Fickbohm feuerte heute abend auf die ge- schicdcne Frau Oberthner, mit der er ein Liebesverhältnis unterhielt, im Laden der von ihr geführten Brotfiliale in der Humboldtstraße drei Rcvolverschnssc ab, die den Tod der Frau zur Folge hatten und tötete sich dann selbst durch einen Schuß in die Schläfe. Als Motiv wird Eifersucht an- gegeben._ Zum Schutze Väterchen». Petersburg, 5. Februar.(W. T. B.) Die Reichswehr, kommission der Duma hat sich für die Notwendigkeit der Schaffung einer Militärluftschiff-Flottille ausgesprochen und daS Kriegsministerium zur Beschleunigung der Ausarbeitung von Maßnahmen zur Bekämpfung der Luktschiff-Flotte eines möglichen Gegners aufgefordert. Ter Handelsvertrag zwischen der Türkei und Montenegro. Konstantinopcl, 5. Februar.(W. T. B.) Die Kammer nahm nach längerer Debatte den Handelsvertrag zwischen der Türkei und Montenegro an, der auf der Mcistbegünstigungskkausel beruht. Weiter bewilligte die Kammer die zur Beurlaubung der ausgedienten Truppen und zur sofortigen Einberufung der dies- jährigen Rekruten notwendigen Kredite. Das Rckrutenkontingcnt beträgt ungefähr 53 006 Mann. Kerantw. Redakt.: Richard Barth, Berlin. Inseratenteil verantw.:»tz. Glocke, Berlin. Druck u.Verlag: Vorwärts Buchdr.u.Berlaa»anstal» Uaul Singer& To.. Berlin L1V. Hier»» 4 Beilage«.� Dr. 3!. 27. Aehrgaaz. 1. Knlme des, Amiirls" Arlim Msliloti Sonntag. 6. lebrnar 1910. Reichstag »1. Sitzung. Sonnabend, den v. Februar, mittags 12 Uhr. Hm BundeSratstische: Dr. Delbrück, v. Echoen, Mermuth. Aus der Tagesordnung steht die erste und eventl. zweite Beratung des Gesetzentwurfs betreffend die Handelsbeziehungen zu den Bereinigten Staaten von Amerika. Der Enttvurf verlangt für den Bundesrat die Ermächtigung, Amerika gegenüber die Anwendung der in den geltenden Handels- Verträgen zugestandenen Zollsätze in angemestenem Umfange zuzu- lassen. Diese Ermächtigung bleibt solange in Kraft, als in den Bereinigten Staaten die Erzeugnisse des Deutschen Reiches höheren Zollsätzen als den im Abschnitt 1 des amerikanischen ZolltarisgesetzeS vom 5. August 1909 vorgesehenen nicht unterworfen lverden. Staatssekretär Dr. Delbrück: Nach der neueren amerikanischen Gesetzgebung kömien Handels- Verträge in der bisherigen Weise mit Amerika nicht mehr abgeschlossen werden, Amerika kann nur seinen Minimaltarif oder Maximaltaris gewähren. Redner gibt einen Ueberblick über die sehr langwierigen Ver- Handlungen mit Amerika, in denen Anierika auch die Zulassung von amerikanischem Schweinefleisch ohne Beibringung der gegenwärtig noch verlangten Bescheinigung über erfolgte mikroskopische Trichinenschau in den Vereinigten Staaten und die Zu- lassung von amerikanischem Rindvieh zur sofortigen Schlachtung verlangte. Wir haben ober keinen Zweifel gelassen, dost wir auf eine Äenderwtg unserer veteriuärpolizeilichen Bestimmungen nicht eingehen können.(Bravo! rechts.) Nachdem Amerika die Bichfrage aus den Verhandlungen ausgeschieden hat, ist es zu einer Ver- ftändigung dahin gekommen, datz die Vorteile des amerikanischen Minimaltarifs auf Deutschland ausgedehnt werden, während Amerika von Deutschland die Vorteile der meistbegünstigten Nation gesichert lverden; die ZollverwaltungSbcstimmungen der Vereinigten Staaten sollen in freundschaftlichem und versöhnlichem Geiste mit weit- herzigem Entgegenkommen Deutschland gegenüber angewendet werden. Somit werden für unsere Schiffahrt, für Handel und Industrie durch dieses Abkommen auch über den 7. Februar hinaus— zu welchem Tage das bisherige Abkommen gekündigt ist— stabile Zustände ge schaffen.(Allseitiges Bravo I) Da Wortmeldungen nicht vorliegen und Kommissionsberatung nicht beantragt ist, wird sofort in die zweite Lesung eingetreten. In dieser wird der Gesetzentwurf debatteloS an- genommen. Di« Tagesordnung ist erschöpft. «izepräsident Dr. Spahn schlägt vor, die dritte Lesung in einer neuen Sitzung, die nach einer Viertelstunde stattfinden soll, vorzunehmen. Auf Antrag des Abg. Lassermann(natl.) findet, da niemand widerspricht, die dritte Lesung sofort statt; w ihr wird der Entwurf debatteloS angenommen. Die nächste Sitzung findet statt: Donnerstag 1 Uhr(Rest des Nilitäretats). Schlufi 1 Uhr. Entwurf eines Gesetzes zur Abänderung der Vorschriften über die Wahlen zvm Hanse der Abgeordneten. Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden König von Preußen usw., verordnen, mit Zustimmung der beiden Häuser des Landtags der Monarchie, was folgt: Artikel I. Die Artikel 70. 71. 72. 74 Abs. 1 der Verfassungsurkunde vom 31. Januar ISSO(Gefetzfamml. S. 17) werden aufgehoben. Kleines f euiUeton* Die Kometen des JahreS 1N10. In überraschender Weise ist daS Jahr 1910 bereits zu einem iiometenjahr geworden, nachdem erst ein Monat vorübergegangen ist. Mit den bisher entdeckten Haarsternen, dem erwarletsn Halleyfchen und dem unerwarteten Iohannisburger, ist aber die Liste der Gestirne dieser Art. deren Er- scheinen im Jahre 1910 noch bevorsteht, durchaus nicht erschöpft. Im ganzen handelt eS sich noch um acht Konreten, also eine ganz un» gewöhnlich große Zahl, die sich leicht noch vermehren kann durch weitere Entdeckungen. In abschließender Weise ist der Winncckesche Komet zu nennen, der vom vorigen Jahre herübergenomnien werden konnte. Er ist jetzt freilich so schwach geworden, daß er selbst mit größeren Fernrohren von 30 Zentimeter Oeffnung nicht mehr verfolgt werden kann. Er ver- schwindet mit reißender Schnelligkeit gegen Norden. Dann kommt der zweite Tempelsche Komet und der Komet D'Arrest. Noch zu eindecken sind ferner fünf andere periodische Kometen. Der von Giakobini im Jahre 1896 aufgefundene muß nach den neuesten Bc- rcchnungen schon im vorigen Dezember die größte Sonnennähe erreicht haben. Es ist nicht sehr wahrscheinlich, daß man seiner noch habhaft wird. Ebenso ungiinstig sind die Bedingungen für die Wiederentdeckung des Swiftschen Kometen von 1898, der im Januar durch die Sonnen- iiähe gegangen sein sollte. Ein für die Himmelskunde besonders interessantes Gestirn ist der Spitalersche Komet von 1890, für dessen Bahn Dr. Hopser in de»„Astromonischen Nachrichten" eine neue Berechnung veröffentlicht hat. Seine UnilaufSzeit beträgt etwa OVs Jahre. J:n Jahre 1897 wurde er wieder aufgefunden. 1903 dagegen nicht. ES ist nun festgestellt worden, daß er erhebliche Störungen dnrch den Planeten Jupiter erfahren hat, so daß sich seine Umlaufszeit aus mehr alz 6% Jahre verlängert hat. Seine größte Sonnennähe ist demnach für Anfang Oktober dieses Jahres zu erwarten. Im gleichen Monat, aber etwas späler. sollte der Komet Foye in die größte Sonnennähe gelangen, und zwar unter so günstige» Ilmstände», daß an seiner Entdeckung kaum zu zweifeln ist. Endlich darf man auch einem Kometen entgegensehen, der von dem bekannten amerikanischen Kometenjäger Brooks im Jahre 1889 zrierst gefunden wurde. Er erreicht die größte Sonnennähe erst im Januar 191 l. wird aber mit bewaffnetem Auge wahr- scheinlich schon im Sommer dieses JahreS aufzufinden sein. Der Halleysche Komet wird fortgesetzt mit dem größten Eifer beobachtet. Während des Febraar wird sein Abstand von der Sonne von etwa L43 auf 17ä Millionen Kilometer abnehmen, der Abstand von der Erde aber von etwa 2ö3 auf 283 Millionen Kilometer zunehmen. Die Erblichkeit des Schietens. So rätselhaft der Vorgang der Vererbung ist, so kann er doch für viele Eigenschaften, gute und nach- teilige, des menschlichen Körpers wie des Geistes nicht geleugnet werden. Die Vererbung der Krankheiten wird allerdings im allge- meinen nur als eine Vererbung der Neigung zur Erlranlung zu- gegeben. Bei äußeren körperlichen Mängeln liegt dagegen die Möglichkeit der Vererbung klar zutage. So ist es beispielsweise mit dein Schielen der Fall. Dem Studium dieser Erscheinung hat Artikel H. An ihre Steve treten nachfolgende Vorschriften: 8 1. Wähler für das Haus der Abgeordneten ist jeder Preuße, welcher daS vicrund zwanzig st e(bisher LS.) Lebensjahr vollendet hat, in der Gemeinde, wo er seit sechs Monaten seinen Wohnsitz oder Aufenthalt hat. Jeder Wähler darf nur an einem Orte wählen. Für die zum aktiven Heere gehörigen Militärpersonen, mit Ausnahme der Militärbcamtcn, ruht die Berechtigung zum Wählen. § 2. Vom Rechte zu wählen(§ 1) sind ausgeschlossen Per- soncn: 1. die entmündigt oder unter vorläufige Vormundschaft gestellt sind, für die Dauer der Entmündigung oder Vor- mundschaft; 2. über deren Vermögen das Konkursverfahren er- öffnet ist, für die Dauer des Verfahrens; 3. denen die bürgerlichen Ehrenrechte aberkannt sind, für die Dauer der Aberkennung: 4. die eine A r m c n u n t e r st ü tz u n g aus öffentlichen Mit- teln erhalten. Als Armcnunterstützung im Sinne dieses Gesetzes gelten nicht: a) dem Wähler oder einem seiner Angehörigen gewährte Pflege oder Unterstützung in Krankheitsfällen, b) einem Angehörigen wegen körperlicher oder geistiger Ge- brechen gewährte Anstaltspflege, c) Unterstützungen zum Zwecke der I u g e n d f ü r s o r g e, der Erziehung oder der Ausbildung für einen Beruf. 8 3. Wählbar zum Abgeordneten ist jeder Preuße, welcher das dreißigste Lebensjahr vollendet hat, nicht vom Rechte zu wählen ausgeschlossen ist und seit wenigstens einem(bisher drei) Jahre preußischer Staatsangehöriger ist. 8 4. Die Abgeordneten werden von den stimmberechtigten Wählern des Wahlbezirks unmittelbar gewählt. 8 S. Jede Gemeinde(Gutsbezirk) bildet der Regel nach einen S t i in in b e z i r k für sich. Gemeinden mit weniger als 7S0 Einwohnern werden von dem Landrat mit einer oder mehreren benachbarten Gemeinden zu einem Stimmbezirke vereinigt. Gemeinden mit mehr als 3590 Einwohnern werden von der Gemsindeverwaltungsbehörde in Stimmbezirke geteilt. Die Stimmbezirke müssen tunlichst räumlich zusammen- hängen und abgerundet sein. Sie dürfen nicht weniger als 720 und nicht mehr als 3500 Einivohner nach der letzten allge- meinen Volkszählung enthalten. § 6. Die Wähler jedes Stimmbezirks werden nach Maßgabe der von ihnen zu entrichtenden direkten Staats-, Gemeinde-, Kreis-, Bezirks- und Provinzialsteuern in drei Abteilungen ge- teilt und zwar in der Art. daß auf jede Abteilung ein Drittel der Gesamtsumme der Steuerbeträge aller Wähler fällt. Uebersteigt der Gesamtsteuerbetrag eines Wählers die Summe von 5000 Mark, so wird der Ucberschutz nicht angerechnet. Die wegen des Unterhalts der Kinder oder anderer Familien- angehörigen auf Grund gesetzlicher Verpflichtung, sowie wegen be- sonderer die LeistungSsähigkeit wesentlich beeinträchtigender wirtschaftlicher Verhältnisse gewährten Ermäßigungen der Staatseinkommensteuersätze bleiben bei der Berechnung der zu entrichtenden Stcuerbcträge für den Zweck der Wahl außer Be t rächt. Jedem zur Staatseinkommensteuer nicht veranlagten Wähler ist an Stelle dieser Steuer ein Betrag von drei Mark anzurechnen. Wo direkte Gemeindesteuern nicht erhoben werden, treten an deren Stelle die vom Staate veranlagte Grund-, Ge- bände- und Gewerbesteuer. In den Hohenzollernschen Landen treten an Stelle der„direkten Staats-, Gemeinde-, KreiS-, Bezirks- und Provinzial sich Professor v. Sickierer in München seit Jahren zugewandt. Er bringt setzt in der„Münch. Mediz. Wochenschrift" einen neuen Beweis an einer Familie, die eine Erblichkeit des Schiele»? durch vier Generationen hindurch in einer besonders eigenartigen Form aufwies. Das jüngste Geschlecht dieser Familie, aus sechs Töchtern und zwei Söhnen bestehend. wies den Mangel nur bei den weiblichen Vertretern auf, und zwar in allen Fällen übereinstimmend als sogenannten Strabismus uonvsrgsrifc., bei dem die Sehlinie beider Augen nach innen gerichtet erscheint. Die Eltern dieser Kinder waren vom Schielen völlig frei, ebenso die Verwandten des Vaters, während die beiden Brüder der Mutter wiederum schielten, ihre beiden Schwestern aber nicht, so daß sich also von einer Generation zur andern da» Schielen auf das entgegengesetzte Geschlecht vererbt hatte. Die Nachforschungen über die nächstältere Generation fübrten zu Ergebnissen von ähnlicher Art. Die Großeltern jener sechs schielenden Mädchen waren ganz normalsichtig gewesen, dagegen wurde das Vorhandensein des UebelS bei einigen Geschwistern deö Großvaters festgestellt. Die gleiche Vererbung lvar auch in einer anderen Linie der Familie aufgetteten. Die Erscheinung ist höchst eigentümlich, da in allen vier Generationen die Vererbung des SchielenS nacheinander zwischen Knaben und Mädchen gewechselt hat. Der Art nach war cS stets gleich. DaS erste preußische Zeasurverbot erging im Jahre 1731 auf Veranlassung Friedrich Wilhelm I. und betraf cht Stück. daS in Berlin aufgeführt werden sollte, und zwar nur mit Puppen durch den Badisch-Durlachischen Hoskomvdianten Titus Maas und daS folgenden Titel hatte:„Sehenswerte, ganz neu elaborierte Hnuptaltion. genannt die remarquable Glücks- und Ilngliicksprobe des Alexis Danielowitz Fürsten von Mentzikopff, eines großen favo- rierten KabinetlSministerS und GeneraleS Pctri des Ersten, Zaaren von Moskau, glorwnrdigcn Andenkens, nunmehr aber von den höchsten Stufen feiner erlangten Hoheit bis in die tiefftcn Ab- gründe des Unglücks gestoßenen veritablen Belisary, mit HaiinSwurst, seinem lustigen Pastcteniungen, auch Schnirrfax und kurzweiligen Wildschützen in Sibirien!..■" Das Verbot des Stückes erfolgte au? zärtlich vorsorglicher Rück- ficht auf den Freund und Nachbarn, den russischen Zaren. Huuior und Satire. Ein Leutnant und zehn Mann. Dreimal halte der Landtag das allgemeine, gleiche, direkie und geheime Wahlrecht abgelehnt. Dreimal war der Landtag aufgelöst. Aber am Ende ward es den Abgeordneten zu dumm und sie ließen ich nicht mehr auflösen. Da kam ein Leutnant und zehn Mann! Am Tor empfing sie freundlich der Präsident:„Ah, welche Ehre, Kameraden! Grüßen Sie Ihren Herrn von uns und be- tellen Sie ihm. daß wir Kröchers früher in der Mark waren als sie Hohenzollcrn. Wir werden also auch später in der Mark ein, wenn Ihr Herr durchaus nicht lange leben Willi Im übrigen zabeu Sie sich in der Adresse geirrt. Drüben im Reichstage haben ie sich erstecht, eine Erbschastssteuer anzunehmen. Bitte, meine Herren, es wird mir ein Vergziügeii sein, Sie zu führen. steuern" die„direkten Staats- und Gemeindesteuern, Amts- und Landeskommunalabgaben" und an Stelle der„vom Staate ver- anlagten Grund-, Gebäude- und Gewerbesteuer" die„vom Staate veranlagte Grund-, Gefäll-, Gebäude- und Gewerbesteuer". In Helgoland werden bis zur anderweiten Regelung des Staats- und Gemeindestcuerwesens die Wähler nach Maßgabe der dort zur Erhebung kommenden Einkommensteuer in Abteilungen eingeteilt. Die er sie Abteilung besteht aus denjenigen Wählern, auf welche die höchsten Stenerbelräge bis zum Belauf eines Drittels der Gesamtsteuern fallen. Die zweite Abteilung besteht auS denjenigen Wählern, auf welche die nächst niedrigeren Steuerbetrage bis zur Grenze des zweiten Drittels fallen. Die dritte Abteilung besteht aus den am niedrigsten veranlagten Wählern, auf welche das dritte Drittel fällt. In diese Abteilung gehören auch diejenigen Wähler, welche zu keiner Steuer veranlagt sind. 8 8. Aus der nach§§ 6, 7 gebildeten Abteilung, der sie nach ihrer Steuerleistung zugehören, der nach st höheren Abteilung zugewiesen, werden Wähler der zweiten und dritten Abtei- lung, die entweder: 1. vor wenigstens zehn Jahren vor einer akademischen deutschen Behörde oder einer staatlichen oder einer staatlichen oder kirchlichen Behörde in Preußen eine Prüfung be- standen haben, zu deren Ablegung ein wenigstens dreijähriges Stu- dium auf einer Universität oder einer sonstigen deutschen höheren akademischen Lehranstalt erforderlich ist. oder 2. dem Deutschen Reichstag oder dem Preußischen Land- tag als Mitglieder angehören oder wenigstens zehn Jahre angehört baden, oder 3. gewählte Mitglieder eines preußischen ProvinzialraiS, Provinzialausschusics, Landesausschusscs, BezirkSausschufics, Kreis- oder Stadtausschusses, oder unbesoldete Mitglieder des Magistrats oder unbesoldete Beigeordnete eines Stadtkreises sind oder wenig- stcns zehn Jahre gewesen sind, oder 4. dem deutschen Heere oder der kaiserlichen Marine als aktive Offiziere wenigstens zehn Jahre angehört haben und entweder zur Disposition gestellt oder zu den Osfizieren des BeurlaübtenstandeS überführt sind oder den Abschied bewilligt er- halten haben. Durch die Wahlordnung(§ 27) wird bestimmt, welche deutschen Anhalten als höhere akademische Lehranstalten im Sinne des Absatz 1 Nr. 1 zu gelten haben. 8 s. Der nach§§ 6, 7 gebildeten zweiten Abteilung werden die nach ihrer Steuerleistung in die dritte Abteilung fallenden Wähler zugewiesen, die im unbesoldeten E h r e n a m t e: 1. Vorsicher, Beigeordnete oder sonstige Mitglieder des Ma- gistrats einer kreisangehörigen Stadt oder deS Gemeindevorstandes einer ländlichen Gemeinde oder Gutsvorsteher sind oder wenigstens zehn Jahre gewesen sind. 2. Bürgermeister einer rheinischen Landbürgermeisterei, Amtmänner eines westfälischen Amtes, Amtsvorsteher oder Stellvertreter(Beigeordnete) dieser Ehrenbeamten sind oder wenigstens zehn Jahre gewesen sind. 8 10. Der nach§§ 6, 7 gebildeten zweiten Abteilung werden ferner die nach ihrer Steuerleistung in die dritte Abteilung fallen- den Wähler zugewiesen, die mit einem Einkommen von mehr als 18 00 Mark zur Staatseinkommensteuer veranlagt find und entweder: 1. seit wenigstens fünfzehn Jahren sich im Be- sitze der wissenschaftlichen Befähigung zum einsah rig-srei- willigen Militärdien st e befinden, oder 2. seit wenigstens fünf Jahren ununterbrochen die Be» rechtigung zur Anstellung im Zivildienste auf Grund wenigstens zwölfjährigen militärischen oder diesem gleich- gestellen Dienstes oder die Berechtigung zur Anstellung im Forst» dienste besitzen. 8 11. Auf die Zuweisung zu einer höheren Abteilung nach Maßgabe der vorstehenden Borschriften(§§ 8, 9, 10) hat nur Anspruch, wer die begründenden Tatsachen der Gemeindebehörde s p ö- Und der Präsident geleitete den Leutnant und die zehn Mann in den Reichstag. Als die kleine Schar rasch ihre Aufgabe erledigt hatte, fand man beim Aufkehren zwei Papierblätter im leeren Saale. Auf dem einen stand: Resolution. „Indem wir erneut unser unverbrüchliches Bekenntnis zur monarchischen Staatsordnung ablegen und im Heer die Grundlage nationaler Sicherheit bis zum letzten Blutstropfen verteidigen, be- dauern wir ebenso lebhaft und entrüstet, daß durch den Uebergriff eines LeudiantS der Reichstag an weiterer gedeihlicher Arbeit ge- hindert worden ist. Wir vertrauen aber auf den gesunden Sinn deS Volkes und behalten uns weitere Schritte vor." Auf dem anderen Zettel war zu lesen: Resolution. „In Erwägung, daß die Schließung des Reichstages durch die bewaffnete Macht geeignet ist. daß monarchische Bewußtsein im Volke auf daS schwerste zu schädigen, forden: wir den verantwort- lichen Herrn Reichskanzler auf. den tiefgekränkten Gefühlen der Ration und ihrer berechtigten Vertreter Genugtuung zu verschaffen und beim Monarchen alle geeigneten Schritte zu tun. um mit inög- ltchster Beschleunigung eine Wiedcreröffmmg des so schwer geschädigten Parlaments zu ermöglichen." Unter dem ersten Zettel stand der Name Bafiermann, unter dem zweiten v. Payer.... ,foo. Notizen. — Die Sezession hat sich am Freitag in ihrer General- versammluiig wieder zusammengeftinden. Der alte Vorstand, der ausgetreten war, ist ivieder eingetreten. Zwei Mitglieder der Oppositton wurden in ihn neu aufgenommen. Die„alten Herren" haben also nachgegeben. Uns dünkt, sie hätten das gleich tun müssen. — Die ungarische A u S st e l l u u g in der Sezession wurde Sonnabend mittag in Gegenwart verschiedener der ausstellenden Künstler eröffnet. — Das„Geschäft" als RedaktioitSPrinzip. Die illustrierte Zeitschrift„DaS Theater" hatte den Schriftsteller Herwart Walden als Chefredakteur auf mehrere Jahre unkündbar engagiert. Herr Walden scheint aber den Ehrgeiz gehabt zu haben und hatte es sich auch ausbedungen, die Zeitschrist„streng künstlerisch und durchaus vornehm zu redigieren". Die Unternehmer lvollten aber auf ein Familienblatt lossteuern und wie elf Mitarbeiter des Herrn Walden in einer Zuschrift an die„Fackel" behaupten, allerlei kaufmännisch einträgliche Geschäfte dnrch Aufnahme von Bildern gegen Bezahluni, mid Ncmmng von KonfeltionSfirmen einführen. Da Herr Waiden dabei nicht»nittun wollte, wurde er kurzerhand entlassen. Die elf Dellaranten scheinen den Irrtum des Herrn Waiden zu teilen, daß in der bürgerlichen Wirtschaft Zeitschriften etlvaS anderes find als Konfektions- oder andere Geschäfte. Die papierne Ware ist eine Wflte wie jede andere, mit der man Geld machen will. ? e st e n S im Verfahren zur Berichtigung der Wahl- listen(Wählerliste, Wterlungsliste) nachweist. 8 12. In jeder Gemeinde(Gutsbezirk) wird ein Verzeichnis der stimmberechtigten Wähler aufgestellt, in dem bei jedem einzelnen Namen der Steuerbetrag und die sonst für die Wahlberechtigung erheblichen Angaben verzeichnet werden(Wähler- liste). Dieses Verzeichnis ist nach vorgängiger ortsüblicher Bekannt- machung des OrteL und der Zeit der Auslegung eine Woche lang öffentlich auszulegen. Wer die Aufstellung für unrichtig oder für unvollständig hält, kann innerhalb einer Woche nach Beginn der Auslegung bei der Gemeindeverwaltungsbehörde(Gutsvorsteher) oder bei dem dazu ernannten Kommissar oder bei der dazu eingesetzten Kommission schriftlich oder zu Protokoll Einspruch erheben. Die Entscheidung über die Einsprüche steht der Gemeinde- Verwaltungsbehörde zu. Beschwerden gegen die Entscheidung sind binnen drei Tagen nach ihrer Behändigung bei der Gemeinde- Verwaltungsbehörde einzulegen, lieber die Beschwerden beschließt in Stadtkreisen der Regierungspräsident, in Landkreisen der Landrat. In Gemeinden, die in mehrere Stimmbezirke geteilt sind, wird die Wählerliste nach den einzelnen Stimmbezirken aufgestellt. 8 13. Die Abteilungen werden von denselben Behörden fest- gestellt, welche die Stimmbezirke abgrenzen. Eben diese Behörden haben für jeden Stimmbezirk die Räum- lichkeit, in der die Abteilungsliste des Bezirkes öffentlich auszu- legen und die Wahl abzuhalten ist, zu bestimmen und den Wahl- v o r st e h e r, der die Wahl zu leiten hat, sowie Stellvertreter für Fälle seiner Behinderung zu ernennen. In bezug auf die Auslegung und die Berichtigung der Ab- teilungslisten kommen die Vorschriften über die Feststellung der Wählerlisten sinngemäß zur Anwendung. Ueber Beschwerden gegen Entscheidungen des Landrats auf Einsprüche gegen die Rich- tigkeit einer Abteilungsliste beschließt der Regierungspräsident. Bei einzelnen Neuwahlen, die innerhalb eines Jahres nach der letzten allgemeinen Wahl stattfinden, bedarf es der neuen Aufstellung und Auslegung der Wahllisten(Wählerliste, AbteilungS- liste) nicht. § 14, Der Tag der Wahl wird von dem Minister deS Innern festgesetzt. Die Wähler sind zur Wahl durch ortsübliche Bekanntmachung zu berufen. 8 IS. Der Wahlvorsteher ernennt aus der Zahl der Wähler des Stimmbezirks zwei bis sechs Beisitzer sowie einen Protokoll- führer, welche mit ihm den Wahlvorstand bilden, und verpflichtet sie mittels Handschlags an Eidesstatt. 8 16. Die Wahl erfolgt durch Stimmabgabe zu Protokoll nach den Vorschriften der Wahlordnung(8 27). Unter Protest oder Vorbehalt abgegebene Wahlstimmen sind un- gültig. 8 17. Die Wahl findet entweder in gemeinschaftlicher Versammlung zu bestimmter Stunde(Terminswahl) oder in einer nach Anfangs- und Endtermin festzusetzenden Abstimmungsfrist(Frist- wähl) statt. Abteilungen, die 500 oder mehr Wähler zählen, können in Wstimmungsgruppen geteilt werden. In Stimmbezirken, die aus mehreren Ortschaften bestehen, kann je nach der Lertlichkeit und dem Bedürfnisse die Abstimmung in den einzelnen Ortschaften angeordnet werden. 8 13. Ueber die Wahlverhandlung wird em Protokoll aufge- nommen. das der Wahlvorstand vollzieht. 8 10. Der W a h l k o m m i s s a r für jeden Wahlbezirk wird von dem Regierungspräsidenten ernannt. � Der Wahlkommissar beruft zur Ermittel ungdesWa hl- ergebnisses für den Wahlbezirk mindestens sechs und höch- stenS zwölf Wähler des Wahlbezirks, die ein unmittelbares Staats- amt nicht bekleiden, in den Wahlort zu einem Wahlausschusse zu- sam> ,i und verpflichtet sie als Beisitzer mittels Handschlags an Eidesstatt. Außerdem ist ein Protokollführer, der ebenfalls Wähler des Wahlbezirks sein mutz, aber Beamter sein darf, zu- zuziehen und in gleicher Weise zu verpflichten. Der Zutritt zu dem Räume, in dem die Ermittelung des Wahlergebnisses stattfindet, steht jedem Wähler des Wahlbezirks offen. Ort und Zeit der Wahbermittelung sind Vorher öffentlich dekanntzumachen. 8 21. Das Wahlergebnis wird festgestellt, indem für jede Abteilung gesondert die Zahl der im ganzen Wahlbezirk abgegebenen gültigen Stimmen ermittelt und der auf zede» Kandidaten entfallende Stimmenanteil nach Hundertteilen der Stimmen berechnet wird. Gewählt ist, wer im Durchschnitte der drei Abteilungen mehr als fünfzig Hun- d e x t t e i l e erhalten hat. Ergibt sich keine solche Mehrheit, so findet unter den beiden Kandidaten, deren Stimmenanteile ihr am nächsten gekommen sind, eine engere Wahl statt. Bei Gleichheit der Stimmenanteile entscheidet das durch die Hand des Wahlkommissars zu ziehende Los. 8 22. Ueber die Verhandlung zur Ermittelung deS Wahlergebnisses ist ein Protokoll aufzunehmen, das der Wahlausschuß vollzieht. 8 23. Der gewählte Abgeordnete mutz sich über die An- nähme oder Ablehnung der Wahl gegen den Wahlkommissar er- klären. Eine Annahmeerklärung unter Protest oder Vorbehalt sowie die Nichtabgabe einer Erklärung binnen einer Woche, von der Zu- siellung der Benachrichtigung über die Wahl an gerechnet, gilt als Ablehnung. 8 24. Die Wähler sind verpflichtet, das Ehrenamt des Wahlvorstehers sowie das des Protokollführers oder eines Beisitzers im Wahlvorstande oder Wahlansschusse zu übernehmen. Zur Ablehnung ist berechtigt, wer das fünfundsechzigste Lebensjahr überschritten hat, oder durch Krankheit, durch Abwesen» heit in dringenocn Privatgeschäften, durch Dicnstgeschäfte eines öffentlichen Amtes oder durch sonstige besondere Verhältnisse ver- hindert ist, welche nach billigem Ermessen eine genügende Ent- schuldigung begründen. Wer die Ucbernahme dieser Obliegenheiten ohne zulässigen Grund ablehnt, oder sich ihrer Wahrnehmung ohne ausreichende Entschuldigung entzieht, kann mit einer Ordnungsstrafe bis zu dreihundert Mark belegt werden. Wird nachträglich eine genügende Entschuldigung geltend ge- macht, so kann die verhängte Strafe ganz oder teilweise zurück- genommen werden. Die Festsetzung und die Zurücknahme der Strafe steht in Landkreisen dem Landrat, in Stadtkreisen dem Bürgermeister zu. Gegen seine Verfügung ist binnen zwei Wochen nach der Zu- Stellung Beschwerde an den Regierungspräsidenten zulässig, welcher endgültig entscheidet. 8 2S. Wer die in den Wähler- oder AbieilungZlisten enthaltenen Angabe» über die Steuer- oder Einkommenverhält- nisic eines Wählers zu anderen als Wahlzwecken öffentlich verbreitet, wird mit Geldstrafe biö zu 1500 M. bestraft. • Tic Verfolgung tritt nur auf Antrag des betroffenen Wählers etn- 8 23. Die K o st e n für die Druckformulare zu den Wahlprotokollen und für die Ermittelung des Wahlergebnisses in den Wahlbezirken trägt der Staat, alle übrigen Kosten tragen die Gemeinden. 8 27. Die näheren Vorschriften zur Ausführung dieses Gesetzes hat das Staatsministerium in einer Wahlordnung zu erlassen. Artikel III. Artikel 115 der Verfassungsurkunde(über die bis- herige Wahlordnung) tritt außer Kraft. Artikel IV. Bei einzelnen Neuwahlen, die v o r der nächsten, nach dem Inkrafttreten dieses Gesetzes stattfindenden allgemeinen Wahl erforderlich werden, kommen die bisherigen Vorschriften zur Anwendung. Urkundlich usw. Gegeben usw. Beglaubigt. Der Präsident deS Staatsministeriums. Der Justizminister. v. Bethmann Hollweg. Beseler. Der Minister des Inneren. v. Moltkc. parlamentanfcbes* Die sozialdemokratische Reichstagsfraktion hat be- schlössen, im Reichstage eine Resolution einzubringen, in der eine Gesetzesvorlage gefordert wird, durch die für Elsaß- Lothringen das Selb st verwaltungsrecht, die Gleichstellung mit den übrigen Bundes- st a a t e n und das allgemeine, gleiche, geheime und direkte Wahlrecht verlangt wird. Die Fraktion beschäftigte sich alsdann mit der Gesetzes- Vorlage betr. den Absatz von Kali, und bestimmte als Redner für die erste Lesung im Plenum die Genossen Hue und E m m e l. Im Seniorenkonvcnt deS preußischen Abgeordnetenhauses wurde beschlossen, daß die zum Etat eingebrachten Anträge— soweit sie nicht mit dem Etat in direkter Beziehung stehen— auS der Ver- Handlung ausgeschaltet und nach der Etatberatung an besonderen Schwerinstagen zur Verhandlung gestellt werden sollen. lSlocli- oder IKIaitenpolitllt? Brüssel, im Februar.(Etg. Ber.) Die seit Jahren be- stehende Spaltung in der klerikalen Partei Belgiens hat sich durch die Haltung der Regierung Schollaert in der Militär- frage zu einem offenen Kriege zwischen der Fraktion der Konservativen und dem Flügel der Jungklerikalen aus- gewachsen. In den Blättern der beiden Richtungen tobt seit- her ein heftiger, bissiger Kampf und die konservativen Führer behandeln vor der Wählerschaft und in ihren Konventikeln die Klerikalen, die für die persönliche Dienstpflicht gestimmt haben, als Verräter des Landes und vor allem an den heiligen Grundlagen des Katholizismus, da das demo- kratische Militärgesetz mit Hilfe der schlimmsten Feinde der Kirche, den Sozialisten, zustande gekommen ist. Der klerikalen Wählerschaft wird von den altklerikalen Machern geradezu der Boykott der jungklerikalen Kandidaten diktiert. Unter diesen für die klerikale Partei denkbar ungünstigsten Auspizien wird der Kampf für die Maiwahlen eingeleitet. Ob die Wahl» mogelei, die Rückständtgkeit gewisser im Banne des Klerikalismus stehender Wählerkreise, die von dem Klerus geübte Erpresser- Methode und schließlich die Tücken des Gesetzes der„Vier In- famien" selber noch einmal dem Klerikalismus zum Siege verhelfen werden? Die politische Wahrscheinlichkeit spricht stark dagegen. Von einer Parlamentswahl zur andern, von zwei zu zwei Jahren ist die klerikale Majorität mit einer mathematischen Regelmäßigkeit gesunken und derzeit verfiigt sie noch über acht Stimmen. Nimmt man dazu den Zersetzungsprozcß im Innern der Partei, so scheint die Aus- ficht der Klerikalen, diesmal noch eine Majorität zu retten, gering genug. Dieser voraussichtliche Sturz des Klerikalismus und die eventuelle Erhebung der Liberalen zur Regierungspartet hat in der belgischen Sozialdemokratie eine Diskussion über die Frage einer Blockpolitik bezw. die Teilnahme der Soziali st en an der Regier» ngs macht hervor- gerufen. Vorerst war es der Abgeordnete B e r t r a n d, der im„Peuple" die Frage anschnitt und sie dort mit den be- kannten Argumenten von der Notwendigkeit der„positiven Arbeit" bejahte. Bertrand gehört mit A n s e e l e bekanntlich zu jener Gruppe von Parteigenossen, die für Belgien den „Revisionismus" repräsentieren. Welch weite Grenzen z. B. Anseele seiner sozialistischen Auffassung zuweilen setzt, mag daran gezeigt werden, daß er vor einigen Monaten anläßlich einer Debatte über streikende Arbeiter in Alost von der friedlichen Zusammenarbeit zwischen Arbeit- gebern und Arbeitnehmern sprach, von einer neuen gemäßigteren und friedlicheren Auf- fassung der sozialen Verhältnisse, zu der wir Sozialisten„uns bekennen" und daß es weiter keine Parteien mehr gäbe, sondern nur aufrichtige Leute, die den guten Willen haben, an dem Aufschwung der Industrie mitzuarbeiten. Die Frage der Blockpolitik hat im Oktober in vier Sitzungen den Generalrat der belgischen Partei beschäftigt, ohne daß es dort zu einem abschließenden Ergebnis gekonimen wäre. Die interessante und bewegte Debatte hat alle Schattierungen von Gegnern und Befürwortern der Blockpolitik und des MinisterialismuS zutage gefördert, von dem jede Teilnahme und Mitarbeit an einer liberalen Regierung ablehnenden de B r o u ck ö r c bis zu Troclet, den» in seiner Schwärmerei für den Ministerialismus das Argument unterlief, daß die alleinige Ausübung der politischen Macht durch die Arbeiterschaft für diese heute eine Gefahr wäre.(!)— Da die Frage in ihrer Gänze vor dem am 6. und? Fe- b r u a r stattfindenden Parteitag aufgerollt werden wird, erübrigt es sich, heute ausführlich auf die Debatten im Generalratc einzugehen. Es sei nur erwähnt, daß von jenen, die wie Bertrand und Anseele für die Blockpolitik niit allen Konsequenzen eintraten, betont wurde, daß eine Analogie mit französischen Verhält- nissen unzutreffend sei, da in Belgien sich jede Art von Mit- arbett unter der Kontrolle derPartei vollziehen würde. Viele, die zwar für die Blockpolitik waren, haben sich, wie der Deputierte S m e e t s, gegen jede Beteiligung an der Regie- rung ausgesprochen. Andere erklärten die Frage entweder für noch nicht reis, toie übrigens auch Vandervelde, oder für inopportun vor den Wahlen. Dem Hinweis auf die Amster- damer Resolutton, aus die sich die Gegner des Mnistorialisnnls beriefen, wurde von Bertrand entgegnet, daß einem tnter- nattonalen Kongreß auf eine solche Frage der Taktik kein Beschlußrecht zustehe.— Der Generalrat hat die ihm vorgelegenen Resoluttonen den Föderationen zur Diskussion und Abstimmung überwiesen. Die Presse hat nur wenig Resultate veröffentlicht. Die im Dezember in der Brüsseler Föderation vorgenommene Ab- stimmung ergab die Annahme der Resolution Brouchörc, die sich auf den Amsterdamer Beschluß beruft und die Be- teiligung an der Regierung wie die sy st ema- tische Unter st ützung einer solchen verwirft. Der volkreiche Brüsseler Vorort Molenbeek sprach sich in einer Resolution gleichfalls gegen die Beteiligung der Sozialisten an einer liberalen Regierung aus. Der größte der Brüsseler Vororte, S ch a e r b e e k, hat sich in einem Referendum für die die Auffassung Ber- t r a n d s widerspiegelnde Resolutton erklärt. Der Arbeitcrbezirk Anderlecht stinimte für die Resolution De Broucköre, wogegen sich die„Ligue ouvriöre" von Brüssel für die Resolution Vandervelde entschied, die ausspricht, daß die Arbeiterpartei nach dem Siege der Oppositionsparteien ihre volle Akttonsfreiheit behalten und ihre Politik nach wie vor auf dem Prinzip des Klassenkampfes basieren werde. Die Haltung des Proletariats gegenüber der neuen Regierung werde davon abhängig sein, wie sich diese gegenüber den politischen und sozialen Forderungen der Arbeiterschaft stellen werde.— Ueber die dem Parteikongreß vor- liegende Resolutton über die„Allgemeine Polittk" und die „Beteiligung an der Regierung" wird bei Anlaß des Kon- gresses noch zu sprechen sein. Die neue Resolution vereinigt die Namen von Vandervelde. Deströe, Denis, Anseele, Bertrand, Terwagne. Hubin, Dem- blon, Vinck, Royer und anderen, also des ganzen„ge- mäßigten" Flügels._ Em der Partei. Die Berichterstattung vom preußischen Parteitag nahmen die Genossen von Frankfurt a. M. in einer gut be- suchten Generalversammlung am Donnerstag entgegen. Genosse Dr. Ouarck bedauerte, daß keine Schritte getan worden sind, die preußischen Geschäfte unabhängig vom Parteivorstand zu führen. Man hätte trotzdem die Landeskommission bestehen lassen können. Gänzlich unverständlich aber sei es gewesen, daß man bei der Vor- bcratung des Kommunalprogramms solche Genossen wie Dr. Linde- mann und Dr. Südekum nicht zugezogen habe. Der zweite Refe- rent, Genosse Avbeitersekretär Heiden, der über die Wahl- rechtsfrage berickftete, war von der Erledigung der Sache nicht bestiedigt. Es sei überhaupt besser gewesen, wenn man mit der Einberufung gewartet hätte, bis die Wahlreform k«kannt war. Notwendig sei es, Mittel und Wege zu suchen, um den Wahlrechts. kämpf in neue, wirksame Bahnen zu leiten. Die Diskussion 4var äußerst lebhaft. Genosse Schnapprich hat es endlich satt, das Volk mit papiernen Resolutionen zu füttern; man solle endlich die Frage des General st reiks und die Steuerverweige, rung in Betracht ziehen. Dem schließen sich die Genossen Ma- rokke und Schick an. Nicht ganz so scharf, aber doch energischer als bisher wollen die Genossen Löwenstein, Wittich und andere vorgehen, während die Genossen Kremper, Dr. Ouarck und Heiden das Hauptgewicht darauf gelegt wissen wollen, zunächst die Arbeitermassen zu erziehen, dann komme der revolutionäre Geist von selbst. Jedenfalls ist das Fazit der Diskussion, daß die Frank- furter Genossen in der Frage der Wahlrechtsbewegung«in etwas wirksameres Vorgehen wünschen. AuS den Organisationen. In der Generalversammlung des Sozialdemokratischen Vereins Frankfurt a. M. berichtete der Parteisekretär Genosse W i t t i ch. daß die Zahl der Mitglieder im letzten Quartal auf über 6000 gestiegen fft. 283 neue Mitglieder wurden gewonnen. Sieben Frauenversammlungen brachten 90 neue weibliche Mitglieder. Die Jugendbewegung soll künftig mehr gefördert werden. Die Zahl der in der Bewegung gesainmelten Jugendlichen bettägt 485. Der Abonnentenstand der„BoUSstiinme" ist in stetigem Steigen begriffen. Die Abrechnung schließt mit einer Einnahme 10 090,93 und einer Ausgabe von 8021.ö9 M. Das Preisausschreiben des Dresdener Malkomitee». In der„Dresdener Volkszeitung' teilt das Dresdener Maikomitee mit, daß an der diesjährigen Konkurrenz um die aus- geschriebene Maifesttarte sich 124 Bewerber mit 150 Entwürfen be- teiligten gegen 85 Bewerber mit 109 Zeichnungen bei dem Preis- ausschreiben im Jahre 1908.... Acht Entwürfe gelangten in die engere Konkurrenz. Ausgesetzt waren ein 1. Preis von 75 M.. ein 2. Preis von 50 M. uns ein 3. Preis von 25 M.; das Kollegium ging aber darüber hinaus und stiftete noch außerdem eine» zweiten 2. Preis und einen zweiten 3. Preis, weil ihm die in Frage kommenden Entwürfe gleich berücksichtigenSweri erschienen. Der 1. Preis wurde Herrn Willi Schuster in Leipzig-Anger (Motto: Freiheit) zuerkannt. Die beiden 2. Preise erhielten die Herren Rudolf Tschirichke in DreSden-N.(Motto: Der Nebel weicht, die Sonne steigt) und Walter ArtuS in Leipzig-Schönefcld(Motto: Hätten wir sie so in Händen). Die zwei 3. Preise fielen den Herren Karl Läsch in Esien-Ruhr(Motto: Das Alte stürzt) und W. H. Weiß in Offenbach a. M.(Motto: Willkommen) zu. Sämtliche Entwürfe werden am Mittwoch, den 23. Februar (sächsischer Bußtag), im Saale des VolkShauseS zu Dresden öffentlich ausgestellt werden._ Freie Jugendorganisation Lichtenberg. Sonntag. S. Februar. nachmittags 3 Uhr: Generalversammlung bei Ptckeuhagen, Scharrl- weberstr. 63. Die Abtellungsversammlungcn finden statt für die 1. Ab- teilung, Sonntag. 20. Februar, bei Sctzepsandt, Goelhestr. 9, 2. Abteilung Sonntag, 27. Februar, bei Schulz, Zkronvnnzenslr. 44 und die 3. Abteilung Sonntag, 13. Februar, bei Gomoll. Friedrichstr. SO. Vermischtes. Polizeiliche Massenslrasbefehle gegen Kinder. Einen scharfen Feldzug gegen die Straßburger Kinderwelt hat die dortige Polizei inizeniert, die nicht weniger als 30 Kindern mit polizeilichen Strafbefehlen be- dacht hat. Wie in anderen Städten so kommt eS auch dort gelegentlich von kindlichen Spielen zu Masseuausanimlungen der Jugend.' wobei es naturgemäß nicht besonders leise zugeht. Ansang Dezember vorigen Jahres spielten wieder etwa 200 Kinder, von denen eines durch Ungeschick die Scheibe eines Gcschästsireibenden einwarf. Der etwaS nervöse Herr telcpbonierte sofort nach der Polizei. die nicht weniger als acht Schutzleute entsandle, um die Kinder von der Straße zu vertreiben. Ungefähr zehn „Haupträdelsführer" wurden dabei zwecks Feststellung ihrer Personalien auf die Wache gebracht. Durch ihre Vernehmung glückte es der Polizei, noch weitere 50 Kinder festzustellen. Die Haupt- und Staatsaktion wurde bis auf die Veruehmung der Lehrer der be- treffenden Kinder ausgedehnt. Nach peinlichster Untersuchung wurden den Kindern bezw. ihren Eltern durch einen Gerichtsvollzieher Straf- Mandate übcrbracht. die auf je 2.20 M. lauteten. Man ist all- gemein der Meinung, daß die Polizei einen Dummcitjungeitstreich unnötig atifgcbauscht und eine wenig gerechtfertigte Schneidigkrit an den Tag gelegt habe. Der Erlaß eine? StrafbesehlS ist auch schon um deswillen unberechtigt, weil nicht festgestellt ist, daß die Binder das Bewußtsein der Strafbarleit ihrer Handlung hatten. Bergmauilslos. Auf dem Bergwerl Hausham wurde, einer Meldung aus München zufolge, gestern bei AufräumungSarbeiten durch Gesteiumasien ein Steiger verschüttet und gelötet. Für die Opfer der Pariser Hochwafserkatastrophe. Wie eine Meldung ouS Paris besagt, übersteigen die Spenden, die auS dem Auslande für die Opfer der Pariser Hochwasser- katastrophe eingetroffen sind, gestern abend den Betrag von drei Millionen Frank._ Einsturz eines Eisenbahntunncls. Portugiesische Zeitungen berichten über den Einsturz eines Tunnels einer andalusiichen Bahn- linie. 17 in den Tunnel mit Reparaturarbeiten beschäftigte Arbeiter wurden verschüttet. Bisher ist es nicht gelungen, die Verschütteten aus ihrer Lage zu befreien. Das Ende einer russischen Revolutionärin. In Paris wurden gestern, wie von dort depeschiert wird, die Witwe des russischen Revolutionärs Effron und ihr 14jähriger Sohn in ihrer Wohnung erhängt aufgefunden. Die polizeilichen Feststellungen ergaben, daß Selbstmord vorlag. Frau Effron ist die Tochter des ehemaligen Gouverneurs von Moskau und eine Nichte des ftüheren Ministers Durnowo. Sie hatte sich bereits vor vielen Jahren der revolutionären Partei augeschlossen und war wiederholt zu Gefängnisstrafen und zur Verbannung verurteilt worden. Resina von einer Schlammflut heimgesucht. Die zu Füßen des Vesuvs gelegene kleine Stadt Resina ist, wie aus Rom gemeldet wird, infolge des in den letzten Tagen in Neapel und Umgebung niedergegangenen wolkenbruchartigen Regens von einer Schlamm- flut, die vom Vesuv sich herunterwälzte, heimgesucht worden. Der angerichtete Schaden ist sehr bedeutend. Menschenleben sind jedoch nicht zu beklagen. Ein Dampfer in Srcnot. Ein Telegramm von Savannah meldet: Die Mannschaft des in Seenot befindlichen Dampfers „Kentucky" der Alaska-Pacific-Linie wurde von dem Dampfer„Alamo" aufgenommen; kurz darauf ging die„Kentucky" unter. Großfeuer in New Jork. Drei Viertel des gesamten Medizinvorrates für die Armee der Vereinigten Staaten ist, wie aus New Dork gemeldet wird, vorgestern durch ein Großfeuer, das ein siebenstöckiges Geschäftshaus in der Wesistreet in New Jork in Asche legte, vernichtet worden. Die Ursache der Entstehung des Brandes konnte bisher nicht festgestellt werden. Kurz nach dem Ausbruch des Feuers wurde die Umgebung des Hauses durch eine ganze Serie von Explosionen erdbebenarlig erschüttert. Der Major Wolfe, der dieses Depot kommandierte. konnte sich mit knapper Not und Mühe nebst 30 Soldaten retten. Die Feuerwehrleitern mußten bis zum vierten Stockwerk hinaufgeschoben werden, um die dort einquartierten Offiziere herab« lassen zu küiinen. Ihre Kleider und teilweise auch ihre sonstige Habe waren vollständig versenkt. In den Kellen: des Depots waren mehr als zehnlausend Gefäße mit Petroleum, Benzin und anderen leicht brennbaren Stoffen untergebracht. Der Keller mußte deshalb voll« ständig unter Wasser gesetzt werden, um ein größeres Unglück zu verhüten. Der durch den Brand angerichtete Schaden beläuft sich auf über 1 Million Dollar._ Ein deutscher Don Juan in Los Angelas. Unter dem Verdacht zahlreicher Heiratsschwindeleien wurde, wie miS New Uork gemeldet wird, in Los Angelas der Deutsche v. Müller verhastet. Auf dem Bahnhof entstand bei der Ankunft des Zuges, in dem Müller trans« portiert wurde, ein Aufruhr unter den vielen Frauen, die sich zu seiner Begrüßung dort eingefunden hatten. Eine von den vielen, die er in New Aork geheiratet hatte, lief über den Perron hinweg auf ihn zu. sedlug ihre Hände um seinen Hals und versuchte, ihn zu erwürgen. Müller wehrte sie ab und rief:„Ich kenne Sie ja gar nicht l"„Wenn Du sie nicht kennst, dann kennst Du vielleicht uns I" riefen zwei oder drei andere Frauen. Der Polizei gelang es unter großen Schwierigkeiten, den Heiratsschwindler vor der Wut der vielen Frauen zu schützen. Vorläufig sind 19 Frauen von Müller festgestellt worden. Man schätzt jedoch die Zahl der von ihm be« trogenen Frauen aus 45. Nur bis Sonnabend, den /2. Februar : II Den vielfachen Wünschen unserer Kundschaft Rechnung tragend, haben wir uns entschlossen die noch vorhandenen Rest- Bestände aus dem Inventur-Verkauf auch noch in dieser Woche zum/Verkauf zu stellen Wir offerieren, soweit der Vorrat reicht n Verkauf nur Jerusalemer Strasse 38-39 Grosse Posten Rationelle Kinder-Stiefel f b � r"" Herren- und Damen-Stiefel besonders preiswert Serie I M ädchen-Schn ur- n. Kn opf-Stief el Kalbleder, besonder* dauerhaft 28-a» m-««-» 4.80 5.80 6.80 3.80 Serie II M ädchen-Schnür- u.Knopf-Stiefel Chevreau und Boxcalf 25— 73 28-30 31-35 36-39 4.80 5.80 6.80 7.80 Knaben- SchnQr-Stie fei 31—35 36-39 •ekt Boxealf sehr dauerhaft 7.25 8.50 Kinder-Haus-Schuhe sowie Rest bestände aller Arten ausserordentlich billig Serie Chevreau, Boxcalf, braun Chevreau in vielen Fassons und Ausführungen Q75 1175 ly ScricD 11 Scrieffl IwJ 75 früher 12® früher 15® früher 1800 Die früh. Preise sind an jedem Paar Stiefel deutlich erkennbar Ein Posten •■sstassaiKMa Damen-Stiefel u. Halbschuhe Chevreau und Boxcalf Stiefel nur Ideine Nummern, Schuhe, grosse u kleine Nummern extra billig, �80 durchweg Grosse Posten L Damen-Tanz- Schuhe in den verschiedensten elegantesten Ausführungen besonders preiswert 2� Grosse Restbestände von Hausschuhen und Hausstiefeln für Herren und Damen aussergewöhnlich billig >■*«•«»*■••■■•staaxMttsassMMSiMiittM Ein Posten Damen- Haus-Schuhe �wert Kamelhaar- Art in verschiedenen Qualitäten 1.10 1.75 2-25 3.00 ■iisiisMMMxtimitiiinniiiiiisin Ein Posten Damen- Leder- Haus- Schuhe mit Absatzfledc, schwarz, braun, bordeau, Q orv sehr vorteilhaftes Angebot durchweg ISSSSSSIMSMSMMIIIf 1SIMMSMMS*M(M Ein Posten Damen-Filz-Schnallen-Stiefel mit Lcdersohle und Absatz Q extra billig ÖU : ö Kein Kaufzwang! Um Besichtigung de gebeten! macht ein zartes, reines Gesicht, rosiges jugendfrifches Aus- sehen, weiße jammetweiche Haut und blendend schöner Teint. Alles dies erzeugt die allein echte Zteclienpferd- Lilienmilch-Seile VoitgergManN�eo.,lsASedeUl. äShSOPfg. überall zu haben. s. KallskS r Baby In meinem ornfttt Speztaldnus laufen Sie gn» und dlllig, meine. chiagee sind nicht zu ilbertretf e». 1. KleliUtr. tl, am tBUlrnfternMat. 2. Brunnenitr. 133, Eile Invlilidenftt. 8. Cbmaseestr. 80, an der fooenfti •i. Uruin'Bstr. 92. an der SKüncnet Cttafe. Frank i nrter Str. Ilö, an der Andrea»»!. 6. Franklnrter Ulee 71, an der Tharritr. 7. Oranienttr. 8b. an der Hachdadn. 8. Belle-AllUnee-Str. K7, am Hall. Tor. 9 Brusaelatr. 18, an der Turmstr. 10. kdBrlouendBrr, Eiliairensir. 2. 11. Uixilorf, viemerkr. 56. 12. Spssdftii, Hanelsrr 20. Na a m■ na Adler Sthnellnäh»r,nä6(n Vor- und rlillivär». Kinderbettstelle Äe" 30.00 Korb m. Gamml Oo» 6.50 üarafltieautnätadiiDeDSJalire. M- DDd M-Vlmw gratis. etc?0 Velreter kommt auf Wunsch. KimierwageD unii Bettsielleo 190X90, ichwar» JJ II« mit Sie jfms»eti. tl.sv zu festen Kassapreisen auch bei? Raten, kleinere Raten nach Vereinbarung. AttJunaachincn auch ebne Anzaliluuje 1.00 wöchentlich an. KieiNC KI05 Tark.Tabak-& CIgaretten-Fabrlk„Kios" o E. Robert Löhme, Dresden. -CIGARETTE 2? Brauerei Karl Gregory Aktiengesellschaft Berlin N., Hoctistraße 21/24 Amt III 1008 und 8188. Lager» Pilsener» Müncheneri Biere Ringfrei! ■■ _ Sofort zu vermieten: 4163L* Tegel, Bahnhof-Str. 17-18 2 Zimmer u. Küche. Preis 330 M. Wilmersdorf, Prager Straße 18, 2 Zimmer-Wohnungen mit Zantralhehung etc. 360—480 U. ■116 IL* Reioickeiitlorf, Schweizer-Viertel, im neuen Zentrum, in nächster Nähe des SchillervorlS und des Schäsersccs vorziiglich gelegene billige 3-, 2» und I-Zimmerwobnungen im Vorder- oder Garlenhauie, mit auch ohne Bad, Ballon usw. sosort vermietbar in den Neubauten der Schiller« Promenade. Bttcnzer Ztrasie, Rütv-Ttrahe. Holländer» und Tbuner Slrasio. Die hierorts sollenden Schweinepreise ermöglichen es mir I» Schweiiiefleinfleisch(beslehend aus Schnauzen, Ohren, flelschlgl Psoten, Kopssiückcn ic.) garantiert inländische, tierärztlich untersuche Ware in Kübeln von 30 Psd. an p. Psd. mit 80 Pf. zu offeneren. Postkolli ent- I haltend 0 Psd. 3,— M. la Eisbein lDickbcin), vollfleischig, pro Pfund 55 Ps. Alles ab hier p. Nachnahme. Garantie. NichtgesallendeS retour. 210,13' Alb. Carstens, Altona Nr. 410. Anton Boekers Mi Weberstr. 17.(Tel. Amt 7 13414.) Mein tlcmcr«aal mit Neben- räumen, 150 Personen fassend, ist Sonnabends>md Montags noch zu vergeben. 37371!' Anten Ilnel.ei', Weberstr. 17. W. Hermann Müller, j Berlin, Magazinstr. 14. Geschnittene Java-Einlage o Psd. M. 1.15 verzollt., 1 erlig zum Verarbeiten. Geldinietene Brasil-Einlage I a Psd. R. 1.20 verzollt, gule Dualität. (Inhaber Willi Ernst) jetzt: KSponlcker Str. 55 b, 1. Amt IV, 11089. Gr. Auswahl! Bill. Preise I Vorzctaer dieser Annonce er» hält 10 Proz. Preisermäßigung. Dr. Simmel Spezial-Arzt* für Haut- und Harnleiden. Prinzenslr. 41,«X™., 10—2, 5— 7. Sonntags 10—12, 2—4. — Am besten kaufen Sie_ jeder Art, sowie Drogen, Farben. Parsümcnc»* Drogerie Heinrich Bocatios, K., Schönhauser Allee 134a. ' A. XU, 1579. W. WERTHEIM POTSDAMERSTH- 10,llundl5 ©FMEBWCHSTR-110/.« d Montag, Dienstag, Mittwoch EXTRA-PREISE Soweit der Vorrat reicht Glas Service Hansa: Kompottschalen □ 18, 25, 35, 45 bis 80 Pf- Kompottschalen oval.. 18, 25, 35 bis 45 Pf. Kuchenteller......... 30, 35, 55 Pf. Zuckerschalen 12, 18 Pf. Butterdosen 30 Pf. Fruchtschalen• 90 Pf-. Kompotteller• 9 Pf. Große Posten Kristall: Rotweingläser mit Bordüre......... 35 Pf. Portweingläser mit Bordüre........ 30 Pf. Champagnergläser mit Bordüre...... 30 Pf. Bierbecher mit Bordüre........... 30 Pf- Kognakschalen mit Goldrand....... 12 Pf. Rotweingläser mit oiiv-Schiiff....... 18 Pf Rotweingläser mit mattem Band...... 18 Pf Teebecher mit mattem Band......... 8 Pf. Viktoriabecher 0.2 nnd'/« Lker...... 10 Pf Sturzkaraffen mit Glas 14 Pf Vasen ca. 25 ern bock, mit Bhimen-Oeboration. 13 Pf Salz- und Pfefferstreuer o mit Pomllan-Verschraubung........ O Pf. Römer bunt überfangen, mit reichen» Schliff 1.95, 3.00, 3.50, 4.50*. 6.00 du. p.... � � 9.75, 11.00, 12.50 Weinkaraffen s�m 3.75, 5.25, 8.00 10.00 Porzellan Weiß Speiseteller flach und tief.......... 10 Pf. Dessertteller............... 4 Pf. Tassen mit Untertassen..... 5 u. 18 Pf. Fleischschüssel auf Fuß.......... 25 Pf. Fleischplatten flach«md tief........ 28 Pf. Kaffeekannen......... 10, 13 n. 20 Pf. T eekannen verschiedene Formen....... 20 Pf. Dekorierte Tafel- und Kaffeegeschirre mit moderner Goldgirlande: Speiseteller flach oder tief......... 35 Pf. Dessertteller............... 25 Pf Kompotteller............... 15 Pf Bratenplatten oval 1.15, 1.65, 1.95 bis 3.75 Gemüseschfisseln............ 135 Suppenterrinen...... 3.00, 3.75 o. 5.25 Kartoffelschusseln nmd..... 1.95 n. 2.25 Kaffee-Service o r a 4 ca füröPers-, neue mod. Dekore. Jv/ Kaffeekannen....... 70, 90 Pf. bis 2.00 Teekannen......... 90, 1.30 bis 1.65 Sahnengießer....... 20, 38 Pf. bü 1.10 Zuckerdosen....... 70, 80 Pf. bis 1.05 Kaffeetassen............... 28 Pf Teeschalen................ 30 Pf. Kaffee- u. Teetassen dünnes Porz.: Goldrand mit Untertassen........ 25 Pf. Kaffeetassen m. Linien-i o rot, blau, grün, mit Untertassen...... AO Pf. Milchtöpfe Veilchcn-Dek. qc 6 Stück im Satz......... p. Setz»7 Pf. _ LIBERTY_ Steingut Salatieren 7teilig, wel«, per Satz 95 Pf. O 1■•_ 7 teilig, blau Zwiebel,"t QC balatieren sau io5 Waschgarnituren Steilige moderne Formen 1.95, 2.60, 3.00, 3.75 ti. 25.00 Majolika- Blumenkübel 25, 55« 1.00 Ein grofier Posten Unterglasur-Geschirre Flache und tiefe Speiseteller.... 45 Pf. Dessertteller............... 25 Pf. Kompotteller............... 20 Pf. Tassen mit Untertassen........ 25 Pf. Japanisches Porzellan Besonders preiswert Service für 2 Personen, 5 Teile........ 1.65 Teeschale regulär SS Pf............ 65 Pf Kaffeetasse regulär 83 Pf.......... 50». Exotische Stoffe zum künstlerischen Schmucke des Hauses und der Kleidung Liberty-Brokatstoffe Antike und moderne Dessins für Möbel, Kissen und Portieren Neue chines. Seiden- und Schantung- StofrC für Kleider und Blusen, 60 cm breit, von t»45 an Chin. Waschseide, Neue Liberty-Glace-Chiffons Liberty- Konfektion Neue individuelle Kostüme, Blusen und Morgenkleider WKlijSENEIlVüllis-JtümflTist Gntüschiftjerze», RtciUV 0. Suiriwikiritr. 5J. Pianinv, voizüglichcs. tadellos er- doltcn, Ist solort ganz billig zu ver- lausen zranzösischestr, 1o I, geradezu. o'röistes'SpazialgBSchäfP Beltfedern Ente Bettiedernf ab. m. alskt. Bat r labe Gustav Lustig WWWW« für BERLIN S. 390 prinrenatr. 46 treienbet geg. Nachnahme garantiert neue und gut entstäubte, gut füllende «rttfedcrn p.»id. M. u.u5-1.00-1Sj; prima Hat bdannen M. 1.75: Eanfc- rupffcdern M. 2.00: prima weiß« Manfetsalbdauneu M. 0.öi)-:s.00-3.j0 echt chines. Monopoldaunen I j M. 2.85, echt rui lisch. Mata-..�2 dor-Gänscdaunc» M. 5.5»| chlalptsedern, wie sie von der San» fallen, mit allen Tauneu M. 1.5». Proben und Preisliste gratis. Um. taufch«der ülüchicndimg gestattet. Lerpacluag kofleri'rei. LetztiSkriger Uurfay über SCO« Zentner Bettfedern, von keinem ,»leiten Betten- u. Bett- k- federuzeschast erreicht Inventur-V erkauf zu bedeutend herabgesetzten Preisen bis 13. Februar 1910. Bcslchtigune ohne Kaufzwang erbeten. Kekanftc AObel KOnnon bis zum Abruf kostenfrei lagern. � Oeölfnet wocbciit. von 8*8, 8oniitagm von 8-SJ Uhr. S Otto Schmidt W Möbel- Magazin N., Oartenstr. 52 am Gartonplatz. Gegr, 1S71— ferMpr. Ami III, 3341 4170L Möbel Crosse Betten Mk. 11.75 13—, 16.50. 1950; I''» schllfr. K.75, 18.—, 19.50; In echtrot, dicht DaunenkSper 2250, 25.50, heohfsln mit Halbdaunen 22V» PId. schwer 29.50, mit Dasnen 3450. 39.50 etc. Federn dopp. gereinigt neu vonSOPfg., Hilbdtunen von 1.20, Daunen von 2.40 gegen Nacbn. Nicht gefallead. Geld iimick. Liste frei Betteefabrlk Herrn. Eberle, Cassel 57 f Das Grundübel vieler Krankheiten liegt im unreinen Blute und der mangelhasten Funktion der Ausscheidungsorgane, daher reinige und erneue« man das V Blut von Grund auS mit Kelebels echtem Wachholder-Extrakt„Medieo" Ein altes, reelles ZIaturmittel, mit nachweislich glänzenden Er- solgen bewährt, besonders bei Rheumatismus. Ischias, Hämor- rhoidcn. monatl. Ttörringen und Beschwerdeu. Leiden der Wechseljahre. Magcnschwäche. Instuenza. chron. Husten- leiden. Atemnot wirkt schleimlösend ans Brust nnd Lunge, regt Appetit und Berdaninig an. ist sehr erfolgreich bei Er- kältungen. ferner bei Harn- und Blasenleide«, da speziell harn» treibend, und dient hauptsächlich zur gründlichen Blutreinigung. Unübertroffen in seiner vielseitigen u. wohltätigen groben Airtmigs- krost aus alle Organe ist er gleichsam ein Filier für den ganzen inneren Mensehen. Niemals ausgewogen, garantiert echt und frisch nur in Original- Packungen a M. l,k»v u. 2,50 fProbcrl. 0,75) zu beziehen durch A£Sfw RfkSch»! UerHn SO. 43 �..Anschlüsse ABI«#Reij(<,i,cnbolin«r. 4. IV 4751, 4752,4753. So in den Drogerien und Apotheken nicht erhältlich, Zusendung bier frei Haus. Man verlange aber TtUdwl und nehm- keinesfalls ausdrücklich Marke 9 z B. 4B.N st."" ander? Füllungen. Ltraittlvorilicher N�skteltr RiK-kd HgrG SsÄin. Für pen'güleratentrK ZhMB«e,vertis. Truck u. vcrtag:vorivSrt«euchdrudstj«. L-rlaasunstalt Laul Siup« A So.,»«■lin swt Ii. 31. 27. Jahrgang. 2. f rilaje te Jotinirts" fttlinct MsdlÄ. Siuiiftg. G. Itlucm 19(0. I9]|jtärflskalif(])e Anterichleike vor dem Kriegsgericht. Fünfter BerhandlungStag. Von einigen der Angeklagten war behauptet worden, dah der Schrot in eine große Futterkiste geschüttet und aufbewahrt zu werden Pflegte. Demgegenüber bekundet der Zeuge Schiller, dah in einer Ecke der Kiste ein wenig Schrot lag, der bereits fest war und klebte! Nach den Bekundungen des Zeugen Ziehbarth haben sich die Wachtmeister, Futtermeistcr und Futterardonnanzcn darum gerissen, Hafer nach dem Fuhrwerk des Engel zu schaffen! Es sei allgemein unter den Mannschaften über die Veruntreuungen ge- ftirochen worden, insbesondere habe man den Wachtmeister Kar- städt verdächtigt. Die Zeugeng-rrippe, die über die Vorgänge im Jahre 1009 Bekundungen machen sollte, ist damit sämtlich vernommen, und es kommen nun die anderen Jahrgänge an die Reihe. Auch bei den Vernehmungen der hier in Betracht kommenden Zeugen spielt der Korb mit den Lebensmitteln eine Rolle. Die meisten der Zeugen haben den Korb häufig auf dem Wagen gesehen. Einmal cnt- wendete ein neugieriger Kanonier eine Flasche Schnaps aus dem Korb und trank sie gemeinsam mit seinen Kameraden aus! Ein anderer Kanonier erleichterte ein anderes mal den Korb um eine Wurst. Der Angeklagte Müller erklärt, er habe häufig von daheim Pakete mit Lebensmitteln erhalten; wenn von einem der Zeugen behauptet werde, daß in seintr Kommode Eier, Aepfel und andere Eßwaren vorhanden gewesen seien, so müsse er betonen, daß dies alles von seinen Angehörigen herrühre. Die folgenden Zeugen machen Angaben, wonach Engel noch mehr Haser abgeholt hat als zu den anderen Zeiten. Schrot brachte er nur in kleinen Mengen säckclchenwcise zurück. Engel kam einmal zu einer Theaterprobe von Mannschaften. Er spen- vierte den Leuten Bier und Zigarren, und Wachtmeister Rauten- berg schickte sie dann nach Hause. Was die Zurückgebliebenen unternommen haben, weiß niemand. 128 SOS Iii. unterschlagen! Die Kirche hat einen guten Magen. Sie sucht, wie unseren Lesern bekannt, mit Eifer die hohen Kirchensteuern auch von den Minderbemittelten beizutreiben. Ja auch in vielen Fällen verlangt sie da unberechtigt Zahlung von Kirchensteuern, wo ihr keinerlei Recht hierzu zusteht, weil die von ihr Heimgesuchten längst aus der Kirche, mit deren Anschauungen sie innerlich gebrochen haben, aus- getreten sind. Wie im vollen Gegensatz hierzu die Revision ihr an- vertrauter Gelder so oberflächlich stattfindet, daß einer ihrer ge» treuen Beamten 128 000 M. unterschlagen kann, ohne daß die Defekte rechtzeitig bemerkt werden, das lehrte ein gestern vor dem hiesigen Schwurgericht abgeurteilter Prozeß gegen den Rendanten der Naza- reth-Kirchengemeinde, Richard Boß. Eigenartig berührte in diesem Prozeß auch die Ausrede des Angeklagten, zu der sinnlosen Ver- schwendung, die ihn schließlich zu den Veruntreuungen führte, sei er durch seine Beschäftigung— im preußischen Finanzministerium gekommen. Ueber den Prozeß geht uns folgender Bericht zu? Die Unterschlagungen des Rendanten der Nazareth-Kirchen- gemeinde, früheren Rechnungsrates im Finanzministerium, Eber- Imrd Boß. kamen gestern zur Erörterung vor dem Schwurgericht des Landgerichts III. Der Angeklagte Eberhard Boß ist angeklagt, als Beamter fort» gesetzt Gelder, die er in amtlicher Eigenschaft erhalten hatte, unter- tchlagen und zur Verdcckung der Unterschlagungen Register und Bücher unrichtig geführt und gefälscht zu haben. Boß war Rechnungsrat bei der Generalstaatskasse im Finanz- Ministerium; er ist am 13. Februar 1861 in Berlin geboren, ver- heiratet und Vater einer Stieftochter im Alter von 22 Jahren und eines Sohnes im Alter von 17 Jahren. Er hat als Einjähriger im Garde-Füsilierregiment seinerzeit gedient. Im Nebenamt war er Rendant der Nazareth-Kirchengemeinde. Auf die Frage des Vor- sitzenden. Landgerichtsdirektor Schmer, erklärt der Angeklagte, daß er sich schuldig bekenne, die Gelder in der rechnungsmäßig fest- gestellten Höhe veruntreut zu haben, bestreitet aber, daß er dies in Beamteneigenschaft getan. Er habe in seiner Tätigkeit als An- gestellter der. Nazareth-Kirchengemeinde durchaus nicht die Quali- sikation eines Beamten gehabt. Der Unterschied zwischen den ihm auferlegt gewesenen Pflichten und den ihm zustehenden Rechten sei ein so großer, daß ihm nichts ferner gelegen habe, als sich als Beamter anzusehen. Auch die Stadtsynode scheide streng zwischen Beamten und anderen beschäftigten Personen.— Präs.: Sie be- haupten also, daß Sie im Hauptamt Beamter, im Nebenamt Nicht- beamter waren. Sie haben die Anstellung, die durch Beschluß des Gemeindekirchenrats Ihnen angeboten worden war. angenommen. Haben Sie jemals bei Ausübung Ihrer vertraglichen Tätigkeit irgendeinem Gemeiirdekirchenvertrcter gegenüber betont, daß Sie nicht Beamter seien?— Angekl.: Ich habe jedenfalls nie betont, daß ich Beamter sei.— Präs.: Nach buchmäßiger Revision sollen die auf viele Jahre zurückgehenden Unterschlagungen die ungeheure Gesamtsumme von 128 066 M. erreicht haben. Geben Sie dies zu? — Angekl.: Wenn es buchmäßig festgestellt ist, muß ich es zugeben. — Präs.: Sie sind als Kirchenkassenrendant vom Jahre 1895 an tätig gewesen. Von welchem Jahre beginnen Ihre Unterschlagungen? — Angekl.: Die ersten dürften von mir im Jahre 1897 begangen sein.— Präs.: Sie haben als Rendant verschiedene Kassen der Kirchengemeinde zu führen gehabt und bewahrten die Gelder in einem Ihnen zur Verfügring gestellten Geldschrank. Wie sind Sie zu Ihrer verbrecherischen Tätigkeit gekommen?— Angekl.: Bei den Revisionen ist nicht mit der genügenden Sorgfalt verfahren worden.— Präs.: Ja, man hat Ihnen ein sehr großes Vertrauen entgegengebracht und bei den Revisionen ist man nicht so scharf vorgegangen, wie es Ihnen gegenüber notwendig gewesen wäre. Sie haben, als Sie die ersten Unterschlagungen begangen hatten, immer weiter unterschlagen und die Veruntreuungen in den Büchern in äußerst verschlagener Weise verdeckt. Sie haben auch die synodalen Zuschüsse unterschlagen. Kirchhofseinnahmen sofort i» die Tasche gesteckt, ohne sie zu buchen, auch sogar die Gelder, die die armen Leute in den Klingelbeutel getan hatten, sich angeeignet. Mit der mangelhaften Revision können Sie sich nicht entschuldigen, denn wenn Sie ein ehrlicher Mann bleiben wollten, hätten Sie darauf dringen müssen, daß zu Ihrer eigenen Sicherheit eine schärfere Revision stattfinden möge. Sie mutzten doch fürchten, daß die Sache einmal zum Klappen kommen müsse. Dies geschah doch in dem Moment, wo die Behörde die Ihnen gegebene Ermächti- gung zur Verwaltung des Nebenamtes zurückzog und Sie die Kasse übergeben mußten.— Angekl.: In diesem Moment hatte ich noch nichts zu fürchten, denn ich hatte eine sechsmonatliche Kündigung, und auch nach Ablauf derselben wäre die wirkliche Sachlage nicht sofort zu erkennen gewesen.— Präs.: Sie haben allerdings die Verschiebungen und Verdeckungcn in den Bückern sehr geschickt ge- macht und man müßte eigentlich annehmen, daß Sie eine Neben- kontrolle geführt haben. Sie haben beispielsweise auch die Beträge der Sparkassenbücher, die verschiedenen Fonds gehörten, sich aus- zahlen lassen und das Geld für sich verwendet, aber die Zinsen immer regelrecht gebricht, so daß immer angenommen wurde, daß die Bücher bei der Sparlasse lagerten. Was hat Sie zu dem Verbrechen geführt? In Not waren Sie doch nicht, denn Sie hattev in Ihrem Hauptamt ein Gehalt von 5166 M. und aus dem Neben- amt eine Einnahme von durchschnittlich 966 M.— Angekl.: Ich habe das Geld verspielt. Wie es mein Glück war, in das Finanzministerium berufen zu werden, so war es anderseits auch mein Nnglück, insofern, als ich die Gelegenheit erhielt, Freikarten zu Theatern, öffentlichen Veranstaltungen usw. zu erhalten. So kam ich auch nach Hoppegarten, und ließ mich dazu verleiten, zu wetten, in der Hoffnung, vom Glück begünstigt und ein reicher Mann zu werden. Es glückte mir auch, an manchen Tagen Gewinne ein- zuheimsen, aber dann kamen, wie dies immer der Fall ist, die Ver- luste, und wollte ich nun das Verlorene wieder einbringen. Ich wettete dann auch auf auswärtigen Rennplätzen und habe tagtäg- lich das Wettglück versucht. An manchen Tagen habe ich 5—696 M. verwettet und schließlich gar keinen Neberblick mehr über die Höhe meiner Unterschlagungen gehabt. Ich bin auch von jeher sehr nervös gewesen.— Präs.: Das ist Ihnen zu glauben, daß Sie nervös werden mußten, wenn Sie in solcher Weise wirtschafteten, wenn Sie sich tagtäglich sagen mutzten: Ich bin ein Schuft, ein Schurke, der zu Hause Frau und Kinder hat und fort und fort unterschlägt und allen Scharfsinn aufbieten mutz, um sich vor Ent- deckung zu schützen.— Nach Beendigung des Verhörs des Angeklagten bekundet der als Zeuge vernommene Kriminalkommissar Leonhardt, daß der Verdacht der Veruntreuungen brennend wurde, als der Angeklagte im Juni vorigen Jahres nicht auf sein Amt kam und auch von Hause verschwunden war. Bei der gewaltsamen Oeffnung des Geld- schranks in seiner Wohnung wurden 290 M. vorgefunden. Der Angeklagte ist dann über Magdeburg nach Köln und Paris gefahren, dann aber wieder einmal nach Berlin gekommen und hier verhaftet worden, nachdem er in einem Aschinger-Restaurant von einem jungen Mann erkannt worden war.— Rechtsanwalt Dr. Schwindt läßt sich bestätigen, daß der Angeklagte weder für sich, noch für seine Familienangehörigen irgendwie unberechtigten Aufwand ge- trieben, sondern zu Hause ganz bescheiden gelebt habe. Als Sachverständiger wird der Direktor des Bureaus der Ber- liner Stadtsynode, Lehmke, vernommen, der mit einigen ihm unter- gebenen Beamten mit der Feststellung der Unterschlagungen des Angeklagten betraut worden war. Er gibt in einem langen Vor- trag ein Bild von dem ganzen Verwaltungsapparat einer so großen Kirchengemeinde, wie es die NazaretHgemeinde ist, von der Art der Buchführung des Angeklagten und dem von diesem aufgebauten System, das es ihm ermöglichte, seine verbrecherischen Handlungen so lange Zeit vor der Entdeckung zu bewahren. Zuletzt sei dem Angeklagten der Faden verloren gegangen, und er habe sich in seinem System selbst nicht mehr zurechtfinden können. Die Summe der Unterschlagungen ist buchmäßig auf 127 182,71 M. festgestellt worden.— Der Staatsanwalt weist darauf hin, daß die vor das Jahr 1899 fallenden Unterschlagungen strafrechtlich nicht mehr ver- folgbar seien.— Medizinalrat Dr. Hoffmann gibt sein Gutachten dahin ab, daß der Angeklagte, der aus einer in geistiger Beziehung nicht ganz einwandsfreien Familie stammt, ein nervöser, nerven- schwacher Mensch sei, der an ihn herantretenden Verlockungen weniger Widerstand zu leisten vermag, als andere Leute. Nach den Ausführungen des Staatsanwalts Hootz und de? Rechtsanwalts Dr. Schwindt zur Schuldfrage und der Rechts- belehrung durch den Vorsitzenden, gaben die Geschworenen ehr Votum dahin ab, daß der Angeklagte nur der einfachen Unter- schlagung(die Beamteneigenschaft wurde verneint) schuldig sei. Das Urteil lautete auf 2 Jahr 6 Monate Gefängnis. Außerdem wurde ihm die Fähigkeit zur Bekleidung eines öffentlichen Amtes auf die Dauer von 3 Jahren abgesprochen. Berliner Kaufmannsgerichts unter dem Vorsitz des Magistrats- affessors Dr. Neumann abermals befassen. Der schon vor Monaten gestellte Ablehnungsantrag gegen den amtierenden Nichter der 4. Kammer, Magistratsassessor Depene, wurde seinerzeit von der Kammer siir gegenstandslos erklärt, mit der Begründung, die vom Gericht beschlossene Ablehnung des Vertreters des Klägers, des Funktionärs Thomas vom Deutschen Handlungsgehilfenverband, nehme diesem das Recht, seinerseits einen Ablchnungsantrag gegen den Richter zu stellen. Auf eingelegte Beschwerde hob jedoch das Kammergericht diesen Beschlutz aus und entschied, daß das Kauf« mannsgericht über den Ablehnungsantrag dcS Klagevcrtrcters zu verhandeln habe. In der nunmehr stattgehabten Verhandlung begründete der Vertreter seinen Antrag wie folgt: Es handle sich um einen ekla- tauten Fall der Rechtserschwerung für Handlungsgehilfen. Der Kläger, der gegen die Versicherungsgesellschaft„Viktoria" einen?ln- spruch geltend macht, wohnt jetzt in Köln. Da er in Berlin keine Verwandten hat, so wandte er sich an seinen Verband mit der Bitte» ihn zu vertreten. Nachdem drei Verbandsmitglirder hintereinander als Vertreter des Klägers abgelehnt wurden, übernahm als Vierter der jetzige Antragsteller Thomas die Vertretung. Dieser lvar bereits vor einer anderen Kammer als Vertreter zugelassen worden. Als Assessor Depene dies erfuhr, stellte er einen solchen Beschlutz in öffentlicher Sitzung als ein Unrecht hin. Der Antrag- steller führt nun aus, ein Nichter, der den Beschlutz eines anderen Gerichts öffentlich als Unrecht hinstellt und sich vor der Verhand- lnng und Beratung mit seinem Urteil derart festlege, sei nicht vor» urteilsfrei und könne unmöglich unbefangen urteilen. Dem Ge- richt lag anscheinend sehr daran, die Sache durch einen Vergleich aus der Welt zu schaffen, und es wollte sogar den im Zuschauer- räum anwesenden Funktionär Wiese vom D. H. V. sofort zulassen. Der Vertreter lehnte indessen eine Einigung ab und wies auch darauf hin, daß Wiese in derselben Sache bereits abgelehnt fei. Das Gericht lehnte den Befangcnheitsantrag des Klagever- treters nach einstündiger Beratung ab. Die von T. vorgebrachten Tatsache seien nicht geeignet, das Mißtrauen gegen die Iwbe- fangenheit zu rechtfertigen. Es bestehe nichts die Gefahr, daß der Richter sich von anderen Schlüssen leiten lassen wird, als die er auf Gruird der Verhandlung und seiner Rechtsüberzeugung ge» Winnen wird. Gegen dieses Urteil hat der Klagevertreter bereits Beschwerde beim Kammergericht eingelegt. Die Nichtzulassung von Verbandsbeamten als Prozeßvcrtretev entspricht zivar dem Wunsch des-Zentrumsabgeordnetvn Trimborn, ist aber, wie wir wiederholt darlegten, eine krasse RechtSerschiveruna der Handlungsgehilfen. Daß eine solche durch ein Ablehnungsgesuch zu verhindern versucht wird, ist erklärlich. Der Mißstand wird aber, gleichviel wie die Entscheidung des Kammergerichts ausfällt, nur durch eine Gesctzesänderung zu beseitigen sein. Soziales. Wieder ein ostprenßischer Landarbeiter von einem Verwalter erschossen. In der Nähe des kaiserlichen Jagdreviers Rominten liegt das Gut Bromberg, welches von dem 29 Jahre alten unverheirateten Inspektor Mett verwaltet wird. Am 29. Januar kehrten der Kämmerer Schweda und der Knecht Hammer mit einigen Fuhren Holz, in angetrunkenem Zu- stände aus dem Walde zurück. Der Verwalter machte ihnen dieserhalb Vorhaltungen. Als diese sich verantworteten, cnt- ließ er den Knecht auf der Stelle aus dem Dienste; dem Kämmerer, der zirka zwei Jahre lang zu vollster Zuftiedenheit des Gutsherrn seinen Dienst versehen hatte. kündigte er und befahl ihm, binnen sechs Wochen die Wohnung zu räumen. Darüber waren die beiden Arbeiter sehr erregt. Nachdem der Verwalter sich schon in seiner Wohnung befand, gingen sie ihm dahin nach, um ihn wegen der plötzlichen Entlassung zur Rede zu stellen. Da ihnen die Tür nicht geöffnet wurde, zerschlug der Knecht eine Scheibe des Flurfensters, schob dann von innen den Holz- riegel beiseite. Dann betraten beide die Wohnung deS Ver- Walters. Sie machten dann zwar viel Lärm; aber zu Tätlichkeiten kam es anscheinend nicht. Jedenfalls hat der Verwalter irgend welche Verletzungen bei diesem Krawall nicht davongetragen. Trotzdem glaubte er, wie schon so mancher seiner ländlichen Klassengenossen berechtigt zu sein, das rabiate Betragen seiner beiden Leute mit dem Tode be st rasen zu dürfen. Als diese ihm in der Stube, bewaffnet mit nur einem mäßigen Holzstück— t egenüberstanden, ergriff er seine Flinte und gab zwei ichrotschüsse auf den Kämmerer Schweda ab. Der eine Schuß zerschmetterte den Arm. der andere durch- bohrte die Lungen. Nach kaum einer Stunde war der im besten Mannesalter stehende Arbeiter, der eine Frau und fünf unerzogene Kinder hinterläßt, eine Leiche. Bei der Sektion wurden nicht weniger als 50 Schrotkörner in seinem Körper gefunden, Der sckiießlustige Verwalter befindet sich auf freiem Fuß! Soll etwa Notwehr vermutet werden? Das läßt sich nach der bisherigen Praxis ostelbischer Gerichte fast annehmen. Sind doch wiederholt oder stets in ähnlichen Fällen Guts- besitzer und Inspektoren, die wegen fahrlässiger Tötung oder Körperverletzung niit Todeserfolg angeklagt waren, unter An- Wendung des'Notwehrparagraphen freigesprochen. Daß sich auch ein Landarbeiter seinem ihn prügelnden Gutsherrn gegen- über in Notwehr befunden habe, ist unseres Wissens noch nie- mals angenommen. Nach den Feststellungen unseres Korrespondenten an Ort und Stelle kann in diesem geschilderten Falle von Nothwehr durch Erschießen des Angreifers keine Rede sein. Denn nach vollbrachter Tat wußte der Verwalter sich sehr gut dem nach Abgabe der Schüsse noch auf ihn Eindringenden zu entziehen. indem er einfach aus einer hinter ihm sich befindenden Tür zu seinem Nachbar flüchtete. Wird gegen den schießlustigen Verwalter ein Strafverfahren eingeleitet werden? Ablehnungsgesuch vor dem hiesigen KanfmannSgericht. Mit einem Befangenheitsantrag, der schon fast ein Jahr lang' die verschiedensten Instanzen durchwandert und wegen seiner Begleitumstände in Handlungsgehilfenkreisen lebhaftes Aussehen er- regt hat, mußte sich in seiner letzten Sitzung die 4. Kammer de? i Hub der fraucnbcwec?ung. Die Frauen und der Schnapsbohkott. Bei der ivirksamen Durchführung des in Leipzig beschlossenen Schnapsboykotts können zweifellos unsere Frauen Vorzügliches ! leisten..,> ! Ist es unser aller Wunsch, daß dies geschieht, so ist notwendig, daß wir immer und immer wieder auf die Ursachen hinweisen, die diesen Beschluß gezeitigt, daß wir immer wieder daran erinnern, was mit diesem Beschluß bezweckt ist. Die Empörung der Massen ob des unerhörten Steuerdrucks durch die„Finanzreform" gab den Anstoß zu den Debatten und dem Beschluß des Schnapsboykotts. Die indirekte Steuer- nnd Liebesgabenverweigerung, die einen empfindlichen Schlag für Regierung nnd Junkertum bedeutet, ist Zweck und Ziel des Beschlusses. Stellen wir nun bei unserer 2lgita- tion,— einerlei ob diese eine mündliche ist im privaten Kreise. oder ob es eine öffentliche ist in Versammlungen— diesen Zweck des Boykotts in den Vordergrund, so wird sicher ein guter Erfolg erzielt, ein besserer, als wenn lvir den Branntwcintrinkcrn nur die Schädlichkeit des Branntweingenusses für Gesundheit und Familie zeigen. Erklärlich genug! Kein Schnapstrinkcr wird sich gern Moralpredigten halten oder gar Vorwürfe machen lassen da» rüber, daß er Schnaps trinkst am wenigsten von einer Frau. Und schließlich, wer von uns, die lvir alle die Ursachen des Alkoholis- ums nur zu gut kennen, die wir wissen, daß das wirtschaftliche, das soziale und das geistige Elend bei vielen Proletariern den Alkoholismus veranlaßt, fühlte sich da berufen, den Moralprediger zu machen? Die Vorwürfe ersterben auf unserer Lippe, wenn wir uns vergegenwärtigen, daß Bieltausende bei schwerer Arbeit schanzen, entweder in staubigen, schlecht ventilierten, überheizten Räumen oder im Freien, allen Unbilden der Witterung ausgesetzt, die schlecht genährt und schlecht gekleidet zum Schnaps greifen. um sich für einen Moment das Gefühl der Kraft, der Wärme, des Behagens— vorzutäuschen. Die nach vollbrachter Tagesfron viel» leicht wcider zum Schnapsgenuß ins Wirtshaus laufen, weil die Oede und Unwirtlichkeit des eigenen„Heims", der Mangel an geistiger Anregung, das Fehlen jeden höheren Lebensgenusses sie dazu drängte, hier Geselligkeit und Anregung zu suchen. Können wir diesen Aermsten bei unserer mündlichen und öffentlichen Agitation zeigen, eimnal, daß sie durch die Beteiligung an der Arbeiterbewegung ihre Gegenwart und Zukunft heller und sonniger gestalten, ihrem Leben einen höheren Inhalt geben können— so ist das schon eine starke indirekte Bekämpfung des Schnapskonsums. Doch daneben soll die direkte Bekämpfung nicht unterbleiben. Diese soll darin bestehen, daß wir ausführlich nach- weisen: 186 Millionen Mark zielst alljährlich �>er Staat in Gestalt der Branntweinsteuer aus den Taschen der Schnapstrinker. Die» Geld wird mit dazu benutzt, um jene Machtmittel, die zur Nieder- Haltung der aufwärts strebenden Arbeiterschaft bereit gehalten werden, zu verstärken. So das Heer, die Bureaukratie, die Polizei und so weiter.(Siehe Mansfeld.) Daß wir weiter nachweisen: 46—56 Millionen ziehen außerdem die junkerlichen Schnapsbrciincr in Gestalt der berühmten Liebesgaben alljährlich aus den Taschen der Branntweintrinker. wozu die Kontingentierungsbestimmungen des Branntweinsteuergesetzes ihnen die Möglichkeit geben. Diese Millionen, den Aermsten der Armen genommen, dienen mit dazu, die wirtschaftliche und damit die politische Macht des preußischen Junkertums zu stärken. Die ganze Geschichte deS preußischen Junkertums aber, sowie ihr freches, brutales Auftreten in der Gegenwart, beweist zur Evidenz, daß sie die crbittersten Feinde der Freiheit und der Volksrcchte sind. Zu allem lleberfluß bat die? wiederum die von Brutalität und Zynismus strotzende Staatsstreichrede des Konservativen Oldenburg von Janusckau be- wiesen. Tragen wir die Erkenntnis dieser Tatsachen in die Massen. zeigen wir ihnen, wie die schlimmsten Feinde der Arbeiterklasse es sind, die neben dem ungeheuren Steuerdruck noch zu eigenem Nutzen den Raubzug auf die Taschen der Branntwein konsumieren» den Bevölkerung unternehmen, so wird es auch ein leichtes sein, die Empörung breiter Volksschichten zu entflammen. Diese Em» pörung wird die Kraft auslösen, dem Branntweingcnuß zu cnt- sagen, um sich der doppelten Ausbeutung zu entziehen, die zudem noch die Macht und den Uebermut unserer Gegner stärkst Es ist eine alte Erfahrung, daß die Entflammung einer gerechten Em. pörung und die Begeisterung für ein bestimmtes Ziel, schlummernde Kräfte, geistiger und moralischer Art, weckt und schnell entwickelt. Empörung und Begeisterung stählen auch den Willen und damit die Tat- und Widerstandskraft. Und deshalb wollen wir die gerechte Empörung ob der unverschämten Ausraubung der Brannk- weinkonsumenten erwecken, wollen wir die Begeisterung für eine indirekte Steuer- und Liebesgabenverweigerung entfachen und so zwei mächtige Triebkräfte zum Motor des Branntweinboykotts mach«?». Geschieht das. so reichen wir den gewollten politischen Zweck und daneben ohne weiteres einen großen moralischen und hygic- Nischen Erfolg für die Gesamtheit. Diese Art der Agitation für die Durchführung deS Brannt- Weinboykotts birgt jedoch neben dem Gesagten noch einen anderen Vorteil für unsere Bewegung. Er besteht darin, daß wir auf diese Weis« gleichzeitig das Verständnis für die Zusammenhänge deS politischen und wirtschaftlichen Lebens wecken und vertiefen bet jenen, an die unsere Agitation sich wendet, daß wir sie damit interessieren für die Arbeiterbewegung, für unsere Bestrebungen, für unsere Organisationen, kurzum, daß wir den Einfluß und die Macht des kämpfenden Proletariats vergrößern. Beid«S aber, die indirekte Steuer- und Liebesgabenverweige- rung, sowie die Stärkung unserer Kampfesorganisationen bedeuten nicht nur eine Kampfansage an die Junker und Wahlrechtsfeinde, sondern sie sind schon der Kampf selbst. In Preußen, wo Frauen»nd Männer in heißem Ringen um daS demokratische Wahlrecht stehen, unterstützen wir also mit einer kräftigen Agitation für den Schnapsdohkott gleichzeitig den Kampf für das freie Wahlrecht. In diesem Kampf aber darf keine Ge- nossin fehlen. Gegen den Branntweinkonsum! Für das demokratische Wahlrecht! Oencbts-Deining. Ein LerzweiflungSkampf wird öon dem früheren Bildhauer Wilh. Werber seit dielen Jahren um seine Rehabtliticrung geführt. Eine Verurteilung zu zwei Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust, die� im Jahre 1892 wegen vermeintlichen Meineids über ihn verhängt wurde, kam zustande auf Grund einer Anzeige des damaligen Kriminalkommissars und jetzigen Kriminalinspektorö OSkar Krause aus Charlottenburg, der in dem Meineidsprozeß auch als Zeuge gegen Werber auftrat. Den Meineid sollte W. geleistet haben im Jahre 1891 in einer gleichgültigen Privatklage, in der neben ihm auch Krause vernommen wurde. W. hat bis auf den heutigen Tag festgehalten an der Ansicht, daß damals nicht er, sondern Kr. Unrichtiges beschworen habe, und daß Kr. in seinem sonstigen Vorgehen gegen ihn sich von persönlicher Nachsucht Hab« leiten lassen, die aus einem früheren Konflikt zwischen ihnen zu erklären sei. Anzestfoji, die W. nach seinem Meineidsprozeß gegen Kr. einreichte, führten wiederholt dazu, daß er selber wegen Be- leidigmig Krs. verurteilt wurde. Auch seine Bemühungen, durch ein Wiederaufnahmeverfahren sich zu rehabilitieren, blieben immer wieder ohne Erfolg. W. beruhigte sich schließlich, bis plötzlich im Jahre 1993, fast anderthalb Jahrzehnte nach Verbüßung seiner Zuchthausstrafe. er sich nicht in die Wählerliste für die LandtagSwahlcn aufge- nommen sah und auf seine Beschwerde er dahin belehrt wurde. ldaß er noch Ehrverlust habe. Dieses skandalöse Verfahren des WahlbureauS der Stadt Berlin riß bei Weber die alte Wunde wieder auf, und so gelangte er dazu, gcgon Kr. als den Urheber all seines Unglücks vorzugehen mit erneuten Eingaben an den Minister des Innern und an die Staatsanwaltschaft, die die Entfernung Krs. aus seinem Amt forderten, wenn eine Bc- strafung nicht mehr möglich sei. Die sehr starken Ausdrücke, mit denen er die Persönlichkeit Krs. zu kennzeichnen suchte, brachten ihm eine neue Anklage wegen Beleidigung ein, die im Herbst 1999 vor den Schöffen des AmtsgerichlS Verlin-Mittt mit einer Ver- urteilung zu 299 M. Geldstrafe endete. Gegen dieses Urteil wurde von der Staatsanwaltschaft und auch von W. Berufung eingelegt: von der Staatsanwaltschaft, weil sie eine Gefängnis- strafe für angemessen hielt, von W.. weil er freigesprochen zu werden wünschte. Am Sonnabend wurde vor dem Landgericht l Berlin(Strafkammer 9, unter dem Vorsitz des Landgerichts- direktors Goebell in einer bis gegen Abend dauernden Verhand- lung die ganze Angelegenheit noch einmal erörtert, die aus de» Berichten des„Vorwärts" über die Schöffengerichtsverhandlung mit ihren drei Termine» hinreichend bekannt sein dürfte. Wieder bot der Angeklagte den Wahrheitsbeweis dafür an. daß in jener verhängnisvollen Privatklage er Nichtiges be- schworen habe. Unrichtiges mithin von Kr. beschworen worden sei. Aber wieder konnten nahezu alle Zeugen, die im Jahre 1891 den fraglichen Vorgang angesehen und angehört haben sollen, nach so langer Zeit sich auf nichts, waS von Belang gewesen wäre, mehr besinnen. Nahezu alle— mit Ausnahme nur des Kriminal- inspettorS Krause, der bezüglich dieser Dinge ein sehr gutes Ge- dächtnis zu haben versicherte. Es handelte sich um einen Wort- Wechsel zwischen einer Herrn Kr. bekannten Frau Stahl und einer Herrn W. bekannten Frau Eädke, der am LI. März 1891 mittags sich im alten AmtSgerichtsgebäude Eharlottenburgs auf der Treppe in Hörweite von Kr. und von W. abgespielt haben sollte. In der daraus hervorgegaiigenen Privatklage der Frau G. gegen die Frau St. beschwor W. gegen die Erwartung der Frau G., daß er nichts gehört habe, weil er noch im oberen Stockwerk geweilt habe, Kr. aber beschwor, daß auch er nichts gehört habe. obwohl er auf der Treppe gewesen sei. Daraufhin wurde Frau St. freigesprochen. Kr. aber reichte gegen W. eine Meineids- anzeige ein, weil W., wie Kr. zu wissen meinte, nicht mehr im oberen Stockwerk, sondern schon auf der Straße gewesen sei. Fsir die Privatklage war das ja sehr nebensächlich, toeil W. so oder so nichts gehört hatte, aber in dem Mcincidsverfahren, das von Kr. durch Entfaltung eines ganz ungewöhnlichen Eifers gefördert wurde, genügte es zur Verurteilung WS. Kriminalkommissar Krause hält noch jetzt an seiner damaligen Darstellung fest und wiederholte sie auch am Sonnabend vor Gericht in seiner Zeugen- aussage. Auf eine Frage, in welchen Beziehungvn denn der Herr Kriminalkommissar damals zu Frau St. gestanden habe, erklärte er auf daS Bestimmteste:„Nicht in freundschaftlichen, nur in amtlichen". Im weiteren Verlauf seiner Vernehmung stellte sich heraus, daß er von dem Ehepaar Stahl für den Todesfall als Testamentsvollstrecker eingesetzt worden ist. Auf des Verteidigers Erage, ob ihm vielleicht auch ein Legat zugedacht sei, antwortete err Krause mit Ja und gab die Höhe auf 3999 M. an.„Merk- würdig", sagt« der Verteidiger,„vorhin sprachen Sie von nur dienstlichen Beziehungen". Herr Kr. erwiderte, daS sei»doch nicht freundschaftlich", und auch der Vorsitzende erklärte, er könne „nicht» dabei finden". Auf eine nochmalige Frage deS Verteidi- ?ers nach dem Anlaß dieses Legates äußerte der Herr Kriminal- nspektor, vielleicht habe das Ehepaar Stahl sich gesagt, daß ohne sein Zeugnis Frau Stahl verurteilt worden wäre. Aus den Be- kundungen der übrigen Zeugen verdienen Beachtung die eines GlasermcisterS Helms aus Dömitz(Mecklenburg), wo Werber in den 89er Jahren ein Steinmetzgeschäft gehabt hat. Er, Helms, sagte aus. nach Ws. Verurteilung zu Zuchthaus habe der in Dömitz wohnende Ehemann der Frau Gädke dort erzählt, daß Frau Stahl im voraus versichert habe, W. werde dank der Be- mühunge» Krauses verurteilt werden, und Kr. werde auch dafür sorgen, daß W. immer wieder ins Gefängnis komme. Herr H. bekundete auch, daß W. in Dömitz durch selbstlose Nächstenliebe sich einen guten Ruf erworben habe, den er auch heute dort noch genieße. Der Staatsanwalt beantragte gegen den Angeklagten drei Monate Gefängnis, wiewohl er Wahrnehmung berechtigter Jnter» essen annahm. Der Berteidiger, Rechtsanwalt Dr. Th. Liebknecht, forderte Freisprechung, weil W. in Wahrnehmung berechtigter Interessen einen letzten verzweifelten Versuch zur Wiederhcr- stellung seinee bürgerlichen Ehre gemacht habe und dabei, ohne die Absicht zu beleidigen, jene starken Ausdrücke zur Kennzeich- jmng des ihm widerfahrenen Unrechts gebrauchen zu müssen ge- glaubt habe. W. habe die unerschütterliche Ueberzeugung— die auch der Verteidiger teile— daß er damals unschuldig verurteilt worden sei. und in dem Kampf um seine Rehabilitierung reibe dieser todkranke Mann sich auf. DaZ Urteil lautete: Wahrnehmung berechtigter Interessen wird dem Angeklagten nicht zugebilligt, et ist mit 3 Monaten Gefängnis zu bestrafen.— E'n hartes, unbegreifliches Urteil. ä Schwarze Liste». Die Gemeingefährlichkeit sogenannter„schwarzer Listen" wurde durch eine Verhandlung illustriert, die gestern die dritte Strastammer des Landgerichts Iii beschäftigte. Wegen Beleidigung war der„Direktor" eines JnkassobureauS, Emil Schubert, angeklagt. Der Angeklagte ist Herausgeber einer sogenannten „Schwarzen Liste", die er an Geschäftsleute und Geldverleiher verkauft. Die Namen der in dieser Liste aufgeführten Personen und das übrige Material verschaffte sich Schubert auf folgende Art und Weise: Er steckte einen seiner Recherchcure in eine Phantasieuniform, die aber eine gewisse Aehnlichkeit mit der eines AmtsdienerS oder Gerichtsvollziehers in einem kleinen Orte hatte. Ein solcher Rechercheur suchte nun zumeist in den südlichen Vor- orten, wie Südende, Steglitz usw., kleine Geschäftsleute und Ge- werbetreibende auf und erzählte ihnen, daß er beauftragt sei, eine schwarze Liste zusammen zu stellen, in welcher die Namen von faulen Zahlern und böswilligen Schuldnern eingetragen würden. Zu diesem Zwecke bitte er, ihm die Namen derjenigen Kunden mitzuteilen, die Schulden bei ihnen haben. Eine große Zahl von Geschäftsleuten ließ sich auch verleiten, dem Rechercheur die Namen derjenigen Kunden zu nennen, die bei ihnen Kredit in Anspruch genommen hatten. Der Angeklagte handhabte die erlangte Kenntnis der„Schuldner' in der Weise, daß er in jedem Falle ein Kreuz hinter den Namen des Betreffenden setzte. Auf diese Weise erhielten ganz zahlungsfähige Leute, die wie oft üblich, beim Bäcker, Schlächter„anschreiben" lassen und am Monatsersten bezahlen, drei Kreuze hinter ihren Namen und wurden dadurch zu„faulen Kunden" gestempelt. Diese bedenk- liche Methode hatte eines TagcS recht betrübende Folgen. Ein in guten Vermögensverhältnissen lebender Kaufmann hatte aus rein geschäftlichen Gründen die Absicht, ein Darlehen aufzu- nehmen. Während ihm früher der weitgehendste Kredit einge- räumt wurde, begegnete er jetzt plötzlich unbegreiflichen Schwierig. leiten, die er sich erst erklären konnte, als ihm der Zufall die ihn empörende Nachricht brachte, daß er auf der„schwarzen Liste" stehe. Er erstattete Anzeige gegen Schubert und dieser wurde vom Schöffengericht Berlin-Schöneberg zu 399 M. Geldstrafe ver- urteilt. Hiergegen legte Sch. Berufung ein, die gestern verworfen wurde. DaS Gericht bedauerte, daß nicht auch der Staatsanwalt Berufung eingelegt habe, da in diesem Falle auf eine Gefängnis- strafe erkannt worden wäre, weil das Vorgehen des Angeklagten eine große Gefahr darstelle und geeignet sei, das größte Unheil anzurichten und Ehre und Kredit anständiger Geschäftsleute zu vernichten._ Ncberfliissige Anklage. Eine Neuauflage des Mariendorfer Lokalkampfes war die am Donnerstag vor dem Amtsgericht Berlin-Mitte stattgefundene Verhandlung gegen Bösel und Genossen. Die vier Angeklagten wurden im Januar mit einer Polizeistrafe von 9 M. bedacht, weil sie am 12. September v. I.„ohne genügenden Grund in der Chausseestraße in Mariendorf umhergestanden haben und der Aufforderung des Polizeibeamten, Weiler zu gehen, nicht sofort Folge geleistet haben. Ebenso haben sich die Beklagten nicht sofort legitimiert." Dadurch sollten die Missetäter einige Paragraphen der Mariendorfer Polizeiverordnung verletzt haben. Die nach der Polizeiverordnung zulässige Höchststrafe von 9 M. wurde ihnen aufgebrummt. Die so fürsorglich Bedachten erhoben Ein- spruch gegen die ihnen zugedachte Kassenleerung. In der Ver- Handlung bestritten die Angeklagten, der Aufforderung deS Beamten, weiter zu gehen, nicht Folge geleistet zu haben. Es bekundete dann auch der Polizeibeamte F. unter seinem Eid, daß die Angeklagten seiner Aufforderung, weiter zu gehen, sofort nach- gekommen toären. Die Feststellung der Personalien, die die Be- klagten nur auf der Polizeiwache geben wollten, erfolgte lediglich auf Wunsch des LokalbesslierS Grafel. Nach dieser Zeugenaussage mußte der erstaunte Amtsanwalt selbst Freisprechung bean- tragen, die auch erfolgte. Hatte die Mariendorfer Polizeibehörde keine wichtigeren Aufgaben als die, unberechtigte Strasbefehle zu erlassen? Darf man die Polizei kritisteren? Wegen Beleidigung der Herzoglichen Polizeidirektion und zweier Schutzleute standen am Donnerstag der Kaufmann Scheller und der Redakteur Kirchhoff vom„Vraunschw. Allgem. Anz." vor dem Braunschweigcr Gericht. Am weißen Sonntag vorigen JahreS verlor eine Frau auf der Straße ihre Handtasche. Zwei Kinder— man weiß, was Kinderaussagen für einen Wert haben— wollten gesehen haben, daß eine schwarz gekleidete Dame die Tasche an sich genommen und unter ihrem Rock verborgen habe, und schließlich nannten die Kinder geradezu die Ehefrau des Kaufmanns Schcller als die Dievin. Auf Veranlassung der Verliererin stellten sich nun zwei Schutzleute am Eingang der Johanniterkirche auf. in die Frau Scheller hineingegangen war; als Frau Schcller heraustrat, wurde sie dann von den Beamten nach dem Verbleib der Tasche befragt. Durch die Art und Weise der Beschuldigung wurde Frau Schcller, deren vollkommene Un- schuld sich alsbald herausstellte, derart erregt, daß sie längere Zeit krank darniederlag. Ihr Ehemann setzte öffentlich eine Belohnung auf die Herbeischaffung der Tasche aus und diese wurde bald darauf auch abgeliefert. Auf SchcllerS Veranlassung erschien nach einigen Tagen ein Eingesandt in dem„Br. Allg. Anz." unter der Ueberschrift„WaS einer anständigen Frau in Braunschweig passieren kann". Darin war der Borgang wahrheitsgemäß ge- schildert und dabei von Uebergriffen der Polizei und barschem Ton der Beamten gesprochen. Dadurch fühlte sich nun aber die Polizei beleidigt und stellte Strafantrag gegen Scheller und den Redakteur. Die Beweisaufnahme ergab, daß der Vorfall sich tat- sächlich im wesentlichen so abgespielt hatte, wie er in dem Artikel geschildert war. Trotzdem beantragte der AmtSanwalt' die Be- strafuiig der Angeklagten. Demgegenüber betonte Redakteur Kirchhoff: Wemi der Herr Amtsanwalt auf dem Standpunkt stehe. man müsse sich bei derartigen Vorkommnissen lediglich auf die Angaben der Polizei verlassen» so sei dies undurchführbar. Als Organ der öffentlichen Meinung habe ein Blatt, das es ernst mit seinen Aufgaben nehme, das Recht und die Pflicht, Uebergriffe und Mißstände, die zu seiner Kenntnis gelangen, zur Erörterung zu stellen und dabei nicht einseitig zu verfahren. Dennoch ver- urteilte daS Gericht den Redakteur Kirchhoff zu 19 M. und den Kaufmann Scheller zu 29 M. Geldstrafe. In der Urteilsbcgrün- dung wurde ausgeführt, daß Schcller sich zwar in großer Erre- gung befunden, aber trotzdem kein Recht gehabt habe, von Ueber- griffen der Polizei zu sprechen. Auch der Ausdruck„barsch" stelle eine Beleidigung der Polizeibeamten dar. Eine Ausdehnung des§ igz Str.-G.-B. tut bitter not, ym da» Recht auf freie Kritik vor Mißhandlungen zu schützen. Eine tenre Zigarre! Vom Braunschweiger Schöffengericht wurde am Donnerstag gegen einen Zeugen, der im Gerichtssaal rauchte, eine sofort zu vollstreckende Haftstrafe von drei Tagen verhängt. Modien-Spielplan der Berliner Cheater. Königl. vpcrnhans. Sonntag: Gölterdämmerung.(Ansang S'/, Uhr.) Msntag: Coppelia. Dienstag: Lohcngrin.(Ansang 7 Uhr) Mittwoch: Madame Butterfly. Donnerstag: Zar und Zintmerniann. Freitag: Don Juan. Sonnabend: Aida. Sonntag: Tristan und Isolde. Montag: Johann von Paris. Ansang 7'j, Uhr.) Königl. SchnuspielhauS. Sonntag: Die Welt, in der man sich lang- weilt. Montag: Strandklnder. Dienstag: Der Familientag. Mittwoch: Der deutsche KSnig. Donnerstag: Der FaulUientag. Freitag: Strand- linder. Eonnabend: Maria Stuart.(Anfang 7 Uhr.) Sonntag: Der Familientag. Montag: Slrandkinder.(Anfang 7',/ Uhr.) Deutsches Theater. Sonntag: Der Widerspenstigen Zähmung. Montag: Ein SommcrnachlStraum. Dienstag: Der Widcrspeiiiligen Zäh- mung. Mittwoch: Faust. Donnerstag: Der Widerspenstigen Zähmung. Freitag: EhristinaS Heimreise.(Anfang 7 Uhr.) Sonnabend: Die Räuber. Sonntag: EhristinaS Heimreise. Montag: Hamlet.(Ansang 8 Ubr.) Deutsches Theater(Kamm erspiele). Sonntag: Der gute König Dagobert. Montag: Der Arzt am Scheidewege. Dienstag bis Sonntag: Der gute König Dagobert. Montag: GhgcS und sein Ilwg. (Ansang 8 Uhr.) Lefsiiig-Thcatrr. Somitagnachmitlag 3 Uhr: Hedda Gabler. AdmdS: Das Konzert. Montag: TanlriS der Narr. Dienstag, Mittwoch und Donnerstag: Das Konzert. Freitag: TantriS der Narr. Sonnabend: Das Konzert. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Nora. Abends und Montag: DaS Konzert.(Ansang 8 Uhr.) Berliner Theater. Sonntag: Pension Schöllcr. Montag: Macbeth. Dienstag: Pension Schöllcr. Mittwoch: Hohe Politik. Donnerstag: Pension schöllcr. Freitag: Hohe Politik. Sonnabend: Pension Schöllcr. Sonntag« nachmittag 3 Ubr: Doktor Eisenbart. Abends: Penston Schöller. Montag: Macbeth.(Ansang 8 Uhr.) Neues Theater. Allabendlich: Der Philosoph von Sanssouci. (Ansang 8 Uhr.) ReneS Schauspielhaus. Sonntag und Montag: Der große Tole. Dienstag: Alt- Heidelberg.(Anfang"'/- Uhr.> Mittwoch: Der große Tote. Donnerstiig: Alt Heidelberg.(Ansang 7'/, Uhr.) Freitag: Der große Tote.(Anfang 7'/. Uhr.) Svnnabcndnachmittag 3 Uhr: Opern- aufführung. Abends und Zonntag: Der Herr Verteidiger. Montag: Der große Tote.(Ansang 8 Uhr.) Hebbel> Theater. Allabendlich: Kavaliere.(Ansang 81/, UhrJ Koiniiche Oper. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Tiefland. AbendS: Die Fledermaus. Montag: HossmannS Eizäblungcn. Dienstag: ToSka. Mittwoch: Die Fledermaus. DomierStag: Tiesland. Freitag: Zigeuner- liebe.(Anfang 7st, Uhr.) Sonnabend: ToSca. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Hossmanns Erzählungen. Abends: Ziguinerliebe. Montag: Der polnische Jude.(Ansang 8 Ubr.) Kleines Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Moral Allabendlich: Der große Name. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Moral(Ansang 8 Uqr.) Theater deS Westens. Sonntagnachmittag 3'/, Ubr: Der sidcle Bauer. Abends und Montag bis Sonnabend: Die geschiedene Frau. Sonntagnachmittag 3>/< Uhr: Der sidcle Bauer. AbendS: Die geschiedene Frau. Montag: Die geschiedene Frau.(Ansang 8 Ubr.) SchUIcr-Tlieater O. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Herr Ministerial» direktor. AbendS und Montag: Der Pfarrer von St. Georgen. Dienstag: Viel Lärmen um Nichts. Mittwoch: Der Pfarrer von II Georgen. DonnerSIag: Geschäsl ist Geschäft. Freitag und Sonnabend: Der Psarrcr von St. Georgen. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Herr Ministerial- direktor. Abends: Miß Hobbs. Montag: Der Psarrer von St. Georgen. (Anfang 8 Uhr.) Schiller. Theater Charlotten bürg. Sonntagnachmittag 3 Ubr: Der Meincidbauer. AbendS: Die Welt, in der man sich langweilt. Montag: Miß HobbS. Dienstag: Der Meineidbauer. Mittwoch: Miß HobbS. Donnerstag: Der Pfarrer von St. Georgen. Freitag: Geichäst ht Ge- schäst. Sonnabend: Kabale und Liebe. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Meineidbauer. Abends: Das Käthchen von Heilbron. Montag: Miß HobbS.(Ansang 8 Uhr.) Friedrich-WillielmstädtischeS Schauspielhaus. Sonntagnachmittag 3 Ubr: Othello. Abends: Im bunten Rock. Montag und Dienstag: Die Großstadtlust. Mittwochnachmittags 3 Uhr: Die Jungfrau von Orleans. Abends: Die Großstadtlust. Donnerstag: Halali. Freitag: Die Jungstau von Orleans. Sonnabendnachmittag 3 Uhr: Die Jungstau von Orleans. AbendS: Othello. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Othello. Abends: Die Junasrau von Orleans. Montag: Halali(Ansang 8'/, Uhr.) Boltsoper. Sonntagnachmittag 3'/, Uhr: Der Freisldütz. AbendS: Cleopatra.(Ansang 8 Uhr.) Montag: Der Trompeter von Eäckingen. Dienstag: Der Troubadour. Mittwoch: Ahasoer. Marie, die Tochter des Regiment».(Aniang 8 Uhr.) Donnerstag: Der Trompeter von Säckingen. Freitag: Die Asrikanerin. Ionnabend: Cleopatra. Sonntag- nachmittag 3'/, Uhr: Riaoletto. Abends 8 Uhr: Die lustigen Weiber von Windsor. Rlontag: Die Jüdin.(Ansang 8'/, Uhr.) Luisen'Thcater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Nibelungen. Abend» Am Altar. Montag: Heimat. Dienstag: Der Hochzeitstag. Mittwoch KW mich stei. Donnerstag: Die rote Robe. Freilag: GW mich frei. Sonnabend: Der Vcilchensreffer. Sonntag: Der Hochzeitstag. Montag: Die Nibelungen.(Ansang 8 Uhr.) Rose» Tbenter. Somitagnachmitlag 3 Uhr: Die Herren Söhne. Abends und Montag: Deborah. Dienstag: Michael KohldaS. Mittwoch: Deborah. Donnerstag: Die Herren Söhne Freilag: Deborah. Sonnabend: Der Vize-Vapa. Aniang H'U Uhr.) Sonntag: Deborah. Montag; Der Eisenbahnräuber.(Ansang 8 Uhr.) Neues Operetten- Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Zigeunerdaron. Allabendlich: Der Graf von Luxemburg. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Zigcuncrbaron.(Anfang 8 Uhr.) Lnftipirlhans. Allabendlich: Der dunkle Punkt. SonntagnachmMag 3 Uhr: Im Klubsessel Abends: Die blaue Maus.(Ansang 8 UJu) Thalia- Theater. Allabendlich: Die Dollarprwzcssm. Sonntag- nachmittag 3 Uhr: Die süße Cora.(Ansang 8 Uhr.) Reitdenz-Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Eine HochzettSnacht. Allabendlich: Im Taubenichlag.(Ansang 8 Uhr.) NoackS Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: DaS grobe Hemd. Abends 71/, Uhr: Straßenbahnfahrer Krause. Montag bis Mttwoch (8'/t Uhr): Siraßenbahnsahrer Krause. Donnerstag: Große Exlra-Bor» stellung: Die Anna-Lise. Freitag: Dtesewe Vorstellung. Sonnabend» nachmittag 3 Uhr: Gr. Kindervorstellung: Frau Holle. AbendS: Ge- schlössen. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Anna-Lise. AbendS: Der Hütten- besitzer. Trtanon- Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Pariser Witwen. Allabendlich: Buridans Esel(sonntagnachmittag 3 Uhr: Pariser Witwen. (Ansang 8 Uhr.) Kasino-Theater. Sonntagnachmittag 4 Uhr: TrudchenS Sommerreise. Allabendlich: Der Obergauner.(Aniang 8 Uhr.). Avollo< Tbcaier. Sonniagnachmittag 3'/, Uhr: Spezialitäten. Allabendlich: Spcztalttäten.(Ansang 8 Uhr.) Wintergarten. Sonntagnachmittag 3'/, Uhr: Spezialitäten. All« abendlich: Spezialitäten.(Ansang 8 Ubr.) Basiagc- Tlieaeer. Sanntagnachmittag 3 Uhr: Spezialitäten. All- abendlich: Spezialitäten.(Ansang 8 Uhr.) Walhalla- The, uer. Somitagnachmittag 3'/, Uhr: Spezialitäten. Allabendlich: Spezialitäten.(Ansang 8 Uhr.) Palast.Thentcr. Allabendlich: Spezialitäten.(Ansang 8 Uhr.) Gedr. Herrnfeld-Theater. Sonntagnachmittag 4 Uhr: Meinc-Delne Tochter. Allabendlich: So mutz mmi'S machen. Ein RettungSmittel(An- sang 8 Uhr.) Folies Caprice. Allabendlich: Herr Wasserkropf. Der Lustlurner. (Ansang 8'/4 Uhr.) Buggeuhag-n. Täglich Spezialitäten.(Ansang 8 Uhr.) Meirvpol. Theater. Allabendlich: Hallohl Die große Revue l (Anfang 3 Uhr.) Reichsballen> Theater. Allabendlich: Stettiner Sänger.(Altfang 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr.) Karl Haderlaud- Theater. Allabendlich: Spezlalstäten. Ilrania, Theater. Tmibenitr. 48/49. Sonntag und Montag: Im Flniciiglanz des Oberengadin.(Ansang 8 Uhr.) Sterntvarte, Jnvalidenstr. 57—63. BHefhaltcn der Redahtfon. Sit surlstlsche eorrAftnutie findet Llndcnstrabc 8, zweite»$«(. dritter Stngaiig.«Irr rr.ovcn, ZfigT" Sah r st II hl wdchentagllch abend« von 7a bis gz-, Ud» statt. Gtvssurt 7 Uhr. Connabtnds beginnt dt« evrrchtinnde NU,« Uhr. Jrder«nsragr ist cht Buchstabe nnd eint Zahl als Merkjtichen brtjuiiigen. vrieilichr Anilvart wird nicht ertrilt. vi» ,«r Beantwortung im Bririkaftcu können 44 Tage«ergehen. Eilige Drage» trage man io der Tvrcchfiuude vor. RIxdors 80. Die OrtSkrankcnkasse deS fraglichen Gewerbes haftet auch für daS ftatuienniäßige Krankengeld. Die Kaste nimmt alsdann-den Ar- bcitgeber, der die Anmeldung verabsäumt hat, in Anspruch.— H. K. IS. Rein.— Friedrich Wieborg Tl. 1. Die Tcstamentscröffnung besorgt das Nachlaßgericht, ebenso aus Antrag die Nachlaßregulierung. DaS Nach- laßgericht ist dasjenige Amtsgericht, in dessen Bezirk der Erdlaster seinen letzten Wobnfitz gehabt hat. 2. Ad. Hoffmanu. Blumenstr. 24 8. Bei dem sür Ihre Wohnung zuständigen Amtsgericht.— 51. B. 5. Um Ihre Fragen beantworten zu können, müssen wir wissen, wann und wo die Ehe geschloffen ist, ob noch mehrere Kinder vorhanden sind, ob Ihre Frau enverbstälig war oder nur den Haiisbalt gesührt bat. Kommen Sie in die luristische Sprechstunde. — L. 34. Ueber die Gegenstäude, die dem Vater gehören, darf nur nnt Zustimmung des Vormundes oder Pflegers verfügt werden. Dieser kann Ersatz oder Ziuückschastung fordern,— R. ISO. Wenn Sie daS Ein« Verständnis beweisen können mid der Wirt jetzt Mieter, die dasselbe zahlen wollen, abweist, so können Sie ziehen. Steven Sie eveut. selber jemand, der denselben MietSzinS bietet.— F. H. HO. Nein.— Laura 1000. Ejn gesetzliches Hindernis besteht nicht; doch ist nicht ausgeschlosten, daß— siehe Fall Löhning— Scherereien entstehen.— F. 3S. 0. SS. 1. Nein, sosern nicht dem Vater das Geld gehört. 2. Nein, sofern die Eh« nach dem 1. Januar 1900 geschlossen ist. Ist die Ehe vor lS00 geschlossen, so ist der erste Ehewohnjitz sür die Beurteilung der Frage maßgebend.— II. B. 10. 1. Verjährt Ende dieses JahreS. Der Betrog ist etwas hoch; versuchen Sie sich zu einigen.— W. M. SO. Ist nicht recht verständlich. — E. F. 4210. Ergeben die in der Police abgedruckten Versicherungs. bedingungen; kommen Sic mit der Police eventuell in die Sprcchiiunde. —-H. I. 7S. Mit solchen Sachen können wir uns nicht besassen. — O. 2. 7. Wir halten die von Ihnen geleisteten Zahlungen sür aus- reichend. Verlangen Sie Spezifikation der Rechnung über 90 M. und weisen Sie gleichzeitig aus die bereits gelicserten Zahlungen hin: eS scheint nur ein Irrtum bei der Buchung vorzuliegen.— O. 11». 1. Nein. L.Ja. Der Vertrag unterliegt aber der Ansechtung. Die Sachen bleiben im Ver- Mieterpfandrecht.— Otto G.. Neuenhagen. 3l M.— C.®. 31. Lehrer: Neben freier Wohnung oder den örtlichen Verhältnissen entsprechende Metsentschädigurig Mindcstgrundgehall 900 M.. außerdem neun Äliers- zulagcn, beginnend nach siebenjähriger von je S Jahren, von mindestens je 100 M. Dienstzeit, in Zeitabständen Das find die Mindestsätze, die je nach de« örtlichen Verhältnissen erhöht werden. Seminarlehrer 2400 bis 4800 M.,.Oberlehrer- 3000-6000 M.. 2700—7200 M. Es kommt aus die UnlerrichtSanstalt an. MaaistratSbcamte: Verschieden In beif verschiedenen Orten und bei den verschiedenen Kategorien.— E. W. SO. Die münd- liche Abrede ist rechtswirksam. Sie haben als gewerbsmäßiger Mäkler auch dann Anspruch, wenn eine Proviston nicht ausdrücklich vereinbart ist. Nach« dem Sie nachträglich>/, Proz. gcsordcrt haben, können Si» auch nur in dieser Höhe Zahlung verlangeir. Sie müssen Ihre Behauptungen der Aus- wagscrtcilung und des Nachweises des KäuserS beweisen.— S. B. 1»0. 1. Ja. 2. Ja. 3. Ja, wenn ein gerichtlicher PsändungSbeschluß vorliegt. 1. Wenn keine Aussicht ans Versöhmnig vorhanden, ist ......."' keine nachteiligen — Köpenick 100.________________......._.... Erscheinen überflüssig. DaS Zortbleiben hat keine nachteiligen Folgen. 2. Bestimmte Rechtsanwälte enlpsehlcn wir nicht.— M. M. 100. Für die Zeit ab 1. Juli 1909 nicht. Von diesem Tage hat daS Gesetz Wirkung.~ 51. A. 93. Nach der GesetzeSvorichrist hätten Sie sur den Fall der Weigerung seitens deS Wirtes ein Kündigungsrecht; die gesetzliche Vor» schrist wird aber wohl durch Ihren MietSvertrag beseitigt sein.— C.®. 41. 1. Die Hebammcngcbührenordnung bnbeti wir in Nr. 1S2 deS Vorwärts- pro l9M veröfsentlicht. Im Brieskasten sehlt uns dazu der Raum. Die Gebührensätze sind oerschieden je nach den Vermögensverhäll» nissen der Bcistandsuchenden. Für eine Gcbürtsleitung bis 12 Stunden werden, außer bei Stadiarmen, mindestens 10 M. liquidiert. 2. und 3. Ja. Vitts aufbewahren 1 Jede Sendung(rlseh hergrstellt. - Unbegrenzte Zelt haltbar.— Dmcbsaelien kostenlos. Apotheker A. W. Kumbier's Acrztllch emptohlen. Sarantlert nasehldllsk. Oesetsllob gesebfltet. w8erllnerStahlbniimciiw feil S4 Jahre« erfolgreich bei Blutarmut» Bleichsucht. Nervenleiden» Magen-, veber-, tAa»ei» stein-, Nier.«, Darm- nnd Blasenleiden» Katarrhen, Rheumatismus» Gicht, Ischias, Lungenkatarrh» Atenibeschwerdru» stechten, Herzleiden, Leide» der Wechseljahre, Gpilepste» SchlagaSe«» Verkalkung, Zuckerkrankheit. k kauslfinkkar«Nu« KterulsslOruiig, ohne strenge OiSt, Misserfolg bei regelmässiger Kur ausgeschlossen. 3 Analyse: Nzlrlumchlorld 1.202, Nztriumsulfal 2.020. Kaliurasairzt 0.>72, MagnesiumsuKat 1.180. Mangansnltat 0.14, Ei»»aka-baaat 2.197 In 10.004 Teilao. jrsife für flcriin: Büruno von 30 Fl. M. 10 Prä«. 00 gl. m. 17 prän. 120 gl. M. HO Prä». StnichlitSttibe gortiepnng» 80 gl. M. 8: 00 gl. SU?, 15. laftrRunti der Flasche» in Vieriin IStadttniiertS) et«ein tret Hau«, ülefttunj filt verlin(StavtSitOeees) uns dt» nähere» verarte(ptraft-veriin) tret Haus SO' 'ach auswärts i Ktfte mit SO gl. sr«>«ur»Udn M. IS, 2 eisten«uzt«Ich M. 87, ttnsMteteude gariseqnnq: l Sifte wt. IS, Für frankier« zura-kgesaitdle(tüten mit A. W. Kumbier, Mineralbrunnenfabrik, Berlin NW, Marienstrasse 30. Geschäftszeit: 6—1, 1—7 Uhu Sonntag« gelchlossea. Zernsprecher: Amt LH, Rr. 6631 und Amt Vit, Nr. 12871. lol, d««Uti»« dI»rO«r«I> au»«irenom Hrrne»,»»»edr»er», 8»»» mir... �ie leiten 8«r„verllW«r dtalillirua»«»" eoealallede vienel« eeleUtec hat.«et» trank MMnme*. wen SO Flasehen, lad habe« mich dleeelbea in der Zell der Woehncilahre TOllstiadl» tob hochgradiBor WervonltNt, SelTBkrheamatlMWun and Inehla»»eh-nt. ieh bta nach Ihren llrnnaea so(esnad nie leb au»»0 gl��»ka,nM«>�lO Vf. �lfand pro Flasche). Erfsis&eslitisuasen, Da leb eins rortc.ctaua« der Kar alebt mehr aötl* habe, sage leb Ibaea meinen herelichea Oank für die mir erwleeeae Hilfe. Ich bebe ton Ihrem Stadltrunne» L» Nalchen geltunk,», bin d>iar»der roe meinem 6 Jahr« alten Leiden— Oallenatelnkollkeis nnd tiervBaen Sehiu erzen— betreit und meebe auch bei icSet(»elefltniieU �bven Btunnrn eme eilltn.. leb bedauere aar, Ihrea Bruanan, der mir ran einer Dame tot 4 Jahren empfoblea werde,»lebt früher«njfeweadet an baden I leb wtre eteher eher tob den furchtbaren, aalt dorartlcea i tlden rerbaadsasa sebmerssa belrell worden... WatenUeeB. StonprtiijntJlt. IS. 85. November 10«®. grün Hedwig Udtlgw. Ich bellätine Ihnen. ba6 mir Ihr„Berliner Stshlbroanen" netea die hai�nftcklge Oallcnatclnkrnnlclielt, welebe bei mir tot Jahren aaf. tret, und unter deren webaslaaliten Sobmercen leb früher laet täalleb leiden mnsste. ao herrorraxeade Dienste»eleletot bat. daea dieselbe letal »äa alieb rersehwnadOB an sein aebeiat: beim leb habenaeb der Kor solche fürchterl leben Krämpfe nicht wieder rebabt. Ncvrioenl dadt Ich den.virllntr eichlbrunnrn' aeeb»erea Sliihlveri«<0|i7nnB ead andere Beeebverdea. wie M. B. Kopikoiik, mit»atem ürfolue angewendet.... Betlln?!. Schlegtlftt 1 80. Erp». Ivos. grau Lada« Brdkar. Mit fteuMsem Herjen teile ich Ihnen mit boS Ihr.Berliner fltablbranaea" bei atriner Pren wirklieh Wender»elan bat. Seine Prea litt seit tinjerer Keil an hcttlccr WHgen- und Gallenkolik, welebe«leb derrnaeeen e te Isser' G, rfaes bei der»erlna&ten Kahrunraanfnahme diese An fälle e'eh Immer Bfter wlrderheltea und isletzt tSrllch awel. bis dreimal, Ja arlbal de, Nichte heftig auftreten, aacb trat Nlgrew nnd WiaaenentzOndung dun. Naefcdem meine Fran 30 Flaaebiw aretruuten hatte. Ileeaea die Haren. nnd Oallenetela.Aiifälle to lständlg aacb, meine Fraa bona a wieder Jede Kahl eac• Itnohmea. aeeb bat sie letal tteta Appetit. Nach dem rerbrsarb Ton SO Plaeehea tat sie wieder frlaeb and geauad, kann Jede Npelse Ter. trauen, nimmt aa Eörpergewiekl an und leidet seit der Kar aieht mehr an btmlilvcra<0|ij«anchen Michl wlebtr bolüiinbla nachgeben lann. Nelee Freu war Ndrp I'I Jahre an vcrnltcter larhlaa voHalklndlg grlbhant und litt wrhreed dieser Zelt die uraeelirhiceu hehmenea. Aneser der Uehlu litt meine Fr an aeeb aoeh aa AtemteeeckwcrJcn. Die Wirt jag Ihren Staklbrunueas hat berette aeeb Verbreutb der 8, Pieaebe «la# Lhadcren»»atelat. Alle euderua, nur eideakllebea Sittel waren erfslgios. Da slen n.eiae Fraa bei der Bronneakat eobr w ihl IBbtt, so »IS ich Ihr blelelbe Mi auf Wrdetct Rtiit enttteben. Per«« N., Lorhlngstr SU1, I®. Juli IVO®. Bogozlk nehft Fr an. SSüba�E selten war and hüte sie, dlee»um Wohle der Bensehbett aa rerCSea Illeben. veihageu-NummrlShnr»«eamlenhauü. 27. Otteber ISO®. grau ÄmtSaerlchlssekretle Idn KJcnow. «ad)»eeatlssunn bei Nur mit Ihrem UettAanchCa.Perlhirt eiehwrunnen' Inn» Ich Ihnra m Mellen, bei der Bruaaea mir bei BelenkrheaanntUmn«, woran ich breiMtriel Jahre idlllm, aacgetelebnete dienet» stleletet Hai. ich lann mich»itbtt hei unb ehne Ca-metirn temeaen unb mache(äaiht mein. Cbeil:r»in»c Gleiebisltlg bat mich Ihr Bruaaea taeb tsb Vor.litnungw- atfti ungen befreti, woran Ich|s lange Jahn ictUtt«, Mt< hei meinam Alter rsn 08 Jabrea arwih viel laa.n will... Llrnu-ver» 88. Inn, ISO®.«. HrOger. Reine grau NN an ii»i bäiea Wf rvaatkrntiklieU. Ikr atablbraaasa bat Ihr wieder ssntee Biet rerarbalfi, sie auch eoaal sseeaad gemacht. Cbtnss euch grau BorlvwlN In«einem Hause) die,» litt an Sni vladel- ■»tailen«wil tnrehtbarer Sohwlieha and M aaeb der Kor als ältars Frau wieder T gaaa aet den «abftr-it 12, 28. Juni ISO®. SehwBcliw Foetea. R. SebSIer. Berlin N Mein« Tochter. 18 Jahre, keimte iett her Cchnlzeil megen hsebgradlger Blat ermut kein Obst, auch««Ire väurrltchrn Spellen betiregee; sie IUI seh» an »IngmMkrSutpe«,, unb Lrtarwatksas. Ihr htahlbruaaea bat Ihr eebr gut «etaa, die Bageuirämpfe«lud terlgebllebsa, und du KSrpargewIcht bat b deatend inseaommea. Ich ielbfl. 45 Jahrs, leibe an Qiutlerr« lu> Q> blrw, welch« ml« j«tt»«i(« WcrvenatOr»uigg«»enufaiht.,. Ich Iranl Jdreü St.. blbrat neu»nb lann tnl> grohrm Danle bejengen bah sich m-rn SllgnimalmliaUua««»ebr ge- beaserh bal. leb bade sehr Tlal«ehr Appetit aad Uiialgedugea«Sehl aageaammea* Belli». Sttoettlftrstt. 137. IS. viipg 1®«V. gra» Aulaw«rMwarUwagt. «p gread-u lest« Ich Ihnen«n. bah Ich daroh Ihr»» Mahnruaaea wieder erboltetüblss geworden bin. Ich M» tigrz-«ud lun•«inlnldeafl, unb Me Verdauung igg bei «N soKstänbli)»ant itbet. ApprtU Hatte ich gtr nicht mebu Ich habe des Nicht«»ft nur ein» Stande geechlafea, und bei bet geringste»«rdell halle i» Blnlhnaicu.... ..«ach e»ua bietjehntlgig« One Hess der IXatlg« Nach lach weise aaeh asd bekam Ieh wieder Appel» cum Bsseu: alimählleb stellte eich auch regelaässiger Stuhlgaag a a. Ih.em htil.lürsnoe» danke loh e», data leb Jetst wieder meieer Beseblftluang aaehgehea kann ohne groSe Beschwerben. Dar Blalhaelea Ii« xäaaiieb rersehwuad«... BeNln 8..«erichistrahe 44. IV. 8ö. Juni ISOt. stlnrg. IVoraohmItzk-». 4 Uaiche».Berliner eislilbrunn«»' habe Ich verläufig nicht«ehr I 26 Piaeehea geastgt haben,«ieh reu Biaaenkutnrrh, Hrmpilca, Wlcrencntzawdnng aad nBaamuder Fl eclile bluier da« Ohre Ca hefrelra. Deherhaapt ttible Ieh m!ah Jets» sehr wohl.., Berlin, vernhnrgerstr.«2. 11. April 1009. A. Kasohach«. U»«0 Pieschen habe* Ihn ras satmam nnen find meine m gahaa est bskommea nnd eheakstarrk katnlt,»sfili ich Ihnen»ertlich Dank sag«, villi um duigt Drndsachea über Ihre» Brunnen«ur Wetter- empi-dlNng. � � Ad, B«n«vk«. Bkahwrnn am Raab lebt mg. Wahlitz«gtz Mgghetnrg. IB. wstirz IVO®. i« rech tan Kaie and Tab M Plaeehaa Urea Salt Juli r, J. litt leb aa Ulsc«_ an farabtbarea Kwptaahuscrze«. Nachdem •lahlhraaaeae getiaabew, bin leb ram BkeumalUmaa aad aaeh roa das kapfsehmenea rotlsiäadig befreit aad fühle mleh wieder recht wähl. Birll» SO. Kanbiveiger»llie 159. IV. Februar IVO®. Joh. Dax. Ich lest« Ihnen hlerbnech mtt. d»i» lab Ihren„Berliner Stihlbraauaa* gegee Bhcumnllamwa mit gatem trfolgo gelteakea haha Bei Der eeaaun ttiasche mahl! sich bet«tfolg bemeelhs« und verbesserte fich täglich s», bal Ich aaeh dam Oabranch raa 45 Flasahaa ras meinem beiden roll, tändig befreit war. fich bs« Selb Mi mit Ml Heule Nicht wieder bemeridar gemacht Hai »egenwänla»iaht Mein» Praa des„Berliner Htahlbreanea'' gagaa dt# Besebwerdea der tVechacll nhra eben falle mit gatem Erfolg«, Ich bab« btn.Berliner BlaHlvtnniien' in«einem Sunden- und Bekannten- hell« gegen derartig« Leib« weiter«mpiohle»»nb er ist«Ich da stell»»» Ittfalg gewesen.... Berkln.«arnlmste. 43. I. Februar ISO®. Otto Ocnsoh. AJTfl»»ea»ach dar tolgeadea flanetlt»» gorn» m DlBiuten.| Ihr Ntablbraanea hat mir hei«eiatr Kraakhell—«hroniaakeni Hachcwkalurrli nnd elwal Kucker-- rarsfigllehe Bleaste geleittet. Ich Sitte um nechmsllge svsarlige»Iniendung MB 30 Pieschen. Sieglitz 5. Sepie«»er IVO®. K.... Senden Sie title umgehend wettere 80 Naschen.verttnar Slahlbrnnn«'. Ml amkrwlMM«« TO» gross artiger Wirkung war. Mä letzt bei Oel_ Berlin, ilf. a-ll 190»._ O.■.... Ich hin mit de« Krtolge Ihrer Brmaeaknr hei Necwoaltat sehr ■nfrledea unb werbe mich Hei Bedarf wieder an BIß«rnbrn. grledena«. 80- Dezember IVOS. Ich Habe den Brunnen geirnnken.«est ich»uckwckrauk 6 In nnd ht» dem Erfolge sehr Unfrieden. Ich werbt später noch eine Hut machen. Berlin. 1 1. Januar 1910. Q. II...... Da«einer Fraa dl» srtlea 80 Plaeebca Ihres StaklhraaacBS rorcBgHeb bekommea»lad(Clche, Wc«ibaell»Hre, NcreoiltBI, Nehlutloatakelt), «Ittdi» Ich Sit morgen roci.exe t> Uaschen derzusen-en. Sillburs. 7. Januar 1®1B. Frlrz Sch..... Syphilis- Nscisweis in allen frisch, u. veraltet, zweifelhaft. Fäll, durch miffcnjchajtL Untersuchung. sofort; desgl. Harn-(spez. aus Go- norrhoe-städen) u. Sputum-Analylen. vr. tiomsjer& Ca., Spezial-Laborat., Frledrichstr. 189, zw. Kronen- und Mobreiistiaßel, I. 8724. Per« Rückspr. biSkr. u. koslenl.(Scöffnet von 8—8 SonnlagS von 12— 1. Gartenstädte □R. 20 RS.°n IN Biesdorf. Stadtbahn. □r. ie>«K. Seegefeld, am Balmhos QRe 15 m. an Bah ii st. Tadviva, Bies- oorf. Kanlsdorf> Süd. QRa 12§�io an Kaulsdorf, am Bahnhos CHR. 4 SR. an in Petershage». Oslbahn. Kleinste Anzahlung. BequemsteAbzahlung. Verkaufsstellen an den Bahnhöfen. BERLUr, Neue Königstrasie 16. Amt VU 6378. Selowsky's Bolero■ Cigareltew bleiben unübertroffen! mit Mundstßck ohne KundstGck GoidmaiiilstHek 10 Stück 20 Pfg-I Clscblcr- Merbsfatten mit Dampsheiziing und Werlzeug so- fort zu verpachten. Fr&.spcl ins Uaa.e. Sdjiurhtfr Straff 258. Sonntag u. Mittw nur 0-12 Dr. med. Fnckelrr~in. Zimmerau 78. lg koßrilstki Kronleucüter- Fabrik. V Größte Auswahl. Verkauf zu billigsten Fabrlkprelt a. Private. Jjl— Mustorbuoh— n-Außerhellbfranko. h S Auf Wunsch kulant« »>\it/ c. Zahlungsbedingungen mp» ohne Preiaerhöhung. Siesels Co., Prln.en.trsBe 88.* erhalten Sie daS reich illullrterte, werlvolle Rezeptbuch.Die Destillierung im Hnusball' zur eiusachen u. leichle» Selmlbereiiung sänillicher alkobol- freien Getränke ic.. Bierbereikung im HauShalle. mittels der allbew.chrten .Reichel-llssenzen- durch Olto Reichel, Berlin 80 43, Eisenbahnslraße 4. Die berühmten.Reichel-Essenzen- sind in den bekannten meist durch Schilder k-w-nlt. Drogeiieu ic"hälN., aber echt nur mtt Marke.Lichtherz-. Die Harnleiden Ihre Oefabren, VerbOtnng nnd eeeeitttzung von Dr.»Mstl. ,Seh dies Couaenb> 4» Hygienische" SMtmaraxai. weuest.ivmaxof [I, j£mp£fthl. viel Aerxi« u Prof. grat. eil «r,,Ä JJd Monatl 10 M stetere R! Pljll eleg. Herrengarderobe Iii VU1»„.Maß sbilllgste Preis«) J. Toirporowski, l&Tuo: i H Kasse 10 Proz. Rabatt=-== ± Magerkeit-f- rindet durch Haukes N&hr- pulver„Thilossla". Preisgekrönt Berlin 1904. In 6 Wochen 24 Pfund ärztl kontrollierte Zunahme Gar. uneohtzdl Viele Anerk. Karton 2 M., bei Postversand Porto und Naohnahmespesen extra. H Haufe, Berlin N., Greifenhngenerstr. 70, Depots in folgenden Apotheken; Leipzigerstr. 74(Dönhoflplatz), PotsdameratT. 29, Kupemeker- straße 119, Bemburgerstr.3, Frankfurter Allee 74. Rosentbalerstr. 61, Keinickendorferatr. 1. Spandau: Adler-Apotheke, Potsdameretr. 40. Bestandteil*; Pflanz. Biw. Haomogl. Leoith Banm. Natronolh. Cao. Zucker. 31341.» J. Baer, BüllStf. 26 Pri»'- Allee Herren- und Knaben- Moden, Berufskleidung. H NjibBTT� Breies Stofflager r. zur Anfertigung n. Maß. Allerbiltlgile, atreng teste Prelle. Joppen. Elegante | Paletots und Pelerinen. Zum 1. Art! 1910 hat die Mdorftt Kllugellosstllschast „Ideal" noch einige modern etugertch« tele Wohnung«», mit Wsmg58SsVgsMniung und stets gsbr�ctisfertigem Bade veisehen, in Ihren neuen f läusern, R i xd o r>, Bruien» orserstr 2—5 preiswert zu nermleken. Die Bestchflonng der Woh. nungen kann jedeizetl in oben genaniiten Häusern ersokgen. Gest. Ansraaen wolle man bitte an daS Bureau Rixdort, Weichsetstr. 8 richten. 4176L Or. Strahl'«� Ambulatorium O.». b. Ii. f OperaHonslatc Bchand- j lung ohne Berufsstdnng| Sprechieit: 10-U and 3-S Uhr, Sonntags nur Vorn, Proip. gratis I Berlin N24 Ich kaufe .VorwörlS-, alte Jahrgänge«. and. sozialdemokr. Zettschrislen sowie alte Bucher früh. Jahrhunderte, Buchhdlg «trviBaack, AugSburger Str. 40. geslsiieäugZljiietle Ruf Teilzahlung Woa»nii. nur l-magst Herren- und Daroenutiren, " eilen, V.njia- nd Stand- hron, Grammophons, .11 he r, und alle siuiikwaran. limre&Könüs VFai-fii-hniiter Mir. 68- BotnirkriKlorfrr stitr. 101, GAbrnHlr. 19 nnd Praaklurtcr Chnussee 121 iLadon:. „Sciiweizeriiof" Meierei und Miich• Kuranstalt liefert Vollmilch. Kindemiilch zu jeder Tageezoit frei Wann zu den üblichen Preisen. Lieferant der Konsumgenossenschaft Berlin und Umgegend. Beeichtigung der Meierei fodei* mann Sonntags, nachmittags 3 bis 6 Uhr, gestattet. Reste | Oamentuehe, schwarz«. farbig. ! KustUmsiufte,iieiiest.Musl..SeIde, Sammele, Bsslilze, Fulierslotte, PlllschezuMSnleln, Lliev-Kammgarne zu Kiiaben.Nnzügen. Konfektion z Paletots, Jacketts, Btaubmtlnlül,{ Kostüme, KoetQmrtoke. j Stets GolegeicheitSkäufe! Paul Karle, Warschauers». 18. 1 HERMANN UETZ LEIPZIGER STRASSE ALEXANDERPLATZ föontag, Dienstag Rlittwoch Versand-Abteiiuns: Leipziger Strasse Versand nach ausserhalb erfolgt prompt FRANKFURTER ALLEE Soweit Vorrat: Großer Lebensmittel-Verkauf Wurst � und.4�0� � OConfemn ,...PM. I10 ,...PH. I15 Holsteiner Zervelat Holsteiner Salami.. TeBWUrSt BUKenwalder Art PM. 1 Meitwurst 90 pt fflestfäl. Me{twurst..PM,95pf. Wlausschinken.......... pm. I20 Fetter u. mager Speck pm. 90 Feine Leberwurst... 95 Lanitlederwurst..... pm. 80 vi. Hallesctie Leberwurst 95 Ft. Floisctiwurst....... pm. 85 Jagdwurst......... pm. 85 pt. Zenelat in Blasen..... pm. I35 Fettdarm-Schlackwurst. pm. I40 „..'fi D.'fjD. Spinat............. 33, 24 w. Pfefferlinge........ 50, 30« trotten>» str«»«-».. 32 Pk. Iilorl.be!n 80?,. Cbampignons I...... I83 l00 Haricots lerts nVl'. I25 70». Melange-Früchte«r. l03 58». Kaiserkirschen 105 58». 72 Pt- 70 Pt- •xtrm Preiselbeeren Stachelbeeren fiprikosen. I25 68 pt Birnen extr« fein< 78 Pt- 1 Waggon Apfelsinen Dutzend 20, 30, 40». 1 Waggon Blut-Apfelsinen Dutzend 25, 35* üjtiilt'Operä Kl das anerkannl citl$eitia$ie,collKommtn$tt musikinsirutntnt desjaftrbunderts, a daher wird auch immer onr die Mill-Opera oachfeahmt und nicht die andereol Bt ßtmg oar tferCT) dli Flrrtta OttO j3.C0b SOIle� 001*1311 505 FlicdcnStfe 9a Größtes Sprechmaschinen-Qeschält Deutschlands. Gegen Barzahlung • mit 5% Rabatt» Oexen bequemste Monals-Jtalen ohne I Pfennff Aufschlag! Pollsländig kostenlos gelangt der Käufer einer echten Mill-Opera In den Besitz eines reichhaltigen Repertoirs, da wir zo jedem gekauften Apparat Je nach Größe 20 bis 40 verschiedene Konzertstücke und 200 Nadeln gratis liefern! Med. 19». M. SS.SO. Bma od« crSa polierte« Oebluse, Qröfte 28x28x13cm, alle Teile fl. Ternlckett,(arbig lackierter Blumentrichter, 38 cm SchallOflnone, la Konzert-Schaildoae, mit MIH-Opera- Schalldoie M. 8,— mehr. Monatsrate M. 3,—. 9 Doppelplatten a 3 M. a 10 neueste Stücke u. 200 Nadeln bei Liefe- rung gratis. Bei der 6. Rate noch eismal 9 Doppelplatten gratis. Apparat» 2 Jahr* SchriftOcbe OaraiitiA Mod.ll. M. 4H.50 Mahagonltarblg poliertes OehBuse, OrOSe 28x28x13 I--■-•-■---- i,| *.3,—. Nadel» ......._______...-------------------. all« Teile 8. vemlckelL Farbig lack. Blumentrichter. 40 cm Echallöflnung. t a Konzert- Schalldoae. MH Mm-Opera-Schalldose M. 8,— mehr. Monatsrate M- 3.—. Zum Apparat werden 3 Doppclplatten B 3 M.• 10 neueste Stücke und geuelert Bei der 6. Rate noch einmal 9 Doppelplatten gratti. 200 I gratla Mod.20iM.S4,—. CleganterSaloa-Apptrat,mahagoaifarblg poliert« Kasten mit Oold-Arabesken, Ord&e 35x35x17 cm. Alle Metalltelle II. vernickelt, larbig lackiert« Tonarm und Blunemchalltricht«. 52 cm SchaWlfnung Mill-Opera- Konzert-Schatldose. Monatsrate M. 5,—. 8 Ooppelptatten 4 3 M.«= 16 neueste Stücke a. 200 Nadeln bei Lieferung gratis. Beld«6. Rate noch einrnalSOoppeipl.gratis. Mod. 17.' M 59,____________________ farbig poliert« Kasten mit Oold-Arabesken. GröBe 33 x33x15 cm. Alle Metallleite fl. vernickelt. Farbig lackierter Blumenschalltricht«, 41 cm Schallöffneng. la Konzertschalldose. Mit Mill-Opera-Konzerfschaüdose M. 8,— mehr. Monatsrate M. 4—, Zan* Apparat werde» 0 Doppelplanen*3 M.— Uneoestt S ?"• i? H 0 0 — 0 1 1 «totionen So e>=� II i« Havaranda 757® Petersburg 766 SSO Scillv ,761SW tlberdeeu 749 SSW Paris 767 S Vetter d« »II I* 4*6 -deckt U« 2 bedeckt— 6 4 wolkig[ 7 4 bedeckt! 4 1 wölken!~2 Wetterprognose für Sonntag, be« V. Februar 1310. Zunächst zeitweise aufklarend, ein wenig kälter; nachdem lebhaste süd- westliche Winde; zunehmende Erwärmung, Bewölkung und geringe Nieder- schlage. Berliner Wetterbureau. WasscrstandS-Rachrtchten der Landcsanstalt für Gewästerkundc, mitgeteilt vom Berliner Wasferstand Memel. XUn» P r e g el, Jnfterburg Weichsel, Thorn Oder, Rattbor , Krossen , Frankfurt Warthe, Schrintm , Landsberg Netze, Vordamm Elbe. Leilmeritz , Dresden ,* Bardo . Magdeburg >)+ bedeutet WuchZ.— Fall. bewegung. eisstei. Unlerpegel.») EiSstand. Eis- c/> o o> 3 ro o CO o> « «5 S <5 CT O o ■C3 Ö> CO C CS CS To _«ö CO o O Nl Unser bekannter, alljährlich nnr einmal stattfindender TnvenhirUerkauf\ bietet diesmal eine ganz besonders Gfinstige Geleaentaeit zu enorm billigen Einkäufen t w■■■■■■■■■■■■■■BWdnHOKmanBMHmBBBMMmmÄÄmMBmnmMBBmBmimmBmMBBBDmBBBaBBBnHBOBBBmnmmBmBHMmBnBBHMmnmmBmBBmBmnBmBraBnmmBBBnwBÄnmMBBBmHBHi o.Dieter Iläumungiverktut umiasst autaer des bei der Inveatur zum groesen Teil im Freite ganz bedeutend herabgesetzten Warenbeetanden aucn noch weitere verteilhafta Geiegenheitspoatea. •s—'---------- Sdiuorze und tarbise SeldeiKtoffe. I Sttorarce und knrW Rlelflentoffe.£ 5" Für Brantansslatlnngenl Hemden- u. Lomsianatucn bmuh tob 20 ust«. 5.90 Fertige Bettbezüge n»« 2 Kopfkl...».. 3.35 Weisse Bettlaken»im» N»ht, f«rtie g-i&nmt.. 95 n Fertige Bettinletts»«"<>'....... 2.95 Bettdamast"> Eao»« B-ttbreit»...... Meter 90 Dreliservietten........ �m«. 1.10 Kräftige Drell-Tischtücher...... etack 85" Gerstenkornbandtücher«iroa so cm breit � ot,. 1.25 Damast-Stubenhandtücher...... 2.25 Damen-Reformschürzen»leh gemiert.... 1.20 Grosse Posten angestaubte Wäsche nzid einzelce Exemplare Damen- und Herren- Hemden, Nacht» jaekeo, Beinkleider, Unterröcke, Kindel wäsche etc. et� eto, «W bedeutend unter Preis!"ÄO Zum Selbstanssactasit! «u» haibschweretn Tennis-«v üaneii ia moderner Aueiafa- pf. durchBcbnitfclich 65 M. Oberhemd-Blusen ReinwolleneBallblusan anf Futter. Jetxt«lurohBcbnittlich Stnck Sammet-Biusen??« Knopffornieruogr. jetst durchscbnittlioli Stuck w TUll-Blusen ccbnittlich M. moderner Öpachtelpasse. jetzt dorch- � Reinseiden-Hemdblusen, C75 vielen Falten garniert.. jetzt darchschnittlick w knctnmrhol�a �»Itenfaison und Sportrock, aus-d 95 KvoiUlIH UvuriVd Stoffen englischer Art. modern ver» 1 � arbeitet Hiirflhap-hrtiffltnh ii.fti* nnd• jetzt durohsclinittUch 2.05 and Damen- Paletots»» etoßan»Bguich« Art, 995 xnifc farbiger Tresse garniert- Relnseid. Louisines, Herrsilleux, Messsllnes uw. 8S n. Reinseidene DamassdS"cbw«.n£»rbiBiee«tMtr. g.8� Rslnseld, gestreifte Tafte ü. Louisines OS m Ball» und Gesellschaftsstoffe 1 Pariie Bsllstoffo, cr.me, rosa, hallblan.. Jetzt Mtr. 35 rt. Relnwollase BaU-Eaedtmirs, dopp.itbreu. jetzt utr 85 Pf. SeidengMazende laequird-Stefle, dopp.itbr.it, jetzt Mtr. 60 Pf ReiBWOlitne Veile-SiOtla,«Iteobain, nueznbr.it. Jetzt Mtr. 75 Pf RtlBWOlleae CblTlOtS, nur creme, doppeltbreit. Jetzt Utr. 80 Pf Crema-AIpaka, doppcitbrel«, glinzende Qualitüt Jetzt Utr. 68 Pf Rthmolteae Sitlntnebe, eiienbein. 110 cm breit, Mtr. 1.25 M. zur voUztKndigen BHamaDtr. Grosse Posten Waschstoffe WiscIi-Moysseline.Percales, Zephirs etc. Mtr. 25 Wellie Wasobetoffe oug�t» uaeter. Jetzt Mtr. 30 Fl Reinwollene Klusseline neaesta Punkt- u. Fautasio- Master aut heilem und dunklem Fond, früheror Preis bis 00 Pf. jetxt Mtr. 45 pf. Mnrzwjire»» Nähnadeln. Brief 26 b'tck.. 1 Pf. Fingerhüfe, AJuinLnium, Stok.l Pf. Stiei'efknbpfer,... 3 Stck 1 1*1. Stecknadeln. ca. 220 Stck. 4 Pf. Lockenhaarnadeln, 15 Pack 5 Pf. Stietelknöplcfschw..l2Dtzd. 10 PI Btttsenkel, darnitur.... k PI. fischlieinstängen. schwarz.\ sortiert« Läugon. Dfce. RenforcÄ KÖperoand, Sb 4Mtr.4 Pf. Waschknöpfe, pr. Lern., lö lin.» Pt Untergarn, Acksnnann& 17™ Kronen..... Rolle''"t. DruckknOpfe. gut« Qual., Dtz. 5 Pf. Krcuzspulgarn, große Rolle 14 Pf. Nähseide, alleiaib� beate|>l nj Qual. l-CJf«uim-BolI« Wei.swwnrou Passomenter/u fles-llze Mtr. 1 Vt Valencicnnes-SpItzen.S 6cmf o_, breit........ Mtr. t�Pf- Valencienncs Einsätze. Altr. OPE Spachtel Galons, I» Qual. OC„, 4— C cm breit... Mtr. Seidene Damen»Schleier, 71; l'Ja m lang, L Stück> � � Spichtel-Stoflc f.BIusen,Mtr 75Pf- Tüll-Sloffe für Blusen. Mtr.USPl Fllet-Glpüre-Tülle, 45cm br., Q L für Blasen....Mtr. Wasch-Iütt. itt) orn breite Q l?«- klein« Tupfen... Mtr. Tarletan, ßü cm breifc, Mtr. 12 PI Seld.Chantilly-Stoffe. 100 cm| AQ breit, achw. u. veiff, Mtr.■•t'0 Reinwollene Cheviots»ohw.u.farb.doppeitbreitHtr. 60 rt Reinwollene Satin-Tuche 4opp.ubr.it... utr. 85 pt Reinwollene Batiste ne«m br.!»...... utr. 65 n Einfarbige Stoffe, n«,»b.«t5i>d», dopp.ubr.it Mtr, 5 0 pt Reinwollene Frühjahrs-Stoffe 4opp.itbr.itutr. 65 pl Alpaka- Stoffe h.llanadank.1, dopp.ltbr.it j.tit Mbr, 60 Ft. Reinwollene Tennis-Stoffe dopp.itbr. i.tst Mtr. 75 pt Zurückgesetzte karierte Stoffe i*t>t utr. 20 pi Alpakas, Grenadlnes, 40pp.1tbr.it..... utr. 70 n Reinwollene Blusennsnelle Neue, sparte Streiten ÄßO Pt Zam SeibstanssaciieD. Grosse Sortimente Alpaka- Roben und einfarbige Reinwollene Roben fad« Bote in ballen, Mittel- and dnukidn Farben, elegant« glancreicli« Qualitäten enrimltend O Mtr. doppeltbrciteu HfosT Grosse Sortimente zurückges. Roben V5 iß M. ia b.lleu. Mittel- uad duoklua Farben .u.u..Ol— uuw uuuAtao. u i u.u lecke Keine Warpstotte Clbr�stoff Grosse Posten Blusen-Abschnitte. in aparten bellen und dankl.p Streiken, bei- ISuS g C toi ragend tchöna Muster. Jeder Coupon BlUSfl ß n enthält S Mtr. doppeltbreiten Stoff" V 2Z5 ■ M. Pt Kanjhans Singer& Co., Chausseestr. 6162. Zur gel. Orientierung sind fest alle hier ajgebotenen Waren in nnseren Sohanfenstern aar Ansicht ausgestellt.' vb s (Q CD er o CD CO 3 SS su o CO <9 3 CO CD n CO CD N SS c» o' s v» c CA CO CD CO CO Theater und Vergnügungen (Siehe Woche»- Spielplan.) Sonntag. den S. Kebruar. nachmittags Z Uhr: Freie Volksbühne. Neues Schau- spielhaus. 1. Abteilung a, b, c, d: Traumulus. Thalia- Theater. 13. Wteilung z, b, o, d: Jugend. Montag, den 7. Februar, ö Uhr: 15.(II.) Abendabteilung im Neuen Schauspielhaus: Der große Tote. Neue Freie Volksbühne. Nach- mittags 2ll, Uhr. im Deutschen Theater: Kabale und Liebe. Kammerlviclhaus: Frühlings Er- wachen. Nawm. 3 Uhr: Berliner Theater: Hohe Politik. Hebbel-Thcater: RedolutionShochzeit. Schiller« Theater O. i Der Herr Ministerialdirektor. Schiller- Theater Charlottenburg: Der Meineidbauer. Friedr.-Wilhelmslädt. Schauspielhaus: Othello. Neuen Theater: Mütter. Neuen Operetten» Theater i Der Zigeunerbaron. Mctropol- Theater: Die Kreuzel- schreibcr. Kleinen Theater: Moral. □ □□ ODO □□□ I-essi ng-Tbeater» 8 Uhr; Hedda Gabler. 8 Uhr: Das Konzert. Montag. 8 Uhr: DantriS». Starr. Dienstag, 8 Uhr: Das Konzert. öerUner Tkester. . s Uhr. Heute: Morgen: Macbeth. Heues Theater. Abends 8 Uhr: Der Philosoph von Sanssouci. Morgen und folgende Tage: Der Philosoph von Sanssouci. Yoiks-Oper. 8W,, Belle-Aviance-Straße Nr. 7/8. Nachm. 31/, Uhr bei bedeutend er» matzigten Preisen: Der Freischütz. Abends 8 Uhr: Cleopatra. Residenz-Theater Direktion: Richard Alexander. Abends 8 Uhr: Im Taubenschlag. Schwank in 3 Akten von Hennequin und Peber. Morgen und folgende Tage: selbe Vorstellung. sdeslöi' lies Westens. Nachm. 3'/, Uhr: Der fidele Bauer. Abends 8 Uhr: Die geschiedene Fra«._ Koucb Operetten-Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr zu ermäßigten Preisen: Dar Zigeunerbaron, Heute und folgende Tage 8 Uhr: Der Gras von Luxemburg. Luisen-Theater. Nachmittags 3 Uhr: Nibelungen. Ein deutsches Gedicht von Hebbel. Abends 8 Uhr: Am Altar. Bollsschaufpiel in 5 Alten v. G.Wexel. Montag: Heimat. Dienstag Premlere: Der Hoch- zeitstag. Mittwoch: Gib mich srei._ FriedriGh-Wiihelnlstädtiscties Schauspielhaus. Sonntag, den 6. Februar, 3 Uhr: Othello. Mends 8 Uhr: Im bunten Rock. Montag: Die Grotzstadtlust._ Lustspielhaus. Nachm. 3 Uhr: Im Klubsessel. Abends 8 Uhr: Der dnnkle Punkt. oSU-THUATI: 1 Große Franssurler Str.>32. Nachmittags 3 Uhr halbe Preise: Die Herren Söhnen Abends 3 Uhr: l>eborali. in 4 All. v. Mosenthal. Moniag: Dcborah�__ ftä | Weinberg alhalla 'elnbergsweg 1Ö-26, Sosenth.Tor. Heute Sonntag: L Verstell. Nachm. 3'/z Uhr(Jeder Besucher ein Kind sr ei) und abends 8 Uhr. In b eiden Vorstellungen die voLftöndige» Spezialitäten. Tbeaterkajje ununtcrbr. geöffnet! Tunnel: Regimentskapelle, BV Echiierseer Bockbiersest. Theaterbesuchern freier Einiritt l Craala. 'VYissöiisobg.Mobös Ldsntsr. Absuds 8 Hbr: Im rimenxlsllz des Ober- Engadin. Montag 8 Uhr: Im Firnenglanz des Ober- __ Engadin._ Berliner jlpariutn Unter den Linden 68a Eingang Sohadow-Straße No.14 Heute Sonntag Eintrittspreis mr so pf.-WU Reichhaltigste Ausstellung der Welt an lebenden Seetieren, Reptilien etc._ 17/7 Passage-Panoptikum Senegal in Berlin! BQ wilde Weiber Männer, Kinder. Drei Negerdörfer Ohne Extra-Entree! Passage-fbealer. Heute Sonntag zwei Vorstellungen. Nachm. 3—7 Uhr kleine Preise. Abends 8 Uhr. Guss; Holl Lamborg Schneider Duncker (prolongiert) ■nd das neue Februar-Programm. 14 VarietÄ- Attraktionen. Hetropol-Theater Nachmittag 3 Uhr: Der Kreuzelschreiber. Abends 8 Uhr: Hallo!!! Die große Revue! Raachen aberoll gestattet. S grosse Vorstellungen ü, Nachmittags 3'/, Uhr: Holde Preise. Operette u. die großen Spezialitäten. Aoends 3 Uhr: Die neuen Februar- Spezialitäten. 8>/, Uhr: Gastspiel Konrad Dreher als Leopold ssühringer. Oer Liiebeswalzer. Operette in 3 Alten. Musik von C. M. Ziehrer. Steuer Spielplan! Rente: 2 Vorstellungen 2 nachmittags Vi, Uhr(kleine Preise) und aoends 8 Uhr. Robert SteidL Der Vampyr-Tanz Miß Violet Hope and Mr. Lesiy sowie das drollige yqnchlngru-Frogramm! HH Konunandanlenstr. 57. T. A. 4, 5063. mit Anton und Oenat Herrnfeld, Hierzu Ein Rettungsmittel Ansang 3 Uhr. vorverkaus ll bis 2 Uhr. Heute nachm. 4 Uhr bei halben Preisen: �ieme-Deiiie Tochter. Schiller- Schiller-Theater 0.(Wallner-Theat.). Sonntag, nachm. 3 U h r: Der Herr Ministerialdirektor. Lustspiel in 5 Auszügen v.'Alexandre Bisson und Fabrice darre. M*- Ende 51/, Uhr. Sonntag, abends 8 Uhr: Der Pfarrer v. St. Georgen. Schauspiel in 5 Auszügen von Heinrich Wclcker. Ende 10'/. Uhr. Montag, abends 8Ubr: Der Pfarrerv. St. Georgen. Dienstag, abends 8 Uhr: Viel E&rmen am nichts. Theater. Schiller-Theater(Charlottenburg). Sonntag, nachm. 3Uhr: Der Relneldbaner. Volksstück in 3 Att-n von Ludwig Anzen gruber. Dar* Ende 5'/, Uhr.-fB8 Sonntag, abends 8 Uhr: Die Welt, in der man sieb langweilt, Lustspiel in 5 Auszügen von Edouard Pailleron. Ende lO'l, Uhr. Montag abendS 8 Uhr: RiS Uobbs. Dienstag, abenBS 8 Uhr: Der Relneldbaner. Mittwoch, den 9. Februar: Premiere: Eine Uehargangs-Ehe. W.Koaeks Theater önnrnntttt. 16, am Rosenthaler Tor. Nachmittags 3 Uhr: Das grobe Hemd. AbendS'/£ Uhr: Äraßenbchlfchm Krause. Nach der Vorst.: Danzkränzchen. Montag: Sirosscnbahufahrer«rgwse. Mm Hier- Mitglied des Arbeiter- Sonnabend, den 26, Febroar 1910, in der„Konen Welt", Hasenbeide No. 108— IM: Großes Karnevalsfest auf dem W atzmann, i Eröffnung 8 Uhr. Mitwirkende: Eröffnung 8 Uhr. dlndre»» Hofer• Trappe(Schuhplattler und Sänger), Gebrttder Knopfnatel(Kunstradsahr er). Verelnnrlege(Kunstreigensahrer), Franc Sobanskl, Pierre Herrd(Humwsslw), sowie verschiedene hmnorlsttsche Gruppe». Um 12 Uhr: Origineller Karneval»fe«tnng mit den beiden Humoristen in den Hauptrollen; anschließend PrUmHemng der drei originellsten Kostüme(auch Gruppen) mit IS, 9 und« R. Um 3 Uhr: Gratlaverlosnng einen Fahrraden (Wert 160 M). Dasselbe ist zurzeit im FahrradhauS»Frisch aus', Kottbuser Str. 9, ausgestellt, sowie ein gleiches Modell bei der« selben Firma, Brunnenstr. 35. In beiden Geschäften find auch Billetts a 00 Ps. sür Mit- glteder und deren Angehörige zu haben. 10/2 HP Siehe Inserat vom 20. d. M. im«Vorwärts'.-W> Trianon-Theater. Abend» 8 Uhr: K und uns Esel. BIQthner- □□□ Saal Sonntag, den 0. Februar,?>/, Uhr: Konzert des Blütlmer-Orcliesters. Solisten; Fldelmaqn, Sand, Berrens. Karten bei Beta& Bock, Wert- heim etc. Orchester• Büro LBtzow. «traB« 76, Tages- und Abendkasse. Blttthner-Saal. Freitag, 4.. a. Sonnabend, 19. März, abends 8 Uhr: ZvelRlaTiera))endeiD.RezitatiODeo nnd Vortrag: Bewegung" der Äislschiss 5376 zum Besten der Luftschiffe ihres um gerecht unterdrückten VaterS von den Schwestern Freye(Klavier) und Isolde(Rezitation und Vortrag) KsiisurivuH. Programme siehe o ich an den Säulen. Plalat, heute Karlen pro Abend zu 5, 4. 8. 2, t M. von 9—'/, 8 Uhr bei Bote u. Bock und Wertheim. Leipziger St: atze und Kantstr. 3.— Abonnements sür beide Abende zu 7,50, 6, 4 50, 3, 1,50 M. Palast-Thealer. Dircltton: Robert Dill ck Karl Pirnau. Burg st ratze 24, am vabnhos Börse. Das xrsudiose r-mfi Phänomenal! Bervenersehiitternii! Orlg-Itf-Clii-Tnippe. isländische Kampfspiele. Ansang 8 Uhr. Sonntag«'1,8 Uhr. VorzugSkarten überall zu haben. so der �snnowIUliriielts. Oeutscfilaüds giösste klill wraehmste Uchibälioe «so Sitzplatz» Fezehall« Ausatittun) Beginn: Wochentags 4 Uhr. Sonntags 2„ ATflsf nrs'tt Panoptlcum 4Ü5 R.£& Jl Ä 29 Friedrichs«. 166, Pschorrpal. ton� Großes Ifatliiee-Koozert �e°nW','e„Stümper4: Neu! AH Ben Mohatned« orientalischer Gaukler. Mr. Wldowskl, Schwert- und Bajonett-Künstler. Heitere Vorträge. Vollständig neues Programm. Brauerei Friedrichshain am Königstor. GrbBte Sehenswürdigkeit Berlin«. «fnntog,„Auf der Alm." Größter Bock-Jubel und Trubel Der berühmtere Festwirt Sehorsch Ehrengruber mit seiner Truppe(60 Mitwirkend«) au» MBnohen. Gratisverlosung von 200 Wertgegeuftäuden. Jeder Besucher erhält etn Los gratis. Ansang 4 Uhr._ Entree SO Ps. Arnold Scholz �SUS Wdt Hasenheide 108/114 Tüglicb im großen Saal: BodiWcrfcU in den bayerischen{Upen ü. a: Baron Ruchis BanernkapeUe. _ Andreas Hofer-Trnppo. SHT' Voranzeige I Voranzeige!-WM Dienstag, den 8. Februar 1910: PrlmiieruDü der grüßten Pfannkuchenbrelzel.; Preise 50, 30, 30 Rark. | Anfang; Sem Sonntags Wochentags 4 Uhr. Estrss; Senntags SO Pf. Weehestags SO Pf. Heute Sonntag, den 6. Februar, nachm. 3'/, und 7'/, Uhr: Ktt grosse Vorstellungen 2 ittags 3'/, Uhr hat jeder Erwachsene I Kind frei, weitere Kinder unter l0 Jahren zahlen halbe Preise außer Galerie. In beiden Vorstellungen ungekürzt Die drei Rivalen. Große Feeri« aus der Hugenottenzelt. Außerdem: Ter kleinste Reit« küuftler der Welt Bagonghl. Der KomUdlengankler Harry Lamoro. Letzte Neuheit! Fliegeudc Akrobaten der Freoiltin-Truppe. Austreten des KommisfionsratS GnMtav Stensbcck als Gast mit feinen neuen hervorragenden Schulpferden. Außerdem sämtliche ClownS und die übrigen Kunsthäste. MW SARRASANI AikrBotan.Garien Eingang Grunewaldsir täglich abends 8 Uhr: fiala- Vorsteilung.— Mittwoch, Sonnabend, Sonntag und Festtags: 2 Vorstellungen mit durchaus gleichreichhaltig. Programin nachm. 4 Uhr u. abends 8 Uhr. ZudenNaohm-Vorstell. zahlen Kinderunter 14 Jahr. u. Militär b. z. Feldwebel halbe Preise. Folies Caprice Der Cuftturncr. Neuer banter Teil. Herr Wasserkropf. Anfang 8'/, Uhr. Bvrverk. 11—2 Uhr. Im oberen Saale: Die glänzenden Spezialitäten. Beate 91/, Ehr ringen: Albert Sturm-Charlottenburg gegen Stolzenwald-Essen. Hein.Berli« gegen Erikien-Kopenh. EhwarPlieS> Ostpreußen gegen Stoepell-Danzig. Hanfen-Dänemark gegen Sauerer- München. Im untereii Saale: Altn Germanlschea Bockbier- Kellerfesl mit Doppel-Konzert. Beginn 6 Uhr. Am Rontag O1/, Ehr ringen: Schneider» Luckenwalde gegen Roepell-Danzig. Duomifto-Fin nid. geg ChwarplieS- Lauerer g-g°n Dein München. Berlin. Karl Haverland Anfang Theater, präz. 8 U. 77/79 Kommandantenstraße 77/79. Das Neueste vom Neusten btetet da« �ebruar-Programm. Vssino-1'kssKvn Lnthrwger Straße 37. Täglich 8 Uh:: Nur noch bis 25. Frbrunr: Der ObsraaMtier Sonnabend, den 26. Februar: Zum 1. Male: Berlin bei Nacht. sonnt. 4 Uhr: TrudchensSommerrcise. Königs tait-K aslno. Holzmarktstraße 72. Täglich: Franz hlohanshi. Neu: Kittjr Whest, Vortrags. soubrett«. The Walsen, Kombi« nations-Akl. 4 Fernandos, Sq Ulli vrislischer Akt. Mstr Fred, Sticht. Balance. Prolongiert: Viktor, Ritter, Gcschw. Turl usw. Sein Schwiegervater in sp». Nach der Vorstellung: Mittwoch, Soimab., Sonnt.: Tanzkränzehen. �ttch�Mw��onnia��S��b� Heute Senntag, den 6. Februar 1310 2 Grolle Gala-Vorstellungen 2 nachm. 3'/, Uhr u. abends 7'/, Uhr. Um 3'/] Uhr zahlen Kinder unter zahn Jahren auf allen Sitzplätzenhalbe Preise.(Galerie volle Preise.) Nachmittags 31/, Uhr: Farmerleben In beiden Vorstellungen: Mc. Danell Co., Ski, Rodel und Rollschnhe Skandinavischer Sport- Akt. Curtis Sisters�Ü Luftserpentin-Akt. Mr. Jacob, Vorführen und Reiten der best dressierten Schul-, Frei- heits- und Springpferde. Sämtliche Clowns mit den neuesten Witzen und Spaßen. Abends 7'/, Uhr: „Mar|a". Die russische Sensavions-Pentom. Außerdem; Therese Filii», Schulreiterin. t-' Alt-Hoabit 47/48. Soantag, den 6. Februar 1910: Auf allgemeinen Wunsch wiederholt: Shtttock Halmes Shcrlock Holmes: Hans Reih. keiehshAllell-sdeslek'. Llettiaek'SSllger De« Nachtwächter van Zerpenschleufe. v. F. Morset Ansang: Wockent. 8 Uhr. EanntagS 7 Uhr. BillettS stets 8 Tage vorher. Kerliver Krater-Theater Kastanienallee 7—9. ied. Sonntag u. Mittwoch Grofie Solree 8er Apollo-SUnger. Sonntag: Anf. 7 Uhr. Mittwoch:«'/, Uhr. Nach der Vorstellung: Tunzkrtlnrchon. Jede» Donnerstag Slite-vall. T oigt-Tlieate� Gesundbrunnen Badftr. 68. Sonntag, den 6. Februar 1910, nachm. 3 Uhr: König Heinrich und Katharilt« Howard oder: Gin Opfer der Ltebe. Schauspiel in 7 Bildern v. Gottschal. AbendS 7 Uhr: Der Hüttenbesitzer. Schauspiel in 5 Auszügen von Ohaet. Montag, den 7. F-bruar 1910: Die Regimentstachter. Vaudeville mit Gesang tu 4 Akte» von Blum. Kassenerössnung 7. Ansang 8 Uhr. Sanssouci,£ZUB*Z Direktton Wilhelm Reimer. Heute, Sonntag: Neues Programm. Elite-Soiree Ä« Zum erstenmal: An der Grenze. Burlesle in 1 Akt. Leg. Sonnt. 5. Wochen:. SU. Morgen Montag: Hottmanns Norddeutsche Sänger. Tanz. Dienstag: GroBer Fastnachtsball. Mittwoch: Dheaterabend. Oeborah. Tonbild-Tlieater Reform- Kino Sport Knant: Wistee- schaft Ernst, Humor, Tonbilder. Ersklasstge Schlager. Dauer Vorstellung Wochentags v. 4— 1 1 Uhr. Sonntags von 3— 11 Uhr. ? Ä" n s 03 CT. -T SS ff Volks-Theafer. Rlxdorf, Hermauustrasse 30. Sonntag, den 6. Februar, Ans. 7 Uhr: Im rosalochen Kerker. Schauspiel In 4 Akten d. Karl Hebnln. Montag, den 7. Februar, Ans. 8 Uhr: Die Beehtlooea. Vvlksst. in 4M. V.Otto Reinh. Popper. yür den Jahat» der Inserate übernimmt die«edaktiau de« Publik»« gegeussber teiierl« tSIUStWlMII II>«M Burgtheater-Kinematograph vonn. Groterjan. Jnhab.: Rud. Herz, Schönhauser Allee 129. Tel. 3, 9353. Die letiendB Photographie. Ä Boenehme a QSIa neugebaute■ Ba» l 9€fllVS für Hochzeiten und andere Festlichkeiten mit Empfangs, immer.— Bitte meine Räume zu befichkigen. Menü- Vorschläge in jeder Preislage z. Verfüg. Markgrafen-Säle 34, narkgrafon-Damm 34. ■ Sin der Stralauer Allee. Jeden Sonntag: Gi-oflei- Ball. Im Restaurant täglich musikalische Unterhaltung. Vorzügliche Küche, ff.«lere u. Weine, Billard U.Kegelbahn. Alhambra Wallner-Theaterstrage 15. Großer Ball ©rohes Orchester. Anfang Sonntags 6 Uhr. A. Zameltat. Oeffentlicher Vortrag: 282/15 von Reinhard Mumm Dienstag, den 8. Februar. abends 8'/* Uhr, im grossen Saale des„Gewerk- schaftshauses«, Engelufer TS. Freier Antritt für jedermann. Die kirchlich. soziale Konferenz. Sterbt' n. Kravben-Uater- stutzllagsbasse Kr. 55 zu Berlin. Dienstag, den IS. Februar ISlv. abends 8 Uhr: Ausserordentliche Vevei'»!-Vefssmmlllvg im Kasfenlolal Linienstrahe 8. Tagesordnung! 1. Rechenschaftsbericht der Revisoren. 2. Kassenichreib erwähl. 3. Vorsieher. wähl. 4. Revisorenwahl. 5. Besprechung über ß 34 d. Statuts. 6. Verschiedenes. 5503 Der Vorstand. Kreuzberger Harmonie. M. d. A.-S.-B.— Gau Berlin. Sonnabend, den IS. Februar, in Happoldts FeststUen, Gräfeatraße 37: Strandfest auf Rügen. Die verehrten Gäste werden gebeten, möglichst in entsprechendem Kostüm zu erscheinen. 60/4 Anfang O Uhr. Entree 50 Pf. Verwaltaug Berlin Branche der Einsetzer. Sonntag, den 13. Februar: sittftv.uer. Winter-Vergnügen, mvuw. bei Boeker, Weberstraße 17. Billett? a 30 Pf. sind bei de» Beztrksleiteru zu haben. 78/17 Um rege Beteiligung ersucht ______ Die Branchenkommission. 1200 Sitzplätze SeheniwOrdigkeit 12 Billarde Pd am Atexanderplatz Jr_a > Alexanderstraße SS V Ganze Nacht geöffnet. Doppelkonzert, Violin-VIrtnose Cuibulk» m. sein. Wien. KDnstlerkapelle u. Ital. Cap. Romandlnl. n jr ewgelragene Genossenschast mit tf schränlter Hastpflicht. Sonntag. 20. Februar, vorm.'/,10llhr, im veeehättelokale, Franlfurter Allee Nr. 143: General-Versainnilung. Tagesordnung: 1. Vorlegung der Bilanz. 2. Neuwahl des Vorstandes AussichtSrateS. 3. Gl elchästllcheS. und 103/S StrbettSnacbweiS! Verwaltungsstelle Berti». Hauptbureau! Hos l- Amt 3, 1239. CharittstraOe 3. Hos HL. Amt 8, 1987. Achtung! Achtung! Die nächste ordentliche General-Bersammlung der Verwaltungsstelle Berlin findet am SO. März d. I. statt. Anträge, die zur Verhandlung kommen sollen, müssen spätestens bis zum SO. Februar bei der Ortsverwaltung eingereicht sein. 111/7 Die Ortsverwaltnng. Zentralkrankenkasse der Maurer Gipser, WeiBbinder m-, Stukkateure Deutscht. „Grundstein enr Einigkeit". BV Verwaltangsatelle Berlin.'W Sonntag, den 13. Februar ISlv. vormittags 10 Uhr, i» Lokale deS Herrn Jannafchk, Jnseiftr. 10: Mitglieder«V ersammlung. TagcS-Ordnung: 1. Kaflenb-richt vom 4. Quartal 1909 und Jahresbericht. 2. Neuwahl beS 1. Kassierers, 2. Bevollmächtigten, 2. SchristMbrerS und 2 Revisoren. 3. Wahl cineS HilsölasstererS für Norden II. 4. Kassenangclegenheiten. 149/2_ Die örtliche Verwaltung Berlin. eins Antwort auf die Vorträgs des Herrn Lic. Mumm. Vortrag vom Stadtverordneten Ad. Hoffmann und Ewald Vogtherr am Donnerstag� den 10. Februar, abends 8 Uhr, SMI' in Freyer» Feattittlen, Koppenstraße 29."�Q 67/1 == Freie Diskussion., Eintrittspreis 10 Pfg. Der Kinbernter: A. Harn dt, Pappel-Allee 15. Vernand der Utaler, Sackierer, Unstreieher Melchiorstraße 28, Part. Mals Berlin. U5D. Fernsprecher Amt lV Nr. 4787. Montag, den 7. Februar, abends 8 Uhr: Mitglieder-Versammlung IM Gewerkschaftshanse, Engel-Ufer 13(grosser Saal). Tagesordnung: 2. Stichwahl zur ausserordentlichen Generalversammlung in Dresden. 2. BerbandSangelegenheltm. BOT Ohne Mitgliedsbuch kein Eintritt,-»ß[128/12*] Zahlreichen Besuch erwartet ie OrtSvrrwaltnng 8., vhauesseste. 110. llael Richloe. Beate Sonntag: lustige Säuger. Ansang S'/, Uhr. Eintritt 50 Pf Nachdem: Familien-«ränzchen. Im weiße» Säule von S Uhr ab: Großer Ball. , d Sopiiienstraße 17/18 OuerstraSe der Roienthaler StraSe— am Hackeschen Markt■ Inhaber: Panl Baate>> empfiehlt sewe von 00— 2IXX) Personen fassenden Säle z« Versammlungen Vortrags- u. Kunstabenden usw. Vorzügl. Akustik. Kulant. Entgegenkommen 8opltiell'8sle k. SeiLmuu& Sohn, flndKUSSik. 53 I Etage, Nwderwaaen 1�.60, 'psritaapcn"" mit«ummttien 20,— isrltaapcn. 3.76, Fahrsillbl,... 7.— itfltSca vir ftlnbt*».«rlvachfene 6,60 imovfhut)!» 3.—. Holflerbrtien. 4.76 Criuer* Raten. Ktsaaprela. Muaterbaoh orafit. < jn-�wv. lUN-ÄH »frtl v» VeriäOti»- f«m»>»»nif»« Bureau: Amt UI, 1474. Kerlw N. 24, Gr. Hamburger Ztr. l8/1S. Arbeitsnachweis: Amt III. 1813. Ortsverwaltung i für Kellner, Köche» Köchinnen, Küfettiers usw. Ortsverwaltung II Abtellung sür da» Hilfspersonal: Zapfer» Hausdiener, Kupferputzer usw. Ortsverwaltung III Abteilung für Hierabzieher. Die Mitglieder de« Verbände» find mit einer Mitgliedskarte zur Legitimation versehen, die] e d e S Quartal erneuert wird und die Farbe wechselt. 282/20 Die sür da» laufende Quartal gültige Karte ist von weißer Farbe mit rotem Slnfdrack und llegl dieselbe am nächsten Zahlabend zur Anficht aus.— WahlvereinSbücher gelten nicht als Ausweis für die Zugehörigtett zur gewerkschastlichen Organisatton. BtT" Gleichzeitig machen wir daraus aufmerksam, daß der»Verband deutscher SafiwirtSgehilfm' und der »Gastronomische Gehllsenverband* identisch find.»er Vorstand» 13 13 Wallstrasse Sardinen, Portieren tc. SroS u. Detail. Eigen» ffabril— erste Bezugsquelle! Neuheiten in allen Abteilungen. Apparate sür Selbstbedlemmg. Wallstrasse 13 so 13 Alhluug! Säle im Zentrum! Englischer Garten, Amt? 10 028. Soniitnge: 20. Febr., 27. Febr., 2. n. 8. Aprll, mit Bühne. Am 1. Mal alles frei. 539B Stukkateure! Montag, den 7. Februar, abends 8 im Gewerkschaftöhaufe, Saal 1: Mttgllv der- Versammlung TageS-Orbnung: 1. Vortrag de« ArbeiterlekretSrS Bitter:„Die lebte« zehn Jahre GewerkschafiSbewegnng tu Beriiltflchtigung der bevorstehenden Aitmvfe«. 2. DiSluision. S. Gewertschaslliches. DI« Versammlung wird pünklllch eröffnet und ist der tostvrft wtchttgen Tagesordnung halber da» Erscheinen aller notwendig. Die Beitröge werde« von heute ab irden Sonntag iu-alle» Zahlstellen entgegen genommen und ist in der jeblgen Sitt'.nNou eine pünktliche Vettragszahtuug im Juteresse alter Mitglieder aus/erst notwendig. Arbeitslosenmarke» werde« nur gegen Kontrolle tm Arbeits. «achweis ausgegeben. X73/2 Plo Ortsvcrwa', tnng. Rudorf, Selchoverstr. II, 3 Zimmer und Küche, pms o«. soou 1.2 99 99 99 810-324 Ä liäden, paasend kür jedes GeschSft, 33g, 510 M. « H « w « Herzlichen Glückwunsch der Genossin Berta Ewald und dem Genossen Ott» Ewald zur Silberhochzeit. Die Genossinnen u. Genossen des Bezirks 531a(6 Kreis) AAZSSEE.1 SozialdefflokFatisciiertfaiilyereiD fiir den 2Jgrl. ReiefistagswaMs. Bezirk 153. NmDonnerstao, den 3. Februar. verstarb unser Mtglied 5r!ellefiKe Krsst? Gräsestr. Z. Ehre ihrem Andenke»! Die Beerdigung findet heute Sonntag, den 6. Februar, nach« mittags 3-, z Uhr, auf dem Be- grabnisplatz der Freireligiösen(Sc- mcinde, Pap Pclallee 15—17, statt. Der Vorstand. SozialdeinokfatisciierWaiilyereiii lux den UerierRBislistaiswalreis Frankfurter Viertel. Bezirk 301. Den Mitgliedern zur Nachricht, dah unsere Genossin Seidel StrauZberger Str. 2 gestorben ist. Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet am Man- lag. de» 7. Februar, nachmittags 1 Uhr, von der Leichenhalle des städtischen Friedhofes in Friedrichs seldc aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 215/14 Der Vorstand. SozialdemokratiseiierWaiilyereiD für den 4. Berliner KeieliÄsgz-Vadikrelz. Landsberger Viertel. Bezirk 373. Teil III. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse, der Zimmerer I�idiard Schulz Dolzigerstr. 7 gestorben ist. Ehre seinem Andenke»: Die Beerdigung findet am DienStag. den 8. Februar, nach« mittags l>/2 Uhr, von der Leichen- halle des Zentral-Friedhoses in FricdrichSselde ans statt. Um rege Beteiligung ersucht 215/15 Der Vorstand. Isntral-Vgrbaiuj der Zimmerer Oentschiands. Zahlstelle Berlin und Umgegend. Bezirk 1. Den Bcrussgcnossen zur Nach- rlcht, dasi unser Mitglied Richard Schulz am 2, Februar plöhlich verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Dienstag, den 8. Februar, nach- mittags l'/a Uhr, von der Leichen- 'alle des Zentral-Friedhoses in sriedrichSselde auZ stait. Um rege Beteiligung ersucht 254/3 Der Vorstand ÄzIaldemeMeHalilifereln des 6. Bert. Relchslags- Wahlkreises. Todes- Anzeige. Am 3. Februar verstarb unser Mitglied, der Arbeiter Jost Pankstr. 72. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heule, Sonntag, den 6. Februar, nach- mittags LH, Uhr, von der Leichen- Halle des neuen Pauls-kkirchhoseS, Seestratzc. aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 224/18 Gor Vorstand. ZentralverE� geilen oiBififüienDeutseliL Bezirk Berlin. Den Mitgliedern zur KemilniS, dab unser Perbmidskollege fM\ Schneeweis nach langem schivcrem Leiden ver- starben ist. Die Beerdigung findet am Somitag, den 3. Februar, nach- mittags 4 Uhr, ans dem Thomas- Kirchhos In Aixüors, Heiniann- strasie, statt. 283/1 Um zahlreiche Beteiligung er- sucht Die Ortsverwaltung. Dnnksacnng. Fllr die vielen Bciveiie herzlicher Leunahme bei dem Begräbnis meines lieben Mannes sagen Wir allen Freunden und Bekannten, dem sozial- demokratischen Wahlveretn des vierten Kreises sowie Herr» Waldeek Manasse inid dem Gesangverein„Liedes- freundschast» unseren ausrichtigcu Dank. Wwe. Böttcher nebst Kindern. AIS Verlebte empfehle» sich: Agnes Schönfeld Jf'rltz Bartscli. Berlin, den 6. Februar 1910. fephanil tler Im Gast- nod Seliaskwirte öeutsciilaDfis. Zahlstelle Schöneberg. Den Mitgliedern zur Nachricht, das; gestern, Sonnabend, das Mitglied Eduard Worm am Herzschlag verstorben ist. Ehre seinem Andenke«: Die Beerdigung wird in der Dienstagsnummer bekannt ge- macht. 74/4 Der Vorstand. Mml der Buch- und Steliidruekerei-Bülsarlieiter o. irheiteriiiBeo Oeotseliläods. - Ortsverwaltung Berlin.= Nach langem schweren Leiden starb am 3. Februar unser Kollege, der Falzer Otto Reyne. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 8. Februar, nach- mittags 3 Uhr, aus dem Franzö- fischen Kirchhof, Wollankstraize statt. 27/4 Gie Ortsverwaltung. Nachruf. Am Sonntag, den 30. Januar, verstarb unser Mitglied 50/5 Eduard Eenser. Wir verlieren in ihin� einen lieben Freund und treuen Sanges- bruder und werden sein Andenken stets in Ehren halten. Der Moabiter Liederkranz. Verleüi.Knstltnt: friedrichst.tlZ/l.n.Orabg. 'Tor. Elcg. Frack. Sj�vocf l,50,©o'el,00, Weste �>Bs. SDV\aN»IWeStMflNNW So kauft miß i ...WESTMANN£ 1.Gesch.: Berlin W.,Mohrcnst. 37a, naheJerusaleroerst 1 f 1 Z.Gcjch,: Berlin NO,. Cr Frankfurlerst.l 15, nahe Andreassi.--- IVIrkllcIi hochmoderne, leine Konlektlun: ct. 74Tuohnäatel mit Pelzlutler+ ca. 6 Tertianer aokelts AI ct. 12 Eledrie- Mäntel+ ct. 8 Orenburrer Jaokelts l\J Muffen den vertebladentien Pelzarten StOlöH rfii WMMANMWlIIMell! W in Tuch, Eskimo, englisches und Fhastasiescoffen. Cirosse Aaswahl! Grosse AnswablS Kostäme.KleiderRöcKe, Blusen � mit alleränsserster Preisermässigung! fcj bi» M. 20. bis 36. bis 78, bis 120. bis 186. 7"" jetzt/* nur M. 8. nur 15 nur 32, nur 53. nur 78,&■— früh\ bis M. 263. bis 285 u s. w. bi» M. 145J. a a jetzt/ nur M. 96 nurl25u. s. w. bis M. 600. fy\ UebergangaKiiäittcl Kostararöeke Irth. bis M. 30, jetzt tcilw S. früh, bis M.15, jetzt tellw.4. Sotmlagw g« öffnet 8— lO, 12 2. ripf.Eing.v.FrUhjabrimcdclion! Einsesnungs-Koniektlenl AaSü'nnscb ßratts: 2�,w Stoff zu eisern Bock bei Einkauf von M 12 an! M£NN5SWeSCMBNN Kautabak Marke Marke Marke Marke Grimm& Trlepel Wr. 3 Grimm& Tnepel Nr. 5 Gfimm& Triepel Nr. 6 Grimm& Triejtel Wr. 7 dick grüne Verpackung mittel Karton gelbe Farbe mitteldünn Kart, rosa Farbe dünn Karton blaue Farbe Zum küssen schön ist ein Mund mit Wir bitten darauf zu achten, dass jedes Pfund mit Original- Verschluss geliefert wird und warnen vor Nachahmungen? Grimm& Triepel, Nordhausen. mnster an Jedermaon franko l [mit echten Platinstilteu. I 1 Unter Garantie für absoluten I I Sitz nndErauohbarkeitEelbst| 1 in den achivierigstea Fällen. 300 I demjenigen, der uns nach- I weist, daß unsere Zähne | nicht mit echten Platinstiften versehen sind.— schmerzloses Zöhnzielieo ::r.M r:t Seldsn-Resie. bietet Gelegenheit, die wundervollsten Seiden jeder Art wirklich reell und billig einzukaufen. Viele Hundert Reste Coupons und Abschnitte, darunter sohw. Seiden- Plüsche ohne Rücksicht auf die früheren Preise jetzt 1.25, l.t Seiden für Ball- u. Gesellschafts-Roben 1.50, 2.2o, 2.75 eto. 1.50 p. Mtr. Effektvolle ____ Aparte Blasen- und Jnpons-Seiden, Streifen, Karos, Schotten 1.25, 1.50, 1.75 etc. Reinseidene schwarze Damaste. Mervoilleux etc. 15.—, 20.—, 30.— p. Robe. Wundervolle doppeltbreite Seiden-Gewebe in allen Liohtfarben 3.50, 4.50 etc. Schwere Damast-Futter-Seiden für Jacketts und Abendmäntel 1.50, 1.75 etc. Aus der Konfektions-Abteilung: Halbfertige Roben 7.50, 10.50, 15.— eto. Viele Hundert schicke seidene Blusen 10.50, 12.50, 15.— etc. Seidene Jupons u. Röcke in allen Preislagen v. 10.50, 15.—. Seiden-Herzog Leipziger Straße 79 1 Treppe am Döohoffplatz. f-wv-j».-::-, '.v- MMchKWWW.ix von uns endlich erreicht und zur größten Berülimtheit der während über 200 Zahukünst- ler wegen Ankündigung von I schmerzlosem Zahnziehen, verurteilt wurden. Reparaturen von t M. an. Zalm-Praxis Carl Rudolph 1. Praxis: Elsasser Str. 14. „ Friedricbstr. 35. „ Oranienstr. 61. „ Pallsadcnstr. 106. „ Moabit, Huttonstr. 65. „ Charlottenb.jWilmers- dorler Str. 117. „ Lichtenberg, Frankfurter Allee 169. Spandau, Neuendorfer Str. 106. Bequeme Zaiilungsweise. Diese Woche tterkauf angesammelter Steff-Bcste. Anzng-Reiste, 3 Meter M. 7.50, 9.00 etc. Konttimrock-ILeste,„„ 3.50, 4.50„ Damentnch-Rcste für Rlasen, Jachen spottbillig. Sämtliche Reste sind mit öffentlichen Preisen ausgestellt Koch& Seeland« Gesellschaft m. b. EL Spezial-Hans moderner Herren- and Damenstolfe. Berlin C., 2» Sonntags gettlTnet. Berliner Bllh-Trlo. Felix Scbeuer 1 1 Stralsnnderstr.l „Hoffnung" Berliner Schneiderei• Genossenschaft E. G. m. b. H. Zwischen Rosenthaler Dwhmmano4„ 4 US Zwischen Rosenthaler Tor u. Invalldcnstr. önislHBllSir» l«0 Tor u. Invalidenstr. Gegr.i.Febrnar 1906 v. organisiert. Schneidergehilfen Berlins. Empfiehlt sich allen und Arbeitern, Parteigenossen Mitbürgern zur Anfertigung eleganter Herreii-ii.Kiial)8ngarilerobe Großes Lager fertiger Herren-, Knaben- u. Kinder-Anzüge. Große Aaswahl in Winler-Palelols, ülsler, ßadfahranzügen o. FaB(.-WesleD in allen Größen und Preislagen sowie Arbeiter« Berufs- Kleidung. Die Herstellung unserer Fabrikate erfolgt in, eigenen Betriebs WCfkstÜttCll unter den von, unserer Organisation festgelegten Bedingungen. Lieferanten 103/1* derKonsoni-Genosscuschatt Berlin n. Eiugcgcnd, des Charlottenburger Konsum-Vereins sowie des Arbcitcr-Badfahrerbandes. NB. Wir weisen besonders darauf hin, daß wir nur für eigenen Bedarf fabrizieren und unsere Waren in keinem anderen Geschäft zu haben sind. Nur einmal jährlich! Zum Inventurpreis! Eins Pariie Echter Plüsch- prima Qualität(kein Axminster!) wundervolle Muster-Auewahl Mk. Wert (20.00) (30.00) (44.00) (70.00) (105.00) Größe ca. 130/200°« 13 25 160/230 em 1935 200/100 cm 29 50 250/350 em 51 50 300/400 cm 83 50 Herrliche Prachtstücke in BrüMHel, Axmlnster, Perser, Velours, Ta- uestry. Englisch Bloch, Velvet und Smyrna. Sofa-Größe ä 5, 10, 15-40 M. Salon-Größe 15, 20, 30-15OM. «aal- Größe 5.45, 60, 75-500 M. 0/ Sonder- & Rabatt Echie Perser auf ä150, 225, 300 bi, 1500 M. Keliras,Djidjimsbi,tst Nach auswärts per Nachnahme. Teppieh-Spezial-Haus Berlin Süd. Seit 1882 nur Oranienstr. 138. Malte nirp'ls Filialen! InTenlnr- Eitraliste n. Katalog enorm billiger Extra- Angebote (600 Abbild.) gratis u. franko. Sgün6t. Kaufgelegenheit für Hotels, Penslonate etc. etc. Oskar Wolünirg, Trauers Magazin, Berlin st., Brunnenstr. SB. Gr. Auswahl in schwarzer Konfektion; auch einz. Rücke, Blusen, Hüte etc. Anfertigung nach MaB in 12 Stunden. Aenderungen sofort.* Akkumulatoren fdr elektrische Kleiabeleacbtung. I Kleine Zellen 1.40M. ■ J ahresproduktion /c». 100 000 Stück. ZUnderzelien, Taschenlampen, sämtl. elektr. Arlik. Illustr. Listen franko. 211/10* Alfred Luscher, DP2Äen' IffestmafiKTpauermagiizlBl Extra- Abteilung 1 1. Gesch.: Berlin W., Mohren- StraSe37a(2. Haus von dar| Jerusalemer StraBe). jll. Gesch.; Berlin NO., GroBe 1 Frankfurt. Str. 1 16(2. Haus| von der AndreasstraBe). 1 Sehrgr. Ausw. fert. Kleider,| Hüte, Handschuhe, Schleier| I etc. v. einfachsten bis zum! } hochelegant. Genre z. äußerst j niedrigen Freisen. Bon der-Ab teilung: Maßunfcrtlgung in 10 bis 13 Stunden. LerantwortliHer StebaJttui R!H»rd SSavtl}, Nerlin. Mr dkö Lnftratevteil veralljv'rf Tb-Mptkr, Kerlm. Knick u.Lcrsag: BorwättiZSuchdrulkerei Verlggsgnstgst Paul Singer L- Cv., Berlin SWj Nr. 31. 27. Jahrgang. 4. Keikze te Jormärte" Kerlim KllisdlR Sonntag, 6. Febrnar 1910. Partei- TZngelegendeiten. Zweiter Wahlkreis. Heute Sonntag, 6. Februar, abends K Uhr, findet für die Mitglieder der 6. Abteilung bei Havel, Berg- mannftrafie S/7, ein Faniilienabend statt. Vortrag der Genossin Luise Zietz. Nachher Tanz. Ferner findet heute Sonntag, den 6. Februar, abends 6 Uhr, für die Mitglieder der 7. und 8. Abteilung bei Rabe, Fichte- strasieLS. ein gemütlicher Abend statt. Vortrag des Swdtvelordneten Redakteur K a r l L e i d über„Fürsorgeerziehung". Nachher Tanz. Wilmersdorf. Die Parteigenossen werden darauf aufmerksam gemacht, dag die Stelle eines Spediteurs für Wilmersdorf zum 1. April neu zu besetzen ist. Bewerber wollen sich bis zum lo. Februar beim Genossen Hermann Grünberg, Wilmersdorf, Weimarsche Straße 13, melden. Der Vorstand. Obcr-SchZucweide. Wir teilen hierdurch mit, daß die Bibliothek umzugshalber geschlossen ist; über die Wiedereröffnung wird noch näheres bekannt gegeben. Der Vorstand. Pankow. Heute Sonntag, den 6. Februar, abends 6 Uhr, findet im Saal von Reckow, Damerowftr. 19, eine Versammlung statt, in welcher Genosse G. Heidmann über.Konsumfragen" spricht. Nach dem Vortrag gemütliches Beisammensein und Tanz. ßcrllticr JVacbncbtcm Zwischen Wiirter und Frühling. Der Winter will in diesem Jahre nicht recht einsetzen. Er ist von einer Flauheit, die sonst in unseren Breiten nicht zu seinen charakteristischen Eigenarten gehört. Kaum, daß das Thermometer in den Nachtstunden.ynter den Gefrier Punkt fällt. Und nun, da die Tage bereits merklich zu wachsen beginnen und der ständig aus Süd oder West streichende Wind den karg über die Felder gestreuten Schnee zermürbt, will es uns gar nicht mehr so recht winterlich dünken, wenn auch der Kalender erst den Anfang des Februar zeigt. Draußen in den freier gelegenen Vororten der Großstadt macht sich das noch um vieles deutlicher bemerkbar. Wohl weht hier frischer und mit herberem Hauche der Wind. Aber an tausend kleinen Anzeichen macht es sich bereits bemerkbar, daß Frost und Schnee in diesem Jahre keine gründliche Arbeit getan haben. In den Vorgärten haben Rhabarber und Krokus bereits den Boden»gelockert und vorsichtig ganz feine, hellgelbgrüne Spitzchen herausgesteckt. Die Schneeglöckchen warten nur noch auf ein paar sonnige Mittagsstunden, um ihre weißleuchtenden Köpfchen aus der hüllenden Blatter kapuze herauszuschieben. Aprikose und Kirsche stehen mit schweren, glänzenden Knospen. Auch in die Weiden ist schon Leben gekommen und die Hasel läßt ihre noch unentwickelten, bronzebraunen Kätzchen im Winde schaukeln. Aber das alles allein gibt noch nicht die eigenartige Stimmung, die diese— man kann sagen— linden Februar tage erfüllt. Sie kommt am kräftigsten zum Ausdruck in früher Morgenstunde�, wenn die noch nicht aufgegangene Sonne ihr erstes bräunliches Rot über den verwaschenen Himmel gießt und die Nacht grau und scheu verflattert. Dann schmettert aus kahlem Geäst eine Drossel ihren hellen Ruf in die morgendliche Stille. Ganz oben in der Spitze der Baumkrone sitzt der dunkle, aufgeplusterte Vogel: ein schwarzer Punkt, der sich scharf gegen den graurot getönten Himmel abhebt. Und singt, und singt, als ob es schon Früh- ling wäre. Singt und schmettert, bjs ihm ein Schwärm zirpender Meisen antwortet oder ein Zaunkönig sein piepsen des Stimmlein erhebt. Starr und. schwarz stehen in diesem Morgensang die kahlen Ruten der Büsche und Bäume. Nebel umdampfen Nähe und Ferne; bleiben liegen, auch wenn die Sonne höher und höher steigt. Es ist wie em mähliches Erwachen der Erde in diesen Tagen zwischen Winter und Frühling«,._ Der Straßenhandel mit Blumen in Berlin. Gegen den Strahenhandel mit Blumen in den Straßen und aus den Plätzen Berlins macht augenblicklich der Verband deutscher Blumengeschäfte im.Interesse der Erhaltung des Mittelstandes" mobil. In erner langen Eingabe sollen dem Berliner Magistrat und der Stadtverordnetenversammlung die Gründe plausibel ge- macht werden, aus denen heraus die genannte Interessengruppe eine möglichst vollständige Unterdrückung deS Handels mit Blumen auf den Straßen wünscht. Grundsätzlich gehen die Ladenbesitzer — soweit sie wenigstens durch ihren Verein vertreten werden— von der Annahme auS, daß der Strahenhandel mit lebenden Blumen kein Recht, sondern eine Wohltat für die Aermsten dar- stelle. Statt aber für diese„Duldung" dankbar zu sein, hätten sich die Stratzenhändler sogar zu einem Verein zusammengeschlossen. In diesem sei zur Sprache gekommen, daß ein Straßenhändler mit Blumen allein in einem Jahre an polizeilichen Strafmandaten mehr als 700 M. bezahlen mußte. Dem Verein der Blumen- geschäfte ist eS nun vorbehalten geblieben, in der großen Anzahl dieser Strafmandate etwas ganz anderes zu entdecken als das, was jeder Einsichtige bisher darin sah. Während in der oft rigorosen Höhe der Strafmandate für die Straßenhändler die Oesfentlichkeit bis jetzt mit Recht eine unnötige Härte und eine wesentliche Beeinträchtigung der bescheidenen Existenz der Straßen- Händler sah, folgert der Verband der Blumengeschäfte daraus eine— außerordentlich günstige soziale Lage der� Straßenhändler. Der Verein der Blumenhändler argumentiert nämlich so: müßte ein Ladengeschäft pro Jahr 700 M. Strafmandate berappen, so würde der Inhaber daran zugrunde gehen; da nun ein Straßen- Händler in der Lage war, in zwölf Monaten diese hohe Summe an Strafen zu zahlen, so beweist das, daß nicht etwa Arme, sondern Leute mit außerordentlich hohem Einkommen den Stand der Stratzenhändler bilden. Diese Beweisführung wird noch dadurch unterstützt, daß es in der Denkschrift heißt:„Die gute Wirtschaft- liche Lage der Straßenhändler werde auch dadurch dokumentiert, baß eS darunter Leute gäbe, die ihre Kinder auf das Gymnasium schicken!!"' Von den Behauptungen der Eingabe sei noch hervorgehoben, daß allein auf dem Potsdamer Platz 68 Händler mit Blumen ttchcn sollen, daß die Stratzenhändler vielfach— namentlich durch ihre Kinder— auch in den Häusern Blumen feilhalten lasten und daß ja auch mit Porzellan und Glas nicht auf der Straße gr- handelt würde. Daß der Straßenhandel mit Blumen hauptsächlich geringwertige Produkte sBuketts im Werte von 16 und 26 Pf.) feilhält, wird natürlich ebenso verschwiegen wie die Tatsache, daß die Jnterestenten für große, gute und teure Blumenbuketts trotz des Straßenhandels Laoeugeschäfte aufsuchen müssen. Der Verein der Blumengeschäfte sucht zurzeit Unterstützung für seine Petition bei den HauSbesitzervercinen und den Vereinigungen des Mittel- standes, die ihm natürlich an diesen Stätten gewährt wird. In ähnlicher Weise beabsichtigen auch die Obsthändler gegen den Straßenhandel mit Obst zum kommenden Sommer bor- zugehen. Die Ladeninhaber des Obsthandels berufen sich auf das Vorbild der Stadt selbst, die in der Nähe ihrer Markthallen den Straßenhandel überhaupt verboten habe. Tie Eingabe der Blumengeschäfte ist von engherzigsten Ge- sichtspunlten diktiert und besorgt in letzter Linie in völliger Ver- kennung der Sachlage die Interessen der Berliner Hausbesitzer, die sich nach Beseitigung der unliebsamen Konkurrenz des Straßenhandels in Gestalt von Erhebung höherer Mieten von den Blumen- geschäftsinhabern„bedanken" werden. Dir im Birchow-Krankenhausc entlassenen Schwestern sollen nach einer Mitteilung der.Morgenpost" im Krankenhause Am Friedrichs- Hain Anstellung gefunden haben. Hoffentlich ziehen sie und andere, die es angeht, aus dem Borfall im Virchow-Krankenhause für die Zukunft die entsprechende Lehre. Anscheinend hat die Krankenhaus« deputalion noch einmal Gnade für Recht ergehen lassen und— wenngleich sie mit der Verwaltung des Virchow-KrankenhauseS in der Verurteilung des Verhaltens der Schwestern. Kranken zugedachte Speisen zu verzehren, einig war— doch die sofortige Entlassung der Schwestern infolge eines nachgewiesenen Einzelfalles als etwas hart angesehen. Die Mißhandlung von Jnvalidenrcnten-Antragstellern scheint auch schon auf die untergeordneten Beamtcnorgane der Verfiche- rungSanstalten abzufärben. So wird uns aus unserem Leserkreise geklagt über den Kasernenhofton, der auf den Korridoren der Ver sicherungsanstalt Berlin seitens der Beamten dem Publikum gegen, über angeschlagen wird. Wenn die Antragsteller von den Bureau, dienern namentlich aufgerufen werden, um das Amtszimmer zu be treten, so will man schließlich nichts dagegen sagen, daß nur der Name gerufen wird. Bei der persönlichen Anrede aber sollten sich die Unterbeamten daran gewöhnen, den Rentenantcagstellern den Titel„Herr" und„Frau" nicht zu entziehen. Statt dessen heißt es 'wegwerfend:„Müller, Sie können gehenl" oder.Neumann, kommen Sie mal Herl" Das ist absolut ungehörig, um so ungehöriger gegen- über alten Leuten, die ein schweres Leben voll Erfahrungen hinter sich haben. In den Amtszimmern herrscht, wie man zugestehen muß, neuerdings ein ziemlich höflicher, wenn auch kurz angebundener Ton. Die Unterbeamten haben jedenfalls keinen Grund und kein Recht, weniger höflich zu sein als ihre Vorgesetzten. Wer hier vor, geladen wird, will nichts geschenkt haben, sondern fordert für sein jahrelang eingezahltes koscheres Geld nur sein gutes Recht, das er oft genug nicht erhalten kann. Keine verfrühte Briefkastenleerung mehr. Seit längerer Zeit wurden im Norden Berlins zahlreiche Briefkästen weit früher ge- leert, als das Zeitschild an der Vorderseite des Briefkastens anzeigt. Die Differenz betrug nachweislich bis zu einer Biertelstunde. Nach. dem in der Presse Beschwerde erhoben worden war, stellte sich heraus, daß die Postvcrwattung von diesem in falscher Diensteinteilung begründeten Mißstände überhaupt keine Ahnung hatte. Die Kasten leerer waren gezwungen, zu früh zu leeren, wenn sie zu der vor, geschriebenen Zeit zurück sein wollten, und so hätte die Geschichte ohne die Aufmerksamkeit des Publikums noch länger so weiter gehen können. Die Leerungszeiten sind nämlich für radfahrende Kasten- leerer vorgesehen. Sobald nun, was bei mangelndem Personal, Krankheiten, schlechtem Wetter und sonstigen Dienstzufälligkeiten häufig geschah, zur Kastenleerung Fuhboten ausgeschickt wurden, trat regelmäßig der Mißstand ein. Dadurch entstand in der Beförderung vieler Briefschaften eine Verzöge- rung bis zu zwei Stundenl Die auf Veranlassung des ReichLpostamtS angestellte eingehende Untersuchung konnte nur die Richtigkeit der Wahrnehmungen des beschwerdeführenden Publikums bestätigen. ES ist schleunigste Abstellung der Unzuträglichkeiten zu- gesagt worden. Doch dürfte bis zur Ausarbeitung eines anderweiten LeerungstableauS noch einige Zeit vergehen, da eS sich um ziem- lich einschneidende Dienständcrungen handelt. Verwunderlich bleibt nur, daß im Reiche Herrn KractkeS ein derartiger Mißstand über- Haupt solange bestehen konnte, ohne daß die leitenden Stellen von selbst darauf aufmerksam wurden. Das Reichsvostamt hat übrigens bei den Verhandlungen über diese Angelegenheit zu erkennen ge- geben, daß eS in Zukunft allen berechtigten Wünschen de? Publikums im weitesten Maße entgegenkommen wolle. Warten wir es ab. Vom guten Willen hat man noch nicht viel. Laßt uns Taten sehen. Exzellenz! In der Arnholzschen Mordsache wurde Freitag und gestern der Rirdorfer Stichkanal von zwei Fischermeistern mit Grundharken ab- gesucht. Man fand alles mögliche Gerümpel, aber nicht, was mit dem Verbrechen in Zusammenhang steht. Gestern morgen war in Rixdorf das Gerücht verbreitet, daß der Kopf der Ermordeten ge- funden worden sei. DaS trifft aber nicht zu. Ein Paket, das ein Krahnführer im Kanal fand und der Polizei Übergab, enthielt nicht einen Menschenkopf, wie verbreitet wurde, sondem ein Inlett, einen Kinderbettbezug und einen weißen Leinenbezug, Sachen, die mit dem Mädchenmorde nickitS zu tun baben. Da« Paket ist seiner Be- schaffenheit nach erst gestern inS Wasser geworfen worden. In bewußtlosem Zustande aufgefunden wurde am Freitag- abend an der Ecke der Lynar- und Sparrstraße der zehnjährige Sohu Willy einer in der Pasewalker Straße ivohnenden Witwe. Der Knabe wurde von Passanten nach der Unfallstation in der Lindower Straße gebracht, wo der anwesende Art eine schwere Alkoholvergiftung konstatierte. Der Junge wurde nach dem Kinderkrankenhaus in der Reinickendorfer Straße übergeführt, wo er in bedenklichem Zustande daniederliegt. Es ist fraglich, ob er mit dem Leben davonkommen wird. Da T. bisher noch nicht ver- nehmungsfähig war, konnte über die Ursache seiner eigenartigen Erkrankung nichts ermittelt werden. Trifft es zu, daß der Knabe, wie behauptet wird, von älteren Personen verschleppt, betrunken gemacht und dann seinem Schicksal überlassen worden ist, so wäre das eine gar nicht scharf genug zu verurteilende niederträchtige Handlungsweise. Ein schwerer Straßenbahnunfall ereignete sich am Sonnabend» vormittag in der Gneisenaustraße. Die Frau des in der Wassertor» straße 56 wohnenden Tischlers Hübner batte einen Straßenbahn- wagen der Linie 35 benutzt. Beim Verlassen des Wagens vor dem Hause Gneisenaustr. 66 kam Frau H. zu Fall und geriet unter den Vorderperron deS AnhängewagenS. Sie erlitt so schwere Quetschungen an der rechten Körperseite und am linken Oberschenkel, daß sie nach dem Krankenhause Am Urban übergeführt werden mußte. Die Zcntralkommisston der Krankenkassen Berlins und der Bor- orte veranstaltet auch in diesem Jahre wiederum hygienische Vor- tragskurse. welche, wie nachstehend aufgeführt, stattfinden. Der Zutritt zu diesen Vorträgen ist für jedermann unentgeltlich. Am Donnerstag, den 16..Februar, sprechen in den Aulen der nachbenannten Gemeindeschulen über das ZHema:„Gesundheits- pflege von Nase und Ohr". Herr Dr. Brun! in der 247. Gemeinde- schule. Rigaer Straße 81/82. Herr Dr. Halle in der 246./2S4. Gemeindeschule, Waldenserstr. 25/28. Herr Dr. Selbiger in der 117./178. Gemeindeschule, Eberswalder Straße 16. Herr Professor Dr. Grabower in der 115./237. Gemeindeschule, Skalitzer Straße 55/56. Am Freitag, den 11. Februar sprechen über das Thema:„Frauenkrankheiten und ihre Verhütung"(nur für Frauen), in der 61./16l. Gemeindeschule, Gneisenaustr. 7, Herr Dr. Bamberg: in der S1./16S. Gemeindeschule, Tilsiter Straße 4/5. Herr Dr. Abraham; in der 118./127. Gemeindeschule, Pantstr. 8, Herr Dr. Lehmann; in der 228./27S. Gemeindeschule, Pasteurstr. 5, Herr Dr. Bodenstein. In P a n k o w, in der 2. Gemeindeschule. Grunowstraße, spricht am Donnerstag, den 16. Februar, Herr Dr. v. Rutkowski, über: „Behandlung der Nervosität". In Rixdorf, in der S./10. Gemeindeschule, Kaiser» Friedrich-Straße 4 am Hermann-Platz, spricht am Frei- tag. den 11. Februar, Herr Dr. Maschle über das Thema:„Augen- Verletzungen". Sämtliche Vorträge beginnen pünktlich abends 8 Uhr. Arbeiter-Bildungsschnle. Dienstag, den 8. Februar, abends 8'/z Uhr, findet die ausgefallene Generalvcrsamm» l u n g im Schullokal, Grenadierstr. 37, mit der bereits be- kannt gegebenen Tagesordnung statt. Zahlreiche Beteiligung der Mitglieder tvird erwartet. In der letzten SonntagSversammlung in den„Prachtiälcn Nord- West", Wiclefstr. 24, ist ein Opernglas gefunden worden. Der Eigen» tümer kann dasselbe bei H. Königs, Hasenheide 56, abholen. AuS der KonsumvercinSbewcgung. Wohl keine Bewegung nimmt zurzeit in Berlin einen solchen Aufschwung, wie die GenossensifiaftS- bewegung. Monatlich nimmt jetzt die Konsumgenossenschaft Berlin und Umgegend weit über 1666 Mitglieder auf. Die Mitgitederzahl beträgt bereits über 27 666. Im Januar betrug der Umsatz 356 714 24 M., im gleichen Monat des Vorjahres 238 362,81 M., das sind 112351,43 M. mehr. In den ersten 7 Monaten dieses Ge- schäftSjahres hatte die Genossenschaft 2 697 864,18 M., im Vorjahre 1 388 372,33 M.. das macht 769 491,82 M. mehr. Die Spargelder sind auf über 366 666 M. angewachsen. Die Hausanteile auf 255 666 Mark. Die Hypotheken von 766 666 M sind gesickert. Zu dem schnellen Aufschwung mag neben der fleißigen Agitation und dem immer größer werdenden Vertrauen der Mitglieder und der ge- samten Bevölkerung die Krise in den Rabattsparvereinen bei- getragen haben; denn neben dem Verein der östlichen Vororte, der die Dividendenzahlungen einstellte, werden auch von anderen Ver- einen die b e r ü h m t e n 5 Proz. nicht mehr voll bezahlt, von einigen sogar unter 4 Proz. In Sachen deS Arbeiter- SüttgerbundrS kontra Berliner Volkschor sind uns vom Vorstand deS Arbeiter-SängerbundeS, vom Genossen Zwanzig, vom Genossen Mond als ehemaligen Vor- sitzenden des Volkschors einerseits und vom Genossen Paul Göhre andererseits weitere Zuschriften mit der Bitte um Veröffentlichung zugegangen. Da wir allen Beteiligten in der Sache das Won verstattet haben, halten wir ein Fortspinnen der Diskussion im „Vorwärts" nicht für opportun und nehmen deshalb und um rm Interesse einer friedlichen Einigung die Kluft nicht zu erweitern, von einer Veröffentlichung Abstand. Aus Barietöprogrammcn. Im Wintergarten ist Robert S t e i d l wieder eingekehrt. Seine neuen Schlager werde» stark applaudiert und Beifallsstürme erheben sich nach seinen Conpletvorträgen, in denen er ein Erlebnis in Indien besingt und eine aus der Radrennbahn im Grunewald aus dem Stehplatz sich abspielende Szene kopiert. Ausgezeichnetes leistet eine Japancrtrnppe, die H a m b a S, auf dein Gebiete der Handstandkunst; die wagehalsigsten Kunststücke führt ein kleines Mädchen der Truppe an der Spitze einer BainbuSstange aus. Juter» essant ist SchichtlS Marioneltemhearcr. Puppen stellen sich als Seiltänzer vor. rauchen Zigarelien, verwandeln sich vor de» Augen deS Publikums und treiben allerlei Allotria. In Hurrapatriotismus wird durch Darstellung eines«Historischen BilderzykluS" gemacht. Vorgeführt wird unter anderem das Flölenkonzert in Sanssouci von Menzel und die Äaiserprollamatiou von A. v. Werner. Dar- gestellt waren die Szenen ganz nett, nur der dazu gesprochene, von Patriotismus triefende Prolog war lviderlich. Neue Tricks führt die wiedergekehrte Kausinanntruppe auf ihren Kunsträdern aus. DaS Walhalla-Varietö-Theater hat auch für den kommenden Monat ein wirklich gutes Programm zusammengestellt. Da sind zunächst die vier M a i s a n o S, die mit ihren eigenartigen Instrumenten sich als musikalische Clowns vorstelle» und Talent verraten. Auf dem Gebiete des Tanzes leisten die Sisters Blitz Anerkennenswertes, lieber eine gut geschulte Stimme verfügt die Pocahuntas als indische Koloraluriängeri» und als Serpentin- Tänzerinnen der Luft produzieren sich die Aeroplan-LadieS, die über ein haltbares Gebiß verfügen müssen. Ein geschickler Billard» künstler ist Herr ASra, der die Bälle zielsicher selbst in eine auf dem Rückei, angebrachte Fangvorrichtung dirigiert. Im Passage-Theater sind die über gute Stimmen ver- fügenden New Zocker Straßensänger mit ins neue Programm über« nommen worden, was auch auf den Mister Chansonnier Schneider- Duncker und die Parodistin Gussy Hall zntrisfr. Neu ist da« Auf- lreien von Lamborg mit seinen humoristischen Klavier-Jmprovi- iationen und grotesken Opern-Komposilionen. Gewandte graziös« Tänzerinnen sind Elsa Török und die Geschwister Allison. DaS Theater FolieS Eaprire wartete am Freitag mit einem neuen Programm auf, das in der von dieser Bühne gepflegten Art eine reiche Anzahl prächtiger Schlager enthielt. Sowohl der „Bunte Teil", wie die beiden an den Anfang und Schluß des Abends gesetzten Schwanke„Herr W a s s e r k r op f"(von Glinger und Taussig) und„Der L u f t t u r n e r"(von Satyr) gefielen ungemein. Die derben, mit grotesker Mimik vorgetragenen Späße entfesselten wahre Lachsalven und täuschten geschickt über die Fadheit der sogenannten Handlung hinweg. Besonders ver- dient um den starken Erfolg des Abends machten sich Mizzi Halmi, Ferdinand Grünecker, Siegfried Berisch und Joseph F l e i s ch m a n n; ihr gut pointiertes Spiel gab den Ton an, an den auch die anderen Mitwirkenden sich an- zupassen oerstanden. Schließlich sei noch des OrchesterleiterS Robert Krüger gedacht, dessen komisches Dirigentum d«e Theaterbesucher während der Pausen in heiterer Laune hielt. Der Berliner Männcrchor veranstaltet heute am 6. Februar in FreyerS Festsälen, Koppenstr. 29. sein FrühjahrSkonzert unter Mit- Wirkung namhafter Solisten. Die Veranstalter haben Sorge ge- tragen, daß die Besucher aus ihre Kosten kommen. Arbeiter-Samaritcr-Kolonne. Montagabend 9 Uhr 2. Abteilung bei Daie, Brunnenstr. 154. Vortrag des Augenarztes Herr» Dr. E. Cohn über Augenverletzungen mit nachfolgenden praktische» Uebuiigcn. Zu diesem Vortrag haben auch die Mitglieder der anderen Abteilungen Zutritt._ Vorort- JVa cb richten* Rixdorf. Stadtverordneten-Versammlung. Die weitere Debatte über den Haushaltsvoranschlag gestaltete sich äußerst lebhaft, zum Teil sogar leidenschaftlich. Stadtv. Rosenow warf dem Justizrat Abraham Meinung?- Wechsel bezüglich der Ausgleichsfonds vor, er Redner wolle diese nicht angetastet wisscn. Angesichts der statistischen Ziffern mühte mehr in der Armen- und Wohlfahrtspflege geschehen; hier würden zuviel Äarrektivmittel gepflegt, während eS an Vorbeugemaßnahmen mangelt. An Kinderhorten, Ferienkolonien, Kindervolksküchen könne Wertvolles geschaffen werden. Die Verstadtlichung habe ihre Schattenseiten; sie unterbinde die individuelle Betätigung der mit- arbeitenden Herren und Damen, denen man Dank wissen müßte. Redner flehte schließlich den Grundbesitz an, die neuen Stenern mittragen zu helft:», obwohl dieser nach seiner Meinung schon stark belastet sei. Oberbürgermeister Kaiser bolemisterte gegen Dr. Silbe» stein, dessen Mißtrauensvotum er htnwegzuwitzeln suchte. Die Rei» NlgungSfraucn J<8 RatHause» fden nicht Aernnstrengt; eS soll aber doch wieder die Sache in«mene Regie übernommen werden. Die prinzipiellen Gründe der Sozialdeowkraten gegen die Schankkon- zessionssteuer können— so behauptet er unter dem Widerspruch der Sozialdemokraten— auch gegen die Wertzuwachssteuer angeführt werden. In der Armenpflege seien die geringen Aufwendungen nicht aus Knausvrei, sondern auf unsere'im ganzen junge und ar-> bettskräftiHe Bevölkerung zurückzuführen. Die Krankenhausaffäre hat Dr. Silberstein einseitig dargestellt; denn der Kampf drehte sich nach Meinung des Redners nicht um ein Junkerfräulein, son- dern um ein System, um die Frage, ob die Schwesternschaft den Aerzten zu unterstellen oder nebenzuordnen ist. Die Kündigung aller Schwestern wäre im Interesse eines Ausgleichs nötig, da es nicht möglich sei, eine Klique zu halten, während die andere geht. Im übrigen werde das Krankenhaus die Deputation demnächst wieder beschäftigen, da eine Schwester kürzlich aus ungeklärten Mo- tiven Selbstmord versucht habe. Hierauf erhielt der Stadtv. W a n z l i ck das Wort, welcher polternd in Verdrehungen und Beschimpfungen der Sozialdemo- kraten und insbesondere Dr. Silbersteins sich erging, was zu ener- gischem Protest der letzteren und stürmischen Szenen führte, aus denen dem Redner die Zurufe„Frechheit!" und„unverschämter Bauer!" entgegenhallten. Nur mit Mühe vermochte der Vorsteher die Ruhe wiederherzustellen und einige Ordnungsrufe anzubringen. Stadtrat Dr. Glücksmann wandte sich gegen den Stadt». Abraham und plädierte warm für die Wertzuwachssteuer, was letzterem erneut gegen diese auf den Plan rief, indem er sich auf den neuesten Jahresbericht des Vereins der Hypothekenmakler berief und den er„objektiv" nannte. Gegen den Stadtv. Rosenow und den Oberbürgermeister wandte sich Stadtv. W u tz k y(Soz.). Dem ersteren scheint es— so meint er— nicht allzu ernst mit der Wertzuwachssteuer zu sein, wenigstens ?ibt die gehaltene Rede keinen rechten Anhalt dafür. In der Rat- ausreinigungsfrage stehe fest, daß den Frauen für 26 M. Monats- lohn zugemutet werde, 16— 12 Zimmer, die dazu gehörigen Zu- gänge und Treppen täglich zu reinigen. 12—14 Oefen zu heizen und dazu das Brennmaterial aus dem Keller herbeizuschleppen. Das solle keine Uebcrbürdung sein? Das sei Ausbeutung! In der Krankenhausaffäre scheine der Oberbürgermeister ebenso schlecht wie die Krankenhausdeputation informiert worden zu sein. Es sei nicht wahr, daß unter den Schwestern sich Parteien gebildet hatten, sondern den meisten d«rsell>en sowohl als auch der sogenannten „Rädelsführerin" derjenigen, die sich nicht unter das Joch der Oberin beugen wollten, sei zu Unrecht gekündigt worden. Die letztere habe von den Schwestern auf weissen Bogen Unterschriften heraus- gepresst, um ohne deren Wissen damit gegen die Aerzte beim De- zernenten zu konspirieren. Wenn der letztere nur einigermahen seiner Aufgabe gewachsen gewesen wäre, hätte der Skandal nicht eintreten können. Es könne und dürfe nicht anders sein, als dass in einem Krankenhause die verantwortlichen Aerzte unbedingt die Leitung in der Hand haben; das müsse im Interesse der Aerzte gefordert werden. Der Dezernent für das Krankenhaus, Bürgermeister Dr. We iure ick» versuchte der sozialdemokratischen Kritik gegen seine Person entgegenzutreten. Den angegriffenen„Jugendfreund" habe er angeregt.(Stadtv. Wutzky: Dos haben wir uns gedacht!) Gegen den Vorwurf der Parteilichkeit in der Schwesternsache müsse er sich verwahren; er habe nur die Schwachen gestützt. Die Zustände im Krankenhause lägen tiefer, sonst könnten nicht, wie geschehen,� im Laufe des Jahres drei Selbstmordversuche dort vorkommen.(Hört! hört! links.) Im weiteren Verlauf der erregten Auseinandersetzungen stellte Stadtv. I d e n(Soz.) fest, dass trotz der Abstreitungsversuche des Stadtv. Wanzlick die Angaben des Stadtv. Dr. Silberstein über die Ablehnung des sozialdemokratischen Antrages auf Erhöhung der Löhne für die Rieselfeldarbeiter richtig sind.— Stadtv. Rosenow warf dem Stadtv. W u tz k y vor, dass er das Nörgeln an der Wohl- fahrtspflege sportmässig betreibt und behauptet, wahre Kultur sei GeiinnungS- und daher(!) auch religiöse Kultur. Der Angegriffene wehrte ab, indem er die krausen Gedankengänge des Vertreters der sogenannten„Süssen" treffend charakterisierte.— Nachdem noch der Kreisarzt Stadw. Dr. Dietrich das unzweideutige Eintreten dör Sozialdemokraten für die ärztliche Leitung im Krankenhause anerkannt und«ine bündige Erklärung vom Magistrat gefordert hatte, bestätigte der Oberbürgermeister, dass der Magistrat ebenfalls grundsätzlich diesen Standpunkt einnimmt. Damit schloß die Be- ratung und der Etat ging an den Ausschutz. Weitere Verkrhrsvcrbcssrrungen in der Berg-, Berliner«nd Hcrniannstrnssc sollen nach einem Beschlüsse der Verkehrsdeputotion bei der Grossen Berliner Slrassenbahn beantragt werden.— Die vorgeschlagene anderweite Linienführung der Omnibusstrecke Erl- strasse— Treptow wurde nicht für zweckmässig erachtet und die Bei- behaltnng der bisherigen Linienführung beschlossen. Bei Entlassungen von Arbeitern sollen, wie in der Magistrats- sitzuug zum Ausdruck kam, die Verwalunigsabteilungen versuchen, diese nach Möglichkeit in anderen städtischen Betrieben unterzu- bringen.— Die Beschlüsse der städtischen Körperschaften über die Lobnnachzahlungen wurden dabin ausgelegt, dass sich die Nach- zahlungen auch auf Krankheitstage erstrecken sowie auf diejenigen Sonntage, an denen gearbeitet wurde.— Die Milchlieserung für das Krankenhaus in Buckow soll dem Rieselgut Boddinsfelde über- tragen werden.— Die neue Anleihe soll in Darlehnsform. nicht durch Ausgabe von Jnhaberschuldverschreibungen aufgenommen werden.— Zur Veraustaltung von K» n st a b e n d e n soll zunächst versuchsweise mit der Gesellschaft zur Förderung der Kunst in Verbindung getreten werden. Die Ueberlassung einer Aula für die Vortragsabende wurde genehmigt.— Zur Errichtung eines bakteriologischen Untersiichungsamtes im jkraukenbnuse soll die er- forderliche Genehmigung eingeholt werden. Die Bereitstellung von Mitteln bleibt späterer Beschlussfassung vorbehalten. Cbarlortenvnrg. Das neue städtische Obdach, Sophie-Cbarlottenstrasse IIS, ist mit Beginn diese« Monats seiner Bestimmung übergeben worden. Es enthält drei Abteilungen. Ei» Nochtobdach. getrennt für Männer und Frauen, tst für alleinstehende Personen bestiimnt, welche in Charlottenburg gewohnt haben und dort �obdachlos geworden sind. In gemeinsamen Räumen, gelrennt für Männer, Frauen und Kinder, finden obdachlos werdende Fainilie» mit Verpflegung Aufnahme. Die Höchstdauer de« Aufenthalts ist hier auf vi« Wochen festgesetzt. Endlich sind Einzelwohnungen vorhanden� für solche Familien. welche trotz ernster Bemühungen binnen vier Wochen eine eigene Wohnung nicht gefunden haben, und für in Charlottenburg orts- ongehörige wohnungslose Frauen mit zahlreichen Kindern. Zur Be- onfsichtigung der Kinder aller aufgenommenen Familien ist eine Kindergärtnerin angestellt worden. „Fixe Schulpolizei". Zu unserem in Nr. 23 vom S. Februar veröfseullichtcn Artikel über dieses Thema schickt uns der darin ge> nannte Rektor Stübert von der 23. K n a b e n- G e m e i n d e- schule(Hallerstrasse) eine Mitteilung, die er für eine.Berichtigung' hält. Sie lautet: „Der betreffende Knabe hat drei Tage ohne Entschuldigung gefehlt, denn der Entschuldigungsbrief des Stiefvaters ging erst am Nachmittag des dritten Tages n a ch Schulschluss durch die Post ein, nachdem die polizeiliche Zuführung bereits vorschrifts- gemäss beantragt worden war. Wäre der im Artikel des„Vor- wärls' angegebene Versäumnisgrund der Schule bekannt gewesen. so wäre eine Beurlaubung ohne weiteres eingetreten." Dass der Entichuldigungsbries erst am dritten Tage ein- gegangen sein könne, haben wir selber in jenem Artikel gesagt. Nur war der Stiefvater Herr H. der Meinung, dass der am zweiten Tage abends von ihm selber zur Post gegebene Brief am dntte» Tage schon morgens eingegangen sein müsse. Er nahm das auch deshalb an, weil ein vom zweiten Tage datiertes Schreiben des Rektors Stübert, das am dritten Tage mitttagS in H.S Wohnung durch eilten Schul- knaben abgeliefert wurde, ihn ausdrücklich belehrte:.Krankheit der Mutter ist kein Grund." Von Krankheit der Mutter, die ja tatsächlich der Anlatz gewesen war, den Jungen dem Schul- Unterricht fernzuhalten, hatte Herr H., wie er zu wissen glaubte und es uns versicherte, in seinein Entschuldigungsbrief gesprochen, in demselben Brief, der nach Hern Slüberts Versicherung erst am dritten Tage nachmittags zu dessen Kenntnis gelaugt ist. Herr H. hat uns die Zuschrift des Herrn Rektors, die schon am dritten Tage mittags ihm überbracht worden sei. vorgelegt. Es ist ein amtliches Formular mit vorgedrucktem Text, dem der mit Tinte geschriebene Satz„Krankheit der Mutter ist kein Grund" in geläufiger Handschrift beigefügt ist. Die Unterschrift „Stübert, Rektor" gleicht völlig derjenigen, die der uns zugegangene „Berichtigungs"-Brief des Herrn Rektors trägt. An eine Fälschung vermögen wir nicht zu glauben, eher möchten wir annehmen, daß da ein I r r t u m vorliegt, nur wissen wir nicht, ob der Herr Rektor oder Herr H. sich geirrt hat. Vielleicht tut uns der Herr Rektor den Gefallen, uns auch noch den Wortlaut des H. scheu Entschuldigungs- briefes. Nie er ihm zugegangen ist, mitzuteilen; wir werden uns dann noch einmal äussern. Bis dahin aber bleibt unklar, wie be- rcits am zweiten Tage oder spätestens am Vormittag des dritten Tages der Rektor von Krankheit der Mutter sprechen konnte. Un- klar ist ferner auch das noch, warum bereits am dritten Tage die polizeiliche Zuführung beantragt wurde, wenn erst am dritten Tage mittags in H.s Wohnung das Schreiben abgegeben worden sein soll, dessen Schlusssatz lautete:„Sie werden ersucht, ihn sofort der Schule zuzuführen oder eine ausreichende Entschuldigung vor- zulegen: andernfalls wird morgen zwangsweise Zuführung bean- tragt." Was sollen„andernfalls" und„morgen" bedeuten, wenn am Nachmittag des dritten Tages— so steht's in Herrn Stü- bcrts Brief an uns— die polizeiliche Zuführung be- reits beantragt war? Und noch e i n Punkt bedarf der Auf- klärung. Herrn Stüberts Brief an uns sagt:„Wäre der im Artikel des„Vorwärts" angegebene Versäumnisgrund der Schule bekannt gewesen, so wäre eine Beurlaubung ohne weiteres eingetreten." Unvereinbar mit dieser Versicherung ist die Tatsache, daß in Herrn Rektor Stüberts Brief an H. der Satz steht:„Krankheit der Mutter ist kein Grund". Wir wissen wirklich nicht, was wir von all diesen Widersprüchen denken sollen. Ichöneberg. Die Erweiterung deS Schöneberger Krankenhauses, die bis zum Oktober dieses Jahres mit einer Anzahl von mehr als 666 Beilen ihren vorläufigen Absckluh finden ioll, ist mit der Eröffnung zweier neuer Pavillons für Jnfekttonskrankbeiten in ein neues Stadium ge- treten. Während bisyer nur Scharlacki und Diphtherie in Isolier- gebäuden behandelt wurden, sind jetzt sämtliche JnfekiionSkrankheiten in den Bereick» der Pflege gezogen worden. Die beiden soeben in Benutzung genommenen Pavillons sindmitallen modernen medizinischen Hilfsmitteln ausgestattet. Nur Küche und UntersuchungSrönme sind in den einzelnen Gebäuden gemeinschaftlich, während im übrigen durch Eini'chiebling einer Wand je zwei gesonderte Abteilungen ge- schaffen sind. Es ist eine genügende Anzahl von Einzelräumen vor- banden. Von weiteren Neubauten gehen' das Medico-Mechanische Institut, ein Röntgen-Kabinett und eine umfangreiche Anlage für Bäder und Warmwasserbchandung der Vollendung entgegen. Die Untersuchungen über die Explafion in der hiesigen achten Gemrindcschulc haben noch nicht abgeschlossen werden können, da der verletzte Lehrer Schmidt der Schonung bedarf und die Aussagen der bei dem Vorgang anwesend gewesenen Kinder sich naturgemäß widersprechen und mit Vorsicht aufgenommen werden müssen. Lichtenberg. In dem gestrigen Stadtverordnetenbericht mutz eS unter Zeile 10 anstatt»die Herren Rott und Franke".Rott und Frensche" heißen. DaS Resultat der im 14. Bezirk pattgefundenen Stadtverordneten« ersatzwahl macht eine Stichwahl erforderlich, die am Montag. den 21. Februar, von 11 Uhr vormittags bis 8 Uhr abends stattfindet. Es wurden im Bezirk abgegeben 1968 1910 So,.... 187 195 Borschussbank-..o ißt;/ Plonz- Schachtel Gruppe.. 1 Militäranwärterverein Zentrum..— 19 Die Zusammensetzung der Wählerschaft deS Bezirks macht diesen zu einem ausgesprochenen Beamtenbezirk. Daraus resultiert auch die verhältnismässig starke Steigerung der bürgerlichen Stimmen. Das Zentrum, oder wie diese Gruppe sich in Lichtenberg nennt, „Nationaler Arbeiterverein", dessen Führer Thon bei der letzten Ersatzwahl in den für die Sozialdemokratie sichersten Bezirken der 3. Klasse als Kandidat fungierte, war von der Borschussbank und den Beamtenverlretern. als Kandidat für den hauptsächlich von den Beamten und Lehrern bewohnten Bezirk nicht für würdig genug be- funden worden. Darüber erbost proklamierten die Herren im letzten Augenblick eine Sonderkandidatur Thon und waren trotz energischen Zuredens auch am Tage der Wahl nicht zu bewegen, diese zurück- zuziehen. Und das aus doppeltem Grunde: weil sie vor ihren Anhängern als die Unentwegten erscheinen wollten. Die 28 im Bezirk wohnenden Volksschullehrer glaubten, das ihnen feindlich gesinnte Verhalten der bürgerlichen Mehrheit nicht besser quittieren zu können, als dass sie fast vollzählig zur Wahl erschienen, um gegen die Sozialdemokratie zu stimmen. Sie ließen sich auch nicht in letzter Stunde durch die Verhandlung der letzten Stadt- verordneieiiversainmlung belehren, aus der die Lehrerfeindlichkeit der bürgerlichen Mehrheit deutlich erhellte. Leider war eine grosse Zahl von Arbeitern der Eckertschen Fabrik nicht zur Wahl zu bringen, weil sie Massregelung fürchteten. Ver- schiedene Meister dieser Zuchtstätte deS gelben Arbeitervereins hielten denn auch über Mittag im Vorraum des Wahllokals Wacht, um ihre Mussinitglieder zu beobachten, die mittags ihre Stimme abgeben wollten. Hoffentlich gelingt es bis zum Tage der Stichwahl, alles daran zu setzen, um den Sieg an untere Fahne zu heften. Darum mit frischen Kräften an die Arbeit! Grunewald. Nicht weniger wie 115 Millionäre weist der 5566 Einwohner zäblende Villcnort auf. Wie aus der Wählerliste hervorgeht, zahlten von 981 eingeschriebenen Wählern die erste Klasse die nette Summe von 522 314.45 M., die zweite 512 593,16 M. und die dritte„bloß" 568 447,74 M. Zieht man diese drei Posten zuiaininen, so ergibt sich die armselige Bagatelle von t 543 155,35 M. Im Vorjahre waren eS nur 1 217 086,61 M., 1903 brachten die direkten Steuern sage und schreibe„nur" 548 648,96 M. ein. Sie sind also in sieben Jahren um zirka 1 Million gestiegen. Mau sieht, eS geht„vorwärts" in dieser feudalen Gemeinde, wo das Gespenst der Armut nur aus der Ferne scheu herübergrinst. Auf die erste Klasse entfallen 25 gegen 27 Wähler, auf die zweite Klasse 125 gegen 98. auf die dritte Klasse 856 gegen 869 im Vorjahre. Der höchste Steuersatz ist 7« 8l9 M. gegen 49 66l M. im Vorjahre in der ersten Klasse. Dieser gehl herab bis auf 10 488 gegen 8736 M. im Vorjahre. Die zweite Klasse fängt mit 16 365 M. an und sinkt bis auf 2944 M.. und die dritte Klasse hat als höchsten Satz 2924 M. und schliesst mit 3 M. Demnach scheint die verheerende Krise der letzten Jahre nicht nur spurlos an den Steuerzahlern der Gemeinde Grunewald vor- übergegangen zu sei», sondern nach obigem Zahlenmaterial zu urteilen, haben die Glücklichen eS sogar verstanden, während der wirischaftlichen Depression Einkommen und Besitz ganz respektabel zu steigern und zu erweitern. Adlershof. Eine Protestversammlung nahm am Mittwoch gegen die freche Herausfordernng des Herrn von Oldeuburg-Jaliuschau sowie den Ordnungsruf des Reichstagspräsidentcn Stellung. Das Referat hielt ReichSiagsabgeordncter Lehinann-WicSbaden. Tie Berliner Resolution fand auch hier nach dem niit reichem Beifall aufgenommenen Bor- trag Annahme. In der letzten Gemelndevertreterfitziing erfolgte die Neuregelung der Gehälter der Lehrerinnen an der höheren Schule. Das Gehau derselben wurde entsprechend den Erhöhungen für die Lehrerinnen der Gemeindeschulen auf 1965 M. normiert. Auf Anregung deS KreisschulinspektorS hat sich die Schuldepntation mit der Errichtung einer Klasse für minderbefähigte Schulkinder beschäftigt und der Gemeindevertretung eine entsprechende Vorlage unterbreitet. Nach stattgehabten Untersuchungen kommen zunächst l6 Knaben und 13 Mädchen für diese Klasse in Betracht. Die Leitung soll � dem Lehrer Fritz Schmidt, welcher an der ersten Gemeindeickmle tätig ist, übertragen werden, ivofür demselben eine pensionsfähige Funktionszulage von jährlich 266 M gewährt wird. Bei der Fest- setzung der Bestimmungen für die Desinfektion wurde auf Aurrag unserer Genossen beschlossen, bei Einkommen bis zu 2166 M. die Desinfeklionskoilen nicht zu erheben. Ausserdem wurde der Gemeinde- Vorsteher ermächtigt, bei böheren Einkommen auf Antrag die Kosten zu erlassen oder leichte Abtrogungsraten zu bewilligen. Interessant waren die Ausführungen der als Scköffen over Gemeinde- Vertreter anwesenden Aerzte, welche bekundeten, daß sie in Rücksicht auf die finanziellen Schwierigkeiten der Betroffenen die Desinfektion mitunter nicht zur Anordnung gebracht haben. Die Ausführungen beweisen aufs neue, wie schädlich es ist. wenn Massnahmen, welche im Interesse der Volksgesnndheit liegen, mit Geldansgoben verknüpft sind, welche aus dem Einkommen der arbe'tenden Bevölkerung über- Haupt nicht oder nur unter schweren Opfern und unrer Ent- ziehung deS Notwendigsten geleistet werden können. Die Aus- führungen der Aerzte beweisen aber auch, wie berechtigt unsere Forderung auf Verstaatlichung deS Medizinalwesens ist. Die Eingemeinduiigssrage hat auch diese Sitzung wieder beschäftigt; die Gegensätze betreffs der Zweckmässigkeit der Eingemeindung platzten wie immer recht scharf aufeiiiandsr. Die Veranlassung hierzu gab eine auf Anordnung des Regierungspräsidenten am 27. v. M. erlassene Verfügung des Landrats, welche ausspricht, dass auf Zustimmung der Staatsbehörden in dieser Angelegenheit nicht zu rechnen sei und alle weiteren Schritte als unzweckmässig zu unter- lassen wären. Gleichzeitig teilte der Gemeindevorsteher mit, dass vom Magistrat in Köpenick eine Einladung zu, einer Besprechung für den 7. d. M. eingegangen ist, welche nach seiner Ansicht nun durch die Verfügung des Landrates überholt und nicht zur Ausführung kommen könne, da ihm bekannt sei, dass eine zweite Verfügung des Landrates unterwegs sei, welche eS ihm als auch den Schöffen untersage, an den Arbeiten für die Eingemeindung weiterhin tätig zu sein. Ohne diese Erklärung des Gemeindevorstehers wäre die Vertretung über die Verfügung gewiss zur Tagesordnung über- gegangen, da dem Landrare sowohl als auch dem Regierungspräsidenten kein Recht zusteht, Besprechungen zwischen Vertretern zweier Kommunen zu verbieten, auch in der Verfügung ein Verbot nicht direkt ausge- sprachen ist. Erst durch die abgegebene Erklärung deS Gemeindevorstehers waren unsere Genossen als auch die Vertreter der zweiten Klasse gezwungen, den Gemeindevorsteher auf seine Pflicht aufmerksam zu machen und demselben den§ 83 der Landgemeindeordnung in Er- innerung zu bringen, nach welchem er verpflichtet ist, die Beschlüsse der Vertretung zur Ausführung zu bringen, da er gegen- über dem Beschlüsse sein Einspruchsrecht nicht(in Anwen- dung gebracht habe. Besonders scharf wurde darauf verwiesen, dass der Gemeindevorsteher als erster Beamter der Gemeinde verpflichtet ist. die Selbstverwallung der ihm. anvertraulen Gemeinde zu wahren und sich nicht bedingungslos den unberechtigten Anordnungen des LandrateS entgegen dem Willen der Vertretung zu unterwerfen. Hieraus erklärte fich der Gemeinde- Vorsteher bereit, die Kommissionsmitglieder zu der vorgesehenen Be» sprechung ordnungsmäßig einzuladen und die Verhandlungen weiter- zuführen. Für den Fall, dass dem Gemeindevorsteher durch landrät- liche Massnahmen die Leitung der Verhandlungen unmöglich gemacht würde, übernimmt der Schöffe Dr. Ehrmann die Leitung. Der zur Beschlussfassung gelangte Etat schliesst in Einnahmen und Ausgaben mit 552 486 M. ab. Trebbin(Kreis Teltow). AuS der Stadwerordnctcnfitzung. Vor Eintritt in die TageZ» Ordnung stellte Genosse Hiebsch folgende Anträge, die dem Vorsteher schon zugegangen waren, aber nicht aus der Tagesordnung standen: 1. Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen, den Etat für 1910/11 vervielfältigen oder drucken zu lassen, damit ein jeder Stadlverordnete denselben erhalten kann; 2. das Regulativ betreffend die Erhebung des Bürgerrechlsgeldes aufzuheben. Nach längerer Debatte zog Genoffe Hiebich seine beiden Anträge zurück; hierauf beantragten unsere sechs Genossen, in nächster Woche eine ausser- ordentliche Sitzung stattfinden zu lassen; dem wurde stattgegeben. Durch die Lehrer-Gehaltsnachzahlungen, die sich auf zwei Jahre erstrecken und aus dem Etat nicht Deckung finden, wurde beschlossen, eine Anleihe von 16 666 M. bei der Teltower Kreissparkasse auf» zunehmen. Dieselbe ist mit 4 Proz. zu verzinsen und mit 3 Proz. zu amortisieren. Veranlasst durch das Unglück am 1. Weihnachts- seiertage, wobei von drei eingebrochenen Knaben einer ertrank, wurde die Znschütttmg des MüllerteicheS mit zehn gegen fünf Stiinmen bei einer Stimmenthaltung beschlossen. Für 191 geleistete Uebcrstunden beim Handavdeils- und Turn» Unterricht werden 191 M bewilligt. Die Kon. Missionen werden wie folgt besetzt: Anuenkommission: Stadtv. Grunert, Genosse Ritter, Genosse Hiebsch, Jüttner, Konr. Schulze. Baukommission: Genosse Schönsee, Buchner. Genosse Ritter. Haase, Ribbek, Karl Schulz. Konr. Schulze.— Forilkoinmission: Jüttner, Genosse Schönsee. Genosse Ritter. Maass, Götze.— Kassenkommission: Götze, Genosse Richter, Samuel, Genosse Morgenrot.— Marklkommission: Genosse Richter, Maass, Grunert, als Biirgerdeputierler Kürschner- meister Wirsing.— Strassenbaukomniission: Haase. Genosse Ritter, Genosse Morgenrot. Karl Schulz, Buchner. Genosse Karge l, Fenger.— Wasserwerkskommission: Samuel, Haase, Buchner, Gen. Hiebsch, Ribbek, Karl Schulz. Grunert.— Feuerlöschgerätckommission: Gen. Schönsee, Samuel. Gen. Kärgel. Gen. Richter.— Bibliothek- kommission: Haase, Götze, Gen. Kärgel, Konrad Schulze, Fenger, Gen. Richter, Samuel.— Eiiiquarlieruiigskommission: Götze, JütMer, Maass, Samuel, Grunert, Gen. Hiebsch.— Schulbau- kommission: Vom Magistrat: Baudach. Schulig, Jork, von der Ver» iammlung: Haase, Büchner, Gen. Schönsee, Ribbek, Samuel, Gen. Ritter. Den Tod auf den Schienen fand vorgestern nachmittag'/ß Uhr zwischen Gross-Beeren und LudwigSkelde bei Bude 18 der 17 Jahre alte Streckenarbeiter Melzer aus Thyrow. Derselbe war mit dem Zusammensuchen deS Handwerkszeuges beauftragt worden; dabei benutzte er das Bahngleis, um zu den einzelnen im Graben liegenden Stücken zu gelangen. Er wich alZdanii einem von Halle kommenden Güterzuge auS; in demselben Augenblick wurde er von dem Berliner Schnellzug ersasst und wahrscheinlich quer über das Gleis geworfen. Dem Verunglückten wurden beide Beine unter dem Knie, der rechte Arm und der Kopf abgefahren. NowaweS. � Die vor einiget Zeit auch am hiesigen Orte beschlossene Wert» z u'w achssteuerordnung hatte, toie wir vor einigen Wochen mitteilten, zwischen unserein Berichterstatter und den der Gemeinde- Vertretung angehörenden Genossen zu lebhaften Auseinandersetzungen geführt. Anlaß hierzu bot eine von ersteren, verfaßte Notiz, in welcher die Werlzuwachssteiierordnung für NowaweS als ein Monstrum bezeichnet wird, da? den Namen einer Wertznwachssteuer nicht ver- diene. Unsere Genossen in der Gemeinde fühlten sich durch diese kritischen Auslassungen verletzt, weil die Wenzuwachssteuerordnung nur durch ihre Anregung und unter ihrer Zustimmung beschlossen wurde. Nachdem sich auch vor einigen Wochen die WahlvercinS- Versammlung gegen die Auffassung des Verfassers der Notiz ausgesprochen hatte, beschäftigte sich mit dieser Angelegenheit am Freitag nochmals eine Sitzung der Fnnktionäre unter Hinzuziehung der Gemeindevertrcter und des Berichterstalters. In der Sitzung erklärte der letztere, dass die beschlossene WertzilwachSsteuerordiiiing zwar nicht den Anforderungen entspricht, die wir vom sozialistischen Standpunkt an eine solche stellen; doch habe er sich davon überzeugt» daß die Nowaweser Ordnung wesentliche Verbesserungen gegenüber den Wertzuwachssteuerordnungen anderer Orte enthält. W. WERTHEIM POTSDAMERS TR- 10,llundlä FRlEDMCH$XR-"y«2 Shtocqejflaufficm Hie Wäsche Ausstellung bleibt in unseren beiden Häusern noch einige Tage bestehen. Ebenso die Extra-Preise für weiße Waren in allen Abteilungen W Ein Posten Herren-T aghemden mit FaltcheB... 1,75, 1,95 Herren- Naelitiieinden mit farbi;. Bordüre 2*S0| 2.95 Ein Posten Damen-T aghemden 1 �7� mit h andres tideten Passen.. JL* i%J Kissenbezüge Q C mit Einsätzen........ � Pf. Große Posten Untertaillen mit breiten Stickereien Taschentücher Reinleinen.... Dtz. 90 � 2.75 Ein Posten Stubenhandtüch. reinl. Jacquard, gea. u. geb. Wischtücher 5.90 Reinleinen, kariert n. glatt, 9 /\ j 1 mit Borde....... BERLIN Andreas-Straße Ecke ßlumenstraße Sonntags bis 2 Uhr geöffnet! ständiges Lager von 10,000 Platten! DircksenstraBe 20, direkt am Bahnhof Alexander platz ständiges Lager VON 10,000 Platten! Phonographen-Katz BERLIN RofentlfalerStr. 24 Ecke Gipsstraße Sonntags bis 2 Uhr geöffnet t Stück 300 Auf alle Apparate 2 Jahre Garantie! SÄS«., Plalten-ipparate bedeutend unter dem Herstellungspreis Ohne Rücksicht auf den früheren Wert verkaufe ich einen Poston Großer Konzert-Plionographen H�Än6* 26 cm großem Aluminium• Tnchter mit C75 früher 5 echten GoIdcuO walzen komplett" 13.75 Besonders preiswertes Speziaf angebot! Hocheleganter Luxus-Äpparal trichter und bester großer Konzert-Schall-[ dose.............. In Bezug auf Lautstärke und Wohlklanj» 3500 des Tones ist dieser Apparat unerreicht! —- Teilzalilnag gestattet!< We�Ä?!!™enJer Graf von Luxemburg" Oesgleicher Schlager 1 Britz Werner, dulins Lachs, Weise und Mizzi Wlrth „Mädel klein",»leb bin rerHebt*1, „Polkatänzer*'.„Walzerdnett" osv. Jede Hoppelplatte Lisa 300 die H m 9 B „Die geschiedene 9? Frau" n r c VL „Hallo, die groBe- s Revne" � E ZODOphOD gelbbraunes Etikett, bekannt beste Platte.... 2®® Ein Posten 25 cm g-roQer Doppelplatten uur tadellose Aufnahmen, Jetzt 95 Tf, früher 2 und 8 ST Wieder neu eingetroffen Echte Goldgußwalzen t stück 95 � �tÄose Änfhahmen Jede Spreclimaschine wird bei Kauf eines echten Grammophons zu kulanten Bedingungen in Zahlung genommen, ebenso jede abgespielte Platte bei Kauf einer neuen. Das Geschäft Ist Sonntaics bis 2 Uhr gettlThet. WA Verkäufe. Xchptdtr(fetlerfiofte) Gefegen beüäfouf. Fabriklager Mauerbafs, Große Franksurlriüraße S. Flurein- gang. Vorwärtsleiern 6 Prozent Exlrarabatt. Lonntags geöffnet. Strppdelfrn billigst Fabrik Große Frantiurieriiraße 9. Flureingang Gardinenbaud, Groge Frank. furterilraße 9. Flureingang. 249 1K' Bücher des deutschen Hauies. Eine Lammiung guter Erzäblungen, Geichichten. Novellen uiw Gut ans- gestattet, zirka 300 Zeiten umiassend. zum Teil illustriert und gebunden 90 Pfennige pro Band. Spedition, Lwdenstraße 69. Laden. Borwärrsleser erkalten b Prozent Erirarabatt selbst bei nachstebend aui- aeiübrlen EelegenbeitSkänfen. Teppich- TbomaS. Oranienftrage 160. Oranien- Pias._ Teppiche, wvenwrhalber 65 30 P- ozenl herabgefetzt._ Gardinen, Stores, Künstler- gardinen, Restpartien für halben Verl. Lauferreste spottbillig._ Sösastöffreste spottbillig. Bornnrtsleier. ftebende 5 Änzeigen. beachtet vor- 70.«» Drestrollen. Wäschemangeln, Walchmaschinen. Wringmaschinen. ,8erlinea', Waßmannftraße 29.* Teppiche!(seblerbaste) in allen Größen für die Hälfte deS Werte? Teppichtager Lmnn. Hackeicher Markt«. Bahnboi Börse.(Leser des »Vorwärts* erbalten S Prozent Rabatt.) Sonntags geöffnet:• PinndleilihalisKrebber. Küftriner- platz 7, fpollbilliger Beltenverkauf, Gardinenverlauf, Wäfcheverkauf, Ubreiiveitauf, Deckenverkauf, Schmuck» fachen. Goldiachen, Silberfachen. ver- fallene Pfänder._ 2492K �Kinderwagen, nagelneu. Gummi- räder, elegant, 20,—. Exerzier» ftraße ISA, Vorderhaus N, Ingenieur. Kindrrwa billig rechts.___ t98* Wegen Todesfall verlöuflich Plüsch- HaMM''«r« alk, föt Borjührtge elegante Herrenanzüge und Paletots aus feinsten Maßflosien 20— 10 Marl. Versandhaus Germania. Unter den Linde» 21. 505b* Billige Hoienwoche. Hochelegante Hiireiiboien aus leinsten Maßslosten 7—15 Mark. Versandhaus Germania, Unter den Linden 21. 506b' Gastocherhaus MI® e,________ ZweilochgaSkocher I 5,00. Vierloch- gaskocher! 9,00. Gasbadeöfen I 8,00. Gasbronzekronen 1 Gaszuglampen 1 Ausverkauf! GefchältSausgabel Spottbillig I Wohlauer, Wallnertbealer- straxe 32. 251.il' Mouatsanzüge, WinterpalelotS, Ulster, Gehrockanzüge, Hofen, feinste Maßstoste, fpottbillig Nofenlbalcr- straße 48 II. b30b' Humboldtleihhaus.' Nur Brunnen- ftratze 58. Allerbilligster Betten- verkauft Neue Aussteuerwäsche I Pfäuderverlauj I Gardinen auswabl I Plüschporticren l Prachtteppiche I Hoch- elegante Heirengarderobe! Goldene Hcrrcnubrenl Damcnuhren! Wand- uhrenl Verlaus extrabillig I täglich auch SonntagA_ 25751* Galonkro»e. dieiflammig. 14,00, Wohnzimmer 5,50, Speisezimmer 9,50 verlaust Kloster, Rixdorf, Nicmetz- strane 5 I._ flOS* BorjUdrige hochelegante Anzüge und Paletots, aus leinsten Maßstoffen. früherer Preis 60— 90. seht 20—40, werden täglich im Kavalier-Klub, Unter den Linden 6t II verkauft.' Hennaniivia« 6 Großberlin» aller- billigste Eintaussouelle. Riesenaus- wähl. Warenoerkäuje. Psändervertäuie. Winlerpaletots. SommerpaletotS. Extrabillige gackettanzüge,'Aebrock- auzuge, Herrenboien. Großer Betten- verkauf. Wäscheverkauf. Brautgeschenke. PelzstolaS. Gar duienauswahl. Teppich- auswahl I Plüichtiichdecken. Stepp- decken. Nähmaichinen. Wanduhren. Talchenuhren. Kellenauswahl. Ringe- auswahl. Warenverkauf Hermaun- platz 6. Auch Sonntags._ flOS* erwägen. Sportwagen, spott- Exerzierstraße 5, parterre fosa, Teppich Monika, Fr vmflcrdamerstraße 18. MFrübjahrspalctot. monika/' Frrihcilsbifder. Pol KKoiiarSanzüge und WinterpalelotS, Joppen von 5 Mark sowie How» oon l.50, Gedrockanzüge von 12.00, Fracks von 2.50. sowie für korvulenie iriguren. Reue Garderobe zu staunend billigen Preüen. aus Piandleiben oerinllene Salben tauil man am billigsten de. Nur. Mulackstrave 14 Mafianzüge von 86 Mark an, tadelloser Sitz, nur bei Krause, Schneidermciflcr, Ackerstrabe 79/80. Teppiche. Die Reftbeftände einer Teppichsabrrk kommen zum schleunigen Bertaus. Preise bedeutend berab- geletzt. Plüschteppiche, ganz schwere Qualität: Stubengröße, früher 18.50 jetzt 12.00: Wohnzimmergröße, früher 32,75 jetzt 24,50;«alongröße, früher 43,50 jetzt 35,00. Teppichbaus Georg Lange, Chausseestraße 73/74. Portieren, Plüsch und F bestände 1—4 Fenster unter Preis._ Erbstüll-Store», ein großer Posten mit Volant, volle Breite und Länge 4.75. .'Rest bedeutend Tteppdecke«, eigene Anfertigung, richtige Größe. 3.75, 4,50, 5,50, 7,50. TeppichhauS Georg Lange, Chaussee- straße 73/74._ L36K' Arbeitsanzüge, ganz gleich für welchen Beruf, müssen sechsmal soviel halten als SonntagSanzüge, well sie sechsmal soviel getragen werden, sie müssen auch nach dem Waschen voll Ihrem Zweck entsprechen. Eine Mehr- zahl der im Handel besindlichen Arbeitssachen, ganz gleich ob blau, Manchester, Leinen, Köper ode> englisch Leder, entspricht diesen An- sorderungen nicht. Der schöne Griff ist Appretur, die»ach der Wäsche sort ist, die Farbe Ist nicht eckt usw. Vorzügliche Qualitäten, welche sich im Tragen und Waschen bewähren, bringt die Finna: Herrmann Schlesinger, Turmstraße 58 und Reinickeudorserstraße 48. Es ist dies dieselbe Firma, die in SonnlagS- anztlgen zu 30 bis 60 Mart, Joppen und Paletots in vorzüglicher Aus- sührung, Knaben- und Jünglings- aiizüaen so berühmt geworden ist. Aus Wunsch: Maßansertigung. bOK* GelcgenhcttStäufe in WohnungS- Einrichtungen» moderne Küchen, Schlajzimmer, SäulenbilsettS, Um- bau, PlüschsojaS 48.00, Marmor- toilette 25,00, Schreibtisch 40,00. Speisezimmer, Bettstellen, Matratzen 22,00, riesiges Lager in 5 Etagen, kolossal billig I Möbelspeicher Chaussee. straße 50. 259 Eisenbettstellen. Kinderwagen, Matratzen, enorm billig. Fürst, Her- mannslraße 31._ flOS Gaskronen! Perlampeln, Gaskocher, Hängelichtkronen spottbillig Lausitzerplatz 16, I. PH Herrenanzug 20,—, ElnlegnungS« anzug 12,—, Kürassierstraße 12, Haase. Hochflösstgc SchleierfischeSchulzen- dorserstraße 8. 17/17 wöchentlich l,—, Käuser. Große Landsberger» Nähmaschinen, Provision erhält Franlsurlerstraße.30, straße 110, I._ Schreibmaschine, mit allen Neu« Helten versehen, Garantie, preiswert verkäuflich. Besichtigung Sonnlag und Montag, Charlottenburg, Wilmers- dorserstraße 71, I rechts._ 5576 Haarfärbemittel, unübertroffen, waschecht, unschädlich, ProbeflascheO.öO. Krießlcr, Charlottenstratze 5, 5546 Wenig getragene Jackettanzüge, Rockanzüge, Gehröcke, Sommerpale» totS, Beinkleider, Zylinderhüte, auch Damenkleider aus besseren Häusern verkausl billig Weiß, Blücherstraße 67, eine Treppe links. bSSb Anzüge. ll, unter Preis, auS zurückgesetzten vorjährigen Stoffen, von 36 Mark an(Maßansertigung) liescrt TomporowSki, Schneidcrnnister. Lindenstraße 110. Anzüge von 60 Mark an, Teilzahlung monatlich 10 Marl gestattet._ 2S0K' Prachtvolle Parzelle, gut ein» gezäunt, lebende Hecke an der Straße, mit edelsten, tragbaren Obstbäumen und Obststräuchcrn bepflanzt, etwa 65 Ouadratruten groß, vom Besitzer, der bekannter Fachmann ist, selbst sachgemäß angelegt, zum billigen Preise von 1200 Mark gegen Bar- zahlung zu verlausen. Das Grund- stück liegt bei Fredersdors(Vorort» verkehr). Vcrläuser, der in nächster Nähe noch eine große Gartenanlaz» besitzt, wird den Käuser bei Bewirl» schastung gern mit Rat nnterslützen. Offerten unter W. 3 an die Expcdi- tion dieser Zeitung._ 25651 LtttanerS Nähmaschinen obne An- Zahlung, gebrauchte spoltdilllg, Ska- litzerstraße 99, Warschauerstraße 67.' Lieferwagen und alle Räder, Palisadenstraße 101. Sorten bSöb Bereinsbibliotheken empfehlen wir znr Ergänzung ihres Bestandes unser großes Lage- antiquarischer Bücher auS allen Gebieten der Lite- ratur, Wiffenschasten. Kataloge gratis. Berlin C, Kurslr. 37. Lederer, Buchhandlung und Antiquariat. 281K �Haarfärbemittel, unübertroffen, Probeflaschen 0,40. Winterseldt, Steg- litzerstraße 25, 182/6 Flugbauer Heckbaner, Riedel, Lübeckerstratze 20. verlauft GesrgenyeitSkSuse. Samen» Hemden mit handgcftickter Passe 1,15, Herrenhemden 1,16, Bettbczug nebst zwei Kopskiflen 3,95, drei Handtücher 70 Pfennig, Zehnmeter Hemdenluch 3 Mark. Slrbeilerhemden, Ronnal- wösche sowie elegante Reisemuster bis zur Hülste des Wertes, Wäsche- sabrik SalomonSth, Dircksenstrahe 21, Alernnder platz, 231/ l Kanaricnhnhn«, Seifertstamm, verkaust Priiizesfuinaistratze 12, III lwks, 2742b Junge klanarienhühne, Alpenbraunelle Vormittags, Bunge, Nostiz- stratze 44 III. Kanarienhithne, Zuchtweidchen billig, Krüger, Rixdorf, Pflüger, straße 26 Iii,_ flOS Eeifertkonarien. Heckhähne, Heckweibchen verkauft Hanke, Tegeler. swatze 41.____ 424b Teiferthähne, Weibchen, Urban- strahe 185 lRestaurant), 548b Vetferthiihne. Zuchtweibchen sehr billig, TeSke, Friedrichstrahe 242. Kauarienweibche», Heckbauer, Zeniang, Britzerstrajze 8, vorn IV. e-fertubgel billig Steltiner- stras,» 30, 7 94 Seifertkanarien, um schnell zu räumen, billig, Krämer, Löwestr, 20. Heekhühue 7 Ziichlraeibchen, hoch prämiiert, billig, Heckutensilien. Borchardt, Urbanstratze 127. 17/10 Seifertvögel, Todesfallsbalber billig. Ulbrich, Skalitzerstratze 79. Kanarieuhahno, Zuchtweibchen Heckeinrichtung, Gesangkästen, billig. Krebs, Kopenickerstraße 154», f-120 Kanarienvögel billig, inntneiUrnbe 26. Wollinerstratze 26, Seifertvögel Lortzingstratze 32. Kraus, _+120 Räumungshalber +120 Detfertkanarien Ausgabehaiber Stück 6,00. Neumann, Jablonski- strahe� 23.__+139 Seisertkanarien. gute Weibchen, wegen Ausgabe derZllchterei. Stutz, Stbingerstraße 17.»+30 Scifertsche W kaust billig Walter, .en,»er- idenweg 59, v, Seifertkauarien. Weidest, Nord- User II.__ 17,18. Seisertkanarien. Rühl, Schöne berg, Bahnstratze 43, parterre. 563b Deiferthiihne, Zuchtweibchen, Zaulick. Pappelallee 65.+77 Zuchtkanarieu, Züchtecei Schön- Hauserallee 126.____ 5735 ~~Z5 Setserthähne, 26 Weibchen billig zu verlausen, Lorke, Grünerweg 104, vorn IV.+43 Kanarieu, Prinzenstraße 31, linier Seitenflügel parterre,+86 Kanarienvögel, ausgabehalber sie 22, Seiten- billig. Oder, Graunsiratze 22, slügel. +129 ve»cIiSft»verli.Sufe. Spezial.Hering» und Kartoffel- geschäft sofort zu verkaufen Mal- plaguetstraße 9,+84' Zigarrengeschäft, vier Jahre de- stehind, billige Miete, billig verkäuf- sich Greisenhagenerstrafle 57.+77 Posamentiergeschilft mit Wohnung verkaufe inNusioe Geschäftseinrichtung, kleinem Warenbestand für 350,00 bar, Miete 50,00. Rixdorf, Weifestraße 45. Wirk.__ 4296* Milch», Kolonialwaren- Geschäft, existenzfähig, ist sofort oder später verkäuflich. Erfragen Charlottenburg, GrllnstraBe 11, Jendrifiak, Sngros- Geschäft.__* Zigarrengeschiist. gute Lage, preiswert zu verkaufen Rixdorf, Fulda- ftrafle 53._+108 �~. gutgehendes, schone Wohnung, billig. Rixdorf, Falk» flraße 23.+108 Elkdeftillatio»tAvriIbauten),SaaI. Garten Cxistenz, Soldwerstrafle 34 Cristenz. selten günstige, für Mechaniker, Schlaffer er., durch Ueber- nahme meiner nachweisbar gut» gehenden mechanischen Reparatur» Wertstatt und Wcikzeughandlung; erforderlich 2000 Mark..Ausland' Postamt 85. 535b Kutgelieiides Material-, Grün- framgefchäft, wegen Krankheit des Mannes billig zu oerkauten Sichere Existenz. Rernickendors, Residenz- straße 102, 543b Schlössere! vertaust Elisabeth Ufer 36._ 551b G-trestanrant, volle Konzession, Borort. billig zu verkaufen. Vier- zlmmer-Wohnung. Hewrich Bartz, Brüfselerslratze 20, vorn L 620b* GriimkramgeschSst, Kolonialwaren, Rolle. Jahresumsatz 18 000. 1500 Mark Verkaufspreis. Verände- rung in Familie. Erfrage» Mosterei, Tegelerslrage 17. 568b »lödel. Wichtig. Möbel, gebrauchte, neue mid oerliehen gewesene, Kleider- schränke, Vertikos 18,00, Ausziehtisch 12,00, Bettstellen mit Federmalrape 15,00, Ruhedeit mit Decke 19, Plüsch- garnitur 45, Kommode 12, Marmor- toilette 19, Sofa 15. Tafcheusofa 30, Garderodeilfpiiid 86, Schreibtisch 24, Bücherschränke, Geschnitzte Säulen« büseiie, Ankleideschränke 70, Herren- zimmer, Speisezimmer. Wohnzimmer, Schlaszimmer 250, Lederstühle 10, Vierzugtisch, grotzer Posten Teppiche, Plüschtischdecken 7,50, Portieren, Fenster 10, Steppdecken, 60 Stand Federbetten, Bitder. StargardtS Möbel- und Lombardspeicher, Neue Königstrahe 29, Lagermig, Trans- Port kostenlos. 233/16* Provision nach Verkauf, schnell, dISkret. Käu'er stets vorhanden. Go>„iklewicz Co., Orattienstrahe 149, Moritzplatz. IV 11611. Vertreter- besuch kostenlos. Parteilokal lieben Uraltes VeretnSgcjchäst, slottgebend, vcrkause sofort wegen Ehescheidung für jeden Preis. ResteMauien näheres .Selten", Postamt 51 618 10.12.+43 Zigarrengefchäst mll Wohnung, Parteigenoffeu passend, Hochmeister- strahe 8._+77 Ztgarrengeschöfi, Osten, reelles Angebot, modern eingerichtet, mit Wohmnia, verzugshalber zu verkaufen. Erforderlich 1100 Mark. Aus- kunst Knopsmacher, Zigarrenagent, tlhorloNenbrng. Kantstraße 103, I. Kraukheits halber Geichäst zu ver- kaufen: eventuell Teilzablvug, Vor- ort. Offerten 17.?. Postamt 68 lagernd.__ 6766 Schiofferct im Zentrum zu ver- kaufen. Offe-.ten F. D. Spedition des.vorwärts", Auguststraße 50. Zigarrenge srha st wegen Todes- falls z» verkaufen, bisher Partei- genoffe, Memelerstraße Ib.+30 Schlöffe rei verkäuflich Offerten .450,00", Postamt 87. 4691) Möbel k Für Brautleute günstigste Gelegenheit, fich Möbel anzuschaffen. Mit kleinster Anzahlung gebe schon Stube und Küche. An jedem Stück deutli-tier Preis. Ilebervorteilung daher ausgeichlossen. Bei Kraukheits- fällen und Arbeitslosigkeit anerkannt größte Rücksich-. Möbelgeichäft M. Goldstaub, Zoffenerstraße 38, Ecke Gneiienaustraße. Kew Abzahlungs geschastl 2901 K' Kein Brautpaar versäume, seinen Bedarf w der altrenommierten Möbel- sabrik Dwinatzki, Andreasstraße 30, geradeüber Markthalle, zudecken ZluS- wähl in vier Grundstücken. Spezialität Wohnzimmer, Küche 195,—, 2 Stuben. Küche 475,—. Einzelne Möbeistücke bis 50 Prozent billiger. 328K* Möbel-Gelegenheitskäuse in aller- größter Auswahl: einfache sowie essere Wohnungseinrichtungen be- deutend billiger wie regulär. Er, gäiizungSmvbel. Büsetle 120, Schreibtische 45, SosaS 45, Garnituren 65, TrurneanS 80, Schränke, Vertikos 26. Kronen, Teppiche, Bilder, Küchen- möbel, Klubiefsel, LedersosaS, Um- baue, Lederstühle usw. spottbillig. Lennerts Möbelspeicher, Lothringer- ftraße 55, Rosenthaler- Tor. Die Möbel sind in vier Etagen aus gestellt. 229K Möbelgelegenheit! Wenig ge- brauchte, gulerhallene Möbel, auch neue, ewsalbste, eleganteste, beliehen gewesen, verfallen, spottbillig. Riesen- iger. Lagerspeicher, Neue Königstraße 5/6, Fabrikgebäude. SomilagS geöffnet.(Auch Teilzablung.) Kleiderfviud 22,007 Plüsch Patents osa 38,00, englische Bettstellen 18,00; Küchenmöbel, Bitder, vieles andere spottbillig verkäuflich Kott- buserstraße 18, parterre. 233/14* Gelegenheitskäufe. Zurückgesetzte BufettS 85,—, Vertiko. Nußbaum 39,—, Kletdersptnd dito 39,—, Wachs- tnch-AuSziehtisch 16.50, billige Sosas, Schreibtische, TrumeauS, moderne Küchen. Aiöbelsabrik, Graesestraße 34. Fabrikgebäude. Spezialität: Kleine bürgerliche Wohnungseinrichtungen. Teilzahlung gestattest_ 199K* Möbelhalle.Norden", Thiele Ackerstraße 120(Gartcnviatzf. Filiale: Jnvalidenstraße 118(Slettinerbahn), Speicher.— Riesenauswahl bürgerlicher WohnungS-Einrichiungen von 200 bis 3000 Mark.— Gelegenheits- kaufe gebrauchter wie neuer Möbel. spottbillig. Ausbewahrung und Liese- rung frei. I853K Möbetetickiterei. Harnack.Tiichtxr- meister, gegründet 1901, Slalljchrelber- ftraße 57 kMoritzplatz),(lesert komplette Wohnungseinrichtungen zu niedrigsten Fabrikpreisen. Nnüber- troffene LetstungSsähigkelt. Enorme Auswahl. Zahlungserleichterung. BorwärtSIeser 3 Prozent. Kein Laden. Verlaus Fabrikgebäude. GolrgenheitSlanf. Bürgerliche Wodnungseinrichiungen, Testzahlung. Möbelhaus Diana, Danzigerstraße 14. Möbelbartsch, Oranienstraße 73. villiger Jnventur-Berkalff. Man acht« genau auf Firma Rudols Bartsch. Alle Preise lesbar an jedem Stück. Schrift- iiche Garantie beim Kauf. Teilzahlung gestaltet. Eichen Speisezimmer, kom- plett, früher 550, jetzt 357. Büfett, auch Umbau mit Sosa. Englisches Schlafzimmer. Bettstellen mit Feder- boden statt 390 jetzt 250. Eichene« Speisezimmer, schwere Schnitzerei, Lederstühle statt 715 jetzt 550. Herren- zimmer, barock, komplett, Umbau und Lederstühle, statt 735 jetzt 550. Eichenes Schlaszimmer mit Ueberbau und Apotholen, statt 725 jetzt 492. Englische Bettstelle mit Spiratboden 80. Englische Plüschgarntwr 98. Trumeau 34. Umbau mit Tchräntchen 58. Nischenbüseit 125. Muschelkleider. spind. Vertiko 30. Nußbaum surniert statt 65 jetzt 45. Speisetische 9. WohnungS-Sinrichkungen 200, 250, 350, 800, 10 000. Stets Preiswerte Gelegenheiten. Kostenlose Ausbe- Währung bis Juli, Transport frei. Sonntag? geöffnet. Verlaus Im Fabrik- gebäude, Oranienstraße 73. 21 IK* Elegantes Taschensofa 45,—, Herrenschreiblisch 30,—, Bettstellen mit Matratze 18,00, Wasch toilette 20.00, Säulenlrumeaii 28,00, Ausziehtisch 15,00, Stube und Küche zusammen komplett 150,00. Farbige, moderne Küchen äußerst billig. Möbelkausdaus Dresdenerstraße 107/108. 233/19* Iliubauplüschsofa, 40�0, Säulen- trumeau 28,50, Nußbaumwirtschast, Spottpreis. Sebastianstraße 82, II. Schlafzimmer, eichen, bunte Küche Palisadeustraße 46._+33 Ptuschsofa, Trumeauspiegel, Bettstellen, Matratzen, Palisadenstraße 46. Moedet< Boebet, Moripplatz 58. In meiner seit 1879 besiehenden Niöbelsabrtk stehen In fünf Etagen komplette Wohnungseinrichtungen zu niedrigsten Fabrikpreisen zum Verkauf. AIS Spezialität liefere: Schlafzimmer, englisches 197,—, modern mit Intarsien 268,—, Wohnzimmer, modern 312,—, Spetfezimmer 365,—, Herrenzimmer 200,—, 1 Zimmer und Küche 205.—, 354,—, modern 479,—, 2 Zimmer und Küche 668,—, 667,—, englische Bettstelle mit Matratze 43,—, Kleider. spiud 30,—, Trumeau, geschlissen 34.—. Echlassosa 36,—, Bluschsosa 66,—, Umbau 60,—, Toppiche, Gardinen. Graß« Auswahl w zuvück- gefetzten und verliehen gewesenen feöbeln. Besichtigung erbeten. Transport und Lagerung kostenfrei. Eventuell ZahlungSerlelchterungen. Geöffnet 8—8, Sonntags 8— 2. Kein Laden. Verkauf nur im Fabrikgebäude. Muster- buch gratis Mio franko. 246K* Junge Leute verkaufen sortzugS- halber Nußbaum- Wirtschast, Stube, Küche. DreSdenerstraße 25 II, rechts. Schwester» müssen verlausen Säulenschränke. Bettstellen, Teppich, Säulentrumeau, Ptuschsofa, AuSzich- tfsch, Spiegel 4,00. Auch Sonntags. Neue Königjtraße 79 II(Pensionat). Verkäuflich: Elegantes Plüschlosa, Trumeau, Kleiderschrank, GaSkrone bei Fsicher, KömgSbergerftraße 11, vorn I rechts._ 234/4 Keine Jnvenlurpreise! Keinen Rabalt! gibt die alirenommierte Möbelsabrik M. Hirschowih, Skalitzer- straße 25. Grundprinzip: denkbar billigste Preise bei gewisienbaster Be- dienung. Verlangen Sie Katalog. �Unglaublich billig kaust mau WohuuiigS.Einrichtungen jeder Art direkt beim Fachmann, Lothringer- straße 76. Möoelkrupke..Vorwärts"- Leser Ermäßigung. 561 b Stiibeueinrichtung, Waich toilette, Federbetten verzugshalber billig. Matz- dorf, Drontheimerstraße 1.+94 �Metallbctte«. Kin d erb ettstellen spottbillig. Rappold, Ritterstraße 90. Bettstelle inst Matratze verkauf Zastrow, Rixdorf, Fuidastraße 14. Bettstelle mit Matratze und Kinder- wagen verkauft Bauer, KarlSgarien- straße 13, vorn H_+108 Möbel in rieflger Auswahl zu Spottpreisen, nnr Gelegenheitskäuse. im Möbelspetcher, Kaslanienallee 56, bitte Hausnummer beachten! 572b psdrrStlei'. Geschäftsdreirad. äußerst stabil, 50.00 an. Holz. BUtmenstraße 36b. 35,00, Haibrenner, selten gebotene Gelegenheit. Koppenftraße 33, Hos parterre._+43 Prachthalbrenner verlaust umständehalber dringend Steiring, Weber« straße 15._+43 Herreniakirrad. Dameniabrrat einmal benutzt 35.00. Hotz. Blumen flrnge 36 b. 1683K* Frcilansrad(Breirnabor), wenig benutzt, bringend spottbillig, Kol- bergerstraß« 14, III links. 17/16 Herrenfahrrad, Damenfahrrad, modern, kaum gefahren, umstände- halber spottbillig. Große Frankfurter- straße 14, Hof Keller. 17/20 Herrenfahrrad, modern, fpolt- billig. Gubenerslraße fünfzehn, zweiter Hos I. 18/2 Musik. Pianino, hohes, kreuzfaitsg, 120,—(auch Teilzahlung). Turm. straße 8 I. 17/5' Umsiiiudehalber verkaufe zwei NußbaumpianinoS mit vorzüglichem Ton, gediegener Ausstattung und Garantiefchein, a 400—550. Auib ele- ganter Kinderwagen, fast neu. Bafchtn Rixdorf, Nanfenstrahe 30 III, Reuter- platz.__ 17/18 Nuffbaumpianino(Gelegenheit), für 350.— sofort zu verkausen. War- fchailerstraße 58, Ouergebäude I. Grammophon, hochmodern, Ga- ranttemodell. mit Platten 22,00. Potlien, Reichenbergerslraße 127.* Schallplatten aller Fabrikate billig l „KatalogauSwaht". Postamt 61. 17/13 Biolinunterncht(neue, doppelt fördernde Methode bis zur Vollenduna) gibt criahrener Künstler wöchentstch, aus Wunsch auch nur ein« Lekiion a 1.25 M., bei zwei Schülern je 75 Ps. Offerten unter D. 2 Expedition des Vorwärts". f« Klavierkursus. Erwachsenen Schnellmethode. MonatSpreiS 3,00, Klaoterüben sret. 20 Klaviere. Musik- aiademi« Oranienstraße 147, Moritz. platz._ 17/4' St lavierfchule, Biolwschule. Man« dolwe,(ämtliche Instrumente. Gesang. Monatlich 3,00. Klavierüben srei. Ganze Stunden Einzetunter- richt. Prospekte frei. Grenadier- straße 18, Waldemarstraße 66. Koppenftraße 56, Grünbergerftraße 13, Alleiistesiierstraße 5, Solmsstraße 41, Potödamerftraße 112. S12K* Versckieäenes. PolkSfänger- Gesellschaft.Anke", Swinemünderftraße 17._+62* KunUstovfrrei von Frau KotoSks Elblachtenie«. Kurstraße 3. III Englische» Nnierrichi iür Anfänger und Voraelchrillene, Sinzelstunden »nd im Zirkel erteilt G. Swicnty, Schönederg, Sedanstraße 57, III.* Singerbobbi«- Ringsch'sig.'such. Zieme, Jnseistraße 1 d. 459b* Paieiiiouwai« Weljet. GUichmer- »rage»4». Tauzunterricht! Grupe, Annen« straße 16. Ansängerlurse, Sonntag«- kurse 4,00. DienstagSkurse, Walzer- lehrkurs«. 233/17* Wer Stoff hat? Ferttge Anzüge nach Maß, 20 Mark an. Tadelloser Sitz, haltbar. Futiersachen, Franke, Ackerstraße 143. Ecke Jnvalidenstraße* Technikum Berlin, Neanderitr. 3 (Schinlel-Akademiel. Maschinenbau. Eleklrotechuik. Werkmeister-, Tech- nilerkurse. Jngenieurkurfe. Abend- kurse. Tageskurse. 177K* Bauschule Berlin, Neanderstr. 3 (Schinkel- Akademie). Polierkurse. Meisterkurse. Techniterkurse. Archi» teklur. Hochbau. Tiesbau. Abend- kurse. Tageskurse. 178K* Wäsche wird sauber gewasche», vier Handtücher, vier Taschenlücher 0,10. Abholung sofort. Frau Kehring. Köpenick, Parrisiusstraße 8. 532b G e sau glle rein„Volkston 1909" sucht zwecks Vergrößerung sänge?« lustige Herren, Dienstags 9 Uhr, Restaurant PetcrSburgerstraße 80. Saal k VercinSzimmer, Sonn- abende frei. Annenstratze 16. 2Z3/t8* Wer Stoff hat? Fertige Herren- anzüge 15.—. Wagner, Schneider« meister, Lichtenbergerstraße 8. Möbeltransporte und andere Fuhren. Mägige Preise. Paul Dom, Rostockerstraße 34. Amt II, 2478.* sslugtanbrn kauft Schulze, Vogel- bandlnng, Rixdorf, Nansenstraße 2. Waldvögel, Kanarienvögel, Heckuteii- filien._+108 Maschinenbau, Elelirotech n i k, Eisentonstiriktton, Ausbildung. In- genieur. Techniker, Maschinenmeister, Werkmeister, Monteur. Maschinist, Maschinlstenapplikant, Marine. Sc- mesier Ansang April. Prospelte. Resormtechuikum Ehauffeestraße 1.* Aufpolsteriing. Bettmatratze 4, 00, Sosa 5,00. Auch autzerm Hause. Ho''» mann. Neue Königstraße 30. 234/3 Lcwandowsky-Gesellschast, Matinee frei. Bremerstraße 44.+52 Nolkdhumorist Oestreich, Wasser- torstraße 15._+86 Zillen Freunden und Genossen zur Nachricht, daß ich daS Lokal Kraut- straste 6 übernommen habe. Großer Frühstücks-, Mittags- und Abendtisch. «aal für 100 Personen Hermann Zernick._+43 Bluse» jeder Art fertigt 2,50«n Zaduk, Rhetnsdergerstraße 65.+62 Kaufe eine billige gebrauchte Hobel- baut. Offerten A. 100, Postamt 17. AilduugS-Ztrkel für Arbelter- Zlbendkiirfe. Ungeniert, auch für ältere Personen. Auskunft schnstlich durch A. Busch, N., Sprengelstraße 7. Aufpolfterung Bettmatratze 4,00, Sosa 5,00, auch außer« Hause. Rosenstreich, Grünerweg 8. 234/2 Wer Stoff hat fertige Anzug für 16,00. KaczynSki, Lichteiiberger- straße 9, II.+43 VtittagStischl Auswahl, etn- schiießlich Geträn!e0,50— 0,60. Annen- straße 16, parterre._ 17/9* Kit chenmöbel streicht billig MothcS, Lychenerslraße 9.__+77 Plütina, Gramm 3,00, Zahn- geiifsc kaust Blümel, Auguststraße 19. Vermietungen. Eckrestaurant, großes Vereins» zimmer, Wohnung, Bad. Konzession vorhanden, Rixdors. Steinmetzstr. 52, vermiete billig tüchtiaen solventen Re- flektanten. 5336* Kaffeekiiche, mit Portionen und Tassenkassee, Blerbüsette und Tonnen- Pacht, 1000— 4000 Kaution, Lokal saßt 50 000 Perjonen, ebendaselbst Schaustellungen aller Art, Konfitüren, An- sichtskaden, Weißblerklaiise, Pufferstand usw. Auskunst täglich 9—11. Damms Volkspark, Landoberger ?mec_78, beim Inspektor Wähltfch. Parteilokal, großer Saal mit Bühne sowie großer, fchaMger Garten, ist in Industriestadt von 40 000 Einwohner» billig zu oerpachten. Offerten unter 0. F. 26 Postamt 59.+117 Wohnungen. Balkonwohnungen. 2 Stuben, Küche. Kleine Markusstraße 3. 528b' Paltsadenstraffe 63 sind kleine Wohnungen preiswert zu vemneten. Näheres bei Paul. 427b* Pankstrafte 82 zwelsenstrlge Stuben, Kummer, 34,00. 181/18* Balkonwohnuna 27,90. Jung. straße 18/19(Frankfurter Allee). Loggtawohnuug 36,00, Garten- Wohnung 20,00. Schamweberftraße 85 (grautfurter Allee). 181/20* Reiulckendorf. West, Auguste- Viktoria- Zlllee 33, 2 Zimmer 21,00. 1 Zimmerwohnung 17,00, 3966* Weddingplach 2 große Zimmer, Küche, Speisekammer, Zubehör, eigener Garten, von 29 Mark an, eventuell für zwei Parteien Müllerstratze 178. Beternuenstrafte 20, Sonnenseite, abgeschtossene, zweizimmertge Wohnungen, 37, 40 Mark. 540b Nanscnstrafte 21, Rixdorf. zwei, drei Zimmer, Bad, Balkon, billig, Nachtbeleuchtung. 553b* «riinanerstrafte 3 zweffensttigeS Zimmer, Küche, 21,50, 1. April. 5446 Sehr preiswert. 3 und 2 Zimmer. Wohnung, vorn. Horstweg 25.+136 Prachttvohnuugen! Eilt I Aus- schneiden I Besichtigung durch Mann und Frau erwünicht, damit sofort billiger Kontraktabschluß möglich. Sämtliche Wohnungen befitzen Küchen, teil« Bäder. Sosort. April, Berlin, Norden: Koloniestraße 68/69, zwei Zimmer 24,50—, 31,— vier 42,—. Osten: Runimelsburgkistraße 88, ein Zimmer 14,—, zwei 17,—. Rixdors: Kopfstratze 15, ein Zimmer 17,—, zwei 24,—.. 182/7* Frauseckistraste 17 1 und 2 Zimmer, Küche, mit und ohne Korridor, 20 bis 26 M.. 1. April. 562b Oderfchöneweide, Edisonstraße 33 freundliche Wohnungen zu 14.—, 16.— und 18.— zum 1. Avril 1910 zu vermieten(auch sofort). Auch ist die HauSreiniguiig zum 1. März 1910 zu vergeben.+43 Zimmer, Möbliertes Zimmer vermietet Jaeobey, Wieienslratze 10, vorn II. Zwei möblierte Zimmer, Baum- schulenweg, Trojaustraße 6 II links (2 Minuten Bahnhos, gegenüber der Ausstellung).__ 2035 M ö b l ierteS-Zimmer zu vermieten Koltbuferdamm 39 I, Hermannpiatz. Leere Stube zu vermieten, alte Dame oder junges Mädchen, Dront Heimerstraße 21a, Verwalter.___+94 Möbliertes Zimmer, allein, 12,00. Diiwe Hoffmann, Carnien-Sylva- straße 162. Ouergebäude IV.+77 Möbliertes Balkonzimmer ver» mietet Finzel, Eckertstraße 4 I.+30 Gemütliches Heim findet junger Mann oder Mädchen. Fraule, Birten« straße 4.+52 Schlafstellen. Alleinige Schlafstelle vermietet Witwe Dahn, Wriezenerftraße 8. vorn IV.+94 Möblierte Schlaistelle für zwei Herren. Witwe Felletfchw, Waldemar- straß« 67.+11 Möblierte Schlafstelle Alte Schön- haujerjtraße 59, vorn 4 Treppen. �rbeitsmarkt. Stellengesuchs. Junger Mann, 24 Jahre, sucht irgendwelche Beschäftigung. Offerten unter ,300"„Vorwärts"- Spedition Petersburger Platz 4.+30 Stellenangebote* Nebcnverdieuft für jedermann. Auskiinft gratis. Hermann Wolf, Zwickau, Nordstraßi So._ 13051* Kartonnagrn-Ärdeiter und Arbeite rinnen in und außer dem Hauke verlangt Lichtenstein, MarsitiuS» ftraße 21.___ 25851* Tischler- Lehrling verlangt NW., SIemenSstraße 15._ 5646 Kompagnon für Baugeschäft ge- sucht. Baustelle, Baugeld vorhanden. Etwas Vermögen erwünscht. Offerten unter L. S..DorwärtS'fpedilion, Wilmersdorf. 263K Herr für den Außendienst einer VeistchcrunaS-Gefelllchast gesucht. inS- besondere für die Kontrolle. Festes Gehalt. Antritt sofort. Generalagentur der„Jdima", Fnedrichstraß« 113a, Eingang OranienburgerfNaße. 262K Drbcntlicher Portier zum 1. April gesucht. Rixdorf, Teupitzerstraße 96. Zündholzfabrik in Norddeutsch land sucht tüchtigen Arbeiter, erfahren im Tunken, Parasfinieren usw. Dauernde Stellung, höchster Lohn, Retscvergütung. Offerten ,Ä. 4", Expedition dieser Zeitung. 5585 Biolinist, persckter, gesucht. Offerten unter.Dilettant', Post. amt 42. 5125 Batistblusen. Arbeitsstube», die große Posten in einfachen Genre» flott liesern, mit Borlage, verlangen Gorselanczyk n. En, Beulhstraße 7. Paletötmamsklls, Futtersachen, verlangt Demuth, Rykestraße 80. Jackett- Arbeiterin im Hause, Wochenlohn, verlangt SeiSler, Kugler- ftraße 41,_+77 MamfellS, einfache Jacketts, Kostümröcke, verlangt Gaudvstraße 1. Neuteuempfängerin jür Kind gesucht. Baas, Rixdors, Weichfel« straße 12. 555b MamfellS, KoftümjackettS und Röcke. Posten liefern, außer« Hause. Rixdorf, Okerstraße 1, vorn I. 560b Ächselschluft-Hemden-Näherwnen. Merten«, BreSlauerstraße 26.+43* Tändelfchitrzeu. Arbeiterin im Hause verlangt. Gaerke, Landsberger- slraße t4._+135. Bluseuarbeiterin, Vorderteil- arbeiterin verlangt Tschiple, Reichen» bergerstr aße 129._ 556b Zusammeuseheri». Passen-, Aermetarbeiterln, Mädchen für Hand- arbeit. Röhr, Stolpischestraße 37. Blusenarbeiterinueu, persette, und Zusammensetzerin, höchste Löhne, verlangt Müller'. Rixdorf, Steinmetz. straße 96, vorn III._+108 'Tüchtige Steppen» auf Kinder. Neider verlangt Burkert, Manteufiel- straße 61._+12 �Blusenarbeiterinueu, auch Lehr« mädchen verlangt Schulz«, Exerzier- straße 19.+94 AuS Mergebenen Seidenresten Krawattennähen 0,25 an. Plan- ufer 23, Landsbergerstraße 66. 26451° Kruwattculeruen, immerwährende Heimbeschäftlgung aus eigenen Fa- briken Planuser 23(Blücherplatz), Landsbergerstraße 66(Alexaiiderplatz). Zeitungsfrauen finden dauernde und sehr lohnende Befchäfttgung für Touren Markgrafendamm, Sllt- Stralau, Treptow. Wienerilraße 1— 6. Zcitiingc.fraiien finden dauernde und fehr lohnende Beschäfttgiina Schulzendorferstraße 27._ 17/6* Werkmeister» 5366* Für die Maft-A bteilung eine» crsie» hiestgeu SchnhwarenhaufeS wird zu baldigem Antritt bei hächstem Lohn eine tüchtige Kraft gesucht, welche w feinsten Maßgeschästen nachweisbar mit Erfolg tätig war. Be- Werber, welche mit«rtbopädiichen Arbeiten vertraut find, erhalten den Varzug. Offerten mit Zeugnisadichiisteu unter Z. 8 an die Eipadition ölaaef Zeltung. Im Arbeitsmarkt durch besonderen Druck hernorgehobeue Anzeigen kosten SV Pf. die Zeile. Orts- Krankenkafse KeiviekeiiUorf. Hierdurch die Mitteilung, daß die Stellen besetzt sind. Allen Bewerbern besten Dank. Der Vorstand. RedalittU gesucht. Für die„Nordlisiuser Volks- zeitung* wird zum 1. April ein leitender Redakleur gesucht. Offerten mit Gehaltsansprüchen sind an den Vorfitzenden der Kreisorganifatiot!, Genossen Max Wicklcfn, Nordhaiisen. An der Salza Nr. 1, zu richten.• Gegen Fixum und Provision geschäftsgewandter Vertreter fllr erstes Haus der Hypothelienbrancha es. Off. und. J. Li. 3350 bei. Ii* udolt yiossc. Berlin SW. Für eine umfangreiche Gruu- diererei und Belegerei nach autzer- halb wird ein zuverlässiger, sehr er- sahrener 17/11* Werkmeister gesucht. Meldungen unter„O.P. 6747" an Rudolf Mosse, Berlin SW._ Gesucht zum sosorligen Eintrii! tüchtige, erfahrene 17/12' Werkzeugdreher«u» M�echaniker. Offerten mit Angabe deZ Miers, Eintritts nebst ZeugniSablchristen an Ilodort KS«»»«!», Stuttgart, Hoppenlaustr. 11/13._ Für unser futz-ütefier suchen wir tüchtige nri Persönliche Vorstellung von 8'L bis 11 Uhr vorm. und 7 bis 8 Uhr abends. W. Wertheim, G. m. d. H. Passage-Raufhaas, Friediichstr. 110/112. Deutscher Baehbinder- Verband. Zahlstelle Berlin. DaS Personal der Buchbinderei- abtcilung der Buch» und Stein» druckerei von Nei-tinottl, Brunnenftr. 1v, hat, um die Anerkennung de« Tarifs zu erzielen, die Arbeit niedergelegt. Vor Arbeitsannahme und An- tertigung von Streitarbeit wird gewarnt. 23/7* _ Die OrtSverwaltuiig. Achtung! Holzarbeiter Wege» Streik«nd Differenzen sind gesperrt: Knopf- und Perlmuttfabrik Hinze, Echinteslr. 8/9. Kommfabrik Riedel, Warschauer Straße 37/38. Nordd. Parkettfubrik Hannover und deren Bauten. Sämtliche Betriebe in den Orte» Luckenwalde. Sommerfeld, Höchst. Gleichzeitig ersuchen wir dir Kollegen aller Branchen der Holz» industrie daS VerniitteluiigSbureau des gelben �andwerterschutz» Verbandes" streng zu meiden. Tie OrtSverwaltnng. Achtung! Kauarbtiter! Wegen Streik in Luckenwalde sind folgende Baute» für Ein- fester gesperrt: Firma BUHg: Charlottenburg. Deruburgstr.SS. Firma Genoflenfchaft. Luckenwalde: Charlotteuburg. Wistlebenftr.EZ. »«I- t-ltirvonotund. Der heutigen Nummer uuseres Blattes liegen Prospekte folgen- der Firmen bei: für die Gesamtauflage» l-ehniann dt Aasniy, Tuchfabrik in Spremberg i. L. Bezirk Osten. Südosten«. Süd: Bovh«?!, Möbelfabr., Berlins, Moristplast 38. Nliltliolck, J., Möbelfabrik, Berlin S., Gräfestr. 34. Bezirk Westen, Südwesten»' �kaaepk,, HVildeln», Kaufhaus Schöneberg- Berlin. Groft- Görschenstrafte 4 und Haupt» strafte 103. Beraniwortllcher Redakteur Richard Barth, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: TH.Gl»ck«, Berlin. Druck».Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Paul Singer&€oM Berlin SW«